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Migros magazin 41 2014 d vs

Page 1

Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

NR. 41, 6. OKTOBER 2014 www.migrosmagazin.ch

INTELLIGENZ I 21

So bringen Sie Ihr Hirn in Bestform BUBENTRAUM ERFÜLLT I 32

Ein Aargauer macht in den USA Karriere RISOTTO À LA GOTTHARD I 78

Bild: Jorma Müller

Tessiner Hardrocker am Herd

Auf dem Sprung

Für Kariem Hussein, Europameister über 400 Meter Hürden, und seinen Hund Spike ist kein Hindernis zu hoch. Nächste Etappe des Athleten: die Masterarbeit an der Uni Zürich. I 118 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 - 720 42 59


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DIESE WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014

INHALT | 5

EDITORIAL

12 | MENSCHEN Flugkapitän Marc Schröder (Bild), Lokführerin Martina Scholl-Egli und Fernfahrer Rolf Funk über die Realität in ihren Traumberufen.

Hans Schneeberger, Chefredaktor

Sind es nicht diese Geschichten, von denen wir alle irgendwie träumen? Oder wenigstens mal geträumt haben? Eine Idee haben und damit das ganz grosse Geld abzügeln? Irgendein neues Produkt erfinden, nach dem sich Millionen verzehren? Mit einem Geistesblitz unsere Arbeit vergolden? Im Web wurde diese Geschichte in den letzten 20 Jahren immer wieder geschrieben. Durch einen 19-jährigen Studenten etwa, der ein Social-Net aufzog, von dem noch nie jemand gehört hatte. Und es «facebook» nannte. Oder noch früher durch einen Mann, der dem noch jungen Internet einen Browser namens «Netscape» verpasste und seiner Firma damit 4,2 Milliarden Dollar einbrachte. Das Internet hat die Wirtschaftswelt in den letzten beiden Dekaden in einer Geschwindigkeit und in einer Konsequenz umgekrempelt wie keine Epoche zuvor. Und im Wirbel der Veränderungen werden die grössten Vermögen gemacht. Dort, wo Märkte einbrechen und neue Möglichkeiten wachsen, locken die Gewinne. Auch Schweizer haben ab und an von der Aufbruchstimmung profitiert. Thomas Sterchi etwa, der die Stellenplattform Jobs.ch entwickelte und sie 2007 für 100 Millionen verkaufte. Michael Näf von Doodle.ch, der die Mehrheit seines Unternehmens an Tamedia veräusserte. Oder Wuala-Gründer Dominik Grolimund, der seinen ETH-Spin-off für einen zweistelligen Millionenbetrag abstiess. Sie alle tragen zu der fiebrigen Goldgräberstimmung bei, die das Internet geschaffen hat. Wie der 26-jährige Aargauer Stephan Goss in den USA mit einer neuen Internetseite Umsatzmillionär wurde und deshalb wohl auch bald in die Liga der Web-Multimillionäre aufsteigen wird, lesen Sie auf Seite 32.

Bild: Niklaus Wächter

Goldgräber im Web

MIGROS-WOCHE

73 | Entspannung für die Haut 75 | Frischer Duft liegt in der Luft

6 | Aktuelles

GENERATION M

SAISONKÜCHE

MENSCHEN

IHRE REGION

78 | Die Gotthard-Musiker gehen fremd

8 | Besuch bei den Reisbauern

21 | 28 | 32 | 35 | 36 |

Das Superhirn Tischfussball-Meisterin In den USA zum Web-Millionär Kolumne: Der Hausmann. Interview: Jane Fonda über das Alter.

AKTUELL

43 | Neues aus der Migros-Welt

SCHAUFENSTER 52 | 55 | 56 | 67 | 68 |

Bio-Milch macht munter Das beliebteste Brot Wasser mit Geschmack So ein Käse! Fair zu Natur und Mensch

83 | Neues aus Ihrer Genossenschaft

LEBEN

94 | Outdoor: Über Sprachgrenzen hinweg. 100 | Digital: Die neuen iPhones im Test. 102 | Auto: Peppiger Twingo.

MEINE WELT

118 | Goldjunge Kariem Hussein privat

RUBRIKEN 104 | 107 | 109 | 116 |

Bitte melde dich Leseraktion Rätsel/Impressum Cumulus

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif Anzeige

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MIGROS-WOCHE 6 |

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AKTUELLES

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NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Lichtspektakel auf dem Bundesplatz Bald wird das Bundeshaus zur Projektionsfläche für eine grandiose Lichtshow. Vom 17. Oktober bis 30. November findet zum vierten Mal der Grossanlass «Rendez-vous Bundesplatz» statt. Nach Einbruch der Dunkelheit werden schillernd bunte Riesenbilder auf die Fassaden des Regierungssitzes projiziert. Das

Naturnahe Landwirtschaft nützt seltenen Vögeln: Die Feldlerche etwa nistet auf kleinen Blumenwiesen inmitten des Feldes.

Lebensraum schaffen

Die Migros unterstützt an der diesjährigen Olma gleich zwei Ausstellungen. Die Themen: «Lebensraum für seltene Vögel» und «Wert von Nahrung».

Thema ist diesmal eine märchenhafte und verrückte Zeitreise. Dank der Unterstützung durch das Migros-Kulturprozent ist das Lichtspektakel für das Publikum gratis. www.rendezvous bundesplatz.ch

S

ie tragen klangvolle Namen wie Feldlerche, Dorngrasmücke oder Baumpieper. Diese und andere seltene Vogelarten finden auf naturnahen Landwirtschaftsbetrieben Unterschlupf. Jeder der Vögel hat seine eigenen Vorlieben. So nistet und brütet die Feldlerche gern in sogenannten Buntbrachen, also kleinen Wildblumenwiesen mitten im Getreidefeld. Besonders die Bauern der Vereinigung IP Suisse machen sich

um den Vogelschutz verdient. Sie produzieren Lebensmittel mit dem Migros-Gütesiegel TerraSuisse und schaffen zugleich Nischen für seltene Vögel sowie andere bedrohte Tier- und auch Pflanzenarten. Die Olma in St. Gallen widmet diesem Thema eine Ausstellung: Sie zeigt, an welchen Orten sich seltene Vögel auf einem nachhaltigen Landwirtschaftsbetrieb wohlfühlen. Die Schau wird vom Migros-Genossenschafts-Bund unterstützt.

Eine Halle ist an der diesjährigen Olma als Erlebniswelt rund ums Thema «Nahrung» gestaltet. Kinder und Erwachsene verfolgen hier den Weg der Schweizer Lebensmittel vom Boden bis auf den Teller. Sie erleben Nahrung als kostbares Gut, das mit viel Liebe produziert wird. An dieser grossen Ausstellung ist die Migros Ostschweiz beteiligt. Die Olma findet vom 9. bis 19. Oktober in St. Gallen statt. www.olma.ch

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MIGROS-WOCHE AKTUELLES | 7

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L tzt profitiere

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Der Pfiffigste von allen

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Malediven

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Mauritius

Punta Cana

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GENERATION M

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NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

8 | ERNÄHRUNG

Eine Reise zum Reis

Die TV-Sendung «NZZ Format» zeigt einen Film zum Thema Reis: Vom M-Industriebetrieb La Riseria im Tessin zu den Bauern in Thailand, die für die Migros Bio-Jasminreis anpflanzen.

D Daniel Feldmann, Leiter La Riseria

ie Hälfte der Menschen isst mindestens ein Mal täglich Reis. In der Schweiz kommt er – wenn überhaupt – ein Mal wöchentlich auf den Teller. Das kleine Korn hat mehr Beachtung verdient, hat man sich bei der Dokumentarsendung «NZZ Format» gesagt. Die Journalistin Katharina Deuber und der Kameramann Paul Rigert sind auf eine Reise zum Reis gegangen: Stationen sind die Philippinen mit ihren Reisterrassen, Thailand, wo der edle Jasminreis herkommt, und das Tessin mit den nördlichsten Reisfeldern der Welt. Im Tessin ist mit La Riseria auch die grösste Reismühle der Schweiz zu finden. Daniel Feldmann ist der Leiter dieses M-Industrieunternehmens und für den Reiseinkauf und dessen Verarbeitung verantwortlich. Das TV-Team von «NZZ Format» besuchte ihn an seinem Arbeitsplatz und begleitete ihn zu Reisbauern im Nordosten von Thailand.

Dort wird für die Migros Bio-Jasminreis angebaut. Bereits vor einem Jahr besuchte Feldmann die Region, um Lieferanten zu finden. «Als wir an einem Reisfeld vorbeikamen, arbeitete dort gerade ein Bauer, und wir kamen ins Gespräch», erinnert sich Feldmann. Samai Maribut ist einer jener Bauern, die Reis nach althergebrachter Art produzieren, ohne Dünger- und Pestizideinsatz. «Während unseres Gesprächs habe ich einige Rispen abgerissen, um die Reiskörner zu probieren», so Feldmann. Maribut habe ihn dafür getadelt und daran erinnert, dass dies sein Einkommen sei. Beim Besuch dieses Jahr konnten sie über die Geschichte nur lachen. Denn inzwischen gehört Samai Maribut zu den Bio-Jasminreis-Lieferanten der Migros, und ein Bild von ihm ziert sogar die neu gestaltete Verpackung der Linie Mister Rice. Text: Andreas Dürrenberger

Sendetermine «Reis – ein Korn ernährt die Welt» Erstausstrahlung: «NZZ Format», Donnerstag, 9. Oktober, 23.20 Uhr auf SRF 1 Wiederholungen: Sonntag, 12. Oktober, 7.05 Uhr, und Montag, 13. Oktober, 12.20 Uhr, auf SRF info Eine Doppel-DVD mit den Sendungen über Reis und Soja sowie ein Kochbuch mit 25 vegetarischen Reis- und Sojarezepten erscheinen demnächst im Verlag NZZ. Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. www.generation-m.ch

Bilder: ZVG, Nik Hunger

Katharina Deuber und Paul Rigert von «NZZ Format» bei den Dreharbeiten im Nordosten Thailands.

Reisbauer Samai Maribut: Sein Bild ziert die Umschlagklappe des Bio-Jasminreises.


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FORUM 10 |

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LESERBRIEFE

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MM 40: «Mein Nachbar, der Flüchtling». Artikel über Flüchtlinge aus Ostafrika in einem Zürcher Villenviertel.

«Wie die Gelder ausgegeben werden, scheint mir fragwürdig»  Wenn ich lese, dass den Vormietern des Hauses unter dem Vorwand eines Neubaus gekündigt wurde, der jetzt doch erst Ende 2016 geplant ist, frage ich mich, ob das nicht pure Absicht war, weil der Vertrag mit der Asyl Organisation Zürich (AOZ) lukrativer ist. Wie die Gel­ der dort ausgegeben werden, scheint mir äusserst fragwürdig, wenn ich an eine Kollegin denke, die Vollzeit arbeitet und sich und ihre zwei Kinder mit dem Exis­ tenzminimum von 600 Franken pro Mo­ nat vom Sozialamt durchbringen muss. Der Vergleich von Ausgaben für Flücht­

linge mit Ausgaben für Sozialbezüger, die 100 Prozent arbeiten und in stiller Armut leben, macht mich sehr wütend. G. M. per Online-Kommentar

 Ich habe den Artikel aufmerksam ge­ lesen. Es stellen sich Fragen. Schön, dass sich Gutmenschen für Flüchtlinge ein­ setzen. Wer aber denkt an die langjäh­ rigen Mieter, denen man die Wohnungen gekündigt hat? Weshalb hat man diese Menschen nicht zu Wort kommen lassen? Elsie Senn-Eisenhut, 8703 Erlenbach

NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

MM 40: «Ohne Selbstkontrolle kommt man nicht weit». Interview mit Psychologe Walter Mischel.

 In einem Buch habe ich Folgendes gelesen: «In erweiterten Auswertungen zum berühmten Marshmallow­Test konnte aufgezeigt werden, dass Kinder, die im Test widerstehen konnten, erfah­ rungsgemäss darauf vertrauen konnten, dass ihre Eltern bei Versprechungen Wort hielten.» Dieser wichtige Aspekt wird im Interview nicht erwähnt. Für mich lauert ohne diesen Punkt aber irgendwo die Gefahr, den Kindern im Testalter Selbstdisziplin eintrichtern zu wollen – weil das angeblich im späteren Leben erfolgreich macht –, ohne unse­ ren Teil als «Vertragspartner» zu erfül­ len. Und kämen wir da nicht gefährlich nahe an die Ideologien der Schwarzen Pädagogik, die sich der Einschüchterung als Erziehungsmittel bedient? Lyn Fey, 8706 Feldmeilen

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben. Anzeige

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FORUM

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014

GARTEN | 11

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Sie haben sich diesen Sommer einen lang gehegten Gartentraum erfüllt? Dann lassen Sie es uns wissen! Das Migros-Magazin sucht Hobbygärtnerinnen und -gärtner und ihre grössten Erfolge.

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aben Sie 2014 Ihr erstes Apfelbäumchen gepflanzt oder bereits eine kleine Ernte einge­ fahren? Eventuell einen eigenen Teich angelegt? Viel­ leicht haben Sie ja auch Ihr erstes eigenes Hochbeet aus Palettenrahmen gezimmert? Oder einen neuen Sitzplatz gebaut? Dann teilen Sie die Begeis­ terung für Ihr ganz persön­ liches Gartenhighlight mit den anderen Migros­ Magazin­Leserinnen und ­Lesern und schicken Sie uns ein Foto!

Um teilzunehmen, mailen Sie uns bitte folgende Angaben: • ein Bild von Ihrem Gartenhighlight 2014, mög­ lichst im JPG­Format und mindestens 800 Pixel breit. • die Geschichte dazu: Was zeigt das Bild? Warum ist gerade das Gezeigte Ihr Gartenhighlight 2014? Was hat Sie dazu inspiriert? Senden Sie das Ganze mit Ihrem Namen, Ihrer Adresse, einer Telefon- und möglichst einer Handynummer bis zum 19.Oktober 2014 an: garten@migrosmagazin.ch

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MENSCHEN 12 |

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PORTRÄT

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NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Zum Träumen bleibt wenig

Pilot, Lokführer, Lastwagenfahrer – früher Traumberufe kleiner Buben, heute knallharte Jobs mit

Pilot/in Seine Arbeitszeiten sind irgendwann. Sein Arbeitsplatz irgendwo. Aber immer wieder hoch über den Wolken im hellen Sonnenschein. Auch deshalb ist Flugkapitän Marc Schröder (48) begeistert von seinem Beruf.

K

urz nach elf Uhr vormittags trifft sich Flugkapitän Marc Schröder aus Regensdorf ZH mit seinem Copiloten Oliver Hinzen im Operations­ center 1 am Flughafen Zürich­Kloten. Die beiden haben sich vorher nie ge­ sehen. Aber heute werden sie zusammen den Airbus 320 «Allschwil» der Swiss zuerst nach Amsterdam und retour und anschliessend nach Hannover und wieder zurück fliegen. Die beiden Pilo­ ten informieren sich über die aktuelle Wind­ und Wetterlage, den geplanten Flugweg und den Anflug am Ziel sowie über die Anzahl Passagiere. Aufgrund dieser Fakten geben sie die Bestellung für die erforderliche Menge Treibstoff auf. «Nicht zu viel, weil ein unnötiger Treib­ stoffvorrat den Treibstoffverbrauch erhöht. Und nicht zu wenig, um genü­ gend Reserven für Unvorhergesehenes zu haben», erläutert der Captain die Herausforderung, die sich vor jedem Flug neu stellt. Im Nu sind die beiden ein Team. Etwa um 13.40 Uhr startet der mit 163 Passa­ gieren voll besetzte Airbus auf der Piste 28 und landet anderthalb Stunden spä­ ter in Amsterdam. Beim Hinflug steuert der Captain als «Pilot Flying» den Airbus, beim Rückflug tut dies der Copilot. Der nicht fliegende Pilot ist verantwortlich für System Checks und administrative Arbeiten.

«Der Kontakt mit den Passagieren ist mir wichtig» Mit «Adieu» und «Uf Wiederluege» verabschiedet sich Captain Schröder im Cockpit­Türrahmen stehend nach der Landung in Amsterdam von seinen Passagieren. «Ich mache das gern. Der Kontakt mit den Passagieren ist mir wichtig», sagt er. Eine halbe Stunde später hebt die «Allschwil» mit 124 Pas­ sagieren an Bord bereits wieder Rich­

tung Zürich ab. Und landet dank Rü­ ckenwind zehn Minuten zu früh. Trotz der kurzen Flugzeit hat es für einen klei­ nen Imbiss im Cockpit gereicht. Bis zum nächsten Flug nach Hannover bleibt fast eine Stunde Zeit. Knapp die Hälfte da­ von benötigen die Piloten für Papier­ kram und Flugvorbereitung. Der Flug kurz nach 18 Uhr nach Hannover dauert nur eine Stunde. Und um 20.46 Uhr setzt die «Allschwil» zum letzten Mal an diesem Tag wieder in Zürich auf. Um 21.11 Uhr steigt die Crew aus dem kleinen Bus und macht sich durch das Operationscenter auf den Heimweg. Zehn Stunden und 15 Minuten, nachdem die beiden Piloten ihren Dienst angetre­ ten haben. Neun Stunden davon sind sie im Cockpit gesessen. Konzentriert und mit Freude an ihrem Traumberuf. Marc Schröder zählt zu den Spät­ berufenen. Zwar hat er wie viele Berufs­ kollegen ein Studium als Ingenieur HTL absolviert. Dann aber als Software­In­ genieur gearbeitet. «Im Militärdienst liess ich mich dann als 26­Jähriger von einem Jumbo­Captain für den Piloten­ beruf begeistern», schildert er. Schon zwei Jahre später begann er auf der Fokker seine fliegerische Laufbahn. Elf­Stunden­Tage, in deren Verlauf er zwei Flugziele anfliegt, sind für ihn und seine Crew üblich. Es gibt aber auch Einsatztage mit nur einem Zielort. Dann können es auch bloss knapp fünf Stun­ den sein. Der Arbeitsbeginn kann vor fünf Uhr in der Früh sein. Oder auch am späten Nachmittag. Und das Arbeits­ ende schon am Vormittag. Oder auch erst nach 23 Uhr. «Wenn sich die Fami­ lie solch unregelmässige Arbeitszeiten gewohnt ist, gibt es kaum Probleme. Mit einem Club­ oder Vereinsleben dagegen wird es schon schwieriger», berichtet der Vater zweier Kinder im Alter von 12 und 16 Jahren.


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014

PORTRÄT | 13

Zeit

langen und unregelmässigen Arbeitszeiten. Ausbildung kostet

Vor jedem Flug macht einer der Piloten einen Aussencheck. Hier inspiziert Marc Schröder das Fahrwerk.

Marktsituation: Die Swiss beschäftigt rund 1350 Piloten, davon 60 Pilotinnen. Pro Jahr werden bis zu 80 neue Piloten eingestellt. Anforderungen: Zugelassen sind Schweizer-, EU- und EFTA-Bürger zwischen 20 und 33. Sie müssen zwischen 160 und 198 cm gross sein. Ausbildung: Als Mindestbildung gilt die höchste Volksschulstufe mit abgeschlossener, mindestens dreijähriger Berufsausbildung egal welcher Richtung. Fliegerische Vorkenntnisse braucht es nicht. Die anderthalbjährige Grundausbildung zum Piloten erfolgt im Swiss Aviation Training. Sie wird vorfinanziert und muss anschliessend ratenweise zurückbezahlt werden. Gehalt: Das Anfangsgehalt eines Copiloten der Airbusflotte beträgt rund 80 000 Franken jährlich plus Spesen. Ein Swiss-Captain verdient bei seiner ordentlichen Pensionierung mit 59 Jahren rund 200 000 Franken im Jahr, plus Spesen und Erfolgsbeteiligung.


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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PORTRÄT | 15

Lokführer/in Sie stammt aus einer Bähnlerfamilie und hat die Weichen schon früh gestellt: Die Luzernerin Martina Scholl-Egli (25) zählt zu den jüngsten Lokführerinnen der Schweiz.

B

Quer durch die Schweiz

ahnhof Luzern, Perron 3, 15.15 Uhr: Der Interregio-Zug nach Basel steht bereit. Routiniert beginnt die junge Lokführerin den Zug für die Fahrt nach Basel vorzubereiten: Fliesst der Strom beim Hochfahren des Bügels? Funktioniert das Bremssystem? Brennen alle drei Lichter des Steuerwagens? Aus ihrem Dienstrucksack nimmt Martina Scholl-Egli ein iPad, wie es heute alle Lokführer mit sich führen. Es enthält unter anderem technische Unterlagen und Fahrpläne für die anstehende Fahrt. Der Zugbegleiter kommt nach vorn und meldet: 28 – 350. «Der Zug hat 28 Achsen und ein Gewicht von 350 Tonnen. Zuzüglich die Lok, die 84 Tonnen wiegt», übersetzt die Lokführerin. Und tippt die Angaben gleich in das Bordsystem des Zuges ein. Dazu noch weitere Eingaben, wie beispielsweise die Zuglänge und die zulässige Höchstgeschwindigkeit für diese Strecke. Der Minutenzeiger springt auf 15.30 Uhr, und das Abfahrtsignal wechselt auf Grün. Nachdem der Zugbegleiter die Abfahrtsbereitschaft bestätigt und die Türen geschlossen hat, wirft Martina Scholl-Egli einen Kontrollblick in die Seitenspiegel links und rechts und formuliert halblaut ihren obligatorischen «Startcheck»: «Signal offen», «ZUBAnzeige gut», «Abfahrzeit gut», «Türen sind zu», «nächster Halt Sursee». Und nochmals «Signal offen». Dann schiebt sie einen der insgesamt vier grossen schwarzen Schieber nach vorne. Langsam beginnt die 8000 PS starke Re-460-Lok, ihre 350 Tonnen schwere Last anzustossen.

Eine von 85 Frauen unter 2515 Männern: Martina Scholl-Egli, Lokführerin bei den SBB.

«Ohne Streckenkenntnisse darf kein Lokführer fahren» Die 25-Jährige führt heute vier verschiedene Personenzüge über zwei Strecken: Luzern–Basel, Basel–Zürich-Flughafen und zurück und schliesslich Basel– Luzern. Auf ihrem iPad, das sie vorne aufgespannt hat, sind stets alle Streckeninformationen einschliesslich Baustellen, Zeitplan und Geschwindigkeitsvorgaben auf Augenhöhe. Konzentriert sitzt die Lokführerin auf ihrem komfortablen Sitz und achtet auf die Schienenstränge und Signale, die ihr bei Tempo 160 entgegenfliegen. Martina Scholl-Egli fährt die Strecken nicht zum

ersten Mal. «Ohne Streckenkenntnisse darf kein Lokführer fahren.» Und selbst auf sehr vertrauten Strecken darf ein Lokführer während der Fahrt nicht trinken, geschweige denn essen, Radio hören oder gar telefonieren – kein Job für Romantiker und Träumer. Obschon auch Lokführer bisweilen ins Schwärmen kommen. «Zum Beispiel bei einem schönen Sonnenauf- oder -untergang», sagt Martina Scholl-Egli. «Oder beim prickelnden Gefühl, gut geschützt mitten in ein Gewitter zu fahren.» Um 23.06 Uhr kommt ihr Zug wieder auf Perron 3

im Bahnhof Luzern zum Stillstand. Sieben Stunden und 36 Minuten, nachdem sie losgerollt ist. Laut Dienstplan müsste die Lokführerin jetzt noch bis um 00.50 Uhr Züge rangieren und bereitstellen, damit am nächsten Tag alles abfahrbereit ist. Doch wegen Bauarbeiten fallen die Aufgaben in dieser Nacht weg. «Feierabend», freut sich Martina Scholl-Egli. Machen ihr die langen Arbeitszeiten nichts aus? «Nein, aber mit einem zu frühen Feierabend kann ich auch gut umgehen.» Sie lacht.

Markt: Die SBB sind mit einem Schienen­ netz von 3300 km bei einem schweizweiten Netz von 5000 km der grösste Arbeit­ geber für Lokführer. Von den rund 2600 Lokführern sind heute 85 weiblich. Voraussetzungen: Die modernen, schnellen Loks des Computerzeitalters setzen eine gute Aufnahme­ und Reaktionsfähigkeit, Selbständigkeit und ein grosses Verant­ wortungsbewusst­ sein voraus. Ausbildung: Wer mindestens 20 ist, eine dreijährige Berufslehre oder den eidgenössischen Maturaabschluss gemacht hat, kann sich bei den SBB für die zwölfmonatige Ausbildung be­ werben. Gehalt: Die Entlöh­ nung bei den SBB beträgt anfänglich je nach Alter zwischen 62 000 und 65 000 Franken jährlich und kann auf bis zu 100 000 Franken steigen.


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

Fernfahrer/in

Ihm ist kein Arbeitstag zu lang: So lange Rolf Funk (43) am Steuer seines Sattelzugs sitzt, ist die Welt für ihn in Ordnung.

K

urz nach acht Uhr morgens beugt sich Rolf Funk über sein Lenkrad und tippt sein Fahrziel ins GPS-Gerät. Nach schnellem Studium der Strassenkarte dreht er den Zündschlüssel. Die 440 PS brummen los unter der Führerkabine, in der zwei Meter über der Fahrbahn Fahrer Funk in seinem bequemen Sessel thront. Vom Hauptsitz des Transportunternehmens Planzer in Dietikon ZH sind es nur wenige Minuten bis auf die Autobahn A1. Knapp zwei Stunden später setzt Fernfahrer Funke bei Murten FR den Blinker und fährt darauf beim ersten Kunden dieser Tour vor: Eine Bootswerft, die auf hochwertige Holzplatten wartet. Auch der zweite Kunde wenige Kilometer südlich wartet auf Holz: eine Möbelschreinerei. Und auch hier hilft der Fernfahrer beim Entladen. «Es ist mir ein Anliegen, meine Kunden zuvorkommend zu bedienen», sagt er, «ihnen beim Beladen ihrer Güter behilflich zu sein, Transportschäden zu verhindern und auch mal dort Hand anzulegen, wo es eigentlich nicht meine Aufgabe ist.» Und offenbar wissen das die Kunden zu schätzen. «Es gibt solche, die bei meinem Arbeitgeber wünschen, dass ich den Transport ausführe. Dieser Umstand oder auch eine kleine Geste der Anerkennung, wie etwa ein dankbarer Händedruck, machen mich glücklich und zufrieden. Mehr brauche ich nicht.»

Schwergewicht: Der Lastwagen von Rolf Funk wiegt 15 Tonnen und hat 440 PS unter der Haube.

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PORTRÄT | 17


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Um 11.05 Uhr steuert Rolf Funk seinen Sattelzug wieder zurück auf die Autobahn Richtung Genf, dem heutigen Tageshauptziel. Kurz nach zwölf Uhr mittags fährt er bei Rolle VD von der Autobahn ab. «Beim Bahnhof gibt es ein Fernfahrerlokal, das zu den besten zählt», weiss er. Andere wissen das auch. Rolf Funk lässt es sich schmecken. Er hat immerhin schon sieben Arbeitsstunden hinter sich. Um fünf Uhr morgens hat er seinen Laster nach einem Unterhaltsservice in der Werkstatt in Dällikon ZH abgeholt und seine Kabine wieder eingeräumt. Dann ist er nach Embrach ZH gefahren und hat zehn Paletten Waschmaschinen für Genf geladen, bevor er nach Dietikon fuhr, um die Holzlieferung für unterwegs zu laden. «Tagwache war heute um 03.15 Uhr. Also etwas früher als sonst.» Um 19.50 Uhr ist Funk mit seinem 15 Tonnen schweren Laster wieder zurück in Dietikon. Fast zwölf Stunden seit der Abfahrt nach Genf,15 Stunden seit Arbeitsbeginn und 17 Stunden seit seiner Tagwache. 626 Kilometer ist er heute mit seinem

«Eine kleine Geste der Anerkennung macht mich glücklich.» Rolf Funk, Fernfahrer

Laster gefahren. «Ich brauche nicht viel Schlaf. Und bis 13 Arbeitsstunden täglich sind für mich normal. Das macht mir nichts aus, ich arbeite schliesslich in meinem Traumberuf.» Text: Niklaus Wächter Bilder: Paolo Dutto, Niklaus Wächter

www.migrosmagazin.ch

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PORTRÄT | 19

Dauernd auf Achse Markt: So unter­ schiedlich die Wege zum Lastwagen­ chauffeur sind, so unterschiedlich sind auch die Arbeitgeber und Arbeitsbedin­ gungen. Als grösstes Schweizer Strassen­ transportunterneh­ men gilt Planzer mit 43 Standorten in der Schweiz und 940 eigenen Fahrzeugen. Von den insgesamt 971 Chauffeuren einschliesslich Liefer­ wagenfahrer sind 24 Frauen und 630 Lastwagenfahrer. Arbeitszeit: Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt durchschnittlich 48 Stunden und die maximale tägliche Arbeitszeit 13 Stun­ den. Diese kann drei Mal in der Woche auf 15 Stunden erhöht werden. Gehalt: Der An­ fangslohn von Lehr­ abgängern beträgt rund 4300 Franken zuzüglich Spesen und Qualitätsbonus. Anforderungen: In­ haber eines Fahraus­ weises der Kategorie C müssen sich in der Schweiz alle fünf Jahre medizinisch un­ tersuchen lassen, ab dem 50. Lebensjahr alle drei Jahre.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

MENSCHEN

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MENSCHLICHES GEHIRN | 21

«Ich wollte nicht zur Schule»

0,1 Prozent der Menschheit haben einen Intelligenzquotienten über 145. Christiane Stenger gehört dazu. Dabei war die Schulzeit der Gedächtnisweltmeisterin alles andere als glücklich. Christiane Stenger (27) ist mehrfache Junioren-Gedächtnisweltmeisterin.

Christiane Stenger, wie wird man eigentlich Gedächtnisweltmeisterin?

In der Grundschule war ich sehr unglücklich. Ich habe mir ständig irgendwelche Krankheiten ausgedacht, um nicht in die Schule gehen zu müssen. Ein Arzt schickte mich daraufhin zum Psychologen, wo ich einen Intelligenz­ test machte und dadurch in eine Hochbegabtenförderung kam. In diesem Rahmen besuchte ich einen Gedächtnis­ trainingskurs. Dort lernte ich, dass man sich zum Beispiel Zahlen merken kann, indem man sich Bilder vorstellt. Das hat mir so unfassbar viel Spass gemacht, dass ich dabei geblieben bin. So habe ich es geschafft, mir an den Junio­ ren­Gedächtnisweltmeisterschaften in London und Kuala Lumpur am meisten zu merken. Wie hoch ist denn Ihr Intelligenzquotient?

Als Achtjährige hatte ich einen IQ von 145. Der kann sich über die Jahre aber wieder verändern, je nachdem, wie viel man dafür tut. Der IQ spiegelt nur ein Potenzial wider, ist also quasi die Grösse eines Glases, das man mitbekommt. Schliesslich geht es aber nicht um das Glas, sondern darum, womit man es füllt. Am besten tut man das mit Begeis­ terung, Neugier und Leidenschaft für ein Thema. In Ihrem Buch schreiben Sie darüber, wie man genialer wird. Haben Sie dafür ein paar ultimative Tipps?

Superhirn und Wunderkind

Bild: Johannes Löffler

Mit 16 Jahren war sie die jüngste Abiturientin Deutschlands und stu­ dierte danach Politikwissenschaften und Volkswirtschaftslehre. Heute arbeitet die Münchnerin als Moderatorin bei ZDFneo und als Gedächt­ nistrainerin. Gerade ist ihr Buch «Lassen Sie Ihr Gehirn nicht unbeaufsichtigt – Gebrauchsanweisung für Ihren Kopf» erschienen.

Es hilft, sich bewusst zu machen, welche Stärken und Ziele man hat. Wenn man seine Gedächtnisleistung trainieren will, kann man sich ganz einfach Bilder vorstellen. Zum Beispiel bei einer To­do­Liste, auf der ein Coiffeurtermin, Milch kaufen und E­Mail schreiben steht. Dazu denke ich mir einfach eine bescheuerte Geschichte aus: Ich sitze beim Frisör, der schüttet mir eine Tüte Milch über den Kopf, beim Rausgehen stolpere ich noch über eine riesengrosse E­Mail. Wer konzentriertes Arbeiten trainieren möchte, dem empfehle ich die Pomodoro­Technik: einfach den Handy­ timer auf 25 Minuten stellen und sich in der Zeit von nichts ablenken lassen. Gerade für das Nachmittagstief eine

super Möglichkeit, konzentriert zu arbeiten. Was ist denn Ihre Definition von «genial»?

In meinem Buch will ich aufzeigen, dass es beim Genialerwerden nicht darum geht, dem Optimierungswahn nachzu­ laufen, sondern ganz entspannt und mit Spass seine Stärken und seine Potenziale auszuschöpfen. In vielen Artikeln zur Neurobiologie liest man, dass Gehirnjogging überhaupt nichts bringt. Was stimmt denn nun?

Neurologen haben lange angenommen, dass Sudoku oder Kreuzworträtsellösen nicht allzu viel bringt. Es gibt neue Stu­ dien, die für das Gegenteil sprechen, so­ fern die Übungen schwieriger werden und einen wirklich fordern. Ich glaube fest daran, dass man das Gedächtnis trainieren kann, indem man was Neues macht. Lernen bedeutet, neue Verknüp­

«Der IQ spiegelt nur ein Potenzial wider.» fungen zu bilden und sein Gedächtnis herauszufordern. Es ist nie zu spät, mit dem Gedächtnistraining anzufangen. Was kann man tun, um das Gehirn nach all dem Training zu entspannen?

Sich einfach nur auf eine einzige Sache konzentrieren. Ich habe zum Beispiel das Meditieren entdeckt. Früher hätte man mich damit jagen können, aber nach einem fünftägigen Meditationskurs hatte ich tatsächlich einen Monat so gut wie keinen Stress mehr. Achtsamkeit im Alltag ist wichtig, ganz bewusst das Mit­ tagessen zu sich nehmen oder einfach nur dasitzen und auf den Atem achten. Interview: Silja Kornacher

Scannen Sie den QR-Code und sehen Sie im Online­ video, wie Sie sich Zahlen ganz einfach merken können.


MENSCHEN

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MENSCHLICHES GEHIRN

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NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

400 km/h

So schnell sausen manche Impulse durch unser Nervensystem. Das ist noch 80 km/h schneller, als der TGV von Basel nach Paris braust.

Denkapparat

Das Gehirn ist die menschliche Schaltzentrale. Ohne dieses Organ wären wir nichts weiter als eine Ansammlung von Zellen. 14 spannende Fakten über Text: Silja Kornacher unser bestes Stück.

Illustration: Martin Burgdorff

Kraftprotz

Am fittesten ist unser Gehirn im Alter von 22. Danach verschlechtert sich seine Leistung.

1375 g

wiegt im Durchschnitt das Gehirn eines erwachsenen Mannes, das einer Frau 1245 g. Das entspricht etwa dem Gewicht eines Papageis.

60% 10

Badewannen voller Blut fliessen täglich durch unser Gehirn.

beträgt der Fettanteil des Gehirns. Es ist damit das fetthaltigste Organ im ganzen Körper.


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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MENSCHLICHES GEHIRN

5,8 Millionen Schmerzlos

Das menschliche Gehirn spürt keine Schmerzen, da es über keine Schmerzrezeptoren verfügt.

Kilometer beträgt die Länge aller Nervenbahnen im Körper eines Erwachsenen. Das ist 15 Mal von hier bis zum Mond!

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Heidelbeeren, Rüebli, Broccoli, Fisch, dunkle Schokolade, Nüsse und Käse bringen die grauen Zellen am besten in Schwung.

23 Watt

produziert das Gehirn im wachen Zustand. Das reicht, um eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen.

Uaaah... Gähnen kühlt das Gehirn: Blutdruck sowie die Anzahl der Herzschläge werden erhöht und somit das Denkorgan besser durchblutet.

20%

des Sauerstoffs in unserem Körper verbraucht das Gehirn.


MENSCHEN 24 |

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Ärzte ohne Grenzen kämpfen in Liberias Hauptstadt Monrovia gegen die Ausbreitung der Ebola-Epidemie.

AUF EIN WORT

EBOLA IN DER SCHWEIZ?

«Eine humanitäre Katastrophe»

Bis Ende 2014 könnte die Zahl der am Ebola-Virus Erkrankten auf über 100 000 Menschen ansteigen. Die Schweiz hilft in Westafrika und ist gut gerüstet, sagt Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit. Patrick Mathys, muss sich die Schweizer Bevölkerung vor dem Ebola-Virus fürchten?

Patrick Mathys (44) arbeitet beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) und ist Leiter der Taskforce Ebola.

Nein. Die Behörden hingegen müssen die Situation ernst nehmen und sich darauf vorbereiten. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Die Wahrscheinlichkeit, dass Ebola in die Schweiz eingeschleppt wird, ist gering. Ausserhalb von Afrika ist es bis

Anfang Oktober zu keiner Übertragung gekommen. Dies, obwohl der Ausbruch der Epidemie schon bald ein Jahr zurückliegt. Bei uns ist eine EbolaEpidemie undenkbar, weil sich unser Gesundheitssystem nicht mit denjenigen in Westafrika vergleichen lässt. Wie könnte Ebola in die Schweiz gelangen?

Es sind drei Wege denkbar: Erstens

durch die Rückführung eines Pflegers oder Arztes, der sich vor Ort mit Ebola angesteckt hat. Zweitens, wenn jemand mit Aufenthaltsbewilligung aus Guinea, Liberia oder Sierra Leone in die Schweiz zurückreist, nachdem er im Herkunftsland Kontakt mit einer infizierten Person hatte. Für solche Fälle hat das BAG in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration die Menschen aus den

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MENSCHEN

Bilder: Pascal Guyot/AFP, ZVG

Ja, das sind wir. Seit den Zeiten von Sars sind die Flughäfen von Genf, Basel und Zürich in einem Netzwerk zusammen­ geschlossen und könnten Notfall­ massnahmen aktivieren, beispielsweise Passagiere aus Risikogebieten bei der Einreise mittels Entry Screening kon­ trollieren. Auch das Gesundheitssystem ist gerüstet. Das Bundesamt für Gesund­ heit steht in engem Kontakt mit den Kantonen und anderen Partnern, um die Vorbereitungen laufend anzupassen.

betroffenen Ländern über das richtige Verhalten vor Ort informiert. Und drittens könnten an Ebola erkrankte Asylsuchende in die Schweiz einreisen. Das ist aber eher unwahrscheinlich. Trotzdem sind die Angestellten in den Empfangszentren instruiert. Das BAG betont, dass die Schweiz gut gerüstet ist, falls bei uns Ebola-Fälle auftreten.

Wann ist im Zusammenhang mit Ebola ein Arztbesuch in der Schweiz angezeigt?

Wenn Sie nicht nach Guinea, Liberia oder Sierra Leone gereist sind, gibt es keine Möglichkeit, sich mit Ebola infi­ ziert zu haben. Auch wenn sich die ers­ ten Symptome wie hohes Fieber nicht von einer anderen Infektionskrankheit unterscheiden, sind Abklärungen erst nötig, wenn Sie Kontakt mit einer an Ebola erkrankten oder verstorbenen Person gehabt haben.

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AUF EIN WORT | 25

Inzwischen haben sich in Westafrika rund 7000 Menschen angesteckt, mehr als 3000 sind gestorben. Was können Sie ausrichten?

Wir unterstützen, so gut wir können, und informieren. Aber wir haben keine gesetzliche Grundlage zum Handeln. Wir kooperieren mit dem EDA, das Hilfe vor Ort leistet, damit keine Gefahr für die restliche Welt entsteht. Die betroffenen Länder stehen am Rande einer humani­ tären Katastrophe. Wenn die Frauen bei­ spielsweise nicht mehr im Spital gebären können, wird die Kindersterblichkeit zunehmen. Ohne internationale Hilfe kann die Epidemie nicht besiegt werden. Experten rechnen mit über 100 000 Fällen bis Ende Jahr.

Ja. Je mehr Fälle es gibt, desto grösser wird das Risiko, dass Ebola in andere Länder eingeschleppt wird.

Interview: Reto E. Wild

Mehr Infos: http://bit.ly/bag_ebola

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Auf Main & Donau mit der Excellence Princess ****+ Reisedatum: Sa 20.12.2014 bis Fr 26.12.2014 Ihr Reiseprogramm 1. Tag, Sa 20. Dez.: Schweiz–Würzburg. Anreise nach Würzburg und Einschiffung auf unser Flussschiff Excellence Princess. Bereits am Abend erwartet uns der erste musikalische Höhepunkt:

die Porta Praetoria sowie das Schloss Thurn und Taxis. Das imposante Bauwerk ist grösser als der Buckingham Palast in London und auch heute noch ständige Residenz der fürstlichen Familie. Geführte Besichtigung der Altstadt. Am Abend besuchen wir bereits den letzten musikalischen Anlass unserer Reise: Theater am Bismarkplatz Regensburg, 19.30 Uhr «Die Zauberflöte» Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart

Mainfranken Theater Würzburg, 19.30 Uhr «Der Zigeunerbaron» Operette in drei Akten von Johann Strauss jun. 2. Tag, So 21. Dez.: Würzburg–Bamberg. Würzburg wird von der Festung Marienberg überragt. Die alte Stadt am Main begeistert durch ihre einzigartige Atmosphäre aus Lebensfreude, Architektur und Kultur. Unter kundiger Führung besichtigen wir die Altstadt von Würzburg und die Residenz eines der bedeutendsten Schlösser. Die gotische Marienkapelle mit Riemenschneiders Sandsteinfiguren, das Falkenhaus mit prunkvoller Rokoko-Fassade, das historische Rathaus und der romanische St. Kiliansdom sind die Zielpunkte. Mittags Weiterfahrt mit der Excellence Princess nach Bamberg. 3. Tag, Mo 22. Dez.: Bamberg–Nürnberg. Nicht ohne Grund hat die Unesco der gesamten Bamberger Altstadt den Titel «Weltkulturerbe» verliehen. Das historische Stadtbild ist einzigartig. Zu den herausragendsten Bauwerken gehören der spätromanisch-frühgotische Kaiserdom mit dem weltberühmten Bamberger Reiter oder das alte Brückenrathaus mitten in der Regnitz. Bei einem geführten Rundgang erleben wir, wie einmalig Bamberg ist. Im historischen Stadtensemble mit Dom, Kirche, Klöster, Brücken, engen Gassen, Plätzen, Fachwerkhäusern und Barockfassaden spüren wir noch heute den Zauber der Vergangenheit. Nach der Führung: Besichtigung des berühmten, festlich beleuchteten Weihnachtsmarktes auf dem Maximilliansplatz von Bamberg Nächtliche Fahrt nach Nürnberg. 4. Tag, Di 23. Dez.: Nürnberg–Regensburg. Die geschichtsträchtige Altstadt von Nürnberg ist von einer 5 km langen, fast vollständig erhaltenen Stadtmauer mit 80 Wehrtürmen umgeben. Als Wahrzeichen der Stadt erhebt sich die Kaiserburg stolz auf einem Sandsteinfelsen und überragt die Altstadt. Geführte Besichtigung. Auch kulturell hat Nürnberg einiges zu bieten: Mit dem Staatstheater verfügt es über eine der schönsten Theaterbauten Deutschlands. Hier geniessen wir abends: Staatstheater Nürnberg, 19.30 Uhr «My Fair Lady» Musical von Frederick Loewe Nach George Bernhard Shaw «Pygmalion»

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Nachts Weiterfahrt Richtung Regensburg. 5. Tag, Mi 24. Dez.: Nürnberg–Regensburg. Heute geniessen wir einen erholsamen Flusstag. Fahrt auf dem Main-Donau-Kanal bis nach Kelheim, dort wechseln wir auf die Donau und erreichen am Abend Regensburg. Wir lassen uns ein festliches Weihnachtsessen schmecken und geniessen eine kleine Weihnachtsfeier auf unserem Schiff. Es besteht die Möglichkeit nachdem Abendessen an einer Christmesse teilzunehmen. (Dieser Gottesdienst ist öffentlich keine Reservierung möglich.) 6. Tag, Do 25. Dez.: Regensburg-Vilshofen. Regensburg bietet unzählige hochrangige Sehenswürdigkeiten. Allen voran steht die Steinerne Brücke, eines der bedeutendsten Bau- und Kulturdenkmäler Europas. Sehenswert sind ausserdem

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Reisedatum: Sa 20.12.2014 bis Fr 26.12.2014 Ihr Reiseprogramm 1. Tag, Sa 20. Dez.: Schweiz–Mainz. Anreise über Basel, Freiburg und Karlsruhe nach Mainz. Einschiffung auf unser Flussschiff Excellence Queen. Am Abend erwartet uns bereits ein erster musikalischer Leckerbissen:

Schiff. Wir fahren rheinaufwärts und geniessen die Landschaft, die an uns vorbei zieht. Am Nachmittag erreichen wir Plittersdorf. In Baden-Baden erwartet uns der letzte musikalische Höhepunkt unserer Reise: Festspielhaus Baden-Baden, 18.00 Uhr «Der Nussknacker» Ballett in zwei Akten Musik von Peter I. Tschaikowsky Mariinsky Ballett und Orchester, St. Petersburg

Hessisches Staatstheater Wiesbaden, 19.30 Uhr «Der Barbier von Sevilla» Commedia in zwei Akten von Gioacchino Rossini 2. Tag, So 21. Dez.: Mainz–Düsseldorf. Wir beginnen den heutigen Tag ganz geruhsam und verbringen ihn an Bord unseres Schiffes. Während der Fahrt lassen wir uns durch die erstklassige Küche und alle weiteren Annehmlichkeiten an Bord verwöhnen. Wir legen in Düsseldorf an und fahren am späteren Nachmittag mit dem Bus nach Essen, wo wir uns auf Weihnachten einstimmen: Philharmonie Essen, 17.00 Uhr «Weihnachtsoratorium» Kantaten I-III Johann Sebastian Bach Collegium Cartusianum, Kölner Kammerchor Peter Neumann, Dirigent 3. Tag, Mo 22. Dez.: Düsseldorf. Die Altstadt Düsseldorfs ist berühmt als «Die längste Theke der Welt». Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Geburtshaus Heinrich Heines, die Rheinuferpromenade sowie das alte Rathaus mit Jan Wellems Reiterstandbild. Geführte Besichtigung der Lifestyle Metropole Düsseldorf und Nachmittag zur freien Verfügung für eigene Entdeckungen oder einen Bummel über den stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Am frühen Abend erwartet uns folgender musikalischer Programmpunkt: Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, 18.00 Uhr «Hänsel und Gretel» Spätromantische Oper in drei Akten von Engelbert Humperdinck Seit 45 Jahren: Kult-Inszenierung von Andreas Meyer-Hanno 4. Tag, Di 23. Dez.: Schiffstag und Köln. Mit unserem Hotelschiff Excellence Queen fahren wir Richtung Süden und legen einen kurzen Zwischenhalt in Köln ein.

7. Tag, Fr 26. Dez.: Plittersdorf–Schweiz. Ausschiffung und Rückreise in die Schweiz zu den Einsteigeorten. Programm- und Fahrplanänderungen bleiben vorbehalten. iwfquee

7 Tage ab Fr. inkl. Vollpension an Bord Reisedatum 2014 20.12.–26.12.14 Samstag–Freitag Preise pro Person in Fr. Kabinentyp

2-Bett-Kabine, Hauptdeck 2-Bett-Kabine mit frz. Balkon, Mitteldeck 2-Bett-Kabine mit frz. Balkon, Oberdeck Grand-Suite mit frz. Balkon, Oberdeck – Reduktion Kabine hinten

2-Bett-Kabine hinten 13 m2

Besuch der bekannten Weihnachtsmärkte am Alten Markt und am Kölner Dom 2-Bett-Kabine 13 m2

Mit dem Nachtwächter von Speyer an Heiligabend durch die festlich geschmückte Innenstadt Anschliessend festliches Gala-Abendessen an Bord der Excellence Queen. 6. Tag, Do 25. Dez.: Mannheim–Plittersdorf. Den heutigen Weihnachtstag verbringen wir gemütlich auf dem

1995.– 2215.– 2440.– 3215.–

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Unsere Leistungen ■

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Fahrt mit modernem Komfortklasse-Bus Schifffahrt in der gebuchten Kabine Vollpension an Bord Gebühren und Hafentaxen Willkommenscocktail, Kapitänsdinner Alle aufgeführten Ausflüge und Besichtigungen Geführte Besichtigungen Düsseldorf und Speyer Musikprogramm Kartenpaket Kat. 3 Audio-System auf Rundgängen Erfahrene Reiseleitung

Nicht inbegriffen ■

5. Tag, Mi 24. Dez.: Mannheim, Ausflug Speyer. Nach der Mittagszeit legt unser Schiff in Mannheim an. Mit dem Bus fahren wir weiter nach Speyer. Hier haben Kelten, römische Soldaten, religiöse und weltliche Herrscher und vor allem auch die initiativen Bürger ihre Spuren sichtbar hinterlassen. Stolze Kirchen, schmucke Fassaden verschiedener Bauepochen und verwinkelte Gassen zeugen von längst vergangenen Zeiten. Der prächtige Kaiserdom wurde 1981 in die Liste der Unesco-Welterbestätten aufgenommen und ist das grösste erhaltene und bedeutendste romanische Bauwerk Europas.

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Zuschläge Mini-Suite Fahrt im Königsklasse-Luxusbus 2-Bett-Kab. z. Alleinbenutzung, Hauptdeck 2-Bett-Kab. z. Alleinbenutzung, Mittel- & Oberdeck

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Hauptdeck

1695.–

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Kartenzuschläge Kartenpaket für alle 4 Vorstellungen – Kat. 1 – Kat. 2 Annllierungskosten- und Assistance Versicherung

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Auftragspauschale Unsere Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person entfällt für Mitglieder im Excellence-Reiseclub oder bei Buchung über www.twerenbold.ch Abfahrtsorte 07:15 Wil •, 07:30 Burgdorf •, 07:40 Winterthur, 08:00 Zürich-Flughafen •, 08:20 Aarau, 09:00 Baden-Rütihof •, 10:00 Basel *Sofort-Preise ca. 50 % der Sitze buchbar bis max. 1 Monat vor Abreise. Bei starker Nachfrage: Verkauf zum Katalog-Preis.

Jetzt buchen: 056 484 84 84 oder www.twerenbold.ch

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MENSCHEN 28 |

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PORTRÄT

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NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Cindy Moser ist eine der wenigen Schweizerinnen, die wettkampfmässig Tischfussball spielen. Ein Mal pro Woche trainiert sie beim Tischfussballclub Zürich.

Die Töggeli-Queen Sie ist schnell, routiniert und zäh: Dank dieser Eigenschaften könnte Cindy Moser nächste Woche Weltmeisterin im Tischfussball werden.

F

ast reglos steht Cindy Moser (28) am Töggelikasten. Nur ihre Hände sind in Bewegung und gleiten langsam von einem Stangengriff zum andern, während ihr Blick den kleinen Ball auf der Spielfläche fixiert. Dann plötzlich eine rasche Bewegung aus dem Handgelenk heraus und ein leiser Knall. Cindy Moser lächelt. Sie hat den Ball versenkt. Wie so oft. Die zierliche Frau mit den langen Haaren und langen Fingernägeln ist eine der besten Tischfussballerinnen der Welt. 2010 wurde sie mit der Schweizer Nationalmannschaft Weltmeisterin, 2012 Vizechampionne und diesen Juni zum dritten Mal in Folge Schweizer Meisterin. Dutzende weitere Einzel-, Doppel- und Mixed-Titel von regionalen und nationalen Meisterschaften zieren ihren Palmarès. Nächste Woche tritt

Moser in Venedig zur Weltmeisterschaft an und greift erneut nach dem Pokal. «Ich bin bereit», sagt die junge Frau und wirft ihre Haare zurück, während sie etwas breitbeinig an einem Tisch in Position geht. Es ist Dienstagabend und Cindy Moser absolviert ihr wöchentliches Training im Lokal des Tischfussballclubs Zürich (TFCZ), der sich im Keller einer Druckerei in Zürich-Wipkingen eingerichtet hat. Aus den Lautsprechern erklingt gedämpfte Musik, und fast im Takt dazu macht es von den Fussballtischen leise klack-klack. Gut 20 Spieler stehen konzentriert an den Kästen – abgesehen von Cindy Moser alles Männer. Ihr Sparringpartner ist wie meistens ihr Freund und Trainer Filip Kubiatowicz (30). Die beiden haben sich vor vier Jahren in Frankreich kennengelernt – natürlich an einem Tischfussballturnier.

Normalerweise übt Moser stundenlang einzelne Züge, doch heute stehen ausschliesslich Matches auf dem Programm – ein Spiel nach dem anderen, zweieinhalb Stunden lang. «Die beste Vorbereitung für ein Turnier», sagt Cindy Moser. Technisch kann sie es mit jeder Konkurrentin aufnehmen und körperliche Ausdauer hat sie dank regelmässigen Krafttrainings. Doch Cindy Mosers stärkste Waffe ist ihre Schnelligkeit.

WM heisst vier Tage lang spielen, bis zu zwölf Stunden täglich Und sie hat viel Routine. Schon als kleines Mädchen stand sie am Töggelikasten, mit ihrer Mutter und deren Bruder, die beide leidenschaftlich, aber nur zum Spass spielten. Mit 20 lernte Moser einen Profi kennen, der sie in die Szene einführte. Seither spielt sie Tischfussball


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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Nichts für einen schwachen Rücken: Cindy Moser in der typischen Töggeliposition.


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wettkampfmässig. Was sie vom Hobby­ spieler unterscheide und fast unschlag­ bar mache, sei ihre Kämpfernatur, ist Filip Kubiatowicz überzeugt. «Sie beisst sich durch und gibt nie auf», sagt er. «Der Kampfgeist trägt sie, wenn sie körperliche Durchhänger hat.» Und solche können an einer Meister­ schaft schon vorkommen. Gespielt wird in Venedig vier Tage lang, von halb zehn Uhr morgens bis Mitternacht. Cindy Moser tritt dort gegen gut 40 Frauen an, zum Einsatz kommt das Modell Roberto­ sport. Dieser Tisch ist etwas niedriger als andere Modelle. Nicht, dass das für die 1,60 Meter grosse Frau ein Vorteil wäre. «Kraft, Grösse, Geschlecht und Alter spielen keine Rolle im Tischfuss­ ball», erklärt ihr Coach Kubiatowicz, «mit genügend Training kann jeder gut spielen.» Und seien sich zwei Gegner ebenbürtig, sei der Kopf entscheidend. Genau hier kann Cindy Moser von ihrem Freund am meisten profitieren: «Filip ist ein extrem guter Denker», sagt sie, «er

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«Kraft, Grösse und Geschlecht spielen im Tischfussball keine Rolle.»

NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

kann mir beibringen, das Gegenüber einzuschätzen und dessen Züge zu anti­ zipieren.» Mentale Stärke trainiert sie hingegen am besten allein, mit Vorliebe im Auto, auf der Fahrt zur Arbeit nach Schwar­ zenbach SG, wo sie bei Aldi im Kun­ dendienst arbeitet. «Dann drehe ich die Musik auf, gehe gedanklich verschie­ dene Züge durch», sagt Moser, «und führe mir alle Siege vor Augen, die ich bereits errungen habe.» Natürlich steht in der Wohnung des Paares in Dietikon ZH auch ein Fussballtisch, an dem sich die beiden regelmässig Kämpfe liefern. Eigentlich würde Cindy Moser am liebsten vom Tischfussball leben, aber bisher hat sich noch kein Sponsor gefunden. Kurz nach 23 Uhr beendet Moser ihr Training. «Ich freue mich auf Venedig», sagt sie, «ich will gewinnen und weiss, dass das möglich ist.»

Filip Kubiatowicz, Trainer von Cindy Moser

Text: Yvette Hettinger Bilder: Gerry Nitsch

Scannen Sie den QR-Code und sehen Sie das Video mit Cindy Mosers besten Tricks.

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UNTERRUBIKENTITEL

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NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Stephan Goss jongliert mit Mustern, die er unter die Leute bringt.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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Der Musterknabe

Als Bub hatte er ein klares Ziel: in den USA reich werden. Mit 26 Jahren hat das Stephan Goss bereits erreicht. Er betreibt ein Web-Start-up in San Diego, das 45 Millionen pro Jahr umsetzt.

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ür die «Sun Diego Times» ist Stephan Goss (26) der beste Import aus der Schweiz seit Jahren. Er sei so vielfältig wie ein Schweizer Sackmes­ ser. Der gebürtige Aargauer aus Berikon hingegen findet sich nicht besonders schweizerisch. «Ich passe viel besser nach San Diego», sagt er. In der Schweiz, da halte man ihn für crazy. Als Goss mit 19 Jahren für ein Semes­ ter nach Detroit reiste, war für ihn bald klar: Ich will nicht zurück. Er studierte Wirtschaft in New York, zumindest vordergründig. Eigentlich sass er ganz hinten im Vorlesungssaal und versuch­ te, online Geld zu verdienen. Da er mit dem Schweizer Pass keinen Studenten­ job finden konnte, baute er Websites für Kunden und verkaufte Werbung für ein Pharmaunternehmen. Mit Ersterem scheiterte er, mit Letz­ terem legte er den Grundstein für sein heute florierendes Unternehmen Zeeto Media, welches die Website Getitfree.us betreibt. Sobald es um seine Firma geht, wechselt Goss spontan ins Englische. «Auf Deutsch fehlen mir die Worte.» Die Idee hinter Getitfree.us: Die Nutzer bekommen gratis Proben neuer Produk­ te, die Firmen gelangen so an die Koor­ dinaten möglicher neuer Konsumenten.

Goss trägt Shorts und T-Shirt zur Arbeit, doch das Business ist hart 6,5 Millionen Amerikaner nutzen die Website heute, und Goss nimmt an, es könnten zehn Millionen werden. Auch wenn er über Zahlen plaudert wie andere übers Wetter, hat es nie einen Business­ plan gegeben. Er hat einfach gemacht. Als Goss das Leben in New York nach Uniabschluss zu teuer war, lud er alle seine Habseligkeiten in ein Auto und fuhr quer durchs ganze Land nach San Diego zu einem Studienkollegen. Dieser teilte Goss’ Begeisterung für das Ge­ schäft mit den Mustern. In drei Jahren wuchs die Firma auf 55 Angestellte in San Diego, weitere 5 sind auf den Philip­ pinen damit beschäftigt, neue Proben online zu suchen. Goss trägt Shorts, T­Shirt und Flip­ flops bei der Arbeit und bietet seinen

Mitarbeitern Arbeitsbedingungen, wie sie im Silicon Valley, der Tech­Start­up­ Hochburg zwischen San Francisco und San Diego, mittlerweile üblich sind: Sie arbeiten in einer 1000 Quadratmeter grossen Loft, in der Sofas, Pingpong­ tische und Töggelikästen für Entspan­ nung sorgen. Zwei Köche verköstigen die Belegschaft, zu der auch etwa zehn Hunde gehören. So locker die Atmosphäre, so knallhart das Business. Goss arbeitet von morgens um neun bis abends um acht, beantwor­ tet E­Mails rund um die Uhr. «Natürlich

Kürzlich hat er einen Pizzakurier angestellt, der sagte, er könne gut programmieren. Und? «Er ist top.» Um den Groove aus Gründerzeiten zu erhalten, lädt Goss die ganze Belegschaft alle zwei Wochen in seine 800­Quadrat­ meter­Wohnung auf die riesige Terrasse zu Bier und Pizza ein; das Bier brauen die Mitarbeiter gemeinsam auf dem Bürobalkon. Andere Unternehmer sind stets auch willkommen. «Ich kann eigentlich nicht viel», sagt Goss, «aber Netzwerken liegt mir.» Er habe ein gutes Händchen dafür, bei wichtigen Entscheidungen die richtigen Leute beizuziehen.

Bereits hat der Aargauer eine weitere Website lanciert

Lockere Atmosphäre: In Stephan Goss’ Firma in San Diego sind auch die Hunde der Mitarbeiter willkommen.

habe ich Stress, aber das gefällt mir», sagt er. Bei der Personalpolitik ist «hire and fire» angesagt. Bringt jemand die gewünschte Leistung nicht oder passt er nicht ins Team, wird er, auch wenn eben erst angeheuert, wieder gefeuert. Goss bereitet das keine Mühe: «Die Mentali­ tät ist hier eine andere, regelmässige Job­ wechsel sind die Regel.» Besetzt Goss Stellen neu, achtet er nicht auf Ausbildungen oder Diplome. Er selbst sei ein schlechter Schüler und Student gewesen, habe aber schon früh über einen guten Geschäftssinn verfügt. Bereits als Zehnjähriger verkaufte er selbst gefangene Fische in der Nachbar­ schaft. «Entscheidend ist die Praxis.»

Aus der Schweiz vermisst Goss drei Dinge: gutes Brot, Patisserie (vor allem Crèmeschnitten) und seine Freunde. In Kalifornien sei es üblich, 100 Kollegen zu haben und vielleicht einen guten Freund. Das sei das Einzige, woran er sich habe gewöhnen müssen. Abgesehen von seiner geräumigen Wohnung ist Goss bescheiden geblie­ ben. Auch wenn Zeeto Media pro Jahr 45 Millionen umsetzt, erscheint ihm ein Abendessen für 200 Dollar noch immer teuer. Das gesamte Vermögen stecke in der Firma und ihr Wert lasse sich nur schwer beziffern. «Mein Ziel ist nicht, die Firma möglichst teuer zu verkaufen, sondern sie so gut wie möglich aufzu­ stellen.» Er möchte seine Muster­Idee auch nicht in andere Länder exportieren. «Warum auch?» Europa sei viel zu frag­ mentiert, für jedes Land bräuchte er einen separaten Juristen, eine eigene Sprachversion und Werbestrategie. Der Markt sei in den USA mit gut 300 Mil­ lionen Amerikanern gross genug. Mit Samples.com hat Goss kürzlich eine neue Website lanciert, welche die alte Geschäftsidee noch besser umsetzen soll. Die ersten 100 000 Nutzer haben schon angebissen. Und er ist überzeugt: «Das ist erst der Anfang.» Text: Monica Müller Bild: René Ruis

Migrosmagazin.ch

ONLINE 1, 2, 3, Millionär Stephan Goss verrät seine zehn wichtigsten Tipps. Ausserdem steht er online Red und Antwort.


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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KOLUMNE | 35

DER HAUSMANN

Auf und davon Bänz Friedli wundert sich über Preiskategorien.

Ferienstimmung und ein Motto, das Lust machte, einzusteigen und loszu­ fahren: «Spostarsi in libertà». Schwungvoll prangte der Slogan am azurblauen Bus der mittelligurischen Transportfirma Tigullio Trasporti. Wobei die Übersetzung – etwa: sich in Freiheit fortbewegen – nie die Poesie der Originallosung wiederzugeben vermag. Lang ists her; wir wollten uns in aller Freiheit von Santa Margherita Ligure nach Rapallo bewegen, en famille, alle vier. Macht zwei Tickets à 80 Cents für die Erwachsenen, rechnete ich mir aus. «Und ab welchem Alter», fragte ich die Schalterfrau, die in ihrem Kassen­ kabäuschen eine Zigarette paffte, «müs­ sen bitte die Kinder bezahlen?» Daheim hätte ich die dumme Frage nicht gestellt, Hans war zweijährig, Anna Luna viereinhalb – eigentlich klar, dass sie umsonst fahren würden. Aber seit man uns in Genua genötigt hatte, für sie ein Billett zu lösen, war ich vor­ sichtig. Andere Länder, andere Regeln. «Ab einem Meter fünfzehn», antwor­ tete die Raucherin am Schalter. Hä? «Ma sì, un metro e quindici», wiederholte sie, ich hatte mich nicht verhört. Und wie sie nun einen weiteren Zug an ihrer «MS blù» tat und den Rauch dann kunstvoll aus den Nasenlöchern blies, werde ich nie vergessen. Sie schien meine Verblüffung zu geniessen. Auf der Fahrt nach Rapallo diskutieren wir, wie unfair diese Regelung sei. Was kann ein

«Nur in London war der Preis eindeutig.» Kind dafür, wenn es mit sechs schon eins fünfzehn gross ist und ein anderes erst mit zehn? Seis drum, unsere Kleinen bezahlten ja nichts. Das mit den Kinderpreisen ist so eine Sache. Früher gabs halbe und ganze Tickets, Kinder und Erwachsene, Punkt. Bis zum siebten Geburtstag fuhren alle umsonst, und danach waren sie bis sechzehn ein Kind. In letzter Zeit aber habenBergbahnbetreiber,Vergnügungs­ parkmanager und Kinobesitzer das Ge­ schäft mit den Preisen entdeckt, und es wird eifrig differenziert. Kind ist nicht mehr gleich Kind. Bei Snowboardmiete und Skiliftabo gibts neu die Kategorie «Jugendlicher», festgelegt nach Gut­ dünken, mal ab elf, mal ab dreizehn Jah­ ren. Das mag beim Wintersport sogar

seine Berechtigung haben, weil eine 14­Jährige öfter rauf und runter düst als ein Knirps – aber hat sie auch das Geld fürs teurere Abo? Mal heissts «Teen», mal «Junior», die Abstufungen werden immer alberner. Mal gilt der Preis bis sechzehn, mal bis achtzehn, und ich muss als Vater dauernd darauf achten, in welche Kategorie unsere Kinder gerade fallen. Einzig beim Lon­ doner Riesenrad, dem London Eye, wars diesen Sommer eindeutig, es wurde simpel nach Kindern und Erwachsenen unterteilt. Preis für einen Erwachsenen: 29.50 britische Pfund; Preis für ein Kind: ebenfalls 29.50 britische Pfund. Noch Fragen? Damals in Ligurien massen wir übri­ gens anderntags nach, nur so aus Gwun­ der. Bis zu einem Meter fünfzehn Kör­ pergrösse würden Kinder gratis fahren, hatte die Schalterfrau gesagt. Zu unserer Überraschung war Töchterchen Anna Luna aber bereits eins sechzehn lang. Sie war also schwarzgefahren. Das war vor zwölf Jahren, und seither scheue ich das Nachmessen. Als sie und Hans letzthin mal wieder die Bleistiftmarkierungen am Türpfosten aktualisierten – auch schon wieder zwei Monate her –, war Anna Luna gerade noch eineinhalb Zen­ timeter kleiner als ich. Eine neuerliche Messung, finde ich, eilt überhaupt nicht. Bänz Friedli (49) lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Zürich.

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INTERVIEW

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NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

«Ich falle auseinander, aber ich sehe noch ganz gut aus, oder?» Ein Leben zwischen Liebesleid und Leinwandlust: Wie Jane Fonda, Grande Dame von Hollywood und ewige Rebellin, mit künstlichen Gelenken und viel Humor älter wird.

Jane Fonda, im Film «This Is Where I Leave You» spielen Sie eine Kindertherapeutin, die zu viel aus der eigenen Familie erzählt hat, was ihr die nun erwachsenen Kinder übel nehmen. Kriegen Sie solche Vorwürfe von Ihren eigenen Kindern auch zu hören?

Ja, mein Sohn Troy Garity, der auch Schauspieler ist, lädt mich ab und zu zum Lunch nach Beverly Hills ein und sagt: «Mutter, mir ist zu Ohren gekommen, dass du etwas Unangebrachtes getan hast.» Ich verrate hier natürlich nicht, worüber er mit mir schimpft. Aber es stimmt schon: Ich plaudere manchmal zu viel aus – auch in den Büchern, die ich geschrieben habe. Anders als im Film habe ich jedoch das Manuskript meinen Kindern und Ex-Männern gegeben, damit sie herausstreichen konnten, was sie nicht drin haben wollten. Ihr Regisseur Shawn Levy sagt, Sie provozieren gern.

Nicht mehr. Zum Teil eben, weil meine Kinder wollten, dass ich damit aufhöre. Aber ich habe es mir nicht nehmen lassen, auf dem Weg vom Make-up-Trailer zum Set meinen Bademantel zu öffnen und den Umstehenden meine falschen Filmbrüste kurz zu zeigen. So, jetzt wissen Sie es. Ich hoffte, die Leute dachten, die Dinger seien echt. Hätten Sie vor 30 Jahren eine Rolle mit Busenprothese angenommen?

Solche Rollen gab es damals nicht. Genauso wenig wie meine nächste Rolle in einer Netflix-Comedy-Serie, in der es um die gleichgeschlechtliche Ehe geht. Aber ich hätte sie schon damals gespielt. Ich habe 20 Jahre im sehr konservativen Staat Georgia gelebt und gesehen, wie Schwule und Lesben dort litten. Das machte mich sehr traurig, und ich verurteilte es auch immer. Sie arbeiten derzeit mehr als auch schon. Haben Sie ein wiedergefundenes Bedürfnis, vor der Kamera zu stehen?

Politisch engagierter Filmstar Lady Jayne Seymour Fonda (77) ist die Tochter von Schauspiellegende Henry Fonda und der Millionärswitwe Frances Seymour Brokaw. Sie war sieben Mal für einen Oscar nominiert, gewonnen hat sie ihn für «Klute» (1971) und «Coming Home» (1978). Auch neben der Leinwand war sie aktiv, etwa als Vietnam-Kriegsgegnerin in den 70er-Jahren oder als Aerobic-Queen in den 80ern. Sie war drei Mal verheiratet: mit dem französischen Regisseur Roger Vadim, dem Politaktivisten Tom Hayden und dem Medienmogul Ted Turner. Aus den ersten beiden Ehen hat sie drei Kinder. Seit 2009 ist Jane Fonda mit Musikproduzent Richard Perry (72) zusammen.

Abgesehen davon, dass ich von etwas leben muss, habe ich heute wieder Spass an meinem Beruf. Ich hatte Hollywood 15 Jahre lang den Rücken gekehrt, weil ich so unglücklich war. Ich kann nicht spielen, wenn ich unglücklich bin.

eigentlich schon damit abgefunden, dass ich nur noch einen Hund als Partner haben würde. Aber dann kam ich nach Los Angeles, um mein Knie zu operieren. Ich bekam nicht nur ein neues Knie, sondern auch einen neuen Lover.

Was brachte die Wende?

Roger Vadim beschrieb Sie angeblich mal als «sprudelnd wie Champagner».

Mein Entschluss mit 62 Jahren, mich von Ted Turner scheiden zu lassen. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, keinen Mann zu brauchen, um mich bestätigt zu fühlen. Das war ein sehr wichtiger Moment für mich. Angeblich wollen Sie aber wieder heiraten?

Mit bald 77 nochmals heiraten? Wieso das denn? Nie und nimmer! Ted Turner

«Mit 77 nochmals heiraten? Nie und nimmer!» habe ich auch nur geheiratet, weil er fünf Kinder hatte und wir in Georgia lebten. Ihm schien es so besser für die Kinder. Und er war es auch, der die Sicherheit einer Ehe brauchte. Nicht ich. In meinem jetzigen Freund habe ich einen liebenswürdigen Mann gefunden. Aber heiraten? Niemals! Was hat Musikproduzent Richard Perry, das Ihre drei früheren Ehemänner Roger Vadim, Tom Hayden und Ted Turner nicht hatten?

Er ist ein wirklich netter Kerl. Als junge Frauen suchten wir ja den sexy glamourösen Player. Aber langfristig sind die etwas ruhigeren und weniger auffälligen Männer die besseren. Ich bin nun mit einem sinnlichen, jüdischen Mann zusammen, dessen Mutter stark war und der deshalb keine Angst vor einer starken Frau hat. Dabei hatte ich mich

Ach ja? Das hat er mir nie gesagt. Sicher ist, er wurde wegen mir ein richtiger Koch. Wir hatten nicht viel Geld, und ich kochte so schlecht, dass er richtig kochen lernte, damit er diesbezüglich nie mehr unter einer Frau leiden musste. Man findet Sie also eher in einem Stall als in der Küche?

Das stimmt sicher zeitweise. Ich koche nur für mich selber. Wenn ich Gäste habe, lasse ich jemanden ran, ders kann. Das weiss jeder, der mich kennt. Meine Ranch in New Mexico ist jetzt allerdings zum Verkauf ausgeschrieben. Ich wäre oft lieber auf einer Farm mit Hühnern und Pferden als auf einem roten Teppich, aber ich kann nicht mehr reiten. Ich leide unter Arthrose, das heisst, ich muss nach und nach einzelne Körperteile ersetzen. Ich bestehe schon halb aus Metall. Bionisch, nennt man das wohl. Ich falle auseinander, aber ich sehe noch ganz gut aus, oder? Auf jeden Fall! Sie scheinen die Beschwerden des Alters mit Humor zu nehmen.

Wissen Sie, wieso? Zehn Jahre mit Ted Turner! Der Mann hat hysterisch viel Humor. Ich stamme ja von einer langen Linie deprimierter Leute ab. Mein Comebackfilm war «Monster-In-Law», ein dümmlicher Film, aber ich war darin wirklich lustig. Ich hätte die Rolle nie spielen können, wäre ich nicht mit Ted Turner verheiratet gewesen. Er hat mir gezeigt, dass man total übertrieben und schräg und trotzdem liebenswürdig sein kann. Abgesehen davon haben Studien bewiesen, dass man im Alter allgemein


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

MENSCHEN

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INTERVIEW

Mit 77 Jahren auf Sinnsuche: Die ehemalige Aerobic-Queen Jane Fonda.


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

«Ich bin nach wie vor ein Fan von Barack Obama.»

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INTERVIEW | 39

Jane Fonda mit Filmsohn Jason Bateman in «This Is Where I Leave You».

Aktuell im Kino Papa ist gestorben und Mama (Jane Fonda) versammelt ihre vier erwachsenen Kinder (Jason Bateman, Tina Fey, Adam Driver und Corey Stoll) zu Hause zur jüdischen Trauerwoche. Wie es sich für eine amerikanische Familienkomödie gehört, ist die Verwandtschaft hoch neurotisch. Dazu hat Mama Hillary für ihren Nachwuchs noch eine Überraschung auf Lager – nein, es ist nicht ihr neuer Silikon-Busen, obwohl der auch überraschend ist. «This Is Where I Leave You» ist streckenweise amüsant, aber selten wirklich berührend. Er wird sich daher wohl eher nicht in die Fonda-Klassiker einreihen.

positiver wird. Man hat schon einige Katastrophen hinter sich und macht aus Mücken keine Elefanten mehr. Sie sind also weniger deprimiert als früher?

Ja, ausser vielleicht beim Schreiben. Ich habe sieben Bücher veröffentlicht und möchte jetzt einen Roman schreiben. Aber ich bin bereits von elf Verlegern abgewiesen worden. Das ist eine Lektion in Demut! Ich werde nun einen Workshop besuchen, um zu lernen, wie man einen Roman schreibt. migrosmagazin.ch

Bilder: Armando Gallo/Corbis, Warner Bros.

LESEN SIE ONLINE Prominente Fitnessgurus Hollywood-Diva Jane Fonda galt in den farbenfrohen 80er-Jahren als Aerobic-Ikone. Wir zeigen ihre Nachfolger.

Ihre Mutter brachte sich um, als Sie zwölf waren, die Beziehung zu Ihrem berühmten Vater Henry Fonda war nicht einfach. Welche sind die schönsten Erinnerungen?

Ich kann mich daran erinnern, wie James Stewart nach der Beerdigung meines Vaters von einem grossen Drachen erzählte, den die beiden zusammen bauten und fliegen liessen. Obwohl sie politisch das Heu nicht auf der gleichen Bühne hatten, waren sie lebenslang dicke Freunde. Dads Maskenbildner war auch da und berichtete, wie mein Vater ihm immer von mir erzählte, wenn er in der Maske sass (ihre Augen füllen sich mit Tränen). Ich hatte keine Ahnung. Ich liebte meinen Vater. Es ist seltsam, wenn

man erst von anderen Leuten erfährt, dass der Vater einen auch lieb hatte. Mein Vater ist sicher auch der Grund, wieso ich eine Aktivistin geworden bin. Inwiefern?

Gerechtigkeit und Fairness waren ihm wichtig, und er spielte deshalb in Filmen wie «12 Angry Men», die für den Underdog einstanden. Mich zog es deshalb auch in die Richtung, ich wollte ja seine Anerkennung. Die ersten 30 Jahre war ich zwar ein dummer, frivoler Genussmensch, aber dann kam Vietnam. Ihr Engagement gegen den Vietnamkrieg hat Sie lange verfolgt. Haben Sie mit diesem Kapitel abgeschlossen?

Ich werde es bis zu meinem Tod bereuen, in Nordvietnam neben einer Flugabwehrrakete fotografiert worden zu sein. Es sah aus, als sei ich gegen mein Land und die Soldaten. Das Gegenteil war der Fall. Ich bereue es, kann es jedoch nicht ändern. Mein dritter Lebensakt besteht nun darin, aus allem Sinn zu machen. Ich will nicht eines Tages voller Reue auf dem Sterbebett liegen wie mein Vater. Die Aussenpolitik der USA ist heute nicht einfacher als damals. Wo stehen Sie politisch?

Ich bin nach wie vor ein Fan von Barack Obama. Ich bin dankbar, dass sein erster Reflex nicht der Griff zur Bombe und zur Invasion ist. Aber er kommt wegen seiner Vorsicht unter die Räder, und das ist schade. Wer wird ihn in zwei Jahren ablösen?

Ich stimme für Hillary Clinton. Mir scheint es wichtig, dass eine Frau Präsidentin der USA wird. Frauen packen Aufgaben anders an: Bei Männern geht es von oben nach unten, bei Frauen eher kollaborativ im Kreis, also demokratischer. Ich bin allerdings nicht sicher, ob Hillary so operieren wird – oder so tun wird, als sei sie ein Mann. Ich hoffe es mal nicht. Sie ist sehr gescheit, und ich glaube, sie hat aus Fehlern gelernt. Kennen Sie die Schweiz?

Ich habe gerade in der Schweiz gedreht: «The Early Years» in Flims und Davos mit Paolo Sorrentino, der den Oscar für «La Grande Bellezza» gewonnen hat. Es war ganz toll und surreal. Ich spiele eine 81-jährige Hollywood-Diva, die ihrem Regisseur beibringen muss, dass sie in seinem Film nicht mitspielen wird. Warten Sie, bis Sie mich darin sehen! Interview: Marlène von Arx


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014

PIANISTIN | 43

Gereiftes Wunderkind

Mélodie Zhao, Schweizerin mit chinesischen Wurzeln, hat schon als kleines Mädchen ihr erstes Klavierkonzert gegeben. Eine Begegnung mit der heute 20-jährigen Starpianistin, die in der Konzertreihe Migros-Kulturprozent-Classics auftritt.

Mélodie Zhao besitzt schon viel Konzerterfahrung: Als Sechsjährige hat sie erstmals vor Publikum gespielt.

M

élodie Zhao ist ganz schön mutig. Schon bald wagt sie sich vor grossem Publikum an ein beson­ ders schwieriges Werk. Auf einer Tournee mit dem Guangzhou Symphony Orches­ tra im Rahmen der Konzertreihe Mi­ gros­Kulturprozent­Classics 2014/2015 spielt die 20­jährige Pianistin den «Gelben Fluss». Diese chinesische Komposition hatte einst eine stark politische Botschaft. «Ursprünglich handelte es sich um eine Kantate, durch deren Text die Chinesen zur Auflehnung gegen die japanischen Besatzer aufgefordert wurden», er­ läutert Zhao. Dann wurde das Werk zu einem Konzert für Klavier und Orchester umgestaltet. Mehrere chinesische Kom­ ponisten haben an dem Projekt ge­ arbeitet, und von jedem hört man andere Einflüsse heraus – Rachmaninow, Liszt oder auch Chopin. «Letztlich sind sämtliche erdenklichen pianistischen Schwierigkeiten in diesem Werk ver­ eint», meint Zhao. Als Wunderkind, das mit drei Jahren mit dem Klavierspiel begann und schon

«Ich habe mich selbst viel infrage gestellt.»

genauso früh Noten lesen konnte wie Buchstaben und chinesische Schrift­ zeichen, gab Zhao bereits mit sechs Jah­ ren ihr erstes Konzert. «Ich bin zwar in der Schweiz geboren, habe aber die ers­ ten neun Jahre meines Lebens in Peking verbracht, wurde also mit der chinesi­ schen Schule vertraut gemacht, die von der russischen Schule abstammt und in drei Worten auf den Punkt gebracht werden kann: Technik, Technik und nochmals Technik.» Aus diesem Grund verfügte die Musi­ kerin bereits sehr früh über ein solides pianistisches Rüstzeug. Für sie ist das nicht weiter erstaunlich. «Technik, das ist etwas Konkretes, das kann man ler­ nen.» Wesentlich schwieriger sei es, sich die Musikalität anzueignen: Das erfordert ein Verständnis der Werke und ihrer Interpretation. So gibt die Pianis­ tin zu, für die kürzlich erschienene Gesamteinspielung der Klaviersonaten Beethovens, erhältlich als Zehn­CD­ Box, sehr viel «innere Arbeit» betrieben zu haben. «Ich habe mich selbst viel infrage gestellt. Beethoven ist mein

Lieblingskomponist – wenn ich in Wien bin, besuche ich jedes Mal sein Grab – seine Sonaten haben meine Sicht auf das Leben verändert.» Freimütig bekennt sie: «Am Anfang meiner Laufbahn legte ich noch eine gesunde Portion Unreife an den Tag. Ich wollte im Konzert dem Publikum imponieren, es verblüffen.»

Die Starpianistin studiert auch Psychologie Mittlerweile ist Mélodie Zhao eine junge Frau und gibt zu, mit mehr Zurückhal­ tung zu spielen – aber sicher auch mit mehr Tiefgang. Sie ist demütiger gewor­ den und weiss, dass man nie ausgelernt hat. Aus diesem Grund besucht die in Saint­Prex VD wohnhafte Pianistin ab diesem Herbst den Unterricht von Professor Pascal Devoyon an der Univer­ sität der Künste Berlin – und belegt dazu noch Fernkurse für Psychologie in Genf: «Die Funktionsweise des Gehirns faszi­ niert mich. Ich hätte gern ein Neuro­ logiestudium begonnen, aber parallel zur Klavierlaufbahn ist das leider nicht möglich.»


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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PIANISTIN | 45

INTERVIEW

Die Pianistin an ihrem Wohnort Saint-Prex: Mélodie Zhao ist mit der Schweizer und der chinesischen Kultur vertraut.

«Musik kennt kein Alter» Mischa Damev, Intendant der Migros-Kulturprozent-Classics, über Schweizer Jungtalente in der Klassischen Musik. Mischa Damev, warum wurde für die Saison 2014 / 2015 das Thema «Jugend und Reife» gewählt? Ich war immer fasziniert vom Verhältnis, das zwischen einem Werk und dem Alter seines Komponisten oder Interpreten existieren kann. Mendelssohn hat mit 15 Konzerte und Sinfo­ nien geschrieben, aber man käme nie darauf, weil sie von solcher Reife zeugen. Genauso ist es bei Mélodie Zhao, welche die Beethoven­ Sonaten schon mit 19 Jahren eingespielt und in meinen Augen grosse Reife bewiesen hat. Im Grunde kennt die Musik kein Alter.

Und noch etwas ist neu im Leben Mélodie Zhaos: Zum allerersten Mal hat die Pianistin Urlaub genommen. «Ich war diesen Sommer mit Freunden in Griechenland. Es war lustig, aber die elektronische Musik am Abend wird sehr schnell langweilig.» Trotz dieser kleinen Kostprobe von Freiheit fern vom Klavier bereut sie ihren Werdegang als Wunderkind nicht. Kindheit und Jugend standen ganz im Zeichen des Klaviers. «Doch das gehört dazu. Man kann kein ganz normales Leben führen, wenn man etwas Ungewöhnliches macht.» Text: Pierre Wuthrich Bild: François Wavre

Konzerte am 26. 1. 15 in Zürich und am 27. 1. 15 in Genf im Rahmen von Migros-KulturprozentClassics. Infos unter www.melodiezhao.com

MIGROS-KULTURPROZENT-CLASSICS

Neue Saison Die Saison 2014 / 2015 der MigrosKulturprozent-Classics beginnt am 25. Oktober und lässt Glanzvolles erwarten: sechs Tourneen durch die Schweiz und drei Extrakonzerte. Spitzenorchester aus der ganzen Welt kommen in die Schweiz, so etwa das Tschaikowsky Sinfonieorchester Moskau, die Academy of St. Martin in the Fields oder das London Symphony Orchestra. Ausserdem unterstützen die Migros­Kulturprozent­ Classics Talente aus der Schweiz, welche die Möglichkeit erhalten, als Solisten aufzutreten. Vollständiges Programm und Tickets: www.migros­kultur prozent­classics.ch

Bei jeder Tournee präsentieren Sie ein Schweizer Talent – sind diese Talente schwer zu finden? Es gibt nicht mehr oder weniger Talente in der Schweiz als anderswo. Allerdings bietet der Wohlstand in unserem Land den Musikerinnen und Musikern keinen Ansporn, wie die Beses­ senen zu arbeiten, ständig zu kämpfen, um aus der Masse hervorzustechen. In China etwa ist die Konkurrenz wesentlich heftiger. Und die Schweizerinnen und Schweizer müssen sich nicht nur miteinander, sondern auch mit der Weltelite messen. Zum Glück gibt es immer noch Schweizer Talente, die es in der Musik­ welt ganz nach oben schaffen. Bleiben wir bei China. Es gibt dort immer mehr gute Orchester und auch immer mehr Opernhäuser, die wie Pilze aus dem Boden schiessen. Spielt Asien für die Zukunft der klassischen Musik eine Schlüsselrolle? Es könnte in der Musiklandschaft zumindest zu einer kleinen Revolution kommen. Das ist heilsam, weil es unseren Horizont erweitert. Es ist für mich immer interessant zu hören, wie jemand aus China oder Korea Mozart spielt. Es ist grossartig, dass sich so viele Kulturen für unser kulturelles Erbe interessieren.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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SALTO NATALE | 47

Weihnachtliches Zirkusspektakel

Der Vorverkauf für Salto Natale läuft auf Hochtouren. Für den Winterzirkus von Gregory und Rolf Knie erhalten Sie dank Cumulus Eintritte mit 25 Prozent Rabatt. Zudem verlost das Migros-Magazin Tickets für die Vorstellung vom 3. Dezember.

Was? Wann? Wo? Salto Natale findet vom 20. November 2014 bis 4. Januar 2015 auf dem Parkplatz Holberg in Kloten ZH statt. Doch schon jetzt können Sie sich dank der Migros Tickets mit 25 Prozent Cumulus-Rabatt sichern. Am 25. November gibt es zusätzlich das Abendessen mit 20 Prozent Cumulus-Rabatt. Dieser gilt für folgende Daten: ■ Sonntag, 23. 11. 2014, 18 Uhr ■ Dienstag, 25. 11. 2014, 20 Uhr ■ Samstag, 29. 11. 2014, 15 Uhr ■ Freitag, 2. 1. 2015, 15 Uhr

Biegsam wie eine Schlange: Der Berliner Kontorsionist David Pereira.

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ür Zirkusfans fängt der Countdown für Weihnach­ ten spätestens jetzt an: Denn nun geben Gregory und Rolf Knie einen Ausblick auf das neue Programm ihres Winter­ zirkus Salto Natale: «Mirlando» heisst die neue Show, in der über 50 Artisten aus insgesamt neun Nationen das Publikum begeis­ tern werden. Für Furore dürfte zum Beispiel die russische Luftakrobatiktruppe Dobrovits­ ky sorgen, die am diesjährigen internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo mit dem sil­ bernen Clown ausgezeichnet wurde.

Bild: picture-alliance / Geisler-Fotopress

Schlangenmensch David Pereira verblüfft Der Berliner Künstler David Pereira wird der diesjährigen Show zusätzlichen Glanz ver­ leihen. Sein einziges Requisit: ein Einkaufswagen aus dem Supermarkt. Pereira beherrscht wie kaum ein anderer die Kunst der Kontorsion, sprich des sich Verbiegens. Mit seiner unge­ wöhnlichen Performance hat es der gebürtige Spanier im August dieses Jahres in das Finale der deutschen TV­Castingshow «Got to Dance» geschafft. Pe­ reira tanzt seit seinem dritten

Ticketpreise: Kat. 1: Fr. 74.25 statt Fr. 99.– Kat. 2: Fr. 50.25 statt Fr. 67.– Kat. 3: Fr. 26.25 statt Fr. 35.– Dinner: Fr. 71.20 statt Fr. 89.– Buchung über: www.migros.ch/ cumulus-ticketshop Die Tickets für die Vorstellung am 25. 11. inklusive Abendessen erhalten Sie unter der Tickethotline 0900 66 77 88 (Fr. 1.15/Minute Festnetztarif) oder per E-Mail an info@saltonatale.ch mit Angabe des Codes «Cumulus».

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Lebensjahr, mit zwölf absolvier­ te er eine zweijährige Ballett­ ausbildung. Ausserdem wurde er fünf Mal spanischer Meister in der Sportakrobatik. Wie immer kommen die Besucher bei Salto Natale auch kulinarisch auf ihre Kosten: Im Dinnerzelt verwöhnt der Catering Services der Migros Zürich die Gäste mit einem Dreigangmenü. Text: Christoph Petermann

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AKTUELL 48 |

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BIO-WEIDE-BEEF

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NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Zum Wohl der Tiere

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau hat das Label Bio-Weide-Beef der Migros unter die Lupe genommen. Vor allem beim Tierwohl sind die Resultate überdurchschnittlich.

S

aftige, grüne Wiesen, auf denen die Rinder friedlich grasen – was nach Postkartenidylle klingt, soll zumindest auf jenen Bauernhöfen real sein, welche für die Migros Bio-WeideBeef produzieren. Doch wie nachhaltig und tierfreundlich ist das Programm, das die Migros 2010 lanciert hat, tatsächlich? In einem von der Migros unterstützten Projekt haben die Experten des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) Bio-Weide-Beef mit anderen Labels und konventioneller Rindermast verglichen. Die Resultate der

Studie wurden vergangene Woche der Öffentlichkeit präsentiert. Fazit: Die biologische Weidemast schneidet am besten ab. Gerade beim Tierwohl attestiert die Studie Bio-Weide-Beef überdurchschnittliche Werte. So werden die Tiere in Gruppen gehalten und haben das ganze Jahr über Auslaufmöglichkeiten – im Sommer sind sie täglich auf der Weide. Dies wirkt sich laut den Experten des FiBL positiv auf die Gesundheit und das Sozialverhalten der Tiere aus. Das FiBL untersuchte unter anderem auch den ökologischen Fussabdruck der

Beim Bio-WeideBeef-Programm grasen die Tiere in Gruppen.

artgerechten Weidehaltung. Resultat: Der Energieeinsatz pro Kilo Fleisch ist deutlich tiefer, was unter anderem mit dem geringeren Einsatz von Kraftfutter zusammenhängt. «Das Bio-Weide-Beef-Programm ist bezüglich Ökologie und Fleischqualität das Nonplusultra», sagt FiBL-Direktor Urs Niggli. «Das Engagement der Migros ist deshalb vorbildlich.» Die Detailhändlerin setzt seit Jahren auf das Know-how der Bio-Experten aus dem aargauischen Frick und unterstützt diverse Forschungs- und Beratungsprojekte des FiBL. Text: Christoph Petermann

Hedy Graber wertet das Voting auch als Zeichen der Wertschätzung für das Migros-Kulturprozent.

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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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HEDY GRABER | 49

First Lady

H

edy Graber gehört zu den wichtigsten Frauen der Schweiz: Die Leserinnen der Zeitschrift «Women in Business» haben die Kulturchefin der Migros nach 2012 erneut unter die 100 erfolgreichsten Frauen der Schweiz aus den Kategorien Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur gewählt. 2012 ging Graber als Siegerin im Bereich Kultur hervor. Jetzt hat sie über alle Kategorien hinweg die meisten Stimmen erhalten. «Ich freue mich darüber», sagt Hedy Graber, die seit 2004 die Direktion für Kultur und Soziales des Migros-Genossenschafts-Bundes leitet. «Erfolg ist immer Teamwork. Ein grosser Dank

gebührt deshalb all meinen Mitarbeitenden.» Die Auszeichnung versteht Graber nicht zuletzt als Anerkennung für die Migros, die mit dem Kulturprozent freiwillig in Kultur und Gesellschaft investiert. «Dies ist weltweit einzigartig», hält Graber fest. Sie habe einen Traumjob, weil sie sich für sinnstiftende Projekte engagieren könne, die der Schweizer Bevölkerung zugutekommen. Keine andere private Institution fördert die Schweizer Kultur mit mehr Mitteln als die Migros. Seit 1957 investierte die Detailhändlerin rund 4,2 Milliarden Franken in Bildung, Gesellschaft, Kultur und Freizeit. Text: Christoph Petermann

Bilder: Marion Nitsch, Suzanne Schwiertz

Beim Top-100-Voting der Leserinnen der Zeitschrift «Women in Business» belegt Hedy Graber, Leiterin Direktion Kultur und Soziales, den ersten Platz.

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. “Uberraschungskuchen“ Cake

Zutaten: · 190g weiche Butter · 9 Eier · 220g Zucker · 1 Prise Salz · 190g dunkle Schokolade · 350g Mandeln gemahlen · 75g Mehl · 1½ TL Backpulver

Dekoration : · Glasur dunkle Schokolade · Smarties

Weiche Butter, Eigelb, Zucker und Salz schaumig rühren. Geschmolzene Schokolade zufügen. Gemahlene Mandeln, Mehl und Backpulver darunter mischen. Eiweiss steif schlagen und vorsichtig unter die Masse ziehen. ¾ des Teiges in eine gut eingefettete und bemehlte Backform (Ø 26 cm), mit Loch in der Mitte, giessen. Während 45 Min. bei 180°C backen. Mit restlichem Teig den Kuchendeckel mit Hilfe einer runden Backform (Ø 20 cm) ca. 10 Min. bei 180° C backen (Stäbchenprobe). Kuchenteile auskühlen lassen, Kuchenmitte mit Smarties auffüllen und mit Deckel schliessen. Mit dunkler Schokoladenglasur abdecken und mit vielen bunten Smarties dekorieren!

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Lassen Sie sich auf dieser neuen Sonderzugreise zwischen Istanbul und Isfahan von den Farben und Düften des Orients verzaubern, entdecken Sie die verlockende Vielfalt auf den bunten Basaren und die imposante Stille der Wüsten. An Bord Ihres klimatisierten Sonderzuges reisen Sie sicher und bequem 5000 Bahnkilometer und folgen der legendären Seidenstrasse und den Spuren Alexanders des Grossen. Es erwarten Sie grandiose Landschaften und sieben UNESCO-Weltkultur-Stätten. Sie übernachten sowohl in Ihrem gemütlichen Abteil im Zug als auch in guten Hotels, um die schönsten Orte auf Ihrer Reise auf ausgiebigen Besichtigungen zu geniessen.

Reisehöhepunkte

• Istanbul – Perle zwischen Orient und Okzident • Abendessen über den Dächern Istanbuls • Überwältigend: Die unterirdischen Städte Kappadokiens • Fahrt auf einem Teilstück der legendären Bagdadbahn • Panoramafahrt durchs wilde Kurdistan • Einstige armenische Residenzstadt auf der Insel Akdamar • Burgberg von Van • Oljeitu-Mausoleum: Der grossartigste mittelalterliche Kuppelbau Persiens • Isfahan – Abbild der Welt • Von beeindruckender Grösse: Der Imam-Platz in Isfahan • Wüstenstadt Yazd • Persepolis – Repräsentatives Zentrum des achämenidischen Weltreichs • Shiraz: Unterwegs in der Stadt des Dichters Hafis • Irans alte moderne Hauptstadt: Teheran

Istanbul

Kappadokien Berg Nemrut

Van-See

Mausoleum des Oljeitu Teheran Isfahan Yazd Persepolis Shiraz

Reisedaten 2015

Istanbul – Isfahan Isfahan – Istanbul Istanbul – Isfahan Isfahan – Istanbul

Preise in CHF pro Person

Linienflug mit Turkish Airlines Zürich/Genf – Istanbul und Teheran – Zürich/Genf (bzw. umgekehrt) in Economy Klasse, Flughafentaxen und Treibstoffzuschlag CHF 250.– (Stand Oktober 2014). Sonderzugfahrt Istanbul – Teheran oder umgekehrt (7 Nächte an Bord). 6 Übernachtungen in Viersternhotels in Istanbul, Kappadokien, Van, Isfahan, Shiraz und Teheran. Alle Mahlzeiten gemäss Reiseverlauf. Gepäckträger-Service. Sämtliche Stadtrundfahrten, Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm. Ständige Lernidee-Chefreiseleitung. Zusätzlich lokale, sprachkundige Reiseführer. Arzt an Bord des Sonderzuges. Reisedokumentation, umfangreiches Informationsmaterial und individuell für diese Reise zusammengestellter Landeskundeband. Flughafentransfers in Istanbul und Teheran.

Nicht inbegriffen

Aufgrund der beschränkten Kapazität und der hohen Nachfrage empfehlen wir eine frühzeitige Reservation. 14 Tage / 13 Nächte Garantierte Reisedurchführung! Reise 1 19.05.–01.06.15 Reise 2 30.05.–12.06.15 Reise 3 29.09.–12.10.15 Reise 4 10.10.–23.10.15

Inbegriffen

Deutsch sprachig Deutsch/Französisch sprachig Deutsch sprachig Deutsch/Französisch sprachig

HP/L/IST/RTP030 HP/L/THR/RTP030 HP/L/IST/RTP030 HP/L/THR/RTP030

Reisen 1 und 2

Reisen 3* und 4*

im Doppelzimmer/Zweibett-Abteil Zuschlag Einzelbelegung Hotelzimmer/Bahnabteil

7310 2120

7350 2120

im Doppelzimmer/Vierbett-Abteil

6140

6180

Zuschlag für Übernachtungen im Erlebnishotel Zuschlag Einzelbelegung im Erlebnishotel

770 1190

770 1190

* Preiserhöhung bleibt vorbehalten. Zuschlag für Reisen ab Genf: CHF 80.

Kombi-Versicherungspaket. Visum-Gebühr Iran (CHF 63.– und CHF 110.– Einholgebühr sowie Gebühren für Fingerabdrücke, Stand Oktober 2014). Getränke und persönliche Ausgaben, Trinkgelder. Evtl. Bearbeitungsgebühren Ihrer Buchungsstelle.

Einreisebestimmungen

Für die Einreise in die Türkei und den Iran benötigen Schweizer Bürger einen mind. 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültigen Reisepass. Für den Iran ist zusätzlich ein Visum erforderlich. Um dieses zu erhalten, müssen von der Schweizer Polizei erstellte Fingerabdrücke mitgeliefert werden. Es gelten die Allgemeinen Vertrags- und Reisebedingungen der MTCH AG mit Ausnahme der Annullationsbestimmungen. Es gelangen diejenigen des Zugcharterers Lernidee Erlebnisreisen GmbH zur Anwendung.

Verlangen Sie unseren Spezialprospekt!

Tel. 0848 82 11 11

Weitere Informationen, Reservation und Spezialprospekt in jeder Hotelplan- und Travelhouse Filiale, Globus Reisen Lounges und in jedem Reisebüro.


SCHAUFENSTER 52 |

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BIOMOLKEREI-PRODUKTE

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NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Gestatten, Belinda

Das Leben einer Biomilchkuh ist gemütlich. Aber aus der Milch, die sie uns täglich liefert, entstehen viele aufregende Produkte. Kuh Belinda erzählt.

«

Mein Name ist Belinda. Ich bin eine Schweizer Fleckvieh-Kuh und lebe mit mehreren Artgenossinnen auf dem Hof des Biobauern Alois Huber im aargauischen Wildegg. Unsere Rasse ist bei den Biomilchproduzenten besonders beliebt, weil wir robust und für unsere hohe Milchleistung bekannt sind. Bio steht für strengste Massnahmen beim Rohstoffanbau. Oberste Priorität haben der schonende Umgang mit der Natur, die Naturbelassenheit der Rohstoffe und Produkte sowie das Tierwohl.

Bilder: Daniel Kellenberger; Styling: Linda Hemmi

Das Leben auf unserem 400 Meter über Meer gelegenen Biohof ist friedlich. Meistens fressen wir die guten Gräser und Kräuter auf der Weide – aber nur, wenn es nicht zu heiss ist. Sonst bleiben wir lieber im Stall. Dafür dürfen wir die ganze Nacht hinaus ins Freie.

Bio M-Drink UHT, 1 l, Fr. 1.85

Mit Alois haben wir einen erfahrenen Chef an unserer Seite. Er kennt uns alle persönlich beim Namen und hilft bei Geburten, falls es Komplikationen gibt. Der Verlust einer von uns Damen geht ihm immer nahe, dann muss er auch mal weinen. Ich bin sehr stolz darauf, dass aus meiner Milch so viele verschiedene Produkte wie die feine Biojoghurtbutter gemacht werden. Mit meinen fast 7000 Litern Milch pro Jahr trage ich einiges dazu bei. Die neue Joghurtbutter hat einen Milchfettanteil von 65% (herkömmliche Butter: 85%) und schmeckt dank der leichten Säure, die ihr das Bifidus-Joghurt verleiht, erfrischend anders.

«

Text: Heidi Bacchilega

Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. Die Bioprodukte leisten dazu einen wertvollen Beitrag.

Bio Grande Caffè Macchiato*, 210 ml, Fr. 1.70 * in grösseren Filialen

Bio Lassi Mango*, 230 ml, Fr. 1.90


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014

BIOMOLKEREI-PRODUKTE | 53

Alois Huber ist nicht nur der «Chef» von Belinda und Co., sondern auch Präsident des Aargauer Bauernverbands und Mitglied des Grossen Rats.

Zum Frühstück: Bio-Joghurtbutter, 200 g, Fr. 4.10

Bio Joghurt, Zitrone*, 180 g, Fr. –.75

Bio Joghurt, Zwetschgen, 180 g, Fr. –.75

Bio Joghurt Naturel Erdbeere*, 150 g, Fr. –.95

Bio Joghurt Naturel Himbeere, 150 g, Fr. –.95


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

SCHAUFENSTER

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HAUSBÄCKEREIEN | 55

Knusprig, rund und beliebt

Der Krustenkranz wird mehrmals täglich frisch gebacken. Das freut die grosse Fangemeinde.

S

echs Brötli, ein Kranz. Der Krustenkranz der Jowa ist mit Abstand das beliebteste Brot der Migros-Kunden. Rund 30 000 Brotkränze werden täglich verkauft. Die Bäcker in den 126 Hausbäckereien haben alle Hände voll zu tun, den ganzen Tag bis kurz vor Ladenschluss frische Krustenkränze zu backen. Wie beispielsweise Mauro Pizzagalli in der Migros Sant’Antonino im Tessin. Der Teig für die Krustenkränze wird aus TerraSuisse-Mehl, Hefe, Wasser und Salz in der Hausbäckerei hergestellt. Das Portionieren übernimmt mittlerweile eine Maschine, doch das Zusammensetzen der kleinen Teigkugeln erfordert die routinierte Hand des Bäckers. Rasch werden die Teigbälle kreisförmig angeordnet. «Damit die Kränze die schön aufgerissene Kruste haben, wenden wir sie einmal, sodass die Nähte der Teigkugeln oben liegen und beim Backen aufgehen», erklärt Mauro Pizzagalli das Geheimnis des rustikalen Musters. Gleich neben den Krustenkränzen liegen die Sonnenkränze im Brotregal. Der Unterschied? «Der Sonnenkranz hat Bioqualität. Der Teig wird aus Roggenund Weizenmehl zubereitet, dazu kommen Samen und Kerne, ausserdem ein spezielles Keimlingsmehl und Sauerteig», verrät der Bäcker. Wie schön, wenn man die knusprige Wahl hat – und das sogar bis kurz vor Ladenschluss. CS

Bild: Marvin Zilm

Krustenkranz, 300 g, Fr. 2.–

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Brote der Jowa.

Mauro Pizzagalli präsentiert seine Krustenkränze. Die einzelnen Brötli lassen sich leicht abtrennen.


SCHAUFENSTER 56 |

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APROZ

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NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Wasser – so einfach und doch so vielfältig

Wer Abwechslung mag, findet bei Aproz neben dem klassischen Mineralwasser aromatisierte Getränke in allerlei Sorten.

J

eder weiss es, aber man kann es nicht oft genug wiederholen: Der Körper braucht Flüssigkeit, je mehr, desto besser. Wasser aus der Natur ist für die Versorgung die erste Wahl und liefert die Basis für Getränke aller Art und Geschmacksrichtungen. Aproz ist für sein hochwertiges, natürliches Mineralwasser aus den Walliser Alpen bekannt. Es ist reich an Mineralien wie Kalzium und Magnesium. Neben dem klassischen Mineralwasser, dem Aproz Classic mit viel Kohlensäure und dem Aproz Cristal ohne Kohlen­ säure, umfasst das Sortiment eine Vielzahl aromatisierter, kalorienarmer Getränke. Dazu gehört das Aproz O2, das im Vergleich zum Aproz Classic mit der zehnfachen Menge Sauerstoff angerei­ chert ist. Neben den bekannten Sorten Apfel, Zitrone und Orange gibt es neu die Geschmacksnote Himbeer­Limette, die zusätzlich mit Magnesium und natürlichem Koffein angereichert ist.

Die angenehme Qual der Wahl zwischen Getränk und Geschmack

Bei körperlicher Arbeit Wer sich anstrengt, verliert Flüssigkeit und sollte diesen Verlust möglichst schnell wieder ausgleichen. Aproz Plus Holunderblüten, 1 l, Fr. 1.30

Bei geistiger Aktivität Auch das Gehirn gehört zum Körper und profitiert von einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr. Aproz Thé Grüntee-Minze, 50 cl, Fr. 1.30 In grösseren Filialen

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Aproz-Getränke.

Bilder: Daniel Ammann; Styling: Carla Camiolo

Aproz Plus, das natürliche Mineral­ wasser mit einem niedrigen Fruchtsaft­ anteil, überascht ebenfalls mit einer neuen Geschmacksrichtung: Zu den etablierten Sorten Holunderblüten und Apfel gesellt sich das Aproz Plus mit Himbeer­Brombeer­Geschmack. Wer sich ein erfrischendes Teegetränk aus Mineralwasser und natürlichen Tee­ und Pflanzenextrakten gönnen möchte, hat bei Aproz Thé die Wahl zwischen Weisstee­Hibiskus, Grüntee­Minze und Weisstee­Birne. Für Kinder ab zwei Jah­ ren ist das kohlensäurefreie Aproz Kids als reines Mineralwasser oder mit Erd­ beergeschmack der ideale Durstlöscher. Wer dagegen ein Getränk mit einem hohen Fruchtsaftanteil bevorzugt, der greift zur Aproz­Schorle­Linie mit den Geschmacksrichtungen Passionsfrucht, Pink Grapefruit und Orange­Mango. JV


H C S I R F T K R MA M-TIPP Eine Kalbfleischpastete passt wunderbar zu kühlen Tagen. Ergänzend dazu: feiner Selleriesalat mit Honignüssen. Das Rezept finden Sie auf www.saison.ch/de/ m-tipp und alle Zutaten frisch in Ihrer Migros.

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Bananen, Bio, Fairtrade Peru/Ecuador/Dominikanische Republik, per kg


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Trauben rosé Italien, per kg

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Kastanien Frankreich/Italien, per kg

Kartoffeln Amandine Schweiz, Sack à 1,5 kg

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Karotten, «Aus der Region.» Sack à 1 kg

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Alle Dessert Tradition 20% günstiger, z.B. Crème Caramel, 175 g

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Alle Bio Brote 20% günstiger, z.B. Sonnenkranz, 360 g

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Lachsfilet ohne Haut Norwegen, per 100 g

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M-Classic Trutenschnitzel Ungarn, produziert nach Schweizer TierschutzVerordnung, per 100 g

Schweins-Cordon-bleu, TerraSuisse per 100 g

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Alle Crème d’or Dosen à 750 ml und 1000 ml 20% günstiger, z.B. Vanille Bourbon, 1000 ml

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Anna’s Best Pizza Lunga im 3er-Pack 20% günstiger, z.B. Pizza Prosciutto/Mozzarella, 3 x 210 g

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Alle Giacobazzi Essige 20% günstiger, z.B. Condimento Bianco, 250 ml

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M-Classic Hamburger tiefgekühlt, 12 x 90 g

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Anna’s Best Agnolotti Funghi oder Fiori Limone im Duo-Pack 20% günstiger, z.B. Agnolotti Funghi, 2 x 250 g

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Alle Obstsäfte frisch ab Presse à 1,5 Liter und 6 x 1,5 Liter 20% günstiger, z.B. Süssmost, 1,5 Liter

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Denny’s Kartoffel-Wedges tiefgekühlt, 1 kg

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Soft Toilettenpapier in Mehrfachpackungen z.B. Comfort, FSC, 32 Rollen, gültig bis 20.10.

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Molfina Damenhygieneprodukte im Duo-Pack 15% günstiger, z.B. Slipeinlagen Bodyform Air, 2 x 36 Stück, gültig bis 20.10.

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Alle Cucina & Tavola Trinkglas-Serien (ohne Glasgeschirr), z.B. Superiore Bianco im 3er-Set, 3 x 32,5 cl, gültig bis 20.10.

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Damen, Herren, Kinder und Baby Fleecebekleidung erhältlich in diversen Farben, z.B. Damen Fleece-Jacke, Gr. S–XXL, gültig bis 20.10.


WEITERE ANGEBOTE. FRÜCHTE & GEMÜSE Birnen Conférence, Schweiz, per kg 2.10 statt 3.50 40% Bananen, Bio, Fairtrade, Peru/ Ecuador/Dominikanische Republik, per kg 1.90 statt 3.20 40% Kartoffeln Amandine, Schweiz, Sack à 1,5 kg 3.30 statt 4.80 30% Karotten, «Aus der Region.», Sack à 1 kg 1.60 statt 2.40 30% Eisbergsalat, Bio, Schweiz, pro Stück 1.70 Cherrytomaten, Bio, Schweiz/ Italien/Spanien, Schale à 250 g 1.50 Kartoffeln festkochend, Bio, Schweiz, Tragtasche à 2 kg 2.95 Kastanien, Frankreich/Italien, per kg 7.90 statt 11.90 30% Trauben rosé, Italien, per kg 2.50 statt 3.60 30% Trauben Uva Italia, Bio, Italien, Schale à 500 g 2.70 statt 3.90

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Speckwürfeli, TerraSuisse, im Duo-Pack, Schweiz, 4 x 60 g 3.80 statt 6.40 40% Rapelli Apéro Kalbfleisch-Pastete im Duo-Pack, Schweiz, 2 x 300 g 11.80 statt 23.70 50% Quick Chämi-Schüfeli Mini, Bio, und Schwarzwald Rohschinken, Bio, z.B. Quick Chämi-Schüfeli Mini, Bio, Schweiz, per 100 g 2.45 statt 3.10 20% * M-Classic Trutenschnitzel, Ungarn, produziert nach Schweizer Tierschutz-Verordnung, per 100 g 1.85 statt 2.10 Forellenfilets geräuchert, Bio, im 3er-Pack, Zucht aus Dänemark, 3 x 100 g 10.60 statt 15.90 33% Quick Rollschinkli, TerraSuisse, geräuchert und gekocht, per 100 g 2.35 statt 3.40 30% Rindsfilet, Schweiz, per 100 g 7.40 statt 9.30 20% Schweins-Cordon-bleu, TerraSuisse, per 100 g 1.85 statt 3.10 40% Lachsfilet ohne Haut, Norwegen, per 100 g 2.90 statt 4.20 30%

BROT UND MILCHPRODUKTE Alle Bio Brote, z.B. Sonnenkranz, 360 g 2.05 statt 2.60 20% Pain Création Le bien cuit, 20x 400 g 3.80 NEU *,** Farmer Joghurt Limited Edition Gebrannte Mandeln, 20x 225 g 1.95 NEU *,** Alle Dessert Tradition, z.B. Crème Caramel, 175 g 1.– statt 1.30 20% Alle Bio, Fairtrade Molkereiprodukte, z.B. Joghurt-Drink Mango, 330 ml 1.50 statt 1.90 20% *Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.

Heidi Gruyère, per 100 g 1.75 statt 2.20 20% Bündner Bergkäse, Bio, per 100 g 1.80 statt 2.30 20% Tête de Moine Rosetten, 20x Bio, 120 g 6.30 NEU *,** Frischfondue Moitié-Moitié im Duo-Pack, 2 x 400 g 13.10 statt 16.40 20% Gomser Käse, «Aus der Region.», 1/1, 1/2, 1/4 Laib, per kg 19.80 statt 24.50 20%

BLUMEN & PFLANZEN Minirosen, Fairtrade, verschiedene Farben, Stiellänge 40 cm, Bund à 20 Stück 10.90 statt 12.90 15% M-Classic Strauss Surprise Midi, pro Bund 10.90 statt 14.90 25%

WEITERE LEBENSMITTEL Alle Frey Tafelschokoladen à 100 g im 8er-Pack, UTZ, z.B. Giandor, 8 x 100 g 10.90 statt 15.60 30% Alle Migros-Bio, Fairtrade Tafelschokoladen, Branches und Pralinen, z.B. Tafelschokolade Crémant, 100 g 1.50 statt 1.80 15% Bio Dinkelgebäck und HirseLeinsamen im Duo-Pack, z.B. Dinkelgebäck, 2 x 260 g 5.50 statt 6.90 20% Alle Blévita Stangen, 4er- und 6er-Portionen sowie Minis, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.60 günstiger, z.B. Joghurt/Waldbeere, 216 g 4.70 statt 5.30 Alle Caruso Kaffees Bohnen oder gemahlen, UTZ, z.B. Imperiale Crema, Bohnen, 500 g 6.55 statt 8.20 20% * Delizio Hawaii Maui, Limited Edition, 12 Kapseln 20x 9.80 NEU *,** Alle Café Royal Kapseln, UTZ, z.B. Espresso, 10 Kapseln 10x 3.80 10x PUNKTE Alle Migros-Bio, Yogi und Hari Tees, z.B. Klostergarten Fenchel, 20 Beutel 1.30 statt 1.55 15% Farmer Croc Gebrannte Mandeln, Limited Edition, 20x 500 g 5.60 NEU *,** Alle Migros-Bio Reddy Bircherund Knuspermüesli, z.B. Bio Reddy Birchermüesli Nature, 700 g 4.45 statt 5.60 20% Farmer Soft Choc Marroni, Limited Edition, 192 g, 20x 6 Riegel 4.40 NEU ** Alle Bio Trockenfrüchte und Nüsse, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.50 günstiger, z.B. Mangoschnitze, 100 g 2.70 statt 3.20 M-Classic Poulet-Steaks, tiefgekühlt, 300 g 6.30 NEU *,** 20x

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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Hoch-Zeit für Raclette Wie verbringt man einen Raclette-Abend mal anders? Ganz einfach, indem man diese vier Serviervorschläge ausprobiert.

Bio Raccard Surchoix Lauch in dünne Ringe, Dörrtomaten in Würfel schneiden. Auf dem knapp geschmolzenen Käse verteilen. Raclette fertig schmelzen. Bio Raccard Surchoix Scheiben, 300 g, Fr. 7.40

Bild: Claudia Linsi

SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

Raccard Tradition Dünne Apfelscheiben mit halbierten Raclettescheiben ins Pfännchen schichten. Käse schmelzen. Mit Birnbrotgewürz bestäuben. Raccard Tradition Scheiben, ca. 400 g, Fr. 23.50 pro kg

M

it den verschiedenen Raccard-Käsen gelingen kulinarische Überraschungen ohne grosse Mühe. Der aromatische Geschmack und die gute Schmelzfähigkeit sind der viereinhalbmonatigen Reifezeit zu verdanken. Den Klassiker, die Nature-Variante Tradition, gibt es in Blöcken

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RACCARD | 67

und Scheiben. Raccard in Bio-Surchoix-Qualität hat einen würzigen, leicht salzigen Geschmack. Abwechslung bieten die Geschmacksrichtungen Pfeffer, Paprika oder Knoblauch. Für die Racletteparty sind die aromatisierten Mehrfachpackungen wie der Raccard Family sehr geeignet. AW

Raccard Pfeffer Mango in 3-mmScheiben schneiden. In einer Pfanne grillieren. Raclette schmelzen, Mango darauf anrichten. Raccard Pfeffer Block, ca. 500 g, Fr. 23.50 pro kg In grösseren Filialen

Raccard Knoblauch Wirzstreifen blanchieren. Mit Cranberries mischen. Auf fast geschmolzenem Käse verteilen, fertig schmelzen. Raccard Knoblauch Block, ca. 500 g, Fr. 23.50 pro kg In grösseren Filialen

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehört auch der Raccard-Käse.


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FAIRTRADE MAX HAVELAAR

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NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Fair zu Mensch und Natur

Immer mehr Produkte der Migros tragen neben dem Gütesiegel Fairtrade Max Havelaar auch das Bio-Siegel. Zum Beispiel der Basmati- und Jasminreis.

K

ontinuierlich erweitert die Migros ihr Angebot an Lebensmitteln, die sowohl Fairtrade- als auch Biozertifiziert sind. Wer sie kauft, beweist Verantwortungsbewusstein – und das in mehrfacher Hinsicht. Jennifer Zimmermann, Senior Manager Consumption beim WWF Schweiz, bringt es auf den Punkt: «Bei Reis, Kaffee, Kakao und anderen Produkten aus dem Süden ist eine Doppelzertifizierung mit dem Fairtrade-Max-Havelaar- und dem BioLabel sehr sinnvoll. Damit werden sowohl eine naturnahe Produktion ohne chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel als auch soziale Anforderungen wie ein Mindestpreis sowie eine Fairtrade-Prämie für die Produzenten gewährleistet.» Das Fairtrade-Gütesiegel für nachhaltig angebaute und fair gehandelte Produkte ermöglicht Kleinbauernfamilien sowie Arbeitern und Arbeiterinnen in Entwicklungsund Schwellenländern bessere Lebensbedingungen. Weitere Infos: www.maxhavelaar.ch

Die Nahrungsmittel, die in jüngster Zeit von Fairtrade Max Havelaar zusätzlich auf Migros-Bio umgestellt wurden, sind die in Thailand und Indien produzierten Reissorten Jasmin und Basmati. Der Jasminreis stammt von der thailändischen Kooperative Nam Om, die in der nordöstlichen Provinz Yasothon beheimatet ist. Sie zählt rund 320 Kleinbäuerinnen und -bauern, die unter schwierigen klimatischen Verhältnissen eine Fläche von 1329 Hektaren bewirtschaften und bis zu 2400 Tonnen Reis pro Jahr ernten.

Seit sich die Kooperative vor genau zehn Jahren Fairtrade-zertifizieren liess, haben sich die Arbeits- und Lebensbedingungen stetig verbessert. Ebenso die Qualität der Erzeugnisse, denn indem Nam Om von den Vorteilen des fairen Handels profitiert, kann sie ihre Mitglieder durch diverse Fördermassnahmen auch im biologischen Anbau unterstützen. Reisbauer Wasn (51): «Fairtrade hat dazu beigetragen, uns hier eine Perspektive zu geben, damit nicht alle Jungen in die Städte abwandern.» JV

Fairer Handel Die Fairtrade-Standards legen für die meisten Rohstoffe einen Mindestpreis fest, der tiefe Weltmarktpreise abfedert. Sind die Marktpreise höher als der Mindestpreis, wird der Marktpreis bezahlt. Dies führt für die Bauern zu einer nachweislich verbesserten Einkommenssituation und zu finanzieller Stabilität.


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FAIRTRADE MAX HAVELAAR | 69

Finanzielle Unterstützung

Die Fairtrade-Prämie dient der Verwirklichung von Gemeinschaftsprojekten. Sie legt den Grundstein für Investitionen in Produktivität und Qualität sowie für die Finanzierung von Entwicklungsmassnahmen, die zu einer effektiveren Wertschöpfung beitragen. Dazu zählen zum Beispiel moderne Bewässerungssysteme und Lagerhallen sowie Werkzeuge und Instrumente wie Reismühlen für den Schälprozess nach der Ernte. Vergünstigte Kredite für einzelne Mitglieder der Kooperative gehören ebenfalls zum Fairtrade-System.

Unabhängige Kontrolle Die Fairtrade-Standards werden in einem beratenden Verfahren entwickelt, das neben den Anliegen der Produzenten auch die Sichtweisen des Handels, der Verarbeitung, Expertenmeinungen und Standpunkte von Entwicklungsorganisationen berücksichtigt. Die Einhaltung der Standards wird von der akkreditierten Zertifizierungsstelle Flo-Cert unabhängig überprüft, die sich ihrerseits unabhängigen Kontrollen unterzieht.

Soziale Strukturen Die Entwicklung ländlicher Gegenden ist einer der wichtigsten Aspekte des Fairtrade-Systems. Dazu gehören die Erhaltung der Attraktivität des Bauernberufs und auch bildungsfördernde Massnahmen wie der Bau von Schulen und die Sicherstellung der medizinischen Versorgung.

Naturnaher Anbau

Illustration: Felice Bruno

Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen sowie der Einsatz diverser Pestizide sind gemäss den allgemeinen Fairtrade-Standards verboten. Anbaupraxis, Gewässerschutz und effiziente Bewässerung werden zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und zum Schutz der Umwelt weiterentwickelt. Fairtrade-Produkte müssen nicht biologisch angebaut werden. Jedoch wird der biologische Anbau gezielt gefördert, zum Beispiel durch höhere Fairtrade-Mindestpreise für Bioprodukte.

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Demokratische Organisation

Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. Die Bioprodukte und die Produke, die das Zertifikat Fairtrade Max Havelaar tragen, leisten dazu einen wertvollen Beitrag.

Die Selbstbestimmung und Verantwortungsübernahme der Kleinproduzenten dank Mitspracherecht in demokratisch organisierten Kooperativen ist im FairtradeKonzept fest verankert. Das gemeinsame Auftreten stärkt die Verhandlungsposition und das Selbstvertrauen der Mitglieder. Sie sind vernetzt und profitieren durch gegenseitigen Informationsaustausch.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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GUT & GÜNSTIG

Peperoni-Cremesuppe Ergibt eine Vorspeise für 4 Personen und circa Fr. 8.– ■ 2 grosse rote Peperoni halbieren, entkernen. Mit 3 Stangen Stangensellerie grob hacken. 1 Zwiebel fein hacken. Gemüse in 2 EL Butter ca. 5 Minuten dünsten. 1 Knoblauchzehe dazupressen. ■ 5 dl heisse Gemüsebouillon dazugiessen. Bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Mit dem Stabmixer pürieren. ■ 2,5 dl Kokosmilch, 4 EL Halbrahm und 3 EL süsse Chilisauce darunterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit knusprigem Brot servieren. TIPP 1 Rüebli oder 1 Stück Kürbis (100 g) verwenden. Suppe nach Belieben mit etwas Bouillon oder Rahm verdünnen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Kokosmilch, Bouillon und Peperoni für eine cremige Suppe.

Herbst zum Naschen Rechtzeitig zum Herbstbeginn überrascht Chocolat Frey mit einer speziellen Kreation. Die begehrten Suprême-Kugeln aus zarter Milchschokolade mit einer Edelkastanienfüllung sind passend zum Auftakt der Marronizeit in limitierter Auflage erhältlich. Frey Suprême Kugeln Vermicelles, Edition Limitée, 200 g, Fr. 7.70 In grösseren Filialen

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Die beliebten Kaiserbrötchen zum Aufbacken sind ab sofort wieder erhältlich. Sie kann man ohne Kühlung gut auf Vorrat lagern. Jederzeit einfach frisch aufbacken, wenn man das Bedürfnis nach duftend warmen Brötli hat. M-Classic FrischbackKaiserbrötchen, ungekühlt, 200 g, Fr. 1.50


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pH BALANCE | 73

Immer in der Balance

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eit über 30 Jahren ist pH Balance die Körperpflegelinie für Menschen mit einer empfindlichen oder sehr trockenen Haut. Die Inhaltsstoffe sind besonders mild, und die dezente Parfümierung ist frei von allergenen Stoffen. Das Sortiment für empfindliche Haut erkennt man leicht an der blauen Linie auf der weissen Verpackung. Es wurde jetzt um ein Duschgel ohne Parfüm erweitert. Alle Produkte für die sehr trockene Haut sind mit einer roten Linie gekennzeichnet. Die enthaltenen Pflegekomplexe haben einen hautfreundlichen pH-Wert von 5,5. Dieser Wert entspricht dem des natürlichen Säureschutzmantels der Haut, der vor Allergien, Infektionen und Austrocknung schützt. Neben den milden Körperreinigungsprodukten bietet die Linie auch eine komplette Auswahl an Körper-, Gesichts- und Haarpflegemitteln. Die Hautverträglichkeit der pH-Balance-Produkte wurde vom Inselspital Bern dermatologisch getestet. AW

Das neue Duschgel ohne Parfüm für empfindliche Haut reinigt sanft und pflegt.

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Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die pH-Balance-Produkte.

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EXELIA | 75

An einen traumhaften Duft erinnert man sich immer – wie an denjenigen der Rosen, den auch Exelia Florence verströmt.

Düfte, die bleiben Der Exelia-Weichspülbalsam wird besonders lang wahrgenommen.

Bild: Getty Images

A

ls moderne Waschmittel die herkömmliche Seife ablösten, wurde der Weichspüler eingeführt. Die Waschmittel dieser ersten Generation machten die Wäsche rau. Durch den Weichspüler bekam sie ihre Weichheit zurück und gleichzeitig einen Duft dazu. Einer neuen Studie zufolge wecken Düfte unsere Erinnerungen stärker als andere Sinneseindrücke. So verbinden wir den Duft frischer Wäsche oft mit der Kindheit. Für Dufterlebnisse und Erinnerungen sorgen auch die Exelia-Weichspüler mit ihren vielfältigen Noten. Exelia Florence

umhüllt die Wäsche mit einem zarten Rosenduft. Exelia Summer Fresh weckt Assoziationen an einen sonnigen Sommertag, und der frische Duft von Exelia Fresh Morning belebt die Sinne. Die Weichspüler schützen die Fasern vor Abnutzung, erleichtern das Bügeln und verringern die elektrostatische Aufladung. Sie sind dermatologisch getestet und biologisch gut abbaubar. Für empfindliche Haut gibt es das hypoallergene Exelia Sensitive ohne Farbstoffe. Alle Nachfüllbeutel haben seit kurzem eine geschwungene Form, die gut in der Hand liegt. HB

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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Liebe, Glück, Vertrauen, Familie, Freundschaft, Gesundheit, Zufriedenheit, Anstand und noch eine ganze Menge mehr. Mit wem gingen Sie gern auf Shoppingtour?

Ich wäre gern mal mit Elvis Presley um die Häuser gezogen. Interview: Lea Simeon


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LEO LEONI & FREDDY SCHERER

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Risotto in Rock

Power-Duo: Leo Leoni (links) und Freddy Scherer sorgen für den Gitarrensound à la Gotthard.

AUFGETISCHT

Leo Leoni & Freddy Scherer, Musiker Leo Leoni (48) gehört als Gitarrist – und mittlerweile auch als Produzent – zu den Gründungsmitgliedern der Hardrockband Gotthard. Gitarrist Freddy Scherer (47) stiess 2004 zur Gruppe. Im Frühjahr 2014 veröffentlichten Leoni und Scherer mit ihren Bandkollegen Marc Lynn (Bass), Hena Habegger (Schlagzeug) und Nic Maeder (Gesang) das elfte Studioalbum «Bang!». Seit Ende September sind Gotthard auf Welttournee in Japan, Europa und Südamerika. Die nächsten Shows in der Schweiz finden im November in Langenthal, Chur, Winterthur und Baar statt. Was haben Sie immer auf Vorrat? Scherer: Bier, Milch, Parmesan, Linsen, Thunfisch, Oliven. Leoni: Bier, Salami, Cola in Dosen.

Wie oft kochen Sie pro Woche? Scherer: Wenn ich daheim bin, sieben Mal. Ich koche halt gern. Leoni: Ich habe den Luxus eines eigenen Kochs im «Grotthard». Aber manchmal koche ich auch selbst. Kochen ist für Sie … Scherer: … Abschalten, etwas Meditatives, ein Hobby. Leoni: … eine Kunst, aber auch eine Gelegenheit, mich abzulenken, wenn ich dringend etwas anderes tun müsste. Was würden Sie nie essen? Scherer: Geschmacklich gibt es nichts, was ich nicht essen würde. Leoni: Tiere, die vom Aussterben bedroht sind. Mit wem würden Sie gern einmal essen gehen? Scherer: Mit meinem Grossvater. Leoni: Falls es einen Gott gibt, würde ich gern mit ihm essen.

Für gewöhnlich beschallen Leo Leoni und Freddy Scherer mit ihrem Sound ganze Stadien. Für das Migros-Magazin gehen die Gotthard-Gitarristen fremd und rocken zur Abwechslung die Küche.

M

orgens um zehn ist es ruhig in Oggio TI. Kein Wunder, denn um diese Uhrzeit ist das Café Grotthard noch geschlossen. Sein Wirt und Gotthard-Gitarrist Leo Leoni ist trotzdem schon da und blinzelt fröhlich in die Morgensonne. Gemeinsam mit seinem Bandkollegen und Gitarristen Freddy Scherer will er ausnahmsweise nicht in die Saiten, sondern zum Kochlöffel greifen. Exklusiv für das Migros-Magazin. In der gemütlichen Beiz schmücken Leonis Instrumente die Wand, dazu Gold- und Platinplatten von Gotthard. Das Ambiente erinnert ein wenig an ein Hardrockcafé, wirkt aber authentischer, weil hier mit Hausherr Leoni ein Stargitarrist persönlich das Zepter schwingt. Und gelegentlich – so wie heute – sogar am Herd. Als Assistentin fungiert «Saisonküche»-Köchin Erica Bänziger, die jetzt die Küche entert und die Mise en place startet. Was sie mit den Hardrockern zubereiten wird, ist eine Spezialität des Hauses: Rotweinrisotto mit Drumsticks.

Die Idee mit den Drumsticks kam den Musikern auf Tour Die Drumsticks sind für einmal keine Pouletschlegel, denn der Name bezieht sich auf Spiessli. «Das haben wir auf einer Tournee entwickelt. Wir haben grilliert und hatten keine Holzspiessli. Erst war es ein Spass, aber es funktionierte prima», erzählt Freddy Scherer. Das Problem: Schlagzeugstöcke sind

lackiert und nicht lebensmittelecht. Damit im «Grotthard» Spiessli dieser Machart serviert werden können, hat Leo Leoni beim Hersteller extra unlackierte Sticks bestellt.

Mit vollem Bauch geht keiner auf die Bühne Geht es um die Verpflegung auf Tournee, sind die Gotthard-Jungs Meister der Improvisation und geniessen so manchen kulinarischen Höhenflug. Doch wenn der Job ruft, gelten feste Regeln. «Zwei Stunden vor dem Auftritt wird nichts mehr gegessen», sagt Freddy Scherer. «Oder maximal eine halbe Portion», ergänzt Leoni. Wenn allerdings Chips herumlägen, «greifen wir alle gern zu, auch wenn ein richtiges Essen natürlich besser wäre». Nach der schweisstreibenden Show jedenfalls wird der Flüssigkeitsverlust mit einem gut gekühlten Bier ausgeglichen. «Ich bin Biertrinker», betont Scherer und fügt grinsend hinzu, «aber Weingeniesser.» Apropos Wein: Köchin Erica Bänziger hat in der Küche eine Flasche Rotwein mit den Unterschriften der Bandmitglieder entdeckt. «Das ist eine Flasche Gotthard-Wein, ein Merlot aus dem Tessin, den wir jetzt auf unserer Homepage anbieten», erklärt Leoni. «Den Erlös aus dem Verkauf spenden wir dem Centro Myosuisse Ticino, das Einrichtungen für Muskelkranke in Lugano und Bellinzona betreibt.» Ein ordentlicher Schluck des Weins


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SAISONKÜCHE LEO LEONI & FREDDY SCHERER | 79

Perfektes Teamwork: Während Freddy Scherer den Risotto rührt und Leo Leoni Bouillon nachgiesst, sorgt «Saisonküche»-Köchin Erica Bänziger für die nötige Würze.

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3 1. Der Reis wird in Olivenöl leicht glasig gedünstet. 2. Die heisse Bouillon wird portionsweise zum Reis gegeben. Jeweils nur so viel, wie der Reis aufsaugen kann. 3. Über das Roastbeef wird Kräuterspeck gewickelt.


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Ihr Reiseprogramm

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Charlotte Amalie Phillipsburg St. Kitts San Juan

ÂŤMS Carnival ValorÂť

ReisebĂźro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG Oberfeldstrasse 19, 8570 Weinfelden Tel. 071 626 85 85, Fax 071 626 85 95 www.mittelthurgau.ch, info@mittelthurgau.ch

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Nicht inbegriffen

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195.â&#x20AC;&#x201C; 295.â&#x20AC;&#x201C;

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Reiseformalitäten, Wissenswertes Schweizer Bßrger benÜtigen einen maschinenlesbaren bis 6 Monate nach Rßckreise gßltigen Reisepass, Ausgabe 03 vor 26.10.06 ausgestellt, oder Serie 06 bzw. 10 (biometrisch). ESTA-Formular ist zwingend notwendig fßr alle Reisenden in die USA.

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SAISONKÜCHE

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wandert gleich einmal in den Risotto, das die Köchin inzwischen fleissig rührt. «Mag nicht einer von euch übernehmen?», fragt sie, um die beiden Musiker an den Herd zu locken. In seiner Küche kennt sich Leo Leoni aus. Jeder Handgriff sitzt, auch wenn er hier nicht der Chefkoch ist. Das würde sich nicht mit dem Leben eines Profimusikers vereinbaren lassen. Bei Gotthard folgen auf Tourjahre meist Studiojahre. «Sind wir im Studio, können die Tage lang werden. Aber das gemeinsame Mittagessen ist immer ein Muss», sagt Scherer.

Sex, Drogen, Rock ’n’ Roll … und Essen Gotthard sind seit fast 25 Jahren unterwegs. Wie hat sich das Tourleben verändert? «Früher war es Sex, Drugs and Rock ’n’Roll. Heute ist es doch eher Food, Wine and Whisky», amüsiert sich Leo Leoni. Freddy Scherer lässt das so nicht stehen und scherzt mit gespielter Entrüstung auf Englisch: «No, we just added food.» Nein, Sex, Drogen und Rock ’n’ Roll seien gar nicht verloren gegangen, sondern nur mit Essen ergänzt worden. Es scheint also doch etwas dran zu sein an der Redewendung «Essen ist der Sex des Alters». Ein Thema, über das man mit der Band vortrefflich scherzen kann: Die Gotthard-Musiker gehen mittlerweile auf die 50 zu. Freddy Scherer und Leo Leoni haben Roastbeef um die (unlackierten) Drumsticks gewickelt, darüber kommt jetzt eine Lage Kräuterspeck. Kaum dringt aus der Grotthard-Küche der Duft nach Grilliertem, taucht auch Leadsänger Nic Maeder auf. Das feine Zmittag will er sich nicht entgehen lassen. Der Risotto wird stilecht auf Grotthard-Brettern serviert, auf denen eine E-Gitarre eingebrannt ist. Es wird angestossen. Weniger auf Sex, Drogen und Rock ’n’ Roll als auf das gute Essen. Text: Claudia Schmidt Bilder: Claudio Bader

Gotthard-Wein unter: www.gotthard.com

Rotweinrisotto mit Drummer-Spiess ZUTATEN 1 rote Zwiebel 70 g Butter 320 g Risottoreis, z. B. Tessiner Risotto 1,5 dl Rotwein, z. B. Merlot 1,2 l Hühnerbouillon 100 g geriebener Käse, z. B. Tessiner Bergkäse oder Sbrinz Pfeffer aus der Mühle ca. 6 cl Grappa Drummer-Spiesse: 4 grosse dicke Holzspiesse, z. B. unlackierte Trommelstöcke, Holzkochlöffel oder Äste 400 g Roastbeef in Tranchen 150 g Kräuterspeck in Tranchen Honig-Whisky zum Besprühen

ZUBEREITUNG 1. Zwiebel hacken. In etwas Butter andünsten. Reis beigeben und glasig dünsten. Mit Wein ablöschen. Unter Rühren nach und nach gesamte Bouillon dazugeben. Ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis der Risotto sämig ist, aber noch etwas Biss hat. Restliche Butter und die Hälfte des Käses beigeben. Mit Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren Grappa zum Risotto geben und umrühren. 2. Für die Drummer-Spiesse Holzspiesse mit Roastbeef fest umwickeln. Rundherum mit Speck umwickeln. Spiesse auf dem Grill oder in einer grossen Bratpfanne in wenig Öl rundum kurz anbraten. 3. Zum Servieren Spiesse mit wenig Honig-Whisky besprühen oder bepinseln. Mit dem Risotto anrichten. Restlichen Käse dazuservieren. Dazu passen BarbecueSauce und blaue Trauben. TIPP Für den Honig-Whisky Whisky mit etwas Akazienhonig verrühren.

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IHRE REGION

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Bilder: Daria Filimonova | 123rf.com, gnomeandi | 123rf.com

WALLIS

Traditionelles Handwerk: Ein Teppichweber im indischen Jodhpur bei der Arbeit.

Besuchen Sie einen der Floristikkurse der Klubschule Brig. Der nächste Kurs Floristiktrend Herbst startet am 13. Oktober.

Für weitere Auskünfte: www. klubschule.ch oder Tel. 027 720 66 50

In den Klubschul-Kursen bekommt man Anleitungen für kreative Herbst- und Wintersträusse.

Kostbarkeiten zu Füssen

Vom 6. bis 18. Oktober gibts in der Micasa im «Quartz Center» in Martinach einen Orientteppichverkauf mit hochwertigen Stücken zu interessanten Preisen.

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er Orientteppich ist in seinen Ursprungsländern ein Zeichen von Wohlstand und geniesst denselben Status wie ein teures Auto in unseren Breitengraden. Für uns ist der Orientteppich ein Einrichtungselement, das wir wegen seines schönen Aussehens wertschätzen. Wer sich aber näher

für die Geschichte und die Symbolik eines Teppichs interessiert, wird feststellen, dass dieser mehr ist als ein Fussbodenbelag. Ab heute und bis 18. Oktober wird im Eingangsbereich der Micasa, die sich im Obergeschoss des «Quartz Centers» in Martinach befindet, ein einmaliger

Orientteppichverkauf organisiert. Die Importfirma Lana Teppich präsentiert mehr als 2000 Modelle in verschiedenen Grössen und Qualitäten und zu unterschiedlichen Preisen. Laurent Paulme, Vertreter der Lana AG, gibt Ratschläge und teilt sein Wissen über Teppiche. Besucherinnen und Besucher können


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MIGROS WALLIS

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In traditioneller Handarbeit entstanden: Die Orientteppiche, die in der Micasa im «Quartz Center» gezeigt werden.

Alles neu in Brig: Das Migros-Restaurant ist nicht mehr wiederzuerkennen mit seinen frischen Farben und dem einladenden Interieur (Bild oben). Die beliebte Kaffeebar ist das Herzstück (Bild unten).

dort eine Menge spannender und erstaunlicher Sachen erfahren.

Direkt aus dem Mittleren und Fernen Osten Die ausgestellten Teppiche stammen aus dem Iran, aus Indien, Pakistan, Afghanistan und Nepal. Doch Orientteppich ist nicht gleich Orientteppich: Sogenannte Perserteppiche aus dem Iran gelten als wertvoller als jene aus anderen Ländern. Die hochwertige Qualität der Wolle und die besondere Verarbeitungstechnik beeinflussen den Preis dementsprechend. Ebenso ist es mit den Nomadenteppichen. Berücksichtigt man die Herstellungsbedingungen, ist das voll und ganz gerechtfertigt. Die Herstellung eines Nomadenteppichs dauert viele Jahre: Ein Teppichknüpfer kann nur arbeiten, wenn die Karawane einen längeren Halt einlegt. Jeder einzelne Nomadenteppich erzählt so seine eigene Geschichte. Kommt die Farbe Blau vor, bedeutet das, dass die Nomaden halt am Meer gemacht haben. Kommen Palmen vor, befanden sie sich in einer Oase. Sieht man Kinder auf dem Teppich, stand eine Geburt bevor. Die Verarbeitung der Alltagserfahrungen im Teppich unterstreicht, welche

Bedeutung er für die Völker im Mittleren und Fernen Osten hat. Der Teppich ist integraler Bestandteil der Geschichte und Lebensweise des jeweiligen Volkes. Nomaden zum Beispiel legen Teppiche vor und in ihr Zelt. Teppiche sind ein funktioneller und robuster Einrichtungsgegenstand, auf dem man gleichzeitig läuft und auch seine Mahlzeiten einnimmt. In bestimmten Regionen gehören sie auch zur Mitgift. Junge Mädchen beginnen im Alter von 8 bis 9 Jahren einen Teppich zu weben oder zu knüpfen und sind mit 15 bis 16 Jahren damit fertig. Orientteppiche können einen beachtlichen finanziellen Wert haben und wie Bilder zu grossen und wertvollen Kunstwerken werden, die die Unterschrift berühmter Knüpfmeister tragen. Alle in der Micasa angebotenen Teppiche sind von Hand geknüpft oder gewebt worden und tragen das Label Step, das für gerechte Bedingungen bei der Teppichherstellung und beim -handel steht. Ausser bei kleineren Teppichen gibt es bei jedem Kauf ein Zertifikat dazu. Darüber hinaus steht Laurent Paulme den Besuchern auch für Fragen zur Verfügung und gibt auf Wunsch Pflege- und Reinigungstipps. Text: Mélanie Zuber

Der Umbau schreitet voran Während das neue Briger Migros­ Restaurant die Gäste bereits begeistert, laufen die Bauarbeiten im Ladenlokal nebenan auf Hoch­ touren. Die gesamte untere Etage ist leer geräumt, Leitungen werden neu verlegt, die Lüftung wird umgebaut. Danach folgen Arbeiten am Beleuchtungs­ konzept und am Boden, und das erste Mobiliar wird geliefert. Nichts wird mehr so sein wie frü­ her. «Die Bauarbeiten kommen gut voran, ich bin zuversichtlich,

dass wir die neue Migros Ende Jahr eröffnen können», sagt Filialleiter Romeo Bumann. Die Migros­Kunden stehen bis dahin jedoch nicht vor verschlossenen Türen. Der provisorische Eingang liegt derzeit weiter vorn, von dort geht es über eine Rolltreppe hoch, wo es das komplette Sortiment gibt. Sobald die Arbeiten in der unteren Etage abgeschlossen sind, wird alles nach unten gezügelt. Dann kann man alles be­ quem auf einer Etage einkaufen.

Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an d


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IHRE REGION

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Restaurant in neuem Glanz

Die Briger Migros hat ihr Lokal zurück. Die Gäste zeigen sich vom Umbau begeistert – auch weil das Herzstück, die Kaffeebar, erhalten geblieben ist.

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er das neue Migros-Restaurant in Brig betritt, glaubt im ersten Moment, er habe sich in der Tür geirrt. Das Lila der Neunzigerjahre ist frischem Grün und Rot gewichen, die etwas triste Enge der hellen Offenheit. Alles ist neu: freundliche Tische, gemütliche Korb- und Holzstühle, auf dem Boden Steinplatten und Parkett.

Buffet zum Selberschöpfen oder Menüs von der Theke Es gibt ein Buffet mit Gemüse, Fleischgerichten oder Salaten zum Selberschöpfen, flankiert von Theken, an denen man sich das Tagesmenü, den Hitteller, Grilladen oder eine Suppe bestellen kann. Egal zu welcher Zeit: Es gibt immer etwas. Auch die Gerätschaften sind neu: Dank der modernen Kaffeemaschinen im Selbstbedienungsbereich lassen sich die Tassen mit allerhand Variationen füllen: von Zungenbrechern wie Chococino oder Chocolatte bis zum Espresso oder Latte macchiato, der dem Vernehmen nach wirklich wunderschön gelingt.

Viel Einsatz für das Herzstück des Restaurants: Die Kaffeebar

«Bislang haben wir nur positives Feedback erhalten.»

Restaurant­ leiter Constant Bax und sein Team freuen sich über die Reaktionen der Gäste.

Wer sich den Kaffee lieber servieren lässt, setzt sich an die einladende Kaffeebar mit Blick in den offenen Küchenbereich. Die Bar ist das Herzstück des neuen Migros-Restaurants und einzigartig im Oberwallis. «Meine Mitarbeitenden und ich haben uns stark dafür eingesetzt, dass die beliebte Kaffeebar erhalten bleibt», erklärt der Restaurantleiter Constant Bax. Ursprünglich war die Kaffeebar im neuen Konzept nicht mehr vorgesehen, aber sie war schon immer ein beliebter Treffpunkt. Arbeiter von nebenan kommen kurz in der Kaffeepause vorbei, Pensionierte für einen Schwatz mit dem

Personal, Freundinnen für einen Cappuccino und ein Stück Kuchen. Neben der Kaffeebar hat sich eine ältere Dame gerade ein Einweggeschirr von der Ablage genommen, in das sie nun vorsichtig verschiedene Salate füllt. Noch kurz ein Blick auf die Patisserie in der Vitrine, bezahlen – und schon geht es mit einem Lächeln im Gesicht zurück Richtung Deutschschweiz, wie sie sagt. «Die Kundschaft scheint begeistert vom neuen Restaurant. Wir haben bislang nur positives Feedback erhalten», sagt Constant Bax. Das habe ihn etwas gewundert, weil die meisten Menschen ja eher skeptisch auf Veränderungen reagierten.

Mehr Sitzplätze, eine Kinderecke und Essen zum guten Preis Und die sind im Falle des MigrosRestaurants zweifelsohne gross. Alles scheint grösser, heller, offener, obwohl die Grundfläche praktisch identisch ist. Sogar eine kleine Kinderecke hat jetzt Platz. Dank geschickter Anordnung – im Essbereich steht ein Holztisch, an dem locker eine ganze Fussballmannschaft speisen könnte – gibt es jetzt 156 Sitzplätze statt bislang 145. Und die sind vor allem mittags gut besetzt, wenn sich zahlreiche Schüler und Studenten ein erschwingliches Mittagessen holen. «Unsere Gäste wissen, dass wir hier ein gutes Preis-Qualitäts-Verhältnis bieten», sagt Constant Bax. «Bei uns kann jeder ohne lange Wartezeit gut und günstig essen.» Und neuerdings auch in einer ansprechenden Umgebung. Wenn die Migros nebenan Ende des Jahres fertiggestellt ist, ist auch der direkte Zugang wieder frei. So kann man seinen Einkauf gleich ausklingen lassen: zum Beispiel mit einem Latte macchiato an der Kaffeebar. Text und Bilder: Denise Jeitziner

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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014

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WILDS WELT

Die andere Seite Bangkoks entdecken

Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild

Konfirmation: Jugendliche machen auch wegen der Geschenke mit.

Gott sei Dank

Jugendliche lassen sich zwar konfirmieren, bezeichnen sich aber als wenig religiös. Das Resultat der neusten Konfirmandenstudie irritiert nur auf den ersten Blick.

Bilder: Laif/Keystone, Reto E. Wild

N

eun von zehn Konfirmanden bezeichnen sich als wenig oder gar nicht religiös. Dies stellt die Theologische Fakultät der Universität Zürich in einer Studie fest. «Religion ist für Jugendliche heute nicht mehr automatisch Thema. Das liegt daran, dass daheim am Familientisch immer seltener über ‹Gott und die Welt› geredet wird», so Studienleiter Professor Thomas Schlag (49). Religion könne aber bedeutend werden, wenn sich Jugendliche die grossen Sinnfragen stellten, zum Beispiel in einer Krise. «Es scheint, dass Jugendliche unter den gegenwärtigen Weltverhältnissen und dem Leistungsdruck in der Schule stark leiden», so der Experte. «Sie befassen sich mit den grossen Fragen nach dem Warum, Woher und Wohin.» Nur sei die Kirche heute für die wenigsten der Ort, an dem sie sich die Antworten holten. Das liege daran, dass die Kirche oftmals nach den Regeln der Erwachsenen funktioniere und aus deren Kontrolle wollten sich Jugendliche ja gerade befreien. «Anders ist es, wenn sie in der Kirche für sie glaubwürdigen Menschen und Angeboten begegnen.» Freikirchen wüssten gut, wie das geht.

«Allerdings bezahlen Jugendliche bei diesen einen hohen Preis aus starken Verpflichtungen und rigorosen moralischen Vorgaben», mahnt Schlag. Dass sich trotz geringer Religiösität noch immer viele konfirmieren lassen, habe mit «guten Familientraditionen» zu tun. Auch wichtig ist, dass etwas herausspringt. Aber nicht nur Geschenke: «Jugendliche achten darauf, ob die Pfarrerinnen und Pfarrer überzeugend sind. Ist das so, können sie sich auf die geistlichen Themen der Konfirmationszeit einlassen.» Damit das möglich sei, müsse die Kirche bereit sein, sich ständig zu reformieren und die Jugendlichen individuell zu begleiten. Thomas Schlag: «Das ist nötiger denn je, denn bei vielen sind heute grosse Ängste und Sehnsüchte vorhanden.» Text: Andrea Fischer www.migrosmagazin.ch

STIMMEN SIE ONLINE AB Religionswahl bei Kindern Sollen Eltern ihren Kindern die Wahl der Religion überlassen oder diese bestimmen?

Nach den Demonstrationen in Thailands Hauptstadt ist der Alltag wieder eingekehrt. Deshalb und weil Bangkok sich in den letzten Jahren gewaltig verändert hat, lohnt sich eine Reise. ■ Meine liebsten Adressen: Hotel: Rembrandt (zentrale, ruhige Lage in der Nähe der Sky-Train- und U-Bahn-Station Sukhumvit/Asoke, Doppelzimmer unter 80 Franken). Das Millennium Hilton Bangkok hat das grösste Käsebuffet in einem klimatisierten Raum. Restaurant: Bo.lan (thailändisch: auf hohem Niveau), Face (Bar, Restaurant und Spa in einem), Vertigo- und Moon-Bar im 61. Stock des Banyan Tree Hotels. Tempel: Der schönste ist der Benchamabophit (Marmor), der eindrucksvollste der Pho mit einer 46 Meter langen, liegen-

den Buddhastatue und der malerischste der Arun bei Sonnenuntergang. ■ Bangkok einmal anders: Erkundigen Sie den Stadtteil Bang Krachao mit dem Velo (Bild)! Die grüne Lunge Bangkoks auf der Westseite des Flusses Chao Phraya überrascht mit Klongs (Wasserstrassen), Märkten und üppiger Vegetation. Man fühlt sich wie auf dem Land. ■ Gut zu wissen: Die meisten Bangkok-Reisenden kommen im zweiten Stock des Flughafens Suvarnabhumi an. Tipp: ein öffentliches Taxi von der Ankunftsebene 1 (Floor 1) nehmen. Es kostet 500 Baht oder knapp 15 Franken. Mehr Reisenews auf: twitter.com/retowild


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Silvester in Heidelberg

Silvester in Portoroz

Spazieren Sie durch das weihnachtlich geschmückte München. «Leben und leben lassen» - dieses viel zitierte Motto werden Sie an allen Ecken und Enden finden. Hier hat man es schon immer verstanden, Gegensätze grossartig zu vereinen: Stille Gotik und prallen Barock, fesche Trachten- und elegante Designermode, rustikale Bierkeller und noble Restaurants. Ein Ausflug nach Regensburg rundet diese stimmungsvolle Reise ab.

Die viel besungene Universitätsstadt Heidelberg liegt am Neckar. Die Altstadt, die sich zwischen Fluss und Berge schmiegt, wird von der berühmten Schlossruine überragt. Das Wahrzeichen der Stadt liegt etwa 70 m über dem Neckar und gehört zum Eindrucksvollsten, was man auf einer Deutschlandreise bestaunen kann.

Auf der istrischen Halbinsel liegt der elegante Ferienort Portoroz, wo Sie in Ihrem Hotel eine grosse Silvesterfeier mit LiveMusik und Tanz erwartet. Sie lernen aber auch die Umgebung kennen: Die Besuche der Städte Opatija, Ljubljana und der weltberühmten Adelsberger Grotten in Postojna gehören zum Ausflugsprogramm dieser Silvesterreise.

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1. Tag, Schweiz - Portoroz 2. Tag, Ausflug Opatija 3. Tag, Ausflug Ljubljana 4. Tag, Ausflug Postojna 5. Tag, Portoroz - Rückkehr

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REISEDATUM - 4 TAGE 1. 30. Dezember - 02. Januar

LEISTUNGEN ● Reise in luxuriösem 5-Sterne-Car ● 3 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet ● 2 Abendessen ● Silvester-Gala-Buffet inkl. Getränke, Musik und Tanz ● Stadtrundfahrt/-gang in Speyer ● Neujahrskonzert der Heidelberger Sinfoniker (Karte Kategorie 1) ● Besichtigungen gemäss Programm HOTEL Crowne Plaza City Center, Heidelberg (off. Kat. ****) EINSTEIGEORTE Kallnach*, Biel, Bern, Zürich *Parkmöglichkeiten

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Die Preise gelten bei Buchung über www.marti.ch. Andere Buchungsstellen erheben in der Regel eine Auftragspauschale. Es gelten die allgemeinen Reise- und Vertragsbedingungen der Ernst Marti AG.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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MIGROS-BANK-RATGEBER

Geld per Smartphone überweisen: Der Selbstversuch. Was halten Sie davon, dass wir künftig mit dem Smartphone bezahlen oder Geld überweisen sollen? Habe ich wirklich einen Vorteil von diesen Neuerungen?

Albert Steck, Markt- und Produktanalyse Migros Bank

Ihre Frage ist durchaus berechtigt. Auch ich bin bei technischen Innovationen meistens zurückhaltend. Ein neues System benütze ich im Alltag erst, wenn es einigermassen selbsterklärend ist und ich keine lange Bedienungsanleitung studieren muss. Mein wichtigstes Kriterium lautet: Es soll zeitsparend sein. Für eine Beurteilung, ob sich das Bezahlen mit dem Smartphone wirklich bewährt, ist es noch zu früh. Die ersten flächendeckenden Systeme werden erst in ein paar Monaten bei uns eingeführt, so auch Apple Pay. Hingegen kann man bereits heute mit dem Smartphone Zahlungen ausführen, beispielsweise mit dem neuen P2P (Person-to-Person) der Migros Bank. Machen wir also die Probe aufs Exempel: Ich möchte meiner Kollegin Anna auf möglichst effiziente Art 90 Franken überweisen.

Lohnt es sich zeitlich, wenn ich dazu mein Handy benutze? Zur Beantwortung schildere ich Ihnen hier meinen Selbstversuch mit der Stoppuhr: Das Smartphone liegt vor mir auf dem Tisch. Die Zeit läuft! Ich öffne

Oktober

ich auf Weiter tippe, zeigt mir die Uhr 22 Sekunden an. Es folgt die Eingabe zum Betrag (90). Ein Blick auf den Kontosaldo sagt mir, dass mein Guthaben ausreicht. Auf die Option Mitteilung verzichte ich. Nachdem ich erneut auf Weiter klicke, erscheint die Zusammenfassung der Transaktion. Ich kontrolliere alles und drücke auf Ausführen.

Der Blick auf die Stoppuhr zeigt: 28 Sekunden reichten!

Wer Geld via Smartphone überweist, spart eine Menge Zeit.

die App der Migros Bank und wähle den Menüpunkt «Direktübertrag P2P». Nach einem Klick auf «Geld senden» muss ich mein Passwort eingeben. Da ich im Tippen nicht besonders flink bin, steht die Uhr bereits bei 14 Sekunden, bis ich den Befehl Login drücken kann. Als Nächstes gebe ich den Namen und die Handynummer von Anna ein. Während

Selbst für mich als ungeduldigen Menschen ist das ein überzeugendes Resultat. Der Direktübertrag P2P der Migros Bank bringt einen klaren Zeitgewinn. Doch bietet P2P noch eine zweite Besonderheit: Ich kann mit meinem Smartphone erstmals auch Geld von einer beliebigen Person einkassieren. Dazu benötige ich ebenfalls nur deren Handynummer. Der Ablauf funktioniert gleich, mit einem Unterschied: Statt auf «Geld senden» klicke ich jetzt auf «Geld empfangen». Früher musste man zu diesem Zweck noch umständlich einen Einzahlungsschein verschicken. Stattdessen kann ich nun mein vorgestrecktes Geld in lediglich 28 Sekunden wieder einfordern. Das nenne ich effizient. Jetzt aktuell auf blog.migrosbank.ch: Welche Erfahrungen haben Sie mit P2P gemacht? Diskutieren Sie mit!

ALLTAGE MIT KINDERN Tipps und Ideen aus dem Buch «365 Alltage mit Kindern».

Bilder: Lee Jakob, Fotolia

Herbstliche Tischdekoration Material: Weisses Papiertischtuch, Deckfarben in herbstlichen Farbtönen, Pinsel, Laubblätter. Und so gehts: Auf einen Tisch voller feiner Speisen gehört ein besonderes Tischtuch. Deshalb dürfen die Kinder für das Erntedankfest ein Tischtuch gestalten. Mit einer ganz einfachen Stempeltechnik geht das sehr gut: Laubblätter werden mit gelber, oranger oder

roter Farbe (oder auch gemischt) eingefärbt und als Stempel verwendet. ln kurzer Zeit werden die Kinder einen bunten Blätterreigen auf das Tischtuch gezaubert haben. Anschliessend kann das Tischtuch an einem geschützten Ort getrocknet werden. Sabine Mandel: «365 Alltage mit Kindern», Werd Verlag, www.werdverlag.ch, www.exlibris.ch

Herbststimmung auf dem Tisch: Mit Stempeltechnik leicht gemacht.


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OUTDOOR

Kurz vor der Alp Uina Dadaint. Danach wird der Wanderweg schmaler.

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GRENZTOUREN Das Migros-Magazin geht an die Grenze. Sei dies die Staatsgrenze, Kantonsgrenze, Schneegrenze, Sprachgrenze, Stadtgrenze oder etwa gar die Schmerzgrenze: Wir unternehmen Touren in der Natur, die an oder sogar über die Grenze gehen. Dieses Mal: Sprachgrenze Rätoromanisch/Deutsch

Zweisprachige Bergtour

«Allegra» im Engadin und «Pfiat eich» im Vinschgau: Auf der Wanderung von Sent nach Italien und zurück ins schweizerische S-charl durchqueren wir die abenteuerliche Uinaschlucht.

A

revair» verabschiedet sich der Postautochauffeur bei der Haltestelle «Sent, Sur En» von Cintia 40), Claudio (45) und mir (46). Das Unterengadiner Dörfchen Sent gilt als Hochburg unserer vierten Landessprache – obwohl auch hier der Anteil der rätoromanisch Sprechenden von 80 Prozent (1980) auf 68 Prozent (2000) gesunken ist. Überhaupt zählt Rätoromanisch zu den gefährdeten Sprachen Europas und müsste, zumindest rein statistisch gesehen, eigentlich in wenigen Jahrzehnten verschwunden sein. Genauso wie der Bär einst. Eine Infotafel auf unserem Wanderweg durch das Val d’Uina erzählt von der «Chatscha d’uors», der Bärenjagd, und davon, dass hier 1897 der zweitletzte Bär in der Schweiz erlegt worden ist. Über uns versucht sich die Sonne durch die Wolken zu kämpfen – wird

aber leider am Ende des Tages die Verliererin sein. Die ersten zwei Stunden führt die Wanderung stetig ansteigend über ein Naturfahrsträsschen entlang dem Uinabach bis zur Alp Uina Dadaint. Mal geht es durch den Wald, dann wieder durch schluchtartige Abschnitte, wo etwa ein Wasserfall aus einem Felsloch schiesst. Nach der Alp wird der Pfad schmäler, und bald stehen wir vor dem knapp 1000 Meter langen Felsweg durch La Charvogia dal Quar, die Quarschlucht.

Eine Galerie für die Wanderer quer durch den Fels «Wahnsinn!» Wir staunen über diesen Weg, der sich rund 100 Meter über dem Schluchtgrund wie ein dunkles Band durch die beinahe senkrechte Felswand nach oben zieht. Zwei Mal verschwindet der Pfad in einem Tunnel und führt am

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Oben und Mitte: Am Anfang ist die Uinaschlucht noch dicht bewaldet.

Der Föllakopf sieht aus wie eine Mondlandschaft im Nebel.

Mitten im spektakulären Weg durch die Il-QuarSchlucht.

Ende der Schlucht ins scheinbare Nichts. Gebaut wurde der Weg zwischen 1908 und 1910 auf Initiative der Betreiber der Pforzheimerhütte, die hinter dem Val d’Uina liegt und heute leer steht. Die Hüttenbesitzer versprachen sich durch den damit viel kürzeren Weg zu ihnen mehr Schweizer Gäste, was sich bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs auch erfüllt hatte. So entstand diese einmalige Felsgalerie also vorwiegend aus touris­ tischen Überlegungen, wurde aber gern auch von Bauern oder Schmugglern benutzt. Bergseits zieht sich zur Sicherung ein Drahtseil den Fels entlang, und talseits befinden sich stellenweise Geländer. Dies macht die Durchquerung des Felswegs für erfahrene Berggänger relativ einfach. Nicht zuletzt auch weil der Pfad mit rund 1,3 Metern recht breit ist. Da ist selbst das häufige Kreuzen mit


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OUTDOOR

Für die alte Pforzheimerhütte, die heute leer steht, wurde der Felsenweg errichtet.

Mountainbikern, die ihr Rad schieben, kein Problem. Selbstverständlich kann einem beim Blick über die Kante dann und wann doch das Gruseln über­ kommen.

Die stolzen Minderheiten hier oben Am Ende der Galerie, wo wir glauben, der Weg führe ins Nichts, macht er eine enge Kurve um den Fels und führt durch einen schmalen Felsengang aus der Schlucht hinein in die Hochebene der Alp Sursass. Hier dominieren die Farben Grasgrün und Felsgrau. Bald überqueren wir die Landesgrenze zu Italien, laufen über den Passo di Slingia, vorbei an der alten Pforzheimerhütte zu deren Ersatz,

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der Sesvennahütte. Weil draussen bereits nur noch fünf Grad herrschen, lassen wir die grosse Terrasse links liegen und stapfen in die per Holzofen geheizte Gaststube. Begrüsst werden wir mit einem herzlichen «Servus». Wir sind von der einen Sprachmin­ derheit, den Rätoromanen, zu einer anderen gekommen: den Deutsch sprechenden Italienern. Hier im Vinschgau, das zum Südtirol gehört, läuft Italienisch in der Schule unter Fremdsprache. Und überhaupt, diese Warnung vorweg: Bezeichne einen Südtiroler nie als Italiener. Denn seit 1972 ist die Provinz Südtirol autonom, hat sich dank Selbstverwaltungsrechten von Italien etwas losgelöst. Zum üppigen

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und sehr guten Nachtessen bestellen wir uns einen feinen Lagrein. Jemand an unserem Tisch wagt die Bemerkung, dass dieser Wein doch vorzüglich passe, käme er doch von hier – aus Italien. «Wia bitte? Hots di? Der kimmt ausm Südtirol!», echauffiert sich der 40­jäh­ rige Hüttenwirt Andreas Pobitzer und läuft davon – mit dem Wein. Selbst­ verständlich stellt er die Flasche zehn Sekunden später, augenzwinkernd, doch auf unseren Tisch. «Pfiat eich» verabschiedet uns Andreas am nächsten Morgen, und wir machen uns im Nieselregen auf in Rich­ tung Fuorcla Sesvenna. Je höher wir kommen, desto karger wird die Um­ gebung: Wir wandern in herrlicher,


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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Rechts: Feines und reichhaltiges Nachtessen in der Sesvennahütte. Ob die Hüttenkatze etwas davon abkriegt?

Karte: WSGrafik

Unten: In einem der zwei Tunnels des Felsenwegs.

ENGADIN–VINSCHGAU RETOUR An- und Rückreise: Mit der Bahn und dem Postauto via Scuol bis Station «Sent, Sur En» und von S-charl via Scuol zurück. Tour: 1. Tag; Sent, Sur En (1125m)–Uina Dadaint (1783m)–Schlinigpass (2309m)– Sesvennahütte (2258m). 2. Tag; Sesvennahütte (2258m)–Fuorcla Sesvenna (2819m) –Alp Sesvenna (2098m)–S-charl (1810m) Höhenmeter, Distanz: 1. Tag 1205 Meter Aufund 75 Meter Abstieg, 12,5 km. 2. Tag 570 Meter Auf- und 1020 Meter Abstieg, 10,5 km Dauer: 1. Tag ca. 5 h. 2. Tag ca. 4.30 h Anforderung: Für geübte und trittsichere Bergwanderer (möglichst schwindelfrei) mit guter Kondition. Saison: Mitte Juni bis Ende Oktober (je nach Verhältnissen) Übernachtung: Sesvennahütte, Tel. +39 347 211 5476, www.sesvenna.it Weitere Informationen: Tourist Information Engadin St. Moritz, Tel. 081 830 00 01, www.engadin.stmoritz.ch

Gekiester Dorfplatz in S-charl: Cintia, Claudio und Üsé (von links) ruhen sich am Brunnen aus.

«Neugierig beäugt von Murmeltieren laufen wir das Val Sesvenna hinunter.»

hochalpiner Szenerie und sind auch entsprechend eingekleidet mit Strickmütze, Handschuhen und hochgeschlossenem Kragen. Nach der Fuorcla Sesvenna passieren wir eine Geissenherde, deren Bock wir olfaktorisch schon im Voraus wahrgenommen haben, und steigen einen steilen Blocksteinhang hinunter. Von etlichen Murmeltieren neugierig beäugt laufen wir das Val Sesvenna hinunter und gelangen mehr und mehr in die Vegetation. Und was für eine: wild-romantisch und märchenhaft mutet sie an – die Bäumchen, Büsche,

Blumen sowie Felsblöcke scheinen extra so arrangiert worden zu sein. Von hier ist es noch eine gute Stunde bis S-charl, unserem Endziel. Das hübsche Engadiner Dörfchen wird als «einer der abgelegensten Orte der Schweiz» bezeichnet. Die Strassen und der Dorfplatz sind gekiest, nicht geteert, und im Winter ist das Dorf nur per Pferdeschlitten erreichbar. Hier steigen wir wieder ins Postauto, wo uns die Chauffeuse mit einem freundlichen «allegra» begrüsst. Text: Üsé Meyer Bilder: Tanja Demarmels

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Weitere attraktive Wanderungen über Sprachgrenzen: beim Gotthard (Bild: Cadlimo-Hütte), im Jurabogen oder zwischen Gstaad und L’Etivaz.


LEBEN

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pple zieht sein Ding durch. Schert sich nicht darum, dass die Konkurrenz Telefone mit riesigen Bildschirmen baut und diese zahlreich an den Mann bringt. Stimmt nicht mehr! Die neuen iPhones 6 und 6 Plus (ab Fr.760.– erhältlich) leiten eine kleine Palastrevolution ein: Apple kehrt ab von der Strategie, alles besser zu wissen als seine Kunden, und bietet endlich zwei Telefone mit grösseren Bildschirmen an. Das bringt aber eine ungewohnte Reduktion des Bedienkomforts mit sich. Selbst das iPhone 6 hat eine Displaydiagonale von annähernd 12 Zentimetern und lässt sich fast nicht einhändig steuern. Beim «Plus» (14 Zentimeter) ist es gar eine Utopie. Immerhin: Durch doppeltes Antippen des Homebuttons rutscht die Bildschirmanzeige nach unten, so bleibt der oberste Bereich auch ohne tellergrosse Hände erreichbar. Nach mehrtägigem Gebrauch gewöhnt sich der Tester relativ zügig an die neuen Bauformen, besonders beim iPhone 6. Das liegt vor allem an dessen abgerundeten Sei-

tenrändern, die es angenehm in der Hand liegen und den Vorgänger (iPhone 5S) im direkten Vergleich wie einen kantigen und klobigen Zwerg wirken lassen.

Echten Mehrwert bietet nur Gratissoftware iOS 8 Obwohl die Verarbeitung beim iPhone 6 Plus genauso akkurat ist und es darüber hinaus Mehrwerte wie einen optischen Bildstabilisator sowie Full-HD-Auflösung bietet, eignet es sich nicht für den Alltagseinsatz. Als Phablet (Kombination aus Phone und Tablet) ist es weder Fisch noch Vogel: einerseits zu gross und sperrig, um zu telefonieren oder den Fahrplan zu konsultieren, andererseits zu klein, um lange E-Mails zu tippen oder ein elektronisches Buch zu lesen. Als echter Mehrwert der Apfeltelefone stellt sich am Ende des Tages sowieso die Gerätesoftware iOS 8 heraus, die den Funktionsumfang stark erweitert (siehe Tipps rechts). Sie ist auch für Besitzer älterer iPhones verfügbar und lässt sich gratis herunterladen. Texte: Reto Vogt


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

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8 TIPPS FÜR IOS 8

Die Extraportion natürlicher Kneipp® Mineralstoffe und Vitamine Wer kein iPhone 6 (Plus) kaufen will, erhält durch ein Gratisupdate auf iOS 8 die besten Funktionen kostenlos. Damit sparen Sie rund 800 Franken, quasi. Es ist für iPhones 4S und neuer verfügbar. 1. Schneller tippen Beim Tippen schlägt die Tastatur Wörter vor und vervollständigt sie laufend. 2. Besser fotografieren Funktionen zur Bildbearbeitung, Countdown für Selfies und Drehen von Zeitraffervideos. 3. In der Wolke speichern Onlinespeicher zum Datenaustausch mit PC und Mac. Gratis gibts 5 GB Speicherplatz. 4. Apps gratis teilen Bis zu sechs Personen können ihre App- und iTunes-Käufe gemeinsam nutzen.

Auch dieses Jahr standen zahlreiche Menschen Schlange für die iPhones 6 und 6 Plus. Hat sich das Warten gelohnt?

5. Musik erkennen Siri erkennt Lieder. Ausserdem reagiert die Assistentin im Standby auf Sprachbefehle. 6. Stromsünder identifizieren Das iPhone kennt den Stromverbrauch der einzelnen Apps und zeigt die hungrigsten.

Illustration: Supertotto/2Agenten

7. Gesundheitsdaten sammeln Die App Health fasst Fitnessdaten von Schrittzählern, Waagen etc. zusammen. 8. Apps von Dritten einbinden Apps vernetzen sich. So lassen sich etwa Fotos auf Facebook oder WhatsApp teilen.

Scannen Sie den QR-Code, um das Testvideo zu sehen.

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AUTO

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NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

STECKBRIEF Renault Twingo Antrieb: R3-Benziner, 1.0 /70 PS, 0.9 Turbo/90 PS; Frontantrieb, 5-Gang-Schaltgetriebe. Umwelt: Normwerte 4,2 und 4,3 l/100 km, 95 und 99 g/km CO2-Ausstoss. Energieeffizienz A und B. Masse: Gewicht 1051 kg, Laderaum 188 bis 980 Liter. Beim Händler: ab sofort. Preis: ab 13 400 Franken.

UR-TWINGO

Die Twingo-Story Im Oktober 1992 stellte Renault den Twingo vor. Der unkonventionelle Dreitürer (Bild oben) mit optionalem Faltdach wurde zum Hit: Europaweit bestritt er bis zu 25 Verkaufsprozente der Kleinstwagenklasse. So brauchte er erst nach fast 15 Jahren einen Nachfolger – doch der Twingo II fiel zu normal aus und schaffte ab 2007 maximal zehn Prozent Anteil. Twingo III soll, neu fünftürig, wieder einen vorderen Rang (hierzulande belegt von Fiat 500/Panda, Smart Fortwo und VW Up) erklimmen – gegen nun 25 statt wie 1992 fünf Konkurrenten.

RATGEBER

Das Äquivalenz-Rätsel

Benzinäquivalent: Rechnet Diesel-, Gasoder Stromverbrauch auf Benzin um und erlaubt so den Vergleich.

In jüngster Zeit rätseln Autokäufer häufig über einen gut gemeinten, aber nicht immer verständlich erläuterten Begriff in Prospekten, Preislisten und auf Energieetiketten: das sogenannte Benzinäquivalent, das bei Diesel-, Gas- und Elektroautos zusätzlich zum «normalen» Verbrauchswert angegeben wird. Der Hintergrund: Energieträger wie Benzin, Diesel, Gas oder Strom lassen sich nicht direkt vergleichen, weil sie pro Mengeneinheit

mal mehr, mal weniger Energie enthalten. Beispiel Diesel: Braucht ein Diesel gleich viel Liter wie ein Benziner, wäre er ein schlechter Energieverwerter – denn Diesel ist dichter, schwerer und energiereicher als Benzin. Daher rührt, stark vereinfacht ausgedrückt, auch der tendenziell geringere Verbrauch. Mit dem Äquivalenzwert wird das bereinigt und der Diesel-, Gas- oder Stromverbrauch quasi auf den von Benzin «umgerechnet» – und damit vergleichbar.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014 |

Hitverdächtiges Wendemanöver

Renault wagt beim Twingo die radikale Wende und macht ihn wieder so frech wie seine Grosseltern: fünf statt drei Türen, Heck- statt Frontmotor.

Z

urück zum Start: Nach dem lang- Und: Klappt man alle Passagiersitze um, weiligen Vorgänger ist die dritte gibt es 2,31 Meter Ladelänge – trotz nur Twingo-Generation schon auf den 3,60 Meter Aussenlänge. ersten Blick endlich wieder ein würdiger, Unterwegs sorgt der Twingo für weil fröhlicher Erbe des Ur-Twingo Fröhlichkeit: Mensch, ist der wendig! (siehe Box links). Weil sein Chassis we- Mit dem extra kleinen Wendekreis (der gen des Umstiegs auf Heckmotor und kleinste aller Fünftürer) und nur einer -antrieb eine völlige und teure Neuent- Tonne Gewicht wieselt er superflink um wicklung war, spannte Renault mit alle Ecken und erobert Parklücken Smart zusammen: Der Ende November blitzartig. Gefühlt ist er quasi der BMW folgende Smart Forfour ist technisch seiner Klasse. Auch, weil er nie poltrig identisch mit dem bereits erhältlichen hart oder laut wird, aber stets narrenTwingo. sicher fährt. Optisch sind die Brüder jedoch völlig In der Stadt reichen dem günstigen eigen. Innen gefallen uns im Twingo Zwerg 70 PS. Wer oft über Land flitzt, peppige Farben nach Wunsch und die sollte zum peppigeren 90-PS-Turbo gute Verarbeitung. Hinzu kommt man- greifen. Leider erst in einem Jahr folgt ein Automat. Zum che Option, die man nicht braucht, aber einMeckern finden wir nur fach haben will; Details. Hinten gibt es billigere Ausstell- statt etwa das riesige Faltschiebedach oder Kurbelfenster, der das als Handtasche Kofferraumöffner liegt zu tief, und die vordere mitnehmbare (!) Handschuhfach. Hinten Haube nervt mit umständlichem Öffnen. sitzen zwei Erwachsene Ansonsten: Kompliverblüffend gut. Für die Spagat: Die Kulleraugen ment, der Twingo ist Klasse typisch klein ist des Twingo gefallen der Laderaum, aber für den Damen, das muskulöse hitverdächtig. Texte: Timothy Pfannkuchen die Einkaufstour okay. Heck den Herren.

Der Grossstadt-Cowboy

Kantig und rustikal: Auch der kleinste Jeep trägt das markentypische Design.

Mit dem Renegade wagt sich Jeep in die Liga der City-SUV. Dieser 4,23 Meter kurze Cowboy tritt jetzt gegen Opel Mokka oder Skoda Yeti an – und kommt aus Italien: Er ist ein Konzernbruder des kommenden Fiat 500X. In den Ausstattungsversionen Limited und Trailhawk ist der komfortbetonte Renegade gar mit Geländeuntersetzung versehen. Die Palette umfasst Front- oder Allradantrieb mit Benzin- (110 / 140 PS) und Dieselmotor (120 / 140 / 170 PS) sowie Schaltung oder Neunstufenautomat. Die Preise starten inklusive drei Jahren Gratisservice ab 28 150 Franken; 2015 folgt ein Basistyp für 24 950 Franken.

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BITTE MELDE DICH 104 |

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Klassenkameraden meldet euch!  Wir suchen MitschülerInnen der 6. Klasse bei Helen Gehr, 8051 Zürich Schwamendingen, Jahrgänge 1946/47. Am Freitag, 7. November 2014, treffen wir uns das erste Mal nach 55 Jahren. Folgende Klassenkameraden haben wir bisher noch nicht gefunden: Remo Bucher, Kurt Engist, Hansjörg Fehr, Bea Grundmann, Ernst Glauser, Fredi

Gautschi, Elsbeth Jäger, Harry König, Ursi Leuthold, Hansjörg Luchsinger, Karl Locher, Dorette Scola, Peter Schwarz, Marianne Schulthess, Ruth Schmidheini und Ursi Walter. Bitte meldet euch bei: Verena Schnieper Telefon 044 730 26 28 E-Mail: verena.schnieper@me.com

NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014

BITTE MELDE DICH

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 Mit meiner Schulfreundin Margrit Beutler, geboren 1953, besuchte ich bis 1970 die Realschule in 8912 Obfelden. Bitte melde dich Margrit, ich möchte dich gern wiedersehen. Margrith Brögli-Schärer Telefon: 044 740 45 67 E-Mail: m.broegli@bluewin.ch  Ich suche ehemalige Schulkameraden der Primarklasse 5a von 1964 in 4127 Birsfelden. Unser damaliger Lehrer hiess Beda Steinauer. Es fehlen mir noch die Adressen der folgenden Mitschülerinnen und Mitschüler: Toni Stadelmann, Knut Kistler, Markus Bürkle, Philippe Kunz, Jost Heim, Peter Niklaus, Kurt Jäggi (Meyer) sowie Yvonne Fuchs-Wolf, Rita Meier, Beatrice Frischknecht-Stober, Juliette Schafroth und Therese Hofstetter-Stettler. Es würde mich freuen, etwas von euch zu hören. Bitte nehmt Kontakt auf mit: Heinz «Koni» Conrad E-Mail: conrad.heinz@bluewin.ch

 Gesucht werden Adelheid und Esther Mühlematter aus Weesen (im Bild oben: Primarklasse Weesen im Jahr 1964). Die beiden Schwestern haben 1964 in der Mariahalde gewohnt und sind vermutlich im gleichen Jahr nach St. Anton, Österreich, umgezogen. Bitte um Kontaktaufnahme unter: Beat Zahner E-Mail: zahner.beat@web.de

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014

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Entspannen mit Aussicht: Das Spa ist umgeben von einer eindrücklichen Alpenlandschaft.

A

n diesem Ort lösen sich die Alltagssorgen in Dampf auf: Die Drei-Sterne-Hotelresidenz der Thermalp-Bäder von Ovronnaz befindet sich auf rund 1350 Meter über Meer auf einem nach Süden ausgerichteten Plateau. Das Klima ist hier angenehm mild, die Residenz bietet eine prachtvolle Aussicht auf das Rhonetal und die Walliser Bergwelt. Dank dieses Angebots können sich die Leserinnen und Leser des Migros-Magazins hier zwei Tage lang zum günstigen Preis entspannen. Die Hotelresidenz verfügt über einen grossen, vielfältigen Wellnessbereich. Dazu gehören die drei bisherigen Thermalbadbecken sowie das neue Panoramic Alpine Spa mit einer

Fläche von über 1000 Quadratmetern. Diese Anlage umfasst diverse Saunen und einen Hamam. Dank riesiger Panoramafenster wirkt das Spa wie ein Teil der umgebenden Alpenlandschaft.

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Auflösung Nr. 40: BANKGUTHABEN

Die Gewinner Nr. 39 finden Sie unter: www.migrosmagazin.ch/raetsel


BO KATZMAN CHOR - NEUE SHOW MIT NEUEM CHOR Mit einer neuen Generation von jungen Sängerinnen und Sängern fßhrt Bo Katzman die Tradition weiter, die in der Schweiz so beliebt ist wie kein anderes vorweihnachtliches Programm: Die Bo

Katzman Chor-Konzerttournee. In einem intensiven Casting wurden ßber hundert Sängerinnen und Sänger getestet, und nur die Besten schafften es in diese neue Formation. Mit einer ansteckenden

Die Tournee 2014/15 Trimbach bei Olten - Glarus - Luzern - Suhr - Winterthur Landquart - Biel - Solothurn - St. Gallen - Cham - Schwyz Interlaken - ZĂźrich - Jona - Bern - Basel - Schaffhausen - Brig

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Energie und Lebensfreude interpretiert der neue Bo Katzman Chor die phantastischen Spirituals und Gospelsongs und bringt mit begeisternden solistischen Einlagen die BĂźhnen zum Vibrieren. â&#x20AC;&#x17E;Stars of Heavenâ&#x20AC;&#x153; ist eine Konzertshow, die nicht nur Augen und Ohren begeistert, sondern jedes Herz berĂźhrt und hĂśher schlagen lässt! Auch ein Special Guest ist wieder mit dabei auf der Tournee: Die grossartige Gospel- und Soulsängerin Janet Dawkins (GB), die schon mit GrĂśssen wie CĂŠline Dion oder Udo JĂźrgens aufgetreten ist. Freuen Sie sich auf ein fulminantes Konzert und sichern Sie sich rechtzeitig die Tickets fĂźr die neue Show mit dem neuen Bo Katzman Chor!

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| NR. 41, 6. MIGROS-MAGAZIN OKTOBER 2014 RÄTSEL & SPIELE EXTRA

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| UNTERHALTUNG RÄTSEL &NRSPIELE 00 00 . MONAT 2011 MIGROSMAGAZIN | 111

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2 QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Welcher Fluss fliesst nicht in den Genfersee? V Rhone

O Kander

E

Aubonne

So nehmen Sie teil

2. Welchen Hut kann man in Autos finden?

5. Wo sähe man, könnte man auf der Venus stehen, die Sonne aufgehen?

Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

M Westen

Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.10.2014, 24 Uhr

I

Homburg

R Sombrero

P Zylinder

3. Der Creux du Van liegt zwischen den Kantonen Neuenburg und …? H Fribourg

M Jura

T

Waadt

4. Welches dieser Nahrungsmittel speichert natürliche radioaktive Stoffe? O Fenchel

I L

Paranuss

A Melone

Norden

N Süden

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

6. Von wessen Lehre waren die Hugenotten stark beeinflusst? I

J. Calvin

U M. Luther

E

Augustinus

S Korea

R China

7. Wo gilt Kimchi als eine Spezialität? N Japan

8. Königswasser besteht aus Salzsäure und …? E

Flusssäure

G Wasser

T

Salpetersäure

Auflösung Nr. 39: ANTILOPE Gewinner Nr. 38: Saskia Rutz-Franckaert, Hefenhofen TG; Inge Aeschbach, Zetzwil AG; René Dardel, Winterthur ZH

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

5 4

E 2

1 3

BEKANNT E B EMU E H E N B I ATHLET ERZEUGER ESTRAGON GE LANGEN MO D EWE L T R E A L T I ME RETTER I N S E EWE S E N

So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 AHESR Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.10.2014, 24 Uhr

1

2

3

4

5

Auflösung Nr. 40: LEIER Gewinner Nr. 39: Esther Deppeler, Ettenhausen TG; Katharina Lehmann, Bolligen BE; Beatrice Hänggi, Grellingen BL

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


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RÄTSEL & SPIELE RÄTSEL |&UNTERHALTUNG SPIELE EXTRA | 113 3

| NR. 41, 6. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN NR MIGROSMAGAZIN 00 00 . MONAT 2011

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Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü2 5 3 3 2 cken und Verbindungen mit mehr 2 als 2 Linien sind nicht erlaubt. 5 3 2 www.raetsel.ch/bruecken

1 3 0 2 6 1

Auflösung Nr. 39:

1

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3

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3 2 1

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Auflösung Nr. 39: 2 3 3

2 5 3

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1

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4

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3

2 1 3

5 3 3 3

3 2 3 2 3

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5 4 4 2

KINDEREGGE

WER WE ISS ES?

Rät selsp ass ? GEHÖRT ZU WER LEBT WO WELCHES BLATT WELCHEM BAUM? Wenn du dir nicht sicher bist, folge einfach mit dem Finger den Linien.

1

3

2 Buche Birke

Fichte Kastanie

Eiche Linde

Grosses Herbstquiz. Mal sehen, was du alles zum Thema Herbst weisst. Du hast pro Frage drei Antwortmöglichkeiten. Und nur eine Antwort ist richtig. Kreuze diese an. Und los gehts! 1. Was sind Marroni? a) braune Maccheroni b) Esskastanien c) italienische Suppeneinlage

5. Was sammelt man im Herbst? a) Fingerbeeren b) Bärlauch c) Pilze

2. Was gewinnt man aus Kürbissamen? a) ein vitaminreiches Speiseöl b) Lockstoff für Orangenfalter c) natürlichen Farbverstärker

6. Was reift im Herbst und ist orange? a) Aprikosen b) Kürbisse c) Tulpen

3. Welches ist ein Herbstgetränk? a) Himbeersirup b) Traubensaft c) Eistee

7. Was verfärbt sich im Herbst? a) die Laubblätter b) die Stängel der Ringelblume c) das Fell der Eichhörnchen

4. Wann beginnt der Herbst? a) September b) November c) Oktober

8. Im Herbst … a) ziehen die Vögel nach Süden b) jagen Mäuse die Katzen c) bellen Hunde nur in der Nacht

4 Lösungen: 1. b, 2. a, 3. b, 4. a, 5. c, 6. b, 7. a, 8. a

5

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Lösungen: 1 = Birke / 2 = Buche / 3 = Eiche / 4 = Fichte / 5 = Linde / 6 = Kastanie


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| NR. 41, 6. OKTOBER 2014 MIGROS-MAGAZIN RÄTSEL & SPIELE EXTRA

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| RÄTSEL &NRSPIELE 00 00 . MONATUNTERHALTUNG 2011 MIGROSMAGAZIN | 115

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4 SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 9 8 5 3 5 1 3 8 9 4 1 2 3 6 2 4 9

4

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.

3

So nehmen Sie teil

7 1 6 2 6 7 5

Auflösung Nr. 40: 531 1 3 6 7 4 2 5 9 8 Gewinner Nr. 39: 7 2 5 8 9 6 4 1 3 Silvia Sacher, 9 8 4 5 3 1 2 7 6 3 9 2 6 1 5 8 4 7 Zuzgen AG; 5 7 8 9 2 4 3 6 1 Peter Bowald, 6 4 1 3 8 7 9 5 2 2 5 7 4 6 8 1 3 9 Glarus; 4 1 9 2 7 3 6 8 5 Yasmina Gaillard, 8 6 3 1 5 9 7 2 4 Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.10.2014, 24 Uhr Lausanne; Lilo Gualen, Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Stäfa ZH; Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Walter von Gunten, Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Merligen BE

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IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 558 467 Ex. (WEMF 2013) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch

Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Monica Müller, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild

Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Béatrice Eigenmann, Anna Meister, Christoph Petermann, Michael West

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), René Feller, Max Sommer

Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara

Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Online: Reto Meisser, Reto Vogt

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi

Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller-Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz

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Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72

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MEINE WELT 118 |

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KARIEM HUSSEIN

«Eigentlich wollte ich Fussballer werden»

EM-Gold über 400 Meter Hürden: Für Kariem Hussein geht eine erfolgreiche Saison zu Ende. Dabei begann er vor fünf Jahren nur mit der Leichtathletik, weil sich dieser Sport besser mit seinem Medizinstudium vereinbaren liess. Wieso leben Sie in Zürich?

Für mein Masterstudium bin ich nach Zürich gezogen. Am Wochenende bin ich aber meist bei meinen Eltern in Tägerwilen. Wo würden Sie gern leben?

Name: Kariem Hussein (25) Sternzeichen: Steinbock Wohnort: Zürich, Tägerwilen TG

Ich bin ein Seekind. Am See zu sein, löst bei mir immer ein Heimatgefühl aus. Also würde ich am liebsten in der Schweiz an einem See wohnen und dazu in Ägypten, meiner zweiten Heimat, ein Ferienhaus am Meer haben. Beruf und Lebenslauf:

Als schweizerisch-ägyptischer Doppelbürger bin ich in Tägerwilen gemeinsam mit meinen beiden Schwestern und meinen Eltern aufgewachsen. Im Anschluss an die Matur begann ich mit dem Medizinstudium in Freiburg. Im Sommer 2012 machte ich meinen Bachelor-Abschluss. Meinen Master in Medizin mache ich an der Universität Zürich. Die Doppelbelastung Studium und Spitzensport ist eine Herausforderung. Eigentlich wollte ich Fussballer werden. Weil sich das aber mit dem Studium schlecht vereinen liess, habe ich vor fünf Jahren mit Leichtathletik begonnen. Mitte September habe ich am Continental-Cup in Marrakesch die europäische Saisonbestzeit von 48,47 Sekunden im 400-Meter-Hürdenlauf erreicht. Mein Ziel:

Glücklich zu werden und überall das Maximum herauszuholen.

zu warten, macht mich ganz hibbelig.

Mein bester Entscheid:

Das kann ich vielleicht in 60 Jahren beurteilen. Meine schlechteste Eigenschaft:

Ich höre oft, dass ich zu viel nachdenke. Ich betrachte das aber nicht als Schwäche, sondern als meine Stärke. Ich lebe nicht einfach in den Tag hinein, sondern lasse mir meine Schritte sorgfältig durch den Kopf gehen. Mein Idol:

David Beckham. Er hat sich immer gut vermarktet. Vielleicht ist er nicht der beste Fussballer, er hat aber immer das Beste aus sich herausgeholt. Mein Tick:

Bevor ich aus dem Haus gehe, kontrolliere ich immer, ob ich den Herd ausgemacht habe. In meinem Elternhaus habe ich dies zwei Mal vergessen, jetzt schaue ich in meiner eigenen Wohnung penibel darauf. Meine Eitelkeit:

Mindestens ein Mal pro Woche schneide ich meine Haare. Auch mein Bart muss immer genau die richtige Kontur haben. Meine Sucht:

Obwohl ich eigentlich keine Zeit dazu habe, schaue ich viel fern. Meine Lieblingsserie ist «How I Met Your Mother». Text: Silja Kornacher Bilder: Jorma Müller

MEIN BEGEGNUNGSORT

Mein Lebensmotto:

Sei realistisch, aber glaube an das Unmögliche.

«Jeden Morgen bereite ich Porridge zu, also aufgekochte Haferflocken mit Wasser. Da schnetzle ich Bananen und Trauben rein: mein Powerfrühstück!»

Bild: Urs Jaudas/ZUERICH2014

MEIN LIEBLINGSPRODUKT

Was ich mag:

Sonne, Strand, Essen, Meer, Ausschlafen, Ruhe, Zeit mit meinen Liebsten. Was ich nicht mag:

Unzuverlässigkeit, schlechtes Wetter, Pessimismus. Was ich an mir mag:

Ich bin sehr zielstrebig. Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, gebe ich alles, um es zu erreichen. Was ich an mir nicht mag:

Ich bin ziemlich ungeduldig. Im Restaurant mehr als 30 Minuten auf das Essen

MEINE STERNSTUNDE

«Im August holte ich an der Leichtathletik-EM in Zürich über 400 Meter Hürden die Goldmedaille. Ich brauchte lange, bis ich realisierte, was da eigentlich passiert war.»

«Im Restaurant Bocciodromo direkt neben dem Zürcher Letzigrund-Stadion esse ich zwei bis drei Mal pro Woche. Cono, der Inhaber, kocht feines Rindsfilet mit Reis und Gemüse. Pizza gibt es für mich leider nicht, da ich auf Weizen verzichte.»


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MEINE WELT

MIGROS-MAGAZIN | NR. 41, 6. OKTOBER 2014

KARIEM HUSSEIN | 119

MEINE FINALSCHUHE

«Diese Schuhe sind mir heilig. Mit ihnen habe ich beim Laufen einfach ein gutes Gefühl. Ich habe sie bisher immer nur im Finallauf getragen, und sie haben mir Glück gebracht.»

MEIN WEGGEFÄHRTE

«Ich bin gern in unserem Garten in Tägerwilen und spiele mit unserem vierjährigen Australian Shepherd Spike. Er kommt quasi ganz nach mir: Ihm ist keine Hürde zu hoch.»

MEINE TRAININGSBANK

«Wenn ich zu Hause in Tägerwilen bin, darf das Training natürlich nicht zu kurz kommen. Deshalb stemme ich ab und zu auf meiner Hantelbank ein paar Gewichte.»

MEIN KRAFTORT

«In der Nähe meines Zuhauses in Tägerwilen ist dieses schöne Fleckchen Erde. Auf einem Spaziergang kann ich meine Gedanken sortieren.»

MEIN STUDIUM

«Ich studiere im neunten Semester Medizin an der Universität Zürich, im Unispital hatte ich meine Vorlesungen. Gerade schreibe ich meine Masterarbeit über Blutverdünner und deren Einfluss auf SchädelHirn-Traumata.»


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