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Migros magazin 37 2016 d aa

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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

MM37, 12.9.2016 | www.migrosmagazin.ch

Doris Leuthard über die Initiative «Grüne Wirtschaft» Seite 38

Zu gewinnen Sechs Tage Familien-Skiferien in Graubünden Seite 115

Jungfischer

Hobby fürs Alter? Von wegen. Junge wie Robin Melliger entdecken das Fischen

Bild: Samuel Trümpy

Seite 10

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4 | MM37, 12.9.2016

18

A Editorial

4,3 Erden oder 1 Erde?

Also, ich muss es hier gestehen: Ich bin ein Umweltsünder. Ich bewohne mit meiner holden Gemahlin ein kleines Einfamilienhaus, heize mit Gas und esse nicht übertrieben Bio. Ich fröne dem Fleischkonsum (immerhin, mit schlechtem Gewissen). Mein Arbeitsweg beträgt 45 Kilometer (mit dem Zug), und in meiner Garage steht ein Motorrad. (Hmmm … also zwei, meine Frau ist auch Umweltsünderin). Das Auto vor der Garage fahren wir selten. Wir haben in den letzten Jahren eine Reise nach China und eine nach Kanada gemacht und ein­ mal, vor sechs Jahren wars, eine Kreuzfahrt. (Die hat meiner holden Gattin nicht gefallen).

Nun stimmt die Schweiz am 25. September über die Initiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft» ab. Sie verlangt, dass die Wirtschaft, das langfristige Potenzial der natürlichen Ressourcen nicht beeinträchtigt. Sie soll also im besten Fall nach­ haltig sein. Der ökologische Fussabdruck jedes Menschen in diesem Land sollte zudem bis 2050 auf 1 Erde gesenkt werden. Da stellt sich doch die Frage: Geht das überhaupt? Geht es ohne unsere Arbeitsplätze, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden? Ohne allzu viel von unseren angenehmen Lebensumständen preiszugeben? Ich habe da so meine Zweifel.

«Hören Stimmbürger von mehr Nachhaltigkeit, sind sie sofort dafür – bis es sie selbst betrifft.» Doris Leuthard, Bundesrätin

Aber in dieser Sache fragen wir doch am besten die zustän­ dige Bundesrätin. Reto Wild und Andrea Freiermuth haben sich mit Umweltministerin Doris Leuthard über die Initiative «Grüne Wirtschaft» unter­ halten (Seite 38). Über Energie­ sicherheit, CO2­Ausstoss, über Tesla­Fahren und darüber, weshalb die Schweiz im Klima­ schutzindex aus den Top Ten gefallen ist. Um ehrlich zu sein: Ihre Antworten haben meine Zweifel an der grünen Wirtschafts­ wende eher noch verstärkt. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

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Bilder: Philipp Ebeling, Beat Schweizer, René Ruis, Christine Benz

Mein ökologischer Fussabdruck ist laut WWF der eines Ökoschmutzfinks. Ich brauche die Ressourcen von 4,3 Erden, und wenn alle Men­ schen so viel Energie brauchten wie ich, würde die Welt wohl kollabieren.


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Menschen 8 Diese Woche

Auslaufmodell Hausaufgaben: Sind «Ufzgi» ungerecht? Sollen sie abgeschafft werden? 10 Junge Fischer

Die Turnschuhgeneration angelt erfolgreich mit modernsten Methoden 18 Treff der Geistheiler

Das Arthur Findlay College in Essex zieht Spiritisten, Hellseher und mediale Heiler an 25 Bänz Friedli 26 Fotobuch «Switzers» Menschen aus 193 Nationen

leben in der Schweiz 33 Leserforum

34 Illegale Adoption

57 Saisonküche

Feine Dressings

72 AdR-Kochen im Alltag 80 aha!-Fertiggerichte 83 Anna’s Best Birchermüesli 84 Cucina&Tavola im Herbst 89 DIM Leggins 90 Farmmania 92 Monte Generoso

Mario Botta baut ein neues Panoramarestaurant auf dem Berg seiner Kindheit 97 Frage der Woche

Kuhmilch oder Schafmilch? 49 Neues aus der Region Aktionen, Reportagen, News

Leben 101 Alltagsknigge

Benimmregeln für Beifahrer

Patrick Noordoven wurde illegal adoptiert – jetzt sucht er seinen leiblichen Vater

103 Familie Hänselei oder schon Mobbing?

38 Interview Doris Leuthard

Sport in der Schwangerschaft

Die Umweltministerin über die Initiative «Grüne Wirtschaft»

Migros-Welt 54 Delegiertenversammlung

Der Migros-GenossenschaftsBund hat 48 neue Delegierte

107 Gesundheit

109 Zootierärztin Federer 111 Kinder 115 Glücksgriff 117 Bitte melde dich 119 Rätsel/Impressum 126 Meine Welt

Bestsellerautorin Virginia Fox

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus

57

Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen MM37

Darauf freuen wir uns Mittelaltermarkt Vom 16. bis 18. September ist das Schloss

Lenzburg in der Hand von Handwerkern und Gauklern.

Comic-Festival Rund hundert

Kulturschaffende zeigen am Comic-Festival BD-FIL in Lausanne ihre Filme und Animationen – vom 15. bis 19. September.

Unnützes Wissen

Wilde Welt der Musik

Bilder: Philipp Rohner, Bruno Bolinger, Museum Aargau Schloss Lenzburg

ist der bekannteste Schweizer Sportreporter. Eben berichtete er aus Rio de Janeiro zum letzten Mal über die Olympischen Sommerspiele.

Mein Bild der Woche «Ich verweise gerne darauf, warum ein Foto gerade so ge-

macht worden ist. Hier sehen wir die neue SBB-Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar vor einer grossen Uhr. Die Botschaft ist klar: Pünktlichkeit spielt bei der Eisenbahn eine wichtige Rolle. Früher soll man in der Schweiz sogar seine Uhr nach der Abfahrt der Züge gerichtet haben. Das Bild wurde am frühen Nachmittag geschossen. Trafen sich Frau Ribar und der Fotograf um 14 Uhr und suchten dann nach dem richtigen Sujet? Wo steht oder hängt diese Uhr? Handelt es sich gar um eine Fotomontage? Lauter Spekulationen. Über eines bin ich mir aber sicher: Die Idee mit der Uhr hatte jemand von der Zeitung.»

Hörprobe

Entschuldigung, was hören Sie gerade? Goran Mitrovic (23), Kaufmann, Horgen ZH a) «Dark Necessities» von Red Hot Chili Peppers b) «The Sun» von Parov Stelar c) «This One’s for You» von David Guetta

Antwort a): Den Song finde ich einfach cool.

Bernard «Beni» Thurnheer (67)

Bei ihrem ersten Konzert wurden die Toten Hosen wegen eines Druckfehlers als «Tote Hasen» angekündigt. Scooby-Doo hat seinen Namen aus den von Frank Sinatra improvisierten Schlusszeilen des Liedes «Strangers in the Night». Falco war

ursprünglich ein Drilling. Seine beiden Geschwister starben bei der Geburt. Herbert Grönemeyer hat beim

VfL Bochum die Mitgliedsnummer 4630 – die frühere Postleitzahl von Bochum, die auch im Titel eines Grönemeyer-Albums vorkommt. Quelle: Neon/Stern


8 | MM37, 12.9.2016 | MENSCHEN

Wie oft ist Ihr Kind von den Hausaufgaben überfordert? www.migmag.ch/ umfrage

Diese Woche

Haben die Hausaufgaben bald ausgedient? Kinder werden bei den Hausaufgaben unterschiedlich unterstützt. Das sei ungerecht, kritisieren die Deutschschweizer Schulleiterinnen und Schulleiter. Deshalb möchten sie die klassischen «Ufzgi» gleich ganz abschaffen. Text: Monica Müller

Umfrage Letzte Woche fragten wir:

Sollten wir in der Schweiz auf das «Sie» verzichten? 23% Ja, das würde vieles vereinfachen. 37% Nein, ich bin froh, dass ich mit Sie für Distanz oder Respekt sorgen kann. 40% Das ist mir egal. Ich glaube nicht, dass das etwas ändern würde.

Zahlen und Fakten

10

1993

schaffte der Kanton Schwyz die Haus­ aufgaben ab, vier Jahre später wurden sie wieder eingeführt.

60

Prozent der Schülerin­ nen und Schüler erledi­ gen die Hausaufgaben mit Hilfe der Eltern. Quelle: Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz, Elke Wild (Uni­ versität Bielefeld)

Nicht mehr zeitgemäss: Viele Kinder sind mit den Hausaufgaben überfordert – und die Eltern können nicht helfen.

S

chluss mit Hausaufgaben – das klingt eher nach einem Kinderwunsch als nach der Forderung eines Lehrerkollektivs. Und doch: Die Deutschschweizer Schulleiter haben sich gegen die «Ufzgi» ausgesprochen. Weil Kinder dabei ganz unterschiedlich unterstützt werden, sehen Letztere die Chan­ cengleichheit gefährdet. Auch Jürg Brühlmann (62) vom Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz ist überzeugt, dass die klassischen Hausaufgaben nicht mehr zeitgemäss sind (siehe Interview). Der Psychologe und

Lerncoach Fabian Grolimund (37) gibt ihm recht: «Die Konflikte, die viele Familien teils täglich wegen der Hausaufgaben aus­ tragen, belasten die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern und rauben vielen Schülerinnen und Schülern die Lernmotivation.» Überforderte Kinder – und Eltern

Wie für viele Erwachsene sei es auch für Kinder schwierig, zu Hause zu arbeiten, wo die Ablen­ kung viel grösser ist. «Kinder, die überfordert sind, sind auf die Hilfe der Eltern angewiesen. Die aber wissen oft nicht, wie sie helfen

sollen. Unterforderte Kinder wiederum sehen den Sinn von Hausaufgaben nicht. Und jedem Kind individuell angepasste Auf­ gaben zu geben, überfordert die Lehrpersonen.» Gabriela Heimgartner (50), Vorstandsmitglied von Eltern­ bildung Schweiz, möchte die Hausaufgaben unbedingt bei­ behalten: «Die Kinder wieder­ holen und vertiefen, was sie in der Schule gelernt haben, und lernen, selbständig zu werden.» Zudem würden die Hausaufgaben einen wichtigen Einblick in den Schulalltag geben. MM

Bilder: Larissa Veronesi/Westend61/Keystone

Minuten Hausaufgaben pro Tag gelten für Erstklässler als Faust­ regel, mit jedem weite­ ren Schuljahr kommen 10 Minuten dazu.


MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 9

Strassenumfrage

Jürg Brühlmann

«Viele Eltern zahlen Nachhilfestunden, weil sie nicht helfen können» Jürg Brühlmann, der Deutsch­ schweizer Schulleiterverband möchte die Hausaufgaben abschaffen. Was halten Sie davon? Das muss man tatsächlich diskutie­ ren. Die Lebensumstände haben sich verändert. Es gibt mehr Eltern, die beide auswärts arbeiten, mehr Kinder, die allein zu Hause sind, und mehr Tagesschulen. Viele Eltern möchten abends lieber mit ihren Kindern reden oder spielen, statt Haus­ aufgaben zu machen. Und es gibt auch mehr fremdsprachige Eltern. Etwa ein Drittel der Eltern kann zu wenig gut Deutsch, um helfen zu können. Ein weiteres Drittel der Eltern ist mit dem Schulstoff zum Teil bereits ab der 3. und 4. Klasse und dann sicher in der Sekundarschule überfordert. Nur ein Drittel versteht die «Ufzgi»? Algebra überfordert die meisten, Englisch können wenige richtig gut, Französisch haben viele vergessen. Kinder müssen die Möglichkeit haben, ihre Hausaufgaben betreut zu machen. Sonst sind die Kinder be­ nachteiligt, die zu Hause nicht unter­ stützt werden können oder keinen ruhigen Arbeitsplatz haben. Alle Schulen müssten also Hausaufgabenhilfen bieten? Viele Schulen machen das schon, andere sind gefordert. Hausaufgaben sollten eigentlich keine Unterstüt­ zung von einer Lehrperson erfordern. Aber viele Kinder brauchen jemanden, der sie anleitet, bei Fragen weiterhilft, sie motiviert. Diese Aufgabe kann eine Lehrperson, eine Schulassistenz oder auch ein Eltern­ teil übernehmen. Und wenn eine Gemeinde sich das nicht leisten will? Das muss sie sich gut überlegen, denn dann benachteiligt sie die Kinder. Man weiss, dass sich Hausaufgaben­ betreuung lohnt. Spart eine Ge­ meinde da, muss sie damit leben, dass ihre Schülerinnen und Schüler in Tests schlecht abschneiden. Und dass sie grosse Unterschiede produziert

Sollen Hausaufgaben abgeschafft werden?

zwischen Kindern mit unterschied­ lichem sozialen Hintergrund. Die klassischen Hausaufgaben sind also ein Auslaufmodell? Es gibt sicher Eltern, die ihren Kindern gern über die Schultern schauen. Vor allem wenn die Mutter zu Hause ist und nicht arbeitet. Wir plädieren für ein Modell, das Eltern die Wahl lässt, ob ihre Kinder die Hausaufgaben an der Schule oder zu Hause lösen. Das wird allen gerecht. Ehrgeizige Eltern werden die aufgabenlose Zeit mit Vertiefungs­ kursen füllen und so die Chancen­ gleichheit untergraben. Das passiert sowieso. Aber man muss bedenken, dass viele Eltern, die Nachhilfestunden zahlen, das tun, weil sie selbst nicht helfen können. Ich kenne Leute, die für 25 Franken pro Stunde Wohnungen putzen gehen, um ihren Kindern Nachhilfe­ stunden für 90 Franken finanzieren zu können – aus dem schlechten Gewissen heraus, nicht zu Hause zu sein und den Stoff nicht zu verstehen. Verschwinden die Hausaufgaben, geht auch ein wichtiges Bindeglied zwischen Elternhaus und Schule verloren. Eltern, die eine andere Sprache sprechen oder die Hausaufgaben nicht verstehen, verpassen das ohne­ hin. Den Kontakt zu den Eltern muss man nicht über die Hausaufgaben suchen, sondern über Anlässe an der Schule, wie Elternabende, Weiterbil­ dungen für Eltern, Leseabende. Wie lernen Schüler, selbständig zu arbeiten? Eine Lehrperson kann die Selbstän­ digkeit ihrer Schüler fördern, indem sie ihnen Tages­, Wochen­ oder Monatsaufträge erteilt. Sind Tagesschulen die Zukunft? Ja. Je mehr Eltern arbeiten, desto mehr wird sich der Druck der Wirt­ schaft erhöhen. Alle grösseren Städte basteln am Modell Tagesschulen. MM

Jürg Brühlmann (62) ist Leiter

Pädagogik beim Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz.

Oliver Renggli (33), Kommuni­ kationstrainer, Emmenbrücke LU:

«Ja! ‹Ufzgi› nützen laut Studien nichts, und sie bedeuten einen Riesenstress für die ganze Familie. Kinder lernen, was sie lernen müssen, in der Schule.»

Gabi Maag (35), Architektin, Zürich:

«Nein, dank Hausaufgaben lernt man Disziplin, man muss sie eigenständig erledigen. Erklärt der Lehrer etwas, mag es einfach klingen. Zu Hause muss man dann überlegen.»

Jean­Claude Bürgi (13), Schüler 8. Klasse, Zürich: «Wenn die Lehrer

es nicht übertreiben mit den ‹Ufzgi› , finde ich sie ganz okay. Mir ist einfach wichtig, dass ich auch noch genug Freizeit habe.»


10 | MM37, 12.9.2016 | MENSCHEN

Fischen

Junge sagen Petri Heil Das Fischen hat sein etwas angestaubtes Image verloren: Auch Junge ziehen gern Forelle, Egli und Co. aus den Gewässern – ausgestattet mit modernsten Geräten und Know-how aus dem Internet. Vier Jungfischer berichten vom langen Warten mit Angel und Köder. Text: Andreas Bättig

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Bilder: Samuel Trümpy


MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 11

Das ist an den Haken gegangen:

www.migmag.ch/ jungfischer

D

1 Robin Melliger

versucht sein Glück am Vierwaldstättersee mit einem Gummiköder. 2 Mit seiner teuren Angelausrüstung ist der Jungfischer auf der ganzen Welt unterwegs.

ie untergehende Sonne taucht die Bucht im Nidwaldner Becken in ein warmes Orange. Es ist kurz nach 19 Uhr, ein lauer Sommerabend am Vierwaldstättersee. Am Ufer steht der junge Fischer Robin Melliger (18) mit seiner Angelrute in der Hand. Er wirft den Köder – eine Fischattrappe aus Kunststoff – 50 Meter weit in den See. Mit zackigen Bewegungen kurbelt er den Köder zu sich heran, um ihn erneut schwungvoll im Wasser zu versenken. Robin Melliger verbringt seine Abende oft hier – manchmal allein, manchmal gemeinsam mit einem Fischerkumpel, aber immer in völliger Stille. «Dieser Blick auf den Pilatus, auf den Vierwaldstättersee, die Sonne hinter den Bergen: Das alles sehe ich in der Stube zu Hause nicht.» Melliger zählt zu einer jungen Generation von Anglern, die optisch nicht so recht ins Fischerklischee passen. Er trägt Turnschuhe statt Fischerstiefel und T-Shirt anstelle der Fischerweste. Nur sein Baseballcap verrät seine Leidenschaft: Darauf aufgenäht ist eine Flagge der USA; statt der Sterne symbolisieren Fische die Bundesstaaten. In Sachen Ausrüstung und Fischerwissen kann Robin Melliger aber durchaus mit den erfahrenen Fischern mithalten. Seine Angelrute hat mehrere hundert Franken gekostet, für jede Fischart bewahrt er den passenden Köder in einer kleinen Plastikbox auf. «Wir Jungen sind dank Youtube und Instagram ständig auf dem Laufenden, was die neuesten Gadgets und Fang­ methoden betrifft», sagt er. Dennoch ist die Erfahrung extrem wichtig – da können uns die älteren Fischer noch viel beibringen.» Unterwegs auf den Weltmeeren

2

Angeln ist populär – speziell auch bei den Jungen. So absolvierten im vergangenen Jahr 661 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren sowie 731 junge Erwachsene zwischen 21 und 25 den Sachkundenachweis Fischerei (SaNa). Wer die Prüfung bestanden hat, weiss Bescheid über die Schweizer Gewässer, die Fische und den richtigen Umgang mit ihnen. Auch Robin Melliger besitzt den Ausweis. «Ich finde es wichtig zu wissen, wie man mit den

Fischen richtig und respektvoll umgeht», sagt er. Das habe er schon früh von seinem Vater gelernt. Den ersten Fisch – einen Hecht – fing Melliger mit fünf Jahren im Hafen von Hergiswil im Kanton Nidwalden. Seither bereist der Mediamatiklehrling die ganze Welt, um seinem Hobby nachzugehen. Er angelte schon in Bali, Ägypten, auf den Kanaren, in Italien. Und in Florida konnte er seinen bisher schönsten Fang machen, einen fast 60 Kilogramm schweren und 1,85 Meter langen Tarpun. «Mein Traum ist es, alle sieben Weltmeere befischt zu haben.» Am Vierwaldstättersee hat Melliger an diesem Abend kein Glück. Kein einziger Fisch will anbeissen. «Das gehört zum Fischen einfach dazu», sagt er und packt seine Ausrüstung zusammen. Es ist mittlerweile 21 Uhr. Am nächsten Tag wird er sein Glück erneut versuchen. Auf Felchenfang mit der Fischerin

Nicht nur junge Männer zieht es ans Wasser. Florentina Gartmann (23) hat schon viele Fische in ihrem Leben gefangen. Mit dem Fischen begonnen hat sie, weil auch ihr Vater und ihr Götti leidenschaftliche Angler sind. Ihren ersten Hecht zog sie mit acht Jahren an Land. Seither wirft sie fast wöchentlich ihren Köder aus. Zu ihren Hauptangelplätzen zählt der Zürichsee. Es ist ein schöner, ruhiger Junimorgen, als die Studentin in Umweltingenieurwesen gegen 7.30 Uhr mit dem Boot auf den ruhigen See hinausfährt. Noch sind kaum Boote unterwegs. Gartmann schaltet das Echolot ihres Boots an, das ihr Fischschwärme und einzelne Fische auf einem Display anzeigt. Nur wenige Minuten vergehen, bis der erste Schwarm auftaucht – vermutlich Egli, hierzulande eine beliebte Speisefischart. Die junge Fischerin wirft einen kleinen Krebs aus Gummi auf den Grund. Dann zupft sie an der Rute, um den Köder lebend wirken zu lassen. Zuerst interessieren sich die Eglis nicht für die Krebsattrappe, dann aber biegt sich die Rute leicht nach unten – ein Fisch hat angebissen. Ruhig kurbelt sie ihn an die Oberfläche. Es ist jedoch kein Egli, sondern ein kleiner Hecht, der gerade mal etwa 20 Zentimeter misst und somit zu klein ist für eine Entnahme.


12 | MM37, 12.9.2016 | MENSCHEN

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Die Fischerin befeuchtet die Hände, damit sie die Schleimschicht des Fisches nicht verletzt, und löst den Hecht vorsichtig vom Haken. Dann lässt sie ihn wieder davonschwimmen. Ein Herz für das Ökosystem

Auf dem Zürichsee müssen Hechte mindestens 45 Zentimeter lang sein, damit sie getötet und gegessen wer­ den dürfen. Florentina Gartmann lässt aber auch Fische frei, die dieses Mindestmass erfüllen. Das ist in der Schweiz grundsätzlich verboten – Fische, die gross genug sind, muss man entnehmen. Der Bund erlaubt aber Ausnahmen, die in der «Voll­ zugshilfe» geregelt sind. Darin steht, dass man Fische wieder zurücksetzen darf, wenn sie für das ökologische System wichtig sind. «Das Gesamtökosystem liegt mir sehr am Herzen. Es geht mir nicht darum, möglichst viele Fische zu fangen und sie zu töten», sagt Florentina Gartmann. Vielmehr geniesse sie die Zeit draussen auf dem See an der frischen Luft. «Durch das Fischen lerne ich die Lebewesen kennen, die in unseren Gewässern leben, also auch Klein­ tiere wie Krebse, Insekten und so weiter.» Um den Lebensraum dieser Tiere zu erhalten, sammelt Gartmann mit der Jugendgruppe des Sport­ fischervereins Greifensee Uster, in dem sie sich aktiv engagiert, jährlich den Abfall ein, der sich im Ufer­ bereich des Greifensees angesammelt

hat. Oder sie befreit zusammen mit Tauchern den Seegrund von Müll. Eine «Fischerfreundin» hat sie nicht; bei alldem ist sie fast aus­ schliesslich mit Männern unterwegs. Das stört sie auch nicht weiter – mit einer Ausnahme: «Viele Fischerkolle­ gen fahren mit ihren Kumpels in die Angelferien. Ich würde gern mal mit­ gehen, aber die wollen keine Frauen dabeihaben.» Fischen Frauen denn anders als Männer? Gartmann über­ legt: «Dass Frauen besser im Multi­ tasking sind, kommt uns sicher auch beim Fischen zugute. Wir können beobachten, reden und gleichzeitig Fische fangen», sagt sie schmunzelnd. Fünf Felchen zieht sie an diesem Tag aus dem Zürichsee, zwei davon satte 42 Zentimeter lang und gut 800 Gramm schwer. Die Fischerin ist mit ihrer Tagesausbeute zufrie­ den: «Das Abendessen ist jedenfalls gesichert.» Mit Würmern auf Forellenjagd

In der Schweiz wird aber auch in Bächen und Flüssen gefischt, mit Vor­ liebe Forellen. Doch seit den 80er­ Jahren befinden sich die Fangzahlen gemäss Bundesamt für Umwelt (Bafu) im freien Fall: Wurden vor 30 Jahren noch 1,5 Millionen Forellen jährlich gefangen, waren es 2012 noch 319 000. Die Gründe reichen laut Bafu von der vermehrten Wasserkraft­ nutzung über den Verlust wichtiger Lebensräume, die Behinderung der Fischwanderung durch Sperren bis

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zu Fischkrankheiten, fischfressenden Vögeln und Überfischung. Davon lässt sich der Forellen­ fischer Mirco Mugwyler sein Hobby nicht vermiesen. Der 20­jährige Informatiklehrling steht auf einem Stein inmitten der Plessur, eines Bergbachs in Graubünden, der durch Chur fliesst. Es ist ein sonniger Som­ mernachmittag, die Bäume werfen angenehme Schatten auf den Berg­ bach. Mugwyler trägt eine olivgrüne Fischerweste, mit Wurm und Made hat er es heute auf die Forellen ab­ gesehen, die sich unter den Steinen verstecken. Mit sechs Jahren schon tauchte er neben einem Campingplatz im Tessin seine erste Made in den Lago Maggiore – und bekam gleich einen

3 Florentina Gart­

mann fängt nicht nur Fische, sondern kümmert sich auch um den Lebens­ raum der Tiere. 4 Mirco Mugwyler zieht es an Berg­ bäche, wo er am liebsten Bach­ forellen angelt. 5 Regenwurm am Haken: der Bachforelle liebste Speise


MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 13

Fischen: Was gilt in der Schweiz? Wer was und wo fischen darf, ist in der Schweiz von Kanton zu Kanton und je nach Gewässer unterschiedlich geregelt. An vielen Schweizer Seen ist es erlaubt, ohne Patent und Fischerprüfung mit Rute und natürlichem Köder zu angeln.

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6 Einer hat ange-

bissen: Florentina Gartmann präsentiert einen Egli. 7 Nicht immer lohnt sich für Mirco Mugwyler das Warten: Die Bachforellen verstecken sich mit Vorliebe unter den Steinen.

Schwarzbarsch an den Haken. «Das war natürlich grossartig. Vor allem, weil ich nicht aus einer Fischer­ familie stamme; ich habe mir das alles selber beigebracht», sagt er. Auch wie man Forellen fängt. Mugwyler greift in seine Fischerweste und holt eine Dose mit Würmern hervor, für die er im Baumarkt Fr. 5.90 gezahlt hat. Der junge Fischer spiesst den Wurm an den Haken und wirf ihn präzise vor einen Stein in den Bach. Seine Fischerrute ist filigran. «Ich fische mit feinstem Gerät, weil ich den Fisch spüren, Kontakt zu ihm haben will», sagt er. Wenige Minuten und einige Würfe später zupft plötzlich die Spitze von Mirco Mugwylers Rute. Er reagiert zwar schnell, aber er ist zu spät. Die

Forelle hat sich wieder vom Haken gelöst und ist unter einem Stein verschwunden. Mugwyler bleibt gelassen. «Früher ging man fischen, um Nahrung zu fangen – und nicht, weil man einfach Freude daran hatte. Mir sind die Fänge nicht so wichtig. Es gibt nichts Schöneres, als am Wasser ein Feuer zu machen, Würste zu essen und danach ein bisschen zu fischen», sagt er. Dabei mit der Natur respektvoll umzugehen, sei für ihn zentral. «Man muss die Natur gut kennen. Beim Fischen spielen so viele Fak­ toren eine Rolle: die Wassertempe­ ratur, das Wetter, die Tageszeit, die Wahl des richtigen Köders. All dies muss stimmen, damit man Erfolg hat.» Und selbst wenn alle Bedingun­ gen perfekt seien, brauche es eben auch noch eine Portion Glück. An diesem Nachmittag fehlt das Glück: Noch zwei Mal ruckelt es an seiner Rute. Zwei Mal lösen sich die Forellen wieder vom Haken. Mugwyler lächelt milde. «Tja, so kann es gehen. Trotz­ dem ist es hier draussen spannender als zu Hause vor dem Fernseher.» Eine Angelrute für 1000 Franken

Die Fliegenfischer sind die Puristen unter den Anglern. Sie fischen haupt­ sächlich mit Fliegen­ und Nymphen­ attrappen, die sie in geschickter Handarbeit selbst herstellen. Auch ihre Angelrute fertigen manche Flie­ genfischer selber. Sie bestehen aus natürlichen Materialien wie Bambus

Detaillierte Informa­ tionen erteilen die kantonalen Fischerei­ behörden. Wer mit künstlichen Ködern fischen will, muss in der Regel ein zeitlich begrenztes Patent anfordern, das man nur nach bestandener Angelprüfung erhält. Zuständig für die Angelausbildung in der Schweiz ist das Netzwerk Angelausbildung. Es bietet einen Kurs samt Prüfung an, der mit dem «Sachkunde­ nachweis Fischerei» (SaNa) abschliesst. Der Schweizerische Fischerei­Verband (SFV) fordert vom Bund, den Sachkundenachweis Fischerei für obliga­ torisch zu erklären. Laut SFV verfügen von den 140 000 Fischerin­ nen und Fischern in der Schweiz derzeit 110000 Personen über diesen Nachweis. Mit der SaNa­Pflicht soll der «tierschutzgerechte Umgang mit Fischen» gefördert werden. Der Schweizer Tier­ schutz fordert ein Anglermindestalter von 16 oder 18 Jahren. Er hält es für proble­ matisch, wenn Kinder Fische töten. Infos und Kursdaten: www.anglerausbildung.ch


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Fliegenfischer Willi Hübscher lockt Bachforellen in der Unteralpreuss mit Kunstfliegen an.

Do it yourself: Seine Angelrute hat Willi Hübscher selber gebaut.

oder künstlichen wie Karbon. Willi Hüb­ scher (21) ist so ein Fliegenfischer. Allein an seiner Bambusrute hat er 30 Stunden lang gearbeitet. «Die Rute ist makellos. Nirgends hat sie auch nur den kleinsten Riss», sagt er stolz. Das hat seinen Preis: Rund 1000 Franken kostet eine solche Fliegenfischerrute. Auch die Fliege hat Willi Hübscher aus Entenfedern selber gebunden. Sie sollen eine exakte Kopie des Insekts darstellen. Und die will er heute in Andermatt UR testen: Er ist in die Berge auf den Furkapass gereist – der Bergbach Unteralpreuss ist mit seinen vielen Steinen und kleinen Strudeln das perfekte Forellengebiet. Das Fliegenfischen hat Willi Hübscher vom Vater gelernt. «Wir sind eine Fliegen­ fischerfamilie. Mein älterer Bruder kommt regelmässig mit.» Für ihn ist dies die natür­ lichste Art des Fischens: «Die Rute ist fein, der Kontakt zum Fisch sehr direkt. Ich fühle

mich dadurch mit dem Tier verbunden.» Auch genaues Beobachten ist wichtig. Wählt er eine Fliege mit falscher Farbe, interes­ siert sich an diesem Tag kein Fisch dafür. «Das mag ich am Fliegenfischen. Man kann von seiner Erfahrung profitieren», sagt er und schwingt mit kurzen Bewegun­ gen der Rutenspitze und kurzer Leine die Mücke trocken, damit sie schön auf der Wasseroberfläche aufliegt. Willi Hübscher hat die Fliege mit einem gekonnten Wurf mitten im Bach platziert und lässt sie die Strömung hinabtreiben. Dann plötzlich schnappt sich ein Fisch den Köder. Hübscher zieht die kleine Bachforelle zu sich und hebt sie mit nassen Händen vorsichtig aus dem Wasser. Der etwa zehn Zentimeter kleine Fisch glitzert im Sonnen­ licht in den buntesten Farben. Der Jung­ fischer löst ihn vorsichtig vom Haken und lässt ihn wieder davonschwimmen. «Der ist zu klein», sagt er. «Es ist schon erstaunlich,

wie gut die Forellen unter Wasser die wenige Millimeter kleine Fliege auf der Wasser­ oberfläche wahrnehmen und dann innerhalb von Hundertstelsekunden zuschlagen», sagt Willi Hübscher. «Heute wollen aber nur die kleinen beissen. Es gibt solche Tage.» Trotzdem ist der Fliegenfischer zufrie­ den: «Es ist ein tolles Gefühl, wenn du die richtige Fliege gewählt und diese auch noch selber gebunden hast.» Einen Fisch hätte er an diesem Tag allerdings schon gerne mit nach Hause genommen. Als gelernter Koch weiss er schliesslich, wie man sie am besten zubereitet. «Ich brate die Forellenfilets immer in Butter in der Bratpfanne. So wird die Haut richtig knus­ prig.» Willi Hübscher will an einem anderen Tag wieder nach Andermatt fahren. «Das ist das Besondere am Fischen: Beim nächs­ ten Mal hast du plötzlich die grösste Forelle deines Lebens am Haken. Glück und Pech liegen eben sehr nahe beieinander.» MM

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MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 17

Anzahl Berufsfischerinnen und -fischer in der Schweiz (2014): 284

Davon sind 14 weiblich

Davon betreiben 181 die Fischerei als einziges Gewerbe

Anzahl Berufsfischer seit 1970 632

Fischerei

Die Nachfrage steigt

W In der Schweiz ausgestellte Fischereipatente

eniger Berufsfischer und immer geringere Fisch­ erträge in Schweizer Seen und Flüssen – das sagt die Statistik: Zwischen 1970 und 2014 ist die Zahl der Fischer von 632 auf 284 gesunken. Und das bei zunehmen­ der Nachfrage: In den vergangenen 25 Jahren ist die Menge der in der Schweiz konsumierten Fische und Meeresfrüchte um fast 60 Prozent auf 74 424 Tonnen gestiegen.

2014: 80 777

Fangerträge in der Schweiz 10 8

Millionen Fische

80 000

8,80

4,93

1,80 2010

2011

2012

2013

2014

Tonnen

74 424 t = 8,8 kg pro Kopf

(Karpfen, Rotauge, Schleie, Brachse u. a.)

60 000

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

14 t

Fangertrag Berufsfischerei, nach Fischarten in Tonnen (2014) 70 t Cypriniden 210 t Egli

Gesamtverbrauch Fische und Krustentiere in der Schweiz

66 934 t = 8,6 kg pro Kopf

Angelfischerei

2,15

2014

70 000

4 2

1970

Berufsfischerei

6

2010: 101 895

284

Des Schweizers liebste Fische sind Felchen und Egli: 2014 belief sich der Fangertrag bei Felchen auf 647 Tonnen, bei Egli betrug er 210 Tonnen. Die Nachfrage schlägt sich auch beim Fischimport nieder: 2011 wurden 69 985 Tonnen eingeführt, 2015 waren es bereits 73 344 Tonnen. Abnehmend ist indes auch die Zahl der Hobby­ fischer: 2014 wurden 26 Prozent weniger Fischereipatente ausgestellt als vier Jahre zuvor.

Saibling

12 t

Forelle

43 t

Hecht

10 t

Rest (Zander, Aal, Krebse u.a.)

647 t

Felchen

Quellen: BfS, Fischerei-Statistik, Schweizer Bauernverband, Proviande, WWF, Daniel Karrer/«Bilanz»


18 | MM37, 12.9.2016 | MENSCHEN

Die Medien Albert Staub (54) und Raffaela Forte (53) in einem Übungsraum des Arthur Findlay College – Lernstoff: gegenseitiges Heilen.

Das britische Herrenhaus Stansted Hall wurde 1871 gebaut. Seit 1964 dient es als Ausbildungsstätte für Medien und Spiritisten.

Der Brite Steven Upton (60) zählt seit 20 Jahren zum Lehrerstab in Stansted Hall.


MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 19

CollegeRundgang mit Interviews:

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Arthur Findlay College

Gastspiel im Geisterhaus

Das Arthur Findlay College im englischen Essex zieht seit über 50 Jahren Spiritisten und Hellseher aus aller Welt an. Auch Schweizer Geistheiler pilgern zweimal jährlich zum stattlichen Anwesen, um Kontakt mit der jenseitigen Welt aufzunehmen. Text: Anne-Sophie Keller

G

ehen Sie in die Spooky Hall?» Der Taxifahrer grinst. Das englische Wort «spooky» bedeutet übersetzt gespenstisch, schaurig, spukhaft – wie treffend. Ab Flughafen London Stansted dauert die Fahrt zur sagenumwobenen Ausbildungsstätte Arthur Findlay College etwa zehn Minuten. Die Grafschaft Essex zeigt sich auf dem Weg dorthin von ihrer besten Seite: Romantische Backsteinhäuser, satte Wiesen und verschlungene Wege prägen das Bild. Einen halben Kilometer abseits des 5500-Seelen-Dörfchens Stansted Mountfitchet befindet sich das Anwesen. In den Gemäuern der imposanten Stansted Hall werden seit 1964 spirituelle Menschen geschult. Während einer Ausbildungswoche bilden bis zu 100 Studenten ihre Sensitivität aus oder weiter. Zur Auswahl stehen Programmpunkte wie mediales Heilen, Kontaktaufnahme mit dem Jenseits, spirituelles Malen, experimentelle Trancezustände oder Vorträge über Spiritualität und Wissenschaft. Dass das College sich in England befindet, ist kein Zufall: Der Spiritismus ist dort eine wichtige Religion; fünf Prozent der Bevölkerung glauben daran. Statt an die zehn Gebote hält sich die Glaubensrichtung an sieben Grundsätze, darunter die Betrachtung von Geistwesen als Vermittler. Und genau darum geht es im College: Durch die Kontaktaufnahme mit der geistigen Welt sollen sich Energien und Informationen ins Diesseits übertragen. Als deren Boten dienen die sogenannten Medien. Soll die Übermittlung von Energien Menschen heilen, bezeichnen sie sich als «Geistheiler». Eine von ihnen ist Raffaela Forte. Die 53-Jährige war vor 17 Jahren zum ersten Mal im College und arbeitet in der Nähe von Lenzburg AG vollberuflich als Heilerin. «Die starke Sensitivität liegt bei uns in der Familie. Schon seit vier Generationen können wir diese Gabe beobachten», sagt sie. Anders war es bei Claudine Henzi (62) aus

Bilder: Philipp Ebeling

Grenchen SO. Als Kind seien Leute neben ihr gestanden, die andere nicht gesehen hätten. «Also habe ich diese Wahrnehmungen unterdrückt und weggeschoben», erzählt sie. Erst im Erwachsenenalter habe sie sich intensiver mit ihrem Zugang zur geistigen Welt auseinandergesetzt. Wenn sie etwas spüre, sei das sehr intensiv – eine Art Energie, die sich verdichte: «Manchmal spürt man das, manchmal riecht man etwas, manchmal fühlt oder sieht man etwas, und manchmal weiss man einfach: Eine andere Präsenz ist anwesend.» Verrückte Gegenstände und aktivierte Handys

Mit Geistern im Sinne von Horrorfilmgestalten à la «Poltergeist» hat das allerdings nichts zu tun. «Die geistige Welt bezeichnet all das, was die meisten Menschen nicht wahrnehmen können», erklärt Steven Upton (60). Der Brite ist seit 1979 im College, seit über 20 Jahren als Lehrer. Zudem ist er Vizepräsident der Spiritualists’ National Union. In der Schweiz ist Upton eine Ikone; seine Vorführungen, auch Séancen genannt, werden unter anderem in der Broschüre des Basler Psi-Vereins beworben. Im vergangenen Dezember bot Upton in Basel einen viertägigen TranceWorkshop an. Kostenpunkt: 700 Franken. Die Studentin Claudine Henzi absolvierte 2013 an der Medialen Akademie Schweiz in Einsiedeln SZ eine Heilerausbildung, wo sie das Schwyzer Medium Nicola Tuchlinski (47) kennengelernt hat. Beide belegen im Albert Findlay College einen Kurs, die sogenannten Schweizer Wochen. Auf die Frage, ob es in den alten Gemäuern denn spuke, antwortet Tuchlinski lachend: «Es spukt hier zwar nicht, aber es gibt gewisse Phänomene – Dinge haben sich schon verschoben, oder das Handy ging von alleine an.» Die Ansicht, dass es mehr gibt als das, was mit blossem Auge zu sehen ist, teilen viele Schweizerinnen und


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MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 21

Claudine Henzi (62) nahm als Kind Gestalten wahr, die sonst keiner sehen konnte. Heute ist sie als spirituelle Heilerin tätig.

Schweizer: Laut einer aktuellen Er­ hebung des Bundesamts für Statistik glauben 58 Prozent der Frauen und 37 Prozent der Männer «eher oder sicher» an Engel oder übernatürliche Wesen, die über uns wachen. Und mehr als die Hälfte der befragten Frauen ist überzeugt, dass es Perso­ nen gibt, die über die Gabe des Heilens oder Hellsehens verfügen. Es er­ staunt deshalb nicht, dass die Schwei­ zer Woche überwiegend weibliche Teilnehmende jenseits der 40 an­ zieht. Steven Upton wagt einen Erklä­ rungsversuch: «Frauen sind oft sen­ sibler und empfänglicher für Signale. Zudem haben sie meistens erst ab einem gewissen Alter genug Zeit für die Entwicklung ihrer Sensitivität, da vorher Kinder oder Karriere den Alltag dominieren.» Botschaften aus der geistigen Welt empfangen könne jeder. Man müsse diese Eigenschaft bloss schulen. Ins­ gesamt sechs Tutoren sind während der Schweizer Woche anwesend, da­ runter echte britische Szenegrössen wie Sandie Baker und Bill Thomson. Baker ist auf Jenseitskontakte spe­ zialisiert, Thomson auf Trance, das Empfangen von Botschaften der geis­ tigen Welt in verändertem Bewusst­ seinszustand. Zu seinen Studenten zählt etwa der Versicherungsmakler Albert Staub. «Durch Trance kann ich mit der Seele kommunizieren und

verdrängte Erfahrungen an die Oberfläche holen», beschreibt der 54­Jährige sein Handwerk. Er betreibt in Hirzel ZH einen Heilraum. Mit der Rute auf dem Energiefeld

Die College­Tage sind lang: Sie begin­ nen mit einer halbstündigen Medita­ tion, gefolgt von einem einstündigen Fachvortrag. Danach arbeiten die Schüler in Gruppen mit Tutoren zusammen. Die Verbundenheit zwischen den Studierenden ist gross; zeitweise fliessen Tränen. «In diesen Gemäuern herrscht eine geballte Energie», sagt Claudine Henzi. «Ich bin unter meinesgleichen und muss mich nicht verstecken. Das gibt Kraft.» Bei Bill Thomson lernen die Schüler, ihr «Aurafeld» zu erweitern, damit sie für die Signale der geistigen Welt empfänglicher sind. Eine Art Wi­Fi also. Mittels zweier Winkel­ ruten misst Thomson die Energien. Ohne erkennbare äusserliche Ein­ flüsse kreuzen sich die Ruten, als er sich seinen Studenten nähert. «Die Ruten reagieren auf das Energiefeld», erklärt der Dozent. Die Bauarbeiten auf diesem Ener­ giefeld begannen 1871. Fünf Jahre später war das Herrenhaus fertig­ gestellt. Heute ist das Anwesen denk­ malgeschützt; 60 Mitarbeiter küm­ mern sich um Gebäude, Garten und Gäste. Eine Woche Vollpension inklu­

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MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 23

Raffaela Forte (53), vor 17 Jahren erstmals im College, zählt zu den «Fortgeschrittenen».

Hat über Feng-Shui in der Innenarchitektur zum spirituellen Heilen gefunden: Nicola Tuchlinski (47)

sive Kurse kostet umgerechnet rund 750 Franken. Die Studierenden betrachten den Betrag als Investition. Für private Sitzungen verrechnen die Medien 120 bis 150 Franken pro Stunde. Ein lukratives Geschäft also? Keineswegs, findet Nicola Tuchlinski: «Die wenigsten Medien können davon leben. Oft helfen wir auch, ohne etwas zu verlangen.» Von TV-Grössen wie Mike Shiva halten die meisten wenig. «Es mag sein, dass er Menschen helfen kann. Für mich ist das reine Geldmacherei. Medien sind keine Wahrsager, und wir können niemals eine Garantie für unsere Einschätzungen abgeben», räumt Nicola Tuchlinski ein. Um 21 Uhr ist der offizielle Teil des Tagesprogramms beendet. Die Studenten und Dozenten spazieren im riesigen Park des Anwesens oder wandeln in den alten Gemäuern – nicht auszuschliessen, dass darin eben doch das eine oder andere Wesen herumspukt. MM Weitere Infos: arthurfindlaycollege.org

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MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 25

U Bänz Friedli

Es bärndütsches Gschichtli

«Uuuh, dasch mir i d Chnöde glöötet», sage ich seufzend. – «Totemügerli», kommts prompt von unserem Sohn. Und daran ist zweierlei bemerkenswert: dass er die alte Kabarett­ nummer kennt und dass mir nicht bewusst war, woher der Ausdruck sich in mein Vokabular geschlichen hat.

Wenn einem etwas einen Schrecken einjagt, dann «löötet es i d Chnöde». Jeder versteht das. Obgleich der Ausdruck eigentlich gar nichts bedeutet. 1967 fantasierte Franz Hohler in «Es bärndütsches Gschichtli» lauter Wörter herbei, die zwar berndeutsch klangen, die er aber frei erfunden hatte. Längst ist die Num­ mer vom «Totemügerli» so populär, dass man ihr die grosse Kunst nicht mehr anhört. Und vom ersten Moment an war sie so lustig, dass keiner merkte, wie präzise Hohler, der Oltner, sich des Berndeutschen angenommen und unsere «Soumödeli» blossgestellt hatte: die sprachlichen Eigen­ und Albernheiten, die wir Berner pflegen; unsere Angewohnheit, selbst das Schauderhafteste noch mit ­li zu verklei­ nern; unsere Unart, noch im Fluchen härzig, noch im Grauslichen niedlich zu klingen. Gewiss, das «ugantelige» Geschichtlein war auch eine Hommage ans Berndeutsche, das dank der Gotthelf­Hörspiele von Radio Beromünster zum nationalen Leitdialekt ge­ worden war. Vor allem aber machte Hohler sich lustig über das Idiom, in das die meisten, die es

Bänz Friedli (51)

drückt sich fantasievoll aus.

sprechen, geradezu vernarrt sind. Und was taten wir Berner? Übernahmen seine Wörter einfach. Nicht aus Trotz, sondern weil sie so vortrefflich geschaffen waren, so lautmalerisch, dass sie sich in die Sprache fügten. «I ver­ minggle dir ds Bätzi, dass d Oschterpföteler ghörsch zawanggle!» wurde als Drohung gebräuchlich, «es schnäggelet mi aa» gehörte alsbald zur Umgangssprache, meine Schwester erwähnt noch heute gern, wie «dr Schibützu dür ds Guchlimoos ufpfuderet», und «es ganzes Chaussignon voll» muss für meine Kinder wie all die anderen welschen Lehnwörter klingen, die ihr Vater nun mal verwendet: Lavabo für Waschbecken, Brangschli für Schoggistängel, Lavettli für Waschlappen … Eine unsterbliche Kabarettnummer. Bestimmt war Hohler ihrer zuweilen müde, denn er hat zahlreiche andere saugute Texte geschrieben. Aber welcher Künstler kann sich schon rühmen, etwas erschaffen zu haben, das Volksgut geworden ist? In meiner Jugend war in jedem Lager derjenige der Hirsch, der am Lagerfeuer oder abends vor dem Skihütten­ kamin das «Totemügerli» vorzutragen wusste. Und was macht unser Sohn, 49 Jahre nach Erstveröffentlichung? Er lernt den Sketch für das nächste Pfadilager auswendig. Wetten, dass es den anderen, wenn er ihn dann spätnachts vorträgt, «i d Chnöde löötet»? MM Bänz Friedli live: 14. 9., Dübendorf ZH, Obere Mühle

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26 | MM37, 12.9.2016 | MENSCHEN

«Liebe Schweizer, man braucht kein Diplom, um spontan mit Fremden in Kontakt zu treten.» Sira, Georgien

Mardia, Komoren

«Die Zürcher gehören zwar zu den distanziertesten Menschen, die ich je getroffen habe, aber wenn man versucht, sie zu verstehen, merkt man, dass sie wie die Durian-Frucht sind – harte und dornige Schale, aber netter und weicher Kern.»

«Ich wünschte mir, die Leute hätten nicht so viel Angst vor dem Fremden.» Fah Yik, Singapur

«In tiefster Seele sind Leute aus den Anden und Schweizer gleich: Beide sind Bergler.» Ciro, Bolivien

Emine, Mauretanien


MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 27

«Ich bin glücklich hier, aber ich wünsche den Schweizern etwas mehr Pfeffer, mehr ‹pura vida›.» Joshna, Costa Rica

Frischta, Afghanistan

Switzers

Die Schweiz hat viele Gesichter

Menschen aus fast allen Ecken und Enden der Welt leben in unserem Land. Das neue Buch «Switzers» stellt aus jeder der 193 Nationen eine Person vor und lässt sie ihre Eindrücke oder ihr Leben schildern. Wir zeigen einige von ihnen. Text: Ralf Kaminski

Bilder: Lea Meienberg, Reiner Roduner, Roland Schmid

«Die Schokolade und die Rechte der Frau, das würde ich gern nach Mauretanien exportieren.»

«Schweizer zu sein, das hat weder mit der Hautfarbe noch mit der Herkunft zu tun: Es ist ein Geisteszustand.» Sinclair, Zentralafrikanische Republik


28 | MM37, 12.9.2016 | MENSCHEN

Das traditionelle Gewand aus seiner Heimat trägt Mazin Attar sonst nur an Hochzeiten.

Switzers

Ein Land aus 193 Nationen Die Schweiz ist so vielfältig und bunt wie ihre Bevölkerung. Von

den rund acht Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern stammen zwei Millionen aus dem Ausland. Tatsächlich findet sich aus fast jedem Land der Welt jemand in der Schweiz . Und wenn es nur eine einzige Person ist – wie aus Vanuatu oder Kiribati. Eine Ausstellung in Zürich zeigte 2015

anlässlich des Sommer­ festivals «Aufsehen!» ein Porträt aus jeder Nation: 193 Fotos. Daraus ist nun das Buch «Switzers» entstanden. Hier sind alle Bilder versammelt, ergänzt mit persön­ lichen Informationen der Porträtierten. Das Buch erscheint dreisprachig. Reiner Roduner, Inha­ ber der Absolutturnus Film AG, hat das Projekt initiiert und in Zusam­ menarbeit mit dem Foto­ grafen Roland Schmid die Fotos auch selbst gemacht. Drei Jahre lang haben sie mit ihrem Team gearbeitet, Prota­ gonisten gesucht und diese bei 14 Fotoshoo­ tings in Zürich, Genf und Lausanne in Szene gesetzt. «Die Migrantinnen und Migranten bereichern unser Land

mit ihrem Wissen und ihrer Kultur», sagt Reiner Roduner, «sie machen einen wichtigen Teil der Schweizer Identität aus.» Mit dem Buch will er ein Zeichen setzen für Menschlichkeit und gegenseitige Achtung. «Switzers: Die 193 Nationen der Schweiz», Reiner Roduner (Herausgeber), AS Verlag 2016, bei Ex Libris und www.switzers.ch

Mazin, Saudi-Arabien Schon als Kind in Saudi Arabien liebte Mazin Attar Schokolade. So sehr, dass seine Mutter einmal zu ihm sagte: «Du solltest in die Schweiz ziehen, wenn du gross bist.» Genau das hat er vor zwei Jahren getan. Eigentlich, um ein freieres Leben führen zu können – wobei die Schokolade natürlich ein willkommener Nebeneffekt ist. «Mein Favorit ist Lindt, aber ich löffle auch gern Nutella direkt aus dem Glas.» Der 35-jährige IT-Spezialist, der im Departement Erdwissenschaften an der ETH Zürich arbeitet, ist einer von 687 Menschen aus Saudi Arabien, die in der Schweiz leben. Und er vertritt seine Nation im «Switzers»-Buch, das je eine Person aus den 193 Ländern der Welt zeigt, die in der Schweiz präsent sind. «Ich habe den Aufruf zu diesem Projekt auf einer Expat-Website gesehen, und da ich damals noch keinen Job hatte, dachte ich mir: Warum nicht? Vielleicht hilft das bei der Jobsuche», erzählt Attar. Es sei eine rundum positive Erfahrung gewesen. Den Job fand er dann am Ende ganz unabhängig davon. Mazin Attar stammt aus einer wohlhabenden Familie in Saudi Arabien. «Ich war immer ein bisschen das schwarze Schaf, weil ich dauernd die vielen Regeln und Verbote infrage stellte, die in unserem Land herrschen.» Schon als Teenager beschäftigte er sich mit dem Gedanken, eines Tages auszuwandern, inspiriert nicht zuletzt durch Walt Disney. «Ich bin mit Disney-Animationsfilmen aufgewachsen und kann noch heute sämtliche Songs auswendig», sagt er und lacht. Zunächst jedoch studierte der junge Mann in Alexandria (Ägypten), wo er viele Leute aus westlichen Ländern kennenlernte. Nach der Rückkehr fand er einen IT-Job an der renommierten König-Abdullah-Universität nördlich von Dschidda und zog auf den Campus. «Dort herrschen etwas mehr Freihei-

ten als sonst in der saudischen Gesellschaft: Frauen dürfen Velo und Auto fahren, es gibt sogar Kinos», erzählt er. Und dort lernte Attar auch einen Holländer aus der Schweiz kennen, der ihn schliesslich davon überzeugte, hier ein besseres Leben führen zu können. Mit ihm teilt er sich heute eine Wohnung in Zürich. Das grosse Ziel: ein Schweizer Leben

«Für mich ist die Schweiz noch immer ein bisschen wie ein Märchen: die schöne Natur, die historischen Gebäude, das angenehme Klima», schwärmt der Saudi. Hingegen sei es nicht leicht, Freundschaften mit Schweizern aufzubauen. «Sie sind zu Beginn immer sehr zurückhaltend, aber das ist in meiner Heimat gar nicht so anders.» Mazin Attar beschloss früh, sich so gut wie möglich zu integrieren, begann Deutsch zu büffeln und schweizerisch zu kochen – «ich liebe Züri Gschnätzlets». Und er hofft, dass er so lange wie möglich in der Schweiz bleiben kann. «Ich geniesse die Lebensqualität und die Freiheiten hier.» Es schmerzt ihn, wenn Menschen in seiner Heimat bestraft werden, nur weil sie anders denken oder glauben. Wie etwa jener Saudi, der sich öffentlich als Atheist geoutet hatte und deswegen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Doch obwohl er sich mit einigem in Saudi-Arabien schwertut, erwischt er sich immer wieder dabei, das Land gegenüber allzu kritischen Stimmen in der Schweiz zu verteidigen. «Es gibt einiges Schlechtes, aber auch einiges Gutes», sagt er. Zudem glaubt er an die zaghaften Reformen, die die Regierung in den letzten Jahren eingeleitet hat. Attar hofft, dass die Menschen in seiner Heimat lernen werden, andere Meinungen zu akzeptieren, ja vielleicht sogar zu schätzen. «Die Schweiz zeigt schön, wie man mit Unterschieden sehr gut leben kann.» MM


MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 29

Niklas, Deutschland

Saadet, Türkei

Gobinda, Bhutan


30 | MM37, 12.9.2016 | MENSCHEN

Didier, Elfenbeinküste

Ritia, Kiribati

Remko, Niederlande

«Ich bin positiv überrascht, wie ernst man mich hier als Frau nimmt.» Sandra, Papua-Neuguinea

Mohammed, Oman

Raissa, Äquatorialguinea

Michelle, Palau

Steven, St. Kitts und Nevis


MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 31

«Nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative wäre ich fast wieder ausgewandert.» Alexandra, Estland

Gabrielle, Luxemburg

«Vielleicht gibt es hier auch schlechte Menschen, aber ich bin noch keinem begegnet.»

«In einigen Ländern triffst du Menschen, die scheinen schon zehn Jahre lang deine Freunde zu sein. In der Schweiz befreundest du dich mit jemandem, den du schon zehn Jahre kennst.» Travis, Seychellen

«Ich empfand die Schweiz wie einen Klub. Du trittst bei, bezahlst, um reinzukommen, aber du bekommst auch etwas zurück.» Dianelys, Dominikanische Republik

Sean, Kenia


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MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 33

Leserforum MM36: Interview mit Deborah Feldman «Für mich ist Freiheit wichtiger als Sicherheit»

«Sie sind ein positives Beispiel für so viele Frauen»

Ich muss sagen, Hut ab vor Frau Feldman für ihren Mut. Ich selber kann es gar nicht fassen, dass es immer noch Leute gibt, die in einer solchen Sekten­ gemeinschaft wie die Satmarer Juden oder Zeugen Jehovas oder sonst was leben. H. Zimmerli, per E-Mail

Bilder: Katja Hentschel, Vera Hartmann

Die Geschichte von Deborah Feldman stimmt mich traurig. Ich bin selbst eine orthodoxe Jüdin und erlebe alles ganz an­ ders. Ich ziehe mich farbig an, wenn auch nur im jüdischen Style. Ich lache und rede in nor­ maler Lautstärke. Ich fahre Rad, höre Radio, lese Zeitung. Chas­ sidisch bin ich nicht, aber auch viele von meinen chassidischen Freunden und Bekannten leben absolut nicht ein Leben, wie De­ borah Feldman es erfahren hat. S.N., Zürich (Name. d. Red. bekannt) Herzlichen Glückwunsch, Frau Feldman, Sie sind ein positives Beispiel für so viele Frauen. Als ich mich vor einigen Jahren mit dem Judentum befasste, weil ich einfach nichts darüber wusste und mich informieren wollte, musste ich mit Entsetzen feststellen: Wie bei so vielen weiteren Religionen (oft christ­ lichen Splittergruppen) steht nicht das Spirituelle, der Glau­ ben im Mittelpunkt, sondern das

Kleinhalten von Menschen (meistens Frauen, Männer dürfen ja oft alles, so lange sie sich diskret verhalten) unter völlig weltfremden Vorwänden. Ich habe nichts gegen Religion, und jeder darf sich das ein­ richten, wie er möchte, doch sollten niemals andere gezwungen werden. Anuschka Conoci, via www.migrosmagazin.ch MM36: Gosia J., Pflegerin aus Polen Ein Teil der Familie

«Mitarbeiter werden nur noch im Stundenlohn angestellt» «In der Schweiz gilt ein Mindestlohn von Fr. 18.55 pro Stunde für Arbeitnehmende ohne Betreuungserfahrung»: Diesem Modell folgen auch immer mehr Firmen und stellen Mitarbeiter nur noch im Stun­

denlohn ein (mit dem vagen Versprechen auf eine allfällige Festanstellung in einem Jahr), sodass man unter Umständen nach der Lehre sogar noch weniger verdient als während der Lehre. Meine Tochter findet keine Festanstellung und ist ge­ zwungen, für Fr. 18.50/h (ohne bezahlte Ferien/Krankheit) zu arbeiten, und das trotz eidgenös­ sischem Fähigkeitszeugnis. Manuela Bregenzer, 8640 Rapperswil SG

(oder andere echte akademische Titel) bei der mündlichen An­ rede verwendet werden. Es ist Sache des Titelträgers zu ent­ scheiden, ob er oder sie auf diese Anrede Wert legt. Die erbrachte Leistung, um den Doktorgrad zu erlangen, ist grundsätzlich zu honorieren. Anne E. Nugent Casati, per E-Mail MM35: Tattoos

Ein ganzes Leben lang?

«Ein Zeichen fehlenden geistigen Niveaus» Das Migros-Magazin lässt einzig Tätowierte und einen Stecher zu Wort kommen, aber keinen Arbeitgeber qualifizier­ ter Mitarbeiter, keinen Perso­ nalberater, keinen Arzt und schon gar nicht besorgte Eltern. Für viele dieser Personen wären Tätowierungen sicherlich nicht nur ekelerregend, sondern ge­ radezu ein Zeichen fehlenden geistigen Niveaus, ein definitives Karrierehemmnis. Peter P. Knobel, 6314 Unterägeri ZG Ich finde es schade, dass dieser um sich greifenden, unsäglichen Mode der Verunstaltung des eigenen Körpers vier ganze Seiten gewidmet werden. Hans Rudolf Lüscher, 5726 Unterkulm AG

MM35: Knigge reloaded Gehören Doktortitel zur mündlichen Anrede?

«Die erbrachte Leistung ist grundsätzlich zu honorieren» Meine langjährige Berufserfahrung im In- und Ausland hat mir ein anderes Bild gezeigt: Es ist Usus, dass der Doktortitel

Rock Battaglia aus Zürich liess sein erstes Tattoo vor 15 Jahren stechen.


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1

1 Patrick Noordoven im ZĂźrcher Impact Hub, wo er Brazil Baby Affair fĂźhrt. 2 Bilder aus der Kindheit: Patrick mit gut zwei Jahren in den Niederlanden. 3 1983: Patricks leibliche Mutter mit seiner Schwester Ana Paula. 4 Zum ersten Mal vereint: 2013 trifft Patrick seine Schwestern Jozilene (links) und Ana Paula in Recife.

2

3

4


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Illegale Adoption

Suche nach dem verlorenen Ich

Patrick Noordoven aus São Paulo wurde 1980 illegal von einem Paar aus den Niederlanden adoptiert, wie Hunderte anderer Babys aus Brasilien. Bei der Suche nach seiner Herkunft gründete er die NGO Brazil Baby Affair und kämpft nun von der Schweiz aus gegen das erlittene Unrecht. Text: Reto E. Wild

P

atrick Noordoven (36) sagt heute, er habe schon früh gespürt, dass er andere Wurzeln hätte, als seine El­ tern ihn glauben machen wollten. «In der Primarschule im niederländischen Gouda fragten mich die Mitschüler ständig, woher ich eigentlich komme», sagt der junge Mann. Mit seinen dunklen Haaren und den braunen Augen ist er eher ein mediterraner Typ. Patrick fing mit 18 Jahren an, sich für seine Wurzeln zu interessieren. Seine Eltern, auf offiziellen Papieren seine biolo­ gischen, wichen aber Fragen nach seiner Herkunft immer aus, offensichtlich weil sie sich vor einer Konfrontation mit ihrem Sohn fürchteten. Erst nachdem Patrick sich von seinem Elternhaus gelöst hatte und in Maastricht in einer Studenten­WG lebte, begann er, im Internet Nachforschungen über sein Leben anzustellen und auf mehre­ ren Reisen nach seinen Wurzeln zu suchen.

Bilder: zVg

Mühsame Suche nach der Wahrheit

Heute weiss Patrick Noordoven, dass er am 6. Februar 1980 per Kaiserschnitt im gröss­ ten Spital von São Paulo in Brasilien auf die Welt gekommen ist. Seine leibliche Mutter Maria Levina do Nascimento sei fünf Jahre später an einer Herzkrankheit gestorben. «Ich bin ein uneheliches Kind. Wer mein Vater ist, habe ich noch immer nicht herausgefunden», sagt Patrick. Laut offiziel­ ler Geburtsurkunde wurde er angeblich am 18. Februar in einer Privatwohnung geboren. Das holländische Ehepaar Noordoven hatte Patrick in jenen Februartagen adop­ tiert und als ihr leibliches Kind registrieren lassen. Mithilfe von Beziehungen zu einem niederländischen Diplomaten habe das Paar sich seinen Kinderwunsch in Brasilien er­ füllt. «Ich wurde illegal adoptiert», der junge Mann ist aufgebracht, er spricht Deutsch

Bild: Tanja Demarmels

mit holländischem Akzent. Er habe heraus­ gefunden, dass seine leibliche Mutter eine Haushaltsangestellte war, die mit einem Baby ihren Job hätte aufgeben müssen. Des­ halb habe sie ihren Sohn bei einer Tante un­ terbringen wollen. Seine Nachforschungen hätten auch ergeben, dass er damals auf We­ gen, die nicht klar sind, in ein Kinderheim in São Paulo gebracht wurde, das offensichtlich illegale Adoptionen unterstützte. «Dort hat mich das Ehepaar Noordoven abgeholt», so viel weiss er. Seine Mutter Maria habe von internationalen Adoptionen keine Ah­ nung gehabt. «Es war nie ihre Absicht, mich fern von der Familie aufwachsen zu lassen.» Patrick Noordoven erfuhr von seiner Tante, dass die Mutter ein paar Jahre nach seiner Geburt in verschiedenen Spitälern São Pau­ los nach ihm gesucht hatte. Was aus ihrem Sohn geworden ist, hat sie nie erfahren. «Ein paar Mal ist meine Tante meiner Mutter be­ gegnet. Sie weinte, weil sie nicht wusste, was aus mir geworden ist. Ich finde es schreck­ lich, so etwas hören zu müssen.» Am meisten erschütterte es ihn zu erfah­ ren, dass er zwei Schwestern hat. Sie heissen Jozilene Maria (41) und Ana Paula (39). Jozi­ lene ist im Norden Brasiliens bei einer Tante aufgewachsen und Ana Paula bei ihrer Mut­ ter in São Paulo, bis diese 1985 starb. Patrick traf seine Schwestern erstmals vor ein paar Jahren in Recife. Die Begegnung war tränen­ reich und voller intensiver Gespräche. Problematik von Auslandadoptionen

Laut Uno­Kinderrechtskonvention kann heute ein Kind nur dann zur Adoption ins Ausland freigegeben werden, wenn im Heimatland alle Massnahmen gescheitert sind, eine Familie oder eine andere akzepta­ ble Lösung zu finden. Noch in den 80er­Jah­ ren war das anders, waren Fälle wie der von

Patrick Noordoven gang und gäbe. So titelte «Der Spiegel» 1982: «Kinderhandel mit der Dritten Welt – Adoption auf Bestellung». Hier war zu lesen, dass sich damals allein in der Bundesrepublik fast 20 000 Ehepaare um «nur» 10 000 zur Adoption freigegebene Kinder beworben hatten. Bis zu 30 000 Dollar wurde für ein Kind bezahlt, auch von Schweizer Paaren. Viel Geld für Menschen in einem armen Land wie Brasilien. Zur Zeit der Militärdiktatur war Brasilien «Hauptlieferant» von Kindern, die zur Adoption freigegeben waren. 1988 schätzte «Der Spiegel», dass damals monatlich 400 Kinder das südamerikanische Land ver­ liessen, der Kinderhandel weltweit über eine Million Kinder pro Jahr betraf. Offizielle Zahlen zur illegalen Adoption gibt es aller­ dings nicht. Das Bundesamt für Statistik weist nur die Zahl der legalen Adoptionen aus: 1980 waren es schweizweit 1583, 2014 weniger als 400. Der Rückgang hat zwei Gründe: Die Reproduktionsmedizin ermög­ licht es inzwischen vielen kinderlosen Paaren, eigene Kinder zu bekommen. Ausserdem ist eine Adoption heute mit viel mehr Auflagen verbunden. Belastende Fragen nach Äusserlichkeiten

Patrick Noordoven wollte mehr über seine Vergangenheit wissen. «Dass sich ein Mensch dafür interessiert, wer er ist, ist ein normaler Wunsch, ja ein Grundbedürfnis.» Er sehe ganz anders aus als seine Adoptiv­ eltern. Er wollte wissen, ob er seine Nase von seiner leiblichen Mutter oder vom Vater geerbt hatte. Und er wurde in den Nieder­ landen aufgrund seines Äusseren oft gefragt, woher er denn komme. Mit einer Ungewiss­ heit zu leben, habe ihn zunehmend belastet. «Manchmal hatte ich das Gefühl zu er­ sticken und nahm deshalb psychologische


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MENSCHEN | MM37, 12.9.2016 | 37

Hilfe in Anspruch.» Auf der Suche nach sei­ nem wahren Ich reiste Noordoven wochen­ lang durch Brasilien; dies habe sein Studium der Politik und Internationalen Beziehun­ gen über zehn Jahre in die Länge gezogen, weshalb er Schulden habe machen müssen. Bruch mit den Eltern und Neuanfang

Mit seinen Adoptiveltern spricht Patrick Noordoven seit über drei Jahren nicht mehr. Er kann ihnen nicht verzeihen, dass sie ihm die Wahrheit über seine Herkunft verschwie­ gen haben. Seine Kindheit sei zwar in den ersten sechs Jahren unbeschwert gewesen. Doch dann bekam Patrick noch einen fünf­ jährigen Adoptivbruder. «Mein Leben gestal­ tete sich schwieriger, als mein Bruder im Teenageralter drogensüchtig wurde.» Aber ist Noordoven nicht auch ein biss­ chen dankbar, im sicheren Holland statt in einem Moloch wie São Paulo als uneheliches Kind aufgewachsen zu sein? «Diese Auf­ fassung verstehe und respektiere ich», sagt er. «Nur, die Realität ist komplexer.

Heute weiss man, dass jedes Adoptivkind auf irgendeine Weise eines Tages seine Herkunft hinterfragt.» Vielleicht war das ein Grund für das Schweigen seiner Adoptiv­ eltern, vermutet er: «Sie hatten wohl Angst, mich zu verlieren.» Nun haben sie ihr Wunschkind trotzdem nicht mehr. Patrick Noordoven heiratete 2010 die Niederländerin Annelies Poolman (37), die er in einem Amsterdamer Café bei einem Speed Dating getroffen hatte. Noch im selben Jahr wanderte das junge Paar nach Brasilien aus, um dort ein neues Leben zu beginnen. Ein Jahr später erhielt Anne­ lies ein Jobangebot in der Schweiz, und das Paar zog an den Zürichsee. Inzwischen ar­ beitet Noordovens Frau als Managerin für ein Unternehmen in Zürich. Sie kann mit ih­ rem Einkommen für beide sorgen. Denn ihr Mann beschäftigt sich seit seinem Studien­ abschluss im vergangenen Jahr ausschliess­ lich mit der von ihm gegründeten NGO Bra­ zil Baby Affair (BBA), laut Patrick Noordo­ ven ein Hilfsverein für Menschen und Fami­

lien mit einem ähnlichen Schicksal wie dem seinen. Es sei eine Arbeit ohne Ende, er bringe sein ganzes Wissen ein und reise immer wieder an Konferenzen, um die Öffentlichkeit wachzurütteln. Vor Jahres­ frist konnte Brazil Baby Affair einen ersten Erfolg verbuchen: Die auf Spenden an­ gewiesene NGO brachte eine Frau mit ihrer leiblichen brasilianischen Mutter zusam­ men. BBA unterstützt auch Menschen, die legal in Brasilien adoptiert wurden, bei der Suche nach ihren biologischen Eltern. Noordoven selbst fühlt sich nach allem, was er nun über seine Herkunft weiss, besser denn je: «In der Schweiz bin ich zu Hause, ob­ wohl ich mich als Brasilianer fühle, der in den Niederlanden aufgewachsen ist. Die Schweiz ist das beste Land der Welt.» Er möchte weiterhin glücklich sein mit seiner Frau und mit seiner Aufgabe für Brazil Baby Affair. Es gebe in seiner Generation Tausende mit seinem Schicksal. Deshalb will er sich noch lange mit Herzblut dafür engagieren. MM www.brazilbabyaffair.org

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Doris Leuthard

«Beim Klimaschutz muss sich die Schweiz nicht verstecken» Die Initiative «Grüne Wirtschaft» will natürliche Ressourcen wie Ackerland, Wald und Ozeane schützen und den C02 -Ausstoss der Schweiz bis 2050 um 80 Prozent reduzieren. Umweltministerin Doris Leuthard erklärt, weshalb der Bundesrat gegen die Vorlage ist. Text: Reto E. Wild, Andrea Freiermuth Bilder: Beat Schweizer


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Hat Sonnenkollektoren auf ihrem Hausdach installiert, fährt ein E-Bike und ist teilweise Selbstversorgerin: Bundesrätin Doris Leuthard.


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Doris Leuthard, wie gross ist Ihr ökolo­ gischer Fussabdruck? Das weiss ich nicht. Er ist in meiner Funk­ tion als Bundesrätin sicher schlecht, weil ich oft unterwegs bin, auch per Flugzeug. Privat würde ich hingegen wahrscheinlich recht gut dastehen. Wieso? Einerseits wegen unserer Art zu wohnen. Mein Mann und ich nutzen Sonnenkollek­ toren. Wir haben keine Ölheizung, dafür Wärmepumpen. Wir bestellen einen eigenen Garten und versorgen uns teilweise selbst. Ich esse nicht so viel Fleisch, besitze ein E­Bike und einen Tesla. Haben Sie denn noch Zeit zum Gärtnern? Leider nur am Wochenende. Mein Mann ist aktiver im Garten. Auf welche private Massnahme, die Ihre Umweltbelastung reduziert hat, sind Sie besonders stolz? Erstaunlicherweise sind es kleine Schritte im Alltag, die relativ viel bewirken. Mein Mann hat die Glühbirnen durch LED­ Lampen ersetzt. Wir haben unsere Heizung ausgemessen und konnten dank eines kleineren Boilers rund 30 Prozent des Heizverbrauchs senken. Am 25. September stimmt das Volk über die Initiative «Grüne Wirtschaft» ab. «Bis ins Jahr 2050 wird der ökologische Fussabdruck der Schweiz so reduziert, dass er auf die Weltbevölkerung hochge­ rechnet eine Erde nicht überschreitet: Der Bundesrat anerkennt das Anliegen der Initianten», heisst es im Abstimmungs­ büchlein. Wieso lehnt die Regierung die Initiative dennoch ab? Wir haben uns schon lange vor der Initiative mit dem Thema beschäftigt. Wir setzen un­ sere Ziele aber etappenweise um und halten es für verfehlt, in der Verfassung mit dem Fussabdruck ein Jahresziel zu verankern, das nicht einmal eine anerkannte Grösse darstellt. Die Messmethodik ist umstritten. Man könnte ein Ja für die Initiative ein­ legen und sie als Zielvorgabe betrachten. Ich bin Juristin. Für Juristen ist die Verfas­ sung wie die Bibel. Wir können nicht sagen, wir machen es «es bitzeli». Wir haben auch nicht ein bisschen das Frauenstimmrecht oder ein bisschen Mutterschaftsversiche­ rung eingeführt. Vorgaben der Verfassung können Sie nicht halbherzig umsetzen. Der grüne Nationalrat Bastien Girod be­ hauptet, wer heute einen Fussabdruck von drei Erden habe, könne 2050 bei gleichem Konsumverhalten dank technologischen Fortschritten auf eine Erde kommen.

Sammelte in ihrer Kindheit Kaffeerahmdeckeli: Bundesrätin Doris Leuthard lobt Schweizerinnen und Schweizer für das vorbildliche Trennen von Abfall.

Gut, wenn Herr Girod heute schon weiss, welche Technologien wir im Jahr 2050 ha­ ben, dann ist er sicher ein Kandidat für den Nobelpreis. Mit Sicherheit wird der techno­ logische Fortschritt vieles verändern. Des­ wegen aber den Fussabdruck per 2050 in der Verfassung zu verankern, ist nicht sinnvoll. Intelligenter wäre es zu sagen: Okay, wir sind uns einig, die Reise geht in diese Rich­ tung – aber bitte nicht in der Verfassung. Der klimaverträgliche CO₂­Verbrauch pro Jahr beträgt eine Tonne. Die Schweiz liegt bei 6,3 Tonnen. Werden wir die eine Tonne jemals erreichen? Ich halte nichts für unrealistisch. Aber nie­ mand kann voraussagen, wie viel Zeit für eine solch grosse Veränderung nötig wäre. Der Verkehr macht in der Regel 30 Pro­ zent aus – und ich gehe nicht davon aus, dass der Mensch in Zukunft weniger mobil sein wird. Laut unseren Prognosen wird der Verkehr weiterwachsen. Ich glaube auch nicht, dass der Mensch weniger fliegen wird. Bei den Flugzeugen können wir wohl noch lange nicht auf fossile Energie verzichten. Auch hinter dem Fleischkonsum steckt viel Energie – ich denke nicht, dass wir alle Vega­ ner werden. Zudem leben wir in einem Land mit kalten Wintern. Dass wir aber bereits in 20 Jahren nur noch Null­Energie­Häuser haben werden, ist unwahrscheinlich. Wird die Initiative nicht angenommen, dann geht im Umweltschutz alles viel langsamer. Richtig? Wir brauchen für unsere Ziele dann sicher mehr Zeit. Aber wenn Sie etwas gegen den Willen der Branche tun, dann wird es bei der ersten Gelegenheit wieder rückgängig ge­ macht. Der Abfallbereich ist ein positives Ge­ genbeispiel: Wir haben da nicht viele Vor­

schriften. Die Bevölkerung macht freiwillig mit. Und die Verpackungsindustrie ist über­ zeugt, dass sich Recycling langfristig auszahlt. Ist es nicht längst fünf vor zwölf? Beim Klimaschutz muss sich die Schweiz nicht verstecken. Wir haben die kleinsten Emissionen pro Kopf. Berücksichtigt man auch importierte Waren, sieht es etwas weniger gut aus. Wir waren beim Kyoto­ Protokoll I und II dabei. Entscheidend ist, dass die USA und China beim Klima­ Übereinkommen von Paris mit an Bord sind – das sind die grössten Verursacher des Kohlenstoffdioxids. Der Ausstoss der Schweiz fällt global gesehen kaum ins Gewicht. Aber unser Land könnte ein Vorbild sein. Das sind wir schon mit unseren Pro­Kopf­ Emissionen. Fürs Klima ist es viel relevan­ ter, dass die grossen Verursacher handeln. Ende 2015 ist die Schweiz beim Klima­ schutzindex aus den Top Ten gefallen. Es gibt viele Ratings. In der Studie von RobecoSAM belegt die Schweiz nach Schwe­ den den zweiten Platz – weltweit. Und in der Rangliste der Yale University belegt die Schweiz den 16. Platz von 180 Ländern. Das schlechte Abschneiden bei der Luftqualität und in der Landwirtschaft hat ein noch besseres Ergebnis verhindert. Feinstaub und Pestizide sind dort ein Problem. Beim Wasser hingegen rangieren wir mit unseren Kläranlagen auf Platz 6 aller Länder. Bei der Solar­ und Windenergie ist dafür Deutschland viel besser als die Schweiz. In diesem Bereich sind wir europaweit tat­ sächlich weit von den Top Ten entfernt. Für die Schweiz hat in der Vergangenheit der Strommix mit Nuklear­ und Wasserenergie


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ausgereicht. Deshalb waren wir nicht unter Druck, neue Wege zu finden. Jetzt kommen unsere Kernkraftwerke an ihr Betriebsende, und wir wollen keine neuen KKW bauen. Wir müssen deshalb Lösungen für erneuerbare Energieformen finden. Gibt es einen Bereich im Umweltschutz, in dem wir nach wie vor führend sind? Dazu gehört das Recycling. Die Wieder­ verwertbarkeitsquote ist bei PET oder Glas sehr gut, und dies ohne staatliche Eingriffe. Das hat schon in meiner Kindheit angefangen, als ich Kaffeerahmdeckeli sammelte. Die Schweizer Bevölkerung hat das Trennen von Abfall verinnerlicht. Sie loben Frau und Herrn Schweizer für das Abfalltrennen. Wäre es nicht an der Zeit, die Wirtschaft in die Pflicht zu nehmen? Die Wirtschaft gibt es nicht. Die Industrie beispielsweise ist ziemlich gut auf Kurs, die Multis wie Nestlé sind sich ihrer Verantwortung bewusst. Aber Sie haben recht: Bei eini-

Detailhandel auf Papierbeutel aus. In der Gesamtbilanz schneidet Papier allerdings schlechter ab als Plastik.

gen KMUs gibt es noch Nachholbedarf. Das Parlament und der Bundesrat setzen aber auf Freiwilligkeit. Wir treffen mit jeder Branche Vereinbarungen für einen effizienteren Verbrauch der Ressourcen. Aber es wird doch nur das gemacht, was profitabel ist. Darum braucht es Regulierungen. Das stimmt so nicht. Schauen Sie sich die Nahrungsmittelindustrie an: Es werden immer mehr regionale Produkte angeboten, weil sich die Kunden das wünschen. Sie unterschätzen den Einfluss der Konsumenten. Die Wirtschaft ist für 60 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich. Da gibt es ein gewaltiges Sparpotenzial. Die Frage ist immer: Können wir eine Lösung mit den verschiedenen Branchen finden, oder braucht es ein Gesetz? Wir bevorzugen Ersteres. Denn mit einer Regulierung sind wir nicht alle Probleme los: Verbieten Sie etwa die Knistersäckchen, weicht der

Die Gegner der Initiative behaupten, dass wir nach einer Annahme auf Fleisch­ konsum, Warmduschen oder Autofahren verzichten müssen. Der Bundesrat operiert nicht mit solchen Schreckensszenarien, die den Einwohnern Angst machen. Aber es ist schon so: Wenn Sie ein ambitiöses Ziel haben, kann man nicht wie bis anhin leben. Hören Stimmbürger von mehr Nachhaltigkeit, sind sie sofort dafür – bis es sie selbst betrifft. Die Initiative fordert, mehr in Entwick­ lung und Forschung zu investieren. Das Parlament hat bereits 200 Millionen Franken zusätzliche Forschungsgelder versprochen. Auch deshalb brauchen wir die Initiative nicht. Die Schweiz ist Innovationsweltmeisterin. Wir können unsere höheren Preise nur begründen, indem wir Qualität liefern

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«Grüne Wirtschaft»

Die Initiative und etwas Besseres bieten als die Konkurrenz. Un­ sere Produkte müssen langlebiger und sparsamer im Energieverbrauch sein, nur so finden sie Absatz. Zerstören wir mit dem Zwang zum Wachstum nicht unsere Ressourcen? Das ist eine spannende und berechtigte Diskus­ sion. Ewiges Wachstum ist eine Illusion. Aber in einer alternden Gesellschaft können Sie ohne Wachstum die Altersvorsorge nicht sichern. Allerdings kann man auch qualitativ wachsen. Das ist das, was wir mit unserer Nachhaltigkeits­ strategie anstreben. Das Argument, dass sich Ökonomie und Ökologie nicht vertragen ... Das haben wir zum Glück schon lange überwunden. Wirklich? Ja, wir haben das auch bewiesen: Trotz Wirtschafts­ und Bevölkerungswachstum und Mobilitätssteigerung haben wir weniger Energie verbraucht.

Die bürgerliche Mehrheit im Parlament ist da noch immer anderer Meinung. Die Bürgerlichen haben Angst, dass Umweltmass­ nahmen per se nur Kostenfaktoren sind. In diesem Punkt finden wir uns mit den Initianten: Grüne Wirtschaft kann hochprofitabel sein. Saubere Technologien haben weltweit ein Wachstum von jährlich 6 Prozent. Da müssen skeptische Geister sicher ihren Blickwinkel noch etwas weiten – nur so können wir etwas Gescheites für die nächste Generation machen. Wie beurteilen Sie das Engagement der Migros in der Nachhaltigkeit? Die Migros engagiert sich schon seit Jahren, hat aber auch ein ureigenes Interesse, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen, die fast nur auf den Preis aus ist. Die Unternehmensphilosophie zur Tierhaltung oder dem Vorzug von Schweizer Produkten ist sehr nah bei den Zielen des Bundes. Aber auch die Migros muss darauf achten, die Preisdifferenz zu den Billiganbietern nicht an­ steigen zu lassen. Das gilt auch für die Pharma oder die Chemie und andere Bereiche. MM

Die Volksinitiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)», über die wir am 25. September abstimmen, fordert, dass die Wirtschaft die natürlichen Ressourcen im In- und Ausland effizient nutzt. Der ökologische Fussabdruck der Schweiz soll bis 2050 markant verkleinert werden. Gegner argumentieren, die Bevölkerung müsste auf Komfort verzichten. Für die Initiative sind: Grüne, GLP, SP, EVP, VCS, Pro Natura und der WWF. Dagegen sind: SVP, FDP, CVP, BDP, EDU und die Economiesuisse.

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Migros-Welt MM37

Zitat der Woche

«Die Umwelt braucht jetzt keine moralischen Appelle, sondern echtes Engagement von Konsumenten, Wirtschaft und Politik.» Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz, in seinem Referat an der Konsumententagung der Migros am 2. September

Juskila

Es ist das grösste Schneesportlager der Schweiz: Vom 1. bis 8. Januar findet in Lenk BE das Juskila statt. 600 Jugendliche kommen dann auf Skiern und Snowboards in Fahrt. Im Vordergrund steht der Spass und nicht der verbissene Kampf um Bestzeiten. Dank der Hauptsponsorin Migros müssen die Mädchen und Jungen nur einen Unkostenbeitrag von 60 Franken zahlen. Das Juskila steht 13- und 14-Jährigen offen, die noch nie dabei waren. Anmeldeschluss ist am 28. Oktober. www.juskila.ch

Spass statt verbissener Leistung steht beim grossen Jugendskilager im Mittelpunkt.

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Leidenschaftlicher Gaumentanz Aromen von frischen Zitronen und süssem Honig tanzen miteinander Tango auf der Zunge. Das verführerische Rot macht Lust auf mehr, und jeder Bissen ist ein Stück Leidenschaft. Ja, es geht um eine Apfelsorte. Genauer gesagt um die Sorte SweeTango – eine Züchtung, die ursprünglich aus den USA stammt. Die betörenden SweeTango-Äpfel gibts jetzt auch in den

Supermärkten der Genossenschaft Migros Aare, und sie wachsen allesamt im Seeland, Thurgau, Waadtland und Wallis. Zu den einzigartigen Eigenschaften des SweeTango gehören sein weiches Fruchtfleisch und sein erfrischender Geschmack. Mal probieren? Mehr von der Migros Aare ab Seite 49


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1. Tag Zürich–Frankfurt–San José Individuelle Anreise zum Flughafen Zürich. Abflug gegen Abend mit Lufthansa/Condor via Frankfurt nach San José. 2. Tag San José–Vulkan Poás–San José Ankunft am frühen Morgen in der Hauptstadt von Costa Rica. Ausflug in den Poás Nationalpark mit traumhaftem Ausblick vom 2708 m hohen Vulkan Poás. Besichtigung einer Kaffeeplantage. 3. Tag San José–Vulkan Irazú–Guápiles Fahrt zur ehemaligen Hauptstadt Cartago. Weiterfahrt zu Costa Ricas höchstem Vulkan Irazú, dem höchsten Vulkan Costa Ricas. Bei schönem Wetter bietet sich eine fantastische Aussicht auf den Atlantik und den Pazifik. Fahrt durch den Regenwald nach Guápiles. 4. Tag Guápiles Ausflug in den Regenwald und Fahrt mit einer Schwebebahn durch den Nationalpark Braulio Carillo. Besichtigung und Mittagessen in einer Palmherzplantage. 5. Tag Guápiles–Tortuguero Ausflug nach Tortuguero, einem Dorf an der Karibikküste im gleichnamigen Nationalpark. Rundgang durchs Dorf und Übernachtung in Tortuguero, einem Naturparadies. 6. Tag Tortuguero Nach dem Frühstück Bootsfahrt durch den Nationalpark Tortuguero, auch bekannt als kleiner Amazonas, der Heimat von Brüllaffen, Kapuzineraffen und Faultieren. 7. Tag Tortuguero–Puerto Viejo de Sarapiquí Beim Ausflug zu einer Bananenplantage lernen Sie den gesamten Arbeitsablauf vom Anbau, der Pflege bis hin zur Ernte kennen.

8. Tag Puerto Viejo de Sarapiquí Im Tirimbina Regenwald Besichtigung einer traditionellen Kakaoplantage. Sie erfahren alles vom Kakaoanbau bis zur fertigen Schokolade. Freier Nachmittag im Hotel. 9. Tag Guàpiles–Puerto Viejo de Sarapiquí–La Fortuna In Puerto Viejo de Sarapiquí Besuch der Farm des Ananas-Königs, dem Schweizer Johann Dähler. Besichtigung der Plantage. Fahrt nach La Fortuna am Arenal, dem jüngsten und aktivsten Vulkan des Landes. Geniessen Sie im Hotel ein erholsames Bad mit Sicht auf den Arenal. 10. Tag La Fortuna–Pequeña Helvecia–La Fortuna Besuch in «Pequeña Helvecia», der kleinen Schweiz von Costa Rica, dem Reich der Familie Ulrich. Mittagessen im dazugehörigen Drehrestaurant. Rückfahrt zum Hotel. 11.–14. Tag Tamarindo Fahrt nach Tamarindo an der Pazifikküste zum Badeaufenthalt. Übernachtung im Hotel. 15. Tag Tamarindo–San José Transfer nach San José. Abendessen und Übernachtung. 16. Tag San José–Frankfurt–Zürich Transfer zum Flughafen. Rückflug via Frankfurt mit Condor/ Lufthansa. 17. Tag Zürich Ankunft in Zürich am Morgen. Individuelle Heimreise.

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MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 47

Mini-Maker-Faire Elektronische Voodoo­Puppen bauen oder kleine Roboter programmieren: Dies und mehr erwartet junge Technologiefreaks an der Mini­ Maker­Faire, die vom 17. bis 18. September erstmals in Zürich stattfindet. Während des Festivals, das vom Migros­ Kulturprozent unterstützt wird, stellen rund 50 Tüftler ihre ungewöhnlichen Projekte rund ums Thema Technologien der Zukunft vor und laden zu ver­ schiedenen Workshops ein.

Kartoffeln mit Schalenfehlern, wie sie nun in den Migros-Filialen erhältlich sind. M-Budget

Ungewohntes Aussehen, einwandfreie Qualität Auch 2016 wird kein gutes Kartoffeljahr in der Schweiz. Durch den anhaltenden Regen im Frühsommer konnten sich die Knollen nicht wie gewohnt entwickeln. Die Kartoffeln sind deshalb kleiner oder grösser als gewohnt und dazu mit soge­ nannten Wachstumsrissen gekennzeich­ net. Zum Essen sind diese Kartoffeln aber einwandfrei, nur sehen sie halt nicht so schön aus. Als grösste Abnehmerin von Schweizer Kartoffeln unterstützt die Migros ihre Produzenten und nimmt rund 5000 Tonnen dieser betroffenen Kar­

toffeln unter der M­Budget­Linie in das Sortiment auf. «Aufgrund des Kunden­ bedürfnisses und der Nachhaltigkeit er­ gibt es Sinn, soweit es Qualität und Ver­ fügbarkeit zulassen, einheimische Kartof­ feln zu verkaufen. Auch möchten wir den Produzenten in einem schwierigen Jahr etwas entgegenkommen», sagt Linda Marugg, Verantwortliche Gemüse beim Migros­Genossenschafts­Bund.

Berufsbildung

Mehr Lernende bei der Migros

Bild: zVg

Die Migros ist die grösste Lehrstellen­ anbieterin der Schweiz. 3775 Jugendliche absolvieren derzeit ihre berufliche Grundbildung bei den 40 Unternehmen der Migros­Gruppe. Das sind 76 mehr als im Vorjahr. 97 Prozent der Migros­Lernenden haben im Sommer 2016 ihre Lehrab­ schlussprüfung bestanden. 64 Prozent der erfolgreichen Jugendlichen arbeiten auch weiterhin bei der Migros. Die Migros­Unternehmen haben über 25 000 Bewerbungen erhalten. Rund 100 Lehrstellen konnten nicht besetzt werden. Für August 2017 bietet die Migros wiederum 1550 Lehrstellen an. Infos auf www.new­talents.ch

Infos und Anmeldung: www.makerfairezurich.ch

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Die Migros senkt die Preise bei zahlreichen Seifen­ und Deo­Produk­

ten der Marke I am sowie bei der Alnatura­Nusskernmischung und dem Alnavit­Cranberrysaft. Eine Preiserhöhung gibt es beim Alnatura­ Waldhonig. Geringe Ernten bei gleichzeitig hoher Nachfrage führen zu steigen­ den Rohstoffpreisen. Auch Oliven werden aufgrund der schlechten Olivenernte teurer. Stetig steigende Rohstoffpreise führen zudem zu einer Preiserhöhung bei Kalbsmilken und Kalbsbrät. Ausgewählte Beispiele

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2.10

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2.10

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Alnatura Nusskernmischung, 200 g

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4.90

4.70

–4,1

16.80

15.80

–6,0

Alnatura Waldhonig, Glas à 500 g

6.20

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Alnatura Waldhonig, Spenderflasche à 350 g

4.60

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Die Migros Aare ist beim SC Bern mit den Marken Westside und SportXX engagiert. Eishockey

Heiss auf Eis Die Migros Aare ist am Puck: Sie ist als Sponsorin mit ihren Fachmärkten und Einkaufscentern eine wichtige Partnerin der regionalen Eishockeyszene. Text: Reto Wüthrich

E

ishockeyfans und Medien­ leute blicken wieder gebannt auf die kleine schwarze Scheibe: Die Eis­ hockey­Meisterschaft in der NLA und NLB ist soeben gestartet. Mittendrin fiebert auch die Migros Aare mit: Sie unterstützt alle regionalen Topklubs als wichtige Sponsorin – es sind dies: SC Bern, EHC Biel, SCL Tigers, EHC Olten, und SC Langenthal. Dies sind alles Klubs mit einer treuen Fangemeinde, hohem Publi­ kumsinteresse und einer zentralen

sozialen Funktion in ihrem Gebiet. Für die Migros Aare ist Eishockey eine ideale Plattform, um ihre Fachmärkte und Einkaufscenter ins Rampenlicht zu rücken. Familienfreundlich in Biel

Die Migros Aare tritt im Eishockey mit verschiedenen Marken auf. Das Shopping­ und Erlebniscenter West­ side ist Goldpartner und SportXX Silberpartner des dreizehnfachen Schweizer Meisters SC Bern. Beim EHC Biel und den SCL Tigers aus Langnau i.E., die beide auch in der

NLA spielen, sind das Centre Brügg bzw. Obi am Drücker. In der NLB engagiert sich die Migros Aare mit Gäupark (EHC Olten) sowie SportXX (SC Langenthal). Diese Klubs versprechen viel Action, mitreissende Spiele und tolle Stimmung in den Stadien; die Migros Aare ihrerseits verspricht Aktionen rund um diese Spiele und die Klubs. So ist die Migros in der Bieler Tissot­Arena sowie beim EHC Olten beispielsweise Haupt­ partnerin im jeweiligen Familien­ sektor von Famigros. MM

Power Yoga: Wenn Ihnen das klassische Yoga nicht fitnessbetont genug ist, dann dürften Sie von dieser Variante begeistert sein. Power Yoga ist ideal für Männer und Frauen, die sich ein anspruchsvolles Work-out wünschen, bei dem sie ihre Kraft, Ausdauer und Atemtechnik gezielt fördern können. 10 Lektionen kosten Fr. 135.– Weitere Infos: www.klubschule.ch und unter Tel. 0844 844 900


50 | MM37, 12.9.2016 | MIGROS-WELT

Bei Melectronics kann man alles auch bequem von zu Hause aus online bestellen und auf Wunsch auch kostenlos liefern lassen. Melectronics

Alles eine Frage der Technik Rund um die Uhr für die Kunden da sein, ein topaktuelles Elektroniksortiment und exzellente Garantie- und Serviceleistungen bieten. Geht das? Text: Sarah Baur

M

electronics machts. Ob am frühen Morgen oder kurz vor Ladenschluss – wenn sich die Kunden Beratung rund um Elektronikneuheiten wünschen, nimmt sich das Fachpersonal in den Filialen gerne Zeit dafür. Wer sich für ein Grossgerät wie einen Kühlschrank, eine Waschmaschine oder einen TV entscheidet, bekommt es kostenlos nach Hause geliefert. Heimlich Preise vergleichen klappt am besten via Online-Shop. Wer seine Lieblingsartikel sofort bestellen möchte, kann das auch mitten in der Nacht tun – kostenlose Heimlieferung inklusive. Melectronics bietet seinen Kunden nicht nur ein topaktuelles Sortiment an Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten, sondern auch fortschrittliche Dienstleistungen. Individuelle und umfassende Heiminstalla-

Jessana Némitz und Baptiste Meier formen die Bieler

Chanson

tionen, PC-Support oder Filialabholung von Online-Bestellungen sind einige der Services, von denen die Kunden profitieren. Neuheiten und Zukunftsmusik

Das Melectronicssortiment wird laufend mit neuen Produkten ergänzt. Besonders beliebt sind im Moment Activity-Tracker und weitere Gesundheits-Gadgets oder Wärmebild-Kameras fürs Smartphone. Auch beim Energiesparen hat Melectronics die Nase vorn – mit zahlreichen Artikeln, die das Topten-Label für Energieeffizienz tragen. Das Angebot an neuen Produkten, die beim Energiemanagement zu Hause unterstützen, wird weiter ausgebaut. Ein Blick in den Online-Shop oder ein Besuch in der nächsten Filiale lohnt sich. Online-Shop und alle Informationen über Garantie- und Serviceleistungen: www.melectronics.ch

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Die Spielzeit der Spectacles français umfasst neben Theater und Tanz auch ein facettenreiches musikalisches Angebot. Text: Christelle Wälti

Q

Bild: Magali Egger

uebec in Biel– fünf Künstler aus der kanadischen Provinz werden sich auf der Bühne des Théâtre de Poche abwechseln. Mit melancholischen Folk-Chanson und Popmusik eröffnen die Sœurs Boulay am 16. Oktober den Reigen. Aus Montreal kommt der Liedermacher Bernard Adamus. Sein Quebecer Akzent ist unverwechselbar und sein frankophoner Blues so groovy wie noch nie.


MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 51

Wahlaufruf

Aufruf an die Mitglieder der Genossenschaft Migros Aare Liebe Mitglieder

In rund 12 Wochen finden in unserer Ge­ nossenschaft Ersatz­ wahlen statt. Für den Rest der Amtsdauer 2016–2020 ist der Ver­ treter der Genossen­ schaft Migros Aare in der Verwaltung MGB zu wählen.

Gruppe Oh My Deer.

française in Biel Im neusten Stück des Musikers Daran steht die Technik im Zeichen der Poesie. Hinter ihm werden Videos auf einem Bildschirm projiziert und schaffen so zu jedem Lied ein visuelles Echo. Neben ihm sitzt eine Künst­ lerin und zeichnet mithilfe eines speziellen, dafür entwickelten Programms auf die ge­ filmten Bilder. Auch das Trio Benoit Paradis, das vor zwei Jahren mit seinen jazzigen Chansons das Bieler Publikum verzaubert hat, und der Rocker und Chansonnier Keith Kouna kommen aus Übersee. Schon zum zweiten Mal ist die Gruppe Jur auf die Bühne des Poche eingeladen. Ihre spanische Sängerin Jur Domingo kommt vom Zirkus, man spürt es an ihrer unglaublichen Energie auf der Bühne. In einem gänzlich an­ deren Stil verführt die Solosängerin Camille Hardouin mit ihrer rauen Stimme und ihrer ehrlichen, sensiblen Musik irgendwo zwi­ schen Folk und Chanson. Der authentische

und charismatische Künstler Valérian Renault studierte Bühnenkunst, Opern­ und Jazzgesang ehe er beschloss, seine eigenen Songs zu schreiben. Auf der grossen Bühne des Theater Palace zeigen «Georges et moi» ein Stück, in dem der französische Sänger Alexis HK das Repertoire des legendären Chansonniers Georges Brassens zum Besten gibt. Der lokale Touch

Last but not least sind mit der Band Oh My Deer auch Bieler Talente vertreten. Ihre Sängerin Jessana Némitz machte in der Sendung The Voice auf sich aufmerk­ sam. Nun ist sie mit eigenen, originellen Kompositionen zurück, zusammen mit ihrem treuen Begleiter Baptiste Meier. MM Musikalische Auszüge, Infos und Tickets: www.spectaclesfrancais.ch

Alle Mitglieder können Wahlvorschläge ein­ reichen. Diese müssen den Bestimmungen der Statuten (Art. 35) und des Wahlregle­ ments (§ 26) entspre­ chen. Die entsprechen­ den Dokumente kön­ nen gegen Vorweisung des Anteilscheines / Mitgliederausweises am Sitz der Genossen­ schaft inSchönbühl eingesehen werden. Die Wahlvorschläge sind spätestens am 24. September 2016 beim Wahlbüro der Genossenschaft ein­ zureichen. Genossenschaft Migros Aare, Adelheid Cordella, Präsidentin des Wahl­ büros, Administration Finanzen, Industriestrasse 20, 3321 Schönbühl Genossenschaft Migros Aare Die Verwaltung 12. September 2016


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54 | MM37, 12.9.2016 | MIGROS-WELT

180. Delegiertenversammlung

Neue Köpfe aus den Regionen 48 neu gewählte Delegierte haben am 3. September ihre erste Delegiertenversammlung des MigrosGenossenschafts-Bundes (MGB) besucht. Wir haben zehn von ihnen gefragt, was die Migros für sie bedeutet, und wofür sie sich als Delegierte ganz persönlich einsetzen wollen. Text: Daniel Sidler

Bilder: Severin Nowacki, Caroline Minjolle

S

ozialarbeiterin, Verkäufer oder Rechtsanwältin: Die 100 Delegier­ ten der zehn regionalen Genossenschaften sind ein buntes Gemisch von Menschen verschiedens­ ter Herkunft, die sich für die Migros starkmachen. So entscheiden sie zum Beispiel über die Jahres­ rechnung und sind für die grundsätzliche Ge­ schäftspolitik der Migros zuständig. Ausserdem wählen sie alle vier Jahre die Mitglieder der Verwaltung und deren Präsidenten. Nebst den gewählten Delegierten aus den regio­ nalen Genossenschaften gehören zur Delegierten­ versammlung auch je ein Vertreter jeder regionalen Verwaltung sowie die Präsidentin. MM

«In einer Zeit, in der die Digitalisierung immer mehr zum Thema wird, liegt mir der Migros-Wert «Der Mensch steht im Mittelpunkt» am Herzen. Der persönliche Kontakt ist wichtig und soll von der Migros auch in Zukunft gepflegt werden.» Luzia Rast (34), Genossenschaft Ostschweiz

Stimmabgabe: Die Delegierten wählen neue Mitglieder für diverse Arbeitsgruppen.

«Trotz schwierigen Umfelds mit Frankenstärke und Einkaufstourismus konsequent auf Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen zu achten – das ist die grosse Herausforderung, für die ich mich einsetzen und engagieren will.» Rudolf Werdenberg (57), Genossenschaft Basel

«Ich meine, der wichtigste Wert ist der Vertrauensbonus der Konsumenten, den die Migros gegenüber ihrer Konkurrenz geniesst. Dieses Vertrauen bildet eine starke Basis, um neue wirtschaftliche Herausforderungen anzugehen.» Matteo Hoderas (52), Genossenschaft Tessin

«Mir als Delegierte ist es wichtig, dass die Grundsätze von Gottlieb Duttweiler respektiert werden und die Migros der Schweizer Bevölkerung dient. Deshalb muss die Tätigkeit des Konzerns immer wieder kritisch hinterfragt werden.» Claudia Hess (40), Genossenschaft Aare

«Durch mein Engagement als Delegierter möchte ich dazu beitragen, dass die Migros weiterhin das Interesse und das Wohl der Gemeinschaft über den Eigennutz stellt.» Bernhard Auderset (62),

Genossenschaft Neuenburg-Freiburg


MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 55

«Als Mitarbeitervertreter stehe ich zu 100 Prozent hinter dem Ansatz von Gottlieb Duttweiler, wonach alle Mitarbeiter der Migros einander als Menschen gleichgestellt sind und der Mensch über dem Profit steht.» Beat Wernli (52), Genossenschaft Zürich

«Ich habe bechlossen, mich als Delegierte zu engagieren, weil mir die Ethik der Migros am Herzen liegt. Und ich wünsche mir noch mehr Produkte, die zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen.» Annick Barman (53),

Genossenschaft Wallis

«Die Migros legt viel Wert auf die Meinung und Inputs ihrer Konsumenten. Es ist toll, die Kundschaft als Genossenschaftsrätin und Delegierte vertreten zu dürfen. Ich fühle mich sehr gut informiert und ernst genommen.» Nicole Baggenstos (42), Genossenschaft Luzern

«Als Leiter einer MigrosFiliale in Payerne kenne ich die Bedürfnisse der Kunden, und mit 20 Jahren MigrosErfahrung möchte ich mich noch stärker dafür einsetzen. Mir ist wichtig, dass der Mensch im Zentrum unserer Bemühungen steht.» Fréderic Burri (36), Genossenschaft Waadt

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«Ich freue mich, dass ich den Migros-GenossenschaftsBund noch näher kennenlernen darf. Werte wie Integrität und Respekt liegen mir persönlich am Herzen, und ich möchte diese als Delegierte in der Versammlung verteidigen.» Claire-Lyse Demierre (53), Genossenschaft Genf


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MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 57

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Finesse für die Sauce Erst das Dressing macht Salat zum Geschmackserlebnis. Richtig verfeinert, bringt eine Sauce die Aromen von Rucola und Co. so richtig zur Geltung.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Sonja Leissing Bilder & Styling: Christine Benz Rezepte: Katrin Klaus

Noch mehr Rezepte Die Mohnsauce passt hervorragend zu lauwarmem Gemüsesalat oder zu gebratenen Kürbishälften.

Die Saisonküche gibt es auch im Abonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch/abo


58 | MM37, 12.9.2016 | MIGROS-WELT

Währschaft und edel

Orientalisch und raffiniert

Exotisch und leicht

Nuss-Vinaigrette

Mohn-Salatsauce

Mango-Dressing

Zutaten für ca. 6 dl 60 g Baumnüsse 2 Schalotten 3 dl Olivenöl 1 dl Baumnussöl 1 dl Aceto balsamico invecciato ca. 1 TL Fleur de sel wenig Pfeffer aus der Mühle

Zutaten für ca. 6 dl 1 rote Zwiebel 3 dl Sonnenblumenöl 1 Glas Mohnsamen à 43 g ½ Zitrone 200 g Joghurt nature 1 dl Apfelessig ca. 1 TL Salz Pfeffer

Zutaten für ca. 7 dl 1 Mango 1 Peperoncino 1 Knoblauchzehe 3 dl Rapsöl 2 TL scharfer Curry, z.B. Madras 1 dl Aceto balsamico bianco ½ EL Sesamöl, nach Belieben 1 EL flüssiger Honig 1 EL Senf, z.B. Dijonsenf ca. 1 TL Salz wenig Pfeffer

Zubereitung

1. Baumnüsse hacken, Schalotten fein hacken. Alles in wenig Olivenöl kurz andünsten. Nüsse beigeben und leicht anrösten. Restliches Olivenöl, Baumnussöl und Aceto verrühren. Schalotten und Nüsse beigeben. Sauce mit Fleur de sel und Pfeffer würzen. In ein gut verschliess­ bares Glas oder eine Flasche füllen. Tipp Die Sauce passt zu Blatt­, Schnitt­ und Kabissalat und eignet sich zum Beträufeln von Rindfleisch­Tagliata oder Kohlrabi­ Carpaccio. Im Kühlschrank ist sie eine Woche lang haltbar. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

Pro dl ca. 2 g Eiweiss, 73 g Fett, 5 g Kohlenhydrate, 2800 kJ/670 kcal

Zubereitung

1. Zwiebel fein hacken. In wenig Öl andüns­ ten. Mohn beigeben, kurz mitdünsten. In eine Schüssel geben, auskühlen lassen. Zitronenschale fein dazureiben. Zitrone auspressen. Zitronensaft, Joghurt, Essig und restliches Öl beigeben, alles gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In ein gut verschliessbares Glas oder eine Flasche füllen. Im Kühlschrank ist die Sauce eine Woche lang haltbar.

Tipp Passt zu gemischtem Blatt­ und Gemüse­ salat, z.B. Kopfsalat, Eichblatt, Lollo oder Chiccorino, Kabis und Karotten oder gekochtem Kürbis. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

Pro dl ca. 3 g Eiweiss, 54 g Fett, 3 g Kohlenhydrate, 2100 kJ/500 kcal

Zubereitung

1. Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Kern schneiden. Fruchtfleisch in Würfel­ chen schneiden. Peperoncino nach Belieben entkernen und fein hacken. Knoblauch fein hacken. Alles in wenig Rapsöl ca. 2 Minuten dünsten. Curry beigeben, kurz mitdünsten. Auskühlen lassen. 2. Alles in ein grosses Glas mit gut ver­ schliessbarem Deckel füllen. Alle restlichen Zutaten dazugeben. Glas verschliessen, Sauce gut schütteln. Im Kühlschrank ist sie eine Woche lang haltbar. Vor dem Servieren immer gut durchschütteln. Tipp Passt zu Blattsalat oder gemischten Salaten wie Chicorée­, Frisée­ und Radicchio, zu gebratenem Poulet oder Schweinefleisch, Gemüsestreifen, Reis, Teigwaren und Avocado. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

Pro dl ca. 1 g Eiweiss, 40 g Fett, 10 g Kohlen­ hydrate, 1700 kJ/400 kcal


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Chuscht Redli, «Aus der Region.», per 100 g, 1.90 statt 2.40 20%

Alle alkoholfreien Biere, z.B. Feldschlösschen, 10 x 33 cl, 7.60 statt 10.90 30%

Hobelkäse Berner Oberland, «Aus der Region.», 120 g, 4.70 statt 5.90 20% Blumenkohl, «Aus der Region.», per kg, 2.40 statt 4.80 50%

Fisch, Fleisch und Geflügel

Käse in Bedienung: Rüeblikäse, «Aus der Region.», per 100 g, 2.05 statt 2.45 15% Käse in Bedienung: Graf von Buchegg, «Aus der Region.», per 100 g, 2.40 statt 2.85 15%

Blumen und Pflanzen

Salami Milano, Schweiz, 772 g, 9.90 statt 16.50 40% Schottischer Rauchlachs, Schottland/Zucht, 3 x 100 g, 13.20 statt 19.80 33% Olma Bratwurst im Duo-Pack, Schweiz, 2 x 320 g, 8.40 statt 12.– 30%

Cyclamen kleinblumig, «Aus der Region.», im 10-cm-Topf, pro Pflanze, 3.90 statt 4.90 20% Calluna Twins, im 13-cm-Topf, pro Pflanze, 4.90 statt 5.90 1.– günstiger

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Alle Ferrero Pralinen, z.B. Mon Chéri, 168 g, 4.20 statt 4.95 15%

Optigal Poulet-Paprika in Backschale, -Unterschenkel und -Meatballs, Schweiz, z.B. Optigal Poulet-Paprika in Backschale, per 100 g, 1.40 Neu *,** Bach-Blüten Rescue Plus Bonbons, 10 Bonbons, 5.90 Neu **

Near-/Non-Food

Gesamtes Fanjo Duschen-Sortiment, z.B. Shower Gel Coconut, 300 ml, 2.60 Neu **

Weitere Lebensmittel

Manhattan Supercurler Mascara Intense Black, 12 ml, 11.90 Neu ** Gillette Venus Ersatzklingen in Mehrfach- und Sonderpackungen, z.B. Spa Breeze, 8 Stück, 26.50 statt 31.60 15% **

TerraSuisse Kalbssteak, per 100 g, 6.55 statt 8.30 20% Baby Kisss Milk und Noir im DuoPack, UTZ, z.B. Milk, 2 x 120 g, 4.60 statt 5.80 20%

Alle Sloggi Damen-Produkte, z.B. Slip Tai, weiss, Gr. 38, pro Stück, 10.70 statt 17.90 40%

Alle Café Royal Kapseln, z.B. Lungo, 10 Kapseln, 3.80 10x PUNKTE

Alle Sloggi Herren-TagwäscheProdukte, z.B. Hipster Evernew im Duo-Pack, schwarz, Gr. M, 17.90 statt 29.90 40%

Alle Ragusa in Mehrfachpackungen, z.B. Classique im 5er-Pack, 5 x 25 g, 4.70 20x PUNKTE Alle Joghurt, «Aus der Region.», 150 g, z.B. Süssmost, –.45 statt –.60 20% *

Frey Les Dragées Original im 1-kgPack, UTZ, 10.20 statt 12.80 20%

Tradition-Cremisso und -Cerealino im 3er-Pack, z.B. Cremisso, 3 x 175 g, 8.40 statt 10.50 20%

TerraSuisse Schweinsbraten/ -plätzli Hals, per 100 g, 1.70 statt 2.15 20%

Brot und Milchprodukte

Alle M-Classic Hülsenfrüchte getrocknet, z.B. Linsen, 500 g, 1.75 statt 2.20 20%

Alle DIM Damen-TagwäscheProdukte, z.B. Bügel-BH, schwarz, Gr. 75B, pro Stück, 34.90 statt 49.90 30% **

Gesamtes Alexis Sortiment, z.B. Griechisches Olivenöl, 75 cl, 7.60 statt 9.50 20%

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MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 71

Wissenswertes

Das Einmaleins des Dressings Als Vinaigrette bezeichnet man eine kalte Sauce aus Essig, Öl und weiteren Zutaten wie Kräutern (Kerbel, Dill, Petersilie, Schnittlauch, Estragon) und Gewürzen (Salz, Pfeffer, Knoblauch). Köche verfeinern das Ganze mit geschnittenen Zwiebeln, milden Schalotten oder Kapern. Eine Vinaigrette wird bevorzugt auch zu lauwarmem Gemüse, Fisch oder Fleisch serviert. Ein leichtes italienisches Dressing enthält Rotweinessig und Olivenöl, gepressten Knoblauch und Senf. Beliebte Beigaben sind, neben Salz und Pfeffer, gehackte Kräuter, Oliven sowie etwas Zucker. Das klassische French Dressing besteht meist

aus Mayonnaise, Joghurt, Rahm, Crème fraîche, Sauerrahm oder Buttermilch. Die Franzosen schlagen mit Vorliebe ein Eigelb darunter und geben Dijonsenf dazu, damit das Dressing eine schöne gelbe Farbe erhält. Wer lieber auf Mayonnaise verzichtet, kann eine gekochte und geriebene Kartoffel untermischen – auch so wird die Sauce schön sämig.

Bild: Stockfood

Tipp Bei Blattsalaten gilt: den Salat immer erst einige Minuten vor dem Servieren mit dem Dressing anmachen. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Ein Schuss Aroma Essig und Öl sind die bewährten Hauptdarsteller in einer Salatsauce. Extras wie Senf, Schalotten oder Selleriesalz sorgen für ein raffiniertes, variantenreiches Zusammenspiel. Öl

Essig

Die Auswahl an Ölen ist gross: Für Salate eignen sich Distel- oder Nussöl genauso wie Oliven-, Trüffel- und Kürbiskernöl. In der klassischen Küche kommen drei Teile Öl – alternativ auch weniger Öl, dafür ergänzt durch Joghurt oder Quark – auf einen Teil Essig.

Mit den beiden Hauptdarstellern darf gespielt werden. Salate aus Hülsenfrüchten vertragen kräftige Essigsorten wie Sherry- oder dunklen Balsamicoessig. Zu Kartoffel-, Tomatenund Gurkensalat passt eher Gewürz- oder Weissweinessig.

Gewürze Besonders leicht bittrige Salatsorten entfalten mit Gewürzen ihren Charakter. Neben Salz und Pfeffer eignet sich mildes Curry- oder Paprikapulver. Auch Selleriesalz sorgt für Pep und Abwechslung.

Säure Blattsalat, Rucolaund Nüsslisalat entwickeln noch mehr Aroma, wenn man einen Spritzer Zitronen- oder Limonensaft beigibt.

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72 | MM37, 12.9.2016 | MIGROS-WELT

Aus der Region. Für die Region.

Typisch und unverwechselbar Mit viel Energie und Herzblut entwickeln und verbessern regionale Produzenten ihre ganz speziellen Lebensmittel. So entsteht eine breite Auswahl an hochwertigen Produkten aus der Region. Text: Claudia Schmidt

Vanille-Griess mit Zigerflocken und Brombeeren Süsser Znacht für 4 Personen 1 Vanilleschote 6 dl Milch 250 g Zucker 2 Prisen Zimt 1 Prise Salz 120 g Hartweizengriess 250 g Ziger nature 300 g Brombeeren 2 EL Zitronensaft

1. Vanilleschote längs halbieren und in Stücke schneiden. Mark heraus­ kratzen. Mit Milch und gut der Hälfte des Zuckers aufkochen. Zimt und Salz beigeben. Griess einrieseln lassen und unter gelegentlichem Rühren 15–20 Minuten zu einem Brei einkochen. Ziger in kleine Stücke brechen, davon etwas für die Garnitur beiseitestellen. Rest unter den Griessbrei mischen. 2. Brombeeren mit restlichem Zucker und Zitronensaft aufkochen. Mit Vanille­Griess anrichten, beiseite­ gestellte Zigerstücke darübergeben. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Pro Person ca. 16 g Eiweiss, 15 g Fett, 92 g Kohlenhydrate, 2400 kJ/570 kcal

Bilder: Claudia Linsi (Food), Marvin Zilm (Porträts) Illustrationen: Flavia Travaglini Rezepte: Annina Ciocco

Zubereitung


MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 73

Migros-Genossenschaft Wallis

Bewährt und beliebt Rund 60 Milchbauern liefern der Käserei von Arnold Walker (Bild) täglich Alpenmilch aus dem Goms und dem Val d’Illiez für viele Walliser Käsespezialitäten, unter anderem auch für den Walliser Ziger. Die inter­ kantonale Prüfstelle OIC kontrolliert dabei – zum Beispiel anhand von Lieferscheinen und Rechnungen –, ob die Milch wirklich aus der angegebenen Region stammt. In der Molkerei in Bitsch VS wird die Milch beziehungsweise die Molke aus der Käserei zum Ziger verarbeitet. Ziger ist ein Frischkäse, der – ähnlich wie Ricotta – aus Molke gewonnen wird. Dabei wird das Resteiweiss aus­ gefällt, wie es der Käsemeister nennt. Früher wurde Ziger über dem Feuer in grossen Pfannen hergestellt. In einer modernen Käserei sind die Geräte zur Herstellung natürlich grösser. Was den Ziger heute wie damals besonders attraktiv macht, sind seine vielfältigen Verwendungsmöglich­ keiten. Man kann mit ihm backen und nicht nur Desserts, sondern auch währschafte Gerichte zubereiten. Dass der Ziger so beliebt ist, hat aber noch weitere Gründe. Arnold Walker: «Der Ziger schmeckt rein und frisch. Und wir stellen ihn ohne Zusatzstoffe her.»

Walliser Ziger, 200 g Fr. 2.70 Erhältlich in den Filialen der Migros-Genossenschaft Wallis

Daten & Fakten

Hätten Sie gewusst … … dass es Produkte mit dem Label «Aus der Region. Für die Region.» in der Migros Wallis schon seit 15 Jahren gibt? … dass in der Migros Wallis über 1000 Produkte aus der Region erhältlich sind? Mehr Infos auf www.ausderregion.ch

Dank jahrzehntelangem Engagement finden Sie heute rund 8000 Produkte von regionalen Produzenten in Ihrer Migros. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch


74 | MM37, 12.9.2016 | MIGROS-WELT

Chäswürstli mit Broccoli-KartoffelSalat Hauptgericht für 4 Personen

1 kg

kleine festkochende Kartoffeln, z. B. Amandine 400 g Broccoli Salz 30 g Kapern 1 EL milder Senf 1 dl Gemüsebouillon 1 Knoblauchzehe 1 Bund Schnittlauch ½ Bund glattblättrige Petersilie 4 EL Sonnenblumenöl 2 EL Kräuteressig Pfeffer 8 Würste mit Käse à ca. 90 g, z. B. Schwyzer Chäswürstli Zubereitung

1. Kartoffeln ungeschält bissfest garen. Auskühlen lassen. Broccoli in mundgerechte Röschen, Broccolistiele in Scheiben schneiden. In reichlich Salzwasser bissfest garen, abtropfen lassen. Kartoffeln je nach Grösse vierteln oder sechsteln. 2. Inzwischen Kapern hacken. Mit dem Senf zur Bouillon mischen. Knoblauch dazupressen. Schnittlauch und Petersilie fein hacken und mit Öl und Essig zur Sauce mischen. Kartoffeln mit dem Broccoli dazumischen. 3. Salat mit Salz und Pfeffer abschmecken. Würste in reichlich heissem Wasser ca. 10 Minuten ziehen lassen und mit dem Broccoli-Kartoffel-Salat servieren. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

Pro Person ca. 39 g Eiweiss, 49 g Fett, 41 g Kohlenhydrate, 3200 kJ/760 kcal


MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 75

Schwyzer Chäswürstli, 240 g Fr. 5.40 Erhältlich in den Filialen der Migros-Genossenschaft Luzern

Daten & Fakten

Hätten Sie gewusst … Migros-Genossenschaft Luzern

Chäs in der Wurst Frisches Rind- und Schweinefleisch, magerer Speck und Schwyzer Käse sind die Hauptzutaten für die Schwyzer Chäswürstli. Den letzten Pfiff verleihen die Gewürze – und deren Zusammensetzung wird von Hans Felder (Bild) wie ein Schatz gehütet. Die genaue Mischung erfahren auch die unabhängigen Kontrolleure von Procert nicht. Sie prüfen lediglich, woher die Zutaten kommen. Wichtig ist, dass die Hauptzutaten zu 100 Prozent aus der Region kommen, in der das Produkt später verkauft wird. Für die Chäswürstli gaben die Kontrolleure grünes Licht, und so trägt das Produkt das Label «Aus der Region. Für die Region.». Das Fleisch für die Würste kommt aus der Zentralschweiz, ebenso der Speck. Den Käse bezieht die Hans Felder AG in Seewen SZ von der Molkerei Annen in Steinen SZ. Bevor man die Würste geniesst, lässt man sie zirka zehn Minuten lang in heissem Wasser ziehen. Hans Felder hat seine Würste auch privat gern auf dem Teller: «Sie haben die perfekte Balance von Fleisch, Käse, Gewürzen und mildem Rauchgeschmack. Einfach hervorragend.»

… dass in der Migros Luzern auch Tannenbäume das Label «Aus der Region. Für die Region.» tragen? … ein Produzent auch asiatische Shiitakeund Shimeji-Pilze für die Migros Luzern anbaut? Mehr Infos auf www.ausderregion.ch

Dank jahrzehntelangem Engagement finden Sie heute rund 8000 Produkte von regionalen Produzenten in Ihrer Migros.


76 | MM37, 12.9.2016 | MIGROS-WELT

Mozzarellinesalat mit grünen Bohnen Hauptgericht für 4 Personen 500 g grüne Bohnen Salz 80 g Weissbrot vom Vortag 2 EL Butter 1 Zwiebel ½ Bund gemischte Kräuter, z. B. Bohnenkraut, Petersilie und Schnittlauch 6 EL Olivenöl 2 EL Rotweinessig 2 EL Aceto balsamico 1 EL milder Senf Pfeffer 180 g Büffel-Mozzarelline Zubereitung

1. Bohnen in reichlich Salzwasser ca. 5 Minuten knapp weich kochen. Abgiessen und abtropfen lassen. Inzwischen Brot in mundgerechte Stücke schneiden. 2. Butter in einer Bratpfanne erhitzen. Brot darin knusprig braten. Auf Haushaltspapier abkühlen lassen. Zwiebel halbieren und in dünne Streifen schneiden. Kräuter von den Stielen zupfen. 3. Öl, Essig, Balsamico und Senf mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Bohnen, Brot, Zwiebel und Kräuter dazumischen. Mit Mozzarelline anrichten. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Pro Person ca. 15 g Eiweiss, 29 g Fett, 18 g Kohlenhydrate, 1650 kJ/390 kcal


MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 77

Daten & Fakten

Hätten Sie gewusst … … dass die Migros Aare über 11 000 Mitarbeiter beschäftigt?

Migros-Genossenschaft Aare

Schangnauer Büffel-Mozzarelline, 90 g Fr. 3.40 Erhältlich in den Filialen der Migros-Genossenschaft Aare

… dass die WiesenVollmilch und der Wiesenmilch-Drink mit dem Label «Aus der Region. Für die Region.» 2015 mit zu den meistverkauften Produkten der Migros Aare zählten? Mehr Infos auf www.ausderregion.ch

Pioniergeist in den Voralpen Gerade einmal zwanzig Jahre ist es her, dass einige wenige Bauern Wasserbüffel nach Schangnau brachten. Bald schon gründeten sie eine Genossenschaft, und Käser Michael Jaun (Bild) freute sich, in der Käserei Marbach-Schangnau feine Käsespezialitäten wie die kleinen Schangnauer Büffel-Mozzarelline herzustellen. Das war echter Pioniergeist. Stolz sagt Michael Jaun heute: «Wir waren die Ersten in der Schweiz, die aus der gehaltvollen Büffelmilch Mozzarella hergestellt haben.» Sieben Bauern halten die stattlichen Wasserbüffel und beliefern die Molkerei mit ihrer Milch. Dass die Milch aus einer anderen Gegend kommen könnte, ist unwahrscheinlich, denn so viele Wasserbüffel gibt es nicht. Trotzdem: Damit die Büffel-Mozzarelline das Label «Aus der Region. Für die Region.» erhalten, prüft die unabhängige interkantonale Zertifizierungsstelle OIC die Herkunft der Milch. Die Büffel am Fuss der Voralpen gehören mittlerweile ebenso zum Landschaftsbild wie andernorts die Kühe. Und für wahre Mozzarella-Fans gibt es ohnehin nichts Besseres als Mozzarella aus Büffelmilch. MM

Dank jahrzehntelangem Engagement finden Sie heute rund 8000 Produkte von regionalen Produzenten in Ihrer Migros.


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MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 79

M-Classic

Jedem sein Stäbchen

Aktion 50 % auf die Ofen Frites und Pommes frites von M-Classic im 2-kg-Beutel bis 19. 9.

Bild: Christine Benz; Styling: Vera Guala

Mal eine andere Idee für einen Party- oder Apéro-Snack: Pommes in allen Variationen Kommen sie goldgelb und knusprig aus dem Ofen, sind die Kartoffelstäbchen unwiderstehlich. Seien es die hauchdünnen Pommes Allumettes, die etwas dickeren Fun Frites mit Wellenrand oder die klassischen Ofen Frites – bei M-Classic ist für jede Vorliebe etwas dabei. Die klassischen Pommes frites sind auch für die Zubereitung in der Fritteuse erhältlich, während die Fun Frites für beide Zubereitungsarten geeignet sind. Die Kartoffeln für alle M-Classic-Pommes-Sorten stammen aus der Schweiz.

M-Classic Pommes Allumettes, tiefgekühlt, 750 g Fr. 4.20

M-Classic Fun Frites, tiefgekühlt, 750 g Fr. 3.55 In grösseren Filialen

M-Classic Ofen Frites, tiefgekühlt, 750 g Fr. 2.60

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Pommes frites von M-Classic.


80 | MM37, 12.9.2016 | MIGROS-WELT

aha!

Schneller Pastagenuss ohne Gluten

Spontan Appetit auf Pasta? Die glutenfreien Subito-Gerichte sind im Nu zubereitet.

Mit aha! Pasta Carbonara und aha! Pasta Funghi lanciert die Migros unter der Marke Subito jetzt die ersten zwei ungekühlten Fertiggerichte ohne Weizen. So können jetzt auch alle, die sich glutenfrei ernähren, ohne Bedenken zu Subito-Produkten greifen. Statt Weizen enthalten sie Mais, Reis und Kichererbsen, schmecken aber dank traditioneller Rezepturen authentisch. Die Pastagerichte sind schnell und ohne grossen Aufwand zubereitet.


MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 81

Bild: Lucas Peters; Styling: Miriam Vieli - Goll

durch p Empfohlen Recommandé par Raccomandato da Service Allergie

Subito aha! Pasta Funghi, glutenfrei, ohne Weizen, 160 g (2 Portionen)* Fr. 3.50 * in grösseren Filialen

Subito aha! Pasta Carbonara, glutenfrei, ohne Weizen, 100 g (2 Portionen) Fr. 3.50

Das Gütesiegel von aha! kennzeichnet Produkte, die auch bei einer Allergie oder Intoleranz besonders verträglich sind. Ein Teil von


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Fr.

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Excellence Gourmetflussfestival `16 ab Fr. 275.– 2-Tages-Flussreise mit Sternekoch und Gourmetmenü

16

13

17

Patrick Zimmermann

Cornelius Speinle

Vrony & Max

1 Michelin-Stern 17 Punkte Gault Millau, Restaurant Säge, Flüh

1 Michelin-Stern 16 Punkte Gault Millau Entdeckung des Jahres 2015 Dreizehn Sinne im Huuswurz, Schlattingen

13 Punkte Gault Millau Restaurant Chez Vrony, Zermatt

17 Punkte Gault Millau Glow by Armin Amrein, Davos Platz

Route 2

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31.10. – 01.11.2016

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02.11. – 03.11.2016

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Cotting-Julen

04.11 – 05.11.2016

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Armin Amrein

Buchungscode:

04.11. – 05.11.2016 epstr13_ku

19

17

18

August Minikus

Oskar Marti

André Jaeger

Pierre-André Ayer

1 Michelin-Stern 17 Punkte Gault Millau Relais & Châteaux Mammertsberg, Freidorf

17 Punkte Gault Millau Ehemals Moospinte, Münchenbuchsee

1 Michelin-Stern /19 Punkte Gault Millau Koch des Jahres 1988 & 1995 bei Gault Millau und 2010 im Bertelsmann Guide Ehemals Fischerzunft, Schaffhausen

1 Michelin-Stern 18 Punkte Gault Millau Restaurant Le Pérolles, Fribourg

Route 1

Route 2

Route 1

Buchungscode:

07.11. – 08.11.2016 epbas14_ku

18.11. – 19.11.2016

Buchungscode:

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20.11. – 21.11.2016

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Ihr Reiseprogramm Route 1 (Basel–Strassburg) Tag 1 Basel. Busanreise nach Basel. Die Crew an Bord von Excellence heisst Sie Willkommen. Sie beziehen Ihre Schiffskabine und um 15:30 Uhr legt Ihr Gourmetschiff ab. Bei Kaffee, Kuchen und einem Willkommensdrink geniessen Sie den Blick auf die vorbeiziehende Flusslandschaft. Im Anschluss folgt der Höhepunkt Ihrer Reise mit dem grossen Gala-Menü im Excellence-Restaurant. Sie erfahren Interessantes zur Philosophie der Küche, den Zutaten und der Idee hinter den einzelnen Gängen. Sie können sich für eine harmonisch abgestimmte Weinbegleitung entscheiden oder Weine aus der eigens für den Abend zusammengestellten Weinkarte wählen. Der Sommelier des Abends wird Sie gerne beraten. Lassen Sie den Abend an der Bar oder bei entspannter Pianomusik in der Lounge ausklingen.

Ihr Reiseprogramm Route 2 (Strassburg – Basel) Reise in umgekehrter Richtung.

Tag 2 Strassburg. Frühmorgens erreichen Sie die elsässische Hauptstadt Strassburg. An Bord geniessen Sie das Frühstücksbüffet à la Excellence. Strassburg ist bekannt für sein Münster «Notre Dame», beeindruckende Kunstgalerien und sympathi-

Nicht eingeschlossen Buchungsgebühr Fr. 20.– (entfällt bei Internet-Buchung), Getränke, persönliche Auslagen, Trinkgelder, Annullierungskosten-Versicherung, Kabine zur Alleinbenützung 125.–

Gratis-Buchungstelefon

sche elsässische Gaststuben. Mittelalterliche Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild. Sie haben Zeit durch die romantischen Gassen zu schlendern und erleben eine Bootsfahrt auf dem Flüsschen Ill. Am Nachmittag erfolgt die Rückreise mit dem Komfort-Reisebus in die Schweiz.

Preise & Leistungen An- & Rückreise mit Komfortreisebus zum Schiff • 2 Tage Excellence-Flussreise in der gewählten Kabine • Excellence Gourmetfestival: Gourmet-Abend mit mehrgängigem Menü eines Spitzenkochs • Frühstück an Bord

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Route 2 Buchungscode:

21.11. – 22.11.2016 epstr17_ku

Arrangementpreis pro Person (inkl. An-/Rückreise, Übernachtung, Gourmetmenü) Kabinentyp Katalogpreis Sofortpreis 2-Bett Hauptdeck, 13 m2 490.– 275.– 2-Bett Mitteldeck, frz. Balkon, 16 m2 590.– 325.– 2-Bett Oberdeck, frz. Balkon, 16 m2 650.– 365.– Sofortpreis mit beschränkter Verfügbarkeit – sofort buchen! Zuschläge Abreise 04.11., 18.11. Abreise 20.11.

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Abfahrtsorte Wil p 09:15 / 07:30 | Winterthur-Wiesendangen SBB 09:45 / 08:00 | Zürich-Flughafen p 10:15 / 08:30 | Baden-Rütihof p 11:00 / 09:30 | Bern 10:15 / 08:45 | Burgdorf p 10:45 / 09:15 | Basel SBB 11:45 / 10:15 Lausanne und Fribourg, Abreise 04.11., 18.11., 21.11. auf Anfrage

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MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 83

Anna’s Best

Birchermüesli hiess um 190 0

Für den kleinen Hunger

...

Mit den neuen Müesli-Sorten und einem klassischen Milchreis kommt Anna’s Best den Foodtrends gleich in mehrfacher Hinsicht nach. Mit dem Birchermüesli Erdbeer auf Sojabasis und «Fruits ’n’ Oats» mit Himbeeren, Haferflocken und Chiasamen finden sich jetzt auch zwei vegane Varianten im Sortiment. Ergänzt wird das Angebot durch das laktosefreie Sommermüesli mit Himbeeren, Pfirsich, Apfel, Johannisbeeren und Bananenpüree. Der steigenden Nachfrage nach kleineren Portionen entspricht der 180-Gramm-Becher, in dem alle vier neuen Sorten erhältlich sind.

Praktisch für unterwegs. Der Löffel ist im Deckel integriert. Der Becher lässt sich wieder schliessen.

... d’Spys

Bild und Styling: Claudia Linsi

Erfunden hat das Birchermüesli der Arzt, Sanatoriums­

leiter und Lebensreformer Maximilian Bircher­Benner (1867–1939). Seine Apfeldiät­ speise oder d’Spys war eine eher spartanische Angelegen­ heit: Haferflocken und Zucker spielten nur eine Nebenrolle, während dem Apfel samt Schale und Kerngehäuse die Hauptrolle zukam. Maximilian Bircher­Benner war Pionier der Vollwertkost und ein Kriti­ ker der Industriegesellschaft.

Anna’s Best Birchermüesli Sommer (saisonal), laktosefrei, 180 g* Fr. 2.90

Anna’s Best Milchreis, 180 g* Fr. 3.20 * in grösseren Filialen

Anna’s Best Vegi Fruits ’n’ Oats Himbeer mit Chia, vegan, 180 g* Fr. 2.90

Anna’s Best Vegi Birchermüesli Erdbeer, vegan, 180 g* Fr. 3.40


84 | MM37, 12.9.2016 | MIGROS-WELT

Cucina & Tavola Schüssel Blumen Fr. 5.90

Cucina & Tavola

Herbstfarben im Haus Der Herbst ist eine gute Zeit, um sich wieder einmal Gäste nach Hause einzuladen. Mit den passenden Dekorationen lassen sich die schönen herbstlichen Farben der Natur ins Wohnzimmer holen. Das umfangreiche Sortiment von Cucina & Tavola bietet Artikel aller Art, die für ein warmes, heimeliges Ambiente sorgen. Die passenden Tischdecken, Tischläufer, Servietten, Geschirr und sonstige Dekoartikel sind in zahlreichen Farben, Formen und Grössen erhältlich.


MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 85

Cucina & Tavola Dessertteller Blumen Fr. 5.90

Cucina & Tavola Dekogesteck Rosen Fr. 6.90

Cucina & Tavola Dekogesteck Rosen Fr. 5.90 Cucina & Tavola Henkelbecher «Made with Love» Fr. 5.90

Cucina & Tavola Henkelbecher, verschiedene Sujets Fr. 5.90

Bild: Paolo Emmanuele; Styling: Urs Affolter

Die Herbstblumen und das Rosengesteck passen ideal zum Geschirr mit Blumendekor.

Cucina & Tavola Bowl Herzform «Made with Love» Fr. 7.90

Cucina & Tavola Tischdecke Karo, 140 × 260 cm Fr. 24.80


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MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 87

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MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 89

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90 | MM37, 12.9.2016 | MIGROS-WELT

Farmmania

Fotos und Filme teilen

Kinder sammeln fleissig die Sammelelemente der Farmmania-Aktion. Mit dem FarmmaniaFoto- und Videowettbewerb geht das Erlebnis Bauernhof in eine neue Runde. Mit ein paar Tipps ist es einfach, gute Bilder zu machen, kleine Videos selbst zu drehen und mit anderen zu teilen.

Alle Infos und Teilnahmebedingungen: www.farmmania.ch

Videotipps

In der Kürze liegt die Würze Viele Smartphone und Kompaktkameras verfügen über

eine Videofunktion, entsprechende Apps ermöglichen es, Filme zu schneiden. Das Wichtigste aber ist: Was filme ich und wie filme ich? Gefragt sind im Farmmania-Wettbewerb kreative und humorvolle Filme – zum Beispiel mit den Sammelelementen. Generell gilt: In der Kürze liegt die Würze. Damit die Qualität nicht leidet, sollte man bei Tageslicht filmen. Verwackelte Filmszenen vermeidet man, indem man sich beim Filmen aufstützt oder ein Stativ verwendet. Ob Hoch- oder Querformat ist Geschmackssache.

Bild: Heiko Hoffmann

S

ammeln, spielen und tauschen – die Sammelaktion Farmmania der Migros läuft auf Hochtouren. Das Entdecken der Abenteuerwelt Bauernhof ist das eine – doch noch mehr Spass macht es, wenn man seine Erlebnisse teilen kann. Der Foto- und Videowettbewerb wird so zu einem Potpourri ganz persönlicher Bauernhofszenen, auch mit den Sammelelementen. Wer teilnehmen möchte, lädt seine Videos und/oder Fotos, zum Beispiel vom selbstgebastelten Bauernhof, auf www.farmmania.ch hoch. Bis zum 17. Oktober kann jeder auf www.farmmania.ch registrierte Nutzer für die besten Videos und Fotos voten. Sobald ein Foto/Video in die Galerie hochgeladen ist, kann es während genau sieben Wochentagen mit Herzchen unterstützt werden. Jeder registrierte Nutzer kann pro Tag maximal zwei Herzchen für ein einzelnes Foto/Video vergeben. Herzchen vergeben mit Anmeldung: Jeder User kann allein mit seiner Anmeldung via Migros-Login täglich ein Herzchen beim Voting vergeben. Weitere Herzchen vergeben mit Code: Das erweiterte Voting mit Code erfolgt mithilfe der Codes auf der Rückseite der Farmmania-Sticker. Aus den jeweils 50 beliebtesten Fotos und Filmen bestimmt eine Jury je zehn Gewinner. Zu gewinnen gibt es MigrosEinkaufsgutscheine im Gesamtwert von über 40 000 Franken.


MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 91

Farmmania

Bei jedem Einkauf eine Bratform gratis

Tiefe erzeugt man, wenn das Objekt im Vordergrund – hier die Pferde – weit genug vom Hintergrund entfernt sind. Der Hintergrund ist dann ein wenig verschwommen.

Tierfotografie erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Wichtig dabei: Im Zweifelsfall nicht zu dicht an das Tier herangehen. Manche Tiere können sich bedroht fühlen.

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erhält jeder Kunde, der in der Migros etwas einkauft, eine Bratform als Geschenk.* * maximal eine Bratform bei jedem Einkauf, erhältlich in allen Migros-Filialen sowie im Do it + Garden Migros, Melectronics, SportXX inkl. Outdoor, Obi, in den MigrosRestaurants und Take-aways oder auf LeShop; solange Vorrat

Ab nächster Woche gibt es mittwochs einen Joker

Gegenlicht ist schwierig für eine Kamera. Draussen ist es gut, nicht gegen die Sonne zu fotografieren.

Sammelfiguren in Szene setzen ist nicht schwer, wenn die Kamera eine Makro-Funktion hat und man dicht an die Figuren herangehen kann. Sie wirken dann viel grösser.

Weitere Aktionen mit Jokern finden in den kommenden Wochen ab 21. September jeweils am Mittwoch statt. Welche Joker verteilt werden, steht auf der Rückseite der Bratformpackung. Farmmania online Auf www.farmmania.ch gibt es viel Inspirierendes rund um den Bauernhof. Zum Beispiel Videos, in denen gezeigt wird, wie man seine eigene Bauernhofwelt gestalten kann. Für Lehrer wird entsprechendes Lehrmaterial zum Thema angeboten.

Porträts wirken oft unfreiwillig lustig, wenn im Hintergrund eine Pflanze aus dem Kopf «wächst». Solche «Kopfpalmen» sollte man vermeiden.

Sammelfiguren im natürlichen Umfeld wirken fast wie echte Tiere. Hier wurden die Säuli in den Schlamm gesetzt. Schweine suhlen sich bekanntlich gern darin.

Um Erlaubnis fragen sollte man Menschen, die man fotografieren möchte. Das gilt ganz besonders, wenn man das Foto für den Wettbewerb hochladen möchte.


92 | MM37, 12.9.2016 | MIGROS-WELT

Baustellenbesichtigung

Mario Botta auf dem Gipfel

Auf dem Monte Generoso, dem Berg seiner Kindheit, baut der Tessiner Architekt Mario Botta derzeit ein neues Panorama-Restaurant. Der vom Migros-Kulturprozent finanzierte Bau wird im Frühjahr 2017 in Form einer steinernen Blume erblühen. Text: Pierre Wuthrich

C

apolago TI, 6.45 Uhr. Trotz der frühen Stunde und des abscheulichen Wetters an diesem Freitag im August drängen sich um die fünfzig Bau­ arbeiter auf dem Bahnhofsgelände. Einige beladen einen Güterwagen mit schweren Baustoffen, die meisten jedoch steigen eilig, vor dem Regen Schutz suchend, in den kleinen Zug der Monte­Generoso­Bahn, die der Migros gehört. Zwischen den Arbeitern steht Mario Botta, mit runder Brille, weis­ sem Hemd mit am Hals geschlosse­ nem Mao­Kragen und welligem grauem Haar. Der 73­jährige Archi­ tekt ist heute vor Ort, um zu sehen, wie die Arbeiten an seinem neuen Projekt, einem fünfstöckigen Pano­ rama­Restaurant auf dem Gipfel des Monte Generoso auf 1700 Meter, vorangehen. «Ich fahre etwa einmal pro Monat hoch. Mein Sohn, der mit mir arbeitet, einmal pro Woche», erzählt der angesehene Architekt, während der schwer beladene Zug losfährt. Für die 9 Kilometer lange Strecke und die 1400 Höhenmeter braucht er um die 30 Minuten. Mehr als nur ein Berg

Das Panorama, das man vom Monte Generoso aus geniessen kann, zählt zu den schönsten im ganzen Kanton Tessin. Bei heiterem Wetter können die Besucher das Matterhorn und den Monte Rosa, im Süden die Po­Ebene und Mailand sehen. Es soll sogar möglich sein, die goldene Madonnen­ statue auf dem Turm des Mailänder Doms zu erkennen. «Der Monte Generoso ist der letzte Berg der Alpen und fungiert als Bindeglied zwischen

Bilder: Claudio Bader

dem Norden und dem Süden», so Botta. «Das Licht ist hier schon sanf­ ter und mediterran.» Und diese an­ regende Eigenschaft ist bei Weitem nicht die einzige, die es dem Tessiner Baumeister angetan hat. Mario Botta ist in dieser Region in Mendrisio, im Schatten des Monte Generoso, aufgewachsen. «Ich bin während des Kriegs geboren und weiss, dass die Menschen auf den Gipfel stiegen, um die Bomben­ angriffe auf Mailand zu sehen. Auch viele Juden, die aus Italien geflüchtet waren, kamen hier vorbei. Das war damals kein sehr fröhlicher Berg.» Als Teenager entdeckte er dann eine an­ dere, schönere Seite: «Manchmal stan­ den wir mitten in der Nacht auf und stiegen zu Fuss auf den Gipfel, um den Sonnenaufgang zu sehen. Wir fühlten uns dann wie in einer anderen Welt.» An einem so erinnerungsträch­ tigen Ort zu bauen, ist für den Archi­ tekten eine ziemliche Verantwortung. Das 8-eckige, 18 Meter hohe Gebäude «Fiore di Pietra» mit einem Durchmesser von 29 Metern ähnelt einer Blume, deren acht Blütenblätter sich gerade öffnen. Die Eigen­ tümerin Migros finanziert dieses Projekt allein, und zwar über ihr Migros­Kulturprozent, das traditions­ gemäss am Betrieb weiterer Stand­ orte in der Schweiz wie dem Signal de Bougy oder dem Gurten beteiligt ist. Der Bau liegt am Rand einer Fels­ wand, hoch über dem Luganersee. «Ich wollte, dass die organischen Ele­ mente der Felswand mit ihren je nach Jahreszeit wechselnden Texturen und Farben mit denen des Gebäudes kontrastieren. Meine Projekte orientieren sich zwar immer an ihrer

jeweiligen Umgebung, doch sie imitieren die Natur nicht. Sie stehen mit ihr im Dialog.» Bottas Handschrift ist allgegenwärtig

Das im Vergleich zu den anderen Etagen doppelt so hohe Erdgeschoss ist eine zu allen Seiten hin offene Säulenhalle. Zwischen jedem dia­ gonal verankerten Pfeiler bietet ein Balkon eine immer andere Aussicht. Die zweite Etage der steinernen Blume, von der bisher nur der Roh­ bau fertig ist, wird als Kongress­ zentrum dienen. Eine Etage höher folgt das Selbstbedienungsrestaurant, das auf eine grosse Terrasse geht – das einzige Überbleibsel des ehema­ ligen Hotels, «eines architektoni­ schen Alptraums», so der scharfe Kommentar des Architekten. Eichen­ vertäfelungen werden die Wände bedecken, und die Blütenblätter bilden Nischen, in denen sich die Besucher stärken und gleichzeitig die schöne Aussicht geniessen können. Eine Etage weiter oben wird ein bedientes Restaurant entstehen. Im Zentrum: die durch eine breite Glaswand vom Restaurant getrennte Küche. Ein Lichtschacht, «die Seele des Gebäudes», soll die Herde be­ leuchten und die Küchenchefs und Köche in Szene setzen – wie auf einer Theaterbühne. Mario Botta prüft und genehmigt alles, was auf die Baustelle kommt. «Ludwig Mies van der Rohe sagte, dass Gott im Detail stecke, und damit hatte er recht.» Botta entscheidet, von welchen Tellern die Besucher essen und auf welchen Stühlen sie sitzen werden. Schliesslich soll das Werk aus einem Guss sein. MM


MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 93

Geschichte

M wie Monte Generoso 1867: Mit dem Monte

1

1 Das «Fiore di

Pietra» wird mit der Felswand des Monte Generoso in Dialog stehen. 2 Der Lichtschacht des Restaurants – die Seele des Gebäudes 3 Stararchitekt

Mario Botta ist in Mendrisio im Schatten des Monte Generoso aufgewachsen.

Generoso Bellavista wird das erste Hotel auf halber Höhe des Bergs errichtet. 1886: Konzession für den Bau einer 9 Kilometer langen SchmalspurZahnradbahn. 1890: Eröffnung der Monte-Generoso-Bahn (Ferrovia Monte Generoso, FMG), die bis zum Gipfel fährt. 1909–1941: Der Erste und Zweite Weltkrieg bremsen den Tourismus. Das Unternehmen wechselt mehrere Male den Besitzer. 1941: Der Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler erwirbt die FMG und rettet sie vor dem Bankrott. Millionen werden für die Modernisierung der Strecke investiert. 1953: Die FMG wird mit Diesellokomotiven ausgestattet. 1970: Neben dem Gipfelbahnhof baut die FMG das HotelRestaurant Vetta. 1980: Die FMG wird eine AG, die dem Migros-Genossenschafts-Bund gehört. 1982: Elektrifizierung der Bahn. 2014: Abriss des baufälligen und unbenutzbaren Hotels Vetta. Schliessung der Bahn für das Publikum. 15.4.2015: Beginn der Arbeiten auf dem Gelände des Hotels Vetta. Frühling 2017: Einweihung des «Fiore di Pietra» von Mario Botta und Wiedereröffnung der Bahn für die Besucher. Mehr Infos: www.montegeneroso.ch

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MIGROS-WELT | MM37, 12.9.2016 | 97

Haben Sie eine Frage?

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Frage der Woche

M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Enthält Schafmilch weniger Kalzium als Kuhmilch? Nein, Schafmilch ist im Gegenteil noch reicher an Kalzium. Sie enthält rund 180 Milligramm pro Deziliter; bei Kuhmilch sind es etwa 120 Milligramm. Wenn man Joghurt, Käse und andere Produkte aus Schafmilch isst, nimmt man also etwas mehr Kalzium auf als beim Verzehr von Lebensmitteln aus Kuhmilch.

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98 | MM37, 12.9.2016 | MIGROS-WELT

Lust auf Herbst

Fröhliches Blattgeflüster Wenn sich das Laub färbt und die Blätter im Wind tanzen, bricht die schillernde Jahreszeit an. Der Wald lädt zum Spaziergang ein, die Ernte wird eingeholt, und mit dem Startsignal für die Jagdsaison schüttet der Herbst wie alle Jahre sein kulinarisches Füllhorn aus. Neben allerlei Wildgerichten empfehlen sich Kastanien und Kürbisse in allen Variationen für den saisonalen Speiseplan. Auch Pilzspürnasen kommen wieder auf ihre Kosten. Und sollte die Ausbeute einmal geringer als erhofft ausfallen, sind getrocknete Herbsttrompeten aus der Migros immer eine schmackhafte Alternative.

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Leben MM37

Familienumfrage Wie mutig sind Ihre Kinder? 1 Sehr, sie turnen herum und kennen keine Angst. 39%

2 Wir haben von beiden Varianten ein Exemplar zu Hause: ein mutiges und ein ängstliches Kind. 31% 3 Unsere bewegen sich im Mittelfeld. 26% 4 Unsere Kinder sind sehr vorsichtig und ängstlich. 4%

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Notfallübung

Knigge reloaded

Hat man als Beifahrer Benimmpflichten?

«Ich freue mich so.» Eva hüpfte auf und ab. «Guten Mor­ gen, warum denn?» – «Weil ich heute im Chindsgi meinen Geburi nachfeiere …»

Illustrationen: Andreas Klammt, Alice Kolb; Bild: Stefan Sulzer

Ich war noch nie so schnell wach. Nor­ malerweise backen die Mamis ihren Kindern nämlich mehrstöckige Torten, dekoriert mit Rollfondant, Marzipanblüten. Und ich hatte den Termin vergessen! Ade, Supermutter­ zertifikat. Die Option Nervenzusammen­ bruch verwarf ich in Gedanken. «Wir könnten Frucht­ spiessli machen», regte Ida an. In der Früchteschale schrumpelten Bir­ nen vor sich hin.

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Allerdings. Früher, und nicht nur zur Ferienzeit, war eine der obersten Pflichten des Beifahrers das Kartenlesen. Heute: die Unterstützung des Fahrers bei der Bedienung des Navigationssystems. Oder beim Abgleich des Online-Routenplaners mit der Wirklichkeit. In potenziellen Krisensituationen mit anderen Verkehrsteilnehmern sollte der manierliche Beifahrer stets deeskalierend wirken. Auch wenn Sie von Schaffhausen bis Montreux hinter einem 25 Jahre alten Nissan Cherry festhängen, dessen Fahrer nicht über 40 fährt. Die Verwaltung von Verpflegung sowie On-Board-Unterhaltung wie Musik gehören ebenso zur Domäne des Beifahrers. Fahrtechnische Anmerkungen (‹So, jetzt ist frei!›, ‹Achtung, es ist rot!›) werden dagegen selten goutiert. Und keinesfalls gehört es sich für den höflichen Beifahrer, ständig am Fahrstil des Lenkers herumzunörgeln.»

Endlich, eine Eingebung: Brötli und Schoggistängeli. Doch was, wenn es so früh nur vier Brötli gab? Eva ging Alternativen durch: Toast oder Tomaten mit Schoggistängeli. Punkt 8 stürmten wir den Laden. Eva entdeckte die Weggli. Tausende. Erleichterung total: Niemand würde im Chindsgi Schoggi­ toast essen müssen. Bettina Leinenbach (39)

ist Journalistin und zweifache Mutter.


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LEBEN | MM37, 12.9.2016 | 103

Was tun Sie, wenn Ihr Kind gehänselt wird? www.migmag.ch/ hänseln

Mobbing: Eine Gruppe attackiert ein Kind systematisch und über längere Zeit.

Familie

Nur Hänseleien – oder schon Mobbing? Gehänseltwerden gehört zum Leben. Kinder entwickeln dabei Selbstbewusstsein. Doch wo hört harmloses Hänseln auf? Wo beginnt bösartiges Mobbing? Und wie reagiert man, ohne die Situation weiter zu verschlimmern?

Tipps

Vorgehen bei Mobbing Bei Mobbing Lehrper­ sonen oder Schulso­ zialarbeit kontaktieren. Keinesfalls direkt auf das hänselnde oder mobbende Kind bzw. dessen Eltern zugehen. Beim betroffenen Kind

Vertrauen schaffen,

Bild: Fotolia

nachfragen und das offene Gespräch suchen. Dem Kind helfen, posi­ tive Kontakte in der Freizeit zu realisieren, denn gut eingebundene Kinder werden weniger attackiert.

Text: Priska Plump

A

lina (9) geht nicht gerne zur Schule. Mitschüler schikanieren sie auf dem Pausenplatz und rufen ihr gemeine Spitznamen zu. Alina weint deswegen oft und verkriecht sich. Eine schwierige Situation – auch für ihre Eltern, die sich hilflos fühlen. Erlebt Alina hier regelrechtes Mobbing, oder ist es nur Hänseln, eine milde Variante? Rebekka Jakob (38), Schulsozialarbeiterin bei der Stadt Zürich: «Die Grenze ist oft fliessend. Eher harmloses Hänseln kann sich in der Gruppen­ dynamik zu Mobbing entwickeln. Von Mobbing spricht man, wenn eine Gruppe von Tätern ein Kind längerfristig systematisch aus­ schliesst und attackiert, und

andere Kinder sich nicht mehr getrauen, einzugreifen oder Hilfe zu holen.» Wird ein Kind in der Schule gehänselt oder gemobbt, sollten Eltern keinesfalls das hänselnde Kind oder dessen Eltern direkt kontaktieren, sondern Hilfe holen. Denn meist handelt es sich bei den Tätern um mehrere Beteiligte, und gemeinsam gelingt es besser, das Opfer zu stärken und den Angrei­ fenden die Kontrolle zu entziehen. Rebekka Jakob empfiehlt Eltern, sich bei der Lehrperson oder der Schulsozialarbeit zu melden, und dies lieber zu früh als zu spät. Diese Stellen müssen mit der ganzen Klasse eine nachhaltige Lösung erarbeiten, welche die negative Dynamik bricht und

einen positiven Umgang unter den Kindern fördert. Möglicherweise vertraut sich das geplagte Kind den Eltern an, möchte aber nicht, dass diese etwas unternehmen. Dann sollten die Eltern abwarten. «So bleibt das Vertrauen bestehen, und ein offenes Gespräch mit dem Kind ist möglich: Wie geht es dir? Wo fühlst du dich sicher, mit wem fühlst du dich wohl?» So können Eltern ihr Kind stärken. «Auch hilft es, wenn sie für positive Kon­ takte in der Freizeit sorgen», rät die Schulsozialarbeiterin. Alina ist dem Fussballclub bei­ getreten. Die tolle Stimmung unter den Kindern dort stärkt ihr Selbst­ vertrauen. In der Schule wurde interveniert, nun herrscht in der Klasse ein besseres Klima. MM


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LEBEN | MM37, 12.9.2016 | 107

Gesundheit

Fitness für zwei Ein aktiver Lebensstil wirkt sich auf die schwangere Frau wie auch auf das ungeborene Kind positiv aus. Doch wie viel Sport ist während der Schwangerschaft sinnvoll? Text: Sibylle Matter

R Dr. med. Sibylle Matter, Leiterin

Bild: iStockphoto

Medizin, Zentrum für Sport- und Bewegungsmedizin, Medbase Bern

egelmässige körperliche Aktivität in der Schwangerschaft trainiert auch die Energie- und Sauerstoffversorgung des Ungeborenen. Deshalb ist es sinnvoll, bereits zu Beginn der Schwangerschaft Sport zu treiben. Entgegen früherer Befürchtungen führt Sport mit Mass weder zu vermehrten Aborten noch zu Frühgeburten. Zuvor inaktiven Frauen wird empfohlen, in den ersten drei Monaten mit 3-mal 15 Minuten körperlicher Aktivität pro Woche zu beginnen. Im weiteren Verlauf soll dies auf mindestens 30 Minuten an bis zu sieben Tagen gesteigert werden. Die Intensität sollte als «locker» empfunden werden. Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft regelmässig Sport getrieben haben, sollen weiterhin aktiv bleiben. Der Umfang wird meistens automatisch dem eigenen Wohlbefinden angepasst und im Verlauf der Schwangerschaft verringert. Empfohlen werden eher niedrig intensive Einheiten,

denn es konnte gezeigt werden, dass bei Pulswerten von über 90 Prozent der maximalen Herzfrequenz die Durchblutung der Plazenta und die kindliche Herzfrequenz reduziert werden. Ob sich dies auch auf die Entwicklung des Ungeborenen auswirkt, ist aber unklar. Hält Blutdruck in Schach

Regelmässige körperliche Aktivität während der Schwangerschaft kann verschiedene positive Effekte erzielen: geringere Gewichtszunahme, positiver Einfluss auf den Gemütszustand sowie oft weniger Rückenschmerzen (abhängig von der Art der körperlichen Aktivität). Aktuelle Studien deuten zudem darauf hin, dass körperliche Aktivität das Auftreten von Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck während der Schwangerschaft deutlich reduzieren kann. Geeignet sind Sportarten mit regelmässiger Belastung und geringem Verletzungs- und Sturzrisiko wie zum Beispiel Schwimmen oder Nordic Walking. Bei Geübten kann

auch Radfahren, Rudern, Tennis oder Langlauf sinnvoll sein. Im Allgemeinen nicht empfohlen werden Reiten, Tauchen oder Skifahren. Bei sportlicher Aktivität sollten genug Flüssigkeit und Energie zugeführt werden, da sich Energie- und Flüssigkeitshaushalt während der Schwangerschaft verändert. Bei grosser Hitze und Feuchtigkeit darf die Körpertemperatur nicht über 39°C ansteigen, ansonsten kann dies das Wachstum des Ungeborenen beeinträchtigen. Bei einer Schwangerschaft mit Komplikationen (Blutungen, vorzeitige Wehen, Krankheiten der Mutter etc.) oder einer Mehrlingsschwangerschaft soll Sport erst nach Rücksprache mit dem Arzt ausgeübt werden. Da wissenschaftliche Studien fehlen, wird empfohlen, ab 2500 Metern über Meer auf sportliche Aktivitäten zu verzichten. Bei starkem Unwohlsein, Fieber oder nicht mehr wahrgenommenen Kindesbewegungen sollte möglichst bald ein Spezialist aufgesucht werden. MM

Tipps

Sport für Schwangere Täglich 30 Minu­ ten Sport ist

auch für Schwangere gut.

Sport während der Schwangerschaft sollte immer als locker empfunden werden. Bei grosser Hitze oder Feuchtigkeit sollten Anstrengungen vermieden werden. Energieaufnah­ me und Erholung

sollen der Art der körperlichen Aktivität angepasst werden.

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LEBEN | MM37, 12.9.2016 | 109

Die Kloake des Vasa­ papagei­Männchens (l.) blieb ausgestülpt: Es muss operiert werden.

Zootierärztin

Beim Turteln verletzt

Tipps

Beim Wort Papagei denkt man an knallbunte Vögel. Der Kleine Vasapapagei ist anders – auch was die Fortpflanzung betrifft. Und genau das führte zu einem Zwischenfall.

Als Notfallmassnahme kann der Vogelbesitzer die Kloake mit Salzwas­ ser (1 Teelöffel Kochsalz in 0,5 l Wasser) befeuch­ ten, damit sie nicht aus­ trocknet. Danach muss die Kloake so schnell wie möglich durch einen Tierarzt zurückver­ setzt werden, damit sie nicht verletzt wird.

Text: Karin Federer

Bilder: Walter Zoo

D Karin Federer (30) ist Tierärztin und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.

as braunschwarze Federkleid ist typisch für den Kleinen Vasa­ papagei, und es ist auch der Grund für seinen zweiten Namen: Rabenpapagei. Der 35 cm grosse Vogel lebt vor allem in den Küstenregionen von Madagaskar, auf den Ko­ moren und den Seychellen. Er frisst Samen und Früchte und trägt so dazu bei, dass Pflanzen sich verbreiten können. Interessant und in unserem Fall entscheidend ist, wie der Kleine Vasapapa­ gei sich fortpflanzt. Dieser dunkle Papagei ist ein Höhlenbrüter. Das Männchen behütet das Weibchen – mindestens so lange, bis es vom Weibchen vertrieben wird, weil sich dieses noch mit anderen Männchen paaren will.

Gefüttert wird das Weib­ chen dann von mehreren Männchen. Das Spezielle an den Männchen ist: Sie haben keinen Penis. Bei der Paarung stülpen sie die Kloake, den gemeinsamen Körperausgang für Darm, Harnblase und Geschlechts­ organe, nach aussen. Diese Ausstülpung kann wäh­ rend des Paarungsakts bis zur Grösse eines Hühner­ eis anschwellen. Und so geschah es auch beim Vasa­ papageienpärchen bei uns im Zoo. Dabei gab es dann ein Problem. Jetzt brauchen beide Ruhe

Denn heute meldet sich die Tierpflegerin in der Veteri­ närstation: Die Kloake des Männchens bleibe dauernd nach aussen gestülpt. Wir schauen uns das Tier in der

Anlage an. Da die Kloake permanent vorgefallen und verletzt ist, nehmen wir den Papagei mit in die Veterinär­ station. Die Kloake ist geschwollen, das bedeutet Schmerzen für das Tier. Um eine allfällige Ursache des Vorfalls abzuklären, röntgen wir das Tier. Alles sieht so weit normal aus. Unter Narkose reinigen wir die vorgefallene Kloake, verlagern sie zurück und verkleinern den Kloaken­ ausgang mit zwei kleinen Nähten, um einen erneuten Vorfall zu verhindern. Die kleine Operation gelingt. Das Männchen bleibt nun etwa eine Woche allein, damit es sich in Ruhe erholen kann – und damit das Weibchen ungestört ihre Eier in die Nisthöhle legen kann. MM

Kloakenvorfall ist ein Notfall

Der Tierarzt sollte ver­ suchen, die Ursache für den Vorfall abzuklären. Eine der häufigsten sind Parasiten. Daher Vögel regelmässig auf Endo­ parasiten untersuchen lassen. Dazu eine frische Kotprobe von einer unter das Futtergeschirr gelegten Zeitung ent­ nehmen. Diese in einem speziellen Kotröhrchen dem Tierarzt zur Unter­ suchung übergeben.


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LEBEN | MM37, 12.9.2016 | 111

Kinder

Ich trau meinen Augen nicht! Hören wir das Wort Fata Morgana, denken wir an die Oase in der Wüste – verlockend, aber unerreichbar. Um das Phänomen zu erleben, braucht man aber nicht in die Sahara zu reisen. Text: Tania Araman

Illustration: Jan Kruse

Normalerweise breitet sich Licht geradlinig aus. Bei der Fata Mor­ gana wird das Licht abgelenkt durch unterschiedlich warme Luftschichten in Bodennähe: Die Lichtstrahlen, die zuerst auf eine kalte und danach in flachem Winkel auf eine wärmere Schicht stossen, brechen sich. Dieses Prin­ zip wirkt auch bei einem Gegen­ stand im Wasser: Du hast sicher schon beobachtet, dass ein Kugel­ schreiber «gebrochen» aussieht, wenn man ihn in ein Glas Wasser stellt, oder?

An heissen Tagen ist die Tempe­ ratur am Boden, vor allem auf Asphaltstrassen, sehr viel höher als einen Meter darüber. Durch diesen Temperaturunterschied werden die uns erreichenden unteren Lichtstrahlen gekrümmt. Unbewusst orten wir aber ein Objekt, das sich in diesem Bereich befindet, geradlinig: Wir sehen etwa eine Pfütze auf der Strasse – tatsächlich jedoch handelt es sich um eine Spiegelung der weiter entfernten Wasserlache.

?

direkte Ansicht

Bild: Mahesh Kumar / Keystone

Spiegelung an wärmeren Luftschichten

Hast du an einem heissen Sommertag schon mal erlebt, wie eine grosse Pfütze auf der Strasse ver­ schwindet, sobald du dich näherst? Ja? Dann war das also eine Fata Morgana – keine optische Täuschung, sondern ein physika­ lisches Phänomen, das man sogar foto­ grafieren kann.

erwärmte Luft

dunkler Boden (z.B. Asphalt)

Spiegelbild wirkt wie Pfütze


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LEBEN | MM37, 12.9.2016 | 113

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Noah (15), Zürich

Die meisten stimmen durchaus ab – aber nur, wenn sie ein Thema wirklich betrifft oder interes­ siert. Eine neue Studie zeigt, dass, über einen Zeitraum von 5 Jahren gesehen, nur 10 Prozent der Stimmberechtigten nie abstimm­ ten. Betrachtet man 20 Urnen­ gänge, gehen über 90 Prozent mindestens einmal abstimmen. Dennoch wäre es stimmiger, wenn mehr Bürger an die Urne gingen – vor allem mehr Junge. Gemäss Schätzungen liegt die Beteiligung junger Erwachsener bei nur

30 Prozent. Bei der Bevölkerungs­ gruppe im Alter um die 70 ist sie am grössten.

Wollt ihr Jungen es tatsächlich allein euren Eltern und Gross­ eltern überlassen, über die Zukunft zu entscheiden? In wenigen Tagen stimmen wir darüber ab, welche AHV­Kosten wir tragen wollen und wieviel staatliche Überwachung es künftig braucht. Da kann ich dir nur wünschen, dass deine bereits stimmberechtigten Kollegen auch ein Wörtchen mitreden.

Die meisten Jungen wollen dies auch tun. Das belegen Studien. Viele geben aber an, dass die Ab­ stimmungsthemen zu kompliziert seien und sie überforderten. Deshalb gibt es Organisationen wie Easyvote (www.easyvote.ch), die politische Themen einfach erklären. Easyvote bietet auch eine kostenlose App, inklusive Abstim­ mungswecker – damit keiner den Termin verpennt. MM *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

Eine Mutter erklärt die Welt:

Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.

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LEBEN | MM37, 12.9.2016 | 115

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Sechs Tage Familien-Skiferien in Graubünden

Das Migros-Magazin und das Hotel Steinbock verlosen FamilienSkiferien in den Bündner Bergen für zwei Erwachsene und zwei Kinder bis zwölf Jahre im Hotel Steinbock in Klosters.

Gesamtwert: 3366 Franken

Der Gewinn im Wert von Fr. 3366.– umfasst

• 6 Übernachtungen in einer Familiensuite • ein reichhaltiges Frühstücksbuffet • 4-Gang-Abendessen • 6-Tage-Skipass für die Region Davos/Klosters • Begrüssungsapéro • Kostenlose Nutzung des Wellnessbereichs • Kostenloses WLAN Gültig ab 2. Januar bis 17. April 2017 ohne WEF Von den Terrassen des Hotels Steinbock geniesst man eine traumhafte Aussicht auf die Bündner Berge und das Prättigau.

Beantworten Sie folgende Frage:

Seit wie vielen Jahre arbeitet Daniela Rassbach im Hotel Steinbock?

Glücksgriff

Skispass und Erholung Das Migros-Magazin und das Hotel Steinbock in Klosters verlosen Winterferien in Graubünden. Eine ganze Woche lang darf sich eine vierköpfige Familie in der Region Davos/Klosters auf der Piste vergnügen und dazwischen alle Vorzüge geniessen, die ihre Unterkunft, das Drei-Sterne-Hotel Steinbock, zu bieten hat.

D

as Hotel Steinbock zählt zu den traditionsreichsten Hotels in Klosters. Die gemütliche Atmosphäre, der besondere Charme der neu renovierten Zimmer und die wunderbare Aussicht auf die Berge und das Prättigau machen das familienfreundliche Haus zu einer Perle der Bündner Gastronomie. Geprägt wird der Betrieb durch die langjährige Gastgeberin im Restaurant, Daniela Rassbach. Sie feiert im Dezember ihr 20-JahrJubiläum im «Steinbock», wie sie das Hotel liebevoll nennt, und weiss genau, dass sie ihm noch viele weitere Jahre die Treue halten wird: «Das familiäre Ambiente, die fröhliche Lebensart der Einheimischen und all die gut gelaunten Ferien-

gäste von Klosters machen es mir leicht, mich hier wohlzufühlen.» Seit der Übernahme durch die Seehof-Selection-Gruppe wurde laufend in den Betrieb investiert, sodass sich das Haus heute stolz als Drei-Sterne-Hotel präsentieren kann. Erst in diesem Jahr wurden die letzten Feinarbeiten in den 33 Zimmern und Familiensuiten durchgeführt, sodass nun sämtliche Räume neu möbliert und mit Parkettboden ausgestattet sind. Von den Massnahmen der Runderneuerung hat auch das Küchenpersonal profitiert, dem nun eine grosszügige und topmodern eingerichtete Küche zur Verfügung steht, um die Gäste mit allerlei landestypischen Spezialitäten zu verwöhnen.

Neben einer perfekten Infrastruktur hat auch die Umgebung des Hotels einiges zu bieten. Dank zentraler Lage sind es zu Fuss nur wenige Minuten zum Bahnhof und zu den Bergbahnen von Klosters. Besonders empfehlenswert für Familien und Geniesser ist ein Abstecher auf den Hausberg von Klosters: Dort lädt die Erlebniswelt «Madrisa-Land» die Kinder zum Spielen und Herumtollen ein, während sich die Erwachsenen an der einmaligen Alpenkulisse und kulinarischen Köstlichkeiten erfreuen. Zudem wird in der Wintersaison 2016/17 an der Madrisa der erste kinder- und behindertengerechte 6er-Sessellift der Schweiz in Betrieb genommen. Es gibt also viel zu entdecken ... MM

So machen Sie mit Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin «Hotel Steinbock» Postfach, 8099 Zürich Online: Gratis auf www. migrosmagazin.ch/gluecksgriff

Einsendeschluss: 18. 9. 2016

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


Herbstaktion in die Kitzbühler Alpen

Die Migros hat uns anlässlich der 25-jährigen Zusammenarbeit in ihrem Magazin Anzeigeraum geschenkt, mit dem Ziel das erste Reiseangebot in die Kitzbüheler Alpen zum gleichen Preis wie vor 25 Jahren anzubieten. Mit dieser noblen Geste und mit spitz kalkulierten Preisen konnten wir diese Vorgabe erfüllen. Der Rest lässt sich kurz und bündig erklären – das Angebot war innert kürzester Zeit ausgebucht. Wir freuen uns deshalb Ihnen wegen grosser Nachfrage fünf Zusatzdaten Herbst 2016 anbieten zu können. Es würde uns sehr freuen Sie in die idyllischen Kitzbüheler Alpen begleiten zu dürfen. Bis bald und mit herzlichen Grüssen, Ihr

Heinz Weber Geschäftsleiter

1. Tag: Schweiz–Krimml–Kirchberg. Hinfahrt via Arlbergtunnel und dem Gerlospass zu den atemberaubenden Krimmler Wasserfällen. Wir bestaunen die Kraft des höchsten Wasserfalls Österreichs. Mit seiner 380 Meter Fallhöhe ist er ein einzigartiges Naturschauspiel, welches wir uns nicht entgehen lassen. Anschliessend Weiterfahrt nach Kirchberg. Hier beziehen wir unser Hotelzimmer für die nächsten Nächte. 2. Tag: Kitzbüheler Alpen. Nach einer kleinen Rundfahrt durch die Kitzbüheler Alpen fahren wir nach Kitzbühel. Die Stadt ist international als einer der bedeutendsten Wintersportorte Österreichs bekannt. Ebenso populär ist die Katharinenkirche, eine hochgotische Kirche mit Kupferschmiedaltar im Herzen der Stadt. Ihr hoher Turm mit Spitzhelm ist ein markanter Blickpunkt des Stadtzentrums. Sie haben die Wahl zwischen einer geführten Stadtbesichtigung oder einem geführten Wanderspaziergang. Ob Sie die Sehenswürdigkeiten des Ortes oder die umliegende Natur und die Alpenluft geniessen möchten liegt bei Ihnen, heute dreht sich alles um Kitzbühel. 3. Tag: Fakultativer Ausflug Salzburg.* Die Heimatstadt des weltberühmten Wolfgang

Amadeus Mozart ist eine der berühmtesten Musikstädte. Sie imponiert genauso mit ihren Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise dem Salzburger Dom, dem Stift Sankt Peter mit der gleichnamigen Stiftskirche oder dem Geburtshaus Mozarts in der Getreidegasse. Heute haben Sie die Gelegenheit auf einer geführten Stadtbesichtigung Salzburg kennen zu lernen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung um die sehenswerte Stadt weiter auf eigene Faust zu erkunden. 4. Tag: Fakultativer Ausflug Chiemsee.* Es bietet sich die Gelegenheit mit dem Schiff von Prien zur Herreninsel zu fahren. Die Insel liegt mitten im Chiemsee. Sie wird auch das bayerische Meer genannt und ist autofrei. Im Sommerhalbjahr pendeln deshalb Pferdekutschen für die Besucher zwischen dem Schiffsanleger und dem Schloss (nicht inbegriffen). Auf einer Führung entdecken wir das Schloss Herrenchiemsee. Es wurde unter dem sogenannten Märchenkönig Ludwig ll errichtet und obwohl er das Schloss von Versailles noch nie besucht hatte, wählte er dieses Meisterwerk als Vorbild für das Schloss Herrenchiemsee. 5. Tag: Kirchberg–Schweiz. Rückfahrt via Innsbruck zu den Einsteigeorten.

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Unsere Leistungen ■

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Fahrt mit modernem Komfortklasse-Bus, bzw. Königsklasse-Luxusbus Unterkunft im guten Mittelklasshotel 4 x Halbpension Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm (ausg. fak. Ausflüge Salzburg, 3. Tag und Chiemsee, 4. Tag) Erfahrener Reisechauffeur

Nicht inbegriffen ■

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Wir wohnen vier Nächte im guten Mittelklasshotel Sonne T-� � �+ (off. Kat. ****) in Kirchberg in den Kitzbüheler Alpen. Alle Zimmer verfügen über Bad oder Dusche/WC, Haartrockner, Telefon, TV, Minibar und Safe. Weitere Einrichtungen: Restaurant, Bar, freie Benutzung des Hallenbads, Finnische Sauna, Erlebnisdampfgrotte, Eukalytusdampfbad und Fitnessraum.

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Abfahrtsorte 06:30 Burgdorf 06:45 Basel 07:20 Aarau 08:00 Baden-Rütihof 08:30 Zürich-Flughafen 08:55 Winterthur 09:15 Wil

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LEBEN | MM37, 12.9.2016 | 117

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2. Tag – Stadtführung, Prager Weihnachtsmärkte & Bierkeller Prag empfängt uns im schönen Adventskleid. Gleich nach dem Früchstück entdecken wir bei einer tollen Stadtführung die Höhepunkte der „Goldenen Stadt“. Zum Stadtbild gehören die legendäre Karlsbrücke, das Burgenviertel mit dem Hradschin, der Veitsdom und das Altstadtviertel. Am Nachmittag bleibt Ihnen genügend Zeit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Natürlich empfehlen wir Ihnen den Besuch der Prager Weihnachtsmärkte, die zweifelsohne zu den schönsten Europas gehören. Lassen Sie sich von der zauberhaften Stimmung, die über der Stadt liegt, verzaubern! Am Abend laden wir Sie in der Prager Innenstadt in einem traditionellen Bierkeller zum Nachtessen mit lokalen Spezialitäten, feinem Bier und Musik!

Weihnachtsmarkt in der Altstadt

3. Tag – Prager Weihnachtsmärkte & Schifffahrt auf der Moldau Den heutigen Tag können Sie gemütlich angehen – schlafen Sie etwas länger und geniessen Sie ein ausgiebiges Frühstück. Es bleibt Ihnen genügend Zeit für eigene Entdeckungstouren, für die Weihnachtsmärkte oder für einen Besuch der legendären Prager Burg, die zu den spektakulärsten der Welt gehört. Zum Abschluss dieser wunderschönen Reise laden wir Sie am Abend zu einer zauberhaften Schifffahrt auf der Moldau inkl. feinem Nachtessen und Musik. Ein einmaliges Erlebnis und ideale Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu vertiefen. 4. Tag – Heimreise Mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck treten wir nach dem Frühstück die Heimreise an.

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LEBEN | MM37, 12.9.2016 | 119

Kreuzworträtsel

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.9.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Auflösung Nr. 36: PETROLEUM Gewinner Nr. 35: Hanni Zbinden, Treppenlifte

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Helgisried BE; Margrit Stettler, Trachselwald BE; Heinz Kempf, Schwyz; Claudia Stuber, Olten SO; Melchior Schällibaum, Liebefeld BE; Elisabeth Steinhauer, Toffen BE; Marc Zimmermann, Näfels GL; Heidi Beyeler, Biel BE; Susanne Heiniger, Winterthur ZH; Lilli Kern, Effretikon ZH

Gewinner «Zusatz» Nr. 35:

Hansueli Müller, Au ZH; Flurina Brändlin, Kriens LU; Verena Niggli, Basel; Beat Seiler, Günsberg SO; Martin Diriwächter, Volketswil ZH


LEBEN | MM37, 12.9.2016 | 121

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was sind verheiratete Paare in der Regel? D in dicken Füssen

N in festen Händen

L

in dünnen Fingern

I

ein Stierenauge

2. Ein durch undurchsichtige Abläufe durchgeführter Tausch ist …? O ein Kuhhandel

A eine Ochsentour

3. Wie nennt sich ein Mischgetränk aus Milchprodukten und Früchten? T

Smoothie

V Tootsie

R Woodys

So nehmen Sie teil

4. Wie viele Bistümer existieren in der Schweiz? S

drei

E

sechs

N Ketwurst

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.9.2016, 24 Uhr

L

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

I

zehn

5. Welcher Maler wurde bekannt durch seine auf dem Kopf stehenden Bilder? G Max Bill

N Hans Erni

B Georg Baselitz

6. Wo liegt die angeblich höchstgelegene Hängebrücke in der Schweiz? E

Tödi

D Säntis

O Titlis

7. Wie nannte man in der DDR einen Hamburger? O Grilletta

I

Broiler

8. In welcher Sportart kommt ein Buzzer Beater vor? T

Volleyball

K Basketball

Golf

Lösungswort: 1

2

3

Gewinner Nr. 34:

4

5

6

7

8

Pius Zimmermann, Wohlenschwil AG; Céline Fäh, Rorschacherberg SG; Chris Blumenthal, Eschen FL

Auflösung Nr. 36: FOTOGRAF

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 2 3 5 1

Auflösung Nr. 36: BIRKE Gewinner Nr. 35:

Sylvia Christen, Emmenbrücke LU; Brigitta Altherr, Winterthur ZH; Franz Frey, Allschwil BL

4

E

ABLAUFEN A D L I SW I L BLASERE I E I HUELLE GAUL L I ST GERANGE L K I NNLADE LEESE I TE MI TLAUTE REDEST I L

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.9.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

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3

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LEBEN | MM37, 12.9.2016 | 123

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 36: 856

5

7

8 5 4 6 3 8 7 8 2 5 6 5 1 4 9 2 8 6 1 2 7 9 1 3 2 5 1 8 9 6

4 6 2 1 3 7 8 9 5

9 3 1 8 5 2 4 7 6

5 7 8 6 9 4 2 1 3

6 2 3 9 8 1 5 4 7

1 9 4 7 2 5 6 3 8

8 5 7 4 6 3 1 2 9

3 1 9 5 4 6 7 8 2

7 8 6 2 1 9 3 5 4

2 4 5 3 7 8 9 6 1

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.9.2016, 24 Uhr

Gewinner Nr. 35:

Kurt Zaugg, Krauchthal BE; Myriam Ducry, Grolley FR; Chantal Botter, La Chaux-de-Fonds NE; Rudolf Gardi, Höchstetten BE; Loris Spizzi, Altdorf

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

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Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 1 3 4 3 2 miteinander verbunden sein. Verboten: Kreuzun2 2 gen, diagonale Brücken 2 3 3 und mehr als zwei Linien.

1 0 1 1 4 1

Auflösung Nr. 36:

3 4 2 3 4

0

3

2

1

3

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2

0

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3 4 2

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4

2

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2

3 1 3

4

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3

Auflösung Nr. 36: 5

2

5 2

4

2 3

3 1

3 3

4 3

1 3

3 2

2 2

1

3 2 1 3

2 3 5 2

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1

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1 2

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2 3 3 3

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 386 000 (WEMF, MACH Basic 2016-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Chefredaktor: Sandra Jermann (Leiterin ProjektHans Schneeberger management), Heidi Bacchilega, Produktion/Ressort Leben: Jean-Sébastien Clément, Remo Leupin (Leitung), Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sonja, Leissing, Anna Meister, Sabine Müller (Produzentin), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Gerda Portner (Produzentin), Anna-Katharina Ris, Ursula Trümpy (Produzentin), Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Jacqueline Vinzelberg, Leben), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Michael West, Anette Wolffram Heinz Stocker (Korrektor) Bildredaktion: Ressort Menschen: Olivier Paky (Leitung), Sabine Lüthi (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Susanne Oberli, Helen van Pernis Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller Layout: (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Doris Oberneder (Creative Director), Online: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys Reto Meisser

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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126 | MM37, 12.9.2016 | LEBEN

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Meine Welt

«Die Ideen überschlugen sich in meinem Kopf» Das Leben liefert Bestsellerautorin Virginia Fox die besten Ideen. Inspiration holt sie sich unter anderem bei ihren Tieren. Ende Monat erscheint ihr neuester Roman. Text: Tamara Ritter Bilder: René Ruis


LEBEN | MM37, 12.9.2016 | 127

1 Mein Ritual «Den Morgenkaffee ge­ niesse ich auf der Treppe meines Hauses in Zürich. Paige (10), meine Hündin, leistet mir dabei immer Gesellschaft.» 2 Mein Küchen-Workout «Für aus­

gedehnte Workouts bleibt mir keine Zeit. Darum nutze ich die Minuten, während etwa eine Sauce köchelt.»

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3 Meine Werke «Ich habe seit 2012 zehn Bücher veröffentlicht und etwa 40 000 Exemplare verkauft. Mein elftes Buch erscheint am 30. September. » Name: Virginia Fox (38) Sternzeichen: Widder Beruf und Lebenslauf: Geboren

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und aufgewachsen bin ich in Wollis­ hofen ZH. Als Jugendliche lebte ich vorübergehend in Colorado in den USA, woher die Inspiration für meine Rocky­Mountain­Serie kommt. Meine beiden Leidenschaften, das Schreiben und die Pferde, waren in meinem Leben schon immer allgegenwärtig. Nach der Matura absolvierte ich aber eine Informatik­ ausbildung und arbeitete eine Zeit lang in dem Beruf. 2002 zog es mich zurück zu den Pferden, und ich be­ gann, als Reitlehrerin zu arbeiten. Dabei vermisste ich jedoch die Buch­ staben, und irgendwann überschlugen sich die Ideen in meinem Kopf – so begann ich nach der Geburt meiner Tochter wieder mit dem Schreiben. 4 Meine zweite Leidenschaft «Luna ist bereits 20 und war früher ein Militär­ pferd. Sie ist nun seit 14 Jahren an meiner

Mein Lieblingsprodukt

«Der Leber­Gallen­ Tee. Der Name ist nicht sehr an­ sprechend, doch er schmeckt eigent­ lich einfach nach Pfefferminze.»

Seite und das einzige von einst vier eigenen Pferden, das ich behalten habe. Für mehr fehlt mir heute die Zeit.» 5 Mein schönstes Geschenk «Zur

Geburt meiner Tochter erhielt ich von meiner besten Freundin dieses Täsch­ chen aus Büffelfell. Die Büffel sind bei den Indianern ein Symbol für Familie.» 6 Mein Lieblingsort «Unter dieser

Trauerweide in unserem Garten sitze ich oft, um zu entspannen. Gerne lese ich ein Buch hier draussen, manchmal schreibe ich auch.» 7 Meine Familie «Meine Tochter Fey (10)

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hat wohl das Schriftsteller­Gen von mir geerbt; letzte Weihnachten hat sie mir ein selbst gebasteltes Buch geschenkt, und schon jetzt feilt sie an Ideen für ihr erstes ‹richtiges› Buch.»


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Migros magazin 37 2016 d aa by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu