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Migros magazin 35 2017 d aa

Page 1

Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

Charity Ride S. 18 | Couscous S. 41 | Rollerblades S. 82

In memoriam Lady Di: Fitnesscoach Jason Steele blickt zurück Seite 14

MM35, 28.8.2017 www.migrosmagazin.ch

Mehr als nur Meer: Kroatien geizt nicht mit seinen Reizen

Bild: Christian Schnur

Seite 72

Epilepsie: Wenn das Hirn verrücktspielt

Franziska und Alexandra Nock

Der älteste Zirkus der Schweiz ist fest in Frauenhand

Seite 76

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: dienstleistungen@migrosaare.ch

Seite 24


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MM35, 28.8.2017

Editorial

Schön, dass es euch gibt

K

Kann eine Firma die soziale Kultur ihrer Mitarbeitenden beeinflussen? Oder prägt die soziale Kultur der Mitarbeitenden das Unternehmen? Diese Frage habe ich mir gestellt, als mir Redaktor Reto E. Wild von Erika Coradi erzählt hat. Die Bikerin arbeitete lange als Marketingfrau bei der Migros. Heute ist sie pensioniert – und fährt mit ihrem Mann zum x-ten Mal beim Charity Ride spendenfreudige Menschen mit der Harley aus. Sie ist beileibe nicht die einzige MigrosMitarbeitende, die sich sozial engagiert. Immer wieder trifft man in dieser Firma auf Menschen mit Herz für andere. Wie Patrick Koch, der schon seine zweite Patenschaft für einen angehenden Blindenhund angenommen hat. Oder Rechtsanwalt Giovanni Testa, der sich seit Jahren für die Kinderkrebsforschung in der Schweiz starkmacht. Oder Marcel Ducceschi, der beim grossen Erdbeben in Nepal vor zwei Jahren nach Kathmandu flog und als Logistiker ein Verteilzentrum für Hilfsgüter aufbaute. Sie alle engagieren sich spontan. Ohne Gegenleistung. Niemand erwartet dies von ihnen. Sie tun es aus Liebe zu Menschen, zu Tieren, zur Umwelt. Und ja: Vielleicht ist es auch das Betriebsklima, die Kultur der Migros, die solche Menschen ermutigt.

Bild: Michael Sieber

So oder so – Erika, Patrick, Giovanni, Marcel und all die anderen Migrosianer, die sich engagieren: Schön, dass es euch gibt! Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migromedien.ch

Inhalt Menschen 8

Diese Woche Neue Website für Opfer sexueller Gewalt

10

Pioniere in Belgrad Wie die Glarner Familie Voegeli den Balkan mitprägte

14

Zum Todestag von Lady Di Jason Steele, Prinzessin Dianas Personal Trainer, erinnert sich

17

Kolumne: Bänz Friedli

18

Biker mit Herz Harley-Davidson-Fahrer sammeln für kranke Kinder

21 23

Migrosmedien.ch Leserforum

24

Interview Alexandra und Franziska Nock über das Zirkusleben heute

Migros-Welt 34 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News 41 58

Migusto: Couscous Familienfest am Bodensee mit Zeltromantik und Lagerfeuer

14 60

Schweizer Volksläufe Startplätze zu gewinnen

62 64 66 68

Kakaoanbau in Afrika Total-Fotowettbewerb Unterwäsche aus Bambus Neue Produkte im Regal

Leben 71 72

Kolumne «1, 2 oder 3?» Reisen

76 79 81 82

Gesundheit: Epilepsie Kolumne «Brave New Girl» Zootierärztin Kinder: Rollerblades

85 87 92

Glücksgriff Rätsel/Impressum (S. 91) Cumulus

Kroatien liegt zurecht im Trend

94

Meine Welt Der Basler Musiker Bo Katzman

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen MM35

Darauf freuen wir uns Scientifica Von Freitag bis Sonntag öffnen ETH und Uni Zürich ihre Tore für das breite Publikum – auch für Kinder. Back to Paradise Das Aargauer Kunsthaus zeigt ab Freitag expressionistische Meisterwerke, etwa von Ernst Ludwig Kirchner.

Unnützes Wissen

Aus den Weiten des Universums Das schwarze Loch Sagittarius A*, das

Mein Bild der Woche «Der Sommer. Im Juni liegt er voller Versprechungen und

Regula Bührer Fecker (39) ist

Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommuni­ kation und zweifache Mutter.

Verlockungen vor uns. Im Juli und August ist er in Hochform. Im September offeriert er manchmal noch eine kleine, feine Zugabe. Und schleicht sich dann langsam, aber sicher davon. Wann sein letzter Tag ist, weiss man nie so ganz genau. Das schärft das Bewusstsein. Wenn man merkt, wie endlich etwas ist, dann betrachtet man es neu. Es wird rar, knapp, kostbar. Sommer, ich freue mich über jeden einzelnen Moment, den du noch auf Lager hast. Ich werde jeden Grillabend mit Freunden, jeden Schwumm im See, jeden Spaziergang geniessen – aufsaugen, abspeichern, als wäre es der letzte. Denn einer wird der letzte sein.»

Entschuldigung, was hören Sie gerade? Mia Wschiansky (17), Gymnasiastin, Münchenbuchsee BE

a) «Let Me Love You» von DJ Snake feat. Justin Bieber b) «Ke Bock» von Nemo c) «Mind Doodles» von Alec Troniq feat. Gabriel Vitel

Auflösung: c) «Der Song erinnert mich an meine beste Freundin.»

Bilder: Regula Bührer, Marco Zanoni, Scientifica/UZH

Hörprobe

galaktische Zentrum der Milchstrasse, hat eine Masse, die etwa vier Millionen Sonnen entspräche. Die dunkle Seite des Mondes ist

in Wahrheit türkis. Das haben Licht­ messungen von Astronomen ergeben. Die Ringe des Saturns sind

jeweils nur etwa 20 Meter dick; insgesamt ist der Saturn von über 1000 Einzelringen umgeben.

Alle Monde des Uranus sind nach

Charakteren von William Shakes­ peare und Alexan­ der Pope benannt: Sie heissen etwa Ophelia, Rosalind, Puck, Oberon oder Ferdinand. Quelle: Neon/Stern


MM35, 28.8.2017 | MENSCHEN

Zwischenmenschliche Grauzonen: Ist das harmlos oder schon sexuelle Belästigung?

Gleichstellung Zahlen und Fakten

28%

aller Frauen und 10 Prozent der Männer haben selbst schon sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt.

55%

der Fälle von sexueller Belästigung gehen von Kollegen oder Kolleginnen aus. In 30 Prozent der Fälle von Kunden und ihren Angehörigen.

21 Jahre

ist das Gleichstellungsgesetz nun schon in Kraft: Es verbietet unter anderem sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.

Quelle: Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann

Rat und Hilfe bei sexueller Belästigung Das neue Portal Belästigt.ch ist eine Anlaufstelle für Frauen und Männer, die Opfer von sexueller Belästigung sind. Mitinitiantin Anja Derungs erklärt, warum es ein solches Angebot braucht und wie sich Betroffene wehren können. Text: Andrea Freiermuth

W

ar es nur ein dum­ mer Witz des Chefs? Eine zufällige Berührung des Kollegen? Oder vielleicht doch sexuelle Belästigung am Arbeits­ platz? Oft ist die Antwort auf solche Fragen nicht ganz einfach. Die neue Website Belästigt.ch bietet nun eine zentrale Anlauf­ stelle zum Thema sexuelle oder sexistische Belästigung am Arbeits­ platz. Hier können sich Arbeit­ nehmende, aber auch Arbeitgeber informieren und bei Bedarf mit Fachpersonen in Kontakt treten.

Das Angebot gilt sowohl für Frauen als auch für Männer. Die Seite wurde unter anderem von der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich und der Frauen­ beratung sexuelle Gewalt initiiert und ist vom Bund finanziert. Bis vor rund 20 Jahren konnte man gegen sexuelle Belästigung nur via Strafrecht klagen. Aber Belästigungen geschehen oft subtil und ohne Zeugen, was eine Straf­ anzeige meist zum ungeeigneten Mittel macht. Seit dem Gleichstel­ lungsgesetz aus dem Jahr 1996 gibt es die Möglichkeit einer zivilrecht­

lichen Klage gegen Arbeitgeber, die Betroffene nicht oder nicht genügend geschützt haben. Das Gesetz verpflichtet die Arbeitgeber, dafür zu sorgen, dass in ihrem Betrieb niemand sexuell belästigt oder diskriminiert wird. Dieses Recht können Betroffene vor Gericht einfordern. Was konkret als sexuelle Beläs­ tigung am Arbeitsplatz gilt, zeigen fünf verschiedene Videoclips auf der neuen Website Belästigt.ch, oder in ausführlicher Form die Beispiele in der Online­Datenbank Gleichstellungsgesetz.ch. MM

Bilder: Belloumi/MAXPPP/Keystone, Renate Wernli, zVg

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MENSCHEN | MM35, 28.8.2017

Strassenumfrage

Anja Derungs

«Sexuelle Belästigung zeigt man nicht aus dem Nichts an, dafür ist das Ganze zu belastend» Warum braucht es diese neue Anlaufstelle für sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz? Weil das Bedürfnis da ist: Fast ein Drittel aller Frauen und jeder zehnte Mann hat während des Erwerbs­ lebens sexuelle Belästigung erlebt. Es ist an der Zeit, dass sich etwas ver­ ändert. Das zeigt auch die Debatte #SchweizerAufschrei und der Women’s March in Zürich, an dem im März über 10 000 Menschen gegen Sexismus auf die Strasse gingen. Was genau gilt als sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz? Das Gesetz sagt: «Jedes belästigende Verhalten sexueller Natur oder ein anderes Verhalten aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit, das die Würde von Frauen und Männer am Arbeitsplatz beeinträchtigt.» Dazu gehören etwa sexistische Witze, unerwünschter Körperkontakt oder anzügliche Bemerkungen. Darüber, was genau die Würde verletzt, lässt sich aber streiten. Das stimmt. Entscheidend ist nicht die Absicht der belästigenden Person, sondern wie ihr Verhalten bei der betroffenen Person ankommt, ob diese es als erwünscht oder unerwünscht empfindet. Darum sollten Betroffene nicht ein­ fach schweigen, sondern ihrem Gegenüber klar sagen, dass sie sein Verhalten als störend empfinden. Allerdings ist das nicht immer einfach, weil vielfach ein Abhängigkeits­ oder Machtverhältnis besteht. Belästigt werden oft – aber nicht nur – Mitar­ beitende in schwächeren Positionen: Lernende, Migrantinnen, Minder­ heiten oder neue Mitarbeitende. Wie lässt sich sexuelle Belästigung beweisen? In einem zivilrechtlichen Verfahren nach Gleichstellungsgesetz reichen je nach Fall starke Indizien. Folglich sollte man Mails, SMS oder andere Dokumente, die Belästigungen enthalten, sammeln und Tagebuch über die Geschehnisse führen.

Viele wehren sich nicht, weil sie denken, dass sich ihre Situation dadurch noch verschlimmert. Viele Frauen und Männer, die sexuell belästigt werden, haben diese Zweifel. Es hilft, mit kompetenten Fachperso­ nen über das Erlebte zu sprechen. Auf Belästigt.ch können sich Betroffene informieren und sich mit einer Be­ ratungsstelle in Verbindung setzen, in neun verschiedenen Sprachen und auf Wunsch auch anonym. Es gibt aber auch Stimmen, die befürchten, dass man bald jedes Wort auf die Goldwaage legen muss. Diese Furcht ist unbegründet. Sexuelle Belästigung zeigt man nicht einfach aus dem Nichts an, dafür ist das Ganze zu belastend. Wer sein Recht über das Gleichstellungsgesetz einfordert, klagt auch nicht gegen die belästigende Person, sondern gegen die Firma, weil sie ihre Mitarbeitenden zu wenig schützt. Dies gilt insbesondere, wenn die Betroffenen ihre Vorgesetzten oder die Personalabteilung informie­ ren und diese nicht handeln. Wie sollte man sich verhalten, wenn man miterlebt, wie eine Kollegin oder ein Kollege belästigt wird? Zivilcourage zeigen und nicht weg­ sehen: Sie können Betroffene darauf ansprechen, sie darin bestärken, etwas zu unternehmen. Für konkretes Han­ deln braucht es aber immer das Ein­ verständnis der betroffenen Person. Wurden Sie auch schon belästigt? Nicht am Arbeitsplatz, aber auf der Strasse. An einem Sommertag griff mir in Zürich ein Unbekannter zwischen die Beine. Es passierte so schnell, ich konnte weder reagieren, noch mir das Gesicht merken. Ich fragte mich später: Lag es an meinem Kleid? Habe ich mich falsch verhal­ ten? Dabei weiss ich eigentlich, dass solche Fragen fehl am Platz sind. Denn nicht die belästigte Person muss sich in so einem Fall hinter­ fragen, sondern der oder die Belästi­ gende muss zur Rechenschaft gezo­ gen werden – auch am Arbeitsplatz.

Begrüssen Sie die Website für sexuell Belästigte?

Liliya Tanner (36), Juristin, Zürich Anja Derungs (41)

ist Leiterin der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich.

«Sehr. In meiner Community ist sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz immer wieder ein Thema. Ich bin Russin. Es gibt Männer, die Frauen aus dem Osten bloss als Sexobjekt sehen.»

Mario Gloor (35), angehender Primarlehrer, Reinach AG «Vielen

Männern ist nicht bewusst, wo die Grenzen sind. Zudem ist das Ganze ein Tabu. Es ist gut, wenn Frauen sich Unterstützung holen können.»

Stefanie Schär (18), Studentin, Langenthal BE «Es ist gut, wenn man

sich in solchen Situationen Hilfe holen kann. Ich hoffe, dass das Angebot auch für Männer gilt – und dass es nicht missbraucht wird.»

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MM35, 28.8.2017 | MENSCHEN

Schweizer Auswanderer

Wie ein Glarner König wurde

Nikolaus Voegeli ist in in Belgrad geboren und aufgewachsen – als Enkel eines erfolgreichen Schweizer Auswanderers, den alle nur den «Balkankönig» nannten. Gemeinsam mit seinem Sohn Peter hat der heute 90-jährige Zürcher nun die erstaunliche Geschichte seiner Familie in einem Buch dokumentiert. Text: Ralf Kaminski

W

enn Alexander I., König von Jugoslawien, in den 1930erJahren im offenen Wagen an der Villa der Familie Voegeli in Belgrad vorbeifuhr, hob er jeweils die Hand und grüsste. Nikolaus, damals 6 oder 7 Jahre alt, sah ihn manchmal und winkte zurück – auch wenn der Gruss eher seinem Grossvater Henri galt, einem erfolgreichen und hoch angesehenen Schweizer Geschäftsmann, genannt der «Balkankönig». «Er war immer elegant im britischen Stil gekleidet und hielt sich ganz gerade», erinnert sich Nikolaus Voegeli (90) in seiner Anwaltskanzlei an der Zürcher Bahnhofstrasse. «Und er redete allgemein sehr wenig. Kinder mochte er allerdings und liess uns einiges durchgehen.» Manchmal aber habe er schon Geschichten erzählt, jedoch kaum von seinen Geschäftserfolgen. «Lieber gab er Tipps, wie man in London nachmittags trotz Alkoholverbot zu einem Glas Bier kam», erzählt Voegeli und lacht. Die erstaunliche Familiengeschichte der Voegelis, die im neuen Buch «Der Balkankönig» dokumentiert ist, bietet einen Einblick in eine andere Zeit und zeigt, wie bedeutsam die Geschäfte und das Netzwerk einzelner Unternehmer für die Wirtschaftsbeziehungen zweier Länder sein können. Ohne den Schweizer Auswanderer Henri Voegeli (1866–1941) hätte sich das Verhältnis zwischen der Eidgenossenschaft und dem ehemaligen Jugoslawien wohl anders entwickelt. In den 70er-Jahren etwa war das

Bild: Daniel Winkler

Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern höher als zwischen der Schweiz und der damals zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt, der Sowjetunion – auch dank Voegeli und seinen Nachkommen. Henri Voegeli stammte aus gutem Hause im Kanton Glarus, doch von dort zog es ihn schon als Minderjährigen weg. Er wollte etwas erleben, und wo tat man das besser als in London, dem Herz des britischen Weltreichs. Nach Lehr- und Wanderjahren, die ihn weiter ins Osmanische Reich nach Istanbul und Smyrna führten, liess er sich schliesslich als erfolgreicher Geschäftsmann in Belgrad nieder und half dem serbischen Königreich, seine Eisenbahn zu modernisieren. Sein jüngerer Bruder Christian (1872–1922) geschäftete bereits dort, und die beiden Brüder sahen noch viel Entwicklungspotenzial im Balkanland. Schweizer brachten Fortschritt und Moderne

Während der Balkankriege 1912/13 betrieben sie in ihren Büros auf eigene Kosten die Agentur des Internationalen Roten Kreuzes in Serbien und setzten sich dabei sehr für die leidende Zivilbevölkerung ein, was ihnen hoch angerechnet wurde. Schon bald nach dem Krieg gründete Henri 1921 die Banque Serbo-Suisse, die die guten Geschäfte zwischen den Ländern enorm förderte. Belgrad galt damals als Tor zum Orient, Serbien als brachliegendes Land voller Chancen. «In den südosteuropäischen Gesellschaften, die in jener Zeit als unterentwickelt galten, wa-

ren die Schweizer Träger von Fortschritt und Moderne», zitieren die Voegelis in ihrem Buch den Schweizer Historiker Thomas Bürgisser. In diese Welt wurde Nikolaus Voegeli 1927 hineingeboren. Die Ehe seiner Eltern war jedoch nicht besonders glücklich, Vater Rudolf (1897–1956) war eher intellektuell, Mutter Marguerite (1899–1980) sehr lebenslustig. «Mein Vater gab sich Mühe und verbrachte jeden Sonntag mit uns, aber de facto wurde ich von den Dienstboten aufgezogen», erzählt Voegeli. Er verbrachte viel Zeit in der Küche, wo alle Fäden zusammenliefen und ihm die Angestellten aufregende Geschichten aus den Kriegsjahren erzählten. Die Bediensteten trugen die Kinder quasi auf Händen. «Wir konnten in ihren Augen nichts falsch machen, was für meine Leistungen in der Schule nicht gerade förderlich war.» In der deutschen Schule Belgrad erlebte er auch den Aufstieg der Nazis. Kurz vor Kriegsbeginn wechselte er 1939 in die Schweiz an die Kantonsschule Trogen AR. «Ein Kulturschock. Mein Schweizerdeutsch war nicht besonders gut, ich war unsportlich und auch kein guter Schüler.» Grossvater Henri war zu jener Zeit ebenfalls in der Schweiz. «Er ersetzte damals den Vater, unterschrieb auch immer meine Zeugnisse.» Rudolf Voegeli hielt derweil in Belgrad die Stellung und leitete – wie sein Vater und Onkel zuvor – das IKRK-Büro. Dank seiner Vermittlung durften 500 jugoslawische Kin-


MENSCHEN | MM35, 28.8.2017

1 2

1 Nikolaus Voegeli

mit Sohn Peter in der Anwaltskanzlei an der Zürcher Bahnhofstrasse

Bilder: Stämpfli Verlag AG Bern (2)

2 «Balkankönig» Henri Voegeli in der serbischen Nationaltracht 3 Nikolaus Voegeli

(zweiter von rechts) mit seinem Vater Rudolf, seiner Grossmutter Martha und seinem Bruder Christoph im Jahr 1945

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Bild: Stämpfli Verlag AG Bern

MENSCHEN | MM35, 28.8.2017

der die Kriegsjahre in der relativ sicheren Schweiz verbringen. Am 6. April 1941 erreichte der Krieg auch Belgrad, bereits am 17. April kapitulierte Jugoslawien. Knapp drei Monate später starb Henri Voegeli – so blieb es ihm erspart zu sehen, wie sein Lebenswerk zerstört und seine Familie aus Belgrad vertrieben wurde. «Mein Vater wurde nach dem Krieg fälschlicherweise als Kriegsgewinnler bezeichnet und erhielt ein Einreiseverbot, unser ganzer Besitz wurde beschlagnahmt.» Viele Schweizer verloren damals auf diese Weise ihr Vermögen in Jugoslawien. Erst unter Tito spielten sich wieder gute Verhältnisse ein. Historiker Thomas Bürgisser spricht gar von der «Wahlverwandtschaft zweier Sonderfälle im Kalten Krieg». Nikolaus Voegeli wurde Anwalt und hielt sich von seiner alten Heimat fern. «Ich nahm dem Land die Behandlung meiner Familie nach dem Krieg sehr übel.» In den 60er-Jahren allerdings wurde er von der jugoslawischen Botschaft angefragt, ob er nicht als Rechtsvertreter für Jugoslawen in der Schweiz tätig werden könne, weil er die Sprache noch immer beherrschte. So näherte er sich langsam wieder an. 1971 gründete er mit seinem älteren Bruder Hansruedi (1922–2010) die schweizerisch-jugoslawische Handelskammer und förderte damit einmal mehr die Wirtschaftsbeziehungen. Diese kriselten dann in den 90er-Jahren, als auf dem Balkan erneut Krieg herrschte, viele Flüchtlinge in die Schweiz strömten und sich das Image der «Jugos» rapide ver-

hatte ich diese Storys als Kind immer wieder gehört, aber für mich waren das mehr Abenteuergeschichten als Realität.» Schwärmen von der slawischen Seele

Er begann zu recherchieren, führte viele Gespräche mit seinem Vater und reiste 2016 mit ihm nach Belgrad, um die Schauplätze seiner Kindheit zu besuchen. «Am meisten hat mich dabei überrascht, dass sich all die Geschichten von damals als wahr erwiesen», sagt Voegeli und lacht. Ein Jahr schrieben Vater und Sohn zusammen an dem Buch. «Ich lebe schon so lange in Zürich und fühle mich hier wohl, aber auch Belgrad bleibt ein Stück Heimat», sagt Nikolaus Voegeli und schwärmt von der slawischen Seele der Menschen dort. Er geht noch immer jeden Tag zur Arbeit in seine Kanzlei an der Bahnhofstrasse, wo er seit Jahrzehnten und bis heute auch als Generalkonsul von Marokko amtet. Vor Gericht vertritt er zwar niemanden mehr, aber als Berater in Steuersachen sind seine Dienste noch immer gefragt. Und obwohl er nicht mehr so gut hört und wegen Problemen mit dem linken Knie am Stock geht, ist er sonst noch gesund und munter. «Würde ich zu Hause rumsitzen, ginge es bestimmt rasch bergab», sagt er. «Da tue ich doch lieber das, was mir Spass macht.» MM

Die Voegeli-Villa in Belgrad Ende der 1920erJahre, in der Nikolaus aufgewachsen ist

schlechterte. Nicht völlig zu Unrecht, wie Voegeli heute findet. «Ich habe ja viele von ihnen als Anwalt verteidigt.» Da kam es schon vor, dass er zunächst mal zwei Familien davon überzeugen musste, auf gegenseitige Blutrache zu verzichten, bevor er einen Fall vor Gericht brachte. Voegelis Sohn Peter (54), heute als SRF-Radiokorrespondent in Berlin tätig, machte 2014 einen Beitrag über den Ersten Weltkrieg für die Radiosendung Kontext. Dazu lud er seinen Vater ein, der diesen Krieg zwar nicht selbst erlebt hatte, aber all die Geschichten erzählen konnte, die er als Kind gehört hatte. Daraufhin meldete sich der Stämpfli Verlag und fragte, ob sie aus ihrer Familiengeschichte nicht ein Buch machen wollten. «Erst da realisierte ich, was für eine bemerkenswerte Historie meine Familie hat», sagt Peter Voegeli. «Natürlich

Das Buch: Peter Voegeli, Nikolaus Voegeli: «Der Balkankönig und seine Familie. Eine andere Geschichte der Schweiz», Stämpfli Verlag 2017, bei exlibris.ch für Fr. 32.– Die Vernissage: 18. 9., 19 Uhr in der Buchhandlung Sphères in Zürich

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MM35, 28.8.2017 | MENSCHEN

Jason Steele trainierte die Prinzessin knapp ein Jahr lang. Nach ihrem Tod zog er in die Schweiz, um den Medien zu entkommen.


MENSCHEN | MM35, 28.8.2017

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20. Todestag Prinzessin Diana

Bei ihm hat Diana Kraft getankt

Am 31. August 1997 kam Lady Di bei einem Autounfall in Paris ums Leben. Jason Steele, der heute in der Schweiz lebt, war bis kurz vor ihrem Tod ihr privater Fitnesstrainer. Er erinnert sich an eine Frau mit «ungeheuer positiver Lebenseinstellung». Text: Reto E. Wild

Bild: Michael Sieber

Bild: Getty Images

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uerst dachte Jason Steele an einen Scherz. Aber am anderen Ende der Telefonleitung war tatsächlich ein Sekretär aus dem Buckingham Palace, der ihn fragte, ob er künftig Prinzessin Diana trainieren möchte – wohl weil er schon andere Prominente wie Schauspielerin Joan Collins oder das Model Claudia Schiffer trainierte. Das war 1996, als der Sohn eines englischen Vaters und einer österreichischen Mutter für das «Earls Court Gym» in London arbeitete, das heute «Soho Gyms» heisst und sich immer noch an der Earls Court Road 254 im Stadtteil Kensington befindet. Diana, die sich im gleichen Jahr von Prinz Charles scheiden liess, hatte schon vorher regelmässig dort trainiert, doch mehr als kurze Gespräche vor und nach den Trainings gab es nicht. Nun also sollte Steele ihr persönlicher Trainer werden? Er sagte zu. «Zuerst hatten wir ein Gespräch über ihre sportlichen Ziele», erinnert sich der heute 48-Jährige. «Mir war klar, dass wir angesichts ihres dicht gedrängten Terminplans zeitlich eingeschränkt waren.» Doch Diana habe immer sehr fleissig trainiert, intensiv und trotzdem mit Humor. «Sie besuchte das Gym morgens vor der offiziellen Türöffnung um 9 Uhr. Und sie war stets gut gelaunt – ihre positive Lebenseinstellung und ihre enorme Ausstrahlung waren für mich erstaunlich.» Das Training habe auf dem Laufband angefangen, weil Diana gern joggte. Während des Aufwärmens schaute sie TV. «Es war ihr wichtig, sich während des Sports vom Alltag, von der Realität, abzulenken.» Einmal war sie Tage zuvor unvorteilhaft in einem Badeanzug mit Leopardenmuster fotografiert worden. «Ich fragte sie, wie sich das anfühlt, wenn man 24 Stunden lang mit der Kamera verfolgt wird. Sie sagte nur, sie sei das gewohnt und entgegnete lachend: Schau mal, wie ich aussehe.» Aus dem Fens-

machen wollte», berichtet Steele. Schon bald hatte er von diesen Auswüchsen genug und flüchtete in die Schweiz, wo er aufgewachsen war und die Ruhe fand, die er suchte. Heute lebt Steele in einem unscheinbaren Einfamilienhausquartier in Oberentfelden AG, zusammen mit seiner Frau Ramona (37) und den Töchtern Sienna (3) und Mia (1). Der durchtrainierte Fitnessexperte liebt die Anonymität im Dorf. Noch heute Kunden dank Lady Di

Diszipliniert: Lady Di auf dem Weg zum Gym

ter im dritten Stock des Gyms sah man immer die Paparazzi, die draussen darauf warteten, Fotos von ihr schiessen zu können. Etwa 12 Monate trainierte Diana mit Jason Steele, ein- bis dreimal pro Woche. Sie habe sich in dieser Zeit sportlich verbessert, sagt er. Ihr letztes gemeinsames Training fand am 21. August 1997 statt. Der Personal Trainer erinnert sich: «Sie war gut gelaunt wie immer und zog frühmorgens ihr Programm durch. Niemand ahnte, dass sie nur noch zehn Tage zu leben hatte.» Die Quittungen von jenen Trainingsstunden hat Steele noch heute fein säuberlich in einem Ordner aufbewahrt. «Ihr Tod war auch für mich ein Schock. Und danach wurde ich von den britischen Medien verfolgt. Eine Journalistin tarnte sich als Kundin und stellte sich bei mir vor, nur weil sie eine Geschichte über mich

Geboren wurde Jason Steele in England, besuchte jedoch in Küttigen AG die Schule und startete danach eine Ausbildung zum Radio- und TV-Verkäufer. «Musik war immer mein grösstes Hobby.» 1990 gewann er die Schweizer Meisterschaften als DJ, brach seine Lehre ab, ging nach England und hoffte auf eine grosse Karriere – doch daraus wurde nichts. Also wechselte er in die Fitnessbranche. «Damals waren Personal Trainings in London schon recht populär, deshalb habe ich mich darauf spezialisiert.» So kam er schliesslich zu seiner berühmten Kundin. In diesen Tagen zügelt die Familie Steele an den Greifensee ausserhalb von Zürich, damit Jason als privater Fitnesstrainer näher bei potenziellen Kunden ist, die bereit sind, bis zu 300 Franken pro Stunde zu bezahlen. Noch immer erhält er Anfragen, nur weil er einst Lady Di trainierte. Er selbst absolviert dreimal pro Woche ein Krafttraining – mit 50 möchte er Schweizer Meister seines Jahrgangs über 100 Meter Sprint werden. Nach London reist Jason Steele bis heute regelmässig, weil er dort ein BootcampProjekt realisieren will. Auch den 31. August, den 20. Todestag von Diana, wird er in der britischen Hauptstadt verbringen. Seine Gedanken werden bei ihr sein. MM Infos: www.steele-fit.com


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MENSCHEN | MM35, 28.8.2017

Bänz Friedli

Internet anno 1981 Offenbar bin ich nicht der Einzige. Sonst gäbe es diese App nicht. Ich bin nicht der Einzige, der Abstimmungsergebnisse, Sportresultate und Wetterprognosen noch im Teletext nachschaut. Genauer: via Teletext-App auf dem Handy. Da leuchtet es dann in vertrauten Farben auf: Hellblau, Gelb und Weiss auf Schwarz. Aber weshalb sich einer uralten Technik bedienen, wenn das Smartphone längst hundert flinkere, buntere und vielseitigere Informationsquellen bereithielte? Meine Kinder lachen mich aus. Zwar hat der Oldie mal eine App, die sie nicht gekannt haben. Aber eine antiquierte! Deren Anmutung nachahmt, wie man sich zu Grossmutters Zeiten Informationen beschaffte.

Bänz Friedli (51) Bild: Vera Hartmann

mag nicht bewerten.

Das sei damals oft die einzige Möglichkeit gewesen, versuche ich zu erklären, als ich 17-, 18-jährig gewesen sei … Wollte man samstagnachts erfahren, wie Étoile Carouge gegen den FC Wettingen gespielt hatte, ohne auf das «Sportpanorama» oder die Tageszeitung vom Montag zu warten, schaltete man den Teletext ein. Der war auf dem Kanal des Schweizer Fernsehens am 1. Oktober 1981 erstmals ausgestrahlt worden, vorerst noch in eckiger und unleserlicher Schrift. Natürlich ist es pure Nostalgie, wenn ich ihn heute noch konsultiere. Aber auch schiere Gewohnheit, denn ich weiss die Seitenzahlen auswendig: 100 für Schlagzeilen, 202 für Spieltermine der Super League, 815 für den Flugverkehr.

Doch es macht mich zum Gespött junger Leute. An dieser Stelle nun springt meine Shiatsu-Therapeutin in die Bresche: «Der Teletext! Das war doch der Vorläufer des Internets! Und du hast ihn genutzt!», frohlockt sie. «Was zeigt, dass du schon früher ein moderner Mensch warst.» Ha! Das ist die Ausrede: Meine Teletext-App beweist nicht, dass ich von gestern bin, sondern sie ist im Gegenteil ein Beleg dafür, dass ich seit je mit der Zeit gegangen und also noch immer up to date bin. Und schliesslich hat noch jeder Mist aus unserer Jugend ein Revival erlebt, die Röhrlijeans, die Neonfarben, die Espadrilles … Warum also sollte mit der nächsten Retrowelle nicht auch der Teletext wieder hip werden? Und, hey, wenn Primarschüler nun mancherorts mit Tablets ausgestattet werden, auf denen man einfach wegwischt, was nicht mehr gebraucht wird – wer waren dann die Pioniere? Wir. Wir, die wir in der zweiten Klasse bei Frau Aerni, anno 1973, noch Schiefertafeln hatten, samt Schwämmchen. Für Diktate und so schwierige Rechenaufgaben wie «3 + 8 = ?». Denn was geschah mit dem Gekritzel, das nicht mehr gebraucht wurde? Wir wischten es weg. MM

Bänz Friedli live: 1. 9. Schinznach-Dorf AG; 2. 9. Bolligen BE; 4. 9. St. Gallen, Kellerbühne

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MM35, 28.8.2017 | MENSCHEN

Charity Ride

Lautes Knattern für kranke Kinderherzen

Schon zum 15. Mal sammelt eine Gruppe von Harley-Davidson-Fans Geld für herzkranke Kinder. Hans Georg Oechslin und seine Frau Erika Coradi sind zwei dieser Biker mit Herz. Text: Reto E. Wild

Jubiläum

Töfffahrten für einen guten Zweck Am Sonntag, 3. September, brummt und knattert es zum 15. Mal auf dem Bürkliplatz in Zürich: Von 11 bis 17 Uhr bieten die Harley-DavidsonFahrer ihre Rundfahrten entlang des Zürichsees . Wer lieber auf vier Rädern unterwegs ist, kann in einen Oldtimer einsteigen und sich vorher mit einer grillierten Wurst stärken. Vom so gesammelten Geld profitieren herzkranke Kinder des Kinderspitals Zürichs. Weitere Infos: www.charity-riders.ch

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Bild: Holger Salach

ie habe das Töfffahren im Blut, sagt die Rentnerin Erika Coradi (67). Die einstige Marketingfrau der Migros ist 168 Zentimeter gross und 53 Kilogramm schwer – und somit gut sechsmal leichter als ihre Harley-Davidson. «Meine Mutter sass noch auf dem Motorrad meines Vaters, als sie schon mit mir schwanger war – und ich selbst setzte mich als junge Frau bei jedem hinten auf den Töff», erzählt sie schmunzelnd. 1990 sass sie dann erstmals auf der Maschine ihres späteren Ehemanns Hans Georg Oechslin (67). Doch das war der Draufgängerin zu wenig. «Ich wollte selbst einen Töff steuern.» Im Frühling 1996 beantragte sie den Lernfahrausweis, schon im September schaffte sie die Prüfung und kaufte sich kurz danach eine eigene Harley. Bereits 1990 leistete sich ihr Mann einen Töff dieser Kultmarke. Er wurde damals vom Co-Pilot zum Kapitän befördert. «Eine Harley war immer mein Traum. Nur konnte ich sie mir als Co-Pilot nicht leisten.» 1995 heirateten die beiden, und seit sie ihre Harleys haben, fahren sie praktisch ausnahmslos damit in die Ferien – nach

Irland, Schottland, Spanien, Frankreich, Sizilien und Kroatien. «Im näheren Europa kennen wir sozusagen jeden Pass und jede Strasse.» Oechslin ist zwar inzwischen pensioniert, arbeitet aber in Volketswil ZH als Immobilienverwalter weiter. «Ich muss mir doch mein Hobby irgendwie finanzieren», sagt er lachend. Er ist Gründungsmitglied und Direktor des «Harley Owners Group Club – Pelican Chapter Zurich-City», wo er seine Begeisterung mit anderen Mitgliedern teilt; seine Frau ist dort Sekretärin oder «Ladies of Harley Officer». Vor 15 Jahren kam im Verein die Idee auf, benachteiligten Menschen zu helfen – ähnlich wie die Benefizveranstaltung Love Ride. So wurden die «Charity Riders» gegründet, quasi der Club im Club. Seither sammeln sie Geld, damit herzkranke Kinder am Kinderspital Zürich psychologisch betreut werden können, etwa vor einer schweren Operation. 2003 fand der erste Anlass statt, am 3. September drehen die Charity Riders mit ihren Harleys bereits zum 15. Mal ihre Runden entlang des Zürichsees.

Leidenschaftliche Harley-Fahrer: Erika Coradi und Hans Georg Oechslin


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«Seit der Gründung haben wir 364 900 Franken gesammelt», sagt Oechslin und präsentiert stolz eine Liste, auf der die jährlichen Einnahmen aufgeführt sind. Gleichzeitig betont er: «Wir sind keine Einzelkämpfer. All das können wir nur dank unserer Mitglieder und Freunde realisieren. Am Anlass stehen rund 30 Fahrer im Einsatz, die für 350 Fahrten sorgen, darunter auch mit einem Rolls-Royce, einem McLaren-Mercedes und einem alten Mustang.» Das Publikum zahlt für diese Passagierfahrten entlang des Zürichsees mindestens 10 Franken, blättert für das Kinderspital aber meist ein Vielfaches davon hin. Es gebe Privatleute, die 2000 Franken locker machten. Das gesammelte Geld überbringen die Charity Riders dem Kinderspital dann meist

im Spätherbst mit einem symbolischen, überdimensionalen Scheck. Oechslin, selbst kinderlos, erzählt: «Einmal erhielten wir im Kispi eine Führung mit einem Herzchirurgen. Es war berührend, die jungen Patienten mit ihren Infusionen zu sehen, vom Neugeborenen bis zum 16-jährigen Teenager.» Gelebte Solidarität unter Harley-Fahrern

Weil sie der Stadt keine Standgebühr zahlen müssten, könnten sie 99 Prozent des Geldes dem Kispi überweisen, betont Coradi. Und sie erzählt von einem Hochzeitspaar, das auf Geschenke verzichtete und stattdessen die Gäste aufforderte, für den guten Zweck zu spenden. Ein Clubmitglied verlor ihren Mann und sagte, sie möchte statt Blumen lieber eine Spende für die Charity Riders.

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«Das ist eben Harley, das ist gelebte Solidarität unter uns Fahrern», sagt Coradi. Und ihr Mann schwärmt: «Harley-Fahrer sind spezielle Menschen. Es gibt keine Marke, die weltweit ein so starkes Zusammengehörigkeitsgefühl auslöst. Man kann das nicht erklären, das muss man erlebt haben.» Nächstes Jahr findet in Prag ein europäisches Harley-Treffen statt, wo die Fans vom 5. bis 8. Juli das 115. Firmenjubiläum feiern. Ob das Ehepaar mit dem Töff hinreist? «Aber klar!» lautet die Antwort von Coradi, die dann immerhin gegen 70 Jahre alt sein wird. Genauso klar ist für sie, auch bei der 16. Austragung des Charity Rides am Zürcher Bürkliplatz wieder dabei zu sein – als Mädchen für alles, wie das schon in den Vorjahren der Fall war. MM


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MENSCHEN | MM35, 28.8.2017

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Beiträge, Bilder und Meinungen unserer Leserinnen und Leser

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Die Umfrage

Migrosmagazin.ch

Leserbeitrag

Per Velo durch Afrika

Vergangene Woche wollten wir zum Bericht über die neue Social­ Media­Plattform Sarahah wissen: Hast du schon Cybermobbing erlebt?

«‹Reisen bedeutet Bil­ dung›, meinte ein Kapi­ tän auf dem Tanganjika­ see. Nach unserer Fahrt zu viert von Namibia bis Kenia können wir dies bestätigen. Die Velotour hatte aber nicht nur ein Bildungsziel: Sie diente als Spendenaktion für die Schule in Nairobi, an der ich ein Semester unterrichtet habe.»

7% 10%

83%

7% Ja, ich war selbst Opfer. 10% Ich habe es als Zeuge mitbekommen. 83% Nein, ich kenne es nur vom Hörensagen oder aus den Medien.

Der ganze Erlebnisbericht auf www.migmag.ch/velo-afrika

Carmen Knöpfel

schildert ihre Abenteuerreise.

Leserbeitrag

Online-Extra

Auf den Palette-Gipfel

Atemberaubend

Peter Colat ist einer

der weltbesten

Bilder: Carmen Knöpfel, Philipp Schmidli, René Rychener

Apnoetaucher.

Die Rundtour zur Palette bietet ein 3 ½­stündiges, höchst attraktives Bergwandererlebnis. Ein echter Wanderberg mit viel Aussicht. www.migmag.ch/palette

Leser René Rychener schildert seinen Ausflug.

Für seine minuten­ langen Tauchgänge hält er einfach die Luft an. Colat hat schon mehrere Weltrekorde auf­ gestellt, manchmal unter lebensgefähr­ lichen Bedingungen. Sein Motto: cool bleiben. Das Porträt: www. migmag.ch/apnoe


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MENSCHEN | MM35, 28.8.2017

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Leserforum MM34: UMA Khalil schlägt sich durch

«Ich bin beeindruckt, wie tapfer und ehrgeizig diese Menschen sind»

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wären beide Grössen gleich­ wertig. Eigentlich wäre 1 kcal gleich 1000 Kalorien. Es wäre sinnvoll, wenigs­ tens zu versuchen, die rich­ tigen Einheiten zu verwen­ den: Joule/kJ oder nur kcal. Die Vereinfachung «Kalorie ist gleich kcal» führt zur Verwirrung. Jean-Marie Zogg Bonaduz, via E-Mail MM33: Editorial

Khalil vermisst seine Familie, die er im Iran zurücklassen musste.

Vielen Dank für den eindrücklichen Bericht über Khalil und Razie. Mich hat die Geschichte der jungen Flüchtlinge sehr berührt. Einmal mehr ist mir bewusst geworden, wie dankbar ich sein kann, ein Leben in der Schweiz führen zu dürfen. Ich bin beeindruckt, wie tapfer und ehrgeizig die Menschen sind, die zu uns flüchten. Razie erzählt, dass sie Gleichaltrige sucht, um mit ihnen Deutsch zu spre­ chen, aber niemanden fin­ det. Dies hat bei mir sofort den Gedanken ausgelöst, mich mit ihr auszutauschen. Wenn Razie Interesse hätte, würde ich mir Zeit nehmen und mit ihr Deutsch üben. Isabel Brechbühler, Winterthur, via E-Mail

Bild: Daniel Auf der Mauer

MM 34: Garten Kraftquelle Natur

«Vereinfachung, die verwirrt» Im Artikel werden hemmungslos die Einheiten Kalorien und kcal neben­ einander verwendet, als

«Ein bitterer Beigeschmack» Zwei Worte in Herrn Schneebergers Editorial haben mich irritiert: «über­ forderte Alleinerziehende». Sind nur Alleinerziehende überfordert? Mütter und Väter in einer Partnerschaft nicht? Ich bin heute gelasse­ ner und weniger überfordert als zur Zeit des Zusammen­ lebens mit dem Vater meines Kindes. In sogenannten heilen Familien ist es auch schwierig. Werde ich, bis meine Tochter erwachsen ist, immer wieder darum kämpfen müssen, in der Gesellschaft akzeptiert zu werden? Diesmal gab es beim Lesen des Magazins einen bitteren Beigeschmack. G. Hug, via E-Mail

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MM35, 28.8.2017 | MENSCHEN

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MENSCHEN | MM35, 28.8.2017

Starkes Frauenduo: Alexandra (links) und Franziska Nock leiten ihr Familienunternehmen gemeinsam.

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MENSCHEN | MM35, 28.8.2017

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Alexandra und Franziska Nock, Sie führen die rund 70 Angestellten des Familien­ zirkus Nock. Sind Sie als Frauen in dieser Position eher im Vor­ oder im Nachteil? Franziska Nock (FN): Weder noch. Früher mussten wir uns eher anhören, dass es für diese Aufgabe einen Mann braucht. Aber heute haben Männer ja nicht mehr so viel zu sagen wie früher. (schmunzelt) Alexandra Nock (AN): Wir sind in diese Aufgabe reingeboren. Wir haben keine Brüder, so war es klar, dass wir irgendwann den Familienbetrieb übernehmen. FN: Es war ja kein Müssen, sondern unser Wunsch. Führen Sie anders als Ihr Vater Franz Nock? FN: Wir haben viel von unserem Vater übernommen. Aber klar, wir leben in einer anderen Zeit, sind jünger und sehen einiges anders. Zum Beispiel? FN: Bei Musik und Lichtdesign sowie beim Programm insgesamt etwa müssen wir uns der Zeit anpassen. Es ist schwieriger geworden. AN: Heute braucht es für diese Aufgabe mehr Geduld. Was ist schwieriger geworden? FN: Das Zelt füllt sich nicht mehr so leicht mit Zuschauern. Überall in der Schweiz laufen diverse Events, da ist uns zusätzliche Konkurrenz entstanden. Und im Zeitalter der sozialen Medien sind die potenziellen Besucher nicht mehr so empfänglich für einen Zirkusabend. Sie gehen generell weniger aus und bleiben nach einem strengen Tag lieber zu Hause oder verab­ reden sich mit Freunden. Wie reagieren Sie darauf? AN: Wir versuchen, das Programm weiterzu­ entwickeln und dem Zeitgeist anzupassen. Das kommt beim Publikum gut an. Im Vergleich zu sozialen Medien ist der Zirkus ohnehin eine Abwechslung für die Besucher. Das Schöne daran ist, dass das Programm jedes Alter und jedes Niveau anspricht, man wirklich für zweieinhalb Stunden den Alltag vergessen kann. FN: Seit einem Jahr können die Leute bei uns im Zirkus auch Ferien machen. Und mit uns im Wohnwagen weiterziehen. Im Winter möchten wir Probetrainings für Kinder anbieten, also eine Art von Zirkus­ lektionen. Schreibt der Nock eigentlich Gewinn? AN: Das variiert von Saison zu Saison. Es ist nicht einfach, weil wir keine staat­ liche Unterstützung erhalten und auch keine Sponsoren haben. Dank der vielen

Die Nock-Schwestern blicken trotz wachsender Konkurrenz positiv in die Zukunft.

begeisterten Rückmeldungen schauen wir aber positiv in die Zukunft. Wie erfolgreich ist die Saison 2017? AN: Wir sind gut gestartet, litten jedoch etwas unter dem heissen Sommer.

Truppe beim Nock, am russischen Barren und auf der Schaukel. Es war nicht Liebe auf den ersten Blick, aber nach einer Saison hat sich mehr daraus entwickelt.

Wie wählen Sie die Artisten aus? FN: Ich schaue im Internet nach und besu­ che als artistische Leiterin andere Zirkusse und Festivals. Dank unseres hohen Be­ kanntheitsgrads im Ausland erhalten wir viele Bewerbungen von Artisten – meistens online mit entsprechenden Links.

Wie gross ist der Druck in einem Familienunternehmen, mit der nächsten Generation für Künstlernachwuchs zu sorgen? AN: Einen solchen Druck gibt es überhaupt nicht. Wenn meine Kinder einst im Zirkus auftreten wollen, dürfen sie das. Aber sie müssen zusätzlich eine andere Ausbildung machen, sodass sie nachher eine echte Wahl haben. Während der Saison haben wir einen Lehrer, der die Kinder unter­ richtet. Ich möchte sie zu nichts zwingen. Meine dreijährige Tochter Emily etwa wünscht sich, später mal mit Franziska und den Pferden in der Manege zu stehen. Ich selbst trat ja auch jahrelang Abend für Abend auf – als Trapezkünstlerin. Heute fehlt mir die Zeit für das aufwendige Training. FN: Bei mir verhält es sich genau gleich: Wenn mein Sohn Leandro (6) in der Manege auftreten will, muss das von ihm kommen. Er spricht immer davon, dass er mit dem Töff im als Todeskugel bekannten Globe auftreten will. Ich selbst erhielt schon mit sechs Jahren ein Pony und trainiere noch immer intensiv mit den Pferden.

Sie sind beide mit ausländischen Künstlern verheiratet. Wie haben Sie sich kennengelernt? FN: Mein Mann war mit seiner Familie als Artist mit einem fliegenden Trapez bei uns. Mitte Saison haben wir uns verliebt. Danach war er ein Jahr im Ausland engagiert, bevor wir uns für eine gemein­ same Zukunft entschieden. AN: Mein Mann war als Akrobat mit seiner

Vor zwei Jahren ist Ihr Neffe Francesco Nock (23), Sohn Ihrer ältesten Schwester Verena (43), bei einer Tuchnummer zehn Meter in die Tiefe gestürzt und auf der Intensivstation gelandet. Wie haben Sie das erlebt? FN: Das war für uns tragisch und schlimm. Er hatte mehrere Brüche und ein schweres Schädel­Hirn­Trauma. AN: Inzwischen hat er sich wieder vollständig

Obwohl der Nock der älteste Zirkus der Schweiz ist, steht er immer etwas im Schatten des Knie. Schmerzt das? FN: Nein, der Knie ist ebenfalls ein guter Zirkus und eine gesunde Konkurrenz, wobei wir einen Vergleich nicht zu scheuen brauchen. Weshalb engagieren Sie keine bekannten Schweizer Künstlerinnen und Künstler, wie das der Knie tut? AN: Mit Gaston & Roli haben wir das ja auch schon gemacht. Und wenn sich wieder was ergäbe: Wieso nicht? FN: Aber es ist nicht einfach, weil bekannte Künstler oft Ansprüche wie Übernachtung im Hotel stellen.


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MENSCHEN | MM35, 28.8.2017

Haben Sie nun mehr Angst um ihn als zuvor? AN: Wenn er wieder eine Luftnummer hätte, dann wäre die Angst sehr gross. Aber jetzt zeigt er seine Kunst ja auf dem Drahtseil. Da könnte er zwar auch blöd stürzen, aber wenigstens nur noch aus zwei Meter Höhe. Sind solche Nummern nicht auch immer eine Gratwanderung zwischen Sicherheit und dem Wunsch, dem Publikum ein Spektakel zu bieten? FN: Ja, das stimmt. Bei vielen Nummern sind die Künstler zwar gesichert, eine absolute Sicherheit gibt es jedoch nie. Ich kann auch bei meinen Pferdenummern verunfallen oder wenn wir mit dem Auto unterwegs sind. AN: Das Leben ist ein gewisses Risiko. Im Zirkus sollen ja Emotionen geweckt werden. Wie schaffen Sie das? FN: Wir arbeiten mit grosser Freude an unserem Programm, und die Artisten lieben ihre Nummern. Das überträgt sich auch aufs Publikum. Was kommt besonders gut an? AN: Junge Artisten. Es spielt eine Rolle, wie die Künstler ihre Nummer vortragen. Leidenschaft ist immer gefragt.

tive Städte im Ausland, die Zirkussen wegen Tiernummern kein Aufenthaltsrecht mehr geben. AN: Bei uns treten nur noch Pferde, Ponys, Esel, Lamas und Kamele auf. In der Schweiz ist der Tierschutz streng, und wir werden jährlich kontrolliert. Zudem lieben wir unsere Tiere. Es ist für uns deshalb selbstverständlich, dass es ihnen gut geht. Raubtiere und Elefanten haben wir seit Jahren nicht mehr. FN: Ich zeige dieses Jahr eine Dressur mit Ponys und majestätischen Friesen sowie gemeinsam mit Paolo Finardi eine Nummer mit einem Andalusier. Das kommt beides gut an. Was fasziniert Sie an der Arbeit für den Zirkus? AN: Er ist unser Leben, wir leben für ihn. Wir sind viel unterwegs und schätzen die Vielfalt der Schweiz mit ihren zahlreichen schönen Orten.

Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie den Zirkusalltag schon verflucht? FN: Der harte Existenzkampf, ein matschiger Boden oder niedrige Temperaturen im Frühling und Herbst können zermürben. Es stellt sich manchmal schon die Frage: Wollen wir das wirklich noch? Sie haben während der Saison praktisch keine Privatsphäre, leben auf sehr engem Raum und das gleich über mehrere Monate. FN: Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell sich der Mensch an enge Platz­ verhältnisse gewöhnt. Im Winter leben wir vier Monate in unserem Haus in Oeschgen AG und während der Tournee in unseren Wohnwagen mit eigener Dusche, Bad, Toilette und Küche. Bereits nach wenigen Tagen im Wohnwagen habe ich mich an die neue Wohnsituation gewöhnt. MM Tourneeplan, Programm und Tickets: www.nock.ch

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Leiterinnen des ältesten Schweizer Zirkus Die Nock-Dynastie gibt es bereits seit dem 17. Jahrhundert. Mit ihrem Zirkus reist die Familie seit 1860 durch die Schweiz, er ist somit der älteste des Landes. Pro Saison legt der Tross rund 2000 Kilometer zurück. Geleitet wird die Aktiengesellschaft seit 2010 in siebter Generation von Franziska (41) und Alexandra (39) Nock. Die beiden Schwestern wohnen in Oeschgen AG. Franziska ist mit dem Chilenen Alejandro Milla (39, Zeltmeister) verheiratet und Mutter von Leandro (6). Alexandra ist die Frau des Kubaners Javier Perez (35, Reklame, Kasse, Licht) und Mutter von Joya (drei Monate), Emily (3) und Brian (12).

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erholt. 2016 war er in der Rehabilitation, aber nun wollte er unbedingt in die Zirkus­ manege zurück, obwohl er nicht viel Zeit hatte, die Drahtseilnummer einzustudieren. Aber er hat sich von Vorstellung zu Vorstel­ lung gesteigert – wir sind stolz auf unseren Neffen.

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Migros-Welt MM35

Zahl der Woche

356 889

Im Juni, Juli und August haben 356 889 Personen aus der ganzen Welt ihre Sommerferien in den Ferien­ häusern und ­wohnungen von Interhome verbracht. Interhome gehört zur Hotelplan­Gruppe der Migros.

Migros-Lehrberufe

Frau mit Überblick Elena Fluri (17) ist im zweiten Lehrjahr zur Logistikerin EFZ bei den Migros­ Verteilbetrieben Neuendorf AG.

«Unser spezieller Handschuh hat einen integrierten Scanner mit Display. Damit scannen wir die Warenbehälter und kontrollieren so den Warenfluss.»

Wildgenuss

Damhirschfleisch aus der Region

Bild: Paolo Dutto

Die Jagd war früher für den Menschen überlebensnotwendig. Heute dient sie der Regu­

lierung des Wildbestands. Die Nachfrage nach Wildspezialitäten während der Saison ist jedoch wesentlich grösser als der Ertrag der Jäger in heimischen Wäldern. Wildzüchter aus der Region, die ihre Tiere in naturnahen Herden halten, versorgen die Migros mit feinstem

Damhirschfleisch. Filets, Schnitzel, Geschnetzel­ tes, Entrecôtes, Schulterbraten oder Voressen – die Wildspezialitäten «Aus der Region. Für die Region.» sind ab nächster Woche an den bedien­ ten Fleischtheken in grösseren Supermärkten der Migros Aare erhältlich. Mehr von der Migros Aare ab Seite 35


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MM35, 28.8.2017 | MIGROS-WELT

Demonstration

Grossmütter reden Klartext Generation M

Versprechen auf dem Prüfstand Zweimal jährlich prüft die Migros, wie es um

die Umsetzung der Versprechen steht, die sie im Rahmen ihres Nachhaltigkeitsprogramms «Generation M» abgegeben hat. Derzeit sind noch 21 Versprechen offen. 18 davon sind auf Kurs,

drei sind nicht auf Kurs. Wunschgemäss läuft beispielsweise die Umsetzung des Versprechens, 70 000 Kindern bis Ende 2019 die Gratisteilnahme an einem Volkslauf zu ermöglichen. Seit 2016 konnten bereits 38 314 Kinder kostenlos starten, dies entspricht bereits über der Hälfte der versprochenen Gratisstarts. Nicht auf Kurs ist das Versprechen, bis Ende 2020 6000 Tonnen

Verpackungsmaterial ökologisch zu optimieren. Zwischen 2013 und 2016 hat die Migros insgesamt 2726 Tonnen Verpackungsmaterial angepasst. Dies liegt etwas unter dem angesteuerten Zwischenziel von 3000 Tonnen. Alle Versprechen unter www.generation-m.ch

Ein Teil von

Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.

Am 2. September ist der Berner Waisenhausplatz von 14 bis 16 Uhr ganz in der Hand gestandener Frauen. Die Bewegung «Grossmütter Revolution», die vom Migros-Kulturprozent unterstützt wird, organisiert dann eine Kundgebung. Die versammelten Frauen reden Klartext und richten Forderungen an die Politik: Sie setzen sich für ein gutes Alter ein, und sie wehren sich dagegen, dass ein langes Leben nur als Kostenfaktor

betrachtet wird. Die Demonstration richtet sich besonders gegen die Entsoldidarisierung der Generationen: Alte und junge Menschen sind im Alltag voneinander abhängig und können sich gegenseitig helfen. Infos zur Kundgebung auf www.grossmuetter.ch/agenda

Gute Stimmung herrschte an der Grossmütter­ demonstration im vergangenen Jahr.

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Die Migros muss die Preise verschiedener Knorr-Produkte erhöhen. Der Grund ist eine Preiserhöhung durch den Lieferanten Unilever. Ausländischer Honig wird ebenfalls teurer. Unter anderem führten starke Regenfälle in Chile und an der Westküste Mexikos sowie zu geringe Niederschläge in den Herkunftsländern Argentinen, Uruguay und an Mexikos Ostküste zu einer schlechten Honigernte.

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MIGROS-WELT | MM35, 28.8.2017

33 Klipp und klar

«Engagement lebt von der Vielfalt»

Martin Koch, Leiter Sponsoring bei der Migros

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Sponsoring Die letzten vier Eidgenössischen Schwing- und Älplerfeste hat die Migros als sogenannte Königspartnerin unterstützt. Nun verlängerte die Detailhändlerin ihr Engagement für den Schwingsport und wird auch am ESAF 2019 in Zug als Königspartnerin auftreten. Neben dem Sponsoring von grösseren und kleineren Schwingfesten unterstützt die Migros als Nachwuchspartnerin des Eidgenössischen Schwingerverbands auch die zukünftige Schwinggeneration. So zum Beispiel den nationalen Schwinger Schnuppertag vom 2. September. In über 110 Schwingklubs in der ganzen Schweiz erhalten Kinder und Jugendliche einen Einblick in den Schwingsport.

Matthias Glarner und Armon Orlik (vorn) im Schlussgang beim ESAF 2016

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Bilder: Kathrin Schulthess, swiss-image.ch, Keystone/Urs Flueler, zVg (2)

Mehr Infos zu den einzelnen Austragungsorten auf: www.esv.ch/jugend

Blickfang

Hoch hinaus «Das Bild zeigt mich an der Klubmeisterschaft in Matzendorf im Jahr 1983.» Hans Emmenegger, Niedergösgen

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Die Migros hat diesen Sommer 15 Open-Airs gesponsert. Wie lautet Ihr Fazit? Wir sind sehr zufrieden. Auch dieses Jahr präsentierte die Migros Festivals für jeden Geschmack, die aus den jeweiligen Regionen nicht mehr wegzudenken sind und Hunderttausende Besucher begeisterten. Angefangen von vergünstigten Tickets bis zu unseren Aktionen an den Festivals, sorgte die Migros einmal mehr für einen unvergesslichen Festivalsommer.

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Was waren Ihre persönlichen Highlights? Jedes Festival ist einzigartig. Da fällt es schwer, etwas herauszustreichen. Unser Engagement lebt von der Vielfalt, die dafür sorgt, dass jeder Besucher sein ganz persönliches Highlight findet. Wird die Migros ihr Festival-Engagement 2018 noch ausbauen? Neue Partnerschaften sind vorerst nicht geplant. Wir freuen uns aber, uns gemeinsam mit unseren bestehenden Partnern weiterzuentwickeln und den Festivalfans auch 2018 einen tollen Festivalsommer zu bieten. MM


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MIGROS-WELT | MM35, 28.8.2017

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Produkt der Woche

Power für unterwegs Diese Powerbank ist ideal, um Geräte auch unterwegs zu laden. Das Ladegerät von V7 hat mit 20 000 mAh eine sehr hohe Ladekapazität und zwei USB-Anschlüsse mit je 2.1A Ausgangsleistung, eine gummierte und rutschfeste Oberfläche sowie eine integ-

rierte LED-Ladestandanzeige. Die Geräte sind in den MelectronicsFilialen erhältlich, solange der Vorrat reicht. Der V7 Powerbank Slim Dual Port kostet Fr. 44.90 statt 69.90. Das Angebot ist bis 30. September gültig.

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Die Laufrunde führt auf einer attraktiven Strecke durch ein Naturschutzgebiet, über Wiesen und um den See. Text: Jacqueline Mendl

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er Hallwilerseelauf am Samstag, 14. Oktober, lässt Läuferherzen höher schlagen. Nicht nur das vorteilhafte Streckenprofil, auch die wunderschönen Landschaften und die einmalige Atmosphäre beim Schloss Hallwyl treiben zu Höchstleistungen an. Startmöglichkeiten gibt es über 21,1, 10 und 7 Kilometer. Ein Er­ lebnislauf, Teamläufe, Nordic Walking oder Walking runden das Angebot ab. Natürlich ist auch die Migros wieder mit

von der Partie. Alle Teilnehmenden erhalten ein kultiges Säckli, gefüllt mit Migros-Goodies aus eigener Produktion. Dank des Engagements der Migros starten alle Kinder, die an den «Generation M»-Schülerläufen teilnehmen, gratis. Der Hallwilerseelauf gehört zur SportXXLaufserie, die allen Läuferinnen und Läufern attraktive Prämien bietet. MM Mehr Infos: www.generation-m.ch/gratisstart www.laufserie.ch

Bewegliches Kraftfeld Vinyasa Yoga: Bei diesem Yoga-Stil gehen die Asanas mit fliessenden Bewegungen im Atemrhythmus ineinander über. Dies fördert die Kraft und die koordinativen Fähigkeiten, die Selbstwahrnehmung und die Leistungsfähigkeit auf eine dynamische Art. 10 Lektionen kosten Fr. 175.– Weitere Infos gibt es auf www.klubschule.ch und unter Tel. 0844 844 900.


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MM35, 28.8.2017 | MIGROS-WELT

Bremgarten BE

Lernende führen eine Migros-Filiale

Ab dem Spätsommer gibt es wieder die beliebten Vermicelles-Desserts.

In der Migros Kalchacker in Bremgarten BE haben vom 4. bis 16. September Lernende das Sagen. Im Rahmen der «New

Talents Week» führen sie die Filiale in Begleitung von zwei bis drei Coaches. Es ist das erste Mal, dass bei der Genossenschaft Migros Aare eine solche Aktivität statt­ findet. Mit dabei sind 16 Lernende im zweiten und dritten Ausbil­ dungsjahr. Sie können in den zwei Wochen ihre bereits erworbenen Kenntnisse vertiefen und in die Praxis umsetzen. Durch die Füh­ rung einer «eigenen» Filiale werden die Sozial­, Fach­ und Methoden­ kompetenz gefördert. Und das Projekt hat aufgrund der Selektions­ kriterien einen positiven Einfluss auf die Motivation und die Leistung der Lernenden. Die zwei bis drei Coaches (Markt­ leitung, Metzgerei, Logistik) helfen bei Fragen oder können im «Notfall» einschreiten. Nach einer gewissen Einführungszeit wird die Marktleitung nur noch eine beob­ achtende Funktion wahrnehmen. Die anderen Mitarbeitenden der Filiale Kalchacker arbeiten wäh­ rend dieser zwei Wochen in ande­ ren Filialen oder beziehen Ferien.

Dessert

Die süssen Spaghetti sind zurück

Mit dem Herbst erwacht die Lust auf Vermicelles. Das typische Dessert für die kühle Jahreszeit kommt jetzt in neuer Form in die Verkaufsregale der Migros Aare. Text: Sarah Baur

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ine Schweizer Spezialität hat uns noch niemand aus dem benachbarten Ausland abgeschaut: Vermicelles. Das feine Kastaniendessert stammt ursprünglich aus dem Tessin, wo unzählige

Edelkastanienbäume wachsen. Heute werden Vermicelles in der ganzen Schweiz produziert und auch gern gegessen. Die süssen Spaghetti, wie sie von Kindern genannt werden, entstehen aus einer Mischung von


MIGROS-WELT | MM35, 28.8.2017

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Highlight des Herbstfests ist die Kinderbühne: Alle dürfen zeigen, was sie besonders gut können.

gekochten Edelkastanien, Zucker, Vanillezucker, Milch und Butter, die durch ein Lochblech gepresst wird. Die so entstandenen Würmchen isst man gerne mit Meringues, Vanille­ glace und Schlagrahm – aber auch als Törtchenvariationen. Neue süsse Köstlichkeit

Die frischen und gekühlten Vermi­ celles­Desserts in der Migros stam­ men von der Bäckerei JOWA. Dort weiss man genau, welche Mischung am besten schmeckt und wie die gepressten Würmchen sorgfältig in eine schöne Form gebracht werden. Sie werden auch heute noch in sorgfältiger Handarbeit von den Patissiers der JOWA hergestellt. Die Spezialisten fürs Süsse kreieren und testen immer wieder neue Desserts mit den Marroni­Würmchen. Dabei entstehen neue Köstlichkeiten wie die Vermicelles­Schnitte, die sich hervor­ ragend als Mitbringsel für die Kaffee­ runde oder als süsse Belohnung nach getaner Arbeit eignet. Die Vermicelles­ Schnitte aus der JOWA gibt es bis Ende Januar 2018 in den Supermärk­ ten der Migros Aare. Ausserdem sind weiterhin Vermicelles im Becher, im kleinen Törtli und zur süssen Torte verarbeitet erhältlich. MM

Gurten

Applaus für kleine Showtalente Der Gurten-Park im Grünen lädt zum alljährlichen Herbstfest ein, bei dem Kinder auf der Bühne, beim Ponyreiten, beim Gärtnern und Basteln die Hauptrolle spielen. Text: Sarah Baur

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evor es draussen wie­ der richtig kühl wird, geht es auf dem Gur­ ten nochmal richtig rund! Am Sonntag, 10. Sep­ tember, findet auf dem Berner Hausberg, und das bei jedem Wetter, das grosse Herbstfest statt. Kinder können sich schminken lassen, das Gurten­ gärtli erkunden, auf Ponys reiten, tolle Sachen zum Mit­ nehmen basteln oder bei Chasperlis Abenteuern mit­ fiebern. Der Eintritt ist frei und neben den gewohnten

Spielparkattraktionen wie der Rodelbahn, der Kleineisen­ bahn, den KidsCars und der Kugelbahn gibt es weitere Aktivitäten und verschiedene Verpflegungsstände für die kleinen und grossen Besucher. Highlight des Herbstfestes ist die Kinderbühne, auf der Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre nach dem Motto «JEder KAnn MItmachen» das Publikum begeistern. Singen, tanzen, zaubern, Witze erzählen, jonglieren – alle dürfen zeigen, was sie am

besten können. Schauspieler und Musiker Markus Maria Enggist führt mit viel Schalk und Einfühlungsvermögen durchs Programm und nimmt den kleinen Stars das Lam­ penfieber vor dem grossen Auftritt. Es gibt weder Noten noch eine Jury, dafür viel Applaus von Eltern und Gspänli. Wer sein Talent auf der JE­KA­MI­Bühne zeigen möchte, muss sich etwas be­ eilen. Anmeldeschluss ist am 1. September auf www.gurten­ park.ch/herbstfest. MM


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MIGROS-WELT | MM35, 28.8.2017

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Couscous ist ein typisches Produkt der nordafrikanischen Küche, das sich vielfältig kombinieren lässt. Zum Beispiel mit einer Tajine, einem typischen Schmorgericht, das wir mit Gemüse, Honig, Kichererbsen und Dörraprikosen zubereiten. Text: Andrea Pistorius, Angela Obrist Bilder: Daniel Aeschlimann Rezept: Andrea Pistorius

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MM35, 28.8.2017 | MIGROS-WELT

Schulküche

So gelingt das Couscous mit Gemüse-Tajine 1

Für die Tajine Backofen auf 200 °C vorheizen.

Zwiebeln und Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Peperoni entkernen und mit der Aubergine in ca. 2 cm grosse Würfel, Zucchetti in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden.

5

Bouillon mit Safran aufkochen. Couscous und

Öl beigeben. Alles gut mischen. Pfanne vom Herd nehmen. Couscous zugedeckt 15 Minuten quellen lassen.

2

Öl in einer grossen Bratpfanne erhitzen, Zwiebel dünsten. Knoblauch und das Gemüse dazugeben, mit Salz, Pfeffer, Koriander und Kreuzkümmel würzen, ca. 5 Minuten rührbraten.

6

Couscous mit einer Gabel auflockern. Mandelscheiben in einer Pfanne ohne Fett­ zugabe rösten. Minze fein hacken. Mit dem Couscous mischen und mit dem Gemüse anrichten. Mit Koriander bestreuen.

3

Tomaten, Harissa und Honig unterheben. Aprikosen halbieren, Kichererbsen abgiessen, kalt abspülen. Beides beigeben. Alles in einer ofenfesten Form zugedeckt in der Ofenmitte ca. 30 Minuten schmoren lassen.


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MIGROS-WELT | MM35, 28.8.2017

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Profi-Tipp

Einfach quellen lassen Zutaten für 4 Personen

4

Form aus dem Ofen nehmen, Wasser dazugiessen, umrühren. Das Gemüse im Ofen ca. 20 Minuten ohne Deckel garen.

2 3 1 1 2 3 EL

kleine Zwiebeln Knoblauchzehen rote Peperoni Aubergine kleine Zucchetti Olivenöl Salz Pfeffer 1 TL gemahlener Koriander 1 TL gemahlener Kreuzkümmel 400 g gehackte Tomaten aus der Dose 1 EL Harissa 2 EL flüssiger Honig 100 g getrocknete Aprikosen 250 g Kichererbsen aus der Dose ca. 1,5 dl kaltes Wasser 3,5 dl kräftige Gemüsebouillon 1 Prise Safranfäden 250 g Couscous 2 EL Olivenöl 30 g Mandelscheiben 1 Zweig Pfefferminze frischer Koriander zum Bestreuen

Andrea Pistorius,

Rezeptautorin

Couscous ist ein Gericht der nordafrikanischen Küche, wird aber auch in Europa, vor allem in Frankreich und in Sizilien, serviert. Dies ist auf die Immigra­ tion und die frühere arabische Herrschaft zurückzuführen. Sehr beliebt ist bei uns das mit Couscous zubereitete Taboulé – ein Salat, der hervorragend zu sommerlichen Grillspeisen passt. Die Zubereitung von Cous­ cous ist einfach, denn es wird nicht gekocht, sondern man lässt es einfach quellen und verfeinert es anschliessend mit verschiede­ nen Zutaten nach Wahl. Ein kaltes Taboulé mundet mit Gemüse (zum Beispiel Gurken, Zwiebeln oder Tomaten) und frischen Kräutern wie Petersilie oder Minze. Möchte man ihn als warme Beilage zu Fleisch­ oder Vegi­Gerichten servieren, lohnt es sich, das Couscous mit gerös­ teten Nüssen und kleingeschnit­ tenen Trockenfrüchten wie Datteln sowie mit Gewürzen wie Safran zu verfeinern. Für eine besonders pikante Variante rührt man etwas Harissa hinein. MM

Viele weitere kochtipps und Couscous-Rezepte jetzt auf migusto.ch

Traditionell wird das

Gericht in einer speziellen Tajine-Form zubereitet, deren Deckel kegelfömig erhöht ist. Tajine bezeichnet dabei sowohl das Gefäss als auch das darin zubereitete Gericht. Alternativ kann auch eine beliebige ofenfeste Form verwendet werden, die mit Aluminiumfolie abgedeckt wird.

Taboulé: www.migusto.ch/taboule Lamm-Tajine mit Quitten und Zimt: www.migusto.ch/lammtajine Kirschencouscous: www.migusto.ch/kirschencouscous


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Zürich

Tonhalle Maag 14. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Montreux Auditorium Stravinski 21. Oktober 2017, 19.00 Uhr Lugano

LAC 22. Oktober 2017, 17.00 Uhr

Bern

Kursaal 12. November 2017, 17.00 Uhr

Erleben Sie Charlie Chaplins «Modern Times» auf Grossleinwand – mit Live-Musik vom Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester unter der Leitung von Ludwig Wicki.

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MIGROS-WELT | MM35, 28.8.2017

57

2005 Serie: Migros-Pioniere

Seit 12 Jahren fördert das Migros-Kulturprozent mit dem Wettbewerb bugnplay.ch die digitale Kreativität von Schülern.

Dominik Landwehr freut sich über die Ideen junger Tüftler.

Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr Samstag: 8.30–16.30 Uhr Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.

Dominik Landwehr (59) freut sich, wenn Kinder und Jugendliche fantasievoll mit Technik umgehen. Er ist Leiter Pop und neue Medien beim Migros-Kulturprozent und hat den Wettbewerb bugnplay.ch ins Leben gerufen. Die Teilnehmer sind aufgerufen, in den Bereichen Robotik und Multimedia etwas Originelles und Anspruchsvolles zu erschaffen. Sie drehen zum Beispiel witzige Trickfilme, programmieren eigene Videogames oder bauen verrückte Klang-

maschinen. «Der souveräne Umgang mit Technik beeindruckt mich immer wieder», sagt Landwehr. Seit dem Start des Wettbewerbs im Jahr 2005 haben sich 1350 Kinder und Jugendliche mit 315 Projekten beteiligt. Ab September wird der Wettbewerb neu ausgeschrieben. Infos auf www.bugnplay.ch

Ein Teil von

Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.

Frage der Woche

Für die Herstellung von Konfitüren verwende ich Gelvite-Gelierzucker. Warum enthält dieses Produkt Palmkernöl? Gelvite ist ein rein pflanzliches Produkt aus Zucker, Apfelpektin und Zitronensäure. Das zusätzlich in geringer Menge enthaltene Palmkernöl sorgt für eine optimale Durchmischung der Zutaten und verhindert das Verklumpen des Gelierzuckers. Ausserdem vermindert es die Schaumbildung beim Einkochen der Früchte. Statt Gelvite können Sie auch das Geliermittel M-Gel verwenden. Es ist ebenfalls rein pflanzlich, enthält aber kein Palmkernöl. Die benötigte Zuckermenge wird dann separat beigegeben. MM


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MM35, 28.8.2017 | MIGROS-WELT

Freizeit

«La la la la Lagerfüür ...»

Der Migros-Familienklub Famigros veranstaltet für seine Mitglieder stimmungsvolle Outdoor-Events mit Lagerfeuer. Rund 600 Kinder und Erwachsene waren in Altnau am Bodensee dabei, um ein solches Zeltabenteuer zu erleben. Text: Beat Matter

Bilder: Paolo Dutto

D

er Boden ist matschig, als sich Mitte August Dutzende Familien mit Sack und Pack auf dem Feierlenhof in Altnau TG ein­ finden, um auf einer grossen Wiese am Waldrand ihre Zelte aufzustellen. Die Kinder johlen, und auch den Erwachsenen macht die Nässe nichts aus. Rund 600 Personen reisen für die «Famigros Lagerfeuer­Nacht» in Altnau an. Begrüsst werden sie am Eingangstor von den zwei Waldfiguren Simselifei und Chraxel. Zusammen mit dem Sänger Marius von der Jagdkapelle unterhalten sie die Familien mit Geschichten, Musik und viel Schalk. Marius stimmt ein erstes Mal die Hymne zum Event an: «La la la la Lagerfüür ...» singt die Kinderschar begeistert mit. Und Waldfee Simselifei verspricht: «Ihr werdet magische Momente erleben!» Ihre Zauberei scheint bereits zu wirken: Inzwischen bessert sich das Wetter, und die Sonne zeigt sich. Eine «Famigros Lagerfeuer­Nacht» steckt voller Erlebnisse: Dazu gehören Basteln und


MIGROS-WELT | MM35, 28.8.2017

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2

1 Marius von

der Jagdkapelle bringt Kinder und Erwachsene in Stimmung. 2 Die Waldfee

animiert zum Tanzen.

3 Nach Einbruch

der Dunkelheit versammeln sich alle um das grosse Lagerfeuer. 4 Der 8-jährige

1

Spiele in der Natur, gemeinsame Essen, Lieder am grossen Lagerfeuer und schliesslich die Übernachtung im Zelt. «Die Idee ist es, dass sich Kinder und Eltern nicht einfach unterhalten lassen, sondern aktiv zum Abenteuer beitragen», erklärt Christin Eigenmann, Projektleiterin Sponsoring beim Migros-Genossenschafts-Bund (MGB). Und genau dies komme sehr gut an. 2016 wurden die Lagerfeuernächte lanciert, dieses Jahr finden bereits acht Veranstaltungen an den Standorten Mühlau AG, Altnau TG und Herznach AG statt (siehe auch Box rechts). Kinder sind hellauf begeistert

In Altnau zeigen die Mädchen und Buben bei den Spielen vollen Einsatz: Wie ein Blitz rennt Noah Stutz (8) aus Uster zum Pfeilbogenschiessen. «Das macht mir immer wieder mega Spass», sagt er. Die Schwestern Lena (11) und Mia (9) Orsi aus Zürich schnitzen Rehblattern – spezielle Pfeifen, mit denen sich das Fiepen von Rehen imitieren lässt. «Ich bin gespannt, ob man

3

damit wirklich Rehe anlocken kann», sagt Mia und lacht. Fiona Schalbetter (7) aus Brunnen bastelt unterdessen Feenschmuck aus Hölzern, Federn und Blättern. «Darauf habe ich mich besonders gefreut», sagt sie. Zufrieden im Zelt einschlafen

Ein Abenteuer macht hungrig. Darum versammelt sich die Schar gegen Abend, um das grosse Lagerfeuer in der Mitte der Wiese zu entzünden. Während die einen Älplermagronen geniessen, brutzeln andere lieber Würste, Schlangenbrot und Schoggibananen. Es folgt eine Singstunde mit Marius am grossen Lagerfeuer. Und schliesslich stimmt eine liebliche Gutenachtgeschichte von Simselifei – oder je nach Geschmack eine eher gruslige Erzählung von Chraxel – die Kinder auf ihre Zeltnacht ein. Der Waldgnom sagt später im Schein des Lagerfeuers: «Lagerfeuer-Nacht ist, wenn Leute mit guter Laune kommen und abends mit noch besserer Laune ins Zelt kriechen.» MM

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Noah findet, dass Pfeilbogenschiessen «mega Spass macht».

Famigros

Jetzt im Klub anmelden Dieses Jahr finden noch zwei Famigros-Lagerfeuer-Nächte in Herznach AG statt, die aber bereits ausgebucht sind. Wer im Sommer nächsten Jahres bei einem der Events dabei sein möchte, meldet sich am besten jetzt gleich als Mitglied bei Famigros an. Mitglieder des Klubs können zum Sonderpreis dabeisein. Inbegriffen sind Workshops, Anima­ tion und schmackhaftes Essen aus der Lagerküche. Weitere Infos und Klubanmeldung auf: www.famigros.ch/anmelden

Sponsoring by


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MM35, 28.8.2017 | MIGROS-WELT

Laufsport

Hier läuft das Volk

Die Migros setzt sich für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung ein und sponsert die bekanntesten Volksläufe des Landes. Für Kinder übernimmt sie die Startgebühr. Text: Kian Ramezani

Illustration: Daniel Müller

Ü

ber 200 000 Personen nehmen jährlich an Schweizer Volksläufen teil. Die Migros unterstützt 30 dieser überaus populären Veranstaltungen, um einen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung zu leisten. Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsversprechen «Generation M» hat sie sich verpflichtet, bis Ende 2019 über 70 000 Kindern einen Gratisstart an diversen Laufveranstaltungen in der ganzen Schweiz zu ermöglichen. Je nach Lauf bietet die Migros den Sportlern vor Ort Produkte aus eigener Herstellung an. Der Zieleinlauf aller Teilnehmer wird in einer Filmsequenz festgehalten und gratis online zur Verfügung gestellt. Interessierte können sich über die Websites der verschiedenen Laufveranstalter anmelden. MM

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Infos Gratisstarts für Kinder: generation-m.ch/gratisstart

Verlosung

75 Gratisstartplätze

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Das Migros-Magazin verlost je 25 Gratisstartplätze für die

folgenden drei Herbstläufe: «Der Natürliche» Greifenseelauf 16. September «Der Historische» Murtenlauf 1. Oktober «Der Malerische» Hallwilerseelauf 14. Oktober Onlineteilnahme:

www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 3. September

2017 1 2. 9. 2 9. 9. 3 16. 9. 4 23.9. 5 1.10. 6 14.10.

Amriswiler City Run Altstätter Städtlilauf Greifenseelauf Willisauerlauf Murtenlauf Hallwilerseelauf

7 22.10. Transviamala 8 5.11. GurtenClassic 9 11. 11 . Kyburglauf 10 2.12. Gossauer Weihnachtslauf 11 2.12. Escalade in Genf 12 10.12. Zürcher Silvesterlauf

2018 13 13. 1. Swiss Snow 14 15 16 17

17. 3. 28. 4. 28.4. 29. 4.

Walk & Run Arosa Kerzerslauf 20 KM de Lausanne Luzerner Stadtlauf Bischofszeller Städtlilauf


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Attraktive Preise

Die SportXXLaufserie Unter dem Motto «Laufen, laufen und profitieren» startete

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Die Migros-Laufveranstaltungen auf einen Blick. Die Läufe mit den orangen Zahlen finden noch in diesem Jahr statt, die blau markierten 2018.

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dieses Jahr zum zweiten Mal die schweizweite SportXX-Laufserie für Kinder, Hobbyläufer und Leistungssportler. Bei jeder Teilnahme bekommen die Teilnehmer gleichzeitig mit der Startnummer eine Sammelkarte, einen SportXXGutschein im Wert von 20 Franken und einen Laufpunkt. Die Laufpunkte berechtigen zu noch mehr Gutscheinen, zum Beispiel für einen Gratiseintritt in einen Migros-Fitnesspark oder eine Massage, ein Abo des «running. COACH» oder einen 100-Franken-Gutschein für Sporterlebnisse der Markus Ryffel’s GmbH. Von den zehn Läufen der Serie sind noch drei ausstehend. Hier

gibt es die letzte Möglichkeit, Gutscheine und Punkte zu sammeln: • 16. September Greifenseelauf (5,5 bis 21,1 km) • 1. Oktober Murtenlauf (8,7 bis 17,2 km) • 14. Oktober Hallwilerseelauf (10 bis 21,1 km) Alle Infos: www.sportxx.ch/laufserie

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Sponsoring by

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29. 4. 10. 5. 19. 5. 26. 5. 26.5. 27. 5.

Aargauer Volkslauf Auffahrtslauf St. Gallen Grand-Prix von Bern Nachwuchslauf Uster StraLugano Winterthurer Marathon

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3.6. 10. 6. 23.6. 30. 7. 18. 8. 19. 8.

Semi-Marathon Fribourg Schweizer Frauenlauf Bern 10 Meilen Laufen Hellebardenlauf Sempach Waldstattlauf Rheinfalllauf

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Ein Teil von

Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.


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Im Inneren der Kakaoschote befinden sich 20 bis 30 Bohnen, die längs in fünf Reihen ange­ ordnet sind.

Nachhaltige Kakaoproduktion

«Die Migros gibt den Bauern Sicherheit»

Leiter Category Management Süss­ waren/Frühstück/ Backen der Migros.

UTZ steht sowohl für nachhaltigen Anbau von Kaffee, Kakao, Tee und Haselnüssen als auch für bessere Zukunftsaussichten der Bauern und deren Familien sowie für unsere Umwelt.

Ein Teil von

Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.

Seit fast vier Jahren sind alle Schokoladenprodukte der Marke Frey «UTZ»-zertifiziert. Wie die Kakaobauern vor Ort davon profitieren, zeigt das Beispiel der Kooperative Necaayo an der Elfenbeinküste. Text: Angela Obrist

Nachhaltigkeit ist für die Migros seit ihrer Gründung von zentraler Bedeutung. Seit 2012 verkauft sie «UTZ»-zertifizierte Schokolade, und seit Ende 2013 sind alle Schokoladen der Marke Frey «UTZ»-zertifiziert. Mit ihrem «UTZ»-Siegel steht die NonProfit-Organisation für bessere Arbeitsbedingungen und ökologischen Rohstoffanbau. Wie das Engagement der Migros funktioniert, erklärt Adrian Basler, Leiter Category Management Süsswaren, im Interview. Weshalb setzt die Migros auf «UTZ»-zertifizierte Schoggi? Die Migros ist der Meinung, dass ein Kakaogeschäft mit besseren Arbeitsbedingungen und einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen möglich sein muss. Deshalb arbeitet sie vermehrt direkt mit den Kakaobau-

ern vor Ort zusammen. Chocolat Frey bezieht beispielsweise von den 520 Bauern der Kooperative Necaayo an der Elfenbeinküste jährlich rund 1500 Tonnen zertifizierte Kakaobohnen. Die Kunden können sich darauf verlassen, dass für die Schokoladen der Marke Frey nur Kakao aus sozial und ökologisch nachhaltigen Quellen verwendet wird. Wie profitieren die Kakaobauern davon? Für die Bauern ist die Migros ein verlässlicher Partner, der ihnen langfristige Sicherheit gibt. Der Kakao wird dank der «UTZ»Zertifizierung gemäss umweltschonenden Kriterien angebaut. Zudem werden die Bauern darin unterstützt, ihre Anbaumethoden zu verbessern und so den Ertrag und die Qualität ihrer Ernte zu steigern. Unter ande-

rem absolvieren sie Schulungen zu nachhaltigen Anbaupraktiken. Durch den Verkauf des «UTZ»-zertifizierten Kakaos erhalten die Kooperativen zudem Prämiengelder. Wie verwenden die Kooperativen diese Prämien? Die Hälfte der Erfolgsprämie zahlt Chocolat Frey den Kakaobauern bar aus. Ein anderer Teil dient Entwicklungsprojekten zugunsten der Dorfgemeinschaften. Der Kooperative Necaayo wurden im Jahr 2016 Prämiengelder in Höhe von 275 000 Euro ausbezahlt. Mit diesen konnten unter anderem Wasserpumpen für mehrere Dörfer und eine Kantine für eine grosse Schule in der Region gebaut werden. Zudem entstand eine Krankenstation mit Geburtenabteilung für rund 3000 Einwohner. MM

Bilder: zVg, Paulo Dutoo

Adrian Basler ist


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Frey Risoletto Classic Minis, UTZ, 210 g Fr. 4.20

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Anbauen: Kakaobäume gedeihen in den tropischen Gebieten nördlich und südlich des Äquators. Die Bauern der Kooperative Necaayo im Südwesten der Elfenbeinküste bauen für den M-Industriebetrieb Chocolat Frey «UTZ»-zertifizierten Kakao an. Zweimal im Jahr ernten sie in Handarbeit die reifen Kakaoschoten. An den Schulungen im Rahmen der «UTZ»-Zertifizierung lernen die Bauern mehr über nachhaltigen Anbau, zum Beispiel über den korrekten Erntezeitpunkt oder Pflanzenkrankheiten.

2

Ernten und öffnen: Die Bauern öffnen die

geernteten Kakaoschoten mit Holzstöcken. Die Früchte enthalten je 20 bis 30 weisse Kakaobohnen, die aus der Schale gelöst werden. Die optisch unscheinbaren Bohnen bilden die Grundlage für wohlschmeckende, aromatische Schokolade. Dank gezielter Schulung konnten die Bauern ihre Erträge und die Qualität der Kakaobohnen in den vergangenen Jahren wesentlich steigern.

Frey Classic Branches, UTZ, 10 Stück Fr. 4.95

Frey Suprème Noir Authentique, UTZ, 100 g Fr. 2.70

3

Fermentieren und trocknen: Die Kakaobohnen werden mehrere Tage lang fermentiert. Zu diesem Zweck werden sie von den Arbeitern auf einen Haufen geschüttet und zugedeckt, um den Gärprozess einzuleiten. Bei diesem Vorgang verlieren die Bohnen ihre Keimfähigkeit und entwickeln einen Teil ihrer Aromastoffe. Anschliessend werden sie zum Trocknen ausgelegt. Die speziellen Trocknungstische hat Chocolat Frey im Rahmen der Kooperation eingeführt. Sie ermöglichen eine rasche Trocknung an der Luft.

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Verpacken und verschiffen: Die getrock-

neten Bohnen werden in Säcke abgefüllt und auf dem Schiffsweg via Amsterdam nach Buchs im Aargau in die Produktionsstätten von Chocolat Frey transportiert. Dort werden sie zu diversen Schokoladespezialitäten verarbeitet. Die Kakaobauern der Kooperative Necaayo erhalten für ihren zertifizierten Kakao eine Erfolgsprämie, die nicht nur ihre persönlichen Einnahmen erhöht, sondern auch das Budget der Kooperative für Entwicklungsprojekte, die der Allgemeinheit dienen.

Frey Milch extra, UTZ, 100 g Fr. 2.–

Frey Pralinés Prestige, UTZ, 250 g Fr. 15.80


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Total-Fotowettbewerb

Das sind die Finalisten Die Leserinnen und Leser des Migros-Magazins haben unter den eingereichten Fotos des Total-Wettbewerbs acht Finalisten ausgewählt. Diese haben mindestens einen Einkaufsgutschein im Wert von 500 Franken gewonnen. Aus diesen Teilnehmern kürt nun eine Jury bis 8. September zwei Sieger, die 2018 zu verschiedenen Waschthemen gegeneinander antreten werden. Das Migros-Magazin bleibt am Ball.

Familie Good, Unterentfelden AG Bei Goods ist immer montags Wäschetag. Am selben Abend mt räu jedes Familien­ mitglied die frisch gewaschenen Kleider selber in den Schrank.

Familie Hanhart, Rümlang ZH Obwohl der Sohn schon erwachsen ist, verbringen die Hanharts viel Zeit mit­ einander. Das wollen sie auch weiterhin so halten, denn Familie ist für sie etwas, das ein Leben lang gepflegt werden will. Schmut­ zige Wäsche fällt vor allem nach dem Fussballspielen oder Wandern an.

Familie B ru

nold, Chur GR

Familie Stalder, Bigen

thal BE Sohn, Vater und Cousin liessen sich vor dem Wä scheständer ablichten. Die Wäscheri n indes, also die Mutter, fehlt auf dem Foto – sie ist gerad e dabei, dem hartnäckige n Schmutz in den Kleidern der Autom echaniker­ respektive Gä rtner­ männer den Garaus zu ma chen.

Der Wasch eimer der vierkö pfigen Familie Bru nold ist stets ra ndvoll. Leon (7 Mo na versteckt si te) ch oft mit grosse m Ver­ gnügen un ter dem Wäschebe rg oder in der Zain e.


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buch ZH cob, Hagen

Familie De Ja

Familie Dürst, Eggenwil AG

Als SBB-Reiseleiterin ist die Mutter und zweifache Grossmutter Christiane Dürst viel unterwegs. Zeit für die Wäsche ihrer Familie hat sie allemal.

chter Sarah Eltern und To st eb n n re ö h n. Die Kleider Zur Familie ge und vier Katze ren Alltag. e d n u H ei über ih 35 Pferde, zw s verraten viel gen der De Jacob die hartnäcki e, ab fg u A ie d ah n at Sar entfer en. Als Putzfee h und Stroh zu s ra G , n re ie T Flecken von

Wettbewerb

Die Jury

Sonja Markwalder, CFM Waschen, Papier und Reinigen, MGB; Marina Frei, Projektleiterin Eigenmarkenführung, MGB; Heidi Bacchilega-Schätti, Projektleiterin, Migros-Magazin (von links) Aus den acht Finalisten erkürt

die Jury bis 8. September zwei Gewinner.

Famlie Burger, Steffisburg BE

Diese beiden Gewinner erhalten

Die WG-Familie ist viel draussen unterwegs, auch bei unfreundlichem Wetter. Das Motto von Mutter Jacqueline lautet: «Du bisch ja nid us Zucker, u d’Chleider chamä wäschä!»

je einen Geschenkgutschein im Wert von 5000 Franken. Für die Plätze drei bis acht gibts je einen Geschenkgutschein im Wert von 500 Franken. Battles: 2018 treten die beiden Jurysieger

Familie Lanzrain, Arbo

Die am Bodensee wohn haften Lanzrains sind leid enschaftliche Segler und Mo torbootfahrer. Sie engag ieren sich für den Erhalt des Old timerschiffs MS Mars, ein em Arboner Kulturgut.

Bilder: zVg, Anja Ammann

n TG

viermal zu einem Waschthema gegeneinander an. Pro Battle gibt es jeweils einen Jahresbedarf an Waschmittel und einen Geschenkgutschein im Wert von 500 Franken zu gewinnen. Weitere Informationen zum Ablauf und Teilnahmebedingungen auf www.migros.ch/total


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Die Unterwäsche von Ellen Amber besteht aus Bambusviskose und Elastan. Sie zeichnet sich durch körperbetonte, bequeme Schnitte aus. Das Material ist weich und angenehm auf der Haut. Alle Produkte werden in Europa hergestellt und sind «eco»-zertifiziert.

Das eco-Programm der Migros sorgt dafür, dass Textilien ökologisch einwandfrei, sozialverträglich und rückverfolgbar hergestellt werden.


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Aktion 20%

auf das gesamte Damen-Tag- und Nachtwäsche- und BH-Sortiment (ohne Mey). 29.8. bis 11.9.

Ellen Amber Spaghetti-Top, in Rohweiss, Grau und Schwarz, Gr. S–XL* Fr. 15.80 statt 19.80

Ellen Amber

Ein Hauch Exotik Viskose aus Bambus ist samtweich. Deshalb ist sie das ideale Material für Unterwäsche. Sie bietet hohen Tragekomfort, ist pflegeleicht und knitterfrei. Als natürlicher Rohstoff hat Bambus aber noch weitere Vorteile: Er wächst schnell nach und braucht kaum Wasser. Text: Jacqueline Vinzelberg

Bilder: Juventino Mateo, Istockphoto

Styling: Mirjam Käser Hair und Make-up: Helve Leal

48 m

Wissenswertes über Bambus

9 von weltweit 37 Millionen

Hektaren Bambusfläche liegen in Indien.

6 von weltweit 37 Millionen

Hektaren Bambusfläche liegen in China.

Der höchste Bambus der Welt wächst in China. Er ist 48 Meter hoch und sein Rohr hat einen Durchmesser von 36 Zentimetern.

9× Weltweit bedeckt Bambus eine Fläche von etwa 37 Millionen Hektaren. Diese Fläche ist fast neun Mal so gross wie die der Schweiz.

Pandabären ernähren sich von Bambus. Ihr Tagesbedarf beträgt bis zu 40 Kilogramm.

Ellen Amber Träger-Top, in Rohweiss, Grau und Schwarz, Gr. S–XL* Fr. 15.80 statt 19.80

Für rund 1,5 Milliarden überwiegend in Asien lebende Menschen hat Bambus eine grosse ökologische, ökonomische und kulturelle Bedeutung. • Bambus ist ein verholzendes Riesengras. • Es gibt weltweit ungefähr 1500 Bambusarten. • Bambus wächst schneller als jede andere Pflanze: innert 24 Stunden bis zu einem Meter. • Bambus ist anspruchslos, äusserst robust und braucht nur wenig Wasser. • Bambus ist antibakteriell und benötigt daher beim Anbau keine Pestizide. • Bambus entwickelt ein höchst komplexes Wurzelsystem von bis zu 200 Kilometern pro Hektar und wächst daraus von selbst nach. • Bambus dient als Nahrungsmittel, Rohstoff, Brennstoff und Baumaterial. • Bambus eignet sich unter anderem für die Herstellung von Möbeln, Küchengeräten, Textilien, Papier, Uhren, Brillen, Kosmetik, Schnaps und sogar Tastaturen. MM

Ellen Amber Midi-Slip, in Rohweiss, Grau und Schwarz, Gr. S–XL* Fr. 11.80 statt 14.80

Ellen Amber Panty, in Rohweiss, Grau und Schwarz, Gr. S–L* Fr. 11.80 statt 14.80 * in grösseren Filialen


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Dies & Das

Schon entdeckt?

Wer sich für einen Einkaufsbaummel in der Migros Zeit nimmt, wird überrascht sein: Fortlaufend ergänzen neue Artikel das Sortiment, die für Abwechslung im Alltag sorgen.

Schmerz lass nach! Auf die Akupressurpunkte an Schläfe und Stirn aufgetragen, wirkt der Roll-on mit Menthol kühlend bei beginnenden Kopfschmerzen. Sanactiv Kopfweh-Massage-Stift, 8 ml Fr. 6.30

Kultiger Siesta-Partner Das Symbol der Brücke zierte in den 30er-Jahren die Verpackung der ersten sechs Migros-Produkte. Heute schmückt das Logo den Liegestuhl, auf dem nicht nur Migros-Kinder perfekt die Seele baumeln lassen können. Liegestuhl «Die Brücke Zucker» Fr. 49.– Erhältlich auf www.m-fanshop.ch

Laktosefreie Knabberei Blévita gibt es jetzt auch mit Rüebli und Kürbis. Das Dinkelgebäck in der praktischen Portionenpackung ist reich an Ballaststoffen und eine Empfehlung für alle BlévitaFans – auch solche, die sich bevorzugt laktosefrei ernähren. aha! Blévita Rüebli-Kürbis, 6 × 38 g Fr. 3.60

Für butterzarte Haut Die neue Körperpflege mit dem Öl der Macadamianuss sorgt für zarte Haut und hinterlässt einen angenehmen Vanilleund Mandelduft. Esthetic Vanilla Almond Body Butter, 200 ml* Fr. 10.80


MIGROS-WELT | MM35, 28.8.2017

Für kleine Wirbelwinde Toben, tanzen, hüpfen, rennen: Die gepunkteten Schühchen mit biegsamer und rutschfester Sohle sind strapazierfähig und sehen erst noch hübsch aus. Mädchen Gymschuh, in Rot und Blau, Gr. 28–38* Fr. 9.80

Alle Männer aufgepasst!

Da ein stylischer Bart als Ausdruck von Männlichkeit immer noch am besten funktioniert, empfiehlt sich professionelle Pflege. Dafür gibt es den Bartbalsam, der mit Arganöl, Shea Butter und dem Öl der Kokosnuss seinen Zweck erfüllt. The Great British Grooming Co. Beard Balm, 50 g* Fr. 14.50

Gebacken, nicht frittiert Mit der praktischen Backmischung ist die Herstellung kalorienreduzierter Donuts im heimischen Backofen ein Kinderspiel. Im Set enthalten sind die Mischungen für Teig und Glasur, Dekostreusel, Backförmchen und Hefe. Backmischung Donuts, 407 g* Fr. 6.30

Nie mehr Übergepäck Flugreisen bereiten Freude, nicht aber die Zusatzkosten für Gepäck mit Übergewicht. Mit der hand­ lichen digitalen Waage hat man das Gewicht von Koffern bis maximal 50 Kilo stets unter Kontrolle. Trevolution Gepäckwaage Fr. 19.90 Im SportXX sowie auf www.sportxx.ch * in grösseren Filialen erhältlich

Shrimps ahoi! Die goldgelben Crevetten im Backteig sind vorfrittiert und im Nu genussfertig. Eine exotische Abwechslung für alle Fans der klassischen Chicken Nuggets. Pelican Shrimp Nuggets, tiefgekühlt, 300 g* Fr. 6.30

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NUR FÜR KURZE ZEIT! ZEIT

TWIX® White gibts in Ihrer Migros


Leben MM35

Richtig oder falsch?

Das Bio-Ei hat in der Schweiz einen schweren Stand. Falsch! In der Schweiz

1, 2 oder 3?

Verhüllungskünstler

hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

1 2 3

Ich bringe weitere WC-Papierrollen. Heute sind wir Christo und Jeanne-Claude, jetzt verhüllen wir die ganze Wohnung! Der Grosse muss das WC-Papier wieder aufrollen. Ich stopfe das WC-Papier in einen Sack. Am Geburtstagsfest des Grossen können die Kinder dann raten, wie viele Meter Papier auf einer WC-Rolle Platz haben – und anschliessend mit dem Meter messen.

Antwort 3: Ich bin immer auf der Suche nach überraschenden Aktivitäten für Kindergeburtstage. Die Vorstellung, wie zehn kleine Kinder das WC-Papier auf dem Boden auslegen, besänftigt mich.

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Monica Müller (43)

Der Abort ist der Lieblingsort des Kleinen (2). Hier gibt es so viel zu unternehmen. Im Lavabo kann er seine Tierli baden, die Memorykarten waschen, den Zvieri verstecken. Besonders fasziniert ihn das WC. Der Kleine übernimmt für alle – Familienmitglieder und Gäste – den Spülservice und bietet sich auch als WC-Papier-Manager an. Leider übersteigt der Service oft das Kundenbedürfnis. Auch wenn ich wiederholt «danke, das reicht», sage, spult er weiter an der Rolle, bis ich sie ihm resolut entreisse. Der Grosse (6) treibt den Kleinen hingegen zu Höchstleistungen an. Ich höre sie giggeln, öffne die Tür und siehe da: Lavabo und Toilette sind in WC-Papier gewickelt. Und jetzt?

trägt jedes fünfte im Detailhandel verkaufte Ei das Bio-Label. Damit gehört die Schweiz im globalen Vergleich zu den Spitzenreitern unter den Bio-Eier-Fans. Eine artgerechte Tierhaltung und der Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen im Futter sind nur einige der Gründe, weshalb sich immer mehr Konsumenten für Bio-Eier entscheiden. Ob ein Ei bio ist oder nicht, lässt sich übrigens nicht aus der Dotterfarbe schliessen. Konsumenten bevorzugen dunkle Dotter, da sie diese als gesünder einschätzen. Aus diesem Grund bekommen viele Hühner in konventioneller Haltung Farbstoffe in das Futter gemischt. In der Bio-Haltung ist das nicht erlaubt. Darum gilt: Wer

Bio-Eier kauft, schützt sich vor Antibiotikarückständen in seiner Nahrung und unterstützt eine artgerechte Tierhaltung.

In Zusammenarbeit mit Pusch – Praktischer Umweltschutz www.pusch.ch


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Tipps

Gut speisen und übernachten Anreise: Am schnells-

ten ab Zürich mit Swiss nach Zagreb oder mit Germania oder Edelweiss nach Split Hotels: Adria Relax

Resort Miramar (schöne Lage oberhalb der Küste in Opatija); Alhambra (LuxusBoutique-Hotel auf der Insel Lošinj mit privater Bucht und Gourmetrestaurant Alfred Keller, das mit 15 Gault-MillauPunkten dekoriert ist); Life Palace in Šibenik (vier Sterne, attraktive Lage in der Altstadt); Cornaro in Split (Boutique, vier Sterne, in der Altstadt) Restaurants: Pelegrini

(regionale Gourmetküche von Chef Rudolf Stefan in Šibenik, starke Weinkarte (Reservierung wird empfohlen Tel. +385 22 213 701); Nada (Familienbetrieb im sehenswerten Ort Vrbnik auf der Insel Krk, gleichzeitig Weingut, Tel. +385 51 857 065) Ausflüge: Insel und

Hinterland mit «Secret Hvar» entdecken (www.secrethvar.com); Nationalparks wie Krka mit Wasserfällen oder Paklenica; Museum über die Bronzestatue Apoxyomenos in Mali Lošinj Beste Reisezeit:

Zum Baden von Ende Mai bis Oktober (Juli/ August meiden, weil dann sehr viele Touristen unterwegs sind, was zu langen Warteschlangen vor den Fähren und vollen Hotels führt). Um die Meeresluft zu geniessen, kann man auch gut im Winter nach Opatija fahren.

Zagreb

Opatija Cres Lošinj

Krk Kroatien Šibenik Split

50 km

Hvar Kroatien

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LEBEN | MM35, 28.8.2017

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3

Reisen

Kroatien zeigt sich attraktiv wie nie Am Mittelmeer heisst das Trendziel der Stunde Kroatien. Der junge Staat begeistert mit landschaftlicher Vielfalt, über 1000 Inseln, neuen Hotels und Restaurants. Text und Bilder: Reto E. Wild

1 Dieser Weg in

Opatija ist auch als Franz-JosefPromenade bekannt und zeugt von der Vergangenheit, als die Kvarner-Bucht zu ÖsterreichUngarn gehörte. 2 Von der Bar Providenca aus liegen einem die Inseln Lošinj und Cres zu Füssen. 3 Im Dörfchen

Nerezine auf Lošinj spürt man förmlich die mediterrane Gelassenheit.

O

patija an der Adria lebt von der Vergangenheit. Bereits 1890 wurde das Seebad – rund zwei Fahr­ stunden von der kroatischen Haupt­ stadt Zagreb entfernt – zum Luft­ kurort erklärt und verschaffte sich als das Nizza Österreichs Popularität. Damals gehörte Opatija zur Öster­ reichisch­Ungarischen Monarchie, und die feinen Damen und Herren genossen im Café Wagner Kuchen, der mit dem Zug aus Wien und dann mit der Kutsche eingefahren wurde. Das Café Wagner gibt es auch heute noch, ebenso die Franz­Josef­Prome­ nade entlang des Meeres und den Park Angiolina mit über 150 Baum­ und Pflanzenarten, die in diesem mediter­ ranen Mikroklima 70 Kilometer süd­ lich von Triest, das bis 1918 auch öster­ reichisch war, gedeihen. Doch der Fremdenverkehrsort an diesem Teil der Kvarner­Bucht, die ein bisschen an den Comer See erinnert, hat schon

bessere Zeiten gesehen. Die Einwoh­ nerzahl geht seit Jahren zurück, weil es zu wenig Arbeitsplätze gibt. Inzwischen leben hier noch knapp 12 000 Einwohner. An vielen Häusern steht «Na prodaju», zu verkaufen. Wenn wunderschöne Inseln locken

Dieses Seebad mit seinem nostal­ gischen Charme und mit Rijeka, der europäischen Kulturhauptstadt 2020 als Nachbarin, soll also das trendige Kroatien sein, das Jahr für Jahr neue Besucherrekorde aufstellt und von den politischen Umwälzungen in der Türkei profitiert? Nicht unbedingt. Wer Kroatiens aufstrebende Seite sehen will, fährt besser 40 Minuten Richtung Südosten nach Brestova. Samstags in den Sommermonaten bilden sich in diesem Dorf lange Autoschlangen, die bis zum Meer reichen: Hier legt die Fähre ab. Die wunderschönen Inseln Cres und Lošinj locken.

In der Nähe des pittoresken Dorfs Mali Lošinj mit seinem Yachthafen und historischen Häuserzeilen eröffnete im September 2015 das wohl schönste Hotel des Landes: das Alhambra mit 51 Zimmern, 15 davon sind Suiten. Es befindet sich in einer ruhigen Bucht und beherbergt mit dem Alfred Keller das luxuriöseste Restaurant der Insel. So stellt man sich das Paradies vor: Im milden Klima der Kvarner-Bucht gibt es 300 Sonnentage. Dichte Tannen­ wälder bilden einen grünen Gürtel, der zum Wandern und Velofahren einlädt. Die Wege entlang des türkis­ blauen Meers sind schön angelegt. Alles wirkt neu und herausgeputzt. Mali Lošinj ist ein attraktives Ziel. Diesen Sommer verbrachte dort auch Nati­Captain Stephan Lichtsteiner mit seiner Familie die Ferien. Man möchte diesen friedlichen Mikrokos­ mos, die schönste Seite der Adria, mit viel Platz und wenigen Passanten,

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1 Wasserfälle im

Nationalpark Krka

2 Eseltrekking im Natio-

nalpark Paklenica.

3 Šibenik, im nördlichen

Dalmatien in einer tiefen Bucht gelegen, ist die älteste Stadt Kroatiens. 2

3

Boutiquen und Restaurants eingezogen sind. Die vielen Treppen, wie diejenigen hinauf zur Festung des Heiligen Michaels auf einer Felsenhöhe, sind eher etwas für Sportliche. Die Aussicht von dort bezeichnen die Einheimischen unbescheiden als «schönsten Blick auf die Welt». «Das beste Olivenöl der Welt»

am liebsten gleich mehrere Wochen lang geniessen. Doch es lohnt sich, noch mehr von diesem abwechslungsreichen Land zu sehen und weiterzufahren: über die Insel Krk mit ihren unzähligen Buchten zurück zum Festland. Das nächste Ziel ist die mittelalterliche Kleinstadt Šibenik, die in der Schweiz noch kaum bekannt ist, obwohl die Kathedrale zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Die Stadt am Meer, die fast 400 Jahre unter venezianischer Herrschaft stand und danach ebenfalls Teil von Österreich-Ungarn war, begeistert mit ihren Gassen, wo Bars,

In der dalmatischen Stadt Šibenik nimmt die Gastronomie aus historischen Gründen einen hohen Stellenwert ein. Der einheimische Koch Rudolf Stefan (41), Chef des Restaurants Pelegrini, erklärt: «Wir waren lange Zeit Teil des venezianischen Königreichs, und das Pelegrini ein Palast. Aus Šibenik wurde das Essen nach Venedig geliefert.» In den letzten zehn Jahren habe sich das gastronomische Angebot Kroatiens schier unglaublich verbessert, sagt Stefan, seines Zeichens Mitglied der Vereinigung junge Köche «Jeunes Restaurateurs»: «Unser Olivenöl gehört zu den besten der Welt.» Stefan begeistert mit seiner Kochkunst, bei der er darauf achtet, möglichst viele lokale Produkte zu verwenden: Fisch, Muscheln, Austern, Rohschinken und Huhn.

Seine Heimatstadt eignet sich als Ausgangspunkt zum Entdecken der Region: Vor den Toren von Šibenik erstreckt sich der Kornati-Nationalpark mit seinen 89 Inseln, Eilanden und Felsen. Der Krka-Nationalpark und seine bekannten Wasserfälle sind nur 20 Autominuten entfernt. Zum Nationalpark Paklenica und seiner Umgebung, wo sieben von insgesamt elf Winnetou-Filmen gedreht wurden, gelangt man in gut einer Stunde. Auf dem Rückweg lohnt sich ein Abstecher in das wunderschöne Dorf Skradin: Der Fluss Krka verwandelt sich hier in eine lange und tiefe Meeresbucht und mündet später bei Šibenik ins Meer. Stefan empfiehlt: «Wer Ruhe möchte, besucht die Karstlandschaft der Kornaten. Kultur gibt es auf der Insel Korčula und Nachtleben auf Hvar.» Die viertgrösste Adriainsel, Hvar, etwas grösser als der Kanton Nidwalden, hat sich zum Mykonos Kroatiens entwickelt. Das Partyvolk konsumiert schon reichlich Bier auf der Fähre zwischen Split und Stari Grad, das mit rund 2400 Jahren die älteste Stadt Kroatiens ist. Stari Grad ist von mediterraner Gelassenheit. Die Post geht


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Alles über das trendige Split: www.migmag.ch/ split

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LEBEN | MM35, 28.8.2017

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Solaris Kinderhotel Andrija MMMd hingegen im Hafenstädtchen Hvar auf der gegenüberliegenden Inselseite bis in die Morgenstunden ab. Sind die Schulferien vorbei, kommt dieses Publikum nur noch spärlich – sehr zur Freude der rund 14 000 Insulaner, die der Lärm in Hvar stört. Einer der Einheimischen ist der in Argentinien geborene Schweizer Pedro Fürst (63), der auf Hvar schon vor 28 Jahren ein Haus gekauft hat und als freischaffender Autor auf der Insel lebt. «Ich habe mir damals ein Haus in Jugoslawien gekauft, das sich heute in Kroatien befindet», sagt er. Als «Tages-Anzeiger»-Korrespondent habe er erlebt, wie während des Kriegs die Flüchtlinge in Hotelanlagen untergebracht wurden. «Es war eine schwere Depression spürbar.»

Bild: Linda Prager

Boom in der Weinindustrie

In den letzten Jahren habe sich die Insel, aber auch das Land, stark gewandelt. So sorgte der EU-Beitritt für Rechtsstaatlichkeit, viele Winzer begannen eigene Weine aus Rebsorten zu machen, die nur auf Hvar existieren. Und aus der einstigen Planwirtschaft ist eine dynamische Gastronomieszene entstanden. «Ich bin hier

ausgesprochen gut integriert, und es gibt wohl kaum eine Stube im Dorf, in der ich noch nicht zu Tisch gebeten wurde», sagt Fürst, der in den Kriegsjahren Kroatisch gelernt hat. Er hat in der Schweiz drei Kinder und drei Enkelkinder und wohnt hier alleine in seinem Haus. An Weihnachten freut er sich darüber, Kartoffeln aus dem eigenen Garten ernten zu können. Manchmal badet er noch Mitte November im Meer. Hvar ist sehr fruchtbar und mehr als nur eine Partyinsel. Es wachsen Feigen, Granatäpfel, Zitrusfrüchte, Rosmarin, Salbei und sogar Orchideen. Hier wurden einst zehn Prozent der weltweiten Lavendelproduktion erwirtschaftet. Weintrauben gibt es auf der Königin der dalmatischen Inseln schon seit 2400 Jahren. Fürst rät: «Die Insel mit ihrer reichen Geschichte sollte man unbedingt erkunden. Die Südseite hinter dem Bergkamm bietet freie Sicht bis nach Italien und ist wunderschön zum Wandern oder Biken.» Schweizer Touristen trifft man selten. Wie lange noch? MM Die Recherche wurde unterstützt von A.R.T. Redaktionsteam in Salzburg/TVB Kvarner sowie der Kroatischen Zentrale für Tourismus.

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Pedro Fürst hat sich auf Hvar vor 28 Jahren ein Haus gekauft.

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MM35, 28.8.2017 | LEBEN

Gesundheit

Ein Leben mit Epilepsie

Sein Leid begann mit einem heftigen Lacher als Elfjähriger: Christoph Bleuler erlitt seinen ersten epileptischen Anfall. Heute ist der 40 Jahre alt. Wie lebt er mit der Krankheit? Text: Susanne Wagner

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ur 20 Sekunden Zeit hat Christoph Bleuler, wenn er das Vorgefühl eines epileptischen Anfalls spürt. Gerade genug lang, um sich zu setzen, um abzuwarten, ob tatsächlich ein Anfall kommt. Als Vorzeichen spürt er eine Leichtigkeit zwischen Rücken und Kopf und gleichzeitig eine Schwere am Rücken. Als ob ihn ein Vogel am Rücken greifen würde. Er hat dieses Bild einmal für einen Thera­ peuten gezeichnet. Während eines Anfalls wird sein Gesicht starr, der Körper über­ streckt sich wie in einem Krampf, und Chris­ toph Bleuler verliert kurz das Bewusstsein. Das Ganze dauert 30 Sekunden bis maximal zwei Minuten. Christoph Bleuler leidet an Epilepsie, seit er elf Jahre alt ist. Es begann mit einem un­ natürlich heftigen Lachanfall in der 5. Klasse. «Das wiederholte sich in den unpassendsten Situationen», sagt der heute 40­Jährige. Als er nach einem der Anfälle bewusstlos zusammenbrach, gingen die Ärzte zunächst von einer Hirnhautentzündung aus. Später von einer schweren Epilepsie, die mit Medi­ kamenten behandelt wurde. Als der Primarschüler nach sechs Wochen wieder in die Schule zurückkehrte, war nichts mehr wie vorher. Seine sozialen Kon­ takte litten unter seiner Krankheit. Freunde wandten sich von ihm ab. Es waren schwie­ rige Jahre für den Teenager. Auch am Gym­ nasium stand er die meiste Zeit unter Stress. Christoph Bleuler findet es heute schade, dass seine Familie den offenen Umgang mit der Epilepsie nicht nach aussen trug. Christoph Bleuler lehnte sich gegen die Krankheit auf, indem er begann, exzessiv Sport zu treiben und Triathlon zu trainieren. In der schwierigsten Phase führte die Epi­ lepsie zu mehreren Anfällen am Tag. Das bedeutete für ihn Dauerstress und behinderte seine berufliche Integration. Nach der Ma­ tura liess er sich zum Deutsch­ und Englisch­

Bilder: Monika Flückiger

lehrer ausbilden, schaffte den Einstieg ins Berufsleben jedoch nie richtig. Er absol­ vierte eine Ausbildung zum Fitnesstrainer, musste aber eine Anstellung in einem Sportklub wegen seiner Krankheit aufgeben. Seit zehn Jahren bezieht er eine volle IV­Rente, gegen die er sich lange sträubte. So offen wie heute konnte Christoph Bleuler über seine Epilepsie lange nicht reden. Die neue Offenheit hat auch damit zu tun, dass er vor neun Monaten Vater wurde. Gemeinsam mit seiner Partnerin Sara Heer und der gemeinsamen Tochter Lia lebt der in Zürich aufgewachsene Bleuler heute in Solothurn. Die zweistöckige Wohnung ist mit einem Notfallknopf ausgerüstet, den er bei einem Anfall drücken könnte, wenn er sich allein mit dem Baby in der unteren Etage befindet. Die Unsicherheit ist ein Grundgefühl

«Bevor wir Lia bekamen, stellten wir uns natürlich viele Fragen. Etwa die nach der Vererbbarkeit, aber da gab es ein klares Nein im Fall von Christoph», sagt Sara Heer. Ihr war auch klar, dass sie weiter arbeiten und sehr flexibel sein muss. «Letztlich ist es jedoch so schön, ein Kind zu haben, dass wir uns dafür entschieden haben», erklärt die Sonderpädagogin. Nach dem sechsmonatigen Mutter­ schaftsurlaub arbeitet sie wieder 60 Prozent. An diesen Tagen bringt Christoph Bleuler Lia am Morgen in die Krippe, denn solange sie noch so klein ist, kann er die alleinige Verantwortung nicht übernehmen. Der Kinderwagen ist mit einer Vorrichtung aus­ gerüstet, die den Wagen bremst, wenn er ihn wegen eines Anfalls loslassen würde. Dass er derzeit noch nicht so viel Kinder­ betreuung übernehmen kann, findet Chris­ toph Bleuler sehr schade. Aber er ist über­ zeugt, dass sich die Situation verändern wird, sobald Lia älter ist. «Das Grundgefühl

1 Eine glückliche Fa­ milie, die sich mit der Krankheit arrangiert hat: Sara Heer und Christoph Bleuler mit ihrer Tochter Lia. 2 und 3 Die SOS­Karte am Kinderwagen und der Alarmknopf geben Christoph Bleuler Sicherheit, wenn er mit der kleinen Lia allein ist.


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Günter Krämer,

Neurologe am Neurozentrum Bellevue, Zürich Der Experte

«Gaffer sind für Betroffene das Unangenehmste» Günter Krämer, was ist Epilepsie? Eine Funktionsstörung des zentralen Nervensystems, die zeitlich begrenzt ist. Was ist die Ursache? Bis heute bleibt die Ursache oft unklar, trotz guter Untersuchungsmöglichkeiten.

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1 2

Was geschieht dabei im Körper? Vereinfacht gesagt gerät ein Netzwerk vor­ übergehend übermässig aktiver Nervenzel­ len ausser Kontrolle. Eine solche Störung kann dazu führen, dass Informationen nicht mehr vom Gehirn verarbeitet werden kön­ nen. Daher wirken Betroffene oft abwesend. Das Nachlassen von Muskelspannung in den Beinen kann zu Störungen des Gleich­ gewichts und Stürzen führen. Wie viele Personen sind in der Schweiz von Epilepsie betroffen? Rund 70 000, also fast ein Prozent der Bevöl­ kerung.

dieser Krankheit ist, dass es keine Sicher­ heit gibt», erklärt Christoph Bleuler. Er weiss nie genau, wann er eine gute Phase hat und wann der nächste Anfall kommt. Monatelang kamen die Anfälle jeweils nachts und nur alle zwei, drei Monate auch tagsüber. Durch einen kürzlichen Medikamentenwechsel treten sie jetzt vermehrt am Tag auf. Derzeit besteht die Therapie aus drei Medikamenten – ein Alarm im Smartphone erinnert ihn daran, sie zur selben Zeit einzunehmen. Christoph Bleuler hat eine lange Thera­ piegeschichte hinter sich. Dazu gehören zwei monatelange Aufenthalte in der Epi­ klinik und mehrere Operationen am Gehirn. Dank ihnen kann er jetzt die Vor­ gefühle – Auren genannt – besser wahr­ nehmen und darauf reagieren. In einer Gesprächstherapie arbeitet er seine Ver­ gangenheit auf. Das Wichtigste ist jetzt für ihn, dass er in grösstmöglicher Offen­

heit mit seiner Krankheit umgeht. Dabei helfen ihm auch der Besuch einer Selbst­ hilfegruppe und der offene Umgang mit seiner Partnerin in Bezug auf die Krankheit. «Wir setzten von Anfang an auf Offen­ heit», sagt Christoph Bleuler. Und Sara Heer ergänzt: «Wir haben abgemacht, dass er sagt, wenn er eine Pause braucht.» Der gross gewachsene Mann mit der sportlichen Figur gibt zu, dass es für ihn das Schwierigste ist, um Hilfe zu bitten. Er hatte jedoch bis heute Glück: Wenn er in der Öffentlichkeit einen Anfall hatte, kamen ihm immer Passanten zu Hilfe. In all den Jahren ist Christoph Bleuler selbst zum Spezialisten geworden. Ihn beschäf­ tigt es, dass man Epilepsie den Betroffenen nicht auf den ersten Blick ansieht: «Die meisten Leute wissen gar nicht, wie viele Kranke unter ihnen leben.» Mehr Infos: www.epi-suisse.ch

Oft kennt man Epilepsie nur aus Filmen, in denen vor allem sehr starke Anfälle gezeigt werden. Ist das ein verzerrtes Bild? Sie sind überhaupt nicht die häufigste Anfallsform. Schon kurze «Aussetzer» oder Absencen können eine Epilepsie sein. Was soll man tun, wenn man als Passant Zeuge eines epileptischen Anfalls wird? Für die Betroffenen sind Gaffer oft das Un­ angenehmste. Statt zuzuschauen, kann man helfen, gefährliche Gegenstände zu entfernen, damit sich der Betroffene nicht verletzt. Bleiben Sie beim Betroffenen, bis er wieder ansprechbar ist. Einen Arzt oder Kranken­ wagen sollte man rufen, wenn mehrere An­ fälle hintereinander auftreten, ohne dass der Betroffene zwischendurch zu sich kommt. Wie hoch ist das Risiko einer Vererbung? Das Risiko ist bei den weitaus meisten Epi­ lepsien recht gering. Bei einem erkrankten Elternteil liegt er bei rund fünf Prozent. Epilepsie scheint für viele Menschen ein fast tabuisiertes Thema zu sein. Was kann man tun, damit sich das ändert? Aufklären und informieren. MM


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LEBEN | MM35, 28.8.2017

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Jungweibersommer

Gemerkt habe ich es nach einem Dienstagabend auf der Zürcher Werdinsel. Wir packten Champagner, Grillzeug, Kerzen, Decken und einen Geburikuchen ein, um das Wiegenfest eines Freundes zu feiern. Gegen Mitternacht fuhren wir mit den Velos der Limmat entlang nach Hause. Bloss die Hälfte von uns hatte Licht an ihren Rädern, in den Bäumen bildeten sich Schatten, die warme Nachtluft liess unsere Haare und Röcke fliegen. Wir rochen nach Rauch und Abenteuer.

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an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.

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Das letzte Festival, der letzte Sprung in den See, die letzte Glace, das letzte Freiluft­ kino, der letzte Mückenstich, der letzte Sommerflirt, das letzte Mal ohne Strümpfe nach draussen. Es graut mir schon jetzt davor. Ich leide an einer Sommertorschluss­ panik.

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Sommer bedeutet Leben. Der Geruch von Sonnencreme, der uns an Familienferien am Strand erinnert. Die endlosen Nächte, die sich am nächsten Tag im Büro bemerkbar machen. Die Offenheit der Leute, die das Leben so viel schöner macht. Die Stadt befindet sich in einem schier endlosen Mittsommernachtstraum – und ich habe null Bock aufzuwachen. Was tun, während vor dem Fenster die ersten Blätter welken? Noch mal ein Sommerkleid kaufen, noch mal ins Tessin reisen, noch mal Melone kaufen, noch mal zum Sommerhit «Despacito» tanzen. So viel Sommer tanken, dass man sich auch noch am kältesten Januartag an den Geruch von warmem Asphalt nach einem Sommer­ gewitter erinnern kann. MM

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LEBEN | MM35, 28.8.2017

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Gut zu wissen

Wenn Haustiere erkältet sind Auch gewöhnliche Haus­ tiere können an einer «Erkältung» leiden. Die Symptome sind sehr unterschiedlich. Neben Viren, Bakterien, Para­ siten und Pilzen können auch Allergien und Fremdkörper, etwa ein Grashalm in der Nase, Ursachen sein.

Der kleine Rüsselspringer wird mit dem Inhalationsnarkosegerät betäubt, damit er bei der Untersuchung stillhält.

Beim Hund ist der so­

genannte Zwingerhusten bekannt. Typisches Symptom ist ein bellend klingender Husten. Die meisten Hunde können durch eine Impfung vor dieser Erkrankung geschützt werden. Bei den Katzen ist der

Zootierärztin

Verschnupfter Hüpfer Der Rüsselspringer ist eins der vielen Tiere, die im Walter Zoo in Gossau in das neue Savannenhaus einziehen. Nach seiner Ankunft braucht das kleine Säugetier jedoch zuerst medizinische Betreuung. Text: Karin Federer

Bild: Walter Zoo

E Karin Federer (31) ist Tierärztin und berichtet regel­ mässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.

r sieht aus wie eine Spitzmaus, ist aber nicht mit ihr verwandt: Beim Rüsselspringer handelt es sich um eine spezielle Tierart, die in West-, Süd- und Zentralafrika zu Hause ist. Woher der Name stammt, wird klar, wenn man die lange Nase des 25 Gramm leichten Tiers sieht. Ausserdem hat es sehr dünne Beinchen. Die Gefahr ist gross, dass sie brechen. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten, wenn ich den Rüsselspringer untersuche, der vor wenigen Tagen aus einem anderen Zoo zu uns gekommen ist. Wie jeder Neuankömmling ist der Rüsselspringer zuerst in der Quarantänestation einquartiert worden. Dort fiel den Tierpflegern auf, dass ein Auge verklebt

und die Nase sehr feucht ist. Und dass er fast nichts frisst. Mein Verdacht: eine Erkältung oder – viel schlimmer – eine Lungenentzündung. Zu klein für eine Blutprobe

Heute schauen wir uns das genauer an. Um einen Beinbruch zu vermeiden, narkotisiere ich den Kleinen für die Untersuchung. Für eine Blutprobe ist er zu winzig, deshalb nehme ich nur eine Tupferprobe von dem Sekret, das aus dem Rüssel tropft. Resultat: Der Rüsselspringer leidet höchstwahrscheinlich an einer bakteriellen Infektion – ein häufig auftretendes Problem bei dieser Tierart. Ich gebe ihm Antibiotikum und ein entzündungshemmendes Schmerzmittel. Die Behandlung muss mehrere Tage

lang fortgesetzt werden. Aber es ist klar, dass ich dem Tier nicht jeden Tag eine Narkose verpassen kann. Was tun? Die Lösung: Wir mischen das Antibiotikum ins Futter, das hauptsächlich aus Insekten besteht. Bereit fürs Savannenhaus

Schon nach drei Tagen frisst der Kleine wieder normal. Vermutlich hatten ihn der Transport und die neue Umgebung gestresst und so sein Immunsystem geschwächt. Nun ist er wieder fit und bereit für sein neues Zuhause, das soeben fertiggestellte Savannenhaus, in dem sich bald Vertreter von mehr als 20 verschiedenen Tierarten tummeln werden. Hier bekommt der Rüsselspringer schon bald eine Partnerin. MM

sogenannte Katzen­ schnupfen eine sehr häufige Erkrankung. Er kann zu einer entzün­ deten Maulschleimhaut oder zu einer Augenent­ zündung führen. Betrof­ fene Katzen verweigern oft das Fressen. Auch gegen diese viral und bakteriell bedingte Erkrankung gibt es eine Impfung. Nagetiere wie Meer­

schweinchen oder hasenartige Tiere wie das Kaninchen können auch an «Schnupfen» leiden. Häufig fallen dem Halter am Anfang leicht verklebte Augen und Futterverweigerung auf. Bei starken Erkran­ kungen können auch Niesen, verklebte Nasen­ öffnungen und Maul­ atmung vorkommen. Wichtig: Jedes Tier mit

den beschriebenen Symptomen sofort von seinen Artgenossen trennen und einen Tier­ arzt aufsuchen!


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«Mein Name ist Gian. Ich bin sieben Jahre alt und habe zwei Katzen.

Wenn ich gross bin, möchte ich Lokführer oder Legotester werden. Mir wird eigentlich nie langweilig. Wenn ich nicht beim Inlineskaten bin, spiele ich Klavier, Fussball oder Tennis. Oder ich treffe mich mit Freunden zum Spielen oder zum Baden in unserem Schwimmteich. Dazwischen game ich auch gern. Im Moment mag ich ‹Minecraft› am liebsten.»

Kinder

«Rückwärtsfahren muss ich noch üben» Wie sein Papi fährt auch Gian gern Inlineskates. Zu Beginn musste er so manchen Sturz verschmerzen. Aber mittlerweile machen ihm die Trainings riesig Spass. Text: Andrea Fischer Bilder: Gabi Vogt

Mein Hobby

Mein Klub Ich bin Mitglied beim Rolling Apple Skate Club in Weinfelden TG.

«Seit dem letzten Herbst bin ich im Rolling Apple Skate Club in Weinfelden TG dabei. Ich bin in einer neuen Kindergruppe. Mein Papi ist auch im gleichen Club. Er macht schon länger bei Rennen mit, da wurde ich irgendwann auch gwundrig. Am Anfang bin ich oft umgefallen. Jetzt klappts viel besser. Im Training schieben wir uns manchmal gegenseitig herum. Das ist lustig.»

Wir machen viele tolle Spiele. Die Trainings für die Kindergruppe sind immer am Dienstagabend. Da kann man auch zum Schnuppern vorbeikommen. rolling-apple.ch

Hier gibt es Infos Auch wenn du an einem anderen Ort wohnst,

kannst du den Sport kennenlernen. Die Organisation «Kids On Skates» veranstaltet Schnupperkurse für Kinder. Man kann natürlich auch einfach auf öffentlichen Wegen skaten gehen. Wenn du mal mit deinen Eltern eine Fahrt machen möchtest, findest du im Internet eine Karte mit tollen Touren. www.swiss-skate-tour.ch www.kidsonskates.ch www.skatingland.ch

«Wir trainieren auf einer überdachten Bahn. Es ist die einzige Inlinebahn dieser Art in der Schweiz. Zuerst wärmen wir uns auf. Dann fahren wir etwas Slalom und einen Parcours mit Rampen. Am Schluss spielen wir eine Runde Hockey. Mir macht alles sehr viel Spass. Aber Rückwärtsfahren muss ich noch üben.»

«Für das Skaten braucht es eine gute Ausrüstung, weil man vor allem am Anfang viel hinfällt. Dazu gehören Handgelenk-, Ellbogen- und Knieschoner und natürlich ein Helm. Das muss man alles selber mitbringen. Die Erwachsenen tragen oft keine Schoner, aber einen Helm müssen alle tragen. Wenn du auch mit Skaten anfangen möchtest, solltest du vor allem Geduld und Freude an der Bewegung haben. Gut ist auch, wenn du nicht allzu wehleidig bist.» MM


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Das bringt Autos auch zum Fahren: www.migmag.ch/ benzinmotor

Valentino (6), Gossau SG

Deine Autos haben es gut: Sie werden für tolle Abenteuer ein­ gesetzt, für Action und Spass. Dafür müssen sie wenig tun. Sie sausen nur wenige hundert Meter weit und kaum länger als ein halbes Stündchen. Du selbst könn­ test länger gehen, als sie fahren können. Sie dürfen auch oft Pausen machen, etwa wenn du schläfst oder etwas anderes spielst. Wir Erwachsenen verlangen viel mehr von den Autos als ihr Kinder von euren Spielautos. Unsere Au­

tos müssen mehr leisten und län­ gere Wege zurücklegen: Sie trans­ portieren Personen und Lasten, müssen allzeit einsatzbereit sein und nach kurzen Auftankpausen weiter­ und weiterfahren.

ter zu betreiben. Es gibt aber auch andere Antriebsstoffe als Benzin, zum Beispiel Wasserstoff, Druck­ luft oder Strom. Derzeit werden die Elektroautos verbessert. Ihre Batterien kann man an der Steck­ dose «auftanken». Noch können sie nicht alles, was die Benziner beherrschen, aber sie holen tech­ nisch auf und steuern auf die Über­ holspur zu – und das faszinierend schnell. MM

Noch erbringen meist Verbrennungsmotoren diese Leistung. Das heisst, dass sie Benzin oder Diesel verbrennen und dadurch Antrieb erhalten. Eine Batterie haben die Autos zwar auch, aber meistens braucht es die nur, um den Motor zu starten oder die Lich­

Räts elspa ss

*Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

Nina hat Ketten für ihre Freunde gebastelt, aber halt – eine ist besonders! Erkennst du, welche Kette anders ist als die anderen?

Journalistin Gabriela Bonin (50) beantwortet Kinderfragen.

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a

Links siehst du lauter Gegenstände. Sag zuerst laut auf, was du siehst. Rechts siehst du andere Dinge. Sie haben aber jeweils den gleichen Anfangsbuchstaben wie ein Wort links. Hörst du, welche Dinge den gleichen Anfangsbuchstaben haben? Verbinde sie!

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Lösung: d Lösung: Bälle + Brot, Klammer + Korb, Mikroskop + Milch, Pinsel + Peperoni

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… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.9.2017, 24 Uhr

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.9.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Auflösung Nr. 34: EISZEIT

TreppenlifTe

9620 Lichtensteig teL. 071 987 66 80

w w w. h o e g g l i f t . c h

Gewinner Nr. 33: Heidy Stadelmann, Kriens LU; Paul Siegrist, Turgi AG; Oskar Lerch, Worb BE; Daniel Wyss, Lyss BE; Elisabeth Kessler, Chur Gewinner «Zusatz» Nr. 33: Christoph Steiner, Lupfig AG; Alex Schuler, Altdorf; Angelina Grond, Landquart GR; Monika Widmer-Seiler, Oberkulm AG; David Rüegsegger, Rothenburg LU


LEBEN | MM35, 28.8.2017

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Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was braucht man zum Surfen? F

Stuhl

A Brett

E

Bett

2. Wie nennt man etwas abschätzig einen jungen, unerfahrenen Mann? P Milchbart

I

Rahmbläser

S

Magermilch

3. Woher stamm der diesjährige Sieger des Eurovision Song Contest? R Portugal

D Spanien

N Bulgarien

So nehmen Sie teil

4. Welcher Berg liegt in etwa südwestlich von Glarus? B Calanda

A Pizol

I

Tödi

E

Galette

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.9.2017, 24 Uhr

5. Was hat als Hauptbestandteil Schokolade? N Sabayon

K Ganache

6. Wie nennt man einen Zähler, der die Staatsschulden angibt? I

Geldcounter

L

Moneykeeper

O Schuldenuhr

7. Wo liegt das Bavonatal? S

Tessin

R Bündnerland

T

Wallis

8. Wie heisst die Residenz des Vorsitzenden des kanadischen Unterhauses? G The Hut

N The House

E

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

The Farm

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 33: Hedy Horat, Aadorf TG; Martin Gerber, Uetendorf BE; Helmuth Scherer, Windisch AG

Auflösung Nr. 34: OZONWERT

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1 2 5 4

Auflösung Nr. 34: SEIDE Gewinner Nr. 33: Heinrich Mannhart, Muttenz BL; Willy Eicher, Alpnach Dorf OW; Hildegard Sprecher, Vättis SG

A 3

E R EM I T I N KATALANE MA G E L L A N ME NARCH E M I T N A HME MO N G O L I N ORD I NAER ROULEAUS SUL TAN I N U NWE G S AM

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.9.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

2

3

4

5


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LEBEN | MM35, 28.8.2017

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Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 34: 176

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.9.2017, 24 Uhr

Gewinner Nr. 33: Cesare Zampieri, Kloten ZH; Raphael Ghirlanda, Elgg ZH; Fridolin Steiner, Oberägeri ZG; Sylvia Kräuchi, Sargans SG; Ida Zimmermann, Urnäsch AR

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 4 2 2 miteinander verbunden 4 2 3 3 2 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 1 2 4 und mehr als zwei Linien.

2

Auflösung Nr. 34:

3 2

3

3 3 2

3 2 3

3 3 2

3 3 3

1

2 2 1

3 3

Auflösung Nr. 34: 3

2 2

5

2

3 3 3

2 3 2

3

3

4

3

3 3

1 2

3

2 4 3 2

3

1

2 3 3 4

2 2 3

2 1 2

3 2 3 4 2

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Yvette Hettinger (Koordinatorin Leben), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Elena Bernasconi, Reto Meisser

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Dora Horvath, Melanie Michael, Fatima Nezirevic, Angela Obrist, Kian Ramezani, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Alina Bühler, Rea Tschumi

Layout: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Werner Gämperli, Saskia Goslings, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Stefania Nicolini Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Laetitia Dürst, Aisha Kaufmann Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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MM35, 28.8.2017 | LEBEN

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Meine Welt

«Meine Karriere startete mit Elvis» Bo Katzman, einer der bekanntesten Schweizer Musiker, kehrt zu den Anfängen seiner Karriere zurück. Am 1. September erscheint das Album «The Truth» mit Pop- und Rockliedern. Fit hält sich der 65-jährige Baselbieter mit Pilates. Text: Reto E. Wild

Bilder: Kostas Maros

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LEBEN | MM35, 28.8.2017

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1 Mein Studio «Ich komponiere zu Hause

im Musikzimmer unseres Einfamilienhauses. Im eigentlichen Studio unterrichte ich auch meine Gesangsschüler.»

2 Mein Rückzugsort «Ich habe keinen besonders grünen Daumen. Aber ich liebe es, unseren Garten zu bewässern, den Rasen zu mähen und Unkraut und die Gebüsche zu stutzen. Das ist ein toller Ausgleich.» 3 Meine Biografie «Seit ich 16 Jahre alt 4

bin, schreibe ich jeden Tag eine Seite in mein Tagebuch. Inzwischen sind es rund 40 Bücher. Sie waren für meine Biografie

5

Name: Bo Katzman (65) Sternzeichen: Widder Lebenslauf: «Aufgewachsen bin ich in Pratteln BL und Luzern. Mit acht

sah ich Elvis Presley auf der Titelseite der ‹Bravo›, wünschte mir eine Gitarre und startete meine Karriere. Erste Erfolge feierte ich in den 80er- Jahren mit ‹I’m In Love With My Typewriter›. In den letzten 25 Jahren war ich mit dem Bo-Katzman-Chorprojekt auf Tournee. In der Schweiz wurden eine halbe Million Tonträger verkauft – dafür gab es 13 Goldauszeichnungen. Nun kehre ich mit meiner Band The Cat Pack zurück zur Pop- und Rockmusik: Das Album ‹The Truth› erscheint am 1. September. Gleichzeitig beginnen meine Tochter und ich in Küssnacht SZ mit der viermonatigen Tournee ‹Double Emotion›.» www.bokatzman.ch/konzerte 6

sehr wichtig: Sie wurde vor fünf Jahren unter dem Titel ‹Zwei Minuten Ewigkeit› veröffentlicht.» 4 Mein Sport «Seit ich Pilates mache,

sind meine Rücken- und Nackenschmerzen verschwunden. Ich trainiere dreimal pro Woche, auch Zumba bei BeFit Fitness + Tanz in Aesch BL, das von meiner Frau und Tochter betrieben wird.»

Bild: VDPictures

5 Mein Instrument «Noch heute spiele

Mein Lieblingsprodukt «Der Tourist-Schoggi können wir alle in der Familie nicht widerstehen. Sie ist regelmässig innert kürzester Zeit weggeputzt. Fürs Komponieren und Arbeiten ist sie mein Energieriegel.»

ich auf der Bühne Gitarre. Diese Gretsch White Falcon von 1973 wollte mir Bonnie Tyler 1989 abkaufen und bot mir dafür 8500 Pfund. Ich lehnte dankend ab.» 6 Meine Familie «Meine Frau Marianne und meine Tochter Ronja sind das Zentrum meines Lebens. Sie sind die Menschen, die ich am meisten liebe. Wir sind ein prima Team und unterstützen einander in allem.» MM


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