Skip to main content

Migros-Magazin-36-2020-d-OS

Page 1

Ausgabe Ostschweiz, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent.bez.A 44631

migrosmagazin.ch | MM36, 31.8.2020

Abstimmung

Braucht die Schweiz neue Kampfjets? Ein Streitgespräch Seite 10

Chancenland Schweiz: Bei uns kann jeder Karriere machen Seite 16

Psychologie des Saubermachens: Welcher Putztyp sind Sie? Seite 50

Salat der Zukunft

In einer Basler Halle wachsen Gemüse und Kräuter in die Höhe Bild: Roger Hofstetter

Seite 28

Stiefmütter: Wie es mit der neuen Familie klappt Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 0041(0)58-712 24 51, E-Mail: mireg@gmos.ch

Seite 20


Fördern wir regionale Vielfalt. 1. 9. – 7. 9. 2020

3.80

4.50

2.35 Genossenschaft Migros Ostschweiz

Gravensteiner «Aus der Region.» per kg

Käsewurstsalat «Aus der Region.» 240 g

Champignons weiss «Aus der Region.» Schale, 250 g


21% 1.25 statt 1.60

Emmentaler mild «Aus der Region.» per 100 g, verpackt, in Selbstbedienung

20% 15% 2.20 statt 2.60

22% 5.– statt 6.45

11.95 statt 14.95

Schwägalpmutschli «Aus der Region.» per 100 g, nur in Bedienung

Wyländer Zvieriplättli «Aus der Region.» per 100 g

3.90

30% 1.90 statt 2.75

Dahlienstrauss «Aus der Region.» Bund, 17 Stück

Urdinkel Kürbisbrot «Aus der Region.» 330 g

5.95 TerraSuisse Schweinshalssteak mariniert «Aus der Region.»

Cyclamen kleinblumig «Aus der Region.» in diversen Farben, Topf, Ø 10 cm, pro Pflanze

per 100 g

33% 7.90 statt 11.85

20% Schweins-Würstli im 3er-Pack «Aus der Region.» 480 g

Alphörnli und Reginelline «Aus der Region.» z.B. Alphörnli, 500 g, 3.35 statt 4.20

20% Alle Öle und Essig «Aus der Region.» z.B. Leinöl, 25 cl, 7.25 statt 9.10


4 | 31.8.2020 | MEINE MIGROS

Migros-Kundinnen und -Kunden lieben die Wasserglace Delta-Jet. Der Eislutscher verkauft sich pro Jahr rund 1,4 Millionen Mal.

1 400 000

Naturnah leben lernen Die Klubschule Migros bietet unter dem Titel «Kreativ nachhaltig» eine neue Kursreihe an: Die Teilnehmerinnen und ­Teilnehmer stellen zum Beispiel Naturkosmetik oder Putzmittel selber her. Oder sie lernen, wie sich Wildpflanzen in der ­Küche oder für die Haus­ apotheke nutzen lassen. klubschule.ch/kreativnachhaltig

Gutes Gewissen beim Einkaufen Die Kundinnen und Kunden von Digitec Galaxus denken an die Umwelt: Schon zehn Prozent ­aller Einkäufe bei der Migros-­ Tochter werden klimakompensiert. Seit Ende Juni gibt es die Möglichkeit, einen variablen ­Aufpreis zu z­ ahlen. Das Geld fliesst in Klimaschutzprojekte.

Migros-Kind der Woche Als die Migros in ihrem Wohnort Volketswil ZH renoviert wurde, schoss Leserin Monica Castenetto dieses Foto: Ihr achtjähriger Neffe Marco hat es sich im G der Leuchtschrift bequem gemacht. Schicken auch Sie Ihr M ­ igros-­Bild. W ­ ird das Foto ab­gedruckt,­g ­ ewinnen Sie einen Einkaufs­gutschein im Wert von 50 Franken. Teilnahme: www.migmag.ch/­blickfang


MEINE MIGROS | 31.8.2020 | 5

Saurer Genuss Sauerkraut der Marke Masshard gibt es seit 100 Jahren. Schon Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler liebte diese währschafte Spezialität und nahm sie daher in sein Sortiment auf. Heute wird Masshard-Sauerkraut in Oberbipp BE nach traditionellen Rezepten produziert und ­exklusiv in der Migros verkauft.

Tweet der Woche: Lob aus den USA

Bilder: Pablo Tys, iStock, zVg; Illustrationen: iStock

Produkte aus der Nachbarschaft Seit dem Beginn der ­Coronakrise sind Lebensmittel aus der Region ­besonders beliebt. Manche Leute gehen sogar beim Bauern ihrer Wohngemeinde einkaufen. Aber sind Produkte aus der Nach­ barschaft immer am besten für die Umwelt? Wie schneiden sie im Vergleich zu importierten Bioartikeln ab? Darum geht es in der neuen Ausgabe des ­Podcasts «Chrut und Rüebli»: generation-m.ch/podcast

Der Amerikaner Vijay Swamy wandte sich mit ­einer Kurznachricht an ­einen Putzmittelhersteller in Chicago. Er lobte die neuen Putzmittel-Abfüllstationen der Migros Aare und wünschte sich solche ­Stationen auch in Amerika:

«Cleaning products refill station at the largest supermarket chain in Switzerland. Hats-off to @migros! @methodproducts – Can I count on you in bringing the trend to our shores?»

?

Warum ist Heidi-M-Drink im ­Vergleich zu anderer Pastmilch länger haltbar? Der Heidi-M-Drink ist eine sogenannte Hochpastmilch, die bei der Verarbeitung stärker ­erhitzt wurde. Die Verpackung einer solchen Milch muss höheren Anforderungen genügen – darum ist die ­Flasche beim­ ­Heidi-M-Drink ­unter dem Schraubverschluss mit ­einem Alu­deckel versiegelt. Bei der Hochpasteuri­ sierung bleiben Mineralstoffe und Geschmack er­ halten. Haben Sie eine Frage? Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, ist ­erreichbar unter Tel. 0800 84 0848 oder migros.ch/­ kundendienst


6 | 31.8.2020 | AUGENBLICK


AUGENBLICK | 31.8.2020 | 7

07:44 Uhr Nach dem Kühlkanal lassen sich die Truffes-Kugeln einfach aus den Formen saugen. Je nach Sorte werden sie danach dragiert, gepudert, gestachelt oder dekoriert. Die Aufnahme ist am 18. Juni 2019 bei der MigrosTochter Chocolat Frey entstanden.

Bild: zVg

Migros-Moment in Buchs AG


Alles für den perfekten Herbstputz.

Hit 39.95

FlachmoppReinigungssystem Wash & Dry mit 4 Ersatzmopps, pro Stück, gültig bis 21.9.2020

Duo-Pack

Duo-Pack

20% Migros Plus Reinigungsmittel z.B. Cremereiniger, 2 x 500 ml, 5.60 statt 7.–, gültig bis 21.9.2020

22% 4.95

10er-Pack

Hit 9.95

statt 6.40

Microfaser UniversalTücher 32 x 32 cm, gültig bis 21.9.2020

Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOTE GELTEN AB 1.9.2020, SOLANGE VORRAT

M-Classic Haushaltpapier, FSC gültig bis 14.9.2020


Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch

INHALT | 31.8.2020 | 9

36

Ruhe, so weit das Auge reicht: Taugen die Ostfriesischen Inseln für Familienferien?

46

Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848 Kontakt: www.migmag.ch/leser Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 550 818 Ex. (WEMF 2019) Leserschaft: 2 291 000 (WEMF, MACH Basic 2019-2) Abonnemente: abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00 Bitte halten Sie Ihre 10-stellige Kundennummer bereit. Sie finden sie auf der Titelseite bei Ihrer Adresse.

Im Kampf gegen die Erderwärmung: Aus CO2 aus der Schwerindustrie wird Alkohol für Putzmittel.

Ausführliches Impressum unter ­migrosmagazin.ch/impressum

ER GEW INN RME DES SOM S R ÄTSEL

n uflösunge und alle A 73 Seite

INHALT 10 Streitgespräch Kampfjets: Unnötiger Luxus oder notwendiges Übel?

Anzeige

16  Die Chance ergreifen Wer in der Schweiz arm ist, muss nicht arm bleiben

Leukerbad

TOP Badepauschale 2019 TOP Badepauschale 2019

19  Weg mit den Wespen

Hotel Alpenblick Hotel Alpenblick

20  Schlechtes Image Stiefmütter erzählen, wie sie ihre Rolle erleben

3954 Leukerbad 3954 Leukerbad direkt neben demdem Leukerbad Therme direkt neben Leukerbad Therme

25  1, 2 oder 3?

www.alpenblick-leukerbad.ch www.alpenblick-leukerbad.ch info@alpenblick-leukerbad.ch info@alpenblick-leukerbad.ch Telefon 027027 472472 70 70 70 Telefon FaxFax 027027 472472 70 75 70 75

Fr.Fr. 396.– pro Person 396.– pro Person 5 Übernachtungen mit Halb-Pension 5 Übernachtungen mit Halb-Pension Täglicher Eintritt in dieinLeukerbad-Therme, Täglicher Eintritt die Leukerbad-Therme, inklusive Sauna und Dampfbad, Bademantel inklusive Sauna und Dampfbad, Bademantel freiefreie Benutzung der Bergbahn Gemmi, Benutzung der Bergbahn Gemmi, Leukerbad CardCard Plus Plus (Sportarena, Ringjet Leukerbad (Sportarena, Ringjet Busverbindungen nach Albinen, Flaschen, Inden)

Fr.Fr. 660.– pro Person 660.– pro Person 7 Übernachtungen mit Halb-Pension 7 Übernachtungen mit Halb-Pension Täglicher Eintritt in dieinLeukerbad-Therme, Täglicher Eintritt die Leukerbad-Therme, inklusive Sauna und Dampfbad, Bademantel inklusive Sauna und Dampfbad, Bademantel freiefreie Benutzung der Bergbahn Gemmi, Benutzung der Bergbahn Gemmi, Leukerbad CardCard Plus Plus (Sportarena, Ringjet Leukerbad (Sportarena, Ringjet Busverbindungen nach Albinen, Flaschen, Inden)

Fr.Fr. 896.– pro Person 896.– pro Person Einzelzimmerzuschlag auf alle Arrangements Fr.10.– pro Tag.

Die grösste alpine Thermalbadeanlage Die grösste alpine Thermalbadeanlage Europas steht unseren Gästen am Anreisetag ab 12.00 Uhr Uhr mittags zur Verfügung! ab 12.00 mittags zur Verfügung!

Illustration: TrueStory AG; Bilder: Keystone, Cira Moro

3 Übernachtungen mit Halb-Pension 3 Übernachtungen mit Halb-Pension Täglicher Eintritt in dieinLeukerbad-Therme, Täglicher Eintritt die Leukerbad-Therme, inklusive Sauna und Dampfbad, Bademantel inklusive Sauna und Dampfbad, Bademantel freiefreie Benutzung der Bergbahn Gemmi, Benutzung der Bergbahn Gemmi, Leukerbad CardCard Plus Plus (Sportarena, Ringjet Leukerbad (Sportarena, Ringjet Busverbindungen nach Albinen, Flaschen, Inden)

28  Salat im Hochformat Ein Besuch auf der ersten ­Vertical Farm der Schweiz 32  Salat mal ganz anders 35 Wissensbissen 36  Putzmittel aus CO2 39  Der andere Blick

56

Er hat eine Schwäche für knubbelige und verspielte Wesen: Illustrator ­Nicolai Renger hat bereits über 50 Kinderbücher bebildert. Sein neuester Streich ist das Migros-Sammelbuch «Abenteuer Supermarkt».

40  Der Zyklus spielt mit So trainiert frau optimal 44  Rasieren wie einst 46  Ostfriesland erleben 50  Putzen als Philosophie Warum Staubsaugen einen mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert 56  Abenteuer Supermarkt 59  Migros Bank 66  Ihre Region Aktionen, Reportagen, News

75  Rätsel und Spiele 78 Migros-Lovestory Andreas und Pamela Hutter


10 | 31.8.2020 | ABSTIMMUNG

«Auch bei einem Nein wird die Luftwaffe nicht beerdigt»

Unnötiger Luxus oder notwendiges Übel? Priska Seiler Graf (SP) und Beat Flach (GLP) streiten über die Kampfjet-Abstimmung ­ vom 27. September. Ein Gespräch über nachbarschaftliche Kooperation, ­künftige Bedrohungen und Milliardenbudgets. Text: Ralf Kaminski, Benita Vogel


ABSTIMMUNG | 31.8.2020 | 11

B

eat Flach, wie viel Treibstoff ­verbraucht so ein Kampfjet ­eigentlich? Beat Flach: Viel zu viel. Aber insgesamt beträgt der Anteil der Luftwaffe beim Treibstoffverbrauch nur etwa zwei Prozent. Dennoch sind diese Jets ökologisch ­besonders problematisch. Blutet da nicht Ihr grünliberales Herz? Flach: Der Lärm ist fast noch schlimmer. Natürlich tut mir das Herz weh. Es ist nicht so, dass ich fahnenschwingend durch die Strassen laufe und sage «Juhui, wir kaufen einen Kampfjet!» Es ist ein notwendiges Übel. Ich freue mich auch nicht, wenn ich zum Zahnarzt muss – ich weiss aber, dass es notwendig ist, damit ich später nicht grosse Schmerzen bekomme.

Angenommen, Sie haben einen noch ­unentschlossenen Stimmbürger vor sich. Er findet zwar, dass sich die Schweiz in ­einer chaotischer werdenden Welt vertei­ digen können muss, fragt sich aber, ob die sechs Milliarden Franken nicht klüger ­investiert werden könnten, als in 30 teure Kampfjets, deren Nutzen sehr begrenzt sein könnte. Wie überzeugen Sie ihn? Priska Seiler Graf: Das ist genau der Punkt. Es ist unbestritten, dass wir den Luftraum und die Bevölkerung schützen müssen. Auch ich bin nicht gegen Kampfjets. Es braucht sie für die alltägliche Luftpolizeiarbeit und für den Notfall. Aber die Jets, die der Bund derzeit im Auge hat, sind unnötiger Luxus. Die SP hat deshalb mit Experten ein Alternativkonzept entwickelt: leichte, günstigere Kampfjets für den Luftpolizeidienst. Dadurch schonen wir die F/A-18-Flotte, deren Lebenszeit sich so bis 2035 verlängern lässt. Damit ­stehen sie für die paar wenigen Ernstfälle länger zur Verfügung, unterstützt durch eine robuste bodengestützte Luftver-­ teidigung für den äusserst unwahrschein­ lichen Fall eines klassischen militärischen Angriffs. Diese würde ohnehin mehr nützen gegen Marschflugkörper oder Drohnen.

Bilder: VBS/DDPS

Soll bis 2030 ersetzt werden: ein F/A18-Kampfjet der Schweizer A ­ rmee im Einsatz

Wie halten Sie dagegen, Beat Flach? Flach: Die Welt wird nicht unruhiger und chaotischer, das war sie immer schon – und sie wird es wohl leider auch bleiben. Diese Jets sollen für die nächsten 40 bis 50 Jahre im Einsatz stehen, keiner weiss, wie die Welt dann aussehen wird. Zwar bin ich überzeugt, dass die Menschheit alles in allem fried­ licher wird, dennoch müssen wir uns für alle

möglichen Szenarien wappnen. Grosse militärische Angriffe wie damals im Zweiten Weltkrieg sind tatsächlich wenig wahrscheinlich. Viel verbreiteter ist die asym­ metrische Kriegsführung. Die Annexion der Krim durch Russland oder die komplexe Kriegs­lage in Syrien sind Beispiele dafür. So was kann auch näher an uns heranrücken, umso mehr, als sich Konflikte um lebenswichtige Ressourcen wie Öl oder Wasser eher verschärfen dürften. Zudem ist Europa für die Nato nicht mehr erste Priorität. Der Kontinent muss deshalb eine eigene Sicherheitspolitik entwickeln, und die Schweiz muss ihren Teil dazu beitragen. Dazu gehört, dass wir in der Lage sind, unseren Luftraum selbst zu schützen. Dafür reicht es nicht, ein paar leichte Jagdflugzeuge zu haben … Seiler Graf: … die kann man übrigens martialisch bewaffnen … Flach: … schon, aber sie haben in einem ­Luftkampf keine Abwehrmöglichkeiten wie ein robuster Jet. Seiler Graf: Aber wie realistisch ist denn ­ ein solcher Kampf im Schweizer Luftraum? Beat, bitte! Flach: Aber auch in diesem Szenario muss sich so ein Jet selbst verteidigen können. Und er muss schnell sein. Seiler Graf: 13 700 Meter in zwei Minuten! Flach: Alle Experten sagen, dass man bei ­eurem Szenario sicherheitshalber noch ­robustere und schnellere Jets bereithalten müsste, die bei ernsteren Fällen eingreifen könnten. Und eine solche Zweiflottenstrategie ist dann sofort viel teurer. Seiler Graf: Das wurde aber nie richtig durchgerechnet. Und bisher ist die Schweiz damit gut gefahren. Flach: Die Experten sagen, das sei teurer. Von daher zweifle ich am Sparpotenzial ­eures Vorschlags. Aber bezüglich möglicher Bedrohungs­ szenarien sind Sie sich einig? Seiler Graf: Absolut. Vieles spricht dafür, dass es traditionelle Luftkriege mit Kampfjets gar nicht mehr geben wird. ­Deshalb setzen Staaten wie Russland, Iran oder Nordkorea heute primär auf Lenkwaffen und Drohnen. Das sind die militärischen Bedrohungen der Zukunft. Gegen die kann man mit Kampfjets nicht viel m ­ achen, dafür brauchts eine robuste bodengestützte Luftverteidigung. Flach: Zur Abwehr von grossen Drohnen ­setzen andere Länder genau ein Instrument ein: schnelle Kampfjets. Seiler Graf: Aber eben: Wer um alles in der Welt soll uns denn angreifen? Wer ist das, der durch den Nato-Ring durchgedrungen ist? Oder ist es die Nato selbst? Falls es ­so


Bringen Sie Ihr Bad zum Strahlen.

Hit 13.95

Duo-Pack

20%

2er-Set

20%

Hygo WC-Einhänger oder -Reiniger

Potz- oder M-Classic-Reinigungsmittel

z.B. Flower Clean, 2 x 750 ml, 5.60 statt 7.–, gültig bis 21.9.2020

in Sonderpackungen, z.B. Badreiniger, 2 x 500 ml, 5.90 statt 7.40, gültig bis 21.9.2020

Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOTE GELTEN VOM 1.9. BIS 21.9.2020, SOLANGE VORRAT

Wäschekorb Rattan erhältlich in Pink oder Grau, 40 Liter, z.B. pink, pro Stück, gültig bis 21.9.2020

50% 9.75 statt 19.50

Universal-Kleiderbügel 10 Stück, gültig bis 21.9.2020


Pro und Contra

weit kommt, haben wir vermutlich noch ganz andere Probleme.

Bild: Daniel Winkler

Und wenn ein Feind so übermächtig ist, dass er sich durch die EU bis zu uns durchgekämpft hat, was richten wir dann mit 30 Kampfjets aus? Flach: Auch ich glaube nicht, dass es bei uns künftig zu einem Krieg kommt, wo sich zwei Luftflotten gegenüberstehen, um ein Land zu erobern. Für ein solches Szenario würden 30 Jets tatsächlich niemals reichen. Aber wir können halt auch keinen Luftraum haben, wo quasi niemand ist – ausser ein paar leichten Jets, die sich nicht verteidigen ­können. Denn auch wenn man die F/A-18 jetzt noch etwas schont, halten die nicht mehr allzu lange durch. Wir können doch kein ­weisser Fleck auf der Luftkarte Europas sein. Ein Gebiet, wo niemand ist, kann für alles mögliche genutzt werden. Seiler Graf: Es gibt in Europa diverse Länder ohne Kampfjets: Albanien, Irland, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Slowenien, ­Zypern – sie alle haben keinen einzigen Hochleistungskampfjet, die Nato nimmt auch nicht die luftpolizeilichen Aufgaben wahr. Und bedenken wir eins: Selbst die grösste Kampfjetmacht der Welt, die USA, konnte gegen 9/11 nichts ausrichten. Flach: Aber ein ungesicherter Luftraum ist problematisch. Es ist durchaus schon vor­ gekommen, dass Kriege woanders ausgetragen wurden als dort, wo sie starteten. Die Schweiz zum Spielball anderer zu machen, weil man eine Milliarde sparen wollte – das ist einfach kein vorausschauendes Denken. Seiler Graf: Aber das ist doch kein realis­ tisches Szenario. Wir sind schon jetzt auf die Kooperation mit den Nachbarländern und der Nato angewiesen. Der Bundesrat sagt im sicherheitspolitischen Bericht selbst, dass ein militärischer Angriff auf die Schweiz unwahrscheinlich sei – und käme es doch dazu, würden 30 Jets niemals reichen. Da gaukelt man der Bevölkerung eine Sicherheit vor, die es nicht gibt. Käme es zu einer solchen ­Situation, würden wir ganz sicher auch dann die Unterstützung der Nachbarn suchen. Flach: Schon. Aber in der Coronakrise lief die Zusammenarbeit nur so lange gut, bis ein deutscher Zöllner entdeckte, dass in einem Lastwagen Schutzmasken für die Schweiz

«Ihr wollt einen Superkampfjet, den es nur in den allerseltensten Fällen braucht.» Priska Seiler Graf SP-Nationalrätin

Beat Flach (55): Der GLP-Nationalrat aus Auenstein AG engagiert sich für die Vorlage. Der Jurist und e ­ hemalige Rheinmatrose ist ­verheiratet und hat drei Kinder. Priska Seiler Graf (52): Die SP-Natio­nalrätin aus Kloten ZH kämpft gegen die Vorlage. Die frühere S ­ ekundarlehrerin und Ballettpädagogin ist verheiratet und hat ein Kind.

ABSTIMMUNG | 31.8.2020 | 13

«Wir müssen im Krisenfall für einige Zeit Durchhaltefähigkeit haben.» Beat Flach GLP-Nationalrat

Cabriolet kann man nicht das machen, was der Kombi kann. Deshalb kaufen wir ­gescheiter einen neuen anständigen Kombi, der für die nächsten 40 Jahre hält. Seiler Graf: Es ist eben kein Kombi, es ist ein Rolls-Royce! Flach: Eure Variante mit den zwei Flotten wird nicht billiger. Seiler Graf: Doch, wird sie, weil Anschaffung und Unterhalt enorm viel günstiger sind.

transportiert wurden – und diese festsetzte. Einfach so. In einer Krisensituation schaut halt jeder erst mal für sich selbst. Beat Flach, vor sieben Jahren waren Sie gegen neue Kampfjets, heute sind Sie ­dafür. Weshalb? Flach: Damals suchte man bei der Beschaffung schon früh einen politischen Weg, ­einigte sich auf den Gripen der Schweden und schraubte dann an den Anforderungen, bis sie passten. Es war einfach kein sauberer Prozess. Zudem wären die Gripen nur ein Teilersatz gewesen, und wir hätten weiterhin zwei Flotten gehabt, was unnötig komp­ liziert und teuer ist. Und man hätte Geld a­usserhalb des Armeebudgets dafür ein­ gesetzt. Das ist diesmal alles anders. Seiler Graf: Aber nur, weil wir das ordent­ liche Budget jedes Jahr um 1,4 Prozent erhöhen, um diese Anschaffung zu machen. Dieses Geld fehlt dann woanders. Ein leichter Kampfjet wäre günstiger. Niemand weiss, was in 30 Jahren ist, aber unsere Ressourcen sind begrenzt, und wir können nicht auf ­jedes noch so unwahrscheinliche Szenario perfekt vorbereitet sein. Flach: Ihr wollt jetzt einfach ein Mini-Cabriolet kaufen, aber den Kombi doch noch in der Hinterhand behalten. Doch der Kombi läuft halt nicht mehr so lange. Und mit dem

Was für Ernstfälle wären denn denkbar, in denen es diesen robusteren Jet braucht? Flach: Einige, pro Jahr gibt es 20 bis 40. Ein Segelflieger etwa, der seinen Transponder nicht eingeschaltet hat und ahnungslos in Richtung Flughafen Kloten fliegt, was sehr gefährlich wäre. Oder eine Passagierflugzeugentführung in unserem Luftraum. Oder sonst ein Spinner, der mit einem Flugzeug etwas vorhat. Da muss man rasch ­reagieren können. Dann gibt es auch noch den Schutz des WEF oder spezieller Friedens­ konferenzen. Ausserdem müssen wir im ­Krisenfall für einige Zeit eine Durchhalte­ fähigkeit haben, im Alleingang. Bis sich die Lage so weit verbessert hat, dass wir wieder mit unseren Partnern rechnen können. Denn auch die müssen sich in so einer ­Situation erst mal um sich selbst kümmern. Wie wir es jetzt bei Corona erlebt haben. Seiler Graf: Für einige der geschilderten ­Szenarien würden leichte Jets problemlos reichen, die übrigens auch schneller starten können. Für den kleinen Rest haben wir die F/A-18 mit verlängerter Lebensdauer. Kanada und Malaysia werden ihre F/A-18 auch bis 2035 einsetzen. Was ihr wollt, ist ein Superkampfjet, den es nur in den allerseltensten Fällen wirklich braucht. Und das jetzt, ­während der Coronakrise, wo das Geld eh nicht mehr so locker sitzt. Es würde uns auch Zeit geben, später dann auf die neuesten technologischen Entwicklungen rea­ gieren zu können. Umso mehr, als die vier Typen, die zur Auswahl stehen, nicht wirklich ­befriedigend sind. Vielleicht realisieren wir in ein paar Jahren, dass wir gescheiter in eine andere Form der Abwehr investieren. Können wir uns das dann auch noch leisten? Flach: Vorsicht bei den Flugzeugtypen und ihren Fähigkeiten! Überall heisst es, wie schlecht der F-35 sei. Doch in einem ­Business, in dem es um so viel Geld geht,


MAX

Ein wohl unschlagbares Exklusivangebot!

Sonderaktion Toskana Zauber der Toskana

Einmalige Sonderaktion!

Sie sparen Fr. 200.-

Nur für kurze Zeit!

Preis pro Person r ab

im Doppelzimme

Fr.

>>> 5 Tage Reisen - 3 Tage bezahlen - günstiger als zu Hause bleiben!

399.Reisehit 11

LEISTUNGEN - ALLES SCHON DABEI! ✓ Fahrt im komfortablen Extrabus ✓ 4 Übernachtungen im gehobenen Mittelklassehotel Country Club in Gragnano ✓ 4 x Frühstück &

4 x Nachtessen im Hotel ✓ Interessante Stadtführung in Pisa ✓ Besichtigung Nudelfabrik in Lari & Kirschlikörverkostung ✓ Interessante Führung in San Gimignano ✓ Besuch einer Eisdiele inkl. Eisverkostung ✓ Besuch auf einem Weingut inkl. Weinprobe (3 Weine) & Imbiss (Brot, Oliven, Pecorino etc.) ✓ Besichtigung Herstellungsbetrieb für Mandelgebäck bei Prato ✓ Interessante Stadtführung in Florenz inkl. Eintritt Dom ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Wunderschönes Florenz

Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus nach Gragnano im Herzen der Toskana.

Weinprobe

Cantuccini

San Gimignano

Pisa

2. Tag – Pisa & Lari Heute erwartet uns Pisa mit dem weltberühmten schiefen Turm – ein Fotosujet der Extraklasse. Bei einer interessanten Stadtführung sehen wir am berühmten Platz der Wunder die einzigartige Komposition aus Dom, Turm, Baptisterium und Camposanto. Nach etwas Zeit zur freien Verfügung fahren wir nach Lari, einem noch unentdeckten Kleinod. Hier besuchen wir eine kleine, familiengeführte Pastafabrik, in der die unterschiedlichsten Nudelsorten noch traditionell per Hand hergestellt werden. Im Anschluss verkosten wir in einer Bar feinen Kirschlikör. 3. Tag – San Gimignano & der Wein Das fantastische San Gimignano – das «Manhattan der Toskana» – erwartet uns heute Vormittag mit seiner vollen Pracht. Die pittoreske Stadt mit den charakteristischen Geschlechtertürmen begeistert jeden Besucher. Freuen Sie sich auf einen interessanten Rundgang, welchen wir in einer bekannten Eisdiele mit einem feinen Gelato beenden. Am

Nachmittag kehren wir auf einem Weingut im Raum San Gimignano ein und geniessen bei einer Degustation einige köstliche toskanische Weine. Ein gemütlicher Nachmittag in bester Gesellschaft! 4. Tag - Prato & Florenz Am Vormittag besichtigen wir in Prato einen Herstellungsbetrieb für bekanntes, toskanisches Mandelgebäck und verköstigen die bekannten Cantuccini. Im Anschluss erwartet uns der Besuch der toskanischen Hauptstadt Florenz. Das Ensemble von Kirchen und Palästen, von Plätzen und Gassen, Brunnen und Statuen – kurz ein über Jahrhunderte gewachsenes Gesamtkunstwerk, das Sie begeistern wird. Höhepunkt unserer Stadtführung ist die Innenbesichtigung des weltbekannten Doms! Im Anschluss an die Stadtführung bleibt Zeit für eigene Entdeckungstouren. 5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

Ihr Hotel: Country Club in Gragnano

100% Weiterempfehlungsrate!

Jetzt sofort Plätze sichern!

Tel. 0848 00 77 88 Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf

Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

Wählen Sie Ihr Reisedatum: 8. - 12. Oktober 2020 6. - 10. November 2020 * 5. - 9. März 2021 * 13. - 17. März 2021 17. - 21. März 2021 21. - 25. März 2021 11. - 15. April 2021 19. - 23. April 2021

*Superspardaten

Im gehobenen Mittelklassehotel Country Club in Gragnano

Normalpreis: Fr. 599.Aktionspreis: Fr. 399.-* * Aktionspreis - gültig solange Vorrat

Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag Fr. 120.Saisonzuschläge: - Abreisen: 13.3. /17.3. & 21.3.: Fr. 60.- Abreisen 8.10./11.4. & 19.4.: Fr. 90.Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur oder Zürich


ABSTIMMUNG | 31.8.2020 | 15

Bilder: VBS/DDPS

stimmen Informationen häufig nicht. Und all diese Flugzeuge können sehr wohl, was wir wollen – sie sind alle in anderen Ländern im Einsatz. Seiler Graf: Es geht nicht ums Können. Die Technologie ist einfach nicht mehr neu. Nur der F-35 ist ein Kampfjet der fünften Genera­tion. Die anderen sind Typen der vierten ­Generation. Flach: Das ist richtig. Vielleicht werden es die letzten von Piloten geflogenen Kampf­jets sein. Gut möglich, dass dann Systeme ­kommen, die mithilfe von künstlicher ­Intelligenz geflogen werden. Aber bis die auf dem Markt sind, dauert es noch ewig. Im Paket, über das wir abstimmen, ist alles drin, und die bodengestützte Luftvertei­ digung grösserer Reichweiten wird nun auch evaluiert. Und diesmal haben wir klare ­Beschaffungsregeln. Es ist nicht die Politik, die darüber entscheidet, welches Flug-­ zeug gekauft wird. Das ist extrem wichtig. Seiler Graf: Na ja, die Fachleute des Vertei­ digungsdepartements machen eine Kosten-­ Nutzen-Analyse der verschiedenen Jets, klar. Aber am Ende fällt der Bundesrat den Entscheid. Die Frage, in welche Abhängigkeit wir uns begeben wollen, ist hochpolitisch. Flach: Diese Abhängigkeit lässt sich aus technischen Gründen gar nicht vermeiden – und besteht bereits heute bei den F/A-18. Aber was man in letzter Zeit so lesen konnte, war reichlich übertrieben. Die USA haben keinen Schalter, mit dem sie unsere Flugzeuge stilllegen können. Das sind Märchen. Niemand würde ein System kaufen, das so beeinflussbar wäre. Wenn die Abhängigkeit so oder so besteht: Wieso schliesst die Schweiz nicht einfach einen Vertrag mit der EU ab, damit sie unseren Luftraum mitschützt?

Flach: Aus dem gleichen Grund, wie ein ­Kanton oder eine Stadt die Polizeiarbeit nicht an andere auslagert. Ich will nicht dem Goodwill irgendeines Beamten eines EU-­Verteidigungsdepartements ausgesetzt sein, der meint, ein Begleitflug sei wichtiger, als bei den Schweizern zu schauen, was mit dem entführten Jumbo los ist, der Richtung Stade de Suisse fliegt. So viel Neutralität und Staat müssen wir uns leisten. Seiler Graf: Das sehe ich genauso. Wir dürfen den Schweizer Luftraum nicht in die Hände eines anderen Landes geben. Das lässt sich nicht mit der Neutralität vereinbaren. Auch, wenn Kooperation grundsätzlich wichtig ist. Flach: Aber es ist halt ein Unterschied zwischen alltäglicher Zusammenarbeit und Kooperation in einer heissen Phase. Was passiert mit den Milliarden, wenn das Volk Nein sagt?

Kampfjet-Abstimmung Am 27. September stimmt die Schweiz unter anderem über den Kauf neuer Kampfjets ab. Die bisherigen Flieger ­erreichen das Ende ihrer Lebensdauer spätestens 2030 und sollen ersetzt ­werden. Die neuen Jets, für die vier T ­ ypen infrage kommen, sollen maximal sechs Milliarden Franken kosten. Das Geld ­dafür stammt aus dem Armee­budget, das dafür in den nächsten Jahren leicht erhöht wird. SP, Grüne und GSoA (Gruppe für eine Schweiz ohne Armee) ­haben das Referendum ergriffen. Ja: SVP, FDP, CVP, GLP, EVP, BDP Nein: SP, Grüne, GSoA

Flach: Wohl dasselbe wie nach dem Nein zum Gripen vor sieben Jahren. Damals ­wurden Rüstungsinvestitionen vorgezogen, die für später geplant waren. Das Militärbudget würde kaum zusammengestrichen. Und man müsste eine neue Evaluation für andere Jets aufgleisen. Das Geld würde in jedem Fall für die ­Armee verwendet werden? Seiler Graf: Es ist angedacht, das Armee­ budget zwischen 2023 und 2032 um jährlich 1,4 Prozent zu erhöhen. Ob das Parlament ­dieser Erhöhung jedes Jahr zustimmt, ist ­o­ffen. Es ist durchaus möglich, dass die Politiker entscheiden, das Geld anders einzusetzen. Flach: Klar könnte man das Geld anders verwenden. Aber ich wehre mich dagegen, jetzt – etwa wegen der Coronakrise – bei e­ inem ­lange geplanten Geschäft die Handbremse zu ziehen und eine Kehrtwende zu machen. Und wenn schon, dann sollten wir die sechs Milliarden Franken in Friedensförderungsprojekte auf der ganzen Welt investieren. Seiler Graf: Dieses Szenario ist mir sehr ­sympathisch. Darauf können wir uns gern jetzt schon einigen. Einige Befürworter sagen, ein Nein ­bedeute das Ende der Schweizer Luft­waffe. Sehen Sie das auch so? Flach: Nein, die Luftwaffe wird nicht beerdigt. Es ist niemand der Meinung, dass es gar ­keine Jets braucht – nicht mal die SP. Seiler Graf: Richtig, bei einem Nein muss man die Gründe analysieren und noch mal einen Anlauf nehmen. Wir brauchen Kampfjets. Flach: Ich wüsste einfach nicht mehr, was wir der SP vorschlagen könnten. Seiler Graf: Unseren Plan B, die leichten Jagdflugzeuge. Bring uns die. Dann wären wir so was von zufrieden. MM

Anzeige

Trockene Haut? Ausschlag? Juckreiz?

OMIDA® Cardiospermum-N Salbe bei trockenen, juckenden Hautausschlägen sowie akuten und chronischen Entzündungen. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.

Haut_Anzeige_N-Salbe_209x69mm_DE.indd 1

Omida AG, Küssnacht am Rigi

27.07.20 17:24


16 | 31.8.2020 | CHANCENGLEICHHEIT

Chancenland Schweiz

Guido Fluri (54), Immobilien-Unternehmer aus Cham ZG

Als Sohn einer alleinerzie­ henden, unmündigen Mutter in Olten geboren, mehrfach fremdplatziert, Lehre als Spengler und Tankwart, mit Ersparnissen und Kredit ­erster Kauf von Land und Bau von Wohnungen.

Der Traum, vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden, lässt sich in der Schweiz leichter erfüllen als etwa in den USA – dies zeigt eine Studie der Universität St. Gallen. Fast drei Viertel aller Kinder aus dem untersten Einkommensfünftel schaffen es, sich hochzuarbeiten, jedes achte sogar bis ganz nach oben. Text: Ralf Kaminski

Miranda Mehmetaj (34), Filialleiterin der Migros Schönthal in Füllinsdorf BL

Marianne Wildi (55), Vorsitzende der Geschäfts­ leitung der Hypothekarbank Lenzburg AG

Tochter eines Schreiners und einer Französisch­ lehrerin aus Schafisheim AG, Handelsdiplomschule, Ökonomiestudium an der Fachhochschule Zürich; schon 1984 Einstieg bei der Hypo Lenzburg als ­Programmiererin, Auf­ stieg bis in d ­ ie Geschäfts­ leitung, einzige Frau im 20-köpfigen Verwaltungs­ rat der Schweizerischen Bankiervereinigung.

S

ie gilt als «amerikanischer Traum» – die Sehnsucht, es aus armen Verhält­ nissen zu Reichtum zu ­bringen. Doch in den USA selbst gelingt es nur 7,5 Prozent der Kinder aus dem untersten Ein­ kommensfünftel in das oberste vorzustossen. In der Schweiz schaffen es 13 Prozent, in Schwe­ den sogar fast 16. Dies zeigt eine neue Studie zur Chancengleich­ heit der Universität St. Gallen. Wahrscheinlich förderlich für den Aufstieg seien eine gut funktionierende Wirtschaft und eine gute Schulbildung, sagt ­Patrick Chuard (34), Ökonom und Co-Autor der Studie. «Hier hilft das Schweizer Berufs­ bildungssystem, das es erlaubt,

nach der Lehre weitere höhere Schulen zu absolvieren und dann mit 25 im Arbeitsmarkt ähnlich gute Chancen zu haben wie ein Uni-Absolvent.» Chuard sieht dies auch als Hauptgrund, weshalb es in der Schweiz knapp drei Viertel aller Kinder aus dem untersten Einkommensfünftel schaffen, sich hochzuarbeiten. Dennoch sei die akademische Ausbildung noch immer der ­Königsweg, es bis ganz nach oben zu schaffen. Chuard ver­ mutet, dass die Tellerwäscher­ karriere in Schweden noch ­häufiger gelingt, weil es weniger Hindernisse beim Zugang zum Gymnasium gibt. In der Schweiz gehen nur zwölf Prozent der Kinder aus Familien, deren Ein­

kommen sich in der unteren Hälfte des Spektrums bewegt, ans Gymnasium – weniger als zehn Prozent machen einen Master. ­Einige könnten deshalb nicht ihr volles Potenzial aus­ schöpfen, sagt Chuard. «Je ­höher das E ­ inkommen der El­ tern, desto mehr Kinder machen den ­Master-Abschluss.» Er vermutet, dass dabei auch kulturelle Gründe eine Rolle spielen. «Kinder aus unteren Einkommensschichten können sich vielleicht gar nichts ande­ res vor­stellen als eine Lehre, halten Gymnasien und Unis für elitär und streben das deshalb gar nicht an. Vielleicht müsste man sie mehr ­informieren und er­­mutigen, ­diesen Schritt zu

Bilder: Keystone (2), Simon Habegger, zVg (2), Jürgen Füllgraf, Bujar Berisha, Jochen Haar/SCOTT

Im Kosovo geboren, flüchtete 1999 mit zwölf ­Jahren vor dem Krieg in die Schweiz, wo der Vater als Saisonnier auf dem Bau arbeitete, machte erst eine Verkaufslehre bei der Migros, dann ­Zusatzausbildungen als Detailhandelsspezialistin und Detailhandelsmanagerin sowie interne ­Führungskurse und stieg bis zur Filialleiterin auf.


CHANCENGLEICHHEIT | 31.8.2020 | 17

Zahlen und Fakten

12 000

Franken mehr pro Jahr ver­ dienen Sprösslinge von Schweizer Vätern aus der höchsten Einkommensklasse als Sprösslinge von Vätern aus der tiefsten. Verglichen wurden hier Saläre von Nach­ kommen Anfang 30: Die aus der tiefsten Klasse verdienten im Schnitt 56 000 Franken, die aus der höchsten 68 000. In den USA oder in Italien ist die Differenz deutlich höher.

1,4

Prozent höher ist der Lohn der Nachkommen im Schnitt, wenn ihr Vater zehn Prozent mehr verdient. Das ist deut­ lich weniger als in den USA (4,5 %), Schweden (2,9 %) und Italien (2,5 %). Der Einfluss der väterlichen Einkommens­ situation ist in der Schweiz also geringer als in den ­anderen drei Ländern.

30

Prozent der Nachkommen der Reichsten bleiben in der Schweiz im obersten Ein­ kommensfünftel, während es nur 13 Prozent der Ärmsten gelingt, dorthin vorzustossen.

Ylfete Fanaj (38), Sozialarbeiterin und Luzerner Kantonsratspräsidentin aus Luzern

Varatharajah Niththiyabhavanantham ­alias Varathan (49), preisgekrönter Koch und Unternehmer, Sursee LU

Als Sohn eines Reisbauern in ­ Sri Lanka geboren, mit 20 in die Schweiz geflüchtet, erste Jobs als Tellerwäscher und WC-Putzer, später als Koch, heute Besitzer des Restaurants «Varathans ­Restaurant & Lounge» in Sursee.

1982 in Kosovo geboren, 1991 zum Vater in die Schweiz ge­ zogen, der hier als Saisonnier ­arbeitete, Ausbildung als Kauffrau, Berufsmatura, Master in Sozialer Arbeit, 2007 für die SP in den Grossstadtrat Luzern ­gewählt, 2011 in den Kantonsrat, 2015 SP-Fraktionschefin im Kantonsrat, seit diesem Sommer dessen erste Präsidentin mit Migrationshintergrund.

Fritz Bösch (86), Gründer von Feintool aus Lyss BE

In eine arme Familie in Zürich-Affoltern geboren, Lehre als Werkzeugmacher, gescheiterte Profiradsportträume, Co-Gründung ­einer Werkzeugfirma, aus der dann Feintool wurde.

40

Prozent aller Berufsleute in der Schweiz haben einen ­höheren Bildungsabschluss, obwohl nur knapp 20 Prozent der Jugendlichen ins Gym­ nasium gehen und über 70 Prozent eine Lehre ma­ chen. Viele von ihnen bilden sich später jedoch noch weiter.

25

Prozent aller Mädchen gehen ans Gymnasium, ihr Anteil in Gymi-Klassen beträgt im Schweizer Durchschnitt fast 57 Prozent. Dennoch ver­dienen sie im Schnitt am Ende meist weniger und ­haben geringere Aufstiegs­ chancen als Jungen. Quellen: Studie «Switzer-Land of Opportunity», NZZ, Avenir Suisse

­ agen.» Umso mehr, als ein Stuw dium in der Schweiz eher günstig sei. Männer schaffen es häufiger

Laut der Studie ermöglichen ­Berufe im Bereich der Wissenschaft, Technologie, Mathe­ matik, des Ingenieurwesens, aber auch in der Information, Kommunikation und im Banking den Aufstieg besonders gut. Die Kan­tone Genf, Zug und Zürich schneiden dabei am besten ab. «Je höher der Wirt­ schafts-­Output in einer Region, desto höher ist auch die soziale ­Mobilität», sagt Chuard, «denn am Ende braucht es nach der ­guten Ausbildung immer auch noch die passenden Jobs.»

Zudem zeigt die Studie deutliche Geschlechterunterschiede beim Einkommensfortschritt gegenüber der Elterngeneration: 54 Prozent der 40-jährigen ­Männer verdienen heute mehr als ihre Väter im gleichen Alter, aber nur 18 Prozent der 40-jährigen Frauen. Immerhin: 72 Prozent von ihnen haben ein höheres Einkommen als ihre Mütter im gleichen Alter. «Aber die Idee, dass es den Kindern automatisch finanziell besser geht als den Eltern, müssen wir wohl relativieren», sagt Chuard. MM Studie: Veronica Grassi, Patrick Chuard: «Switzer-Land of Opportunity: Inter­ generational Income Mobility in the Land of Vocational Education», Universität St. Gallen 2020; swopp.ch

Beat Zaugg (62), CEO des Veloherstellers Scott aus Freiburg

Als Sohn eines Bäckerpaars in Bern geboren, Lehre als Bauzeichner, Einstieg als Mitarbeiter bei Firma Scott, die er später nach und nach mithilfe von Bankkrediten übernehmen konnte und schliesslich zur Hälfte ­weiterverkaufte.


CRUISE HIGHLIGHTS 2021 MIT MEERSALZ ab nur 489.-

Das Kreuzfahrtenportal

e sichern n i b a k h c ns Jetzt Wu TRA SAVER zu EX e! herpreis Frühbuc 35%

zu

CRUISI FE

NG

SA

ie bis Sparen S

C ru i s e ce

nt

er . ch

ÖSTLICHES MITTELMEER & GRIECHISCHE INSELN

WESTLICHES MITTELMEER & NORKAP MIT SPITZBERGEN

8 TAGE ÖSTLICHES MITTELMEER 11.07. 18.07. 25.07. 01.08. 08.08 05.09

Kotor Brindisi

8 TAGE WESTLICHES MITTELMEER

16.05. 30.05. 06.06 13.06. 27.06. 04.07.

Venedig

Korfu

Piräus (Athen) Mykonos

12.09

19.09

26.09 03.10. 10.10

Barcelona

939 979 1‘149 1‘199 Balkonkabine B1 999 1‘049 1‘219 1‘259 Balkonkabine B2 Balkonkabine B3 1‘339 1‘389 1‘559 1‘599 Bus An-/Rückreise ab Schweiz 199.-

Messina La Valletta MSC Fantasia 4*

8 TAGE ÖSTLICHES MITTELMEER Dubrovnik Korfu Santorini

MSC Orchestra 4*

11.07. 18.07. 25.07.* 05.09.* 12.09. 19.09.

Neapel

Longyearbyen (Spitzbergen) Honningsvag (Nordkap) Tromso

29.05. 05.06. 12.06. 26.06. 03.07. 10.07.

Bari

23.05 30.05. 06.06 13.06. 27.06. 04.07.

Genua

Marseille

15.08

MSC Musica 4* Venedig

17.07. 24.07. 31.07. 07.08. 14.08. 04.09. 11.09. 18.09. 25.09. 02.10. 09.10. 16.10.

Balkonkabine B1 939 979 1‘149 1‘199 Balkonkabine B2 999 1‘049 1‘219 1‘259 Balkonkabine B3 1‘339 1‘389 1‘559 1‘599 Bus An-/Rückreise ab Schweiz 199.-

Hellesylt / Geiranger

Molde Flam

MSC Preziosa 4* ABFAHRTSDATEN 30.05 | 06.06 | 13.06 | 20.06* | 27.06* | 04.07 11.07 | 18.07 | 25.07 | 01.08 | 08.08 | 15.08

Mai bis August 2021 der Video von the Seas Odyssey of

Rom

Neapel Athen

26.09. 03.10. 10.10. 17.10. 24.10. September & Oktober Daten mit Tunesien statt Malta

489 569 619 859 Innenkabine I1 Aussenkabine O1 649 729 779 1‘019 779 859 899 1‘139 Balkonkabine B1 829 909 959 1‘199 Balkonkabine B2 1‘359 1‘449 1‘479 1‘719 Suite S3 Bus An-/Rückreise ab Schweiz 199.- | *+100.-

15 TAGE NORDKAP & SPITZBERGEN 10.06. - 21.06.2021 | 12 Tage* *leichte Routenänderung 21.06. - 05.07.2021 | 15 Tage 08.08. - 22.08.2021 | 15 Tage*

Innenkabine I1 Aussenkabine O1 Aussenkabine O2 Balkonkabine B1 Balkonkabine B2 Balkonkabine B3

Hamburg

Chania

EUROPA-PARK AUF SEE Odyssey of the Seas 5*

/ s a fe t y

Mykonos

Santorini

1‘750 1‘950 2‘030 2‘150 2‘270 2‘360

2‘047 2‘287 2‘407 2‘567 2‘687 2‘787

TAG REISEVERLAUF

1 2 3 4 5 6 7 8

2‘227 2‘477 2‘607 2‘777 2‘907 3‘027 AN

Rom Erholung auf See Santorini Mykonos Piräus, Athen Erholung auf See Neapel Rom

AB

17.00 12.00 23.00 07.00 22.00 06.00 20.00 08.00 18.00 05.00

*leichte Routenänderung

An-/Rückreise auf Anfrage Innen ab

Aussen ab

Balkon ab

759.–

969.–

1’079.–

Preise (CHF) pro Person bei Doppelbelegung, Vollpension an Bord. Detaillierte Beschreibung der inbegriffenen Leistungen sowie AGBs unter CruiseCenter.ch. Gültig bei Buchungen bis 15.09.2020 oder solange verfügbar. Preise können variieren. Routenänderungen vorbehalten. Weitere Daten und Kabinenkategorien auf CruiseCenter.ch.

www.CruiseCenter.ch - 044 350 89 89 CruiseCenter AG · Meierweg 3 · 8006 Zürich · info@CruiseCenter.ch

Profitieren Sie doppelt: Der Licence to Cruise Club-Rabatt ist kumulierbar mit den Reederei-Club-Reduktionen.


WESPENPLAGE | 31.8.2020 | 19

Unter Belagerung Sie sind lästig und nerven: Wespen. Dieses Jahr sind sie so zahlreich wie selten. Wie man die ungebetenen Gäste fernhält und was zu tun ist, wenn sie dennoch mal stechen. Text: Rüdi Steiner

Vorsorge

Wie fernhalten? Frisch gemahlenes Kaffee­pulver oder trockenen Kaffeesatz in ein feuerfestes Schälchen geben und anzünden. Weil Wes­pen keinen Rauch mögen, werden sie sich verziehen. Ätherische Öle von Pfef-

ferminz oder Lavendel in eine Duftlampe geben oder Nelkenköpfe in eine aufgeschnittene ­Zitrone stecken – und es herrscht Ruhe. Wespen mögen auch Tomaten und Basilikum nicht. Platzieren Sie den Esstisch also in die Nähe dieser Pflanzen.

Bild: pixelnest/iStock

Lassen Sie die Wespen glauben, es regne. Duschen Sie die Plagegeister mit einer Spritzpistole oder einer Sprühflasche.

Lenken Sie die Wespen ab, indem Sie angeschnittene Früchte, Konfitüre oder Ähnliches etwas entfernt vom Tisch aufstellen und die Tierchen damit weglocken. Lassen Sie keine Ess­ waren draussen liegen, decken Sie Nahrungsmittel ab, verschliessen Sie Süssgetränke mit ­einem ­Deckel, trinken Sie mit Strohhalm aus geschlossenen Gläsern. Wenn sich ein Insekt ­nähert: Ruhe bewahren, nicht fuchteln und auch nicht danach schlagen.

Gut zu wissen Dieses Jahr sind ­Wespen so zahlreich, weil die ­Königinnen wegen des milden Wetters schon im ­April statt erst im Mai aus der Winterstarre erwachten und deshalb früher mit dem ­Aufbau der Völker begannen. Wespen brauchen den Zucker reifer Früchte als «Flugbenzin». Für die ­Larvenaufzucht benötigen sie Protein. Dafür jagen sie meist andere Insekten. Nur die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe räubern zur Aufzucht Fleisch von ­unseren Tellern.

Nachsorge

Was tun bei Stichen? Duschen Sie die Einstichstelle so heiss es geht (mindestens 50 Grad). Durch die Hitze zerfallen die Eiweissmoleküle bzw. die Histamine des Wes­pengifts. Folge: Man spürt nichts vom Stich, und es gibt nicht einmal eine Schwellung. Alternativ kann man einen ­ ite-away-Stift aus der B Apotheke verwenden, der nach demselben Prinzip funktioniert. Auch Kälte hilft und ­bewirkt, dass sich nicht so viel Gift im Gewebe verteilt. Am besten ein Coolpack oder Eiswürfel nehmen, jeweils in ein Tuch gewickelt. Essigsaure Tonerde,

kühle Essigwickel oder Zwiebeln haben sich zur

Linderung ebenfalls ­bewährt. Wespenstiche können schmerzhaft sein. Grosse Probleme bereiten sie in der Regel aber nicht. Ganz anders verhält es sich mit Stichen im Mund und Rachen, sie können lebensbedrohlich werden. Die Schwellung kann so stark sein, dass sie die Atmung behindert. Deshalb sofort Eiswürfel lutschen, kalte Umschläge um den Hals legen und den Notarzt (144) rufen. Zum Arzt sollte man auch gehen, wenn die Schwellung grösser als eine Handfläche ist, nach drei Tagen noch keine Besserung eintritt oder es zu einer Infektion kommt. MM


20 | 31.8.2020 | PATCHWORKFAMILIE

Lieben und Leiden der Stiefmütter Das Bild der bösen Stiefmutter wirkt oft noch bis heute nach. Der Kampf dagegen ist mühselig. Fünf Frauen erzählen ihre Geschichte. Text: Anne-Sophie Keller  Bilder: Gabi Vogt

A

schenputtel», «Schnee­ wittchen», «Hänsel und Gretel» – diese ­Geschichten kennen alle, den gemeinsamen Nenner ebenso: Die böse Stiefmutter stört den Familienfrieden und tritt als lieb­lose Gegenfigur zur «richtigen» Mutter in Erschei­ nung. Kein Märchen, sondern Tatsache ist: Im realen Leben kämpfen Stiefmütter oft gegen dieses Image an. Denn sobald eine neue Frau in eine beste­ hende Familie kommt, birgt das viel Konfliktpotenzial. Im Gegensatz zu Stiefvätern, deren Aufgabe sich häufig auf den ­finanziellen Beitrag ­beschränkt, wird von ­Stiefmüttern sehr viel erwartet. So sollen sie sich zum Beispiel von Anfang an um ihre neuen Kinder k ­ ümmern, dürfen sich dabei aber ja nicht zu stark

ein­mischen. D ­ ieser Spagat ist anstrengend. Und nicht i­ mmer funktioniert die neue Familien­ konstellation auf Anhieb. Eine neue Verbündete

Für Regina Kühni (39) war klar: Ein Mann mit Kindern kommt ihr nicht in die Tüte! Prompt ­verliebte sie sich in den Vater von Zwillingen. Kurz darauf wird die Marketingberaterin aus ­Zürich selbst schwanger. Dass das Patchworkleben heute so gut funktioniert, hängt auch mit der Mutter der Kinder zusammen. Ganz einfach war es zu Beginn nicht: «Als wir die Kleinen mal abholen gingen, fand mein Mann, ich solle besser im Auto bleiben. Später stellte sich heraus, dass die Mutter mich gern kennengelernt hätte. Es gab viele solche Missver­

ständnisse.» Als Kühnis erste leibliche Tochter auf der Welt war, lud sie die Mutter der Zwil­ linge zum Kaffee ein. «Wir konn­ ten vieles klären und merkten, dass Kommunikationsprobleme oft durch den Vater entstanden waren. Männer kommunizieren anders und sehen gewisse Ver­ antwortlichkeiten nicht immer.» Nach dem Treffen erstellten die drei Elternteile auf Whats­ app einen Gruppenchat, in dem sie die Organisation der Kinder regelten. Somit waren fortan alle Elternteile informiert. Inzwischen verstehen sich Mutter und Stiefmutter gut. «Man muss alte Rollenbilder der Gesellschaft loslassen. Die Mut­ ter als Bestandteil der Familie respektieren und umgekehrt. Wir haben uns ausgetauscht und gemerkt, dass wir einige ähnli­

«Die Mutter der Kinder hat mich vom ersten Moment an gern gehabt. Das ist nicht selbstver­ ständlich!» Séghira Egli


PATCHWORKFAMILIE | 31.8.2020 | 21

«Beziehung braucht Zeit und Geduld»

Ria Eugster (62) ist in Stäfa ZH als Coach für Patchworkfamilien tätig. Vor 24 Jahren wurde sie selbst Stiefmutter. Ria Eugster, warum hält sich das Bild von der bösen Stiefmutter so hartnäckig? In Märchen kommt man das erste Mal mit diesem ­Begriff in Kontakt. Wenn man genauer hinschaut, sieht man, dass sich diese Frauen oft sehr aufopfern. Von uns Frauen wird erwartet, dass wir uns Mühe ­geben und gut mit Kindern umgehen können. Wenn man dann mal frustriert oder erschöpft ist und schnippisch wird, gilt man gleich als böse. Was raten Sie den Stiefmüttern? Viele Stiefmütter wollen alles perfekt machen und ­geben dabei zu viel. Das führt zu Frustrationen. ­Stiefmütter sollen nicht nur zu den Kindern, sondern auch zu sich selbst schauen. Lernen, sich abzugrenzen und die anfängliche Ablehnung der Kinder nicht persönlich zu nehmen. Die Beziehung zu ihnen aufzubauen, braucht viel Zeit und Geduld.

che Ansichten haben.» Diese ­Synergien haben vieles zum ­Positiven verändert. «Die Zwillinge sind ja ständig in einem ­Loyalitätskonflikt. Dürfen sie mich gern haben, oder tut das ­ihrer Mutter weh?» Dieser Druck sei nun von ihnen abgefallen. Patchworken als Extremsport

Die leibliche Mutter war auch für Séghira Egli (42) ein zentraler Erfolgsfaktor: «Sie hat mich vom ersten Moment an gern gehabt. Das ist nicht selbstverständlich!» Egli lernte ihren Mann vor neun Jahren kennen. «Zehn Minuten später fragte er mich, ob ich Kinder mag. ‹Klar!›, sagte ich. Daraufhin zeigte er mir ein Bild seiner Kinder, und die waren total herzig.» Nach zwei Wochen folgte das erste Treffen mit den Buben, ­damals drei und fünf Jahre alt.

Als Egli selbst schwanger wurde, war für sie klar: Als Gotti ihrer Tochter kommt nur die Mutter der Buben infrage. «Dass sie ­eingewilligt hat, bedeutet mir sehr viel.» Die Mut­ter der Buben ist zudem nicht nur G ­ otti, sondern selbst Stiefmutter – was die Patchworkfamilie noch grösser macht. Und einiges an Planung verlangt, auch, was die Verein­ barkeit von Beruf und Familie betrifft: Séghira Egli arbeitet vollzeit als Projektleiterin bei der Migros. Auch finanziell teilen sich die Eltern die Verantwortung für die Kinder auf. «Wir wollen, dass die drei eines Tages zueinander schauen und die ­gleichen Rechte haben.» «Gewisse Dinge durchstehen» Auch Carla Schult­hess (30) hatte

einen guten Start. «Mein Stief­

Was sollen die Väter tun? Sie müssen der neuen Frau einen Platz in der Familienkonstellation geben. Es ist wichtig, dass die Kinder ­wissen, dass die Stiefmutter auch Bedürfnisse und etwas zu sagen hat. Wenn sie diesen Support nicht hat, muss sie sehr kämpfen. Nur wenn die Väter zur Stiefmutter stehen, können Kinder sie akzeptieren. Was kann die Mutter beisteuern? Sich zuerst mal friedlich von ihrem Ex-Mann trennen und nicht in der Opferrolle verharren. Und sich bewusst sein, was sie ihren Kindern antut, wenn sie gegen die neue Beziehung arbeitet. Die Mutter verliert ihre Kinder nicht, diese Liebe bleibt. Und es gibt auch Vorteile: Sie darf die neu gewonnene Zeit geniessen, wenn die Kinder beim Vater und bei der Stiefmutter sind. Und worauf könnten die Kinder achten? Sie sollen wissen, dass sich Väter und Stiefmütter für sie grosse Mühe geben. Und bei grösseren Kindern: Es darf sie sogar entlasten, dass sie sich um den Vater keine Sorgen machen müssen. Was hat Ihnen als Stiefmutter geholfen? Ich war so wahnsinnig verliebt in meinen Mann, dass ich wusste: Auch in den schwierigsten Zeiten ­werden wir das schaffen. Eine Trennung war nie eine Option. Wir sind glücklicherweise beide M ­ enschen, die nicht gleich davonlaufen, wenns mal nicht rund läuft. Diese gemeinsame Zuversicht hat uns durch viele schwierige Momente getragen.


22 | 31.8.2020 | PATCHWORKFAMILIE

sohn war erst zwei und die Stieftochter fünf Jahre alt, als ich ­ihren Vater kennenlernte. Mit der Heirat im Jahr 2018 sagte ich auch Ja zu seinen ­Kindern», erzählt die Berner ­Sozialarbeiterin. Am Tag nach der Hochzeit machte sie einen Schwangerschaftstest: positiv. Es folgten eine schwierige Schwangerschaft und eine ebenso schwere Geburt. Das hatte auch mit der Doppelbelastung zu tun: «Als Stiefmut-

ter hast du den ganzen Stress der kurzen Nächte und des Aufräumens. Aber man wird nicht anerkannt.» Beklagen dürfe man sich nicht, denn man habe ja «gewusst, ­wo­rauf man sich einlässt». Doch im Detail wisse man es nie, sagt Schulthess heute. Ihre Stief­k inder finden heute auch nicht mehr alles toll, was die Stief­mutter macht. Die Patchwork­familie muss sich neu

­finden: Wer räumt das Zimmer auf? Die Kinder? Der Papa? Die Stief­mutter? «Sechs und neun Jahre sind kein einfaches Alter. Das Baby ist m ­ omentan fast am pflegeleichtesten», sagt Schulthess schmunzelnd. Für sie müssen auch schwie­rige Tage und Phasen Platz haben. «Es ist okay, wenn die Ältere hässig auf mich ist – es ist am einfachsten, auf die Stiefmutter wütend zu sein.» Im Moment

tue das weh. Im Austausch mit anderen Stiefmüttern habe sie aber erkannt, dass sie das nicht persönlich nehmen müsse. Die Herausforderungen habe sie dennoch unterschätzt: «Ich dachte, ein grosses Herz würde reichen. Aber es braucht Reflexion, immer wieder. Wie nehme ich Dinge weniger persönlich? Wo mische ich mich ein? Wo l­ asse ich Raum?» Ihre leibliche Tochter ist mittler­weile 16 Monate alt und versteht noch nicht, warum ihre neuen Geschwister manchmal da sind und manchmal nicht. Schulthess ist es wichtig, von Geschwistern und nicht von Halbgeschwistern zu sprechen. «Dieses Vokabular schafft für die Kinder nur Distanz, wo keine ist.» Für die Mutter und Stief­ mutter ist klar: «Jede zwischenmenschliche Beziehung ist ein Prozess. Man muss dranbleiben.» Happy End der anderen Art

Manchmal funktioniert das aber nicht: Als B. D. vor 12 Jahren mit ihrem damaligen Partner zusammenkam, hatte sie bereits Teenager und er drei kleine Töchter. Alle stürzten sich mit Enthusiasmus ins Abenteuer Grossfamilie. Die Stiefkinder kamen oft vorbei und waren in allen Ferien dabei. «Ihr Vater und ich hatten jedoch unterschiedliche Erzie­hungs­ methoden. Das war schwierig», erzählt D. Als die eigenen Kinder auszogen, fühlte sie sich allein: «Die andere Familie war sehr dominant, wir hatten nur alle zwei Wochen ein Wochenende für uns als Paar. Ich hatte nie grosse Ansprüche, hätte mir aber gewünscht, dass seine Kinder ­meinen Geburtstag nicht vergessen. Solche Dinge haben mich

«Wie nehme ich Dinge weniger persönlich? Wo mische ich mich ein?» Carla Schulthess


PATCHWORKFAMILIE | 31.8.2020 | 23

«Man muss die Mutter als Bestandteil der Familie respektieren.» Regina Kühni

Anzeige

20% auf alle I am HaarpflegeProdukte und I am Colorationen ab 2 Stück.

ab 2 Stück

20% I am-Haarpflege und -Colorationen (ohne Mini-Size, Mehrfachpackungen, Natural Cosmetics, Accessoires und Bürsten), z.B. Professional Dry Shampoo, 200 ml, 5.45 statt 6.80, gültig bis 14.9.2020

Bei diesem Angebot sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOT GILT NUR VOM 1.9. BIS 14.9.2020, SOLANGE VORRAT

sehr ­verletzt.» Aus Verletzung wurde Wut. «Ich hätte mir vom Partner Rückgrat erhofft. Er sagte s­ einen Töchtern, sie sollen sich b ­ enehmen, ‹sonst wird sie wieder hässig›. Das geht nicht. Wenn mein Partner nicht zu mir steht, ist das keine Liebe.» Das Z ­ uhause fühlte sich bald wie ein Schlachtfeld an. B. D. ver­liess es schliesslich. Zwei ­Monate nach der Scheidung verspürt sie eine grosse Erleichterung: «Natürlich war es schwierig, mein Leben mit e­ inem neuen Job und einer ­neuen Wohnung neu einzurichten. Aber ich habe es allein geschafft.» Als unglücklich würde sie ihre Geschichte nicht bezeichnen: «Für mich ist es ein Happy End. Ich habe nun viel Zeit für meinen Job, meine Tochter, mein erstes Grosskind.» Einen Wunsch hat sie: «Vielleicht realisieren meine ehemaligen Stiefkinder eines Tages, dass ich es nur gut gemeint habe.» MM


20% günstiger 1.9. – 7.9. 2020

Die Big Packs von M&M’S und Maltesers : ®

®

ENDLICH MAL

GENUG FÜR ALLE!

20% 9.25 statt 11.60

20% M&M’S® Party Pack 1 kg (100 g = 0.93)

6.30 statt 7.90

Maltesers® Maxi Pack 400 g (100 g = 1.58)

Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. MMS_PartyPack_MM-Ins_Aktion_1-2_dfi.indd 1

26.08.20 13:48

20 % Rabatt 1. 9. – 7. 9. 2020

Tartare – der frische intensive Kräutergeschmack, der Ihre Mahlzeit verfeinert

Duo-Pack

20% 4.20

Fingerfood Aubergine und Tartare

statt 5.20

Alle Rezepte auf

J‘aime le fromage.ch Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.

Tartare Kräuter & Knoblauch 2 x 150 g


KOLUMNE | 31.8.2020 | 25

Schleck und weg

1, 2 ODER 3 ? Neben unserer Überbauung befindet sich eine Brache, wo ­Nachbarn gärtnern und Kinder ihre Freiheit geniessen. Für einige Wochen ist der Platz nun zu einer Partyzone ­geworden. Ess- und Trinkstände, ­gemütliche Sitz­ecken und Kissen auf ­Holzpaletten laden zum Verweilen ein. Bei den Kindern besonders beliebt ist die pinkfarbene Gelateria auf drei ­Rädern. An einem Freitagabend fragt mich der Grosse (9), ob ich mit ihm noch ein bisschen in den Ausgang komme. Ein Gelato für ihn, einen Drink für mich. Mir gefällt die Idee, und so ziehen wir zusammen los. Er entscheidet sich für eine Schokoladen-Fior-di-Latte-­ Komposition, ich für den Trenddrink Giselle, der mir bis anhin entgangen ist. Wir sitzen in einer Blumenlaube und plaudern, und ich denke: Das sollten wir öfter machen. Ich erfahre mehr über ­seine neue Klasse als während der ganzen vergangenen Woche. Nach dem letzten Schleck steht der Grosse abrupt auf: «Bis später!» Sagts und weg ist er. Und jetzt? MM 1 Ich gönne mir noch einen Giselle.

Illustration: Lisa Rock

2 Ich mache mich auf die Suche nach

a­ nderen versetzten Eltern und «giselle» mich zu ihnen. 3 Ich pfeife den Grossen zurück.

Monica Müller (45) hat zwei ­Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Antwort 2: Ich bin tatsächlich nicht die Einzige, die sich selbst überlassen worden ist. Ich amüsiere mich prima mit den Eltern der anderen kleinen Partygänger, die sich ebenfalls bestens vergnügen. Anzeige

Das Richtige tun

Wenn Armut ihr Gesicht zeigt Erfahren Sie mehr über Lilian: caritas.ch/uganda

Lilian Ariokot (25), Bäuerin in Uganda, überwindet den Hunger


26 | 31.8.2020 | MEINE MIGROS

Gebackener Camembert mit Trauben Kleine Mahlzeit für 4 Personen 150 g Trauben, z. B. rosé und weiss 50 g dunkle Oliven, z. B. Kalamata 40 g gemischte Nüsse, z. B. Hasel- nüsse, Baumnusskerne, ­ Pekannüsse 4 Zweige Thymian 1 EL Butter 1 Prise gemahlene Gewürznelken 3 EL Honig 250 g Camembert 1 Baguette Fleur de sel Pfeffer

Renzo Gaio weiss genau, woher die Tafeltrauben in der Migros stammen. Er war schon in vielen Anbaugebieten zu Besuch.

1. Backofen auf 200 °C vorheizen. Trauben halbieren. Oliven mit dem Boden einer Tasse andrücken, hal­ bieren und Kerne entfernen. Nüsse grob hacken. Von der Hälfte des ­Thymians die Blättchen abzupfen, Rest beiseitelegen. Butter schmelzen. Nüsse und Trauben, Oliven, Thymianblättchen und Gewürznelkenpulver kurz darin anbraten. Honig dazu­ geben, 2–3 Minuten köcheln lassen.

«Viel Wärme und trockenes Klima» Tafeltrauben benötigen spezielle Bedingungen. ­Migros-Einkäufer Renzo Gaio zum Start der ­Hauptsaison über Angebot, Qualität und Ernte.

2. Camembert in eine ofenfeste Form legen. Mit einem grossen Teil der Traubenmischung belegen und ca. 10 Minuten in der Ofenmitte backen. Baguette in Scheiben schneiden und im Toaster oder auf ein Blech verteilt ebenfalls im Ofen rösten. Käse mit Fleur de sel und Pfeffer bestreuen, mit restlichem Thymian garnieren und heiss servieren. Restliche Trauben-Nuss-Mischung dazu servieren.

Interview: Claudia Schmidt Bild: Roger Hofstetter

Welche Tafeltrauben gibt es in der Migros? Derzeit führen wir je nach Region bis zu zwölf Sorten: weisse, blaue und rosé, kernarm und mit Ker­nen, aus Bioanbau. Wie werden sie geerntet? Alle von Hand. So werden nur reife Früchte geerntet. Denn Trauben reifen nicht nach. Besonders beliebt ist die Uva Italia. Was macht sie aus? Sie ist besonders aromatisch. Die runde Traube hat einen ­feinen Muscat-Geschmack. Der leicht weissliche Belag ist ebenfalls ein Qualitätsmerkmal: Der sogenannte Duftfilm hält die Traube länger frisch. Die Sorte Uva Italia gibts auch in Sélection-Qualität. Was macht eigentlich den ­Unterschied aus?

Zum einen das grüne Stielgerüst, zum anderen besonders grosse, gleichförmige Früchte, die zudem deutlich süsser schmecken als die Standard-­ Uva-Traube. Nur wenn die Trauben diese Kriterien ­er­füllen, kommen sie unter der Marke «Sélection» in die Läden. Warum sind so wenig Schweizer Trauben erhältlich? Es gibt regional zeitweise Schweizer Trauben, zum Beispiel Chasselas. Die stammen eigentlich aus dem Weinbau. Für Tafeltrauben braucht man viel Wärme und vor allem ein trockenes Klima. Die Tafel­ trauben der Migros kommen aus Sizi­lien, Apulien und der Provence. Mit den Klima­­be­­din­gungen dieser Standorte können wir nicht mithalten. Wie stellt die Migros die ­Qualität sicher? Durch geschultes Personal vor Ort und genaue Produktanforderungen. Da wir direkt beim Produzenten kaufen, stellen wir auch die Frische sicher.  MM

Bilder: Dan Cermak (Portrait), Fotostudio MGB, Styling: Ruth Küng

Renzo Gaio, wie lange dauert bei Trauben die Hauptsaison? Von August bis November bieten wir ein vielfältiges Sortiment an europäischen Trauben an.

TIPPS Mengen für ein Hauptgericht verdoppeln. Dazu passen gekochte Kartoffeln («Gschwellti»). Nach Be­ lieben mit frischen Trauben servieren. Zubereitung ca. 15 Minuten  Einsteiger + ca. 10 Minuten backen Vegetarisch Preis: günstig

Pro Person ca. 22 g Eiweiss, 27 g Fett, 49 g Kohlenhydrate, 2200 kJ/520 kcal

Trauben Uva Italia, Italien*, ­ pro kg Fr. 3.20 statt 4.–

Trauben Lavallee, Frankreich* Aktueller Tagespreis


MEINE MIGROS | 31.8.2020 | 27

Aktion 20 % auf alle Trauben im ­Offenverkauf vom 1. bis 7. September

Bio-Trauben weiss und kernlos, Italien/Spanien, Schale à 500 g Aktueller Tagespreis

Trauben Red Globe, Italien* Aktueller Tagespreis

Trauben Uva Italia Sélection, Italien* Aktueller Tagespreis

* Offenverkauf

Migusto ist die Kochplattform der Migros. www.migusto.ch


28 | 31.8.2020 | RUBRIK

Salat in der Senkrechten Das Start-up Growcer verbindet Technologie und Landwirtschaft. Ein Besuch auf der ersten Vertical Farm der Schweiz. Text: Dinah Leuenberger  Bilder: Basile Bornand

E

in Salatkopf, der in einem Monat heranwächst. Kräuter, bei denen zwischen der Ernte und der Ankunft in der Migros-Filiale keine Stunde vergeht. Unmöglich? Nicht beim jungen Unternehmen Growcer, das hinter dem Basler Bahnhof SBB «Vertical Farming» betreibt und die Migros-Filiale im MParc Basel mit Gemüse beliefert. Vertical Farming bedeutet: Das Gemüse wächst in einer Halle in die Höhe anstatt in die Breite wie sonst auf dem Feld. An drei Meter hohen «Türmen», die mit Kokos­ wolle und Torf gefüllt sind, gedeihen Schnittsalat, Wasabi-Rucola und

Das Licht wird genau geregelt. Mit einem hohen Rot-­ anteil wächst das Gemüse besonders gut in die Höhe.


VERTICAL FARMING | 31.8.2020 | 29

Fakten zum Vertical-Farming von Growcer

Im Ernteraum entfernen die ­Angestellten von Growcer das ­Gemüse aus den Türmen und ­verpacken es in die Schälchen, die kurz darauf im Laden stehen.

Kurze Transportwege Die Farm befindet sich in Nähe zum Konsumenten. So sind die Produkte frisch und die Transportwege kurz, was den Verderb reduziert und CO2 einspart. Ressourcenarm Vertical Farming ist wetter­ unabhängig und platzsparend möglich. Es werden bis zu 90 Prozent weniger Wasser als in der konventionellen Landwirtschaft benötigt. ­Ver­tical Farming benötigt Strom, ­allerdings kommt der aus Wasserkraft und Sonnen­ energie.

Kräuter unter idealen Be­din­gun­ gen, bis sie nach etwa vier Wochen erntereif sind und dabei noch mehr Nährstoffe als üblich aufweisen. In den USA und in Asien längst bekannt, ist diese Form der Land­ wirtschaft in der Schweiz noch neu. «Im Drehkreuz zwischen Klima­ wandel, Migration und Ernähr­ungs­ unsicherheit lohnt es sich, auch in der Landwirtschaft die Technologie einzusetzen», sagt Marcel Florian. Der 27-Jährige ist Gründer und CEO von Growcer und fasziniert von In­ novationen. Vor der Gründung von Growcer hatte er bereits erfolgeich zwei Technologiefirmen auf die ­Beine gestellt. Typisch für seine Genera­tion, hat er sich irgendwann die Sinnfrage gestellt: «Ich wollte das Thema der ressourcenschonen­ den Nahrungsmittelproduktion und die Herausforderungen in der Land­ wirtschaft angehen. Darum habe ich im Februar 2019 Growcer gegründet. Wir können ein Teil der Lösung sein.» Im Start-up arbeiten heute 15 Perso­ nen, viele aus dem IT-Bereich, aber auch Agronomen, käufmännische

Angestellte und Personen, die sich um Aussaat und Ernte kümmern. Der Natur auf die Finger geschaut

Beim Betreten der sogenannten Kammern, in denen das Gemüse wächst, wird sofort klar: Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Ein ausgeklügeltes Bewässerungs­ system versorgt die Pflanzen. Im hermetisch isolierten Raum herrscht ein konstantes, fast tro­ pisches Klima – 29,5 Grad am Tag, 18 Grad in der Nacht, 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Das violette Licht kommt von LED-Lampen, die an die Bedürfnisse der einzelnen ­Gemüsesorten angepasst sind. Bläulich leuchten sie für Kräuter, rötlich, wenn Gemüse in die Länge wachsen soll. Diese optimalen Be­ dingungen sorgen dafür, dass einige Gemüse fast doppelt so schnell ge­ deihen wie auf dem Feld. Vor allem kann Growcer das ganze Jahr über und somit auch antizyklisch produ­ zieren, wodurch Importe reduziert werden können. «Wir haben uns die Natur ganz genau angeschaut und

«Vertical Farming kann ein Teil der Lösung sein, wie wir künftig alle Menschen der Welt ernähren.» Marcel Florian Gründer und CEO Growcer

Bio oder nicht? Bioprodukte müssen in der Erde wachsen. Darum haben die Growcer-Produkte kein Biolabel. Die Erwar­ tungen an Bio werden jedoch ­übertroffen, da neben der ökologischen Anbauweise grund­sätzlich auf Pestizide ­verzichtet werden kann und die Pro­dukte das ganze Jahr über aus der Region kommen. Roboter statt Mensch? Aktuell gibt es bei Growcer zwei Roboter, die repetitive und mühsame Arbeiten wie das Herausheben der Pflanzen übernehmen. Dies erleichtert die Arbeit der ­Menschen. Die Farm wird aber niemals ganz ohne ­Menschen auskommen. Vitamine und Nährstoffe Der Vitamin- und Nährstoff­ gehalt ist bei den Produkten grundsätzlich höher als beim konventionellen Anbau, da das Gemüse schneller und ­frischer im Laden ankommt. Zudem wachsen die Pflanzen wegen der optimalen Anbau­ bedingungen nährstoffreich. Geschmack Da das Gemüse konstant den besten Bedingungen aus­ gesetzt ist, hat es neben dem ­hohen Nährstoffgehalt einen vollen, intensiven Geschmack.


Pflanzen to go. 20x PUNKTE

20x PUNKTE

Neu 5.50

V-Love Rainbow Veggies-Sandwich 210 g, gültig bis 14.9.2020

20x PUNKTE

Neu 5.95

V-Love Bacon StyleSandwich

ve und i t a n r e t l A k Spec Mit veganer lichem Protein. viel pfl anz

200 g, gültig bis 14.9.2020

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur bis 14.9.2020, solange Vorrat

Neu 5.95

V-Love SchnitzelSandwich 230 g, gültig bis 14.9.2020


VERTICAL FARMING | 31.8.2020 | 31

holen jetzt das Beste aus ihr heraus», erklärt Florian. An einem Bildschirm, d ­ irekt neben den Kammern, demonstriert er, wie sich die einzelnen Elemente haargenau ­einstellen lassen: die LED-Lampen, die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit oder die Bewässerung. Am ­selben Ort werden individuelle ­Eti­ketten für das frisch geerntete ­Gemüse ausgedruckt. Darauf ­befindet sich ein QR-Code, mit dem die Kunden mehr über das Produkt erfahren können: wann und wo es gesät, wann es geerntet und verpackt ­wurde. Bald sollen dort auch Infos zum Nährstoff­gehalt, zum CO2-Verbrauch und Rezepttipps enthalten sein. Was das normale Feld nicht schafft

Growcer hat nicht die Absicht, eine Konkurrenz zur herkömmlichen Landwirtschaft zu sein. Im Gegenteil: «Wir produzieren aktuell nur etwa ein Prozent der Menge an Blattgemüse, das für die Migros ­Basel benötigt wird», sagt Florian. Vielmehr sei das Ziel, möglichst ­antizyklisch zu arbeiten, also dann zu ernten, wenn ansonsten von weit her Ware importiert werden müsste. Oder auch Sorten anzubauen, die es hier normalerweise im Land nicht gibt: «Beispielsweise wächst unser Thai-Basilikum ganzjährig. Bisher musste er aus Asien importiert ­werden.» Interessant ist auch, was die Kunden am häufigsten kaufen: «Der Spitzenreiter ist der schmackhafte Wasabi-­Rucola», verrät der Jung­unternehmer. Aktuell kostet das Produkt Fr. 3.95 pro Packung. Künftig will Growcer auch für andere Migros-Genossenschaften produzieren, ein zweiter Standort in der Region St. Gallen ist in ­Planung. Er ist nötig, damit die Transportwege möglichst kurz ­bleiben. Und auch für Weihnachten hat sich Growcer etwas überlegt: «Kaufen wir Gemüse und Früchte, die nicht Saison haben, haben wir zwar ein schlechtes Gewissen, aber wir kaufen sie trotzdem. –Das schlechte Gewissen wollen wir den Konsumenten nehmen.» Darum baut Growcer gerade Erdbeeren an. Ein Weihnachtsgeschenk aus der ­Region, ohne schlechtes ­Gewissen. MM Wer Vertical Farming selbst entdecken möchte, kann sich ab Mitte August auf growcer.com für eine kostenlose Führung anmelden.

Im Nebenraum (oben) wachsen die Setzlinge ­einige Tage heran, bevor sie auf der Farm ihre finale Grösse erreichen. Gründer Marcel Florian (unten) tüftelt in der ­Ver­tical Farm an optimalen ­Bedingungen für Gemüse. Bald folgt ein zweiter Standort in St. Gallen.

«Wir arbeiten antizyklisch und importieren keine Ware von weit her. So nehmen wir den Kunden das schlechte Gewissen, wenn sie nicht saisonale Produkte aus der Region kaufen.» Marcel Florian Gründer und CEO Growcer


32 | 31.8.2020 | SALAT

Vielseitiges Grünzeug

Salat muss nicht immer als Salat auf den Tisch kommen. Servieren Sie ihn stattdessen doch mal als Bowl, Pesto-Sauce oder Tarte. Unsere Rezepte enthüllen die geheimen Talente von Rucola, Federkohl und Kopfsalat. Text: Dinah Leuenberger Rezepte: Migusto

Pouletspiess mit Kräutersalat Hauptgericht für 4 Personen 8 marinierte Pouletspiesse Kebab à 130 g 1 Bund Petersilie 1 Bund Dill ½ Bund Pfefferminze 3 EL Olivenöl 2 EL Zitronensaft Salz 12 Weizenfladenbrote à ca. 35 g 250 g Snackgurken 80 g Granatapfelkerne 12 eingelegte Peperoncini

Spaghettini mit RucolaKopfsalatPesto Hungerkiller mit ganz viel Grün: Diese Spaghettini mit Pesto aus Rucola und Kopfsalat schmecken zum Hineinlegen fein – delikat und herzhaft zugleich. Rezept auf migusto.ch

1 Grill auf 200 °C vorheizen.

Pouletspiesse bei mittlerer ­Hitze rundum ca. 10 Minuten durchgrillieren. 2 Kräuterblätter von den ­Stängeln zupfen. Mit Öl und ­Zitronensaft mischen. Mit Salz abschmecken. 3 Fladenbrote aufbacken oder kurz auf dem Grill anrösten. 3 Gurken vierteln. Pouletspiesse mit Fladenbrot, Kräutersalat, Gurken, Granatapfel und ­Peperoncini servieren. Dazu passt Joghurt nature.


SALAT | 31.8.2020 | 33

Grüne Salat-Bowl Grün in Grün präsentiert sich die Salat-Bowl mit Broccoli, Avocado, Apfel, Kohlrabi, Kiwi, Gurke, Lattich und Reis, garniert mit Erbsen und Basilikum. Rezept auf migusto.ch

Avocado-Rucola-Tarte Diese Tarte hat es in sich: Auf einen RuchmehlHaselnuss-Boden kommen eine Feta-Masse mit Qimiq und Sauerrahm sowie Avocado, Randen und Rucola. Rezepte auf migusto.ch

Anzeige

Federkohlsalat mit Apfel, Mango und Mandeln Vorspeise für 4 Personen 4 EL Mandelscheiben 1 Mango 300 g feiner Federkohl 4 EL Olivenöl 4 EL Apfelessig 1 säuerlicher Apfel Salz und Pfeffer 1 Schalotte

Bilder: Migusto

1 Mandelscheiben in einer be­

schichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Fruchtfleisch der Mango vom Kern lösen und in Würfelchen schneiden. 2 Feder­kohl rüsten, grobe Blatt­ rippen entfernen. Federkohl­ blätter in feine Streifen schneiden. Mit Öl und Essig in eine Schüssel geben, ca. 2 Minuten gut ver­ kneten. Apfel an der Röstiraffel direkt dazureiben. Mangowürfel­ chen beigeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 3 Salat ca. 30 Minuten ziehen lassen. Schalotte in feine Ron­ dellen schneiden. Salat mit Mandelblättchen und Schalot­ ten anrichten und servieren.

Federkohlblätter schmecken auch als Chips: mit Öl beträufeln, würzen und ca. 30 Minuten bei 120°C im Ofen trocknen.


20% auf das gesamte You Sortiment.

20% Gesamtes You Sortiment z.B. Skyr Vanille, 170 g, 1.35 statt 1.70

Bei diesem Angebot sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOT GILT NUR VOM 1.9. BIS 7.9.2020, SOLANGE VORRAT


GENUSS | 31.8.2020 | 35

Wissensbissen

Bohnen

e f l i h n e n n a f P

Meine amerikanischen Cookies zerlaufen im Ofen. Wie kann ich das verhindern?

Der Cookie-­Teig muss für die Verarbeitung gut gekühlt sein. Gleiches gilt nachher für die rohen Cookies auf dem Backblech. Ist im Kühlschrank kein Platz dafür, kann man das Blech auch für e ­ inige Minuten im Tiefkühler lagern. Zum Portionieren ­bietet sich übrigens die Eiskelle an. Damit lassen sich hübsche Halb­kugeln formen, die natürlich ein kleinwenig verlaufen sollen. Ist der Teig schön kühl, breiten sich die Cookies weniger schnell auf dem ­ Blech aus und erhalten die gewünschte Form.

Rückruf

Illustrationen: Felice Bruno, iStock

M-Classic Happy Hour Rösti Balls Die Migros ruft M-Classic Happy Hour Rösti Balls zurück, weil sie kleine rote Glasteile enthalten können. Kundinnen und Kunden werden gebeten, dieses Produkt nicht zu ­konsumieren. Sie können es in eine Migros-Filiale zurückbringen, wo ihnen der Verkaufspreis erstattet wird. Artikelnummer: 160178700000 Haltbarkeitsdatum: 07.2021, 09.2021, 10.2021

... entdeckt man jetzt wieder in allen Gemüseläden und vielen privaten Gärten. Ob grüne Lange oder breite Coco-Bohnen, frisch gepalt oder ­getrocknet: In den meisten Länderküchen haben die Hülsenfrüchte einen Stammplatz auf dem Speiseplan. Lediglich für Fans der Rohkostküche sind sie tabu, denn Bohnen müssen v­ or dem Genuss zwingend gekocht werden, da sie sonst den Magen v­ erderben und schlimmstenfalls sogar eine Vergiftung hervorrufen können.

Anzeige


36 | 31.8.2020 | RECYCLING

So wird aus CO2 Putzmittel Die Erde hat Fieber

Die Temperaturen auf un­serem Planeten steigen ­immer weiter. Schuld daran ist das Gas CO2, das etwa durch den Flugverkehr oder die Schwerindustrie massenhaft in die Atmo­­sphäre gelangt. Das führt zu einem weltweiten Treibhauseffekt.

Mit einer neuen Methode lässt sich das gefürchtete Klimagas rezyklieren: In Stahlwerken wird Alkohol daraus gewonnen, den die Migros-Industrie für die Produktion von Putzmitteln verwendet. Text: Michael West

Saubere Sache

Was dagegen nützt

Die wichtigste Medizin gegen den Klimawandel ist es, CO2 gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Migros leistet hier ihren B ­ eitrag, indem sie Güter wenn immer möglich auf dem Schienenweg ­befördert oder auf Gebäudedächern Fotovoltaikanlagen betreibt. Viele weitere Beispiele liessen sich aufzählen.

Die neue Methode kommt vorerst in einem Stahlwerk in der nordchinesischen Provinz Hebei zum Einsatz. Ende des nächsten Jahres wird CO2 dann auch in einer modernen Stahlfabrik im belgischen Gent aufgefangen und vergärt. Die Migros-Tochter Mibelle Group nutzt bereits heute den umweltfreundlich gewonnenen Alkohol. Sie produziert damit Putzmittel der Marken Potz und ­Migros Plus. 2020 wird sie rund 80 Tonnen dieses ­Ethanols verarbeiten. Das sind 30 Prozent des Alkohols, die das Unternehmen jährlich für die Herstellung von Putzmitteln benötigt. Im Lauf der folgenden zwei Jahre ­sollen es dann 100 Prozent werden.

Nützliche Winzlinge

CO2 einfach einfangen

Es gibt weltweit jedoch grosse Industriesparten, in denen der Ausstoss von CO2 unvermeidlich ist – etwa bei der Produktion von Stahl. Hier kommt eine neue Methode des amerikanischen Start-up-Unternehmens LanzaTech zum Einsatz: Das CO2 wird komprimiert und in Behältern vergärt. Als Produkt entsteht dabei flüssiger Alkohol.

Diese Verwandlung ist möglich, weil in den ­Be­hältern spezielle Mikro­ organismen am Werk sind: Sie ernähren sich von CO2 und sorgen so für die ­Vergärung. Die Winzlinge sind uralte Lebens­formen, die unseren Planeten schon bevölkerten, als seine Atmosphäre noch grösstenteils aus CO2 bestand.


Film anschauen

RECYCLING | 31.8.2020 | 37

Ein kurzes Video zeigt, wie aus CO2 ­zuerst Alkohol und dann Putzmittel wird: www.migmag.ch/ mibelle

Und der Transport?

Plastik aus Alkohol

Doch wie gut ist es fürs Klima, Alkohol aus China in die Schweiz zu befördern? «Wenn man die gesamte Öko­ bilanz des Alkohols ­betrachtet, fällt die Anlieferung trotz des langen Weges kaum ins Gewicht», ver­sichert Held­ maier. Kontrolliert wird diese Ökobilanz im Rahmen ­einer unabhängigen Studie des Unternehmens Carbotech AG. Auch die Umweltorganisation WWF spricht sich für die neue Technologie aus. Künftig könnte die Alkohol­ produktion aus CO2 teilweise auch in der Schweiz statt­ finden – zum Beispiel in Kehrichtverbrennungsanlagen.

Die Pläne der Mibelle Group sind ehrgeizig: Nicht nur für Putzmittel, sondern auch für deren V ­ erpackung will sie künftig Ökoalkohol nutzen. Die Putzmittelflaschen ­bestehen aus Kunststoff (PET und PE). Für die Herstellung dieser Kunst­ stoffe lässt sich Erdöl verwenden – oder eben ­Alkohol aus rezykliertem CO2. MM

Anzeige

Illustrationen: TrueStory AG

Weg vom Zucker

Bisher wurde der Alkohol für Putzmittel oft aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr ge­ wonnen. Problematisch war vor allem die Herkunft des Zuckerrohrs: Es stammte oft von Plantagen in Brasilien, für die man ­zuvor Regenwald gerodet hatte. «Für die Herstellung des neuartigen Alkohols sind nun keine landwirtschaftlichen Nutz­ flächen mehr nötig», erklärt Susanne Held­ maier (53), Innovationsverantwortliche für Forschung und Entwicklung bei der Mibelle Group. «Wir schonen so Ressourcen und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz.»


Aktion 1.9. – 14.9.2020

Duo Pack

3er-Pack

20%

25%

Kneipp Handcremen im Duo-Pack

Kneipp Duschen im 3er-Pack

z.B. Sensitiv-Handcreme, 2 x 75 ml, 11.00 statt 13.80

z.B. Duschbalsam Mandelblüte, 3 x 200 ml, 12.35 statt 16.50

Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.

Axanova – für Muskeln und Gelenke Starke Wirkung – sofort spürbar

20%

1. 9. – 14.9. 2020

Gesamtes Axanova Sortiment z.B. Axanova Hot Gel, 125 ml, 11.80 statt 14.80

20% Gesamtes Axanova Sortiment z.B. Axanova Cool Gel, 125 ml, 11.00 statt 13.80

20% Gesamtes Axanova Sortiment z.B. Axanova Activ Gel, 125 ml, 11.00 statt 13.80

Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.


KOLUMNE | 31.8.2020 | 39

Corona, die Mutter aller Ausreden

Bild: Enver Hirsch

DER ANDERE BLICK Verrückte Zeiten. Jahre­ lang sucht man nach Ausreden, um in keinem Fall zum Sport gehen zu müssen. Das Wetter. Die Uhrzeit. Der Hund auch und «wenn das ­Fitnesscenter doch bloss auf dem Heimweg von der Arbeit liegen würde, dann …» Ja dann. Und plötzlich ist sie da, die Mutter aller Ausreden. Das Eldorado der Faulheit. Die Pandemie! Die, die über die Welt schwappt und uns alle dazu verdonnert, möglichst stillzustehen. Zu Hause zu bleiben. Die berühmte Kartoffel zu sein, die von der Couch aus die Welt beurteilt. Netflix and chill. Essen, was da ist. Spazieren nur wenn nötig, und das auf Abstand. Wenn überhaupt ­erlaubt. Kein Sport, keine Aktivitäten. Keine Ausreden mehr nötig. Endlich! Endlich zu ­Hause sitzen und in aller Seelenruhe fett werden. Danke, Corona!

Nicole Jäger (38) ist Comedian und ­Bestsellerautorin aus ­Hamburg. ­In ihrem ersten Buch hat sie ihr ­Leben mit 340 Kilo und den Weg des Abnehmens beschrieben. Heute, 190 Kilo leichter, ist sie mit ­ih­rem Stand-up-Programm auf Tour.

Dumm nur, dass das jetzt irgendwie keinen Spass mehr macht. Jetzt, da es nicht mehr so ­erlaubt ist. Es ist wie mit dem morgendlichen Aufstehen. Nie ist ein Bett so gemütlich wie um sieben Uhr morgens an einem Montag im v­ erregneten November. Wir lieben es, das zu wollen, was wir nicht haben können. Immer. Selbst dann, wenn es um den sonst so ver­ schmähten Sport geht. Jetzt wollen wir ihn ­zurück, haben den lächerlich starken Drang ­spazieren zu gehen, so als wären wir nicht die vergangenen Jahre stets mit dem Auto zum ­Supermarkt gefahren. Nein, jetzt wollen wir

raus und leben und endlich wieder zum Zumba. Jetzt, da wir es nicht dürfen, da fällt auf, wie wichtig es uns ist. Oder vielleicht sein sollte? Ab­ surd bleibt es da, dass ich dennoch ausgerechnet jetzt immer wieder lese, dass dies ja das Paradies aller Dicken sein müsse. Quasi mit Erlaubnis nichts tun. #Stayhome Galore. Hihihi. Endlich. Ach so? Glauben wir wirklich, jetzt, wo wir alle spüren, was uns so fehlt, dass dicke Menschen den ganzen Tag nur zu Hause rumsitzen, faul sind und sich kaum bewegen? Ja, es nicht ­einmal erstreben und ohnehin am liebsten gar nichts tun? Oder könnte es vielleicht – nur viel­ leicht – sein, dass dies nur ein längst überholtes Klischee ist? Dass, wenn die Vorstellung von ­«dicker ­Körper» und «regelmässige Bewegung» in ­unseren Köpfen nicht zusammenpassen, das mehr über unsere Denkweise und weniger über einen vermeintlich dicken Menschen aussagt? Vielleicht ist Corona die Zeit und die Chance für Veränderung. In Sachen Menschlichkeit, Umgang miteinander und Hygiene. Körper­ licher wie geistiger Natur. Damit solch festsit­ zender Gedanken-Nonsens sich langsam mal dahin verziehen kann, wo meiner Meinung nach auch Corona sich finden darf: in eine ­Floskel, die beginnt mit «Weisst Du noch, da­ mals, als C ­ orona war und wir diesen Mumpitz über dicke Menschen dachten? Mann, was ­waren das für verrückte Zeiten …» Hihihi. MM

Anzeige

WIR FEIERN JUBILÄUM - SIE PROFITIEREN

Gutschein

Gratis

DNEye®-Augenscan im Wert von Fr. 43.–. Vereinbaren Sie einen Termin unter kochoptik.ch/termin-finden. Gültig bis 17. Oktober 2020. Nicht gültig beim Sehtest für den Führerausweis. Der Augenscan ersetzt nicht den Sehtest. kochoptik.ch/ termin-finden

kochoptik.ch Gratisnummer 0800 33 33 10

052_KOP_AktAnzH20_DNEye_MMagazin_209x69_uc_V01.indd 1

25.08.20 09:01


1

40 | 31.8.2020 | SPORT

4

Während der Menstruation sollten sich alle Frauen schonen. Nein. Sportlich aktive Frauen, die während der Mens keine Schmerzen haben, sind dann oft sogar leistungsfähiger als in anderen Phasen des Zyklus. Während der Menstruation sind alle Sportarten möglich, voraus­ gesetzt, die Blutung lässt sich gut auffangen (zum Beispiel mit Tam­ pon oder Menstruationskappe).

Es spielt keine Rolle, wann frau ihre Kraft trainiert. Irrtum. Das Maximal-Kraft­ training hat mit Beginn der Mens­ truation den stärksten Effekt. Denn in dieser Phase kann die Wirkung des Östrogens am besten ausgenutzt werden. Es unterstützt den Muskel­ aufbau, erhöht die Knochendichte, hebt die Stimmung und fördert die Regeneration. Hochintensives Krafttraining in der ersten Phase des Zyklus kann den Spiegel des ­(typisch männlichen) Ge­ schlechtshormons Testosteron bei Frauen heben, was den ­Muskelaufbau zusätzlich fördert.

F

rauen sind keine (kleinen) Männer, das ist zwar offen­ kundig, spielt im Training aber noch kaum eine Rolle. Trotz der biologischen Unter­ schiede trainieren beide Geschlechter ganz ähn­ lich. Dabei liesse sich der w ­ eibliche Zyklus ­nutzen, um die Leistung zu ­verbessern. Bei Frauen steigt und fällt der Hormonspiegel im Verlauf von etwa 28 Tagen. Vor allem zwei Hormone spielen hier eine wichtige Rolle: Das Östrogen und das Pro­ gesteron (Gelbkörper­ hormon). Natürliche Schwankungen des Hor­ monspiegels können ­sowohl positive als auch negative Folgen für das Training haben. Testen Sie Ihr Wissen zum The­ ma «zyklus-gesteuertes Training». Was ist ­Mythos, was Wahrheit?

Gegen Menstruationsschmerzen hilft Sport. Falsch. Training tut der ­Gesundheit zwar in vielerlei Hinsicht gut, gegen Mens­ truationsbeschwer­ den hilft es aber meist nicht.

2

3

Sport und Mens – geht das? Welchen Einfluss haben Hormone auf die sportliche Leistung? Wir machen den Faktencheck. Und erklären, wie Sie den Zyklus fürs Training optimal nutzen. Bilder: iStock, zVg

Sibylle Matter Brügger Stv. Leiterin Sports Medical Center Medbase Bern Zentrum

Die Verletzungsgefahr ist in der Mitte des Zyklus höher. Richtig. Um die Zeit des Eisprungs herum sind die Bänder dehnbarer und geben den Gelenken weniger Halt. Deshalb ist die Verletzungs­ gefahr während der Tage in der Mitte des Zyklus höher. Um vorzubeugen, ist gezieltes Kraft- und Koordinations­ ­training sinnvoll.

Text: Sibylle Matter Brügger


5

Nach dem Eisprung steigt die sportliche Leistung. Eher nicht. Nach dem Eisprung erhöht sich die Körpertemperatur leicht. Das kann die Leistung des Herz-Kreislauf-­ Systems etwas reduzieren. Etwa eine von drei Sportlerinnen spürt im Zusammenhang mit dem Zyklus eine Leistungsminderung.

6

Kurz vor der Mens nimmt das Körpergewicht zu. Ja. In der Woche zuvor lagert der Körper mehr Wasser ein. Auch der Hunger wird grösser. Verbunden mit einem Trägheitsgefühl sowie mit ­Stimmungsschwankungen wird dies «prämenstruelles Syndrom» (PMS) genannt. Dagegen helfen Stützstrümpfe für die Beine und Präparate mit Mönchspfeffer und ­Johanniskraut für die Psyche. Auch ­ autogenes Training oder Mind-Body-Medizin mit Acht­samkeitsübungen wirken unterstützend. Manchmal nützen auch synthetische Hormone (Antibabypille, Hormonspirale, ­ Hormonpflaster, Vaginalring). Wichtig ist aber, v ­ orgängig mit einer Sport- oder Frauenärztin die Risiken individuell abzuschätzen und zu ­besprechen. Zudem sollte eine hormonelle ­Verhütung wenn möglich in einer weniger w ­ ichtigen sportlichen Phase ausprobiert werden.

7

Wenn bei einer Sportlerin die Mens ausbleibt, ist das ein gutes Zeichen. Nein. Es kann verheerende Folgen für die Gesundheit haben, zum Beispiel eine auf Jahre hinaus geringere Knochendichte. Bleibt die Mens aus, sollten Sportlerinnen ihre Ärztin konsultieren. Es kann ein Zeichen dafür sein, dass der Stresspegel zu hoch ist und die Erholung und/oder die ­Ernährung zu kurz kommen.

SPORT | 31.8.2020 | 41

Gut zu wissen • Ein Menstruations­ tagebuch, Apps und Fitness-Tracker helfen herauszufinden, ob und wie die hormo­ nellen Schwankungen die sportliche Leistung beeinflussen. • Zyklusbedingte Leistungsschwankungen dürfen sein. Sie sind nur selten behandlungsbedürftig. • Tauschen Sie sich mit anderen Frauen aus. Sprechen Sie etwaige Probleme bei Ihrer Ärztin an. • Frauen, die zu Blut­ armut neigen, sollten ihre Blutwerte regelmässig kontrollieren lassen, besonders bei vegetarischer ­Ernährung. • Bei regelmässigen Menstruationsschmerzen ist eine fachärzt­ liche ­Untersuchung sinnvoll, um andere Ursachen (zum Beispiel eine Endometriose) aus­zuschliessen. • Schmerzmedikament zu Beginn der Mens­ truationsschmerzen nehmen, nicht erst, wenn sie ganz aus­ geprägt sind. • Ein zyklusgesteuertes Training funktioniert nur, wenn die A ­ thletin ihren natür­lichen ­Zyklus hat und keine Hormonpräparate wie die Antibabypille oder andere Geschlechts­ hormone einnimmt.

iMpuls ist die Gesundheits­ initiative der Migros.

Fünf Übungen für den Stoffwechsel

Fitnesstrainer Goran zeigt im Video fünf Übungen, mit denen der Stoffwechsel so richtig in Schwung kommt: migros-impuls.ch/stoffwechsel

• Frauen, die Kraft- oder Schnellsportarten ­betreiben, profitieren von ihren körpereigenen Hormonen mehr als von synthetischen. Die Antibabypille etwa legt den eigenen Zyklus lahm.


Ich packe meinen Rucksack und nehme mit … 30% Alle TerraSuisse Gold Apfelsaft-Getränke z.B. Apfelsprudel, 1.5 Liter, 1.60 statt 2.30

Duo-Pack

50% 5.85 statt 11.70

30% 5.95 statt 8.50

39% 3.– statt 4.95

Zweifel Snacketti Paprika Shells, Dancer Cream oder Bacon Strips flavour, z.B. Paprika Shells, 2 x 225 g

Bündner Rohschinken, hauchdünn geschnitten Schweiz, in Sonderpackung, 160 g

Cherrytomaten am Zweig Schweiz/Niederlande, Schale, 500 g

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.

Tipp: So packen Sie den Rucksack richtig. chts. Die Gewichtsve rteilung ma k Pac t: sag inkt Der Inst z die schweren Sachen gan ck. ksa Ruc nen dei in zuunte rst Der Profi weiss: Quatsch, auf Schwergewichte gehören e Schulte rhöhe und so nah t– zier plat per Kör am h wie möglic will heis sen, ziemlich in s. der Mit te des Rucksacke


12.95

Trinkflasche mit Mantel pro Stück, gültig bis 20.9.2020

20% Gesamtes Farmer Sortiment z.B. Crunchy Honig, 240 g, 3.35 statt 4.20, gültig bis 14.9.2020

20% Nussrollen, Birnweggli und Bio Dinkel Birnweggli z.B. Nussrollen, 4 Stück, 220 g, 2.60 statt 3.25

15% Gesamtes M-Plast Sortiment z.B. Reise-Set, pro Stück, 2.80 statt 3.30, gültig bis 14.9.2020

8er-Pack

25% Kult Ice Tea Zitrone oder Pfirsich, 6 + 2 gratis, 8 x 500 ml, z.B. Zitrone, 5.40 statt 7.20

15% Gesamtes Pedic Sortiment z.B. Hydrocolloid-Blasenpflaster für die Ferse, 6 Stück, 4.75 statt 5.60, gültig bis 14.9.2020

ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 1.9. BIS 7.9.2020, SOLANGE VORRAT


44 | 31.8.2020 | HAUTPFLEGE

Nass rasieren à la Barbershop «Back to the roots» – stilvoll und vor allem sehr gründlich: Die klassische Vintage-Rasur kann man auch zu Hause pflegen. Das Do-it-yourself-Programm. Text: Petra Koci

Intro

Gesicht u nd Bart m ­ armem w it Wasser r einigen – so öffnen sich die P oren, und Haar wir das d aufgew eicht. Wa Rasur nic r u m ht gleich die nach der planen? O Dusche der wie e s die Profi tun: kurz s ein feuch twarmes Tuch auf das unter e ­Gesicht le gen.

Frisch aufgeschäumt

Eine traditionelle und schöne Zere­monie ist es, Rasierseife oder -creme mit dem Rasierpinsel frisch ­auf­zuschlagen. Schaum aus der Dose geht natürlich auch, der handgeschlagene ist aber meist dichter und ­cremiger. Den Schaum ­ausgiebig auftragen und ­einwirken lassen. Kreisende Pinsel­bewegungen wirken wie eine kleine Massage. Die Barthaare werden nochmals aufgeweicht und lassen sich leichter abschneiden.

Die scharfe Klinge geführt

Die Anwendung klas­sischen Werkzeugs wie Rasier­messer oder Rasierhobel braucht Übung. Man hält es so, dass der Winkel zwischen Haut und Klinge ungefähr 30 Grad beträgt. Um verletzungsfrei zu arbeiten, lässt man die Klinge mit geringem Druck langsam gleiten. Wenn es schneller gehen soll, bietet sich auch ein Systemrasierer an: Hier sind die Klingenreihen schon im richtigen Winkel angesetzt.

3

Trocken aufbewahrt

Auch das Werkzeug will gepflegt sein: Den Pinsel unter fliessendes warmes Wasser halten und kräftig aus­waschen, damit kein Wasser zwischen den Borsten ­zurückbleibt. Danach kopfüber aufhängen. Den Rasierer gründlich ausspülen und gut trocknen lassen.

4

Hilfe bei kleinen Bobos

Autsch! Nicht immer läuft es ganz glatt. Ein Rasierstift, auch Alaunstift genannt, leistet Erste Hilfe. Stift anfeuchten, dann kurz und fest auf den Schnitt oder die ­Rötung drücken. Dank der zusammenziehenden, antibakteriellen und austrocknenden ­Wirkung wird die Blutung gestoppt, die ­Wunde ­desinfiziert. ­Keinen Stift zur Hand? Notfalls tut es auch ein s­ auberes ­Taschen- oder ­Küchentuch.

5

Gut gepflegt danach

Schaumreste und Stoppeln mit kaltem Wasser gut ­ab­spülen: Kaltes Wasser schliesst die Hautporen. Die Haut danach mit einem sauberen Tuch sanft ­ab­tupfen. Ein Aftershave beruhigt, desinfiziert, wirkt gegen Rasurbrand und Hautirritationen oder pflegt. Rasierwasser mit desinfizierendem Alkohol kann etwas brennen. Milder ist eine Lotion. Bei empfindlicher Haut eignet sich Balsam am besten.

Bilder: iStockphoto, Roger Hofstetter

1

2


Anzeige

HAUTPFLEGE | 31.8.2020 | 45

1

2

3

4

5

Haut spannen

zu ichtung Wuchsr r e d ü r in e g nd haare t. Für ein u a Die Bart a H m ie d llte n , schont Rasur so ie e r f rasieren s g en – so zun d spann d verlet n n a u H e h n c ie li nd: it der fre oben. U m h t e u g a n a H e r die haa rt, dann die Bart rst rasie e werden u z n e Oberwerd peln an p Wangen to S ie n r Hals. D härteste folgt de sind am n in K s d Schlus lippe un men am und kom eihe. an die R

Probefahren in Freienstein • Umweltschonende Elektrofahrzeuge bis 45 km/h • Entwickelt und hergestellt in der Schweiz • Auch ohne Führerschein

.00 – 16.00

onat, 10 woch im M

itt

jeden 1. M

stein

27 Freien eg 2 – 8, 84 w d e Sh , d witzerlan er KYBURZ S 14 24 21 od unter 079 4 : g n u ld e Anm and.ch rz-switzerl info@kybu

Wir halten uns an die empfohlenen Massnahmen des BAG zur Covid-19-Prophylaxe.

Bitte senden Sie Gratisprospekte an

Strasse / Nr.:

KYBURZ Switzerland AG Shedweg 2 – 8 CH 8427 Freienstein

PLZ / Ort:

Tel. 044 865 63 63

Name / Vorname:

1 I am Men Rasiercreme,125 ml, Fr. 3.10 2 Henry Nock Rasierer, 1 Stück, Fr. 11.90 3 I am Men Rasierpinsel, 1 Stück,* Fr. 6.80 4 I am Men, Rasierstift 1 Stück Fr. 2.– 5 I am Men, 2in1 After Shave, Balsam Sensitive, 100 ml, Fr. 4.75 * in grösseren Filialen

Uhr

Telefon:

md

www.kyburz-switzerland.ch


Bilder: Kurverwaltung Juist, euroluftbild.de/Martin Elsen, Maria Kuenzli, Kees Van Surksum, Moritz Kaufman

46 | 31.8.2020 | OSTFRIESLAND

Für alle Watt dabei Wie am Faden aufgereiht liegen die Ostfriesischen Inseln vor dem deutschen Festland. Nur Strand, Meer – und sonst nichts? Von wegen. Eine Frau mit Kind hat auf Juist, Wangerooge und Borkum den Test gemacht. Text: Maria Künzli


OSTFRIESLAND | 31.8.2020 | 47

W

elcher Seemann liest bei Nacht «James Bond»? Eine von vielen Eselsbrücken, mit denen man sich die Ostfriesi­ schen Inseln merken kann. Von Ost nach West sind dies: Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist und Borkum. Aufgereiht wie Perlen einer Kette liegen sie vor dem Festland. Und alle sind sie Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer.

Die Ruhige: Juist

Juist

Wir – die Schreibende und das Kind (10) – erreichen Juist per Flugzeug, Zug und Fähre via Bremen–Norddeich Mole. Die Insel ist 17 Kilometer lang und nur maximal 500 Meter breit. Und autofrei.­Sogar die Müllabfuhr ist mit dem Pferdefuhrwerk unter­ wegs. Es lohnt sich, in der Haupt­ saison n ­ eben dem Strandkorb auch die Leihräder vorher zu reservie­ ren. Denn Velos sind ein Muss, wenn man die wunderschöne Na­ tur ­erkunden will, gerade mit Kind. Baden ist dank der flach ab­ fallenden Strände auf allen sieben Inseln möglich, sofern man die vor­ gegebenen Badezeiten beachtet und die bewachten Strandabschnitte­ benutzt. Denn Ebbe und Flut ver­ ursachen gefährliche Strömungen. Obwohl Juist eine ruhige Insel ist, gibt es einige Angebote für Kinder. Wir testen die Kinderuniversität, die im Sommer regelmässig Vor­ träge zum Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit anbietet – und gleich danach beschliesst das Kind, für einmal kein Plastik zu kaufen. Weitere Inseln und Tipps: Seite 49

Auf Juist verkehren ­keine Autos – selbst die Müllmänner ­kommen mit dem Pferdfuhrwerk.


Genau richtig

für

jeden Moment. Jetzt

30.–

günstiger

179.– 149.– Smartphone 4.2 DS 32 GB schwarz 5,7" TFT-Display, 32 GB interner Speicher, erweiterbar mit microSD bis 400 GB, Rückkamera 13 MP, Frontkamera 8 MP, Android, Dual-SIM-Funktionalität – 7853.001.43933

Jetzt

25%

Jetzt

100.–

günstiger

499.– 399.–

299.– 222.– UltraSilencer Pure D8

Küchenmaschine kMX760BC 1000 W Leistung, 5 l Schüssel-Fassungsvermögen, K-Haken, Schwingbesen – 7180.145

Shoppen Sie so, wie es Ihnen passt. Die Angebote gelten vom 31.8. bis 14.9.2020 und solange Vorrat. Diese und viele weitere Produkte finden Sie in melectronicsund grösseren Migros-Filialen. Irrtümer und Druckfehler vorbehalten.

600 W Leistung, 12 m Aktionsradius, Schallpegel: nur 57 dB, automatische Erkennung der Bodenart und Saugkraftanpassung, ausbalancierter Tragegriff, Teleskoprohr, XL-Räder – 7171.958 Dazu passt: Electrolux s-bag Staubbeutel E206S, 7171.825, Fr. 10.80

Bequem online bestellen In der Filiale oder an einem PickMup-Standort abholen Bei Filialabholung bezahlen Sie erst nach Erhalt der Ware Jetzt auf melectronics.ch

melectronics.ch


OSTFRIESLAND | 31.8.2020 | 49

Bilder: Kurverwaltung Juist, euroluftbild.de/Martin Elsen, Maria Kuenzli, Kees Van Surksum, Moritz Kaufman

Wangerooge

Borkum

Auf dem alten Leuchtturm (l.) von Wangerooge kann man einen wunderbaren Blick über Landschaft und Meer (o.) geniessen.

Die Beschauliche: Wangerooge

Wangerooge, ganz im Osten ge­ legen, ist ebenfalls autofrei. Man erreicht die Insel mit der Fähre oder, wie wir, mit dem Inselflieger – atemberaubende Aussicht in­ begriffen. Hier gibt es im Sommer normalerweise mehr Strand­ körbe (rund 1400) als Einwohner (rund 1300). Im Corona-Sommer sind es wegen der Abstands­regeln aber weitaus weniger Körbe. Der Strand liegt hier näher am Zentrum, ein Pluspunkt besonders fürs Kind, und die breite Strand­ promenade lädt zum Flanieren ein. Wir besuchen den alten Leuchtturm, heute Standesamt und Museum, machen eine Velo­ tour in den Westen, wo Sanddorn und Hagebutte wachsen, und schauen aufs Meer. «Pötte gucken», Con­tainerschiffe beobachten, kann man von Wangerooge aus besonders gut, da die drei gros­sen Schifffahrtswege von Elbe, Weser und Jade hier vorbeiführen.

Die Vielseitige: Borkum

Beseelt von Ruhe, kommt uns das Kleinstadtflair des nicht ­autofreien Borkum fast hektisch vor. Dennoch versprüht die grösste der sieben Perlen ganz viel Inselcharme. Für das Kind gibt es viel zu entdecken: den schön gestalteten Kletterpark,

die Seehundbank aus der Ferne oder das mit Liebe geführte Nordseeaquarium direkt am Strand. Und ein Muss wie auf ­jeder Insel: eine Wattwanderung. Auf Borkum führt uns der Mu­ siker und Wattführer Albertus Akkermann durch den Schlick. Das Inseloriginal bringt uns ­humorvoll und kenntnisreich ­einen faszinierenden Lebens­ raum näher, der seit 2009 zum Unesco-Weltnaturerbe gehört. Mehr Ruhe? Mehr Trubel? Welche Insel die beste für ­Kinder ist, bleibt am Ende Geschmackssache. Eine Reise wert sind sie alle. MM Das gilt in Sachen Corona Wie überall in Deutschland herrscht auf den Ostfriesischen Inseln Maskenpflicht in ÖV, Geschäften und Restaurants (ausser am Tisch). Die Inseln wurden bisher von Corona weitgehend verschont, obwohl der Tourismus seit Ende des Lockdowns wieder einen starken Aufschwung erlebt.

Eine Wattwanderung ist auch auf Borkum ein Muss. Während der Wattwurm sich ­anfassen lässt, sind Seehunde dankbar, wenn man sie nur aus der Ferne bewundert.

Hoteltipps Juist Bio Hotel Haus AnNatur: familiär, nachhaltig, vielfältiges vegetarisches Frühstück annatur.de Wangerooge Wangerooge Parkhotel: romantisch in einem Park gelegen, zentral wangerooge-hotel.de Borkum Hotel Bloemfontein: idyllisch gelegenes Sport- und Familienhotel mit Spielplatz hotel-bloemfontein.de


50 | 31.8.2020 | HAUSHALT

«Wir sollten alle wieder richtig putzen lernen» Putzen sei eine Kulturtechnik wie Lesen und Schreiben, findet die ­ Philosophin ­Nicole Karafyllis. Ein G ­ espräch über unterschiedliche Reinigungstypen, das ­Konfliktpotenzial von Badezimmern und den ­ Hygiene­hype durch Corona. Text: Ralf Kaminski Illustrationen: Michael Meister

Putztyp 1

Der Hygieniker erinnert ein bisschen an einen Apokalyptiker. Selbst wenn der Weltuntergang durch Kontamination nie eintritt, lohnt es sich für ihn, davor Angst zu haben. Er setzt alles daran, der Keimfreiheit möglichst nahezukommen. Sein Grundproblem wird in dem Versprechen diverser Desinfektionsmittel deutlich, 99,9 Prozent der Bakterien zu beseitigen. Die restlichen 0,1 Prozent bereiten ihm schlaflose Nächte. Im Grunde will er seine Sache nur gut machen. Eine löbliche Eigenschaft – ausser beim Putzen, denn da gilt man dann nicht als ehrgeizig, sondern hat einen Putzfimmel.


HAUSHALT | 31.8.2020 | 51

N

icole Karafyllis, ­Putzen ist Sisyphus­ arbeit: Unmittelbar nach der Säuberung sammelt sich bereits der nächste Dreck an. Ist das für eine passionierte Putzerin wie Sie nicht frustrierend? Nein. Das belastet nur Leute, die beim Putzen der Illusion unter­ liegen, nun ein für allemal ab­ solute Sauberkeit herzustellen. Hat man mal akzeptiert, dass dies unerreichbar ist, behilft man sich am besten mit alltäg­ lichen Putzroutinen, in denen man das Bestmögliche macht. Warum putzen wir überhaupt? Es ist Teil unseres ewigen Rin­ gens mit der Natur, zu der auch Schmutz gehört. Wir putzen also, um der Natur Grenzen zu setzen. Doch die macht, was sie will, und lässt sich nicht ein­ hegen. Auch Unkraut im Garten kommt immer wieder. Wir müs­ sen also akzeptieren, dass die Natur diese Grenzen, die wir ihr zu setzen versuchen, immer wie­ der neu überschreitet. Aber mit Routinen haben wir zumindest eine gewisse Kontrolle. Das Schmutzempfinden variiert ja sehr, woher kommt das? Tendenziell übernimmt man die Massstäbe, die man im Eltern­ haus erlebt hat – und da gibts bei Paaren natürlich erhebliche ­Differenzen, nicht nur beim ­Putzen. Allerdings gibts auch Rebellionseffekte: Kinder aus besonders pingelig sauberen Haushalten, die es ganz bewusst anders machen. Die putzen dann nur so richtig, wenn die Eltern zu Besuch kommen. In Ihrem Buch schreiben Sie, dass die meisten Ehen im ­Badezimmer scheitern, nicht im Schlafzimmer. Gibts Wege, trotz unterschiedlichen Schmutzempfindens die Schei­ dung zu vermeiden? (lacht) Zwei Waschbecken im Bad sind von Vorteil. Kleine Kin­ der ebenfalls, weil sich Schmutz da eh nicht vermeiden lässt, was beide Partner toleranter macht. Grundsätzlich hilft es, in der Wohnung möglichst viele Dinge, die den Intimbereich betreffen, für sich allein zu haben.

Oft putzt der mehr, der eine niedrigere Schmutztoleranz hat, was auch zu Streit führen kann. Hilft es, eine Putzkraft zu engagieren? Nur bedingt. Denn auch die kann die Unterschiede bei der Schmutzverursachung nicht lö­ sen. Und sie kommt bestenfalls einmal pro Woche – bis dahin bleibt das Streitpotenzial hoch. Dann putzt etwa der eine etwas nicht weg, weil ja übermorgen die Putzfrau kommt. Was dem anderen aber viel zu spät ist. Es gibt auch grosse kulturelle Unterschiede, was man als schmutzig wahrnimmt. Finden sich dennoch Gemeinsamkei­ ten, die überall gelten? Die Unterschiede ergeben sich aus dem Alltag. In Kulturen, die nahe an Wüsten sind, ist Sand ein ständiger, unvermeidbarer Begleiter und wird nicht als Schmutz empfunden. Wir hin­ gegen putzen Sand in der Woh­ nung immer sofort weg. Es gibt aber tatsächlich eine natürliche, wohl evolutionäre Ekelgrenze, die alle Menschen teilen: wenn Schmutz die Gesundheit gefähr­ det und direkt auf den Geruchs­ sinn wirkt. Bei Ausscheidungen und Erbrochenem herrscht ­globale Einigkeit. Auch Gestank oder Schimmelgeruch führen bei fast allen zu Ekelgefühlen. Die Schweiz galt lange als spe­ ziell sauber – ist sie es noch? Es kommt drauf an, wo man sich befindet. Im ländlichen Bereich empfinde ich sie immer noch als sehr, sehr sauber, in Zürich hin­ gegen erkenne ich keine grossen Unterschiede zu anderen euro­ päischen Grossstädten. Und je katholischer, desto gelassener geht man mit Schmutz um. Da gibts echt Konfessions­ unterschiede? Ja, Protestanten wollen mit dem Putzen ihr Pflichtbewusstsein demonstrieren. Alle sollen mit­ kriegen, dass es nicht nur sauber ist, sondern dass man stets dar­ an arbeitet, dass dies so bleibt. Welcher Schmutz wird beson­ ders intensiv bekämpft? Haare und Staub, die zusammen diese schönen Staubknäuel bil­

Putztyp 2

Die Psychoanalytikerin begegnet dem Schmutz nicht mit Angst oder Abscheu, sondern Interesse. Sie denkt beim Putzen gerne über dessen Entstehungsgeschichte nach. Sie ist eine Sammlerin, die sich nur schwer von Erinnerungsstücken trennt, und versucht, in den Abgründen des Schmutzes auch etwas über ihre seelischen Abgründe zu erfahren.


Jetzt Ordnung schaffen mit Rotho Markenprodukten «Made in Switzerland» 1. 9. – 14. 9. 2020

3er-Pack

Hit

37.50

Hit Rotho Tower Country mit Rattankörben A4

17.50

Weiss / Cappuccino / Anthrazit

Duo-Pack

Duo-Pack

50% 29.00 statt 58.00

Grau / Transparent Türkis / Transparent

3er-Pack

Rotho Korb Rattanoptik A4 Grau / Türkis

Rotho Snappy Box Grau / Petrol / Transparent

10.40 statt 13.90

Rotho Korb Rattanoptik A6+ Grau / Türkis

Transparent

19.50 statt 29.40

Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.

Grau / Türkis

8.90 statt 11.90

Rotho Korb Rattanoptik A6 Grau / Türkis

Duo-Pack

33% Rotho Frontbox klein

statt 15.90

Rotho Korb Rattanoptik A5

25%

3er-Pack

Hit

11.90

Duo-Pack

25%

3er-Pack

24.95

statt 19.90

25%

Duo-Pack

Hit 4.50

14.90

Box mit Motiv Sheepworld / Deckel transparent

Duo-Pack

25% Rotho Roller 6

Rotho Clearbox 10 L

30% Rotho Clearbox 18 L Petrol / Transparent Berry / Transparent

10.90 statt 15.60

Rotho Rangerbox A5 Berry / Transparent


HAUSHALT | 31.8.2020 | 53

Ökologisch gesehen, sollte man nicht zu heiss waschen, aber mikrobenfrei wirds erst bei heisseren Temperaturen. Es ist halt der Unterschied zwischen sauber und rein: Will man Letzteres, muss man ab 60 Grad aufwärts waschen. Gewisse sensible Stücke aus Kaschmir oder Seide, die solche Temperaturen nicht aushalten, wird man allerdings nie rein kriegen. Man kann sie dann noch in die Sonne hängen, das hilft ein bisschen.

den. Und Insekten wie Lebensmittel- und Kleidermotten. ­Dennoch bekämpfen wir den Schmutz vergleichsweise massvoll. Ich bin arbeitsbedingt ab und zu in Mexico City. Dort ­setzen sie Mittel gegen Insekten ein, die bei uns längst verboten sind. Es fühlt sich für sie auch erst dann richtig sauber an, wenn es nach Chlor riecht; den Putzmitteln wird deshalb extra Chlorgeruch beigemischt. Es ist also auch eine Frage der Duftstoffe? Die gleichen Putzmittel werden je nach Weltregion mit anderen Düften versehen. Bei uns ist ­Zitrone gefragt, in arabischen Kulturen signalisiert Zedernduft Sauberkeit.

Was ist der Unterschied zwi­ schen sauber und rein? Sauber bedeutet: Es hat keinen erkennbaren Schmutz mehr dran. Rein heisst, dass auch das beseitigt wurde, was nicht mit dem Auge erkennbar ist. Also etwa Mikroben. Für die normale Wäsche macht dies allerdings wenig Sinn, denn schon wenn man sich dieses reine Kleidungsstück anzieht, tummeln sich gleich wieder Mikroben drin – und erst recht, sobald man sich damit in einen Bus setzt.

Bei diesen vielen verschiede­ nen Putzmitteln in den Läden, je eins für den Boden, für Glas, fürs Bad, für die Küche, gibts da wirklich nützliche Unter­ schiede? Die gibt es schon auch. In den heutigen Gebäuden wird eine Fülle verschiedener Materialien verwendet, und einen Laminatboden reinigt man eben anders als einen aus Parkett oder Naturstein. Auch das richtige Putz­ utensil ist wichtig: Schwamm, Tuch, Lappen – die meisten Schäden entstehen durch Fehlanwendungen. Gewisse ­Diversifizierungen scheinen ­allerdings kaum putztechnisch motiviert: So habe ich bis heute nicht verstanden, weshalb ein Küchenreiniger anders sein soll als ein Badreiniger. Da gehts ­primär ums Marketing. Wie putzt man richtig? Als Erstes: Putztipps von Eltern und Grosseltern hinterfragen! Wegen der vielen neuen Ma­te­ ria­lien in den Wohnungen kann man dabei ziemlich viel rui­ nieren. Ansonsten hält man sich bei der Dosierung und der Art des Putzens am besten an die Angaben, die auf jeder Flasche stehen. Manchmal muss man ein Mittel auch erst mal einige Zeit einwirken lassen. Viele jedoch empfinden das Putzen als lästig und möchten es möglichst rasch hinter sich bringen – da passieren dann Fehler.

Geht etwas verloren, wenn man eine Putzkraft anstellt, statt selbst zu reinigen? Oh ja, sogar immens! Putzen ist eine Kulturtechnik wie Lesen und Schreiben. Ich fände es wichtig, dass alle wieder richtig putzen lernen. Was geht denn verloren? Wer nicht mehr selbst putzt, verdrängt seine Sterblichkeit.

Putztyp 3

Die Funktionalistin putzt die Gegenstände, die sie benutzt, etwa Kochgeschirr oder Zahnputzbecher. Der Rest wird eher vernachlässigt. Sie besitzt viele ­Spe­zial­reiniger, aber keinen Universalreiniger. Der Boden wird nur mit dem Staubsauger ­gesäubert. Das Aufwaschen, Staubwischen und Fenster­putzen lässt sie aus. Und alles, was im Geschirrspüler Platz hat, wird dort gereinigt.

Wie denn das? Wenn man jeden Tag den eigenen Schmutz und die eigenen Ausscheidungen wegmacht, realisiert man: Mein Körper stösst Dinge ab, und je älter ich werde, desto mehr werden es. Diese Auseinandersetzung mit der ­eigenen Endlichkeit mag nicht angenehm sein, aber sie ist notwendig. Zudem gehen gewisse manuelle Routinen verloren, wenn man nicht putzt. Genauso wie viele Leute heute kaum mehr von Hand schreiben können. Wer putzen kann, hat ein besseres Körpergefühl und steht auch sonst stabiler im Leben. Corona hat eine neue Dimen­ sion des Putzens gebracht, das


Wir schenken Ihnen im Delizio Bonusprogramm zwei weitere Jahre Garantie auf Ihre Maschine. Jetzt registrieren: delizio.ch/plus2

Delizio gibts in Ihrer Migros

209x285_DEL_Bonusprogramm2020_AZ_Migros-Mag_DE_RZ_NP26.indd 1

17.07.20 09:55


HAUSHALT | 31.8.2020 | 55

Desinfizieren. Was ist der ­Unterschied? Beim Desinfizieren reinigt man nicht nur, man tötet Lebewesen, konkret: Mikroben. Es ist quasi eine Kriegserklärung. Der Des­ infektionsgrad variiert. Aber es gibt vielerorts klare Regeln, etwa mit welcher Temperatur die ­Geschirrspüler in einem Alters­ heim laufen müssen.

Die Putzphilosophin Nicole Karafyllis (50) ist Professorin für Philosophie an der Technischen Universität Braunschweig (D). Die studierte Biologin ist Tochter eines griechischen Vaters und einer deutschen Mutter und lebt mit einigen Zimmerpflanzen in ­einer Altbauwohnung in Braunschweig, die sie meist samstags ­einen halben Tag lang selbst putzt.

Hält Desinfizieren länger als Putzen? Im Gegenteil. Bis man den Schmutz nach dem Putzen wie­ der sieht, dauert es eine Weile. ­Dagegen beginnt die Kontami­ nation nach dem Desinfizieren bereits Sekunden danach. Des­ halb arbeitet man in Arztpraxen mit Einwegprodukten.

Buchtipp: Nicole Karafyllis: «Putzen als Passion: Ein philosophischer Universalreiniger für klare Verhältnisse», Kulturverlag Kadmos, 2013; Fr. 18.30 bei exlibris.ch

Wo sollte man aus Ihrer Sicht wegen Corona möglichst viel desinfizieren und putzen? Entscheidend ist der Weg von draussen nach drinnen. Poten­ zielle Kontamination draussen ist fast nicht zu vermeiden. Also sollte man die Hände eigentlich schon vor der Wohnungstür ­desinfizieren, bevor man sie von aussen öffnet. Wäscht man die Hände erst in der Wohnung, hat man schon alles Mögliche poten­ ziell kontaminiert.

Bild: zVg

Es gibt ja auch pathologische Reinheitsfanatiker … In meinem Buch unterscheide ich vier Putztypen (siehe Illus­ trationen), darunter den Hygie­ niker. Der galt bisher als über­ hygienisch, ist derzeit wegen ­Corona aber der Normalfall. Die meisten werden allerdings froh sein, wenn das wieder vorbei ist. Echte Hygieniker haben Angst vor Kontrollverlust. So bringen sie etwa bei einem Hotelbesuch die Bettwäsche von zu Hause mit und hegen ihren Mitmen­ schen gegenüber fast schon ­pathologisches Misstrauen. Welcher Typ sind Sie? Zeitbedingt meist Funktiona­ listin, aber eigentlich Psycho­ analytikerin. Ich finde es tat­ sächlich schön und spannend, wenn Schmutz eine Geschichte erzählt, und sammle auch gewis­ se Gegenstände, die mich an ­besondere Momente erinnern.

Putzen Sie immer selbst? Ja, alles, obwohl ich eine grosse Wohnung habe. Und grund­ sätzlich auch gerne, aber mit ­unterschiedlicher Begeisterung. ­Fenster putze ich nicht gern, und ich hasse Bügeln. Sehr gerne putze ich Schuhe, weil Leder ein so schönes Material ist und nur langsam geputzt werden kann. Das hat dann schon eine medita­ tive Komponente.

Putztyp 4

Der Ästhet Sein Ziel sind glänzende Oberflächen, die schnell und ohne grosse Anstrengung erreicht werden. Er will repräsentieren, putzen sollen aber bitte die anderen. Und wenn man sich die nicht leisten kann, soll es einem die Industrie möglichst einfach machen. Auf Produktebene gipfelt das in den Sprühdosen, die versprechen, etwas sauber zu machen, ohne gross mit den Händen schrubben zu müssen. Der Ästhet ist meist ein unkomplizierter Mensch, wirklich sauber ist es bei ihm aber nicht – ausser er engagiert eine Putzhilfe.

Woher kommt diese Putz­ begeisterung? Wohl aus dem Elternhaus, auch meine Schwester putzt gerne. Mein Vater war Maler, und als Kind durfte ich aufräumen und putzen, wenn er fertig war. Das machte mir grossen Spass. Wie kamen Sie auf die Idee, sich derart vertieft mit dem Thema zu befassen? Ich hätte dieses Buch auch vor 20 Jahren schon schreiben ­können, aber man kann so was erst machen, wenn man sich ­einen gewissen Ruf erarbeitet hat, sonst ist die Karriere in der Philosophie vielleicht vorbei ( lacht). Viele hatten mich ge­ warnt, ich würde dann nur noch über dieses Buch definiert. Aber es kam dann auch im Fachgebiet sehr positiv an. Es geht dabei eben nicht nur ums Putzen, ­sondern um die menschliche Existenz an sich. MM


56 | 31.8.2020 | KREATIVE BERUFE

Eine Mania fürs Zeichnen Als Kind malte Nikolai Renger unentwegt Dinosaurier, als Erwachsener lebt er von seiner Leidenschaft. Für die «Tiptoi-Mania» der Migros hat Renger, der hauptberuflich für den Spieleverlag Ravensburger arbeitet, das Buch «Abenteuer Supermarkt» illustriert. Ein Atelierbesuch. Text: Anne-Sophie Keller  Bilder: Cira Moro  Illustrationen: Nikolai Renger

S

eit er einen Stift halten kann, hat Nikolai Renger alles ge­ zeichnet, was ihn begeistert. Zum Beispiel Dinosaurier: «Ich habe stapelweise Tyrannosaurus Rex gemalt», sagt der Illustrator beim Treffen im Atelier Remise in Karls­ ruhe. Hier arbeitet Renger seit 2013 in ­einem der zahlreichen Backstein­ gebäude beim alten Schlachthof, ­zwischen hippen Cafés und szenigen ­Büros. Daneben thront das Renais­ sanceschloss Gottesaue, das die Hoch­ schule für Musik beherbergt. Ja, in diesem Umfeld lässt es sich arbeiten. Dass er hauptsächlich Kin­

«Ich kann mich in Ruhe einbunkern, so richtig in eine andere Welt abtauchen.»


KREATIVE BERUFE | 31.8.2020 | 57

Nikolai Renger in seiner Werkstatt in Karls­ruhe: Hier sind auch die Illustrationen für das ­Migros-Sammelbuch «Aben­teuer Super­ markt» (oben links) entstanden.

derbücher illustriert, ist eher ein ­Zufall: Renger absolvierte seinen ­Zivildienst in ­einem Kindergarten; einmal pro ­Woche malte er dort mit den Kindern Wimmelbilder: «Da hab ich gemerkt, dass ich das kann und gerne mache.» Vorerst stand aber noch Basketball im Vordergrund des 1,90-Meter-­ Mannes: «Bis ich 17 war, war das alles für mich. M ­ ichael ­Jordan war damals eine Ikone. Für alle!» Doch dann ­kamen Ausgehen, Freundin, andere Prioritäten. Ein Mannschaftskollege brachte ihn schliesslich mit dem ­Illustrator André Rösler zusammen, bei dem er ein Vorpraktikum ab­ solvieren konnte. Der Karriereweg war besiegelt. Vorliebe für tierische Figuren

An der Hochschule für Gestaltung Pforzheim studierte Renger visuelle Kommunikation. Nach dem ­Bachelor-Abschluss machte er sich gleich selbständig. Als Inspiration bezeichnet er Werke von Berufs­ kollegen, französische Comics wie «Spirou» – und das Fantasiewesen Marsupilami. Das erkennt man auch an seiner Arbeit: Rengers Figuren sind knubbelig und verspielt. Was er gar nicht zeichnen kann? Fahrzeuge. «Meine Autos sehen immer etwas schrullig aus, mit dicken Bäuchen und schrägen Linien.» Lieber bleibt Nikolai Renger bei den Tierchen. Sie halten ihn jeweils nächtelang wach. Aber genau das ­ sei es, was er am Illustrieren von ­Kinderbüchern so möge: «Ich kann mich in Ruhe einbunkern, so richtig in eine andere Welt abtauchen, ­meiner Fantasie freien Lauf lassen. Und am Ende habe ich etwas in den Händen, das von mir kommt. Das i­ st wunderschön.»

Als freiberuflicher Illustrator ist ­Nikolai Renger für verschiedene ­Verlage und Agenturen tätig. Bis ­heute hat er über 50 Kinderbücher ­illustriert. «Wie Tiere sprechen – und wie wir sie besser verstehen» (Loewe-Verlag) ist zum Wissensbuch des Jahres 2019 gekürt worden. ­Renger hat zudem das Spiel Quizzomat bebildert, ­Tapeten fürs Kinderzimmer gezeichnet und T-Shirts­. Und: Er hat das Tiptoi-Buch ­«Abenteuer S ­ upermarkt» für die jüngste ­Migros-Mania gestaltet. Der orange Riese mit seinen «Migros-Kindern» war ihm bis dahin unbekannt gewesen. Anlässlich eines Schweiz-Besuchs wurde er aber aufgeklärt: «Alle sagten mir, dass man sich in der Schweiz ganz früh im Leben entscheiden müsse, auf welcher Seite man punkto Einkaufszentrum stehe. Das fand ich sehr amüsant.» Das Töchterchen kennt alle Werke Apropos Kinder: Im Dezember 2018

kam Rengers Töchterchen Josefine, «Finchen» genannt, zur Welt. Obschon sie noch zu klein ist, um Papas Kinderbücher lesen zu können, hat sie sich schon alles angeschaut. Für sie ein Zeitvertreib – für den Vater auch immer eine kleine Feldstudie: «Es ist spannend zu sehen, wie sie auf Dinge reagiert, die sie schon kennt. Alle Vögel, die ich zeichne, sind für sie Enten. Die kennt sie, da wir oft mit ihr am Fluss unterwegs sind.» Rengers nächster Karriereschritt: ein Buch, das er nicht nur illustriert, sondern auch selber schreibt. Einen Entwurf gibt es noch nicht; zwischen Kinderbetreuung und Arbeit gabs dieses Jahr noch nicht den nötigen Freiraum. Aber die Vermutung, es könne sich um eine Geschichte mit Tierchen handeln, liegt nahe. MM


Aktion 1. 9. – 7. 9. 2020

Widerstand ist zwecklos

3er-Pack

20% 11.60 statt 14.55

Sheba® Katzenfutter Delikatesse in Gelee Geflügel Variation, 12 x 85g

3er-Pack

20% 9.45 statt 11.85

Sheba® Katzenfutter Fresh & Fine in Sauce Geflügel Variation, 18 x 50g

3er-Pack

20% 7.95

statt 10.05

Sheba® Katzenfutter Selection in Sauce Herzhafte Komposition, 12 x 85g

Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. SHE_Migros_Ins_Aktion_KW36_209x141_dfi.indd 1

20.08.20 17:27

Family Pack 2L nur für beschränkte Zeit. 1.9. – 7.9. 2020 In Vittel war Wasser schon immer eine natürliche Quelle der Vitalität. Deshalb tragen wir bereits seit fast 30 Jahren zum Schutz der Quelle und der Biodiversität bei. Wasser trägt zur Erhaltung normaler körperlicher und kognitiver Funktionen bei. Trinken Sie mindestens 2L Wasser pro Tag , aus allen Quellen, im Rahmen einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung sowie einer gesunden Lebensweise.

6er-Pack

Hit 3.75

Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.

Vittel Mineralwasser 6x2l


FINANZEN | 31.8.2020 | 59 Contentpartnerschaft

forderer. Gab es während der Amtszeit keine Rezession, ist seit 1932 allen amtierenden Präsidenten die Wiederwahl gelungen. So betrachtet, sind Trumps Wahlperspektiven durchzogen, zumal auch das Krisenmanagement seiner Administration während der Corona-Pandemie und der sozialen Unruhen nicht überzeugte.

Von hoher Bedeutung sind auch die Sitzverteilung im ­Senat und die Zusammensetzung des Repräsentantenhauses. Hier entscheidet sich, ob und in welchem Umfang der Präsident seine Agenda umsetzen kann. Um­fragen zur Wahl des Kongresses s­ ehen derzeit die Demokraten vorn. Historisch gesehen schneidet der US-­

Aktienmarkt bei einem geteilten Kongress tendenziell am besten ab. Seit 1950 betrug der Jahresreturn des S&P 500 Index bei einem geteilten Kongress im Schnitt 17,2 %. ­Kontrollierten die Demokraten indes das Repräsentantenhaus und den Senat, entwickelte sich die Wirtschaft mit einem BIP-­Wachstum von 3,3 % pro Jahr am besten. MM

Der US-Aktienmarkt gedeiht bei einem geteilten Kongress 15%

Quelle: LPL Financial

Am 3. 11. wählen die USA ­ihren Präsidenten. Wer wird gewinnen? Donald Trump oder Joe Biden? Ein Blick zurück zeigt: Im Rennen um das Weisse Haus spricht die Historie für den amtierenden Präsidenten. Seit 1932 wurden fast drei Viertel der Amtsinhaber wiedergewählt. Gegenwärtig liegt der Demokrat ­Biden in den nationalen Umfragen zwar deutlich in Führung. Bis November ist aber noch ein langer Weg. Wahlen und Wahlkämpfe sind stets im Fluss, mit Wendungen und Wendepunkten selbst in «normalen» Zeiten. Es bleibt daher spannend. Die US-Konjunktur hat grossen Einfluss auf den Ausgang der Präsidentschaftswahl. Durchlief die ­US-­Wirtschaft ein oder zwei Jahre vor der Wahl eine Rezession, unterlag der amtierende Präsident mehrheitlich dem Heraus-

(Zeitraum 1950 bis 2019)

10% 5% 0% Republikanischer Kongress

Demokratischer Kongress

Durchschnittlicher Return des S&P 500 Index pro Jahr

Geteilter Kongress Durchnittliches BIP-Jahreswachstum

Anzeige

50 Roadtrips und weitere unvergessliche Momente zu gewinnen. 1. 9. – 7. 9. 2020

© My Leukerbad

© 2020 The Coca-Cola Company. Coca-Cola, Coca-Cola zero, Coke and the Dynamic Ribbon device are trademarks of the Coca-Cola Company.

Bild: PD

Im Zeichen der US-Präsidentschaftswahl

8er-Pack

25% 7.80

Entdeck dini Schwiiz #WieNoNie coke.ch/open

Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.

statt 10.40

Coca-Cola Original, Coca-Cola zero oder Coca-Cola light taste 8 × 450 ml

Thomas Pentsy ist Markt- und ­Produktanalyst bei der Migros Bank


60 | 31.8.2020 | MEINE MIGROS

Wellness für die Gelenke Gelenke und Muskeln sind für die meisten unserer Bewegungen unabdingbar. Und manchmal brauchen sie Unterstützung bei der Erfüllung ihrer Aufgabe. Eine gute Wahl, um die Beweglichkeit schonend zu fördern, sind Sportarten wie etwa Schwimmen, Velofahren, Langlauf und Wandern: Sie belasten die Gelenke weniger stark als etwa Joggen. Als Massnahme kann zudem eine Gewichtsreduktion sinnvoll sein. So oder so: Auch eine ausgewogene Ernährung trägt zum Wohlbefinden bei. Auf keinen Fall aber sollte man auf Bewegung verzichten – sie ist das Schmiermittel für die Gelenke.

­Liefert hochwertiges Methylsulfonylmethan (MSM), Glucosamin, Chondroitin und kollagenes Eiweiss. Vitamin C trägt zur normalen Knorpel- und Knochen­funktion bei. Actilife MSM & Glucosamin Chondroitin, 120 Tabletten Fr. 19.95

Die M-Plast-Sportbandage für das Knie ist individuell verstellbar. Sie stützt und entlastet schwache und schmerzende ­Kniegelenke und ist in grösseren ­Filialen erhältlich. M-Plast Knie-Bandage, 1 Stück Fr. 14.95 In grösseren Filialen

Bild: Getty Images

Teufels­krallen-Gel regeneriert und lockert die Muskeln und Gelenke. Zuerst kühlt es, um wenig später eine a­ ngenehm entspannende Wärme zu ­verströmen. Sanactiv Teufelskrallen­-Gel, 100 ml Fr. 8.95

Grünlippmuschelpulver ist mit Vitamin C ­angereichert, das zur Kollagenbildung und zu einer normalen Knorpelfunktion beiträgt. Sanactiv Grünlipp­muschelpulver-­Kapseln, 180 Stück Fr. 29.95


Wichtiger denn je: Hygiene im Trinkbereich 1. 9. – 5. 9. 2020

20% 1.85

statt 2.35

Gesamtes Lattesso Sortiment z.B. FIT (leicht und laktosefrei) oder FREE (ohne Zuckerzusatz und laktosefrei), 250 ml, 1.85 statt 2.35

Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.

20200825_Migros_1_1_Seite_KW_36_dfi_V2.indd 1

26.08.2020 17:05:29


PUBLIREPORTAGE

VITAMINE AUF KNOPFDRUCK Die Vitaminsprays von OLIQ sind eine einfache und wirksame Art, Vitamine und natürliche Extrakte einzunehmen. Mit «Growth Support» ist neu auch ein Spray für Kinder erhältlich – schon ein täglicher Sprühstoss in den Mund deckt den täglichen Bedarf an den Vitaminen D3 und K2. Immer mehr Menschen haben Pro­ bleme damit, Tabletten oder Kap­ seln zu schlucken. Hier kommt OLIQ ins Spiel: Die Vitaminsprays sprüht man sich direkt in den Mund, unter die Zunge oder in die Backen­ tasche. Damit werden die Nähr­stoffe direkt via Mundschleimhaut auf­ genommen. Neu gibt es einen OLIQ-Vitaminspray, der ganz auf die Bedürfnisse Heranwachsender zugeschnitten ist: Bereits ein Sprüh­ stoss «Growth Support» pro Tag deckt den täglichen Bedarf an den Vitaminen D3 und K2.

Growth Support reicht für die tägliche Ein­nahme während 12 Wochen, 27 ml Fr. 26.90

Für Knochen und Immunsystem Kinder brauchen in ihrer Entwick­ lung alle Nährstoffe, um sich gesund entwickeln zu können. Eine ausge­ wogene Ernährung deckt die meis­ ten Vitamine ab, die essenziellen Vitamine D3 und K2 stehen jedoch oft nicht ausreichend zur Verfügung. Vitamin D3 benö­tigen Kinder für die Entwicklung der Knochen, zur Er­ haltung normaler Zähne und der normalen Funktion des Immun­ systems; Vitamin K2 trägt zur Er­ haltung normaler Knochen bei.

Bessere Vitaminaufnahme Die Mundschleimhaut nimmt ­Vitamine besser auf als der Darm.

Einfachere Einnahme Ein Sprühstoss «Growth Support» deckt den Tagesbedarf an D3 und K2.

Schweizer Innovation In feinsten Tröpfchen befinden sich ­fettlösliche Vitamine.

Feiner Geschmack Aromatisiert werden die Sprays mit ätherischen Ölen.

Ohne unnötige Zusatzstoffe Das macht OLIQ auch gut verträglich für Allergiker.

Bild: Yves Roth; Styling: Mirjam Käser

OLIQ-Vitaminsprays sind frei von Allergenen und geeignet ab 1 Jahr. Erhältlich auf oliq.ch, in Apotheken und Drogerien.


Aktionen gültig bis 30.09.2020

REIFE HAUT?

GELENKSCHMERZEN?

20 %

20 %

EUCERIN HYALURON-FILLER Tagespflege, 50 ml 3D Serum, 30 ml

z. B.

36.70 statt 45.90 47.90 statt 59.90

20 %

ROTPUNKT RABATT

ROTPUNKT RABATT

+ ELASTICITY

HAARAUSFALL?

ROTPUNKT RABATT

VOLTAREN DOLO FORTE

27.90 statt 34.90 38.00 statt 47.50

Emulgel, 120 g Emulgel, 180 g

BIOTIN-BIOMED FORTE Tabletten, 90 Stk.

74.15 statt 92.70

Beiersdorf AG Division Eucerin

GSK Consumer Healthcare Schweiz AG. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.

Biomed AG. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.

MAGNESIUMMANGEL?

KLEINE WUNDEN?

TROCKENE AUGEN?

20 %

20 %

20 %

ROTPUNKT RABATT

ROTPUNKT RABATT

ROTPUNKT RABATT

MAGNESIUM-DIASPORAL ACTIV DIRECT Sticks, 60 Stk.

40.40 statt 50.50

BEPANTHEN PLUS Spray, 30 ml Crème, 100 g

z. B.

7.90 statt 9.90 21.10 statt 26.40

BEPANTHEN AUGENTROPFEN Monodosen, 20 Stk. 16.40 statt 20.50 Flaschen, 2x10 ml 26.95 statt 33.70

Doetsch Grether AG

Bayer (Schweiz) AG. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.

Bayer (Schweiz) AG

TROCKENE HAUT?

NERVÖS, UNRUHIG?

KOPFSCHMERZEN?

20 %

20 %

ROTPUNKT RABATT

20 %

ROTPUNKT RABATT

ROTPUNKT RABATT

ZELLER ENTSPANNUNG Ω7 SANDDORN ARGOUSIER Kapseln, 180 Stk. Pharma Medica AG

66.00

statt 82.50

Filmtabletten, 20 Stk. Filmtabletten, 60 Stk.

9.50 statt 11.90 22.95 statt 28.70

Max Zeller Söhne AG. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Unsere Standorte: Affoltern a. Albis, Altstätten SG, Arbon, Baden, Bad Ragaz, Basel, Bassersdorf, Bern, Biel, Binningen, Breitenbach, Bülach, Chur, Dielsdorf, Dietikon, Embrach, Emmenbrücke, Flawil, Goldau SZ, Gossau SG, Gossau ZH, Grenchen, Grosshöchstetten, Herisau, Hombrechtikon, Ipsach, Kloten, Küsnacht, Lenzburg, Liestal, Lostorf, Maienfeld, Mettmenstetten, Neuhausen, Oberwil BL, Oensingen, Olten, Pfungen, Rapperswil SG, Regensdorf, Rüti, Schaffhausen, Schlieren, Schwyz, Seon, Spreitenbach, Stans, St. Gallen, St. Margrethen, Stein AG, Stein am Rhein, Sursee, Thalwil, Uitikon Waldegg, Wetzikon, Wil SG, Windisch, Winterthur, Wollerau, Zug, Zürich. Besuchen Sie uns auch im Internet unter: www.rotpunkt-apotheken.ch

DOLO-SPEDIFEN FORTE 400 Filmtabletten, 10 Stk.

8.40 statt 10.50

Zambon Schweiz AG. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.


LESESPASS

TRAUMFERIEN

bei Center Parcs GEWINNEN!

5x im Wert von je Fr. 2'000.–

MIT GESCHENK

Die beliebtesten Qualitäts-Magazine und Zeitungen mit einem Preisvorteil von bis zu 84%! Zu jeder Bestellung schenken wir Ihnen einen Gutschein von Migros im Wert von 10 Franken!

8x nur 39.–

3x nur 19.

4x nur 19.

4x nur 20.–

LandLiebe

90

zuhause wohnen

90

burda st yle

Annabelle

11x nur 29.–

25 Ferienresorts inmitten schönster Natur-Landschaften.

4x nur 20.–

3x nur 19.

4x nur 19.–

4x nur 20.–

Beobachter

5x nur 24.

7x nur 19.

12x nur 29.

10x nur 19.

GlücksPost Super-Rätsel

13x nur 49.– ng inkl. Rechtsberatu

90

Kochen

GEOlino

90

Le Menu

90

90

Bunte

freundin

Brigitte

natürlich

90

at t Das Goldene Bl

12x nur 29.

12x nur 29.

13x nur 39.–

13x nur 49.–

10x nur 26.

8x nur 20.–

13x nur 39.–

13x nur 29.–

8x nur 20.–

16x nur 19.

13x nur 39.–

12x nur 25.–

50x nur 35.–

30x nur 20.–

90

die ak tuelle

SonntagsBlick

90

Gala

SonntagsZeitung

JA, ich bestelle und spare bis zu

84%

Erscheint 2-monatlich LandLiebe 8x nur Fr. 39.– Erscheint monatlich burda style 3x nur Fr. 19.90 GlücksPost Super-Rätsel 11x nur Fr. 29.– Kochen 4x nur Fr. 20.– GEOlino 3x nur Fr. 19.90 Le Menu 4x nur Fr. 19.– natürlich 4x nur Fr. 20.– zuhause wohnen 4x nur Fr. 19.90 Erscheint 14-täglich Annabelle 4x nur Fr. 20.– Beobachter 13x nur Fr. 49.– Brigitte 5x nur Fr. 24.90 freundin 7x nur Fr. 19.90

GlücksPost

90

stern

90

Handelszeitung

HÖRZU

Tierwelt

TELE

Erscheint wöchentlich Bunte 12x nur Fr. 29.90 Das Goldene Blatt 10x nur Fr. 19.90 die aktuelle 12x nur Fr. 29.90 Gala 12x nur Fr. 29.90 GlücksPost 13x nur Fr. 39.– Handelszeitung 13x nur Fr. 49.− HÖRZU 10x nur Fr. 26.90 Schweizer Familie 8x nur Fr. 20.– Schweizer Illustrierte 13x nur Fr. 39.− SonntagsBlick 13x nur Fr. 29.− SonntagsZeitung 8x nur Fr. 20.− stern 16x nur Fr. 19.90 TELE 13x nur Fr. 39.− Tierwelt 12x nur Fr. 25.− Erscheint täglich Mo. bis Sa. Blick 50x nur Fr. 35.– Tages-Anzeiger 30x nur Fr. 20.–

Die Teilnahme an der Verlosung ist unabhängig von der Bestellung. Über die Ziehung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Teilnahme am Jahreswettbewerb von Qualitätstitel Schweiz erklären Sie sich einverstanden, dass die Daten für Marketingzwecke verwendet werden können. Teilnahmeschluss: 20.12.2020.

Frau

Herr

ilie Schweizer Fam

Blick

Schweizer Illustr

ier te

Tages-Anzeiger

Bitte senden Sie mir das / die angekreuzte(n) Kennenlern-Abo(s) und einen Migros Gutschein im Wert von Fr. 10.−.

Name / Vorname:

Strasse / Nr.:

PLZ / Ort:

E-Mail:

Telefon:

Unterschrift:

Ich bestätige, dass ich noch nicht AbonnentIn der bestellten Zeitschrift(en) bin. Ich nehme nur an der Verlosung teil.

Weitere Angebote finden Sie auf www.qualitaetstitel.ch Die Angebote gelten nur innerhalb der Schweiz bis 20. Dezember 2020! Einsenden an: Qualitätstitel, Postfach 1693, 8048 Zürich

M3


TI

FIZIE

R

R

PUBLIREPORTAGE

K TI

ZE

TE

T NA

U

RK SME O

I am Natural Cosmetics Repair Shampoo, 250 ml Fr. 4.90

I am Natural Cosmetics Volumen Shampoo, 250 ml Fr. 4.90

25% ab 2 Produkten gültig vom 25. 8. bis 7. 9.

I am Natural Cosmetics Sensitive Shampoo, 250 ml Fr. 4.90

Bild: Getty Images

PFLEGE OHNE SILIKONE Die Shampoos von «I am Natural Cosmetics» pflegen und reinigen mit natürlichen Wirkstoffen. Da die Naturkosmetik-Shampoos keine Silikone enthalten, werden die Haare auf natürliche Weise gereinigt und gepflegt. Dank abgestimmter Inhalts­stoffe mit Bio-Pflanzen­extrakten eignen sie sich für jeden Haartyp. Ob trockenes, pflege­ bedürftiges, empfindliches, strapaziertes oder feines Haar: Passend zu jedem Bedürfnis gibt es die entsprechende Pflege – für natürlich glänzen-

des Haar bis in die Spitzen. Wer bisher ein Shampoo mit Silikonen verwendet hat, sollte einige Haarwäschen vornehmen, damit sie herausgewaschen werden. Solange sich die ­Silikone noch im Haar befinden, wirkt es je nachdem immer noch spröde, splissig oder stumpf. Dann sind Gelassenheit und etwas ­Geduld gefragt, denn eins ist gewiss: Schon bald gewinnen die Inhaltsstoffe der «I am Natural Cosmetics»-Shampoos die Oberhand. Und dann setzt die pflegende Wirkung ein.

I am Natural Cosmetics Familien-Shampoo, 500 ml Fr. 8.90


BUSINESS

Ihr Netzwerk zum Erfolg Der Arbeitsmarkt unterliegt kontinuierlichen Veränderungen. Um dennoch Schritt für Schritt die eigenen Karriereziele zu verwirklichen, setzen Sie am besten auf die bewährten Erfolgsfaktoren Weiterbildung und Networking.

Etwa jede zweite Stelle wird durch einen persön­ lichen Kontakt oder eine Empfehlung besetzt. Wer einen neuen Arbeitgeber, die erste Führungs­ position oder weitere Auftraggeber sucht, sollte auf das eigene Netzwerk setzen. Schliesslich kennt jeder jemanden, der jemanden kennt. Machen Sie sich neben Ihren privaten Kontakten auch soziale Netzwerke zunutze. Suchen Sie Ihren Traumjob auf LinkedIn, einem der attrak­ tivsten Kanäle, um Stellenausschreibungen zu finden und mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten. Die Zahlen sprechen für sich: Über 20 Millionen offene Stellen werden weltweit auf LinkedIn ausgeschrieben und alle sieben Sekunden wird jemand über die digitale Plattform eingestellt. Das internationale Karrierenetzwerk zählte Anfang Jahr 1,9 Millionen Nutzerinnen und

Nutzer in der Schweiz, 14 Millionen in der DACH­ Region und 690 Millionen weltweit. Doch wie optimieren Sie Ihre digitale Präsenz, damit Ihr Profil nicht nur an Sichtbarkeit gewinnt, sondern auch Ihre Chancen auf Ihren Wunschjob steigert? Erweitern Sie Ihre Kompetenzen in Sachen Medienpräsenz und Selbstmarketing mit dem Kurs «Bewerbung: Digitale Präsenz auf LinkedIn» an der Klubschule Migros. In diesem Kurs erfah­ ren Sie, wie Sie sich im Arbeitsmarkt online positionieren, um einen bleibenden positiven Eindruck zu hinterlassen, sodass sie von passen­ den Arbeitgebern gefunden werden. Karrierekick dank Weiterbildung Eine starke Präsenz ist nicht nur auf digitalen Plattformen gefragt. Wer einen Führungsjob anstrebt oder seit Kurzem ausübt, tut gut daran, sein Fachwissen, aber auch seine Sozialkompe­ tenz zu erweitern und zu schärfen. Beides sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Füh­ rungstätigkeit. Es ist Aufgabe der Führung, sich veränderten Situationen im beruflichen Alltag zu stellen und diese laufend und bestmöglich anzupassen. Um effizient zu arbeiten, hilft es, die Rolle des Vorgesetzten und den eigenen Führungsstil zu kennen sowie die eigene Hand­ lungsweise zu reflektieren und zu optimieren. Aufträge im Team angemessen delegieren, situationsgerecht kommunizieren und verhan­ deln, Ziele transparent formulieren und Mitar­ beitende motivieren – das sind wichtige Füh­ rungsaufgaben. Diese Kompetenzen und vieles Weitere, was eine erfolgreiche Führungspersön­ lichkeit ausmacht, lassen sich erlernen. Der Kompaktkurs «Erfolgreiche Mitarbeiterführung» an der Klubschule Migros bietet mitunter einen starken Praxisbezug. Nicht nur das macht ihn zum Muss für frisch gebackene und zukünfti­ ge Chefs! Und übrigens: Erfolgreiche Führungs­ personen besuchen Weiterbildungen nicht nur, um Neues zu lernen und ihre Position im Arbeits­ markt zu stärken. Sie nutzen sie gleichzeitig, um ihr berufliches Netzwerk um wertvolle Kontakte zu erweitern. So oder so: Weiterbildung bringt Sie weiter.

Schärfen Sie Ihr Profil! Bewerbung: Digitale Präsenz LinkedIn Ort: Chur, Frauenfeld, St. Gallen, Winterthur Preis: CHF 150 Erfolgreiche Mitarbeiterführung Ort: Arbon, Chur, Frauenfeld, Winterthur, St. Gallen, Wetzikon Preis: CHF 690

Beratung und Buchung: Klubschule Migros Ostschweiz, 058 568 44 44 klubschule.ch


31.8.2020 | 67

s ro ig

M h sc st

O

z ei w

Jassen: Volle Konzentration beim Generationen-Jass in Bürglen

Spielend in der Schule Mit dem Generationen-Jass in der Schule fördert das Migros-Kulturprozent Begegnungen von Generationen im Klassenzimmer. Der erfahrene Jasser Heinz Dätwyler aus Zuzwil besucht dafür regelmässig Schulklassen. Text: Irma Keller

E

s ist schon einige Jahre her, seit Heinz Dätwyler die Schulbank drückte. ­Seitdem hat sich vieles ­verändert. Damals standen die Schulbänke in Reih und Glied. Heute können die Klassenzimmer in verschiedene Arbeitsbereiche eingeteilt werden, der Frontal­ unterricht ist einer abwechs­ lungs­reichen Wissensvermittlung ge­wichen und bietet daneben auch Platz für Begegnungen der Genera­tionen.

Bilder: zVg

Engagiert von Beginn an Seit 2014 ist Heinz Dätwyler für

das Projekt Generationen-Jass, das vom Migros-Kulturprozent ­initiiert wurde, in Schulen und

an Jassturnieren unterwegs. Durch eine Ausschreibung im ­Migros-Magazin hat er sich direkt angesprochen gefühlt. «Jassen ist ein Teil des Schweizer Kultur­ guts», so Heinz Dätwyler. «Ich selbst jasse mit Leidenschaft seit mehr als 60 Jahren», ergänzt der ehe­malige Erwachsenenbildner mit einem Schmunzeln. Lehrperson als Wegbereiter

Doch wie findet der Generationen-­ Jass den Weg ins Schulzimmer? Der erste Kontakt entsteht in der Regel durch die Lehrperson, die ein solches Projekt im Schul­ unterricht anbieten möchte. Nachdem sich ein Team aus ­erfahrenen J ­ assern gefunden hat,

steht der Begegnung zwischen ­Senioren und Schülern nichts mehr im Weg. «Eine gewisse ­Erwartungshaltung und die Moti­ vation der Schüler sind deutlich zu spüren», hält Dätwyler fest. «Unter den Schülerinnen und Schülern sind immer auch schon kleine Jass-Kenner auszumachen, und sie helfen den A ­ nfängern ­gerne», sagt Dätwyler weiter. ­Dadurch entsteht in Kürze eine gute Lernatmosphäre. Und die Vorteile des Jassens liegen im wahrsten Sinn des ­Wortes auf der Hand. Ein Bündel Spielkarten findet überall Platz, und jassen kann man an vielen Orten. Auch auf dem handyfreien Pausenplatz der Schulen. MM

Seit 60 Jahren­begeisterter Jasser: Heinz Dätwyler


68 | 31.8.2020 | MIGROS OSTSCHWEIZ

Spätsommerliche Blütenpracht Stefan und Hanni Isler setzen in ihrem Betrieb in Russikon auf einheimische

Pflanzen. Und das kommt an: Traditionelle Blumen wie Dahlien liegen im Trend. Text und Bilder: Silke Seichter

S

tefan und Hanni Isler sind sich einig, wenn man sie nach der schönsten Seite ihres Berufs als Gärtner fragt: «Draussen auf dem Feld sein und in und mit der Natur arbeiten», sagt Stefan Isler, was seine Ehefrau Hanni nur einen Moment später mit einem Nicken und strahlendem Lächeln bestätigt. «Das ist mit ein Grund, ­warum wir den Fokus auf Freilandanbau ­gelegt haben.» Der Name Isler ist im Zürcher Oberland vielen aufgrund der Blumenwagen bekannt – dort vertreibt die Familie ihre Sträusse im Direktverkauf. Seit Kurzem ist der Betrieb auch Lieferant der Migros ­Ostschweiz im Programm «Aus der Region. Für die Region.» Die Verbindung zur Migros ­besteht aber bereits seit den 1960er-Jahren.

Stefan Islers Vater hat sich selbständig gemacht, nachdem Migros-­Gründer Duttweiler ihm die Abnahme von Blumen zusicherte. Seit damals produziert das Familien­unter­ nehmen Freilandschnittblumen und ­vor­gefertigte Sträusse für die Migros Zürich. Als Schweizer Betrieb im Markt bestehen

Dabei setzen die Islers mit ihren im Jahresschnitt rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf einheimische Blumen. «Für uns als Schweizer Produzenten ist das Programm ‹Aus der Region. Für die Region.› wichtig», sagt Stefan Isler. «Damit fördert die Migros das Bewusstsein für die Be­ deutung und die Rahmenbedingungen der ­Herstellung einheimischer Produkte – das

ist essenziell, um als Schweizer Betrieb im Markt bestehen zu können.» Der 63-Jährige hat den Betrieb gemeinsam mit seiner Frau Hanni 1986 von seinen Eltern übernommen. Die beiden haben sich übrigens bei der Ausbildung zum Blumengärtner kennen- und lieben gelernt. Ob von den vier Kindern oder den zwei Enkel­ kindern einmal jemand den Betrieb übernehmen wird, ist noch offen – aber ans ­Aufhören denken die beiden pas­sionierten Blumenfreunde noch lange nicht. Aktuell haben Dahlien Hochsaison. Die einheimischen Schönheiten, die es in vielen Farben gibt, sind seit einigen Jahren sehr beliebt. Neben den traditionellen gelben, orangen und roten Farbtönen sind besonders


31.8.2020 | 69

s ro ig

M h sc st

O

z ei w KLUBSCHULTIPP

Auch in Pink erhältlich: Dahlien aus dem Zürcher Oberland Packt auf dem Feld selbst mit an: Blumengärtner Stefan Isler

einzelne Blüten bilden. Dieses Jahr war dank des warmen Frühlings der zweite Schnitt, der ­zuerst in den Verkauf gelangt, bereits Mitte Juni möglich – die Ernte wird noch bis zum ersten Frost dauern. Dann heisst es Knollen ausgraben, säubern und trocknen und bis zum Frühling 2021 an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren. Anspruchsvoll ist die Befruchtung von Dahlien: Da die Blüten geschlossen sind, pflanzen Islers sie in die Nähe von Bienenhäusern und entfernen einzelne Blütenblätter. «Es steckt viel Handarbeit in einem schönen Strauss Dahlien», sagt Isler. Regionaler Anbau verlängert Haltbarkeit

die selteneren blauen und violetten Blüten gefragt. Stefan Isler pflanzt die wärmeliebenden Blumen auf insgesamt vier Hektar Fläche an. Nach der Überwinterung der Knollen im Haus werden sie im ­April auf den Feldern in die Erde gesetzt. Islers verwenden dabei zwei Drittel eigene und ein Drittel neue Knollen. Über neue Sorten ergänzen auch neue Farben das bestehende Sortiment, zudem wird bei der Züchtung da­rauf geachtet, die Blumen resistenter gegen Krankheiten und Schädlinge zu machen und die Haltbarkeit zu verlängern. Nach dem Setzen bleiben die Knollen so lange wie möglich unter einem Vlies, da Dahlien keinen Frost vertragen. Die ersten Blüten werden dann direkt am Boden abgeschnitten, damit die Pflanzen buschig wachsen und viele

Die Nähe zu den Migros-Supermärkten ermöglicht eine schnelle Lieferzeit – es dauert maximal zwei Tage, bis die Blumen vom Feld im Supermarkt bereitstehen. Dadurch verlängert sich die Haltbarkeit. Und die ­Migros Ostschweiz konnte dank der Nähe und Stefan Islers Flexibilität auch während der sich wandelnden Vorgaben zum Blumen­verkauf in der Coronakrise immer rasch rea­gieren und den Kundinnen und Kunden innerhalb von 48 Stunden wieder Blumen anbieten. «Blumen gehören für uns zur Grundver­sor­gung», so Stefan und Hanny ­Isler. «Sie ­machen Freude und heitern auf – das ist g­ erade in schwierigen Zeiten wichtig», be­tonen die beiden Blumenfreunde. Auch Jochen Steinke, der bei der Migros Ostschweiz den Einkauf von Blumen und Pflanzen verantwortet, ist froh über die ­Flexibilität der regionalen Partner: «Dank der engagierten Ostschweizer Gärtner konnten wir unserer Kundschaft unmittelbar nach dem Lockdown wieder ein attraktives Sortiment anbieten, was einem grossen Bedürfnis entsprochen hat. Wir sind dankbar, mit so ­tollen Betrieben zusammenzuarbeiten.» MM

Fermentieren und Einmachen leicht gemacht Während des Lockdowns hatten viele mehr Zeit für den eigenen Garten. Damit man sich noch lange an den Früchten seiner Arbeit ­erfreuen kann, sollte man jetzt die Ernte haltbar ­machen. Die Klubschule Migros bietet dazu den Kurs «Trendküche: ­Fermentieren und Ein­ machen» an. Fermentieren ist eine althergebrachte Konservierungsmethode, die wieder sehr populär ist. Nicht nur Sauerkraut kann eingemacht werden, son­ dern auch viele andere ­Gemüse und Früchte, und dies auch in kleinen Por­ tionen. Fermentieren ist leicht auszuprobieren: Ein paar Gefässe, Gemüse und Salz oder Früchte und Zucker – schon kann es los­ gehen, und die eigenen Vorratsschätze sind in we­ nigen Schritten hergestellt. Dieser Kurs findet in Chur, ­Frauenfeld, St. Gallen, Wetzikon und Winterthur statt. Anmeldung: klubschule.ch


Von Anfang an in guten Händen. Die Zeit ist reif: für Zwetschgen aus der Region.

26% 3.40 statt 4.60

Zwetschgen «Aus der Region.» per kg

Genossenschaft Migros Ostschweiz ALLE ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 1. 9. BIS 7. 9. 2020, SOLANGE VORRAT.

s u a n i h h Hoc ! x x t r o mit spLLOS MITNEHMEN JETZT RUBBE ! UND GEWINNEN

Jetzt in Ihrer SportXX und Outdoor by SportXX Filiale Sofortpreise oder eine von drei SportXX TrekkingAusrüstungen im Wert von CHF 500.— inkl. Bergerlebnis auf dem Säntis gewinnen. Viel Glück!

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel ist kein Kaufzwang verbunden. Gratisteilnahme: Rubbellos an der SportXX oder Outdoor by SportXX Kasse mitnehmen und bis am 10.10.2020 einlösen. Solange Vorrat.

migros-ostschweiz.ch/trekking


Von Anfang an in guten Händen. Die Zeit ist reif: für Schnittblumen aus der Region.

19.95

Gesteck Margrit «Aus der Region.» pro Gesteck

24.95

Bauerngartenstrauss «Aus der Region.» pro Strauss

10.95

Sonnenblumen

12.95

Löwenmaul

«Aus der Region.» 5 Stück, pro Bund

20% 11.95 statt 14.95

Dahlien «Aus der Region.» 17 Stück, pro Bund

6.95

Statizien «Aus der Region.» pro Bund

Genossenschaft Migros Ostschweiz ALLE ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 1. 9. BIS 7. 9. 2020, SOLANGE VORRAT.

«Aus der Region.» 20 Stück, pro Bund


AKTION 1. 9. – 14. 9. 2020

Duo-Pack

25%

Duo-Pack

25%

Duo-Pack

25%

Taft Haarstyling Produkte im Duo-Pack

Syoss Haarpflege und Styling Produkte im Duo-Pack

Gliss Kur Haarpflege Produkte im Duo-Pack

z.B. Ultra Strong Styling Gel, 2x 150 ml, 5.40 statt 7.20

z.B. Keratin Shampoo, 2x 440 ml, 6.75 statt 9.00

z.B. Verführerisch Lang Shampoo, 2x 250 ml, 5.25 statt 7.00

Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.

Emissionslos um die Welt. Die Zukunft beginnt heute. Wie sie aussehen wird, liegt an uns. myclimate.org / zukunft

Gesunde Küche beginnt mit GreenPan 31. 8. – 7. 9. 2020

40% Gesamtes Greenpan Bratpfannen-Sortiment

auch für Induktion geeignet, z.B. Andorra flach, Ø 24 cm

pro Stück, 29.95 statt 49.95

Erhältlich in größeren Migros-Filialen. Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.


SOMMERWETTBEWERB | 31.8.2020 | 73

Das sind die Gewinner! Zwischen dem 3. und 17. August hat das Migros-Magazin den grossen dreiteiligen Sommerwettbewerb mit tollen Preisen publiziert. Hier finden Sie sämtliche Auflösungen und Gewinner. Wir gratulieren herzlich und bedanken uns fürs Mitmachen. Migros-Quiz, Nr. 32, 3. August Lösungswort: SOMMERSPROSSENGESICHT Wochenpreis (Grill Sunset BBQ Teneriffa): Verena Greiner, Unterterzen SG Memory-Kultprodukte, Nr. 33, 10. August Lösungswort: GRILLPARTY Wochenpreis (5-Personen-Zelt Trevolution Ronda 5): Aline Dessarzin, Mervelier JU Wochenpreis (Schlafsack T ­ revolution Iceplume): Mario Badini, Moutier BE; Hans Bollinger, ­Beringen SH; Elisabeth ­Buholzer, Luzern; Anne Chevalley, Prangins VD; Pascal ­Cosandier, Le Locle NE; Elsbeth Domenic, Schwanden GL; Nathalie Evequoz, Gland VD; Kathrin Gaugler-­Spiess, Pratteln BL; Kurt

Geisseler-­Kammermann, Oberent­felden AG; Peter ­Huber, Oftringen AG; Daniel Jacot, ­ Uster ZH; Therese Köhli, Kallnach BE; Doris Lepori, Fehraltorf ZH; ­Patricia Margueron, ­Bevaix NE; Josina Marti, Bern; Anouk May, Martigny VS; Yannick ­Ordonnez, Yverdonles-Bains VD; Regina Sano, Affoltern am Albis ZH; Julien ­Szabo, Monthey VS; Till ­Vontobel, Basel Migros-Kreuzworträtsel, Nr. 34, 17. August Lösungswort: FERIENREISE Wochenpreis (Espresso­maschine Sage The Barista): Ramona Egger, Büren an der Aare BE Wochenpreis (Kaffeevoll­automat De Longhi ­Magnifica): Sylvie Vienny, Saint-Martin VS

Hauptpreis Lösungswörter: MIT DER MIGROS DEN SOMMER GENIESSEN Migros-Gutschein im Wert von 3000 Franken: Heidi Bachmann, Ins BE Migros-Gutscheine im Wert von 500 Franken: Tanja Coulter, Zweisimmen BE; Hélène ­Savioz, Villette VD Migros-Gutscheine im Wert von 100 Franken: Josiane Beaud, Bulle FR; Frieda Bétrisey, Préverenges VD; Jeanne Christine Dayer, Saint-Imier BE; Richard Engel, ­Faulensee BE; Edith Fürst, Zofingen AG; Priska Hubler, Volketswil ZH; Christine ­Lardon, Pleigne JU; Marco Pedica, Petit-Lancy GE; Vreni Schmidhauser, ­Romanshorn TG; Agnes Wick, Aadorf TG

Anzeige

UNSER KOMBI MINI: JETZT 10.– GÜNSTIGER.

Jetzt 240.– sparen

Ihr Kombi-Paket für Internet, TV und Festnetz zwei Jahre lang nur 39.80 statt 49.80 pro Monat. Nur für kurze Zeit erhältlich bei:

m-budget-mobile.ch

Gültig bei einer Bestellung vom 18.8. bis zum 21.9.2020. Monatlich 39.80 statt 49.80 für zwei Jahre bei Neuabschluss eines Kombi MINI. Mindestvertragsdauer 24 Monate. Aktivierungsgebühr 99.–.


Herzlich Willkommen im Naturparadies Allgäu.

www.allgaeu.de

DIE HOTELBETRIEBE UNTERLIEGEN DEN JEWEILS AK TUELLEN BEHÖRDLICH VORGEGEBENEN CORONA-RICHTLINIEN.

Prinz-Luitpold-Bad ****

Allgäu Sonne *****

Hotel Mohren****

Hotel Oberstdorf **** S

Grosszügiger Panorama-Spa-Bereich mit beheiztem Infinity-Aussenpool & Innenpool. Edles Ambiente, Bergblick & Naturerlebnis. Flex-Rate verfügbar.

Die Allgäuer Natur erleben – mit geführten Wanderungen und E-Mountainbike-Touren. Unsere Sportkurse finden, wenn möglich, im Freien statt mit Traumblick auf die Allgäuer Bergwelt.

Erleben Sie Genussurlaub mit bester Lage im Herzen von Oberstdorf und starten Sie direkt vom 4* Hotel in die Berge. Nutzen Sie unser 7=6 und erhalten Sie 1 Nacht gratis!

Lass baumeln, Seele! Wandern & Wellness im 1. Feelgood-Hotel im Allgäu mit Alpen Wellness auf 1500 m² mit See & Pool, E-Bike-Verleih uvm.

EZ ab € 114 | DZ ab € 226

7 Nächte inkl. Frühstück & Bergbahnkarten ab € 599 p. P.

Ohne Risiko buchen: 3 Nächte inkl. Verwöhnpension ab € 423 p. P.

Sport- & Wellnesshotel Allgäu Sonne Stießberg 1 · D-87534 Oberstaufen t+49 (0) 83 86 / 7 02 - 0 www.allgaeu-sonne.de

Reisigl herzlich GmbH · GF: André Brandt · Marktplatz 6 · D-87561 Oberstdorf · t +49 (0) 83 22 / 91 20 www.hotel-mohren.de

Hotel Oberstdorf Reute 20 · D-87561 Oberstdorf t +49 (0) 83 22 / 94 07 70 www.hotel-oberstdorf.de

Verschnaufpause: 4 ÜN mit 3/4-Pension, Aroma-Öl-Massage und Heublumenbad ab € 479 p. P. Hotel Prinz-Luitpold-Bad Andreas-Gross-Str. 7 · D-87541 Bad Hindelang · t +49 (0) 83 24 / 89 00 www.luitpoldbad.de

Für Club-mitglieder: Inspiration gratis nach Hause geliefert

Jetzt auf migusto.ch anmelden und das Magazin 10 × jährlich kostenlos erhalten. Über 40 neue Rezepte pro Ausgabe | Geschichten rund ums Thema Kochen


RÄTSEL | 31.8.2020 | 75

Migros-Geschenkkarten zu gewinnen! Lösen Sie das Kreuzworträtsel und gewinnen Sie eine von 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken. Für die grüne Zusatzlösung winken 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken.

TreppenlifTe

9620 Lichtensteig teL. 071 987 66 80

w w w. h o e g g l i f t . c h

So nehmen Sie teil: Hauptpreis (oranges Lösungswort) Tel.: 0901 000 841 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD1, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD1 STEMPEL Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: migrosmagazin.ch/wettbewerbe (kostenlos) Zusatzpreis (grünes Wort) Tel.: 0901 000 845 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD5 WINTER Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: migrosmagazin.ch/wettbewerbe (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 6.9.2020, 24 Uhr Gewinner Nr. 34 Hauptpreis: Erna Haldemann, Rümligen BE; Marcel Froidevaux, Ostermundigen BE Zusatzpreis: Jacqueline Schneeberger, Zuchwil SO; Yvonne Meier, Zug Teilnahmebedingungen Gewinnspiele: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, welche das 18. Altersjahr vollendet haben. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeitenden des Gewinnspielveranstalters sowie Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste und weitere professionalisierte/gewerbliche Teilnehmende. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Sudoku 2 × 100 Franken zu gewinnen

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 844 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: migrosmagazin.ch/wettbewerbe (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 6.9.2020, 24 Uhr


Tauschen Sie Ihre blauen Cumulus-Bons telefonisch unter 0848 85 0848 oder unter www.migros.ch/cumulus-extra ein. Hier finden Sie auch mehr zu diesen und vielen weiteren Partnerangeboten.

JETZT BUCHEN – 19 AUSGEWÄHLTE HOTELS FÜR SIE 2 NÄCHTE, 2 x FRÜHSTÜCK UND 1 x ABENDESSEN FÜR 2 PERS. NUR FR. 299.– STATT FR. 399.–

ls Alle Hote .– 0 Fr. 10 r günstige

STRANDHOTEL ISELTWALD *** ISELTWALD BE

HÔTEL LA PRAIRIE *** CRANS-MONTANA VS

HÔTEL DU LAC *** CRANS-MONTANA VS

HOTEL GRÄCHERHOF GOURMET & SPA ***S GRÄCHEN VS

HOTEL MURTENHOF & KRONE*** MURTEN FR

HOTEL BELVÉDÈRE *** WENGEN BE

MEISSER LODGE SWISSLODGE GUARDA GR

HILTON GARDEN INN DAVOS **** DAVOS PLATZ GR

@HOME HOTEL LOCARNO***GARNI MURALTO-LOCARNO TI

HOTEL RISTORANTE IGRAPPOLI *** SESSA TI

GARTEN HOTEL DELLAVALLE*** BRIONE TI

PARKHOTEL EMMAUS - CASA DEL SOLE *** LOSONE TI

Tauschen Sie einen Cumulus-Bon im Wert von Fr. 5.– und profitieren Sie von Fr. 100.– Vorteil: www.migros.ch/cumulus-extra/hotelleriesuisse

2 NÄCHTE, 2 x FRÜHSTÜCK UND 1 x ABENDESSEN FÜR 2 PERS. NUR FR. 399.– STATT FR. 549.– GOLF HÔTEL RENÉ CAPT**** MONTREUX VD

HOTEL AMBASSADOR ZERMATT**** ZERMATT VS

ls Alle Hote .– 0 5 1 Fr. r günstige

R&C WALDHOTEL DOLDENHORN****S KANDERSTEG BE

HOTEL RIGI KALTBAD ***S RIGI KALTBAD LU

ROMANTIK HÔTEL MONT-BLANC AU LAC ***S MORGES VD

HOTEL LAAXERHOF **** LAAX GR

HOTEL GSTAADERHOF **** GSTAAD BE

Tauschen Sie einen Cumulus-Bon im Wert von Fr. 10.– und profitieren Sie von Fr. 150.– Vorteil: www.migros.ch/cumulus-extra/hotelleriesuisse

Tauschen Sie Ihre blauen Cumulus-Bons unter 0848 85 0848 oder www.migros.ch/cumulus-extra/hotelleriesuisse ein. Hier finden Sie auch die detaillierten Einlösebedingungen. Buchen Sie anschliessend Ihr Wunschhotel unter 0848 84 84 48 oder www.swisshotels.com/cumulus. Angebot gültig bis 13. Dezember 2020 oder gemäss Hoteldetails unter www.swisshotels.com/cumulus. Preis- und Angebotsänderungen vorbehalten. Das Angebot ist auch für Einzelreisende und Familien buchbar.


RÄTSEL | 31.8.2020 | 77

Gewinnen Sie eine von 4 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 4×

Quiz

Paroli

2 × 100 Franken zu gewinnen

2 × 100 gewinnen Füllen Sie dieFranken zehn Wörter inzu das Rätselgitter ein. Füllen Sie Sie die zehn Wörter das Rätselgitter Tragen diesich zehn Wörter in das Rätselgitter Die Lösung ergibt aus in den Buchstaben inein. den Feldern 1-5.ein. Die ergibt sich aus den Buchstaben den Feldern 1-5. DasLösung Lösungswort ergibt sich ausinden Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. Bei einem Vortrag kann man ins … kommen. P Schwimmen

W Turnen

M Tanzen

Was stellt eine Abfolge von Haltungen im Yoga dar? E Marsapell

A Sonnengruss

I

Mondshake

Wo findet man den «Rochers de Naye»? S Fribourg

N Delémont

R Genf

T Piz Bernina

1 1

U Säntis

Welcher französische Ort trägt den Titel «Hauptstadt des Nougats»? L Quimper

H Reims

N Montélimar

Welche physikalische Entdeckung erwies sich als wissenschaftlicher Irrtum? G Röntgenstrahlung I

Gammastrahlung E N-Strahlen

1

2

3

4

6

2 3

7

Lösungswort

So nehmen Sie teil:

2

5 5

2 2

3 3

4 4

5 5

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 843 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 HOTEL. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: migrosmagazin.ch/wettbewerbe (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 6.9.2020, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Bimaru Lösung Nr. 35

U N T E B I E R B O K E A U Paroli

Sudoku Lösung Nr. 35

Lösung Nr. 35

KREIS

Was

koche ich heute? migusto.ch

S

1

Tel.: 0901 000 842 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 ATEMZUG. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: migrosmagazin.ch/wettbewerbe (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 6.9.2020, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Kreuzworträtsel Lösung Nr. 35

E

3

1

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

T Irish Terrier

5

4

Bimaru

Welche Hunderasse gilt als offizieller State Dog des US-Bundesstaats Pennsylvania? R Deutsche Dogge N Beagle

4

Lösung: Lösung:

Wie heisst der einzige Viertausender der Ostalpen? O Titlis

ALLERLE I ANT I GONE ANF L EHEN E I NSTAND BORUSS I A HAND I CAP BOTSUANA KEKSDOS E D E Z I MA L E EANER KOR E I SKANAL ENTON NEB RU EML ANG PROTEASE SENFGLAS AUS SSG R E EI N A ER TE SYNERGET URKANTON T H E R EM I N

Sudoku Gewinner Nr. 34 Erika Däuber, Wetzikon ZH; Isidor Ruppen, Cologny GE

S C A N N I N G

Paroli Gewinner Nr. 34

K E S S H E I T

G E W S U C H T E N N K L E R D E N H I N EQuiz RLösung Nr. 35 O STARNUNG Quiz Gewinner Nr. 34

, ;

, ;

,

,


78 | 31.8.2020 | MILOVE

uch Haben a be im ie L e r Ih Sie niversum ­Migros-Ud würden Ihre n un ­gefunde ry gerne mit den s to s e v Lo esern de en und L ? ­Leserinn -Magazins teilen te ­Migros Ihre Geschich ie ­Mailen S fruf@mgb.ch. an au euen uns Wir fr darauf!

«Ich spürte, dass wir es wagen müssen» Pamela Bianchini und Andreas Hutter waren gute Kollegen und jeweils frisch getrennt, als sie gemeinsam nach Miami reisten. Die drei Wochen Urlaub in Florida liessen sie einander mit anderen Augen sehen.

D

re Liebe, heute sind te ih Pa m me ei k l r

ie Fussball-Europameisterschaft 2008 bringt Pamela Bianchini und Andreas Hutter ein ­erstes Mal so richtig ins Gespräch. Beide sind damals in der Migros-­ Filiale in Uster ZH tätig. Sie arbeitet im Kassenbüro, er ist stellvertretender Filialleiter. «Ich habe italienische Wurzeln und bin für Italien, Andi ist Schweiz-Fan. Da gab es natürlich einiges zu reden», erzählt Pamela mit Blick zurück. 2009 wird Andreas Filialleiter der Migros-Filiale in Zollikon ZH. Doch der Kontakt hält, die Freundschaft festigt sich. «Wir haben es beide genossen, dass wir mit je­ man­dem vom anderen Geschlecht so gut auskamen. Mit der Zeit wussten wir alles voneinander», berichtet Andreas heute. Zwei Jahre später trennen sich beide von ihren damaligen Partnern

in Paar. reas e And nd au

In der Migros-Filia le U ste

Text: Manuela Enggist

und beschliessen, gemeinsam nach Miami in die Ferien zu fliegen. «Wir wollten es uns gut gehen lassen und über unsere gescheiterten Beziehungen hinwegkommen», sagt Andreas. In den drei Wochen in Florida passiert nichts zwischen den ­beiden. «Aber wir merkten, dass sich etwas verändert hat», fährt Andreas fort. Als sie zurückkommen und wieder getrennte Wege gehen, vermissen sie einander schon ab dem ersten Tag, telefonieren täglich. Pamela braucht ­etwas länger als Andreas, um ihre Gefühle einzuordnen: «Ich wollte unsere Freundschaft nicht gefährden. Aber bald spürte ich, dass wir es einfach wagen müssen.» Drei Wochen nach ihrer Rückkehr kommt es zum ersten Kuss. Ein Jahr später heiratet das Paar in der Südsee am Strand von Maui. MM

Er über sie «Ich habe in Pam die Partnerin gefunden, bei der ich so sein kann, wie ich bin. Die Chemie stimmt einfach in allen Belangen. Sie ergänzt mich perfekt, und deswegen funktioniert das mit uns auch so gut.»

Sechs Jahre lang tourten ­Pamela Hutter-Bianchini (33) und Andreas Hutter (41) mit ­ihrer Appenzeller Sennenhündin Kalea im Campingbus durch Nord- und Südamerika. Seit ihrer Rückkehr im F ­ rühjahr leben sie bei einem Freund in Rudolfstetten AG.


Produktinformation

MILOVE | 31.8.2020 | 79

Hygienisch gerüstet – unterwegs und daheim

Sie über ihn «Ich liebe an meinem Mann seine Ehrlichkeit und dass er immer so positiv ist. Insbesondere schätze ich seine Leidenschaft, mit mir die Welt zu entdecken. Es klingt wie ein Klischee, ist aber wahr: Er ist mein bester Freund.»

Die praktischen Food-Behälter und Schneidbretter von Rotho bieten ein zusätzliches Mass an Hygiene. Sie sind mit der bekannten Microban-3G-Silver-Technologie ausgestattet: Hochwertige, nicht auswaschbare Silberionen verhindern das Wachstum von Bakterien dauerhaft um bis zu 99 Prozent.

Rotho Take Away Lunchbox mit Besteck und Saucenbehälter, 1,1 Liter Fr. 12.95 In grösseren Filialen

Bild und Styling: Ruth Küng

Bilder: zVg

Rotho Take Away Thermotasse, 0,5 Liter Fr. 12.95 In grösseren Filialen Angebot gültig vom 1. 9. bis 14. 9., solange Vorrat


Aktion 1. 9. – 7. 9. 2020

50% 3.70 statt 7.40

20% Anna's Best Orangensaft 2 Liter

3er-Pack

33%

Alle Anna's Best-, M-Classic- und Bio-Antipasti z.B. Anna's Best Vegi Guacamole Mexican Style, 200 g, 2.95 statt 3.70

Duo-Pack

25%

Anna's Best Ravioli

Anna's Best-Snacks oder -Menüs

Ricotta & Spinaci oder Mozzarella & Pomodoro, z.B. Ricotta & Spinaci, 3 x 250 g, 9.95 statt 14.85

Vegi-Vegetable Spring Rolls, Chicken Satay oder Dim Sum, z.B. Vegi-Vegetable Spring Rolls, 2 x 210 g, 6.45 statt 8.60

Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Migros-Magazin-36-2020-d-OS by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu