Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631
Seitensprungkind S. 8 | Noroviren S. 108 | Rentenkrise S. 111
Tapetenwechsel: Mona Vetsch im Interview Seite 28
MM40, 2.10.2017 www.migrosmagazin.ch
Schweizer im Lederhosen- und Dirndl-Fieber Seite 6
Raffiniert kochen mit Marroni
Marvin Keller kennt nur ein Berufsziel: ProďŹ -Goalie Seite 100
Bild: Michael Sieber
Seite 57
Hochbegabte Jugendliche
Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: dienstleistungen@migrosaare.ch
MM40, 2.10.2017
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Schwierige Suche nach ihren Wurzeln: Regula BrühwilerGiacometti
Editorial
Talente finden und fördern
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Die Welt vollzieht gerade den Übergang vom Kapitalismus zum Talentismus.» Ein bemerkenswerter Satz, gegeben von Klaus Schwab, dem Chef des World Economic Forum (WEF) in Davos.
Will heissen: Die Zeiten, da Kapital den Wohlstand eines Landes quasi im Alleingang geschaffen hat, sind vorbei. Im Zeitalter der globalen Konkurrenz sind Talente gesucht, kreative, gut ausgebildete Menschen. Sie sind laut Schwab die Basis für ein nachhaltiges Wachstum.
Offenbar ist die Schweiz für den «Kampf um Talente» gut gerüstet: Zum neunten Mal in Folge führt sie die WEF-Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt an. Vor den USA, Singapur, den Niederlanden und Deutschland. Innovationen, die gute Ausbildung, ein flexibler, aber regulierter Arbeitsmarkt und die hervorragende Infrastruktur sprechen für die Schweiz. Doch wer Talente will, muss auch über die notwendige Kultur verfügen. Talente müssen entdeckt, gefördert, bestätigt werden. Sie brauchen Freiräume, ein tolerantes Elternhaus und Herausforderungen, an denen sie wachsen können. Ernst Weber und Yvette Hettinger präsentieren Ihnen in dieser Ausgabe junge Talente, aus denen einmal grosse Künstlerinnen, Forscher, Jungpolitikerinnen oder Sportler werden könnten.
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Das Talent ist da, die Strukturen sind es auch. Nun braucht es nur noch Willen, Lust zur Leistung, Durchhaltevermögen – ja, und eine Portion Glück wäre auch nicht schlecht (Seite 100). Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger @migrosmedien.ch Rang Land 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Schweiz USA Singapur Niederlande Deutschland Hongkong Schweden Grossbritannien Japan Finnland
Hier finden Drogenkranke zur Ruhe Veränd. Vorjahr Quelle: WEF Global Competitiveness Report
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126
Cool: Sonia Kälin
M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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Inhalt
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Menschen
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6 Diese Woche Die Schweiz im Oktoberfestfieber
72 75 77 79 81 82 85 87 88 90
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Seitensprungkind Wie Regula Brühwiler-Giacometti die Suche nach ihren leiblichen Eltern verarbeitet hat
Jetzt sind alle wieder heiss auf Marroni
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Kolumne Bänz Friedli
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Das etwas andere Jawort Renate Wenig und Andreas Bollinger haben ihre Trauzeugen via Online-Annonce gesucht
«Wir neigen dazu, alles auszublenden, was uns stört»
Leserforum
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Ort des Neuanfangs
Im Fischerhuus in Birmensdorf ZH starten Eltern mit Suchtproblemen gemeinsam mit ihren Kindern in ein neues Leben Bilder: Ephraim Bieri, Daniel Aeschlimann, Christian Schnur, Michael Sieber, Sophie Stieger
Mona Vetsch, Moderatorin und Journalistin
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Migrosmagazin.ch
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Interview
Moderatorin Mona Vetsch über ihre neue TV-Sendung, die Sehnsucht nach Unbekanntem und existenzielle Krisen
Migros-Welt 39
Bauernwelten im Bild Das sind die Gewinner des Fotowettbewerbs Agrimage
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Immer ein offenes Ohr Drei Berufsbildner und deren Engagement für Migros-Lernende
48 50 54
«StoryMania»-Helden Engadiner Nusstorte So entsteht Marronibrot
Migusto Heissbegehrte Marronisuppe Kaffeeanbau in Honduras Koffeinkick für unterwegs Supermüesli von Farmer Dinkelcracker für Puristen Fairtrade-Fruchtsäfte Glutenfreie Snacks Pflege für die reife Haut Trockenfutter für Katzen Für einen gesunden Schlaf Praktisches aus der Migros
93
Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News
Leben 99
Kolumne 1, 2 oder 3?
100 Familie Das brauchts, damit begabte Kinder erfolgreich werden 105
Kolumne Brave New Girl
108
Gesundheit Wie beugt man einer Ansteckung mit dem Norovirus vor?
111 Migros Bank So planen Sie Ihre Vorsorge 113
Kinder Geschickte Kletterer: Gämsen leben hoch oben im Felsgebirge
117 Glücksgriff Startplätze für Läufe zu gewinnen 119 124
Rätsel/Impressum (S. 123) Cumulus
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Meine Welt Zu Besuch bei der Schwyzer Schwingerkönigin Sonia Kälin
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Zwiebel in feine Ringe schneiden. Randen und Kartoffeln durch den Spiralschneider drehen. Alles mit Öl und Speckwürfeli mischen. Mit Salz würzen.
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rote Zwiebel rohe Randen Süsskartoffeln EL Olivenöl Speckwürfelchen Salz achteckig ausgewallter Blätterteig à 270 g EL Crème fraîche Eigelb EL Fenchelsamen
ca. 20 Minuten + ca. 20 Minuten backen
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Backofen auf 190 °C vorheizen. Teig ausrollen. Teig mit Crème fraîche bestreichen. In der Teigmitte die Gemüsemischung verteilen, Rand etwas freilassen. Ränder des Teigs einklappen. Rand mit Eigelb bestreichen und mit Fenchelsamen bestreuen. Kuchen samt Backpapier direkt auf den Gitterrost in der unteren Ofenhälfte einschieben. Kuchen ca. 20 Minuten backen.
TIPP: Für härtere Gemüse wie Karotten, Kohlrabi, Süsskartoffeln oder Randen eignen sich Spiralschneider, bei denen runde und grössere Stücke eingespannt werden können, z.B. der Lurch Spiralschneider.
Menschen MM40
Darauf freuen wir uns Blaue Köpfe: Die drei Männer
der «Blue Man Group» gastieren vom 3. bis 29. Oktober im Zürcher Theater 11 und machen so das Leben bunt. Miss Geiss: Am 7. Oktober
findet in St. Niklaus im Wallis eine Misswahl für Ziegen statt. Wer ist die Schönste im ganzen Land?
Unnützes Wissen
Welt der Zeitungen Die Römer erfanden Zeitung und Dusche.
Bilder: Ahmed Jadallah /Reuters, Christof Schürpf, Siede Preis/GettyImages
bekannteste Sportreporter der Schweiz. Auch nach seiner Pensionierung berichtet er über die Spiele der Super League, schreibt Bücher und hält Vorträge.
«In meiner Jugend habe ich die Bücher von Karl May nur so verschlungen. Nicht nur den ‹Winnetou›, sondern auch ‹Durchs wilde Kurdistan›. Dieses Bild entstand 2017, könnte aber aus dem Entstehungsjahr des Romans von 1892 stammen. Zwei kurdische Männer stehen in ihrer Nationaltracht – mit weiten Hosen und breitem Stoffgurt – vor einem Wahllokal, wo über die Unabhängigkeit ihres Volks abgestimmt wird. Eine friedlich anmutende Szene. Doch das Bild täuscht: Die Iraker und die Türken wollen nichts von ihrem Territorium hergeben und drohen mit Waffengewalt gegen die mögliche neue Nation. Hoffen wir, dass Kurdistan trotzdem nicht wieder wild wird.» Mein Bild der Woche
Hörprobe
Entschuldigung, was hören Sie gerade? Cyril Duss (20), Informatikstudent, Meggen LU a) Ich schaue mir ein Kochrezept für heute Abend an. b) Ich höre einen Podcast über Astronomie. c) Ich gucke ein Youtube-Video über ein neues Produkt.
Auflösung: c) «Das Youtube-Video erschien in meinen Video-Empfehlungen.»
Bernard Thurnheer (68) ist der
Die erste Tageszeitung der Welt erschien in Leipzig als «einkommende Zeitungen» am 1. Juli 1650. Die ostdeutsche Zeitung «der Freitag» hiess bei ihrer Gründung noch «Sonntag». Sie erschien am Donnerstag. Zeitschriften werden auf deutschen Klos mehr gelesen als Tageszeitungen. Die japanische Tageszeitung «Yomiuri Shimbun» ist mit täglich zwölf Millionen Exemplaren die auflagenstärkste Zeitung der Welt. Quelle: Stern/Neon
MM40, 2.10.2017 | MENSCHEN
Prost! Oktober ist, wenn sich Jung und Alt ins Dirndl und die Lederhosn quetscht.
Diese Woche
Ein Prosit der Gemütlichkeit!
Zahlen und Fakten
1810
fand in München erstmals das Oktoberfest statt. Die erste Schweizer Ausgabe ging 1995 auf dem Zürcher «Bauschänzli» über die Bühne.
6,6
Millionen Liter Bier wurden 2016 auf der Münchner Wiesn getrunken. Rund 80 000 Liter sind es jährlich auf dem «Bauschänzli».
100
Tonnen Gläser gingen letztes Jahr auf dem Münchner Oktoberfest in die Brüche. Quellen: Muenchen.de, Statista.de, Tagblattzuerich.ch
Einst gab es das Oktoberfest nur in München, heute überall – auch in der Schweiz: Jung und Alt tanzt zu Schunkelmusik, man trägt Lederhosn und Dirndl. Was es mit dem Trend auf sich hat, erklärt Stéphanie Portmann, Wirtin des Zürcher «Bauschänzlis». Text: Dinah Leuenberger
W
enn in München die letzte Mass Bier leer ist, geht bei uns die OktoberfestSaison erst richtig los. Lange gab es nur in den grössten Schweizer Städten ein Zelt, wie zum Beispiel auf dem Zürcher Bauschänzli. Heute findet in fast jedem Dorf ein Oktoberfest statt. Und nicht nur ältere Semester schätzen die gemütliche Schunkelatmosphäre, zunehmend sind auch junge Besucher in den Festzelten anzutreffen. Sie mögen vor allem die Inszenierung und die
bunte Mischung, sagt Stéphanie Portmann, Inselwirtin beim Oktoberfest auf dem Bauschänzli. «Wo sonst treffen sich 25-Jährige und 40-Jährige am gleichen Ort im Ausgang?» Und weil die meisten Tracht tragen, fühle sich niemand ausgeschlossen: «Vom Büezer bis zum Banker sind alle hier, und alle sind sie gleich.» Am Zürcher Oktoberfest tragen inzwischen etwa 80 Prozent Tracht, entsprechend ist auch das Angebot an Dirndl und Lederhosn gewachsen. Von günstigen Exemplaren bis zur Luxusvariante ist
alles zu haben. Es gibt sogar Mietservices für Dirndl. Im Gegensatz zur Schweizer Trachtenmode verändern sich die Schnitte der Lederhosn und Dirndl jährlich und passen sich den Modetrends der Laufstege an. Trotzdem gebe es einige wenige Frauen, die am Oktoberfest Schweizer Trachten trügen, sagt Stéphanie Portmann. Sie selbst empfiehlt den Besuchern, sich zu verkleiden, egal mit welcher Tracht: «Es macht grossen Spass, und eine Frau sieht im Dirndl immer super aus.» MM
Bilder: iStock, zVg (3)
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MENSCHEN | MM40, 2.10.2017
Strassenumfrage
Stéphanie Portmann
«Am Oktoberfest darf man seine Sorgen auch mal Sorgen sein lassen» Das Oktoberfest ist im Trend. Sehnen sich die Leute nach Tradition? Eigentlich ist es ja eine deutsche Tradition. Aber das Zürcher Oktober fest auf dem «Bauschänzli» gibt es nun auch schon seit 22 Jahren – da darf man guten Gewissens von Tradition sprechen. Ich glaube, die Menschen suchen vor allem ungezwungenen Spass und Entspannung, nichts Kompliziertes, und das bieten wir. Am Oktoberfest darf man seine Sorgen auch mal Sorgen sein lassen. Indem man viel trinkt? Ein gewisses Mass an Alkohol kann helfen, die Stimmung zu lockern. Ge rade deswegen kommen viele Gäste. Unser Bier ist aber nicht ganz so stark wie das in München. Zudem haben unsere Gäste den Konsum gut im Griff. Was, wenn doch jemand über die Stränge schlägt? Dann greift unser Sicherheitsperso nal ein. Trinkt jemand zu viel oder tanzt auf dem Tisch, wird die Person von unseren Sicherheitsleuten ge warnt. Mässigt sie sich nicht, beglei ten wir sie nach draussen. Solche Zwischenfälle sind allerdings selten. Wie ist es mit Diebstählen? Wir hatten bisher keine Fälle zu ver zeichnen. Da hilft neben dem Sicher heitspersonal auch unsere bewachte Garderobe. In den 1920ern war das Oktoberfest ein Nährboden für Nazis. Heute erleben wir erneut einen politischen Rechtsrutsch. Macht sich das auch am Oktoberfest bemerkbar? Das ist bei uns kein Thema. Ich würde politisch rechtes Gedankengut nicht mit dem Oktoberfest verbinden – weder bei uns noch in München. Ist es schwierig, Frauen zu finden, die den harten Servicejob machen? Manche tragen an die zehn Mass gleichzeitig. Das ist alles Technik! Auch ich kann zehn Mass tragen. ( lacht) Unsere Madln kommen alle aus München,
Gehen Sie ans Oktoberfest?
wo sie jeweils am Oktoberfest arbei ten. Sie loben unsere angenehmen Gäste, was uns natürlich freut. Unser Oktoberfest ist auch dank der Madln dem Original aus München sehr nahe. Wie wählen Sie Ihr Personal aus? Zehn Mass müssen sie tragen können, zudem gern mit den Gästen in Kon takt sein. Sie müssen in dieser speziel len Atmosphäre arbeiten können. Blond und viel Busen sind also nicht Voraussetzung? Nein. Unsere Frauen sind sehr unter schiedlich. Einige sind 25, andere könnten mein Grosi sein. Und wie läuft das genau mit der Masche an der Schürze der Madln? Wenn sie schon vergeben sind, tragen sie die Schleife rechts – auf derselben Seite, wie in Deutschland der Ehering getragen wird. Sind sie single, tragen sie die Schleife links. Führt das nicht dazu, dass die Singles dauernd von angeheiterten Männern angemacht werden? Nicht, dass ich wüsste. Wenn man keinen Ehering trägt, wird man ja auch nicht ständig angebaggert. Und viele kennen das Spiel mit der Masche gar nicht. Aber wenn es doch mal vorkommt, eine Frau gar angetatscht wird, handeln wir, egal, ob die Frau bei uns arbeitet oder Gast ist. Da wird nicht diskutiert. Was sonst sollte ein OktoberfestNeuling beachten? Muss er Lieder mitsingen können? Das wäre sicher gut. Was immer funktioniert, ist Helene Fischer. Und die Klassiker wie «Griechischer Wein», «Ein Stern» und «Cowboy und Indianer» gehören seit jeher dazu. Aber auch moderne Lieder, wie «An Tagen wie diesen» von den Toten Hosen, sind beliebt. Und mag jemand kein Bier, sollte er den Besuch trotz dem nicht ausschlagen. Natürlich gibt es bei uns auch andere Getränke wie Wein, Champagner und Nicht alkoholisches. MM
Stéphanie Portmann (32)
ist Inselwirtin beim Oktoberfest auf dem «Bau schänzli» in Zürich und Geschäfts leiterin der Fred Tschanz Management AG.
Robin Haller (22), Student, Kilchberg ZH «Ja, jeweils mit der ganzen
Familie, das ist Tradition bei uns. Natürlich tragen wir alle die Tracht. Ich geniesse das Familienfeeling und die lustige Atmosphäre.»
Carla Theler (24), Studentin, Zürich «Nein, es macht mich nicht
so an, obwohl ich Bier gern mag. Wenn, dann würde ich einmal nach München gehen, aber bisher hat sich das noch nicht ergeben.»
Juan Garcia Martin (45), Kundenberater, Zürich «Ui – nein! Das ist
gar nicht mein Ding, mir gefällt dieser Anlass nicht. Ich bevorzuge Festivals oder Kunstausstellungen und Naturevents.»
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MM40, 2.10.2017 | MENSCHEN
Regula Brühwiler-Giacometti
Affäre mit Folgen Regula Brühwiler-Giacometti ist das Kind eines Seitensprungs. Kurz nach ihrer Geburt wurde sie zur Adoption freigegeben. In einem Buch erzählt sie, wie die lange Suche nach ihren Wurzeln sie geprägt und schliesslich befreit hat. Text: Monica Müller
H
elga ist eben erst auf die Welt gekommen, ihre Zukunft ungewiss. Ihre Mutter hat bereits drei Kinder, ist geschieden, der Ex-Mann unterstützt sie finanziell nicht. Helga ist aus einer Affäre mit einem verheirateten Mann hervorgegangen. Und ihre Mutter weiss nicht, wie sie ein weiteres Kind allein durchbringen soll. Als sie Helga am 6. Oktober 1958 im Kantonsspital St. Gallen zur Welt bringt, hätte sie das Baby nach der Geburt eigentlich nicht sehen dürfen. So lautet die Abmachung mit der Adoptivkindervermittlung. Doch die Mutter will das Baby unbedingt nochmals in die Arme schliessen. Sie bekommt eine Bedenkfrist, während dieser Zeit ist Helga in einem Kinderheim. Schliesslich ringt sie sich zur Adoption durch und schreibt den Behörden: «Da es für mich ein schwerer Entschluss ist, lege ich Ihnen die gute Wahl der künftigen Eltern von Helga besonders ans Herz.» Schon bald schlägt die Vermittlungsstelle eine Familie Giacometti in Lugano als Adoptiveltern vor: «Wir glauben, dass das dunkelhaarige, rassige Meiteli sehr gut ins Tessin passen würde.» Helga ist zu diesem Zeitpunkt vier Wochen alt. So wird aus Helga Oertli Regula Giacometti. Ihre Eltern, Luciano und Hedwig Giacometti, erzählen ihr schon als kleines Mädchen, dass sie adoptiert worden ist. Über die Umstände und ihre biologischen Eltern weiss sie nichts. Lange ist das für Regula auch kein Thema, sie will bloss die Tochter von Mami und Papi sein. In ihrem eben erschienenen Buch «Das Seitensprungkind» erzählt Regula Giacometti-Brühwiler, wie sie sich als erwachsene Frau dann doch
Bild: Ephraim Bieri
auf die Suche nach den fehlenden Puzzlestücken ihrer Geschichte gemacht hat. Die Frage «Was habe ich meinem Kind eigentlich vererbt?» liess sie nicht mehr los, nachdem sie selbst Mutter geworden war. Als sie, damals 30 Jahre alt, zusammen mit ihrem Mann Thomas Brühwiler und dem gemeinsamen Sohn André den Kinderzoo in Rapperswil SG besuchte, erzählte sie ihm, dass die Adoptionsbehörde damals genau hier über ihr Schicksal befunden hatte. Ihr Mann, dann noch Polizist, schlug vor, spontan bei der Adoptionsvermittlungsstelle vorbeizuschauen. Sie klingelten. Ein erster Blick in die Vergangenheit
Die Sozialarbeiterin war über ihren Besuch nicht erfreut, erklärte sich aber bereit, Regula Brühwiler-Giacometti ihr Dossier kurz vorzulegen. Aus dem schmalen Dossier erfuhr sie, dass ihre leibliche Mutter sie nicht mehr zur Adoption freigeben wollte, als sie die Kleine in den Händen hielt. Sie las auch den Namen ihrer leiblichen Mutter. Die ältere Dame ermahnte sie, auf keinen Fall in Eigenregie nach ihrer leiblichen Mutter zu suchen und bot sich als Vermittlerin an. Noch bevor sie sich dazu durchringen konnte, selbst den Kontakt zu suchen, lag ein Brief ihrer leiblichen Mutter in der Post. Die Sozialarbeiterin hatte eigenmächtig gehandelt. Regula BrühwilerGiacometti war fassungslos, wütend, verwirrt. Bald siegte jedoch die Neugier, und Monate später, am 5. Februar 1989, trafen sich die beiden Frauen erstmals. «Es war keine Begegnung à la ‹Happy Day›, es war das Treffen zweier fremder Personen», schreibt Brühwiler-Giacometti. Nach dem ersten
Small Talk spazierten sie die Zürcher Uferpromenade entlang, stellten einander Fragen. Brühwiler-Giacometti erfuhr vom harten Leben ihrer biologischen Mutter, erkannte in der Krümmung ihrer Nase ihr eigenes Profil. Sie erzählte ihr im Gegenzug, wie sie in Lugano aufgewachsen war, Telefonistin bei der damaligen PTT wurde, für einen amerikanischen Broker arbeitete und schliesslich der Liebe wegen nach Aarau zog, wo sie einen Job als Chefsekretärin bei der Fremdenpolizei fand. Über ihren biologischen Vater erfuhr sie nichts. Danach trafen sie sich nur noch ein Mal. Für Brühwiler-Giacometti fehlte die Basis für eine Beziehung. Auch mochte sie die Kraft für eine weitere komplizierte Beziehung nicht aufbringen. Ihr Mami war depressiv und medikamentensüchtig, ihr Bruder (der leibliche Sohn ihrer Adoptiveltern) psychisch krank und drogenabhängig. Ihre liebste Bezugsperson war ihr Vater, Luciano Giacometti. Sie beschreibt den Coucousin des bekannten Künstlers Alberto Giacometti als äusserst warmherzigen Menschen. Luciano stand Alberto Giacometti sehr nahe, und so wuchs Regula Giacometti inmitten der Werke der Künstlerfamilie auf. In einem Kurs hat sie gar eine Replika seiner bekannten Figur «L’homme qui marche» selbst gefertigt. Kamen Freunde auf die Künstlerfamilie zu sprechen, war ihr dabei aber immer unwohl. «Ich hatte dauernd das Gefühl, sie hinters Licht zu führen und eigentlich zweitklassig zu sein.» Denn von ihrer Adoption wussten nur ihr Mann, ihre Schwiegereltern, ihr Sohn und einige enge Freunde. Ein Geheimnis, das sie über die Jahre immer mehr belastete. Seit sie erstmals über
MENSCHEN | MM40, 2.10.2017
Regula BrühwilerGiacometti (59) in der Pose von «L’homme qui marche», der berühmten Giacometti-Skulptur, von der sie eine Replika angefertigt hat.
Adoptionsrecht
Früher und heute Als Regula Giacometti im Jahr 1958 adoptiert wurde, galten die Be stimmungen des Zivil gesetzbuches (ZGB) von 1912. Nach einer «Kindes annahme» gehörte ein Kind zwei Familien an. 1973 trat das neue
Adoptionsrecht in Kraft, das die Volladoption vorsah. Das adoptierte Kind erhielt dieselben Rechte wie ein leib liches Kind, hatte aber kein Recht zu erfahren, wer seine leiblichen Eltern waren. Mit dem 2003 überarbeiteten ZGB haben Adoptierte Anspruch auf Infor mationen über ihre Abstammung. Am 1. Januar 2018 tritt das revidierte Adopti onsrecht in Kraft. Künf tig können auch leibliche Eltern, die ihr Kind zur Adoption freigegeben haben, dessen Perso nalien in Erfahrung bringen. Zudem steht die Stiefkindadoption künftig auch Paaren in einer eingetragenen Partnerschaft oder einer faktischen Lebens gemeinschaft offen, sei sie nun homo oder heterosexuell.
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MENSCHEN | MM40, 2.10.2017
ihre Herkunft recherchiert hatte, las sie viel über Adoption. Sie war sich sicher, dass ihre vielen Krankheiten und Ängste als Mädchen auf frühkindliche Traumata zurückzuführen waren. Als ihr Mami vor vier Jahren an einem Krebsleiden starb, entschloss sie sich, die Geschichten ihrer Adoptiveltern aufzuschreiben. Das Buch sollte eine Chronik der Giacomettis werden. Doch erst als sie den Mut fand, ihre eige ne Geschichte zu schreiben, kam Leben ins Projekt. «Es war ein Befreiungsschlag», sagt sie. 27 Jahre nach ihrer ersten Recher che 1988 suchte sie erneut die Adoptions vermittlungsstelle auf. Mittlerweile galt nicht mehr das volle Adoptionsgeheimnis (siehe Box Seite 9). Sie hatte jetzt Zugriff auf ein stattliches Dossier und durfte sämtliche Unterlagen zu ihrer Adoption kopieren. Vor allem die Briefe, die ihr Mami, das sie immer als kühl erlebte, an die Adoptions stelle schrieb, berührten sie sehr. «Sie können sich kaum vorstellen, welche Freude wir an Regula haben. Sie ist ein liebes, fröhliches
11
Regula Giacometti als zweijähriges Mädchen in einem kleinen Park am Seeufer von Lugano
Meiteli und entwickelt sich sehr gut», las sie. Die Einsicht in alle Unterlagen gab ihr aber auch zu denken. Ihr wurde bewusst, wie banal Adoptionsverfahren in den 50erJahren ab liefen. Da sie heute bei einer Gerichtskanzlei arbeitet, der die Kinder und Erwachsenen schutzbehörde (KESB) angegliedert ist, wollte sie in ihrem Buch ebenfalls aufzeigen, wie professionell die KESB arbeitet.
Ihr Buch hat ihr geholfen, mit der Vergan genheit Frieden zu schliessen. Und sie hofft, damit anderen Adoptierten zu helfen. Für sie ist die Suche aber noch nicht abgeschlos sen: Ihr biologischer Vater bleibt ein Frage zeichen. Regula BrühwilerGiacometti sucht weiter nach dem letzten Puzzlestück. MM «Seitensprungkind», Regula Brühwiler-Giacometti, bei www.exlibris.ch für Fr. 23.90
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Ihr tolles Reiseprogramm:
3. Samstag, 2. Dezember 2017 – Achensee-Dampfbahn, Berweihnacht & Tirolerabend Am Vormittag fahren wir mit der Achensee-Dampf-Zahnradbahn durch die wildromantische Winterlandschaft bis zum Achensee. Hier stossen wir auf das Heimatmuseum Sixenhof! Im Jahrhunderte alten Stall wird zur Adventszeit mit lebensgrossen Figuren und lebenden Tieren die Weihnachtsgeschichte erzählt. Abends erwartet uns ein urchiger Tirolerabend mit Spezialitäten und Musik. 4. Tag, Sonntag 3. Dezember – Innsbruck & Heimreise Auf dem Heimweg besuchen wir in Innsbruck den zauberhaften Christkindlmarkt. Danach Rückfahrt in die Schweiz.
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1. Tag, Mittwoch 29. November 2017 – Stuttgarter Weihnachtsmarkt Gemütliche Fahrt im komfortablen Extrabus nach Stuttgart, wo uns zweifellos einer der schönsten Weihnachtsmärkte überhaupt erwartet. Die festliche Innenstadt mit dem Alten Schloss, den Türmen der Stiftskirche und der grandiosen barocken Anlage des Neuen Schlosses – bildet die Kulisse des Stuttgarter Weihnachtsmarktes. Freuen Sie sich auf ein tolles Angebot an weihnachtlichen Waren! Am Abend fahren wir weiter zu unserem Hotel in der Region Heidelberg. 2. Tag, Donnerstag 30. November 2017 – Heidelberg & Oesch’s die Dritten Heute erwartet uns Heidelberg mit seiner vollen Pracht. Die Universitäten-Stadt mit seiner romantischen Schlossruine und der schönen Altstadt zählt zweifelsohne zu den schönsten Städten Deutschlands. Es erwartet Sie eine schillernde Weihnachtswelt mit 140 Buden, die bezaubernde Geschenkideen feilbieten - lassen Sie sich verzaubern. Am Abend laden wir Sie zu einem exklusiven Adventskonzert mit Oesch’s die Dritten. Freuen Sie sich die absoluten Stars der Schweizer Volksmusik-Szene einmal im fast privaten Rahmen zu erleben. 3. Tag, Freitag 1. Dezember 2017 – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.
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REISEHIT 43
LEISTUNGEN - ALLES SCHON DABEI!
2. Tag, Freitag 1. Dezember 2017 – Mayrhofen & Zillertaler Adventskonzert In der Erlebnis-Sennerei Mayrhofen erfahren wir alles über die Kunst des Käsemachens und werden mit einer feinen Käseauswahl verwöhnt. Am Nachmittag erwartet uns in Fügen ein exklusives Konzert mit den Zellberg Buam, den Ursprung Buam und den Fetzig’n - Stimmung garantiert¨! Zum Abschluss des Tages besuchen wir die bekannte Kerzenwelt in Schlitters. Nachtessen im Hotel.
ab nur
Fr. 375 Stuttgart, Heidelberg Fr. 495.& Oesch’s die Dritten
4 Reisetage ab nur inkl. Halbpension
mit den Zillertaler Musikanten!
1. Tag, Donnerstag 30. November 2017 – Anreise Fahrt mit dem komfortablen Extrabus in unser Hotel im Inntal. Nachtessen im Hotel.
inkl. Halbpension
Tel. 0848 00 11 66 www.volksmusik-reisen.ch
Ihr Reisedatum: 29. November - 1. Dezember 2017
Preis pro Person im Doppelzimmer
im guten Mittelklassehotel Fr. 375.-
Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 105.Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur oder Zürich
Exklusiv-Veranstaltungen von:
MENSCHEN | MM40, 2.10.2017
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Bänz Friedli
Zehn Gebote
Bild: Vera Hartmann
Tapfer sein, jetzt! Es gilt, Regeln für den Umgang mit dem Handy festzuhalten. Ich bin froh um mein Smartphone, keine Frage. Wenn ich nachts um ein Uhr das letzte Tram und danach den kurzen Heimweg zu Fuss durch herbstlichen Räucherdunst nehme, und ich kann dank des Gerätleins rasch checken, wie YB gespielt hat, und dazu einen Lieblingssong hören, «Nothing Ever Happens» von Del Amitri – dann ist das wunderbar. Die Nacht liegt schemenhaft schimmernd vor mir, der Sänger singt von Verlorenheit und davon, dass «amerikanische Businessleute auf die Schnelle einen Van Gogh ersteigern für Geld, mit dem sich ganze Spitaltrakte finanzieren liessen»; er singt von der Kaputtheit der Welt, und mir wird dennoch wohlig warm, weil ich mich verstanden und ein bisschen geborgen fühle. In solchen Momenten möchte ich mein Westentaschentelefon nicht missen.
Bänz Friedli (52)
mag sein Smart phone. Aber ...
Aber es gibt Situationen, in denen wir das Handy nicht zücken dürfen. Aus Anstand, aus Vorsicht. Erstens: an der Migros-Kasse, wenn wir die Cumulus-Karte vorweisen und bezahlen sollten (und hinter uns stehen elf Ungeduldige in der Schlange). Zweitens: am Postschalter, wenn wir Nummer 457 gezogen haben und nun endlich an der Reihe sind. Drittens: am Beizentisch. Dies gilt, viertens, in verschärftem Mass auch für die jeweils Bediensteten. Das Restaurant, in dem mir eine
Schlaksige, das Handy zwischen Schulter und Ohr geklemmt, wortlos mein Essen hinknallte – genauer: eben nicht wortlos, sondern am Handy quasselnd und mich keines Blickes würdigend –, dieses Restaurant hätte ich stracks verlassen sollen. (Hätte ich bloss nicht solchen Hunger gehabt!) Fünftens gilt es, beim Aussteigen aus Bus, Tram und Zug nicht aufs Display zu starren, man prallt sonst mit Einsteigenden zusammen. Sechstens ist das Glotzen aufs Handy auf dem Fussgängerstreifen nicht angezeigt, umso weniger, falls Sie diesen bei Rot überqueren. Siebtens sollten Sie auf dem Velo und achtens am Steuer weder Nachrichten tippen noch die Neuigkeit lesen, wer den «Bachelor» in irgendeiner trümmligen TV-Show geben soll. Neuntens ist das Konsultieren jeglichen Livetickers während des Beischlafs untersagt. Und zehntens empfehle ich Ihnen, das Handy während des Nachtessens mit Freunden nur dann hervorzukramen, wenn diese rasch aufs WC gehen. (Denn was tun die dort? Eben.) Sollten Sie keines dieser Gebote je verletzt haben, gilt Ihnen mein Respekt. Aber wie oft haben Sie sich während des Lesens dieser Kolumne von Ihrem Handy ablenken lassen? Ach so, Sie haben sie auf dem Handy gelesen. MM Buchvernissage Bänz Friedli: 6. 10. Zürich, PBZ Altstadt
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MM40, 2.10.2017 | MENSCHEN
Das frisch vermählte Paar mit seinen Trauzeugen: Andreas Bollinger und Renate Wenig (Mitte), flankiert von Barbara Gugelmann und Ivo Stengele
MENSCHEN | MM40, 2.10.2017
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Renate Wenig und Andreas Bollinger
Trauzeugen per Mausklick Vor zwei Wochen haben Renate Wenig und Andreas Bollinger auf dem Standesamt in Zürich geheiratet. Seine Trauzeugen hat das Paar via Internet gesucht – und gefunden. Text: Andrea Freiermuth Bild: Désirée Good
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uf dem Onlineportal Ron Orp konnte man Ende August eine Anzeige lesen, die neugierig machte: «Hallo, wir suchen zwei Trauzeugen für den 19. September 2017 um 15.30 Uhr im Stadthaus Zürich. Leider haben wir keine Verwandtschaft, und die Bekanntschaft hat an diesem Tag keine Zeit. Als Ausgleich laden wir euch schön zum Nachtessen ein. Meldet euch bei Andi (48) und Reni (51).» Hinter der Annonce stecken Renate Wenig und Andreas Bollinger. Die deutschen Staatsbürger sind inzwischen tatsächlich seit rund zwei Wochen verheiratet. Als Trauzeugen dabei waren Barbara Gubelmann (52) und Ivo Stengele (52). Barbara ist eine von rund 50 Personen, die sich auf das Inserat gemeldet haben. Ihren Kollegen Ivo hat sie auf Wunsch der Braut zum Mitmachen animiert. Denn Renate Wenig dachte, es sei für die Trauzeugen angenehmer, wenn sie sich bereits kennen. Nach einem Kaffee zu viert waren alle Beteiligten vom Deal überzeugt. Für die weitere Kommunikation erstellte man eine Whats-App-Gruppe. Die Liebesgeschichte von Renate Wenig und Andreas Bollinger ist so speziell, wie ihre Suche nach Trauzeugen unkonventionell ist. Die Hotel- und Gastronomiefachfrau meldete sich vor zwei Jahren auf ein Inserat, in dem ein Vater eine Betreuung für seinen Sohn mit Behinderung suchte; und zwar für drei bis sechs Monate auf Teneriffa, dem Zweitwohnsitz der Familie. Der Saisonvertrag von Renate Wenig im Restaurant Geeren in Gockhausen ZH lief damals gerade aus, und Teneriffa klang in den Ohren der gebürtigen Bayerin recht verlockend. Also bewarb sie sich und erhielt wenig später eine Einladung zum Vorstellungsgespräch im Restaurant Die Waid in Zürich: Was für ein schöner Mann!, habe sie sich gedacht, als sie den Sohn zum ersten Mal sah. Andi und sein Vater hätten dann etwas über die Behinderung und die damit für Renate Wenig verbundene Arbeit gesprochen.
Andreas Bollinger ist in der Schweiz aufgewachsen und hatte mit 20 Jahren einen schweren Auffahrunfall in einem Tunnel. Unverschuldet. Er lag sieben Monate im Koma und musste unzählige Operationen über sich ergehen lassen. Erst meinten die Ärzte, er könne nie wieder gehen. Auch die Sprache hatte er verloren. Seine Mutter wollte sich damit aber nicht abfinden und entschied, mit der Familie nach Teneriffa zu ziehen, wo ihr Sohn vom warmen Klima und bester Therapie profitieren konnte. Mit eisernem Willen kämpfte sich der Schwerverletzte zurück auf die Beine, lernte wieder sprechen und konnte sieben Jahre nach dem Unfall sogar wieder ohne Krücken gehen. Er hat sich den Umständen entsprechend sehr gut erholt. Geblieben sind ein schleppender Gang und ein vermindertes Kurzzeitgedächtnis. Darum kann der ehemalige Unterhaltungselektroniker nicht mehr arbeiten und bezieht eine IV-Rente. Die Liebe brauchte Zeit zum Wachsen
Renate Wenig traute sich den Job als Betreuerin durchaus zu, schliesslich war dieser Mann mit Handicap kein Pflegefall, sondern brauchte bloss etwas Unterstützung im Alltag. Aber im Verlauf des Gesprächs mit den beiden Männern stellte die Bewerberin fest, dass der Vater noch anderes von ihr erwartete: «Irgendwann fragte er mich, ob ich mir eine Heirat vorstellen könnte. Ich dachte, ich sei im falschen Film, zahlte so schnell wie möglich und wollte mich aus dem Staub machen.» Andi habe sie dann aber noch um ihre Handynummer gebeten, die sie ihm anstandshalber gegeben habe. Zwei Wochen später meldete er sich, und sie verabredeten sich für einen Kaffee. Aus einem wurden zwei, dann vier. Schliesslich hat sie sich dazu entschlossen, ihn nach Teneriffa zu begleiten – und dort hatte die Liebe Zeit, sich zu entwickeln. Renate Wenig arbeitet zwar schon seit fast über zehn Jahren in der Schweiz, hat
aber praktisch keine engen Freundschaften geschlossen, unter anderem, weil sie oft befristete Saisonstellen angenommen hat und nie lange am selben Ort war. Auch Andreas Bollinger hat wenige enge Vertraute in der Schweiz. Zum einen, weil er mehr als die Hälfte des Jahres im Ausland lebt, zum anderen wegen seiner Behinderung: «Vor dem Unfall war ich DJ, DJ Andy Master King. Ich hatte sehr viele Freunde. Mit dem Unfall habe ich sie alle verloren. Es fehlte ihnen wohl der Mut, sich mit mir und meinem Schicksal zu konfrontieren.» Der Matchmaker, Andreas Bollingers Vater, ist inzwischen verstorben. Die Mutter sowie eine Schwester leben in Teneriffa. Als Trauzeuge infrage gekommen wäre noch Andreas’ Bruder Mike, der jedoch am vorgesehenen Termin ferienabwesend war. Allerdings musste das Datum dann verschoben werden, weil sich Andi und Renate erst neue Pässe ausstellen lassen mussten. Und so kommt es, dass sich am Dienstag, 19. September, um 15.30 Uhr im Trauzimmer der Stadt Zürich doch noch eine ganze Schar an Gratulanten einfinden: Andis Bruder Mike mit seiner Frau Kathy, Olga, eine Freundin von Andi, und Bruno, ein Nachbar aus Teneriffa, der spontan angereist ist – und eben die Trauzeugen Barbara und Ivo. Sie beide nehmen ihre Aufgabe ernst und schenken dem Paar nicht nur ihre Unterschrift, sondern auch zwei Kerzen, eine für die Schweiz und eine für Teneriffa: Sie sollen den Frischvermählten ein Licht sein, in hellen und in dunklen Stunden. Den Apéro geniesst die kleine Hochzeitsgesellschaft im Bistro des Hotels Savoy Baur en Ville am Paradeplatz, das in der Annonce versprochene «schöne Nachtessen» gibt es anschliessend im Restaurant Reithalle an der Gessnerallee. Dort überraschen die Trauzeugen das Brautpaar mit einer Hochzeitstorte. Nach dem Fest verabschiedet man sich – mit dem Vorsatz, sich bald wieder zum Kaffee zu treffen. MM
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MM40, 2.10.2017 | MENSCHEN
Leserforum MM38: Asperger-Syndrom Leben in Parallelwelten
«Dank der Diagnose kann ich heute so sein, wie ich bin» Ich bin auch eine Aspergerin und jetzt 34 Jahre alt. Bei mir wurde die Diagnose erst nach einer lang anhaltenden Erschöpfungsdepression gestellt. Ich habe mit den Jahren immense Anpassungsstrategien entwickelt, was dann auch zu der übergrossen Erschöpfung führte. Seit der Diagnose bin ich viel entspannter und kann mich endlich annehmen, wie ich bin. Alina L.,
Die Diagnose als Chance: Margrit Dobler hat gelernt, mit der Krankheit ihres Mannes Franz umzugehen.
via www.migrosmagazin.ch
Vielen Dank für diesen super Bericht. Mir als Patienten ist es mit meiner Partnerin genauso ergangen. Bis die Diagnose fest stand, waren wir fast verzwei felt. Bei mir wurde die Diagnose vor zwei Jahren durch einen Spezialisten gestellt. Dank die
ser Diagnose hat meine Freun din nun mehr Geduld, unsere Beziehung verbesserte sich nach kurzer Zeit schlagartig. Für mich ist es nun viel ein facher geworden, mein Leben zu leben. Heute kann ich so sein, wie ich bin. Reto H., via www.migrosmagazin.ch Die Ratschläge sind schön und gut, aber leider ist nichts dabei für Eltern, deren erwach sene AspergerKinder den Kontakt zu ihnen abgebrochen haben, weil sie schon immer spürten, dass sie anders sind – und sich deshalb unverstanden fühlten. Als Eltern ist man da völlig im Abseits, fühlt sich elend und leidet. Eine betroffene Mutter, per E-Mail
MM39: Interview mit Donna Leon «Ich beschreibe
keine Gewalt – das widerstrebt mir zutiefst»
«Donna Leon ist authentisch und kritisch» Ich mag Donna Leon wegen ihrer Authentizität und wegen ihrer Kritik an Trumps USA. Fer ner liebe ich die (touristischen) Einblicke in die Stadt Venedig. Erwin Wirz, 4574 Nennigkofen SO Es ist kein Zufall, dass Donna Leons Brunetti-Bücher nicht ins Italienische übersetzt werden. Gerade die Venezianer
hassen nichts mehr als «Klischee de Luxe» über die Serenissima. Raffaele Ferdinando Schacher, 9400 Rorschach SG MM38: Peter Mathys «Etwas in mir ist kaputtgegangen»
«Ein Kampf gegen Windmühlen» Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Immer weniger Menschen haben den Mut, gegen den Behördensumpf und Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Wir haben es selber erlebt, es ist ein Kampf gegen Wind mühlen, und am Schluss steht man auf verlorenem Posten.
Korrektur Vor lauter Achterbahnfahren schwirrte uns beim Schreiben der Bildlegenden des Artikels «Adrenalinkicks made in Switzerland» (Nr. 39) der Kopf. Bei dieser Bahn (Bild links) handelt es sich nicht um The Green Lantern in Kalifornien, sondern um die höchste Achterbahn der Welt: Kingda Ka im Six Flags Great Adventure Park in New Jersey (USA). Wir entschuldigen uns.
Bilder: Severin Nowacki, René Ruis, PD
Dieser Beitrag stempelt Asperger endlich nicht als Krankheit ab, sondern beschreibt anhand von Beispielen, wie Direktbetrof fene auf beiden Seiten das Phä nomen erleben. Löblich bringt er zum Ausdruck, wie entlastend die Diagnosestellung auf das Zusammenleben wirkt. Ich (49) hatte nach über 25 Jahren De pressionen und verschiedenen Psychotherapien selber nach einer Abklärung für AD(H)S ver langt. Die Fachleute hatten nicht gemerkt, dass die Depressionen die Ermüdungserscheinung jahrzehntelangen Anpassens waren. AD(H)S wurde schnell ausgeschlossen, dafür kam die Diagnose Asperger. Das Resultat half mir, mein Leben in andere Bahnen zu lenken, mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Shira B., via www.migrosmagazin.ch
MENSCHEN | MM40, 2.10.2017
Schön, dass Herr Mathys den Mut nicht verloren hat und weiterhin für die Gerechtigkeit einsteht. Danke, Herr Mathys, es braucht Menschen wie Sie. Jeannette Steinle-Liechti, via www.migrosmagazin.ch Vielen Dank, Herr Mathys, für Ihren Mut, Ihre Ausdauer und Ihren Elan, aber auch für den Gerechtigkeitssinn, der für einen Polizisten/eine Polizistin unerlässlich ist. Ebenso ist es richtig, dass Polizisten/Polizistinnen nicht für ihre Vorgesetzten arbeiten, sondern eben tatsächlich für die Bevölkerung. Bestimmt ist oder sind das keine Einzelfälle, die da vertuscht werden. Umso wichtiger ist es, dass es ver mehrt mutige Menschen gibt,
Einer muss den Dreck des anderen decken – nur so funktioniert das Rechtssystem. Jede kleine Kassiererin wird zur Rechen schaft gezogen, doch die wirk lichen Betrüger sitzen an genau den Stellen, die solche Personen verurteilen können. Justitia ist eben blind – aber nur für diejeni gen, die an diesen Stellen sitzen. Sieghardine Leber, 8500 Frauenfeld TG Peter Mathys’ Kampf gegen die Justiz ist auf viel Zuspruch gestossen.
die Missstände aufdecken und melden, ohne sanktioniert zu werden. Manuela Schneeberger, via www.migrosmagazin.ch
MM37: Diese Woche Keine Spur von Sitzplatz-Knigge
«Fahrkarte fürs Gepäck verlangen» Gepäck gehört unter die Sitzbank oder in die Lücke zwischen
den Lehnen. Ansonsten bitten wir die sperrigen Rucksack besitzer (oder was auch immer), den Sitz frei zu machen oder die Fahrkarte für das Gepäck vorzu weisen. Das wirkt immer und erheitert die umsitzenden und stehenden Passagiere. Veronika Egli-Steinegger, 9479 Oberschan SG
Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an: redaktion@migrosmagazin.ch Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.
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MM40, 2.10.2017 | MENSCHEN
Suchtkranke Eltern
Zurück im Leben
Daniela wurde schwanger, als sie noch drogensüchtig war. Abtreiben kam für sie nie infrage – sie wollte für ihre Tochter da sein. Im Fischerhuus in Birmensdorf ZH haben beide ein neues, vorübergehendes Zuhause gefunden. Heute freut sie sich auf ihr Leben danach. Texte: Claudia Langenegger
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Bilder: Sophie Stieger
in Mädchen springt die Aussentreppe zur Laube hoch, ein anderes rennt ihm nach, sie lachen. Ihre beiden Mütter sitzen vor dem stattlichen Riegelhaus – sie tauschen sich aus, schauen dem Nachwuchs zu. Andere Eltern sitzen auf Stühlen vor dem Haus, rauchen, schwatzen. Ein Nachmittag in einem ganz normalen Mehrfamilienhaus – so scheint es auf den ersten Blick. Doch hier ist das Leben etwas anders: Es hat eine Überzahl alleinerziehender Mütter, die Organisation im Haus ist strukturiert, ein bisschen wie in einer grossen WG: Heute ist beispielsweise Familientag, alle sind da. Im Erdgeschoss befinden sich Büroräume der Sozialarbeitenden, wo sich die Bewohnerinnen täglich melden. Einmal pro Woche gibt es eine Haussitzung. Wer hier wohnt, hat oft eine schwere Vergangenheit – ein Leben mit Drogensucht, Medikamentenmissbrauch, Abhängigkeit, mit psychosozialen und körperlichen
Problemen, ein Alltag auf der Gasse und eine Kindheit mit Eltern, die ihr Leben nicht im Griff hatten. Das Fischerhuus in Birmensdorf ZH ist ein Haus des Vereins Die Alternative. Hier leben Mütter und Väter mit ihren oft kleinen Kindern. Sie sind dabei, den Weg in ein normales Leben zu finden. Die Erwachsenen sind in der Regel zwischen 18 und 45 Jahre alt, die Kinder von neugeboren bis siebenjährig. Es ist die schweizweit einzige Institution, in der bei Suchtproblemen beide Elternteile mit ihren Kindern zusammenwohnen können. Eine der Bewohnerinnen ist Daniela (30). «Ich hätte eigentlich gar nicht schwanger werden können, so viel wie ich intus hatte.» Das war vor zwei Jahren. Sie war gerade dran, die Notbremse zu ziehen, als sie kurz nach Eintritt in die Therapie schwanger wurde. Als sie merkte, dass sie ein Kind erwartete, kippte ein Schalter in ihr um. «Es war ganz klar, dass ich auf keinen Fall einen Rückfall wollte. Das war ich meinem
Kind schuldig.» Abtreibung war nie eine Option. Seither ist die junge Frau clean: keine Drogen mehr, keine Lust mehr darauf. Was geblieben ist, ist die Angst. «Die Suchterkrankung wird immer in mir stecken, die werde ich nie los. Ich werde mein Leben lang aufpassen müssen.» Daniela war zuvor Monate in Therapie im Ulmenhof in Ottenbach ZH, ihre Tochter kam bald nach dem
Michael Rohner ist einer von drei Sozialarbeitenden im Fischerhuus.
MENSCHEN | MM40, 2.10.2017
Umzug ins Fischerhuus zur Welt. «Ich wusste, ganz allein schaffe ich es nicht.» Sie wusste aber auch: «Diese Verantwortung will ich tragen.» Ihre Tochter soll nicht unter ihrer Sucht leiden. «Sie soll gut aufwachsen. Sie trägt keine Schuld an meinen Problemen.» Ihr langjähriger Partner und Vater des Kindes war überfordert: Er trennte sich noch während der Schwangerschaft von ihr. «Das war hart, aber schliesslich das Beste.» Zurück in den Alltag finden
In den Zwei- und Dreizimmerwohnungen des Fischerhuus’ wohnen derzeit zehn Erwachsene mit ihren Kindern. Sie wollen in ein neues Leben finden. Das heisst: lernen, sich an feste Tagesrhythmen zu gewöhnen, in der Berufswelt Fuss zu fassen, mit alltäglichen Anforderungen und Überforderung umgehen zu können. «Die Eltern haben sehr viele Themen, die sie nun gleichzeitig bearbeiten müssen: ein oft jahrelanges Ausblenden von Alltagsschwierigkeiten, der Umgang mit Emotionen,
alte Konflikte mit den Eltern und ihrem Umfeld. Dazu kommen existenzielle Dinge wie Schulden aus unbezahlten Rechnungen, Steuern und Bussen», sagt Michael Rohner (46), einer der drei Sozialarbeitenden im Fischerhuus. «Gleichzeitig müssen sie lernen, Verantwortung für ihr Kind zu übernehmen.» Also ganz normale Sachen wie mit dem Kind spielen und reden, Geschichten erzählen, merken, wenn es Hunger hat, Windeln wechseln, waschen. Im Fischerhuus haben die Kinder von klein auf einen Platz in der Kita des Kinderhauses «Tipi» und werden hier an vier Tagen von einer festen Bezugsperson betreut. Das gibt den Eltern – oft alleinerziehenden Müttern – Zeit, sich um ihr Leben zu kümmern: um ihren Job, um sich selbst und die Probleme, die sich in den vergangenen Jahren angehäuft haben. «In der Kita können wir das Kind beobachten und erkennen, wie es ihm psychisch und physisch geht. Wenn die Mütter mit dem Alltäglichen überfordert sind, merken
wir das und können sie unterstützen», sagt Rohner. Die Kita ist auch Vorsorge, falls Eltern rückfällig werden. So ist das Kind nicht völlig verloren: «Es lebt in einer vertrauten Umgebung und wird von seiner Bezugsperson weiterhin betreut und umsorgt.» Selten passiert es, dass eine Mutter nicht mehr auftaucht. «Wir müssen auf alle Fälle vorbereitet sein – das ist die Realität.» Blauäugigkeit hat in zeitgemässen Sozialtherapien nichts zu suchen. Für Daniela war es alles andere als einfach, ihr Kind in der Kita zu lassen. «Ich brachte es fast nicht übers Herz, meine Tochter abzugeben», erinnert sie sich. «Ich hatte das Gefühl, ich würde mein Kind weggeben und alles verpassen.» In einer Übergangsphase ging sie täglich mit ihrer Kleinen drei Stunden ins «Tipi», heute schafft sie es, sich an vier Morgen von ihrer Tochter zu verabschieden, um in einem Verkaufsladen einer Partnerinstitution zu arbeiten. Daniela ist zuversichtlich, bald wieder einen Job in der Pflege zu finden.
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Das Fischerhuus in Birmensdorf ZH bietet Platz für suchtkranke Eltern und deren Kinder.
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MENSCHEN | MM40, 2.10.2017
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Stephan Germundson
«Allein mit den Ängsten» Die Betroffenen bleiben durchschnittlich ein Jahr im Fischerhuus.
Sie hatte lange Zeit eine gute Stelle im Gesundheitsbereich. Sie weiss, was es heisst, pünktlich und zuverlässig zu sein, Verpflich tungen zu haben, Aufgaben zu erfüllen. Dies ist nicht bei allen Müttern im Fischerhuus der Fall. Daniela weiss auch schon, wie und mit wem sie in Zukunft wohnen will, denn im Fischerhuus hat sie eine Freundin fürs Leben danach gefunden. «Wir ticken genau gleich und passen einfach zusammen.» Drogen nehmen will sie nie mehr: «Wenn ich einen Rückfall hätte, wäre die Tochter die Haupt leidtragende. Und ich würde es nicht überleben, wenn sie weg wäre.»
Anlaufstellen
Suchttherapie und Nachbetreuung: Zwei-GenerationenModelle Die Alternative – Verein für
umfassende Suchttherapie ZH Ulmenhof: Therapie Fischerhuus: Rehabilitation Kanu: Nachsorge und Beratung Telefon: 044 454 40 50 www.diealternative.ch Suchttherapiebärn Muschle: stationäre Suchttherapie für Mutter und Kind Telefon: 031 352 29 47 www.suchttherapiebaern.ch Lilith – Zentrum für Frauen und Kinder, Oberbuchsiten SO Telefon: 062 389 80 90
www.liliththerapie.ch
In der Schweiz leben mehrere Zehn tausend Kinder bei suchtkranken Eltern. Während man bei Alkoholis mus mit etwa 100 000 betroffenen Kindern aus problematisch oder abhängig konsumierenden Ver hältnissen rechnet, sind zuverlässige Zahlen bei harten Drogen schwierig. Man findet Angaben von 3500 bis 4000 Kindern, aber Stephan Ger mundson (54), Geschäftsleiter von «Die Alternative», sagt: «Die Dunkel ziffer ist hoch.» Süchtige Eltern: eine Katastrophe
Der Drogenkonsum wird oft verheim licht, denn die Furcht der Eltern ist gross, dass die Behörden sich ein mischen und eine Fremdplatzierung der Kinder verfügen könnten. Von den Kindern wird erwartet, dass sie trotz ihrer Not schweigen, damit niemand erfährt, was zu Hause los ist. Oft wachsen diese Kinder in kata strophalen Umständen auf. «Je nach körperlichem und seelischem Befinden der Eltern verhalten sich diese ihren Kindern gegenüber abwechslungsweise in liebevoller Zuwendung oder in gereizter Ab lehnung», sagt Stephan Germundson. «Diese Kinder beginnen, ihren eige nen Wahrnehmungen nicht mehr zu trauen und sind mit ihren Gefüh len und Ängsten allein und zutiefst verunsichert.» Sie werden vernachlässigt, sind teils verwahrlost und müssen manchmal sogar hungern. Sie haben niemanden, der ihnen bei den Aufgaben hilft, mit ihnen in die Badi geht, ihnen das Znüni vorbereitet. Manche erleben auch den Konsum von Mutter oder Vater mit. Schul kollegen mit nach Hause zu nehmen, das geht natürlich auch nicht. Diese Kinder müssen oft von klein
Der Fachpsychologe für Psychotherapie sagt, niemand wolle den Eltern die Kinder wegnehmen. Aber das Wohl des Kindes stehe immer im Vordergrund. Was geschieht in der Regel mit Kindern, die in einem Haushalt mit drogenkranken Eltern wohnen? Die Abhängigkeit wird verheimlicht, Unter stützungsangebote wie Arztbesuche oder die Mütter und Väterberatung werden nicht wahrgenommen. Es wird oft verschwiegen, dass Kinder da sind. Die meisten abhängigen Eltern können die Grundbedürfnisse ihrer Kinder wie Essen, Trinken und Wickeln befriedigen – für mehr reicht die Kraft nicht. Die Kinder verwahrlosen emotional. Das klingt brutal. Die Eltern sind zwar physisch präsent, emotional aber häufig nicht erreichbar. Alle diese Kinder beginnen, ihren eigenen Wahr nehmungen nicht mehr zu trauen. Sie sind mit ihren Gefühlen und Ängsten allein und zutiefst verunsichert. Aufgrund der Über forderung werden etliche Kinder mit Beru higungsmitteln ruhiggestellt. Die Kinder beginnen, sich um die Eltern zu kümmern. Und verpassen dabei ihre eigene Kindheit. Ist es sinnvoll, dass die Kinder bei den Eltern bleiben? In den meisten Fällen reichen aufsuchende Unterstützungsangebote. Die Platzierung eines Kindes oder der Familie in einer stationären Einrichtung ist erst angezeigt, wenn das Kindwohl akut bedroht und das Kind an Leib und Leben gefährdet ist. Erst eingreifen, wenn es fast zu spät ist? Nein. Man kann eine Fremdplatzierung auch als Übergangslösung tätigen und dann die Situation der Eltern abklären. Wichtig ist dabei, diese für eine Kooperation zu gewinnen. Die intensive Zusammenarbeit mit den leiblichen Eltern gehört zum Auftrag von Kindesschutzeinrichtungen. Der Eindruck entsteht, die Ämter agierten nicht immer im Interesse der Eltern. Lesen Sie weiter auf Seite 22
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MM40, 2.10.2017 | MENSCHEN
auf Verantwortung übernehmen – für sich selbst und für die Eltern. Auch Marco (25) ist im Frühling nach der einjährigen stationären Suchtbehandlung im Ulmenhof ins Fischerhuus gekommen. Zusammen mit seiner Frau: Sie hat nicht mit Abhängigkeit zu kämpfen, dafür aber mit einem labilen Seelenleben. Ihr gemeinsamer Sohn ist zwei Jahre alt. Marco hat eine zehnjährige Drogenkarriere hinter sich. Vor zwei Jahren hat er die Kurve gekriegt, als ihm seine Freundin sagte, sie sei schwanger. Der Tod seines Vaters und das Ende einer Liebesbeziehung hatten ihn als Teenager in ein Loch gerissen, aus dem er nicht mehr herauskam. Seine Selbstmedikation: Heroin und Schlafmittel, geraucht und intravenös. Der junge Vater ist nun weg von der Droge, doch einfach ist es nicht: «Ich hatte ein paar Mal einen Absturz», sagt er. Sein Sohn war da schon auf der Welt. «Die Sucht hat mich getrieben, aber ich ging jeweils wenigstens weg, irgendwo raus. Ich hätte nie in Gegen wart meines Kindes konsumiert.» Das schlechte Gewissen kam immer schnell. «Einmal war mein Bub wach, als ich zurückkam, er fing sofort an zu heulen. Er hat gemerkt, dass etwas nicht stimmt.» Er nimmt einen Schluck Cola. Man merkt, wie seine Gedanken rattern. Er hatte bereits vier Überdosen, war einmal klinisch tot, wurde zwölfmal in die Psychiatrie eingeliefert. Die zwölf Monate Gefäng nis vor vier Jahren hatten ihn ein erstes Mal ein bisschen wachgerüttelt. Doch ohne sein Kind und seine Freundin wäre er nie da, wo er heute ist. «Die meisten schaffen es als Familie nicht. Ich hatte grosses Glück, meine Partnerin war nie abhängig.»
Das ist falsch. Sowohl die Kindes und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) wie auch moderne Kinderheime verstehen ihre Rolle so, dass sie mit den Eltern eine Erzie hungspartnerschaft einzugehen versuchen. Dies beinhaltet die Planung und allfällige Begleitung von Besuchen und bei Bedarf auch ein Elterncoaching. Niemand will den Eltern die Kinder wegnehmen. Sie sind aber verpflichtet, sämtliche Massnahmen zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der oftmals traumatisierten Kinder zu ergreifen. Kinderheim klingt nicht nach einem schönen Zuhause. Die Missbräuche in Heimen bis zu Beginn der 70erJahre haben einen enormen Image schaden angerichtet. Dieser lastet noch immer wie ein Schatten über den Einrichtun gen. Kinderheime schützen und fördern Kin der. Ein Zuhause – nein, das sind sie nicht. Daher sind sie auch nicht auf Dauer angelegt. Wenn die Rückkehr nach Hause nicht mög lich ist, braucht es etwa eine Pflegefamilie. Was für Angebote gibt es, bevor es zur Fremdplatzierung kommt? Vorgelagerte Angebote können Mütter, Väter und Suchtberatung sein, eine Familienbegleitung, ein Gemeinschaftszen trum. Ist eine umfassendere Familienergän zung nötig, kommen in der akuten Phase Heime mit Krisenplätzen und Familienein richtungen infrage. Familienangebote haben den grossen Vorteil, dass die Eltern ebenfalls intensiv begleitet werden. Diese sind recht zahlreich in der Schweiz. Sehr selten jedoch sind sie auch offen für suchtbetroffene Eltern. Da bestehen noch Angebotslücken.
Wie merkt man als Aussenstehende, dass Eltern süchtig sind und das Kind leidet? Den Kindern ist dies schwer anzumerken. Die einen wirken stark und frühreif, andere zurückgezogen und depressiv, Dritte gereizt und mürrisch oder clownesk und überdreht. Die Kompen sationsstrategien der Kinder sind äusserst unterschiedlich. Oft leben suchtkranke Eltern sozial zurückgezogen. Wie kann man als Umfeld reagieren? Versuchen, mit den Eltern ins Gespräch zu kommen – und beispielsweise Stress und Überforderung anzusprechen. Öffnen sich die Eltern, kann man über Unterstützungs angebote sprechen. Sei dies, dass man eine Kinderbetreuung an gewissen Tagen an bietet oder auf Beratungsstellen hinweist. Nicht alle Fälle sind so lösbar. Lässt die Gefährdung des Kindes keine Zeit, und sind die Eltern nicht einsichtig, so ist im Austausch mit nahestehenden Personen eine Gefährdungsmeldung bei der KESB zu erwägen. Kinder mit psychisch belasteten Eltern werden aber nach wie vor zu lange allein gelassen. Auch Sucht ist eine psychische Erkrankung. Unser Eindruck ist, dass bei Suchtbetrof fenheit die Kindeswohlthematik schneller auf den Tisch kommt als bei schweren psychischen Erkrankungen. Dies hat mit unter mit dem Verständnis von Sucht als Laster und einem Bestrafungsreflex zu tun.
Bild: zVg
In einem Jahr zurück ins reale Leben
So froh Marco ist, hier zu sein, so froh ist er auch, in knapp einem Jahr wieder rauszukommen und ein selbst bestimmtes Leben mit seiner Klein familie zu führen. Unterstützung wird er nach wie vor haben. Die Familien werden auch nach Austritt noch be gleitet. Die Beratungsstelle Kanu, die ebenfalls zu «Die Alternative» gehört, übernimmt die Nachbetreuung mit regelmässigen Gesprächen und umfassender, individueller Sachhilfe. Die Klienten bleiben in der Regel ein Jahr im Fischerhuus in Birmens dorf. Was lange tönt, ist relativ kurz, um ein normales Elternleben zu ler nen. Für viele die einzige Option. MM
2013 wurde die Vormundschaftsbehörde professionalisiert. Nun kümmert sich die KESB um die Kinder. Ist ein grösseres Bewusstsein für den Schutz der Kinder da? Ja. Die Zahl an Heimplatzierungen ist unter der KESB aber tiefer als zuvor. Dies hat auch mit dem Ausbau von sozialpädagogi schen Angeboten im Alltag zu tun – wie etwa der Schulsozialarbeit oder anderen Beratungsangeboten. Es ist aber zugleich ein Zögern bemerkbar, weil man politischen oder juristischen Druck fürchtet. Das ist eine beängstigende Entwicklung. Immerhin betrifft dies eher die älteren Kinder, da es bei den Allerkleinsten sehr rasch um Leben und Tod gehen kann.
Stephan Germundson (54), Fachpsychologe für Psychotherapie FSP und Geschäftsführer «Die Alternative» in Ottenbach ZH
Muss für das Kindwohl mehr getan werden? Die Standards der UnoKinderrechts konvention werden nur begrenzt umgesetzt. So wird beispielsweise der Teilhabe der Kinder und Jugendlichen zu wenig Beachtung geschenkt. Die gesamte Kinder und Jugendhilfe müsste durchlässig gedacht werden, und die spezifische Situa tion und die Lösung für Kind und Familie müssen im Zentrum stehen. MM
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Beiträge, Bilder und Meinungen unserer Leserinnen und Leser
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Leserreaktionen
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Auf Brunettis Spuren
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Bestsellerautorin Donna Leon erklärt im Interview, was sie an Commissario Brunetti und anderen Figuren mag. Die Krimifans wiederum verraten ihre Gründe: www.migmag.ch/leon Rose Ruch: Ich bin begeistert von Brunetti. Wenn immer ich in Venedig bin, wandle ich auf seinen Spuren: Essen im «Madonna», Tramezzini im «Do Mori» ...
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62% Erwin Wirz: Ich mag Donna Leon wegen ihrer Authentizität und wegen ihrer Kritik an Trumps USA. Ferner liebe ich die (touristischen) Einblicke in die Stadt Venedig.
62%: Ich liebe Bergwandern, aber mit wenig Sport und ohne Technik. 15%: Rumhängen oder im Winter Skifahren. Länger Laufen kommt nicht infrage. 15%: Ich unternehme auch anstrengende Gebirgs touren und/oder klettere. 8%: Nichts
René Müller: Ich liebe die Krimis von Donna Leon, weil sie
ohne grosse Gewalt auskommen und immer etwas von Venedig zeigen, das ich noch nicht kenne.
Christine Hoogeveen: Ich mag ihre Bücher, aber auch, dass
ich sie ab und zu in der Oper Zürich oder in Karlsruhe bei den HändelFestspielen sehe.
Bilder: Dan Cermak, zVg, Pixabay.com
Kurt Spiess: Meine Frau und ich sehen uns alle Filme im Fernsehen immer wieder aufs Neue an, besonders wegen der grossartigen Aufnahmen der italienischen Lagune.
Leserbeitrag
Leserfrage
Laune der Natur
Medbase-Experten antworten
Carlo Stingelin staunt bei der Ernte im Garten nicht schlecht: «Eigent
«Mir ist häufig schwindlig. Was können die Ursachen sein?» fragt Theo N. aus Konolfingen BE. Christoph M. Flesch, Arzt bei Medbase Zug, nennt die möglichen Gründe, hält aber in allen Fällen einen Arztbesuch zur Abklärung für nötig. www.migmag.ch/schwindel
lich haben wir nur eine kleine Kartoffel erwartet. Doch dann entwickelte sie sich zu einer lachenden Schildkröte von 840 Gramm.» www.migmag.ch/schildkroete
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Morgens Passage der bekannten Loreley-Strecke. Nach dem Mittag Ankunft in Bonn. Nach kurzer Stadtrundfahrt Besuch des Beethovenhauses* in der Bonner Fussgängerzone. Dort geniessen Sie ein exklusives Programm mit Vortrag zum Leben und Wirken Beethovens, kurzes Piano-Konzert. Gegen Abend Weiterfahrt Richtung Dordrecht. 4. Tag Dordrecht–Rotterdam
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Fahrt nach Duisburg am Vormittag. Nach dem Mittagessen Ausflug* ab Duisburg zum Zollverein. Heute sind die Zeche und Kokerei eine UNESCO-Welterbestätte. Für Gäste, die lieber freie Zeit in Düsseldorf verbringen, wird ein Transfer+ organisiert. Das Schiff legt gegen Abend kurz in Düsseldorf an, um die Ausflugsgäste wieder an Bord zu nehmen. 7. Tag Rüdesheim
Gemütliche Schifffahrt entlang dem «Romantischen Rhein» mit Weinbergen, trutzigen Burgen und der sagenumwobenen Loreley. Stolzenfels, Marksburg, Maus und Rheinstein sind nur einige der unzähligen Burgen, um die sich viele Legenden ranken. Am Nachmittag Ankunft in Rüdesheim und Fahrt mit dem Winzerexpress* ins pittoreske Weinstädtchen, welches individuell besichtigt werden kann.
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Nach der Ankunft in Plittersdorf nach dem Mittagessen steht ein Busausflug* nach Baden-Baden auf dem Programm. Die Bäder- und Kunststadt begeistert mit ihrer Atmosphäre, den prunkvollen Herrenhäusern und Parkanlagen während eines Rundgangs. Der Bus bringt die Ausflugsteilnehmer zurück nach Kehl, wo das Schiff bereits wartet. 9. Tag Basel
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MM40, 2.10.2017 | MENSCHEN
Mona Vetsch
«Unglücklich sein gehört doch zum Leben» In ihrer neuen Fernsehsendung «Mona mittendrin» entdeckt Mona Vetsch hautnah Realitäten und Schicksale in der Schweiz – und mit ihr das Publikum. Der SRF-Star über den Luxus, aus einem Asylbewerberheim wieder ausziehen zu können, über ihre Angst-Destination und halbjährliche existenzielle Krisen. Text: Ralf Kaminski, Lisa Stutz
Bilder: Christian Schnur
MENSCHEN | MM40, 2.10.2017
Allzeit bereit für alles: Mona Vetsch mit Verpflegung und Pass – und gespannt darauf, wo es als Nächstes hingeht
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MENSCHEN | MM40, 2.10.2017
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«Ich würde gern noch näher ran ans sogenannte normale Leben.»
Mona Vetsch, in Ihrer neuen Sendung sollen Sie Lebensgeschichten hautnah entdecken. Was hat Sie überrascht? Überrascht und gefreut hat mich, dass es manchmal nicht mehr als drei Tage braucht, damit Fremde zu Freunden werden. Mit wem war das so? Ich war unter anderem mit einer Reise gruppe aus Südkorea unterwegs. Sie konn ten kaum Englisch, ich kein Koreanisch – und da sass ich nun mit ihnen in einem Bus und fuhr ins Berner Oberland. Ich dachte echt: Das klappt nie. Aber am Schluss haben sie dann fast ihren Zug ins Wallis verpasst, weil jeder Einzelne mich zum Abschied noch umarmen und mir Dinge schenken wollte. Ganz leicht war es trotzdem nicht. Weshalb nicht? Ich habe mich so geschämt, aber auf mich traf das Klischee voll zu: Es fiel mir schwer, die einzelnen Koreaner voneinander zu unterscheiden. Es gelang mir meist nur dank ihrer Kleidung. Am dritten Tag habe ich ihnen das dann gestanden. Worauf sie lachten und fanden, wir sähen ja auch alle gleich aus. Wir hätten alle diese grossen Augen und Nasen. ( lacht) Aber ich habe viel über Südkorea erfahren, sie fragten nach der Schweiz, und so kamen wir uns näher – dank einer in Basel lebenden Südkoreane rin, die übersetzt hat. Es waren übrigens lauter Anwälte und Richter, ich habe also mit dem obersten Richter Südkoreas Fon due gegessen, er konnte sogar ein wenig Deutsch, weil er in Deutschland studiert hat. Welche Erlebnisse haben Sie erschreckt oder belastet? Ich habe drei Tage in einem Viererzimmer eines Asyldurchgangsheims gewohnt. Eine Mitbewohnerin war eine syrische Uni versitätsangestellte, und was sie von ihrer Flucht erzählt hat, ging mir sehr nah. Zudem war vor Kurzem ihr Vater in Syrien gestor ben, und es war klar, dass sie sein Grab nie würde besuchen können. Das waren Momente, in denen mir die Worte gefehlt haben. Da wurde aus den Schlagzeilen, die wir täglich lesen, eine reale Geschichte, mit Gefühlen und einem Gesicht. Wieso ist es so wichtig, dass Sie zu Beginn jeweils nicht wissen, wo es hingeht? Wir neigen alle dazu, uns in unserer Komfortzone zu bewegen. Das, was uns nicht so vertraut ist, was uns stört, blenden wir aus. Früher gingen wir beim Reisen in irgendwelche Restaurants und probierten einfach, heute analysieren wir erst die Kritiken, die missgelaunte Touristen auf «Tripadvisor» hinterlassen haben. Das Sendekonzept hat mich gezwungen, mich auf etwas einzulassen, das mir völlig fremd
ist. Natürlich hätte ich mich lieber vorberei tet, ich bin eh ein totaler Kontrollfreak. Dennoch lief am Ende vieles spontan? Weitgehend. Im Gefängnis musste das Team erst mal im Voraus klären, wen wir überhaupt zeigen dürfen und wer bereit war, vor der Kamera aufzutreten. Das andere war, dass ich damit umgehen musste, was sie mir erzählten. Es waren keine Interviews, wie man sie als Journalistin üblicherweise führt, sondern spontane Gespräche. Das Konzept ist nicht risikolos, weil es auch sein kann, dass mangels Vorbereitung nichts besonders Interessantes dabei rauskommt. Aber das kam zum Glück nie vor. Würden Sie an alle Orte nochmals hingehen? Ja. Wobei ich natürlich beim Gefängnis und beim Asylbewerberheim den Luxus hatte, einfach wieder nach Hause gehen zu können. Das kann sonst niemand dort. Wird es weitere Folgen geben? Das würde mich freuen, es gibt noch viele andere interessante Themen. Ich würde gern noch näher ran ans sogenannte normale Leben. Etwa mal drei Tage bei einer Familie mit sechs Kindern mitleben. Oder bei einer mit einem behinderten Kind. Ich wohne in einem Zürcher Quartier mit vielen orthodoxen Juden, habe mich aber noch nie wirklich mit einem unterhalten. Auch das wäre ein spannender Einblick. Wo würden Sie nie hingehen wollen? In einen Puff. Nicht wegen den Prostituier ten, sondern wegen den Freiern. So einen als Frau zu befragen, fände ich echt schwierig. Vielleicht bin ich auch zu verklemmt – ich will zwar immer viel wissen, aber vielleicht eben doch nicht ganz alles. Was erhoffen Sie sich, nimmt das Publikum aus der Sendung mit?
Ich hoffe, dass es mit mir mitkommt und sich auch auf Unbekanntes einlässt – gerade auf Themen, die im ersten Moment einen Abwehrreflex auslösen. Schön wäre, wenn sie am Schluss finden: Ach, das habe ich jetzt nicht gewusst. Sich einem unvertrauten Thema auf diese Weise zu nähern, ihm ein Gesicht zu geben, verändert idealerweise die Wahrnehmung. Es wäre toll, wenn das bei ein paar wenigen Zuschauenden passiert. Hat man alles erreicht, wenn eine Sendung den eigenen Namen trägt? Können Sie das überhaupt noch steigern? ( lacht) Ich will gar nicht mehr, das ist eine Kategorie, die mich nicht interessiert. Ich will Schönes, Intensives, Farbiges und viel Verschiedenes, darauf kommt es mir an. Sie haben in Ihrer Karriere viele Menschen getroffen. Wer hat Sie in all der Zeit am meisten beeindruckt? Tomi Ungerer. Wenn ich das sage, fragen alle immer: «Wer ist Tomi Ungerer?» Nun, er ist Gott, er weiss es nur noch nicht. Im Ernst: Er ist ein grossartiger Illustrator, Künstler, Kinderbuchautor – ein schwarzhumoriger, guter Typ, dessen Arbeit ich bewundere. Ich muss also nicht unbedingt den Dalai Lama treffen oder Barack Obama, damit ich glücklich bin. Wobei: Dessen Frau Michelle würde mich schon glücklich machen. Sie selber machten mit der Morgen sendung auf Radio SRF3 viele Hörer glücklich. Im Juni haben Sie nach 17 Jahren aufgehört. Vermissen Sie die Sendung ab und zu? Überhaupt nicht, denn ich hatte einen grossartigen Schluss. Zudem hatte ich den Entscheid schon lange gefällt und mit geteilt. So konnte ich mein letztes Jahr in tensiv geniessen. Und ich weiss ja, dass ich ab Januar wieder Radio mache. Generell schaue ich lieber nach vorne und sehne mich nach dem Neuen, das kommt.
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Neu ist auch das Ausschlafen. Haben Sie sich schon daran gewöhnt, nicht mehr mitten in der Nacht aufstehen zu müssen? Ich habe sowieso einen chaotischen Schlafrhythmus. Auch dadurch, dass ich viel reise. Ich könnte eine Zweitkarriere starten als schlechtes Beispiel für die Schlafforschung. Vielleicht bin ich heute ausgeschlafener als auch schon, aber meine Augenringe bleiben. Da habe ich die Hoffnung aufgegeben. Mit der SRF-Jugendsendung «Oops!» sind Sie quasi als Berufsjugendliche – gepierct und mit blauen Haaren – bekannt geworden. War es schwierig, sich von dieser Rolle zu lösen? Ich finde nicht, das Erwachsenwerden in der Öffentlichkeit hat sich ganz natürlich ergeben. Mein Credo: nicht darüber nachdenken. Es gibt Medienleute, die sehen sich selber als Marke, was ich durchaus bewundere. Ich kann das nicht. Aber Sie sind doch längst eine Marke. Vielleicht, ja. Aber die Frage ist doch, wie man damit umgeht. Wenn ich damals jemanden gefragt hätte, wie ich von «Oops!» zum «Club» komme, hätten mir alle abgeraten und gesagt, das Jugendimage klebe zu fest an mir, als dass ich bei seriösen Themen ernst genommen würde. Aber das stimmt nicht.
Bild: SRF
Sie haben die Jungen damals zum Fernsehschauen gebracht. Wie macht man das heute? Ich denke, der Begriff «Fernsehen» wird irgendwann überholt sein. Dennoch: Die Leute wollen unterhalten werden – ob sie auch informiert werden wollen, ist die grosse Frage. Ich hoffe, dass wir auch künftig Wege und Kanäle finden, den Menschen die benötigten Informationen zu geben, um sich in der Welt zurechtzufinden. Und eigentlich ist es toll, dass es heute noch mehr Möglichkeiten gibt, spannende Geschichten zu erzählen, auch wenn es für das SRFGeschäftsmodell eine Herausforderung ist. Nächstes Jahr stimmen wir über die Billag-Initiative ab. Wäre ein Ja tatsächlich das Ende von Schweizer Radio und Fernsehen, wie wir es kennen? Ja, ohne Gebühren gibt es das Schweizer Radio und Fernsehen nicht mehr. Auch die Westschweizer, Tessiner und rätoromanischen Sender verschwinden. Sendungen wie «Tagesschau», «Echo der Zeit», aber auch «Mona mittendrin» lassen sich nicht mit Werbung allein finanzieren. Was ich hingegen gut finde: Dass wir über die Bedeutung von öffentlich-rechtlichen Medien diskutieren. Leisten wir uns etwas Überflüssiges? Oder gibt es gute Gründe dafür? Diese berechtigten Fragen stellt sich die Gesellschaft nun.
Mona Vetsch im Berner Oberland mit Teilnehmerinnen einer südkoreanischen Reisegruppe
Machen Sie sich Sorgen um Ihre Zukunft beim Schweizer Fernsehen? Wenn es mir dabei nur um mich ginge, wäre das ziemlich egoistisch. Klar, ich könnte nicht mehr so weitermachen wie bisher. Das Thema interessiert mich aber auch deshalb, weil ich Politikwissenschaften und Soziologie studiert habe. Es geht nicht in erster Linie darum, ob man Geld an die Billag bezahlt oder es frei an Netflix und Co. verteilt, sondern was eine Systemänderung für die Unabhängigkeit der Medien heisst. Dank Gebühren ist SRF unabhängig von Einflüssen aus Politik und Wirtschaft. Diese Unabhängigkeit gilt es zu verteidigen. Was schauen Sie selbst im Fernsehen? Der Literaturclub ist eine meiner Lieblingssendungen, da verpasse ich keine Folge. Wenn kluge Leute über Dinge sprechen, die ich noch nicht kenne, bereichert mich das. Ansonsten schaue ich wahnsinnig viel Fussball, aber nicht, weil es mich nun derart interessiert, sondern weil mein Mann und meine beiden Söhne jeden Match verfolgen. Während sie mitfiebern, ist das für mich pure Entspannung. A propos Familienzeit: Wie muss man sich den Alltag von Mona Vetsch vorstellen?
Zur Person
Journalistin und Moderatorin Mona Vetsch (42) arbeitet seit 20 Jahren beim Schweizer Radio und Fernsehen. Im Sommer hat sie sich nach 17 Jahren von der Morgensendung auf Radio SRF 3 verabschiedet. Ihre neue fünfteilige TV-Sendung «Mona mittendrin» startet am 5. Oktober. Vetsch ist verheiratet, hat zwei Söhne (8 und 6) und lebt in Zürich. «SRF HE!MATLAND – Mona mittendrin» im Gefängnis (1/5): 5. Oktober, 21.05 Uhr auf SRF 1
Der ist ganz normal, nicht spektakulär. Ich mache nichts Interessantes, ich habe einfach einen Beruf, der öffentlich ist. Wenn ich zum Schulanfang für einen meiner Söhne Ballone organisieren muss, dann tue ich das. Ich backe Kuchen, mache Wäsche, diskutiere darüber, wer einkaufen geht. Diese Normalität macht mich glücklich, sie ist ein Privileg. Sie werden aber sicher oft auf der Strasse erkannt. Wann haben Ihre Söhne mitbekommen, dass sie eine berühmte Mutter haben? Wenn Leute mit mir im Bus redeten, fragten sie mich danach: «Hast du diese Frau gekannt?» Und ich sagte ihnen: «Nein, aber sie hat mich gekannt.» Damit war der Fall erledigt. Für sie hat mein Beruf keine grössere Bedeutung als der des Vaters eines Schulgspänlis, der 3-D-Drucker herstellt. Sie gucken Ihre Sendungen also nicht? Wenn ich zu Hause Sendungen visionieren muss, finden sie das furchtbar. Sie fragen dann, ob sie nicht «Spongebob» schauen dürfen. Ausser natürlich, es kommen Tiere vor. Die finden sie sehr gut. Ich bin also angehalten, mehr Sendungen mit Tieren zu machen. ( lacht) Sie haben mal gesagt, jeder Mensch habe das Recht, alle fünf Jahre eine existenzielle Krise zu haben – wann war Ihre letzte? Ich bin sogar so dreist, dass ich dieses Recht jedes halbe Jahr für mich in Anspruch nehme. Das Gute ist, dass meine Krisen sehr kurz sind. Kurz, aber heftig. Ich meine das ernst: Ich ärgere mich darüber, dass in den sozialen Netzwerken immer alles toll ist. Aber unglücklich sein und zweifeln gehört doch zum Leben. Wenn ich für meine Sendungen Leute treffe, sind es meistens diese Momente, die einen Menschen wirklich zum Menschen machen. Es kann nicht immer alles lässig sein. MM
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Migros-Welt MM40
Zahl der Woche
35 800 000
35,8 Millionen Cumulus-Vorteilcoupons wurden im vergangenen Jahr an der Kasse ausgegeben. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird das Couponing nun definitiv in der ganzen Schweiz eingeführt.
Migros-Lehrberufe
Sofort zur Stelle Patrick Ott (20) absolviert das vierte Lehrjahr zum Polymechaniker beim M-Industrie-Betrieb Mibelle Group.
«Wir sind stets bereit, eine defekte Maschine zu reparieren.»
Kürbis
Bilder: Daniel Kellenberger, zVg
Der Herbst trägt die grössten Früchte Die Gemüse-Erzeuger Seeland ernten im Moment ihre grössten Beeren: die Kürbisse. Kürbisse gehören aus botanischer Sicht zu den Beeren und bereichern den herbstlichen Speiseplan um viele Köstlichkeiten. Kürbissuppe, -risotto oder -ragout und sogar süsser Kürbiskuchen lassen sich aus dem Fruchtfleisch der riesigen Beeren zubereiten.
Ein angeschnittener Kürbis bleibt gut verpackt im Kühlschrank bis zu einer Woche geniessbar. Verschiedene Kürbisarten wie Muskat-, Butternuss- und Spaghettikürbisse «Aus der Region. Für die Region.» sind jetzt ganz, als Schnitze oder Würfel in den Supermärkten der Migros Aare erhältlich. Mehr von der Migros Aare ab Seite 93
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MM40, 2.10.2017 | MIGROS-WELT
Tetanusimpfungen in diesem Sommer in Haiti – begleitet von der deutschen Schauspielerin Bettina Zimmermann als Aktionsbotschafterin (Bildmitte). Impfkampagne Kundenreaktionen
Zurück zur alten Verpackung Vor drei Monaten stellte die Migros die Verpackung des Bio Dinkelgebäcks mit Rosinen und des Vollkorngebäcks Hirse/Leinsamen von einer Verpackungsrolle auf vier Einzelportionen um. Die Überlegung war, die Convenience für die Kunden zu erhöhen: Die kleineren Portionen sind ideal für unterwegs, des Weiteren entfällt das Wiederverschliessen, wodurch das Gebäck länger frisch bleibt. Bei vielen Kunden fiel die Umstellung allerdings durch. Bei der Infoline und auf Migipedia gingen zahlreiche negative Reaktionen ein. Hierbei kam auch der Wunsch nach der alten Verpackung zum Ausdruck. Die Migros nimmt diese Rückmeldungen ernst und hat deshalb beschlossen, bei den beiden Produkten wieder auf das vorherige Verpackungsformat zurückzuwechseln.
Migros erhöht die Dosis Zusammen mit der Windelmarke Pampers und Unicef unterstützt Famigros, der Familienclub der Migros, eine Aktion zur Bekämpfung von Tetanus bei Müttern und Neugeborenen in Entwicklungsländern. Von 1. Oktober bis 31. Dezember spendet Famigros deshalb pro gekaufte PampersPackung zwei statt wie üblich eine Impfdosis
an die Unicef-Initiative «1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis». In vielen Entwicklungsländern stellt die Infektionskrankheit Tetanus für Mütter und Babys noch immer eine tödliche Bedrohung dar. In diesen Ländern ist die Unicef aktiv und verteilt Tetanusimpfungen, die unter anderem durch die Initiative finanziert werden, an Mütter und Babys.
Preisbarometer
Aktuelle Preisänderungen Die Rohstoffpreise der Schweizer Milch steigen per Anfang Oktober gemäss Entscheidung der Branchenorganisation Milch. Die Migros zahlt ihren Produzenten heute schon einen überdurchschnittlich hohen Milchpreis, sie hält sich aber an die Vorgaben und setzt die höheren Produzentenpreise konsequent um. Aus diesem Grund müssen die Verkaufspreise von diversen Milch-, Rahm- und, in einem weiteren Schritt, Butterartikeln angepasst werden.
Ausgewählte Produkte
Preis alt*
Preis neu*
in %
M-Budget Vollmilch 2 l
1.85
1.90
2,7
Valflora Vollrahm UHT 5 dl
3.15
3.20
1,6
Passion Joghurt Stracciatella 180 g
0.90
0.95
5,6
Valflora Milch UHT 1 l
1.25
1.30
4,0
M-Classic Cottage Cheese Nature 200 g
1.35
1.40
3,7
M-Budget Mascarpone 630 g
3.75
3.85
2,7
Grana Padano gerieben 50 g
1.10
1.15
4,5
* in Franken
MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
37
Blickfang
Neue Welt im Spital «Meine Tochter Annika im Spitalbett mit gebrochenem und frisch operiertem Arm spielt mit der VR-Brille der Migros.» Maya Christensen, Baar ZG
Schicken Sie uns Ihr Migros-Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Wenn auf Ihrem Foto ein Migros-Zusammenhang zu erkennen ist, sind Sie dabei.
Bilder: flickr.com/Jugendskilager, zVg (3)
Hochladen: www.migmag.ch/blickfang
Wettbewerb
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Merken und gewinnen
Jugendskilager 2018
Letzte Gelegenheit auf Preise im Gesamtwert von 100 000 Franken. Am
3. Oktober findet die Dernière der Migros-Quizshow «Merk’s dir» statt. Gespielt wird auf Facebook Live und dem Youtube-Kanal der Migros. Das Spiel ist einfach: Von den über 10 000 Produkten, die die Migros selber herstellt, wird eine Auswahl in eine Einkaufstasche gepackt
und eine Frage zu diesen Produkten gestellt. Die Kandidaten merken sich die Produkte und beantworten anschliessend die Frage dazu. Die letzte «Merk’s dir»-Quizshow findet live auf Facebook und dem Migros-Youtube-Kanal am 3. Oktober um 18 Uhr (deutsch) und um 19:30 Uhr (französisch) statt. Alle Infos: www.merks-dir.ch
Es ist das grösste Schneesportlager der Schweiz: Von 2. bis 8. Januar findet an der Lenk BE das Juskila statt. Wie jedes Jahr kommen dann 600 Jugendliche aus allen Kantonen, Liechtenstein sowie Auslandschweizer auf Skiern und Snowboards in Fahrt. Dank der Hauptsponsorin Migros bezahlen die Mädchen und Jungen für eine Woche Schneesport und Lagerleben nur 120 Franken. Das Juskila steht 13- und 14-Jährigen offen, die noch nie dabei waren. Anmelden kann man sich noch bis Freitag, 27. Oktober 2017. Mehr Infos und Anmeldung: www.juskila.ch
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MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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1. Platz
Bereit für die Viehschau: Das Siegerbild von Miranda Outon, aufgenommen in Meistersrüti Appenzell AI.
Siegerbilder
Schweizer Bauernwelten Der Fotowettbewerb Agrimage des Schweizerischen Bauernverbands mit Unterstützung der Migros war ein grosser Erfolg. Aus über 15 500 eingesandten Bildern hat eine Jury die besten Fotos ausgewählt. Text: Andreas Dürrenberger
M
ilchig scheint die Sonne durch die Wolkenschleier und taucht die nebelverhangenen Hügel des Appenzells in ein sanftes Licht. Schemenhaft ist ein Bauer zu erkennen, der seine Kuh über den nassen, spiegelnden Boden führt. Gelungen ist diese beeindruckende Momentaufnahme der Schwei-
Landwirtschaft spiegeln. Im Internet konnte das Publikum für seinen Favoriten abstimmen: Rund 49 000 Stimmen sind beim Fotowettbewerb des Bauernverbands eingegangen – ein voller Erfolg. Miranda Outon kann es noch immer nicht recht glauben, dass sie gewonnen hat. «Ich war völlig überwältigt, als ich erfuhr, dass die Jury mein Bild ausgewählt hatte», erzählt die 40-jährige St. Gallerin. «Als ich mein Bild einreichte, dachte ich nicht, dass ich gewinnen könnte.»
Agrimage an der Olma Wo könnte man die Sieger bilder von Agrimage besser ausstellen als an der Olma in St. Gallen? Die Messe für Landwirtschaft und Ernährung findet dieses Jahr bereits zum 75. Mal statt und dauert vom 12. bis 22. Oktober. Die Ausstel lung ist in Halle 9.1 zu finden.
Die leidenschaftliche Hobbyfotografin ist oft mit ihrer Kamera unterwegs, um ihre Heimatstadt und die Landschaft der Region zu fotografieren. Entstanden ist ihr Siegerbild am Tag vor einer Viehschau im Kanton Appenzell Innerrhoden. «Ich durfte die Familie Knechtli vor und während der Viehschau begleiten und so einen Blick hinter die Kulissen dieses Traditionsanlasses werfen – ein wunderschönes Erlebnis.» MM
Im Rahmen des Olma Bauerntags (Halle 9.2) am Mittwoch, 18. Oktober, findet die Prämierung der Siegerbilder statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto «Land wirtschaft im Bild – Fremd bild, Selbstbild, Wunsch bild» und beinhaltet nebst der Preisübergabe vier Referate, eine Podiums diskussion und einen Apéro. Der Anlass ist öffentlich und dauert von 9.30 bis 13.30 Uhr.
Alle Bilder: www.agrimage.ch
Mehr Infos: www.olma.ch
«Wunderschönes Erlebnis»
zer Landwirtschaft Miranda Outon. Beeindruckt war auch die Jury des Fotowettbewerbs Agrimage. Sie hat das Bild auf den mit 4000 Franken dotierten 1. Platz gewählt. Insgesamt haben rund 1600 Fotografen über 15 500 Bilder auf der Onlineplattform von Agrimage eingereicht – Aufnahmen, die die ganze Vielfalt der schweizerischen
Ausstellung
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MM40, 2.10.2017 | MIGROSWELT
2. Platz
Gesamtsieger
«Papillon» Aufnahmeort: Cernier NE Fotograf: Jean-Marc Schwab «Dieses etwas klischierte Bild entstand in den blühenden Gärten des Agrarzentrums Evologia im Val-deRuz. In meiner Freizeit fotogra fiere ich Tiere, am liebsten Schmet terlinge oder Vögel. Als Autodidakt freut mich dieser Preis natürlich besonders. Vielleicht leiste ich mir damit ein neues Objektiv.»
Kategorien
Von der Kuh bis zur Katze
Kategorie Landschaften « Sunset in Opfikon»
Neben den Gesamtsiegern wurden auch herausragende Bilder in neun thematischen Kategorien ausgezeichnet.
Aufnahmeort: Opfikon ZH Fotograf: Sivakumar Kannappan
Kategorie Gebäude und Architektur «AlpLiebe» Kategorie Produkte und Ver arbeitung «Choix de
pommes de terre» Aufnahmeort: Basel Fotograf: Giorgo Skory
Aufnahmeort: Alp Selva Vals GR Fotograf: Markus Casutt
Kategorie Landtechnik « Bei der Arbeit» Aufnahmeort: Grenchen SO Fotograf: Andreas Möri
MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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3. Platz
Gesamtsieger
«Junge und Henne» Aufnahmeort: Hünikon ZH Fotografin: Beryll Decurtins «Das ist mein vier jähriger Sohn Nanook und unsere zutrau liche Henne Bijou. Die Kamera hatte ich zwar zur Hand, doch die Aufnahme entstand spontan. Als Mutter und Foto grafin fand ich das Bild natürlich toll, umso mehr freue ich mich, auch die Jury überzeugt zu haben.»
Kategorie Kuh und Co. « Kühe im magischen Licht» Aufnahmeort: Zäziwil BE Fotograf: Walter Fiechter
Kategorie Menschen und Landwirtschaft «Älplerläbe»
Aufnahmeort: Alp Stiegen AR Fotografin: Edith Raschle
Kategorie Schnappschüsse und Selfies « Der fliegende Willy»
Aufnahmeort: Gaulihütte BE Fotografin: Susanne Käser
Kategorie Pflanzen « Magie einer Sonnenblume an
einem traumhaften Sommertag» Aufnahmeort: Mosen am Hallwilersee LU Fotograf: Karl Heinz Odermatt
Kategorie Katz und Co. «Trop de Vin»
Aufnahmeort: Clarens VD Fotograf: Maurice Starke
Neu: MigrosLernende bloggen
42
MM40, 2.10.2017 | MIGROS-WELT
www.migmag.ch/ fischer
Berufsbildner
Helfer im Berufsalltag Keiner in der Schweiz bildet mehr Lernende aus als die Migros. Wichtigste Bezugsperson der Jugendlichen und Ansprechpartner bei Problemen ist der Berufsbildner. Drei Lehrmeister über ihr Engagement für die jungen Migros-Berufseinsteiger. Text: Thomas Tobler und Andreas Dürrenberger
Alfred Strahm (51)
Bilder: Paolo Dutto
Stefania Falce (31)
Einkäufer beim M-Industriebetrieb Elsa
Leiterin ICT Services Klubschule Migros Luzern
Erfahrungen mit Lernenden hat Alfred Strahm zur Genüge gesammelt. Seit zehn Jahren betreut er bei der Elsa KV-Lernende. Sechs Monate bleiben sie in seiner Abteilung, dann ziehen sie zum nächsten Arbeitsplatz weiter. «Wichtig ist mir, dass die jungen Leute lernen, selbständig zu handeln, und Probleme möglichst eigenständig lösen», sagt Strahm. Er steht ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Auch wenn es schulische oder private Schwierigkeiten zu meistern gilt. «Wenn nötig setze ich mich mit den Lernenden während der Arbeitszeit an einen Tisch, und wir brüten gemeinsam über dem Schulstoff. Ich finde, das gehört dazu.»
Im Arbeitsalltag von Stefania Falce dreht sich vieles um die Ausbildung von Lernenden. Sie betreut zwei Informatik-Lernende bei der Klubschule Luzern. Seit zehn Jahren arbeitet sie bei der Klubschule, von Anfang an als Berufsbildnerin für Informatik-Lernende. «Man entwickelt sich sozusagen mit den Lernenden weiter und lernt dazu. Früher war ich strenger, vielleicht auch, weil mir die Erfahrung fehlte. Mittlerweile bin ich gelassener, lasse den Lernenden mehr Freiraum.» Der Austausch mit ihnen findet dennoch fast täglich statt. «Wir besprechen die aktuellen Aufgaben und Befindlichkeiten. Manchmal auch Privates.» Zum Beispiel, wenn die Lernenden Mühe bekunden mit den steigenden Anforderungen der Schule oder abends ihre Trainings verpassen, weil der Feierabend sich hinauszögert.
Eher aussergewöhnlich ist dagegen das Projekt, das Alfred Strahm vor gut zwei Jahren mit Elsa-Lernenden aus ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen ins Leben gerufen hat. «Die Idee dabei ist, dass unsere Lernenden aus der Produktion, der Technik oder aus dem kaufmännischen Bereich an einem Projekt zusammenarbeiten.» Alfred Strahm fragte alle Elsa-Lernenden, 20 meldeten ihr Interesse an, sie schrieben einen Projektbeschrieb, stellten ihn der Direktion vor und bekamen grünes Licht. Jetzt, rund ein Jahr später, hat eine Gruppe von Lernenden ein neues Joghurt entwickelt, das nun vom Migros-Genossenschafts-Bund geprüft wird. «Es ist die letzte Hürde, und wir hoffen sehr, dass wir dieses komplett von Lernenden entwickelte Produkt bald in den Migros-Regalen antreffen werden.» Es wäre ein Praxisbeweis für Alfred Strahms Anliegen, dass Lernende die Herausforderungen der Arbeitswelt selbständig meistern.
Die Entwicklung der Informatikbranche schreitet voran, das bekommen Lernende und Berufsbildner zu spüren. «Früher zählten beispielsweise die Noten der Prüfungen in der Schule nicht, heute sind sie relevant für das Qualifikationsverfahren. Die Lernenden investieren so mehr Zeit in die Prüfungsvorbereitung.» Dass eine Informatiklehre kein Zuckerschlecken ist, zeigt sich auch in der rückläufigen Zahl der Bewerbungen. «Wirklich erklären können wir uns die Abnahme nicht. Generell fehlt es in der Informatikbranche an Lernenden. Auch bekamen wir vor wenigen Jahren noch Bewerbungen von Frauen, heute seltener», sagt Stefania Falce, die nichts lieber tut, als ihren Lernenden die Informatikwelt näherzubringen.
MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
43 Zukunftsträgerpreis
Würdigung für Lehrmeister Ohne engagierte Lehrmeister wäre eine kompetente Ausbildung von Lernenden in der Schweiz nicht möglich. Dieses Engagement der Berufsbildner würdigen der M-Industriebetrieb Bischofszell Nahrungsmittel AG und der Verband Gastro Suisse seit 2011 jedes Jahr mit dem Zukunftsträgerpreis. Lernende aus der Lebensmittelbranche – dazu gehören die Berufe Bäcker-Konditor-Confiseur, Fleischfachleute, Koch und Restaurationsfachleute – können ihre Lehrmeister nominieren. Eine unabhängige FachJury bewertet die Kandidaten. Pro Kategorie werden drei Lehrmeister nominiert, die von der Jury besucht und beurteilt werden. Jeweils einer davon wird Lehrmeister des Jahres. Die Gewinner erhalten eine Auszeichnung und 10000 Franken Preisgeld. Die diesjährigen Preisträger sind:
Ernst Hochstrasser (57)
Müller beim M-Industriebetrieb Jowa
Eigentlich ist Ernst Hochstrasser ebenfalls ein Lernender. Im übertragenen Sinn. Sein erster und bisher einziger Lernender absolviert nämlich gerade das dritte Lehrjahr. «Den Wunsch, Lernende auszubilden, hege ich schon lange. Mir fehlte aber die Zeit, jetzt nehme ich sie mir. Manchmal auch auf Kosten der eigenen Freizeit», sagt der erfahrene Müller des Migrosbetriebs Jowa. Ernst Hochstrasser erinnert sich an seine eigene Lehrzeit und seinen Lehrmeister, den er auch rückblickend noch immer ungemein schätzt. «Ich versuche ein Coach zu sein, der dem Lernenden Verantwortung überträgt und ihn machen lässt.» Verbunden mit dem Risiko, dass auch mal etwas schiefgehen kann.
Während ihrer Ausbildungszeit werden aus den Teenagern junge Erwachsene und der Berufsbildner eine wichtige Bezugsperson. «Es hilft sicher, wenn da das nötige Einfühlungsvermögen vorhanden ist und dazu eine Portion Lebenserfahrung», sagt der vierfache Familienvater. Zu Beginn der Ausbildung sei etwas mehr Führungsarbeit gefragt gewesen, aber mittlerweile erledige sein Schützling alle Arbeiten selbständig – von der Getreide-Annahme bis zur -Abgabe. «Diese Entwicklung begleiten zu können, macht Freude.» Und sie ist auch für die Ausbildungsarbeit des Berufsbildners ein positives Zeichen. «Glücklicherweise habe ich einen sehr pflegeleichten Lernenden», lacht Coach Ernst Hochstrasser.
Regina von Däniken (Confiserie Sprüngli, Dietikon ZH) Markus Fuchs (Neuhaus Wohn- und Pflegezentrum, Wängi TG) Catherine Lütolf (Grill Restaurant Baulüüt im Campus Sursee, Oberkirch LU) Hugo Willimann (Hugo Willimann AG, Dagmersellen LU) Die Preisträger wurden für ihr Engagement in der Berufsbildung ausgezeichnet, das von der Wissensvermittlung über die soziale Integration der Lernenden bis hin zur Pflege des Berufsstolzes reichte. Mehr Infos: www.zukunftstraeger.ch
die Herkunft Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen Damit AOP- und IGP-Produkte entstehen, braucht es Tradition und Herkunft, Menschen und ihr Handwerk. Nur wenige Schweizer Produkte werden so hergestellt und tragen die geschützten Qualitätszeichen AOP und IGP. www.aop-igp.ch
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MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
Frage der Woche
Meine Migros-App funktioniert nur noch teilweise. Aktionen werden nicht mehr angezeigt, und ich kann die Mitteilungen nicht öffnen. Woran kann das liegen? Grund dafür könnte eine alte Betriebssoftware sein, oder ein älteres Handymodell. Die Migros-App für iOS-Geräte erfordert das Betriebssystem iOS 9.0 oder ein neueres. Die nötige Android-Version ist 4.4 oder höher. Weiter könnte es daran liegen, dass Ihr Modell vom Hersteller ein eigenes, spezifisches ROM (Speicher auf dem das Betriebssystem gespeichert ist) erhalten hat, das leider nicht mit der Migros-App kompatibel ist. Gerade unter dem Betriebssystem Android gibt es immer wieder Hersteller, die das Betriebssystem für ihre Zwecke verändern. Die Migros-App kann somit nicht für alle Smartphone- und Software-Kombinationen bereitgestellt werden.
Haben Sie eine Frage?
Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
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Traumhafte Silvesterreisen
Silvester in Parma Reiseprogramm
1. Tag: Schweiz–Parma. Fahrt via Gotthardtunnel, Mailand und Piacenza nach Parma. 2. Tag: Ausflug Cremona. Busfahrt nach Cremona, geführter Stadtrundgang und Workshop bei einem Geigenbauer. Stradivari Vorspiel im Auditorium Giovanni Arvedi. 3. Tag: Parma. Geführte Stadtbesichtigung. Am Abend Silvesterkonzert im Teatro Regio di Parma inklusive festliches Galadinner. 4. Tag: Parma. Neujahrskonzert am Nachmittag der Musikgruppe «Filarmonici di Busseto». Gemeinsamen Abendessen mit einigen lokalen Spezialitäten. 5. Tag: Parma–Schweiz. Rückfahrt via Mailand zu den Einsteigeorten.
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Silvester in Graz
Silvester in Dresden Reiseprogramm
1. Tag: Schweiz–Dresden. Hinfahrt via Ulm, Feuchtwangen, Nürnberg, nach Dresden. 2. Tag: Leipzig mit Gewandhausorchester & Auerbachs Keller. Stadtrundfahrt und Abendessen im Auerbachs Keller. «Grosses Concert, 9. Sinfonie» im Gewandhaus. 3. Tag: Dresden. Stadtführung in Dresden. «Silvesterkonzert» in der Semperoper (fak.). 4. Tag: Dresden – Silvester-Gala im Schlosshotel Pillnitz. Besuch Dresdner Residenzschloss und Grünes Gewölbe. Jahreswechsel im Hotel Schlosshotel Pillnitz. 5. Tag: Fak. Silberstadt Freiberg. Stadtbesichtigung und Neujahrskonzert der Dresdner Philharmonie «Freut Euch des Lebens» im Kulturpalast. 6. Tag: Dresden–Schweiz. Rückfahrt zu den Einsteigeorten.
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Silvester in München
Reiseprogramm
1. Tag: Schweiz–Graz. Hinfahrt via Salzburg nach Graz. 2. Tag: Glasmuseum, Hundertwasserkirche und Gestüt Piber. In Bärnbach Besuch des Stölzle Glas-Center. Fahrt nach Piber und geführter Rundgang durch das Gestüt. 3. Tag: Graz – Silvesterfeier. Geführter Stadtrundgang in Graz. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.Am Abend geniessen wir ein festliches Silvesterdinner. 4. Tag: Fak. Führung Kunsthaus Graz – Neujahrskonzert. Architekturführung am Nachmittag mit freier Zeit um die Ausstellungen im Kunsthaus zu besuchen. (Vorausbuchung notwendig.) Abends Neujahrskonzert des Grazer Philharmonischen Orchesters. 5. Tag: Graz–Schweiz. Rückreise über Salzburg zurück zu den Einsteigeorten.
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Reiseprogramm
1. Tag: Schweiz–München. Fahrt nach München. Am Abend Besuch der «Glenn-Miller-Gala». 2. Tag: München. Geführte Stadtrundfahrt in der Isar-Metropole. Der Nachmittag steht uns für eigene Unternehmungen zur freien Verfügung. 3. Tag: Fak. Ausflug Augsburg – Silvesterkonzert und Silvester-Gala. Heute unternehmen wir einen Ausflug in die mittelalterliche Stadt Augsburg (fak.). Abends «Silvesterkonzert der Münchner Philharmoniker» im Gasteig. Jahreswechsel im Hotel bei einem Silvester-Gala-Abendessen. 4. Tag: München–Füssen–Schweiz. Heute fahren wir via Landsberg am Lech nach Füssen. Individuelle Mittagspause in der malerischen Stadt im Allgäu. Anschliessend Rückfahrt zu den Einsteigeorten.
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Abfahrtsorte: Burgdorf, Basel, Pratteln, Aarau, Baden-Rütihof, Zürich-Flughafen, Winterthur, Wil, Arth-Goldau (nur bei Parma) Bei allen Reisen inbegriffen: Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus, erfahrener Reisechauffeur, Audio-System auf Rundgängen. Auftragspauschale: Von Fr. 20.– pro Person entfällt bei Buchung über www.twerenbold.ch. Nicht inbegriffen: Fak. Ausflüge, Annullationsschutz und Assistance-Versicherungen *Katalog-Preis: Zuschlag 10% auf den Sofort-Preis, bei starker Nachfrage und 1 Monat vor Abreise. Twerenbold Reisen AG, Im Steiacher 1, 5406 Baden-Rütihof
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Sandra Hinni setzt sich dafür ein, dass Fischbestände geschont werden.
1996 Serie: Migros-Pioniere
Vor 21 Jahren lancierte die Migros eine Marke zur Förderung des nachhaltigen Fischfangs. Sandra Hinni (41) weiss viel über die Bewohner der Ozeane: Sie ist Meeresbiologin und arbeitet beim Migros-Genossenschafts-Bund als Projektleiterin Nachhaltigkeit Fisch. Hinni ist mitverantwortlich dafür, dass die Migros 2016 ein ambitioniertes «Generation M»-Versprechen erfüllen konnte: Seither verkauft die Migros nur noch Fische und Meeresfrüchte aus schonendem Wildfang oder aus ver-
antwortungsvollen Zuchtbetrieben. Der Schutz der Meere ist der Migros schon lange ein Anliegen: Bereits 1996 lancierte sie unter dem Namen Fish & Co. eine eigene Marke zur Förderung des nachhaltigen Fischfangs.
Ein Teil von
Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.
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MM40, 2.10.2017 | MIGROS-WELT
StoryMania Highlight
«StoryMania»Filmbox
Die Hörspiel-Helden Für die Sammelaktion «StoryMania» wurden zwölf Hörspielfiguren geschaffen. Jede Figur erzählt ihre eigene spannende Geschichte, die über die Migros-Hörbox oder per Migros Play App abgespielt werden kann. Text: Melanie Michael
Bilder: Michael Sonderegger
Die Figuren zum Leben erwecken
Mit der «StoryMania»Filmbox können Kinder ihre Helden aus der Fantasiewelt Coloria als Animationen betrachten. Die Hauptfigur Mick stellt in kurzen Filmchen jede Figur einzeln vor. So funktionierts: Die Filmbox aus Karton aufbauen und auf einen ebenen Untergrund stellen. Anschliessend die Migros Play App downloaden und die gewünschte Figur aus der Liste auswählen. Das Smartphone mit dem Bildschirm nach unten vorsichtig auf die Filmbox legen, den Ton einschalten – und schon kanns losgehen.
Am Mittwoch, 4. Oktober, gibt es die Filmbox exklusiv bei jedem Einkauf ab Fr. 60.– gratis
(solange Vorrat).
G
emeinsam mit Experten des Kinderverlags Spick Books hat die Migros exklusive Geschichten für Kinder verfassen lassen. Sie erzählen von einem mutigen Jungen namens Mick, der in die Fantasiewelt Coloria eintaucht und dort magischen Wesen begegnet. Zu jedem Charakter gibt es ein Hörspiel, das Kinder abspielen können, indem sie eine der Sammelfiguren auf der Hörbox platzieren. Die einzelnen Hörspiele dauern jeweils 13 bis 20 Minuten und richten sich an die Altersgruppen 3 bis 6 und 6 bis 12 Jahre. MM
Mick Der abenteuerlustige Mick ist die Hauptfigur der «StoryMania». Mick bewegt sich zwischen Realität und der Fantasiewelt Coloria.
Die Kinderkopfhörer Mit den kindgerechten Stereokopfhörern von JVC können die Kleinen ihre Hörspiele ganz für sich geniessen. Fr. 39.90 in grösseren Filialen
Tilla Das liebe Mädchen sieht aus wie eine Prinzessin, ist aber eine Kräuterkennerin. Zudem versteht Tilla Pflanzen und Tiere.
Lulu Mit Lulu, der Eule, können Kinder ihre eigenen Geschichten aufnehmen, speichern und beliebig oft wieder abspielen.
Die Hörbox
Über die Hörbox können alle Geschichten abgespielt werden. Sie ist für Kinder einfach zu bedienen. Fr. 39.– in grösseren Filialen
MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
Vom Kasperlitheater zum VR-Abenteuer
Es war einmal
Das Märchen ist eine der ältesten literarischen Formen. Charles Perrault war im 17. Jahrundert einer der ersten Europäer, die Märchen sammelten und aufschrieben.
Mündlich überliefert
Mangels technischer Möglichkeiten wurden Märli früher mündlich vorgetragen und so weitergegeben. Ursprünglich dienten sie der Unterhaltung von Erwachsenen.
Kasperlitheater Anfang der 1960er-Jahre schrieb Jörg Schneider Kasperlitheater und führte sie im Rüschliker «Park im Grüene» auf. (Bild: ein englisches Puppentheater)
Schallplatten Ab 1967 eroberten Schallplatten die Schweizer Kinderzimmer und erfreuten Jung und Alt mit Hörspielen und Märchen.
Hörkassetten und Co.
In den Siebzigern kamen die Hörkassetten auf, die per Kassettendeck oder Walkman abgespielt wurden. Später folgten CD- und MP3-Player.
Bilder: Getty Images, zVg
Die Migros-Hörbox Dank Funktechnologie wird mit jeder Sammelfigur eine andere Geschichte über die Hörbox abgespielt. Sie verfügt über integrierte Lautsprecher und einen Kopfhöreranschluss.
Die Migros-VR-Brille Mit der VR-Brille aus Karton erleben Kinder Hörspiele
ganz neu. Das Prinzip: Brille zusammenfalten, Smartphone hineinlegen und in die virtuelle Realität eintauchen
Mit Famigros profitieren Vom 19. 9. bis 30. 10. erhalten Famigros-Mitglieder
gegen Vorlage der Famigros- oder CumulusKarte die Sammelbox zum Aufbewahren der Figuren um 30% günstiger sowie bei jedem Einkauf ab Fr. 20.– einen zusätzlichen Sticker. Mitglied werden auf www.famigros.ch
Roadshows mit Tauschbörse Vom 22. 9. bis 28. 10. finden in ausgewählten
Migros-Filialen Roadshows zur «StoryMania» statt. Dort können Kinder unter anderem in die Geschichten reinhören und zusätzliche Sticker gewinnen. Details auf www.storymania.ch
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MM40, 2.10.2017 | MIGROS-WELT
Jowa-Produktionsleiter Thomas Osterwalder bewegt den Kupferkessel, in dem die KaramellfĂźllung der Engadiner Nusstorte entsteht.
MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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Von uns. Von hier.
Aus Tradition gut Die Engadiner Nusstorte ist weit über Graubünden hinaus beliebt. Seit den 1960er-Jahren stellt der Migros-Betrieb Jowa die Torten her. Produktionsleiter Thomas Osterwalder verrät, was das Rezept ausmacht. Text: Angela Obrist
Bilder: Paolo Dutto Star der Woche
Süsse Engadinerin
E
inmal pro Woche ist in der Volketswiler Bäckerei des Migros-Betriebs Jowa die Engadiner Nusstorte am Zug. 14 Mitarbeitende braucht es für die Herstellung der legendären Mürbeteigtorte mit der karamellisierten Nussfüllung. Die traditionelle Spezialität ist gemäss dem offiziellen Verein «Kulinarisches Erbe der Schweiz» das «süsse Aushängeschild des ganzen Kantons Graubünden». Tatsächlich kennt ihre Beliebtheit keine Kantonsgrenzen, die Torte ist heute landesweit im Detailhandel erhältlich. Die Jowa stellt sie seit den 1960er-Jahren her. Traditionelles Erfolgsrezept
«Wir stellen jährlich rund 150 000 Engadiner Nusstorten her. Punkto Absatz platziert sie sich gleich nach der Linzertorte», erzählt Thomas Osterwalder. Der Produktionsleiter des Bereichs Backwaren ist bereits seit 26 Jahren bei der Jowa tätig. Mit der Engadiner Nusstorte verbindet ihn viel, war er doch anfangs mit deren Herstellung betraut, heute als Oberchef der Torten für das Gesamte verantwortlich. «Unsere Nusstorte schmeckt mir noch immer exzellent. Das Verhältnis von Teig und Füllung ist ausgewogen, der Geschmack fein und rahmig.» Die grosse Backstube der Jowa weckt beim Betrachter nicht unmittelbar den Gedanken, dass hier eine jahrhundertealte Spezialität entsteht. «Wir backen unsere Engadiner Nusstorte aber nach einem traditionellen Rezept, das seit Pro-
duktionsbeginn unverändert ist», sagt Osterwalder. Die Tradition dieser Spezialität begann wohl im Engadin. Seither haben sich aber zahlreiche Rezeptvarianten entwickelt. Allen gemeinsam sind der Mürbeteig, der die Torte umschliesst, und die Füllung mit grob gehackten Baumnüssen. Nicht zu verwechseln ist die Engadiner Nusstorte mit der Bündner Nusstorte: Diese hat bei der Jowa eine Schokoladenglasur. Recherchen des Vereins «Kulinarisches Erbe der Schweiz» legen nahe, dass die Nusstorte der Engadiner Auswanderungsbewegung zu verdanken ist, die bis ins 19. Jahrhundert andauerte. Vermutlich liessen sich emigrierte Zuckerbäcker in Südfrankreich von Nusskuchenrezepten inspirieren und wandelten diese in der Bündner Heimat ab. Typisch für das Engadin ist die Nusstorte nämlich nicht: Das unverzichtbare Rohprodukt, die Baumnuss, gedeiht im Engadin aufgrund des Klimas gar nicht. Hochwertige Rohstoffe
«Unsere Engadiner Nusstorte wird mit hochwertigen Rohstoffen hergestellt», sagt Thomas Osterwalder. Zudem verzichten die Bäcker auf künstliche Geschmacks- und Farbstoffe. Die cremige Füllung der Torte bereiten die Mitarbeitenden in einem speziellen Kupferkessel zu. «Wir haben den Kessel, der uns lange Jahre gute Dienste geleistet hat, kürzlich mit einem identischen Modell ersetzt und sind nun optimal für die Nusstorten der
kommenden Jahrzehnte gerüstet», sagt Osterwalder und lacht. Für die Füllung schmelzen die Mitarbeitenden den Zucker im Kessel, lassen ihn leicht karamellisieren und löschen das Ganze mit Vollrahm ab. «Dank des Rahms erhält die Füllung ihre einzigartige Cremigkeit», schwärmt der Produktionsleiter. Nachdem die Füllung leicht eingekocht ist, kommen die geschmacklichen Stars dazu, die gehackten Baumnüsse. Für ihre Engadiner Nusstorten verarbeitet die Jowa jährlich rund 4,6 Tonnen Baumnüsse, was in etwa dem Gewicht eines grösseren Personenwagens entspricht. Fingerspitzengefühl ist gefragt
Die Produktion der Torten erfolgt auf einer modernen Anlage. Trotz der tatkräftigen Unterstützung durch Maschinen ist die Erfahrung der Bäcker der Erfolgsgarant: «Das Kochen der Füllung erfordert besonders viel Fingerspitzengefühl. Für das perfekte Karamell muss die Temperatur exakt stimmen», sagt Osterwalder. Auch bei der Teigherstellung ist Know-how gefragt. Der Mürbeteig braucht genau die richtige Feuchtigkeit, damit er verarbeitet werden kann. Wenn alle Details stimmen, resultiert die feine Engadiner Nusstorte, die von den Migros-Kunden gern zum Kaffeeplausch oder als Dessert genossen wird. Diese süsse Tradition wird sich wohl unverändert fortsetzen. Thomas Osterwalder sagt: «Unsere Nusstorte war schon immer gut – und wird es bleiben.» MM
Die Engadiner Nusstorte ist eine der beliebtesten Torten im Migros-Sortiment. Ihre Herkunft wurde von Historikern untersucht: Die ersten Spuren des Rezepts führen zu den Bündner Zuckerbäckern des 17. Jahrhunderts zurück. Heute wird die Engadiner Nusstorte vom Migros-Betrieb Jowa nach traditioneller Rezeptur hergestellt. Noch immer ist dazu viel Handarbeit nötig. Rätsel Wie viele Engadiner Nusstorten stellt die Jowa pro Jahr her?
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Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehört auch die Engadiner Nusstorte.
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PUNKTE
MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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Von uns. Von hier.
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Die Engadiner Nusstorte steht diese Woche im Rampenlicht. Viele andere beliebte Produkte aus der Migros-Eigenindustrie strahlen diese Woche mit ihr.
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MM40, 2.10.2017 | MIGROS-WELT
Freude am Geschmack
Rendezvous mit Marroni Die heissgeliebten Esskastanien entfalten auch als Backzutat ihren unverwechselbaren Geschmack. Das stellen die Migros-Hausbäckereien mit ihrem aktuellen Monatshit, dem Marroni-Brot, unter Beweis. Text: Jacqueline Vinzelberg
Seinen süsslich-malzigen Geschmack verdankt dieses aromatische Halbweissbrot mit Roggen einer ganz speziellen Zutat: Marroni. Der Brotteig wird in einer runden Form gebacken. Dabei springt die Kruste schön auf und wird knusprig. Hinter dem kompakten Äusseren verbirgt sich ein weiches, luftiges Inneres. Lose verteilte Marronistückchen überraschen angnehm beim Hineinbeissen. Durch sein intensives Aroma schmeckt es schon pur – doch ein Formaggini ticinesi oder ein leichter Ziegenfrischkäse harmonieren hervorragend damit und setzen erfrischende Akzente.
Serviertipp
Unsere Geschmacksexperten von Migusto haben das MarroniBrot degustiert. Sie empfehlen als Traumpartner marinierten Ziegenfrischkäse. Zesten und Saft einer Orange mit 1 EL Honig, einer Prise Salz und etwas Pfeffer ein paar Minuten einkochen, auskühlen. Ziegenfrischkäslein oder Formaggini ticinesi abtupfen und in einen Suppenteller legen. Mit dem Orangensirup übergiessen und zugedeckt im Kühlschrank mindestens eine Stunde ziehen lassen. Marinierte Käslein mit dem Sirup auf Marroni-Brot anrichten.
MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
Aktuell im Oktober: Marroni-Brot
Mehr zu Geschmack: www.freude-amgeschmack.ch
Manuela Arnold (27) ist Bäckerin in der MigrosFiliale Glattzentrum in Wallisellen ZH. Sie ist eine der rund 900 Backprofis, die in den 130 Hausbäcke-
reien mehrmals täglich backen. So ist das Brot bis Ladenschluss stets frisch und warm erhältlich.
Manuela Arnold
«Wow, das habe ich gemacht!» Warum sind Sie Bäckerin? Ich bin gern kreativ, und in meinem Job bin ich am gesamten Herstellungsprozess aktiv beteiligt. Wenn dann das Brot duftend und knusprig aus dem Ofen kommt, macht mich das stolz, und ich kann sagen: «Wow, das habe ich gemacht!» Welches Brot essen Sie zum Zmorge? Ich frühstücke meistens nicht. Aber wenn, dann gibt es Alpenbrot mit Butter, Konfitüre, Erdnussbutter und manchmal mit Fleisch. Welches Brot backen Sie am liebsten? Der Teig für das Huusbeckbrot ist mein Lieblingsteig. Er ist relativ schnell hergestellt und aufgearbeitet. Nach dem Backen ist das Huusbeckbrot einfach köstlich und schön knusprig. Und es hält sich tagelang frisch. Was war Ihr überraschendster Brotmoment? Ein Kunde suchte mal ein bestimmtes Brot. Es war leider gerade ausverkauft. Darüber kamen wir länger ins Gespräch. Wir sind noch heute regelmässig in Kontakt. Solche Begegnungen bereichern meinen Alltag. MM
Bild und Styling: Veronika Studer, Gaëtan Bally
Serie So schmeckt das Brot des Monats
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MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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Nussiger Herbststar Stachelige Hülle, harte Schale – das schreckt manche vom Verzehr der Marroni ab. Dabei sind sie in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, die eine schnelle und einfache Zubereitung ermöglichen. Zum Beispiel für eine schmackhafte Suppe. Text: Claudia Schmidt
Bilder: Daniel Aeschlimann Rezept: Andrea Pistorius
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Wer Marroni selbst sammelt und in der Küche verarbeiten möchte, muss sie zunächst einzeln aus ihrer stacheligen Hülle herauslösen. Bequemer gelangt man mit Marroni aus der Migros zum Genuss.
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MM40, 2.10.2017 | MIGROS-WELT
Topfgeschichte
Wandelbare Herbstfrucht Marronipüree
Vakuumiert – und auch caramelisiert
Vermicelles zählt zu den beliebtesten Desserts in der Schweiz. Ihre Herstellung aus frischen Marroni ist aufwendig. Einfacher geht es mit fertigem, tiefgefro renem Püree, das auch schon gesüsst ist. Aufgetaut lässt es sich gut durch eine VermicellesPresse drücken. Das Püree eignet sich aber auch prima für andere Desserts und Kuchen.
Für Schmorgerichte, Suppen und Kuchen eignen sich geschälte, vorgegarte Marroni. Vakuumiert sind sie lang haltbar. Für die Zubereitung süsser Gerichte empfehlen sich caramelisierte Marroni.
Geschält und blanchiert
Für die Weiterverarbeitung sind bereits geschälte und blanchierte Marroni, die tiefgefroren erhältlich sind, eine gute Wahl. Sie eignen sich für Desserts, Schmor gerichte und als eigenstän dige Beilage für Herbst und Wildgerichte.
Frische Marroni
Geröstete Marroni oder Esskastanien sind der Klassiker im Spätherbst und im Winter. Das Schälen ist kinderleicht. Für die Zubereitung im heimischen Backofen gibt es sie tief gefroren mit Schale.
Kastanienmehl Früher trocknete und schälte man Marroni, um sie dann zu Mehl zu verarbeiten. So konnte man die Nussfrüchte bequem «konservieren». Dieses «süsse Mehl» diente auch als Süssungs mittel, denn Haushaltszucker gab es noch nicht. Heute be reichert das glutenfreie Mehl Kuchen, Brote und Desserts.
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DIE MIGROS-INDUSTRIE UND IHRE PRODUKTE. Milch, Milchgetränke, Joghurt, Frischkäse, Saucen, Mayonnaise.
Kaffee, Kaffeekapseln, Trockenfrüchte, Gewürze, Nüsse.
Ice Tea, Fruchtsäfte, Fertiggerichte, Kartoffelprodukte und Produkte aus Früchten.
Frischfleisch, Fisch, Charcuterie, Geflügel.
Brote, Backwaren, Patisserie, Teigwaren.
Raclette Raccard, Gruyère AOP, Appenzeller, Fondue. Biscuits, Blévita, Glace, Dessertpulver, Fasnachtschüechli, Apérogebäcke.
Mineralwasser, Sirup, Fruchtsäfte.
Pflegeprodukte, Kosmetikwirkstoffe, Wasch- und Reinigungsmittel, Margarinen und Speisefette.
Trockenreis, Risottoreis, Milchreis, Spezialitätenreis.
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Pot au Feu gekocht, Schweiz, 600 g, 8.50 statt 10.65 20%
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Elmex- und Meridol-Mundspülungen (ohne Mehrfachpackungen) 20x PUNKTE ** Le petit Marseillais im 3er-Pack, z.B. Duschcreme Vanille, 3 x 250 ml, 6.95 statt 10.50 33% ** Gesamtes Rescue Sortiment, z.B. Tropfen, 10 ml 20x PUNKTE ** Garnier-Gesichts- und -KörperpflegeProdukte (ohne Mehrfachpackungen und Deos), z.B. Ultra Lift Tagespflege Antifalten, 50 ml, 11.20 statt 14.– 20% **
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MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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Profi-Tipp
So gehts einfacher
Claudia Schmidt,
Foodjournalistin
Seelenwärmer
Marronisuppe mit caramelisiertem Rohschinken und Salbei Zutaten für 4 Personen 1 grosse Zwiebel 300 g weisses Wurzelgemüse, Pastinaken, Sellerie, Petersilienwurzel 2 EL Olivenöl 350 g tiefgekühlte Marroni 1 Lorbeerblatt 1 Zweig Salbei 7 dl Gemüsebouillon 1 dl Rahm Salz, Pfeffer aus der Mühle
Caramelisierter Rohschinken: 200 g Rohschinken 2 Zweige Salbei 1 TL Zucker Zubereitung
1. Zwiebel und Gemüse schälen und in Würfel schneiden. Beides im Öl dünsten. Marroni, Lorbeerblatt und Salbei dazugeben. Unter stän digem Rühren ca. 5 Minuten anbraten, mit Bouillon ablöschen und zugedeckt bei mittlerer Hitze während ca. 20 Minuten weich kochen. 2. Lorbeerblatt und Salbei aus der Suppe ent fernen, Suppe mit einem Stabmixer fein pürieren. Rahm beigeben. Je nach gewünschter Dicke der Suppe bei Bedarf etwas Wasser zugiessen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 3. Für das Topping Rohschinken und Salbei in feine Streifen schneiden. Rohschinken ohne Fettzugabe in einer beschichteten Pfanne anbraten, Salbeistreifen unterrühren. Zucker darüberstreuen und caramelisieren lassen. Falls nötig, etwas auflockern. 4. Suppe anrichten und mit dem Rohschinken bestreuen. Dazu passt Brot.
Als ich in der italienischen Region Marken über einen Herbstmarkt spazierte, ent deckte ich einen praktischen MarroniTrick: Die Stände mit heissen Marroni waren mit einer mechanischen Maschine aus gestattet, mit der sich die Mar roni anritzen lassen. Das ist für mich immer der mühsamste Teil. Leider sind solche Maschinen nur für grosse Mengen geeignet. Marroni schneidet man auf der Bauchseite ein. Es geht zwar auf der flachen Seite ein facher, aber Marroni, die auf der Bauchseite eingeritzt wurden, lassen sich leichter schälen. Im Herbst geniesse ich Marroni zu Wildgerichten, und auch wenn ich vieles selbst koche: Praktisch finde ich das fixfertige Marronipüree, mit dem ich bei spielsweise eine MarroniPanna Cotta zubereite. Ganz einfach gelingt mit dem bereits gesüss ten Püree ein delikates Marroni Joghurt. Dazu verrührt man aufgetautes Püree mit einem Joghurt Nature. Für mich ein besonders feines Frühstück. MM
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MM40, 2.10.2017 | MIGROS-WELT
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t n e m nd e g a a l g e n e E ff a K im zio
5
Deli
en ziert sterei fi i t r ö ze TZ»- ica, die R U « s o ft el Migr ich die D a und hil e i d rt ts un n füh ngagier t La Lag essern. e r h k Ja er rb se Proje rt zu ve ita Oeschg zehn ondura t i m i e S H An rO ich ng : ee. In , zusätzl ation vo t yli ff S a K igros benssitu : Yves Roth M r e d ie Le idt Bild d , i e dab audia Schm t: Tex
Cl
2 Regelmässig vor Ort: Nicole Moret, DelicaNachhaltigkeitsspezialistin, bei ihrem Besuch beim Projekt La Laguna im Februar 2017
La Laguna liegt im hügeli gen Hinterland im Nord westen von Honduras. Das Pro jekt startete 2016 und läuft bis 2021. Ziel ist es, die 300 Bauern dort zu Unternehmern zu ma chen und sie für die nachhaltige Produktion hochwertigen Kaf fees zu belohnen. Das fördert Delica mit Direktverträgen.
1
UTZ steht sowohl für nachhaltigen Anbau von Kaffee, Kakao, Tee und Haselnüssen als auch für bessere Zukunftsaussichten der Bauern und deren Familien sowie für unsere Umwelt.
Ein Teil von
Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.
Nicole Moret, Nachhal tigkeitsspezialistin bei der Delica, war schon mehrmals vor Ort: «Ich übernachte bei den Familien der Kaffeebauern. So bekomme ich einen Einblick in ihr Leben und die Heraus forderungen, mit denen sie zu kämpfen haben. So können wir sie gezielt unterstützen.»
2
Alfredo Rivera (im Bild links) ist Besitzer des «Beneficio». In dieser Anlage werden die Kaffeebohnen vom Fruchtfleisch befreit (entpulpt) und getrocknet. So können die Bauern entpulpte Kaffeebohnen verkaufen. Delica hat die Anlage finanziert und fördert so die lokale Wertschöpfung.
3
MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
Aktion 20-fache Cumulus-Punkte für La Laguna von Delizio
4
vom 3. bis 16. 10.
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Sortenreiner Arabica-Kaffee aus Honduras – ein milder Lungo mit angenehmer Säure: Delizio La Laguna, UTZ, 12 Kapseln, 72 g Fr. 5.90
Die Kaffeeernte erfordert viel Handarbeit. Ausserdem ist einiges an Know-how gefragt. So werden nur vollreife Kaffeekirschen mit süsslichem Fruchtfleisch geerntet. Überreife Früchte schmecken fermentiert, unreife sauer. Aus diesem Grund werden auch die Kaffeepflücker geschult.
Bilder: zVg/Delica
4
Die Kaffeebaumschule. Hier werden Kaffeepflanzen herangezogen. Kräftige, gesunde Pflanzen bilden die Grundlage für eine ertragreiche Ernte. Die Bauern werden geschult und können dank optimiertem Anbau ihr Einkommen steigern. Dies wiederum verbessert ihre private Lebenssituation.
5
Seit dem Projektstart 2016 konnten einige Erfolge verbucht werden: Die Ernte fiel besser aus als erwartet, gleichzeitig wurde die Qualität des Kaffees gesteigert. Mittlerweile sind weitere 50 Bauern «UTZ»-zertifiziert. La Laguna erhielt einen Internetzugang, sodass das Einkaufssystem digitalisiert werden konnte.
6
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MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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Grande Caffè
Manchmal muss er stark sein Der Gang ins nächste Café liegt zeitlich nicht drin, aber der Wunsch nach einem starken Kaffee ist gross? Das Verlangen stillt jetzt der neue Grande Caffè Energy Shot. Das Getränk in der wiederverschliessbaren Flasche enthält doppelt so viel Koffein wie ein Espresso und zusätzlich das pflanzliche Genussmittel Guarana. Der Shot muss zudem nicht gekühlt werden, sodass er besonders praktisch für unterwegs ist.
So stark wie zwei Espressi: der Grande Caffè EnergyShot
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MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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Farmer
Ganz schön viel drin Im Joghurt-Sortiment von Farmer gibt es zwei Neuheiten: die limitierte Superfood-Edition «Quinoa-ChiaBerry» und das «Plus Crunchy» mit einem Plus an Ballaststoffen und Vitaminen. Im Letzteren sorgen Apfelschnitze, Johannisbeeren sowie Feigenund Pflaumenstücke für eine fruchtige Note. Die Joghurts eignen sich für einen unkomplizierten Zmorge daheim oder eine Zwischenmahlzeit unterwegs. Dank separater Aufbewahrung im Topcup bleiben die Müeslimischungen knusprig. Deckel ab, Müesli ins Joghurt kippen – und loscrunchen!
Farmer Joghurt Crunchy Choco, 225 g Fr. 2.–
Bild und Styling: Giulia Marthaler
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Neu Farmer Joghurt Quinoa-Chia-Berry, Limited Edition, 225 g Fr. 2.–
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MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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Blévita
Natürlich pur Wenige Grundzutaten, voller BlévitaGenuss: Die neuen Dinkelcracker Pure bestehen ausschliesslich aus natürlichen Zutaten. Die Sorte Alpenkräuter ist mit Petersilie, Liebstöckel, Oregano und Basilikum bestreut, Cayennepfeffer verleiht der Sorte Alpenchili eine angenehme Schärfe. Im Vergleich zu den bekannten Blévita-Crackern haben die ballaststoffreichen Pure-Cracker eine etwas gröbere Struktur und sind fester im Biss. Das Halbportionenformat ist ebenfalls neu und praktisch für unterwegs.
Aktion 20-fache Cumulus-Punkte für alle Blévita Pure
Bild und Styling: Giulia Marthaler
vom 3. bis 16. 10.
Blévita Pure Alpenkräuter, 7 Portionen à 4 Stück, 133 g Fr. 2.80
Blévita Pure Natur, 7 Portionen à 4 Stück, 133 g* Fr. 2.70
Blévita Pure Alpenchili, 7 Portionen à 4 Stück, 133 g* Fr. 2.80
* in grösseren Filialen
Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehört auch Blévita.
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Sonnengereift und fair gehandelt
Bauern, die wie hier in Brasilien Früchte für die Fairtrade-zertifizierten Goldsäfte produzieren, erhalten angemessene Löhne und Preise.
Schon 20 verschiedene Fruchtsäfte im MigrosSortiment tragen das Gütesiegel Max Havelaar. Das bedeutet: Dank fairer Preise und der Fairtrade-Prämie können die Bauern in den Anbauländern, die die Früchte für diese zertifizierten Säfte produzieren, ihre Arbeitsund Lebensbedingungen markant verbessern. Alle Gold-Fruchtsäfte – mit Ausnahme des roten Traubensafts – sind inzwischen zertifiziert. Sie werden aus sonnengereiften Früchten bester Qualität hergestellt.
Gold Fairtrade Max Havelaar Ananassaft, 1 l Fr. 1.95
Bild: Véronique Hoegger
Gold Fairtrade Max Havelaar Pink Grapefruitsaft, 1 l Fr. 1.50
Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehören auch die Gold-Fruchtsäfte.
Gold Fairtrade Max Havelaar Orangensaft, 1 l Fr. 1.95
Fairtrade Max Havelaar zeichnet Produkte aus, die nachhaltig produziert und fair gehandelt werden.
Bild: Veronique Hoegger
Ein Teil von
Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.
Gold Fairtrade Max Havelaar Multivitaminsaft, 1 l Fr. 1.95
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MM40, 2.10.2017 | MIGROS-WELT
Ob anlässlich eines Geburtstags, einer WG-Party oder eines spontanen Besuchs am Wochenende: Ein Snackbuffet erfreut grosse und kleine Gäste. Die glutenfreien «aha!»-Tiefkühlprodukte eignen sich dafür bestens. Die Snacks werden vorzugsweise in diverse Gläser, Teller und Schälchen portioniert oder in Papiertüten angerichtet. Das ist bequem für die Gäste und sieht erst noch schön aus. Zum Verfeinern sind frische Kräuter, grober Pfeffer und Olivenöl eine gute Empfehlung.
aha! Fischstäbchen, glutenfrei, ohne Weizen, laktosefrei, ohne Milch, tiefgekühlt, 450 g* Fr. 5.20
aha! Lasagne al Pesto, glutenfrei, ohne Weizen, ohne Sellerie, tiefgekühlt, 350 g* Fr. 4.80
aha! Chicken Nuggets, glutenfrei, ohne Weizen, laktosefrei, ohne Milch, tiefgekühlt, 300 g* Fr. 5.10
MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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aha!
Grosse Auswahl für Allergiker Das «aha!»-Tiefkühlsortiment wird laufend erweitert und bietet für jeden Geschmack etwas. Dank unkomplizierter Zubereitung der Snacks ist im Nu ein Buffet angerichtet – für Gäste mit oder ohne Nahrungsmittelunverträglichkeit. Text: Melanie Michael
Bild und Styling: Claudia Linsi
Wissenswertes
Mit «aha!»-Produkten auf Nummer sicher gehen Das «aha!»-Sortiment der Migros umfasst mittlerweile über 170 Produkte im Food- sowie NonfoodBereich und wird laufend erweitert. Die Produkte mit dem «aha!»Gütesiegel sind für Personen mit Allergien oder Intoleranzen besonders geeignet. Dank der grossen Auswahl ist es ein Leichtes, sich trotz Unverträglichkeit genussvoll zu ernähren. Bei allen «aha!»Produkten finden sich die Allergenauslobungen auf der Vorderseite der Verpackung. Die farbigen Häkchen zeigen an, welcher Inhaltsstoff nicht enthalten ist, und sind so eine optimale Orientierungshilfe. Das Migros-«aha!»-Sortiment ist zertifiziert durch die Service Allergie Suisse SA, eine unabhängige Tochtergesellschaft des «aha!»-Allergiezentrums Schweiz. Für die Empfehlung und die Einhaltung der Richtlinien stehen unter anderem spezialisierte medizinische Fachleute ein.
durch p Empfohlen Recommandé par Raccomandato da Service Allergie
Das Label aha! kennzeichnet Produkte, die bei einer Allergie oder Intoleranz besonders verträglich sind.
«iMpuls»-Lesetipp
Fakt: Nahrungsmittelintoleranzen nehmen zu Woran liegt das? Mehr über die häufigsten Intoleranzen, Symptome und alternative Nahrungsmittel erfahren Sie im «iMpuls»-Dossier auf www.migros-impuls.ch
aha! Hamburger, glutenfrei, ohne Weizen, laktosefrei, ohne Milch, ohne Ei, tiefgekühlt, 2 × 105 g* Fr. 5.60
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MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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MIGROSWELT | MM40, 2.10.2017
Für das Tierwohl
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Am 4. Oktober ist Welttiertag. Die Migros spendet ein Prozent des Umsatzes, den sie vom 26. 9. bis 9. 10. mit dem Verkauf von Tierfutter erwirt schaftet. Empfänger der Spende sind ver schiedene Organisati onen, die sich für Tiere einsetzen.
Wissenswertes
Darauf sollten Sie beim Katzenfutter achten: Hoher Fleischanteil Tierwelt
Kleine Fleischtiger Immer mehr Menschen ernähren sich vegetarisch oder vegan und betrachten Fleischkonsum kritisch. Wieso Katzen tierische Eiweisse benötigen, erklärt die Tierernährungsexpertin Annette Liesegang. Text: Melanie Michael
Bilder: iStock, zVg
D
ie Katze ist Liesegang, Direktorin ein obliga des Zürcher Instituts ter, also rei für Tierernährung. ner Fleisch Die Folgen von fresser und braucht Taurinmangel sind tierische Nahrung. unter anderem Stö Die Samtpföter haben rungen des Immun einen höheren Pro systems oder Blind teinbedarf als andere heit. Haustiere und benö Die benötigten Expertin Annette tigen viel Eiweiss, um Nährstoffe, die Katzen Liesegang: «Katzen den Energiestoff über fleischhaltiges haben einen hohen wechsel aufrecht Futter zu sich neh Proteinbedarf.» zuerhalten. Dabei men, könnten auch spielen Eiweiss synthetisch herge bausteine, sogenannte Amino stellt werden, «wobei die Frage säuren, eine besondere Rolle: nach dem Sinn einer solchen Ohne sie können Katzen keinen Fütterung immer wieder im Vor gesunden Stoffwechsel beibehal dergrund steht», so die Expertin. ten. «Insbesondere die essen Sie empfiehlt: «Fleischfressende tielle Aminosäure Taurin, die in Haustiere sollten nicht vegetapflanzlichen Eiweissen nicht risch oder vegan ernährt werenthalten ist, kann eine Katze den. Vor allem Katzen nicht.» im Gegensatz zu anderen Tieren In seiner Publikation «Art nicht in ausreichender Menge gerechte Katzenhaltung» weist selbst produzieren», sagt Annette der Schweizerische Tierschutz
darauf hin, dass der Verdauungs trakt der Katze auf leichtverdau liche Eiweissnahrung – vorzugs weise Fleisch – angelegt sei. Bei der Wahl von Katzenfutter sei deshalb darauf zu achten, «dass der Fleisch beziehungsweise Proteinanteil hoch und der Koh lenhydratanteil niedrig ist.» MM
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Für Katzen wichtige Nährstoffe, unter an derem die Aminosäure Taurin und Vitamin A, sind nur in tierischen Produkten enthalten.
1
Relativ tiefer Kohlenhydratanteil
Katzen sind Raubtiere und fressen in natür licher Umgebung vor wiegend Beutetiere, die viele Fette und Eiweisse, aber wenig Kohlenhydrate ent halten. Um einen ge sunden Stoffwechsel zu garantieren, sind somit statt vieler Koh lenhydrate eher hohe Eiweissanteile nötig.
2
Relativ hoher Fett anteil und ungesät tigte Fettsäuren
Ein hoher Fettanteil im Futter ermöglicht unter anderem die Aufnahme wichtiger fettlöslicher Vitamine und steigert die Akzep tanz des Futters. Be vorzugt werden Fette mit hohen Anteilen an Arachidonsäure, einer essentiellen ungesät tigten Fettsäure, die nur in tierischen Fetten vorkommt.
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MM40, 2.10.2017 | MIGROS-WELT
Schlafen
Guten Abend, gute Nacht!
Erholsamer Schlaf ist eine Wohltat für Körper und Geist – und die Voraussetzung, dass wir uns gesund und fit fühlen. Um gut ein- und durchzuschlafen, gibt es viele hilfreiche Alternativen zum Schäfchenzählen – eine Auswahl. Text: Jacqueline Vinzelberg Bilder: Yves Roth
Die Stöpsel aus medizinischem, hautfreundlichem Silikon im praktischen Böxli sind formbar und schützen die Ohren vor Lärm, Wasser, Kälte und Wind. Gehörschutz, Silikon, 6 Stück Fr. 7.80
Der Kräuterheiltee beruhigt die Nerven und unterstützt einen erholsamen Schlaf. Er enthält Melissenblätter, Fenchel, Orangen- und Lavendelblüten sowie Pfefferminze. Klostergarten Beruhigungstee, 20 Beutel Fr. 2.40
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MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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Wissenswertes
Schlaflos? Laut Bundesamt für Statistik leidet jede vierte Person in der Schweiz unter Schlafstörungen, hat Probleme mit dem Einschlafen, schläft unruhig oder wacht nachts auf.
In der Micasa
Tipps Die letzte Mahlzeit
sollte drei Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden, damit der Körper genügend Zeit hat, die Nahrung zu verdauen. Alkohol macht zwar
Sorgt durch Federelemente aus Kunststoff für eine sehr gute Punktelastizität und eine hervorragende Druckentlastung: Matratze Premiotop IV Medium, 90 × 200 cm Aktion Fr. 1039.–* statt 1299.– In der Micasa
zunächst müde, doch in der Nacht muss die Leber den Alkohol abbauen, was wiederum zu Schlafstörungen führen kann. Ein heisses Bad oder ein Kräutertee vor dem Zubettgehen wirken entspannend und helfen abzuschalten. Den eigenen Schlafbedarf erkennt man gut in den Ferien. Beispiel: Wenn Sie um Mitternacht zu Bett gehen und frühmorgens um sechs Uhr gut erholt aufwachen, genügen vielleicht sechs Stunden. Die Regel sind sechs bis neun Stunden Schlaf.
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Abnehmen im Schlaf – geht das? Die Komposition aus der bekannten Rescue-Mischung und Weisser Kastanie fördert entspanntes Einschlafen. Bachblüten Rescue Night Spray, 20 ml Fr. 24. 50 Erhältlich auf www.medshop.medbase.ch
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Dies und das
Kleine Aufsteller und praktische Helfer
Noch Platz im Einkaufswagen? Hier eine kleine Auswahl von Produkten für Migros-Kunden, die sich beim Ladenbesuch immer wieder gern inspirieren lassen.
Ein Toast auf gutes Brot
Bleibt lange frisch und ist vielseitig verwendbar: als knuspriger Frühstückstoast, für ein schmackhaftes Schinkensandwich oder als Begleiter zu einem rassigen Tatar. TerraSuisse M-Classic Toast & Sandwich, 620 g Fr. 2.30
Ist denn schon Halloween? Keineswegs! Doch wenn sie so fröhlich daherkommen wie auf diesen originellen Baumwollbodys, sind kleine Gespenster natürlich jederzeit herzlich willkommen. Baby Body Duo Pack Fr. 11.90
Tee trinken und abwarten Der Ice Tea aus Schwarztee mit Pfirsich ist schon lange Kult. Ob es der Ice Tea mit Mango und Ananas wohl auch auf die Hitliste schafft? Ice Tea Mango & Ananas, 0,5 l* Fr. 1.10
Schwamm drüber Die synthetischen Schwämme sind nicht nur besonders saugfähig, sondern auch antibakteriell. Zudem verhindern sie Geruchsbildung. Miobrill Synthetische Schwämme, antibacterial, Soft, 3 Stück* Fr. 2.50
MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
Erfrischend anders In der Tat eine Special Edition: Mit seinem speziellen Aroma beweist der neue SélectionRaclettekäse scheibenweise, wie fein Thymian mit leichter Zitrusnote schmeckt. Sélection Raccard Zitronenthymian, 8 Scheiben, 225 g Fr. 6.50
Trotzt Wind und Wetter Die modische Powerstretchjacke mit Windschutz gewährt Bewegungsfreiheit und hält den Oberkörper warm. Sie ist deshalb besonders für Velo fahrer eine gute Empfehlung. Herren Isolationsjacke, Orange, Gr. M–XXL Fr. 179.– Im Sport XX
Spieglein, Spieglein ... Bestens geeignet für die tägliche Gesichtsreinigung: Schmutz und Makeup werden sanft und gründlich entfernt. Zoé Cleansing Beauty Facial Brush* Fr. 29.80
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MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
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Produkt der Woche
So ein Käse Jetzt beginnt wieder die Raclettesaison! Die Fromagerie Spielhofer im Berner Jura stellt einen besonders schmackhaften Raclettekäse für die Migros her. Unter dem Label «Aus der Region. Für die Region.» ist dieser neu in unserem Sortiment zu finden. AdR-Raclette-Scheiben, per kg, Fr. 22.50
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Die Wild-Zeit beginnt – mit Damhirschfleisch aus der Region.
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Auf Duzis mit Deutsch Wild
Regionalität im Trend Geniesser mit einer Vorliebe für Nachhaltigkeit freuen sich: Jetzt stehen wieder Wild-Spezialitäten aus der Region auf dem Speiseplan. Text: Sarah Baur
Bilder: zVg
K
aum sind die warmen Tage vorbei, wächst der Appetit auf Wild-Spezialitäten mit Pilzen, Spätzli und zartem Gemüse. Der Bedarf an Wild-Fleisch ist in der Schweiz sehr gross, und die einheimische Jagd kann nur einen kleinen Teil der Nachfrage bedienen. Damit die Kundschaft der Migros Aare trotzdem Wild aus der Region beziehen kann, bieten Supermärkte mit bedienten Fleischtheken feinsten Damhirsch von regionalen Produzenten an. Entrecôte, Filet, Schnitzel, Schulterbraten, Geschnetzeltes und Voressen – die Speziali-
täten des Damhirschs «Aus der Region. Für die Region.» lassen keine Wünsche offen. Weder in geschmacklicher noch in ökologischer Hinsicht. Chance für die Landwirtschaft
Wann immer möglich nimmt die Migros Aare Artikel ins Sortiment auf, die den Kunden hochwertigen Genuss garantieren und deren Produktion den Landwirtschaftsbetrieben in der Region neue Perspektiven ermöglicht. Dazu gehört seit einigen Jahren auch das Fleisch vom Damwild. Die Damhirsche leben in gemischt-
altrigen Herden in grossen Gehegen. Haltung und Fütterung sind auf ihre Instinkte und Bedürfnisse ausgerichtet. Die gegenüber Fremden eher scheuen Tiere haben einen starken Bezug zu ihrem Halter, der sich ihnen jederzeit nähern darf. Wild aus der Region gelangt über kürzeste Transportwege in die Supermärkte der Migros Aare. Das Fleisch des Damhirschs ist nicht nur zart und von edlem Geschmack, sondern auch besonders fettarm und eiweissreich. Damit die Zubereitung garantiert gelingt, verrät das Fachpersonal gern, was es zu beachten gilt. MM
Deutschnachhilfe für Kinder: Bei uns ist
der Deutschunterricht kurzweilig, spannend und auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet. Wir helfen, den Schulstoff zu vertiefen sowie die Hausaufgaben gut und schnell zu erledigen, damit Kinder im regulären Schulunterricht mit Freude den Anschluss finden. 20 Lektionen kosten Fr. 240.– Weitere Infos: www.klubschule.ch und Tel. 0844 844 900
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Freizeit
Open Day für alle Fünfzehn Fitness- und Wellnesscenter öffnen am 28. Oktober ihre Türen für alle Gäste, laden zum Mitmachen ein und präsentieren ihr Angebot für ein aktives und gesundes Leben. Text: Sarah Baur
Text: Mirko Vaiz
Bild: Johs Boe
auf neu abgeschlossenen Jahresabonnementen. Wiedereröffnung Oberhofen
Der Fitnesspark Oberhofen ist am 28. Oktober nach längerer Umbauphase zur Besichtigung geöffnet. Neben einem modernisierten Hallenbad mit TurboInnenrutsche und einer 50 Prozent grösseren Fitnessfläche mit Seeblick erwartet die Besucher ein komplett neu gestalteter Sauna- und Wellnessbereich. Auch in Oberhofen gibts an diesem Tag 10 Prozent Rabatt auf Jahresabos. Ab 29. Oktober können Mitglieder den Fitnesspark Oberhofen vollumfänglich nutzen. MM
Open Day
Teilnehmende Center FlowerPower: Aarau, BielBienne, Biel Bözingen, Burgdorf, Köniz, Marin-Epagnier, Olten, Schönbühl, Solothurn, Spreitenbach, Thun Bahnhof, Thun Panorama-Center. flowerpower.ch Fitnesspark: Hamam Baden, Time-Out Ostermundigen. fitnesspark.ch/aare
W
enige Orchester können auf ein so illustres Erbe zurückblicken wie die Tschechische Philharmonie. Niemand geringerer als Antonín Dvořák leitete ihren ersten Auftritt am 4. Januar 1896 im Prager Rudolfinum. In den letzten Jahren hat sich die verjüngte Tschechische Philharmonie einen Stammplatz in den renommiertesten Konzerthallen und an Festivals wie der Berliner Philharmonie, der Carnegie Hall in New York oder an den Salzburger Festspielen erobert. Die Schweizer Tournee führt sie von Luzern über La Chaux-de-Fonds nach Zürich und Genf. Der junge, energetische Dirigent Tomáš Netopil eröffnet den Konzertabend mit Leoš Janáčeks
Ouvertüre «Eifersucht» zur Oper «Jenůfa». Eine der bedeutendsten sinfonischen Schöpfungen Dvořáks, seine 8. Sinfonie, sorgt für einen fulminanten Abschluss. Dazwischen gilt die ganze Aufmerksamkeit dem Solisten Truls Mørk. Er spielt Antonín Dvořáks Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104. Die einzigartige Karriere von Truls Mørk begann relativ spät: Der Cellist reüssierte als erster skandinavischer Musiker überhaupt beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. Seither hat er für das Cello-Repertoire etliche Referenzaufnahmen eingespielt, was ihm unter anderen Auszeichnungen einen Grammy bescherte. In der neuen Reihe «Unsere Solistinnen und Solisten von morgen» bieten die
Bild: zvg
E
Fest der tschechischen Musik Die neue Saison der Migros-Kulturprozent-Classics wird von der Tschechischen Philharmonie, einem der weltweit beliebtesten Orchester, eröffnet. Mit dabei ist der norwegische Cellist Truls Mørk.
Der Fitnesspark Oberhofen erstrahlt nach dem Umbau in neuem Glanz.
s lebt sich einfach glücklicher und unbeschwerter, wenn sich der eigene Körper gut anfühlt. Deshalb bieten die FlowerPower- und Fitnessparks der Migros Aare ihren Mitgliedern zahlreiche Möglichkeiten, sich fitzuhalten, das Körpergewicht nachhaltig zu regulieren und erholsame Stunden zu verbringen. Neben funktionalem Training, modernen Kraftund Ausdauergeräten sowie einem motivierenden Kursprogramm stehen den Mitgliedern zum erholsamen Ausgleich Saunen und Ruhebereiche zur Verfügung. Wer sich künftig mehr Gutes tun möchte, kann sich beim Open Day vom Angebot der Fitness- und Wellnessanlagen überzeugen und ein vergünstigtes Jahresabonnement lösen. Alle teilnehmenden Center sind von 9.30 Uhr bis 16 Uhr für interessierte Gäste geöffnet. Neben Rundgängen und einem Gewinnspiel gibt es in allen Anlagen Group-FitnessSchnupperkurse für Gäste zum Mitmachen. Zur Feier des Tages erhalten alle Neumitglieder 10 Prozent Rabatt
Kulturprozent
MIGROS-WELT | MM40, 2.10.2017
Willkommen in der neuen Migros-Filiale im Oberland Shopping in Matten!
Matten bei Interlaken
Neue Migros auch sonntags geöffnet Am 8. Oktober eröffnet im Oberland Shopping in Matten bei Interlaken eine neue Migros-Filiale. Sie bietet sieben Tage pro Woche alles an, was man für den täglichen Bedarf braucht. MigrosKulturprozent Classics den besten Studien und Förderpreisträgern des MigrosKulturprozents die Möglichkeit, sich in halbstün digen Vorkonzerten dem Publikum zu präsentieren. Die Blockflötistin Laura Schmid & d’Istinto machen in Luzern den Anfang. Der Ein tritt zu diesen Vorkonzerten ist im Abo und Einzelticket preis inbegriffen. Aufgrund der mehrjährigen Renovationsarbeiten des Kultur Casino Bern haben sich die Berner Abonnen tinnen und Abonnenten der MigrosKulturprozent Classics in einer Konsultativ abstimmung mehrheitlich für den Austragungsort KKL Luzern entschieden. Ihnen steht für die Hin und Rückfahrt ein Extrazug zur Verfügung. MM
Classics
Konzertprogramm Sonntag, 22. Oktober 2017, KKL Luzern, 18.30 Uhr
Vorkonzert: Unsere Solistinnen und Solisten von morgen (beginnt eine Stunde vor dem Konzert) Hauptkonzert: Leoš Janáčeks Ouvertüre «Eifersucht» zur Oper «Jenůfa» Antonín Dvořáks Konzert für Violoncello und Orchester op. 104 Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88 Vorverkauf:
www.migros-kulturprozent-classics.ch
Text: Andrea Bauer
I
m Standort auf dem Bödeli in Matten sieht die Migros Aare grosses Potenzial: Das Einzugs gebiet erstreckt sich um den Thuner und Brienzersee, von Spiez bis Meiringen. Der Supermarkt, der sich im Einkaufscenter Oberland Shopping befindet, ist eine ideale Ergänzung des Gesamt angebots in der Region Inter laken und der angrenzenden Gebiete. Die Migros Aare ist vom Standort direkt an der Autobahnausfahrt überzeugt und wird mit einer modernen und grosszügig gestalteten Filiale im Einkaufscenter Ober land Shopping einen Mehrwert schaffen. Dies vor allem auch, weil die Filiale ebenfalls am Sonntag geöffnet sein wird.
Auf den rund 1000 Quadrat metern Verkaufsfläche werden gegen 10 000 Artikel angeboten. Am Eröffnungs sonntag, 8. Oktober, gibt es in der Migros Matten nicht nur 10 Prozent Rabatt aufs gesamte Sortiment, sondern auch einen Bon für eine Gratisbratwurst mit Brot – und mit etwas Glück auch einen Gewinn am Eröff nungsglücksrad. MM
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Leben MM40
Richtig oder falsch?
Spargel hat im Oktober wieder Saison. Richtig! Es handelt
1, 2 oder 3?
Ein Löwe für immer
hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.
1 2 3
Darum gilt: Wer
seinen Einkaufskorb gern saisonal füllt, sollte jetzt bei Winterspargel zugreifen.
Ich habe noch ein Nilpferd- und ein Nashorntattoo. Die werden ihn hoffentlich über den Verlust des Löwen hinwegtrösten. Der Kleine ist Sternzeichen Löwe – höchste Zeit für sein erstes bleibendes Tattoo. Wir gehen in den Zoo zu den echten Löwen.
Antwort 1: Der Kleine liebt Tattoos über alles. Je grösser und wilder die Tiere, umso besser. Sollten Nilpferd und Nashorn nicht reichen, gib es noch einen Dinosaurier dazu.
Illustration: Lisa Rock; Bild: René Ruis
Monica Müller (43)
Der Kleine (1) blättert fröhlich in einem Bilderbuch. Plötzlich fällt sein Gesicht in sich zusammen, und er weint bitterlich. «Geu weg, Geu weg!», sagt er schluchzend. Der «Geu» ist ein «Leu». Ich schaue mir das Buch an und suche nach einem Löwen. Der hat sich wohl kaum auf dem Bauernhof herumgetrieben. Meint er seinen Plüschlöwen? Als ich ihm das Stofftier in den Arm drücken möchte, stösst er mich weg: «Geu weg!» Ich sammle alles, was mit einem Löwen verbunden ist: einen Löffel mit Löwenaufdruck, einen Waschlappen in Löwenform, ein Zoobuch. Fehlanzeige. Dann sehe ich, wie er sich über den Unterarm reibt. Wo nur noch ein dunkler Rand zu sehen ist, befand sich tags zuvor noch ein Löwentattoo. Und jetzt?
sich dabei um den sogenannten Winterspargel. Das Gemüse ist auch als Schwarzwurzel bekannt. Und die sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Schwarzwurzel ist nicht nur köstlich, sie enthält auch Vitamin E, Mangan, Eisen und Folsäure. Zudem ist sie das Gemüse mit dem höchsten Ballaststoffgehalt. Das hilft bei der Verdauung. Und: Während etwa importierte Auberginen, Tomaten und Peperoni beim Transport und während der Lagerung an Vitaminen verlieren, kommen viele heimische Wintergemüse vitaminreich auf den Tisch. Es lohnt sich hier also, saisonal einzukaufen. Stammt die Schwarzwurzel aus der Region, wird ausserdem wenig Energie für Transport und Lagerung verbraucht.
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MM40, 2.10.2017 | LEBEN
Ohne Violine trifft man Laura-Delia Knecht selten an.
Familie
Talentiert und voll engagiert
Was brauchts, damit ein begabtes Kind erfolgreich wird? Unsere Beispiele zeigen: Hingabe, Fleiss und optimistisch-entspannte Eltern. Text: Ernst Weber, Yvette Hettinger
K
onzertviolinistin, Fussballprofi, Maschinenbauer, Politikerin: Die Jugendlichen, die wir hier vorstellen, haben klare Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft – und die besten Chancen, ihre Ziele zu erreichen. Zugegeben: Jeder von ihnen hat auch eine besondere Gabe. Ist das einfach Glückssache? «Begabung ist aus meiner Sicht ein Produkt, über das ein Mensch zu einem aktuellen Zeitpunkt verfügt», sagt Christine Kuhn, Oberärztin an der Psychiatrischen Universitätsklinik für Kinderund Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Zürich. Die Expertin für Hochbegabtendiagnostik fügt an: «Es ist das Ergebnis aus dem Lernen, der Umgebung und der Anlagen.» Bei den
Bilder: Michael Sieber
jungen Menschen in unseren Beispielen kommt die Leidenschaft hinzu. Die engagierten Talente empfinden Freude beim Üben, Trainieren, Tüfteln oder Politisieren. Sie gehen an sechs Tagen pro Woche ins Sporttraining oder schreiben nach der Schule Medienmitteilungen – freiwillig und ohne elterlichen Druck. «Von den Eltern ist viel Optimismus gefragt, damit Kinder ihre Talente weiterentwickeln können», sagt Kuhn. Sie warnt aber auch: «Eine besondere Begabung kann man nicht erzwingen.» Entdecken kann man sie sehr wohl. Ob das geschieht oder nicht, entscheiden nicht selten die Interessen von Eltern und Geschwistern, wie etwa bei der Geigerin Laura-Delia Knecht.
Die glückliche Geigerin «Ein Leben ohne Geige kann ich mir nicht mehr vorstellen», sagt Laura-Delia Knecht (16). Die musisch begabte junge Frau übt zurzeit während über 25 Stunden pro Woche, in den Ferien noch mehr. Alles aus eigenem Antrieb. «Meine Eltern haben mich überhaupt nicht gepusht, nie zum Üben gedrängt oder gesagt, das töne noch nicht so gut», sagt sie. Die Schülerin aus Winkel ZH besucht das Kunst- und Sportgymnasium Rämibühl in Zürich, zu dem auch die PreCollege-Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste
LEBEN | MM40, 2.10.2017
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Goalie sein ist Marvin Kellers Leidenschaft.
Marvin Keller
Der ehrgeizige Fussballer
(ZHdK) gehört. Seit zwei Jahren spielt sie im ZHdK-Orchestra und hat dort die Funktion der Konzertmeisterin inne – im Orchester die zweitwichtigste Position nach dem Dirigenten. Im Frühling hat sie die Aufnahmeprüfung fürs Violinestudium bestanden. Ganz ohne Verzicht geht es nicht
In eine musikalische Familie hineingeboren, entdeckte Laura-Delia Knecht ihr Interesse für die Musik bereits im Kleinkindalter. Ihre ersten Gehversuche auf der Violine unternahm sie im zarten Alter von drei Jahren, beeinflusst durch ihren Vater – zu der Zeit Direktor des Konservatoriums Zürich – und ihre ältere Schwester, die Geige spielte. Zunächst nahm Laura-Delia das Musizieren noch nicht sonderlich ernst. «Ich kratzte irgendwie auf der Geige herum», erinnert sie sich, «irgendwann bin ich in die
Ernsthaftigkeit hineingewachsen – altersbedingt sozusagen.» Heute hat die Musik in Laura-Delia Knechts Leben oberste Priorität. «Man muss auch ein bisschen verzichten, wenn man etwas so unbedingt will», sagt die angehende Violinistin. So fallen wegen der Proben schon mal Freizeitaktivitäten ins Wasser. Es kommt aber vor, dass sie zuerst etwas mit Freunden unternimmt und erst danach übt. Allerdings besteht ihr Freundeskreis hauptsächlich aus Musikern, und so ist Zeit für Freunde oft auch Zeit fürs Hobby. Wenn Laura-Delia Knecht im Orchester oder im Geigenunterricht spielt, Violinmusik lauscht oder Konzerte besucht, ist sie glücklich. All das motiviert sie auch, weiterzumachen, mit der Selbstdisziplin, die es für den Erfolg braucht. Freude und Willen, sagt sie, seien die zwei wichtigsten Dinge.
Marvin Keller scheint die Lockerheit in Person zu sein. Ausgestattet mit einer positiven Ausstrahlung und der Gabe, andere mit seiner guten Laune anzustecken. Und mit einem grossen Fussballtalent. «Ich habe alles, was ich will und brauche», sagt der 15-Jährige mit einem Strahlen im Gesicht, «für mich läufts grad perfekt.» Marvin Keller ist auf dem besten Weg, Fussballprofi zu werden. Es ist sein Traumberuf, diesen Sport liebte er schon immer. Bereits als Sechsjähriger spielte er beim Dorfverein FC Mutschellen. «Zum Training drängen musste man mich nie», sagt der Bezirksschüler. Marvin Kellers anhaltende Begeisterung für den Fussball brachte seinen Vater, selbst ein eingefleischter Fussballfan, 2010 auf die Idee, seinen Sohn zu einem Probetraining beim Grasshopper Club Zürich zu ermutigen. Vom Talent des Jungen überzeugt, nahm ihn der Schweizer Rekordmeister gleich auf. Aktuell träumt Marvin Keller davon, Goalie bei GC zu werden. Später sieht er sich zwischen den Pfosten bei einem der ganz grossen Vereine wie Manchester United. Damit es nicht beim Traum bleibt, trainiert er sechs Mal pro Woche. Hinzu kommen die Matches, die er an den Wochenenden in der U-15-Meisterschaft der Gruppe National bestreitet. «Ich gebe alles, um mich zu verbessern», sagt er. Der Fussball hat ihn diszipliniert, gelehrt, mit Druck umzugehen. Das hilft ihm auch im «Privatleben», wo er seine Leidenschaft und die Schule aneinander vorbeibringen muss. «Habe ich viele Hausaufgaben, gehe ich eben einmal weniger mit Freunden aus», sagt er.
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MM40, 2.10.2017 | LEBEN
Linda Müller
Die weltoffene Jungpolitikerin «Die Welt geht uns Junge mindestens genauso viel an wie ältere Menschen», sagt Linda Müller (17). Die Umwelt, erinnert sie sich, habe sie «schon immer» interessiert. Viel zu lange aber konnte sie sich nicht einbringen, weil sie ja nicht abstimmen darf. Daran störte sie sich. Und zwar so sehr, dass sie mit 15 Jahren in die Partei der Jungen Grünen eintrat. Hier konnte sie endlich aktiv werden. Fortan ging sie fast täglich auf die Strasse, etwa um Unterschriften für die ZersiedelungsInitiative oder für die KriegsgeschäfteInitiative zu sammeln. Dank ihrer sozialen Begabung avancierte sie innert zweier Jahre zum jüngsten Mitglied des Kantonalvorstandes – mit gerade mal 17 Jahren. Ausserdem ist die junge Politikerin leitendes Mitglied einer Kampagnengruppe, wo sie für die Grünen gemeinsam mit drei Mitstreitenden Medienmitteilungen schreibt, Reaktionen auf Bundesratsentscheide und Newsletters verfasst. «Das Gefühl der Zusammen gehörigkeit und Gemeinschaft motiviert mich», sagt die Schülerin aus Erlenbach ZH, «diese Leute sind super, mit ihnen hat man immer eine gute Zeit.» Durch die Parteiarbeit knüpft die junge Grüne unzählige Kontakte, sei es bei Mitgliederversammlungen oder beim Unterschriftensammeln. Als Parteimitglied hat sie gelernt, auf wildfremde Leute zuzugehen und Begegnungen mit älteren Menchen zu schätzen. «Ich bin generell weltoffener geworden», resümiert sie. Seit August sitzt sie auch noch in der Geschäftsleitung der Jungen Grünen. Bleibt noch Platz für Freizeit und Freunde? «Natürlich, kein Problem», sagt die Jungpolitikerin. Das sehen ihre Eltern etwas anders. Sie sind zwar politisch interessiert, aber nicht aktiv. Also unterstützen sie ihre Tochter. Aber manchmal, finden sie, übertreibe sie ein wenig. Hie und da müssen sie sie auch ermahnen, die Schule nicht ganz zu vergessen. «Es ist aber wichtig, dass sich auch junge Menschen politisch engagieren», sagt Linda Müller.
Begnadete Kommuni katorin: Linda Müller, Mitglied der Grünen
LEBEN | MM40, 2.10.2017
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Jack Kendall
Der preisgekrönte Programmierer Jack Kendall (20) ist ein analytisches Ausnahmetalent. Im Alter von zwölf Jahren begann er zu programmieren und Websites zu bauen. Der Sechstklässler interessierte sich brennend für das, was im Innern eines Computers abläuft. Hatte er verstanden, was hinter einem Programm steckt, nahm er sich sogleich das nächste vor. «Ich kann nicht lange bei etwas bleiben», sagt der in Altendorf SZ lebende Sohn einer Kunsthistorikerin und eines Elektroingenieurs. Schon als er ein Kind war, führte sein Vater ihn in die Welt der Elektrotechnik ein, indem er etwa mit ihm Experimente mit Electro-Kits durchführte. Einfluss der Eltern ist nicht zu unterschätzen
Dass dies seine Begabung gefördert hat, bezweifelt der «Star Wars»-Fan zwar. «Ich kann aber auch nicht sagen, was mich beeinflusst hat», sagt er. Begabtenexpertin Christine Kuhn hat dazu eine Erklärung: «Es gibt enge Zusammenhänge zwischen der Begabung eines jungen Menschen und der Bildung der Eltern. Selbst adoptierte Zwillinge zeigen eine höhere Annäherung an das Bildungsniveau der Adoptiveltern als an das Bildungsniveau der biologischen Eltern.» Und: Viele Begabungen würden gar nicht erst entdeckt und gefördert, erklärt die Ärztin: «Das ist etwa bei einer auf Gruppen ausgerichteten Erziehung und kulturellen Bildung der Fall.»
In der Sekundarschule trug sich Jack Kendall noch mit dem Gedanken, Banker zu werden. Dann kam das Gymnasium und mit ihm die Maturaarbeit. Ein Jahr investierte Jack Kendall in dieses Projekt, das er gemeinsam mit einem Klassenkameraden realisierte: die Planung, den Bau und die Programmierung eines autonomen Roboters. Während sich Jack Kendall um die Mechatronik und Elektrotechnik kümmerte und alles programmierte, designte sein Kollege das Chassis des Roboters. Jack Kendalls Aufwand betrug wenigstens zehn Stunden pro Woche. Dieses Engagement hat sich gelohnt, denn das Projekt errang den Sieg im «Schweizer-Jugend-forscht»-Wettbewerb 2016. Und er vertrat die Schweiz im Mai am wichtigsten und grössten Jungforscherwettbewerb der Welt, am Intel ISEF in Los Angeles (USA). Einen Preis gab es nicht, aber viel Zuspruch von den Profis der Jury. So sehr die Maturaarbeit Jack Kandall auch in Beschlag nahm, für Freunde und Freizeit fand er immer Zeit. «Man muss eine Balance finden», meint er. Was das Programmieren betrifft, spricht er sich für einen frühen Zugang zur Materie aus: «Um mehr Jungen und Mädchen zu begeistern, sollte Programmieren ein Primarschulfach sein. Ohnedies geht viel Talent verloren», bedauert er. Marvin Keller selbst wird sein Talent weiter nutzen: Er studiert seit einem Jahr Maschinenbau an der ETH Zürich. MM
Jack Kendall und sein preisgekrönter autonomer Roboter
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LEBEN | MM40, 2.10.2017
B Brave New Girl
Mein anderes Leben Beim Betrachten meines Umfelds ist mir neulich etwas aufgefallen: Ich bin eigentlich mit fast keinem Stadtzürcher befreundet. Mein Freundeskreis hier in der Limmatstadt besteht zu einem grossen Teil aus Aargauern, Zürcher Oberländern, Ostschweizern und einer kleinen Bernbieter Diaspora.
Wir sind im Prinzip alle Zugewanderte. Und das hat neulich zu folgender Diskussion geführt: Was wäre aus uns geworden, wenn wir in der Heimat geblieben wären? Die meisten Antworten: nichts mit Medientätigkeit.
Bild: Andrea Monica Hug
Anne-Sophie Keller (27) glaubt
an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.
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Zu Hause hätten wir wohl etwas Bodenständigeres gemacht. Ich zum Beispiel wäre Coiffeuse geworden. Ich hatte bis 24 eigentlich keine Ahnung, was ich werden wollte. Leider musste ich mich zehn Jahre vorher für irgendwas entscheiden: Ich
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schnupperte Salonluft. Die eine Lehrstelle erhielt ich nicht, weil die Tochter einer Kundin sich ebenfalls für den Job beworben hatte. Vitamin B hat mein Leben geprägt. Ich war ob dieser schieren Ungerechtigkeit und Vetterliwirtschaft derart empört, dass ich das Land verliess – na ja, zumindest überschritt ich den Röstigraben. Ich wurde Au-pair in Genf, entschied mich danach für die Handelsmittelschule und landete mit 20 in einer Redaktion. Wäre all das nicht passiert, würde ich heute wohl noch in Thun leben. Ich würde meine Eltern häufiger zu Gesicht bekommen und wäre vielleicht schon verheiratet und Mutter. Das klingt für mich wie ein Horrorfilm. Aber ganz ehrlich: Womöglich wäre ich nicht unglücklicher ... MM
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MM40, 2.10.2017 | LEBEN
Gesundheit
Der Turbo-Virus
Der Norovirus ist extrem ansteckend und versetzt ganze Schulklassen oder Altersheime in den Ausnahmezustand. Ein ansonsten gesunder Erwachsener übersteht die Erkrankung allerdings problemlos. Text: Rainer Schregel
Tipps
So beugen Sie einer Ansteckung vor Hygiene
Regelmässiges Händewaschen ist die wichtigste Präventionsmassnahme. Lebensmittel
Rohe Lebensmittel sollten gründlich abgespült werden.
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M
it Übelkeit, plötz lichem Erbrechen und Durchfall macht sich eine Infektion mit dem Norovirus bemerkbar. Und das kann manchmal ganz schnell gehen. Die Inkubations zeit liegt bei rund 6 bis 50 Stun den. So schnell wie die Sympto me gekommen sind, gehen sie in der Regel auch wieder vorbei. Spätestens nach einer Woche hat man es überstanden. Häufig wird das Virus leider auf die leichte Schulter genom men. Betroffene halten keine
Vorsichtsmassnahmen ein – da durch kann es zu einer regel rechten Epidemie kommen. Die Folgen können gravierend sein: abgebrochene Skilager, geschlossene Kindergärten und für Besucher geschlossene Altersheime. Kontaminierte Lebensmittel
Bereits 10 bis 100 Viruspartikel reichen für eine Infektion aus. Übertragen wird das Virus meist durch eine Schmierinfektion und über kleinste Tröpfchen beim Einatmen von Erbroche
nem. Darum ist die wichtigste Präventionsmassnahme die eigene Hygiene. Wer die Hände vor dem Essen richtig wäscht, rohe Lebensmittel ebenfalls rei nigt und bei einer Erkrankung zu Hause bleibt, bis die Übelkeit weg ist, hat bereits viel getan. Sollte es in der Familie zu einer Infektion kommen, emp fiehlt es sich, dem Betroffenen – wenn möglich – ein Bad zu über lassen, um weitere Ansteckun gen zu verhindern. Einen 100prozentigen Schutz gibt es aber nicht.
Bilder: Getty Images, zVg, iStockphoto
Ruhe Kommt es trotz allen Vorsichtsmassnahmen zu einer Erkrankung, ist Ruhe wichtig. Wer zu früh wieder unter Menschen geht, riskiert, andere anzustecken.
LEBEN | MM40, 2.10.2017
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Stell dir vor, es ist Schule, und keiner geht hin: Daran könnte ein Norovirus schuld sein. Scheidungsstress der Eltern kann Nachkommen bis ins Erwachsenenalter anfälliger für Erkältungen machen. Gesundheits-News
Kampfscheidung macht Kinder krank Wenn 201 Erwachsene Erkältungsviren in die Nase geträufelt bekommen: Welche werden krank? Mit mehr als dreimal grösserer Wahrscheinlichkeit die, deren Eltern sich früh getrennt und nicht mehr miteinander gesprochen hatten. Die Nachkommen von Eltern, die zusammenblieben oder trotz Tren nung miteinander redeten, erkälteten sich seltener. Quelle: «Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America» Link zur Zusammenfassung: www.migmag.ch/scheidung
Durch den grossen Flüssigkeits verlust kann das Norovirus für Kleinkinder und für ältere Personen gefährlich werden. Darum ist es wichtig, regelmässig zu trinken. Wasser, ungesüsster Tee und Bouil lon eignen sich dazu am besten. Sollte ein Kleinkind teilnahmslos und apathisch sein, gilt es rasch zu reagieren und mit dem Kinderarzt Kontakt aufzunehmen. Vorsichtig sollten auch Personen sein, die mit Lebensmitteln arbei ten. Zum Schutz ihrer Umwelt blei ben diese besser einen Tag länger zu Hause. MM
Med. Pract. Rainer Schregel
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, Leiter Gesund heitszentrum Medbase Wattwil In Zusammenarbeit mit
Blutdrucksenker gegen Arthrose? Personen, die Betablocker gegen Blut hochdruck bekommen, haben weniger Arthroseschmerzen, verglichen mit solchen, die an dere Blutdrucksenker nehmen. Dies könnte daran liegen, dass Betablocker die Schmerzwahr nehmung dämpfen. Quelle: «Arthritis Care & Research» Link zur Zusammenfassung: www.migmag.ch/arthrose
Gegen akute Bronchitis
kein Kortison! Immer öfter ver ordnen Ärzte bei akuter Bronchi tis Kortisonmedikamente zum Einnehmen. Diese bessern aber weder den Husten, noch die Er kältung oder die Schwere der Symptome. Das zeigt eine Studie
an über 400 Patienten, die keine chronischen Lungenkrankheiten wie Asthma hatten. Quelle: «Journal of the American Medical Association» Link zur Zusammenfassung: www.migmag.ch/bronchitis
«Fodmap»-Diät bei Reizdarm
Dabei wird auf bestimmte, schwer verdauliche Kohlen hydrate (wie in Äpfeln, Weizen brot, Milch und Pilzen) vorüber gehend oder dauerhaft verzich tet. In zwei aktuellen Studien nahmen die Beschwerden bei rund 60 Prozent der Patienten ab, ihre Lebensqualität stieg. Quellen: «Gastroenterology»/«Clinical Gastroenterology and Hepatology» Link zur Zusammenfassung: www. migmag.ch/fodmap
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Nein zur Altersvorsorge 2020 – Finanzplanung wird nun noch wichtiger Der Abstimmungskampf war spannend bis zur letzten Minute, das Resultat kaum absehbar. Nun sind die Würfel gefallen. Die Reform der Altersvorsorge ist überraschend klar gescheitert. 52,7% haben Nein gesagt zur Vorlage. Die Verfassungsänderung für die Erhöhung der Mehrwertsteuer scheiterte knapp mit 50,1%.
Jeannette Schaller
ist Leiterin Finanzplanung bei der Migros Bank.
Flexible Pensionierung: Planung des Leistungsbezugs ist und bleibt zentral Verfügbarkeit der Leistungen (nach Altersjahren) Vorbezug
Rentenalter Frau Mann
Aufschub
Säule 3a Freizügigkeitskonto/-police Pensionskassengelder
Die Finanzierungsprobleme unserer Sozialwerke bleiben ungelöst. Die Babyboomer-Generation wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren in Rente gehen. Dies führt dazu, dass der Finanzierungsbedarf in der AHV zunehmen wird. Auch dürften die angesparten Gelder in der beruflichen Vorsorge – also in der Pensionskasse – aufgrund der steigenden Lebenserwartung und des tiefen Zinsumfeldes irgendwann nicht mehr ausreichen, um die Renten der zukünftigen Pensionierten sicherzustellen.
lichkeiten, die von der Senkung des Umwandlungssatzes verursachte Lücke der beruflichen Altersvorsorge durch Sparen bis zur Pensionierung zu füllen.
Wer den gewünschten Lebensstandard im Alter beibehalten möchte, kommt nicht darum herum, den Aufbau seiner Altersvorsorge selbst in die Hand zu nehmen – vor allem Personen, die kurz vor der Pensionierung stehen. Sie haben wenig Mög-
Nicht nur das Ansparen zusätzlichen Kapitals zur Deckung der lebenslangen Einkommenslücke im Alter gilt es rechtzeitig anzugehen. Auch der Zeitpunkt des Bezugs der Vorsorgeleistungen ist ein wichtiger Aspekt der Pensionsplanung.
AHV 58
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Frauen
Männer
Frauen
Männer
Flexibler Bezug möglich, falls reglementarisch vorgesehen
Frauen
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Flexibler Aufschub möglich, falls weiterhin erwerbstätig / resp. bei PK zusätzlich reglementarisch vorgesehen
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Flexibler Bezug u/o Aufschub möglich (mit/ohne Erwerbstätigkeit)
Die Grafik zeigt die maximalen Zeiträume auf, in denen die Leistungen der verschiedenen Säulen verfügbar sind. Beim Festlegen des Pensionierungszeitpunkts gilt es sowohl aus steuer- wie auch vorsorgerechtlicher Sicht einiges zu berücksichtigen. Je nach Konstellation können dadurch mehrere Tausend Franken gespart werden. Die Finanzplanungsspezialisten der Migros Bank unterstützen Sie gern auf Ihrem Weg zur finanziellen Sicherheit. MM
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LEBEN | MM40, 2.10.2017
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Kinder
Flinke Kletterer Hoch in den Bergen leben Verwandte von Ziegen, die Gämsen. Leider gibt es immer weniger von ihnen – denn Tiere und Menschen jagen sie wegen ihres feinen Fleischs. Text: Andrea Fischer
Illustration: bunterhund.ch
Feinde
Menschen: Wanderer,
Biker und Wintertouristen verscheuchen die Gämsen aus deren Lebensraum. Jäger erlegen sie wegen des feinen Fleisches, aber auch, weil die Hörner und die Felle mit den langen Haaren des Widerrists sehr beliebt sind.
Luchse, Wölfe und Füchse erlegen Gäm-
sen, denn sie stehen auf deren Speisezettel.
Im Sommer leben Gämsgeissen und -kitze in grossen Gruppen zusammen.
Was kommt dir in den Sinn, wenn du ans Wandern denkst? Sicher ein
feines Picknick – aber vielleicht auch die Tiere, die man in den Bergen mit etwas Glück sehen kann. Zum Beispiel die Gämsen. Wenn du diese geschickten Kletterer beobachten willst, solltest du einen Feldstecher mitnehmen. Denn meistens sind sie oben in den Felsen unterwegs.
Du erkennst sie an den Krucken, das sind die typischen krummen Hörner der Gämsen. Im Sommer leben bis zu 30 Mütter und deren Jungen in Gruppen zusammen. Im Winter sind die Gruppen kleiner. Die Weibchen heissen Geissen, die Kleinen Kitze, denn die Gämsen sind mit den Ziegen verwandt. Die Böcke sind lieber allein unterwegs. Erst im Spätsom-
mer gehen sie zu den Herden und kämpfen mit anderen Männchen. Im November paaren sich die Gämsen, im späten Frühling kommen die Kitze zur Welt. Anfänglich trinken sie Muttermilch, danach leben sie wie ihre Eltern vegetarisch. Gämsen fressen gern Triebe von Alpensträuchern, Gras und Kräuter – im Winter manchmal auch Moos und Flechten. MM
Adler fangen und
verspeisen Kitze (junge Gämsen).
Krankheiten wie
die Gämsblindheit bedrohen die Gämsen.
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LEBEN | MM40, 2.10.2017
Das machen Sonne, Mond und Sterne:
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Lena (5), Häutligen BE
Das hat mit der Sonne zu tun. Wenn sie aufgeht, wird es Morgen. Und wenn sie untergeht, wird es Abend. So wirkt es, wenn wir in den Himmel schauen. In Wirklichkeit aber geht die Sonne gar nicht auf und unter. Vielmehr ist es die Erde, die sich bewegt. Wir können ihre Bewegung aber nicht spüren. Sie dreht sich ständig um sich selbst – ähnlich wie die Surrlis (Kreisel) oder die Fidget Spinner (diese drehenden Dinger, mit denen nun alle Kids spielen).
Stell dich mal vor eine Lampe, die nicht von oben, sondern von der Seite her leuchtet. Tu nun so, als ob du die Erde wärst, und die Lampe wäre die Sonne. Sobald sie scheint, wirst du vorne hell und hinten am Rücken dunkel. Wenn du dieser «Sonne» nun den Rücken zudrehst, wird es auf deiner Vorderseite dunkel. So ist das auch mit der Erde: Diejenige Seite, die sich von der Sonne abwendet, wird dunkel. Die Menschen auf dieser Seite denken dann: «Aha, jetzt geht die Sonne unter.» Für sie wird es
Abend. Umgekehrt wird es auf der anderen Seite der Erde hell. Wir sagen dann: «Die Sonne geht auf.» Tag und Nacht wechseln sich immer ab, weil sich die Erde immer und immer dreht. Darum folgt auf jeden Tag ein Abend. Du hast einen herzigen Mond gemalt. Wenn er aufgeht, kehrt Ruhe ein. Du kuschelst dich ins Bett, kannst ausruhen, träumen – und sicher darauf vertrauen, dass es nach jeder Nacht wieder einen Morgen gibt. MM
Eine Mutter erklärt die Welt:
Journalistin Gabriela Bonin (50) beantwortet Kinderfragen.
Nina hat viele unterschiedliche Pilze in einer Höhle gefunden. Das Licht, das in die Höhle strahlt, wirft ihre Schatten an die Höhlenwand. Hilf Nina, die Pilze ihren Schatten zuzuordnen, und verbinde!
Räts elspa ss
3
HUGOS T-TÜFTELPUZZLE
1
Aus diesen zehn Teilen darfst du nur vier benützen, um ein T zu legen. Findest du die richtigen vier Teile?
4 2
A
B
C
D
Lösung: A3, B1, C4, D2.
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SPINAS CIVIL VOICES
Erst wenns fehlt, fällts auf.
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PONTRESINA
Geld gewonnen, Land zerronnen. Schweizer Investitionen in Grossplantagen rauben Menschen die Existenz. sehen-und-handeln.ch | PK: 60-707707-2
LEBEN | MM40, 2.10.2017
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Verlosung
Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin und die Migros verlosen unter allen Leserinnen und Lesern 40 Start plätze für die Escalade am 1. und 2. Dezember sowie 100 Startplätze für den Zürcher Silvesterlauf am 10. Dezember.
Zu gewinnen Startplätze für den
Besonders reizvoll: ein Lauf durch Zürichs festlich geschmückte Strassen
Zürcher Silvesterlauf oder die Course de l’Escalade in Genf
Glücksgriff
Gipfeltreffen der Lauffans Suchen Sie vor den Festtagen noch einmal eine sportliche Herausforderung? Dann los! Das Migros-Magazin und die Migros verlosen 100 Startplätze für den Zürcher Silvesterlauf sowie 40 Startplätze für die Genfer Course de l’Escalade.
Bild: Florian Grossniklaus – athletix.ch
D
as Laufen auf kurzen Runden durch das weih nachtliche Zürich, ange feuert durch ein grosses Publikum, ist ein besonderer Anreiz. Der Zürcher Silvesterlauf am 10. Dezember bietet aktiven Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen eine Plattform zur Bestätigung: den Kleinsten, Familien, Plauschsportlern, Läufe rinnen und den Ambitionierten. Verschiedene Distanzen lassen sich je nach Fitnessstand aus wählen. Besonders beliebt sind die Plauschkategorien «Happy Runners» oder «Run for Fun». Aber auch der Staffellauf «Sie und Er» ist gefragt. Und da sind natürlich die vielen Startgelegenheiten für Familien und Kinder. Schulklassen können mindestens 5, maximal 20 Schülerinnen und Schüler an melden. Dank «Generation M» der Migros starten die ersten 1700 Schulkinder gratis. Bei der Hauptsponsorin Migros holen die Läuferinnen und Läufer dieses Jahr neu auch ihre Startnummern ab: im Sport XX in der Migros City Zürich. Empfohlen wird das stressfreie Abholen der Nummer am Freitag, 8., oder Sams
Wettbewerbsfrage:
In welcher Ortschaft findet die Escalade statt? So nehmen Sie teil: Per Telefon Wählen Sie 0901 560 039
(1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, den gewünschten Lauf, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS
Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, dem gewünschten Lauf, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Lauf, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt
Per Postkarte
Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort, dem gewünschten Lauf und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Volkslauf», Postfach, 8099 Zürich. Online
www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Seit 40 Jahren einer der Topläufe Europas: Genfer l’Escalade
tag, 9. Dezember, von 9 bis 20 Uhr – oder sonst am Sonntag, 10. Dezem ber, 9 bis 18 Uhr. Grösster Volkslauf der Schweiz
Mit über 42 000 Läuferinnen und Läufern ist die Course de l’Escalade in Genf der grösste Volkslauf in der Schweiz und kann sich bezüg lich Teilnehmerzahl auch mit den grossen Läufen in Europa messen. Dieses Jahr feiert er am 1. und 2. De
zember das 40. Bestehen. Die Course de l’Escalade findet in der Genfer Altstadt statt und steht allen offen: Kindern, Erwachsenen, Anfängern und internationalen Sportlern. Bis zum 8. Oktober finden jeden Sonn tagmorgen um 10 Uhr im VessySta dion kostenlose, nicht registrierte Trainingseinheiten statt. MM Mehr Infos und Anmeldung: www.silvesterlauf.ch, www.escalade.ch
Einsendeschluss 8. Oktober 2017 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.
Dringend
Hilfe für die Opfer des Hurrikans in der Karibik PC 60-7000-4
Vermerk: Hurrikan Karibik
Sofort per SMS 50 Franken spenden: «KARIBIK 50» an 227
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Kreuzworträtsel
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken …
Gesamtwert 750 Franken!
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… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.10.2017, 24 Uhr
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9620 Lichtensteig teL. 071 987 66 80
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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.10.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
Auflösung Nr. 39: ZAHNRAD
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Gewinner Nr. 38: Ruth Kunz-Graber, Brittnau AG; Anton Duss, Mellingen AG; Bernhard Meier, Oetwil an der Limmat ZH; Manuela Polo, Maisprach BL; Rahel Schmidlin, Frenkendorf BL Gewinner «Zusatz» Nr. 38: Ruth Hirschi, Koppigen BE; Peter Zimmerli, Thalheim AG; Stefan Weber, Schaffhausen; Klara Stolz, Cazis GR; Sarah Läderach, Langenthal BE
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Quiz
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. In welchem Treibstoff steckt ein Grautier? V Benzin
E
Diesel
S
Kerosin
2. Eine «feierliche» Rede einer Fensterverhüllung ist eine …? O Storengeschichte
I
Vorhangsode
N Gardinenpredigt
3. Welcher dieser Berge liegt im Kanton St. Gallen? M Stanserhorn
D Pizol
R Hohgant
So nehmen Sie teil
4. Wie heisst der Kochclub der Migros? E
Miracolo
S
Migusto
Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.10.2017, 24 Uhr
H Mimenu
5. Wer wurde an der NHL Entry Draft 2017 als erster Spieler ausgewählt? L
Tim Ramholt
A Joël Vermin
P Nico Hischier
6. Wer ist der Vater des Schweizer Songwriters Faber? I
Dieter Meier
K Gölä
U Pippo Polina
7. Welches Land gilt als «Wasserturm Afrikas»? R Äthiopien
D Tunesien
S
Mali
8. Vor wie vielen Jahren begann der Mensch Schweine zu halten? E
ca. 2000
T
ca. 10 500
N ca. 250 000
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Auflösung Nr. 39: HOROSKOP
Gewinner Nr. 38: Heidi Kaufmann, Oberbipp BE; Anneliese Nowacki, Bern; Ernst Scheidegger, Frauenfeld
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
Paroli
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 3 5 4 1
Auflösung Nr. 39: ASIEN Gewinner Nr. 38: Susy Gertsch, Dotzigen BE; Margrit Herbst, Pratteln BL; Beatrix Meier, Winkel ZH
2
N
ECHNATON GARN I TUR GEDUNSEN K EME NA T E NECK I SCH PSYCHOSE RAENDE LN THA I LAND T H OMA L L A TRE I CHEL
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.10.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Lösungswort: 1
2
3
4
5
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Sudoku
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 39: 253
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.10.2017, 24 Uhr
Gewinner Nr. 38: Gertrud Pacher, Wasen im Emmental BE; Anne-Marie Roduit Friedli, St-Blaise NE; Sonja Schmidlin, Chur; Palmiro Graziani, Birmenstorf AG; Kurt Graf, Dübendorf ZH
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 2 4 4 3 2 Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden 1 2 2 3 sein. Verboten: Kreuzun2 3 2 2 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.
3
Auflösung Nr. 39:
2
2 2
3 1
4
2
1
2
2
2
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3 6 2
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1 1 2
3 3 2 3
3
Auflösung Nr. 39: 2
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4 2
2
4 3
1 3 2 2 2
3 2 1 3 3
2 3
3 4
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2 5 3
3
4 3
3 2 1 2
3 2
2 3 3 3
3 3 2
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Yvette Hettinger (Koordinatorin Leben), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (Volontärin), Monica Müller, Lisa Stutz, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Elena Bernasconi, Reto Meisser
Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Dora Horvath, Melanie Michael, Fatima Nezirevic, Angela Obrist, Kian Ramezani, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West
Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger
Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Alina Bühler, Rea Tschumi
Layout: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Werner Gämperli, Saskia Goslings, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys
Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71
Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser
Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Laetitia Dürst, Aisha Kaufmann Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01
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FOXTRAIL – NEU IN WINTERTHUR UND IM HB ZÜRICH
Bei Foxtrail treffen Entdeckungslust und Freude am Abenteuer in der Gruppe zusammen. Erleben Sie dank Cumulus-Extra eine vergünstigte Schnitzeljagd durch die Städte Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Thun, Zürich, Lausanne und Lugano sowie im Aargau, im Jura oder in Lenzerheide. Am 2. Oktober eröffnet zudem der erste Foxtrail in Winterthur. Entdecken Sie städtische und grüne Seiten, erforschen Sie geheime unterirdische Durchgänge, von denen bisher nur wenige wussten, bitten Sie eine Ente um Hilfe, durchleuchten Sie einen Wespenstock und musizieren Sie. Kurz gesagt: Erkunden Sie die Stadt auf eine spielerische Art. Am 9. November eröffnet zudem der allererste Indoor-Foxtrail der Schweiz im Zürcher Hauptbahnhof. Der Trail durch den grössten Bahnhof der Schweiz verspricht Spass bei jedem Wetter.
Angebot Foxtrail: Tauschen Sie jetzt Ihren Cumulus-Bon im Wert von Fr. 5.– in einen Foxtrail-Gutschein im Wert von Fr. 15.– ein. Gültig für alle Trails in der Schweiz. Einlösbar am ÖV-Schalter oder an den in der Buchungsbestätigung angegebenen Verkaufsstellen. Weitere Informationen: www.migros.ch/cumulus-extra/foxtrail
BON FR.
5.– FOXTRAILGUTSCHEIN
Fr. 15.–
Tauschen Sie Ihre blauen Cumulus-Bons telefonisch unter 0848 85 0848 oder online unter www.migros.ch/cumulus-extra ein.
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2 Nächte, 2 x Frühstück und 1 x Abendessen für 2 Personen nur Fr. 299.– statt Fr. 399.–
HOTELLERIESUISSEGUTSCHEIN
Fr. 100.–
2 Nächte, 2 x Frühstück und 1 x Abendessen für 2 Personen nur Fr. 399.– statt Fr. 549.–
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Fr. 150.–
PARKHOTEL GUNTEN *** S Gunten BE
HOTEL I GRAPPOLI *** Sessa – Lugano TI
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HÔTEL LES RIVES DU DOUBS *** Les Brenets NE
ART.BOUTIQUE.HOTEL BEAU-SÉJOUR***G Champéry VS
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Die detaillierten Einlösebedingungen finden Sie unter www.migros.ch/cumulus-extra/hotelleriesuisse. Angebot gültig bis 17. Dezember 2017 oder gemäss Hoteldetails unter www.swisshotels.com/cumulus. Auch für Einzelreisende und Familien buchbar. NEU: Bei einer Übernachtung in einem Hotel mit Famigros-Logo erhalten Mitglieder von Famigros eine tolle Überraschung für ihre Kinder.
BEI FRAGEN RUND UM CUMULUS: CUMULUS-INFOLINE 0848 85 0848
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MM40, 2.10.2017 | LEBEN
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Mein Lieblingsprodukt «Das Dinkelmüesli bereite ich gern zum Zmorge oder auch mal zum Znacht zu. Mir schmeckt das Knusprige, und Dinkel vertrage ich besser als Weizen.»
Sonia Kälin
«Ich wusste, dass ich Nina und nicht das Geld will»
Die Schwingerin Sonia Kälin und die Eringerkuh Nina, der Königinnenpreis von 2016, sind beste Freundinnen. Auch dieses Jahr ist die 32-jährige Sekundarlehrerin Schwingerkönigin geworden – obwohl sie am Knie verletzt ist und am letzten Wettkampf nicht teilnehmen konnte. Text: Silja Kornacher Bilder: Michael Sieber
LEBEN | MM40, 2.10.2017
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1 Mein ganzer Stolz «Eringerkuh Nina war mein Königinnenpreis 2016. Beim
Training hatte ich mir Nina als Ziel vor gestellt. Für mich war klar, dass ich sie und nicht das Preisgeld haben will. Sie lebt auf dem Hof in Egg, den mein Bru der führt. Wenn ich nach ihr rufe, dreht sie sich um. Sie reagiert total auf mich.» 2 Mein Liebster «Mein Partner Stefan Halter (29) ist Personal Trainer. Er unter stützt mich beim Training. Am liebsten machen wir unsere Übungen in der Natur, als Geräte benützen wir alles, was Wald und Wiesen hergeben.»
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Name Sonia Kälin (32) Sternzeichen Fische Wohnort Schindellegi SZ Lebenslauf «Ich wuchs mit vier Geschwistern auf einem Bauernhof in Egg SZ auf. Nach dem Gymnasium jobbte ich als Weichenschmiererin und machte später die Ausbildung zur Sekundarlehrerin; seit neun Jah ren unterrichte ich in Einsiedeln. Zum Schwingen kam ich durch meine Familie: Als Kind verfolgte ich die Karriere meines Onkels am Radio mit, mit 16 Jahren wollte ich es selbst ausprobieren und begleitete meinen Bruder ins Sägemehl. 2012 wurde ich zum ersten Mal Schwingerkönigin, 2015, 2016 und 2017 konnte ich den Titel verteidigen. In diesem Jahr wurde es knapp, da ich mich vor einem Mo nat verletzte. Ob ich je wieder schwin gen kann, entscheide ich im Frühjahr.» 4
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3 Mein Instrument «Seit 23 Jahren
spiele ich Schwyzerörgeli. Mittlerweile trete ich damit aber nicht mehr auf.» 4 Mein Knie «Bei einem Kampf Anfang
September hat es im linken Knie ‹gchroset›. Seither laufe ich an Krücken. Trotzdem wurde ich am Frauen und Meitlischwinget in Schachen LU zum vierten Mal Schwingerkönigin, weil ich mehr Festsiege erreicht habe.»
Bilder: Urs Flüeler/Keystone, Rolf Eicher
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5 Mein Spiegel «Er lag auf dem Gaben
tempel nach einem Schwingfest. Einen solchen hatte ich mir immer gewünscht.» 6 Meine Schwester «Mary (29) ist im
Schwingtraining meine beste Sparrings partnerin. Seit ich vom Hof in Egg weg gezogen bin, sehen wir uns leider nicht mehr so oft. Wann immer möglich, be suche ich sie. Am liebsten gehen wir mit Stute Harmonia (22) spazieren.» MM
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