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Migros-Magazin-40-2018-d-AA

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6  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

M Editorial

Stupsi war ein Überhase

Video zum Making-of auf

Mein Vater hat Sinn für Humor. Viel Sinn für Humor. So begrüsste er meinen Hund damals in der Familie wie folgt: «Bist ja schon ein Lieber.» Um mich dann anzuschauen und festzustellen: «Aber dein Zwerghase hat das mit dem Gehorchen damals irgendwie besser begriffen.»

www.migmag.ch/ tierisch

Mit ein paar Jahren Distanz muss ich sagen: Mein Vater hatte recht. Wie so oft. Beni – Golden Retriever, 35-Kilo-Kraftpaket – war ein wilder Kerl. Und zugleich total liebenswürdig. Aber er hatte halt eine klare Haltung, was seine Freiheit anbelangte: War der Boden kühl oder gar nass, überhörte er jedes «Sitz» oder «Platz». Und wenn das Restaurant in der Nachbarschaft mal wieder die Fonduereste in den Garten schmiss, entschied er sich für einen unbegleiteten ausgedehnten Spaziergang.

Tiere

Gleichzeitig muss man wissen: Stupsi war ein Überhase. Er war stubenrein. Hörte auf seinen Namen. Im Winter bauten wir für ihn Höhlensys­ teme im Schnee. Für ein Rüebli hoppelte er selbst durch die verwinkeltsten und engsten Tunnels. Und während Stupsi sich zu Weihnachten mal unbeliebt machte, weil er unterm Tannenbaum Vaters Kirschstängeli anknabberte, machte Beni mein Mami so richtig, richtig sauer. Der Schuft nahm sich die Freiheit, kurz vor dem heiligen Prozess des Baumschmückens sein Bein zu heben. Und zwar an der einzigen nicht krummen Nordmanntanne, die mein Vater je heimgebracht hatte.

Zum Welttiertag am 4. Oktober bekommen Sie ein ganzes Heft voll tierisch guter Geschichten. Im Bild rechts sehen Sie, dass uns zur Inszenierung der Stars dieser Ausgabe kein Aufwand zu viel war. Vorhang auf für die Zwei- bis Achtbeiner. Yvonne Zurbrügg, Redaktions­leiterin yvonne.zurbruegg@mgb.ch

Lisa Christ – Gabriel Vetter

26  Polizeihund Esko Eine Nacht auf Streife

33 Unterhaltskosten 36 Wettbewerb

Geschenkkarten gewinnen Bild: Susanne Oberli

Wir lieben sie, wir hegen und pflegen sie – und wir erzählen noch Jahr­ zehnte später von ihnen. Haustiere sind Freunde fürs Leben, ob sie nur ein Jahr alt werden wie Patrick Stöppers Gottesanbeterinnen (S. 11) oder eher fünfzig wie Lotti Ingolds Graupapageien (S. 44).

8 Maus 11 Gottesanbeterin 12  Frettchen 13 Agame 14 Katze 17 Zierschildkröten 18 Pudel 21 Vogelspinnen 22 Zwerggeiss 25  Pro & Contra Katze

37  Elefanten im Zoo 39 Bienen 41 Kampffische

42 Esel 43 Husky 44 Graupapagei 46  Welches Tier passt? 92 Schweine 95 Eichhörnchen 96  Der Tierphilosoph

Markus Wild im Gespräch

102  Kurioses über Tiere 105  Berner Bären 107 Spinnenphobie 108 Kopfläuse 111 Migros-Schildkröte 112 Lieblingstiere 132  Kein Zuhause

Tiere im Heim haben es freischwer. Hat vielleicht jemand einen Platz frei?

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  7

Fotoserie

Der Pudel auf der Platte In diesem Bild blicken wir hinter die Kulissen einer der aufwendigsten Fotostrecken, die das Migros-Magazin je realisiert hat. Peter Hebeisen (r.), einer der bedeutendsten Schweizer Tierfotografen, inszeniert mit seinem Assistenten Yaran Bürgi für diese Ausgabe Haustiere aus ungewohnter Perspektive – von unten. Hier posiert gerade Königspudel Arco auf der Glasplatte. Wobei Arco das Scheinwerferlicht gewohnt ist. Warum, erklärt sein Bühnenkollege Christian Jott Jenny auf Seite 18.

Migros-Welt 51  Das Haus aus dem Topf

Bauanleitung für ein Vogelhaus

54  Kaffee wie vom Barista 56  Alnatura Brotaufstrich

58  Biopoulet vom Blech 61 Migusto

Rezept für Kürbis-Ketchup

77  Kalorienarme Konfitüre 79  M-Classic Toast Aktuell mit Schweizer Quartett

82  Alles, was Tiere brauchen

121 Glücksgriff

85  Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

123  Rätsel, Spiele/Impressum 129 Leseraktion

Vom Leckerli bis zu Rescue-Tropfen

119 Glücksgriff

Yeti-Survival-Kit zu gewinnen

Aufenthalt im Biohotel in Kärnten

163-teiliger Alu-Werkzeugkoffer

130 Cumulus


8  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

«Ich und meine Mäuse» Maria (11) Kollbrunn ZH

Name: Maria Alter: 11 Hobbys: Reiten, ­Mädchenriege, Skifahren Wichtigste Eigenschaft: tierfreundlich Mein Zimmer: teile ich mit Cara und ihren neuen ­Gspänli Noemi und Noah Meine Freundinnen: ­haben alle mindestens ein ­Haustier Mein Wunschtier: ein ­Berner Sennenhund. Unser Australian Cattle Dog Huxley (3) ist auch süss Name: Cara (links) Alter: 3 Lebenserwartung: 3 bis 4 Jahre Wichtigstes Merkmal: Albino mit roten Augen Hobbys: buddeln, schnüffeln, kuscheln, fressen. Letzteres am liebsten das Gemüse, das Maria mir von ihrem Teller hinüberschiebt Mein Käfig: steht in Marias Zimmer, aber ich darf immer wieder auf ihr rumturnen und über den Teppich rasen Meine grössten Aben­ teuer: im Garten baue ich mir aus Gras ein weiches Nest. Maria führt mich an einer Schnur spazieren Mein grösster Wunsch: Meine zwei Schwestern Lili und Sweety sind vor Kurzem gestorben. Hoffentlich werden Noemi, Noah und ich bald dicke Freudinnen. (sbl)

Maus Ihr Skelett ist sehr beweglich, sie kann sich sogar durch Türspalten zwängen.


Bilder: Peter Hebeisen; Assistent: Yaran Bürgi; Illustrationen: illumueller

DAS TIER | MM40, 1.10.2018  9


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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  11

«Keins war handlich wie Lieselotte.» Patrick Stöpper (39) Kommunikationsexperte, Wangen an der Aare BE

Gottesanbeterin Ihre Lauerstellung war für sie namensgebend.

«Gestatten, das ist Liese­ lotte. Sie ist so was wie der Star unserer Familie. Wenn wir Gäste haben, wollen im­ mer alle unsere Gottesan­ beterinnen sehen. Liese­ lotte zieht von allen vieren am meisten Blicke auf sich, weil keine so knallgrün leuchtet wie sie. Lieselotte, Nia, Arya und June Carter sind Schwestern. In der frei­en Wildbahn hätten sie sich zum Fressen gern, b ­ ei uns sind sie handzahm. Stundenlang hocken sie ­regungslos auf den Zimmerpflanzen. Unsere Söhne lie­ ben es, sie zu füttern. Eine Grille wird bei lebendigem Leib locker in zehn Minuten verzehrt. Dabei öffnet die Gottesanbeterin das Maul in alle Richtungen und um­ schlingt die Grille wie ein Alien. Als Haustiere sind unsere Damen super. Zwei­ mal pro Woche haben sie Hunger, einmal pro Woche duschen wir sie und putzen ihren Behälter. Auf die Tier­ chen bin ich durch meinen ehemaligen Job beim SRF gekommen, als ich fürs Kinderprogramm ‹Zambo› über spannende Tiere berichtete. Ich hätte gern einige mit heimgenommen, aber keins war so handlich wie Lieselotte.» (yz)


12  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

«Ich mag ihren frechen Ausdruck.» Rahel Rothlin (32) Fachfrau Gesundheit Oerlingen ZH

Ihre Frettchen sind putzige Kerlchen! Finden unsere Söhne und mein Mann auch. Ich mag den frechen Ausdruck. Der helle Finn und der dunklere Filou sind angenehme Frettchen. Die zwei Weibchen, die wir auch haben, sind hingegen zickiger und streitlustiger. Was machen Finn und Filou den ganzen Tag? Schlafen, bis zu 20 Stunden am Tag. Sonst flitzen sie durch die Röhren des Aussenquartiers oder fressen Mäuse, Küken, Katzentrockenfutter oder etwas Rindfleisch. Ihnen gehören nicht nur vier Frettchen. Wir haben 1000 Quadratmeter Umschwung. Uns gehören 13 Lamas, zwei Esel, drei Hunde, vier Katzen, zwei Wasserschildkröten, Fische, Zwergmäuse und Hasen. Arbeiten Sie noch? Nein, im Moment nicht. Mit den Kindern und den Tieren habe ich genug zu tun. Richtig Ferien haben wir seit Jahren nicht mehr gemacht. (sbl)

Frettchen Es ist sehr verspielt und neigt dazu, kleine Objekte zu klauen und zu verstecken.


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  13

«Er ist wie ein kleiner Drache» Ingrid van Pernis (46) Hundetrainerin, Zürich

Dornschwanz-Agame Will sich ein Männchen paaren, kreist es kopfnickend ein Weibchen ein.

Dornschwanz-Agame (Bild), Geckos, ein Halsbandleguan, fünf Möpse, drei Maine-Coon-Kater – Ingrid van Pernis hält sie alle. Ihre Dornschwanz-Agame, der dreijährige Dodo, weckt bei ihr grosse Gefühle: «Er ist wie ein kleiner Drache, schön farbig, zahm.» Einmal habe sie ihn auf die

Terrasse heraus mitgenommen, als er sich ziemlich abgekühlt angefühlt habe. Dodo sei ganz ruhig am Boden gelegen. Als dann die Sonne auf ihn geschienen habe, sei er schön aufgewärmt plötzlich ‹wie eine Rakete› gestartet. Dodo sei ein lieber Kerl, er lasse sich gern auf den Arm nehmen. (sbl)


14  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

«Yoda war mütterlicher als Ciccia. Er war Supermama.» Franziska Müller (51) freischaffende Stylistin, Zürich

Siamkatze Sie ist mit ihren blauen Augen und der weissen Fellfarbe ein Teilalbino.


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  15

«Yoda (8), unsere Siamkatze, war bereits in unse­ rem Haushalt, als Ciccia (8), unser Tigerli, zum Revier hinzustiess: Knapp halb­ jährig, beschnupperten sie sich zum ersten Mal. Yoda verliebte sich in Ciccia – sie zierte sich zunächst Schliesslich war Ciccia doch trächtig, und der ­Moment der Geburt nahte. Ich bot Ciccia den Wäschekorb als Nest an. Da drängte sich Yoda vor, und schwups! war er bei ihr im künftigen Kinderbett. Ich dachte, es sei besser, ihn in ein anderes Zimmer zu sperren, damit sie ihre Ruhe hatte. Doch Ciccia wollte ihn dabeihaben. Das begriff ich nicht ­sofort, deshalb schubste ich ihn wieder weg – da knurrte er mich an. Er schmiegte sich an Ciccia. Als die drei Büsis in der Nacht auf den 24. Dezem­ ber 2011 auf die Welt ka­ men, war das wie doppelte Weihnacht. Er lag bei ihr, umarmte sie, leckte die winzigen Kätzchen. Er trug die Kätzchen ins Körbli zu­ rück, wenn sie unterwegs gewesen waren – er war mütterlicher als die Mutter. Meine Angst, er könnte den Neugeborenen etwas antun, war unbegründet: Yoda war Supermama!» (sbl)


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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  17

«Sie sind Einzelgänger. Ihr Hobby ist sünnele.» Thomas Rothlin (32) Leiter Wildpark Bruderhaus, Oerlingen ZH

Wasserschildkröte Sie versteht sich mit Goldfischen oder Kois, macht sich aber über junge Frösche her.

«Bei uns leben zwei Südliche Zierschildkröten. Die im Bild ist 27 Jahre alt, fast gleich alt wie ich. Sie ist topfit und kann 45 werden. Drum: Prüfe, wer sich bin­ det. Unsere Tiere haben beide keinen Namen. Ihr Zuhause fasst 2500 Liter Wasser, ist zwei Meter lang und 60 Zentimeter breit. Sie teilen es mit kleinen ­Fischen. Wasserschild­ kröten sind Einzelgänger, ihr Hobby ist sünnele. Geht es um den besten Platz an der Sonne beziehungs­ weise unter den Wärme­ lampen, kennen sie nichts: Sie klettern aufeinander, um der ‹Sonne› so nahe wie möglich zu sein.» (sbl)


18  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

Königspudel Gezüchtet für die Wasserjagd, als überdurchschnittlich intelligenter Gesellschaftshund geschätzt.


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  19

«Ich bitte Sie. Ein Star wie Arco geht nicht in die Büsche!» Christian Jott Jenny (40) alias Gesellschaftstenor Leo Wundergut, Zürich und St. Moritz

Wie oft sind Sie schon zusammen auf der Bühne gestanden? Arco hat mit mir meh­ rere abendfüllende Programme bestritten – beziehungsweise ich mit ihm.

Wer ist nervöser auf der Bühne? Arco oder Sie? Da sind wir ähnlich gut geerdete Profis. Ein Glas Weisswein hilft uns beiden übers Gröbste weg.

Wer braucht länger in der Maske? Ich brauche fünf Minu­ ten. Um Arco kümmern sich drei Stylisten ­während einer Stunde.

Wer führt Arco in der Pause Gassi? Ich bitte Sie. Ein Star wie Arco geht nicht in die Gebüsche! Die Gebüsche kommen zu ihm.

Wer hat die dichteren Locken? Pudel bestehen ja im Gegensatz zu anderen Rassen nur aus 40 Pro­ zent Hund. Der Rest sind Locken. Arco gewinnt. Wer hat in welchem ­Bereich mehr ­Bühnentalent? Ich singe besser, er gibt besser Pfötchen. Unsere Einsätze ver­ passen wir in etwa gleich oft.

Warum gehört Arco nicht Ihnen? Arco gehört einer Off­ shore-Holding, die Cay­ man Islands sind invol­ viert usw. Das ist für uns beide steuertech­ nisch viel besser. (yz) Arco, der krauseste Star der Zürcher Theaterszene, gehört Jennys Schauspielkollegin Irene Fritschi. Jenny, der gerade fürs St. Moritzer Gemeindepräsidium kandidiert, zieht mit zunehmendem Haarausfall ebenfalls die Anschaffung eines Königspudels in Betracht. Der könnte Siegfried von Walhalla heissen.


20  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

«Mir hat noch keine was zuleide getan.» Yvonne Rothlin (64), pensioniert, Oerlingen ZH

Warum halten Sie Vogel­spinnen? Unser Sohn wünschte sich vor vielen Jahren Vogelspinnen; ich habe sie von ihm übernommen. Die jüngste ist drei und die älteste 20 Jahre alt. Sie sind wunderschön zum Anschauen und Beobachten. Können Ihre Tiere gefährlich werden? Es sind keine Streicheloder Kuscheltiere. Ein Biss mit ihren Giftklauen ist jedoch nicht gefährlicher als der Stich einer Biene. Mir hat noch keine ­etwas zuleide getan.

Vogelspinne Sie besitzt acht Augen, nimmt jedoch nur Formen sowie Hell und Dunkel wahr.

Mögen Sie Spinnen auch sonst? Sind diese dicken, schwarzen Kellerspinnen im Haus, finde ich das nicht so toll. (sbl)

Bild: zVg

Besitzen Ihre Spinnen neben den Giftklauen weitere «Waffen»? Fühlen sie sich bedroht, wenden sie dem Angreifer ihren Hinterleib zu und schleudern ihm mit schnellen Bewegungen eines Hinterbeins ihre dort platzierten Brennhaare entgegen. Kommt man mit diesen in Berührung, brennt und juckt es. Darum trage ich beim Putzen des Terrariums Handschuhe, die Haare liegen überall herum. Mit der Häutung wachsen der Vogelspinne dann neue Brennhaare nach.


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22  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

«Schwänli und ich sind beide eigensinnig.» Felix Bösch (71), pensioniert, Nassen SG

Ziege Wenn ihr etwas nicht passt, meckert sie, bis sie erhält, was sie will.


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  23

«Schwänli (3) und ich sind beide eigensinnig. Eine Zwerggeiss ist in ihrem ­Wesen der Katze ähn­licher als dem Hund: Sie macht, was sie will. Trotzdem lässt sich Schwänli gern streicheln und auf den Arm nehmen. In einem schönen Garten sollte man keine Zwerggeissen halten – sie würden sogar den Rosenstock fressen, der wäre viel beliebter als das Gras. Schwänli misst in der Höhe 45 Zentimeter und hat schöne Halszötteli, ein wichtiges Schönheitsmerkmal. Als Gründungsmitglied der IG Zwergziegen kann ich sagen: Schwänli entspricht einer original Schweizer Zwerggeiss. Sie ist eines von fünf Geissli, die ich auf einem ehe­ma­ligen Bauernhof halte. Bambi ist seine Zwillingsschwester. Die beiden ­mögen sich sehr, spielen auch gern zusammen. ­Meine Grosskinder spielen auch oft mit ihnen. Mehr als Gras, Heu, Chüngeli-Futter und Wasser brauchen sie nicht zum Überleben. Gestern, als ich von einer Reise zurückkam, gab es einen Apfel dazu, zur Feier unseres Wiedersehens. Ich würde nie nur eine Zwerggeiss verkaufen, sie gehören zusammen und sollen bis ans Lebensende zusammenbleiben – das kann noch gut 13 Jahre dauern.» (sbl)


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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  25

Katzen

Man liebt sie oder … Süsse Schmusekatze oder intriganter Stubentiger? Pro und Contra zum beliebtesten Haustier der Schweiz.

Gabriel Vetter (35) Kabarettist und Schriftsteller

Lisa Christ (27) ­­ Slam-Poetin und Kabarettistin

Bilder: Basil Stücheli, module+

M

enschen, die Kat­ zen nicht mögen, sind mir suspekt. Was gibt es Süs­seres als diese kleinen Flauschballen? Nicht umsonst sind sie die von allen Genera­ tionen ­akzeptierten YoutubeStars: Katzenbabys sind das absolut Zuckersüsseste, Toll­ patschigste und Herzerwär­ mendste, ­was man überhaupt im Internet findet – und das ist ­be­kanntlich gross. Klar, andere Tiere haben auch schönen Nachwuchs, aber nichts kommt an Katzenbabys heran. Hündeler werden nun die Nase rümpfen und ihrem ­Wauwau mit den Worten «Es kommt aber auch auf die inne­ ren Werte an, gell Schnuffi»

übers Haupt fahren. Ja, das stimmt. Aber davon haben die Katzen mehr als genug. Man wirft ihnen zwar Eigen­ sinnigkeit vor, Unzähmbarkeit und gar Egoismus. Doch nun frage ich Sie: Welcher Mensch bevorzugt denn ­unterwürfige Gefährten, und wer kann sich an einem eigenwil­ligen Gegenüber ­erfreuen? Ich lobe mir quer­ köpfige Wesen, die bis zu ­einem gewissen Grad auf ihrer Autonomie beharren – bei Menschen wie bei Tieren. ­Aus­serdem sind Katzen auch ausgewachsen immer noch Heimeligkeit pur: Nichts geht über einen heissen Tee, ein g­ utes Buch und eine einge­ rollte, schnurrende Katze. MM

E

s ist kompliziert mit mir und den Katzen. Ich mag sie ein wenig – die schier offensive Nutz­ losigkeit, die alle Katzen mit einer eleganten Nonchalance zur Schau tragen. Meine These ist: Wer sich langweilt, will eine Katze. Wer Beruhigung braucht, will einen Hund. Jedes Mal, wenn ich versu­ che, eine Katze irgendwie zu beeindrucken, komme ich mir vor, als würde ich als Guschti Brösmeli bei den Wagner-Fest­ spielen Lastwagenfahrerwitze erzählen: Ich stosse auf ver­ ständnislose Ignoranz. Fakt ist: Wer auch nur einen Funken Zweifel hat, wer also nur ein wenig Menschsein in sich trägt, der kann niemals mit einer

Katze glücklich w ­ erden. Kat­ zen sind passiv-­aggressive Pädagogen, sie sind die bösen, bebroschten Klavierlehrerin­ nen der Vierbeiner. Sie ver­ suchen, ihre Halter zu erziehen. Beginnt man als Mensch eine Beziehung mit ­einem Katzen­ halter, ist schon von vorn­herein alles verloren – die Katze duldet keine Nebenbuhler. Man kann also davon aus­ gehen, dass zwei Drittel a­ ller Scheidungen ihren Ursprung bei Katzen haben. Hunde zerstören Mobiliar im Spiel. Katzen zerstören mit der ein­ zigen Absicht, den Menschen einen Denkzettel zu verpassen. Das Problem mit Katzen ist simpel: Sie sind dem Menschen einfach zu ähnlich. MM


26  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

Profi-Schnüffler

Fast wie Kommissar Rex

Sie schnüffeln, sie sichern, sie spüren auf: die Diensthunde des Polizeicorps der Stadt Zürich. Das Migros-Magazin ging mit ihnen auf Patrouille. Und auch wenn die vierbeinigen Kommissare nicht ganz so clever sind wie im Fernsehen – die Polizei wäre ohne sie oft aufgeschmissen. Text: Reto Vogt  Bilder: Daniel Winkler

W

achtmeister Michael Toggweiler (40) deutet seinem Patrouillen­ kollegen, das Fahrzeug vor ihnen anzuhalten. 02:50 Uhr: «Dä fahrt komisch, isch da ächt Alkohol im Spiel?» Betrunken ist zwar keiner der drei Männer aus Mazedonien. Es stellt sich aber rasch heraus, dass sie über 20 000 Euro Bargeld dabeihaben. Die Polizisten entschliessen sich daher, das Fahrzeug und die Insassen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ohne die Hilfe eines Hundes kommt die Polizei in solchen Fällen nicht weit. Die Vierbeiner hören dop­ pelt so gut und riechen bis zu einer Million Mal besser als der Mensch. Seit über 100 Jahren sind die Dienst­ hunde nicht mehr aus dem Polizei­ corps der Stadt Z ­ ürich wegzudenken. Sie ­sichern Gelände oder G ­ ebäude, verfolgen Täter, spüren verschollene Personen auf und suchen nach Ge­ genständen, Betäubungsmitteln und Sprengstoff. 03:05 Uhr: Esko, der Deutsche Schäferhund von Michael Toggweiler, wird aus dem Käfig des Patrouillen­ wagens gelassen. Doch bevor der Hund sich auf die S ­ uche nach Ha­ schisch, Kokain und Heroin machen darf, zieht ihm der Polizist ein Paar «Finken» über. Dies nicht zum Schutz des Tiers, sondern zu dem des Autos. Die Besitzer des Wagens sollen die Polizei nicht für allfällige Schäden haftbar machen können.

Der berühmteste Polizeihund ist wohl «Kommissar Rex» – die wenigs­ ten wissen, dass er mit vollem Namen Reginald von Rafenhorst heisst. Poli­ zeihunde tragen stets den Namen der Zuchtstätte, im Fall von Esko «vom Paradiesertor». Sein Vorname be­ ginnt mit dem fünften Buchstaben des Alphabets, weil er dem fünften Wurf dieser Zuchtstätte entstammt.

«Für unsere Hunde ist die Polizeiarbeit nicht nur Vergnügen, sondern körperliche Höchstleistung.» Cornelia Wyrsch, Hundeführerin

03:20 Uhr: Während rund einer Viertelstunde durchsucht Esko das mazedonische Auto. Steckt seine Schnauze in jede Ritze des Wagens, durchschnüffelt das Gepäck und fahndet selbst unter der Motorhaube nach Betäubungsmitteln. Aber ver­ geblich: Das Fahrzeug ist sauber, und nach Prüfung von Personalien dürfen die Männer weiterfahren. 03.45 Uhr: Obwohl Esko vom Pa­ radiesertor diesmal keine Drogen ge­ funden hat, bekommt er trotzdem eine Belohnung. Einerseits um ihn für den Einsatz zu loben, andererseits um seine Motivation für die nächste

Aufgabe hochzuhalten. Es gibt aller­ dings kein Leckerli für den Hund. Er darf sich dafür in einer Attrappe verbeissen und damit spielen – das genügt ihm. Es darf keine Routine aufkommen

Es war ein langer Arbeitstag für das Tier. Begonnen hat er kurz nach sechs Uhr abends, gleichzeitig mit dem Dienst seines «Chefs» Michael Togg­ weiler. Zusätzlich zu den Einsätzen auf der Strasse findet jeden Donners­ tagabend eine Übung des Dienst­ hunde-Kompetenz­zentrums statt. Der Ort wechselt regelmässig, da kei­ ne Routine auf­kommen soll – weder für die Hunde noch für die Polizisten. Zusätzlich findet alle 14 Tage ein ganztägiges Hundetraining auf dem Gelände des Diensthunde-Kompe­ tenzzentrums statt. 18:30 Uhr: Heute treffen sich vier Po­ lizisten, zwei Instruktoren und fünf Hunde bei der Wasserversorgung Zürich. Die Behörde hat Feierabend, das Gebäude ist dem­entsprechend verwaist und wird für die Übung zweitgenutzt. Der Instruktor zeigt das P ­ rogramm auf: «Heute suchen wir in ­verschiedenen Räumen nach ­Verbrechern und üben das Aufstö­ bern von versteckten Gegenständen auf offenem G ­ elände.» Polizeihunde werden von klein auf ­trainiert. Im Alter von zehn bis zwölf ­Wochen werden sie beim Züchter ab­ geholt und wohnen fortan bei ihrem

Bereit für den Nachtdienst: Wachtmeister ­Michael Togg­ weiler mit Esko in der Zürcher ­Innenstadt.


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  27

1 Toggweiler zieht Esko «Finken» an, zum Schutz des Autos, das er durchsuchen soll. 2 Esko in Aktion: Der Hund fahndet nach ­Betäubungsmitteln.

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3 Um Esko die Arbeit zu erleichtern, wird das Gepäck der Autofahrer ausgelegt.

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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  29

1 Esko macht Pause in der Hauptwache der Stadtpolizei Zürich. 2 «Los»: Toggweiler gibt Esko das Kommando für Verfolgungsjagd.

2

1

Polizeihundeführer oder ihrer Polizeihundeführerin ­zu Hause und werden von ihm oder ihr ­trainiert – auch privat. Anders als bei ­anderen Polizeicorps gehören die Hunde beim Diensthunde-Kompetenzzentrum der Stadtpolizei Zürich nicht dem Staat, sondern den Polizisten privat. 19:00 Uhr: Jetzt wird die Suche nach tatverdächtigen Personen in einem verwinkelten Gebäude trainiert. Das Training ist anstrengend, nach 20 Minuten sind alle Beteiligten erledigt und durchgeschwitzt – das gilt insbesondere für die Diensthundeführer, die die Einsätze leiten und zugleich auf jedes Zeichen ­ihrer Hunde reagieren müssen. Eine der erfahrensten Hundeführerinnen von Zürich ist Cornelia Wyrsch (46), die in ihren 25 Dienstjahren bereits drei Diensthunde grossgezogen hat. Ihr derzeitiger Diensthund, Kyros du Boidamont, ist heute sechsjährig und damit im besten Alter. «Bis ein Hund vollständig ausgebildet ist, dauert

es etwa drei Jahre», weiss Cornelia Wyrsch. Nicht jedes Tier schliesst jedoch seine Ausbildung ab. Ist der Welpe acht Monate alt, findet ein ärztlicher Untersuch statt; 16 Wochen später wird ein Wesenstest durchgeführt. Erst jetzt entscheidet sich, ob das Tier sich als Diensthund eignet oder ob die Aus-

«Man kann Hunden nicht eine Pistole zeigen, und dann suchen sie eine Pistole.» Michael Toggweiler, Wachtmeister

bildung abgebrochen werden muss. «Das passiert aber äusserst selten», so Wyrsch. Nur weniger als jeder zehnte Hund fällt durch. Erst nach 24 Monaten gilts ernst, und

3 Zielperson gefunden: Zur Belohnung darf Esko in die Manschette beissen.

3

die Hunde leisten ihren ersten Einsatztest, nach 30 Monaten den zweiten. 21:00 Uhr: Bevor Esko vom Paradiesertor sich mit seinem Hundeführer in den Nachtdienst verabschiedet, muss er sich als Suchhund beweisen. Seine Aufgabe ist es, in ­einem verwinkelten, mehr als vier Fussballplätze grossen Gelände nach Gegenständen zu suchen. «Man kann Hunden nicht eine Pistole zeigen, und dann suchen sie eine Pistole», erklärt Michael Toggweiler. Es funk­ tioniert so: Hunde suchen nach Gegenständen, die nicht ins abzusuchende Gebiet passen. Zum Beispiel eine in der Wiese liegende Pistole oder ein im Baum verstecktes Seil. Ewig halten die Hunde die körper­liche Anstrengung, die der Polizeidienst mit sich bringt, nicht durch. Immerhin acht Jahre arbeitet ein Diensthund dennoch, wenn er bis dahin gesund bleibt. Das «Rentenalter» ist jedoch flexibel: Die Tiere werden so lange eingesetzt, wie sie körperlich dazu in der Lage


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1 Kyros beim Training: Cornelia Wyrsch mit ihrem Hund auf dem polizeieigenen Hunde­ trainingsgelände 2 Wichtiges Ritual: Bei der Suche nach Drogen trägt Kyros stets dasselbe Halsband.

1

sind. Die meisten werden vor ihrem zehnten Geburtstag pensioniert und kassieren danach eine Rente von zehn Franken am Tag. Noch im Dienst, verdient ein Hund täglich 16.45 Franken. In Tat und Wahrheit ist das natür­ lich kein Lohn für den Hund, sondern es sind steuerfreie Spesen für den Polizisten, der davon zum Beispiel Futter kauft, die Woh­ nung hundetauglich einrichtet oder ein grösseres Auto kauft, um den Hund immer dabeihaben zu können. Repräsentative Aufgaben sind Teil des Jobs 21:50 Uhr: Das Training endet vorzeitig, da

die Polizisten am nächsten Tag repräsen­ tative Aufgaben erfüllen müssen und die ­Fähigkeiten ihrer Hunde an einer Jubi­ läums­veranstaltung der Stadt Zürich zeigen. «Das gehört auch zu unseren Aufgaben im Dienst der Öffentlichkeit», sagt Michael Toggweiler. Normalerweise dauert die Übung bis kurz nach Mitternacht. Einhalten muss die Dienstplanung lediglich eine Ruhe­ zeit von neun Stunden, nicht eingerechnet sind der Nachhauseweg und die Auslauf­ runde mit ihren Hunden, die die Polizisten abends oft noch drehen. Auch vollständig ausgebildete Hunde brauchen noch regel­ mässiges Training. Cornelia Wyrsch erklärt, warum: «Für unsere Hunde ist die Polizeiar­ beit nicht nur ein Vergnügen, sondern kör­ perliche Höchstleistung. Es ist wichtig, sie dabei zu fördern, zu motivieren und zu be­ lohnen.» Hunde lernen über Rituale: Vor je­

dem Einsatz, bei dem Kyros nach Betäu­ bungsmitteln suchen muss, zieht sie ihm ein Halsband an, auf dem «Drogenfander» steht. Anschliessend zeigt sie ihm ein gerolltes Handtuch, bei dem sie vorgibt, es zu verste­ cken. Der Hund macht sich auf die Suche da­ nach und zeigt an, wenn er Drogen findet. Aber ob erfolgreich oder nicht: Als Beloh­ nung für seine Anstrengung darf er herzhaft ins Handtuch beissen. Ganz wie im Fernse­ hen läuft es also nicht. «Anders als Kommis­ sar Rex können richtige Polizeihunde nicht logisch denken», sagt Cornelia Wyrsch. 23:10 Uhr: Auf dem Nachteinsatz passiert wenig. Es ist und bleibt eine ruhige Nacht in der Stadt Zürich, wohl weil das Wetter durch­zogen ist. «Regen ist der beste Poli­ zist», weiss Michael Toggweiler. Bei einer Einbruchsmeldung im Enge-Quartier steht Esko kurz davor einzugreifen. Doch es stellt sich als Fehlalarm heraus, der mutmasslich von einem anderen Tier aus­gelöst worden ist: einer Schnecke. Der Deutsche Schäfer ist der «Migros-Hund»

Der Grossteil der Diensthunde ist männlich. Weibchen gibts auch, aber nur wenige, und diese müssen kastriert werden. «Sonst ma­ chen sie mir den ganzen Laden verrückt, und die Rüden können sich nicht mehr auf die Arbeit konzentrieren», sagt René Fech­ ner, stellvertretender Leiter des Diensthun­ de-Kompetenzzentrums und Vorgesetzter von Toggweiler und Wyrsch. Insgesamt wer­

2

den sechs verschiedene Rassen eingesetzt, der Deutsche Schäfer gilt als ideal für Poli­ zisten, die zum ersten Mal einen Hund aus­ bilden. «Wir nennen ihn Migros-Hund», lacht Fechner. Deutsche Schäfer seien lieb, treu, unkompliziert – und einfach gut, «wie die Migros halt. Und das sage ich nicht nur, weil Sie vom Migros-Magazin sind.» MM

Zahlen und Fakten

Diensthunde des Polizeicorps der Stadt Zürich • 10–12 Wochen alt sind die Hunde, wenn sie von ihrem Hundeführer übernommen werden • Rund 3 Jahre dauert die Ausbildung der Diensthunde und kostet 35 000 Franken • 42 Stunden pro Woche arbeiten die Diensthunde, verteilt auf 5 Schichtdienste • Rund 8 Jahre bleiben die Hunde im Dienst, sofern es ihre Gesundheit erlaubt • 6 verschiedene Hunderassen kommen derzeit bei der Stadtpolizei Zürich zum Einsatz: 1 Riesenschnauzer, 1 Rottweiler, 1 Labrador, 4 Bayerische Gebirgsschweisshunde, 15 Belgische Schäferhunde und 22 Deutsche Schäferhunde • 5,8 kg Marihuana, 2,2 kg Amphetamine, 187 g Heroin, 930 g Kokain und 35 390 Franken Bargeld haben die Diensthunde 2017 aufgespürt


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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  33

Kostenübersicht

Teure Freunde Wer sich ein Haustier anschaffen will, sollte auch die Folgekosten einkalkulieren. Mit dem Kaufpreis allein ist es nämlich nicht getan. Quelle: «Beobachter»

Hund

Lebensdauer: 10 bis 15 Jahre Kaufpreis: Fr. 0 bis 2500.–

Guppy Zierfisch Lebensdauer: zirka 2 Jahre Kaufpreis: Fr. 1.– bis 50.– Einmalige Kosten Aquarium, Einrichtung Total Monatliche Kosten Futter Total Kosten pro Jahr

540.– Gesamtkosten

300.– 300.– 10.– 10.– 120.–

Einmalige Kosten Medizinische Grundbehandlung Jungtier 150.– Kastration m/w 300.–/600.– Hundekurs ab 100.– Chip ab 70.– Leine 20.– Halsband 20.– Schlafgelegenheit 50.– Fress- und Wassernapf 30.– Pflegemittel 40.– Spielzeug 20.– Total m/w 800.–/1100.– Monatliche Kosten Futter / Knabberzeug Total

100.– 100.–

Jährlich wiederkehrende Kosten Hundesteuer je nach Gemeinde mind. 100.– Impfungen 100.– Parasitenprophylaxe 100.– Total 300.– Kosten pro Jahr

1500.–

23 600.–

Wellensittich*

Lebensdauer: 10 Jahre Kaufpreis: Fr. 130.– pro Paar Einmalige Kosten Voliere Einrichtung Total

190.– 40.– 230.–

Monatliche Kosten Futter 25.– Sand 10.– Total 35.– Kosten pro Jahr 420.–

4560.– Gesamtkosten

Gesamtkosten Lebensdauer 15 Jahre, w, ohne Kaufpreis

Wie die Zahlen zustande kommen Die hier aufgeführten B ­ eiträge sind Durchschnittswerte (2010). Im ­Einzelfall kann man ein Tier auch günstiger ausstatten und füttern, sicherlich aber auch viel t­ eurer. Nicht mit einberechnet sind allfällige K ­ osten für den Tierarzt, die sich je nach Krankheit rasch auf e ­ inige Hunderte oder gar Tausende von Franken summieren ­können, sowie die Ferien­betreuung.

* Diese Tiere dürfen nicht allein gehalten werden. Die Kosten sind pro Paar berechnet.


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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  35

Zwergkaninchen* Lebensdauer: 6 bis 10 Jahre Kaufpreis: Fr. 180.– pro Paar Einmalige Kosten Käfig Aussengehege Einrichtung Wassertränke, Napf Sandbad Total bei Aussengehege

250.– 400.– 150.– 20.– 20.– 440.– 590.–

Monatliche Kosten Sand, Einstreu Futter Total

40.– 20.– 60.–

Kosten pro Jahr

7970.–

720.–

Gesamtkosten Lebensdauer 10 Jahre, im Aussengehege

Katze

Lebensdauer: 12 bis 20 Jahre Kaufpreis: Fr. 0 bis 1500.– Einmalige Kosten Medizinische Grundbehandlung 180.– Kastration m/w 100.–/200.– Kistli, Futternäpfe 30.– Kratzgelegenheit ab 80.– Transportkiste 50.– Katzennetz ab 40.– Total m/w ab 480.–/ab 580.– Monatliche Kosten Spielzeug, Flohhalsband Futter, Katzenstreu Total

10.– 90.– 100.–

Jährlich wiederkehrende Kosten Entwurmung 35.– Leukose-Impfung 65.– Katzenseuche/-schnupfen 60.– Total 160.– Kosten pro Jahr

1360.–

20 980.–

Grafiken/Illustrationen: Illumueller.ch

Gesamtkosten Lebensdauer 15 Jahre, w, ohne Kaufpreis

Kornnatter Lebensdauer: zirka 10 Jahre Kaufpreis: Fr. 100.–

Einmalige Kosten Terrarium Bodeneinrichtung Lampen Dekomaterial Total

200.– 30.– 100.– 70.– 400.–

Bartagame Echse Lebensdauer: zirka 10 Jahre Kaufpreis: Fr. 120.– Einmalige Kosten Terrarium Bodeneinrichtung Lampen Dekomaterial Total

240.– 100.– 200.– 50.– 590.–

Monatliche Kosten Nahrungszusätze 2.– Futter 5.– Total 7.– Kosten pro Jahr

84.–

1550.– Gesamtkosten

Monatliche Kosten Futter 7.– Total 7.– Kosten pro Jahr

1340.– Gesamtkosten

84.–


36  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

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Wie viele Hausschweine halten Claudia und Fredi Stauffenegger?

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Wie heisst der Hund von Tierphilosoph Markus Wild?


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  37

«Die Tiere strahlen eine tiefe Ruhe aus.» Patricia KälinKienberger (45), Verkäuferin, Rüti ZH

Bild: Daniel Auf der Mauer

Sie hatte schon einige eindrück­liche Erlebnisse mit Elefanten. ­Eins ragt heraus: 2011 musste Patricia Kälin-­Kienberger dem Rapperswiler Zoo wegen einer schweren Operation zwei ­Wochen lang fern­bleiben. Als sie danach erstmals wieder zur Elefantenanlage kam, liefen vier der Tiere sofort auf sie zu, darunter die damalige Leitkuh Patma. «Sie blieben vor mir stehen, senkten und hoben ihren Rüssel zwei Mal, als ob sie mich begrüssen würden», erzählt sie. «Da war mir zum ersten Mal klar: Die Tiere ­erkennen mich.» Die innige Beziehung zwischen den grauen Riesen und der Menschenfrau begann 2008. «Ich machte gerade eine schwierige Zeit durch. Meine Eltern waren kurz nacheinander ge­storben, und so ging ich mal wieder in den Kinderzoo, um mich ein wenig abzulenken.» Schon zuvor verweilte sie ab und zu bei den Elefanten, aber diesmal war es anders. «Ich stand ewig lange dort, beobachtete sie und spürte dabei, wie eine tiefe Ruhe über mich kam. Diese Tiere ­haben eine Ausstrahlung wie keine anderen.» Elefant Futtert fast ununterbrochen, nimmt pro Tag etwa 200 Kilo Pflanzennahrung zu sich

Seit diesem Tag geht die frühere Verkäuferin und leidenschaftliche Fotografin


38  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

aus Rüti ein bis drei Mal pro ­Woche zu den Rüsseltieren, verbringt Stunden bei i­ hnen, ­beobachtet, foto­grafiert, filmt sie und führt gedank­liche Gespräche mit ihnen. «Wenn mich e ­ twas ärgert, stört, bedrückt oder traurig macht, gehe ich zu ihnen und tanke frische Kraft und Energie. Diese wunder­ baren Tiere sind wie Seelengärtner, die fröhliche Gedanken pflanzen und trau­ rige ausreissen.» Kälin-­ Kienberger erkennt heute jeden der Rapperswiler

Elefanten auch von hinten, weiss alle Namen, Geburtsjahre, Besonderheiten. Sie hat ihnen sogar eine Website ge­widmet und setzt sich auch sonst mit Elefanten auseinander, liest Bücher, schaut Filme, spendet für Zooprojekte und Unterstützung in freier Wildbahn. Auch für die neue Elefantenanlage in Knies Kinderzoo hat sie einen Beitrag geleistet: Aus ihren Einnahmen als Fotografin spen­ dete sie das Kilogewicht

der Elefantendame Sabu (34) in Franken. Sabu, ­inzwischen 4,7 Tonnen schwer, erlangte landesweite Berühmtheit, als sie 2010 in Zürich aus dem ­Zirkus ausbüxte, ein Bad im See nahm und anschliessend durch die Bahnhofstrasse spazierte. «Sie ist eigenwillig und neugierig, hat einen Dickschädel – ein bisschen wie ich», sagt Kälin-­Kienberger. Sabu hat es ihr besonders angetan. Doch bisher konnte sie die Elefantendame immer nur

von der anderen Seite des Geheges aus sehen. Für das Fotoshooting des ­Migros-Magazins erlaubte der Kinderzoo jedoch ausnahmsweise den Zutritt in die Anlage. Begleitet vom obersten Tierpfleger, der Sabu mit Futter bei Laune hielt und dirigierte, durfte ­Patricia Kälin-Kienberger ihr Lieblingstier sogar ­anfassen. Sie strahlt: «Ein perfekter Tag!» (rk) MM

«Wenn mich etwas ärgert oder traurig macht, gehe ich zu den Elefanten und tanke neue Kraft.» Patricia KälinKienberger

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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  39

«Sie zwingen mich zu einer gewissen Ruhe.» Regula Steiger (17) Zeichnerin in Ausbildung Fachrichtung Architektur, Heerbrugg SG

«Meine Bienen spüren ganz genau, wie es mir

geht. Bin ich gestresst, werden sie auch nervös. Deshalb bemühe ich mich immer um ruhiges Handeln, wenn ich im Bienenstand bin. Die Tiere zwingen mich somit zu einer gewissen Ruhe, das tut mir gut. Als ich in der 6. Klasse

einen Imkerkurs begann, war ich mit Abstand die Jüngste. Ich hatte aber bereits ein wenig praktische Erfahrung und wusste in gewissen Bereichen mehr als die anderen Kursteilnehmer. Die haben schön gestaunt. Auch heute, im Imkerverein Unterrheintal, bin ich die Jüngste. Aber alle begegnen mir auf Augenhöhe.

Bild: Daniel Auf der Mauer

Ich habe meine Tiere gern! Wenn man ein Volk

Bienen Eine weibliche Biene wird zur Königin gemacht, indem sie als einzige mit Gelée Royale gefüttert wird.

verliert – 20 000 bis 30 000 Bienen, zu denen man ein Jahr lang geschaut hat –, ist das bedrückend. Gestochen werde ich sehr selten. Und wenn, dann weiss ich, dass ich etwas falsch gemacht habe. Denn eine Biene sticht nur, um sich zu verteidigen. Schliess­ lich stirbt sie ja auch dabei.» (yh)


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Ein paar Highlights der Manicure-Neuheiten: 1 Sally Hansen COLOR THERAPY 270 Mauve Mantra*, 14.7 ml 14.90 2 Sally Hansen COLOR THERAPY 260 Berry Smooth*, 14.7 ml 14.90 3 Sally Hansen COLOR THERAPY 250 Rosy Glow*, 14.7 ml 14.90 4 Sally Hansen MIRACLE GEL 160 Pinky Promise*, 14.7 ml 16.90 5 Sally Hansen NAIL & CUTICLE ELIXIER*, 14.7 ml 14.90 6 Sally Hansen 101 MIRACLE GEL TOP COAT*, 14.7 ml 16.90 7 I am Professional Boomerangfeile, 1 Stück 2.90 8 Essie 50 Bordeaux*, 13.5 ml 13.90 9 Essie 55 A-List*, 13.5 ml 13.90 10 Essie 73 cute as a button*, 13.5 ml 13.90 11 Essie 318 resort fling*, 13.5 ml 13.90 12 Essie Gel Coutur Top Coat*, 13.5 ml 15.90 13 Essie Treat Love & Color 02 TINTED LOVE*, 13.5 ml 13.90 14 I am Nagellackentferner mit integriertem Schwamm, 75 ml 4.90 15 I am Professional Nagelhautschieber 2 in 1*, 1 Stück 1.90 * Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 2.10. BIS 15.10.2018, SOLANGE VORRAT

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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  41

Die Meisterin der Zucht

Bild: Daniel Auf der Mauer

Sabrina Dichne (26), BWL-Studentin, Zollikerberg ZH Sie sind extrem schön, aber auch extrem aggressiv. In rund 300 Aquarien hält und züchtet Sabrina Dichne (26) seit 14 Jahren Kampffische. Zurzeit sind es rund 250 erwachsene und mehrere 100 Jung­fische. Die Aquarien stehen aneinandergereiht im Soussol des Elternhauses. Jeder Fisch braucht nach dem Schlupf bald einmal ein e ­ igenes ­Zuhause – ein Gegenüber duldet der Fisch nicht. ­Treffen zwei ­dieser kleinen ­Fische ­auf­einander, können sie sich gnadenlos zerfetzen: ein Kampf um Leben und Tod. Selbst ihr Spiegelbild greifen sie an. «Diese ­Fische sind revierbezogen», sagt Dichne. Entsprechend schwierig gestal­tet sich die Paarung. «Beide müssen gut gefüttert sein.» Sabrina Dichne hat dabei grosses Geschick entwickelt. Sie führt die Fische zusammen, die Paarung selbst findet ­innerhalb von zwei bis drei Ta­gen statt und dauert meist mehrere Stunden. «Nach der Paarung muss das Weib­chen das Aquarium wechseln, sonst wird es vom Männchen vertrieben und gejagt.» Die Brut besteht aus bis zu 600 Eiern. (sbl)

Kampffische In Freiheit bauen die Männchen für die Paarung ein Nest aus Luftbläschen.

PS: Wenn sie nicht gerade­ ­fotografiert werden, leben die Kampffische selbstverständlich in einem grossen Aquarium.


42  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

«Esel sind nicht störrisch, sondern vorsichtig.» Christian Steiger (53) Leiter «Park im Grüene», Rüschlikon ZH

Seit zehn Jahren arbeitet der gelernte Gärtner Christian Steiger in der Parkanlage. Heute als Leiter eines fünfköpfigen Teams. Das Füttern und Putzen der Esel gehören zu seinem Alltag. «Natürlich entsteht da eine Verbundenheit mit den Tieren. Ich verbringe ja jeden Tag ein bis zwei Stunden mit ihnen.» Mittwochs und sonntags sind «seine» Grautiere beim Eselreiten die Lieblinge der Kinder. Die werden auf ihren Ausritten von ihm und Teenagern beaufsichtigt, die sich im Park zu Eselführern ausbilden liessen. (tt)

Esel Seine Ohren haben 16 Muskeln. Damit kann er die Lauscher um fast 180 Grad drehen.

Bilder: Mirko Ries; Antti J. Leimonen

Nein, korrigiert Christian Steiger, Esel seien keine störrischen, sondern vielmehr vorsichtige Tiere. «Wenn sie etwas nicht kennen oder sie beispielsweise ein Schatten am Boden erschreckt, bleiben sie halt stehen», sagt der Parkleiter des «Park im Grüene» in Rüschlikon ZH. Oft werde diese Vorsicht dann einfach falsch interpretiert. Sechs Esel – vier Stuten und zwei Hengste – leben jeweils während acht Monaten im Park der Migros Zürich.


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  43

«Katla ist so etwas wie das Hotelplan-Maskottchen.» Fabienne Rochat (37) Hotelplan-Reiseleiterin, Glattbrugg ZH

Husky Rüden werden bis zu 28 Kilo schwer, die Weibchen wiegen im Schnitt 20 Kilo.

Im Dezember bricht Fabienne Rochat auf in ihre zweite Heimat, Finnisch Lappland. Seit acht Jahren verbringt die Hotelplan-Reiseleiterin vier Monate im hohen Norden. In Kittilä empfängt sie Feriengäste, gibt Ausflugstipps, organisiert Exkursionen. Durchschnittlich 80 Personen betreut sie pro Woche. Immer mit dabei ist Katla, ihre junge Husky-Dame. «Katla ist so etwas wie das Hotelplan-Maskottchen in Kittilä.» Seit Jahrzehnten gehören Huskies zum Leben von Fabienne Rochat.

Vor ihrer Zeit als Reiseleiterin arbeitete sie als Huskyguide, erst in der Schweiz, dann in Schweden. «Huskies sind sehr liebevolle, zutrauliche Hunde. Sie sind aber auch stark von ihren Instinkten getrieben und haben ein wildes Wesen – ein Gegensatz, der mich fasziniert.» Fasziniert ist Fabienne Rochat auch vom Kontrast ihrer zwei Welten: die kleine, hektische Schweiz und die ruhigen Weiten Finnlands, durch die sie und Katla bald schon wieder gemeinsam streifen werden. (tt)

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44  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

«Es beruhigt ein bisschen, dass notfalls befreundete Papageienhalterinnen meine Vögel übernehmen könnten.»

Als Lotti Ingold mit dem Auto zu Hause vorfährt, erklingt aus der riesigen Freiflugvoliere ein vielstimmiges Begrüssungspfeifen. Ihre fünf Graupapageien haben sie schon entdeckt – zwei fliegen direkt zum ­Gitter und klammern sich dort fest, einer kommt am Boden entlangspaziert. Kurz darauf sitzen sie für den Fototermin in einer Reihe auf einem Seil, nur

Graupapagei Wenn bei Ingolds das Telefon klingelt, sagt oft einer der fünf: «Ingold!».

Bild: Daniel Auf der Mauer

Lotti Ingold (64) administrative Mitarbeiterin, Höchstetten BE


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  45

Iduna ist ein bisschen scheu und hält Distanz zu den Fremden. ChiccoCharly hingegen hat schon interessiert Kontakt aufgenommen und macht nun Kapriolen am Seil. «Wir hatten früher schon Haustiere, aber die meisten lebten halt nicht sehr lange», sagt Lotti Ingold, die bei ihrem Mann in dessen Waffengeschäft in Höch­ stetten BE mitarbeitet. ­Deshalb sah sie sich nach

langlebigeren Tieren um, als die beiden Kinder aus dem Haus waren. «Vögel mochte ich schon immer, und Graupapageien sind wegen ihrer Intelligenz ­etwas ganz Besonderes.» Sie war sich bewusst, dass diese Tiere 40 bis 50 Jahre alt werden können, ­deshalb suchte sie nach ­einem Pärchen, das bereits 20 Jahre alt war. «So hätte das mit meinen 50 Jahren einigermassen gepasst.» Doch dann konnte sie dem

relativ jungen Pärchen Chicco-Charly und CocoCarla (beide heute 15) nicht ­widerstehen. Später kamen Lucy (9) und Leo (10) sowie Iduna (13) hinzu, die eine neue Halterin brauchten. Dass sie sich damit für den Rest ihres Lebens gebunden hatte, war ihr sehr bewusst. Nur schon Ferien sind schwierig. «Und ich könnte vermutlich eher meinen Mann verlassen als die Vögel – der würde

schon wieder jemanden finden», sagt sie nur halb im Scherz. Einen neuen Ort zu finden, an dem es die fünf anspruchsvollen Vögel vergleichbar gut hätten wie bei Lotti Ingold, wäre nicht leicht: einen Innenraum für sich, die grosse Aussen­ voliere, dazu jeden Tag ausgiebige Beschäftigung. «Drei Stunden Training und Spiele am Tag braucht es mindestens, je mehr Zeit, desto besser. Sie müssen sich unterhalten können.»

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PUNKTE

Immerhin: Falls sie plötzlich ausfallen würde, stünden mehrere andere Halterinnen bereit, mit denen sie befreundet ist und regelmässig «Papageien-Höcks» durchführt. «Das zu wissen, beruhigt ein bisschen.» Zudem halte sie sich fit, und ihre Mutter sei über 90 geworden. «Das schaffe ich hoffentlich auch.» (rk) www.papageienworkshop.ch


Illustration: illumueller

Minischweinchen: Sie sind schlau, sauber und verschmust.

Ja

Nein

Genügt ein Untergebener?

Ja

Nein

Sind Sie zu Hause gern der Chef?

Ja...

Text: Monica Müller Illustration: illumueller

Finden Sie es heraus – mit unserer nicht ganz ernst gemeinten Entscheidungshilfe.

Nein

Welches Tier passt zu mir?

Nein

Schmusen Sie gern?

Nein

Verfüttern Sie gern ­Lebendfutter?

Ja

Nein Teddybär: Er erwartet nichts und braucht nichts, ist immer kuschlig.

Werden Sie gern stürmisch begrüsst?

Ja

Lieben Sie Verantwortung in Beziehungen?

Ja

46  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER


Migros-Welt MM40

18 855 Zahl der Woche

Von Hundeleinen über Futterautomaten bis zu Nagerkäfigen: Galaxus.ch, das Online-Warenhaus der Migros, führt in der Kategorie Tierbedarf derzeit 18 855 Artikel.

Migros-Besitzerin

«Das Piepsen der Kasse hat mich verfolgt» Haben Sie eine besondere Erinnerung an die Migros? Ich habe früher in den Sommerferien im Wynecenter an der Kasse gearbeitet. So konnte ich vor der Lehre mein Sackgeld aufbessern. Das Piepsen der Kasse beim Scannen verfolgte mich noch nach Feierabend. Immerhin weiss ich jetzt, dass ein Wichtel in der Kasse das Geräusch machte. (Lacht) Die WichtelWerbung fand ich wirklich genial. Wie lange sind Sie schon Migros-Genossenschafterin? Seit 2012. Was gefällt Ihnen an der Migros? Ganz allgemein das Angebot. Das Personal ist nett und hilfsbereit, und man kann im Wyne­center gratis parkieren. Zudem nutze ich die Cumulus­-Karte gern. Damit kann ich von vielen ­Aktionen profitieren.

Name: Miriam Marbacher (36) Wohnort: Buchs AG Beruf: Pflegefachfrau Lieblingsprodukt: «Jogurtpur» Heidelbeere und Himbeere

Gibt es etwas, das Sie stört? Da kommt mir nichts in den Sinn. Wobei, doch: Beim Selfscanning gerate ich oft in die Warenkontrolle. (Lacht) Dann dauert der Einkauf länger. Aber sonst finde ich das Selfscanning eine praktische Sache.

Optigal

Bild: René Ruis

Poulet aus kontrollierter Haltung Bekömmlichkeit und die zahlreichen Zubereitungsmöglichkeiten machen Geflügelfleisch beliebter denn je. Die Migros Aare bietet ihrer Kundschaft Schweizer Optigal-Pouletspezialitäten, deren Produktion auf Qualität, Tierwohl und Hygiene streng kontrolliert wird. Die Tiere leben in besonders tierfreundlicher Stallhaltung (BTS) und profitieren vom ersten Tag an von

Einstreu, Scharr- und Ruhezonen sowie erhöhten Sitzgelegenheiten. Der Wintergarten steht ab dem 21. Tag zur Verfügung. Vom Verarbeitungsbetrieb in Courtepin FR gelangen OptigalSpezialitäten wie Pouletschnitzel, -schenkel, -flügeli und Charcuterie auf schnellstem Weg in die Supermärkte der Migros Aare. Neues aus der Migros Aare ab Seite 85


48  MM40, 1.10.2018 | MIGROS-WELT

Hotelpan Holding

Laura Meyer ist neu im Verwaltungs­rat Die zur Migros-Gruppe gehörende Hotelplan Holding AG hat an ihrer ausserordentlichen Generalversammlung vom 25. September 2018 Laura Meyer als neues Verwaltungsratsmitglied gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Michael Kalt an, der im vergangenen Dezember entschied, sein Mandat niederzulegen. Laura Meyer (37) ist Juristin und seit 2015 als Head of Digital Distribution & Analytics bei UBS Switzerland tätig. Zuvor war sie in verschiedenen Funktionen bei der Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey & Company beschäftigt. «Laura Meyer ist eine ausgewiesene E-CommerceSpezialistin. Mit ihrer operativen Erfahrung wird sie den Verwaltungsrat der Hotelplan Holding speziell im Bereich der digitalen Distribution verstärken», sagt Fabrice Zumbrunnen, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bunds und Präsident des Verwaltungsrats der Hotelplan Holding AG.

Migros-Kulturprozent «Hello, Robot» heisst die Ausstellung im

Gewerbemuseum in Winterthur ZH, die bis zum 4. November einen Einblick in die Welt der Robotik bietet. Thematisiert wird der Einfluss von intelligenten Maschinen auf unseren Alltag und die Folgen ihrer Nutzung in verschiedenen Lebensbereichen – von der Industrie bis zur Kunst. Ein Projekt der speziellen Art realisiert die ETH Zürich mit Unterstützung des Migros-Kulturprozents direkt neben dem Museum. Auf dem Kirchplatz von Winterthur bauen Roboter aus 30 Tonnen kleinen Steinen und 120 Kilometer Schnur den sogenannten «Rock Print Pavillon» – ein Haus aus Stein (Bild). Eröffnet wird der Stein-Schnur-Pavillon am Donnerstag, 4. Oktober. Mehr Informationen: www.digitalbrainstorming.ch

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Dunkles Walnussbrot mit Philadelphia Kräuter, saftigen Feigen und Parmaschinken Zutaten: 1 Scheibe Roggen-Walnussbrot 30 g Philadelphia Kräuter 1/2 Feige (25 g), 5 Pistazien, ohne Schale 1 Scheibe Parmaschinken

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Zubereitung:

1. Das Brot mit Philadelphia Kräuter bestreichen. 2. Die Feige in dünne Streifen schneiden. Die Pistazien grob hacken. 3. Das Brot mit Parmaschinken und Feigenstreifen belegen und mit den Pistazienstückchen garnieren.

Erfahren Sie mehr unter: www.philadelphia.ch


MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  49

Migros-Fachmärkte

Online bezahlen mit Twint

Schicken Sie uns Ihr Migros-Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein von 50 Franken. Wenn auf Ihrem Foto ein MigrosZusammenhang zu erkennen ist, sind Sie dabei.

Blickfang

Je höher, desto besser «Eine Pause mit Petit Beurre von M-Budget vor dem Grand Désert Gletscher im Kanton Wallis.»

Hochladen: migmag.ch/blickfang

Bastien Turrian, Cheyres FR

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Du entscheidest: Zwei neue Sorten, nur eine bleibt. Einkauf und Verpflegung

Neue Food Station am Hauptbahnhof Zürich

Bilder: Michael Lio, zVg (3)

Eine halbe Million Menschen frequentiert den Einkaufsbereich des Hauptbahnhofs Zürich jeden Tag. Am neuen Standort der Migros in der Passage Sihlquai können sie an 365 Tagen bis 22 Uhr entspannt einzukaufen und gemütlich zu essen. In ihrer neu eröffneten Food Station vereint die Migros einen Supermarkt, einen Alnatura-BioSuper-Markt und die beliebten vier Gastroformate Hitzberger, Kaimugbox, Migros-­Take-Away und «Pizza». Das Angebot reicht vom natürlichen Fast Food bis zur exotischen Thai-Spezialität – alles frisch zubereitet. 60 Sitzplätze laden zum Verweilen ein.

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In den Onlineshops der Migros-Fachmärkte ist es ab sofort möglich, mit Twint zu bezahlen. Die neue Zahlungsoption gibts bei Micasa, Interio, Melectronics, SportXX, Bikeworld, Do it + Garden und Migros-Service. Twint ist eine kostenlose App für Smartphones und ermöglicht das bargeldlose Bezahlen an Kassen, Automaten, in Online-­ shops und zwischen den Nutzern der App.


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MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  51

Bauanleitung

Wir bauen ein Vogelhaus Es wird kälter, die Nahrung für Vögel knapper, die Vogelhaus-Zeit beginnt. Hier eine exklusive Vogelhaus-Bauanleitung für Kinder und Erwachsene vom «Do it + Garten»-Experten Gunnar Voss. Text: Thomas Tobler  Illustrationen: Rebekka Heeb

Hinweis: Wer seinen Terracotta-Topf und Unterteller, sprich das spätere Vogelhaus, verzieren, bemalen oder bekleben möchte, sollte das vor dem Zusammenbauen tun. Je nach Beschaffenheit des Terracotta-Topfs sind zwei oder drei Anstriche nötig.

Die grösste Herausfor­ derung kommt gleich am Anfang: ein Loch in den Unterteller zu bohren. Damit nichts zersplittert, nimmt man zuerst einen kleinen Bohrer (3 oder 4 mm), dann einen grösseren (8 mm) zum Nachbohren. Tipp: Zuerst ohne Bohrmaschine von Hand ein kleines Loch im Unterteller vorbohren. Das Klebeband über dem Bohrloch verhindert kleine Risse und das Absplittern von Material­ stückchen ums Bohrloch.

Werkzeug: Bohrmaschine mit zwei Spiralbohrern (3 oder 4 mm und 8 mm), eine Schere und Klebeband

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Baumaterial: TerracottaTopf (ca. 19 cm), TerracottaUnterteller (19 cm), KokosBaumanbinderschnur, Haken aus rostfreiem Stahl Kosten: Zwischen 15 und 20 Franken

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Ein ungefähr zwei Meter langes Stück Schnur durch das Loch im Topf (nicht das im Unterteller) ziehen. Ein kurzes Stück Schnur stehen lassen, an dem das Vogelhaus hängen soll. Auf der Innenseite des Topfs einen dicken Knoten knüpfen und die Schnur weiter durch das Bohrloch im Unterteller ziehen.

2

Den Abstand zwischen Unterteller und Topfrand so festlegen, dass genügend Platz für kleine und grosse Vögel bleibt. Anschliessend auch den Unterteller mit einem dicken Knoten an der Unterseite fixieren.

3

Jetzt kommt die Geschicklichkeit ins Spiel: Das Schnurende bis zu der Stelle hoch­ziehen, wo die Schnur am Loch des Topfs verknotet ist; zwei Mal um den Schnuranfang wickeln und wieder zum Knopf am Unterteller hinunterziehen.

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Dort durchziehen und zurück zum Schnuranfang. Der Unterteller wird nun von drei Seiten mit Schnur stabilisiert. Das Schnur­ ende oben verknüpfen, loses Ende abschneiden. Haken an der Schnur anbringen – und fertig. Achtung: das Vogelhaus immer ausser Reichweite von Katzen aufhängen.

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Happy Bird Kokosnuss mit Erdnüssen, 400 g, Fr. 3.80* Praktisch für alle, die keine Zeit haben, ein Vogelhaus zu bauen. * in ausgewählten Filialen


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Ein paar Highlights der Mundpflege-Neuheiten: 1 Kukident Plus Super Haftcreme Premium*, 40 g 5.20 2 Listerine Nightly Reset Mundspülung*, 400 ml 6.50 3 Candida Lilibiggs Junior Apple Zahnpasta, 75 ml 3.30 4 Candida Interdental Flosser*, 20 Stück 4.60 5 Candida Eco Zahnbürste*, 1 Stück 3.30 6 Candida Black Dental Gum*, 64 g 3.90 7 Candida Stain Devil Zahnbürste*, 1 Stück 3.30 8 Candida Ortho Zahnbürste*, 1 Stück 3.30 9 Candida Professional Sensitive Zahnpasta, 75 ml 4.50 *Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 2.10. BIS 15.10.2018, SOLANGE VORRAT


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54  MM40, 1.10.2018 | MIRGROS-WELT

Kaffee

Wie vom Barista Auch daheim stehen internationale Kaffeespezialitäten hoch im Kurs. Wir zeigen, wie sie zubereitet werden. Markus Krysmanski, Barista bei der Hausrösterei der Migros, verrät dazu seine Tricks. Text: Claudia Schmidt  Bilder: Claudia Linsi, Paolo Dutto

Flat White Das von Australien und Neu­ seeland in die Welt getragene Heissgetränk erinnert an Café au lait. Anders als beim Latte Macchiato gibt es keine Schich­ tenbildung, zudem enthält der Flat White einen flüssigeren Milchschaum. Einen doppelten Ristretto – etwa mit Caruso Oro zubereitet – und Milch im Verhältnis 1:4 mischen.

Americano Benannt wurde er nach Amerikanern, denen ita­ lienischer Espresso zu stark ist, ihn deshalb gern mit heissem Wasser ­strecken. Als Americano serviert man einen Es­ presso, zum Beispiel mit Exquisito Intenso zu­ bereitet, mit heissem Wasser im Verhältnis 1:3.

Espresso Für einen Espresso benötigt man rund 60 Kaffee­bohnen beziehungsweise sieben bis neun Gramm Kaffeepulver. Für eine Menge von 30 Milli­ litern sollte ein Espresso ­zwischen 25 und 30 Sekunden durch die Maschine laufen.

Markus Krysmanski

«Die Milch darf nicht zu heiss werden»

Als Mitarbeiter in der Forschung und Entwick­lung bei der D ­ elica ist ­Markus Krysmanski ein ­ausgewiesener Kaffeeexperte.

Markus Krysmanski, als Barista kontrollieren Sie die Siebträgermaschine, wählen den Mahlgrad und stoppen die Durchlaufzeit beim Espresso. Wozu das alles? Ich kann beispielsweise durch den Mahl­ grad die Durchlaufzeit beeinflussen. Läuft der Kaffee zu lange durch, werden zu viele Bitterstoffe extrahiert. Läuft der Kaffee zu schnell durch, kann er leicht zu sauer werden. In beiden Fällen ist der Espresso nicht harmonisch. Das zu kont­ rollieren, ist Aufgabe des Profi-Baristas.

Wie wird der Milchschaum perfekt? Mit Dampfdüse und Metallkännchen kann man die Schaumbildung gut beein­ flussen. Für einen Latte Macchiato muss der Schaum fester sein als für einen ­Cappuccino. Die Milch darf nicht zu heiss werden, also nicht über 68 Grad. ­Übrigens eignet sich auch Sojadrink zum Aufschäumen. Wie trenne ich Schichten beim Latte? Man giesst den Espresso langsam, optional über einen Löffel, in die Milch. MM


MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  55

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Cappuccino Der perfekte Cappuccino besteht zu je einem Drittel aus Milch, Espresso und Milchschaum. Erst wird der Espresso zubereitet, dann gibt man die weich und feinporig aufgeschäumte Milch in die Tasse. Der Schaum eignet sich, um damit Muster oder Figuren zu zeichnen, das nennt man Latte Art.

Bild: Claudia Linsi  Styling: Miriam Vieli Goll

Latte Macchiato Für den «Latte» füllt man rund 150 Milliliter heisse Milch in ein h ­ ohes Glas. Darüber gibt man einen starken Espresso – möglichst so, dass er sich nur wenig mit der Milch vermischt. ­Den Abschluss bildet eine dicke Milch­schaumschicht.

Espresso Macchiato Macchiato heisst ­«bekleckert» – und so ist der Caffè oder ­Espresso macchiato ein Espresso mit e ­ inem Klecks ­Milchschaum.

UTZ steht sowohl für nachhaltigen Anbau von Kaffee, Kakao, Tee und Haselnüssen als auch für bessere Zukunftsaussichten der Bauern und deren Familien sowie für ­unsere Umwelt.

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56  MM40, 1.10.2018 | MIGROS-WELT Alnatura

Feine Bioschnittchen

Die Aufstriche und Fleischalternativen von Alnatura lassen sich in der Küche beliebig einsetzen. Zum Apéro werden damit beispielsweise fleischlose Tartines zubereitet.

Text: Melanie Michael Bild und Styling: Claudia Linsi  Rezepte: Philipp Wagner

Tartine mit veganem Salami

Brotscheiben in einer Grill­ pfanne ohne Fett rösten. Mit Linsen Dal bestreichen. Mit Lattichblättern, veganem Salami von Alnatura und ­Radieschen belegen. Mit Röstzwiebeln bestreuen.

Tartine mit Antipasti

Brotscheiben rösten und mit Alnatura Streichcreme Auber­ gine bestreichen. Mit grillierten Zucchettistreifen belegen. Mit gehackten Oliven und getrockneten Tomaten garnieren.

Tartine mit bunten Tomaten

Brotscheiben rösten. Mit Streichcreme Toskana ­bestreichen. Mit bunten ­Tomatenscheiben belegen. Mit Salz und Pfeffer ­würzen. Oregano darüberstreuen. Mit Olivenöl beträufeln.

* in grösseren Filialen

Alnatura Salami vegan, 100 g Fr. 2.90

Alnatura Bratlinge mediterran, 175 g Fr. 2.65

Alnatura KirchererbseIngwer Aufstrich, 120 g* Fr. 1.95

Alnatura PaprikaCashew Aufstrich, 125 g* Fr. 1.95


MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  57

Zertifiziert

Qualität garantiert Tartine mit Avocado

Gemüsestäbchen wie auf der Verpackung ­beschrieben im Ofen zu­ bereiten. Kurz vor Ende der Backzeit Brotscheiben im Ofen kurz mitrösten. Brotscheiben mit Papri­ ka-Cashew-Aufstrich be­ streichen und mit Avoca­ do­scheiben belegen. Gemüsestäbchen in ­Stücke schneiden und ­daraufgeben. Granatapfel­ kerne darüberstreuen.

Tartine mit Feigen und Nüssen

Brotscheiben rösten und mit KichererbseIngwer-­Aufstrich bestrei­ chen. Mit Feigenscheiben ­belegen und mit Pekan­ nüssen bestreuen. ­Blauschimmelkäse da­ rüberbröseln und Minze darüberzupfen.

Bio als Grundlage Bei Alnatura-Pro­ dukten stammen alle landwirtschaft­lichen Zutaten aus Bio­anbau, nicht nur das Mini­ mum von 95 Prozent, das der Gesetzgeber vorschreibt. Viele Pro­ dukte von A ­ lnatura tragen zusätzlich das Siegel e ­ ines der Biover­bände Bioland, Demeter oder Natur­ land. Diese Verbände gelten als Hüter des Biolandbaus, deren Richtlinien umfassen­ der und strenger sind als die gesetzlichen Anfor­derungen. Alnatura greift als ­Biopionier auf über 30 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Bioprodukten zurück. Regelmässige Kontrollen Sowohl alle Biobauern und -hersteller als auch Alnatura selbst werden regelmässig kontrolliert. Die ­Kontrollen beinhalten die kontinuierliche Untersuchung auf Spuren von Pest­i­ ziden, Schwer­ metallen und anderen Schadstoffen.

Alnatura steht für zeitge­ mässen Biogenuss mit Sinn. Hochwertige Zutaten und nur die nötigsten ­Inhaltsstoffe ­stecken drin. Ein Teil von

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Alnatura Streichcreme Aubergine, 180 g Fr. 2.40

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Alnatura, Gemüse­ stäbchen, tiefgekühlt, 300 g* Fr. 3.90

Die Migros ist mit ­ihrem Engagement für Nachhal­ tigkeit seit Generationen der Zeit voraus.


58  MM40, 1.10.2018 | MIGROS-WELT

Migros-Bio

Bio aus dem Backofen Wo Bio draufsteht, ist Bio drin. Auch beim Biopoulet aus der Migros: Das Geflügel stammt von zertifizierten Betrieben. Flügeli, Unter- und Oberschenkel eignen sich bestens für ein unkompliziertes Gericht vom Blech. Text: Melanie Michael  Rezept: Philipp Wagner Bild und Styling: Claudia Linsi

Poulet vom Blech mit Auberginen (für 4 Personen) Backofen auf 180 °C vorheizen 1 kg Pouletteile (Unter- und Oberschenkel und Flügeli) kalt abspülen und trocken tupfen. Mit Salz, Pfeffer und 1 EL Harrissa würzen. Auf ein Backblech legen. 2 Auberginen in ca. 3 cm grosse Würfel schneiden. 8 Knoblauchzehen andrücken. 2 Zwiebeln und 1 Zitrone in Schnitze schneiden, alles mit 200 g Cherrytomaten zum Poulet geben. Mit 4–6 EL Olivenöl beträufeln, 30–40 Minuten backen, bis die Pouletteile durchgebraten sind. Mit Couscous servieren.

Migros-Bio Poulet Brust, per 100 g Fr. 5.20

Migros-Bio Poulet Oberschenkel, per 100 g Fr. 2.30

Migros-Bio Poulet Unterschenkel, per 100 g Fr. 2.40


MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  59

Biohühner

Aus tierfreundlicher Haltung Poulet, das unter dem Label Migros-Bio verkauft wird, stammt aus der Schweiz. Die Biohühner werden meistens in kleinen G ­ ruppen auf ­Höfen ge­halten, die nach den Richtlinien von Bio Suisse produzieren. Dort erhalten sie ­regelmässig Auslauf auf der Weide, was für eine gute zarte Konsistenz des fett­ armen Muskelfleischs sorgt. Die besonders tierfreundliche Haltung wird r­ egelmässig durch unabhängige Kontrollinstanzen ­überprüft. Die Hühner ernähren sich unter anderem von ­Würmern sowie Gras und ­erhalten zudem Biofutter. Mehr Infos: www.migros.ch/bio

Biobauern arbeiten im Einklang mit der Natur. Sie gehen sorgsam um mit Tieren, Pflanzen, Böden und Wasser. Ein Teil von

Migros-Bio Poulet ­Flügel, per 100 g Fr. 2.20

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Die Migros ist mit i­ hrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.


Oman – Oase des Orients Wo Tradition und Moderne sich versöhnen. Der neue Katalog tzt ist da. Je ! e bestell n ➔➔

Muscat

Meer, Wüste und Berge Sie starten in der pulsierenden Stadt Muscat und passieren faszinierende Landschaften an der Küste sowie die atemberaubenden Sanddünen um Wahiba Sands. Entdecken Sie die vielen Kontraste und die Kultur dieses beeindruckenden Landes. 1. Tag: Flug Zürich – Muscat 2. Tag: Muscat Heute entdecken Sie auf einer Rundfahrt die Hauptstadt des Sultanats.

Besuch von Nizwa 5. Tag: Sur – Wahiba Sands Sie erkunden die wunderschöne Oase Wadi Bani Khalid, bevor Sie in die Wüste Wahiba Sands zu Ihrem Wüstencamp fahren. 6. Tag: Wahiba Sands – Nizwa Auf der Fahrt nach Nizwa besuchen Sie einen Markt, wo jeden Donnerstag Beduinen ihre Ware verkaufen. 7. Tag: Nizwa – Jebel Shams Besuch des berühmten und traditio-

1 Nacht im Wüstencamp nellen Viehmarktes in Nizwa. Anschliessend fahren Sie durch eindrückliche Landschaften zum Grand Canyon des Omans. 8. Tag: Jebel Shams – Muscat oder Badeferien-Verlängerung Auf der Fahrt nach Muscat besuchen Sie eine Dattelpalmplantage. Für Kunden mit Badeferien-Verlängerung erfolgt der Transfer nach Mussanah. 9. Tag: Flug Muscat – Zürich

3. Tag: Muscat – Nakhal – Muscat Besuch der Nakhal Festung, eines der bekanntesten Bauwerke des Landes. Danach haben Sie optional Gelegenheit, an einer Sonnenuntergangs Dhow Cruise teilzunehmen. 4. Tag: Muscat – Sur Weiterfahrt Richtung Sur. Am Abend haben Sie die Möglichkeit, am Strand auf Schildkrötensuche zu gehen.

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IDEALE BADEFERIEN-VERLÄNGERUNG Millenium Resort**** MUSSANAH Lage: Direkt am Strand, in sehr ruhiger Umgebung. Transferzeit von Muscat ca. 90 Minuten. Hotel: Innen- und Aussenpool, Liegen und Sonnenschirme. 2 Restaurants, eine Lobbylounge und Bar. Zimmer (308): Die komfortablen

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MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  61

Kolossal köstlich Migusto

Reife Kürbisse bringen oft ordentlich Gewicht in die Küche. Wir zeigen, welche Eigenschaften die gängigsten Sorten haben. Dazu gibt es ein ungewöhnliches Rezept, damit auch in der Kürbiszeit aromenreiche Abwechslung garantiert ist.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Claudia Schmidt Bilder: Christine Benz Styling: Vera Guala Rezept: Anja Steiner

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Das Kochmagazin der Migros Für Clubmitglieder gratis per Post. Jetzt anmelden: www.migusto.ch

Ungewöhnlich: Ketchup mit Kürbis statt Tomaten als Hauptzutat. Essig und Knoblauch sorgen für Würze.


62  MM40, 1.10.2018 | MIGROS-WELT Topfgeschichte

Kürbis – eine feine Grossfamilie Spaghettikürbis Er ist nahe verwandt mit Zucchetti. Der äusserlich unauffällige Kürbis hat es buchstäblich in sich: Lan­ ge fleischige Fäden eig­ nen sich zur Zubereitung von Gemüsespaghetti.

In der Migros finden Sie alles rund um den Herbstgenuss.

Oranger Knirps Trotz seiner handlichen Grösse ­gehört der Hokkaido oder Uchi Kuri, wie der Knirps auch genannt wird, zu den Riesenkürbissen. Die Schale gart genauso lange wie das Fruchtfleisch. Deshalb muss man ihn nicht schälen.

Acorn-Kürbis/Eichelkürbis Auch der Eichelkürbis steht den Zucchetti sehr nah. Er wird meist nicht schwerer als ein Kilogramm. Damit ist er zum Füllen geeignet. Sein Geschmack reicht von mild bis leicht nussig, die Schale kann weiss, orange, grün oder auch ­gesprenkelt sein.

Butternuss Dieser Kürbis ist besonders beliebt, weil er nicht nur aromatisches Fruchtfleisch hat, sondern sich auch gut zum Füllen eignet. Die Schale ist dünn und lässt sich mit einem Sparschäler entfernen.

Muskatkürbis Der Muskatkürbis gehört wie der Butternuss zu den Moschuskür­ bissen. Diese zeichnen sich durch eine leicht würzige Note aus. Ge­ schmacklich profitieren sie von Muskatnuss, Ingwer und Chili, die die Aromen gut unterstützen. Die Schale ist eher zäh, man sollte sie vor der Zubereitung entfernen.


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MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  75

Profi-Tipp

Zerlegetechnik

Claudia Schmidt Foodjournalistin Ungewöhnlich

Kürbis-Ketchup Zutaten für 4 Gläser à ca. 2,5 dl 1 grosse Zwiebel 2 Knoblauchzehen 600 g Kürbis, gerüstet gewogen, z. B. Knirps 400 g Tomaten 1 EL Rapsöl 1 TL Kreuzkümmel 1 EL Salz 1 EL Currypulver 4 dl Wasser 20 g Rohzucker 5 EL Apfelessig

Ich habe Kollegen, die nur Kürbisschnitze kaufen. Sie ­haben schon beim Halbieren des Orangenen Knirps Pro­ bleme, sodass sie sich an riesige Früchte gar nicht erst heran­ wagen. Der Trick beim Zer­legen eines Kürbisses liegt in der Grösse des Messers: Ein Messer mit kleiner Klinge ­verkantet sich nicht so schnell in der Frucht wie eins mit grosser. Gigantische Kürbisse ­lassen Unerschütterliche aus geringer Höhe auf eine Steinplatte fallen. Ich ersetze gern zwei Drittel Karotten durch Kürbis im Karotten- oder Zucchettikuchen. Das funktioniert wunderbar. Übrigens: Alle Speisekürbisse darf man roh probieren. Schon da zeigt sich die Breite der ­Kürbisaromen. Auch die Schale ist essbar, allerdings ist sie nur bei jungen Kürbissen zart, sonst zäh. Selbst das Garen hilft dann nicht mehr, weil das Fruchtfleisch längst zu Mus verkocht ist, wenn die Haut langsam zarter wird.  MM

Zubereitung

1. Zwiebel und Knoblauch hacken. Kürbis und Tomaten in Würfel schneiden. Öl in einer weiten Pfanne erhitzen. Gemüse darin ca. 10 Minuten andünsten. Kreuzkümmel, Salz, Curry und Wasser beigeben. Kürbis zugedeckt ca. 25 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Deckel entfernen und weitere 15 Minuten unter gelegentlichem Rühren zu einer dicken Masse einkochen. 2. Rohzucker und Essig beigeben. Masse fein ­pürieren und erneut aufkochen. Kürbis-Ketchup in heiss ausgespülte Gläser abfüllen und verschliessen. Auskühlen lassen. TIPP Der Kürbis-Ketchup ist etwas dickflüssiger als ­herkömmlicher Ketchup und eignet sich deshalb auch als Dip zu Brot und zu Gemüsesticks.

Viele weitere kochREZEPTE mit Kürbis jetzt auf

migusto.ch Gefüllter Butternuss-Kürbis: www.migusto.ch/gefuellter-butternuss Orientalischer Ofenkürbis: www.migusto.ch/ofenkuerbis Gefüllter Kürbis mit Lammcurry: www.migusto.ch/kuerbis-lammcurry


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MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  77

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MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  79

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MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  81

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82  MM40, 1.10.2018 | MIGROS-WELT

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MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  83

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MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  85

Produkt der Woche

Würziger Bergkäse Der «Bio Bündner Bergkäse» wird, wie der Name es vermuten lässt, aus Bündner Bio-Bergmilch hergestellt. Er ist würzig im Geschmack und eine gelungene Ergänzung auf jeder Käseplatte. Bio Bündner Bergkäse, per 100 g Fr. 1.85 statt Fr. 2.35 Angebot gültig vom 2. bis 8. Oktober, solange Vorrat.

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Hosen selber nähen Nähen Sie Ihre Hose in Ihrem Tempo, begleitet von einer erfahrenen Fachperson. Ob Chinohose, Marlenehose, Zigarettenhose oder ein anderes Modell: Sie wählen eines aus und zeichnen einen Grundschnitt nach Ihren individuellen Körpermassen.

Geschirr-Untersetzer können mit Farben und Mustern verziert werden. Kork fasst das Keramikmotiv ein.

Do it + Garden

Ideen fürs Herbstbasteln Werden die Tage kürzer und die Nächte länger, sind auch die Bastelnachmittage zu Hause nicht mehr fern. Neue Ideen fürs Werken finden Bastelfreunde bei Do it + Garden. Text: Caroline Ritz

Bild: zvg

D

ie Arbeit mit unterschiedlichen Materialien, das Umsetzen von Ideen und die Freude an gelungenen Kreationen erfüllen nicht nur Kinderherzen mit Stolz, sondern auch erwachsene Bastelfreunde. Praktische Pinnwände aus Kork werden dieses Jahr mit Chalky-Farben – auch Kreidefarben genannt – gestaltet. Sie erzeugen den originalgetreuen Vintage- und Shabbylook. Alle, die romantischen Landhausstil und Pastelltöne lieben, kommen hier

voll auf ihre Kosten. Selbstbemalte Vintage-Pinnwände frischen jeden Raum auf und verbreiten einen Hauch Provence in der Wohnung. Vom Tier bis zum Herz

Statt Tassen mit Porzellanfarben zu färben, können für einmal auch die Geschirr-Untersetzer mit Farben und Mustern versetzt werden. Auch hier kommt Kork zum Einsatz, um das Keramikmotiv einzufassen. Das Motiv kann nach Lust und Laune mit Porzellanstiften bemalt werden und sorgt für den

etwas anderen Look auf dem Tisch. Kleine Kunststoffperlen in diversen Farben werden beliebig auf Steckbretter aufgesetzt, durch Bügeln fixiert und ineinandergeschmolzen. Ob Tiermotiv oder Herzform, ein- oder mehrfarbig: Das breite Einsatzgebiet umfasst Untersetzer, Broschen, Schlüsselanhänger und mehr. Das Basteln eigener Bügelperlen-Kreationen ist kinderleicht und begeistert seit 1971. Das Kreativsortiment ist in den «Do it + Garden»-Filialen sowie unter doitgarden.ch erhältlich. MM

Bei der Gestaltung der Hose befassen Sie sich mit der richtigen Materialwahl, der exakten Stoff­verarbeitung und Formgestaltung. Im Rahmen der Intensivmodul-Reihe steht es Ihnen frei, sich in weitere Themen des Modedesigns zu vertiefen. Kursangebot: «Intensivmodul Mode – Hose». 48 Lektionen kosten 984 Franken. www.klubschule.ch Tel. 0844 844 900


86  MM40, 1.10.2018 | MIGROS-WELT Zehn Jahre Westside

Das Jubiläum weckt Erinnerungen Das Shopping- und Erlebniscenter Westside in Bern feiert nächste Woche den zehnten Geburtstag. Die Migros Aare zieht eine positive Bilanz: Über fünf Millionen Besucherinnen und Besucher nutzen die vielfältigen Angebote jedes Jahr. Das Westside ist aber auch Arbeitsort von gut 800 Menschen – vier blicken auf zehn ereignisreiche Jahre zurück. Text: Andrea Bauer  Bilder: Pedro Rodrigues, Hans Berger

Vergünstigungen

Angebote in der Jubiläumswoche Zum Jubiläum gibt es im Westside bis 13. Oktober Couponflyer mit 60 Angeboten und in der Jubiläumswoche vom 8. bis 13. Oktober zusätzliche attraktive Angebote. So kostet der Eintritt ins Erlebnisbad Bernaqua am 8. Oktober nur 10 Franken und die Jahreskarte ist vergünstigt erhältlich. Der Eintritt ins Kino Pathé Westside kostet vom 8. bis 13. Oktober Fr. 10. –. Alle Informationen: auf westside.ch unter Angebote / Jubiläumsangebote


MIGROS-WELT | MM40, 1.10.2018  87

Brigitte Kiss, Assistentin Centerleiter

Jürg Hofer, Leiter Betriebssanität, Mitarbeit Spezialprojekte

«Ich erinnere mich gut an meinen ersten Arbeitstag: Ich schlängelte mich um Baukräne herum und schaffte es irgend­ wie zum Baustellenpavillon, meinem Arbeitsplatz. Die neuen High Heels waren nach dem Weg vom Parkplatz ins Büro mit Staub überzogen. So sahen meine Schuhe während der nächsten eineinhalb Jahre jeden Tag aus. Ich organisierte die Baustellenführungen. Insgesamt 25 000 Personen wollten das Westside bereits vor der Eröffnung sehen.»

«Es war ein schöner Frühlings­ abend, als mich plötzlich der Notruf aus dem Hotel Holiday Inn beim Westside erreichte. Ein Mann erlitt einen allergischen Schock, Sekunden entschieden über Leben und Tod. Dem Mann geht es heute gut. Das ging mir nahe. Zum Glück ein absoluter Einzelfall in den letzten zehn Jahren. Aber ich bin nicht nur leidenschaftlicher Sanitäter, ich leite auch Spezialprojekte im Betrieb. Schwierig wird es, wenn alle Bereiche gleichzeitig nach mir verlangen.»

Bernhard Rüedi aus Niederösch produziert herbizidfreie Kartoffeln. Diese sind in den Supermärkten der Migros Aare erhältlich.

Tolle Knolle

Kartoffeln ohne Herbizide Elf Landwirte verzichten beim Anbau neu komplett auf chemisches Unkrautvernichtungsmittel und fördern so die Biodiversität und Artenvielfalt. Text: Caroline Ritz­

Herbert Knecht, Leiter Sicherheit

Dusan Reusser, Stv. Leiter Technik

«Wenn ein kleines Kind auf seinem Kickboard durch die Mall flitzt, drücke ich auch mal ein Auge zu. In vielen Situationen kenne ich aber kein Pardon. Wenn es zum Beispiel um den Brandschutz geht und die Fluchtwege mit Kisten ver­ stellt sind. Sicherheit hat aber auch noch eine andere Dimen­ sion: Ein kleiner Prozentsatz der Gäste ist nicht nur friedlich unterwegs. Situationen, die zu eskalieren drohen, erkennen wir rasch und können sie mit viel Feingefühl meist bereits im Keim ersticken.»

«Ich erinnere mich noch gut an den Oktober 2008. Wir waren zu fünft und machten drei Wochen die Nächte zum Tag, weil wir noch die Weihnachts­ beleuchtung im und ums West­ side aufhängen mussten. Heute läuft das extern, damit wir uns um all die anderen Aufgaben kümmern können, etwa die Wartung der Holzschnitzelheizung: eine Besonderheit für ein Einkaufscenter. In den letz­ ten Jahren hat die Komplexität wegen der Digitalisierung insgesamt zugenommen. Eine spannende Technologie.»

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Bild: Michèle Büschi

as bis jetzt einmalige Projekt, herbizidfrei produzierte Kartoffeln in gewohnter Qualität zu ernten, entstand in Zusammenarbeit mit der Migros Aare und der IP Suisse. Beide setzen sich für eine natur- und tierschonende Landwirtschaft ein. Vor zwei Jahren erfolgte der Startschuss des Projekts, und im vergangenen Herbst konnten die ersten Kartoffeln verkauft werden. Das Pilotprojekt läuft mit elf regionalen Produzenten auf 20 Hektaren Anbaufläche. «Eine Umstellung auf diese Art von Anbau ist mit einigen Neuerungen verbunden», sagt Fritz Rothen, Geschäftsleiter von IP Suisse. Im konventionellen Kartoffelanbau wird mit Herbiziden gearbeitet und der Acker damit einmalig behandelt. Bei der

herbizidfreien Produktion muss Bernhard Rüedi aus Niederösch, einer der elf engagierten Bauern, die Kartoffelfelder maschinell von Unkraut befreien. «Das hat natürlich einen beachtlichen Mehraufwand zur Folge, aber nur so können wir einen Beitrag für den Gewässerschutz und für die Insekten leisten», sagt Fritz Rothen. Hecken und Insektennahrung

Die Bauern sind zusätzlich an spezielle IP-Suisse-Richtlinien gebunden. Sie müssen verschiedene Massnahmen bezüglich Biodiversität erfüllen – etwa das Anpflanzen von Hecken aus einheimischen Sträuchern, um Vögeln Unterschlupf und Nahrung zu bieten, oder das Ansäen von speziellen Blühmischungen für Insekten und Bienen. MM


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Katze: Sie kommt und geht, wann sie will, und ­ignoriert Sie gern.

Nein

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Stören Sie halb lebende oder tote Mäuse in der Wohnung?

... im Sturzflug

DAS TIER | MM40, 1.10.2018  91


92  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

«Schweine sind die besten Haustiere, die man sich vorstellen kann.» Claudia Stauffen­­egger (57) Hilfspflegerin, Zunzgen BL

Die Hackordnung in der Rotte Stauffenegger ist klar: Fredi (55) und Claudia (57) sind die «Oberschweine», Brutus (9) setzt sich gegenüber Charlotte (8) durch. Wenn immer Brutus nicht zur Stelle ist, schnappt sich Charlotte den begehrten Platz zu Füssen von Fredi und Claudia. Die Gross­ eltern von vier Enkelkindern mögen es kuschelig. ­Schauen sie abends fern, teilen sie die Sofas mit ihren liebsten Vierbeinern.

Mini-Schweine Sie können Menschen in 300 Meter Entfernung riechen.

Bilder: Daniel Auf der Mauer, zVg

«Kommt eine Sau ins Haus, ziehe ich aus», sagte Fredi Stauffenegger zu ­seiner Frau Claudia. Doch sie liess sich nicht beirren. Sie hatte Brutus bei den Kleintierinseraten auf ­Ricardo.ch entdeckt und wusste, «den will ich». Bald schon zog Brutus in sein neues Heim in Zunzgen BL ein. Mittlerweile sind neun Jahre vergangen. Aus dem hand­lichen «Brutusli» ist eine stramme 100-Kilo-Sau mit eindrücklichen Hauern ­geworden. Die Schweinedame Charlotte, ein Geschenk zu Claudias 50stem, leistet ihm Gesellschaft.


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  93

Für Claudia Stauffenegger sind so­ genannte Minipigs die besten Haus­ tiere, die man sich vorstellen kann: Sie bellen nicht, man kann mit ­ihnen spazieren gehen, muss aber nicht, sie sind sehr sauber, ver­ schmust – und schlau. Hat Claudia einen schlechten Tag, spüren das ihre Schweine und weichen nicht von i­ hrer Seite. Auch Claudia ver­ steht ihr Grunzen und weiss, ob sie gerade euphorisch, unzufrieden oder ängstlich sind. Brutus und Charlotte ist es aber meistens sauwohl. Morgens er­ warten sie Herrchen und Frauchen freudig im Parterre und begrüssen sie mit feuchten Küssen. Dann gibts Frühstück für die beiden: Früchte

und Gemüse. Später versäubern sie sich im Garten, fressen Gras, su­ chen nach versteckten Fressballen mit Leckereien wie Gurken- oder Rüeblischalen und schlafen ganz viel. Im Sommer gern im grossen Garten, im Winter vor der Heizung. So vernarrt Claudia in ihre Haus­ tiere ist, möchte sie Minipigs nicht allen empfehlen. Denn «mini» seien sie nicht. Da sie eine Mischung aus verschiedenen Schweinerassen sind, lässt sich nicht voraussagen, wie gross und schwer sie werden. 120 Kilo liegen allemal drin. Und sie brauchen viel Platz, drinnen und draussen. Auch einige bauliche Massnahmen sind nötig, damit sie ihre wabbligen Bäuche schmerzfrei

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über Schwellen bringen und Türen selbständig öffnen können. Auch Fredi Stauffenegger ist längst dem Charme der Schweine erlegen. Kommt er von der Arbeit nach Hau­

se, begrüsst er als erstes Brutus und Charlotte und gibt ihnen lauwarmes Wasser zum Trinken. Das bekomme ihnen besser als kaltes. Als Bett­ mümpfeli gibts ein Joghurt. (mom)


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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  95

Eichhörnchen Die Mütter kümmern sich nicht mehr um ihre Jungen, ­sobald diese sich am Boden befinden oder verletzt sind.

«Ich möchte der Natur etwas zurückgeben.» Andrea Turnell (52) führt eine Eichhörnchenstation bei sich zu Hause in Buttwil AG.

Bild: Daniel Auf der Mauer

erzählt sie. Babys kommen erst in eine mit Tüchern ausgelegte Kiste. Mit etwa sechs Wochen ziehen sie dann in eine Zimmervoliere um, die mit Ästen und Blättern eingerichtet ist. Hier erhalten sie alle vier Stunden die Flasche. Sobald die Tiere genügend selbständig sind, kommen sie in eine Voliere im Garten. «Dort lernen sie die Natur kennen und werden auch nicht mehr von uns ‹bibäbelet›.» Schliesslich zügeln die Pfleglinge in die Auswilderungsvoliere, für die Andrea Turnell extra ein Waldstück gepachtet hat.

Als Andrea Turnells Mann vor elf Jahren ein Eichhörnchen auf dem Waldboden findet, weiss die Familie nicht, was sie mit dem hilflosen Jungtier anstellen soll. Klar ist nur: Es braucht Hilfe. Andrea Turnell hat bereits Erfahrung mit Wildtieren und beschliesst, den Findling aufzupäppeln. Sie informiert sich bei

einem Tierarzt und eignet sich in der Folge immer mehr Wissen über die Nagetiere an. «Und da offensichtlich ein Mangel an Pflegeplätzen bestand, beschloss ich, eine Eichhörnchenstation zu gründen.» Wird ein verletztes oder verwaistes Eichhörnchen bei Andrea

Turnell abgegeben, untersucht sie es und geht allenfalls mit ihm zum Tierarzt. Dehydrierte Jungtiere erhalten alle zwei bis drei Stunden einen Schoppen, auch nachts. Die 52-Jährige arbeitet abends im Service und kann ihre Schützlinge bei Bedarf mitnehmen. «Das war bei der Einstellung Bedingung»,

Rund 50 Eichhörnchen pro Jahr zieht Andrea Turnell mithilfe ihrer Tochter und zweier weiteren Freiwilligen auf. Für Turnell ist es selbstverständlich, dass sie viel Freizeit, Geld und Herzblut in die Eichhörnchen investiert. «Klar könnte ich ein gemütliches Leben führen. Ich möchte der Natur aber etwas zurückgeben.» Sie hält fest: «Wo immer man in der Schweiz ein Eichhörnchen in Not findet, man kann sich bei mir melden.» Manchmal fahre sie auch selber kilo­ meterweit, um einen der kleinen «Waldkobolde» zu retten. (ls) www.eichhoernchenstation.ch


96  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

Ein eingespieltes Team: Tierphilosoph Markus Wild mit Hund Titus, der ihn sogar zu seinen Vorlesungen an der Universität begleitet.


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  97

«Tiere vermitteln Werte, die unser Leben bereichern» Markus Wild

Liebevolle Fürsorge und brutale Ausnutzung: Unser Verhältnis zu Tieren sei schon immer zwiespältig gewesen, sagt der Tierphilosoph Markus Wild. Ein Gespräch über Fleischkonsum, bedrohte Arten und Grundrechte für Wirbeltiere. Text: Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger Bilder: Désirée Good


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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  99

Zur Person

Professor für Tierphilosophie

Markus Wild, Fleisch essen in Ihrem Haushalt nur Titus und Ihre Katzen. Hat man als Tierethikprofessor überhaupt eine andere Wahl, als Vegetarier zu sein? Im Grunde nicht. Die meisten Philoso­ phinnen und Philosophen, die sich ernsthaft Gedanken machen um unseren Umgang mit Tieren, stellen ihre Ernährung um. Wann haben Sie umgestellt? 2011, seit einem Jahr lebe ich sogar vegan – aber nicht um jeden Preis. Manchmal gibt es Situationen, bei denen ich eine Ausnahme mache, etwa Einladungen. Fällt es Ihnen manchmal schwer, so ganz ohne tierische Produkte? In die Wiege gelegt wurde es mir jedenfalls nicht, ich stamme aus einer Bauern- und Metzgerfamilie. Manchmal hätte ich schon Lust auf eine Saucisson, aber das ist ein ­bisschen, wie mit Rauchen aufzuhören: Man muss einfach widerstehen, dann geht es auch wieder vorbei. Unser Umgang mit Tieren ist reichlich schizophren: Die einen lieben wir wie Fa­ milienmitglieder, andere züchten wir zur industriellen Verarbeitung. Wie können wir so liebend und zugleich so herzlos sein? Es war wohl schon immer so. 90 Prozent der 30 000 Jahre alten Höhlenmalereien zeigen Tiere. Und die enorme Detail­treue lässt dar­ auf schliessen, dass die Menschen damals sich sehr intensiv mit ihnen beschäftigten. Da steckt viel Liebe und Beobachtungsgabe drin – und viel Jagderfahrung. In manchen Kulturen wurden Tiere geopfert, nachdem man sie zuerst fast als heilig gehegt und ge­ pflegt hatte. Wir waren schon immer gespal­ ten zwischen Liebe und Fürsorge einerseits und Brutalität und Ausnutzung andererseits. Letztlich sind Tiere für uns aber immer Zweck­objekte. Genau das ist das Problem. Inwiefern? Sie sind entweder Hausgenossen, Wildoder Nutztiere – sie stehen nie bloss für sich, sondern existieren aus unserer Sicht nur in Bezug zu uns: Der Hausgenosse spendet mir Trost, eine Kuh soll mir gefälligst Milch und Fleisch liefern. Entsprechend haben sich ­gewisse Gepflogenheiten eingespielt. Und wir essen immer noch viel Fleisch, obwohl man weiss, wie pro­blematisch und umweltschädlich Massen­tierhaltung ist.

Wir Menschen sind sehr gut darin, unser Bewusstsein zu spalten. Wir finden beim Spaziergang die Herde Kälbchen total herzig und essen am Mittag ein Kalbsschnitzel – ohne dabei einen Zusammenhang herzu­ stellen. Dank dieses psychischen Mechanis­ mus können wir Tiere je nach Situation mal höher und mal tiefer bewerten. Wir glauben auch gern den Werbebildern, die uns vorgaukeln, in der Schweiz lebten alle Kühe glücklich auf der Alp. Das entlastet das Gewissen.

Markus Wild (47) ist Professor für T ­ heoretische Philosophie an der Universität Basel. Zu seinem Arbeitsgebiet zählt die Tierphilosophie, etwa die Frage, ob Tiere denken können oder in welcher Weise sie Schmerz empfinden. Markus Wild ist Mitglied der Eidgenössischen Kommission für die Gentechnik im Ausserhumanbereich. Er lebt mit seiner Frau, drei Katzen und Australian Shepherd Titus (6) in Zeglingen BL.

Hat es auch mit Gewohnheit zu tun? Ja, das ist ganz wichtig. Dabei ist es histo­ risch gesehen neu, dass jeden Tag Fleisch auf den Tisch kommt. Das ist erst durch die Massentierhaltung zu Beginn des 19. Jahr­ hunderts und durch den wachsenden Wohl­ stand möglich geworden. Fleisch ist heute unanständig billig – auf Kosten der Tiere. Wie optimistisch sind Sie, dass künst­ liches Fleisch tierisches ersetzen wird? Ich könnte mir das gut vorstellen. Die Herstellungskosten sind allerdings noch zu hoch. Und das Prinzip dahinter ist etwas problematisch, denn es geht dabei um Er­ satz. Noch immer gilt ein gutes Stück Fleisch auf dem Teller als Krönung der Kulinarik. Von dieser Idee müssen wir wegkommen. Dann verschwindet auch das Gefühl, es sei ein enormer Verzicht, kein Fleisch zu essen. Sie haben sich auch schon kritisch gegenüber Zoos geäussert. Aber viele der modernen Gehege sind doch ein gewaltiger Fortschritt gegenüber früher. Die Zoos in Basel und Zürich werden ohne Zweifel gut und verantwortungsbewusst ­geführt. Aber auch heute noch gibt es in ­Europa ­Anlagen, in denen Tiere in k ­ leinen Gehegen dahinvegetieren. Würde man all das Geld, das man in Zoos steckt, vor Ort in

«Letztlich sind Tiere für uns immer Zweckobjekte, das ist das Problem. Sie existieren für uns nur in Bezug zu uns.» Markus Wild, Tierphilosoph

die Lebensräume der Wildtiere i­ nvestieren, könnte man damit sehr viel mehr erreichen. Aber weckt man mit Zoos nicht auch positive Emotionen gegenüber Tieren? Das ist aus meiner Sicht ein Feigenblatt. Zoos sind in erster Linie ein Geschäfts­ modell, das der Unterhaltung dient. Es gibt durchaus Kinder, die auf diese Weise für das Thema sensibilisiert werden; viel wert­ vollere Erziehungseffekte ergeben sich jedoch aus Begegnungen in der Wildnis oder über Filme und Bücher. Problematisch finde ich auch, wenn man in Zoos noch Produkte aus Palmöl kaufen kann, während nebenan für den Erhalt des Lebensraums von OrangUtans geworben wird. Millionen von Tierarten sind bereits aus­gestorben. Was verlieren wir, wenn es dereinst auch keine Nashörner oder Eisbären mehr geben wird? Solche Tiere gehören zum Grossartigsten, was die Natur hervorgebracht hat. Ihnen zu begegnen, ist ein Erlebnis wie das Gespräch mit einem brillanten Menschen oder das Entdecken eines überwältigenden Romans. Sie ver­mitteln ästhetische Werte, die unser


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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  101

Leben bereichern. Nur schon zu wissen, dass im nächsten Tal Biber leben und ich ihnen vielleicht begegnen könnte, berei­ chert mein Leben. Es verändert das Lebens­ gefühl – es geht um Grösse und Würde, um etwas, das sich mit Geld nicht messen lässt. Dies aus Profitgier oder Ahnungslosigkeit zu verlieren, wäre eine Tragödie. Haben Sie noch Hoffnung im Hinblick auf stark bedrohte Arten? Teilweise. Bei den Berggorillas hat sich viel getan – in ihren Heimatstaaten sorgen sie für Touristen und Geld, deshalb werden sie inzwischen von kleinen Armeen geschützt. Auch Eisbären könnten über­leben, indem sie sich einfach aufs Festland bewegten. ­Wenig optimistisch bin ich bei den Nas­

«In der Zukunft könnten die aktuellen Exzesse der Massentierhaltung ähnlich absurd wirken wie für uns heute Hexenverbrennungen.» Markus Wild, Tierphilosoph

hörnern: Da fehlt mittlerweile die gene­tische Diversität, die nötig ist, um sie längerfristig zu erhalten. Auch für Orang-Utans habe ich keine grosse Hoffnung: Wenn die massive ­Urwaldrodung zugunsten von Plantagen so weitergeht, dürfte es in 20 Jahren kaum noch ein Exemplar in der Wildnis geben. Aber wenn man es richtig angehen würde: Könnte man all diese Tierarten retten? Absolut. Ein schönes Beispiel ist der Euro­ päische Luchs, der sehr bedroht war und heute wieder zur Fauna der Schweiz gehört. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit sterben pausenlos viele kleine Tierarten aus. Ärgert es Sie, dass nur das bedrohte Grosswild die Herzen und Portemonnaies der Menschen zu öffnen vermag? Mich ärgert das Aussterben, weil es sehr ein­ fach wäre, es zu ver­hindern. Jeder Mensch mit Garten könnte etwas dazu beitragen, in­ dem er für eine möglichst hohe Biodiversität

sorgt und so ­einen Lebensraum für Am­ phibien und Insekten schafft. Das grösste Pro­blem ist aber die Landwirtschaft. Was müsste sich dort verändern? Sie müsste regionaler und biologischer produzieren, weniger Antibiotika und Pesti­ zide einsetzen. Und wir müssen bereit sein, für Lebensmittel einen fairen Preis zu zahlen, statt viel zu kaufen und wegzuwer­ fen. Immerhin zeigen die zahlreichen po­ litischen Vorstösse zu diesen Themen, dass das Bewusstsein dafür wächst: Fair Food, nachhaltige Landwirtschaft, sauberes Trink­wasser, Verbot der Massentierhaltung. Die Chancen steigen, dass die eine oder andere Initiative sogar mal durchkommt. Ist es noch umstritten, ob und wie viel Schmerz ein Tier fühlt? Alle Wirbeltiere spüren Schmerz, von der Forelle bis zum Menschen. Umstritten ist, wie schlimm sie diesen Schmerz erleben. Ei­ nige scheinen sich bei Verletzungen überra­ schend schnell zu erholen, vor allem Fische. Empfinden Tiere Angst? Ahnen sie im Lastwagen auf dem Weg zur Schlachtbank, dass etwas Schlimmes passieren wird? Stellen Sie sich vor, Sie werden mit ganz vielen Leuten in einem stinkenden, über­ hitzten Wagen stundenlang irgendwohin gekarrt – da ahnen Sie wohl schon, dass am Ziel dieser Reise nichts Gutes wartet. Ob das Kühe oder Schweine genauso ahnen, wissen wir nicht. Bestimmt verspüren sie Angst, aber sie ist zeitlich limitierter als unsere; sie richtet sich nicht so weit in die Zukunft. Saskia Stucki, eine Schweizer Juristin, die in Harvard forscht, fordert Grundrechte für alle Tiere – ähnlich wie bei den Menschenrechten. Für Wirbeltiere, nicht für alle Tiere. Ich finde das völlig richtig. Sie hätten dann das Recht auf körperliche Unversehrtheit und dürften nicht getötet werden. Das würde bedeuten, dass wir uns nicht mehr von den Produkten dieser Tiere ernähren könnten. Es blieben künstliches Fleisch, Insekten sowie Fleisch von Tieren, die eines natür­ lichen Todes s­ tarben. Aber eigentlich brauchen wir tierisches Protein gar nicht, es gibt ausgezeichnetes pflanzliches Protein. Einige Ethiker prophezeien, dass die Menschen einmal mit der gleichen

Abscheu auf unseren Umgang mit Tieren schauen werden wie wir auf die Sklavenhaltung unserer Vorfahren. Das kann ich mir schon vorstellen. Gerade was die groteske Effizienztrimmung betrifft: Hühner, die dauernd auf die Brust fallen, weil sie dort zu schwer sind; Kühe, die entzündete Rieseneuter herumschleppen; Schweine, denen noch mehr Zitzen ange­ züchtet werden. Aus historischer Distanz betrachtet, könnten solche Exzesse der Massentierhaltung sehr wohl ähnlich absurd wirken wie für uns Hexenverbrennungen. Was würden Sie gegen diese Missstände tun, wenn Sie allmächtig wären? ( lacht) Allmacht ängstigt mich ein wenig. Ich würde anfangen mit Grundrechten für empfindungsfähige Tiere. Dann Schritt für Schritt weniger Nutztiere, weniger Fleisch­ konsum und die Bedingungen dafür ver­ bessern. Als allmächtiger Demokrat hätte ich veranlasst, dass die Fair-Food-, die Mas­ sentierhaltungs- und Ernährungssicher­ heitsinitiative angenommen worden wären. Leben Hund und Katzen bei Ihnen, dem Tierethiker, anders als beim Nachbarn? Ich glaube nicht. Allerdings habe ich mal versucht, meinen Hund Titus auf vege­ tarische Nahrung umzustellen. Er verwei­ gerte das Essen. Aber bei Hunden wäre es grundsätzlich möglich, bei Katzen nicht. Titus ist sogar auf Facebook … ( lacht) Ja, und manchmal wird er von frem­ den Menschen auf der Strasse erkannt. Die fragen dann, ob er der Titus von Facebook sei. Und anschliessend wird er gestreichelt, was er natürlich super findet. Er nimmt auch an Ihren Vorlesungen teil … Weil er gern unter Menschen ist. Aber ich nehme ihn auch aus einem tierethischen As­ pekt mit: Wenn ein Tier dabei ist, betrachten wir die Dinge anders; wir entscheiden anders über sie, als wenn sie nicht präsent wären. Wie kommt Titus bei den Studierenden an? Sehr gut. Sie lieben es, wenn er anspruchs­ volle Vorlesungen auflockert. Anhand der Gesichter vor mir weiss ich immer ziemlich genau, was Titus hinter meinem Rücken gerade macht. Er unterstützt die Lehre massiv – einfach durch seine blosse An­wesenheit. Irgendwann erhält er noch seinen eigenen Lehrauftrag. MM


102  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

Skurriles aus aller Welt

Tauben haben zur Orientierung winzige magnetische Eisen­ partikel im Schnabel, mit denen sie das Erd­ magnetfeld nutzen.

Der Wanderfalke kann im Sturzflug über 340 Kilometer pro Stunde und damit unter allen Tieren die höchste Geschwindigkeit erreichen.

Da kann das Einhorn einpacken! Texte: Dinah Leuenberger

Pumas können nicht brüllen und gelten daher nicht als Grosskatzen.

Vögel singen in Dialekt. ­Innerhalb einer Art ­können sich zahlreiche Singdialekte ent­wickeln. Sie sind ausschlag­ gebend bei der Partnerwahl.

Ziegen haben bei hellem Licht rechteckige Pupillen.

Bei Seepferdchen tragen die Männer die Babys aus.


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  103

Prominente Tiere

Keiner zu klein, ein Instagram-Star zu sein

Choupette Lagerfeld hat am meisten Kohle und angeblich eigene Bedienstete. @choupettesdiary

Orang-Utan-Weibchen sind oft mit einem platonischen Freund ­unterwegs, um sich vor ­unliebsamen Annäherungsversuchen anderer Männchen zu schützen.

Grillen hören mit den Beinen. Shiba Charmy hat die besten Outfits und trägt sie immer mit Stolz. @shiba_charmy

Bienen können Fremdsprachen lernen.

Fische können seekrank werden. Juniperfoxx ist ein Hausfuchs, der seine Familie auf Trab hält. @juniperfoxx

Die Milch des Blauwalweibchens ist so fettreich, dass Blauwalbabys bis zu ­90 Kilogramm täglich zunehmen. Bilder: instagram

Illustration: Martin Burgdorff

Fische können seekrank werden.

Jiffpom hat 8,8 Millionen Follower und ist ein richtiger Influencer: Er trinkt Kaffee, besucht die schillerndsten Orte und trägt die neuesten Kleider. @jiffpom


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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  105

«Ein Bärenleben müsste man haben!» Andreas Maurer (40) betreut die Bären im Bärenpark Bern.

Bild: Daniel Auf der Mauer

«Finn (12), Björk (17), Ursina (8) sind wohl die bekanntesten Tiere der Schweiz. Sie nehmen die vielen Besucher, die jeden Tag am Bärenpark stehen, gar nicht wahr – obwohl die sogar ihre Namen rufen. Ich bin seit sechs Jahren Tierpfleger im Tierpark Bern, zusammen mit vier Kollegen bin ich für die Bären zuständig. Wir misten das Gehege aus, füttern die Tiere und melden dem Tierarzt Auffälligkeiten. Ganz nah komme ich den B ­ ären aber nie. Es ist immer mindestens ein Gitter zwischen uns, das nennt man eine ‹Hands-off-Beziehung›. Niemals darf ich vergessen, dass Bären Raubtiere sind. Sie sind nicht ­böswillig, haben aber viel Kraft.

Bären Seit 1513 werden in der Stadt Bern Bären an wechselnden Standorten gehalten.

Das Futter verstecke ich auf ihrem Gelände, während sie im alten ­Bärengraben sind. Das gibt ihnen etwas zu tun. Bei uns steht ein riesiger Honigtopf, 20 Liter haben darin Platz. Den Honig streichen wir an die Bäume oder auf Hölzer, die im Wasser schwimmen. So haben die Bären knifflige Aufgaben zu lösen. Es gibt auch Sellerie, Fenchel, Äpfel, Zwetsch­gen – wir achten auf saisonale Mahlzeiten. Fleisch mögen unsere Schützlinge ebenfalls. Sie bekommen Fisch, Poulet und manchmal sogar ganze Rehe. Die sind im Strassenverkehr umgekommen und werden uns von der Kantonspolizei gebracht. Finn, Björk und Ursina sind die meiste Zeit mit Fressen und der Suche nach Futter beschäftigt, ab und zu machen sie ein Nickerchen oder gehen baden. Ein Bärenleben müsste man haben. Die Leute sollen wissen, dass die drei nicht unsere Kuscheltiere sind. Als ihr Pfleger wahre ich Distanz und Respekt. Trotzdem habe ich sie ins Herz geschlossen. Ich gebe zu: Björk, die alte Dame, habe ich besonders gern.» (ls)


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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  107

«Jetzt habe ich fast liebevolle Gefühle für diese Spinne» Tanja Zürcher (28) Bankangestellte, St. Gallen

Als Tanja Zürcher wegen einer Spinne bei einer Hochzeit im Sommer in die hinterste Ecke der Kirche flüchten und die Zeremonie von dort aus ver­folgen musste – stehend und zitternd vor Angst –, hatte sie genug: von ihrer Spinnenphobie und den damit verbundenen Einschränkungen. Darum sitzt die 28-jährige Bankangestellte aus St. Gallen an einem Morgen im September im «Angstseminar Spinnen», das der Zoo Zürich anbietet. Der Spinnen­experte Samuel Furrer und der Psycho­loge André Angstmann (er heisst wirklich so) führen durch vier Stunden, die das Leben der Teilnehmer ver­ändern sollen.

Bild: Salvatore Vinci

Tanja Zürcher und zwölf wei­tere Phobiker schauen zunächst skeptisch. Einige von ihnen getrauen sich nicht in den Keller, weil dort Spinnen lauern, andere erschrecken schon ob des Fotos von einem Spinnentier. Mehrere Betroffene berichten, dass sie manchmal vor Panik weinen. Sie erhalten nun viele Infos: darüber etwa, wie Spinnen sich ernähren, paaren oder häuten. Dass die meisten davon ungefährlich sind. Dass Phobiker ihre Angst annehmen sollen und ihr Hirn ein wenig umprogrammieren können, indem sie dem Krabbeltier ein herziges Erscheinungsbild und einen lustigen Namen geben. Es resultieren Dinge wie «eine Spinne im Tütü namens Spidy».

Spinnenphobien Mit der richtigen Therapie sind sie nachhaltig behandelbar.

Es funktioniert. Kurz nach zwölf Uhr nimmt Tanja Zürcher die Rotknievogelspinne Cassiopaia auf die Hände. Sie ist dem haa­ rigen Tier unendlich dankbar für seine langsamen, eleganten Bewegungen. Sie sei «glücklich und stolz». «Fast liebevoll» seien ihre Gefühle für Cassiopaia. (yh)


108  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

«Läuse sind grosse Überlebenskünstler.» Dora Meyer (52), Lausexpertin und Pflegefachfrau, Thierachern BE

Was fasziniert Sie an ­ den Tierchen? Läuse sind grosse Überlebenskünstler. Seit Jahrhunderten entwickeln Forscher Mittel gegen sie,

Kopfläuse Sie können mehrere Stunden unter Wasser überleben.

Bild: Ruben Wyttenbach

Wie sind Sie auf die Laus gekommen? Ich trank einen Kaffee bei einer Freundin, als sie eine Laus auf meinem Kopf ­bemerkte. Es war das Jahr 2000, meine frisch eingeschulte Tochter hatte mich angesteckt. Als ich mich in der Apotheke beraten liess, hoffte ich, niemand würde es mitkriegen. Doch dann lernte ich, dass Läuse nichts mit mangelnder Hygiene zu tun haben – und in den Griff zu kriegen sind. Da sie immer wieder in der Schule auftauchten, untersuchten wir die Klassen zuerst mit dem Elternrat. Später erarbeiteten wir in Zusammenarbeit mit der Schulleitung und dem Schularzt mithilfe einer Fachperson ein K ­ onzept, um den Läusen den G ­ araus zu machen. Dann wollten andere Gemeinden das Konzept übernehmen und instruiert werden, und so ist mein Einsatzgebiet ­ständig gewachsen.


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  109

und dennoch sind sie einfach nicht auszurotten. An meiner Aufgabe schätze ich besonders den Kontakt mit den Kindern, ihren E ­ ltern und den Lehrpersonen. Krabbeln die ersten Läuse auf den K ­ öpfen, gehen die Emo­tionen hoch. Manche Eltern r­ eagieren gestresst und beschuldigen sogar andere, manche sind richtig verzweifelt. Ich höre erst mal zu und unterstütze sie ­dabei, die Parasiten wieder loszuwerden.

Juckt es Sie nach Ihren Einsätzen bisweilen? Ich hatte nach diesem ­einen Mal nie mehr Läuse. Die Tierchen können ja nicht springen, nur krabbeln. Damit sie von einem Haarschopf zum anderen wandern können, müssen zwei Menschen die Köpfe ja wirklich zusammenstecken. Führe ich Kontrollen durch, komme ich den Kindern nicht so nahe. An Weiterbildungskursen beginnt es die Teilnehmenden

aber tatsächlich oft zu jucken: Das ist ein spannendes Phänomen. Mir selbst passiert das schon ­lange nicht mehr, und als Pflegefachfrau ekle ich mich auch nicht so schnell. Wie viele Läuse haben Sie mittlerweile auf dem Gewissen? Rechnet man die Lausbeauftragten mit ein, die ich über die Jahre ausgebildet habe, sind es bestimmt Abertausende.

Mit schulpflichtigen ­Kindern scheinen Läuse ständig Thema zu sein. Die Leute sind heute sehr mobil und viel unterwegs. Kinder spielen vielleicht im Nachbardorf Fussball, ­verbringen Ferien in Lagern und feiern ihre Geburts­ tage gern mit Übernachtungspartys. So können sich Läuse gut verbreiten. Was raten Sie Leuten, die befürchten, Läuse zu haben?

Cool bleiben, offen damit umgehen, die «Gspänli» und die Schule informieren und sich beraten lassen. Sich nicht schämen, genau so wenig wie für einen Mückenstich. Läuse sind lästig, aber ungefährlich – und man kriegt sie mit den geeigneten Massnahmen gut wieder weg. (mom) Dora Meyer engagiert sich seit 2009 ehrenamtlich im Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft der Kopflaus-Fachleute (SGFK). www.sgkf.ch

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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  111

Bild: Daniel Auf der Mauer

Landschildkröte 2014 lief Schildkröte Bertie Speed-Weltrekord mit 1,008 km/h.

Mimi ist über 80 Jahre alt. Aber ihr genaues ­Al­ter kennt niemand. Die Schildkröte gehört seit Jahrzehnten zum Leben von Shalimar Gebert und ihrer Familie. Die Grossmutter kaufte das Reptil 1954 bei der Migros in Schwamendingen, als die Detailhändlerin in einer einmaligen Osteraktion 5000 Landschildkröten für fünf Franken anbot. «Ich besuchte Mimi als Kind regelmässig auf dem Bauernhof meiner Grosseltern. Schildkröten waren damals keine typischen Haustiere, das machte

Mimi umso spezieller für uns alle.» Seit 14 Jahren lebt das Kriechtier nun bei Shalimar Gebert und ihrer Tante. Mittlerweile sind Geberts Töchter ­Cinja und Lana Mimis grösste Fans. Bald wird die Familie aber eine Weile auf ihre Mi­gros-Schild­ kröte verzichten müssen. Der Winterschlaf naht. «Diese Zeit ist auch von der Angst begleitet, dass unsere alte Dame nicht mehr aufwachen könnte. Wir freuen uns deshalb jeden Frühling sehr, wenn Mimi wieder aus ihrem Schlafplatz kriecht.» (tt)

«Wir freuen uns jeden Frühling, wenn Mimi aus ihrem Schlafplatz kriecht.» Shalimar Gebert (45) Hairstylistin Ebmatingen ZH


112  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

Lieblingstier

Aufs Tier gekommen Mal ist es die positive Kraft der Schildkröte, mal der Charme eines sabbernden Hundes – fünf Prominente sprechen über tierische Eigenschaften, die ihr Leben bereichern. Text: Sabine Lüthi  Bilder: Dan Cermak

Dominic Deville (43), Komiker und Moderator

«So eigensinnig»

«Wie kann die Katze nicht Lieblingstier sein? Katzen sind elegant, klug, unabhängig, eigensinnig, immer gepflegt und top gestylt – und sie landen immer auf den Beinen. Ausserdem hat ihnen Helge Schneider mit ‹Katzenklo› ein grossartiges musikalisches Denkmal gesetzt. Und ich glaube, Katzen sind die einzigen Tiere, die mich mögen.»


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  113

Max Heinzer (31), Fechter

«Dynamisch» «Ich bin ein passionierter Fischer, deshalb ist die Seeforelle mein Lieblingstier. Sie ist elegant und dynamisch und zudem ein ganz guter Speisefisch mit rosafarbenem Fleisch. Die See­ forelle lässt sich nur schwer fangen – oft braucht man dafür mehrere Tage. Eine Seeforelle in der Natur beobachten zu können, erfordert viel Glück. Sie ist ein ausser­gewöhnlicher Fisch, der im Winter die Schweizer Flüsse und B ­ äche hinauf­ wandert, um sich fortzupflanzen.»

Dominique Rinderknecht (29), Moderatorin

Bilder: Getty Images (2), iStock (1)

«Mein Krafttier»

«Ich war noch nicht lange in der Schule, als meine Mutter zu mir sagte: ‹Nenn ein Tier, bitte!› Ich antwortete: ‹Schildkröte!› Die Schildkröte ist für mich ein ­Krafttier geworden. Ich habe einen Glücks­ bringer mit einer Schildkröte drauf; er begleitete mich durch die Schul- und Studienzeit, und auch heute habe ich ihn manchmal bei mir. Ich habe auch schon mal eine hochgehoben. Mir käme es nie in den Sinn, Schild­krötensuppe zu essen – ich ernähre mich ja ohnehin vegan.»


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DAS TIER | MM40, 1.10.2018  115

Vera Weber (43), Umweltaktivistin*

«So treuherzig» «Eigentlich ist der Elefant mein Lieblingstier. Aber bei Bernhardinerhund Falco war es Liebe auf den ersten Blick. Schon meine Eltern hatten ­einen Bernhardiner; Cyril war mein bester Freund. Falco (6, Bild) ist der Hund eines Arbeitskollegen, ich sehe ihn praktisch täglich. Wie alle Bernhardiner sabbert Falco leidenschaftlich gern, vor allem wenn man vor ihm ein Stück Käse isst. Er sabbert alles voll: Wände, Bilder – uns. Wir können es ihm nicht übelnehmen, er ist so treuherzig. Wir nennen ihn Schnüfeli, weil er immer so ‹schnüfelet›. Wenn ich ihn streichle, ist er im Himmel. Wenn ich aufhöre, hebt er den Kopf und blickt mich vorwurfsvoll an.» * Präsidentin der Tier- und Naturschutzstiftung Franz Weber

Marco Fritsche (42), Moderator

Bild: Shutterstock

«Ein Bockgrind» «Da ich im Tierkreiszeichen Steinbock geboren wurde, hatte ich schon früh eine gute Beziehung zu diesem edlen Tier. Denn Steinbockzeit hiess immer auch: ‹Es get Gschenkli›. Ich habe auch Gemeinsamkeiten mit dem Tier: Meine Mutter behauptet nämlich schon seit meiner frühesten Kindheit – zumindest wenn ich sie mal wieder zur Weissglut getrieben habe –, ich sei ein ‹Bockgrind›. Wer schon mal einen Steinbock ge­sehen hat und die Gelassenheit dieses ‹Königs der Berge› beobachten konnte, wird mir recht geben, wenn ich behaupte, dass er wohl am ehesten den erhabenen Löwen in Afrika gleichkommt.»


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Tag 3 Budapest. Die «Königin der Donau» entstand 1873 aus Buda und Pest. Begegnen Sie Budapests prachtvollen Bauten auf einer Stadtrundfahrt*. Tag 4 Mohacs > (Pecs). Ausflug nach Pecs am Fuss des Mecsek-Gebirges. Nachmittags entspannen Sie an Bord. Tag 5 Belgrad. Vormittags Rundfahrt* durch die dynamischjunge Hauptstadt Serbiens. Nachmittags Ausflug in die idyllischen Landschaften um Topola und Oplenac (Fr. 38). Tag 6 Passage Eisernes Tor. Tag an Bord. Die Excellence Melodia passiert das Eiserne Tor – ein Höhepunkt. In einmaliger Naturlandschaft ragen steile Gebirgszüge auf. Es folgt eine ruhige Fahrt durch die Ausläufer der Karpaten. Der Schriftsteller Catalin Florescu gibt einen Einblick in Geschichte und Kultur Rumäniens.

Tag 9 Tulcea > St. Georgs-Kanal/Donaudelta. Vormittags Bootsfahrt* im Delta. Am Nachmittag passiert die Excellence Melodia den Stromkilometer Null. Der St. Georgs-Kanal ist der längste, windungsreichste und einer der schönsten Mündungsarme im Donaudelta – Heimat einzigartiger Vogel- und Pflanzenarten. Tag 10 Tulcea > Constanta > Schweiz. Auf einem Ausflug entdecken Sie noch einmal die Welt des Donaudeltas. Anschliessend Flughafen-Transfer nach Constanta und Flug nach Zürich. Route 2 Tulcea–Wien Reise in umgekehrter Richtung mit leicht geändertem Programm. Anstelle des fakultativen Ausflugs Topola & Oplenac kann Novi Sad besichtigt werden. Detailprogramm auf Anfrage. * Ausflugspaket

Tag 7 Vidin. Sie besuchen heute Belogradschik* mit der byzantinischen Festung aus dem 6. Jh. Vorne in Qualität, Vielfalt & Preis

Tag 8 Giurgiu > Oltenita. Ganztagesausflug* nach Bukarest. Stadtrundfahrt und Mittagessen in typischem Restaurant.

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Bus zum Fluss Mittelthurgau Reiseleitung Exklusive Landausflüge Das «Flüster»-Flussschiff

Zuschläge Donaudelta

Tag 1 Schweiz > Passau. Busanreise nach Passau. Um 17:30 Uhr legt die Excellence Melodia ab. Tag 2 Melk > Wien. Sie besichtigen heute das Benediktinerstift* in Melk mit seiner schönsten Barockkirche nördlich der Alpen. Abends Ankunft in Wien. Fahrt zum Heurigen (Fr. 38) oder Klassisches Konzert (Fr. 80). Tag 3 Wien. Servus in Wien! Stadtrundfahrt* inkl. Besuch in einem traditionellen Wiener Kaffeehaus. Nachmittags Ausflug ins Burgenland mit Weindegustation und Rundgang in Rust am Neusiedlersee (Fr. 48).

Tag 7 Dürnstein. Dürnstein liegt inmitten von Weinbergen der Wachau. Rundgang* im Städtchen. Am Nachmittag Ausflug zur Burgruine Aggstein (Fr. 40) oder fahren Sie mit dem Velo der Donau entlang (Fr. 60). Tag 8 Passau > Schweiz. Am Morgen erreichen Sie Passau. Nach dem Frühstück Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. * Ausflugspaket. Das Ausflugspaket kann nur im Voraus gebucht werden. Sie sparen mindestens 20%. Buchung einzelner Ausflüge an Bord möglich.

Tag 4 Budapest. Vormittags Ankunft in der Hauptstadt Ungarns. Ausflug* in die nahe gelegene Apajpuszta auf eine typisch ungarische Czarda. Am Abend Folkloreprogramm (Fr. 45). Tag 5 Budapest > Esztergom. Vormittags Rundfahrt*. Am Nachmittag Ausflug zum Donauknie (Fr. 43). Der Bus bringt Sie nach Esztergom zu einem Aussichtspunkt – ein herrlicher Blick auf das Donauknie erwartet Sie. Tag 6 Bratislava. Altstadtführung* in Bratislava inkl. Bierprobe. Nach dem Mittag Ausflug zum Nationalpark Donauauen (Fr. 38).

Auf der elegant-luxuriösen Excellence Melodia erwartet Sie ein erholsames und besonders ruhiges Reisevergnügen dank innovativer Schiffstechnologie. Geräumige Decks, gute Küche im behaglichen Panoramarestaurant, Lounge mit Bar, Cigar-Lounge und der Wellnessbereich mit Whirlpool und Sauna bieten Ihnen alles für Ihr Wohlbefinden. Die grosszügigen Kabinen Standard 12m² mit Sofabett und Deluxe 15m² mit trennbarem Doppelbett bieten viel Komfort. Mittel- und Oberdeck-Kabinen sind mit französischem Balkon ausgestattet, die Kabinen auf Hauptdeck mit nicht zu öffnendem Fenster. Alle Kabinen mit WC/Dusche, Klimaanlage, Föhn, Safe, Stromanschluss 220 V. Willkommen an Bord!

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Yeti Migo trifft auf Mensch Percy – zu beider Überraschung.

Verlosung

Mitmachen und gewinnen Preisfrage: Wer ist mit «Smallfoot» gemeint?

So machen Sie mit:

Bilder: © 2018 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved

Das Migros-Magazin und «Warner Bros. Pictures» verlosen 40 Pakete mit vielfältigem Inhalt zum Film «Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer».

Glücksgriff

Glücksgriff

Junger Yeti entdeckt die Menschheit Ein Film stellt eine Legende auf den Kopf: Migo, ein aufgeweckter junger Yeti, entdeckt etwas, das es angeblich gar nicht gibt – einen Menschen. Die Neuigkeit von diesem sagenumwobenen «Smallfoot» löst unter den Yetis Unruhe aus und macht sie neugierig auf die Welt jenseits ihres verschneiten Dorfs. Der Beginn einer noch nie da gewesenen Geschichte über Freundschaft, Mut und Entdeckerfreude ... «Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer» ist ein Film für die ganze Familie und trumpft mit Originalmusik und Starbesetzung auf. Wunderschön animierte Schneelandschaften, witzige

Figuren und eine herzergreifende Geschichte über Freundschaft und Vorurteile gegenüber Anderem verzaubern Klein wie Gross. Denn das Herz von «Smallfoot» Percy ist definitiv am richtigen Fleck. Regie bei «Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer» führt Karey Kirkpatrick, der für «Ab durch die Hecke» einen Annie gewann und für die Drehbücher zu «Chicken Run – Hennen rennen» und «James und der Riesenpfirsich» Annie-Nominierungen erhielt. «Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer» läuft ab 11. Oktober überall in den Kinos. MM Weitere Infos: www.smallfootderfilm.ch

• Per Telefon: Wählen Sie 0901 591 912 (1 Fr./ Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. • Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GLÜCK, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GLÜCK, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt • Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Smallfoot», Postfach, 8099 Zürich • Online: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Einsendeschluss: 7. Oktober 2018 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende des Migros-Genossenschafts-Bundes sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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ANMERKUNGEN / REMARKS


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Glücksgriff

Verlosung

Mitmachen und gewinnen Preisfrage: In welchem Land liegt Kärnten?

So machen Sie mit:

Das Biohotel «der daberer» in Kärnten, Österreich, liegt in der weltweit ersten Slow-Food-Travel-Region.

Das Migros-Magazin und «der daberer. das biohotel» verlosen zwei Hotelaufenthalte im Wert von je 1500 Franken. Glücksgriff

Leidenschaft im Grünen Sie sind eine Familie, die Daberers. Ihr Lebensstil und ihr Hotel stehen für Bio. Das Vier-SterneSuperior-Haus liegt ein wenig versteckt im wohltuenden, verträumten Abseits: im Gailtal in Kärnten, Österreichs südlichstem Bundesland, mit grossartigem Blick über das Tal. Das Biohotel ist eine Einladung, sich zurückzuziehen, innezuhalten, aus der Ruhe heraus Ideen reifen zu lassen und den Blick weit zu machen. Vom Bio-Pionier ist «der daberer» zum Leitbetrieb geworden, in dem sich die Region widerspiegelt. Das Wasser kommt aus der Quelle hinter dem Haus. Die Bioweine aus dem Alpen-Adria-Dreiländereck. Die Köstlichkeiten kommen von den Nachbarn – denen im Tal, im Friaul und in Slowenien.

Überhaupt ist Nachbarschaft ein grosses Thema in der ersten SlowFood-Travel-Region der Welt, die für genussvolles, bewusstes und regionales Essen steht. Nach der letzten Hotelerweiterung gehen das Draussen und das Drinnen ineinander über. Die sonnige Terrassenlage des Hotels lädt zu einem «Blick-Spaziergang» ein. Alles beim «der daberer» findet in besonderer Atmosphäre statt: Vorne der Ausblick, dahinter der Wald – das schafft Lieblingsplätze. Drinnen gibt es Yoga im stimmungsvollen Yogaraum, das ganze Jahr hindurch vier- bis fünfmal pro Woche. Und «bio.yogaretreats» finden mit wechselnden Expertinnen mehrere Wochen im Jahr statt. Draussen in der Natur gibt es so vieles. MM Weitere Infos: biohotel-daberer.at

• Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./ Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. • Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt • Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «der daberer», Postfach, 8099 Zürich • Online: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Einsendeschluss: 7. Oktober 2018 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende des Migros-Genossenschafts-Bundes sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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Migros-Geschenkkarten zu gewinnen! Lösen Sie das Kreuzworträtsel und gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken. Für die grüne Zusatzlösung winken 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken.

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Auflösung Nr. 39:

So nehmen Sie teil: Hauptpreis (blaues Lösungswort) Tel: 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD1, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD1 SOMMER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Zusatzpreis (grünes Wort) Tel: 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD5 WINTER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/ MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.10.2018, 24 Uhr

HERZENSSACHE

Gewinner Nr. 38: Hauptpreis: Rosmarie Koller-Wolfisberg, Grosswangen LU; Werner Bieri, Rütihof AG; Marianne Rüd, Weisslingen ZH; Andrea Gasser, Ibach SZ; Daniel Oertli, Winterthur ZH Zusatzpreis: Lieselotte Lanfranchi, Saland ZH; Francine Zimmermann, Wattenwil BE; Liliane Kilchör, Englisberg BE; Priska Frei, Brunegg AG; Hedy Schmidli, Walenstadt SG

Was koche ich heute?

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Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


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Vorname Adresse

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Ort

Bitte zurückschicken an: Marie-Jo Girod Leiterin Spenden & Legate Internationales Komitee vom Roten Kreuz Avenue de la Paix 19, 1202 Genf

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LEBEN | MM40, 1.10.2018  125

Gewinnen Sie eine von 6 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

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Quiz Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wie bezeichnet man das Klima, das in der Schweiz vorherrscht? N saumässig

B gemässigt

D übermässig

2. Wenn man spontan reagiert, kommt dies oft aus dem hohlen ... E Zahn

I Kopf

O Bauch

3. Wie nennt man im Volksmund das Wundscheuern an den Oberschenkeln? S Hund

D Wolf

T

Luchs

Z

I

Finnisch

So nehmen Sie teil: Tel: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD2 TASTSINN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.10.2018, 24 Uhr

4. Was bezeichnet einen Tanz, aber auch ein Musikstück im 4/4-Takt? E Schottisch

3 × 100 Franken zu gewinnen

Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Russisch

5. Wo liegt der längste Strand der Welt? G Indien

N Brasilien

W Frankreich

6. Aus welchem Grund ist die Kirche von Zillis berühmt? U Altar

M Kirchenschiff

S

Kirchendecke

7. Gegen wen verfügte Napoleon Bonaparte 1806 eine Kontinentalsperre?

Auflösung Nr. 39:

E Grossbritannien

ZYPRESSE

T

Deutschland

R

Russland

K

HKS 1122

8. Als angeblich hässlichste Farbe der Welt gilt … N Ral Grey 13

E

Pantone 448C

Lösungswort : 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

Gewinner Nr. 38: Aurora Bazzocco, Sarnen OW; Hans Walther, Winterthur ZH; Gerbert Jost, Wynau BE

3 × 100 Franken zu gewinnen

Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5:

So nehmen Sie teil: Tel: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD3 OSTEN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.10.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Lösungswort : 1

2

3

4

5

Auflösung Nr. 39: BOHNE

Gewinner Nr. 38: Maya Fuhrer, Nennigkofen SO; Elsbeth Buchmann, Wilchingen SH; Alois Wey, Rickenbach LU


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Gewinner Nr. 38: Mägali Bron, Courroux JU; Evi Balogh, Bern; Marianne Emery, Grandvaux VD; Fredy Neff, Winterthur ZH; Marianne Humair, Saignelégier JU

Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.10.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

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Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken und 3 3 2 3 mehr als zwei Linien

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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 554 258 Ex. (WEMF 2017) Leserschaft: 2 358 000 (WEMF, MACH Basic 2017-2)

Adresse Redaktion und Business Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund

Publizistische Gesamtleitung Sarah Kreienbühl

Leitung Ressort Gesellschaft & Familie Yvonne Zurbrügg

Leitung Business Thomas Brügger Druck: DZB Druckzentrum Bern AG

Leitung Ressort Health & Beauty Rüdi Steiner Leitung Redaktionen Franz Ermel

Leitung Ressort Food Roberto Zimmermann Leitung Produktion Remo Leupin

Abonnemente: Sonja Frick abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00


More than beautiful Man ist so schön, wie man sich fühlt! So einfach das klingt, ist es im Grunde doch das umfassendste Schönheitsgeheimnis, das es gibt: Natürliche Schönheit kommt von innen. Alle Produkte enthalten eine SpezialKombination von Nährstoffen, die die Versorgung von Haut, Haaren und Nägeln von innen unterstützen. Nahrungsergänzung für Schönheit von innen. Seit 1964. Merz Spezial. Science is beautiful.

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LEBEN | MM40, 1.10.2018  129

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132  MM40, 1.10.2018 | DAS TIER

Ihr neuer Liebling

Das lange Warten auf ein neues Heim In Schweizer Tierheimen leben viele Tiere, die ein neues Zuhause suchen, das ihren Ansprüchen genügt. Text: Andreas Dürrenberger

Zimbo

Fido

Alter: 10-jährig Im Tierheim weil: mag keine Kinder Im Tierheim seit: Mai 2017 Kontaktdaten: Tierschutzbund Basel Regional Katzenheim Tel: 061 331 32 33 katzenheim@tierschutzbund.ch

Rasse: Appenzeller-Mischling Alter: 12-jährig Im Tierheim weil: eigenwillig; kann schnappen, wenn man seine Grenzen nicht respektiert Im Tierheim seit: April 2016 Kontaktdaten: Tierschutzverein Nidwalden; Tierheim Paradiesli Tel: 041 610 60 21 info@tierheim-paradiesli.ch

Dolly Rasse: Jagdhund Alter: 5-jährig Im Tierheim weil: sehr temperamentvoll; verträgt sich nicht mit Katzen Im Tierheim seit: Mai 2015 Kontaktdaten: SPA Val-de-Travers Tel: 079 860 02 44 spafleurier@bluewin.ch


DAS TIER | MM40, 1.10.2018  133

World Animal Day

Spendenaktion für Tierstiftungen

Nome

Die Migros organisiert ­anlässlich des Welt­ tierschutztags (World Animal Day) eine Spenden­aktion ­zugunsten verschiedener Schweizer Tierschutz­ organisationen.

Rasse: Alaskan Husky Alter: 7-jährig Im Tierheim weil: ist etwas skeptisch gegenüber Menschen; wurde als Welpe nicht gut sozialisiert Im Tierheim seit: Februar 2014 Kontaktdaten: Tierschutzverein Olten und Umgebung Tierheim Tierdörfli Tel: 062 207 90 00 info@tierdoerfli.ch

Der World Animal Day ist ein internationaler Aktionstag für den Tierschutz, der jedes Jahr am 4. Oktober stattfindet. Ziel ist es, den Stellenwert der Tiere in unserer ­Gesellschaft zu erhöhen und deren Lebensbedin­ gungen weltweit zu ­ver­bessern. Die Migros spendet vom 24. September bis 7. Oktober ein Prozent ­ihres Umsatzes aus dem Verkauf von Tierbedarf an verschiedene Tierschutz­­organisationen in der Schweiz. Von 2008 bis 2017 kamen so 665 000 Franken an Spenden­ geldern zusammen. Dieses Jahr werden folgende vier Stiftungen von der Migros unter­ stützt: Schweizer Tierschutz STS Fonds für alte und schwer vermittelbare Tiere:

Bilder: zVg

Tim Alter: 9-jährig Im Tierheim weil: sehr schüchtern; braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen Im Tierheim seit: September 2010 Kontaktdaten: Société protectrice des animaux Neuchâtel et environ SPANE Tel: 032 841 44 29 team@spane.ch

www.tierschutz.com Tiervermittlung des STS: www.adopt-a-pet.ch Verein Therapiehunde Schweiz VTHS www.therapiehunde.ch Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz www.susyutzinger.ch Stiftung TierRettungs­ Dienst – Leben hat Vortritt www.tierrettungsdienst.ch


Mit Kommissar Rex auf Streife in ZĂźrich

Bild: Peter Hebeisen, Yaran BĂźrgi (Assistenz); Illustrationen: illumueller

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Was Schnurrli und Nemo uns kosten Seite 33


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