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Migros-Magazin-36-2021-d-ZH

Page 1

Ausgabe Zürich, AZA 1953 Response Zentral

migros.ch/magazin | MM36, 6.9.2021

TIPPS FÜR DEN KINDERGEBURTSTAG Seite 28

Magere Gemüseernte: So reagiert die Migros Seite 10

E-BIKEN – MEHR ALS NUR RADFAHREN Seite 44

Henneguet! Berndeutsch ist lernbar Seite 32

Sommer im Glas

Rezepte für Sirup, Konfi, Kompott und Gelee Bild: Migusto/Christine Benz; Styling: Andrea Pistorius

Seite 22

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 561 53 23 / mitgliederdienst@gmz.migros.ch


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4 | 6.9.2021 | MEINE MIGROS

Podcast

Was wäre wenn … Die Tierhaltung macht 14 Prozent aller menschengemachen Treibhausgasemissionen aus. Das ist gleich viel wie alle Verkehrsmittel weltweit ausstossen. Was wäre also, wenn alle vegan leben würden? Würde es noch Kühe geben? Erfahren Sie die Antwort im NachhaltigkeitsPodcast «Chrut und Rüebli». www.migmag.ch/vegan

Zweite Runde Es muss nicht alles neu sein. Die Migros-Tochter Digitec Galaxus bietet auf ihrer SecondhandPlattform Occasionen von Kundinnen und Kunden an. Auch retournierte Produkte, die vorher geprüft wurden, sind zu haben. Die Gebrauchtwaren sind gefragt. Die Verkäufe durch die Kundschaft haben sich 2020 fast verdoppelt. Die Renner sind Handys, Grafikkarten und Monitore.

+

Ein zweites Leben für Produkte schont den Geldbeutel und die Umwelt.

–

Es gibt keine Garantie dafür, dass Gebrauchtwaren, die man verkaufen möchte, auch tatsächlich Abnehmer finden.


MEINE MIGROS | 6.9.2021 | 5

Birnen Saison bis September

hochsaison

Kürbis Saison bis Dezember

In KÜrze

•

Gute News für alle Elektro­ autofahrer: Von einem Einkauf bei der Migros hat auch Ihr Auto etwas. Bei 112 Filialen sind 264 Parkplätze mit Ladestationen für E-Autos ausgerüstet. Keine andere Detailhändlerin in der Schweiz verfügt über so viele ­öffentlich zugängliche Ladestationen.

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•

Bilder: Galaxus/zVg, MGB Fotostudio, Migusto, Getty Images

Die Lehrstellensuche kann zur Herkulesaufgabe werden. Besonders wenn Jugendliche die Anforderungen an eine Lehrstelle nicht erfüllen – sei dies aus familiären, sozialen oder anderen Gründen. Die Migros und die Fachschule Viventa in Zürich bieten beim Einstieg in die Berufswelt nun Unterstützung an. 15 Jugendliche ­absolvieren in Zürich seit Schuljahresbeginn ein Berufsvorbereitungsjahr und sammeln gleichzeitig praktische Erfahrungen in einem Migros-Betrieb. Bei gegenseitigem Interesse wird ihnen am Ende des Jahres eine Lehrstelle in der Migros-Gruppe angeboten.

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250 g Himbeeren und eine reife Banane mit einem Stabmixer fein pürieren. Das Püree in einer 1–2 mm dicken Schicht auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. In die Mitte des vorgeheizten Ofens schieben und ca. 4 Stunden bei 80 °C trocknen, dabei die Ofentür mit einer Holzkelle einen Spalt offen halten. Abkühlen lassen. Das Leder samt Backpapier in Streifen schneiden und vom Papier lösen. Nach Belieben aufrollen. Luftdicht ­verschlossen aufbewahren.  migros-impuls.ch/suessigkeiten


6 | 6.9.2021 | AUGENBLICK


AUGENBLICK | 6.9.2021 | 7

09:44 Uhr

Ein Teilnehmer am Volkslauf «StraLugano» löscht am 29. August den Durst. Rund 4000 Menschen sind dieses Jahr beim Event ­mit­gerannt, den die Migros jeweils als Sponsorin ­unterstützt. Alle Erwachsenen verfügten über ein Covid-Zertifikat.

Bild: Claudio Bader

Migros-Moment in Lugano


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INHALT | 6.9.2021 | 9

36

Ehe für alle: Wird das Stimmvolk Schwule und Lesben auf eine Höhe hieven – oder am Seil herablassen?

44

19  1, 2 oder 3? 22  Es ist Einmachzeit Sirup, Konfi oder Kompott: So ­konservieren Sie den Sommer

32 Äuä! Wie ein Pole und ein Kanadier sich aufmachten, an der Klubschule Berndeutsch zu lernen

Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848 Kontakt: www.migmag.ch/leser Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund

35  Stadt, Land, Stutz

Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner

36  Streitgespräch: Ehe für alle

Art Direktion Barbara Pastore

44  Faszination E-Bike Illustration: illumueller; Bild: Daniel Winkler

Ausführliches Impressum unter ­www.migmag.ch/impressum

12  Ein unterirdisches Hobby Erich Breitenmoser gehört einer der grössten Bunker der Schweiz

31  Violett statt Grün Die neuen Mehrwegschalen ­helfen, viel Plastik einzusparen

MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch

Abonnemente: www.migmag.ch/abo Tel.: 058 577 13 00

10  Nach der Sintflut Kommt es in Migros-Regalen zu ­Engpässen, wenn das Gemüse auf den Feldern absäuft?

28  Alle Jahre wieder Coole Ideen für den Kindergeburi, von Zirkusshow bis Tramsafari

Impressum

Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 556 071 Ex. (WEMF 2020) Leserschaft: 2 215 000 (WEMF, MACH Basic 2021-1)

INHALT

50  Gut gepflegt ist halb gefahren Tipps für die Wartung des E-Bikes

Fröhliche Fahrten ins Blaue: Trotz ­Knieproblemen entdecken Ilias ­Petkoglou und Conny Himmelberger mit dem E-Bike die Schweiz

60  Ihre Region Aktionen, Reportagen, News 67  Rätsel und Spiele 70  Meine Welt Soundkünstlerin Casanora liebt ­ihren Kater und ihre Kamera

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10 | 6.9.2021 | ERNTEAUSFÄLLE

«Jetzt brauchen wir warme Tage und kühle Nächte»

Frost, Hagel und Dauerregen haben Gemüse- und Obstproduzenten arg zugesetzt. Erwin Büsser, bei der Migros zuständig für G ­ emüse und Früchte, sagt, w ­ ie die Migros die L ­ ücken füllt und wie das Gemüsejahr 2021 doch noch glimpflich enden könnte. Text: Benita Vogel

E

rwin Büsser weiss wovon er spricht, wenn es um den Anbau von ­Salat oder Aprikosen geht. Er ist gelernter Landwirt und Agrarwirtschafter. Als sein Bruder den Hof der Eltern übernahm, sattelte er um. «Mich ­interessierte schon immer das grosse Ganze: die komplette Wertschöpfungskette, der weltumspannende Handel mit Landwirtschaftsprodukten», sagt der Leiter Category Management Früchte, Gemüse, Blumen und Pflanzen beim Migros-Genossenschafts-Bund (MGB). Den Job hat er von der Pike auf er-

lernt. 2007 stieg er als GemüseEinkäufer beim MGB ein und ­arbeitete sich hoch. «Nirgends sind die Produktionsrisiken und -schwankungen so gross wie bei Gemüse und Früchten.» Das bekomme er täglich zu ­spüren – nicht nur, wenn das Wetter verrückt spiele. Herr Büsser, wovon gibt es ­zurzeit zu wenig? Von Biokartoffeln. Die Schweizer Ernte fällt hier um rund die Hälfte tiefer aus als in einem normalen Jahr. Starke Ein­ bussen gibt es auch bei Salat, ­Blumenkohl, Fenchel, Zwiebeln


ERNTEAUSFÄLLE | 6.9.2021 | 11

Wasser, so weit das Auge reicht. Im Juli waren ­Agrarflächen wie hier in Galmiz im Seeland überschwemmt.

Bilder: Keystone/Peter Schneider, Gunnar Knechtel

selten. Wenn die blühenden ­Aprikosenbäume im Frühling vom Frost zerstört, die Birnen im Juni verhagelt werden und im Juli der Salat unter Wasser steht, sind das harte Schläge für Produzenten. Der Handel muss die fehlende Ware ersetzen – das ist vergleichsweise einfach.

oder bei Karotten. Auch bei ­Tomaten, Auberginen oder ­Gurken, die im Gewächshaus ­angebaut werden, verzeichnen wir Rückgänge aufgrund des ­fehlenden Lichts. In guten Jahren können wir diese Sorten im Sommer meist zu 100 Prozent in der Schweiz beziehen. Heuer sind es nun weniger. Der Sommer sorgte für Bilder des Schreckens. Welches war der bangste Moment? Solche Momente hatten wohl vor allem Produzenten. Frost, Hagel und Dauerregen nachund miteinander gab es zuvor

Trotzdem muss die Migros auf Schildern in den Filialen über Engpässe informieren. Das kann je nach Region und Produkt vorkommen. Schwierig wird es, wenn ein Salatfeld kurz vor der Ernte überschwemmt wird. Da bleibt nur wenig Zeit, um Ersatz zu finden. Wegen ­anhaltender Niederschläge ­dauerte es, bis die Felder trocken genug waren, um sie wieder mit Maschinen befahren zu ­können. Das führte zu weiteren Verzögerungen. Wo kauft die Migros ein, wenn es nirgends Ware gibt? Wir haben enge Partnerschaften mit Produzenten im In- und Ausland. Rund die Hälfte des hierzulande verkauften Obstes und Gemüses wird importiert, inklusive Zitrusfrüchte oder ­Bananen aus Übersee. Reicht die Schweizer Produktion nicht aus, weichen wir aus. Wir konnten zum Beispiel von einem Spargellieferanten in Süddeutschland kurzfristig auch Salat beziehen. Es half auch, dass das Wetter in Spanien und Italien schöner und wärmer war und es dort bessere Ernten gab. Auch die Qualität leidet. Kommt die Migros den Pro­ duzenten entgegen und kauft ­ihnen auch weniger schöne Ware ab?

«Bei Bio­ kartoffeln fällt die Schweizer Ernte um die Hälfte tiefer aus als in einem nor­malen Jahr.» Erwin Büsser Migros-Genossenschafts-Bund

Ja, im Programm «Ganz schön anders» gegen Food-Waste ­bieten wir etwa kleinere Rüebli an, die früher geerntet werden mussten. Es gibt Konsumentinnen und Konsumenten, die sich nicht bewusst sind, dass optisch weniger schönes Gemüse oft ­genauso gut ist, wie makelloses. Kartoffeln mit F­lecken kann man gut zu Rösti oder Gratin verarbeiten. Wenn alles knapp wird, steigen die Preise. Um wie viel? Die Preise sind von Angebot und Nachfrage abhängig. Im Einkauf gab es Sorten wie Blumenkohl, deren Preise sich zeitweise verdoppelt haben. Das sind aber Ausreisser. Wir streben bei den Verkaufspreisen eine stabile Entwicklung an, indem wir dann einfach auf Aktionen verzichten oder sie verschieben. Zudem kann sich die angespannte Mengen­situation durchaus auch noch entspannen.

Wie das? Das Wetter in den kommenden Wochen ist entscheidend. Jetzt brauchen wir warme Tage mit über 20 Grad und kühle Nächte. Wenn der Temperaturunterschied gross ist, gibt es schön rote und reife Äpfel. Bei diesen Bedingungen stehen auch die Chancen gut, dass wir mit gut gefüllten Rüeblilagern in den Winter starten. Beim Salat, bei ­Zucchetti und Gurken gibt es ebenfalls Aufholpotenzial. Diese Sorten haben kürzere ­Vegetationsperioden. Kann man auch einfach mit Dünger nachhelfen? Nein, zu wenig Licht und Wärme kann man nicht mithilfe von Dünger kompensieren. Der Klimawandel bringt häu­ figer Dürren und Dauerregen. Wie rüstet sich die Migros? Wir sind in aktivem Austausch mit Produzenten und Forschern, welche Sorten sich bei Extremverhältnissen und standortspezifisch am besten eignen. Auch Gewächshäuser bieten Schutz. Gibt es etwas, was Ihnen bange Momente bereitet? Es ist das Unvorhersehbare, das uns beschäftigt – Bahn- und Lkw-Streiks, Stürme, die Schiffe ausbremsen oder Con­tainer von deren Ladefläche fegen. Für ­bange Momente sorgte auch die Covidpandemie im Frühling 2020. Damals schrie ganz Europa nach Gemüse und Früchten, aber es gab logistische Herausforde­ rungen bei den Importen. Wir ­ar­beiteten hart, um mithelfen zu können, die Versorgung mit ­Gemüse und Früchten in der Schweiz sicherzustellen. MM


12 | 6.9.2021 | PRIVATBUNKER

Bunkern als Hobby Erich Breitenmoser besitzt den grössten privaten Bunker in der Schweiz. Ganze acht Kilometer messen allein die Gänge unter dem Berg. Ein Besuch in der Festung Furggels. Text: Rahel Schmucki  Bilder: Jorma Müller

M

it grossen Schritten marschiert Erich Breitenmoser in den Tunnel. Obwohl es draussen 25 Grad warm ist, trägt er eine Daunenjacke und lange Hosen. Auf dem Kopf eine Kappe. Alles in Militärgrün. «Hier drin in meiner Festung sind es immer zehn Grad», sagt der 60-Jährige und drückt einige Lichtschalter. Die Luft ist kalt und feucht, an den Wänden im Eingangs­bereich bilden sich Tropfen an den massiven Steinwänden. Nach einem kurzen Flackern erscheint hinter dem Korridor ein riesiger Raum, in dem mehrere Autos und Motorräder stehen. Am Boden befindet sich eine Drehscheibe, damit auch grössere Fahrzeuge wenden können. Die «Garage» der militärischen Festung Furggels. Das Bunkersystem liegt oberhalb von Pfäfers SG und ist eines der drei grössten der Schweiz. Und die grösste Anlage, die sich in privatem Besitz befindet. Seit knapp drei Jahren gehört sie der Familie Breitenmoser aus Widnau SG.

Bis vor 23 Jahren war das einer der geheimsten Orte des Schweizer Militärs. Den Eingang konnte man zwar schon immer von der Strasse aus sehen, aber niemand durfte wissen, was sich dahinter befindet. 1998 fand der letzte Wiederholungskurs statt. Danach gab die Armee den Bunker auf und verkaufte ihn an eine Privatperson. Breitenmoser ist bereits der dritte Besitzer. Wie viel er dafür bezahlt hat, möchte er nicht verraten. «Nur so viel: Ich hätte mir davon auch ein schönes Ferienhaus in St. Moritz kaufen können», sagt er und lacht. Sein Geld hat der gelernte Chiropraktiker mit Immobilien und Consulting verdient. Zudem besitzt er noch ein Fitness­center. Auch heute verdient er damit sein Geld, die Festung Furggels ist sein Hobby – ein kostspieliges Hobby. Allein für den Strom bezahlt er im ­Monat über 2000 Franken. Ein Bunker für die Tochter Der Widnauer lebte 30 Jahre lang in den USA, wo er auch sei-

ne Frau kennenlernte und seine


PRIVATBUNKER | 6.9.2021 | 13

Der Hinterausgang der Bunkeranlage ist kaum zu erkennen (grosses Bild). Ganz oben: Erich Breitenmoser in einem der zahllosen Tunnels Oben: die grosse Mannschaftsküche

zwei Kinder zur Welt kamen. Gemeinsam sahen sie damals gern TV-Sendungen über sogenannte Prepper. Leute, die sich auf die Apokalypse vorbereiten, einen Bunker kaufen und Essen und Trinken horten. «Meine Tochter hat diese Sendungen ­geliebt»,­­ ­erzählt Breitenmoser. Zurück in der Schweiz, hörte er von diesem Bunkersystem – und musste einfach zuschlagen. «Ein bisschen habe ich den Bunker auch für meine Tochter Evana gekauft.» Die 18-Jährige hat o ­ ffenbar grossen Spass an der Festung: «Ich verbringe oft Zeit mit meinen Freunden hier, und es macht mir viel Freude.» Rückzugsort für den Notfall

Einen Satz wie «­ einen grösseren Traum hätte ich mir nicht er­ füllen können» hört man von Erich Breitenmoser nicht. Er ist kein Mann der grossen Worte, eher der Taten. So verbringt er mehrere Tage in der Woche ­damit, seine Festung zu sanieren und zu pflegen. Neben der grossen Tiefgarage liegt die Wächterwohnung, eine Sechszimmer-


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PRIVATBUNKER | 6.9.2021 | 15

Eine der alten ­Kanonen (rechts). Bis heute hängen alte Telefonbücher an der Wand. Die ­Kanonenanlage ist heute nur noch ein Ausstellungsstück (unten). Für jeden der 195 Räume gibt es einen Schlüssel.

wohnung von 110 Quadratmetern. Die Familie hat hier Schlafzim­ mer, eine ­Küche und einen Lager­ raum eingerichtet. Hier wohnt sie, wenn sie im Bunker r­ enoviert. «Aber es ist auch ein Rückzugsort für den Notfall», gibt Breiten­ moser zu. Die Vorratskammer sei gefüllt, das Essen für die Familie würde für mehrere Monate rei­ chen. «Mit Corona hat man gese­ hen, dass immer etwas Unvor­her­ gesehenes passieren kann.» Als Prepper würde er sich trotzdem nicht bezeichnen. «Mir geht es in erster Linie ­darum, ein Stück Schweizer Geschichte zu bewah­ ren.» Mehrmals in der Woche ist er deshalb mit seiner Familie und mit Freunden hier, streicht Wän­ de, entfeuchtet Räume und führt Gruppen durch den Bunker. Eine Führung kann Stunden dauern. Die Festung, die während des Zweiten Weltkriegs für das Schweizer Militär gebaut wurde, umfasst 195 Räume, die auf etwa

30 000 Quadratmetern verteilt sind. Dazu kommen rund acht Kilometer unterirdische Gänge und etliche Treppen. Der B ­ unker wurde so gebaut, dass 600 Sol­ daten für rund sechs M ­ onate ­unter der Erde über­leben könn­ ten. Neben den Schlafsälen und Mannschafts­duschen gibt es hier unten auch einen Postschalter, zwei Kan­tinen und ein Spital. Breiten­moser erklärt den ­Aufbau des Bunkers auf einem komplizierten Lageplan an der Wand. Dann öffnet er einen Schrank. Darin hängen Hunder­ te von Schlüsseln, alle fein ­säuberlich nummeriert. «Für ­jeden Raum einen», sagt Breiten­ moser. Er habe aber zum Glück einen Generalschlüssel. Hinter der «Garage» führt ein Gang in den unteren Stock. Brei­ tenmosers Frau ist gerade damit beschäftigt, diesen zu streichen. «Das ist ein Familienprojekt, alle müssen mit anpacken», erklärt

Breitenmoser. Im unteren Ge­ schoss befinden sich die Schlaf­ säle. Dieser Teil des Bunkers gleicht einem Museum: die ­Möbel sind Originalstücke des Militärs, die Betten bezogen. Das soll auch so bleiben. «Einen Teil der Räume werde ich für die Nachwelt erhalten.» Alte Er­ innerungen an seine Militärzeit weckt diese Einrichtung bei Breitenmoser aber nicht. Wegen eines Rückenleidens konnte er gar keinen Militärdienst leisten. Bitcoinschürfer und ETH-Forscher

Aus einem Raum in der Nähe der Schlafräume strömt warme Luft. Sie stammt von Bitcoinschürfern, denen Breitenmoser einen Raum vermietet hat. «Sie haben ent­ deckt, dass es hier ­unten immer schön kühl bleibt. So sparen sie die Kosten, die eine Klima­anlage verursachen würde. Die Wärme der Server verteile sich in seinen Gängen gut. In ­einem Raum hin­

«Mir geht es in erster Linie darum, ein Stück Schweizer Geschichte zu bewahren.»


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PRIVATBUNKER | 6.9.2021 | 17

ter dem ehe­maligen Spital hat sich eine ­Forschungsgruppe der ETH ­eingerichtet. Sie spüren hier der Erdanziehung nach, weil die ­Bedingungen dafür nirgends so gut sind wie 70 Meter unter der Erdoberfläche. Funktionsfähige Kanonen

In diesen alten Räumen wird Breitenmoser zum detailversessenen Historiker, er kennt zu jedem Raum die wichtigen Fakten und Jahreszahlen. «Das habe ich alles durch den Bunker gelernt», sagt er. Auf etwas im letzten Teil der Führung ist er besonders stolz: Kanonen, die immer noch im Bunker lagern. Furggels war die bestbewaffnete Festung in der Schweiz mit vier 10,5-Zentimeter- und vier 15-ZentimeterKanonen. ­«Natürlich gibt es hier heute ­keine Munition mehr. Aber die Kanonen würden immer noch funktionieren», sagt Breiten­ mo­ser. Um eine der Kanonen zu ­laden, brauchte es zehn Mann. 24 Kilometer weit seien die Geschosse durch die Luft geflogen. «Bei den Schiessübungen haben in Pfäfers die Fenster v­ ibriert», erzählt er amüsiert. Ein letztes Mal biegt Breitenmoser um eine Ecke und steht plötzlich vor einer Eisentür. Mit einem kleinen Ruck öffnet er sie – und steht draussen. Gut versteckt, hinter einem Tarnnetz, befindet sich einer der Hinterausgänge des Bunker­systems. Ein kleiner Waldweg führt ins Dorf St. Margrethenberg. Zwischen den schönen Bauernhäusern und grünen ­Wiesen deutet nichts auf die geheimen Gänge und Räume unter der Erde hin. Einzig die Rohre der Panzerkanonen sind auf den Wiesen verteilt zu sehen. MM Weitere Infos: swissmountainfestung.ch

«Der Bunker ist auch Rückzugsort für den Notfall.» Zahlen

195 Räume

30 000

Quadratmeter brauchbare Fläche ohne Gänge

600

Darin konnten früher 600 Soldaten 6 Monate überleben

1,8

Der Eingang des Bunkers ist gut sichtbar (oben). Was sich dahinter befindet, war bis 1998 ein streng ­gehütetes Militärgeheimnis. Unten: Bezogene Betten im Schlafsaal – damit sich Besucher vorstellen können, wie das früher hier ausgesehen hat.

Ein Wasserreservoir, das 1,8 Millionen Liter Wasser fassen kann, dazu gehört auch noch eine Quelle

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KOLUMNE | 6.9.2021 | 19

Auf der Bühne

1, 2 ODER 3 ? Der Kleine (6) liebt Witze. Er ist da ganz grosszügig und findet ­eigentlich alles lustig. Munter hört er Kliby und Caroline, Guschti Brösmeli oder «Witze zum Totlachen». Erzählt ein anderes Kind irgendetwas mit ­Pointe, gehört er immer zu denjenigen, die am Schluss lachen. Egal, wie wirr der Witz war. Wohl, weil er selbst viel Milde gegenüber verpatzten Pointen zeigt, ­erwartet er auch von anderen kompro­ misslose Lacher. Der Grosse (10) gibt sich zwar Mühe, den humoristischen Einlagen des Brüderchens wohlwollend zu begegnen, hadert aber auch immer wieder damit. Am Abschlusskonzert seiner Lieb­ lings­band Schtärnefoifi geht der Kleine voll ab. Als die Sängerin zwischen zwei Songs fragt, wer auf der Bühne einen Witz erzählen möchten, schnellen nur wenige Ärmchen in die Höhe. Leider auch das des Kleinen. – Und jetzt? MM 1 Ich umarme ihn und bringe so sein

Illustration: Lisa Rock

­ rmchen unauffällig nach unten. Ä 2 Ich raune ihm schnell einen einfachen Witz zu. 3 Ich verhalte mich still, hoffe aber ­in­ständig, jemand anders werde auf die Bühne gebeten.

Monica Müller (47) hat zwei ­Buben, e ­ inen Mann, einen Job, ­einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Antwort 3: Uff, Glück gehabt! Der Kleine hätte übrigens diesen Witz erzählt: Wie heisst der vegane Gott der Engländer? Antwort: «Kräuterbuddha» (­Kräuterbutter). Der Grosse findet, der Witz gehe anders: Wie heisst der Gott der Vegetarier? Dem Kleinen ist das wurst. Anzeige

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1. Tag: Schweiz – Forte dei Marmi Hinfahrt nach Forte dei Marmi. 2. Tag: Lucca und Pisa Der Weg führt uns heute zunächst nach Lucca, in die «Stadt der 100 Kirchen». Weiter geht es nach Pisa, wo wir unter anderem den «Campanile» bestaunen. 3. Tag: Florenz Ganztägiger Ausflug nach Florenz mit geführter Besichtigung und Zeit zur freien Verfügung. Die «Stadt der Medici» vereint gekonnt Kunst, Architektur, Gastronomie und Mode. Wir sehen unter anderem die Piazza Duomo mit dem weltberühmten Baptisterium. 4. Tag: Ausflug Cinque Terre** Eine der schönsten Regionen Italiens erwartet uns heute. Cinqe Terre besteht aus fünf malerischen Dörfern, welche verträumt an der ligurischen Riviera liegen. Mit dem Bus fahren wir nach Manarola. Wir spazieren durch den malerischen Ort. Mit der Bahn geht es weiter nach Monterosso und nach Vernazza, dem wahrscheinlich schönsten Ort der Cinque Terre. 5. Tag: Forte dei Marmi – Schweiz Rückfahrt zu den Abfahrtsorten.

1. Tag: Schweiz – Forte dei Marmi Hinfahrt nach Forte dei Marmi. 2. Tag: Lucca und Pisa Der Weg führt uns heute zunächst nach Lucca, in die «Stadt der 100 Kirchen». Weiter geht es nach Pisa, wo wir unter anderem den «Campanile» bestaunen. 3. Tag: Ausflug Vinci & Montecatini** Gönnen Sie sich einen freien Tag am Meer oder nehmen Sie an unserem fakultativen Ausflug nach Vinci teil, wo wir das Museo Leonardiano di Vinci besuchen. Anschliessend geniessen wir die tolle toskanische Küche bei einem Mittagessen in schönem Ambiente in Montecatini Alto. 4. Tag: Ausflug Insel Elba Ausflug auf die Insel Elba. Inselrundfahrt mit lokaler Reiseleitung. Anschliessend freie Zeit in Portoferraio. 5. Tag: Volterra und San Gimignano Besichtigung von Volterra. Die Stadt liegt in einer beeindruckenden Landschaft. Am Nachmittag erkunden wir San Gimigniano mit seinen beeindruckenden Türmen. 6. Tag: Forte dei Marmi – Schweiz Rückfahrt zu den Abfahrtsorten.

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22 | 6.9.2021 | GENUSS

Ab ins Glas Ob Sirup, Konfi, Kompott oder Gelee: Diese Rezepte fangen die köstlichen ­Spätsommeraromen ein.

TIPP

Zum Einfüllen in die Flaschen eignen sich Trichter und Messbecher aus Glas oder Edelstahl.

Birnensirup mit Vanille für 2 Flaschen à 2 dl Zutaten 500 g Birnen, z. B. Forelle 3 dl Wasser 500 g Zucker 1 Vanilleschote 1 Msp. Lebkuchengewürz Zubereitung 1. Die Birnen halbieren, das

Kerngehäuse entfernen und Früchte in Stücke schnei­ den. Mit Wasser und Zucker aufkochen. Vanilleschote längs hal­bieren und mit Lebkuchengewürz zu den Birnen geben. Unter ge­ legentlichem Rühren ca. 30 Minuten köcheln lassen. 2. Birnen samt Sirup in ein

mit einem feinmaschigen Tuch ausgelegtes Sieb ­giessen. Sirup auffangen. Birnen ausdrücken. Sirup randvoll in ausgekochte Flaschen füllen. Nach Be­ lieben zur Garnitur Vanille­ schote dazugeben. Sofort verschliessen. Sirup lang­ sam auskühlen lassen.


GENUSS | 6.9.2021 | 23

PortweinZwetschgen

TIPP

Sauber gespülte Gläser lassen sich im Ofen bei 120 Grad in nur 15 Minuten ­sterilisieren.

Für 2 Einmachgläser à 5 dl Zutaten 3 dl Portwein 2 dl Rotwein, z. B. Barbera 100 g Zucker 1 Zimtstange 4 Gewürznelken 1 kg Zwetschgen Zubereitung 1. Portwein und Wein mit

dem Zucker aufkochen. Zimtstange halbieren und mit den Nelken beigeben. Sud bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Zwetschgen gründlich ­waschen, halbieren und entsteinen. In den Sud ­geben und ca. 2 weitere ­Minuten köcheln lassen. 2. Kompott randvoll in

Texte und Rezepte: Migusto; Bilder und Styling: Migusto/Andreas Thumm

a­ usgekochte Gläser füllen. Sofort verschliessen. Gläser für einige Minuten auf den Kopf stellen. Das Kompott langsam auskühlen lassen.­

Apfelkompott mit Lavendel Lavendelblüten verleihen ­ein­gemachten Äpfeln, etwa Golden Delicious, eine ­besondere Würze. Das Kompott ist im Glas mehrere Monate haltbar. Rezept auf migusto.ch

Alle Rezepte auf migusto.ch


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GENUSS | 6.9.2021 | 25

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ChampagnerBrombeer-Gelee Für 4 Einmachgläser à 2,5 dl Zutaten 250 g Brombeeren 4 dl Champagner brut ca. 400 g Gelierzucker 2:1 Zubereitung 1. Die Brombeeren mit dem

Champagner unter gelegentlichem Rühren aufkochen und ca. 5 Minuten kochen lassen. Dabei die Beeren ­zerquetschen. Auf der ausgeschalteten Herdplatte 30 Minuten ziehen lassen. 2. Entstandenen Saft durch

ein feinmaschiges Tuch absieben. Beeren ausdrücken. Fruchtsaft abmessen. Auf 1,5 dl Saft kommen 100 g Gelierzucker 2:1. Den Saft mit der entsprechenden Menge Gelierzucker auf­kochen. Ab dem Siedepunkt 3 Minuten kochen lassen. Randvoll in ausgekochte Gläser füllen, gleich verschliessen. Gläser für einige Minuten auf den Kopf stellen. Gelee langsam auskühlen lassen.

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Was nicht mehr ins Einmachglass passt, wird in ein Schälchen gefüllt. Hält 1 bis 2 Wochen im Kühlschrank.


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MEINE MIGROS | 6.9.2021 | 27

SIE PASSEN IN JEDE HAND Viele lieben mexikanisches Essen, und bei den Easy Hold Tortillas mit dem praktischen Boden gelingt es garantiert ohne Tropfen. Wie alle Tortillas von Pancho Villa sind die Easy Hold frei von Konservierungsstoffen. Einfach die Lieblingszutaten von vegan bis Fleisch einfüllen, und die Weizentortillas sind im Nu bereit.

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Bei den gefüllten Tortillas auf dem Partybuffet eine Variante mit und eine ohne Fleisch anbieten. So kann jeder Gast seinen Favoriten selber auswählen.

Pancho Villa, 8 Easy Hold Tortilla, 223 g Fr. 5.95


28 | 6.9.2021 | KINDER

6 Tipps für leuchtende Kinderaugen Viele Gäste, viel Action: Geburtstagspartys für die Kleinen sprengen heute oft jeden Rahmen. Das ist nicht nur teuer, sondern überfordert Kinder häufig. Dabei ginge es auch anders. Sechs Vorschläge. Text: Kristina Reiss

Bild: Dan Cermak

F

rüher standen Geschenke auspacken, Schoggispiel und Kerzen ausblasen mit den sechs besten Freunden auf dem Programm. Heute gehts zum Ponyreiten, auf den Indoorspielplatz oder in den Kletterpark. Vielleicht kommt auch ein Clown oder ein Zauberer zum Geburtstagskind und seinen 16 Gästen. Doch wer «outsourced» statt selbst organisiert, muss tief in die Tasche greifen. Und eine Garantie, dass die Kleinen damit glücklich sind, gibt es erst recht nicht. Im Gegenteil: «Riesige Partys und viel Action überfordern Kinder oft», sagt Eltern-Coach Brigitte Wittmer. «Weniger ist da mehr.» Was häufig vergessen gehe: Im Zentrum des Geschehens steht das Kind. Seine Augen sollen leuchten, weil es zusammen mit ein paar Freunden e­ inen ­tollen Nachmittag erlebt. Wittmers wichtigster Rat an d ­ ie ­Eltern lautet deshalb: «Bezieht das Kind mit ein! Überlegt ­gemeinsam, wie sich die Party ­gestalten lässt!» Hier ein paar Ideen für c­ oole, und bezahlbare Kinderpartys ohne Stress. MM

Sportplatz-Action Tramsafari Jeder bekommt Zettel, Stift und einen Auftrag: Zähle alle blauen Autos, alle Hunde oder alle Menschen mit Kopfbedeckung. An der Endsta­tion warten Kuchen und ein Spielplatz, die Ergebnisse werden verglichen und eventuell ­Medaillen verteilt.

Einfache Variante: Die Kinder dürfen sich frei austoben. Allerdings mit klaren Regeln: Läutet die Glocke, müssen alle herkommen. Dann gibt es ­Kuchen und ein, zwei Spiele. Erweiterung für Profis: ein Fussballmatch. Die Kinder gestalten ihre eigenen ­Trikots (weisse ­T-Shirts und Stofffarbe), Götti oder ­Gotte fungieren als Coach. Zuerst wird trainiert, ­danach folgt das Spiel.

Urwaldparty Bräteln im Wald und eine Schatzsuche durchs Dickicht. Dann bauen die Kinder gemeinsam eine Hütte, indem sie Äste rund um einen Baumstamm herum anlehnen. Drinnen schmecken die Marshmallows vom Feuer besonders gut.


Happy Birthday! Damit die Party für die Kids zum Fest wird, sollte man sie bei der ­Planung unbedingt miteinbeziehen. ­

Und so klappt die Umsetzung Andere Eltern zum Unterstützen ein­ laden. Denn bei jedem Kindergeburtstag gibts ein oder zwei Kinder, die mehr Aufmerk­ samkeit ­brauchen. Das Alter des Kindes plus zwei ist der ­Richtwert für die ­maximale Gästezahl. Alles andere über­ fordert Kinder wie ­Eltern. Beim Einladen bestimmt das Ge­ burtstagskind mit. Dass es von anderen Kindern auch schon eingeladen worden ist, sollte kein Aus­ wahl­kriterium sein. Zeitlimit setzen: Nach zwei, maximal drei Stunden ist Schluss.

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KINDER | 6.9.2021 | 29

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Bunte Tücher auf­ hängen, mit Steinen auf dem Boden die Manege markieren. Rollen ­verteilen, kleine Kunst­ stücke einüben und am Ende den Eltern einen Zirkus vorführen.

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Kinder verkleiden sich mit bereitgestellten Klamotten, wählen lustige Accessoires und posieren vor der Ka­ mera. Dann heisst es Fotos ausdrucken, den Rahmen jeweils mit den Gästen ­verzieren und Bilder nach Hause mitgeben.

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NACHHALTIGKEIT | 6.9.2021 | 31

Nachhaltiger Tellerservice In Aubergine statt in Grün: Die Take-away-Lunchboxen der Migros erhalten einen frischen Anstrich. Die neuen Mehrwegschalen helfen in der ganzen Schweiz, viel Plastik zu sparen.

50 000 Text: Benita Vogel

grüne Mehrwegschalen wurden von der Migros in Umlauf gebracht. Eine Mehrheit davon ist immer noch in Gebrauch und kann weiterhin zu Hause oder unterwegs als Lunch-Box verwendet werden. Die bis Ende Jahr zurückgebrachten Schalen werden weiter verwendet oder verwertet.

200

Bild: Fotostudio MGB

Wer aus der Lunchbox isst, spart mindestens 6 Kilogramm Wegwerfplastik ein. Auf so viel Kunststoff kann durch den ­Einsatz einer Mehrwegschale verzichtet werden: Diese ­verrichtet ihren Dienst im Minimum 200 Mal.

10

Auf die neue Schale wird ein Depot von 10 Franken erhoben. Das Geld erhält zurück, wer die Schale zurückbringt.

350 000

aubergine-farbene RecircleSchalen sind im Umlauf. Die Migros-Restaurants und ­Take-aways schliessen sich dem schweizweiten Netzwerk an. Die Mehrwegschalen werden in Einsiedeln SZ produziert.

1700 Restaurants und Take-aways gibts in der Schweiz, in denen man das Essen in Schalen erhält und leere Lunchboxen wieder retournieren kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Schale ursprünglich beim MigrosRestaurant oder beim Imbiss an der Ecke geholt wurde.

1100 Jeden Tag ersetzen die Recircle-Schalen 55 000 Einwegteller. Dies vermeidet täglich 1000 Abfallsäcke mit anfallendem Wegwerfmaterial.


32 | 6.9.2021 | DIALEKTE

QUIZ

Was ist bloss ein Himmugüegeli?

Verstehen Sie den Dialekt der Stadt Bern?

Bisher konnten Lucas Ardelean und Slavek Bendrat mit Schweizer Dialekt wenig anfangen. Dank einem ­Mundartkurs der Klubschule Migros verstehen sie jetzt sogar breites Bärndütsch.

Kater

Modi   Moudi   Mouzi

S

Slavek Bendrat (oben) und ­Lucas Ardelean haben im Kurs der Klubschule viel gelernt.

lavek Bendrat (40) mag den Klang des Berner Dialekts: «Er tönt in meinen Ohren rund, warm und weich – fast wie Musik.» Nur enthält diese Mundart viele Wörter, die nicht leicht zu verstehen sind. Was bedeutet zum Beispiel «Moudi»? Und was genau ist ein «Himmugüegeli»? Der gebürtige Pole Bendrat hat früher in Berlin gelebt und spricht deshalb ­makelloses Hoch­ deutsch. Seit zwölf Jahren ist Bern die Hei­ matstadt des Tänzers. Er ­unterrichtet hier Ballett und zeitgenös­sische Tanzstile. «Obwohl es mir in der Schweiz so gut ­gefällt, habe ich nie wirklich den ­Zugang zum Dia­ lekt ­gefunden», erzählt er. «Der ­riesige Wortschatz und die spezielle Grammatik sind eine echte Herausforderung.» Mundart ist allgegenwärtig

Bendrat hat es immer wieder bedauert, das klangvolle ­Bärndütsch nicht besser zu verstehen: «Der Dialekt spielt hier im Alltag eine extrem wichtige Rolle. Vor allem

wenn Schweizerinnen und Schweizer über emotionale Themen reden, wechseln sie fast automatisch in die Mund­ art – auch wenn sie vorher aus Höflichkeit Hochdeutsch geredet haben.» Das sei ihm in den vergangenen Monaten oft bei Diskus­sionen über den Lockdown oder die Impfung gegen Corona aufgefallen. Um im Alltag mehr zu ver­ stehen, hat Bendrat diesen Sommer bei der Klubschule Migros im Zentrum Welle 7 beim Hauptbahnhof Bern ­einen Mundartkurs besucht. In den insgesamt neun Lek­ tionen à drei Stunden ging es oft laut und lustig zu. Kurs­ leiter Urs Mumenthaler (59) spielte immer wieder auf ­seiner Gitarre und sang mit der kleinen Kursgruppe – alles vom Mani-Matter-Klassiker bis zum Hit «079» von Lo & ­Leduc. «Die Lieder geben ein Gefühl für den Rhythmus des Dialekts», sagt der Pädagoge. Am wichtigsten war M ­ umenthaler, im Lauf des kurzen Sommerkurses den Wortschatz der Teilnehmer möglichst stark zu erweitern. Als Stoff dienten ihm dabei nicht nur alte und neue Lieder, sondern

Bilder: zVg, Keystone, Getty Images

Text: Michael West

Kiste

Trucke   Tracke   Trämu


DIALEKTE | 6.9.2021 | 33

Polizist   Lüfzger   Kopper   Tschugger

Marienkäfer

Himmugüegeli   Himmutierli   Himmuviechli

Trinkflasche

Gattere   Guttere   Guggumere

Hund

Hümpu   Pflunggi   Hudilumpi

Ein neues Lieblingswort

Fussball spielen

Schutte   Kicke   Göölele

Stein

Champf   Chemp   Chlopf

Brotanschnitt

Sackdolch   Sackhegu   Klappschwärt

Möögu   Märgeli   Mürggu

Auflösung: Kater: Moudi; Polizist: Tschugger; Marienkäfer: Himmugüegeli; Trinkflasche: Guttere; Hund: Hümpu; Stein: Chemp; Brotanschnitt: Mürggu; Fussball spielen: Schutte; Sackmesser: Sackhegu; Kiste: Trucke

Sackmesser

auch Kurzgeschichten des Bestseller-Mundart­autors ­Pedro Lenz. Immer wieder liess er die Schülerinnen und Schüler auf Bärndütsch aus ­ihrem Leben erzählen – sei es von ihrer Familie, ihrer Arbeit oder von den Träumen der vergangenen Nacht. «Der kompakte Kurs ist für Leute gedacht, die bereits Schriftdeutsch sprechen und nun auch den Dialekt ihrer Wohnregion besser verstehen wollen», erklärt Mumenthaler. «Die richtige ­Aussprache der Mundart­wörter übten wir zwar regelmässig, doch es durfte nie ein sturer Drill daraus werden. Wenn das Bärndütsch einen Akzent hat, kann das ja auch sehr charmant ­wirken.» Die entspannte Lernatmos­ phäre hat auch der Kursteilnehmer Lucas Ardelean (33) ­geschätzt. Der Kanadier ist von Beruf Linguist, spricht fliessend Englisch, Französisch, Türkisch und Hochdeutsch. Seit einem Jahr lebt er mit seiner Frau und seinen vier Kindern in der Schweiz und schult von hier aus online Sprachlehrer in verschiedenen Ländern. Möglichst schnell möchte er sich nun auch den Dialekt seines Wohnorts Bern aneignen. «Der Kurs hat mir viel ­gebracht, ich habe zahlreiche schöne Mundartbegriffe gelernt», sagt Lucas Ardelean. Und er hat nun auch ein neues Lieblingswort: «Aare­böötle» – weil er in der Freizeit gern mit ­einem Schlauchboot auf der Aare fährt. Er lächelt, sagt das Wort noch einmal und lässt es sich dabei regelrecht auf der Zunge zergehen. MM Infos: klubschule.ch/schweizerdeutsch


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KOLUMNE | 6.9.2021 | 35

Illustration: Rinah Lang

In der Touristenfalle

Lisa Stutz (27) sucht die Balance zwi­schen urban und ländlich. Und pickt von ­beidem das Beste heraus.

STADT, LAND, STUTZ Mir ist ein bisschen schlecht, ich fühle mich schwach, ich bin ­gereizt. Mist. Ein akutes Hungergefühl ist das Schlimmste, was einem an einer Feriendestination passieren kann. Denn da ist die Gefahr gross, dass man sich ins nächstbeste Restaurant setzt. Und das ist in neun von zehn Fällen eine Touristenfalle. Ich hasse Touristenfallen. Also Restaurants, die schlechte Qualität für verhältnismässig viel Geld anbieten. In den Ferien – also eigentlich immer, aber dann besonders – will ich gute Restauranterlebnisse haben. Ich will die authentische Küche erleben, keine Massenabfertigung. Und das erfordert etwas ­Recherche, ob online oder Mund-zu-Mund. Doch bei plötzlichem Hunger hat man keine Zeit für Recherche oder weite Wege. Man setzt sich hin und bereut es bald. Es gibt ein paar Anzeichen dafür, dass man mit grosser Wahrscheinlichkeit gerade

in einer Touristenfalle sitzt: 1. Das Restaurant liegt direkt an der Hauptshoppingmeile oder neben touristischen Attraktionen. 2. Vor dem Lokal stehen Plakate mit Fotografien von den Gerichten. 3. Der italienische Kellner spricht besser Deutsch als die Nachbarn in der Schweiz. 4. Die Speisekarte ist laminiert. 5. Es sitzen nur andere Touristen an den ­Tischen neben einem, keine Einheimischen. 6. Servicemitarbeitende aka Lockvögel stehen vor dem Lokal, die Vorbeigehende davon überzeugen wollen, bei ihnen einzukehren. 7. Der Service ist aussergewöhnlich langsam, so, als wäre die Arbeit schon damit getan, dass sich der Gast überhaupt hingesetzt hat. 8. Das Essen ist weder l­ iebevoll ­angerichtet noch besonders fein. Hineingetappt ist jeder von uns schon mal. Es empfiehlt sich darum, stets einen kleinen Snack dabeizuhaben: für einen klaren Kopf und ein zielsicheres Umgehen der Falle. MM

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36 | 6.9.2021 | ABSTIMMUNG

Soll die Ehe für alle sein? Am 26. September stimmen wir darüber ab, ob lesbische und schwule Paare künftig heiraten dürfen. ­Anian Liebrand von der SVP ist dagegen und koordiniert das Referendumskomitee. Sein Parteikollege Michael Frauchiger kämpft dafür. Ein Streitgespräch. Text: Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger Bilder: Christian Schnur Illustrationen: Illumüller

A

nian Liebrand, was ist so schlimm daran, wenn schwule und lesbische Paare ­heiraten können? Anian Liebrand: Es geht nicht ­darum, ob das schlimm ist, son­ dern für wen das Rechtsinstitut Ehe gelten soll. Für mich ist es die historisch gewachsene Ver­ bindung zwischen Mann und Frau; Lesben und Schwule haben die eingetragene Partnerschaft – für mich passt das und soll so bleiben. Michael Frauchiger: Dann würde aber auch die Ungleichbehand­ lung bleiben. Ein Beispiel: Jedes Mal, wenn man auf einem For­ mular das Kreuzchen bei der ein­ getragenen Partnerschaft macht, outet man sich als schwul oder lesbisch – und bekommt vielleicht

deswegen die Wohnung nicht. Es ist völlig unnötig, beim Zivil­ stand einen Unterschied zu ­machen. Ob dieser nun «Ehe» heissen muss, sei dahingestellt. Liebrand: Ich wehre mich gegen die Behauptung, dass Homo­ sexuelle in unserer Gesellschaft ausgegrenzt werden. Wenn je­ mand aufgrund seiner sexuellen Orientierung eine Wohnung nicht bekommen hätte, würde dieser Fall doch publik. Und ­dieser Vermieter möchte ich dann nicht sein! Würde man es anders nennen, aber mit den exakt gleichen Wirkungen und Rechten verbinden – wäre es dann okay? Liebrand: Ich wäre offen dafür, die rechtlichen Unterschiede zwischen der Ehe und der ein­


ABSTIMMUNG | 6.9.2021 | 37

getragenen Partnerschaft anzu­ gleichen. Dass also beide Partner über eigene Vermögensverhält­ nisse verfügen (der sogenannte Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung) sowie die erleichterte Einbürgerung für ausländische Partnerinnen und Partner gilt. Aber das Recht auf Kinder sollte damit nicht verknüpft werden. Frauchiger: Wieso nicht? Zig ­Studien bestätigen, dass es ­Kindern homosexueller Paare an nichts fehlt. Liebrand: Es gibt auch ganz an­ dere Studien. Aber ich möchte niemandem absprechen, seine Kinder gut zu er­ ziehen. Mich stört ­jedoch, dass das quasi Kinder auf Bestellung sind. Da habe ich grosse moralischethische Bedenken. Schliesslich ist es nur aus der Verbindung zwischen Mann und Frau möglich, neues Leben zu erzeugen. Ein Recht auf Kinder sollte es in diesem Fall nicht geben. Michael Frauchiger Frauchiger: Das gibt es auch nicht. Aber Familienplanung ma­ chen auch heterosexuelle Paare. Und ich kenne etliche, die Fort­ pflanzungsmedizin in Anspruch genommen haben. Warum sollen sie das dürfen, Homosexuelle aber nicht? Liebrand: Weil die Voraussetzun­ gen nicht gleich sind: Nur aus der Verbindung von Mann und Frau entstehen Kinder, und Ehe ist mit Familie verknüpft. Frauchiger: Dann dürfen hetero­ sexuelle Paare, die keine Kinder wollen, auch nicht heiraten? Liebrand: Ein berechtigter Kritik­punkt. Aber ich rede von der Grundvoraussetzung.

«Zig Studien bestätigen, dass es Kindern in Regenbogenfamilien an nichts fehlt.»

Woher kommt denn dieses ­Bedürfnis, anderen in ihre ­Familienplanung reinzureden? Liebrand: Es braucht einfach ­gesetzliche Leitplanken für die ­Gesellschaft. Es wird so faktisch

ein Anspruch auf Kinder geschaf­ fen. Und ich würde gern darüber diskutieren, ob es wirklich so harmlos ist, wenn ein Kind nie einen Vater hatte. Frauchiger: Das ist völlig harmlos. Ein Kind braucht einfach Zunei­ gung und Fürsorge, das ist ganz klar erwiesen. Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen, denn ich bin ohne Vater aufge­ wachsen. Aber ich habe eine tolle Mutter, die immer dafür gesorgt hat, dass ich auch männliche ­Bezugspersonen hatte. Ich kenne viele Regenbogenfamilien – ver­ mutlich mehr als du –, und wenn ich diese mit heterosexuellen Fa­ milien vergleiche, stelle ich keine Nachteile für die Kinder fest. Liebrand: Aber unsere Gesell­ schaft wurde so erfolgreich we­ gen der geförderten monogamen Beziehung von Mann und Frau. Das möchte ich als Ideal erhal­ ten. Auch wenn mir bewusst ist, dass wir keine heile Welt haben und nicht alles rundläuft. Bei den Gegnern der Vorlage ist speziell die Samenspende für lesbische Paare umstritten. Frauchiger: Ich bin jetzt auch nicht der grösste Fan der Samen­ spende. Aber solange Hetero­ sexuelle Zugang dazu haben, gibt es keinen Grund, ihn Homosexu­ ellen zu verwehren. Und den Zu­ gang zur Adoption finde ich völlig unproblematisch – gerade auch, wenn man das Kindeswohl im Auge hat. Was ist denn die Alter­ native, wenn ein Kind nicht ­adoptiert wird? Ein Heim. Ist das ­besser als zwei liebende Mütter oder Väter? Regenbogenfamilien sind eine Tatsache in der Schweiz, und es werden immer mehr. So­ lange es Fortpflanzungsmedizin gibt, wird sie auch genutzt – not­ falls halt einfach im Ausland. Also geht es um eine rechtliche Anpassung an die Realität? Frauchiger: Genau. Ausserdem gibt es bei einer Samenspende im Ausland für die zweite Mut­ ter keine Mutterschaft ab Ge­ burt. Bis die Stiefkindadoption


38 | 6.9.2021 | ABSTIMMUNG

Pro Michael Frauchiger (31)

koordiniert das Komi­ tee «SVP Ja zur Ehe für alle» und ist SVP-Präsident einer Ortssektion. Er ist Ge­ bäudetechnikingenieur und lebt mit seinem Partner in Weiach ZH. svp-ehefueralle.ch

alle Hürden hinter sich hat, lebt das Kind in einer recht­lichen Unsicherheit. Wenn der leib­ lichen Mutter in dieser Zeit ­etwas passiert, kommt dieses Kind schlimmstenfalls in ein Heim, weil die zweite Mutter ihm gegenüber keine Rechte hat. Diese Unsicherheit fällt mit der Ehe für alle weg. Liebrand: Wertvorstellungen wandeln sich. Aber es ist auch die Pflicht der Gegner, aufzu­ zeigen, dass man mit Salami­ taktik den Weg für weitere, viel­ leicht extremere Forderungen ebnet. Das sehen wir an der ­aktuellen Vorlage: Zuerst ging es um die rechtliche Gleichstellung, nun stimmen wir über die Samenspende ab. Wieso ist das so schlimm? ­ Heteros dürfen das schon jetzt.

«Wäre die Samenspende erlaubt, würde die Vaterlosigkeit zum Regelfall.» Anian Liebrand

Liebrand: Es gibt nun einmal keinen Anspruch auf ein Kind. Frauchiger: Aber es gibt auch viele Heteros, die Kinder nicht auf natürlichem Weg zeugen können. Da ist es dann okay, die Medizin dazuzuholen? Liebrand: In der Verfassung gibt es klar festgelegte Bedingungen, wann eine Samenspende zu­ lässig ist: Als letzte Option, bei

Unfruchtbarkeit oder wenn die Gefahr einer schwer übertrag­ baren Krankheit besteht. Jetzt kann man doch nicht einfach behaupten, lesbische Frauen ­seien per se unfruchtbar! Wäre die Samenspende erlaubt, würde die Vaterlosigkeit von der Aus­ nahme zum Regelfall. Das ist es, was ich kritisiere. Es gibt viele in Ihrem Komitee, die sich aus religiösen Gründen gegen die Ehe für alle wehren. Spielt das bei Ihnen auch eine Rolle? Liebrand: Schon, ja. Ich respek­ tiere, wenn man aus religiösen Gründen der Ansicht ist, dass die Ehe Mann und Frau vor­ behalten bleiben sollte. An sich ­betrifft die Vorlage nur Zivil­ trauungen. Aber es gibt erste Studien, die sagen, dass Kirchen

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ABSTIMMUNG | 6.9.2021 | 39

Welche Leute hoffen Sie doch noch zu überzeugen? Liebrand: Eher Menschen, die nicht in den Städten leben. Wir sehen grosses Potenzial in der politischen Mitte, wo viele Vorbehalte gegen die Samenspende bestehen. Aber ja, es wird wohl schwierig. Letztlich sind es ethische Fragen, die ­jeder für sich beantworten muss. Allein schon, dass diese Diskussion nun geführt wird, ist eine gute Sache. Frauchiger: Bemerkenswert ­finde ich an den Umfragen, dass die Zustimmung auch in konservativen Parteien und auf dem Land relativ hoch ist. Das hätte ich in dem Mass nicht ­erwartet. Aber wir dürfen nicht zu siegessicher sein. Umfrage­ ergebnisse sind immer mit ­Vorsicht zu geniessen.

Probleme bekommen könnten, wenn sie nach einer Annahme gleichgeschlechtlichen Paaren die Trauung verweigern. Frauchiger: Ich bin zwar Atheist, aber mir ist die Religionsfreiheit wichtig, und ich respektiere, wenn man die Vorlage aus religiösen Gründen ablehnt. Deshalb finde ich auch, dass es Kirchen erlaubt sein muss, keine schwulen und lesbischen Paare zu trauen. Mit der Er­ weiterung der Anti-RassismusStrafnorm, die Anian und ich ­gemeinsam bekämpft hatten, besteht hier nun jedoch tatsächlich ein gewisses Risiko. Man darf gespannt sein, wie sich das rechtlich entwickelt. Schaut man sich die Umfragen an, dürfte es für die Gegner der Vorlage schwierig werden.

Wie bringen Sie all die Leute an die Urne, die sich in Um­ fragen dafür aussprechen? Frauchiger: Nicht zuletzt deshalb habe ich das SVP-Ja-Komitee gegründet. Damit können wir Basisarbeit in konservativen Kreisen machen – mit e­ iner Glaubwürdigkeit, die andere Teile der LGBT-Gemeinschaft unter diesen Menschen nie erreichen können. Im Par­lament haben immerhin 18 von über 50 Personen aus der SVP-Fraktion für die Ehe für alle g­ estimmt. Das zeigt auch: H ­ omosexuelle sind nicht automatisch links. Und die Ehe für alle ist kein ­linkes Thema. Am ehesten ist es vermutlich eine Generationenfrage. Die SVP hat an der Delegier­ tenversammlung dann aber

Contra Anian Liebrand (32)

ist SVP-Mitglied und Koordinator des Referendumskomitees ­gegen die Ehe für alle. Er ist Projektleiter mit eigener Kommunikationsfirma, ledig und wohnt in Ruswil LU. ehefueralle-nein.ch

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40 | 6.9.2021 | ABSTIMMUNG

doch die Nein-Parole beschlossen. Wie enttäuscht sind Sie? Frauchiger: Nicht sehr. Ich hätte mir zwar eine Stimmfreigabe ­gewünscht, habe aber mit einer Nein-Parole gerechnet. Die Umfragen zeigen jedoch deutlich auf, dass die Hälfte unserer Wähler Ja sagen dürfte. Da wäre eine Stimmfreigabe vernünftig und auch taktisch schlauer gewesen. Liebrand: Bei der SVP sind traditionelle Werte stark verankert. Insofern bin ich dankbar, dass die Delegiertenversammlung ganz klar die Nein-Parole gefasst hat. Ich bin mir sicher, dass auch die SVP-Sympathisanten mehrheitlich Nein stimmen werden. Es gibt übrigens auch viele Geg­ ner, die sich nicht öffentlich ­äussern, weil sie persönliche Nachteile befürchten. Frauchiger: Ich erlebe das gleiche von der anderen Seite. Amts­ träger, die dafür sind, aber in der Partei oder bei der Basis Nachteile befürchten. Liebrand: Dennoch ist das gesellschaftliche Klima insgesamt auf der Befürworterseite. Ich finde beide Erfahrungen bedenklich, es sollte doch jeder zu seiner Meinung stehen können. Angenommen, die Ehe für alle wird abgelehnt. Was würde das für die Schweiz und die LGBT-Gemeinschaft heissen? Frauchiger: Die Ehe für alle wird kommen. Die Frage ist nur, ob jetzt oder in ein paar Jahren. Falls es ein Nein gibt, läge das ziemlich sicher an einem Fak­tor: der Samenspende. Das müsste man dann bei einem neuen ­Anlauf berücksichtigen. Angenommen, die Ehe für alle wird eingeführt. Wie stark würde sich Ihr Leben dadurch verändern, Herr Liebrand? Liebrand: Wenig. Aber ich mache Politik nicht für mich, sondern aus Idealismus. Ich befürchte einfach, dass dieser Rückenwind bald zu extremeren Forderungen führen wird. Etwa bei Genderfragen. Aber klar, je nachdem, wie deutlich das Resultat ausfällt, stellt sich für uns auch die Frage, ob es sich überhaupt noch lohnt, gegen solche Dinge anzutreten. Oder ob wir akzeptieren

müssen, dass das halt der gesellschaftliche Trend ist. Falls es ein Ja gibt: Haben Lesben und Schwule in der Schweiz dann alles erreicht, was es zu erreichen gibt? Frauchiger: Bei der Familien­ planung gibts noch einige ­Themen, und bei trans und intergeschlechtlichen Menschen noch viel mehr. Aber was die Gleich­ berechtigung von Lesben, Bi­ sexuellen und Schwulen betrifft, wäre der Kampf dann de facto ­abgeschlossen. Als Konservativer würden Sie die Stärkung der Institution Ehe begrüssen, möchten selbst jedoch gar nicht heiraten. Wie geht das zusammen? Frauchiger: Ich finde es wichtig, dass auch wir das können, aber bei mir passt es derzeit nicht in die Lebensplanung. Ich liebe meinen Partner über alles, aber ich bin auch Freigeist und Realist. Wir haben uns gegen­ seitig rechtlich vollumfänglich abgesichert, deshalb sehe ich für mich keine Vorteile in einer Ehe. Aber wer weiss, wie es in fünf Jahren aussieht. Sollte sich Michael Frauchiger dann doch noch zur Ehe ­durch­ringen und Sie einladen: Würden Sie hingehen, Herr Liebrand? Liebrand: Klar würde ich gehen. Wenn er mich denn einladen sollte (lacht). Frauchiger: (lacht) Sollte ich je heiraten, würde das eine sehr SVP-lastige Gästeliste. Und die würden auch alle kommen. MM

Die Vorlage

«Ich hätte mir von der SVP eine Stimmfreigabe gewünscht.» Michael Frauchiger

Seit 2007 können gleichgeschlechtliche Paare eine einge­­tra­ gene Partnerschaft eingehen. Diese ist der Ehe jedoch weder symbolisch noch rechtlich gleichgestellt. Mit der Ehe für alle ändert sich das. Es ist lesbischen und schwulen Paaren dann auch möglich, gemeinsam Kinder zu adoptieren, und Frauenpaare erhalten Zugang zur Fortpflanzungsmedizin in der Schweiz. Zudem ­können sich auslän­ dische Partnerinnen oder Partner künftig ebenfalls erleichtert einbürgern lassen. Dafür: Bundesrat, Parlament, SP, FDP Grüne, GLP Dagegen: SVP, EDU, EVP Noch offen: Die Mitte


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44 | 6.9.2021

E-BIKEN

Darum lieben wir das E-Bike Familienausflüge über Berg und Tal, Trailfahren oder einfach unverschwitzt bei der Arbeit ankommen: Das Velo mit Strom begeistert. E-Bike-Fans erzählen. Texte: Petra Koci, Alain Porter, Silvia Schütz Bilder: Nicolas Righetti, Daniel Winkler


«Ich habe mein stylisches Stahlvelo (21 Kilogramm) gegen ein familien­taug­ liches E-Bike eingetauscht. Ich bereue den Entscheid keine Sekunde.» Anna Steinmann (46) mit David Smith (35) und Tochter Olivia (3) aus ­Winterthur ZH gehören seit drei Monaten zur E-Bike-­Fangemeinde. Seit die ­Räder im Haushalt sind, fristet das Auto ein ein­sames Dasein. Von ­Familienausflügen über die nahen Hügel bis hin zu Wettrennen nach dem Einkauf – das E-Bike ist ­immer dabei. Speziell Tochter Olivia geniesst es sichtlich.

6.9.2021 | 45

TIPPS für die Sicherheit Weit- und Übersicht bewahren Nicht immer erkennen andere Verkehrsteilnehmer, dass ein E-Bike mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist. Vorausschauend fahren hilft, heikle Situationen antizipieren zu können.

Links abbiegen An schnellen E-Bikes ist ein Rückspiegel Pflicht, doch auch bei langsamen empfehlenswert, um die Verkehrssituation vor dem Abbiegen hinter sich zu über­ blicken. Und richtig gehts so: Sobald die linke Hand nach dem Armzeichen wieder sicher die Lenkstange umfasst, spurt man zur Fahrbahnmitte ein. Dabei bleiben die Hände bremsbereit und der Blick nach vorne gerichtet, um auf die Vortrittsrechte an der Kreuzung zu achten.

Bremsverhalten und -bereitschaft Höheres Tempo verlängert den Bremsweg. Wer das verinnerlicht, hält mehr Abstand zu an­ deren Fahrzeugen, schaut voraus und hat immer beide Hände bremsbereit. Für mehr Brems­ sicherheit zieht man dosiert am Hebel: mit mehrmaligem, vor­sichtigem Betätigen von Vorderrad- und Hinterradbremse gleichzeitig. Vollbremsungen nimmt man nur im Notfall vor, diese gilt es vorgängig zu üben.

Stabilität bei Start und Stopp Die Startposition beim kontrollierten Anfahren: Beide Hände am Lenker, die Pedalstellung fürs Anfahrbein ist bequem erhöht, eingelegt ist ein kleiner Gang und die passende elektrische Unterstützung. Der Blick ist auf den Fahrbereich gerichtet. So gelingt es gut, die Balance in den e ­ rsten


46 | 6.9.2021 | E-BIKEN

TIPPS für die Sicherheit Metern zu erreichen. Beim ­Anhalten bleibt man ruhig im Sattel und bremst mit beiden Händen, bis das E-Bike steht.

Achtung, Autotür Am besten hält man immer eine Armlänge Abstand zu parkierten Autos.

Schritttempo will geübt sein Um die Balance im Schritt­ tempo zu halten, fährt man auf niedriger Unterstützungsstufe, gibt stetig leichten Druck aufs Pedal und bremst dosiert.

Sich sichtbar machen

Helm auf Kluge Köpfe schützen sich auch auf langsameren E-Bikes mit einem richtig sitzenden Velohelm. Bei schnelleren Geräten ist Helmtragen Pflicht.

Hindernisse sicher meistern Tramschienen, Dolendeckel, Schlaglöcher oder nasses Laub am Boden gehören zum Fahralltag. Gibt es mal keine Möglichkeit zum Ausweichen, überfährt man das Hindernis möglichst auf einer geraden Linie – und im rechten Winkel. Dabei bleibt man ruhig im ­Sattel sitzen und ist jederzeit bremsbereit. Mehr Infos zu Sicherheit und Fahrkursen auf amusebike.ch

«Ich weiss selten im Voraus, wohin die Fahrt geht. Mein Motto: ‹immer Neues entdecken›.» Conny Himmelberger (52) und Ilias Petkoglou (53) aus Gossau ZH sind trotz Knie­ problemen mit dem E-Bike in der ganzen Schweiz unterwegs. Mit dem Wind in den Haaren ist die Freiheit gar in Coronazeiten fast grenzenlos. Bilder: Silvia Schütz, zVg

Gut sichtbar ist man dank der hellen oder reflektierenden Kleidung und mit Reflektoren an den Speichen. Das Licht sollte immer eingeschaltet sein. Effektiv sind zudem ­Reflektoren an Armen, Beinen und/oder Schuhen. So sind bewegte Körperteile im ­Dunkeln leichter zu erkennen.


6.9.2021 | 47

E-BIKEN «Meine Lust am Radfahren hat sich mit dem E-Bike um ein Viel­faches ­gesteigert.» Maja El Sayed (65) aus Pfungen ZH ist seit Kurzem pensioniert. Statt gestresst im Auto fährt sie heute ­entspannt auf dem E-Bike herum.

«Mein E-MTB ist für mich klar ein Sportgerät und ermöglicht mir neue Outdoorerlebnisse.» Heidi Bacchilega (53) aus Zürich fährt mit dem E-MTB Trails in den Bergen und im Flachland. Sie geniesst es, weite Strecken zu fahren, ohne danach ausgepowert zu sein.

Leo Junghans (15) aus Landschlacht TG am Bodensee fährt jeden Tag mit dem E-Bike zur Schule – weil er so viel schneller ist und Zeit spart. So oft es geht, kurvt der sport­ liche Schüler mit seinem Rad durch die Natur, übt ­Sprünge und ver­ feinert die Technik.


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6.9.2021 | 49

E-BIKEN

«Auf dem E-Bike statt im vollen Zug sind der ­Sonnenaufgang und die Stimmung am Morgen in der Natur unersetzlich.» Reto Fehr (41) aus Dürnten ZH bereiste 2015 alle Schweizer Gemeinden mit dem Velo und 20 Kilo Gepäck. Jetzt fährt er auf dem E-Bike praktisch täglich 80 Kilometer ins Büro nach Zürich und zurück.

«Wenn ich mit dem Rad von der Arbeit nach Hause fahre, kriege ich gute Laune und finde oft die Energie, noch eine Runde in meinem Viertel zu drehen. Wenn ich im Bus oder Auto sitze, ­bleibe ich danach eher auf dem Sofa.» Wolfram Schmidt (44) aus Genf ist ­Leiter Finanzen bei der Migros Genf.

Bild: zVg

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50 | 6.9.2021 | E-BIKEN

So warten Sie Ihr E-Bike

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Ob im Sommer oder Winter: Mit ein paar Tipps und Tricks hat man länger Freude am E-Bike. Zentral ist dabei der Akku.  Text: Silvia Schütz

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3. Den Akku richtig laden 2. Vor Kälte schützen 1. Akku reinigen Den Schmutz am Akku am besten mit einem feuchten Tuch ab­ wischen. Je besser man den Akku pflegt, desto länger hält er.

Kalte Temperaturen sind Gift für den Akku. Sinken sie auf unter 8 Grad, nimmt man den Akku besser in einen ­geheizten Raum mit und klickt ihn erst gleich vor dem Losfahren wieder ans E-Bike. Auf längeren Fahrten können zudem Thermohüllen vor der Kälte schützen. Grosse Hitze mögen Akkus übrigens auch nicht.

Zeitgemässe Akkus ­haben einen Über- und Unterladeschutz. Falls nicht: Der Ladezustand des Akkus liegt idealerweise zwischen 20 und 80 Prozent. Das vollständige Entladen ­beziehungsweise Auf­ laden sollte man also besser vermeiden. Stattdessen lieber ­öfters laden.


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E-BIKEN 8

7. Die Kette pflegen Beim Putzen zu einem Gartenschlauch oder einer Giesskanne greifen. Bei zu hohem Strahldruck können die Lager nämlich beschädigt werden. Seife in Wasser oder einfache Reinigungsmittel eignen sich am besten. Bei aggressiven Reinigungsmitteln riskiert man eine Verfärbung des Lacks. Nach der ­Reinigung die Kettenglieder einzeln schmieren, dazu Kettenöl für jedes Wetter verwenden. Das überschüssige Öl abwischen.

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4. Richtig lagern

5. Vorsicht beim Transport Wird das E-Bike auf dem Auto-Fahrradträger transportiert, sollte der Akku ­separat im Auto befördert werden. Dort ist er vor Stössen und Hitze geschützt.

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6. Reifendruck prüfen Bei zu niedrigem Luftdruck wird der Pneu schneller spröde, das Fahren dadurch «schwammiger». Deshalb regelmässig die Pneus aufpumpen. Als Richtwert kann die Bar-Angabe auf den Pneus genommen werden, die meist auf der Seite vermerkt ist. Sie liegt in der Regel zwischen vier und fünf Bar. Pro Monat verliert ein E-Bike-­ Pneu in der Regel rund ein Bar.

8. Die Bremsen kontrollieren Die Scheiben der Scheiben­ bremse sollten trocken, sauber und keinesfalls fettverschmiert sein. Zeigen sie Verfärbungen oder zieht die Bremse nicht mehr richtig, ist der Gang in die Werkstatt angesagt. Zudem: Bremsbeläge sind von Öl und Reinigungsmitteln freizuhalten. Beim Transport mit entferntem ­Vorderrad platziert man Ab­ standhalter dazwischen.

Bilder: Bike World

Der optimale Ladezustand bei längerer Lagerung (zum Beispiel im Winter) beträgt 50 bis 60 Prozent. Dabei gilt es, den Akku nicht dauernd am Ladegerät angeschlossen zu lassen, sondern ab und zu nachzuladen.

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Aktive Massnahmen gegen chronische Erkrankungen und zur Stärkung des Immunsystems Sie möchten Ihre Gesundheit stärken und bis ins hohe Alter erhalten? Mit gezielter Ernährungs- und Stoffwechseltherapie gewinnen Sie spürbar mehr Vitalität und Wohlbefinden. Gleichzeitig unterstützen Sie mit einem gut funktionierenden Stoffwechsel ein gesundes Immunsystem. Wir zeigen Ihnen neue Wege. Aktive Massnahmen gegen chronische Erkrankungen und zur Stärkung des Immunsystems sind wichtige Bestandteile. Dazu hilft unsere erfolgreiche, 30-jährige Erfahrung.

Wir machen keine Diät, sondern eine Stoffwechseltherapie

Ein gut funktionierender Stoffwechsel ist die Grundlage für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Umgekehrt gilt: Jede Krankheit hat ihre Ursache in einer Störung des Stoffwechsels. Im Problemfall werden Substanzen nicht mehr abgebaut und ausgeschieden. Wenn sie sich anreichern, können sie den Körper sogar vergiften. Die Symptome sind vielfältig: ein nicht funktionierendes Immunsystem, Schlafstörungen, zu hohe Zucker-, Fettund Leberwerte, Verdauungsprobleme, Müdigkeit, Erschöpfung oder rheumatische Beschwerden.

Dr. med. Padia Rasch Leitende Ärztin Fachkurhaus Seeblick

Im Fachkurhaus Seeblick nehmen wir uns daher viel Zeit für Sie und Ihre offenen Fragen.

Tiefgreifend entgiften – Immunsystem stärken

Um Ihre Gesundheit zu erhalten, hilft es sehr, Ihrem Körper eine Auszeit zu gönnen. Mit unserem EPD®-Ernährungsprogramm regen Sie Ihren Stoffwechsel an und entgiften tiefgreifend. Dazu ermitteln wir Ihren individuellen Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Ballast- und Aufbaustoffen. Parallel gleichen wir Defizite mit unseren massgeschneiderten HCK®-Mikronährstoffrezepturen gezielt aus. So bekommt Ihr Körper exakt, was er braucht. Schon nach kurzer Zeit spüren Sie die positive Wirkung und stärken sukzessive Ihr Immunsystem.

Eine starke Immunabwehr ist der beste Schutz

Unsere Immunabwehr ist ein fein abgestimmtes, hoch leistungsfähiges biologisches System mit einer unvorstellbar grossen Zahl von Zellen. Alle Zellen patrouillieren ständig im Körper, werden erneuert, lernen dazu und stellen sich

Ziele des Aufenthaltes im Fachkurhaus Seeblick • Tiefgreifend entgiften • Rasch und gesund Depotfett abbauen • Cholesterinwerte und Blutdruck reduzieren • Körperfunktionen regenerieren und vitalisieren • Immunsystem gezielt stärken

täglich neuen Herausforderungen. Ohne das körpereigene Abwehrsystem hätte der Mensch keine Überlebenschance. Immunsystem und Ernährung stehen miteinander in enger Wechselbeziehung. Deshalb sind eine gesunde Ernährung und ausreichende Mikronährstoffzufuhr nicht nur Voraussetzung für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, sondern auch für ein funktions- und leistungsfähiges Immunsystem. «Ein gut funktionierender Stoffwechsel unterstützt ein gesundes Immunsystem»

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Andreas Hefel, Direktor des Fachkurhauses Seeblick Sie lernen bei unseren Fachvorträgen, wie Sie Ihre Ernährung soweit optimieren, dass Sie langfristige und nachhaltige Erfolge erzielen.

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MEINE MIGROS | 6.9.2021 | 55

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56 | 6.9.2021 | MEINE MIGROS

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Bild: Getty Images

SHAMPOO

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MEINE MIGROS | 6.9.2021 | 57

SPÜLUNG

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Die «Pflege danach» braucht kaum Zeit, leistet aber viel: Eine Spülung glättet die äussere Schuppenschicht und macht Haar besser kämmbar. Der Effekt lässt die Haare ­gesund aussehen und macht sie widerstandsfähiger gegen äussere Einflüsse. Die Wirkstoffkombinationen spielen vor allem bei trockenen, ­spröden oder kolorierten Haaren eine Rolle. Da die Haarwurzeln eigentlich nicht so trocken sind, kann man sich mit Spülungen auf die Haarlängen und Spitzen ­konzentrieren.

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Zü DRUM FESTIVAL SWITZERLAND

Die Meister des Rhythmus

Mission Lachmuskeltraining: Der Rheintaler Nico Arn tritt mit fünf weiteren Comedians am 5. Oktober auf der «Stand up!»-Bühne auf.

Lachen im Akkord Wer Comedy mag, kommt an der «Stand up!»-Show gleich sechsfach auf seine Kosten. Im Bernhard-Theater testen die Comedians die Lachmuskeln der Zuschauer. Text: Anja Metzger

Bilder: zVg

D

rei Comedians aus der Schweiz, drei aus dem Ausland: So lautet die ­Erfolgsformel der «Stand up!»-Comedy-Show, die es bereits seit fünf Jahren gibt. Die Organisatoren schaffen es ­immer wieder, einige der besten deutschsprachigen Comedians für ein abendfüllendes Programm zu verpflichten. «Unser Ziel ist es, jeweils einen guten Mix aus bekannten und un­ bekannten Comedians zu schaffen», sagt Lorenz Hauser, Produzent des Events. So ist im Sinne der Nachwuchsförderung auch immer ein Newcomer dabei – meist aus der Schweiz. Am 5. Oktober ist dies der Winterthurer Piet Heusser, der neben bekannteren Comedygrössen

wie Jacqueline Feldmann und Patti Basler auf der Bühne steht. Je 10 bis 15 Minuten bringen die Comedians auf der Bühne das Publikum zum Lachen. Dazwischen führt Joël von Mutzenbecher, selbst ein Comedian, durch den Abend. Sechs Mal im Jahr findet der «Stand up!»Anlass statt, nur im vergangenen Jahr mussten pandemiebedingt ­einige Shows verschoben werden. Ersatz gibt es nun unter anderem am 5. Oktober: Im Berhard-Theater findet die mittlerweile 35. Ausgabe des rasanten Comedy-Abends statt. Die Show wird aufgezeichnet und über den UPC-Streamingdienst ­ausgestrahlt. MM Die «Stand up!»-Comedy-Show wird von­der Migros Zürich unterstützt. Alle Infos und Tickets auf stand-up.ch

20 Tickets zu gewinnen Die Migros Zürich ­verlost 10 × 2 Tickets ­ für die «Stand up! »­Comedy-Show am 5. Oktober im ­Bernhard-Theater. Mit dabei sind die ­Comedians Amjad, Jacqueline Feldmann, Don Clarke, Patti Basler, Nico Arn und Piet Heusser. Teilnahme bis 13. September per E-Mail mit Betreff «Stand Up», Name und Adresse an regio@gmz.migros.ch.

Am Sonntag, 19. September, zeigen Schweizer Top-Drummer mit Weltrang wie Simon Britschgi, Nathan Bonjour und Carlo «the Kid» Ribaux und die vielversprechend­s­ ten Nachwuchstalente ihr Können am Drum Festival Switzerland im Kaufleuten Zürich. Geboten wird Schlagzeug- und Perkussionskunst auf höchstem Niveau, von Funk und Jazz über Rock bis hin zu World Music. Zum ­Festival gehören ausserdem «Signing Sessions» mit den Künstlern, eine Produkt­ ausstellung der Schlagzeugbranche, eine Tombola und das beliebte «Meet & Greet». Tickets gewinnen Das Kulturprozent der ­Migros Zürich unterstützt das Drum Festival Switzerland und verlost 2 × 2 Tickets für die Show und das am gleichen Tag stattfindende «Meet & Greet». Teilnahme per E-Mail mit Namen und Adresse an regio@gmz.­ migros.ch. Teilnahmeschluss: Freitag, 10. September. Drum Festival Switzerland Sonntag, 19. September, 11–22 Uhr, Kaufleuten Zürich; «Meet & Greet»: 16–17 Uhr Infos: drumfestivalswitzerland.com


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Einfach gut leben


6.9.2021 | 63

s ro h ig M ric

Zü

Vorhang auf! Die kleinen und grossen Theater der Stadt Zürich öffnen im September ihre Tore zur neuen Spielzeit. Ein vielfältiges Programm wartet auf das theaterhungrige Publikum. Die Veranstalter werden vom Kulturprozent der Migros Zürich unterstützt. Text: Anne-Cathérine Schürmann

Sogar-Theater

Theater Keller62

Das Sogar-Theater eröffnet seine Spielzeit am 11. September mit einer ­Inszenierung, die bereits 2001 erstmals auf die Bühne gebracht wurde und nun ein grosses Theaterjubiläum feiert. Um zwanzig Jahre Erfahrung und einige Fältchen und graue Haare reifer ist sich das Ensemble immer noch einig: «Das Matterhorn ist schön!».

Eine Schweizerin macht sich im ­Theater Keller62 auf Sinn- und Selbstsuche jenseits der Alpen: in ­ihrer Wahlheimat Berlin. Erfrischend politisch inkorrekt nimmt die Kabarettistin Anna Lienhardt die deutschschweizerische Beziehung aufs Korn. Und im Einfraustück «Blende:Frau» hat eine Nachrichtensprecherin dank knallharter Nachrichten-Facts mit ­einem Realitätsverlust zu kämpfen.

sogar.ch

keller62.ch

Millers Studio

Bild: Ayse Yavas, ZVg, Linda Rothenbühler

Theater Winkelwiese Im Stück «Die letzten Tage der Kindheit» geht es um eine Vater-Tochter-­Be­ ziehung, die sich mit der Parkinson-­ Erkrankung des Vaters intensiviert und die Tochter anregt, sich mit der Vielschichtigkeit des Lebens auseinanderzusetzen. In der Krimikomödie «Swiss Connection» wird von einer I­ dealisten­gruppe erzählt, die in den 90er-Jahren aus dem Schweizer Untergrund die ­Befreiung Kosovos plante und eine ­Allianz mit der Nato schmiedete. Hochspannung im Theater Winkelwiese. winkelwiese.ch

Aus einem satirischen Blickwinkel beleuchtet die Zürcher Slampoetin, Kabarettistin und Musikerin ­Rebekka Lindauer im Millers Studio ihre Aversionen und klärt bitterböse Missstände auf. Es ist die ZürichPremiere von Lindauers erstem ­Soloprogramm «Héroïne». Die ­Theatergruppe Close Encounters präsentiert das Musical «Spring Awakening», inspiriert von Wede­ kinds «Frühlingserwachen». Die ­Adaption zum Musical wurde mit acht Tony Awards ausgezeichnet, darunter auch als bestes Musical. millers.ch

Theater PurPur Das Theater PurPur ist das Theaterhaus für ein junges Publikum. Auf der Bühne steht ein grosses weiches Etwas. Was es wohl ist? «Chüssi» ist ein zauberhaftes Stück für die Kleinsten: Eine ­Tänzerin und ein Musiker erzählen mit Klängen und Bewegung vom Werden und Wachsen. Und das bekannte­ ­Märchen «Die sieben Raben» wird als Puppentheater inszeniert. Kann das Mädchen aus dem Märchen ihre Brüder vom schlimmen Fluch erlösen? theater-purpur.ch

Mehr zum gesellschaftlichen Engagement der Migros-Gruppe: migros-engagement.ch


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Zü

FLEISCH VON DER SCHWALDIS-ALP

Alpschwein gehabt Nicht nur Kühen, sondern auch Schweinen tut die Höhenluft auf der Alp gut. Auf rund 60 Alpbetrieben in der Schweiz ­leben Schweine nach den höchsten Tierwohlstandards des SilvestriAlpschwein-Programms. So auch auf der Alp Schwaldis hoch über dem Walensee, wo 40 Schweine den Sommer verbringen. Die Tiere ­haben täglich Auslauf und können sich auf der Wiese und im Schlamm nach Lust und Laune austoben. «Nose to Tail»

Neben frischem Gras steht ein besonderer ­Leckerbissen auf dem Speiseplan der Schweine: Nahrhafte Schotte, ein

Nebenprodukt aus der Alpkäserei, versorgt sie mit wichtigen Nährstoffen. Ende des Sommers zahlt sich die naturnahe und artgerechte Haltung aus und sorgt für zartes Qualitätsfleisch. Und so verdrängt Alpschwein für vier Wochen das «normale» Schweinefleisch aus den Kühl­ regalen der Migros ­Zürich. Rund 800 Alpschweine werden von Schnauze bis Ringelschwänzchen («Nose to Tail») verwertet und etwa als Kotelett, Ofenschinken oder Fleischkäse in der Selbstbedienung angeboten. Alpschwein: Ab sofort und bis zum 4. Oktober in allen grösseren Filialen der Migros Zürich in der Selbstbedienung erhältlich.

SCHÜTZENKÄSE

Ein Stück Knaben­ schiessen

Hier ist es ihnen sauwohl: Auf der Alp Schwaldis oberhalb des Walensees haben die Schweine viel Auslauf.

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Natürlich schön In den «Alnatura Bio ­Super Märkten» finden vom 7. bis 20. September die Alnatura-Schönheitstage statt. Die Kundinnen und Kunden profitieren in dieser Zeit von 20 Prozent Rabatt auf das ganze Naturkosmetiksortiment.

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Im Trend: Festes Shampoo von Alviana und feste «Face­ Bit»-Gesichtsreinigung von Rosenrot Naturkosmetik

Im Trend liegen Duschseifen, Shampoos und Deocremes in fester Form. Die Produkte in Blockform sind ergiebiger als flüssige Produkte, und die Plastikverpackung fällt ganz weg. Neu sind bei Alnatura die «FaceBit» von Rosenrot Naturkosmetik und die festen Duschseifen

und Shampoos von ­Alviana. Auch die Produkte aus Kunststoff, die zur Morgenroutine gehören, werden immer nachhaltiger. Ein Einwegrasierer zum Beispiel kann nur sechs bis neun Mal verwendet werden, bevor er ­unbrauchbar wird. Die ­Marke Preserve bietet eine gute Alternative: die Griffe der Rasierer werden aus recyceltem Plastikmüll aus den ­Meeren dieser Welt hergestellt, und die Klingen sind alle auswechselbar. Die Neuheiten im NaturkosmetikSortiment sind nur in ausgewählten Alnatura Bio Super Märkten erhältlich. Mehr Infos: alnatura.ch

Da das traditionelle Knabenschiessen ­dieses Jahr nicht im gewohnten Rahmen stattfinden kann, ­haben sich die ­Organisatoren eine Spezial­edition überlegt. Am Samstag, 11. September, treffen sich ehemalige Schützenkönige und -königinnen auf dem Albisgüetli, um sich genera­ tionenübergreifend zu messen und die Beste oder den Besten aller Zeiten zu erküren. Wer Sehnsucht nach dem Kabenschiessen hat, holt sich Ersatz nach Hause. Die Milchmanufaktur Einsiedeln hat einen Schützen­ käse kreiert, der exklusiv in der M ­ igros Zürich erhältlich ist. Der kräftige Hartkäse trägt das Label «Aus der Region. Für die Region.» und liegt ab Dienstag, dem 7. September, in den Kühl­regalen der ­Migros Zürich.


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3. Tag, Sonntag 12. Dezember 2021 – Advent auf Gut Aiderbichl & Christkindlmärkte Salzburg Unser heutiger Besuch auf dem idyllisch gelegenen Gut Aiderbichl wird Sie begeistern! Der renommierte Gutshof dient als Zufluchtsort für Tiere, die sich in einer aussichtslosen Situation befanden. Danach bleibt genügend Zeit, um den liebevoll gestalteten Weihnachtsmarkt mit seiner einzigartigen Lebendkrippe zu besichtigen! Später geht es weiter nach Salzburg. Die Stadt erstrahlt im festlichen Weihnachtskleid von seiner schönsten Seite und in der zauberhaften Altstadt erwarten uns die bekannten Christkindlmärkte. Am Abend Rückfahrt ins Hotel und Nachtessen. 4. Tag, Montag 13. Dezember 2021 – Swarovski Kristallwelten und Heimfahrt Bevor wir heute die Heimreise antreten, lassen wir uns heute morgen in den Swarovski Kristallwelten von den glitzernden Wunderkammern verzaubern. Danach Heimreise in die Schweiz.

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So nehmen Sie teil: Hauptpreis (oranges Lösungswort) Tel.: 0901 000 841 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD1, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD1 STEMPEL Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Zusatzpreis (grünes Wort) Tel.: 0901 000 845 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD5 WINTER Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.9.2021, 24 Uhr Gewinner Nr. 34 Hauptpreis: Liliane Gitz, Therwil BL; Silvia Schwab, Biel BE Zusatzpreis: Doris Lurati, Niederbipp BE; Marcel Meppiel, Liestal Teilnahmebedingungen Gewinnspiele: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, welche das 18. Altersjahr vollendet haben. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeitenden des Gewinnspielveranstalters sowie Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste und weitere professionalisierte/gewerbliche Teilnehmende. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Sudoku 2 × 100 Franken zu gewinnen

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 844 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/sudoku (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.9.2021, 24 Uhr


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Adelboden Aletsch Arena Arosa Lenzerheide (Piz Scalottas) Davos Klosters Mountains Flumserberg Glacier 3000, Les Diablerets-Gstaad Destination Gstaad Hasliberg Monte Generoso Pfingstegg-Grindelwald Rigi Ritom-Piora Rotenfluebahn Mythenregion Sattel-Hochstuckli Schilthorn-Piz Gloria Sörenberg/Rossweid Cabrio Stanserhorn

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RÄTSEL | 6.9.2021 | 69

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Quiz

Paroli

2 × 100 Franken zu gewinnen

2 × 100 gewinnen Füllen Sie dieFranken zehn Wörter inzu das Rätselgitter ein. Füllen Sie Sie die zehn Wörter das Rätselgitter Tragen diesich zehn Wörter in das Rätselgitter Die Lösung ergibt aus in den Buchstaben inein. den Feldern 1-5.ein. Die ergibt sich aus den Buchstaben den Feldern 1-5. DasLösung Lösungswort ergibt sich ausinden Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. Wenn man einen Verlust macht, schreibt man … Zahlen. M rote

S blaue

D gelbe

An welchem See liegt Bönigen? R Lungernsee

I

Vierwaldstättersee A Brienzersee

Wie bezeichnet man ein Festessen im feierlichen Rahmen zu einem besonderen Anlass? S Stilett

T Brikett

N Bankett

D Landquart

Disentis

1 1

O Obersaxen

Wie heisst der Schweizer Fussball-Cup-Sieger 2020/2021? S FC Wil

E FC St. Gallen

A FC Luzern

Wie nennt man umgangssprachlich die Menüleiste auf einer Webseite? L Hamburger

M Hot Dog

D Falafel

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O ca. 2900 3

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Lösungswort

So nehmen Sie teil:

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2 2

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Sudoku Lösung Nr. 35

Was

migusto.ch

E

So nehmen Sie teil:

Bimaru Lösung Nr. 35

koche ich heute?

3

1

Tel.: 0901 000 842 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 ATEMZUG Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/quiz (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.9.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Kreuzworträtsel Lösung Nr. 35

4 2

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

T ca. 5600

5

E

Bimaru

Wie viele Frauen sind in der Schweizer Armee (Stand 2020)? A ca. 1500

4

Lösung: Lösung:

Welche Gemeinde gehört nicht zur Region Surselva? I

ALLERLE I ABERDE EN ANF L EHEN ANHOEREN BORUSS I A E I NS I CHT BOTSUANA H I NDURCH D E Z I MA L E ENRAD RHO E I SKANAL FS R I AF N S H EE M G L RU SPESSART SENFGLAS ECHER SPR T E ENAGER TURNSAAL URKANTON ZWE I T E N S

G U S S K O P F O H E R R M Paroli

P E R G A Lösung Nr. 35 M O N MAGIE

S A R A N D O N

M A S E T Z I N D E I N A E R T T E V E R O Quiz R Lösung Nr. 35 I N BOXERIN

Sudoku Gewinner Nr. 34

Paroli Gewinner Nr. 34

Quiz Gewinner Nr. 34

Nicole Pellmann, Zeihen AG; Patrick Chuard, Bussigny VD

Marie Bachmann, Zug; Heinz Gerber, Thun BE

Ernst Mutschler, Basel; Max Schatzmann, Brugg AG


70 | 6.9.2021 | MEINE WELT

«Meine Mutter hat mir mein erstes Klavier gekauft» Elektrokünstlerin Casanora will ihre ­Musik keinem Druck ­aussetzen und macht deshalb ein Praktikum bei SRF. Sie tritt am 11. September am Pop­­ musikfestival M4Music in Zürich auf. Text: Manuela Enggist  Bilder: Raffael Waldner

Name Nora Ringgenberg (28) alias Casanora Wohnort Bern Das läuft bei mir «Mit sieben Jahren wollte ich unbedingt Klavier spielen lernen. Meine Eltern haben es mir ermöglicht. Meine Mutter hat mir auch mein erstes Klavier gekauft. Mit 16 habe ich mir selbst mein erstes Equipment gekauft: Schnittprogramme, Synthesizer und Audio-Interfaces, um Musik z u produzieren. Seither ist mein Sound organisch gewachsen. Derzeit arbeite ich an der neuen EP, will mir aber Zeit lassen. Im Oktober beginne ich ein Sound-Design-Praktikum beim SRF, darauf freue ich mich sehr. Es ist wichtig, ein weiteres Standbein zu haben, weil ich von der Musik nicht leben kann. Ich habe auch immer Angst davor, dass mir der Spass verloren geht, wenn zu viel Druck auf der Musik lastet.»

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1 1 Mein Arbeitsplatz «Bis vor Kurzem habe ich noch zu Hause im Schlafzimmer Musik aufgenommen. Seit Mai habe ich ein Atelier. Das ist ein absoluter Gamechanger für mich, ich bin mega happy darüber.»

Bild: Getty Images

2 Meine Leidenschaft «Ich habe die Analogfotografie in einem Kurs an der Schule kennen- und lieben gelernt. Seither ist die K ­ amera mein ständiger Begleiter.» 3 Mein Ruhepol «Ich gehe oft an die Aare, um zu spazieren oder einfach zu entspannen. Das Rauschen des Wassers hat eine

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6 Mein Migros-­ Lieblingsprodukt: «Der Energydrink El Tony Mate ist der einzige Wachmacher, der mich auch wirklich aufweckt. Kaffee ist ein Witz dagegen.»

MEINE WELT | 6.9.2021 | 71

t­ otal beruhigende Wirkung auf mich.» 4 Mein Haustier «Pico habe ich seit sechs Jahren, er ist wie ein ­Familienmitglied. Ich weiss sogar, wann er Geburtstag hat. Ich finde es sehr beruhigend, zu Hause eine Katze um mich zu haben.»

6 Mein Support «Meine gute Freundin Milena alias Milena ­Patagônia habe ich während des Studiums an der Hochschule der Künste Bern kennengelernt. Wir unterstützen uns gegenseitig. Sie weiss genau, wie es ist, als Frau in diesem Business ­unterwegs zu sein.»

5 Meine Auszeichnung «Mit dem Song ‹Learn How to Fly This Dragon› habe ich am M4Music 2020 in der Demotape Clinic die Kate­ gorie Electronic gewonnen. Jetzt freue ich mich auf meinen Auftritt am 11. September im Exil in Zürich.»

7 Meine Lieblingsbar «Der Progr ist in der Nähe meines ­Ateliers, und ich gehe hier oft einen Rosé trinken. Mir gefällt einfach der Ort, weil hier sehr viel Kunst und Kultur passieren darf.» MM


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