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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631
NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 www.migrosmagazin.ch
POLITISCHE VORSTÖSSE I 20
So sollen die Familien profitieren NEUE IMKERSCHULE I 34
So setzt sich die Migros für Bienen ein NINO NIEDERREITER I 116
Bild: Daniel Winkler
So entspannt sich der Hockeystar
Schweizer Macher Roger Dörig ist Sennensattler. Sogar Barack Obamas Hund trägt ein Appenzeller Halsband von ihm. Mehr über Handwerk, das auch im 21. Jahrhundert erfolgreich ist. I 12
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DIESE WOCHE 6 |
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INHALT
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
EDITORIAL Andrej Abplanalp, Leiter Produktion
Alter wilder Kerl Dreitagebart, Outdoorkleidung, trainierter Body: Der Mann von heute macht auf wild und natürlich. Im Wald ein Feuer machen? Null Problemo. Auf einen Berg klettern? Easy. Mit dem Kajak über den See paddeln? Voll okay. Aber wenns darauf ankommt, sind wir Männer dann eben doch eher Hobby-Outdoor-Machos als wirklich wilde Kerle. Wie kürzlich, als mein Sohn mit zwei Forellen nach Hause gekommen war. Stolz drückte er mir den Plastikbeutel mit den Tieren in die Hand. Der Papi wisse sicher, wie man die koche. «Null Problemo», sagte der Papi und dachte sehnsüchtig an die Fischstäblizeiten zurück. Ich wollte mir jedoch keine Blösse geben und schon gar nicht den Stolz meines Sohnes verletzen, schliesslich hatte er die Dinger selbst gefangen. gefangen. Also überwand ich mich und begann, die beiden Forellen für den Ofen vorzubereiten.
Es ist wichtig, Zeit mit der Familie zu verbringen. In der Politik sind momentan diverse Vorstösse hängig oder in Planung, die dies vor allem dem Mann erleichtern wollen. Sie fordern mehr Elternzeit und finanzielle Erleichterungen für Menschen mit Kindern (siehe Seite 20). Setzt man sie um, wird das Familienleben in der Schweiz attraktiver. Bis es aber so weit ist, habe ich wohl weitere 135 Fische ofenfertig gemacht und bin dann wirklich ein wilder Kerl. Ein alter wilder Kerl.
andrej.abplanalp@migrosmedien.ch
M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
MIGROS-WOCHE 8 | Aktuelles
MENSCHEN
12 | Handmade in Switzerland Noch immer gibt es in der Schweiz traditionelle Handwerksunternehmen. Ihre Produkte sind gefragter denn je. 18 | Im Angesicht des Todes Viktor Staudt hat sich 1999 vor einen Zug geworfen und überlebt. Ein Gespräch über seine dunkelste Zeit. 20 | Mehr Familie Die Politik hat die Familie entdeckt. Was wird gefordert? Eine Übersicht. 23 | Kolumne: Der Hausmann. 24 | Wiedersehen macht Freude Drei Freundinnen haben sich dank dem Migros-Magazin wiedergefunden. Eine Geschichte, die ans Herz geht. 29 | Juniortüftler Der achtjährige Lego-König Mat weiss, wie man Maschinen baut. 30 | Interview Finanzministerin Eveline WidmerSchlumpf über die Mehrwertsteuer.
AKTUELL
34 | Bienenschutz Das tut die Migros für die Bienen. 39 | News 40 | Kulturprozent Eric Bergkrauts neuer Film über Wirtinnen, die auch Beichtmütter sind. 43 | Hotelplan Kurt Eberhard, der neue Chef von Hotelplan Suisse, im Gespräch. 44 | Gastro-Initiative Sagen die Stimmbürger Ja, würden viele Produkte des täglichen Bedarfs mehr kosten als heute.
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Bilder: Thomas Hablützel, Daniel Rihs, Ruben Wyttenbach, iStockphoto
Während des Entschuppens blickten mich die Fische grimmig an, und plötzlich war ich nicht mehr ganz so sicher, ob sie wirklich tot waren. Hatte der kleinere nicht eben sein Maul aufgeklappt? Mein Herz schlug schneller. «Was isch?», fragte mich der Sohnemann. «Nüt, i fröie mi scho uf z Ässe. Chasch mer schnäll z Fischgwürz gä?»
34 | AKTUELL Hanspeter Gerber liebt seine Bienenvölker: Jetzt baut er zusammen mit der Migros eine Imkerschule auf.
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DIESE WOCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014
INHALT | 7
.ch
94 | LEBEN Grenzerfahrung am Piz Palü: Alpinistenneuling und MigrosMagazin-Autor Üsé Meyer (vorne) wagte das Abenteuer.
■ Ab an die Urne Wenn heute Abstimmungssonntag wäre, wie würden Sie stimmen? Migrosmagazin.ch simuliert vier Abstimmungen zu wichtigen Familienvorlagen. ■ Sex im Garten Kopulierende Füdliblutt-Schnecken im Gartenbeet: Die «Bohne, Bluescht & Berger»Autorin greift zur Schere. ■ Rowdys oder Opfer? Gibts in der Schweiz zu wenig Velowege, oder sind die Drahteselfahrer einfach Rowdys, die rote Ampeln und mehr missachten? Ihre Meinung ist gefragt.
■ À votre santé Am 13. und 14. September feiert die Waadtländer Region Lavaux ihre Weine und das Terroir. ■ Für Schneehasen Wildhorn, Ofenhorn, Piz Medel oder Kesch: vier Gipfel, die breite Gletscherpassagen und einzigartige Aussicht versprechen. ■ Wenn etwas fehlt Mangelerscheinungen des Körpers und ihre Gefahren. ■ Papis WC-Pause Warum sitzen Väter stundenlang auf dem WC? Weil sie dort vor ihren Familien sicher sind.
100 | LEBEN Der Jodspiegel bei der Schweizer Bevölkerung ist am Sinken – nicht zuletzt deshalb, weil wir immer weniger selber kochen. 30 | MENSCHEN Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf im grossen Interview über Mehrwertsteuersätze und Mehrwert beim Essen.
SAISONKÜCHE
80 | Komiker Peach Weber Er nimmt das Kochen ernst und macht die Cordons bleus gleich selber.
IHRE REGION
87 | Neues aus Ihrer Genossenschaft
LEBEN
93 | Mix 94 | Outdoor 100 | In Form: Darum braucht es Jod im Salz. 102 | Auto: Wie ein LKW ohne Fahrer fährt.
MEINE WELT
116 | Nino Niederreiter In den USA spielt er Eishockey, in Chur ist der NHL-Profi zu Hause.
RUBRIKEN
10 | Forum Leserbriefe und Online-Mix 104 | Bitte melde dich 107 | Glücksgriff 109 | Rätsel 113 | Impressum 114 | Cumulus
■ Schweizer Lego-König Mat Aschwanden aus Zürich gewinnt mit seiner «Wald-RecyclingAufräummaschine» den EinStein-Legowettbewerb. Im Video zeigt der Achtjährige, wie er sein Fahrzeug zusammengebaut hat.
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MIGROS-WOCHE 8 |
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AKTUELLES
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Spielerisch sparen
Die Migros-Bank lanciert eine neue Art des Sparens: Beim Zahlen mit der M-Card oder Maestro-Karte fliessen auf Wunsch kleine Rundungsbeträge aufs Konto. Migros-Bank nun ein neues Angebot, das sogenannte Rundungssparen. Und so funktionierts: Der Kunde wählt einen bestimmten Betrag, um den alle seine Zahlungen mit der M-Card oder Maestro-Karte aufgerundet werden. Zur Auswahl stehen Beträge von 1, 2, 5, 10 oder 20 Franken. Wählt man zum Beispiel die Variante mit 5 Franken, werden bei einem Einkauf von 21.20
REGION AARE
Praktische App
Schatz der Wälder
Die Migros-App verfügt neu über die Funktion «digitales Portemonnaie». Konkret muss man nicht mehr nach der Cumulus-Karte kramen, sondern hat sie digital parat. Ausserdem kann man mit der App auch an der Kasse bezahlen. Dafür lädt man zuvor eine Geschenkkarte, eine Cash Card oder eine Spezialkarte. Um die neue Funktion zu nutzen, braucht man an der Kasse nur die App zu aktivieren – die Kassiererin scannt dann die entsprechende Ansicht. Bei jedem getätigten Einkauf wird automatisch auch der Kassenbon gespeichert.
Eierschwämme wachsen ausschliesslich im Wald. Bis heute ist es nicht gelungen, den Speisepilz zu züchten. Darum braucht es Geduld, bis jeweils Mitte Juni in Litauen die Eierschwammsaison und das grosse Pilzsammeln beginnt. Dort verdienen viele Familien ihren Lebensunterhalt mit der Ernte der aromatischen Pilze. Bis im Oktober gelangen die frisch gesammelten Eierschwämme aus Litauen jeweils auf schnellstem Weg in die Supermärkte der Migros Aare. Sie sollten nach dem Kauf möglichst rasch zu herrlichen Saucen, Vorspeisen und Beilagen verarbeitet werden.
Download unter app. migros.ch oder Code scannen.
Franken dem Sparkonto 3.80 Franken gutgeschrieben. Der Rundungsbetrag fliesst vom Belastungs- direkt auf ein Gutschriftskonto. Das Rundungssparen lässt sich unkompliziert über das E-Banking der Migros Bank aktivieren. Dort wählt der Kunde den Rundungsbetrag sowie das entsprechende Gutschrifts- und Belastungskonto.
FRISCH IN DER MIGROS
Süss-saure Verführung
Die saftigen Schweizer Zwetschgen sind jetzt reif und liegen im MigrosRegal für Sie bereit. Das grüngelbe Fruchtfleisch ist sehr aromatisch und passt ins Müesli geschnitten, frisch genossen oder zu einer Tarte tatin verarbeitet. Zwetschgen lassen sich auch wunderbar einmachen. Ein Zwetschgenkompott passt zum Beispiel vorzüglich zu einem österreichischen Schmarren oder als süss-saures Chutney zu Wildgerichten.
Bilder: Christian Schnur, StockFood, Urs Keller/Ex-Press
J
eder hat sein eigenes Sparritual: Der eine legt jeden Sonntag einen Fünfliber in eine bestimmte Schublade, der andere nimmt jeden Abend das überzählige Kleingeld aus dem Portemonnaie und füllt damit das Sparschwein: Mit der Zeit kommen so beachtliche Summen zusammen. Damit diese Sparvariante auch beim bargeldlosen Zahlen funktioniert, lanciert die
MIGROS-WOCHE
AKTUELLES | 9
1447 neue Lernende
Joshua Krause (18) absolviert bei der Migros eine Lehre als Systemgastronomiefachmann, einen Beruf, den es in der Schweiz erst seit rund einem Jahr gibt. Die Ausbildung verbindet die gastronomische und die kaufmännische Arbeitswelt. Aktuell absolvieren 3650 Jugendliche in der Migros eine Lehre. Allein diesen August haben insgesamt 1447 Jugendliche eine Ausbildung begonnen – insgesamt stehen ihnen über 40 verschiedene Lehrberufe zur Auswahl. Die Migros ist hierzulande die grösste Lehrstellenanbieterin.
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725.–
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
FAMILIE UND JOB
«Das erste Lächeln sehen»
Das Migros-Magazin stellte vier Mütter und Väter vor (im Bild Jo-Ann Coronel mit Tochter Natascha), die Job und Familie unter einen Hut bringen. Auf Migrosma gazin.ch tauschten sich die Leser aus:
Barbara Niggli: Ich finde es schade, dass sich immer mehr Frauen für beides entscheiden. Ich hätte mir nie verziehen, wenn ich das erste Lachen, die ersten Schritte oder das erste Wort verpasst hätte. Vielleicht muss man sich Prioritäten setzen. Was unsere Kinder brauchen ist Zeit. Gerade wenn sie in die Schule gehen, bin ich da, wenn sie Hausaufgaben haben oder wenn sie mit Gschpänli abmachen wollen. Ich gehe am Morgen von 4.30 bis 6 Uhr zur Arbeit. So brauche ich keinen, der sich um meine Kinder kümmert. Schade, dass die Kinder dabei auf der Strecke bleiben. Thomas Schwager: Warum sollen die Kinder «auf der Strecke» bleiben, wenn sich eine Frau nicht «nur» um ihre Mutterpflichten kümmert? Das eröffnet den Kindern Chancen, sich zu entwickeln und den sozialen Kontakt auch ausserhalb der engsten Familie aufzubauen. Im Übrigen: Frau Schlegel konnte sich dank der Flexibilität ihres Arbeitgebers während über sechs Monaten ausschliesslich um ihr Kind kümmern. Ulrike Ersinger: Nicht für alle ist es machbar, Kinder, Arbeit und Haushalt zu managen. Es braucht viel Organisation und eine gute Partnerschaft. Unsere Freizeit verbringen wir noch immer sehr intensiv, auch wenn unsere Kinder schon 14 und 11 Jahre alt sind. Keine Rede von «Kinder bleiben auf der Strecke oder werden vernachlässigt». Beide Kinder sind sehr gut in der Schule, und Hobbys sind ebenfalls noch drin. Stellen Sie sich vor, ich konnte sogar den ersten Schritt und die ersten Worte erleben.
Geschätzter Untermieter Urs Schaffner aus Subingen SO findet im spätsommerlichen Naturgarten die nachtaktive Tigerschnecke. Sie ernährt sich von welken Blättern und kleinen Nacktschnecken und deren Eiern. WÖCHENTLICHE UMFRAGE
Was hat Ihnen als Mutter oder Vater an der Arbeit bisher am meisten Probleme bereitet?
Leser auf Facebook
in %
40 29
Ich traf auf keine grösseren Probleme oder Hindernisse, die sich nicht ausräumen liessen.
27
Mangelnde Strukturen (Job- und Arbeitszeitmodelle, Hierarchie und Löhne, Telearbeit oder Stellvertretung).
4
Fehlende Unterstützung (Betreuungsleistung, Beratung, Urlaube, Kommunikation im Unternehmen)
Kein Verständnis oder Respekt (Flexibilität, Absenzen, gering geschätztes Familienmanagement).
Auf der Facebook-Seite vom Migros-Magazin tauschen sich Leserinnen und Leser aus.
FORUM LESERBRIEFE | 11
MM 36: «Antisemitismus ist ein Evergreen». Der Schriftsteller Thomas Meyer über antisemitische Klischees und den Konflikt in Gaza.
Alles für Ihre Gesundheit.
«Wie feige haben wir uns damals verhalten?» So wie die Juden das Neue Testament eher ungern an nehmen wollen, bleiben sie auch in ihrer Kultur und ihren Traditionen wie ein Ever green in alten Zeiten stehen. Und so bleibt auch ihr Ver hältnis zum Rest der Welt eher fix, mit der Wahrschein lichkeit, dass es ab und zu, auch im eigenen Land, zu den ewig gleichen Problemen kommt. Extreme religiöse Haltungen oder Fundamen talismus werden von der Mehrheit immer bekämpft oder zu normalisieren ver sucht. Franz Vogel 6014 Luzern-Littau
Danke, dass Sie mit dem Interview mit Thomas Meyer das Thema Antisemitismus aufgreifen! Ich bin geschockt, wie nachlässig wir mit dieser schleichenden Geisteshal tung, wie er es nennt, umge hen. Wir sind froh um einige Helden aus unserer Mitte wie Grüninger oder Lutz – aber haben wir je für uns die Kon sequenzen daraus gezogen, wie feige wir uns damals ver halten haben? Lasst uns auf wachen und nicht wieder schweigen, wenn es um Juden und andere Minderheiten geht, die diskriminiert wer den. Ursi Nittnaus, 8123 Ebmatingen MM 34: «Mein Leben mit Ritalin», der Bericht lässt die MM-Leser nicht los.
«Verbaut Kindern nicht das Leben» Ihr wisst gar nicht, wie sich die Kinder fühlen ohne dieses
Erste Hilfe bei Verletzungen und Erkrankungen
Medikament. Vor allem ha ben sie meist schlechte schu lische Leistungen, weil ein fach nichts mehr geht. Keine Konzentration und vieles mehr. Heute ist es sehr wich tig, dass solche Kinder auch Erfolg haben. Ohne diese Me dikamente werden sie Mühe haben, nur eine Lehrstelle zu bekommen. Also seid nicht so dumm und helft euren Kin dern! Ihr habt einen Job, sie noch nicht, verbaut ihnen nicht ihr Leben, nur weil ihr gegen diese Medikamente sind. Übrigens mein Sohn ist heute 19 Jahre und hat nur vier Jahre die Medikamente genommen und braucht sie heute nicht mehr oder selten.
Amavita – Sich einfach besser fühlen.
% 0 –2
Beatrice Heckendorn 4244 Röschenz
Ich beneide alle, die wegen Ritalin, neuer Behandlungs methoden oder des Wissens um diese Krankheit ihre Kin der glücklich aufwachsen sehen und nicht mehr verzweifeln müssen, weil sie ihrem Kind und sich selbst nicht helfen können. Wir konnten Stefan 1985 nicht helfen. Er verliess uns mit 14 Jahren. Ingrid Parry, 6331 Hünenberg
Ich war auch immer gegen Ritalin. Doch als ich es mei nem Kind gab, musste es nicht mehr so leiden und sag te auch nicht mehr, dass sein Leben keinen Sinn mehr hat, und das mit sieben Jahren! Die einen tragen eine Brille, die andern brauchen Ritalin. Angela Steffen, 3600 Thun
Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.
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MENSCHEN 12 |
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Schon als Bub besuchte Sennensattler Roger Dörig seinen Grossvater Hans in dessen Büdeli so oft wie möglich. Von ihm erlernte er auch das Handwerk.
PORTRÄT
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014
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Wo die Zeit stillzustehen scheint Touchscreen und iPad zum Trotz: Auch im digitalen Zeitalter gibt es Menschen wie Roger Dörig, welche die traditionelle Handwerkskunst ihrer Vorfahren mit Liebe und Erfolg weiterführen. Besuch in drei Werkstätten.
MENSCHEN 14 |
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PORTRÄT
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ie Zeit scheint vor 100 Jahren stehen geblieben zu sein in Roger Dörigs (44) schmuckem«Büdeli» im Dorfkern von Appenzell. Am Tisch mittendrin sitzt der Sennensattler über einen Gürtel gebeugt und bringt die fein ausgearbeiteten Appenzeller Motive aus golden glänzendem Metall an: Kühe, Sennen und Appenzeller Hunde. «Ich habe mein Glück gefunden», sagt er mit verschmitztem Lächeln und erklärt, kurz aufblickend, was ein Sennensattler überhaupt macht: «Ich bearbeite Leder und Metall und bin somit eine Mischung aus Sattler und Goldschmied.» Dörig ist einer der Letzten seiner Zunft. Wie schon sein Grossvater, Ur- und Ururgrossvater fertigt er mit viel Herzblut alles für die Appenzeller Männertracht, vom Chüeligurt über den Hosenträger, die silbernen Schuhschnallen, Uhrenketten und Ohr-Schuefe bis hin zum Lindauerli, also den Verzierungen auf der nach unten gekrümmten Appenzeller Pfeife. Auch das Beschirren der Tiere für Alpaufzug und Viehschauen fällt in sein Fach: Halfter für die Stiere mit den massiven Stirnplatten etwa, geschmückte Riemen für die Schellenkühe – oder prächtige Appenzeller Hundehalsbänder. Eines dieser Exemplare schmückt übrigens auch Bo, den Hund des US-Präsidenten Obama.
Nach der Skikarriere übernahm er Grossvaters Budeli Einer der wichtigsten Arbeitsvorgänge beim Ausarbeiten der Metallmotive ist das Ziselieren. Dazu stanzt er auf einer ausgestanzten Kuh aus Messing-, Weiss-, Silber- oder Goldblech mit feinen Hammerschlägen und der Punze, einer Art kleinem Meissel, die kunstvollen Verzierungen Schlag für Schlag ein. Gut 700 Punzen zählt der Sennensattler in seinem Atelier, kleinere, härtere, gröbere: für jeden Zweck die passende. Als Roger Dörig später von Hans Dörig, seinem Grossvater und Lehrmeister erzählt, beginnen seine Augen zu leuchten: «Er war ein herzensguter Mann!» So oft wie möglich hatte er ihn schon als Bub im Büdeli besucht. «Wir waren uns recht nahe und haben uns blindlings verstanden.» Dabei wollte Roger Dörig einst nur raus aus Appenzell. Als Skiprofi im B-Kader der Nationalmannschaft wurde sein Bubentraum wahr. Er reiste durch die ganze Welt. Doch an den Wettkämpfen und während seines halbjährigen USA-Aufenthalts wurde ihm immer bewusster, wie schön es in Appenzell eigentlich ist. «Es hat einfach etwas!»,
Zum Ziselieren der Metallbeschläge für alles aus Leder an der Appenzeller Tracht braucht Roger Dörig Hammer und Punzen, von den «Iseli» (oben) hat der Sennensattler unzählige. Ganz unten: Das Sennensattler-Büdeli ist auch ein Museum.
«Ich habe mein Glück als Sennensattler gefunden.» Roger Dörig
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
MENSCHEN
sagt er und lacht. Und so hat er dann doch zurückgefunden zu seinen Wurzeln und vor bald 30 Jahren die Skikarriere zugunsten des Büdelis, das der Gross vater ihm übergeben hat, an den Nagel gehängt. Heute sind Dörigs Arbeiten so gefragt, dass seine Auftragsbücher fast platzen und er locker noch jemanden einstellen könnte. Doch lieber folgt er dem Rat seines Grossvaters, klein und flexibel zu bleiben. «So macht es am meisten Spass.»
Bhends Eispickel haben das Dach der Welt erobert
Der Stockpickel war für die Pioniere des Hochalpinismus eine wichtige Hilfe.
«Für meine Arbeit braucht es viel Augenmass und Gespür.»
Bilder: visualimpact.ch/Rainer Eder
Ruedi Bhend
Ruedi Bhend schmiedet das Pickeleisen, solange es glühend heiss ist – das erfordert viel Fingerspitzengefühl.
Die Pickel aus Ruedi Bhends (68) Werk statt in Grindelwald BE waren die ersten auf dem Mount Everest und hatten Pionier Hillary und seinem Sherpa Ten zing 1953 verlässliche Aufstiegshilfe auf das Dach der Welt geleistet. Heutzutage schwören nicht nur Extrembergsteiger wie Reinhold Messner oder Profialpinist Stephan Siegrist auf die Pickel des Schlossers. Auch die meisten Schweizer Bergführer und Bergführerinnen decken sich mit einem bhendschen Original ein. Dann muss also was dran sein am eleganten Pickel aus gehärtetem Werk zeugstahl und dessen Schaft aus Eschen holz, welcher der industriell gefertigten Massenware bis heute die Stirn bietet. «Die Pickel von Hand zu schmieden, ist zwar mehr Hobby als Erwerb», sagt Ruedi Bhend. «Aber ein sehr schönes Hobby, sonst würde ich es nicht ma chen.» Schon sein Urgrossvater Karl Bhend hatte um die Jahrhundertwende die ers ten Pickel geschmiedet, als die Englän der die Berge entdeckten womit der Al pinismus aufkam. Ein museumsreifes Stück aus jener Zeit bewahrt Ruedi Bhend sorgsam auf. Der 1,2 Meter lange UrBhend gleicht allerdings mehr einem frisierten Gehstock als einem alpinen Hilfsgerät. Doch dieser Stockpickel leistete den Pionieren wichtige Dienste auf ihren ersten Hochgebirgs expeditionen. Im Lauf der Jahrzehnte wurde der Holzstiel immer kürzer, der Pickel im mer grösser und fand unter Alfred Bhend, Ruedis Vater, seine perfekte Form. In der Hochblüte des Alpinismus in den 50er und 60erJahren schlugen Alpinisten mit dem BhendPickel Stufen in Eis und Firn. Als die Nagelschuhe zunehmend von den viel griffigeren Steigeisen verdrängt wurden, verlor das Stufenschlagen an Bedeutung. Doch bei Bergführern, die ihren Gäs ten einen komfortablen und sicheren
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Viola Lindauer hat das Handwerk vom Vater erlernt. Sie liebt den Geruch von Lack und Holz und ist mit dem Rodel gern «schnell unterwegs».
«Wir sind ein eingespieltes Team.» Jo Lindauer
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Aufstieg ermöglichen möchten sowie Alpinisten und Gletscherwanderern mit Sinn für das Echte und Einmalige sind die Pickel aus der BhendSchmiede heute noch genauso gefragt wie damals, in ihrer besten Zeit. Gut 30 bis 40 Stück fertigt Ruedi Bhend heute noch von Hand an – jedes Stück ein Unikat, in das er auf Wunsch des Käufers dessen Name eingraviert. Beim Schmieden, Schleifen und Polieren sind viel Erfahrung und Geschick lichkeit gefragt. «Messen kann man die Rundungen des Pickels nicht. Man muss das Augenmass und Gespür dafür haben», sagt er. Ruedi Bhend hat beides. Und die Freude und Leidenschaft dazu. «Solan ge ich kann, will ich weiter Pickel schmieden», ist für ihn klar. Ob der Funke dereinst auch auf Sohn Urs (33) überspringen wird, steht zwar noch in den Sternen. Die Chancen stehen aber nicht schlecht. Zumal der gelernte Metallbauer auch schon erste Pickel ge schmiedet hat.
Rodelprofis setzen auf Lindauers Schlitten Jo Lindauer (62) und seine Tochter Viola (21) stellen als eine der wenigen Schwei zer Handwerker noch Qualitätsschlitten her. In ihrer Werkstatt in Schwyz, am Hang gleich neben dem Dorfbach, ent stehen sowohl klassische Holzschlitten nach Davoser Model als auch topmo derne Hightechrodel. Das VaterToch terGespann arbeitet schon in dritter respektive vierter Generation als Schrei nermeister.
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Während ihre Vorfahren neben Schlitten vor allem Möbel, Dörrapparate, Särge, die ersten Holzski und Langlauflatten produzierten, machten Jo und Viola den Schlittenbau heute zu ihrem Marken zeichen. Und entwickelten den tradi tionellen starren Davoser Schlitten stetig weiter. 2006 verliess der erste Lindauer Ro del die Schwyzer Werkstatt. «Ein Gerät, das eine ganz neue Sportart ermöglicht, die nichts mehr mit dem herkömmlichen Schlitteln zu tun hat», sagt Viola nicht ohne Stolz. «Rodel kosten mit 500 bis 800 Franken zwar gut das Doppelte wie ein Schlitten», so die junge Schreinerin, «aber der Fahrspass ist mehr als doppelt so gross.» Die beiden verkaufen ihre jährlich gut 150 Schlitten und 40 Rodel direkt ab Laden unterhalb der Werkstatt. In allen Farben stehen die schnittigen Sport geräte dort abholbereit: rot, gelb, grünlasiert oder mit blickdichter Lack farbe glänzend. «Wir stellen so viele her, wie es zu zweit möglich ist», sagt Jo Lindauer, der den direkten Kontakt zu den Kunden nicht missen möchte. «So bleibt gewährleistet, dass wir das Pro dukt von A bis Z selber herstellen kön nen, was sehr befriedigend ist», meint der Experte. Dabei war Jo Lindauer zunächst eher widerwillig in die Fussstapfen seines Vaters Sebi getreten. Erst als er für das InFromBringen verleimter Holzkufen eigene, moderne Pressen entwickelt und die Werkstatt damit ins neue Zeitalter geführt hatte, fand er richtig Gefallen am Schlittenbauen.
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Viola hingegen, die in Vaters Werkstatt schon von klein auf Hölzchen verleimte, wusste schon früh, dass sie mal mit den Händen arbeiten möchte. Sie machte die Lehre beim Vater. Und heute arbeiten die beiden Hand in Hand. «Wir sind ein eingespieltes Team. Ich habe die Erfah rung und den Überblick, davon kann Viola profitieren», erklärt Jo, der sich freut, dass seine Tochter die Tradition weiterführt. Und sie hat ihren Entscheid, mit dem Vater zusammenzuspannen, nie bereut: «Am Anfang fragte ich mich schon, ob das gutgehen würde. Aber wir haben noch nie gestritten. Ausserdem kann ich hier arbeiten und gleich nebenan wohnen. Besser könnte ich es gar nicht haben!» Erst recht stolz sind Vater und Toch ter, dass ihr Spitzenmodell und Toprodel heute auch von den Profis an Europa und Weltmeisterschaften gefahren wird. Die Holzschlittenproduktion in vierter Generation – eine echte Erfolgsge schichte. Texte: Daniela Schwegler Bilder: Daniel Winkler
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Ein eingespieltes Team: Viola und Vater Jo Lindauer in ihrem auf Rodel spezialisierten Familienbetrieb.
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SUIZIDPRÄVENTION
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«Mir fehlte die richtige Hilfe» Vor 15 Jahren hat Viktor Staudt versucht, sich das Leben zu nehmen. Er hat überlebt, aber beide Beine verloren. Dank Antidepressiva hat er heute seinen Lebensmut wieder gefunden.
Weil ich nach langen Jahren des Leidens keinen anderen Ausweg sah. Heute weiss ich, dass ich wegen einer BorderlinePersönlichkeitsstörung unter Depressionen leide. Doch damals stand ich deren Effekten ohnmächtig gegenüber. Ich hatte ständig diese Panikattacken, mein Leben war dominiert von Angst und Depressionen. Sogar Einkaufen war ein Problem: Begegnete ich einem Bekannten, kam sofort eine Panikattacke.
In Ihrem Buch nennen Sie die Depression den «unsichtbaren Feind». Wann haben Sie den zum ersten Mal zu spüren bekommen?
Schon als Kind hatte ich das Gefühl, fremd in der Welt zu sein. Eine Lehrerin fragte meine Mutter, warum ich nie lachte. In der Klasse, in der ich sass, erschien mir alles quasi schwarz-weiss. Ich dachte, es sei nur eine Frage der Zeit, bis ich da herauskomme und in die Welt der Farben eintauchen kann. Aber es kam anders: Ich fing an zu stottern, und später kamen dann die Angstattacken hinzu. Haben Sie den Suizid sorgsam geplant, oder war es ein impulsiver Akt?
Sorgsam geplant. Innerlich hatte ich es schon länger beschlossen – und in dem Moment wich die Verzweiflung und eine grosse Ruhe stellte sich ein. Warum wählten Sie gerade den Bahnsuizid?
Weil ich an jenem Bahnhof jeden Tag stand, um zur Arbeit zu fahren. In all den Jahren dachte ich: Wenn es einmal wirklich nicht mehr geht, kann ich einfach nach vorne zum Bahnsteigrand laufen und mich vor einen Schnellzug fallen lassen. Das war für mich ein beruhigender Gedanke. Heute weiss ich, dass mir damals die richtige Hilfe gefehlt hat. Konnten Sie denn vorher mit niemandem über Ihre Verzweiflung reden?
Oh doch, ich war mehrmals bei meiner Hausärztin und auch bei einem Psychiater. Die redeten mir gut zu und gaben mir
Hätte es etwas gegeben, das geholfen hätte?
«Schon als Kind hatte ich das Gefühl, fremd in der Welt zu sein.»
Wie schwierig war es für Sie, sich an Ihre neue Situation ohne Beine zu gewöhnen?
Das war sicher nicht leicht. Ich habe auch heute noch Phantomschmerzen. Aber weil ich mich jetzt wesentlich besser fühle, komme ich auch mit dem Rollstuhl klar. Anfangs habe ich ihn gehasst, jetzt aber ist er mein bester Freund. Zusammen haben wir schon einige Abenteuer erlebt, auch darüber habe ich übrigens ein Buch geschrieben. Und ich lebe auch deshalb in der Nähe von Bologna, weil in Italien der Umgang mit Rollstuhlfahrern vorbildlich ist.
Ja, das Medikament, das ich heute nehme. Das gab es damals ganz neu. Aber die Ärzte, die ich aufsuchte, kannten es nicht und stellten bei mir auch nicht die richtige Diagnose. Zum Glück hat sich in diesem Bereich seither einiges getan. Was vielleicht auch geholfen hätte: Wenn ich in den Tagen vor dem Suizidversuch auf eine vergleichbare Lebensgeschichte gestossen wäre – auf jemanden, der Ähnliches durchmacht und einen Weg gefunden hat, damit zu leben. Deshalb habe ich meine Geschichte aufgeschrieben, deshalb gebe ich solche Interviews. Ich hoffe auf den PapagenoEffekt: Wenn man über Leute schreibt, die suizidale Gedanken überwinden konnten, reduziert das erwiesenermassen die Zahl der Suizide.
Ihn ernst nehmen, mit Verständnis reagieren, nicht mit Blockade. Ihn überzeugen, professionelle Hilfe zu suchen. Und vor allem weiter nach Hilfe suchen, wenn es nicht auf Anhieb funktioniert.
An was erinnern Sie sich noch von Ihrem Suizidversuch?
Wie denken Sie heute über Ihren Suizid versuch?
An fast alles. Etwa an den Moment, als der Zug über mich hinwegfuhr, und ich realisierte, dass ich nicht tot bin. Da war zwar ein entsetzlicher Schmerz, denn der Zug hatte meine Beine auf Kniehöhe abgetrennt. Aber ich war zuerst noch voll da. Dann jedoch verschwamm alles, und ich wurde bewusstlos. Mein letzter Gedanke war: Gott sei Dank, jetzt sterbe ich doch noch. Und als Sie im Krankenhaus zu sich kamen?
Dass ich keine Beine mehr hatte, machte alles nur noch schlimmer. Ich absolvierte alle möglichen Therapien. Doch es gab eigentlich keine wesentliche Verbesserung, und so suchte ich nach anderen Möglichkeiten, mich umzubringen. 2005 erkannte eine Ärztin meine Symptome und verschrieb mir das Antidepressivum, dank dem ich heute ein normales Leben führen kann. 2011 habe ich versucht, es abzusetzen, aber die Symptome kamen sofort zurück. Ich werde es den Rest meines Lebens nehmen müssen. Aber damit habe ich kein Problem – auch Diabetiker brauchen ihr Leben lang Medikamente.
Wie können Freunde und Angehörige helfen, wenn sie Signale eines Suizidgefährdeten be kommen?
Ich kann noch immer nachvollziehen, wieso ich damals dachte, es sei die richtige Entscheidung. Weil es mir heute besser geht und ich weiss, was mit mir los ist, habe ich den Wunsch überwunden, vorzeitig zu sterben. Ich bleibe hier bis zum letzten Tag. Und wenn ich bis dahin noch etwas Positives bewirken kann, umso besser. Wenn ich es schaffe, können es andere auch. Interview: Ralf Kaminski
Viktor Staudt: «Die Geschichte meines Selbstmords». Droemer Verlag, bei Ex Libris für Fr. 18.30 www.viktorstaudt.de «Das Ende war der Anfang»: Vom Leben nach dem Suizidversuch. SRF 1 am 11.9. um 20.05 und am 12.9. um 11.15 Uhr
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LESEN SIE ONLINE Dossier Suizid Wie Geschwister mit dem Suizid ihres Bruders umgegangen sind und Experte Konrad Michel über Prävention und Trauerarbeit.
Bild: Mare di foto S.r.l., Pianoro (BO), Italien
Beruhigungsmittel. Es hat alles nichts geholfen.
Viktor Staudt, bei Hinterbliebenen steht nach einem Suizid immer die Frage nach dem War um im Zentrum. Warum also haben Sie sich im November 1999 vor einen Zug geworfen?
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Welttag der Suizid prävention Seit 2003 ist der 10. September der Welttag der Suizidprävention. Weltweit nehmen sich jährlich rund 800 000 Menschen das Leben; in der Schweiz sind es etwa 1000, 75 Prozent davon Männer. Etwa 10 Prozent der Menschen unternehmen im Laufe des Lebens einen Suizidversuch, rund die Hälfte aller Menschen hat schon mal an einen Suizidversuch gedacht. 60 bis 90 Prozent der Suizidenten leiden unter einer psychischen Störung, meist Depressionen. In der Schweiz nimmt sich jeden Tag eine Person unter 25 Jahren das Leben. Links zum Thema: - fssz.ch - ipsilon.ch - suizidpraevention.ch - lifewith.ch - verein-refugium.ch
Der Holländer Viktor Staudt (45) hat seine Lebens geschichte in einem Buch publiziert. Heute lebt er als Autor in der Nähe von Bologna.
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FAMILIENPOLITIK
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Mehr Zeit und Geld
Mehr Geld, mehr Elternzeit, weniger Steuern: Eine wahre Flut von politischen Vorstössen möchte das Familienleben wieder attraktiver machen. Politexperten haben Zweifel.
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aterschaftsurlaub, steuerfreie Kinderzulagen, keine Heirats strafe mehr: Wenn es nach den Plänen der Politiker geht, wird die Schweiz schon bald das reinste Paradies für Eltern sein – und für ihre Kinder natürlich. Zahlreiche parlamentarische und private Vorstösse sollen dafür sor gen (siehe rechts). In der Herbstsession, die heute be ginnt, berät der Ständerat über eine CVPInitiative, die Familienzulagen von Steuern befreien will. Voraussichtlich nächstes Jahr kommt das Anliegen an die Urne.In den Räten sind weitere familien bezogene Anliegen traktandiert wie zum Beispiel ein Konzept für Wiedereinstei gerinnen nach der Babypause. Experten stehen der Masse an familienunter stützenden Begehren skeptisch gegenüber. Die Berner Politologin Mi chelle Beyeler (40) erin nert an die Parlaments wahlen vom nächsten Markus Jahr: «Die Parteien brin Theunert gen sich mit Familien themen in Position, weil da der grösste Handlungsbedarf spürbar ist.» Denn, so sagt die Mutter von zwei Kindern, die Strukturen in Arbeitswelt und Familienleben hinken dem Wandel der letzten 40 Jahre, in dem neue Rollen bilder von Mann und Frau entstanden sind, hinterher. Beyeler bezweifelt aber, dass finanzielle Anreize wie Steuer ermässigungen den Herausforderungen moderner Familien wirklich gerecht werden. Ihrer Meinung nach könnten Politiker jetzt mit einem Vorstoss zur Arbeitszeit verkürzung oder flexibilisierung etwas bewirken. Dann, so glaubt sie, würde man endlich darüber diskutieren, wie viel Zeit den Arbeitnehmern für ihre Kinder zur Verfügung steht. «Der gefor derte Vaterschaftsurlaub ist deshalb am ehesten zukunftsweisend», sagt Beye ler, «dadurch wird erstmals ein explizi ter Anspruch auf Kinderbetreuungszeit für Väter erhoben.»
Markus Theunert (41), Präsident des Dachverbandes männer.ch, sieht das ähnlich. Allerdings findet er: «Zwei Wo chen Vaterschaftsurlaub sind zu wenig.» Eine echte Veränderung könnte seiner Meinung nach nur der Vorstoss der FDP bringen, der die Einzelbesteuerung von Eltern ermöglichen soll, unabhängig da von, ob sie verheiratet oder ledig sind. «Die Individualbesteuerung wäre ein erster Schritt weg von der Versorgungs gemeinschaft», so der Vater einer klei nen Tochter, «und hin zu einer Solidar gemeinschaft, in der jeder Elternteil für sich selber, aber beide für ihre gemein samen Kinder verantwortlich sind.» Für den Männer und Geschlechterfach mann wäre das nicht nur ein Gebot der Fairness, sondern auch ein Weg aus der Ernäh rerfalle. Letztere will Theu nert auch an anderer Front bekämpfen: Laut dem neuen Unterhalts Michelle recht, das der National Beyeler rat im Sommer befür wortete, muss bei einer Trennung oder Scheidung jener Eltern teil, der das Kind weniger betreut, dem anderen eine Art Erwerbsausfallent schädigung zahlen. «Das geht aber nur, wenn beide wählen können, ob sie die Hälfte der Betreuung übernehmen wol len», sagt Theunert. Die Männer und Väterorganisationen fordern deshalb: «Im Falle einer Scheidung oder Tren nung muss die Obhut neu verhandelt werden. Damit bekommen auch Väter eine Chance auf mehr Kinderzeit.» Theunert weiss um die Radikalität dieser Forderung, doch genau wie Michelle Beyeler hält er nichts von halb herzigen Zahlungen hier und bescheide nem Elternurlaub da. Beide erachten nur Auszeiten ab 24 Wochen als «richtigen» Mutterschafts oder Vaterschafts urlaub. Bis es in der Schweiz so weit ist, könne es allerdings noch lange dauern, nämlich gut 20 Jahre – auch hier sind sich die beiden Experten einig. Text: Yvette Hettinger
Verschiedene Parteien fordern mehr Kinderzeit für Väter.
Vaterschaftsurlaub ■ Der Grünen-Nationalrat Antonio Hodgers fordert einen Vaterschaftsurlaub von unbestimmter Länge, der über Sozialversicherungsbeiträge finanziert wird. Das Anliegen wurde noch nicht behandelt. ■ FDP-Nationalrat Andrea Caroni will, dass der Mutterschaftsurlaub auch von Vätern bezogen werden kann. Die Behandlung im Parlament steht noch aus. ■ Der Arbeitnehmerverband Travail.Suisse fordert vier Wochen Vaterschaftsurlaub, ebenfalls über die EO finanziert. Travail.Suisse wirbt zurzeit im Parlament um Unterstützung für das Anliegen.
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In Planung
■ Mit der Initiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen» fordert die CVP, dass Familienzulagen nicht mehr versteuert werden müssen. Die Initiative wurde im Sommer vom National rat zur Ablehnung empfohlen. In der Herbst session berät der Ständerat darüber. Kommt es schon zur Schlussabstimmung, entscheidet das Stimmvolk voraussichtlich im Frühling 2015 über die Vorlage.
■ Neues Unterhaltsrecht: Der Bundesrat
■ Die SP plant unter dem Arbeitstitel «Eine Gutschrift für jedes Kind» eine Initiative zur Abschaffung der Kinderabzüge bei den Steuern. Stattdessen soll jeder Familie pro Kind und Jahr ein noch undefinierter Betrag ausbezahlt werden. Die SP will Anfang nächstes Jahr mit der Unter schriftensammlung beginnen. ■ Anstelle eines Kinderabzugs will der CVP-Nationalrat Martin Candinas, dass Eltern pro Kind maximal 1000 Franken vom geschuldeten Betrag der Bundessteuern abziehen können. Der Bundesrat lehnt den Vorstoss ab. Er muss jetzt vom Parlament behandelt werden.
Heiratsstrafe
migrosmagazin.ch
STIMMEN SIE AB Wenn heute Abstimmung wäre: Was würden Sie zu Vaterschaftsurlaub, Heiratsstrafe, Steuererleichterungen oder Familienzulagen sagen?
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Familienzulagen
Finanzielle Entlastung
■ CVP-Nationalrat Martin Candinas fordert einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub, der über die EO finanziert wird. Die beratende Kommission für soziale Sicher heit und Gesundheit muss die parlamenta rische Initiative bis März 2015 beantworten. ■ Gemäss der GLP soll der Mutterschaftsurlaub bis zu 20 Wochen dauern, sofern die Eltern den Urlaub hälftig aufteilen. Die Vorlage muss als Nächstes im Parlament behandelt werden. ■ Die Grüne Nationalrätin Aline Trede beantragt in der Herbstsession, den Militärdienst durch einen Vaterschaftsurlaub zu ersetzen.
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■ Mit der Initiative «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe» fordert die CVP, dass eine Definition der Ehe in der Verfassung verankert wird und somit Ehe- und eingetragene Partner steuerlich nicht benachteiligt werden. Das Parlament muss diese Initiative noch behandeln. ■ Mit einem Gegenvorschlag fordert die Wirtschaftskommission des Nationalrats die Abschaffung der Heiratsstrafe, indem sowohl Ehe- als auch Konkubinatspaare individuell besteuert werden können. Die Vernehmlassung zum Gegenvorschlag läuft noch. Danach kommt er in die Räte. ■ Die Grünliberale Partei verlangt mit einer parlamentarischen Initiative die Gleichbehandlung aller Lebensgemeinschaften in Steuer- und Sozialversicherungsfragen. Die Initiative wird zurzeit in der Rechtskommis sion behandelt.
schlägt vor, bei einer Trennung oder Scheidung unverheiratete den verheirateten Eltern gleichzustellen. Zukünftig hätte auch ein lediger Elternteil nach der Trennung Anrecht auf einen Unterhalt. Der Nationalrat hat den Vorschlag im Sommer gutgeheissen. Im Ständerat wurde er noch nicht beraten. ■ Die BDP fordert ein Konzept für Tagesschulen sowie die Weiterführung der Finanzhilfe für familienergänzende Kinderbetreuung. ■ Mit einer parlamentarischen Initiative will die CVP die Krankenkassenprämien für Kinder abschaffen. ■ In der Herbstsession berät der Ständerat über ein Postulat von CVP-Ständerat Konrad Graber, Wiedereinsteigerinnen zu fördern.
Neu in Kraft ■ Die Gemeinsame Sorge als Regelfall: Seit
1. Juli 2014 bekommen bei einer Trennung oder Scheidung beide Eltern das gemeinsame Sorgerecht. Ein alleiniges Sorgerecht muss beantragt werden und wird nur in Ausnahmefällen bewilligt. ■ Stillzeit: Seit 1. Juni 2014 dürfen Mütter ihre Babys während der Arbeitszeit stillen, auch wenn sie das nicht am Arbeitsplatz tun.
Das macht die Migros 50 000 Migros-Mitarbeiter kommen ab Januar 2015 in den Genuss von verbesserten Leistungen zugunsten des Familienlebens: ■ Der Mutterschaftsurlaub wird von 16 auf 18 Wochen bei vollem Lohn verlängert. ■ Der bezahlte Vaterschaftsurlaub beträgt neu drei statt zwei Wochen. ■ Der obige Urlaubsanspruch besteht neu auch bei Adoption. ■ Stief- und Pflegeeltern werden den leiblichen Eltern gleichgestellt. ■ Eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Konkubinate werden Ehepaaren gleichgestellt. ■ Adoptierte und Pflegekinder werden leiblichen Kindern gleichgestellt.
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Laterne ELFIE Schwarz antik, 14 × 14 × 45 cm
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DER HAUSMANN
Deutschstunde Bänz Friedli findet «falsch» gar nicht so falsch.
«Ein Angler, der viel Geduld hat, ist ein … Angler.» Richtige Antwort: «ge duldiger». Klingt einfach, nicht wahr? Aber so was will den Schülerinnen und Schülern zunächst beigebracht sein! Nils, der Götti unserer Anna Luna, hat aus der Schule geplaudert. Er ist Lehrer und versuchte seiner Klasse unlängst beizubringen, wie man Adjektive aus Nomen ableitet. Im Jargon heisst das Suffigierung und klingt viel komplizier ter, als es ist: «Bei der Suffigierung von Nomen zu Adjektiven wird ein Nomen stamm mit einem Suffix zu einem Adjektivstamm verbunden», weiss die Fachliteratur, «Gold + en = golden, Feh ler + haft = fehlerhaft, Glück + lich = glücklich, und so weiter.» Aber so genau wollte unser Nils es nicht wissen. Er wollte lediglich sehen, ob die Schülerschaft das Prinzip begrif fen habe, und fragte in einem Lückentext nach den jeweiligen Wiewörtern: «Ein Hemd aus Seide ist ein … Hemd», stand da. Oder: «Eine Landschaft im Winter ist eine … Landschaft.» Eine Schülerin, nennen wir sie Arjona, füllte das Prü fungsblatt wie folgt aus: «Ein Hemd aus Seide ist ein weicher Hemd.» Knapp daneben. Sogar doppelt knapp. Aber gut gemeint! «Eine Landschaft im Winter ist eine gemütliche Landschaft.» Eigentlich gar nicht so falsch. Und dann setzte Arjona noch eins drauf; den Satz «Eine Antwort, die du im Trotz gibst, ist
«Arjona hat eine gute Antwort gegeben.» eine … Antwort» komplettierte sie so: «Eine Antwort, die du im Trotz gibst, ist eine gute Antwort.» Lehrer Nils hat die Lösungen allesamt als falsch taxiert. Er mache sich etwas Sorgen um die Sprach kompetenz der Jugendlichen, beschied er mir hernach. Ich sehe das lockerer. Ans «undenufe Topple» musste ich denken, besungen in «Dr Hansjakobli und ds Babettli» von Mani Matter. Das Spiel zweier Kinder mit dem Tabourettli, dem Küchenstuhl, war ihm Sinnbild dafür, dass allzu oft von oben herab gestampft, auf den Klei nen herumgetrampelt werde. Er ermun terte zum Protest. «I wett fasch säge, d Wält wär freier, wenn meh würd grüeft: ‹He, he, Frou Meier!›» Hatte Matter
nicht recht? Wenn Parteipräsidenten am Fernsehen uns Familien das Blaue vom Himmel versprechen – und dann tun sie doch nichts? Sollten wir sie dafür nicht abstrafen? Wenn die steinreiche Firma Glencore Arbeiter in fernen Ländern un ter menschenunwürdigen Bedingungen schuften und Bodenschätze fördern lässt, dank denen diese Firma mit Schweizer Sitz dann Milliarden ver dient – aber sie bezahlt null Franken Steuern … Sollten wir braven Bürger, die wir unsere Steuern bezahlen, uns nicht darüber ärgern? Oder wenn es uns am Montagmorgen ganz einfach stinkt, schon wieder das Badezimmer auf Hochglanz zu polieren, sollten wir dem inneren Schweinehund, diesem Trotz kerl, nicht einfach mal recht geben und es bleiben lassen? Und wie oft habe ich meine Kinder schon für eine vorlaute Antwort getadelt, mir aber insgeheim gedacht, wie recht sie doch hatten? Ich behaupte nicht, Arjona habe sich all dies überlegt. Dazu wäre in einer Deutschprüfungslektion auch gar nicht genügend Zeit. Dennoch finde ich, sie hätte eine bessere Note verdient. «Eine Antwort, die du im Trotz gibst, ist eine gute Antwort», schrieb sie. Nehmen wir an, Arjona hat ihre Antwort aus Trotz hingeschrieben. Dann wäre es eine ver dammt gute Antwort. Bänz Friedli live: 13. 9. Gams SG.
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Weisch no?»
Mit einem Aufruf im Migros-Magazin suchten zwei Frauen letzten Sommer eine Freundin von früher. Sie sind fündig geworden und treffen sich jetzt wieder regelmässig.
Nach 45 Jahren wieder zu dritt vereint: Ursula Jakob-Bütikofer, Ursula Hänni-Baumann und Elsi Keller (von links).
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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mmer wenn sies gerade besonders lustig hatten in den Ferien, fragten sich Elsi Keller (66) und Ursula Baumann (64): «Was macht eigentlich die Ursi?» Wäre doch toll, die Freundin von damals wiederzusehen, dachten die beiden. Also schalteten sie letzten August im Migros-Magazin einen Suchaufruf nach ihrer Freundin Ursula Jakob-Bütikofer (66). Die drei Frauen hatten Ende der 60er-Jahre gemeinsam in einem Hort in Basel gearbeitet. Ein paar Monate später sitzt das Trio in Elsi Kellers Stube gemütlich beisammen. Bei Weisswein, Speckkuchen und Kaffee, Wähen und Mineralwasser. Mit Fotos von damals. Und viel Getratsche und Gelächter. Elsi Keller-Hanssmann (Elsi): Wir haben schon früher so viel gelacht, zusammen. Ursula Hänni-Baumann (Baumänni): Ja, wir waren jung und unbeschwert. Elsi: Weisst du noch, im Hort, da mussten wir den Kindern morgens um sechs diese Brotschnittli machen. Eines der Mädchen mochte sie nicht. Dann hab ich die immer gegessen. Baumänni: Wisst ihr noch, Hansli und Wasili aus Griechenland? Ursula Jakob-Bütikofer (Ursi): Und der Italienerbub,der sich wegen der Schnittli immer fast hat übergeben müssen. Warum seid Ihr Freundinnen geworden? Ursi: Wir haben alle drei das Leben von
der leichten Seite genommen. Es gab auch ein paar Frauen, mit denen wollten wir nicht zusammenarbeiten. Das schweisst einen zusammen. Baumänni: Eine von denen hatte fettige Haare, eine war hochnäsig und so weiter. Ich hingegen war ein Landei. Zöpfe, Sommersprossen und Bergschuhe. Elsi: Wisst ihr noch, Emma, unsere Chefin? Baumänni: Oh ja! So ein Drachen. Immerhin, mit den Kindern war sie lieb. Elsi: Und sie hat uns in Ruhe arbeiten lassen. Ursi: Wir waren damals ein bisschen naiv. Ich kam vom Bauernhof. Wir hatten zu Hause noch Säue gehütet. Baumänni: Elsi war die einzige Städterin von uns dreien. Aber mit den beiden fühlte ich mich sauwohl im Hort. Ursi: Niemand von uns dreien war dominant, und keine war das dritte Rad am Wagen. Elsi: Obwohl man immer sagt, drei Freundinnen, das geht nicht gut. Baumänni: Manchmal gingen wir zusammen tanzen oder auswärts essen. Ursi: Ich bin ja damals, 1968, als Letzte dazugekommen und wurde trotzdem
Mit dieser Anzeige suchten Elsi Keller und Ursula HänniBaumann ihre Freundin Ursula Bütikofer – mit Erfolg.
So funktionierts: Sie suchen Ihren Schulschatz, die beste Freundin, die plötzlich verschwunden ist, oder den attraktiven Mann, der im Flugzeug neben Ihnen sass? Mit der Rubrik «Bitte melde Dich» hilft Ihnen das Migros-Magazin dabei. Unter www.migrosmagazin.ch/meldedich können Sie eine Anzeige eingeben. Jede Annonce wird innert weniger Tage im Internet veröffentlicht. Ein Bild und die Angabe Ihrer E-Mail-Adresse steigern die Erfolgschancen. Eine Auswahl der Suchanzeigen erscheint zusätzlich in der gedruckten Ausgabe des Migros-Magazins. Suchannoncen auf Seite 104.
sofort von euch aufgenommen. Elsi: Bist du nicht 1969 gekommen? Ursi: Wirklich? Baumänni: Auf jeden Fall im Frühling. Oder im Herbst? Verwirrtes Schweigen. Elsi: Ich weiss noch, als wir hörten, dass du kommst, haben wir gesagt: Noch eine Ursula! Die nennen wir jetzt Ursi. Und die andere Baumänni. Elsi: Wer nimmt noch Weisswein? Baumänni: Nein, danke. Ich war erst 18, als ich in den Tagi, also in die Tagesstätte, kam. Er gehörte zum Frauenspital, und die Kinder der Angestellten wurden dort betreut. Es war, glaub, der erste Betrieb mit eigenem Hort. Elsi: Nicht ganz. Die Bandweberei Vischer hatte vorher schon einen. Dort habe ich später zehn Kinder allein betreut. Wenn ich einkaufen gehen musste, hat die Putzfrau kurz übernommen. Uschi: Jesses, das gäbs heute nicht mehr! Elsi: Es hat sich viel geändert, heute hat man in einem Hort viel mehr administrative Arbeiten. Warum habt Ihr Euch wieder aus den Augen verloren? Ursi: Wir haben eine nach der anderen
aufgehört, in der Tagi zu arbeiten. Ich,
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als Letzte, 1970. Ich bin nach Zürich gezogen und habe geheiratet. Elsi: Als Baumänni geheiratet hat, haben wir uns auch kurz aus den Augen verloren. Dann sahen wir uns wieder, und du sagtest, dein Mann sei gestorben. Baumänni: Genau. Und zwei Jahre später ist deiner gestorben. Von da an haben wir uns wieder öfter getroffen. Elsi: Wer mag noch Kaffee? Ursi: Ja, schenk mir nochmals ein, bitte. Ich mochte nicht mehr mit Kindern arbeiten, das hatten meine Nerven nicht mehr mitgemacht. Ich ging zur Post. Baumänni: Ich arbeitete lange bei der Spitex. Elsi: Ich war noch einige Jahre in einer anderen Krippe, bis ich merkte, dass es zu anstrengend war. Zuletzt habe ich in einem Tagesheim als Köchin gearbeitet. So hatte ich trotzdem Kinder um mich herum, das war schön. Wie habt Ihr drei letztes Jahr wieder zusammengefunden? Elsi: Baumänni und ich haben in den
Telefonbüchern und im Internet gesucht. Dann, eines Tages, wieder in den Ferien, sagte ich zu ihr: Komm, wir machen ein Inserat im Migros-Magazin. Baumänni: Auf die Anzeige haben sich bei mir viele gemeldet und gesagt: Ich kenn die Frau! Aber es waren lauter falsche Meldungen. Elsi: Und dann klingelt das Telefon, und eine Frau sagt: Do bini! Und ich fragte: Was heisst, do bini? Es war Ursi. Alle lachen. Ursi: Meine Schwester und mein Bruder hatten den Aufruf gelesen. Sie sagten: Ursi, du wirst gesucht. Ruf sofort an! Elsi: Ich sagte: Wir machen sofort etwas ab. Ihr kommt beide zu mir. Es war nicht einfach, einen Termin zu finden. Ursi: Wie ich an jenem Tag zu Elsis Haus komme, höre ich eine schreien: Muesch nid so luege, mier sinds! Da wusste ich, ich bin am richtigen Ort. Lacht. Elsi: Baumänni und ich waren nicht so aufgeregt. Aber gespannt schon. Baumänni: Es wurde dann ein super Nachmittag. Alles war sofort wieder wie früher. Nach 45 Jahren! Ihr seid alle drei Singles.
Gelächter.
Baumänni: Wir wollen keinen Mann mehr. Der eine lässt die Socken rumliegen, der andere isst gruusig. Elsi: Oder wenn sie dann ihre Schnuderlümpen rausnehmen, um die Nase zu schnäuzen … nein! Ursi: Sag niemals nie! Baumänni: Ich schon! Mir ist das zu an-
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MENSCHEN
strengend mit einem Mann. Ich habe drei Enkel und arbeite. Wenn ich abends nach Hause komme, finde ich es so schön, meine Ruhe zu haben. Ursi: Es ist schon toll, wenn man kommen und gehen kann, wann man will. Elsi nimmt ihr iPad zur Hand und holt ein paar Fotos auf den Bildschirm: Ich spiele Theater, jodle und turne. Da bleibt nicht viel Zeit für einen Mann. Baumänni: Jassen, Turnverein, Gross kinder, Schrebergarten: Es gibt immer etwas zu tun. Ursi: Es ist nicht einfach, einen Mann zu finden, der einem ins Leben passt. Ich habe eine Tochter und einen Enkel, und ich treffe oft Freunde. Elsi: Baumänni und ich sind auch viel unterwegs. Zusammen waren wir schon in der Türkei, in Ägypten, in der Karibik. Jetzt machen wir bald wieder eine Busfahrt, und dann reisen wir für ein Wochenende ins Burgund. Baumänni: Aber vorher noch ins Appen zell. Wie geht es jetzt weiter mit Euch dreien? Elsi: Seit letztem Herbst treffen wir uns
bei jeder von uns mal. Bei Ursi hats aller dings ein bisschen geklemmt. Ursi: Ich hatte sie für Oktober zu mir eingeladen und wartete dann auf ihre Bestätigung. Elsi: Und wir haben auf ihren Anruf ewartet. Ich sagte zu Baumänni: Du, die will doch gar nicht mehr! Dann rief ich nochmals an, und alles klärte sich. Aller dings sagte Ursi, sie habe bei McDonald’s einen Tisch für uns reserviert. Allgemeines Grinsen. Elsi: Ich sagte: Was? Da können wir ja nicht mal Wein trinken. Also sagte ich zu Ursi: Koch doch wenigstens ein paar Spaghetti bei dir zu Hause, und ich bringe Kuchen für den Kaffee. Baumänni: Das gehört zu uns: Wir sagen einander ehrlich, was wir finden. Ursi: Aber ein bisschen Spass muss auch sein. Klar wollte ich die beiden von Anfang an zu mir nach Hause einladen. Elsi: Es hat noch ganz viel Wähen. Kommt, nehmt noch! Interview: Yvette Hettinger Bilder: Salvatore Vinci
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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Einstein der Legosteine
Er liebt die Natur, «Spick»-Hefte und Tüfteleien mit allen möglichen Materialien – unter anderem mit Lego-Steinen. Dank einer eigenen Erfindung darf sich Mat Aschwanden aus Zürich «EinStein des Jahres» nennen.
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öpfchen, Beile, Schwerter, Hüte, Rümpfe, Flammen, Flaggen, Rädchen und Hunderte von bunten Steinen: Der Boden in Mat Aschwandens (8) Zimmer ist praktisch lückenlos bedeckt mit Lego-Steinen. Inmitten des bunten Kunststoffmeers sitzt der Junge und werkelt an einem Gebilde, das wie eine Kreuzung aus Mondfahrzeug und Pistenraupe aussieht. «Wald-Recycling-Aufräummaschine» nennt Mat das selbst entworfene Konstrukt. Damit hat der Viertklässler den diesjährigen Lego-Wettbewerb «EinStein» für die originellste Idee gewonnen und 319 Schweizer Kinder auf die Plätze verwiesen. Der Preis: ein Wochenende in Berlin für die ganze Familie, selbstverständlich inklusive Besuch des Lego Discovery Center.
«Ich habe immer eine Schwiiornig im Zimmer.»
Woher die Leidenschaft für Lego kommt, weiss niemand Mats Waldmaschine soll Müll sammeln und gleich zu neuen Abfalleimern rezyklieren. Die Idee hatte Mat, weil er «für die Natur geschaffen» sei, wie er selber sagt. Ja, sie seien viel draussen mit ihm und seiner Schwester Joy (6), erklären die Eltern Barbara und Urs Aschwanden (beide 44). Manchmal, etwa wenn die Sonne scheine und er wieder stundenlang nur mit Lego spielen wolle, müsse sie den Jungen aber auch rausscheuchen, so die Mutter. Die Folgen seiner Bauwut: «Ich habe immer eine Schwiiornig im Zimmer», sagt Mat und kichert, während sein Vater die Augenbrauen hochzieht. Immerhin diente das tägliche Lego-Schlachtfeld als Inspiration für die preisgekrönte Idee: «Mein Papi und ich wollten etwas erfinden, das auch beim Aufräumen hilft.» Wie viele Lego-Teile er besitzt, weiss Mat nicht. «Über 20», schätzt er. Tatsächlich müssen es Tausende sein. Seit zwei Jahren bekommt der Schüler zu Geburtstag und Weihnachten ausschliesslich Lego geschenkt. Aber das ist in Ordnung für ihn, seine Begeisterung dafür ist ungebrochen. Woher diese Leidenschaft kommt, weiss niemand. In der Schule ist «Mensch und Umwelt» Mats Lieblingsfach. Lesen ist nicht sein Ding, Tüfteln schon. Seine Mutter ist von
Der achtjährige Mat inmitten seiner Lego-Welt.
Beruf Stadtführerin und Übersetzerin, der Vater bei einem RAV für Jobsuchende aus der Gastrobranche zuständig. Mat möchte dereinst Schauspieler werden. Sollte das nicht klappen, wäre auch ein Job als Lego-Entwickler völlig okay. Eine Idee hat er schon: farbig gemusterte Einzelsteine. Text: Yvette Hettinger Bild: Daniel Winkler
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SEHEN SIE ONLINE So entstand die Aufräummaschine Wie sieht Mats «Wald-Recycling-Aufräummaschine» aus? Und wie genau wird sie gebaut? Unser Video zeigt Mat beim Zusammensetzen des Fahrzeugs.
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INTERVIEW
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Ich bin keine Wahrsagerin, ich habe andere Fähigkeiten» Am 28. September stimmt das Schweizervolk über die Gastro-Initiative ab, die für das Gastgewerbe einen tieferen Mehrwertsteuersatz verlangt. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf über die Initiative, das Bankgeheimnis und eine allfällige Wiederwahl.
Eveline Widmer-Schlumpf, wie oft essen Sie privat in einem Restaurant?
Mein Mann und ich gehen durchschnittlich ein Mal pro Woche auswärts essen, meist entweder in und um Bern oder in der Region Felsberg bei Chur GR. Nebst gewohnten Lokalen probiere ich gerne auch etwas Unkonventionelles aus. Zum Beispiel?
Eine komplett andere Küche oder Restaurants, die von jungen Talenten geführt werden. Ich bin Vegetarierin und mag deshalb viel Gemüse und Früchte. Und ich ziehe Produkte aus der Region vor. Namen einzelner Restaurants mag ich hier aber nicht nennen. Kochen Sie auch, und was ist Ihre Spezialität?
Ja, sehr gerne! Meine Kinder behaupten, ich bereite die beste Lasagne und den besten Churer Fleischkuchen zu. Apropos Essen: Finden Sie es richtig, dass in Restaurants ein Mehrwertsteuersatz von 8 Prozent gilt, während Take-Away-Shops mit 2,5 Prozent besteuert werden?
Ein Gast im Restaurant erhält sehr viel mehr Leistungen, wenn er eine Mahlzeit zu sich nimmt, als in einem Take-Away. Deshalb ist eine höhere Steuer durchaus gerechtfertigt. Die Befürworter der Initiative argumentieren, mit ihrem Vorhaben den Tourismusstandort Schweiz zu stärken.
Mit einer Senkung der Mehrwertsteuer löst das Tourismusland Schweiz die Herausforderungen nicht. Die Wirte sollten sich vielmehr überlegen, welche Angebote heutzutage gefragt sind.
Warum soll das Gastgewerbe so viel höher besteuert werden?
Das Gastgewerbe wird heute – wie die meisten anderen Betriebe auch – zum Normalsatz besteuert. Die Initiative will für Restaurants den gleichen tiefen Steuersatz wie für Nahrungsmittel. Ein
Restaurantbesuch ist aber sicher kein Gut des täglichen Gebrauchs, schon gar nicht für wirtschaftlich schwächere Haushalte. Allenfalls könnte man diskutieren, den Sondersatz für die Hotellerie auch für das Gastgewerbe zu öffnen. Nur müsste dieser dann erhöht werden, um die Mindereinnahmen zu kompensieren. Unterschiedliche Mehrwertsteuersätze machen das System aber noch komplizierter.
Der richtige Weg wäre tatsächlich der Einheitssatz. Grundsätzlich stimmen dem praktisch alle zu. Nur wollen dieselben Personen für allerlei Bereiche gleichzeitig Ausnahmen. Wie hoch sollte der Einheitssatz sein?
Nach aktuellen Berechnungen müsste
«Eine höhere Steuer für Restaurants ist gerechtfertigt.» ein einheitlicher Satz höher als 6 und niedriger als 6,5 Prozent sein. Wer ist schuld daran, dass wir keinen einheitlichen Satz haben?
Es sind die Vertreter verschiedener Interessen, die für bestimmte Gruppen Sonderlösungen möchten. Das ist bei der Mehrwertsteuer besonders häufig der Fall. Wir haben Abzüge für alles und alle. Das Steuersystem ist aber nicht dazu da, Individualinteressen zu regeln. Was könnte man tun?
Tatsache ist, dass wir nach wie vor drei Sätze kennen: den Normalsatz von 8, den reduzierten von 2,5 Prozent und eine Beherbergungsabgabe von 3,8 Prozent. Man könnte das System für die Steuerpflichtigen stark vereinfachen, wenn
Finanzexpertin
Eveline WidmerSchlumpf (58, BDP) ist seit 2008 Bundesrätin. Nach der Abwahl von Christoph Blocher war sie zuerst Justizministerin, wechselte per November 2010 als Nachfolgerin von Hans-Rudolf Merz aber ins Eidgenössische Finanzdepartement. Von 2001 bis 2007 war sie Präsidentin der Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren. Ausserdem war die ehemalige Regierungsrätin des Kantons Graubünden Mitglied des Leitenden Ausschusses der Konferenz der Kantonsregierungen. Die Bündnerin ist verheiratet, dreifache Mutter und Grossmutter.
man den Mut hätte, den Grossteil der Abzüge abzuschaffen und einen anderen Steuertarif einzuführen. Was kostete es den Bund, wenn die Initiative angenommen würde?
Ohne Gegenmassnahmen müssten wir mit Steuerausfällen von bis zu 750 Millionen Franken rechnen. Welche Mehrwertsteuersätze wir bei einer allfälligen Umsetzung wie stark erhöhen müssten, ist im Initiativtext nicht geregelt. Wenn das Gastgewerbe tatsächlich nur noch 2,5 Prozent bezahlen müsste, würden wir eine andere Pflicht der Verfassung nicht erfüllen, nämlich die der Schuldenbremse, die verlangt, dass Mindereinnahmen ausgeglichen werden. Wie liessen sich diese 750 Millionen Franken finanzieren?
Das frage ich die Initianten auch. Eine Möglichkeit wäre, den reduzierten Satz auf 3,8 und den Beherbergungssatz auf 3,9 Prozent zu erhöhen, weil dieser laut Verfassung zwischen dem reduzierten und dem Normalsatz liegen muss. Das würde aber heissen, dass unter anderem die Preise für Lebensmittel und Medikamente steigen würden. Umgekehrt würde bei einer Annahme der Initiative der Kaffee im Restaurant statt 4.20 vielleicht 4.05 Franken kosten. Das ändert das Konsumverhalten nicht. Abgesehen davon liegt der Entscheid bei den Wirten, ob sie die Steuerreduktion weitergeben. Die Gastro-Initiative ist nur ein Thema, das Sie beschäftigt. Zu Ihren grössten Verantwortungen gehört der Schweizer Finanzplatz. Wo stehen wir da heute?
Er befindet sich im Umbruch. Sowohl die Banken als auch der gesamte Finanzplatz sind daran, Vergangenheitsprobleme zu bewältigen. Wir benötigen einen gesunden Finanzplatz, der weiterhin durch seine Kompetenz überzeugt, stabil, wettbewerbsfähig und steuerlich integer ist. Deshalb müssen wir alles daran setzen,
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
MENSCHEN
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INTERVIEW
Nach ihrer politischen Karriere hat sich Eveline Widmer-Schlumpf vorgenommen, mehr zu kochen und ihre Enkelkinder zu h端ten.
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Vancouver
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
dass man der Schweiz nicht mehr vorwerfen kann, unversteuerte Gelder zu horten. Das ist eine Herausforderung, aber es gibt keinen anderen Weg.
Wird das Doppelbesteuerungsabkommen mit den USA in diesem Herbst im US-Senat besiegelt?
Tatsächlich braucht es nur noch die Zustimmung des Senats. Es ist jedoch offen, wann genau das der Fall sein wird. Die Amerikaner haben es in der Hand, ob die Schweiz in Zukunft Amtshilfe bei Steuerhinterziehung gewähren kann oder nicht. Nach dem alten Recht können wir dies nur bei Steuerbetrug tun. Mehr Einfluss haben Sie auf das Inland-Bankgeheimnis. Gibts das in fünf Jahren noch?
Ja.
migrosmagazin.ch
LESEN SIE ONLINE Sparen beim Bund Im zweiten Teil des Interviews spricht die Finanzministerin über Sparmöglichkeiten bei Armee, Landwirtschaft und Bundespersonal.
Was macht Sie da so sicher?
Weil Sie und ich nicht über das gleiche Bankgeheimnis reden. Ich meine das grundsätzliche Bankgeheimnis, bei dem die Privatsphäre geschützt werden muss. Sie hingegen sprechen über das steuerliche Bankgeheimnis. Derzeit wird im Parlament über dieses steuerrechtliche Bankgeheimnis debattiert. Wenn ein Verdacht auf schwere Steuerhinterziehung oder Steuerbetrug besteht, soll die Steuerbehörde bei der Bank Belege einfordern können. Heute ist das nicht möglich. Diese Diskussion wird in den nächsten Jahren geführt – auch im Zusammenhang mit der Initiative «Schutz der Privatsphäre».
Wie wird Ihre Partei aus den Wahlen des kommenden Jahres hervorgehen?
Eveline Widmer-Schlumpf will einen gesunden, steuerlich integeren Finanzplatz. Immer mehr Auslandschweizer beklagen sich, dass ihre Hausbanken die teils langjährigen Beziehungen auflösen. Was tun Sie für diese Schweizer?
Im Finanzdepartement und mit den betroffenen Banken klären wir ab, was wir unternehmen können. Nur kann der Staat in einer freien Marktwirtschaft einer Bank nicht befehlen, diese oder jene Kunden aufzunehmen.
Ich bin keine Wahrsagerin und war nie gut bei Prognosen. Ich habe andere Fähigkeiten. Aber Sie werden wieder zur Wahl antreten?
Das wird sich im nächsten Jahr zeigen. Ich höre diese Frage bei jedem Interview. Und auch, was ich machen werde, wenn ich nicht mehr im Bundeshaus arbeite. Deshalb hier nochmals: In einem solchen Fall würde ich kochen und meine beiden Enkelkinder hüten. Interview: Reto E. Wild und Daniel Sidler Bilder: Ruben Wyttenbach
Mehr zum Thema auf Seite 44.
Ist für die Betroffenen eine Lösung in Sicht?
Das Grundproblem sind die äusserst komplizierten Steuerregeln in vielen Ländern, sodass Schweizer Banken die damit verbundenen Risiken fürchten. Trotzdem gibt es weiterhin Banken, die Auslandschweizer als Kunden akzeptieren. Ein Konkurrenzvergleich lohnt sich auf jeden Fall. Und wo stehen Sie mit der Unternehmenssteuerreform?
Das heutige Steuerregime muss abgelöst werden. Die Frage ist aber, wer das finanziert. Es geht darum, dass wir unser Land gut positionieren und wettbewerbsfähig machen, ohne dass wir dauernd von aussen attackiert werden können. Seit der Abstimmung vom 9. Februar zur Masseneinwanderung, aber eben auch wegen Unsicherheiten bei der Unternehmensbesteuerung,
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ziehen internationale Unternehmen Arbeitsplätze aus der Schweiz ab. Wir müssen uns zusammenraufen und diesen Unternehmen eine faire Lösung bieten. Berechenbarkeit und Stabilität waren über Jahrzehnte grosse Stärken der Schweiz. Das haben wir teilweise verloren. Für mich muss die Hauptzielsetzung der Politik sein, diese Sicherheit wiederzuerlangen.
Sie haben immer wieder betont, wie wichtig es für Sie ist, dass die Schweizer Banken gerecht behandelt werden. Nun hat sich die Credit Suisse im Steuerstreit mit den USA darauf geeinigt, eine Strafe von 2,6 Milliarden US-Dollar zu bezahlen. Ist das noch fair?
Die französische BNP Paribas muss neun Milliarden Dollar Busse bezahlen, einzelne US-Banken sogar noch mehr. Der Vergleich zeigt, dass Schweizer Banken nicht strenger behandelt werden als andere. Kommt dazu, dass im amerikanischen Recht Teile der Strafe verhandelt werden können. Das ist uns fremd.
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Die Sicht der Befürworter Für Restaurants gilt zurzeit ein höherer Mehrwertsteuersatz als für Take-Away-Betriebe. Aus Sicht der Initianten ist dies eine Ungleichbehandlung für vergleichbare Produkte und damit eine Diskriminierung des Gastgewerbes. Mit der Initiative «Schluss mit der MwSt-Diskriminierung des Gastgewerbes» (Gastro-Initiative) kämpft der Branchenverband Gastrosuisse für die Gleichbehandlung der Wirte. Die Initianten verlangen eine einheitliche Mehrwertsteuer für alle Speisen. Sie wollen damit Arbeits- und Ausbildungsplätze im Gastrogewerbe sichern und den Tourismusstandort Schweiz stärken. Neben Gastrosuisse, Gewerbeverband und SVP setzen sich Teile von BDP, FDP und CVP für die Initiative ein.
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Imker Hanspeter Gerber macht Dampf: Mit Kräuterrauch lenkt er die Bienen von sich ab.
«Bienen sind mein Fenster zur Natur»
Hanspeter Gerber ist Imker aus Leidenschaft – zusammen mit anderen Fachleuten baut er eine Schule auf, die sein Handwerk und das Wissen über Bienen weitergeben soll. Die Migros unterstützt das Projekt.
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AKTUELL
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014
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Verschleiert im Bienenhaus: Im Schutzanzug kann Hanspeter Gerber ganz nah an seine Schützlinge ran.
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er Mann trägt einen Schleier. Doch zu verbergen hat er nichts. Die Kluft, die Hanspeter Gerber sich übergestülpt hat und ihn wie einen Aus serirdischen aussehen lässt, nennt sich Schleier und bewahrt ihn vor Stichen seiner Schützlinge, wenn er sich bei ihnen zu Hause aufhält. Diese Schütz linge sind seine bis zu 350 000 «Beieli», die neun Völker bilden und ein Bienen haus an einem Waldrand in Spiez BE be wohnen. Der 66jährige Spiezer, der zehn Jahre jünger wirkt und vor Energie nur so strotzt,ist einer von rund 18 000 Schwei zer Bienenhaltern, die in der Regel sechs bis zehn Völker betreuen. Wie die meis ten von ihnen geht er der Imkerei als Hobby nach. Berufsimker gibt es hierzu lande kaum. Wobei man mit dem Begriff
Hobby bei Gerber falsch liegt. Für den naturverbundenen Bergführer, ist das «Beiele», wie die Imkerei auf Bern deutsch heisst, kein Zeitvertreib, son dern eine Passion. «Die Bienen sind für mich ein Fenster zur Natur.» Nicht die 50 bis 60 Kilo Blüten und Waldhonig, die er jährlich gewinnt und grösstenteils verschenkt, stehen bei ihm im Vorder grund, sondern «der Umgang, die Pflege, die Beobachtung der Bienen. Ich nehme sie als intelligenten Organismus wahr. Sie sind meine Lehrerinnen und helfen mir, die Zusammenhänge in der Natur zu erkennen und zu verstehen.» Wie viele Imker weltweit hat auch Hanspeter Gerber schon Völker ver loren. Sie sind dem Befall durch die Varroamilbe und anderen Krankheiten zum Opfer gefallen. Jeden Herbst stelle
Bienen sind auch begnadete Baumeisterinnen.
sich ihm die Frage «Wie viele meiner Völker werden den Winter überleben?». Für die zum Teil beträchtlichen Winterverluste ist laut Gerber neben der Varroamilbe auch der Einsatz von In sektiziden verantwortlich, welche die Bienen schwächten oder gar töteten. Und Monokulturen schränkten das Nah rungsangebot dieser Tiere stark ein.
Das Bienensterben kann zu Ernteausfällen führen «Weniger Bienen bedeutet aber, dass Pflanzen nicht bestäubt werden, dies führt zu Ernteausfällen. Bei gewissen Lebensmitteln kann dies Versorgungs engpässe verursachen», erklärt Gerber. Oder mit anderen Worten: «Die Biene ist eines der wichtigsten Nutztiere der Welt.» Für ihn ist deshalb klar, dass
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gehandelt, «Gegensteuer gegeben» werden muss. So dürften keine für die Bienen schädliche Pestizide eingesetzt werden und es müsse «bienengerecht», also vielfältig und so angepflanzt werden, dass die Bienen auch im Sommer und Herbst genügend Nahrung fänden. Für ebenso wichtig hält Gerber aber auch «eine fundierte Imkerweiterbildung – so etwas gibt es in der Schweiz noch nicht». Nach den Bienenverlusten der letzten Jahre seien Fragen zur Gesundheit und dem Lebensraum der Bienen in den Fokus gerückt. Die Anforderungen an das Fachwissen der Imker steige stetig.
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Die Waben sind verdeckelt, der Honig ist reif zum Ernten.
Das tut die Migros auch noch
Die Imkerschule trifft den Nerv der Zeit Deshalb hat der Dachverband der Schweizer Imker (Apisuisse) beschlossen, eine Imkerweiterbildung auf hohem Niveau ins Leben zu rufen – für deren Realisierung zeichnet der Verein deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde (VDRB) verantwortlich. Finanziert wird der Aufbau der Schule durch den Förderfonds Engagement Migros (siehe Spalte rechts). Hier kommt wieder der energische und enthusiastische Hanspeter Gerber ins Spiel. Er ist nämlich nicht nur erfahrener Beieler, sondern auch Dozent an Pädagogischen Hochschulen sowie Spezialist für Personal- und Organisationsentwicklung, vor allem im öffentlichen Sektor. Begleitet und unterstützt von einem Team aus Bienenfachleuten und Experten, baut er die Imkerschule auf. Für die Migros ist Gerber des Lobes voll. «Sie hat für die Finanzierung keinerlei Gegenleistungen gefordert – ganz im Geist von Dutti wird hier der Gesellschaft ein Dienst ohne Gewinnstreben erbracht.» Der erste modular aufgebaute Lehrgang der Weiterbildung beginnt diesen Herbst, vereint Theorie und Praxis und dauert insgesamt 27 Tage, verteilt über drei Jahre. Erfreut und erstaunt ist Gerber über das Interesses an dem Angebot: Bereits liegen 170 Anmeldungen vor. Auch Gerber selber will die Schulbank drücken und den eidgenössischen Fachausweis erlangen, mit dem die Weiterbildung abgeschlossen werden kann. Die Imkerschule ist nur eine Massnahme im Dienst der Biene. Gleichzeitig unterstützt Engagement Migros auch ein Dokumentationsprojekt, welches das Wissen über die Bienengesundheit systematisch erfasst und praxisorientiert aufbereitet. In Form von Tipps wird das Wissen all jenen zur Verfügung gestellt,
die durch ihr Verhalten den Lebensraum der Honig- und Wildbiene unterstützen können und wollen: Angesprochen sind neben Bienenhaltern, Gartenbauern, Land- und Forstwirten auch Gemeindeverwaltungen, Betreiber von Sportanlagen und Hobbygärtner. Das Projekt wird bis 2016 mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis umgesetzt. Welche Bedeutung den Vorhaben des Förderfonds Engagement Migros zukommt, zeigt auch die Anerkennung der Umweltschutzorganisation Greenpeace. «Das angekündigte Migros-Dokumentationsprojekt kann, wird es entspre-
chend umgesetzt, helfen, Gärtnerinnen, Gemeindearbeiter, Landwirte und Privatpersonen zu bienenfreundlichem Handeln zu bewegen. Auch eine fundiertere, auf das Wohl der Biene ausgerichtete Imkerausbildung trägt zum Bienenschutz bei», erklärt Marianne Künzle von Greenpeace. Ebenso wichtig seien aber auch Massnahmen, wie der Verzicht auf für Bienen giftige Pestizide im Hobbygartenbereich, wie ihn die Migros umsetzen wolle (siehe Box unten). Text: Daniel Sägesser Bilder: Daniel Rihs
Was die Migros zum Schutz der Bienen tut «Wir versprechen, ab Ende 2014 nur noch Insekten- und Pflanzenschutzmittel anzubieten, die Bienen nicht gefährden.» So lautet ein Versprechen, das die Migros im Rahmen ihres Nachhaltigkeitsprogramms Generation M gegeben hat. «Wir werden das Versprechen bis Ende dieses Jahres erfüllen», sagt Nachhaltigkeitsspezialist Sandro Glanzmann. Konkret wird die Detailhändlerin bei zehn Produkten Ersatzstoffe verwenden, die für Bienen unproblematisch sind, oder die Pflanzenschutzmittel ganz aus dem Sortiment verbannen. Bei fünf Erzeugnissen ist dies bereits geschehen, fünf weitere werden nun folgen. Die Migros stützt sich auf eine Studie von Greenpeace, die sieben Wirkstoffe als besonders gefährlich für Bienen
einstuft. Die Massnahme, die private Gärten betrifft, ist aber nur eine, die beweist, dass die Migros das Bienensterben sehr ernst nimmt. Sie richtet ihr Augenmerk auch auf die Landwirtschaft: Mit ihrer Partnerin, der Bauernorganisation IP Suisse, ist sie deshalb übereingekommen, dass die IP-Suisse-Bauern ab 2015 gänzlich auf den Einsatz der sieben von Greenpeace als bienenkritisch aufgeführten Wirkstoffe verzichten. «Gemäss den strengen Richtlinien sind aber bereits seit Jahren einige dieser kritischen Insektizide für IP-Suisse-Landwirte verboten», erklärt IP-Suisse-Präsident Andreas Stalder. Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros.
Die Migros unterstützt mit ihrem Förderfonds Engagement Migros die Imkerschule Schweiz und das Dokumentationsprojekt Biene im Rahmen des Förderschwerpunkts «Pionierprojekte der Nachhaltigkeit». Dazu gehört zum Beispiel ein Pilotprojekt zur Entwicklung von nachhaltigen Verpackungen aus biologischen Rohstoffen und Abfallprodukten. Zudem fördert Engagement Migros freiwillig Projekte in den Bereichen Kultur, Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Sport. Finanziert werden die Projekte von den Unternehmen der Migros-Gruppe aus den Geschäftsfeldern Handel, Finanzdienstleistungen und Reisen. Der Förderfonds gründet in der Verantwortung der Migros gegenüber der Gesellschaft und ergänzt die Fördertätigkeit des MigrosKulturprozents. www.engagementmigros.ch
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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NEWS | 39
PREISBAROMETER Informationen zu Preisänderungen
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bedingt schlechten Blütenhonigernten in Kuba und auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán sowie auf die markant gestiegene Nachfrage nach südamerikanischem Waldhonig in den USA. Zudem schlagen diverse Dinkelteigwaren auf: Der Dinkel stammt hauptsächlich aus Deutschland, wo es wetterbedingt 2013 eine schlechte Ernte gegeben hat. Gleichzeitig ist hierzulande die Nachfrage nach dieser Getreidesorte in den letzten Monaten stark gestiegen.
ie Migros senkt die Preise bei diversen Gesichtsreinigungsprodukten um durchschnittlich 12 Prozent. Es handelt sich dabei um Artikel der Marken Nivea, Ganier, L’Oréal und der Migros-Eigenmarke I am. Zu einer Preiserhöhung kommt es bei diversen Glaces und anderen Produkten mit Schokoladenanteil, da die Rohwarenpreise für Kakao und Kakaobutter an den Börsen stark gestiegen sind. Teurer wird auch Alnatura-Honig, der vorwiegend aus Mittel- und Südamerika stammt. Der Preisanstieg geht zurück auf die wetter-
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DOKUMENTARFILM
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Mittendrin in der Beiz
Regisseur Eric Bergkraut liebt urchige Restaurants. Sein neuer Dokumentarfilm handelt von Landbeizen und Wirtinnen, die für ihre Gäste auch Beichtmütter sind.
E
in Sommerabend in der Quartierbeiz Vereinigung nahe der Stadtzürcher Bahnstation Giesshübel: Am Tresen lehnt entspannt ein Mann mit grau melierten Haaren und trinkt ein Glas Süssmost. Er lässt den Blick durch den Raum mit dem tannengrünen Kachelofen und dem leicht gelbstichigen Bergbild an der Wand schweifen. Er beobachtet aber auch die Gäste, die nach und nach im Lokal eintreffen. Der Mann an der Theke ist Regisseur Eric Bergkraut. Sein Atelier, in dem er am Schnitt seiner Dokumentarfilme arbeitet, ist ganz in der Nähe. Darum macht er auf dem Heimweg gern halt in der «Vereinigung». «Ich mag an dieser Beiz, dass man hier gut essen kann. Ausserdem erlauben die Wirte nicht, dass man am Tisch einen mitgebrachten Computer einschaltet», sagt der 56-Jährige. «Weil hier auch IT-Spezialisten aus der nahen Google-Niederlassung einkehren, kommt es manchmal zu interessanten Diskussionen zwischen den Beizern und ihren Gästen.» Diese Bemerkung zeigt, dass Bergkraut in Lokalen nicht nur ein gewöhnlicher Gast, sondern immer auch ein Beobachter ist. Er ist von der Welt der bodenständigen Restaurants so fasziniert, dass er ihnen einen ganzen Dokumentarfilm gewidmet hat. Diese Woche kommt er unter dem stimmigen Titel «Service inbegriffe» in die Kinos.
In der Beiz werden Fremde zu Freunden «Mir scheint, dass sich Menschen heute oft nur noch in virtuellen Gemeinschaften aufhalten», sagt Bergkraut. «Sie melden sich zum Beispiel auf DatingPlattformen an, wo mögliche Partner an sie vermittelt werden, die genau zu ihrem Profil passen.» Die Beiz ist für
Eric Bergkraut im Zürcher Restaurant Vereinigung: Sein Film zeigt Beizen als ein wichtiges
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
Bergkraut das pure Gegenteil – ein handfester Ort, wo Zufallsbekannt schaften noch möglich sind, wo man unverhofft und völlig ungeplant Freunde findet, aber auch abstürzen kann. Bergkraut findet den Kosmos Beiz so spannend, dass er ein ganzes Jahr lang darin eintauchte und insgesamt rund 100 Stunden Filmmaterial sammelte – das Rohmaterial für den Dokumentar film «Service inbegriffe». Mit seiner kleinen Crew hielt sich der Regisseur vor allem in ländlichen Restaurants auf – in Lokalen im Appenzellerland, im Val de Travers oder in einem Tessiner Bergtal. In diesen Lokalen lernte er starke Wirtepersönlichkeiten kennen, die mit ihren Gästen vertraut sind und ihnen sogar in Lebenskrisen Halt geben. Eine der Hauptpersonen des Films ist die Wirtin Marlise Schoch in der Appen zeller Bergbeiz Hundwiler Höhe. «Sie hört ihren Besuchern sehr aufmerksam zu», erzählt Bergkraut, «Manchmal wird sie für ihre Gäste zur Beicht mutter.» Die Zuschauer erfahren von einer berührenden Geschichte: Vor Jah ren wollte sich ein älterer Bauer nahe der «Hundwiler Höhe» von einer Brücke stürzen, Marlise Schoch konnte ihn im letzten Moment vom Selbstmord ab halten – sie redete ihm zu, konnte ihm neuen Lebensmut geben. Nachher kam der Mann lange Zeit jedes Jahr ein Mal in die Beiz, um sich bei der Wirtin für diese Rettung zu bedanken.
Stück Heimat.
Bild: Lea Meienberg
DOKUMENTARFILM | 41
Beitrag zur Renaissance der Dokumentarfilme
PREISTRÄGER CH-DOKFILM-WETTBEWERB M I G R O S - K U LT U R P R O Z E N T
ZURICH FILM FESTIVAL Dokumentarfilmwettbewerb Deutschland, Österreich, Schweiz
Service inbegriffe
Die Schweizer Dokumentarfilme erleben zurzeit eine Renaissance und haben international grossen Erfolg. Das Migros-Kulturprozent trägt mit dem CH-Dokfilm-Wettbewerb dazu bei. Jedes Jahr wählt eine Fachjury ein Projekt aus, das sich mit der Schweizer Gesellschaft auseinandersetzt. Das Migros-Kulturprozent und die SRG SSR finanzieren den Gewinnerfilm vollumfänglich. Auch Eric Bergkraut konnte «Service inbegriffe» drehen, weil er als Sieger des Wettbewerbs gefördert wurde.
VON BEIZEN & MENSCHEN
UN FILM DE ERIC BERGKRAUT
BUCH & REGIE ERIC BERGKRAUT KAMERA PIO CORRADI DIREKTTON STEPHAN PAULY MONTAGE VENDULA ROUDNICKA MUSIK MARIE-JEANNE SÉRÉRO MITARBEIT DRAMATURGIE MARTIN WITZ BILDBEARBEITUNG UELI NÜESCH TONMISCHUNG DANIEL HOBI TONMASTERING CHRISTOF STEINMANN SCHNITT-ASSISTENZ FLORIAN SIEGRIST GRAFIK ROLAND DILL ANIMATION HANDSCHRIFTEN MICHÈLE ETTLIN PLAKAT NORDSIX ÜBERSETZUNGEN FERNANDO FERRARI | ELISABETH ZINN LOCATIONSCOUTS NINA BRUNNER | FERNANDO FERRARI | ANNE KRISTOL | JULIA TAL 2. KAMERA LAURENT STOOP | PETER HAMMANN | NICOLA GENNI | ADRIAN ZSCHOKKE PRODUKTIONSLEITUNG JULIA TAL PRODUZENT ERIC BERGKRAUT PRODUKTIONSBEGLEITUNG MIGROS-KULTURPROZENT NICOLE HESS REDAKTION SRG SSR URS AUGSTBURGER | LUISELLA REALINI PRODUKTIONSVERANTWORTLICHER SRG SSR SVEN WÄLTI p.s. 72 PRODUCTIONS GMBH IN KOPRODUKTION MIT SRG SSR FINANZIERT DURCH DAS MIGROS-KULTURPROZENT COPYRIGHT P. S. 72 PRODUCTIONS GMBH 2013 - WWW.PS-72.COM
Der Film «Service inbegriffe» kommt am 11. September in die Kinos.
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Ordnung im Garten.
Raffinierter Film ohne aufwendige Technik Auch andere Szenen des Films sind sehr emotional: In die «Hundwiler Höhe» kommt oft ein Gast, der seit einem trau matischen Erlebnis nicht mehr reden kann. Was er zu sagen hat, schreibt er auf kleine Zettel. Dieser Mann ist in der Beiz kein Aussenseiter, er gehört ganz selbst verständlich dazu. In solchen Momenten macht der Film klar, dass Restaurants ein Stück Heimat sein können. Doch wie ist es Bergkraut und seinem Kameramann gelungen, in den Beizen anwesend zu sein, ohne zu stören? «Wir haben uns beim technischen Aufwand zurückgehalten und zum Beispiel ganz auf Scheinwerfer verzichtet», sagt Berg kraut. «Und wir haben die porträtierten Restaurants immer wieder besucht – so lange, bis wir dort keine Fremden mehr waren.» Das spürt auch der Zuschauer. Man hat mit der Zeit fast das Gefühl, zum Kreis der Beizenbesucher im Film zu gehören und selber am Stammtisch zu sitzen. Text: Michael West
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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HOTELPLAN | 43
Viel Erfahrung in der Reisebranche
Sieht die Zukunft von Hotelplan voller Zuversicht: Der neue CEO Kurt Eberhard.
Kurt Eberhard (54) machte eine Mechanikerlehre, um sich nach einer Ausbildung zum Marketingleiter aus Leidenschaft der Reisebranche zuzuwenden. Er hatte in verschiedenen Funktionen für Kuoni und Hotelplan gearbeitet, bevor er 1994 in Schaffhausen den Reiseveranstalter Let’s Go Tours gründete. 2010 wurde er Mitglied der Geschäftsleitung von Hotelplan Suisse, seit Juli 2014 ist er CEO.
Germania hat eine Schweizer Tochter gesellschaft gegründet und wird mit einer Chartermaschine ab Zürich vor aussichtlich Verbindungen in die Türkei, nach Ägypten und zu weiteren Destina tionen anbieten. Wir werden auf diesen Flügen die Menüs und den gesamten Service in Schweizer Qualität anbieten. Die Crew soll jeweils zwei unserer Landessprachen beherrschen.
«Reisebüros bleiben unverzichtbar» Kurt Eberhard, neuer Chef von Hotelplan Suisse, über den Boom von Onlinebuchungen und die geplante Partnerschaft mit der Fluglinie Germania. Kurt Eberhard, seit Juli sind Sie Chef von Hotelplan Suisse. Wie gehts dem Unternehmen?
Ich bin ja schon seit über vier Jahren Geschäftsleitungsmitglied bei Hotelplan Suisse. So habe ich in meiner neuen Funktion keine Überraschungen erlebt. Unser Unternehmen hat eine Phase der Restrukturierung hinter sich und ist heute solide und gesund.
Bilder: Simon Tanner, Roland Soldi
Das laufende Geschäftsjahr endet für Hotelplan im Oktober. Können Sie ein Fazit ziehen?
Verwandlungskünstlerin: Margrit Bornet.
Ich beurteile den Geschäftsgang als zufriedenstellend. Nach einer Flaute im Frühling konnten wir in den folgenden Monaten deutlich mehr Buchungen verzeichnen. Wir werden das Jahr vor aussichtlich mit schwarzen Zahlen ab schliessen, mit einem kleinen Gewinn. Kaum waren Sie als neuer Chef im Amt, haben Sie eine Partnerschaft mit der deutschen Airline Germania angekündigt. Wie werden die Hotelplan-Kunden davon profitieren?
Vor zwei Jahren hat Hotelplan seine Website völlig erneuert. Wie hat sich das auf die Onlinebuchungen ausgewirkt?
Allein in diesem Jahr haben unsere Onlinekunden über 40 000 individuell zusammengestellte Arrangements ge bucht. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Onlinebuchungen um 30 Prozent zugenommen. Diese Zahlen übertreffen unsere Erwartungen. Inzwischen existieren viele Onlinereiseanbieter. Wie hebt sich Hotelplan ab?
Wir wissen immer sehr genau, was wir verkaufen. Alle unsere Angebote werden von uns vorab geprüft. Vor allem aber: Wir existieren nicht nur virtuell, son dern auch physisch. Unsere Kunden können sich in unseren Reisebüros im Gespräch beraten lassen. Und auch wenn auf der Reise Probleme auftreten, stehen wir den Kunden mit Rat und Tat bei. Für mich steht fest: Trotz Online boom bleibt das Reisebüro unverzicht bar. Interview: Pierre Wuthrich
KABARETT
Frau mit vielen Gesichtern Kaum eine Schweizer Kabarettistin ist so wandlungsfähig wie Margrit Bornet: In ihrem aktuellen Programm «Bornet Identity» verkörpert sie abwechselnd eine treuherzige Coiffeuse, ein Teeniegirl im Justin-BieberFieber und viele weitere Figuren. Die hybride Vielfrauendarstellerin («SonntagsZeitung»)
ist zurzeit auf Schweizer Tournee. Margrit Bornet wird vom Migros-Kulturprozent unterstützt. Die Tourneedaten von «Bornet Identity» unter www.margrit-bornet.ch
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GASTRO-INITIATIVE
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Wenn Wurst und Brot teurer werden
Bei einer Annahme der Gastro-Initiative könnten die Produkte des täglichen Bedarfs mehr kosten als heute. Das würde vor allem Familien treffen.
NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
A
m 28. September stimmt das Schweizervolk über eine einheitliche Besteuerung von Esswaren ab. Die Volksinitiative «Schluss mit der Mehrwertsteuer-Diskriminierung des Gastgewerbes» fordert, dass für alle Lebensmittel der gleiche Mehrwertsteuersatz gilt. Heute zahlt jemand, der einen Salatteller im Restaurant isst, den Preis inklusive 8 Prozent Mehrwertsteuer. Für einen Salatkopf vom Markt oder einen Fertigsalat vom Imbissstand gilt hingegen der reduzierte Satz von 2,5 Prozent. Damit sind die Wirte nicht einverstanden. Der Branchenverband Gastrosuisse ist überzeugt, dass die Restaurants konkurrenzfähiger würden, wenn für alle Speisen der gleiche Mehrwertsteuersatz gälte. Für die Wirte gibt es keinen Unterschied zwischen der Grill-Bratwurst von der Theke und einer im Restaurant. Eine Annahme der Initiative sichert gemäss Gastrosuisse Arbeits- und Ausbildungsplätze, stärkt das Tourismusland Schweiz und sorgt dafür, dass sich weniger Gäste im benachbarten Ausland günstig verpflegen.
Wurst ist nicht gleich Wurst: Beim Imbissangebot bezahlt der Kunde einzig fürs Produkt.
Initiative von Gastrosuisse: Die Gründe für ein Nein Die Migros ist als Mitglied der IG Detailhandel Schweiz (IG DHS) im Nein-Komitee zur Gastro-Initiative vertreten. Mit im Boot sind auch die Verbände der Metzger, BäckerConfiseure, Bauern, Konsumenten, Drogisten und der Medien. Sie alle fürchten vor allem eines: Wenn das Volk Ja sagt zur Volksinitiative, werden ihre Produkte teurer. Das Anliegen der Wirte ist zwar nachvollziehbar. Doch die Zeche müssten die Konsumenten bezahlen, wenn der reduzierte
Satz erhöht wird, um das Loch in der Bundeskasse zu stopfen. Gerade Familien und die mittleren und tiefen Einkommensschichten, die meist zu Hause essen, würden unter den höheren Lebensmittelpreisen leiden. Ob die Menüs im Restaurant im Gegenzug günstiger würden, ist hingegen offen. Denn die Wirte sind nicht gezwungen, den tieferen Satz ihren Gästen weiterzugeben. Sie könnten ihn auch zur Verbesserung ihrer Marge benützen.
Für den Bundesrat, der die Initiative zur Ablehnung empfiehlt, haben die unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze einen Grund: Lebensmittel fallen unter den reduzierten Steuersatz, damit sie sich alle leisten können. Bei einem Restaurantbesuch dagegen geht es um mehr als nur darum, ein Lebensmittel zu kaufen. In einer Beiz profitiert der Gast von zusätzlichen Dienstleistungen: Er kann sich setzen, wird bedient und darf die Toilette benützen. Auf all dies verzichtet, wer ein Gipfeli beim Beck postet, Reis im Laden kauft oder einen Cervelat vom Imbissstand holt. Problematisch ist für den Bundesrat vor allem, dass Restaurants bei Annahme der Initiative weniger Mehrwertsteuern abliefern würden – nämlich jährlich bis zu 750 Millionen Franken. Um die Ausfälle wettzumachen, will er den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 2,5 Prozent auf 3,8 Prozent anheben. Damit würde sich alles verteuern, was heute unter den reduzierten Satz fällt: nebst Lebensmitteln auch Bücher, Zeitungen, Medikamente sowie Radiound TV-Gebühren. Text: Daniel Sidler Lesen Sie auch das Interview mit Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf ab Seite 30.
Bild: Keystone
Der Bundesrat empfiehlt die Initiative zur Ablehnung
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AUS DER REGION. FÜR DIE REGION.
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Prämierte Liebe zur Region Neun Regionen und neun Gewinne: Im «Aus der Region. Für die Region.»Fotowettbewerb stehen die Sieger fest. Die Leser haben im Online-Voting entschieden, welches die besten Bilder sind. Wir stellen in dieser Ausgabe die nächsten drei Gewinner eines E-Bikes sowie regionale Produzenten vor.
E In unserer Region fühlen wir uns zu Hause. Fest verbunden mit der Region sind die Produkte, die hier hergestellt werden. Mit inzwischen rund 8000 «Aus der Region. Für die Region.»Produkten unterstützt die Migros ihre Gebiete und Produzenten. Und vermittelt so ein kleines Stück Heimat.
ine echte Chance auf den Hauptgewinn, das himmelblaue «Aus der Region. Für die Region.»-E-Bike, hatte sich eigentlich keiner der späteren Gewinner ausgerechnet. Umso grösser war die Freude, als die Hobbyfotografen nun ihr neues Elektrovelo anlässlich eines Apéros bei einem Produzenten in ihrer Region in Empfang nehmen konnten. Alexa Cuenot hatte für den Transport vorsorglich einen Veloträger an ihr Auto montiert. Bei den Fahrzeugen von Philippe Galster und Fernando Garvizu wurde nur rasch die Rückbank umgeklappt – schon war das E-Bike verstaut. Bevor sie sich auf den Heimweg machten, nahmen die Gewinner noch die Gelegenheit wahr und liessen sich über den Alltag der gastgebenden Produzenten informieren. Texte: Claudia Schmidt
Videos Das Migros-Magazin hat auch die hier vorgestellten Produzenten einen Tag lang mit der Videokamera bei ihrer Arbeit begleitet. Schauen Sie den «Aus der Region. Für die Region.»-Produzenten über die Schulter: www.ausderregion.ch
Basel Gewinnerin Alexa Cuenot war mit ihrem Mann und drei Kindern aus Bonfol angereist. Tochter Manon und Sohn Esteban liessen es sich nicht nehmen, die Übergabe des E-Bikes mit ihren Smartphones festzuhalten. Was Alexa Cuenot besonders freute: Endlich lernte sie Remo Sutter persönlich kennen (Bild oben). Immerhin produziert er die Teigwaren, die sie jeweils bei ihrer «Table d’hôte» serviert.
Das Siegerbild der Region Basel zeigt die Étangs de Bonfol in den frühen Morgenstunden, fotografiert von Alexa Cuenot.
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SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014
AUS DER REGION. FÜR DIE REGION. | 49
«Die Spaghetti müssen immer gleich dick sein» Remo Sutter, neben vielen anderen Sorten stellen Sie auch Urdinkelteigwaren her. Ist Dinkel schwieriger zu verarbeiten?
Nein, Urdinkel ist im Allgemeinen sehr unkompliziert in der Handhabung.
Spaghetti aus Böckten Wer Teigwaren schon einmal selbst hergestellt hat, weiss, wie mühsam das Auswallen des Pastateigs ist. Kein Wunder also, dass Remo Sutter in seiner Firma Pasta Avanti in Böckten auf maschinelle Herstellung setzt. So teuer wie ein Ferrari ist die Maschine, die aus Mehl, Wasser, Eiern und Salz einen Teig knetet und ihn anschliessend in der gewünschten Dicke auswallt. Wer sich ein Gerät zum Preis eines Sportwagens in die Produktionsräume stellt, hat hohe Ansprüche: Zwei Säcke Mehl werden in einem Durchgang problemlos verarbeitet. Genug für viele, viele Spaghetti …
Wenn die Spaghetti frisch aus der Maschine kommen, prüfen Sie die Dicke der Teigwaren. Warum tun Sie das?
UrdinkelSpaghetti mit gebackenem Lachs
Die Spaghetti müssen immer die gleiche Dicke haben. Sind sie dünner, ist die Füllhöhe in der Packung höher. Sind die Nudeln zu dick, sieht die Packung weniger voll aus, auch wenn – rein vom Gewicht her – die gleiche Menge drin ist. Deshalb müssen wir darauf achten, dass die Füllhöhe und damit die Dicke der Spaghetti stets gleich ist.
500 g Lachsfilet ohne Haut, 1,5 dl Saucen-Halbrahm 1 dl Fischfond 2 EL grobkörniger Senf, z. B. Dijon Salz, Pfeffer ½ Bund Petersilie 400 g Urdinkel-Spaghetti 1 EL Rapsöl
In der Produktion sehen wir Säcke mit feinem Griess und solche mit gröberem. Welchen Einfluss hat die Schrotung auf die Teigwaren?
Je feiner der Griess, desto schneller kochen die Teigwaren. Gröberer Griess ergibt Pasta, die etwas länger kochen muss.
1. Backofen auf 170 °C vorheizen. Lachstranchen in eine ofenfeste Form legen. Saucen-Halbrahm, Fond und Senf verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Petersilie hacken und daruntermischen. Lachs mit Sauce begiessen. In der Ofenmitte ca. 30 Minuten backen. 2. Spaghetti in Salzwasser bissfest garen. Abgiessen und gut abtropfen lassen. Öl daruntermischen. Teigwaren anrichten. Lachs in Stücke zupfen und mit Sauce darauf verteilen.
Sie stellen auch Safranpasta her. Wie viel Safran benötigen Sie dazu?
Wir verarbeiten 15 Kilo Safran pro Jahr. Remo Sutter misst die Dicke der Spaghetti. Bis zu 50 Kilo Mehl passen in diese Pastamaschine.
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten + ca. 30 Minuten backen Pro Person ca. 38 g Eiweiss, 23 g Fett, 71 g Kohlenhydrate, 2700 kJ/650 kcal
UrdinkelSpaghetti, 400 g, Fr. 5.20
Rezepte
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AUS DER REGION. FÜR DIE REGION.
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Wir beliefern die Migros seit 1949» Jean-Pierre Lavergnat, Sie bewirtschaften Ihre Felder in Troinex direkt an der französischen Grenze. Seit wann?
Wir waren sieben Kinder, da war die Nachfolge nicht einfach zu regeln. Ich habe 1971 das Anwesen übernommen – oder besser gesagt: gekauft. Meine Familie war aber bereits in den 20er-Jahren hierhergekommen. Wir beliefern die Migros seit 1949. Mein Sohn David baut in der dritten Generation Gemüse an. Sie bewirtschaften hier sowohl Gewächshäuser und Folientunnel als auch Freilandfelder. Was nimmt den grössten Teil ein?
Wir haben Gewächshäuser auf einer Fläche von 15 Hektaren. Folientunnel nehmen 7000 Quadratmeter in Anspruch, und auf weiteren 23 Hektaren betreiben wir Freilandanbau. Wie viele Arbeitskräfte beschäftigen Sie hier?
12 bis 15 Personen arbeiten von April bis Ende Oktober. Von November bis April reduziert sich das Personal auf 6 Leute. Im Winter haben wir eben nicht so viel zu tun.
Genf Für Fernando Garvizu aus Athenaz ist Velofahren ein bedeutendes Hobby, denn an seinem Arbeitsplatz bewegt er sich nicht allzu viel: Der Schweizer mit bolivianischen Wurzeln arbeitet als Ingenieur bei einem Hersteller für Industrieuhren, wie man sie zum Beispiel auf Bahnhöfen findet. «So ein E-Bike ist doch perfekt für einen Ingenieur», stellt Gemüseproduzent David Lavergnat fest.
Was gedeiht in den Gewächshäusern?
Die friedliche Herbststimmung an der Aire hat Fernando Garvizu in der Region Genf fotografiert.
Wir beginnen bereits im Dezember mit den Radieschen. Dabei handelt es sich um eine sehr frühe Sorte, die selbst bei niedrigen Temperaturen gedeiht. Das ist wichtig, denn wir beheizen die Gewächshäuser nicht. Die ersten Radieschen können wir bereits Ende Februar ernten. In den Gewächshäusern haben wir Radieschen in unterschiedlichen Reifestadien, sodass wir kontinuierlich ernten können.
Lauch aus Troinex Im Sommer haben David Lavergnat und sein Vater Jean-Pierre auf ihren Feldern in Troinex alle Hände voll zu tun. Lauch muss kontinuierlich geerntet werden. Auch Radieschen, zweierlei Sellerie und die ersten Artischocken sind reif und müssen dann zügig vom Feld, bevor sie in die Migros-Filialen kommen. Wobei die Artischockenproduktion noch in der Anfangsphase steckt. Selbst im Winter gibt es reichlich Arbeit. Schon im Dezember werden in den Gewächshäusern Radieschen ausgesät. Die Lavergnats zählen in Genf zu den dienstältesten Produzenten: Sie beliefern die Migros schon seit 1949 mit frischem Gemüse.
Gemüsebauer David Lavergnat prüft, ob der Lauch schon erntereif ist.
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SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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Lauchsalat mit Roastbeef 500 g Lauch 1 Bund Petersilie 1 TL Senf 1 EL Sojasauce 3 EL Olivenöl 2 EL Essig, z. B. Kräuteressig Salz 400 g Roastbeef in Tranchen 1. Lauch in feine Ringe schneiden. Petersilie grob hacken. Senf, Sojasauce, Öl und Essig zu einer Sauce rühren. Mit Salz abschmecken. Lauch mit der Sauce mischen. Salat
vor dem Servieren ca. 20 Minuten ziehen lassen. 2. Roastbeef auf Tellern auslegen. Lauchsalat dazu anrichten. Dazu passen Kapernäpfel und knuspriges Baguette. Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten + ca. 20 Minuten ziehen lassen Pro Person ca. 25 g Eiweiss, 12 g Fett 6 g Kohlenhydrate, 1000 kJ/230 kcal
Lauch, per kg, aktueller Tagespreis
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AUS DER REGION. FÜR DIE REGION.
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Für ein Kilogramm Doppelrahm braucht es 12 Liter Milch» Michel Grossrieder, Sie beliefern die Migros Neuenburg/Freiburg mit 20 Milchprodukten, die das Label «Aus der Region. Für die Region.» tragen. Woher kommt die Milch dafür?
Die Milch erhalten wir von insgesamt 70 Milchbauern aus der Region. Sonst könnten wir nicht so viele regionale Produkte anbieten. Wie viel Milch benötigt man für ein Kilo Doppelrahm?
12 Liter braucht man für den cremigen Doppelrahm. Wir produzieren im Monat rund 4500 Liter Doppelrahm. Dazu benötigen wir 54 000 Liter Milch. Wenn man das aufs Jahr hochrechnet, kommen über eine halbe Million Liter Milch zusammen. Wie wird die Milch angeliefert?
Die Milchbauern liefern die Milch selbständig in Milchtanks an. Die Milch wird dann durch Edelstahlrohre in einen Tank gepumpt. Von dort werden erste Proben genommen. Wir müssen sicherstellen, dass die Milch einwandfrei ist.
Neuenburg/ Freiburg
Welche regionalen Produkte stellen Sie ausser Doppelrahm sonst noch her?
Wir haben ein ganzes Sortiment an Käse und diverse Sorten Tomme, zum Beispiel nature, mit Bärlauch oder Trüffeln. Dann natürlich Gruyère und Vacherin, aber auch mehrere Sorten Ziegenkäse und Ziegenjoghurt mit unterschiedlichen Früchten, die wir ebenfalls aus der Region bekommen.
Das Siegerbild der Region Neuenburg/Freiburg fotografierte Philippe Galster. Es zeigt den Moléson.
Crème double aus Orsonnens Vor vier Jahren hatte Michel Grossrieder mit seiner Molkerei Moléson die Migros in der Region Neuenburg/Freiburg erstmals mit einem seiner Produkte beliefert. Innert kurzer Zeit kamen weitere Milcherzeugnisse dazu. Mittlerweile umfasst die Produktepalette 20 Köstlichkeiten, mit denen die Molkerei Moléson die Migros-Filialen in der Region Neuenburg/Freiburg versorgt. Neben Doppelrahm werden in Orsonnens verschiedene Sorten Käse und Joghurt sowie mehrere Spezialitäten wie die Moutarde de Bénichon oder eine FondueMischung aus Vacherin de Fribourg hergestellt.
Molkerei-Geschäftsführer Michel Grossrieder mit dem beliebten Doppelrahm.
Bilder: Pierre-Yves Massot, Marvin Zilm, Saisonküche
Gewinner Philippe Galster aus Bulle (Bild oben, links) fährt viel mit dem Velo durch die Region, wobei er seine Kamera immer bei sich hat. Dass er nun mit dem neuen E-Bike bei Bedarf weniger strampeln muss, findet er natürlich sehr lässig. Dazu meint Molkerei-Geschäftsführer Michel Grossrieder mit einem Augenzwinkern: «Mit dem E-Bike kann er jetzt ja noch weitere Strecken zurücklegen.»
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Pflaumen-Rahmglace 300 g Pflaumen 1 dl Wasser 160 g Zucker ½ Vanilleschote, 1 kleiner Rosmarinzweig 2 Eier 200 g Doppelrahm 1. Pflaumen halbieren und entsteinen. Wasser, Zucker, Vanilleschote und Rosmarin aufkochen. Früchte im Sirup bei kleiner Hitze knapp weich kochen. Vanilleschote und Rosmarin entfernen. 2. Ein Drittel der Früchte mit etwas Sirup beiseitestellen. Übrige Pflaumen aus dem
restlichen Sirup heben und würfeln. Sirup aufkochen. Eier verquirlen. Heissen Sirup zu den Eiern rühren. Weiterrühren, bis die Masse kalt ist. Doppelrahm löffelweise darunterheben. Pflaumenwürfel beigeben. Masse in Dessertschalen verteilen und ca. 4 Stunden gefrieren lassen. Vor dem Servieren mit beiseitegestellten Früchten garnieren. Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten + ca. 4 Stunden gefrieren lassen Pro Person ca. 5 g Eiweiss, 26 g Fett, 49 g Kohlenhydrate, 1850 kJ/450 kcal
Doppelrahm Moléson, 200 g, Fr. 4.85
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CAPTORMANIA
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Willkommen in Aquantis!
NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Achtung, fertig, los! Bei der neuen Mania gibt es ein Starterkit: Dieses umfasst das Sammelalbum, ein Sachet, ein Poster samt Racebahn und den ersten Joker: Wiley, die Königin des Wibbi-Clans. Da Wiley an der Meeresoberfläche Sonnenstrahlen sammelt, leuchtet sie bei Dunkelheit golden. Starterkit Fr. 5.–.
Aus den Untiefen der Meere hat ein neuer Sammel- und Spielhype das Festland erobert: die Captormania.
J
Bild: Nik Hunger
etzt einmal tief Luft holen und abtauchen: Willkommen in Aquantis, einer versunkenen Stadt irgendwo auf dem Meeresboden. Hier leben die fünf Clans der Captors mit ihren unterschiedlichen Vorzügen und Macken ganz friedlich miteinander. Die meiste Zeit jedenfalls. Doch ein Mal im Jahr, wenn das grosse U-Boot-Rennen um die Herrschaft von Aquantis ansteht, heizt sich die Stimmung in der Unterwasserstadt auf: Welcher Clan wird
das Rennen gewinnen und ein Jahr lang über Aquantis herrschen? Auch die Joker, die Könige der fünf Clans, lassen es sich nicht nehmen, bei dem Renngaudi mit den U-Booten dabei zu sein und von der VIP-Lounge aus ihre Clans anzufeuern. Welche Spiele man mit den magnetischen Captors spielen kann, wie man sie mittels App zum Leben erweckt und was man in der Captormania alles gewinnen kann, findet man auf www.captormania.ch. NO
Mivas: die Drama-Queens
Wibbis: die Verspielten
Aimos: die Weisen
Aussehen: Tintenfische Wohnort: Amphitheater Charakter: Keine Feier ohne sie: Die extravaganten Mivas sorgen stets für unvergessliche Auftritte. Sie singen, schauspielern, heischen nach Aufmerksamkeit und verzaubern mit ihrem schillernden Look. U-Boote: Die Gefährte der Mivas sind Hingucker in Pink mit Riesententakeln. Der leuchtende Diamant in der Fahrerkuppel blendet beim Rennen die Gegner. Anführer: Ungeschminkt aus dem Haus? Niemals! Marilin ist eitel und inszeniert sich auch gern: Verliert sie ein Rennen, klimpert sie mit ihren langen Wimpern, bis sie einen Trostpreis bekommt.
Aussehen: Anemonenfische Wohnort: Anemonenfeld Charakter: Die quirligen Fischchen sind lustige, gesellige Wesen, die viel lieber spielen, als Rennen zu fahren. Ausser den Wibbis schwimmt keiner durchs Anemonenfeld. Denn die Pflanzen lösen bei den anderen Unterwasserbewohnern allergische Reaktionen aus: grüne Punkte, die stark jucken. U-Boote: Sie sind rund, gelb und mit einem Guckrohr versehen. Je schneller sie fahren, desto mehr Seifenblasen sprudeln hinten aus der grossen Turbine heraus. Anführer: Der stets freundliche Wino pflegt die Anemonenfelder und achtet darauf, dass die Kleinen keinen Unfug treiben.
Aussehen: Meeresschildkröten Wohnort: Universität Charakter: Gäbe es den Clan der Aimos nicht, würde in Aquantis das Chaos regieren. Da sie die friedlichsten und gütigsten aller Unterwasserbewohner sind, werden die Aimos von den anderen gern aufgesucht, um Streitereien zu schlichten. Sogar die wilden Tarks respektieren das Urteil der Aimos. U-Boote: Weil ihre U-Boote als Schildkrötenpanzer getarnt sind, unterschätzt man gern deren Geschwindigkeit. Also aufgepasst! Anführer: Dieser Hut! Aristota ist die Weiseste von allen und wird von vielen um ihren akademischen Hut beneidet.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
SCHAUFENSTER
Bezugsquelle Pro Fr. 20.– Einkauf erhalten Sie ein Sachet mit einem Captor und einem Sticker*. Erhältlich in allen Migros-Filialen, Do it + Garden Migros, Melectronics, Micasa, SportXX inkl. Outdoor, OBI oder auf LeShop.ch. * maximal 10 Sachets pro Einkauf (solange Vorrat)
Die Captor-Behausungen Damit die Captors nicht wild im Kinderzimmer herumschwimmen, gibt es die Captorbox. Sie bietet Platz für alle Captors und dient auch als Spielwiese: Im Deckel befindet sich eine Zielscheibe, an der die stark magnetischen Captors haften bleiben. Fr. 9.80 Für den Transport eignet sich die Captor-Röhre, in die ein ganzer Clan passt. Fr. 2.50
Snips: die Tüftler
Tarks: die Draufgänger
Aussehen: Hummer/Krebse Wohnort: alter Tempel Charakter: Die Snips sind die Daniel Düsentriebs von Aquantis. Wer sein U-Boot pimpen oder reparieren lassen will, ist bei den Snips richtig. Manchmal geht beim Experimentieren der Schuss aber nach hinten los: Dann knallts, und ganz Aquantis wackelt. U-Boote: Dass die Snips begnadete Tüftler sind, ist ihren Hightech-U-Booten durchaus anzusehen. Sie werden durch die Lichtspiegelungen der Meere betrieben und können sogar Harpunen abfeuern. Anführer: Sax ist der Erfinder des ersten U-Boots. Immer wieder hat er geniale, wenn auch ziemlich verrückte Geistesblitze.
Aussehen: Raubfische Wohnort: Burg Charakter: Niemand möchte ihnen im Dunklen begegnen: Die Tarks sind stark, schnell, wild und manchmal auch streitlustig. Sie werden aber auch geschätzt, weil sie in Aquantis für Sicherheit sorgen. U-Boote: Die bedrohlich wirkenden schwarzen Gefährte sind mit zahlreichen metallischen Stacheln und spitzen Zähnen bestückt. Beim Rennen sind die Tarks gefürchtete Gegner – erstaunlicherweise sind sie aber auch faire Verlierer. Anführer: Timor schwimmt täglich mit grimmigem Blick durch Aquantis, um nach dem Rechten zu sehen.
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CUP LOVERS
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Die schmackhaften Cup Lovers sind im Handumdrehen zubereitet und lassen sich direkt aus der Tasse löffeln.
Dessert in einer Minute
Mit der neuen Pulvermischung Cup Lovers braucht es für eine superschnelle Zubereitung feiner Miniküchlein nur noch Milch und eine Mikrowelle.
Bild: Ruth Küng
M
an nehme vier Esslöffel gekühlte Milch, eine Tasse und eine Mikrowelle. Was es nur noch braucht, um ohne grösseren Aufwand sich selbst oder auch einen Überraschungsgast mit einem feinen Dessert zu verwöhnen, sind eine Pulvermischung Cup Lovers und wenige Minuten Zeit. Denn ab jetzt geht alles ganz einfach und ganz schnell: ■ Milch in die Tasse geben ■ Pulvermischung einrühren, bis ein glatter Teig entsteht ■ Tasse für eine Minute in die Mikrowelle stellen. Pling! Fertig ist das saftige Küchlein, das sich aus der Tasse löffeln lässt. Bleibt nur noch die Frage: Welche Sorte darf es sein? Die
Cup Lovers, die in dieser Form der Zubereitung eine Neuheit auf dem Schweizer Markt sind, gibt es als Zitronen-Cake mit einer fruchtigen, erfrischenden Note sowie als Tiroler Cake, der traditionell nach Schoggi und Haselnüssen schmeckt. Die Pulvermischungen werden ausschliesslich mit natürlichen Aromen entwickelt. Gleiches gilt für die Vanillecreme, die das Sortiment komplettiert. Wer über keine Mikrowelle verfügt, muss deshalb nicht verzagen: Die Küchlein lassen sich ebenso perfekt im herkömmlichen Ofen zubereiten, und die Creme gelingt auch auf dem Herd. Es dauert nur ein paar Minuten länger. HB
Cup Lovers Zitronen Cake, 1 Portion, 80 g, Fr. 1.60
Cup Lovers Vanille Crème, 1 Portion, 30 g, Fr. 1.20
Cup Lovers Tiroler Cake, 1 Portion, 80 g, Fr. 1.60
Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Cup Lovers.
H C S I R F T K R A M
M-TIPP Ihr würziger Start in die bunte Jahreszeit: Rehpfefferpie mit Trauben. Das Rezept finden Sie auf www.saison.ch/ de/m-tipp und alle Zutaten frisch in Ihrer Migros.
40%
11.50 statt 19.20
M-Classic Pizzas im 4er-Pack z.B. Pizza Padrone, 4 x 370 g
30%
14.90 statt 21.50
Rehpfeffer gekocht hergestellt in der Schweiz mit Fleisch aus Österreich, 600 g
40%
1.85 statt 3.10
Kartoffeln festkochend Schweiz, Tragtasche à 2,5 kg
Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 9.9. BIS 15.9.2014, SOLANGE VORRAT
40%
2.80 statt 4.70
Trauben Lavallée Frankreich, per kg
FRISCH, FRISCHER, MA 33%
14.60 statt 21.90
2.95 statt 3.15
Atlantik Rauchlachs im 3er-Pack* Zucht aus Schottland, 3 x 100 g
30%
–.65 statt –.95 Feigen blau Türkei, pro Stück
30%
2.50 statt 3.60 Äpfel Gala Schweiz, per kg
Die Butter Mödeli à 250 g, –.20 günstiger
2.95 statt 3.60
4.65 statt 5.85
1.60 statt 2.20
2.10 statt 2.50
Tomaten Schweiz/Niederlande, per kg
Chicorée Belgien, Beutel à 500 g, 25% günstiger
*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Genossenschaft Migros Aare ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 9.9. BIS 15.9.2014, SOLANGE VORRAT
Galbani Mozzarella im 3er-Pack 3 x 150 g, 20% günstiger
Alpenbrot 380 g
RKTFRISCH. 3.95 statt 5.10
Alle Bifidus Joghurt im 6er-Pack 20% günstiger, z.B. Mango/Erdbeer/Heidelbeer, 6 x 150 g
2.80 statt 3.30
Optigal Pouletgeschnetzeltes Schweiz, per 100 g
16.20 statt 20.25
Fondue Swiss-Style Tradition 3 x 400 g, 20% günstiger
1.85 statt 2.35
Alle Doraden 20% günstiger, z.B. Dorade royal*, Zucht aus Griechenland, per 100 g
30%
40%
1.20 statt 2.05
Kochspeck geräuchert, TerraSuisse per 100 g
40%
2.10 statt 3.–
1.10 statt 1.90
33%
40%
Hinterschinken im Duo-Pack, TerraSuisse per 100 g
9.– statt 14.–
Optigal Pouletschenkel Schweiz, 4 Stück, per kg, z.B. Pouletschenkel gewürzt
Schweinsvoressen, TerraSuisse per 100 g
9.70 statt 16.20
Kalbsbratwurst im 3er-Pack, TerraSuisse 3 x 280 g
NOCH MEHR SPARMÖ 3.90 statt 4.90
Alle Grosis Cakes 20% günstiger, z.B. Schoggi-Cake, 420 g
30%
2.70 statt 3.90
Calluna im 11-cm-Topf, pro Pflanze
33%
3.20 statt 4.80
Dessertpreussen 500 g
6.20 statt 7.80
Alle Rüebli-Patisserieprodukte 20% günstiger, z.B. Rüeblitorte, 520 g
13.40 statt 16.80
Hochlandrosen, Fairtrade Stiellänge 50 cm, Bund à 9 Stück
ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 9.9. BIS 15.9.2013, SOLANGE VORRAT
2.55 statt 3.20
Alle Zwieback 20% günstiger, z.B. Original, 260 g
50%
9.50 statt 19.–
Alle Frey Tafelschokoladen à 100 g im 10er-Pack, UTZ z.B. Milch extra fein, 10 x 100 g
7.20 statt 9.–
Frey Schokoladen-, Risoletto- und MahonyRiegel in Gross- und Mehrfachpackungen, UTZ 20% günstiger, z.B. Risoletto Classic, 10 x 42 g
ÖGLICHKEITEN. 4.70 statt 5.70
Alle Zweifel Chips 170 g, 280 g oder 300 g 1.– günstiger, z.B. Paprika, 280 g
2.35 statt 2.95
Alle Sarasay Säfte 20% günstiger, z.B. Florida Orange, 1 Liter
3.80 statt 4.80
Gesamtes Knorr Sortiment 20% günstiger, z.B. Aromat Nachfüllbeutel im 3er-Set, 3 x 90 g
3.80 statt 4.80
Gesamtes Pancho Villa Sortiment 20% günstiger, z.B. Soft Tortillas, 326 g
1.20 statt 1.50
Alle M-Classic Teigwaren 20% günstiger, z.B. Hörnli gross, 500 g
3.10 statt 3.90
Gesamtes Vital Balance Katzen- und Hundefutter-Sortiment 20% günstiger, z.B. Adult Huhn, 4 x 85 g
50%
5.50 statt 11.–
Alle Pepsi in Packungen à 6 x 1,5 Liter z.B. Regular
50%
5.20 statt 10.40
M-Classic Pommes Frites oder Ofen Frites im 2-kg-Beutel tiefgekühlt, z.B. Ofen Frites
30%
9.85 statt 14.10
Don Pollo Poulet Nuggets tiefgekühlt, 1 kg
DAS GROSSE . N E G Ü N G R E V R SPA 33%
5.90 statt 8.85
Tangan Frischhalte- und Aluminiumfolie im 3er-Pack z.B. N° 11 Frischhalte- und Mikrowellen-Folie, 3 x 36 m x 29 cm, gültig bis 22.9.
50%
4.90 statt 9.80
Alle Cucina & Tavola Geschirrserien aus Porzellan, Steingut, Keramik, Bone China und Glas z.B. Melody Teller flach, 30 cm, gültig bis 22.9.
30%
27.85 statt 39.80
50%
19.90 statt 39.80
Gastro Kochgeschirr-Serie z.B. Bratpfanne, Ø 28 cm, aus Edelstahl, auch für Induktion geeignet, gültig bis 22.9.
30%
11.55 statt 16.50
Alle Wasseraufbereitungs-Produkte (ohne Fachmarktsortiment), z.B. Cucina & Tavola Duomax, 3 Kartuschen, gültig bis 22.9.
30%
12.45 statt 17.80
Alle Herren Hemden und Krawatten Gesamtes John Adams, Nick Tyler und DIM z.B. Business-Hemd Easy Iron, erhältlich in diversen Tagwäsche-Sortiment Farben, Gr. S = 37/38–XXL = 45/46, gültig bis 22.9. z.B. Herren Shirt, Bio, Gr. S–XL, gültig bis 15.9.
* Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 9.9. BIS 15.9.2014, SOLANGE VORRAT
3 für 2
37.60 statt 56.40
Alle Pampers Windeln (ohne Megapack), gilt für 3 Produkte mit identischem Preis, z.B. Baby-Dry 3, 3 x 48 Stück, gültig bis 22.9.
55.90 statt 69.90
Fixleintücher, Kopfkissen- und Duvetbezüge 20% günstiger, z.B. Bettwäschegarnitur Esteban, 100% Baumwoll-Satin, 160 x 210 cm + 65 x 100 cm, grau, gültig bis 22.9.
5.70 statt 6.90
Alle Handymatic (ohne Regeneriersalz), beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 1.20 günstiger, z.B. Supreme Maschinenpfleger, 250 ml, gültig bis 22.9.
WEITERE ANGEBOTE. FRÜCHTE & GEMÜSE Kartoffeln festkochend, Schweiz, Tragtasche à 2,5 kg 1.85 statt 3.10 40% Trauben Lavallée, Frankreich, per kg 2.80 statt 4.70 40% M-Classic Saisonmix, 20x 150 g 2.90 NEU *,** Endivien Lavata, «Aus der Region.», abgepackt, per kg 7.50 Chicorée, Belgien, Beutel à 500 g 1.60 statt 2.20 25% Tomaten, Schweiz/Niederlande, per kg 2.95 statt 3.60 Tomaten Aromatico, «Aus der Region.», Schale à 250 g 3.90 Eierschwämme, Litauen/Polen, Korb à 400 g 9.95 statt 18.60 40% Karotten, Bio, «Aus der Region.», Beutel à 1 kg 2.70 statt 3.90 30% Äpfel Gala, Schweiz, per kg 2.50 statt 3.60 30% Feigen blau, Türkei, pro Stück –.65 statt –.95 30%
Für Ihren Einkauf hier ausschneiden.
FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Hinterschinken im Duo-Pack, TerraSuisse, per 100 g 2.10 statt 3.– 30% Kochspeck geräuchert, TerraSuisse, per 100 g 1.20 statt 2.05 40% Wild-Charcuterie-Produkte in Jumbo-Schale, z.B. WildschweinRohschinken, Österreich, per 100 g 7.60 statt 9.50 20% * Rehpfeffer gekocht, hergestellt in der Schweiz mit Fleisch aus Österreich, 600 g 14.90 statt 21.50 30% Optigal Pouletschenkel, Schweiz, 4 Stück, per kg, z.B. Pouletschenkel gewürzt 9.– statt 14.– 33% Atlantik Rauchlachs im 3er-Pack, Zucht aus Schottland, 3 x 100 g 14.60 statt 21.90 33% * Kalbsbratwurst im 3er-Pack, TerraSuisse, 3 x 280 g 9.70 statt 16.20 40% Landjäger Trio, «Aus der Region.», 3 x 100 g 5.40 statt 6.75 20% Schweinsschulterbraten, TerraSuisse, per 100 g 1.10 statt 2.– 40% Schweinsvoressen, TerraSuisse, per 100 g 1.10 statt 1.90 40% Schweins-Piccata mit Käse, Schweizer Fleisch, per 100 g 2.25 statt 2.85 20% Schweins-Saltimbocca, Schweizer Fleisch, per 100 g 3.50 statt 4.40 20% Optigal Pouletgeschnetzeltes, Schweiz, per 100 g 2.80 statt 3.30
Alle Doraden, z.B. Dorade royal, Zucht aus Griechenland, per 100 g 1.85 statt 2.35 20% * Echte Rotzungenfilets, Nordostatlantik/Wildfang, per 100 g 4.70 statt 5.90 20%
BROT UND MILCHPRODUKTE Die Butter, Mödeli à 250 g, –.20 günstiger 2.95 statt 3.15 Balance au Beurre, 250 g 20x 2.90 NEU *,** Fondue Swiss-Style Tradition, 3 x 400 g 16.20 statt 20.25 20% Galbani Mozzarella im 3er-Pack, 3 x 150 g 4.65 statt 5.85 20% Alpenbrot, 380 g 2.10 statt 2.50 Alle Bifidus Joghurt im 6er-Pack, z.B. Mango/Erdbeer/Heidelbeer, 6 x 150 g 3.95 statt 5.10 20% Alle M-Classic Crème Dessert, z.B. Chocolat, 6 x 125 g 2.– statt 2.50 20% Käse in Bedienung: Emmentaler 12 Monate, «Aus der Region.», per 100 g 2.25 statt 2.70 Käse in Bedienung: Grindelwalder Bergkäse, «Aus der Region.», per 100 g 2.55 statt 3.05 Bernerkäse, «Aus der Region.», per 100 g 1.75 statt 2.20 20% Chuscht Redli, «Aus der Region.», per 100 g 1.90 statt 2.40 20%
BLUMEN & PFLANZEN Hochlandrosen, Fairtrade, Stiellänge 50 cm, Bund à 9 Stück 13.40 statt 16.80 Calluna, im 11-cm-Topf, pro Pflanze 2.70 statt 3.90 30% Strauss Surprise Midi, pro Bund 11.80 statt 14.80 20% Chrysanthemen klein im 12-cm-Topf, «Aus der Region.», pro Pflanze 3.90 statt 4.90 20%
WEITERE LEBENSMITTEL Frey Schokoladen-, Risolettound Mahony-Riegel in Grossund Mehrfachpackungen, UTZ, z.B. Risoletto Classic, 10 x 42 g 7.20 statt 9.– 20% Alle Frey Tafelschokoladen à 100 g im 10er-Pack, UTZ, z.B. Milch extra fein, 10 x 100 g 9.50 statt 19.– 50% Créa d’Or Mandelplätzli, Nobilé oder Noisette Biscuits im 3er-Pack, z.B. Mandelplätzli, 3 x 103 g 6.40 statt 9.60 33% M-Classic Crisp Rice, aha!, 20x 500 g 3.90 NEU *,** Alle Zwieback, z.B. Original, 260 g 2.55 statt 3.20 20%
*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 22.9.
Cup Lovers Tiroler Cake, Zitronen-Cake und Vanille Crème, z.B. Tiroler Cake, 20x 80 g 1.60 NEU ** Casa Giuliana Mini Pizze Pancetta, tiefgekühlt, 20x 9 Stück, 270 g 4.95 NEU *,** Casa Giuliana Pizza Antipasti, tiefgekühlt, 20x 350 g 6.70 NEU *,** Deliziosa Pizza alla Pala Verdure Grigliate, tiefgekühlt, 235 g 20x 4.20 NEU *,** M-Classic Pommes Frites oder Ofen Frites im 2-kg-Beutel, tiefgekühlt, z.B. Ofen Frites 5.20 statt 10.40 50% Farmer’s Best Buttergemüse, tiefgekühlt, 20x 240 g 2.80 NEU *,** Farmer’s Best Schweizer Gemüsemischung, tiefgekühlt, 240 g 2.40 NEU *,** 20x Costa Lachsfilet im Blätterteig mit Honig-Senf, MSC, tiefgekühlt, 300 g 5.70 NEU *,** 20x Don Pollo Poulet Nuggets, tiefgekühlt, 1 kg 9.85 statt 14.10 30% Alle Marroniprodukte und Rosenkohl, tiefgekühlt, z.B. Marronipüree, Bio, 250 g 1.90 statt 2.40 20% Alle Pepsi in Packungen à 6 x 1,5 Liter, z.B. Regular 5.50 statt 11.– 50% Alle Sarasay Säfte, z.B. Florida Orange, 1 Liter 2.35 statt 2.95 20% Mister Rice Carnaroli, +30% mehr Inhalt, 1,3 kg 4.50 statt 5.85 Alle Trockenpilze im Beutel, z.B. Steinpilze getrocknet, 30 g 2.90 statt 3.65 20% Alle M-Classic Teigwaren, z.B. Hörnli gross, 500 g 1.20 statt 1.50 20% M-Classic, Léger und Balance Speisefette und Bratbutter ungekühlt, z.B. M-Classic Extra, Pflanzenölzubereitung, PET, 500 ml 2.80 statt 3.55 20% Gesamtes Knorr Sortiment, z.B. Aromat Nachfüllbeutel im 3er-Set, 3 x 90 g 3.80 statt 4.80 20% Knorr Mix für KräuterRahm-Poulet, 33 g 20x 2.30 NEU *,** Rot- oder Weinsauerkraut im 3er-Pack, z.B. Rotkraut fixfertig, 3 x 500 g 3.90 statt 5.85 33% Gesamtes Pancho Villa Sortiment, z.B. Soft Tortillas, 326 g 3.80 statt 4.80 20% Alle Zweifel Chips 170 g, 280 g oder 300 g 1.– günstiger, z.B. Paprika, 280 g 4.70 statt 5.70 Gran Pavesi Crackers in Grosspackung, gesalzen oder ungesalzen, z.B. gesalzen, 560 g 4.80 statt 6.90 30% Alle Grosis Cakes, z.B. SchoggiCake, 420 g 3.90 statt 4.90 20% Dessertpreussen, 500 g 3.20 statt 4.80 33% Alle Rüebli-Patisserieprodukte, z.B. Rüeblitorte, 520 g 6.20 statt 7.80 20% Alle Anna’s Best und Bio Randen gedämpft ganz, z.B. Bio Randen gedämpft, per kg 4.15 statt 4.90 15%
Genossenschaft Migros Aare
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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ANNA’S BEST | 67
Tipp
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Die Rande lässt sich auf vielfältige Art zubereiten. Bei uns kommt sie meistens als Suppe oder Salat auf den Tisch.
Revival der roten Knolle
Ihr Aroma ist ebenso einzigartig wie ihre Farbe. So verwundert es nicht, dass die Rande schon seit der Antike spannende Rezeptideen liefert. In der modernen Küche gilt die schmackhafte Rübe als wahrer Leckerbissen.
Bild und Styling: Claudia Linsi
G
edämpft, püriert oder roh, als Suppe, Beilage oder im Eintopf: Man tut gut daran, die Rande in den Speiseplan zu integrieren. Denn mit der tiefroten Knolle lässt sich allerlei Delikates auf den Tisch zaubern. Mit ihrem erdigen, süsslichen Aroma garantiert sie ein spezielles Geschmackserlebnis. Darüber hinaus punktet sie als vitamin- und mineralstoffreiches Gemüse. Wobei es keine Rolle spielt, auf welche Art man sie zubereitet. Anna’s Best hat dazu gleich mehrere Varianten zu bieten: Rande gedämpft, geschält oder ungeschält, ganz, in Scheiben oder in Würfel geschnitten oder als Salat. Interessant zu wissen: Die intensive Farbe der Rande ist auf die hohe Konzentration an Betanin zurückzuführen, das als Naturfarbstoff für Lebensmittel Verwendung findet. NO
REZEPT
Randensuppe mit Dillrahm 1 gehackte Zwiebel, 1 rotschaliger Apfel und 200 g mehligkochende Kartoffeln, beides in Stücken, in 1 EL Öl andünsten. 400 g gedämpfte, grob gewürfelte Randen und 1 l Gemüsebouillon dazugeben. Suppe ca. 20 Minuten köcheln lassen. Fein pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. 1,5 dl Rahm steif schlagen, ½ Bund Dill hacken und unterrühren. Suppe mit Dillrahm und nach Belieben mit Brotcroûtons servieren.
Anna’s Best Randensalat, 500 g, Fr. 2.20
Anna’s Best Randenscheiben, 400 g, Fr. 2.60 Nur regional erhältlich
Anna’s Best Randen, gedämpft,ungeschält, 1 kg, Fr. 4.–
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Basel–Wiesbaden–Basel Basel, Colmar, Strasbourg Ind. Anreise, ab 14.00 Uhr Einschiffung. 15.00 Uhr Abfahrt. 2. Tag Wiesbaden
Schifffahrt. Transfer in die Innenstadt und zum Thermalbad Aukammtal.* 3. Tag Bad Breisig
Besuch der Römertherme* oder Bummel durch die Kurstadt. Am Nachmittag Fahrt vorbei an der sagenumwobenen Loreley. 4. Tag Baden-Baden
Transfer nach Baden-Baden. Besuch der Caracalla Therme* oder Spaziergang durch die Kurstadt. 5. Tag Bad Krozingen
Bustransfer ab Breisach nach Bad Krozingen. Besuch der Vita Classica Therme* oder Erkunden des Ortes auf eigene Faust. 6. Tag Basel
Ausschiffung, individuelle Heimreise. * Eintritte im Bäderpaket enthalten, nur vorab buchbar Reisedaten 2014 Rabatt 20.10.–25.10.• 200 09.11.–14.11. 25.10.–30.10.• 200 14.11.–19.11. 30.10.–04.11.• 200 19.11.–24.11. 04.11.–09.11.• 200 24.11.–29.11. • nur noch Mittel- und Oberdeck verfügbar
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Anreise, Einschiffung ab 15.00 Uhr im Hafen St. Johann. Besuch des Basler Weihnachtsmarktes. Abendessen an Bord.
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Am Nachmittag Bustransfer zum bezaubernden Weihnachtsmarkt in die Colmarer Altstadt. Abendessen an Bord. Bummel durch das hübsche Städtchen Breisach oder Abend an Bord. 3. Tag Breisach–Strasbourg
Ausgiebiger Brunch (kein Mittagessen) und Ankunft gegen 11.00 Uhr im elsässischen Strasbourg. Besuch des berühmten «Christkindelsmärik», einem der ältesten Weihnachtsmärkte Frankreichs. Abfahrt Richtung Basel gegen 18.00 Uhr. Das Abendessen an Bord. 4. Tag Basel
Frühstücksbuffet bis 11.00 Uhr. Ausschiffung und individuelle Heimreise. Reisedaten 2014 29.11.–02.12.• 02.12.–05.12. 05.12.–08.12.• 08.12.–11.12.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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BLÉVITA | 69
Mit den BlévitaSandwiches wird die Zwischenmahlzeit zum Genuss.
Die Cracker doppeln nach
Sind Blévita-Sandwiches im Gepäck dabei, bleibt der kleine Hunger auf der Strecke.
Bild: Veronica Studer
E
ine der beliebtesten Eigenmarken der Migros, die regelmässig mit spannenden Produkten aufwartet, ist Blévita. Seit das schmackhafte Mehrkorngebäck 1969 lanciert worden ist, hat es sich stetig weiterentwickelt und präsentiert sich heute mit einer bemerkenswerten Sortenvielfalt. Grund dafür ist das erfolgreiche Bestreben der Midor AG, Blévita laufend den Kundenbedürfnissen anzupassen. Wie wichtig dabei das Konsumverhalten ist, wird am Beispiel der Sandwiches deutlich. Will man die knusprigen Cracker mit einem Aufstrich nach Wahl verfeinern, braucht es einen gewissen Aufwand. Was natürlich dann ungünstig ist, wenn man gerade unterwegs ist und sich der kleine Hunger meldet. So stellte Midor einmal mehr
ihr Innovationsmanagement unter Beweis und kreierte ein neuartiges Produkt, das diesem Kundenbedürfnis gerecht wird: das Blévita-Sandwich.
Drei Geschmacksrichtungen stehen zur Auswahl Seit rund einem Jahr nun ergänzt der Doppeldecker das Blévita-Sortiment. Wer eine Zwischenmahlzeit schätzt, die ebenso gut schmeckt wie sättigt, wird hier fündig. Und hat die Wahl, denn die mit natürlichen Aromen hergestellte Füllung der Sandwiches gibt es in drei Geschmacksvarianten: Joghurt/Waldbeere überrascht mit einer cremigen, leicht süssen Füllung. Wer ein würziges Aroma bevorzugt, greift entweder zum Sandwich mit Kräutern und Frischkäse oder geniesst die mediterrane Version mit Oliven und Tomaten. JV
Blévita Sandwich Joghurt/Waldbeere, 4 Portionen, 216 g, Fr. 5.30
Blévita Sandwich Oliven/Tomaten, 4 Portionen, 216 g, Fr. 5.30 In grösseren Filialen
Blévita Sandwich Kräuter, 4 Portionen, 216 g, Fr. 5.30
Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Cracker und Sandwiches von Blévita.
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Créa d’Or Mandelplätzli, Nobilé oder Noisette Biscuits im 3er-Pack z.B. Mandelplätzli, 3 x 103 g
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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BALANCE | 71
So darf der Tag beginnen: frische Luft, frisches Obst, frische Gipfeli – und dazu die Balance au beurre.
Balance au beurre, 250 g, Fr. 2.90 20-fache Cumulus-Punkte vom 9. bis 22. 9.
ColBalance, 250 g, Fr. 5.30
Balance, 250 g, Fr. 1.85
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Schmeckt wie Butter Bild: Christian Dietrich; Styling: Mirjam Käser
Die neue Balance au beurre bietet neben den Vorzügen einer Margarine echten Buttergeschmack. Sie enthält ungesättigte Fettsäuren und wertvolle Vitamine.
E Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Balance-Produkte.
igentlich brauchte Napoleon III. nur einen haltbaren, butterartigen Brotaufstrich für seine Soldaten – und stiess damit die Erfindung der Margarine an. Heute wird der einstige Butterersatz vor allem von Menschen geschätzt, die auf eine ausgewogene Ernährung achten. Wer Butter liebt und zur neuen Balance au beurre greift, muss jetzt nicht einmal mehr auf den vertrauten Geschmack verzich-
ten. Der authentische Buttergeschmack der Margarine macht Lust darauf, sie besonders dick auf frische Gipfeli zu streichen – was mühelos gelingt, weil der pflanzliche Aufstrich auch direkt aus dem Kühlschrank streichfähig ist.
Auch zum Backen und Kochen geeignet Der Genuss von täglich drei bis vier mit der Balance-Margarine
bestrichenen Scheiben Vollkornbrot trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels bei. Die Balance au beurre enthält zudem drei Vitamine und ist reich an den ungesättigten Fettsäuren Omega 3 und 6. Die Margarine eignet sich auch zum Backen und Kochen. Für das Braten von Fleisch, Fisch und Gemüse bei hohen Temperaturen ist die Balance-Pflanzenölzubereitung die bessere Wahl. JV
zu Hause teurer essen? Zu Hause essen darf nicht teurer werden!
● Wird die Gastroinitiative angenommen, droht
der Bundeskasse ein Loch von 750 Millionen Franken. ● Als Kompensation für die Steuerausfälle plant
der Bundesrat, den reduzierten Mehrwert steuersatz für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke, für Bücher, Zeitungen und Medika mente um über 50 Prozent zu erhöhen.
Komitee Nein zur Gastroinitiative, c/o SBC, Seilerstrasse 9, 3001 Bern
● Dadurch steigen die Preise für Lebensmittel,
die schon heute in der Schweiz vergleichswei se teuer sind. Die Zeche zahlen in erster Linie Familien und Personen mit mittleren und tiefen Einkommen, die meistens zu Hause essen. Deshalb:
www.nein-gastroinitiative.ch
Diese Organisationen lehnen die Gastroinitiative ab: Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz IG DHS Schweizerischer BäckerConfiseurmeisterVerband SBC Schweizer FleischFachverband SFF Stiftung für Konsumentenschutz SKS Fédération romande des consommateurs FRC Associazione Consumatrici e Consumatori della Svizzera Italiana ACSI Schweizerischer Drogistenverband SDV Swiss Retail Federation SRF Verband Schweizer Medien Schweizer Bauernverband SBV
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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FOOD | 73
GUT & GÜNSTIG
Apérohäppchen mit Camembert Für circa 25 Stück und circa Fr. 7.60 ■ Ofen auf 200 °C vorheizen. Einen rechteckig ausgewallten Blätterteig (42 x 26 cm) halbieren. Beide Teighälften aufeinanderlegen. Ein Mal mit dem Wallholz über den Teig fahren. In 4 x 4 cm grosse Quadrate schneiden. 9 Minuten auf einem mit Backpapier belegten Blech backen. Aus dem Ofen nehmen. ■ 1 kleine Zwiebel halbieren. In sehr feine Scheiben schneiden. In 1 TL Olivenöl ca. 6 Minuten dünsten. Mit Salz, Pfeffer und 1 TL Aceto balsamico würzen. 150 g Preiselbeerkompott dazugeben. Gut mischen. ■ 250 g Camembert in 25 kleine Stücke schneiden. Auf jedes Blätterteighäppchen 1 Stück Käse und ein wenig Zwiebel-Preiselbeer-Sauce geben. ■ Wieder in den Ofen schieben und backen, bis der Käse geschmolzen ist.
Erfrischende Mischung aus Kräutern Dieser aromatische Kräutertee belebt mit Ingwer, Lemongras, Hibiskusblüten, Süssholzwurzel und Zitronenschalen. Er ist ein reines Naturprodukt. Kneipp verwendet für Tees ausschliesslich natürliche Aromen. Jeder Beutel ist einzeln verpackt und lässt sich auch gut in die Tasche stecken: für eine Teepause im Büro oder unterwegs. Kneipp Lebensfreude Kräutertee, 20 Beutel, Fr. 4.80 In grösseren Filialen
Wenige Grundzutaten für feine Apérohäppchen: Blätterteig, Preiselbeeren und Camembert.
Saisonale Köstlichkeit Auf Migipedia haben Truffes-Liebhaber über ihren Favoriten für die kommenden Herbst- und Wintermonate abgestimmt. Mit 48 Prozent haben es die Truffes Irish Cream an die Spitze geschafft und damit ins Verkaufsregal. Die erlesene Pralinéspezialität ist ab sofort in limitierter Auflage erhältlich. Frey Truffes Irish Cream, Edition Limitée, 159 g, Fr. 8.15* statt 10.20 * 20% auf alle Frey-Pralinés in Schachteln und Adoro bis 15. 9. In grösseren Filialen
Die Knuspermandeln sind zurück Pünktlich zur Herbst- und Chilbisaison ist das passende Müesli wieder im Angebot. Goldbraun gebrannte Mandeln in Kombination mit hochwertigem Honig geben dieser Müeslimischung den besonderen Charakter. Farmer Croc Gebrannte Mandeln, 500 g, Fr. 5.60 In grösseren Filialen
Butterblüemli, wie selbst gebacken Biskuits, die nach altbewährten Rezepten gebacken werden, finden die Liebhaber feiner Backwaren unter der Linie Tradition. Sie schmecken wie selbst gebacken, so auch die Schweizer Butterblüemli. Ein hoher Butteranteil lässt sie förmlich auf der Zunge zergehen. Die Guetsli werden fast ausschliesslich mit Rohstoffen aus der Schweiz hergestellt. Tradition Schweizer Butterblüemli, 260 g, Fr. 3.40 In grösseren Filialen
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LILIBIGGS
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Gibt dem Zahnmännchen keine Chance Die Lilibiggs-Zahnbürsten wurden speziell für Kinder von 0 bis 6 Jahren oder für 6- bis 12-Jährige entwickelt. Die extrafeinen abgerundeten Borsten ermöglichen eine pflegende Zahnfleischmassage und eine effiziente Reinigung der Milchzähne. Dank dem Antirutschgriff können die Kleinen die Bürsten im Mund sicher führen. Candida Lilibiggs Zahnbürste Kids 0 bis 6, Fr. 1.70 und Candida Lilibiggs Zahnbürste Junior 6 bis 12, Fr. 1.70
Der Karies die Zähne zeigen Regelmässiges Zähneputzen und tägliche Mundhygiene sind bereits nach dem Durchbruch des ersten Milchzahns Pflicht.
M
it etwa eineinhalb Jahren hat das Kleinkind bereits ein vollständiges Milchgebiss. Was viele nicht wissen: Noch bevor sich die Milchzahnwurzeln vollständig gebildet haben, entwickeln sich im Kiefer unter den Milchzähnen schon die zweiten Zähne. Babys im Alter bis zu sieben Monaten benötigen noch keine spezielle Zahnpflege. Sobald jedoch der erste Zahn durchbricht – was in der Regel unten vorne der Fall ist –, sind tägliche Mundhygiene und regelmässiges Zähneputzen ein absolutes Muss. Steffen Kübler, Zahnarzt mit Praxis für Zahnmedizin aus
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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EXPERTE Steffen Kübler (37) ist Zahnarzt SSO und führt eine Gemeinschaftspraxis für Zahnmedizin und orale Implantologie in Zürich.
Mit Geschmack macht Zähneputzen Spass Die Kombinationen Fluor plus Calcium Mint und Fluor plus Calcium Bubble Gum bieten Kinderzähnen optimalen Schutz. Sie remineralisieren die Zähne, härten den noch weichen Kinderzahnschmelz und schützen bei regelmässiger Anwendung vor Karies. Wichtig ist, dass ein Erwachsener nachputzt und kontrolliert. Candida Lilibiggs Junior mint Zahnpasta, 75 ml, Fr. 3.30 Candida Lilibiggs Bubble Gum Zahnpasta, 75 ml, Fr. 3.30
Was sollte man bereits beim Durchbruch des ersten Zahns berücksichtigen? Sobald die ersten Zähne zu erkennen sind, sollten diese mit einer weichen Kinderzahnbürste und einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta gereinigt werden. Auf was ist bezüglich Mundhygiene bei Kindern grundsätzlich zu achten? Eltern sollten gute Vorbilder sein. Dabei hilft die spielerische Neugier der Kinder und später auch das Nachahmungsverhalten. Zudem sollten Kinder von Anfang an lernen, wie man die Zähne und die Zahnzwischenräume richtig putzt. Hier gibt der Zahnarzt oder die Dentalhygienikerin genaue Instruktionen. Ab dem sechsten Lebensjahr kann man ein Mal täglich mit einer Kinderspülung die Mundhygiene verbessern.
Eine Spülung schützt den Schmelz Der Zahnschmelz der bleibenden Zähne ist nach dem Durchbruch noch nicht vollständig gehärtet und deshalb anfälliger für Karies. Lilibiggs-Mundspülung Die LilibiggsMundspülung schützt den Zahnschmelz und empfiehlt sich auch für die Anwendung nach kleinen Zwischenmahlzeiten. Spangenträgern hilft die Spülung, verborgene Stellen zu erreichen. Für Kinder ab sechs Jahren. Candida Lilibiggs Kindermundspülung, 5.– 400 ml, Fr. 5.
Ernährung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle Für Zweijährige ist zwei Mal tägliches Zähneputzen notwendig, ab dem dritten Lebensjahr drei Mal sowie immer nach
den Zwischenmahlzeiten. Wichtig ist, dass die Eltern oder andere Betreuungspersonen dem Kind die Zähne nachreinigen, auch wenn es sie schon alleine geputzt hat. Neben einer gewissenhaften Mundhygiene ist auch die Ernährung von hoher Bedeutung, wenn es darum geht, Karies vorzubeugen. Zahnarzt Küblers Rat: «Zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten reduzieren und Süssgetränke wann immer möglich meiden. Denn eines ist sicher: Gesunde Zähne sorgen für ein glückliches Lachen. Von Kindheit an.» Text: Sonja Leissing
Wie putzt ein achtjähriges Kind die Zähne richtig? Beginnend bei den Innenflächen, wird mit leichtem Druck am Zahnfleischsaum und mit langsamen Auf- und Abwärtsbewegungen geputzt. Danach kommen die Aussenflächen und zuletzt die Kauflächen dran. Unbedingt sollte mit wenig Druck und mit einer kindgerechten Zahnbürste gearbeitet werden.
Bild: Markus Bertschi
Zürich: «Ab dann sollten Sie Ihrem Kind täglich die Zähne putzen. Das geht gut mit einer Kinderzahnbürste und einer erbsengrossen Menge einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta. Reinigen Sie die Zähne dabei mit Auf- und Abwärtsbewegungen am Zahnfleisch und in kleinen horizontalen Bewegungen auf den Kauflächen.»
Wie lange müssen die Eltern die Zähne der Kinder nachreinigen? Eltern sollten so lange nachputzen, bis das Kind in der Lage ist, selbständig eine effiziente Reinigung durchzuführen. Der genaue Zeitpunkt hängt mit der Feinmotorik zusammen, die sich erst langsam entwickelt. Als Faustregel gilt: Erst wenn das Kind eine schöne, runde Handschrift hat, ist die Feinmotorik komplett ausgeprägt. Dies ist bei den meisten Mädchen und Buben im Alter von zirka acht Jahren der Fall.
Und wie motiviert man Kinder zum Zähneputzen? Kinder ahmen das Verhalten der Eltern nach, und gemeinsames Zähneputzen als Ritual macht Spass und motiviert. Zähneputzen sollte stets als etwas Positives dargestellt werden. Man kann den Zähnen auch Namen geben, zum Beispiel Piratenzahn, Dinozahn oder Prinzessinnenzahn.
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Rundreise zum Goldenen Dreieck 1. Tag / Zürich – Bangkok: Am Nachmittag Flug von Zürich mit Qatar Airways, via Doha, nach Bangkok. 2. Tag / Ankunft in Bangkok: Ankunft in der pulsierenden Millionenstadt Bangkok am Mittag und Transfer in Ihr Erstklasshotel. Nachmittag zu Ihrer freien Verfügung. 3. Tag / Bangkok – Ayutthaya – Sukhothai: Fahrt durch abwechslungsreiche Tropenlandschaft nach Ayutthaya mit seinen fantastischen Tempelanlagen. Fahrt nach Sukhothai, die erste Hauptstadt von Siam, dem damaligen Thailand. 4. Tag / Sukhothai – Chiang Rai: Heute besichtigen Sie Sukhothai mit ihren prachtvollen Bauten wie z.B. dem Wat Sri Chum mit dem riesigen sitzenden Buddha aus dem 14. Jh. und Besuch des historischen Parks der zum Unesco Weltkulturerbe ernannt wurde. Halt am schönen Kwan Phaya See. 5. Tag / Goldenes Dreieck: Besuch eines traditionellen Bergstamms und Spaziergang durch den bunten Markt. Krönung dieses Tages ist eine malerische Bootsfahrt auf dem Mekong– Fluss zum Dreiländereck von Laos, Myanmar und Thailand. 6. Tag / Chiang Mai: Besuch des Elefantencamps, wo Sie die Dickhäuter bei ihrem Bad beobachten können. Spaziergang durch eine Orchideenfarm. Mit dem What Doi Suthep besichtigen Sie anschliessend den imposantesten Tempel des ganzen Landes. Am Abend laden wir Sie zu einem typischen Kantoke Dinner mit traditionellen Folkloredarbietungen ein. 7. Tag / Chiang Mai – Lampang – Phitsanulok: Am Vormittag besuchen Sie das Zentrum für lokales Kunsthandwerk in Chiang Mai. In Lampang bewundern Sie den bekannten und einzigartigen Emerald Buddha. Nach einer abwechslungsreichen Fahrt erreichen Sie am Abend Phitsanoluk. 8. Tag / Phitsanulok – Bangkok: Besichtigung der eindrücklichen Stadt Phitsanulok mit Besuch einer der beeindruckendsten Buddhastatuen des Landes. In Phitsanulok leben heute viele Menschen wie in alten Zeiten am und auf dem Wasser – auf Booten und Flössen. Fahrt zurück in die quirlige Millionenmetropole Bangkok. Übernachtung im Erstklasshotel. 9. Tag / Bangkok – Zürich oder Beginn Badeferien in Rayong oder Phuket: Ein letzter Höhepunkt erwartet Sie heute mit der
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Mit jemandem, der gern im Brockenhaus stöbert. Interview: Lea Simeon
SAISONKÜCHE 80 |
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PEACH WEBER
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
AUFGETISCHT
Peach Weber, Komiker und Sänger Entertainer-Qualitäten konnte der 61-jährige Aargauer bereits in der Schule als Primarlehrer sammeln. Doch den Klassenraum verliess er Anfang der 80er-Jahre für grössere Bühnen. Erste Hits folgten – und das, obwohl er selbst sagt: «Ich wollte nie auf die Bühne, ich bin da reingerutscht.» Mit treffenden Pointen und deftigem Humor schlichen sich seine Songs nicht nur in die Ohren seiner Fans, sondern katapultierten Peach Weber immer wieder in die Hitparade. 2014 ist er mit seinem neuen Programm «GäxBomb!» unterwegs.
Was haben Sie immer auf Vorrat? Butter, Teigwaren, Milch, Erdbeerquark für meine Tochter Nina. Wie oft kochen Sie pro Woche? Zwei bis drei Mal. Kochen ist für Sie ... ... eine Kunst, ein hochkreativer Akt. Was würden Sie nie essen? Pilze. Diese schleimige Konsistenz. Wenn Pilze auf der Speisekarte nicht deklariert werden, werde ich wütend. Dann gibt es Krieg. Mit wem würden Sie gern mal essen gehen? Mit Don Camillo. Ich wäre eigentlich gern so ein Pfarrer geworden, wie er es war.
Cordon bleu – ganz ohne Pilzli
Schönes Wetter lockt den Komiker in den Garten.
Dass er keine Pilze mag, ist bekannt. Das Migros-Magazin wollte den Komiker Peach Weber auch gar nicht bekehren und bereitete mit ihm ein Cordon bleu zu. Das hat der Aargauer gern.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014
SAISONKÜCHE PEACH WEBER | 81
Entspannt panieren Peach Weber und «Saisonküche» Köchin Anja Steiner auf der Terrasse.
Mit einem Plattiereisen wird das Fleischplätzli sanft dünn geklopft. Eine Hälfte wird mit Landrauch schinken und Taleggiokäse gefüllt. Das zusammengeklappte Cordon bleu wird erst mehliert, dann durchs Ei gezogen und schliesslich in Paniermehl gewendet. Die Panade muss gut angedrückt werden.
«Saisonküche»-Köchin Anja Steiner die Zutaten fürs Cordon bleu in die Küche. Das Kochen kann losgehen, nachdem sich der Komiker noch mal versichert: «Sind auch keine Pilze drin?» Das kann die Köchin guten Gewissens bestätigen. Wer in einem Lied wie «Überall hets Pilzli draa» seiner Abneigung gegen die aromatischen Herbstfrüchte Ausdruck verleiht, der hat einen hohen Leidensdruck. «Meine Grossmutter hat sogar versucht, getrocknete Pilze gemahlen ins Essen zu schmuggeln. Da ging es mir nicht gut.» Im Herbst tut er gut daran, gerade die Restaurants zu meiden, die saisonal kochen. Überhaupt bekennt er: «Ich esse meistens viel lieber zu Hause.»
«Im Grunde sind wir doch alle Pausenclowns»
A
uf der Bühne feuert er ein Gag-Gewitter nach dem anderen ab, zu Hause schlägt Peach Weber leisere Töne an. Man merkt, dass hinter den Gags viel genaue Beobachtungsgabe und Arbeit stecken, ohne die manch Gag nicht so leichtfüssig daherkäme. Den humorvollen Menschen Peach verraten Gartenzwerge im Wohnzimmer. «Irgendwann bekam ich einen, das war der Rudi. Wichtig ist, dass die Zwerge nicht zu gross sind. Alles, was grösser als einen halben Meter ist, ist ja kein Zwerg mehr.» Unter den listig-wachen Augen der kleinen Gartengenossen trägt
Der 61-Jährige mag den Aargau, wie er nicht müde wird zu erzählen. Bei dem gemütlich eingerichteten Haus mit schönem Garten versteht man das sofort. Da braucht man keinen Wellnessurlaub. «Ich wundere mich immer, denn im Grunde ist Wellnessurlaub sehr stressig. Schon am zweiten Tag muss ich mich ständig vergewissern: Bin ich schon erholt?» Peach Weber setzt sich da zu Hause doch lieber in seinen bequemen Relaxsessel aus Leder. Hier im beschaulichen Hägglingen entstehen Webers Programme wie auch «GäxBomb!», mit dem er gerade tourt. Weiss er schon vorher, wo die Leute
lachen werden? «Ein gewisses Gespür habe ich natürlich bereits, wenn ich das Programm erarbeite. Die erste Aufführung schneide ich immer mit. Auf der Nachhausefahrt höre ich es mir an und kürze später die Passagen, die das Publikum nicht witzig fand.» Erst nach einigen Aufführungen steht das finale Programm. Ein richtiges Testpublikum hat er indes nicht, denn er testet lieber unter realen Bedingungen. Eines ist in seiner Gag-Mathematik schon immer gleich: «Ich habe bis zu 300 Pointen in einer Show. Je mehr Pointen, desto mehr Lacher.» Die guten Gags kommen ihm blitzartig. Ein wenig nüchtern klingt es, wenn er sagt, er mache eine Art Verbrauchsunterhaltung, und sinniert: «Im Grunde sind wir doch alle Pausenclowns.» Weil das Wetter so schön ist, beschliessen Komiker und Köchin, ein paar Arbeiten an den Gartentisch zu verlegen. Die Schweinsschnitzel werden mit dem Plattiereisen, wie das schwere Edelstahlgerät heisst, nicht wirklich stark geklopft, sondern eher sanft bearbeitet. «Wer so einen Küchenhelfer nicht hat, kann aber auch eine Pfanne nehmen», erklärt Anja Steiner. Sorgsam füllen beide die Schnitzel, bevor die Fleischränder gut angedrückt und die Cordons bleus paniert werden können. Sorgfalt ist wichtig, damit die Schnitzel in der Pfanne nicht auseinanderfallen.
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SAISONKÜCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
«Da sind wir Hausfrauen heikel», sagt Weber mit gespielter Ernsthaftigkeit. Die Köchin lacht. Mit dem Kochen ist es ihm aber ernst. Vor zwei Jahren nahmen er und seine Tochter Nina (19) sich vor, gemeinsam einige Gerichte aus einem Kochbuch zuzubereiten. «Ganz so regelmässig wie geplant haben wir das zwar nicht durchgezogen, aber immerhin haben wir jetzt unser Repertoire um sieben bis acht Gerichte erweitert. Wichtig ist Weber – auch wenn er im Herbst auf Pilze gut verzichten kann – die Saisonalität. «Ich will nicht im Winter Spargeln und Erdbeeren essen», sagt er bestimmt.
Text: Claudia Schmidt Bilder: Bruno Bollinger
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ZUTATEN 4 Schweinsschnitzel à ca. 140 g 8 Tranchen Landrauchschinken 200 g Taleggio 2 Eier 80 g Weissmehl 200 g Paniermehl 200 g Bratbutter 2 Zitronen Salat: 3 EL Aceto balsamico bianco 4 EL Olivenöl 1 TL grobkörniger Senf Salz, Pfeffer 200 g saisonaler Blattsalat 1 Birne 40 g Baumnüsse
«Früher hatte man das Gefühl, dass bio hässlich sein muss» So, wie dem Komiker ständig etwas auffällt, was sich in einen Gag verwandeln lässt, so findet er auch ständig etwas im Kulinarischen, das ihm aufstösst – wie bei den Guetsli, die zum Kaffee häufig gereicht werden. «Ich will nichts zum Kaffee. Bei verpackten Guetsli denke ich: Was für ein Verpackungswahnsinn! Ist das Guetsli nicht eingepackt, frage ich mich, wer das wohl alles angefasst hat.» Für Weber wieder ein Stoff, aus dem Gags gemacht werden. Wollte er schon immer Komiker werden? «Nein, das habe ich nie geplant. Ich habe zwar bei Talentfestivals mitgemacht, aber ich wollte nie auf die Bühne.» Das klingt fast nach einem Fishing for Compliments, denn Weber kann mittlerweile auf über 30 Jahre Bühnenpräsenz zurückschauen. Gut sieht er aus, der Salat, den es zum Cordon bleu geben wird. Dass Bioprodukte rein äusserlich mittlerweile nicht mehr von konventionellen zu unterscheiden sind, begrüsst Weber. «Früher hatte man das Gefühl, dass bio immer hässlich sein muss.» Über die Auswüchse des derzeitigen Ernährungskults macht er sich gern lustig. «Wenn es um Übergewicht geht, bin ich immer voll dabei», nimmt er sich selbst auf die Schippe, um einen Moment später zu sinnieren: «Wenn man jeden Tag Rüebli raffelt, warum will man dann 100 Jahre alt werden?» In der Bratpfanne brutzelt schon die Bratbutter. Reichlich Bratbutter. Die brauchts, damit die Cordons bleus aussen knusprig werden. Eine wahre Wonne. Die entlockt dem Komiker noch schnell ein pointiertes Kompliment in Richtung Köchin: «Merci, Bocuse!»
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Hauptgericht für 4 Personen Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + 10–15 Minuten braten Pro Person ca. 62 g Eiweiss 64 g Fett 43 g Kohlenhydrate 4200 kJ/1000 kcal
Cordon bleu mit Taleggio und Blattsalat ZUBEREITUNG 1. Für die Salatsauce Balsamico, Öl und Senf in einer Schüssel verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und beiseitestellen. Blattsalat in mundgerechte Stücke zupfen. Birnen halbieren, entkernen und in Schnitze schneiden. Baumnüsse und Birnenschnitze über den Salat streuen.
3. Eier in einem Suppenteller verquirlen. Mehl und Paniermehl separat in Suppentellern bereitstellen. Schnitzel zuerst beidseitig im Mehl wenden. Darauf achten, dass keine Stelle frei bleibt. Den Rand nochmals zusammendrücken. Schnitzel durchs Ei ziehen und im Paniermehl wenden. Panade gut andrücken.
2. Schnitzel einzeln zwischen Metzgerpapier oder in einem Tiefkühlbeutel flach klopfen. Je 2 Tranchen Schinken gleichmässig so auf das Fleisch verteilen, dass ein Rand frei bleibt. Taleggio in dünne Scheiben schneiden. Jeweils auf eine Schnitzelhälfte geben, andere -hälfte darüberklappen. Ränder gut aneinanderdrücken. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen.
4. Bratbutter in einer weiten Bratpfanne erhitzen. Cordons bleus bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Wenden langsam, je nach Dicke 10–15 Minuten braten. Sobald die Panade goldbraun ist und ein wenig Füllung herausquillt, aus der Pfanne heben. Auf Haushaltspapier abtropfen lassen. Blattsalat mit Sauce mischen. Zitronen halbieren. Cordons bleus mit Zitronenhälften und Salat servieren.
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Regensburg – Nürnberg – Bamberg
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3 Tage inkl. Bord n an Halbpensio An- und s u B sowie Rückreise
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1. Tag: Schweiz – Regensburg. Anreise nach Regensburg mit modernem Komfort-Reisebus. Im Mittelpunkt der vorweihnachtlichen Adventszeit steht der Neupfarrplatz, auf dem der romantische Regensburger Christkindlmarkt stattfindet. Der Weihnachtsmarkt der Kunsthandwerker mit buntem kunstgewerblichem Angebot, zum Beispiel Glaswaren, Holzspielzeug, Keramik, Seidenmalerei, Marionetten etc.! Um ca. 19 Uhr heisst es «Leinen los». 2. Tag: Nürnberg. Als «das Städtlein aus Holz und Tuch» im Glanz von 1000 Lichtern, präsentiert sich Nürnberg als Weihnachtsstadt Nummer 1! Im verführerischen Duft von Glühwein, Bratwürsten und Lebkuchen entsteht in der weihnachtlich geschmückten Altstadt eine unverwechselbare Atmosphäre. Aufenthalt von ca. 14 bis 18 Uhr. 3. Tag: Bamberg–Schweiz. Lassen Sie sich vom traditionellen Weihnachtsmarkt auf dem Maximiliansplatz verzaubern oder besuchen Sie den einzigartigen Bamberger Krippenweg. Rückreise mit modernem Komfort-Reisebus. Ihr Reiseprogramm
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Unsere Leistungen ■
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Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus Schifffahrt in der gebuchten Kabine Halbpension an Bord, Willkommenscocktail Gebühren, Hafentaxen Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung
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Die modernen 4-Sterne-Plus-Schiffe «MS Melodia» und «MS Allegra» laden zu einer entspannenden Flussreise in stilvollem Ambiente ein. Die grosszügigen und luxuriös ausgestatteten Kabinen bieten viel Komfort, wie z. B. einen frz. Balkon auf dem Mittel- und Oberdeck. Alle Kabinen sind entweder mit einem trennbaren Doppelbett oder einem Sofabett, WC, Dusche, Schreib-/Schminktisch, Klimaanlage, Föhn, Safe, Minibar und Stromanschluss 220 V, Flachbildschirm-TV und Internetzugang ausgestattet. Lounge mit Bar, Vinothek, Cigar-Lounge und kleiner Wellnessbereich. Bordwährung: Euro, Kreditkarten. Eine besondere Flussreise erwartet Sie.
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Advent, Weihnachten & Silvester Lichter, Klänge, Lebkuchenduft & musikalischer Jahreswechsel
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Regensburg–Nürnberg–Bamberg (Rt. 1) 29.11.–01.12.14 Samstag–Montag 07.12.–09.12.14 Sonntag–Dienstag Bamberg–Nürnberg–Regensburg (Rt. 2) 05.12.–07.12.14 Freitag–Sonntag 13.12.–15.12.14 Samtag–Montag
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Wil p Burgdorf p Winterthur Rosenberg Zürich-Flughafen p Aarau SBB Baden-Rütihof p Basel SBB
08:15 08:30 08:40 09:00 09:20 10:00 11:00
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IHRE REGION
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014
MIGROS AARE | 87
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AARE
Ohne Motor und in aller Ruhe unterwegs
Der SlowUp Emmental-Oberaargau am 14. September führt durch die einzigartige Hügellandschaft des Emmentals und der Region Oberaargau.
Einen ganzen Sonntag gemütlich und ohne motorisierten Verkehr die schöne Hügellandschaft geniessen.
D
er SlowUp Emmental-Oberaargau lädt zu einem motorfreien Spass für Bewegungsmenschen ein, die eine autofreie Stimmung geniessen wollen. Auch dieses Jahr wird den Besuchern viel geboten. Neben den Sponsorenvillages in Huttwil und Sumiswald, sorgen Stände mit regionalen Spezialitäten entlang der Strecke für die nötige Stärkung. Der abwechslungsreiche Weg führt von Huttwil über Kleindietwil und Häusernmoos bis nach Sumiswald. Alternativ kann man bei der Kreuzung in Häusernmoos auf der Rundstrecke weiter durch das schöne Dürrenroth wieder
bis nach Huttwil fahren. Die Strecke von Huttwil bis Sumiswald beträgt 38 Kilometer. Der Rundkurs Huttwil - Huttwil hat 25 Kilometer.
Migros und SportXX sind beim SlowUp mit dabei In der Famigros-Zone können sich die Kleinen auf einer Riesenrutschbahn vergnügen und beim Würfelspiel Preise gewinnen. Auch an der Generation M-Zone lohnt sich ein Halt.Beim WWF-Waldspiel, dem Recycling-Wurfspiel und beim Glücks-Velo-Rad kann man punkten und gewinnen. Zudem gibt es Migros
Bio-Produkte zum Probieren und Liegestühle zum Krafttanken für weitere Kilometer. Gemeinsam mit Rent-a-Bike bietet Migros an, bei Vorausbuchung Velos auszuleihen. Famigros-Mitglieder profitieren von Rabatten: www.famigros. ch/vorteile. SportXX-Mechaniker helfen kostenlos, damit alles rund läuft, wenn es Probleme mit dem Velo oder den Inlineskates gibt. Text: Jacqueline Mendl
Sponsoring by SlowUp Emmental-Oberaargau, 14. September 2014. Alle Infos unter www.slowup.ch
IHRE REGION 88 |
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MIGROS AARE
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Attraktion auf dem Hausberg
Seit Ende Juni ist auf dem Gurten ein multifunktionaler Pavillon für Veranstaltungen aller Art eröffnet. Das Echo der Gäste während den ersten zehn Wochen lautet: «Grossartig!»
H
ans Traffelet, Chef auf dem Berner Hausberg, ist begeistert. Nicht bloss von den bereits durchgeführten Anlässen und von den Gästen, auch von seinen Mitarbeitenden: «Wenn Neues von Anbeginn an klappen will, ist ein überdurchschnittlicher Arbeitseinsatz nötig, schliesslich war das alles für uns alle Neuland.» Man stelle sich Folgendes vor: Am Samstag lädt ein bekanntes Unternehmen 500 Gäste zu einem unvergesslichen Abend in den Pavillon, zu Buffets und vielen anderen Attraktionen. Die letzten Besucher fahren um 1.30 Uhr mit der Gurtenbahn zu Tal. Unmittelbar danach beginnt der Umbau im Pavillon, denn am Sonntag ist ab 10 Uhr der «Verwöhn-Brunch» angesagt, mit einer völlig anderen Raumaufteilung. Ein einmaliges Szenario? Mitnichten. Während der letzten zehn Wochen folgten Anlass auf Anlass – im
gleichen Stil geht es im Moment weiter. Eigentlich ist es noch viel zu früh, über Weihnachten zu sprechen. Und dennoch: Gegenwärtig treffen bereits die ersten Reservationen für Weihnachtsessen ein. Unser Tipp: Falls Sie wirklich etwas Aussergewöhnliches für Kunden oder Mitarbeitende hoch über Bern und mit einer grossartigen Aussicht haben möchten: Sichern Sie sich einen Termin, vor allem wenn dieser schon fix in der Agenda angestrichen ist.
Attraktive Partnerschaften erweitern das Angebot Um ein Bonmot aus der Berner Sportwelt zu gebrauchen: Der Gurten hat die dritte Stufe erfolgreich gezündet. Nicht bloss mit dem neuen Internetauftritt und mit dem Pavillon, sondern auch mit attraktiven Partnerschaften, von denen Sie profitieren
können, zum Beispiel mit dem Kids Club des BSC Young Boys. Text: Thomas Bornhauser
Der Pavillon auf einen Blick Der multifunktionale Pavillon eignet sich für Anlässe mit 50 bis 500 Gästen. Am Sonntag gibt es den «Verwöhn-Brunch», mit diskreter Livemusik für Fr. 49.50 pro Person. Montag ist «Geniesser-Montag», mit einem 4-Gänger inklusive Weinbegleitung und Livemusik für Fr. 85.-. Die “Nuit Magique“ ist einzigartig, mit Nachtessen, Weinbegleitung und Showelementen für Fr. 125.Der Platz hier reicht nicht aus, um das Angebot auch nur einigermassen zu beschreiben. Deshalb nachlesen bei www.gurtenpark.ch oder anrufen unter 031 970 33 33.
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IHRE REGION
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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Dokumentarfilm über Schweizer Beizen Der Filmemacher Eric Bergkraut nimmt uns mit auf eine Reise an die Ränder der Schweiz, in eine andere Zeit, an Orte, die den Zwängen der Globalisierung (noch) widerstehen. Mit seinem liebevollen Blick auf die Menschen, zeigt uns «Service inbegriffe» eine Heimat, fernab der
Grossstadt, die langsam zu verschwinden droht. Dieser Film ist der Gewinner des Migros-Kulturprozent CH-Dokfilm-Wettbewerbs. Aarau, Kino Freier Film, Vorpremiere 13. 9. in Anwesenheit von Eric Bergkraut. Bern, Kellerkino, 13. und 14. 9.
Goethes grösstes Werk auf der Bühne
Zu fast allen Tages- und Nachtzeiten bietet der Pavillon etwas für Geniesser.
Dank Migros-Kulturprozent gibt es vergünstigte Karten für den «Faust» im Stadttheater Bern.
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arauf hat der Teufel nur gewartet: Der Wissenschaftler Heinrich Faust, geplagt von Zweifeln an seiner Erkenntnisfähigkeit und der Last seines irdischen Lebens und Strebens, würde alles für einen Moment absoluter Zufriedenheit geben. Mephisto bietet sich Faust als ein Diener an, der seinem Herrn jeden Wunsch auf Erden erfüllen kann. Sobald jedoch Faust zu einem einzigen Augenblick sagt: «Verweile doch, du bist so schön!», soll seine Seele im Jenseits dem Teufel gehören. Faust willigt ein und Mephisto beginnt zu arbeiten. In einem Spiegel erkennt der durch einen Zaubertrank verjüngte und wieder von lebensbejahender Leidenschaft erfüllte Faust das himmlische Bild eines Wesens, das ihm bald leibhaftig gegenübertritt. Es ist das junge, tiefgläubige Gretchen, das sich wider alle Vernunft in Faust verliebt. Am Ende ist Gretchens Mutter vergiftet, ihr Bruder getötet,
ihr Kind ertränkt, und Gretchen selbst sitzt – wahnsinnig geworden – als Kindsmörderin im Gefängnis. Bei einer letzten Begegnung mit Faust und Mephisto erkennt sie ihn als Teufel und unterwirft sich der Gnade Gottes. Doch auch wenn Gretchen von der Stimme eines Deus ex machina als «gerettet» bezeichnet wird, haben sich die Worte nicht bewahrheitet, mit denen sich Mephisto Faust vorgestellt hat, « ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.» Goethes «Faust» gilt als eines der grössten Werke der Weltliteratur. Auf einem mittelalterlichen Mythos basierend formuliert der Dichter in seinem «Faust» grosse philosophische und religiöse Fragen, die bis heute Anlass zu Interpretationen liefern. Regisseurin Claudia Bauer, bereits in der Saison 2013/14 mit Ben Jonsons Komödie «Volpone – oder der Fuchs» erfolgreich am Schauspiel von
Johann Wolfgang von Goethe – das berühmte Gemälde aus dem Jahr 1828 stammt von Joseph Karl Stieler.
Konzert Theater Bern, inszeniert den Klassiker neu. Die Migros unterstützt die Produktion mit einem Beitrag aus dem Migros-Kulturprozent. Dank dieses Engagements erhalten die Besucherinnen und Besucher einen Rabatt von 30 Prozent auf den regulären Eintrittspreis. Die Karten sind ab sofort erhältlich. «Faust», Premiere am 10. September 2014. Spielplan unter: www.konzertheaterbern.ch, Vorverkauf: www.bernbillett.ch oder Tel. 031 329 52 52.
Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS AARE, 3321 Schönbühl, Tel. 058 565 84 01. E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch
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LEBEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014
MIX | 93
WILDS WELT
Südostasiens exotischste Hauptstadt
Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild Wer bedrängt wen? Zu wenig Platz für alle Verkehrsteilnehmer schafft heikle Situationen.
Rollender Ärger
Wo Velos auf Autos und Fussgänger treffen, sind Aggressionen vorprogrammiert. Lösen lässt sich das Problem nur mit sauber getrennten Velowegen.
Bilder: Getty Images, Reto E. Wild
F
ehlende Velostreifen, verwirrende Verkehrssituationen und Mischzonen sorgen in allen Schweizer Städten für rote Köpfe. Bei Mischverkehrszonen hilft nur eins: «Die Leute müssen tolerant und rücksichtsvoll sein», sagt Jean-François Steiert (53), Präsident von Pro Velo Schweiz. «Da ist schlicht zu wenig Platz, um Fussgänger und Velofahrer zu trennen.» In ihrer Velotauglichkeit schneiden aber alle Schweizer Städte schlecht ab, wie eine Umfrage von Pro Velo Schweiz zeigt. Der Durchschnitt der von den Befragten abgegebenen Noten liegt bei einem ungenügenden 3,8, Schlusslicht ist Zürich mit 3,2, Siegerin Burgdorf mit 4,76. Ein «gut» gibts also hierzulande nirgendwo. Dabei gäbe es etliche gute Vorbilder in Holland, Norddeutschland oder der Velostadt Kopenhagen, von denen hiesige Verkehrsplaner lernen könnten. «Oft wird angeführt, dass hier nicht machbar ist, was in flachen holländischen Gebieten möglich ist. Doch der Vergleich hinkt», meint Jean-François Steiert. «Viele Städte sind auch hier flach. Und die Zunahme an E-Bikes, bei denen Stei-
gungen egal sind, steigt massiv.» Es sei eher der politische Wille, der fehle. Denn: «Wir sind sicher nicht ärmer als jene vorbildlichen Städte, die viel investiert haben.» Es wurde in den vergangenen Jahren zwar einiges getan, doch die Entwicklung schreitet langsamer voran als ringsum in Europa. «Die Veränderung passiert in den Köpfen. Velowege haben hier leider keine Priorität.» Vielen Leuten ist auch nicht bewusst, dass Velofahrwege allen Verkehrsteilnehmern nützen: «Enge Strassen mit Mischverkehr fördern Aggressionen, bessere Velowege vermeiden dieses Risiko», sagt Jean-François Steiert. Und sie würden auch Staus vermindern. Veloweg gut, alles gut? Text: Claudia Langenegger
www.migrosmagazin.ch
STIMMEN SIE ONLINE AB Opfer oder Rowdie? Haben Velofahrer zu wenig Platz, oder missachten sie alle Regeln? Was meinen Sie?
Vietnam wird als Reiseziel immer beliebter. Die Hauptstadt Hanoi gehört zu den interessantesten, exotischsten, aber auch chaotischsten Metropolen Asiens. ■ Sehenswürdigkeiten: das Ho-ChiMinh-Mausoleum (Eintritt gratis, Lachen verboten, von 9 bis 11 Uhr geöffnet) und daneben das Museum (19 Ngoc Ha Street), Literaturtempel (58 Quoc Tu Giam, erste Akademie des Landes), die Altstadt im Hoan Kiem District, das französische Viertel beim Hotel Metropole (dort lassen sich Hochzeitspaare fotografieren), Velotour um den Westsee am Sonntag oder das Hoa-Lo-Gefängnis, wo US-Senator John McCain während des Vietnamkriegs inhaftiert war. ■ Die besten Adressen: Übernachten im einfachen, aber zentral gelegenen
Anise Hotel, Essen im kolonialen Ly Club, im Spices Garden des Hotels Sofitel Legend Metropole oder in einem Lokal wie dem Tu Tom eine Nudelsuppe für zwei Franken geniessen. Samstagabend auf ein Bier an der Bia Hoi Street (Ta Hien Street/Ecke Luong Ngoc Quyen). Spektakulärste Aussicht von der Rooftop-Bar (83B Ly Thuong Kiet Street). Um 23.30 Uhr schliessen alle Lokale. ■ Gut zu wissen: Strikt nur in Taxis der Firmen Maj Linh (Farbe Froschgrün) oder Hanoi Taxi Group (Weiss) steigen. Alle anderen versuchen, Touristen übers Ohr zu hauen. Fahrt vom Flughafen in die Stadt dauert rund 60 Minuten und kostet 400 000 Dong, rund 17 Franken.
LEBEN 94 |
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OUTDOOR
Esel am Berg
Das Ziel: Der Gipfel des Piz Palü. Die Ausgangslage: Untrainiert und voller Zweifel. Die Frage: Kann das gut gehen, oder macht man sich zum Esel? Die Angst vor der Blamage läuft Schritt für Schritt mit.
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
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as ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.» Oh ja! Wie recht er doch hatte, der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal. Ich ver fluche mich selbst: Wie blöd muss man sein, um auf die Idee zu kommen, die eigene Leistungsgrenze auszuloten und den Ostgipfel des Piz Palü auf 3882 Me tern zu besteigen? Im fortgeschrittenen Alter von 46, als Gelegenheitsraucher, Bier und Weinliebhaber, ohne Training,
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LEBEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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GRENZTOUREN Das Migros-Magazin geht an die Grenze. Sei dies die Staatsgrenze, Kantonsgrenze, Schneegrenze, Sprachgrenze, Stadtgrenze oder etwa gar die Schmerzgrenze: Wir unternehmen Touren in der Natur, die an oder sogar über die Grenze hinaus gehen. Dieses Mal: Leistungsgrenze
Schnee und Eisberg der Welt», von der «grossen Schatzkammer der Alpen», die «das Bergsteigerherz höher schlagen lässt». Und auch mein Bergführer Peter Gujan (37) schaut beim Nachtessen auf der Diavolezza rüber zum Berg und schwärmt: «Ja, der Palü ist der Star hier im Engadin.»
Um 4.45 Uhr seilen Üsé Meyer (links) und Bergführer Peter Gujan sich im Schein der Stirnlampen an, bevor es über den Gletscher nach oben geht.
Nervenkitzel im heimtückischen Labyrinth
Vorbei an Gletscherspalten Richtung Gipfel, der bereits in der Morgensonne leuchtet.
ohne Akklimatisation an die Höhe? Ich befürchte, wie der Esel am Berg zu ste hen. Im Unterland in den Zug zu steigen, hat schon viel Überwindung gekostet, lieber wäre ich – im Sinne von Blaise Pascal – zu Hause im Zimmer geblieben. Klar, der Piz Palü ist ein Berg, der einen magisch anzieht. Jeder, der das Massiv mit seinen drei Gipfeln schon mal in natura gesehen hat, wird das be zeugen können. Kein Wunder, liest man auch Entsprechendes über das Drei gestirn: Die Rede ist vom «schönsten
«Der Palü zieht einen magisch an – er ist der Star hier im Engadin.»
Um 3 Uhr morgens düdelt das Smart phone. Mein Schlaf ist auf dieser Höhe (2973 Meter über Meer) sehr kurz und unruhig gewesen. Und nun stehen wir in der Schlange vor dem Frühstücksbuffet. Um 3.30 Uhr! Wir sind halt nicht die einzigen Bergsteiger hier. Um 4 Uhr knipsen wir unsere Stirnlampen an und laufen unter dem klaren Sternenhimmel los – hinab Richtung Gletscherrand. Der ruppige Weg verläuft über Blocksteine und steile, teilweise rutschige Erdpfade. Habe ich mich beim Start erstaunlich gut gefühlt, verwundert es mich bei der Ankunft am Gletscher, wie schlecht ich mich fühle. Das kann doch nicht sein! Erst 45 Minuten unterwegs, und schon brennen die Oberschenkel, schlottern die Beine. Verdammt – ich verfluche meine Unsportlichkeit. Meine Hoff nung: Jetzt, beim Hinauflaufen, wer den sich die Muskelpartien, die es zum Hinablaufen braucht, wieder erholen können. Dank der kalten Nacht ist der Schnee hart, und das Laufen geht tatsächlich wieder recht gut. Um 5.30 Uhr dämmert es bereits, und wir können unsere Stirn lampen wieder ausknipsen. Eine weitere halbe Stunde später bleibt Peter stehen und blickt zurück: «So schön, unglaub lich … schau … ist das nicht grandios?» Jawoll! Wirklich! Wow! Die Farben der Wolkendecke im Norden variieren von dramatischem Schwarz über Violett zu Tiefrot. Darunter reihen sich die dunk len Silhouetten diverser Bergketten aneinander, und am fernen Horizont leuchtet bereits der hellblauorange
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OUTDOOR
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Ein herzhaftes «Yihaaah!» auf dem Ostgipfel, dann machen sich Peter Gujan (links) und Üsé Meyer über den Grat wieder auf den Rückweg.
Morgenhimmel. Nun geht es hinauf durch die Cambrenabrüche mit ihren eindrucksvollen Spalten. Bis zu fünf Meter breit sind sie, die Tiefe ist nur zu erahnen. Das Spaltenlabyrinth des Persgletschers gilt als heimtückisch und anspruchsvoll. Ich bin froh, mit Peter einen erfahrenen Bergführer an meiner Seite zu haben – er stand bereits rund 50 Mal auf dem Gipfel des Palü.
Das pessimistische spielt mit dem optimistischen Ich Schach Die Morgensonne steht nun etwas höher und taucht die Gipfel des Palü in ihr oranges Licht. Ich atme tief durch und bin recht optimistisch, was den Gipfelerfolg angeht. Auf dem Schnapsboden
auf rund 3400 Metern machen wir eine kurze Stehpause: reichlich trinken und trotz ausbleibendem Hungergefühl etwas essen. Zu viele und zu lange Pausen würden mehr zur Ermüdung als zur Erholung beitragen, sagt Peter. Also gehts gleich weiter. Steil nach oben. Die Luft wird immer knapper, die Muskeln immer schwächer, der Kopf immer zweifelnder. Ich schaffs doch nicht, denke ich jetzt. «Die meisten scheitern an der Leistungsgrenze im Kopf, nicht an jener des Körpers», wird mir Peter später sagen. Ich versuche mich von den negativen Gedanken abzulenken, zähle meine Schritte jeweils bis 10, um dann wieder bei 1 anzufangen. Es ist, als ob mein optimistisches gegen mein pessi-
mistisches Ich Schach spielen würde. Das, welches das andere besser austrickst, gewinnt. Auf gut 3700 Metern erreichen wir den Sattel. Von hier eröffnet sich uns der Blick erstmals Richtung Süden – zu den Bergen des Puschlavs und des Veltlins. Weit ist es nicht mehr zum Ziel, und das Gipfeladrenalin tätigt seine Wirkung: Plötzlich fühle ich mich wieder bestens. Das ist gut so. Denn das letzte Stück Weg erfordert nochmals viel Konzentration: Zuerst geht es über eine steile, vor allem im Abstieg heikle Flanke hoch und auf einem schmalen Grat hinüber zum Ostgipfel. Zuoberst, auf 3882 Metern, staune ich schliesslich fast mehr über mich selbst als über das grandiose Panorama.
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LEBEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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Diavolezza Isla Persa
Piz Trovat
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300 m
Sass Queder
Fuorcla Trovat
Vadret Pers (Pers-Gletscher)
Karte: WSGrafik
Rifugi dals Chamuotschs
Piz Cambrena
Piz Palü 3882 ITALIEN
Hochtour auf den Piz Palü
Wie habe ich doch am Gipfelerfolg gezweifelt. Der Abstieg gehe nun leicht, sagt Peter. «Der ist fast geschenkt.» Eine typische Bergführeruntertreibung, sind wir doch nochmals rund drei Stunden unterwegs. Und die letzten 45 Minuten, die wieder durch das Blocksteingelände aufwärtsführen, werden nochmals zur Qual. Als wir um 11.15 Uhr wieder beim Berghaus Diavolezza ankommen, brennen meine Füsse, die Knie schmerzen, der Rücken zwickt – aber ich fühle mich sauwohl. Und dieses Glücksgefühl rührt in erster Linie daher, dass ich mich raus aus dem sicheren Zimmer ins Abenteuer gewagt habe. Text: Üsé Meyer Bilder: Thomas Hablützel
www.migrosmagazin.ch
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Schöne Alternativrouten Ofenhorn, Wildhorn und Kesch (Bild): Diese Gletscher sind einen Besuch wert.
An- und Rückreise: Mit Bahn/Bus via Pontresina bis «Bernina Diavolezza» und mit Bergbahn hoch zur Diavolezza. Tour: Diavolezza (2973 m)–Fuorcla Trovat (3019 m)–Piz Palü Ostgipfel (3882 m)– Fuorcla d’Arlas (3083 m)–Diavolezza (2973 m). Höhenmeter: 1200 Meter Auf- und Abstieg. Dauer: circa 7 bis 8 Stunden. Anforderung: Trittsicherheit, sauberes Gehen mit Steigeisen, Schwindelfreiheit, gute Kondition, Hochtourenerfahrung. Sicherheit: Für Unerfahrene ist die Begleitung durch einen Führer unbedingt ratsam. Saison: Juni bis Oktober. Ausrüstung: Hochtourenausrüstung (u. a. feste Bergschuhe, Klettergurt, Steigeisen, Pickel, Seil). Kosten Bergführer: Gruppentour an fixen Daten (max. 3 Personen) Fr. 390.–/Person, Privatbergführer Fr. 830.– (1 Person), Fr. 960.– (2 Personen), Fr. 1090.– (3 Personen). Bergführer: Bergsteigerschule Pontresina, Tel. 081 842 82 82, www.bergsteiger-pontresina.ch Übernachtung und touristische Infos: Berghaus Diavolezza, Tel. 081 839 39 00, www.diavolezza.ch; Tourist-Information Engadin/St. Moritz, Tel. 081 830 00 01, www.engadin.ch
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Wenn die Letzten die Ersten sind
Albert Steck, Markt- und Produktanalyse Migros Bank
September
Die Antwort lautet: Es kommt drauf an. Je nach Wohnort können Sie nämlich bis zu fünfmal mehr Steuern sparen. Das zeigt unsere Analyse der Steuervorteile in sämtlichen Kantonshauptorten. Dabei gilt: Die Letzten sind die Ersten. Während also die Säule 3a in den sogenannten Steuerhöllen besonders attraktiv ist, kann man umgekehrt in den «Steueroasen» weniger stark profitieren. Wohnen Sie zum Beispiel in Zug, so erreichen Sie mit der dritten Säule nur eine relativ geringe Steuerreduktion. Konkret beträgt diese für eine Familie mit zwei Kindern 306 Franken. Diese Summe bezieht sich auf ein Nettoeinkommen von 70 000 Franken sowie die höchstmögliche Einzahlung in die Säule 3a, bei Arbeitnehmern mit Pensionskasse sind es 6739 Franken. Wohnt die gleiche Familie dagegen in Basel, dann steigt der Steuervorteil sprunghaft von 306 auf 1610 Franken. Zu den lukrativsten Städten für die dritte Säule zählen ebenso Bern, Solothurn, Liestal oder St. Gallen (siehe Grafik). Interessant ist im Weiteren, wie sich der Zivilstand je nach Gemeinde sehr unterschiedlich auswirkt. Für einen Single in Basel mit 70 000 Franken Einkommen erhöht sich der Steuerrabatt von 1610 auf 1812 Franken. In St. Gallen dagegen steigt das Sparpotenzial von
zudem einen leicht bedienbaren Rechner, mit dem Sie für Alleinstehend Ihr persönliches Ein Familie Zug kommen und Ihren Wohnort den exakten St. Gallen Spareffekt kalkulieren können. Liestal Unsere Übersicht zeigt deutlich, dass Basel das Argument der Steuerersparnis kein Solothurn leerer Werbeslogan Freiburg ist. Allerdings bestehen enorme UnBern terschiede je nach Wohnort. Selbst in Franken 0 200 400 600 800 1000 1200 1400 1600 1800 2000 wenn Sie nun aber in Zug leben, lohnt sich Steuerreduktion bei einem Nettoeinkommen von die dritte Säule dank 70 000 Franken und einer Einzahlung von 6739 Franken des Vorzugszinses in die Säule 3a. Die vollständige Übersicht ist auf (bei der Migros Bank blog.migrosbank.ch publiziert. beträgt er aktuell 1,25 Prozent). Eine einmalige Einzahlung von 6739 Franken er1162 Franken für die Familie auf 1986 bringt über zehn Jahre somit einen anFranken für die alleinstehende Person. sehnlichen Ertrag von rund 900 Franken. Mit den Vorsorgefonds lassen sich Auch der Zinsertrag in der überdies ähnlich hohe Renditen erzielen, dritten Säule ist steuerfrei wie dies bei Pensionskassen der Fall ist: Aus Platzgründen beschränkt sich die Über die letzten fünf Jahre im Schnitt Grafik nebst der Gemeinde Zug auf die- drei bis sechs Prozent jährlich. Und diese jenigen Deutschschweizer Kantons- Gewinne sind in der dritten Säule ebenhauptorte, in denen sich Einzahlungen falls steuerfrei. in die Säule 3a am meisten lohnen. Die vollständige Übersicht haben wir auf Jetzt aktuell auf blog.migrosbank.ch: dem Blog der Migros Bank publiziert. Berechnen Sie Ihren persönlichen Steuervorteil Unter blog.migrosbank.ch finden Sie aus der dritten Säule.
So gross ist der Steuerrabatt
Quelle: Migros Bank
Ich zahle regelmässig in die Säule 3a ein, um Steuern zu sparen. Doch ist dieser Effekt wirklich so gross, wie es immer heisst?
ALLTAGE MIT KINDERN Tipps und Ideen aus dem Buch «365 Alltage mit Kindern»
Bild: Lee Jakob
Bühne frei für ein Glaskonzert ■ Material: Weingläser, Wasser ■ Und so gehts: Mit einem Glas kann man auch Musik machen. Und was für Musik, richtige Zaubermusik! Es braucht nur ein bisschen Fingerspitzengefühl. In Weingläser dürfen die Kinder unterschiedlich viel Wasser einfüllen. Dann befeuchten sie den Zeigfinger einer Hand und kreisen damit mehrere Male auf dem oberen Glasrand. Plötzlich entstehen ganz sphäri-
sche Klänge. Das Glas beginnt zu schwingen. Je besser die Technik, desto klarer der Klang. Durch die verschiedenen Füllhöhen mit Wasser in den Gläsern entstehen unterschiedliche Tonhöhen, mit denen gespielt werden kann. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art. «365 Alltage mit Kindern», Sabine Mandel, Werd Verlag, www.werdverlag.ch, www.exlibris.ch
So beginnt das Glas zu singen: Mit befeuchtetem Zeigfinger kreisen.
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Bild: Getty Images
Nicht zu viel, aber doch genug: Auf jodiertes Salz sollten vor allem schwangere Frauen setzen.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
Jod ist das Salz in der Suppe
Seit die Schweiz vor 90 Jahren begonnen hat, Salz mit Jod anzureichern, sind nicht nur Kröpfe verschwunden, sondern auch die Dorftrottel. Doch das könnte sich wieder ändern, denn der Jodspiegel ist gesunken.
E
s ist paradox: Wir Schweizer essen zu viel Salz und haben dennoch einen stetig sinkenden Jodpegel in unserem Blut – und das, obwohl jodiertes Salz eine der wichtigsten Jodquellen in unserer Nahrung ist. «Das Problem ist Industriesalz», so Maria Andersson (40), Ernährungswissenschaftlerin der ETH Zürich, WHO-Expertin für Jodmangelerscheinungen und Mitautorin des Schweizer Jodberichts. Industriesalz, wie es in Fertiggerichten wie Suppen, Pizzen, Vollkornriegeln, aber auch in Käse eingesetzt wird, ist häufig nicht jodangereichert. In der Mehrheit nimmt der Mensch in der Schweiz Salz über industrialisierte Lebensmittel zu sich. Wer sich also hauptsächlich von Fertiggerichten oder Fast Food ernährt, läuft Gefahr, einen Jodmangel zu erleiden. «Das ist vor allem für Frauen im ersten Drittel der Schwangerschaft gefährlich», so die schwedischstämmige Forscherin. Denn Jod ist wichtig für die Hirnentwicklung des Fötus. Fehlt das Mineral, kann das zu Kretinismus führen.
Die Schilddrüse braucht Jod, sonst vergrössert sie sich Vor allem in den Bergtälern war diese Hirnunterentwicklung früher weit verbreitet. Die Böden in den Alpen enthalten sehr wenig Jod. Entsprechend sind die darauf gewachsenen Getreide oder Gemüse jodarm, also auch die daraus produzierte Milch. «Das führte dazu», so Andersson, «dass die Bergbevölkerung grossflächig unter Jodmangel litt.» Nicht umsonst heisst Volltrottel auf Französisch «crétin des Alpes». Jod ist ein wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Diese sind für Tiere und Menschen lebensnotwendig, spielen sie doch eine wichtige Rolle im
Energiestoffwechsel, der Kontrolle des Blutkreislaufs und dem Zellwachstum. «Fehlt das Jod im Körper, muss die Schilddrüse mehr arbeiten und vergrössert sich», erklärt Maria Andersson vereinfacht die Wirkung von zu wenig Jod. Es entsteht ein Kropf. In Gebirgsgegenden betraf das vor 100 Jahren gegen 80 Prozent der Bevölkerung. Beide Krankheiten verschwanden innert weniger Jahre, nachdem die Schweiz 1922 als erstes Land begann, das Kochsalz mit Jod anzureichern. Seit 1930 kam in der Schweiz kein Kind mehr mit Kretinismus zur Welt. «Und der Kropf ist heute bei Kindern nicht
«Der Jodspiegel ist stetig am Sinken.» Maria Andersson
mehr existent», sagt Christoph A. Meier, Chefarzt am Zürcher Stadtspital Triemli. Doch das könnte sich wieder ändern, wie der Jodbericht des Bundes festhält. Alle fünf Jahre untersucht der Bund den Erfolg der Salzjodierung. Anhand von Urinproben stellt man fest, wie hoch der Jodspiegel der Bevölkerung ist. «Dabei zeigte sich», so Andersson, «dass er in der Schweiz zwar noch knapp genügt, aber in den letzten Jahren stetig gesunken ist.» Vor allem bei stillenden Müttern und Kleinkindern bewege er sich unterhalb der Empfehlungen der Fachleute. Deshalb hat Gesundheitsminister Alain Berset die Rheinsalinen, Schwei-
zer Hauptsalzversorger, aufgefordert, per 1. Januar 2014 den Jodgehalt von 20 auf 25 Milligramm pro Kilogramm Salz zu erhöhen. Eine Massnahme, die Kritiker der – wie sie es nennen – Zwangsjodierung, für unnötig erachten. Zu viel Jod könne auch krank machen: Sie sind überzeugt, dass Jod in Lebensmitteln der Schilddrüse schadet und verschiedene Krankheiten wie Schilddrüsenüberfunktion oder die Autoimmunerkrankungen Morbus Hashimoto oder Morbus Basedow auslöst.
Die Verwendung von jodiertem Salz ist und bleibt freiwillig Christoph A. Meier beruhigt: «Schaden verursachen erst 100- bis 1000-fach höhere Jodgaben – und auch dies nur bei Patienten mit bestehenden Schilddrüsenerkrankungen.» Erwiesen sei tatsächlich, dass zum Beispiel die Krankheit Morbus Hashimoto in Jodmangelgebieten weniger auftritt. «Ob man daraus aber folgern kann, dass die Menschheit nun einem eventuell vor Hashimoto schützenden Jodmangel ausgesetzt werden soll», wagt Meier zu bezweifeln. «Der Preis dafür wären Kretinismus und Kröpfe!» Laut der Gesellschaft für Ernährung sollte man täglich rund 150 Mikrogramm Jod mit dem Essen aufnehmen. Schwangere und Stillende benötigen 200 Mikrogramm Jod pro Tag– also rund acht Gramm jodiertes Kochsalz. «Aber», betont Maria Andersson «die Verwendung von jodiertem Salz ist und bleibt freiwillig.» Wer darauf verzichten will, sieht auf der Zutatenliste, ob jodiertes oder unjodiertes Salz in einem Produkt enthalten ist. Wenn nichts deklariert ist, kann davon ausgegangen werden, dass unjodiertes Salz eingesetzt wurde. Text: Thomas Vogel
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GUT ZU WISSEN
Migros setzt auf jodiertes Salz Die Migros setzt bei vielen Produkten jodiertes Salz ein. Das bestätigt Migros-Ernährungsspezialistin Annina Erb. So werden praktisch alle Produkte der Firma Haco aus den Bereichen Fertiggerichte, Saucen, Würzen und Nährmittel mit jodiertem Kochsalz produziert. Auch Suppen und Bouillons der Firma Haco enthalten grösstenteils jodiertes Salz. Die beliebten FarmerRiegel aber stellt sie mit unjodiertem Kochsalz her. Brotwaren aus den hauseigenen Bäckereibetrieben der Marke Jowa enthalten in der Regel jodiertes Kochsalz. Ausnahmen sind Biobrote und Brote der Linie Pain Création, die unjodiertes Meersalz enthalten. Auch für haltbare Brotwaren wie Toast oder Frischback verwendet die Jowa AG jodiertes Kochsalz, ausser bei Bioprodukten, wo unjodiertes Meersalz zum Einsatz kommt. Von allen bei der Micarna bezogenen Produkten, also den Fleischwaren, enthalten etwa ein Drittel jodiertes Salz. Aber mehr als die Hälfte der Artikel enthalten gar kein Salz. Kein jodangereichertes Salz verwenden derzeit hingegen die Migros-Produktionsbetriebe Bischofszell Nahrungsmittel AG, Estavayer Lait SA und Midor AG.
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So funktioniert autonomes Fahren: Kamera- und Radarsystem wissen jederzeit exakt, was sich vor dem Fahrzeug tut.
Mensch denkt, Auto lenkt
Mit 40 Tonnen und Tempo 80 über die Autobahn – derweil erledigt der Chauffeur den Papierkram: Das soll in gut zehn Jahren Realität werden. Wir waren bei ersten Mercedes-Tests dabei.
E
in unwirkliches Bild: Mit 80 km/h donnert der Sattelzug über die Autobahn, und chauffiert wird er von – niemandem! Der Fahrer lehnt sich zurück und erledigt Papierkram, den er sonst abends machen müsste. Da schert ein Auto vor dem Mercedes-LKW Actros ein und bremst. Was jetzt? Der LKW bremst ab, bis der Abstand stimmt, und hält stoisch die Spur. Das soll es ab 2025 als «Highway Pilot» in Mercedes-LKWs geben, in PWs wohl bereits ab etwa 2020. Der «Pilot» basiert auf dem Tempomaten mit 250-
Freihändig auf der Autobahn: Ab 2025 wohl öfters anzutreffen.
Meter-Radar und 100-Meter-Stereokamera, der in Mercedes-PWs zu haben ist (siehe Box S. 103), Fahrbahnlinien, Autos, Fussgänger erkennt – und auf der Testfahrt im Zukunftslaster auf einem Autobahnteilstück tadellos funktioniert.
Abseits der Autobahn lenkt weiterhin der Fahrer Tödliche Unfälle am Stauende oder Abkommen von der Fahrbahn gäbe es nicht mehr. Auch würden Staugefahr («Handörgelieffekt») und Verbrauch gesenkt. Vorteil: Sensoren sind nie müde oder
abgelenkt, und das Gros der Unfälle wird von Menschen verursacht – weshalb Flugzeuge autonom fliegen. Und falls der Computer abstürzt oder gehackt wird? Laut Mercedes soll das System Welten zuverlässiger sein als etwa ein Heim-PC und top geschützt. Und der Chauffeur bleibt Herr im Haus: Greift er ein, überstimmt er das System. Ohne Chauffeur geht sowieso nichts. Beim Überholen oder im Nebel braucht es den Menschen. Abseits der Autobahn ist der Verkehr ohnehin zu komplex, hier fährt stets der Trucker. Warum? Weil im
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Zukunft zum Kaufen Radartempomat zum Abstand halten, autonomes Notbremssystem gegen Unfälle und in die Lenkung eingreifende Spurhalteelektronik gibt es längst. Als erster Autohersteller geht Mercedes einen Schritt weiter: Einige Modelle, wie etwa E- und die neue C-Klasse, lenken nun auch selbst. Das System orientiert sich an Linien und bis 60 km/h auch am Vordermann, um ausser zu bremsen und Abstand zu halten selbst zu lenken. Das ist erlaubt, weil der Fahrer die Hände trotzdem am Lenkrad lassen muss (sonst schaltet das System nach Warnung ab). Das funktioniert bereits exzellent, entspannt im morgendlichen Kolonnen- und Stauverkehr ungemein, vermeidet Unfälle – doch kostet es über 3000 Franken.
Künftig bei allen Toyota-Modellen zu sehen: Peppige X-förmige Front des neuen Yaris.
Schluss mit Langeweile
Frecheres Gesicht und frische Details sollen den Toyota Yaris emotionaler machen. Bisher war Toyota zwar ein Hort guter, nicht jedoch spannender Autos. Das ändert sich: Auf das Coupé GT86 und den frechen Cityzwerg Aygo folgt nun der Kleinwagen Yaris in peppig rund erneuerter Form. Auffälligste Änderung ist jene Xförmige Frontpartie, die wir künftig an allen Toyota sehen werden. Auch sonst wurden an dem 3,95MeterKleinwagen 1000 Teile geändert. In der Tat wirkt
innen alles deutlich gediegener und hochwertiger als bisher; neu ist auch das Multimediasystem mit Touchscreen und «Mirror Link» (SmartphoneOberfläche wird auf Monitor übertragen). Auf unserer Probefahrt über zeugt die Lenkung mit mehr Gefühl und die Federung mit mehr Komfort. Zwar wird der Yaris im Fond nicht zum Raum meister, bleibt dafür aber unter der Haube ein Sparmeister: Die
Opel Adam Rocks: Der Stadtindianer Der Zukunftstruck fährt alleine.
Zweifel nur er erkennt, ob ein Gegen stand im Weg nur aus Karton oder aus Beton ist. Bis 2025 muss die Elektronik ler nen, früh genug zu warnen, sobald es den Fahrer braucht – und ihn auch zu überwachen: Formulare ausfüllen oder SMS ja, Nickerchen nein. Ist der Fahrer nicht parat, fährt der Camion rechts ran und stoppt. Weitaus lang wieriger wird der Papierkrieg: Bis 2025 müssen noch Gesetze geändert und Haftungsfragen geklärt sein. Texte: Timothy Pfannkuchen
Nun kommt der Geländelook also auch bei den ganz Kleinen in Mode. Ab Oktober ist der dank seiner Abertausenden von Farb- und Konfigurationsvarianten populäre Opel Adam als Adam Rocks zu haben. Diese Variante des Dreitürers bietet zwar keinen Allradan- Der Kleine im Geländelook: Opel Adam Rocks. trieb, aber gegenüber den «normalen» Brüdern 3-Zylinder-Turbobenziner mit 90 und 1,5 Zentimeter mehr Bodenfreiheit, 115 PS und ab gut vier Liter Verbrauch. Beplankung gegen Parkrempler, grosDie Rocks-Preise starten ab ses Stofffaltdach und neue Motoren: 21 350 Franken.
Hybridvariante mit 100 PS be gnügt sich jetzt neu mit nurmehr 3,3 l/100 km Normverbrauch (er gibt 75 g/km CO2Ausstoss und Energieeffizienzkategorie A). Alternative Motorisierungen: zwei Benziner (1.0, 69 PS; 1.3, 99 PS), ein Diesel (1.4, 90 PS). Die Preise: Dreitürer ab Fr. 16 500.–, Fünftürer ab Fr. 18 500.– und der fünftürige Hybrid ab Fr. 24 900.–, je inklu sive sechs Jahren Gratisservice.
Wussten Sie, dass … … Dieseltreibstoff aus gutem Grund teurer ist als Benzin? Diesel ist einerseits in der Herstellung leicht teurer. Und andererseits am Rohstoffmarkt stärkeren Schwankungen unterworfen: Boomt in China die Baubranche, ziehen Nachfrage und Preis an. Zudem wird Diesel bei uns um wenige Rappen höher besteuert, weil Energiegehalt und Abgasausstoss höher sind als bei Benzin. Dass er im Ausland dank tiefer Steuer billiger ist, sollte einst Transport- und Baugewerbe fördern.
BITTE MELDE DICH 104 | Gesucht wird: der Papi/Mann vom Niesen, Montag, 28. 7. 2014 Wo ist der braunhaarige sportliche Mann um die 40, der mit seinen Kids und Grosi auf dem Niesen war. Wir waren gemeinsam im Niesenbähnli hochgefahren, haben auf dem Berg ein paar Worte gewechselt und sind uns später wieder über den Weg gelaufen. Zum Schluss waren wir wieder in der gleichen Bahn nach unten. Auch da haben wir uns wieder unterhalten. Du warst sehr sympathisch. Dummerweise habe ich mich nicht getraut, nach deinem Namen zu fragen. Es würde mich freuen, dich wiederzusehen. Sicher ist, dass du aus dem Kanton Bern bist. E-Mail: rita.nyffenegger@gmx.ch
Klassengschpänli meldet euch! Wir suchen die folgenden Klassenkameradinnen des Jahrgangs 1949 aus der Primarschule Bremgarten bei Bern: Brigitte Schneiter, Elisabeth Friedli, Iris Gugger, Elsbeth Leuenberger, Denise Bonnot. Kontakt: Beni Neon GmbH Beat Nydegger
Ich suche Mitschüler des Gymnasiums Marienburg, Rheineck, von 1958 bis etwa 1966 bei Lehrer P. E. Waser. Bitte meldet euch bei: Walter Holenstein, Tüetlisberg 4, 9630 Wattwil. E-Mail: walterholensteinwattwil@ bluewin.ch; Telefon: 071 988 46 75
Seftaustrasse 29 3047 Bremgarten Handy: 079 653 90 66 Telefon: 031 301 48 17 E-Mail: Beni.neon@bluewin.ch oder: Heinz Dübi Telefon: 031 301 36 10 E-Mail: heinz.duebi@bluewin.ch
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Manuela gesucht Ich suche Manuela Häner, die von 1991 bis 1993 die Haushaltungsschule in Bolligen besucht hat. Bitte melden bei: Raphael Bolliger Martin-Disteli-Strasse 54 4600 Olten Handy: 079 137 79 59
Arthur Fretz, wo bist du? Zusammen haben wir die GenieRekrutenschule 1959 in Bremgarten besucht. Ich, auf dem Bild der Dritte von links, suche meine Kameraden Arthur Fretz (Zweiter von links) sowie die beiden anderen RS-Kameraden auf dem Bild, von denen ich den Namen
nicht mehr weiss. Wer kann mir weiterhelfen? Ich freue mich über Nachrichten: Karl Plüss Meierhof 3 B 4600 Olten Telefon: 078 653 34 50
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5.3
gut : Kundenzufriedenheit 07/2014
Weihnachtsmärkte erleben Ohne Zuschlag
Christkindlmarkt in München
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Esslingen und Stuttgart
195.–
✔ Wohnen im Erstklasshotel an zentraler Lage ✔ Weihnachtsmärkte auf dem Marienplatz und in Schwabigen ✔ Verlängerungsmöglichkeit
✔ Wohnen im Erstklasshotel in Esslingen ✔ Einzigartiger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt in Esslingen ✔ Stuttgart – traditionsreicher Weihnachtsmarkt
Ihr Reiseprogramm
Ihr Reiseprogramm
1. Tag: Fahrt nach München. Der Rest des Tages steht für den Besuch des Christkindlmarktes oder für individuelle Besichtigungen zur Verfügung. Alle Jahre wieder hält Münchens traditioneller Christkindlmarkt Einzug auf dem Marienplatz. Den weihnachtlichen Budenzauber überragt ein riesiger, mit Lichtern geschmückter Christbaum. 2. Tag: Nach dem Frühstück Zeit letzte Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Anschliessend Rückreise zu den Einsteigeorten.
1. Tag: Fahrt über Schaffhausen nach Esslingen. In den verwinkelten Gassen der Altstadt erwartet uns der stimmungsvolle Mittelalter und Weihnachtsmarkt. 2. Tag: Kurze Fahrt nach Stuttgart. Einzigartig sind die über 280 herrlich dekorierten Stände. 1692 erstmals urkundlich erwähnt, gehört der Stuttgarter Weihnachtsmarkt zu den traditionsreichsten Märkten in ganz Europa. Am Nachmittag Rückfahrt in die Schweiz.
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Freiburg–Colmar–Strassburg
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11: 10.12.–11.12. Mi–Do 6: 03.12.–04.12. Mi–Do 12: 11.12.–12.12. Do–Fr 7: 04.12.–05.12. Do–Fr 13: 12.12.–13.12. Fr–Sa 8: 05.12.–06.12. Fr–Sa 9: 06.12.–07.12. Sa–So 14: 13.12.–14.12. Sa–So 10: 07.12.–08.12. So–Mo Internet Buchungscode: kchessl
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✔ Best Western Hotel am Münster in Breisach ✔ Freiburg – die «Schöne im Dreiländereck» ✔ Elsässische Weihnachtsmärkte Colmar und Strassburg
✔ Aktiv- und Vitalhotel Lodenwirt in Vintl im Pustertal ✔ Legendäre Weihnachtsmärkte Meran, Bozen und Brixen ✔ Sterzing, eine der schönsten Kleinstädte Italiens
Ihr Reiseprogramm
Ihr Reiseprogramm
1. Tag: Fahrt nach Freiburg, Aufenthalt auf dem Weihnachtsmarkt in der Altstadt. Weiterfahrt nach Colmar. Geniessen Sie bei einem Spaziergang entlang der Kanäle den charmanten Weihnachtsmarkt mit der festlich geschmückten historischen Kulisse von Colmar. Kurze Fahrt ins Hotel nach Breisach. 2. Tag: Weiterfahrt nach Strassburg und Besuch des beliebten Weihnachtsmarktes. Gelegenheit, letzte Geschenke zu kaufen und die weihnachtliche Stimmung in der Weihnachts-Hauptstadt zu geniessen. Am späten Nachmittag Rückfahrt durch das Elsass via Basel zu den Einsteigeorten.
1. Tag: Hinfahrt nach Sterzing. Die Stadt bezaubert mit prächtigen Bürgerhäusern, mittelalterlichen Plätzen, dem Rathaus und seinem Christkindlmarkt. Weiterreise ins Pustertal. 2. Tag: Heute tauchen wir in die weihnachtliche Atmosphäre in Meran ein. Die geschmückte Altstadt ist eine Augenweide für jedermann. Am Nachmittag geniessen wir den Weihnachtszauber in der traditionellen Handelsstadt Bozen. 3. Tag: Fahrt nach Brixen. Im Herzen der Stadt bieten die Standbetreiber traditionelles Handwerk an. Möglichkeit zum Besuch der Krippenausstellung in der Hofburg. Rückreise in die Schweiz.
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2 Tage inkl. Frühstücksbuffet Zuschlag Abreisen Freitag und Samstag
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345.– –50.–
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Reisedaten 2014 1: 29.11.–30.11. Sa–So 2: 30.11.–01.12. So–Mo 3: 01.12.–02.12. Mo–Di
4: 04.12.–05.12. Do–Fr 5: 05.12.–06.12. Fr–Sa 6: 06.12.–07.12. Sa–So
7: 07.12.–08.12. So–Mo 8: 12.12.–13.12. Fr–Sa
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Reisekomfort
Reisen im Luxusbus ■ grosser Sitzabstand ■
-Luxusbus ohne Zuschlag! Fauteuils in 3er-Bestuhlung ■ kleine Reisegruppen ■
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Burgdorf p, Basel, Aarau, Baden-Rütihof p, Zürich-Flughafen p, Winterthur, Wil p, Esslingen via Schaffhausen, ohne Wil & Winterthur
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Zuschläge für Einzelzimmer (ausg. Esslingen), Zimmerkategorien, Annullationsschutz
1: 28.11.–30.11. Fr–So 2: 01.12.–03.12. Mo–Mi 3: 03.12.–05.12. Mi–Fr
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014
DAVID GARRETT | 107
Der Teufelsgeiger
Das Migros-Magazin und The Classical Company verlosen 10 x 2 Premium-Tickets für das Konzert von David Garrett am Donnerstag, 23. Oktober, in Zürich.
Gratis ins Hallenstadion zu David Garrett Das Migros-Magazin und The Classical Company verlosen unter allen Leserinnen und Lesern des Migros-Magazins 10 x 2 Tickets für das Konzert von David Garrett am Donnerstag, 23. Oktober, im Hallenstadion in Zürich. Die Tickets sind gültig für Premium Seats im Sektor V1 und haben einen Wert von je 150 Franken. Wettbewerbsfrage: In welcher Stadt findet das Konzert von David Garrett statt?
Geiger David Garrett gelingt es wie keinem anderen, Klassik mit Rock zu verbinden.
N
achdem seine letzte Tournee mit dem Namen «Music» das Publikum begeistert hat, dürfen sich die Schweizer Fans dieses Jahr auf einen weiteren Auftritt in Zürich freuen: David Garrett bringt neben seinem neuen Album «Garrett vs. Paganini» eine sensationelle neue Bühnenshow nach Zürich. Die Liveshows des Geigers werden von Publikum und Kritikern gleichermassen gefeiert.
Duette mit Andrea Bocelli, Nicole Scherzinger und Steve Morse Doch nicht nur auf der Bühne begeisterte David Garrett in den letzten Jahren. Im Kinofilm «Der Teufelsgeiger» spielte er die Hauptrolle des Niccolò Paganini. Passend dazu hat er ein Album mit dem Titel «Garrett vs. Paganini» aufgenommen, auf dem auch Duette mit Tenor Andrea Bocelli, der Ex- Frontfrau der Pussycat Dolls Nicole Scherzinger und dem Deep-Purple-Gitarristen Steve Morse zu finden sind.
Mit diesem neuen Programm tourt der Deutsche ab Oktober durch Europa. Er schafft es wie kaum ein anderer, den Bogen zwischen Klassik und Rock zu spannen. Dies belegen auch die zahlreichen Auszeichnungen, die dem Künstler in den vergangenen Jahren verliehen worden sind: Seine bisherigen Alben erhielten 9 Mal Platin und 22 Mal Gold. Ausserdem wurde David Garrett insgesamt drei Mal mit dem Echo und ebenfalls drei Mal mit dem Echo Klassik ausgezeichnet. Zuletzt hat er 2013 den Bambi in der Kategorie Klassik erhalten. David Garrett ist es ein grosses Anliegen, junge Leute wieder für die klassische Musik zu begeistern. Er selbst hat bereits mit 4 Jahren angefangen, Geige zu spielen, und mit gerade mal 13 Jahren seine erste CD aufgenommen. Wer selber erleben möchte, dass klassische Musik keineswegs verstaubt wirken muss, dem sei der Besuch seines Konzerts am 23. Oktober im Hallenstadion Zürich empfohlen.
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Die Zitrone
INGWER
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Dieses bekannte Gewürz hilft sehr effektiv gegen zahlreiche Beschwerden und Erkrankungen. Es ist ein unglaubliches Heilmittel, das so gut wie nichts kostet.
I
ngwer wurde bereits in der traditionellen chinesischen Medizin angewendet und hat auch einen festen Platz in der traditionellen Ayurveda-Medizin. Die tolle Knolle ist eine sehr wirkungsvolle Helferin zur Behandlung zahlreicher alltäglicher Beschwerden, Probleme und Erkrankungen. Ingwer ist keine magische Formel aus Großmutters Zauberbuch, sondern ein Heilmittel, das erforscht und getestet wurde und dessen Wirkung Wissenschaftler nachgewiesen haben. Ingwer ist reich an Mineralstoffen und Vitamin B6, doch vor allem weist es einen hohen Anteil an sehr starken Antioxidantien auf. Er ist ein wahrer Tausendsassa und wirkt gegen so viele Beschwerden wie keine andere Frucht und kein anderes Gewürz. In ihrem neuen Buch „Ingwer, ein in Vergessenheit geratener Schatz“ enthüllt Sandra Bierstedt alle Geheimnisse dieser traditionellen Wunderknolle. Ein Beispiel: So lindern Sie oder stoppen sogar Migräneanfälle und Kopfschmerzen ohne Nebenwirkungen und mit besseren Heilungserfolgen als durch die Einnahme chemischer Medikamente Endlich Schluss mit Reisekrankheit, Übelkeit und Brechreiz Das Geheimnis, mit dem Angelina Jolie in nur wenigen Wochen 11 Kilo abgenommen hat Das Rezept für ein Mittel gegen Gelenkschmerzen, Schwellungen und Entzündungen Verdauungsprobleme Magenschmerzen oder Blähungen? So sind Sie die Beschwerden innerhalb einer halben Stunde los Ein einfaches Rezept gegen saures Aufstoßen, dass besser hilft als jedes Medikament
Ein Spray, das bei Akne Wunder wirkt Natürliche und einfache Hilfe bei Kälteempfindlichkeit und Menstruationsbeschwerden Sexualität: Die jahrhundertealte absolute Waffe gegen Impotenz oder mangelnde Libido So überwinden Sie Ihre Schlafstörungen… Das Rezept für ein aphrodisierendes Getränk Eine wirkungsvolle Alternative zur Bekämpfung von Arthrose, Arthritis und Rheuma Ein Anti-Cellulite-Bad mit hautverjüngender Wirkung Wirken Sie einer Übersäuerung Ihres Körpers entgegen, die ebenso gefährlich ist wie der übermäßige Konsum von Alkohol oder Nikotin Die ultimative Hilfe gegen einen Kater Bringen Sie Ihr Immunsystem auf Hochtouren und geben Sie dem Schnupfen keine Chance Ingwer-Rezepte für Ihre Hausapotheke. In dem Buch „Ingwer, der in Vergessenheit geratene Schatz“, entdecken Sie Dutzende Heilmittel und Rezepte (wieder), mit denen sich dank der außergewöhnlichen Wirkung von Ingwer zahllose gesundheitliche Probleme lindern und heilen lassen. Und was das Beste ist: Ingwer finden Sie in jedem Supermarkt. Er ist günstig, wirkungsvoll und frei von Nebenwirkungen. Ist es da erstaunlich, dass Ihr Apotheker Ihnen bislang noch nichts davon erzählt hat?
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014
UNTERHALTUNG | 109
KREUZWORTRÄTSEL: GESAMTWERT 750 FRANKEN
ZUSÄTZLICH: Eine von 5Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das blau eingefärbte Feld!
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!
Telefon Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 14.9.2014, 24 Uhr
Treppenlifte
Meier + Co. AG, MEICOLIFT 5013 Niedergösgen, T 062 858 67 00 www.meico.ch
So nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
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Teilnahmeschluss: Sonntag, 14.9.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
Auflösung Nr. 36: ELFENBEINTURM
Die Gewinner Nr. 35 finden Sie unter: www.migrosmagazin.ch/raetsel
RÄTSEL & SPIELE 110 |
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UNTERHALTUNG
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wer für grosses Aufsehen erregt, der sorgt für …? P Strähnen
L
Locken
Z
Wirbel
E
Weisse Liste
So nehmen Sie teil
2. Wo kann man sich eintragen, um keine Werbung mehr zu erhalten? O Freitagliste
A Robinsonliste
Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
3. Welche Stadt liegt nicht an einer der Eisenbahnstrecken von Zürich nach Basel? S Liestal
T
Olten
R Balsthal
4. Wieviel Prozent der Schweizer Gesamtfläche bedeckt der Kanton Tessin? T
7
R 18
S 25
5. Wie lautet das Kunstwort, welches das Gegenteil von durstig beschreibt? O exdurst
H sitt
E
trinkig
Teilnahmeschluss: Sonntag, 14.9.2014, 24 Uhr
8. Wie hiessen alle vier Töchter des Gesellschaftstheoretikers Karl Marx?
Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
L
Auflösung Nr. 35: BANKNOTE
6. Wie wurde früher bei der Seefahrt die Briefzustellung bewerkstelligt? E
Steinbriefkasten
C Flaschenpost
N Kraniche
A Zeitepoche
I
7. Was sind die «Roaring Forties»? H Musikgruppe Suzanne
T
Jenny
Region
S Helena
Gewinner Nr. 34: Kathrin Flückiger, Kirchberg BE; Margreth Zuber, Thun BE; Vreni Zingg, Oberdiessbach BE
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.
3
E
1
2 5 4
ARBE I TER BERE I SEN BETATEST C H I EMS E E E RWE R B E R FAERBUNG I SABEL LA RE T I RADE SCH I EFER S I AME S I N
So nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 AHESR Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 14.9.2014, 24 Uhr
1
2
3
4
5
Auflösung Nr. 36: ATMEN Gewinner Nr. 35: Theresia Richter, Koblenz AG; Ruth Furer, Grenchen SO; Ruth Honegger, Wald ZH
Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
UNTERHALTUNG | 111
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BIMARU
BRÜCKEN
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü2 3 6 2 1 cken und Verbindungen mit mehr als 2 Linien sind nicht erlaubt. 2 3 www.raetsel.ch/bruecken
1 1 2
5
2 3 3
Auflösung Nr. 35:
4
2 1
3
4 1 2
1
3
0
2
4
0
1
3
3
4
2
3
2
2 2
3 3
2 3
6 4 2 3
3
4 3 3
2 1 3
3
6 4
4 1
2
Auflösung Nr. 35: 3
2
3
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3
2
3
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3
4
2
5
4
4
3
2
1 2
2
2 4
1
4 2
1 3
2 1 4 6 3
3 3 2 3 3
KINDEREGGE
Rä tselsp ass WO? WER LEBT HUGOS KARTENSPIEL
WAS PASST NICHT IN DIE RE IHE? C A
B
Hugo möchte gerne ein Kartenspiel spielen. Leider ist es nicht vollständig. Hilf ihm, die verlorenen Karten in seinem Zimmer zu finden. Wie viele sind es? Kreise sie ein.
A C B
A
B
C
C
A B
Lösung: 1=C, 2=B, 3=C, 4=B
Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs Hier erwarten dich: • lustige Spiele • tolle Basteltipps & Malvorlagen • spannende Geschichten und vieles mehr ...
www.lilibiggs.ch
Lösung: Es sind 15 Karten.
14. SEPTEMBER Wander- und Festprogramm beim tägi Wettingen Gross und Klein, Jung und Alt sind herzlich eingeladen, die Wanderschuhe zu schnüren. Entdecken auch Sie die wunderbare Landschaft am Lägernhang bis hin zur Klosterhalbinsel Wettingen und erfreuen Sie sich zusätzlich am attraktiven Rahmenprogramm auf dem Fest- und zugleich Start- und Zielgelände im tägi in Wettingen.
3 Wanderrouten und 1 «Family-Trail» durch die Region – vom Lägerngrat bis zur Klosterhalbinsel.
Sie haben die Wahl! Erkunden Sie auf einer von drei verschiedenen Wanderrouten die Region oder begeben Sie sich mit Ihrer Familie auf den Family-Trail, einem abenteuerlichen Postenlauf am Fusse der Lägern. Zusammen mit Ihnen werden Sara Bachmann (Sara macht’s), Lucas Fischer (Aargauer Sportler des Jahres 2013), Karin Bärtschi und der zottelige Murmi ebenfalls die Wanderschuhe schnüren.
• Zusammen mit Sara Bachmann (Sara macht’s), Lucas Fischer (Aargauer Sportler des Jahres 2013) und dem zotteligen Murmi wandern. • Unterhaltung mit den Schwyzerörgelifründe Ramsflueh, den Fassbodechlopfer Wettige und dem Cabaret Klischee geniessen.
Alle Infos unter aargautourismus.ch oder telefonisch unter 062 823 00 73 Veranstalter
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 |
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UNTERHALTUNG | 113
SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 5
8
7 3 2 1 8
7
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.
9
So nehmen Sie teil
2 7 4 1 3 5 8 2 4 8 9 7 8 5 6 5 6 4 2 9
Auflösung Nr. 36: 912 1 8 7 6 9 5 3 4 2 Gewinner Nr. 35: 4 6 2 1 3 8 7 9 5 Max Eberli, 5 3 9 7 2 4 6 8 1 8 5 1 4 6 3 2 7 9 Emmenbrücke LU; 6 7 3 9 1 2 8 5 4 Anni Feldmann, 9 2 4 8 5 7 1 3 6 3 9 8 2 4 6 5 1 7 Genf; 2 1 5 3 7 9 4 6 8 Beatrice Müller, 7 4 6 5 8 1 9 2 3 Teilnahmeschluss: Sonntag, 14.9.2014, 24 Uhr Stäfa ZH; Carmen Stalder, Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wettingen AG; Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Rosa Wehrli, Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Rüti ZH Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
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Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Béatrice Eigenmann, Anna Meister, Christoph Petermann, Michael West
Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), René Feller, Max Sommer
Ressort Shopping & Food: Eveline Zollinger (Leitung), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram
Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara
Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber
Online: Reto Meisser, Reto Vogt
Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71
Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler
Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72
Honorarwesen: Verena Hochstrasser
Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco,
Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 00 Fax: 058 577 13 01 Druck: DZB Druckzentrum Bern AG
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MEINE WELT 116 |
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NINO NIEDERREITER
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NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
MEIN EISHOCKEYCLUB
«Minnesota Wild ist super organisiert. Die Spieler haben immer erste Priorität. Wir übernachten in den besten Hotels, das Essen ist optimal. Ich schätze es extrem, wie sich der Besitzer des Teams um uns kümmert. Minneapolis gilt als Stadt des Eishockeys. Wir haben immer zwischen 17 000 und 19 000 Zuschauer. Der Kontakt mit den Spielern aus Finnland und Schweden ist wirklich cool.»
Name: Nino Niederreiter (22), Spitzname El Niño Sternzeichen: Jungfrau Wohnort: Chur GR und Minneapolis
MEINE ANFÄNGE
«In den Wintermonaten hat Papa früher im Garten mit Schnee eine Eisfläche präpariert. Wenn wir nur einen Goalie hatten, musste diese Torwand her, um platziertes Torschiessen zu üben.»
Bild: Getty Images
MEINE SAMMLUNG
«In meinem Elternhaus hängen sämtliche Original-Eishockeydresses jener Mannschaften, für die ich bisher gespielt habe. Jedes einzelne Stück ist mit einer speziellen Erinnerung verbunden.»
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MEINE WELT
MIGROS-MAGAZIN | NR. 37, 8. SEPTEMBER 2014
NINO NIEDERREITER | 117
«Ich möchte ein Mal den Stanley-Cup gewinnen»
Der Churer Nino Niederreiter gehört zu den grössten Eishockeytalenten der Schweiz. Er verhandelt zurzeit mit den Minnesota Wild über einen hochdotierten NHL-Vertrag. In Nordamerika beginnt die Eishockey-Meisterschaft am 9. Oktober 2014, vorbereitet hat sich der Flügelstürmer in seiner Heimat. Wieso leben Sie in Chur?
Hier bin ich geboren, habe die ganze Zeit hier gewohnt und fühle mich zu Hause, in Minneapolis bin ich wegen meines Eishockeyvereins. Wo würden Sie gern leben?
Nach meiner Spielerkarriere werde ich sicher wieder nach Chur zurückkehren, weil meine ganze Familie mit meinen zwei Schwestern und meine Freunde hier wohnen. Beruf und Lebenslauf:
Im Alter von vier Jahren stand ich erstmals auf dem Eis. Vom Nachwuchs des EHC Chur wechselte ich im Sommer 2006 zum HC Davos. Die Lehre als Heizungsmonteur habe ich relativ schnell abgebrochen, weil ich mit der ersten Mannschaft
trainieren konnte. Im Herbst 2009 zog ich nach Nordamerika. Ein Jahr später unterzeichnete ich einen Dreijahresvertrag bei den New York Islanders. Ende Juni 2013 wurde ich zu den Minnesota Wild transferiert. Mit der Nationalmannschaft schaffte ich an der WM in Stockholm und Helsinki 2013 die Silbermedaille. Mein Ziel:
Ein Mal den Stanley-Cup zu gewinnen. Mit der Schweizer Nationalmannschaft möchte ich wieder eine Medaille erreichen. Ein Traum wäre es, wenn uns das an Olympischen Spielen gelänge. Mein Lebensmotto:
Ich nehme Tag für Tag und versuche, nicht zu weit nach vorne zu schauen.
Mein Golf-Handicap:
12,6. Wenn ich nicht auf dem Eis stehe, spiele ich am Nachmittag Golf, Tennis oder Badminton – Golf nun schon im dritten Jahr, und ich verbessere mein Handicap laufend. Was ich an mir mag:
Ich bin ein offener und unkomplizierter Mensch. Was ich an mir nicht mag:
Meine Ungeduld. Ich mache extrem viel Sport. Aber egal, ob Tennis, Pingpong oder Golf: Ich verliere nicht gern. Mein bester Entscheid:
Zuerst der Wechsel von Chur nach Davos und danach jener in die Juniorenliga der USA. Text: Reto E. Wild Bilder: Daniel Winkler
MEIN GOLFKOLLEGE
«Torhüterlegende Renato Tosio (49), der heute Clubmanager des Golf Clubs Domat/Ems ist, spielte wie ich in Chur Eishockey. Ich habe Toto vor sieben Jahren in einer Plauschmannschaft kennengelernt. Mit ihm spiele ich Golf.»
MEIN FLUCHTORT
MEIN LIEBLINGSCAFÉ
«Das ‹Merz› in Chur ist im Sommer meist voll. Wenn ich abmache, komme ich am liebsten hierher. Meist bestelle ich einen schwarzen Kaffee und, falls ich etwas esse, einen Caesars Salad.»
«Ich bin Mitglied beim Golf Club Domat/Ems. Golf spiele ich extrem gern und geniesse es, dabei das Handy auf die Seite zu legen. Nach einer 18-Loch-Runde fühle ich mich müde und trotzdem erholt. Die Sportart in der Natur eignet sich, um herunterzufahren.»
MEINE LIEBLINGSPRODUKTE
«Wenn ich mal etwas Süsses esse, müssen es Rigolettos oder Farmer-Stängel sein. Beides habe ich huere gern – Farmer am liebsten mit Apfelaroma.»
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