Ausgabe Luzern, AZA 1953 Sion Response Zentral
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 www.migrosmagazin.ch
E XT RA Nr. 42 | 13. Oktob
er 2014
GE SU ND HE IT
Bild: Jos Schmid
Check it out, ma
n!
-ups sind . Welche Check sein Blut testen lässt jedes Jahr ig? Die grosse Übersicht. | 6 Pablo Silva Tys wicht für welches Alter
BEILAGE: EXTRA GESUNDHEIT
Vorbeugen ist besser als heilen PERMAFROST I 20
Bild: Stephan Rappo
Gefährlich: Das ewige Eis schmilzt
Tango suizo
Der feurige Tanz erobert die Schweiz. Jeden Abend leben unzählige Paare ihre Leidenschaft auf dem Parkett aus. I 12
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DIESE WOCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014
INHALT | 5
EDITORIAL Andrej Abplanalp, Leiter Produktion
Ein Mal ist kein Mal Vor ein paar Jahren habe ich mich in einen Tanzkurs gewagt. Es war grauenvoll. Ich stand meiner Partnerin ständig auf die Füsse, verzählte mich dauernd und begriff die Drehungen nur teilweise oder gar nicht. Wie kann man das gut finden?, fragte ich mich jedes Mal, wenn ich auf die Schlachtbank, pardon aufs Parkett geführt wurde. Seither habe ich das Thema Tanzen abgehakt. Vielleicht mal ein Freudentänzchen nach einem schönen Tor der Schweizer Nati. Ganz privat vor dem Fernseher. Natürlich ohne Schrittfolge und ohne verunglückte (Ver)Drehungen. Und dann lese ich unseren Artikel über Tangotänzerinnen und Tangotänzer in der Schweiz (ab Seite 12) und frage mich, ob ich in diesem Kurs vielleicht auf dem falschen Fuss erwischt worden bin. Für die Protagonisten ist das Tanzen pure Lebensfreude, eine Möglichkeit, weniger kopflastig durchs Leben zu gehen, ja sogar ein Mittel gegen Depressionen. Ihre Begeisterung und Leidenschaft ist selbst über die Buchstaben spürbar. Und ansteckend. Vielleicht sollte ich das Kapitel Tanzen doch noch nicht ganz abschliessen. Ein Schuss Lebensfreude hat schliesslich noch niemandem geschadet. Und vom stressigen Alltag abschalten ist auch nicht verkehrt. Aber werde ich meine Partnerin, die mich trotz geschwollenen Zehen später geheiratet hat, für einen weiteren Tanzkurs gewinnen können?
Bild: Ruben Wyttenbach
Sie werden es erfahren. Irgendwann in einem künftigen Editorial. Es sei denn, das Tanzfieber packt mich gänzlich, und ich wandere nach Buenos Aires aus. Dann würde ich Ihnen eine Postkarte schreiben. Grosses Tänzerehrenwort!
andrej.abplanalp@migrosmedien.ch
26 | MENSCHEN Frischer Wind im Keller: Winzerin Susanne SteigerWehrli hat den Betrieb im aargauischen Küttigen von ihrem Vater Peter Wehrli übernommen.
MIGROS-WOCHE 6 | Aktuelles
GENERATION M
9 | Faire Bedingungen für Landarbeiter
MENSCHEN 12 | 18 | 20 | 26 | 29 | 30 |
Die Schweiz im Tangofieber Mit dem Hund auf Trüffelsuche Gefahr in den Bergen: Permafrost Winzerinnen – die neue Generation Kolumne: Der Hausmann. Interview: Asienkenner Urs Schoettli.
AKTUELL
34 | Gemüseanbau in Südspanien 37 | Preisbarometer 38 | Umfrage: Online oder im Laden?
SCHAUFENSTER
42 | Kinderkleider aus Biobaumwolle 44 | Die Captors vor der Kamera
47 | 48 | 58 | 61 | 63 |
Schonende Haarpflege mit Belherbal Alnatura-Produkte fürs Baby Nachhaltig kochen Der tägliche Vitaminkick Einfach gutes Joghurt
SAISONKÜCHE
68 | Capuns mit Claudio Zuccolini
IHRE REGION
73 | Neues aus Ihrer Genossenschaft
LEBEN
80 | Familie: Einzelkind oder Geschwister? 87 | Digital: Pulsmesser fürs Handgelenk.
MEINE WELT
102 | Dirigent Lionel Bringuier
RUBRIKEN
10 | Forum 100 | Cumulus
M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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MIGROS-WOCHE 6 |
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AKTUELLES
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NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
REGION LUZERN
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Auf Wunsch sprechen M-Budget-Helfer die Traumfrau eines Partybesuchers an.
Einkauf im Vorbeifahren
Clevere Verpackung schont die Umwelt Die Salad-Bowles von Anna’s Best haben eine neue Verpackung. Die Schüssel ist dünnwandiger als bisher, zudem ist sie nun nicht mehr mit einem Plastikdeckel, sondern mit einer Folie verschlossen. So lassen sich elf Prozent des Kunststoffs einsparen. Dank der neuen Verpackung wird die Migros pro Jahr voraussichtlich 6,22 Tonnen weniger Verpackungsmaterial verbrauchen. Die Salatschüssel ist zudem so konstruiert, dass sie sich nach Gebrauch sehr leicht falten und platzsparend im Müllsack unterbringen lässt. Damit trägt die Migros zur Erfüllung eines Versprechens im Rahmen von Generation M bei: Bis Ende 2020 sollen über 6000 Tonnen Verpackungsmaterial ökologisch optimiert werden.
Früchte, Gemüse oder Brot im Internet bestellen – und bereits nach zwei Stunden zur Abholstation fahren und sich die Einkäufe in den Kofferraum stellen lassen: Möglich macht dies LeShop Drive in Staufen bei Lenzburg AG, der kürzlich seinen Betrieb aufgenommen hat – neben jener in Studen BE die zweite Abholstation von LeShop. «Der Zufriedener Kunde: Beat Rölli aus Seengen AG mit seiEinkauf ist so unkomplinem Sohn und einer LeShop-Drive-Mitabeiterin. zierter und mit drei Kindern einfacher», bestätigt LeShop-Drivesagt Dominique Locher, Geschäftsführer von Kunde Beat Rölli (38). «Deshalb kaufen wir LeShop. «In Zukunft könnten diese AbholLebensmittel momentan auf diese Weise stellen ohne Weiteres eine ähnlich wichtige ein.» Das Angebot trifft den Nerv der Zeit: Rolle einnehmen wie der Convenience-TankBereits im ersten Betriebsjahr verzeichnete stellenshop von heute.» der erste Drive in Studen 30 000 Abholungen von 5000 Kunden. «Mit dieser neuen Art des Online oder in der Filiale: Lesen Sie ab Seite 38, Einkaufs stehen wir erst ganz am Anfang», wie Kunden heute einkaufen.
MIGROS-WOCHE AKTUELLES | 7
alles für ihre Gesundheit.
Für wenig Geld dreifach feiern
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Die neue Saison der M-Budget-Partys hat begonnen. Für nur 9.90 Franken können die Teilnehmer in drei Klubs tanzen. Ein M-Budget-Kiosk bietet vor Ort allerlei Nützliches zu Tiefpreisen, eine Fotowand mit Selbstauslöser hält unvergessliche Momente fest. Fast gratis sind auch die aussergewöhnlichen Dienstleistungen der charmanten M-Budget-Helfer: Für ein symbolisches Honorar nehmen sie Gästen die Jacke ab oder bringen ihnen einen Drink von der Bar. Auf Wunsch richten sie der Traumfrau oder dem Traummann sogar ein Kompliment aus.
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W
ie wäre es am 17. Oktober mit einer Berner Partynacht im Bierhübeli, im Rondel und in der Kulturscheune Uptown? Um eine Fahrgelegenheit müssen sich die Tanzfreudigen dabei nicht kümmern; ein Shuttlebus bringt sie von Klub zu Klub. Ein Ticket für die Dreifachparty kostet nur gerade 9.90 Franken. Die diesjährige M-BudgetPartysaison hat angefangen. In den Städten Bern, Chur und Luzern gibts für diesen Minipreis im Oktober und im November eine geballte Ladung Spass. Stets sind der Besuch von drei angesagten Klubs sowie der Transport inbegriffen.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014
GENERATION M ARBEITSBEDINGUNGEN | 9
Einsatz für Landarbeiter Während der Wintermonate bietet die Migros frisches Gemüse aus Südspanien an. In Almería setzt sie sich für gerechte Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft ein.
W
enn in der Schweiz die Temperaturen im Herbst sinken, nimmt auch das Angebot an Schweizer Gemüse ab. Viele Konsumentinnen und Kon sumenten möchten aber in der kalten Jahreszeit nicht auf frische Gurken, Tomaten und Peperoni verzichten. Deshalb bietet die Migros Gemüse aus Südspanien an. Hauptherkunftsgebiet ist die Provinz Almería in An dalusien. Das milde Klima ist für den Gemüseanbau ideal. Mit grossen Gewächshäusern werden die Pflanzen vor In sekten sowie Wind, starker Sonnenbestrahlung und den kühlen nächtlichen Tempe raturen geschützt. Nachdem das Gemüse geerntet und verpackt worden ist, gelangt es per Lastwagen in die Schweiz. Drei bis vier Tage nach der Ernte liegt es bereits in den Regalen der Migros. In den vergangenen Jahren wurde die Gemüseproduktion in Südspanien immer wieder von Medien und Konsumen ten kritisiert. Der Fokus lag dabei auf dem Wasserver brauch und den Arbeitsbe dingungen der Landarbeiter. Auch die Migros betrachtete die Situation kritisch. Des halb müssen ihre Lieferanten seit fünf Jahren die GRASP Richtlinien umsetzen (siehe Box rechts). Im Rahmen dieser Initiative überprüfen
unabhängige Kontrolleure elf unterschiedliche Punkte wie zum Beispiel die Einhaltung von Mindestlöhnen und Ar beitszeiten. Ebenfalls muss das Recht der Arbeiter auf ge werkschaftliche Aktivitäten gewährleistet sein. Zusätz lich führen die Prüfer Gespräche mit Arbeiter vertretern.
Dialog zwischen Produzenten und Gewerkschaften Auch der Dialog zwischen den Sozialpartnern wird ge fördert. So organisiert die Migros vor Ort runde Tische, an denen Produzenten und Gewerkschafter teilnehmen. Die Migros ging auch der Frage nach dem Wasserver brauch nach. Hier zeigte sich, dass die Wasserversorgung in Almería dank der Nähe zur Gebirgskette Sierra Nevada ausreichend sichergestellt ist. Schmelz und Regenwasser sammelt sich in den Küsten gebieten als Grundwasser und wird in Stauseen sowie in Reservoirs aufgefangen. Im Übrigen konnte der Wasser verbrauch dank neuer Me thoden wie der Tröpfchen bewässerung optimiert wer den. Text: Andreas Dürrenberger Bild: Samuel Trümpy
Lesen Sie mehr zur Gemüseproduktion in Almería ab Seite 34.
Arbeiten unter fairen Bedingungen: Erntehelfer in einem Gewächshaus in Almería.
GRASP: Rechte der Mitarbeiter schützen Seit dem Jahr 2000 gibt es die Initiative GRASP (Global GAP Risk Assessment on Social Practice). Diese ist eine Erweiterung des globalen Standards zu guter landwirtschaftlicher Praxis (englisch: Global Good Agricultural Practices, kurz GAP). Bei GRASP steht die Einhaltung von Vorschriften der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)
der Vereinten Nationen für die landwirt schaftliche Produktion im Zentrum. Neben der Migros sind an dieser freiwilligen Initiative weitere europäische Detail händler beteiligt. Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. www.generationm.ch
FORUM 10 |
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LESERBRIEFE
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NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
MM 41: «Gott sei Dank». Artikel zum Resultat der neusten Konfirmandenstudie.
«Sind es nicht die gelebten Werte, die wichtig sind?» ten der Regeln zum Zankapfel für ein gutes Zusammenleben. Daher kann man nicht pauschal Anwohner verurteilen, die Widerstand gegen Asylunterkünfte leisten. Renata Vendr, 8049 Zürich
Gott sei Dank, gibt es noch Menschen, die anderen Menschen in einer Krise – und auch sonst – zuhören, sich für diese interessieren und auf ihrem Weg begleiten. Ist da die Religionszugehörigkeit (oder auch keine Religionszugehörigkeit) nicht völlig unwichtig? Sind es denn letztendlich nicht die Werte, die vermittelt und gelebt werden, die wichtig sind? Und die sind meines Wissens in allen Religionen dieser Welt dieselben. Marlies Molnár, 8458 Dorf
Ich bin immer wieder erstaunt, wie die Leute Freikirchen in ein falsches Licht rücken. Thomas Schlag erwähnt im Beitrag, die Jugendlichen würden einen hohen Preis aus starken Verpflichtungen und moralischen Vorgaben bezahlen, wenn sie einer Freikirche beitreten. Ich kann dem nur widersprechen. Selber in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, wurden wir nie zu etwas gezwungen. Nach der Konfirmation kehrte ich dem Glauben und der Frei-
kirche den Rücken, wurde aber nie von jemandem ausgeschlossen oder missachtet, nur weil ich nicht mehr dabei war. Vor zehn Jahren kehrte ich wieder zum Glauben zurück, weil in meinem Leben das gewisse Etwas fehlte. Ich habe diese Entscheidung selber getroffen und bis heute nicht bereut. Also, liebe Kenner der Freikirchen, besucht doch mal eine Freikirche und überzeugt Euch, dass die jungen Leute sich von allein entschieden haben. Nicht für die Kirche, sondern für Jesus. Barbara Niggli, 4853 Murgenthal
MM 40: «Mein Nachbar, der Flüchtling». Artikel über Flüchtlinge aus Ostafrika in einem Zürcher Villenviertel.
«Es könnte einem schon der Kragen platzen» Das Beispiel am Zürichberg ist anscheinend ein Glücksfall für alle. Das ist erfreulich, aber leider ist es nicht immer so – oft werden Lärm und Nichtbeach-
Neun von zehn Konfirmanden bezeichnen sich laut Studie als wenig oder gar nicht religiös.
Ein seltsamer Artikel. Ich habe jahrelang vergeblich eine bezahlbare Wohnung in Zürich gesucht. Meines Wissens bin ich bei der Suche in bester Gesellschaft. Ist beispielsweise einmal eine Zweizimmerwohnung für 1200 Franken ausgeschrieben, dann warten am ausgeschriebenen Besichtigungstermin Dutzende von Interessenten, und eine Bewerbung ist in den meisten Fällen aussichtslos. Wenn man dann liest, dass solche Wohnungen an Flüchtlinge abgegeben werden, wohlverstanden finanziert von uns Steuerzahlern, dann könnte einem schon der Kragen platzen. Das hat mit dem von Schmassmann erwähnten «offenen Quartier» überhaupt nichts zu tun. Wir haben viele ehrlich arbeitende Schweizer und legal anwesende Ausländer mit gedrückten Löhnen, die solche Machenschaften nicht verstehen können. Von einem SP-Politiker erwartete ich eigentlich etwas mehr Hintergrundwissen. Othmar Gerber, 8820 Wädenswil
Fehler mit grossem Echo Mit einem Übersetzungsfehler sorgte die Migros letzte Woche für viel Gelächter: Auf dem Deckel der Schweizer Bio-Bratbutter steht unter der korrekten deutschen Bezeichnung «Beurre à rôtir suisses» und «Burro per arrostire svizzeri». Während in der französischen Übersetzung lediglich ein «s» zu viel enthalten ist, bedeutet der italienische Name: «Butter zum Braten von Schweizern». Wir bitten darum, diese Aufforderung nicht in die Tat umzusetzen!
Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.
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MENSCHEN 12 |
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TANGO
armes Licht erhellt den hohen Raum, aus den Boxen erklingt eine langsame, melancholi sche Musik. Die Frauen tragen taillierte Kleider und goldene oder rote Sandaletten, die Männer lange Stoffhosen, Hemden und Lederschuhe. Die Männer lenken, schieben oder wirbeln die Frauen übers Parkett. Diese schauen verträumt, verbissen oder verhalten. Verklingt ein Lied, lassen die meisten Paare voneinander ab und nehmen Abstand. Viele die mit einander tanzen, kennen sich nicht. Mittlerweile kann man in vielen Schweizer Städten jeden Abend Tango tanzen. 1986 organisierte Rolf Schnei der (76) die erste regelmässige Milonga der Schweiz – so nennt sich ein Tangotanz abend – im heutigen Dynamo in Zürich. Dass sich Tango derart etablieren konnte, erklärt er sich so: «In Europa ist die Kommunikation über Berührungen unterentwi ckelt, das macht den Tango attraktiv.» Nehme sich je mand die Mühe, den an spruchsvollen Tanz zu lernen, bleibe er meist dabei. Bei vie len taktet der Tango ihr Leben. Sie tanzen täglich, besuchen Stunden oder Milongas und buchen Tangoferien.
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NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014
MENSCHEN TANGO | 13
Åse Johnsen (46)
Und sie tanzen einen Tango Der südamerikanische Tanz hat sich hierzulande etabliert. Was treibt Schweizerinnen und Schweizer immer häufiger aufs Parkett?
Text: Monica Müller, Bilder: Stephan Rappo
ist Künstlerin und Tangolehrerin bei Goooal! Sie tanzt seit 20 Jahren täglich. «Ich habe den Tango in Oslo über einen argentinischen Lehrer kennengelernt, der Tanz hat mich sogleich magisch angezogen. Für anspruchsvollere Lektionen bin ich bald mit Freunden acht Stunden durchs Schneegestöber bis nach Uppsala in Schweden gefahren. Als ich ein Stipendium für die Kunstschule in Luzern erhalten habe, bin ich in die Schweiz gezogen und so oft wie möglich nach Zürich zum Tanzen gependelt. Es war eine Sucht! Mit dem Tango habe ich etwas gefunden, was ich lange Zeit gesucht habe. Er vermittelt Lebensfreude und Leidenschaft. Beim Tanz ist man total präsent im Moment, mit jemandem zusammen in einer Bewegung, die fliesst. Man lernt, sich selbst und sein Gegenüber wahrzunehmen. Es geht nicht um spektakuläre Figuren, sondern um einen Dialog mit dem Tanzpartner. Nach dem Tanzen fühle ich mich jeweils erfüllt und glücklich. Heute geniesse ich es, Tango zu unterrichten. Als Lehrerin kann ich etwas davon weitergeben, was der Tango mir gegeben hat.»
Martin Omlin (47) tanzt seit 20 Jahren und arbeitet voll beruflich als Tangolehrer bei Goooal! Ein Tag ohne Tanz gibts bei ihm nicht. «Für mich drückt Tangomusik Melancholie, Trauer, Glück und Freiheit aus. Sie trägt einen beim Tanzen, bindet einen an den Moment und macht aus dem Tanzpaar eine Einheit. Der Tango trifft etwas Existenzielles. Er ermöglicht es, auch mit einer fremden Person Intimität zu erleben. Damit muss man sich als tanzendes Paar auseinandersetzen, klar. Ich bin zufällig über meine WG-Kollegen zu einem akrobatischen Tango gestossen. Mit Åse habe ich dann einen viel subtileren Tango kennengelernt, bei dem es um echte, innere Kommunikation zwischen den Tänzern geht. Dieser Tango hat mich nicht mehr losgelassen. An der ETH habe ich Umweltwissenschaft studiert, Teilzeit für eine Grossbank Daten analysiert und doktoriert. Doch dann hat mich der Tango zum Wechsel bewogen. Meine analytische Seite hilft mir, tänzerische Möglichkeiten durchzudenken und diese dann intuitiv umzusetzen. Ich bin sehr froh, weniger kopflastig unterwegs zu sein.»
MENSCHEN 14 |
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TANGO
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NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
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MENSCHEN
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TANGO | 15
Lionel Wirz (27) studiert Germanistik und Geschichte, tanzt seit zehn Jahren täglich. Abends unterrichtet er Tango. «Tango ist ein Balzritual. Er zwingt einem als Mann oder Frau eine Rolle auf. Dieser Rahmen ermöglicht Abenteuer, die man sonst nie hätte. Es ist wie ein Training fürs Flirten. Viele sehnen sich nach mehr Körperlichkeit. Beim Tango kann man jemanden unverbindlich in tim an sich heranlassen, gerade weil der Ausstieg bereits gegeben ist. Ich war 17, als mich eine Klassen kameradin fragte, ob ich mit ihr den Tangokurs beim Kunstlehrer besuchen möchte. Meine erste Reaktion? Ich hatte Schiss. Im Schlepptau eines Kumpels wagte ich es dann doch, und es machte Spass. Als ich zum ersten Mal an einer Milonga eine fremde Frau zum Tanz auf fordern wollte, waren meine Knie weich und mein Herz raste. Mich packte der Ehrgeiz, solche Situationen eines Tages souverän zu meistern. Der zweite prägende Tanz war mit einer zehn Jahre älteren Frau. Es war das erste Mal, dass mich eine Frau im Tango richtig in den Arm nahm – die subtile Erotik überwäl tigte mich. Davon wollte ich mehr.»
Laura Wirz (24) ist angehende Psychomotorik-Therapeutin, tanzt seit acht Jahren Tango und besucht «nur» zwei Milongas pro Woche. «Früher war ich süchtig nach Tango. Als Schülerin tanzte ich fast jeden Abend in Basel und ein Mal pro Woche in Zürich und dann im Zug nach Hause. Damals reiste ich von einem Tangomarathon zum nächsten, tanzte in Berlin, Hamburg, Kopenhagen und Paris bis zum Umfallen. Die Freude an der Bewegung hatte ich mit 16 in einem Tanzkurs mit meinem Bru der Lionel entdeckt. Je besser ich tanzen lernte, desto intensivere Glücksmomente erlebte ich. Einem Fremden so nahezukommen, kann verwirren. Mit der Zeit lernte ich, dieses Gefühl zu rationalisieren. Mich fasziniert der Widerspruch beim Tango. Ich spüre und beherrsche meinen Körper, bin aber auch verträumt und weit weg. Früher wollte ich Tänzerin werden, da von bin ich abgekommen: Die Tangowelt ist eine Seifenblase. Ich will mich nicht nur in ihr bewegen. Nun studiere ich Psy chomotorik und ergründe, wie Psyche und Bewegung zusammenspielen.»
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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Beata Sievi (47) Korsettdesignerin, tanzt seit 20 Jahren Tango und besucht mindestens eine Milonga pro Woche. «Nach dem frühen Tod meines Mannes kämpfte ich mit Depressionen. Da er innerte ich mich an den Tango, den wir gemeinsam entdeckt hatten, und dachte: Um ihn zu tanzen, muss ich nicht fröh lich sein. Ich besuchte Tanzstunden bei Rolf Schneider, und es war magisch. Er gab mir das Gefühl der Harmonie im Tanz. Zudem waren wir voneinander fasziniert und offen für die neue Liebe. Dennoch, mit einem bekannten Leh rer und begehrten Tänzer liiert zu sein, war anfangs nicht einfach. Überall traf Rolf ehemalige Schülerinnen, die mit ihm tanzen wollten. Mit zunehmender Geborgenheit in der Beziehung lernte ich, damit umzugehen. Wo sonst können sich Männer und Frauen so nahekom men, ohne eine Beziehung oder Affäre zu haben? Ein Tanz mit einem Fremden be deutet immer auch, sich auf unsicheres Terrain zu begeben. Die Neugierde und Ungewissheit haben etwas Prickelndes. Aber der Markt ist auch erbarmungs los: Es reicht nicht, attraktiv zu sein. Man muss auch tänzerisch etwas bieten, sonst kommt man kaum zum Tanzen.»
Rolf Schneider (76)
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Zu gewinnen: Tangotanzen mit Tanguera-Musical-Stars Tanguera, das erfolgreiche Musical aus Argentinien, kehrt in die Schweiz zurück. Vom 28. Oktober bis 2. November tanzt das 30-köpfige Ensemble im Theater 11 in Zürich. Es erzählt die Geschichte der schönen Giselle, die im verruchten Hafen von Buenos Aires ankommt – von ihrem Leid in den Bordellen und ihren Auf-
tritten in der glitzernden Welt des Cabarets. Wir verlosen 6 x 2 Plätze für einen Tangoworkshop für Anfänger am 30. Oktober bei zwei der Tanguera-Stars. Teilnahme und Teilnahmebedingungen online: www.migrosmagazin. ch/gluecksgriff. Teilnahmeschluss ist der Sonntag, 19. Oktober 2014.
Scannen Sie den QR-Code und sehen Sie im Video zwei der porträtierten Paare tanzen.
Tangopionier und Tanzlehrer, tanzt seit 40 Jahren fast täglich Tango. «Auf der Suche nach anspruchsvoller Musik entdeckte ich den Tango. Ich nahm in Berlin und Buenos Aires Unter richt. Anfangs war es hart: Die Argenti nierinnen liessen mich nach dem ersten Tanz stehen und schmiegten sich an die lokalen Tanzlöwen. Ich übte, übte, übte und kaufte beim Trödler 25 Kilo Schall platten mit Tangomusik. Diese legte ich 1983 in meinen ersten Kursen in Zürich auf. Statt auf Architektur, meine Erst ausbildung, setzte ich fortan ganz aufs Tanzen: Der Gesellschaftstanz sicherte mir ein Einkommen, der Tango war meine Passion. Wer ihn tanzt, muss be reit sein, sich anzupassen, auch wenn er führt. Das schult die Persönlichkeit. Am schönsten ist es, wenn es einfach mit einem tanzt – der Kopf denkt nicht, man ist ganz da, vereint zu dritt: Mann, Frau und Musik. Tanzt meine Liebste eng umschlungen mit einem anderen, rumort es manchmal schon im Bauch.»
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NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Eine Schnüfflerin auf Delikatessen-Jagd
Von August bis Dezember ist Carolina Jaroch mit ihrer Hündin Ima auf Trüffelsuche – und das unter strengster Geheimhaltung. Denn Trüffel sind kostbare kulinarische Schätze.
I
ma ist eine Feinschmeckerin. Die achtjährige Weimaraner-Hündin hat in ihrem Leben wohl schon mehr Trüffel gegessen als manch ein Gourmet. Auch wenn das Verspeisen des edlen Schlauchpilzes eigentlich nicht zu ihrem Job als ausgebildete Trüffelhündin gehört. Aber es passiert, wenn ihre Halterin Carolina Jaroch (37) nicht schnell genug eingreift oder gerade abgelenkt ist. Nach zwei schnellen Bissen wandert der kostbare Trüffel dann in den Hundemagen. «Ach, sie muss zwischendurch auch belohnt werden», sagt Jaroch, die an diesem sonnigen Herbstnachmittag im Gebüsch neben Ima steht, irgendwo unter einer Eiche in der Region Uetliberg bei Zürich. Jaroch und Ima sind ein eingespieltes Team. Schon seit über sieben Jahren suchen sie gemeinsam nach Trüffeln. Wer glaubt, dies sei eine langwierige Angelegenheit, bei der man stundenlang durch den Wald läuft, um mit grossem Glück einen Trüffel zu finden, der hat Caroline Jaroch und Ima noch nie in Aktion gesehen. Kaum ist die Hundeleine am Geschirr befestigt, weiss Ima, dass es losgeht. Mit voller Konzentration hält sie ihre Nase knapp über den Boden und fährt wie ein Staubsauger durch Gras und Laub. In ihrem Eifer macht sie auch vor dornigen Gebüschen nicht halt. Hat sie einen Trüffel unter der Erde erschnüffelt, scharrt sie zielstrebig, bis Jaroch sie belohnt und damit auch das Scharren unterbricht. So werden unnötige Bodenverletzungen und Kratzer am Trüffel verhindert. Caroline Jaroch kniet nieder und gräbt den Trüffel mit einem Stechwerkzeug und ihren Händen aus der Erde. «Als Trüffelsucherin darf man keine Tussihände haben», meint sie und lächelt. Ihre Fingernägel sind schwarz. Nach einigen Minuten zieht die Zürcherin den etwa faustgrossen Trüffel
aus dem Boden. Ein Prachtexemplar! Mit blossem Auge hätte man den braunen Klumpen niemals in der Erde entdeckt. Während die 37-Jährige das Loch sorgfältig wieder schliesst, buddelt Ima bereits den nächsten Trüffel aus. Ihre Leidenschaft für Trüffel hat Carolina Jaroch vor acht Jahren entdeckt. Damals betreute die gelernte Juristin ein Restaurant in Zürich. Im Auftrag des Lokals reiste sie ins Piemont, um die lokalen Spezialitäten zu testen. Als sie dort sah, wie Hunde nach Trüffel suchten, dachte sie sich: Was die Italiener können, können wir auch. Also liess sie die junge Ima zur Trüffelhündin ausbilden – Kostenpunkt: mehrere 1000 Franken. Das scheint auf den ersten Blick teuer, ist aber eine Investition, die sich durchaus lohnt. Ein Kilo weisser Albatrüffel aus dem Piemont kann bis zu 10 000 Franken kosten. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Missgunst und Neid in diesem Geschäftsfeld gross sind. «Ich habe erlebt, dass Hunde von der Konkurrenz vergiftet worden sind. Deshalb tragen Trüffelhunde im Piemont bei ihrer Suche häufig einen Maulkorb.»
Der Konkurrenzkampf ist gross, ab und zu gibt es sogar Drohmails In der Schweiz werden Hunde zwar nicht vergiftet, aber auch hier gibt es einen Konkurrenzkampf unter den Trüffelsuchern. «Ich habe auch schon Drohmails bekommen. Ich solle nicht in diese Region kommen und gefälligst in Zürich bleiben, stand da etwa drin», erzählt Carolina Jaroch. Letztlich wolle jeder Trüffeler seine Plätze geheim halten. «Wenn du merkst, dass jemand bei deinem Geheimplatz die Trüffel geerntet hat, ist das etwa so, wie wenn dir jemand dein Gemüse aus dem Garten gestohlen hätte.»
Schweizer Trüffel In unseren Regionen wächst hauptsächlich der Herbst- oder Burgunder-Trüffel. Laut der Schweizerischen Trüffelvereinigung ist das Trüffeln in den letzten Jahren in Mode gekommen. Die Vereinigung warnt aber davor, ohne das nötige Wissen selber nach den Schlauchpilzen zu suchen. Wichtig sei beispielsweise, das beim Ausgraben des Trüffels entstandene Loch wieder zuzudecken. Andernfalls trocknen die Feinwurzeln der Bäume und das Pilzmyzel aus. Deren Gesundheit ist eine Grundvoraussetzung für das gute Gedeihen der Trüffel. Mehr Informationen: Schweizertrueffel.ch
Dabei gibt es grundsätzlich sehr viele Trüffel im Boden – die Kunst besteht darin, einen Ort zu finden, an dem sie in Massen vorkommen. «Sie wachsen unter alten Bäumen wie der Eiche, der Hainbuche oder der Linde, aber auch bei Haselsträuchern oder Pappeln», verrät Jaroch. «In der Saison von August bis November findet man sie eigentlich überall – besonders auch ausserhalb des Waldes auf Wiesen.» Carolina Jaroch kann nicht von der Trüffelsuche leben. Wenn es gut läuft, verdient sie etwa 300 Franken pro Tag. Für ein Kilogramm schwarzen Burgunder-Trüffel, wie man ihn in der Region Zürich findet, bekommt sie bei Topqualität von ihrem Händler bis zu 700 Franken. Teilweise arbeitet sie aber auch direkt mit Restaurants zusammen. Diese bestellen die Trüffel bei der Expertin und verarbeiten den Fund direkt weiter. Neben der Trüffelsuche betreibt Jaroch eine Hundeschule. Dort bildet sie Vierbeiner zu Trüffelsuchhunden aus. Dafür geeignet sei jede Rasse, sofern der Hund körperlich und geistig fit sei, sagt Carolina Jaroch. «Das Tier sollte möglichst futterorientiert sein, also bereit, für Futter zu arbeiten.» Dann könne ein Hund mit täglichem Training innert zweier Wochen angelernt werden – mit der Hilfe von bereits ausgebildeten Trüffelhunden. Ima hat mittlerweile unter einem Baum am Uetliberg erneut einen Trüffel entdeckt. Es ist bereits Nummer 15 – innerhalb von 45 Minuten. Die Hündin hat ganze Arbeit geleistet. Und dank der Ablenkung ihres Frauchens durch einen Journalisten wohl auch noch nie so viele Trüffel an einem Tag gefressen. Text: Andreas Bättig Bilder: Daniel Uhl
Animalcoach.ch
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Auf Trüffeljagd: Hundetrainerin Carolina Jaroch mit ihrer erfahrenen Trüffelhündin Ima (links) am Zürcher Uetliberg. Mit dabei ist auch der kleine Lio, den Jaroch derzeit ausbildet.
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PERMAFROST
Die Bergdoktoren Wegen steigender Temperaturen schmilzt in den Bergen mittlerweile auch das ewige Eis. Die Folge: Geröll- und Eislawinen, die ganze Dörfer bedrohen. Forscher der ETH und der Universität Zürich versuchen nun im Walliser Mattertal, den Permafrost und sein Verhalten besser zu verstehen.
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ETH-Forschungsleiter Jan Beutel mit den Messinstrumenten am Berg oberhalb des Walliser Dorfs Herbriggen (kleines Bild). 2013 gab es dort mehrere m채chtige Murg채nge.
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PERMAFROST
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as ist eine Masse wie Stracciatella mit sehr vielen Schoggistücken drin», erklärt Jan Beutel (41) und zeigt auf den gewaltigen Geröllkegel vor ihm. Der Computeringenieur steht in der eisigen Morgenbise auf 2700 Meter Höhe im Mattertal hoch über Herbriggen VS. Der Gugla-Blockgletscher sieht aus wie Schutt und besteht aus Gestein, Erde, Luft – sowie Eis, welches das Ganze zusammenhält. Schmilzt das Eis, weicht sich die Masse auf und wird beweglich. Wie etwa am 17. Juni 2013, als die Temperaturen innert kurzer Zeit hochkletterten und die Schneefallgrenze auf 4500 Meter anstieg. Dabei schmolz überdurchschnittlich viel Schnee, und der bereits destabilisierte Gugla-Gletscher bröckelte an seinem Zungenende. In kurzen Abständen donnerten mehrere Murgänge ins Tal hinab. «Nur gerade sechseinhalb Minuten dauerte es, bis die Masse unten in Herbriggen war», sagt Beutel. Zerstörungen gab es nicht, den-
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noch wurden die Dorfbewohner sicherheitshalber evakuiert. Beutel zeigt auf ein Felsplateau. Dort wurde nach jenen Murgängen eine Überwachungsstation eingerichtet und der Berg rund um die Uhr von blossem Auge beobachtet. Es war eine Notlösung. Heute werden die Bewegungen des Bergs mit hochspezialisierter Technik überwacht. In der Geröllmasse stecken Sensoren, installiert auf weissen Stäben und von blossem Auge kaum erkennbar. «Wir wollen genauer begreifen, wie sich der Berg bewegt, welche Prozesse Bewegungen verursachen, wie der Permafrost, das ewige Eis, hier funktioniert.»
Nirgends ist Permafrost so komplex wie im Gebirge Mit dem Projekt «PermaSense» erforschen Wissenschaftler der ETH und der Universität Zürich den Permafrost und die Bewegungen der Felsen in hochalpinem Gelände. Geleitet wird das Projekt von Lothar Thiele (57) und Jan Beutel. Im
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
Jan Beutel und weitere Wissenschaftler auf einem typischen Blockgletscher.
Team dabei sind Geografen, GPS-Experten des Fachbereichs Geodäsie, Forscher aus dem Gebiet Mikro- und Nanosysteme sowie Computeringenieure. Das Projekt ist komplex, denn nirgendwo ist es so schwierig, den Permafrost zu verstehen, wie im Gebirge. Hier gibt es innerhalb weniger Quadratmeter enorme Unterschiede. «Sonneneinstrahlung, Hangneigung, Temperaturschwankungen und unterschiedlicher Niederschlag – all diese Faktoren spielen dabei eine Rolle», erklärt Beutel. Insgesamt sind von hier bis zum Grabengufer oberhalb von Randa 40 Sensoren installiert. Denn der ganze Bergzug beheimatet schnelle Blockgletscher und ist immer wieder in Bewegung. Ausserdem besteht das Tal aus extrem steilen Stufen, die oben weit zurückgehen, auf diesem Terrain liegt viel lockeres Material. «Wie trockener Kuchen, der an der Tischkante hinabbrösmelet», versinnbildlicht Jan Beutel die geologische Situation.
Nach einem einstündigen Fussmarsch das Tal hinauf erreicht man den DirruBlockgletscher – eine Masse von Geröll, die nur Alpenkenner auf den ersten Blick als Gletscher erkennen. Er hat den 1997 gebauten Europaweg schon mehrmals verschüttet. Und mitten in dieser gebirgigen Abgeschiedenheit findet sich wieder ein Stück hochtechnischer Zivilisation: An einem Felsen sind Solarpanels befestigt, Schläuche ziehen sich hoch, weisse Kästchen sind zu sehen, Stäbe und Antennen ragen in die Luft. «Das ist die Dirru-Referenzstation», erklärt Beutel. «Sie ist Knotenpunkt der Datensammlung im ganzen Gebiet. Hier befindet sich auch eine unserer Wetterstationen und eine Webcam.» Von hier aus werden sämtliche Daten der Sensoren zu einer Zwischenstation auf der anderen Talseite gesendet, die leitet sie weiter aufs Kleine Matterhorn, wo ein Internetanschluss die Kommunikation mit der ETH ermöglicht. Die Forscher in Zürich lesen die Daten dann in Echtzeit
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ab. Der Berg wird hier mit einer nie da gewesenen Präzision beobachtet. «Früher lief das anders», sagt Beutel. «Man markierte mit Farbe bestimmte Punkte auf dem Berg und kontrollierte ein Jahr später, ob und wie sehr sie sich verschoben haben.»
Die Forscher unterschätzten die Neugier der Schwarznasenschafe Die Installationen sind eine Herausforderung. «Die Sensoren müssen extrem robust sein», erklärt Verena Maiwald (27), Doktorandin im Fachgebiet Mikround Nanosysteme. «Im Labor herrschen Idealbedingungen. Auf dem Berg müssen unter anderem hohe Temperaturschwankungen berücksichtigt werden.» Bei all der hoch spezialisierten Technik musste sich das PermaSense-Team immer wieder mit ganz rudimentären Problemen herumschlagen. Zu Beginn hatten sie nämlich nicht mit der Neugier der Schwarznasenschafe auf dieser Alpweide gerechnet. Sie knabberten
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MENSCHEN
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PERMAFROST
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NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Glossar
In Randa hat ein Felssturz 1991 massive Schäden angerichtet (oben). Die Reste davon sieht man noch heute (grosses Bild).
sämtliche Kabel durch, die ihnen zwischen die Zähne gerieten. «Mittlerweile werden die Kabel mit dicken Hartplastikröhren geschützt», sagt Tonio Gsell (33), wissenschaftlicher Projektmitarbeiter an der ETH Zürich, der das Sensorsystem zu entwickeln und zu installieren hilft. Nicht nur die Technik muss in der rauen Alpenwelt bestehen, auch die Wissenschaftler müssen sich im hochalpinen Terrain sicher bewegen. Dass sie im Mattertal forschen, ist kein Zufall. «Das Gebirge hier ist geowissenschaftlich und gesellschaftlich relevant, und es besteht ein gewisses Gefahrenpotenzial», erklärt Projektleiter Lothar Thiele. Wie vielerorts in den Bergen lockern sich im Mattertal immer wieder Gesteinsmassen. Weil das Tal bebaut ist, sind hier Ortschaften und Infrastruktur gefährdet. Besonders heftig hat es 1991 das Dorf Randa getroffen. Damals sind 33 Millionen Kubikmeter Fels in den Talboden hinabgedonnert, haben Häuser unter sich begraben, die Strasse versperrt, die Bahnlinie blockiert und die Vispa aufgestaut. Die Sicherung des Verkehrswegs ist für das Tal lebenswichtig, hier führt der Weg zum weltberühmten Matterhorn hinauf. Pro Jahr strömt eine halbe Million Touristen nach Zermatt, pro Tag fahren durchschnittlich über 1000 Menschen in die Skisport- und Touristenmetropole am Fuss des Horu. Das Tal gehört zu den Schweizer Topdestinationen und ist wirtschaftlich vom Frem-
GPS-Sensoren sammeln Daten am Berg.
denverkehr abhängig. Nur in Zürich und Genf übernachten jährlich noch mehr Touristen. Auch das Matterhorn selbst ist seit 2006 mit Sensoren versehen, ein weiteres PermaSense-Projekt. Beim Hörnligrat messen die Geräte Bewegungen der Felsen und Spalten. Im Jahrhundertsommer 2003 sind 2500 Kubikmeter Fels vom Matterhorn abgebrochen – der Permafrost ist aufgetaut, das Eis in den Felsspalten hat seine Eigenschaft als Kleber verloren. Eines der touristischen Projekte des Tals musste schon aufgegeben werden, nämlich den Europawanderweg als durchgehenden Höhenwanderweg am Berghang entlangzuführen – der Berg ist schlicht zu brüchig. Bereits drei Monate nach der Eröffnung im Jahr 2010 ist die Europaweg-Hängebrücke über Randa zum ersten Mal von einem Felsbrocken getroffen worden, später ist sie vom sich schnell bewegenden
Grabengufer-Blockgletscher weiter beschädigt worden. Andreas Vieli, Geografieprofessor an der Universität Zürich sowie Gletscherund Permafrostspezialist, hält jedoch fest, dass nicht nur der Berg das Problem sei, sondern auch der Mensch: «Die Alpen sind in der Schweiz sehr dicht besiedelt, die Infrastruktur ist fix, und wir sind von ihr abhängig.» Die Mattertaler leben schon lange mit ihren brüchigen Felsen – mit der ständigen Erderwärmung hat sich aber das Gefahrenpotenzial erhöht. Umso wichtiger ist es zu verstehen, was bei der Erderwärmung mit dem ewigen Eis unserer Alpen passiert. Text: Claudia Langenegger Bilder: Mischa Imbach
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Die Permafrostkarte zum Herunterladen. Sie zeigt, wo in den Alpen Risiken bestehen können, wenn die Temperatur steigt.
Von Permafrost spricht man dort, wo der Boden mehr als zwei Jahre ununterbrochen eine Temperatur unter dem Gefrierpunkt aufweist. Gebirgs-Permafrost ist relevant für Infrastruktur und Stabilität des Gebirges. Blockgletscher bestehen aus gefrorenem Lockermaterial, einem Gestein-EisGemisch. Eine oberflächliche Auftauschicht aus Schutt verbirgt das Eis vor dem blossen Auge des Beobachters. Blockgletscher sind ein typisches Landschaftselement des Gebirgspermafrosts. Ein Murgang ist ein breiartiges, oft schnell fliessendes Gemenge aus Wasser und Feststoffen wie Sand, Kies, Steine, Blöcke und Holz mit einem hohen Feststoffanteil von 30 bis 60 Prozent.
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NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Unsere Weine reflektieren den Boden, auf dem die Trauben wachsen.» Sarah Besse
Wachablösung bei der Familie Besse in Martigny: Tochter Sarah bestimmt, wie die Weine im von Gérald Besse gegründeten Betrieb gemacht werden.
Wie der Vater so die Tochter
Eine neue Generation von jungen Schweizer Winzerinnen sorgt dank Konkurrenzdruck, Klimawandel und neuen Techniken für eine erhebliche Qualitätssteigerung bei den Schweizer Weinen. Auf Spurensuche in Martigny, Küttigen und Neftenbach.
S
arah Besse ist erst 27 Jahre alt und bestimmt trotzdem schon, wie die Weine im Familienbetrieb der Gérald Besse SA in Martigny VS herge stellt werden. «Ich nehme mir fünf Jah re Zeit, um unser Weingut ganz zu über nehmen. Dann wird mein Vater 62 Jahre alt und hat das Recht kürzerzutreten.» Der ehemalige Kaminfeger Gérald Besse (58) hat den Winzerbetrieb vor 30 Jahren zusammen mit seiner Frau Patricia (55) gegründet. «Bereits mein Grossvater
hatte einen Rebberg im Unterwallis, ich wollte mich schon immer mit Wein beschäftigen. Letztlich habe ich das ge macht, worauf ich Lust hatte», begrün det er den Einstieg als Weinbauer. Er hat sich das Handwerk selbst beigebracht, indem er verfolgte, wie die benachbarten Winzer hoch über dem Rhonetal arbeite ten. «Wichtig ist die Arbeit im Rebberg und weniger jene im Keller. Es war immer mein Traum, einst einen grossen Wein zu machen», sagt Gérald Besse.
Sein Traum erfüllte sich: Er gewann mit seinem Petite Arvine, einer weissen Traubensorte, die nur im Wallis an gebaut wird, eine Goldmedaille des Kantons. Für den Syrah Martigny Les Serpentines erhielt er zudem die Silber medaille am Wettbewerb «Syrah du Monde» in Frankreich. Sein preisgünsti ger Gamay Domaine StThédoule gehört heute weltweit zu den besten Vertretern dieser roten Traubensorte. Das bösartige Bonmot aus der Vergangenheit «Jamais
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
Gamay» hat Familie Besse damit widerlegt. Und ihr Ermitage Les Serpentines wurde in die renommierte Mémoire des Vins Suisses aufgenommen, die «Schatzkammer des Schweizer Weins». Allerdings spricht Vater Besse über Auszeichnungen nur, wenn er gefragt wird. Er startete mit einer Jahresproduktion von 20 000 Flaschen in einer Scheune im Weiler Les Rappes ob Martigny. Heute sind es 160 000 Flaschen. Von Anfang an setzte Gérald Besse auf Qualität. «Als ich im Juli jeweils Trauben aus den Reben geschnitten habe, um die Qualität zu steigern, lachten mich die Leute aus», erinnert er sich. Das war zu einer Zeit, als die ältere Generation von Winzern noch dachte, dass sämtliche Trauben gepflückt und zu Wein verarbeitet werden müssen. Tochter Sarah, die ihre Lehr- und Wanderjahre bei diversen Winzern im Wallis, beim Weingut Pircher in Eglisau ZH sowie bei Bründlmayer in Österreich verbracht hat, will die Strategie ihres Vaters fortführen. «Er kennt den Schlüssel zum Erfolg. In 90 Prozent der Fälle entscheide ich. Wenn ich unsicher bin, ziehe ich meinen Vater zu Rate. Er ist noch immer der Chef und kümmert sich um den Verkauf und das Büro», sagt sie. Sarah lebt in Chamoson bei Sion – gut 20 Fahrminuten vom elterlichen Betrieb entfernt. Ihre Philosophie: «Die Weine sollen beim Genuss Freude bereiten, ohne mit erhöhten Zuckerwerten zu gefallen. Unsere Weine reflektieren das Terroir, den Boden, auf dem die Trauben wachsen.»
Kampf gegen Kirschessigfliegen, Dachse, Wildschweine und Vögel Frauen sind im Winzerberuf in der Minderheit. «Für die steilen Rebhänge über dem Rhonetal braucht es eine starke Kondition. Ich kann nicht Gewichte tragen wie ein Mann. Aber das ist heute nicht mehr so entscheidend wie früher», sagt Sarah Besse. Im Betrieb helfen inzwischen 14 Personen; am 20. Oktober wird die Weinlese abgeschlossen. Der Jahrgang 2014 sollte trotz Suzukii-Fliege gut werden. Auch Susanne Steiger-Wehrli (31) kämpft gegen die aus Japan eingeschleppte Kirschessigfliege, die sich wegen des milden Winters und des feuchten Sommers dieses Jahr stark vermehrt und Eier in die Trauben gelegt hat. Seit 15 Jahren ist sie Winzerin in Küttigen bei Aarau und hat dieses Jahr in dritter Generation den Betrieb ihres Vaters Peter Wehrli (60) übernommen – gemeinsam mit ihrem Mann sowie Zwillingsbruder
Stolz auf seine Tochter: Peter Wehrli und Susanne Steiger-Wehrli im Rebberg oberhalb von Küttigen.
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Rolf. «Anfangs wollte ich nichts vom Winzern wissen. Dann bildete ich mich in Maienfeld in der Bündner Herrschaft weiter. Als ich dort meine erste Rebe pflanzen durfte und sah, wie sie wuchs, liess mich dieser faszinierende Beruf nicht mehr los.» Die zweifache Mutter schätzt, dass sie sich die Zeit selbst einteilen kann und auch die «Lockerheit und Ernsthaftigkeit bei der Arbeit in der Natur». Die Ernsthaftigkeit zeigt sich dieses Jahr besonders ausgeprägt: Neben der Drosophila suzukii, die mit Insektiziden und Löschkalk bekämpft wird, haben sich auch Starschwärme, Dachse und Wildschweine über die Trauben hergemacht. «Als der Schwarm über den Rebberg flog, erinnerte mich das an Hitchcocks Horrorfilm ‹Die Vögel›», sagt Susanne Steiger-Wehrli.
«Wir wollen zeigen, dass wir jungen Winzer innovativ sind» Wie bei der Familie Besse ist es auch ihre Philosophie, terroirbezogene Weine hervorzubringen – einmal mineralisch, einmal fruchtig und einmal gehaltvoll. Die Rebberge des 11,5 Hektar grossen Betriebs Wehrli Weinbau befinden sich am Jurabogen und am Hallwilersee. «Unserem RieslingxSylvaner merkt man beispielsweise dank Muschelkalkböden und längerer Abendsonne die Breitigkeit und Mineralität an», erklärt die Jungwinzerin. Sie ist Vizepräsidentin des 2010 gegründeten Vereins Junge Schweiz – Neue Winzer (JSNW). Die nächste Generation von Winzern will die Qualität des Schweizer Weins gemeinsam steigern. «Wir möchten der Bevölkerung zeigen, dass wir jungen Winzer Gas geben und innovativ sind», sagt Susanne Steiger-Wehrli. Die Sélection, ein Blauburgunder von JSNW-Mitglied Martin Wolfer aus dem Kanton Thurgau, war 2012 ihr Hochzeitswein. Einen Schweizer Wein an einer Hochzeit auszuschenken, hätte früher noch zur Scheidung führen können. Susanne Steigers Vater Peter Wehrli, der als SVP-Mitglied im Aargauer Grossen Rat sitzt, erinnert sich: «Früher waren die Trauben viel saurer. Heute erfolgt die Weinherstellung professionell, und wir profitieren vom wärmeren Klima.» Noch immer ist er der Patron des Betriebs, kontrolliert die Reben und schreibt die Arbeitspläne der Helfer. Um das Weinmachen kümmert sich aber seine Tochter. Ähnlich präsentieren sich die Verantwortungsbereiche bei Jürg Saxer (72) und seiner Tochter Nadine (37): 2011 hat sie die Verantwortung übernommen.
Seit 2011 kümmert sich Nadine Saxer als Önologin um die Weine des Betriebs. Ihr Vater Jürg amtet als graue Eminenz.
«Frauen sind beim Weindegustieren sensibler und kritischer.» Nadine Saxer
Ihr Vater beschäftigt sich schon seit 40 Jahren mit Weinen; 1974 wurde er auf der Suche nach Rebland in Neftenbach bei Winterthur fündig. «Bis Ende der 80er-Jahre war die Nachfrage enorm. Nur schon wer Weine liefern konnte, war ein Weltmeister», erinnert er sich. Doch 1990 sind die Kontingente ausländischer Weine aufgehoben worden, «und der Absatz unserer Weine geriet unter Druck, weil wir es verpasst haben, vom Massenproduzenten auf Qualität umzustellen.» Der Bauernsohn, der ab und zu auch gern mal ein Bier trinkt, sah die einzige Chance darin, sich von seinen Blauburgunder Beerliweinen zu verabschieden. Er investierte in neue Techniken im Keller und vinifizierte die Weine so, dass sie mineralischer und fruchtbetonter wurden. Aus den 3,5 Hektar sind 7,5 geworden bei einer Jahresproduktion von 100 000 Flaschen – wobei die Erntemenge bewusst reduziert wurde. «Wir haben realisiert, dass die Qualität im Rebberg anfängt und lesen ausschliesslich die besten Beeren.» Heute ist Saxer in seinem Weingut die graue Eminenz im Hintergrund. Seine Tochter Nadine (37), die eigentlich Hebamme werden wollte, ist quasi Geburtshelferin für die Tropfen – dank der
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richtigen väterlichen Worte. «Nachdem Nadine das KV abgeschlossen hatte, sagte ich ihr, sie müsse sich jetzt entscheiden, ob sie nicht doch Weinbäuerin werden wolle. Ansonsten werde sie es eines Tages womöglich bereuen, wenn sie auf dem Sonntagsspaziergang ihren Kindern sagen müsse, dieser Rebberg habe einst dem Grossvater gehört.» Der Satz traf sie im Mark, obwohl sie kaum Wein getrunken und an ihm auch keine Freude fand. Sie liess sich nach einem Praktikum in der Romandie an der Berufsfachschule in Wädenswil am Zürichsee zur Winzerin ausbilden und verstärkte ihre Kenntnisse in Argentinien und Südafrika, wo sie den Sauvignon Blanc kennen- und schätzen lernte. Die reinsortige «Création Nadine» war ihr erster eigener Wein. Er holte 2013 Gold am Grand Prix du Vin Suisse. Nadine Saxers Philosophie: Bewährtes mit neuen Innovationen verbinden. Und: «Frauen sind beim Degustieren sensibler und kritischer.» Die diesjährige Lese hat in der Ostschweiz Ende September angefangen und dauert insgesamt fünf bis sechs Wochen. «Das ist für mich eine besonders intensive Phase», sagt Nadine Saxer, die Mutter dreier Töchter und ebenfalls JSNW-Mitglied ist. «Ich muss mich organisieren und habe gelernt, dass ich nicht jeden Handgriff selbst machen kann.» Ihr Mann Stefan Gysel (37) vom Hallauer Weingut «aagne» unterstützt sie. Auf ihre Eltern, die vis-à-vis mitten in den Rebbergen wohnen, kann sie ebenfalls jederzeit zählen. «Mit meinen drei Enkelkindern ist die Frauenpower in unserem Weingut auf jeden Fall gesichert», lacht Jürg Saxer. Text: Reto E. Wild Bilder: Ruben Wyttenbach
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Von der Traube ins Glas Schauen Sie sich einen Kurzfilm über die Weinproduktion bei Susanne Steiger (Bild) an. Und lesen Sie, weshalb die Suzukii-Fliege den Winzern das Leben schwer macht.
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DER HAUSMANN
Ausser Windelriechweite Bänz Friedli legt ein Geständnis ab.
Und dann möchte man mal mit seiner Frau ein paar ungestörte Tage ver bringen. Einfach nur zu zweit. Und man ertappt sich dabei, sich schon im Vorfeld auszumalen, wie dann in der Eisenbahn oder in dem hübschen Café an der Sonne (von dem man noch nicht einmal weiss, ob es existiert, geschweige, ob es in diesem bestimmten Augenblick sonnen beschienen sein wird, aber wir wollen es doch hoffen) oder beim ziemlich roman tischen Dîner mit gedämpftem Licht und so … wie dann plötzlich so ein fremder Goof auftaucht und einfach nur nervt. Quengelnd, giggelnd, singend, stamp fend oder bloss altklug labernd, wie auch immer. Man malt es sich aus, noch ehe es passiert ist! Dies ist der Moment zu zugeben, dass man nicht alle Kinder ein fach immer nur süss findet. Nämlich. Gerade, wenn der eigene Sohn in einem Lager und die Tochter mit Freundinnen unterwegs ist, wünschte man sich, von Windelgestank und Kindergezänk einige Tage unbehelligt zu bleiben. Finden Sie das schlimm? Dann war ich wohl soeben zu ehrlich. Aber ich will Gegensteuer geben. Die liebe Freundin, die mir untersagt hat, hier je wieder mit kindlichen Verhörern und Versprechern aufzuwarten – «Wehe, du kommst noch mal mit ‹Kindermund›!» –, weilt näm lich grad in den Ferien und wird dies hier nicht lesen. Ich kann also von wildfrem den Kindern berichten, die mich durch aus zum Schmunzeln gebracht haben.
fisburg spazierte mit ihrer vierjährigen Tochter an einem Robidog vorbei. Auf die Frage der Kleinen, was für ein eigen artiger Abfalleimer das denn sei, erklärte Veronika – und ich zweifle nicht, dass sie angemessene Worte fand –, er diene zur Entsorgung von Hundekacke. Einige Minuten spaziert die Tochter danach stumm neben ihr her. Plötzlich sprudelt es aus ihr heraus: «Also, i weiss eifach nid, wie die Hünd dert chöi drigagle!?»
«Quengelnd, giggelnd, singend, labernd …» Von dem kleinen Kerl aus Morschach etwa, der in der Schule die Stellvertrete rin fragte, ob sie denn auch Brüste habe. Offenbar war ihr Busen weniger üppig als derjenige der regulären Lehrerin. Als die Stellvertreterin bejahte, doch, doch, sie hätte schon Brüste, befand er arglos: «Dann bringen Sie die doch morgen mal mit!» Fränzi erzählt, wie sie einer Freundin in Portugal einen Brief schrieb, worauf sie ihrem kleinen Sohn genaues tens habe erklären müssen, wo dieses Protugal denn liege. «Und wie fahrt dä Pöschtler mit dem chliine Töffli uf Pro tugal abe?», wollte der Kleine darauf wissen. Ein anderes Mami schreibt, wie ihr Dreijähriger mit ernster Miene die Frage stellte, die für ihn eine Feststellung war: «Gäu, im HerreWC gits Pissoir und Gaggoir?» Und Veronika aus Stef
Eine Mutter, die sonst – Ehrenwort! – stets daheim frisch kocht, düste aus nahmsweise mit den Kindern durchs Drivein, allerdings nicht, ohne ihnen zu erklären, wie unsinnig es im Grunde sei, sich mit dem Auto Fast Food zu holen. Ihr Kleinster verstand «RasFood», und das hat natürlich was. Das Gegenstück zum RasFood wäre dann wohl die Wortkreation des kleinen Aron. Angesichts einer Weinberg schnecke – berndeutsch: «Wybärg schnägg» – habe er, berichtet Mutter Dominique, begeistert ausgerufen: «Mami, lueg, e YBSchnägg!» Voll treffer, leider. Denn oft genug kommen meine Young Boys nicht so recht vom Fleck. Aber darüber möchte ich jetzt nicht reden. Bänz Friedli live: 22. und 24. 10., Basel, «Tabourettli». Bänz Friedli (49) wohnt mit seinen beiden Kindern und seiner Frau in Zürich.
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INTERVIEW
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«Die Chinesen sind ein bestens informiertes Volk»
Asien gilt als Kontinent der Zukunft. Wird dieser Aufstieg friedlich verlaufen? Und welchen Einfluss hat die Demokratiebewegung in Hongkong? Der ehemalige «NZZ»-Korrespondent Urs Schoettli über die neusten Entwicklungen.
Urs Schoettli, bei Redaktionsschluss sieht es so aus, als ob sich die Situation in Hongkong langsam wieder normalisiert. Was haben die Demonstrationen der Studenten bewirkt?
Sie haben der Weltöffentlichkeit, aber auch den Hongkongern selbst in Erinne rung gerufen, dass sie nicht nur Vasallen der internationalen Finanzwirtschaft sein wollen, sondern ihr eigenes kriti sches politisches Bewusstsein haben. Was wäre passiert, wenn die Studenten nicht nachgegeben hätten? Wäre es zu einem zweiten Tiananmen-Massaker gekommen?
Ich denke nicht. Zum einen ist die inter nationale mediale Vernetzung heute sehr viel effektiver als 1989. Zum anderen waren die damaligen Exzesse der chi nesischen Sicherheitskräfte auch eine Folge der mangelnden Ausrüstung und Ausbildung der Bereitschaftspolizei. Könnten sich die Hongkong-Demonstrationen auf andere Landesteile ausdehnen?
Kaum. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass Zusammenstösse zwischen Pro testlern und Polizisten im riesigen Reich der Mitte sehr häufig sind. Wir erfahren darüber jedoch selten etwas, so lange es nicht zu einem Flächenbrand kommt. Ist Pekings Modell «ein Land, zwei Systeme», das Hongkong und Macau ein kapitalistisches System erlaubt, gescheitert?
Nein, noch nicht. Wichtige Elemente des Sonderstatus von Hongkong sind durch die jüngsten Proteste und Gegenmass nahmen der Regierung nicht betrof fen – ich denke an die Rechtsstaatlich keit und die Pressefreiheit. Allerdings müssen Peking und seine Hongkonger Gefolgsleute sehr darauf achten, dass an der Sonderstellung der einstigen briti schen Kronkolonie nicht irreparabler Schaden angerichtet wird. Die Gans, die goldene Eier legt, könnte daran leicht zugrunde gehen.
Wie lange lässt sich der Status quo in China noch halten?
Anders als in Indien müssen wir bei den Risikoszenarien für China einen System kollaps einkalkulieren. Eines ist sicher: Irgendwann wird auch die Herrschaft der Kommunistischen Partei zu ihrem Ende kommen. Die Frage ist nur, wann und wie.
Generell wachsen ja die Spannungen in Asien, etwa zwischen China und Japan.
Ich wohne drei Monate pro Jahr in Tokio und diskutiere wiederholt mit Freunden, ob ein «Weltkrieg» in Asien möglich wäre. Das Hauptproblem: Im Fernen Os ten existiert keine Sicherheitsarchitek tur wie in Europa mit der Nato. Dabei ist beängstigend, wie in Japan die Gräuel taten des Zweiten Weltkriegs geleugnet werden. Wegen einflussreicher revisio nistischer Kräfte fehlt eine schriftliche Entschuldigung für die in China, Korea
Grosser Asienkenner Urs Schoettli (66) war rund 20 Jahre lang «NZZ»-Korrespondent in Asien, von 1983 bis 1989 in Delhi, von 1996 bis 2007 in Hongkong, Tokio und Peking. Dazwischen war der Politexperte als Iberien-Repräsentant der deutschen Friedrich-Naumann-Stiftung für deren Projekte in Spanien verantwortlich. Seit 2010 arbeitet er als Asienberater und hat im Verlag Neue Zürcher Zeitung diverse Bücher publiziert. Er kennt Indien, China und Japan so gut wie kaum ein anderer Schweizer und lebt in Tokio, Mumbai sowie in China, der Schweiz und Deutschland. Der Basler ist seit rund 40 Jahren mit einer Inderin verheiratet.
und Südostasien begangenen Kriegs verbrechen. Eine Aussöhnung zwischen China und Japan wie zwischen Frank reich und Deutschland gibt es nicht, denn von beiden Seiten wird bemängelt, dass die andere Seite die eigene Ge schichte nicht objektiv aufgearbeitet ha be. Aus japanischer Sicht steht die chi nesische Kritik zudem auf tönernen Füssen, so lange die Chinesen Mao Ze dong nicht offiziell als blutrünstigsten Diktator der Geschichte anerkennen. Könnte China sich entwickeln wie Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg?
Das ist kompletter Blödsinn. Weshalb?
Erstens ist die Idee des Nationalstaats in Asien fremd, ausser in Japan, das mit der MeijiRestauration gegen Ende des 19. Jahrhunderts einen Staat nach west lichem Vorbild gegründet hat. Chinesen können bis heute mit der Vorstellung eines Nationalstaats nichts anfangen. Ethnisch gesehen ist es für sie eine Selbstverständlichkeit, Chinesen zu sein. Ihr Heimatgefühl hingegen bezie hen sie aus der Region und aus ihrem Clan. Würde man einem Chinesen sagen, er müsse sich für sein Vaterland opfern, wie das Millionen von Europä ern im Ersten Weltkrieg getan hatten, würde er zurückfragen, ob man noch alle Tassen im Schrank habe. Nationalismus steht aber derzeit in China hoch im Kurs.
Chinesen können patriotisch, rassis tisch und chauvinistisch sein, aber nicht nationalistisch in unserem Sinn. China war bis vor 200 Jahren eine Supermacht. Das würde ja durchaus für imperialistische Tendenzen sprechen, oder?
Nicht bei den Chinesen. Sie verstehen sich zwar als Zentrum Asiens, haben
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«Die Kommunistische Partei ist eine Art Kaiserdynastie, mit Mao als Gründer.» aber nie Kolonien gegründet. Sie verlangten bloss, dass der Kaiser in Peking anerkannt und respektiert wurde. Ihm gegenüber machte man den Kotau, den ehrerbietigen Gruss, und schickte ihm hin und wieder ein Geschenk. Ein chinesischer Kaiser hat sein Amt nie von Gottesgnaden erhalten. Er besass ein «Mandat des Himmels», das ihn verpflichtet hat, für das Wohl seines Volks zu sorgen. Ist er dieser Verpflichtung nicht nachgekommen, durfte er gestürzt werden. Stand auch Mao in dieser Tradition der chinesischen Kaiser?
In gewissem Sinn schon, aber Mao war kein Anhänger von Konfuzius, sondern ein Legalist. Wo liegt der Unterschied?
Konfuzius hat wie Rousseau an das Gute im Menschen geglaubt. Deshalb hat er sich dafür eingesetzt, dass Menschen erzogen werden müssen. Die Legalisten hingegen gehen davon aus, dass der Mensch grundsätzlich schlecht ist und daher mit Gewalt zu seinem Glück gezwungen werden muss. Deshalb war Mao auch so brutal. Dennoch wird er bis heute verehrt. Weshalb?
Die Kommunistische Partei Chinas ist eine Art Kaiserdynastie, und Mao war der Gründungskaiser. Wenn er nicht mehr anerkannt wird, ist die Dynastie am Ende. Deshalb hat man sich auf die Formel geeinigt: Mao hat zu zwei Dritteln recht gehabt und sich in einem Drittel geirrt. Das bezieht sich vor allem auf die Kulturrevolution. «Reich werden ist wunderbar» hat Parteichef Deng Xiaoping schon vor bald 40 Jahren verkündet. Inzwischen gibt es nirgends auf der Welt mehr Milliardäre als in China.
Chinesen sind an sich nicht neidisch, und jeder will Milliardär werden. Das
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zu optimieren, sondern damit die Chi nesen Öl haben. Wie gefährlich ist das Regime in Nordkorea?
Auf der einen Seite sind die Nordkorea ner wirklich geschickt: Sie haben alle gegen sich; die Chinesen, die Russen, die Amerikaner, die Japaner. Und trotzdem können sie sich halten. Sie haben sehr schlechte Karten, aber sie setzen sie mit einer unglaublichen Unverfrorenheit ein. Als Atommacht ist Nordkorea eine Gefahr für ganz Asien. Indien und Pakistan stehen sich ebenfalls mit Atomwaffen gegenüber.
Friedlicher Demonstrant bei den Protesten in Hongkong Anfang Oktober.
Bisher haben die Erzfeinde vier Gentle manKriege geführt, bei der die Zivil bevölkerung kaum betroffen wurde. Die Atombombe ändert die Lage. Ein Putsch von islamistischen Fundamentalisten in Pakistan wäre das schlimmste denkbare Szenario. Es könnte bedeuten: Wir haben jetzt die islamische Bombe – und wir setzen sie auch ein. Problem ist die Korruption. Solange China keinen Rechtsstaat hat, kann dieses Problem nicht gelöst werden. Wie soll ein solcher Rechtsstaat entstehen?
In China entwickelt sich eine Zivil gesellschaft. Es gibt inzwischen rund 10 000 sogenannte NGOs, nicht staat liche Gesellschaften. Meine Sekretärin in Peking beispielsweise macht in einem Tierschutzverein mit. Das ist ganz im Sinn des grossen Soziologen Ralf Dah rendorf, der gesagt hat: Die Bürgerge sellschaft beginnt mit den Vereinen. Die jungen Chinesen verachten die Partei politik. Aber sie wollen in konkreten Be reichen mitreden – beim Umwelt oder Konsumentenschutz beispielsweise. Wie können sie mitreden, solange es keine Pressefreiheit gibt?
Bild: Reuters
Das ist ein westliches Vorurteil. In den meisten Bereichen gibt es auch in China Pressefreiheit. Kritisch wird es einzig, wenn es um die Kommunistische Partei geht. Sonst wage ich die Behauptung: Die Chinesen sind ein bestens infor miertes Volk. Deshalb bin ich zu versichtlich, dass sie trotz der enormen Herausforderungen ihre Umweltprob leme in den Griff bekommen werden. Trotz der chinesischen Hegemonie hat Asien sehr unterschiedliche Kulturen. Wie hat sich das entwickelt?
Erstens ist die Definition, was zu Asien gehört, umstritten: Was ist mit der Türkei? Gehört sie dazu oder nicht?
«Chinesen sind an sich nicht neidisch, und jeder will Milliardär werden.» Umgekehrt sagen die Japaner: Wir sind gar keine Asiaten. Zweitens herrscht, was die Religionen betrifft, ein grosses Durcheinander: Im Inselstaat der Phi lippinen leben mehrheitlich Christen, Indonesien und Pakistan sind musli misch, Myanmar und Thailand hingegen buddhistisch, Indien hinduistisch. Drit tens sind die Distanzen in Asien riesig. Gibt es einen gemeinsamen Nenner?
Ja, Respekt vor dem Alter beispielsweise, sehr starke Fokussierung auf die Familie und die Tatsache, dass Identität sehr lokal definiert wird. Typisch ist auch, dass die Asiaten den Gegensatz von Staat und Wirtschaft in unserem Sinn nicht kennen. Was bedeutet dies für eine globalisierte Wirtschaft?
Es wird ein neuer Merkantilismus ent stehen. Wenn China jetzt zumindest teilweise den freien Markt entdeckt hat, wird ein chinesisches Unternehmen vor allem dafür sorgen, dass es den Chinesen gut geht, nicht primär den Aktionären. Eine chinesische Ölgesellschaft kauft also nicht Öl, um den Shareholder Value
Sie pendeln zwischen Tokio, Mumbai und Schanghai. Wie organisieren Sie sich?
In Japan habe ich eine Niederlassungs bewilligung und eine Wohnung. Die japanische Kultur und Ästhetik faszinie ren mich nach wie vor. In Mumbai woh nen wir bei der Familie meiner indischen Frau. In Schanghai schauen wir uns jedes Mal nach einer anderen Unterkunft um. Wie erleben Sie die Unterschiede zwischen diesen drei Ländern?
Sehr heftig. Der Wechsel zwischen Japan und China etwa ist wie der von Ost preussen nach Sizilien. Im japanischen Alltag haben Disziplin, Beflissenheit und Höflichkeit den höchsten Stellenwert, während sich im chinesischen Alltag immer wieder der Hang zur Anarchie und zur egoistischen Rücksichtslosig keit durchsetzt. Nirgends lässt sich dies besser erfahren als im grossstädtischen Stossverkehr. Sie sind einer der besten Asienkenner des Landes – was können wir von den Asiaten lernen?
Dass wir Schweizer in den letzten 200 Jahren enormes Glück gehabt haben – und die Chinesen mit dem Einfall der Japaner und im letzten Jahrhundert mit der Kulturrevolution enormes Pech. Interview: Philipp Löpfe, Reto E. Wild Bild: Daniel Winkler
Urs Schoettli: «Die neuen Asiaten – ein Genera tionenwechsel und seine Folgen», bei Ex Libris für 31.20 Franken.
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Der Gemüsegarten Europas
Das südspanische Almería bietet während der Wintermonate das perfekte Klima für den Gemüseanbau. Die Migros setzt sich dafür ein, dass die dort beschäftigten Erntehelfer korrekte Arbeitsbedingungen haben.
E
ine prächtige Herbstsonne scheint auf die Gewächshäuser im spa nischen Almería. Ihr gleissendes Licht dringt milchigweiss durch die vergilbt wirkenden Plastikdächer. Eine leichte Brise weht und bewegt träge die netzartigen Seitenwände der unzähligen Treibhäuser an der südspanischen Küste. Drinnen sorgt dieser Wind, zu mindest am Vormittag und späten Nach mittag, für angenehme Temperaturen. Antonio Rodriguez Lopez geht durch lange Reihen sattgrüner Pflanzen, die an Drähten hochgebunden sind und den kleinen Spanier deutlich überragen. Zwischen den grossen Blättern sind immer wieder gelbe Blüten zu erkennen. Es sind Gurken, die hier wachsen. Lopez greift sich ein kleineres Exemplar und
beisst hinein, ohne es vorher zu waschen. «Wir müssen nur sehr wenig Pestizide verwenden», erklärt er. «Die Pflanzen sind hier drin vor Schädlingen geschützt. Und weil fast immer ein leichter Wind weht, der für eine gute Belüftung sorgt, haben wir auch kaum Probleme mit Pilz befall.» Ausserdem setzt der 55jährige Landwirt in seinen Kulturen auf Nütz linge wie zum Beispiel Milben, die gegen schädliche Insekten eingesetzt werden. Dank dieses Verfahrens, das aus dem biologischen Landbau übernommen wurde, konnte der Insektizideinsatz um 80 Prozent reduziert werden. Die Provinz Almería an der südspani schen Küste am Fuss der Sierra Nevada, ist während der Wintermonate eines der wichtigsten Obst und Gemüseanbau
«Die Pflanzen sind vor Schädlingen geschützt.» Antonio Rodriguez Lopez, Bauer
gebiete Europas. Rund drei Millionen Tonnen werden jedes Jahr geerntet. Die dafür nötigen Gewächshäuser, die dank des warmen Klimas kaum geheizt werden müssen, haben der Region den Namen Plastikmeer eingetragen. Kein Wunder, nehmen die Gewächshäuser doch eine Fläche von rund 350 Quadratkilometern ein, etwa doppelt so viel wie der Kanton Appenzell Innerrhoden. Rund 80 000 Menschen verdienen sich in der Region ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft. Viele von ihnen sind Migrantinnen und Migranten. Zur Jahrtausendwende haben ihre schlech ten Arbeitsbedingungen international für Schlagzeilen gesorgt. Doch seither hat sich vieles verbessert, auch dank des Engagements von Detailhändlern wie
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AKTUELL
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NACHGEFRAGT
«Strengere Kontrollen» Francisco Javier Castaño Centeno arbeitet für CCOO, die grösste Gewerkschaft der Landwirtschaftsindustrie in Spanien.
Ist mit seinem Leben in Spanien zufrieden: Der rumänische Erntehelfer Florin Tofoleanu (links). Flinke Frauenhände: In den Packhäusern der Kooperative Murgiverde, die auch die Migros beliefert, arbeiten viele weibliche Angestellte (oben).
der Migros. Sie hat ihre Lieferanten in Südspanien dazu verpflichtet, die Vorschriften des GRASP-Standards umzusetzen (siehe auch Bericht Seite 9). Damit werden die Rechte der Arbeitnehmer gestärkt. Dank GRASP verfügen die Arbeiter über schriftliche Arbeitsverträge und werden über die staatlich festgesetzten Mindestlöhne und maximalen Arbeitszeiten informiert. Um Probleme zu melden, gibt es Reklamationsformulare und Kontaktdaten zu Gewerkschaftern der Region. Sämtliche Dokumente müssen in mehreren Sprachen zugänglich sein, darunter Arabisch und Rumänisch.
Bessere Perspektiven für zugewanderte Landarbeiter Denn viele der Arbeiter stammen aus Nordafrika und Osteuropa. So auch die beiden Angestellten von Antonio Rodriguez Lopez. Mohammed Benzineb arbeitet seit 13 Jahren in Spanien, davon acht im Betrieb von Lopez. Mit seiner Frau und den vier Kindern wohnt er im nahen Ort El Ejido in einem grossen Haus. «Ich bin nach Spanien gekommen, weil ich hier viel bessere Perspektiven habe als in meiner Heimat Marok-
ko», erzählt der 40-Jährige, der sehr gut spanisch spricht. Hier habe er seine Familie gegründet, die drei älteren Kinder gehen zur Schule. Auch seine Eltern leben bei ihm. «Sowieso ist fast meine ganze Familie in Spanien zu Hause.» Wie jeden zweiten Tag ist heute eine Ernte fällig. An den übrigen Tagen ist Benzineb damit beschäftigt, gemeinsam mit seinem Kollegen Florin Tofoleanu die Pflanzen hochzubinden und Blätter herauszuschneiden. Der 44-jährige Rumäne ist vor zehn Jahren mit seiner Frau und den beiden Töchtern ausgewandert. «In Rumänien gibt es nur sehr wenig Arbeit», erzählt er. «Das Leben in Spanien ist besser. Ich arbeite gern hier.» Er schätzt es, dass die Arbeitszeiten den warmen Temperaturen angepasst werden. «Wir arbeiten von frühmorgens bis am Mittag. Dann machen wir Siesta und gehen am späten Nachmittag nochmals bis etwa 19 Uhr in die Gewächshäuser.» In seinem Wohnort El Ejido fühlt er sich gut integriert. «Ich habe Freunde aus Marokko und Rumänien, aus Spanien, von überall», erzählt er lächelnd. «Ich bin sehr zufrieden hier.» Der familiär geführte Betrieb von Antonio Rodriguez Lopez, in dem nebst
Wie schätzen Sie die Situation der Arbeiter in der Landwirtschaft in Almería ein? Im Vergleich zu früher gibt es weniger Schwarzarbeit. Wenn jemand einen Arbeitsvertrag hat, kann er seine Rechte besser wahrnehmen. Das funktioniert in vielen Betrieben gut. Aber es gibt noch immer Produzenten, die beispielsweise Mindestlöhne nicht einhalten oder Sozialabgaben falsch berechnen. Teilweise auch unbeabsichtigt, weil sie die Gesetze zu wenig kennen. Ein Problem sind auch befristete Arbeitsverträge, die eine stabile Arbeitssituation verhindern. Wie sieht das beim Migros-Lieferanten Murgiverde aus? Mit Murgiverde sind wir zufrieden, sie ha ben kompetente Gewerkschaftsvertreter in der Belegschaft des Packhauses. Zudem stellen sie ihren Mitarbeitern Verträge aus, die zwar befristet sind, aber eine Fort setzung des Arbeitsverhältnisses zu einem späteren Zeitpunkt beinhalten. Das verleiht den Arbeitern eine gewisse Sicherheit. Was halten Sie von der GRASPInitiative? Sie beinhaltet viele Punkte, die auch uns Gewerkschaftern wichtig sind, etwa die Mindestlöhne. Auch die Aufklärung der Mitarbeiter über ihre Rechte und die Anfor derung, dass es für die Erntehelfer einen Arbeitervertreter geben muss, finden wir gut. Wenn wir so von Missständen erfahren, können wir über die staatlichen Arbeits inspektoren Druck ausüben. Wo sehen Sie Verbesserungspotenzial? Wir wünschen uns, dass die GRASPVor schriften noch strenger überprüft werden. Zudem würden wir es begrüssen, wenn der Ansprechpartner für die Arbeiter in allen Landwirtschaftsbetrieben ein Gewerkschaftsmitglied ist, so wie dies bei der Kooperative Murgiverde bereits der Fall ist.
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seinen Arbeitern auch seine beiden Söhne tätig sind, gehört zur Kooperative Murgiverde. Diese betreibt in der Region vier grosse Verarbeitungszentren mit 1200 Angestellten. «Wir haben Murgiverde 2005 gegründet, um unsere Produkte besser zu vermarkten und näher an der Lieferkette zu sein», sagt Manuel Galdeano (47), selbst Landwirt und seit der Gründung der Genossenschaft deren Präsident.
Umweltfreundlicher Anbau wird immer wichtiger 420 Betriebe liefern Gurken, Peperoni, Tomaten und sonstige Erzeugnisse an Murgiverde ab, rund 1500 Tonnen pro Jahr. Arbeiter auf Gabelstaplern flitzen durch die riesigen Hallen. An den ratternden Förderbändern stehen vor allem Frauen. In blaue Schürzen gekleidet und mit Haarnetzen ausgestattet, sortieren sie flink das Gemüse in Kisten ein. Die Migros ist ein wichtiger Kunde von Murgiverde und arbeitet für die Um-
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«Korrekte Arbeits bedingun gen sind uns ein grosses Anliegen.»
setzung der GRASP-Richtlinien eng mit den Verantwortlichen zusammen. «Korrekte Arbeitsbedingungen sind uns ein grosses Anliegen», sagt Galdeano. So arbeiten in jedem Packhaus drei gewählte Gewerkschaftsvertreter. «Wir setzen uns jeden Monat zusammen und besprechen Dinge wie Arbeitssicherheit und Lärmschutz, aber auch wie viel Arbeitsstunden wir bieten können – je nach Verlauf der Ernte.» Immer wichtiger geworden ist das Thema Ökologie. «Wir unterstützen die Produzenten dabei, umweltfreundlicher anzubauen», sagt Galdeano. «Denn unsere Kunden wünschen sich, dass ihre Waren möglichst nachhaltig hergestellt worden sind.» So könne Murgiverde im Markt bestehen und neue Nischen finden. Und er nennt noch einen weiteren Vorteil: «Weniger Pestizide bedeuten auch einen noch besseren Gesundheitsschutz für unsere Mitarbeitenden.»
Manuel Galdeano, Präsident Kooperative Murgiverde
Text: Andreas Dürrenberger Bilder: Samuel Trümpy
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AKTUELL
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KULTURPROZENT | 37
DREI FRAGEN
«Hacker wollen die Systeme verändern» Im zweiten Band der Buchreihe Edition Digital Culture des Migros-Kulturprozents geht es um das Thema «Hacking». Herausgeber ist Dominik Landwehr. Dominik Landwehr, nicht erst seit Edward Snowden faszinieren Hacker die Gesellschaft. Warum ist das so?
Man sagt, ein Hacker kann einen Toaster in eine Stereoanlage verwandeln. Spass beiseite: Hacker geben sich nicht mit der Rolle des Benutzers zufrieden. Sie wollen die Systeme verstehen und selber verändern können. Was bietet das Buch dem Leser?
Es geht nicht etwa um Kreditkartenbetrug oder Datenklau. Im Buch wird der Hacker als Künstler gezeigt. So lernt man nicht zuletzt spannende Schweizer Kunst kennen. Ihr Buch dokumentiert eine Aktion der Schweizer Mediengruppe Bitnik. Um was ging es konkret?
Es ist der Gruppe gelungen, ein Paket mit einer Videokamera in die abgeschottete Welt von Julian Assange zu schmuggeln. Der Internetaktivist lebt seit zwei Jahren in der Botschaft von Ecuador in London. Die Aktion war live im Internet zu sehen und hat grosses Aufsehen erregt.
Dominik Landwehr ist Abteilungsleiter Pop und Neue Medien bei der Direktion Kultur und Soziales des Migros-Genossenschafts-Bundes.
Interview: Christoph Petermann «Hacking». Edition Digital Culture 2. Herausgegeben im Auftrag des Migros-Kulturprozents, Christoph Merian Verlag, Basel.
PREISBAROMETER Informationen zu Preisänderungen
Bild: digital brainstorming
Die Migros senkt die Preise von Feinkristall- und Würfelzucker sowie bei Zuckersticks. Der Grund: Wegen eines kurzfristigen Überangebots sind die Zuckerpreise innerhalb der EU in den letzten Monaten unter Druck geraten. Die Entwicklung in der EU hat direkte Auswirkungen auf Artikel Cristal Feinkristallzucker, 1 kg Cristal Würfelzucker, 1 kg Cristal Zuckersticks, 500 g Cristal Glückswürfelzucker, 500 g * * * in Franken / ** Nur in grösseren Filialen erhältlich
Preis alt * 1.25 1.90 3.60 1.60
die Schweizerische zuckerverarbeitende Lebensmittelindustrie: In den bilateralen Verträgen II ist definiert, dass die Zuckerpreise in der EU und der Schweiz auf gleichem Niveau liegen sollen. Dies ermöglicht der Migros, die Preise nun entsprechend zu senken. Preis neu * 1.10 1.80 3.30 1.50
in % –12,0 –5,3 –8,3 –6,3
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UMFRAGE
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Online oder in der Filiale – wie
Eine Umfrage in der Deutschschweiz und in der Romandie zeigt: Eine Mehrheit der Kunden schätzt Supermarkt der Migros, wird jedoch als sinnvolle Ergänzung wahrgenommen. Lukas Klausener (32), Buchhalter aus Küssnacht a. R. SZ «Lebensmittel habe ich noch nie online eingekauft, würde ich auch nicht. Vor allem seit es diese Self-scanning-Geräte gibt: An denen habe ich Freude wie ein Kind! Unsere Haushaltsausgaben haben sich seither fast verdoppelt.»
Dominique Kerhuel (46), Lehrer aus Zürich mit seinen beiden Kindern. «Meine Frau benützt vor allem LeShop für den Grosseinkauf. Ohne Auto und mit drei Kindern ist das sehr praktisch. Zum Beispiel für Windeln, Dosen oder andere schwere Dinge. Kleinere Einkäufe machen wir aber in der Filiale.»
Christine Carron (74), Rentnerin aus Fully VS «Ich kaufe im Supermarkt ein und komme immer mit dem Fahrrad. Ich möchte nach draussen und Menschen treffen. Bestellungen im Internet finde ich ein bisschen kompliziert. Ausserdem ist es mir wichtig, die Artikel sehen und selbst auswählen zu können. Ich kaufe hauptsächlich Bio, ohne viel Verpackung und so sozial korrekt wie möglich.»
Braulio Reyes (17), Informatiklehrling aus Zürich «Ein Mal habe ich LeShop gebraucht, in den Ferien: Wir waren in den Bergen, hatten Lust auf Raclette und waren schlicht zu faul, um in den Laden zu gehen. Das war praktisch! Zu Hause wohne ich 30 Meter von der Migros entfernt, da ist Onlineshopping nicht nötig.»
Lisa Steinacher (65), Rentnerin aus Küssnacht a. R. SZ «Als ich mal nicht mobil war, bestellte ich mehrmals bei LeShop. Wenn man nicht fit ist, ist das eine gute Option. Solange es geht, kaufe ich aber gern im Laden ein und lasse mich vom Angebot verleiten.»
Nicole Dirtewanger (49), Sachbearbeiterin aus Merlischachen SZ «Als ich den Arm verletzt hatte, war LeShop für diese drei Monate perfekt. Nun kaufe ich wieder selber ein – es ist halt doch noch ein wenig günstiger, ohne Porto. Die Bestellungsabwicklung funktionierte jedoch gut, die Sachen wurden mir damals sogar reingetragen.»
Céline Luisier (32), medizinische Praxisassistentin, Fully VS «Früher habe ich ziemlich viel im Internet bestellt, denn ich wohnte im 3. Stock ohne Aufzug, und die Kinder waren noch klein. Online einkaufen war damals praktisch. Jetzt sind die Kinder grösser, wir wohnen im Erdgeschoss und haben einen Parkplatz. Daher kaufe ich heute im Geschäft ein.»
Carolin Borloz (35), stellvertretende Filialleiterin aus Zürich: «Das Onlineportal der Migros habe ich mal gebraucht, als ich den Fuss kaputt hatte und keine schweren Sachen wie Getränke tragen konnte. Danach wollte ich mich aber wieder von den Angeboten im Laden inspirieren lassen. Oft denke ich: Ich könnte ja mal wieder Online einkaufen. Die Organisation ist etwas schwierig: Man muss daheim sein, wenn die Ware kommt – oder den Nachbarn Bescheid geben.»
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AKTUELL
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
kaufen Sie ein?
Peter Meier (70), Re-Designer/Physiker aus Zürich «Das LeShop-Portal habe ich auch schon benützt – es hat gut funktioniert. Aber ich gehe gern selber in die Migros und brauche sowieso nur kleine Mengen. Wenn man jedoch krank ist, ist das sicherlich sehr praktisch.»
Bilder: Philipp Dubs
Petra Wagner (42) mit Vivienne (13), Hausfrau aus Greppen LU «Die LeShop-Site habe ich schon angeschaut, sie ist einfach zu verstehen. Benützt habe ich sie bis jetzt noch nie. Aber es ist super, dass es solche Angebote gibt – vielleicht einmal als Hilfe für meine Mutter.»
Martina Kühne, Trendforscherin am Gottlieb-Duttweiler-Institut, über die Zukunft des Einkaufens. Martina Kühne, wie werden wir in Zukunft einkaufen?
Marianne Buchilly (67), medizinische Praxisassistentin, Corseaux VD «Ich kaufe nur in der Filiale ein, denn ich habe einen kleinen Haushalt und gehe gern spazieren. Meine Kinder sind gross, und ich habe ein Auto, sodass ich nicht zu viel tragen muss. Mir gefällt es, dass ich das Obst und Gemüse anschauen kann. Ich bin seit jeher eine Migros-Kundin und sehr zufrieden!»
Franz Gosswiler (64), Leiter Einkauf aus Immensee SZ «Das kommt für mich und meine Frau nicht infrage. Wir schätzen den persönlichen Kontakt im Laden. Einkaufen ist schon fast eine Freizeitbeschäftigung für uns.»
UMFRAGE | 39
«Die Grenzen verschmelzen»
den persönlichen Einkauf in der Filiale. LeShop, der Online-
Heidi Bernhard (37) mit Randy (3), Sekretärin aus Immensee SZ «Mit LeShop habe ich supergute Erfahrungen gemacht, gerade wenn die Kinder krank waren. LeShop hat eine grosse Auswahl, gute Lieferungszeiten und auch frische Sachen wie Fisch oder so. Ab und zu ist der Laden aber doch noch bequemer: Man sieht und kauft so wieder mal unbekannte Artikel.»
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Die Grenzen zwischen Online und Offline verschmelzen, verbindend ist das Mobiltelefon in unserer Hosen tasche, das immer mehr zum Shop pingassistenten wird. Es vernetzt die virtuelle mit der realen Welt. Ständig können wir unterwegs abchecken: Wo ist ein Produkt erhältlich? Wo am günstigsten? In Zukunft werden wir Online als auch Offline einkaufen. Gilt das auch für Lebensmittel?
Im LebensmittelOnlinehandel gibt es vor allem zwei Knackpunkte: Die Frische der Produkte muss den Kun den überzeugen, und die Zustellung muss möglichst einfach sein. Doch den Erlebnischarakter sowie den sozialen Austausch kann der Laden auch in Zukunft besser bieten. Erhalten wir durch das Internet mehr Auswahl beim Einkauf?
Das Internet ist ein grosser Laden ohne Platzbeschränkung. Diese Aus wahl kann aber auch überfordern. Deshalb ist Vereinfachung im Handel heute ein wichtiges Thema: Einige Händler entschlacken ihre Sortimente und bieten eine reduzierte Voraus wahl. Besonders bei den Lebens mitteln wächst die Sehnsucht nach Regionalem. Das Vertrauen in die industrielle Produktion hat gelitten. Jürg Stotzer (40), Müller aus Küssnacht a.R. SZ «Ich gehe lieber in den Laden, da kann ich bar bezahlen. Das ist gut, so hab ich die Kontrolle. Aus demselben Grund mache ich kein E-Banking. Plus: Im Laden treffe ich manchmal jemanden zum Plaudern.»
Wenn Sie weiter in die Zukunft blicken: Welche Szenarien gibt es?
Interessant ist die «anticipatory shipping»Vision von Amazon, eine Art «vorausschauender Versand»: Der Onlinehändler will künftig Pro dukte schon liefern, bevor der Kunde diese überhaupt bestellt hat. Je mehr die Händler über das Kaufverhalten ihrer Kunden wissen, desto eher kön nen sie deren Wünsche antizipieren. Vieles ist künftig denkbar, sogar ein «intelligenter Kühlschrank», der selbständig online Waren bestellt. Umfrage und Interview: Laila Schläfli
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Vogelarten. Nachmittags fahren Sie mit Ausflugsbooten zu diesem einzigartigen Naturparadies, wo Sie Fauna und Flora erkunden (*). Das Donaudelta ist eine Welt für sich. Die zahllosen Wasserarme und einsamen Fischerdörfer kann man nur mit dem Boot erreichen. 9. Tag: Oltenita–(Bukarest)–Giurgiu. Stadtrundfahrt Bukarest mit Parlamentsgebäude und dem Freiheitsdenkmal (*). 10. Tag: Kreuzen durch die Walachei. Die Donau strömt breit und gemächlich durch die Walachei. Auf der rumänischen Seite ist die Landschaft flach und reich an Schilf bestandenen Ufern. Auf der Seite Bulgariens erheben sich oft Steilküsten. Auf ihrem Weg zum Schwarzen Meer hat die Donau gewaltige Hindernisse zu überwinden. Sie hat sich in Millionen von Jahren durch Gebirgsbarrieren genagt und so den spektakulären Durchbruch erschaffen – die berühmte Kataraktstrecke. 11. Tag: Novi Sad. Unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt (*) mit Besuch des Klosters Krusedol. 12. Tag: Kreuzen auf der Donau. Erholen Sie sich an Bord und geniessen Sie die vorbeiziehenden Landschaften (*). 13. Tag: Bratislava. Von Komarno aus unternehmen Sie einen Ausflug (*) nach Bratislava, Hauptstadt der noch relativ jungen Republik Slowakei. 14. Tag: Krems–Melk. I n Melk besichtigen Sie das auf einem steilen Bergrücken hoch über der Donau liegende Benediktinerstift (*). Die
Stiftskirche gilt als die schönste Barockkirche nördlich der Alpen. 15. Tag: Passau–Schweiz. Am Morgen erreichen Sie Passau. Ausschiffung und Rückreise mit modernem Komfort-Reisebus in die Schweiz zu den Einstiegsorten. (*) Ausflüge des Ausflugspakets. Alle mit (*) aufgeführten Ausflüge sind im Ausflugspaket inbegriffen. Das Ausflugspaket kann nur im Voraus gebucht werden. Sie sparen mind. 10 %. Buchung von einzelnen Ausflügen an Bord möglich.
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Bio Cotton garantiert kontrolliert biologischen Anbau mit Respekt vor Mensch und Umwelt. Zudem werden die Textilien gemäss den EcoRichtlinien über die gesamte Wertschöpfungskette sauber und schadstofffrei produziert.
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Wer holt sich den Schatz?
Vorhang auf für die ersten Tagesgewinner
Ganz schön gross geworden, der Kleine, scheint sich Silarov zu denken. Gewinnerin: Nahari Suzan Z., Wabern BE
Wie fotogen sie doch sind, die Captors und ihre Fans! Der grosse Captormania-Fotowettbewerb läuft auf Hochtouren. Die ersten Preise wurden bereits abgesahnt. Finale, bei dem der Captormania-Schatz aus dem Wasser gezogen und dem Hauptgewinner übergeben wird: Gold und Juwelen in Form von Migros-Geschenkkarten im Wert von 10 000 Franken. Mitmachen ist einfach: Man lädt die Gratis-Captormania-App runter, scannt Sticker oder U-Boote aus dem Sammelalbum und erweckt die Unterwasserbewohner so zum Leben. Mit ein wenig Fantasie können diese in die absurdesten Positionen gebracht werden, die sich mittels App auch gleich fotografieren lassen. Schnappschüsse auf www.captormania.ch hochladen – und jetzt noch Daumen drücken, dass der eigene Schnappschuss der beste ist.
Keine Haie in der Limmat? Von wegen! Gewinner: Christian S., Zürich
Text: Nicole Ochsenbein
Wirf den Captor! Im Deckel der Captorbox versteckt sich eine Zielscheibe, an die man die magnetischen Captors wie beim Dartspiel werfen kann. Viele weitere Spielmöglichkeiten findet man im CaptormaniaSammelalbum und auf www.captormania.ch.
Ein Küsschen fürs Kätzchen: Ob sich da etwa jemand verliebt hat? Gewinnerin: Andrea R., Bolligen BE
Bild: zVg
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or der Kamera leben sie buchstäblich auf: mit Katz und Kind, unter der Dusche oder bei der Traubenernte im Rebberg – die Touristen aus Aquantis sind wahre Profiposer und haben sich hierzulande bestens eingelebt. Indessen ist der Captormania-Fotowettbewerb in vollem Gang. Bereits über 30 Kracher-Schnappschüsse wurden in den letzten Wochen prämiert. Für diejenigen, die bis anhin leer ausgegangen sind, ist es aber noch nicht zu spät. Auch in den nächsten zwei Wochen werden unter allen Bildern, die auf die Captormania-Website hochgeladen werden, weitere Tagessieger ausgewählt. Und schliesslich gibt es noch das grosse
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Wer hat denn nun die gefährlicheren Beisserchen? Tabo oder die Kids? Gewinnerin: Julia E., Urswil LU
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
Traubenernte statt Pflege der Anemonenfelder: Wino ganz weinselig. Gewinner: Julian M., Mauren (FL)
Nein, danke, ich trinke lieber aus meiner eigenen Flasche, scheint Baby Waldo zu denken. Gewinnerin: Sulma F., Lugano
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CAPTORMANIA | 45
Auch auf dem Festland findet Spex Schrauben, die locker sitzen. Gewinnerin: Trime V., Au SG
Plagt Wibbi-Dame Wanda etwa das Heimweh? Gewinnerin: Lara H., Münchringen BE
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So eine Streberin! Asa trifft man selbst in den Ferien in der Bibliothek an. Gewinner: Antoine B.
Bad Hair Day? Auch die wilde Mähne von Awel muss mal gewaschen werden. Gewinnerin: Daniela W., Zürich
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Das hätte selbst Aristota nicht gedacht: Ihr U-Boot kann auch fliegen! Gewinnerin: Sophie C., Grandevent VD
2. Beim Fotowettbewerb wird jeden Tag von einer Jury ein Tagessieger gewählt, der eine Migros-Geschenkkarte im Wert von Fr. 200.– erhält. 3. Das grosse Finale: Aus allen Tagessiegern wird am 29. Oktober der Hauptgewinner gekürt, der den CaptormaniaSchatz erhält: Migros-Geschenkkarten im Wert von Fr. 10 000.–.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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Zweifel Chips im XXL-Beutel 20% günstiger, z.B. Paprika, 380 g
1.20 statt 1.50
Alle Bon Chef Beutelsaucen beim Kauf ab 2 Stück, jedes –.30 günstiger, z.B. Bratensauce gebunden, 30 g
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Alle Trockenpilze in Beuteln 20% günstiger, z.B. Steinpilze getrocknet, 30 g
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Alle M-Classic Reis à 1 kg beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.60 günstiger, z.B. Reis Carolina Parboiled
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2.15 statt 2.70
Gesamtes Exelcat und Catsan Sortiment z.B. Exelcat kleine Menus Geflügel, Beutel, 6 x 50 g
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Alle Pepsi und Schwip Schwap im 6er-Pack 6 x 1,5 Liter, z.B. Pepsi Regular
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M-Classic Pastetenfüllungen im 3er-Pack 3 x 500 g oder 3 x 400 g, z.B. Pastetenfüllung, 3 x 500 g
2.70 statt 3.40
Alle Actilife Nahrungsergänzungsmittel und Getränke 20% günstiger, z.B. All in One Orange, 20 Brausetabletten
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Total Waschmittel z.B. Color, 2 Liter, gültig bis 27.10.
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Alle Pampers Windeln (ohne Megapack), gilt für 3 Produkte mit identischem Preis, z.B. Baby-Dry 3, 3 x 48 Stück
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FRÜCHTE & GEMÜSE Rispentomaten, Schweiz/Niederlande, per kg 1.95 statt 3.95 50% Äpfel Gala süsslich, Schweiz, per kg 2.10 statt 3.50 40% Anna’s Best Roter Kopfsalat, aus der Schweiz, Beutel à 150 g 2.30 statt 2.90 Blumenkohl, aus der Schweiz, per kg 2.60 statt 3.80 30% Kopfsalat, Bio, aus der Schweiz, pro Stück 1.25 statt 2.50 50% Karotten, Bio, Schweiz, Beutel à 1 kg 2.50 statt 3.70 30% Nüsslisalat, «Aus der Region.», Schale, per 100 g 1.60 statt 2.30 30% Kürbis geschnitten, Bio, «Aus der Region.», per kg 4.90 statt 7.90 33% Kaki, aus Italien, Schale à 4 Stück 2.70 statt 3.60 25% Kastanien, aus Italien, per kg 7.90 statt 12.– 33%
Kalbsbrät, TerraSuisse, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.50 statt 1.90 Erhältlich in der Selbstbedienung Schweinsnierstück Steak/Plätzli, Schweizer Fleisch, per 100 g 1.80 statt 3.60 50% Straussensteak, aus Südafrika, per 100 g 3.90 statt 4.90 Erhältlich in der Selbstbedienung Pangasiusfilet, ASC, Zucht, aus Vietnam, per 100 g 2.15 statt 2.70 Fischpfanne Safran, hausgemacht, per 100 g 3.30 statt 4.20 Erhältlich in Filialen mit Frischfisch-Verkauf
Alle Bio, Fairtrade Kaffees und Kakaogetränke, z.B. Kaffee gemahlen, 500 g 7.05 statt 8.30 15% * Alle Bio Yogi Teas, beim Kauf ab 2 Packungen, jede 1.– günstiger, z.B. Ingwer Zitrone, 17 Beutel 4.– statt 5.– * Herbstkonfitüren, z.B. Heidelbeer-Preiselbeer, 350 g 2.90 NEU *,**
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Alle Migros-Bio Konfitüren und Honige, z.B. Heidelbeerkonfitüre, 350 g 2.35 statt 2.95 20% * Alle Fairtrade Honige, z.B. Blütenhonig cremig, 500 g 4.75 statt 6.20 20% Alle Actilife Crunchy Müesli im Duo-Pack, z.B. Crunchy Mix Plus, 2 x 600 g 9.10 statt 11.40 20% M-Classic Pizza Toscana in Packung à 2 Stück, tiefgekühlt, 2 x 360 g 5.30 statt 7.60 30% Happy Hour Festtags-Box, tiefgekühlt, 1308 g 11.55 statt 16.55 30%
BROT UND MILCHPRODUKTE Alle langhaltbaren Bio Brote, z.B. Roggenvollkornbrot rund, 500 g 2.70 statt 3.40 20% Bifidus Joghurt Drink Mokka, 500 ml 1.55 statt 1.95 20%
Alle M-Classic und Bio MarroniProdukte, tiefgekühlt, z.B. M-Classic Marroni ganz, 500 g 4.80 statt 6.– 20%
Alle Bio Joghurt (ohne Schafmilchjoghurt), z.B. Naturel Himbeere, 150 g –.75 statt –.95 20%
M-Classic Multivitaminsaft im 12er-Pack, 12 x 1 Liter 8.10 statt 16.20 50%
Rindshackfleisch, Schweiz, per kg 10.80 statt 18.– 40%
Raccard Tradition Maxi-Block, per 100 g 1.55 statt 2.25 30%
Alle Fairtrade Trockenreis 1 kg, z.B. Basmatireis 4.70 statt 5.90 20%
M-Classic Schweinswürstli im 3er-Pack, Schweiz, 3 x 4 Stück, 600 g 6.30 statt 12.60 50%
Emmentaler, Bio, per 100 g 1.60 statt 2.– 20%
Alle Bio, Fairtrade Quinoa, z.B. weiss, 400 g 4.45 statt 5.60 20%
Trauben Uva Italia, Italien, per kg 2.40 statt 3.90 33% Ananas, Bio, Fairtrade, Costa Rica, pro Stück 3.60 statt 4.50 20%
FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL
Salami, Bio, und Prosciutto cotto arrosto, Bio, z.B. Salami, Italien, per 100 g 4.15 statt 5.20 20% * Rapelli Rohschinken San Pietro, Schweiz, per 100 g 5.25 statt 7.55 30% Optigal Pouletschenkel nature und gewürzt, Schweiz, 4 Stück, z.B. Pouletschenkel nature, per kg 9.– statt 13.– 30% Crevetten Tail-on gekocht, Bio, Zucht, Ecuador, per 100 g 3.75 statt 6.25 40% * Siedwurst, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, 1 Paar, 200 g 2.40 statt 3.10 Für Ihren Einkauf hier ausschneiden.
Bauern-Schweinsvoressen, TerraSuisse, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.20 statt 1.65 25% Erhältlich in der Selbstbedienung
Lyoner, Schweizer Fleisch, Stück à 380 g 2.60 statt 3.20 Delikatess Fleischkäse hauchdünn, TerraSuisse, Schweizer Fleisch, Schale, per 100 g 1.70 statt 2.15 Bauernspeck, Schweizer Fleisch, Schale, per 100 g 4.35 statt 5.45 Zitronenschnitzel (Schweinsnierstück paniert), Schweizer Fleisch, per 100 g 1.85 statt 3.70 50% Erhältlich in der Selbstbedienung Schweinsvoressen, TerraSuisse, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.30 statt 1.70
Alle Bio Mifloc und Bio Rösti, z.B. Rösti, 500 g 2.– statt 2.55 20%
BLUMEN & PFLANZEN Herbststrauss Fiona, pro Strauss 12.90 Alle Calluna und Erica, diverse Grössen, z.B. Calluna im 11-cm-Topf, pro Pflanze 3.10 statt 3.90 20%
M-Classic Spaghetti rot oder blau im 3er-Pack, z.B. Spaghetti rot, Eierteigwaren, 3 x 750 g 4.50 statt 6.75 33% Teigwaren, Bio, z.B. Spaghetti, 500 g 2.60 NEU **
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Freiland-Chrysanthemen, «Aus der Region.», pro Bund 4.80 statt 5.80
Alle Bio Essige, Öle und Bratbutter (ohne Alnatura), z.B. Apfelessig, Bio, 0,5 Liter 1.75 statt 2.20 20%
Phalaenopsis, 3 Rispen, pro Topf 14.90 statt 18.50
French Dressing, Migros-Bio, 450 ml 2.85 statt 3.60 20%
Viola Cornuta, pro Stück 2.90 statt 3.50
Alle Bio Senf, Mayonnaise und Ketchup, z.B. Mayonnaise, Bio, 265 g 1.75 statt 2.20 20%
Herbstkistli, pro Stück 14.90 statt 19.90 25%
WEITERE LEBENSMITTEL Frey Suprême Kugeln Vermicelles, UTZ, Edition Limitée, 200 g 20x 7.70 NEU *,** Frey Suprême Tafelschokolade Amandes & Myrtilles, UTZ, 20x 100 g 2.90 NEU *,** Alle Bonherba Halsbonbons im 3er-Pack, z.B. Kräuter zuckerfrei, 3 x 150 g 8.60 statt 12.30 30% Frambini Kinderbonbons, 220 g 5.40 NEU *,**
Peperoni Mix, 285 g 3.95 NEU *,**
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Zwiebeln Borettane, 300 g 3.60 NEU *,**
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Bon Chef Kindersuppe, Beutel, 70 g 1.50 NEU *,**
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Alle Bio Nüsse und Nussmischungen gesalzen, z.B. Erdnüsse, 250 g 1.35 statt 1.70 20% Alle Anna’s Best und Bio Randen gedämpft, ganz, z.B. Randen gedämpft, Bio, 1 kg 4.15 statt 4.90 15%
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*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 27.10. Genossenschaft Migros Luzern ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 14.10. BIS 20.10.2014, SOLANGE VORRAT
Bio Fiori oder Agnolotti im 3er-Pack, z.B. Fiori Ricotta/ Spinat, 3 x 250 g 11.70 statt 14.70 20% La Pizza im Duo-Pack, z.B. Pizza Margherita, 2 x 330 g 10.20 statt 13.60 25% Anna’s Best Rehpfeffer oder Chicken Satay im Duo-Pack, z.B. Rehpfeffer, 2 x 430 g 14.70 statt 19.60 25% Tofu geräuchert, Bio, 200 g 4.90 NEU *,**
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Okara-Bällchen, Bio, 180 g 4.90 NEU *,**
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Alle Grosis Cakes, z.B. SchoggiCake, 420 g 3.90 statt 4.90 20% Chilbi-Biber, 250 g 2.80 statt 3.50 *
NEAR-/NON-FOOD Gesamtes Belherbal Sortiment (ohne Mehrfachpackungen), z.B. Shampoo Sensitive, 20x 250 ml 3.85 NEU ** Alle Nivea Hair Care Produkte in Mehrfachpackungen, z.B. Diamond Gloss Shampoo im 3er-Pack, 3 x 250 ml 7.90 statt 11.85 33% ** Elmex Kariesschutz Zahnpasta im 3er-Pack, 3 x 75 ml 9.90 statt 11.85 15% ** Gesamtes Rexona Sortiment (ohne Mehrfachpackungen), beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 1.– günstiger, z.B. Deo Roll-on Cotton, 50 ml 1.95 statt 2.95 ** Nivea Pure & Natural Deodorant Roll-on oder Spray, z.B. Spray, 150 ml 4.– NEU ** 20x Damen Socken uni mit Komfortbund, Bio, im 5er-Pack, in diversen Farben erhältlich, z.B. dunkelbraun 12.90 ** Herren Sportkurz- und Freizeitsocken im 3er-Pack, in diversen Farben erhältlich, z.B. Sportkurzsocken, anthrazit 9.90 ** Total Waschhilfsmittel und Wasserenthärter, z.B. Oxi Booster Color, 1,5 kg 14.50 statt 20.85 30% ** Dampfkochtöpfe Kuhn Rikon, 3,5 Liter und 5 Liter, z.B. Schnellkochtopf Duromatic, 5 Liter 72.50 statt 145.– 50% **
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Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 14.10. BIS 27.10.2014, SOLANGE VORRAT
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SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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ALNATURA | 57
Alnatura in der Migros Die Baby- und Kleinkinderprodukte der Biomarke Alnatura wie Früchtebrei und Minireiswaffeln sind ideal für unterwegs.
Was kaufen? Neben dem Baby- und Kleinkindersortiment gibt es von Alnatura in der Schweiz folgende Nahrungsmittel: Backwaren, Getreideprodukte, Reis und Hülsenfrüchte, Getränke wie Säfte oder Milchalternativen, Fleischersatzprodukte, Produkte zum Süssen und Würzen, Süssigkeiten, Knabbersachen. Was steckt drin? Alnatura erfüllt nicht nur bezüglich biologischer Zutaten hohe Ansprüche. Auch die schonende Verarbeitung und die Einfachheit der Rezepte haben Priorität. Für sämtliche Produkte gelten folgende Richtlinien: – 100% aus biologischem Anbau – einfache Rezepturen – schonende Verarbeitung – ohne Zusatz von Farb- und Konservierungsstoffen – ohne Zusatz von künstlichen Aromen – keine Säfte aus Konzentraten – keine gehärteten Fette, nur kaltgepresste Öle – strenge Kontrollen der Rohstoffe und Rezepturen Wo kaufen? Baby- und Kleinkinderprodukte (Breie, Snacks etc.) gibt es schweizweit in allen grösseren Filialen. Weitere rund 300 Alnatura-Produkte sind in ausgewählten Filialen in der Deutschschweiz erhältlich. Diese findet man unter www.alnatura.ch Der Migros-Onlineshop liefert alle Alnatura-Produkte in die ganze Schweiz. www.LeShop.ch
Alnatura Bio Gemüse mit Hirse*, 220 g, Fr. 2.–
Alnatura Bio Kürbis mit Reis und Huhn*, 220 g, Fr. 2.–
Alnatura Bio Gemüse mit Polenta*, 220 g, Fr. 2.–
Alnatura Bio PflaumenBirnen-Müesli*, 190 g, Fr. 1.70
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FAIRTRADE MAX HAVELAAR
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NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Fair kochen – so einfach geht es
Mit wenig Aufwand viel zu bewirken, wird immer leichter. Das beginnt mit dem bewussten Griff zu Fairtrade-Max-Havelaar-Produkten und setzt sich beim nachhaltigen Kochen zu Hause fort.
F
ür viele steht beim Einkauf von Lebensmitteln nicht mehr nur der Genuss im Mittelpunkt. Genauso wichtig ist für sie die sozialverträgliche Herkunft der Produkte. Das FairtradeGütesiegel Max Havelaar bietet dafür eine gute Orientierung. Es steht für nachhaltig angebaute und fair gehandelte Produkte. Wer sich beim Griff ins Regal für sie entscheidet, zeigt Verantwortungsbewusstsein – für sich selbst und all jene, die am Anbau und der Das Fairtrade-Gütesiegel für nachhaltig angebaute und fair gehandelte Produkte ermöglicht Kleinbauernfamilien sowie Arbeitern und Arbeiterinnen in Entwicklungsund Schwellenländern bessere Lebensbedingungen. Weitere Infos: www.migros.ch/maxhavelaar
Herstellung der Produkte beteiligt sind. Fairtrade unterstützt Kleinbauernfamilien und Arbeiter in Asien, Afrika und Lateinamerika dabei, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen aus eigener Kraft zu verbessern.
Bio Fairtrade Max Havelaar Schokolade Crémant, 100 g, Fr. 1.80
Die Migros hält ein breites Angebot an Fairtrade-Produkten bereit und erweitert dieses kontinuierlich. Es reicht von Ananas und Zimt über Früchte, Honig, Reis, Schokolade und Nüsse bis hin zu Zucker. Wie einfach es ist, aus fair gehandelten Produkten ein unkompliziertes, feines Essen zu kochen, zeigen die beiden Rezepte zu diesem Beitrag. Der gebratene Reis mit frischer Ananas und Nüssen ist eine leichte vegetarische Hauptspeise. Mit gebratenen Pouletstreifen variiert, kommen auch Fleischliebhaber auf ihre Kosten. Die Bananen-Schokoladen-Cookies können als knuspriges Dessert gereicht werden. Auch zu Kaffee oder Tee sind sie als süsse Stückchen eine gute Ergänzung. Allein mit dem täglichen bewussten Einkauf lässt sich ganz nebenbei einiges bewirken. Davon profitieren der Mensch und die Natur. JV Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros.
Bio Fairtrade Max Havelaar Rohrzucker, 600 g, Fr. 2.30
Bio Fairtrade Max Havelaar Basmati Langkornreis, 1 kg, Fr. 5.90
Bio Fairtrade Max Havelaar Paranüsse, 150 g, Fr. 4.90 In grösseren Filialen
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SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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FAIRTRADE MAX HAVELAAR | 59
Gebratener Reis mit Ananas und Nüssen Hauptgericht für 4 Personen ZUTATEN 250 g Basmatireis*, 8 dl Wasser, Salz, 1 Ananas*, 1 rote Peperoni, 1 Bund Frühlingszwiebeln, 30 g Ingwer, 3 EL HOLL-Rapsöl, 2 Eier, Pfeffer, 2 Limetten Nussmischung: 1 Peperoncino, 50 g Cashewkerne*, 25 g Paranüsse*, ½ Bund Koriander ZUBEREITUNG 1. Für die Nussmischung Peperoncino halbieren, entkernen und in Stücke schneiden. Mit Nüssen, Kernen und Koriander in einen Cutter geben und grob hacken. 2. Reis unter kaltem Wasser abspülen. Mit wenig Salz 8–10 Minuten köcheln lassen, bis der Reis bissfest ist. Abgiessen, kalt abschrecken und abtropfen lassen. Inzwischen Ananas schälen, Augen ausstechen. Ananas achteln, Strunk entfernen. Peperoni vierteln, entkernen. Ananas in Scheiben, Peperoni in Streifen, Frühlingszwiebelgrün in Ringe schneiden. Zwiebeln und Ingwer hacken. 3. Öl in einer grossen Pfanne erhitzen. Zwiebeln, Peperoni, Ingwer und Ananas darin anbraten. Reis beigeben, bei grosser Hitze braten, bis der Reis leicht knusprig ist. Eier verquirlen, beigeben und mitbraten. Frühlingszwiebelgrün beigeben und mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gebratenen Reis anrichten. Mit Nussmischung und Limetten servieren. Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten Pro Person ca. 14 g Eiweiss, 22 g Fett, 77 g Kohlenhydrate, 2400 kJ/570 kcal Rezepte
Bananen-Schokoladen-Cookies Ergibt ca. 16 Stück ZUTATEN 100 g dunkle Schokolade*, z. B. Crémant, 75 g Paranüsse*, 150 g 5-Korn-Flocken, 100 g Mehl, 30 g Rohrzucker*, 1½ TL gemahlener Zimt*, 1 Prise Salz, 100 g reife Banane*, 50 g Butter, kalt, 1 Eigelb, 25 g flüssiger Honig* ZUBEREITUNG 1. Schokolade in Würfelchen schneiden. Nüsse grob hacken. Flocken, Mehl, Zucker, Zimt und Salz in eine Schüssel geben. Banane und Butter in Stücken dazuschneiden. Zwischen den Händen krümelig reiben. Eigelb und Honig beigeben und gut
mischen. Schokolade und Nüsse daruntermischen. 2. Backofen auf 180 °C vorheizen. Auf mit Backpapier belegte Bleche mit einem Esslöffel Teighäufchen setzen, diese kreisförmig leicht ausstreichen. Zwischen den Häufchen 3 cm Abstand lassen, da die Masse beim Backen etwas verläuft. Cookies in der Ofenmitte ca. 12 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten + ca. 12 Minuten backen pro Blech Pro Stück ca. 3 g Eiweiss, 9 g Fett, 18 g Kohlenhydrate, 700 kJ/170 kcal
Bilder: Claudia Linsi
* erhältlich mit Fairtrade-Zertifizierung
Bio Fairtrade Max Havelaar Cashewkerne, 100 g, Fr. 2.90 In grösseren Filialen
Bio Fairtrade Max Havelaar Zimt, 27 g, Fr. 1.25
Fairtrade Max Havelaar Blütenhonig flüssig, 500 g, Fr. 5.60 In grösseren Filialen
Bio Fairtrade Max Havelaar Bananen, per kg, Fr. 3.20
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SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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ACTILIFE | 61
Mundende Mischung mit Saft aus Orangen, Äpfeln und Erdbeeren, Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren.
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Actilife-Tafelgetränke ergänzen unsere Nahrung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Omega-3-Fettsäuren.
Bild: Simone Vogel
A
ctilife-Tafelgetränke zählen zum Functional Food. Sie ergänzen die tägliche Nahrung mit lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren wichtigen Stoffen – und schmecken erst noch gut. So auch das Omega-3-Tafelgetränk mit Saft aus Orangen, Äpfeln, Erdbeeren und den mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Zwei besonders wertvolle, EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), kommen vor allem im fettreichen Kaltwasserfisch wie Lachs,
Makrele oder Hering vor. Sie tragen zu einer normalen Herzfunktion bei. Ernährungsexperten empfehlen 250 mg EPA und DHA pro Tag, was rund zwei Fischmahlzeiten pro Woche entspricht. Wer nicht viel Fisch oder gar keinen isst, kann die Zufuhr durch Omega-3Produkte sichern. So enthält ein Glas Omega-3-Saft bereits 100 mg und damit rund 40 Prozent der empfohlenen Tagesdosis. Als Alternative führt Actilife auch Algenkapseln mit Omega-3-Fettsäuren im Sortiment. NO
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
SCHAUFENSTER
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NATUREL | 63
Joghurt ganz puristisch
Die Naturel-Linie kommt mit nur drei Zutaten aus – und die haben sogar Bioqualität.
I
m Grunde ist es ganz einfach: Man nimmt frisches Joghurt nature, reife Früchte und etwas Zucker, fertig ist das Fruchtjoghurt. Wenn nur der Zeitfaktor nicht wäre, weil man es morgens ohnehin eilig hat. Und die Früchte? Beim Einkauf wurde nicht daran gedacht. Wie gut, dass es eine Alternative gibt, die mit nur drei Zutaten in Bioqualität auskommt: Joghurt Naturel.
In einem speziellen Verfahren wird die Biomilch verdampft Joghurt, Früchte und Zucker – keine weiteren Zusatzstoffe, die das Joghurt verdicken, keine Aromen. Dass es dennoch die optimale Konsistenz und gewünschte Cremigkeit hat, verdankt Naturel einem speziellen Verfahren, bei dem die Schweizer Biomilch verdampft wird. Ein Fruchtanteil von 13 Prozent bei den Sorten Erdbeere und Himbeere macht zusätzliche Aromen überflüssig. Und mit seinen 150-Gramm-Bechern folgt Naturel dem Trend zu kleineren Packungen, die immer mehr Kunden bevorzugen. Wie heisst es so schön? Aller guten Dinge sind drei. Das stimmt besonders für die Naturel-Linie. CS
Bio Joghurt Naturel Erdbeere, 150 g, Fr. –.95
Bio Joghurt Naturel Mokka, 150 g, Fr. –.95
Bild: Veronika Studer
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Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Naturel-Joghurts.
Nur drei Zutaten machen das Joghurt Naturel zu einem unverfälschten Geschmackserlebnis.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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FOOD | 65
GUT & GÜNSTIG
Quinoa mit Champignons Hauptgericht für 4 Personen und circa Fr. 10.– ■ 5,5 dl Gemüsebouillon aufkochen. 200 g Quinoa einstreuen, 10 Minuten gar köcheln lassen. Pfanne vom Herd ziehen, Quinoa 5 Minuten ziehen lassen. 2 EL Kürbiskerne ohne Fett in einer beschichteten Bratpfanne rösten. ■ 300 g Champignons putzen und in Scheiben schneiden. 1 kleine Zwiebel fein hacken. 1 EL Olivenöl und 20 g Butter in einer Bratpfanne erhitzen. Champignons anbraten. Zwiebel beigeben und dünsten, bis Champignons und Zwiebel gar sind. Mit Salz und Pfeffer würzen. Quinoa zu den Pilzen geben. ■ 3–4 EL Halbrahm und 50 g geriebenen Parmesan unterrühren. 20 g Petersilie fein hacken. 1 EL Parmesanspäne und die Kürbiskerne darüberstreuen.
Mit Quinoa, Champignons und Parmesan lässt sich ein schmackhaftes, preisgünstiges Gericht zubereiten.
Bewährte Qualität, leichtere Verpackung
Fruchtiger Sirup aus roten Beeren
Wer Bioprodukte schätzt, denkt und handelt umweltbewusst. Daher ist es nur konsequent, wenn der Bioessig der Migros in PET- statt Glasflaschen angeboten wird. Die neue Verpackung wiegt nur noch 27 Gramm und ist somit konsumenten- und umweltfreundlicher, weil der Transport bequemer ist und für die Entsorgung weniger Energie benötigt wird. Aus der Umstellung von der 429 Gramm schweren Glasflasche auf PET resultiert laut Angaben des Herstellers eine Materialeinsparung von bis zu 200 Tonnen jährlich. Die Rezeptur für den Apfel- und Rotweinessig mit Himbeere sowie für den Weissweinessig mit Estragon bleibt jeweils gleich und erfüllt auch weiterhin die hohen Biostandards. Bio Apfelessig, 500 ml, Fr. 2.20
Weil das Aroma von roten Beeren der Geschmacksfavorit unter den Sirups ist, durften Johannis- und Himbeeren auch bei der Schöpfung des neuen Biosirups von Aproz mitwirken. Das Konzentrat aus den bewährten Strauchfrüchten enthält zudem einen Schuss Granatapfel. Bio Sirup Rote Früchte, 50 cl, Fr. 5.40
Vegetarische Füllung, typischer Geschmack
Knusprige Kruste, kräftiges Aroma Liebhaber von dunklem, gut durchgebackenem Brot mit grobporiger Krume freuen sich über das neue Angebot im Migros-Regal für frische Backwaren: Das Le bien cuit überrascht mit einem kräftigen Aroma und einer knusprigen Kruste. Sein leicht nussiger Geschmack resultiert aus einer wohldosierten Mischung aus Sonnenblumenkernen, Sesam, Leinsamen und Buchweizenflocken im Teig. Pain Création Le bien cuit, 400 g, Fr. 3.80 In grösseren Filialen
Frohe Botschaft für alle Fans von Ravioli alla napoletana, die ihren Fleischkonsum reduzieren wollen: Jetzt gibt es den Klassiker auch als vegetarisches Gericht. Die Gemüseravioli von M-Classic entfalten den typischen Geschmack, wobei ihre Füllung aus Rüebli, Erbsen und Mais besteht. Die Empfehlung, die Ravioli mit Käse zu überbacken, gilt natürlich auch für die Vegivariante. M-Classic Gemüseravioli, 430 g, Fr. 2.20 In grösseren Filialen
In grösseren Filialen
MACHT MEHR KINDER. <wm>10CAsNsjY0MDQx0TU2M7EwMwAAtAqE5g8AAAA=</wm>
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David S.
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SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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NONFOOD | 67
RAPPENSPALTE
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Bei den diesjährigen Swiss Music Awards wurde die Folk-MetalBand Eluveitie aus Winterthur als «Best Live Act» ausgezeichnet. Grossen Anteil am Erfolg der Gruppe hat deren Gründer und Sänger Christian Glanzmann (39). Wie verdienten Sie Ihr erstes Geld?
Vor der Lehre arbeitete ich ein Jahr lang als Hilfsarbeiter im Lager eines Pharmabetriebs. Was geben Sie auch für viel Geld nicht her?
Meine Instrumente.
Wofür geben Sie gern viel Geld aus?
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Das tue ich so gut wie nie. Wenn doch, dann für ein ausgezeichnetes Abendessen, egal, ob auswärts oder selbst gekocht. Welche waren Ihre teuersten Ferien?
Keine Ahnung, wann ich zuletzt Ferien hatte. Das gibts im Leben eines Musikers nur selten. Was ausser Geld ist in Ihrem Portemonnaie?
EC-Karte, Halbtax, ID, die Mitgliederkarte vom Fitness, diverse Visitenkarten und allerlei Gerümpel. Ich sollte unbedingt mal wieder ausmisten. Haben Sie einen Spartipp für unsere Leser?
Wärmend und formstabil
Die Strumpfhose Keep Warm macht ihrem Namen alle Ehre – und schöne Beine obendrein. Eine neuartige Faserkonstruktion mit Luftkammern sorgt für gute Funktionalität bei hohem Tragekomfort. Die Quick-Dry-Funktion transportiert Feuchtigkeit nach aussen und wirkt dem Schwitzen entgegen. Ellen Amber Keep Warm Strumpfhose, Fr. 17.80 In grösseren Filialen
Die philosophische Variante: Was du brauchst, ist: weniger! Die etwas weniger philosophische: selber kochen! Welche Sportart oder Kultursparte sollte mit mehr Geld unterstützt werden?
Ganz klar Musik, gerade in der Schweiz. Mit wem gingen Sie gern auf Shoppingtour?
Das spielt mir nicht so eine Rolle, solange die Person denselben Shoppingstil hat wie ich: es gemütlich nehmen und zwischendurch mal in ein hübsches Café sitzen. Interview: Lea Simeon
SAISONKÜCHE 68 |
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CLAUDIO ZUCCOLINI
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Aber bitte mit Käse
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Da freut sich die Köchin: Wenn Anja Steiner Claudio Zuccolinis Mimik richtig deutet, sind die Capuns perfekt gelungen.
Komiker Claudio Zuccolini liebt alle Gerichte mit Käse. Capuns zum Beispiel, auch wenn der Käse hier nur eine Nebenrolle spielt.
K
ommt rein und macht es euch bequem.» Claudio Zuccolini wirkt sehr locker und zugleich erwartungsfroh, als er uns in seinem Haus in Binz ZH begrüsst. Wir sind verabredet, um gemeinsam zu kochen, ganz wie es ihm beliebt: bodenständig, traditionell schweizerisch. «Ich liebe die Schweizer Küche und sowieso alles mit Käse», betont der quirlige Bündner, der sich prompt ein Gericht aus seiner Heimat gewünscht hat. Käse ist dabei selbstverständlich Bestandteil des Rezepts, wenn auch nur ein kleiner. Es kommen Capuns auf den Tisch – und zwar nach Art von «Saisonküche»Köchin Anja Steiner, die bereits die Zutaten zurechtgelegt hat. «Capuns kann man auf zig verschiedene Arten zubereiten», erklärt die Expertin ihrem
prominenten Kochpartner. Der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt. «Für die Füllung nimmt man Salsiz, Landjäger, Salami oder auch Rohschinken. Oder von allem etwas.»
Plädoyer für Schweinshaxe und deftige Würste «Die Schweizer haben doch den Genuss verloren. Alles muss gesund sein, am besten noch vegan», erklärt Zuccolini auf die Frage nach seinen kulinarischen Vorlieben. «Es traut sich ja keiner mehr zuzugeben, dass er Schweinshaxe oder deftige Würste mag.» Ausser mit Fleisch könne man ihn auch noch mit Pasta verwöhnen. Am liebsten mit Fleur de sel, Muskat oder etwas Butter. «Auch wenn es meinem Bauch besser ginge, wenn ich auf Pasta verzichten würde.»
AUFGETISCHT
Claudio Zuccolini, Komiker und Moderator Neben verschiedenen Moderationsjobs bei Tele Züri, beim Schweizer Fernsehen sowie bei Sat 1 startete Claudio Zuccolini (44) 2005 als Stand-up-Comedian durch. Mittlerweile ist der Bündner einer der bekanntesten Komiker der Schweiz. In seinem aktuellen Soloprogramm «iFach Zucco» demonstriert er, dass Erfolg und viel Geld auch Nachteile haben. Claudio Zuccolini ist verheiratet und Vater zweier Töchter, Emily (2) und Lilly (5).
Was haben Sie immer auf Vorrat? Milch und Brot. Was würden Sie nie im Leben essen? Affenhirn, Innereien und Kutteln. Wie oft pro Woche kochen Sie selbst? Relativ oft. Sicher vier bis fünf Mal.
Claudio Zuccolini strapaziert die Lachmuskeln seines Publikums – und manchmal auch sein Trampolin.
Kochen ist für Sie ... ... sehr erholsam. Man kauft gemeinsam ein, kocht und isst dann zusammen. Mit wem würden Sie gern essen gehen? Mit Frank Sinatra wäre es sicher cool gewesen. Oder mit Gwyneth Paltrow, die versteht ja einiges vom Kochen.
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3 1. Ob Mangold oder Krautstiel für die Capuns verwendet wird, ist Geschmackssache. 2. Neben Salsiz kann man auch Salami oder Schinken nehmen. 3. Die Krautstielblätter werden mit kaltem Wasser abgeschreckt und ausgelegt. 4. Traditionell werden die Capuns zu Päckli gewickelt. 5. Die Capuns werden erst kurz angebraten und kommen dann in den Backofen.
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SAISONKÜCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
Fünf bis sechs Kilogramm hätte der 44-Jährige gern weniger auf der Waage, die Motivation zum Abnehmen spüre er aber nicht. Noch nicht, wie er betont: «Hätte ich massives Übergewicht, würde ich damit beginnen.» So übt er sich in Zufriedenheit, läuft jeden Tag mit Hund Yvo seine Runden und geniesst es, stundenlang mit der Familie und Freunden am Tisch bei einem Raclette zu sitzen. Für einen gemütlichen Plausch ist jetzt allerdings keine Zeit, denn Köchin Anja Steiner benötigt Unterstützung. Zuccolini muss sich um die blanchierten Krautstielblätter kümmern. Sorgfältig zieht er sie auseinander und breitet sie auf der Arbeitsfläche aus. Als Nächstes wird die Füllung darauf verteilt und dann fleissig gewickelt. Capuns dienten ursprünglich als Armengericht, das die Bauernfamilien in den Bergtälern satt machte, ohne dass sie dafür einkaufen mussten. Krautstiel oder Mangold und Kräuter wuchsen im Garten, und Eier, Milch, Butter, Käse und Mehl waren auf den Höfen ohnehin reichlich vorhanden. Das Fleisch war vom Vortag. Heute sind Capuns eine Bündner Spezialität, die bis weit ins Flachland ihre Liebhaber gefunden hat.
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CLAUDIO ZUCCOLINI | 71
Capuns mit Bündner Bergkäse ZUTATEN 1 Zwiebel 1 Knoblauchzehe 200 g Salsiz ½ Bund Schnittlauch 300 g Weissmehl 1 TL Salz 3 dl Milch 2 Eier Pfeffer 10 grosse Krautstielblätter 2 TL Sonnenblumenöl 1,5 dl Bouillon 3 EL Vollrahm 100 g Bündner Bergkäse
Partyfilet mit Ketchupschaum lässt ihn schwärmen «Das machst du richtig gut», lobt die Köchin den Päckliwickler, dem das Kompliment ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Kochen macht Zuccolini enorm viel Spass, das merkt man. Als er dann noch ins Schwärmen kommt, wenn er vom «Partyfilet mit Ketchupschaum» aus den 80er-Jahren spricht, nimmt man ihm den Koch mit Leib und Seele erst recht ab. Wobei Claudio Zuccolini in den nächten Wochen eher selten am Herd stehen dürfte, denn bis Dezember ist er mit seinem neuen Bühnenprogramm «iFach Zucco» auf Tournee. Dabei geht es um E-Bikes, Liebe und Gesundheit sowie – man ahnt es fast – um den Genuss. Text: Heidi Bacchilega Bilder: Bruno Bolliger
www.zuccolini.ch
ZUBEREITUNG 1. Zwiebel und Knoblauch hacken. Salsiz in kleine Würfel schneiden. Schnittlauch fein schneiden. Mehl und Salz in eine grosse Schüssel geben. 1,5 dl Milch dazugeben. Mit einer Kelle mischen. Eier verquirlen und beigeben. Teig weiterschlagen, bis er Blasen wirft und schwer von der Kelle reisst. Zwiebel, Knoblauch, Salsiz und Schnittlauch beigeben. Mit Pfeffer abschmecken. Teig abgedeckt 15 Minuten ruhen lassen. 2. Backofen auf 200 °C vorheizen. Krautstielblätter halbieren. Blätter in siedendem Salzwasser ca. 1 Minute blanchieren. Abgiessen. Mit eiskaltem Wasser abschrecken. Abtropfen lassen, trocken tupfen und auslegen. Je 1 EL Teig auf die Blätter verteilen. Zu Päckli falten. 3. Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Capuns portionenweise beidseitig anbraten. In eine ofenfeste Form schichten. Restliche Milch, Bouillon und Rahm mischen und über die Capuns giessen. Im Ofen ca. 25 Minuten backen. Käse reiben und darüberstreuen. TIPPS Anstatt Krautstiel Mangold verwenden. Die Capuns rollen statt wickeln.
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Hauptgericht für 4 Personen, ergibt ca. 24 Stück Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten + 15 Minuten ruhen lassen + ca. 25 Minuten backen Pro Person ca. 37 g Eiweiss 40 g Fett 62 g Kohlenhydrate 3200 kJ/770 kcal
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IHRE REGION
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014
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Klubschul-Tipp
Produkt der Woche Ob süss, pikant, überbacken oder gedünstet: Die herbstlich farbigen Beerenfrüchte, zu denen der Kürbis zählt, können vielseitig zubereitet werden. Speisekürbisse sind reich an Vitaminen und enthalten viel Kalzium und Zink. Sie sind, portioniert als Schnitz und als ganze Stücke, in allen Filialen der Migros Luzern erhältlich. Sie stammen aus Ruswil und tragen das Label «Aus der Region. Für die Region.».
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In Zusammenarbeit mit dem MParc Ebikon organisiert die Klubschule Migros Luzern saisonale Trendfloristik-Kurse. Gestalten Sie attraktive Gestecke und Arrangements ganz nach Ihren Vorstellungen: ein Allerheiligengesteck am 30. Oktober, weihnächtliche Deko am 15. November oder einen Adventskranz am 22. November. Mehr Infos auf www.klubschule.ch, Suchwort: Trendfloristik, Telefon: 041 418 66 66
Kreative Köpfe
Am Samstag, 25. Oktober, findet in vier Do it + Garden Migros der Tag der Kreativität der Klubschule Migros Luzern statt.
Neue Hobbys entdecken: Am Tag der Kreativität vom Samstag, 25. Oktober, in Ebikon, Stans, Sursee und Steinhausen.
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at die Nähmaschine mehr Bewegung nötig? Machen die Bleistifte einen stumpfen Eindruck? Knipst die Kamera unscharfe Bilder? Dann lohnt sich ein Besuch des Kreativitätstages am Samstag, 25. Oktober. Während fünf Stunden erhält man in den Einkaufszentren MParc Ebikon, Länderpark Stans, Surseepark und Zugerland Steinhausen Einblick in verschiedene Künste wie Nähen, Zeichnen oder Fotografieren. Vor Ort zeigen Kursleiterinnen und Kurslei-
ter ihr Können und erzählen, wie sie ihre Leidenschaft fürs Gestalterische entdeckt haben und was sie an ihrem Handwerk fasziniert. Sie beantworten Fragen rund um das Angebot der Klubschule Migros Luzern und geben Auskunft über die Inhalte der verschiedenen Kurse und Lehrgänge aus dem Bereich Kultur und Kreativität. Der Tag der Kreativität wird in Zusammenarbeit mit Do it + Garden Migros durchgeführt. Text: Jacqueline Achermann
Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS LUZERN, 6031 Ebikon, Tel. 041 455 70 38, E-Mail: genossenschaftsregister@migrosluzern.ch
Was? Wann? Wo? Tag der Kreativität in den folgenden Einkaufszentren: MParc Ebikon: 10.00–15.00 Uhr Länderpark Stans: 13.00–18.00 Uhr Surseepark: 10.00–15.00 Uhr Zugerland Steinhausen: 10.00–15.00 Uhr Nähere Infos: www.klubschule.ch, Suchwort: Tag der Kreativität, Tel. 041 418 66 66
IHRE REGION 74 |
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MIGROS LUZERN
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Birnendicksaft aus der Region
Alles von der Birne: Mitarbeiter René Eberli (links) und Werner Burri von der Schürch Getränke AG mit dem beliebten Birnendicksaft.
In der Migros Luzern ist neu original Amstutz Birnendicksaft aus der Region erhältlich. Zwei Fragen an Toni Schürch, AdR-Produzent der Migros Luzern und Vertreiber des Birnendicksafts.
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weilig tönt, ist jedoch Präzisionsarbeit. Die Hitze und die Kochdauer müssen genau stimmen. Hinzu kommt, dass unsere Birnen nie genau gleich schmecken. Das muss berücksichtigt werden, damit jedes Glas genau gleich gut ist.
Wie wird Birnendicksaft hergestellt? Wir produzieren den Birnendicksaft so, wie es seit Generationen gemacht wird: stundenlanges Einkochen in einem offenen Kessel. Was lang-
Was ist der Unterschied zwischen Birnel und Birnendicksaft? Birnel wird mit einer Konzentrieranlage hergestellt und ist ein Birnenkonzentrat, also hell wie Honig. Die Birne liefert von Natur aus Gerbstoffe, die als herb empfunden werden, sowie Säure und Fruchtzucker. Für Birnel wird ein Teil der Säu-
Da Rehböcke ihre Geweihe an jungen Bäumen abwetzen und diese dabei beschädigen, übernehmen Markus Wechsler und seine Kameraden sogar Forstarbeiten und packen die Bäumchen ein. Insgesamt verbringt der Metzger jährlich rund 400 bis 500 Stunden mit seinem Hobby. Von insgesamt 27 regionalen Jagdgesellschaften bezieht Markus Wechsler sein Wildfleisch für die Migros Luzern.
Dennoch kann keine Mindestmenge der Spezialität garantiert werden. «Dazu gehört ja auch noch Weidmannsglück», sagt er schmunzelnd. Der würzige Geschmack des Fleisches ist nicht das Einzige, was das Wild so begehrt macht. «Weil die Rehe ständig in Bewegung sind, ist das Fleisch zu 90 Prozent unglaublich zart», verrät Markus Wechsler. Erhältlich sind die Wildspezialitäten an den bedienten Fleischtheken der
So wild!
Die Migros Luzern bietet besondere Leckerbissen für Wildliebhaber: Rehrücken und -schnitzel aus dem Napfgebiet.
D Das Programm «Aus der Region. Für die Region.» ist das Bekenntnis der Migros zur regionalen Landwirtschaft.
er passionierte Jäger und Inhaber der Wechsler Metzg in Nebikon, Markus Wechsler,weiss,was dazugehört, dass die Migros Luzern an ihren bedienten Fleischtheken die Fleischspezialität des Herbstes frisch anbieten kann: Zwischen dem 1. Oktober und dem 15. Dezember, während der Niederwildjagd, ist er mit seinen Jagdkameraden rund 60 Stunden im Napfgebiet auf der Pirsch. Die primäre Aufgabe der Jäger besteht darin, den Tierbestand zu regulieren, da bei einer Überpopulation Krankheiten verbreitet und Forstbestände beschädigt werden. Dass damit ein Gaumenschmaus verbunden ist, macht die Sache für Markus Wechsler umso schöner. Doch mit der Jagd ist es noch nicht getan: Markus Wechsler ist seit vier Jahren Jagdleiter der Jagdgesellschaft Schötz/Alberswil und Wildhüter. «Die Arbeit als Wildhüter geht weit über das Jagen hinaus. Es hat viel mit dem Hegen und Pflegen der Natur zu tun», erzählt er. So kennt er jede Ecke seines Reviers und beobachtet die Tiere darin das ganze Jahr.
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IHRE REGION
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
re entfernt. Nicht so beim Birnendicksaft, der daher etwas saurer ist. Die Säure bringt übrigens die typische Frische in den Lebkuchen. Birnendicksaft ist auch nicht hell, sondern schwarz – ohne Farbstoffe. Deshalb ist ein Luzerner Lebkuchen dunkel. Auch zu Gschwellti oder einer Käseplatte eignet sich der Birnendicksaft bestens. Und noch etwas: Wie ein guter Wein wird unser Birnendicksaft mit dem Alter immer besser. Er kann problemlos mehrere Jahre gelagert werden. Am besten hat man immer ein gut gelagertes Glas in Reserve.
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MIGROS LUZERN | 75
Mittendrin, statt nur dabei: Am Kinderkulturtag vom 15. November erleben Kinder Kultur hautnah.
Bezieht Wildfleisch von 27 Jagdgesellschaften für die Migros Luzern: Markus Wechsler von der Wechsler Metzg in Nebikon.
Kultur versuchen
Ob Alphorn blasen, tanzen, Theater spielen oder komponieren: Am Kinderkulturfest von Pro Juventute Luzern am 15. November kann alles ausprobiert werden. Mit dabei ist das Migros-Kulturprozent.
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ie ist es, mit Profis zu musizieren oder auf einer Probebühne Theater zu spielen? Am 15. November können Kinder dies herausfinden: am Kinderkulturfest im Südpol in Kriens. Pro Juventute Kanton Luzern ermöglicht in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Theater, dem Luzerner Sinfonieorchester LSO, der Musikschule Luzern, dem Lucerne Festival, dem Kunstmuseum Luzern, dem Kleintheater Luzern sowie dem Kulturbetrieb Südpol Kindern Einblicke in die verschiedenen Sparten der Kultur. Die Migros Luzern unterstützt das Kinderkulturfest mit dem Kulturprozent und engagiert sich als Hauptsponsorin.
Migros Luzern. Zusätzlich finden Feinschmeckerinnen und Feinschmecker in sämtlichen Luzerner Migros-Filialen eine grosse Auswahl an Wildspezialitäten wie Hirsch-, Hasen-, Reh- oder Wildschweinpfeffer, die «Aus der Region. Für die Region.»-Wildwurst oder auch gemischte regionale Waldpilze, Marroni oder Rotkraut. Die Saison für die Feinschmecker ist eröffnet. Text und Bild: Marisa Michlig
Bild: Pro Juventute Luzern/Ingo Höhn
Mitmachen, erleben, geniessen, Erfahrungen sammeln Am Kinderkulturfest können Kinder an diversen Workshops im Südpol Erfahrungen in den Bereichen Theater, Tanz, Musik und Rhythmik mit Profis aus der Luzerner Kulturszene sammeln. Zusätzlich gibt es ein Rahmenprogramm mit diversen Attraktionen, angefangen mit dem Konzert «Mike Svoboda’s Alphorn Special». Der Posaunist, Komponist und Entertainer bläst in so ziemlich alles, was sich zum Klingen bringen lässt
– er spielt auf einem Gartenschlauch so hingebungsvoll, als sei es sein Lieblingsinstrument, und zelebriert auf einer mit Wasser gefüllten Südseemuschel die Badesaison mit einem Lied. Mit einem Hörrätsel, einem Instrumentenparcours oder in der Märchenstunde lässt es sich auch gut verweilen, bevor es zum Abschluss kommt: dem Theaterstück «Örjan.» Text: Marisa Michlig
Informationen und Anmeldung Für die Teilnahme an den Workshops sind eine Anmeldung und ein Tagespass nötig. Anmelden für die Workshops kann man sich bis zum 12. November auf www.projuventuteluzern.ch. Tagespässe sind am Eventtag an der Tageskasse für fünf Franken erhältlich und zusammen mit einer Anmeldung für sämtliche Workshops gültig. Das Rahmenprogramm ist kostenlos und kann ohne Anmeldung besucht werden (teilweise limitierte Platzzahl).
Mehr Infos und Tickets: www.projuventute-luzern.ch
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inen Platz in einem Sportlager finden und buchen? Auf www. jugendsportcamps.ch findet man für Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 20 Jahren mit wenigen Klicks eine Auswahl, gefiltert nach Sportart, Ferienwoche und Alter. Entwickelt hat das Angebot das Sportamt des Kantons Zürich. Das Ziel: die führende Plattform für Jugendsportcamps in der Schweiz zu werden. Bis jetzt sind auf der kürzlich aufgeschalteten Website rund 70 Sportlager präsent, bald sollen es mehr sein. «Im Frühjahr, wenn die Sommersportcamps ausgeschrieben werden, erwarten wir einen grösseren Schub», sagt Angela Batschelet (35) vom Sportamt des Kantons Zürich. Doch wie kommen die Zürcher auf die Idee, eine solche Plattform für die ganze Schweiz zu lancieren? Das Angebot sei aus der Not heraus entstanden. «Das Sportamt des Kantons Zürich führt jährlich etwa 30 Jugendsportcamps durch. Weil die aber jeweils rasch ausgebucht sind, erhalten wir häufig Anfragen von Eltern, die nach Alternativen suchen. Da wir selber keine weiteren Camps anbieten, entstand die Idee, eine Website zu
schaffen, auf der Veranstalter ihre Camps kostenlos ausschreiben können», sagt Angela Batschelet und fügt an: «Hier gibt es keinen Kantönligeist. Wir arbeiten eng mit den Sportämtern anderer Kantone zusammen, daraus ergeben sich wertvolle Synergien.» Auch aus der Romandie sind Angebote aufgeschaltet, allerdings vorerst nur in deutscher Sprache. «Für eine französische Variante der Site bräuchten wir einen Westschweizer Partner», sagt Angela Batschelet. Es tut sich im Moment viel zugunsten von Sportlagern: Im Sommer gründete das Bundesamt für Sport mit Partnern die Schneesportinitiative Schweiz, welche die Organisation von Skilagern fördert (Migros-Magazin vom 15. September). Text: Daniel Schifferle www.migrosmagazin.ch
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Das Unterengadin präsentiert sich im goldenen Herbst. Auf der 2206 Meter über Meer gelegenen Alp Laret ob Ftan GR befindet sich die höchstgelegene Kochschule Europas – in der Chasa da Fö, einem ehemaligen Schweinestall! ■ Ein Kochkurs mit dem Vorarlberger Gustav Jantscher, Chefkoch des Hotels Paradies in Ftan, ist ab 165 Franken pro Person erhältlich (ohne Getränke). Auf einem riesigen, mit Holz befeuerten Herd aus dem Jahr 1910 werden regionale Gerichte zubereitet. Die Kochhütte (Bild) kann auch für Privatanlässe gemietet werden. Im Winter ist die Hütte nur zu Fuss oder mit Ski zu erreichen. ■ Wer den Kochkurs verpasst, kann sich im Hotel Paradies in Ftan von Gustav Jantscher verwöhnen lassen. Das Hotel
(vom 19.10.–19.12.2014 geschlossen) ist mit nur 23 Zimmern ein Geheimtipp. Das Restaurant Charn Alpina (Hauptgerichte ab 46 Franken) hat 18 Gault-MillauPunkte, im La Cucagna gibt es Engadiner Spezialitäten, www.paradieshotel.ch ■ Die schönsten Unterengadiner Bergdörfer: Ftan (Nusstorte von Cantieni kaufen), Sent, Guarda (Tipp: Hotel Romantica Val Tuoi) und Ardez. ■ Ausflug in den Nationalpark: Mit Postauto oder Auto bis Parkplatz P8 fahren und Val da Stabelchod und Val dal Botsch wandernd entdecken (2 Stunden, 500 Höhenmeter). Neuheiten zum Schweizer Tourismus auf www.mi grosmagazin.ch/swissmade
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Brauchen Kinder Geschwister? Sie seien unsozial, egoistisch, eigenbrötlerisch – Vorurteile gegen Einzelkinder halten sich noch immer hartnäckig. Dabei sind sie längst widerlegt.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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ater, Mutter, Kind – und dann: Schluss. Lag die Geburtenrate in der Schweiz 1964 noch bei 2,7 Kindern pro Frau, wurde sie 2012 nur noch mit 1,53 Kindern beziffert. Einzelkinder sind hierzulande keine Seltenheit mehr. In Deutschland soll mittlerweile sogar jedes vierte Kind ohne Geschwister aufwachsen. Aber trotzdem: «Typisch Einzelkind» – in diesem lakonischen Seufzer steckte alles drin, was unsere Gesellschaft immer noch an Vorurteilen gegenüber geschwisterlosen Kindern zu bieten hat: Sie sind unsoziale, egoistische Eigenbrötler, die nicht teilen können und beim kleinsten Konflikt nach ihrer Mami schreien, anstatt sich selbst zu helfen. Ist das wirklich so? «Nein, diese Thesen sind wissenschaftlich längst als Vorurteile wiederlegt», sagt der deutsche Geschwisterforscher, Psychologe und Pädagoge Hartmut Kasten (68). «Sie stammen aus einer Zeit, als Ein-Kind-Familien noch die Ausnahme und Einzelkinder überwiegend mit ihren Eltern allein waren, während die Nachbarskinder von ihren zahlreichen Geschwistern jede Menge lernen konnten.»
Glücklich allein: Geniessen kann ein Kind auch ohne Geschwister.
Bild: Getty Images (2)
Das Angebot für Kontakte mit anderen Kindern ist heute riesig Das ist mittlerweile anders. Von der Krabbelgruppe über Babyschwimmen, Krippe und Kinderturnen: Das Angebot für Kinder ist heute riesig und damit die Möglichkeit, für Einzelkinder schon früh mit potenziellen Spielkameraden in Kontakt zu kommen. Dies zu nutzen hält Jürg Frick (57), Psychologe, Dozent und Berater an der Pädagogischen Hochschule Zürich, für eine der wichtigsten Aufgaben von Ein-Kind-Eltern. «Wer sein Kind schon früh mit anderen Kindern in Kontakt bringt, bietet ihm die Chance, Erfahrungen zu sammeln, die andere Kinder dank ihrer Geschwister machen.» Das ist das eine, das andere: «Nicht alle Erwartungen und Wünsche auf das Kind projizieren, das erzeugt einen Druck, der sich negativ auf die Entwicklung auswirken kann», so der Pädagoge. Das gilt natürlich für alle Eltern. Wird aber nur ein Kind geboren, ist die Gefahr, sich voll und ganz auf dieses eine zu fokussieren, um einiges grösser. Wer diese beiden Leitsätze beherzigt, muss sich eigentlich keine grossen Sorgen machen, seinem Kind etwas zu verbauen. Aber natürlich hat es auch Vorteile, mit Schwester und/oder Bruder gross
TIPPS
Darauf sollten Eltern mit Einzelkind achten ■ Möglichst früh für ausreichend Kontakt
zu anderen Kindern sorgen: Kinder krippe, Spielgruppen, Krabbelgruppen etc. sind Möglichkeiten, die eigenen Kinder mit anderen Kindern zusammenzubringen und lernen zu lassen. ■ Achtung: Wer sein Kind fremd betreuen lässt, sollte auf die Qualität der Einrichtung (Krippe, Waldspielgruppe) achten. Das gilt natürlich auch für Eltern von mehreren Kindern. ■ Nicht alle Erwartungen und Wünsche auf das einzige Kind projizieren. ■ Das Kind auch mal fordern. Während Geschwisterkinder im Familienalltag ihr Durchsetzungsvermögen trainieren können, bekommen Einzelkinder vieles mühelos. Aber wer das grösste Stück Kuchen «ergattern» will, muss sich auch mal anstrengen.
Darauf sollten Eltern mit mehreren Kindern achten ■ Die Kinder müssen nicht gleich, aber
fair behandelt werden, sprich jedes seinem Alter und seinen Bedürfnissen entsprechend. ■ «Die Geschwister haben ja sich» – stimmt, trotzdem braucht jedes Kind auch die Zuwendung und ungeteilte Aufmerksamkeit von Mami und Papi, auch wenn der Familienalltag stressig ist. ■ Buchtipp: «Ich mag dich – du nervst mich! Geschwister und ihre Bedeutung für das Leben», von Jürg Frick, Huber Verlag, bestellen bei www.exlibris.ch
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Was sich liebt, das neckt sich Zehn Gründe, warum es eben doch gut ist, Brüderchen oder Schwesterchen zu haben.
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zu werden, miteinander zu spielen, zu streiten und sich wieder zu versöhnen. «Meine Schwester ist die Person, mit der ich mich in meinem Leben am meisten auseinandergesetzt habe. Das prägt», postete kürzlich eine junge Mutter in einem Elternforum. Für sie steht ausser Frage, noch ein zweites Kind zu bekommen. Blut ist dicker als Wasser. Auch Buchautor Jürg Frick gibt zu bedenken: «Treten beispielsweise Probleme innerhalb einer Familie auf, wie eine Trennung der Eltern, haben Geschwister meistens jemanden zum Reden.» Und während Einzelkinder nur vertikale Beziehungsmuster zu den Eltern trainieren können, kommen bei Geschwisterkindern horizontale hinzu. So geben sich Geschwister auch untereinander ein Feedback.
Ungeteilte Aufmerksamkeit macht stark und selbstbewusst Dass dies auch ein guter Freund oder eine gute Freundin leisten kann, davon ist Geschwisterforscher Hartmut Kasten überzeugt. Und auch Jürg Frick warnt vor Verallgemeinerungen. Nicht in jeder Familienkonstellation ist es zwangsläufig ein Vorteil, mehrere Kinder zu haben. Müssen sich Eltern beispielsweise fast zerreissen, um allen Kindern gleichermassen gerecht zu werden, kann sich das negativ auf das Geschwisterverhältnis auswirken. Ebenso, wenn die kleine Schwester immer im Schatten der grossen steht oder der kleine Bruder jahrelang der Liebling von Mami und Papi war. Da kann es schöner sein, die ungeteilte Liebe der Eltern zu geniessen und ihr Interesse an allem, was mit einem zu tun hat. Ein Glücksgefühl, von dem erwachsene Einzelkinder oft berichten. Das macht stark und selbstbewusst. Bei der Entwicklung komme es weniger auf die Zahl der Geschwister an als vielmehr auf die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern und untereinander, sagt Hartmut Kasten. Ob sie nun ein Kind, zwei oder gar drei oder vier Kinder bekommen. Denn Eltern sind das Modell, an dem sich Kinder orientieren und lernen. So ist es doch entlastend zu wissen: In der Entscheidung für oder gegen ein zweites Kind sind Eltern völlig frei. Ihr Erstgeborenes kann die Entthronung durch ein Geschwisterchen genauso gut wegstecken wie die Tatsache, einziges Kind zu bleiben – solange es sich vollkommen geliebt und angenommen fühlt. Text: Evelin Hartmann
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Ihr Reiseprogramm: 1. Reisetag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus nach Prag wo wir in unserem Hotel mit einem feinen Nachtessen erwartet werden.
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2. Reisetag – Stadtführung, Prager Weihnachtsmärkte & Bierkeller Prag empfängt uns im schönen Adventskleid. Gleich nach dem Früchstück entdecken wir bei einer tollen Stadtführung die Höhepunkte der „Goldenen Stadt“. Zum Stadtbild gehören die legendäre Karlsbrücke, das Burgenviertel mit dem Hradschin, der Veitsdom und das Altstadtviertel. Am Nachmittag bleibt Ihnen genügend Zeit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Natürlich empfehlen wir Ihnen den Besuch der Prager Weihnachtsmärkte, die zweifelsohne zu den schönsten Europas gehören. Lassen Sie sich von der zauberhaften Stimmung, die über der Stadt liegt, verzaubern! Am Abend laden wir Sie in der Prager Innenstadt in einem traditionellen Bierkeller zum Nachtessen mit lokalen Spezialitäten, feinem Bier und Musik! 3. Reisetag– Prager Weihnachtsmärkte & Schifffahrt auf der Moldau Den heutigen Tag können Sie gemütlich angehen – schlafen Sie etwas länger und geniessen Sie ein ausgiebiges Frühstück. Es bleibt Ihnen genügend Zeit für eigene Entdeckungstouren, für die Weihnachtsmärkte oder für einen Besuch der legendären Prager Burg, die zu den spektakulärsten der Welt gehört. Zum Abschluss dieser wunderschönen Reise laden wir Sie am Abend zu einer zauberhaften Schifffahrt auf der Moldau inkl. feinem Nachtessen und Musik. Ein einmaliges Erlebnis und ideale Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu vertiefen. 4. Reisetag – Heimreise Mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck treten wir nach dem Frühstück die Heimreise an.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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GARTEN | 83
BLICK ÜBER DEN GARTENZAUN
Im Oktober ist Warmeinpacken angesagt
Bilder: Fotolia, Istockphoto
Allgemeine Arbeiten Höchste Zeit, kälteempfindliche Zimmer- und Kübelpflanzen einzuräumen: Ideal sind helle Räume mit Temperaturen um zehn Grad. Ausgepflanzte Exoten wie Tessinerpalme oder Japanische Faserbanane werden mit Laub, Stroh oder Rindenhumus bedeckt und anschliessend mit Vlies eingepackt. Den Winterschutz nach windigen Tagen kontrollieren. Keine Frage, das Laub muss runter vom Rasen, damit dieser nicht gammelt. Unter Gehölzen und im Staudenbeet hingegen darf es als Wärmedecke liegenbleiben. Froh über einen wärmenden Laubhaufen sind auch die Igel. Im Gartenteich abgestorbene Pflanzenteile entfernen, um einer Überdüngung zuvorzukommen. Wer jetzt noch neue Beete anlegt, kann im Frühling
gleich lospflanzen. Sehr lehmigen Boden mit Sand verbessern, eine Kompostgabe nährt. Apropos Kompost: Vergessen Sie nicht, Ende Oktober den Haufen noch einmal umzusetzen.
Bäume und Sträucher Für viele Ziersträucher und Bäume ist der Herbst der ideale Zeitpunkt für Neupflanzungen – vorausgesetzt, der Boden ist noch nicht gefroren. Wuchernde Sträucher und Gehölze (mit Ausnahme der Frühjahrsblüher) bedeutend kürzen, damit sie Licht, Luft und Form erhalten. Mit den gehäckselten Ästen und Zweigen Gartenwege anlegen.
Blumen Lilien werden idealerweise im Spätherbst gepflanzt. Ebenfalls in den Boden wollen Vergissmeinnicht, Stiefmüt-
terchen und Hornveilchen. Wer jetzt schon Klatschmohn sät, profitiert im nächsten Juni. Einige Rosen blühen bis in den Winter hinein, ein Schneiden macht nur Sinn, wenn die Temperaturen bereits sehr niedrig sind. Noch können Prachtstauden wie Rittersporn und Phlox geteilt und neu platziert werden. Verwelkte Stauden zurückschneiden. Aber Achtung: Purpursonnenhut und Fetthenne beispielsweise tragen Samenstände, die auch im Winter attraktiv sind. Und: Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier.
Obst und Gemüse
zwiebel und Knoblauch. Das gilt auch für die Setzlinge von Ruccola und Mizuna, einem japanischen Senfkohl. Wintersalat aussäen. Eine dicke Lage Stroh schützt Rüebli und Pastinaken vor Frost. Lauch anhäufeln. Einige Gemüsesorten bekommen mit dem ersten Frost ein besseres Aroma, so auch der Rosenkohl. Zu gross gewordene Rhabarberexemplare teilen. Text: Almut Berger
www.migrosmagazin.ch/garten
LESEN SIE ONLINE Angepisst: Die «Bohne, Bluescht & Berger»-Kolumnistin wird von Ameisen in die Flucht geschlagen.
Die meisten Obstgehölze werden von Oktober bis Mitte November gepflanzt. Ausnahmen sind «Gfrörli» wie Pfirsich, Quitte, Aprikose, Kiwi, Walnuss und Traube. Letzter Aufruf für Herbststeck-
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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Mit dem Laser gegen Ausbüxer
Die Wasservögel im Zolli leben in offenen Anlagen. Damit die Tiere nicht wegfliegen, setzt Zootierarzt Stefan Hoby eine neue Methode ein, die sie dauerhaft flugunfähig macht.
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Bilder: Zoo Basel
Zolli-Tierarzt Stefan Hoby (38) berichtet regelmässig aus dem Zoo Basel.
Im Zoo Basel tummeln sich diverse Wasservogelarten auf offenen, naturnah gestalteten Anlagen. Damit die wertvollen Vögel nicht entweichen und zum Schutz der einheimischen Tierwelt vor fremden Arten, müssen wir manche Individuen flugunfähig machen. Dabei entscheiden wir von Fall zu Fall, welche Methode am geeignetsten ist. Entscheidend ist, dass die biologischen Funktionskreise wie Nahrungserwerb, Fortpflanzung und Komfortverhalten dadurch nicht beeinträchtigt werden. Eine Möglichkeit ist, die Schwungfedern zu stutzen. Diese Methode hat längerfristig den Nachteil, dass die Federn bei der nächsten Mauser wieder nachwachsen und wir den Vogel deshalb wiederholt einfangen müssen. Heute habe ich den deutschen Tierarztkollegen Hermann Kempf eingeladen. Er hat kürzlich eine besonders schonende Methode entwickelt, um Vögel dauerhaft flugunfähig zu machen. Unser erster Patient, ein im Frühling geschlüpfter Schwarzschwan, ist auf dem Operationstisch bereit. Ich habe ihm vor 15 Minuten eine Beruhigungsspritze gegeben, und mit dem zusätzlichen Narkosegas bekommt er vom Eingriff gar nichts mit. Mein Kollege schneidet an einem Flügel zehn Schwungfedern ab, was etwa so wie Haareschneiden ist. Danach führt er den Diodenlaser in die nun eröffneten Federschäfte ein, um gezielt die Federpapillen an der Basis der Federn, analog den Haarwurzeln bei Säugetieren, mit Hitze zu veröden. Die Operation dauert gerade mal fünf Minuten, und nach weiteren fünf Minuten ist der Schwarzschwan schon wieder auf den Füssen. Nun bin ich dran: Ich wende die neue Technik bei einer Hawaii- und einer Nilgans an. Ich bin begeistert! Unsere frühere Operationstechnik bestand darin, die Federfollikel chirurgisch zu entfernen, was nicht nur eine viel längere Operationsdauer, sondern auch eine Nachbehandlung über zwei bis drei Tage nach sich zog. Mit der neuen Methode können wir die behandelten Vögel noch am gleichen Nachmittag in ihre Anlage zurücksetzen. So ein Lasergerät möchte ich haben!
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Oben: Die Tierärzte Hermann Kempf und Stefan Hoby bereiten einen Schwarzschwan auf die Kurzoperation vor. Links: Die Federpapillen werden mit einem Diodenlaser verödet.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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NERD’S WORDS
Die Cardio-Uhr von TomTom ist chic und bequem zugleich.
mit Reto Vogt
Bye-bye, Brustgurt
Der Pulsmesser fürs Handgelenk überzeugt trotz kleiner Schwächen.
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rustgurt ade! Die neuste Generation der Sportuhren misst den Puls direkt am Handgelenk. Sensoren an der Unterseite der TomTom Runner Cardio stellen Änderungen des Blutflusses fest und berechnen so den Herzschlag – und das erstaunlich präzise. Der Vergleichstest mit einem Brustgurt ergab eine Abweichung von nur wenigen Herzschlägen pro Minute. Allerdings funktioniert die Messung nicht bei jedem Läufer: Entscheidend ist die Anatomie des Handgelenks, weil kein Licht an den Sensor darf. Trotz der Technik wirkt die Uhr nicht klobig und ist auch am schmalen Frauenarm angenehm zu tragen. Während eines schweisstreibenden Trainings wird sie jedoch relativ schnell glitschig. Das ist anfangs unangenehm. Nebst dem Puls zeigt die 330 Franken teure Sportuhr die zurückgelegte Dis-
tanz, dazu Tempo, Geschwindigkeit und Zeit sowie verbrannte Kalorien an. Das auch im hohen Pulsbereich gut lesbare Display zeigt immer drei davon an, allerdings lässt sich die Kombination nicht frei definieren. Schade. Die Bedienung mittels Steuerkreuz – der Touchscreen fehlt – ist etwas knifflig, gelingt dank intuitiven Menüs nach kurzer Angewöhnung aber gut. Im Test hielt der Akku knapp sechs Stunden durch, das reicht für die meisten Trainings und Wettkämpfe. Gut geklappt hat auch die Synchronisation mit dem Smartphone. Texte: Reto Vogt www.migrosmagazin.ch
LESEN SIE ONLINE Höhenmeter, Tempo, Puls: So übersichtlich wertet TomTom die Fitnessdaten aus.
APP DER WOCHE
Gemeinsam statt einsam Zu früh gefreut! Das ist keine Datingplattform, wo sich Männlein und Weiblein aufgabeln lassen. Bei der Gratis-App Quip für Android und iPhones gehts darum, gemeinsam an einem Worddokument zu arbeiten. Nach dem ersten Start des benutzerfreundlichen Werkzeugs wird eine kostenlose Registrierung verlangt, anschliessend lassen sich Dokumente von Dropbox, Google Drive und Evernote importieren. Arbeitskollegen etwa können per SMS oder E-Mail zur Bearbeitung des Dokuments eingeladen werden. Nachdem jeder ein eigenes Login erstellt hat, tippen, löschen und editieren alle parallel am gleichen Dokument, auch vom PC aus.
Handysucht?! 85 Mal pro Tag. So oft nutzt die grosse Mehrheit der Schweizer ihr Smartphone. Das ist zwischen sieben Uhr morgens und zehn Uhr abends ein Mal alle zehn Minuten – also verdammt oft! Jeder Zehnte fängt damit schon morgens im Bett an. Knapp zwei Drittel schauen während der Arbeit regelmässig auf den Bildschirm. Was stellen wir eigentlich die ganze Zeit mit unseren schlauen Telefonen an? Das zeigen von UPC Cablecom zusammengetragene Zahlen. Schweizerinnen und Schweizer ■ lesen monatlich 83 Onlineartikel ■ installieren 40 Apps, davon 9 kostenpflichtige ■ erhalten alle 13 Minuten eine WhatsApp-Nachricht ■ gucken täglich sieben YouTube-Videos ■ verbrannten 2014 beim Training mit der App Runtastic 865 Millionen Kalorien ■ vertwittern 165 000 Tweets am Tag ■ vertelefonieren insgesamt 13 Milliarden Minuten im Jahr Darüber hinaus rufen 3,6 Millionen Schweizer ihre E-Mails auf dem Handy ab, und jeder Zehnte hat schon mal per SMS seine Beziehung beendet. All das ergibt durchschnittlich einen Verbrauch von fast einem Gigabyte Daten im Monat. Ich bekenne mich schuldig! Zu jeder erwähnten Statistik habe ich meinen Beitrag geleistet und den Schnitt durch exzessive Nutzung wohl noch etwas in die Höhe getrieben. Denn ehrlich gesagt nehme ich das Smartphone deutlich öfter als nur alle zehn Minuten in die Hand.
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Ich suche meine ehemaligen Schulkameradinnen und -kameraden mit Geburtsjahr 1943 oder 1944 aus der Schule Neuenegg. Werner Wenger Erlenweg 4 3662 Seftigen Telefon: 079 328 70 04 E-Mail: wengerseftigen@bluewin.ch Ich suche Gigi und Tina (Margrith und Christina) Schmid, die Töchter von Otto und Berta Schmid-Gmünder. Sie waren 1961 in Zug wohnhaft, am Lauriedhofweg 6a. Ich wohnte zwei Jahre bei ihnen in Zug und würde sie gern wiedersehen. Kontakt per E-Mail: Toni Gisler antonigisler@gmail.com Gesucht wird Lina Wüest vom rechten Zürichseeufer, 1943–1945. Ich habe Lina Wüest nie kennengelernt. Sie war meine Taufpatin im März 1945. Gern würde ich mehr über sie erfahren. Ihren Namen gab mir vor einigen Monaten das reformierte Pfarramt Landquart. Meine längst verstorbenen Eltern haben leider nie von Lina Wüest gesprochen. Kontakt per E-Mail: Ernst Müller ernst.a.mueller@ bluewin.ch Gesucht werden ehemalige Schüler/-innen der 5. und 6. Primarklasse aus den Jahren 1976 und 1977, Schulhaus Herti in Zug. Es fehlen die Kontaktangaben folgender Kameradinnen und Kameraden: Dennis PochonTrautmann, Claudia Achermann-Brunner, Werner Nöthe, Louis Lehmann, Philippe Reichlin, Maria Kassei, Antonella Polliti-Cazzato und Salvatore Cazzato sowie Georgette Kälin-Salzgeber. Ausserdem suche ich für ein Klassentreffen im 2015 ehemalige Schülerinnen und Schüler der 1. Primarklasse des Schulhauses Letzi in Zug aus dem Jahr 1972. Es fehlen mir noch die Adressen von: Angela Hinni, Daniel Andreoli, Corinne Bachmann-Brunner, Maria Kassei und Thomas Bürgisser. Über die Kontaktangaben der gesuchten Personen freue ich mich. Leonie Heini-Lobsiger E-Mail: leonie@heicom.ch
Ehemalige Klassenlehrerin Für eine Klassenzusammenkunft der ehemaligen Realschule des Breiteschulhauses Allschwil BL im November suchen wir unsere ehemalige Klassenlehrerin, Beatrice Schneider (lediger Name). Unsere Klasse (1e bis 3e, von 1973
bis 1975) besuchte bei Beatrice Schneider die Fächer Französisch und Zeichnen. Wir danken für sämtliche Hinweise an: Ursula Bratschi E-Mail: u_bratschi@bluewin.ch
Chormitglieder gesucht Wer kann Angaben machen zu den Personen auf dem Foto oben respektive zu diesem Chor um circa 1950 in der Region Biel? Meine Mutter Anita Lehmann-Gutmann (3. von rechts hinten, Jahrgang 1928) sowie mein Onkel
Walter Gutmann (4. von links hinten, Jahrgang 1931) sind auf dem Bild zu erkennen. Kontakt per E-Mail an: Eveline Lehmann pdb0191@bluewin.ch
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Das Migros-Magazin verlost zwei Mal Skiferien im Hotel Alpine Lodge, Saanenland, inklusive Fünf-Tage-Skipass und Halbpension.
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as Motto des Vier-Sterne-Hotels Alpine Lodge, Saanenland, lautet: «Alles, ausser gewöhnlich». Von aussen ein urchiges Chalet, von innen ein Designhotel mit insgesamt 30 Zimmern und 60 Betten. Für Verliebte gibt es spezielle Themenräume wie das Herz- oder das Rosenzimmer. Ebenfalls alles, ausser gewöhnlich ist die Ausstattung des Hotels, das etwa zwei Kilometer von Gstaad entfernt im Berner Oberland liegt: Jedes Hotelzimmer verfügt über einen Gratisinternetzugang und einen iMac, im Hotel finden sich zudem eine Kletterwand und ein Mountainbike als Dekorationselemente. Gerade in den Wintermonaten bietet sich die Region Saanenland perfekt an zum Skifahren, Snowboarden, Schlitteln oder Langlaufen. Auf Wunsch kann ein privater Skilehrer oder die Skiausrüstung vor Ort gemietet werden. Mit dem Fünf-TageSkipass, der im Wettbewerbsgewinn in-
begriffen ist, bezahlt man nicht einmal etwas für die Fahrt in die Berge. Doch auch die Entspannung kommt in der «Alpine Lodge» nicht zu kurz: Der Wellnessbereich mit verschiedenen Saunen, beheiztem Innen- und Aussenpool, einem Schwimmbad, und einer Lounge lädt zum Verweilen und Geniessen ein. Wer sich etwas Gutes tun möchte, kann eine Massage buchen oder im Fitnessbereich des Hotels so richtig schwitzen gehen. Im Restaurant geniesst man Schweizer Küche mit einem internationalen Touch. Der Fokus liegt auf marktfrischen und regionalen Zutaten mit hohen Qualitätsstandards. Das Hotel Alpine Lodge befriedigt fast jeden Wunsch. Das Haus ist so einmalig, dass es noch lange nach den Ferien in Erinnerung bleiben wird und man sich schon auf den nächsten Urlaub freut. Infos: www.migros-ferien.ch/h-1900052
Teilnahme per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./ SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt Online: Gratis auf www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Migros Ferien», Postfach, 8099 Zürich Einsendeschluss: Sonntag, 19. Oktober 2014 Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner/die Gewinnerin bezogen werden, verfallen ersatzlos.
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014
UNTERHALTUNG | 93
KREUZWORTRÄTSEL: GESAMTWERT 750 FRANKEN
ZUSÄTZLICH: Eine von 5Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das blau eingefärbte Feld!
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!
Telefon Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 19.10.2014, 24 Uhr
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CH-9620 Lichtensteig Tel. 071 987 66 80
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So nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 19.10.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
Treppenlifte
Meier + Co. AG, MEICOLIFT 5013 Niedergösgen, T 062 858 67 00 www.meico.ch
Auflösung Nr. 41: KILOMETER Gewinner Nr. 40: Marlis Stahl, Bern; Ute Camnasio, Hemmental SH; Liselotte Hummel, Liestal; Heidi Dellenbach, Niederscherli BE; Lotti Buergi, Stein am Rhein SH; Marianne Scherrer, Bern; Alfred Schrag-Schneider, Ettingen BL; Sibylle Hofstetter, Winterthur ZH; Gisela Haase, Dörflingen SH; Margrit Dähler, Steffisburg BE Gewinner «Zusatz» Nr. 40: Margrit Furer, Aarwangen BE; Lucia Brunner, Winterthur ZH; Tabea Wunderli, Kollbrunn ZH; Xaver Stalder, Oftringen AG; Ernst Walter, Bellach SO
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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UNTERHALTUNG | 95
QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Eine bekannte Fernsehmoderatorin heisst Monika …? T
Fasnacht
H Fasching
B Karneval
So nehmen Sie teil
2. Welche Blume neigt zum Schwatzen? E
Sprechmohn
O Klatschmohn
Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 VORRUNDE Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
A Tratschmohn
3. Wo liegt Allalin, das höchstgelegene Drehrestaurant der Welt? C bei Zermatt
L
bei Saas-Fee
R bei St. Moritz
4. Welches dieser Länder hat keinen Zugang zum Meer? E
Bolivien
G Montenegro
H Namibia
5. Wie viele UNESCO-Welterbestätten (2013) existieren in der Schweiz? O drei
K sieben
R elf
Teilnahmeschluss: Sonntag, 19.10.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
6. Was ist die «Schwarzäugige Susanne»? F
Schmetterling
A Pflanze
S Spinne
7. Wie heisst der Apostel, der nicht Fischer von Beruf war? M Johannes
E
Petrus
N Matthäus
8. Was ist das Gegenteil von Burnout? Z
Boreout
N Boring
M Burnoff
Auflösung Nr. 41: OPTIMIST Gewinner Nr. 39: Max Helfer, Thun BE; Käthi Lötscher, Muri b. Bern BE; Umbert Pellet, Düdingen FR
Lösungswort: 1
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PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.
3 4
E
5 2 1
BETTELE I E I SENERZ G EW I RB E L I S OME R I E L ERNZ I E L MI TUNTER REPORTER SEELEUTE WA H R E R I N Z I SELEUR
So nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 MOTEL Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 19.10.2014, 24 Uhr
1
2
3
4
5
Auflösung Nr. 41: WAEHE Gewinner Nr. 40: Ruth Imstepf, Naters VS; Anna Jost, Obergösgen SO; Claudia Mattmann, Köniz BE
Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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UNTERHALTUNG | 97
BIMARU
BRÜCKEN
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü3 3 3 1 cken und Verbindungen mit mehr 4 1 2 3 als 2 Linien sind nicht erlaubt. 2 www.raetsel.ch/bruecken
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Auflösung Nr. 41:
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KINDEREGGE
Rä tsels pass TOBIS SPEZIAL-SUDOKU
WORTGESCHNIPPSELTES Hoppla! Hugo hat beim Gemüseschnippeln die Wörter zerschnitten. Hilfst du ihm, die richtigen Paare zusammenzufügen?
kugel
Koch
Appetit
Suppen
In dem grossen Kasten erkennst du sechs mit dickeren schwarzen Linien abgegrenzte Bereiche. In jedem dieser Bereiche dürfen die Symbole wie Haus, Gesicht, Blatt, Drache, Igel oder Sonne nur ein Mal vorkommen. Auch in den Zeilen und den Spalten darf sich keines wiederholen. Damit es schön bunt bleibt, kannst du die fehlenden Symbole in den vorgegebenen Farben malen.
pudding
Magen
salat
Schoggi
topf
Glacé
knurren
Frucht
stück
Guten
kasper
Früh Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs
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Lösung: Kochtopf, Suppenkasper, Magenknurren, Schoggipudding, Glacékugel, Obstsalat, Guten Appetit, Frühstück
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
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UNTERHALTUNG | 99
SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 2 7
5 4
8 2 3
2 3
5 2 7
1 5
4 8 6 1
6 5 8 3 9
7 4
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.
8 nehmen Sie teil 1 So Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz)
1
8 2
3 5
Auflösung Nr. 41: 243 4 6 9 8 1 7 2 3 5 Gewinner Nr. 40: 7 2 3 9 5 6 4 8 1 SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen Beatrice Schlatter, 1 8 5 2 4 3 9 7 6 und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans 5 7 8 3 9 2 1 6 4 Rüti b. Büren BE; Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen 6 9 4 5 8 1 3 2 7 Erika Podolak, Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich 3 1 2 7 6 4 8 5 9 2 3 1 4 7 5 6 9 8 Birr AG; Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel 9 5 6 1 2 8 7 4 3 Reinhold Huber, 8 4 7 6 3 9 5 1 2 Teilnahmeschluss: Sonntag, 19.10.2014, 24 Uhr Trimbach SO; Irene Alig, Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Thal SG; Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. François Savioz, Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Ayent VS 06010010660
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IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 558 467 Ex. (WEMF 2013) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch
Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Monica Müller, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild
Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Béatrice Eigenmann, Anna Meister, Christoph Petermann, Michael West
Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), René Feller, Max Sommer
Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram
Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara
Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber
Online: Reto Meisser, Reto Vogt
Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi
Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann
Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller-Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71
Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz
Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler
Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72
Honorarwesen: Verena Hochstrasser
Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco,
Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann
Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 00 Fax: 058 577 13 01 Druck: Ringier Print Adligenswil AG
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3000
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BEI FRAGEN RUND UM CUMULUS: CUMULUS-INFOLINE 0848 85 0848
MEINE WELT 102 |
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LIONEL BRINGUIER
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NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Ein guter Dirigent ist bescheiden»
Der neue Chefdirigent des Zürcher Tonhalle-Orchesters ist Franzose und gerade mal 28 Jahre alt. Und er macht vor jedem Konzert ein Nickerchen. Weshalb leben Sie in Zürich und Nizza?
hen. Er muss zu verstehen versuchen, was der Komponist mit dem Stück will. Deshalb mag ich zeitgenössische Musik, weil man sich mit den Komponisten austauschen kann. Und er muss gut vorbereitet sein, dann läuft die Kommunikation mit den Musikern fast automatisch.
Wo würden Sie gern leben?
Wie wird klassische Musik wieder interessanter für junge Leute?
Ich bin in Nizza geboren und aufgewachsen, und da ich so viel unterwegs bin, ist es für mich wichtig, eine Heimatbasis zu haben. Nun habe ich zwei. Und lustigerweise wohne ich in beiden Städten in der Altstadt, in Nizza unweit vom Opernhaus und in Zürich nahe der Tonhalle. Nizza und Zürich. Da ich als Dirigent überall auf der Welt auftrete, komme ich ohnehin viel herum. Beruf und Lebenslauf:
In eine Musikerfamilie hineingeboren. Cello- und Pianounterricht mit 5 Jahren. Ab 13 Ausbildung am Konservatorium in Paris. Mit 14 erster Einsatz als Dirigent, live vom Fernsehen übertragen. 2007 bis 2013 stellvertretender Dirigent bei der Los Angeles Philharmonic und 2009 bis 2012 Chefdirigent beim Orquesta Sinfónica de Castilla y León in Valladolid (Spanien). Seit September Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters in Zürich. Meine Lieblingsmusik:
Immer das, was ich gerade einstudiere, weil das ein sehr intensiver Prozess ist. Ansonsten mag ich Jazz und Salsa.
Mein liebster Konzertsaal:
Die Tonhalle! Es ist ein wunderschönes altes Gebäude mit einer enormen Historie. Johannes Brahms sass bereits auf dem Dirigentenstuhl, den ich benütze. Die Akustik ist fantastisch, und weil die Halle nicht so gross ist, fühle ich mich immer sehr stark mit den Musikern und dem Publikum verbunden. Was macht ein richtig gutes Orchester aus?
Musiker, die harmonieren, die das Stück gemeinsam quasi fühlen, die nicht zufrieden sind, bis die Musik perfekt ist. JetztleiteichgenaueinsolchesOrchester. Was macht einen guten Dirigenten aus?
Bescheidenheit – der Dirigent ist nicht da, um seine eigene Show durchzuzie-
Name: Lionel Bringuier (28) Sternzeichen: Waage Wohnort: Zürich und Nizza
Wir haben einen Tag der offenen Tür organisiert, der 7500 Personen angelockt hat, darunter zahlreiche Familien mit Kindern, die offensichtlich Spass hatten. Und dann gibt es weiterhin die tonhalleLATE für Jugendliche, eine Mischung aus Klassik und Moderne, die mein Vorgänger David Zinman erfolgreich eingeführt hat. Was ich an Zürich und der Schweiz mag:
Die Altstadt und den See, ich bin dort jeden Tag. Ich freue mich, im Winter in die Berge Ski fahren zu gehen. Und was ich sehr schätze: Alles hier ist sehr gut organisiert, alle sind pünktlich; in Frankreich ist es oft chaotischer. Mein Lieblingsessen:
Alles Italienische! Mein Tick:
Ich mache vor jedem Konzert ein Nickerchen, um mich zu entspannen und zu fokussieren. Egal, zu welcher Zeit es stattfindet. Text: Ralf Kaminski Bilder: Paolo Dutto
www.migrosmagazin.ch
ONLINE-VERLOSUNG Das Tonhalle-Orchester und das MigrosMagazin verlosen 10 x 2 Tickets für Lionel Bringuiers Konzert am 26. Oktober in Zürich: Bringuier dirigiert Haydn, Salonen und Schumann. Teilnahme und Teilnahmebedingungen: www.migrosmagazin.ch
MEIN NEUES REICH
«Schon 2011, als ich das erste Mal als Gastdirigent hier war, spürte ich eine besondere Verbindung zu den Musikern und der Tonhalle. Es ist wunderbar, nun hier Chefdirigent zu sein.»
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MEINE WELT
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014
LIONEL BRINGUIER | 103
MEIN LIEBLINGSPRODUKT
MEINE HEIMAT
«Ich koche am liebsten Pasta. Und dafür kaufe ich gern die Barilla Spaghetti.»
«An der Promenade des Anglais in Nizza habe ich als Jugendlicher viele Sommer verbracht, ich war tagelang mit Freunden und der Familie am Strand.»
MEIN TAKTSTOCK
«Ich dirigiere mit Taktstock, vielleicht weil ich als Cellist gewohnt bin, etwas in der Hand zu haben. Diese begleiten mich schon lange, aber ich könnte auch mit anderen dirigieren. Valery Gergiev verwendet manchmal eine Zahnbürste, auch das funktioniert.»
MEIN SPORT
MEIN LOKAL
«Ich gehe gern ins Café Odeon auf einen Kaffee oder um Zeitung zu lesen. Der Look und die Atmosphäre erinnern mich an Frankreich.»
«In Nizza bin ich Mitglied in einem Tennisclub, in Zürich bin ich noch auf der Suche. Aber ich spiele sehr gern und bin auch ein echter Fan von Roger Federer. Er ist nicht nur ein grossartiger Tennisspieler, sondern auch sehr sympathisch.»
NUR DIESEN MITTWOCH, 15.10.2014:
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