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Migros magazin 38 2017 d vs

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Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

DIE HÖRSPIELFIGUREN SIND DA! Jetzt spannende Abenteuer erleben.

HÖRSPIELFIGUR DIES MITTWOCEN H

GRATIS! Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 720 44 00 - mitglieder.register@migrosvs.ch


JEDE HÖRSPIEL-FIGUR ERZÄHLT IHR EIGENES ABENTEUER. 6

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JETZT STICKER SAMMELN UND GRATISHÖRSPIELFIGU SICHERN. R 1

LUCY

Die Seehunddame ist so geschickt, dass sie alles auf ihrer Nasenspitze jonglieren kann. 6

MICK

Der neugierige Junge findet heraus, wie er in Märchenwelten eintauchen kann.

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BENO

Der tollpatschige und liebenswerte Bär veranstaltet Chaos im Schlaraffenland.

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VIVY

Das mutige Energiebündel geht auf die Suche nach einem Piratenschatz. 7

LEX

Der mutige Superheld mit dem strahlenden Lächeln bringt Mick bei, wie man durchs Weltall fliegt. 11

OLI

Der akrobatische Wassertropfen kann mit Karatekicks Wolken verschieben.

TILLA

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Das Mädchen aus dem Zauberwald kann mit Tieren und Pflanzen sprechen.

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ROB

Der kleine Roboter ist ein genialer Erfinder und baut sich alles, was er braucht. 12

FABIELLA

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Das Einhorn kann Regenbögen pflanzen und hat heilende Kräfte.

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TIMMY

Die raketenschnelle Maus beschützt die Tiere im Zoo.

LULU

Die weise Eule kann besonders gut zuhören. * Mit Lulu können eigene Geschichten aufgenommen und abgespielt werden.

Die Geschichten wurden in Zusammenarbeit mit Spick Books erarbeitet. Pro Fr. 20.– Einkauf erhalten Sie vom 19.9. bis 30.10.2017 in jedem Migros-Supermarkt und auf LeShop einen Sticker (max. 15 Sticker pro Einkauf, solange Vorrat). Die volle Sammelkarte mit 10 Stickern kann bis zum 6.11.2017 in allen Migros-Supermärkten gegen eine Gratis-Hörspiel-Figur eingetauscht werden (solange Vorrat). Die Hörspiel-Figuren gibt es im Migros-Supermarkt auch im Verkauf für je Fr. 9.50. Weitere Infos auf storymania.ch.

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NIKI

Das kleine Drachenmädchen geht noch zur Drachenschule, in der sie Feuerspucken und Fliegen lernt.


Krimi S. 30 | Pilze S. 57 | Topfpflanzen S. 100 | Irrlichter S. 112

Themenwege: Tipps für Entdecker Seite 10 MM38, 18.9.2017 www.migrosmagazin.ch

Instagram-Star Gabirano Guinand

Asperger: Ein Paar nutzt die Diagnose als Chance

Schalk @gabirano zieht Zehntausende in seinen Bann Seite 16

Seite 22 Extra

Migros-Magazin Nr. 38/2017

Reisen

Bild: Ephraim Bieri

Seite 20

Stadtferien mit Kindern

Bild: Thomas Demarczyk/iStockphoto

Jugendparty: Stressfrei feiern Seite 105

Yogalektionen und Kochkurse So gehen Kreuzfahrten heute. Eine Reportage.

So funktioniert der Familienurlaub in Lissabon Seite 16

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40 Seiten Extra Reisen Städtetrip mit Kindern, Kambodscha-Tour, Lichterfest in Lyon – Reportagen, Tipps und Informationen


MM38, 18.9.2017

Editorial

Sympathisch verbunden

W Mediabrands ist eine der wichtigsten Studien, wenn es um die Beliebtheit von Medienmarken geht. Und sie ist jedes Mal ein Quell der Freude für uns Migros-Magazin-Macher. Über 5000 Personen befragt das Marktforschungsinstitut Publicom jedes Jahr zu ihrem Medienkonsum: wo sie ihre Informationen beziehen, welche Medien ihnen besonders sympathisch sind, wem sie vertrauen.

Und das Migros-Magazin hat in der Gunst der Schweizer Bevölkerung im Vergleich zur letzten Umfrage gar noch zulegen können. Vor allem in der deutschsprachigen Schweiz kommt unsere Zeitung sehr gut an. Die Fakten: - 44 Prozent der Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer lesen das Migros-Magazin praktisch jede Woche print oder online. - Sie vertrauen der Zeitung mehr als den meisten der 180 untersuchten Medien. - Auf der Liste der «sympathischsten Medien» liegt das Migros-Magazin auf Platz sieben. - Auf der Liste der Medien, denen man sich am meisten verbunden fühlt, ist das Migros-Magazin gar auf Platz vier zu finden (siehe Grafik), notabene vor allen anderen Printtiteln des Landes. - Besonders erfreulich: Sogar bei den Jungen von 14 bis 29 Jahren kann das Migros-Magazin sehr gute Sympathiewerte ausweisen. 4,5

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Tages-Anzeiger

Sonntagszeitung

Radio SRF 3

Instagram

NZZ am Sonntag

Migros-Magazin

SRF zwei

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Radio SRF 1

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Margrit und Franz Dobler: Verständigung klappt

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Schweiz am Wochenende

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SRF 1

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Diese Resultate sind der Redaktion ein Ansporn, sich auch in Zukunft für die Interessen von Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, einzusetzen. Sie sind unser Benchmark. Denn es gilt immer noch, was der deutsche Philologe Friedrich Martin von Bodenstedt einst sagte: «Schwer ist, einen guten Ruf zu gewinnen, noch schwerer, ihn zu verdienen. Am schwersten aber ist es, ihn zu bewahren.» Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

Hitparadenstürmer Marco Kunz

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Früchte des Waldes

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


MM38, 18.9.2017

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Inhalt Menschen 8 Diese Woche Frau oder Mann? Tessiner oder Welscher? Am Mittwoch wird der neue Bundesrat gewählt

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Innehalten am Atem-Weg

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Themenpfade So lehrreich, spannend und erholsam kann ein Spaziergang sein

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Instagram-Kultur Sie sind jung und teilen ihre Alltagserfahrungen mit ihren Fans und werden so berühmt

«Jeder sollte den Mund aufmachen, wenn er Ungerechtigkeit sieht»

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Asperger-Syndrom Margrit Dobler fühlte sich von ihrem Mann Franz jahrelang unverstanden – bis er die Diagnose Asperger erhielt Bilder: Severin Nowacki, Beat Schweizer, Maha Nasra Edd, Martina Meier, Daniel Winkler

Manal al-Sharif, saudische Aktivistin

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Kolumne Bänz Friedli

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Polizist als Autor Peter Mathys schrieb sich mit einem Krimi ein längst eingestelltes Verfahren vom Leib

32 Interview Manal al-Sharif fuhr Auto in Saudi-Arabien – und landete dafür im Gefängnis

Migros-Welt

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Frisches Steinofenbrot Feines Lamm von der Alp Regionale Saucissons Schnelle Vegi-Küche Ausgewogener Zmorge Migusto: Pilze im Fokus Neue Joghurts mit Chia Voten für neuen Riegel Den Gelenken Gutes tun Der perfekte Kaugummi Star-Aktionen der Woche «StoryMania» beginnt Biocotton für Kinder I am für die ganze Familie Umweltfreundlich putzen Nützliches aus der Migros

93 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

Leben 100 Garten Sue Hirschis Hinterhofidyll 105 Familie Teenagerparty ohne Stress 106

Gesundheit: Reizklima

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Auto: Opel Crossland X

110 Kolumne Brave New Girl 111 Migros Bank Entwicklung Hypothekarzinsen 112

Kinder: Irrlichter

Kulturprozent Preisgekrönter Dokfilm über den Rohstoffhandel kommt in die Kinos. Tickets zu gewinnen!

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Leseraktion

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Rätsel/Impressum (S. 121) Cumulus

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Meine Welt Bodenständiger Mundart-FolkPop-Sänger Marco Kunz

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Menschen MM38

Darauf freuen wir uns Weltraumabenteuer Am 24. 9. startet die neue TV-Serie

«Star Trek Discovery» in den USA und bereits einen Tag später in der Schweiz auf Netflix. Weltalzheimertag Am 21. 9. finden in aller Welt

Aktionen statt, um auf die Situation Demenzkranker und deren Angehörigen aufmerksam zu machen.

Unnützes Wissen

Seltsame Politblüten

Bilder: 2017/CBS/Paramount/Alamy, Screenshot/Dan Benjamin/Twitter, Christof Schürpf

und Träger des Salzburger Stiers. Aktuell ist er mit dem Programm «Hobby – Stand up» unterwegs.

Hörprobe

Entschuldigung, was hören Sie gerade? Oscar Liu (16), Highschool-Schüler, Guang Zhou (China)

a) «Friends» von Justin Bieber b) «You belong with me» von Taylor Swift c) «Just like Honey» von The Jesus and Mary Chain

Aus dem Wort «Regierung» lässt sich das Anagramm «genug irre» bilden. «Dschungelcamp 2013» wurde bei

Google häufiger gesucht als «Bundestagswahl 2013».

Auf der Kreditkarte der Sparkasse Chemnitz ist Karl Marx abgebildet. Die Queen besitzt keinen Pass. Es reicht, wenn sie ihre Identität persönlich bestätigt. Nicolas Sarkozy

sammelt Briefmarken. Auflösung: b) «Weil ich den Beat mag.»

Gabriel Vetter (33) ist Satiriker

Mein Bild der Woche «Wirbelsturm ‹Irma›, der in der vergangenen Woche die Karibik und den Südosten der USA in Mitleidenschaft zog, produzierte unzählige eindrückliche Bilder. Das beste für mich ist dieses hier. Ein Bild, das den Sturm nur als Auslassung zeigt. Es ist ein Live-Screenshot aller Flugbewegungen über den USA, während sich ‹Irma› über Florida austobt. Man sieht den Sturm dadurch, dass dort die Flugzeuge fehlen. Symbolischer geht es kaum: ein Sturm, womöglich nicht zuletzt durch den Klimawandel begünstigt, umzingelt von Tausenden von Flugzeugen – die wiederum als Hauptbeschleuniger für ebendiesen Wandel des Klimas gelten. Und man fragt sich: Wo liegt hier also die grössere Gefahr: im Sturm selbst oder im Flugverkehr drumherum?»

Die Flechte Caloplaca obamae auf Santa Rosa Island in Kalifornien ist nach Barack Obama benannt.

Quelle: Neon/Stern


MM38, 18.9.2017 | MENSCHEN

Möchten gern in den Bundesrat: Pierre Maudet, Isabelle Moret und Ignazio Cassis

Diese Woche

In den Bundesrat gewählt ist …

Zahlen und Fakten

116

Bundesräte waren seit 1848 im Amt. Die FDP stellte 54, gefolgt von der CVP (20), der SP (14), der SVP (10) und der BDP (2).

7

Bundesrätinnen gab es bisher. Ab 2010 herrschte kurz eine Frauenmehrheit; sie endete 2011 mit dem Rücktritt von Micheline Calmy-Rey (SP).

10

Jahre bleiben Bundesräte im Schnitt im Amt. Rekordhalter ist Karl Schenk (1823–1895) von der liberal-radikalen Fraktion (heute FDP). Er starb nach 31 Jahren im Amt. Quellen: www.admin.ch, NZZ

Cassis, Moret oder Maudet? Am Mittwoch wissen wir, ob der freiwerdende FDPBundesratssitz in der Hand der Romands bleibt. Der Tessiner Ignazio Cassis gilt als Favorit. Aber es könnte auch zu Überraschungen kommen, sagt der Politologe Michael Hermann. Text: Ralf Kaminski

D

ie FDP hat seit 1848 mehr Bundesräte gestellt als CVP, SP und SVP zu­ sammen – und auch das 117. Mitglied des Gremiums, das die Vereinigte Bundesversammlung am Mittwoch wählen wird, kommt aus dieser Partei. Zur Wahl stehen der Tessiner Arzt und Bundeshausfraktionschef Ignazio Cassis (56), die Waadtlän­ der Juristin und Nationalrätin Isa­ belle Moret (46) sowie der Genfer Staatsrat und Sicherheitsvorsteher Pierre Maudet (39). Da das Tessin seit Flavio Cottis Rücktritt 1999

nicht mehr im Bundesrat vertreten ist, galt Cassis schon früh als Favo­ rit: Eine riskante Rolle, denn erfahrungsgemäss schaffen es Kandidaten, die ihr Interesse früh signalisieren, nur selten ins Amt. Zudem gab es viel Kritik, als der Tessiner Doppelbürger in einem Akt vorauseilenden Gehorsams seinen italienischen Pass abgab, während Pierre Maudet, der neben der Schweizer noch die franzö­ sische Staatsbürgerschaft besitzt, darüber erst nach einer allfälligen Wahl diskutieren möchte. Den­ noch sieht der Politologe Michael

Hermann Cassis weiterhin als Favoriten. «Aber solche Wahlen können ihre eigene Dynamik entwickeln, und dann sind auch Überraschungen möglich.» Offen ist zudem, wer das Amt des Aussenministers übernimmt, das mit dem Rücktritt von Didier Burkhalter (57) frei geworden ist. Gut möglich, dass jemand der Bisherigen das Departement wechseln möchte – das neu ge­ wählte Mitglied des Gremiums muss nehmen, was übrig ist. Bundesratswahl am Fernsehen: Live auf SRF1, 20.9., ab 7.30 Uhr

Bilder: Valentin Flauraud/Keystone (1), zVg

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MENSCHEN | MM38, 18.9.2017

Strassenumfrage

Michael Hermann

«Am Ende wird es weniger um Region und Geschlecht gehen als um die politische Ausrichtung» Wer wird am Mittwoch Bundesrat? Ignazio Cassis, aber Überraschungen sind nie ausgeschlossen. Warum ist er der Favorit? Pierre Maudet hat ein starkes Profil und die nationale Bühne gut genutzt – in der Bundesversammlung wird er jedoch einen schweren Stand haben. Isabelle Moret hatte in der Öffentlichkeit eher Mühe, zu punkten. Ihr werden dennoch viele Stimmen von Links zufallen. Nur wenn sie auch die Mitte überzeugt, hat sie eine Chance. Laut Bundesverfassung müssen die Sprachregionen angemessen ver­ treten sein – das spricht für Cassis. Es ist aber keine harte Regel, die eingeklagt werden kann. Am Ende wird es gerade bei dieser Wahl weniger um Regionen, Geschlecht oder Alter gehen als um die politische Ausrichtung, obwohl die im Vorfeld gar kein so grosses Thema war. Weil der abtretende Didier Burkhal­ ter oft Mitte­Links unterstützt hat? Genau, er war sozusagen der «Swing Voter» im Bundesrat, unterstützte mal bürgerliche, mal linke Vorstösse. Das würden wohl auch alle drei Kandidierenden, aber insbesondere Moret würde sozialliberalere Positionen vertreten als Cassis, der sich als Vertreter der FDP/SVP-Allianz positioniert hat. Wie er nach der Wahl politisieren würde, ist natürlich eine andere Frage. Bei Themen wie Familienpolitik und Gender gäbe es sicherlich Unterschiede, bei anderen nicht. Zum Beispiel? Beim Verhältnis zu Europa. Burkhalter gehört einer Generation welscher Freisinniger an, die der EU sehr aufgeschlossen gegenübersteht. Das gilt für keinen der drei Kandidierenden. Dennoch stehen sie weniger weit rechts als fast alle Deutschschweizer Freisinnigen. Die FDP hat sich selbst dafür ge­ lobt, dem Parlament eine vielfältige, gute Auswahl zu bieten. Ist sie beim

politischen Personal besser auf­ gestellt als andere Parteien? Sie ist in den Regionen breit verankert. Die Frage ist eher, ob dies wirklich eine so tolle Auswahl ist. Zumindest Cassis oder Moret dürften kaum zu den dominanten Figuren im Bundesrat gehören. Die kamen in letzter Zeit eher von der SP. Wem von der FDP würden Sie das denn zutrauen? Neben Pierre Maudet zum Beispiel Ruedi Noser. Er ist einer der kreativsten Köpfe in Bern.

Wen hätten Sie gern neu im Bundesrat?

Michael Hermann (46)

ist Politologe und Leiter der Forschungsstelle Sotomo.

Michi Kistler (44), Typograf, Stäfa ZH «Die Wahl beschäftigt mich

diesmal nicht wirklich, ich habe nicht mal die Namen so richtig präsent. Ideal wäre eine Tessinerin, aber die steht ja nicht zur Auswahl.»

Wie gut kann sich die FDP inhalt­ lich politisch durchsetzen? Obwohl sie heute im Bundesrat und im Nationalrat das Zünglein an der Waage ist und zusammen mit der SVP eine Mehrheit hat, gelingt es ihr bislang erstaunlich wenig. Im Bundesrat könnte sich dies jedoch mit dem Rücktritt Burkhalters ändern. Nach Doris Leuthards Rücktritt 2019 sitzt vielleicht nur noch eine Frau im Bundesrat. Weshalb? Die Parteien bemühen sich heute weniger darum, guten weiblichen Nachwuchs zu fördern. Da müsste mehr passieren. Immerhin: Die Frauen, die bisher im Bundesrat sassen, waren fast alle prägende Figuren, mehr als viele ihrer männlichen Kollegen.

Maja Schmid (77), kaufmännische Angestellte, Frauenfeld TG «Norma-

lerweise wäre ich für eine Frau, aber diesmal hoffe ich auf Pierre Maudet. Er ist jung und tough und bringt hoffentlich etwas Schwung in das Gremium.»

Was muss der neue Aussenminister mitbringen, um in diesen Zeiten einen guten Job zu machen? Geduld. Die Schweiz kann derzeit wenig zur Europa- und Weltpoltik beitragen. Immer gut ist Standfestigkeit: eine Person, die sich nicht so schnell einschüchtern lässt. Herr Cassis hat sich diesbezüglich in den letzten Wochen nicht gerade hervorgetan. Wer wäre also der ideale Kandidat? Doris Leuthard, wenn sie nicht zurücktreten würde. Aber auch Alain Berset: Wenn er die Rentenabstimmung gewinnt, wäre das der ideale Moment für einen Wechsel. MM

Aline Münzenmayer (27), Fachfrau Gesundheit, Birmensdorf ZH

«Ich weiss gar nicht, wer zur Auswahl steht, aber am liebsten wäre mir jemand Junges, Modernes – und es dürfte auch gern eine Frau sein.»

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MM38, 18.9.201 | MENSCHEN

Themenpfade

Auf Abwegen

Dank privater Initiative gibt es auch abseits der vielbesuchten Wanderwege einiges zu entdecken. In der Schweiz finden sich aufwendig gestaltete Pfad- und Wegprojekte – vom Atem-Weg bis zur Planetenschau. Text: Dinah Leuenberger

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Bilder: Beat Schweizer


MENSCHEN | MM38, 18.9.2017

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S 4

1 Stationen zum Inne­

halten: Lisbeth Bloch auf ihrem Atem­Weg

2 Bewusstes Atmen hat

Lisbeth Bloch über eine Krise hinweggeholfen.

3 Rückenentspannung an

den Ringen: Lisbeth Bloch mit Ehemann Walter 4 Ein Kneippbad sorgt für erfrischte Füsse.

ich auf eine Bank setzen und innehalten. Durchatmen. So tief, dass der Bauch sich beim Einatmen wölbt und beim Ausatmen wieder senkt. Die Ruhe zwischen Aus- und Einatmen bewusst wahrnehmen, bis der nächste Zug von selbst kommt, wenn möglich durch die Nase. So geht richtiges Atmen. In unserer schnelllebigen Zeit kommt das allerdings bei den meisten zu kurz. Wer nicht gerade Musiker ist oder Spitzensport betreibt, bemerkt oft nicht, dass er hektisch atmet. Dabei sei richtiges Atmen die erste Hilfe gegen Stress, weil es Kraft und Lebensfreude wecke, meint Lisbeth Bloch. Die 60-Jährige hat vor einigen Jahren einen Schicksalsschlag erlebt: Sie musste sich von ihrem Pferd verabschieden, das ihr viel bedeutet hatte. Da sei ihr Leben wie ein Kartenhaus zusammengefallen. «Ich stand still, auch im Geist», sagt sie. Sie habe gemerkt, dass ihr Leben nicht mehr stimmte, wollte etwas ändern. Aber was? In die Gänge gekommen

Auf langen Spaziergängen kamen sie und ihre Gedanken allmählich wieder in die Gänge. Und damit auch die Idee, etwas Neues zu lernen. Im Internet entdeckte sie ein Inserat für eine Atemschule. Sie besuchte eine Schnupperlektion. Bereits auf der Fahrt nach Hause spürte sie eine Veränderung – und begann schliesslich wenig später die dreijährige Ausbildung zur Atemtherapeutin nach Ilse Middendorf, Begründerin der Atemlehre. Demnach ist bewusstes Atmen nicht nur eine Funktion, sondern eine ganzheitliche Therapie-

methode, weil der ganze Mensch – Körper, Geist und Seele – davon betroffen ist. Das richtige Atmen erlernen

Die Frage war: Wie sollte sie den Menschen die Atemlehre zugänglich machen? Auch hier halfen ihr lange Spaziergänge im Safenwiler Wald. Denn genau auf diesem Rundgang befindet sich heute der erste «AtemWeg» der Schweiz. Hier erhält die Lunge die volle Aufmerksamkeit, spielerische Experimente vermitteln bewusstes Atmen. «Die Kombination aus Natur, Ruhe, Bewegung und Atem spendet Kraft für das stressige Leben in der heutigen Gesellschaft.» An zehn Orten finden sich Tafeln mit verschiedenen Atemübungen, Tipps für den Alltag und Wissenswertem rund ums Atmen. So können die Besucher die eigene Atemkraft entdecken. Zudem gibt es sorgfältig angelegte Aufgaben: ein Aufstieg durch den Wald, der das bewusste Atmen durch die Nase vermittelt, ein Kneippbad für erfrischte Füsse, Ringe, an denen man sich und die Seele baumeln lässt. Zwei- bis dreimal pro Woche macht Lisbeth Bloch zusammen mit ihrem Mann Walter (63) einen Kontrollgang und sorgt dafür, dass der Weg gepflegt ist und funktioniert. «Walti» sei auch sonst eine grosse Hilfe: Er hat die Umsetzung des AtemWegs gemeinsam mit einer siebenköpfigen Projektgruppe organisiert und ist Präsident des Vereins Atem-Weg. Dieser finanziert zusammen mit Sponsoren die langfristige Erhaltung des Projekts. Besucher können den Weg allein begehen oder sich von Lisbeth Bloch führen lassen. Die Initiantin rät aber allen, sich Zeit zu


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MM38, 18.9.201 | MENSCHEN

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1 Perritaz’ Garten-

rundgang führt von einem Land ins nächste. 2 Fréderic Perritaz watet

durch den Bach in seinem verwunschenen Garten. 3 Bodenhaftung angesagt:

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nehmen: «Die Leute meinen oft, sie könnten am Abend nach der Arbeit ‹noch rasch› den Atemweg machen. Aber dann muss ich sagen: ‹Nein, hier geht nichts schnell.›» Um die Entschleunigung zu spüren, weg von Alltag und Leistung, brauche es Zeit. Und ie sei überzeugt, dass man bei bewusstem Begehen des Wegs ganz schnell abschalten könne. Das Beste sei, das Gleiche mit dem Handy zu tun. So könne man «einfach sein» und sich am besten auf die Übungen ein­ lassen oder auf die zufälligen Begegnungen, die sich auf dem Atemweg ergeben: «Das war mein persönliches Ziel: einen Ort des Aus­ gleichs und der Begegnung zu schaffen.» Pflanzen und Geschichten aus aller Welt

Um einen Ort der Begegnung geht es auch in einem Garten im Freiburgerland, dem «pied total». Über 3500 Pflanzen­, Baum­, und Pilzarten leben hier dicht an dicht. Als Fréderic Perritaz (52) das abgelegene Bauernhaus vor 13 Jahren kaufte, gab es dort ein wildes Nichts, nur etwa 100 Pflanzenar­ ten wucherten vor sich hin. Nach und nach sammelte der Weltenbummler Pflanzenar­ ten aus über 90 Ländern und brachte sie mit nach Hause. Damit keine Art zu kurz kommt, hat er Mikroklimata errichtet. So sind inner­

halb eines Meters Erde Temperaturunter­ schiede von zehn Grad möglich. Hier wach­ sen auch Pflanzen, die sonst nur oberhalb von 2000 Höhenmetern vorkommen. Das Wissen dazu hat sich der gelernte Forstwart­ vorarbeiter über die Jahre angeeignet, «in der Ausbildung zum Forstwart kommen natürlich nicht alle diese Pflanzenarten vor». Nach und nach errichtete er in seinem Paradies Pfade, Skulpturen und Teiche, die zusammen mit den Pflanzen eine märchen­ hafte Landschaft bilden. Er integrierte den nahen Fluss Glane und baute eine magische Höhle. Nebenbei errichtete er Baumbiwaks für Gäste: über dem Fluss aufgehängte Zelte zwischen Baumkronen und Tannzapfen. Die Gäste seien immer wieder interessiert in seinen Garten gekommen – erst dadurch habe er das Potenzial seines Paradieses entdeckt. Er wollte den Menschen die Pflan­ zen erklären, dabei aber nicht wie ein lang­ weiliger Lehrer daherkommen. Auch hier griff er auf sein Wissen zurück und notierte sich Geschichten von seinen Reisen um die Welt. «Da hören die Leute immer zu.» Der Rundgang beginnt mühsam: «Bei einer grossen Reise muss man zuerst oft ein Visum beantragen. Das nervt. Wie der Kiesel­ weg, den ihr jetzt barfuss meistern müsst»,

Alle Teilnehmer bewältigen den «pied total» barfuss.

trägt Perritaz auf. Die Besucher entledigen sich ihrer Schuhe und unternehmen lang­ same, vorsichtige Schritte über die Kiesel. Auf dem Rundgang der Sinne

Und warum barfuss? «Weil die Menschen dadurch viel sanfter werden. Mit Schuhen treten sie auf die Pflanzen, die Kinder stossen sich, verlassen die Wege. Sobald sie barfuss sind, achten die Menschen viel stärker auf den Untergrund und sehen ihre Umgebung anders.» Oftmals hätten Besucher am Anfang Angst, barfuss zu gehen. «Doch am Ende vergessen sie dann ihre Schu­ he und steigen sogar barfuss ins Auto. Das ist doch herrlich», sagt Perritaz und lacht. Nach dem steinigen Weg geht es nach Afrika, in den Insektengarten. Dann weiter zu den Pflanzen mit den unterschiedlichsten Düften: Die einen riechen wie Kaugummi oder Balsamico­Essig, die anderen nach Erdbeere, neuem Auto oder sogar Erbro­ henem von Babys. Jeder neue Duft ist eine Überraschung, aber auch ein Wagnis. Als Nächstes waten die Besucher durch den Fluss, um in den USA und in einen Hexengarten zu gelangen – immer begleitet von einer wundersamen Reisegeschichte aus Perritaz’ Fundus.


MENSCHEN | MM38, 18.9.2017

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Themenwege in der Schweiz

Von Gnomen und Gemüse

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Durchs Paradies wandeln in Villarimboud FR

Ruhe finden in Safenwil AG

Fréderic Perritaz’ Garten (siehe Seite 12) hat etwa die Grösse von sechs Fussballfeldern. Den «pied total» kann man nur geführt betreten, ab Mitte Mai bis Mitte September gibt es täglich zwei Führungen. Der Rundgang wird barfuss absolviert. Deshalb sollten Besucher ein Tuch mitnehmen, um am Ende ihre Füsse abtrocknen zu können. Die Führungen finden in Französisch statt, doch auch Deutschsprachige sind willkommen. Erwachsene bezahlen 18 Franken, Kinder 14 Franken (für Kinder unter vier Jahren ist der Weg ungeeignet). Der Garten ist am besten mit dem Auto erreichbar.

Der Atem­Weg (siehe Seite 11) führt durch vier Waldgebiete in den Aargauer Gemeinden Oftringen, Safenwil, Uerkheim und Zofingen. Der Weg ist grösstenteils flach, die 100 Höhenmeter, verteilt auf die Strecke, regen den Atem an. Die kurze Strecke mit sechs Posten ist etwa 4,2 Kilometer lang, die grosse mit zehn Posten etwa 6,8 Kilometer. Beide beginnen beim Schiessstand Safenwil, dort gibt es genug Parkplätze. Mit dem ÖV reist man über den Bahnhof Safenwil an, Schilder weisen den Weg. Der Atem­Weg ist ganzjährig geöffnet und gratis. Wer eine Führung bevorzugt, kann sich auf der Website anmelden.

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Informationen: www.bivouacdanslesarbres.ch

Informationen: www.atemweg.ch

Zum Mond reisen in Kreuzlingen TG

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50 km

Gnome bestaunen in Schwarzenburg BE Lange faszinierte der Gnomengarten des Künstlers Jürg U. Ernst in Schwarzenburg die Besucher. Bis zu sieben Meter hohe, Wasser spritzende, grollende, irrlichternde und humorvolle Skulpturen bevölkerten dieses Kabarett in Beton. Weil der Garten 2015 schliessen musste, entsteht nun in der Gemeinde Schwarzenburg der Gnomenweg: Auf dem 1,5-stündigen Rundgang durch das Dorfzentrum erwachen die Skulpturen zu neuem Leben. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Schwarzenburg. Der Gnomenweg ist das ganze Jahr über frei zugänglich, Führungen kann man über die Website buchen. Informationen: www.gnomenweg.ch

Die Distanzen zwischen den Planeten nachvollziehen – das ist möglich auf dem Planetenweg Kreuzlingen: Im Verhältnis eins zu einer Milliarde sind dort die Planeten platziert. Auf Tafeln finden sich Informationen zu den Himmelskörpern, und bei einer Führung erfährt man Interessantes rund um die Astronomie. Der Planetenweg beginnt beim Bahnhof Siegershausen. Von da wandert man durch das Naturschutzgebiet Bommerweiher über Felder und Flure, in denen Gletscherrückzugshügel bestaunt werden können. Weiter geht es – stets leicht bergab – durch einen Wald und schliesslich durch die Stadt Kreuzlingen bis zum Planetarium. Der Planeten­ weg ist etwa 6,5 Kilometer lang und das ganze Jahr über zugänglich.

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Informationen: www.planetarium­kreuzlingen.ch

Durchs Gemüse wandern im Seeland

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In der Schweiz gibt es bereits 15 Gripspfade, etwa den im Freizeit­ park Erlenmoos. Auf Tafeln werden verschiedene kinesiologische Übungen erklärt – alle stimulieren das Gehirn. Die Initiantin der Gripspfade, Monika König, ist ausgebildete Kinesiologin. Die Gripspfade sind öffentlich, und das ganze Jahr über frei zugänglich. Je nach Ort sind auch Führungen möglich. Wo der nächste Gripspfad entsteht, erfährt man auf der Website.

Das Grosse Moos im Seeland ist der grösste Gemüsegarten der Schweiz: Hier wachsen über 60 Sorten. Und weil die Konsumenten wissen sollen, woher ihre Nahrung kommt, verläuft quer durch die Anbaufelder ein Gemüsepfad. Besucher können ihn von Anfang Mai bis Mitte Oktober mit dem Velo befahren oder zu Fuss begehen. Angeboten werden zwei unterschiedlich lange Routen. Die Strecken sind flach und die Touren individuell gestaltbar; es gibt unterwegs mehrere Bahnhöfe. Die Ausgangspunkte befinden sich in Ins und Kerzers, wo Velos gemietet werden können. Führungen lassen sich auf der Website von «Schweizer Gemüse» vereinbaren. MM

Informationen: www.gripspfad.ch/gripspfade

Informationen: www.gemuese.ch/gemuesepfad

Den Kopf fit halten in Wollerau SZ

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Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag, Samstag 2. Dezember 2017 – Anreise Fahrt mit dem komfortablen Extrabus in unser 4-Sterne Hotel in der Nähe von Zwickau, unserem idealen Ausgangspunkt für diese Reise. Nachtessen im Hotel.

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2. Tag, Sonntag 3. Dezember 2017 – Das weihnachtliche Erzgebirge Heute fahren wir in Richtung Erzgebirge, welches in der festlichen Advents- und Weihnachtszeit im allerschönsten Kleid erstrahlt. Viele Orte und Regionen sind traditionelle Ferien- und Naherholungsgebiete – herrliche Naturlandschaften und malerische Orte prägen das Bild. Wir besuchen zunächst das beschauliche Annaberg-Buchholz. Die St. Annenkirche mit dem prachtvollen Innenraum ist das Wahrzeichen der Stadt und weitherum bekannt. Schlendern Sie durch die romantische Altstadt im Weihnachtsschmuck. Später fahren wir weiter in den berühmten Kurort Oberwiesenthal, welcher am Fusse des Fichtelgebirges liegt und die höchstgelegene Stadt Deutschlands ist. Auch hier bleibt genügend Zeit zum Bummeln und Verweilen. Nachtessen im Hotel. 3. Tag, Montag 4. Dezember 2017 – Dresden & Leipzig mit dem Classic Courier Mit dem nostalgischen Sonderzug Classic Courier fahren wir heute von Chemnitz über Leipzig, nach Dresden und zurück nach Chemnitz.

Der komfortable Schnellzug ist im Stil der 60er bis 80er Jahre eingerichtet und bietet viel Komfort, einen stilvollen Salonwagen mit musikalischer Unterhaltung sowie einen historischen Speisewagen. In Leipzig, das von Goethe als «Klein Paris» bezeichnet wurde, legen wir unseren 1. Stopp ein. Freuen Sie sich auf eine tolle Stadtführung mit vielen Höhepunkten. Von jeher gilt die Stadt als eine Stätte der Musik, Kultur und des Handels. Persönlichkeiten wie Goethe, Bach, Mendelssohn, Schumann und Lessing verbrachten hier einen Teil ihres Lebens und hinterliessen zahlreiche Spuren. Gegen Mittag setzt sich Ihr Zug weiter in Bewegung Richtung Dresden. Das Florenz des Nordens, wie Dresden auch genannt wird, ist eine besondere Stadt und wird geprägt von historischen Baudenkmälern wie der Semperoper, der Frauenkirche, der Hofkirche und dem Zwinger, einer fantastischen Barockanlage – wir geben Ihnen bei einer interessanten Führung einen guten Überblick. Danach bleibt dann genügend Zeit den weltbekannten und bald 600 jährigen Striezelmarkt mit allen Sinnen zu entdecken – fantastisch! Am Abend Rückfahrt mit dem Classic Courier nach Chemnitz und von da mit dem Bus in unser Hotel. Nachtessen im Hotel. 4. Tag, Dienstag 5. Dezember 2017 – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.

✓ 3 x Frühstück im Hotel ✓ 3 x Nachtessen im Hotel ✓ Ganztagesausflug ins Erzgebirge ✓ Fahrt mit dem Classic Courier: Chemnitz-Leipzig-Dresden-Chemnitz ✓ Stadtführung in Leipzig ✓ Stadtführung in Dresden ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Unser Sonderpreis für Sie: Preis pro Person im Doppelzimmer

im 4-Sterne Hotel Meerane ****, Meerane Fr. 495.Zuschläge/Abzüge: Einzelzimmerzuschlag: Fr 80.Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, St. Gallen, Sargans, Thun, Winterthur oder Zürich.

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MENSCHEN | MM38, 18.9.2017

Bänz Friedli

Big Rudy kommt zu Besuch

Und dann wollte Belinda die Löwen sehen. «Ai wantu sii dé Laiens …!», piepste sie in ihrem mexikanisch gefärbten Amerikanisch ein ums andere Mal. «Which lions?», fragte ich nach und musste ihr dann versichern, es gäbe keine Löwen in Zürich, ausser im Zoo. Doch, doch! Es stünde in ihrem Reiseführer! Belinda, die quirlige Latina, war sich ihrer Sache ganz sicher: In Zürich gebe es ein Denkmal, vor dem sich in einem Graben lebendige Löwen tummelten …

Bänz Friedli (52) Bild: Vera Hartmann

übt sich als Fremdenführer

Angefangen hatte das Ganze ja vor einigen Jahren in Houston, Texas, bei 40 Grad im Schatten. Der dicke Rudy – und sorry, wenn ich hier «dick» schreibe, aber es gibt kein anderes Wort für seine Leibesfülle – zeigte mir seine Stadt. Freunde nennen ihn Big Rudy. Er ist so übergewichtig, dass er schon ins Keuchen kommt, wenn er den kurzen Weg von seinem Haus zur Garage zurücklegt. Dann steigt er in seinen Truck, alles andere erledigt er auf Rädern – auch den Einkauf im Supermarkt, wo er auf einem eigens für Beleibte bereitgestellten Wägelchen um die Regale kurvt. Dieser Rudy fuhr mich also durch Houston, wobei die Fahrt auf der Stadtautobahn von einem Stadtende zum anderen eineinhalb Stunden dauerte. Ein feiner Kerl, verstehen Sie mich richtig! Aber er tat mir leid in seiner Spezialanfertigung von Jeans und dem fixleintuchgrossen Shirt. Leise überrascht war ich, als Rudy einen Gegenbesuch in der Schweiz ankündigte. Aber Ehrensache, dass ich mir zwei Tage freinahm,

um ihm die Stadt zu zeigen. Ihm und der zier­ lichen Belinda, die er im Schlepptau hatte. Zu­ nächst fahren wir auf unseren Hausberg, doch die paar Minuten zu Fuss von der Bergstation zum Kulm sind für Big Rudy zu viel. Belinda und ich müssen alleine raufspazieren. Das Panora­ ma versetzt sie in helle Aufregung, und sie will wissen, in welcher der Villen am See denn nun Tina Turner wohne? (Auch das hat sie in ihrem Reiseführer gelesen.) Die historische Altstadt wäre nur zu Fuss zu erkunden; dann halt ab aufs Schiff. Zum ersten Mal sehe ich die Stadt, in der ich seit bald zwanzig Jahren lebe, mit den Augen eines Touristen. Sie gefällt mir. «Willst du nun in den Zoo?», frage ich Belinda schliesslich. Nein, sie wolle die Löwen beim Denkmal sehen! Es dauert, bis sich herausstellt, dass sie das Löwendenkmal in Luzern meint. Nichts wie hin. Ich war in meinem Leben ja vie­ le Dutzend Male in Luzern, habe Freunde dort und besuche jedes Jahr das grossartige Blues­ festival. Aber das Löwendenkmal? Nie gesehen. Den kurzen Weg vom Bahnhof dorthin legen wir im Taxi zurück, Rudy zuliebe. Zusammen mit fünfzig Indern, einer Gruppe Chinesinnen und einer Handvoll Japanern bestaunen wir das steinerne Tier. Und wenngleich im Teich davor keine Löwen schwimmen, flötet Belinda: «Oh, ai laaaave Zurick!» Ihr ist entgangen, dass wir nicht mehr in derselben Stadt sind. Was sind schon 45 Minuten Zugfahrt für jemanden, der aus Houston kommt? MM Live: Bänz Friedli & Thomas C. Breuer, 20. 9., Olten

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MM38, 18.9.2017 | MENSCHEN

Der Exot von nebenan

«Eigentlich bin ich kein Vorbild für die Jugend» Gabirano Guinand @gabirano

Alter 19 Jahre Wohnort Bern Follower auf Instagram 169 000* Kultur à la Instagram

Hauptsache, komisch Mit selbstproduzierten Smartphone-Sketchen wurden Noeliavid, Gabirano und einige andere mehr zu kleinen Stars in den sozialen Medien. Eine neue Art von Freizeitgestaltung, mit der sich sogar Geld verdienen lässt. Text: Silja Kornacher

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ngefangen hat alles mit Bendrit Bajra aus Zürich Schwamendingen. Er war der erste Schweizer, der mit witzigen Smartphone-Filmchen die sozialen Medien eroberte. Mit seiner Ironisierung der Unterschiede zwischen Schweizern und Nichtschweizern traf der Kosovare einen Nerv. Der Hobbykomiker mutierte zum Star der Generation Facebook. Doch Facebook ist längst out: Die Teenies bewegen sich auf schnelleren, unkomplizierten Plattformen wie Snapchat oder Instagram. Und dort ist eine neue Generation von «Influencern» auf der Überholspur: Sie nennen sich Noeliavid, Gabirano oder MisterElia und begleiten ihre Fans mit absurden Rollenspielen und Sketchen durch den Alltag. In ihren Jugendzimmern machen sie sich vor der Kamera über Prüfungsstress, strenge Eltern oder die Leiden eines Jugendlichen

lustig und erreichen so bis zu 100 000 Follower. Ungefiltert teilen die jungen Instagram-Komiker Alltagsbeobachtungen mit ihren Fans. Diese erkennen sich selbst wieder, markieren ihre Freunde – ein Schneeballeffekt. Dass die neuen Teenageridole eben authentische «Normalos» sind, die vor Pickeln, Geldproblemen und Zimmeraufräumen nicht gefeit sind, verändert auch den Werbemarkt. Immer mehr Firmen setzen auf Social-Media-Influencer, die ein Produkt in ihre Beiträge integrieren und mit ihrer Authentizität Werbung machen, ohne dass es wie Werbung aussieht. In der Schweiz steckt diese Art von Marketing noch in den Kinderschuhen (siehe Interview auf Seite 18 unten). Doch besonders Senkrechtstarter Gabirano ist auf dem besten Weg, sein Instagram-Hobby zum Beruf zu machen.

Kaum zu übersehen ist der Berner mit äthiopischen Wurzeln. Wenn er durch die Altstadt schlendert, drehen sich die Menschen nach ihm um, schiessen verstohlen Fotos mit ihrem Smartphone. Kein Wunder: Gabirano Guinand misst stolze 2,07 Meter und ist mittlerweile das Schweizer ComedyGesicht auf Instagram. «Ich brauche jetzt länger als früher, bis ich beim Bahnhof bin.» Der Maturand schmunzelt. Angefangen hat alles mit kleinen Videoclips, die er seinen Freunden per WhatsApp schickte. Kurze Alltagsszenen, Witze. Vom Lob seiner Kumpels befeuert, begann er 2013, Videos auf Instagram hochzuladen. Und das mit Erfolg: Seine Follower-Zahl schoss in die Höhe. Mittlerweile verfolgen über 150 000 Abonnenten, wie er in breitem Berndeutsch mit einem Handtuch über dem Kopf Busfahrer, Kassiererinnen und Lehrer imitiert oder sich absurd überspitzt über Hausaufgaben, Ritalin und Geldsorgen auslässt. Schon als Fünfjähriger spielte er Sketche und ahmte Mister Bean nach. «Ich habe einfach schon immer dumm getan.» Das sei für ihn «wie eine Droge». Sobald er eine Idee habe, müsse er sie filmen. Seine Videos entstehen spontan: Er drückt den InstagramVideoknopf, reiht Sequenzen mit verschiedenen Rollen aneinander – fertig ist der Sketch. «Eigentlich bin ich kein Vorbild für die Jugend», sagt der Lulatsch mit den dunklen Locken und den blondierten Mèches von sich, zu sehr habe er seit seinem InstagramErfolg die Schule vernachlässigt. Denn Gabirano hat Blut geleckt: Grosse Firmen fragen ihn für Werbeauftritte an, er wird sogar für Clubeintritte bezahlt. Ende 2016 wurde er am Schweizer Webvideopreis zur «Person of the Year» gekürt. Daraufhin lud ihn Comedian Stefan Büsser ein, sein Talent auch live auf der Bühne zu testen. Das kam an. Im Oktober geht Gabirano nun mit seinem ersten Bühnenprogramm «Seg öppis Lustigs» auf Tour. Von seinen Videos leben zu können, das ist Gabiranos grosses Ziel. «Die Leute zum Lachen zu bringen, finde ich einfach geil. Um meinen Traum zu verwirklichen, würde ich richtig krampfen.» * Stand: 13. 9.


MENSCHEN | MM38, 18.9.2017

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Mit der Videokamera seines Vaters fing alles an. Heute reicht das Smartphone.

Nicht nur Witze erzählen, sondern Rollen spielen – das ist Gabiranos Leidenschaft.

Bilder: zVg

Hoch hinaus: Gabirano freut sich über seinen Erfolg.

Gabiranos Videos spielen häufig in seinem Elternhaus .


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MM38, 18.9.2017 | MENSCHEN

Die Selbstironische

«Ich übertreibe gern» Noelia Berberat @noeliavid

Alter 18 Jahre Wohnort Aesch BL Follower auf Instagram 77 700*

Die Frage, wer ihr Lieblingscharakter für ihre Videos ist, kann Noelia Berberat leicht beantworten: «Mein Mami». Wenn sie ihre Mutter mit strengem Blick über den Brillenrand imitiert, trägt sie den rosaroten Bademantel mit dem «Pu der Bär»Aufnäher. Einmal ging der Bademantel vergessen, weil er in der Wäsche war. Das merkten die Fans natürlich: «Alle haben mir geschrieben», erzählt die Baslerin amüsiert. Natürlich klinge ihre Mutter in echt nicht so komisch, gibt Noelia zu.

Noelia Berberat imitiert fürs Video ihre Mutter – im rosafarbenen Bademantel.

«Meine Videos sind zugespitzt. Ich übertreibe gern.» Aber: Ihre Mutter versorgt sie täglich mit neuen Ideen, am liebsten würde sie sogar selbst mitspielen. Das übernimmt Noelia aber lieber selber. Sie liebt es, vor der Kamera zu stehen und Rollen zu verkörpern. Deshalb möchte sie eines Tages Schauspielerin werden. Doch ihr Plan A ist Primarlehrerin. «Ausbildung ist wichtig», findet die Fachmittelschülerin. Ihren Lebensunterhalt mit Instagram zu verdienen sei daher keine Option für sie. Zu gut kenne sie die Halbwertszeit dieser Plattformen. Als Hobby ist Instagram ganz schön zeitaufwendig: Noelia filmt ihre Videos mit einer Spiegelreflexkamera auf Stativ. Für ein Video, das 50 Sekunden dauert, braucht sie so schon mal drei bis vier Stunden. Das mit der Schule unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer leicht. Dann kommen auch noch die Fan-Nachrichten dazu. Mehrere Stunden wöchentlich nimmt sie sich dafür Zeit. «Die vielen Nachrichten motivieren mich weiterzumachen.» Am besten kamen bisher die Videos an, in denen sie Disney-Prinzessinnen im Jahr 2017 verkörpert. Oder eine Tampondealerin spielt. Ihren Durchbruch verdankt sie Instagram-Star Zeki alias «Swissmeme»: Er verlinkte eins ihrer Videos, über Nacht stieg ihre Followerzahl von 500 auf 2000. Mittlerweile hat sie 40-mal so viele Fans und wird sogar auf der Strasse für Selfies angefragt. Ihr Erfolgsrezept? Einerseits, dass sie die erste Frau ist, die in der Schweiz Comedy-Videos macht. Und: «Ich disse mich ganz uneitel gern selbst.» * Stand: 13. 9.

Daniel Koss

«Wie klassisches Product Placement, nur authentisch»

Influencer-Manager Daniel Koss erklärt, wie man mit Instagram Geld verdienen kann und wie das langfristige Erfolgsrezept aussehen könnte. Was machen Sie als Influencer-Manager? Hauptsächlich mache ich strategische Beratung und Marketing. Ich küm-

mere mich um Anfragen aller Art und finde im Anschluss Win-WinLösungen für Influencer und Werbekunden.

Was verstehen Sie unter einem Influencer? Jemand, der die Leute beeinflussen kann. Jemand, der eine Fanbase

von mindestens 10 000 Followern hat und nicht nur einfach Inhalt rezykliert, sondern wirklich ein Gesicht mit Identifi-

kationspotenzial bietet. Diese Influencer können Werbung machen, ohne dass sie als Werbung wahrgenommen wird. Wie schafft man es, ein Influencer zu werden? Am besten betreibt man seinen Kanal ein, zwei Jahre als Hobby und hat einfach Spass daran, kreativ zu sein. Die Videos können so auch Versprecher oder Fehler enthalten. Das kommt authentisch rüber. Man merkt,


MENSCHEN | MM38, 18.9.2017

Der Perfektionist

«Vielleicht hab ich ja eine rosarote Brille auf» Elia Rohrbach @MisterElia

Alter 17 Jahre Wohnort Lyss BE Abonnenten auf Youtube 3793*

Bilder: Richard Mathey, zVg

Mit seinen 17 Jahren ist Elia Rohrbach schon ein alter Hase im Social-MediaBusiness: Als 12-Jähriger fing er mit Youtube-Videos an. «Ich hatte keine Ahnung, habe einfach mal drauflos gemacht.» Seither ist alles profes­ sioneller, aber auch kommerzieller geworden. Auch Elias Videos sind aufwendiger produziert als vor fünf Jahren: Drei Tage braucht er für Idee, Skript, Kamera, Licht, Ton, Schnitt und Vermarktung. «Mein Ziel war es immer, mich mit jedem Video technisch zu verbessern», sagt er von sich. Daher ist auch sein Output bedeutend kleiner als bei anderen Social-Media-Stars. Doch bei Elia steht die Ausbildung im Vordergrund. Aktuell absolviert er sein zweites Lehrjahr als Interactive Media Designer, eine dem Mediamatiker ähnliche Lehre. Am allerliebsten hält Elia in seinen Videos der Jugend den Spiegel hin. Zum Beispiel regt er sich darüber auf,

Typische Pose: Elia Rohrbach inszeniert sich.

dass viele nur auf ihr Äusseres achten statt auf eine gute Bildung: «Da längi mir an Gring.» Wichtig ist Elia, dass seine Videos eine Aussage enthalten. Keine platte Unterhaltung: «Ich will nicht einfach einen ungeschnittenen Monolog hochladen.» Seine Ideen kommen ihm im Alltag, im Dialog mit Freunden. Manchmal hört er auch im Zug eine Unterhaltung mit und notiert sie sich auf seinem Smartphone. MisterElias Stil ist eher moderierend. Jedes Video beginnt mit der Begrüssung «tschou zäme», dann folgt eine direkte Ansprache in die Kamera,

dass diese Leute keine Doktorarbeit schreiben, sondern ungefiltert ihre Meinung wiedergeben. So entsteht eine Beziehung auf Vertrauensbasis, die Person wird zum Vorbild im Alltag.

ziert, sein Niveau hält und ein Alleinstellungsmerkmal hat. Der Markt in der Schweiz ist noch immer sehr klein. Richtig bereit für InstagramStars ist die Schweiz erst seit 2016.

Was macht Gabirano und Co. so erfolgreich? Bei Gabirano ist es ganz klar: Er hat das Talent und war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wichtig ist es, dass man konstant Videos produ-

Wie verdienen Influencer Geld? Sie integrieren ein Produkt in ihre Videos, das zu ihnen und ihrem Alltag passt. Eigentlich ist das klassisches Product Placement – wie zum

dazwischen gibt es kleine Sketche. Dazu passt auch sein Berufswunsch: Am liebsten würde er Moderator werden, bestenfalls mit Social Media als Teilzeitbeschäftigung nebenher. «Vielleicht hab ich da ja eine rosarote Brille auf, aber das wäre schon schön», meint er. Sein Hauptziel ist es aber zunächst, wieder regelmässiger Videos zu produzieren. Sein Jugendzimmer will Elia trotz fortschreitender Professionalisierung als Kulisse beibehalten. «Guter Inhalt sollte vor jedem Hintergrund funktionieren.» * Stand: 13. 9.

Beispiel in einem JamesBond-Film, nur authentischer. In der Schweiz verdienen grosse Influencer mit einzelnen Videos zwischen 3000 und 8000 Franken. Allerdings gibt es in der Schweiz noch sehr wenige Werbekunden, die darauf setzen. Viele haben Angst, 5000 Franken in ein Video zu investieren. Bezahlt wird nämlich die Reichweite und Glaubwürdigkeit, nicht der Aufwand, den der Influencer hat.

Ein solcher Verdienst klingt ganz lukrativ. Das ist natürlich so. Aber man muss sich bewusst sein, dass es sich ähnlich wie bei Songwritern oder Filmemachern in Hollywood verhält: Es gibt neben den sehr Erfolgreichen auch wahnsinnig viele von dieser Art, die nicht davon leben können. In den meisten Fällen fehlen Talent oder Durchhaltevermögen. In der Schweiz wird man nicht über Nacht gross. MM

Daniel Koss (21) gründete

die Social-Media-Agentur Yxterix. Als Teenager war er selbst eine YoutubeGrösse. Heute agiert er als Influencer-Manager.

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MM38, 18.9.2017 | MENSCHEN

Asperger-Syndrom

Leben in Parallelwelten

Jahrelang wusste Margrit Dobler nicht, warum sie und ihr Mann Franz dauernd aneinander vorbeiredeten, warum er nicht auf sie eingehen konnte. Dann wurde bei ihm das Asperger-Syndrom festgestellt – heute begreift das Paar die Diagnose als Chance. Text: Kristina Reiss

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ie eine alleinerzie­ hende Witwe mit Ehe­ mann kam ich mir oft vor», sagt Margrit Dobler. Die 63­Jährige blickt ihren Mann Franz an, der neben ihr sitzt und mit dem sie seit 29 Jahren verheiratet ist. Sie lächelt dabei, doch man spürt einen feinen Schmerz. Margrit: Sind Gefühle gefragt, macht Franz zu. Lange dachte ich, ich sei ihm fast egal. Franz: Nein, bist du nicht. Ich verstehe oft nur nicht, was du von mir willst. Margrit: Als ich einmal weinte, sagtest du: «Mir ist klar, ich sollte jetzt etwas fühlen, aber ich weiss nicht, was.» Franz: Genau so ist es. Franz Dobler hat das Asperger­Syn­ drom, eine Störung aus dem Autis­ musspektrum (siehe Kasten). Er nimmt Dinge anders wahr, das Fühlen und Denken seiner Mitmenschen ist ihm ein Rätsel, jede mimische Geste ähnelt einem Code, den der 70­Jährige mühsam knacken muss. Zugleich kann er unglaublich viele Infos abspeichern und später wieder abrufen. Über Ei­ senbahnen weiss er alles, in Geografie und Geschichte ist er ein Fachmann. «Aber wenn es plötzlich heisst: Renn los!, bin ich überfordert», sagt er. Das Asperger­Syndrom kann völlig unterschiedlich ausgeprägt sein. Etwa ein Prozent der Bevölkerung ist be­ troffen, davon mehr Männer als Frau­

Bilder: Severin Nowacki

en. Manche fallen erst als Erwachsene auf, andere bereits in der Kindheit; manche nur leicht Betroffene können es ihr Leben lang kaschieren. Als der Maschinenschlosser aus dem Baselland und die Sozialarbei­ terin aus dem Berner Oberland sich kennenlernen, bemerkt sie zwar, dass es Franz schwerfällt, über Emotionen zu reden, «aber ich dachte, das ver­ gehe». Erst als aus der Wochenend­ beziehung eine Ehe wird und später eine Familie mit zwei Töchtern, tau­ chen die Probleme auf. «Allein hat man kein Asperger, zu zweit ein biss­ chen. Und mit jeder weiteren Person wird es mehr», so der britische Asper­ ger­Experte Tony Attwood. «Man redet dauernd aneinander vorbei. Wie wenn der eine Chinesisch spricht, der andere Deutsch – und beide glauben, dieselbe Sprache zu sprechen», sagt Margrit Dobler. 23 Jahre lang wussten die beiden nicht, weshalb sie von einem Miss­ verständnis ins nächste schlitterten. «Es ist so frustrierend, wenn der an­ dere einen nicht versteht. Ich wurde wütend und traurig, Franz zog sich völlig zurück.» Eine Odyssee von Arzt zu Arzt

Die erfolglosen Abklärungen dauerten zwölf Jahre. Eine typische Odyssee, denn bei Erwachsenen ziehen Ärzte die Asperger­Persönlichkeitsausprä­ gung selten in Erwägung. Vor sechs Jahren dann die Diagnose. Heute leitet Margrit Dobler zwei Selbsthilfegruppen. Einige Mitglieder

haben sich bereit erklärt, von ihren Erfahrungen zu erzählen – anonym. Zu gross ist die Angst vor Stigmatisie­ rung. «Viele halten Asperger für eine Behinderung», sagt ein Angehöriger. Auch die Doblers haben nach der Dia­ gnose viele Freunde verloren, selbst zu den Trauzeugen besteht kein Kon­ takt mehr. «Das hat uns sehr verletzt.» Schon vor der Diagnose erlebte Margrit viel Unverständnis. «Du bist zu anspruchsvoll», hiess es, «in jeder Ehe ist es mal schwierig.» Nach aussen funktionierte ja auch alles perfekt: Franz war erfolgreich im Beruf, arbeitete im Sicherheitsdienst der SBB. Zackig musste er dort entscheiden, ob ein Zug noch fahren durfte. «Darin war er gut, weil das sein Thema ist», sagt Margrit Dobler. Zu Hause jedoch fiel es ihm schwer, auf scheinbar einfache Fragen zu antworten. Sogar das Klingeln des Telefons brachte ihn aus dem Konzept. Menschen mit Asperger haben meist ein Thema, in dem sie Experten sind. «Oft höre ich, man könne sich mit Franz doch super unterhalten», so Margrit. «Aber eine Beziehung lebt nicht nur von Spezialgebieten.» Auch Irene Baumann (60) hat mit ihrem Mann solche Dinge erlebt. «Auf einem Ausflug lautete die An­ weisung: Geht immer zu zweit zusam­ men. Für mich war klar, dass ich mit meinem Mann gehe. Doch was macht er? Geht zu einer Frau, die gerade neben ihm steht. Das verletzt.» Franz Dobler überrascht dieses Verhalten nicht. «Das ist doch


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«Ich musste meine Perspektive ändern»: Margrit Dobler hat gelernt, mit den Eigenheiten ihres Mannes umzugehen.

Asperger

Mangelnde soziale Kompetenzen Das Asperger-Syndrom ist Teil des autistischen Spektrums. Im Jahr 1944 beschrieb der Wiener Kinderarzt Hans Asperger erstmals Kinder mit folgendem Profil: gute intellektuelle und sprachliche Fähigkeiten auf der einen Seite – mangelhafte soziale und emotionale Kompetenzen auf der anderen. Menschen mit AspergerSyndrom sind sehr analytisch, verfügen über ein ausgeprägtes logisches Denkvermögen und können sich auch bei Routineaufgaben ausdauernd konzentrieren. Etwa ein Prozent der Bevölkerung ist betroffen, darunter mehr Männer als Frauen. Ausserdem gibt es eine familiäre Häufung – also eine genetische Komponente. Manchen gelingt trotz der Schwierigkeiten ein gewöhnliches Leben, andere brauchen Unterstützung.


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Franz und Margrit Dobler im Kreis der Selbsthilfegruppe

Eine Asperger-Betroffene verarbeitet ihre Gedanken in Bildern.

logisch: Dein Mann hat die Anweisung genau umgesetzt, so funktionieren wir Asperger.» Heute jedoch wisse er: «So ein Verhalten ist nicht anständig. Doch das musste ich erst lernen.» Vieles, was er im Alltag braucht, hat er auswendig gelernt. Mit der Zeit bekam er Übung darin, wie er zu reagieren hat, was er sagen muss. Aber jede unerwartete Situation stellt ihn vor ein Problem. «Miteinander leben ist schwierig», sagt Margrit. «Oft tat es mir für die Kinder leid, weil Franz ihre Bedürfnisse nicht sah.» Denn Asperger-Betroffene realisieren meist nicht, wenn es einem Familienmitglied schlecht geht; fast alles läuft über den anderen Elternteil. Besonders schwierig wird es, wenn auch der Nachwuchs betroffen ist und weitere Probleme hinzukommen – das ist den Doblers erspart geblieben. Haben Mütter Asperger, zeigt sich das oft erst, wenn ein Kind abgeklärt wird, denn Frauen passen sich eher an, leiden still vor sich hin. So erging es einer anderen Teilnehmerin aus der Selbsthilfegruppe: Sie und ihr Mann waren völlig überfordert, bis die Diagnose Klarheit brachte. Kinder hingegen nehmen Eltern mit Asperger ganz unterschiedlich wahr. «Für mich war

es nie offensichtlich, dass mein Vater anders ist – er ist und bleibt mein Vater», sagt Tabea (25), eine der Dobler-Töchter. Eine Teilnehmerin erlebte es als sehr schwierig – weil der betroffene Vater überfordert war und mit Gewalt reagierte. Als Mutter versuchte Margrit Dobler, alles zu kompensieren, sie war einsam und erschöpft. «Bin ich schuld an allem?», fragte sie sich oft. Sogar Suizid erwog sie. Die Diagnose war eine Erleichterung: «Endlich wurde ich ernst genommen.» Andersartigkeit akzeptieren

Katrin Bentley kennt dies nur zu gut. Vor 30 Jahren heiratete die Thunerin ihre grosse Liebe in Australien. 18 Jahre später wird klar: Ihr Mann hat Asperger. Die 57-Jährige hat über ihre Erfahrungen ein Buch geschrieben und berät heute Paare, die in einer ähnlichen Situation stecken. Für Bentley gibt es zwei Voraussetzungen, damit solche Beziehungen funktionieren: Beide akzeptieren die Andersartigkeit des anderen und sind bereit, an einem Strang zu ziehen. «Ziel ist es, die Beziehung so zu gestalten, dass beide sich wohlfühlen, obwohl die Bedürfnisse so unterschiedlich sind.» Franz kann inzwischen ausdrücken, was passiert, wenn er

spontan etwas gefragt wird: «Das ist, wie wenn ein PC zu viele Programme offen hat und abstürzt.» Margrit wiederum weiss, dass sie ihrem Mann mehr Zeit geben muss. «Es ist ein Leben in zwei Welten», sagt sie. «Mit dieser anderen Denkweise kann ich leben, aber daran gewöhnen werde ich mich nie.» War in all den Jahren auch mal Trennung ein Thema? Margrit: Ja, natürlich. Franz: Nein. Aber ich sah, dass Margrit am Ende ihrer Kräfte war, und versuchte zu helfen. Margrit: Sagt er «helfen», meint er praktische Hilfe wie Staubsaugen oder Tischabräumen. Ich hätte jedoch emotio-

nale Unterstützung gebraucht. Heute weiss ich: Praktische Hilfe ist seine Art, Zuneigung zu zeigen. Ich musste die Perspektive ändern. Franz: Als die Kinder klein waren, stand ich zum Beispiel nachts auf. Wenn eins schrie, wickelte ich es, wiegte es in den Schlaf. Das konnte ich gut. Margrit: Stimmt, das haben damals nur wenige Väter gemacht. Trotzdem hätte ich oft etwas anderes gebraucht. Heute weiss ich, dass Franz es nicht versteht, wenn ich sage: «Ich möchte Zeit mit dir verbringen.» Er antwortet dann: «Machen wir doch – wir befinden uns ja im selben Haus.» Sage ich aber direkt: «Lass uns morgen nach Davos


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Maria Asperger Felder

«Meist holen sich Betroffene erst Hilfe, wenn sie in eine Krise geraten»

Maria Asperger Felder ist Kinder-

und Jugendpsychiaterin mit Praxis in Zürich und spezialisiert auf AspergerAutismus. Sie ist die Tochter von Hans Asperger, der 1944 als Erster das später nach ihm benannte Syndrom beschrieb.

Weshalb dauert es oft so lange, bis betroffene Erwachsene eine Diagnose erhalten? Erwachsenenpsychiater haben sich lange nicht dafür zuständig gefühlt und Asperger als Kindheitsphänomen betrachtet. Meist holen sich erwach­ sene Betroffene erst dann Hilfe, wenn sie in eine Krise geraten. Verfügen die aufgesuchten Fachleute dann nicht über das nötige Wissen, kommt es auch nicht zur Diagnose. Eine Diagnose ist bei Mädchen offenbar schwieriger. Buben und Männer sind häufiger betroffen als Mädchen und Frauen. Letztere sind meist mehr um Anpas­ sung bemüht und können schon als Kinder besser imitieren. Deshalb äussert sich bei ihnen das Asperger­ Syndrom oft versteckter, sodass sie noch mehr als Buben Gefahr laufen, unentdeckt zu bleiben.

Bild: zVg

fahren», funktioniert es pro­ blemlos. Irene: Ich wollte mich auch mal trennen. Heute bin ich froh, es nicht getan zu haben. Mein Mann ist ein so belese­ ner Gesprächspartner, das gibt mir viel. Nur wenn wir uns mit anderen Paaren tref­ fen, macht mich das traurig – weil ich dann sehe, wie es sein könnte. Deshalb schaue ich keine Liebesfilme mehr, lese keine Romane. Margrit: Geht mir genauso. Solche Geschichten sind ein­ fach nicht für uns gemacht. Buchtipp: Katrin Bentley: «Allein zu zweit. Mein Mann, das Asperger-Syndrom und ich», Wörterseh-Verlag 2017, bei Exlibris.ch für Fr. 15.10 Infos: www.asperger-help.com

Menschen mit Asperger-Syndrom nehmen Dinge anders wahr. Wie muss man sich das vorstellen? Üblicherweise orientieren sich schon Säuglinge intuitiv an Gesichtern und Bewegung, später nehmen sich Kinder ein Beispiel am Handeln anderer. Bei Menschen mit Asperger ist dies nicht der Fall. Sie sind überfordert mit den Eindrücken der Umwelt, müssen müh­ sam lernen zu verstehen und zu rea­ gieren. Zudem empfinden sie gewisse Reize wie Gerüche oder Geräusche oft als unangenehm. Aber sie können sich hervorragend auf Details konzentrie­ ren, haben oft ein fotografisches Ge­ dächtnis und einen grossen Gerechtig­ keitssinn. Ob und wie früh sie auffällig werden, hängt von der Ausprägung ab und von den Fähigkeiten, die sie ent­ wickeln, um in der Welt zu bestehen.

Viele Betroffene und Angehörige berichten von Vorurteilen, mit denen sie nach der Diagnose konfrontiert sind. Ich habe eher den Eindruck, Asper­ ger­Betroffene werden in unserer Gesellschaft als die Genialen betrach­ tet. Manche erhalten Unterstützung von Fachpersonen an ihrer Ausbil­ dungs­ und Arbeitsstelle. Da ich vor allem Abklärungen mache, erlebe ich meist nicht mehr, wie es weitergeht.

Wer kommt zu Ihnen in die Praxis? Hauptsächlich Erwachsene – viele sind in einer Partnerschaft, haben Kinder und eine Arbeit, die sie oft sehr gut erledigen. Schweregrad und Muster der Betroffenheit sind sehr unter­ schiedlich. Die meisten aber haben sich über die Jahre gut angepasst – sonst wären sie schon früher aufgefallen. Sie haben gelernt, andere Leute anzuschauen oder sich zurück­ zuziehen, bevor sie von den vielen Interaktionen völlig erschöpft sind. Was sind Anzeichen dafür, dass der Lebenspartner Asperger hat? Es sind häufiger die Ehefrauen, die sich fragen, ob ihr Partner betroffen sein könnte. Für die Diagnose braucht es ein Gespräch. Da wird etwa gefragt, wie der Erwachsene als Kind gewesen sei, wie er gespielt habe, ob er Freundschaf­ ten geschlossen habe oder ein Einzel­ gänger gewesen sei. Gibt es im Alltag Kontakt zu anderen Menschen – in der Familie, an der Arbeitsstelle? Wie versteht er, was andere meinen und wollen? Was interessiert ihn? Wie sehr erschöpft ihn Soziales? Das Nicht­ mitteilen ist bei Asperger­Betroffenen ein Nichtkönnen. Wie gelingt es einem Paar, trotz allem zusammenzubleiben? Beide sollten sich klar sein über die Besonderheit und sie verstehen. Es gibt Paare, die sich über die Jahre gut arrangiert haben. Betroffene beider Geschlechter sind oft sehr loyal, ehrlich und verlässlich. Hilft eine Diagnose? Sie kann hilfreich sein, notwendig ist sie nicht. Das Problem besteht darin, dass vor allem Frauen betroffener Part­ ner den Grund für die Schwierigkeiten oft bei sich suchen, sich verantwortlich fühlen und sich dann noch mehr um das Gelingen der Beziehung bemühen. Diesen Mechanismus gilt es zu unter­ brechen. Der nicht betroffene Partner muss verstehen, was er erwarten kann, was zu akzeptieren ist, was er aber auch klarer einfordern muss. Dazu gehört auch, dass beide die Perspektive des anderen im Blick haben, seine Bedürf­ nisse akzeptieren und gegenseitig ihre Erwartungen anpassen. MM


Weissere Zähne schon bei der ersten Anwendung.

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PUNKTE


MENSCHEN | MM38, 18.9.2017

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Beiträge, Bilder und Meinungen unserer Leserinnen und Leser

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Die Umfrage

Migrosmagazin.ch Bist du im ÖV ein Sitzplatzblockierer?

Stellst du deine Tasche im Zug oder Tram auf den Sitz neben dich oder auf den Boden? 8%

43%

49%

49%: Hmhm. Ich bin ein Teilzeittäter, je nach Anzahl Pendler. 43%: Ich?! Sicher nicht! So was machen nur Egoisten. 8%: Ich gebs ja zu. Ich hab einfach gerne Platz für mich.

Aufruf

Gestern und heute im Bild Für ein Vorher-Nachher-Projekt sucht das Migros-Magazin Bilder von Landschaften, Gebäuden, Quartieren, Dörfern, Flüssen und Bergen von einst und heute. Hast du ein solches Foto aus der Vergangenheit und kannst ein aktuelles vom gleichen Sujet machen? Dann freuen wir uns auf deine Einsendung.

Diese Woche: Wer soll neuer Bundesrat und damit Nachfolger von Didier Burkhalter werden? Jetzt abstimmen: www.migrosmagazin.ch

Bitte per E-Mail an: onlineredaktion@migrosmedien.ch

Leserbeitrag

Leserbeitrag

Das Leben als Schauspielerin

Cleverer Hitzeschutz Erwin Röthlisberger verwendet

Bilder: Keystone (2), zVg (3)

Bifidus-Becher aus der Migros als Hitzeschutz. In die Böden macht er erbsengrosse Löcher und kann so auch im Sommer noch Salat setzen, ohne dass dieser verdorrt.

Schauspieler ist ein Traumberuf,

hat aber auch Schattenseiten. Laurence Castiglioni erzählt von ihren Erfahrungen und ihrem Film, den sie nicht zeigen darf, auf: www.migmag.ch/schauspiel

Laurence Castiglioni,

Schauspielerin


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MM38, 18.9.2017 | MENSCHEN

Leserforum MM37: Diese Woche Keine Spur von Sitzplatz-Knigge

«Für die sehr mickrige Gepäckablage ist eine gut gefüllte Tasche nicht mehr tragbar» Rucksack auf dem Sitzplatz – geht gar nicht, finden viele MigrosMagazin-Leser.

Anstatt einfach die Sitzplatzblockierer anzugreifen, ist es angebracht, dass die SBB-Planer kräftig an den Ohren gezogen werden. Denn diese sind dafür verantwortlich, dass eine sehr mickrige Gepäckablage in den Waggons montiert wurde. Für diese Ablage ist eine gut gefüllte Handtasche nicht mehr tragbar. Wohin soll dann ein Rucksack oder eine Reisetasche? Andreas Martini, 5502 Hunzenschwil AG

Es hat auch etwas mit Anstand und Respekt zu tun, dass man im Zug für andere Reisenden eine Sitzplatzmöglichkeit frei lässt. Leute, die sich total breit machen, sind Egoisten. In einigen neuen Zügen hat es genug Platz, sodass man sein Gepäck auch woanders hinstellen kann. Remo Meier, 8613 Uster ZH MM37: 500 Jahre Reformation

Kampf um Glaube und Macht

«Präsenz der Religion reduziert sich auf die 500-Jahr-Feier» «Weltweit ist das Christentum derzeit eine Erfolgsgeschichte» lässt der Zürcher Theologe und Zwingli-Experte verlauten. Mit

Blick auf Donald Trump, der anlässlich seiner Inauguration zwei Bibeln in der Hand hielt, hat er durchaus recht. Mit Blick auf die westliche Gesellschaft reduziert sich die öffentliche Präsenz der christlich-protestantischen Religion indes auf die 500-Jahr-Feier der Reformation. Dass dagegen der Islam täglich auf sich aufmerksam macht, braucht wohl nicht weiter erwähnt zu werden. Thomas Allmendinger, 8152 Glattbrugg ZH Im Herzen der Reformation steckt die religiöse Frage nach dem Verhältnis zu Gott, dem Kern der christlichen Botschaft, das heisst, was Jesus Christus verkündigt hat. Das Wichtigste ist, Gott zu lieben mit deinem ganzen Sein. Und genau so wichtig ist es, deinen Nächsten

zu lieben wie dich selbst. Diese Wahrheiten sind auch nach 2000 Jahren noch immer brandaktuell. Hans Meier, per E-Mail Die Erfolgsgeschichte des Christentums ist konkret eine evangelikal/pfingstliche Erfolgsgeschichte, also eine Glaubenspraxis, wie sie in der Schweiz in den Freikirchen praktiziert wird. Das kommt leider aus den sonst guten Darstellungen nicht zur Geltung, da es als protestantisch dargestellt wird. Gerade in der Schweiz, wo die meisten Bürger «protestantisch» mit Landeskirche gleichsetzen, ist das nicht hilfreich. Leider sehen viele Mitbürger uns «Freikirchler» immer noch als Sondergruppen oder Sekten, obwohl freikirchliche Glaubenspraxis, weltweit gesehen, die dominan-

Bilder: Martin Rütschi/Keystone, Renate Wernli

Sollte man einmal das Glück haben, während der Rush-Hour überhaupt zu den Sitzplätzen zu gelangen, da bleibt einem keine Zeit, um einen höflichen Satz zu formulieren, weil bereits jemand anders nachdrängelt. Also gibt es einfach ein kurzes «Sorry» oder «Tschuldigung», verbunden mit einer klaren Körpersprache, dass man sich hier auf den blockierten Sitz setzen will. Ein höflich gemeinter Satz dringt nicht bis zu den Sitzplatzblockierern durch, denn die ganze Aufmerksamkeit ist auf deren Laptop, Smartphone oder Zeitung gerichtet. Eine klare Köperbewegung wird von den Blockierern aber im Augenwinkel (da «bedrohlich») wahrgenommen, und als Reflex wird der Sitz freigeräumt. Crista Weisshaupt, 8617 Mönchaltorf


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MENSCHEN | MM38, 18.9.2017

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«Einfach grossartig» Die letzte Ausgabe war einfach grossartig. Durch die gan­ ze Zeitung tolle Beiträge: von den vorgestellten Baumhütten, zu 500 Jahre Reformation, die tapfere Bergbäuerin, über die ganze Verwertung von Gemü­ se, bis hin zu «Meine Welt». J. Schmidiger, per E-Mail Ich habe soeben die letzte Nummer des Migros Magazins gelesen und möchte bei dieser Gelegenheit ein Echo

geben: Ich lese das Magazin regelmässig seit Jahrzehnten und habe die Zeitschrift kaum je aus der Hand gelegt, ohne aktuelle, interessante und, soweit ich das beurteilen kann, gut recherchierte und auch ansprechend dargestell­ te Artikel gefunden zu haben. Es ist für mich jedes Mal ein Genuss und eine Bereiche­ rung, Ihr Magazin zu lesen. Rudolf Schneiter, per E-Mail

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Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich – oder per Mail an: redaktion@migrosmagazin.ch Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.

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MM38, 18.9.2017 | MENSCHEN

Polizist und Krimischreiber: Peter Mathys vor dem ZĂźrcher Obergericht


MENSCHEN | MM38, 18.9.2017

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Peter Mathys

«Etwas in mir ist kaputtgegangen» Kaum im Dienst, erfährt der junge Zürcher Polizist Peter Mathys, dass gegen einen angeblich pädophilen Gerichtspräsidenten ermittelt wird. Das Verfahren wird eingestellt. Der Fall lässt Mathys nicht los. Fast drei Jahrzehnte später rekonstruiert er den Fall – und schreibt einen Krimi darüber. Text: Dinah Leuenberger

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Bild: René Ruis

amals war er noch ein junger Polizist mit Idealen und Werten und hat an den funktionierenden Rechtsstaat geglaubt. Peter Mathys (60) wuchs in Küsnacht ZH auf und suchte nach einer Banklehre nach etwas Sinnvollerem. 1982 besuchte er bei der Stadtpolizei Zürich die Polizeischule. «Das war natürlich sehr idealisiert, aber vielleicht braucht es diesen Idealismus, um als junger Mensch Polizist zu werden.» Bald schon, in einer Dienstpause, erzählte ihm ein verdeckter Fahnder von einem mutmasslich pädophilen Zürcher Gerichts­ präsidenten, der regelmässig nach Paris fahre, um dort Buben zu missbrauchen. Dass jemand, der eigentlich Verbrecher bestrafen sollte, ebenfalls Verbrechen begehen könnte, schockierte Peter Mathys zutiefst. Der Fahnder erwähnte gegenüber Mathys, dass die Ermittlungen des zuständigen Sach­ bearbeiters bei der Sittenpolizei gestoppt worden seien, er im Stich gelassen und ge­ mobbt werde. Obwohl es bereits einen Kon­ takt zur französischen Polizei gegeben habe. Mathys schrieb mehreren höheren Beamten und wollte auf den Fall aufmerk­ sam machen. «Weil ich mich als Polizist dazu verpflichtet fühlte. Ich dachte, jetzt kommt alles ins Rollen. Doch nichts passier­ te. Nicht einmal eine Antwort erhielt ich.» Die Ermittlungen gegen den Gerichts­ präsidenten wurden schliesslich eingestellt. Ausserdem sind von diesem Fall überhaupt keine Akten vorhanden, wie das Zürcher Obergericht später festgestellt hat. Eine angeblich durchgeführte interne polizeiliche Untersuchung sah darin keine Unkorrektheit. «Alles blieb vertuscht. Damals ist in mir etwas kaputtgegangen», sagt Mathys. Der 2015 verstorbene Gerichts­

präsident blieb bis zu seiner Pensionierung im Amt. Mathys konnte nicht verstehen, wie eine solche Angelegenheit einfach unter den Teppich gekehrt werden konnte. «Natürlich gibt es ein übergeordnetes Interesse, der Rechtsstaat muss geschützt werden. Aber hier ging es um den Verdacht mutmass­ lichen Missbrauchs an Knaben; den zu ver­ folgen und aufzudecken, ist doch wichtiger als das Ansehen des Staats!» Ein Krimi arbeitet die Geschichte auf

In seinem Kriminalroman «Schlimmer Verdacht» konnte Mathys das Erlebte nun verarbeiten. «Hätte ich diese Geschichte nicht erzählt, wäre ich als Polizist psychisch kaputtgegangen.» Damit wollte er auch den Sittenpolizisten rehabilitieren, der kaputt­ gemobbt und für unglaubwürdig erklärt worden sei. «Dieser Mensch war ein hervor­ ragender Sittenpolizist, der über 70 komplexe Ermittlungsverfahren gegen pädophile Straftäter meist mit Erfolg geführt hat. Über das Buch hat er sich gefreut, das bedeutet mir viel. Er ist heute schwer krank, hat aber zum Glück eine Frau, die sich um ihn kümmert.» Es ist Peter Mathys’ erstes Buch. Zwei Jahre hat er daran gearbeitet. Geschrieben hat er schon früher: In den 80er­Jahren ver­ fasste Mathys mehrere Jahre lang für die «Züri­Woche» die Kolumne «Polizeialltag». Sein Roman basiert auf den Berichten von involvierten Kriminalbeamten. «Etwa 80 Prozent davon sind Tatsachen», sagt er. Fehlende Stellen hat er literarisch ergänzt. Mut habe es nicht gebraucht, die Geschichte zu veröffentlichen, obwohl Mathys mit seinem Buch die Grenzen des Amts­ geheimnisses auslotet. Selbst die Geschäfts­ prüfungskommission der Stadt Zürich kennt

den Fall. Sie beschloss, nicht auf den Fall einzutreten. Auch heute noch, knapp 30 Jahre später, merkt man Mathys die Enttäuschung an. Gewisse Dinge müssten an die Öffentlich­ keit. «Ich stelle das Amtsgeheimnis mit keinem Wort infrage. Doch es trägt dazu bei, dass begangene kriminelle Handlungen in­ nerhalb eines Staatsbetriebs wie unter einer ‹Glasglocke› geschützt werden, nie an die Öffentlichkeit gelangen und nicht geahndet werden. Es braucht in der Schweiz unbedingt einen besseren Whistleblower­Schutz.» Da­ mit spricht er auch die Whistleblowerinnen Margrit Zopfi und Esther Wyler an, die 2007 über missbräuchlich bezogene Sozialgelder beim Zürcher Sozialdepartement informier­ ten und dafür büssen mussten. Für Mathys sind Zopfi und Wyler zwei mutige Frauen. Heute arbeitet Mathys im Tagdienst in der Quartierwache in Schwamendingen. Mit seiner Frau Susanne (58) wohnt er in Fällanden. Die Töchter Melanie und Nadine sind bereits ausgeflogen. Die besten Ideen zum Schreiben habe er beim Reiten mit seiner 22­jährigen Islandstute Hekla. Hier findet Mathys einen Ausgleich zum Beruf. «Als Polizist brauchst du einen festen familiären, sozialen Boden. Nur mit dem Polizeiberuf verheiratet zu sein, geht nicht auf, denn dort findest du dein Glück nicht.» Trotz allem, was vorgefallen ist, betrachtet Mathys den Polizeiberuf als etwas Sinnvolles. «Die Menschen, die hilfesuchend zu uns kommen, können ja nichts dafür, wenn etwas im Polizei­ und Justizapparat schiefläuft. Ich bin nicht Polizist für meine Vorgesetzten geworden, sondern für die Bevölkerung. Dieser Gedanke hat mich gerettet.» MM «Schlimmer Verdacht» , Peter Mathys, Kriminalroman, Leu-Verlag, 2016, 124 Seiten, bei Exlibris.ch für Fr. 18.40


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MM38, 18.9.2017 | MENSCHEN

Manal al-Sharif

«Angst existiert nur im Kopf, man kann sie bekämpfen» In Saudi-Arabien dürfen Frauen nicht Auto fahren. Manal al-Sharif tat es trotzdem und postete ein Video ihrer Spritztour auf Youtube. Sie landete dafür im Gefängnis. Heute lebt die «zufällige Aktivistin» in Australien und hat über ihre Geschichte ein Buch geschrieben. Text: Dinah Leuenberger


MENSCHEN | MM38, 18.9.2017

Bild: Abduljalil Nasser

ÂŤIch respektiere das Gesetz, aber nur, wenn das Gesetz auch mich respektiertÂť, sagt Manal al-Sharif.

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MM38, 18.9.2017 | MENSCHEN

Manal al-Sharif, warum dürfen Frauen in Saudi-Arabien nicht Auto fahren? Als Autos erstmals aufkamen, lernten die Frauen nicht, wie man sie fährt. So wurde es zur Norm, dass dies nur Männer taten. In den 1990er-Jahren gab es deswegen erste Proteste von Frauen, worauf der Grossmufti eine Fatwa erliess, laut der das Autofahren für Frauen verboten sei. Darauf drohte das Innenministerium mit strafrechtlicher Verfolgung. Obwohl das Ministerium eigentlich keine legislative Macht hat, wird das Fahrverbot seither durchgesetzt, weil Saudi-Arabien eben eine absolute Monarchie ohne Gewaltentrennung ist. Ungerechte Gesetze lassen sich faktisch nicht anfechten. Trotzdem setzten Sie sich 2011 hinters Steuer. Wie kam es dazu? Ich hatte während eines Austauschprogramms in den USA den Führerschein gemacht und besass auch ein Auto. Dennoch war ich wie alle saudischen Frauen auf einen Fahrer angewiesen. Wir dürfen uns allein nicht frei bewegen, weder zur Arbeit noch im Notfall zum Arzt. Eines Abends fand ich keinen Fahrer, der mich nach Hause gebracht hätte. Ich ging also zu Fuss und wurde dabei fast gekidnappt, was mich sehr wütend machte. Ich forschte nach und realisierte, dass es gar kein richtiges Gesetz zu diesem Fahrverbot gibt: Jede und jeder kann theoretisch einen Führerschein beantragen. Also setzte ich mich selbst ans Steuer und fuhr für eine Weile durch die Stadt Khobar – und es passierte: gar nichts. Ich wurde weder angehalten noch verfolgt. Ich fühlte mich frei. Und ich wollte gegen diese diskriminierende Norm ankämpfen. So gründeten Sie die Bewegung «Woman2Drive». Genau. Es war die Zeit des «Arabischen Frühlings», vieles war im Umbruch. Und mit Social Media gab es endlich ein Instrument, um sich mit Gleichgesinnten frei auszutauschen, ohne sich vor einer Strafverfolgung fürchten zu müssen. Mit «Woman2Drive» riefen wir alle Saudi-Frauen auf, am 17. Juni 2011 Auto zu fahren. Um ihnen die Angst zu nehmen, entschloss ich mich, selbst nochmals zu fahren und mich dabei filmen zu lassen. Das Video stellte ich dann auf Youtube. Wie waren die Reaktionen? Heftig. Das Video erhielt sehr viele negative Kommentare. Wir mussten es löschen, ebenso unsere Facebook-Seite. Dennoch ermutigte der Clip viele Frauen, ebenfalls zu fahren. Und Sie kamen ins Gefängnis und wurden nur unter der Bedingung freigelassen, nie wieder zu fahren. Ja, zudem sollte ich nie wieder mit den Medien darüber sprechen dürfen. Daran hielt

In Saudi-Arabien streng verboten: Manal al-Sharif am Steuer eines Autos

ich mich auch eine Weile, weil ich meiner Familie nicht schaden wollte. Wie ich wurde sie mit Beleidigungen überhäuft. Trotzdem wollte ich diese Bedingungen nicht akzeptieren, weil sie auf keiner gesetzlichen Grundlage basieren. Ich respektiere das Gesetz, aber nur, wenn das Gesetz mich auch respektiert. Wir haben in Saudi-Arabien einfach sehr viele Normen und Gesetze, die das nicht tun. Darum habe ich angefangen, sie zu hinterfragen. Das ist in einer fundamentalistischen Gesellschaft nicht ungefährlich. Warum haben Sie es trotzdem getan? In der Schule lernten wir Regeln, die für mich keinen Sinn ergaben und sich unnatürlich anfühlten. Aber die Extremisten, die sie aufstellten, verlangen von den Menschen, nicht zu denken und nicht zu hinterfragen. Und sie behaupteten, nur wir seien die einzig echten Muslime und darum besser als alle anderen. Das ist der Grundsatz einer fundamentalistischen Welt. Nur wenn man sich dem widersetzt, werden solche Ansichten schwach und verletzlich. Sie wurden in der Schule radikalisiert. Weshalb haben Sie begonnen, diese Ansichten zu hinterfragen? Der Lehrplan diente früher in der Tat dazu, Dschihadisten auszubilden. Als ich für mein Buch meine alten Tagebücher wieder las, war ich schockiert. Aber die Anschläge in New York am 11. September 2001 änderten vieles, für mich und auch für Saudi-Arabien. Ich sah, wie Menschen getötet wurden von Dschihadisten, die ich bis dahin angehimmelt hatte. Das war ein Wendepunkt. Auch in unserem Schulsystem hat sich seither einiges geändert, aber das reicht nicht. Was braucht es noch? Zwar wurde die Jugend in Saudi-Arabien entradikalisiert, aber es gibt noch immer

saudische Fundamentalisten, die auf der ganzen Welt versuchen, Jugendliche zu rekrutieren. Es braucht einen weltweiten Dialog, um diese Entwicklung zu stoppen, ohne dabei die radikalisierten Jugendlichen in eine Ecke zu drängen – das macht es nur noch schlimmer. Man muss mit ihnen sprechen und ihre Beweggründe thematisieren. Man muss ihnen zeigen, dass es auch anders geht. So wie das bei mir auch passiert ist. Früher trug ich den Niqab, weil das die Norm war – aber sobald niemand hinschaute, legte ich ihn ab. Hätte mir hingegen jemand einfach verboten, ihn zu tragen, ohne mir zu erklären, warum, wäre ich auch nicht einverstanden gewesen. Wann begannen Sie, aktiv gegen den Fundamentalismus zu kämpfen? Als ich merkte, dass es überall Widersprüche gab: Eine Frau, die ihr Gesicht nicht verhüllt, gilt als Untreue, obwohl sie auch eine Muslima ist. Es ist verboten, sich fotografieren zu lassen, aber auf der Banknote gibt es ein Bild des Königs. Musik ist verboten, aber am Staatsfernsehen beginnen die Sendungen mit einer Melodie. Zudem haben wir eine strenge Trennung der Geschlechter, die überall gilt, in Banken, Büros, Restaurants, ausgerechnet an einem Ort jedoch nicht: in der heiligen Moschee in Mekka. Dort preisen Frauen und Männer gemeinsam Gott. Offensichtlich ist es unmöglich, diese Regeln überall umzusetzen. Weil sie nicht natürlich sind. Viele Menschen führen darum ein Doppelleben – ein unterdrücktes in der Öffentlichkeit und ein freieres zu Hause. Dort hörten Sie sich trotz des Verbots Musik von den Backstreet Boys an. Mögen Sie die immer noch? Heute höre ich Metal, wegen meines Bruders: Er ist ein Metalhead. Meine liebste Band heisst Breaking Benjamin.

Bild: Marwan Naamani/AFP

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RUBRIK | MM38, 18.9.2017

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Das Fahrverbot ist in ein rigoroses Vormundschaftssystem eingebettet. Hat Ihre Aktion geholfen, es zu lockern? Das Autofahren ist nur die Spitze des Eisbergs. Saudische Frauen bleiben ihr Leben lang minderjährig und dürfen keine eigenständigen Entscheidungen treffen. Sie sind immer abhängig von einem Vormund, zuerst vom Vater, später vom Ehemann, bei geschiedenen Frauen oft vom Sohn. «Women2Drive» hat viele Frauen ermutigt, öffentlich ihre Rechte einzufordern. Inzwischen gibt es auch die Bewegung «I am my own Guardian». Die Regierung hat begonnen, einige Regeln zu lockern. Erst kürzlich wurde die Aktivistin Maryam al-Otaibi ohne Vormund aus dem Gefängnis entlassen. Das wäre früher undenkbar gewesen. Ihre Geschichte ist bekannt, weil Maryam mit ihrem Namen und ihrem Gesicht hinsteht und protestiert. Aber erst, wenn die Regierung ein klares Alter festlegt, ab dem eine saudische Frau offiziell als erwachsen gilt, haben wir den Kampf gewonnen. Inzwischen wird dieser Kampf auch international unterstützt. Welche Aktionen gab es bereits? Wir spüren eine wunderbare Art der Solidarität. In den USA hupten die Frauen für uns, auch Hillary Clinton sprach über uns, und sechs Frauen aus dem US-Kongress schrieben mir einen motivierenden Brief. In Italien gab es die «I drive with Manal»Kampagne. Im Video zu «Bad girls» der Sängerin M.I.A. fahren saudische Frauen Auto – allerdings wurde in Marokko gedreht, weil niemand verhaftet werden wollte ( lacht). Die Frauen von Femen reisten aus Rumänien nach Berlin und demonstrierten oben ohne mit Niqab und Plakaten vor dem saudischen Konsulat; darauf stand «Kamele für Männer, Autos für Frauen».

als Folge von Biotinmangel.

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Wie reagierte Saudi-Arabien auf all das? Die Regierung schämte sich natürlich über diese negative Aufmerksamkeit. Der männlichste Staat der Welt geriet unter Druck, das öffnete Türen für uns. Im September 2016 sagte König Salman erstmals: «Wir werden

Zur Person

Kämpferin für Frauenrechte Manal al-Sharif (38) lebt mit ihrem zweiten Ehemann und Sohn

Daniel-Hamza in Australien. Dort wird sie – nach der aktuellen Lesereise – wieder als Spezialistin für digitale Sicherheit arbeiten. In ihrem ersten Buch «Losfahren» erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Am 1. Oktober tritt sie im Zürcher Kaufleuten auf. Manal al-Sharif: «Losfahren», Secession Verlag 2017, bei www.exlibris.ch erhältlich für Fr. 27.90

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MM38, 18.9.2017 | MENSCHEN

die Marginalisierung von Frauen nicht akzeptieren.» Frauen erhielten das Recht, gewählt zu werden. Und einige Regeln und Gesetze beginnen sich zu ändern. Nicht, weil die Regierung es will, sondern weil sie es muss. Saudi-Arabien will der Welt zeigen, dass sich etwas verändert. Anfang Jahr wurde ausgerechnet Saudi-Arabien in die FrauenrechtsKommission der Uno gewählt. Ziemlich absurd, oder? Ich war schockiert. Das ist eine Beleidigung für saudische Frauen. Wir kämpfen darum, Grundrechte zu erhalten, und dann wird Saudi-Arabien in diese Kommission gewählt, als Ersatz für den Iran wohlbemerkt – das ist doch keine Verbesserung, um Gottes willen! Die Begründung war übrigens, dass Saudi-Arabien so in einer guten Position sei, um die eigenen Probleme anzugehen. Das Problem ist, dass Saudi-Arabien viel Geld an die Uno zahlt, diese aber ihre Geldquellen nicht transparent angibt. Es ist quasi eine

legale Form der Korruption. Dabei stuft Freedom House Saudi-Arabien noch immer als schlimmstes Land ein, wenn es um die Menschenrechte geht. Und auch im Global-Gap-Index stehen wir weit hinten: Letztes Jahr lagen wir auf Platz 141 von 144. Nur Syrien, Pakistan und Jemen lagen hinter uns – und in all diesen Ländern kann eine Frau Premierministerin werden, bei uns nicht! Sie nennen sich selbst eine «zufällige Aktivistin». Warum? Ich sage den Menschen immer wieder, sie sollen mich nicht «Aktivistin» nennen, denn ich bin keine. Jeder Mensch sollte den Mund aufmachen, wenn er Ungerechtigkeit sieht. Wenn es alle täten, wären alle Aktivisten – dann bräuchte es auch das Label nicht mehr. Ungerechtigkeit haben Sie auch persönlich erlebt. Was tun Sie mit der Wut, die dabei entsteht?

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Es ist wichtig, Wut zu fühlen. Wenn man sie kanalisieren kann, um Dinge zu verändern, ist das sehr nützlich. Ich war immer wieder mit grossen Hürden konfrontiert. Meine beiden Söhne haben sich noch nie gesehen. Aboudi, aus meiner ersten Ehe, darf SaudiArabien nur mit seinem Vater verlassen. Bei einer Scheidung fällt ihm auch das alleinige Sorgerecht zu. Und mein Sohn aus zweiter Ehe, Daniel-Hamza, erhält in Saudi-Arabien kein Visum, weil meine zweite Ehe – mit einem konvertierten Muslim, der nicht in Saudi-Arabien geboren wurde – nicht anerkannt wird. In solchen Situationen fühle ich mich hilflos. Aber bisher konnte ich die aufkeimende Wut immer irgendwie nutzen, um weiterzumachen. Hatten Sie nie Angst, öffentlich hinzustehen und zu kämpfen? Jeder hat Angst, aber sie existiert nur im Kopf. Man kann sie besiegen, dazu braucht es nur ein wenig Mut. Schliesslich passiert nichts, wenn man nichts wagt. Ich sage mir


MENSCHEN | MM38, 18.9.2017

dann jeweils: Schliess die Augen und tu es! Als ich mich von meinem ersten Mann scheiden liess, erlebte ich einen Wende­ punkt. Obwohl er mich misshandelt hatte, war meine Familie dagegen, dass ich mich scheiden liess. Trotzdem tat ich es und merkte: Hey, du kannst alles schaffen!

die Familie ein gutes Leben. Wenn er aber konservativ ist, hat sie es sehr schwer. Ich habe Freundinnen, die nie zur Schule gingen, und andere, die auf der Welt herumreisen und sehr gut ausgebildet sind. Letztlich steht hinter jeder erfolgreichen saudischen Frau ein Mann, der ihr den Erfolg erlaubt.

In Ihrem Buch «Losfahren» schreiben Sie über Ihre Mutter, die sehr fortschrittlich dachte. Ist sie der Grund dafür, dass Sie heute so stark sind? Davon bin ich überzeugt. Meine Mutter war eine sehr starke Frau, und sie hatte ein gros­ ses Herz. Sie war immer sehr streng mit uns, aber glaubte zum Glück an eine gute Aus­ bildung. Nur deshalb konnte ich studieren und später selbständig werden. Auch mei­ nem Vater verdanke ich viel. Er hat sich im Laufe der Zeit stark verändert und lässt mich und meine Geschwister eigene Ent­ scheidungen treffen. In Saudi­Arabien hängt es stark vom Vater ab, wie das eigene Leben verläuft: Ist er offen und fortschrittlich, lebt

Wie andere saudische Aktivistinnen haben Sie das Land verlassen. Warum? Ich wurde überall beleidigt, und die Regie­ rung wollte meine zweite Heirat nicht an­ erkennen. Da mein Mann in Dubai arbeiten wollte, sind wir zunächst dorthin gezogen, heute leben wir in Australien. Es gibt Leute, die freiwillig gehen aber, auch viele, die nicht anders können. Ist es einfacher, vom Ausland aus zu kämpfen? Nein. Man ist nie so einflussreich, wie wenn man direkt vor Ort ist. Zwar bin ich entspann­ ter, wenn ich im Ausland bin, aber zurück in Saudi­Arabien, spüre ich wieder diese Wut –

und die bringt mich dazu, zu handeln und zu kämpfen. So kann ich viel mehr bewirken. Derzeit reise ich alle paar Wochen dorthin, um meinen Sohn Aboudi besuchen zu kön­ nen. Ich treffe mich dann jeweils auch mit anderen Aktivistinnen und sorge dafür, dass man das sieht. Wir müssen weiterkämpfen, denn echte Veränderung kann nur aus dem Inneren eines Landes passieren. Was sind Ihre nächsten Projekte? Eines hat bereits begonnen, es heisst «Drive for freedom» und soll Frauen helfen, einen Führerschein zu erhalten. 5000 saudische Studentinnen leben in Australien, 120 000 in den USA. Wir sorgen dafür, dass die Frauen dort den Führerschein machen können. So wissen sie bereits, wie man Auto fährt, wenn sie nach Saudi­Arabien zurückkehren. Das zweite Projekt beginnt nach meiner Lese­ reise: Ich werde mit meinem Auto durch die Welt fahren und das «Women2Drive»­Schild hochhalten, zusammen mit anderen Frauen, die mitmachen wollen. MM

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MS Thurgau Ultrabbbbbk – mit gutbürgerlicher Küche Luxusschiff für 120 Gäste. Suiten mit Dusche/WC, Föhn, TV/ Radio, Telefon und individuell regulierbarer Klimaanlage. MD und OD mit franz. Balkon, Minibar und Safe. Mini Suiten (ca. 14 m²) und 2-Bettkabinen (ca. 12 m²) auf Hauptdeck mit nicht zu öffnenden Fenstern. Junior Suiten sind ca. 15.5 m² gross. Deluxe Suiten (ca. 22 m²) mit Sitzgruppe. Queen Suiten (ca. 30 m²) mit getrenntem Wohn-/Schlafbereich und Balkon. Panorama-Salon/Theatron, kleines Wiener Café, Shop, Wellness/Fitness, Sonnendeck. Gratis WLAN nach Verfügbarkeit. Lift zwischen Mittel- und Oberdeck. Nichtraucherschiff (ausser Smoker’s Lounge und Sonnendeck).

MS Thurgau Silencebbbb Schiff mit Platz für 194 Gäste. Kabinen (ca. 13 m2) mit Dusche/ WC, Föhn,TV/Radio,Telefon, Safe und individuell regulierbarer Klimaanlage. In den Standard Kabinen kann tagsüber ein Bett zurWand geklappt werden, das andere wird zum Sofa. Die Superieur Kabinen verfügen über ein Doppelbett mit zwei Matratzen. Die Kabinen auf MD/OD haben franz. Balkone, auf dem HD nicht zu öffnende Bullaugen. Panorama-Restaurant und -Salon, Bar,Wiener Café, Souvenir-Shop, Saunabereich, Sonnendeck mitWindschutz und Sonnensegel, Liegestühle, Stühle undTische. GratisWLAN nachVerfügbarkeit. Nichtraucherschiff (Rauchen auf dem Sonnendeck erlaubt).

Reisedaten 2018 Es get solangs het Rabatt 22.03.–30.03. 800 15.04.–23.04. 30.03.–07.04. 700 23.04.–01.05. 07.04.–15.04. 600 01.05.–09.05.

Reisedaten 2018 17.03.–25.03.* 600 25.03.–02.04. 500 02.04.–10.04. 400

9 Tage ab Fr. 590.– (Rabatt Fr. 600.– abgezogen, Hauptdeck, Vollpension, MS Thurgau Silence)

ab 16.00 Uhr. Um 17.00 Uhr heisst es «Leinen los!». 2. Tag Kehl Rundfahrt/-gang* durch Strasbourg mit Sicht auf die Synagoge, die Wohnviertel und das UNO-Gebäude. 3. Tag Bonn Passage der Loreley-Strecke und Ankunft in Bonn. Stadtrundfahrt und Besuch des Beethovenhauses* mit kurzem Piano-Konzert. Weiterfahrt Richtung Dordrecht. 4. Tag Dordrecht–Rotterdam Ausflug* zu den Windmühlen von Kinderdijk (UNESCO-Weltkulturerbe). Weiterfahrt nach Rotterdam und Stadtrundfahrt.* 5. Tag Amsterdam Ausflug* zum Keukenhof mit seiner einmaligen Blütenpracht und Grachtenfahrt+ am frühen Abend. Weiterfahrt während des Abendessens. 6. Tag Duisburg–Düsseldorf Fahrt nach Duisburg und Ausflug* zum Zollverein (UNESCO-Welterbestätte). Für Gäste, die lieber freie Zeit in Düsseldorf verbringen, wird ein Transfer+ organisiert. Das Schiff legt in Düsseldorf an, um die Ausflugsgäste wieder an Bord zu nehmen. 7. Tag Rüdesheim Schifffahrt entlang dem «Romantischen Rhein». Ankunft in Rüdesheim und Fahrt mit dem Winzerexpress* ins Weinstädtchen zur individuellen Besichtigung. 8. Tag Baden-Baden Ankunft in Plittersdorf und Busausflug* nach Baden-Baden mit Rundgang. Der Bus bringt die Ausflugsteilnehmer zurück nach Kehl zum Schiff. 9. Tag Basel Ausschiffung und individuelle Heimreise.

500 500 500

Preise pro Person in Fr. (vor Rabattabzug) 2-Bettkabine Hauptdeck 1990 Mini Suite Hauptdeck 2090 Junior Suite Mitteldeck, franz. Balkon 2390 Junior Suite Oberdeck, franz. Balkon 2590 Deluxe Suite Mitteldeck, franz. Balkon 2790 Deluxe Suite Oberdeck, franz. Balkon 2990 Queen Suite Oberdeck, Privatbalkon 3490 Zuschlag Alleinbenutzung HD°/JS 190/990

Es het solangs het Rabatt

10.04.–18.04. 300 04.05.–12.05. 200 18.04.–26.04. 200 26.04.–04.05. 200

* Panoramarundfahrt durch Amsterdam mit Besuch im Reichsmuseum statt Ausflug Keukenhof

° Mini Suiten sind nicht zur Alleinbenutzung möglich

Preise pro Person in Fr. (vor Rabattabzug) 2-Bettkabine Standard Hauptdeck 2-Bettkabine Standard Mitteldeck, franz. Balkon 2-Bettkabine Standard Oberdeck, franz. Balkon 2-Bettkabine Superieur Mitteldeck, franz. Balkon 2-Bettkabine Superieur Oberdeck, franz. Balkon Zuschlag Alleinbenutzung Standard Zuschlag Alleinbenutzung Superieur

Grachtenrundfahrt in Amsterdam

Deluxe Suite (ca. 22 m²) mit franz. Balkon, MS Thurgau Ultrabbbbbk

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* Im Ausflugspaket (8 Ausflüge Fr. 280.–) enthalten, vorab buchbar |

+ Fak. Ausflug nur an Bord buchbar

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| Programmänderungen vorbehalten | Reederei/Partnerfirma: River Advice

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Migros-Welt MM38

Zahl der Woche

2 800 000

2,8 Millionen Risoletto stellt der M-Industriebetrieb Chocolat Frey jährlich her. Der Schokoladenriegel mit Caramelkern ist seit 1967 im Sortiment und ist eines der Kultprodukte der Migros.

Migros-Lehrberufe

Qualität im Blick Dario Gumina (18) ist im dritten Lehrjahr zum Chemieund Pharmatechnologen beim M-Industriebetrieb Mibelle AG.

Bild: Daniel Kellenberger

«Wir stellen viele Shampoos und Lotionen her. Mit der Kelle nehmen wir während der Produktion Proben, um die Qualität zu prüfen.»


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Talentförderung

Eine Hilfe für Bühnentalente

MM38, 18.9.2017 | MIGROS-WELT

Tag der offenen Tür

Festival der Düfte

Einblicke in die Pilzherstellung

Duftreise durch das Schloss Wildegg

Zusammen mit der Migros organisieren die Schweizer Pilzproduzenten den «Tag der offenen Pilztüren». Am 23. September gibt es bei fünf Pilzproduzenten der Migros (Erstfeld UR, Kerns OW, Aigle VD, Wauwil LU und Full AG) Einblicke in die Herstellung und Züchtung von Speisepilzen. Erklärt werden verschiedene Wachstumsschritte, die Pflege der Pilze sowie die Ernte. Und auch für die Verpflegung ist gesorgt: Alle Produzenten bieten im «Pilz-Beizli» Schweizer-Pilz-Menüs, Pilz-Teller und Getränke an. Der Eintritt ist frei. Anmeldung und Standorte: www.champignons-suisses.ch

Vom 17. bis 22. Oktober ist das Schloss Wildegg AG Schauplatz

des ersten Festivals der Düfte. Parfümeure, Aromatologen und Kreative setzen die verschiedenen Räume und Gegenstände aus der Historischen Sammlung des Museums Aargau mit Düften in Szene. Die Besucher gehen so auf eine duftende Zeitreise durch das geschichtsträchtige Schloss.

Zu den Kreativteams gehören Mitarbeiter des M-Industriebetriebs Mibelle AG, die einige Räume Shiitake-Pilze gehören auch zum Pilzsortiment der Migros.

gestaltet haben. Die Mibelle Group ist Partnerin des Festivals. Weitere Infos: www.scent-festival.ch

Das Migros-Kulturprozent hat in Zürich und Lausanne den jährlichen Schauspielwettbewerb veranstaltet. Vierzehn Schauspielschülerinnen und -schüler überzeugten die zwei international besetzten Jurys. Sie erhalten Preisgelder in der Höhe von insgesamt 178 000 Franken. Zudem kommen drei angehende Schauspielerinnen in den Genuss eines Förderpreises. Seit 1969 engagiert sich das Kulturprozent für Schweizer Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. Rund 3000 vielversprechende Talente wurden bislang mit insgesamt 40 Millionen Franken unterstützt und auf dem Weg von der Ausbildung in den Beruf mit Fördermassnahmen begleitet. www.migros-kulturprozent.ch/ talentwettbewerbe

Engagement Migros

Kinder machen das Museum der Zukunft In den Herbstferien vom 17. bis 20. Oktober findet erstmals in einem Museum ein sogenannter Kinder-Hackathon statt, der das Museum von morgen schafft. An vier Tagen können die Acht- bis Zwölfjährigen die magische Welt des japanischen Künstlers Qubibi im Muda Zürich (Museum for Digital Art) kennenlernen. Dabei entstehen eigene Prototypen, die die bestehende Ausstellung in ein ganz neues Licht rücken. Schlussendlich werden die Kinder am Wochenende ihr eigenes Ausstellungsformat präsentieren, von der eigenen Kunst bis zum Museumsguide. Der Förderfonds Engagement Migros unterstützt die neue Initiative von Museomix. Mehr Infos und Anmeldung: www.museomix.ch/de/museomixkids


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

41 Klipp und klar

«Freiwillige Massnahmen gegen Food Waste»

Sarah Grossenbacher, Fachspezia-

listin Nachhaltigkeit bei der Migros.

Blickfang

Risoletto luftig leicht Risoletto war mit uns vor der kroatischen Insel Rab im Meer schwimmen. Meine Tochter Keira ruhte sich gerne darauf aus. Manuela Kuhn, Dättlikon

Schicken Sie uns Ihr Migros-Bild und

gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Wenn auf Ihrem Foto ein Migros-Zusammenhang zu erkennen ist, sind Sie dabei. Hochladen: www.migmag.ch/blickfang

Preis für Glace aus Kokosmilch Der M-Industriebetrieb Midor hat für seine Glacelinie «Coco Ice-Land» die Auszeichnung Swiss Vegan Award 2017 in der Kategorie Food erhalten. Verliehen wurde der Preis im Rahmen der Vegana, eines Zürcher Strassenfests, bei dem der vegane Lebensstil im Mittelpunkt stand.

Bilder: Zinkevychi, Estelle Dorsaz, zVg

1

Wieviele Lebensmittel muss die Migros aussortieren? Das betrifft knapp 1,5 Prozent der angebote­ nen Produkte. Diese werden als Biogas, Kompost oder Tier­ futter verwertet. Nur gerade 0,1 Prozent ge­ langt in die Kehricht­ verbrennungsanlage.

2

Auszeichnung

Zur Linie «Coco Ice-Land» gehören verschiedene Glacesorten aus Kokosmilch – zum Beispiel in den Geschmacksrichtungen «Kokos & Schokolade», «Kokos & Frucht» oder einfach pures «Kokoseis». Erhältlich sind die im Frühling lancierten Sorten als Eislutscher, im kleinen Becher oder in grösseren Packungen für den Heimkonsum.

Was tut die Migros, um Food Waste zu verhindern? Wir achten auf eine op­ timale Mengenplanung der angebotenen Lebensmittel. Was wir nicht mehr regulär ver­ kaufen können, bieten wir zu tieferen Preisen an oder spenden an gemeinnützige Organi­ sationen.

Ein parlamentarischer Vorstoss will Detailhändler verpflichten, nicht verkaufte Lebensmittel zu spenden. Die Migros setzt statt­ dessen auf freiwillige Massnahmen zur Food­Waste­Redukti­ on. Seit Jahren spen­ den wir Lebensmittel an Organisationen und unterstützen sie finan­ ziell. Zudem fallen vom schweizweiten Food Waste nur gerade 5 Prozent beim Detail­ handel an.

3

«Coco Ice-Land»-Glaces sind in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich; stets enthalten sie Kokosmilch.


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MM38, 18.9.2017 | MIGROS-WELT

Daniel Schweizer, Regisseur

«Wir verschleudern die letzten Ressourcen»

Vor drei Jahren gewann «Trading Paradise», ein Dokumentarfilm über den Rohstoffhandel, den CH-Dokfilm-Wettbewerb des Migros-Kulturprozents. Am Donnerstag, 21. September, kommt der Film in die Deutschweizer Kinos. Im Fokus von Regisseur Daniel Schweizer stehen Rohstoffunternehmen mit Sitz in der Schweiz.

Daniel Schweizer, was hat Sie veranlasst, sich mit dem Thema Rohstoffabbau aus­ einanderzusetzen? Ich hatte eine Trilogie über Skinheads reali­ siert, wollte aber als Filmemacher nicht auf rechtsextreme Themen reduziert werden. Die Presse hatte begonnen, mich systema­ tisch zurate zu ziehen, zum Beispiel im Fall Breivik. Ich hatte keine Lust, Experte für die sogenannten einsamen Wölfe zu werden. Nachdem ich mich bereits acht Jahre lang mit Neonazis, Punks und Skinheads aus­

einandergesetzt hatte, wuchs das Bedürfnis, meinen Horizont über diese radikalen Sub­ kulturen hinaus zu erweitern. Auch, um ein wenig zu provozieren, habe ich erklärt, von nun an Filme im Amazonasbecken zu drehen. Damals hat mir das natürlich keiner geglaubt. Nun also «Trading Paradise», ein Film über Bergbauunternehmen mit Sitz in der Schweiz. Ja, unter anderem geht es in meinem Film «Trading Paradise» um Glencore, einen

Kupfer­Riesen aus dem Kanton Zug, der fast die Hälfte des weltweiten Handels kontrolliert. Und es geht um Vale, ein bra­ silianisches Bergbauunternehmen, eines der drei grössten der Welt, das in Saint­ Prex im Kanton Waadt ansässig ist – ganz diskret. Der Film will dokumentieren, dass im Zusammenhang mit dem Vor­ gehen dieser Rohstoffunternehmen unbequeme Fragen zu Menschenrech­ ten und zum Umweltschutz gestellt werden müssen.

Bilder: zVg

Text: Laurent Nicolet


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

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Verlosung 14 × 2 Tickets für den Dokumentarfilm «Trading Paradise»

2

www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff

1 Blick in die Eisen-

3

mine Carajás in Brasilien

Rohstoffgiganten in der Kritik

2 Protest gegen

«Trading Paradise» heftet

Rohstoffhandel auch in der Schweiz, hier in Lausanne 3 Regisseur Daniel 1

Film

Schweizer während der Dreharbeiten in Südamerika

Mit dem CEO von Glencore konnten Sie ein Gespräch führen, nicht aber mit dem von Vale. Warum nicht? Glencore war mit einem Treffen einverstanden. Mich interessierten zwei Minen, eine in Peru und eine in Sambia. In Peru habe ich dann auch gedreht. Mit Vale war es schwieriger: Wir haben unser Interesse an der Mine von Carajás in Brasilien und am Problem der betroffenen Xikrin-Indianer bekundet. In den Minen von Carajás wird Nickel abgebaut – ein stark krebserregendes Erz. Vale hat anschliessend meine Anfrage einer Kommunikationsfirma weitergeleitet, die ihnen von einem Gespräch mit mir abriet. Vale brach daraufhin den Kontakt ab. Wollen Sie mit Ihren Filmen bewusst provozieren? Ich schaue dort hin, wo andere gewöhnlich wegschauen. Wir verschleudern die letzten Ressourcen, völlig verantwortungslos und ohne an die langfristigen Konsequenzen zu denken. Endloses Wachstum ist nicht mehr möglich. Die Grossunternehmen haben das sehr wohl verstanden und streben nach einem Rohstoffmonopol. Wie eben zum Beispiel Glencore mit dem Kupfer oder Vale mit dem Eisenerz. Die Indianer sind heute sehr verletzlich, aber ihr Umgang mit der Umwelt ist sehr weise. Für sie ist es schlicht nicht nachvollziehbar, dass man Rohstoffe hamstert und mehr abbaut als eigentlich nötig wäre.

Sind die Konsumentinnen und Konsumenten für diese Situation mitverantwortlich? Die Frage nach der Herkunft der Rohstoffe ist entscheidend. Heute wissen wir, woher der Lachs auf unserem Teller kommt, warum sollte das bei den Rohstoffen nicht auch möglich sein? Wir sollten doch Informationen darüber erhalten können, woher die Bestandteile unserer elektronischen Geräte stammen. Die Industrie hält oft dagegen, dass das die Konsumenten gar nicht interessiere. Eine parlamentarische Delegation aus der Schweiz reiste nach Peru, um eine Glencore-Mine zu besichtigen. Wie lief dieser Besuch ab? Es wurde alles unternommen, um die Begegnung mit der Zivilbevölkerung kurz zu halten. Die Parlamentarier wurden in der Botschaft in Lima empfangen und reisten nach Cuzco weiter. Von dort fuhren sie nochmal fünf Stunden bis zur Mine, wo sie Arbeiter und Bauern der Region treffen sollten. Die meisten Parlamentarier schienen mit dem, was sie sahen, zufrieden zu sein. Die Delegation wurde beim Minenbesuch begleitet. Man hat ihr perfekte Anlagen und Maschinen vorgeführt. Aber die Kehrseite hat man nicht gezeigt. Zum Beispiel haben die Parlamentarier die alte Bäuerin Melchiora nicht getroffen und nicht gesehen, wie sie in ihrem Stall haust, ganz in der Nähe der Mine und neben einem giftigen Abfallberg. MM

sich an die Fersen der in der Schweiz ansässigen Rohstoffhändler. Der Film dokumentiert das Leben und die Arbeitsbedingun­ gen der lokalen Bevölke­ rung in den Minen Süd­ amerikas. Regisseur Daniel Schweizer blickt hinter die Fassaden der Rohstoff­ firmen, diskutiert mit Politikern und zeigt, wie sich Nichtregierungs­ organisationen für mehr Transparenz seitens der Rohstofffirmen einsetzen.

Mit seinem CH-DokfilmWettbewerb fördert das Migros­Kulturprozent jähr­ lich ein Projekt zu einem gesellschaftlich relevanten Thema. 2014 hiess der Gewinner Daniel Schweizer. «Trading Paradise» wurde vollumfänglich finanziert mit zusätzlicher Unterstüt­ zung der SRG SSR und des Förderfonds Engagment Migros. Der Film kommt am 21. September in die Kinos der Deutschschweiz. Das Migros­Magazin verlost 14 × 2 Tickets für «Trading Paradise». Onlineteilnahme:

www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 24. September


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MM38, 18.9.2017 | MIGROS-WELT

Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns!

Frage der Woche

M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr Samstag: 8.30–16.30 Uhr Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.

Darf ich frische Backhefe einfrieren? Die herkömmliche frische Backhefe eignet sich bestens zum Einfrieren. Biobackhefe sollten Sie dagegen nicht im Tiefkühlfach lagern. Sie verliert durch die tiefen Temperaturen an Triebkraft. Dies kann dazu führen, dass Gebäck nicht mehr richtig aufgeht. MM

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MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

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Ivo Signer ist Standortleiter Gränichen der Jowa. Ivo Signer

«Wir sparen etwa 3000 Tonnen CO2 pro Jahr»

Die neue Bäckerei samt Holzheizwerk der Jowa erfüllt alle Kriterien eines modernen, nachhaltigen Betriebs.

Brotherstellung

Backstube der Neuzeit Die Jowa hat in Gränichen AG für mehr als 60 Millionen Franken eine der fortschrittlichsten Brotproduktionslinien Europas gebaut. Die neue Anlage kombiniert traditionelles Backhandwerk mit modernsten Technologien. Text: Hans Schneeberger

Bild: zVg

H

Bilder: Markus Bertschi

eute werden immer mehr Brote, die die Migros verkauft, bei der Jowa vorgebacken, tiefgekühlt und dann im Laden fertiggebacken. Das warme Brot und die frische, knusprige Kruste sind neben dem Geschmack mit Abstand die wichtigsten Entscheidungskriterien, wenn es um den Kauf von Brot geht. Das weiss auch Jowa-GränichenStandortleiter Ivo Signer: «Seien wir ehrlich: Wer hat nicht schon mal bei den Butterzöpfen gewartet und noch einmal einen Umgang gemacht, bis neue, warme Zöpfe ins Gestell gefüllt wurden?» Um die nötigen Kapazitäten für die Herstellung zu garantieren, hat die Jowa in Gränichen eine neue Bäckerei hochgezogen. Sie soll das traditionelle Backhandwerk in einer industriellen Produktion ermöglichen und damit Basis für eine neue Brotgeneration sein. Eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale für gutes Brot ist – neben hochwer-

tigen Rohstoffen – ein guter, luftiger Teig. Je mehr Gärgase der Teig halten kann, desto feiner, luftiger und aromatischer wird er. Doch diese flüssige Teigmasse industriell zu verarbeiten, ist nicht einfach. Das zeigt ein Blick auf die Produktionsstrasse: Der Brotteig ist fast flüssig und muss immer in Bahnen gehalten werden. Sechs Stunden lang lässt man nun in Gränichen den Teig gären: in riesigen Bottichen, die auf einer konstanten Temperatur von 18 Grad gehalten werden. Acht bis zehn Stunden dauert damit der gesamte Herstellungsprozess inklusive Back- und Tiefkühlprozess. Die Brote legen dabei eine Strecke von über 1800 Meter zurück. Und kostet man die aufgebackenen Brote, wird klar: Jeder Meter lohnt sich. Moderner Steinofen aus Granit

20 Monate wurde an der neuen Produktionsstätte gebaut. Herzstück ist der Steinofen, der mit nicht weniger als 280 Quadratmeter italienischem Granit aus-

gelegt wurde. Darauf entstehen nun elf verschiedene Köstlichkeiten, vom knusprigen Steinofenbaguette über das beliebte Steinofen-Ciabatta bis zum gedrehten Steinofen-Twister. Mit diesen und rund 3000 weiteren Produkten kommt die Migros in jedem dritten Haushalt der Schweiz täglich frisch auf den Tisch. Übrigens: Für ihre Brote verwendet die Jowa in Gränichen strikt nur noch IP-Suisse- oder Biogetreide. Diese enge Zusammenarbeit mit den zertifizierten Produzenten hat sich bewährt, sagt auch Ivo Signer: «Die Mehlqualität hat sich in der Schweiz deutlich verbessert.» Auf Zusatzstoffe wird auf der neuen Produktionsstrasse konsequent verzichtet. Also nichts mit E-Stoffen, Emulgatoren oder Ähnlichem. Mehl, Wasser, Hefe und Salz sind die Hauptzutaten. Auch Allergene wie Nüsse, Eier oder Milch sind nicht zu finden. Das Brot soll ein reines, frisches Naturprodukt sein.

Das neue Heizwerk der Jowa arbeitet mit Holzschnitzeln aus der Region und deckt 60 Prozent des Wärmebedarfs der Bäckerei am Standort. Einzelheiten erläutert dessen Leiter Ivo Signer im Interview. Für die Heizung ihrer neuen Bäckerei wählte die Jowa eine nachhaltige Lösung. Weshalb? Im Zentrum dieser Investition stand der Nachhaltigkeitsgedanke. Durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe kann der CO2-Ausstoss massgeblich reduziert werden. Und das ist Ihnen gelungen. Durchaus. Mit dieser Anlage sparen wir etwa 3000 Tonnen CO2 pro Jahr. Und es war eine ökologische Entscheidung, keine wirtschaftliche. Ökonomisch wäre eine Gasheizung deutlich billiger gewesen. Sie heizen mit Holz? Mit Holzschnitzeln, um genau zu sein. Wir verbrauchen rund 80 Kubikmeter pro Tag. Die Schnitzel stammen aus der Region. Die Einsparung an CO2 resultiert auch aus der vollen Auslastung auf einem immer gleich hohen Level. So kann die Anlage optimal betrieben bzw. der Verbrennungsprozess ideal eingestellt werden. Zum Vergleich: Wir sparen 3000 Tonnen CO2 ein, was etwa dem durchschnittlichen CO2-Ausstoss von 570 Vier-PersonenHaushalten pro Jahr entspricht. Auch in der Migros-Industrie betreten Sie Neuland. Meines Wissens sind zurzeit zwei solche Anlagen in Betrieb. Eine beim Milchverarbeiter Elsa, die andere bei uns. MM


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Freude am Geschmack

Frisch aus dem Steinofen

Mehr zur neuen Brotgeneration: www.freude-amgeschmack.ch

Eine neue Brotgeneration bereichert das Migros-Angebot an frischen Backwaren. Dabei überrascht das Steinofenbrot, das ab sofort in elf Sorten erhältlich ist, mit einem aussergewöhnlichen Aroma und einer besonders knusprigen Kruste. Text: Jacqueline Vinzelberg

Bild: Veronika Studer

Die knusprige Kruste der hellen und dunklen Raute ist schön aufgerissen. Weizensprossen und dezent säuerliche Aromen machen sie besonders schmackhaft. Bei der dunklen Variante sorgt Roggen für einen kräftigen Geschmack. Bio Steinofenraute, hell oder dunkel, 250 g Fr. 2.50

Aktion 20% auf alle Steinofenbrote vom 19. 9. bis 2. 10.

Ruchmehl und Roggen betonen den Geschmack des knusprigen Rautenbrots. Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Leinsamen, Sesam und Hirse schenken der knusprigen Kruste zusätzlich süsse Röstnoten. Bio Steinofenraute Rustico (Pain Création), 300 g* Fr. 2.90


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

Je länger ein Brotteig Ruhe hat, um sich zu entwickeln, desto intensiver wird sein Geschmack. Deshalb ruhen die Steinofenbrote vor dem Backen ganze sechs Stunden und damit bis zu sechsmal länger als üblich.

Die Steinofenbrote werden auf Steinplatten aus italienischem Granit gebacken. Dadurch erhalten sie eine besonders knusprige Kruste und bewahren im Innern viel Geschmack.

Die Verbindung aus traditionellem Bäckerhandwerk und moderner Technologie macht es möglich, dass der Teig der Steinofenbrote sehr feucht und weich verarbeitet werden kann. Daher bleiben die Brote besonders lange frisch.

Für die neue Brotgeneration werden ausschliesslich natürliche Zutaten verwendet. Hauptzutaten sind Mehl, Wasser, Hefe und Salz. Auf Allergene wie Nüsse, Eier und Milch wird gänzlich verzichtet. Alle Brote der Linie sind somit vegan.

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TerraSuisse Steinofen Spitzbaguette, 400 g* Fr. 2.80

Bio Steinofen Ciabatta, 350 g* Fr. 3.30

Bio Urchiges Steinofenbrot (Pain Création), 500 g Fr. 3.90

Die gedrehten Steinofenbrote bieten Abwechslung für Auge und Gaumen. Intensive Hefenoten und süsse Röstaromen bestimmen ihren Charakter. Die TwisterBrote sind aussen knusprig und innen luftig. Bio Steinofen Twister hell, 360 g Fr. 3.30 Bio Steinofen Twister Rustico, 360 g Fr. 3.30 * in grösseren Filialen erhältlich

TerraSuisse Steinofen Baguette, 260 g Fr. 2.50


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Alplamm

Aufzucht am Puls der Natur Familie Würsch aus Emmetten NW zieht Jahr für Jahr mit Hunderten von Schafen auf die Alp. Die tierfreundliche Haltung ist zwar aufwendig, aber lohnenswert. Nicht zuletzt auch aus ökologischer Sicht. Text: Daniel Schriber

TerraSuisse Alplammkoteletts*, per 100 g Aktueller Tagespreis

Bilder: Stephan Bösch

1

TerraSuisse Alplammvoressen mit Bein*, per 100 g Aktueller Tagespreis

TerraSuisse Alplammschulterbraten*, per 100 g Aktueller Tagespreis

TerraSuisse Alplammrollbraten vom Stotzen*, per 100 g Aktueller Tagespreis * in grösseren Filialen

M

anche blöken, andere stehen einfach nur da und schauen verdutzt den Mann an, der sie da mit Wassertropfen bespritzt. «Über Brot würden sie sich vermutlich mehr freuen», sagt Walter Mathis und lacht. Der Pfarrer der Gemeinde Emmetten kennt sich mit den Schafen aus. Kein Wunder, hat er doch in seiner Laufbahn schon viele Herden gesegnet. «Das gehört bei einem Alpaufzug genauso dazu wie das Zeckenbad am Vorabend», erklärt Mathis. Der Gottesmann hat seine Arbeit getan, während sie für Landwirt Robert Würsch, dessen Sohn Beat und ein halbes Dutzend Helferinnen und Helfer jetzt erst richtig losgeht. Es ist Samstagmorgen, erst kurz nach 6 Uhr, aber es herrscht keine Müdigkeit. Nicht bei den Bauern, nicht bei ihren Helfern – und auch nicht bei den gut 500 Schafen, die heute aus dem Kohltal bei Emmetten auf die Schafalp Fernital getrieben werden sollen. «Dieser Tag ist sehr wichtig für mich», sagt Beat Würsch (26). Schon als Knabe begleitete er seinen Vater auf die

Alp, jedes Jahr, immer Anfang Juni. Den Alpaufzug verpassen? Wegen der Magen-Darm-Grippe, die ihn tags zuvor noch flachgelegt hat? Niemals! Und dann laufen sie auch schon los, denn es gilt, keine Zeit zu verlieren. «Wenn alles gut geht, sind die ersten Schafe in 90 Minuten auf der Alp. Es kann aber auch drei Stunden dauern», bemerkt Beat Würsch. Er weiss: Je länger die Wanderung dauert, desto stärker brennt die Sonne auf die Tiere. Das wiederum erhöht die Gefahr, dass sie auf einmal schlappmachen, einfach stehen bleiben. Schafe haben ein weiches Fell, jedoch auch einen sturen Kopf. Aber es läuft alles rund. Tiere und Hirten werden von Wolken beschattet und kommen gut voran. Mal zügig, mal gemächlich bewegen sie sich trittsicher über Stock und Stein, lassen Felder und Wälder hinter sich, immerzu blökend. Nach fast zweieinhalb Stunden erreicht die Gruppe die Alp Fernital auf 1650 Meter Höhe. Hier werden die Tiere von insgesamt 13 Landwirten aus Ob- und Nidwalden sowie dem Luzerner Hinterland den Som-

mer verbringen. Und damit sie gut gedeihen, werden sie alle zwei Wochen die Beweidungszone wechseln – so will es auch das Gesetz. Die Alp umfasst rund 100 Hektaren Grasland und ist in fünf Beweidungszonen unterteilt. Mehr als genug Futter für mehr als genug Schafe. Tiere mindern Verbuschung Seit Jahrhunderten werden die höher gelegenen Gebiete in der Schweiz für die Landwirtschaft genutzt – was die Schafhaltung betrifft, auf ökologisch höchst sinnvolle Art und Weise. Denn indem die Tiere Weide für Weide abgrasen, verhindern sie eine Verbuschung der Alp. So dienen die Schafe und Lämmer der Pflege der Vegetation, fördern die Artenvielfalt und leisten einen Beitrag zur Erhaltung der Biosphäre Alp. Zusammen mit IP-Suisse, der Schweizerischen Vereinigung integriert produzierender Bauern und Bäuerinnen, dem Schweizerischen Schafzuchtverband und dem eigenen Fleischverarbeitungsbetrieb Micarna lancierte die Migros 2015 das AlplammProjekt. Alle bäuerlichen Zucht-


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Alplamm ist ab sofort bis etwa Mitte Oktober in der Migros erhältlich. Werner Wicki ist Leiter Produktion & Vermarktung beim Schweizer Schafzuchtverband 1 Alpaufzug mit rund 500 Schafen zwischen steilen Felsen und Hängen

Werner Wicki

«Verbraucher schätzen das Qualitätsprodukt von der Alp»

2 Beat Würsch serviert

seinen Schafen altes Brot als Zwischenmahlzeit. Wachhund Fara passt auf, dass die Leckerli auch gerecht verteilt werden.

Sind Sie mit der Entwicklung des Alplamm-Programms zufrieden? Wir sind sehr zufrieden. Das Alplamm hat sich im Markt etabliert, die Verbraucher schätzen das Qualitätsprodukt direkt von der Alp. Wo früher wegen des gleichzeitigen Alp­ abzugs ein grosser Angebots­ überschuss entstand, konnten Angebot und Nachfrage nun etwas ausgeglichen werden. So kommt der Produzentenpreis weniger stark unter Druck.

3 Stop-and-go:

Die Schafe geben das Tempo des 2 Alpaufzugs vor.

ein Dorn im Auge sind, weiss der Bauer, hält jedoch dagegen: «Wir müssen heute mit den Wölfen leben. Dazu gehört, dass wir un­ sere Tiere vor ihnen schützen.» Mittlerweile ist es Mittag auf der Alp. Beats Mutter Maria hat Früchtebrot und Älplermagro­

nen als Verpflegung vorbereitet. Dazu gibt es Bärlauchbratwürste vom Grill. Bald geht es für Beat wieder zurück ins Tal, während die Schafe und die Hirtenfamilie zurückbleiben – bewacht von Pascha, Ombra und Fara, geseg­ net von Pfarrer Mathis.

Wie gut funktioniert die Zusammenarbeit mit der Migros? Die Zusammenarbeit ist un­ kompliziert. Jedes Jahr im Frühling findet eine Bespre­ chung mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr und einer Planung des nächsten Programms statt. Dort können wir unsere Erfahrungen und Anliegen einbringen.

3

TerraSuisseProdukte stammen aus nachhaltiger Schweizer Landwirtschaft. Die Rohstoffe werden von Bauern erzeugt, die dem Wohl der Tiere und dem naturnahen Anbau verpflichtet sind.

Ein Teil von

Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.

Bild: Bernhard Lindt

betriebe, die Tiere dafür liefern, sind IP­Suisse­zertifiziert und werden von unabhängiger Stelle kontrolliert. Jedes Lamm trägt eine Ohrmarke, aus der hervor­ geht, woher es stammt und auf welcher Alp es wie lange ge­ sömmert wurde. Mit dem Alplamm-Projekt engagiert sich die Migros für eine artgerechte Haltung der Tiere und unterstützt gleichzeitig die Landschaftspflege in den Schweizer Alpen. Ein Teil des Alplammfleisches ist nach dem Sommer für kurze Zeit unter dem Label «TerraSuisse» in aus­ gewählten Filialen erhältlich. Allgemein ist die Nachfrage für Produkte aus dem Berggebiet anhaltend gross. Davon profitiert nicht zuletzt die Familie Würsch. «Die Schafe sind unsere Exis­ tenz», erklärt Beat Würsch. Nur logisch also, dass er alles dafür tut, dass es den Tieren auf der Alp wohlergeht. Und dass sie gut behütet und beschützt werden vor dem Luchs, hauptsächlich aber vor dem Wolf. Zu diesem Zweck hält Würsch die Herden­ schutzhunde Pascha, Ombra und Fara. Dass die freilaufenden Vierbeiner manchem Wanderer

Was sind die Herausforderungen des Programms? Herausfordernd ist die Termi­ nierung. Damit sich die Ange­ bote von Alplamm und Wild im Herbst nicht zu stark über­ schneiden, müssen einige Tiere früher als üblich die Alp verlassen. Zudem bedeutet beim Alplamm die genaue Erfassung der Tiergeschichte, also die Sammlung von Infor­ mationen über die Geburt oder einen Standortwechsel in einer Datenbank, für den Schafhalter einen Mehraufwand gegenüber anderen Absatzkanälen. MM


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MM38, 18.9.2017 | MIGROS­WELT

Saucissons

Es geht um die Wurst Bei kaum einer anderen Wurstsorte spielen Zutaten und Handwerk eine derart wichtige Rolle wie bei der Saucisson. Die feine Rohwurst gibt es in der Migros in diversen regionalen Varianten. Text: Claudia Schmidt

Bild: Claudia Linsi

Schon die Farbe der Freiburger Saucisson ist kräftiger als die der meisten anderen Rohwürste. Sie entsteht durch starkes Räuchern im speziellen Bauernchämi. Und wie die Farbe so der Geschmack: Zu den intensiven Raucharomen gesellen sich kräftige Gewürze. Das macht die Wurst zu einem besonders währschaften Genuss. Zum Fleisch der Waadt­ länder Kabiswurst wird

blanchierter Kabis bei­ gefügt. Das typische Kohl­ aroma, das der Kabis beim Kochen entwickelt, verlangt nach einem starken Partner. Der findet sich in den rauchigen Speckaromen der Sied­ wurst, und so bilden Kabis­ und Siedwurst ein währ­ schaftes Traumpaar.

Die «TerraSuisse»­Saucisson Tradition wird nur leicht

geräuchert. Die Gewürze und Kräuter unterstützen den Fleischgeschmack, ohne zu dominieren. Das macht die Saucisson zur beliebtesten Rohwurst in der Migros – sowohl in der West­ als auch in der Deutschschweiz.

Rezepte für Kartoffel­ Lauch­Beilagen auf www.migusto.ch

Kabiswurst Tradition*, per 100 g Fr. 1.40

Freiburger Saucisson*, per 100 g Fr. 2.25

TerraSuisse Saucisson Tradition, Aktion per 100 g Fr. 1.25 statt 1.80 Aktion vom 19. bis 25. 9.


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

Die Waadtländer Saucisson ist seit dem Mittelalter beliebt. Hergestellt wird sie nach altem Rezept. Ihr währschaftes Aroma verdankt die Wurst einer guten Portion Rauch. Als Qualitätszeichen trägt sie das IGP-Siegel zur geschützten Herkunftsbezeichnung.

Die Saucisson au Cumin Tradition ist auch als Waadtländer Chümiwürstli bekannt. Die schlanke Wurst verströmt den betörenden Duft von Kümmel – verantworlich dafür sind die ätherischen Öle im Gewürz. Ideal dazu sind Kohlgerichte.

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Mehr zu Geschmack: www.freude-amgeschmack.ch

Klassiker

So gelingt die Saucisson Die Zubereitung der Würste ist einfach,

wenn man ein paar Punkte beachtet: Die Rohwurst wird in heissem Wasser bei maximal 75 °C etwa 60 Minuten lang gegart – das Wasser darf auf keinen Fall kochen. Ausserdem sollte man die Würste nicht mit Messer oder Gabel anstechen, sonst landen der Saft und das währschaft-rauchige Aroma im Wasser statt im Gaumen. Am besten ist es, die Wurst vor dem Anschneiden mit der Messerspitze anzustechen, damit der Druck kontrolliert entweicht und die Wurst beim Anschneiden nicht spritzt.

Die Saucisson de Vully ist etwas dünner als ihre Rohwurstkollegen. Die Wurstmasse wird mit Weisswein veredelt und in einen Rinderdarm gefüllt. Das feine, aber dennoch währschafte Aroma passt gut zu Dörrbohnen wie auch zu Quitten oder Äpfeln aus dem Ofen.

Jetzt entdecken Waadtländer Saucisson**, Aktion per 100 g Fr. 1.35 statt 1.95 Aktion vom 19. bis 25. 9.

Saucisson du Vully**, 230 g Fr. 5.10

Mehr Informationen zum Thema Geschmack

Saucisson au Cumin Tradition*, 200 g Fr. 5.10 * regional erhältlich ** in grösseren Filialen erhältlich

verschiedener Charcuterieprodukte finden Sie im Geschmacks-Wiki: www.freude-amgeschmack.ch


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MM38, 18.9.2017 | MIGROS-WELT

Alnatura

Schnelle Küche ohne Fleisch Das Alnatura-Sortiment bietet allerlei trendige Produkte für vegetarische und vegane Gerichte, die einfach und im Nu zuzubereiten sind. Wir präsentieren drei Rezepte. Text: Heidi Bacchilega

Bild: Pia Grimbühler

Rezepte: Philippe Wagner

New York Hotdog Zutaten für 6 Stück

4 El 1 100 g 6 100 g 100 g 6

Öl Zwiebel Ketchup Vegi-Bratwürstchen gekochtes Sauerkraut Alnatura-Senf Brötchen

Zubereitung

1. Zwiebel fein hacken. Die Hälfte des Öls in einer Bratpfanne erhitzen. Zwiebel darin ca. 3 Minuten braten. Ketchup dazugeben und abkühlen lassen. Würstchen im restlichen Öl rundum ca. 5 Minuten braten. 2. Brötchen längs auf-, aber nicht durchschneiden. Mit Würstchen, Sauerkraut, Ketchup und Senf füllen. Restliche Sauce dazu servieren.

Alnatura Black Bean-Cashew Burger, vegan, gekühlt, 160 g* Fr. 3.90

Alnatura Soja Schnetzel, fein, 150 g* Fr. 2.20 * in grösseren Filialen

Alnatura Bratwürstchen, vegetarisch, 250 g* Fr. 3.80

Alnatura Bratlinge mediterran, vegan, 175 g Fr. 2.50


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

Wissenswertes

Chili sin Carne Zutaten für 4 Personen 80 g Soja-Schnetzel fein

1 2 1 1 100 g 2 EL 3 EL ½ Dose 1 Dose 1 Dose

Zwiebel Knoblauchzehen rote Chilischote orange Peperoni Cherrytomaten Olivenöl Tomatenpüree Kidneybohnen, ca. 155 g Maiskörner à 340 g gehackte geschälte Tomaten à 400 g 1 dl Gemüsebouillon Salz ½ Bund Koriander

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Zubereitung:

Soja-Schnetzel nach Packungsanleitung kochen. Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken. Peperoni halbieren, entkernen, in Würfelchen schneiden. Cherrytomaten halbieren. Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Chili ca. 2 Minuten anbraten. Soja-Schnetzel dazugeben und kurz mitbraten. Peperoni und Tomatenpüree beigeben und 3 Minuten mitdünsten. Bohnen und Mais abgiessen, kalt abspülen und abtropfen lassen. Beides mit Tomaten und Bouillon zum Soja geben. Chili bei kleiner Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz abschmecken. Nach Belieben mit Cherrytomaten und Koriander servieren. Dazu passt Focaccia.

Black Bean Burger Zutaten für 4 Personen 1 rote Zwiebel 2 Fleischtomaten 2 Avocados 100 g Pflaumenmus 3 EL Wasser 1 EL BBQ-Würzmischung 3 EL Olivenöl 4 Black Bean-Cashew Burger oder Bratlinge mediterran 125 g Brotaufstrich Paprika-Cashew 4 Buns

Alle Lebensmittel von Alnatura stammen zu 100 Prozent aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft. Für ihre Herstellung werden ausschliesslich natürliche Aromen verwendet. Sie enthalten weder künstliche Farb- noch Konservierungsstoffe. Was kommt ins Alnatura-Sortiment?

Jedes neu entwickelte Produkt wird von einem unabhängigen Expertenteam geprüft. Dieses hat ein Vetorecht, wenn das Produkt den hohen Qualitätsanforderungen nicht entspricht. Das Gremium setzt sich aus Personen mit langjähriger Erfahrung im Bereich biologische Lebensmittel und Ernährung zusammen. Alnatura bringt ein Produkt nur in den Verkauf, wenn der Expertenkreis es freigegeben hat. MM

Zubereitung

1. Zwiebel in feine Ringe, Tomaten in Scheiben schneiden. Avocados halbieren, in Scheiben schneiden. Pflaumenmus mit Wasser und BBQ-Gewürz erwärmen. 2. Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Burger beidseitig ca. 6 Minuten braten und warmstellen. Pfanne ausreiben. Buns waagrecht halbieren und in derselben Pfanne kurz rösten. Bunboden mit Paprikaaufstrich, Bundeckel mit Pflaumenmus bestreichen. Buns mit Salat, Burger, Tomate, Avocado und Zwiebel belegen und servieren. Dazu passen Pommes frites.

Alnatura steht für zeitgemässen Biogenuss mit Sinn. Hochwertige Zutaten und nur die nötigsten Inhaltsstoffe stecken drin.

Ein Teil von

Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.


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MM38, 18.9.2017 | MIGROS-WELT

Ananas, Drachenfruchtpüree, Bananenpüree, Chiasamen, roter Trauben- und Limettensaft sind die Zutaten für diesen erfrischenden Smoothie. Anna’s Best Smoothie Red Dragon, 25 cl Fr. 2.70

Ernährung

Hauptsache, ausgewogen

Laut Ernährungsexperten sollte das Frühstück idealerweise vier Komponenten enthalten: Kohlenhydrate, Fett, Eiweiss und eine Portion Obst oder Gemüse. Dann liefert es genügend Energie für einen guten Start in den Tag. Text: Jacqueline Vinzelberg Styling: Mirjam Käser Bilder: Yves Roth

Honig ist nicht nur ein hochwertiger Brotaufstrich, sondern eignet sich auch gut als Süssungsmittel für Müesli, Joghurt, Tee und Co. Sommerblüten- mit Akazienhonig, 500 g Aktion Fr. 7. 20 statt 7.80 vom 19. bis 25. 9.

Mit der Backmischung ist im Nu ein feines Dinkelbrot selbst gebacken. Es muss nichts weiter als Wasser dazugegeben werden. Dinkelbrot Backmischung mit Roggen und Chia, 500 g Fr. 2.60 In grösseren Filialen

Die typisch griechischen «Oh!»-Joghurts mit BifidusBakterien enthalten wenig Fett, dafür doppelt so viel Protein wie herkömmliche Joghurts. Oh! Yogurt Greek style Nature 170 g Fr. 1.80 Oh! Yogurt Greek style Heidelbeere 170 g Fr. 1.85


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

Am 22. September ist der Tag des Apfels. Aber natürlich empfiehlt sich auch an allen anderen Tagen im Jahr der Biss in die gesunde Frucht. Exemplare der Sorte Gala haben wenig Säure und schmecken besonders süss. Apfel Gala Aktion* per kg Fr. 2.95 statt 3.70 * 20% auf alle Äpfel im Offenverkauf vom 19. bis 25. 9.

Die Komposition der Bio­Bachblüten mit Alpen­ kräutern unterstützt dabei, sich ausgeglichen zu fühlen. Klostergarten Bachblüten Tee Balance, 19,5 g Aktion 20% beim Kauf ab 2 Packungen Klostergarten­Tee Fr. 4.15 statt 5.20 vom 19. bis 25. 9.

Wissenswertes

Den Coach kann sich jeder leisten Sich gesünder ernähren, den Körper fit halten und nebenbei noch ein paar Kilo abnehmen – klingt einfach, ist aber oft nur schwer umzusetzen. Nicht zuletzt deshalb, weil der vielzitierte «innere Schweinehund» unsere Motivation untergräbt oder weil wir unsere Ziele zu hoch gesteckt haben. Wer clever ist, lässt sich daher von einem profes­ sionellen Motivations­ trainer beraten. So ein Coach spornt an, gibt Tipps und hilft dabei, realistische Ziele zu definieren.

Nüsse enthalten viele ungesättigte Fettsäuren und sind zuverlässige Vitamin­ und Mineralstoffspender. Sun Queen Walnusskerne, 130 g Aktion 20% auf das Duo­Pack Fr. 5. 25 statt 6.60

Der «iMpuls Coach» steht jetzt jedem zur Verfügung. Das Onlinetool offeriert kostenlos über 20 verschie­ dene Programme mit in­ dividuellen Empfehlungen, täglichen Tipps, Work­outs und Rezepten für eine aus­ gewogene Ernährung. Hier gehts zum «iMpuls Coach»:

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www.impuls­coach.ch

«iMpuls»-Lesetipp

Gesund frühstücken Mangos enthalten Betacarotin und andere Carotinoide. Diese werden im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Die Früchte sind ausserdem reich an Vitamin C und eine gute Quelle für Folsäure. Bio Mango, Herkunft Spanien Aktion pro Stück Fr. 2.90 vom 19. bis 25. 9.

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Die Müeslimischung enthält Urkörner wie Dinkel, Emmer, Rotweizen und Kamut sowie getrocknete Aprikosen und Himbeeren. Es liefert natürliche Energie zum Frühstück. Migros­Bio Farmer Birchermüesli Urkorn, 500 g Fr. 5.90

Ein gelungener Start in den Tag beginnt mit dem Frühstück, angeblich die wichtigste Mahlzeit des Tages. Wer frühstückt was? Erfahren Sie es auf www.migros­impuls.ch

iMpuls ist die neue Gesund­ heitsinitiative der Migros.


Bessere Freizeit-Ideen gibtâ&#x20AC;&#x2122;s auf famigros.ch

Auf der neuen Famigros-Website finden Familien Hunderte von inspirierenden Ausflugstipps, Bastelvorlagen und viele weitere Spielvorschläge, die sich ganz einfach nach Kriterien wie Alter, Interesse oder Wohnort filtern lassen. famigros.ch/bessere-ideen


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

Migusto

Bühne frei für Pilze Ein Gutes hat das feuchte Herbstwetter: Die Pilze spriessen wie wild aus dem Boden – sie müssen nur gefunden werden. Leichter geht das in der Migros. Text: Claudia Schmidt

Bilder: Martina Meier Rezept: Andrea Pistorius

Herausnehmen und sammeln!

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Der hohe Eiweissgehalt macht Pilze zum idealen Fleischersatz.

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MM38, 18.9.2017 | MIGROS-WELT

Topfgeschichte

Vielfältige Pilzwelt Kräuterseitlinge Wie alle Pilze sind auch die Kräuterseitlinge sehr eiweissreich. Das macht sie zu einer idealen Zutat für Vegetarier und Veganer. Zudem enthalten die Pilze auch eine ordentliche Portion Ballaststoffe. Letztere tragen wesentlich zum Sättigungsgefühl bei. Verwendet werden sie nicht nur wegen ihrer imposanten Grösse gern wie Steinpilze. Ihr Vorteil: Als Zuchtpilz gibt es sie das ganze Jahr über.

Der Champignon ist in allen Küchen daheim und gut etabliert. Wir stellen Kräuterseitlinge, Eierschwämme, Shiitake und Steinpilze vor.

Eierschwämme

Die auch Pfifferlinge genannten Pilze haben im Spätsommer bis in den Herbst Saison. Pilzpfannen, Risotti, Pastasaucen und Omelette sind die ideale Bühne für Eierschwämme. Es gilt: je kleiner, desto besser.

Shiitake

Fand man den asiatischen Pilz anfangs nur getrocknet in Asialäden, haben sich Shiitake mittlerweile etabliert. Sie enthalten natürliches Glutamat, das für den «umami»Geschmack sorgt. Neben süss, salzig, bitter und sauer ist das die fünfte Geschmacksqualität. Shitake eignen sich besonders für pfannengerührte Gerichte.

Steinpilz

Er wird zu Recht als König der Pilze bezeichnet. Bislang hat er sich hartnäckig allen Zuchtversuchen widersetzt, denn er lebt genau dort, wo es ihm passt – meist in Buchenwäldern. Steinpilze eignen sich besonders für Gerichte, in denen sie die Hauptrolle spielen.


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Ice Tea, Fruchtsäfte, Fertiggerichte, Kartoffelprodukte und Produkte aus Früchten.

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Brote, Backwaren, Patisserie, Teigwaren.

Raclette Raccard, Gruyère AOP, Appenzeller, Fondue. Biscuits, Blévita, Glace, Dessertpulver, Fasnachtschüechli, Apérogebäcke.

Mineralwasser, Sirup, Fruchtsäfte.

Pflegeprodukte, Kosmetikwirkstoffe, Wasch- und Reinigungsmittel, Margarinen und Speisefette.

Trockenreis, Risottoreis, Milchreis, Spezialitätenreis.

Schokolade, Kaugummi.


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Feucht-warme Herbstage im Wald versetzen mich in den Pilzsammelmodus. Beim Sam­ meln bin ich konservativ und sammle nur Steinpilze und Maronen. Wenn das Sammler­ glück mit mir ist, finde ich aus­ reichend Steinpilze für eine Mahlzeit und einige Pilze zum Trocknen. Ich ziehe sie gern auf einen Bindfaden und lasse sie mehrere Tage bei Zimmertem­ peratur trocknen. Getrocknete Pilze verfügen über ein sehr intensives Aroma. Vor der Verwendung weiche ich sie ein. Das Einweichwasser nimmt viel vom Aroma auf, sodass man es für Saucen, Schmorgerichte und Risotti verwenden kann. Pilzmehl als Aromaverstärker

Ich mache zudem aus getrock­ neten Pilzen Mehl. Das gelingt im Blitzhacker oder Hochleis­ tungsmixer einfach. Das feine Mehl gebe ich gern – sparsam dosiert – zu Saucen, um sie ge­ schmacklich abzurunden, oder auch in Pilzgerichte, um das Aroma zu intensivieren. MM

Zubereitung

1. Steinpilze im Wasser ca. 20 Minuten ein­ weichen. 2. Inzwischen Backofen auf 180 °C vorheizen. Semmeli in Würfel schneiden, in der Milch aufweichen. Schalotten fein hacken, Knoblauch pressen. Frische Pilze putzen, halbieren und in ca. 4 mm dicke Scheiben schneiden. 3. Steinpilze abgiessen, Einweichflüssigkeit durch ein feines Sieb abgiessen, auffangen und beiseitestellen. Pilze etwas ausdrücken. 4. Öl erhitzen, Schalotten und eingeweichte Steinpilze darin dünsten. Knoblauch und frische Pilze dazugeben und mitdünsten. Mit dem Pilzwasser ablöschen, aufkochen und Pfanne vom Herd ziehen. Aufgeweichte Brötchen zwi­ schen den Fingern zerreiben und unterrühren. Milch dazugiessen. Eier verquirlen und dazu­ giessen. Griess darunterrühren. Mit Cayenne­ pfeffer, Salz und Pfeffer würzen. 5. Masse in Förmchen giessen und in der unteren Ofenhälfte ca. 30 Minuten backen. Heiss oder lauwarm mit Crème fraîche und Dill garniert servieren. Dazu passt Salat, z. B. Nüsslisalat.

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Aber bitte mit Chia! Chia-Samen sind die Lieblinge so mancher Foodblogger. Auch in einem Joghurt kommen die nährstoffreichen Winzlinge ganz gross raus.

U

nter der Marke «You» gibt es neu auch fruchtige Joghurts mit ChiaSamen. Je nach Sorte enthalten sie zusätzlich Leinsamen und Buchweizen. Es gibt sie in den Sorten Exotic (mit Mango und Passionsfrucht), Red Berries (mit Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren) sowie Dark Berries (mit Brombeeren und Heidelbeeren). Chia ist ein Salbeigewächs, das in Südamerika beheimatet ist. Die schwarz-weissen Samen haben einen interessanten Nährwert: Sie enthalten wertvolles Eiweiss und sind reich an Alpha-Linolensäure (eine Omega-3-Fettsäure). Sie gelten als Superfood und stehen bei Foodbloggern und Veganern hoch im Kurs. Alle «You»-Produkte zeichnen sich durch eine möglichst einfache Rezeptur aus. Auf jeder Packung sind die individuellen Eigenschaften ausgelobt. Bei den Chia-Joghurts sind dies je nach Produkt weitere spezielle Zutaten wie Leinsamen oder Buchweizen sowie der Gehalt an Protein und an Omega-3-Fettsäuren. MM

You Chia Joghurt Red Berries, 170 g Fr. 1.55 «iMpuls»-Lesetipp

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Wer macht das Rennen? Bei «A vs B» entscheiden die Migros-Kunden, welches Produkt auf Dauer im Regal bleibt. Mit dem «Beef Bar» und dem «Chicken Bar» stellt die Marke «You» nun zwei Fleisch-Snackriegel zur Wahl.

Bilder: Alamy

B

ei «A vs B» haben Kunden die Wahl zwischen zwei Produkten. Während einer sechswöchigen Abstimmung entscheiden sie mit, welches Produkt langfristig das Sortiment komplettiert. Das neue Duell heisst «Beef Bar» gegen «Chicken Bar». Bis zum 29. Oktober können Kunden auf der Website www.migros.ch/avsb für ihren Favoriten voten. Die beiden neuartigen Riegel der Marke «You» bestehen aus Trockenfleisch und Früchten. Der «Beef Bar» wird aus Rind­ fleisch, Apfel und Banane hergestellt, der «Chicken Bar» aus Pouletfleisch, Kirschen und Honig. Die fettarmen und protein­ reichen Riegel sind ideale Snacks für unterwegs. Aufgrund der Kombination spezieller Zutaten eignen sie sich beson­ ders für Freizeitsportler, Fitnessfans und alle, die grundsätzlich auf eine protein­ reiche und fettarme Ernährung achten. Wie zahlreiche weitere Produkte werden die Fleischriegel vom Migros­Industrie­ betrieb Micarna hergestellt. MM

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und Mittagessen in typischem Restaurant. Tag 9 Tulcea > St. Georgs-Kanal/Donaudelta Vormittags Bootsfahrt* im Delta. Am Nachmittag passiert die Excellence Melodia den Stromkilometer Null. Der St. Georgs-Kanal ist der längste, windungsreichste und einer der schönsten Mündungsarme im Donaudelta – Heimat einzigartiger Vogel- und Pflanzenarten. Tag 10 Tulcea > Zürich Auf einem Ausflug entdecken Sie noch einmal die Welt des Donaudeltas. Anschliessend Flughafen-Transfer und Flug nach Zürich. Route 2 Tulcea – Wien Reise in umgekehrter Richtung. Detailprogramm auf Anfrage. * Ausflugspaket

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MM38, 18.9.2017 | MIGROS-WELT

Michael Ewers ist bei Chocolat Frey als Key Account Manager Schweiz Kaugummi beschäftigt und für die Weiterentwicklung der Marke Skai zuständig.


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

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Von uns. Von hier.

Textur und Geschmack sind die Erfolgsgaranten Der Migros-Betrieb Chocolat Frey betreibt in Buchs AG die einzige Kaugummifabrik der Schweiz und stellt dort seit nunmehr 20 Jahren die Kaugummis der Marke Skai her. Was es für das perfekte Kauerlebnis braucht, erklärt Experte Michael Ewers. Text: Angela Obrist

Bilder: Paolo Dutto Star der Woche

Meilensteine 1997: Die Marke Skai wird

lanciert und macht als Sponsorin von Musikfestivals und Sportevents wie der Tour de Suisse 2002 von sich reden.

2009–2014: Chocolat Frey

entwickelt alle sechs Monate eine neue Skai-Geschmacksrichtung und bringt sie jeweils in limitierter Edition auf den Markt.

A

m Standort von Choco­ lat Frey im aargauischen Buchs fällt die Wahl der Strassenseite nicht leicht: Während auf der einen die berühmten Schokoladespezia­ litäten der Migros hergestellt werden, ist gegenüber die Kau­ gummiproduktion in vollem Gang. Schon seit 1974 produziert der Migros­Industriebetrieb Kaugummis, seit 1997 auch alle Sorten der Marke Skai. «Das Produkt Kaugummi ist enorm spannend», sagt Michael Ewers, Key Account Manager Schweiz Kaugummi, der für die Weiterent­ wicklung der Marke Skai zuständig ist. «Man geniesst Kaugummis, isst sie aber nicht. Sie zählen zu den Süsswaren, sind bei Skai aber von Beginn an komplett zucker­ frei.» Mit ihren rund 80 Mitarbei­ tenden ist die Firma Chocolat Frey heute die einzige Kaugummi­ Herstellerin in der Schweiz. Die Mitbewerber produzieren allesamt im Ausland, zum Beispiel in Polen. Breites Spektrum an Aromen

Ab 2015: Mit «myskai» können

Kunden Kaugummis personalisieren, das heisst individuell mit Sprüchen und Fotos bedrucken lassen. Das exklusive Produkt bestellt man im Webshop auf www.myskai.ch. 2017: Skai feiert sein 20-Jahr-

Jubiläum und wird aus diesem Anlass in ausgewählten Bahnhöfen in der Schweiz gratis an Passanten verteilt.

Seit der Lancierung nahm die Geschichte der Marke Skai einen durchwegs erfolgreichen Verlauf. «Die Kunden schätzen die grosse Aromenvielfalt und natürlich die ausgezeichnete Qualität», sagt Ewers. Während zunächst nur drei Geschmacksrichtungen produ­ ziert wurden – Peppermint, Spear­ mint und die fruchtige Variante Tropical Summer – sind heute bereits deren elf erhältlich, von Crunchy Mint über Zimt bis zu Fantastic Berries. Am beliebtesten ist allerdings nach wie vor die Sorte Spearmint. «Die Aromen Spear­ mint und Peppermint geniessen Kultstatus wie Vanille, Schokolade

und Erdbeere bei der Glace», sagt der Experte und weiss auch, wes­ halb: «Der Minzgeschmack bringt die Frische in den Mund. Das ist für die meisten der Hauptgrund, wenn sie zum Kaugummi greifen. Für die einen steht der Genuss im Vordergrund, andere schätzen die entspannende Wirkung des Kauens.» Eine Frische, die lang anhält

Ein Kaugummi besteht aus einer gummiartigen Substanz, genannt Kaumasse, und einer glatten Hülle, der Dragierdecke, die besonders aromatisch ist. Das simple Äussere täuscht, denn um ein optimales Kauerlebnis zu gewährleisten, hat die Entwicklungsabteilung viel zu tun. Vor allem ist es wichtig, für ein lang anhaltendes Aroma zu sorgen: «Kein Kaugummifan ist erfreut über eine Geschmacks­ explosion, die schon nach wenigen Sekunden wieder verebbt. Daher spielen bei einem guten Kaugum­ mi die Textur und der Geschmack über die Dauer des Kauens optimal zusammen», erklärt Ewers. Für den lang anhaltenden Geschmack arbeiten die Experten das Aroma in die Kaumasse und die Hülle ein. Für angenehmes Kauen muss die Masse im Mund zudem lange geschmeidig bleiben, ihr Volumen beibehalten und sollte nicht an den Zähnen kleben. «Es erfordert viele Schritte, um einen Kaugum­ mi zu kreieren, der höchsten An­ sprüchen genügt», betont Ewers stellvertretend für das komplette Expertenteam bei Chocolat Frey. Dessen Auftrag lautet damals wie heute: neue Methoden entwickeln, um mit den bewährten Rezepturen weitere überzeugende Kauerleb­ nisse anbieten zu können. MM

Zwei Jahrzehnte Skai Spearmint Vor 43 Jahren begann die Migros mit der Herstellung von Kaugummis. 1997 kam die Eigenmarke Skai mit der Sorte Spearmint in die Regale. Heute produziert der Migros-Industriebetrieb Chocolat Frey 55 Tonnen Skai-Kaugummis in elf verschiedenen Geschmacksrichtungen. Das entspricht in etwa dem Gewicht von neun ausgewachsenen Afrikanischen Elefantenbullen. Rätsel Wie viele Tonnen SkaiKaugummis verlassen jedes Jahr die MigrosFabrik?

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18.09.17 / 1861

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Aktion Aktion 50% auf alle M-Classic Teigwaren, z. B. Hörnli gross, 500 g Fr. –.75* statt 1.50

Aktion 20% auf Frey Pralinés in Schachteln und Adoro, UTZ, z. B. Frey Pralinés Prestige, 250 g Fr. 12.60** statt 15.80

Alle Blévita Gebäcke (ohne Beef Chips) ab 2 Packungen Fr. –.60 günstiger, z. B. Blévita Gruyère AOP, 228 g Fr. 3.– statt 3.60 * Aktionspreise gelten vom 19. bis 25. 9., solange Vorrat. ** Aktionspreise gelten vom 19. 9. bis 2. 10., solange Vorrat.


82 | MM38, 18.9.2017 | MIGROS-WELT

Highlights

StoryMania

GratisHörspielfigur

Fantasievolle Welten Die neue Migros-Sammelaktion «StoryMania» bringt Kinder zum Träumen. Zwölf verschiedene Hörspielfiguren erzählen jeweils ein anderes spannendes Hörspiel. Sammler können die Geschichten hören, selber lesen und virtuell erleben. Text: Angela Obrist

Bild: Kaspar Isler

Die Hörspielfigur Mick gibt es am Mittwoch, 20. September, zu jedem Einkauf gratis*.

Mick ist die Hauptfigur der «StoryMania». Mit der Sammelfigur kann die erste Geschichte gehört werden, die von Micks Entdeckung der Fantasiewelt Coloria erzählt. Mit den übrigen Spielfiguren lassen sich Micks Abenteuer mit den verschiedenen Superhelden der «StoryMania» hören. * pro Einkauf max. 1 Stück, solange Vorrat

Doppelte Sticker

Am Mittwoch, 27. September, wird die doppelte Anzahl Sticker** abgegeben. Mehr zu

den weiteren Highlights und den einzelnen Geschichten erfahren Sie im Migros-Magazin Nr. 40, das am Montag, 2. Oktober, erscheint, sowie auf der Website www.storymania.ch. ** max. 30 Stück pro Einkauf

Sammeln und Kaufen

Die «StoryMania» umfasst zwölf verschiedene Hörspielfiguren. Vom 19. September bis 31. Oktober erhalten Migros-Kunden bei einem Einkauf in ihrer Filiale pro Fr. 20.– einen Sticker. Für zehn Sticker gibt es bis zum 6. November in allen Migros-Filialen eine Gratis-Hörspielfigur nach Wahl (solange Vorrat). Jede Figur kann man auch käuflich erwerben (Fr. 9.50 pro Stück).

Geschichten hören Jede Hörspielfigur erzählt dem Sammler eine eigene Geschichte, die sich an Kinder zwischen drei und zwölf Jahren richtet. Alle Geschichten wurden in Zusammenarbeit mit Experten von «Spick Books» entwickelt. Wer eine Figur besitzt, kann die Geschichte mit der «StoryMania»Hörbox oder über ein Smartphone anhören (Abspielmechanismen siehe unten).

Die Hörbox Für den Download der Stories muss die Hörbox einmalig mit einem Computer verbunden werden. Danach eine Figur auf die Hörbox stellen und der Geschichte lauschen.

Geschichten lesen

Alle Geschichten können zudem über die «Migros Play App» gelesen werden. Hierzu müssen die entsprechenden Figuren aktiviert werden. So können Kinder ihre Lieblingsgeschichte auch lesen und damit spielerisch ihre Leseleistung erhöhen. Es kann grossen Spass machen, die Abenteuer in der Familie oder mit Spielkameraden gemeinsam laut vorzulesen.

Geschichten erleben Mit einer VR-Brille oder

der «StoryMania»-Filmbox (gratis am 4. Oktober) können Kinder die Abenteuer der Superhelden auch virtuell erleben. Damit tauchen sie auf eine ganz neue Art und Weise in die «StoryMania»Fantasiewelt Coloria ein. Während der Mania treffen Sammler ihre Helden zudem als überdimensionale Figuren an den Roadshows an.

Die Smartphone-App

Migros Play App* aktivieren und Figur mit dem Handy scannen – schon läuft die Geschichte. * kostenloser Download im Apple App Store oder im Google Play Store


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017 | 83

Alexander Volz

Der Geschichtenerzähler Der «Spick»-Autor Alexander Volz schuf für «StoryMania» die Fantasiewelt Coloria und entwickelte gemeinsam mit der Migros die Geschichten. Er schreibt und veröffentlicht seit 2012 Bücher und Geschichten für Kinder und Jugendliche.

«Für die ‹StoryMania› haben wir vielfältige Superhelden-Charaktere entwickelt, mit denen sich Kinder verschiedener Altersstufen gut identifizieren können.»

«Mit der ‹StoryMania› erleben Kinder fantasievolle und spannende Geschichten und lernen mehr über wichtige Werte wie Freundschaft, Ehrlichkeit, Mut und Zuverlässigkeit.»

«Geschichten beeinflussen, wie Kinder ihr Umfeld beurteilen und wie sie mit anderen umgehen. Deshalb ist es enorm wichtig, dass wir ihnen wertvolle Geschichten erzählen.»

Mit Famigros profitieren Vom 19. 9. bis 30. 10. erhalten Famigros-Mitglieder

gegen Vorweisen der Famigros- oder CumulusKarte die Sammelbox zum Aufbewahren der Figuren 30% günstiger sowie bei jedem Einkauf ab Fr. 20.– einen zusätzlichen Sticker. Mitglied werden auf www.famigros.ch

Roadshows Vom 22. 9. bis 28. 10. finden in ausgewählten

Migros-Filialen Roadshows zur «StoryMania» statt. Dort können Kinder in die Geschichten reinhören und zusätzliche Sticker gewinnen. Details auf www.storymania.ch

Bild: SignorellFilms

«Wie ich anfing, Geschichten zu schreiben? Meine drei Kinder aus erster Ehe leben in Deutschland. Um ihnen zu zeigen, dass ich immer an sie denke, habe ich für sie eine Abenteuer- und Fantasy-Reihe geschrieben, in der sie die Hauptfiguren sind.»

«Inspiration für meine Geschichten finde ich in alltäglichen Situationen. Dabei stelle ich mir gern die unmöglichsten Dinge vor. Was wäre beispielsweise, wenn sich der Hundehalter mit seinem Hund unterhalten könnte? Oder wenn es möglich wäre, ohne Extraausrüstung ins Weltall zu fliegen?»


84 | MM38, 18.9.2017 | MIGROS-WELT

Migros-Bio-Cotton

Migros-Bio-Cotton Mädchen-Pyjama, Gr. 98/104–122/128* Fr. 21.–

Migros-Bio-Cotton Baby-Body, Duopack, Gr. 62/68–98* Fr. 13.–

Migros-Bio-Cotton Baby-Pyjama, Gr. 68–98* Fr. 15.–

Migros-Bio-Cotton Baby-Pyjama, Gr. 68–98* Fr. 15.–

Migros-Bio-Cotton Baby-Body, 3er-Pack, Gr. 50/56–98* Fr. 15.–

Migros-Bio-Cotton Knaben-Pyjama, Gr. 98/104–122/128* Fr. 21.– * in grösseren Filialen

Tierisch gut angezogen Die Bio-Cotton-Kleider aus der Migros für Kinder und Babys halten, was sie versprechen: Die Biobaumwolle stammt aus nachhaltigem Anbau, und alle Textilien werden gemäss «eco»-Richtlinien ökologisch einwandfrei produziert. Die lustigen neuen Tiersujets auf den Bodys und Pyjamas tragen dazu bei, dass die Kinder die Kleider mit Freude tragen.


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017 | 85

Wissenswertes Für die Reinigung von Babykleidung empfiehlt

Jasmin Eugster

sich besonders mildes Waschmittel. Auf duftintensive Weichspüler sollte man verzichten beziehungsweise spezielle Mittel für Babys verwenden.

«Die Differenz zahle ich gern» Bei ihren Jungs stehen Autos, Traktoren und Töffli hoch im Kurs, während für Jasmin Eugster (39) aus Buchackern TG Bioqualität und korrekte Arbeitsbedingungen bei der Herstellung der Kinderkleidung wichtig sind. Interview: Heidi Bacchilega

Bild: Christian Dietrich

Bilder: Christian Dietrich

Styling: Mirjam Käser

Illustration: Illu Müller

Migros-Kundin Jasmin Eugster bevorzugt bei der Wahl neuer Kleidung für ihre Buben Joel (6), Leandro (1) und Yannick (9) Textilien in Bioqualität.

Jasmin Eugster, wie stark beschäftigen Sie sich mit dem Thema Bio? Je älter ich werde, desto mehr interessiere ich mich für Bioprodukte, deren Produktionsweise und die Nachhaltigkeit. Vor allem bei der Kleidung und bei Nahrungsmitteln für meine Familie und mich achte ich darauf, dass die Produkte aus zuverlässigen Quellen stammen und korrekt produziert wurden. Heute gibt es eine gute Auswahl an Produkten, die unter kontrollierten Bedingungen hergestellt werden, und zahlreiche Fairtrade- und Biolabel. Als Konsumentin vertraue ich darauf, dass namhafte Betriebe ihren Verpflichtungen nachkommen und transparent kommunizieren. Denn ich kann nicht selbst alle Fakten und Gegebenheiten überprüfen. Was ist Ihnen bei der Herstellung von Biokleidern besonders wichtig? Korrekte Arbeitsbedingungen müssen gewährleistet sein. Die Preise für Bioprodukte sind meist etwas höher als für herkömmliche

Produkte. Doch diese Differenz zahle ich gern, wenn ich weiss, dass damit sozialverträgliche Arbeitsbedingungen ermöglicht und Kinderarbeit verhindert werden können. Worauf achten Sie bei der Wahl der Kleidung für Ihre Buben? Die Kleider, insbesondere Unterwäsche, Socken und Bodys, die meine Kinder direkt auf der Haut tragen, sollten aus Baumwolle bestehen, wenn möglich aus Biobaumwolle. Natürlich müssen die Kleider auch bequem sein und gefallen. Apropos gefallen: Wie gefallen Ihren Buben die Sujets der aktuellen Bio-Cotton-Linie? Sie finden vor allem das IndianerSujet mit dem Tipi und den Tieren megalustig. Für den Jüngsten würden die beiden älteren Brüder das Pyjama mit dem Bären und dem herzigen Igel wählen. Generell sind bei ihnen momentan Autos, Töffli und Traktoren extrem beliebt. Vielleicht gibt es diese Sujets ja wieder in der nächsten Kollektion. MM

Das eco-Programm der Migros sorgt dafür, dass Textilien ökologisch einwandfrei, sozialverträglich und rückverfolgbar hergestellt werden.

Migros-Bio-CottonTextilien bestehen aus Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau und werden gemäss den eco-Richtlinien verarbeitet.

Ein Teil von


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Christkindlmarkt in München

Advents-Hit Stuttgart

Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–München. Fahrt via Memmingen und Landsberg nach München. Zimmerbezug und anschliessend freie Zeit, um den charmanten Christkindlmarkt zu besuchen. Alle Jahre wieder hält Münchens traditioneller Christkindlmarkt Einzug auf dem Marienplatz. Den weihnachtlichen Budenzauber überragt ein riesiger, mit Lichtern geschmückter Christbaum. 2. Tag: München–Schweiz. Nach einem ausgiebigen Frühstücksbuffet haben wir Gelegenheit nochmals in die Stadt zu gehen. Zeit zur freien Verfügung. Nach dem individuellen Mittagessen heisst es «Servus München». Heimreise via Landsberg und Memmingen zurück in die Schweiz zu den Einsteigeorten.

Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Ludwigsburg– Stuttgart. Fahrt über Schaffhausen nach Ludwigsburg. Der Ludwigsburger Weihnachtsmarkt verzaubert mit seinen liebevoll geschmückten Ständen und der unverwechselbaren Dekoration des barocken, von Arkaden gesäumten Marktplatzes. Gegen Abend Fahrt nach Stuttgart zu unserem Hotel. 2. Tag: Stuttgart–Schweiz. Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt gehört nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den ältesten Weihnachtsmärkten in ganz Europa. Einzigartig sind die herrlich dekorierten Stände, die alle mit ihren liebevoll und wunderschön geschmückten Holzdächern begeistern. Am Nachmittag fahren wir zurück in die Schweiz zu den Einsteigeorten.

2 Tage ab Fr.

195.–

Reisedaten 2017 1: 27.11.–28.11. Mo–Di 4: 04.12.–05.12. Mo–Di 2: 30.11.–01.12. Do–Fr 5: 07.12.–08.12. Do–Fr 3: 03.12.–04.12. So–Mo 6: 10.12.–12.12. So–Di* *3 Tage/2 Nächte Pro Person Katalog-Preis*

Sofort-Preis

2 Tage im DZ, 215 Einzelzimmerzuschlag Zuschlag Reise 6

195 48 120

Ihr Hotel Erstklasshotel Courtyard by Marriott München T-•••• (off. Kat.****) Internet-Buchungscode: kchmuen

2 Tage ab Fr. Reisedaten 2017 1: 30.11.–01.12. Do–Fr 6: 2: 01.12.–03.12. Fr–So* 7: 3: 03.12.–04.12. So–Mo 8: 4: 05.12.–06.12. Di–Mi 9: 5: 06.12.–07.12. Mi–Do *3 Tage/2 Nächte

Ihr Hotel Maritim Hotel Stuttgart T-••••

Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Nürnberg. Fahrt via Memmingen und Ulm nach Nürnberg. Rest des Nachmittages zur freien Verfügung für den Besuch des Nürnberger Christkindlesmarkts. 2. Tag: Nürnberg. Am Vormittag werden uns auf einem Stadtrundgang die Sehenswürdigkeiten von Nürnberg, der ehemals grössten mittelalterlichen Stadt Deutschlands gezeigt. Den Rest des Tages haben wir Zeit für einen weiteren Marktbesuch oder einen Bummel durch die weihnachtlich geschmückten Gassen. 3. Tag: Nürnberg–Ulm–Schweiz. Fahrt nach Ulm. Stimmungsvoll platziert vor dem höchsten Kirchturm der Welt, verwandeln festlich dekorierte Holzbuden den Markt in eine kleine «Stadt in der Stadt». Zeit zur freien Verfügung. Am Nachmittag Rückfahrt zurück in die Schweiz.

06.12.–07.12. Mi–Do 07.12.–08.12. Do–Fr 08.12.–09.12. Fr–Sa 10.12.–11.12. So–Mo

Pro Person Katalog-Preis* Sofort-Preis 2 Tage im DZ 215 Einzelzimmerzuschlag Ihr Hotel Mittelklasshotel InterCity Hotel Augsburg T-••• (off. Kat.***). Internet-Buchungscode: kchaug

195 45

3 Tage ab Fr.

295.–

Reisedaten 2017 1: 01.12.–03.12. Fr–So 5: 09.12.–11.12. Sa–Mo 2: 03.12.–05.12. So–Di 6: 11.12.–13.12. Mo–Mi 3: 05.12.–07.12. Di–Do 7: 13.12.–15.12. Mi–Fr 4: 07.12.–09.12. Do–Sa Pro Person Katalog-Preis* Sofort-Preis 3 Tage im DZ 360 Einzelzimmerzuschlag Reduktion Reise 3 und 6

Jetzt buchen: www.twerenbold.ch oder 056 484 84 84

325 45 – 30

Ihr Hotel Erstklasshotel Ramada Nürnberg Parkhotel T-•••• (off. Kat. ****). Internet-Buchungscode: kchnuer

Abfahrtsorte: Burgdorf, Basel, Pratteln, Aarau, Baden-Rütihof, Zürich-Flughafen, Winterthur, Wil, (bei Stuttgart: Schaffhausen statt Wil) Bei allen Reisen inbegriffen: Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus, erfahrener Reisechauffeur, Audio-System auf Rundgängen. Auftragspauschale: Von Fr. 20.– pro Person entfällt bei Buchung über www.twerenbold.ch. Nicht inbegriffen: Fak. Ausflüge, Annullationsschutz und Assistance-Versicherungen *Katalog-Preis: Zuschlag 10% auf den Sofort-Preis, bei starker Nachfrage und 1 Monat vor Abreise. Twerenbold Reisen AG, Im Steiacher 1, 5406 Baden-Rütihof

195 25 120

Internet-Buchungscode: kchstut

Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Ulm–Augsburg. Fahrt via Memmingen nach Ulm. Im Herzen Ulms erwarten uns über 130 Buden, der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln, beeindruckende handwerkliche Vorführungen und festliche Klänge. Zeit zur freien Verfügung. Am späten Nachmittag Fahrt ins Hotel nach Augsburg. 2. Tag: Augsburg–Schweiz. Der Augsburger Christkindlesmarkt ist einer der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Vor über 500 Jahren wurde er als «Lebkuchenmarkt» gegründet und verzaubert noch heute mit seinem einzigartigen Charme. Bummeln Sie durch die Märchenstrasse, bestaunen Sie die Weihnachtspyramide mit Engelsfiguren und probieren Sie süsse oder würzige Köstlichkeiten. Am Nachmittag Rückfahrt in die Schweiz zu den Einsteigeorten.

Reisedaten 2017 1: 29.11.–30.11. Mi–Do 5: 2: 30.11.–01.12. Do–Fr 6: 3: 01.12.–02.12. Fr–Sa 7: 4: 03.12.–04.12. So–Mo 8:

Sofort-Preis

2 Tage im DZ 215 Einzelzimmerzuschlag pro Nacht Zuschlag Reise 2, 7, 9

Christkindlmarkt Nürnberg

195.–

07.12.–08.12. Do–Fr 08.12.–10.12. Fr–So* 10.12.–11.12. So–Mo 15.12.–17.12. Fr–So*

Pro Person Katalog-Preis*

Advent in Ulm & Augsburg 2 Tage ab Fr.

195.–


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

I am

Für die ganze Familie

Aktion 20%

I am bietet für jedes Bedürfnis das passende Duschmittel. Auch in der Familie Baron aus Zürich hat jeder sein Lieblingsprodukt gefunden. Die Duschmittel enthalten alle die «Nutri Complex Care»-Formel, die die Haut spürbar pflegt und vor dem Austrocknen schützt.

auf alle Duschmittel von I am im Multipack vom 19.9. bis 2.10., solange Vorrat

I am Shower Cocos & Vanilla, Creme-Öl Dusche, 250 ml Fr. 2.30 In grösseren Filialen

I am Shower Ocean Breeze, Pflegedusche, 250 ml Fr. 1.95

Bild: Paolo Dutto

I am Shower Soft Cream, Cremedusche, 250 ml Fr. 1.95

Lisa Baron (16)

René Baron (52)

Noah Baron (13)

Astrid Baron (47)

«Der süsse Kokosnussduft erinnert mich an Sommerferien am Strand unter den Palmen.»

«Nach dem Duschen mit Ocean Breeze überzeugt mich das lang anhaltende Frischegefühl.»

«Weil ich viel Sport treibe, dusche ich oft. Soft Cream schützt meine Haut vor dem Austrocknen und duftet toll.»

«Die Cremedusche Almond Blossom pflegt meine Haut und hält sie den ganzen Tag über zart.»

I am Shower Almond Blossom, Cremedusche, 250 ml Fr. 1.95

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Duschmittel von I am.

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MM38, 18.9.2017 | MIGROS-WELT

Migros Plus

NatĂźrlich Apfelessig Die Wasch- und Reinigungsmittel von Migros Plus sind leistungsstark und zu mindestens 97 Prozent biologisch abbaubar. Der Apfelessigreiniger wirkt besonders vielseitig. Wir haben sechs Tipps zusammengestellt. Text: Angela Obrist

Illustration: Katena Studios

Migros Plus Entkalker, 1 l Fr. 4.25

Migros Plus Feinwaschmittel, 1,5 l Fr. 9.70

Migros Plus Essigreiniger, Flasche, 1 l Fr. 3.40 Migros Plus Colorwaschmittel, 1,5 l Fr. 11.50

Migros Plus Essigreiniger, NachfĂźllbeutel, 1 l Fr. 2.95


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

Der Apfelessigreiniger löst starke Verschmutzungen in Pfannen mühelos. Einfach heisses Wasser in die Pfanne geben und mit einem Schuss Apfelessig­ reiniger 30 Minuten lang einwirken lassen. Achtung: die Waschlauge in der Pfanne nicht aufkochen, da sonst ätzende Dämpfe entstehen!

Der Apfelessigreiniger stabilisiert die Farben von Textilien und hält das Lieblingsshirt somit länger strahlend. Das Kleidungsstück vor dem Waschen darin einweichen. Dann kann es wie gewohnt mit dem Color­ oder ­Feinwaschmittel von Migros Plus gewaschen werden.

Der Reiniger wirkt stark gegen Fett und Schmutz . Apfelessig­ reiniger auf einen Putz­ lappen geben und die zu behandelnde Stelle damit abreiben. Fettspritzer auf dem Herd und Flecken auf der Edelstahl­ abdeckung sind so ruckzuck entfernt.

Apfelessigreiniger ist eine Wunderwaffe gegen Gerüche wie den unangenehmen Kühlschrankmief. Um im Kühlschrank für Frische zu sorgen, reibt man diesen einfach mit einem Lappen aus, der mit dem Reiniger getränkt wurde.

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Migros Plus

Umweltfreundlich putzen Die ökologischen Wasch­ und Reinigungsprodukte von Migros Plus vereinen Leistung und hohe biologi­ sche Abbaubarkeit. Die Mittel sind zwischen 97 und 100 Prozent biologisch abbaubar und werden mit natürlichen, nachwachsen­ den Rohstoffen hergestellt. Zudem reinigen die Produkte sehr effizient. Pflanzliche Wirkstoffe

Die Rezepturen des Sorti­ ments wurden weiter ver­ bessert und beinhalten neu auch Wirkstoffe aus euro­ päischen Pflanzen. Der Alkohol, die Tenside und weitere Wirkstoffe stammen aus Pflanzen wie Sonnen­ blumen, Mais, Weizen oder Raps beziehungsweise aus deren Nebenprodukten. Ideal für Allergiker

Das Multitalent dient auch der Vorbehandlung von Flecken auf Textilien ohne Viskose. Schweiss­, Rost­ oder Kugelschreiberflecken mit dem Apfelessigreiniger vor­ behandeln. Kleidungsstück in Seifen­ wasser einlegen und anschliessend wie üblich waschen.

Der Apfelessigreiniger entfernt Kalk und Wasserflecken im Nu. Mit warmem Wasser verdünnt, reinigt er ver­ kalkte Gläser und Vasen. Kalkflecken auf Duschkabinen sind mit einem mit dem Reiniger getränkten Putzlappen schnell entfernt. Für besonders hartnäckigen Kalk – zum Beispiel in der Kaffeemaschine – ist der Entkalker von Migros Plus optimal.

Bei der Entwicklung der neusten Rezepturen der Migros­Plus­Sensitive­Linie wurde speziell auf Allergiker mit sensibler Haut geachtet. Die besonders schonenden Produkte sind ab sofort in grösseren Filialen erhältlich.

Die M­Industrie stellt viele Migros­Produkte her. Dazu gehören auch die Wasch­ und Reinigungsmittel von Migros Plus.


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Dies und das

Praktisch, fruchtig, feurig Ob wasserdichter E-Reader, trendiger Rollkoffer oder erfrischender Kokosdrink: Migros-Produkte bereiten Freude und sorgen für Abwechslung.

Fruchtige Schnittchen Das Brot mit Fruchtstücken überrascht mit einem süsslichen Aroma und schmeckt bestens mit Butter oder einer Scheibe Käse. Und es ist lang haltbar. Früchtebrot in Schnitten, 480 g* Fr. 3.90

Garantiert asiatisch Der Vietnamese David Tran kam 1979 nach Kalifornien und vermisste eine authentische asiatische Hot-Chili-Sauce. So stellte er sie gleich selber her. Huy Fong Sriracha Sauce Hot, 435 ml* Fr. 4.95

Für den exotischen Akzent

Mit dem Kokosdrink aus Fruchtfleisch der Kokosnuss und Wasser lassen sich schmackhafte Smoothies und exotische Cocktails zubereiten. Alnatura Kokosdrink ungesüsst, 1 l* Fr. 3.20

Lektüre in der Badewanne Dem wasserdichten E-Reader machen Wasserspritzer und sogar kurze Tauchgänge nichts aus. Dank «tap2flip»-Funktion genügt zum Umblättern ein Fingertipp. Tolino Vision 4 HD eReader (inkl. Shop von Orell Füssli) Fr. 179.– im Melectronics


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

Knopfdruck statt Schleppen

Der Sprudler verwandelt auf Knopfdruck gutes Schweizer Hahnenwasser in erfrischendes Blöterliwasser. Damit entfällt das Schleppen schwerer Gebinde. Sodastream Trinkwassersprudler Spirit* Fr. 98.–

«Das ist meiner!» Das markante Design ist cool und vorteilhaft. Denn wer mit diesem Koffer reist, erkennt ihn schon von Weitem auf dem Gepäckband. Cockpit Trolley Air (schwarz, petrol oder dunkelviolett), 78 cm* Aktion Fr. 90.30 statt 129.–

Kehr und weg Wer wird denn gleich zum Staubsauger greifen? Oft tun es auch Schaufel und Besen, um den Boden bis zum nächsten Hausputz sauber zu halten. Miobrill Kehrgarnitur Bravo* Fr. 7.50

vom 19. 9. bis 2.10.

* in grösseren Filialen erhältlich

Koffein fürs Haar Bei regelmässiger Anwendung beugen Shampoo und Tonic mit dem Wirkstoff Koffein Haarausfall vor. Bircal Expertise Anti-Haarausfall Coffein Shampoo, 200 ml Fr. 5.60 Coffein Tonic, 200 ml Fr. 6.80

Dufte Minis Seit zwei Jahrzehnten sind Kneipp-Produkte in der Migros erhältlich. Aus diesem Anlass gibt es jetzt ein Jubiläumsset mit Duschgels in handlichem Format. Kneipp Jubiläums-Dusch-Set, 6 × 30 ml Fr. 5.50

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MM38, 18.9.2017 | MIGROS-WELT

Kultur

Kleinkunst im Keller

Das Briger Kellertheater im Stockalperschloss beginnt die neue Saison mit einem hochwertigen Programm – Angriffiges und Prominente inklusive. Text: Denise Jeitziner

V

om einen oder anderen Eklat ist die Rede, wenn man sich in die Geschichte des Briger Kellerthea­ ters vertieft; der erste ereignete sich schon ein Jahr nach der Gründung vor 45 Jahren. Damals sollen während einer Vorstellung des Londoner Action Theatre aufgebrachte Besucher den Saal verlassen haben. Es hagelte Vorwürfe wie Verhöhnung des Publikums, Blasphemie oder Striptease. Ein Theaterbesuch darf auch befremden

«Heutzutage lässt sich das Publikum nicht mehr so leicht provozieren», sagt Walter Niklaus lachend. Was aber für ihn und die übrigen vier Vorstandsmitglieder des Kellertheaters kein Grund ist, es nicht doch gelegentlich zu versuchen. «Wir bemühen uns, mit angriffigeren Stücken den wachen und kritischen Blick der Zuschauerinnen und Zuschauer zu fördern.» Auch Schräges und Innovatives hat Platz im Kellertheater, in dem sie jedes Jahr mit viel Herzblut rund 30 Kleinkunstvorstellungen bieten, samt Cabaret, Konzerten und Theater. Hochstehendes und Populäres im Programm

Bekannte Gesichter aus dem Fernsehen

Manchmal erlebt der Kellertheater­Vor­ stand diesbezüglich auch Überraschungen. Wenn beispielsweise ein Musiker am renommierten Montreux Jazz Festival im Hauptprogramm gespielt hat, in Brig aber trotzdem nur 50 Zuschauer am Konzert erscheinen. Und gelegentlich sind die 150 Plätze komplett ausverkauft, bevor es über­ haupt eine offizielle Ankündigung gab. Das ist oft bei Kleinkünstlern der Fall, die

Der Schauspieler und Komiker Patrick Frey tritt am 23. November mit einem Stück über den Tod auf.

aus dem Fernsehen bekannt sind wie die Kabarettistin Hazel Brugger. Davon sind im neuen Herbst­/Winter­ Programm einige zu finden. Den Auftakt macht am 22. September der Blues­Musiker Marc Amacher, der 2016 mit seiner rauchi­ gen Stimme die Jury von «The Voice of Germany» begeistern konnte und mit ihr Millionen von TV­Zuschauern. Am 29. September folgt der Kabarettist Michael Elsener mit seinem mal bitterbösen, mal ironischen Stück «Mediengeil». Eine Woche später tritt Daniel Ziegler, der «Bassimist» aus «Giacobbo/Müller» auf die Kellertheater­Bühne, SRF­Mode­ rator Ueli Schmezer wird am 10. November mit einer musikalischen Hommage an den Liedermacher Mani Matter zu hören sein, und am 23. November ist der Schauspieler, Autor und Komiker Patrick Frey zu Gast in Brig. Sein neues Programm «Dormicum –

Walliser Kleinkunst am Kellertheater: die gebürtige Visper Sängerin Eloui ...

ein populärmedizinischer Abend» handelt unter anderem vom Tod und wird die Zu­ schauer getreu dem Kellertheater­Leitbild zugleich unterhalten und herausfordern. Eine Plattform für Walliser Kleinkünstler

Und welches ist der persönliche Höhepunkt für Walter Niklaus? «Am meisten gespannt bin ich auf die Sängerin Eloui alias Franziska Abgottspon aus Wien. Sie stammt ursprüng­ lich aus Visp, ist bislang aber nur vereinzelt im Oberwallis aufgetreten.» Am 12. Januar wird Eloui live im Kellertheater des Stock­ alperschlosses zu hören sein. Walliser Künstlern wie ihr versucht das Kellertheater regelmässig eine Plattform zu bieten. Dazu zählen in der neuen Saison auch der Jazztrompeter Manuel Mengis, der am 1. Dezember mit seinem Quartett auftritt, und die Sängerin Laurence Revey aus Siders, die mit ihrem neuen Album

Bilder: A.Bossotto, éditions d'en bas, Andreas Jakwerth, Kellertheater Brig

Ein Besuch im Kellertheater solle die Sinne bereichern, innere Konfrontationen schaf­ fen und dürfe auch mal befremden, heisst es im Leitbild. Mit dem Risiko, dass das Publi­ kum nicht alles goutiert. «Die Programm­ gestaltung ist deswegen immer auch ein Slalomkurs», sagt Walter Niklaus. Man versuche einerseits Kleinkunst zu zeigen, die zwar hochstehend sei, aber womöglich nicht die breiten Massen an­ ziehe, andererseits aber auch populäre Künstler oder Stücke, die für ein möglichst volles Kellertheater sorgten. «Für mich schliesst das eine das andere nicht aus.»


MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

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Ein Strauss zur Geburt, angefertigt von Morgane, Floristin im Forum des Alpes in Conthey

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Wallis

In Ihrer Migros

Blumenbotschaft Die Florissimo-Geschäfte haben nicht einfach nur eine Auswahl an Blumen und Pflanzen: Man kann auch Arrangements und Gestecke für jeden Anlass anfertigen lassen. Text: Mélanie Zuber

S … und Laurence Revey aus Siders

«Alpine Blues & Le Blues des Alpages» am 13. Oktober ihre Bühnenrückkehr feiert. Mit dem Kindertheater «Silvanellas Seiltanz» kommen am Sonntagnachmittag, 19. November auch die Kleinen auf ihre Kosten. Aber «Achtung!» heisst es im Programmheft: «Die Vorstellung kann zu eigenen Zirkusversuchen (ver)führen!» MM

Kellertheater

Programm Das komplette Herbst-/Winterprogramm sowie Infos zu Tickets (20 bis 30 Franken) gibt es auf www.kellertheater.ch oder unter der Postadresse Oberwalliser Kellertheater, Postfach 429, 3900 Brig

agen Sie es mit Blumen, und mit ihren eigenen Worten! Das ist dank den Florissimo-Blumengeschäften kein Problem: Diese bieten zusätzlich zu den zahlreichen ausgestellten Sträussen und Topfpflanzen einen Massanfertigungsservice an. Die Mitarbeitenden sind leidenschaftliche Profis und führen gerne Bestellungen aus. Man kann sich auf ihre Kreativität verlassen oder ihnen einfach beschreiben, was man sich wünscht. Die Kunstwerke können aus frischen oder stabilisierten Blumen bestehen. Es ist auch möglich, Dekorationen aus einer festen Auswahl im Geschäft einbinden zu lassen oder eigene Accessoires mitzubringen. Man kann zum Beispiel einen Schoppen in einen Blumenstrauss für eine frischgebackene Mutter einarbeiten lassen oder für den Heiratsantrag einen Ring in den Strauss binden. Auch eine Geschenkkarte in einem Geburtstagsgesteck ist eine Idee. Die Anfertigungszeit hängt davon ab,

Bild: Didier Bérard

wie komplex der Wunsch ist und ob die Accessoires verfügbar sind. Einfachere Arrangements können sofort angefertigt werden. Für ein komplexeres Objekt wie einen Brautstrauss gibt man die Bestellung am besten eine Woche im Voraus auf. MM

Rabatt

Arrangements und Gestecke Florissimo gibt vom 19. bis 25. September 20 Prozent Rabatt auf alle Arrangements und Gestecke. Dieser gilt ebenfalls für die schon fertigen, in den Geschäften ausgestellten Sträusse. Die Florissimo-Geschäfte befinden sich in den Einkaufszentren Brig-Glis Simplon Center, Visp, Siders Stadt, Sitten Métropole, Conthey Forum des Alpes, Martigny Manoir, Martigny Quartz Do it + Garden, Monthey M central.


Wir geben alles für regionale Produkte.

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MIGROS-WELT | MM38, 18.9.2017

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Thomas Zumofen (links) ist seit dem 13. September der neue Leiter der Human Resources der Migros Wallis. Renaud Clavien wird seine Funktion als Leiter des Departements Fachmärkte und Gastronomie ab dem 1. Oktober übernehmen.

Genossenschaft

Wichtige Veränderungen Die Geschäftsleitung der Migros Wallis begrüsst bald zwei neue Mitglieder. Dadurch kann einerseits ein vakanter Posten besetzt und andererseits die operative Struktur der Genossenschaft gestärkt werden. Text und Bild: Mélanie Zuber

E

in Unternehmen ist wie ein lebender Organismus: Es muss sich ent­ wickeln und wandeln können, um voranzukommen. Damit die Genossenschaft Migros Wallis ihre Aktivitäten unter besten Bedingungen fortsetzen kann, gibt es Veränderungen im Organigramm. Die erste erfolgte im Departement Human Resources, dessen vorheriger Leiter in ein öffentliches Amt wechselte. Zum Nachfolger wählte die Verwaltung der Migros Wallis Thomas Zumofen. Er kam

neu zur Genossenschaft und trat seine Stelle am 13. September an. Zumofen ist auf Human Resources spezialisiert und war bisher in den Bereichen Detailhandel und Dienstleistungen tätig. Für die Zukunft gewappnet

Mit der zweiten Veränderung passt die Migros Wallis ihre operative Struktur an und bereitet sich auf künftige Herausforde­ rungen vor: Das Departement Immobilien und Fachmärkte wird zweigeteilt, um sich

den einzelnen Bereichen aufmerksamer widmen zu können. Es entstanden die Departements Immobilien und Allgemeine Dienste und Fachmärkte und Gastronomie. Das erste Departement wird weiterhin der bisherige Verantwortliche Mirko Coltro leiten. Das zweite Departement wird Renaud Clavien unterstellt, der bei der Genossenschaft gegenwärtig die Funktionen Marketingleiter für die Supermärkte und stellvertretender Leiter des Departements Supermärkte innehat. MM


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Leben MM38

Richtig oder falsch?

Am meisten Wasser verbrauchen Schweizer und Schweizerinnen im Ausland. Richtig! Der Wasser-

1, 2 oder 3?

Der innere Frieden

hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

1 2 3

Es gilt: Wer regionale und saisonale Produkte bevorzugt und Lebensmittel wie Kaffee oder Fleisch als Genussmittel betrachtet, verringert den Wasser-Fussabdruck der Schweiz.

«Lass mich in Frieden!», schreie ich genervt. Jetzt grad nicht, nein», sage ich so freundlich wie nur möglich. «Natürlich habe ich meinen inneren Frieden», sage ich und lächle säuerlich.

Antwort 2: Der Grosse hat die Stimmung schon recht gedeutet. Trotzdem soll er wissen, dass ich auch immer wieder nahe am inneren Frieden bin. Bei Gelegenheit frage ich ihn, wie er darauf gekommen sei. Und lerne: Es war der Kung-Fu-Panda …

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Monica Müller (43)

Wir sind knapp dran. Schon bald wollen wir am Bahnhof kleine Freunde und grosse Freundinnen für einen Ausflug treffen. Ich schäle Rüebli, drücke Schinkentranchen zwischen Brotscheiben. Wickle den Kleinen, schmiere den Grossen mit Sonnencreme ein. Der Pöstler klingelt, ich renne nach unten und nehme ein Paket in Empfang. Der Kleine wimmert, drückt sich an mein Bein. Ich nehme ihn hoch und merke, wie warm er ist. 39,5 Grad, sagt der Fiebermesser. Ich rufe eine Freundin an, bespreche, wo ich ihr den Grossen übergeben darf, während wir zur Haustür rennen. Sie klemmt. Der Kleine weint. Ich schwitze. Der Grosse fragt: «Mami, hast du deinen inneren Frieden gefunden?» Und jetzt?

Fussabdruck der Schweiz entsteht zu 82 Prozent im Ausland. Das meiste ist sogenanntes virtuelles Wasser, das für die Erzeugung von Waren und Dienstleistungen verwendet wird. Das Problem: Die Herstellung vieler in die Schweiz importierter Güter und Lebensmittel erfolgt in niederschlagsarmen Ländern. Das kann dort der Umwelt schaden. Die Produktion eines Kilos Rindfleischs erfordert 15 000 Liter Wasser – hauptsächlich für die Bewässerung der Futterpflanzen. Mit sechs Prozent des Anbaugebiets bewässert die Schweiz weniger Fläche als andere Länder.

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Garten

Romantisches Refugium

Sue Hirschi gärtnert sozusagen unter den Fittichen der Muttergottes:

Ihr liebevoll gepflegtes Hinterhofidyll liegt neben der Jesuitenkirche in Solothurn – eine blühende und duftende Oase inmitten der Altstadt. Text: Almut Berger

W

er an Sue Hirschis Haustür klingelt, hat bereits eine kleine Zeitreise durch das alte Solothurn hinter sich – vorbei an barocken Prunkbauten und symbolträchtigen Brunnen, mitten durch das Gewirr mittelalterlich anmutender Häuser, deren trutzige Fassaden, schmiedeeiserne Fens­ tergitter und massive Haustüren wenig einladend wirken. Wird einem dann aber die Tür geöffnet und tritt man durch den schmalen Gang in den Innenhof, ist das Staunen gross: Überragt vom Rathausturm und von der Marien­ statue auf der Jesuitenkirche, findet sich hier eine grüne Insel, die das Leben da draussen weit entfernt erscheinen lässt. Eine Birke filtert das grelle Son­ nenlicht, Kletterrosen umschlingen einen metallenen Rosenbogen, wilder Wein erklimmt die Wände der umliegenden Häuser und han­ gelt sich dabei von Fensterladen zu Fensterladen, Stoffwimpel in Glace­ farben flattern im Wind, und in einem kleinen Teich dümpelt eine Seerose. Von ausserhalb dringt nur das Läuten der Kirchenglocken

Bilder: Tina Steinauer

rundum in das Idyll. Und das leise Rauschen einer Abluftanlage: Sue Hirschis Terrasse liegt oberhalb der Küche eines benachbarten Restau­ rants – wer in die Knie geht, kann den Köchen in die Töpfe schauen. Unter einem asiatisch an­ gehauchten Sonnenschirm ist der Kaffeetisch bereits gedeckt: Ein zartes Rosendekor schmückt das Porzellan, Herzchen zieren die Gläser und Vögelchen die Serviet­ ten. Die Gastgeberin schmunzelt: «Ich bin halt ‹es bitzeli› eine Romantikerin.» Sagts und bückt sich zu Katze Lulu hinunter, die ihr maunzend um die Beine streicht und hochgehoben werden will. Die Farbe Rosa gibt den Ton an

Die 28­jährige Berufsschullehre­ rin, die gerade mit dem Master­ Studium begonnen hat, ist vor acht Jahren mit ihrem Mann in die Solothurner Altstadt gezogen. Damals präsentierte sich der In­ nenhof noch recht unansehnlich: Die Birke, die sich zwischen zer­ sprungenen Gartenplatten selbst ein Plätzchen gesucht hatte, ein Teich, dessen Folie vom Zahn der Zeit dermassen angenagt war, dass

er nicht mehr dicht war, und Un­ kraut – das wars. Als Erstes pflanzte Sue Hirschi eine Glyzine. Sie schlingt sich nun über drei Etagen an der Regenrinne hoch und erfreut mit ihrer blauen Blütenpracht die Besitzer der Dachterrasse des Nachbarhauses. Es folgten ein Apfelbäumchen, das Jahr für Jahr mehr Früchte trägt, ein Flieder mit zart duftenden Blüten und – Achtung, Romantik! – diverse rosa und rot blühende Klet­ ter­ und Buschrosen: «Die klassi­ schen Edelrosen finde ich langwei­ lig. Rosen sollen verspielt und ver­ träumt sein – und duften», erklärt die Hobbygärtnerin ihre Wahl. In den unzähligen, auf der Ter­ rasse platzierten Blumentöpfen herrschen ebenfalls Rosatöne vor: Die Geranien präsentieren sich in Knallpink, Echinacea, Fetthenne und Herbstanemone in Zartrosa, ein Oleander leuchtet in warmem Rot. Die Solothurnerin baut aber auch Gemüse an: Zum Geburtstag hat sie von ihrem Mann und ihrem Schwiegervater ein selbstgebautes Hochbeet geschenkt bekommen. Diesen Sommer hat sie sich mit Erfolg im Kultivieren von Salat,


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1 Die von selbst «angeflogene» Birke ist Sue Hirschis besonderer Liebling. 2 Nur ein paar Schritte von der Küche entfernt: alles, womit sich das Essen verfeinern lässt 3 Und über allem thront die Muttergottes. 4 Der wilde Wein erobert die Häuserfassaden 1 rundum – Fensterläden inbegriffen.

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LEBEN | MM38, 18.9.2017

103 Tipps

Ab in den Topf(garten)! Mit Topfpflanzen lassen sich die unwirtlichsten Orte begrünen. Zum Überleben brauchen sie das Gleiche wie ihre Verwandten im Gartenbeet: genug Wasser, Luft, Licht und Nährstoffe. Jede Topfpflanze sollte man danach beurteilen, welchen Beitrag sie im Lauf des Gartenjahrs leistet. Bei der Zusammenstellung nicht nur auf die Optik, sondern auch auf den Duft achten.

1

Zur Bepflanzung eignet sich jeder Behälter, der genug Erde fasst und Abzugslöcher hat. kleine Töpfe sind zum Auffüllen von Lücken praktisch. Grössere Gefässe speichern die Feuchtigkeit besser und halten dem Wind besser stand (bei Balkonen die Statik beachten!). Ton- und Keramiktöpfe sollten frostsicher sein. Gewöhnlich werden Töpfe mit gekaufter Erdmischung gefüllt. Hier zeigt sich der grosse Vorteil des Topfgartens: Je nach Anspruch bekommt jede Pflanze das auf sie zugeschnittene Substrat serviert. Tonscherben oder -kügelchen am Topfboden unterstützen die Drainage, ein Giessrand von vier Zentimetern das Wässern.

3

1 Die erhöht gelegene Terrasse ist ein idealer

Topfgarten. Hier steht auch das Gemüsehochbeet.

2 Mit dem Herbst wird der Hinterhofgarten immer

schattiger, was die Wahl der Pflanzen einschränkt.

3 Die Trauben an der Pergola haben es noch

2 jedes Jahr bis zur Reife geschafft.

Zuckermais, Peperoni und Peterli ver­ sucht. Die Tomaten sind unterdessen vom Hochbeet an die Hauswand um­ gezogen. «Dort sind sie geschützter.» Während der warmen Jahreszeit ist im Hinterhofgärtchen jeden zweiten Abend eine Stunde Giessen angesagt. «Töpfe trocknen halt rascher aus», er­ klärt Sue Hirschi. Unterstützt wird sie dabei von einer pensionierten Nach­ barin. Diese greife auch ein, wenn der Sturm mal wieder diverse Töpfe (eigene und die der Dachterrasse rundherum) «über Chopf» geworfen habe: «Von ihrer Wohnung im zweiten Stock aus hat sie den totalen Überblick.» Die abendlichen Giessaktionen werden oft von den Kamikazeflügen diverser Fledermäuse

begleitet, die in den Dachstöcken der Altstadt hausen und vom Licht der Laternen angelockt werden. Ihre Freude am Gärtnern hat die junge Frau übrigens von ihrer Mutter geerbt, von einem grünen Daumen will sie aber nicht sprechen: Sie könne zwar pflanzen, düngen und schützen – «wachsen muss es von selbst». Und was nicht wachsen wolle, müsse Platz für anderes machen: «Da bin ich rigoros.» Fragt man Sue Hirschi, was ihr zu ihrem Gartenglück noch fehle, muss sie nicht lang überlegen: «Ein Bad. Bloss keins aus Plastik, sondern am liebsten ein grosses, altes Käsechessi.» Ganz romantisch halt. MM Weitere Bilder auf www.migmag.ch/refugium

Gefässe nie direkt auf die Erde setzen: Die Abzugslöcher könnten verstopfen. Abhilfe schaffen Backsteine oder Tonfüsschen. Topfpflanzen entwickeln im Sommer oft mächtig Durst. Wer viele Gefässe besitzt, sollte die Anschaffung einer automatischen Bewässerungsanlage in Erwägung ziehen. Wo Pflanzen unter unnatürlichen, eingeschränkten Bedingungen wachsen, braucht es Doping: Praktisch ist Depotdünger. Bei schlechten Lichtverhältnissen – beispielsweise bei einem engen Durchgang – sorgt ein Rotationssystem dafür, dass keine Pflanze länger im Dunkeln steht. Praktisch sind Kübel mit Griffen oder Rädern. Pflanzgefässe können übrigens auch in konventionellen Gärten eine wichtige Rolle spielen: indem sie einen Blickfang bieten oder zusätzliche Ebenen schaffen.


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LEBEN | MM38, 18.9.2017

Familie

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Tipps

Feiern ohne Stress Damit Teenagerpartys nicht aus dem Ruder laufen, müssen wichtige Punkte geklärt werden, unter anderem die Frage nach einer volljährigen Aufsichtsperson. Text: Claudia Weiss

So organisiert man die perfekte Party Partylocation geschickt aussuchen

• Privatwohnungen sind nur für kleine Partys empfehlenswert. • Jugendraum von der Gemein­ de für grössere Partys. Vorteil: Meistens ist jemand von der Jugendarbeit bei der Planung und Durchführung dabei. • Eine gute Alternative sind Waldhütten. Vorteil: keine Lärmklagen von Nachbarn; Nachteil: weniger kontrollier­ bar und überblickbar Gezielt einladen

• Nur Freunde einladen, keine offenen Einladungen • Die Einladungen per SMS oder mündlich verteilen; wenn via Facebook, dann nur auf einer geschlossenen Freundesgruppe Alkoholregeln einhalten • An Jugendliche unter 16 Jahren

Bild: Getty Images

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ür Teenager sind Geburtstagsfeste mit Kuchen und Spielen out, sie wollen ihre eigene coole Party veranstalten: Mit Freunden Musik hören, etwas trinken und einfach zusammen sein. Eltern jedoch stellt das vor ganz neue Sorgen: Unweigerlich drängen sich Bilder von ausser Rand und Band geratenen Feten auf, von hundert wildfremden Jugendlichen, die herbeiströmen und ungezügelt lärmen und trin­ ken. Das ist vorgekommen. Und es verdirbt nicht nur Eltern die Laune, sondern den überrumpel­ ten Jugendlichen das Fest. Mit sorgfältiger Planung las­ sen sich Exzesse vermeiden. «Das A und O für ein gutes Gelin­ gen ist, dass sich Eltern und Jugendliche miteinander abspre­ chen», sagt Donat Richiger (33), Ressortleiter offene Jugend­ arbeit im Zentrum für Kind, Jugend und Familie in St. Gallen. Sind die Jugendlichen unter 16 sollten die Eltern mithelfen, alle wichtigen Punkte zu beden­

ken: Streng genommen gelten sie als Mitgastgeber und haften sogar, wenn jugendliche Gäste eine Flasche Wodka aus ihrem Schrank leer trinken. Richiger findet es dennoch wichtig, dass Jugendliche Erfah­ rungen mit der Partyorganisa­ tion machen dürfen. «Wenn ihnen Verantwortung übertragen wird, nützen sie die Freiheit weniger aus.» Viele seien ganz froh um Hilfe beim Planen. Das fängt schon bei der Frage an, wer auf welchem Weg eingeladen wird, und wie viele Personen. Dann ist wichtig, wo die Party stattfindet, wie lange sie dauert und wer die Aufsicht hat. «Das müssen nicht unbedingt die Eltern sein», sagt Richiger, «ein volljähriger Cousin beispiels­ weise wird oft als cooler und weniger störend empfunden.» Eine erwachsene Aufsichts­ person ist auch aus rechtlichen Gründen angebracht, denn wer sich nicht an die Vorschriften hält, riskiert Polizeibesuch. «Wir rücken regelmässig wegen

Lärmklagen aus», sagt Joel Meier (29), Jugendpolizist bei der Stadtpolizei St. Gallen. Ab 22 Uhr ist Zimmerlautstärke angesagt. Die ist für eine Horde ausgelassener Jugendlicher nicht einfach einzuhalten. Auch punkto Alkohol nehmen viele die Regeln nicht so genau (siehe Tipps). Eltern sollten aber gerade hier genau hinschauen, sagt Meier. «Je mehr Alkohol im Spiel ist, desto mehr Gewalt, Lärm und Littering.» Auch Jugendarbeiter Donat Richiger weiss aus Erfahrung: «Sehr oft sind die Jugendlichen froh, wenn sie zwar eine ‹Sturm­ freiparty› feiern dürfen, aber eine Notfallnummer haben für den Fall, dass diese eskaliert.» Und ein kleiner Tipp von Jugendpolizist Meier für den Fall, dass er und seine Kollegen anrücken: «Wie man mit der Polizei redet, so kommt es zu­ rück.» Heisst, dass man bei einer Lärmklage unter Umständen auch mit einer Ermahnung davonkommt.

darf kein Alkohol abgegeben werden. • Unter 18 Jahren dürfen keine harten Spirituosen (auch keine Alkopops) abgegeben werden, nur Bier. • Bei einer Hausparty müssen deshalb Spirituosen weg­ geschlossen sein. Haftungsfragen klären • Wer einen Mietvertrag für einen Partyraum unter­ schreibt, muss volljährig sein und haftet bei Schäden, sofern der Verursacher nicht ermittelt werden kann. • Wer hingegen als Gast dem Gastgeber im Alkoholrausch mutwillig ein Fenster zertrüm­ mert, haftet ab dem zehnten Lebensjahr selbst dafür. • Für den Hin­ und Nachhause­ weg sind nicht die Party­ veranstalter verantwortlich, sondern die Jugendlichen und deren Eltern. Last but not least

• Das Partyende verbindlich festlegen • Eine erwachsene Person auf das Einhalten von Regeln und Schlusszeit achten lassen • Weitere Tipps sind im Flyer «Ausgang – Suchtmittel – Party» zu finden: www.migmag.ch/ party MM


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Tipps

Darauf muss man in den Bergen achten Akklimatisation

Der Körper braucht ein paar Tage, bis er sich an die Höhe angepasst hat. Darum sollten schwere körperliche Belastungen nicht während der ersten Tage stattfinden. Erhöhter Flüssigkeitsbedarf

In der Höhe ist die Luft nicht nur dünner, sondern oft auch trockener. Darum sollte man darauf achten, etwas mehr zu trinken als sonst.

MM38, 18.9.2017 | LEBEN

Gesundheit

Heilsame Höhenluft

Früher wurden Tuberkulose-Patienten zur Kur in die Höhe geschickt. Heute setzen vor allem Spitzensportler auf die Wirkung der dünnen Luft. Sie kann leistungsfördernd sein. Text: Hanspeter Betschart

Eincremen In der Höhe ist die Sonneneinstrahlung stärker. Ein entsprechender Sonnenschutz ist darum besonders wichtig. Regeneration

Körperliche Aktivität ist in der Höhe anstrengender als in der gewohnten Umgebung. Darum ist es wichtig, dem Körper ausreichend Erholung zu gönnen.

«iMpuls»-Lesetipp

Ferien vom Asthma Auch viele Asthmapatienten fühlen sich in den Bergen besser.

Auslöser wie Pollen, Milben oder feiner Staub sind in der Höhe seltener. www.migros-impuls.ch

iMpuls ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.

Die dünne Luft in den Bergen enthält kaum Allergene und Schadstoffe.

M

it jedem zusätzlichen Meter über Meer wird die Luft dünner. Wer seine Ferien gerne in den Bergen verbringt, kennt darum vielleicht die bleierne Müdigkeit oder die Kopfschmerzen, die ihn während der ersten Tage oft verfol­ gen. Der Körper arbeitet dann auf Hochtouren und produziert ver­ stärkt rote Blutkörperchen, um mehr Sauerstoff transportieren zu können. Diesen Effekt machen sich Spitzensportler gern zunutze. Die zusätzlichen roten Blut­ körperchen machen die Sportler im Unterland gegenüber der Konkurrenz leistungsfähiger. Ihr Rezept lautet oft «sleep high, train low», also Schlafen auf über 2500 Metern und Trainieren auf rund 1500 Metern über Meer.

Bis ein Höhentraining messbar wirkt, braucht es jedoch einen Aufenthalt von mindestens drei bis vier Wochen. Allergenarme Höhenlagen

Vom positiven Effekt auf den Kör­ per können aber auch alle profi­ tieren, die nicht so lange in den Bergen bleiben können. Der lang­ samere Lebensrhythmus, die vielen Sonnenstunden und die frische Luft lassen den Körper neue Kräfte tanken. Höhenlagen sind zudem besonders allergen­ und schadstoff­ arm und darum ideal bei Erkran­ kungen der Lunge und der Atem­ wege. Darum werden Reha­Klini­ ken für Lungenpatienten bis heute bevorzugt in der Höhe gebaut. Da die Belastung für den Körper in der Höhe jedoch grösser ist, sollte

Dr. med. Hanspeter Betschart,

Allg. Innere Medizin FMH, Sportmedizin SGSM, Medbase Abtwil In Zusammenarbeit mit


LEBEN | MM38, 18.9.2017

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Fakten-Check

E-Bike oder Velo?

Velo

E-Bike Vorteile

Vorteile

Nachteile

Nachteile Regelmässiges Training

Für wen Für alle, auch ältere und/oder

Für wen Generell für alle, besonders für

Was ist zu beachten? Wer sollte verzichten? • Unter 14 Jahren nicht geeignet

Was ist zu beachten? Wer sollte verzichten?

Kalorienverbrauch 80 bis 400 kcal/ 30 Min., je nach Intensität, Modell und

Kalorienverbrauch 100 bis 500 kcal/ 30 Min., je nach Trittfrequenz und Eigengewicht des Fahrers

• Bietet fast allen die Möglichkeit, sich körperlich zu betätigen • Umweltfreundlich, aber weniger sauber als das klassische Velo • Bestens geeignet für den Stadtverkehr • Erfordert einen geringeren Kraftaufwand und ist somit weniger schweisstreibend • Teurer, schwerer und gefährlicher als ein Standardvelo • Beschränkte Autonomie übergewichtige Personen

bei bestehenden Herz- oder Lungenproblemen vor einem solchen Aufenthalt zuerst mit dem Arzt Rücksprache genommen werden.

Bild: Sandy Aknine/Getty Images

Mittelmeerklima für die Gelenke

Ganz anders sieht es stattdessen am Mittelmeer aus. Die hohen Temperaturen und das Meerwasser fördern die Durchblutung – und können dadurch Gelenkschmerzen lindern. Die vielen Sonnenstunden und die südländische Mentalität lassen den Blutdruck zudem häufig schon beim Gedanken an die Feriendestination sinken. Ein Pauschalprinzip, das bei allen wirkt, gibt es aber leider nicht. Darum ist es wichtig, auf seinen Körper zu hören und das jeweils Wirksamste – allenfalls auch zusammen mit seinem Arzt – zu wählen. MM

• Vor dem Kauf einen Kurs besuchen • Richtige Sitzposition einstellen • Helm tragen • Bei schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen den Arzt zu Rate ziehen

Eigengewicht des Fahrers

• Sehr gut für die Gesundheit (Ausdauer von Herz, Kreislauf und Muskeln) • Umweltfreundlich • Ideal, um in der Stadt rasch von A nach B zu gelangen und Staus zu umfahren. Keine Parkplatzprobleme. • Auch sportliche Leistungen sind möglich notwendig, um lange Strecken und Steigungen zu bewältigen, ohne sich übermässig zu quälen sportlich Ambitionierte

• Ein Velo wählen, das den Bedürfnissen und dem Körperbau entspricht • Helm tragen • Velofahren ist für Personen mit Rückenbeschwerden und Gelenkproblemen nicht unbedingt geeignet.

Fazit Klassisches Velo oder E-Bike? «Für die Gesundheit ist beides sehr gut», betont Mathieu Saubade, Leiter der Bewegungs-Sprechstunde am Universitätsspital Lausanne CHUV. Für den Sportmediziner ist klar: Der Entscheid muss von den Bedürfnissen abhängig gemacht werden: klassisches Velo für Sportler und Pendler, die kurze, flache Strecken zurücklegen, E-Bike für Personen, die regelmässig in hügeligem Gebiet unterwegs sind. «Elektrovelos sind auch ideal für Personen, die sich ohne allzu grosse Anstrengung körperlich betätigen möchten (und müssen!)», meint der Mediziner.


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Auto

SUV für die Stadt Mit dem Crossland X erweitert Opel die Palette um einen kompakten SUV ohne Allradantrieb. Kann dieser City-SUV im Alltag bestehen? Familie Haldemann aus Aadorf TG hat ihn eine Woche lang gestestet. Texte: Timothy Pfannkuchen

Der Antrieb «Den Crossland X gibt es nur mit Frontantrieb. Auch wenn man das nur selten braucht und er ja kein typischer SUV ist: Für uns gehört in so einem Auto Allradantrieb eigentlich dazu.» Matthias Haldemann

Bilder: Holger Salach

O

pel hat einen Lauf: Jüngst hagelt es regelrecht Neuheiten. Im Blickpunkt stehen neben Insignia und Ampera-e (siehe Testaufruf Seite 109) die SUV: Mit den Modellen Crossland X und Grandland X hat der erfolgreiche Mokka X soeben zwei Brüder bekommen Für Familie Haldemann genau der richtige Zeitpunkt, den Crossland X ausgiebig zu prüfen: Die Familie aus Aadorf TG sucht einen Nachfolger für ihren VW Passat. «Sieht aus wie ein SUV, ist aber keiner», bringt es Matthias Haldemann (41) auf den Punkt, «für uns wärs eher ein Kompakt-, also Zweitwagen.» Gut kommt bei der Familie das Design des Crossland X an. So erinnert sie etwa der Schwung hinten am Dach angenehm an den Opel Adam.

103 g/km CO2 Grenzwert 2017: 118 g/km

Wendig und sparsam

«Einstiegshöhe und Sitzkomfort sind sehr gut», lobt Eliane Haldemann (40): «Es fehlt nur eine Mittelarmlehne für den Beifahrer.» Dem Ehepaar gefällt, wie übersichtlich und somit leicht zu rangieren der Wagen dank nur 4,21 Metern Länge und Rückfahrkamera ist. Kritik übt die Finanzplanerin am Platzangebot (siehe Seite 109). Und zum Fahrwerk sagt Matthias Haldeman: «Er ist sanft gefedert – und damit zu komfortabel für uns: Wir mögens sportlicher.» Der Betriebsökonom fügt jedoch an: «An sich ist der Crossland X sowohl in der Stadt wie über Land sehr angenehm und vor allem wendig.» Ähnlich das Urteil zum 120-PS-Dieselmotor: Der habe genug Kraft, klinge aber leider brummig. Dafür ist er sparsam: «Wir haben im Alltag im Schnitt nur etwas über fünf Liter verbraucht.» Käme der Crossland X für die Familie infrage? «Als Erstfamilienwagen ist er für uns zu klein. Wir sind als aktive Familie häufig mit viel Gepäck unterwegs», resümiert Eliane Haldemann, «aber der Preis ist fair, und als Zweitwagen oder für Fahrten ohne Kinder würde er sicher passen.» MM

Das Cockpit «Sehr nützlich ist das Head-up-Display – so hat man die Tempoanzeige stets perfekt im Blick. Auch das moderne Infotainment kann alles, was Smartphone-Nutzer erwarten.» Eliane Haldemann


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Das Design «Trotz des peppigen SUV­Stils ist der Crossland X eher ein sogenannter Crossover und ein kompaktes Stadtauto. Sehr hell und angenehm ist das Licht der LED­Scheinwerfer.» Matthias Haldemann

Die Familie Halde­ mann aus Aadorf TG hat über 800 Kilo­ meter Testfahrt im Opel Crossland X hin­ ter sich: Matthias (41), Eliane (40), Selina (10) und Maline (8)

Testfamilie gesucht

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Opel Crossland X 1.6 D Antrieb: 1.6­R4­Turbodiesel, 88 kW/120 PS, 300 Nm bei 1750/min,

6­Gang­Schaltung, Frontantrieb Fahrwerte: 0–100 km/h in 9,9 s, Spitze 187 km/h Gewicht: 1278 kg. Umwelt: Normverbrauch 4,0 l/ 100 km = 103 g/km CO₂, Energie A Preis: ab 28 600 Franken (Basis: 1.2, 81­PS­Benziner, ab 18 900 Franken)

Der Platz «Zwar ist der Fond dank längs verschiebbarer Rückbank selbst für Erwachsene bequem, aber für eine Familie ist der Laderaum zu klein: Im Alltag reichts, für Ferien aber nicht.» Eliane Haldemann

Antrieb: Elektromotor, 150 kW/204 PS,

1­Gang­Automat, Front­ antrieb. Umweltwerte: Normverbrauch 13,6 kWh/100 km = 0 g/km CO₂, Energie A. Preis: ab 41 900 Franken


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W Brave New Girl

Generation Zen

Anne-Sophie Keller (27) glaubt

an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.

Ich treffe weniger Freunde und führe weniger Small Talk. Dafür mehr echte Gespräche. Ich habe mir seit Tagen nicht mehr die Zunge an heissem Tee verbrannt und verpasse Trams am Laufmeter. Ich tue ab und zu sogar das Unaussprechliche und bleibe am Freitagabend daheim. Mein Klout-Faktor ist im Keller – meine Zufriedenheit im All-Time-High. Mit Faulenzen hat das alles aber nicht wirklich zu tun. Eher mit der Überzeugung, dass man sich dem Diktat der Leistungsgesellschaft auch entziehen kann, ohne dass die Welt untergeht.

Lange hatte ich das Gefühl, mit dieser Einstellung die totale Exotin zu sein. Schliesslich ist meine Generation doch geprägt vom Diktat des «Besser! Schneller! Lauter! Mehr!». Aber falsch gedacht. Je mehr ich mich mit Leuten über diese Themen unterhalte, desto mehr von ihnen outen sich als Verbündete. Die Menschen in meinem Umfeld praktizieren Meditation, Yoga und Digital Detox bis zum Gehtnichtmehr. Mein halber Freundeskreis hat derzeit die Meditations-App «Headspace» auf dem Smartphone installiert. Und wer es sich leisten kann, arbeitet Teilzeit. Wir entwickeln uns kollektiv zu schlechterem Humankapital, zu ökonomisch weniger ausschlachtbaren Arbeitskräften – und ich finde diesen Trend über alle Massen beruhigend. MM

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Bild: Andrea Monica Hug

Wie Sie, liebe Leserschaft, der letzten Kolumne entnehmen konnten, bin ich derzeit auf dem Entschleunigungstrip. Seit dieser bewussten Entscheidung hat sich mein Leben merklich verbessert.


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Zinsausblick: Leichter Aufwärtstrend bei langen Laufzeiten

Bild: Gerry Nitsch

Irina Martín (26)

ist als Ökonomin für die Migros Bank tätig.

Die SNB steuert ihren Leitzins anhand des sogenannten Einlagen­ satzes. Das ist der Zinssatz, den die Nationalbank Geschäftsbanken belastet, wenn deren Giroguthaben einen bestimmten Freibetrag übersteigt. Dabei muss die SNB die Leitzinsentscheide der EZB berücksichtigen. Eine Zinserhöhung in der Schweiz macht Investitionen in Schweizer Franken im Vergleich zu Investitionen in Euro attraktiver. Als Konsequenz steigt in der Regel die Nachfrage nach Schweizer Franken, was unsere Währung gegenüber dem Euro teurer

Entwicklung der Hypothekarzinsen (in Prozent) Der Liborzinssatz bleibt auf tiefem Niveau stabil. 2,6

Festhypothek, Laufzeit 3–5 J ■ Festhypothek, Laufzeit 5–7 J ■ Festhypothek, Laufzeit 7–10 J ■ 6M Libor Hypothek, Laufzeit 3 J ■

2,4 2,2 2,0 1,8 1,6 1,4 1,2 1

Ma i 20 12 Sep tem Juli 20 No ber 12 vem 20 be 12 Jan r 201 uar 2 Mä 2013 rz 2 Ma 013 i 20 13 Sep tem Juli 20 1 No b vem er 20 3 be 13 Jan r 201 uar 3 Mä 2014 rz 2 Ma 014 i 20 14 Sep tem Juli 20 No ber 14 vem 20 be 14 Jan r 2014 uar Mä 2015 rz 2 Ma 015 i 20 15 Sep tem Juli 20 No ber 15 vem 20 be 15 Jan r 201 uar 5 Mä 2016 rz 2 Ma 016 i 20 16 Sep tem Juli 20 No ber 16 vem 20 be 16 Jan r 2016 uar Mä 2017 rz 2 Ma 017 i 20 17

In den USA werden Anzeichen einer restriktiveren Geldpolitik sichtbar. Die US-Notenbank hat ihren Leitzins seit 2015 viermal angehoben und wird bald mit der Reduktion der Wertpapierbestände in ihrer Bilanz beginnen. Auch in der Eurozone zeichnet sich eine Änderung in der geldpolitischen Stossrichtung der Europäischen Zentralbank (EZB) ab. Sie wird ihre Wertpapierkäufe im kommenden Jahr beenden. Eine Leitzinserhöhung erwarten wir jedoch nicht vor 2019. Deshalb bleibt die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vorerst unverändert.

Quellen: SNB, Thomson Reuters Datastream

macht. Wir erwarten deshalb, dass auch die SNB den Leitzins frühestens 2019 anhebt. Bei den Langfristzinsen rechnen wir dagegen schon bald mit einem langsamen Anstieg. Bei Schweizer Anleihen ist ein Zinsanstieg bereits in den langen Laufzeiten zu beobachten. Für Hypothekarzinsen bedeutet dies: Höhere Libor-Zinsen erwarten

wir frühestens anfangs 2019. Für risikofreudige Anlegerinnen und Anleger bleiben Libor-Hypotheken also attraktiv. Risikoscheuere Anleger können den Zinssatz via Festhypotheken absichern – das ist derzeit besonders günstig. Dies könnte sich aber langsam ändern, da die Langfristzinsen etwas steigen dürften. MM

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MM38, 18.9.2017 | LEBEN

Kinder

Seltsames Leuchten Irrlichter sorgten früher für viel Irrglauben. Heute haben die Wissenschafter eine mögliche Erklärung für die leuchtenden Erscheinungen. Text: Nadia Barth

Sauerstoff

Illustration: Jan Kruse

Sauerstoff

Methan Phosphorwasserstoff

Methan

Das sagen die Wissenschafter Das Irrlicht ist ein schwacher Lichtschimmer, der

manchmal in sumpfigen Gebieten oder in der Nähe von Friedhöfen zu sehen ist. Es erscheint in Form eines kleinen Flämmchens, das in Bodennähe schwebt. Seine Farbe variiert von Gelblich bis Bläulich. Typisch ist, dass das verschwommene und fla­ ckernde Licht meist nur einen kurzen Moment lang brennt. Die Erklärung der Wissenschaft lautet so: Wenn sich

Pflanzen zersetzen, wird Methangas frei. Dieses ist ein Brennstoff. Bei der Zer­ setzung von Lebewesen entsteht hingegen Phosphor­ wasserstoff. Wenn beide Gase aus dem Boden, wo sie sich gebildet haben, an die

Oberfläche steigen und in der Luft aufeinandertreffen, entzündet sich der Phos­ phorwasserstoff und sorgt für die Verbrennung des Methangases . Erstmals erwähnt wurden

Irrlichter im Mittelalter. Damals hielt man diese seltsamen Flämmchen für Gespenster oder böse Geister, weil das Phänomen vor allem an eher unheim­ lichen Orten wie Friedhöfen beobachtet wurde. MM

.

Gruselig: Irrlichter werden meist in der Nähe von Friedhöfen beobachtet.

Bild: iStockphoto

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LEBEN | MM38, 18.9.2017

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So macht Zähneputzen schon fast Spass: www.migmag.ch/ zaehneputzen

Luana (12), Beromünster LU

Nun kommen wir auf geheime Codes, Roboter und Verschwö­ rungen zu sprechen. Um diese Streifen ranken sich nämlich wilde Gerüchte. Man findet sie auf Tuben, Tetrapaks und anderen Verpackungen. Sind es geheime Botschaften, die nur Eingeweihte verstehen? Das sagen im Internet einige Leute, die behaupten, dass die Streifen vor schädlichen Inhaltsstoffen war­ nen: Ein schwarzer Streifen würde bedeuten: Achtung, hier steckt böse

Chemie drin! Ein grüner Streifen: Alles natürlich und gesund. Das ist eine moderne Sage. Glaub diese Märchen nicht! Die Streifen bedeuten in Wirklichkeit nämlich … nichts. Nun kommen die Roboter ins Spiel: Die Tuben und Packungen werden ja in Fabriken befüllt, von Robotern. Diese haben keine Augen, aber sogenannte Sensoren, mit denen sie Dinge erkennen können. Dank eines Streifens am Ende der Tube wissen sie, wie sie die Tube drehen müs­

sen, damit die Bilder und Texte auf der Tube schön gerade dargestellt werden. Die Streifen helfen, die Roboter zu steuern. Darum heissen sie «Steuermarken» (auch Pass­ oder Tastmarken). Sie werden in einer Farbe gewählt, die bereits auf der Verpackung vorkommt. So wird Geld gespart, weil keine zusätzliche Farbe eingesetzt werden muss. Wollen wir ein neues Gerücht in Umlauf bringen? Wie wärs mit blauen Streifen = endlich Spass beim Putzen – ideal für Zahnputzmuffel. MM

Eine Mutter erklärt die Welt:

Journalistin Gabriela Bonin (50) beantwortet Kinderfragen.

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Hilf Hugo, seinen Regenschirm wiederzufinden!

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LEBEN | MM38, 18.9.2017

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Magischer Norden Willkommen zu einer märchenhaften Woche in Finnisch Lappland! Streifen Sie durch prächtige Winterlandschaften und beobachten Sie die zauberhaften Nordlichter.

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ief verschneite Land­ schaften, Blockhaus­ romantik, tanzende Nordlichter und eine Vielzahl an Aktivitäten – der Winter in Finnisch Lappland bietet alles, was sich Winterfans wünschen. Ruka/Kuusamo ist bekannt für seine Nordlichter. Aber auch in Levi und Äkäslompolo im nördlichen Finnland lässt sich dieses unvergleichliche Naturschauspiel beobachten. Die Unterkünfte liegen ausserhalb der touristischen Zentren – die

ideale Voraussetzung, die Nord­ lichter sozusagen vom Wohn­ zimmer aus zu beobachten. Eine weitere Möglichkeit für Nordlichtbeobachtungen sind die am Abend stattfindenden Schneeschuhtouren. Finnisch Lappland ist auch die ideale Region für rasante Husky­ und Motorschlitten­ safaris, ausgiebige Schnee­ schuhtouren, Langlaufen und Besuche auf Rentierfarmen. Und was gibt es nach einem ereignisreichen Tag Schöneres, als in einem schmucken Block­

haus am Cheminée zu sitzen und in die unberührte Natur zu schauen? Entschleunigung garantiert

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LEBEN | MM38, 18.9.2017

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117

Auflösung Nr. 37: AUKTION

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LEBEN | MM38, 18.9.2017

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Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wie nennt man eine wenig beachtete Person? M Windrose

N Mauerblümchen

G Strassentulpe

2. Welche Partei ist im Bundesrat nicht vertreten? E

CVP

I

FDP

O Grüne

3. Mit welcher Zahl wird ein toter Link im World Wide Web angegeben? S

333

R 404

N 007

So nehmen Sie teil

4. Wie viele Prozent des Bodenseeufers gehören zur Schweiz? I

ca. 87 %

C ca. 54 %

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.9.2017, 24 Uhr

W ca. 27 %

5. Die «Türme von Hanoi» bezeichnen …? E

ein Knobelspiel

L

Hochhäuser

H eine Klosteranlage

6. Welchen Posten hatte Staatspräsident Macron unter der Regierung Hollandes? O Kulturminister

G Wirtschaftsminister

I

Umweltminister

E

Splügenpass

7. Welcher dieser Pässe führt von der Schweiz nach Italien? S

Albulapass

L

Ofenpass

8. Wie nennt man die «Figur», die einige Fussballer nach einem Torerfolg zeigen? N Dab

F

Mad

K Fab

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Auflösung Nr. 37: MEMOIREN

Gewinner Nr. 36: Ella Deltenre, Neuenhof AG; Violette Heiniger, Aeschi SO; Verena Lerch, Schliern BE

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

E

3 5 1

2

Auflösung Nr. 37: TUETE Gewinner Nr. 36: Chris Dove, Sarnen; Nick Sigg, Frasnacht TG; Monika Sonder-Bieler, Chur

4

ALLERLE I BENED I KT BRAETELN D I PLEG I E ERPROBEN JAGERTEE MA L T E S E R RONDE L L E SPENGL ER TEEBLATT

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Lösungswort: 1

2

3

4

5


Schwere Beine: Warum leiden so viele Menschen darunter? Drainastim bekämpft die 3 Gründe für schwere, geschwollene und schmerzende Beine!

Wenn Sie unter schweren, geschwollenen und müden Beinen oder schlimmer noch an Krampfadern, Knieschmerzen oder sogar Diabetes mellitus leiden, ist es sehr wahrscheinlich, dass all diese Probleme durch 3 essentielle Gründe verursacht werden… Die gute Nachricht: Mangelnder Sport ist nicht der Hauptgrund! Nur Drainastim, ein neues Verfahren, hilft, diese 3 Gründe gleichzeitig und wirksam zu bekämpfen. Danièle Evenou, bekannt aus der Verbessert die Blutzirkulation Verringert die Muskelmüdigkeit Ideal zur Bekämpfung von Arthrose, Bluthochdruck und Diabetes mellitus Typ 2

Verhindert Gelenksteifigkeit Verhindert Krämpfe Reduziert die Wasserretention Lindert Schmerzen und Schwellungen

Nach einem langen Tag kann es vorkommen, dass Sie schwere, müde und sogar geschwollene Beine haben… Drainastim wurde entwickelt, um Ihre Blutzirkulation zu verbessern, die Muskelmüdigkeit zu verringern und die Schmerzen und Schwellungen zu lindern. Ein zweites Herz in den Waden Ein durchschnittlicher Erwachsener verfügt über etwa 4 bis 5 Liter Blut. Die Arterien transportieren das Blut vom Herzen weg. Dabei handelt es sich um Blutgefässe, die das sauerstoffreiche Blut vom Herzen in die Beine, in die Arme und in die anderen Teile des Körpers transportieren, um somit die Bewegungen zu ermöglichen. Die Venen transportieren das „verbrauchte“ Blut zum Herzen.

französischen Fernsehserie „Marie Pervenche“ verrät: Drainastim kümmert sich wirklich um mich und meine Gesundheit!

Die elektrische Muskelstimulation: Eine international anerkannte Technologie Die Funktionsweise von Drainastim ist einfach und birgt keinerlei Gefahren. Drainastim sendet über die Fusssohle elektrische Mikroimpulse aus, um die Nerven zu aktivieren und die Muskeln der Füsse und Waden anzuspannen. Anschliessend entspannen sich die Muskeln und geben das während der ersten Anspannung angestaute Blut frei. In regelmässigen Abständen schafft die Elektrostimulation eine Pumpwirkung in den Venen (wie als ob Sie gehen würden).

Während wir laufen, erfolgt der Venenrückfluss (der Rückfluss des Blutes zum Herzen) dank der Kompression der Gefässe des Fussgewölbes. Auch die Kontraktion der Wadenmuskulatur spielt eine grosse Rolle beim Aufstieg des Blutes in den oberen Teil des Körpers. Diese essentielle Rolle bringt der Wade den Spitznamen „zweites Herz“ ein. Aber das ganze System kann nur funktionieren, wenn das Blut daran gehindert wird, bedingt durch die Schwerkraft wieder nach unten zu fliessen. Zu diesem Zweck verfügen die Venen über Rückschlagventile, die sogenannten Venenklappen… Manchmal werden diese Klappen beschädigt und schliessen sich beim Blutdurchlauf nicht mehr: Die Blutzirkulation ist nicht mehr so leistungsfähig und führt zu einer Die 3 Gründe für schwere und schmerzende Beine Stauung des Blutes in den oberflächlichen Venen, deren ersten Folgen • Der erste Grund für schwere Beine ist leider genetisch veranlagt. Ihr Organismus ermöglicht keinen ausreichenden Venenrückfluss. „schwere Beine“, Kribbeln, Krämpfe, Schmerzen usw. sind. Seien Sie unbesorgt, mehr als jeder dritte Mensch leidet an dieser Insuffizienz. In nur wenigen Minuten am Tag wird DrainDanièle Evenou astim diese Pumpe in der Wade “Bis zu dem Tag, an dem ich Drainastim entdeckte, wiederbeleben. Dieses „zweite Herz“ in Ihren Waden wird glaubte ich, dass schwere Beine und Gelenkschmerzen ein dank der in diesem neuen Verunabwendbares Übel seien ” fahren programmierten Wellen während der Anwendung und Entdecken auch Sie Drainastim, Seit Jahren tritt Danièle Evenou, bekannt aus dem auch noch Stunden danach TV, Theater und Kino, stets strahlend und topfit auf. arbeiten. um Krämpfen, schweren und müden Beinen und • Der zweite Grund steht in geschwollenen Füssen ein Verbindung mit einer Muskel-

Ende zu bereiten!

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Jeder dritte Mensch sei betroffen Ausgehend von der Feststellung, dass jeder dritte Mensch an einer schlechten Blutzirkulation leiden könnte, wurde das neue Verfahren Drainastim entwickelt, um die Venenzirkulation zu verbessern und das Gefühl von schweren und müden Beine zu lindern. Dieser Zirkulationsstimulator beruht auf dem Prinzip der elektrischen Muskelstimulation an den Fusssohlen, wodurch die Schmerzen, die Beschwerden

Der Venenrückfluss Fliessrichtung des Blutes

Blutrückfluss

Gesunde Venenklappe

Beschädigte Venenklappe

Normale Zirkulation

Anormale Zirkulation

und die Schwellungen rasch gelindert werden. Drainastim stellt keinen Ersatz für körperliche Betätigungen dar, ist aber ein ideales Elektrostimulationsverfahren, um den Blutfluss zu verbessern!

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LEBEN | MM38, 18.9.2017

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Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 37: 492

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.9.2017, 24 Uhr

Gewinner Nr. 36: Gina Rohner, Rolle VD; Ernst Abt, Zollikerberg ZH; Peter Zurbuchen, Ittigen BE; Annemarie Wyss, Luzern; Piroschka Birrer, Romoos LU

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 4 3 2 miteinander verbunden 3 3 1 sein. Verboten: Kreuzun1 gen, diagonale Brücken 2 1 2 1 und mehr als zwei Linien.

3

Auflösung Nr. 37:

3 3

4

3 2

1

3

3

2 3

1 3

4

2

2

3

Auflösung Nr. 37: 3

1 4

2 2

2

3 2

1

3 2

1 3 3 1

2

4

4

4

2

1 2 2 3

3 3 3

2 4 3 3

4

2

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1 4

2

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1 3 3 2

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Yvette Hettinger (Koordinatorin Leben), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (Volontärin), Monica Müller, Lisa Stutz, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Elena Bernasconi, Reto Meisser

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Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

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DAS ZELT – CHAPITEAU POSTFINANCE

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Das Tourneetheater bringt «Comedy, Circus und Concert» direkt vor die Haustür. Datum: bis 31.12.2017 Ort: diverse Preis: Fr. 20.– bis Fr. 70.40 (statt Fr. 25.– bis Fr. 88.–), je nach Show und Kategorie

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Vier Künstler zeigen, welche Dynamik und welches Potenzial irische Tradition hat. Datum: 21.10.2017 Ort: Luzern Preis: Fr. 48.– bis Fr. 64.– (statt Fr. 60.– bis Fr. 80.–), je nach Kategorie

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MM38, 18.9.2017 | LEBEN

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Meine Welt

«Ich will echt sein – als Künstler und als Mensch»

Marco Kunz macht ehrlichen Folk-Pop auf Mundart. Auch privat setzt der Luzerner auf Bodenständigkeit – Extravaganzen leistet sich der Hitparadenstürmer (fast) keine. Text: Lukas Rüttimann Bilder: Daniel Winkler


LEBEN | MM38, 18.9.2017

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1 Mein Highlight «An der Radio Pilatus Music Night vom kommenden Wochenende werde ich zusammen mit dem 21st Century Orchestra und Dada Ante Portas vier Konzerte im KKL geben, drei davon sind bereits ausverkauft. Ein absoluter Karrierehöhepunkt für mich. Im November erscheinen die Aufnahmen im Rahmen einer Special Edition meines Albums ‹No Hunger›.» 2 Mein Café «Das ‹Luz› gleich beim

Bahnhof Luzern ist ‹mein› Café. Ich wohne in der Nähe und finde es gemütlich, dort Kaffee oder Apéro zu trinken und auf den See hinauszuschauen.»

3

Name Marco Kunz (32) Sternzeichen Löwe Lebenslauf «Ich komme aus Luzern,

habe Maurer gelernt und bin in einer musikalischen Familie mit zwei Schwestern aufgewachsen. Mein Vater hat gejodelt, als Zehnjähriger habe auch ich damit begonnen. Später war ich Sänger in einer Rockband, mit 20 kam ich zur Acapella-Gruppe A-Live. Wir haben 60 bis 70 Konzerte pro Jahr gespielt. Nach ein paar Jahren wollte ich etwas Eigenes machen. Ich habe meinen Job auf dem Bau gekündigt und alles auf die Karte Musik gesetzt. Ich hatte Glück, dass ich in der SRF-Sendung ‹Alpenrose› Peter Reber kennengelernt habe. Er war begeistert von meinen Liedern und hat mich seiner Plattenfirma empfohlen. Ich will möglichst echt sein – als Künstler und als Mensch.» 6

3 Mein Markenzeichen «Diese Hosenträger sind meine Extravaganz: Ich lasse sie speziell für mich von der Firma Treger anfertigen, sie haben auf dem Rücken ein grosses ‹K›. Sie sind zu meinem Markenzeichen geworden.» 4 Mein Ring «Der Ring mit unserem Familienwappen bedeutet mir viel. Er symbolisiert, wie wichtig mir meine Familie ist. Mein Vater besitzt einen goldenen Siegelring, meiner ist eine Nachbildung.» 5 Mein Ding «Mein aktuelles Projekt:

Bild: SRF

Mein Lieblingsprodukt

«Ich liebe Unterhemden, vor allem die aus Biobaumwolle. Sie sind bequem zu tragen und nachhaltig produziert.»

Ich lerne Italienisch. Die Sprache gefällt mir super. Kunz-Lieder auf Italienisch wird es aber nicht geben.» 6 Mein Klavier «Am Klavier in meiner

Wohnung in Luzern sind viele meiner Songs entstanden. Sobald das Grundgerüst steht, machen wir in Zürich im Studio Rohaufnahmen mit der Band.»


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Wurstsalat mit Kräutervinaigrette

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zubereitung:

6 2 2 4 1 2 2

Cervelas schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Für die Vinaigrette Zitronen auspressen. Mit Essig, Öl und Senf verrühren. Kräuter hacken. Mit der Sauce mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wurst und Zwiebeln mit der Vinaigrette mischen.

Cervelas rote Zwiebeln Zitronen EL Rotweinessig dl Sonnenblumenöl EL grobkörniger Senf Bund gemischte Kräuter, z.B. Petersilie, Kerbel, Schnittlauch Salz Pfeffer aus der Mühle

ca. 20 Min. Einsteiger

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