Ausgabe Aare, AZA 3321 Schönbühl-Shoppyland. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631
NR. 42 17. OKTOBER 2011 www.migrosmagazin.ch
2300 FRANKEN GEWINNEN! I 95
Neu: Vier Seiten Rätsel KONSUMPAPST UNDERHILL I 18
Was Frauen wollen GENOSSENSCHAFTSBEIZEN I 24
Prost auf die roten Wirte MIGROS UND FACEBOOK I 32
Gotthelf war einmal: Schwingerkönigin Brigitte Kunz steht für das junge Emmental, wo Frauen ins Sägemehl steigen und wo Ländler auf Hardrock trifft. I 10
Bild Paolo Dutto
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1. Tag: Schweiz–Strassburg. Anreise mit modernem Komfort-Reisebus in die elsässische Hauptstadt Strassburg mit Stadtrundfahrt (inbegriffen). Einschiffung und um 16.30 Uhr heisst es zum ersten Mal «Leinen los». 2. Tag: Mannheim–Mainz–Rüdesheim– Koblenz. Ab Mannheim bietet sich ein Ausflug nach Heidelberg (*) an. Anschliessend Flussfahrt rheinabwärts bis Rüdesheim, wo Sie eine Fahrt mit dem Winzerexpress mit Weindegustation unternehmen können (*). Romantische Rheinstrecke mit ihren unzähligen Schlössern, Burgen und Ruinen, vorbei am sagenumwobenen Loreley-Felsen. 3. Tag: Koblenz–Köln–Düsseldorf. Besichtigen Sie die Rheinmetropole Köln, Kunst-, Universitäts- und Medienstadt auf einem geführten Rundgang (*). Mittags Weiterfahrt bis Düsseldorf. Stadtrundfahrt (*). Ihr Hotelschiff verabschiedet sich abends von Düsseldorf und nimmt Kurs auf Amsterdam 4. Tag: Düsseldorf–Amsterdam. Gegen Mit-
Tulpenpracht in Holland
Romantische Rheinstrecke
tag Ankunft in Amsterdam. Nachmittags besuchen Sie Zaanse Schans und anschliessend das berühmte Edam (*). 5. Tag: Amsterdam. Ausflug in den weltberühmten Keukenhof (*). Der 28 ha grosse Park bietet die grösste Freiland-Blumenschau der Welt. Nachmittags entdecken Sie auf einer Grachtenfahrt die farbenfrohe Stadt Amsterdam (*). 6. Tag: Amsterdam–Schweiz. Nach dem Frühstück beginnt die Ausschiffung. Rückreise mit modernem Komfort-Reisebus in die Schweiz zu Ihren Abfahrtsorten.
1. Tag: Schweiz–Amsterdam. Anreise nach Amsterdam mit komfortablem Reisecar. Einschiffung und Willkommenscocktail an Bord der «MS Excellence Queen». 2. Tag: Amsterdam–Nijmegen. Vormittags besteht die Möglichkeit zu einem Ausflug (*) in den weltberühmten Keukenhof (Abreise 10.04., 21.04.) oder nach Zaanse Schans (Abreise 17.03., 03.08.). Entdecken Sie nachmit-
tags auf einer Grachtenfahrt die farbenfrohe Stadt Amsterdam (*). 3. Tag: Nijmegen–Köln. Am Vormittag fak. Rundgang in Nijmegen (CHF 20.–). Die älteste Stadt der Niederlande zeichnet sich aus durch die Moderne sowie die Schätze der Vergangenheit. 4. Tag: Köln–Koblenz. Besichtigen Sie Köln, die Rheinmetropole, Kunst-, Universitäts- und Medienstadt, auf einem geführten Rundgang (*). 5. Tag: Koblenz–Rüdesheim. Besichtigen Sie die von den Römern im Jahre 9 v. Chr. als Festung erstellte Stadt auf einem Rundgang (*). Nachmittags Flussfahrt durch die romantische Rheinstrecke vorbei am Loreleyfelsen bis Rüdesheim. Fahrt mit dem Winzerexpress und Weindegustation (*). 6. Tag: Worms–(Heidelberg)–Speyer. Ab Worms bietet sich die Möglichkeit zu einem Ausflug nach Heidelberg (*). 7. Tag: Strassburg–Schweiz. Nach dem Frühstück Ausschiffung und Stadtrundfahrt durch die malerische Altstadt «Petit France» (inbegriffen). Anschliessend Rückreise mit modernem Komfort-Reisebus in die Schweiz.
Ihr Flussschiff
Ihre Reiseroute
Ihr Reiseprogramm
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2005.–
1705.–
2215.–
1880.–
1855.–
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Reduktion
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Abreise 17.03.
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Zuschläge
Fr.
Abreise 16.04., 21.04., 03.08. Ausflugspaket mit 7 Ausflügen (Rt. 1) Ausflugspaket mit 6 Ausflügen (Rt. 2) Ausflugspaket mit 6 Ausflügen (17.03., 03.08.) Königsklasse-Luxusbus
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DIESE WOCHE
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
INHALT 5
EDITORIAL Barbara Siegrist, stellvertretende Chefredaktorin
Prost, Jost!
Max Frisch küsste mich aufs Ohr, als er vom Unterland hoch in die Bündner Berge kam. Von Sepp Estermann gabs drei Küsschen auf die Backen, bevor er sich in seinen sexy schwarzen Lederhosen ins Arven-Stübchen zurückzog, um Politik zu machen. Lange bevor er Zürichs Stapi wurde. Die Blütezeit der Genossenschaftsbeizen war ideologisch auch meine Blütezeit. Mein Studium verdiente ich mir im «Ucliva» ab, dem ältesten Öko-Genossenschaftshotel der Schweiz. Drei Tage Studentenleben in Zürich, vier Tage krampfen in Waltensburg GR. Wir machten alle alles. Zimmer putzen, WC putzen, Sauna putzen, Harasse aus dem Keller nach oben schleppen, leere Flaschen nach unten (zu dieser Zeit hatte ich Mukis wie eine Bergbäuerin). Wir servierten mehr schlecht als recht, sagten zu allem und allen du, und wenn es etwas zu stressig wurde, setzten wir uns einfach mal mit einem Gläschen zu unseren netten Gästen dazu. Nur die Götter in Weiss machten bloss das eine: Sie zauberten aus struppigem Krautstiel cremige Gerichte auf adretten Betten aus einheimischem Heu, dekoriert mit gerösteten Kürbiskernen. Wer in den Achtzigerjahren Koch war, dem lag die Welt oder doch zumindest die Genossenschaftsbeiz zu Füssen. Ich erlebte das überraschendste Qualifikationsgespräch meines (damals noch eher kurzen) Arbeitslebens. Da bewertete mein Chef nicht nur mich, ich sollte auch ihn bewerten. Vor Aufregung schrieb ich so was wie «Du bist ein super Chef». Später schob er einen Zettel unter meiner Tür durch: «Danke für das bereichernde Gespräch. Schön, dich bei uns zu haben.» Wir verdienten zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben. Aber, ach, es war eine schöne Zeit.
Bild Torben Weber/Zoo Basel, Paco Carrascosa
Viele Beizen aus den Achtzigern sind noch heute genossenschaftlich organisiert. Und auch wenn sich «gleicher Lohn für alle» vielleicht nicht halten konnte, so sind es doch Orte geblieben, wo die Menschlichkeit über reines Gewinndenken triumphiert hat (Seite 24).
barbara.siegrist@migrosmedien.ch
M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). m-infoline@migros.ch; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Postfach 1751, 8031 Zürich, Tel. 044 447 37 37, Fax 044 447 36 01 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch; * Normaltarif
MIGROS-WOCHE 7 | Aktuelles
MENSCHEN
10 | Porträt Ein Besuch im rebellischen Emmental. 18 | Interview Paco Underhill weiss, was Frauen wollen. 22 | Bild der Woche/ Auf ein Wort 24 | Porträt 30 Jahre Genossenschaftsbeizen. Vier Hausbesuche. 31 | Kolumne Der Hausmann.
AKTUELL
32 | Neues aus der Migros Über Facebook zum Rabatt im Laden. 35 | Mountainmania
85 | DER ZOO-DOKTOR Der erste Untersuch der Zwergotter steht an. Doch dafür muss man ins Gehege der Nashörner.
SCHAUFENSTER
36 | Aus der Region Eine Lektion in Milch. 38 | Mit Bio auf dem Platz 40 | Bauernhof im Netz 42 | Utz-Kaffee 44 | Actilife 46 | Wäsche, die sitzt 60 | Festessen für Hunde 62 | Erdinger-Alkoholfrei 63 | Für Käse-Freunde
SAISONKÜCHE
64 | Hausgemachte Guetsli Schauspielerin Satu Blanc backt mit der «Saisonküche». 68 | Küchenkunde Kaffee in allen Variationen.
IHRE REGION
73 | Neues aus Ihrer Genossenschaft
LEBEN
79 | Mix 86 | Reisen Die Schweizer Miss Malaysia führt uns durch Kuala Lumpur.
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90 | Auto Der Kia Picanto setzt neue Massstäbe – im Design.
UNSERE WELT
102 | Ein Theaterduo Zimmermann und de Perrot gewähren Einblicke.
RUBRIKEN
9 | Leserbriefe 93 | Glücksgriff 95 | Rätsel 99 | Impressum 100 | Cumulus
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MIGROS-WOCHE
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
AKTUELL 7
Vorfreude auf den Winter
Im Januar 2012 findet das 71. Jugendskilager statt. Anmeldeschluss ist der 22. Oktober.
D
er Winter kommt bestimmt — und damit das Juskila, das grösste Jugendskilager der Schweiz. Das Juskila findet vom 1. bis 8. Januar 2012 zum 71.Mal statt.Die je 300 Knaben und Mädchen erleben auf und neben der Piste eine unvergessliche Ferienwoche, in deren Mittelpunkt Sport und Spass stehen. Die Migros als Hauptsponsor hilft mit, dass die Jugendlichen unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause nehmen können. Einschreiben können sich nun alle in derSchweizundimFürstentumLiechtenstein wohnhaften Jugendlichen der Jahrgänge 1997 und 1998, die noch nie am Juskila teilgenommen haben. Anmeldeschluss ist der 22. Oktober 2011. Das Juskila garantiert Spass im Schnee.
Infos und Anmeldeformulare: www.juskila.ch
FRISCH IN DER MIGROS REGION LUZERN
Glückliche Vespa-Gewinnerin
Bilder Stockfood.ch, Getty Images
Während der «Bella Italia»-Wochen der Migros konnten die Kundinnen und Kunden an einem Wettbewerb teilnehmen.AlsHauptgewinnstandeinPiaggioRoller in Aussicht. Frau Conception Neuhaus aus Küssnacht a. R. wusste, dass «Agnesi» die italienische Pasta-Marke ist, welche es nur in der Migros gibt. Roland Duss, Filialleiter MMM Zugerland, überreichte der glücklichen Gewinnerin am Montag, 10.Oktober,ihren Gewinn.Die ganze Familie Neuhaus freute sich über die knallrote Vespa. Golfen vom Feinsten.
hochkarätige Reisespezialis
Einst galten sie als Brot der Armen. Für gut sechs Monate im Jahr waren Marroni Hauptbestandteil der Nahrung in entlegenen Dörfern südlich der Alpen. Heute sind Edelkastanien nur noch eine wärmende Delikatesse beim Winterspaziergang oder als Vermicelles ein beliebtes Dessert. Wobei «nur» untertrieben ist, denn in der Schweiz beträgt der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch knapp ein Pfund pro Jahr. Jetzt gibt es wieder frische Marroni in der Migros. Probieren Sie die Nüsse doch einmal gegart, mit Zucker caramelisiert und mit etwas Butter und Rahm abgeschmeckt als Beilage zu einer knusprig gebratenen Ente.
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MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
LESERBRIEFE 9
MM 21 vom 21. Mai 2007: «Die wilden Weiber von Willisau». Acht Schwestern übernehmen den Gasthof Mohren für fünf Jahre.
Ciao, ciao, Willisau! ■ Vor vier Jahren hat das MM einen Bericht über uns acht Schwestern geschrieben. Damals übernahmen wir ein Hotel-Restaurant unter dem Label Schwesternwirtschaft. Mitte November läuft nun der fünfjährige Vertrag aus. Und damit haben wir unser Ziel erreicht: Wir schauen auf eine erfolgreiche Zeit zurück und beenden unser Gastronomieprojekt. Noch heute besuchen uns Gäste, die damals das MM gelesen haben. Oft wurden wir darauf angesprochen, ob das gut gehe, wenn so viele Frauen zusammen arbeiten. Und wie! Nochmals herzlichen Dank, Ihr Bericht hat enorm viel ausgelöst. Die Begegnungen mit Ihren Lesern waren einfach toll.
Damals (Bild oben, von links): Pia, Claudia, Berti, Doris, Madeleine, Conny, Agnes und Helen. Und heute (Bild unten, von links): Agnes, Pia, Berti, Madeleine, Helen, Conny, Claudia und Doris.
Agnes Hodel-Wyss, 6130 Willisau
MM 41: «Umstrittener Sex-Koffer», Interview mit Pierre Felder, dem Leiter der Volksschulen Basel-Stadt, über den Basler Sexualunterricht.
Bild René Ruis
«Nicht nur christliche Kreise im Komitee»
■ Pierre Felder behauptet, das Petitionskomitee setze sich aus «christlich-evangelischen Kreisen und Gegnern des Lehrplans 21 aus SVP-Kreisen» zusammen. Ausserdem schreiben Sie, dass Politiker aus SVP, EDU und EVP 91 816 Unterschriften der Petition eingereicht hätten. Tatsache ist, dass das Petitionskomitee breit abgestützt ist und neben den erwähnten Parteien auch prominente Vertreter von CVP, FDP sowie erfahrene Lehrer, Vertreter aus Gesundheitsberufen und Familien- und Elternorganisationen umfasst. Ebenso wird erklärt, die Petition sei ausgelöst worden durch den «Blick»-Artikel, in dem der Sexkoffer für die Oberstufe dem
Kindergarten zugeschrieben wurde. Das ist falsch. Vielmehr wurde die Petition ergriffen, weil unter der Leitung verschiedener Akteure — wie dem Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und der Schule in Luzern, der Stiftung für sexuelle und reproduktive Gesundheit (PLANeS), Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) und Funktionären von Erziehungsdepartementen einiger Kantone — eine total ideologisierte (Stichwort Gender-Mainstreaming) und animierend-pornografische Zwangs-Sexualerziehung geplant wird. Das Ganze wurde hinter dem Rücken vieler kantonaler Bildungsdirektoren eingefädelt mit der klaren Strategie, vollendete Tatsachen zu schaffen. Ein Dispensationsrecht für Eltern wird kategorisch ausgeschlossen. Der Vertrag zwischen dem BAG und dem Kompetenzzentrum Sexualerziehung sieht die «Produktion» von fertigen
Lehrplänen vor. Dieselben Leute sitzen nun in Arbeitsgruppen des Lehrplan-21-Projekts.
Christoph Keel-Altenhofer, Petitionskomitee «Gegen die Sexualisierung der Volksschule», 6102 Malters
MM 41: «Wenn jeder Rappen zählt», wie arme Menschen in der Schweiz rechnen müssen, um durchzukommen.
«Ich weiss nicht, ob ich mir Kinder leisten kann»
Ich kann es noch immer nicht fassen, dass man in unserem Land verarmt, sobald man mit einem Durchschnittseinkommen Kinder bekommt. Ich selbst verdiene als 33-Jährige – trotz Studium und Doktortitel – nur 4300 Franken netto, und weiss noch nicht, ob ich mir je Kinder werde leisten können. Ist das nicht traurig?
S.W. (Name der Redaktion bekannt)
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MENSCHEN PORTRÄT
NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROS-MAGAZIN
10
Irgendwo zwischen Rock ’n’ Roll und Tradition Das Emmental ist mehr als nur ländliches Idyll. Es ist auch die Heimat stiller Rebellen und geschäftstüchtiger Gesellen. Das Migros-Magazin hat einen Blick hinter die sieben Hügel geworfen.
W
er Emmental hört, denkt an sanfte Hügel, saftige Wiesen, Käse, Kühe, wuchtige Bauernhäuser — und vielleicht noch an die Geschichten von Jeremias Gotthelf und die 50er-Jahre-Filme «Uli der Knecht» und «Die Käserei in der Vehfreude». Aber dieses Emmental «ist ein Gerücht», wie der Filmemacher und Journalist Bernhard Giger und
Im Emmental haben die Menschen ihren eigenen Kopf. Migros-Magazin-Kolumnist Bänz Friedli in ihrem Buch «Herz im Emmental» (Buch und Film «Herz im Emmental» ab 20. Oktober 2011) schreiben, «ein Mythos». Entstanden aus der Sehnsucht nach Heimat. «Und wenn die Schweiz sich rückbesinnt, dann am liebsten aufs Emmental,auf weidende Kühe an stotzigen Borten, auf Chäs und Höger.» Das Mi-
gros-Magazin warf einen Blick hinter den Mythos. Wir lernten Menschen kennen, die im Emmental leben und arbeiten.Natürlich trafen wir dabei auf sanfte Hügel und Kühe, aber auch auf innovative Unternehmer, erfolgreiche Hardrocker und wurden mit Erinnerungen an den Heimarbeiterinnenaufstand aus den 40er-Jahren konfrontiert. Das Emmental ist eine Gegend,die ihre Eigenheiten erst auf den zweiten Blick preisgibt, in der Menschen leben, die selbstbewust eigene Wege gehen. Eine Gegend, deren Bewohner den verfolgten Täufern im 16. Jahrhundert Unterschlupf geboten haben, in der SVP-Politiker abrupt zu einer neuen Partei, der BDP, übergelaufen sind, und inderjungeFrauenzuschwingen begannen, als das eigentlich noch Männersache war. Texte Ralf Kaminski Bilder Paolo Dutto
www.migrosmagazin.ch Das Leben der Bauern, die Mundart: Das Emmental in Buch und Film.
Brigitte Kunz (27), Trubschachen, Schwingerkönigin und Haushaltshilfe, ledig
«Man muss auch mal zufrieden sein im Leben»
B
rigitte Kunz war zwölf Jahre alt, als sie zum ersten Mal mit ihrer älteren Schwester mitging und das Schwingen erlebte. Sie war sofort begeistert — und erwies sich als echtes Talent. «Ich habe früh immer wieder Kämpfe gewonnen, und das hat mich motiviert weiterzumachen.» Im September hat sie sich zum fünften Mal den Titel der Schwingerkönigin geholt. Kunz mag das Traditionelle und Familiäre bei den Schwingfesten und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen von der älteren Generation männlicher Schwinger, die findet, Schwingen sei nichts für Frauen. Als Rebellin sieht sie sich nicht, «aber es ist schon speziell», sagt sie. Kunz arbeitet als Haushaltshilfe und lebt mit ihren Eltern auf einem kleinen Bau-
ernhof in den steilen Hügeln bei Trubschachen. Dazu gehören Kartoffeläcker und Wiesen, ein halbes Dutzend Kühe und ein Pferd. «Aber der Hof ist viel zu klein, um davon zu leben, eigentlich ist es mehr ein Hobby. Mein Vater musste daneben immer noch andere Arbeit machen, damit wir durchgekommen sind.»
Bodenständig und einfach: die Emmentaler Bodenständig und einfach sind die Leute im Emmental, findet Kunz,die sich dort sehr wohlfühlt und keine Pläne hegt, ihre Heimat in näherer Zukunft zu verlassen, auch wenn es woanders vielleicht bessere Jobs gäbe. «Meiner gefällt mir, und irgendwie muss man auch mal zufrieden sein im Leben.»
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
MENSCHEN
PORTRÄT 11
Schwingen sei nichts für Frauen, sagten ihr die Männer. Brigitte Kunz liess sich nicht beirren. Heute ist sie fünffache Schwingerkönigin.
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Silvester in Strassburg
Silvester in der Toskana
Silvester in Marienbad
Das Elsass bietet viele lohnende Ziele: man denke an das Strassburger Münster, das malerische Colmar und die unzähligen gemütlichen Dörfer mit ihren Fachwerkhäusern entlang der Weinstrasse. Einen würdigen Rahmen zum Start ins neue Jahr bietet Ihnen die Metropole Strassburg, welche den kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt des Elsasses darstellt aber auch europaweit eine wichtige Rolle spielt.
Die Toskana ist eines der beliebtesten Reiseziele Italiens und präsentiert sich als eine Region mit malerischen Höhenzügen, markanten Pinien und knorrigen Olivenbäumen. Wichtiger Bestandteil sind aber auch die zahlreichen Kunststädte mit ihren grossartigen Schöpfungen: zum Beispiel Florenz als Wirkungsstädte vieler Genies und Pisa mit seinem berühmten Wahrzeichen, dem Schiefen Turm.
Marienbad und Karlsbad beeindrucken durch ihre jahrelange Tradition und Eleganz. Die gemächliche Atmosphäre, die gute Luft und die vielen Spazierwege prägen diese Kurorte und machen sie so sympathisch. Aber auch der Ausflug in die Kulturstadt Prag wird Sie begeistern.
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REISEDATUM - 5 TAGE 1. 29. Dezember - 02. Januar
LEISTUNGEN • Reise in luxuriösem 5-Sterne-Car • 4 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet • 3 Abendessen • Silvester-Galadiner mit Live-Musik und Tanz sowie verschiedenen Showeinlagen • Neujahrskonzert • Stadtrundfahrt/-gang in Prag, Marienbad und Karlsbad • Lokale Reiseleitung vom 2. - 4. Tag • Eintritte und Besichtigungen gemäss Programm HOTEL Hotel Centralni Lazne, Marienbad (off. Kat. ****) EINSTEIGEORTE Kallnach*, Biel, Bern, Olten, Basel, Zürich * *Parkmöglichkeiten
Doppelsitz zur Alleinbenützung
Die Preise gelten bei Buchung über www.marti.ch. Andere Buchungsstellen erheben in der Regel eine Auftragspauschale. Es gelten die allgemeinen Reise- und Vertragsbedingungen der Ernst Marti AG.
MENSCHEN PORTRÄT
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
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Wer als Musiker berühmt werden will, zieht nach Zürich oder Basel. Thom Blunier blieb seiner Heimat treu – und hat Erfolg. Anzeige
Thom Blunier (43), Trub, Gründer und Gitarrist der Hardrock-Band Shakra, verheiratet
«In Zürich wurden wir auch schräg angeguckt»
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er frühere Automechaniker Thom Blunier hat schon mit zwölf angefangen, Gitarre zu spielen, heute lebt er von seiner Band Shakra und ist fast jedes Wochenende auf Konzerttour. Blunier ist in Trub geboren, aufgewachsen und lebt noch immer dort. Mit seinen langen Haaren und seinem Sound war er bereits als Jugendlicher ein Exot im Emmental. «Ich war in meiner Klasse der einzige Junge,der nicht aus einer Bauernfamilie kam. Aber das alles war nie ein Problem, ich habe mich hier immer integriert gefühlt.» Im Tonstudio in Bärau entstehen alle Aufnahmen,der Proberaum ist in Bern,von wo inzwischen auch die Mehrheit der Bandmitglieder kommt. Thom Blunier schätzt die Lebensqualität im Emmental. «Das wird einem aber erst
bewusst, wenn man mal eine Weile woanders ist.Die Natur hier, der Luxus, ohne Stau zur Arbeit zu kommen, die gute Luft,kein Lärm — mit der Zeit wird das selbstverständlich.» Das konservative Image der Emmentalerinnen und Emmentaler will er nicht abstreiten, aber: «Ist es an anderen Orten so anders? In Zürich wurden wir mit unseren langen Haaren und der Rockerkluft auch schon schräg angeguckt.» Allerdings stellt er eine gewisse Überalterung fest. Und diese habe Folgen: «In Trub gab es auch schon mehr Läden — viele sind zugegangen.» Thom Blunier liebt den Süden und könnte sich durchaus vorstellen, mal aus dem Emmental wegzuziehen. «Ich glaube, ich hatte nur deshalb bisher nie das Bedürfnis, weil wir so oft touren.»
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MENSCHEN PORTRÄT
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
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Im 16. Jahrhundert wurden die Täufer als Ketzer und Rebellen verfolgt; auf der Dürsrüti oberhalb Langnau trafen sie sich. Heute predigt Martin Hunziker ihre Botschaft noch immer. Anzeige
Martin Hunziker (49), Langnau, Prediger der Alttäufer-Gemeinde in Langnau, verheiratet, vier Kinder
«Die Menschen hier sind beharrlich, behutsam»
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artinHunzikerwohnt erst seit sieben Jahren im Emmental. Zuvor hat er in der Innerschweiz gelebt und als Lastwagenchauffeur und Teilzeitprediger einer Freikirche gearbeitet. Heute ist er Leiter der ältesten Täufergemeinde der Welt in Langnau. In der Schweiz gibt es 14 Täufergemeinden mit rund 2500 Mitgliedern,im Emmental sind es etwa 350. Die Täufer galten im 16. Jahrhundert in den Anfängen der Reformation als Ketzer und Rebellen — sie lehnten die enge Verbindung von Kirche und Staat ab, waren kompromisslos pazifistisch und praktizierten die Erwachsenentaufe. Deswegen wurden sie durch ganz Europa gejagt und ermordet. Im Emmental fanden sie Zuflucht; zwar mussten sie sich auch dort vor den
Täuferjägern verstecken, konnten sich aber halten, bis heute. Gottesdienste fanden oftunterfreiemHimmelstatt, auch auf der Dürsrüti, einem bewaldeten Hügel oberhalb von Langnau. «Die Täufer stellten Späher auf, um die Gemeinde notfalls warnen zu können», erzählt Hunziker. Heute finden auf der Dürsrüti zwar keine Gottesdienste mehr statt, aber Hunziker hält sich immer wieder mal hier auf – nicht zuletzt wegen der Ruhe. «Das Emmental ist lieblich, weniger rau als die Innerschweiz», findet Hunziker. «Die Menschen hier sind beharrlich, behutsam, sie haben ein Geschichtsbewusstsein. Sie nehmen das Moderne wahr, aber öffnen sich nicht sofort. Es ist für sie nicht einfach,mit dem Tempo der heutigen Zeit klarzukommen.»
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MENSCHEN PORTRÄT
NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROS-MAGAZIN
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Als er mit der Politik der SVP nicht mehr einverstanden war, stieg Hans Grunder aus und gründete mit einigen Mitstreitern eine neue Partei. Hans Grunder (55), Rüegsauschachen, Unternehmer, Pferdezüchter und Präsident der BDP, verheiratet, fünf Kinder
«Hier sind viele geniale Unternehmen geboren»
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ans Grunder ist im Emmental geboren, aufgewachsen und hat dort erfolgreich sein Vermessungsbüro aufgebaut.Mit seiner Unternehmensgruppe hat er rund 130 Arbeitsplätze geschaffen, und auf seinen Weiden in und um Rüegsauschachen führen rund 70 Pferde ein glückliches Leben, bevor sie in alle Welt exportiert werden. Mit dem Rauswurf der Bündner SVP-Sektion aus der SVP im Nachgang
derWahlvonEvelineWidmerSchlumpf in den Bundesrat gaben auch viele Emmentaler SVP-ler ihren Austritt bekannt. Hans Grunder war einer von ihnen und wurde Präsident der neuen BDP. Er schwärmt von der einmaligen Landschaft des Emmentals. Die Region sei zwar vergleichsweise arm, mache dies jedoch mit der hohen Lebensqualität wett.«Die Menschen hier sind bedächtig und vielleicht ein bisschen behä-
big, aber es sind viele geniale Unternehmen hier geboren: Den Biskuithersteller Kambly kennt man in der ganzen Welt, auch die Drahtseilfabrik Jakob AG in Trubschachen und die PB Swiss Tools aus Wasen mit ihren Präzisionswerkzeugen sind international ausgerichtet. Das Emmental ist sehr innovativ.» Auf der anderen Seite seien die Leute manchmal ein bisschen zu eigenbrötlerisch und «machen zu lange die Faust im Sack, bevor sie sich zusammentun und etwas unternehmen»,sagt er.Grunder ist glücklich im Emmental, aber falls er sich etwas anderes aussuchen müsste, würde er gerne als Weinbauer und Pferdezüchter in Südafrika leben.
Die Nachricht verbreitete sich in der
MENSCHEN PORTRÄT
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
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Ida Heiniger-Frauchiger (79), Eriswil, ehemalige Wäscheschneiderin, verheiratet, ein erwachsenes Kind
«Das Emmental hat etwas Mystisches»
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da Heiniger ist die Tochter einer jener Heimarbeiterinnen, die von den lokalen Textilbaronen jahrelang ausgebeutet wurden, bis sie sich 1943 dagegen auflehnten — und damit national Schlagzeilen machten. 10 Rappen pro Stunde bekamen sie bezahlt, und auch Ida Heiniger, damals noch ein Kind,arbeitete mit. «Aber ich habe auch schöne Erinnerungen», erzählt die rüstige alte Dame, die noch heute mit ihrem gleichaltrigen Mann leidenschaftlich gerne über die Hügel des Emmentals wandert. Die Lüderenalp mit ihrer prächtigen Aussicht hat es ihr besonders angetan.«Immer sonntags waren wir auf den Höhen, in den Wäldern unterwegs. Mein Vater zeigte mir alle Pflanzen und erzählte mir Sagen und Ge-
schichten.Ich erfuhr,wo der Samichlaus wohnt und der Osterhase die Eier kocht.» Das Emmental bedeutet Heimat für Heiniger, die im Unteren Emmental, in Eriswil, lebt. Sie kennt jeden Hügel. «Das Emmental hat etwas Mystisches. Sagen von Zwergen und Feen werden lebendig.» Die Menschen seien reserviert; wenn etwas Neues komme, warte man lieber erst mal ab. In den vielen Tälern und auf den einsamen Höfen fehle vielleicht manchmal der Horizont. «Man ist hier trotzdem interessiert,was in der Welt passiert.» Und wer einmal das Vertrauen der Leute gewonnen habe, könne von ihnen alles haben. «Gerade die Bauern haben ein hartes Leben, aber verglichen mit früher leben wir hier heute im Paradies.»
ganzen Schweiz: 1943 lehnten sich die Emmentaler Heimarbeiterinnen gegen die lokalen Textilbarone auf. Ida Heiniger-Frauchiger war als Kind dabei.
MENSCHEN INTERVIEW
NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROS-MAGAZIN
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«Männer enden als exotische Haustiere»
Frauen studieren häufiger als Männer, haben gut bezahlte Jobs und bestimmen zunehmend, was gekauft wird. Der amerikanische Konsumforscher Paco Underhill verrät dem Migros-Magazin, «was Frauen wollen». Paco Underhill, «Was Frauen wollen» klingt nach Sex-Handbuch für Männer.
Ich muss pausenlos erklären, dass ich keine Wegleitung zu gutem Sex geschrieben habe. Wie könnte ich auch? Ich bin ein älterer Herr, der langsam eine Glatze kriegt und dessen Bart sich allmählich grau verfärbt. Ehrlich gesagt, von Sex verstehe ich sehr wenig. Sie verstehen abersehrviel davon,wie Frauen einkaufen. Mögen Sie Frauen speziell gut?
Nein, nein, ich wollte einfach ein verständliches Buch über modernes Einkaufen schreiben.Eine Kollegin hat es so formuliert: Paco, du hast ein Buch geschrieben, das meistens witzig und manchmal ein bisschen unbequem ist. Was steht im unbequemen Teil? Dass in modernen Gesellschaften der grösste Teil des Geldes von Frauen verwaltet wird?
Die Gesellschaft ist in den letzten 20 Jahren grundlegend neu organisiert worden, so verfügen heute tatsächlich Frauen mehrheitlich über das Geld. Eine entscheidende Entwicklung. Auch in der Arbeitswelt habenFrauengrosse Fortschritte gemacht. Eine 30-jährige, ledige Frau verdient heute in den USA durchschnittlich mehr als ein 30-jähriger, lediger Mann. Auch in Grossbritannien und den skandinavischen Ländern ist das so.
«Frauen kaufen heute ihr Auto selbst.»
Frauen sind auch an den Universitäten in der Überzahl. Ist die moderne Dienstleistungsgesellschaft für kluge Frauen besser geeignet als für nicht so kluge Männer?
Viele typische Männerberufe sind mehr oder weniger verschwunden. Trotzdem leben wir noch immer in einer Welt, die
Der Kundenpapst Paco Underhill (63) ist Gründer und CEO der Firma Envirosell, eines Forschungsund Beratungsunternehmens. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen wie Starbucks, Mc Donald’s, Adidas und Nokia. Er hat verschiedene Bücher verfasst, darunter den Bestseller «Warum kaufen wir?». Underhill gilt als «Papst der Kunden» und schreibt regelmässig Beiträge für die «New York Times» und das «Wall Street Journal». Sein neustes Buch «Was Frauen wollen» ist im Campus Verlag erschienen.
von Männern beherrscht, von Männern entworfen und von Männern gemanagt wird. Und das, obwohl die wichtigsten Kunden immer öfter Frauen sind. Woran denken Sie konkret?
Daran, wie heute noch Tankstellen gebaut werden, oder auch daran, wie nach wie vor die meisten Läden eingerichtet werden. Es wird nach wie vor viel zu wenig auf die Details geachtet, die gerade den Frauen sehr wichtig sind.
Ein Beispiel?
Nehmen wir an, Sie checken in einem Hotel ein. Mir als Mann ist es egal, wenn der Hotelangestellte für alle rundum gut hörbar sagt: «Mister Underhill, ihre Zimmernummer ist 332.» Schliesslich bin ich fast zwei Meter gross und mehr als 100 Kilo schwer. Was kann mir passieren. Wäre ich hingegen eine Frau, würde ich das als Bedrohung meiner Sicherheit empfinden. Eine Ihrer Kernbotschaften lautet: Wer nicht auf die Details achtet, die den Frauen wichtig sind, den bestraft das Geschäftsleben.
Wir sehen weltweit, dass die Wirtschaft sich an die Realität, die Frau als mäch-
tige Konsumentin, anpasst. In meinem Buch geht es mir darum aufzuzeigen, wo diese Realitäten im Detail sind und wo noch Arbeit auf uns wartet. «Shoppen, bis man umfällt», lautet ein alter und beliebterSpruch.Die Frau als Konsumentin ist ja kein neues Phänomen.
In der modernen Gesellschaft braucht es zwei Einkommen, um einen guten, mittelständischen Lebensstandard zu finanzieren. Deshalb sind in der grossen Mehrheit der Familien Vater und Mutter erwerbstätig. Die «Hausfrau» im traditionellen Sinn gibt es nicht mehr, aber die Frau fühlt sich nach wie vor zuständig für das Wohlergehen der Familie.Das hat zur Folge, dass die moderne Frau ein ganz spezielles Problem hat: Sie leidet permanent unter Zeitmangel. Was bedeutet das für das Einkaufsverhalten?
DietraditionellenTrennlinien,wasMänner und was Frauen kaufen, fallen weg.
Wie meinen Sie das?
Hat Ihre Frau einen Laptop?
Klar.
Wer hat ihn gekauft? Sie selbst.
Sehen Sie. Die meisten Frauen kaufen heute auch ihr Auto selbst, und sie kaufen heute auch Rasenmäher und Werkzeugkisten. Das hat sich in den letzten 20 Jahren verändert. Früher shoppten Frauen zwar auch gerne und viel, aber vor allem Nahrungsmittel und Kleider. Den Rest überliessen sie traditionell den Männern. Die Männer reparieren aber immer noch die kleinen Dinge im Haushalt.
Wirklich? Meiner Erfahrung nach wird auch dieser Job zunehmend von Frauen erledigt.Wir pflegen bereits zu scherzen: Wenn die Entwicklung so weitergeht,
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MENSCHEN INTERVIEW
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Paco Underhill ber채t Konsumg체terunternehmen, wie sie sich auf weibliche Kundschaft ausrichten sollen.
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MENSCHEN INTERVIEW
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
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«Moderne Männer putzen und kochen mehr.» werden Männer bald als exotische Haustiere enden. Wie kann ich als modernerGeschäftsmann die Konsumentinnen bei der Stange halten?
Erstens muss ich mir bewusst sein, dass die neue Konsumentin meinen Laden mit einer laut tickenden Uhr betritt. Das heisst: Sie will, dass ich rasch zur Sache komme. Sie hat nämlich keine Zeit zu vertrödeln. Das bedeutet, dass das Konzept der meisten typischen Supermärkte heute überholt ist.Es zwingt den Konsumenten, den ganzen Laden zu durchwandern, auch wenn er bloss einen Liter Milch kaufen will. Die traditionelle Hausfrau hat dies nicht gestört, die moderne Konsumentin aber nervt das. Sie betonen die Bedeutung von Sauberkeit und Sicherheit. Warum werden gerade diese beiden Dinge so wichtig?
Haben Sie sich in einem Hotel je überlegt, dass vor Ihnen bereits 364 Menschen in diesem Bett geschlafen haben? Eher nicht.
Bild Brian Harkin/Laif
Frauen schon. Deshalb ist Sauberkeit so wichtig, nicht nur für Hotels, sondern auch für Bahnhöfe,Flughäfen,Tankstellen.Und wenn Sie etwas als sauber empfinden,dann heisst das noch lange nicht, dass Ihre Frau dies ebenfalls tut. Mit der Sicherheit verhält es sich genau gleich. Noch vor 20 Jahren ist der Mittelstand aufs Land gezogen, heute sind die Städte angesagt. Sind auch daran die Frauen schuld?
In der Stadt ist es viel leichter, mehrere Dinge zur gleichen Zeit zu tun. Wenn Sie beispielsweise in Zürich unterwegs sind, dann sind Sie oft gleichzeitig am Arbeiten und am Einkaufen. Oder Sie bringen
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Ihre Kinder zur Schule, schauen aber auch noch bei Ihrem Hausarzt vorbei. Für dieses Multitasking sind Frauen sehr viel besser geeignet als Männer.Sie kommen damit besser klar. Die frühen Feministinnen haben sich bitterlich über dieses Multitasking beklagt, darüber, dass sie gleichzeitig einen Job und den Haushalt schmeissen müssen.Warum scheint das für die modernen Frauen heute kein Problem mehr zu sein?
Das ist nach wie vor ein Problem. Aber heute ist es etwas einfacher geworden. Wohnungen werden so gebaut, dass sie leichter gereinigt werden können. Die Putzmittel sind effizienter geworden. All dies kommt auch den arbeitstätigen Frauen entgegen.Zudem putzen moderne Männer auch mehr. Wir ernähren uns anders. Wir essen häufiger auswärts oder Convenience Food.
Nicht nur. Auch hier gibt es einen neuen Trend: Immer mehr Männer kochen.
Sie schwärmen in Ihrem Buch von regionalen Bioprodukten. Wie lässt sich eine solche Ernährung mit dem hektischen Stadtleben überhaupt noch verbinden?
Frauen interessieren sich mehr als Männer für Gesundheit und Wellness. In den USA hat dies bereits zu einer kleinen Ernährungsrevolution geführt.
Bei allem Respekt vor Ihrer These der starken Frauen: Im Management sind Frauen nach wie vor krass untervertreten. Weshalb?
Frauen müssen sich nach wie vor zwischen Job und Familie entscheiden. Oft stellt sich bei ihnen mitten in der Karriere die Frage, ob sie Mütter werden wollen oder nicht. Allerdings machen die Frauen auch in dieser Hinsicht Fortschritte.In den skandinavischen Staaten gibt es Frauenquoten für Verwaltungsräte, und die Mehrheit der höheren Staatsangestellten ist weiblich. «Was Frauen wollen», war eine Frage, die selbst der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, nicht beantworten konnte. Haben Sie die Antwort gefunden?
Die neue Konsumentin will kurze Einkaufswege und legt grossen Wert auf Sauberkeit und Sicherheit. Darauf müssen sich Geschäftsleute einstellen.
Ich bin weder Feminist noch Psychologe. Aber ich stehe mit beiden Füssen auf dem Boden und bin überzeugt, dass die von mir beschriebenen Trends über das weibliche Einkaufsverhalten sehr real istisch sind. Interview Philipp Löpfe Bilder Ruben Wyttenbach
www.migrosmagazin.ch Frau und Mann: Wer arbeitet heute wie viel? Zahlen zu den Erwerbsmodellen.
MENSCHEN AUF EIN WORT/BILD WOR ORT/BILD DER WOCHE
NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROS-MAGAZIN
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Grössenwahn
ZITAT DER WOCHE
«Wir haben zu viel diffuses und konträres Gequatsche in der Eurozone. Ich werde mich daran nicht beteiligen.» Jean-Claude Juncker (57), Vorsitzender der Eurozone, wollte in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens keinen Kommentar darüber abgeben, wie hoch der Schuldenschnitt für Griechenland sein würde. Der Luxemburger bestätigte lediglich, dass sich die Euroländer nach langem Ringen um den Rettungsschirm nun auf eine Umschuldung Griechenlands einstellen. Konkret: Dem Land wird ein Teil der Schulden definitiv erlassen.
FRAGE DER WOCHE
Bilder Francisco Seco/AP/Keystone, Keystone (4)
Was ist ein Habasch? Die einen bezeichnen mit dem Ausdruck Mitmenschen, die sie für nicht ganz gescheit halten – quasi als Pendant zu Tubel. Für andere ist eine unausgereifte Idee oder eine schludrige Arbeit habasch, also quasi Käse. In jedem Fall wird das Wort heute als eher milde Verbalinjurie empfunden. Sie geht zurück auf eine Verballhornung des Worts Havas. So hiess die erste europäische Nachrichtenagentur, die 1831 von einem Herrn namens Charles-Louis Havas in Frankreich gegründet worden war. Da Havas offenbar viel Quark erzählte, sprich Falschmeldungen verbreitete, bürgerte sich im Volksmund der Begriff Havas für unsinniges Gefasel ein. Und weil der Volksmund mitunter zu undeutlicher Artikulation neigt, wurde im Laufe der Zeit aus Havas eben der Habasch. Die Nachrichtenagentur Havas wurde übrigens 1940 von der deutschen Besatzungsmacht aufgelöst. Gross vermisst wurde sie scheints nicht.
Wenn kleine Frauen flache Schuhe und grosse Models hohe Absätze tragen, kann es zu grotesken Grössenverschiebungen kommen. Bestes Beispiel sind diese beiden Damen hier
FRAU DER WOCHE
Grösse in der Trauer
Der Waadtländerin Irina Lucidi (44) widerfuhr das Schrecklichste, das einer Mutter passieren kann. Ihr Ex-Mann entführte im Januar 2011 die Töchter und brachte sich um. Seither sucht sie vergeblich nach Livia und Alessia. Zum siebten Geburtstag der Zwillinge gründete sie nun die Stiftung «Missing Children Switzerland», um anderen Eltern, deren Kinder verschwunden sind, zu helfen. Sie wolle aus ihrem Schmerz etwas Gutes machen, sagte Irina Lucidi, und ihre Trauer konstuktiv umwandeln.
neulich an der Fashion Week «ModaLisboa» in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Immerhin wussten sich die beiden hier offensichtlich zu helfen. en. Warum sich das
MENSCHEN AUF EIN WORT/BILD DER WOCHE
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
23 ABSCHAFFUNG DER TODESSTRAFE
«Der Staat darf nicht im Affekt handeln» Ruth Dreifuss,Sie engagierten sich bereits als Bundesrätinvehement gegen dieTodesstrafe. War dieser Einsatz nachhaltig?
Mit Freude stelle ich fest, dass sich die Schweiz mittlerweile systematisch für die Abschaffung der Todesstrafe und einzelne Verurteilte einsetzt. Jeder kann sich wie ich als Mitglied von Amnesty International daran beteiligen. Welche Länder exekutieren am häufigsten?
China, Iran, Saudi-Arabien, Afghanistan, Pakistan und die USA. In über 140 von 193 Uno-Mitgliedstaaten ist die Todesstrafe gesetzlich verboten oder wird zumindest nicht vollstreckt. Jedes Jahr kommen weitere dazu, hauptsächlich aus Afrika. Die USA und Japan sind die bedauerlichen Ausnahmen unter den wirtschaftlich hoch entwickelten Ländern.Weissrussland ist der einzige europäische Staat, der noch zum Tode verurteilt und die Urteile auch vollstreckt. Warum halten die USA und Japan an der Todesstrafe fest?
Model nicht einfach hinsetzte, mögen sich praktisch Denkende fragen. Nun, wegen des Kleides. Knitterfalten auf dem Laufsteg sind ein absolutes No-go.
MANN DER WOCHE
Solidarität mit Erfolg
Die Kampagne für Amnesty International erregte grosses Aufsehen: Er sei für seine Witze über den Bundesrat verhaftet worden, behauptete Viktor Giacobbo (59) auf grossen Plakaten. Damit machte der beliebte Kabarettist auf das Schicksal seines Berufskollegen Zarganar (50) in Burma aufmerksam. Der Komiker, Schauspieler und Regisseur kam wegen seiner Seitenhiebe auf die Regierung ins Gefängnis. Jetzt darf sich Giacobbo freuen. Die Regierung von Burma erliess eine Amnestie, Zarganar ist ein freier Mann.
Das Oberste US-Gericht entschied vor über 30 Jahren, sie verstosse nicht gegen die Verfassung und nur wenige Politiker hätten den Mut, sich der öffentlichen Meinung zu widersetzen. Um so erfreulicher ist, dass nach New Mexiko jetzt auch Illinois die Todesstrafe abgeschafft hat.Zurzeit werden in Kalifornien Unterschriften gesammelt. Klar sind drei Fakten: Die Todesstrafe hat keine abschreckende Wirkung. Das jahrzehntelange Warten in der Todeszelle ist eine unmenschliche Folter.Die Wahrscheinlichkeit, einem nicht fairen Verfahren und damit Fehlurteilen ausgesetzt zu sein,ist für Arme,Schwarze oder Latinos besonders gross. In China muss immerhin das Oberste Gericht die Urteile absegnen, in den USA nicht. Ist China zivilisierter als die USA?
China hat als Fernziel die Abschaffung der Todesstrafe beschlossen. Es fragt sich bloss, wann das Land so weit sein wird? Es gibt bescheidene Schritte zur Einhaltung von Mindestregeln.Aber eine wichtige internationale Verpflichtung
nimmt China immer noch nicht wahr: die Offenlegung aller Urteile und Vollstreckungen. Schätzungen schwanken zwischen 1000 und 6000 jährlich. Aber es gibt auch in China mutige Menschen, die sich zum Thema öffentlich äussern. Frankreich verbot die Todesstrafe erst 1981 – gegen denWillen derBevölkerung.Diese hatte Angst vor steigender Kriminalität.
Es gab keine Zunahme von Schwerstverbrechen,und die Mehrheit wünscht heute keine Wiedereinführung. Vielleicht muss man zuerst beweisen, dass eine Gesellschaft ohne Todesstrafe allgemein weniger gewalttätig ist als eine, die mit Staatsgewalt gegen die Gewalttaten einiger weniger effizient zu sein glaubt. Was ist mit Kindsmördern, Serienkillern oder Verantwortlichen von Völkermorden?
Ich verstehe, dass Menschen, denen auf grausame Art jemand weggerissen wurde, sich den Tod des Verbrechers wünschen. Aber der Staat darf nicht im Affekt handeln. Er muss seinen Grundsätzen treu bleiben.
Die Internationale Kommission gegen die Todesstrafe zügelt von Madrid nach Genf. Neben anderen Persönlichkeiten engagiert sich auch alt Bundesrätin Ruth Dreifuss (71) in der Organisation.
Und der Staat muss für die Gefängniskosten aufkommen?
Komischerweise wird in Ländern mit Todesstrafe das Argument genau umgekehrt eingesetzt. In den USA und in Japan ist die Inhaftierung in Todeszellen viel teurer und viel unmenschlicher als in einem Zuchthaus. Oft dauert es Jahrzehnte bis zur Vollstreckung. Jahrzehnte, während denen ein Mensch sich so tief verändern kann, dass er nicht mehr derselbe Mensch ist, der einmal ein Verbrecher war. Ruth Brüderlin
«USA und Japan sind bedauerliche Ausnahmen.»
MENSCHEN PORTRÄT
NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROS-MAGAZIN
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Revolution hinter dem Buffet
1981 schossen in der Schweiz Genossenschaftsbeizen wie Pilze aus dem Boden. Die Betreiber waren jung, kreativ und politisch aktiv. 30 Jahre danach: Aus den Revoluzzern von damals sind gestandene Gastronomen geworden.
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30.Jahrestag.Das heute geltende Genossenschaftsrecht ist jedoch viel älter. Es trat 1937 in Kraft. Mit dem Gesetz sollte verhindert werden, dass kapitalistische, profitorientierte Unternehmen ins Kleid der Genossenschaft schlüpfen. Es dient noch immer demselben Zweck: der ökonomischen Selbsthilfe. Nicht alle Genossenschaften überlebten. Und manche können nur noch
bestehen,weil sie sich stark reorganisiert und die gleichberechtigte Arbeitsteilung abgeschafft haben.Einblicke in vier Beizen, die als Genossenschaften starteten. Texte Erika Burri, Bilder Mischa Imbach
wwww.migrosmagazin.ch Keine Hierarchie, Kostendeckung und Weltverbesserung: Infos und Testfragen für heutige Genossenschafter.
François Baeriswyl (46), Pächter der ehemaligen Genossenschaftsbeiz Ochsen in Zofingen AG
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nde Mai 1980 stand Zürich im Zeichen der Jugendunruhen. Der Stadtrat hatte 60 Millionen Franken für die Renovation des Opernhauses bewilligt und gleichzeitig die Forderung nach einem autonomen Jugendzentrum für Punk- und Rockkonzerte abgelehnt. Die Jugend ging auf die Strasse, es kam zu heftigen Zusammenstössen mit der Polizei.Auch in anderen Schweizer Städten kam es zu Jugendunruhen. Der Zusammenstoss zwischen den Jungen und der bürgerlichen Gesellschaft war jedoch nicht vergebens. Er löste einen Diskurs aus und brachte langsam eine Annäherung der beiden Fronten.So wurde beispielsweise im Oktober 1980 die Rote Fabrik in Zürich als autonomes Jugendzentrum eröffnet. Zuerst als Provisorium und später als fixer Standort. Einigen Jugendlichen dauerten die Verhandlungen zu lange, oder das Prozedere war ihnen zu kompliziert. Sie wurden selbst aktiv, sammelten Geld, kauften Häuser und schafften sich ihre eigenen Orte. Räume, in denen sie wohnen konnten. Lokale, in denen sie ihre Kultur leben und erleben durften.Es entstanden Genossenschaftsbeizen: das Restaurant Zähringer in Zürich, der Schwarze Engel in St. Gallen,die Brasserie Lorraine in Bern oder der Widder in Winterthur. Sie alle orientierten sich am legendären Kreuz in Solothurn. Die erste Genossenschaft mit Wohngemeinschaft, Restaurant und Kulturlokal unter einem Dach war bereits 1973 gegründet worden. Als Nachwehe der 1968er-Bewegung, die sich schon damals für mehr Freiraum eingesetzt hatte. Die meisten der erwähnten Genossenschaften feiern dieses Jahr ihren
Irgendwann war die Kasse leer
Der Ochsen hat seinen alternativen Charme bewahrt.
Genossenschaft Restaurant Ochsen,das war einmal. Vorbei ist die Zeit, in der das Kollektiv im Altstadthaus von Zofingen wohnte und im Parterre arbeitete. Den Ochsen kannte man in den 80er-Jahren schweizweit.Die Konzerte waren gut besucht.Hier gab es Hippies,Rocker,Weltverbesserer. Linke und bunte Hunde, Freaks mit langen Haaren. «Fürs Restaurant musste man reservieren», sagt François Baeriswyl, der heutige Pächter. Eine Zeit lang seien die Gäste gekommen, um diese bunte Mischung von Leuten zu sehen. «Das war eine Sensation.» Auch Baeriswyl kam oft in den Ochsen und ass zum Bier den Ochs-Burger, einen vegetarischen Hamburger. «Als Langhaariger hatte man hier schnell Kontakt zu Gleichgesinnten.» Dann ist der vierfache Vater selber eingestiegen,hat 1999 die Bar im hinteren Teil des Lokals übernommen, «das Einzige, was in der Ge-
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MENSCHEN PORTRÄT
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Pächter François Baeriswyl hat aus der Genossenschafts- eine Bierbeiz gemacht. 160 Sorten stehen im Ochsen auf der Karte.
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Marguerite Misteli erinnert sich, dass die wilden Zeiten gar nicht so wild waren.
nossenschaft noch rentiert hat». Kurze Zeit später war die Genossenschaft pleite. Die Gäste kamen nicht mehr wegen der früher bekannten Bioküche. Denn Bio gab es inzwischen auch bei der Konkurrenz. Die WG im Haus hatte sich längst aufgelöst.Mit Kindern wollten die Alternativen lieber an lauschigeren Orten wohnen, da wo ihnen nicht Betrunkene nachts an die Tür klopften. «15 Jahre lief es so gut, dass niemand an die Zukunft dachte», sagt Baeriswyl. Rückstellungen gingen vergessen. Eine anstehende Renovation des heimatgeschützten Gebäudes, das 1476 das erste Mal urkundlich erwähnt wird, frass die Ersparnisse auf. Inzwischen wohnen Studenten in den günstigen Wohnungen. Ein paar von ihnen arbeiten für Baeriswyl, der sich nach der KriFrançois Baeriswyl sensitzung um die Pacht des Restaurants bewarb. In der Küche wird nicht mehr gekocht. Hier lagert ein Teil der 160 Biersorten, die der Ochsen auftischt. Im Ochsen gibt es
heute zudem 70 verschiedene Sirupe. Und auch Met, ein altes germanisches Getränk aus Honig und vergorenen Früchten.Baeriswyl hat sich eine Nische gesucht. Sein Lokal spricht unter anderem die schweren Jungs und Mädels aus der Heavy-Metal-Szene an. Met ist dort beliebt.Nachts sorgt Baeriswyl selber für Ordnung,bleibt immer,bis das Lokal um
zwei Uhr Feierabend macht.Eine Kulturgruppe veranstaltet nach wie vor Konzerte im ersten Stock. Ab und zu schauen Leute vorbei, die den Ochsen von früher kennen. Sie kommen in eine Beiz, in der es 700 Getränke gibt und zum Essen ein Faustbrot. «Die offene Stimmung», sagt Baeriswyl, «versuche ich, so gut wie möglich zu bewahren.»
«Die offene Stimmung versuche ich zu bewahren.»
Seit 1999 arbeitet François Baeriswyl schon im Ochsen.
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Marguerite «Miguel» Misteli (66), Architektin, Grüne-Politikerin und Mitbegründerin der Genossenschaft Restaurant Kreuz in Solothurn, der ersten Genossenschaftsbeiz der Schweiz
«Wir waren alternativ und wollten die Welt verändern» Um die Jahrtausendwende hatte das Restaurant Kreuz finanzielle Schwierigkeiten. Um die Zukunft zu sichern entschied sich die Genossenschaft für ein weniger basisdemokratisches Modell und setzte eine Geschäftsleitung und einen Bereichsleiter ein. Inzwischen blüht die Genossenschaft wieder. Solothurn ist überhaupt ein GenossenschaftsmekkamitfünfGenossenschaftsbeizen und -bars. MargueriteMistelierinnertsich:«Das Kreuz war eine berüchtigte Beiz, wo die leicht bekleideten Frauen verkehrten. Es gab da sicher auch Prostitution. Mein Traum war es immer, ein Restaurant zu eröffnen, einen Ort, wo wir Jungen so sein konnten, wie wir sein wollten. Man muss sich mal die Zeit in Solothurn vorstellen um 1970: Gemischte WGs waren verpönt.Und Frauen konnten ohne ihren Ehemann keinen Rappen bei der Bank abheben. Mir gefällt die Idee der Selbstverwaltung. Während des Globuskrawalls 1968 habe auch ich für ein autonomes Jugendzentrum demonstriert. Bei Genossenschaften steht der Mensch im Zentrum.Und das Geld bleibt im Betrieb. An der ETH, wo ich Architektur studierte, habe ich mich mit Genossenschaftswohnungsbau auseinandergesetzt. Ich wollte unbedingt so ein Projekt verwirklichen.Da hörten wir,dass das Kreuz verkauft werden soll — unsere Chance. Für Geld und Bürgschaften habe ich mich durch die halbe bürgerlich-liberale Gesellschaft von Solothurn gegessen. 1973 öffneten wir dann. Wir wohnten in den Zimmern, in denen früher und heute wieder Hotelgäste übernachten. Im Winter war es eiskalt.Und auch in der Beiz stand damals nur ein Ofen. Unter dem Holzboden hindurch rannten manchmal Ratten, die von der Aare her kamen. Und wenn eine verendete, stank
«Peter Bichsel war von Anfang an Stammgast.» Marguerite Misteli
es dermassen, dass wir gleich die Beiz schliessen mussten. Wir waren alternativ, kulturinteressiert und wollten die Welt verändern. Der damalige Chef der Kriminalpolizei hat öffentlich eine Wette abgeschlossen, dass es das Kreuz in sechs Monaten nicht mehr geben wird. Bei uns klappte nicht immer alles, aber die Leute kamen trotzdem.Es wurde viel
diskutiert, auch über Politik. Die GSoA, die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee, wurde hier gegründet.1974 starteten wir das erste alternative Kulturprogramm der Region.Peter Bichsel war von Anfang an Stammgast. Die Solothurner Literaturtage und die Filmtage haben ihren Ursprung an einem der Kreuztische.Es war eine bewegende Zeit.»
Pesche Weibel und Bri Schär (rechts) lieben die Brass.
▲ Bri Schär (54), Hausverwalterin, und Pesche Weibel (53), Rechtsanwalt, sind Stammgäste in der Brasserie Lorraine in Bern
«Auch das Personal ging an die Demos – dann war die Beiz zu» Ende August feierte die Brass,die Brasserie Lorraine in Bern, ihr 30-jähriges Bestehen. Nach wie vor haben alle den gleichen Lohn.Einen Chef gibt es nicht. Das wird sich auch nicht ändern, denn die Zahlen, sagen die Kollektivmitglieder, seien gut. Pesche Weibel und Bri Schär, Ihr kommt jeden Mittag in die Brasserie. Wieso?
Pesche Weibel: Hier ist es gemütlich, es gibt gutes, gesundes, biologisches Essen. Ich habe mein Büro im Quartier
und komme schon seit 20 Jahren. Bri Schär: Die Brass ist unsere Stube. Was hat sich verändert?
Bri: Man darf drinnen nicht mehr rauchen. Pesche: Es ist professioneller geworden, obwohl man immer noch ab und zu lange aufs Essen wartet. Hier riecht es nach Cannabis, jemand serviert barfuss. Stört Euch das nicht?
Bri: Wir sind tolerant.
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Niemand macht mehr Schweizer glücklich.
Pesche: Es ist halt einfach keine normale Beiz. Die Brass trotzte schon immer dem Kapitalismus. Wie war es in der Brass in der Anfangszeit?
Bri: Es ging ziemlich wild zu in den 80er-Jahren.Punks haben hier verkehrt, nachdem die Reitschule für einige Jahre geschlossen war.Und auch Drogensüchtige waren hier. Pesche: Hier wurden Transparente für Demonstrationen gemalt. Eine Zeit lang fanden ja fast jede Woche Demos statt. Auch das Brass-Personal ging demonstrieren. Die Beiz war dann zu. Wie kam die Brass bei den Nachbarn an?
Bri: Einige Quartierbewohner waren gegen die Beiz. Die Lorraine war damals ein Arbeiterquartier und die Nachbarn eher bürgerlich. Sie beschwerten sich häufig über die Brass, vor allem wegen des Lärms. Pesche: Das damalige Brass-Kollektiv machte einen geschickten Zug: Sie haben mehrere der wildesten Punks aufgefordert, hier zu arbeiten, was verschiedene dann auch, teilweise für längere Zeit, machten.
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Aktion
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29 auf, wollte Gleichberechtigung und den Weltfrieden. Nach kurzer Zeit aber machte es wieder dicht: Zahlungsprobleme. Es kamen weitere Kollektive. Bruno Hangarter erinnert sich an eine Art Sekte, welche die freie Liebe zelebrierte.Von Anfang an war es auch die Beiz der Punks. Wie viele Genossenschaftsbeizen in dieser Zeit war auch der Widder ein rotes Tuch für die Polizei. Nach dem Anschlag auf das Wohnhaus von Bundesrat Rudolf Friedrich ermittelte sie auch im Widder. Ab 1989 wurde es ruhiger. Das jetzige Kollektiv zog ein. Michael Sauerland stiess vor 17 Jahren dazu. Er war zuerst in der Putzequipe und organisierte Konzerte im Widder. Wer da arbeitete, tat das nicht in erster Linie wegen des Geldes, sondern weil es Spass machte.Und ein bisschen auch wegen der Ideologie. Zwar beBruno Hangarter trug der Umsatz damals bereits eine halbe Million Franken. Aber wirklich Gewinn machte die Beiz, die laut Sauerland «jeden Abend voll war», fast keinen. Dann übernahm Bruno Hangarter die Buchhaltung und sagte: «Ihr könnt das besser machen.» Die Arbeit sollte effizien- Bruno Hangarter (links) und ter organisiert wer- Michael Sauerland vor dem Widder. den,schlug er vor.Die Küche wurde daraufhin professioneller, der Service schneller. Und es wurde weniger diskutiert. «Wir sind heute pragmatisch», sagt Sauerland. Der Widder soll ein Restaurant sein, in dem man preisgünstig, gut und gesund Essen kann, ohne lange darauf warten zu müssen.Bestellen kann man inzwischen sogar Coca-Cola zero, «wegen der Geschmacksvorlieben von gewissen Gästen und Kollegen», sagt Sauerland. ColaCola,das Getränk des Kapitalismus,war ein absolutes No-go für die Genossenschaften der ersten Stunde. Im Widder trifft sich nach wie vor die alternative, linke Szene.Aber inzwischen wagen sich auch andere in die Beiz. Der Widder sei bürgerlicher geworden, bestätigt der Buchhalter, der inzwischen nicht mehr allen den gleichen Lohn ausbezahlt,sondern denen, die schon länger dabei sind, nach dem marktwirtschaftlichen Konzept, etwas mehr.
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«Der Widder ist bürgerlich geworden.»
▲ Bruno Hangarter (61), Buchhalter, und Michael Sauerland (42), seit 17 Jahren Kollektivmitglied der Genossenschaft Widder in Winterthur.
Heute gibts sogar CocaCola zero
Wer Widder-Anteilsscheine kauft, hat sein Geld gut angelegt. Denn auf keiner Bank erhält man mehr Zins: vier Prozent jährlich. Allerdings nicht in bar, sondern in Form von Essensgutscheinen. «Der Widder läuft gut»,sagt Buchhalter Bruno Hangarter. Er sehe zwar nicht streng aus, sagt Michael Sauerland. «Unser Buchhalter ist es aber.» Der Widder hatte das auch dringend nötig. 1981 eröffnete das Restaurant Widder, das zur gleichnamigen Hausgenossenschaft gehört. Ein Kollektiv nahm seine Arbeit
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31 DER HAUSMANN
Bänz Friedli bekam wunderbare Post.
Kinder kommen als Künstler zur Welt Draussen: Hudelwetter. Die Kinder sind schlecht drauf und mögen mein Essen nicht. «Vati, du weisst doch, dass ich Rotchabis nicht gern hab!» — «Hä? Letzte Woche war das noch dein Allerliebstes …?!» — «Ja,aber,Mann,das war letzte Woche!» Später an der Tramhaltestelle — wir wohnen nahe der Endschlaufe — fährt mir der Fahrer vor der Nase weg, und zwar eineinhalb Minuten früher, als es im Fahrplan stünde. Das tut er oft, weil er weiss, dass er unterwegs Zeit einbüssen wird. Aber dass er mir heut auch noch Grimassen schneidet … Irgendwie nicht mein Tag. Es gibt Tage, an denen man die Welt nicht versteht. Während ich im Niesel aufs nächste Tram warte,lese ich,wie die Präsidenten von GC und dem FCZ unisono gegen Fans wettern, die Pyros werfen … Als ginge sie das alles nichts an. Hallo, meine Herren! Sie sind die Gastgeber und Hausherren, Sie haben für Sicherheit im Stadion zu sorgen. Jahrelang haben Sie sich um diese Verantwortung gedrückt,die irren Fackelwerfer gar noch gehätschelt.Die x-fachen Durchsagen — «Wir dulden absolut keine Pyros» — waren nur noch lächerlich, denn es wurden dauernd Pyros abgefackelt, und nichts geschah. Würden Sie bitte dafür sorgen, dass man wieder mit Kindern ans Fussballspiel kommen kann, ohne um deren Leben fürchten zu müssen? Merci.
habe ich mich gestern gefühlt, und ich hätte all diese Bläulichen, die mich nicht verstanden und ich sie nicht, auf den Mond schiessen können. Ehrlich gesagt, mitsamt meinen Kindern. Aber ich hätte, was ich empfand,nicht so gut beschreiben können wie Leandro. Wie präzise Kinder manchmal fabulieren! Dabei ist der Bub schon in der zweiten Klasse. Da haben Kinder meist bereits aufgehört, grosszügig und fantasievoll zu zeichnen,bereits kleinlich zu «möölelen» und «gäggelen» begonnen. Kinder kommen als Künstler zur Welt.Ihr Denken ist uneingeschränkt, ihre Vorstellungskraft unbegrenzt.Nichts ist unmöglich. Und zeichnet man einen blauen Tag erst mal so chinesisch, ist er nur noch halb so blau.
«Alle Sind blau und sprechn Chinesisch.» Solche Tage gibts halt im Herbst: Man hat das Gefühl,alles habe sich gegen einen verschworen … Warum quasselt die Kioskfrau mit ihrer Kollegin, statt mir meine Hustenbonbons zu verkaufen? Ich bin im falschen Film. «Es gibt Tag da Sind alle Blau und sprechn Chinesisch», steht am nächsten Tag auf der Zeichnung geschrieben,die ein Leandro aus Wangen an der Aare mir geschickt hat,einfach so.Die Zeichnung ist grossartig: Menschen in allen Blautönen, die eigenartige Frisuren tragen und in Sprechblasen «Cha cha» und «Chang jang» von sich geben, darüber die Zeile: «Es gibt Tag da Sind alle Blau und sprechn Chinesisch.» Genauso
Kindlich sollte man bleiben. Ihre Wahrnehmung ist beneidenswert.Wenn Hans, den ich eben noch auf den Mond schiessen wollte, sagt: «Aber, Vati, man könnte doch ganz, ganz umweltfreundliche Autos bauen. Warum macht man es dann nicht?»,liebe ich ihn dafür,und mir können all die Politikerphrasen gestohlen bleiben,die wir in den Wahlkampfmonatenüberunsergehenlassenmussten.Und wenn künftig ein so komisch blauer Tag aufzieht,schaue ich mir einfach Leandros Zeichnung an. Dann wird alles gut. Bänz Friedli (46) lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Zürich.
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32 PREISBAROMETER Fisch kostet mehr Wegen der Überfischung der Meere wird Fisch immer rarer und dadurch teurer. Da die Migros Lieferanten mehr ihren Li bezahlen bezahl muss, sieht sie sich gezwungen, die Verkaufspreise für Verkau diverse divers Fischkonserven zu erhöhen. erhöhe Drei Beispiele: ■ M-Classic Rosa Thon, M-C 155-Gramm-Dose: Alter 15515 5-Gr Preis Fr Fr. 1.30, neuer Preis Fr. 1.50. ■ M-Classic Rosa Thon Salzwasser, 80-Gramm-Dose: Alter Preis Fr. 0.85, neuer Preis Fr. 0.95. ■ Albo Spanischer Thon in Öl, 48- GrammDose: Alter Preis Fr. 2.50, neuer Preis Fr. 2.70.
NEWS
Schauspieltalente ausgezeichnet Im Rahmen des Schauspiel-Wettbewerbs 2011 des Migros-Kulturprozents vergaben zwei internationale Jurys einen Förderpreis. Zudem sprachen sie 13 Studienpreise von je 14 400 Franken aus. Während die Studienpreise es den Preisträgern erlauben, sich voll und ganz auf ihre Ausbildung zu konzentrieren, unterstützen die Förderpreise die Preisträger beim oftmals schwierigen Übergang vom Schulabschluss zum Karrierebeginn. Der Förderpreis 2011 geht an Sven Schelker aus Reinach BL.
Die digitale Welt besser verstehen «Analog und digital sind zwei Formen, die sich nicht notwendigerweise ausschliessen», schreiben die Herausgeber im Vorwort von «Kultur digital». Das fast 400 Seiten dicke Werk aus dem Christoph-Merian-Verlag versucht den raschen Wandel der Digitalmedien verständlich zu machen. Es wurde im Auftrag des Migros-Kulturprozents publiziert und vereinigt verschiedene Essays mit Fallbeispielen aus Pop und Klassik, Buch und Bibliothek, Architektur und Design, Fotografie und Film, Tanz und Theater, Kunst und Performance. Ein Minilexikon erläutert die wichtigsten Begriffe aus der digitalen Welt. Die sorgfältig recherchierte und verständlich geschriebene Publikation ist ab sofort zum Preis von 29 Franken im Buchhandel erhältlich. www.migros-kulturprozent.ch/kulturdigital
Einkaufen via Social Commerce heisst der Trend, bei dem Kundinnen und Kunden über ein soziales Netzwerk im Internet einkaufen. Und mit der Migros sogar Geld sparen können.
D
ie Zeiten, in denen ein Händler einfach das Sortiment auf seiner Homepage auflisten konnte,sind vorbei. Heute wollen sich Internetnutzer einbringen, austauschen, Produkte bewerten und kaufen. Und das passiert nicht auf der Shoppingseite der Firma, sondern auf vielen kleinen Websites und Blogs, zu denen der Kunde bereits eine persönliche Bindung hat — zum Beispiel Facebook.«Social Commerce» heisst dieser Trend, und die Migros ist an vorderster Front mit dabei! So lanciert die Migros auf der Facebook-Seite von Melectronics jetzt wöchentliche Sonderaktionen mit Rabattcoupons — eine Social-Commerce-Aktion, wie es sie in dieser Grössenordnung in der Schweiz noch nicht gegeben hat. Zum Start gibt es 20 Prozent Vorteil auf alle Navigationsgeräte, die Melectronics im Sortiment hat.Die Coupons können in allen grösseren Fachmärkten oder im Melectronics-Online-Shop eingelöst werden. Die Rabattcoupons sind jeweils auf 1000 Stück limitiert. Mitmachen ist einfach: Jeder,der ein Facebook-Profil hat und auf der Melec-
Migros und Social Media
Mit dem neuen Pilotprojekt geht die Migros ihren Social-Media-Weg konsequent weiter. So ist sie mit Migipedia bereits seit Mitte 2010 aktiv. Momentan hat das Online-Portal über 21 000 registrierte Mitglieder. Auf Twitter verfolgen rund 4500 User die Migros-Kurznachrichten. Und die unterschiedlichen Migros-FacebookSeiten haben insgesamt mehr als 250 000 Fans.
tronics-Facebook-Seite «gefällt mir» klickt,kann profitieren.Pro Person darf nur ein Rabattcoupon eingelöst werden. Dieser kann nicht mit anderen Angeboten addiert werden. Auch künftig will die Migros auf Migipedia, dem Online-Kundenportal der Migros, und Facebook exklusive Angebote anbieten. Texte Christoph Petermann Bild Siggi Bucher
Infos: www.migros.ch/socialcommerce www.facebook.com/melectronics
«Wir bewegen uns in bester Migros-Tradition» Kevin Lancashire, Chef Betrieb Online Services der Migros, über die Chancen des Social Commerce. Kevin Lancashire, Online-Shopping gibt es schon lange. Was ist das Neue am SocialCommerce-Projekt der Migros?
Der Kunde gelangt via Facebook zu exklusiven Angeboten für hochwertige Artikel, die er in einer Melectronics-
Filiale einlösen kann. Diese Art des Social Commerce, also die Verbindung eines sozialen Netzwerks mit einem unserer Verkaufskanäle, ist in der Schweiz einzigartig. Das kann man mit Online-Shopping nicht vergleichen.
AKTUELL
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
NEUES AUS DER MIGROS 33
Facebook ist ein soziales Netzwerk – jetzt sollen dort Migros-Kunden auf Schnäppchenjagd gehen. Wird das bei den Nutzern nicht eine Abwehrreaktion auslösen?
Die Migros hat heute insgesamt bereits 250 000 Facebook-Fans. Wir glauben, dass ein Teil von ihnen diese neue Einkaufsmöglichkeit schätzt. Mit diesem Pilotversuch können wir genau das in Erfahrung bringen. Trotzdem:Wird so das Spezielle von Facebook nicht unterminiert?
Auf Facebook tauscht man sich über unendlich vieles aus.Warum nicht darüber,
wie und wo man günstig ein Produkt bekommt? Wir sind überzeugt, dass Social Commerce mehr als ein Trend ist. Mit unserem Pilotprojekt möchten wir jetzt in diesem Bereich erste Erfahrungen sammeln. Dabei bleiben wir jedoch den Werten der Migros treu. Wie meinen Sie das?
Via Facebook können wir den Kunden ganz direkt attraktive Rabatte anbieten, da der Weg über Online-Zwischenhändler wie zum Beispiel Groupon entfällt. Damit bewegen wir uns in bester MigrosTradition.
Wie sieht die Zukunft aus?
Wie gesagt, wir befinden uns in einer Testphase. Sollte sie erfolgreich verlaufen, wird das Angebot ausgeweitet. Grundsätzlich ist das Potenzial enorm. Das Smartphone und mit ihm der Supermarkt in der Hosentasche wird immer mehr Realität. Das sehe ich nur schon an meinem dreijährigen Sohn: Der ist bereits bestens mit dem iPad vertraut. Er kann Videos filmen, das Bildarchiv durchsuchen und möchte jetzt Bilder via E-Mail an seinen Grossvater senden.Nur die E-Mail-Adresse kann er noch nicht eintippen.
Sichtlich stolz: Kevin Lancashire mit der neuen Facebook-Seite von Melectronics.
AKTUELL MOUNTAINMANIA
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
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«Bergsteigen ist ein toller Sport für Kinder»
In nur zwei Stunden und 28 Minuten hat Dani Arnold im April die Eiger Nordwand bezwungen. Ein neuer Rekord! Der Urner Bergführer über Angst und das wunderbare Gefühl, ganz oben zu stehen.
E
r war 20 Minuten schneller auf der Spitze des Eigers als der frühere Rekordhalter Ueli Steck.Ganz ohne Sicherung. Spätestens seit diesem Rekord gehört der Urner Dani Arnold (27) zu den bekanntesten Schweizer Alpinisten. Nach der Lehre zum Polymechaniker hat er mit 22 Jahren die Ausbildung zum Bergführer begonnen. Heute lebt er von seinem Zweitberuf.
Das Alter eines Klettergastes spielt für Extrembergsteiger Dani Arnold keine Rolle.
Dani Arnold, wo waren Ihre Gedanken, als Sie ohne Sicherung durch die Eiger Nordwand geklettert waren?
Die Gedanken drehen sich beim Aufstieg nur um einen selbst und um das Klettern. Alles andere ist in diesem Moment unwichtig. Dies ist einer der Gründe, warum ich diesen Sport so liebe.
«Angst ist eine natürliche Bremse.»
Was treibt Sie an, stets neue Gipfel zu erklimmen?
Es ist die Faszination,sich mit sich selber auseinanderzusetzen,besonders bei Touren,die man alleine klettert. Dann ist da das wunderbare Gefühl, ganz oben zu stehen und alleine, mit Kollegen oder Gästen etwas erreicht zu haben, auf das man stolz sein kann.Wichtig ist,dass man nicht zu viele Touren hintereinander plant. Nur so kann man volle Konzentration erzielen. Wie gehen Sie mit der Absturzgefahr um?
Bild Visual Impact
Angst ist wichtig, sie ist eine natürliche Bremse. Man darf sie nie unterdrücken oder versuchen, etwas zu erzwingen. Natürlich braucht man eine gute Psyche und das Wissen, dass man der Herausforderung gewachsen ist. Alle Gefahren kann man nie ausschliessen. Ein Restrisiko bleibt. Ich bin mir dessen bewusst. Sie sind als Bergführer tätig. Ist Bergsteigen auch für Kinder geeignet?
Zwar hatte ich auf meinen Touren noch nie Kinder dabei, grundsätzlich spielt
Auf die höchsten Gipfel kommen auch die Kleinsten Auf der Mountainmania-Homepage kann man die Bergwelt erkunden, spannende Spiele ausprobieren und sogar den Mount Everest besteigen. Wer sich in den Bergen und der Umwelt besonders gut auskennt, kann sich eine persönliche Bergweltmeisterurkunde erspielen.
das Alter des Gastes aber keine Rolle.Die Tour muss dessen Fähigkeiten angepasst werden.Bergsteigen oder Klettern ist ein toller Sport für Kinder. Es gibt nur wenige Sportarten bei denen Gleichgewicht,Koordination,Kraft und Ausdauer gleichzeitig gefördert werden. Und man lernt, dem anderen zu vertrauen und ein Ziel gemeinsam zu erreichen.
Zudem werden täglich Kompasse, wöchentlich Digitalkameras und am Ende der Mountainmania 10 tolle Reisen für die ganze Familie im Wert von Fr. 30 000.– verlost. Noch mehr Informationen und Termine sind auf der Mountainmania-Homepage zu finden: www.mountainmania.ch
Dann gefällt Ihnen die Idee, dass die Migros mit Mountainmania bereits Kinder zum Thema Bergwelt abholt?
Für mich sind die Berge der grösste Spielplatz der Welt. Daher kann ich diese Kampagne nur unterstützen. Zudem glaube ich,dass man nur etwas schützen kann oder will, wenn man es kennt und versteht. Interview Anna Bürgin
SCHAUFENSTER AUS DER REGION
NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROS-MAGAZIN
36 Frischer gehts bei der Milch nimmer: Micaela beim ersten Schluck.
Eine Lektion in Milch Die Kuh ist lila, und die Milch kommt aus dem Tetrapack. Na, ja … Wie es tatsächlich mit der Milch geht, haben Monica, Micaela, Shenuga, Daniel, Yannick und Rosemarie im Zürcher Oberland erlebt.
W
o hat es hier Kühe?», will Daniel (8) wissen. Recht hat er. Wald im Zürcher Oberland macht nicht den Anschein eines Bauerndorfs. Erst als das Blau des Himmels näher kommt, weichen die Häuser dem satten Grün der Wiesen. Kuhglocken kündigen den Bauernhof der Familie Diggelmann an. Die Gruppe Nemo des Kindertagesheims Wiesenschanzweg aus Basel ist angekommen und freut sich über ein Glas Süssmost. Schon gehts mit Bäuerin Claudia Diggelmann (30) auf Besichtigungstour. Im Stall quietschen neugeborene Schweine. Galli, der mächtige Stier, schüttelt den Kopf, weil er wegen der Wanderer nicht
auf seine Wiese darf, da ein Fussweg darüberführt. Allerdings ist da auch noch die neunjährige Kuh Anita, die auf ihre Befruchtung wartet.Ja,es geht was.Und dann entdecken die Nemo-Kinder die jungen Kälber, denen sie den Schoppen geben dürfen. Leichter gesagt als getan. Shenuga (5) und Yannick (9) ist das zu wild,sie gehen lieber zu den Geissen,die friedvoll auf der Wiese Gras futtern. Claudia und Thomas Diggelmann führen ihren Hof in der vierten Generation. Bei ihnen dreht sich alles um die Milch. 160 000 Liter liefern sie pro Jahr der Migros Zürich. Ihr Bestand von 23 Kühen umfasst die Rassen Braunvieh und Rotfleck. Neben dem eigenen
Betrieb arbeitet die gelernte Konditorin Claudia Diggelmann einen Tag in der Dorfmolkerei, und Thomas einige Tage in einer Zimmerei. «Das ist eine gute Ergänzung zu unserer Arbeit auf dem Hof», sagen beide. In der Zwischenzeit haben die Stadtkinder die Haushündin Reina und zwei Hasen entdeckt. «Jö», tönt es unisono. Ein Stück heile Welt? «Wer wie wir das Arbeiten in und mit der Natur gewöhnt ist, möchte diese Form der Freiheit nicht verlieren», sagt die Jungbauernfamilie aus Steig in Wald. «Wir kommen wieder»,verabschiedet sich die Kindergruppe Nemo. Texte Martin Jenni Bilder René Ruis
SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
AUS DER REGION 37
Regionale Produkte schmecken besser Kein Ende der Erfolgsgeschichte ist in Sicht. Im Gegenteil. «Aus der Region. Für die Region.» boomt, was in einer globalisierten Welt auch nicht weiter verwundert. Eine Milch aus der Region trinkt sich einfach besser, als eine von weit her, was nicht heissen will, dass die andere Milch schlechter ist. Das Ganze ist mehr eine Sache des Gefühls und des Verstands. Heimat findet zu Hause statt und wird nicht von weit
weg hergeholt. Und wenn man schon nicht mehr im eigenen Kirchenchor mitsingt, dann fühlt man sich wenigstens mit den heimischen Produkten verbunden, die von den Produzenten aus der Region an die Migros geliefert werden und die sie dann in ihrer Region mit «der gelben Sonne und den blauen Bergen» kennzeichnet und verkauft. So bleibt nicht nur die Kirche im Dorf, sondern auch der typische Geschmack. Irgendwie logisch, findet doch der gesamte Produktionsvorgang in der Region statt.
So ist der Weg in den Laden rückverfolgbar bis hin zum Ursprung. Das bindet und schafft Vertrauen. Darum sind die Produzenten auch namentlich erwähnt. Sie sind das Herz dieses beliebten Labels. Das freut nicht nur die Migros, sondern auch ihre grosse Stammkundschaft. «Aus der Region. Für die Region.» ist tatsächlich eine Erfolgsgeschichte, mit weit über 8000 Produkten. Eines davon ist die frische Milch von Bauer Thomas Diggelmann.
So untalentiert im Umgang mit den Kälbern sind die Stadtkinder ja gar nicht, scheint Jungbauer Thomas Diggelmann zu denken.
SCHAUFENSTER BIO
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So einfach ist Bio
Für den sportlichen Stefano Quercioli gehört Bio zum Alltag. Der Weg zum Biolädeli war ihm früher zu aufwendig. Heute ist der Weg in die Migros ein Spaziergang. Dort stehen ihm mehr als 1000 Produkte zur Auswahl. frischem Gemüse und Früchten,prägten seine Kindheit. Mit 15 Jahren kam er in die Schweiz. Hier machte er seine Ausbildung zum Tennislehrer. Neben Aufenthalten im Ausland war Stefano Quercioli auch für den Tennisclub Blau Weiss Uster tätig. Als «Mini-Trainer» gab er sein Können an die Kleinsten weiter. Seit wann kaufen Sie Bio?
Seit etwa zwei Jahren. Ich habe einfach mal Bio gekauft, und es schmeckte mir. Am Anfang waren es vor allem Fleisch und Früchte. Warum?
Früher hatte ich ganz einfach keine Zeit und Lust, mich mit dem ganzen Biothema auseinanderzusetzen. Ich wollte auch nicht in die Biolädeli einkaufen gehen. Jetzt gibts alles bequem in der Migros, und da schaue ich (immer mehr) darauf, dass ich Bio kaufe. Wer hat Sie auf den Geschmack gebracht?
Vor allem Freunde, die sagten, dies oder das schmecke besser in Bioqualität.Dank der Medien bin ich jetzt auch viel besser über das Thema Bio informiert. So weiss ich, dass Bio mehr ist als ein Label. Es ist eine Art Lebenseinstellung. In welchen Bereichen benutzen Sie Bioprodukte?
«Bio gibt mir das Gefühl, etwas für den Planeten zu tun.»
T
ennislehrer Stefano Quercioli (51) aus Fehraltorf ZH ist in Italien aufgewachsen. In der Region Emilia Romagna, der Pastahochburg Italiens, hat ihn seine Nonna mit viel selbst gemachter Pasta verwöhnt. Die reiche, opulente Küche, verbunden mit viel
Vor allem bei Fleisch,Eiern,Gemüse und Früchten. Fühlen Sie sich besser, seit Sie Bio essen?
Ja, warum weiss ich zwar auch nicht genau. Man muss einfach daran glauben. Ihr Lieblingsbioprodukt in der Migros?
Die Maispoularde der Sélection-Linie. Was macht Bio attraktiv?
Es gibt mir als Konsumenten das Gefühl, etwas für die Umwelt, für unseren Planeten zu tun. Text Heidi Bacchilega Bilder René Ruis, LD Styling Karin Aregger
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MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
BIO 39
r Neu im Biosortiment de
Migros
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Die Grundsätze von Migros Bio Bio ist Naturliebe, die durch den Magen geht. Dies bedeutet ökologische, nachhaltige Landwirtschaft, intakte Umwelt und moderner Tierschutz. Das Label Migros Bio nimmt sich den Kreislauf der Natur zum Vorbild. Ein paar Beispiele:
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Marienkäfern und den Schlupfwespen, bekämpft.
Der Mist von Kühen wird als natürlicher Dünger auf den Feldern verwendet.
Mit dem Kauf von Bioprodukten unterstützen Sie die naturnahe Landwirtschaft. Kontrolliert und zertifiziert werden diese Betriebe und ihre Produkte zum Beispiel von der Bio Inspecta in Frick AG.
Schädlinge wie Läuse oder Olivenfliegen werden mit deren natürlichen Feinden, den
SCHAUFENSTER TERRASUISSE
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Bestes es vom Schweizer weizer ernhof Bauernhof
Tun Sie sich und tur etwas der Natur Gutes. Mit den ten von Produkten uisse TerraSuisse sen Sie de den geniessen ichen natürlichen hmac hm ackk aus Geschmack ltiger lt nachhaltiger rtscha haft ft Landwirtschaft terstü tützen und unterstützen zeit itig ig über gleichzeitig Schweizer 12000 Sc höfe und Bauernhöfe all ihre Bewohner.
Bauernhof im Netz Die Migros lädt ein zur interaktiven Entdeckungsreise durch die Welt von TerraSuisse. Und wen das Glück begleitet, gewinnt ein Geniesserwochenende.
B
ei einem Besuch auf dem Bauernhof lässt sich allerhand Spannendes entdecken. Kleiner Ausflug gefällig? Nur noch ein paar Klicks im Internet, und schon ist man vor Ort. Auf den Seiten zu TerraSuisse auf Migros.ch nimmt die Migros ihre Besucher mit auf
eine atmosphärische Entdeckungsreise aufs Land. Spielerisch lassen sich hier interaktiv die Lebenswelten von TerraSuisse erkunden. Doch keine Sorge, die Bienen, die hier vergnügt im Obstgarten summen, stechen garantiert nicht. Schauen Sie doch gleich selber nach,
welche Überraschungen sich auf Feld, Wiese und im Stall verstecken. Und mit etwas Glück gewinnen Sie eines von fünf Genussweekends für zwei Personen im Bündnerland. Alle Informationen dazu unter: www.migros.ch/terrasuisse Jacqueline Vinzelberg
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TerraSuisse-Fans bringen die Schweiz zum Blühen Auf Facebook hat die Migros jetzt eine einzigartige Umweltaktion ins Leben gerufen. Jeder Facebook-Nutzer kann mit nur einem «gefällt mir»-Klick einen Quadratmeter Wildblumen erblühen lassen und damit natürlichen Lebensraum für bedrohte Tierarten schaffen. Die entsprechenden Flächen werden auf Getreidefeldern und Brachen von IP-Suisse-Bauernhöfen angelegt. Die dafür benötigten Wildblumensamen spendet die Migros. Der aktuelle Spendenstand lag zum Redaktionsschluss bereits bei über 12 214 Quadratmetern. Also gleich mitmachen und weitersagen!
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Virtuelle Landpartie Die Vögel zwitschern um die Wette, und der Wind flüstert mit den Blättern der Bäume. Ein Feldhase huscht ängstlich durch die von Insekten bevölkerte Wildblumenwiese. Herzlich willkommen auf dem Land! Herzlich willkommen bei TerraSuisse! 1. Aus dem gereiften Korn entstehen die verschiedenen Mehlsorten und Brotbackwaren von TerraSuisse. In den Getreidefeldern werden Flächen mit Wildblumen angelegt. Ein idealer Lebensraum für viele Vögel.
2. Der Dinkelanbau in Europa geht bis auf die späte Steinzeit zurück. Unter TerraSuisse erlebt das gesunde Korn eine Renaissance. 3. Von den leuchtend gelben Feldern kommt das gesunde Rapsöl mit seinen ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen. 4. Der Kartoffelacker ist frei von Herbiziden und Pestiziden. Unkraut wird mit dem Hackgerät bekämpft, und Blattläuse werden zum Beispiel von Marienkäfern gefressen.
5. Aus den TerraSuisse-Obstgärten stammen die Früchte für die TerraSuisse-Säfte. Das Obst wächst zu 60 Prozent auf Hochstammbäumen. Sie bieten vielen Insekten und Vögeln einen idealen Lebensraum. 6. TerraSuisse-Tiere wurden in der Schweiz geboren und wachsen in artgerechten Stallungen – weitgehend mit Auslauf – auf. Sie liefern das feine Fleisch und die Kühe die gute Wiesenmilch. Mehr auf: www.migros.ch/terrasuisse
Generieren Sie einen Quadratmeter Lebensraum und werden Sie TerraSuisseFan auf: www.facebook.com/TerraSuisse
SCHAUFENSTER UTZ
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Dieser Kaffee schmeckt uns
Die Zusammenarbeit der UTZ Certified und Migros ist vier Jahre jung und hat schon einen grossen Erfolgsausweis. Doch es gibt noch viel zu tun.
Zwei Frauen, die alles über das UTZ-Label wissen: Anita Aerni, Key Account Manager UTZ Certified Europa (links), und Gabriela Grütter, Leiterin Category Management bei der Migros.
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abriela Grütter,Leiterin Category Management der Migros, und Anita Aerni, Key Account Manager für UTZ Certified Europa, sprachen über Nachhaltigkeit und die Zukunft für zertifizierte Produkte in der Migros. Gabriela Grütter, was waren die Gründe für die Migros,einen Grossteil ihresAngebots auf UTZ-zertifizierten Kaffee umzustellen?
Gabriela Grütter: Nachhaltigkeit ist einer der fünf Kernwerte der Dachmarke Migros. Diesen Kernwert wollen wir stärken und eine führende Rolle in diesem Thema einnehmen.In der Direktion Food setzen wir neben den etablierten bekannten Labels seit letztem Jahr auch auf UTZ Certified und zahlen damit auf den Nachhaltigkeitsauftrag ein.Bis heute haben wir 17 000 Tonnen UTZ-zertifizierten Kaffee verarbeitet. Dies nimmt laufend zu. Ausserdem bieten nun auch die Migros-Restaurants und Migrolino UTZ-zertifizierten Kaffee an.
Wie kann sichergestellt werden,dass so grosse Mengen Kaffee,wie sie die Migros verkauft, mit UTZ-Zertifizierung bereitstehen?
Gabriela Grütter: UTZ Certified arbeitet sowohl mit Kleinbauern wie auch mit
Gibt es einen Kontakt in die Anbauländer? Kauft die Migros direkt bei den Bauern?
Gabriela Grütter: UTZ Certified ist ein Pionier in der Rückverfolgbarkeit und bringt Transparenz in die Lieferketten. Die Migros weiss genau, von welcher Farm oder Kooperative ihr Kaffee angebaut worden ist.Die Migros kauft aber grösstenteils über den Handel ein, da einzelne Lieferanten die notwendigen Mengen oft nicht liefern könnten. Anita Aerni, wie wird die Zertifizierung nach den UTZ-Richtlinien sichergestellt? Gibt es regelmässige Kontrollen?
Anita Aerni: Selbstverständlich. Alle Zertifikatshalter in den Ursprungsländern werden einmal jährlich durch externe Dritte kontrolliert. Dazu kommen unangemeldete Kontrollen. Aber auch die Migros wird kontrolliert: Einmal im Jahr wird ihre Kaffeerösterei Delica einem Audit unterzogen, bei dem überprüft wird,ob die Ware mit dem Logo aus zertifizierten Quellen stammt. Welche Anreize bzw. Vorteile gibt es für die Bauern, sich zertifizieren zu lassen?
Anita Aerni: Das Wichtigste ist, dass die Zertifizierung generell zu grösseren Ernten und besseren Qualitäten führt, was zu einem besseren Einkommen der Kaffeebauern führt,und zwar unabhängig davon, ob die Ware als zertifiziert verkauft wird oder in den konventionellen Markt geht. Zusätzlich gibt es für zertifizierte Ware eine Prämie.
Die Migros-Kunden können im Internet den EAN-Code des UTZ-zertifizierten Kaffees eingebenunderfahren,woherderKaffeestammt. Nutzen die Kunden diese Möglichkeit denn auch?
Gabriela Grütter: Ja, und es werden täglich mehr,die das UTZ-Nachverfolgbarkeitstool unter www.migros.ch/ coffee nutzen. Die Seitenaufrufe auf unserer Website nehmen vor allem dann zu, wenn wir Aktivitäten am Laufen haben. Wie geht es weiter? Stellt die Migros ihr ganzes Kaffeesortiment auf UTZ certified um?
Gabriela Grütter: Wir haben bereits rund 90 Prozent unseres StandardKaffee-Sortiments auf UTZ umgestellt. Ausgenommen davon sind Sélectionund M-Budget-Kaffees und Markenartikel. Es gibt bereits UTZ-zertifizierten Kakao und Tee. Plant die Migros diese Produkte nur noch von UTZ-zertifizierten Bauern zu kaufen?
Gabriela Grütter: Ja, ab nächstem Jahr setzen wir bei Kakao und Tee ebenfalls auf UTZ-zertifizierte Bauern. Unsere Eigenindustrie Chocolat Frey beschafft bereits heute einen Teil ihres Kakaobedarfs UTZ-zertifiziert. Es ist unser Ziel, die mehr als 600 Schokoladenpositionen bis Ende 2013 zu 100 Prozent in UTZ-Qualität zu beschaffen. Gilt das auch für alle Teesorten, welche die Migros verkauft?
Gabriela Grütter: Beim Tee sind es drei bis fünf Positionen wie der Schwarz-, Grün- oder Rooibos-Tee. Hier ist die Verfügbarkeit noch beschränkt. Ein weiterer Ausbau ist geplant. Dank der intensiven und kooperativen Zusammenarbeit in der gesamten Wertschöpfungskette wird uns dieses Grossprojekt helfen, die führende Rolle beim Thema Nachhaltigkeit zu verteidigen. Interview Claudia Schmidt
Bilder Marvin Zilm, PD, Agentur Waldhäusl
kleinen und grossen Farmen in 21 Ländern zusammen. Laufend stossen neue Produzenten dazu.Das Interesse an einer UTZ-Zertifizierung ist sehr gross, weil die Produzenten sehen, dass sie dadurch ihre Qualitäten wie auch die produzierten Mengen erhöhen können. Anfang 2011 waren mehr als 400 000 Tonnen Kaffee weltweit UTZ-zertifiziert.
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SCHAUFENSTER UTZ
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«Wir haben bis jetzt über 17 000 Tonnen UTZzertifizierten Kaffee verarbeitet.» Gabriela Grütter, Leiterin Category Management Migros
UTZ-zertifizierten Kaffee erkennt man am kleinen Label oben rechts. Zum Beispiel: Caruso, 500 g, Fr. 8.60
SCHAUFENSTER ACTILIFE
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ald hat es uns wieder,das Bibberwetter — und mit ihm gilt es von Neuem,Strategien zu finden,damit die Familie unbeschwert durch die kalte Jahreszeit kommt. Lassen wir uns von der Kälte einschüchtern, pendeln wir zwischen dem Teekocher,dem Sofa und einem Bad mit ätherischen Ölen, statt den Herbst zu geniessen. Es ist also Zeit, unsere Gewohnheiten der Jahreszeit entsprechend anzupassen. Bekannt ist, dass eine ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf und viel Bewegung an der frischen Luft,die besten Voraussetzungen sind,um fit durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Also geniessen Sie beim Essen die bunte Abwechslung! Mit fünf Portionen Früchten und Gemüse am Tag werden mit Leichtigkeit lebensnotwendige Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen. Und als Gemüsesuppe zubereitet können wir zweifach profitieren: Erst macht sie
satt, und danach hält sie uns auf einem windig-kaltenHerbstspaziergangwarm. Einen zusätzlichen Beitrag für unser Wohlbefinden im Herbst, kann die breite Produktpalette von Actilife leisten. Der herrlich fruchtige Actilife-Antioxidants-Drink versorgt unseren Körper mit den Vitaminen A, C und E. Diese können freie Radikale abfangen und helfen so, die Zellfunktion zu erhalten. Auf ältere Personen abgestimmt sind die Actilife-Senior-Brausetabletten, die mit Zink, Vitaminen und Weizenkeimöl angereichert sind. Actilife Immun-Pro-Lutschtabletten helfen auf physikalische Weise, Erkältungsviren abzuwehren und unterstützen damit das körpereigene Immunsystem. Nehmen Sie die Lutschtabletten vorbeugend ein,oder wenn sich das erste Kratzen im Hals bemerkbar macht. Diese Strategien helfen Ihnen und Ihren Liebsten den kalten Herbsttagen zu trotzen. Nicole Ochsenbein
SCHAUFENSTER ACTILIFE
45 Draussen spielen und mit Papa einen Drachen steigen lassen – Bewegung und gesunde Ernährung hält Gross und Klein fit.
Bild F1 online/bab.ch
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SCHAUFENSTER WÄSCHE
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Wäsche für alle Fälle
Das Wäsche- und Strumpfsortiment präsentiert sich neu im einheitlichen, modernen Verpackungsdesign. So finden Sie sicher das, was Sie suchen.
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H
Bild istockphoto
unde sind ausgesprochen soziale Wesen, und genau das macht sie soliebenswert.SiesindderMittelpunkt des Familienlebens und lassen sogar wildfremde Menschen miteinander ins Gespräch kommen.Nach den Katzen sind sie mit Abstand das beliebteste Haustier: In zwölf Prozent der schweizerischen Haushalte lebt ein Hund. Essenziell für ein langes, aktives Hundedasein ist eine Nahrung auf dem neusten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis. Die Hundefutterlinie Asco bietet von der Nass- und Trockennahrung bis hin zum Snack für jeden Hund das passende Futter. Der Asco-VitalComplex versorgt ihn mit allen Nährstoffen, die sein Fell zum Glänzen bringen und seine Verdauung und Abwehrkräfte fördern.Neu ergänzen die Nassnahrung Pasta und die Trockennahrungsmittel Active und Light das Sortiment. Dank der neuen Verpackungen sind die Lieblingsprodukte jetzt noch schneller zu finden. Asco ist seit 20 Jahren die beliebteste Hundenahrung in der Schweiz und exklusiv in der Migros erhältlich. Dora Horvath
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NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROSMAGAZIN
62
Bravo, Veronika! Mitten im Herzen von Berlin starteten 40 000 Laufprofis. Die Erdinger-alkoholfrei-Läuferin Veronika Edalini (44) aus Biberist SO war wieder mit von der Partie. Gestartet wurde vor der Siegessäule, vorbei an einigen der schönsten Sehenswürdigkeiten Berlins, wie dem Schloss Bellevue, um nach 42,195 Kilometer beim Brandenburger Tor ins Ziel einzulaufen. Berlins Marathon gilt als einer der fünf attraktivsten Läufe weltweit. Entlang der Strecke feuerten rund eine Million Zuschauer die Läufer an. Die Unterstützung von Juri und Diana Dal Ben und Familie Mezger mit der kleinen Mia, Gewinner des Erdingeralkoholfrei-Wettbewerbs, galt Veronika Edalini. Gespannt verfolgten sie bei sonnigem Wetter den Lauf. Nach 4 Stunden 15 Minuten und 39 Sekunden beendete Veronika ihren zweiten Marathon und lief 15 Minuten schneller als in New York vor einem Jahr (MM-Ausgabe 30/2010)! Infos: www.erdinger-alkoholfrei.ch
Veronika Edalini strahlt: Beim Berliner Marathon konnte sie ihre New Yorker Bestzeit um 15 Minuten verbessern. Erdinger alkoholfrei, 6 x 33 cl, Fr. 7.50
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MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
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SAISONKÜCHE SATU BLANC
NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROS-MAGAZIN
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Die Spionin, die Guetsli liebt
Auf der Bühne hat sie das Wort, am Herd die «Saisonküche». Vorhang auf für Satu Blanc, die Schauspielerin, und Janine Neininger, die Köchin. Applaus fürs Kaffee-Haferflocken-Gebäck!
L
euchtend sind ihre blauen Augen, zierlich die Erscheinung, einfühlsam die Stimme. «Herzlich willkommen über den Dächern von Basel», begrüsst die Schauspielerin Satu Blanc (42) «Saisonküche»-Köchin Janine Neininger. Alle Wege führen nach Basel. In die Altstadt führt das Tram, zu Rathaus undMartinskircheführtderBlickausSatuBlancsKüche.«Schönisteshier»,sagt die Köchin und legt die Zutaten bereit. «Papst Eugen IV. schickt seinen Kardinal Salvatore di Schifanoia aus Rom nach Basel. Dieser soll dort in seinem Namen für Ordnung sorgen»,erzählt die Schauspielerin über ihre aktuelle Rolle im Stück «Die Spionin aus Rom». «Für Ordnung muss ich nicht sorgen, aber für die Umsetzung des Rezepts», antwortet Janine Neininger, die mit dem Wallholz die Kaffeebohnen zermalmt. Was für eine Inszenierung für «Guetsli».
Ein bürgerliches Trauerspiel und eine beschäftigte Köchin National bekannt wurde Satu Blanc mit ihrer Rolle als Lydia Welti-Escher, die als Tochter des berühmten Eisenbahnpioniers Alfred Escher zu den reichsten Frauen der Schweiz gehört hat und 1891 freiwillig in den Tod ging. «Falls der liebe Gott nicht den Takt hat, mich abzuberufen, wenn ich hinieden nichts mehr zu thun habe, so habe ich ihn»,zitiert sie die Frau.Auf der Bühne lässt Satu Blanc das Leben von Lydia Welti-Escher Revue passieren: «Dabei werden dem Publikum die Gedanken einer Frau enthüllt, die an der grossbürgerlichen Welt, in die sie hineingeboren wird, zu Grunde geht», sagt die Schauspielerin mit entsprechender Mimik zu Janine Neiniger, die froh ist, mit dem Gebäck beschäftigt zu sein. «Jemand Kaffee?», fragt Satu Blanc lachend. Mit Märchen hat sie begonnen auf der Bühne zu stehen, und während
Kochen mit der «Saisonküche» Hopp und Zack. Backen leicht gemacht. «Saisonküche»-Köchin Janine Neininger zeigt es, Satu Blanc macht es.
Aufgetischt ■ Was haben Sie immer auf Vorrat? Früchte, Käse, Haferflocken, Knäckebrot. ■ Wie oft kochen Sie pro Woche? Täglich, um zu überleben. Was lebt, isst. ■ Kochen ist für Sie … … ein notwendiges Übel. Backen tue ich allerdings sehr gerne. ■ Was würden Sie nie essen? Fleisch esse ich nicht. Dafür Fisch. ■ Mit wem würden Sie gern mal essen gehen? Persönlichkeiten lasse ich in Ruhe. Am liebsten esse ich mit meinem Partner. Immer wieder.
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
SAISONKÜCHE SATU BLANC 65
Mit Nascherei und Kaffee lernt es sich besser. Theaterschauspielerin Satu Blanc macht es vor.
Wenige Zutaten, viel Aroma: Voraussetzung für dieses Rezept ist etwas Muskelkraft beim Zermalmen der Kaffeebohnen. Auch die Queen schätzt die Guetsli zum Afternoon Tea, liest man.
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5: 01.12.–04.12. Do–So 6: 02.12.–05.12. Fr–Mo 7: 05.12.–08.12. Mo–Do
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1. Tag: Morgens Flug mit Air Berlin/Nikki Zürich–Wien. Anschliessende Stadtrundfahrt. 2. Tag: Freier Tag in Wien. 3. Tag: Fakultativer Ausflug nach Bratislava mit Stadtführung. 4. Tag: Freier Tag in Wien. Am späteren Nachmittag Transfer zum Flughafen und Rückreise mit Air Berlin/Nikki nach Zürich. Preise pro Person
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SAISONKÜCHE SATU BLANC
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
67 zehn Jahren hat sie eine illustre Gästeschar mit einem theatralen Spaziergang durch Basel geführt. Dabei hat sie die Druckerfrau Anna Katharina gespielt, die über Basels ruhmvolle Zeit sprach,als Erasmus von Rotterdam und Hans Holbein sich in der Stadt am Rhein niederliessen. «Aber heute hat sich eine Zürcher Köchin in Basel niedergelassen — und die Kaffee-Haferflocken-Guetsli kommen gut», sagt Janine Neiniger.
Kaffee-Haferflocken-Guetsli
«Kippis» bedeutet Prost und ist finnisch – Kräutertee ist ihr lieber Die Mutter von Satu Blanc ist Finnin,der Vater Schweizer. Da liegt einem die Frage auf der Zunge,was es mit dem finnischen Wodka und Kaviar auf sich habe. «Da muss ich passen, Trinkgelage sind mir fremd.Am Abend mag ich zum Essen ein Glas Wein.Und Kaviar kann ich mir nicht leisten», sagt Satu Blanc mit ernster Miene, deren Mundwinkel ins Schmunzeln wechseln. Was jetzt? «Nein wirklich, ich werde dem finnischen Klischee nicht gerecht.Ich bevorzuge Kräutertee, und das gleich literweise», ergänzt Satu Blanc. Während dreier Jahre lebte sie in Rom und wurde von ihren italienischen Mitbewohnern kulinarisch verwöhnt. «Ist Rom nicht die Stadt der Innereien?», fragt die «Saisonküche»-Köchin. «Ich habe mich mit Pasta, Pizza und Fisch durchgeschlagen.Den Innereien und den Touristen bin ich aus dem Weg gegangen», sagt Satu Blanc. «Nach Jahren in Städten ziehen wir vielleicht aufs Land. Dann werde ich Selbstversorgerin. Allerdings bezweifle ich, ob ich solch gute Guetsli herstellen kann», sagt die Spionin aus Rom. Eine Charmeurin auch noch! Text Martin Jenni Bilder Marco Aste
www.satublanc.ch «Die Spionin aus Rom» wird noch am 19. und 20.10.2011 im Kellertheater zum Isaak und «Die letzten Stunden der Lydia Welti-Escher» im Kellertheater im Lohnhof im November und Dezember 2011 in Basel aufgeführt.
ZUTATEN 25 g ganze Kaffeebohnen 0,5 dl frischer Espresso 100 g Honig 1 Ei 120 g feine Haferflocken 100 g Rosinen 40 g Mehl Zubereitung 1 Kaffeebohnen in einen Tiefkühlbeutel geben und mit dem Wallholz grob zerstossen. Espresso, Honig und Ei verrühren. Kaffeebohnen, Haferflocken, Rosinen und Mehl beigeben und mischen.
2 Backofen auf 180 °C vorheizen. Bleche mit Backpapier belegen. Je 1 TL Teig auf das Backpapier setzen. Guetsli in der Ofenmitte ca. 8 Minuten backen. Vorsichtig vom Blech heben und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Tipp: Guetsli in Dosen füllen und kühl aufbewahren.
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NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROS-MAGAZIN
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Mehr als ein Wachmacher Wahrscheinlich wird keine Einladung öfter ausgesprochen als die zum Kaffee. Das aromatische Getränk steht auf der Beliebtheitsskala ganz oben und ist gesünder als sein Ruf.
F
Foodredaktorin Sonja Leissing
ür den verführerischen Duft von frisch gebrühtem Kaffee gibt es keine Konkurrenz. Er ist auf fast jedem Frühstückstisch zu Hause und ein willkommener Gast den ganzen Tag hindurch. In vielen Teilen der Welt zählt der Bohnenaufguss zu den beliebtesten Getränken überhaupt. Die Schweiz belegt mit zirka 1400 Tassen pro Kopf und Jahr dabei einen Spitzenplatz, noch vor Italien. Nur in den nordischen Ländern, allen voran Finnland, wird mehr davon getrunken als hierzulande. Die Qualität der Bohne hängt ähnlich wie beim Wein von Anbauhöhe, Klima, und Bodenbeschaffenheit ab. Von über 80 Kaffeearten sind heute noch zwei, Arabica und Robusta, von Bedeutung. Etwa 1000 Inhaltsstoffe machen Kaffee zu einem der aromatischsten Genüsse.
Ein Genussmittel wird zum Kultgetränk Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung hat das Getränk inzwischen von seinem negativen Image freigesprochen, von dem es lange begleitet wurde. Koffein, Vitamin B, Mineralstoffe, Säuren, Phenole und Antioxidantien haben im Zusammenspiel mit allen anderen Ingredienzien eine vielfältige Wirkung auf den menschlichen Organismus und beeinflussen den Stoffwechsel positiv. Kaffee regt das Nervensystem an, macht wach, steigert die Aufmerksamkeit und fördert den Gedankenfluss. Ausserdem werden die Herzkranzgefässe erweitert und so der Herzmuskel angeregt. Er soll sogar Depressionen vorbeugen. Die Behauptung, dass Kaffee demKörperWasserentzieht,istüberholt. Kurzfristig wirkt das Koffein zwar harntreibend,doch dieser Effekt mindert sich bei regelmässigem Konsum. Der Legende nach gelten Ziegen als die Entdecker der anregenden Bohne. Um das Jahr 850 bemerkten Mönche eines
äthiopischen Klosters, dass ihre Ziegen auffällig munter herumsprangen, nachdem diese die dunkelroten Beeren verzehrt hatten. Die Mönche taten es ihnen nach. Von dem bitteren Geschmack waren sie jedoch so enttäuscht, dass sie die Früchte ins Feuer warfen. Dem entstieg sogleich ein köstlicher Duft.Experimentierfreudig brauten sie aus den so gerösteten Bohnen ein schwarzes Getränk und konnten fortan bis tief in die Nacht beten oder plaudern. Erst rund 600 Jahre später hielt der Kaffee Einzug in Persien und dem Osmanischen Reich. In Venedig eröffnete 1645 das erste Kaffeehaus Europas, und die Kaffeekultur eroberte in Windeseile den ganzen Kontinent. Längst ist die Tasse Kaffee mehr als eine lieb gewonnene Gewohnheit. Wie nie zuvor wird Kaffee heute als Kult zelebriert. Sogenannte Barristas haben die Zubereitung zum Ritual erhoben. Von klassisch schwarz bis hin zur Mischung mit Aromasirup: Den Kaffee mit einem Zusatz aufzupeppen ist nicht neu. Der «Carajillo» (Espresso mit Brandy) beispielsweise hat eine lange Tradition bei den Arbeitern in Spanien. Anderswo liebt man Espresso mit Zitrone oder Grappa,KaffeemitKakaoodermitWhisky und Schlagrahm.Der beste Freund des Kaffees ist und bleibt die Milch. Kalt, warm, luftig oder fest aufgeschäumt — das Wichtigste dabei ist das richtige Mischverhältnis. Und wenn ein Mann je in Versuchung geraten sollte, seiner Frau das Kaffeechränzli zu verbieten, sei er daran erinnert, dass es in der Türkei früher ein Scheidungsgrund war, seiner Frau den Kaffeegenuss zu verbieten.
Tipps & Tricks Erst ein luftiger, weisser Milchschaum macht Kaffee und Espresso zum unvergesslich cremigen Genuss. Dabei kommt es auf die richtige Konsistenz an. Fettarme Milch lässt sich besser aufschäumen als Vollmilch, und der Schaum bleibt stabiler. Auch laktoseintolerante Kaffeegeniesser müssen auf nichts verzichten, denn lactosefreie Milch lässt sich ebenso perfekt aufschäumen.
KÜCHENKUNDE KAFFEE
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
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Der Klassiker
Der Moderne
Der Elegante
Erfunden wurde die Zubereitungsart des Espressos in Mailand. Dabei wird heisses Wasser (88 bis 94 °C) mit hohem Druck durch feines Kaffeemehl stark gerösteter Bohnen gepresst. Ob die Bohne frisch und der Espresso richtig zubereitet ist, zeigt die berühmte Crema an, der dichte, goldbraune Schaum auf der Oberfläche. Alternder Kaffee oder zu heisses Wasser ergibt kaum Crema. Mit einer Spirituose wie Grappa wird der Espresso zum Corretto und mit einem Schluck geschäumter Milch zum Espresso Macchiato.
Übersetzt heisst Latte Macchiato «befleckte Milch» und Italiens Kinder waren die ersten, die diese dreifarbige Mischung liebten. Serviert wird die kleine Ersatzmahlzeit immer im Glas, damit sich auch das Auge freut. Heisse Milch und fester Milchschaum obenauf gehören zuerst hinein und bilden mengenmässg den Hauptanteil. Geschmacklicher Höhepunkt ist ein starker, frisch gebrühter Espresso, der zum Schluss vorsichtig durch den Schaum in die Tasse gefüllt wird.
Der originale Cappuccino besteht aus exakt drei gleichen Teilen Espresso, Milch und Milchschaum und wird in einer speziellen Cappuccinotasse serviert. Ein einfacher Espresso wird dazu mit aufgeschäumter Milch aufgegossen. So verleiht ihm die Espressocrema die typische Kapuze. Der Milchkaffee, bei uns auch Schale genannt, wird hingegen nicht mit Espresso und nicht mit aufgeschäumter Milch bereitet, sondern mit Kaffee und heisser Milch zu gleichen Teilen.
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IHRE REGION
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
MIGROS LUZERN 73
NEWS
Zuger Weinkäse
Klubschultipp der Woche
Die Käserei Hegglin aus Unterägeri präsentiert ihre neuste Kreation: den Zuger Weinkäse. Der cremige, würzig-aromatische Käse wird mit Zentralschweizer Rotwein behandelt und reift im Ägeritaler Felsenkeller. Der Weinkäse aus frischer Rohmilch vom Berggebiet steht unter dem Label «Aus der Region. Für die Region.» und ist ab sofort in allen grösseren Filialen der Migros Luzern erhältlich.
Malen, fotografieren, nähen oder Cocktails mixen: Was möchten Sie am liebsten einmal kennenlernen? Am Samstag, 29. Oktober, von 9 bis 15 Uhr, präsentiert die Klubschule Zug ihre Kreativkurse mit ausgestellten Arbeiten und kleinen Aktivitäten zum Ausprobieren. Kursleitende geben Auskunft und beraten Sie gerne. Besuchen Sie uns und schnuppern Sie nach Lust und Laune! Klubschule Zug Industriestrasse 15b, Zug 041 727 11 55, www.klubschule.ch
Beethoven und Mozart in der Leuchtenstadt
Die dritte Saison der Migros-Kulturprozent-Classics startet am 11. November mit Klavier und Orchester.
D
ank des Engagements des MigrosKulturprozents begeisterten bereits viele hochkarätige Orchesterformationen und hervorragende Solisten das Schweizer Publikum. Am 11. November eröffnet das Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino unter der Leitung des Chefdirigenten Zubin Mehta die diesjährige Saison. 1928 gegründet, gehört das Orchester heute zu den führenden Klangkörpern Italiens. Das Maggio Musicale Fiorentino begleitet den Klaviersolisten Francesco Piemontesi. Der Tessiner begann mit dem Klavierspiel bereits mit vier Jahren, und seit seinem ersten Klavierabend mit elf Jahren führen ihn Konzerte nach Europa,Asien und in die USA.2009 wurde er von der BBC zum New Generation Artist ernannt. Am Konzert vom 11. November werden die Pianoklänge von Francesco Piemontesi das KKL in Luzern füllen. Das virtuose Konzert für Klavier und Orchester (Nr. 25 C-Dur, KV 503) von Wolfgang Amadeus Mozart steht mit der fröhlichen Tonart C-Dur im Kontrast zu den vielschichtigen, heroischen Klängen von Ludwig van Beethoven. Der Komponist verarbeitete in der Ouvertüre «Egmont» (op. 84) und in der Sinfonie Nr. 3 «Eroica» (Es-Dur op. 55) seine Enttäuschung über Napoleon Bonapartes Selbstkrönung zum Kaiser. Eva D‘Andrea
Daten und Preise
■ Tickets: Abonnements für die beiden Konzerte in Luzern: Fr. 45.- bis Fr. 280.Einzelkarten: Fr. 30.- bis Fr. 150.Auskunft und Kartenverkauf für Abonnements und Einzelkarten: Klubschule Migros Luzern, Schweizerhofquai 1, 6004 Luzern. Tel. 041 418 66 44. Einzelkarten können auch übers Internet bestellt werden: www.kkl-luzern.ch ■ Daten: 11. November 2011: Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino 20. März 2012: Orchestre National de France
Der Klaviervirtuose Francesco Piemontesi wird im KKL vom renommierten Orchester Maggio Musicale Fiorentino begleitet.
IHRE REGION MIGROS LUZERN
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74
Neu in Schwyz: Vermietung und Service für Wintersportler Der SportXX der Migros ist eine gute Adresse für Schneesportler, besonders auch im Mythen Center Schwyz. Hier wird es neu den beliebten Mietservice mit einer breiten Auswahl an Ski, Snowboards und Schneeschuhen geben. Dieser Service ist optimal, gerade auch für Familien mit Kindern im Wachstum. Dabei wird Wert auf Topmaterial zu fairen
Preisen und eine kompetente Beratung gelegt. Auch der Wintersportservice ist umfassend: Man kann sich den Belag von Ski und Snowboards präparieren, ausbessern oder wachsen lassen. Die Spezialisten von SportXX übernehmen im Mythen Center Schwyz auch das Kantenschleifen oder die Bindungskontrolle. Mehr Infos unter www.sportxx.ch
Schneesport mit der Klubschule
Alles für den Sport im Schnee: SportXX Mythen Center Schwyz.
Für Anfänger oder Fortgeschrittene bietet die Klubschule Luzern attraktive Ski- und Snowboardkurse für Kinder und Jugendliche an. Unter der Anleitung kompetenter Skilehrer werden die Grundtechniken vermittelt oder vertieft. Weitere Infos zu den Kursen unter www.klubschule.ch, Stichwort Ski oder Snow. Tel. 041 418 66 66
Sport- und Elektronikkompetenz Modern und neu im Untergeschoss des Mythen Center Schwyz: Am 27. Oktober öffnen die umgestalteten Fachmärkte SportXX und Melectronics ihre Türen.
D
ie beiden Migros-Fachmärkte SportXX und Melectronics bieten im Mythen Center Schwyz ein breites Sortiment an Elektrogeräten und Sportartikeln.Durch den Umzug ins Untergeschoss sind sie bequem erreichbar: von der Mall aus über die neue Rolltreppe oder durch den direkten Zugang vom Parkhaus.
Outdoor und Wintersport bei SportXX, Apple bei Melectronics DerSportXX-Fachmarktwirdgrosszügig undtrendig.VoneinembreitenOutdoorSortiment über Sportbekleidung bis zu Wintersportartikeln bietet er alles, was das Sportlerherz begehrt. Auch die Vermietung von Ski, Snowboards oder Schneeschuhen sowie den Skiservice können die schneesportbegeisterten Schwyzerneunutzen(sieheKasteninder Spalte oben). Auch das Angebot von Melectronics überzeugt. Es beinhaltet eine breite Auswahl an Geräten für Haushalt, Unterhaltungselektronik oder Multimedia. Das Angebot an Desktops und Laptops wurde erweitert.Auch Apple-Fans kommen auf
ihre Kosten: iPod und iPad sind neu im Sortiment. Das Ladenbaukonzept, bekannt schon von den Melectroncis-GeschäftenimLänderparkStansoderMParc Ebikon,istsehrübersichtlichundansprechend.InsgesamtwerdenneunMitarbeitende die Kunden kompetent beraten.
10 Prozent Rabatt und Sonderangebote zur Eröffnung Am 27. Oktober öffnen die beiden Fachmärkte wieder. Während der Eröffnungstage profitieren Kunden von 10 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment sowie von zahlreichen Sonderangeboten. Im März 2012 wird dann auch der dritte Migros-Fachmarkt im Mythen Center Schwyz,der Do it + Garden Migros,nach einem Umbau im Erdgeschoss wieder eröffnet. Integriert wird auch ein Sortiment an Bettwäsche, Matratzen und Boutique-Artikeln im Bereich Wohnen und Dekorieren. Möbelbestellungen werden über den Kundendienst jederzeit möglich sein.
Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS LUZERN, 6031 Ebikon, Tel. 041 455 70 38, E-Mail: genossenschaftsregister@migrosluzern.ch
Text und Bild: Rahel Probst
Ferid Hrnic, Fachleiter Melectronics im Mythen Center Schwyz, und
MIGROS-MAGAZIN
IHRE REGION MIGROS LUZERN
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75
Freiwillige gesucht! Kennen Sie Menschen, die anderen ausserhalb eines Vereins oder einer Organisation freiwillig helfen? Melden Sie diese Personen bei «Herz sei Dank!» an. Alle angemeldeten Freiwilligen erhalten ein kleines Geschenk, zudem verlost das Migros-Kultur-
prozent jeden Monat attraktive Preise. «Herz sei Dank!» ist eine Aktion zum Freiwilligenjahr 2011. Sie läuft noch bis Anfang Dezember 2011. Infos und Anmeldung: www.herzseidank.ch oder Telefon 0848 08 09 08.
in Schwyz
Heidy Frunz (links) ist immer für Helena Dormann da – auch gemeinsame Ferien standen schon auf dem Plan.
Heidy Frunz sei Dank!
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as Jahr 2011 ist das Jahr der Freiwilligenarbeit. Mit der Aktion «Herz sei Dank!» rückt das Migros-Kulturprozent die Freiwilligen ins Zentrum und lässt ihnen die verdiente Anerkennung zukommen. Heidy Frunz aus Rothenburg gewinnt den Sonderpreis der Zentralschweiz. Die frisch gebackene Pensionärin hilft, wo sie kann. Insbesondere im Alters- und Pflegeheim Fläckematte in Rothenburg ist die ehemalige Mitarbeiterin gerne und oft gesehen. Sie erfüllt Wünsche, macht Spaziergänge und ist für die Personen da.Das Migros-Kulturprozent sagt Dankeschön und gratuliert Heidy Frunz ganz herzlich zu ihrem Preis. Nicole Burri, Detailhandelsfachfrau SportXX, sind bereit fürs Beraten.
Text und Bild: Marisa Michlig
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Donnerstag 08.12.11 bis Freitag 09.12.11, 3-Sterne Hotel direkt im Zentrum von Freiburg, Frühstück Preis pro Person: Fr. 195.-
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LEBEN
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
MIX 79
IN FORM
Dicke Luft in Schweizer Städten
In Bern, Genf und Zürich wird der jährliche Grenzwert für schädigende Partikel in der Luft überschritten.
B
ern geniesst einen Ruf als idyllische, von Alpen umgebene Stadt im Herzen der sauberen Schweiz. Die Luft, die Berns Bewohner einatmen, ist aber alles andere als rein. Das zeigt eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über Luftverschmutzung. Bern und Genf schneiden darin schlechter ab als Metropolen wie New York und Tokio. Zürichs Luft ist zwar etwas sauberer, aber auch sie enthält zu viel Feinstaub. Von 1100 weltweit erfassten Städten liegen Zürich, Bern und Genf im Mittelfeld. In allen drei erfassten Schweizer Städten wird der Grenzwert für die Konzentration von Kleinstpartikeln (PM10), der bei jährlich 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegt, überschritten. Gemäss WHO ist diese Konzentration schädlich.
Luftverschmutzung in Schweizer Städten im internationalen Vergleich 50
47
PM10 (µg/m3/Jahr) 40
38
38
32
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24 20
26 22
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In Städten mit schlechter Luft leiden Pollenallergiker mehr «Luftverschmutzung beeinträchtigt die Gesundheit und damit die Lebensqualität», sagt Nino Künzli, Vizedirektor des Schweizerischen Tropen-und-PublicHealth-Institut. Luftverschmutzung führe zu mehr Herzinfarkten, Schlaganfällen und Asthma. Spitaleinweisungen nehmen an Tagen mit starker Belastung zu. «Die Luftverschmutzung ist in der Schweiz für etwa 3500 vorzeitige Todesfälle verantwortlich», sagt Künzli.
41
«Sie trägt auch zu chronischen Erkrankungen der Lunge und des Herz-Kreislauf-Systems bei.» Feinstaub reizt die Atemwege, das ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass er auch Pollenallergien verstärkt. «Pflanzen, die in belasteter Umgebung wachsen, produzieren aggressivere Pollen», sagt Georg Schäppi, Geschäftsleiter der Stiftung aha!, dem Schweizerischen
Zentrum für Allergie,Haut und Asthma. Durch das Aufeinandertreffen mit den Luftschadstoffen verändern sich die Pollen. Ihre Proteine, die Allergien verursachen, werden vermehrt freigesetzt und reizen das Immunsystem. «Dazu kommt, dass die Atmenwege durch die Schadstoff-Belastung bereits geschädigt sind», sagt Schäppi.
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n
Bern, Genf und Zürich liegen in Sachen Luftverschmutzung im ungesunden Mittelfeld.
Yaël Debelle
IT’S A WILD WORLD
Bilder Keystone, Paco Carrascosa
«Na-lu-naa-ra-su-ar-taa-ti-lio-qa-tee-ra-li-or-fin-…»
Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild
Die Grönländer freut es, wenn sich die Touristen mit ihrer Sprache beschäftigen. Durch das «Audio Phrase Book» (siehe Online-Tipp) ist das schon vor Abreise möglich. So findet man auf Greenland.com erste Worte.Neben «Ja» und «Nein» lernt man hier Ferienvokabular wie «Utilaaruk». Auf Deutsch: «Würden Sie das bitte wiederholen?». Die Sprache der weltweit grössten Insel besteht aus Wortstämmen, an die unterschiedliche Endungen angehängt werden. Wofür man im Deutschen einen
ganzen Satz braucht,wird im Grönländischen oft in einem Wort gesagt. Wie beim längsten Wort der Welt, mit rund 90 Buchstaben: «Na-lu-naa-ra-su-artaa-ti-lio-qa-tee-ra-li-or-fin-nia-likker-saa-ti-gi-nia-lik-ker-saa-ti-lilla-ra-na-ta-goo-ru-nar-sua-rooq», was so viel heisst wie: «Wieder planten sie, eine Funkstation zu bauen, doch letztlich blieb sie nur auf dem Papier.» Weniger Buchstaben hat «Kalaallit Nunaat» — «Land der Menschen». So nennen die 56 000 Inuit ihre Heimat,die
53-mal grösser ist als die Schweiz. Aber keine Sorge, die Grönländer sprechen auch Dänisch oder Englisch. www.greenland.com/en/plan-your-trip/ practical-travel-info.aspx, danach auf «Read more» bei «Language» klicken.
Flusskreuzfahrten mit dem Schweizer 5-Sterne Schiff MS Sound of Music
Luxusschiff mit Innenausstattung von Stararchitekt Carlo Rampazzi 8 Tage Rhein – Main – Mosel ab nur Fr. 990.– Basel – Frankfurt – Mosel – Basel 1. Tag Basel Individuelle Anreise nach Basel und Einschiffung. Abfahrt um 16.00 Uhr. 2. Tag Speyer Zeit zur freien Verfügung. Busausflug nach Heidelberg.* Abends empfehlen wir einen Spaziergang durch Speyer. 3. Tag Speyer – Frankfurt Flussfahrt auf Rhein und Main. Stadtrundfahrt* durch Frankfurt mit dem «Ebbelwei-Express». 4. Tag Frankfurt – Koblenz – Alken Fahrt auf dem «Romantischen Rhein». Ausflug* ins Moseltal mit Cochem. Rückkehr in Alken. 5. Tag Alken – Rüdesheim Besuch von Siegfrieds Mechanischem Musikkabinett.* 6. Tag Rüdesheim – Mainz Ind. Besichtigung von Mainz.
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Abreisedaten 2011 24.10. 30.10. 01.11. 28.11. 30.11. 02.12. 10.12. 12.12. 14.12.
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Strasbourg
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MS Sound of Music***** Ausser grossen Kabinen für max. 128 Passagiere verfügt das Schiff über ein grosses Wellnesscenter von 120 m² mit Türkischem Dampfbad (Hamam), Beautysalon, Massage, Coiffeursalon, RomantikBad, Spa-Bereich, Sanotherm-Bad. Alle Kabinen sind aussenliegend, mit Flachbildschirmen, Safe, Föhn und Klimaanlage ausgestattet. Die Kabinen auf dem Oberdeck haben französische Balkone, auf dem Mitteldeck zu öffnende Panoramafenster (sofern erwähnt). Gutbürgerliche, internationale Küche. Eine Besonderheit ist die wunderschöne Innengestaltung der Kabinen, des Salons und des Restaurants durch Stararchitekt Carlo Rampazzi. Nichtraucherschiff (Rauchen auf dem Sonnendeck erlaubt). Unsere Leistungen • Kreuzfahrt in gebuchter Kategorie • Vollpension an Bord/oder gemäss Programm • Alle Schleusen- und Hafengebühren • Thurgau Travel-Bordreiseleitung Nicht inbegriffen An-/Rückreise nach Basel, Versicherungen, Getränke, Trinkgelder, Ausflüge, Anwendungen im Wellnesscenter, Auftragspauschale Fr. 35.– pro Auftrag (entfällt bei Buchung unter www.thurgautravel.ch) Preise pro Person in Fr.
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MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
LEBEN MIX
81 5 FRAGEN AN Ursula Renold (50), Direktorin des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie
Haarausfall … Kraftlose Haare … Brüchige Nägel …
«Die Schweiz ist ein Vorbild» … können durch Biotinmangel auftreten.
hilft, diesen Mangelzustand zu beheben. Schweiz holte in London 17 Medaillen («Der Bund», 11.10.2011)
1
Der englische Bildungsminister ist sehr interessiert an unserem Modell, weil wir zeigen,dass der Nutzen für Betriebe grösser ist als die Kosten.
Bei der Berufsweltmeisterschaft schnitt die Schweiz in in den letzten Jahren hervorragend ab.Weshalb ist das so?
2
Was ist speziell an derBerufsbildung in der Schweiz?
Die Lernenden werden im Betrieb ausgebildet und so von Anfang an in die Arbeitswelt integriert.Sie lernen an realen Situationen und nicht wie in anderen Ländern in der Schule anhand von Modellaufgaben. In der Schweiz werden die Lehrlinge auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes vorbereitet. Die Betriebe bilden die Fachkräfte aus, die sie benötigen. Deshalb haben wir europaweit auch die tiefste Jugendarbeitslosigkeit.
3
Ist die Schweiz damit ein internationales Vorbild?
Ja, zum Beispiel möchte England sein System umstellen.
So wirkt Biotin
und NagelmatrixBiotin wirkt auf die Vermehrung der Haarzellen , unterstützt die Bildung von Keratin und verbessert die Keratinstruktur.
4
Wie viele Junge absolvieren in der Schweiz eine Lehre?
Derzeit sind 230 000 Lernende in einer Berufsausbildung. 65 Prozent der Schulabgänger interessieren sich jährlich für eine Lehre, und die meisten sind zufrieden mit ihrer Berufswahl.
5
Man hört immer wieder von Unternehmen, die mit ihren Lehrlingen unzufrieden sind. Ist das ein Problem?
Das ist auch eine Generationenfrage. Die Jugendlichen haben andere Fähigkeiten und Werthaltungen als ihre Ausbildner. Das kann zu Konflikten führen.Allerdings wurden noch nie so viele Lehrstellen angeboten wie in diesem Jahr. DieUnternehmensindgrundsätzlich zufrieden mit ihren Lernenden, sonst wäre die Nachfrage nicht so gross.
1 x täglich Biotin > vermindert den Haarausfall > verbessert die Haar- und Nagelqualität > erhöht die Haar- und Nageldicke
Erhältlich in Apotheken und Drogerien.
Interview Yaël Debelle
Den ganzen Artikel lesen Sie auf: www.migrosmagazin.ch
Vertrieb: Biomed AG, 8600 Dübendorf www.biomed.ch
Den Erfolg verdanken wir dem dualen Berufsbildungssystem in der Schweiz, das sich aus einem schulischen und einem betrieblichen Teil zusammensetzt. So lernenjungeBerufsleutewährend ihrer Praxiseinsätze, auch in Stresssituationen Qualitätsarbeit zu leisten.
Die Entstehung gesunder Haare und Nägel
und Spezialisierte Hautzellen (Epidermiszellen) in der Haarvermehren sich durch Zellteilung und schieben sich Nagelmatrix so langsam nach oben . Dabei reifen sie und bilden das faserige Eiweiss Keratin, den Hauptbestandteil der Haare und Nägel. Keratin verleiht Haaren und Nägeln ihre Festigkeit.
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MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
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Mit freundlichen Füssen
Pedicure und Testosteron, passt das zusammen? Und wie! Denn was gibt es Schöneres als gepflegte Männerfüsse?
«Ein schöner Fuss ist gepflegt und hat eine regelmässige Abstufung der Zehen», sagt Barbara Zürrer, kosmetische Fusspflegerin in Männedorf ZH. Zur Pflege gehören: Schneiden der Nägel, Entfernen der Hornhaut und regelmässiges Eincremen. Weil die Haut an den Füssen nicht so viele Talgdrüsen hat, wird sie schnell spröde. Dagegen hilft Eincremen. Vorsichtig sollte man beim Entfernen der Hornhaut sein. «Wer zu viel wegnimmt, riskiert,dass noch mehr entsteht», sagt die Fusspflegerin.Am besten badet man die Füsse in lauwarmem Wasser. Danach lässt sich die Hornhaut mit Bimsstein oder Feile einfacher entfernen. Ein ganz persönlicher Tipp: Der Bimsstein eignet sich auch hervorragend zum Feilen der Fingernägel,denn er entfernt auch die lästigen Häutchen rund um den Fingernagel. Fast perfekt. Jetzt müssen nur noch die Ecken der Nägel geglättet werden. Damit die Fussnägel nicht einwachsen, schneidet man sie entlang der Zehenkuppe um Glück ist der Sommer zu Ende, geradeab.DiescharfenEndenwerdendasagte ein Arbeitskollege kürzlich nach mit einer Feile abgerundet. beim Kaffee und deutete mit dem Rund ein Viertel von Barbara Zürrers Kinn Richtung Boden. Immer diese Kunden sind männlich. «Männer haben nackten Männerfüsse. Der hat Proble- wirklich schöne Füsse. Da könnte man me … Zwei Tage später im Yoga: Nach als Frau fast neidisch werden.» Vieleinem kurzen Blick auf die Füsse eines leicht sollte mein Arbeitskollege mal in der Yogis wars vorbei mit dem herab- diese Pedicure, um sein Fusstrauma zu schauenden Hund. Fusspflege! überwinden. Andrej Abplanalp
Bild Getty Images, Illustration Rebekka Heeb
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EGO-COACH
Selbstsicherheit ist niemals aggressiv Es gibt verschiedene Wege, wie Sie sich in unterschiedlichen Situationen durchsetzen können. Wichtig: Verwechseln Sie dabei nicht Aggressivität mit Selbstsicherheit. Der Unterschied zwischen aggressivem und selbstsicherem Verhalten lässt sich am besten an einem Beispiel erkennen: Stellen Sie sich vor, Sie werden in einer Sitzung schon wieder gebeten, das Protokoll zu schreiben. Sie könnten nun explodieren und sagen: «Mir reichts, jedes Mal ich. Ausser mir tut hier keiner was!» DasistdieaggressiveVariante,mitderSie bloss anecken würden. Etwas besser wäre eine Ausrede, wie: «Das ist leider nicht möglich, ich muss die Sitzung wegen eines dringenden Arzttermins früher verlassen.» Am meisten Respekt verschaffen Sie sich aber mit einer selbstsicheren Antwort, die so klingen könnte: «Eigentlich habe ich keine Zeit, doch ich übernehme das Protokoll, wenn es beim nächsten Mal jemand anderer tut.» Daraus ergibt sich unser Merksatz für heute: Selbstsicherheit strahle ich aus, wenn ich meine Interessen wahrnehme und in aller Ruhe artikuliere. Schreiben Sie weitere Beispiele auf, die selbstsicheres Verhalten zeigen. In Zusammenarbeit mit www.focus.de
ÖKOLOGIE IM HAUSHALT
Recyclingpapier ist die erste Wahl Recyclingpapier schont Wald, Wasser und Klima gleichermassen. Die Altpapieraufbereitung braucht deutlich weniger Wasser und Energie als die Zellstoffherstellung aus Holz. Zudem fallen zahlreiche Transportwege weg. Für den
Drucker gibt es heute viele hochwertige Recyclingpapiere, und bei Taschentüchern oder Toilettenpapier sollte Recycling sowieso immer Vorrang haben. Falls es mal kein Recyclingprodukt gibt, achten Sie auf das FSC-Label,
dieses bürgt für nachhaltig bewirtschaftete Wälder. Tipps und Tricks für noch mehr Umweltschutz im Alltag finden Sie auf: www.wwf.ch/tipps
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Mittwoch, 30.05.12: La Valletta (Malta). Die Einfahrt in den Hafen von La Valletta ist ein spektakuläres Erlebnis, welches Sie am besten auf Deck miterleben. Entdecken Sie die alte, geschichtsträchtige Hauptstadt der Insel auf einem Ausflug. Donnerstag, 31.05.12: Auf See. Ein herrlicher Tag auf See – Sie haben ausgiebig Gelegenheit, das abwechslungsreiche Leben an Bord Ihres Luxusschiffes kennenzulernen. Die MSC Divina bietet unzählige Unterhaltungs- und Sportmöglichkeiten, die es zu entdecken gilt. Freitag, 1.6.12: Dubrovnik (Kroatien). Die Altstadt von Dubrovnik mit den wuchtigen Mauern, den alten Palästen und den Stadttoren ist enorm sehenswert. Nicht umsonst trägt die Stadt den Namen «Perle der Adria». Weiterfahrt am Nachmittag. Geniessen Sie einen letzten gemütlichen Abend an Bord Ihres Traumschiffes. Samstag, 2.6.12: Venedig – Schweiz. Morgens Ankunft in Venedig. Nach dem Frühstück Ausschiffung und Rückfahrt mit dem Extrabus in die Schweiz, wo Sie gegen Abend ankommen – ganz sicher um viele unvergessliche Eindrücke reicher.
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LEBEN MIX
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
85 NEUES VOM ZOO-DOKTOR
Die herzigen Zwergotter sind kerngesund « Zolli-Tierarzt Stefan Hoby (36) berichtet jede Woche aus dem Basler Zoo.
Heute steht die Untersuchung der jungen asiatischen Zwergotter auf dem Programm. Ich bin ein wenig angespannt.Nicht wegen der Otter.Die Tierchen sind herzig und haben ein samtig weiches Fell. Was mir mehr Sorgen macht, sind die indischen Nashörner. Die sind in der gleichen Anlage wie die Zwergotter untergebracht,und als herzig würde ich sie nun wirklich nicht bezeichnen. Tierpfleger Walter Stettler und ich warten, bis sich die Nashörner zu einem Verdauungsnickerchen hinlegen und schleichen uns dann in die Gemeinschaftsanlage. Die sechs jungen Zwergotter liegen eng umschlungen in einer Wurfkiste.Sie sind mittlerweile sechs Wochen alt und blicken mich mit ihren dunklen Augen erstaunt an, als ich beginne, sie zu untersuchen. Ein Tier nach dem anderen nehme ich aus der Kiste und kontrolliere, ob es Missbildungen gibt oder ob mir Symptome einer Infektionskrankheit auffallen. Ich finde nichts, weiss jetzt
Asiatische Zwergotter: Tierpfleger Walter Stettler ist stolz auf «seinen» Nachwuchs.
aber, dass die Zwergotter alle ungefähr 500 Gramm wiegen und somit wohlgenährt sind. Zum Abschluss drücke ich jedem Tier ein wenig Entwurmungspaste ins Maul. Bis jetzt ist alles gut gegangen. Inzwischen sind aber die Eltern zurückgekehrt und schleichen, besorgt um ihren Nachwuchs, hinter unserem Rücken herum. Langsam stellen wir die Wurfkiste wieder an ihren Platz zurück. In drei Wochen steht die nächste Untersuchung an. Dann werden die jungen Zwergotter zwar immer noch herzig aussehen, aber
GEFÄLLT MIR Viktor Zollet (56), Chef Fischabteilung, Migros Gäuggeli, Chur
«55 Tage in Peking» Eine Stunde Rock gibt 14 Stunden Energie. Aber ich höre nicht nur gerne Rock, sondern allgemein Musik, unter anderem Tina Turner und Status Quo.
4
Welcher Film rührt Sie zu Tränen?
«Peggy Sue» von Francis Ford Coppola. Ich musste zwar nicht weinen, aber der Film stimmte mich nachdenklich.
2
Die überflüssigste CD/Schallplatte, die Sie je gekauft haben?
5
Haben Sie sich schon einmal online verliebt?
3
Welches war der erste Kinofilm in Ihrem Leben?
6
Wo möchten Sie auf keinen Fall von Ihrem Handy gestört werden?
Bilder Torben Weber
1
Welches Musikstück holt Sie aus der Krise?
Gibt es keine, ich bin offen für alle Musikstile.
«55 Tage in Peking» — ein knallharter Film aus den 60ern.
Das brauche ich nicht. Ich habe eine tolle Frau, die ich immer wieder heiraten würde.
An einer Sitzung oder Tagung.
sie werden sich wohl mehr wehren als heute, schliesslich sind Otter Raubtiere. Ausserdem muss ich sie dann gegen die Staupe, eine Viruskrankheit, die fleischfressende Tiere befallen kann, impfen. Das werden sie nicht mögen. Aber bis dahin fliesst noch viel Wasser den Rhein hinunter. Erst mal müssen wir jetzt aus dieser Anlage raus.Ein letzter Kontrollblick zu den Nashörnern. Dort ist alles ruhig. Nur ein Tier öffnet kurz ein Auge, schliesst es dann aber wieder. Wir sind keine Bedrohung. Zum Glück.
»
7
Ihre Lieblings-Website?
Die Websites der Sterneköche Alfons Schuhbeck (www.schuhbeck. de) und Johann Lafer (www.johannla fer.de).
8
Mit welchem Game haben Sie bis jetzt am meisten Zeit verbracht und wie lange?
Ich spiele mit meinem Sohn Autorennen und «Star Wars» auf der Playstation, etwa zwei Stunden pro Woche.
9
Meine Lieblingsserie am TV ist …
Meine Frau nimmt jeweils «Alles was zählt» auf, damit wir es nach Feierabend mit der ganzen Familie schauen können.
10
Was machen Sie abends als Letztes?
Ich lasse mir alle positiven Erlebnisse und Gedanken des Tages noch einmal durch den Kopf gehen.
LEBEN REISEN
NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROS-MAGAZIN
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Die stolze Schöne
In den Wolkenkratzern der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur spiegeln sich Moscheen und chinesische Tempel. Das ist die Heimat von Mei-Ling Lüdi, der Ex-Miss-Malaysia mit Schweizer Wurzeln. Die Mischung der Kulturen macht den Staat zum kulinarischen Paradies mit einer vielseitigen Architektur.
E
in Duft von Ingwer durchmischt mit Curry und tropischen Früchten liegt in der Luft.Modern,hektisch, laut, mit vielen grünen Oasen der Ruhe — so präsentiert sich Kuala Lumpur an diesem Morgen. «Die Stadt ist nicht so chaotisch wie Bangkok in Thailand,aber auch nicht so organisiert wie der Stadtstaat Singapur»,sagt Mei-Ling Lüdi.Sie muss es wissen: Die ehemalige Miss Malaysia hat vor gut zehn Jahren ihren Wohnsitz im beschaulichen Thun BE aufgegeben,um bei den Miss-Malaysia-Wahlen in Kuala Lumpur teilzunehmen. Die Tochter eines Schweizers und einer chinesischen Malaysierin lebt seit ihrer Wahl zur Miss Malaysia in ihrer Wahlheimat Kuala Lumpur.Inzwischen ist Mei-Ling Lüdi 37 Jahre alt und findet, dass die Wahl zur Miss Malaysia Schnee von gestern sei. Lediglich die Krone von damals thront hinter Glas auf dem Schrank ihres Wohnzimmers in schwindelerregender Höhe. Mei-Ling Lüdi wohnt in der 31. Etage einesWohnblocks,einehalbeAutostunde ausserhalb Kuala Lumpurs. Weil die Preise für Wohnungen so explodiert sind, können sich immer weniger Malaien ein Leben in der Hauptstadt leisten: 2,5 Millionen Mei-Ling Lüdi, Ex-Miss-Malaysia Menschen leben im Zentrum, sechs Millionen in der Agglomeration. «Für eine Dreizimmerwohnung werden 4000 Franken verlangt, das Vierfache dessen, was eine Sekretärin verdient», sagt die einstige Miss Malaysia, die heute unter anderem als Reiseleiterin arbeitet. Hindus,Christens,Moslems — so unterschiedlich die Religionen und Traditionen der Malaien sind, alle Ethnien sehen die Familie und die Gemeinschaft als zentralen Lebenspunkt. Symbolisch zeigt das Staatswappen ihre Einigkeit:
«Die Mischung der Kulturen in Kuala Lumpur ist einzigartig.»
Nördlich von Kuala Lumpur befinden sich die Tempel der Hindus, die Batu Caves.
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
LEBEN REISEN
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In der ganzen Stadt präsent: Die Wahrzeichen von Kuala Lumpur, die Twin Towers mit 452 Meter Höhe, spiegeln sich hier im Wasser.
LEBEN REISEN
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Nichts wie hin! Reisetipps von Ex-Miss-Malaysia Mei-Ling Lüdi
Ex-Miss Mei-Ling Lüdi zeigt, wie man mit Stäbchen isst.
Tipp 1
Wirtschaftskonglomerate, in seiner Geburtsstadt Ipoh vor einem Jahr das Luxusresort The Banjaran gebaut. Eingebettet inmitten heisser Quellen und 400 Millionen Jahre alter Kalksteinfelsen und Tropfsteinhöhlen, beherbergt das Resort 25 Villen mit eigenem Pool und Jacuzzi, Whirlpool. Im Spa und Wellness Center können gestresste Manager ihren Geist und ihren Körper in perfekte Harmonie bringen lassen. Doch seit die Zinnpreise in den Keller gefallen und die Minen dichtgemacht worden sind, hat die Stadt den Glanz von einst ein wenig verloren. Deshalb bietet Peter Bucher (64) aus Bern, ehemaliger Hotelmanager und mit einer indischen Malaysierin verheiratet, in seiner Wahlheimat Ipoh Stadtführungen an, gratis. «Ich will Ipoh dazu verhelfen, ein wenig aus seinem Dornröschenschlaf zu erwachen. Denn dieser Teil Malaysias hat viel mehr zu bieten als den Charme verfallender britischer Kolonialbauten», sagt er. Treffpunkt zur Stadtführung: Samstag um 8 Uhr vor dem Bahnhof von Ipoh.
Insel Penang an der Strasse von Malakka hat sich seit ihrer Gründung von mehr als 230 Jahren wenig verändert. Indische Tempel, christliche Kirchen, Moscheen, chinesische Pagoden und Häuser aus der Kolonialzeit bestimmen das Bild der Stadt. In den Garküchen gibt es scharfe Currys und Dim Sum, kleine Gerichte, die meist gedämpft oder frittiert sind. Für weniger als vier Franken bekommt man hier ein typisches Essen. Penang ist zudem ein Einkaufsparadies für Altes und Neues.
Und ebendiese Vielfalt macht die Stadt so einzigartig. «Den vielseitigen Mix asiatischer Kulturen findet man so ausgeprägt in keiner anderen asiatischen Grossstadt», schwärmt Mei-Ling Lüdi. «Hier kannst du 24 Stunden rund um die Uhr etwas anderes essen.» Auch in der Architektur findet man die Mischung der Kulturen: Moscheen, indische und chinesische Tempel spiegeln sich in den Fassaden moderner Wolkenkratzer. Die Macht und der Wohl-
stand der Sultane manifestiert sich in prachtvollen Palästen, die im ganzen Land zu finden sind. Es ist schon spät. Die Metropole erstrahlt in tausend Lichtern. Die schöne Halbasiatin ist mit Freunden in der hippen Sky-Bar in der 33. Etage des Hotels Traders verabredet. Im Hintergrund ragen wie Raketen die Petronas Twin Towers in den Himmel, die mit über 452 Meter Höhe 1998 als damals höchstes Gebäude der Welt eröffnet worden sind.
Tipp 3
■ Langkawi – die Inseln der Träume Zu Langkawi gehören rund 100 Inseln vor dem malaysischen Festland an der Grenze zu Thailand. Bewohnt sind vier, Ferienziel ist Pulau Langkawi: Mangrovenwälder, weite Strände und in der Mitte der 883 Meter hohe Berg Gunung Raya. Sportkanonen laufen hier beim Ironman-Langkawi-Malaysia-Triathlon die 4387 Treppenstufen durch den Dschungel hinauf. An exponierter Lage am Tanjung Rhu, dem schönsten Strand der Insel, befindet sich das Hotel Four Seasons. Wer hier nächtigt, liebt den Luxus: «Einmal im Leben sollte man sich in dieser paradiesischen Umgebung eine Nacht gönnen», rät Mei-Ling Lüdi.
■ Ipoh – das Zuhause der Reichen Die schönsten Frauen und die reichsten Chinesen Malaysias stammen aus Ipoh – heisst es. Die 650 000 Einwohner zählende Tipp 2 Stadt im Norden des Landes war vor ■ George Town – das ursprüngliche Asien 100 Jahren noch ein Dorf. Dann kamen die Die exotische Welt des Fernen Ostens mit all Engländer und entdeckten hier grosse ihren Düften kann man in der Altstadt von Zinnvorkommen. Zum Abbau der Bodenschätze wurden Arbeitskräfte benötigt. George Town erleben. Auf der malaysischen Da die Malaien nicht daran interessiert waren, in Bergwerken zu arbeiten, kamen Chinesen für die Arbeit in die Stadt. Einige der Einwandererfamilien brachten es zu grossem Reichtum und bilden noch heute die Wirtschaftsmacht Malaysias. So hat Dr. Jeffrey Cheah, Gründer der Sunway-Gruppe, einer der grössten malaysischen Der Pool des Eastern and Oriental auf Penang. Poollandschaft im Four Seasons auf Langkawi.
zwei Tiger halten ein Spruchband, auf dem steht: «Bersekutu Bertambah Mutu» — Einigkeit ist Stärke.Kuala Lumpur, der Name der Stadt bedeutet schlammige Flussmündung und entsprach dem, was chinesische Bergleute hier vorfanden, als sie sich 1857 ansiedelten, nachdem sie ein Zinnfeld entdeckt hatten. Spricht man vom Schmelztigel Kuala Lumpur, muss man neben Malaien und Chinesen auch die tamilischen Nachfahren indischer Einwanderer nennen.
LEBEN REISEN
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Golf von Thailand
Wo in Malaysia übernachten
Anreise
Malaysia ist voller Kontraste und Vielfalt
Penang
Reisezeit
Die Westküste Malaysias kann das ganze Jahr über bereist werden, für die Ostküste ist Ende Februar bis Anfang Oktober beste Reisezeit.
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Langkawi
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Punkt Mitternacht gehen die Lichter in den Türmen aus. Aber die Stadt legt sich noch lange nicht zur Ruhe. «Hast du schon gegessen?», wird Mei-Ling von ihren Freunden begrüsst. In Malaysia fragt man seinen Freund nicht danach, wie es einem geht, sondern ob man schon gegessen hat. «Das Essen bestimmt hier das Leben»,sagt die ehemals schönste Frau des Landes. Aber auch das Fast-Food-Zeitalter hat vor den Toren Kuala Lumpurs
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nicht haltgemacht. In Malaysia gibt es prozentual mehr Übergewichtige als in jedem anderen Land Südostasiens. Jetzt rückt der Staat seinen dicken Schülern zu Leibe. Künftig sollen Schulzeugnisse den Body-Mass-Index ausweisen, um die Kinder zum Abnehmen zu bewegen. Mei-Ling Lüdi und ihre Freunde ziehen später weiter in eine der zahleichen chinesischen Garküchen, die rund um die Uhr geöffnet haben. Für umgerechnet drei Franken gibts eine köstliche Nudel-
suppe mit Pouletfleisch. Am nächsten Morgen bricht Mei-Ling mit einer Gruppe Touristen ins Landesinnere auf.Bevor sie geht, gibt sie uns ein paar Reisetipps mit auf den Weg (siehe oben).
Texte Anette Wolffram Bilder Ueli Christoffel/Anette Wolffram
www.migrosmagazin.ch Vogel-, Orchideenpark, Kunstmarkt und Unabhängigkeitsplatz: weitere Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur.
LEBEN AUTO
NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROS-MAGAZIN
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Klein, aber oho
Gutes muss weder teuer noch langweilig sein: Mit dem neuen Picanto hat Kia einen potenziellen Bestseller unter den Kleinwagen am Start.
Optischer Trick: Das Design lässt den Kia Picanto grösser wirken, als er ist.
D
ie Fahrertür schliesst mit einem satten «Plop» statt einem blechernen «Kläng». Eine Anmutung, die für den neuen Picanto symptomatisch ist: Längst sind die Zeiten vorbei, als koreanische Hersteller nur trostlose Billigstware herstellten. Heute spielen sie auf Augenhöhe mit Europäern und Japanern — und setzen jüngst gar Trends. Etwa beim Design. Wie alle jüngeren Kia lockt der neue Picanto mit frechem Pepp. Dadurch wirkt er optisch grösser, als er mit 3,60 Meter Länge ist.Trotzdem bringt er im Fond zwei Erwachsene pri-
Frühere Schwächen beseitigt – so ist das Cockpit qualitativ gut gefertigt.
ma unter, und das Cockpit ist nicht nur adrett, sondern vor allem qualitativ beeindruckend gut gefertigt.Das Fahrwerk
VIER FRAGEN AN
ist kurvenfreundlich, die Lenkung zählt zu den besten der Kleinwagenliga.Kleiner Negativpunkt: die lauten Abrollgeräusche der Reifen. Typisch koreanisch geblieben sind beim Picanto nur die tiefen Anschaffungskosten. Als 1,0-Liter mit 69 PS (4,1 l/100 km=95g/kmCO2Ausstoss laut Werksangaben) gibt es den Picanto bereits ab 14 650 Franken samt sieben Jahren (!) bzw. 150 000 Kilometer Garantie,acht Airbags und ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm). Wir fahren den 1,2-Liter mit 85 PS ab 18 250Franken,denesseltsamerweisenur als Automat gibt. Letzterer schlägt sich aber souverän. Sicher, bergauf braucht der Picanto hohe Drehzahlen und wird dann laut,doch insgesamt überzeugt der recht elastische Motor. Der Durst liegt laut Kia bei 5,3 l/100 km (125 g/km CO2); in der Praxis war es ein Liter mehr — das liegt für einen Benziner noch im Rahmen. Nur schade, dass es für den Automat kein Stopp-Start-System gibt. Texte Timothy Pfannkuchen
Michel Rutschmann (53), Managing Director, Kia Motors AG
gestellt, die Kommerzialisierung ist in den nächsten Jahren zu erwarten.
«Sieben Jahre Werksgarantie»
Warum soll ich den Picanto kaufen?
Was tut Kia zur CO2-Reduktion?
Das Stopp-Start-System verringert den Verbrauch deutlich und ist für viele Modelle erhältlich — und Kia arbeitet an Alternativantrieben und der Weiterentwicklung von kleineren, effizienteren Motoren: Der neue Rio,der als Fünftürer mit 85 g/km CO2-Ausstoss Klassenbester ist, spricht eine deutliche Sprache.
Folgen Hybrid- oder Elektroautos?
Seit 2009 gibt es in Korea den Hybrid Kia Forte. Hybridvarianten vom Cee’d, Soul oder Venga wurden in den letzten zwei Jahren präsentiert. Der neue Kia Optima Hybrid wurde Ende 2010 in Nordamerika lanciert und kommt voraussichtlich 2013 in Europa auf den Markt. E-Modelle wurden bereits entwickelt und vor-
Die Kia-Erfolgselemente Styling, effiziente Motoren und sieben Jahre Werksgarantie zeichnen auch den Picanto eindrücklich aus — da sind keine weiteren Worte nötig. Folgt der Picanto als Dreitürer und Diesel?
Wir haben uns noch nicht für die Einführung des Dreitürers entschieden, und vorerst wird es bei Benzinern bleiben.
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GLÜCKSGRIFF
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
LUXUS-TOILETTE 93
Mitmachen und gewinnen
Gewinnen Sie eine von drei Luxustoiletten Geberit «AquaClean 8000plus» im Wert von je 5660 Franken. Teilnahme per Telefon: Wählen Sie 0901 591 912 (1 Franken pro Anruf aus dem Festnetz) und nennen Sie Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GLÜCK und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Franken pro SMS). Beispiel: GLÜCK Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt. Per Internet: www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff Mit Postkarte: Migros-Magazin, «Aqua», Postfach, 8099 Zürich
Das Modell Geberit «AquaClean 8000plus» sorgt für eine angenehme Reinigung mit Wasser.
Einsendeschluss: Sonntag, 23. Oktober 2011 Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt.
Saubere Sache
Das Migros-Magazin verlost drei Luxustoiletten der Marke Geberit mit Duschfunktion. Inbegriffen sind drei Jahre Garantie sowie kostenloses Verbrauchsund Pflegematerial.
M
it diesem High-Tech-WC wird das stille Örtchen fast schon zur kleinen Wellnessoase. Denn die Luxustoilette Geberit «AquaClean 8000plus» verfügt über eine Duschfunktion. Auf Knopfdruck reinigt ein warmer Wasserstrahl den Po sanft und sauber. Temperatur und Druck des Wasserstrahls lassen sich mit einer Fernbedienung individuell einstellen. Hinzu kommen weitere Funktionen wie ein Warmluftföhn oder eine Geruchsabsaugung.Wenn der WC-Benutzer das stille Örtchen wieder verlässt,so fühlt er sich rundum sauber. Ausserdem gibt die Toilette dank elegantem Design auch optisch etwas her.
Zum Verlosungsgewinn gehört das sogenannte Swiss Package, das speziell für die Schweizer Kundinnen und Kunden entwickelt wurde.Zu diesem umfassenden Dienstleistungspaket gehört unter anderem eine dreijährige Vollgarantie auf die Toilette. Hinzu kommt kostenloses Verbrauchs- und Pflegematerial wie beispielsweise Aktivkohlefilter, Düsenreiniger und Reinigungsmittel. Machen Sie also bei unserer Verlosung mit. Mit etwas Glück gewinnen Sie ein formschönes WC der neusten Generation samt einem Service, der keine Wünsche offenlässt. Michael West
Infos zum Geberit-Sortiment: www.i-love-water.ch
Im Luxusschiff auf dem Douro, der «Mosel Portugals»
Es het solangs het
RABATT*
200.– bis 800.–
*abhängig von Auslastung und W Wechselk.
Mit MS Douro Queen/Cruiser durch das Tal des Portweins Im April 2011 gönnte ich mir zum ersten Mal die Douro Flusskreuzfahrt. Ich bedaure es sehr, dass ich diese spektakuläre Reise nicht schon früher gemacht habe. Es ist eine Reise wie entlang der Loreleystrecke. Eine Schifffahrt durchs Gebirge mit Schleusen bis 39 m Hubhöhe, den höchsten in ganz Europa. Die erste Etappe ab Porto führt durch bewaldete Bergflanken. Die zweite Etappe ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Nicht nur deshalb hat die UNESCO das Gebiet zum Weltkulturerbe erkoren. Auch die Kultur kommt nicht zu kurz. Last but not least ist auch das Schiff mit seiner portugiesischen Crew einzigartig. Meine gute Erfahrung motivierte mich, für die Sommersaison 2012 unsere Kontingente zu erhöhen, um noch mehr Kunden die Möglichkeit zu bieten, das einmalig schöne Dourotal kennen zu lernen. Kommen Sie mit, auch Sie werden begeistert sein! Hans Kaufmann, Flusskreuzfahrtenpionier aus Leidenschaft Reiseprogramm MS Douro Queen 1. Tag Schweiz – Porto – Vila Nova de Gaia Flug mit TAP von Zürich nach Porto. Einschiffung. 2. Tag Vila Nova de Gaia – Régua – Pinhão Ausflug* zum Mateus-Palast mit schönem Park. 3. Tag Pinhão – Barca d’Alva Portweindegustation in der Quinta da Foz, Captains-Dinner. 4. Tag Vega de Terrón – Barca d’Alva Tagesausflug* nach Salamanca am Nordufer des Rio Tormes (Spanien) mit Flamenco-Show. 5. Tag Vega de Terrón – Pinhão Am Morgen Ausflug* nach Figueira de Castelo Rodrigo (Festung). 6. Tag Pinhão – Régua – Bitetos Ausflug* zur Wallfahrtsstätte «Nossa Senhora dos Remédios». 7. Tag Bitetos – Porto – Vila Nova de Gaia Stadtrundfahrt* in Porto. Ausflug nach Guimarães (fak.). Abschieds-Cocktail. 8. Tag Vila Nova de Gaia – Porto – Schweiz Ausschiffung und Rückflug nach Zürich mit TAP. * im Ausflugspaket enthalten, vorab buchbar. Programmänderungen vorbehalten.
Porto
REISEGARANTIE
MS Douro Queen****+ / MS Douro Cruiser****+ Die modernen Komfortklasse-Schiffe bieten auf vier Passagierdecks in 65 Kabinen max. 130 Passagieren Platz. Die ca. 15 m² grossen Kabinen verfügen auf dem Hauptdeck über Panoramafenster und auf dem Oberdeck über eigene Balkone. Alle Kabinen sind geschmackvoll mit Dusche/WC, Föhn, Safe, Musikkanal, Sat-TV und individuell regulierbarer Klimaanlage/Heizung eingerichtet. Im stilvollen Restaurant werden typisch portugiesische und internationale Mahlzeiten in einer Sitzung serviert. Zur Bordeinrichtung gehören Foyer mit Rezeption, Panoramasalon mit Bar und Tanzfläche sowie Bordshop. Das grosse Sonnendeck ist ausgestattet mit Liegen, Stühlen und Tischen sowie teilweise gedeckter Bar, Swimming- und Whirlpool. Lift und Treppenlift sind vorhanden. Nichtraucherschiff (Rauchen auf dem Sonnendeck erlaubt). Reiseprogramm MS Douro Cruiser Leicht geändertes Programm (auf Anfrage)
2-Bettkabine HD ab netto nur 1590.–
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Abeisedaten 2012 RABATT Douro Queen 21.04. 200 09.06. 200 05.05. 200 16.06. 200 12.05. 200 23.06. 200 19.05. 200 25.08. 200 26.05. 200 01.09. 200 02.06. 200 08.09. 200 Douro Cruiser 24.03. 800 31.03. 700 07.04. 600 14.04. 500 23.06. 200
30.06. 07.07. 14.07. 21.07.
400 500 500 500
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200 200 200 300 300 400
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Unsere Leistungen • Kreuzfahrt in der gebuchten Kategorie • Vollpension an Bord • Linienflüge Zürich – Porto – Zürich mit TAP (Basis G/S/W-Klasse), höhere Klasse gegen Zuschlag • Transfer Flughafen – Schiff – Flughafen • Bordreiseleitung (deutsch) • Ausflugsbegleitung (deutsch) • Schleusen- und Hafengebühren Nicht inbegriffen Versicherungen, Ausflüge, Getränke, Trinkgelder (Empfehlung der Reederei: 10.– € p.P./Tag), Auftragspauschale Fr. 35.– pro Auftrag (entfällt bei Buchungen über www.thurgautravel.ch) Preise p.P. in Fr. (vor Rabattabzug) 2-Bettkabine Hauptdeck 2-Bettkabine Oberdeck Zuschlag 2-Bettkabine Alleinbenutzung Hauptdeck Oberdeck Ausflugspaket (5 Ausflüge) Annullations- und Extrarückreisevers.
2390.– 2590.– 590.– 790.– 230.– 66.–
Reederei: douroazul / Partnerfirma Douro Queen: nicko tours
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
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Auflösung Nr. 40: INNENSTADT Die 10 Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.
RÄTSEL & SPIELE UNTERHALTUNG
NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROS-MAGAZIN
2 96 QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie 3 × eine Migros-Geschenkkarte im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wie nennt man einen Fernfahrer auch noch? O Trekker
B Trucker
U Tackler
2. Wo liegt der Hauptsitz des Schweizerischen Bundesgerichts? R Bellinzona
L
Bern
A Lausanne
3. Welche Sendung moderierte Nik Hartmann noch nie? D Fensterplatz
K SF bi de Lüt
T
glanz & gloria
4. Wo spielt die Geschichte des Schellenurslis? T
Engadin
A Bergell
U Domleschg
5. Smudo ist der Sänger der Rap Band ...? I
BAP
E
Die Fantastischen Vier
N Böhse Onkelz
Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.10.2011, 24 Uhr
6. Wie heisst die Ratte von Dr. House? D Mel Gibson
R Steve McQueen
M Tom Hanks
7. Wo findet im Jahr 2012 die OL-Weltmeisterschaft statt? I
Schweiz
E
Frankreich
O Schweden
8. Bei welchem Nachtschattengewächs gibt es die Sorte «Schwarze Tanne»? R Aubergine
N Kartoffel
E
Tomate
2
3
4
5
6
7
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Auflösung Nr. 39: ALTSTADT Gewinner: Esther Meier, Unterkulm AG; Barbara Pfäuti, Urtenen-Schönbühl BE; Gabriela Alfaré, Adligenswil LU
Lösungswort: 1
Und so nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
8
PAROLI: GESAMTWERT 500 FRANKEN
Gewinnen Sie 5 × eine Migros-Geschenkkarte im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Raster ein. Der Lösungscode ergibt sich aus den orangen Feldern von links unten nach rechts oben. Die Lösung ist eine Buchstabenfolge, die kein Wort ergibt.
leicht R
JZJQEZLJ NJY@ D ? R ? NJ R R ?@ A ? R J[F @ ? A ? REA@?WOA [E R ? Q C ? R Z?Y?ZY? D F?R?@ D Z? KWOR?N?R >J @[Y R C A
Auflösung Nr. 40: EEEEI Gewinner: Brigitte Schnider, Chur; Max Greminger-Fuchs, Frauenfeld; Alexandra Rechsteiner, Herisau; Dolores Werner, Naters VS; Walter Affolter, Niederuzwil SG
Und so nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 AHESR Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.10.2011, 24 Uhr Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.
RÄTSEL & SPIELE UNTERHALTUNG
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
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BRÜCKEN
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden leicht Kreuzungen, diagonale Brü sein. cken und Verbindungen mit mehr als 2 Linien sind nicht erlaubt. www.raetsel.ch/bruecken
leicht
Auflösung Nr. 39:
Auflösung Nr. 39:
72%,6 5$7(63,(/(
KINDEREGGE
Welches Puzzleteil fehlt im Bild?
5o76(/63$66
A B
C
),1'(67 '8 ',( )(+/(5" Lösung: B
1,1$6 .23)5(&+1(1
«Wie sehr ich Mathe-Denksportaufgaben mag! Die machen so richtig Spass», sagt Nina und vertieft sich wieder in ihre Rechnungsreihe. «Also, fünf minus eins mal drei minus sieben...» Nina hat dir auch einige Zahlenreihen mitgebracht. Findest du die fehlende Zahl heraus?
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Wer hat Hühneraugen am Kopf? Hühner natürlich.
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3.
2
4
8 16 32 ?
57 53 49 45 41 37 33 29 ? 1
2
3
5
8 13 21 34 ?
1. Die gesuchte Zahl lautet 64. Es handelt sich hier um Quadratzahlen. 2. Die gesuchte Zahl lautet 25. Es ist immer die jeweilige Zahl minus 4. Also: 57 - 4 = 53, 53 - 4 = 49, 49 - 4 = 45 usw. 3. Die gesuchte Zahl lautet 55. So geht es: 1 + 2 = 3, 2 + 3 = 5, 3 + 5 = 8, 5 + 8 = 13 ... 21 + 34 = 55
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Katzman und sein 120-köpfiger Bühnenchor zusammen mit der knackigen Band in ihrem einzigartigen Gospel-Sound Traumsongs wie „River of Dreams“, „If I can dream“, oder “I have a dream“ und dem wunderschönen Titelsong „Land of Dreams“. Selbstverständlich kommen auch die typischen Spiritual- und Gospelsongs zum Zug, die den Bo Katzman Chor berühmt gemacht haben. Freuen sie sich auf eine Konzertshow der Extraklasse, ein musikalisches Feuerwerk voller Emotionen, Höhepunkte und besinnlichen Momente wie das Leben selbst: LAND OF DREAMS.
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AuflĂśsung Nr. 40: 862 Gewinner: Peter Binz, Schmitten FR; Elsbeth Feurer, Wildhaus SG; Marianne Schmidt, Binningen BL; Sylvia Frommenwiler, Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.10.2011, 24 Uhr Wald AR; Ottilia Schär, Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ăœber die Verlosung wird keine Korrespondenz gefĂźhrt. Egerkingen SO Keine Barauszahlung. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der LĂśsungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 ZĂźrich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
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IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir BrĂźckenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Beglaubigte Auflage: 1 558 918 Exemplare (WEMF Oktober 2010) Leser: 2 349 000 (WEMF, MACH Basic 2011-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 ZĂźrich Telefon: 044 447 37 37
Fax: 044 447 36 01 redaktion@migrosmagazin.ch Publizistische Leitung: Monica Glisenti Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Schmid (Leitung), Rea Tschumi Chefredaktor: Hans Schneeberger (HS) Stellvertreterin des Chefredaktors: Barbara Siegrist (BS) Stv. Chefredaktorin: Jacqueline Jane Can (jjc)
Chef vom Dienst: Philipp Jordan (pj) Produzent: Andrej Abplanalp (AA) Ressort Reportagen: Sabine LĂźthi (sbl, Leitung), Almut Berger (ALB), Ruth BrĂźderlin (brĂź), Nathalie Bursac´ (nb, Volontärin), Yvette Hettinger (YH), Ralf Kaminski (RK), Daniel Schifferle (dse, verantw. Besser Leben), Reto E. Wild (rw) Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (si, Leitung), Jean-SĂŠbastien ClĂŠment (jsc), BĂŠatrice Eigenmann (be), Andreas DĂźrrenberger (DĂœ), Christoph Petermann (cp), Daniel Sägesser (ds), Michael West (M.W.)
Ressort Shopping & Food: Jacqueline Jane Can (jjc, Leitung), Gerda Portner (GP), Heidi Bacchilega (HB), Anna Bßrgin (AB), Dora Horvath (DH), Sonja Leissing (SL), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein (NO), Claudia Schmidt (CS), Anette Wolffram (A.W.) Layout: Daniel Eggspßhler (Art Director), Marlyse Flßckiger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Tatiana Vergara Lithografie: RenÊ Feller, Martin Frank, Reto Mainetti Prepress: Peter Bleichenbacher, Marcel Gerber, Felicitas Hering Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
Korrektorat: Heinz Stocker Online: Reto Meisser Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Doris Fischer Honorarwesen: Nadja Eppenberger Geschäftsbereich Verlag: Patrick Wehrli (Leitung), Nadia Falce verlag@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 37 70 Fax: 044 447 37 34 Lesermarkt: Alexander Oeschger (Leitung), Maya Bächtold, Alexa Julier Anzeigen: Thomas Brßgger (Leitung a.i.), Yves Golaz, Hans Reusser, Kurt Schmid Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco, Christine
Kummer, Janine Meyer, Danielle Schneider, Jasmine Steinmann Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 37 50 Fax: 044 447 37 47 Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 36 00 Fax: 044 447 36 24 Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund
Druck: BĂźchler Grafino AG, Bern Tamedia AG, ZĂźrich
PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN.
Bild The Nahmad Collection
Dieses Gemälde von Claude Monet wird ab 21.Oktober im Kunsthaus Zürich zu sehen sein: Le Palais Contarini (1908).
Sind Kunst und Kultur Ihr Lebenselixier? Dann finden Sie in Zürich bestimmt Ihr kleines Mekka. Die Stadt beherbergt über 50 Museen und mehr als 100 Galerien. Die Vielfalt und die hohe Qualität an kulturellen Angeboten tragen mit dazu bei, dass Zürich weltweit zu den Städten mit der besten Lebensqualität zählt. Die Ausstellung «Miró, Monet, Matisse – The Nahmad Collection» im Kunsthaus Zürich ist ein einmaliger Anlass, für den es sich lohnt, die Stadt an einem Wochenende zu besuchen. Wenn Sie das nebenstehende Kombi-Angebot nutzen, kommen Sie zudem in den Genuss eines beschleunigten Eintritts und verlieren keine Zeit mit langem Anstehen. Im Übrigen zeigt die permanente Kunstsammlung des Kunsthauses neben
Malerei auch Skulpturen vom Mittelalter bis zur Gegenwart sowie eine grosse Sammlung der Werke Giacomettis, die Sie mit Ihrem Eintrittsticket ebenfalls geniessen können. Auf Ihrem weiteren Kunstparcours, der Sie in die unterschiedlichen Winkel der Stadt führt, seien Ihnen noch folgende Museen empfohlen: Das Haus Konstruktiv mit konkreter Kunst, Konzeptkunst und Design, das Museum Rietberg mit der renommierten Sammlung aussereuropäischer Kunst, das MigrosMuseum für Gegenwartskunst sowie das Helmhaus mit zeitgenössischer Kunst, das Museum für Gestaltung Zürich mit Design und Architektur und last but not least das Museum Bellerive mit seiner Kunstgewerbesammlung. Dora Horvath
KOMBI-ANGEBOT: KUNST IN ZÜRICH Vom 21.Oktober 2011 bis zum 15.Januar 2012 präsentiert das Kunsthaus Zürich exklusiv und erstmals Meisterwerke aus der Privatsammlung der Familie Nahmad. Zu sehen sind über 100 Gemälde von Miró, Picasso, Matisse, Kandinsky, Monet und vielen mehr. Eine Weltpremiere in Zürich. Das Angebot beinhaltet: ➔ Übernachtung im 4-Stern-Hotel in Zürich ➔ Kunsthaus Kombi-Eintritt (alle Ausstellungen und Sammlung inklusive) ➔ Beschleunigter Eintritt ➔ Obligatorische City Tax von Zürich Angebot gilt nur für Samstag auf Sonntag während der ganzen Ausstellungsdauer. Preis: Courtyard Marriott****: Fr.99.– pro Person im Doppelzimmer Swissôtel**** Superior: Fr.109.– pro Person im Doppelzimmer Hotel Ascot****: Fr.129.– pro Person im Doppelzimmer Gültig: 21.Oktober 2011 bis 15.Januar 2012 Profitieren: www.zuerich.com/cumulus. Geben Sie am Ende des Buchungsprozesses im Feld «Anmerkungen» Ihre CumulusNummer ein, und profitieren Sie von diesem attraktiven Angebot.
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Das Villa Sassa Hotel, Residence & Spa**** liegt an ruhiger Lage auf den Hügeln von Lugano. Das Hotel bietet einen herrlichen Blick auf den See und die umliegenden Berge. Gönnen Sie sich zwei Wellnesstage vom 17.10.2011 bis zum 31.3.2012: ➔ 2 Übernachtungen im Executive Zimmer ➔ 2-mal reichhaltiges Frühstück ➔ Eintritt in den Wellness Club Sassa ➔ 1 Flasche Tessiner Merlot pro Zimmer.
Angebot: Tanken Preise: 3 Rappen Vorteil pro Liter Treibstoff (ausgenommen Gas) Gültig: 17. bis 30.10.2011 Profitieren: An allen Migrol-Stationen mit Shop während der Shop-Öffnungszeiten gegen Vorweisen der Cumulus-Karte. Nicht kumulierbar mit anderen Aktionen und Vergünstigungen, nicht gültig für Company Card.
Mit seinem letzten, höchst erfolgreichen Album von 2008 «Love Man Riding» ist Philipp Fankhauser im Blueshimmel angekommen. Der 1964 in Thun Geborene ist musikalisch mit der Checkerboard Blues Band gross geworden. Jetzt geht er mit seinem neusten Album «Try My Love» auf Tour.
Preis: Fr.229.– statt Fr. 458.– (Fr.–Mo.) oder Fr.295.– statt Fr. 502.– (Di.–Do.) Pro Person und Aufenthalt. Verfügbarkeit vorbehalten. Zudem erhalten Sie 5-fache CumulusPunkte. Gültig: 17.Oktober 2011 bis 31. März 2012 Profitieren: Gratis anrufen und buchen 00800 100 200 27 oder www.MySwitzer land.com/cumulus. Halten Sie beim Buchen Ihre Cumulus-Karte bereit. Buchen Sie mehr als 300 Schweizer Hotels online auf www.MySwitzerland.com/cumulus und Sie erhalten für jeden Buchungsfranken 5-fache Cumulus-Punkte. Buchung erfolgt über die Kreditkarte, bei Bezahlung gegen Rechnung Fr.30.– Bearbeitungsgebühr.
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Angebot: Heizöl Vorteil: 1000 Zusatzpunkte pro Neubestellung bis 10 000 Liter für Privatkunden. Dies zusätzlich zu den üblichen 100 Punkten pro 1000 Liter. Gültig: 18. bis 27.10.2011 Profitieren: Tel. 0844 000 000 (normaler Gesprächstarif) oder www.migrol.ch mit Angabe der Cumulus-Nummer. Angebot: Pellets Vorteil: 1000 Zusatzpunkte pro Neubestellung bis 10 000 kg für Privatkunden. Dies zusätzlich zu den üblichen 100 Punkten pro 1000 kg. Gültig: 18. bis 27.10.2011 Profitieren: Tel. 0844 000 000 (normaler Gesprächstarif) oder www.migrol.ch mit Angabe der Cumulus-Nummer.
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Termine: 24. November 2011 in Basel Preise: Fr.36.– statt Fr.45.– Profitieren: Eine limitierte Anzahl vergünstigter Tickets erhalten Sie bis zum 14.11.2011 unter www.migros.ch/cumulus im Bereich «Veranstaltungen». Nennen Sie bei der Bestellung einfach den Code «Cumulus». Tickets so lange Vorrat. Bitte beachten Sie, dass zu den im Cumulus-Ticketshop kommunizierten Ticketpreisen eine Bearbeitungsgebühr pro Bestellung anfällt. Pro Cumulus-Karte maximal 4 Tickets. Mehrfachbestellungen werden ohne Rücksprache storniert.
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UNSERE WELT ZIMMERMANN & DE PERROT
NR. 42, 17. OKTOBER 2011 MIGROS-MAGAZIN
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«Wir lieben das Kleine, das Unauffällige»
Sie sind «Fan voneinander» und arbeiten seit bald 15 Jahren zusammen. Nach ihrer Welttournee ist das Künstlerduo Zimmermann & de Perrot mit dem Programm «Chouf Ouchouf» wieder in Zürich zu sehen. Das erfolgreiche Theaterstück, das sie in Tanger mit marokkanischen Akrobaten erarbeitet haben, läuft noch bis Ende Oktober.
Name: Martin Zimmermann (40, links) Sternzeichen: Skorpion Wohnort: Zürich Name: Dimitri de Perrot (35) Sternzeichen: Widder Wohnort: Zürich
Wieso leben Sie hier? Weil wir hier gut arbeiten können. Und weil wir hier unsere Freunde haben und viel Unterstützung bekommen. Wo würden Sie gerne leben? Wir sind viel auf Tournee, aber nichts ersetzt das Bett von zu Hause. Beruf und Lebenslauf: Wir sind zwei Regisseure,ein Musiker und ein Choreograf. Wir arbeiten seit bald 15 Jahren zusammen und sind mit unseren Stücken mit über 1000 Vorführungen um die ganze Welt gereist: Sydney, Avignon, New York, Moskau, Paris, London, Athen, Kapstadt, Hongkong, Tanger ... Unser Ziel: Unser grösstes Ziel war immer, von unserer Kunst zu leben. Wir haben das grosse Glück, dies seit über zehn Jahren zu können. Unser Lebensmotto: Wir machen alles mit vollem Ernst, nehmen aber nichts wirklich ernst. Was wir mögen: Die Entdeckung des Fremden und Unbekannten. Es beinhaltet so viele Wünsche, Hoffnungen und Ängste, die immer wieder spannend sind. Was wir nicht mögen: Stillstand. Was wir an uns mögen und was nicht: Wir lachen gerne über uns selbst. Dazu eignen sich besonders jene Seiten, die wir nicht besonders mögen. Unser Lieblingsessen: Die Tagine-Poulet-Citron im Restaurant Agadir in Tanger war schon ziemlich gut. Unsere Lieblingsmusik: Die Lieder, die die Artisten in Chouf Ouchouf singen. Text Sandra Kohler Bilder Christian Benedikt
www.zimmermanndeperrot.com
UNSER ARBEITSORT
«Für jede Kreation richten wir in einer alten Industriehalle einen Proberaum ein. Darin erfinden wir über Monate Bühnenbild, Szenen, Figuren, Choreografie und Musik.»
UNSER LIEBLINGSPRODUKT
«Couscous. Das Essen in Tanger ist umwerfend fein. Couscous, Tagine, frischer Fisch, Kräuter, Gewürze, Oliven und natürlich der Pfefferminztee.»
UNSERE LEKTÜRE
«Wir lieben das Kleine, das Unauffällige. Wie im Buch ‹Findet mich das Glück› vom Schweizer Künstlerduo Peter Fischli und David Weiss, das für uns ein Meisterwerk bleibt.»
UNSERE WELT
MIGROS-MAGAZIN NR. 42, 17. OKTOBER 2011
ZIMMERMANN & DE PERROT 103 UNSERE LIEBLINGSBESCHÄFTIGUNG
«Leute beobachten, immer und überall. Alte Leute, junge Leute, Kinder. Und dann denken wir uns Geschichten zu diesen Menschen aus. Wir mögen Menschen und finden sie sehr spannend.»
UNSERE FAMILIE «Unsere Familie sind unsere Künstlerkollegen. ‹Ca va la famille?› ist die erste Frage, die uns die Akrobaten aus Tanger bei jedem Wiedersehen stellen. Die Familie, das Zuhause hat für die Marokkaner eine sehr tiefe und lebenswichtige Bedeutung.»
LIEBLINGSRESTAURANT «Der Suppenladen an der Limmatstrasse in Zürich: Jede Woche gibts dort fünf feine Suppen zum Mitnehmen.»
UNSER LIEBLINGSORT
«Über Mittag essen wir meist auf der Josefwiese. Immer am gleichen Tisch. Zwischen Kinderlärm, Eisenbahnklängen und Kehrichtverbrennungsanlagewolken isst sichs am besten.»
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