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Migros magazin 35 2015 d aa

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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

MM35, 24.8.2015 | www.migrosmagazin.ch

Frauenbewegung: Vor 40 Jahren gings richtig los. Seite 10 Wahlen: Mit Social Media auf Stimmenfang. Seite 24

Bild: Ren辿 Ruis

Leichtathletik

800-Meter-Rakete Selina B端chel freut sich auf die WM in Peking. Seite 126 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch

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4 | MM35, 24.8.2015

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K Editorial

Macht dank Facebook?

Kennen Sie K1out? Nicht? Sollten Sie aber. Klout ist ein amerikanisches Internet­ unternehmen, das misst, wie viel Einfluss Menschen in den Sozialen Medien haben. Das heisst: Wer reagiert auf ihre Tweets oder Facebook­Posts, mit wem stehen sie in Kon­ takt, wen können sie beeinflussen? Tauschen sich Politiker, Medienleute oder Prominente mit wichtigen Leuten aus oder mit Nonames? Dieser Einfluss, diese Macht, wird in einem Wert von 1 bis 100, dem sogenannten Klout­Faktor, angegeben. Obama hat zum Beispiel einen Wert von 99, Taylor Swift einen von 94. DJ Bobo ist immerhin bei 79, Modera­ tor Nik Hartmanns Wert steht bei 65. In der US-Kommunikationswirtschaft ist die Frage nach dem Klout­Faktor heute eine der ersten Fragen, die Bewerbern gestellt wird. Logisch: Wer einen PR­Verantwort­ lichen anstellt, will sicher sein, dass der ein starkes Netzwerk mitbringt. Die Internetsite www.einflussreich.ch hat die Ratings von Hunderten von wichtigen Schweizerinnen und Schweizern in Rankings zusammen­ geführt. Dort finden sich Ranglisten für Künstler, Sportler, Journalisten oder Mediensprecher. Ein Ranking für National- und Ständeräte gibts auch. So hat GLP­Mann Beat Flach einen Klout­Faktor von 58, Cédric Wermuth (SP) steht bei 49,8 und BDP­Präsident Martin Landolt bei 50. Betrachtet man die Liste als ganze, dominieren die jungen Linken. Sie haben schnell realisiert, dass Wahlen heute auf Twitter, Facebook oder Insta­ gram wenn nicht entschieden so doch massgeblich beeinflusst werden. Wer eine Community hat, hat Macht. Wir haben für unsere Serie «Wahlen 2015» analysiert, wie sich Parlamen­ tarier in den Sozialen Medien verkaufen (Seite 24). Auch Fir­ men und Institutionen können sich bei Klout anmelden. Das Migros­Magazin liegt mit 60,4 Punkten (Stand Vorwoche) auf Platz 16, gleich hinter «Blick am Abend». Unser Ehrgeiz ist es na­ türlich, in die Top Ten zu kommen … Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

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MM35, 24.8.2015 | 5

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Menschen 8 Diese Woche

Trinken Schweizer wirklich weniger Alkohol? 10 Frauenrechte

Was hat sich in den letzten 40 Jahren in der Schweizer Frauenbewegung getan? 18 Schulfach Glück

In der Innerschweiz können Schülerinnen Glück lernen. 23 Leserforum 24 Serie: Wahlen 2015

Bilder: Christine Benz, Tomas Wüthrich, Reto E. Wild, PD, Keystone

«Eine malariafreie Welt könnte in der nächsten Generation möglich sein»

Rezepte mit Artischocken. 70 Znüni für die Kleinen 73 Gruyère neu verpackt 75 Farmer verlost Ferien 76 WWF-Seepiratenlager 80 Potz Blitz, alles sauber! 82 Tierisch gut drauf 83 AdR: Regionentreffen

87 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften.

Leben

28 Bänz Friedli

94 Reisen

37 Onlineforum

Migros-Welt 45 Kosmetik für Indien 46 Bargeldlos einkaufen 49 Klubschule Migros

Sprachschule für Zuwanderer.

30

59 Saisonküche

Teil 2: Wahlkampf via Social Media.

30 Interview Malaria-Experte Marcel Tanner vom Basler Tropeninstitut über die Gefahr neuer Pandemien.

82

57 Herbsüsse Softdrinks

51 Alles rund ums Chia-Korn 54 Nachhaltiger Fisch

Korsika ist mehr als nur Strand. 101 Zootierärztin 103 Familie 105 Migros-Bank-Ratgeber 107 Digital 109 Gesundheit 110 Kinder 113 Ernährung 115 Bitte melde dich 117 Glücksgriff 119 Rätsel/Impressum 124 Cumulus 126 Meine Welt

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Unnützes Wissen

Der Mensch und sein Körper Mein Bild der Woche «Was für ein lustiges, absurdes Bild! Der russische Präsident

Bilder: Christian Marclay/Aaaaahhh, 2006/Courtesy the artist and Paula Cooper Gallery/New York, Keystone/Aleksey Nikolskyi/RIA Novosti, Marco Zanoni

und Träger des Salzburger Stiers.

Hörprobe

Entschuldigung, was hören Sie gerade? Darryl Flores (30), Software­Ingenieurin aus Zürich

a) Popstar Robyn b) Soulsänger Xavier Naidoo c) Rockband Muse

Auflösung: a) Weil «Call Your Girlfriend» mein Sommerhit ist und mich der Song einfach glücklich macht.

Gabriel Vetter (32) ist Satiriker

Wladimir Putin, der sich sonst fotografisch gern auch mal oben ohne auf Pferden, Bären jagend, in Szene setzt, zeigte sich letzte Woche folgendermas­ sen: auf Tauchgang in einem futuristisch anmutenden U­Boot in den Gewässern vor der Halbinsel Krim. Man kann von Putin halten, was man will, aber in diesem Bild sieht er aus wie die Parodie eines James­Bond­Bösewichts, der grade in seinen geheimen Unterwasser­Atombunker abtaucht. Ich hoffe wirklich nicht, dass sich Putin als nächster Bond­Bösewicht versteht, aber stilistisch hat der ehemalige Geheimagent auf jeden Fall das Zeug dazu.»

Der medizinische Fachausdruck für Magenknurren lautet Borboryg­ mus. Meteorismus

ist der medizini­ sche Fachbegriff für krankhafte Blähungen. Das menschliche Ohr nimmt Ge­ räusche nicht nur wahr, es sendet auch welche aus. Diese heissen otoakustische Emissionen und entstehen durch Haarzellen im Innenohr. Menschen, die Angst vor einfach allem haben, heissen Panphobiker. Quelle: Stern/Neon


8 | MM35, 24.8.2015 | MENSCHEN

Wie senkt man den Alkohol­ konsum von Teenagern?

Migrosmagazin.ch

Umfrage Letzte Woche fragten wir:

Ist der Lohn entscheidend für den Personalmangel an Kindergärten? 40% Das Hauptproblem ist schlicht die mangelnde Wertschätzung in der Gesellschaft. 33% Am meisten leidet der Beruf unter zu vielen nicht zu vereinbarenden Erwartungen. 27% Ja, vor allem weil in dem Beruf viele Teilzeit Arbeitende tätig sind.

Diese Woche

Jugendliche und Alkohol: Wenn, dann in die Vollen Der Alkoholkonsum in der Schweiz geht stetig zurück. Junge Menschen trinken sich jedoch immer häufiger in einen Rauschzustand. Aufgeklärtes Verkaufspersonal und vor allem teurere Getränke könnten dem entgegenwirken. Texte: Yvette Hettinger

Zahlen & Fakten

43%

der 15-jährigen Schweizer konsumieren mindestens ein Mal Alkohol innerhalb eines Monats.

der Schweizer trinken sich mindestens ein Mal im Monat einen Rausch an – darunter doppelt so viele Männer wie Frauen.

16,5 l

reinen Alkohol trank der Durchschnittsschweizer 1893 – mehr als doppelt so viel wie heute. 9,3 Liter wurden als Wein konsumiert, 2,9 als Spirituosen, 2,8 Liter als Bier, 1,5 als Obstwein. Quellen: Bundesamt für Gesundheit, Eidgenössische Alkoholverwaltung.

D

ie gute Nachricht zuerst: Schweizer konsumieren immer weniger Alkohol. 8,1 Liter reiner Alkohol pro Kopf waren es im letzten Jahr. Das zeigen die neusten Erhebun­ gen der Eidgenössischen Alkohol­ verwaltung (EAV). Dieser Tiefst­ stand wurde mit 8 Litern zuletzt 1949 unterboten. Die schlechte Nachricht: Jugendliche ab 15 Jah­ ren betrinken sich vermehrt. Für Irene Abderhalden, Direk­ torin der Stiftung Sucht Schweiz, ist klar, warum: Alkohol ist in der Schweiz viel zu billig und rund

um die Uhr erhältlich. Studien zeigen: Je teurer Alkoholika sind, desto weniger werden sie von Jungen konsumiert. Kommt dazu, dass Schweizer Jugendliche ein­ fach an Getränke kommen, die sie noch nicht kaufen dürfen. Bei Test­ käufen der EAV konnten sechs von zehn Jugendlichen unter 18 Jahren verbotenerweise Spirituosen kaufen – ein Viertel mehr als im Jahr zuvor. Allerdings fanden die Testkäufe neu in den Abendstun­ den und in Lokalen wie Bars und Restaurants statt, während die Stichproben bis anhin eher tags­

über und an Tankstellen gemacht worden waren. Die neue Erhe­ bungsart könnte mit ein Grund für die höhere Zahl an Verkäufen sein. Für Irene Abderhalden sind die Testkäufe eine Erfolgs­ geschichte, zumal etwa die illega­ len Verkäufe in Tankstellenshops zurückgegangen sind, seit man diese kontrolliert. Sorgen macht ihr aber das neue Alkoholgesetz, das gerade im Parlament behan­ delt wird. Im Interview sagt sie: «Ich fürchte, dass es ein Absatz­ fördergesetz wird, das die Präven­ tion ausklammert.» MM

Bild: Keystone/Imagesource

21%


MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 9

Umfrage

Experteninterview

«Je teurer der Alkohol, desto weniger trinken junge Menschen»

Irene Abderhalden, die letzten Testkäufe der Alkoholverwaltung zeigen, dass Minderjährige ohne Probleme Alkohol kaufen können, den sie noch nicht konsumieren dürfen. Was läuft falsch? Eigentlich lassen mich die Testkäufe hoffen. Seit man beispielsweise die Tankstellen vermehrt kontrolliert, sind die illegalen Verkäufe dort stark zurückgegangen. Das Gleiche könnte man in Bars und den anderen Loka­ len erreichen, die man neu abends testet. Deshalb müssen nun auch diese Angestellten verstärkt sensibi­ lisiert werden. Kann es wirklich sein, dass Bar­ keeper die gesetzlichen Altersgren­ zen für Alkoholika nicht kennen? Das glaube ich nicht, aber vielleicht gehen die Kontrollen unter. In gewissen Clubs rechnet man schon mal nicht mit Gästen unter 18 Jahren, weil die eigentlich gar nicht rein dürften. Dann ist es in vielen Aus­ gehlokalen laut und dunkel, die Kom­ munikation ist schwierig, die Aus­ weise sind schlecht lesbar. Und alles muss schnell gehen. Ein Barkeeper ist dann rasch überfordert. Besonders, wenn er selber jung ist und der Gast Druck macht. Immerhin, der Durchschnitts­ schweizer konsumiert mit jedem Jahr weniger Alkohol. Genau, und zwar hauptsächlich, weil Männer immer weniger täglich trinken, insbesondere weniger Wein. Der Rückgang betrifft die Jungen also nicht, sie konsumieren Bier und Spirituosen. Wie sieht es denn bei den Jugend­ lichen aus? Die ganz Jungen zwischen 11 und 15 Jahren trinken wesentlich weni­ ger als früher. Seit 2010 hat sich ihr Konsum praktisch halbiert. Das zeigen anonyme, verlässliche Schülerbefragungen. Vielleicht färbt das gesteigerte Gesundheitsbewusst­ sein der Erwachsenen auf sie ab. Bei den Jugendlichen zwischen 15 und

Wie hält man Junge vom Trinken ab?

24 Jahren ist der Konsum aber leicht gestiegen – sie trinken sich öfter in einen Rauschzustand.

Wie lässt sich das verhindern? Indem man Alkohol verteuert. Wenn ein Rausch zum Preis eines Sand­ wiches zu haben ist, ist der Alkohol viel zu billig. Jugendliche und junge Erwachsene sind für tiefe Preise sehr empfänglich, weil sie noch ein kleines Budget haben. Man weiss: Je teurer der Alkohol, desto weniger trinken junge Menschen. Deshalb sind wir von Sucht Schweiz enttäuscht von der Entwicklung des neuen Alkoholgesetzes, welches das Parlament zurzeit behandelt. Was ist daran nicht gut? Es sieht keinen Mindestpreis für Alkoholika vor, wie es ursprünglich geplant war. Stattdessen sollen ein­ heimische Alkoholikaproduzenten steuerlich entlastet werden. Es wird also eher ein Förder­ statt ein Prä­ ventionsgesetz. Als fast einzige Handhabe ist die nationale Veranke­ rung der Testkäufe noch vorgesehen. Welche Massnahmen bleiben Ihnen als Präventionsstelle noch? Wir richten uns zum Beispiel gezielt an Kinder aus sogenannten vulnerab­ len Familien, also an Kinder, die in schwierigen Verhältnissen aufwach­ sen. Sie sind besonders anfällig für einen frühen Alkoholkonsum. Dafür unterstützen wir Schulen und Tagesstätten, damit Prävention in den Alltag der Kinder einfliessen kann. Das verhilft ihnen zu einem gesunden Aufwachsen. Neigen Kinder von Alkoholikern ebenfalls dazu, zu viel zu trinken? Ihr Suchtrisiko ist sechsmal so hoch wie das von anderen Kindern. Deshalb sind auch alkoholbelastete Familien im Fokus unserer Präven­ tionsarbeit. Wir bieten betroffenen Kindern im Internet Informationen, einen Austausch und Hilfe an. MM www.mamatrinkt.ch, www.papatrinkt.ch

Irene Abderhalden (43)

ist Direktorin der Stiftung Sucht Schweiz.

Caroline Davis (25), Chemie­ doktorandin, Zürich: «In Kanada,

wo ich herkomme, ist Alkohol teurer, und ich glaube, die Jungen trinken so weniger. Werbung an Grossanlässen sollte auch verboten werden.»

Klaus Vetter (52), Arzt, Grabs SG:

«Eltern sollten ihren Alkoholkonsum überdenken. Sie sind das Vorbild. Jungen Komatrinkern muss man vermitteln, dass Alkohol höchst schädlich ist und keine Probleme löst.»

Madeleine Cabalzar (57), Heim­ leiterin Betreutes Wohnen, Zürich:

«Schwierig. Alkohol sollte mehr kosten. Party machen kann man auch ohne, das müssen die Jungen lernen. Wichtig ist auch elterliche Kontrolle.»


10 | MM35, 24.8.2015 | MENSCHEN

Frauenbewegung

Viel erreicht, noch viel zu tun

Vor 40 Jahren veröffentlichte Alice Schwarzer ihr Buch «Der kleine Unterschied und seine grossen Folgen». Es war einer der wichtigsten Meilensteine in der Frauenbewegung. Doch wo steht der Feminismus heute? Eine Bestandesaufnahme mit zehn Schweizer Wegbereiterinnen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Am 15. März 1975 gingen in Zürich Tausende auf die Strasse, um für die Fristenlösung zu kämpfen (Bild). Bereits zuvor hatten Frauen an einer nationalen Kundgebung vor dem Bundeshaus gegen die Untätigkeit des Nationalrats beim Thema strafloser Schwangerschaftsabbruch protestiert.

Bilder: Schweizerisches Sozialarchiv, Keystone

Text: Anne-Sophie Keller


Feminismus in Film, Buch, Theater und Internet.

MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 11

Migrosmagazin.ch

Die erste Bundesrätin Elisabeth Kopp (78) wurde 1984 zur ersten Schweizer Bundes­ rätin gewählt. «Ich habe den ‹Kleinen Unterschied› vor

vielen Jahren gelesen. Das Buch hat bei mir einen sehr kämpferi­ schen Eindruck hinter­ lassen. Das war zu die­ ser Zeit auch nötig. Es hat sich aber in den letzten Jahrzehnten viel zum Positiven ver­ ändert, was die Gleich­ berechtigung betrifft. Das 1988 in Kraft gesetzte Eherecht ist ein wichtiger Punkt.

Früher war der Mann das Oberhaupt der Familie, die Frau brauchte sein Einver­ ständnis, wenn sie be­ rufstätig werden woll­ te. Ich habe diese Vor­ lage damals vertreten. Mein Mann hätte mir sagen können, er sei nicht einverstanden, dass ich meinen Beruf ausübe. Diese Unge­ heuerlichkeit wurde zum Glück beseitigt. Ich werde im Herbst nach Qualifikationen wählen. Wenn ein

Am 2. Oktober 1984 wurde FDP-Politikerin Elisabeth Kopp als erste Frau in den Bundesrat gewählt. Ein politischer Skandal um ihren Mann Hans Kopp beendete ihre Amtszeit im Herbst 1988 vorzeitig.

Mann und eine Frau aber dieselben Quali­ fikationen haben, gebe ich der Frau den Vorzug. Ich sehe mich nicht unbedingt als Zugpferd der Frauen­ bewegung. Aber ich wollte als Bundes­ rätin auch zeigen, dass Frauen das Amt psychisch und physisch aushalten.»


12 | MM35, 24.8.2015 | MENSCHEN

Die stimmberechtigten Bürger lehnen am 29. April 1973 an der Innerrhoder Landsgemeinde den Antrag auf Einführung des Frauenstimmrechts mit grossem Mehr ab.

F

ür die schweizerische Frauen­ bewegung war 1975 ein ent­ scheidendes Jahr. Im Januar wurde am Nationalen Frauen­ kongress in Bern beschlossen, die Initiative für die Fristenlösung beim Schwangerschaftsabbruch zu unter­ stützen und die Gleichberechtigungs­ initiative zu lancieren. Im März und Oktober protestierten Tausende von Frauen in Bern und Zürich: Der Nationalrat solle sich endlich dem Thema Schwangerschaftsabbruch annehmen. Im August veröffentlichte die deutsche Autorin und Feministin Alice Schwarzer ihr Buch «Der kleine Unterschied und seine grossen Folgen» und löste damit auch hier­ zulande eine Grundsatzdiskussion über die Unterdrückung der Frau aus. Seither ist viel passiert: Elisabeth Kopp schaffte es 1984 als erste Frau in den Bundesrat. Im Juni 1991 streikte eine halbe Million Schweize­ rinnen für gleiche Rechte von Mann und Frau. Das Gleichstellungsgesetz trat 1996 in Kraft, und 2002 nahm das Stimmvolk auch die Fristenregelung an. Zum 40­Jahr­Jubiläum des «Kleinen Unterschieds» schauen zehn prominente Schweizerinnen zurück – und nach vorne.

Die Chefredaktorin «Als ich 14 Jahre alt war, habe ich die ‹Emma› abonniert. Ich ging damals an die Kloster­ schule in Disentis GR, und dies war meine erste Auseinandersetzung mit der Feminismus­ debatte. Die ‹Emma› war eine Provokation, aber es herrschte ein anderer Diskurs im Ver­ gleich zu heute. Über Alice Schwarzer und Co. wurde damals weniger verachtend, weniger zynisch debattiert. Auch wurden nicht gleich alle als Männerhasserinnen abgestempelt. Larissa Bieler (38) ist Chef­

redaktorin des «Bündner Tag­ blatts» und ab 2016 Chefredaktorin der Newsplatt­ form Swissinfo.ch.

Heute sagt man, Feminismus sei langweilig, er schaffe sich selber ab und wolle Frauen bevorteilen. Es geht jedoch um Gleichberechtigung. Männer, die sich dort angeschossen fühlen, nehmen sich zu wichtig. Ich bin eine klare Befürworterin der Quote. Ich habe auch in meiner Arbeit viele unquali­ fizierte Männer kennengelernt und bin überzeugt: Es gibt viele Frauen, die das besser gekonnt hätten. Es ist zudem enttäuschend, wie viele Medien sexistische Rollenbilder derart verantwortungslos zementieren. Es gibt immer noch Journalistinnen und Journalisten, die nicht verstehen, warum es wichtig ist, auch die weibliche Form zu benutzen. Bei Swissinfo.ch werde ich mit vielen Kulturen konfrontiert sein, wo Frauenbilder anders sind. Das wird eine Heraus­ forderung. Auch in der Schweiz ist man immer wieder mit unterschwelliger, subtiler Diskriminierung konfrontiert. Aber: Veränderung braucht Zeit.»


MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 13

Gleicher Anlass, andere Perspektive: Die Frauen stehen als Zaungäste ausserhalb des Rings an der Innerrhoder Landsgemeinde 1973. 1990 führte Innerrhoden gegen die Mehrheit der Stimmbürger als letzter Kanton das Frauenstimmrecht ein – als Folge eines Bundesgerichtsurteils.

Die Politikerin

Die Autorin

Fotos: KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV (2), Nikkol Rot, Keystone, ZvG

«Ich war 14 Jahre alt, als in der Schweiz das Frauenstimmrecht eingeführt wurde. Ab da habe ich erst begriffen, was Frauen alles nicht dürfen, und mich der Frauenbewegung angeschlossen. Abtreibung war verboten, also haben wir eine Beratungsstelle organi­ siert. Häusliche Gewalt war verbreitet, also haben wir ein Nottelefon gegründet. Und ein Haus für geschlagene Frauen. Wenn ich heute auf all das zurückschaue, bin ich stolz. Anita Fetz (58) ist SP-Ständerätin

des Kantons Basel-Stadt und ehemalige Aktivistin.

Ich war Teil der ersten Generation, die von der Gleichberechtigung profitiert hat. Ich konnte studieren, mein Leben selber bestimmen, eine Firma gründen, Politik machen, Gesetze verbessern und vieles mehr. Wenn früher jemand in Basel sexis­ tische Werbung raushing, haben wir nicht gejam­ mert, sondern etwas unternommen. Da machten ein paar Frauen ein paar Telefone, und in der nächsten Nacht war dieses Plakat irgendwie bearbeitet. Wir waren Tausende, wenn es drauf ankam. Das machte Spass, und hat uns gestärkt. Wir haben uns auch nicht gross darum gekümmert, was die Medien schreiben. Die jüngere Generation macht vieles mit – zum Beispiel all diese Schönheitsideale. Wo bleibt der Ärger der jungen Frauen? Meine Generation hat eine gute Basis für die Gleichstellung gelegt. Den Rest muss die neue Generation schon selber machen. Meine Un­ terstützung hat sie.»

«In den letzten 40 Jahren ist punkto Gleichstellung viel passiert. Viele Frauen machen gute Ausbildungen, wollen finanzielle Unab­ hängigkeit und tolle Jobs. Nur was die Familie und die Mutterrolle anbelangt, da bewegen sich die Dinge etwas langsamer. Michèle Binswanger (43),

Journalistin, ist Mitgründerin des Mamablogs und Coautorin des Buchs «Machomamas».

Als Nicole Althaus und ich mit dem Mamablog an­ fingen, haben sich unzählige Frauen jeden Alters mit ihren Geschichten gemeldet. Viele sind immer noch unsicher, ob es wirklich okay ist, nicht alles für die Kinder zu geben und auch etwas in den Beruf zu investieren. Das Resultat sehe ich in der Frauen­ gruppe des «Tages­Anzeigers», die den Anteil der Frauen in Führungs­ positionen erhöhen möchte. Es ist gar nicht einfach, diese Frauen zu finden, weil viele für die Mutterschaft alles aufgeben und die Finanzen dem Partner überlassen. Hier ist noch viel Aufbauarbeit nötig.»


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MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 15

Nach der Nichtwahl von Bundesratskandidatin Christiane Brunner demonstrierten am 10. März 1993 Hunderte vor dem Bundeshaus in Bern. Nach einer Bedenkfrist gab der gewählte Francis Matthey dem Druck der Strasse nach und lehnte das Amt ab. Gewählt wurde schliesslich die Gewerkschaftlerin Ruth Dreifuss.

Zum Buch

DasStandardwerk «Der kleine Unterschied und seine grossen Folgen» enthält 15 Protokolle mit

sehr unterschiedlichen Frauen und einem Essay der Autorin über «Sex und Gender». Im Buch analysierte Alice Schwarzer die Sexualität als «Angelpunkt der Machtverhältnisse zwi­ schen den Geschlech­ tern und der Unter­ drückung der Frauen». Das Buch erschien 1975 und machte Schwarzer über Westdeutschland hinaus bekannt. Bis heute wurde das Buch in zwölf Sprachen übersetzt.

Bilder: Keystone, Doris Fanconi, ZvG

Zur Person Alice Schwarzer (73)

kam in Wuppertal zur Welt. Die Gründerin und Herausgeberin der Frauenzeitschrift «Emma» ist die bekann­ teste Vertreterin der deutschen Frauen­ bewegung und versteht sich als Feministin.

Die Gewerkschaftlerin

Die Medienkritische «Ich wurde in der Frauenbewe­ gung der 70er­Jahre politisiert und habe in der Beratungsstelle Infra mitgearbeitet. Wir haben damals Alice Schwarzer zu uns eingeladen – eine eindrückliche Begegnung. Mittlerweile haben Frauen in der westlichen Gesell­ schaft viel erreicht.

Vania Alleva (45)

ist seit Juni 2015 Präsidentin der Gewerk­ schaft Unia.

«Obwohl sich in den letzten Jahr­ zehnten viel verändert hat, sind auch die Schweizer Gesellschafts­ strukturen noch sehr patriarchalisch geprägt. Ich verstehe meine Arbeit in der Unia als Beitrag zu einem Wandel Richtung Gleichberechtigung. Dass ich als Frau zur Präsidentin einer ehemals männerdominierten Organi­ sation gewählt worden bin, ist schon Ausdruck dieses Wandels. Themen wie Lohngleichheit sind extrem wichtig. Es gibt immer noch eine Differenz von rund 20 Prozent – obschon die Lohngleichheit in der Verfassung verankert ist. Freiwilligkeit allein reicht hier nicht. Es braucht auch Quoten. Leider reichen bei Frauen ausgezeichnete Qualitäten oft nicht aus, um weiter­ zukommen. Doch gemischte Teams sind erfolgreichere Teams.»

Pia Horlacher (65) war SRF­ und «NZZ»­Redaktorin

und ist Mitglied des Presserats.

Allerdings stelle ich einen ge­ wissen Rückschritt fest, was die sexualisierten Frauenbilder in der Jugendkultur und den Boulevardmedien anbelangt. Solch reaktionäre Rollenbilder von Topmodel, Schlampe oder Boxenluder scheinen Mädchen und junge Frauen er­ staunlich widerspruchslos hinzunehmen. Ohnehin lassen wir in den Medien noch viel Sexismus zu, während man in anderen Bereichen wie Rassismus, Homophobie oder Religionsfreiheit weit vorsichtiger ist. Alice Schwarzer ist ein journalistischer Glücksfall. Sie bringt sich unermüdlich in den öffentlichen Diskurs ein. So hat sie zum Beispiel schon vor Jahrzehnten vor einem Kulturrelativismus gewarnt, der blind ist für die Frauenunterdrückung gleich neben uns, in den tief patriarchalischen Parallel­ gesellschaften vieler westlicher Grossstädte. Dass wir hier und heute mit Themen wie Schleierzwang, Zwangsehen, Ehrenmorden oder Genitalverstümmelungen konfrontiert sind, hätten wir uns vor 40 Jahren nicht vorstellen können.»


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MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 17

Die Präsidentin

Esther Girsberger (54) ist Zentral­

präsidentin von Forum elle, der Frauenorganisa­ tion der Migros.

Freude herrscht im Nationalratssaal: Zum 700-Jahr-Jubiläum der Schweizerischen Eidgenossenschaft, dem 20-Jahr-Jubiläum des Frauenstimmrechts und dem 10-Jahr-Jubiläum des Gleichstellungsartikels fand im Februar 1991 eine Frauensession statt. Clownin Gardi Hutter machte die Hofnärrin.

Die Funktionärin

Die Verwaltungsrätin

Sylvie Durrer (55) ist

Bilder: Karl­Heinz Hug/Keystone, Aley Spichale, Fabian Biasio/Focus, ZvG

Vorsteherin des Eidgenössischen Gleichstellungs­ büros.

«Das Gleichstellungsgesetz von 1996 war ein Meilenstein für die Schweiz. Es schreibt die Lohngleich­ heit vor. Gleichstellung soll aber auch im Alltag Wirklichkeit werden. Im Portemonnaie und in den Köpfen. Heute wirken Stereotype hartnäckig weiter. Frauen sind im Gesundheits­ wesen oder in der Sozialarbeit über­, in technischen Branchen unterver­ treten. Für Männer ist es schwierig, in Pflegeberufe reinzukommen. Es sollen aber alle einen Beruf ausüben, der ihren Interessen und Fähigkeiten entspricht. Ich habe grosses Vertrauen in die Zukunft. Bis heute hat sich vieles positiv ent­ wickelt. Doch bis wir Lohngleichheit und echte Wahlfreiheit erreicht ha­ ben, gibt es noch viel zu tun. Ich glau­ be, dass eine gleichberechtigte Gesell­ schaft eine bessere Gesellschaft ist.»

«Wäre die soziale, ökonomische und rechtliche Diskriminierung immer noch so gross wie Ende des 19. Jahr­ hunderts, wäre es um die Gleichstellung schlecht be­ stellt. Ich bin dankbar, dass sich heute Schweizer Frauen aller Couleur und (fast) aller politischen Parteien laut und deutlich für die Sache der Frau starkmachen. Am dankbarsten bin ich den Frauen, denen man es wegen ihrer Zugehörigkeit zum bürgerlichen La­ ger nicht zutraut. Sie werden nämlich am ehesten von denen gehört, die es auch hören müssen. Allen voran von bürgerlichen Männern, die zum Beispiel immer noch skeptisch sind gegenüber familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen. Im Unterschied zu früher ist die Genderfrage heute kein reines Kampffeld mehr.»

Eveline Saupper (57) ist

Verwaltungsrätin, u.a. im Agrar­ konzern Syngenta.

«Ich bin der Meinung, dass man heute in der Schweiz die gleichen Möglichkeiten erhält, solange man liefert. Ich gebe aber zu, dass das in der Vergangenheit anders war. Damals hatte man als Frau aus gesellschaftlichen Gründen oft keine Chance. Von alleine geschieht auch heute nichts. Frauen müssen ihren Teil dazu beitragen. So ist der Aufbau eines Netz­ werks enorm wichtig. Das haben viele Frauen noch nicht begriffen. Genia­ lität reicht nicht. Die Leute müssen erfahren, dass man etwas kann.»

Die Journalistin

Margrit Sprecher hat 1983 bei der

«Weltwoche» das Frauenressort aufgebaut.

«Ich habe längst die Übersicht über die vielen Feminismusvarianten verloren. Die eine kämpft gegen Kleidervorschriften, die ande­ re für Kitas, die dritte für die Karriere. Wichtig ist die längst fällige Durchsetzung der Lohngleichheit. Den Rest muss sich jede Frau selbst erkämpfen. Alice Schwarzer bewundere ich als brillante Kollegin. Ihr Charme und ihre Verletzlichkeit überraschen mich immer wieder.» MM


18 | MM35, 24.8.2015 | MENSCHEN

Lea Bernardi (15)

Erziehung

Schulfach Glück

Laut einer Studie ist die Schweiz das glücklichste Land der Welt. Doch

«Glück ist, meinen Weg zu gehen, unterstützt von Menschen, die ich gern habe.»

Géraldine Greutert (15)

«Glück ist ein Geben und ein Nehmen.»

Anna Freihofer (16)

«Glück ist, wenn es meiner Familie und meinen Kollegen gut geht.»

was genau ist Glück?

Wir haben 15 Schülerinnen gefragt, die es wissen müssen: Sie werden am Theresianum Ingenbohl im Schulfach Glück unterrichtet – als bisher einzige in der Schweiz.

Stefanie Schüler (15) «Glück ist zu lachen.»

Texte: Daniela Schwegler Bild: Jorma Müller

W

as in Deutschland und Österreich schon länger boomt, steht seit Kurzem auch bei uns auf dem Stundenplan: Als erste Schule der Schweiz hat das Theresianum Ingenbohl im Kanton Schwyz 2013 das Schulfach Glück in den Unterricht aufgenommen. Die Schülerinnen sollen dabei Werkzeuge erhalten, um zu Lebenszufriedenheit und Lebensfreude zu finden. «Im Schulfach geht es darum, zu seinen eigenen Werten zu finden und das Leben danach auszurichten», sagt Lehrerin Marina Berini (58).

Leandra Maruenda (14)

«Glück ist, mit Kollegen und meiner Familie zusammen zu sein.»

Die innere Einstellung ist sehr wichtig

Laut der amerikanischen Hirn­ forscherin Sonja Lyubomirsky sind 50 Prozent unserer Glücksfähigkeit genetisch bedingt. 10 Prozent werden vom Umfeld geprägt, 40 hängen von der inneren Einstellung ab. Auch der «World Happiness Report 2015», der uns Schweizer zu den glücklichs­ ten Menschen kürt, belegt: Nicht Geld allein macht glücklich, sondern auch Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Vertrauen und Gesundheit. «Wir haben unser Lebensglück also zu einem grossen Teil selbst in der Hand», sagt Marina Berini (siehe Interview Seite 20).

Vanessa Straub (12)

«Glück ist, mein Leben zu geniessen.»

Patricia Müller (14)

«Glück ist, tolle Freunde zu haben, die immer für mich da sind.»


MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 19

Helena Müller (15)

«Glück ist, mit Menschen Zeit zu verbringen, die mir guttun und die ich gern habe.»

Desiree Mächler (14)

«Glück ist, gemeinsam zu la­ chen und das Le­ ben zu geniessen.»

Kaia Haltenberger (13)

Chiara Maccioni (14)

«Glück ist, mit Familie und Freunden schöne Momente zu teilen und so sein zu können, wie ich bin.»

«Glück ist, gesund zu sein und Zeit mit lieben Men­ schen zu verbringen.»

An­Charlotte Treskatsch (14)

«Glück ist, das Leben zu geniessen und dankbar zu sein für mein Leben.»

Lillien Bernet (14)

«Glück ist, schöne Momente wahr­ zunehmen und sie zu schätzen.»

Maria Fritz (16)

«Glück ist der kleine Moment, in dem alles perfekt scheint.»

Fiona Waser (15)

«Glück ist, mit lieben Menschen zusammen zu sein, gemeinsam Schönes zu erleben an besonderen Orten wie am Meer.»


20 | MM35, 24.8.2015 | MENSCHEN

Experteninterview

«Glück heisst, sich selber zu finden»

Marina Berini (58)* unterrichtet

am Theresianum Ingenbohl das Schulfach Glück.

Marina Berini, Sie sind die erste und einzige Glücks-Lehrerin der Schweiz. Warum ist Glück Ihr Ding? Ich bin fasziniert vom Wesen Mensch und speziell von Jugendlichen. Als ich auf das Thema Glück als Unterrichtsfach aufmerksam wurde, hatte ich selber zwei pubertierende Kinder. Ich sehe, mit welchen Herausforderungen Jugendliche heute konfrontiert sind. Ihnen da den Rücken zu stärken und sie in der Persönlichkeitsbildung zu unter­ stützen gefällt mir. Dabei stehen Jugendlichen in der heutigen Multioptionsgesellschaft doch alle Türen offen. Und damit alle Wege zum Glück! Das ist genau die Schwierigkeit. Im Meer an Möglichkeiten müssen sich junge Menschen erst mal selber

kennenlernen und wissen: Wer bin ich? Was sind meine Stärken? Wo will ich hin? Und wo finde ich meinen Sinn? Gerade das ist heute so ver­ wirrend. Aber die Voraussetzungen waren doch noch nie besser, um sich sein eigenes Glück zu schmieden. Schon. Bloss: In unserer multi­ optionalen Gesellschaft wird das Navigieren für Jugendliche sehr, sehr schwierig. Ein einfaches Beispiel: Wenn ich 40 Joghurts in der Auslage habe, macht mich das nicht glücklicher, als wenn mir nur 6 zur Auswahl stehen. Es geht darum herauszufinden, wo ich das für mich wertigste Joghurt finde. Also das Joghurt, das mich gerade am glücklichsten macht?

Genau. Wie kann ich meine Bedürfnisse befriedigen? Welche Werte verbinde ich damit? Möchte ich irgendein Joghurt mit Fruchtaromen und Geschmacks­ verstärker, oder soll es ein biologisch produziertes sein? Sie bestärken die Jugendlichen im Schulfach Glück also darin, sich selber und ihre eigenen Bedürfnisse besser kennenzulernen? Ja. Sie sollen in Verbindung kommen mit sich selber, sich selber nicht verlieren im Kräftefeld der Infor­ mationen, die auf sie einprasseln, der Anforderungen, die an sie gestellt werden, und der Peergroups mit ihren Idolen, denen sie nacheifern. Darum geht es beim Glück: die innere Stimme hören, zu sich selber finden, authentisch sein. Das stiftet Sinn.

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MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 21

Betreiben Sie Wohlfühlpädagogik? Ganz und gar nicht! Grundlage der Arbeit sind wissenschaftliche Erkenntnisse, unter anderem aus der Motivationspsychologie. Ausserdem sind fünf deutsche Universitäten an der Auswertung der Ergebnisse beteiligt. Was steht im Zentrum des Unterrichts? Positive Schlüsselerlebnisse fördern unser Selbstbewusstsein, unsere Sozial- sowie die Selbstkompetenz. Das führt zu einer positiven Haltung und hilft mit, negative und blockierende Erfahrungen zu reflektieren und sich neu auszurichten. Der Unterricht kreist um die Fragen: Wie kann ich ein gelingendes Leben führen? Wie mit Krisen umgehen? Was erwarte ich vom Leben? Welche

Träume habe ich? Wie will ich sie realisieren? Was muss ich dafür tun? Und wie finden Sie im Unterricht Antworten auf diese Fragen? Eine der Übungen besteht darin, das Kopfkino zu aktivieren und einen Lebensfilm anzuschauen. Auf das Ziel, das sich die Schülerinnen dabei setzen, arbeiten wir hin, damit sie es realisieren können. Sie lehren also, wie man Träume Wirklichkeit werden lässt? Ja. Vorausgesetzt, die Träume sind realistisch und umsetzbar. Wie ist der Umgang untereinander in der Klasse? Die Grundlagen sind Respekt, Diskretion und Wertschätzung. Ein Beispiel zum Thema Selbst- und

Fremdwahrnehmung ist die Übung, in der die Schülerinnen ihre eigenen Stärken benennen sollen. Interessanterweise sind das oft sehr viel weniger als diejenigen, die ihnen von ihren Klassenkameradinnen in einer Folgeübung attestiert werden. «Du bist hilfsbereit, du bist lieb, du bist tapfer, du bist aufgestellt, du bist so begabt im Singen!» Solch positive Rückmeldungen verbessern das Eigenbild und die Einstellung sich selbst gegenüber.

Was macht glücklich? Die Geografie und andere Faktoren.

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Ist das Schulfach Glück nicht eine Art Zwangsbeglückung? Jede Schülerin hat die Möglichkeit, sich aktiv auf den Unterricht einzulassen – oder sich auszuklinken. MM * Marina Berini ist ausserdem Coach für Gewaltfreie Kommunikation und Teammitglied des Fritz-Schubert-Instituts in Heidelberg D.

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MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 23

Leserforum MM34: Diese Woche «Personalmangel an Kindergärten»

«Der Beruf der Kindergärtnerin muss aufgewertet werden – auch, was den Lohn anbelangt» ich zudem höchst bedenklich. Dan­ ke für Ihren Beitrag. Vivian Fankhauser-Feitknecht, Kantonsrichterin, Luzern

Als pensionierte Kindergärtnerin stehe ich den «Lückenbüsserin­ nen» mit einer dreitägigen Ausbildung skeptisch gegenüber. Dieser Beruf muss aufgewertet werden – auch, was den Lohn an­ belangt. Denn viele Leute lächeln immer noch über unseren Beruf und denken, wir beaufsichtigen bloss Kinder beim Spielen. Trudy Cavegn, per E-Mail Ich bin vor allem sehr verärgert über den Kanton Zürich, da ich mich seit zwei Jahren bemühe, die Ausbildung «Quereinstieg Kinder­ garten» an der Pädagogischen Hochschule Zürich zu absolvieren. Die Aufnahmeprüfung für diesen Lehrgang hab ich längst bestanden. Doch die Schule schrieb mir, dass sie nicht genügend Teilnehmer hätten und der Ausbildungsgang (der im September starten sollte) nicht stattfinden könne. Im gleichen Schreiben informierten sie, dass ab Januar 2016 ein neuer Ausbildungsgang mit erhöhtem Niveau durchgeführt werde, unsere bereits bestandenen Prüfungen dafür nicht mehr gelten würden und wir eine weitere Prüfung absolvieren müssten. Danach erfuhr ich, dass der Kanton entschieden hatte, das Niveau höher zu setzen (wahrscheinlich auch wegen des Lohnausgleichs).

Doch ist es nicht absurd, dass der Kanton die Erlaubnis gegeben hatte, die offenen Stellen mit nicht ausgebildeten Personen zu be­ setzen und gleichzeitig das Niveau erhöhen möchte? Unfair! Sibylle Kuster, per E-Mail MM33: Diese Woche «Die Kesb am Pranger»

«Ein schlechtes Zeugnis für unsere Gesellschaft» Als Luzerner Kantonsrichterin (und Mutter) bin ich sehr froh, dass endlich eine grosse und wohl auch einflussreiche Zeitschrift gegen den offenbar aktuellen Mainstream für die Kesb Position ergreift. Die Diskussionen sind sehr emotional und in aller Regel ohne Kenntnisse der Rechts­ und jeweiligen konkreten Sachlage. Der auch von Ihnen angeprangerte Missstand, dass dann auch noch Eltern als Helden gefeiert werden, die sich offen gegen rechtskräftige Entscheide stellen, ist ein schlech­ tes Zeugnis für unsere Gesellschaft und stimmt mich sehr nachdenk­ lich. Dass die Medien dafür auch noch eine Plattform bieten, finde

Ich sehe nur eine Lösung, die in Sachen Kesb Aussicht auf Erfolg haben könnte: eine Kesb­Ombuds­ stelle. Wer sich ungerecht behan­ delt fühlt, könnte sich dort nieder­ schwellig melden. Eine erfahrene Ombudsperson könnte dann, wenn begründet, mit der verantwort­ lichen Amtsstelle Kontakt aufneh­ men und, wenn immer möglich, eine unbürokratische Lösung vorschlagen. Manchmal genügt es schon, wenn der gesunde Men­ schenverstand in eine Amtsstube zurückgeführt wird. Sämi Richner, 5105 Auenstein MM34: Auto «Wussten Sie, dass …»

Artikel über kaum bekannte Verkehrsregeln und -verstösse

«Sich während des Fahrens dem Handy zu widmen stellt eine tödliche Gefahr dar» In einer Box hiess es: «Wussten Sie, dass relativ harmlose Ver­ gehen ziemlich deftig gebüsst werden? Dass das Schreiben einer SMS mit bis 1000 Franken gebüsst wird, ist bekannt.» Ein Autofahrer, der seine Aufmerksamkeit dem Smartphone statt dem Verkehr widmet, stellt eine tödliche Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar, speziell für Schulkinder und Velo­ fahrer. Das ist kein relativ leichtes Vergehen, sondern vom Gefahren­ potenzial her vergleichbar mit Alkohol am Steuer oder Raserei. Andreas Moser, 5408 Ennetbaden

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Gartenblog

No Souvenirs! Die Gartenbloggerin ist diesmal ohne Grünzeug aus den Ferien zurückgekehrt. Schweren Herzens. Migrosmagazin.ch/garten

Anmerkung der Redaktion: Der Satz zum Thema SMS am

Steuer war leider missverständlich formuliert. Selbstverständlich erachten wir die Handynutzung im Strassenverkehr als gefährlich.

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24 | MM35, 24.8.2015 | MENSCHEN

Erfolg dank Social Media: Beispiele aus dem Ausland.

Serie (2/5)

Wahlen 2015 Am 18. Oktober wählt die Schweiz 200 National­ und 46 Ständeräte. Das Migros­Magazin begleitet den Wahlkampf.

Migrosmagazin.ch

Wahlen 2015

Im Netz auf Stimmenfang

Teil 1: Die Neulinge 2011 Diese Woche: Wahlkampf via Social Media Teil 3: Jungwähler – was

bringt sie an die Urne?

Teil 4: Wahlkampfhelfer

– was motiviert sie?

Teil 5: Chancenlose –

warum treten sie an?

Wer Twitter und Facebook richtig einsetzt, erreicht als Politiker ein breites Publikum. Doch Social Media sind längst nicht für alle geeignet. Wer zwitschert besonders laut? Und was sagen jene, die lieber auf soziale Netzwerke verzichten? Wir haben zehn Kandidierende befragt. Text: Andrea Freiermuth

B

arack Obama gilt als Vor­ zeigepolitiker, wenn es darum geht, den Einfluss von Facebook und Twitter im Wahlkampf zu belegen. Der US­Präsident soll 2012 die entschei­ denden Stimmen dank seiner Web­ kampagne erhalten haben. Wirken sich Social Media auch auf das Wahlergebnis in der Schweiz aus? Kommunikationswissenschaftler Christian Wassmer (33) vom Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) ist skeptisch: «Wir wählen keinen Präsidenten in einer entscheiden­ den Richtungswahl. Wir haben fünf Bundesratsparteien, und es gilt, 246 Posten im Parlament zu beset­ zen. Die Personalisierung ist somit geringer als etwa in den USA.» Des­ halb habe die Social­Media­Präsenz von Politikern in der Schweiz einen schwächeren Einfluss auf ihre Wahl zum National­ und Ständerat. Längst nicht für alle geeignet

Ähnlich klingt es bei Politikberater Mark Balsiger (48): «Wahlen werden weiterhin nicht im Internet gewonnen. Social Media sind nur ein Puzzleteil einer erfolgreichen Kampagne.» Der Autor dreier Wahl­ kampfbücher meint sogar, manche Politiker würden lieber die Finger davon lassen: «Wer sich zu Social Media zwingen muss, bespielt diese Kanäle in der Regel auch nicht gut.»

Wenige Monate vor einem Wahl­ termin gingen jeweils Hunderte von Facebook­Seiten und Twitter­ Accounts online. Nach den Wahlen würden sie nicht mehr bewirtschaf­ tet. Im Fachjargon spricht man von «Internetruinen». Das trage nicht zur Glaubwürdigkeit bei. Fest steht: Social Media sind zeit­ intensiv. Und wer nicht aufpasst, verbringt mehr Zeit auf Facebook und Twitter, als für die Gesundheit förderlich ist. 2012 erlitt SVP­ Politikerin Natalie Rickli (38) ein Burn­out. Gegenüber dem «Sonntagsblick» sagte sie damals: «Wer die neuen Kanäle nutzt, erhält Hunderte von E­Mails und Face­ book­Nachrichten; und man wird kontaktiert, wenn die Partei etwas kommuniziert. Aber ich gebe zu, dass ein Suchtpotenzial besteht und die meisten, die aktiv sind, hier die Balance finden müssen – auch ich.» Heute will Rickli sich nicht mehr zum Thema äussern. Unter den Schweizer Parteien ist die SP in Sachen Social Media führend. Dies geht aus einem Ranking hervor, das auf dem Klout­ Faktor basiert. Dabei handelt es sich um einen weitgehend vollauto­ matischen elektronischen Dienst zur Messung des Online­Einflusses von Personen beziehungsweise Institutionen. Die Algorithmen, nach denen Klout den Einfluss berechnet, sind nicht öffentlich.

Skeptiker

Das sagen die Verweigerer

Beat Jans (51), SP/BS «Das Potenzial, sich lächer­ lich zu machen, ist gross. Zwei Drittel der Tweets, die Aufmerksamkeit er­ regen, sind peinlich. Zudem gibt es Kollegen, die wenige Minuten, nachdem der Bundesrat eine 50­seitige Botschaft präsentiert hat, einen Tweet dazu raus­ lassen. Niemand kann sich so schnell eine Meinung bilden, schon gar nicht eine fundierte. Unser Job als Politiker ist es, tragfähige Gesetze zu machen. Auf Twitter hingegen er­ scheinen Politiker als kurzsichtige Sprücheklop­ fer, die lieber polarisieren als Lösungen suchen.»


MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 25

Aktivnutzer

Jacqueline Badran (54), SP/ZH

So vernetzt sind Social-MediaFans

«Via Social Media kann ich mich direkt an die Leute wenden. Ich muss nicht warten, bis ein Journalist nach meiner Meinung fragt. Ich bin meine eigene Autorin. Aber nicht nur das Senden, auch das Empfangen ist wichtig: Durch meine Community werde ich immer wieder auf relevante Inhalte aufmerksam gemacht – und lese dadurch auch viele Artikel ausländischer Medien.»

Balthasar Glättli (43), Grüne/ZH

«Da wir unseren Wahlkampf fast nur aus Kleinspenden finanzieren, sind unsere finanziellen Mittel knapp. Anstatt auf traditionelle Werbung setzen wir daher stark auf Social Media. Per Facebook kommuniziere ich mit jenen, die bereits Fan von mir sind. Per Twitter erreiche ich auch andere, insbesondere Journalisten. Mit meinen Tweets signalisiere ich ihnen: Ich habe was zum Thema zu sagen. Manchmal werde ich direkt zitiert, manchmal gibt es Nachfragen.» 2397 Freunde Klout-Faktor

60.45 Klout-Faktor Klout-Faktor

13 800 Follower

64.15 52.12

983 Freunde

10 300 Follower

Klout-Faktor

15 700 Follower

Klout-Faktor

50.36

7492

Follower

2242 Freunde

Bilder: PD

Christian Wasserfallen (34), FDP/BE «Social Media ermöglichen das Gespräch mit den Leuten. Anders als auf meiner Website, die bloss eine Informationsplattform ist, bin ich auf Facebook und Twitter nicht nur Sender, sondern auch Empfänger. Ein Beispiel: Erarbeite ich eine Position, will ich wissen, ob meine Argumente ankommen. Anhand der Kommentare merke ich, wo ich noch klarer werden sollte. Mit privaten Inhalten bin ich vorsichtig. Dennoch: Wer auf meine FBSeite geht, lernt mich auch als Menschen besser kennen.» * Im Facebook-Profil verborgen und darum nach eigenen Angaben. Stand aller Werte: Donnerstag, 20. August 2015

19 573 Freunde

Natalie Rickli (38), SVP/ZH «Facebook ist ein geniales Tool für die politische Kommunikation. Früher konnten die Bürger bloss Leserbriefe schreiben. Heute können sie sich direkt beteiligen und mitdiskutieren. Ich kann sie zu Veranstaltungen einladen und auf meine Vorstösse aufmerksam machen. Ein Vorteil von Facebook ist: Ich bin nicht abhängig von Journalisten und kann meine Meinung unzensiert publizieren. Am Twittern bin ich seltener: Auf 140 Zeichen lässt sich wenig aussagen, und man wird viel mehr beleidigt.» Stefan Müller-Altermatt (39), CVP/SO «Zu twittern begonnen habe ich erst 2011, nach meiner Wahl in den Nationalrat. Darum ist das Tool für mich nicht unbedingt ein Wahlkampfinstrument, sondern ein Mittel, um meine Meinung kundzutun. Unter meinen Followern befinden sich zahlreiche Journalisten. Diese transportieren meine Tweets dann immer mal wieder in die traditionellen Medien. Twitter ist für mich zudem eine Aufforderung, Dinge auf den Punkt zu bringen – ein guter Tweet macht sich auch in einer Rede oder einem Gespräch gut.»

1573 Follower

1131 Freunde *

51.44 Klout-Faktor


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MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 27

Daniel Fässler (54), CVP/AI

«Es gibt zwei Gründe, war­ um ich keine Social Media nutze: In erster Linie mein knappes Zeitbudget, zwei­ tens meine Rolle im Kanton Appenzell Innerrhoden. Unser Kanton hat nur einen Sitz im Nationalrat, man kennt sich, und als Land­ ammann verstehe ich es als meine Aufgabe, die Interes­ sen des Kantons zu vertre­ ten. Parteipolitische Positi­ onen treten deshalb in den Hintergrund, und Privates über Facebook und Twitter auszuplaudern, wäre in meiner Position komisch.»

Andreas Weissen (58), Grüne/VS

«Hauptberuflich betätige ich mich als Sagenerzähler und setze damit auf Kommunikation in ihrer ursprünglichsten Form. Darum bevorzuge ich das unmittelbare Gespräch und brauche kein «Fatschu­ Büöch». In grossen Kanto­ nen kann Social Media schon etwas bringen. Aber im deutschsprachigen Oberwallis kennen mich alle, da ich mich seit Jahren kulturell und im Alpen­ schutz engagiere, unter anderem gegen die zweite Gotthardröhre.»

Was jedoch bekannt ist: Das Tool bewertet die Qualität der Ver­ netzung und die Beachtung der Beiträge. Das heisst: Je besser man in den sozialen Netzwerken an­ kommt, desto schneller nähert man sich dem Maximalscore von 100 Punkten. Wer neben Facebook und Twitter weitere Social­Media­ Dienste wie Instagram nutzt, verbessert sein Rating zusätzlich. Die SP führt die Klout­Liste als Partei an. Betrachtet man die Politi­ ker aber einzeln und zum Beispiel bloss die Parlamentsmitglieder, so stehen an der Spitze nicht Leute von der SP, sondern mit Balthasar Glättli (43) und Aline Trede (31) zwei Nationalräte der Grünen. Praktisch alle Parteien haben einen Exponenten unter den Top 20. Fragt man bei diesen Aktivnutzern nach, schwärmen sie vom direkten Draht zu den Bürgern und dem inspirie­ renden Dialog (siehe Seite 25). Bei allen Parteien finden sich indes auch Social­Media­Verweige­ rer: Sie betrachten Facebook und Twitter oft als Zeitverschwendung und bevorzugen den persönlichen Kontakt. Viele von ihnen sind ältere Semester, Persönlichkeiten, die schon jahrzehntelang in der Politik sind und bereits eine Reputation haben. Es gibt aber auch solche wie Beat Jans (51), SP Basel, die auf Social Media verzichten, weil sie diese Tools als eher rufschädigend betrachten (siehe Seite 24). Die Liste der Politiker, die sich mit Social Media in die Nesseln gesetzt haben, ist lang. Ein Extrembeispiel ist der Zürcher SVP­Lokalpolitiker, der im Sommer 2012 twitterte: «Vielleicht brauchen wir wieder eine Kristallnacht … diesmal für Moscheen». Und in der Folge alle politischen Ämter, seinen Job und einen Teil seines sozialen Umfelds verlor. Kommunikations­ profi Balsiger rät: «Man sollte Social Media nicht im Affekt, übermüdet oder alkoholisiert nutzen.» Das gelte im Übrigen nicht nur für Politiker, sondern generell für alle. Manche punkten mit Selbstironie

Welche Kandidierenden für die National­ und Ständeratswahlen fallen im Umgang mit Social Media nun aber als besonders geschickt auf? Mark Balsiger will keine Namen nennen, hat er doch im Hinblick auf die Wahlen selber eini­ ge Beratungsmandate. Generell

empfiehlt er seinen Kunden unter anderem Humor. Balsiger verweist in seinem letzten Buch auf ein Posting, das er anlässlich eines Fernsehauftritts geschrieben hat. Darin bezeichnete er sich augenzwinkernd als «gepudertes Expertli» und beschrieb in marki­ gen Worten, wie hinter den Kulissen Hektik ausbrach, weil einer der Gäste bei der Anreise in den fal­ schen Zug gestiegen war: «Man sollte nicht auf Teufel komm raus lustig sein, aber man darf die Leute nicht langweilen.» Balsiger geht nicht nur bei seinen Posts, sondern auch in seiner Bera­ tung mit gutem Beispiel voran: Für seine Klienten hat er in Anlehnung an die Wundergeräte aus dem Hause Apple die «i­hasi»­Formel entwickelt: «i» steht für interaktiv, «h» für humorvoll, «a» für authen­ tisch, «s» für stetig und «i» für interessant. Wer diese Formel beherrsche, so Balsiger, dürfte mit Social Media tatsächlich Erfolg haben. Im Idealfall schaffen die Posts und Tweets sogar den Sprung in die klassischen Medien – und erreichen so ein noch grösseres Publikum. MM

Joachim Eder (63), FDP/ZG

«Ich bin ein Oldie, der schon ein Drittel Jahr­ hundert in der Politik ist und jetzt den zehnten Wahlkampf bestreitet. Bisher ging das sehr gut ohne Social Media. Ich besuche lieber Veranstal­ tungen und Feste. Der persönliche und direkte Kontakt ist mir wichtig. Ich glaube, ein Händedruck ist mehr wert als dieses oberflächliche Plaudern im Internet. Aber online bin ich schon: Ich habe seit 20 Jahren eine eigene Homepage und blogge bei Vimentis und im Politnetz.»

Social Media in Zahlen

19 976

Twitter­Followers hat die SP beziehungsweise die summierten Accounts ihrer Parteimitglieder.

16 185

Facebook­Likes hat die SVP. Damit ist sie die Partei, die auf diesem Kanal am meisten Zustimmung erhält.

3,51 Mio.

Nutzer hat Facebook in der Schweiz. Weltweit sind es über eine Milliarde.

700 000

Personen besitzen hierzulande einen Twitter­Account. Weltweit sind es 302 Millionen. Quellen: Kuble AG, Goldbach Interactive

Sylvia Flückiger (63), SVP/AG

«Klar sind Social­Media­ Plattformen gute und vor allem günstige Gefässe, um potenzielle Wähler zu erreichen. Sie eignen sich wunderbar, um Tumult zu machen, aber eine gewisse Tiefe der Substanz lässt sich damit nicht vermitteln. Deshalb investiere ich meine Zeit lieber in per­ sönliche Kontakte an An­ lässen oder Standaktionen. Zudem bin ich jederzeit bereit für ein Gespräch, telefonisch oder auch per Mail – was übrigens rege genutzt wird.» Stand aller Werte: Donnerstag, 20. August 2015


28 | MM35, 24.8.2015 | MENSCHEN

D Bänz Friedli

Eine spektakuläre Wurst

Das Theater-Spektakel bei uns in der Stadt dreht sich in zweiter Linie ums Theater. (Und manchmal hat man mit den blind gekauften Karten sogar Glück wie meine Liebste und ich vorigen Dienstag, als wir unverhofft in die hinreissende Vorstellung von fünf Mädchen aus Brooklyn gerieten, die im Stück «Employee of the Year» berührend die Lebensgeschichte einer Frau nacherzählten.) In erster Linie aber geht es ums Spektakel. In einer Freiluftanlage am See mit Karussell und Gauklern, Bars und Beizen tummeln sich zwecks Sehens und Gesehenwerdens Abend für Abend all jene, die für sich in Anspruch nehmen, urban und weltoffen und szenig und hip zu sein. Kurzum, es ist das Freizeitvergnüngen für freischaffende Webdesigner und Kurzfilmerinnen, für FreitagTaschen-Trägerinnen und Tätowierte, Craniosakraltherapeutinnen und Velokuriere, für schwule Doppelverdiener und für Familien, in denen er Psychiater und sie Architektin ist, beide SP wählen und alle drei Kinder das Gymi besuchen. Man schlendert und plaudert, man promeniert und tratscht.

Bänz Friedli (50)

wundert sich.

Und man nascht. Biologische Popcorns werden angeboten, Glace aus der Region, und hier wundert es niemanden, dass in jedem Verpflegungszelt betont wird, das Essen sei garantiert gluten- und laktosefrei, vegetarisch oder noch besser: vegan. Sogar am Grillstand wird nebst Zürcher Schweinswurst,

Kalbsbratwurst und Cervelat eine vegane Räucherbratwurst angeboten. Man könnte meinen, alle Welt lebe heute vegetarisch. Dabei ernähren sich bloss rund 2 Prozent der Bevölkerung konsequent fleischlos. Die Veganerinnen und Veganer, die auf jegliches tierische Produkt verzichten, also auch auf Eier, Milch und Fett, kommen gar nur auf 0,6 Prozent. Ein Anteil, so verschwindend wie derjenige der Hausmänner. Aber offenbar leben sie alle bei uns in der Stadt, die Vegis. (Ich habe mich für den Cervelat entschieden, aber ich hätte fragen sollen, was eine vegane Räucherbratwurst ist. Nun muss ich wohl bis zum nächsten Theater-Spektakel warten. Ausser, bis dahin dominiert ein anderer Trend. Das kann schnell gehen bei uns in der Stadt.) Am Wochenende dann das Grümpelturnier auf dem Land, das ich seit vielen, vielen Jahren organisieren helfe. In einer Gegend im Bernbiet, aus der ich stamme. Aber so richtig auf dem Land, wissen Sie! Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Am Festbuffet bieten wir Hotdogs, Sandwiches und Hamburger an, wie es die Tradition will. Hat auch nie jemand etwas anderes verlangt. Aber, hoppla: Diesmal baut sich eine Frau – keine urbane, nein, eine urchige vom Typus «Landfrauenküche» – vor dem Verpflegungsstand auf, stemmt die Arme in die Seiten und fragt: «Und wo bleibt der Vegi-Burger, he?» Wir werden es beherzigen. MM

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Weshalb wir Milchzucker vertragen Ein perfekter Defekt

Es geschah vor rund 7500 Jahren – und bereicherte unseren Menüplan nachhaltig: Erstmals konnten erwachsene Menschen Milchzucker verdauen. Von diesem Quantensprung unseres Stoffwechsels profitieren vor allem Europäer. Evolutionär gesehen sind die Schnelligkeit und die Ausbreitung der Laktoseverträglichkeit einzigartig – ein cleverer Einfall der Natur. Weil Milch ständig verfügbar ist und reichlich Energie und Nährstoffe liefert, ist ihre Verträglichkeit ein grosser Vorteil. Unter der mittel- und nordeuropäischen Bevölkerung ist die Milchzuckerverträglichkeit längst üblich. In Regionen, in denen die Milchwirtschaft weniger heimisch ist, wie beispielweise in Asien, sind die Menschen meist laktoseintolerant. Weil Käse aber keine Laktose enthält, kann Lisa mit ihren Freunden ganz entspannt ein Raclette geniessen.

Wettbewerb <wm>10CAsNsjY0MDQx0TW2MDGzNAIAPOS8Og8AAAA=</wm>

«Gute Freunde aus Asien sind zu Besuch. Wir wollen ihnen etwas Schweizerisches auftischen. Geben Sie mir bitte RacletteKäse für sechs Personen», sagt Lisa zum Käseverkäufer an der Theke. Ihre Freundin Sibylle schaut verwundert und fragt: «Ich dachte, du verträgst keine Milchprodukte; du hast doch Laktoseintoleranz, und die Asiaten ja sowieso, oder?» Lisa schmunzelt und klärt ihre Freundin auf. Obwohl sie und ihre Freunde gewisse Milchprodukte wegen der Milchzuckerunverträglichkeit tatsächlich schlecht vertragen, können sie Käse problemlos geniessen. Lisa gehört zu den 17% der Schweizerinnen und Schweizer, deren Körper das Verdauungsenzym Laktase nicht ausreichend produziert. Deshalb kann Lisa den Milchzucker, auch Laktose genannt, nicht vollständig verdauen und bekommt Bauchweh. Ihr Glück: Käse enthält keine Laktose mehr – dem Raclette steht nichts entgegen. Clevere Natur «Weisst du, weshalb die meisten Schweizer sämtliche Milchprodukte verdauen können?», fragt Lisa. Sibylle zuckt mit den Schultern. «Dank unserer Vorfahren. Sie haben vor ungefähr 7500 Jahren eine geniale Genveränderung durchgemacht.

Dies ermöglicht uns heute, Milch auch im Erwachsenenalter zu verdauen.» <wm>10CFXKIQ7DQAxE0RN5NbMZd-0YVmFRQVW-pCrO_VHasIIvffD2vbzh6r49XtuzCEq2hG7Zy7M3iRUYLYYKweygr5Qn6Yg_b9LgAsyfMYQxJ2X-Hc1MtuP9OQHoiAjwcgAAAA==</wm>

«Laktoseintoleranz ist keine Krankheit, sondern gehört zum normalen Alterungsprozess. Fermentiere Milchprodukte wie zum Beispiel Käse können trotzdem ohne Probleme konsumiert werden.» Doreen Gille, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Agroscope Bern Einst war praktisch jeder Mensch laktoseintolerant. Doch mit dem Aufkommen von Ackerbau und Viehzucht veränderte sich das Nahrungsangebot. Nun kamen Milchprodukte als hochwertige, leicht verfügbare Nahrungsquelle auf den Tisch. Der Mensch musste seine Verdauung anpassen. Durch einen Gendefekt erlangte er die Fähigkeit, den Milchzucker zu verdauen – er wurde laktosetolerant. Man vermutet, dass diese Entwicklung ihren Ursprung im Gebiet von Ungarn, Österreich und der Slowakei hat und sich von dort in die gesamten mittel- und nordeuropäischen Länder ausbreitete.

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? Milchzuckerunverträglichkeit Wer glaubt, an einer Laktoseintoleranz zu leiden, sollte dies von einer Fachperson abklären lassen. Milchprodukte sind hochwertige Lebensmittel. Auch bei einer Laktoseintoleranz sollte nicht darauf verzichtet werden. Wer die pure Milch nur sehr schwer verdauen kann, nutzt dafür eine andere kulturelle Lösung: fermentierte Milchprodukte. Käse enthält keine Laktose und wird problemlos vertragen. Jogurt muss individuell ausgetestet werden.

Wissenswertes Mehr Informationen zu Unverträglichkeiten unter www.swissmilk.ch/irrtum


30 | MM35, 24.8.2015 | MENSCHEN

Interview

«Man wird mich auch in Zukunft eher in Afrika finden als auf dem Golfplatz» Marcel Tanner gehört zu den führenden Malaria-Experten der Welt. Ein Gespräch mit dem kürzlich pensionierten Leiter des Basler Tropeninstituts über die Gefahr neuer Pandemien, irrationale Ängste und wie man sich auf Reisen schützen sollte. Text: Reto E. Wild, Ralf Kaminski

Bilder: Joschi Herczeg


MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 31

Das Motto von Marcel Tanner: «Retired, but not tired». Er ist als Sondergesandter der Weltgesundheitsorganisation für die Mekongregion in Südostasien im Gespräch.


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MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 33

Marcel Tanner, wie hoch ist das Risiko, dass eine Epidemie grosse Teile der Weltbevölkerung ausrottet, wie das im Mittelalter passiert ist? Die Gefahr besteht, zu Epidemien kann es immer wieder kommen. Was wir vom Ebola­ Ausbruch in Westafrika gelernt haben: Wir müssen global mehr überwachen – nur so wird eine Epidemie nicht zu einer Pandemie. Aber Datensammeln allein bringt nichts, man muss schnell und effektiv reagieren. «Überwachen und antworten» lautet mein Motto. Im Fall von Ebola geschah Letzteres erst mit grosser Verzögerung. Deshalb konnte es sich auch so rasch verbreiten. Ist mit dem neuen Impfstoff, den Schweizer Forscher entwickelt und getestet haben, Ebola endgültig besiegt? Nein. Die Impfstoffentwicklungen sind erfolgreich, und wir sehen bald eine Zeit kommen, in der wir einen Impfstoff gegen Ebola breit anwenden können. Aber dieser ist nicht der Zauberschlag, sondern ein wichtiger und wertvoller Teil mehrerer Massnahmen. Von Ebola hört man kaum mehr was. Man könnte meinen, das Problem sei gelöst. Tatsächlich gibt es vor allem in Liberia und Sierra Leone praktisch keine Fälle mehr. Geholfen haben aber nicht neue Impfstoffe, sondern die strikte Desinfektion und Isola­ tion der Patienten. Entscheidend war es, möglichst schnell die Gesundheitszentren wieder zu öffnen, alle dort mit Schutz­ kleidern und Desinfektionsmitteln auszu­ statten und den Leuten den Lohn zu zahlen – und zwar nicht nur den Doktoren und Krankenschwestern. Auch die Fahrer und Reinigungsleute mussten geschützt werden. Hätte Ebola zur Pandemie werden können? Nein. Im hoch entwickelten Teil der Welt können wir die Krankheit effektiv isolieren und stoppen. Dies gelang schon bei den frü­ heren afrikanischen Ebola­Epidemien in den 70er­Jahren. Damals wirkten drei Elemente dämpfend: eine niedrige Bevölkerungsdich­ te, eine geringe Bewegung der Bevölkerung sowie periphere Gesundheitssysteme, die einigermassen funktionierten. In Westafrika war das Gegenteil der drei Faktoren der Fall – ideale Voraussetzungen zur Epidemie. Genau deshalb ist ein Überwachungssystem so wichtig. Médecins sans Frontières in­ formierte bereits im März 2014 über die Krankheit. Aber die langsamen Prozesse der Regierungsstellen und der Weltgesund­ heitsorganisation WHO führten zur starken Ausbreitung. Die WHO prognostizierte vor einem Jahr über eine Million Ebola-Infizierte.

Marcel Tanner in seinem alten Büro am «Tropeli» in Basel: «Auf meinen Reisen in den Tropen hatte ich am meisten Angst vor Verkehrsunfällen, nicht vor Krankheiten.»

Diese Vorhersagen waren nicht umfassend. Es gab bei den Prognosen verschiedene Sze­ narien, Medien und Politik haben sich ein­ fach auf die wildesten Annahmen gestürzt. Politiker tun das, um die nötige Unter­ stützung zu erhalten, Medien, um möglichst grosse Schlagzeilen zu produzieren. Dann war die Angst vor Ebola in der westlichen Welt übertrieben? Ja, sie war irrational. Gibt es denn eine Epidemie, vor der auch wir uns fürchten müssen? Sicher. Denken Sie an die Vogelgrippe, Sars oder Mers, wo wir gerade in Südkorea einige Fälle hatten. Wenn deren Erreger so mutieren, dass sie sich leicht von Mensch zu Mensch übertragen lassen, kann eine Pandemie entstehen. War der HI-Virus in den 80er-Jahren der letzte Erreger, der eine echte Pandemie ausgelöst hat? HIV war sicher der letzte, der eine grössere Panik und starke gesellschaftliche Belastun­ gen verursacht hat, aber die Vogelgrippe im letzten Jahrzehnt war ebenfalls eine Pandemie, auch wenn sie nicht die gleichen Auswirkungen hatte. Lassen sich diese Erreger je ausrotten? Das kommt darauf an. Ausrotten heisst, dass die Krankheit weltweit verschwunden ist, wie etwa bei den Pocken. Viele Krankheiten, auch Ebola, lassen sich jedoch lediglich eli­

minieren, das heisst, die Krankheit wird in einem bestimmten Gebiet nicht mehr über­ tragen. Der Erreger ist aber weiterhin da. Weshalb? Weil er ein Rückzugsreservoir in der Tier­ welt haben kann. Das Reservoir von Ebola zum Beispiel sind die Flughunde, für die der Erreger harmlos ist. Von rund 1300 bekannten Infektionskrankheiten sind 800 von Tier zu Mensch übertragbar. Deshalb wäre es auch wichtig, die Veterinär­ und Humanmedizin näher zusammenzu­ bringen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Erreger mutieren und so immer wieder in einem neuen Gewand daherkommen. Sie standen 18 Jahre an der Spitze des Schweizer Tropen- und Public-HealthInstituts (Swiss TPH). Wie schwer ist Ihnen Ende Juni der Abschied gefallen? Ich habe meine Arbeit sehr gern gemacht und hätte problemlos eine vierte Amtszeit beginnen können. Aber mir war die Nach­ folgeregelung sehr wichtig. Ende Juni haben wir ein Gesuch an den Bund sowie den Kanton Basel­Stadt über die Strategie von 2017 bis 2020 gestellt, da sollte mein Nach­ folger mitreden können. Die Universität hat sich schliesslich für meinen ehemaligen Studenten Jürg Utzinger entschieden – weil ich ihn kenne und er im Swiss TPH verwur­ zelt ist, fiel mir der Abschied leichter. Welche waren Ihre grössten Erfolgserlebnisse am TPH?


34 | MM35, 24.8.2015 | MENSCHEN

Dass wir uns nicht nur um Forschung und Lehre gekümmert und darüber ein paar Berichte geschrieben haben. Stattdessen sind wir direkt in die Umsetzung von Gesundheitsprogrammen involviert und unterstützen Gesundheits- und Sozialsysteme in den Ländern. Ein Beispiel: In einer afrikanischen Hütte können bis zu 2000 hungrige Mückenweibchen herumfliegen. Die übertragen nicht nur Krankheiten. Sie sorgen auch für einen unruhigen Schlaf und übermüdete Menschen. Als wir 1988 mit unserer umfassenden Arbeit zur Prävention von Malaria in Tansania angefangen haben, musste ich noch 5000 Moskitonetze aus den Philippinen importieren lassen. Heute werden sie zu Millionen im Privatsektor in Tansania produziert. Damit konnten wir die Kindersterblichkeit um 30 Prozent reduzieren. Ein weiterer Erfolg: Nach all den Jahren der Mitbeteiligung an der Entwicklung einer Malaria-Impfung, kann nun der erste Impfstoff registriert und danach angewendet werden. Zudem gehören wir heute zu den sechs besten Tropeninstituten der Welt. Es gab sicher auch Niederlagen. Ja, klar. Etwa wenn Bürgerkriege die in jahrelanger Arbeit aufgebauten Partnerschaften und Gesundheitssysteme wieder zerstört haben, so in Tschad, der Zentralafrikanischen Republik oder Angola. Sie haben einige Zeit in Afrika gelebt und geforscht. Wieso kommt der Kontinent nicht aus Leid und Armut heraus? Nicht zuletzt wegen der vielen Krankheiten, welche die Gesellschaften stark belasten. Wenn eine Mutter tagelang nicht auf dem Feld arbeiten kann, weil sie ein an Malaria erkranktes Kind betreuen muss, wirkt sich das auf die Haushaltsökonomie enorm aus. In den Ländern südlich der Sahara finden die Mücken ideale Voraussetzungen, um Krankheiten zu übertragen – Moskitos in Südamerika oder Südostasien übertragen Malaria weniger häufig. HIV, Tuberkulose und Malaria sind klassische Krankheiten der Armut, und das soziale und kulturelle Verhalten in Teilen Afrikas begünstigt die Ausbreitung. Oft ist auch das Unwissen gross: Die Stigmatisierungen bei HIV sind enorm. Frauen glauben teilweise noch immer, dass Männer nur dann Kondome benützen, wenn sie HIV-krank sind. Kann die vom Westen geleistete Entwicklungshilfe eine Lösung sein? Der Ansatz der Entwicklungszusammenarbeit ist sehr wichtig. Es braucht eine gezielte Hilfe zur Selbsthilfe. Auch wir haben in Afrika einiges aufgebaut, das nun von den Menschen vor Ort weitergeführt wird. Nicht gut ist es, einfach Geld und Rat zu verteilen. Es braucht eine Partnerschaft, bei der die

Rollen und Verantwortungen genau definiert sind: miteinander Lernen, um zu verändern. Hans Rudolf Herren, Insektenforscher und Gewinner des Alternativen Nobelpreises, sagte im Migros-Magazin: «Das Malariaproblem hätte man schon längst lösen können. Milliarden werden in Impfstoffe gesteckt, obwohl die Mücke die Ursache ist.» Ich kenne Hans sehr gut, und grundsätzlich hat er recht. Eine malariafreie Welt könnte in einer nächsten Generation möglich sein. Aber die Aussage, man hätte das Problem längst lösen können, ist gewagt. Ich würde eher sagen, dass man mehr Fortschritte hätte machen können, wenn man die integrierten Ansätze zur Bekämpfung und Prävention konsequenter und auf die lokale Situation abgestimmt hätte. Welche Tropenkrankheit ist für Schweizer Touristen besonders gefährlich? Keine – wenn sie die richtigen Präventionen befolgen. Ich hatte auf meinen Reisen in den Tropen am meisten Angst vor Verkehrsunfällen. Aber ganz klar: Die Reisenden müssen extrem Respekt vor Malaria haben. In der Schweiz haben wir jährlich 250 bis 350 importierte Malariafälle. Ein bis drei Personen sterben jeweils. Wichtig ist, die nötigen Prophylaxen und Impfungen vorzunehmen und gegenüber HIV aufmerksam zu sein. Ich empfehle für alle Malariagebiete die Prophylaxe, selbst für unproblematisch erscheinende wie Thailand. Auf Savetravel.ch finden Sie mehr Informationen.

Zur Person

Der Malaria-Experte Marcel Tanner (63) ist Professor für Parasitologie und Epidemiologie an der Universität Basel. Von 1997 bis Ende Juni 2015 war er Direktor des Swiss TPH in Basel. Der Vater dreier Kinder gehört weltweit zu den führenden Malaria-Experten. Erste Tropenerfahrungen sammelte er 1979 in Kamerun, von 1980 bis 1984 lebte er in Tansania. Mit dem ostafrikanischen Staat ist er seit 36 Jahren verbunden; er war massgeblich an der Entwicklung des Swiss Tropical Institute Field Laboratory im Kilombero-Tal beteiligt. In den nächsten zwei Jahren wird der in

Basel wohnhafte Wissenschaftler auch den Lehrstuhl an der Uni abgeben. Bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist er als Sondergesandter für die MalariaEliminierung und -Resistenzeindämmung für die Mekongregion im Gespräch.

Wie problematisch sind Resistenzen bei Malariamedikamenten? Die sind ein riesiges Problem – derzeit gerade in Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, China und Myanmar. Deshalb ist es wichtig, dass neue Malariamedikamente entwickelt werden. Nach fünf bis zehn Jahren kommt es zu Resistenzen, das war schon immer so. Die Resistenzen sind ja auch bei Antibiotika ein Problem. Richtig. Und wir dürfen die Verantwortung nicht einfach auf die Forschung abschieben. Die Gesellschaft muss sich ändern. Etwa, was den Einsatz von Antibiotika in Landwirtschaft und Tierzucht betrifft, um den gewaltigen weltweiten Bedarf nach Fleisch und Fisch zu stillen. Der Antibiotikamissbrauch fördert Resistenzen bei Umwelt und Tieren, und die können auch auf den Menschen übertragen werden. Anderes Thema: Nach einem Masernausbruch hat der Gouverneur von Kalifornien Impfzwang angeordnet. Eine gute Idee? Ich kann Impfverweigerer verstehen. Es passt zur heutigen, sehr ichbezogenen Gesellschaft. Aber erst das Einstehen für etwas Gemeinsames macht die Volksgesundheit möglich, deshalb habe ich auch Verständnis für die Anordnung des Gouverneurs. Der Basler Daniel Bernoulli hat schon 1760 vor der Académie Française aufgezeigt, dass es sich lohnt, wenn der König an seinem Hof eine frühe Form von Pockenimpfung für alle durchsetzt. Selbst wenn es Einzelne nicht tun, ist der Schutz für die Gesamtgesellschaft immer noch sehr effektiv. Die Impfverweigerer sind also kein Problem, so lange ihre Zahl nicht zu hoch ist? Genau. Ab wann die Zahl problematisch wird, hängt von der Verbreitungskraft der Keime ab, das heisst der Anzahl Folgefälle einer Infektion. Bei Pocken beträgt die Grundreproduktionsrate etwa 7, bei den Masern 12, bei Sars 2 bis 5, bei Malaria aber 2000. Deshalb ist es auch so schwierig, das Tropenfieber zu bekämpfen. Sie sind 63 Jahre alt, immer noch an der Uni Basel aktiv und überlegen sich, Sondergesandter der WHO in Südostasien zu werden. Den Ruhestand zu geniessen ist keine Option für Sie? Genau so kann ich ihn geniessen. Umso mehr, als ich damit noch etwas bewirken kann. Mein Motto heisst «Retired, but not tired». ( lacht) Man wird mich auch in Zukunft eher in Afrika oder Asien finden als zu Hause im Liegestuhl oder auf dem Golfplatz. Ich gehe lieber mit meiner Frau wandern und Ski fahren, und wenn immer es möglich ist, spiele ich am Samstagmorgen und am Montagabend Tennis. MM


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Bolivien: Trinkwasser für die Ärmsten

Daner (4) ist endlich wieder gesund

Im Bezirk Sapahaqui, südwestlich von La Paz, leben über 95 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Lediglich ein Viertel der Gemeinden verfügt über ein Trinkwassersystem mit Hausanschluss. Die prekäre Situation sowie mangelnde Hygienegewohnheiten begünstigen die Verbreitung von schweren Krankheiten und verhindern die Entwicklung in den Dörfern.

Der vierjährige Daner aus Bolivien hat das Schlimmste überstanden: Seine Durchfallerkrankungen, die ihn über Jahre nicht richtig wachsen liessen, gehören der Vergangenheit an. Spenden aus der Schweiz haben es möglich gemacht, in Daners Dorf eine Trinkwasserversorgung zu bauen. Daner ist klein und schmächtig für sein Alter – aber ein quirliger Lausbub mit Schalk in den Augen. «Seit wir sauberes Trinkwasser haben, geht es Daner gut», sagt die Mutter Graciela Flores (35). Sie berichtet: «Früher litten wir sehr. Wie die anderen Familien nutzten wir das Flusswasser für die Wäsche und das Geschirr. Wenn wir die Kinder wuschen, wurden sie krank. Und oft blieb uns nichts anderes übrig, als aus dem Fluss zu trinken.» Dann liess Graciela Flores das

Erfahren Sie mehr von Daners Glück: dasrichtigetun.caritas.ch/daner

Schmutzwasser mit ein paar Pfirsichblättern eine halbe Stunde im Eimer stehen – damit sich der schlimmste Dreck auf den Boden senkte. Das Dorf Candial liegt in einem fruchtbaren Tal, umgeben von kargen Felsen und hohen Bergen. Das Wasser des Flusses genügt, um die Felder zu bewässern, aber als Trinkwasser ist es zu schmutzig. Zwar gab es im Dorf eine kleine Trinkwasserquelle, doch das Wasser reichte nicht aus und die Quelle versiegte immer wieder. Diese Zeiten sind jetzt vorbei: Mit Unterstützung von Caritas haben die Dorfbewohner ein Trinkwassersystem errichtet, das 64 Familien einen Hausanschluss verschafft. «Heute haben wir genügend sauberes Wasser zum Trinken, zum Kochen und auch für die Wäsche. Daner braucht nicht mehr dreckig zur Schule zu gehen», sagt seine Mutter glücklich. Die Kinder zeigen stolz, wie viel Wasser der neue Brunnen hergibt, und spritzen sich mit dem neu errungenen Element übermütig an.

Caritas Schweiz unterstützt die Partnerorganisation Caritas Corocoro seit 2013 beim Bau von Wassersystemen und bei der Gemeindeentwicklung der Dörfer im Bezirk Sapahaqui. Mit Spendengeldern aus der Schweiz schafft Caritas Zugang zu Trinkwasser und besseren sanitären Anlagen in Schulen. Zudem wird die Bevölkerung über Hygienefragen informiert und lokale Wasserkomitees werden so geschult, dass sie den Unterhalt und die Verwaltung der Anlagen in die eigenen Hände nehmen können. Spendenkonto: 60-7000-4 Für Online-Spenden: dasrichtigetun.caritas.ch/bolivien


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MENSCHEN | MM35, 24.8.2015 | 37

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Das beschäftigt unsere Leserinnen und Leser im Web Umfrage

«Woran krankt unser Schulsystem?» Unsere Kinder sind unterschiedlicher, als es das

Diskutieren Sie auf unserer Facebook­Seite mit: Facebook.com/ migrosmagazin

Schulsystem erlaubt. Dass alle zum selben Zeitpunkt dieselben Ziele erreichen sollten und denselben Schulstoff im gleichen Rhythmus lernen, funktioniert wohl nicht. Jsabelle Amstad Lehrpläne diktieren uns,

was welches Kind in wel­ cher Zeitspanne erreicht haben muss. Die Ziele sind schön ausformuliert, haben aber keinen Bezug zur Praxis. Das belastet den Lehrerberuf und ist mit ein Grund dafür, warum wertvolle Zeit für eine krea­ tive und lustvolle Unter­ richtsplanung verloren geht. Tanja Janezic Das Kind ist kein leeres Fass, das wir mit Lernstoff

füllen müssen. Es ist ein hochbegabtes Wesen, das lernen möchte. Die Schule wäre dafür da, Räume zu er­ öffnen, in denen es sich ver­ bunden fühlt und sein Po­ tenzial entfalten kann. Zum Glück gibts Schulen, die auf diesem Prinzip aufbauen. Martin Piller Das Problem ist, dass immer noch gänzlich blöd­

Rege diskutiert: Philipp Tinglers Artikel im Migros-Magazin 34 zum Thema «Hunde im öffentlichen Verkehr» gab auch auf unserer Facebook-Seite viel zu reden.

sinnige Inhalte vermittelt werden, die nichts mit der Realität zu tun haben. Norbert Derksen

Unsere Arbeitswelt braucht kreative, wiss­

begierige, herzliche, lebens­ freudige und selbstbewuss­ te Persönlichkeiten. Das aktuelle Schulsystem der Schweiz ist definitiv über­ holt, weil der Leistungs­ wettbewerb mit Noten ganze Klassen in Gewinner und Verlierer einteilt. Christian Roth Der hohen Qualität unserer Schulen wird zu wenig

Rechnung getragen. Es ist doch gut, wenn der Ent­ scheid, welche Unterrichts­ form die geeignetste ist, der Lehrperson überlassen wird. Die kann sich der jeweiligen Situation ihrer Klasse anpassen. Esther Krebs Eltern sein bedeutet, dass, wenn der Nachwuchs

vom Unterricht nach Hause kommt, bereits das Drücken der Türfalle und die ersten Geräusche fein­ fühlig wahrgenommen wer­ den. Mensch sein bedeutet, aus Alltagssituationen und Fehlern Rückschlüsse zu ziehen und langfristige Kompetenz zu erschaffen. Erwachsene wirken als Vor­ bilder. Deshalb muss Schule so reformiert werden, dass Vorbilder mit Lebenserfah­ rung Menschen vorstehen, sie leiten und begleiten. Marcel von Reding

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Zuschläge: Kabine zur Alleinbenützung 195.– • Wochenendzuschlag Do–So/ Fr–Mo/Sa–Di 45.– • Königsklasse-Luxusbus 95.– Unsere Leistungen: Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus • Schifffahrt • Vollpension an Bord • Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung Abfahrtsorte: 05:30 Burgdorf p; 05:45 Basel SBB; 06:20 Aarau SBB; 07:00 BadenRütihof p; 07:30 Zürich-Flughafen p; 07:55 Wiesendangen SBB; 08:15 Wil p Internet Buchungscode:

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Der 8. Nationale Wandertag der «Schweizer Familie» wird unterstützt von: Veranstalter

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Produktion


Migros-Welt MM35

Zitat der Woche

«Die Migros ist in Sachen online in der Schweiz führend.» Migros-Handelschef Dieter Berninghaus in der «SonntagsZeitung» vom 16. August 2015.

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Schicken Sie uns ein Bild von sich und Ihrem Lieblingsprodukt aus der Migros. Migrosmagazin.ch/ migros-welt

Eingekauft*

Bei Nina (27) und Ashley (4) Jäggi aus Therwil steht jeden Morgen ein laktosefreies Vanillejoghurt auf dem Tisch.

Bilder: Salvatore Vinvi, Severin Nowacki, PD

Blumenpracht

So blau, blau, blau blüht der … Der Enzian hat schon Heino zum Singen inspiriert und begeistert viele

Gartenfreunde. Enziane wachsen überwiegend in Gebirgsregionen, gedeihen aber auch in tieferen Lagen prächtig. Die robuste Pflanze mit den zarten blauen Blüten bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Die Ge-

wächse sind winterhart und eignen sich ideal zum Bepflanzen von Steingärten. Aktuell sind Enziane in den Blumenabteilungen der Genossenschaft Migros Aare zum Aktionspreis erhältlich. Mehr von der Migros Aare ab Seite 87

«Meine vier­ jährige Tochter Ashley leidet an einer Lak­ toseintoleranz. Das führt manchmal zu blöden Situa­ tionen. Wenn sie zum Bei­ spiel an einer Geburtstags­ party nicht vom Kuchen essen darf, tut mir das leid. Zu Hause haben wir uns aber längst da­ ran gewöhnt. Zum Frühstück gibts für Ash­ ley immer ein laktosefreies Vanillejoghurt. Die Kleine kriegt einfach nicht genug davon.» * in der Migros-Filiale Oberwil. Produkt ist regional und in grösseren Filialen erhältlich.


42 | MM35, 24.8.2015 | MIGROS-WELT

Zur Blüte gelangen sie nur selten, denn wir haben es auf ihre Knospen abgesehen: Artischocken haben einen wunderbar zarten Blütenboden, der eingelegt ein Favorit auf den italienischen Antipasti-Buffets ist. Die Artischockenböden lassen sich aber auch sehr gut gratinieren. Bald Gewohnheit: Der Griff zum Handy an der Migros-Kasse.

2,4 g Protein 2,6 Kohlenhydrate 10,7 mg Ballaststoffe 50 μg Vitamin K

Mobiles Bezahlen

Das Smartphone als Portemonnaie Ab sofort kann man seine Produkte an der MigrosKasse mit dem Smartphone bezahlen. Als erste Detailhändlerin der Schweiz bietet die Migros ihren App-Nutzern so die Möglichkeit, den Einkauf an der Kasse schnell und ohne Bargeld abzuschliessen. Mittlerweile haben über eine Million Menschen die

ca. 22 kcal pro 100 g

Migros-App auf ihrem Smartphone und können die neue Bezahlfunktion in sämtlichen Migros-Filialen, Fachmärkten, Restaurants und Take-Aways nutzen. Die neue App-Funktion ist auch an den Self-Checkoutund Self-Scanning-Terminals verwendbar. Mehr zum mobilen Bezahlen auf Seite 46.

Vitamin K

Foto-Wettbewerb

Gute Taten zahlen sich aus Guets tue mit Kopf, Herz und Hand – so lautet das

Motto des Wettbwerbs X-hoch-Herz des MigrosKulturprozents, der sich an Kinder und Jugendliche richtet. Bis am 31. März 2016 können Klassen vom Kindergarten bis zum zehnten Schuljahr Fotos zum Thema Freiwilligenarbeit einreichen.

Die Bilder können Beispiele aus der Welt der Schülerinnen und Schüler zeigen – etwa eine Klasse, die ein vermülltes Bachbett reinigt; Jugendliche, die Senioren Handykurse erteilen oder ihnen schwere Einkaufstaschen vom Supermarkt heimtragen. Zu gewinnen gibt es bei dem Wettbewerb Beiträge in die Klassenkasse in der Höhe von 500 Franken und Profi-Fotokurse für die ganze Klasse. Alle Infos auf: www.xhochherz.ch

Mehr Rezepte ab Seite 59

Zahl der Woche

1473 Lernende haben in diesen Tagen bei den Unternehmen

der Migros-Gruppe ihre Ausbildung angefangen. Insgesamt absolvieren zurzeit 3700 junge Leute eine Lehre in den Betrieben der Migros; sie ist damit weiterhin die grösste Schweizer Anbieterin von Lehrstellen.

Bilder: Daniel Winkler, StockFood, zVg

Jugendliche helfen im Botanischen Garten der Uni Freiburg mit.

Artischocken sind reich an Vitamin K. Diese Vitamin-Gruppe gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Sie sind wichtig für die Blutgerinnung.


MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 43

Preisbarometer

Ausgewählte Beispiele

Aktuelle Preisänderungen Die Migros senkt die Preise verschiedener Produkte. Günstiger werden unter anderem die Maiskölbchen, die von der Migros direkt beschafft werden können. Beim Schinken führt ein Überangebot auf dem Markt zu fallenden Preisen.

Teurer werden hingegen Pfeffer und Schweizer Honig. Auf dem Weltmarkt steigen die Pfefferpreise seit Jahresbeginn stark an, was nun auch Preiserhöhungen in den Migros-Filialen zur Folge hat. Beim Schweizer Honig sind die schlechte Sommerernte 2014 sowie der starke Befall der Bienenvölker durch die Varroamilbe im vergangenen Winter verantwortlich für die Preisaufschläge.

Preis alt*

Preis neu*

in %

Condy Maiskölbchen, 190 g

3.00

2.60

–13,3

M-Classic Maiskölbchen, 190 g

2.60

1.75

–32,7

M-Classic Butterweggli Frischback, 300 g

3.00

2.85

–5,0

M-Classic Semmeli, 400 g

2.40

2.30

–4,2

Terrasuisse Hinterschinken, per 100 g

2.80

2.65

–5,4

Bündner Rohschinken hauchdünn Midi, 97 g

4.65

4.45

–4,3

M-Budget Watterondellen, 120 Stück

0.90

0.85

–5,5

M-Classic Nagellack-Entferner Express, 100 ml

1.70

1.50

–11,8

Selina Catsticks, z. B. Forelle & Lachs, 36 g

2.40

1.95

–18,8

Pfeffer Bouquet ganz, 100 g

3.00

3.40

13,3

Bio Max Havelaar Pfeffer schw. ganz, 100 g

2.60

3.40

30,8

Pfeffer schwarz ganz, 115 g

2.40

2.70

12,5

Pfeffer schwarz körnig, 36 g

1.50

1.80

20,0

Pfeffer weiss ganz, 132 g

3.20

3.90

21,9

Schweizer Honig, 500 g

14.50

15.50

6,9

Tessiner Honig, 500 g

14.00

15.50

10,7

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MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 45

Mibelle-Chef Luigi Pedrocchi zieht es mit seinem Unternehmen erstmals in den Nahen Osten.

Die Partner

Vertreten in 243 Städten Indiens Die Mibelle AG in Buchs AG gehört zusammen mit der Mifa AG in Frenkendorf BL und der

in Grossbritannien ansässigen Mibelle Ltd. zur Mibelle Group. Die Gruppe beschäftigt rund 1000 Mitarbeitende und ist in den Geschäftsfeldern Körperpflege, Wasch- und Reinigungsmittel und Nahrungsmittel mit Schwergewicht auf Butterund Fettprodukten tätig. Die Future Group India ist die grösste Detailhändlerin in Indien mit über 570 Läden in 243 Städten. Das Unter-

nehmen ist ähnlich aufgestellt wie die Migros: verschiedene Supermärkte und Geschäfte im Bereich der Heimelektronik, des Sports sowie diverse Bau- und Einrichtungsmärkte.

Zusammenarbeit

Mibelle geht nach Indien

Die Migros-Tochter Mibelle AG und die indische Future Group unterzeichnen einen Partnerschaftsvertrag. Mibelle-Chef Luigi Pedrocchi erklärt die Hintergründe. Text: Thomas Tobler

A

Bilder: ZvG

uf dem Schweizer Markt sieht die Mibelle AG wenig Wachstumsmöglichkeiten. Letzte Woche gründete das Unternehmen ein Joint Venture mit dem grössten indischen Retailer, der Future Group India. Durch die Zusammenarbeit sollen neue Produkte für den indischen Markt entstehen und von beiden Unternehmen gemeinsam vermarktet werden. Luigi Pedrocchi, ab Frühjahr 2016 werden in rund 570 Filialen in ganz Indien Mibelle-Produkte erhältlich sein. Welche? Es ist für uns ein neuer Markt, auf dem wir zuerst Erfahrungen sammeln müssen. Die Produktepalette wird sich so Schritt für Schritt erweitern. Im asiatischen

In Einkaufszentren wie dem Big Bazaar werden die Produkte der Mibelle AG erhältlich sein.

Raum sind besonders Haar- und Babypflege aus der Schweiz sehr beliebt. Der deutliche Männerüberschuss in Indien führt zudem dazu, dass sich die Männerkosmetik dort deutlich stärker entwickelt hat als in Europa.

Wodurch unterscheiden sich die Produkte für den indischen Markt von jenen für den europäischen? Die Parfümierung von indischen Pflegeartikeln etwa ist deutlich stärker. Eine besondere Herausforderung ist aber der Wasserverbrauch. In Indien wird wegen des Wassermangels für die Körperpflege deutlich weniger Wasser verwendet. Daher müssen Shampoos und Duschmittel mit weniger Wasser herausgespült werden können. Ich kann mir aber vorstellen, dass solche Rezepturen auch irgendwann in Europa verwendet werden – denn Wasser müssen wir überall sparen. Werden die Mibelle-Produkte auch in Indien produziert?

Ja, wir planen, gewisse Produkte vor Ort in Indien herzustellen. Dort, wo Swissness ein entscheidender Vorteil bleibt, liefern wir natürlich aus der Schweiz. Kann sich ein indischer Durchschnittsbürger Produkte aus der Schweiz überhaupt leisten? Wir fokussieren auf die Mittelschicht. Sie besteht in Indien aus gut 200 Millionen Personen und lebt in oder um die grossen städtischen Zentren. Diese Mittelschicht hat ein erstaunlich hohes Einkommen und gibt viel Geld für den Konsum aus. Das kann man auch in der Schweiz beobachten. In der Innenstadt von Luzern oder auf dem Jungfraujoch sind Angehörige dieser Mittelschicht gern gesehene Touristen. MM


46 | MM35, 24.8.2015 | MIGROS-WELT

Mobiles Bezahlen in der Migros

Bargeldlos einkaufen

Ab sofort kÜnnen Migros-Kunden ihre Einkäufe bargeldlos mit dem Handy bezahlen. Einfach die Migros-App herunterladen und Kreditkarten- oder Migros-Bank-Konten hinterlegen. Text: Heidi Bacchilega

Illustrationen: Rebekka Heeb


MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 47

1

Als eines der ersten Unternehmen in der Schweiz bietet die Migros die Möglichkeit

mobiler Bezahlung. Dafür benötigen die Nutzer nur die Migros-App für ein iOS- oder AndroidBetriebssystem sowie ein gültiges Zahlungsmittel. Anschliessend kann problemlos in allen Filialen, Fachmärkten, Restaurants und Take Aways der Migros mobil bezahlt werden. Christine Dehning,

Sicher und schnell mit der Migros-App mobil bezahlen.

Projektleiterin Digital Products bei der Migros.

Interview

«So schnell wie in einem Onlineshop»

2

3

Das Feature «Mobiles Bezahlen» finden die Nutzer in dem bereits vorhandenen Portemonnaie innerhalb der Migros-App. Hier profitieren die Kunden schon von ihrer digitalen Cumulus-Karte, dem einfachen und unkomplizierten Einlösen digitaler Coupons, digitalen Zahlkarten sowie von einer übersichtlichen Auflistung der Kassenbons. Als Zahlungsmittel können das Migros-BankKonto sowie Kreditkarten (MasterCard, VISA, American Express) angebunden werden.

Mobiles Bezahlen ermöglicht es den Kunden, den Einkauf bargeldlos, schnell, einfach und sicher zu bezahlen. Zudem haben die Nutzer in der Transaktionshistorie immer einen Überblick über ihre digitalen Zahlungsanweisungen. Eine Internetverbindung ist für den Zahlvorgang nicht nötig. Und bis zum 31. 12. 2015 gibt es auf alle mobil bezahlten Einkäufe 2-fache Cumulus-Punkte, sofern die Zahlung jeweils via Migros-Bank-Konto oder Cumulus-MasterCard erfolgt.

Christine Dehning, wie lange dauert es, bis man die App installiert hat und bargeldlos einkaufen kann? Das Hinterlegen der Zahlungsmittel für das mobile Bezahlen geht genauso schnell und einfach wie die Bezahlung in einem Onlineshop. Man muss nur einmalig die entsprechenden Daten – zum Beispiel von der Kreditkarte – eingeben, und schon kann man mit der Migros-App bezahlen. Was mache ich, wenn mein Handy gestohlen wird? Für diesen Fall gibt es eine spezielle Funktion, mit der man via Internet die Zahlungsmittel in der Migros-App sperren kann. Danach kann die App nicht mehr zum Bezahlen verwendet werden. Kann ich in Zukunft auch an anderen Orten mit dieser App bezahlen? Wir beginnen zunächst mit dem mobilen Bezahlen in den Migros-Filialen, also in unseren Supermärkten, in den MigrosRestaurants und Take Aways sowie bei Melectronics, Micasa, SportXX und im Do it + Garden. Die Möglichkeit zur Bezahlung mit der App ausserhalb der Migros-Unternehmen ist aktuell nicht geplant.


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MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 49

Generation-M-Ziele

Neuester Stand der Versprechen Zwei Mal jährlich legt die Migros Rechenschaft über ihre Arbeit an den Generation-M-Zielen ab, und eine Revisionsstelle prüft ihrerseits die Resultate. Von 39 aktuell überprüften Versprechen liegen 30 auf Kurs und 5 nicht auf Kurs. 4 Versprechen wurden abgeschlossen – 3 erfolgreich und 1 ohne Erfolg. Sprachkurse: Erfüllt und sogar übertroffen wurde das Ziel, rund 130 000 Fremdsprachige in eine unserer Landessprachen und unsere Kultur einzuführen. Lieferanten: Ebenfalls

Kursleiterin Sezen Thommen (rechts) hilft ihren Sprachschülern, den Schweizer Alltag zu bewältigen.

Klubschule

Sprache öffnet Türen Über 173 000 Zuwanderer haben in rund drei Jahren bei der Klubschule Migros Kurse in einer Schweizer Landessprache besucht. Damit ist ein wichtiges Generation-M-Versprechen erfüllt. Text: Michael West

A

Bild: Bettina Matthiessen

n der Klubschule Migros Basel-Gundelitor wird gerade Einkaufen geübt: Sieben Teilnehmer des Intensivkurses Deutsch tun so, als seien sie in einem Supermarkt. Die fremdsprachigen Männer und Frauen haben die Aufgabe, sich auf Deutsch zur Kleiderabteilung durchzufragen. Das Ganze ist nur ein Rollenspiel, scheint aber mehr Spass zu machen als eine echte Shoppingtour. «In solchen Situationen erleben die Teilnehmer, dass sie den Alltag in der Schweiz bewältigen können», erklärt Kursleiterin Sezen Thommen (36). «Das gibt ihnen Zuversicht.» Zur Gruppe gehören ein syrischer Finanzberater, der vor dem Krieg in seiner Heimat geflohen ist, eine Marketing-

expertin aus Honduras und ein griechischer Zahnarzt, der in einer Basler Praxis als Praktikant arbeitet. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie wollen unbedingt Deutsch lernen. Einen Monat lang besuchen sie dafür insgesamt 50 Lektionen. Unterricht ohne Langeweile

Um ihre Schüler in die schwierige Sprache einzuführen, zieht Thommen alle Register: Grammatikunterricht, Konversationstraining, Rollenspiele und Prüfungen. Sie führt die Teilnehmer aber auch in alte und neue Schweizer Bräuche ein – vom Weihnachtsfest bis zum Waschplan in Mietshäusern. Thommens Kurse haben einen kleinen Teil zur Erfüllung eines Generation-M-Versprechens beigetragen: Im Sommer

2012 hatte sich die Migros verpflichtet, bis 2015 rund 130 000 Zuwanderer in eine unserer Landessprachen und die Schweizer Kultur einzuführen. Inzwischen haben mehr als 173 000 Fremdsprachige bei der Klubschule entsprechende Kurse besucht. Die Migros hat ihr Versprechen mehr als erfüllt. Dies ergab das aktuelle Generation-M-Controlling (siehe rechts). Sezen Thommen ist überzeugt, dass die Klubschule einen wichtigen Beitrag zur Intergration leistet: «Dank Sprachkenntnissen findet man in einer Kultur Anschluss, kann dazugehören und Vorurteile widerlegen.» Die Kursleiterin, die Basler Mundart perfekt beherrscht, ist dafür das beste Beispiel: Sie ist eine Seconda mit türkischen Wurzeln. MM

deutlich übertroffen wurde das Ziel, die Arbeitsbedingungen von 75 000 Beschäftigten von MigrosLieferanten im Ausland zu verbessern. Insgesamt profitierten 137 000 Beschäftigte von diesem Versprechen. Naturareale: Die

Migros hat versprochen, auf dem Land ihrer Unternehmen mindestens 2,5 Millionen Quadratmeter naturnahen Lebensraum zu schaffen. Aktuell beträgt die Naturarealfläche sogar über 2,68 Millionen Quadratmeter. Bewegung für Schüler: Bis 2015 sollten sich mehr als 10 000

Schulklassen an dem von der Migros unterstützten Projekt «Muuvit» beteiligen. Kinder und Jugendliche sollten zu sportlichen Aktivitäten angeregt werden. Mit nur 1283 beteiligten Klassen haben die Migros und der Veranstalter das Ziel weit verfehlt. Die Migros hat ihr Engagement für das Projekt eingestellt.

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MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 51

Bio-Chia

Klein, aber oho

Die Migros führt neu Chia-Samen in Bio-Qualität. Die Powerkörner bereichern die Küche, denn ihre Eigenschaften sind durchwegs vorteilhaft. Text: Heidi Bacchilega

Bilder: Ruth Küng

Rezepte: Feride Dogum Salvia hispanica

Wissenswertes über Chia Ursprünglich stammt Chia aus Mexiko. Heut-

zutage wird die Pflanze, die mit dem Salbei verwandt ist und bis zu einem Meter hoch wird, in grossen Teilen Südamerikas angebaut. Sie gedeiht am besten in den Tropen oder Subtropen in grosser Höhe.

Sie liefern Energie Chia-Samen sind zuverlässige Nährstofflieferanten. In den schwarz-weissen Körnchen steckt nicht nur wertvolles Eiweiss, sondern es sind auch Omega-3-Fettsäuren, Vitamine und Proteine sowie Ballaststoffe enthalten.

Chia-Samen waren schon den alten Mayas bekannt. Sie galten als

Sie sind Alleskönner Legt man Chia-Samen in etwas Flüssigkeit wie Wasser, Milch, Soja-, Hafer- oder Mandelmilch ein, bildet sich eine geleeartige Masse. Diese kann gesüsst oder gesalzen, gemischt, erwärmt oder als Verdickungsmittel für Smoothies und Saucen verwendet werden. Zu Mehl verarbeitet, kommen die Chia-Samen in Kuchen oder Brot zum Einsatz.

Sie passen immer Man kann die Samen roh zu sich nehmen, indem man sie über Müesli, Joghurt oder Salate streut. Wichtig ist dabei, genug zu trinken, denn Chia-Samen binden Flüssigkeit. Die empfohlene Tagesration an Chia-Samen beträgt maximal 15 Gramm, was etwa drei Teelöffeln entspricht.

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Grundnahrungsmittel und dienten vor allem Laufboten und Jägern als Energiespender. Übersetzt aus der MayaSprache heisst Chia Stärke.

Aus Chia lassen sich sehr gut Sprossen ziehen. Dazu legt man

eine Handvoll Chiasamen in ein Glas, bedeckt sie mit Wasser und lässt sie fünf Minuten lang quellen. Das restliche Wasser wird abgegossen, und die Samen verbleiben im verschlossenen Glas. Alle zwölf Stunden spült man nun die Samen mit Wasser ab, wobei das Wasser anschliessend stets abgegossen wird. Bis sich die Sprossen entwickelt haben, dauert es drei bis vier Tage.

Rezepte mit Chia

finden Sie auf den folgenden Seiten.


52 | MM35, 24.8.2015 | MIGROS-WELT

Rezepte mit Chia

Vielfältige Powerkost

Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

+ ca. 1 Stunde backen.

Lachs und Crème fraîche passen perfekt auf das Chia-Knäckebrot.

Pro Stück ca. 1 g Eiweiss, 2 g Fett, 3 g Kohlenhydrate, 145 kJ/35 kcal

Chia-Knäckebrot ergibt ca. 36 Stück 50 g Chia-Samen 30 g Kürbiskerne 30 g Sesamsamen 75 g Urdinkelmehl classic 75 g Haferflocken ½ TL Salz 2 EL Rapsöl 4 dl Wasser

Zubereitung

1. Je 1 EL Chia-Samen, Kürbiskerne und Sesam beiseitestellen. Restliche Samen und Kerne mit Mehl, Haferflocken und Salz in einer Schüssel mischen. Öl und Wasser beigeben, gut mischen. Masse ca. 10 Minuten stehen lassen.

2. Backofen auf 170 °C Umluft vorheizen. Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, zu einem ca. 32 × 40 cm grossen Rechteck ausstreichen. Beiseitegestellte Samen und Kerne darüberstreuen. Blech in den Ofen schieben, Teig ca. 15 Minuten

backen, herausnehmen und in 36 Stücke schneiden. Blech wieder in den Ofen schieben, Knäckebrot 50–60 Minuten fertig backen. Herausnehmen und auskühlen lassen.


MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 53

Chia-Produkte in der Migros

Bio Chia-Samen, 200 g* Fr. 5.20

Pouletbrüstchen mit Chia-Panade und Gemüse Hauptgericht für 4 Personen Gemüse

2 Maiskolben 1 Fenchel 1 rote Peperoni 2 rote Zwiebeln 2 EL Olivenöl 6 Zweige Thymian ½ TL Salz Pfeffer Panade

4 Zweige Thymian 30 g Chia-Samen 40 g Paniermehl 50 g Butter, weich ½ TL Salz Pfeffer 4 Pouletbrüstchen à ca. 180 g 1 EL Olivenöl Rezepte www.saison.ch

Zubereitung

1. Backofen auf 200 °C vorheizen. Gemüse und Zwiebeln in Stücke schneiden, mit Öl, Thymianzweigen, Salz und wenig Pfeffer mischen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen. In der Ofenmitte ca. 25 Minuten backen. 2. Inzwischen für die Panade Thymian­ blättchen abzupfen, mit Chia­Samen, Paniermehl, Butter, Salz und wenig Pfeffer verkneten. Pouletbrüstchen mit Öl bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen, zum Gemüse geben. Panade auf Pouletbrüstchen verteilen. Weitere ca. 15 Minuten mitbacken. Herausnehmen. Dazu passt Reis. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 40 Minuten backen

Pro Person ca. 46 g Eiweiss, 35 g Fett, 28 g Kohlenhydrate, 2600 kJ/620 kcal

Bio Knuspermüesli Amaranth mit Chia und Apfel 500 g* Fr. 5.80 * in grösseren Filialen

Weitere Chia-Rezepte: www.migros.ch/bio

Migros Bio steht für eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur. Das BioSortiment umfasst über 1000 Produkte.

Ein Teil von


54 | MM35, 24.8.2015 | MIGROS-WELT

Nachhaltiger Fisch an der Theke

Raffinierte Päckli Interview: Anna-Katharina Ris

Bild und Styling: Ruth Küng

Rezepte: Lina Projer

Als nachhaltigste Detailhändlerin der Welt* nimmt die Migros ihre Verantwortung ernst. Schon heute stammen alle Fische von der Frischetheke aus nachhaltiger Fischerei oder ver­ antwortungsvoller Zucht. Wir empfehlen drei Rezepte für den bewussten Genuss hochwertiger Fischgerichte. * Nachhaltigkeits-Rating 2014/15 der Ratingagentur Oekom Research

Italienisch

Dorade mit Cherrytomaten Für 2 Personen 1 Dorade à ca. 500 g innen und aussen kalt abspülen, trocken tupfen. Mit Olivenöl bepinseln, mit Salz und Pfeffer würzen. 2 Knoblauchzehen halbieren. Mit 2 Zweigen Rosmarin und glatt­ blättriger Petersilie in die Bauchhöhle füllen. Fisch auf Backpapier legen. Mit 150 g halbierten Cherrytomaten, 1 EL Kapern und weiteren Kräutern belegen. Fisch mit je 2 EL Olivenöl und Zitronensaft beträufeln. Papier zu einem dichten Päckchen verschliessen. Dorade bei 180 °C ca. 30 Minuten garen.

Fische im Backpapier halten den Ofen sauber, und das Aroma entwickelt sich prächtig.


MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 55

Interview

Bewusster Genuss Französisch

Wolfsbarsch mit Oliven, Kartoffeln und Estragon Pro Person 1 Wolfsbarsch à ca. 350 g innen und aussen kalt abspülen, trocken tupfen. Mit Olivenöl bepinseln, mit Salz und Pfeffer würzen. 1 Zitrone und 150 g Patatli in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. 1 kleine Artischocke rüsten und vierteln. Die Hälfte der Zitronen­ scheiben, die Patatli, Artischocken­ viertel und ca. 2 EL schwarze Oliven auf ein Stück Backpapier legen. Salzen und pfeffern. Fisch mit restlichen Zitronenscheiben füllen. Mit 2 Zweigen Estragon auf das Gemüse legen. Mit 2 EL Olivenöl beträufeln. Papier zu einem dichten Päckchen verschliessen. Wolfsbarsch bei 180 °C 25 Minuten garen.

Asiatisch

Lachs mit IngwerSesam-Marinade Für 4 Personen 200 g Gemüse, z. B. Rüebli, Frühlings­ zwiebeln, Kefen und Peperoni, in dünne Streifen oder Scheiben schneiden. Mit 20 g Mungobohnensprossen auf 4 Stück Backpapier verteilen. Je 1 Stück Lachstranche à ca. 150 g daraufegen. 2 cm Ingwer fein hacken. Mit 2 TL Sesam­ samen, 2 EL Sesamöl, 3 EL Sojasauce, 2 EL Limettensaft und 2 TL Honig zu einer Marinade verrühren. Über den Lachs träufeln. Papierstücke zu dichten Päckchen verschliessen. Nach Belieben mit Küchenschnur fixieren. Lachs bei 160 °C ca. 12 Minuten garen.

Rezepte www.saison.ch

Marianne Breu, wie steht es weltweit um die Fischbestände? Die meisten beliebten Speisefische sind über­ fischt, oder sie stehen kurz davor. Heute werden 35 Prozent mehr Fisch und Meeres­ früchte gegessen als noch zur Jahrtausendwende. Ungefähr 9 Kilogramm verspeisen die Schweizer im Durchschnitt pro Jahr. Wie kann jeder Einzelne der Überfischung entgegenwirken? Fisch essen mit Mass und als Delikatesse. Wer Meeresfische mag, sollte sich an die Empfehlungen des WWF halten und beim Einkauf die Labels MSC für Fische aus Wild­ fang sowie Bio und ASC für Fische aus der Zucht bevorzugen. Auch Fische aus Schweizer Seen sind stets eine gute Wahl. Die Migros geht im schweize­ rischen Detailhandel mit gutem Beispiel voran. Sollte man besser Wildfang- oder Zuchtfisch essen? Das kann man generell nicht so einfach beant­ worten. Bei Fischereien haben wir das Problem der Überfischung und die Auswirkungen auf den Meereslebensraum. Konventionelle Zuchten verschmutzen oft das Ab­ wasser mit Chemikalien und Antibiotika. Sie er­ höhen zudem den Druck auf die Wildbestände, wenn für die Fütterung der Zuchtfische viel Fischmehl und Fischöl verwendet wird. Deshalb ist es wichtig, beim Zucht­ fisch auf die Labels Bio und ASC zu achten, da sie

unter anderem strenge Richtlinien zur Haltung und Fütterung vorgeben. Ein Generation-MVersprechen der Migros lautet, bis 2020 nur noch nachhaltigen Fisch anzubieten. Was halten Sie davon? Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit. Wenn sämtliche Fische aus nachhaltigen Quellen stammen, kann der Kon­ sument nicht mehr viel «falsch» machen, solange er nicht unangemessen viel Fisch konsumiert. Die Migros ist 2008 der WWF Seafood Group beigetreten und nimmt seitdem bedrohte Fischarten konsequent aus dem Sortiment. Marianne Breu ist Fisch-

expertin und Leiterin der WWF Seafood Group.

MSC steht für eine zertifizierte, nachhaltige Fischerei. Die Fische und Meeresfrüchte stammen immer aus Wildfang.

ASC steht für eine zertifizierte, verantwortungsvolle Zucht, die ökologische und soziale Richtlinien befolgen muss.

Migros Bio steht für eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur. Das Bio-Sortiment umfasst rund 1600 Produkte.

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TEILNAHMEBEDINGUNGEN : Kostenloser Wettbewerb ohne Kaufverpflichtung. Die Teilnehmer müssen ihren Wohnsitz in der Schweiz haben. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt. Zu gewinnen sind Eintrittskarten der Schweizer Cinéma Pathé für Kinder und Erwachsene. Die Karten sind für alle Filmvorführungen gültig, auch 3D. Allfällige Kosten für 3D-Brillen müssen jedoch von den Gewinnern getragen werden. Die Preise werden nicht in bar ausbezahlt. Teilnahmeschluss : 31.10.2015. Eventuelle Steuern oder sonstige Unkosten im Zusammenhang mit dem Preis trägt der Gewinner.

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MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 57

Limonada

Herbsüsse Früchte setzen den Akzent Eisgekühlt sind natürlich auch die herbsüssen Limonadas besonders erfrischend. Was sie von vergleichbaren Softdrinks unterscheidet, ist der hohe Fruchtsaftanteil von 10 bis 18 Prozent sowie der niedrige Kaloriengehalt: Alle drei Geschmackskombinationen – Lemon & Lime, Orange & Cactus Pear, Pink Grapefruit & Cran­ berry – enthalten maximal 28 Kilokalorien pro Deziliter und damit rund 30 Prozent weniger als herkömmliche Limonaden. Und sie kommen ohne Süssungsmittel, künstliche Aromen, Konservierungs­ oder Farbstoffe aus. Für den grossen Durst gibt es die Limonadas in der 1­Liter­Flasche einzeln sowie als Gebinde à vier Flaschen. Die Sorte Lemon & Lime ist auch in der 0,4­Liter­Flasche erhältlich.

Limonada Lemon & Lime, 1 l Fr. 1.90

Limonada Orange & Cactus Pear, 1 l* Fr. 1.90 * in grösseren Filialen

Limonada Pink Grapefruit & Cranberry, 1 l* Fr. 1.90

Bild: Yves Roth; Styling: Esther Egli

Limonada Lemon & Lime, 400 ml Fr. 1.– Am besten on the rocks: Wem an heissen Tagen der Sinn nach einem Süssgetränk mit einer fruchtig-herben Note steht, gönnt sich eine eisgekühlte Limonada.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Limonadas.


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MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 59

Saisonküche

Stachliger Liebling

Ihre Blüte ist violett, doch zu sehen ist sie nur selten. Denn die Artischocke wird als grüne Blütenknospe geerntet. Und sie steckt voller Geschmack. Unsere drei Rezepte für eine Zubereitung auf mediterrane Art liefern den Beweis.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Claudia Schmidt Bilder und Styling: Christine Benz Rezepte: Annina Ciocco

Aufwand ca. 15 Minuten Für 4 Personen

Noch mehr Rezepte

Mit fertigen Fladenbroten und Antipasti-Artischocken sind die Piadine im Nu zubereitet.

Die Saisonküche gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch/abo


60 | MM35, 24.8.2015 | MIGROS-WELT

Piadina mit Artischockenvierteln

Gratinierte Artischockenböden

Artischocke mit Mayonnaise

Aufwand ca. 40 Minuten für 4 Personen

Aufwand ca. 15 Minuten

Aufwand

für 4 Personen

ca. 25 Minuten für 4 Personen

Zutaten für 4 Personen 2 Tomaten 4 Fladenbrote, z. B. Piadine à ca. 120 g 150 g Pesto calabrese 200 g Antipasti Artischockenviertel 40 g Rucola 200 g Gorgonzola Pfeffer Zubereitung

Tomaten in dünne Scheiben schneiden. Fladenbrot in einer beschichteten Brat­ pfanne beidseitig ohne Fett kurz knusprig rösten. Fladenbrot mit Pesto bestreichen. Je die Hälfte mit Tomatenscheiben, Arti­ schockenvierteln und Rucola belegen. Gorgonzola in kleine Würfel schneiden und darübergeben. Mit Pfeffer würzen. Fladenbrot in der Mitte falten und leicht zusammendrücken. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

Pro Person ca. 21 g Eiweiss, 34 g Fett, 69 g Kohlenhydrate, 2800 kJ/670 kcal

Vorspeise oder Beilage für 4 Personen 2 Dosen Artischockenböden à 400 g (ca. 18 Stück) 1 Bund gemischte Kräuter, z. B. Petersilie und Schnittlauch 400 g Doppelrahmfrischkäse 1 Knoblauchzehe Salz, Pfeffer 20 g Butter 30 g Paniermehl

4 8 EL 1 1 TL 2 2 4 dl 2 EL

Zubereitung

Zubereitung

Backofen auf 200 °C vorheizen. Artischo­ ckenböden abgiessen, abspülen und abtropfen lassen. Kräuter grob hacken. Zum Frischkäse geben. Knoblauch dazu­ pressen. Mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Artischockenböden mit je ca. 1 gehäuften EL Frischkäse füllen. Butter in einer Bratpanne schmelzen. Paniermehl zugeben. Rösten, bis es gold­ braun ist. Auf den Frischkäse geben. Artischocken auf ein mit Backpapier belegtes Blech oder in Gratinformen geben. In der oberen Ofenhälfte ca. 10 Minuten gratinieren. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Pro Person ca. 16 g Eiweiss, 36 g Fett, 12 g Kohlenhydrate, 1800 kJ/430 kcal

Zutaten für 4 Personen

Salz ganze Artischocken à ca. 800 g Weissweinessig Lorbeerblatt Pfefferkörner Gewürznelken frische Eigelb, zimmerwarm Sonnenblumenöl Zitronensaft Weisser Pfeffer

1. In einer grossen Pfanne reichlich Wasser aufkochen, salzen. Inzwischen von den Arti­ schocken den Stiel abbrechen. Bei Bedarf den Artischockenboden flach schneiden. Artischocken in Salzwasser ca. 30 Minuten weich kochen. Die Artischocken sind gar, wenn man mit einem Messerchen mit gleich­ mässigem Widerstand beim Stielansatz in den Boden stechen kann. 2. Essig in eine kleine Pfanne geben. Mit Lorbeerblatt, Pfefferkörnern und Nelken aufkochen. Bis auf 2 EL Flüssigkeit ein­ köcheln lassen, absieben und mit den Eigelben verquirlen. Das Öl in einem sehr feinen Strahl (Faden) unter ständigem Rühren mit einem Schwingbesen zur Eimasse geben. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Zu den Artischocken servieren. Wichtig: Mayonnaise wegen des rohen Eigelbs sofort geniessen! Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

Pro Person ca. 12 g Eiweiss, 95 g Fett, 12 g Kohlenhydrate, 3950 kJ/940 kcal


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FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Hirschpfeffer gekocht, 350 g oder 600 g, Neuseeland, z.B. 600 g 10.50 statt 17.50 40% Ofenfleischkäse oder Möckli, Bio, z.B. Ofenfleischkäse, Schweiz, per 100 g 2.35 statt 2.95 20% Cervelas im 5er-Pack, TerraSuisse, 5 x 2 Stück, 1 kg 5.85 statt 11.75 50% Nuss-Schinkli geräuchert, TerraSuisse, per 100 g 1.55 statt 3.10 50% Optigal Pouletschnitzel, Schweiz, z.B. nature, 2 Stück, per 100 g 2.80 statt 3.30 15% Forellenfilets geräuchert im 3er-Pack, Bio, Dänemark, 3 x 100 g 10.– statt 15.– 33% * Hinterbeinschinken geschnitten, «Aus der Region.», per 100 g 3.– statt 3.80 20% Olma-Bratwurst im Duo-Pack, Schweiz, 2 x 320 g 8.80 statt 11.80 25% Landjäger, Schweiz, 4 x 100 g 5.90 statt 7.20 Rindsentrecôte, TerraSuisse, per 100 g 5.10 statt 7.40 30% Rindsplätzli à la minute, TerraSuisse, per 100 g 3.– statt 5.05 40% Schweinsfilet, Schweizer Fleisch, per 100 g 3.65 statt 5.55 33% Emmentaler Brät-Cordon-bleu, Schweizer Fleisch, per 100 g 2.– statt 2.50 20% Schweinshalssteak gewürzt, Schweizer Fleisch, per 100 g 1.20 statt 2.40 50% Zigeunerbraten, Schweizer Fleisch, per 100 g 2.– statt 2.50 20%

Optigal Pouletschenkel gewürzt, Grosspackung, Schweiz, per 100 g 1.20 statt 1.40 Echte Rotzungenfilets, Nordostatlantik, Wildfang, per 100 g 4.20 statt 5.10 Atlantik Rauchlachs, Norwegen, Zucht, 330 g 9.90 statt 19.80 50% Alle Bio Frischfische, per 100 g z.B. Lachsfilet mit Haut, Zucht, aus Norwegen 3.60 statt 4.50 20% *

BROT UND MILCHPRODUKTE Alle M-Classic Kleinbrote, abgepackt, z.B. Mini-Sandwiches, 300 g 2.– statt 2.55 20% Schweizer Bratbutter, Migros-Bio, 250 g 5.50 statt 6.90 20% Valflora M-Drink UHT, 12 x 1 Liter 10.90 statt 15.60 30% Alle Farmer Joghurts 225 g, z.B. Crunchy Waldbeeren 1.60 statt 2.– 20% Alle Bio Joghurt (ohne Schafmilchjoghurt), z.B. Erdbeer, 180 g –.60 statt –.75 20% Fondue Swiss-Style Moitié-Moitié 2 x 800 g oder Mini-Fondue Moitié-Moitié 2 x 200 g, z.B. SwissStyle Moitié-Moitié, 2 x 800 g 22.40 statt 28.– 20% Alle Alfredo Mozzarella, z.B. Mozzarella, 150 g 20x 1.45 20x PUNKTE Bündner Bergkäse, Bio, per 100 g 1.80 statt 2.30 20% Käse in Bedienung: Alpenkräuterkäse, Bio, per 100 g 2.40 statt 2.85 Emmentaler, Bio, per 100 g 1.60 statt 2.– Tête de Moine, Bio, per 100 g 2.05 statt 2.60 20% Der scharfe Maxx Scheiben im Duo-Pack, 2 x 150 g 7.90 statt 9.90

BLUMEN & PFLANZEN Rosenzauber, Fairtrade, erhältlich in diversen Farben, Stiellänge 40 cm, Bund à 30 Stück 13.50 Chrysantheme Indicum, im 12-cm-Topf, pro Pflanze 3.90 statt 4.90 20% Enzian, im 10-cm-Topf, pro Pflanze 5.50 statt 6.90 20%

WEITERE LEBENSMITTEL Alle Frey Adoro, UTZ, z.B. Kugeln Milch, 200 g 6.55 statt 8.20 20% ** Toffifee, 375 g 5.60 statt 6.30 10% Alle Frey Les Délices oder Les Adorables Tafelschokoladen à 100 g, UTZ, beim Kauf ab 3 Produkten, jedes –.30 günstiger, z.B. Les Adorables Pistache 1.90 statt 2.20 Alle Migros-Bio oder Walkers Bio Biscuits, z.B. Dinkelgebäck Rosinen, 260 g 2.75 statt 3.45 20%

Kakaogetränk, Migros-Bio, Fairtrade, 500 g 6.05 statt 7.60 20% Kaffee Espresso Classico oder Exquisito, gemahlen, im 3er-Pack, UTZ, z.B. Espresso Classico, 3 x 250 g 9.20 statt 13.20 30% Alle Bio Yogi Tees, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 1.– günstiger, z.B. Ingwer-Zitrone, 17 Beutel 3.95 statt 4.95 Extra Fit & Well Fruchtaufstriche, z.B. Aprikosen, 365 g 1.65 statt 2.10 20% ** Alle Migros-Bio Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne oder KernenNuss-Mix, z.B. Kürbiskerne, Beutel, 400 g 4.95 statt 6.20 20% Chia-Samen, Bio, 200 g 20x 5.20 NEU *,** Amaranth Knuspermüesli mit Chia und Apfel, Bio, 20x 500 g 5.80 NEU *,** Gesamtes Farmer Sortiment, z.B. Getreidestängel Farmer Soft, Brombeer & Apfel, 9 Riegel, 234 g 3.50 statt 4.40 20% ** Alle Migros-Bio Trockenfrüchte oder Nüsse, z.B. Mangoschnitze, 100 g 3.05 statt 3.60 15% Holi Passionsfrucht, Pfirsich oder Green Apple, 250 ml, z.B. Passionsfrucht 1.– NEU *,** 20x Apfelsprudel, TerraSuisse, 1.5 Liter oder 6 x 1.5 Liter, z.B. 1.5 Liter 1.25 statt 1.85 30% Alle Vittel im 6er-Pack oder 8er-Pack, z.B. 6 x 1.5 Liter 3.80 statt 5.70 33% Alle Migros-Bio Getränke, z.B. Ice Tea Alpenkräuter, 1 Liter 1.25 statt 1.60 20% Alle Migros-Bio Getreidekörner, Hülsenfrüchte oder Quinoa, z.B. Quinoa weiss, Bio, Fairtrade, 400 g 4.45 statt 5.60 20% Alle Migros-Bio Mifloc oder Rösti, z.B. Mifloc Kartoffelstock, 2 x 95 g 3.15 statt 3.95 20% Alle Migros-Bio Teigwaren, Pastasaucen oder Tomatenkonserven, z.B. Gehackte geschälte Tomaten, 280 g 1.05 statt 1.35 20% Schweizer Sonnenblumenöl oder Rapsöl, Migros-Bio, z.B. Rapsöl, 50 cl 6.90 French Dressing mit Kräutern, Migros-Bio, 450 ml 2.80 statt 3.55 20% Alle Thomy Mayonnaise, Thomynaise oder Senf, z.B. Mayonnaise à la française, 265 g 2.– statt 2.50 20% Alle Bio Mayonnaise, Tartare oder Ketchup (ohne Alnatura), z.B. Mayonnaise, 265 g 1.75 statt 2.20 20% Alle Bon Chef Bouillons in der Dose, beim Kauf ab 2 Stück, jedes 2.– günstiger, z.B. Gemüse, fettfrei, 230 g 3.40 statt 5.40 Alle Migros-Bio Konserven oder Fertiggerichte, z.B. Maiskörner, 285 g 1.35 statt 1.70 20% Alle Migros-Bio Chips, 140 g, z.B. Nature 2.10 statt 2.65 20% Jumpy’s Sour Cream, 100 g 20x 2.30 NEU ** Sélection Sfiziosi al pomo20x doro, 200 g 3.80 NEU *,** Sélection Tarallini traditionale, 20x 200 g 3.80 NEU *,** Salzsticks, aha!, 100 g 20x 2.50 NEU *,**

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 7.9. Genossenschaft Migros Aare ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 25.8. BIS 31.8.2015, SOLANGE VORRAT

Nussrollen, Birnweggli und Bio Birnweggen, z.B. Nussrollen, 4 x 55 g 2.85 statt 3.60 20% Anna’s Best Vegi Bulgursalat, 20x 300 g 6.40 NEU *,** Alle Bio Frischsäfte, z.B. Orangensaft, 75 cl 2.70 statt 3.40 20% Tradition Salatsaucen Mini, 60 ml, z.B. Française 20x –.70 NEU *,** M-Classic Tortelloni oder Ravioli im 3er-Pack, z.B. Ravioli Käse/ Pesto, 3 x 250 g 9.– statt 12.90 30% Alle Rouladen ungekühlt, z.B. Himbeer-Roulade, 330 g 2.95 statt 3.70 20% Picknickeier, Bio, Schweiz, 4 Stück à 50 g+ 3.– statt 3.85 20%

NEAR-/NON-FOOD Alle Essence Ultîme oder Gliss Kur Haarprodukte (ohne Mehrfachpackungen), z.B. Essence Repair Shampoo, 250 ml 5.50 statt 6.90 20% ** Alle Syoss oder Taft Haarprodukte im Duo-Pack, z.B. Syoss Moisture Intensive Care Shampoo, 2 x 500 ml 9.75 statt 12.20 20% ** Alle Syoss oder Schwarzkopf Colorationen, z.B. Schwarzkopf Brillance, Dunkelbraun 880, pro Packung 8.– statt 10.– ** Diverse Nivea Gesichts- oder Körperpflegeprodukte im DuoPack, z.B. Reichhaltige Tagescreme, 2 x 50 ml 12.– statt 15.– 20% ** Gesamtes Secure Hygienesortiment (ohne Servicebeutel), beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 1.50 günstiger, z.B. Hygieneeinlagen light plus, Packung à 24 Stück 4.20 statt 5.70 ** Gesamtes I am Natural Cosmetics Sortiment (ohne Mehrfachpackungen), z.B. 3in1-Fussbalsam, 20x 75 ml 4.90 20x PUNKTE ** Damen-Nachtwäsche, -Homewear oder -Morgenmäntel, erhältlich in diversen Farben, Gr. S–XXL, z.B. Pyjama, Bio Cotton, rot, Gr. M 23.80 statt 29.80 20% ** Gesamtes Bio Cotton Damenoder Herren-Sortiment, erhältlich in diversen Farben und Grössen, z.B. John Adams Herren-Shirt, weiss, Gr. M 14.20 statt 17.80 20% ** Total Waschmittel, ab 2 Stück, ab 1 kg oder 1 Liter, z.B. Color, 2.475 kg 7.95 statt 15.90 50% Alle Handymatic Produkte, ab 2 Produkten (ohne Regeneriersalz), jedes 1.20 günstiger, z.B. Classic Pure Shine Spülglanz, 500 ml 2.30 statt 3.50 ** Alle Hygo Produkte, ab 2 Produkten, jedes –.60 günstiger, z.B. WC Maximum Power Tabs, 10 x 25 g 4.30 statt 4.90 ** M-Classic Javel Tabs, 35 Tabs 20x 4.70 NEU *,** Migros Plus Reinigungsmittel im Duo-Pack, z.B. Glasreiniger, Flasche und Nachfüllbeutel, 2 x 750 ml 6.10 statt 8.15 25% ** Alle Potz Reinigungsmittel im Duo-Pack, 1.50 günstiger, z.B. Badreiniger, Flasche und Nachfüllbeutel, 2 x 500 ml 5.90 statt 7.40 ** Migros Fresh Classic RaumduftKugeln, z.B. Purple Rain 20x 3.90 NEU *,** Microfaser Bodenreinigungsgerät, pro Stück 7.90 **


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MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 69

Rund um die Artischocke So lagert man sie

Frische Artischocken bleiben in Folie oder in einem feuchten Tuch einige Tage lang frisch. Gekochte Artischocken sollten innerhalb von 24 Stunden verzehrt werden, weil sie dann anfangen, Giftstoffe zu entwickeln. Auch klein sehr fein Neben den allgemein bekannten grossen Blütenknospen gibt es kleine Artischocken. Die früh geernteten Exemplare kann man im Ganzen essen, da sie weniger faserig sind und kaum Heu (feine Härchen unter den Blättern) enthalten. Sie eignen sich sowohl zum Kochen als auch auch zum Braten. So isst man sie

Bei den gekochten ganzen Artischocken darf man die Blätter mit den Fingern anfassen. Die Blätter werden dann ausgelutscht. Bereits fertig zubereitete Artischockenböden isst man normal mit Messer und Gabel.

Wissenswertes

Mehr Rezepte unter Saison.ch

Einfach zubereitet Die meisten kennen die Artischocke, die zu den distelartigen Gewächsen gehört, oft nur als fertige Antipasti. Dabei ist die Zubereitung frischer Exemplare gar nicht kompliziert.

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1

Nach dem Waschen bricht man den Stiel ab. Dabei lösen sich harte Fasern vom Boden. Die Schnittstellen werden sofort mit Zitronensaft beträufelt.

Mit einer Schere werden die Spitzen der äusseren Blätter abgeschnitten. Legen Sie sich jetzt schon eine Zitronenscheibe parat und bringen Sie eine grosse Pfanne mit Salzwasser zum Kochen.

3

Das macht sie wertvoll

Die in der Artischocke enthaltenen Bitterstoffe regen die Leber- und Gallentätigkeit an und senken den Cholesterinspiegel. Aufgrund dieser gesundheitsfördernden Eigenschaften wurde die Artischocke 2003 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Die Bitterstoffe sind übrigens auch in eingelegten Antipasti enthalten. Artischocken sind in der Migros regional erhältlich.

In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Mit einem Messer trennen Sie den oberen Teil der Artischocke ab. Legen Sie die Zitronenscheibe auf die Schnittfläche und binden Sie sie mit Küchen­ garn fest, sonst wird die Artischocke braun.

Geben Sie die Artischocke ins kochende Wasser. Ca. 30 Minuten kochen, bis sich ein Blatt leicht löst. Umgekehrt abtropfen lassen.

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Mit einem Kugel­ ausstecher vorsichtig das Heu in der Mitte herauslöffeln. Die Artischocke bis zum Verzehr in Zitronen­ wasser legen oder weiterverarbeiten.

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70 | MM35, 24.8.2015 | MIGROS-WELT

Kindgerechte Ernährung

Der bessere Znüni Eine Zwischenmahlzeit schenkt Kindern Kraft für neue Taten. Sie sollte jedoch möglichst ausgewogen und vollwertig sein. Text: Anna-Katharina Ris

Bilder: Daniel Aeschlimann

Blévita Hafer-Honig 6 Portionen, 216 g Fr. 3.90 In grösseren Filialen

Äpfel Gala per kg Tagespreis

Lilibiggs Maiswaffeln 130 g Fr. 1.65

Weil für eine ausgewogene Ernährung stets auch die Menge wichtig ist, sind die Lilibiggs-Produkte entsprechend portioniert. Blévitas kommen gleich in der praktischen Portionenpackung.


MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 71

Bio Farmer Junior Erdbeere­Apfel, 6 Riegel à 23 g Fr. 3.80

Lilibiggs Joghurt Drink Erdbeer, 4 x 125 ml Fr. 2.95

Lilibiggs Petit Suisse, 6 x 50 g Fr. 2.35

Für die kleine Stärkung zwischendurch darf es auch mal ein Getreideriegel, ein Joghurt-Drink oder ein fruchtiger Petit Suisse auf Basis von Frischkäse sein.

Ob beim Herumtollen auf dem Spielplatz oder beim Lernen in der Schule: Bleibt der Magen leer, schwindet rasch die Energie. Deshalb sind Zwischenmahlzeiten wie der Znüni für den Nach­ wuchs besonders wichtig. Ideale Kost dafür sind Gemüse, Milchprodukte und Früchte, aber hie und da auch Naschereien wie ein Getreideriegel. Im Lilibiggs­Sortiment finden Eltern hochwertige Produkte, die den Kindern schmecken.

Lilibiggs

Gut motiviert ist halb gegessen Für Lilibiggs-Produkte gelten strenge Ernährungsrichtlinien.

Sie betreffen unter anderem den Gehalt an Energie, Fett und gesättigten Fettsäuren, hinzugefügtem Zucker und Salz. Geschmacks­ verstärker und Farb­ stoffe sind nicht erlaubt, künstliche Süssungs­ mittel nur in Bonbons sowie in Zahnpflege­ kaugummis. Die beste Prävention hinsichtlich ungesunder Ernährung und

Folgen wie Fettleibigkeit ist das gute Beispiel, mit dem die Eltern vor­ angehen sollten. Zudem ist es sinnvoll, wenn die Kinder möglichst viele verschiedene Lebens­ mittel und Zubereitungs­ arten kennenlernen. Obst, Gemüse, Milchund Getreideprodukte sind empfehlenswert.

Bei Letzteren sollte man darauf achten, den Kin­ dern möglichst Produkte aus Vollkorn­ statt aus Weissmehl anzubieten. Allgemein gilt die Devise «So wenig zugesetzten Zucker wie möglich sowie Süsses bewusst geniessen». Um den Kindern vollwertige Lebensmittel schmackhaft zu machen, kann man

sie zum gemeinsamen Kochen einladen. Wenn es gelingt, den Koch­ vorgang altersgerecht, also spielerisch und spannend, zu gestalten, sollte die Motivation dazu kein Problem sein.


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MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 73

Gruyère AOP Surchoix

Öffnen leicht gemacht Dank der neuen Verpackung ist der Gruyère AOP Surchoix schneller genussbereit. Musste die Schutzhülle vorher aufgeschnitten werden, so lässt sie sich jetzt einfach und ganz ohne Hilfsmittel mit der markierten Lasche öffnen. Nichts verändert hat sich indes an der bewährten Rezeptur. Über zwölf Monate Reifezeit benötigt der würzige Hartkäse aus Rohmilch für seinen typisch rezenten Geschmack, dem er seinen Sonderstatus verdankt: Der Gruyère AOC Surchoix behauptet in der Beliebtheitsskala der Schweizer Käsekultur einen Spitzenplatz.

Bild: Guy Jost

Le Gruyère AOP Surchcoix, ca. 250 g, per 100 g Fr. 2.–

Die M-Industrie stellt viele beliebte MigrosProdukte her. Dazu zählt auch der Gruyère AOP Surchoix.


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Drink 2 cl Pfirsichsirup 2 cl Zitronensaft Passaia 50 cl Das Glas mit etwas Eis befüllen, Pfirsichsirup, Zitronensaft dazugeben und anschliessend mit Passaia auffüllen. Kurz umrühren und mit einem Zitronschnitz und etwas Minze garnieren.

* Passaia light erhältlich in grösseren Migros-Filialen.

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MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 75

Farmer

Gamen und Energie tanken 4 WanderWochenenden

in der Schweiz im Wert von je 1000 Franken zu gewinnen! Migros.ch/farmer

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Farmer aha! Nuts & Fruit Cranberry, 3 Riegel Fr. 3.35* statt 4.20

Farmer-Riegel liefern Energie, wenn man sie braucht. Es gibt auch glutenfreie Varianten.

Vom 25. 8. bis 7. 9.

Bild: Yves Roth

Ein Farmer-Riegel fördert die Ausdauer und Konzentration. Dank ihres hohen Getreideanteils

Farmer Croc Waldbeeren Knabbermüesli, 500 g Fr. 3.80* statt 4.80

Farmer Flakes Nature, 500 g Fr. 3.65* statt 4.60

Farmer Joghurt Schokolade, 35 g Fr. 1.60* statt 2.–

liefern die Farmer-Produkte zu jeder Tageszeit natürliche Energie und wertvolle Ballaststoffe. Das umfangreiche Sortiment der Marke wird laufend erweitert. Dazu gehören die klassischen Riegel ebenso wie die Flakes mit extra hohem Vollkornanteil, das Croc-Knuspermüesli und das cremige Joghurt.


76 | MM35, 24.8.2015 | AKTUELL

Ferienlager

Klar zum Entern!

20 Kinder nahmen Ende Juli am Seepiratenlager des WWF teil. Während sechs Tagen lebten die Kleinen mitten in der Natur und lernten, ihr Sorge zu tragen. Text: Daniel Schriber

Bilder: Tomas Wüthrich

A

uf den ersten Blick wirkt am Neuenburgersee alles ruhig. Nur vereinzelt sind Boote zu sehen. Als plötzlich die «MS Jura» mit gehisster Piratenflagge am Steg von Auvernier NE anlegt und 20 Piraten mit Holzschwertern an Land stürmen, ist es mit dieser Stille vorbei. Keine Spuren hinterlassen

8- bis 11-jährig sind die Kinder, die Ende Juli am Seepiratenlager des WWF teilgenommen haben. Sechs Tage lang waren sie mit ihrem schwimmenden

Zuhause auf dem Murten-, Bieler- und Neuenburgersee unterwegs und haben jede Nacht woanders geschlafen. Neben der Suche nach einem verborgenen Piratenschatz stand während des WWF-Lagers der Umgang mit Abfall im Zentrum. «Wir haben die Kinder in spielerischer Form sensibilisiert», sagt Lagerleiterin Verena Zesiger. «Wir brachten ihnen bei, in der Natur keine Spuren zu hinterlassen und zu Tieren und Pflanzen Sorge zu tragen. Dies haben wir ihnen täglich unauffällig, aber wirksam vorgelebt.» MM

Migros-Versprechen

Kindern die Natur näherbringen Bis Ende 2015 will die Migros rund 200 000 Kinder und Jugendliche für Umweltthemen sensibilisieren. Sie ist deshalb Sponsorin der Kinder- und Jugendbildung des WWF. Seit 2012 haben bisher insgesamt 176 637 Kinder und Jugendliche an WWF-Umweltprogrammen wie Ferienlager teilgenommen. Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. Die Partnerschaft mit dem WWF leistet dazu einen wertvollen Beitrag. Ein Teil von

Jascha Graepel (9), Basel Piratenname: Marlon

«Toll finde ich, dass wir unsere Kleider zerschneiden durften – so, wie es sich für richtige Piraten gehört. Am liebsten suche ich im Wasser nach schönen Steinen oder Muscheln, die ich dann in meine Sammlung aufnehme. Die Seen hier sind voll davon.»


AKTUELL | MM35, 24.8.2015 | 77

Andrina Bigler (9), Arch BE Piratenname: Lustiger Tschek

«Die Piratentaufe hat mir am besten gefallen. Nun hoffe ich, dass wir Ende Woche den verborgenen Piratenschatz finden. Cool ist, dass wir oft in der Natur unterwegs sind. Für mich ist klar, dass ich meinen Abfall nie liegen lasse.»

Moe Blattner (8), Flüh SO Piratenname: Moutsch

«Am besten gefällt mir, dass wir jeden Tag baden können. Ich war bis jetzt keine so gute Schwimmerin und habe viel dazugelernt. Über den Umgang mit der Natur habe ich dafür schon viel gewusst – schliesslich ist mein Vater Gärtner.»

Darius Jaggi (8), Gerlafingen SO Piratenname: Totenkopf-Äffli

«Den Piratennamen Totenkopf-Äffli habe ich gewählt, weil ich gut klettern kann. Ich bin aber auch sonst gern draussen unterwegs und weiss bereits gut, wie man sich in der Natur verhalten sollte.»

Robin Eng (9), Villnachern AG Piratenname: Käpt’n Knitterbart Mafalda Sambo (8), Genf Piratenname: Diabolita

«Diabolita bedeutet kleiner Teufel. Ich glaube, dieser Name passt ganz gut zu mir. Hier im WWF-Lager bin ich aber nett zu den anderen Kindern. Böse werde ich nur, wenn feindliche Piraten auftauchen.»

«Während sich meine Freunde für Fussball oder Playstation interessieren, verbringe ich meine Freizeit am liebsten in der Natur und beschäftige mich mit Vögeln. Spannende Tiere gibts auch hier im Lager zu entdecken.»


Profitieren Sie!

Montag

Pasta-Tag 9.80

pro Teller und Person

Angebotszeiten je nach Restaurant.

Zeit zum Geniessen.


MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 79

Haben Sie eine Frage?

Frage der Woche

Kontaktieren Sie uns!

«Ist das Terra-Suisse-Rapsöl kalt oder warm gepresst?»

M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Bei der Pressung der kleinen, harten Rapskörner wird durch Druck und Reibung Wärme von bis zu 100 Grad erzeugt, weshalb das Öl nicht als kalt gepresst bezeichnet werden kann.

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr.

Das Öl wird nach der Pressung schonend weiter verarbeitet, lediglich gedämpft und nicht raffiniert. Dadurch bleiben der typische Geschmack und die goldgelbe Farbe erhalten.

Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.

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80 | MM35, 24.8.2015 | MIGROS-WELT

Potz und Migros Plus

Fit für den Herbstputz

Die Aussicht auf ein blitzsauberes Zuhause, wenn der Herbst Einzug hält, motiviert zum Putzen, auch wenn dies für viele mehr eine Pflichtübung als Lieblingsbeschäftigung darstellt. Mit den passenden Reinigungsmitteln von Migros Plus und Potz geht die Sache schnell und mühelos von der Hand.

Text: Jacqueline Vinzelberg

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Aktion* Bis zu 25% Rabatt auf Putzmittel von Migros Plus und Potz bis 7. 9.

Mit dem Glasreiniger von Potz lassen sich Fenster, Glastüren und spiegelnde Oberflächen im Handum­ drehen streifenfrei säubern. Selbst Fettspritzer werden mühelos beseitigt. Potz Glasreiniger Duo, 2 x 500 ml Fr. 5.90* statt 7.40

Kraftprotz gegen Schmutz Das Erfolgsgeheimnis von Potz liegt in seinen effizien­ ten Rezepturen. Dank der Power-Protect-Formel stimmt das Reinigungs­ resultat. Selbst gröbster Schmutz lässt sich derart gründlich beseitigen, dass es länger als gewöhnlich dauert, bis der nächste Putzeinsatz nötig ist.

Alle abwaschbaren Flächen werden mit dem 1­for­all­ Allzweckreiniger von Potz hygienisch und glänzend sauber. Die Quick­dry­Formel macht Nachwischen und Trockenreiben überflüssig. Potz 1 for all, APC Duo, 2 x 1 l Fr. 5.25* statt 6.75

Die Reinigungsmittel von Migros Plus und Potz machen das Putzen einfach leichter.

Bild: shutterstock

Potz

Sollen hässliche Kalkbeläge von Oberflächen oder aus Haushaltsgeräten entfernt werden, ist der Sofort­ entkalker das probate Mittel. Er hat eine sehr kurze Einwirkungszeit und schützt vor Korrosionsschäden. Potz Calc Duo, 2 x 1 l Fr. 8.30* statt 9.80


MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 81

Migros Plus

Gut zur Umwelt Die Reinigungsmittel von Migros Plus beziehen ihre wirkungsvolle Reinigungskraft aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen. Sie sind allesamt zu 97 bis 100 Prozent biologisch abbaubar und ausserdem dermatologisch getestet. Auch bei der Verpackung punktet Migros Plus in Sachen Umweltverträglichkeit und setzt auf Nachfüllbeutel und Wiederverwertung. So sind sämtliche PET-Flaschen aus 100% rezykliertem Material hergestellt.

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Wenn es im Bad natürlich frisch duften und glänzen soll, ist der Badreiniger von Migros Plus die richtige Wahl. Selbst hartnäckiger Schmutz wie Seifenreste und Kalkflecken sind gegen ihn chancenlos. Migros Plus Badreiniger Duo, 2 x 750 ml Fr. 6.10* statt 8.15

Wasserflecken, Schmutz und unangenehme Gerüche beseitigt der Apfelessigreiniger gründlich. Er ist deshalb ideal für Duschkabinen, Luftbefeuchter, Vasen und sonstige Glasbehälter. Migros Plus Apfelessigreiniger Duo, 2 x 1 l Fr. 4.75* statt 6.35

Mit der natürlichen Kraft der Zitrone säubert der Cremereiniger Oberflächen aus Chromstahl, Email und Glaskeramik sowie Armaturen besonders schonend. Migros Plus Cremereiniger Duo, 2 x 500 ml Fr.5.25* statt 7.–

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch Putzmittel von Potz und Migros Plus.


82 | MM35, 24.8.2015 | MIGROS-WELT

Elefantöser Blickfang: Dekofigur Animal aus Suar-Holz, handgefertigt, Höhe 14,5 cm Fr. 34.90

Tierisch gut drauf

Hol dir den Tiger ins Haus

In der Micasa

Nicht nur im Migros-Sortiment bellt, kreischt, brüllt und schnurrt es: Tiere sind zurzeit einfach omnipräsent. Steven Spielberg lässt erneut die Dinos über die Leinwand stampfen, während auf Facebook, Instagram und Co. der Stubentiger zum unangefochtenen Star avanciert ist – mittlerweile gibt es sogar eine Selfie-App für besonders narzisstische Katzenfans. Tierisch gut drauf ist man auch in der Modewelt, wo Fuchsschwanz-Imitationen die Ohren von Laufstegmodels umspielen und sich Pudel auf Kleidern räkeln.

Wer Dinos mag, der liebt auch Drachen: Sweater für Knaben mit Kapuze aus Bio-Baumwolle Fr. 19.– In grösseren Filialen

Hier gibt der Affe die Guetsli: Banago Biscuits, 150 g Fr. 2.90 In grösseren Filialen

Zum Kuscheln: Plüschtier Jimeno, Bezug aus 100 % Baumwolle Fr. 29.80 In der Micasa

Für den Stubentiger: Fressnapf aus Melamin und Stahl Fr. 6.50


MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 83

Pudel «bei Fuss»: Damensocken mit Hundemotiv von Lilly Lane, 2 Paar Fr. 7.90 In grösseren Filialen

Määh! Schaukelschaf Dolly aus Schichtholz Birke lackiert, Bezug aus Baumwolle/Polyester Fr. 129.– In der Micasa

Bilder: William Curtis Rolf/ Gallery Stock/Keystone

Für Katzenaugen: Maybelline Mascara Volum’Express The Colossal Cat Eyes 9,5 ml Fr. 16.90

Natur pur: Burt’s Bees Lippenbalsam mit Bienenwachs, 8,5 g Fr. 5.50 In grösseren Filialen

Hier wünscht der Fuchs eine gute Nacht: Satin-Bettwäsche Lucia, 100 % Baumwolle, diverse Grössen ab Fr. 99.90 In der Micasa


84 | MM35, 24.8.2015 | MIGROS-WELT

Die Genossenschaft Genf ist die kleinste

Migros­Genossen­ schaft und zählt rund 40 Migros­Filialen.

Fotorätsel

Kennen Sie das Sehenswerte in Ihrer Region? Mit dem Fotorätsel auf www.ausderregion.ch

können Sie täglich tolle Preise gewinnen. Dabei müssen Sie nur die Sehens­ würdigkeiten Ihrer Region richtig er­ kennen. Gewinnen Sie jeden Tag eine «Aus der Region. Für die Region.»­Geschenk­ karte im Wert von Fr. 50.–, alle 14 Tage ein Wochenende für zwei Personen in der Region. Zum Abschluss des Fotorätsels per Ende September gibts einen Hauptpreis: Unter allen Teilneh­ menden verlost die Migros ein GA der SBB für die erste Klasse. Alle Informationen zum Gewinnspiel: www.ausderregion.ch

«Aus der Region. Für die Region.» ist das Versprechen der Migros, in jeder Region eine grosse Vielfalt an Produkten anzubieten, die in der Region her­ gestellt werden und auch nur in der Region erhältlich sind. Dank jahrzehntelangem Engagement umfasst das Migros­Sortiment heute rund 8000 regionale Produkte.

Schauen Sie den MigrosMitarbeitenden bei der Ernte zu.

Ausderregion.ch

Den Sommertag beginnen Peter Maurin (rechts) und Gregory Roten im Bains des Paquis. Vom Sprungturm überblickt man Genf und die Fontäne.


MIGROS­WELT | MM35, 24.8.2015 | 85

Aus der Region. Für die Region.

Alles Tomate

Migros-Mitarbeitende stellen sich gegenseitig ihre Region vor. Gregory Roten kam aus dem Wallis und besuchte Peter Maurin in Genf. Nach dem Besuch des Bains des Paquis ging es nach Veyrier GE zur Tomatenernte. Text: Claudia Schmidt

Bilder: Anne Gabriel Jürgens, Marvin Zilm

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en Blick auf die Fontäne, das Wahrzeichen der Stadt Genf, hat man überall im Bains des Paquis. Der Migros-Mitarbeitende Peter Maurin hat seinen Kollegen Gregory Roten in das Freibad eingeladen. Im Rahmen gegenseitiger Besuche erhalten Migros-Mitarbeitende einen Einblick in andere Regionen und erfahren Neues über deren Produkte und Produzenten. So lernen sie auch die Vielfalt des Labels «Aus der Region. Für die Region.» in den neun Migros-Regionen kennen. Die beiden Männer trinken einen Kaffee im Café der Badi. Das ist Pflicht, findet Peter Maurin. Er weiss: «Es gibt sogar viele Touristen und Geschäftsleute, die zum Frühstück herkommen, obwohl sie es im Hotel schon bezahlt haben. Und hier müssen sie es sich erst noch selbst holen und anstehen.» Dafür liegt aber auch ein Hauch Internationalität in der Luft. Danach zieht es die beiden auf den Sprungturm. Von dort ist man nicht nur auf Augenhöhe mit der Fontäne, sondern hat auch freie Sicht auf die Stadt. Dann wird es Zeit, nach Veyrier zu fahren. Dort hilft das Duo Patrice Brestaz bei der Tomatenernte.

Illustration: Noël Fischer

Peter Maurin ist Fachleiter für Molkerei­ produkte und Kolonialwaren in der Migros

Charmille. Er findet, dass das Bains des Paquis am Genfersee morgens ganz besonders reizvoll ist. Dorthin lud er seinen Kollegen aus dem Wallis ein.

Lange Erntezeiten, ganzjährig Arbeit

In den Tomatenplantagen gibt es viel zu tun. «Die Pflanzen müssen gestützt, Blätter um die heranreifenden Tomaten abgeknipst werden – sie brauchen Licht um zu reifen», erklärt der Spezialist. Mit einem hydraulischen Hebewagen bewegen sich die «Tomaten-Lernenden» zwischen den Pflanzen rauf und runter – die Stauden sind zu hoch gewachsen, um alle Arbeiten vom Boden aus zu erledigen. Wie gut, dass sie sich schon in der Badi als schwindelfrei erwiesen haben.

Gregory Roten ist gelernter Metzger und Fachleiter Metzgerei in der Migros Sierre. Er besucht die Region Genf.

Les Serres des Marais SA Patrice Brestaz

gründete das Unternehmen 2012 mit seinem Kollegen Alexandre Cudet und baut in Veyrier Tomaten an. Mit den Tomatenpflanzen, die drei bis vier Meter hoch werden, sind die Gemüseprofis das ganze Jahr beschäftigt.


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MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 87

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Beim Hallwilerseelauf erwartet die Läuferinnen und Läufer eine Bilderbuchlandschaft. Text: Jacqueline Mendl

D

ie attraktive Strecke des Hallwiler­ seelaufs ist naturnah und bietet eine prächtige Kulisse. Sie führt durch ein Naturschutzgebiet und über Wiesen und ist ein Genuss für alle Teilnehmenden. Dieses Jahr findet der Hall­ wilerseelauf am 10. Oktober statt. Start­ möglichkeiten gibt es über 21,1 Kilometer, 10 Kilometer und 6,9 Kilometer. Erlebnis­ lauf, Teamlauf, Nordic Walking und Walking

sowie die Schülerläufe «I’M fit» runden das Angebot ab. Die Migros hat neu vor Ort für alle Läufe­ rinnen und Läufer ein kultiges Säckli parat, gefüllt mit vielen Migros­Goodies aus eige­ ner Produktion. Das Schulprojekt «I’M fit» und den Finisher­Clip gibt es auch dieses Jahr wieder. MM Mehr Informationen auf www.hallwilerseelauf.ch

Der Kurs umfasst neun Lektionen und kostet 135 Franken. Weitere Infos: www.klubschule.ch und Tel. 0844 844 900


88 | MM35, 24.8.2015 | MIGROS-WELT

Trekking

Rüstzeug für Abenteurer Drei neue «Outdoor by SportXX»-Shops erleichtern Frischluftfans schon bald den Weg über Stock und Stein. Text: Sarah Baur

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Bild: Fabiana Fenuta

um Ausgleich nach der Arbeit oder am Wochenende zieht es immer mehr Menschen nach draussen. Ob beim Trekking, beim Wandern oder beim Übernach­ ten im Zelt: In der Natur kann man gleichzeitig etwas erleben, Energie abbauen und neue Kraft tanken. Outdoorsport ist beliebt – nicht nur bei Einzelkämpfern, die aben­ teuerliche Strecken und ihre persön­ lichen Grenzen überwinden wollen. Auch Gruppen, die sich zum Wandern treffen, oder Familien, die für die Nacht ihre Zelte an einem schönen Fleck aufschlagen möchten, schätzen das Naturerlebnis. Die passende Bera­ tung für alle Outdoorabenteurer gibt

es bei SportXX. Mit den neuen «Outdoor by SportXX»­Shops wird dem Bedürfnis nach Expertentipps Rechnung getragen. Material auf Herz und Nieren geprüft

Wer sich abseits der Städte bewegt und die Natur gern bei jedem Wetter erkundet, benötigt eine passende Ausrüstung, die komfortabel zu tra­ gen ist und Schutz bietet. Die Spezialisten der Outdoor-Shops prüfen in mehrtägigen Tests im Gelände, wel­ che Produkte sich für ausgedehnte Wanderungen, für Entdeckungs­ reisen fernab der Schweiz oder fürs Zelten in kühlen Nächten eignen. Dank dieser Tests kann bei der Bera­

tung auf die individuellen Bedürfnis­ se der Kunden eingegangen werden. Drei neue Shops

Outdoor by SportXX wird bei folgen­ den drei bestehenden SportXX­Filia­ len in die Verkaufsfläche integriert: SportXX im Wynecenter Buchs (ab 3. September), Shoppyland Schön­ bühl und Zentrum Oberland Thun (ab 29. Oktober). Sämtliche Shops bieten ihren abenteuerlustigen Kun­ den ein breites Markensortiment an hochwertigen Outdoorausrüstungen für unvergessliche Erlebnisse unter freiem Himmel an – wie immer zu sehr fairen Preisen. MM Informationen unter www.sportxx.ch

Die OutdoorSpezialisten der Shops beim Materialtest.


MIGROS-WELT | MM35, 24.8.2015 | 89

FORUM elle

Veranstaltungen Sektion Bern

Die Mitglieder der Sektion Bern treffen sich am ersten Dienstag des Monats zum Stamm. Schnupperinnen sind herzlich willkommen. Weitere Auskünfte erteilt Barbara Suter, Tel. 031 372 05 15, barbara.suter@forum-elle.ch Stamm: «Mensch und Tier» mit

Bernd Schildger, Tierparkdirektor, Dählhölzli, Bern; 1. September 2015, 9 Uhr, Hotel Kreuz, Zeughausgasse 41, Bern, keine Anmeldung erforderlich Wanderung: Les-Ponts-deMartel–Petit-Martel-Est, ca. 3 Stunden; 24. September 2015, Besammlung 8.40 Uhr am Treffpunkt HB Bern, Kosten: 3 Franken für Mitglieder, 5 Franken für Nichtmitglieder. Auskunft: Karin Montigel, Tel. 078 800 19 91 Sektion Aargau Vortrag von Thomas und Marianne

Geschäftsleiter Peter Grossenbacher (links) und VR-Präsident Stefan Schenk zeigen feine Brote aus ihrem Mehl.

Mehl aus der Region

Des Müllers Lust Die Berner Stadtmühle Schenk AG belieferte die Migros schon zu Duttweilers Zeiten mit feinstem Mehl. Auch heute noch sorgt sie mit dafür, dass in der Migros-Aare-Region knusprig-frisches Brot auf den Tisch kommt. Text: Sarah Baur

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Bild: Michael Isler

iele schätzen beim Einkauf im MigrosSupermarkt den Duft von frisch gebackenem Brot. Einige der Brotsorten, die da so herrlich duften, werden mit «Aus der Region. Für die Region.»-Mehl aus der Stadtmühle Schenk hergestellt. Wissen und handwerkliches Können rund um die Weizenverarbeitung wurde im Fami­ lienbetrieb Schenk über fünf Generationen weitergegeben und laufend perfektioniert. Die Stadtmühle Schenk nahm die Produktion im Jahr 1844 auf. Bis 1991 verarbeitete sie das Korn im Berner Mattequartier – seither ist die moderne Mühle in Ostermundigen zu Hause. Im

Häusermann: «Vom Korn zum Mehl – Produktion und Produkte der Mühle Seengen» Aarau: Dienstag, 15. September, 14.15 Uhr, Migros-Klubschule, Saal 1 im Parterre, Bleichemattstr. 42, 5000 Aarau Baden: Mittwoch, 23. September, 14.15 Uhr, Migros-Klubschule, Zimmer 406, 4. Stock, Nordhaus 3, 5400 Baden Lesung mit Bianca Imboden Aarau: Mittwoch, 14. Oktober, Baden: Dienstag, 20. Oktober Detaillierte Informationen zu diesem Anlass finden Sie ab Mitte September 2015 auf unserer Website: www.forumelle.ch. Sektion Solothurn Vortrag von Alexander Rohner:

Lauf der Zeit wurden die Vermahlungsprozesse verbessert und perfekt auf die Herstellung der einzelnen Brotsorten abgestimmt. Entweder kommen die verschiedenen Mehlmischungen aus regionalem Getreide zum Migros-Betrieb Jowa und werden dort in der Bäckerei zu unverwechselbar feinen Brotlaiben und Kleinbroten verarbeitet. Oder die Regale der diversen Migros-Supermärkte werden täglich mit einem breiten Sortiment an Terra-Suisse- und Bio-Mehlen für verschiedene Brotsorten, Backmischungen sowie ReddyBirchermüesli aus dem Berner Traditionsbetrieb gefüllt. MM

«Lebensmittelverluste in der Schweiz – Ausmass und Handlungsoptionen», Freitag, 25. September, 14.30 Uhr, Konzertsaal Langendorf, Solothurn Vortrag von Dr. med. Renate Schoenenberger-Berzins: «Frau & Herz», Dienstag, 27. Oktober, 19 Uhr, Restaurant Volkshaus, Solothurn Weitere Auskünfte erteilt Lotty Fluri: Tel. 032 622 94 38 Weitere Informationen unter: www.forum-elle.ch


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Leben MM35

Familienumfrage Wie gestalten Sie die Freizeit mit Ihren Kindern am liebsten? 1. Mit Bewegung und Sport. (52%) 2. Wir malen, basteln, kochen, backen. (20%) 3. Mit der Grossfamilie und Freunden. (15%) 4. Mit Büchern, Filmen, Spielen. (11%) 5. Wir machen eher wenig gemeinsam. (2%)

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Knigge reloaded

Wie geht man mit Klatsch um, den man nicht hören will? Worüber klatschen Sie am liebsten?

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Flugobst schmeckt besser und ist gesünder.

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Falsch! Das Le­

bensmittelinstitut der Technischen Universität Berlin hat heraus­ gefunden, dass sich per Schiff transportiertes Obst weder im Geschmack noch im Vitamingehalt von Flugobst unterscheidet. Flugobst belastet dagegen die Umwelt erheblich. So gesehen, ist der Hinweis «Flugobst» kein Qualitätslabel, sondern ein Hinweis auf eine unnötig hohe Umweltbelastung.

Illustrationen: Andreas Klammt; Bild: Stefan Sulzer

Darum gilt: Wer

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Was ist Klatsch? Nun, ganz grundsätzlich: das Reden über andere Leute in deren Abwesenheit. Es ist eine Illusion zu glauben, dass irgendjemand nicht klatscht. Falls Sie sich unbehaglich fühlen, wenn über Dritte in deren Abwesenheit gesprochen wird, weil Sie etwa bestimmte Sachen gar nicht hören und wissen wollen – sagen Sie dies einfach. Oder gehen Sie. Oder problema­ tisieren Sie die Richtung des Gesprächs wie folgt: ‹Ich für meinen Teil fange immer an, über andere Leute zu reden, wenn es mir selbst nicht gut geht. Fühlen Sie sich nicht wohl?› Am besten aber lassen Sie Klatsch einfach Klatsch sein. Wenn Sie mich fragen, ist in unserer digitalen spätmodernen Mediengesellschaft ohne­ hin nicht Klatsch das Problem, sondern die Langweiligkeit von Pseudoklatsch: zahllose C­ und D­Berühmtheiten ruinieren ihren Ruf, bevor sie überhaupt einen haben.»

exotische Früchte geniessen möchte, kann problemlos auf Flugobst ver­ zichten. Der Griff zur Schiffsware schont die Umwelt.

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94 | MM35, 24.8.2015 | LEBEN

Reisen

Raue Schönheit

Lange war Korsika für seine Badestrände und Campingplätze bekannt. Doch die grüne Mittelmeerinsel hat weit mehr zu bieten: grosse Naturreservate, kulinarische Spezialitäten und kleine feine Hotels. Texte und Bilder: Reto E. Wild

A

m Samstag und am Sonntag ist grosser Markttag in der von Genuesen gegründeten korsischen Hauptstadt Ajaccio. Im Schatten einer Napoleonstatue aus Marmor breiten sich Stände aus mit Käsesorten wie Brocciu (eine Art korsischer Ricotta), Brotaufstrichen, dem süssen Käsekuchen Ambrucciata, Wurstwaren, Honig, Früchte, Gemüse und Wein von der Insel wie dem süffigen Muscat Patrimonio. Wer frische Fische will, schlendert ein paar Schritte weiter: Im Untergeschoss des unauffälligen Rathauses befindet sich der Fischmarkt.

Hier kauft auch der Korse Stéphane Orsoni ein, der für das Verkehrsbüro von Korsika arbeitet und in Ajaccio aufgewachsen ist. «Durch meine Venen fliesst kein Tropfen französisches Blut. Meine Kultur ist französisch, ich mag die französische Sprache, in der ich unterrichtet wurde. Aber ich bin stolzer Insulaner», betont er. Er fühle sich Rom näher als Paris und erwähnt, dass Korsika eine mehr als 1000-jährige italienische Geschichte hat. Noch heute kann man sich auf der Insel mit Italienisch durchschlagen. Ganz Touristikwerber schwärmt Orsoni von der Felslandschaft Calanche im Nord-

westen der Insel, die an den Bryce Canyon in den USA erinnert, von der Umgebung der Domaine de Murtoli westlich von Figari, wo das Meer so azurblau wie in der Karibik funkelt. Und er vergisst das Dorf Piana in der Nähe der Calanche, das zwischen Meer und Gebirge eingebettet und Teil des UnescoWelterbes ist. Dort spielen Dorfbewohner im Schatten von Bäumen Pétanque. In der Ferne erheben sich über 2700 Meter hohe Berge, deren Gipfel selbst im Sommer schneebedeckt sind; 40 Prozent der gesamten Fläche Korsikas, etwas grösser als der Kanton Graubünden, besteht aus Naturreservaten.


LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 95

Karibik? Nein, Korsika in der Nähe von Palombaggia. Ab September hat man die Strände wieder fast für sich allein.

Bastia

Calvi

Piana

Ajaccio

Korsikas Hauptstadt Ajaccio: In der Nähe dieses Restaurants befindet sich das Napoleon-Museum, das Maison Bonaparte. Porto Pollo Palombaggia Figari

Piana, auf der Liste des Unesco-Welterbes, zählt zu den schönsten Dörfern Korsikas. Pétanque ist auf der Insel eine beliebte Freizeitbeschäftigung.

Die Felslandschaft der Calanche im Nordwesten entdeckt man am besten im Mietwagen.

Tourismus ist der einzige Wirtschaftsmotor auf der Mittelmeerinsel. «Wenn wir keine Touristen haben, hungern wir», sagt Orsoni. Heute ist der Terror korsischer Separatisten aus den 1990er-Jahren vergessen: 2014 markierten die über drei Millionen Besucher einen neuen Allzeitrekord. Trotzdem beträgt die Arbeitslosenquote auf Korsika rund 30 Prozent. Weg vom Campingimage hin zu gehobener Gastronomie und Hotellerie

Die vielen lokalen Produkte findet man nicht nur auf dem Markt von Ajaccio, son-

dern auch entlang der «Genussstrasse», der «Route des Sens Authentiques». Das neu vom Verkehrsbüro kreierte Angebot mit vielen Spezialitäten lokaler Produzenten zieht sich wie ein Spinnennetz über die Insel. Ebenfalls neu ist «Le Cercle des Grandes Maisons Corses», eine Vereinigung mit rund 20 Erstklasshotels an ausgewählten Orten mit Zimmerpreisen ab 150 Euro pro Nacht. Die Angebote stehen für den Imagewechsel, den Korsika anstrebt: weg von Campingplätzen hin zu gehobener Gastronomie und Hotellerie. Das Hotel Capo Rosso befindet sich etwa leicht erhöht über der Küsten-

strasse in der Nähe des Dorfs Piana und ist mit einer spektakulären Aussicht auf die Calanche gesegnet. Ein Teil der schönsten Inselattraktionen lassen sich von hier aus besichtigen: das Naturschutzgebiet der Halbinsel La Scandola, die wildromantische Gorges de Spelunca, das Capo Rosso und eben die Felsformationen der Calanche. Zum «Cercle» gehört auch das Hotel Le Golfe Piscine & Spa Casanera, das rund eine Fahrstunde südlich von Ajaccio im Touristenörtchen Porto Pollo liegt. Das neue Boutiquehotel mit bloss 18 Zimmern ist ein Geheimtipp und punktet mit freundlichem


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LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 97

Alles über die Anreise nach Korsika und Bilder auf Migrosmagazin.ch

Personal und guter Küche. Im mediterranen, offenen Restaurant kann man den Köchen bei der Arbeit zusehen. Neben dem Hotel befindet sich die Tauchschule Porto Pollo Plonger, die Patrick François (51) von März bis November führt. «In diesem Golf gibt es 15 verschiedene Tauchplätze. Nirgendwo zeigt sich das Mittelmeer so schön wie hier», sagt der Franzose aus Marseille, der im Winter in den französischen Alpen als Motorschlittenführer arbeitet. Die Bucht vor dem Anwesen der Schwestern Branger, bewacht von Pudelmischung Toudoux.

Die Korsen lebten früher lieber in den Bergen als am Meer

Auf einem der schönsten Flecken Korsikas, zwei Fahrstunden Richtung Südosten von Porto Pollo entfernt, leben zwei Schweizerinnen: Ursina und Valérie Branger. Der Grossvater der Schwestern wollte irgendwo im Süden ein Stück Land kaufen, damit seine vier Enkelinnen davon profitieren könnten. Da die Eltern von Ursina und Valérie Korsika mit dem Schlauchboot umfahren wollten, bat der Grossvater sie, nach einem Stück Land Ausschau zu halten. In der Küstengegend von Palombaggia bei Porto-Vecchio fanden sie ein Traumgrundstück, das man damals am bequemsten mit Eseln über Naturpfade erreichte. 1962 haben der «Neni» und sein Sohn, beide Bauunternehmer, das Haus fertig gebaut. An diesem Teil der Küste war es damals weit und breit das einzige Gebäude. Die Korsen lebten viel lieber in den Bergen, wo es genügend Süsswasser gibt, und kamen nur zum Handeln auf Meereshöhe. Darum wurden die damals unbewirtschafteten Küstengrundstücke den Frauen vererbt, die Männer erhielten Land in den Bergen. «Und heute lachen sich die Frauen ins Fäustchen», schmunzelt Valérie. Sie lebt seit 1998 auf Korsika, da sie ihr geregeltes Leben in der Schweiz in ein Abenteuer umwandeln wollte. Das Familienhaus, in dem sie schon als Baby die Ferien verbrachte, wollte sie nie und nimmer aufgeben. Ursina entschied sich ebenfalls, nach Korsika auszuwandern, und zog 2010 in ihr selbst entworfenes Haus, das sich auf dem riesigen

Für Patrick François sind die Tauchplätze bei Porto Pollo die schönsten im ganzen Mittelmeer.

Grosser Markt in Ajaccio: Die heimischen Ziegen- und Schafskäse sowie der Honig sind Delikatessen.

Ungewöhnlich: Unter dem Rathaus von Ajaccio befindet sich der Fischmarkt.

Das Paradies auf Erden gefunden: Ursina (links) und Valérie Branger auf ihrer Terrasse über Palombaggia.

Landstück der Brangers befindet – in Sehdistanz zum Haus ihrer Schwester. Zusätzliche Unterhaltung haben die Schwestern durch ihre «Haustiere», die auf dem Grundstück leben: die unzertrennlichen Esel Camillo und Olivia, Ursinas Hund Zora sowie die Pudelmischung Toudoux, die Valérie gehört. Heute vermieten die Schwestern jeweils von Mai bis Oktober ein Studio und ein Appartement in ihrem Anwesen über die Internetplattform Fewo-direkt und verdienen so einen Teil ihrer Einkünfte. Ursina

arbeitet zusätzlich als Innenarchitektin. Die beiden kennen jeden Winkel auf der Insel. Valérie: «Der Westen ist landschaftlich wilder und gebirgiger als die Ostseite.» Und die Brangers sind Zeitzeugen. So ängstigten sie sich als Mädchen beim Baden, weil ihnen Kühe nachrannten, die sich sonst am Strand ausruhten. Die Kühe sind verschwunden. An ihrer Stelle machen sich die Touristen im Sand breit. Und auch der Jetset hat die französische Insel entdeckt. Zum Restaurant

Le Cabanon Bleu bei PortoVecchio reist das Publikum in ihren Jachten an. «Im Vergleich zu unserer Kindheit sind die Strassen, Restaurants und Hotels viel besser geworden», sagt Ursina und erwähnt in Palombaggia das Gourmetrestaurant Tamaricciu, das bei einem weissen Sandstrand gelegene «Le Petit Chose» sowie die modernen und bei Werbern beliebten «Plage Baggia» und «Palm Beach». Ihr und ihrer Schwester gefallen auch die korsischen Berge, die zum Wandern einladen. Be-


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LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 99

KORSIKA ZWISCHEN TRADITION, GESCHICHTE UND UNBERÜHRTER NATUR. Ob feine Sandstrände an der Ostküste, schroffe Klippen im Süden oder hohe Berge im Inland. Korsikas Natur ist eine der Vielfältigsten im kompletten Mittelmeerraum. Die 230 Sonnentage im Jahr sowie die ganzjährig milden Temperaturen sorgen dafür, dass die Insel sich im Frühling in ein duftendes Blütenmeer verwandelt. Ob wandern, surfen oder einfach nur entspannen – die Insel bietet zahlreiche verschiedene Ausflugsziele an. Tauchen Sie ein in eine Welt in der die Uhren noch etwas langsamer ticken und die Schnelllebigkeit noch nicht überall Einzug gefunden hat. Mehr Informationen: www.migros-ferien.ch/r-36

Und überall Napoleon Bonaparte: Im Zentrum von Ajaccio steht diese Statue, die den Korsen als Konsul zeigt.

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sonders fasziniert sind sie etwa vom Restonicatal im Zentrum der Insel beim Ort Corte, das gutes Schuhwerk erfordert und bis zum romantischen Lac de Melo führt. Sie erzählen vom Fischerdorf Calvi mit seiner Zitadelle und dem kleinen Hafen, vom malerischen Saint-Florent im Norden, wo die Trauben für den Wein Patrimonio reifen. Ursina warnt: «Wer Korsika entdeckt, kann sich nur schwer von der Insel trennen.» MM Die Recherche der Reise wurde unterstützt von Atout France in Zürich: Atout­france.fr

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Tipps

Schmucke Hotels auf Korsika Unterkunft: Die Vereinigung

Cercle des Grandes Maisons Corses umfasst Erstklasshotels, die klein und fein sind. Beson­ ders überzeugt haben das Hôtel Le Golfe Piscine et Spa Casa­ nera in Porto Pollo sowie das Capo Rosso in Piana. Lesgrandesmaisonscorses.com Gut zu wissen: Offizielle Spra­ che auf der Insel ist Französisch. Korsisch ist eine eigene Spra­

che, ähnlich wie Italienisch. Heute sprechen praktisch alle Insulaner Französisch und Korsisch. Vor 30 Jahren spra­ chen sie fast nur Französisch. Allgemeine Informationen: Korsikas Küste ist 1000 Kilo­ meter lang und 12 Kilometer von Sardinien entfernt. «Route des Sens Authentiques»: Gustidicorsica.com Visit­corsica.com

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Salam Alaikum – Willkommen im Sultanat Oman! Sie starten in der pulsierenden Stadt Muscat und passieren auf Ihrer Rundreise faszinierende Landschaften am Arabischen Golf sowie die eindrucksvollen Sanddünen um Wahiba Sands. Entdecken Sie auf dieser Reise die vielen Kontraste und die Kultur dieses beeindruckenden Landes.

Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Zürich – Dubai – Muscat Flug via Dubai nach Muscat. Nach Ankunft Transfer in Ihr Hotel. 2. Tag: Muscat – Nizwa In Muscat besichtigen Sie eine der grössten Moscheen der Welt, einen lebhaften Souk, das Bait Zubair Museum und den Al Alam Palast des Sultans. Weiterfahrt nach Nizwa. 3. Tag: Nizwa – Jebel Shams In der Oasenstadt Nizwa spazieren Sie über den grossen, bekannten Souk und besichtigen die imposante Festung. Fahrt

im 4x4 Fahrzeug Richtung Jebel Shams zum Grand Canyon des Omans. Anschliessender Spaziergang durch die ursprünglichen Dörfer Al Hamra und Misfah. 4. Tag: Jebel Shams – Wahiba Sands Besichtigung des Jabrin Palasts und Weiterfahrt durch die imposanten Sanddünen nach Wahiba Sands zu Ihrem einzigartigen sowie charmanten Wüstencamp unter freiem Sternenhimmel. 5. Tag: Wahiba Sands – Sur Fahrt in die wunderschöne Oase Wadi Bani Khalid. Das üppige Grün der Palmenhainen und der natürlichen Wasserbecken steht im faszinierenden Kontrast zur kargen, felsigen Landschaft. Am Nachmittag haben Sie etwas freie Zeit in Sur bevor Sie am Abend auf Schildkrötensuche am Strand gehen. 6. Tag: Sur – Muscat Rundfahrt durch Sur, wo Sie u.a. die bekannte Dhauwerft sehen. Zwischenhalt in Wadi Tiwi, dem Bananen- und Papayalandgut sowie bei Quriyat. Weiterfahrt zum Bimah Sink Hole mit anschliessendem Picknick bei Wadi Arbyn. 7. Tag: Muscat – Nakhal – Muscat Fahrt nach Barkah mit Besichtigung des Fisch- und Gemüsemarkts. Anschliessender Besuch der mächtigen Nakhl Festung. Sie durchqueren das Nakhal

Dorf, um zu den Al Thowarah Quellen zu gelangen. Weiterfahrt nach Muscat. 8. Tag: Muscat – Heimreise oder Verlängerung Salalah Morgen zur freien Verfügung oder buchen Sie den optionalen Dolphin Watch (bis 5 Wochen vor Abreise buchbar). Kunden mit Verlängerung fliegen danach nach Salalah mit anschliessender Stadtrundfahrt. 9. Tag: Muscat –Dubai – Zürich Kurz nach Mitternacht Flug von Muscat via Dubai nach Zürich.

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LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 101

Was ist in Saskias Magen los? Um das herauszufinden, führt Karin Federer einen Schlauch in die Nüstern der Eselin.

Zootierärztin

Saskia hat Bauchweh

Tipps

Unsere Eselin Saskia leidet an starken Magenschmerzen. Erste Behandlungsmethoden greifen nicht. Tierärztin Karin Federer steht eine lange schlaflose Nacht bevor.

Häufige Ursachen für Koliken bei Pferd und Esel sind: plötzliche Futterumstellung, lange Weidegänge ohne Angewöhnungsphase, übermässiger Kraft­ futterkonsum, Mangel an sauberem Wasser, Bewegungsmangel, schlechte Zähne, starker Parasitenbefall.

Text: Karin Federer

Bilder: Walter Zoo

B Karin Federer (29) ist Tierärztin und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.

ei der morgend­ lichen Tour fällt unserem Tier­ pfleger auf, dass es Saskia nicht gut geht. Sie wirkt unruhig, frisst ihr Heu nicht und kann sich auch für das äusserst beliebte Rüebli nicht begeistern. Ich be­ fürchte eine Magen­Darm­ Kolik. Der Untersuch mit dem Stethoskop zeigt viel Gas in Saskias Blinddarm an, sie leidet unter Blähungen. Spazieren gegen Blähungen

Sogleich spritze ich der Eselin ein krampflösendes Schmerzmittel gegen die Bauchschmerzen. Sie lässt den Stich tapfer über sich ergehen – ganz entgegen der üblichen Eselsmanier. Danach gehen unsere Tier­ pfleger mit ihr auf einen ausgiebigen Spaziergang auf

dem Zoogelände. Denn die beste Kur bei Blähungen ist Bewegung. Leider schlägt die Massnahme nicht an. Auch Kotballen kann Saskia keine absetzen. Vermutlich leidet sie auch unter Ver­ stopfungen. Weitere Mass­ nahmen sind nötig. Doch auch die rektale Untersu­ chung bringt nichts. So führe ich ihr einen Schlauch durch die Nüster in die Speise­ röhre und den Magen, um eine Überladung des Magens mit Futter ausschliessen zu können. Danach verabreiche ich Saskia durch die sogenannte Nasenschlundsonde etwas Wasser und Paraffinöl in den Magen. Das soll den Futterbrei im Darm aufweichen und abführend wirken. Ein paar Stunden und einige weitere Spaziergänge später hat sich

immer noch nichts geändert. Eine Ultraschallunter­ suchung zeigt einen gas­ gefüllten Blinddarm und mit Flüssigkeitsbrei gefüllte Därme. Ich verabreiche ihr noch mal Wasser und Paraffinöl in den Magen. Das könnte eine lange Nacht werden, denn Saskia muss regelmässig über­ wacht werden. Braucht sie eventuell gar eine Opera­ tion? Momentan besteht noch Hoffnung. Und siehe da: Morgens um 3.30 Uhr sehe ich erste Kothaufen in ihrem Stall. Ich bin über­ glücklich, dass wir das Prob­ lem mit einer medikamen­ tösen Behandlung ohne Operation lösen konnten. Eine Woche später grast unsere Saskia wieder mit gewohnter Gelassenheit auf der Weide. MM

Koliken bei Haustieren

Um das Risiko von Koliken zu reduzieren, ist es wichtig, diese Faktoren sorgfältig zu beachten und wenn nötig zu handeln. Bei jeglichen An­ zeichen einer Kolik muss ein Tierarzt beigezogen werden. Es darf nicht zu lange gewartet werden, da Koliken auch tödlich enden können.


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LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 103

Tipps

Checkliste für Eltern Das Minitrottinett bringt den Dreikäsehoch schnell ans Ziel. Aber nur mit Helm, bitte!

Ist mein Kind reif genug, um meine Weisungen zu verstehen und sich daran zu hal­ ten? Gibt es abschüssige Stellen auf dem Schul­ weg? Dort ist es für Kinder sehr schwer, die Kontrolle über das Kick­ board zu behalten.

Familie

Luege, lose, rolle!

Ui, das macht Spass, auf dem Kickboard durchs Quartier zu flitzen! Doch auch für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer gilt: Sicheres Fahren will gelernt sein. Text: Andrea Fischer Schulthess

Bild: Getty Images

S

ie gehören längst zum Strassenbild: Kinder auf ihren Kickboards. Die Klei­ nen benützen ihre Minitrottinetts viel­ fach für den Schulweg – oft zum Ärger anderer Verkehrsteilnehmer. Kickboards sind auf Trottoirs zwar erlaubt, jedoch nicht unge­ fährlich. Sie sind viel schwieriger zu handhaben, als Eltern gern annehmen. Laut Markus Cotting (58) von der Beratungsstelle für Unfallverhü­ tung (BfU) kann ein Kind frühestens mit acht Jahren Gefahren voraussehen. Bis es präven­ tives Verhalten, also korrektes Ausrüsten, vor­ ausschauendes Fahren und sicheres Verhalten, wirklich anwenden kann, dauert es noch länger. Zudem sind die Roller relativ unfallanfällig. «Die kleinen Vorderräder bleiben gern stecken. Das führt dazu, dass sich das Hinterrad anhebt und das Kind über den Lenker katapultiert wird – nicht selten mit schwerwiegenden Folgen», erklärt Markus Cotting. Genaue Zahlen zu Häufigkeit und Art von Unfällen mit Kickboards fehlen allerdings. Sie werden in der Statistik mit

anderen «fahrzeugähnlichen Geräten» gemeinsam aufgeführt. Eine Erhebung aus dem deutschen Bundesland Hessen zeigt aber, welches die häufigsten Verletzungen sind: Brüche an Becken, Unterarmen und Schultern sowie ausgeschlagene Zähne. Eltern sollten sorgfältig abwägen

Zu den Gefahren für die Kinder selbst kommen Unfälle mit Passanten hinzu, die je nach Situa­ tion und Alter des Opfers ebenfalls relativ schwer ausfallen können. Cotting empfiehlt, Kinder unter acht Jahren nicht mit dem Kick­ board zur Schule fahren zu lassen. Auch bei älteren Kindern sollten Eltern sorgfältig ab­ wägen, ob das Kind zu Fuss nicht besser dran wäre. Cotting rät, das Kickboard nur in der Freizeit auf verkehrsarmen, übersichtlichen Plätzen zu nutzen. Dennoch betont er: «Kick­ boards sind für die Sicherheit der Kinder ein eher marginales Problem. Viel gefährlicher ist nach wie vor der motorisierte Verkehr.» MM

Wie viele Strassen muss mein Kind auf dem Weg zur Schule über­ queren? Beim Über­ queren der Fahrbahn dürfen Verkehrsteilneh­ mer auf fahrzeug­ ähnlichen Geräten nur im Schritttempo fahren. Ist mein Kind aus­ reichend geschützt mit Helm, Handgelenk­, Knie­ und Ellbogen­ schonern? Ist mein Kind rundum gut sichtbar mit heller Kleidung, einer Lampe je vorne und hinten? Diese Sichtbarkeit ist nicht nur für Ihr Kind wichtig, sondern auch für die Sicherheit ande­ rer Passanten. Die BfU stellt kosten­ los detailliertes Material zum Thema zur Verfügung. Unter Bfu.ch und dem Suchbegriff «fäG» finden Sie Infos rund um Kickboards und damit verbundene Rechte, Gefahren und Pflichten.


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LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 105

Migros-Bank-Ratgeber

Die Schweizer Wirtschaft leidet unter dem starken Franken. Schlittert unser Land demnächst in eine Krise? Die Schweiz steckt mit grosser Wahrscheinlichkeit schon jetzt in einer Rezession. Gemäss Definition braucht es dazu zwei Quartale hintereinander mit einem negativen Wachstum. Von Januar bis März schrumpfte das Bruttoinlandprodukt (BIP) bereits um 0,2 Prozent. Und im zweiten Quartal gab es wohl einen weiteren Rückgang (die Statistik wird am 27. August publiziert). Über die wahre Verfassung unserer Wirtschaft sagen diese Quartalszahlen allerdings nur wenig aus. Zu viele kurzfristige Faktoren verzerren das Bild. Zum Beispiel treiben manche – im Prinzip schädliche – Faktoren das BIP wie bei einem Strohfeuer vorübergehend in die Höhe: etwa ein aufgeblähter Staat wie ehemals in Griechenland, eine Immobilienblase wie in Spanien oder die Abwertung der eigenen Währung wie aktuell in der Eurozone. So glänzte die griechische Wirtschaft noch im Jahr 2006 mit einem Wachstum von 6 Prozent.

Albert Steck ist verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.

Viel aussagekräftiger ist der langfristige Wachstumstrend eines Landes. In der Grafik sehen Sie den BIP-Anstieg der Schweiz als gleitenden Durchschnitt über zehn Jahre. Mit dieser geglätteten Darstellung können wir temporäre konjunkturelle Ausschläge, wie zur-

D

Das Wachstum der Schweiz seit 1880 5% 4% 3% 2% 1% 0% –1% 1880 1890 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010 2020

Langfristiger Wachstumstrend der Schweizer Wirtschaft (reales BIP pro Kopf). Beispiel: Von 2005 bis 2015 lag das jährliche Wachstum im Schnitt bei 0,8 Prozent.

zeit wegen des überbewerteten Frankens, ausblenden. Ausserdem zeigt die Grafik das BIP-Wachstum pro Kopf. Denn bei einem starken Bevölkerungswachstum (zum Beispiel wegen einer erhöhten Zuwanderung) wird der Wohlstand auf eine grössere Anzahl Menschen verteilt. Aus der Grafik sehen wir: Die goldenen Boomzeiten der Nachkriegsjahre sind zwar vorbei. Und doch ist der Wachstumseinbruch hierzulande noch nicht dramatisch, während in Japan und der Eurozone bereits von einem «verlorenen Jahrzehnt» gesprochen werden muss. Tatsache ist:

Kaum ein anderes Industrieland hat die Finanzkrise besser überstanden als die Schweiz. Für etliche Länder der Eurozone dagegen hat die Rückkehr zu höheren Wachstumsraten eine existenzielle Bedeutung. Nur so können sie ihre akuten Probleme in den Begriff bekommen, namentlich die Staatsschulden, die Arbeitslosigkeit und die Stabilität der Sozialwerke. Die Schweiz steht bei diesen Kriterien hervorragend da. Somit kann sie eine vorübergehende Konjunkturdelle viel besser verkraften. MM Aktuell auf Blog.migrosbank.ch: Unser Ländervergleich zeigt, wie gut die Schweiz die Finanzkrise gemeistert hat.

Mamma mia

Trottoirduelle

Die alte Dame ist in Fahrt. Und zwar im doppelten Wortsinn. Obwohl sie nicht gut zu Fuss ist, sind ihre Schritte für einmal fest. Ihr Rollator ist ihr Rammbock. Sie hält auf die Gruppe zu, die ihr auf dem Trottoir entgegenkommt. Eine Mutter mit Buggy, zwei Kleinkinder mit Laufvelos im Schlepptau. Die Körpersprache der Alten ist eindeutig: Wollen wir doch mal sehen, wer hier wem zuerst Platz macht.

Ich gebe zu: Ich liebe solche Momentaufnahmen, verraten sie doch viel über unsere Gesellschaft. Die Mutter schert im letzten Moment aus. In ihrer Geste liegt nichts Aggressives. Es ist ein Statement: Ich mache Platz, aber das Trottoir gehört uns beiden. Die Kinder bekommen von all dem nichts mit, rollen gedankenverloren hinter ihrer Mutter her – und paddeln schnurstracks auf die alte Dame zu.

Uff, die Ausweichmanöver sind gerade noch geglückt. Nun flippt die Seniorin aber aus. Die Worte kommen schnell, vermutlich hat sie daheim geübt. Zusammengefasst sagt sie: Unfähige Eltern, vermehren sich wie die Karnickel, kosten uns alle nur Geld, wohl Ausländerpack. Am Schluss sagt sie «Saugoofen». Eines der beiden Kinder reisst die Augen auf: «Gäll, Mami, ‹Sau› dörf me nöd säge.»

Bettina Leinenbach (38)

ist Journalistin und zweifache Mutter.


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über 2000 Jahren gegründet. Sie übernachten in einem Thermalhotel und die Hin- und Rückfahrt führt Sie durch das bezaubernde Taurusgebiet.

Tagesausflug Antalya Sie besuchen eine der schönsten Städte der türkischen Riviera. Sie sehen unter anderem das Wahrzeichen der Stadt, das Yivli Minare sowie das „gerillte“ Minarett und Sie haben die Gelegenheit verschiedene Souvenirs wie Schmuck und Lederwaren zu erwerben. Schlendern Sie über den Bazar und versuchen Sie sich im orientalischen Handeln! Zum Abschluss besichtigen Sie den bezaubernden Karpuzkaldiran Wasserfall.

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LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 107

Übersicht

Fitnesstracker im Test Das Migros-Magazin hat drei Fitnessarmbänder ausprobiert und die positiven wie negativen Testergebnisse zusammengetragen. Erhältlich bei: Melectronics.ch

Die drei Fitnesstracker im Videotest. Migrosmagazin.ch

Garmin Vivofit 2 Plus: Bis 50 Meter wasserdicht, beleuchtetes Display, Akkudauer von einem Jahr. Minus: Plastikarmband fördert schnelles Schwitzen. Preis: 119 Franken 1

Fitnesstracker ermitteln über die Armbewegungen die zurückgelegte Distanz – oder die Schlafqualität.

Digital

Allwissende Armbänder Wie viele Schritte haben Sie heute zurückgelegt? Wie ruhig letzte Nacht geschlafen? Die Antworten finden Sie auf Ihrem Handy, falls Sie einen sogenannten Fitnesstracker tragen. Text: Reto Vogt

S

ie sind optisch unauffällig. Niemand käme auf die Idee, dass in ein Zenti­ meter breiten und hauch­ dünnen Armbändern so viel Tech­ nik steckt, dass sie zurückgelegte Schritte, genommene Treppen­ stufen und Schlafbewegungen aufzeichnen und dokumentieren. Aber genau diese Aufgabe übernehmen sogenannte Fitness­ tracker wie Fitbit Charge, Garmin Vivofit 2 oder Jawbone UP2. Ein Minisensor nimmt Armbewegun­ gen des Trägers wahr und rechnet diese in Schritte um, woraus die Geräte weitere Messgrössen wie zurückgelegte Gesamtdistanz pro Tag oder verbrannte Kalorien ableiten. Das funktioniert auch nachts: Wer sich im Schlaf nicht bewegt, ist für die Armbänder im Tiefschlaf. Und je länger diese Phase dauert, desto besser ist die kalkulierte Schlafqualität. Alle Infos lassen sich entweder auf dem

2

Display des Armbands oder am Smartphonemonitor abrufen. Ungenaue Messmethode

So weit, so gut. Die Messmethode hat allerdings ihre Tücken. Die bis zu 150 Franken teuren Geräte können beispielsweise nicht zwischen Zähneputzen, Sich-amKopf-Kratzen und einem Spaziergang unterscheiden, weil bei all diesen Betätigungen die Arme bewegt werden. Oder sie verwechseln auch mal eine Velo­ tour mit einem Mittagsschläfchen, weil die Hände dabei gleicher­ massen regungslos sind. Solche Ungenauigkeiten lassen sich zwar reduzieren, indem der Fitness­ tracker am passiven Arm angezo­ gen wird. Aber eine 100­prozentige Genauigkeit erreichen sie nie. Wer genauere Informationen erwartet, muss mehr Geld in die Hand nehmen und einen Tracker mit GPS­Sensor kaufen. Für die

meisten Nutzer reicht die Qualität von Fitbit Charge, Garmin Vivofit 2 oder Jawbone UP2 jedoch völlig aus. Gerade für Bewegungsmuffel kann es motivierend sein, die zurückgelegten Schritte jeden Tag schwarz auf weiss abzurufen und sich stets höhere Ziele zu setzen. Damit die Aufzeichnung funk­ tioniert, müssen Nutzer bei der In­ betriebnahme Geschlecht, Grösse, Gewicht und Schrittlänge angeben. Zudem verlangt jeder Anbieter eine kostenlose Registrierung. Und die Geräte müssen für die Daten­ auswertung mit dem Smartphone oder dem PC gekoppelt werden. Im Test mit den drei Fitnesstrackern (siehe rechts) hat das innert weni­ ger Minuten problemlos funktio­ niert. Da sich die getesteten Geräte funktionell praktisch nicht unter­ scheiden und der Datenabgleich in jedem Fall einwandfrei funktio­ niert hat, ist für den Kauf vor allem die Optik entscheidend. MM

Jawbone UP2

Plus: Geringes Gewicht, angenehm zu tragen, gelungene App. Minus: Kein Display, nicht wasserdicht, nervige Tipps vom «Smart Coach». Preis: 129 Franken

3

Fitbit Charge

Plus: Automatische Schlaferkennung, beleuchtetes Display, einfach zu bedienen, gelungene App. Minus: Wirkt klobig. Preis: 149 Franken


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Tipps

Gesundheit

Der lange Weg zurück Ein Herzinfarkt verändert alles. Damit ein Herz wieder leistungsfähig wird, braucht es viel Training – und vor allem ein Umdenken. Text: Rubén Oliver

Haben Sie eine Frage zum Thema? Kontaktieren Sie uns gesundheit@ migrosmedien.ch

Damit ein krankes Herz wieder in Form kommt, muss es gefordert werden. Bewegung ist die beste Medizin.

Bild: Getty Images

Dr. med. Rubén Oliver, Facharzt

für Allgemeine Innere Medizin, Sportmedizin und Manualmedizin, Medbase Winterthur

E

r kündigt sich in den allermeisten Fällen an: der Herzinfarkt. Intensive linksseitige Oberkörperschmerzen, Druck auf dem Brustkorb häufig begleitet von Schmer­ zen im linken Arm oder am Hals, das Atmen fällt schwer. Ab diesem Zeitpunkt muss es schnell gehen. Sauerstoff, Morphinschmerzmittel, Herzmedikamente, Blut­ verdünner. Sogleich stellt sich auch die Frage nach möglichen invasiven Therapien wie Herzkatheter­ untersuchungen, um den Blutpfropf abzusaugen oder Stents einzulegen zum Offenhalten der Herzkranz­ arterien. Manchmal ist gar eine Herz­Bypass­Operation zur Überbrückung verschlos­ sener Blutgefässe nötig. Fit für den Alltag durch Rehabilitation

Im Anschluss an den Spital­ aufenthalt folgt die zweite

Phase der Rehabilitation, die bei Notwendigkeit einer medizinischen Überwachung oder bei gewichtigen Neben­ erkrankungen vier Wochen lang stationär durchgeführt wird. Viele Institutionen bie­ ten die Möglichkeit einer am­ bulanten Herzrehabilitation an. Diese dauert in der Regel 12 Wochen. Studien haben gezeigt, dass bewegungs­ basierte Rehabilitations­ programme die Todesrate deutlich senken können. Vor Beginn wird eine umfassende Eintrittsunter­ suchung und ein Herz­ belastungstest auf dem Veloergometer durchgeführt und daraus die Trainings­ empfehlung abgeleitet. Dazu gehört auch eine detaillierte Besprechung der fortan benötigten Medikamente. Damit ein krankes Herz wieder leistungsfähig wird, muss es gefordert werden. Die ambulante Rehabilitation umfasst drei Mal wöchentlich

ein Ausdauertraining (z. B. Indoor­Velotraining) unter Aufsicht und in der Regel am Herzrhythmusmonitor. Ergänzend werden begleitete Aussenaktivitäten in der Gruppe wie Wandern oder Ausfahrten mit dem Elektro­ velo angeboten. Weiter fin­ den Ernährungsberatung, Rauchstoppberatung und psychologische Gruppen­ sitzungen statt. In der zweiten Hälfte der Therapie können auch intensive Intervallbelastun­ gen durchgeführt werden. Aktuelle Studien haben ergeben, dass hochintensives Intervalltraining (HIIT) einen besseren Effekt auf die Fitness hat und Herz­ schwäche vermindert. Es bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Patien­ ten nach dem ersten Herz­ infarkt erfolgreich die Weichen für ein neues, gesundheitsbewussteres Leben stellen. MM

So packen Sie die zweite Chance Nach einem Herzinfarkt steigt das Risiko, ein weiteres Herzereignis zu erleiden. Ein Herzinfarkt bietet aber auch die Chance zur Weichen­ stellung für ein neues, gesundheits­ bewussteres Leben. Herzgruppen sind eine gute Möglichkeit, um betreut zu trainieren und die in der Rehabilitation erzielten Fortschritte zu erhalten. Diese sogenannte Langzeit­ rehabilitation fällt in die Eigenverant­ wortung der Betroffenen und sollte ein Leben lang fortgesetzt werden. Weitere Infos:

Sakr.ch, Swissheart.ch, Swissheartgroups.ch, Swissheartcoach.ch In Zusammenarbeit mit


110 | MM35, 24.8.2015 | LEBEN

Kinder

Lange Beine und grosse Klappe Früher sah man den Weissstorch bei uns in fast jedem Dorf. 1950 gab es keinen einzigen mehr, heute haben sich dank Umweltschützern wieder über 300 Paare angesiedelt. Jetzt ist für sie Zeit, in den Süden zu fliegen. Text: Andrea Fischer-Schulthess

Illustration: bunterhund.ch

Feinde

In der Schweiz hat der Storch fast keine natürlichen Feinde. Bedrohungen sind Stromleitungen, Autos, Züge und zu wenig Futter für die Jungen. In Afrika sind ihre Feinde Schakale und Hyänen.

Weissstörche verbringen den Winter in Afrika. Nur jene im Zoo bleiben hier – sie haben in der Nähe ihres Nests genug Nahrung.

Vielleicht hast du schon mal gehört, dass Störche die Babys bringen sollen. Das ist natürlich Un­

sinn. Allerdings schaffen die riesigen Vögel eine ganze Menge anderer ein­ drücklicher Dinge. Bis zu zwei Meter beträgt ihre Flügelspannweite – so nennt man den Abstand von einer aufgespannten Flügelspitze zur ande­ ren. Sie fliegen jeden August Tausen­

de von Kilometern nach Afrika, wo sie den Winter in der Wärme ver­ bringen. Im Frühjahr kommen sie wieder zurück, um hier ihre Eier auszubrüten. Dabei folgen die Tiere einem genau bestimmten Weg, den sie von Geburt an kennen. Das müssen sie auch, denn die Jung­ vögel ziehen meist schon vor ihren Eltern los. Sie finden ihren Weg

selbständig, nur mit einer Art inne­ rem Kompass! Ein paar wenige Störche bleiben allerdings auch im Winter hier, zum Beispiel jene im Zoo. Störche kommen nach ihrer Winterreise möglichst immer ins gleiche Nest zurück. Weil sie viele schädliche Insekten fressen, nützen sie den Menschen. Sie haben aber auch gern Würmer, Frösche und Mäuse. MM


LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 111

(Levana, 7)

Sie sind süss, und ihr Kinder habt sie sehr gern. Wenn ihr krank oder verletzt seid, gebe ich euch die weissen Kügelchen zum Lutschen. Im Sommer habe ich immer Apis-Globuli in der Handtasche, für den Fall, dass euch eine Biene sticht. Wenn ihr gestürzt seid, tröste ich euch mit «Heileheile»-Singen und Arnica-Globuli. Schon eine einzige Gabe reicht, um Tränen zu stoppen und Hoffnung auf baldige Heilung zu wecken.

Die Wirkung der «Zauberkügelchen» lässt sich wissenschaftlich nicht beweisen. Sie sind homöopathische Heilmittel. Homöopathie heisst, dass Gleiches mit Gleichem behandelt wird: Also der Bienenstich wird mit Bienengift behandelt. Die Befürworter sehen in der Homöopathie eine sanfte, tief wirkende Medizin. Die Gegner der Homöopathie schimpfen, sie sei blanker Unsinn, ja sogar Betrug. Ein homöopathischer Globulus enthält so wenig vom heilenden Wirkstoff, dass ein Wissenschaftler

ihn nicht mehr finden kann. Er wurde so fest verdünnt, wie wenn man zum Beispiel eine Kopfwehtablette im Atlantischen Ozean auflöst. In den Globuli ist also «nichts» drin … ähm, zumindest nichts, was man messen kann. Die Botschaft des Wirkstoffs ist aber noch im Globulus drin. Kann diese heilen? Ja, das hab ich schon öfter erlebt. Heilt sie immer? Nein. Manchmal hilft nur ein Arzt, das Spital – oder der liebe Gott. MM

Gabriela Bonin (48) beantwortet

die Fragen ihrer Töchter (14, 10, 7).

GUT GEZIELT

Rä tselsp ass

TOBIS BUCHSTABENSUCHE

Nur am Strand herumliegen, das ist nichts für Tobi. Er will lieber im Sand spielen. Deswegen haben Nina und Hugo Buchstaben für ihn vergraben, die er nun in der richtigen Reihenfolge ausbuddeln muss. Nur den Anfangsbuchstaben «S» und den letzten Buchstaben «G» haben sie an der Oberfläche liegen gelassen. Erkennst du das Lösungswort?

Nina liebt Minigolf. Sie probiert immer neue Parcours aus. Jetzt ist ihr etwas ganz Neues eingefallen. Sie lässt sich die Bahn von dir zusammenbauen. Kannst du die bereitgelegten Teile so einsetzen, dass Ninas Ball sauber im Loch landet? Du darfst jedes Teil nur ein Mal brauchen. Die Teile dürfen nicht gedreht werden.

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LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 113

Tipps

Das tut der Verdauung gut

Gemüse ist gesund. Doch nicht alle Sorten sind gleich bekömmlich.

So is(s)t die Jugend

Zeit sparen beim Frühstück

B

Bald werde ich mein Studium beginnen. Dann heisst es wieder früh aufstehen. Wie viele kann ich vor 7 Uhr nichts essen – ich habe weder Lust noch Hunger noch Zeit, mich hinzu­ setzen. Trotzdem muss ich frühstücken, um genügend Energie für den Tag zu haben.

Essen Sie langsam, kauen Sie

gut, hören Sie auf, wenn Sie satt sind. Verzichten Sie auf blähendes Gemüse wie Lauch und Zwie­ beln und auf Roh­ kost wie Gurke oder Peperoni. Gut verträgliche Gemüse sind bei­ spielsweise Zuc­ chetti, Tomaten, Broccoli, Fenchel und Spinat. Fettige Speisen liegen sehr lange im Magen, Süssig­ keiten regen die Magensäure­ produktion an. Also beides mit Mass geniessen.

Nehmen Sie am Abend die letzte (leichte) Mahlzeit etwa zwei Stunden vor dem Schlafen­ gehen ein. Anis, Fenchel oder Kümmel

in Form von Gewürzen oder als Tee beugen Blähungen vor. Hier schreiben die Vivai­ Experten über Ernährungs­ fragen. Dieses Mal die Ernährungs­ wissenschaftlerin Marianne Botta.

Bild: Getty Images

In Zusammenarbeit mit

Das Nachhaltigkeits­ magazin der Migros.

Ernährung

Gut verdaut Manchmal liegt das Essen bleischwer im Magen. Oder es macht sich lange unangenehm bemerkbar. Dagegen kann man etwas tun. Text: Marianne Botta

U

nangenehme Be­ gleiterscheinun­ gen des Essens, wie Aufstossen, Sodbrennen oder Blähun­ gen, treten häufig plötzlich auf und verschwinden meist von selbst wieder. Eine Ursache kann sein, dass man die Ernährung zu schnell umgestellt hat. Verdauungsorgane und Darmflora stellen sich nicht von heute auf morgen um, wenn man etwa am Abend statt Brot mit Aufschnitt plötzlich Salat isst. Besser ist es, die Ernährung lang­ sam zu ändern. Eine wei­ tere Ursache ist das Alter. Zwar ist es individuell ver­ schieden, aber in der Regel produziert der Körper ab etwa 50 Jahren weniger Verdauungsenzyme und

­sekrete. Gurken oder Knoblauch verweilen länger im Magen, Fleisch oder ein Fondue werden weniger leicht verdaut. Hier gilt es, die Portionengrösse anzupassen. Eine weitere wichtige Ursache für Verdauungs­ störungen ist Stress. Studien zeigen, dass vor allem Ärger und Wut den Konsum von fettreichen, zuckerhaltigen Lebens­ mitteln erhöhen. Man isst schneller, kaut weniger gut und schluckt grössere Bissen. Stress kann auch Bauchschmerzen und Blähungen verursachen, weil in schwierigen Situa­ tionen unbewusst viel Luft geschluckt wird. Wer sehr fettig und üppig, zu viel und zu hastig isst und

trinkt, muss damit rech­ nen, dass der Magen diesen Angriff mit einer Überpro­ duktion von Magensäure abzublocken versucht und so Sodbrennen verursacht. Gewisse Lebensmittel wie Kohl oder scharfe Gewürze wie Knoblauch oder Curry sowie Hülsen­ früchte können Blähungen verursachen, vor allem dann, wenn sie selten auf dem Speisezettel stehen und die Verdauungsorgane nicht daran gewöhnt sind. Meistens haben einfache Verdauungsbeschwerden also nichts mit einer Lebensmittelallergie oder ­unverträglichkeit zu tun. An eine solche muss erst gedacht werden, wenn die Beschwerden länger anhalten. MM

Deshalb habe ich mir angewöhnt, meinen Zmorge für die Zug­ fahrt oder die Pause mitzunehmen, und bereite es meist schon am Vortag vor. Mein Liebling sind die Overnight Oats: über Nacht in Joghurt und Milch eingelegte Ha­ ferflocken, die ich am Morgen mit Früchten, Nüssen und Ähnli­ chem aufpeppe und in einem Joghurtbecher oder Znünibehälter mitnehme. Eigentlich eine vereinfachte Version von Bircher­ müesli oder Porridge. Im Internet zählen Overnight Oats schon lange zu den Stars beim Frühstück. Geschmacklich ist für jeden eine Variation dabei. Sie sind nahr­ haft, leicht und gesund. Fehlt für den perfekten Start in den Tag nur noch der Kaf­ fee zum Mitnehmen.

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LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 117

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ie Seenlandschaft des Oberengadins zählt zu den schönsten Flecken der Erde. Zwischen Silser- und Silvaplanersee auf gut 1800 Meter über Meer liegt Sils-Maria. Das malerische Dörfchen ist der perfekte Ausgangspunkt für Wanderungen und Bike-Touren. Gleich am Eingang zum Val Fex, einem Tal, das sich zu Fuss, mit dem Velo oder einer Pferdekutsche erkunden lässt, liegt das Drei-Sterne-Hotel Schweizerhof. Es bietet seinen Gästen einen Wellnessbereich mit Solbad, dessen Temperatur angenehme 33 Grad beträgt, und einen Whirlpool mit Unterwassermassagedüsen. Das Aussenbad ist 26 Grad

warm. Eine Fass-Sauna rundet das Angebot ab. Erholsamen Schlaf findet man in den modernen, grosszügig konzipierten DesignArvenzimmern. Alle verfügen über Dusche und WC, Flachbildschirmfernseher und selbstverständlich auch kostenloses W-Lan. Freie Fahrt mit den Bergbahnen

Doch bevor man sich zurückzieht, gilt es die Live-Musik an der Bar zu geniessen und das Dancing Bella Festa auszukundschaften. Wer im Sommer mindestens zwei Nächte im Hotel bucht, kann sämtliche Bergbahnen und öffentlichen Verkehrsmittel der Region kostenlos benützen. Mit dem Postauto kann man bis ins italienische Chiavenna fahren. Vom 23. bis 30. August und

27. September bis 4. Oktober bietet das Hotel Schweizerhof Engadiner Wanderwochen an. Sie umfassen: • 7 Übernachtungen • Reichhaltiges Frühstücksbuffet, 4-Gang-Menü am Abend • 6 Tagestouren à 3–5 Stunden mit Wanderleiter • Wassergymnastik • Eintritt in den Wellnessbereich mit Solbad • Alle Bergbahnen und öffentlichen Verkehrsmittel in der Region Oberengadin Preis: ab 959 Franken pro Person, im Arven-Doppelzimmer, exklusive Kurtaxen (3.60 Fr. pro Person und Nacht). Buchung per Telefon: +41 81 838 58 58 oder per Mail: info@hotel-schweizerhofsils.ch MM

verlosen drei Gut­ scheine für das Hotel Schweizerhof in Sils Maria im Wert von je 1000 Franken. Die Gutscheine sind zwei Jahre lang gültig und während der Sommer­ saison einlösbar. Wettbewerbsfrage: Wie warm ist das Was­ ser des Aussenbades? Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./ Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, Ihrer Lösung, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A­Post) mit Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an Migros­Magazin, «Hotel Schweizerhof», Postfach, 8099 Zürich Online: Gratis unter www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 30. 8. 2015. Die Gewin­ ner werden schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlung, Rechts­ weg ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der Migros­Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehr­ fachteilnahmen sind nicht erlaubt und wer­ den vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Zie­ hung bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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2. Tag, Freitag 2. Oktober 2015 - Frühschoppen & Starnacht Ein wunderbarer Tag erwartet uns heute! Wieso unten im Tal bleiben, wenn die herrliche Bergwelt so nah ist. Per Bahn geht es hinauf in die Höhe, wo wir zu einem typischen Frühschoppen mit zünftiger Musik erwartet werden. Lehnen Sie sich zurück und freuen sich auf ein gemütliches Beisammensein umrahmt von einem grossartigen Alpenpanorama. Wer anschliessend gerne ins Tal wandern möchte, begibt sich mit unserem Wanderführer auf einem leichten und naturschönen Wanderweg hinab ins Tal. Am Abend erwartet uns im Festzelt die Stargala mit Francine Jordi, die Amigos und Saso Avsenik mit seinen Oberkrainer. 3. Tag, Samstag 3. Oktober 2015 - Bezaubernder Achensee & GalaAbend Den heutigen Tag gehen wir gemütlich an. Nach einem reichhaltigen Frühstück unternehmen wir eine wunderschöne Rundfahrt durch die Tiroler Bergwelt, die uns bis nach Pertisau am Achensee bringt. Der smaragdgrüne See gehört zu den schönsten Europas und begeisterte früher Österreichs Kaiser und heute Gäste aus aller Welt! Geniessen Sie den See, den verträumten Ort Pertisau und freuen Sie sich auf eine gemütlichen Bootsfahrt entlang der idyllischen Uferlandschaften! Zurück im Hotel bleibt dann noch etwas Zeit zur freien Verfügung ehe uns dann am Abend in Ellmau im geheizten Festzelt in Ellmau der Galaabend mit Hansi Hinterseer, Beatrice Egli und den Edlseer erwartet. 4. Tag, Sonntag 4. Oktober 2015 Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.

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1. Tag Schweiz–Passau Busfahrt von Zürich/St.Margrethen nach Passau. 17.30 Uhr «Leinen los!» 2. Tag Wien Stadtrundfahrt/-gang* oder alternativer Ausflug Nördlicher Wienerwald.° 3. Tag Ordas/Südungarn Puszta-Rundfahrt.* 4. Tag Belgrad Rundfahrt* mit Besuch Festung Kalemegdan. 5. Tag Eisernes Tor Flussfahrttag. 6. Tag Bukarest Stadtrundfahrt/-gang.* 7. Tag Tulcea/Donaudelta Rundfahrt* mit Katamaran. Ausflug+ Schwarzes Meer mit Stadtrundgang Constanta. 8. Tag Rousse Stadtrundfahrt/-gang* 9. Tag Eisernes Tor Flussfahrttag. 10. Tag Novi Sad Rundgang/-fahrt.* 11. Tag Mohács Ausflug* nach Pécs. 12. Tag Budapest Stadtrundfahrt* mit Burgviertel, Matthiaskirche und Fischer Bastei. 13. Tag Bratislava. Stadtrundfahrt/-gang.* 14. Tag Weissenkirchen/Wachau Kloster Melk* mit Weindegustation oder Ausflug Burgruine Aggstein. ° 15. Tag Passau–Schweiz Ausschiffung. Busrückfahrt nach St.Margrethen/Zürich. * im Ausflugspaket enthalten, vorab buchbar | ° alternativer Ausflug an Bord wählbar | + nicht im Ausflugspaket enthalten, vorab buchbar | Programmänderungen vorbehalten

Restaurant

• 42 m2 Platz für jeden Gast • Flüsterschiff dank Twincruiser • Thurgau Travel Superpreis – jetzt profitieren MS Thurgau Ultrabbbbbk mit gutbürgerlicher Küche Luxusschiff mit 53 Suiten und 7 Einzelkabinen für 113 Gäste. Suiten mit DU/WC, Föhn,TV, Radio, Minibar, Safe,Telefon und individuell regulierbarer Klimaanlage. Mitteldeck und Oberdeck mit franz. Balkon. Mini Suiten (14 m2) und Einzelkabinen (12 m2) auf Hauptdeck mit kleineren, nicht zu öffnenden Fenstern. Die Junior Suiten sind 18 m2 gross. Deluxe Suiten (22 m2) mit Sitzgruppe. Queen Suiten (30 m2) mit getrenntemWohn- und Schlafbereich und Balkon. Panorama-Restaurant, Panorama-Salon mitTheatron,Wiener Kaffee, Shop,Wellness/Fitness, Sonnendeck. GratisWLAN. Lift Mitteldeck bis Oberdeck. Nichtraucherschiff (ausser Smoker’s Lounge). Preise p. P. in Fr. (vor Rabattabzug) 1 Einzelkabine Hauptdeck 2190 Mini Suite Hauptdeck 2190 Junior Suite Mitteldeck mit franz. Balkon 2390 Junior Suite Oberdeck mit franz. Balkon 2590 Deluxe Suite Mitteldeck mit franz. Balkon 2790 Deluxe Suite Oberdeck mit franz. Balkon 2990 Queen Suite Oberdeck mit Balkon 3490 Zuschlag Junior Suite zur Alleinbenutzung 990 Ausflugspaket (11/6 Ausflüge) 180 Ausflug Schwarzes Meer/Constanta –

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LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 121

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Welche Zürcher Ortschaft hinterlässt «Spuren»? D Schlieren

K Meilen

B Dachsen

2. Wofür steht auf einem Hinweissignal ein weisses H auf blauem Hintergrund? I

Hafen

A Hotel

R Spital

3. Jemand, der sich durch übertriebenes Prahlen bemerkbar macht, ist ein …? O Zampano

K Zoccoli

L

Zattoo

I

M Mensch

So nehmen Sie teil

4. Wo findet man Faszien? E

Märchen

Wald

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.8.2015, 24 Uhr

5. Welcher Monat war der August im römischen Kalender? S

der Erste

E

der Sechste

H der Achte

6. Was ist ein «Priesterloch»? L

alte Kirche

D Versteck

O Beichtstuhl

7. Wie hoch war das Durchschnittsalter der Schweizer Bevölkerung (2014)? A ca. 41,8 Jahre

S

ca. 56,3 Jahre

E

ca. 61,1 Jahre

8. Was verstand man unter einem «Betrügerchen» im Nachkriegsdeutschland? M Schnaps

L

Falschgeld

R Kleidungsstück

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Auflösung Nr. 34: SPORTLER

Gewinner Nr. 33: Hedy Bitterli-Matter, Schöftland AG; Gabriela Oppliger, Winterthur ZH; Monika Glauser, Uerkheim AG

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

S

2

3 5 4

Auflösung Nr. 34: TABAK Gewinner Nr. 33: Heinrich Etzensperger, Glis VS; Kurt Schwarzenbach, Zofingen AG; Veronika Eberhart, Winznau SO

1

ANT URNEN E I GENART ESSSUCHT KL I ST I ER PRAESENS RE I S I GER SEESE I TE SERENADE S T I L ECHT WE I N L E S E

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.8.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

2

3

4

5


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LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 123

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

4 8 7 5

2 6 3

9

4 1 6 7

2 2 8

1

8 9 2

7 4 3 1

6

Auflösung Nr. 34: 637

5

4 7 2 8 1 9 3 5 6

9 3

9 6 8 4 3 5 7 2 1

5 1 3 7 2 6 9 8 4

6 2 5 1 9 8 4 3 7

1 3 4 2 6 7 8 9 5

7 8 9 3 5 4 1 6 2

8 5 1 6 4 3 2 7 9

3 4 6 9 7 2 5 1 8

2 9 7 5 8 1 6 4 3

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.8.2015, 24 Uhr

Gewinner Nr. 33: Eveline Grossmann, Chur; Marlen Würsch, Killwangen AG; Marianne Schmid, Bülach ZH; Gérard Courbat, Buix JU; Bernhard Dirks-Adler, Zürich

7

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 3 4 4 3 2 miteinander verbunden 2 1 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 1 2 2 2 und mehr als zwei Linien.

4 0 1 4 4 3

2

Auflösung Nr. 34:

0 1

3

2 1 2

1

7

1

4

1

2

0

1

3

3 3

2

1

2

1

2

3 4 4

2

1 1

3 3 1

3 2 2

Auflösung Nr. 34: 3

1

3

3

2

4

1

3

4

2 3

4 3

1 3

2 3 1 2

5 3 2 4 4

2 3 3

2 3 2 2

3 2 3 3

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 391 000 (WEMF, MACH Basic 2015-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Philipp Jordan (Leitung a. i.), Susi Zihler (Produzentin a. i.), Gerda Portner (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild

Ressort Shopping & Food: Eveline Zollinger (Leitung a. i.), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Migros-Welt: Werner Gämperli, Nicole Gut, Ressort M-Aktuell: Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Tatiana Vergara Clément, Anna Meister, Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Prepress: Michael West Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Online: Scasascia Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Sekretariat: Fax: 058 577 13 72 Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Innendienst: Nicole Thalmann Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Nathalie Deutsch, Laila Müller Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

(Leitung), Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz

Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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Die üppigen Lorbeerwälder, die herrlichen Strände bei Maspalomas sowie Playa del Inglés und die konstanten Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad machen Gran Canaria zur Insel des ewigen Frühlings. Teneriffa ist gleichzeitig die bevölkerungsreichste und wohl auch die vielfältigste Insel der Kanaren. Besteigen Sie den Pico del Teide oder bummeln Sie durch die Altstadt von Santa Cruz de Teneriffe. Dank des milden Klimas können Sie auch im Herbst hier noch die Badehose auspacken und sich in die Wellen stürzen.

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126 | MM35, 24.8.2015 | LEBEN

Meine Welt

«Ich trainiere fast täglich direkt vor der Haustür»

Vor gut sieben Wochen stiess Selina Büchel mit einem neuen Schweizer Rekord über 800 Meter mitten in die Weltspitze vor. An der Leichtathletik-WM in Peking und bei Weltklasse Zürich will die Toggenburgerin ganz vorne mitlaufen. Bilder: Daniel Ammann

2

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Bild: EQ Images

Text: Reto E. Wild


LEBEN | MM35, 24.8.2015 | 127

1 Mein Lauftraining «Ich habe coole Laufstrecken direkt vor der Haustür, schöne Feldwegli rund um Mosnang und Bütschwil, wo ich fast täglich unterwegs bin. Ein Mal pro Woche trainiere ich zusätzlich auf der 400-Meter-Bahn.» 2 Meine Physiotherapie «Ich gehe zur

Orthopädie St. Gallen in die Physiotherapie. Seit rund drei Jahren ist Christian Gutgsell mein Therapeut. Bei kleineren Verletzungen ist es wichtig, dass sie schnell behandelt werden.»

Weltklasse Zürich Sitz- und Stehplatztickets zu gewinnen!

3 Mein Laufschuh «Mein Lieblingsjoggingschuh ist ein Nike Zoom Pegasus. Darin absolviere ich die meisten Dauerläufe. Er ist bequem und passt mir gut.»

Verlosung

Ab ans Weltklasse Zürich!

6

Steckbrief Name: Selina Büchel (24) Sternzeichen: Löwe Wohnort: Mosnang SG Beruf und Lebenslauf: Ich habe in Rapperswil SG eine Lehre als

Das MigrosMagazin verlost 2 x 2 Sitzplatztickets im Wert von je Fr. 125.– und 5 x 2 Stehplatztickets im Wert von je Fr. 35.– für Weltklasse Zürich am Donnerstag, 3. 9. 2015.

Raumplanungszeichnerin und danach die Berufsmaturitätsschule absolviert. Inzwischen arbeite ich noch rund 30 Prozent und bin sechsfache Schweizer Meisterin und amtierende Hallen-Europameisterin. Am 3. Juli stellte ich mit 1:57,95 einen neuen Schweizer Rekord über 800 Meter auf (Bild) und verbesserte die Bestleistung von Sandra Gasser aus dem Jahr 1987. Mein Ziel: An den LeichtathletikWeltmeisterschaften in Peking (seit 22. August) möchte ich in den Final vorstossen und das Bestmögliche aus meinem Körper herausholen.

Teilnahme und Teilnahmebedingungen:

Migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Teilnahmeschluss:

1

Donnerstag, 27. 8. 2015, 24 Uhr 5

4 Mein Lieblingsmeeting «Weltklasse

Zürich ist ein megacooles Meeting mit guter Stimmung und starken Teilnehmerfeldern. Es macht Spass, im Letzigrund zu laufen. Am 3. September bildet Weltklasse Zürich nach der WM meinen Saisonabschluss.» 5 Mein Wohnort «In Mosnang bin

ich aufgewachsen und wohne noch immer hier. Ich fühle mich wohl in diesem Dorf. Man kennt und grüsst sich. Mir gefällt auch die Toggenburger Landschaft.» Mein Lieblingsprodukt «Die Beef Chips esse ich gern. Sie sind ein guter Snack für zwischendurch. An Wettkämpfen und im Training habe ich sie oft dabei.»

6 Mein Arbeitsort «Bei Strittmatter

Partner in St. Gallen arbeite ich als Raumplanungszeichnerin. Ich bin sehr dankbar, einen flexiblen Arbeitgeber und einen interessanten Job zu haben.»


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