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Migros magazin 37 2015 d lu

Page 1

Ausgabe Luzern, AZA 1953 Sion Response Zentral

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MM37, 7.9.2015 | www.migrosmagazin.ch Spenderherz an 9/11

Als in New York 3000 Menschen starben, begann für Jessi Habegger ein zweites Leben. Seite 20

Citroën DS: Die Göttin wird 60 Jahre alt.

Bild: Michael Sieber

Seite 10

Mit Pflanzen gegen lästige Insekten. Seite 92

Gewinnen Sie eine Spritzfahrt in einem Citroën DS Seite 10


4 | MM37, 7.9.2015

10

W Editorial

Freud und Leid an 9/11

Wissen Sie noch, wo Sie waren, als islamis­ tische Terroristen zwei Verkehrsflugzeuge in die Twin Towers in New York steuerten? Es gibt Ereignisse, die graben sich tief in unser Bewusstsein, so tief, dass wir auch Jahre später genau sagen können, womit wir gerade beschäftigt waren, wo wir waren, als es ge­ schah. 9/11 ist so ein Ereignis: Der 11. Septem­ ber 2001 forderte über 3000 Menschenleben, er hinterlässt Wunden und Narben.

Auch bei Jessi Habegger (30). Seit jenem Tag schlägt ein neues Herz in ihrem Körper (siehe Seite 20). Für Millionen von Menschen ist 9/11 ein Trauertag. Für Jessi ein Freuden­ tag. Die Bernerin lebt seit 14 Jahren mit dem Herzen eines Spenders. Dank Medikamenten problemlos, ja, sogar erfolgsgekrönt: 18 golde­ ne «Plämpu» hat sie als Schwimmerin an Wettkämpfen gewonnen.

Ein medizinisches Wunder und ein grosser Akt der Solidarität stecken dahinter. Gäbe es nicht diese eine Person, die sich zu einer Organentnahme im Todesfall bereit erklärt hätte, wäre Jessi wohl nicht mehr am Leben.

Haben Sie einen Spenderausweis im Portemonnaie? Haben Sie mit Ihrer Familie darüber gesprochen, was mit Ihren Organen im Todesfall geschehen soll? Tun Sie es! Denn auch Sie könnten einmal auf ein Organ angewiesen sein, das Ihnen eine neue Lebensqualität, ein neues Leben schenkt.

Zwei Menschen pro Woche starben letztes Jahr, weil kein Organ rechtzeitig zur Verfügung stand. Die Spenderrate in der Schweiz ist immer noch tief. Befremdend ist für mich, dass mir sogar Ärzte sagen, sie trügen keinen Ausweis auf sich. Warum bloss? Trauen sie ihren Berufskollegen in der Transplantations­ medizin nicht über den Weg? Wie dem auch sei: Dies ändert nichts an meinem Entscheid, dass meine Organe dereinst zur Verfügung stehen werden. Seit ich bei einer Nierentransplantation für eine Reportage für das Migros­ Magazin dabei gewesen bin, weiss ich, was ein gespendetes Organ für einen kranken Menschen bedeuten kann. Sabine Lüthi, Ressortleiterin Reportage sabine.luethi@migrosmedien.ch

16


MM37, 7.9.2015 | 5

105

Menschen

57 Saisonküche

8 Diese Woche

73 Zahnpasta für Junioren 75 Pflege für sensible Haut 77 Total schnell sauber 79 Gepflegte Geschirrspüler 80 Alles fürs Einmachen 82 AdR: Regionentreffen

Der Nationalrat debattiert über ein neues Asylgesetz. 10 Reportage Der Citroën DS wird 60.

Fünf Fans zeigen ihre Göttin. 16 Porträt

Verkauft wird über Facebook: Heimarbeiterinnen im Porträt. 20 Porträt

Leben

23 Bänz Friedli

92 Garten

Ein Zürcher ist deutscher Hotelier des Jahres. 26 Interview Staatssekretär Mauro Dell’ Ambrogio ist für ein möglichst dezentrales Bildungssystem. 30 Leser-/Onlineforum

Migros-Welt

92

38 Serie: Von uns. Von hier.

Innovationen der M-Industrie. Diese Woche: Fruit Ice.

Bilder: Sonja Ruckstuhl, Holger Salach, Michael Sieber, Nintendo, iStockphoto

85 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften.

Jessi Habegger erhielt an 9/11 ein Spenderherz.

24 Porträt

26

Feine Rezepte mit Bohnen.

47 Adoro jetzt auch in Blond 48 Brot des Monats 51 Nachhaltiger Fischfang 54 Sammeln mit Suisse Mania

80

Weg mit lästigen Schädlingen! 95 Migros-Bank-Ratgeber 96 Familie Damit Kinder gut einschlafen. 98 Zootierärztin 100 Ernährung 102 Gesundheit 105 Digital 106 Kinder 109 Beauty 111 Bitte melde dich 115 Glücksgriff 117 Rätsel/Impressum 122 Cumlus 124 Meine Welt Francine Jordi freut sich auf ihre erste «Stadlshow».

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Unnützes Wissen

Von Flaggen und Parfüms Mein Bild der Woche «Vor ein paar Tagen war ich in Iseltwald am Brienzersee und

Regula Bührer Fecker (37) ist

Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommuni­ kation und zweifache Mutter.

sah ein Gebäude, das mich sofort werweissen liess: Luxushotel, Milliardärsfamilie, Privatbank? Nein, ich lag komplett daneben, wie meine Recherche ergab. Das elegante Haus Seeburg wurde zwar 1907 als Privatresidenz geplant und gebaut, ging aber 1927 in den Besitz eines Diakonieverbands über, der daraus ein Heim machte. Seit 1987 ist es Kongress­, Erziehungs­ und Kurzentrum. Ist es nicht wunderbar, in einem Land zu leben, in dem die schönsten Orte nicht nur ein paar wenigen zugänglich sind, sondern Menschen aller Couleur geöffnet werden? Diese Grösse sollten wir bewahren. Sie ist urschweizerisch.»

Hörprobe

Luca Meier (28), Informatiker aus Bern

a) Rapper Kollegah b) Hard­Rock­Band AC/DC c) R&B­Musiker The Weeknd

Auflösung: a) Weil seine Raptechnik auf einem extrem hohen Niveau ist.

Bilder: Keystone, seeburg.ch, Marco Zanoni

Entschuldigen Sie, was hören Sie gerade?

Vor dem Olympia­ Frauenfussball­ spiel Nordkorea – Kolumbien 2012 erschien auf der Anzeigetafel die Flagge Südkoreas. Erst nach einer Entschuldigung der Organisatoren trat Nordkorea an. Bis 1936 hatten Liechtenstein und Haiti identi­ sche Flaggen, was erst bei den Olympischen Spielen in Berlin aufgefallen war. Liechtenstein füg­ te einen goldenen Fürstenhut hinzu. Litauen hat neben Flagge und Hymne auch ein National­ parfüm, das unter anderem Zeder, Sandelholz und Moschus enthält. Quelle: Neon/Stern


8 | MM37, 7.9.2015 | MENSCHEN

Soll die Schweiz mehr Menschen aufnehmen? Migrosmagazin.ch

Umfrage Letzte Woche fragten wir:

Halten Sie tiefere Rabatte für höhere Franchisen für unfair? 60% Ja, wer mehr als andere darauf bedacht ist, wenig Kosten zu verursachen, wird so bestraft. 19% Nein. So wird die Solidarität mit kranken und ärmeren Menschen erhöht. 14% Ohne eine strikte Staatskontrolle ist jedes KrankenkassenTarifsystem unfair. 7% Fair wäre nur ein Vertragssystem zwischen Versicherern und Versicherten, in das der Bund nicht eingreift.

Diese Woche

Das Parlament diskutiert eine weitere Asylreform Die aktuellen Flüchtlingsströme werden in der Herbstsession zu reden geben. Der Nationalrat berät diese Woche die Asylreform zur Beschleunigung der Verfahren. Der Bundesrat rechnet mit 29 000 Asylgesuchen für das Jahr 2015. Text: Anne-Sophie Keller

Asylpolitik in Zahlen

60

600

Tausend Asylgesuche wurden 2014 in Europa gestellt. 3,8 Prozent, also rund 23 000, davon in der Schweiz.

47 513

Personen stellten 1999 aufgrund des Kosovokriegs in der Schweiz ein Asylgesuch. Quellen: UNHCR, Staatssekretariat für Migration

F

ür den Bundesrat ist die Schweiz weit von einer Krisensituation entfernt. Er rechnet mit 29 000 Asylgesuchen in diesem Jahr. Zu viel, finden einige, sie sprechen von «Asylchaos» und fordern Grenzschliessungen. Doch es gibt auch Stimmen der Solidarität. Die Flüchtlingsströme reissen derweil nicht ab, und die Asylfrage rückt ins Zentrum: National- und Ständerat werden in der Herbstsession eine Sonderdebatte führen. Der Nationalrat wird am Mittwoch die Reform des Asylgesetzes beraten.

Mit der aktuellen Revision will der Bundesrat die Asylverfahren rascher und dennoch fair abwickeln. So sollen 60 Prozent der Asylgesuche innert 140 Tagen entschieden werden. Es sollen Bundeszentren mit einer Kapazität von 5000 Plätzen entstehen. Die Revision sieht weiter eine kostenlose Beratung und Rechtsvertretung für Asylbewerber vor. Der Nationalrat dürfte die Revision absegnen. Denn erste Erfahrungen in einem Testzentrum in Zürich sind positiv verlaufen. Und nachdem bereits die Kan-

tone, Städte und Gemeinden die Neustrukturierung gutgeheissen haben, stimmte der Ständerat der Reform mit einer Ergänzung in der Sommersession zu: Er beschloss, dass renitente Asylsuchende zwingend in besonderen Zentren untergebracht werden sollen. Seit seinem Inkrafttreten 1981 ist das Asylgesetz zehn Mal teilund ein Mal totalrevidiert worden. Meist handelt es sich dabei um Verschärfungen. Die letzte Revision wurde am 9. Juni 2013 vom Volk angenommen. Sie schaffte zum Beispiel das Botschaftsasyl ab. MM

Bild: Dominic Steinmann/Keystone

Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung.


MENSCHEN | MM37, 7.9.2015 | 9

Strassenumfrage

Experteninterview

«Auf gesellschaftlicher Ebene wünsche ich mir mehr Solidarität» Peter Arbenz, der Ständerat hat der Asylgesetzreform bereits zu­ gestimmt. Wie stehen die Chancen, dass auch der Nationalrat die Revi­ sion in der Herbstsession gutheisst? Ich hoffe sehr, dass nun auch die grosse Kammer dieser Revision ohne grössere Abstriche und Verschär­ fungen zustimmt. Gerade in der heutigen angespannten Situation wäre dies wichtig. 60 Prozent der Asylgesuche sollen innert 140 Tagen entschieden wer­ den. Ist das realistisch? Die Zürcher Pilotversuche mit den neuen Empfangs­ und Verfahrens­ zentren des Bundes haben bewiesen, dass dies möglich ist. Entscheidend ist, dass dafür genügend Fachkräfte zu Verfügung stehen und eine zweckmässige Triage der Gesuche vorgenommen wird. Wird die vorgesehene kostenlose Beratung und Rechtsvertretung für Asylsuchende die Verfahren nicht noch weiter in die Länge ziehen? Im Gegenteil: Die kostenlose Rechts­ beratung ist ein wichtiger Faktor des beschleunigten Asylverfahrens. Auch hier haben die Pilotversuche bewiesen, dass dies funktioniert. Die Revision sieht Plätze für 5000 Menschen vor. Die Reaktionen auf Asylzentren waren oft negativ, etwa in Deitingen SO oder Giffers FR. Oft entstehen dort, wo neue Bundes­ zentren und Asylunterkünfte eröffnet werden, zunächst Abwehrreaktionen. Deshalb ist eine frühzeitige Kommu­ nikation mit den Gemeindebehörden und der Bevölkerung so wichtig. Erfahrungsgemäss entsteht zwi­ schen Asylsuchenden und Einheimischen ein entspanntes Verhältnis, sobald sich der Betrieb dann mal eingespielt hat. Der Anteil Asylanträge in der Schweiz im Vergleich zu Europa sank von 8,2 (2012) auf 3,8 Prozent (2014). 1999 wurden durch den Kosovokrieg doppelt so viele Anträ­

ge gestellt wie 2014. Warum also spricht man von «Asylchaos»? Das «Asylchaos» ist politisch herbei­ geredet. Sowohl der Bund wie die meisten Kantone sprechen von einer angespannten Situation, die aber bisher gut gemeistert werden konnte. Auf gesellschaftlicher Ebene wünsche ich mir mehr Solidarität. Es gibt hierfür auch ermutigende Ansätze. Viele Leserbriefe rufen zu mehr Solidarität auf. Und verschiedene humanitäre Organisatoren, wie das Rote Kreuz oder die Caritas, bieten Unterstützung an. Und doch haben einige angesichts der vielen Asylanträge Angst. Ver­ stehen Sie dies? Wenn Einzelne mit Asylsuchenden schlechte Erfahrungen gemacht haben, so wird darüber schnell berichtet. Dabei vergisst man aber, dass sich die grosse Mehrheit der Asylsuchenden bei uns korrekt ver­ hält. Ängste lassen sich abbauen durch offene und ehrliche Kommunikation und sachliche Berichterstattung. Mazedonische Truppen blockieren die Grenze zu Griechenland, in Süddeutschland wird der Ruf nach geschlossenen Grenzen laut, und Ungarn hat die Grenze zu Serbien dichtgemacht. Zeichnen sich Grenzschliessungen auch in der Schweiz ab? Das Tessin hat dies im Sommer gefordert. Geschlossene Grenzen bedeuten ja lediglich, dass die offiziellen Über­ gänge für Asylsuchende blockiert würden. Mit oder ohne Schlepper fin­ den Menschen in Not jedoch immer wieder Umgehungsmöglichkeiten, um in ein Transit­ oder Gastland zu gelangen. Alle diese Staaten haben die internationale Flüchtlingskonven­ tion mitunterzeichnet und sind somit verpflichtet, Asylgesuche entgegen­ zunehmen und nach rechtsstaat­ lichen Prinzipien zu prüfen. Soge­ nannte Grenzschliessungen sind des­ halb illusorisch und widersprechen sowohl dem Völkerrecht wie auch der nationalen Gesetzgebung. MM

Sollen wir mehr Menschen aufnehmen?

Peter Arbenz (77)

war der erste Schweizer Flüchtlingsdelegierte und Direktor des Bundesamts für Flüchtlinge.

Jürg Aemmer (45), Kreativdirektor, Zürich: «Ja. Die Welt ist global. Vor 200 Jahren sind die Schweizer

ausgewandert, jetzt geht es anderen schlecht. Man kann nie wissen, wann man selber dran ist.»

Eliana Baudet (46), psychologischer Coach, Baar ZG:

«Auf jeden Fall. Wir haben in der Schweiz alles, was man zum Leben braucht. Wir können ohne Probleme teilen mit denen, die Hilfe brauchen.»

Florian Wyss (39), technischer Gebäudemanager, Hinwil ZH:

«Ich bin dafür, dass man die Aufnahme begrenzt. Irgendwann sind zu viele hier. Arbeits- und Platzmangel sind mögliche Folgen einer zu grossen Zuwanderung.»


10 | MM37, 7.9.2015 | MENSCHEN

Gewinnen Sie eine Fahrt in einem Citroën DS! Migrosmagazin.ch

Reportage

Und sie schwebt noch immer

Das legendäre DS-Modell von Citroën wird 60 Jahre alt. La Déesse war ihrer Zeit punkto Design und Technik weit voraus – und hat bis heute nichts von ihrem Charme verloren. Fünf Fans zeigen ihre geliebte Göttin. Text: Andrea Freiermuth

In Zahlen

1,5

Millionen Fahrzeuge der DS-Reihe bauten die Citroën-Werke zwischen 1955 und 1975.

35

Meter Hydraulikleitungen sind in einer DS mit Halbautomatik verbaut.

9–28

Zentimeter beträgt die manuell verstellbare Bodenfreiheit einer DS.

110 Mitglieder hat der DS Club Suisse, wobei längst nicht alle DS-Besitzer in der Schweiz dem Club angehören. Quelle: DS Club Suisse

D

er Weg zur Ikone ist meist ein langer. Das DS-Modell von Citroën hingegen war praktisch schon bei der Lancierung eine Legende. Am Morgen des 8. Oktobers 1955 wurde die Déesse am Pariser Autosalon enthüllt, 45 Minuten später waren 750 Stück verkauft, abends waren es 12 000 – und bis zum Ende des Salons beinahe 80 000. Die DS bot bahnbrechende Neuerungen: ein hydraulisches System für Kupplung, Schaltung, Steuerrad und Bremspedal. Heute Standard, damals eine Sensation und bis heute einzigartig. Und dann war da natürlich noch die Federung, die auf derselben Technik beruhte, aber noch heute einzig von der französischen Automarke mit dem Doppelwinkel im Logo eingesetzt wird. Die Luftfederung mit der automatischen Niveauregulierung liess das Automobil über Schlaglöcher und Bodenwellen schweben. Sie bescherte ihm nicht nur den Kosenamen Sänfte, sondern machte auch den Radwechsel ohne Wagenheber möglich. Und rettete vielleicht sogar ein wichtiges Leben: Im August 1962 schossen Attentäter auf die Limousine von Charles

Bilder: Holger Salach

de Gaulle. Zwei Reifen gingen platt, aber die Federung kompensierte den Schaden – und der Chauffeur konnte den Staatspräsidenten trotz des Defekts in Sicherheit bringen. Futuristisch bis heute Neben der Funktion erregte auch die Form viel Aufmerksamkeit: Das windschnittige Design war unkonventionell und geht bis heute als futuristisch durch. Oder wie sonst liesse sich erklären, dass die DS zahlreiche Rollen in Science-FictionStreifen erhielt – wie etwa als schwebendes Taxi im Blockbuster «Zurück in die Zukunft II» (1989)? Nicht zuletzt ist da noch der geniale Name, der beinahe zufällig entstand. Die frühen Prototypen der DS liefen im Citroën-Werk unter «D1», «D2» und so weiter. Der Legende nach soll jemand mal ein Plural-S angehängt haben – was klanglich identisch ist mit Déesse (französisch für Göttin). Heute kann man sich keinen passenderen Namen für dieses Auto vorstellen, das bis 1975 produziert und in verschiedenen Versionen rund eineinhalb Millionen Mal verkauft wurde.

Vom Blinker über den Höhen­ verstellhebel bis zur Radkappe: Form und Funktion in Perfektion.


MENSCHEN | MM37, 7.9.2015 | 11

Die Luxuriöse Das erste und einzige Auto von Angelina Bucheli (60) ist ihre DS 21

Pallas (Baujahr 1969), eine Luxusversion des Urmodells. Sie hat ihre Göttin 2007 über einen pensionierten Garagisten gefunden: «Eigentlich bin ich überhaupt kein Auto­ fan, aber diese ‹Polstergruppen auf vier Rädern› haben mich schon als Kind fasziniert. Vielleicht, weil mein inzwischen verstorbener Vater stets von ihnen schwärmte, sich sel­ ber aber kein solches Auto leisten konnte.» Der ehemalige Zweitwagen eines Basler Ärztepaars

war in einem super Zustand, als ihn Ange­ lina Bucheli übernahm – bis auf den rostigen Tank. Die Rostpartikel verstopften regel­ mässig den Filter, was dazu führte, dass kein Benzin mehr in den Vergaser gelangte und das Auto stehen blieb. «Es ist wahnsinnig, wie tolerant die Leute sind, wenn man mit einer DS unterwegs ist. Nie hat jemand ge­ hupt, selbst wenn ich die ganze Kreuzung blockierte.» Im Gegenteil: Manch einer wollte der ad­

retten Boutiquebesit­ zerin aus Baar ZG mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die wusste sich aber immer selber zu helfen, was die Herren der Schöpfung zuweilen in Erstaunen versetzte. «Bei einer DS kann man eben noch selber Hand an­ legen. Bei den neuen Autos bleibt einem bei einer Panne meist nur der Abschleppdienst.»

Ein schönes Paar: Angelina Bucheli mit ihrer Déesse. Im Hintergrund: Ehemann Kurt Schärer (55).


12 | MM37, 7.9.2015 | MENSCHEN

Die Königin Das Coupé DS 21 Chapron von Robert Hürzeler (58) ist so

was wie die Königin unter den Göttinnen: ein Zweitürer, der vom französischen Meisterkarossier Henri Chapron um­ gebaut worden ist. Citroën­Kunden beauftragten Chapron in den 60er­Jahren immer wieder mit Spezialanfertigungen.

Fast wie Ferien in Frankreich: Robert Hürzeler mit seiner Frau Brigitte (53) an ihrem Wohnort in Lyss BE.

In Auftrag gegeben wurde das Sonder­ modell 1967 von einem

deutschen Industriel­ len, der im Berner Oberland ein Ferien­ haus besass. Dort war Hürzeler als Bub oft bei seinem Onkel zu Besuch. Das schnittige Auto des reichen Nachbarn faszinierte ihn unglaublich. Als der Mann starb, er­ innerte sich die Witwe an die Schwärmereien des Buben und bot ihm die DS zum Kauf an: «Ich war damals in der Lehre als Auto­ mechaniker. Die Frau wusste, dass ich kein Geld hatte. Sie meinte, wenn ich ihr verspre­ chen würde, das Auto nicht gleich wieder zu verkaufen, würde sie es mir zu einem guten Preis über­ lassen.» Für wie viel, will Hürzeler nicht verraten.

Der damals 20-Jährige kratzte den letzten Rappen seines

Stiftenlohns zusam­ men und hielt sich an sein Versprechen. Die Witwe besuchte das Auto oft und liess sich vom einstigen Nach­ barsbuben auf kleine Spritztouren entfüh­ ren. Sie ist inzwischen verstorben, und Hür­ zeler könnte verkau­ fen: «Unmöglich. Die DS gehört zur Familie.»

Da schlägt das Herz des Kenners höher: schlankes Steuer, schnittiges Heck – und eine schlichte HenriChapron-Plakette.


MENSCHEN | MM37, 7.9.2015 | 13

Im Detail liegt die Schönheit: Eugen Fricker schwärmt von den Blinklichtern, Zierleisten und der Innenaus­ stattung seiner DS 20 Pallas.

Die Sympathieträgerin «Mit einer DS fährt man nicht, man schwebt», be­ schreibt Eugen Fricker (52) das himmlische Fahrgefühl im legendären Citroën-Modell DS 20 Pallas, Baujahr 1972. Das liege nicht nur an der komfortablen Luftfederung, sondern auch an der Form. «Da gibt es nichts Eckiges, alles ist rund und weich, in perfekter Harmonie.» Um ein Beispiel zu nennen: Der Teppichboden seiner Pallas sei mit einer vier Zentimeter dicken Schaumstoffschicht unterlegt. Ein Auto, in dem man sich im Strassenverkehr so sicher fühle wie auf dem Ohren­ sessel im Wohnzimmer. Etwa zehn Mal im Jahr besucht Eugen Fricker ein Oldtimertreffen, wobei er auch offen für andere Marken ist: «Ich finde es faszinierend, wie man früher noch Sinn für Schönheit hatte.» Heute müsse alles zweckmässig oder der Norm entsprechend sein. «Zierleisten, um eine Linie zu betonen, oder ein Blinker am Ende einer Flucht: So was findet man in der Regel nur noch an alten Autos.» Toll findet das Vorstandsmitglied des DS Club Suisse auch, wie er mit seinem Auto auf der Strasse wahrgenommen wird: «Die DS ist ein Sympathieträger, die Leute winken und lächeln.» Früher sei das für seine Zeit unglaublich innovative Franzosenauto in der Schweiz weit verbreitet gewesen, viele hätten Kindheitserinnerungen, wie er selber auch: Schon sein Vater fuhr – beziehungsweise schwebte – in einer Göttin durch die Gegend.


14 | MM37, 7.9.2015 | MENSCHEN

Die Exklusive oben ohne Zehn für eine: Das war Beat Bühlers (54)

Einsatz, um an eine DS 21 Cabriolet zu kommen. Er vermachte 1986 einem Freund seine DS-Limousinen, die er über die Jahre gesammelt hatte. Die restaurationsbedürftigen Autos dienten dem späteren Götti seiner Tochter als Grundstock zur Firmengründung. Denn dieser wollte sich als Spezialist für die Restauration von Oldtimern selbständig machen. Ein Jahr später kam die Belohnung für

den Freundschaftsdienst: Beat Bühler durfte sein DS 21 Cabriolet (Jahrgang 1966) entgegennehmen, tadellos instand gesetzt. Der hohe Einsatz lässt sich so erklären: Weltweit gibt es heute nur noch etwa 300 Göttinnen, die oben ohne unterwegs sind. Den Wert seines Autos schätzt der Finanzplaner aus Matten BE auf zwischen 100 000 und 200 000 Franken. Aber um keinen Preis der Welt würde er den Flitzer hergeben: «Allein die Radkappen sind unbezahlbar, weil es die einfach nicht mehr gibt.» Wie die meisten DS-Fans ist auch Beat

Bühler fasziniert von der Technik und dem Design seines Autos: «Die Aerodynamik und die Hydraulik, das war damals absolute Avantgarde.» Und wie so viele Besitzer einer DS fährt er auch im Alltag eine «Zitrone», einen Citroën C6. «So schwebe ich täglich wie Gott in Frankreich durch die Welt.»

Beat und Elisabeth (59) Bühler sind in einer Rarität unterwegs. Das DS-Cabriolet wartet mit Exklusivitäten wie den Jaeger-Armaturen auf (oben), die sonst nur in Kampfflugzeugen vorkommen.


MENSCHEN | MM37, 7.9.2015 | 15

Hat mehr Stauraum als ein Offroader: Das Kombi-Modell von Daniel Kammermann, der hier mit seinen Zwillingssöhnen Christian und Guido (35) unterwegs ist.

Eine Seele von einem Auto

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Die Liebe zur Marke Citroën wurde Daniel Kammermann (67) praktisch in die Wiege gelegt. Sein Vater fuhr ihn kurz nach der Geburt im Jahr 1948 mit einem Citroën Traction Avant 11 Légère vom Spital nach Hause. Kaum hatte Kammermann den Führerschein, erstand er sich selber eines dieser Modelle mit Vorderradantrieb. Die ID 20 F Break, ein Kombi-Modell der DS, stöberte er in den 80er-Jahren in der Fundgrube auf. Der Fünfplätzer mit Baujahr 1969 und zwei Notsitzen im Heck gehörte damals einem Milchhändler im Fricktal AG. «Das Auto roch säuerlich nach Milch, und der Laderaum war durch die Milchsäure total verrostet.» Er habe «das ganze Füdli» neu aufbauen müssen, verbunden mit vielen Karosseriearbeiten.

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Kammermann empfand das Schrauben und Hämmern an seiner Göttin stets als wohltuenden Ausgleich zu seinem Beruf. Der Teilrentner ist seit 40 Jahren Zahnarzt: «Früher hatten die Autos noch eine Seele, aber im Gegensatz zu meinen Patienten können sie nicht Aua schreien.» Oft hätten sich die Leute gewundert, wie er als Zahnarzt ein Hobby pflegen könne, bei dem die Hände so schmutzig würden: «Zum Glück gibt es Handschuhe.» Kammermanns Leidenschaft hat auf seine vier inzwischen erwachsenen Söhne abgefärbt. In Familienbesitz befinden sich mehrere Oldtimer, die meis- Für alle Fälle gerüstet: Die ten davon Citroëns. MM klappbaren Notsitze im Fond.

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16 | MM37, 7.9.2015 | MENSCHEN

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Porträt

Die neue Heimarbeit

Heimarbeit feiert derzeit dank des Internets eine Renaissance. Die Heimwerkerinnen der jüngsten Generation bringen ihre Produkte via Social Media an den Kunden. Zu Besuch bei drei Jungunternehmerinnen. Text: Andrea Freiermuth

S

Bilder: Sonja Ruckstuhl

ie war meist Mutter und Hausfrau, lebte auf einem Bauernhof und versuchte, in den kalten Wintermonaten das Haushaltsbudget mit Näharbeiten aufzustocken. Heute gibt es solche klassischen Heimarbeiterinnen praktisch nicht mehr. Trotzdem stirbt die Heimarbeit nicht aus. Im Gegenteil. Dank des Internets feiert sie derzeit eine Renaissance. Auf Dawanda.de vertreiben insgesamt rund 2000 Schweizerinnen und ein paar Schweizer ihre Hand- und Werkarbeiten. Das Onlinewarenhaus ist spezialisiert auf Selbstgemachtes – auf Gestricktes, Genähtes, Gehäkeltes oder Gebasteltes. Die Plattform existiert seit Ende 2006, hat inzwischen 5 Millionen registrierte User und über 20 Millionen Visits im Monat. Jede Minute geht bei Dawanda.de eine Tasche über den virtuellen Ladentisch, alle 30 Sekunden ein Produkt für Kinder und alle 20 Sekunden ein Schmuckstück. Noch beeindruckender sind die Zahlen bei Etsy.com, dem US-amerikanischen Vorbild von Dawanda.de, das im deutschsprachigen Raum allerdings weniger User hat. Handarbeit gleich altbacken, gar peinlich – das war einmal: «Heute grenzt man sich mit Selbstgemachtem von uniformer Massenware ab», sagt Trendforscherin Martina

Kühne (36) vom Gottlieb-Duttweiler-Institut. Selbst Luxuslabel hätten ihren Glanz verloren, seit es davon überall billige Kopien gebe. Mit dem selbst gestrickten Pullover könne man im Vergleich noch richtig punkten: «Das Kultivieren eines Handwerks kann man in unseren Tagen durchaus als Statussymbol betrachten.» Stricken erfordere Wissen und Zeit, und die koste bekanntlich Geld. Die Renaissance des Selbstgemachten begann 1998 in den USA. Damals ging Jean Railla mit Getcrafty.com online und bot den bis anhin versprengten Fans von Handarbeit einen virtuellen Treffpunkt. In Anlehnung an den Begriff für Modeverrückte – «fashionistas» – nannten sich die neuen Handarbeiterinnen «Craftistas». Später entstanden Foren mit verwegenen Namen wie «Revolutionary Sewing Circle» oder «Church of Craft». Das Internet ist für moderne Heimwerkerinnen wie Martina Betschart, Annika Wagner oder Sandra Bull nicht nur ein möglicher Absatzmarkt, sondern immer auch eine Inspirationsquelle. Alle drei haben ursprünglich keinen gestalterischen Beruf erlernt und sich die meisten Fertigkeiten selbst beigebracht, am Computer. Verdienen tun sie unterschiedlich gut mit ihren Arbeiten – Spass macht es allen.

Annika Wagner mit ihrem jüngsten Sohn Florin (2), der immer wieder als Model dient.


MENSCHEN | MM37, 7.9.2015 | 17

Von Babyfinken zu E-Books Annika Wagner (26) aus Wölflinswil AG ist derzeit Haupt­ ernährerin ihrer Familie. Sie hat drei Kinder und einen Mann, der noch studiert. Die gebürtige Deutsche wurde kurz nach dem Abitur schwanger. Damals be­ gann Annika Wagner Babyfinken aus Bio­Rindsleder zu fertigen und entdeckte, dass sich mit Nä­ hen Geld verdienen lässt. Heute erwirtschaftet sie mit ihren Handarbeiten rund 2000 Franken pro Monat. Wenn das Einkommen, das sie zusätzlich als Tagesmutter aufbessert, nicht reicht, helfen die Schwie­ gereltern aus, die der jungen Familie auch das Haus überlas­ sen haben. «Alles, was ich kann, habe ich mir mit Internet-Tutorials beigebracht», sagt die junge Frau, die auf den ersten Blick wie ein unbedarfter Teenager wirkt. Das jugendliche Aussehen

täuscht: Im Gespräch entpuppt sich Annika Wagner als prag­ matische Geschäftsfrau, die nicht etwa ein nettes Hobby, sondern ein echtes Business be­ treibt: «An einem Finkli nähe ich eine Stunde, nach Abzug der Materialkosten bleiben mir 25 Franken. Für eine Frau ohne Ausbildung ein guter Stunden­ lohn – und das ohne Chef, Anfahrtszeit und Stundenplan.» Vor einem halben Jahr hat Annika Wagner eine zusätzliche Einnahmequelle entdeckt: digitale Schnittmuster, die sie als E­Books auf ihrem «Mama Nähblog» für plus/minus 7 Euro verkauft: «Die Schnittmuster in den Printmagazinen versteht niemand. Weil Papier kostet, müssen die alles auf kleinstem Raum erklären. Im E­Book kann ich jeden Arbeitsschritt mit einem Foto illustrieren», erklärt sie ihren Erfolg.

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18 | MM37, 7.9.2015 | MENSCHEN

Die Idee kam mit den Likes Martina Betschart (29) wohnt auf einem

Bauernhof im Emmental BE. Wer nun eine Heimarbeiterin wie anno dazumal erwartet, liegt falsch. Die gelernte KonditorConfiseurin trägt hüftlange Rastalocken, hat zahlreiche Tattoos und teilt das Haus nicht mit Mann und Kindern, sondern mit ihrem WG-Kollegen. Auf die Idee, mit ihren Näharbeiten

Geld zu verdienen, kam sie dank Facebook: «Als ich vor vier Jahren damit begann, war das nur für den Eigengebrauch. Wenn ich was fertig hatte, postete ich oft ein Bild und erhielt dafür immer viele Likes – und auch Kommentare wie: ‹Das wott ig au!›» Die Kreationen von Martina Betschart

haben etwas feenhaft Verträumtes. Sie verwendet häufig Spitzen und natürliche Fasern. Oft färbt sie die Stoffe selber mit Tee, Wurzeln oder Kräutern. Und während sie über ihre Kleider spricht, benützt sie keine gestelzten Begriffe aus der Welt der Mode, sondern spricht bloss von ihrer Motivation, etwas Schönes und Magisches zu schaffen. Ihr Label «Swamp Nymph» hat rund 2000 Followers auf

Facebook. Zudem betreibt die Autodidaktin einen virtuellen Shop auf Etsy.com und verkauft ihre Waren an Goa-Partys. Seit Kurzem betreibt sie einen Laden an der Kramgasse 68 in Bern. Sie nimmt pro Monat rund 1500 Franken ein.

Autodidaktin Martina Betschart: Die gelernte Bäckerin hat im Nähen eine neue Leidenschaft entdeckt.


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Fimo-Künstlerin Sara Bull: «Wenn du Likes und damit Kunden willst, musst du etwas dafür tun.»

Ihren Schmuck verkauft sie bis nach China

Sara Bull hat sich auf die Modelliermasse Fimo spezialisiert, mit der sie Halbedelsteine wie Bergkristall, Mondstein oder Labradorit ornamental umfasst und Gesichter von Gnomen, Göttinnen oder anderen Charakterköpfen kreiert. Die Fimo-Künstlerin ist in über 100 Facebook-Gruppen präsent. Die Mitgliedschaft hat sie konsequent nach Zielgruppe ausgewählt: «Ich bin nur dort dabei, wo auch meine Kunden sein könnten.» Hat sie wieder ein paar Stücke fertig, postet sie in diesen Gruppen ein Bild der neu erschaffenen Anhänger und verweist jeweils auf ihren EtsyShop und die Facebook-Seite. Gibt es Kommentare, beantwor-

tet sie diese oder reagiert zumindest mit einem Like: «Das braucht alles unheimlich Zeit, fördert aber die Verbreitung im Netz und ist kundenfreundlich.» Ihre Facebook-Seite hat inzwischen rund 4500 Fans.

Ok, eines haben wir noch.

Sara Bull führt keine Buchhaltung über ihren Nebenverdienst und betrachtet das Ganze eher als Hobby: «Ich hatte mit der Zeit einfach sehr viele Schmuckstücke zu Hause und hätte wohl mit dem Modellieren aufgehört, wenn ich keinen Absatz gefunden hätte.» So aber inspiriere sie jeder Verkauf, mit Freude weiterzumachen. Kürzlich hat sie an einem Tag gleich fünf Bestellungen erhalten – unter anderem aus den USA und China. Die Zürcherin ist eine aufmerksame Beobachterin der Fimo-Szene und weiss, dass es Kolleginnen im Ausland gibt, die tatsächlich von ihrer Kunst leben. Sie selber würde ihre Festanstellung dafür nicht kündigen, kann sich aber durchaus vorstellen, eines Tages ihrer Kreativität noch mehr Raum zu geben. MM

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Bis zu acht Stunden sitzt Sara Bull (43) am Wochenende jeweils an ihrem Computer und betreut den Internetauftritt ihres Schmucklabels «ChaNoJa»: «Wenn du Likes und damit Kunden und Kundinnen willst, musst du was dafür tun», sagt die Büroangestellte aus Zürich-Oerlikon, die 90 Prozent bei einem international tätigen Transportunternehmen arbeitet.

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20 | MM37, 7.9.2015 | MENSCHEN

Porträt

Ihr zweites Leben begann am Tag des Terrors

Die meisten Menschen denken mit Trauer und Schrecken an den 11. September 2001 zurück. Für Jessi Habegger war es ein Freudentag. Sie erhielt an jenem schicksalshaften Datum das Herz eines unbekannten jungen Organspenders. Das hat ihr das Leben gerettet. Vorerst.

E

s ist der 11. September 2001. Jessi Habegger (16) liegt in einem Opera­ tionssaal des Berner Inselspitals. In New York steu­ ern islamistische Terroristen zwei Verkehrsflugzeuge in die beiden Türme des World Trade Centers, knapp 3000 Menschen sterben. Ein Trauertag für die Welt. Für Jessi Habegger jedoch ist es ein Tag der Freude. Drei lange Wochen hat sie nach einem Herzstillstand im künst­ lichen Koma gelegen, von Ma­ schinen am Leben erhalten. Drei Wochen lang stand ihr Name auf einer Warteliste für Organspen­ den. Ausgerechnet an 9/11 taucht ein passendes Herz auf, das die Ärzte ihr sogleich einsetzen. «Ich habe erst einen Tag später erfahren, was da auch noch passiert ist», erzählt Jessi Habegger (heute 30). «Und wie seltsam es für meine Eltern gewesen ist, im Wartezimmer auf dem Fernsehbildschirm die schrecklichen Bilder aus den USA zu sehen, während ihrer Tochter das Leben gerettet wurde.» 9/11 ist für sie trotz allem ein Freuden­ tag. «Ich habe das grösste Geschenk meines Lebens be­ kommen. Aber die Ereignisse damals zeigen wie nahe bei­ einander Leben und Tod sind.» Zu Beginn hätten sie sich auch gar nicht richtig getraut, sich zu freuen.

Bilder: Michael Sieber

Dass sich überhaupt so schnell So froh und dankbar sie ist über ein passendes Herz finden liess, ihr zweites Leben, die Ein­ war grosses Glück. Noch Anfang schränkungen sind gross. Sie August 2001 war Jessi Habegger muss jeden Tag zahlreiche Pillen ein fröhliches, sportliches Mäd­ schlucken. Unter anderem, chen. Die begeisterte Schwim­ um ihr Immunsystem zu unter­ merin trainierte zehn Mal pro drücken, welches das fremde Woche. Kurz nach dem Start Organ sonst abstossen würde. ihrer Bürolehre jedoch fing es Entsprechend anfällig ist sie an. «Ich wurde schnell müde, auf Krankheiten. Weil sie neben und bald wurden sogar kleinste guten Phasen auch immer Anstrengungen zur Tortur.» wieder schlechte hat, kann sie Ihr Hausarzt schick­ keinem Beruf nach­ te sie schliesslich ins gehen und erhält Berner Inselspital, eine IV­Rente. wo sie mitten in den Vor allem aber: Untersuchungen Ein Spenderherz einen plötzlichen funktioniert in Herzstillstand erlitt. der Regel 10 bis «Mein Vater musste 12 Jahre, dann entscheiden, ob die droht erneut der Maschinen ab­ Tod, falls sich kein geschaltet werden neues findet. sollten oder ob ich «Ich lebe jedoch auf die Warteliste Der Terroranschlag schon 14 Jahre in New York am für eine Organ­ damit und hoffe, 11. September 2001 spende komme.» dass es noch Wessen Herz schockierte die Welt. weiter gut geht.» heute in ihr schlägt, Sie kennt viele weiss sie nicht. «In der Schweiz andere Transplantierte, einigen passieren Organspenden völlig geht es deutlich schlechter als anonym», sagt Habegger. Klar ist ihr. «Viele haben ständig Angst nur, es gehörte jemandem, der vor Abstossung und machen sich zwischen 14 und 18 Jahre alt war. ganz verrückt damit.» Und im­ «Einzig einen Dankesbrief an mer wieder sterben Menschen, unbekannt kann man verfassen, die zu Freunden geworden sind. das habe ich auch getan.» Sie «Ich habe mit dem Tod zu leben hofft, dass ihre Dankbarkeit den gelernt», sagt Habegger, «ich Eltern jenes jungen Menschen, habe auch keine Angst mehr vor der damals sein Leben verlor, ein ihm.» Das liegt einerseits daran, wenig Trost gegeben hat. dass sie so häufig mit ihm kon­

frontiert ist, anderseits aber auch an ihrem Glauben an Gott. Sie hatte 2001 das klassische Nahtoderlebnis. «Ich habe mich selbst und meine Angehörigen von oben gesehen, und da war auch dieses helle Licht …» Jessi Habegger hat ihre eigene Wohnung in Flamatt FR, wo sie mit ihren Hunden Sheila und Dior lebt. Sie arbeitet immer wieder mal ehrenamtlich und liebt es, mit ihrem Bruder am Steuer auf dem Töff zu sitzen und durch die Schweiz zu brau­ sen. Auch ihre alte Leidenschaft, das Schwimmen, pflegt sie noch immer. Seit 2004 nimmt sie regelmässig an den World Transplant Games teil und hat schon über 30 Medaillen gewonnen. An den Weltmeister­ schaften in Argentinien im August holte sie erstmals Gold für die Schweiz, worauf sie sehr stolz ist. Es gehe jedoch nicht so sehr ums Gewinnen, als darum, dabei zu sein, Gleichgesinnte zu treffen und Aufmerksamkeit zu schaffen. «Es gibt noch immer viel mehr Menschen, die auf ein Organ warten, als Spender.» Sie hat kein Problem damit, wenn jemand sich nach reif­ licher Überlegung gegen eine Organspende entscheidet. «Aber es wäre schön, wenn sich die Leute wenigstens Gedanken darüber machen würden. Jedes Organ rettet ein Leben.» MM

Bild: Keystone

Text: Ralf Kaminski


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Schwimmen ist ihre Leidenschaft: An den World Transplant Games gewann Jessi über 30 Medaillen.

Zahlen & Fakten

Zu wenig Organspender 1370 Personen standen in der Schweiz Ende letzten Jahres auf der Warteliste für ein Spen­ derorgan (160 brauchten ein Herz). Nur 504 haben 2014 ein neues Organ er­ halten (darunter 36 Her­ zen). Jedes Jahr sterben über 100 Patienten, weil nicht rechtzeitig ein Or­ gan zur Verfügung steht. Prinzipiell kann jeder Organspender werden, auch bis ins

hohe Alter. Am besten dokumentiert man diese Bereitschaft durch eine Spendekarte, die man stets bei sich trägt. Wichtig ist auch, die Familienmitglieder dar­ über zu informieren. Die Spendekarte kann in den meisten Apotheken, Drogerien, Arztpraxen und Spitälern oder bei Swisstransplant.ch bezogen werden. Weitere Infos:

Transplant.ch, Wtgf.org


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N Bänz Friedli

Stucki Christian fährt Zug

Nicht schon wieder, denk ich, bitte nicht schon wieder! Ein Störenfried lärmt durch den Bahnwaggon, lallt ein ums andere Mal: «Dänn verlangeds na Gäld fürs Altpapier!», weil ihm offenbar eine herumliegende Zeitung missfällt. «… verlangeds na Gäld für dee Säich …» Man kennt diese Figuren: Kritisieren und predigen und kommentieren auf öffentlichen Plätzen wild drauflos, noch lieber in öffentlichen Verkehrsmitteln, denn da ist für die genötigte Zuhörerschaft kein Entkommen, also hat der Störenfried, was er will: Auf-merk-sam-keit! In den Wagen der Tramlinie, an der ich wohne, fährt oft ein Bärtiger Runden, von einer Endhaltestelle zur anderen und wieder zurück, meist ein Büchsenbier im Anschlag und auch winters stets barfuss in Schlarpen, und ruft seinem Clochard-Look zum Hohn mit gurgelnder Stimme gegen «das Gesindel, das Pack, die Dreckmuslime» aus, «die linken Sauhunde», und der Blocher werde jetzt dann schon aufräumen, jawoll!

Bänz Friedli (50)

wurde freudig überrascht.

Bitte nicht schon wieder!, denk ich also, als im Interregio Richtung Flughafen einer zu lallen anhebt. «Sunnigs Tägli, tralla-laa! Ja, gäll: Das Wandern ist des Müllers Lust … Aber dänn verlangeds na Gäld fürs Altpapier.» Kopfschütteln, Tuscheln reihum. Ein älteres Ehepaar neben mir ist halb belustigt, halb peinlich berührt. Sie flüstert: «Ob der wohl ein Billett hat?» Er brummelt: «Bestimmt

nicht. Aber einen Knall hat er.» Einer ruft: «Ruhe!», doch der Störenfried stört weiter. «Ja-haa, die Ruhe ist des Müllers Lust, tralla-laa …» Da! Der Kondukteur. Wird er ihn aus dem Zug werfen? Nein, offenbar präsentiert der fröhliche Störer einen gültigen Fahrausweis, und als der Zugbegleiter schon weiter will, versucht er ihn zurückzuhalten: «Sii, Sii! Han no e Frag …» Vorige Woche wars, Christian Stucki hatte am Vortag das BernischKantonale gewonnen, die Zeitung mit seinem Bild lag auf dem Nebensitz unseres reisenden Alleinunterhalters, und der spielte auf Stuckis Grösse und Leibesfülle an. «Sii! De Schwingerstucki, wie vil Sitzplätz muen dee zahle, wänn er do ie chunnt?» Der Kondi ist schon halb zur Tür raus, der wird den Laferi wohl lafern lassen … «Säged Sii! wie vil Sitzplätz muen dee …» Da dreht der Kondi sich um und sagt gelassen: «Mit oder ohni Muni?» Schallendes Gelächter im ganzen Waggon, der lallende Störenfried ist baff. Er wurde nicht ignoriert, hat auch keine Zurechtweisung bekommen. Alle sind erleichtert, der Kontrolleur hat die ganze Beklemmung, die zuvor im Gefährt herrschte, mit seinem Schalk weggezaubert. Ich möchte ihm dafür danken. MM Bänz Friedli live: 7. 9. St. Gallen, 9. bis 12. 9. Bern, 13. 9. Solothurn, 15. 9. Lenzburg AG.

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Das Richtige tun

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Wenn Armut ihr Gesicht zeigt Lesen Sie Dessies Geschichte auf www.dasrichtigetun.caritas.ch

Dessie Abate (65), Witwe aus Äthiopien


24 | MM37, 7.9.2015 | MENSCHEN

Porträt

Erfolgreich auf Sylt

Der Zürcher Rolf E. Brönnimann wurde in Deutschland zum Hotelier des Jahres gewählt. Sein Baby, das luxuriöse Budersand Hotel Golf & Spa auf Sylt, führt er mit unkonventionellen Ideen. Text: Reto E. Wild

S

ein Grossvater führte das Kurhaus Gyrenbad im Tösstal ZH, sein Vater den Gasthof Krone in Uster ZH und mehrere Betriebe in der Stadt Zürich. Nachkomme Rolf E. Brönnimann (59) ist seit 2012 Direktor des Luxushotels Budersand Hotel Golf & Spa. Das 5-Sterne-Haus befindet sich im Süden der Nordseeinsel Sylt, beliebt beim deutschen Jetset. Nun hat die Jury von «Rolling Pin», dem internationalen Fachmagazin für die gehobene Gastronomie und Hotellerie, den Zürcher zum Hotelier des Jahres in Deutschland gewählt. «Ich bin jetzt bald 60. Diese Auszeichnung war überfällig. Wenn ich dann auch noch einen Award für mein Lebenswerk erhalte, ist es Zeit abzutreten», sagt Rolf E. Brönnimann augenzwinkernd. «Aber im Ernst: Um eine solche Auszeichnung zu erhalten, braucht es die richtigen Eigentümer und tolle Mitarbeitende.» Die Wella-Erbin Claudia Ebert, die Eigentümerin des «Budersand», lasse ihm freie Hand. Was den stets adrett gekleideten Brönnimann wirklich auszeichne, sei sein «Fingerspitzengefühl», urteilte die Jury. Er schreibe jede Geburtstags- oder Hochzeitskarte für seine Gäste des 77-Zimmer-Hotels mit einer persönlichen Widmung selbst, so Brönnimann. Manchmal sei er zwei Stunden pro Tag damit beschäftigt. Die Gäste werden vor Anreise kontaktiert, um herauszufinden, ob es noch offene Fragen gebe. Per SMS wünscht das «Budersand» eine gute

Reise. «Der Ferienaufenthalt muss dann starten, wenn der Gast zu Hause abreist. Wir wollen anders sein, persönlich.» Dazu gehöre, dass das Bettmümpfeli täglich variiert: Einmal liegt auf dem Kopfkissen eine Handcreme, dann ein hausgemachtes Praliné oder ein Reinigungstuch für die Brille. 50 Prozent der Zeit beim Kunden

Brönnimann ist durch und durch Gastgeber. «Beim Frühstück gehe ich von Tisch zu Tisch. Der Kontakt ist mir wichtig, Guest Relation Sache des Chefs. Ich bin mehr als 50 Prozent der Zeit an der Front», sagt der Zürcher. «Genauigkeit, Sauberkeit und Zuverlässigkeit sind unsere Attribute.» Ein Prozent des Umsatzes investiert er in die Personalschulung. Das Hotel hat eine für die Insel hohe Zimmerauslastung von über 60 Prozent. Ein Doppelzimmer mit Meersicht kostet rund 300 Franken. Rolf E. Brönnimann lebt allein auf Sylt. Seine Frau ist 2009 gestorben. Die 25-jährige Tochter tritt sozusagen in die Fussstapfen ihres Vaters: Momentan absolviert sie eine Lehre als Hotelfachassistentin im «Victoria Jungfrau» in Interlaken BE. Papa Rolf war dort von 1981 bis 1991 Assistant Manager. Seine neue Partnerin wohnt in Frankreich, im gemeinsamen 250 Jahre alten Haus in der Provence. «Ich habe meine Gäste und im Sommer meine 140 Mitarbeitenden. Meine Freunde sind überall auf der Welt verstreut.» Als Schweizer sei er auf Sylt gut aufgenommen worden. Dort hat er

erst letztes Jahr die Platzreife erreicht. Sein Hotel bietet einen Golfplatz mit 18 Löchern an. Seine Karriere begann der in Uster ZH aufgewachsene, fünfsprachige Zürcher mit einer Kochlehre, da der Vater auf einer Berufslehre bestanden habe. Die erste Stelle trat er 1978 im «Storchen» in Zürich an. Von 1995 bis 1999 war er Geschäftsführer der BürgenstockHotels, die er sogar kaufen wollte, «weil sie ein Kulturgut der Schweizer Hotellerie sind». Das Vorhaben scheiterte. Brönnimann machte sich selbständig. Als Mitbegründer und Mehrheitsaktionär der SH Swiss Hospitality Group führt er in Stans NW eine eigene Firma. Noch heute reist er deshalb ein Mal pro Monat in die Schweiz. Die Aktiengesellschaft kümmert sich um Hotelneu- und -umbauten. Er habe laufende Projekte in der Schweiz, in Hamburg, Düsseldorf und sogar in der Mongolei. Für Hotelprojekte sei er auch schon in Oman, am Flughafen Zürich, in Südfrankreich, Istanbul, Kasachstan, Kroatien, Libyen und auf Mallorca unterwegs gewesen. Anfangs sei er monatlich 20 bis 25 Tage auf Achse gewesen. Da habe er sich schon etwas einsam gefühlt. Vor ein paar Jahren wollte er kürzertreten und zu seiner Frau in das Haus in der Provence umziehen. Doch 2006 hörte er vom Projekt des Hotels Budersand und arbeitete am Konzept mit. 2009 wurde das LifestyleHotel eröffnet. «Ich führe es heute, als ob es mein eigenes Haus wäre.» MM

Golfplatz, Meerblick und luxuriöse Zimmer: Rolf E. Brönnimann ist seit 2012 Direktor des Budersand Hotel Golf & Spa auf Sylt.

Zur Auszeichnung

Frühere Preisträger sitzen in der Jury Die Gastronomie-Awards «Leaders of the Year» wurden

in München in einer Oscarähnlichen Show für mehrere Kategorien verliehen. Dahinter stehen das in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätige Gastro- und HotellerieMagazin «Rolling Pin» und seine gleichnamige Onlineplattform. Nebst der Jury, die aus frühe-

ren Preisträgern besteht, stimmen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotels ab.


Bilder: Budersand

MENSCHEN | MM37, 7.9.2015 | 25


26 | MM37, 7.9.2015 | MENSCHEN

Interview

«Die Stärke unseres Berufssystems besteht darin, dass es sich selber reguliert» Mauro Dell’Ambrogio verwaltet als Staatssekretär für Bildung, Forschung und Innovation ein Budget von rund 7 Milliarden Franken. Er ist überzeugt, dass der Bund nicht zu zentralistisch steuern darf und der Lehrplan 21 Sache der Kantone ist. Besonders stolz ist der siebenfache Vater auf seine Tochter, die sich als selbständige Coiffeuse nicht vom Staat bezahlen lasse. Text: Andrea Freiermuth, Reto E. Wild

Bilder: Michael Sieber


MENSCHEN | MM37, 7.9.2015 | 27

170 Millionen Franken zahlen wir pro Jahr für die europäische Raumfahrt. Dell’Ambrogio: «Für die Schweiz ein guter Deal.»


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Mauro Dell’Ambrogio, wie war Ihr Studentenleben? Erfolgreich. Ich hatte immer beste Noten und habe alles in Rekordzeit absolviert.

Mauro Dell’Ambrogio: «Ich finde die Idee gut, nur Studierende, die arbeiten, zum Master zuzulassen.»

Haben Sie gearbeitet neben dem Studium? Ja, als Aushilfslehrer an Tessiner Gymna­ sien. Ich habe von Sport über Mathematik bis Griechisch praktisch alles unterrichtet. Sie sind ein Verfechter eines TeilzeitMasters: Geht das auch auf Ihre eigenen Erfahrungen zurück? Arbeit ist die beste Art zu lernen. Deshalb finde ich die Idee gut, nur Studierende, die gleichzeitig arbeiten, zum Master zuzulas­ sen. Berufsbegleitende Studiengänge sind an den Fachhochschulen die besten. Das würde dem Fachkräftemangel vorbeugen. Hier wäre das Bildungssystem gefordert, den richtigen Nachwuchs zu stellen. Unser System stützt sich erstens auf die freie Wahl des Individuums. Zweitens ist es unmöglich vorauszusagen, was die Wirt­ schaft übermorgen braucht. Vor acht Jahren schrie noch alles nach Finanzspezialisten, und die ETH­Absolventen fehlten der Industrie. Sie wurden von den Banken abge­ worben. 4000 Maturanden melden sich jährlich für ein Medizinstudium an. Es gibt aber nur 1200 Studienplätze. Nicht einmal jeder Dritte, der Arzt werden möchte, kann studieren. Der Ärztemangel ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn der Staat plant. Man war vor 20 Jahren überzeugt: Wenn wir die Gesund­ heitskosten in den Griff bekommen wollen, müssen wir die Anzahl Ärzte einschränken. Heute importieren wir viel mehr Ärzte aus dem Ausland, als wir selber ausbilden. Wie wollen Sie das Problem lösen? In den letzten Jahren haben die Kantone die Studienplätze um 30 Prozent erhöht, und wir fördern eine weitere Erhöhung. Aber das Studium dauert halt auch sechs Jahre. Sie haben sieben inzwischen erwachsene Kinder: Haben diese auch studiert? Die Mehrheit hat eine Berufslehre absol­ viert. In der Familie galt: Entweder man gehört zu den 20 Prozent Besten in der Schule und studiert, oder man lernt einen Beruf und entwickelt sich später weiter. Eine meiner Töchter hat Coiffeuse gelernt. Sie führt nun einen Salon und ist die Einzi­ ge, die selbständig ist. Sie lässt sich nicht vom Staat bezahlen und ist ihre eigene Chefin – auf sie bin ich besonders stolz. Und dennoch haben viele Berufslehren ein schlechtes Image.

Es gibt Berufe, die fast nur von Ausländern ausgeübt werden – auch im europäischen Ausland, wo die Arbeitslosenquote hoch ist. Die grosse Herausforderung besteht darin, diese Berufe attraktiv zu machen. Wie wollen Sie vorgehen? Die Stärke unseres Berufssystems besteht darin, dass es sich selber reguliert. Die Fleischbranche klagt nicht, der Staat liefere zu wenig Nachwuchs. Sie schaut selber, dass ihre Berufe attraktiver werden – mit Technologie und besseren Arbeits­ bedingungen. Dies ist die effektivste Art und Weise, um es zu versuchen. Der Staat kann hier nicht viel machen? Wir fahren die grosse Berufsbildungs­ kampagne und unterstützen Projekte. Vor­ wiegend sind die Berufsverbände gefordert. Demgegenüber sollte der Staat sicher nicht den Fehler machen, die Ansprüche ans Gymnasium zu senken. Ein Argument fürs Studium ist die Flexibilität. Mit einer breiten Allgemeinbildung ist es meist einfacher, sich weiterzubilden. Meist, ja. Aber Fachidioten gibt es auch unter den Studenten. Wenn man sein ganzes Leben in einem theoretischen System war, heisst das nicht unbedingt, dass man flexibel wird. Zudem gibt es Berufslehren, die generalistische Fähigkeiten schulen. Ein Verkäufer zum Beispiel versteht sehr viel von Psychologie und Kommunikation. Es wurde Ihnen vorgeworfen, dass sie sich zu wenig um die Berufsverbände kümmerten und lieber ins Ausland reisten.

Die Mehrheit meiner Kinder hat eine Berufslehre absolviert, und ich habe eine Fachhochschule geleitet, also bitte! Ich lasse mich nicht von Leuten unter Druck setzen, die, oft mit Blick auf mehr Einfluss und Geld, sagen, Dell’Ambrogio sei Akademiker und lebe im Elfenbeinturm. Letztes Jahr war ich 30 Tage dienstlich im Ausland. Das ist nicht überdurchschnittlich oft für einen Staatssekretär. Im ersten Halbjahr 2015 haben Sie an zehn internationalen Konferenzen teilgenommen. Das Bildungswesen in der Schweiz ist föde­ ralistisch organisiert: Die Schule ist Sache der Kantone. Die Hochschulen und die For­ schung sind autonom. Operative Aufgaben hat mein Amt dagegen in der Berufsbildung und ganz besonders in der internationalen Zusammenarbeit. Bei allen internationalen Organisationen und Programmen, bei denen die Schweiz mitmacht, müssen wir die Interessen der Schweiz vertreten. Was heisst das konkret? Wir zahlen zum Beispiel Beiträge für Teles­ kope der Europäischen Organisation für Astronomie (ESO) oder arbeiten an den Raketen der europäischen Weltraumagentur (ESA) mit. Bei Letzterer hat die Schweiz das Co­Präsidium der Minister. Wir müssen uns regelmässig treffen, um namentlich stra­ tegische und finanzielle Fragen zu klären. Mit welchem Betrag beteiligt sich die Schweiz derzeit an der Raumfahrt? 170 Millionen Franken jährlich. Aber für die Schweiz ist das ein guter Deal. Die ESA be­


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Zur Person

zieht für rund 150 Millionen Technologie von der Schweizer Industrie, die für ein Mehrfaches dieses Betrags ähnliche Produkte an weitere Abnehmer liefert. Die Hülle der «Ariane» wird in der Schweiz hergestellt und dasselbe Produkt unter anderem auch in die USA exportiert. In diesem Bereich machen wir gewissermassen Industriepolitik. Warum ist es so wichtig, dass die Schweiz da mitmacht? So bleiben wir an der Spitze, nicht nur in Technologie und Know-how, sondern auch wissenschaftlich. Wir sind ein kleines Land, aber in der Spitzenforschung ganz vorn mit dabei. Der erste Exoplanet wurde von Michel Mayor, einem Genfer Forscher, entdeckt – mit einem ESO-Teleskop in Chile. Die Infrastruktur ist international, aber der Ruhm fällt auf die Schweiz zurück. Es geht letztlich um die Attraktivität der Schweiz als Standort für Talente und Unternehmen und um Arbeitsplätze. Das Bildungssystem steht im Zusammenhang mit der Digitali­ sierung vor einem gewaltigen Umbruch: Wie treiben Sie die nötigen Veränderungen voran? Jeder kantonale Bildungsdirektor, jeder Schulleiter und bald jeder Lehrer stellt sich diese Frage. Die Wahrheit dazu gibt es nicht. Was wir auf Bundesstufe tun können, ist, das System so innovationsfähig wie möglich zu halten. Wie konkret? Wir dürfen nicht zu zentralistisch steuern. Da ist die Berufsbildung ein gutes Beispiel: Neue Berufe entstehen in der Schweiz nicht, weil das Ministerium glaubt, es wäre gut, den Beruf x oder y zu kreieren. Das macht die Arbeitswelt selber. Wir spielen den Schiedsrichter – wenn es zum Beispiel um die Diskussion geht, ob ein Landschaftsgärtner anders ausgebildet werden soll als ein normaler Gärtner, mit allen Konsequenzen bei den Inhalten und Benennungen von Lehrgängen und Diplomen. In 13 von 21 Kantonen sind Initiativen gegen den Lehrplan 21, also das Schulsystem inter­ kantonal zu harmonisieren, ge­

plant: Wie nehmen Sie da Ihre Schiedsrichterrolle wahr? Das ist eine interne Angelegenheit der Deutschschweizer Kantone. Die Verfassung gibt vor, was im Bildungswesen in der ganzen Schweiz harmonisiert sein soll: das Schuleintrittsalter und die Schulpflicht, die Dauer und Ziele der Bildungsstufen und deren Übergänge sowie die Anerkennung von Abschlüssen. Wie die Kantone unter sich harmonisieren, steht ihnen frei. Da mischt sich der Bund nicht ein. Es ist wie in der Natur: Selektion in der Evolution kann nur stattfinden, wenn es Mutationen und damit Unterschiede gibt. Wenn wir von Beginn weg den Unterschied töten, sterben wir aus. Wäre es nicht Ihre Aufgabe, beim Disput um den Lehrplan 21 einzugreifen? Ich bin kein Pädagoge: Ich bin ein Bürokrat, mein Staatssekretariat verteilt Geld. Ich bin der Letzte, der sagen könnte, was in Lehr­ plänen zu stehen hat. Ein Beispiel dazu: Die ETH Zürich und die ETH Lausanne gehören beide dem Bund. Sie haben ganz unterschiedliche Haltungen, etwa zum Fernstudium. Und das ist gut. Nur so sehen wir in 10 oder 20 Jahren, wer recht hatte. Würde man sie gleichschalten, würde man vielleicht gar nicht merken, dass man nicht auf die beste Idee gesetzt hat – auch weil sich die Politik schwertut, Fehler einzugestehen. Das hört sich so an, als ob in der Schweiz alles gut sei und wir vom Ausland nichts lernen könnten. Ich will nicht so überheblich sein und sagen, es gäbe nichts zu lernen. Aber die Innovationspolitik der Schweiz besteht darin, dass wir keine explizite haben. Aber Ihr Departement für Bil­ dung, Forschung und Innovation trägt diesen Begriff im Namen. Die öffentliche Hand investiert insgesamt um die 5 Milliarden in die Forschung in der Schweiz, die Firmen gut 11 Milliarden, wobei sie weitere 25 Milliarden in die Forschung ihrer Zweigniederlassungen im Ausland stecken. Das heisst, wenn etwa unsere Gesundheits- oder Umweltpolitik ungünstige Rahmenbedingungen für die Pharmaindustrie bestimmt, hat

dies einen viel grösseren Einfluss auf die Schweiz als Forschungsstandort als die Entscheidungen in meinem Kompetenzbereich. Was ist Ihr nächstes Ziel? Ich könnte Ihnen von einer Reihe laufender Projekte erzählen. Aber ich werde in drei Jahren pensioniert. Diese Projekte dauern länger, und ich muss an meine Nachfolge denken. Wer Ihr Nachfolger wird, können Sie nicht bestimmen. Nein, natürlich nicht. Aber ich muss schauen, dass das Amt unabhängig von meiner Person gut funktionieren wird. Der neue Chef kann im ersten Jahr vielleicht 10 Prozent der Tätigkeiten beeinflussen. Die Verwaltung ist wie ein Tanker. Umso wichtiger wäre es, dass jemand am Steuer sitzt, der weiss, wo er hinfahren möchte. Kein Schiff ist gleich zu führen. Ich war Oberst im Militär und Chef bei der Polizei im Tessin. Da galt es, über Nacht Entscheide zu fällen. In der Bildungspolitik geht das nicht. Auch Forschungsprogramme dauern oft Jahrzehnte. Was raten Sie Eltern, die sich um die berufliche Zukunft ihrer Kinder sorgen? Uns geht es immer noch besser als den meisten Ländern. Würden sie in Syrien leben, hätten sie noch ganz andere Probleme. Zweitens: Die Planung einer Karriere gelingt nicht besser, wenn die Eltern drängen. Eltern können Werte vermitteln, Leidenschaft für etwas erzeugen und viel anderes Positives mehr. In einem Interview mit Swissinfo.ch sagten Sie: «Wir sollten nicht überbewerten, was aus den Kindern wird.» Heute setzen viele Eltern all ihre Hoffnung in ein Einzelkind oder vielleicht zwei. Was soll man tun: Mehr Kinder zeugen? Ich habe keine Antwort. Ich verstehe, dass sich die Eltern sorgen. Aber zu viel Sorge hilft den Kindern nicht. Hatten Sie überhaupt Zeit für die Erziehung Ihrer sieben Kinder? Nur wenig, vielleicht sind sie deswegen so schnell selbständig geworden. MM

Richter, Polizeichef, Beamter Mauro Dell’Ambrogio (61) ist seit bald drei

Jahren Staatssekretär für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). In dieser Funktion ist er Chef von rund 300 Mitarbeitenden und verwaltet circa 7 Milliar­ den Franken. Dem SBFI obliegt die Führung und die Finanzierung des Bereichs der Eidgenössischen Tech­ nischen Hochschulen, die Regelung und die Mitfinanzierung der Fachhochschulen, der Berufsbildung und der Weiterbildung sowie die Förderung der kan­ tonalen Universitäten.

Der Tessiner Dell’ Ambrogio erwarb nach

dem Doktorat das Anwaltspatent. Er war als Gemeinderat von Giubiasco TI tätig und Bezirksrichter von Bel­ linzona, Polizeikomman­ dant des Kantons Tessin und Generalsekretär im Tessiner Bildungs­ departement, wo er die Gründung der Univer­ sität im Tessin umsetzte. Nach diversen weiteren Jobs in der Privatwirtschaft und

der Tessiner Verwaltung, unter anderem als Direktor der Fachhoch­ schule der Italienischen Schweiz, wählte ihn der Bundesrat per 2008 zum Direktor des damaligen Staatssekretariats für Bildung und Forschung, das heute zum Eidgenössischen Depar­ tement für Wirtschaft, Bildung und Forschung gehört. Dell’Ambrogio wohnt in Gümligen BE, ist verheiratet und hat sieben Kinder.


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30 | MM37, 7.9.2015 | MENSCHEN

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Leserforum MM36: Menschen «Aussergewöhnliche Perspektiven»

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«Diese Rundgänge wecken unser Bewusstsein für Solidarität»

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MM36: Diese Woche

«Werden die Falschen zur Kasse gebeten?» * Aktion gültig bis 30. 9. 2015. Preisänderungen vorbehalten. **Lesen Sie die Packungsbeilage und lassen Sie sich von einer Fachperson beraten.

«Es sollen jene bestraft werden, die weniger kosten» Bundesrat Berset will die Wahlfreiheit bei der Fran­ chise einschränken. Viele

der Versicherten wählen bei der Krankenkasse die grösste oder die kleinste Franchise. Jene, die eine hohe Franchise wählen, verhalten sich recht solida­ risch, denn sie bezahlen eine immer noch hohe Prämie für möglichst wenig Inanspruchnahme der Medizin. Und da sollen sie mit tieferen Rabatten noch bestraft werden, obwohl sie nachweislich weniger bis gar nichts kosten? Da tönt die Aussage des Sozialisten Berset geradezu zynisch: «Gesunde Versicherte nutzen das System, um Prämien zu sparen, was die Solidarität schwächt.» Die Solidarität schwächen doch viel mehr jene, die ohne Not schnell zum Arzt springen. Bruno Fäh, 6340 Baar Sie fragen: «Sind Fran­ chisen nicht generell unsozial, weil sich nur die Gutbetuchten eine höhere leisten können?» Nach meiner Erfahrung wählen jene Personen eine höhere Franchise, die sich sonst die Krankenkassenprämien


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MENSCHEN | MM37, 7.9.2015 | 31

nicht leisten könnten. Pro­ blematisch wird es natür­ lich dann, wenn man ernst­ haft krank wird und Unter­ suchungen/Behandlun­ gen/Operationen eigent­ lich unumgänglich wären. Isabelle Hunkeler, online Ich bin 70, habe die höchste Franchise, und die so gesparte Prämiendifferenz überweise ich jeweils auf ein separates Konto, von dem aus ich alle Rechnun­ gen für Arzt etc. begleiche. Ich mache das, seit ich 20 bin, und ich bin immer noch im Plus, trotz einer OP. Ich war immer Normal­ verdiener, hatte und habe Familie, und es funktioniert noch heute. Stichwort: Selbstverantwortung. Didier Ruchet, online MM36: Menschen «Reiten

wie Kaiserin Sissi». Porträt einer Reiterin im Damensattel

«Das Pferd hat sichtbar Schmerzen» Nichts gegen euren Bericht. Aber auf den Bildern ist das Pferdemaul weit geöffnet. Das deutet nicht auf eine feine Reitweise hin und ist weder für Pferde­ kenner noch für Laien ein schöner Anblick. Eine sol­ che Art zu reiten verur­ sacht dem Tier Schmerzen. Stefanie Galliard, per E-Mail MM35: Diese Woche

«Jugendliche und Alkohol: Wenn, dann in die Vollen»

«Verteuern und verbieten macht keinen Sinn» Eine Verteuerung des Alkohols bringt einzig dem Staat mehr Einnahmen,

und das auf dem Buckel der Jugendprävention. Das ist pervers. Und es macht auch keinen Sinn, Kindern und Jugendlichen Gefährliches vorzuenthalten und zu ver­ bieten. So verschliessen wir die Augen vor der Realität. Es geht – wie bei allem – um eine nachhaltige und sinn­ volle Erziehung. Die Eltern und ihre Kindern müssen sich mit dem Thema aus­ einandersetzen und sie ihnen einen massvollen Umgang lehren. Michael Bacher, online Weil Jugendliche eher in den Abendstunden trinken, könnte man den Alkohol am Abend teurer machen. Auch sollte in jedem Laden, Verkaufslokal oder Restaurant das Verbot deutlicher angeschrieben sein. Und die Menge könnte man einschränken. Es muss für die Jungen einfach generell schwieriger werden, an Alkohol heran­ zukommen. Peter Isler, online In Australien verliert eine Beiz oder ein Laden wegen eines strengen Gesetzes die Alkohollizenz, wenn Alkohol an Jugendliche verkauft wird. Im schlimmsten Fall wird das Lokal geschlossen. So sollte es auch in der Schweiz gehandhabt werden. Barbara Freudiger, online Der Aufruf «Je teurer der Alkohol, desto weniger trinken junge Menschen» ist eine Verallgemeinerung und unhaltbar. Junge, die den Rausch suchen, trinken Hochprozentiges oder Bier. Es ist deshalb richtig, wenn man diese Alkoholika ver­ teuert. Es macht aber wenig Sinn, wenn man auch Wein verteuert. Wein wird in den meisten Fällen als Genuss­ mittel konsumiert, nicht als Rauschmittel. Man darf das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Harald O. Siegrist, per E-Mail

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32 | MM37, 7.9.2015 | MENSCHEN

Neue Gartenblog-Serie: Nett entdeckt

Das «Mini-Hochbeet» Garten-Mitbloggerin Verena Meier ist

auf einer ihrer Elektrovelotouren durch ihren Wohnort Brugg AG auf diesen bepflanzten Mini gestossen – inklusive stolzen Sommervogels und buddelnden Hunds. Schade nur, dass er in einer völlig versteckten Quartierstrasse steht, wie sie schreibt. «Ausser den Anwohnern, dem Pöstler, der Kehrichtabfuhr und vielleicht der Spitex kommt da niemand vorbei!» Mit Nett entdeckt startet der Gartenblog «Bohne, Bluescht & Berger» eine neue Serie mit Ideen, die man meist gut nachmachen (sprich: raubkopieren) kann. www.migrosmagazin.ch/garten

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MENSCHEN | MM37, 7.9.2015 | 33

Online-Forum Kommentare auf Migrosmagazin.ch zu den Kolumnen «Nichtschwimmer» und «Duelle» von «Mamma Mia»-Autorin Bettina Leinenbach.

«Helfen wir. Jeder so, wie er kann!» Die ganze Flüchtlingssituation ist unglaub-

lich schrecklich: Es zerreisst mir immer fast das Herz. Und im Magen wird mir ganz flau, wenn ich Berichte höre, sehe oder lese. Wir sollten uns alle in viel Geduld und Toleranz üben für die Zukunft, bereit sein, ein Stück von unserem privilegierten Leben weiterzugeben an Menschen, die um ihr Leben geflüchtet sind. Helfen wir also. Jeder so, wie er kann! Stellas Mama (zu «Nichtschwimmer») Wow, der Text geht unter die Haut. Wir waren mit unseren drei Jungs an der Südspitze Spaniens im Urlaub. Trotz des Blicks auf Afrika haben wir uns nicht getraut, mit ihnen über die schizophrenen Realitäten an dieser Mittelmeerküste zu sprechen. Andreas Clevert (zu «Nichtschwimmer»)

Flüchtlinge aus Afrika sind das Ergebnis

der verfehlten Entwicklungshilfe der letzten 50 Jahre. Da Geld in die Familienplanung in den Entwicklungsländern eingesetzt worden ist, hat die Bevölkerung keine Verhütungsmittel. Eva Stopes (zu «Nichtschwimmer»)

«Rücksicht aus Respekt» Leider ist mir das auch schon öfter passiert!

Im Bus, beim Einkaufen, auf der Strasse oder im Restaurant: Manchen älteren Damen und Herren würde ein freundliches Wort oder ein Lächeln viel besser stehen als ihre sauren Mienen. Zum Glück kommt das aber auch ab und zu vor, worüber ich mich immer freue! Mami Claudia (zu «Duelle»)

Ich kann es nicht mehr hören! Das ewige

Gerede à la «Die heutigen Kinder sind ja so anständig und die Alten furchtbar ätzend» stimmt einfach nicht. Ich bin froh, gibt es viele Beispiele, die zeigen, dass auch «Alt mit Jung» funktioniert. Das nennt sich dann Duell! Elisabeth Grimm (zu «Duelle») Als ich mit dem Kinderwagen unterwegs

war, erfuhr ich, wie mühsam es sein muss, im Rollstuhl oder Rollator vorwärtszukommen. Schon nur aus Respekt vor dem Alter sollten wir deshalb Rücksicht nehmen. Vielleicht sind wir irgendwann selbst froh darum. Mami Daniela (zu «Duelle»)

Bald erscheint die 150. «Mamma Mia»-Kolumne. Was wollten Sie schon immer von der Autorin wissen? Schreiben Sie uns ein E-Mail: onlineredaktion@migrosmedien.ch

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Migros-Welt MM37

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«Ein Möbel ist für viele Leute ein Investitionsgut.» Reto Waidacher, Unternehmensleiter von Interio, in der «NZZ am Sonntag» vom 30. August 2015.

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Schicken Sie uns ein Bild von sich und Ihrem Lieblingsprodukt aus der Migros. Migrosmagazin.ch/ migros-welt

Für David Avosti (21), Mathematikstudent aus Ascona TI, muss es Aprikosensorbet sein.

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Bilder: Vera Hartmann, Claudio Bader

Mehr Bio in der Migros Bereits in 20 Filialen der Genossenschaft Migros Luzern sind Alnatura-

Produkte erhältlich. Die beliebten Naturprodukte ergänzen die MigrosBioprodukte ideal. Mit Alnatura als Migros-Partner können die Kunden ein noch umfangreicheres Biosortiment entdecken. Alnatura steht aber für mehr

als Bio: Die Produkte enthalten vollwertige Zutaten, so wird etwa echte Vanille statt Vanillearoma und Zitronensaft statt Zitronensäure verwendet. Auf Zusatzstoffe, weissen Zucker und Konzentrate für Fruchtsäfte verzichtet Alnatura. Mehr von der Migros Luzern ab Seite 85

«Ich studiere Mathematik in Zürich und komme über die Semesterferien jeweils zurück ins Tessin, um mich vom Uni-Alltag zu erholen. Wenn ich hier bin, gönne ich mir regelmässig eine feine Packung Sorbet. Das ist süss, erfrischend und einfach leichter als die üblichen Glacesorten. Geht es um die Wahl der Sorte, bin ich pingelig: Aprikose muss sein, ansonsten verzichte ich lieber.» * in der Migros-Filiale in Ascona TI.


36 | MM37, 7.9.2015 | MIGROS-WELT

Erfolgreich: IT-Stift Keerthikan Thurairatnam.

Expansion Der Migros-Fachmarkenspezialist Outdoor by SportXX wird bis Ende Jahr an acht weiteren Standorten in der Schweiz vertreten sein. Die Outdoor-Shops für Trekking- und Wanderfans werden in bestehende SportXXFilialen integriert, und zwar im Zentrum Dreispitz in Basel sowie an den SportXX-Standorten in Buchs AG, Sursee, Bülach, Carouge, Schönbühl, Thun und Steinhausen. Das Sortiment bietet eine grosse Auswahl an Kleidern, Schuhen und Bergausrüstungen. Mehr Informationen zum Sortiment:

www.outdoor-sportxx.ch

ICT-Skills

Bereit fürs grosse Finale Migros-Lehrling Keerthikan Thurairatnam (23) hat kürzlich die

Zürcher Berufsmeisterschaften in der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT), Kategorie Application Developement, gewonnen. Damit hat sich der Lernende bei den Migros IT-Services für das Schweizer Finale qualifiziert. Die Leistungsschau findet von Dienstag bis Donnerstag im HB Zürich statt und bietet einen Einblick in die ICT-Welt. www.ict-skills.ch

Preisvergleich

Migros mit gesunden Preisen Das Konsumentenmagazin «Saldo» hat bei einem Preisvergleich Toilettenartikel verschiedener Anbieter untersucht. Der Vergleich zeigt, dass die Migros praktisch alle der 13 Artikel zum günstigsten Preis anbietet. Zu den Artikeln gehörten u.a. Zahnpasta, Körpercreme, Seife, Watteartikel oder Shampoos. Bei mehreren Artikeln sind die Preise der Migros nicht zuletzt tiefer als jene von Apotheken.

Alternative zu Fleisch

Egal ob Busch- oder Stangenbohnen – sie sind aufgrund des pflanzlichen Proteins für Vegetarier und Veganer eine hervorragende Eiweissquelle.

2,1 g Protein 243 mg Kalium 3,6 g Kohlenhydrate 3,1 g Nahrungsfasern

ca. 31 kcal pro 100 g

Vielseitig einsetzbar Wer kennt ihn nicht, den währschaften Eintopf mit Bohnen und Speck? Sie sind ebenso herrlich in Butter geschwenkt, als Salat mit Zwiebelringen oder in einer Tomaten­ sauce geschmort. In Asien kocht man die grünen Stangen in einer scharfen Kokosmilch oder verwendet sie in diversen Wokgerichten. Rezepte mit Bohnen auf Seite 57


Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen

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MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 37

BIS 16. SEPTEMBER 2015

VOLLPENSION

erhöhungen gibt es bei Nutella-Produkten und einigen Lebensmitteln der Marke Alnatura. Verantwortlich für die Verteuerung letzterer sind unter anderem knappe Rohwarenmengen und eine hohe Nachfrage. Zum Beispiel beim Vanillepudding, den kalifornischen Pflaumen und den Dinkelprodukten. Bei Nutella führt eine Erhöhung der Haselnusspreise zu steigenden Verkaufspreisen. Preis neu*

in %

M-Budget Pouletburger 1 kg, tiefgekühlt

11.95

11.40

–4,6

Alnatura Chia Samen, 200 g

5.20

4.90

–5,8

Alnatura Apfelsaft, 1 Liter

2.70

2.40

–11,1

Alnatura Hartweizenspaghetti, 500 g

1.40

1.25

–10,7

Alle Alnatura Streichcremes, z. B. Toskana, 180 g

2.50

2.30

–8,0

Actilife Vitamin C, 20 Brausetabletten

2.80

2.70

–3,6

Bellena Sonnenmilch LSF 30, 250 ml

5.50

5.30

–3,6

Beauty Face Microfaser Hautreinigungs- und Pflegetücher, 2 St.

9.90

8.90

–10,1

Beauty Face Abschminkschwamm, 2 St.

1.60

1.45

–9,4

Vergrösserungsspiegel 5-fach, 1 St.

11.80

9.80

–16,9

Nutella, 630 g

3.95

4.50

13,9

Alnatura Früchte Müesli, 750 g

3.70

3.90

5,4

Alnatura Macadamiacreme, 225 g

5.50

5.90

7,3

Alnatura Waldhonig im Glas, 500 g

5.90

6.20

5,1

Alnatura Vanillepudding, 3 x 40 g

2.10

2.30

9,5

Alnatura Kalifornische Pflaumen, 200 g

2.90

3.70

27,6

Alnatura Dinkelmehl, 1 kg

4.20

4.40

4,8

Alnatura Dinkellocken, 500 g

2.80

2.90

3,6

Alnatura Tahin Sesammus, 250 g

3.70

4.20

13,5

Zahl der Woche

830 000 Kunden zählte die Migros Bank per Ende August 2015. Das Geldinstitut verwaltet über eine Million verschiedener Konten. Drei Viertel davon sind Spar- und Privatkonten. Total hat die Bank über die letzten fünf Jahre 30 000 neue Kunden dazugewonnen.

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38 | MM37, 7.9.2015 | MIGROS-WELT

Zahlen & Fakten

Von Duschgel bis Konfi Mehr als 10 000 Produkte produzieren die Unternehmen der M-Industrie für die Migros. Das Migros-Magazin stellt elf Betriebe vor. Text: Andrea Freiermuth

Infografik: Daniel Röttele

Die Ursprünge der M-Industrie reichen zurück bis in die Gründungszeit der Migros: Mit der «Alkoholfreien Weine AG Meilen», der heutigen Midor, legt die Detailhändlerin 1928 den Grundstein für die Eigenproduktion. Heute stellen die insgesamt 24 Unternehmen der M-Industrie über 20 000 hochwertige Produkte her,

rund die Hälfte davon für die Migros selbst. Die Unternehmen der M-Industrie exportieren Qualitätsprodukte in weltweit über 50 Länder. Jedes Jahr entwickeln ihre Experten eine Vielzahl neuer Produkte. Inzwischen arbeiten mehr als 200 Forscherinnen und Entwickler an Technologien und Produkten für die Welt von morgen. Die Unternehmen der M-Industrie in der Schweiz beschäftigen insgesamt mehr als 11 000 Mitarbeitende.

45 000 Liter Rahm

stellt die Elsa jeden Tag her.

Elsa Estavayer Lait SA, Estavayerle-Lac FR

583

Die Unternehmen bieten 472 Lernenden in über 30 Berufen einen Arbeitsplatz.

1

Über 40 Prozent der Transporte erfolgen mit der Bahn.

Raccard ist im

Guiness-Buch der Rekorde verewigt.

Die Mifroma bereitete 2014 in einem 100-Meter-Ofen 25 000 Portionen Raclette zu.

243

Mifroma, Ursy FR

2

5 6

3 Würde man die in einem Monat verkaufte Menge an Cervelats aneinanderreihen, ergäbe dies 450 Kilometer – ungefähr die Strecke Bern–München.

Die M-Industrie mit 19 Unternehmen im Inland und 5 Betrieben im Ausland gehört zur Migros-Gruppe und zählt weltweit zu den grössten Produzenten von Eigenmarken.

3

1 2

Micarna, Courtepin FR*

4

4 2650

82 000 Flaschen produziert Aproz im Durchschnitt pro Stunde.

122

Aproz Sources Minérales SA, Aproz VS

7


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Anzahl Mitarbeitende

Bischofszell Nahrungsmittel AG, Bischofszell TG*

11

2014 hat die Bischofszell Nahrungsmittel AG 68 Tonnen Schweizer Aprikosen verarbeitet.

971

La Riseria, Taverne TI

Das Sortiment umfasst über 10 000 Foodund Near-FoodProdukte.

Über 30 verschiedene Reissorten aus aller Welt

24

werden in der Riseria Taverne verarbeitet.

10

Die Jowa stellt jeden Tag über 200 verschiedene Brotsorten her.

Jowa, Volketswil ZH*

9

3269

8

Die M-Industrie ist die grösste Abnehmerin einheimischer Landwirtschaftsprodukte.

9 8

13 Millionen Packungen Blévita

Midor, Meilen ZH

verlassen pro Jahr die Midor in Meilen.

623

7 Chocolat Frey, Buchs AG

11

774

Chocolat Frey produziert für Ostern jeweils rund 6 Millionen Osterhasen.

6 Über 1000 neue Produkte

Mibelle Group, Buchs AG*

10

entwickelt die Mibelle Group im Bereich Personal & Home Care jährlich.

5 957

* neben dem aufgeführten Hauptsitz gibt es noch weitere Standorte in der Schweiz.

Delica, Birsfelden BL

302

Bereits seit 1930 führt die Migros Exquisito-Kaffee von Delica im Sortiment.

In den Migros-Betrieben in der Schweiz stellen über 11 000 Mitarbeitende mehr als 10 000 Produkte her.


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MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 41

Serie Von uns. Von hier. Diese Woche: Fruit Ice

Innovative M-Industrie

Vom Holzmodell zur Glace-Revolution Die Industriebetriebe der Migros stellen jedes Jahr zahlreiche neue Produkte speziell f端r den Schweizer Markt her. Viele davon sind echte Innovationen. Fruit Ice ist ein Beispiel daf端r. Erfunden wurde es in der Entwicklungsabteilung der Midor AG im z端rcherischen Meilen. Text: Dora Horvath

Bilder: Christian Schnur

Illustration: Bruno Muff


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1 Hier arbeiten

Marketing und Entwicklung Hand in Hand: Stefan Eberle (links) und Heinz Frohn freuen sich über das Resul­ tat ihres gemein­ samen Projekts. 2 Eine Glace in Blatt­

form gab es bisher noch nie. Die Idee dazu stammt von Stefan Eberle. Das Holzmodell hat er in seiner Freizeit geschnitzt. Daraus wurden farbige Prototypen und die endgültige Guss­ form entwickelt.

3 Ausgeklügelt bis ins Detail: Ist der Lutscher in Form gegossen, muss er sich geschmeidig wieder aus der Form ziehen lassen. 4 Entwürfe für das

Packungsdesign: Der Kunde soll auf den ersten Blick die Vorzüge des Fuit Ice erkennen.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch das Fruit Ice.

1 2

3

4


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W

ir wollten mit Fruit Ice das fruchtigste Eis der Welt kre­ ieren», sagt Stefan Eberle, der Verantwortliche für Eiswaren bei der Midor AG. «Uns schwebte ein pures, ehrliches Produkt vor. Ein Eis aus ChuchichäschtliZutaten, die der Kunde kennt und versteht.» Die ersten Ideen für dieses ehrgeizige Projekt entstanden Ende 2012, bevor im Spätherbst 2013 der Startschuss erfolgte. Einzigartig ist nicht nur das Eis an sich, weil es aus­ schliesslich aus Früchten her­ gestellt wird, sondern auch die Blattform. Stefan Eberle und Heinz Frohn, der das Fruit Ice entwickelt hat, sind sichtlich zufrieden mit ihrem «Baby». Die Glace, die in den Sorten Erdbeere und Mango erhältlich ist, kommt laut Eberle beim Kunden sehr gut an. «Fruit Ice kann man nicht von heute auf morgen produzieren»

Man komme mit der Produktion kaum nach, erklärt Stefan Eberle bei einem Rundgang durch die Fabrikhalle. An diesem brütend heissen Freitag Mitte Juli ist die Produktion von Fruit Ice an­ gesetzt – am Vormittag Mango, am Nachmittag Erdbeere. Pro Stunde werden 20 000 Stück hergestellt. Die Produktion erfordert einen hohen Planungsaufwand, denn die Lagerkapazitäten sind beschränkt. Auf der Rundläufer­ anlage, die je nach Eissorte mit den passenden Formensätzen ausgerüstet wird, werden zum Beispiel auch die kultigen Rahm­ glacestängeli mit dem Seehund auf der blauen Verpackung hergestellt. Sind diese bei der Migros gerade in Aktion, ist die Anlage für das Fruit Ice zwei Wochen lang gesperrt, wie Stefan Eberle berichtet. Vor allem das Fruit Ice könne man nicht von heute auf morgen produzieren, doppelt Heinz Frohn nach. Allein der Lieferant brauche zwei Wochen, um die Fruchtpürees in der gewünsch­ ten Qualität zu liefern. «Wir verarbeiten ja nicht bloss zwei bis drei Kilogramm, sondern richtig grosse Mengen.» Im Anschluss an die Produktion

muss das Püree auch noch einer mikrobiologischen Überprüfung standhalten. Ein Prozess, der weitere fünf Tage in Anspruch nimmt. Eine Glace dieser Qualität war sehr anspruchsvoll in der Entwicklung

Die grosse Nachfrage ist nicht nur den Rekordtemperaturen dieses Sommers geschuldet. Vielmehr scheint Fruit Ice den Nerv der Zeit zu treffen. «Viele haben auf ein solches Produkt gewartet. Die Verbindung von Genuss und Gesundheit ist heute ein zentrales Kundenbedürfnis», sagt Stefan Eberle. Für die naturbelassenen Zutaten und die fruchtige Konsistenz von Fruit Ice steht das Blatt. Die Form, die Stefan Eberle selbst entworfen hat, ist in keinem Katalog zu finden und wurde für die Midor AG geschützt. «Ein Becherformat wäre für mich einfacher gewesen», gesteht der gelernte Konditor Heinz Frohn. Aber so musste er eine Konsistenz entwickeln, die gewährleistet, dass das Eis weder vom Stäbchen flutscht noch sofort tropft. Eine echte Herausforderung. Das Fruit Ice besteht nur aus Erdbeer­ oder Mangomark, Apfelsaft für die Süsse und Weichheit sowie Zitrusfasern, die dem Eis die nötige Stabilität verleihen, damit es eben nicht vom Stängel rutscht. Ein Kon­ zept, das nicht mit beliebigen Fruchtarten umgesetzt werden kann. Doch Erdbeere und Mango stehen bei Schweizer Glacefans sowieso hoch im Kurs. Die neue Sorte fürs nächste Jahr ist noch Betriebsgeheimnis

Bei diesem Purismus müssen die Rohstoffe von erstklassiger Güte sein und sensorisch überzeugen. Zudem braucht es Lieferanten, welche die Früchte in stets gleich bleibender Qualität liefern kön­ nen. Bei der Midor ist man stolz darauf, das Fruit Ice trotz teurer Rohstoffe zu einem attraktiven Preis anbieten zu können. Und so soll es 2016 mindestens noch eine weitere Sorte geben. Mit welcher Frucht, ist noch ein Geheimnis. Doch eines ist gewiss: Auch sie wird den Schweizer Geschmack treffen. MM

5

6

7

5 Der Formensatz wurde eigens

für die Midor AG hergestellt. Auf der Rundläuferanlage haben mehr als 2000 Formen Platz. 6 Die Fruchtmasse wird in die

Formen gegossen und sofort angefroren. Sie darf dabei aber nicht zu hart werden.

8

7 Wenn die Masse aussen leicht angefroren ist, werden die Holzstäbchen eingesteckt. 8 Die Glacestücke sind jetzt fest genug, um im nächsten Schritt in Folie verpackt zu werden. 9 Jede Packung enthält 6 Glaces.

9


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Produkte der M-Industrie

Stetig neue Stars im Regal In den elf Migros-Industriebetrieben werden jedes Jahr rund 10 000 verschiedene Produkte hergestellt. Auch die Entwicklung übernimmt die Eigenindustrie der Migros selbst – ganz auf die Bedürfnisse der MigrosKundinnen und -Kunden abgestimmt. Laufend komplettieren attraktive Neuheiten das Sortiment. Eine kleine Auswahl der letzten zwölf Monate stellen wir hier vor.

Kult Ice Tea Hugo Minze & Holunderblüten, 50 cl Fr. 1.10

Bio Joghurt Naturel Himbeere, 150 g Fr. –.95

Sarasay Life Apfel-Minze, 5 dl* Fr. 1.60

Créa d’Or Vanille-Bretzeli, 95 g* Fr. 2.90

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MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 47

Frey

Feine Variante mit blonder Schokolade Ein Grund mehr, Adoro-Pralinés zu geniessen: Mit der Sorte Blond bietet Frey eine neue cremigzarte Verführung in eleganter Kugelform. Die Basis der Kreation bildet eine Mischung aus weisser Schokolade und Caramel, die dem süsslichen Geschmack auf dezente Art eine besondere Note verleiht. Die knackige Schale aus Schokolade umhüllt einen cremigen Kern, der auf der Zunge zergeht. Wie alle Schokoladen und Pralinés von Frey werden die Adoro-Kugeln Blond ausschliesslich in der Schweiz und aus erlesenen Rohstoffen hergestellt.

20 × CumulusPunkte auf Adoro-Kugeln Blond

Neu Frey Adoro Kugeln Blond, 200 g Fr. 8.20 In grösseren Filialen

Bild: Lucas Peters; Styling: Uschi Stähli

8.–21. 9.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Adoro-Kugeln.

Die edle Verpackung ist ein Versprechen für besondere Genussmomente, und die neuen Adoro-Kugeln Blond lösen es ein: mit einer feinen Mischung aus weisser Schokolade und Caramel.


48 | MM37, 7.9.2015 | MIGROS-WELT

Brot des Monats

Fruchtige Liaison Käsecarpaccio mit Zwetschgenbrot Zutaten für 4 Personen 40 g Haselnüsse 150 g Cherrytomaten 50 g Rucola 250 g Weissschimmelkäse, z. B. Camembert ½ Bund glattblättrige Petersilie 2 EL Crema balsamico, z. B. Glassa Gastro­ nomica all’Aceto Balsamico di Modena 4 EL Olivenöl Salz, Pfeffer 300 g Zwetschgenbrot Zubereitung

Haselnüsse in Scheibchen schneiden und in der Brat­ pfanne ohne Fettzugabe hellbraun rösten. Tomaten

halbieren. Rucola auf Teller ver­ teilen. Ein langes Messer unter heissem Wasser vorwärmen. Käse damit in sehr dünne Scheiben schneiden. Käse­ scheiben auf Rucola auslegen, mit Tomaten und Nüssen garnieren. Petersilie hacken, über Nüsse, Käse und Tomaten streuen. Mit Crema balsamico und Öl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen. Brot in Scheiben schneiden und dazuservieren. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

Pro Person ca. 22 g Eiweiss, 31 g Fett, 36 g Kohlenhydrate, 2150 kJ/510 kcal

Hausbäckereien

Gut 900 Bäckerinnen und Bäcker der Jowa backen jährlich mehr als 133 Millionen Brote für die Migros. Jedes zweite Brot wird in einer der insgesamt 126 Haus­ bäckereien direkt in der Migros­Filiale gebacken. Dort sind sie warm und frisch bis Ladenschluss erhältlich.

Die M­Industrie stellt viele beliebte Migros­Produkte her. Dazu gehört auch das Brot.

Bilder: Veronika Studer, Christian Dietrich

Hier wird selber gebacken


MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 49

Serie Brotkultur Die faszinierende Welt des Brotes Heute: Zwetschgenbrot

Der Hausbäcker empfiehlt

«Das Zwetschgenbrot ist wunderbar zu Käse» Mehdi Miftari (32), Bäckermeister in der Migros-Filiale Wohlen AG Sauerteig und Zwetschgen harmonieren

Saisongerecht präsentieren die Hausbäckereien der Migros im September das hitverdächtige Zwetschgenbrot. Der mit Roggenschrot bestreute Ruchlaib aus Roggen-Weizen-Sauerteig hat ein luftig-leichtes Brotinneres und ist gut haltbar. Getrocknete Zwetschgenstücke geben dem währschaften Brot seine raffinierte Note, denn der aromatische Eigengeschmack der Früchte ergibt in Kombination mit dem Sauerteig ein ganz spezielles, fruchtig-frisches Aroma. Das passt zu jeder Art von Käse und Trockenfleisch sowie zu Konfitüren und Honig. Länger frisch und haltbar

Roggen verleiht Broten nicht nur einen kräftigen Geschmack, sondern macht sie aufgrund seiner speziellen Eigenschaften auch länger haltbar. So lässt sich mit Roggen im Gegensatz zu Weizen zwar kein luftiger Teig produzieren, dafür aber Wasser sehr gut speichern. Weizen «entquillt» nach dem Backen schneller, während Roggenbrote auch nach einigen Tagen nicht altbacken schmecken.

Das fruchtig-frische Zwetschgenbrot passt zu süssen wie salzigen Beilagen.

Rezept www.saison.ch

Zwetschgenbrot, 400 g Fr. 3.60 Erhältlich nur in den Migros-Hausbäckereien aller Genossenschaftsregionen ausser Basel, Ostschweiz und Tessin.


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MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 51

Actilife

Schatz aus der Antarktis Fisch und Krill sind wertvolle Lieferanten von Omega-3-Fettsäuren, die unser Körper braucht. Für die Actilife-Produkte werden jetzt beide nur noch nachhaltig gefischt. Text: Jacqueline Vinzelberg

D

er antarktische Krill, ein winziger Kleinkrebs, lebt in riesigen Schwärmen im saubersten Meer der Welt – dem Südpolarmeer. Er wird wegen seiner hochwertigen Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) besonders geschätzt. Diese gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die der mensch­ liche Körper nicht selber produzieren kann. Sie tragen unter anderem zu einer normalen Herzfunktion bei und werden übers Essen oder über Nahrungsergänzungs­ mittel wie die Krillölkapseln von Actilife besonders gut aufgenommen. Das Krillöl da­ für stammt aus MSC­zertifi­ zierter Fischerei – dabei wer­ den spezielle Netze durchs Wasser gezogen, in die keine grösseren Tiere als Krill hin­ eingelangen können.

Rund um die Antarktis lebt der Krill in riesigen Schwärmen.

1

Zertifizierte Fischölkapseln

Bilder: dpa Picture, ddp images; mauritius images

Nicht nur Krill, sondern auch Fisch ist eine Quelle für un­ gesättigte Fettsäuren. Daher sind auch die Fischölkapseln von Actilife ein bewährtes Nahrungsergänzungsmittel. Die Dosierung der darin ent­ haltenen Omega­3­Fettsäuren EPA und DHA wurde in­ zwischen erhöht. Das Fischöl dafür stammt neu auch aus MSC­zertifizierter Fischerei. Die empfohlene Tagesdosis beträgt zwei Kapseln. MM

MSC steht für eine zertifizierte, nachhaltige Fischerei. Die Fische und Meeresfrüchte stammen immer aus Wildfang. Ein Teil von

1 Das Krillöl für die Actilife-Produkte stammt aus

2

MSC-zertifizierter Fischerei.

2 Der antarktische Krill ist rund sechs Zentimeter

lang und wiegt gerade mal etwa zwei Gramm.

3 Forscher überprüfen die Qualität des Krills. 3

MSC Actilife Fischöl, 30 Kapseln Fr. 4.90 MSC Actilife Krillöl, 30 Kapseln Fr. 12.90 In grösseren Filialen


oekom Rating 2015: Die Migros ist die nachhaltigste Detailhändlerin der Welt.

Wir versprechen Jay, Schweizer TierschutzVorschriften auch bei all unseren Produkten aus dem Ausland einzuführen. Bis spätestens 2020 sorgen wir zusammen mit Partnern wie dem Schweizer Tierschutz STS dafür, dass alle unsere Tiere artgerecht gehalten werden – auch im Ausland.

Mehr auf generation-m.ch


MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 53

Frage der Woche

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen UHT- und Hochpast-Milch?

Keine Schlüsselübergabe nötig: Die Sharoo-Flotte lässt sich mit dem Handy öffnen. Carsharing

Sharoo kommt stärker in Fahrt Mit dem Einstieg von Autohändler Amag erhält die CarsharingPlattform der Migros-Tochter M-way noch mehr Schub.

Aufbewahrt im Kühlschrank, bleibt rohe Milch nur wenige Tage lang geniessbar. Um sie länger haltbar zu machen, gibt es verschiedene Verfahren – beispielsweise Hochpasteurisation oder UHT. Bei der Hochpasteurisation wird die Milch auf 85 bis 134 Grad erhitzt, wodurch die Keime in der Milch stark reduziert werden. Eine ungeöffnete, hochpasteurisierte Milch ist ungefähr drei Wochen und geöffnet zwei bis vier Tage im Kühlschrank haltbar. UHT heisst so viel wie Ultra-Hoch-Temperatur. Hier wird die Milch für wenige Sekunden auf 135 bis 155 Grad erhitzt. Die UHT-Milch ist keimfrei und kann ungeöffnet während 8 bis 12 Wochen ohne Kühlung aufbewahrt werden. Einmal geöffnet, gehört aber auch diese Milch in den Kühlschrank und ist wie die Hochpast-Milch nur wenige Tage haltbar.

Text: Andrea Freiermuth

A

uch die Autobranche muss in Zeiten der Digitalisierung umdenken: Die Amag Automobil- und Motoren AG hat aktiv das Gespräch mit der CarsharingPlattform Sharoo gesucht und beteiligt sich nun mit zehn Prozent am Start-up, das von der Migros-Tochter M-way entwickelt worden ist. «Wir sehen uns nicht bloss als Autoverkäufer, sondern vielmehr als Mobilitätsanbieter, der mit der Zeit geht», sagt Bernhard Soltermann, operativer Chef bei Amag. Er sei überzeugt, dass sich das Autoteilen in den kommenden Jahren stark verbreiten werde. Für Sharoo ist der neue starke Partner eine grosse Chance: «Jetzt sind wir bereit, das Airbnb für Mobilität zu werden», sagt Carmen Spielmann, CEO von Sharoo. Bisher waren über die Plattform 700 Fahrzeuge buchbar, und

das bei rund 15 000 registrierten Nutzern. Wie viele Fahrzeuge Amag beisteuern wird, ist derzeit noch unklar. Fest steht: Der Autohändler will sich am Sharing beteiligen, um die Mieter von den positiven Eigenschaften der Produkte aus dem VolkswagenKonzern zu überzeugen. Zudem will die Amag das Start-up via sein Garagennetz, seine Händler und Partner bei Service, Reparaturen und dergleichen unterstützen. Obwohl klein und jung, kann Sharoo dem grossen Autohändler auf Augenhöhe begegnen: Das Start-up gilt als Pionier im sogenannten Peer-to-Peer Sharing. Die technische Grundlage dabei ist die «Sharoo Box», mittels der das Auto über Smartphone gesucht, gebucht, geöffnet und wieder geschlossen werden kann. MM www.sharoo.ch

Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr. Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.


54 | MM37, 7.9.2015 | MIGROS-WELT

Das Suisse-Mania-Sammelalbum (Fr. 5.–) und das grosse Familienbrettspiel (Fr. 14.80) gibt es

in jeder Migros-Filiale.

Suisse Mania

Sammeln und lernen

Ab sofort wird wieder gesammelt, getauscht, geklebt und gespielt: Die Migros-Sammelaktion Suisse Mania startet diese Woche. Diesmal steht unsere Heimat, die Schweiz, im Fokus. Text: Anna-Katharina Ris

D

Bilder: Christian Dietrich

Styling: Victoria Steiner

ie diesjährige Mania steht ganz im Zeichen des spielerischen Lernens. Diesmal geht es um die Schweiz und ihre schönsten Sehenswürdigkeiten. Die Sammelaktion bietet Unterhaltung und Spielspass für die ganze Familie und funktioniert folgendermassen: Pro Einkauf für 20 Franken gibt es ein Sachet mit einer Sehenswürdigkeit und dazu das passende Klebebildchen für das Sammelalbum. Eine attraktive Komponente des Mania-Angebots ist das grosse Familienbrettspiel, das man mit oder ohne die gesammelten Sehenswürdigkeiten spielen kann. Zudem ist jeden Mittwoch in den Migros-Filialen Joker- oder Überraschungs-Tag (siehe gelbe Box, rechte Seite). Nebst Spiel und Sammelalbum gibt es im Web auf suissemania.ch die Schweiz in 3-D zu entdecken und Einkaufsgutscheine zu gewinnen. Zudem wird wöchentlich ein Hauptpreis verlost: eine Ballonfahrt für 2 Personen im Wert von über 600 Franken! MM


MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 55

Nur am Mittwoch, 9. September:

Turnbeutel gratis! An diesem Mittwoch erhält jeder Kunde, der in der Migros etwas einkauft, den orangen SuisseMania-Kinder-Turnbeutel als Geschenk.

Aktionen wie diese mit weiteren Präsenten und Überraschungen finden auch in den folgenden Wochen immer am Mittwoch statt. Unter anderem werden Wochenjoker verteilt. Lassen Sie sich überraschen!

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Wochenaufgabe lösen und gewinnen Erraten Sie auf facebook.com/ migrosmania eine Schweizer Sehenswürdigkeit. Ab Donnerstag, 10. 9., bis Sonntag, 13. 9. (24 Uhr), können Sie

So macht Heimatkunde Spass: Indem die Spieler das Sammel­ album nach und nach mit den passenden Klebebildchen bestücken, erfahren sie viel Interessantes über Schweizer Regionen, Sehenswürdigkeiten und Bräuche. Wer Lust hat, kann zusätzlich noch kleine Rätsel­ aufgaben lösen und sogar spezielle Rezepte nachkochen.

mitspielen und die erste Wochenaufgabe lösen. Testen Sie, wie gut Sie die Schweizer Sehenswürdigkeiten kennen. Details über alle Sehenswürdigkei­ ten erfahren Sie auf www.suissemania. ch. Mit etwas Glück gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein oder sogar eine Ballon­ fahrt für 2 Personen.


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Silvester in guter Gesellschaft

Kapstadt Die Höhepunkte Ihrer Reise ✔ Flugreise mit Lufthansa ✔ Wohnen im Erstklasshotel The Cullinan, Kapstadt ✔ Tafelbergmetropole, Weinregion und Kap der Guten Hoffnung ✔ Silvester an der V & A-Waterfront ✔ Fakultativ: Ausflug ins Wildreservat

Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Hinflug Zürich–München–Kapstadt. 2. Tag: Kapstadt. Gegen Mittag Ankunft in Kapstadt. Stadtrundfahrt und Mittagessen im Hotel. Abends Fahrt auf den Signal Hill. Bei Sekt und Snacks geniessen wir die spektakuläre Aussicht auf die Stadt. 3. Tag: Kapstadt und Tafelberg. Eindrücklicher Besuch in einem Township mit Mittagessen in einem lebendigen Lokal. Als Kontrast sehen wir danach den «Company´s Garden» und fahren auf den Tafelberg (wetterabhängig). 4. Tag: Weinregion Stellenbosch. Ausflug ins pittoreske Weinland mit seinen weltberühmten Weingütern. Degustation mit Informationen zum Weinbau und Mittagessen. 5. Tag: Aquila Wildtierreservat (fak.). Freier Tag oder Ausflug (inkl. Mittagessen) ins 4´500 Hektar grosse Aquila Wildtierreservat im Karoo-Hochland. Hier sind die «Big Five» sowie Giraffen, Zebras, Antilopen u.v.m. beheimatet. Pirschfahrt im Geländewagen (fakultativ, Anmeldung bei der Buchung notwendig). 6. Tag: Constantia–Kirstenbosch und Silvester an der V&A Waterfront. In Constantia besuchen wir das Weingut Groot Constantia, eines der schönsten Anwesen der Kap-Provinz. Weinkeller-Tour mit Degustation. Picknick im botanischen Garten Kirstenbosch. Freier Nachmittag. Im schönen Restaurant an der V&A Waterfront geniessen wir das Silvester-Abendessen, das nahe Konzert sowie das Silvester-Feuerwerk. 7. Tag: Kap der Guten Hoffnung. Panoramafahrt entlang der Atlantikküste und über den Chapman´s Peak Drive. Bei Simon´s Town sehen wir eine Kolonie Brillenpinguine. Feines Abschiedsabendessen in Kapstadt. 8. / 9. Tag: Rückflug Kapstadt–München–Zürich.

9 Tage ab Fr.

3985.–

Pro Person in Fr.

Katalog- SofortPreis Preis

9 Tage gem. Programm

4195.– 3985.–

Datum 2015/2016 Samstag – Sonntag

26.12.–03.01.

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Linienflug mit Lufthansa in Economy-Klasse Zürich-München-Kapstadt-München-Zürich Aktuelle Treibstoffzuschläge sowie Flughafen- und Sicherheitstaxen 1 x 23 kg Freigepäck 6 Übernachtungen im Erstklasshotel The Cullinan, Basis Doppelzimmer Alle Zimmer mit Bad/Dusche/WC Mahlzeiten: – 6 x Frühstückbuffet – 1 x Sekt und Snacks (2. Tag) – 4 x Mittagessen (2., 3., 4., 7. Tag) und 1 x Picknick (6. Tag) – 2 x Abendessen (6. und 7. Tag), wovon 1 x Silvester-Essen an der V&A Waterfront Ausflüge und Transfers in modernem, klimatisiertem Reisebus Alle Ausflüge, Besichtigungen und Eintritte gemäss Programm (ausg. fakultativer Ausflug am 5. Tag) Lokale, Deutsch sprechende Reiseleitung Gepäckträgergebühren Informationsabend vor der Reise Mit versierter Twerenbold-Reiseleitung kompetent begleitet – vom ersten bis zum letzten Reisetag

InternetBuchungscode

cskaps

Gültig für beide Reisen Nicht inbegriffen:

Pers. Auslagen, Trinkgelder, Einzelzimmerzuschlag (Kapstadt Fr. 795, Dubai Fr. 1095), fak. Ausflüge (Kapstadt Fr. 185, Dubai Fr. 75, Annullierungskosten- und AssistanceVersicherung Fr. 98, Kleingruppen-Zuschlag möglich, Flug Business-Klasse auf Anfrage. Auftragspauschale Fr. 20 pro Person, entfällt bei Buchung über www.twerenbold.ch.

Reiseformalitäten:

Für Schweizer BürgerInnen, 6 Monate über das Rückreisedatum gültiger Pass. Details auf www.twerenbold.ch

210 .–

Dubai und Arabische Emirate Die Höhepunkte Ihrer Reise ✔ Flugreise mit Swiss ✔ Wohnen im Luxushotel Sheraton Dubai Creek & Towers ✔ Dubai, Abu Dhabi, Al Ain und Sharjah ✔ Fakultativ: Burj Khalifa

8 Tage ab Fr.

3895.–

Pro Person in Fr.

Katalog- SofortPreis Preis

8 Tage gem. Programm

4100.– 3895.–

Datum 2015/2016

Ihr Reiseprogramm

Unsere Leistungen ■

bis

hen, s par e n

1. / 2. Tag: Hinflug Zürich–Dubai. Stadtrundfahrt altes und neues Dubai, u.a. mit orientalischen Märkten, Wasser-Taxifahrt am Creek und der künstlichen Insel «The Palm Jumeirah». Mittagessen im drehbaren Restaurant mit herrlichem Ausblick auf die Skyline. 3. Tag: Ausflug Abu Dhabi. Besuch in Abu Dhabi inkl. Mittagessen. Wir sehen die Sheikh Zayed-Moschee, die Formel 1 Rennstrecke an der Yas Marina, die eleganten Corniche sowie die Insel Saadiyat. Zurück in Dubai genussvoller Abend auf einer Dhow (traditionelles arabisches Holzschiff) mit Abendessen. 4. Tag: Ausflug Al Ain. Die malerische Oasen- und Gartenstadt Al Ain liegt an der Grenze zu Oman. Besuch des Museums und Palastes Sheik Zayed. Bei einem Oasenspaziergang sehen wir das interessante Falaj-Bewässerungssystem. Mittagessen unterwegs. Einzigartig ist der Kamelmarkt, den es in dieser Art nur in Al Ain gibt. 5. Tag: Fak. Burj Khalifa – Wüstensafari. Vormittags Ausflug Burj Khalifa (höchstes Gebäude der Welt) mit spektakulärem Blick über die Stadt, das Meer und die Wüste (fakultativ, Anmeldung bei der Buchung notwendig). Nachmittags Wüstensafari mit 4x4-Geländewagen in die faszinierenden Dünenlandschaften der Wüste. 6. Tag: Ausflug Sharjah – Silvestergala. Morgenausflug zu den Märkten des Emirats Sharjah. Im Kulturzentrum gewinnen wir Einblicke in die interessante Tradition von Sharjah. Freier Nachmittag in Dubai. Abends exquisites Silvester-Galadinner im Hotel. 7. Tag: Dubai zum Geniessen. Ausschlafen, ein genussvolles Frühstücksbuffet, ein Spaziergang am Creek, Shopping oder entspannen am Pool! 8. Tag: Rückflug Dubai–Zürich.

Samstag – Samstag 26.12.–02.01.

Unsere Leistungen ■

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Linienflug mit Swiss Zürich-Dubai-Zürich in Economy-Klasse Sitzplatzreservation Aktuelle Treibstoffzuschläge sowie Flughafen-und Sicherheitstaxen 1 x 23 kg Freigepäck 7 Übernachtungen im Sheraton Creek Hotel & Towers, Basis Doppelzimmer Creeksicht Mahlzeiten: – 7 x Frühstücksbuffet – 3 x Mittagessen (2., 3. und 4. Tag) – 1 x Abendessen an Bord einer Dhow (3. Tag) – 1 x Barbeque-Essen in der Wüste (5. Tag) – 1 x Silvester-Galadinner im Sheraton Creek Hotel (6. Tag) Ausflüge und Transfers in modernem, klimatisiertem Reisebus inkl. Wasser an Bord Wüstenausflug im 4x4 Geländewagen Alle Ausflüge, Besichtigungen und Eintritte gemäss Programm (ausg. fak. Ausflug am 5. Tag) Lokale, Deutsch sprechende Reiseleitung Informationsabend vor der Reise Mit versierter Twerenbold-Reiseleitung kompetent begleitet – vom ersten bis zum letzten Reisetag

InternetBuchungscode

clduba

*SOFORT-PREISE ca. 50 % der Plätze buchbar bis max. 1 Monat vor Abreise. Bei starker Nachfrage: Verkauf zum KATALOG-PREIS.

Twerenbold Reisen AG · CH-5406 Baden-Rütihof

Twerenbold Reisen AG · Im Steiacher 1 · 5406 Baden Jetzt buchen: www.twerenbold.ch oder 056 484 84 84


MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 57

Saisonküche

Aber bitte mit Bohnen

Nicht nur im Salat sind sie eine Wucht. Frische grüne Bohnen machen sich ebenso gut in Eintöpfen und Suppen. Oder als Gemüsebelag auf einer Quiche.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Sonja Leissing

Bilder & Styling: Daniel Aeschlimann Rezepte: Annina Ciocco

Budget mittel

Noch mehr Rezepte Da freut sich der Gaumen und mit ihm das Auge: Salade Niçoise mit Tomaten, Bohnen, Thon, Ei und Oliven.

Die Saisonküche gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch/abo


58 | MM37, 7.9.2015 | MIGROS-WELT

Salade Niçoise

Bohnensuppe mit Tomaten

Budget

Budget

Bohnenquiche mit Rindfleisch und Morcheln

günstig

mittel

Budget gehoben Zutaten für 4 Personen 2 Eier 400 g grüne Bohnen Salz 400 g Tomaten 2 rote Peperoni à ca. 200 g 1 Zwiebel 40 g schwarze Oliven, abgetropft 2 Dosen Thon à 100 g, abgetropft 4 in Öl eingelegte Sardellen à ca. 5 g, abgetropft 8 EL Olivenöl 4 EL Kräuteressig ½ Bund gemischte Kräuter, z. B. Schnittlauch und Oregano Pfeffer Zubereitung

1. Eier in reichlich Wasser ca. 8 Minuten wachsweich kochen. Unter kaltem Wasser abschrecken und abkühlen lassen. Bohnen in reichlich Salzwasser bissfest kochen und mit eiskaltem Wasser abschrecken. Abgiessen und abtropfen lassen. Tomaten in Scheiben schneiden. Peperoni in Ringe schneiden und entkernen. Zwiebel und Oliven ebenfalls in Ringe schneiden. Thon in mundgerechte Stücke bröckeln. 2. Für die Salatsauce Sardellen fein hacken. Mit dem Öl mischen. Essig dazugeben. Kräuter hacken und beigeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Peperoni und Tomaten auf Teller verteilen. Mit Bohnen und Thon belegen. Zwiebel und Oliven darüber­ streuen. Mit Salatsauce übergiessen. Eier schälen, halbieren und mit dem Salat servieren.

Zutaten für 4 Personen 1 mehligkochende Kartoffel, ca. 200 g 1 Zwiebel 2 EL Olivenöl 1 Knoblauchzehe 4 EL Tomatenpüree 1,5 l Gemüsebouillon 400 g grüne Bohnen 200 g Tomaten, z. B. San Marzano Muskatnuss Salz, Pfeffer Zubereitung

Kartoffel schälen, längs sechsteln und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel grob hacken. Im Öl dünsten. Knoblauch dazu­ pressen, Kartoffel beigeben. Ca. 3 Minuten dünsten. Tomatenpüree beigeben und kurz mitdünsten. Alles mit Bouillon ablöschen. Aufkochen und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden. In die Bouillon geben und ca. 6 Minuten mitkochen, bis die Bohnen beinahe bissfest sind. Tomaten in kleine Würfel schneiden. Beigeben und kurz mitkochen. Suppe mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Zubereitungszeit 15 Minuten + ca. 30 Minuten köcheln lassen

Pro Person ca. 7 g Eiweiss, 7 g Fett, 16 g Kohlenhydrate, 650 kJ/160 kcal

Zutaten für 1 Blech à 26 × 33 cm 20 g getrocknete Morcheln 300 g Bohnen Salz 1 Zwiebel 2 EL HOLL-Rapsöl 250 g Rindsfilet Pfeffer 1 rechteckig ausgewallter Blätterteig, 320 g 4 EL Paniermehl 2 dl Halbrahm 2 Eier Zubereitung

1. Morcheln in warmem Wasser ca. 1 Stunde einweichen. Bohnen in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Mit eiskaltem Wasser ab­ schrecken. Abgiessen und abtropfen lassen.

2. Zwiebel fein hacken. Im Öl in einer Brat­ pfanne dünsten. Rindsfilet längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden, beigeben und kurz anbraten. Morcheln abgiessen, ausdrücken, beigeben und kurz mitbraten. Abschmecken und abkühlen lassen. 3. Backofen auf 200 °C vorheizen. Blätter­ teig samt Papier auf das Blech legen. Teigränder einklappen. Teigboden mit einer Gabel einstechen. Paniermehl darauf verteilen. Fleisch mit Morcheln darauf verteilen. Bohnen darüberstreuen. Auf der untersten Ofenrille 10 Minuten backen. Halbrahm und Eier verquirlen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Guss über die Quiche giessen. Ca. 30 weitere Minuten fertig backen.

Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + 1 Stunde einweichen + ca. 40 Minuten backen

Pro Person ca. 20 g Eiweiss, 28 g Fett, 10 g Kohlenhydrate, 1550 kJ/370 kcal

Pro Person ca. 26 g Eiweiss, 44 g Fett, 40 g Kohlenhydrate, 2750 kJ/660 kcal


AKTION 40%

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Gastro oder Prima Kochgeschirr-Serien z.B. Gastro Bratpfanne, Ø 28 cm, flach, aus Edelstahl, auch für Induktion geeignet, pro Stück, gültig bis 21.9.2015

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Trauben Lavallée Frankreich, per kg

M-Classic Pouletschnitzel Deutschland/Ungarn, produziert nach Schweizer Tierschutzverordnung, per 100 g

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Gesamtes Migros Topline Sortiment z.B. Shaker, 0,5 Liter, blau, pro Stück, gültig bis 21.9.2015

Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 8.9. BIS 14.9.2015, SOLANGE VORRAT

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Total Waschmittel z.B. 1 for all, 2 Liter, gültig bis 21.9.2015


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7.80 statt 9.80

Anna’s Best Herbstsalat 250 g, 20% günstiger

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2.60 statt 3.90

Äpfel Gala I süsslich, aus der Schweiz, per kg

3.60 statt 4.90

Kürbis geschnitten, «Aus der Region.» per kg, 25% günstiger

Alle Himbeerschweden-, Royal- und NougatTorten ganz und 2er-Stücke 20% günstiger, z.B. Royaltorte, 600 g Erhältlich in grösseren Migros-Filialen

2.60 statt 3.60

Kartoffeln festkochend Schweiz, Tragtasche à 2,5 kg, 25% günstiger (kg = 1.04)

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Kiwi «Green» Neuseeland, Schale à 5 Stück, 25% günstiger

Genossenschaft Migros Luzern ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 8.9. BIS 14.9.2015, SOLANGE VORRAT

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Knutwiler Mineralwasser blau oder grün, 8 x 50 cl, «Aus der Region.» z.B. blau, mit Kohlensäure

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Alle Yogo Drink im 3er-Pack 20% günstiger, z.B. Apfel, 3 x 200 ml


RKTFRISCH. 30%

14.50 statt 20.80

Rauchlachs, Bio Zucht aus Schottland, 260 g

11.70 statt 14.70

Anna’s Best Pasta im Duo-Pack oder im 3er-Pack 20% günstiger, z.B. Ravioli Tomaten-Mozzarella im 3er-Pack, 3 x 250 g

2.05 statt 2.60

Crème Fraîche Nature, «Aus der Region.» 180 g

40%

1.25 statt 2.10

Pilatussteak, TerraSuisse, «Aus der Region.» aus der Zentralschweiz, per 100 g

30%

14.60 statt 20.90

Rehpfeffer gekocht, 350 g oder 600 g Österreich, z.B. 600 g

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13.50 statt 22.50

Rollschinkli geräuchert, «Aus der Region.» aus der Zentralschweiz, per kg

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Kalbsbratwurst Schweizer Fleisch, 2 Stück, 280 g


RABATT AUF VIELE 40%

1.05 statt 1.80

Kochspeck geräuchert, TerraSuisse per 100 g

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Raccard Tradition Maxi Block per 100 g

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Alle Crème Fraîche 20% günstiger, z.B. Nature, 200 g

ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 8.9. BIS 14.9.2015, SOLANGE VORRAT

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7.10 statt 14.25

M-Classic Wienerli im 5er-Pack Schweiz, 5 x 4 Stück, 1 kg

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9.60 statt 13.80

Anna’s Best Pizza im Duo-Pack z.B. Prosciutto e mascarpone, 2 x 395 g

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Heidi Bündner Rahmkäse per 100 g, 20% günstiger


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M-Classic Chips Nature oder Paprika im XL-Beutel 400 g, z.B. Paprika

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Alle Herbstchüechli 70 g, 20% günstiger

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Alle M-Classic Joghurts 6 x 180 g z.B. Apfel/Mango, Erdbeere, Heidelbeere

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3.90 statt 5.85

4.40 statt 8.85

Berliner im 6er-Pack 6 x 70 g

XL-Rösti im 3er-Pack 3 x 750 g

ab 2 Packungen

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3.– statt 3.80

Alle Anna’s Best oder Tradition Salatsaucen 20% günstiger, z.B. French, 350 ml

1.10 statt 1.60

Alle Salsa all’italiana Tomatensaucen jede –.50 günstiger, z.B. Napoli, 250 ml

4.20 statt 5.60

Minitörtli im 4er-Pack 25% günstiger, z.B. Bündner Nusstörtli, 4 x 80 g


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M-Classic Pommes Frites oder Ofen Frites tiefgekühlt, 2 kg, z.B. Ofen Frites

ab 3 Stück

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1.70 statt 2.–

Alle Tafelschokoladen à 100 g der Marke Frey, UTZ (ohne Sélection, Suprême, M-Classic, Eimalzin, Bio und Mehrfachpackungen), jedes –.30 günstiger, z.B. Milch extra, gültig bis 21.9.2015

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Petit Beurre Chocolat au Lait im 4er-Pack 4 x 150 g

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3.40 statt 4.25

7.10 statt 8.90

Alle Aquella im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter z.B. Grün

M-Classic Senf, Mayonnaise oder Tartare im Duo-Pack z.B. Mayonnaise, 2 x 265 g

4.60 statt 5.80

Baby Kisss im Duo-Pack, UTZ Milch oder Noir, 2 x 15 Stück, 20% günstiger, z.B. Milch

Alle Sirupe in PET-Flaschen 75 cl oder 1,5 Liter 20% günstiger, z.B. Himbeer, 1,5 Liter

ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 8.9. BIS 14.9.2015, SOLANGE VORRAT

Alle Caruso Kaffees, Bohnen oder gemahlen, UTZ 20% günstiger, z.B. Imperiale Crema, Bohnen, 500 g


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12.90 statt 19.35

Total Waschhilfsmittel im Sparpack z.B. Oxi Booster Color, 1,5 kg, gültig bis 21.9.2015

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5.90 statt 8.85

Candida Produkte im 3er-Pack z.B. Fresh Gel Zahnpasta, 3 x 125 ml, gültig bis 21.9.2015

7.40 statt 9.30

Manella Abwaschmittel im 3er-Pack 20% günstiger, z.B. Grape, 3 x 500 ml, gültig bis 21.9.2015

8.95 statt 11.20

Yvette Feinwaschmittel flüssig 20% günstiger, z.B. Care, 2 Liter

4.90 statt 5.80

Gesamtes pH Balance Sortiment (ohne Mehrfachpackungen), 15% günstiger, z.B. Körpermilch Urea, 250 ml, gültig bis 21.9.2015

DIE MIGROS-INDUSTRIE UND IHRE PRODUKTE. Milch, Milchgetränke, Joghurt, Frischkäse, Saucen, Mayonnaise. Mitarbeitende: 583

Kaffee, Kaffeekapseln, Trockenfrüchte, Gewürze, Nüsse. Mitarbeitende: 302

Ice Tea, Fruchtsäfte, Fertiggerichte, Kartoffelprodukte und Produkte aus Früchten. Mitarbeitende: 971

Frischfleisch, Fisch, Charcuterie, Geflügel. Mitarbeitende: 2650

Brote, Backwaren, Patisserie, Teigwaren. Mitarbeitende: 3269

Raclette Raccard, Gruyère AOP, Appenzeller, Fondue. Mitarbeitende: 243

Mineralwasser, Sirup, Fruchtsäfte. Mitarbeitende: 122

Biscuits, Blévita, Glace, Dessertpulver, Fasnachtschüechli, Apérogebäcke. Mitarbeitende: 623

Pflegeprodukte, Kosmetikwirkstoffe, Wasch- und Reinigungsmittel, Margarinen und Speisefette. Mitarbeitende: 957

Trockenreis, Risottoreis, Milchreis, Spezialitätenreis. Mitarbeitende: 24

Schokolade, Kaugummi. Mitarbeitende: 774


NOCH MEHR SPARMÖ 12.90

4.20 statt 4.95

Strauss Fiona pro Strauss

14.90 statt 19.90

Rosen, Fairtrade verschiedene Farben, Stiellänge 60 cm, Bund à 7 Stück, 25% günstiger

Alle Ferrero Pralinen 15% günstiger, z.B. Mon Chéri, 168 g

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Alle Feinkristallzucker 1 kg (ohne Aarberg), 20% günstiger, z.B. Cristal Feinkristallzucker

5.40 statt 6.75

Grana Padano gerieben 3 x 120 g, 20% günstiger

ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 8.9. BIS 14.9.2015, SOLANGE VORRAT

5.60

Nutella im 1-kg-Glas

2.05 statt 2.60

Alle M-Classic oder Migros-Bio Marroniprodukte tiefgekühlt, 20% günstiger, z.B. Marronipüree, Bio, 250 g


GLICHKEITEN. 11.– statt 13.80

M-Classic Holl-Rapsöl 3 Liter, 20% günstiger

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5.90 statt 11.85

Don Pollo Truten Crispy paniert tiefgekühlt, 1 kg

7.20 statt 9.–

Malbuner Fleischkäse im 6er-Pack 20% günstiger, z.B. Delikatess, 6 x 115 g

8.60 statt 10.80

Alle Cafino oder Noblesse, UTZ 20% günstiger, z.B. Cafino, Beutel, 550 g

5.20 statt 6.50

Gesamtes Vogel- oder Nagersortiment 20% günstiger, z.B. Vitobel Complet Mix, Zwergkaninchenfutter, 1 kg

50%

11.45 statt 22.90

Frey Napolitains assortiert, UTZ Beutel, 1 kg

33%

2.80 statt 4.20

Bon Chef Saucen im 3er-Pack z.B. Currysauce, 3 x 30 g


DAS GROSSE . N E G Ü N G R E V R SPA 2.20 statt 2.60

Molfina Damenhygieneprodukte im Duo-Pack 15% günstiger, z.B. Slipeinlagen Bodyform Air, 2 x 36 Stück, gültig bis 21.9.2015

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10.65 statt 17.80

Gesamtes Herren-Tagwäsche-Sortiment (ohne Sloggi), z.B. Herren-Short, Gr. M

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17.90 statt 29.90

Gesamtes DIM Herren-Tagwäsche-Sortiment z.B. Short Mix, fuchsia, Gr. M, gültig bis 21.9.2015

1.10 statt 1.30

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17.90 statt 29.90

Gesamtes DIM Damenwäsche-Sortiment z.B. Bügel-BH, B-Cup, schwarz, gültig bis 21.9.2015

53.70 statt 71.60

Gesamtes Molfina Damenhygienesortiment 15% günstiger, z.B. Binde Normal, Packung à 32 Stück, gültig bis 21.9.2015

Alle Sloggi Double Comfort oder Sensual Fresh Artikel gilt nur für 4 identische Produkte, 4 für 3, z.B. Slip Mini Double Comfort, 4 Stück, gültig bis 21.9.2015

9.80

49.90

Kinder-Fleecepullover* erhältlich in diversen Farben und Grössen, z.B. Knabenpullover, blau, Gr. 140, pro Stück, gültig bis 21.9.2015

* Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 8.9. BIS 14.9.2015, SOLANGE VORRAT

Karin Nackenstützkissen Füllung Mikrokügelchen, Fassung 85% Polyester, 15% Elasthan, Überzug 100% Polyester, 50 x 70 cm, weiss, pro Stück, gültig bis 21.9.2015


WEITERE ANGEBOTE. FRÜCHTE & GEMÜSE Anna’s Best Herbstsalat, 250 g 3.35 statt 4.20 20% Rispentomaten, Schweiz/Niederlande, per kg 2.95 statt 4.50 33% Trauben Lavallée, Frankreich, per kg 2.60 statt 4.40 40% Kartoffeln festkochend, Schweiz, Tragtasche à 2,5 kg 2.60 statt 3.60 25% (kg = 1.04) Fenchel, «Aus der Region.», per kg 4.30 statt 5.80 25% Peperoni gemischt, Bio, aus der Schweiz, per kg 6.90 statt 9.95 30% Broccoli, Bio, aus der Schweiz, Stück à 400 g 2.90 statt 4.50 33% Kürbis geschnitten, «Aus der Region.», per kg 3.60 statt 4.90 25% Äpfel Gala I, süsslich, aus der Schweiz, per kg 2.60 statt 3.90 33% Birnen Williams, Bio, aus der Schweiz, per kg 4.20 statt 5.65 25% Kiwi «Green», Neuseeland, Schale à 5 Stück 1.95 statt 2.60 25%

FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Malbuner Fleischkäse im 6er-Pack, z.B. Delikatess, 6 x 115 g 7.20 statt 9.– 20% Rehpfeffer gekocht, 350 g oder 600 g, Österreich, z.B. 600 g 14.60 statt 20.90 30%

20x

M-Classic Wienerli im 5er-Pack, Schweiz, 5 x 4 Stück, 1 kg 7.10 statt 14.25 50% Kochspeck geräuchert, TerraSuisse, per 100 g 1.05 statt 1.80 40% M-Classic Salami Milano ganz, Schweiz, 300 g 20x 7.50 NEU *,**

Für Ihren Einkauf hier ausschneiden.

Büffelsalami, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, Schale, per 100 g 5.50 statt 6.90 Rollschinkli geräuchert, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per kg 13.50 statt 22.50 40% Schweinsbraten Schulter, TerraSuisse, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.30 statt 1.75 25% Schweinsvoressen, TerraSuisse, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.30 statt 1.70 Alplamm-Voressen mit Bein, TerraSuisse, Schweizer Fleisch, per kg 9.90 statt 17.– 40% ** Pilatussteak, TerraSuisse, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.25 statt 2.10 40% Piccata-Schnitzel, TerraSuisse, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 2.55 statt 3.70 30% Rindfleischvögel, Schweizer Fleisch, per 100 g 1.95 statt 2.60 25%

Feigen frisch, aus der Türkei, pro Stück –.80 statt 1.20 33%

Mini-Cordon-bleu Caprese oder Hawaii, Schweiz, per 100 g, z.B. Caprese 2.75 NEU *,**

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MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 71

Kleines Bohnen-Lexikon

Hintergrund

Wissenswertes rund um Bohnen

Mehr Rezepte unter saison.ch

Schlank und rank Man unterscheidet Bohnen in Länge, Farbe und Form. Schmackhaft sind sie aber alle. Wer sie einlegt oder tiefkühlt, hat auch im Winter etwas von den köstlichen Stängeli.

Herkunft Bohnen wurden einst in Südamerika kultiviert und von den Spaniern nach Europa gebracht. Es gibt zahlreiche Sorten und Formen. Heute sind Europa und Ostasien die Hauptanbaugebiete.

Stangenbohnen Sie ranken besonders hoch und erreichen dabei eine Höhe von bis zu drei Metern. Das erschwert zwar die Ernte, doch dafür punkten Stangen­ bohnen mit einem vergleichs­ weise hohen Ertrag.

Inhaltsstoffe Der hohe Gehalt an Nahrungsfasern fördert die Verdauung. Nicht umsonst heisst es: Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen. Weil zudem viel pflanzliches Eiweiss in ihnen steckt, sind Bohnen für Vegetarier und Veganer eine dank­ bare Proteinquelle. Die Zugabe von Kümmel, Bohnenkraut oder auch Fenchelsamen machen Bohnen bekömmlicher.

Butterbohnen Wie der Name schon sagt, sind Butterbohnen butterzart. Sie haben nur kurze Zeit Saison. Frische Butterbohnen, auch Wachsbohnen genannt, sollten frei von Flecken sein. Sie lassen sich sehr gut in Gläsern einmachen.

Rüsten und zubereiten

Die meisten Bohnensor­ ten müssen heutzutage nicht mehr gefädelt werden. Man schneidet nur noch die Spitze und den Stilansatz ab. Tipp: Damit sie ihre attraktive grüne Farbe behalten, werden die gekochten Bohnen mit Eiswasser abgeschreckt.

Bild: StockFood

Nur gekocht geniessen Bohnen dürfen niemals roh verzehrt werden. Der enthaltene Eiweiss­ stoff Phasin kann heftige Magen­Darm­Beschwer­ den verursachen. Des­ halb sollte man alle <Bohnensorten immer kochen, denn durch das Garen wird der Giftstoff zerstört. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Buschbohnen

Coco-Bohnen Die flachen, breiten Hülsen der Coco­Bohne sind schnell zubereitet, weil sie keine Fäden haben und man sie rasch in mundgerechte Stücke schneiden kann. Ihr Aroma ist kräftig. Weil sie sich gut schichten lassen, sind sie für Gemüseterrinen empfehlenswert.

Saubohnen Von den dicken Bohnen, auch Saubohnen genannt, verwendet man die frischen, hellgrünen Samen. Im Mittelmeerraum werden sie bevorzugt als Antipasti oder in Eintöpfen mit Speck und Zwiebeln serviert.

Bei den Buschbohnen unter­ scheidet man nach Länge, Querschnitt und Farbe. Die zarten Hülsen eignen sich besonders gut für Salate und asiatische Rührgerichte sowie als Beilage zu Fisch und Fleisch.


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MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 73

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Von klein auf Spass am Zähneputzen Wer seinen Nachwuchs motivieren kann, die kleinen Beisserchen sorgsam zu pflegen, legt einen Grundstein für gesunde Zähne bis ins hohe Alter. Sehr praktisch sind dafür die Zahnpasten der Candida-Lilibiggs-Linie – und das nicht nur, weil sie für Kids besonders schmackhaft sind. Sie versorgen den weichen Schmelz der Milchzähne mit Mineralien und schützen ihn so vor Karies. Weil Kleinkinder beim Putzen auch mal gerne versehentlich Zahnpasta schlucken, gibt es speziell für sie eine Sorte mit weniger Fluorid und Kalzium. Auch die Lilibiggs-Zahnbürsten fördern die Bereitschaft zur gewissenhaften Zahnpflege, denn sie sind farbenfroh gestaltet und für kleine Hände ergonomisch geformt. Die Modelle für die Kleinsten haben sogar einen Saugnapf zum Aufstellen.

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Die Milchzähne im Kindesalter müssen besonders sorgfältig gepflegt und auch geschützt werden.

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Jedem Besitzer einer Abwaschmaschine graut es davor: Das Geschirr wird nicht mehr

richtig sauber. Dann reinigt man auf Verdacht das Sieb – meist eine unangenehme Aufgabe, weil man dafür fast in die Maschine kriechen muss. Dabei lassen sich Verunreinigungen in der Maschine meist problemlos verhindern. Regelmässiges Reinigen mit einem Maschinenpfleger – am besten im Abstand von ein bis zwei Monaten – befreit die Maschine, die Heizstäbe und das Sieb von Fett- und Kalkrückständen. Der Maschinenpfleger Supreme von Handymatic macht das Reinigen einfach: Die Flasche kopfüber in den Besteckkorb stellen und die leere Maschine ein Mal durchlaufen lassen. Ablagerungen und Essensreste werden auch an schwer zugänglichen Stellen entfernt. Regelmässige Pflege sorgt somit nicht nur für hygienische Sauberkeit, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Abwaschmaschine.

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80 | MM37, 7.9.2015 | MIGROS-WELT

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Ab ins Glas! Spätsommerzeit ist Erntezeit. Endlich ist das liebevoll gezogene Obst und Gemüse reif und kann für den Winter konserviert werden. Es braucht aber keinen eigenen Nutzgarten, um Konfitüre, Gelee und Sirup selbst herzustellen: Die Migros hat ein reichhaltiges Angebot an frischen Früchten, die sich prima zum Einmachen eignen. Da wären die Zwetschgen für die feine Konfi, die Kürbisse für das feurige Chutney, die Beeren für den süssen Sirup oder die Äpfel für das erfrischende Kompott. Wie schön, wenn man zu jeder Jahreszeit hausgemachte Köstlichkeiten geniessen kann.

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Schauen Sie den RegionenVertretern bei der Kürbisernte zu. ausderregion.ch

Nicolas Aymon ist

stellvertretender Filialleiter in der Migros Moutier. In seiner Freizeit wandert er viel. Der Naturpark Thal in der Region ist für ihn ein landschaftliches Highlight, das viele nicht kennen. Er lädt den Kollegen auf eine Wanderung entlang der Trockenmauer ein.

Aus der Region. Für die Region.

Kürbis im Rucksack Kürbisse vom Gehrenhof Agnes und Albert Hügeli bewirtschaften den Hof in Brislach in zweiter Generation. Rund 50 verschiedene Sorten Kürbisse baut die Familie jedes Jahr an. Fünf beliebte und schmackhafte Sorten liefern sie davon an die Migros.

Kevin Berger ist Detailhandels­ fachangestellter in der Migros Brunaupark. Er besucht die Genossenschaft Basel.

Migros-Mitarbeitende stellen sich gegenseitig ihre Region vor. In Basel lädt Nicolas Aymon seinen Kollegen aus Zürich zur Wanderung im Naturpark Thal ein. Danach geht es zur Kürbisernte nach Brislach BL. Text: Claudia Schmidt Bilder: Jorma Müller, Anne Gabriel-Jürgens, Marvin Zilm Illustration: Noël Fischer


MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 83

Zur Genossenschaft Basel gehören Filialen

in den Kantonen Basel, Baselland, Jura sowie Bern (Moutier) und Solothurn (Brei­ tenbach, Dornach). Fotorätsel

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E

ntlang der Trockenmauer auf dem Probstenberg im Naturpark Thal grasen Kühe. Kein Zaun trennt die neugierigen Weidetiere von den Wanderern – ein Erlebnis besonderer Art. Kommen sie einem zu nahe, hilft ein beherz­ ter Sprung über die kleine Natursteinmauer. Dass Nicolas Aymon aus der Migros Moutier seinen Kollegen Kevin Berger aus der Migros Brunaupark in Zürich hierher ein­ geladen hat, geschah nicht ohne Grund: Im Rahmen gegenseitiger Besuche erhalten Migros-Mitarbeitende einen Einblick in andere Regionen und erfahren Wissenswertes über deren Produkte und Produzenten. Das Schönste neben dem herrlichen Ausblick: ein feines Picknick, bei dem die alte Trockenmauer als Tisch dient. Zum Es­ sen hat Nicolas Aymon auch einen kleinen Kürbis aus der Region dabei – denn den kleinen Knirps kann man auch roh knab­ bern. Das stimmt schon auf den anschlies­

senden Besuch auf dem Hof von Familie Hügeli ein. Auf dem Gehrenhof in Brislach BL bauen die Hügelis Kürbisse an. Ende Sommer steht der Hof im Zeichen der dicken Kolosse, und es entstehen ganze Kürbiswelten. Doch vor dem Kürbisfest steht die Ernte.

Auf der Trockenmauer im Naturpark Thal geniessen die Migros-Mitarbeitenden Kevin Berger (l.) und Nicolas Aymon ihr Picknick.

können Sie täglich tolle Preise gewinnen. Dabei müssen Sie nur die Sehens­ würdigkeiten Ihrer Region richtig er­ kennen. Gewinnen Sie jeden Tag eine «Aus der Region. Für die Region.»­ Geschenkkarte im Wert von Fr. 50.–, alle 14 Tage ein Wochen­ ende für zwei Perso­ nen in der Region. Zum Abschluss des Fotorätsels per Ende September gibts einen Hauptpreis: Unter allen Teilneh­ menden verlost die Migros ein GA der SBB für die erste Klasse. Alle Informationen zum Gewinnspiel: www.ausderregion.ch

Auch Kürbisse ernten will gelernt sein

Albert Hügeli zeigt auf dem Feld, wie ge­ erntet wird: «Reife Muskatkürbisse erkennt man leicht daran, dass die grüne Farbe ins Gelbe wechselt.» Erst wird der Kürbis samt Stängel abgeschnitten, der dann wiederum gekappt wird – so können die grossen Exem­ plare später leichter aufeinandergestapelt werden. Die Schwergewichte werden unter vereintem Krafteinsatz auf den Wagen gehoben, dann zum Hof transportiert, wo sie gewaschen werden. Die Migros­Mitarbeiter staunen: «So ein Kürbis macht viel Arbeit, bevor er in den Laden kommt», findet Nico­ las Aymon. MM

«Aus der Region. Für die Region.» ist das Versprechen der Migros, in jeder Region eine grosse Vielfalt an Produkten anzubieten, die in der Region her­ gestellt werden und auch nur in der Region erhältlich sind. Dank jahrzehntelangem Engagement umfasst das Migros­Sortiment heute rund 8000 regionale Produkte.


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MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 85

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werden von der Gärtnerei Emil Huber AG in Altwis LU produziert. Sie eignen sich für den Balkon und den Garten. Chrysanthemen mögen es sonnig, die Erde darf allerdings nie aus-

trocknen. Die blütenreiche Pflanze bringt Farbe in den grauen Herbst und blüht von September bis November. In dieser Zeit gibt es sie in allen Do it + Garden und grossen Supermarktfilialen der Genossenschaft Migros Luzern,

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Luzern

Peter Christen, Fach­ leiter im Do it + Garden Länderpark Stans rät, Blumenzwiebeln vor dem Frost zu setzen.

Farbe im Beet

Frühlingsvorbereitung Um sich im Frühling über einen farbenfrohen Garten zu freuen, muss man im Herbst die Blumenzwiebeln pflanzen. Die Do it + Garden-Filialen der Migros Luzern bieten eine grosse Auswahl an Zwiebelpflanzen. Text: Antonia Reinhard

Tipp

Herbstpflanzen Aktuell gibt es eine grosse Auswahl an «Aus der Region. Für die Region.»-Topfpflanzen in den Do it + Garden-Filialen der Migros Luzern.

S

Bild: Marisa Michlig

chneeglöckchen und Krokusse sind Ende Februar, Anfang März die ersten Frühlingsboten. Diesen Frühblühern folgen die Narzissen, Hyazinthen und Tulpen. Was im Frühling blühen soll, wird im Herbst gesteckt. «Frühjahrszwiebeln werden im Herbst gepflanzt, weil sie eine anhaltende, kontinuierliche

Kälteperiode für die Wurzelentwicklung brauchen», erklärt Peter Christen, Fachleiter Blumen im Do it + Garden Länderpark Stans. «Die Regel lautet: Frühjahrsblumen müssen vor dem ersten Frost gepflanzt werden.» Am besten sollten die Zwiebeln so rasch wie möglich nach dem Erwerb eingepflanzt werden. In einer trockenen und kühlen

Umgebung zwischen 10 und 15 Grad Celsius sind sie aber noch kurze Zeit haltbar. Hinweise zu den verschiedenen Eigenheiten der Blumen sowie zur Einpflanzung und Pflege sind auf allen Blumenzwiebelpackungen vermerkt. Peter Christen gibt noch einen Tipp: «Mit ein wenig Dünger blühen die Pflanzen im Frühling besonders lange.» MM


86 | MM37, 7.9.2015 | MIGROS-WELT

Annalise Wicki ist eine engagierte Kursleiterin, die ihre Schüler nach allen Regeln der Kunst motiviert.

Termine

Klubschule Weiterbildung

Das bieten die Kurse

Intensivkurs

Folgende Fächer umfasst die Handelsschule mit Diploma

• Schriftliche Kommunikation • ECDL BASE: International anerkanntes Zertifikat für Computeranwender • Typing Skills Certificate • Rechnungswesen • Recht • Betriebswirtschaftslehre • Zeitmanagement, Teamverhalten Kursstart Handelsschule

Lehrgang berufsbegleitend, 1 Jahr: Luzern und Zug, ab 12. Oktober Lehrgang kompakt, 3½ Monate: Luzern, ab 13. Oktober Mehr auf klubschule.ch, Stichwort: Handelsschule; 041 418 66 66

Im Lehrgang Handelsschule Kompakt der Klubschule Migros Luzern werden die Inhalte der Handelsschule neu in nur drei Monaten vermittelt, oder berufsbegleitend in einem Jahr. Text und Bild: Stefan Scherrer

A

ls kaufmännische Grundausbildung ist sie längst ein Klassi­ ker: die Handels­ schule. Sie ist ideal für Personen, die über eine Erstausbildung verfügen und eine Jobverände­ rung in Richtung Büro planen. Die Ausbildung passt sich den Bedürfnissen der Wirtschaft stetig an. «Die Informatik hat im Lehrplan klar an Bedeutung gewonnen», beobachtet Dozen­ tin Annalise Wicki, die im Lehrgang das Fach Computer­ anwendung unterrichtet. Verändert haben sich auch die Ausgangslagen der Teilneh­ menden. Heute erweitern in der

Handelsschule immer mehr Personen aus dem Gewerbe und dem Dienstleistungssektor ihr berufliches Spektrum. Hand­ werker sind oft besonders moti­ viert. «Ihre grosse Motivation ist spürbar und sie sind sehr neugierig auf den Lernstoff, der sie mit weniger geläufigen Bereichen bekannt macht», beobachtet Annalise Wicki. Diese Energie überträgt sich auf alle Teilnehmenden. Nach eigenen Bedürfnissen lernen

Mit vier Schultagen in der Wo­ che ist die Intensität im Kom­ pakt­Lehrgang hoch: «Die Teil­ nehmenden bleiben so konzen­

triert beim Thema, auf den Ler­ nerfolg wirkt sich das positiv aus», erklärt Annalise Wicki. Sie leitet dazu an, das Lernen nach den eigenen Bedürfnissen aus­ zurichten. Ältere Studierende ermutigt sie, sich angstfrei auf neue Bereiche einzulassen, gerade auch in der Informatik. Jüngere fordert sie auf, Verant­ wortung zu übernehmen, auch für das eigene, selbständige Lernen. Auch in dieser Hinsicht können alle voneinander profi­ tieren. Für Annalise Wicki ist der schönste Moment, wenn hinter dem Bildschirm ein Augenpaar freudig leuchtet: alles verstanden! MM


MIGROS-WELT | MM37, 7.9.2015 | 87

Für den Aus­ bildungsstart im August 2016 sucht die Migros Luzern neue Talente.

Sprachleitende im Integrations­ bereich ­ fide: Die Klubschule bietet die Zusatzausbildung an und ist offiziell annerkannt.

Sprachkursleiter

Anerkannt kompetent Die Klubschule ist eines von wenigen, offiziell anerkannten Bildungs-

instituten für die Zusatzausbildung Sprachkursleitende im Integrationsbereich – fide. Migrantinnen und Migranten finden sich schneller und besser zurecht, wenn sie die Landessprache beherrschen. Wesentlich ist die Fähigkeit, sich in alltäglichen Situationen verständlich auszu­ drücken. Kantone und Gemeinden verlangen von Sprachkursleitenden zunehmend, dass sie ihren Unterricht szenariobasiert nach fide-Prinzipien gestalten. Verschiedene Kantone, darunter der Kanton Luzern, unterstützen diese Weiterbildungen auch finanziell. Die Klubschule bietet drei Module an, die zur Anerkennung «Sprachkursleitende im Integrationsbereich - fide» führen.

Offene Stellen! Informationen auf new-talents.ch

Module «Sprachkursleitende im Migrationsbereich - fide»

• Fremd- und Zweitsprachendidaktik • Migration und Interkulturalität • Szenariobasierter Unterricht nach fide-Prinzipien Informationen auf www.klubschule.ch, Suchwort: fide; 041 414 66 66

Klubschul-Tipp

Leckeres zum Mitnehmen Abschalten und den Bärenhunger stillen. Ist die Zeit knapp,muss es erst

recht besonders munden. Sandwich? Klar, aber muss da immer wieder das Gleiche zwischen die Scheiben? Kochen zum Mitnehmen inspiriert zu abwechslungsreichen Gerichten, die Energie spenden. Salate, Pasta, Wraps und raffinierte Sandwiches: Feine Speisen, die schnell zubereitet sind. So wird auch die kurze Pause zum grossen Aufsteller! Nächster Kursstart 6. November, 19 Uhr, Luzern, Küche Tribschenstrasse 104 Infos auf klubschule.ch, Suchwort: mitnehmen

New Talents

88 offene Grundbildungsstellen in der Zentralschweiz Die Migros ist nicht nur eine attraktive Arbeitgeberin, sondern bietet Lernenden optimale Bedingungen für einen guten Start in ihr Berufsleben. Denn wer sich eine Grundbildungsstelle bei der Migros sichert, hat auch mit Blick auf eine mögliche Weiterbeschäftigung nach Lehrabschluss gute Karten: Durchschnittlich schliessen 99 Prozent der Lernenden der Migros Luzern ihre Grundbildung mit Erfolg ab und konstant werden über 80 Prozent davon auch weiterbeschäftigt. Es gibt 14 verschiedene Berufsarten in der ganzen Zentralschweiz. Die grösste Zahl der Abgängerinnen und Abgänger kommt

aus dem weiten, branchenüberspannenden Feld des Detailhandels. Am anderen Ende des Spektrums finden sich Berufsarten, in denen jährlich gerade einmal zwei Jugendliche ihre Ausbildung abschliessen – etwa im Strassentransport, wo die Lernenden ab dem zweiten Grundbildungsjahr für den Transport von Gütern wie auch für das Fahrzeug verantwortlich sind. Neu bietet die Migros Luzern die Ausbildung zum Fachmann/-frau Automobil EFZ (Nutzfahrzeuge) in der Betriebszentrale in Dierikon oder zur/m Küchenangestellte/n EBA in Sarnen und Schwyz an. MM Informationen zu offenen Grundbildungsstellen auf www.new-talents.ch.


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Ihr Reiseprogramm Route 1

Arrangementpreis pro Person

Tag 1 Basel. Busanreise nach Basel. Nostalgie-Tramfahrt in Basel. Anschliessend heisst Sie die Crew an Bord von Excellence willkommen. Sie beziehen Ihre Schiffskabine und um 15.30 Uhr heisst es «Leinen los». Bei Kaffee, Kuchen und einem Willkommensdrink geniessen Sie den Blick auf die Flusslandschaft. Es folgt der Höhepunkt Ihrer Reise mit dem grossen Gala-Menü im Excellence-Restaurant. Sie erfahren Interessantes zur Philosophie der Küche, den Zutaten und der Idee hinter den einzelnen Gängen. Sie können sich für eine harmonisch abgestimmte Weinbegleitung entscheiden oder Weine aus der eigens für den Abend zusammengestellten Weinkarte wählen. Der Sommelier des Abends wird Sie gerne beraten. Lassen Sie den Abend an der Bar oder bei entspannter Pianomusik in der Lounge ausklingen.

Kabinentyp 2-Bett-Kabine Hauptdeck, 13 m2 2-Bett-Kabine Mitteldeck, frz. Balkon, 16 m2 2-Bett-Kabine Oberdeck, frz. Balkon, 16 m2 Mini-Suite Mitteldeck, frz. Balkon, 17 m2 Mini-Suite Oberdeck, frz. Balkon, 17 m2

Tag 2 Strassburg. Ankunft mit dem Schiff. Frühstücksbuffet à la Excellence. In Strassburg haben Sie Zeit durch die romantischen Gassen zu schlendern und erleben eine romantische Bootsfahrt auf dem Flüsschen Ill. Rückreise mit Komfortreisebus in die Schweiz. Ihr Reiseprogramm Route 2 Reise in umgekehrter Richtung: Strassburg – Basel. Preise & Leistungen An- & Rückreise mit Komfortreisebus zum Schiff • 2 Tage Excellence-Flussreise in der gewählten Kabine • Excellence Gourmetfestival: Gourmet-Abend mit mehrgängigem Menü eines Spitzenkochs • Frühstück an Bord Nicht eingeschlossen Buchungsgebühr (Fr. 20.–, entfällt bei Internet-Buchung), Getränke, persönliche Auslagen, Trinkgelder, Annullierungskosten-Versicherung

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Katalogpreis 430.– 490.– 530.– 550.– 610.–

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Sofortpreis 295.– 375.– 395.– 425.– 495.– 45.–

Sofortbuchungspreise sind beschränkt gültig bis 30.09.15 – sofort buchen lohnt sich! Abfahrtsorte Wil p 09:15 / 08:00 | Winterthur-Wiesendangen SBB 09:45 / 08:30 | Zürich-Flughafen p 10:15 / 09:00 | Baden-Rütihof p 11:00 / 10:00 | Burgdorf p 10:45 / 08:45 | Bern 10:15 / 08:00 | Basel SBB 12:00 / 10:00 Lausanne und Fribourg, Abreise 03.11., 20.11., 21.11. auf Anfrage Information & Buchung Reisebüro Mittelthurgau Fluss und Kreuzfahrten AG, Oberfeldstrasse 19, CH-8570 Weinfelden, Tel. 071 626 85 85, info@mittelthurgau.ch. Online-Buchung auf www.mittelthurgau.ch

2376

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Leben MM37

Familienumfrage Was passiert, wenn Sie schlechte Laune haben? 1. Es kommt vor, dass ich die Kinder anschreie. (85%) 2. Ich gönne meiner Familie und mir eine Auszeit,

In Zusammenarbeit mit

bis ich mich wieder beruhigt habe. (9%)

3. Ich schlucke die Wut runter und lasse sie

später an meinem Mann aus. (6%)

Knigge reloaded

Wie reagieren Sie, wenn sich Ihr Tischnachbar daneben benimmt?

Soll man Freunde auf schlechte Essmanieren hinweisen?

Migrosmagazin.ch

Richtig oder falsch? Alle Rinder in der Schweiz dürfen auf die Weide. Falsch! Auch wenn

Illustrationen: Andreas Klammt, Muxxi/die Illustratoren; Bild: Stefan Sulzer

die Schweiz von Kuhweiden über­ sät scheint, ist der Auslauf ins Freie nach Tierschutz­ gesetz nicht vorge­ schrieben und wird daher auch nicht von allen Rinder­ haltern praktiziert. Auch Stroh im Stall ist nicht vor­ geschrieben. Nur etwa die Hälfte der in der Schweiz geschlachteten Tiere stammt aus Label­Mastbetrie­ ben wie Weide­ Beef oder Bio, bei denen Stroh und Weidegang vor­ geschrieben sind.

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Manchmal geschieht es, dass man mit Freunden oder Bekannten essen geht, und jemand kaut mit offenem Mund. Oder leckt das Messer ab. Auch wenn man sich davon abgestossen fühlt, gilt hier das Gleiche wie bei Garderobenverstössen: Sie müssen ein sehr enges Verhältnis zu der betreffenden Person haben, um auf den Fauxpas hinweisen zu können. Ich wiederhole: ein sehr enges Verhältnis. Das hat man (wenn man Glück hat) mit so ungefähr drei bis fünf Personen auf der Welt. Die Grundregel lautet also: Die besten Manieren haben diejenigen, welche über die schlech­ ten ihrer Freunde schweigen. Falls Ihnen das Schweigen nicht leicht fällt, rufen Sie sich ins Bewusstsein, dass Sie selbst in Ihrer Bilanz gewiss auch den einen oder anderen Ausrutscher aufweisen. Denken Sie an die stonewashed Jeans­Shorts, die Sie letzten Sommer trugen. Da hat auch keiner was gesagt.»

Daher gilt: Wer

Fleisch von Weide­ rindern konsumie­ ren möchte, greift auf entsprechende Label zurück.

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92 | MM37, 7.9.2015 | LEBEN

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Tomatenstaude gegen Mücke Direkt vor das Schlafzimmer gepflanzt, sorgen Tomaten

dafür, dass Mücken erst gar nicht ins Haus kommen. Das klappt auch im Balkonkistli.

Garten

Schwirr ab! Warum gleich zum Giftspray greifen? Ist doch gegen lästige Insekten wie Mücken, Wespen oder auch Ameisen so manch ein Kraut gewachsen.

Die Deutsche und die Gemeine Wespe naschen beide gern Süsses und Fleisch. Ein Topf Basilikum auf den Gartentisch gestellt, verdirbt ihnen den Appetit.

Text: Almut Berger

S

sssss … Klatsch! Diese eine Mücke mag zwar Geschich­ te sein, der friedliche Abend bei Wein und Kerzenschein auf dem Balkon aber leider auch. Denn bereits erfüllt das nervtötende «Ssssss» weiterer anstürmender Plagegeister die Luft. Kommt Ihnen diese Szene be­ kannt vor? Clevere Gärtner sorgen vor und bestücken ihren Sitzplatz mit Pflanzen, welche die Blutsauger nicht riechen mögen. Je grösser die Vielfalt dieser sogenannten Schutz­ pflanzen, desto höher die Chance auf ungestörte Mussestunden. Klassiker unter den Schutzpflanzen sind jene, die nach Zitrone duften, also Zitrusbäume wie Zitrone, Orange, Mandarine und Kumquat, aber auch Kräuter wie Zitronenmelisse, Zitronenthymian, Zitronengras oder Zitroneneisen­ kraut. Ebenfalls zu den Mücken­ vergraulern zählen Katzenminze, Eukalyptus, Wermut, Nelken, diverse Duftpelargonien und die Weihrauchpflanze. Letztere mögen Motten übrigens auch nicht riechen, was ihr den Übernamen «Motten­ könig» eingebracht hat. Weniger bekannt ist die abschreckende Wir­ kung von Tomatenstauden: Direkt vors Schlafzimmer gepflanzt, sorgen sie für einen ungestörten Schlaf. Das

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Gleiche gilt für Nussbäume, weshalb man vor alten Bauernhäusern oft einen grossen Wallnussbaum findet. Wird draussen gegessen, sind es meist Wespen, die nerven. Ähn­ lich den Mücken halten auch sie sich möglichst von Zitronenduft fern. Als Schutzpflanzen haben sich ge­ gen die kleinen Raubinsekten weiter Basilikum und Knoblauch bewährt. Ätherisches und Mischkultur

Ameisen mögen beim Essen direkt zwar weniger lästig sein, bringen durch ihren Nestbau aber gern Terrassenplatten zum Wackeln. Die Wucherblume, die zur Familie der Margeriten gehört, hält die fleis­ sigen Grabmeister fern. Ätherisches wie Lavendel, Thymian, Wacholder, Tausendgülden­ und Zitronenkraut – gepflanzt oder auf der Ameisen­ strasse ausgelegt – vergällt ihnen den Spass ebenfalls. Manche Gärtner schwören auch auf Kerbel. Wo Ameisen, da sind Blattläuse nicht weit. Hier helfen Mischkultu­ ren: Lavendel bei den Rosen, Boh­ nenkraut im Gemüsebeet und Kapu­ zinerkresse und Brennnesselstauden im Obstgarten. Ein altes Hausmittel ist die Brennnesseljauche. Doch Achtung: Diese stinkt nicht nur der Blattlaus, drum besser nicht direkt neben der Terrasse einsetzen! MM

Bilder: istockphotos (8)

Basilikum gegen Wespe


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Brennnessel gegen Blattlaus

Brennnesseln stinken der Blattlaus, als Unterpflanzung wie auch in Jaucheform. Dafür locken sie Schmetterlinge an. Und die sind willkommen!

LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 93

Gewinnen Sie eine Box TrauermückenStopp! Migrosmagazin.ch/ gluecksgriff

Gartenblog

Bohne, Bluescht & Berger

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Machen Sie mit! Migros-MagazinJournalistin Almut Berger tauscht sich auf ihrem Gartenblog auf Migrosmagazin. ch/garten mit anderen Hobbygärtnern aus. Erzählen auch Sie von Ihren Erfolgen und Niederlagen. Und posten Sie Ihre Fotos.

Lavendel gegen Ameise

Wackelnde Sitzplatzplatten? Eine Randeinfassung mit ätherischen Kräutern vergällt den Ameisen den Spass am Buddeln. Und sieht erst noch hübsch aus.

Do it + Garden ist Sponsor der wöchent– lichen Gartenverlosung auf Migrosmagazin.ch/ garten


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LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 95

Migros-Bank-Ratgeber

Das Sparkonto lohnt sich nicht mehr. Diese Aussage hört man derzeit sehr häufig. Doch stimmt das tatsächlich? Die Schweizer horten Bargeld wie noch nie. Ganz nach dem Motto «Cash … What else?». Gigantische 710 Milliarden Franken halten sie gemäss Nationalbank in Form von Barem sowie auf Sparkonten. Pro Kopf der Bevölkerung ergibt das im Schnitt knapp 90 000 Franken. Zudem wächst dieser Bestand je­ des Jahr um 35 Milliarden Franken (pro Kopf um gut 4000 Franken). Gleichzeitig halten sich Herr und Frau Schweizer mit dem Kauf von Aktien noch immer stark zu­ rück. Doch wie vernünftig handeln die Leute, wenn sie ihre Ersparnisse trotz der rekordtiefen Zinsen einfach auf dem Konto lassen?

Albert Steck ist verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir die Entwicklung der Lebenshaltungskosten heran­ ziehen. Denn Sparen bedeutet vereinfacht gesagt, dass der Konsum von heute auf einen späteren Zeit­ punkt aufgeschoben wird. Folglich sollte der Zins mindestens so hoch sein wie die Inflation, damit Sie als Sparer nicht an Kaufkraft verlieren. Diese Bedingung war in den letzten vier Jahrzehnten praktisch immer erfüllt, wie die Grafik verdeutlicht. Diese zeigt den Zinssatz auf dem Anlagesparkonto der Migros Bank im Vergleich zum Landesindex der Konsumen­

K

Sparer verdienen noch immer gutes Geld Inflation

7% 6% 5%

Zins Sparkonto

4% 3% 2% 1% 0% –1 % 1976

1980

1984

1988

1992

1996

2000

2004

2008

2012

2016

So haben sich der Zinssatz auf dem Anlagesparkonto der Migros Bank und der Landesindex der Konsumentenpreise in den letzten 40 Jahren entwickelt.

tenpreise. Einzig von 1979 bis 1983 mussten die Sparer einen rea­ len Wertverlust hinnehmen. Wie Sie der Grafik weiter entneh­ men können, war das Sparkonto von 1994 bis 2000 besonders einträglich, als der Zins stets mindestens zwei Prozent über der Inflationsrate lag. Und heute? Aktuell zahlt das Anlage­ sparkonto 0,25 Prozent Zins, wäh­ rend die Jahresteuerung –1 Prozent beträgt. Vorderhand bleibt die Kaufkraft der Sparer also erhalten. Allerdings dürfte die Inflation ge­ mäss Prognose der Nationalbank per Ende 2016 wieder über die Null­

marke steigen. Und ob die Noten­ bank den Leitzins von derzeit –0,75 Prozent bis dahin ebenfalls anhebt, ist zu bezweifeln. Die anhaltende Stärke des Frankens spricht gegen höhere Zinsen. Für Ihre Ersparnisse heisst das: Das reale Guthaben auf dem Konto wächst zwar immer noch mit über 1 Prozent. Längerfristig aber sollten Sie daneben weitere Anlageformen berücksichtigen, um sich gegen stei­ gende Inflationsraten abzusichern. Hilfreiche Tipps dazu habe ich im Internet unter Blog.migrosbank.ch für Sie zusammengestellt. MM

Mamma mia

Zauberworte

Kennen Sie die Zauber­ worte? Klar kennen Sie die. Meine Kinder selbstverständ­ lich auch. Ida und Eva können so schön Danke und Bitte sagen, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Die beiden sind halt wunder­ bar erzogen. Sollte es trotz­ dem mal mit dem guten Benehmen hapern, rufe ich «Zauberwort!» – schon besinnen sich die Kinder.

Tut mir leid, das war scham­ los gelogen. Meine beiden sind, wie Kinder eben sind.

Manchmal vergessen sie die magischen Worte. Einfach so, ohne böse Absichten. Viel­ leicht, weil sie es eilig haben, vielleicht, weil die Situation sowieso sonnenklar ist. Ich habe aufgehört, das persönlich zu nehmen. Dressureinlagen à la «Wie sagt man richtig?» gibts bei mir nur noch selten. Das bringt erfahrungsgemäss wenig bis gar nichts. Im schlimmsten Fall wieder­ holen die Kinder die Floskeln, ohne den Inhalt zu verstehen.

So wie Evas Kamerad Andri, der auf die Aufforderung, endlich sein Zimmer auf­ zuräumen, mit «nein danke» reagierte. Gutes Benehmen ist mehr als eine Abfolge von fest­ gelegten Floskeln und Verhaltensweisen. Kinder sind keine Zirkustiere, die auf Kommando Kunststücke vorführen. Viel wichtiger wäre es, ihnen beizubringen, warum Danke und Bitte im gesellschaftlichen Miteinan­ der wichtig sind.

Bettina Leinenbach (38)

ist Journalistin und zweifache Mutter.


96 | MM37, 7.9.2015 | LEBEN

Tipps

Familie

Schlafrituale für Kinder

So schlafen Kinder besser – und die Eltern ebenfalls Schlafplan aufstellen: Bringen Sie Kinder immer zur gleichen Zeit ins Bett und wecken Sie sie am morgen zur selben Zeit. Nickerchen vermeiden: Ab Kindergarten

sollte ein Kind tagsüber kein Nickerchen mehr machen. Lassen Sie es durch Spiel und Sport an der frischen Luft aus­ powern. Kein Computer vor dem Einschlafen:

Zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollte kein elektronischer Medienkonsum mehr stattfinden. Smart­ phone, Computer oder Fernseher gehören nicht ins Kinderzimmer. Sie regen am Abend das Gehirn unnötig an. Zudem kann das Blaulicht der Displays die Bildung des Schlaf­ hormons Melatonin hemmen. Nicht bestrafen: Eltern

sollten die Bettgehzeit nicht als Strafe ein­ setzen. Sonst könnten die Kleinen Schlaf und Bett gedanklich mit etwas Schlechtem verbinden. Medizinische Ursachen abklären:

Schläft Ihr Kind trotz­ dem konstant zu wenig oder schlecht, den Kin­ der­ oder Jugendarzt aufsuchen. Restless­ Legs­Syndrom, Schlaf­ apnoe (meist erkennbar am Schnarchen) führen zu Schlafstörungen, die gut ärztlich behandelt werden können. Kindern keinesfalls ohne ärztliche Beratung ein Schlafmittel geben – auch keine Natur­ heilmittel wie Baldrian.

Viele Kinder wollen oder können abends nicht einschlafen. Warum Schlaf so wichtig ist, und wie Eltern ihren Kindern helfen können. Text: Thomas Vogel

E

s ist 20.30 Uhr. Der zehnjährige Loris Kolb aus Böbikon AG macht sich bettfertig, putzt seine Zähne und schlüpft unter die Decke. In der Hand entweder einen Donald-Comic, ein Band der Reihe «Gregs Tagebuch» oder «Die drei Fragezeichen». Bis 21 Uhr darf er noch lesen, dann wird das Licht gelöscht. So zumindest die Theorie. In der Realität wird zwar um 21 Uhr das Licht gelöscht, doch fünf Minuten später klagt Loris: «Ich kann nicht schlafen.» Das Licht geht wieder an, und Loris liest erneut. Und er liest und liest. Im Viertelstundentakt ruft er «Tschüüüss», um dann irgendwann zwischen 22 und 23 Uhr freiwillig das Licht zu löschen und einzuschlafen. Schlaf macht schlau

«Bestehen wir darauf, dass das Licht gelöscht bleibt», so Mutter Andrea Kolb (49), «wälzt er sich murrend im Bett, jammert, er könne nicht schlafen, schläft dann aber auch erst weit nach 22 Uhr ein.» Ausser Konfrontationen also nichts gewonnen. Das geht so, seit Loris in der Schule ist. Im Kindergarten wurde er körperlich mehr gefordert und war abends müder. In der Schule, so macht es Mutter Andrea Kolb den Anschein, ist er leistungsmässig nicht ausgelastet. Entsprechend sind abends die Batterien noch geladen. Schlafmediziner Christian Neumann (53) von der Schlafklinik Bad Zurzach AG beruhigt: «So lange der Junge morgens gut aufsteht, seine Leistungen stimmen und er keine Auffälligkeiten

Bild: Gabi Vogt

zeigt, muss man sich keine Sorgen machen.» Es gibt nämlich auch bei Kindern Lärchen- und Eulen-Typen, also eher tagaktive und eher nachtaktive. Das hält sich meist ein Leben lang. In dieser Beziehung können sich Loris’ Eltern nicht beklagen. «Er steht morgens gut auf, ist in der Schule spitze und zeigt auch sonst keine Müdigkeitserscheinungen», erklärt Andrea Kolb. Das ist auch der Grund, wieso die Eltern sein Schlafverhalten akzeptieren. Der Schlafbedarf verringert sich zudem mit dem Alter, bleibt aber von Kind zu Kind verschieden. «Während Säuglinge noch 16 bis 18 Stunden schlafen, brauchen Kindergartenkinder 11 bis 13 Stunden Schlaf, Primarschüler wie Loris sollten nachts 10 bis 12 Stunden schlafen, Jugendliche etwa 9 Stunden», so Christian Neumann. Guter und ausreichender Schlaf ist entscheidend für die Gesundheit und das Verhalten des Kindes. «Schlafmangel kann dazu führen, dass sie sich schlechter konzentrieren können und in der Schule mehr Fehler machen», so der Schlafexperte. Aber auch Tages­ müdigkeit, schlechte Stimmung, Reizbarkeit, Über­ drehtheit oder mangelnde Sozialkompetenz sind Anzeichen für chronischen Schlafmangel. Solche Anzeichen zeigen sich allerdings erst nach mehreren Wochen dauerhafter Schlafstörungen. Umgekehrt belegen Studien, dass ausreichend Schlaf Kinder schlau macht. Wissenschaftler stellten nämlich fest,

dass das Gehirn während der Nachtruhe zuvor Gelerntes festigt – bei Kindern ist das sogar noch effektiver als bei Erwachsenen. Die Forscher vermuten, dass bei Minderjährigen die grosse Menge an nächtlichem Tiefschlaf für das Wissen und der Traumschlaf für das Erlernen von Bewegungsabläufen, wie zum Beispiel Velofahren, eine wichtige Rolle spielt. Einfache Rituale helfen

Schlafmediziner Neumann hält Einschlafrituale für unabdingbar. «Sie bereiten das Kind innerlich auf das Schlafen vor.» Schon das Zähneputzen vor dem Schlafengehen sei ein solches Ritual. Es setzt einen Schlussstrich unter den Tag. Gut runterfahren kann das Kind auch beim Hören einer Geschichte», so Neumann. «Danach setzt man einen Punkt, und es geht ohne weiteres Halligalli ins Bett.» Einschlafrituale vermitteln ein Grundgefühl von Sicher­ heit und Geborgenheit. Aber es gibt auch falsche Rituale. Wie etwa, wenn man das Kind ins eigene Bett nimmt. «Eltern geben dem Kind so das Gefühl, das gehöre zum normalen Ablauf und es könne erst schlafen, wenn es im Elternbett liege.» Für Loris gab es früher regelmässig Geschichten und ein Gutenachtlied. Heute geht es kürzer: die Decke schütteln, Logopädieübungen und am Rücken oder Ohr kraulen. Und dann liest er, bis er einschläft. Sonntags schläft er manchmal bis um 10 Uhr aus. Aber auch nicht immer. Ihm reichen offensichtlich 8 bis 9 Stunden. MM


LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 97

Schlafstörungen

Irrtümer und Erkenntnisse der Schlaf­ forschung. Migrosmagazin.ch

Von Schlafwandeln bis Nachtschreck Die klassischen Schlafstörungen sind – neben dem Monster unter

dem Bett – Schlafwandeln, Albträume, Bettnässen und der sogenannte Nachtschreck. «Das sind normale Schlafprobleme bei Kindern», so Schlafmediziner Christian Neumann von der Schlafklinik Bad Zurzach. «Da muss man sich als Eltern vorerst keine Sorgen machen.» Angst macht vor allem der Nachtschreck (Pavor Nocturnus),

da das Kind in dieser Phase die Augen zwar geöffnet hat, aber nicht ansprechbar ist, weil das Gehirn noch schläft. Dabei schreckt das Kind aus einer Tiefschlafphase auf, weint oder jammert und lässt sich sehr schlecht beruhigen. «Kommt bei Drei- bis Zehnjährigen häufig vor», erklärt Neumann. Das kann bis zu einer Viertelstunde dauern. Danach schläft das Kind wieder ein und kann sich tags darauf meist an nichts erinnern. Sorgen machen muss man sich als Eltern, wenn zum Beispiel das

Bettnässen auch mit zehn Jahren noch vorkommt oder wieder auftritt, was Schätzungen zufolge bei etwa jedem zehnten Kind der Fall ist. Eltern sollen sich an den Hausarzt wenden und eine Verhaltenstherapie mit dem Kind machen. Bettnässen ist für den Nachwuchs vor allem dann peinlich, wenn es in Klassenlagern passiert. Schnarchen ist bei Kindern eine Schlafstörung, bei der Schlaf-

mediziner Christian Neumann unbedingt zu einer medizinischen Abklärung rät – spätestens, wenn die Schulleistungen nachlassen. Eventuell sind die Mandeln zu gross, oder das Kind leidet an einer Schlafapnoe, einem Aussetzen der Atmung während des Schlafens. Dies kann zu Sauerstoffmangel führen. Dabei wacht das Kind in der Nacht oftmals auf und ist am nächsten Tag nicht ausgeschlafen. Loris schlief früher oft schlecht ein. Ein Ritual vor dem Zubettgehen hat ihm geholfen.

Zu einem Arztbesuch rät Schlafmediziner Christian

Neumann auch, wenn das Kind über den Zeitraum eines Monats in der Hälfte der Nächte Schlafprobleme hatte.


98 | MM37, 7.9.2015 | LEBEN

Tipps

Was tun, wenn Haustiere abnehmen? Abmagerung bei Haustieren muss sehr ernst genommen und durch wiederholtes Wiegen dokumentiert werden. Überprüfen, ob Art und Menge des Futters für das Tier unter Berücksichtigung von Alter und körperlicher Aktivität geeignet sind und ob das Tier die notwendige Futtermenge frisst.

Eine Untersuchung der Maulhöhle und eine parasitologische Kotuntersuchung durch den Tierarzt sollten regelmässig erfolgen.

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Mögliche organische Ursachen für die Abmagerung durch einen Tierarzt abklären lassen.

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LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 99

Zootierärztin

Weshalb ist Nikkie so dünn? Die gross gewachsene Tigerin Nikkie hat viel Gewicht verloren. Eine gründliche Untersuchung der Raubkatze, die erst kürzlich aus Frankreich ankam, soll Aufschluss über die Ursachen liefern. Text: Karin Federer

Bild: Walter Zoo

D

ie Freude über die Ankunft von Nikkie bei uns war riesig. Leider stelle ich fest, dass die Tigerdame für ihr Alter und ihre Grösse relativ dünn ist und auch nur sehr wählerisch frisst. Anfangs mache ich die neue Umgebung und ihren nervösen Charakter für ihre Appetitlosigkeit verantwortlich. Aber leider ändert sich auch nach einigen Monaten der Angewöhnung nichts an Nikkies Zustand. Untersuchen kann ich sie nicht so einfach, denn sie ge­ hört nicht zu den Zutraulichsten ihrer Art. Allerdings gelingt mir

eines Tages ein Blick aus der Nähe in ihr Maul. Mir fällt sofort auf, dass einer von Nikkies riesigen Eckzähnen abgebrochen ist. Vom Zoo in Frankreich, wo Nikkie herkommt, erfahre ich, dass Nikkies Eckzahn be­ reits vor dem Transport zu uns abgebrochen war. Das verheisst nichts Gutes, denn möglicher­ weise ist der Zahn infiziert und schmerzt beim Fressen. Das Röntgenbild des Kiefers verheisst nichts Gutes

Einige Tage später mache ich mich an die gründliche Unter­ suchung der Tigerin. Nachdem

Nikkie narkotisiert und einge­ schlafen ist, wird sie von sechs Pflegerinnen und Pflegern auf einer Tragbahre in den Pflege­ bereich der Tigerhöhle trans­ portiert. Es gilt, keine Zeit zu verlieren, denn ich möchte die Narkose möglichst kurz halten. Ich untersuche die Tigerin von Kopf bis Fuss und entnehme ihr Blut, um das Blutbild, die Entzündungsparameter und die Leber­, Nieren­, Muskel­ und Elektrolytwerte zu untersuchen – alles ohne Ergebnis. Nichts Gutes verheisst allerdings das Röntgenbild des Kiefers: Der Kieferknochen ist vom faulen

Zahn bereits angegriffen. Des­ halb muss der Zahn gezogen werden. Doch dafür ist ein separater Eingriff notwendig. Eine Zahnextraktion ist alles andere als einfach. Dafür brauchts einen Spezialisten. So hoffe ich, dass Nikkie sich schnell von dieser ersten Narkose erholt und ich bald den Eingriff gemeinsam mit dem Tierzahnarzt Stefan Grundmann vornehmen kann. MM

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100 | MM37, 7.9.2015 | LEBEN

So is(s)t die Jugend

V Die VegiExistenz

Tipps

Darauf sollten Sie bei Rohkost achten

Vor zwei Jahren versuchte sich mein Bru­ der als Vegetarier. Und das mitten in der Grill­ saison. Er hielt nicht lange durch. Wann immer ich ihn fragte, ob denn sein Tofu­ schnitzel schmeckte, setzte er ein tapferes Grinsen auf und be­ hauptete, es sei viel besser als mein Rinds­ plätzchen. Er gestand mir dann vor einiger Zeit, dass er irgend­ wann begann, hinter unserem Rücken Salami aus dem Kühl­ schrank zu stehlen …

Gewisse Lebensmittel wie Bohnen, Kartoffeln oder Pilze sind giftig, wenn sie roh gegessen werden. Essen Sie Gemüse und Früchte abwechselnd mal roh, mal gekocht. Beta-Karotin oder Lycopin können erhitzt besser aufgenommen werden als roh, dafür werden andere Vitamine beim Erhitzen zerstört. Bereichern Sie Ihren Speisezettel mit

Nüssen, Samen, Kernen, Keimen und Sprossen, aber auch Sojaprodukten und Meeresalgen . Wer bisher vorwiegend Fastfood gegessen hat, macht mit jedem Prozent Rohkost mehr auf seinem Teller einen Fortschritt in Richtung gesunder Ernährung Wählen Sie pflanzliche Lebensmittel in allen Farben. So decken Sie den Bedarf an bio­ aktiven Substanzen am besten. Hier schreiben die Vivai-Experten über Ernährungsfragen. Dieses Mal die Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta. In Zusammenarbeit mit

Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.

Schmackhaft und gesund: Rohes Gemüse mit raffinierten Dips.

Ernährung

Roh, aber richtig Rohkost wird als gesunde Ernährungsform

gepriesen. Doch wie gesund ist der Genuss ungekochter Lebensmittel wirklich? Text: Marianne Botta

P

rominente wie das Topmodel Gisèle Bündchen oder der Sänger Bryan Adams essen vor­ wiegend roh. Sie glauben, durch die vegane oder vegetarische Rohkost schlank, jugendlich und gesund zu blei­ ben. Ob dem tatsächlich so ist, konnte bisher nicht bewiesen werden. Die Roh­ koststudie der deutschen Universität Giessen aus dem Jahr 1998 hat gezeigt, dass Rohköstler kaum je übergewichtig sind. Die Kehrseite: Mehr als die Hälfte der untersuchten Männer und Frauen hatte Untergewicht, bei einem Drittel der Frauen blieb gar die Menstruation aus. Viele waren ungenügend mit Proteinen, Eisen, Kalzium, Zink, Iod, Vitamin D und Vitamin B12 versorgt. Ernährungswissenschaftler rieten dar­ aufhin von der Rohkosternährung ab. Diese Einstellung hat sich mittler­ weile etwas geändert, auch aufgrund einer niederländischen Studie von 2011. Sie kam zum Ergebnis: Wer viel rohes Obst und Gemüse isst, senkt sein Risiko für einen Schlaganfall um etwa 30 Pro­

zent. Dies sei, so vermuten die For­ scher, auf den hohen Gehalt an Kalium, Ballaststoffen, Vitamin C, Flavonoiden und anderen sekundären Pflanzenstof­ fen in unerhitztem Gemüse und Obst zurückzuführen. Beim Erhitzen werden diese Substanzen teilweise abgebaut oder gelangen ins Kochwasser. Ausschliesslich Rohkost kann heikel sein

Mehr rohe Kost essen ist also durchaus gesund. Sich ganz der veganen Rohkost zu verschreiben, kann aber heikel sein. Zumindest setzt diese Ernährung viel Wissen und Erfahrung voraus, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Schwierig wird eine gute Nährstoff­ versorgung dann, wenn auf sämtliche tierische Produkte verzichtet wird. Und wenn der Nährstoffbedarf besonders hoch ist, was etwa in der Schwanger­ schaft und Stillzeit sowie bei Personen, die sich im Wachstum oder im Seniorenalter befinden, der Fall ist. In all diesen Situationen ist von einer rei­ nen Rohkosternährung abzuraten. MM

Im Nachhinein sind wir uns einig – sein Versuch scheiterte vor allem aus einem Grund: Anstatt Fleisch komplett zu ersetzen, wollte er den Ge­ schmack nachahmen und wurde natürlich nie zufriedengestellt. Dabei gäbe es so viele einfache, superfeine Gerichte, mit denen sich Vegis die Grillsai­ son versüssen können und die sogar Nicht­ Vegis wie mich nei­ disch werden lassen. Etwa mit Frischkäse gefüllte Peperonis, Pilze oder Tomaten, feine Gemüsespiesse, gegrillter Camembert mit Chillisauce, panierter marinierter Mozarella, Jacket Po­ tatos, und, und, und …

Sarah Diener (19)

aus Bern beginnt in Kürze ihr Medizinstudium.

Bild: Getty Images

Rohe Lebensmittel müssen hygienisch besonders sorgfältig behandelt werden.


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102 | MM37, 7.9.2015 | LEBEN

Haben Sie eine Frage zum Thema? Kontaktieren Sie uns gesundheit@ migrosmedien.ch Gesundheit

Entzücken für den Rücken

5 Übungen zur Stärkung der Rumpfmuskeln

Über 60 Prozent der Menschen leiden unter Rückenschmerzen. In der Regel sind diese harmlos und klingen schnell wieder ab, ein Arzttermin erübrigt sich. Bei anhaltenden Schmerzen ist jedoch eine aktive Vorgehensweise angebracht: Sport und Fitness helfen.

Text: Hannu Luomajoki

Illustrationen: Gunter Rubin/Kombinatrotweiss

R

ückenschmerzen plagen nicht nur rund zwei Drittel der Bevölkerung, mindestens ein Mal jährlich. Auch das Gesundheitssystem leidet darunter: In der Schweiz verursachen Rückenschmerzen jährlich 3,4 Milliarden Franken an Kosten. Kalkuliert man die Ausgaben für Arbeitsausfälle oder Invalidität mit ein, kommt man auf 8 Milliarden Franken – pro Einwohner rund 1000 Franken im Jahr. Rückenschmerzen gehören zum Leben

Rückenschmerzen sind vergleichbar mit Schnupfen: Sie sind häufig und klingen innert zwei bis drei Wochen spontan ab. Rückenschmerzen gehören zum Leben, sind in der Regel jedoch harmlos. Eine Diagnose zu stellen, ist oft nicht möglich. Die Beschwerden sind meist unspezifisch und lassen sich auf keine strukturelle Ursache am Bewegungsapparat zurückführen. Was hilft?

Prof. Dr. Hannu Luomajoki, dipl.

Physiotherapeut, Dozent an der ZHAW und Praxis Medbase Arch­ höfe in Winterthur

Studien belegen, dass sich Rückenschmerzen oft spontan bessern. Das heisst, dass mit weiterführenden Untersuchungen zugewartet werden kann. Der grosse Teil aller Rückenschmerzen ist funktionell bedingt und muss entsprechend untersucht werden. Medizinische Untersuchungen wie Röntgenbilder oder MRI lassen keine Unterscheidung zwischen Gesunden und Personen mit

Rückenschmerzen zu. Bandscheibenschäden beispielsweise sind bei schmerzfreien Personen gleich häufig zu erkennen wie bei Personen mit Rückenschmerzen. Alle Befunde, die man hat, seien es degenerative Befunde, Abnützungsbefunde oder Diskushernien, können auch Personen haben, die keine Rückenschmerzen haben. Das ist wie mit grauen Haaren – manche haben sie, andere nicht –, und es besteht kein Zusammenhang mit Kopfschmerzen. Studien haben ergeben, dass sich die Behandlung mit Physiotherapie und Rückenübungen langfristig positiv auf Rückenleiden auswirkt. Die Ergebnisse dieser Behandlungen sind gut und günstig. Spritzen muss man nur selten setzen, ein operatives Vorgehen bleibt der letzte Ausweg. Was tun bei anhaltenden Rückenschmerzen?

Bei anhaltenden Rückenschmerzen ist eine aktive Vorgehensweise angebracht. Das kann Sport oder Fitnesstraining sein. Für einen nachhaltigen Effekt empfiehlt sich ein aktives Übungs- und Trainingsprogramm mit einem Physiotherapeuten, zum Beispiel im Rahmen einer medizinischen Trainingstherapie (MTT). So können Sie sich schrittweise die optimale Ausführung aneignen. Mit einer ärztlichen Verordnung werden die Kosten durch die Krankenkasse übernommen. MM

Kniebeugen. Zur Kräftigung von Rücken und Gesässmuskulatur. Rücken gerade halten, Knie bleiben am Ort. Das Becken möglichst weit nach hinten strecken. Vorerst 20 Wiederholungen. Wenn dies gut geht, können auch Gewichte in die Hände genommen werden.

2


LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 103

1

Dehnung der hinteren Oberschenkelmuskeln. Auf den Rücken liegen, das Bein hochstrecken, das Knie von hinten mit beiden Händen fixieren. Das Bein ca. 30 Sekunden lang hochgestreckt halten. 2 bis 3 Mal wiederholen.

3

Kräftigung der seitlichen Rumpfmuskulatur. Auf Unterarm stützen, Füsse zusammenhalten. Den ganzen Körper hochstemmen. Ziel: möglichst viele Wiederholungen in langsamem Rhythmus (bis zu 50 Mal).

4

Kräftigung der vorderen Rumpfmuskulatur. Auf Unterarme stützen, den ganzen Körper gerade halten, Füsse langsam abwechselnd anheben. Möglichst viele Wiederholungen (bis zu 50 Mal).

Tipps

Ein Arztbesuch ist oft unnötig Rückenschmerzen sind wie Schnupfen – sie kommen und gehen. Glücklicherweise sind ernsthafte Erkrankungen selten. Versuchen Sie, trotz Rückenschmerzen Ihren Alltag beizu­ behalten – auch bei starken Rücken­ schmerzen ist keine Bettruhe nötig.

Kontrolle des Beckens. Beckenkippung gegen Wand. An die Wand stellen, den Rücken möglichst flach dagegen drücken, das Becken nach Hinten kippen und die Pobacken fest zusammen­ klemmen.

5

Moderate Aktivität und Bewegung, wie zum Beispiel Spazieren, ist empfehlenswert. Auch wenn es sich komisch anhört: Rückenschmerzen, ohne Lähmungen sind kein Grund, um sich Sorgen zu machen – auch wenn sie sehr schmerzhaft sind. Zum Arzt oder Therapeuten sollten Sie, wenn: • ausstrahlende Schmerzen in die Beine oder Lähmungs­ erscheinungen vorhanden sind. • sich eine Inkontinenz einstellt. • die Schmerzen nach einer Woche immer noch gleich stark vorhanden sind. In Zusammenarbeit mit


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LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 105

30

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Tanti auguri, Super Mario! Der italienische Klempner Mario ist der Held der erfolgreichsten Videospielserie der Welt. Zu seinem 30. Geburtstag erscheint das Spiel Super Mario Maker.

reto.vogt@ migrosmedien.ch

Ratgeber

PC verkaufen Ich möchte einen alten Laptop verkaufen. Wie muss ich vorgehen? Rita Hengartner

B

Super Mario Maker für Wii U kostet Fr. 55.–. Erhältlich bei Digitec.ch.

Text: Reto Vogt

Bild: Nintendo

V

or genau 30 Jahren wur­ de das Spiel Super Mario Bros. erstmals ver­ öffentlicht. Seit damals trägt der Held bei jedem seiner Auftritte eine blaue Latzhose mit rotem Oberteil, einen Schnäuzer im Gesicht und auf dem Kopf eine Schiebermütze mit einem grossen «M» vornedrauf. Das steht für seinen Namen und für «Mamma Mia», einen beliebten Ausruf des italienischen Klempners. Super Mario verbindet Genera­ tionen. Während die Älteren unter uns das Spiel in ihrer Kindheit auf dem Super Nintendo spielten, zocken es heutige Jugendliche auf der Wii. Der Erfolg der Spiele­ reihe – knapp 300 Millionen verkaufte Exemplare sollen es zur beliebtesten Serie weltweit machen – basiert auf ihrer Ein­ fachheit. Die Ziele der 13 bis dato erschienenen Jump­’n’­Run­

Abenteuer waren seit jeher diesel­ ben: zahlreiche Münzen sammeln, sämtliche Gegner überspringen oder töten, und zum Schluss die geliebte Prinzessin Peach retten. Nie endende Herausforderungen

Pünktlich zum Jubiläum bringt Nintendo das Spiel Super Mario Maker auf den Markt. Laut Hersteller beinhaltet es standard­ mässig rund 60 Level, die dieser aus vier historischen Super­Mario­ Spielen «recycelt». Der grosse Reiz besteht darin, dass diese optisch nicht den heutigen Möglichkeiten angepasst wurden, sondern genauso verpixelt daherkommen, wie es damals Standard war. Aber das ist eigentlich nur ein nebensächlicher Bestandteil von Super Mario Maker. Die zentrale Idee ist, dass Spieler ihre eigenen Level bauen und diese anderen Nutzern via Internet gratis zum

Download anbieten. Dazu stellt der Hersteller einen Editor zur Verfügung, der sich auf dem Bildschirm der Steuerkonsole von Nintendos Wii U dank des mit­ gelieferten Stifts relativ simpel bedienen lässt. Dennoch vergehen eher Stunden als Minuten, bis das erste eigene Level fertiggebaut ist. Wer diesen Aufwand nicht leisten will, muss nicht. Jeder Spieler kann ohne Weiteres eine unlimitierte Anzahl von anderen Nutzern er­ stellter Spielwelten herunterladen. Im Test fällt jedoch auf, dass diese Level zuweilen unlösbar scheinen – das birgt grosses Frustpotenzial. Wer die sogenannte 100­Mario­ Herausforderung wählt, kann das Problem umgehen. Das ist nämlich der einzige Ort im Spiel, wo sich der Schwierigkeitsgrad auf «leicht» umstellen lässt. Ziel ist es, 10 Level zu meistern und – natürlich – Peach zu befreien. MM

Bevor Sie loslegen: Stellen Sie sicher, dass alle Daten gesichert sind. Möchten Sie den PC mit installiertem Windows verkaufen, setzen sie diesen in den Werkszustand zurück. Dazu drücken Sie kurz nach dem Start eine Tasten­ kombination – je nach PC­Hersteller z. B. F10/F11 mit oder ohne Ctrl – und folgen den Anweisungen auf dem Bildschirm. Danach können Sie die ge­ löschten Daten mit dem Gratisprogramm Eraser (Download von Heidi.ie) über­ schreiben, damit sie sich nicht wieder­ herstellen lassen.

Beim Verkauf ohne Windows laden Sie das Löschprogramm von Diskwipe.org herunter. Speichern Sie es auf einen USB­Stick und stecken Sie diesen in den alten Laptop ein. Starten Sie das Pro­ gramm und klicken Sie «Wipe Disk». Schon ist die Festplatte leer.

Reto Vogt (30),

Onlineredaktor Migros-Magazin @revogt


106 | MM37, 7.9.2015 | LEBEN

«Ich heisse Christian, bin zwölf Jahre alt und komme aus Sursee LU. Ich liebe Sport und habe schon ganz viel ausprobiert. Im Moment spiele ich Golf im Golfpark Oberkirch sowie Eishockey. Das passt sehr gut zusammen, weil man im einen Sport Einzelkämpfer sein muss und im anderen Teamplayer. Ich bin beides, und so habe ich für mich zwei Sportarten gefunden, die sich gut ergänzen.»

Kinder

Junge mit Schwung

Frische Luft, ein exakter Schlag – und schon ist Christian glücklich. Beim Golfen hat er beides regelmässig. Weil er aber Teamsport ebenso liebt, spielt er auch Eishockey. Text: Andrea Fischer Schulthess Bilder: Gabi Vogt

Mein Hobby

Der Sport Wenn du regelmässig Golf spielen möchtest, ist es von Vorteil, wenn du in der Nähe eines Klubs wohnst. Auf der Homepage der Association Golf Suisse findest du Klubs in deiner Nähe und weitere Informationen. Viel Kondition kann man beim Golfen nicht bekommen. Und im Winter gibt es relativ wenig Trainings. Deshalb ist es gut, wenn du noch ein zweites Hobby hast.

«Auf den Golfsport bin ich vor ein paar Jahren gekommen, weil meine Mutter mich für ein Lager angemeldet hat. Da war ich in der 3. Klasse. Am Ende des Lagers gab es einen Test, und weil ich den bestanden hatte, wurde ich für einen Golfkurs angenommen. Im Moment besuche ich einen Gruppenkurs, zusammen mit ein paar anderen Kindern.»

www.asg.ch

Der Klub Ich spiele im Golfpark Oberkirch im Kanton Luzern. Er gehört zur Klubschule Migros. Dort gibt es spezielle Kurse für Kinder und Jugendliche. Man kann schon mit sechs Jahren anfangen, wenn man will. www.golfpark-oberkirch.ch

«Golf gilt in der Schweiz eher als Erwachsenensport oder als etwas für Reiche. Es gibt aber auch günstige Kurse, speziell für Kinder. Wenn du ein Einzelkämpfer und gern draussen bist, könnte Golf etwas für dich sein. Wenn du auch Kondition aufbauen willst, solltest du eine zweite Sportart dazunehmen.»

«Mir gefällt es, dass man beim Golfen meist an der frischen Luft ist. Und dass man für jeden Fehler, der passiert, selber verantwortlich ist. Das beste ist aber das Gefühl, das ich habe, wenn ich einen Ball gut getroffen habe. Meine ältere Schwester spielt inzwischen auch Golf. Ab Herbst besuchen wir beide das neue Golf Sport College in Sursee, eine Golf- und EishockeySportschule. Dort kann ich 20 bis 40 Stunden pro Woche trainieren.»


LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 107

Das fragte ich mich auch, als wir nach Beromünster zogen. Wieso heisst der historische Dorfkern «Flecken»? Ist der ein Schandfleck? Ein Schmutzfleck? Inzwischen habe ich gelernt, dass ein Flecken etwas Wichtiges ist und so viel bedeutet wie «klein, aber oho!». Im Mittelalter war ein «Flecken» ein Ort, der das Marktrecht hatte. Er durfte also Märkte durchführen. Dort verkauften Händler ihre Ware, viele Leute kamen zusammen.

Eigentlich erhielten nur Städte das Marktrecht, aber es gab auch Dörfer, die so wichtig waren, dass sie sich diese Erlaubnis ergatterten.

Glarus, Appenzell, Altdorf, Langnau BE, Meiringen, Balsthal, Hermance und Frutigen. Das gab es noch nie in der Schweiz.

Heute gibt es in der Schweiz noch zwölf Fleckenorte. Nächstes Wochenende findet im Flecken von Bad Zurzach das erste «Fläckefäscht» statt – samt Mittelaltermarkt. Alle anderen Flecken sind eingeladen: Es kommen Vertreter aus Beromünster, Schwyz, Herisau,

Weisst du, wer mir das erzählt hat? Eine Journalistenkollegin, die von Zürich nach Bad Zurzach gezügelt ist. Ihr ging es wie mir: Unsere Kollegen belächelten uns mitleidig, weil wir von der Stadt in die Pampa zogen. Aber hey: Hier ist es zwar klein, aber fein. MM

Gabriela Bonin (48) beantwortet

die Fragen ihrer Töchter (14, 10, 7).

WER FÄHRT WOHIN?

Rätse lspas s WÜRFELMAGIE?

Nina spielt gerne Würfelspiele. Darum hat sie die Sache einmal genauer unter die Lupe genommen und sich überlegt, welche Zahl als Nächste auftauchen wird, wenn sie den Würfel dreht. Findest du heraus, welche es ist? Male die richtige Anzahl Punkte auf die leere Stelle des Würfels.

B

C

D

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Lösung: Nina: Bett Lutinia: Blauberge Hugo: Zelt Carido: Wald Tobi: Schwimmbad

A

Die Lilibiggs und ihre Freunde fahren weg. Aber wohin denn eigentlich? Finde heraus, wer welches Ziel hat, indem du den Strassen folgst.

Lösungen: Bei einem Würfel ergeben die gegenüberliegenden Zahlen immer genau 7. Das heisst, wenn bei A die 1 vorne ist, befindet sich die 6 auf der Rückseite, bei B ist es die 2 und die Lösung 5, bei C ist die 4 vorne und die Lösung 3 und bei D ist die 6 vorne und die Lösung 1. A=6, B=5, C=3, D=1.

Bild: Gemeinde Beromünster

(Luana, 10)


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LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 109

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Wie stark pflegen Sie Ihre Augenbrauen? Das ist mir sehr wichtig. Denn erst definierte und gepflegte Augenbrauen betonen die Augen optimal – und verstärken den Gesichtsausdruck.

Die passende Linie finden: Mit dem Bleistifttest gehts schnell und einfach.

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Ganz schön in Form Oft werden sie sträflich vernachlässigt. Oder einfach weggezupft. Dabei sind Augenbrauen enorm wichtig, denn sie verleihen dem Gesicht Kontur und Ausdruck. Text: Andrea Vogel

Bild: Dennis Stenild

A

In Zusammenarbeit mit

Illustration: Nina Tiefenbach/Kombinatrotweiss

ugenbrauen unterliegen Trends. Man erinnere sich an die 90erJahre, als die Brauen dünn gezupft wurden als wären sie mit einer krakeligen Schrift aufgemalt. Heute überwiegen wieder buschige Formen, wie sie das britische Topmodel Cara Delevingne trägt. Das ist aber kein Freipass, um Wildwuchs wuchern zu lassen. Brauen müssen voll sein – aber trotzdem auf den Punkt konturiert. «Grundsätzlich würde ich die Brauen in der natürlichen Form belassen und diese einfach optimieren», sagt Make-up-Artistin Jana Müller aus Zürich. «Buschigere Augenbrauen stehen für Jugendlichkeit, dünnere können jemanden zarter, aber auch zielstrebig wirken lassen.»

Und so kriegen Sie den Bogen richtig raus: 1. Formen

Mit dem Bleistifttest finden Sie die passende Form: Einfach den Stift senkrecht neben den Nasenflügel, in die Achse ab dem Augeninnenrand, halten. Alle Härchen, die sich nun zwischen dem Bleistift und der Nase befinden, sollten Sie zupfen. Dann schieben Sie den Stift von der Nasenwurzel diagonal zum äussersten Augenwinkel; wo der Stift die Braue berührt, befindet sich das äussere Brauenende. Der Bogen sollte zu zwei Dritteln ansteigen und zu einem Drittel abfallen. 2. Zupfen und Trimmen

Zeichnen Sie die Form zuerst mit einem Kajal vor, damit beide Brauen gleichmässig aussehen. «Augen-

brauen sollten immer genau so lang sein wie der Mund», rät Brauenstylistin Rabea Kühn von der Lashbar in Zürich. Dann her mit der Pincette! Schneiden Sie zu lange Haare mit einer kleinen Schere in Form, anstatt sie zu zupfen – so gibt es keine Lücken. 3. Betonen und Korrigieren

Die Lücken können Sie jetzt mit einem losen Augenbrauenpuder oder Augenbrauenstift auffüllen. «Die Farbe sollte aschfarbig sein und wenig Rotanteile aufweisen», so Jana Müller. «Idealerweise sollte sie ähnlich zur Haarfarbe sein.» Mit einem kleinen Bürstchen nachkämmen. Bei sehr widerspenstigen Brauen hilft vielleicht auch ein kleines AugenbrauenFixiergel. MM

Derzeit sind vollere Augenbrauen im Trend. Solche Trends kümmern mich kaum. Ob die Augenbrauen schmal, voll oder gefärbt sind, ist egal. Hauptsache, sie passen zur Gesichtsform. Welches Schönheitsritual kennen Sie von Ihrer Mutter oder Grossmutter? Wie erholsam ein Bad mit Aromen nach einem anstrengenden Tag ist. Mein Grosi hat mir das beste Körperpeeling beigebracht: Rohzucker, gemischt mit Honig. Ohne welches Beautyprodukt gehen Sie nicht aus dem Haus? Immer dabei habe ich eine Augen- und Gesichtscreme. Und den Lippenbalsam Calendula & Sheabutter von I am Natural Cosmetics.

Christa Rigozzi (32) wurde 2006 zur Miss

Schweiz gewählt. Heute arbeitet sie erfolgreich als TV- Moderatorin.


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LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 111

Bitte melde dich

Gschpänli, wo seid ihr?

Gesucht werden: (Klassen)Fotos

der Neuen Mädchenschule, Bern, 1853–2000. Für ein Forschungsprojekt über die Neue Mädchenschule und zur Illustration eines Buchs suchen wir Fotos aus dem Schulleben am Waisenhausplatz im Zentrum der Stadt Bern.

Katharina Kellerhals, E-Mail: katharina.kellerhals@nms.phbern.ch

Gesucht werden: Klassenkameradinnen und Klassenkameraden Dreirosenschulhaus Basel, Klasse 4B, 1966, Lehrer Herr P. Vökl. Für ein Treffen suche ich meine ehemaligen Gschpänli. Bitte meldet euch bei: Esther Brändle-Steble, Telefon: 061 421 15 75 oder 076 421 15 75

Gesucht werden: Schülerinnen Schulhaus Seefeld, Zürich, 4.–6. Klasse (1974–1977), Lehrer Peter Hardmeier. Für unsere Klassenzusammenkunft suchen wir noch Susanne Schindelholz, Gabi Wenger, Manuela Apelzoto und Jacqueline Bucher. Bitte nehmt Kontakt mit Maja Kretz auf. Maja Kretz, E-Mail: r.m.kretz@hispeed.ch

Gesucht wird: Buchhandlung Jäggi, Freiestrasse, Basel, 1989 oder 1990. Du, weiblich, 20-jährig, hast da gearbeitet. Ich, Jürg (22), packte Bücherlieferungen aus. Herr Lüthi war da, Dominique und viele andere. Du hast mir von einem Traum erzählt: Eine Maschine hätte ich gebaut, aus Abfall und Schrott, riesengross. Nun, 2015, ist die Maschine «gebaut». Ich würde dir gern eine CD senden. Melde dich bitte.

Jürg, Telefon: 077 460 62 68

Mitmachen

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1 Basel Einschiffung ab 15.00 Uhr, 16.00 Uhr Abfahrt 2 Strasbourg Stadtrundfahrt* am Vormittag 3 Bonn Romantischer Rhein, Stadtrundfahrt* 4 Rotterdam Kinderdijk,* Stadt-/Hafenrundfahrt* 5 Amsterdam Stadtrundfahrt* und Grachtenfahrt* 6 Düsseldorf Schöne Schifffahrt, Stadtrundfahrt* 7 Rüdesheim Fahrt mit Winzerexpress* ins Zentrum 8 Plittersdorf–Kehl Ausflug* nach Baden-Baden 9 Basel Ausschiffung und individuelle Heimreise * im Ausflugspaket (Fr. 290.– ) enthalten, vorab buchbar Abreisedaten 2015 Es het solangs het Rabatt 29.09. 200 07.10. 300 15.10.• 400 23.10.• 500 Abreisedaten 2016 Es het solangs het Rabatt 20.03. 650 05.04. 450 21.04. 250 07.05. 250 28.03. 550 13.04. 350 29.04. 250 Verändertes Reiseprogramm 2016 siehe Internet. • Hauptdeck ausgebucht

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1 Basel Einschiffung ab 14.00 Uhr, 15.00 Uhr Abfahrt 2 Wiesbaden Schifffahrt, Besuch Rhein-Main-Therme+ 3 Bad Breisig Besuch Römertherme+, Stadtbummel,

Fahrt Romantischer Rhein mit sagenumwobener Loreley

4. Baden-Baden Besuch Caracalla Therme+ oder Spa-

ziergang durch die Kurstadt 5 Bad Krozingen Busfahrt entlang dem Kaiserstuhl, Besuch Vita Classica Therme+ oder individuelles Erkunden des Kurortes 6 Basel Ausschiffung und individuelle Heimreise + im Bäderpaket (Fr. 58.–) enthalten, nur vorab buchbar

1 Basel Einschiffung, Besuch Basler Weihnachtsmarkt

(bis 23.12.), Abendessen an Bord

2 Basel–Breisach/Colmar Bustransfer zum Weihnachts-

markt nach Colmar, Abendessen an Bord, Abend an Bord oder Bummel durch das hübsche Breisach 3 Breisach–Strasbourg Brunch bis 11.00 Uhr, Besuch «Christkindelsmärik» Strasbourg, einer der ältesten Weihnachtsmärkte Frankreichs (Abreise 30.12. Stadtrundfahrt/-gang statt Weihnachtsmarkt), Abfahrt und Abendessen 4 Basel Frühstücksbuffet bis 11.00 Uhr, Ausschiffung und individuelle Heimreise.

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Abreisedaten 2015 Es het solangs het Rabatt 30.11. 100 09.12.• 200 18.12. 100 27.12. 200 03.12. 100 12.12. 100 21.12. 200 30.12. 50 06.12. 200 15.12. 200 24.12. 200 • Hauptdeck ausgebucht

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LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 115

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Das Rukka-Sortiment hat für Gross und Klein das passende Outdooroutfit parat.

Das Migros-Magazin und Rukka verlosen unter den Leserinnen und Lesern des MigrosMagazins drei RukkaGutscheine im Wert von je 1000 Franken. Wettbewerbsfrage: Wie heisst die RukkaRegenjacke für Kinder? So machen Sie mit: Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039

Zu gewinnen 3 RukkaGutscheine im Wert von je 1000 Franken! Glücksgriff

Innovative Outdoorbekleidung Seit bald 50 Jahren überzeugt Rukka mit ihrer Outdoorbekleidung. Zusammen mit dem Migros-Magazin verlost die Ostschweizer Firma drei Rukka-Gutscheine im Wert von je 1000 Franken.

R

ukka-Textilien halten, was sie versprechen: Egal, wie das Wetter ist, mit der Outdoorbekleidung von Rukka bleibt man trocken, schwitzt nicht, friert nicht, hat ein angenehmes Körpergefühl und eine optimale Bewegungsfreiheit. Dass die Qualität der nahe am Bodensee entwickelten Bekleidung so gut ist, dafür sorgen RukkaInhaber Sven Blum und sein Team persönlich. Anders als bei vielen ausländischen Grossfirmen gehört es zur Philosophie des Outdoorspezialisten, den Erfolg nicht nur am Wachstum des Unternehmens zu messen, sondern vor

allem an der Zufriedenheit der Kunden und Mitarbeiter, zu denen Sven Blum ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Mit viel Herzblut und Sorgfalt werden in Tübach SG, dem Sitz von Rukka, neue Kollektionen entworfen, neue Materialien eingearbeitet und Musterteile getestet. «Da ich – wie alle unsere Mitarbeiter – faszinierter Outdoor- und Freizeitsportler bin, werden unsere Textilien von uns realitätsnah geprüft», sagt Sven Blum. Rukka führt derzeit eine grosse Vielfalt an Bekleidungsstücken im Sortiment. Nebst passender Outdoorbekleidung umfasst das

Angebot auch Rucksäcke, Sporttaschen, einen Trolley, einen Hunderegenmantel und weitere innovative Neuheiten. Dazu zählen zwei Kinderjacken mit integrierter LED-Beleuchtung. Lumi, wie die Regenjacke heisst, und Tito, das entsprechende Wintermodell, sorgen dank der 3-StufenLED-Beleuchtung dafür, dass man die Kinder auch bei schlechtem Wetter und in der Dämmerung optimal sieht. Zu den Neuheiten von Rukka gehören auch die zu 100 Prozent reflektierenden 3-in-1-Frauen-, Männer- und Kinderjacken sowie der reflektierende Regenponcho. MM

(1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, der Lösung, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Rukka», Postfach, 8099 Zürich Online: Gratis unter www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 13. 9. 2015

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos. Mehr Infos: www.rukka.ch


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Penang Kuala Lumpur Singapur

Ho Chi Minh

Kreuzfahrt nach Asien – vom 4. April bis 2. Mai 2016 1. Tag / Zürich – Dubai (VAE): Abendflug von Zürich mit der Emirates nach Dubai. 2. Tag / Dubai (VAE): Ankunft in Dubai am Morgen. Stadtrundfahrt in Dubai und Transfer zum Hotel. Willkommen in der ultramodernen Glitzerwelt der Superlative! 6. Tag / Goa (Indien): Die Vielfalt und die Komplexität der Kulturen und Religionen verleihen dem Land eine einmalige Faszination. Einst Mekka der Hippies, ist Goa heute Ziel von Besuchern aus aller Welt – herrlich lange Strände erwarten Sie. 7. Tag / Cochin (Indien): Als „Königin des Arabischen Meeres“ glänzt die Inselstadt Cochin seit Jahrhunderten. Der Reichtum kam durch herrlich duftende Gewürze, die per Schiff nach Arabien und weiter nach Europa transportiert wurden. 9. Tag / Colombo (Sri Lanka): Sri Lanka – „die Perle des lndischen Ozeans“ – ist ein wahres Tropenparadies: üppige Urwälder, Teeplantagen, eine vom Buddhismus und Hinduismus geprägte Kultur, alte Königstädte und wildromantische Sandstrände. 12. Tag / Phuket (Thailand): Fantastische Buchten, Traumstrände und üppige, tropische Vegetation machen Phuket zum beliebtesten Badeferienziel Asiens. 13. Tag / Penang (Malaysia): Das 292 km² Eiland in der Strasse von Malakka ist eine echte Perle. Die Faszination liegt nicht zuletzt in ihrem einzigartigen ethnischen Mix von Einwanderern. 14. Tag / Kuala Lumpur (Malaysia): In Kuala Lumpur erwarten Sie die berühmten Petronas Twin Towers, ein herrlicher Ausblick vom KL Tower und die Hindu-Kultstätte „Batu Caves“ 15. und 16. Tag Singapur (Singapur):

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Der tropische Inselstaat ist eine pulsierende Handelsmetropole und kleinster Stadtstaat Südostasiens. Das Shoppingparadies beeindruckt mit seinem Kolonialviertel und dem Orchideengarten. 18. Tag / Ho Chi Minh City (Saigon/Vietnam): Vietnam ist eines der faszinierendsten Länder Asiens. Das „Paris des Osten“, wie Ho Chi Minh genannt wird, bietet Ausflüge zum phänomenalen Untergrundtunnelnetzwerk von Cu Chi. 21. Tag / Hong Kong (China): Heute erblicken Sie die überwältigende Skyline von Hong Kong. In der ehemaligen britischen Kronkolonie Hong Kong treffen sich Ost und West, Schnellebigkeit und Ruhe, Modernes und Traditionelles. 23. und 24. Tag / Shanghai (China): Shanghai überrascht mit einem mitreissenden Mix aus alt und neu: Spelunken im Stil der Dreissiger, himmelhoch ragende futuristische Glanzfassaden, aber auch Refugien der Meditation sowie duftende Garküchen und bunte Strassenmärkte. 26. Tag / Fukuoka (Japan): Fukuoka ist die grösste Stadt auf der südlichsten der japanischen Hauptinseln. Aufgrund der besonderen Lage wurde hier bereits sehr früh gesiedelt und die Stadt gilt als die „Wiege der japanischen Zivilisation”. 28. Tag / Shanghai (China) – Rückflug nach Zürich oder Verlängerung in Peking: Nach der Ausschiffung laden wir Sie auf eine Stadtrundfahrt ein. Transfer zum Flughafen und Flug nach Zürich mit Emirates, via Dubai. Wir empfehlen Ihnen jedoch die Verlängerung zu buchen um die vielen Schätze Pekings zu entdecken. 29. Tag / Zürich: Ankunft am Mittag. Nicht erwähnte Tage sind Seetage.

Montag bis Freitag 9h – 12h + 13h30 –18h

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MSC Lirica 4.April bis 2. Mai 2016

29 Reisetage Reise 6315 Innenkabine – Bella 2995.– Innenkabine – Fantastica 3295.– Aussenkabine – Bella * (eingeschränkte 3495.– Sicht *) Aussenkabine – Fantastica 3795.– Balkonkabine – Fantastica 4195.– Suite –Fantastica (mit Balkon) 4495.– Suite –Aurea (mit Balkon) 4895.– Verlängerung 3 Nächte Peking 395.–

Getränkepaket im Wert von CHF 520.– inkl.!

Auf dieser Kreuzfahrt kommen Sie in den Genuss des Cheerspakets. Inbegriffen sind Softdrinks und alkoholische Getränke während den Hauptmahlzeiten an Bord, 3 spannende Landausflüge sowie Wäscheservice für 40 Kleidungsstücke. Nicht inbegriffen: Trinkgelder und Serviceentgelt von 15% an Bord • Visum Indien CHF 155.– • Visum China CHF 145.– • Visum Vietnam (weitere Infos bei Buchung) • Fakultative Ausflüge, die Sie an Bord buchen können • Versicherung „Multi-Trip“ CHF 299.– pro Familie resp. CHF 189.– für Einzelpersonen • Reservationsgebühr CHF 30.– p.P.

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Organisation und Durchführung net- tours, Glattbrugg


LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 119

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Welche Silbe ist den Hindus und Buddhisten heilig? W DO

O OM

S

NO

2. Viel Aufregung wegen einer Kleinigkeit heisst auch ein «Sturm im … ». A Weinglas

P Zahnglas

Z

Wasserglas

3. Welchen Namen trägt das zweite Kind von Prinz Williams und Herzogin Kate? S

Victoria Diana Olivia

E

Charlotte Elizabeth Diana

N Elizabeth Kathie Jane

So nehmen Sie teil

4. Welcher US-Präsident trat als Einziger von seinem Amt zurück? A Nixon

D Ford

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 13.9.2015, 24 Uhr

R Roosevelt

5. Welches dieser Tiere bekommt in der Regel nur ein Mal Nachwuchs? R Katze

N Oktopus

E

Pfau

S

Kohlart

6. Was für ein Nahrungsmittel ist «Pinkel»? I

Wurst

R Getreide

7. Wie heisst eine nachkomponierte Melodie, die ähnlich tönt wie das Original? E

Soundalike

I

Songcopy

N Tastesong

8. Was wurde mit dem Schwiegervater-Griff kontrolliert? R Nasengrösse

N Lymphknoten

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

G Kopfumfang

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 34: Karl Thüer, Frauenfeld; Armin Wittwer, Basel; Ursula Ramsauer, Rickenbach Sulz ZH

Auflösung Nr. 35: DROMEDAR

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1

E

4 3

2

Auflösung Nr. 36: LITER Gewinner Nr. 35: Esther Imholz, Oberägeri ZG; Rita Streit, Spiez BE; Maja Morgenthaler, Benken SG

5

A L CH EM I E BEGEHBAR B EMA L U N G DEKADENZ ERUPT I ON GESTELZT P I AN I NOS REEDER I N REN I TENZ U N S U MM E N 1

2

3

4

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 13.9.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

5


PLANTO-SLIM Sättigungskapselnn helfen Ihnen beim Bekämpfen von

Übergewicht, Bierbäuchen und Reiterhosen! Qualvolle Entbehrungen sowie langwierige Diäten entfallen PLANTO-SLIM ist ein in Deutschland unter strengen Kontrollen hergestelltes, zertifi ziertes Medizinprodukt, das sowohl der Behandlung von Überge-

wicht, wie auch der Gewichtskontrolle dient. Erfahren Sie jetzt, wie Sie mit PLANTO-SLIM Ihr Wunschgewicht erreichen können.

Das sind die zwei Hauptgründe zur Bekämpfung von Übergewicht VORHER V Unterhaut-Fett Überschüssiges Fett ausserhalb der Bauchwand Unterbauch-Fett Überschüssiges Fett um die inneren Organe herum

Um ganze Arbeit zu leisten, muss überschüssiges Fett im Unterhaut- und im Unterbauchbereich beseitigt werden. Durch eine Fettabsaugung lässt sich zwar das Unterhaut-Fett chirurgisch entfernen, nicht aber das für die Gesundheit potentiell gefährliche UnterbauchFett. Das Unterbauch-Fett ist nur durch den körpereigenen Fettstoffwechsel abbaubar. PLANTO-SLIM kann dazu beitragen, dass Sie nebst Unterhaut-Fett AUCH Unterbauch-Fett abbauen.

D

ie Basis von PLANTO-SLIM bildet ein pflanzlicher Inhaltsstoff namens Konjak-Glucomannan, der in Japan seit jeher in der Küche verwendet wird und sehr wahrscheinlich mit ein Grund für das fast gänzliche Fehlen übergewichtiger Personen in Japan ist.

=

Unterhaut-Fett Fett-Reduktion ausserhalb der Bauchwand Unterbauch-Fett Fett-Reduktion um die inneren Organe herum

Natürlicher Wirkstoff mit erstaunlicher Wirkung Das für die PLANTO-SLIM Kapseln speziell aufbereitete Pulver Konjak-Glucomannan, wird aus der Konjak-Wurzel gewonnen. Mit Wasser eingenommen, quillt das Pulver im Magen sofort um ein Vielfaches auf. Dies ermöglicht ein vorzeitiges Sättigungsgefühl. Gleichzeitig reguliert es als wertvoller Ballaststoff die Verdauung. Zu guter Letzt wird es unverdaut auf natürlichem Weg wieder ausgeschieden.

PLANTO-SLIM wird aus der Knolle der in Asien beheimateten Pflanze Amorphophallus Konjak gewonnen.

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1

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2

mit einem grossen Glas Wasser einnehmen.

3

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Regulieren Sie Ihr Körpergewicht Sie können den Sättigungsgrad ganz einfach regulieren, indem Sie einfach vor jeder Mahlzeit zwei bis drei Kapseln einnehmen. Die Gewichtsreduktion ergibt sich daraus, dass Sie weniger essen. Es funktioniert – Sport ist nicht zwingend Personen mit ernährungsbedingtem Übergewicht können dank diesen Sättigungskapseln, indem Sie weniger Essen, kontrolliert Gewicht verlieren. Sport ist nicht zwingend - wir empfehlen Ihnen jedoch einen täglichen Spaziergang zum Erhalt der Beweglichkeit. Idealgewicht PLANTO-SLIM Sättigungskapseln sind eine mögliche Lösung zur Behandlung des Übergewichts und zur Gewichtskontrolle. Bei krankhafter Fettsucht kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.

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BESTELLSCHEIN JA, ich will mein Übergewicht durch eine natür-

liche Gewichtskontrolle kontrollieren und bestelle gegen Rechnung (10 Tage) und Versandkostenanteil (Fr. 6.90): (Bitte ankreuzen)

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LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 121

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

7 5 1 4 9 4

8

2

6

9

5 7 8 1 3

Auflösung Nr. 36: 781

9 2 8 6 3

8

9

5

1

3 5 2 7 9 1 8 6 4

9 4 6 2 3 8 5 1 7

6 3 8 5 7 9 2 4 1

4 7 1 3 8 2 9 5 6

2 9 5 6 1 4 7 3 8

5 1 9 8 4 7 6 2 3

8 6 4 9 2 3 1 7 5

7 2 3 1 6 5 4 8 9

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 13.9.2015, 24 Uhr

Gewinner Nr. 35: Katharina Gross, Finsterhennen BE; Denise Schläpfer, Hausen am Albis ZH; Yves Domont, Boncourt JU; Raphaël Aebischer, Schmitten FR; Hanspeter Hauser, Thalwil ZH

7 1 4 6 8

2

1 8 7 4 5 6 3 9 2

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 3 2 3 3 miteinander verbunden 2 sein. Verboten: Kreuzun3 3 2 1 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.

2 1 0 1 2 1

Auflösung Nr. 36:

1 3

2

4 3

0

3

0

2

2

3

1

2

3 5

5

4

2

2 3

2 1

3 3 4

3

3

3

3

2

1 4

2

4 2 3

3 2 3

6

Auflösung Nr. 36: 3

3 3

2

2 3 3

4 2 3

3 2

1

1 2

4 2

2

3 4 4

2

3

2

1 1

1

2

3

3

3 1

2 2

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 391 000 (WEMF, MACH Basic 2015-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Philipp Jordan (Leitung a. i.), Susi Zihler (Produzentin a. i.), Gerda Portner (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild

Ressort Shopping & Food: Eveline Zollinger (Leitung a. i.), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Migros-Welt: Werner Gämperli, Nicole Gut, Ressort M-Aktuell: Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Tatiana Vergara Clément, Anna Meister, Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber Michael West

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Online: Scasascia Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Sekretariat: Fax: 058 577 13 72 Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Innendienst: Nicole Thalmann Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Nathalie Deutsch, Laila Müller Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

(Leitung), Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz

Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: Ringier Print Adligenswil AG


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124 | MM37, 7.9.2015 | LEBEN

1 2

Meine Welt

Die Berner Sängerin und Komponistin Francine Jordi moderiert als erste Frau und Schweizerin die volkstümliche «Stadlshow». Ihre Vorfreude auf kommenden Samstag ist gross. Text: Reto Vogt Bilder: Daniel Winkler

Bilder: Stadlpost, PD

«Am Ende sind Geld und Erfolg nichts wert»


LEBEN | MM37, 7.9.2015 | 125

1 Mein Arbeitsplatz «Im Zürcher Hitmill-Studio zeichnete ich fünf Mundartsongs für mein neues Album ‹Wir› auf. Mit dem Produzenten und Texter Georg Schlunegger arbeite ich schon viele Jahre zusammen.» 2 Mein Pausenplatz «Das Restaurant Zum Fink ist nur zwei Minuten vom Studio entfernt. In unseren Pausen gönne ich mir gern einen Latte Macchiato.»

4

5

3 Mein Auto «80 000 Kilometer fahre ich im Jahr. Das Flugzeug nehme ich, wenn eine Fahrt über sechs Stunden dauert.» Name: Francine Jordi (38) Sternzeichen: Krebs Beruf und Lebenslauf: Ich habe das

Konservatorium als Gesangslehrerin mit Solistendiplom abgeschlossen. Aber man hat nie ausgelernt – ich nehme auch heute noch regelmässig Gesangsstunden. Zudem hilft mir Moderationstrainerin Margarete Bittner bei der Vorbereitung der ersten «Stadlshow». Privat interessiere ich mich für Politik. Wir Schweizer haben das grosse Privileg, mitbestimmen zu dürfen. Deshalb schicke ich das Abstimmungscouvert immer rechtzeitig ab. Aber wen ich im Herbst wähle, verrate ich nicht. Nachdenklich stimmt mich, dass die Nachrichten stark von negativen Ereignissen geprägt sind. Trotzdem versuche ich, immer positiv zu bleiben. Dabei hilft mir Musikhören.

6 3

7

4 Mein Glücksbringer «Die Omega Seamaster erbte ich von meinem Grossvater. Ich trage sie mit Stolz.» 5 Mein Buch «Derzeit lese ich ‹5 Dinge,

die Sterbende am meisten bereuen›. Am Ende des Lebens sind Geld und Erfolg nichts wert – es zählt nur noch die Zeit, die man mit den Liebsten verbringt.»

8

Mein Lieblingsprodukt

«Süchtig danach bin ich nicht, aber Kartoffelchips esse ich schon gern. Besonders die Paprika Chips Léger von der Migros.»

6 Mein neuer Job «Wie aus dem Nichts wurde ich zum Casting nach Wien eingeladen. Es ist eine grosse Ehre für mich, als erste Schweizerin und Frau für den Job ausgewählt worden zu sein. Mit meinem Co-Moderator Alexander Mazza verstand ich mich sofort blind.» 7 Mein Begleiter «Mein Hund Theo zwingt mich, regelmässig rauszugehen. Beim Spazieren mit ihm schalte ich ab.» 8 Mein Hotel «Wenn ich in Zürich über-

nachte, dann im Hotel Zürichberg.»


Migros-Marken schaffen Schweizer Arbeitspl채tze.

Mira Scacchi, Mitarbeiterin Labor Forschung & Entwicklung, Mibelle Group

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Migros magazin 37 2015 d lu by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu