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Reiskammer S. 42 | Rehgeschnetzeltes S. 47 | Lichtsysteme S. 95
Was unseren F체ssen im Winter guttut Seite 92
Buchl채den trotzen der Konkurrenz im Internet Seite 8
MM41, 9.10.2017 www.migrosmagazin.ch
Castingshow: Eine Frau sucht neue Eltern Seite 22 Arbeiten nach der Pensionierung
Bild: Vera Hartmann
Seite 12
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Und HEISS BEGEHRT.
Extra
Migros-Magazin Nr. 41/2017
Gesundheit
Bild: Michael Sieber
Marion St. Maarten pfeift auf ihr Alter und jobbt weiter
Herzinfarkt Auch Junge kann es schon treffen Seite 16
Wer rechnet, der wechselt
Die Pr채mien steigen und steigen. Trotzdem bleiben viele ihrer Krankenkasse treu. Weshalb gerade junge Menschen und Familien wechseln sollten. Seite 4
28 Seiten Gesundheit u.a. mit Tipps und Informationen zu den Themen Herzinfarkt, Krankenkassenpr채mien, Fitness und Grippe
4
22
MM41, 9.10.2017
Editorial
Sinnvoll arbeiten
F
Unkonventionelle Suche nach neuen Eltern: Ilknur Bahadir (Porträt)
Für die Hebräer, die alten Griechen und die Römer war der Begriff der Arbeit gleich bedeutend mit Mühe, Leid und Pein. Arbeit war ein notwendiges Übel, dem einzig Könige und Fürsten entgingen. Ganz anders heute: Unsere Arbeit soll sinnvoll sein, nicht wenige reklamieren gar den Sinn des Lebens in ihrem Job.
Das bringt Vorteile für Wirtschaft und Gesellschaft. Unter anderem, dass wir zunehmend bereit sind, länger als bis 65 zu arbeiten. Wir können das auch besser als unsere Vorfahren, weil wir nicht nur älter werden als sie, sondern auch länger gesund bleiben. In unserer Titelge schichte erzählen vier Pensionierte, warum und wie sie weiterarbeiten – und was ihnen dabei wich tig ist: Das Gefühl, gebraucht zu werden und etwas Sinnvolles zu tun, zählt am stärksten (ab Seite12). Wenn auch wir fit sein wollen (und müssen), um künftig länger als bis zur Pensionierung zu arbeiten, sollten wir uns jetzt rüsten: Die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit verschwinden, lineare Karrieren verlieren an Bedeutung, und die Zahl der Teilzeitstellen nimmt zu: Immer mehr Unter nehmen bieten neue Beschäftigungs modelle an und ermöglichen flexibleres Arbeiten. Die ein tönige, lebenslange Tätigkeit am stets selben Ort weicht einer Vielfalt an Möglichkeiten, sich sinnstiftend einzubringen und zu engagieren. Die fortschreitende Digitalisierung wird vielleicht nicht nur mehr Arbeitsplätze, sondern auch grössere berufliche Freiräume schaffen. Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, also wir alle, sind gefordert, möglichst viele ältere Menschen an den neuen Arbeitswelten teilhaben zu lassen und sie dabei fair zu entlöh nen. Gleichzeitig sind wir verpflichtet, all jenen, die nicht mithalten können, ein Alter in Würde zu ermöglichen. Daniel Sidler, stv. Chefredaktor daniel.sidler @migrosmedien.ch
90 Kinder im Einsatz für den Waldschutz
47
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MM41, 9.10.2017
Inhalt Menschen 8
Diese Woche Nach Gegenwind im Aufwind: Der Buchhandel blüht wieder
110
12
Von wegen alte Eisen! Noch voll im Saft: Vier Rentner erzählen, warum sie auch nach der Pensionierung arbeiten
65 und kein bisschen leise: Peach Weber
21
Kolumne Bänz Friedli
22
William Drozdiak, Politanalyst und Autor
28
Bilder: Martino Lombezzi/Contrasto, Gabi Vogt, Daniel Aeschlimann, PD; Montage: Binh Truong, Getty Images, iStockphoto
«Die föderalistische Schweiz könnte Vorbild für Europa sein»
Sehnsucht nach Wärme Die 44-jährige Ilknur Bahadir sucht über eine Castingshow neue, liebevolle Eltern
24 27
Migrosmagazin.ch Leserforum
28
Interview US-Politanalyst William Drozdiak über die Entfremdung zwischen Europa und den USA und die Schweiz als Vorbild
Migros-Welt
Balsam für die Wäsche Neue Produkte im Regal
78
Neuer Schweizer Film Rebellieren – bloss wogegen? «Lasst die Alten sterben» – eine Groteske über Punks von heute
81 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News
Leben 87
Kolumne 1, 2 oder 3? Vom inneren Schweinehund
89
Kolumne Brave New Girl Festklammern oder loslassen?
90
Familie Ein Projekt für Gross und Klein: Im Bergwald packen alle an
92 Gesundheit Wie Sie Ihre Füsse auch im Winter auf Trab halten 95
Digital Intelligente Lichtsysteme
96 Zootierärztin Der Walter Zoo kriegt Zuwachs: Wüstenfuchs Fennek zieht ein
40
Kulturprozent-Classics
42
Reisproduktion
Kinder Die Zwillinge Luke und Simon (10) sind nach Thailand ausgewandert
47
Migusto
101 Glücksgriff Ein Wellnesswochenende
Musikalisches Feuerwerk: Die Highlights der neuen Saison Zu Besuch bei der Riseria, der Migros-Reiskammer im Tessin So gelingt Rehgeschnetzeltes mit Apfel-Kartoffelstampf
67 68 71 72
Wellnesstees tun gut Neu: Mibébé-Babynahrung Fruchtige Sirupvariation Pflege für feine Stoffe
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75 76
98
in Arosa zu gewinnen
103 110
Rätsel/Impressum (S. 107)
Meine Welt Zu Gast bei Komiker Peach Weber und seinen Gartenzwergen
5
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Menschen MM41
Darauf freuen wir uns Malen wie Bob Ross Der kultige TV-Maler war bekannt für idyl-
lische Landschaftsbilder. Solche kann man vom 9. bis 13. Oktober im Kurs in Arosa GR selbst malen. Welt-Wuff-Tag Am 10. Oktober
feiern wir unsere vierbeinigen Begleiter am Welthundetag. Das gibt einen Extraknochen für alle!
Unnützes Wissen
Knackiges über die Wurst Prinz Philip
«Vor meinem Bürofenster steht ein riesiger Kastanienbaum. Er erinnert mich dieser Tage an die Bücher, Artikel und Vorträge der Soziologin Brené Brown, die ich sehr schätze. Wie das? Kastanien verstecken sich in ihrem Stachelkleid: Sie sind über Monate perfekt geschützt. Der Panzer platzt aber sofort auf, wenn die Kastanien zur Erde fallen. Sie werden schutzlos, verletzlich. Bei uns Menschen ist es ähnlich. Unser Schutzpanzer prallt auch erst dann ab, wenn wir fallen. So richtig. Brown rät, es nicht so weit kommen zu lassen. Sondern zu lernen, Verletzlichkeit zuzulassen. Und dadurch nicht schwächer, sondern stärker zu werden. Ein Blick in die Natur birgt einige Einsichten dieser Tage. Schauen wir hin.» Mein Bild der Woche
Regula Bührer Fecker (39)
ist Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommunikation und Autorin.
nennt seine Frau, Queen Elisabeth II., privat angeblich liebevoll «sausage», also Wurst. Das Rezept für die Münchner Weisswurst wurde erstmals vom Zürcher Metzgerverband dokumentiert. Konrad Adenauer, von 1949 bis 1963
Hörprobe
Irina Rosa («Eine Frau wird nicht älter als 39»), diplomierte Psychologin, Berlin
a) ein Konzert der Wiener Staatsoper b) einen Podcast über Beziehungen c) einen Englisch-Sprachkurs
Auflösung: c) Ich lerne Englisch für einen Vortrag in Finnland über Emotionsregulation.
Bilder: Alamy, PxHere, Christof Schürpf
Entschuldigung, was hören Sie gerade?
erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, hat die Sojawurst erfunden. Der durchschnittliche Berliner isst 20 Currywürste pro Jahr. Das sind doppelt so viele wie der Durchschnittsdeutsche. Quelle: Stern/Neon
MM41, 9.10.2017 | MENSCHEN
Kunden schätzen das gute Sortiment und die kompetente Beratung im Buchladen.
Diese Woche Zahlen und Fakten
15
Millionen Bücher wur den 2016 in der Schweiz in Buchläden oder online gekauft. 2015 waren es 16 Millionen.
25
Prozent betrug der Marktanteil des Onlinehandels mit gedruckten Büchern 2016, vor fünf Jahren waren es 22 Prozent.
40
Millionen Ausleihungen pro Jahr zählen die öffentlichen Biblio theken in der Schweiz. 2015 und 2016 hat jede Person in der Schweiz jährlich fünf Bücher ausgeliehen. Quelle: Schweizer Buchhändler und VerlegerVerband (SBVV), Bibliothek Information Schweiz (BIS).
Kleine Buchläden sind wieder im Kommen Kleine Buchhandlungen mussten sich nach dem Ende der Buchpreisbindung neu positionieren und ringen mit der Onlinekonkurrenz. Trotzdem haben in den letzten fünf Jahren viele neue Buchläden eröffnet – zur Freude vieler junger Literaturfans. Text: Monica Müller, Dinah Leuenberger
M
it der Buchmesse in Frankfurt, die diese Woche stattfindet, füllen sich auch die Regale in den Schweizer Buchhandlungen mit Neuerscheinungen. Die Messe ist einer der Höhepunkte im Geschäftsjahr der Buchhandlungen. Lange galten kleine Buchhandlungen als akut bedroht. Doch obwohl der Umsatz der Deutschschweizer Buchhandlungen 2016 gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent zurückgegangen ist, weht ein frischer Wind durch die Branche.
«Gerade in unbeständigen Zeiten ist das Buch gefragter», sagt die 56-jährige Buchhändlerin Carol Forster (siehe Interview). Auch das lokale Einkaufserlebnis werde wieder mehr geschätzt. «Wir erleben eine sehr engagierte und innovative Branche und ein Erstarken der unabhängigen Buchhandlungen», sagt Raphaela Sabel (36) vom Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV). Alleine in den letzten fünf Jahren registrierte der Verband in der Deutschschweiz über 40 erfolgreiche Buchhandelsüber-
nahmen und auch -neugründungen, teilweise mit sehr innovativen Konzepten. Der SBVV zählt 279 Mitglieder, 179 sind unabhängige Buchhandlungen und 100 Filialen von grossen Unternehmen. Auch die jüngsten Zahlen des Bundesamts für Kultur stimmen Sabel zuversichtlich: Über 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer lesen mindestens ein Buch pro Jahr, 60 Prozent mehr als drei Bücher, und 30 Prozent mehr als ein Buch pro Monat. Nur jedes zehnte Buch wird digital konsumiert. MM
Bild: Stocksy, zVg
8
MENSCHEN | MM41, 9.10.2017
Strassenumfrage
Carol Forster
«Eine Buchhandlung ist ein Sehnsuchtsort. Der Wohlfühlfaktor ist mitentscheidend» Der Umsatz mit Büchern hat abgenommen. Dennoch eröffneten in den letzten fünf Jahren in der Deutschschweiz 40 neue Buchhandlungen, oder bestehende wurden übernommen. Wie geht das zusammen? Die Stimmung ist tatsächlich wieder besser. Gerade in unbeständigen Zeiten ist das Buch gefragter. Es hat auch mit dem Zeitgeist zu tun: Die Leute wagen es wieder, Läden zu er öffnen. Gerade die jüngere Genera tion kauft bewusst lokal ein. Man geht gern ins Fachgeschäft, schätzt die Beratung. Der Umsatz ist zurückgegangen, weil die Preise gefallen sind. Das ist unser Problem: Bücher sind eigentlich zu billig. In den letz ten zehn Jahren sind Bücher in der Schweiz rund 20 Prozent günstiger geworden. Das hängt mit den aus dem EuroRaum importierten Büchern und dem starken Franken zusammen. Was haben Sie befürchtet, als erste grosse Anbieter Bücher online verkauften? Wir dachten, jetzt geht es uns an den Kragen. Doch die meisten kleinen Buchhandlungen haben mit eigenen Onlineshops nachgezogen, die gut laufen. So konnten wir Schlimmeres abwenden. Unsere Kunden schätzen es, dass ihre Bestellungen online mit einem persönlichen Mail beantwortet werden und sie wählen können, ob sie das Buch im Laden abholen oder nach Hause liefern lassen möchten. 2007 fiel die Buchpreisbindung. Waren fixe Preise der Branche nützlich? Damals dachte ich das. Nachdem es keine fixen Preise mehr gab, gingen pro Jahr zehn Buchhandlungen ein. Es war dramatisch, niemand wusste, wie es weitergeht. Wir mussten lernen, zu kalkulieren und Preise zu gestalten. Und wir mussten viel Aufklärungsarbeit leisten und den Kunden erklären, wofür sie mehr zahlen. Das war auch eine Chance, die viele nutzten. Viele haben sich aufs Wagnis eingelassen, bewusst Unternehmer zu sein.
Was braucht es, damit eine Buchhandlung Erfolg hat? Wir sind Dienstleister. Qualifizierte, leidenschaftliche Mitarbeiterinnen und ein handverlesenes Sortiment sind entscheidend. Kleine Buchhand lungen sind oft Plattformen für noch unbekannte Autoren und Verlage. Unsere Kunden schätzen es, wenn sie Neues entdecken können. Eine Buchhandlung ist auch ein Sehn suchtsort, der Wohlfühlfaktor ist mitentscheidend. Und wir müssen uns auch immer wieder neu erfinden. Mit welcher Idee hatten Sie Erfolg? Bei uns kann man sich abends im Geschäft einschliessen lassen. Seit 2009 bieten wir das vier Mal in der Woche an – und wir sind immer ab Anfang Januar fürs ganze Jahr aus gebucht. Ich finde es toll, dass so viele Leute gern im Laden stöbern und sich für Bücher begeistern. Auch unser Kunst und Literaturfestival «Kleiner Frühling», das wir alle zwei Jahre in Appenzell veranstalten, wird gut besucht. Dieses Jahr hatten wir Julia Weber eingeladen. Die Autorin war völlig unbekannt, jetzt ist sie auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises. Empfing man Sie eigentlich mit offenen Armen, als Sie die erste Buchhandlung im Kanton eröffneten? Nein, der Start war harzig. Wir muss ten uns die Stammkundschaft erst hart erarbeiten. Das ist bei jeder Neu eröffnung so: Es dauert in der Regel fünf Jahre, bis man sich einigermassen etabliert hat. In dieser Zeit muss man untendurch: Man arbeitet sehr viel, kann sich keine Angestellten leisten. Wir haben aber einen tollen Beruf, für den wir jeden Tag gern aufstehen. Der Umsatz mit E-Books liegt bei unter 10 Prozent. Das erstaunt. Ein Buch ist etwas Haptisches, Sinn liches. Die meisten von uns starren den ganzen Tag auf einen Bildschirm, da möchten sie abends oder in den Ferien lesen, nicht nochmals in ein Gerät schauen. Das gedruckte Buch wird nie verschwinden, davon bin ich überzeugt.
Wo kaufen Sie Ihre Bücher?
Carol Forster (56) eröffnete 1992 in Appenzell
Innerrhoden die erste Buchhandlung im Kanton.
Jasmine Kündig (19), Studentin, Zug «Ich muss fürs Studium viele
Sachbücher lesen, die kaufe ich direkt im Uni-Shop. In den Ferien nehme ich mir aber Zeit für private Lektüre, die lade ich auf meinen E-Reader.»
Hermann Reichlin (81), Pensionier ter, Luzern «Meine Frau ist für den
Bücherkauf verantwortlich, sie kauft aber nur in unserer Stammbuchhandlung ein, weil diese wegen des Onlinehandels weniger Umsatz macht.»
Mandy Schmidt (32), Familien pflegerin, Engelberg OW «Ich kaufe
überall ein: In der Buchhandlung, im Internet oder auf dem Flohmarkt. Dabei mache ich selten Preisvergleiche, denn ich kaufe meist spontan.»
9
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12
MM41, 9.10.2017 | MENSCHEN
Arbeiten nach der Pensionierung
Noch ist nicht für immer Feierabend Die Zahl der Frauen und Männer, die über das offizielle Rentenalter hinaus arbeiten, nimmt zu. Vier engagierte Pensionierte erzählen, warum ihnen die Arbeit wichtig ist und sie auf das Gefühl, gebraucht zu werden, nicht verzichten möchten. Texte: Anna Miller
D
er Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, ist 71 Jahre alt. In den USA gilt das Rentenalter 66. Doch Trump macht keine Anstalten, in Pension zu gehen. Und so geht es vielen auch in der Schweiz: Anfang 2016 waren 17,9 Prozent der Männer und 7,8 Prozent der Frauen mit über 65 Jahren noch berufstätig. Die Zahlen haben sich innerhalb eines Jahrzehnts verdoppelt. Das liegt auch daran, dass unsere Lebenserwartung stetig steigt. «Die meisten Menschen sind heute bis 75 leistungsfähig, sowohl körperlich als auch kognitiv», sagt Pasqualina Perrig-Chiello (64), emeritierte Professorin für Psychologie an der Universität Bern, die über das Alter forscht. Die Menschen würden heute länger fit bleiben und sich die Frage stellen: «Warum von einem Tag auf den andern einfach von hundert auf null?» Die AHV-Grenze sei eine künstliche, die nicht mehr mit den Ressourcen der Menschen übereinstimme. Deshalb fordern Vertreter aus Politik und Wirtschaft ein flexibleres Rentenalter für die Schweiz. Das würde auch den Unternehmen Vorteile bieten, da sie kompetente Mitarbeiter nicht zwangspensionieren müssten, wie das beispielsweise bei staatlichen Betrieben heute der Fall ist. Gleichzeitig könnten Mitarbeiter und Firmen individueller und frühzeitiger die Pensionierung planen, sagt Wirtschaftswissenschaftler Reiner Eichenberger (55). Man solle Anreize
Bilder: Vera Hartmann
schaffen, damit Menschen, die wollten, den Unternehmen länger erhalten blieben. «Das Know-how bleibt länger in der Firma, die Leute sind motivierter und werden länger weitergebildet», was auch die Arbeitslosigkeit unter Arbeitnehmern über 50 vermindern würde, sagt der Professor für Theorie der Finanz- und Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg. Denn Personen ab 50 brauchen bei einem Jobwechsel doppelt so lange, bis sie wieder im Arbeitsmarkt Fuss fassen – weil sie das Unternehmen mehr kosten und Vorurteile gegenüber dem Alter in vielen Unternehmen heute noch Alltag sind. «Wenn ein Unternehmen aber bei einem 60-Jährigen weiss, dass er über das Pensionsalter hinaus noch aktiv sein will, ergeben sich vielfältigere Möglichkeiten, diese Person noch zu fördern», sagt Eichenberger. Das entlaste auch die Gesellschaft als Ganzes. Frühpension, was für Gutverdiener?
Denn demografisch gesehen, verschärft sich die Arbeitsmarktsituation in der Schweiz in den nächsten Jahrzehnten dramatisch: Bereits in zehn Jahren fehlen eine halbe Million Beschäftigte. Eine Lösung für das drohende Loch wäre, dass die Leute länger arbeiten. Deshalb steht auch die schrittweise Erhöhung des Rentenalters im Fokus: Es soll, wie in anderen europäischen Ländern auch, schrittweise an die steigende Lebenserwartung angepasst werden.
Vania Alleva (47) von der Gewerkschaft Unia ist gegen diese Lösung. «Die Diskussion um eine Erhöhung des Rentenalters ist absurd», sagt die Präsidentin. Man könne nicht alle dazu zwingen, länger zu arbeiten – auch, weil viele Menschen berufsbedingt früher ausgelaugt oder mit 55 schon arbeitslos seien. «Viele Firmen beklagen den Fachkräftemangel, sortieren ältere Arbeitnehmende aber gleichzeitig aus. Das widerspricht sich.» Auch die Flexibilisierung des Rentenalters sei problematisch, solange sich nur gut Verdienende eine Frühpensionierung leisten könnten. «Diejenigen, die nicht mehr können, sollten auch früher aufhören dürfen.» Alleva denkt dabei zum Beispiel an Bauarbeiter. Die Frage nach dem idealen Pensionsalter, so sind sich alle Experten einig, sei eine immer individuellere. Sie unterscheidet sich je nach Branche, Aufgabengebiet und der Verfassung des Mitarbeiters – und hängt auch davon ab, welche finanziellen Mittel jemand zur Verfügung hat. Wolle die Schweiz etwas gegen den Fachkräftemangel tun, müsse man in die Mitarbeiter investieren, sagt Alleva. Und sie dazu motivieren, ihre Fähigkeiten an die nächsten Generationen weiterzugeben. «Arbeit ist sinnstiftend. Vielleicht möchte nicht jeder bis ins hohe Alter arbeiten, aber eine Aufgabe zu haben, ob bezahlt oder unbezahlt, trägt zur Gesundheit und zum Wohl der Gesellschaft bei», sagt Psychologin Perrig-Chiello. Jeder wolle sich nützlich fühlen, bis zum Schluss.
MENSCHEN | MM41, 9.10.2017
13
Marion St. Maarten
«Ich engagiere mich gern und habe noch Elan» «Ich bin jetzt 64 Jahre alt und seit Februar 2016 pensioniert. Bis zuletzt habe ich an der ETH als Assis tentin für einen Professor gearbeitet. Ich habe gefragt, ob ich bleiben dürfe, aber sie verfolgen die Politik, nach dem offiziellen Pensionsalter nieman den in Anstellung zu behalten. Da sind sie strikt, das ist okay. Ich will auch Jüngeren eine Chance geben und bin froh, jetzt mehr Freizeit zu haben. Heute arbeite ich als Springerin an der Rezeption des Prime Towers in Zürich. Die Arbeit gefällt mir, es passiert sehr viel, ich bin immer beschäftigt. Es ist streng, natürlich fordernd, aber ich liebe den Kundenkontakt. Dabei kann ich mein Französisch, Hollän disch und Englisch wieder auffrischen und lerne jeden Tag dazu. Eine Agentur hat mir die Stelle vermittelt, aber ich habe mir, ehrlich gesagt, keinen Kopf gemacht, ob ich noch etwas finde. Ich liess mich einfach treiben. Auch, weil ich im Grunde zuerst dachte: Pensioniert zu sein, ist jetzt mein Job. Man kann sich nicht dagegen wehren, das sind die Regeln in dieser Gesellschaft. Irgendwann ist Schluss. Aber was macht man denn, wenn man pensioniert ist? Ich hatte das Gefühl, dass mir die Decke auf den Kopf fällt. Natürlich hat man viele Freiheiten, aber wenn ich nichts tue, werde ich noch verrückt.
Marion St. Maarten Jahrgang: 1952, Zürich Job alt: ETH-Assistentin Job neu: Rezeptionistin auf Abruf
Mein Vorteil ist mein Aussehen, ich sehe nicht alt aus, habe noch Elan und Temperament, und das strahle ich aus. Ich will mir nicht alt vor kommen, weil ich das nicht bin! Ich engagiere mich gern, zum Beispiel auch bei Pro Senectute. Dort betreue ich zwei ältere Damen, mit ihnen gehe ich spazieren oder lese ihnen vor. Das Arbeitsleben fordert mich aber anders. Ich habe kein schlechtes Gewissen, noch zu arbeiten, obwohl andere keinen Job haben. Warum auch? Ich dränge mich ja niemandem auf. Es ist die freie Entscheidung eines jeden Unternehmens, den Kan didaten zu nehmen, den es will.»
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MENSCHEN | MM41, 9.10.2017
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Über 65 und noch aktiv
Selbständigkeit fast gleichauf mit Angestelltsein Die Selbständigkeit ist beliebt. Lesebeispiel: 78 000 über 65-Jährige waren 2016 Selbständigerwerbende. 80 70 60 50 40 30 20 10 0
2010 Selbständige
2013
2016
Arbeitnehmende
Immer mehr arbeiten nach 65 weiter Von 120 000 auf 181 000 steigerte sich zwischen 2010 und 2016 die Erwerbstätigkeit der über 65-Jährigen. 1500
Wolfgang Heinzmann, 1943, Horgen ZH
1200
Job alt: Betriebswirtschaftsingenieur Job neu: Coach und Berater, selbständig
900 600 300 0
Wolfgang Heinzmann
«Ich bin jetzt 73 Jahre alt und arbeite immer noch 60 Prozent projektbasiert, solange es meine Gesundheit zulässt. Es würde für mich keinen Sinn ergeben, einfach aufzuhören. Schon seit fast 30 Jahren bin ich selbständig, deshalb geht das. Ich bin sehr interessiert an neuen Technologien, das Internet ist meine Wissensbibliothek. Ein Manager sagte mir mal: Sie wirken jünger als ich. Ich bin Nichtraucher, war fünfacher Schweizer Meister im Wasserball. Noch heute trainiere ich zwei- bis dreimal pro Woche meine Muskeln, Ausdauer und Beweglichkeit. Ich könnte loslassen, kürzertreten. Aber warum sollte ich? Es macht mir doch Freude. Ich bin ein Macher, kein Theore tiker. Und ich werde gern gebraucht. Frühere Kunden schätzen mein Wissen und beauftra gen mich immer wieder. Jüngeren kann ich viel von meinem Wissen weitergeben, wie ich bemerkt habe. Ich bringe Ruhe hinein, Erfah
rung, Kompetenz, Sachwissen. Auch wenn ich für immer finanziell ausgesorgt hätte, würde ich trotzdem weiterarbeiten. Zurückzutreten wäre kein Problem für mich, wenn ich wüsste, dass ich jemandem den Job wegnehme, der Familie hat. Ich bin geschieden und habe keine Kinder. Ich habe mich auch schon um geschaut, ob im Bereich Freiwilligenarbeit etwas für mich dabei wäre. Hätte ich meine beruflichen Projekte nicht mehr, würde ich mich in Bereichen weiterbilden, für die ich früher nicht die Zeit hatte. Ich würde Länder bereisen, die mich interes sieren. Meine Bekannten ermutigen mich alle dazu, weiter aktiv zu bleiben. Keiner von ihnen sagt, ich solle mich zurücklehnen. Ich sehe ja, was das mit den Leuten macht, wenn man nicht mehr aktiv ist. Wenn man Gesundheit geschenkt bekommt, ist es doch auch eine Verantwortung, diese zu erhalten und einzusetzen. Für sich selbst und andere.»
Erwerbstätige
2013
2016
Nichterwerbstätige
Mehr Männer als Frauen bleiben im Arbeitsprozess Zunahme bei den Frauen: von 47 000 auf 69 000; bei den Männern: von 74 000 auf 112 000 800 700 600 500 400 300 200 100 0 Quelle: BfS
«Ich werde gern gebraucht»
2010
2010 Erwerbstätige Frauen Männer
2013
2016
Nichterwerbstätige Frauen Männer
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17
Carole Buess
«Ich habe mich finanziell nie abgesichert» «Ich bin Sozialpädagogin und habe über Jahrzehnte mit Erwachsenen gearbeitet, mit Themen wie Drogen und psychischen Problemen. Irgendwann konnte ich nicht mehr. Ich hatte ein Burn-out mit 64, der Arbeitgeber und ich haben gemeinsam entschieden, dass es besser ist aufzuhören. Gesundheitlich war ich froh über diesen Entscheid. Aber weil ich ein Jahr vor der offiziellen Pensionierung aufgehört habe, klafft nun ein Loch in der Pensionskasse. Deshalb arbeite ich heute, wo ich kann, um dazuzuverdienen. Ich habe nie gross gespart, im Gegensatz zum Rest meiner Familie. Alle anderen haben sich irgendwann Häuser gekauft, aber ich wohne noch immer in einem Mietshaus. Ich bekomme 4400 Franken pro Monat aus AHV und Pensionskasse, das klingt nach viel. Aber ich habe Tiere, die kosten mich Geld. Ich liebe sie, sie sind wie meine Kinder. Ich habe mich finanziell nie abgesichert, jetzt schlägt das eben zurück.
Carole Buess, 1949, Jonen AG Job alt: Sozialpädagogin Job neu: Diverses
Momentan habe ich keine feste Anstellung. Ich versuche mit den
unterschiedlichsten Dingen, meinen Lebensunterhalt zu verdienen: Von zu Hause aus verkaufe ich ätherische Öle, schreibe dazu meinen eigenen Newsletter und gebe Traumfängerkurse. Ich bin Sammlerin, habe sehr viele kleinere Dinge und Möbel, damit gehe ich nun auf Flohmärkte. Als Überlebenskünstlerin schaue ich, dass ich mich über Wasser halte. Auch wenn es finanziell nicht einfach ist: Die Pensionierung hat auch ihre guten Seiten. Ich bin mein eigener Chef und entscheide, wann ich esse, schlafe, aufstehe. Ich fühle mich freier. Es ist nicht einfach, weiterhin arbeiten zu müssen, aber gleichzeitig ist diese Situation auch mein Antrieb. Sie hat zwei Seiten, genau wie ich. Mehr Zeit und Raum für meine Kreativität zu haben, macht mich lebendiger. Wenn ich das Geld nicht bräuchte, würde ich mich vielleicht zu sehr zurücklehnen, denn ich habe auch eine faule Seite und bin ab und zu gern allein. Dass ich arbeiten muss, treibt mich an und bringt mich mit anderen Menschen in Kontakt.»
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MM41, 9.10.2017 | MENSCHEN
Hans-Ulrich Müller
«Ich bin in ein Loch gefallen»
«Wenn man ein Gut im Überfluss hat, ist es nicht mehr so viel wert. Vor zehn Jahren dachte ich an einem Mittwoch: Wenn ich doch jetzt auf eine Skitour könnte, das wärs! Heute, mit bald 68, ist das anders: Ich bin ja theoretisch pensioniert, ich kann immer auf die Piste. Aber immer auf die Piste gehen, das macht noch kein Leben. Nach der Pensionierung bin ich in ein Loch gefallen. Ich musste mich wieder aufraffen. Die ersten Mo nate war ich sehr oft schlecht gelaunt. Meiner Frau hat das nicht gefallen. Wenn Sie 120 Prozent arbeiten und über Nacht auf null gehen, dann ist das ein grosser Einschnitt. Ich dachte immer, das passiere nur den anderen. Aber es passierte auch mir.
Ein ganzes Leben lang bin ich früh aufgestanden, habe oft auch samstags gearbeitet. Da blieb einem nicht viel Zeit, sich vorzubereiten.
turierung einer Firma in Frankreich. Und ein bis zwei Tage pro Woche bin ich ehrenamtlich als Fundraiser für die Stiftung für Lungendiagnostik tätig.
Früher hat der Bauer mit 90 Jahren noch den Hof gewischt, sich einge bracht ins Geschehen. Warum sollte ich das nicht tun? Meine Arbeit war immer auch mein Hobby. Ich kann mir nicht vorstellen, keine Projekte mehr zu haben. Die letzten 20 Jahre war ich in leitender Position in der Vermessungsindustrie tätig. Ich wollte etwas machen, das für mich und an dere Sinn ergibt. Jetzt will ich der Ge sellschaft etwas zurückgeben. Ich ar beite wieder 70 Prozent für meine alte Firma. Als Freelancer leite ich ein Pro jekt in Südamerika und die Restruk
Ich finde es keine gute Idee, wenn man mit 65 einen Schnitt macht und die Leute in Pension wirft. Der Staat sollte das System flexibilisieren. Mir geht es nicht in erster Linie ums Geldverdienen. Ich möchte weiter arbeiten, weil es sinnvoll ist. Auch für andere. Deshalb bin ich ehrenamtlich für meine Klienten vom RAV tätig. Dort coache ich ehemalige Führungs kräfte, die mit 50 ihre Stelle verlieren und Mühe haben, wieder ins Arbeits leben zu finden. Selber habe ich keine grossen Krisen erlebt. Deshalb will ich helfen.» MM
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MENSCHEN | MM41, 9.10.2017
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MENSCHEN | MM41, 9.10.2017
Bänz Friedli
Halb nackt durchs Dorf
Bild: Vera Hartmann
Was werden die Leute im Dorf sich bloss gedacht haben? Damals machte ich mir keine Gedanken, wenn ich nackt, mit nur einem Frottiertuch um die Hüfte – noch dazu einem knappen –, über die Schwelle unseres alten Bauernhauses ins Freie trat, ein Stück Wiese querte, über einen Zaun stieg, durch den Garten zum nachbarlichen Vierfamilienhaus gelangte und dann die Treppe hoch zu einer verheirateten Hausfrau hüpfte. Wahlweise stieg ich auch durchs Küchenfenster im Parterre ein – zur ebenfalls verheirateten Schwester der Frau im Obergeschoss. Junggeselle war ich, knapp über zwanzig. Und sass erst noch für eine grüne Bürgerinitiative im örtlichen Gemeinderat. Es muss zu reden gegeben haben.
Bänz Friedli (52)
wurde kalt geduscht.
Schön ists auf dem Land. Aber es ist halt auch so, dass man im Dorf keinen Schritt unbeobachtet tut. So wird es den Leuten aufgefallen sein, dass es gewissen Kräutern, die mein Mitbewohner im Garten zog, an Legalität gebrach. Und weil ich oft schwarze Lederhosen trug, galten wir bald mal als «lätzgfäderet» – als Tunichtgute, irgendwie andersrum. Kaufte ich dann auch noch im Lädeli Kondome, und die Kassierin wünschte mir maliziös «no e schöne Aabe», dann war klar, wovon sie ausging: dass der Mitbewohner und ich die Kondome gemeinsam verwenden würden. Zwei junge Männer unter einem Dach? Bestimmt schwul! Und so etwas war
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im Bernbiet in den 1980er-Jahren weiss Gott noch nicht an der Tagesordnung. Umso mehr muss denjenigen, die es hinter halb gezogenen Vorhängen hervor beobachteten, zu denken gegeben haben, wenn ich dann anderntags dennoch halb nackt zur Nachbarin rannte. Am späteren Morgen, wie so oft.
Daran musste ich denken, als letzte Woche in unserer Siedlung eines Morgens nur kaltes Wasser zum Hahn rauskam. Denn damals, in der WG auf dem Land, war es so: Mein Mitbewohner begann den Tag gern mit einer warmen Badewanne. Er war Frühaufsteher, ich hingegen schlief etwas länger. Wollte ich, der ich meist bis spätnachts gearbeitet hatte, dann im Verlauf des Morgens duschen, war das warme Wasser aus dem kleinen Boiler meist aufgebraucht. Und so ganz kalt duschen mochte ich nicht. Also griff ich mir – nackt, wie ich war – ein Tuch, umhüllte mich damit mehr schlecht als recht und spurtete, ob im Winter oder Sommer, zu einer der Nachbarinnen, um dort warm zu duschen. (Nie, ich schwöre es, geschah dabei noch etwas anderes.) Halb nackt durchs Dorf rennen? So unbedarft und unbelastet wäre ich manchmal gern noch mal. Letzte Woche habe ich dann aber kalt geduscht. Man will ja nicht als Warmduscher gelten. MM Bänz Friedli live: 19. 10. Sursee LU; 21. 10. Olten
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MM41, 9.10.2017 | MENSCHEN
Sehnt sich nach einer Bilderbuch familie: Ilknur Bahadir (im Porträt) möchte liebevolle Eltern haben.
Ilknur Bahadir
Mami und Papi à la carte Mit 44 Jahren will die Baslerin Ilknur Bahadir endlich elterliche Liebe, Fürsorge und Nestwärme spüren. Deshalb sucht sie jetzt mit einer Castingshow eine neue Mutter und einen neuen Vater. Das tönt schräg, birgt aber eine ernste Botschaft.
Text: Lisa Stutz
K
ätzchen Fluffy sucht ein neues Zuhause.» Ilknur Bahadir (44) liest diese Zeilen in einer Zeitung und denkt: «Ich auch.» Wenn es möglich ist, Katzen zu einer neuen Familie zu verhelfen, muss es doch auch möglich sein, sich selbst irgendwo unterzubringen. So kommt sie auf die Idee, neue Eltern zu suchen. Zu ihren eigenen hat sie den Kontakt abgebrochen. Die Geschichte beginnt 1972 in der türkischen Stadt Izmir, wo Ilknur Bahadir in eine Familie hineingeboren wird, in der es keine Liebe gibt. «Ich erlebte in keinster Weise ein Nestgefühl, keine Fürsorge, keinen liebevollen Umgang», sagt sie, eine zierliche Frau, das schwarze Haar zu einem Knoten gebunden. Ihr Kleid ist kleinkariert, ihr Wesen ganz das Gegenteil. Als Ilknur Bahadir drei Jahre alt ist, zieht die Familie nach Deutschland. Sie wächst in einem bayrischen Dorf auf. «Ich habe keine guten Erinnerungen an diese Zeit.» Ins Detail gehen will sie nicht. Sie sagt nur: «Ich wurde stark vernachlässigt.» «Ich habe meine Eltern nie umarmt.» «Wir haben nie gelacht.» «Ich
musste einfach funktionieren.» «Ich sagte zu Fremden, ich sei beim Balletttanzen hingefallen.» Um zu Hause in Ruhe gelassen zu werden, wendet Ilknur einen Trick an: Sie gibt vor, Hausaufgaben zu erledigen, auch wenn sie diese längst im Bus gemacht hat. Sie schreibt in ein Heft die wildesten Geschichten, oftmals handeln sie von glücklichen Familien. In der Schule fragt sie ihre Freundinnen am Montagmorgen aus, was sie am Wochenende mit ihren Eltern erlebt haben. Diese Informationen sind Futter für ihre Fantasie. «Meine Rettung war, dass ich in den schönsten Farben träumen konnte, obwohl es daheim so dunkel war.» Nur so habe sie es durch ihre Kindheit geschafft. Frei, aber auch wurzellos
Endlich erwachsen, geht sie im Jahr 1990 fort, bricht den Kontakt zu ihren Eltern komplett ab. Ilknur studiert Psychologie. An der OttoFalckenberg-Schule in München lässt sie sich zur Schauspielerin ausbilden. Es folgen viele Engagements auf vielen Bühnen. Auch im Fernsehen und Film tritt sie auf. Sie ist
frei, aber auch wurzellos. «Bis ich bei meiner ersten grossen Liebe zum ersten Mal das Gefühl von Bedingungslosigkeit erlebte. Das Wissen, dass da jemand ist, zu jeder Tagesund Nachtzeit.» Seither sei ihr bewusst: Dieses Gefühl ist essenziell für ein gutes Leben. Wegen ihres Partners zieht sie nach Basel. Was hält, ist die Liebe zur Stadt. Heute bezeichnet Ilknur Bahadir ihre Freunde als ihre Familie. «Aber es ist nicht dasselbe, wie wenn man Eltern hat.» Deshalb sucht sie nun aktiv ein neues Mami und einen neuen Papi. Der Wunsch lässt sie seit dem Kätzchen-Fluffy-Erlebnis nicht los. Und ja, es ist ihr ernst: «Ich erhoffe mir, als grosses Kind endlich in den Genuss von Eltern zu kommen.» Da Ilknur neben der Schauspielerei auch Kunst macht, entschied sie, ihre Suche in ein Kunstprojekt zu verpacken. Per Zufall wurde eine Mitarbeiterin des Kunstmuseums Basel auf sie aufmerksam. Sie bot ihr die Zusammenarbeit an. Seit September finden nun im Museum Kinder-Workshops zu den Themen Eltern und Familie statt – und noch bis zum 15. Oktober können sich potenzielle Eltern
Bilder: Getty Images, iStockphoto, Binh Truong; Bildmontage: Migros Medien
MENSCHEN | MM41, 9.10.2017
bei Ilknur Bahadir melden. Egal, ob Paare oder Einzelpersonen, die einzige Bedingung für die Kandidaten ist Volljährigkeit. «Mein zukünftiges Mami kann gern auch jünger sein als ich», sagt die 44-Jährige. Sie wird ihre künftigen Eltern in einer Live-Castingshow küren. Wenn Bauern in Castingshows ihre Herzensdame finden, warum sollte nicht auch sie auf diese Weise neuen Eltern kennenlernen? Das letzte Puzzleteil im Leben
Angst, dass ihre biologischen Eltern von der spektakulären Suche erfahren, hat sie nicht. «Sie leben weit weg. Zudem muss ich auf niemanden Rücksicht nehmen.» Was sie von ihren künftigen Eltern erwartet, weiss sie genau: «Es geht mir nicht darum, dass mich jemand adoptiert. Ich wünsche mir nur, dass wir gelegentlich telefonieren, wandern, Fondue essen. Eine Beziehung, wie sie eine normale, erwachsene Frau zu ihren Eltern pflegt.» Und was ist, wenn es nicht funktioniert? «Es besteht kein Zwang, alle Beteiligten können zu jeder Zeit aussteigen. Es gibt durchaus einen realistischen
Teil in mir, der weiss, dass es auch nicht klappen kann.» Es sei nicht so, dass sie ohne Halt sei im Leben. Und es gehe nicht darum, dass neue Eltern sie retten sollen. Sie wären einfach das letzte Puzzleteil im Leben, sagt Ilknur. Sie will mit ihrem Projekt auch darauf aufmerksam machen, dass man nie weiss, was sich hinter einer geschlossenen Wohnungstür abspielt. Sie habe als Kind oft das Gefühl gehabt, von der Welt abgeschnitten zu sein. «Niemand nahm wahr, was mit mir passierte.» Sie habe jeden Tag gehofft, dass jemand sie rettete. Auch heute noch wünscht sich Ilknur, dass Nachbarn, Lehrer, Bekannte mehr eingreifen. Und sie hat eine Botschaft an die Kinder: «Egal, in welches Nest ihr hineingeboren wurdet: Wenn es nicht heil und nicht schön ist, könnt ihr es irgendwann verlassen. Ihr haltet den Dirigentenstab für euer Leben in der Hand.» Sie selbst, sagt sie, lebe nach dem Leitsatz von Pippi Langstrumpf: «Ich mach mir meine Welt, wie sie mir gefällt.» In ihrem Fall bedeutet das, mit 44 Jahren neue Eltern zu erküren. MM
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Live-Castingshow
Wettkampf der Eltern Ilknur Bahadir sucht im Rahmen ihres Kunstprojekts «Familienalbum» neue Eltern für sich. Anmeldeschluss ist der 15. Oktober. Alle Kandidatinnen und Kandidaten, die sich bewerben, werden von der Schauspielerin und Künstlerin persönlich besucht. Die am besten geeigneten Bewerberinnen und Bewerber – zwei Mütter und zwei Väter – treten dann in einer Live-Castingshow am 5. November im Kunstmuseum Basel gegeneinander an. Sie müssen verschiedene Challenges absolvieren. Ilknur Bahadir legt Wert darauf, dass dabei niemand blossgestellt wird. Die Jury besteht aus vier bis sechs Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren sowie Monika Rossi, Psychologin und Dozentin aus Zürich. Durch den Abend führt der Schauspieler und Regisseur Andrea Bettini. Die Castingshow dauert rund eine Stunde, es hat Platz für 200 bis 400 Zuschauer. Als Eltern bewerben kann man sich auf www.eltern-gesucht.com.
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MM41, 9.10.2017 | MENSCHEN
www.migrosmagazin.ch
Beiträge, Bilder und Meinungen unserer Leserinnen und Leser
Online mitgestalten Die Umfrage
Migrosmagazin.ch Letzte Woche wollten wir wissen: Gehen Sie ans Oktoberfest? 5% 11% 13% 71%
71%: Nein, orchestrierte Besäufnisse sind nicht mein Ding. 13%: Ein- oder zweimal reizt mich das schon, aber eher das Original in München. 11%: Möglich, das hängt schlicht von den Plänen meiner Freunde ab. 5%: Ich gehe regelmässig ans Oktoberfest, wenn und wo ich Gelegenheit dazu habe.
Leserbeitrag
Formenvielfalt Eine spezielle Karottenernte fuhr Elisabeth Studer aus Lenz GR ein: «Ich habe im Frühling zu dicht gesät, und so musste ich nachträglich pikieren. Die kleinen Setzlinge setzte ich probeweise nochmals, vermutlich mehrere zusammen.» Ausserdem fand Studer auf dem Kompost eine Kartoffel in Mausform (unten). www.migmag.ch/ruebli
Leserbeitrag
Leserreaktion
Sorgenfalten zur Rente
«Diesen Artikel als wertvoll zu bezeichnen,
Florian Riner
aus Bassersdorf ZH verpackt seine Überlegungen zu Politik und Gesellschaft nach der eidgenössischen Abstimmung vom 24. September in eine Kurzgeschichte. Die Erzählung «Sorgen (dunkle Wolken)» lesen Sie unter www.migmag.ch/ sorgen
wäre stark unter trieben. Kaum je hat mich diese Seite ent täuscht. Solche Beiträge geben mir in Anbe tracht von Stammtisch diskussionen, Irrlehren und der aktuell verwirrenden Renten politik Hoffnung.» Willy P. Betschart zur Migros Bank in der Ausgabe 40/2017
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«Menschliche Not generiert menschliche Not – zum Glück gibt es solche Orte»
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Es stimmt, dass Personen, die vor der Pensionierung stehen, ihre Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen sollten. Leider können nur etwa 25 Prozent der Arbeitnehmer diese Chance auch wirklich nutzen. Armin Arnold, Köniz BE MM40: Familie Begabte Kinder – talentiert und voll engagiert
«Talente muss man aktiv suchen» Scouts sollten die Schulen in allen Bereichen (etwa Sport,
Musik) schon frühzeitig ab klappern und mit seriösen Unternehmen oder Vereinen zusammenarbeiten – denn dort versauern unzählige Talente. Florian Riner, via www.migrosmagazin.ch Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an: redaktion@migrosmagazin.ch Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.
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MM41, 9.10.2017 | MENSCHEN
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Bilder: Martino Lombezzi/Contrasto
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MENSCHEN | MM41, 9.10.2017
William Drozdiak, seit Sie Ihr Buch «Der Zerfall» geschrieben haben, hat sich Europa wieder ein wenig stabilisiert. Ist doch alles nur halb so schlimm? Es gibt atmosphärisch tatsächlich ein paar ermutigende Signale. Aber das ändert wenig an der Grunddiagnose, dass es in Europa, ja in der westlichen Welt, klare Zerfalls erscheinungen gibt. Einerseits sind da die grossen wirtschaftlichen Differenzen zwi schen Nord und Südeuropa, dann die wach senden politischen Spannungen zwischen Ost und Westeuropa, insbesondere mit Polen, Ungarn und Russland, die die libe ralen Demokratien direkt herausfordern. Aber Macrons Wahl zum französischen Präsidenten hat die EU doch gestärkt. Schon, aber wenn er mit der gerade wieder gewählten deutschen Kanzlerin Merkel Initiativen vorantreibt, um die EU zu refor mieren, wird es grosse interne Widerstände geben. Merkel will den einzelnen Haupt städten wieder mehr Entscheidungsbefug nisse geben und hat sich für eine EU der verschiedenen Geschwindigkeiten ausge sprochen – im Osten macht man sich Sorgen, dass man dann zur EU zweiter Klasse wird. Hinzu kommen die Spannungen mit dem neuen USPräsidenten und seinem «Ame rica first»Ansatz, und auch die Flüchtlings situation ist noch lange nicht gelöst. Fangen wir an mit dem neuen Ost-WestKonflikt: Die EU scheint nicht viel gegen die illiberalen Tendenzen in Polen und Ungarn tun zu können. Braucht es neue Sanktionsmöglichkeiten? Unbedingt. Polen bekommt zum Beispiel Milliarden Euro Fördermittel aus dem EUTopf. Zumindest das sollte man kürzen, das würde schmerzen. Aber die Regeln be sagen, dass solche Massnahmen einstimmig verhängt werden müssen, und Ungarns Ministerpräsident macht dabei nicht mit. Das Gleiche sagen die Polen bezüglich Straf massnahmen gegen Ungarn. Es wird also wohl gar nichts passieren. Um diese Regeln zu ändern, bräuchte es ebenfalls Einstim migkeit, die man nicht bekommen wird. Ist die EU zu schnell gewachsen? Ganz offensichtlich sind diese Länder noch nicht bereit für eine liberale Demokratie. Das ist wohl leider so. Aber Sie müssen sich an die damalige Situation nach dem Mauer fall erinnern. Es gab drei wichtige Initiativen: den Euro, die SchengenRegeln für ein grenzenloses Europa und die EU und Nato Ausweitung nach Osten, um die demokra tischen Entwicklungen dort zu unterstützen. Leider muss man sagen, dass all diese Pro jekte gescheitert oder zumindest mit ernst haften Problemen behaftet sind. Nach dem Kollaps der Sowjetunion gab es viel diplo
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«Der Westen muss sich seine grossen Stärken erhalten: kritisches Denken und Toleranz für Dissenz.»
matisches Hin und Her. Aber letztlich ent schied man, dass Länder wie Polen, Ungarn oder die Tschechoslowakei schon immer Teil des westlichen Kulturraums gewesen sind und dass es amoralisch wäre, ihnen nun den Rücken zuzukehren. Einige warnten damals, dass dies eine unnötige Provokation der Russen sei, aber diese Stimmen wurden überhört. Ich denke jedoch, dass Präsident Putin einen strategischen Fehler macht. Nämlich? Er sieht die zentrale Bedrohung im Westen. Das viel gefährlichere Problem jedoch liegt beim islamischen Fundamentalismus im Süden, in Tschetschenien, Dagestan und den instabilen zentralasiatischen Republiken. Gleichzeitig rückt das überbevölkerte China im Fernen Osten immer näher an die weiten, leeren Landschaften Sibiriens heran. Weshalb fokussiert Putin trotzdem auf den Westen? Vielleicht weil es einfacher ist. Zudem kann man die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Russlands so bequem dem Westen in die Schuhe schieben. Putin hat es verpasst, die Wirtschaft zu diversifizieren, als es ihr noch gut ging. Nun ist sie weiterhin abhängig von Öl und Gasexporten, die viel weniger Geld einbringen als noch vor ein paar Jahren. Dazu kommt die massive Korruption. All das wird irgendwann explodieren. Nur: Selbst wenn Putin stürzt, was kommt nach ihm? Und wird das nicht allenfalls noch viel schlimmer sein? Wobei Polen und Ungarn vor allem von einem Misstrauen gegenüber westlichen Werten geleitet scheinen. Dazu kam dann noch die Flüchtlingskrise. Die diesbezüglich geschürte Hysterie hat allerdings wenig mit der Realität zu tun: In beiden Ländern hat es kaum Flüchtlinge. Wir dürfen ausserdem nicht vergessen, dass die Gesellschaften in diesen Ländern sehr gespalten sind. In den urbanen Gebieten steht man den westlichen Werten sehr viel näher als in den ländlichen, die in Polen noch dazu tief katholisch sind. Es gab auch
diverse Grossdemonstrationen gegen die Regierung. Wie das am Ende herauskommt, ist offen. Aber es wäre nicht fair, diesen Ländern ein einheitliches illiberales Denken zu unterstellen. Dieses ist letztlich eine Reaktion auf die Globalisierung, auf die raschen Veränderungen in der Gesellschaft, die Teile der Bevölkerung schlicht überfor dern. Im Westen reagieren die Leute darauf, indem sie Rechts oder Linkspopulisten unterstützen, weil die Parteien der Mitte sich schwertun, die wirtschaftlichen Folgen dieser Entwicklungen abzufedern. Hinzu kommt, dass viele Leute weniger gut informiert sind als auch schon. Allerdings. Qualitätsmedien verlieren immer weiter an Boden, derweil soziale Medien und Informationsblasen im Internet wichtiger werden. Das macht es schwieriger, Fake News von Fakten zu unterscheiden. Eine ideale Zeit für Demagogen also? Oh ja! Dabei dachten beim Aufkommen des Internets alle, es werde ein tolles Werkzeug, um Wissen und Demokratie zu verbreiten. Nun scheint es im Gegenteil ideal für Auto kraten und Demagogen. Dass Konzerne wie Google und Facebook mit autokratischen Staaten kooperieren, um deren Bürger von gewissen Informationen fernzuhalten, finde ich äusserst beunruhigend. Die grosse Frage ist, wie wir diese mächtigen Firmen davon überzeugen, die Rechte der Individuen höher zu gewichten als die von Autokraten. Die EU mischt sich diesbezüglich stärker ein als die USA. Ich hoffe, dass es der EU gelingt, neue Standards zu setzen und damit auch den USA ein Vorbild zu sein. Ist es auch dem Brexit und der Wahl von Donald Trump zu verdanken, dass sich in Europa die Mitte etwas stabilisiert hat? Das hat sicher eine Rolle gespielt. Wähle rinnen und Wähler kamen dadurch zum Schluss, dass es ihnen mit der EU und ihren Mitteparteien gar nicht so schlecht geht. Die EU hat ja nicht zuletzt ein PRProblem, sie ist nicht sehr gut darin, ihre Erfolge effektiv zu verkaufen.
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MENSCHEN | MM41, 9.10.2017
Europa und die USA waren jahrzehntelang Partner. Mit Trump hat sich das geändert. Wird sich das Verhältnis wieder norma lisieren, falls er 2020 abgewählt wird? Ich hoffe wirklich sehr, dass Trump von jemandem ersetzt wird, der mehr weiss über die Welt und die internationalen Beziehun gen. Aber ich denke, dass es auch ohne ihn eine wachsende Entfremdung zwischen den beiden Kontinenten gibt. Die letzten 70 Jahre waren eine historische Anomalie, es gab weltweit kaum je Allianzen, die so lange ge halten haben. Und in den USA finden viele, Europa sei reich genug, sich selbst um seine Sicherheit zu kümmern. Auch unter dem nächsten Präsidenten wird der Druck auf die EU steigen, dafür mehr Geld auszugeben. Sicherheit ist das eine, aber was ist mit liberalen Werten und offenen Märkten? Wird sich die USHaltung nach Trump wieder mehr Europa annähern? Tendenziell schon. Und bisher haben sich die Europäer gegen seine protektionis tischen Impulse clever und erfolgreich gewehrt. Aber die wirtschaftliche Rivalität, die Trump in die transatlantischen Be ziehungen reingebracht hat, könnte seine Präsidentschaft in abgeschwächter Form durchaus überleben, schlicht weil die gene relle Distanz zwischen den Kontinenten weiter wachsen wird. Natürlich könnte ein grösserer Konflikt mit China die Westmäch te auch wieder zusammenrücken lassen. Was passiert mit der liberalen westlichen Weltordnung, wenn die USA und Europa mehr und mehr auseinanderdriften? Das ist die entscheidende Frage. 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs muss der Westen eine neue grosse gemeinsame Mission finden. Ich hoffe auf ein neues Zeitalter der Aufklärung, denn die unterscheidet Europa und Nordamerika von vielen anderen Regio nen der Welt, wo persönliche Rechte zweit rangig sind und der Erhalt und die Sicherheit von Staat und Regime Priorität haben. Letz teres wird stark unterstützt durch Big Data, das mehr und mehr zu Big Brother wird, auf Kosten der individuellen Rechte. Hier sehen Sie neue Gemeinsamkeiten? Genau, Nordamerika und Europa könnten gemeinsam die Interessen des Individuums verteidigen, gegenüber Konzernen, aber auch gegenüber autokratischen Regimes. Dabei können sie ihre grössten Stärken ins Spiel bringen: kritisches Denken und die Toleranz für Dissenz. Es ist entscheidend, dass wir uns das erhalten. Wie kann sich ein kleines neutrales Land wie die Schweiz bei all dem einbringen? Die Schweiz war bisher erstaunlich erfolg reich darin, sich von fast all diesen negativen
Entwicklungen abzuschirmen. Die föderale politische Organisation mit den Kantonen könnte aus meiner Sicht sogar ein Vorbild für Europa sein. Ich halte eine lose Staaten konföderation innerhalb der EU für wesent lich vielversprechender als die Vereinigten Staaten von Europa. Es sorgt für Stabilität, wenn man es den Leuten erlaubt, Entscheide auf einer lokalen und regionalen Ebene selbst zu treffen. Die grösste Herausforderung der Schweiz wird darin bestehen, ihre Wäh rung so zu managen, dass die Exportwirt schaft nicht leidet. Aber auch das scheint bisher nicht schlecht zu gelingen. Wie sehr sorgen Sie sich um das politische Klima in den USA? Dort stehen sich zwei unversöhnliche Lager gegenüber, die kaum noch miteinander reden können. Ich bin sehr besorgt und fürchte, die Dinge müssen noch schlechter werden, bevor sie sich bessern können. Die USGesellschaft ist zutiefst polarisiert, und Globalisierung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz werden in den kommenden zehn, 15 Jahren die Wirtschaft weiter stark verändern – und noch mehr verzweifelte Menschen hinter lassen, die für politische Demagogen wie Trump empfänglich sind. Zum Beispiel wird es wohl bis 2030 keine Lastwagenfahrer mehr brauchen, diese Arbeit, die bisher ein anständiges, stabiles Leben in der unteren Mittelklasse ermöglichte, wird automatisiert sein. Was machen wir mit all diesen Leuten? Wie können sie weiterhin ein gutes Leben führen? Das sind grosse Fragen, und unser politisches System ist derzeit nicht sehr gut darin, auf solche Fragen Antworten zu finden, weil es so zerstritten ist. Trumps Wahl mag ein Betriebsunfall gewesen sein. Aber die Republikanische Partei scheint die Fähigkeit verloren zu haben zu regieren. Was ist da los? Das hat auch damit zu tun, dass die Republi kaner ein populistisches Monster geschaffen haben, das sie nun nicht mehr kontrollieren können. Teile der Partei sind derart radikal, dass mit ihnen keine konstruktiven Lösun gen zu machen sind – und somit fehlen den Republikanern die Mehrheiten. Die Mode raten, die noch vor 20 Jahren dominierten, haben kaum mehr Einfluss. Gibt es sie überhaupt noch? Vereinzelt. Aber so, wie die Partei heute aussieht, ist es durchaus vorstellbar, dass sie irgendwann auseinanderbricht. Bei den Demokraten ist die Lage übrigens nicht so viel besser, auch dort herrschen Uneinigkeit und Chaos. Das Beste, was uns passieren könnte, wäre wohl eine Art amerikanischer Macron, der die bestehende Parteienland schaft umpflügt und mit einem pragma tischen Mittekurs etwas Neues startet.
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Es gibt durchaus ein paar jüngere Politiker, denen ich so etwas zutrauen würde, etwa Ben Sasse, den moderaten republikanischen Senator von Nebraska. Wenn er ins Präsi dentschaftsrennen steigen würde, wäre er ein interessanter Kandidat. Und wer weiss: Vielleicht findet als Reaktion auf Trumps Exzesse eine neue Generation junger, enga gierter, qualifizierter Leute in die Politik. Sie kennen Europa sehr gut. Wie ist es dazu gekommen? In den 70erJahren habe ich auf professio nellem Level Basketball gespielt. Das hat mich 1972 erstmals nach Europa geführt, nach Varese in Italien. Seither bin ich immer wieder gern dort, insbesondere in der Tos kana, wo wir inzwischen viele Freunde haben. Dann lernte ich später bei einem Studien aufenthalt meine belgische Frau kennen, und wir haben im Laufe der Jahrzehnte in meh reren europäischen Städten gewohnt: Paris, Brüssel, Berlin. Auch in der Schweiz? Nein, aber ich kenne sie recht gut, war auch immer wieder mal dort in den Ferien, beson ders im Tessin. Ich spreche sogar gut genug Italienisch, Französisch und Deutsch, um mich durchschlagen zu können. ( lacht) Haben Sie einen Lieblingsort in Europa? Für Strandferien liebe ich die griechischen Inseln und Italien. Meine liebste Stadt überhaupt ist Berlin. Ich mag den Lebens stil, die Kultur, die günstigen Preise, und wir haben viele Freunde dort. Als wir in der Toskana diesen Sommer eine fürchterliche Hitzewelle hatten, habe ich mir gewünscht, stattdessen im kühlen Berlin zu sein. MM
Zur Person
Politanalyst, Autor, Journalist William Drozdiak (68) ist langjähriges
Mitglied (senior fellow) des Center on the United States and Europe beim Think Tank Brookings Institution in Washington D.C., ausserdem Berater für Europa bei McLarty Associates, einer internationalen Strategieberatungsfirma. Zuvor war er Präsident des American Council on Germany und jahrzehntelang Auslandkorrespondent der «Washington Post». Drozdiak ist mit einer früheren belgischen Diplomatin verheiratet, hat drei Kinder und lebt derzeit in Washington D.C. In seinem neuen Buch «Der Zerfall» beschäftigt er sich mit den wachsenden Krisensymptomen der westlichen Welt. Das Buch: «Der Zerfall. Europas Krisen und das Schicksal des Westens», William Drozdiak, Orell Füssli Verlag 2017, auf Exlibris.ch für Fr. 26.30
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Mehr von der Region Basel ab Seite 81
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MM41, 9.10.2017 | MIGROS-WELT
Die Dargebotene Hand
Dutti half mit Die Schweizer Telefonseelsorge die «Die Dargebotene Hand» wird diesen Oktober 60 Jahre alt. Zu jeder Tages- und Nachtzeit stehen Berater und Beraterinnen Menschen in Not bei – unter der Telefonnummer 143, aber auch via Mail oder Chat. Zum Jubiläum erscheint unter dem Titel «Die Seelentröster» ein Buch über die Geschichte der Organisation und über Menschen, denen die «Die Dargebotene Hand» geholfen hat. Aus dem Buch ist auch zu erfahren, dass Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler bei der Entstehung der Telefonseelsorge eine Schlüsselrolle spielte: 1957 half er zusammen mit einem Heilsarmee-Ehepaar und einem anderen Geschäftsmann bei der Startfinanzierung. Ausserdem
hatte er die Idee für den einprägsamen Namen «Dargebotene Hand». Weitere Infos zur «Dargebotenen Hand»: www.143.ch Das Jubiläumsbuch «Die Seelentröster» kann man auf www.exlibris.ch bestellen.
M-Industrie
Migros optimiert Verpackungen Eine unsichtbare Veränderung mit grosser Wirkung: Der M-Industriebetrieb Bina füllt den Kult-Ice-Tea seit diesem Jahr in PETFlaschen mit 35 Prozent Rezyklat-Anteil ab. Durch den Einsatz des Recyclingmaterials werden jährlich 75 Tonnen Neumaterial eingespart und die Umweltbelastung durch die Verpackung damit wesentlich reduziert. Auch beim M-Industriebetrieb Midor haben die Verpackungsentwickler bei verschiedenen Biskuitverpackungen eine Optimierung erreicht: Dank einer Reduktion der Kartondicke bei den Choc Midor, den Petit Beurre oder den Crea d’Or können jährlich über 22 Tonnen Karton eingespart werden.
Türkei
Sendung
Migros-Verkaufsschiff Wer an der türkischen Riviera Ferien macht, dem steht ein besonderes Einkaufserlebnis offen: Dort verkehrt nämlich die «Sea Market» der Migros Türk, ein Einkaufsschiff mit 40 Metern Länge, 2200 Quadratmetern Fläche und einem Sortiment von 2500 Produkten. Es ist ausschliesslich während der Badesaison unterwegs und kann schwimmend, mit einem Stand-up-Paddle oder mit einem eigenen Schiff erreicht werden. Die von Gottlieb Duttweiler 1955 gegründete Tochtergesellschaft
Kulturprozent zu Gast im «Doppelpunkt»
Migros Türk ist seit 1975 unabhängig von der Schweizer Migros unterwegs, durfte jedoch den Namen und das leicht angepasste Logo behalten.
Vor 60 Jahren wurde die Idee des Migros-Kulturprozents in den Statuten der Migros verankert. Heute unterstützt die Migros mit einem Prozent ihres Umsatzes jedes Jahr Tausende von kleinen und grossen Kulturprojekten und ist aus der Kulturförderung der Schweiz nicht mehr wegzudenken. Über die Bedeutung und die Förderung des Kulturprozents diskutieren morgen Dienstag,
MIGROS-WELT | MM41, 9.10.2017
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Lichtspektakel Das Bundes-
haus wird zur grössten Leinwand der Schweiz: Vom 13. Oktober bis 25. November lässt die vom Migros-Kulturprozent unterstützte Licht- und Tonshow «Rendez-vous am Bundesplatz» den Regierungssitz bunt erstrahlen. Das diesjährige Spektakel ist unter dem Titel «Reset» der Reformation gewidmet, die vor 500 Jahren das Christentum und Europa grundlegend veränderte. Vorstellungen finden täglich um 19 Uhr und 20.30 Uhr und Donnerstag bis Samstag zusätzlich um 21.30 Uhr statt. Der Besuch ist kostenlos. Infos:
10. Oktober, 20 Uhr, die Leute
hinter dem kulturellen Engagement der Migros in der Sendung «Doppelpunkt» auf SRF1. Mit dabei sind der künftige Migros-Chef und aktuelle Leiter des Departements Kultur bei der Migros, Fabrice Zumbrunnen, dazu Kulturprozentchefin Hedy Graber und der Direktor des Gottlieb-DuttweilerInstituts, David Bosshart.
Bilder: Alessandro Della Bella/ Ennio Leanza, Hans-Ulrich Lischer, Keystone, zVg (6)
www.rendezvousbundesplatz.ch
MigrosOnlineshop für Deutschland Der grösste Schweizer Onlinehändler wagt den Schritt über die Landesgrenze und geht im kommenden Jahr mit seinem Internetwarenhaus nach Deutschland. Der Onlineshop «galaxus.de» wird seinen Firmensitz in Hamburg haben und von einem Geschäftsführer vor Ort geführt. «Die gemeinsame Sprache, die zehnmal so grosse Bevölkerung und die höhere Affinität zum Einkauf im Internet sind die Hauptgründe, die mich für eine erfolgreiche Expansion nach Deutschland zuversichtlich stimmen», sagt Florian Teuteberg, CEO und Mitbegründer von Digitec Galaxus zu den Gründen für die Expansion.
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MIGROS-WELT | MM41, 9.10.2017
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Preisbarometer
Aktuelle Preisänderungen Die in Europa und der Schweiz
gestiegenen Milchpreise führen zu Preisaufschlägen bei verschiedenen Produkten, die Butter enthalten. Davon betroffen sind zum Beispiel Kekse von Walkers mit hohem Butteranteil sowie Bratbutter und Bratcreme. Höhere Rohstoffpreise führen zu Preiserhöhungen bei einigen Meeresfrüchten wie Tintenfisch und Jakobsmuscheln. Verantwortlich dafür sind unter anderem reduzierte Fangquoten, was ein knapperes Angebot zur Folge hat.
Ausgewählte Produkte
Preis alt*
Preis neu*
in %
5.35
5.25
–1,9
10.40
9.60
–7,7
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4.90
5.20
6,1
Walkers Pure Butter Chocolate Chip Shortbread, 175 g
4.50
4.80
6,7
M-Budget Kaffee 30 Kapseln (Nespresso kompatibel) Sponser Protein 36 Bar Vanilla, 4 x 50 g
Pelican Black Tiger Crevetten, Bio, ganz, roh, tiefgekühlt, 500 g
13.30
15.60
17,3
Pelican Jakobsmuscheln, MSC, tiefgekühlt, 200 g
9.20
9.80
6,5
Pelican Tintenfischtuben, tiefgekühlt, 600 g
6.80
7.80
14,7
Pelican Kalmare Römerinnen-Art, tiefgekühlt, 250 g
2.50
2.90
16,0
Feldschlösschen alkoholfrei, 50 cl
1.65
1.75
6,1
Feldschlösschen alkoholfrei, 6 x 50 cl
9.90
10.50
6,1
Bratcreme, 40 cl
8.50
8.80
3,5
M-Classic Pflanzenölzubereitung mit 10% Butter, 460 g
4.85
4.95
2,1
Bratbutter, 250 g
4.85
4.95
2,1
Bratbutter, 450 g
7.70
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MM41, 9.10.2017 | MIGROS-WELT
Für Musikneulinge «Wer klassische Musik ent decken möchte, dem empfehle ich die Tschechische Philhar monie. Das Orchester vermittelt die slawische Seele auf beein druckende Art und Weise und geht mit einem romantischen Programm auf Tournee. Dazu gehört die Sinfonie Nr. 8 von Dvořák – ein melodisches, edles und leidenschaft liches Werk. Der norwegische Cel list Truls Mørk begleitet das Ensemble; er gehört zur Welt elite und zeich net sich durch ein sensibles Spiel aus. Als Vorbereitung auf das Konzert empfehle ich dem Laien, sich auf unserer Website zu informieren.»
Mischa Damev hat in Basel, Paris und Genf Klavier studiert, bevor er Dirigent und künstlerischer Leiter des MigrosKulturprozents wurde.
Konzert in Luzern (22.10.), La Chauxde-Fonds (23.10.), Zürich (24.10.) und Genf (25.10.)
Für Liebhaber «Anspruchsvolle Musikfreun de haben häufig die Aufnahme des einen oder anderen Werks im Kopf, für sie die absolute Fassung. Aber es gibt nichts Besseres als ein Livekonzert und die Gefühle, die es hervor ruft. Die Tournee des Mahler Chamber Orchestra unter Lei tung von Daniele Gatti sollte man keinesfalls verpassen. Wir sorgen für die perfekte Kombi nation aus einem hochklassigen Orchester, einem Dirigenten mit Weltrenommee und wenig gespielten Hauptwerken des Repertoires, so die Sinfonie Nr. 4 von Beethoven und die Sinfonie Nr. 3 von Schu mann. Ein Geheimtipp: Philippe Jordan, der seine Wiener Symphoniker in einem ganz Richard Strauss ge widmeten Programm dirigiert.» Mahler Chamber Orchestra: Konzert in Luzern (23.1.18), Zürich (24.1.18) und Genf (25.1.18); Wiener Symphoniker: Konzert in Zürich(9.6.18) und Genf (10.6.18)
Kulturprozent Classics
Musik, Musik
Mischa Damev, künstlerischer Leiter der
Migros-Kulturprozent-Classics, kommentiert die Konzerte der Saison 2017/18, die wieder ein Feuerwerk an musikalischen Highlights bietet. Text: Pierre Wuthrich
Bild: Paolo Dutto
MIGROS-WELT | MM41, 9.10.2017
Event-Konzerte «Ich kenne Valery Gergiev sehr gut und weiss, dass er die Herausforderungen liebt. Als ich ihm vorschlug, alle Sinfonien von Tschaikowski in der Schweiz zu spielen, sagte er sofort zu. Mit dem Orchester des MariinskiTheaters, dem russischen Orchester par excellence, wird er sechs Sinfonien an drei Tagen in drei Städten interpretieren – ein einzigartiges Erlebnis. Ein anderes Highlight ist der
41
wir 30-minütige Vorkonzerte eingeführt, wo die besten Studien- und Förderpreisträger Musik des Migros-Kulturprozents auftreten. Den von uns geförderten Künstlern, zum Beispiel dem Harfenisten Joel von Lerber, wollen wir so eine Plattform bieten, damit sie mit dem Publikum in Kontakt treten und wertvolle Bühnenerfahrung sammeln können.»
Migros-KulturprozentClassics
Hohe Kunst zu moderaten Preisen Die vor 70 Jahren unter dem Namen KlubhausKonzerte von MigrosGründer Gottlieb Duttweiler lancierten Migros-KulturprozentClassics haben zum Ziel, klassische Musik einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Konzerte im Zug zwischen Bern und Luzern; Vorkonzerte in Luzern (22.10./ 30.11., 23.1.18, 31.5.18) und Zürich (24.10./ 24.3.18, 9.6.18)
Geheimtipps
Auftritt der Staatskapelle Dresden, eines der weltbesten Ensembles mit Christian Thielemann als Dirigenten und Denis Mazujew am Klavier. Liszt und Brahms stehen auf dem Programm dieses Luzerner Konzerts, das die Messlatte sehr hoch legt.»
«Das Spanische Nationalorchester ist noch nicht sehr bekannt, verdient aber unser Interesse. Es ist der lebendige Gegenbeweis für alle, die behaupten, in Südeuropa gäbe es keine guten Ensembles. Ich freue mich, dieses Orchester in der Schweiz begrüssen zu dürfen. Das BBC Symphony Orchestra ist berühmter, besucht uns
Jede Saison gehen
renommierte Orchester, Solisten von Weltrang und gefeierte Dirigenten auf Tournee, um auf Einladung von Mischa Damev, dem künstlerischen Leiter der Migros-KulturprozentClassics, in der Schweiz zu spielen. Vorteile für Junge: In
Ungewöhnliche Konzerte «Für diese Saison konnten wir keine Konzerte in Bern organisieren, da der Saal des KulturCasinos renoviert wird. Wir haben deshalb spezielle SBB-Bahnwagen vorgesehen, mit denen die Konzertbesucher ins KKL Luzern fahren können. Während der Fahrt werden die Gäste mit je einem Auftritt pro Waggon unterhalten. Um junge Schweizer Musiker zu unterstützen, haben
jedoch mit selten gespielten Werken, etwa dem Violinkonzert von Britten. Das Ensemble spielt auch ‹This Midnight Hour› als Schweizer Erstaufführung – ein symphonisches Werk, das auf Gedichten von Baudelaire und Jiménez beruht und 2015 von der Britin Anna Clyne komponiert wurde.» Spanisches Nationalorchester: Konzert in Genf (13.11.17) und Zürich (14.11.17); BBC Symphony Orchestra: Konzert in Zürich (24.3.18) und Genf (26.3.18)
Bilder: Getty Images, Johs Bøe, Rafa Martin, zVg (2)
Orchester des Mariinski-Theaters: Konzert in Luzern (6.5.18), Genf (7.5.18) und Zürich (8.5.18); Staatskapelle Dresden: Sonderaufführung in Luzern (31.5.18)
Genf können Jugendliche und Studenten Tickets ab 20 Franken kaufen; Besitzer der Karte «Carte 20 ans 20 francs» kommen für 10 Franken in den Genuss eines Konzertbesuchs. In Zürich oder Luzern zahlen Studenten 30 Minuten vor Konzertbeginn nur 5 Franken – immer vorbehältlich der verfügbaren Plätze. Die KulturLegi von Caritas wird akzeptiert. Vollständiges Programm sowie Informationen über Musiker, Daten und Kartenverkauf gibt es auf: www. migros-kulturprozentclassics.ch
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MM41, 9.10.2017 | MIGROS-WELT
Riseria
Reiskammer in der Sonnenstube
Seit 60 Jahren verkauft die Migros Reis aus eigener Produktion.
Den wertvollen Rohstoff beschafft sich die Riseria aus der ganzen Welt und veredelt ihn im Tessin zu höchster Qualität. Text: Marc Bodmer
W
ie ein kleiner Wasserfall rieseln die Reiskörner aus der Hand von Daniel Feldmann (50), Chef der Reismühle Riseria in Taverne TI. Nichts bleibt an seinen Fingern haften, kein Staub, kein Mehl – nichts. «Wenn der Reis frisch ist, dann bleibt die Hand sauber», sagt der Fachmann, der für die Migros seit gut sieben Jahren eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt beschafft. «Dank der Just-in-time-Produktion hat die Migros den wohl frischesten Reis in der Schweiz.» Was das heisst: Reis wird nur dann verarbeitet, wenn Bestellungen eingehen, und er wird in kürzester Zeit in die Filialen geliefert. 90 Prozent des Transports geht über den eigenen Bahnanschluss der Reismühle. In den gigantischen Silos der Riseria, die heuer ihr 60-Jahre-Jubiläum feiert, lagert Rohreis aus Asien, Lateinamerika und vor allem Italien. «Je nach Reiskorngrösse haben zwischen 120 und 150 Tonnen in einem Silo Platz. 5000 Tonnen davon sind Notvorrat, ein Pflichtlager des Bundes», erklärt Daniel Feldmann. «Darum nennt man uns auch die Reiskammer der Schweiz.» Unter optimalen Bedingungen lagern in den über 80 Silos insgesamt rund 10 000 Tonnen Rohreis. Die Riseria betreibt damit die grösste Reismühle der Schweiz. Zwischen der Ernte auf dem Feld und der Lieferung in den Tessin erfolgt nur ein Schritt: das Entspelzen. Dabei wird die äussere, trockene Hülle entfernt, die das Reiskorn umgibt. «Bei einer Feuchtigkeit des Reiskorns von mehr als 14 Prozent kann es schimmeln,
Bilder: Paolo Dutto
und liegt die Feuchtigkeit unter 12 Prozent, wird der Reis brüchig. Da gibt es nur wenig Spielraum», weiss Fachmann Feldmann. Über 120 000 Reissorten 1957 hat Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler die Tessiner Reismühle gekauft, die 1905 von der Familie Curti aus Varese gegründet wurde. Damit hat die Migros die Versorgung mit Reis für ihre Kundinnen und Kunden von Beginn an gesichert. «Das weisse Korn gehörte zu den ersten sechs Artikeln, die Duttweiler seit 1925 im Verkauf hatte», sagt Daniel Feldmann. Rund sechs Kilogramm essen die Schweizer durchschnittlich pro Jahr. Das ist wenig im Vergleich zum asiatischen Schnitt von 100 Kilogramm. «In Asien ist Reis ein Grundnahrungsmittel wie bei uns Brot», weiss der gelernte Koch, «Gemüse, Fleisch oder Fisch sind Beilagen.» Weltweit werden rund 700 Millionen Tonnen Reis angebaut, gut 90 Prozent davon im Hauptkonsumationsgebiet Asien und Ozeanien. Das International Rice Research Institute IRRI im philippinischen Manila hat über 120 000 Reissorten katalogisiert. «Weltweit werden rund 20 000 verschiedene Reissorten angebaut, die meisten für den Eigengebrauch», sagt Feldmann. Allein 180 verschiedene Arten werden in Italien angepflanzt, woher rund die Hälfte des in der Schweiz gegessenen Reises stammt. Gut 100 Kilometer von Taverne entfernt, liegen im Norden Italiens die Reisfelder der Po-Ebene. Die Transportwege sind also kurz, die Anbaumethoden modern.
MIGROS-WELT | MM41, 9.10.2017
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1 Riseria-Chef Daniel Feldmann
Firmengeschichte
prüft den Reis auf dem Feld bei Valle Lomellina.
Die Meilensteine
1905
2 Seit 1949 verfügt die Riseria über
einen eigenen Bahnanschluss. 90 Prozent der Ware gelangt via Bahn in die Verteilzentren der Migros.
Familie Curti aus Gemonio (Varese) baut ihre Getreidemühle zur ersten Reismühle im Tessin um.
3 Wunderschön, aber bald museums-
reif: Die edlen Reismühlen von Olmia. 4 Von jeder Reislieferung werden
1949
Proben genommen, um deren Qualität zu bestimmen.
Bau des ersten SBB-Gleisanschlusses und Anschluss des Betriebs an das Schweizer Schienennetz.
1957
Gottlieb Duttweiler kauft der Familie Curti die Firma ab und gründet damit die Riseria Taverne SA.
1980
Bau eines Silolagers für Halb-Rohreis.
1996
Einrichtung einer Mühle für die Herstellung von Reismehl. 1
2
2000 Die Riseria erhält die Bio-Zertifizierung.
2011
Vollständige Revision der Mühle.
2017 3
4
Die Riseria feiert ihr 60-Jahr-Jubiläum. Sie ist bis heute die grösste Reismühle der Schweiz und produziert auf zwei Mühlenlinien alle MClassic- und Mister-RiceProdukte der Migros.
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MIGROS-WELT | MM41, 9.10.2017
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«Der Boden, das Wasser und natürlich das Saatgut sind die massgebenden Faktoren für die Reisqualität», sagt Feld mann, «deshalb kümmern wir uns um die gesamte Wert schöpfungskette.» So enga giert sich die Migros nun auch in Italien für verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte. Einmalig in der Schweiz Auf die Beschaffung des opti malen Rohreises folgt die sorgfältige Verarbeitung. Aus den Silos gelangen die Reis körner über ein Labyrinth von Röhren auf Schüttelsiebe und werden dort von winzi gen Steinchen, Staub und Fremdkörpern getrennt. Dann zählt das richtige Mass. Der Reis wird nach Dicke und Länge sortiert, ein weiteres Schüttelsieb scheidet grüne, unreife Körner heraus. Danach gelangt der Reis auf rotierende Schleifkegel und Bürsten, die ihm den Glanz verleihen. Schliesslich kon trollieren optische Ausleser jedes einzelne Korn, bevor der Reis verpackt wird. Eine sorgfältige Veredelung, wie sie die Riseria in den vergangenen 60 Jahren geleistet hat, ist in der Schweiz einmalig. Und mit dem geplanten Neubau einer Produktionsanlage blickt die Tessiner Reismühle optimis tisch in die Zukunft. In Europa ist die Reisverarbeitung zwar rückläufig, es wird verstärkt auf Importe gesetzt. Doch im portierter Reis ist weniger frisch, und auch die Qualitäts kontrolle ist schwieriger. Daniel Feldmann ist daher zu Recht stolz auf den hohen Standard, den sein Unterneh men setzt: «Seit 2010 betreibt die Migros in Indien und Thailand eigene Anbaupro jekte, wo keine Pestizide verwendet und Ressourcen schonend eingesetzt werden. 700 Bauern pflanzen dort Basmati und Jasminreis an und erfüllen den Biostandard. Schon damals stand die Qua litätsverbesserung im Fokus. Dass die Migros diese Auf bauarbeit geleistet hat, finde ich grossartig.»
Ist für Biodiversität: Riccardo Braggio in Valle Lomellina
Setzt auf Reistradition: Filippo San Germano mit Pulce
Reisbauern
Keine Reiswüste Auch in Norditalien unterstützt die Migros den nachhaltigen Reisanbau. Ein Augenschein bei zwei Betrieben in der Po-Ebene, die mit unterschiedlichen Methoden Reis produzieren. Text: Marc Bodmer
E
Bilder: Paolo Dutto
inen Reisbauer zu finden, der für eine neue, nachhal tige Produktionsform offen ist, ist gar nicht so einfach. «Die Landwirtschaft lebt von Traditionen und greift zurück auf Anbaumethoden, die jahrhunderte lang fortgeführt wurden», sagt RiseriaChef Daniel Feldmann. Mit Filippo San Germano (63) hat er einen Reisproduzenten ge funden, dessen Familiengeschichte bis ins 11. Jahrhundert zurück reicht. Trotzdem interessiert sich der Gutsherr für Erkenntnisse aus dem Projekt Sairisi, das von der Migros mitbegründet wurde. Das Ziel ist die Förderung von nach haltigem Reisanbau in Italien. «Der Boden in der Umgebung von Trino ist sehr fruchtbar», sagt San Germano und streichelt seine KangalHündin Pulce. «Seit 20 Jah ren pflegen wir wieder den Reis anbau auf einem Gebiet von 500 Hektaren.» Angebaut wird reiner Carnaroli. «Das ist der beste Reis für Risotto», sagt er stolz. Nach der Ernte wird das Feld umgepflügt und für den Winter trocken gelegt. «Die nachfolgende Bewirtschaf
tung ist einfacher, und dem Boden werden so natürliche Nährstoffe zugeführt», sagt der Landwirt. Gräfliches Kanalsystem
Früher hat auch Riccardo Braggio (42) die Felder bei Valle Lomellina trocken überwintert, nun folgt er der SairisiEmpfehlung und lässt die Anbauflächen auch im Winter teilweise unter Wasser. «So bieten wir Vögeln einen Lebensraum. Der Boden gefriert nicht, was für die Bodenfruchtbarkeit wichtig ist», sagt er. Und: «Ich möchte keine Reiswüste auf meinem Hof, son dern Biodiversität.» Das SairisiProjekt lässt solch unterschiedliche Methoden der Reisbauern zu. Es unterstützt bewusst den jeweils sinnvollsten Weg. Die Ergebnisse werden ver glichen und bewertet. Die Förde rung kommt unter anderem dem Grundwasser zugute. Es zirkuliert durch ein Kanalsystem, das auf Graf Camillo Benso di Cavour (1810–1861) zurückgeht. Er brachte sogar das Kunststück fertig, das Wasser des Po bergauf fliessen zu lassen. MM
Sairisi
Gut für Mensch und Umwelt Im letzten Jahr lancierte die Migros zusammen mit wei teren Lebensmittelunter nehmen das Projekt Sairisi*. Es soll die Reisbauern in Norditalien dazu befähigen, den Reisanbau nachhaltiger zu gestalten. Dazu zählen die Förderung der Biodiversität, Verbesserung der Boden fruchtbarkeit und die Reduk tion von Pflanzenschutzmit teln. Koordiniert und beglei tet wird das Projekt vom staatlichen ReisForschungs institut Ente Risi. Mehr als 70 Reisbauern und Reismüh len sind bereits am Projekt beteiligt und setzen das neu gewonnene Wissen schritt weise auf ihren Feldern um. * SAI (Sustainable Agriculture Initia tive) ist eine Initiative der Lebens mittel und Getränkeindustrie für eine nachhaltige Landwirtschaft.
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MM41, 9.10.2017 | MIGROS-WELT
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Rehgeschnetzeltes mit Apfel-Kartoffelstampf 1
Pilze im Wildfond ca. 20 Minuten einweichen. Pilze abgiessen, Flüssigkeit durch
ein feines Sieb abgiessen, auffangen und beiseitestellen. Pilze etwas ausdrücken.
5
Ca. 10 Minuten köcheln lassen, beiseitestellen. Thymianzweige entfernen. Fleisch
mit Mehl bestäuben. Im Öl scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
2
Für den Stampf Kartoffeln schälen und würfeln. In Salzwasser weich kochen. Äpfel
schälen, entkernen, in Schnitze schneiden und mit etwas Zitronensaft bestreichen. Kurz bevor die Kartoffeln gar sind, die Äpfel dazugeben und mitkochen.
6
Pilzsauce zum Fleisch geben, kurz aufkochen. Die Hälfte der Crème fraîche
unterheben. Abschmecken. Mit ApfelKartoffelstampf und restlicher Crème fraîche servieren. Mit Thymian garnieren.
3
Wasser abgiessen. Kartoffeln mitsamt Äpfeln grobstampfen. Butter unterheben.
Mit frisch geriebenem Muskat und Pfeffer würzen. Mit Salz abschmecken. Stampf warm stellen.
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Blumen und Pflanzen
Gesamtes Nescafé Sortiment, z.B. Gold de Luxe, Beutel, 180 g, 8.45 statt 11.– 20% Alle TerraSuisse-Rösti und -Maisgriesse, z.B. Butterrösti, 400 g, 2.20 statt 2.80 20%
Rosenkohl, Schweiz, Beutel, 500 g, 2.55 statt 3.20 20% Bio-Fenchel, Schweiz, per kg, 7.– statt 8.80 20%
Strauss Linda, pro Strauss, 14.90 Hit
Weitere Lebensmittel
Fisch, Fleisch und Geflügel
Fürstenländer Fleischkäse, Schweiz, per 100 g, 1.90 statt 2.40 20% Brätkügeli, Schweiz, 490 g, 6.55 statt 9.80 33% TerraSuisse Kalbshaxen, per 100 g, 2.85 statt 3.60 20%
Brot und Milchprodukte
Alle Polli-Antipasti und -Oliven, z.B. getrocknete Tomaten, 285 g, 2.60 statt 3.30 20% Red Bull Standard und Sugarfree im 6er-Pack, 6 x 250 ml, z.B. Standard, 7.40 statt 9.30 20% M-Classic Magdalenas im Duo-Pack, Citron und Marmor, z.B. Citron, 2 x 225 g, 3.35 statt 4.20 20%
Alle Kult Ice Tea PET im 6er-Pack, 6 x 1 Liter, UTZ, z.B. Zitrone, 5.45 statt 7.80 30% * Alle Garofalo Teigwaren ungekühlt, ab 2 Stück 20% Gesamtes Messmer Tee-Sortiment, UTZ, ab 2 Stück 25% TerraSuisse-Zopfmehl und -Weissmehl, 1 kg, ab 2 Stück 30%
M-Classic Pastetenfüllung im 3er-Pack, Forestière oder Champignons und Fleisch, z.B. Champignons und Fleisch, 3 x 500 g, 9.70 statt 12.15 20% Alle Kellogg’s Kinder-Produkte, z.B. Frosties, 600 g, 4.– statt 5.– 20% Meringues Schalen, 120 g, 3.– statt 3.80 20%
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Anna’s Best Apfelwähe, 215 g, 1.55 statt 3.10 50%
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Caprice des Dieux, 330 g, 4.65 statt 5.85 20% Vacherin Fribourgeois mild, per 100 g, 1.50 statt 1.90 20% Schokolade- und Zitronenkuchen, 450 g, z.B. Zitronenkuchen, 3.30 Hit
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Frey Napolitains Selection im Beutel, 1 kg, UTZ, assortiert, 15.– statt 30.10 50%
Tilsiter mild, per 100 g, 1.05 statt 1.35 20%
Gesamtes Cucina & Tavola BakingBackbleche- und -BackformenSortiment, z.B. Cakeform ausziehbar, 20–35 cm, pro Stück, 7.40 statt 14.80 50% **
Exelcat in Sonderpackungen, Nassfutter, 24 x 100 g und 24 x 85 g, und Trockenfutter, 2 x 950 g, z.B. Trockenfutter Knuspermenu Rind, 2 x 950 g, 6.90 statt 9.90 30% Ipuro Raumduft Woody, 50 ml, 9.80 Hit ** Ambiance Duftkerzen im 4er-Pack, z.B. Vanille, 6.90 Hit **
Bio-Knöpfli, 500 g, 3.40 Neu ** TerraSuisse Steinofen-Spitzbaguette, 400 g, 2.80 Neu ** Bio-Oliven Kalamata im Glas, 105 g, 1.90 Neu ** Senf-Dill-Sauce, 200 ml, 2.40 Neu ** Mayonnaise mit Senf im Glas, 350 g, 3.50 Neu **
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MIGROS-WELT | MM41, 9.10.2017
65
Profi-Tipp
Halali – gute Jagd! 4
Zutaten für 4 Personen 50 g getrocknete Pilze, Waldpilzmischung 4 dl kräftiger Wildfond 800 g mehligkochende Kartoffeln 2 Äpfel 1 TL Zitronensaft 2 EL Butter 1 Prise gemahlene Muskatnuss Pfeffer Salz 2 Schalotten 1 Knoblauchzehe 100 g Bratspeck 4 Zweige Thymian 5 cl Cognac 600 g Rehgeschnetzeltes 1 EL Weissmehl 2 EL HOLL-Rapsöl 150 g Crème fraîche
Schalotten fein hacken, Knoblauch pressen. Bratspeck in Streifen schneiden. Ohne
Fettzugabe in einer beschichteten Bratpfanne anbraten. Schalotten mitbraten. Die Hälfte des Thymians, Pilze und Knoblauch dazugeben. Mit Cognac und Pilzfond ablöschen.
Liebhaber eines besonders kräftigen Wildgeschmacks verwenden statt RehHirschgeschnetzeltes.
Nach Belieben kann der Cognac durch zusätzlichen Fond ersetzt werden. Bei grösseren Mengen Fleisch portionenweise anbraten. Sauce separat in einer grossen Pfanne zubereiten.
Andrea Pistorius,
Rezeptautorin
Jetzt bewegt sich einiges im Wald. Die Jäger streichen frühmorgens durch die Wälder oder spähen auf ihren Hoch sitzen. Später werden sie von Pilzsammlern abgelöst. Der Herbst mit seiner Wild und Pilzsaison ist endlich da. Dank der Migros können Sie den Wald auch nur zum entspann ten Spaziergang nutzen – und trotzdem ein feines Wildgericht mit Pilzen geniessen. Für das hier vorgestellte Rezept eignen sich Reh, Hirsch oder auch Wildschwein. Der Cognac kann durch einen kräftigen Wein oder etwas mehr Fond ersetzt oder einfach weggelassen werden. Das Wild fondkonzentrat, das jetzt saiso nal in der Migros angeboten wird, eignet sich übrigens her vorragend für Suppen oder ein Fondue chinoise. Ich verwende etwas weniger als einen Ess löffel pro Deziliter Wasser. Reste des Konzentrats friere ich zu Eiswürfeln ein, so konserviere ich es für längere Zeit. MM
Viele weitere kochtipps
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St. Hilarion
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Zypern – die sonnenverwöhnte Schatztruhe
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Auf der Götterinsel Zypern – am Schnittpunkt dreier Kontinente, erzählen beeindruckende Zeugen aus der Antike von einer bewegten Vergangenheit. Ebenso faszinierend ist die Landschaft mit ihren goldenen Stränden, wilden Felsküsten und dem mächtigen, bis 2000m hohen Troodos-Gebirge.
8 Reisetage im 4 Hotel inkl. Frühstück und Ausflüge ! 1. Tag / Zürich – Nikosia – Nordzypern: Flug von Zürich nach Nikosia (kurze Zwischenlandung ohne Umsteigen). Hier werden Sie von Ihrer Deutsch sprechenden Reiseleitung bereits erwartet für Ihren Transfer ins Hotel. 2. Tag / Kyrenia: Der reizvolle Küstenort Kyrenia an Zyperns Nordküste kann von sich behaupten, die attraktivste Stadt an der Nordküste zu sein: Der malerische Hafen, die faszinierende Altstadt und goldene Sandstrände in Reichweite machen Kyrenia zu einem idealen Ausgangspunkt für Entdeckungen auf der Aphroditen-Insel Zypern. Ein erster Höhepunkt erwartet Sie mit dem Besuch des grandiosen, mittelalterlichen Gebirgskastell St. Hilarion. An atemberaubender Lage, auf einem steilen Kalkfelsen gelegen, werden Sie hier mit dem wohl schönsten Ausblick Zyperns beschenkt. Anschliessend lassen Sie sich von den majestätischen Ruinen der Abtei Bellapais – ein wahres Meisterwerk gotischer Baukunst – in den Bann ziehen. Dieses Juwel, harmonisch eingebettet in Olivenhainen, bietet ein grandioses Erlebnis für Herz und Augen. Zurück in Kyrenia besuchen Sie das Schiffswrack Museum am Hafen, indem die ältesten Schiffswracks der Welt – samt Fracht, zu bewundern sind. 3. Tag / Karpasia-Halbinsel: Fahrt entlang der Küste zur Karpasia-Halbinsel – vorbei an glasklaren Badebuchten und Bauernhöfen, die idyllisch zwischen Wein-, Getreide- und Tabakfeldern schlummern. Durch das dichtbewaldete Besparmak Gebirge gelangen Sie hoch hinauf zu den gewaltigen Festungsmau-
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Zypern – wildromantische Küsten und historische Leckerbissen ern Kantaras. Ein atemberaubender Ausblick eröffnet sich hier auf die Nord- und Südküste der Halbinsel. Sie unternehmen eine kleine Wanderung und besuchen den bedeutendsten christlichen Wallfahrtsort Zyperns: das orthodoxe Kloster Agios Andreas. 4. Tag / Famagusta: Heute werden Ihnen so einige spannende „Steine in den Weg gelegt“. Erst mit dem Besuch des Barnabas Klosters mit der Grabkapelle des Apostels Barnabas und anschliessend mit der Altstadt von Famagusta, dessen Reichtum im Mittelalter legendär war. Um Famagustas Altstadt liegt noch immer der 3½km lange Mauerring aus dem 16. Jh.. Weitere historische Besonderheiten Famagustas sind die Ruinen des Franziskaner-Klosters, die Krönungskathedrale sowie die Überreste der Villen und Paläste reicher Kaufleute und Adliger. Unterwegs haben Sie die Möglichkeit landestypische Souvenirs zu kaufen. 5. Tag / Freier Tag: Tag zu Ihrer freien Verfügung. Geniessen Sie einen entspannten Tag im Hotel oder unternehmen Sie weitere fak. Ausflüge. 6. Tag / Ausflug nach Nikosia: Ganztagesausflug nach Nikosia. Dabei schlendern Sie durch
Montag bis Freitag 08h bis 18h
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die verwinkelten Altstadtgassen der letzten geteilten Hauptstadt der Welt. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten u.a. die Arabahmet Moschee, die venezianische Befestigungsanlagen, die Selimiye Moschee und der Besuch von zwei alten Karawansereien aus dem 17Jh. erfüllen einen spannenden Ausflugstag. 7. Tag / Fakultativer Ausflug Paphos (Südzypern): Der heutige fak. Ausflug (€ 79.–, vor Ort buchbar) führt Sie in den Süden der Insel. In Paphos – der Geburtsort der Aphrodite – beeindrucken kulturhistorische Höhepunkte. In römischer Zeit war Paphos die Hauptstadt von Zypern. Aus dieser Zeit stammen die Ruinen der Palastanlagen mit seinen Königsgräbern und wunderbaren Mosaiken – Zeugen des einstigen Reichtums. Der Distrikt von Paphos hat so viele geschichtsträchtige Orte, dass UNESCO den Ort und seine gesamte Umgebung auf die Liste der Weltkulturerben setzte. Nach den Besichtigungen geniessen Sie freie Zeit am malerischen Hafen. 8.Tag / Nikosia – Zürich: Transfer zum Flughafen von Nikosia und Rückflug nach Zürich (kurze Zwischenlandung ohne Umsteigen).
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MIGROS-WELT | MM41, 9.10.2017
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Sich Gutes gönnen Die Wellness-Tees der Marke «You» punkten mit aussergewöhnlichen Geschmackskombinationen. Alle Sorten sind aus trendigen und natürlichen Zutaten hergestellt.
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Impuls ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.
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MM41, 9.10.2017 | MIGROS-WELT
Mibébé
Speziell für die Jüngsten Mibébé ist die neue Migros-Eigenmarke für Baby- und Kleinkindnahrung. Das vielfältige Sortiment umfasst kindgerechte Breie, Säfte, Riegel und Snacks, hergestellt aus hochwertigen Zutaten in Migros-Bioqualität. Text: Angela Obrist
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Mibébé Flips Reis-Banane, 80 g Fr. 3.65
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Sorgfältige Herstellung
Ohne Zuckerzusatz
Alle Produkte des MibébéSortiments sind aus hochwertigen Zutaten in MigrosBioqualität hergestellt.
Mibébé-Produkte werden sorgfältig und teilweise in der Schweiz hergestellt. Die Einhaltung der Qualitätskriterien wird streng kontrolliert.
Alle Produkte kommen komplett ohne Zuckerzusatz aus. Sie enthalten lediglich Zuckerarten, die von Natur aus in den Zutaten vorhanden sind.
Bilder: zVg
Die Migros lanciert mit Mibébé eine Eigenmarke speziell für Baby- und Kleinkindnahrung. Die insgesamt 27 Artikel erfüllen die Qualitätsanforderungen von Migros-Bio und sind ganz auf die Bedürfnisse von Babys und Kleinkindern abgestimmt. Die Mahlzeiten im Gläschen, Breie, Säfte und Snacks ermöglichen eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. Sie können zu Hause und auch unterwegs einfach und schnell zubereitet werden.
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MIGROS-WELT | MM41, 9.10.2017
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Marianne Botta ist diplomierte Lebensmittelwissenschaftlerin ETH und achtfache Mutter.
Marianne Botta
Mibébé Brei Apfel-Pfirsich mit Biscuits, 190 g Fr. 1.50
«Babynahrung muss nicht den Eltern schmecken» Mibébé Brei Pflaume-Apfel, 190 g Fr. 1.45
Worauf sollten Eltern bei der Ernährung von Babys besonders achten? Die Nahrung für Babys und Kleinkinder sollte schadstoff geprüft und unter hygienischen Bedingungen am besten aus Zutaten in Bioqualität her gestellt werden. Die Mahl zeiten sollten auch unbedingt kindgerecht sein.
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PraktischeTipps und Informationen rund um die Ernährung von Kleinkindern auf www.famigros.ch
Biobauern arbeiten im Einklang mit der Natur. Sie gehen sorgsam um mit Tieren, Pflanzen, Böden und Wasser.
Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.
Was heisst kindgerecht? Eltern müssen sich bewusst sein, dass ein Babybrei nicht ihnen schmecken, sondern an die spezifischen Bedürfnisse des Kindes angepasst sein muss. Dieses hat mehr Geschmacks knospen und nimmt den Eigengeschmack der Zutaten besser wahr. Die Nahrung sollte kein Salz und keinen Zuckerzusatz enthalten. Bestehen die Mahlzeiten aus wenigen Zutaten, bemerken Eltern allfällige Intoleranzen des Babys schneller. Welche Aspekte sind noch wichtig? Wichtig für Babys und Kleinkinder ist unter anderem ein ausreichend hoher Pro teinanteil in den Hauptmahl zeiten. Unverzichtbar für die Entwicklung des Organis mus sind auch Fettsäuren, die die Aufnahme fettlöslicher Vitamine ermöglichen. Gekaufte Babynahrung, die streng geprüft wird, ist beson ders praktisch für unterwegs und bei Ferien im Ausland empfehlenswert. MM
die Herkunft Menschen
und ihr Handwerk
das Qualitätszeichen
Damit ein AOP-Produkt entsteht, braucht es Tradition und Herkunft, Menschen und ihr Handwerk. Nur wenige Schweizer Produkte werden so hergestellt und tragen das geschützte Qualitätszeichen AOP. www.aop-igp.ch
Appellation d’origine protégée
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Aproz
Fruchtige Variation Sirup ist ein Multitalent – so auch die limitierte Edition HeidelbeerVanille von Aproz, die im Mischverhältnis 1:6 für Erfrischung sorgt. Unverdünnt verleiht sie Smoothies und Desserts eine spezielle Note.
Eiswürfel Sirup im Verhältnis 1:2 mit Wasser mischen, in Eiswürfelformen oder -beutel füllen und im Tiefkühler einige Stunden einfrieren. Die bunten Würfel können allen kalten Getränken, Cocktails und Bowlen beigefügt werden und geben so nach und nach ihr fruchtiges Aroma ab.
Smoothie
Für einen fruchtigen Smoothie gibt man etwas HeidelbeerVanille-Sirup mit Milch-Drink und Tiefkühl-Heidelbeeren in einen Mixbehälter. Die Mischung wird mit dem Stabmixer sehr fein püriert. Smoothie vor dem Servieren in Gläsern anrichten. Wer möchte, fügt noch eine Kugel Vanilleglace hinzu.
Bild: Pia Grimbühler Food: Sonja Leissing
Dessert Mit seinen natürlichen Aromen eignet sich Sirup ausgezeichnet zur Verfeinerung von Desserts. Etwas Sirup über Pannacotta, Crêpes, Milchreis oder Waffeln träufeln, nach Belieben mit frischen Heidelbeeren und ein paar Blättern Zitronenmelisse garnieren.
Aproz Sirup Heidelbeer-Vanille, 750 ml Fr. 3.75
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Sirupe von Aproz.
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Yvette
Experte für Feinwäsche Textilien bleiben länger schön, wenn sie mit speziellen Feinwaschmitteln gewaschen werden. Die Yvette-Sorten Color, Black und White verhindern oder reduzieren dank neuer Rezeptur die Knötchenbildung an den Kleidern. Text: Heidi Bacchilega
Illustration: Olivia Aloisi
Damit Farben leuchten
Damit Feines fein bleibt
Yvette Care schont die Fasern und hält das Gewebe geschmeidig. Mit natürlichen Pflegeproteinen reinigt und pflegt es sensible Textilien aus Wolle und Seide. Yvette Care, 2 l Fr. 11.20 Aktion*
Yvette Color wirkt ohne optische Aufheller. So bewahrt es die Leuchtkraft der Farben und eignet sich daher optimal für bunte Textilien. Ein Enzym beugt der Bildung unerwünschter Knötchen vor. Yvette Color, 2 l Fr. 11.20 Aktion*
Damit Schwarzes auch schwarz bleibt
Yvette Black wurde speziell für schwarze Textilien entwickelt. Es enthält keine Bleichmittel und sorgt lange für ein intensives Schwarz. Ein Enzym beugt der Bildung unerwünschter Knötchen vor. Yvette Black, 2 l Fr. 11.20 Aktion*
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* Aktion 20 % auf diverse Yvette Feinwaschmittel im Duopack vom 10. bis 23. 10.
Damit sensible Haut nicht reagiert Yvette Sensitive reinigt sanft, schont die Fasern und eignet sich dank spezieller Textur besonders für Personen mit empfindlicher Haut. Ohne Bleichmittel und Aufheller. Yvette Sensitive, 1,5 l Fr. 8.50
Damit Fasern «atmen» können
Damit Weisses strahlend weiss bleibt
Yvette White bringt weisse Wäsche dank optischer Aufheller zum Strahlen. Ein Enzym löst bestehen de Knötchen auf und verhindert deren Neubildung. Yvette White, 1,5 l Fr. 8.50
Mit speziellen Wirkstoffen unterstützt Yvette Sport + Outdoor die Mem branfunktion atmungsaktiver Gewebe. Auch Wind und Wasserdichtigkeit bleiben erhalten. Yvette Sport + Outdoor, 2 l Fr. 11.20 Aktion*
In grösseren Filialen
Damit Gerüche verschwinden
Synthetik und Mischgewebe nehmen leicht Gerüche an. Yvette Fibre Fresh neutralisiert sie und sorgt so dafür, dass Textilien sich länger frisch anfühlen. Yvette Fibre Fresh, 2 l Fr. 11.20 Aktion*
Die MIndustrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehören auch die Feinwaschmittel von Yvette.
Festtags-Flussreise zur Elbphilharmonie Mit der Excellence Coral **** nach Hamburg
der besondere Genuss
Komfortable Fauteuils in 3er Bestuhlung grosszügiger Sitzabstand von 90 cm Kleine gruppen, max. 30 Personen Exklusiv bei Twerenbold Reisen
11 Tage ab Fr. Unser Musikprogramm Festspielhaus Baden-Baden, 19.00 Uhr «Paquita» Ballett in drei Akten von Yuri Smekalov Mariinsky Ballett Oper Köln im StaatenHaus, 18.00 Uhr «Die Fledermaus» Operette von Johann Strauss (fakultativ, Vorausbuchung notwendig) Staatsoper Hamburg, 19.00 Uhr «Weihnachtsoratorium I-VI» Ballett von John Neumeier Elbphilharmonie Hamburg, 11.00 Uhr «Silvesterkonzert» Konzert des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg Laeiszhalle Hamburg, 19.00 Uhr «Neujahrskonzert» Neujahrskonzert der Symphoniker Hamburg 1. Tag: Schweiz–Strassburg– Baden-Baden–Plittersdorf. Anreise und Einschiffung in Strassburg. Nach dem Abendessen besuchen wir das Festspielhaus Baden-Baden und sehen das Ballett «Paquita». 2. Tag: Plittersdorf–Mainz–Köln. Stadtführung in Mainz. Am Abend festliches Abendessen an Bord. 3. Tag: Köln. Am Vormittag machen wir in der Domstadt Köln Halt. In der Oper Köln im StaatenHaus hören wir die herrlichen Klänge der imposanten Oper «Die Fledermaus» (fakultativ).
4. Tag: Köln–Münster. Wir verbringen den Tag an Bord und fahren Richtung Münster. 5. Tag: Münster. Heute entdecken wir unter kundiger Führung die lebendige Stadt Münster. 6. Tag: Münster–Lüneburg. Den heutigen Tag verbringen wir an Bord. 7. Tag: Lüneburg–Hamburg. Auf einer Stadtführung wird uns Interessantes über Lüneburg erzählt. Am Nachmittag fahren wir weiter Richtung Hamburg. 8. Tag: Hamburg. Hafenrundfahrt.Am Abend werden wir vom Ballett «Weihnachtsoratorium I-VI» in der Hamburgischen Staatsoper verzaubert. 9. Tag: Hamburg. Am Vormittag werden wir in der prachtvollen Elbphilharmonie erwartet. Wir hören das «Silvesterkonzert des Philharmonischen Staatsorchester Hamburg». Am Abend Silvesterfeier an Bord der Excellence Coral. 10. Tag: Hamburg. Heute entdecken wir unter kundiger Führung die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Im «Michel», der Hauptkirche Hamburgs, besuchen wir die Orgelandacht. Den letzten Abend unserer Reise verbringen wir in dem traditionsreichen Konzerthaus Laeiszhalle und hören das «Neujahrskonzert» der Symphoniker Hamburg. 11. Tag: Hamburg–Schweiz. Ausschiffung und Rückfahrt in die Schweiz.
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Reisedatum 2017/2018 (Sa – Di) 23.12.–02.01. Unsere Leistungen · Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus · Flussfahrt in der gebuchten Kabinenkategorie · Vollpension an Bord der Excellence Coral · Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm · Musikprogramm Kartenpaket: - Festspielhaus Baden-Baden und Laeiszhalle Kat. 3 - Staatsoper Hamburg Kat. 4 - Elbphilharmonie Kat. 2 Pro Person
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Abfahrtsorte 06:10 Wil • 06:30 Burgdorf • 06:35 Winterthur 07:00 Zürich-Flughafen •
07:00 Aarau 08:00 Baden-Rütihof • 08:35 Basel 08:50 Pratteln •
Programm- und Fahrplanänderungen bleiben vorbehalten.
Und wie immer bei allen Reisen: Audio-System auf Rundgängen • Erfahrener Reisechaffeur • Auftragspauschale von Fr. 20.– entfällt bei Online-Buchung *KATALOg-PREIS: Zuschlag 10% auf den Sofort-Preis, bei starker Nachfrage und 1 Monat vor Abreise.
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Exelia
Aktion 50% auf Exelia-Weichspüler beim Kauf ab zwei Produkten vom 10. bis 23. 10.
Sinnlicher Duft Orange, Nelke, Apfel, Rose, Veilchen, Holz und Moschus sind nur einige der Ingredienzen, die den intensiven Duft von Blue Emotion prägen. So heisst der neue Weichspülbalsam von Exelia. Sein Duft wurde vom Parfümeur Philippe Durand speziell für Exelia entwickelt. Der neue Weichspüler verleiht der Wäsche nicht nur einen lang anhaltenden Duft – er macht die Textilien auch angenehm weich, schützt das Gewebe vor Knitterfalten, elektro statischer Aufladung und Abnutzung.
Bild: Yves Roth
Styling: Miriam Vieli-Goll
Exelia Blue Emotion, 1 l Fr. 6.50
Exelia Blue Emotion verleiht der Wäsche einen sinnlichen Duft und schützt das Gewebe vor Abnutzung.
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Weichspüler von Exelia.
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MM41, 9.10.2017 | MIGROS-WELT
Dies und das
Schon entdeckt?
Jede Woche präsentiert die Migros Neuheiten – querbeet durch alle Sortimente. Ein paar davon haben wir herausgepickt.
Geschmackvolles Duo
Schokolade und Birne funktionieren geschmacklich wie ein altes Ehepaar: In welcher Form auch immer sie gemeinsam auftreten, harmonieren sie bestens. Zum Beispiel als Dessert. Tradition Creme Special Edition Birne-Schokolade, 175 g Fr. 1.30
Potzblitz Streifen auf Kacheln, Spiegeln, Duschwänden und Fenstern sind keine Augenweide. Dieser patente Helfer lässt sie verschwinden: Miobrill Fenster- und Duschkabinenreiniger* Fr. 9.80
Blickfang Kupfer ist bei Wohnaccessoires im Retrostil fast schon das Nonplusultra. Diese Tischleuchte setzt Akzente: Eglo Tischleuchte Chester Schwarz/Kupfer Fr. 59.90 Erhältlich auf www.doitgarden.ch
Pimp your Smoothie! Exotische Beeren wie Aronia, Acai, Acerola und Goji verleihen Smoothies, Fruchtsäften, Shakes oder Müesli das gewisse Etwas: Alnavit Beerenliebling Bio Smoothie Pulver, 145 g* Fr. 11.90
MIGROS-WELT | MM41, 9.10.2017
Die Mischung machts Das kohlenhydratarme Müesli besteht aus Haselnüssen, Kokos-Chips, Mandeln und Sonnenblumenkernen. You Low Carb Crunchy Bio, 400 g* Fr. 11.90
Kulinarische «Kernspaltung» Clever: Jede Olive hat einen kleinen Schnitt. So lässt sich der Kern im Mund nonchalant vom aromatischen Fruchtfleisch trennen. Migros-Bio Oliven Kalamata, 105 g Fr. 1.90
Raclette mal anders
Befreit vor Bindungsängsten
Der wild wachsende Andalimanpfeffer besticht durch eine intensive Zitrusnote und kitzelt aus dem reifen Halbhartkäse das Beste heraus. Sélection Raclette mit Andaliman-Pfeffer, 225 g* Fr. 7.30
Nein, liebe Hobbyköche: Mehlschwitze herzustellen, ist gar nicht schwer. Für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen, gibt es jetzt diesen zuverlässigen Küchenhelfer: Saucenbinder, 250 g* Fr. 1.40
In Knusperlaune In Deutschland heissen sie Rote Bete, in der Schweiz Randen. Egal: Die Kombination mit Apfel schmeckt beidseits des Rheins: Alnatura Reiswaffeln Rote Bete/Apfel, 24 g* Fr. –.90
* in grösseren Filialen
Aber bitte mit Spüli Wenn man schon zum Abwaschen verknurrt wird, dann bitteschön Hightech. Hier kann das Spülmittel im Griff aufgefüllt werden: Vigar Abwaschbürste mit Spülmitteltank* Fr. 4.90
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MM41, 9.10.2017 | MIGROS-WELT
Ausser Rand und Band: Kevin, dargestellt von Max Hubacher (3. v. l.), und seine Kumpels werden zu wilden Punks. Kino
Rebellen ohne Gegner Im neuen Film «Lasst die Alten sterben» von Juri Steinhart verzweifelt der Held daran, dass in unserer Welt alles erlaubt ist. Das Migros-Kulturprozent hat die Produktion der rasanten Groteske unterstützt.
N
ach einer wilden Partynacht macht sich der Student Kevin auf den Heimweg. Mit brummendem Schädel schleppt er sich durch spärlich beleuchtete Quartierstrassen; weit und breit ist kein anderer Mensch zu sehen. Da hat der junge Mann plötzlich eine Vision: Aus dem Nichts taucht ein unheimlicher Typ mit Lederjacke und Irokesenhaarschnitt auf und beschwört Kevin, gegen die bestehenden Verhältnisse zu rebellieren. So beginnt in dem neuen Schweizer Film «Lasst die Alten sterben» eine tragikomische Geschichte.
Nach seiner nächtlichen Vision ist Kevin völlig verändert und will eine revolutionäre Kommune gründen. Er führt ein Casting durch, um geeignete Mitglieder zu rekrutieren. Als er sie gefunden hat, zieht er mit ihnen in ein Abbruchhaus ein, und die ganze Gruppe trägt von nun an Klamotten im Stil der 80er-Jahre-Punks. Wiedersehen mit dem Verdingbub
Das Problem dabei: Die Kommunarden wissen nicht, wogegen sie überhaupt rebellieren sollen. Denn eigentlich ist heute ja schon fast alles erlaubt, und es gibt kaum noch Tabus ...
Der Berner Max Hubacher spielt den Helden Kevin mit geradezu fiebriger Energie. Der 24-Jährige ist 2011 als Hauptdarsteller im Kinodrama «Der Verdingbub» bekannt geworden. Dort ging es um einen Waisenknaben, der in der Nachkriegszeit bei einem Emmentaler Bauern härteste Arbeit leisten muss und sich gegen dieses Unrecht wehrt. Auch Kevin ist ein Rebell – er kämpft jedoch nicht gegen Unterdrückung, sondern eher gegen grenzenlose Freiheit. «Die Jungen können heute nicht mehr rebellieren», meint Hubacher. «Denn wenn sie sich auflehnen, treffen sie bei den
Bild: Filmbringer Distribution AG
Text: Michael West
MIGROS-WELT | MM41, 9.10.2017
Frage der Woche
Die neuen Steinofenbrote der Migros haben oft Löcher. Weshalb ist das so? Die neuen Steinofenbrote der Migros werden aus einem sehr weichen Teig gefertigt und ruhen besonders lange – ganze sechs Stunden. In dieser Zeit arbeitet der Teig, wird luftig und besonders aromatisch. Je nach Brotsorte wird der Teig luftiger und das Brotinnere hat mehr Löcher, so beim Steinofen Ciabatta und beim Urchigen Steinofenbrot. Dagegen ist das Brotinnere der Steinofenbaguettes etwas feinporiger. Allen gemeinsam ist aber der ausgeprägte Brotgeschmack und die maximale Frische. Erwachsenen auf keinen Widerstand. Die Revolte wird als vorübergehende Entwicklungsphase abgetan. Oder womöglich finden die Erwachsenen den Aufstand sogar noch cool und unterstützen die Revoluzzer.» So wie im Film: Schon bald taucht Kevins Vater in der Kommune auf und teilt der Gruppe mit, wie toll er das alles finde. Und er bittet darum, bei dem «Superprojekt» mitmachen zu dürfen, und formuliert sogar einen Slogan für die Kommunarden: «Lasst die Alten sterben!» Solche Wendungen machen den Film unwiderstehlich komisch. Originell ist auch die Bild sprache: Manche Szenen sind in grob körnigem SchwarzWeiss gedreht, an dere in absichtlich kitschigen Farben. Filmteam verzichtete teils auf Gagen
Finanziell stand die Produktion an fänglich auf wackligen Beinen. Ein Teil des Filmteams arbeitete gratis, um das Projekt von Regisseur Juri Steinhart (37) möglich zu machen. Zum Gelingen beigetragen hat auch das MigrosKulturprozent. Es unter stützte die Postproduktion und half so mit, dem Film den letzten Schliff zu geben. «Der Regisseur hat etwas
gewagt», sagt dazu Nadine Adler, die beim Kulturprozent die Filmförde rung leitet. «Er hat sich im Kinogenre der Groteske versucht, das in der Schweiz sehr selten ist. So ist ein Film entstanden, der mutig, provokativ und voller Überraschungen ist.» MM «Lasst die Alten sterben» kommt am 12. Oktober ins Kino.
Haben Sie eine Frage?
Kontaktieren Sie uns! Filmförderung
Suche nach guten Drehbüchern Das Migros-Kulturprozent unterstützt pro Jahr rund 40 Filmprojekte. Es konzentriert sich dabei auf Nachwuchsregisseure und auf die Entwicklung von kinotauglichen Stoffen. Besonders unterstützt werden Ideen für gute Drehbücher und die Postproduktion vielversprechender Filme – dazu gehören der Schnitt, die Filmmusik oder Spezialeffekte.
M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.
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Saluti dal Ticino Bis 21. Oktober 2017
Tessiner Wochen Bio Grotto
4.50 500 g
Tessinerli mit Salami Nostrano 4.90 Stück Brombeer-Crostata
3.– Stück
Herbstsalat mit Marroni 6.90 Stück Marroni-Mousse
2.90 Becher
Maronetti
1.60 Stück
Für ein gutes Bauchgefühl.
MIGROS-WELT | MM41, 9.10.2017
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Theater Basel
Für 30 Franken ins Theater Seit dieser Spielzeit stehen in allen Vorstellungen in den Sparten Oper, Schauspiel und Ballett auf allen Bühnen des Theaters Basel Billettkontingente für 30 Franken zur Verfügung. Mehr Infos: www.theater-basel.ch
Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Basel
Jazz
Stanley Clarke Group im Volkshaus
Auch in diesem Jahr holt «Offbeat» die grossen Namen des US-Jazz sowie junge
Vergünstigter Eintritt
Fr. 30.– statt Fr. 50.– am 29.11., 20 Uhr, erhältlich an den M-Vorverkaufsstellen Claramarkt und MParc Dreispitz.
Theater
Ehemann sucht Ehemann für seine Frau Ab dem 14. November zeigt das Häbse-Theater «Bitte keini Blueme». Eine Komödie, in der ein Hypochonder seiner Angetrauten einen neuen Ehegatten suchen will. Text: Moritz Weisskopf
D
er besessene Hypochonder Frank Angst hört bei einem routinemässigen Arztbesuch zufällig ein Telefongespräch seiner Ärztin mit, in dem es um einen todkranken Patienten geht. Frank glaubt fest, er selbst sei dieser Patient, und sucht bei seinem Freund Arnold Hilfe. Dieser weist ihn darauf hin,
dass Franks Frau nach dessen Tod wieder heiraten werde. Das ver anlasst Frank – zusammen mit Arnold – einen neuen Ehemann für seine unbeholfene Frau zu suchen, die ja bald Witwe sein wird. Und so beginnt ein Spektakel absurdester Missverständnisse. Das Häbse-Theater zeigt die Komödie «Bitte keini Blueme»
(original «Send Me No Flowers») von Norman Barasch und Carroll Moore in einer Dialektbearbeitung von H.J. Hersberger und Carlos Amstutz. Es spielen: «Häbse» H.J. Hersberger, Dani von Wattenwyl, Susi von Lindenau-Huber, Michael Eckerle, Nicole Loretan und Carlos Amstutz. MM Mehr Infos: www.haebse-theater.ch
Musiker nach Basel. Am 1. November erweist etwa Stanley Clarke dem Volkshaus Basel die Ehre. Die lebende Legende der Fusion Music steht für vieles, was den Jazz-Rock der letzten 45 Jahre berühmt gemacht hat: die Emanzipation des Bassspiels, die Virtuosität auch auf dem E-Bass, die Verschmelzung von Pop und Jazz, Latinmusic und Jazz und die Parallelität von Kontrabass und E-Bass. Welttourneen mit Larry Carlton, Al Di Meola, Jeff Beck, Keith Richards, Jean-Luc Ponty, McCoy Tyner und Marcus Miller waren in den letzten 20 Jahren an der Tagesordnung. Diesen Herbst stellt Stanley Clarke erstmals in der Schweiz seine neue CD «Bass-Ball» vor. Mehr Infos: www.offbeat-concert.ch
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MM41, 9.10.2017 | MIGROS-WELT
Mehr Wissen Mit Ausnahme der Antarktis werden heute auf allen Erdteilen Kartoffeln angebaut.
Auf dem Gitterfliessband werden die Kartoffeln nach Grösse sortiert.
Aus der Region
Erfolgreiche Kartoffelernte
Egal, ob für die Bratpfanne, das Raclette oder den Ofen: Seit 20 Jahren liefert Ueli Gerber seine Kartoffeln in verschiedenen Grössen an die Migros Basel. Text: Moritz Weisskopf
E
in Handzeichen, ein Pfiff – und der Traktor kommt zum Stehen. Die Staubwolke, die gerade noch meterhoch in die Höhe stieg, legt sich langsam. Bauer Ueli Gerber steigt die Stufen zur an gehängten Erntemaschine hoch, wo vier Helfer am Fliessband stehen und Kartoffeln aussortieren. Er stellt sich neben sie und gibt dem Fahrer das
Bilder: Moritz Weisskopf, Barbara Sorg
Zeichen, dass er weiterfahren kann. Das Gefährt klappert, und zahlreiche Rädchen, Förderbänder und Walzen fangen an zu rasseln. Durch alle Lagen des Fahrzeugs dringen immer mehr mit Erde be deckte Knollen nach oben. «Vor vier Wochen haben wir das Kraut der Kartoffelpflanzen abgeschlagen. Während die Kartoffel wächst, muss
deren Haut dünn und flexibel sein. Wenn das Kraut weg ist, bildet sie ihre Schale. Jetzt sind sie ernte reif», erklärt Gerber während er eine Knolle genauer anschaut. Er und seine Helfer sortieren mit flinken Händen Steine, Äste und unreife Kartoffeln heraus, währenddem sich das Förderband rasant vorwärts bewegt. Nach eingehender Prüfung
MIGROS-WELT | MM41, 9.10.2017
purzeln die ausgewählten Knollen vom Förderband in einen sich langsam füllenden Behälter.
In einem ersten Schritt wird die Ernte von Steinen, Ästen und unreifen Knollen befreit.
Bratkartoffeln, Raclette-Kartoffeln und Baked Potatoes
Vom Aussehen her wirkt die Kartoffel unscheinbar, fast schon unattraktiv. Doch sie ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Jährlich werden weltweit etwa 300 Millionen Tonnen geerntet. Sie wird neben der Küche auch als Futtermittel und Industriestoff verwendet. Wie so vieles, was heute von unserem Speisezettel kaum wegzudenken ist, kommt die Kartoffel auch aus Südamerika, von wo sie ihren Weg dank der Entdecker nach Spanien fand und sich in Europa etablierte. Für uns ist die Kartoffel auch heute noch eines der vielseitigsten Nahrungsmittel und aus keiner Küche wegzudenken. Bereits Gerber Senior pflanzte in der 1960er-Jahren Kartoffeln auf dem Hof in Therwil an. Seit 20 Jahren beliefert nun Sohn Ueli Gerber die Migros Basel als «Aus der Region»-Produzent. Vor einem Container kommt das Gefährt zum Stehen. Während Gerber einen Knopf betätigt, der die Ernte von der grossen Maschine in den Container befördert, erklärt er: «Wir können die Kartoffeln nur ernten, wenn sie trocken sind. Das hat durchaus seine Vorteile: Wir stehen bei der Ernte nie im Regen.» Zurück auf dem Hof, wird der Inhalt des Containers ganz langsam auf ein weiteres Fliessband geleert, das mit immer gröber werdenden Gittern versehen ist. «Die kleinsten sind Bratkartoffeln, die fallen durch das erste Gitter. Danach kommen Raclette-Kartoffeln, dann die normal grossen», erklärt Gerber, während die Kartoffeln vor sich her holpern und in die verschiedenen Kisten fallen. Die ganz grossen, die durch kein Gitter fallen, werden später als Baked Potatoes verwendet. Ein Gabelstapler lädt Kiste für Kiste auf und verstaut sie im Lager. Rund 700 Tonnen Kartoffeln werden pro Jahr dort unterbracht, bevor sie gewaschen, getrocknet und abgepackt in die Migros Basel geliefert werden. Einige der Kartoffeln bleiben aber dort und landen zwischen März und April wieder im Boden. Aus diesen Knollen wachsen dann viele weitere dazu – bis Ende des Sommers wieder die Erntemaschine klappert und sie ausgräbt. MM
Die Erntemaschine hebt die Kartoffeln aus der Erde.
Rund 700 Tonnen Kartoffeln erntet Ueli Gerber jedes Jahr.
Seit 20 Jahren liefert Ueli Gerber als «Aus der Region»Produzent Kartoffeln an die Migros Basel.
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r e n i s s e T n e h c o W
Saluti dal Ticino
Diese Spezialitäten sind in allen grösseren Filialen (MM, MMM) der Genossenschaft Migros Basel erhältlich.
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Generoso Cake 380 g
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Tessiner Salami Strolghino Schweiz, 200 g
2.20
4.75
7.90
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Rapelli Tessiner Platte Schweiz, per 100 g
Rapelli Salametti Valle Maggia Pfeffer Schweiz, 200 g
4.10
4.05
2.05
Polenta 500 g
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058 878 60 10
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058 878 23 90
4051 Basel
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061 272 10 44
4051 Basel
Amavita Apotheke Central
058 878 13 60
4051 Basel
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4053 Basel
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4123 Allschwil
Amavita Apotheke Paradies
058 878 13 00
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058 878 22 20
4125 Riehen
Amavita Apotheke Riehen
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4127 Birsfelden
Drogerie Schwimbersky
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Dropa Drogerie Dietschi
061 461 66 40
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Leben MM41
Richtig oder falsch?
Gebrauchte Teebeutel gehören in den Abfallsack.
1, 2 oder 3?
Hausaufgaben
hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.
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Darum gilt:
Umweltbewusste Konsumenten entsorgen Teebeutel im Kompost oder setzen auf offenen Tee.
Ich schaue weg und warte gespannt die Reaktion der Lehrerin ab. Ich hole den grossen Gummi und biete an, die Protest-9 auszuradieren. «So nicht», sage ich ihm. «Du kannst gleich nochmals von vorne beginnen.»
Antwort 2: So kurz nach Schulbeginn soll der Grosse noch nicht negativ auffallen. Hat sich ein guter erster Eindruck einmal gefestigt, kann er gern die Revolte proben. Und ich schau weg.
Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis
Monica Müller (43)
Die Euphorie ist schnell abgeflacht. Als der Grosse (7) Kindergärtler war, beflügelte ihn die Aussicht auf Hausaufgaben. Selbständig etwas erledigen, endlich Schüler sein. Yes! Seit den Sommerferien ist er nun Schüler. Und wie so oft, sieht die Wirklichkeit etwas anders aus als in der Vorstellung. Wann bloss soll er auch noch Hausaufgaben machen? Täglich Reihen von Zahlen schön in Linie zu schreiben – das soll cool sein? Bei den Zahlen 1 bis 3 hat er die Zeilen noch motiviert gefüllt. Bei 4 bis 8 hat er mit dem inneren Schweinehund gerungen. Bei der 9 hat schliesslich der Schweinehund gesiegt: Statt eine Seite lang schöne 9en zu schreiben, hat er eine grosse, fette 9 über die ganze Seite geklotzt. Und jetzt?
Falsch! Ein kleiner Teebeutel besteht aus einem bunten Materialmix aus Faden, Beutel, Teeblättern, Papierschild und Metallklammer, sodass es aufwendig scheint, alle Einzelteile umweltgerecht zu entsorgen. Und man ist versucht, das ganze Ding in den Kehricht zu werfen. Trotzdem gehören Papierteebeutel aber in den Kompost. Man muss lediglich die Metallklammer abreissen und separat entsorgen. Gut wäre, auch den Papierzettel zu entfernen. Wenns schnell gehen muss, kann dieser aber auch mal mit dem Teebeutel in den Kompostkübel. Noch umweltfreundlicher ist es, gar keinen zusätzlichen Abfall entstehen zu lassen – etwa durch den Kauf von offenem Tee statt Teebeuteln.
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LEBEN | MM41, 9.10.2017
E Brave New Girl
Brave New World Es geht durchschnittlich zwei Tage, bis mein Handy irgendein App-Update von mir will. Und eine Saison, bis Frauenmagazine mir ein Update meiner Garderobe diktieren. Ich hasse beides. Weil ich Veränderungen nicht mag.
Ich mag es nicht, wenn auf meinem Handy plötzlich alles anders aussieht. Ich mag es auch nicht, wenn ich Dinge nicht mehr finde. Ich will meinen Joghurt nicht in einer optimierten Geschmacksrichtung, und die neuen Banknoten finde ich abscheulich.
Bild: Andrea Monica Hug
Anne-Sophie Keller (27) glaubt
an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.
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Neulich las ich, das sei symptomatisch für meine Generation. Weil die einzige Trotzreaktion auf ständig Neues nur das Festhalten an Beständigem sein kann. Während unsere Eltern gegen ihre Spiessereltern rebellierten, rebellieren wir gegen unsere Erzeuger mit Spiessertum.
Aber der Welt ist es eigentlich egal, was ich will. Und das ist gut so. Ich kann mich nicht ewig an Altem festhalten. Neues kommt nur dann, wenn Altes Platz freigeräumt hat. «Change is a thing you can count on», singt Popgöttin Miley Cyrus auf ihrem aktuellen Album. Die Frau hat recht. Der einzig sinnvolle Weg ist der ins Ungewisse. Zu neuen Herausforderungen, Haarfarben, Mitbewohnern, Jobs, Dates, System-Updates. Und sich dabei wünschen, dass andere vielleicht auch ein bisschen offener wären. Dass sie sich auch ein bisschen weniger an veralteten Werten festhalten würden. Weil es ohne eine Brave New World nämlich auch keinen Platz gibt für ein Brave New Girl. MM
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MM41, 9.10.2017 | LEBEN
Blog Ananda und Finn berichten ab heute über ihre Bergwaldwoche in Trin GR: www.migmag.ch/ bergwald
Ananda (12, oben) und Finn (7) bloggen über ihre Bergwalderlebnisse. Naturprojekte
Hier kann man mitmachen Die Stiftung Bergwaldprojekt organi
siert Projektwochen in Graubünden für Familien mit Kindern ab sechs Jahren. Neben Waldschutzarbeiten gibt es Exkursionen und Besuche bei Hand werkern. Teilnehmen können Familien aus der Schweiz und aus dem Ausland. Kosten: Kinder Fr. 270.–, Erwachsene Fr. 430.–.
Bergwaldprojekt.ch
Ähnliche Projekte:
• Jugend und Familien lager in der Natur des WWF, in Zusammen arbeit mit der Migros: Migmag.ch/wwf
• Bergbauernhilfe der Caritas (Teilnahme ab 18 Jahren): Bergeinsatz.ch
• Naturerlebnisse für Familien: Migmag.ch/feuervogel
Familie
Gemeinsam für den Bergwald Holz sägen, Äste beigen, kochen: 25 Familien machen jedes Jahr Ferien in den Schutzwäldern der Schweiz. Kinder und Eltern packen hier gemeinsam an, haben Spass und lernen viel. Das zeigt der Besuch in einer Projektwoche im bündnerischen Münstertal. Text: Milena Conzetti
Bilder: Gabi Vogt
LEBEN | MM41, 9.10.2017
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Bei der Pflege des Schutzwalds dürfen Kinder mit echtem Werkzeug hantieren. Romantisch: Das Essen wird über dem selbstgemachten Feuer gekocht.
B
althasar (8) leckt die Arvenrinde von innen ab: «Mmh, die ist ja ganz süss», ruft er und reisst noch ein Stück Rinde ab. Soeben haben er und Selina (13) eine etwa 20 Zentimeter dicke Arve gefällt. Selina ist die Tochter eines Bündner Försters, Bal thasar kommt aus Winterthur ZH. Sie nehmen mit acht weite ren Kindern und sieben Müttern und Vätern an einem Familien Bergwaldprojekt teil. Gemein sam arbeiten die beiden Kinder am steilen Hang auf rund 2200 Meter über Meer oberhalb von Tschierv GR, einem Dorf an der Ofenpassstrasse. Im Lawinenwinter 1950/51 zerstörte hier eine Lawine ein Haus im unten liegenden Dorf. Danach wurde der Hang mit Arven wieder aufgeforstet, typi schen Bergwaldbäumen, die mit Temperaturen von bis zu minus 40 Grad klarkommen. Heute
stehen die drei bis fünf Meter hohen Bäume zu eng, um richtig stark zu werden. Es mangelt an Platz und Licht. Laura Brunner (32), Forstin genieurin und Leiterin der Berg waldProjektwoche, markiert deshalb die kräftigsten Bäume. Danach sägen die kleinen und grossen Arbeiter diejenigen Bäume ab, die den markierten zu nahe stehen. So kann sich der Schutzwald langfristig gut ent wickeln und das Dorf schützen. Aufräumen macht hier Spass
Nun gehts ans Wegräumen des gefällten Baums: Äste abknip sen, den Stamm zerteilen und alles hinter einen Baumstrunk packen. Anna (8) aus Basel fin det das Aufräumen hier viel ein facher als zu Hause: «Hier muss ich nicht alles sortieren», sagt sie, «hopps, auf den Haufen, und gut ists.» Ihre Mutter hilft ihr bei den schweren Holzstücken.
Von weiter hinten im Wald ist die Jungengruppe zu hören: «Achtung, Baum fällt!», rufen Linus (10) und Moritz (11), genauso, wie sies hier gelernt haben. Sie haben mit Axt und Säge eine Fallkerbe in den Baum geschlagen und ihn damit so vorbereitet, dass er da hinfällt, wo er soll. Natürlich hat Projekt leiterin Laura die beiden zuerst instruiert: Warum macht man diese Arbeit? Wie benützt man die Werkzeuge korrekt und si cher? Welche Gefahren lauern? Die Arbeit in der Jungwald pflege ist bei den Kindern sehr beliebt. Hier können sie gleich mehrere aufregende Dinge gleichzeitig tun: sich austoben, mit echten Werkzeugen han tieren, neue Freunde kennen lernen, etwas über die Natur lernen und Förster spielen. Und dabei etwas Sinnvolles tun. Mit dem mittäglichen Kir chengeläut im Dorf unten ist
oben am Berg Essenszeit. Drei Kinder sind schon mal voran gegangen, haben Holz gesam melt und ein Feuer gemacht. Nun steht der Suppentopf über der Flamme: Brot, Käse, Wurst und Äpfel liegen aufgeschnitten auf einer abgesägten Baum scheibe bereit. Aber: eine Suppe mit Curry, Wirz und Zucchetti für Kinder? Tatsache ist: Sie lieben sie, und für viele ist die regionale, saiso nale Küche, zubereitet von einer Köchin, sogar eines der High lights der Woche. Nach dem Essen ist noch Zeit, um Schmet terlinge, Käfer und Blumen zu betrachten, dem Krächzen des Tannenhähers zu lauschen, den Blick über Gletscher und schroffe Bergzacken schweifen zu lassen. Und dann heissts wieder: Handschuhe, Weste und Helm anziehen, ein Werkzeug schnappen und in den steilen Hang stechen. MM
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MM41, 9.10.2017 | LEBEN
Gesundheit
Fusspflege, aber richtig Die Sandalensaison liegt definitiv hinter uns. Das sollte aber kein Freipass sein, jetzt die Füsse zu vernachlässigen. Ein Besuch bei der Fusspflegerin oder Podologin macht deutlich, was ihnen guttut. Text: Martina Frei
S
amuel Moser giggelt zwischendurch, als Gisela Warthmann die Hornhaut an seinen Füssen mit einem Diamantfräser abträgt. Der 79-Jährige ist kitzlig. Andere Kunden würden während der Fusspflege sogar entspannt einschlafen, sagt Warthmann, die seit zwölf Jahren Füsse pflegt. Hässliche Füsse gibt es für sie nicht. «Nur arme Füsse, die leiden, sehe ich im Sommer zuhauf in Sandalen. Wenn man das mit der richtigen Pflege wieder hinbringt, ist es ein Erfolgsgefühl.» Die Behandlung beginnt mit einem warmen Kräuterfussbad. Dann bringt Warthmann Haut und Nägel mit einem elektrischen Fusspflegegerät mit verschiedenen Fräseraufsätzen – runden, spitzen, kegelförmigen – in Form. Dabei entfernt sie schonend kleine Verhornungen. Zum Einsatz kommen auch Zangen, Feilen und ein Nagelfalzgerät, mit dem sie akribisch den Schmutz unter den Nagelrändern hervorholt. Zwischendurch sprüht sie desinfizierenden Propolis-Spray auf. Kleine Defekte in den Nägeln füllt sie mit aushärtender Nagelmasse. «Jeder Fuss ist anders, jeder ist spannend», sagt die 66-Jähri-
ge, während sie jede Zehe, jeden Nagel und jede Schwiele eingehend behandelt. Im Alter senke sich der Fuss ab. Das führe oft zu Fussveränderungen und Druckstellen, an denen sich Hornhaut bilde. Es könnten auch Schrunden und Risse entstehen. «Eine Fussbehandlung, die nach einer halben Stunde fertig ist – da kann etwas nicht stimmen», warnt die Fachfrau. «Gute Fusspflege braucht mindestens 50 Minuten.» So hält der Lack sechs Wochen
Den Abschluss nach rund einer Stunde bildet eine Fussmassage mit einem kühlenden Gel. «Machen Sie nur weiter so!», sagt Samuel Moser, der diesen Teil der Behandlung besonders geniesst. «Es fühlt sich super an», bestätigt seine Frau Helga. Als ihre Füsse soweit vorbereitet sind, streicht Warthmann eine Grundierung auf die Nägel, danach den erdbeerroten Lack, den die Kundin gewählt hat, und zuletzt einen Überlack. Sechs bis acht Wochen halte die Farbe auf diese Weise, versichert die Expertin. Gisela Warthmann ist seit fünf Jahren Präsidentin des Schweizerischen Fusspflegeverbands (SFPV). Auf das Diplom
des Verbands legt sie Wert, denn es brauche «Wissen, Können und eine ruhige Hand. Das kann man nicht an einem Wochenende erlernen.» Mindestens 100 Stunden Ausbildung plus Weiterbildung, zum Beispiel in Fussmassage, seien für professionelle Fusspflege nötig. Diplomierte Podologinnen absolvieren gar eine dreijährige Berufslehre. Im Unterschied zu den Fusspflegern dürfen sie auch medizinische Fussbehandlungen durchführen und Risikopatienten behandeln, zum Beispiel Personen mit Diabetes, Durchblutungsstörungen oder Rheuma. Vor der ersten Sitzung wird der Kunde medizinisch befragt: Nimmt er Blutverdünner? Bestehen Allergien oder Durchblutungsstörungen? All das kann relevant sein. «Wichtig ist zum Beispiel, dass die Nägel keine Kanten haben», sagt Lea Kurmann. Sie ist seit neun Jahren als Podologin tätig – immer mit Mundschutz, wegen des Staubs. Zuerst kürzt sie die Nägel ihrer Kundin mit der Nagelzange. Danach werden die Kanten mit dem Nassfräser fein geschliffen. Die Regel, Fussnägel gerade
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Tipps
Was tun bei Nagelpilz? Etwa die Hälfte der Nagelveränderungen rühren von einem Pilz her. Manche Erkrankungen
wie der Schwarze Hautkrebs können Nagelpilz vortäuschen. Daher sollte man sich die Diagnose durch einen Arzt bestätigen lassen. Grundsätzlich muss Nagelpilz nicht ärztlich behandelt werden. Bei Diabetes, Immunschwäche oder nach einer schweren Hautinfektion am betreffenden Bein ist eine Therapie allerdings ratsam, um weiteren Infektionen vorzubeugen. Das gilt auch, wenn der Nagel schmerzt oder stört. Bei stark verdickten Nägeln
abzuschneiden, gelte nicht für alle Menschen. «In Ausnahme fällen muss die Podologin sie abrunden, um sie dem Verlauf des Nagelbetts anzupassen», erklärt Kurmann. Auch die Hornhaut sowie die Häutchen links und rechts am Nagelfalz trägt sie bevorzugt mit Haut zange und Skalpell ab. Für den «letzten Schliff» greift sie zur Hautfeile.
Bild: Getty Images
Es muss nicht ein Pilz sein
Ein Nagel ihrer 85jährigen Pa tientin ist dicker als die anderen. «Viele halten das für Nagelpilz. Aber das muss nicht sein. Im Alter werden die Nägel häufig dicker», sagt Kurmann. Auf die Nägel gibt sie zuletzt noch einen Tropfen Teebaumöl. Anschliessend zeigt sie, wie ein Hühnerauge behandelt wird: Ein Tropfen Alkohol macht die zentrale, verhornte Stelle gut sichtbar. Diese wird fein säuber lich entfernt. Danach legt Kur mann der Kundin für etwa drei Tage einen Schutzverband an: mit etwas Schaumstoff, exakt zugeschnitten, um die behan delte Stelle zu entlasten, Salbe sowie einer GazeBinde. «Der Verband darf nicht zu fest sitzen, sonst bleibt er womöglich wochenlang drauf», sagt Kurmann.
Denn so mancher betagte Patient könne sich nicht mehr bücken, um ihn abzunehmen. Der Anteil von Senioren unter den Patienten sei zwar hoch, jedoch würden seit ein paar Jahren auch Jüngere vermehrt ihre Hilfe suchen. Ein häufiges Problem sind eingewachsene Nägel. Hier kann die Podologin eine Nagelspange anpassen. Probat sei eine Titan spange, die von oben über den Nagel gespannt wird und die Ränder leicht nach oben zieht, was das Einwachsen erschwert. Als Podologin sei man manch mal auch ein bisschen Psycho login, erklärt die 29Jährige. Oft würden sich die Patienten wäh rend der Behandlung öffnen und sehr Privates preisgeben. «Darf ich Sie noch verwöhnen?», fragt Kurmann zum Abschluss der Behandlung ihre Patientin, die sich gern noch mit einer Schaumcreme die Füsse massieren lässt. Danach wird das Wichtigste in der Kran kengeschichte festgehalten. Grossen Wert legen sowohl die Podologen als auch die Fuss pflegerinnen auf Hygiene: Reini gung, Desinfektion und Sterili sieren der Instrumente seien ein Muss, betonen Kurmann und Warthmann. Und einig sind sie sich auch, dass beide Berufe Zukunft bieten. MM
abends harnstoffhaltige Creme (40%) auftragen, den Zeh über Nacht bandagieren. Haut um den Nagel mit Vaseline schützen, am Morgen alles abwaschen. Wiederholen, bis der Nagel weich und gut zu bearbeiten ist. Versuchsweise 48 Wochen lang täglich «Vicks VapoRub» oder eine ähnliche Erkältungssalbe aufstreichen. In zwei Studien half dies bei bis zu 38 Prozent der Betroffenen. Wissenschaftlich geprüft
sind medizinische Lacke und Lösungen zum Auftragen. Bei schwerem Pilzbefall braucht es meist ein Medikament zum Einnehmen. Die Erfolgsquote bei Medikamenten liegt bei 60 bis 75 Prozent und ist damit höher als bei den Lösungen. Weil der Wirkstoff in den Nagel eingebaut wird und Zehennägel langsam wachsen, dauert die Therapie 24 bis 48 Wochen. «iMpuls»-Lesetipp
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App-Tipps
Via App gesteuerte Lichtsysteme wie Hue Lights von Philips bringen Stimmung ins Wohnzimmer.
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Sky Guide
Text: Philipp Rüegg
Bilder: zVg
L
ampen eignen sich längst nicht mehr nur dafür, Licht zu spenden. Heute sind sie auch verspielte Einrichtungselemente, die Emotionen wecken. Besonders beliebt sind Lichtsysteme, die die Farbe wechseln können. Das bekannteste ist Hue Lights von Philips. Es umfasst Dutzende von Lampen und Glühbirnen und wird gar in Fernsehgeräte ver baut. Daneben gibt es aber auch Alternativen wie MiPow, Nano leaf oder Eglo. Das Besondere daran ist, dass sie sich vom Smartphone aus steuern lassen. Die intelligenten Lampen können auf vielfältige Weise eingesetzt und über kompatible Apps programmiert werden. Etwa, wie und wann sie leuchten sollen. Die Lampen sind unter einander koppelbar und lassen sich mit anderen Geräten verbinden. Das ergibt viele span nende Einsatzmöglichkeiten.
Sanft vom Sonnenaufgang geweckt werden und einschlum mern bei dimmendem Licht: Beides soll den Schlaf verbes sern. Für Kinder kann man einen ZubettgehRhythmus schaffen, wenn das Licht zu einer bestimmten Zeit die Farbe ändert. Filmabende können noch stimmungsvoller werden, indem man die Lampen mit dem Fernseher synchronisiert. Dann leuchten sie in den glei chen Farben wie die jeweiligen Szenen auf dem Bildschirm. Farben als Information einsetzen
Viele Lichtsysteme können auch wetterabhängig leuch ten: blau, wenn Regen bevor steht, orange, wenn Sonne, respektive weiss, wenn Schnee erwartet wird. Ein grünes Licht in Verbindung mit einem Sicherheitssystem könnte signalisieren, dass alle Türen geschlossen sind.
Etwas fortgeschrittene Be nutzer können ihr Zuhause automatisieren. Soll das Licht angehen, wenn man nach Hause kommt? Oder in einer bestimmten Farbe leuchten, wenn eine EMail eintrudelt? Und wie wärs, wenn das Lichtsystem signalisiert, dass ein Paket im Briefkasten gelandet ist? Dank optionalem Sensor kein Problem. Früher gabs diese Lichter, die angingen, wenn man in die Hände klatschte. Heute kann man seine Lampen mit Geräten wie Amazons Echo oder Apple HomeKit kombinieren und sie anschliessend per Stimme steu ern. Einfach «Ich bin zu Hause!» rufen, und schon geht das Licht an. Kann problemlos von Kin dern benutzt werden. Überhaupt lassen sich die neuen Lichtsysteme auch ohne spezielle technische Vorkennt nisse anwenden. MM
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hand nützliche Infos über den Himmel liefert. Sie erklärt, welche Stern bilder gerade sichtbar sind, liefert Infos zu Planeten und Sternen oder zeigt den Weg der Internationalen Raumstation ISS. Die App ist für 3 Franken erhältlich und läuft unter iOS. www.migmag.ch/skyguide
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MM41, 9.10.2017 | LEBEN
Zootierärztin
Ein Pieks für den Wüstenfuchs In das neue Savannenhaus des Walter Zoos zieht neben 20 anderen Tierarten auch ein Wüstenfuchs ein. Da er Besuch von wilden Füchsen und damit die Staupe bekommen könnte, wird er vorsorglich geimpft. Text: Karin Federer
Bild: Walter Zoo
D Karin Federer (31) ist Tierärztin und berichtet regel mässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.
er Wüstenfuchs, auch Fennek genannt, zieht in unser neues Savannenhaus ein. Der kleinste aller Wildhunde lebt in Nordafrikas Sandwüsten und ist bestens daran angepasst. Zum Beispiel hat er an den Zehen viele Haare, die bis über die Pfotenballen reichen und diese vor der Hitze des Sandes schüt zen. Und mit den Ohren kann er die starken Temperaturschwankungen der Wüste ausgleichen. Das ist lebens wichtig, denn Schweissdrüsen hat der Fennek – wie alle Hunde – nur an den Pfoten. Dank der grossen Ohren hört
der Wüstenfuchs auch, was sich im Sand tut. So kann er Insekten auf spüren: Sie sind neben kleinen Säugetieren und Pflanzen Nahrung für den Allesfresser. Fennek lässt sich untersuchen
Unser Fennek kommt aus dem Zoo in Amsterdam und wird bei seiner An kunft wie alle anderen Neuankömm linge gründlich untersucht. Ich locke ihn mit Futter an, untersuche ihn und impfe ihn gegen Hundekrankheiten wie Staupe. Diese Viruserkrankung ist hochansteckend, tödlich und bei
Füchsen in der Schweiz ziemlich verbreitet. Und genau das kann auch unseren Wüstenfuchs gefährden. Im Zoo kann der Fennek nämlich vom Savannenhaus durch einen Tunnel in eine Aussenanlage gelangen. Wenn erkrankte wilde Füchse am Gehege des Fenneks entlangstreifen, könnten sie unser Tier anstecken. Die Impfung verläuft problemlos. Als Nächstes ist der Einzug eines FennekWeibchens ins Savannen haus geplant. Wenn alles klappt, gibt es im Frühling junge Wüstenfüchse im Walter Zoo. Ich bin gespannt. MM
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LEBEN | MM41, 9.10.2017
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Tipps
Vorbeugen ist besser als heilen Impfungen gelten als die wichtigste Massnahme, um Tiere (und auch Menschen) vor ansteckenden Krankheiten zu schützen. Sie machen das Immunsystem bereit für den Kampf gegen Krankheitserreger (meist Bakterien und Viren) oder Giftstoffe (etwa das Starrkrampftoxin) und verleihen der Immunabwehr ein «Gedächtnis», damit allfällige Infekte schnell und gezielt bekämpft werden können. Bei jeder Tierart stehen andere Infektionserreger im Vordergrund, wobei nicht für alle Impfstoffe zur Verfügung stehen. Auch ist nicht jede Impfung gleich wirksam. Ausserdem können in seltenen Fällen
Haarige Füsse und grosse Ohren sind typische Merkmale des Wüstentiers Fennek.
unerwünschte Wirkungen auftreten. Dies darf einen im Normalfall aber nicht davon abhalten, seine Tiere zu impfen: Das Risiko von Nebenwirkungen ist um ein Vielfaches kleiner als die Risiken einer schweren Infektionserkrankung. Impfungen reduzieren die Notwendigkeit einer Behandlung und können Leben retten. Der Tierarzt führt vor jeder Impfung einen Gesund heitscheck durch und kann Tierhalter zu verfügbaren, sinnvollen und notwendigen Impfungen beraten.
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MM41, 9.10.2017 | LEBEN
Ausgewandert
Von Bülach nach Bangkok Luke und Simon (10)
sind gern mit ihren Eltern unterwegs. Auf ihren Schweizer Vater sind sie stolz, weil er für über 150 Luxushotels als «Director Food & Beverage» arbeitet und für diese auch schillernde Events organisiert. Zum Beispiel fanden sie es toll, als er eine prächtige Parade mit bemalten Kunstelefanten für einen Wohltätigkeitsanlass auf die Beine stellte. Ihr Vater ist vor 15 Jahren von Bülach ZH nach Thailand ausgewandert. Simon und Luke besuchen immer wieder gern ihre Grosseltern in Bülach.
Kinder
«Wir essen hier total gern Hörnli»
Ihre thailändische Mutter bewundern die
Zwillinge, weil sie in Thailand als bekannte Schauspielerin in zahlreichen TV-Serien mitspielt. Wenn die Familie unterwegs ist, wird die Mutter oft von Fans erkannt. Das ist okay – nur doof, wenn diese dann den Buben über den Kopf streicheln wollen. Das mögen sie nämlich gar nicht.
Die zehnjährigen Zwillinge Luke und Simon leben in Thailand recht mondän, gleichzeitig aber auch wie zwei ganz normale Lausbuben. Text: Gabriela Bonin Illustration: Olaf Hajek
die Leute an den etwas grösseren Ohren.
Bilder: zVg
Simon (hinten) erkennen
«Wir lieben das Essen in Thailand, zum Beispiel Papayasalat. Wir essen hier aber auch oft Biohörnli aus der Migros. Wann immer uns jemand aus der Schweiz besucht, muss er die unbedingt mitbringen, dazu Bionussstengel, Farmer-Riegel und Croc-Knabbermüesli. Wenn wir in der Schweiz Ferien machen, finden wir es lässig, Cervelats zu bräteln, in die Badi zu gehen und Zug zu fahren. Das Verkehrshaus in Luzern ist auch toll.
Es ist schön, Zwilling zu sein, so haben wir immer jemanden zum Spielen. Wir besuchen zusammen die Schweizer Schule in Bangkok. Mit unseren Eltern gehen wir gern an Events, die unser Vater organisiert. Zum Elefanten-Polo durften wir Schulfreunde einladen.
In der Freizeit spielen wir Klavier und Fussball, gehen Inlineskaten und fahren Velo. Wir malen auch gern Elefantenskulpturen an. Cool ist es, wenn uns unser Daddy in die Spiel- und Kletterhalle Bounce bringt. Dort toben wir uns aus. Bei unserem Grossvater in Chiang Mai im Norden Thailands spielen wir gern im Baumhaus, das er für uns gebaut hat.» MM
LEBEN | MM41, 9.10.2017
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Eric (5), Rheinfelden AG
Vor Hunderten von Jahren verliessen viele Söhne aus adligem Haus schon früh ihre Eltern. Sie waren nur zwei Jahre älter als du jetzt bist, wenn sie als Sieben jährige an den Hof eines Fürsten oder Ritters zogen. Dort wurden sie Pagen und lernten gutes Be nehmen. Mit 14 Jahren wurden sie Knappen. Von da an trainierten sie Springen, Reiten und das Kämpfen mit Armbrust, Schwert und Lanze. Würdest du das auch tun wollen? Mit 21 Jahren wurden sie feierlich zum Ritter geschlagen.
Ritter waren Krieger, die zu Pferd kämpften. Ihre wichtigste Zeit begann im Hochmittelalter vor rund 1000 Jahren. Der ideale, gute Ritter kämpfte als Beschützer der Schwachen und zog als Christ gegen die «Ungläubigen» in den Krieg. Es gab aber auch böse Raub ritter. Anständige Ritter brauchten Pferde, Rüstungen und Knechte. Das war teuer. Als die Zeit kam, in der die Adeligen Macht und Geld verloren, gab es darum auch immer weniger Ritter. Als dann auch noch Feuerwaffen aufkamen, konnten
R ätsels pass Hugo hat im Wald einige Kastanien gesammelt und sie in logischen Reihen in ein Raster gelegt. In Zeile 1 und 2 lässt sich diese Logik erkennen. In Zeile 3 fehlt der letzte Schritt. Weisst du, wie Hugo das letzte Feld mit Kastanien füllen muss? A
B
die Ritter dagegen nicht mehr gut ankämpfen. Aus diesen Gründen verschwanden sie. Es gibt aber auch heute noch Ritter. Diese modernen Ritter benutzen keine Waffen, sondern helfen zum Beispiel den Armen, Kranken und Schwachen. Auch du kannst ritterlich sein: Indem du beispielsweise einem verirrten Schmetterling zurück in die Freiheit hilfst oder für dein Mami eine Tasche trägst, wenn sie viel eingekauft hat. MM
Eine Mutter erklärt die Welt:
Journalistin Gabriela Bonin (50) beantwortet Kinderfragen.
Füsse, Pfoten, Hufe oder Flossen braucht man zum Laufen, Springen, Tanzen, Schleichen, Rennen, Schwimmen und um sie zu kitzeln. Erkennst du, wessen Füsse hier abgebildet sind? Schreibe die Namen darunter.
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C
Lösung: 1 = Ente, 2 = Pferd, 3 = Eisbär, 4 = Schwein, 5 = Hund, 6 = Tiger, 7 = Esel, 8 = Tobi, 9 = Walross, 10 = Katze, 11 = Hase, 12 = Mensch.
? Lösung: B
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Glücksgriff
Ausspannen in Arosa Das Migros Magazin und Pantene Pro-V verlosen ein Wellnesswochenende für zwei Personen im Waldhotel National in den Bündner Bergen.
D
ie Luft wird kühler, die Tage werden kürzer: Der Winter naht. So stehen auch bald wieder Winteraktivitäten wie Skifahren oder Schlitteln auf dem Programm. Der Winter ist aber auch die perfekte Zeit, um sich zu enstpannen und sich ein Wellnesswochenende zu gönnen. Das Migros-Magazin machts möglich und verlost zusammen mit Pantene Pro-V ein Wellnesswochenende für zwei Personen im Viersterne-Superior-Hotel Waldhotel National in Arosa im Wert von 3000 Franken. Gönnen Sie sich nach einem erlebnisreichen
Tag in den Bergen oder nach einer anstrengenden Arbeitswoche belebende und erholsame Stunden in den beiden über 1200 Quadratmeter umfassenden Spa-Bereichen «Aqua Silva» und «Spa Salus». Passende Haarpflege im Winter
Doch nicht nur Körper und Geist brauchen ab und zu Erholung. Auch unser Haar ist vielen Einflüssen ausgesetzt und freut sich über eine Spezialbehandlung. Gerade in den kalten und trockenen Wintermonaten ist es wichtig, das Haar zu pflegen. Die neue «Pantene Pro-V 3 Minute Miracle»Pflegespülung liefert genau das.
Mit der Kraft einer Kur für die tägliche Anwendung enthält sie zwei Mal mehr Pflegestoffe als herkömmliche Spülungen und hilft, Haarschäden der letzten drei Monate in nur drei Minuten auszugleichen. Zudem beugt die Spülung geschädigten Spitzen sowie Frizz vor. Das Ergebnis: Das Haar fühlt sich weich an, glänzt und ist sichtbar gesünder ohne Schweregefühl. Geniessen Sie dieses exklusive Wochenende in den Bündner Bergen und lassen Sie sich von Pantene Pro-V und dem Waldhotel National von Kopf bis Fuss verwöhnen. MM
Per Postkarte:
Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Pantene Pro-V», Postfach, 8099 Zürich Online:
www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 15. Oktober 2017 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.
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LEBEN | MM41, 9.10.2017
Kreuzworträtsel
Gesamtwert 750 Franken!
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken …
103
… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 15.10.2017, 24 Uhr
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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 15.10.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
Auflösung Nr. 40: EINHORN
TreppenlifTe
9620 Lichtensteig teL. 071 987 66 80
w w w. h o e g g l i f t . c h
Gewinner Nr. 39: Ruth Moser, Engelburg SG; Urs Widmer, Obersteckholz BE; Walter Lobsiger, Toffen BE; Doris Kyburz, Kloten ZH; René Meier, Basel Gewinner «Zusatz» Nr. 39: Jürg Loosli, Schlieren ZH; Rolf Ritter, Lupsingen BL; Claudia Christen, Wettingen AG; Christian Rubi, Burgdorf BE; Yvonne Amsler, Rothrist AG
LEBEN | MM41, 9.10.2017
105
Quiz
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wie bezeichnet man jemanden, dem man die Schuld für Fehler zuschiebt? G Sündenbock
T
Sündenfall
M Sündenpfuhl
2. Welches Milchprodukt ist auch ein Elementarteilchen? E
Quark
O Käse
I
Joghurt
3. Was ist ein Synonym für Australien? N Kiwis
T
Up and Down
W Down Under
So nehmen Sie teil
4. Wo steht der im Frühling eingeweihte «Napoleonturm»? I
Aargau
U Thurgau
Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 15.10.2017, 24 Uhr
A Graubünden
5. Kleinere Gegenstände zum Nähen, wie Knöpfe, Zwirne und Nadeln, nennt man …? L
Starkwaren
P Kleinwaren
E
Kurzwaren
S
dem Arabischen
6. Der Begriff «schmusen» stammt aus …? R dem Jüdischen
H dem Russischen
7. Welches Land hat deutlich mehr Einwohner als die Russische Föderation? T
Thailand
Z
Nigeria
U Japan
8. Welche Nummern tragen in der Regel die «Center» beim American Football? D 1–9
N 10–19
E
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
50–59
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
Gewinner Nr. 39: Pius Zimmermann, Wohlenschwil AG; Erni Mühlemann, Kirchberg BE; Ruth Henseler, Unterägeri ZG
Auflösung Nr. 40: ENDSPURT
Paroli
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1
L
5 3 2
Auflösung Nr. 40: SAITE Gewinner Nr. 39: Esther Randegger, Ossingen ZH; Sabina Geissbühler, Herrenschwanden BE; Josef Bühler, Solothurn
4
ADENAUER ERNT EGUT GE LAENDE HORTENSE I N G E N I UM RE LAT I ON SCHLEGEL SPERL I NG WA H L R E D E ZEHNT ENS
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 15.10.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Lösungswort: 1
2
3
4
5
TRAUMHAFT GUTES FLEISCH VOM SIMMENTALER-RIND
vom ualivo- leischbauer ric uiquerez aus Grandfontaine
Das Simmentaler-Rind wächst während vier bis sechs Monaten im Berner Oberland auf…
…bevor es zu Eric Quiquerez nach Grandfontaine kommt. Hier im Jura wird das Simmentaler-Rind nach den strengen Qualivo-Richtlinien aufgezogen.
Qualivo steht für eine gute und artgerechte Tierhaltung und Fütterung. Die Tiere erhalten neben Heu und Stroh täglich eine Mischung aus Maiskeimen, Maisflocken, Weizen, Rapsschrot und Mikronährstoffen.
Neu
3.80
«Diese Fütterung ergibt ein hochwertiges und äusserst geschmackvolles Fleisch», schwärmt Metzger André Nyffeler aus Moutier bei der Übergabe des verkaufsfertigen Fleisches an Gisèle Maitin, Filialleiterin von Migros Delémont.
Rindsvoressen Simmentaler Qualivo von unseren Landwirten aus der Nordwestschweiz, per 100 g
Simmentaler Qualivo-Rindfleisch ist in den folgenden Filialen erhältlich: Migros Bubendorf, Migros Breitenbach, Migros Drachen-Center, MParc Dreispitz, Migros Gelterkinden, Migros Oberwil, Migros Paradies, Migros Schönthal, Migros Delémont und Migros Porrentruy. Weitere Informationen unter: www.qualivo-simmentaler.ch Genossenschaft Migros Basel ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 10.10. BIS 16.10.2017, SOLANGE VORRAT
Ein M regionaler.
LEBEN | MM41, 9.10.2017
107
Sudoku
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 40: 285
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 15.10.2017, 24 Uhr
Gewinner Nr. 39: Doris Salzmann, Uster ZH; Erika Peter, Lyss BE; Manfred Weber, Seuzach ZH; Agnes Bays, Confignon GE; Rosmarie Singer, Romanshorn TG
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 3 3 4 3 Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden 1 sein. Verboten: Kreuzun2 1 3 2 3 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.
Auflösung Nr. 40:
3
3
3 1
1 2
2 1 4
2 3
3
3 2 3 2
3 3
2 3 3
2 2 3
3
Auflösung Nr. 40: 2
1
3
1
2
2 2
3 1
4
4 2 1
2
2 2
4 3 2
2 3
2 3 6 2 3
3 2 1 1 2
3 3 3 2 3
2 2 3 3 2
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Yvette Hettinger (Koordinatorin Leben), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (Volontärin), Monica Müller, Lisa Stutz, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Elena Bernasconi, Reto Meisser
Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Dora Horvath, Melanie Michael, Fatima Nezirevic, Angela Obrist, Kian Ramezani, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West
Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger
Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
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MM41, 9.10.2017 | LEBEN
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Meine Welt
«Pétanque spielen ist wie Meditation»
Komiker Peach Weber ist derzeit mit seinem 15. Programm «iPeach» auf Tournee. Die Inspiration dafür hat er sich beim Pétanque-Spielen geholt – wobei er sich vielleicht das eine oder andere auch von seinen Hausgeistern einflüstern liess. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Daniel Winkler
LEBEN | MM41, 9.10.2017
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Peach Weber über 65, Pilze und Aargau: www.migmag.ch/ peach
1 Mein Sport «Pétanque spielen ist
wie Meditation. Darum habe ich mir im Garten eine schöne Boulebahn bauen lassen. Harzt es beim Schreiben, spiele ich eine Runde. Nach ein paar Kugeln bin ich meist wieder inspiriert.» 2 Mein Reich «Ich reise nicht gern.
Dafür wohne und arbeite ich schön, in Hägglingen AG. Im Hintergrund sieht man mein Gartenhäuschen.» 3 Mein Ein und Alles «Meine Tochter Nina (22). Von ihrer Mutter lebe ich seit 19 Jahren getrennt. Nina hat aber
3
Name Peter Weber (64) alias
Peach Weber
Sternzeichen Waage Lebenslauf «Ich bin in Wohlen AG
aufgewachsen, habe das Lehrer seminar absolviert und anschliessend acht Jahre als Primarlehrer gear beitet. Komiker wurde ich per Zufall. 1976 nahm ich an einem Talentwett bewerb teil und gewann mit einem selbstgebastelten Lied einen Platten vertrag. Am kommenden Freitag erscheint mit ‹iPeach› mein 15. Album. Einen Tag später feiere ich meinen 65. Geburtstag. In Rente gehe ich aber erst am 15. Oktober 2027. Dann trete ich ein letztes Mal im Hallenstadion Zürich auf. Das ist kein Witz, sondern ein GuinnessWeltrekordversuch. Die Tickets sind bereits ausverkauft. Darum wird es eine Zusatzvorstellung am Nachmittag geben.» praktisch jedes Wochenende bei mir verbracht. Jede Sekunde mit ihr ist für mich wertvoller als alle goldenen Schallplatten zusammen.» 4 Mein Stolz «Von Jurypreisen halte ich
nicht viel. Ich will dem Publikum gefallen, nicht irgendwelchen Experten. Darum bin ich stolz auf den Prix Walo, den ich 1993 und 2014 entgegennehmen durfte.» 5 Mein Markenzeichen «Die roten
Klammern am Notenständer begleiten mich seit meinem ersten Auftritt. Da kann ich allerhand befestigen – etwa Zettelchen mit spontanen Ideen.» Mein Lieblingsprodukt
6
«Peach Ice Tea. Nicht un bedingt wegen des Namens, sondern, weil Nina den so gern mag.»
6 Meine Hausgeister «Bei mir leben unzählige Gartenzwerge. Das sind einfach sympathische Kerle. Mit ‹Zwerg Stolperli› habe ich ihnen sogar ein Kinderbuch und eine CD gewidmet. In diesen Tagen erscheint der zweite Band.» MM
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