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Migros magazin 34 2017 d bl

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Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

Cybermobbing S. 8 | Mozzarella S. 49 | Donaureise S. 100

Sprechen wie Trekkies: Klingonisch fßr Anfänger Seite 24

MM34, 21.8.2017 www.migrosmagazin.ch

Sexy, unbequem, furchtlos: Hollywoodstar Salma Hayek

Bild: Celeste Sloman

Seite 30

Was tun, wenn Kinder schlafwandeln?

Marco Grob, Fotograf

Der Oltner hat in New York die ganz Grossen vor der Linse

Seite 89 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 575 55 44, Mitglieder.reg@migrosbasel.ch

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MM34, 21.8.2017

Editorial

Beruhigen, relativieren

H

Haben Sie es auch schon bemerkt? In unserer gut organisierten, behüteten Welt schaffen wir für jedes Problem ein relativierendes Kürzel. Aus der Vogelgrippe wurde H5N1, Atomkraftwerke werden zu KKW, die «Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung» wurde zu ADHS verharmlost und das «Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport» tönt als VBS unbürokratischer. Die Abkürzungen beruhigen, neutralisieren, schreien ein Problem nicht hinaus, sondern machen es verkraftbarer. So auch das Kürzel UMA. Es tönt doch viel nüchterner, distanzierter als «unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender». Dabei versteckt sich hinter den drei Buchstaben eines der schwierigsten Probleme des europäischen Asylwesens. Immer mehr Jugendliche treten die gefährliche Reise nach Europa alleine an – und sie werden im Durchschnitt immer jünger. Zwar hat die Gesamtzahl in letzter Zeit in der Schweiz etwas abgenommen, gemessen an der Zahl der Asylsuchenden ist sie aber mehr als doppelt so hoch wie vor zwei Jahren. Aber was bedeutet schon eine Zahl? Hinter ihr verbergen sich immer Einzelschicksale. Von Jugendlichen, die aus ihren Familien gerissen und auf eine Reise mit unbestimmtem Ausgang geschickt wurden. Die Schleppern hart erarbeitete Familienersparnisse abliefern mussten, um die Träume der Familie wahr werden zu lassen. Oder die einfach aus einem Umfeld ohne Perspektive geflüchtet sind. Weil eine bunte Welt lockt, die man nur aus dem Internet kennt. Oder aus überschwänglichen Schilderungen bereits Geflüchteter. Die dann im Einzelfall oft gar nichts mit den Realitäten hier zu tun haben. Aber aufgeben? Wieder heimfahren? Niemals. Man könnte den Verwandten nicht mehr unter die Augen treten. Jede Geschichte, jedes Einzelschicksal liest sich anders. Wie das von Khalil Abolfazi, der mit 15 vor zwei Jahren zusammen mit seiner Cousine in die Schweiz gekommen ist. Als ein «UMA» unter vielen (Seite 10). Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger @migrosmedien.ch

16

Marco Grob fotografiert Stars

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Gartenarbeit tut gut

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Mozzarella mundet

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


MM34, 21.8.2017

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Inhalt Menschen 8

Cybermobbing Was bedeutet Sarahah für die digitale Kommunikation?

110

10

Minderjährige Flüchtlinge Mit 15 ist Khalil Abolfazi aus dem Iran in die Schweiz geflüchtet – unbegleitet und ohne Papiere. Heute geht er ans Gymnasium

«Dummheit muss man nie persönlich nehmen» Salma Hayek, Hollywoodstar

30

Bilder: Celeste Sloman, René Ruis, Daniel Aeschlimann, Jay L. Clendenin/Los Angeles Times/Contour by Getty Images; Illustration: Pia Bublies

Reto Scherrer moderiert den «Samschtig-Jass»

15

Kolumne: Bänz Friedli

16

Erfolgreich in New York

Clooney, Gaga, Trump: Beim Oltener Marco Grob stehen die Promis Schlange, um von ihm fotografiert zu werden

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Migrosmedien.ch

So machen Sie online mit

22 Infografik Garten, Balkon und Co. – wo es grünt und blüht, geht es uns gut 24

Klingonisch für Anfänger An der Klubschule Migros kann man neu die Trekkiesprache lernen

29

Leserforum

30

Interview: Salma Hayek

65 69

«TerraSuisse»-Brot Das bedeutet IP Suisse

70 Saisonalität hat Priorität Worauf man achten sollte, wenn man nachhaltig einkaufen will 74 77 79 81 82

So entsteht der Zwieback Powerriegel für unterwegs Frischekur für Textilien Schreiben Sie es mit Stil! Neue Produkte im Regal

Leben 85

Kolumne «1, 2 oder 3?» Welcher Schulthek soll es denn sein?

86 Gesundheit Wie kann man gegen Osteoporose vorbeugen? 89

Familie Was tun, wenn das Kind schlafwandelt?

91 93 94

Kolumne «Brave New Girl» Digital: Xbox One X Migros Bank: Fonds

96

Kinder Darum bewegen sich die Berge

Der mexikanische Hollywoodstar über unbequeme Ansichten, das Altern und Furchtlosigkeit

98 Auto Der neue Nissan Micra im Test

Migros-Welt

100 Leseraktion Donaukreuzfahrt vom Schwarzen Meer bis nach Wien

40 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

103 108

49

110

Migusto Pur, püriert, gebraten: Mozzarella lädt zum Experimentieren ein

Rätsel/Impressum Cumulus

Meine Welt Im Thurgau bei Reto Scherrer, Moderator «Samschtig-Jass»

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Zubereitung: Frischkäse mit knapp der Hälfte des Öls und Zitronensaft mischen. Zitronenschale fein dazureiben. Mit Gewürzmischung und sehr wenig Salz abschmecken. Frischkäsefüllung auf Bresaolatranchen verteilen. Mit je etwas Rucola belegen und einrollen. Restliches Öl darüberträufeln und mit sehr wenig Gewürzmischung bestreuen. TIPP: Anstelle der Gewürzmischung kann auch Cayennepfeffer verwendet werden. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten Pro Person ca. 14 g Eiweiss, 14 g Fett, 4 g Kohlenhydrate, 800 kJ/200 kcal Dieses und weitere Rezepte auf migusto.ch


Menschen MM34

Darauf freuen wir uns «Chasing Stars»: Vom 21. bis 27. August können Hobbyfoto­

grafen auf dem Eggishorn im Wallis lernen, wie man Sterne professio­ nell ablichtet. www.chasingstars.club Rock am See: Am 25./26. August

findet das Seaside­Festival in Spiez BE statt. Headliner sind Emeli Sandé und Status Quo.

Unnützes Wissen

Seltsames Nordkorea

«Ach ja, der Elch: Er ist ein herrlich wundersames Viech. In unseren Breitengraden hat er als Symbol des weiten Nordens einen guten Leu­ mund. In Schweden und Norwegen sind Elche dagegen eher geduldet denn geliebt. Nicht erst seit dem Elchtest gelten die stattlichen Tiere primär als mobiles Verkehrshindernis. Dieses Bild aber hat letzte Woche sogar in Schweden für Entzücken gesorgt: Es zeigt ein sehr seltenes, komplett weisses Exemplar, durch die schwedische Provinz Värmland äsend. Und tatsächlich: Märchenhaft sieht er aus, der weisse Elch, wie er hier so durch das Geäst mäandert. Er könnte fast der grössere und unbeholfene Bruder des letzten Einhorns sein.» Mein Bild der Woche

Bilder: Markus Eichenberger, Tommy Pedersen / TT via AP/Keystone, Marco Zanoni

und Träger des Salzburger Stiers. Aktuell ist er mit dem Programm «Hobby – Stand up» unterwegs.

Leseprobe

Entschuldigung, was lesen Sie gerade? Aliena Jampen (10), Schülerin, und Andrea Auer (43),

Redaktorin, Biel

a) «Gregs Tagebuch 11 – Alles Käse» von Jeff Kinney b) «Emil und die Detektive» von Erich Kästner c) «Die Schule der magischen Tiere. Voll verknallt!» von Margrit Auer Auflösung: a) Weil es lustig ist. Aliena liest es manchmal der Familie vor.

Gabriel Vetter (33) ist Satiriker

Nordkoreanische Männer dürfen beim Friseur nur unter zehn Haarschnitten wählen. In Nordkorea ist das Rauchen von Marihuana weit verbreitet. Diktator Kim Jong Un hat im Mai 2012 bei einem Besuch in Nordkoreas einzigem Vergnü­ gungspark zwi­ schen Pflaster­ steinen Unkraut gezupft, weil er mit dem Zustand der Parkanlage unzufrieden war. Der ehemalige nordkoreanische Diktator Kim Jong­II besass eine Wasserrutsche im Garten. Alle Nordkoreaner sind «offiziell» Atheisten. Quelle: Neon/Stern


MM34, 21.8.2017 | MENSCHEN

Jugendliche sind besonders betroffen von Cybermobbing. Eltern sollten sie deshalb beim Umgang mit Apps begleiten.

Diese Woche

In der Anonymität lauert die Gefahr

Zahlen und Fakten

21

Prozent der 12- bis 19-Jährigen wurden bereits einmal im Internet fertiggemacht. Dies ergab die Schweizer JAMES-Studie von 2016. 2012 waren es erst 12 Prozent.

14

Millionen Downloads der App Sarahah wurden in den ersten Tagen registriert; inzwischen sind mehrere Millionen hinzugekommen.

300

Millionen Nachrichten wurden auf der Plattform Sarahah bereits verschickt. Quelle: ZHAW, BBC

Eine neue Social-Media-Plattform sorgt für Furore: Bei Sarahah kann man anonym Botschaften versenden. Als Tool für konstruktive Kritik gedacht, wurde sie schnell zum Hort von Hass und Mobbing. Die App hat aber durchaus Vorteile, wenn sie richtig genutzt wird. Text: Dinah Leuenberger

D

em Chef einmal so richtig die Meinung sagen – ohne Konsequenzen, weil die Botschaft anonym gesendet wird. Oder dem Schwarm eine Liebeserklärung schicken, ohne dass dieser weiss, von wem sie stammt. Für viele eine unwiderstehliche Vorstellung. Dies realisierte auch der Saudi Zain al-Abidin Tawfiq und entwickelte daraufhin die App Sarahah (zu deutsch: Aufrichtigkeit). Eigentlich sollte sie ermöglichen, Chef oder Kollegen anonyme Kritik zu übermitteln. Schnell

jedoch weitete sich das Anwendungsgebiet auf Freunde aus. Auf der Website der App heisst es, man könne «ehrliches Feedback von Kollegen und Freunden einholen, aber auch Liebesbekundungen machen sowie Tipps und den neuesten Tratsch austauschen». Die App, die es seit November 2016 gibt, löste auf der ganzen Welt einen Hype aus: Über 300 Millionen Nachrichten wurden laut dem Entwickler bereits verschickt. 20 Millionen Menschen, vor allem Jugendliche, besuchen sie täglich – jedoch nicht, um Kritik am Chef

zu üben, sondern in erster Linie für Beleidigungen und Cybermobbing. Dies geschieht indes gar nicht so anonym, wie die meisten denken, erklärt die Medienpädagogin Sharmila Egger: «Auch bei Sarahah ist das Konto mit der IP-Adresse verknüpft, und die kann man strafrechtlich verfolgen.» Generell hat das Cybermobbing stark zugenommen – und die Opfer werden immer jünger, weil schon ab der dritten Primarstufe übers Smartphone gechattet wird. Hilfe für Betroffene von Cybermobbing für Eltern und Lehrkräfte: www.zischtig.ch

Bilder: iStockphoto, zVg

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MENSCHEN | MM34, 21.8.2017

Strassenumfrage

Sharmila Egger

«Man darf nicht zu viel Angst haben vor neuen Apps» Die App Sarahah war zu Beginn nicht erfolgreich, weil man nur den Chef kritisieren konnte. Erst mit dem Friends-Feature klappte der Durchbruch. Ist da Mobbing nicht vorprogrammiert? Das kann vorkommen. Mit neuen An­ wendungen wird immer auch Unfug getrieben. Früher haben wir dasselbe mit dem Festnetztelefon gemacht. Kritik und Komplimente direkt aus­ sprechen zu können, ist eine wertvolle Fähigkeit. Die Anonymität ist nur hilfreich, wenn man etwas zu verber­ gen hat. Ich glaube aber nicht, dass Cybermobbing durch eine solche App aktiv gefördert wird. Es gibt auch so genügend Möglichkeiten, um jeman­ dem böse Nachrichten zu schicken. Welche Konsequenzen hat Cybermobbing? Es schliesst aus und kann traumati­ sieren. Die Betroffenen ziehen sich aus dem sozialen Umfeld zurück, von der Familie oder von Freunden. Das Selbstwertgefühl nimmt ab, nicht selten sind Krankheiten die Folge. Die Familie kann die Betroffenen wie­ der auffangen – falls dies nicht gelingt, bieten wir professionelle Hilfe an. Gibt es bei Sarahah auch Vorteile? Wenn das Feedback konstruktiv ist, auf jeden Fall – wir alle sind zur Quali­ tätssicherung auf Inputs angewiesen. So möchte ich Eltern zeigen, dass eine solche App nicht nur Gefahren mit sich bringt, sondern durchaus praktisch sein kann, wenn sie adäquat genutzt wird. Man darf nicht zu viel Angst haben vor neuen Apps. Ist der Hype um Sarahah auch in der Schweiz spürbar? Ich selbst habe ihn noch nicht so stark gespürt. Es gibt aber bereits unzählige Tutorials, die erklären, wie die App funktioniert. Da reicht es dann, wenn ein oder zwei Schüler einer Klasse sie ausprobieren, damit in der Folge die ganze Klasse einsteigt. Wie kann man sich vor beleidigenden Kommentaren schützen?

Wurden Sie schon Zeuge von Cybermobbing?

Bei Sarahah gibt es die Möglichkeit, einen Kommentar zu melden, der Absender wird dann blockiert. Er kann noch Nachrichten schreiben, sie kommen aber nie an. Generell gilt, sich über die Blockadeoptionen der Apps zu informieren, die man nutzt. Ist es gefährlich, wenn Kinder Apps nutzen, die Eltern nicht kennen? Eltern vernachlässigen ihre erzieherischen Pflichten, wenn sie sich nicht für die Apps interessieren, die ihre Kinder nutzen. Das heisst nicht, dass sie jedes Spiel nach­ spielen müssen. Aber sie sollten sich über die sozialen Netzwerke und Chat­Apps informieren und sich ihnen gegenüber nicht verschliessen. Zudem helfen Verbote wenig, denn so getrauen sich die Kinder nicht mehr, offen darüber zu sprechen. Wie sollen Eltern das Thema mit den Kindern diskutieren? Eltern sollen immer wieder Gelegen­ heiten für ein unaufgeregtes Gespräch schaffen. Strategien, um sich online sicher zu fühlen, sind ein Thema, aber auch die Langlebigkeit von Daten. Eltern können sich zum Beispiel eine App von den Kindern erklären lassen, und gemeinsam kann man heraus­ finden, welche Datenschutzmöglich­ keiten es gibt oder wie man jemanden blockieren kann. Wenn Eltern zu­ sätzlich auf alarmierendes Verhalten der Kinder achten und ihren Instink­ ten folgen, wird auch diese App kein Genickbruch für die heutige Jugend sein – und vielleicht auch schon bald wieder uninteressant. Warum nutzen gerade Jugendliche so gern Chat-Apps? Man wirft unserer Jugend gern vor, die direkte Kommunikation verlernt zu haben. Ich möchte sie aber in Schutz nehmen, denn das aktuelle Zeitalter begünstigt ja die digitale Kommunikation. Viele Junge verwen­ den inzwischen Whatsapp auch, um zu telefonieren. Trotzdem nutzen sie auch noch die klassische Telefon­ funktion oder versenden SMS. MM

Sharmila Egger (35) ist Psychologin und arbeitet als Medien­ pädagogin bei «zischtig.ch», einem Verein für Medien­ bildung und Präven­ tion von Online­ gefahren.

Julia Bianchi (27), Sozialwissenschaftlerin, Delhi (Indien)

«Nein. Aber in Kommentarspalten auf Social Media wimmelt es davon. Ich finde es eher belustigend, aber wenn es Leute träfe, die ich kenne, würde ich reagieren.»

Florian Heeb (30), Student, Zürich «Ich wurde schon mal als Passions­ gurke bezeichnet. Viele Leute neh­ men es persönlich, wenn sie online angefeindet werden. Dabei ist das doch eher eine Parallelwelt und nicht die Realität.»

Jennifer Blatter (22), Kommunikationsfachfrau, Thundorf TG

«In meinem direkten Umfeld nicht, aber ich lese viel darüber. Und doch wird vieles nicht öffentlich, weil sich die Betroffenen vielleicht schämen.»

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10

MM34, 21.8.2017 | MENSCHEN

UMA

Khalil schlägt sich durch

Khalil Abolfazi ist vor zwei Jahren mit seiner Cousine aus dem Iran geflüchtet und als sogenannter unbegleiteter Minderjähriger in die Schweiz gekommen. Nun besucht der 17-Jährige das Gymnasium. Text: Reto E. Wild

G

ut 20 Tage lang dauerte ihr beschwerlicher Weg – erst zu Fuss, dann mit dem Bus: Khalil Abolfazi (17) und seine Cousine Razie Sarvari (19) flüchteten im Oktober 2015 aus dem Iran. «Zu Beginn marschierten wir praktisch ununterbrochen 30 Stunden lang durch das iranische Gebirge bis in die Türkei. Meine Eltern hatten uns etwas Geld, Sandwiches und Wasser mitgegeben und uns zum Abschied lange umarmt.» Nach dem Fussmarsch waren beide erschöpft, geschlafen hatten sie nie – auch wegen der Gefahr, von Grenzbeamten aufgespürt zu werden. Obwohl Khalil jünger ist als seine Cousine, fühlte er sich für sie verantwortlich. «Als wir an der Grenze zwischen dem Iran und der Türkei standen, hatte ich grosse Angst, denn wir hätten festgenommen und nach Afghanistan abgeschoben werden können», sagt Razie Sarvari. Khalil Abolfazi wurde in der 1,9-Millionen-Stadt Karadsch nordwestlich der Hauptstadt Teheran geboren; hier lebte er bis zu seiner Flucht mit den Eltern und seiner Schwester. «Meine Eltern waren aus Afghanistan vor den Taliban in den Iran geflohen. Aber auch dort wurden wir diskriminiert und bekamen keinen Ausweis. Ich spreche zwar perfekt Persisch, wurde aber ausgegrenzt, weil ich anders aussehe», sagt Khalil. Als die Situation für ihn und seine Cousine unerträglich wurde, entschieden sie sich zur Flucht. Dafür mussten sie eine Zahlung an eine Schlepperorganisation leisten. Die Flucht gelang. In mehreren Busetappen schafften sie es von der Türkei über Griechenland, Mazedonien, Serbien, Österreich und Deutschland bis in die Schweiz. Er habe sich für die Schweiz entschieden, weil er von Flüchtlingen in Wien gehört

Bild: Daniel Auf der Mauer

habe, dass das Land sicher sei, sagt Khalil. Heute lebt er im MNA-Zentrum Lilienberg in Affoltern ZH. MNA steht für Mineurs non accompagnés – unbegleitete Minderjährige. Das Zentrum beherbergt rund 80 Bewohner zwischen 12 und 18 Jahren. Seine Cousine wohnt in Hettlingen ZH in einer Wohngemeinschaft mit zwei Flüchtlingen aus Pakistan und China. Knapp zwei Drittel der unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden – kurz: UMA – sind in der Schweiz 16 bis 17 Jahre alt, wohnen in speziellen Zentren für Minderjährige. Sie stammen aus Eritrea, Afghanistan und Somalia. Erst kürzlich hat der Bundesrat betont, dass die Herkunft und das Alter in 95 Prozent der Fälle auf Angaben der Personen und nicht auf Dokumenten beruhten. Auch Khalil und seine Cousine hatten bei der Einreise keinen Pass. 2016 wurden rund 2000 minderjährige Asylsuchende registriert, die ohne ihre Eltern einreisten (siehe Tabelle auf Seite 13). Zurzeit ist die Zahl rückläufig, weil die Schweiz als Zielland an Attraktivität verloren hat: Zwischen Januar und Juli 2017 zählte man noch 474 Gesuche. Kinder und Jugendliche wie Khalil werden prioritär behandelt; sie erhalten einen Beistand. 2015 und 2016 beantragten laut Unicef 170 000 unbegleitete Kinder unter 18 Jahren europaweit Asyl. Übers Internet in Kontakt mit der Familie

Khalil ist ein guter Schüler. Zunächst besuchte er die Schule in Lilienberg, wo er anfangs zwei Tage lang auf der tiefsten Stufe Deutsch lernte – um nach nur fünf Monaten bereits in der höchsten Stufe anzukommen. Die gute Leistung ist belohnt worden: «Meine WG besteht aus sechs Personen. Wir teilen uns eine Küche und ein Badezimmer.

Wer gute schulische Leistungen erbringt, schläft mit nur einer weiteren Person in einem Zimmer mit zwei Betten. Alle anderen übernachten in Vierbettzimmern.» Anfang dieses Jahres wurde Khalil vorläufig in der Schweiz aufgenommen. Nun folgt der nächste grosse Schritt: Er wird an der Kantonsschule Rämibühl in Zürich das Gymnasium besuchen mit dem Ziel, danach zu studieren. Der Sohn eines Sanitärinstallateurs und einer Hausfrau möchte künftig im mathematischen Bereich tätig sein. Und eine Familie gründen? «Zuerst muss ich dafür sorgen, dass es meiner Familie, die im Iran in schlechten Verhältnissen lebt, wieder besser geht. Meine Eltern vermissen mich sehr. Sie haben alles darangesetzt, dass mir meine Flucht gelingt und ich ein besseres Leben in Europa habe. Und selbstverständlich vermisse ich meine Eltern und meine Schwester ebenso.» Traurig fügt Khalil an, dass seine Mutter krank sei und keine beschwerliche Reise machen könne. Deshalb bleibe der inzwischen arbeitslose Vater bei der Mutter und der erst sechs Jahre alten Schwester. Khalil tauscht sich regelmässig über Internettelefonie mit seiner Familie aus. Er ist besorgt, weil sie fast kein Geld mehr hat. Er selbst lebt von 90 Franken pro Woche, damit muss er Essen, Kleidung, ÖV und Hygieneartikel finanzieren. «Ich fühle mich wohl hier. Der Bevölkerung ist es egal, ob jemand Schweizer, Afghane oder Iraner ist.» Die Cousine sieht er seit der gemeinsamen Flucht nur noch ein-, zweimal pro Monat. Die Einsamkeit sei ihr grösstes Problem, sagt Razie. «Meine Eltern sind schon früh gestorben, ich habe nur noch Kontakt zu meiner ebenfalls im Iran lebenden Schwester. Beste Freunde habe ich keine.


MENSCHEN | MM34, 21.8.2017

Khalil Abolfazi hat seine Eltern und seine Schwester im Iran zurückgelassen: «Ich vermisse sie sehr.»

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MENSCHEN | MM34, 21.8.2017

Unbegleitete minderjährige Asylsuchende in der Schweiz (UMA) Am meisten tausche ich mich mit den beiden Frauen aus, die in unserer WG leben.» Razie hat eine Aufenthaltsbewilligung B, die bei der erstmaligen Verlängerung auf ein Jahr beschränkt werden kann, wenn jemand seit über zwölf Monaten arbeitslos ist. Ihre Hauptbeschäftigung: die Sprache lernen. Razies Deutsch ist noch nicht fliessend. Khalil hilft ihr ab und zu. «Ich suche Gleichaltrige, mit denen ich mich unterhaltenkann. Aber ich finde niemanden. Im Deutschkurs nehmen nur Ausländer oder Flüchtlinge teil, die nicht in meinem Alter sind.» Khalil hingegen hat viele Freunde im MNA-Zentrum. In seiner Freizeit geht er mit ihnen an den Zürichsee und einmal pro Woche in die Migros, um für die Gemeinschaft einzukaufen. Er mag Reis und Poulet; als Moslem isst er kein Schweinefleisch. Fussball spiele er im Gegensatz zu seinen Freunden selten: «Ich mag den Sport, aber ich habe meist keine Zeit.» Die Hausaufgaben gehen vor. Schliesslich möchte er eines Tages seiner Familie helfen können. MM

2014

2015

2016

Total Asylsuchende

23 765

39 523

27 207

UMA: Anzahl und %

795 (3,3%)

2736 (6,9%)

1997 (7,3%)

UMA 16–17 Jahre

69 %

66 %

63 %

UMA 13–15 Jahre

27 %

25 %

34 %

UMA 8–12 Jahre

2%

4%

2,5%

männlich

81,3%

82,1%

83,7%

weiblich

18,7%

17,9%

16,3%

Eritrea: 521 Afghanistan: 52 Somalia: 50 Syrien: 44 Sri Lanka: 17 Guinea: 13 Marokko: 11 Äthiopien: 10

Eritrea: 1191 Afghanistan: 909 Syrien: 228 Somalia: 109 Irak: 40 Äthiopien: 36 Guinea: 30 Gambia: 27

Eritrea: 850 Afghanistan: 352 Somalia: 247 Äthiopien: 157 Guinea: 101 Syrien: 45 Gambia: 35 Sri Lanka :22

wichtigste Herkunftsländer

Quelle: Staatssekretariat für Migration (SEM)

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3. Tag, Samstag 2. Dezember 2017 – Steyrtalbahn & Ampflwang Museumsbahn Heute morgen fahren wir durch schöne Landschaften bis zum romantischen Städtlein Steyr, wo wir am Bahnhof von der stolzen Dampflock und historischen Waggons der legendären Steyrtalbahn erwartet werden. Lehnen Sie sich zurück und freuen Sie sich auf eine historische Fahrt. Vorbei an der weltbekannten Wallfahrtskirche Christkindl fährt unser Zug durch wunderbare Winterlandschaften bis nach Grünburg. Im Bahnhof Grünburg besichtigen wir die Fahrzeughalle und eine kleine Ausstellung über die Steyrtalbahn ehe uns in Timelkam die Ampflwang Museumsbahn zum nächsten winterlichen Nostalgieerlebnis erwartet. Am Abend erwartet uns im Hotel ein schönes Abschlussessen mit lokalen Köstlichkeiten. 4. Tag, Sonntag 3. Dezember 2017 – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen nostalgischen Adventseindrücken die Heimreise an.

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MENSCHEN | MM34, 21.8.2017

W Bänz Friedli

Für immer und ewig

Was geschähe, wenn man einen Konzert­ flügel irgendwo hinstellen würde? Einfach so. Öffentlich und frei zugänglich, in eine Fussgängerpassage, ein Verwaltungsgebäude, ein Einkaufszentrum … Er würde binnen Kurzem Opfer von Vandalen, nicht wahr? Traktiert würde er und mutwillig zerstört. Man weiss ja, in was für Zeiten wir leben.

Am Bahnhof von Arnheim, in den Niederlanden, taten sie genau dies: stellten einen Konzertflügel mitten in die riesige Ankunftshalle. Noch dazu einen weissen – auffällig, edel, schmutzanfällig. Dazu einen Stuhl und die Aufforderung an jedermann, das Instrument zu spielen: «Bespeel mij – play me!» Und was geschieht? Der Flügel wird gespielt. Ich wollte mir ja eigentlich nur einen Kaffee holen, aber da sass dieser Kerl, er ging gegen 60, und schmetterte mit voller Stimme Billy Joels «Piano Man» in die Halle. Bald bildet sich eine Gruppe Schaulustiger, es wird applaudiert, die Menge spornt den anonymen Sänger an, er geht zum nächsten Stück über. Und, Himmel, kann der Klavier spielen!

Bänz Friedli (52)

Bild: Vera Hartmann

liess sich bezaubern.

Ich war einige Tage in Arnheim zugange, diesen Sommer, und immer wieder zog es mich zum Bahnhof. Jedes Mal, ob morgens oder spätabends, sass gerade jemand an den Tasten und spielte vor sich hin: Kinder, Frauen, Männer jeden Alters. Begabte, Begnadete, zuweilen auch Anfänger. Immer

war da Musik. Und sie beeinflusste die Menschen, die von den Perrons her kamen oder den Perrons zustrebten: Samtenen Schrittes gleiteten diese Passanten durch das grosse Gewölbe. Niemand schien mehr pressant zu sein. Kein Rennen, kein Schubsen, kein Drängeln gab es, dafür vereinzelt ein Tänzeln.

Bei meinem letzten Besuch sitzt ein Jüngling von vielleicht 15 Jahren am Flügel. Dunkler Teint, Baseballcap, schwarze Jacke. Eher schüchtern wirkt er, aber wie er nun zu «I Will Always Love You» anhebt und sich selbst begleitet, ist zum Dahinschmelzen. Das tut sie auch, seine Angebetete, wohl wenig jünger als er, blond, mit Zahnspange; ein Teenie mit pinkfarbenem Rucksäckchen. Stützt sich mit einem Ellbogen aufs Instrument, steht einfach da, himmelt ihn an – und schmilzt dahin. «And a-i-aaaiii will always …», schwingt er sich nun mit heller Stimme in höchste Höhen, «… looooove you!»

Er schaut seine Zahnspangenschönheit unter der Schirmmütze hervor verschmitzt an. Und man ist sich angesichts ihrer Jugend nicht sicher, ob er sie wirklich für immer lieben wird, aber in diesem Moment ist, was er singt, einfach nur wahr, und sein Spiel verzaubert die Glas- und Betonkonstruktion dieses Bahnhofs in den schönsten Ort der Welt. Für Augenblicke, die sich anfühlen wie: immer und ewig. MM

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MM34, 21.8.2017 | MENSCHEN

Marco Grob

Bitte lächeln, Mr. Trump!

Bis 2003 hatte er ein eigenes Studio in Olten, heute holt Marco Grob in New York Grössen aus Film, Politik und Gesellschaft vor seine Linse. Der Weg an die Spitze seiner Gilde erforderte viel Mut. Ende Woche wird er am International Photo Festival in Olten davon berichten. Text: Ralf Kaminski

Bilder: Celeste Sloman, Marco Grob

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Seine Wanderjahre führten ihn noch in weitere Städte, der Traum jedoch war New York. «Hier sitzen die grossen, wichtigen Magazine. Wenn man es hier schafft, spielt man in der Liga der ganz Grossen mit.» Und genau das wollte Grob. 2008 wagte er es. Der Anfang war hart, aber schliesslich gelang es ihm, für das «New York Magazine» fotografieren zu dürfen.

arco Grob hat mit Johnny Depp Gitarre gespielt, sich von Steve Jobs beim Lunch über das Wesen der Fotografie ausfragen lassen und mit Bill Murray einen lustigen Nachmittag beim improvisierten Fotoshooting im Museum of Modern Art verbracht. «Es gibt schon Momente, da stehe ich da, die Welt bewegt sich wie in Zeitlupe, und ich staune, dass ich, der Oltener Bueb, das wirklich alles machen darf.» Der 52-jährige Schweizer lebt seit 2008 in New York und gehört zu den gefragtesten und erfolgreichsten Fotografen der Welt. Er hat die Bildsprache des «Time»-Magazins mitgeprägt, einen der begehrten Emmys für den Dokumentarfilm «Beyond 9/11» (2011) gewonnen und ist 280 Tage im Jahr unterwegs, um Geschichten auf der ganzen Welt zu dokumentieren.

«Der rote Faden des Festivals ist Mut»

Vom 25. bis 27. August ist er wieder einmal in seiner Heimatstadt Olten, wo er gemeinsam mit Freunden das International Photo Festival organisiert hat. Dort wird es Fotos zu sehen geben, vor allem aber auch die Menschen dahinter, die ihre Geschichten erzählen. «Der rote Faden des Festivals ist Mut», sagt Grob. «Cory Richards etwa ist einer der ersten Amerikaner, die ohne Sauerstoff auf dem Mount Everest standen, ganz allein. Giles Duley trat in Afghanistan auf eine Mine, hat beide Beine und einen Arm verloren – und ist jetzt wieder unterwegs in Kriegsgebieten und fotografiert. Beide sind gute Freunde und werden in Olten von ihrer Arbeit und ihrem Leben erzählen.» Auch Marco Grob selbst wird berichten, was es gebraucht hat, um Starfotograf in New York zu werden. In die Wiege war ihm das nämlich nicht gelegt worden – im Gegenteil. Die Schweiz sei ein traumfeindliches Land, die Bevölkerung eher ängstlich, findet Grob. «Das ist vermutlich typisch bei einem derart hohen Wohlstand.» Entwickle man

Der Durchbruch kam mit Hillary Clinton

280 Tage im Jahr ist Marco Grob mit seiner Kamera auf der ganzen Welt unterwegs.

hier zu viele Fantasien, heisse es rasch, man solle doch bitte realistisch bleiben. «Aber wer so was sagt, hat schlicht einen Mangel an Vorstellungsvermögen.» Dennoch hat auch er lange so gelebt. «Natürlich hatte ich Träume, aber es brauchte eine Zäsur, um mich an die Umsetzung zu wagen.» Die kam, als seine Mutter 2003 starb. «Plötzlich wurde mir klar, dass auch meine Zeit hier nicht unendlich ist. Und dass ich es jetzt tun muss, wenn ich noch was anderes aus meinem Leben machen will.» Er verliess Olten und zog nach Kapstadt (Südafrika), begann für Redaktionen zu arbeiten und musste erst mal unten durch. «Ich lebte von der Hand in den Mund, im wahrsten Sinne des Wortes am Kap der guten Hoffnung», erzählt er und lacht. Doch er sammelte wertvolle Erfahrungen und realisierte: Es ist zwar nicht leicht, aber es geht.

Seine Arbeit dort wurde wahrgenommen. Eines Tages rief plötzlich Kira Pollack an, die renommierte Fotochefin des «Time»Magazins, und sagte, sie brauche jemanden für ein Fotoshooting mit Hillary Clinton, ob er zu haben wäre. Das Bild kam dann aufs Cover und war Grobs Durchbruch. «Wenn Marco ein Porträt macht, nutzt er, was er vorfindet und macht es besser», sagt Kira Pollack über seine Arbeit. «Er verwandelt Unsicherheit in Selbstvertrauen, Verletzlichkeit in Stärke. Dadurch sehen wir seine Porträtierten in einem ganz anderen Licht als sonst.» Der «Oltener Bueb» wurde zu einem der wichtigsten Fotografen von «Time», die Aufträge kamen von allen Seiten. «Ich hatte das grosse Glück, dass ich es gewagt habe, meinen Stil durchzuziehen, und dieser Stil zu diesem Zeitpunkt bei den richtigen Leuten gerade gefragt war», erklärt der Fotograf heute seinen Erfolg. «Aber das ist eben New York: Auch Kira ist ein Risiko eingegangen, indem sie mich anfragte – und es hat sich gelohnt.» An die Zusammenarbeit mit grossen Namen hat er sich längst gewöhnt. «Es besteht schon immer noch ein gewisser Druck, bei ihnen besonders gute Arbeit abzuliefern, weil diese Bilder einfach so hohe Beachtung finden. Aber nervös bin ich heute nicht mehr. Das sind letztlich Menschen wie andere auch, und ich habe nur ganz selten schlechte Erfahrungen gemacht.» Mit wem, verrät er nicht, das sei Berufsgeheimnis.


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Grobs illustre Starparade:

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1 Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton 2 Apple-Chef Steve Jobs 3 US-Präsident Donald Trump 4 Kevin Spacey am Set von «House of Cards» 5 Die Stars der neuen Monsterfilmserie «The Dark Universe» 6 Schauspielerin Julianne Moore 7 Comedian Bill Murray im Museum of Modern Art in New York

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Tag 2 An Bord

Tag 11 An Bord

Tag 3 Bergen/Norwegen Das 1070 gegründete Bergen ist eine der schönsten Städte Norwegens. Ein Teil der Altstadt wurde zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Ausflug: Besichtigung von Bergen*. Aufenthalt 7–14:30 Uhr.

Tag 12 Hellesylt/Geirangerfjord/Norwegen° Hellesylt, ein kleiner 680-Seelen-Ort am Geirangerfjord. Ausflug: Von Hellesylt nach Geiranger*. 8–17 Uhr.

Tag 4 An Bord Tag 5 Tromsø/Norwegen Tromsø ist eine lebendige Stadt mit einer Fülle von kulturellen Veranstaltungen. Ausflug: Stadttour, Tromsø Museum und Seilbahn*. 13–21 Uhr. Tag 6 An Bord Tag 7 Longyearbyen/Spitzbergen° Die Stadt verfügt über viele Restaurants und Geschäften. Ausflug: Kurz aber schön: Sightseeing-Tour durch Longyearbyen*. 8–22 Uhr. Jetzt bestellen: Katalog «Kreuzfahrten 2018»! KREUZFAHRTEN 2018

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Tag 8 An Bord

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Weitere Topstars im Porträt: www.migmag.ch/ grob

Gesellschaftliche Verantwortung

Die Arbeit mit den Stars ist aber nur eine Seite. Grob ist auf der ganzen Welt unterwegs und dokumentiert auch schwierige Themen, etwa die Arbeit der Uno im Kampf gegen Landminen. Oder derzeit in New York die vielen obdachlosen Kinder der Stadt. «Als Fotograf, der wahrgenommen wird, hat man auch eine gesellschaftliche Verantwortung», findet er. «Bilder sind mächtig, Bilder können etwas bewirken, können Missstände ans Licht bringen, die angegangen werden müssen. Dazu will ich beitragen.» Privat lebt er mit einer echten New Yor­ kerin zusammen, die zwar gern reist, sich allerdings nicht vorstellen kann, jemals aus der Metropole wegzuziehen. «Ich selbst habe ein zwiespältiges Verhältnis zu New York – es verkommt immer mehr zu einem riesigen Shoppingcenter für Touristen.» Was kann einer wie er noch erreichen? Welche Ziele und Träume hat er noch? Grob überlegt. «Ich würde gern noch mehr Aus­ stellungen von meinen Werken arrangieren. Aber es stimmt schon: Risiken kann ich heute vor allem noch im Privatleben eingehen. Ich tauche gern, ich fliege selbst. Aber ich gehe für Jobs auch in Länder wie Südsudan, Irak oder Afghanistan, wo es schnell mal gefährlich werden kann.» Eins ist klar: Auch mit zunehmendem Alter wird er nicht risikoscheuer. «Als 20­Jähriger war ich ein Feigling. Inzwischen habe ich ge­ lernt, dass es sich lohnt, Risiken einzugehen. Damit werde ich sicher nie aufhören.» MM International Photo Festival: Ausstellungen, Vorträge und Workshops, vom 25. bis 27. August in Olten SO. Infos/Tickets: www.ipfo.ch / www.marcogrob.com

Marco Grob lebt in New York, hat jedoch ein zwiespältiges Verhältnis zur US-Metropole: «Sie verkommt immer mehr zu einem Shoppingcenter für Touristen.»

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Menschlich kommt er Schauspielern und Musikerinnen meist näher als Politikern. «Natürlich sind auch die interessant, aber ich frage mich immer, was das für Menschen sind, die alles tun, um solche Macht zu be­ kommen.» Filmstars hingegen seien letztlich Künstler und somit Seelenverwandte. Mit ihnen komme es auch immer wieder zu sehr persönlichen Begegnungen. «Musikfan Johnny Depp habe ich kürzlich eins meiner Fotos von Jimmy Page gemailt, wie er Luft­ gitarre spielt. Da kam dann gleich eine Ant­ wort, ich solle mich unbedingt melden, wenn ich wieder in der Gegend sei.» Die besten Fotos entstünden immer ganz am Anfang des Shootings. «Da sind die Leute noch frisch und natürlich. Je länger man sie vor der Kamera quält, desto schwieriger wird es, noch etwas richtig Gutes zu bekommen.» Schon bald hat er in New York begonnen, Dokumentarfilme zu drehen. Inzwischen ist er auch für das Herstellen von Trailern grosser Kinofilme und TV­Serien begehrt: «Doctor Strange», «Marseille», «Daredevil» «The Avengers», «The Mummy» – die Liste liesse sich endlos fortsetzen.


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Beiträge, Bilder und Meinungen unserer Leserinnen und Leser

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Die Umfrage

Migrosmagazin.ch Vergangene Woche wollten wir zum Dossier «Lehrer» wissen: Welche Erinnerungen hast du an deine(n) erste(n) Lehrer(in)?

Lesergeschichte

Tatort Gartenzaun Erich, die Hauptperson von Florian Riners Kurzerzählung, hat wie viele Schweizer(innen) einen heiklen Nachbarn: Bei ihm löst jeder «fremde» Grashalm, der auf seinem Boden landet, einen Konflikt aus. Doch als sich diesmal wieder ein Streit anbahnt, kommt ein Blitz und eine gefällte Kiefer dazwischen ...

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69% sehr positive 16% eher oder sehr schlechte 15% keine mehr

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Diese Woche: Zum Artikel

Eine Kurzgeschichte von Leser Florian Riner

anonyme Botschaften per App (diese Ausgabe, S. 8) wollen wir wissen: Hast du schon Cybermobbing erlebt?

Leserbeitrag

Online-Extra

Klingende Bergwelt

London entdecken

Elterntipp

Als treu sorgende Eltern möchten wir unsere Kinder vor Schmerz bewahren und sie vor negativen Erfahrungen schützen. Genau diese stärken uns jedoch als Menschen.

Bilder: zVg (4), Reto E. Wild, Susanne Oberli

Für Familien mit einem kleinen Bergfloh bestens geeignet: zwei Tage auf dem Toggenburger Klangweg. www.migmag.ch/ klangweg

Stefanie Bösch

schreibt über ihren Ausflug.

Der eindrücklichste Aussichtspunkt, der lohnendste Food Market: Die englische Hauptstadt punktet mit neuen Adressen und schwachem Pfund. www.migmag.ch/london

Daniela Schlegel zeich-

Reiseredaktor Reto Wild

net in ihrem Erziehungsbeitrag die Schritte des Loslassens nach. www.migmag.ch/ loslassen


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MM34, 21.8.2017 | MENSCHEN

Garten

Kraftquelle Natur Jäten, mähen, giessen oder nur geniessen – schon wenige Minuten täglich in der Nähe von Pflanzen wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Zahlen und Fakten rund um den wohltuenden Effekt der Natur. Text: Yvette Hettinger Illustration: Pia Bublies

Wer auf dem Balkon gärtnert, lebt noch

gesünder, als wenn er sich im Garten betätigt. Eine mögliche Erklärung: Der Raum und die Arbeit auf dem Balkon sind überschaubar – das bereitet weniger Gewissensbisse als ein Garten, in dem Unerledigtes wartet.

18 kcal

sind in 100 Gramm Tomaten enthalten. Die Beerenfrüchte

sollen helfen, Herzinfarkten und Arteriosklerose vorzubeugen. Sie sind reich an Vitamin C und Kalium und enthalten den Stoff Lycopin, der als Radikalfänger gilt.

Basilikum enthält SpurenHochbeete entlasten

den Körper: Da man sich nicht so tief zu bücken braucht, schont man Rücken und Gelenke.

Nur schon der Aufenthalt an einer Kräuteroder Blumenkiste vor dem Fenster soll helfen,

den Blutdruck zu senken. Der Puls wird ruhiger, der Stoffwechsel kommt in Schwung, Verspannungen lösen sich, Schmerzen werden gelindert.

20 min

Gartenarbeit pro Tag senken das Level von Stresshormonen bereits drastisch. Denn der Puls verlangsamt sich, der Stoffwechsel wird angekurbelt, Ängste verschwinden, die Stimmung hellt sich auf; die körperliche Koordination verbessert sich, die geistige Aufmerksamkeit steigt, und der Mensch wird kommunikativer.

elemente wie Mangan und Kupfer, Mineralstoffe wie Kalzium und Eisen sowie Betacarotin und Antioxidantien. Zudem liefert es Vitamine wie Vitamin C und Vitamin K, das die Blutgerinnung fördert; schon zwei Esslöffel Pesto reichen, um den Tagesbedarf an Vitamin K zu decken.


MENSCHEN | MM34, 21.8.2017

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Grün: Nur schon der Anblick eines Gartens hat eine wohltuende

Wirkung. Bei einer Umfrage des Markt­ forschungsinstituts Marketagent unter 500 Teilnehmern hat über die Hälfte angegeben, die entspannende Wirkung einer blühenden Umgebung zu schät­ zen. Auch Klinikpatienten erholen sich schneller, wenn ihr Blick ins Grüne geht.

Kalorienverbrauch

Innerhalb einer Stunde verbraucht man:

380

300

400

400

120

300

Kalorien beim Rechen

Kalorien beim Rasenmähen mit dem Elektromäher

Kalorien bei Garten­ aufräumarbeiten

Kalorien beim Wässern Kalorien beim Jäten

5 min

körperliche Aktivität

im Garten verbessern die Stimmung und das Selbstwertgefühl.

12 kcal

entfallen auf 100 Gramm Gurken. Sie liefern Vitamin B, Himbeeren enthalten lediglich 52 Kalorien pro 100 Gramm

und sind reich an Vitamin C, A und B, Biotin, Gerbstoffen, Kalium, Phosphor, Kalzium und Magne­ sium sowie Eisen. Ein Tee aus Him­ beerblättern zum Beispiel soll beim prämenstruellen Syndrom helfen.

C und E, Zink, Eisen, Magnesium, Kalium und Phosphor. Ausserdem enthalten sie sogenannte Pepti­ dasen: Enzyme, die helfen, eiweisshaltige Lebensmittel leichter zu verdauen.

Quellen: Marketagent, Universität Essex UK, bbc.com, axappphealthcare.co.uk, gesundheit.de

Kalorien beim Rasenmähen mit dem Handmäher


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MM34, 21.8.2017 | MENSCHEN

Schwierige Kommunikation: Die Crew des Raumschiffs Enterprise empfängt den Kanzler der Klingonen in «Star Trek VI – The Undiscovered Country» (1991).

Klingonisch für Anfänger

Nur etwa 20 Menschen auf der Welt sprechen fliessend Klingonisch, eine Sprache aus den «Star Trek»-Filmen. Aber die Schweizer mit ihren kehligen ch- und ck-Lauten sind geradezu prädestiniert dafür, findet der Linguist André Müller, der neu diesen Sprachkurs an der Klubschule Migros leitet. Text: Ralf Kaminski

Bilder: René Ruis

U

nd jetzt mal alle: kchakch!» André Müller (32) schaut erwartungsvoll in die Runde, die sich redlich und im Chor abmüht, die kehlig-kratzigen Laute nachzuahmen. Das Wort schreibt sich QaQ und bedeutet «gut sein» – nicht eben eine Kernbotschaft der Klingonen, einem aggressiven, stolzen Kriegervolk, das Captain Kirk und Mr. Spock in «Star Trek» immer wieder das Leben schwer macht. Wir befinden uns aber nicht etwa auf dem Raumschiff Enterprise, sondern auf der Erde in einem Saal der Klubschule Migros in Zürich-Oerlikon. Knapp 30 lernwillige Frauen und Männer zwischen 14 und etwa 50 Jahren sitzen hier und absolvieren einen Crashkurs in Klingonisch. Es ist der vierte und letzte, bevor Kursleiter Müller nach Südostasien reist, um dort seiner eigentlichen Tätigkeit als Doktorand der Sprachwissenschaft an der Universität Zürich nachzugehen. Südostasiatische Sprachen sind sein Schwerpunkt, aber insgesamt spricht er 15, darunter auch Klingonisch.

Bild: United Archives GmbH/Alamy Stock Photo

Sprachkurse


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Neue TV-Serie

Linguist André Müller führt die KlingonischInteressierten in die Mysterien der «Star Trek»Kunstsprache ein.

Tanya Rothenburg (46):

Die Informatikerin aus Effretikon ZH möchte Klingonisch später auf Science-FictionTreffen anwenden. Und wenn sie diese Sprache beherrscht, kommen als nächstes Tolkiens Elbensprachen dran.

Für den Zürcher Crashkurs im Frühling meldeten sich rund ein Dutzend mehr Interessierte an als Platz hatten; die Glück­ lichen, die schnell genug waren, sind denn auch eifrig bei der Sache. Funktionsfähige Sprache mit 3800 Wörtern

Entwickelt wurde die Kunstsprache in den 80er­Jahren vom US­Sprachwissenschaftler Marc Okrand für die Kinofilme der «Star Trek»­Reihe – zwar kamen die Klingonen schon in der TV-Serie der 60er-Jahre vor, sprachen dort aber einfach Englisch. Erste Worte wurden von James Doohan (dem sprachbegabten kanadischen Darsteller von Scotty) für den ersten Kinofilm von 1979 erfunden, aber erst Okrand machte daraus für den dritten Film «Star Trek – The Search for Spock» (1984) eine funktionsfähige Sprache mit Grammatik, Orthografie und einem Vokabular, das 3800 Wörter umfasst. Jedes einzelne hat Okrand erfunden oder zumindest abgesegnet. Klingonisch reiht sich damit in eine klei­ ne Gruppe weiterer Kunstsprachen aus der

Felix Meyer (18): Der Gymnasiast aus Männedorf ZH ist erst seit 2013 «Star Trek»-Fan,

dafür richtig. Derzeit arbeitet er sich durch alle Serien und Filme. Obwohl ihm Sprachen nicht leichtfallen, findet er Klingonisch interessant.

Jamin Eberhardt (14): Der

Sekundarschüler aus Adliswil ZH kam mit Vorkenntnissen in den Crashkurs. Der «Trekkie» mag die klingonische Kultur und ist beeindruckt, dass man für sie extra eine eigene Sprache entwickelt hat.

Literatur und Kinowelt ein wie etwa die Elbensprachen Quenya und Sindarin, die J.R.R. Tolkien für «The Lord of the Rings» entwickelt hat und die man ebenfalls lernen kann. Da sich jedoch die Alltagsnützlichkeit dieser Sprachen in Grenzen hält, tun das nur wenige. André Müller schätzt, dass weltweit rund 20 Personen fliessend Klingonisch sprechen, 100 bis 200 beherrschen es gut ge­ nug, um sich damit verständigen zu können. Genau das ist es, was Tanya Rothenburg (46) reizt. Die Informatikerin aus Effretikon ZH nimmt am Crashkurs teil, weil sie eine Sprache lernen möchte, die sonst kaum jemand kann. «Mir sind Sprachen immer leichtgefallen, und ich habe mir schon vor ein paar Jahren ein Klingonisch­Vokabular aus dem Internet runtergeladen.» Aber al­ lein sei es schwierig, genügend Motivation aufzubringen, deshalb sei so ein Kurs ideal. «Ich mag alles aus diesem Genre – und wenn ich Klingonisch beherrsche, kommen als nächstes Tolkiens Elbensprachen dran.» In Zürich sitzen an diesem Abend vor allem «Star Trek»­Fans, aber André Müller

«Star Trek Discovery» Nach einer längeren TV-Pause kommt im September eine neue «Star Trek»-Serie ins Fernsehen. Darin wird die Crew des Raumschiffs Discovery neue Welten entdecken und aufregende Abenteuer erleben. Die Handlung spielt zehn Jahre vor der ersten Serie (1966– 68). Im Zentrum steht der erste Offizier, gespielt von der Afroamerikanerin Sonequa Martin-Green («The Walking Dead»). «Star Trek Discovery» ist die siebte TV-Serie, die im von Gene Roddenberry erfundenen «Star Trek»Universum spielt. Die Fangemeinde feierte letztes Jahr den 50. Geburtstag des weltweit erfolgreichen kulturellen Phänomens. «Star Trek Discovery» läuft ab 25. September auf Netflix.

Klubschule Migros

Sprachkurs Klingonisch Projektleiterin Mirjam Jaeger (33) mag Science

Fiction und kam wegen einer Kundenanfrage auf die Idee, Klingonisch ins Programm der Klubschule aufzunehmen. «Erste Abklärungen ergaben, dass die Nachfrage da ist.» Auch das Medieninteresse war gross, als die Klubschule den Kurs im Frühling ankündigte. Jaeger war es auch, die André Müller als Dozenten engagierte. Im Kurs lernt man zu sprechen, aber auch

mehr über die Entstehungsgeschichte der Sprache und die Zivilisation der Klingonen. Mehr Infos: klubschule.ch/klingonisch


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Griechenland – die göttliche Wiege Europas Die südlichste griechische Insel lockt mit 300 Sonnentagen im Jahr, kilometerlangen Stränden und grossartiger Kultur – denn Kreta war das Zentrum der ersten Hochkultur Europas. Malerische Städtchen mit blumengeschmückten Gassen verzaubern ihre Besucher. Tauchen Sie ein in die Sagenwelt der Antike, baden Sie im glasklaren Meer und lassen Sie in gemütlichen Tavernen die Seele baumeln...

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8 Reisetage im 4 Hotel inkl. Halbpension und Ausflüge ! 1. Tag / Zürich – Heraklion (Kreta): Flug von Zürich nach Heraklion mit Aegean Airlines. Hier werden Sie von Ihrer Deutsch sprechenden Reiseleitung bereits für Ihren Transfer ins Hotel erwartet. 2. Tag / Agios Nikolaos & Bootstour: Nach dem Frühstück in Ihrem Hotel Beginn Ihres ersten Ausfluges; an die landschaftlich reizvolle Ostküste nach Agios Nikolas – eines der schönsten Hafenstädtchen der Insel. Hier bewundern Sie den tiefgrünen „Voulismeni-See“, der durch einen schmalen Kanal mit dem Meer verbunden ist, sowie den romantischen Hafen mit bunten Fischerbooten und urchigen Tavernen. Anschliessend Bootsfahrt rund um die Insel Spinalonga, nahe des Ortes Elounda, wo Sie Spannendes über das hart umkämpfte Fort des 15. Jh. erfahren. 3. Tag / Kloster Arkadi – Kournas – Rethymnon: Heute führt Sie ein Ausflug ins Landesinnere zum Kloster Arkadi – das bedeutendste kretische Nationalheiligtum. Heute noch von Mönchen bewohnt, war das Kloster einst Zentrum des Widerstandes gegen die türkische Besatzung. Sie besuchen das Museum in Eleftherna, wo Ihnen eine Fülle an Einblicken

Knossos – Meisterleistung der Minoer

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in das Alltagsleben der Antike offenbart wird. Anschliessend Fahrt zum einzigen Süsswassersee Kretas. Der Kournas See – Heimat von Wasserschildkröten – liegt idyllisch eingeschmiegt zwischen den anliegenden Bergen und der Küste von Georgioupolis. Zum Abschluss besuchen Sie Rethymnon – ein Stück Venedig mitten auf Kreta. Kretas drittgrösste Stadt hat ihr venezianisches und osmanisches Erbe prägnant in ihrem Stadtbild erhalten. Fast 90 Prozent der historischen Bauten sind bis heute erhalten – und die Gassen der Altstadt erinnern an das verschlungene Wegenetz von Venedig. Bei einem Besuch im Teppichgeschäft erhalten Sie einen Einblick in das Kunsthandwerk. 4. Tag / Palast von Knossos – Archäologisches Museum: Mit dem Besuch der weltberühmten und einzigartigen Ausgrabungsstätte des minoischen Palastes von Knossos steht ein weiterer Höhepunkt auf Ihrem Programm. Älteste Siedlungsspuren stammen aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Minoer – die älteste europäische Hochkultur – haben hier um 1900 v. Chr. Grossartiges erbaut. Der auf einer Fläche von knapp 8km2 erbaute Königspalast von Knossos überwältigt durch seine gigantischen Ausmasse – geschätzte 1300 Räume und bis zu 5 Stockwerke hoch – sowie seine beeindruckende Bauweise mit fliessend Wasser und einem ausgeklügelten Lüftungssystem. Was blieb sind die heutigen Ruinen aus dem Zeitraum um 1450 v. Chr – und die Sage vom Minotaurus und dem Labyrinth. Erfahren Sie spannende Sagen der Antike – über Minos, der Sohn des Zeus und der Europa – und

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Ursprüngliches Landesinnere erster König von Kreta. Zum Abschluss haben Sie die Möglichkeit Souvenirs einzukaufen. 5. Tag / Venezianische Festung & Altstadt Heraklon: Besuch der bezaubernden, von Wehrmauern umgebene Altstadt von Heraklion mit ihrem Labyrinth von vielen kleinen Gassen. Bummel durch die Ladenstrasse mit Besuch eines Lederateliers und vorbei an zahlreichen, typisch griechischen Tavernen, Cafés sowie dem Wahrzeichen der Stadt – der Koules Festung aus dem 16Jh. Heraklion war in minoischer Zeit, also vor rund 3500 Jahren, der Hafen der minoischen Palastsiedlung von Knossos. Einige Jahrhunderte später erhielt die Stadt ihren heutigen Namen – abgeleitet vom mythischen Helden Herakles (Herkules). 6. und 7. Tag / Freie Zeit : Zeit zu Ihrer freien Verfügung zum Ausspannen oder für weitere fak. Ausflüge (vor Ort buchbar). 8.Tag / Heraklion (Kreta) – Zürich: Transfer zum Flughafen und Rückflug mit Aegean Airlines nach Zürich. Ankunft am Abend. Allfällige Änderungen der Reihenfolge der Ausflüge bleiben vorbehalten.

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MENSCHEN | MM34, 21.8.2017

Als Tourist bei den Klingonen

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hatte in anderen Kursen auch schon vereinzelt Leute, die noch nie eine Folge der Serie gesehen haben und sich einfach für die Sprache interessierten. Müller selbst hat Klingonisch einiges zu verdanken. «Letztlich hat mir diese Sprache das Lernen von Esperanto erleichtert, und beides zusammen führte mich zur Linguistik», erzählt der Deutsche, der in Leipzig geboren ist und dort noch die DDR miterlebte. Müller war 6 Jahre alt, als er «Star Trek – The Next Generation» entdeckte und der Serie rettungslos verfiel. «Auch, weil sie eben mehr ist als nur Action und simples Gut-gegen-Böse. Gerade ‹Next Generation› hat echten Tiefgang.» Mit 13 sah er in einem Buchladen ein Wörterbuch Deutsch-Klingonisch, kaufte es sofort und begann sich einzuarbeiten. Klingonisch ist mit keiner existierenden irdischen Sprache zu vergleichen, erklärt Müller. «Okrand hat sich im Gegenteil bei ganz verschiedenen Sprachkulturen bedient

und sie zusammengemixt.» Dennoch sei es eher leichter zu lernen als reale Sprachen, weil es keine Ausnahmen gebe. Eine Herausforderung bleibt die Aussprache der kehlig-krächzigen, teils gutturalen Laute. «Die Schweizer haben es allerdings leichter als andere, weil es im Schweizerdeutsch mit den vielen ch- und ck-Lauten oft ähnlich klingt.» Lieber Klingonisch als Französisch

Den Kursteilnehmern erklärt Müller auch die kulturellen Eigenheiten des Kriegervolks – zu den besonders schlimmen Verwünschungen gehört «deine Mutter hat eine glatte Stirn» («Hab SoSlI’ Quch»). «Das sagt man einem Klingonen nur ins Gesicht, wenn man gut bewaffnet ist», warnt er seine Schülerinnen und Schüler augenzwinkernd. Felix Meyer (18) ist «aus Neugier» in den Kurs gekommen. «Eigentlich bin ich mehr der naturwissenschaftliche Typ, das ist es auch, was mich an ‹Star Trek› ursprünglich gereizt hat.» Ein Freund nahm ihn 2013 zu

«Star Trek Into Darkness» mit, seither ist der Gymnasiast aus Männedorf ZH Fan. «Ich habe entdeckt, dass es dabei auch immer wieder spannende philosophische Fragen gibt.» Den Crashkurs fand er so interessant, dass er sich überlegt weiterzumachen. «Ich wäre dafür jedenfalls motivierter als für die Fremdsprachen in der Schule – lieber Klingonisch als Französisch!» Besonders eifrig bei der Sache ist Jamin Eberhardt (14), der sich im Kurs immer wieder meldet und auch schwierige Worte korrekt ausspricht. Der Sekundarschüler aus Adliswil ZH hat bereits Vorkenntnisse. «Ich bin seit vielen Jahren Trek-Fan und besonders von den Klingonen fasziniert.» Für den Kurs im September hat er sich bereits angemeldet. Allenfalls wird sich ein Freund anschliessen. «Das wäre ideal, dann können wir gemeinsam üben und sprechen.» Da kann man den hoffnungsvollen Klingonisch-Novizen nur herzhaft «Qapla’!» wünschen, zu Deutsch: Erfolg! MM

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Bangladesch: Sicherer leben im Slum Kaum ein Land ist vom Klimawandel und den damit verbundenen Katastrophen derart gebeutelt wie Bangladesch. Die Slums mit ihrer hohen Bevölkerungsdichte, ihrer schlechten Infrastruktur und ihren oft ungeschützten Standorten sind für Katastrophen besonders anfällig. Hitzewellen, Hochwasser oder Erdbeben, aber auch menschengemachten Katastrophen wie Feuer oder Unfällen im Alltag sind die Menschen schutzlos ausgeliefert. Sie machen alle Versuche zunichte, sich etwas aufzubauen.

Monwaras Familie trotzt den Katastrophen

Monwara Begum lebt mit ihrem kranken Mann und vier Kindern im LalmathSlum in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Katastrophen wie Feuer oder Hochwasser lassen sie im täglichen Kampf ums Überleben fast verzweifeln. Dank Spenden aus der Schweiz kann sie ihnen die Stirn bieten. Wenn Monwara (40) morgens ihr Haus verlässt, begleitet sie die Ungewissheit: Wird sie heute genug verdienen, damit ihre Kinder abends etwas zu essen haben? Sie sammelt Abfall, den sie verkauft. Ihr Mann passt derweil auf die Kinder auf. An Schule ist nicht zu denken: Zu viel haben die Kinder durch das ständige Umziehen verpasst, zu teuer ist das Schulgeld.

Früher lebte die Familie als Bauern im riesigen Delta im Süden Bangladeschs. Fluten schwemmten ihr Haus weg. Monwara und ihr Mann verloren alles an das vom Klimawandel verstärkte Hochwasser. In der Hoffnung auf ein besseres Leben zogen sie nach Dhaka. Doch nicht nur die Armut ist mit ihnen gegangen: «Wo auch immer ich hinziehe – die Katastrophen kommen mit», sagt Monwara. Ein Feuer brannte ihr Haus nieder. Jemand hatte Holz neben einer offenen Kochstelle gelagert, das Feuer verbreitete sich in Windeseile. Auch das Wasser wird der Familie immer wieder zum Verhängnis. Ein Abflusssystem gibt es im Slum nicht. Wenn es stark regnet, steht ihr Haus, ein fensterloser Blechverschlag ohne Möbel, sofort unter Wasser. Dann ist an ein Übernachten im Haus nicht mehr zu denken.

Mehr Informationen über Monwara finden Sie unter: dasrichtigetun.caritas.ch

Mit Spenden aus der Schweiz unterstützt Caritas die Slumbewohnerinnen und -bewohner dabei, den Katastrophen zu trotzen. Sie lernen, Risiken zu erkennen und sich zu organisieren, sodass sie ihren Alltag sicherer gestalten und sich auf Katastrophen besser vorbereiten können. Zudem investiert Caritas in die Infrastruktur und setzt bauliche Massnahmen um.

Monwara wünscht sich nichts mehr als ein menschenwürdigeres Leben für ihre Familie. Caritas unterstützt sie dabei, Feuer und Wasser zu trotzen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern, damit ihr Wunsch Realität werden kann.

Spendenkonto: 60-7000-4 Für Online-Spenden: caritas.ch/bangladesch


MENSCHEN | MM34, 21.8.2017

Leserforum

MM28: Elegante Minisaurier

MM33: Dossier Lehrer Zurück ans Pult!

«Dinosaurier waren nicht ihre Vorfahren»

Bild: Dan Cermak

«Es ist die Liebe zum Menschen, die mich jeden Morgen antreibt» Ich danke herzlich für den sehr treffenden Artikel zum Schulbeginn. 14 Jahre bin ich nun als Oberstufenlehrer tätig und mer­ ke genau das: In der Wirtschaft gäbe es Berufe, die mir mehr Lohn und Karrieremöglichkeiten bieten würden. Doch es ist die Liebe zum Menschen, die mich jeden Morgen antreibt und mir die nötige Energie, Autorität und Weitsicht gibt, mich mit den Schülern abzugeben und ihnen einen Grundstock für ihre beruf­ liche und persönliche Laufbahn mitzugeben. Markus Kuhn, Sekundarschule Steckborn

Bricht im Interview eine Lanze für den Lehrberuf: Donatus Stemmle (69)

Grundsätzlich ist es ein schön bebilderter Bericht über die Smaragdeidechse. Nur: Dino­ saurier waren ganz und gar nicht ihre Vorfahren. Dinosaurier und Eidechsen haben gemein­ same Vorfahren im ausgehenden Erdaltertum (Unterperm, even­ tuell schon im Oberkarbon). Aus einer frühen Gruppe der Raubdinosaurier entwickelten sich die Vögel, die die einzigen noch lebenden Nachfahren aus dem Umfeld der Dinosaurier darstellen. Doch Schildkröten und Kokodile stammen wie die Eidechsen eben nicht von den

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Dinosauriern ab. Für detaillierte Informationen empfehle ich das Zoologische/Paläontologische Museum der Universität Zürich, das Kulturama in Zürich oder das Sauriermuseum Aathal. Dort werden solche Zusammenhänge auch für Kinder verständlich und anschaulich präsentiert. Thomas Bolliger, Vizedirektor Sauriermuseum Aathal Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an: redaktion@migrosmagazin.ch Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.

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MM34, 21.8.2017 | MENSCHEN

Salma Hayek

«Die grösste Art von Freiheit ist es, frei von Angst zu sein» Furchtlos, unbequem, sozial engagiert: Schauspielerin Salma Hayek nimmt in Hollywood kein Blatt vor den Mund. Eigensinnig ist auch die Rolle, die die 50-jährige Mexikanerin in der Actionkomödie «The Hitman’s Bodyguard» spielt. Ein Gespräch über Schlangenbeschwörungen, das Älterwerden im Filmbusiness und wie sie darauf pfeift, was andere von ihr denken. Text: Gabriela Tscharner Patao


Bild: Jay L. Clendenin/Los Angeles Times/Contour by Getty Images

MENSCHEN | MM34, 21.8.2017

Hat wegen ihrer politischen Überzeugung schon oft Jobs verloren: Salma Hayek

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Dr. Dominique Biedermann Präsident des Verwaltungsrates von ethos

Thomas Paroubek Leiter des Migros-Beschaffungsbüros in Hongkong

Dr. h.c. Rudolf Strahm alt Nationalrat

Dr. Felix R. Ehrat Group General Counsel Novartis

Prof. Dr. Rudolf Minsch Chefökonom economiesuisse

Gute Konsumenten, böse Konzerne? 9. Konsumententagung, Freitag, 15. September 2017, 14 Uhr Lake Side, Bellerivestrasse 170, Zürich Weltweit wächst die Kritik an der Globalisierung. Gleichzeitig gewinnt der Protektionismus an Zuspruch. Unbestritten ist: Importgüter sollen möglichst sozial- und umweltverträglich hergestellt werden. Doch werden die Öko- und Arbeitsstandards überhaupt eingehalten und wie werden sie kontrolliert? In der Schweiz sollen künftig Konzerne belangt werden können, wenn sie im Ausland Menschenrechte und Umweltstandards verletzen; dies verlangt die «Konzernverantwortungsinitiative». Sind die Konsumentinnen und Konsumenten ihrerseits bereit, für fair hergestellte Produkte einen fairen Preis zu bezahlen?

Information/Anmeldung Migros-Genossenschafts-Bund Direktion Wirtschaftspolitik Limmatstrasse 152, 8031 Zürich Tel. 044 277 30 87 MIGROS-Wirtschaftspolitik@mgb.ch


MENSCHEN | MM34, 21.8.2017

Am meisten ängstigt mich, dass ich die andere Seite überhaupt nicht verstehen kann.

Salma Hayek, Sie haben dieses Jahr vier Filme im Kino – nicht schlecht, für eine 50-Jährige in Hollywood ... Wo ist meine Brille? Ich sehe Sie nur ganz verschwommen ... (eine Assistentin reicht sie ihr) Das ist besser, jetzt kann ich Ihnen in die Augen schauen. Was war die Frage? Sie arbeiten heute mehr denn je. Stimmt! Als ich noch jung war, hat mir jeder gesagt, ich würde nach 35 keine Arbeit mehr kriegen. Es bereitet mir enorm viel Vergnügen, allen das Gegenteil zu beweisen. Ist älter werden für Sie kein Problem? Uns Frauen wurde jahrelang die Lüge erzählt, dass wir mit 50 zum alten Eisen gehörten, dass wir unser Leben ausgelebt hätten. Dabei ist 50 ein grossartiges Alter. Ich fühle mich noch immer sehr schön und bin mit meinem Leben sehr zufrieden. Aber mal ehrlich: In Hollywood existiert noch immer ein Vorurteil gegenüber älteren Frauen, nicht? Klar. Die sexy Girlfriend-Rollen, die ich zu Beginn meiner Karriere zur Genüge gespielt habe, werden mir heute nicht mehr oft angeboten. Aber heute produziere ich selbst Filme und halte dabei aktiv Ausschau nach guten Rollen. Ich glaube, meine beste Arbeit liegt noch vor mir. In Ihrem neuen Film «The Hitman’s Bodyguard» spielen Sie eine sehr eigensinnige Figur, die keine Angst vor den Konsequenzen ihrer Taten hat. Sie ist tatsächlich völlig frei von Angst. Ich glaube, die grösste Art von Freiheit ist es, frei von Angst zu sein.

Bild: Armando Gallo/Zuma/eyevine/Dukas

Haben Sie selbst auch keine Angst? Doch, schon, aber ich lasse mich deswegen nicht davon abhalten, die Dinge zu machen, vor denen ich mich fürchte. Ich überwinde meine Angst. Wie machen Sie das? Es ist ein psychologischer Prozess. Das Schwierigste, das ich je gemacht habe, war der Tanz mit der Schlange in «From Dusk Till Dawn» (1996) – ich habe eine Todesangst vor Schlangen. Für die Szene musste ich lernen, meine Angst zu managen. Gott sei Dank hatte ich vor Drehbeginn genug Zeit und habe gelernt, mich in eine Art Trance zu versetzen, um die Schlange tolerieren zu können. Hätte das nicht Ihr Stuntdouble übernehmen können? Das war zu Beginn meiner Karriere, da konnte ich keine Forderungen nach Stuntdoubles stellen. Ich mache meine Stunts bis heute immer selbst – auch bei «The Hitman’s Bodyguard».

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«Lampenfieber geht auch mit dem Alter nicht weg», sagt die 50-jährige Schauspielerin.

Für den hätten Sie aber wirklich ein Stuntdouble anfordern können, oder? So war es auch geplant, aber als es soweit war, konnte ich es einfach nicht ertragen, dass jemand anderer aufs Set gebracht wird und vorgibt, ich zu sein. Wieso nicht? Ich habe mich so alt gefühlt! Als gehörte ich zum alten Eisen. Also hat mich der Ehrgeiz gepackt, und ich fragte, ob ich die Kampfszenen selber drehen könnte. Und raten Sie mal, was passiert ist? Was denn? Ich konnte noch immer kicken, was das Zeug hält. Ich habe alle meine Szenen aus dem Hut gezaubert. Am nächsten Tag war ich allerdings von blauen Flecken übersät und konnte mich dann zwei Wochen lang kaum bewegen. ( lacht) Sie haben aus Ihrem Missfallen über Donald Trumps Wahl nie einen Hehl gemacht. Nun ist er schon ein halbes Jahr im Amt. Wie gehen Sie damit um? Ich habe gelernt, dass seine Aktionen schlichtweg Taktik zur Eigenwerbung sind. Auch ich bin ja Immigrantin, aber ich nehme es nicht persönlich, was Trump diesbezüglich so von sich gibt, denn Dummheit muss man nie persönlich nehmen. Traurig stimmt mich allerdings, wie viele Leute sich von ihm manipulieren lassen. Sie wohnen heute vorwiegend in London und Paris. Aus Protest? Nein, weil es schön ist und meine Tochter dort in die Schule geht. Aber ich lebe auch in den USA. Und mir ist bewusst, dass wir von Trump auch etwas zu lernen haben. Viele Leute mit guten Wertvorstellungen waren bisher der Meinung, der grösste Teil des Landes denke wie sie. Das stimmt aber nicht, und es ist Zeit aufzuwachen.

Wie meinen Sie das? Ich will diese Leute nicht einfach runtermachen und sagen, Trump-Wähler sind bescheuert. Nein, ich will besser verstehen, was sie in ihm sehen. Ich reise viel, und in anderen Regionen dieser Welt sehen die meisten Leute die politische Charade um Trump als Irrsinn, sie finden es lächerlich und schockierend. Aber in den USA sehen viele seine Taten und Worte nicht als unberechenbar und anstössig. Ich begreife nicht, wie man so denken kann, aber ich will es verstehen. Es ist meine Pflicht als US-Bürgerin, den Rest von Amerika zu verstehen. Sie sind schon immer sehr unverblümt gewesen. Andere Schauspielerinnen schweigen lieber – aus Angst, andere mit ihrer politischen Haltung vor den Kopf zu stossen. Das ist mir egal. Hat Ihnen das in Hollywood nie Probleme gemacht? Beruflich ist es immer problematisch. Aber letztlich ist es wichtiger, meiner Überzeugung treu zu bleiben. Haben Sie wegen Ihrer Überzeugung schon Arbeit verloren? Ja, oft. Gewisse Leute wollen nicht mit Ihnen arbeiten, weil Sie anderer Meinung sind? So ist es.

Zur Person

Mexikanischer Star ohne Allüren Salma Hayek (51) wuchs in Mexiko als

Tochter eines libanesischen Direktors einer Ölfirma und einer mexikanischen Opern­ sängerin auf. Ihre Karriere als Schauspielerin begann sie 1989 in der mexikanischen Tele­ novela «Teresa», bevor sie es in Hollywood versuchte. Obwohl ihr zu Beginn der 90er­ Jahre ständig gesagt wurde, dass sie nie etwas anderes als Hausmädchen oder Stripperin spielen würde, hat sie ihre Kritiker längst Lügen gestraft – nicht zuletzt mit anspruchs­ vollen Rollen in Filmen wie «Frida» (2002) oder «Savages» (2012). Hayek ist mit Multimilliardär und Modezar François­Henri Pinault verheiratet und Mutter von Valentina (9). In der Actionkomödie «The Hitman’s Bodyguard» spielt sie an der Seite von Samuel L. Jackson und Ryan Reynolds. «The Hitman’s Bodyguard» startet am 31. August in den Schweizer Kinos.


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Und was halten Sie davon? Ach, ich scheiss doch auf die. Wie erklären Sie Ihrer neunjährigen Tochter, was in den USA gerade abgeht? Das fällt mir oft schwer. Valentina ist extrem neugierig. Ich muss vorsichtig sein, dass ich ihr die Information so ausgewogen wie möglich präsentiere. Ich will nicht, dass sie die Hoffnung in die Zukunft verliert. Und wenn Sie mich heute fragen, welchen Beruf sie ergreifen wird, dann sage ich: Anwältin.

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Nicht Schauspielerin? Sie hat ziemlich starkes Lampenfieber, was die Schauspielerei schwierig macht. Ich spreche da aus eigener Erfahrung – es geht auch mit dem Alter nicht weg.

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Würden Sie wieder Schauspielerin werden, wenn Sie nochmals jung wären? Ich weiss gar nicht, ob ich je wirklich Schau­ spielerin werden wollte. Als ich jung war, wollte ich einfach Teil der Filmindustrie sein, und die Schauspielerei war damals eine logische Schlussfolgerung. Aber wenn ich noch einmal anfangen könnte, würde ich wahrscheinlich Regisseurin werden.

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Sie haben 2003 den TV-Film «The Maldonado Miracle» inszeniert und seither nie mehr Regie geführt. Warum nicht? Das richtige Projekt hat gefehlt. Seit Kurzem habe ich jedoch ein Drehbuch in Vorbe­ reitung, das mir gefällt. Aber es ist ein sehr ambitiöses Projekt, und ich weiss nicht, ob ich es je verfilmen werde. Ich denke aller­ dings schon länger wie eine Regisseurin.

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Was heisst das? Schauspieler ziehen sich auf einem Set nor­ malerweise zurück und arbeiten an ihren Rollen – oder sie sind am Telefon, spielen Gitarre oder lesen ... Ich aber will das Set nie verlassen. Ich bin mit der Crew befreundet und interessiere mich für alle ihre Berufe. Und nicht etwa, weil ich ein Kontrollfreak bin. Als ich damals Regie geführt habe, war dies das Leichteste, das ich je gemacht habe. Dabei sind Filmprojekte für Sie heute ein reiner Luxus, oder? Ihr Mann macht mit Modelabels wie Gucci oder Balenciaga Millionen. Warum also noch arbeiten? Das Geld war nie der Grund, weshalb ich Filme mache. Sicher, es ist angenehm, nicht mehr den Druck zu spüren, die Miete bezahlen zu müssen wie in meiner Jugend. Aber heute ist meine Familie definitiv das Wichtigste in meinem Leben. Deshalb suche ich mir Filme aus, die in unseren Lebensplan passen. Und manchmal mache ich einen Film auch nur, weil ich die Leute mag, die daran arbeiten. Das ist tatsächlich ein Luxus, da haben Sie recht. MM

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Migros-Lehrberufe

Geschickter Schrauber Christophe Reise Pereira (17) ist im zweiten Lehrjahr zum Automobilfachmann in der Betriebszentrale der Migros Wallis in Martigny.

«Es war mein Vater, der in mir die Leidenschaft für Mechanik weckte. Mich fasziniert, wie ein Motor funktioniert.»

Krimireihe

Bild: Dominic Steinmann

In Liestal wird es spannend Wer ist nun der Täter? Das ist die entscheidende Frage in jedem Krimi. Während der «Krimireihe Liestal» werden sich die Besucher vermutlich öfter diese Frage stellen. Das Theater Palazzo zeigt, in Zusammenarbeit mit dem DISTL Dichter-/ Stadtmuseum und dem Kulturhotel Guggenheim, Krimis in verschiedenen Variationen. Sei es in Form einer Krimigeschichte,

einem Krimitheater oder aber eines CrimePoetry-Slam. Zudem präsentiert das CargoTheater einen Comic-Krimi mit dem Titel «Der grosse Coup». Die «Krimireihe Liestal» findet von September bis Dezember in Liestal statt. Weitere Informationen auf www.krimi-liestal.ch Mehr von der Migros Basel ab Seite 40


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Fitnesscenter

Training zum Tiefpreis Mit der Marke «Only Fitness» tritt die Migros schweizweit in den Discount-Fitnessmarkt ein. Den Kundinnen und Kunden wird vielfältiges und professionellesTraining zum äusserst attraktiven Preis geboten: Das Jahresabonnement im «Only Fitness» kostet 499 Franken. Das Abo für 24 Monate kostet 399 Franken pro Jahr. Eine monatliche Zahlung ist möglich. Das Programm eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für ambitionierte Sportler. Stets ist ein Fitnessinstruktor vor Ort, der den Kunden beratend zur Seite steht. Auf Wellnessangebote wird verzichtet – daher der Name «Only Fitness». Das erste «Only Fitness» öffnet seine Türen am 29. September auf der Parkterrasse 14 beim Hauptbahnhof in Bern. Weitere Standorte sind in Planung.

Drei prämierte Dokfilmer: Ivo Zen, Mischa Hedinger, Marie-Eve Hildbrand Dokumentarfilme

Orientierung in einer verwirrenden Welt Der achte CH-Dokfilm-Wettbewerb des Migros-Kulturpro-

zents widmet sich dem Thema «Orientierung». Drei vielversprechende Projekte werden nun mit je 25 000 Franken gefördert, damit die verantwortlichen Filmemacher sie weiterentwickeln können. Das Hauptgewinnerprojekt wird dann erst in einer zweiten Runde bestimmt und während der Solothurner Filmtage 2018 präsentiert werden.

Welt zunehmend an Verschwörungstheorien glauben. Mischa Hedinger und Ivo Zen möchten dokumentieren, wie private Sicherheitsfirmen immer mehr Polizeiaufgaben übernehmen. Und Marie-Eve Hildbrand plant einen Film über die unübersichtliche Vielfalt von schulmedizinischen und alternativen Heilmethoden. Infos zu den Gewinnerprojekten: www.migros-kulturprozent.ch/ ch-dokfilm-wettbewerb

Zu den jetzt prämierten Filmemachern gehört Thomas Haemmerli: Er will in seinem Film zeigen, wie Menschen in einer verwirrenden

Global Recycling Standard

Kleider aus Resten Zum ersten Mal lanciert die Migros eine umfassende Kollektion von Kleidern, die zu 100 Prozent aus Spinnereiabfällen von Biobaumwolle und Fasern von recycelten PETFlaschen bestehen. Die Sweathosen, Sweatshirts und Langarmshirts für Buben werden in Indien hergestellt und erfüllen den Global Recycling Standard (GRS). Dieser darf verwendet werden, wenn ein Produkt zu einem Anteil von mindestens 20 Prozent aus recycelten Materialien besteht. Die Artikel sind in grösseren MigrosFilialen erhältlich.

Frage der Woche

Welches Salz ist am gesündesten? Ob Sie Speisesalz, Meersalz, Fleur de Sel oder Himalayasalz bevorzugen, ist reine Geschmacksache. Keines der Salze ist gesünder oder weniger gesund als die anderen. Der Anteil an Spurenelementen ist in jedem Fall gering und spielt für das Wohlbefinden keine entscheidende Rolle. Um die Versorgung mit Jod und Fluor sicherzustellen, ist es empfehlenswert, im Alltag das Speisesalz JuraSel mit Jod- und Fluorzusatz zu verwenden.

Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr Samstag: 8.30–16.30 Uhr Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.


MIGROS-WELT | MM34, 21.8.2017

Schwingen Am Sonntag, 27. August, wird der Unspunnen-Schwinget in Interlaken ausgetragen. Das Schwingfest, das nur alle sechs Jahre stattfindet, ist der Höhepunkt des Schwingjahres 2017. Der Sieger-Muni Gottlieb, benannt nach Migros-Gründer Duttweiler, wird von der Migros gespendet. Sogar nur alle zwölf Jahre findet das Unspunnenfest statt. Dieses Jahr treffen sich vom 26. August bis 3. September Schwinger, Älpler und Trachtengruppen in Interlaken. Die Migros ist Hauptsponsorin beider Feste. Mehr Infos: www.unspunnen-schwinget.ch und www.unspunnenfest.ch

Sieger-Muni Gottlieb, sein Züchter Daniel Bieri, Rolf Bernhard von der Migros Aare, Gabenchef Hanspeter Wenger und OK-Präsident Hannes Rubin (v. l.)

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Blickfang

Orange Hochzeit

Bilder: zVg

«Am 5. Juni 1971 habe ich in Moutier geheiratet. Auf dem Weg zur Kirche hielten wir kurz an, um meinen Kolleginnen von der Migros Hallo zu sagen.» Erna Collin, Montalchez (NE)

Schicken Sie uns Ihr Migros-Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Wenn auf Ihrem Foto ein Migros-Zusammenhang zu erkennen ist, sind Sie dabei. Hochladen: www. migmag.ch/blickfang

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Aus der Region. Für die Region.

Nudelnester statt Bürosessel Die einstigen Manager Marc Pergher und Dominique Becht stellen seit 2011 Eiernudeln aus Urdinkelmehl her. Migros-Kunde Nicolas Boros besuchte deren Firma in Welschenrohr SO und staunte über die moderne Produktion. Text: Marc Bodmer

Bilder: Nik Hunger

M

it Nudeln hatten Marc Pergher (44) und Dominique Becht (48) ursprünglich nichts am Hut. Pergher arbeitete in der Versicherungsbranche, Becht als Portfoliomanager. Dann wurde ihnen ihre Tätigkeit nach eigener Aussage «zu abstrakt», und sie wechselten ins Teigwarengeschäft. 2011 gründeten sie die Firma Solomania und übernahmen die Pastafabrik des Solothurnischen Bauernverbands in Aedermannsdorf SO. Um die Produktionskapazität zu erhöhen, liessen sie eine neue Fabrikhalle in Welschenrohr, ganz in der Nähe des alten Betriebsgebäudes, errichten. «Damals haben wir pro Jahr acht Tonnen Pasta produziert. Für 2017 liegt unser Jahresziel bei 60 Tonnen», sagt Dominique Becht und unterstreicht damit, dass die Auftragslage kaum besser sein könnte. Solomania produziert unter anderem für die Migros Basel Teigwaren aus Urdinkel, die unter dem Label «Aus der Region. Für die Region.» erhältlich sind. Zu den Migros-Kunden, denen diese Pastasorte besonders gut schmeckt, zählt auch Nicolas Boros. Der 18-jährige Automatik-Lehrling aus Pfeffingen BL ist heute bei der Solomania zu Besuch, um sich über die Herstellung zu informieren. Marc Pergher führt ihn durch die neue Halle, in der zwei Produktionsstrassen stehen. Betreut werden die Maschinen von Remo Sutter, einem Pastaprofi, der selbst 20 Jahre eine eigene Teigwarenproduktion führte. Erfindungsreich und regional vernetzt

Ein Bestandteil der Anlage ist eine «NudelnestMaschine», die Sutter zusammen mit seinem Vater konstruiert hat. Sie formt die Teigwaren maschinell zu handlichen Kringeln. Kein Wunder, weckt dieser Eigenbau das Interesse des angehenden Automatikers Nicolas Boros. «Warum braucht es die Walze?», möchte der 18-Jährige wissen. «Damit wird der Nudelteig besonders schonend verarbeitet», antwortet Pergher. «Unser Ziel ist es, profitabel zu wirtschaften, aber auf eine nachhaltige Weise», sagt der Solomania-Geschäftsführer. Dazu gehöre auch, dass man die Zutaten für die Produkte aus der Region beziehe. Der Urdinkel für die Eiernudeln wird im Naturpark Thal angebaut und in der Schnyder-Mühle in Laupersdorf zu Mehl verarbeitet. «Wir kennen alle unsere Lieferanten persönlich», betont Pergher, «hier hilft man sich gegenseitig.» MM

Marc Pergher (links) und Dominique Becht stellen Urdinkel-Eiernudeln her.


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Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Basel

Migros Basel

Degustationen in der Migros Bis zum Herbst finden in grösseren Filialen Degustationen statt.

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1 Pastaprofi Remo Sutter

führt die beiden Produktionsstrassen der Firma Solomania in Welschenrohr. 2 Die von Remo Sutter

und dessen Vater gebaute «Nudelnest-Maschine» formt die Urdinkel-Eiernudeln zu handlichen Kringeln.

Vor Ort können sich Kunden vom umfang­ reichen Angebot an Produkten mit dem Label «Aus der Region. Für die Region.» selbst überzeugen. Mehr Informationen: www.ausderregion.ch

3 Geschäftsführer Marc

Pergher erklärt dem MigrosKunden Nicolas Boros, wie bei Solomania die Teigwaren produziert werden. 4 Die fertigen, goldgelben

Nudelnester werden nach dem Trocknen von Hand verpackt und anschliessend an die Migros Basel geliefert. 4

Urdinkel­Eiernudeln, 400 g Fr. 5.20

«Aus der Region. Für die Region.» steht für rund 9000 Produkte, die von regionalen Produzenten hergestellt werden.


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Römerfest

Streitwagenrennen für Familien Die spektakulären Wagenrennen waren in Rom eine beliebte Attraktion. Das Rennen war gefährlich, in den Kurven mussten die Fahrer geschickt lenken, um nicht aus der Bahn getragen zu werden. Nicht ganz so gefährlich wird es am 26. und 27. August beim Römerfest in Augusta Raurica. Beim

Streitwagenrennen, das von Famigros betreut wird, können die Besucher am eigenen Leib erfahren, wie sich die Rennfahrer der Antike gefühlt haben. Dabei wird die Familie zum Team, das gegen andere Familien antritt. Teamarbeit entscheidet über Sieg oder Niederlage.

Tickets für Fr. 5.–

Yael Bartanas Tryptichon «Herzl» und weitere Kunstwerke sind in «Neuland» zu bestaunen.

statt Fr. 8.– für M-Genossenschafter an der Museumskasse erhältlich.

Theodor Herzl aus der Sicht von Künstlern Anlässlich des 120. Jahrestags des ersten Zionistenkongresses in Basel zeigt das Jüdische Museum der Schweiz noch bis 10. September die Doppelausstellung «Altland» und «Neuland». Text: Moritz Weisskopf

Bild: zVg

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er jüdische Schrift­ steller und Journalist Theodor Herzl aus Wien schrieb in sein Tagebuch: «In Basel habe ich den Judenstaat gegründet. Wenn ich das heute laut sagte, würde mir ein universelles Gelächter antworten. Vielleicht in fünf Jahren, jedenfalls in fünfzig, wird es Jeder einsehen.» Im August 1897 rief Herzl seine Glaubensgenossen zum Kongress in Basel zusammen, um sich ihre Unterstützung für

die Gründung eines jüdischen Staates zu sichern. 1948, fünfzig Jahre und acht Monate später, wurde der Staat Israel ausgeru­ fen. Theodor Herzl erlebte das nicht mehr, dennoch wird er als Staatsgründer Israels angese­ hen. Bis heute wirkt sein Erbe nach. Sein Konterfei findet sich auf Banknoten und Briefmarken, und in der Geografie und Kultur Israels ist sein Name verankert. Anlässlich des 120. Jahres­ tags des ersten Zionisten­ kongresses widmet sich das

Jüdische Museum Schweiz noch bis 10. September in der Aus­ stellung «Neuland. Theodor Herzl in der zeitgenössischen Kunst» Herzls Erbe und Cha­ risma aus der Perspektive von zeitgenössischen Künstlern. Parallel dazu ist auf der Website www.jms-altland.ch die Online-Ausstellung «Altland. Theodor Herzls europäisches Erbe» zu sehen, die den Fokus auf seine Vision legt, die sich zu einer politischen Bewegung entwickelte. MM


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Fleisch

Aus dem Simmental in den Jura

Schon früh kommen die Simmentaler Rinder von ihrem Geburtsort auf Höfe in den Jura. Dort erhalten sie ausschliesslich Wiesenheu und das Qualivo-Futter – mit positivem Resultat: gesündere Rinder und ein wohlschmeckendes Fleisch. Text: Moritz Weisskopf

Bilder: Michelle Weber

Mehr Wissen Von 1793 bis 1815 gehörte Grandfontaine zu Frankreich, danach zum Kanton Bern und seit 1979 zum Kanton Jura.

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as Haus der Familie Quiquerez steht in Grandfontaine, einem 380-Seelen-Dorf im Bezirk Porrentruy. Eine Türklingel brauchen sie nicht, denn ihr Hund Jimmy kündigt jeden Besucher unüberhörbar an. So auch die des Migros-Magazins an jenem frühen Morgen, an dem das Dorf fast wie ausgestorben scheint. Wenige Momente später steht Eric Quiquerez auch schon in der Tür und begrüsst die Gäste mit einem freundlichen «Bonjour» und einem kräftigen Händedruck. Zusammen mit seiner Frau Doris und seinem Sohn Robin führt er den Betrieb,

wie schon sein Vater und Grossvater vor ihm. «Ich weiss gar nicht, die wievielte Generation wir sind», sagt Quiquerez. Robin schliesst zurzeit seine Ausbildung zum Landwirt ab. In ein paar Jahren soll er den Hof übernehmen. Auf ihren rund 70 Hektaren pflanzen sie vor allem Getreide und Raps an. Ihr Hauptgeschäft ist jedoch die Tierhaltung. Insgesamt 50 Simmentaler Rinder sind im benachbarten Stall beheimatet. Diese kommen, wie der Name schon verrät, aus dem Simmental. Das Simmentaler Rind ist eine ursprüngliche Rinderrasse, die schon vor vielen hundert Jahren auf den Alpenwiesen des

Simmentals graste und deren Zucht in der Schweiz schon früh eine grosse Bedeutung hatte. Damals waren robuste Kühe für die Milch- und Fleischproduktion und kräftige Ochsen für die Arbeit auf dem Feld gefragt. Dank der Weidehaltung mit Kräutern, Gräsern und Blumen ist das Fleisch des Simmentaler Rinds würzig und erfreut sich noch heute grosser Beliebtheit. Viel Platz, Sonne und gute Luft

Die ersten vier bis sechs Monate nach der Geburt verbringen die Rinder im Simmental. Danach kommen sie unter anderem auf den Hof der Familie Quiquerez. «Sie gewöh-


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1 Die Simmentaler Rinder stammen, wie der Name schon sagt,

aus dem bernischen Simmental. 2 Eric Quiquerez führt den Hof in Grandfontaine, wie vor ihm schon sein Vater, Grossvater und Urgrossvater. 3 Das Qualivo-Futter enthält Maiskeime, Maisflocken, Weizen, Rapsschrot sowie wichtige Mikronährstoffe und Vitamine. 4 Neben dem Qualivo-Futter erhalten die Rinder auch täglich Heu. 5 Eric Quiquerez mit seiner Frau Doris (vorne), Tochter Victoria (auf dem Traktor) und Sohn Robin (ganz rechts)

nen sich schnell an ihr neues Umfeld», erklärt Quiquerez. Das könnte auch damit zu tun haben, dass die Tiere im Stall genügend Platz, Sonne und Auslauf haben. Und vom Auslauf machen sie gerne Gebrauch. Dabei zeigt sich auch ihre stets neugierige Art: Kaum nähert sich jemand, kommen sie zu Hauf angetrottet und beschnuppern den Besuch. An ihren Ohren befinden sich kleine gelbe Schilder. Darauf das Wort «Qualivo». Für dieses Label muss nicht nur eine gute Haltung gewährleistet sein, auch das Futter muss höchsten Ansprüchen genügen. Das Qualivo-Futter, das optisch an Müesli

5

erinnert, enthält Maiskeime, Maisflocken, Weizen, Rapsschrot sowie wichtige Mikronährstoffe und Vitamine. «Mit diesem Futter bleiben die Tiere gesund und benötigen wenig tierärztliche Behandlung», so Quiquerez. Dazu kommt, dass er nun weniger Land für den Futteranbau braucht und die früher dafür genutzten Flächen anders bepflanzen kann. Doch auch die Kundschaft hat etwas vom Qualivo-Label, denn durch die Art der Haltung und das spezielle Futter wird das Fleisch besonders zart und saftig. MM Weitere Infos: www.qualivo-simmentaler.ch

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Fleisch im Offenverkauf erhältlich: • MParc Dreispitz • Drachen-Center • Delémont • Oberwil • Paradies und bis Ende des Jahres in weiteren ausgesuchten Filialen.

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MIGROS-WELT | MM34, 21.8.2017

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Seine Form erhält der Mozzarella beim Portionieren aus der Käsemasse. Hierzulande ist er als Kugel, Rolle, Bällchen oder Block erhältlich.

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Topfgeschichten

Heute pur, morgen püriert ... Als Hauptzutat der Caprese ist er längst in aller Munde, doch nicht nur in seiner Paraderolle mit Tomaten, Basilikum und Olivenöl weiss der Mozzarella zu brillieren. In allen möglichen Variationen setzt er sich geschmacklich und auch optisch gekonnt in Szene, ob auf Vorspeisentellern, Apéroplatten oder Fingerfoodbuffets. Kreative Küchenmeister schätzen seine kulinarische Eleganz und kombinieren den attraktiven Weichkäse zum Beispiel im Perlenformat mit süssen Datteltomaten und eingelegten Artischockenstücken an einem frischen Rosmarinzweig oder zaubern ein raffiniertes Süppchen mit ihm. Da sich der Mozzarella problemlos schmelzen, braten und reiben, ja sogar pürieren lässt, ist seine Liste mit Rezeptideen schier unendlich lang. Gerieben Grob geraffelt, verteilt sich Mozzarella bei entsprechender Hitze gleichmässig und fast schon geschmeidig auf einer Pizza, einem Gratin oder – wenn es beliebt – auch auf Quesadillas.

Püriert

Richtig gelesen: Mozzarella kann auch zu einer kalten Sauce püriert werden: Büffelmozzarella kleinschneiden, mit etwas von seiner Lake und Olivenöl in einem hohen Gefäss pürieren. Die Sauce passt zu gedünstetem oder geröstetem Gemüse. Die Sauce auf einen Teller geben und das Gemüse darauf anrichten.

Gebraten Für Mozzarella-Sticks im Speckmantel, die man am besten aus einem Mozzarella in länglicher Form schneidet. Die Stäbchen ohne gegenseitige Berührung auf ein Backpapier legen und ein paar Stunden lang einfrieren. Anschliessend in Speck wickeln und in HOLL-Rapsöl backen.

Geschmolzen

Für einen «Mini-Burger» Tomaten horizontal halbieren, mit Knoblauchöl betäufeln. Bei 200 °C mit der Schnittfläche nach oben im Backofen garen. Eine Scheibe Mozzarella mit etwas Pesto genovese zwischen zwei Tomatenhälften geben. Der Mozzarella schmilzt durch die Hitze der Tomaten.


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MIGROS-WELT | MM34, 21.8.2017

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Profi-Tipp

Immer auf Vorrat

Claudia Schmidt,

Foodjournalistin

Raffiniert

Mozzarella-Dip-Süppchen 4 Souffléförmchen à ca. 10 cm Ø

2 1 1 2 150 g 1 EL 1 dl

Tomaten Zwiebel Knoblauchzehe in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten Zucchetti Olivenöl Gemüsebouillon Salz , Pfeffer, Chilipulver 150 g geriebener Mozzarella 3 Zweige Oregano

Knoblauchbrote: 1 Knoblauchzehe 2 EL Olivenöl 100 g Baguette Salz Zubereitung

1. Tomaten kreuzweise einschneiden und in kochendes Wasser tauchen, bis sich die Haut zu lösen beginnt. Kalt abschrecken, schälen und in Würfel schneiden. Zwiebel, Knoblauch und getrocknete Tomaten fein hacken. Zucchetti raffeln. Zwiebeln, Knoblauch und Dörrtomaten im Öl andünsten. Zucchetti und Tomatenwürfel dazugeben. Mit Bouillon ablöschen. Mit Salz, Pfeffer und Chili würzen. 5 Minuten köcheln lassen. Mit dem Stabmixer pürieren. ⅔ des Mozzarellas dazugeben und in der dicken Suppe schmelzen lassen. 2. Backofen auf 200 °C mit Oberhitze vorheizen. Süppchen in ofenfeste Förmchen verteilen und mit dem restlichen Mozzarella bestreuen. Im Ofen ca. 6 Minuten gratinieren. 3. Inzwischen Knoblauch pressen und mit dem Öl mischen. Baguette in Scheiben schneiden. In einer Pfanne im Knoblauchöl hellbraun rösten. Mozzarella-Süppchen mit Oregano bestreuen. Brot zum Dippen dazuservieren.

Die 80er-Jahre bescherten dem Mozzarella den Durchbruch: In der Insalata Caprese und auf der Pizza eroberte sich der kugelige Frischkäse aus Bella Italia landauf, landab einen Stammplatz auf den Speisekarten. Profi- und Hobbyköche entdeckten seine Vielseitigkeit und kreierten wunderbare Rezepte für grosse und kleine Speisen, die schnell und einfach auch zu Hause zubereitet werden können. Dafür ist es natürlich prima, wenn man Mozzarella auf Vorrat hat. Zwar lässt sich Mozzarella nicht lange lagern, jedoch eignet er sich sehr gut zum Einfrieren. Dazu wird er in Scheiben geschnitten – oder auch in Stäbchen, falls MozzarellaSticks im Speckmantel demnächst auf den Speiseplan kommen. Die Scheiben bzw. Sticks auf Backpapier einfrieren, damit sie nicht zusammenkleben. Sind sie gefroren, füllt man die Teile in einen Gefrierbeutel. So können sie bei Bedarf einzeln oder portioniert verwendet werden (ideal für Aufläufe!). Mozzarella schmilzt im Ofen perfekt und bildet eine optimale Kruste. Für mehr Geschmack mische ich geriebenen Mozzarella mit Parmesan. Dann habe ich das Beste aus beiden Käsewelten. MM

Viele weitere kochtipps ZU MOZZARELLA

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migusto.ch Edamame-Mozzarella-Salat mit Minzesauce:

www.migusto.ch/edamame-mozzarella Zucchetti al forno: www.migusto.ch/zucchetti-al-forno Burrata mit Aceto-Linsen: www.migusto.ch/burrata-linsen


So geht knusprig fein.

––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Sfoglie mit Artischockendip Apéro für 4 Personen

–––––––––––––––––––––––––––––––––––– Zutaten: 125 g Antipasti Artischockenstücke, 1 kleine Schalotte, 200 g Frischkäse, 6 EL Milch, ½ Bund glattblättrige Petersilie, ¼ Bund Schnittlauch, Salz, Pfeffer, 1 EL Haselnüsse, 150 g Gran Pavesi Crackers Le Sfoglie Classiche

Duo-Pack

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Gran Pavesi in Sonderpackungen z.B. Le Sfoglie Classiche im Duo-Pack, 2 x 190 g, 4.60 statt 5.80

Bei diesem Angebot sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOT GILT NUR VOM 22.8. BIS 28.8.2017, SOLANGE VORRAT

Zubereitung: Artischocken und Schalotte fein hacken. Zum Frischkäse geben und mit der Milch zu einer geschmeidigen Masse mischen. Petersilie und Schnittlauch fein hacken. Davon die Hälfte unter die Masse mischen. Mit wenig Salz und Pfeffer abschmecken. Haselnüsse hacken und daruntermischen. Restliche Kräuter darauf geben und leicht in die Masse mischen. Mit Sfoglie servieren. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten Pro Person ca. 8 g Eiweiss, 21 g Fett, 6 g Kohlenhydrate, 1450 kJ/350 kcal Dieses und weitere Rezepte auf migusto.ch


MIGROS-WELT | MM34, 21.8.2017

TerraSuisse

Für Feld und Tisch Schweizer Getreidebauern, die gemäss den IP-Suisse-Richtlinien anbauen, verpflichten sich zu einem restriktiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und zur Förderung der Biodiversität. Das kommt der Natur zugute. Auch die Migros-Bäcker wissen das IP-Suisse-Getreide zu schätzen: Damit gelingen besonders luftige, schmackhafte «TerraSuisse»-Brote. Text: Claudia Schmidt

Bilder: Mischa Imbach

Styling: Irène De Giacomo

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MM34, 21.8.2017 | MIGROS-WELT

TerraSuisse Steinofenbaguette, 260 g Fr. 2.50

TerraSuisse Tessinerbrot, 400 g Fr. 2.50

TerraSuisse Happy Bread mit Nüssen, 350 g Fr. 2.90

TerraSuisse Alpenbrot, 380 g Fr. 2.60

Tipp: Ein Baguette oder Tessinerbrot ist auch am Tag nach seiner Herstellung noch geniessbar. Mit Wasser besprüht, wird ein Baguette innert weniger Minuten Backzeit bei 150 °C wieder frisch. Kleine Brotstücke lassen sich mit Olivenöl in der Bratpfanne zu knusprigen Croûtons rösten – eine beliebte Einlage für Salate und Suppen.


MIGROS-WELT | MM34, 21.8.2017

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Der Asthaufen auf Simon Marolfs Wiese bietet zahlreichen Vogelarten, Insekten, Amphibien, Reptilien und Säugetieren einen Lebensraum.

Schmetterlinge, Heuschrecken, Vögel und andere Kleintiere finden auf Blumenwiesen und Feldrandstreifen ein kleines Paradies. Klatschmohn lockt viele Insekten an. TerraSuisse

Im Zeichen der Biodiversität Der Hof von Simon Marolf (28) in Epsach BE ist einer von über 11 000 Bauernhöfen, die nach den IP-Suisse-Richtlinien arbeiten: naturnah und tierfreundlich. Der Landwirt bewirtschaftet rund 22 Hektaren. Neben dem Obstanbau betreibt er Milchwirtschaft und kultiviert IP-Suisse-Weizen, der zu «TerraSuisse»-Mehl verarbeitet wird. Marolf baut sein Getreide umweltschonend an. Er verzichtet dafür auf Insektizide, Wachstumsregulatoren und Fungizide.

Naturnahes Bewirtschaften bedeutet allerdings auch, gleichzeitig die Artenvielfalt zu fördern und Lebensräume zu erhalten. Das fasst man unter dem Begriff Biodiversität zusammen. Diese ist auf Simon Marolfs Hof aber nicht nur eine Voraussetzung für das Erreichen der IP-Suisse-Zertifizierung, sondern auch aus ökonomischer Sicht höchst sinnvoll. Marolf: «Ich bin angewiesen auf Insekten. Sie bestäuben die Obstbäume. Ohne Insekten gäbe es keine Früchte.» MM

Insektenhotels bieten vielen Wildbienenarten Nistmöglichkeiten. Simon Marolf profitiert, weil die Insekten seine Obstbäume bestäuben.

TerraSuisse-Getreide stammt aus nachhaltiger Schweizer Landwirtschaft, die Lebensräume für seltene Wildtiere und -pflanzen schafft. Auf die Verwendung verschiedener chemischer Hilfsmittel wird verzichtet. Ein Teil von


MIGROS-WELT | MM34, 21.8.2017

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Andreas Stalder vor seinem Bauernhof in Höchstetten BE

Andreas Stalder

«Wertschätzung ist sehr motivierend für die Bauern»

Seit zehn Jahren verkauft die Migros die Produkte von IP-Suisse-Bauern unter ihrem Label «TerraSuisse». Andreas Stalder, Präsident der Bauern-Organisation, unterstreicht im Interview die Bedeutung der Artenvielfalt und der Partnerschaft mit der Migros. Text: Andreas Dürrenberger Bild: Tomas Wüthrich

Worin unterscheidet sich die Landwirtschaft nach IP-SuisseRichtlinien vom herkömmlichen Anbau? Der grösste Unterschied ist sicher, dass IP-Suisse-Bauern der Biodiversität eine riesige Beachtung schenken. Pflanzenschutzmittel werden sehr restriktiv und in reduziertem Mass eingesetzt. Das hat natürlich positive Auswirkungen auf die Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren und schont die Natur. Aber auch in der Tierhaltung sind die Vorgaben von IP-Suisse streng. In der Migros sind die IP-SuisseProdukte seit zehn Jahren unter dem Label «TerraSuisse» erhältlich. Welche Fortschritte konnten in dieser Zeit bezüglich der Artenvielfalt erzielt werden? Wir sind sehr zufrieden mit den Resultaten, die Anzahl der Tierarten hat klar zugenommen. Allein in den letzten fünf Jahren haben die

IP-Suisse-Produzenten 1400 Hektar Blumenwiesen, 120 Hektar Hecken und 90 HektarBuntbrachen angelegt. Sie bieten Lebensraum für Vögel, Insekten und Schmetterlinge.

Sie ist übrigens unsere grösste Abnehmerin und Partnerin der ersten Stunde. Wir setzen exklusive Projekte mit ihr um, zum Beispiel den Anbau von Bergweizen.

Welche Produkte stellen die IP-Suisse-Bauern her? Die ganze landwirtschaftliche Palette von Gemüse und Früchten über Milch und Fleisch bis zu Getreide. Im Getreideanbau verzichten wir komplett auf Fungizide. Herbizide werden sehr restriktiv eingesetzt, und auf einem Teil der Fläche wird bereits darauf verzichtet. Bei einer Anbaufläche von 25 000 Hektaren ist die Breitenwirkung für die Artenvielfalt enorm.

Welche Vorteile bietet die IP-Suisse-Produktion den Bauern? Für jedes Produkt erhalten sie eine Prämie. Der finanzielle Aspekt macht aber nur ein kleiner Teil aus. Unsere Bauern können mit wirksamen Massnahmen etwas für die Natur tun. Das ist eine Chance für Familienbetriebe. Es zählen nicht nur Industrialisierung und Effizienzsteigerung, sondern auch ihre handwerklichen Talente. Die Produkte verkaufen sich gut. Diese Wertschätzung seitens der Kunden ist für die Produzenten sehr motivierend. Deshalb ist auch die Partnerschaft mit der Migros, die über Jahre gewachsen ist, sehr wichtig für uns. Von «TerraSuisse» profitieren die Bauern, die Konsumenten und die Natur. MM

Wie läuft es mit der Getreideernte in diesem Jahr? Es sieht sehr gut aus, sowohl bei der Menge als auch bei der Qualität. Wir können der Migros-Bäckerei Jowa ein gutes Produkt liefern.

IP-Suisse

Punkten für die Artenvielfalt IP-Suisse arbeitet mit einem Punktesystem, um den Nutzen der naturnahen Landwirtschaft zu messen. Gemeinsam mit der Vogelwarte Sempach und der Migros als Hauptabnehmerin der IP-Suisse-Produkte hat die Bauernvereinigung einen Massnahmenkatalog erarbeitet, der 40 Möglichkeiten zur Förderung der Artenvielfalt beinhaltet.

Jede umgesetzte Massnahme ergibt eine gewisse Anzahl Punkte. Bauern, die mindestens 17 Punkte erreichen, dürfen unter dem Label IP-Suisse produzieren. Die durchschnittliche Punktzahl bei den IPSuisse-Bauern liegt bei 23 Punkten.


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MM34, 21.8.2017 | MIGROS-WELT

Saisonalität

«Erdbeeren schmecken im Sommer besser»

Wer nachhaltig einkaufen will, setzt auf saisonale Produkte. Worauf man beim Kauf von Früchten und Gemüsen sonst noch achten soll, erklärt Manfred Bötsch im Gespräch. Text: Daniel Sidler

Bilder: Roger Hofstetter, Paolo Dutto

Beim Gang durch die Früchte- und Gemüseabteilung erhält man den Eindruck, alles habe dauernd Saison. Das ist so, weil man hier die Frische hautnah erlebt und sich alles wie frisch gepflückt präsentiert. Trotzdem hat jede Frucht eine Periode der Blüte, des Wachstums, der Reife und der Ernte. Das gilt für Äpfel aus der Region ebenso wie für Bananen oder Ananas aus entfernten Gebieten. Was heisst Saisonalität für die Migros? Früchte und Gemüse haben Saison, wenn sie direkt vom Feld oder aus nicht fossil beheizten Gewächshäusern kommen. Zudem sollten die Produkte aus der Schweiz oder dem nahen Ausland stammen.

zialverträgliche Produktion. Dazu gehört bei Erdbeeren der effiziente Umgang mit Wasser – eine knappe Ressource in Südspanien. Ist es einerlei, ob wir im Winter oder im Sommer Erdbeeren kaufen? Nein. Im Winter sehen die Erdbeeren zwar auch schön aus, aber im Sommer schmecken sie wegen ihres reichen Geschmacks und der Aromastoffe besser als im Winter. Und auch die Ökobilanz ist besser für Erdbeeren, die hier in der Saison geerntet werden. Das gilt aber nicht überall.

Frisch präsentiert: Zurzeit stehen Steinfrüchte im Sortiment der Migros ganz vorne.

Wo gilt es nicht? Entscheidend ist die Produktionsart: Schweizer Erdbeeren aus fossil geheizten Gewächshäusern belasten das Klima stärker als sonnengereifte spanische Erdbeeren.

Und warum verkauft die Migros Erdbeeren ausserhalb der Saison? Unsere Kunden wünschen ganzjährig ein abwechslungsreiches Frischesortiment. Wir respektieren dieses Bedürfnis und beschaffen Erdbeeren aus Regionen, die verschoben Saison haben. In Spanien können Erdbeeren aufgrund des milden Klimas übrigens schon im März geerntet werden.

Sind beheizte Gewächshäuser schlecht? Gewächshäuser, die mit Abwärme oder anderen erneuerbaren Energien beheizt werden, sind sogar ein ökologischer Benefit. Ein Salat aus einem solchen Gewächshaus ist klimaneutral, vor Kälte und Pilzen ge­ schützt und schmeckt gut. Er kann umwelt­ verträglicher sein als ein Freilandprodukt.

Verschlechtert der Transport aus Spanien die Ökobilanz? Ja, aber der Warentransport von Spanien in die Schweiz schadet der Umwelt weniger als der Konsument, der mit dem Auto zum Einkauf fährt. Grund ist die viel grös­ sere Treibstoffeffizienz des Lastwagens pro Kilo Erdbeeren. Für eine gute Ökobilanz ist der Anbau wichtiger. Deshalb kontrolliert die Migros regelmässig ihre Lieferanten vor Ort und ermöglicht eine ökologische und so­

Saisonale und regionale Produkte garantieren nicht unbedingt Nachhaltigkeit? Regionalität allein ist nicht zwingend nach­ haltig. Aktuelle Studien zeigen, dass ökologi­ sche und soziale Kriterien den Unterschied machen. Darum bieten wir regionale Pro­ dukte an, die diesen Kriterien zusätzlich genügen – zum Beispiel «Aus der Region. Für die Region.»­Produkte, die integriert, also naturnah und umweltschonend, produ­ ziert werden oder Biostandards erfüllen.

Manfred Bötsch, Leiter der Direktion Nach­ haltigkeit der Migros: «Entscheidend ist nicht die Herkunft, sondern die Produktionsart.»


MIGROS-WELT | MM34, 21.8.2017

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Migros und WWF

Starke Partner In Zusammenarbeit mit dem WWF startet die Migros ein Nachhaltigkeitsprogramm, das die Umweltbelastung bei konventionell produzierten Früchten und Gemüsen weiter reduzieren und den Produzenten zusätzliche soziale Vorteile bringen wird. Das Programm orientiert sich am gemeinsamen Projekt von WWF Deutschland, WWF Schweiz und der Migros für umweltund sozialverträglichere Bananen. Die Umsetzung erfolgt schrittweise und umfasst absatzstarke Produkte. Das Programm wird regelmässig von unabhängiger Seite überprüft und beinhaltet auch die intensive Beratung von Produzenten.

Welche Produkte kann man mit gutem Gewissen kaufen? Für alle wichtigen Rohstoffe haben wir Mindeststandards im sozialen und ökologi­ schen Bereich entwickelt. In der Migros kann man daher alles mit gutem Gewissen ein­ kaufen, weil keine Produkte im Regal sind, die diesen Anforderungen nicht genügen. Und wer mehr tun will? Der entscheidet sich – abgesehen von saisonalen Angeboten – für Labels wie Migros­Bio, «TerraSuisse», «Fairtrade Max Havelaar» oder Produkte mit dem WWF­Logo. Sie alle stehen für zusätzliche Anforderungen bezüglich Nachhaltigkeit. Ausserdem bevorzugt er nur gering verarbeitete Produkte aus der Region und verzichtet auf Flugware. Und wie erkennt man Flugware? Künftig werden wir eingeflogene Produkte entsprechend kennzeichnen. Das machen wir sukzessive bis Ende 2017 für alle rele­ vanten Produkte. Der Kunde sieht dann etwa auf der «Migros Sélection»­Mango, dass es sich um Flugware handelt. Daneben

findet er auch eine Mango, die per Schiff transportiert wurde und eine bessere Öko­ bilanz hat: Nun kann er wählen. Welches Produkt ist teurer? Der Flugtransport ist in der Regel teurer. Zudem soll die ökologische Mehrbelastung preislich spürbar sein. Verdient die Migros mehr am Verkauf von Flugware? Nein, wir werden die CO²­Emissionen der eingeflogenen Ware kompensieren und die Mittel vollumfänglich für Projekte im Umweltschutz einsetzen. Die Stiftung Myclimate sorgt dafür, dass alles korrekt und transparent abläuft. Wie inspiriert die Migros ihre Kunden zu nachhaltigem Einkaufen? Wir informieren zum Beispiel regelmässig darüber, welchen Mehrwert Labelprodukte in sozialer und ökologischer Hinsicht bieten, und im Laden weisen wir auf Produkte hin, die gerade Saison haben. Auf der Website von «Generation M» publizieren wir einen Saisonkalender zum Herunterladen. MM

Folgende Handlungsfelder stehen im Fokus: • Ökosystem schützen und Artenvielfalt fördern • Bodenqualität verbessern • Wasser verantwortungsvoll nutzen • CO²-Ausstoss vermindern • Arbeitsbedingungen verbessern • verantwortungsvoller, minimaler Einsatz von Pflanzenschutzmitteln • Abfall reduzieren

Ein Teil von

Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.


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Silvesterflussfahrt mit der Excellence Melodia****+

Mit Musik ins Neue Jahr auf dem Main Festtagsreisen

Ihr Reiseprogramm

✔ Unesco-Weltkulturerbe Bamberg ✔ Romantische Städte entlang dem Main ✔ Silvesterkonzert der Bamberger Symphoniker

1. Tag: Schweiz–Frankfurt am Main. Anreise über Basel, Freiburg im Breisgau und Karlsruhe nach Frankfurt am Main. Einschiffung auf unser Flussschiff Excellence Melodia. 2. Tag: Frankfurt–Miltenberg. Die Mainstadt hat sich im Laufe seiner Geschichte zu einer vielfältigen und zugleich kontrastreichen europäischen Metropole entwickelt. Als angesehener nationaler und europäischer Finanzstandort zählt sie heute zu den bedeutendsten globalen Finanzzentren. Als Markenzeichen für die Handelsund Bankenmetropole gilt die stadtbildprägende Skyline. Auf einer Stadtrundfahrt hören wir viel Wissenswertes über Frankfurt. Am Abend erleben wir den ersten musikalischen Glanzpunkt unserer Reise. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden erwartet uns mit der Oper «Die Zauberflöte». Danach heisst es «Leinen los» – unser Hotelschiff legt ab und wir fahren ab Richtung Miltenberg. 3. Tag: Miltenberg–Ochsenfurt. Bis zum frühen Nachmittag können wir uns an Bord unseres Hotelschiffs entspannen. Nach Ankunft in Miltenberg steht ein Rundgang durch die wunderschöne Altstadt mit zahlreichen verwinkelten Gassen auf dem Programm. Die Stadt wird auch liebevoll «die Perle des Mains» genannt und besitzt zahlreiche Fachwerkbauten. 4. Tag: Ochsenfurt–Gerlachshausen–Nürnberg. Nach einem erholsamen Vormittag an Bord der Excellence Melodia legen wir in Ochsenfurt an. Von hier aus unternehmen wir einen Ausflug. Wir lernen Ochsenfurt, die Stadt der

Unser Musikprogramm Hessisches Staatstheater Wiesbaden, 19.30 Uhr «Die Zauberflöte» Oper von Wolfgang Amadeus Mozart Staatstheater Nürnberg, 19.30 Uhr «Die lustige Witwe» Operette von Franz Lehár Konzerthalle Bamberg, 19.00 Uhr Silvesterkonzert Sonderkonzert der Bamberger Symphoniker Chor der Bamberger Symphoniker Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 Mit Schlusschor über Schillers «Ode an die Freude» Mainfranken Theater Würzburg, 19.30 Uhr Konzert zum Jahreswechsel Philharmonisches Orchester Würzburg (fakultativ, Vorausbuchung notwendig)

Alte Mainbrücke Würzburg und Festung Marienberg

Türme kennen und fahren durch das Maindreieck, mit Weindegustation unterwegs, nach Gerlachshausen. Unser Schiff fährt bereits voraus und wir steigen in Gerlachshausen wieder zu. Die Fahrt geht weiter Richtung Nürnberg. 5. Tag: Nürnberg–Bamberg. Am Nachmittag erreichen wir Nürnberg. Heute erwartet uns das Staatstheater Nürnberg mit der Operette «Die lustige Witwe» von Franz Lehár. Nach der Vorstellung geht es direkt zurück aufs Schiff, denn wir nehmen Kurs in Richtung Bamberg auf. 6. Tag: Bamberg–Würzburg. Nicht ohne Grund hat die Unesco der gesamten Bamberger Altstadt den Titel Weltkulturerbe verliehen. Das historische Stadtbild ist einzigartig. Zu den herausragendsten Bauwerken gehören der spätromanisch-frühgotische Kaiserdom mit dem weltberühmten Bamberger Reiter oder das alte Brückenrathaus mitten in der Regnitz. Bei einem geführten Rundgang erleben wir, wie einmalig Bamberg ist. Im historischen Stadtensemble mit Dom, Kirchen, Klöstern, Brücken, engen Gassen, Plätzen, Fachwerkhäusern und Barockfassaden spüren wir noch heute den Zauber der Vergangenheit. Heute Abend lauschen wir einem grossartigen Sonderkonzert der Bamberger Symphoniker. In der Konzerthalle Bamberg wird für uns «Beethovens 9. Sinfonie» gespielt – mit Schlusschor über Schillers «Ode an die Freude». Den Jahreswechsel verbringen wir an Bord der Excellence Melodia. 7. Tag: Würzburg. Gegen Abend Ankunft in Würzburg. Es besteht die Möglichkeit für den Besuch des Jahreswechselkonzertes des Philharmonischen Orchesters Würzburg. Auch in Würzburg kommen wir nochmals in den Genuss «Beethovens 9. Sinfonie» hören zu können. Das Stück begleitete den Fall der Berliner Mauer und beherbergt seit 1972 die Melodie der offiziellen Hymne des Europarats. Mit diesem Werk des Aufschwungs und der Hoffnung beschliesst das Philharmonische Orchester das Jahr 2017 und begrüsst das neue Jahr. 8. Tag: Würzburg–Schweiz. Nach der Ausschiffung Stadtführung in Würzburg und Rückreise in die Schweiz zu den Einsteigeorten. Programm- und Fahrplanänderungen bleiben vorbehalten.


© Peter Eberts

Bamberger Symphoniker

Excellence Rhône ****+ – Ihr Hotelschiff

Excellence Melodia****+

An Bord erwartet Sie Panorama-Restaurant · Excellence À-la-carte-Restaurant (Zuschlag EUR 15 p.P.) · Lounge mit Bar · Vinothek · Wiener Café · Cigar Lounge · kleine Boutique · Atrium-Lobby mit Rezeption · Ausflugsbüro und Bibliothek · Spa mit Fitnessbereich · Sauna · Duschtempel · Ruheraum und Whirlpool · grosses Sonnendeck mit Schattenplätzen, Liegestühlen, Sitzgruppen, Windschutz und Lido-Terrasse. Am Abend vielfältige Unterhaltung und Tanzmusik. Technische Daten Baujahr: 2011 Flagge: Malta Kategorie: ****+ Passagierzahl: 178 Gäste Besatzung: 40 Personen Tiefgang: 1,5 m Bordsprache: Deutsch Bordwährung: Euro, ec direct, Visa, Mastercard Reederei: Premicon Flussreisen GmbH

Die Kabinen 89 Aussenkabinen mit Dusche/WC, Schreib-/Kosmetiktisch, individuell regulierbare Klimaanlage/Heizung, Minibar (in den Deluxe 2-Bett-Kabinen), Safe, Flachbildschirm-TV, Internetzugang, Föhn, 220V. Oberdeck und Mitteldeck Deluxe 2-Bett-Kabinen (15 m² mit trennbarem Doppelbett) und Standard-Doppelkabinen (12 m² mit ausziehbarem Sofabett) mit französischem Balkon. Hauptdeck Deluxe 2-Bett-Kabinen (15 m²) und Standard-Doppelkabinen (12 m²) mit Fenstern (aus Sicherheitsgründen nicht zu öffnen).

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Reisedatum 2017/2018 (Di – Di) 26.12.–02.01.

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1495.–

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Fahrt mit modernem Komfortklasse-Bus Flussfahrt in der gebuchten Kabinenkategorie Vollpension an Bord der Excellence Melodia Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm Musikprogramm Kartenpaket Kategorie 3 Audio-System auf Rundgängen Erfahrene Reiseleitung

Nicht inbegriffen ■

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Mitteldeck ■

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MM34, 21.8.2017 | MIGROS-WELT

Sie kann vom Zwieback nicht genug bekommen: Ivanca Stojcevic arbeitet seit 40 Jahren in der Zwiebackproduktion bei der Midor.


MIGROS-WELT | MM34, 21.8.2017

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Von uns. Von hier

Zwieback begleitet Ivanca durchs Leben Zwieback wird seit Jahrhunderten hergestellt. Seit 1930 produziert ihn auch der MigrosIndustriebetrieb Midor. Hier kümmert sich Ivanca Stojcevic schon seit 40 Jahren um das beliebte Traditionsgebäck und sorgt mit Ihrem Team für seine einwandfreie Verpackung. Text: Thomas Tobler

Bilder: Paolo Dutto

D

ie ersten Rezepturen für Zwieback tauchen bereits in Schriften der griechischen Antike auf. In der Migros steht das tra­ ditionelle Gebäck auch schon eine Weile: 1930 ging der Zwie­ back erstmals über die Ladenthe­ ke – also bevor das Unternehmen beispielsweise Schokolade oder Joghurts herstellte. Diese beiden Lebensmittel wurden erst ein Jahr später ins Sortiment aufge­ nommen. Seit damals bis heute zeichnet der Migros­Industriebe­ trieb Midor in Meilen ZH für die Herstellung des Zwiebacks ver­ antwortlich. Pro Woche verlassen dort über 100 000 Packungen die Produktionsanlagen. Eine zentrale Aufgabe im Pro­ duktionsprozess erledigt Ivanca Stojcevic – und das seit nunmehr 40 Jahren. Die gebürtige Kroatin kam Mitte der 70er­Jahre in die Schweiz und arbeitet seitdem für die Midor. «Mein Mann fand hier eine Stelle. Durch ihn kam ich kurz darauf ebenfalls zum Migros­ Unternehmen. 30 Jahre lang haben wir zusammengearbeitet, zehn davon in der Zwiebackpro­ duktion», erzählt Ivanca Stojcevic. Handarbeit ist gefragt

Mittlerweile ist ihr Mann pen­ sioniert und Ivanca Stojcevic ver­ antwortlich für die Verpackung der Zwiebäcke. Zahlreiche interne Weiterbildungen hat sie dafür

absolviert, war in verschiedensten Abteilungen tätig und gibt ihre Fachkompetenz nun vermehrt an jüngere Kolleginnen und Kollegen weiter. «Das macht meine Arbeit vielfältig. Es kommt hinzu, dass ich aufgrund meiner Erfahrung immer wieder mal an anderen Linien aushelfe. So gestalten sich meine Arbeitstage sehr abwechs­ lungsreich.» Wie in früheren Zeiten ist bei der Zwiebackherstellung zum Teil heute noch Handarbeit ge­ fragt. Ivanca Stojcevic und ihre Mitarbeiter legen die einzelnen Scheiben auf die Zuführung der Packmaschine, bevor sie mit Silberglanzfolie umwickelt werden. Zwar haben sich die tech­ nischen Anlagen für die Herstel­ lung von Zwieback im Lauf der Jahre verändert – sie sind produk­ tiver und effizienter geworden –, das Verfahren an sich jedoch ist dasselbe geblieben. Die Teiglinge aus Weizenmehl, Hefe, Zucker, Sonnenblumenöl, Salz, Eiern und Milch werden bei rund 200 Grad gebacken. Das Mehl stammt ausschliesslich aus der Schweiz. Der sogenannte Einback wird anschliessend einen Tag lang gelagert, dann in dünne Scheiben geschnitten und für gut 20 Minu­ ten im Ofen geröstet. Der Teig ist nun zweimal gebacken und darf deshalb als «Zwieback» bezeich­ net werden. Fünf verschiedene

Zwiebacksorten produziert die Midor momentan: Das bekannte Original gibt es auch im Minifor­ mat, dazu kommen Urdinkel­ und Fitnesszwieback (ohne Zucker­ zusatz) sowie Vollkornzwieback in Bioqualität. «Wie eine grosse Familie»

An der allerletzten Station des Traditionsgebäcks sind Ivanca Stojcevic und ihre sieben Mit­ arbeiter wiederum gefordert, es für den Transport in die Filialen vorzubereiten. Sie achten darauf, dass der Zwieback einwandfrei verpackt in den Verkauf kommt. Ivanca Stojcevic: «Wir kontrollie­ ren auch, ob der Backgrad korrekt ist, das Ablaufdatum stimmt und ob die Folie luftdicht verschlossen ist.» Regelmässig, nämlich einmal pro Stunde, finden zudem Quali­ tätskontrollen statt. Dafür werden die Packungen mit einem Fremd­ körperdetektor durchleuchtet. «Generell hat sich im Lauf der Jahre die Qualität der Herstellung und damit auch die Qualität der Produkte verbessert. Gleichzeitig wird heute natürlich mehr und schneller produziert», sagt Ivanca Stojcevic. Im nächsten Jahr steht ihr 60. Geburtstag im Kalender. «Ich werde auch dann noch in der Midor arbeiten. Wir fühlen uns hier wie eine grosse Familie, und der Zwieback verleidet mir nicht. Zu Hause habe ich immer eine Packung im Regal.» MM

Star der Woche

Der Unverfälschte Zwieback gehört zu den Klassikern im Migros-Regal. Nach traditionellem Rezept hergestellt, liefert er wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, insbesondere Eisen und Vitamin B. Allein vom Zwieback-Original verkauft die Migros in der Schweiz jedes Jahr rund 40 Millionen Scheiben. Rätsel Seit wann stellt der Migros-Betrieb Midor den Zwieback her?

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MIGROS-WELT | MM34, 21.8.2017

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MIGROS-WELT | MM34, 21.8.2017

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MIGROS-WELT | MM34, 21.8.2017

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Stilvoll notiert Verschenken oder doch lieber selbst behalten? Die neuen Papeteria-Artikel eignen sich für Notizen im Alltag, für Liebesbotschaften oder für besonders hübsche Einkaufslisten. Im Rezeptbuch werden Lieblingsrezepte notiert und gesammelt. Sehr praktisch: Die magnetischen Notizblöcke lassen sich am Kühlschrank anbringen, sodass sie immer griffbereit sind und nicht in einer Schublade verschwinden. Die abgebildeten Artikel sind nur für kurze Zeit erhältlich.

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Und ob es das gibt!

Violetter Glitzersand, fruchtiger Espresso und eine Tinktur, die lästige Aufkleber wie von Zauberhand löst: Wer in der Migros nach Neuheiten Ausschau hält, gerät ins Staunen.

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Miesmuscheln gelten als delikate Meeresspezialität. Die Exemplare für Costa stammen aus Chile und werden fangfrisch mit Schale vor­ gekocht und eingefroren. Sie lassen sich auf vielfache Art zubereiten und eignen sich besonders zum Dünsten. Costa ASC Miesmuscheln, tiefgekühlt, 400 g* Fr. 4.80


MIGROS-WELT | MM34, 21.8.2017

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Welche Superkräfte hätten Sie am liebsten? 1 Fliegen! Die Welt ist von oben am schönsten. 46% 2 Zeitreisen: Mich fasziniert Geschichte. 22% 3 Die Fähigkeit, mich unsichtbar zu machen, überall zu sein. 20% 4 Gedankenlesen und Hellsehen. Dann hätte ich den Durchblick. 12%

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Richtig oder falsch?

In der Schweiz werden Toiletten mit Trinkwasser gespült. Richtig: Wir verbrau-

1, 2 oder 3?

Der Schulthek

hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

1 2 3

Ich kaufe ihm den Schulthek, den ich selbst gern hätte: ein Retro-Fellmodell. Ich lasse ihn frei entscheiden: Irgendwann wird das Monster auch mein Freund sein. Ich manipuliere ihn und schlage ihm ein Modell vor, das ein älterer Junge hat. Zufälligerweise finde ich es auch in Ordnung.

Antwort 3: Diese Form der sanften Manipulation funktioniert bestens. Der Grosse hat jetzt einen Thek «wie der von Cord», und Cord ist cool. Zu cool für schmusende Delfine und dribbelnde Einhörner.

Illustration: Lisa Rock, Alice Kolb; Bild: René Ruis

Monica Müller (43)

Früher gab es zwei Varianten von Schultheks: den farbigen, ledernen für Mädchen und den mit Fell bezogenen für Buben. Heute führen Anbieter gemäss meiner persönlichen Statistik 20 Modelle mit je 60 Motiven in diversen Farben. Leider sind die meisten monströs: riesig und hässlich. Delfine, die dem Sonnenuntergang entgegenschwimmen; Einhörner, die durch den Sternenhimmel schweben. Fussballer, die in Richtung Goal dribbeln; Rennautos, die durch den Dreck schleudern. Mir graut vor der Wahl, die der Grosse (6) treffen könnte. Schliesslich wird sein Thek auch ein Teil unserer Wohnungseinrichtung sein. Und jetzt? 1, 2 oder 3?

chen durchschnittlich 162 Liter Trinkwasser pro Person und Tag. Davon trinken wir nur einen verschwindend geringen Teil. Den Rest benutzen wir für Körperpflege, für Kleiderwäsche und zum Geschirrspülen. Die Toilette verbraucht täglich rund 50 Liter. Sinnvoll wäre, Regenstatt Trinkwasser zu verwenden. Bei einer Regenwasseranlage dient das Hausdach als Sammelfläche; das Wasser wird gefiltert und ist im Haushalt einsetzbar. Für den Garten kann man Regen in einer Tonne sammeln. Das freut die Pflanzen: Regenwasser ist kalkfrei und wärmer als Leitungswasser – der Kälteschock bleibt den Pflanzen erspart. Darum gilt: Es lohnt

sich, für den Garten Regenwasser zu sammeln. Wer mehr tun will, installiert eine Regenwasseranlage und setzt das Wasser auch im Haushalt ein.

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MM34, 21.8.2017 | LEBEN

Gesundheit

Tun Sie Ihren Knochen Gutes

Tipps

Das brauchen Knochen

Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann erhalten in der Schweiz irgendwann die Diagnose Osteoporose. Einerseits nimmt das Risiko mit steigendem Alter zu, andererseits führen Bewegungsmangel und falsche Ernährung zu brüchigen Knochen. Darum heisst es: vorwärts, los! Text: Franz Lauener

• Regelmässige Bewegung (spazieren, wan­ dern, joggen) • Ausgewogene Ernährung mit genügend Kalzium • Regelmässig Sonnenlicht (Vitamin D3) • Meiden von Nikotin, Alkohol und Unter­ gewicht

«iMpuls»-Lesetipp

Tipps für ein besseres Altern Es lohnt sich nicht, über das Älter­ werden die Stirn zu runzeln. Auf «iMpuls» erfahren Sie, was Ernährung, Bewegung und Pflege bewirken können. Mehr dazu auf www.migros­impuls.ch

Impuls ist die neue Gesundheits­ initiative der Migros.

W

ir sorgen in allen Formen für unsere Rente vor, nur eine Form der Vorsorge geht oft vergessen: die Investition in unsere Gesundheit. Wer regel­ mässig trainiert und sich ausge­ wogen ernährt, stärkt den Körper für die Zeit, wenn die Kräfte lang­ sam schwinden – und die beginnt recht früh. Ab 40 Jahren verliert der Mensch jährlich rund ein Prozent seiner Muskelmasse, ab 70 Jahren sind es ganze drei Prozent. Die Folgen sind eine erhöhte Sturz­ gefahr, Anfälligkeiten für Ver­ letzungen und eine unsicherere Gesamtmotorik. Regelmässige Bewegung heisst darum die Lösung in jedem Alter. Sie stärkt nicht nur

die Muskeln, sondern auch die Knochen – und ist die beste Osteo­ porose­Prävention. Auch Tanzen zählt

Mit zunehmendem Alter sinken Reaktionsfähigkeit, Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer, was die Freude an der Bewegung trüben kann. Dabei ist sie unerläss­ lich für starke Knochen.Die Osteo­ porose­Gymnastik (Osteogym) bietet die Gelegenheit, in einer Gruppe gezielt zu trainieren und dabei die Sicherheit und das Ver­ trauen in den Körper zu stärken. Mit einfachen Übungen werden Kraft, Beweglichkeit und Balance trainiert – und manchmal wird sogar getanzt. Wer doch lieber seine Bahnen im Hallenbad zieht

oder spazieren geht, sollte das un­ bedingt tun. Hauptsache, es wird trainiert. Wir werden älter und brüchiger

Obwohl wir heute viel wissen über Osteoporose und auch gute Früh­ erkennungsmöglichkeiten vor­ handen sind, hat die Erkrankung in den letzten Jahren konstant zugenommen. Einer der Haupt­ gründe ist auf jeden Fall, dass wir immer älter werden und mit zu­ nehmendem Alter das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, steigt. Wer aber auf eine ausgewogene Ernährung mit genügend Kalzium achtet, regelmässig Sonnenlicht tankt und sich täglich mindestens 30 Minuten lang bewegt, tut viel für seine Knochen. MM


LEBEN | MM34, 21.8.2017

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Faktencheck

Tragen oder ziehen? Rolltrolley

Schulthek Vorteile

Vorteile

Nachteile

Nachteile

• Die praktischste Lösung. Mit dem Schulmaterial auf dem Rücken sind Hindernisse am Boden kein Problem, und die Hände bleiben frei. Wird der Thek überladen, kann er zu Rückenschmerzen und langfristig zu einer verringerten Mobilität der Brustwirbelsäule führen. Für wen?

Für alle

Vorsichtsmassnahmen und Kontraindikationen

Ein Strandlauf ist schon fast perfekt für die Knochen: Genug Sonnenlicht und ausreichend Bewegung helfen, gegen Osteoporose vorzubeugen.

• Muss so hoch wie möglich getragen und an beiden Armen angezogen werden, ohne dass die Riemen einschneiden. • Darf beladen nicht mehr als ein Zehntel des Körpergewichts wiegen. • Die schweren Bücher aufrecht direkt an der Rückenseite platzieren. • Nebenbei einen Sport betreiben, der die Wirbelsäule entlastet. • Nur das Nötigste mitnehmen.

Bilder: iStockphoto (3), Nik Hunger

Dr. med. Franz Lauener,

Facharzt Physikalische Medizin und Rehabilitation, Medbase St. Gallen, Medbase Abtwil, Zentrum für Medizin & Sport In Zusammenarbeit mit

• Löst einfach und komfortabel das Problem des übermässigen und stetig zunehmenden Gewichts von Büchern und Schulmaterial. • Aufgrund seiner Struktur wiegt er mehr als ein Rucksack. • Kinder, die einen Trolley ziehen, nehmen oft eine schlechtere Haltung ein (verdrehter Oberkörper) als mit einem korrekt eingestellten Schulthek. • Die Räder machen viel Lärm. Für wen?

Für jüngere Schüler, die leichteres und weniger empfindliches Schulmaterial transportieren Vorsichtsmassnahmen und Kontraindikationen

• Hindernisse wie Trottoirs und Treppen, bei denen die Schüler den Trolley tragen müssen, möglichst vermeiden. • Bei Nässe darauf achten, dass der Trolley nicht von unten feucht wird und sein Inhalt keinen Schaden nimmt.

Laut der Schweizerischen Chiropraktoren-Gesellschaft «ChiroSuisse» hat die Hälfte der Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 16 Jahren Wirbelsäulenprobleme. Der Rucksack ist aber nicht der einzige Schuldige: Mangelnde Bewegung, schlechte Hal-tung und langes Sitzen gehören ebenfalls dazu. Ein Umstieg vom Schulthek auf den Trolley löst somit nicht alle Probleme. Die Digitalisierung der Schulbücher könnte das tägliche Lastentragen verringern – wobei jedoch eine intensive Verwendung von Tablets wiederum Spannungen im Nackenbereich hervorrufen kann. Die Schule ist und bleibt anscheinend ein Ort des Leidens ... Fazit


MAX

Buntes Herbsterwachen im Südtirol Mit volksmusik-reisen zum Spatzenfest in Kastelruth

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Exklusivreise vom 5. - 9. Oktober 2017 REIISEHÖHEPUNKTE: n Auf Kaiserin Sissi’s Spuren in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff n Das legendäre Spatzenfest – das grösste Volksmusik-Fest der Alpenregion

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Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf

1.Tag, Donnerstag 5. Oktober 2017 - Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus ins Puster-/ Eisacktal im Herzen des Südtirols, wo uns der Hotelier bereits mit einem feinen Nachtessen erwartet. 2. Tag, Freitag 6. Oktober 2017 – Meran & Schloss Trauttmansdorff Nach dem Frühstück fahren wir heute nach Meran. Dank der besonderen geographischen Lage – die Stadt ist im Norden und Osten von hohen Bergketten geschützt – verfügt Meran über ein mildes, mediterranes Klima. Während eines Stadtrundgangs unter kundiger Leitung zeigen wir Ihnen die gotische Pfarrkirche, das Kurhaus im Jugendstil und die Landesfürstliche Burg. Natürlich sehen Sie auch den herrlichen Tappeinerweg mit seiner üppigen, mediterranen Pflanzenwelt. Nach dem Mittagessen bleibt noch etwas Zeit zur freien Verfügung für einen Bummel durch die herrlichen Laubengasse. Auf den Spuren von Kaiserin Sissi geht es am Nachmittag weiter zum Schloss Trauttmansdorff mit seinem bezaubernden botanischen Garten. Kaiserin Sissi nutzte das Schloss als Winterdomizil und schwärmte vom angenehmen Klima und der wunderschönen Landschaft. Der Garten, welcher zu den schönsten Gärten der Welt gezählt wird, überrascht mit zahllosen Natur-Perspektiven und bietet faszinierende Einblicke in exotischmediterrane Landschaften. Freuen Sie sich auf eine interessante Führung und am Abend über ein feines Nachtessen im Hotel.

Leistungen – Alles schon dabei! 3. Tag, Samstag 7. Oktober 2017 – Spatzenfest Den heutigen Tag gehen wir gemütlich an. Geniessen Sie ein ausgiebiges Frühstück, die Infrastruktur Ihres Hotels und unternehmen Sie einen Spaziergang durch die bunte Herbstlandschaft. Am Nachmittag fahren wir dann entlang der verträumten Südtiroler Bergwelt bis nach Kastelruth. Hier erwarten uns die Kastelruther Spatzen zum legendären Spatzenfest – das grösste Volksmusikfest der Alpenregion. Freuen Sie sich auf einen tollen Abend mit guter Stimmung und schönen Melodien! 4. Tag, Sonntag 8. Oktober 2017 - Südtiroler Weinstrasse & Törggelen-Abend Nach einen herzhaften Frühstück unternehmen wir heute einen Ausflug entlang der wunderschönen Südtiroler Weinstrasse. Die Fahrt durch malerische und idyllische Orte bringt uns nach Kaltern, wo wir bei unserem Besuch in einer Weinkellerei sehr viel Wissenswertes erfahren. Natürlich werden wir dabei die edlen Tropfen auch degustieren! Danach bleibt genügend Zeit für einen Spaziergang oder die traumhafte Kulisse und die warme Herbstsonne am bekannten Kalternsee zu geniessen. Am Abend lädt uns das Hotel passend zur Jahreszeit zu einem typischen Törggelen-Abend ein. Freuen Sie sich auf einen wunderschönen Abend mit allerfeinsten Südtiroler Spezialitäten. 5. Tag, Montag 9. Oktober 2017 – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken die Heimreise Richtung Schweiz an.

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Familie

Tipps

Halb schlafend, halb wach

Was tun, wenn das Kind schlafwandelt?

Fast jedes dritte Kind schlafwandelt irgendwann. Die Schlafqualität leidet zwar nicht, dennoch lauern auch Gefahren. Ein paar einfache Faustregeln helfen, richtig zu reagieren.

Abends:

Text: Claudia Langenegger

E

s ist Mitternacht. Samuel (5) schlurft ins Wohnzimmer. Seine Augen sind geöffnet, doch er reagiert nicht auf die Worte seiner Mutter. Er geht zum Regal, schichtet Bücher, geht dann wieder die Treppe hoch und ins Bett. Samuels Mutter ist irritiert, begreift aber schnell: Ihr Söhnchen schlafwandelt. «30 Prozent der Menschen schlafwandeln mindestens einmal in ihrer Kindheit», erklärt Katha­ rina Stingelin (34), Somnologin in der Klinik für Schlafmedizin Bad Zurzach. «Schlafwandeln tritt während des Reifungsprozesses des Kinderhirns häufiger auf und verschwindet oft im Teenager­ alter.» Besonders häufig macht sich Somnambulismus – also die Neigung zum nächtlichen Herum­ spazieren – im Alter von vier bis sieben Jahren bemerkbar. Bei den Erwachsenen ist weniger als ein Prozent davon betroffen. Einen Einfluss hat die genetische Disposition: «Somnambulismus ist vererbbar», sagt Katharina Stinge­ lin. «Schlafwandeln die Eltern, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es ihre Kinder auch tun, relativ hoch.»

Nachts:

Bild: Holloway/Getty Images

Viele Fragen sind noch offen

Schlafwandeln findet meist wäh­ rend der Tiefschlafphase in der ersten Nachthälfte statt. Genau genommen ist es eine Aufwach­ störung: Während ein Teil des Hirns aufwacht, bleibt der andere noch im Tiefschlaf. Oft liegt dafür kein besonderer Grund vor. Es kann aber sein, dass Stress oder Ereignisse wie Einschulung, bevor­ stehende Schulveranstaltungen oder die Scheidung der Eltern die nächtliche Tour auslösen. Warum manche während des Herumwandelns sogar sprechen, sei unklar. Auch über die Prozesse beim Schlafwandeln wisse man nicht genau Bescheid, erklärt Katharina Stingelin. Untersuchungen hätten

• Für regelmässige Bettzeiten und ge­ nug Schlaf sorgen. Zu wenig oder un­ regelmässiger Schlaf kann Aufwach­ störungen fördern. • Den Raum sichern, wenn man das schlafwandelnde Kind schon mal da­ bei beobachtet hat, wie es Fenster oder Türen öffnen will: Fensterflügel sper­ ren, Wohnungs­ türschlüssel nicht stecken lassen.

Wenn ein Kind sich auf Schlafwandeltour begibt, sind auch Türen kein Hindernis.

gezeigt, dass die vier Hirnlappen beim Schlafwandeln unterschied­ liche Frequenzen aufweisen: Während ein Teil von Alphawellen durchströmt wird – was dem Wach­ sein entspricht –, befindet sich ein anderer in der Tiefschlafphase. Die Schlafklinik untersucht jähr­ lich etwa vier bis fünf Kinder auf Somnambulismus – meist dann, wenn Ereignisse wie ein Schullager bevorstehen. Für manches betrof­

fene Kind ist Schlafwandeln ein Tabuthema. «Aber meist nur so lange, bis jemand von seinen nächt­ lichen Aktivitäten erzählt», sagt Katharina Stingelin, «danach geben oft auch die ‹Gspänli› ihre eigenen Geschichten zum Besten.» Eine Sorge kann man betroffenen Eltern nehmen: Der Mensch schläft beim Schlafwandeln – die Qualität des Schlafs ist also nicht beein­ trächtigt. MM

• Leise und ruhig mit dem Kind reden und es zurück ins Bett begleiten. • Wenn es sich dabei wehrt – was äusserst selten vorkommt: abwarten, aufpas­ sen, dass das Kind sich nicht verletzt. • Das Kind nicht wecken: Es kann ver­ wirrt oder verängs­ tigt reagieren! Wenn es aus dem Tiefschlaf geholt wird, besteht die Gefahr, dass es Mühe hat, wieder einzuschlafen. Tagsüber:

• Wenn das Kind fast jede Nacht schlaf­ wandelt und sich wiederholt in gefähr­ liche Situationen begibt, ist eine Ab­ klärung angebracht. • Dem Kind nicht ver­ heimlichen, dass es schlafwandelt, aber nicht jedes Mal erwähnen, dass es nachts schlafend herumspaziert ist. Das könnte das Kind auf die Dauer verun­ sichern.


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A Brave New Girl

Hobbylos?

Als Kind gehörten Hobbys irgendwie dazu. Wir spielten Fussball oder Klavier, machten uns im Pferdestall nützlich, besuchten einen Mal- oder einen Theaterkurs, waren bei den Pfadfindern dabei. Wir turnten, musizierten und spielten, was das Zeug hielt. Mindestens einmal pro Woche. Wir schlossen Freundschaften, konnten uns abreagieren, lernten etwas fürs Leben und vergassen dabei zumindest zeitweise den langweiligen Schulalltag.

Bild: Andrea Monica Hug

Anne-Sophie Keller (27) glaubt

an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.

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Und heute? Schaue ich mich so um, was die Menschen in meinem Umfeld mit der Zeit nach Feierabend anfangen, sieht die Bilanz recht deprimierend aus: Die meisten gehen nach Hause, sitzen vor dem Bildschirm, bestellen sich etwas beim Pizzakurier und quälen sich vielleicht noch kurz ins Gym. Mehr nicht.

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Neulich fragte ich meine Freunde, was denn aus ihren Kindheitshobbys geworden sei. Die meisten gaben zu, dass das Hobby irgendwann dem Berufsalltag gewichen sei. Kommt erschwerend hinzu, dass auch die Eltern nicht mehr ständig in der Nähe sind, die einen früher daran erinnerten, wie wichtig die Freizeitaktivität ist. Ich hätte da einen Vorschlag: Warum, liebe Leserinnen und Leser, holen Sie nicht mal ihre verstaubte Sportausrüstung aus dem Keller? Oder streunen Sie mit ihrer besten Freundin durch die Wälder, so wie einst! Oder packen Sie doch ihr Musikinstrument wieder aus! In der Schweiz gibt es im Übrigen rund 100 000 Vereine. Daneben bieten sich zig Kurse für so ziemlich alles an – vom Angeln für Neulinge bis hin zu Yoga auf dem Surfbrett. MM

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App-Tipp

Sun Locator

Die Android-App richtet sich an Foto­

Es bleibt abzuwarten, ob die neue Xbox One X den Markt tatsächlich so aufmischt, wie von Microsoft erhofft. Digital

Ein Revolutiönchen

grafen und Filmer, die wissen wollen, wann die Sonne wo steht und wie der Schattenwurf aussieht. Das ist ent­ scheidend, wenn ein Dreh oder Shooting gelingen soll. Die Funk­ tionen sind unter an­ derem über eine Karte mittels 3­D­Sonnenuhr einsehbar. Die kosten­ lose Version der App zeigt den aktuellen Tag an, die Proversion das ganze Jahr. www.migmag.ch/sunlocator

FaceApp

Microsoft will mit seiner neuen Konsole Xbox One X die Konkurrenz überflügeln. Die Vorteile gegenüber dem aktuellen Modell sind aber nicht weltbewegend. Text: Philipp Rüegg

Bild: Christian Petersen/Getty Images

D

ie fast vier Jahre alte Spielekonsole Xbox One von Microsoft erhält ein Update: Sie wird demnächst durch ein Gerät namens Xbox One X abgelöst, das die schnellste Konsole der Welt sein soll und die vierfache Full-HDAuflösung «4K» darstellen kann. 4K ist derzeit das Mass aller Dinge – allerdings noch nicht bei Games. Zwar sind die meisten neuen Fernseher mit 4K-Displays ausgestattet, aber dieses gestochen scharfe Bild konnten bis dato nur die teuersten Computer darstellen. Das soll sich jetzt ändern. Das kann die Konsole

An der Game-Messe E3 in Los Angeles hat Microsoft seine Xbox One X offiziell vorgestellt. In den USA soll die Konsole ab 500 Dollar erhältlich sein. Die Xbox One X steht in direkter Konkurrenz zur Play-

Station 4 Pro von Sony. Microsoft glaubt, die One X biete einen entscheidenden Vorteil: Während die PS4 Pro eine 4K-Auflösung nur mit Einschränkung erreicht, soll die Xbox One X die besonders hohe Auflösung kompromisslos meistern. Spiele sollen damit schärfer und schöner aussehen als je zuvor. Das Ziel ist klar: Die neue Xbox soll Microsofts Rückstand gegenüber Sony wettmachen. Die Frage ist, ob das gelingt. Jedenfalls eilt es: Sony zufolge ist bereits jede fünfte verkaufte PlayStationKonsole eine PS4 Pro. Nur: Gegenüber der bestehenden Konsole Xbox One sind die Vorteile des Nachfolgers überschaubar. Neben der höheren Auflösung und einem UHD-Blu-rayPlayer gibt es keine wesentlichen Unterschiede. Dazu kommt, dass alle Spiele weiterhin für alle XboxOne-Modelle erscheinen werden.

Lohnt sich der Umstieg überhaupt? Für alle, die einen 4K-Fernseher besitzen und Spiele in bester Bildqualität geniessen möchten, schon. Der Unterschied zur normalen Xbox One ist zwar sichtbar, aber nicht gravierend. Zum Vergleich: Der Wechsel vom Fernsehen in Standardqualität auf Full-HD war ein deutlich grösserer Sprung. Eher neue Spiele kaufen

Nichtsdestotrotz soll sich nicht nur das Bild verbessern, sondern auch das Tempo beim Spielen. Und sogar Gamer ohne 4K-Fernseher sollen profitieren. Mehr Details hat Microsoft noch nicht verraten. Es wird sich zeigen, ob die Geschwindigkeit der Konsole ein genügend grosser Kaufanreiz sein wird. Grundsätzlich gilt: Wer bisher nichts an seiner PS4 oder Xbox One auszusetzen hatte, investiert das Geld lieber in neue Spiele. MM

Diese App zaubert auf Knopfdruck ein Lächeln

auf jedes Porträt. Zudem können sich Nutzerinnen und Nutzer älter und jünger machen oder ins andere Geschlecht ver­ wandeln – zumindest optisch. FaceApp bringt wenig praktischen Nutzen, dafür aber viel Unterhaltung. Die App ist für iOS­Geräte gratis. www.migmag.ch/faceapp

Hier schreiben die Experten von Digitec über alles, was die digitale Welt bewegt.


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Migros Bank

Fonds: ausschütten oder reinvestieren? Bei der Auswahl eines Anlagefonds muss ein Anleger viele Entschei­ dungen treffen. Unter anderem muss er sich fragen , ob er in einen thesau­ rierenden oder in einen ausschüt­ tenden Fonds investieren will. Oft­ mals gibt es bei einem Fonds beide Varianten. Doch worin bestehen die Unterschiede?

Thomas Pentsy (50)

ist Markt- und Produktanalyst bei der Migros Bank.

Die Ausschüttungen eines Investmentfonds entsprechen den Er­ trägen, die der Fonds in einem An­ lagejahr erwirtschaftet: Zinsen und Dividenden. Ausschüttende Fonds zahlen diese Erträge an die Fonds­ kunden aus. Thesaurierende Fonds hingegen reinvestieren die Erträge laufend in das Fondsvermögen. Am deutlichsten zeigt sich der Unter­ schied am Tag der Ausschüttung: Bei einem ausschüttenden Fonds ver­ ringert sich an diesem Tag der Kurs des Fondsanteils. Denn durch die Aus­ schüttung reduziert sich das Fonds­ vermögen, was sich in einem tieferen Wert des Fondsanteils zeigt. Bei ei­ nem thesaurierenden Fonds aber bleibt der Preis der Fondsanteile un­ verändert, das heisst, er sinkt nur um den Betrag der Verrechnungssteuer. Durch die Thesaurierung wächst das Fondsvermögen auf lange Sicht

Vermögensentwicklung bei Reinvestition der Zinserträge Startkapital: 10 000 Franken 40 000

■ Verzinsung 0,5% ■ Verzinsung 2,5% ■ Verzinsung 5,0%

30 000 20 000 10 000 0

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18

19 20 21 22 23

24 25

Anlagejahre Quelle: Migros Bank

kräftig. Dieses Wachstum entspricht ungefähr dem Zinseszinseffekt bei Geldanlagen: Je früher man zu sparen beginnt, desto höher wächst das Vermögen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Anleger sich nicht um eine erneute Anlage küm­ mern müssen. Bei der Migros Bank erfolgt sie sogar ohne Kosten für den Fondsanleger. Steuerlich gibt es bei Schweizer Fonds keine Unter­ schiede zwischen den beiden Mo­ dellen. Sowohl die Ausschüttung als auch die Thesaurierung muss in der

Steuererklärung als Einkommen versteuert werden. Nur so erhält der Anleger die 35 Prozent Verrech­ nungssteuer des Ertrags zurück. Bei Vorsorgefonds fällt indes gar keine Verrechnungssteuer an. Die Wahl der Fondsform hängt von den individuellen Bedürfnissen des Bankkunden ab: Wer auf regelmässige Auszahlungen angewiesen ist, setzt eher auf ausschüttende Fonds. Wer Alterskapital ansparen will, wählt besser thesaurierende Fonds. MM

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Kinder

Wenn Berge sich bewegen Im Jura und in den Alpen sehen wir höhere und weniger hohe Berge mit ganz unterschiedlichen Oberflächen. Hast du dich schon mal gefragt, wie diese sogenannten Reliefs entstanden sind? Text: Tania Araman

Europa

1

Sand-/Kalkschichten, die sich zu Stein verfestigen

Afrika

Europa

2

Sedimente lagern sich ab

Europa

Illustration: Jan Kruse

Afrika

Faltung

Afrika Europa

Afrika

4 3

Überschiebung und Hebung

4

So entstehen Berge Die Alpen in Europa, der

Himalaya in Asien oder die Anden in Südamerika – die meisten Bergketten sind durch Bewegungen der Erd­ kruste entstanden. Dazu muss man wissen, dass die Erdoberfläche aus riesigen Platten besteht, den soge­ nannten Kontinentalplatten. Sie fügen sich wie die Teile eines gigantischen Puzzles ineinander und sind ständig in Bewegung. Manchmal ent­ fernen sie sich voneinander,

manchmal bewegen sie sich aufeinander zu. Das geschieht sehr langsam: Pro Jahr sind es nur wenige Zentimeter. Wenn zwei Platten sich

aufeinander zubewegen und zusammenstossen, werden ihre Ränder zu Gebirgen zusammengeschoben, das Gestein wird gefaltet, und schliesslich bildet sich eine Bergkette. Dieser Vorgang vollzieht sich sehr langsam und kann mehrere Millionen Jahre dauern – so lange, wie die Platten sich weiter­ bewegen. Die Entstehung der Alpen begann vor ungefähr 40 Millionen Jahren, als die Eurasische mit der Afrikani­ schen Platte zusammenstiess. Der Mont Blanc, der höchste Berg in den Alpen, wächst noch immer – um einen Milli­ meter pro Jahr. MM

Manchmal kommt es auch vor, dass der Meeresboden

(eine sogenannte ozeanische Platte) sich unter das Festland (kontinentale Platte) schiebt. Dann wird die Festlandplatte zusammengeschoben, sodass sie sich auftürmt. Auf diese Weise sind zum Beispiel die Anden in Südamerika entstanden. Alle diese Gebirge wird es aufgrund der Erosion, der Abtragungen durch Wasser, Schnee und Eis, irgendwann nicht mehr geben. Dafür werden aber wieder neue Gebirge entstehen.

Bild: iStockphoto

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Videos und Anleitungen zu Schattenspielen: www.migmag.ch/ schatten

Silas (11), Sattel SZ

Du hast eine Sonne gemalt. Sie schickt ihr Licht auf die Erde. Nur dort, wo es Lichtquellen gibt, kann es Schatten geben. Licht­ strahlen können zwar in alle Rich­ tungen leuchten, so wie die von deiner Sonne. Jeder einzelne Strahl strahlt in einer geraden Linie. Wenn ihm etwas im Weg steht, macht er keinen Bogen, so, wie es zum Beispiel ein Wasser­ strahl tut. Wenn das Licht auf einen Gegenstand trifft, wird es von diesem «gestoppt». Es gibt eine Ausnahme: Durchsichtige Gegen­

stände wie Fenster lassen Licht durch. Doch bei den anderen Din­ gen fehlt es hinter dem Gegenstand an Licht. Das Fehlen der Strahlen sehen wir als Schatten. Du kannst mit deinen Händen lustige Schattenfiguren machen, wenn du sie vor ein Licht hälst, das eine Wand anleuchtet. Auf unserer Website www.migmag.ch/ schatten findest du Anleitungen dazu. Mit dem Spiel von Licht und Schatten kann man auch faszinie­ rende Schattentheater aufführen.

Es gibt aber Zeiten im Leben, in denen man nicht spielen mag. Wir haben dann genug von all dem Theater um uns herum – und erle­ ben eine Schattenseite des Lebens. Wir sind traurig und müde, fühlen uns so grau wie die Schattenfiguren, die du gemalt hast. Dann erinnern wir uns: Schatten gibt es nur dort, wo es Licht gibt. Wenn wir uns fragen, was diesem Licht im Weg steht, finden wir vielleicht ein Hin­ dernis. Und wenn es uns gelingt, dieses wegzuräumen, lösen sich die Schatten auf. MM

Eine Mutter erklärt die Welt:

Journalistin Gabriela Bonin (50) beantwortet Kinderfragen.

KREUZWORTRÄTSEL

R ätsels pass WER LEBT WO?

Natürlich gibt es spannende Tiere, die man zu Hause haben kann. Damit sie sich wohlfühlen, brauchen sie eine angepasste Umgebung. Weisst du, welches der drei Tiere in welche Umgebung gehört?

Kennst du dich aus in der Natur? Zeig, was für ein Profi du bist, und löse dieses Rätsel! Lösungswort

rote Beerenfrucht Tier mit langen Ohren

C

Schalentier am Strand

1

Esskastanien

2

Bienengeräusch starker Wind

A

Nadelbaum

B

3

Lösung: A2, B3, C1

Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs

«dicke» Bienengattung

Lösung: (von oben nach unten) Erdbeere, Hase, Muschel, Marroni, Summ, Sturm, Tanne, Ameise, Hummel, Lösungswort: Baumstamm.

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fleissiges Insekt

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Auto

Das Infotainment «Wir lieben die Soundanlage. Sie führt allerdings schnell dazu, dass man zu laut Musik hört. Für Ivan und Fabian war lustig, dass man zu viert mit dem Grosi telefonieren kann.» Sandra Schwerzmann

Mehr Auto als erwartet Der japanische Kleinwagen Nissan Micra ist ab sofort stylischer, moderner und ein wenig grösser. Besteht er so im Lesertest von Familie Schwerzmann aus Seftigen BE? Text: Timothy Pfannkuchen

D

ieser Kleinwagen hat eine wechselvolle Karriere hinter sich: Der erste Nissan Micra von 1982 war peppig, Nummer zwei ein süsser Frauenliebling. Nummer drei geriet skurril, Nummer vier lieb- und darum erfolglos. Die fünfte Generation gibt sich als modernes Designerstück. Passt das für Familie Schwerzmann? «Wir sind auf der Suche nach einem Auto, das unseren elfjährigen Honda Jazz ersetzt», erklärt Sandra Schwerzmann-Hari (42). Die Familie ist sehr oft unterwegs. Die Mutter wandert und schwimmt Crawl; Roland Schwerzmann (42), Ivan (11) und Fabian (9) spielen Wasserball und Alphorn.

85 g/km CO2

Grenzwert 2017: 118 g/km

Sportlich und bequem

Das Cockpit «Innen ist der Micra sportlich und sehr modern, die Bedienung trotzdem einfach. Die 360-Grad-Kamera ist genial, aber auch ohne meistert man alle Parkplätze.» Sandra Schwerzmann

Bilder: Tomas Wüthrich

Eine aktive Familie mit entsprechendem Platzbedarf. Zum Glück erweist sich der Micra als «viel geräumiger, als sein Name suggeriert», sagt Roland Schwerzmann schmunzelnd (siehe Kasten rechts): «Im Alltag genügt er vollkommen, für Ferienreisen käme eine Dachbox drauf.» «Im Micra machen Fahrten auf Berg­ strassen im Berner Oberland richtig Spass», freut sich Sandra Schwerzmann, Mitarbeiterin beim Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverband SBV. Ebenso viel Lob wie für das Fahrwerk gibt es für den 1,5-Liter-Dieselmotor. «Der Micra fährt sich sehr sportlich und bleibt trotzdem bequem. Und die 90 PS haben genug Kraft. Zwar wäre ein sechster Gang gut, aber auch so ist der Micra sparsam», sagt PostFinance-Kundenberater Roland Schwerzmann. Der Testverbrauch der Familie liegt im Schnitt bei nur 3,6 Liter. Am Ende urteilt Sandra Schwerzmann: «Das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt absolut, und die Familientauglichkeit ist gut.» Roland Schwerzmann fügt an: «Der Micra ist topmodern und kommt bei unserem nächsten Autokauf in die engere Wahl.» MM


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Das Design «Uns gefällt das sportliche Aussendesign samt stark getönter hinterer Scheiben hervorragend. Im Micra macht man auch abends im Ausgang eine super Falle.» Roland Schwerzmann

Haben in einer Woche fast 500 Kilometer mit dem Nissan Micra zurückgelegt: Fabian (9), Ivan (11), Sandra (42) und Roland Schwerzmann (42)

Die Autotest-Familie

Eine Woche lang gratis testen Testen Sie den neuen Suzuki Ignis! Bewerben Sie sich dafür bis zum 27. August 2017 auf www. migmag.ch/autotest. Fahren Sie vom 18. bis 25. September 2017 diesen 4×4-Kleinstwagen. Sie sind mindestens zu dritt und werden im Migros-Magazin vorgestellt. Wir wählen die Familie aus. Steckbrief Suzuki Ignis 4x4

Steckbrief

Nissan Micra 1.5 dCi Antrieb: 1.5-R4-Turbodiesel, 66 kW/90 PS, 220 Nm bei 2000/min, 5-Gang-Schaltung, Frontantrieb Fahrwerte: 0–100 km/h in 11,9 s, Spitze 179 km/h Gewicht: 1140 kg Umweltwerte: Normverbrauch 3,2 l/100 km = 85 g/km CO2, Energie A Preis: ab 18 390 Franken (Basis: Micra 1.0, 71-PS-Benziner, ab 13 890 Franken)

Das Platzangebot «Für vier Meter Länge bietet der Micra überraschend viel Platz und bis zu 1004 Liter Laderaum. Klappen wir einen Rücksitz um, reicht es für vier Passagiere und zwei Alphörner.» Roland Schwerzmann

Antrieb: 1.2-R4-Benziner, 66 kW/90 PS, 5-Gang-Schaltung, Allradantrieb Umweltwerte: Normverbrauch 5,0 l/100 km = 114 g/km CO2, Energie F Preis: ab 17 990 Franken (Basis: Ignis 1.2, 90-PSBenziner mit Frontantrieb, ab 14 990 Franken)


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Leseraktion

Donaudelta, Weltnaturerbe, das Eiserne Tor

Erleben Sie eine Flusskreuzfahrt auf einer der ältesten europäischen Handelsrouten. Die Reise mit Ausflügen nach Bukarest, Budapest und Wien bietet das Reisebüro Mittelthurgau zu einem Sonderpreis an.

G

ibt es eine schönere Art der Entschleunigung als eine gemächliche Fahrt auf einem majestätischen Strom? Das Migros-Magazin und das Reisebüro Mittelthurgau offerieren Ihnen eine zehntägige Traumreise auf der Donau mit dem komfortablen Kreuzfahrtschiff «Excellence Melodia». Die Reise beginnt mit einem Flug nach Rumänien – in die Stadt Tulcea. Gleich nach der Ankunft steht ein erster Ausflug in die Welt des Donaudeltas auf dem Programm. Anschliessend beziehen Sie ihre Kabine an Bord der «Excellence Melodia». Am Morgen des zweiten Tags passiert das Schiff den

Stromkilometer Null der Donau am Schwarzen Meer. Der St.-Georgs-Arm ist mit seinen vielen Windungen der schönste der drei Mündungsarme im Delta. Mit Ausflugsbooten können Sie dieses einzigartige Naturparadies mit seinen weltberühmten Pelikankolonien erkunden. Am dritten Tag besteht die Möglichkeit, das Schiff zu verlassen und mit dem Bus einen Ausflug nach Bukarest zu unternehmen. Die rumänische Hauptstadt wird wegen ihrer Architektur im französischen Stil des 19. Jahrhunderts auch als «Paris des Ostens» bezeichnet. Dort erleben Sie eine Stadtrundfahrt.

Am vierten Tag haben Sie Gelegenheit, Belogradtschik zu besuchen – eine im nordwestlichen Bulgarien gelegene byzantinische Festung aus dem 6. Jahrhundert, die von schroff aufragenden Felsen umgeben ist. Durch die Karpaten nach Belgrad und Novi Sad

Den fünften Tag verbringen Sie an Bord, wenn die «Excellence Melodia» das sogenannte Eiserne Tor, einen der imposantesten Taldurchbrüche in Europa, passiert. Es folgt eine ruhige Stromfahrt durch die Ausläufer der Karpaten, bevor am sechsten Tag Belgrad erreicht wird. Das Strassenbild der serbischen Hauptstadt ist von vielen jungen Menschen


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Von der Mündung am Schwarzen Meer bis nach Wien führt die Donaukreuzfahrt mit der komfortabel ausgestatteten «Excellence Melodia». Zu den landschaft­ lichen Highlights der Reise zählen die Wachau in Niederösterreich (grosses Bild), das «Eiserne Tor» an der rumänisch­ serbischen Grenze (unten) und natürlich das Donaudelta mit seinen einzigartigen Pelikankolonien (ganz unten).

Buchen und profitieren

Ruhige Tage auf der Donau Das Reisebüro Mittel­ thurgau bietet 10 Tage Flussreise inklusive Voll­ pension an Bord sowie An­ und Rückreise per Bus/Flug ab Fr. 1695.–. Inbegriffen ist auch die erfahrene Reiseleitung. Reisedaten 2018: • 20. 4.–29. 4. • 25. 6.–4. 7. • 22. 8.–31. 8. Preise:

geprägt; es herrscht ein Geist des Aufbruchs und Neuanfangs. Nach einer morgendlichen Stadtrundfahrt unternehmen Sie am Nachmittag einen Ausflug in die Universitätsstadt Novi Sad und besuchen das berühmte Kloster Krusedol. Am siebten Tag steht ein Abstecher in die ungarische Stadt Pecs am Fuss des MecsekGebirges nahe der kroatischen Grenze auf dem Programm. Zahlreiche Baudenkmäler verleihen dem Ort ein mediterranes Flair.

schen Bauten wie dem Parlamentsgebäude, der Kettenbrücke und der Fischerbastei. «Servus in Wien!» lautet das Motto am neunten Tag der Reise. Auf einer Stadtrundfahrt besuchen Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und können sich vom legendären Charme der Donaumetropole verzaubern lassen, bevor es tags darauf mit dem Bus von Wien aus zurück in die Schweiz geht. Sicher werden Sie von dieser Flusskreuzfahrt viele schöne Eindrücke bewahren. MM

Historische Pracht im Überfluss

Diverse Ausflüge sind im sogenannten Ausflugspaket inbegriffen. Es kann nur im Voraus gebucht werden. Sie sparen in diesem Fall mindestens 20 Prozent. Einzeln lassen sich die Ausflüge an Bord buchen.

Am achten Tag trifft das Schiff in Budapest ein. Eine Rundfahrt bringt Sie zu histori-

Bilder: Thanks4foto@yahoo.com, PD (2)

200 Franken Rabatt pro Reiseteilnehmer

Deluxe Hauptdeck Fr. 1995.–, Standard Mitteldeck Fr. 2495.–, Deluxe Mitteldeck Fr. 2895.–, Standard Oberdeck Fr. 2995.–, Deluxe Oberdeck Fr. 3495.– Zuschläge: Ausflugs­ paket mit 7 Ausflügen Fr. 232.–, Alleinbenüt­ zung auf Anfrage, Königsklasse­Luxusbus Fr. 345.– Inbegriffen: Flug mit Edelweiss Zürich–Tulcea, Busrückreise ab Wien, Excellence­Flussreise, Vollpension an Bord, Mittelthurgau­Reise­ leitung Nicht inbegriffen: Auftragspauschale pro Person Fr. 20.–, Persönliche Auslagen, Getränke, Trinkgelder, Annullations­ und Rückreiseversicherung Ausstiegsorte Bus: Wil, Winterthur­ Wiesendangen, Zürich­Flughafen, Baden­Rütihof, Aarau, Pratteln, Basel, Burgdorf Buchungen: www.mittelthurgau.ch (Buchungscode: emtul1) oder Tel. 071 626 85 85


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LEBEN | MM34, 21.8.2017

105

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wenn man Geld sinnlos ausgibt, dann wirft man es … hinaus. O zum Fenster

M zum Tor

G zur Türe

2. Wie heisst eine Pflanze aus den Tropen? R Ingwas

E

Ingwo

Z

Ingwer

S

Drossel

3. Wie nennt sich ein legendäres Menü der Schweizer Armee? O Spatz

I

Nachtigall

So nehmen Sie teil

4. Wo beginnt der Gottfried-Keller-Dichterweg? R Zürich

N Glattfelden

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 27.8.2017, 24 Uhr

A Rüti

5. Wie heisst das Schweizer Popduo Lo & Leduc mit Vornamen? I

Lothar & Lucas

S

Loris & Luis

W Lorenz & Luc

6. Aus wie vielen Musikwerken ist ein Potpourri mindestens zusammengesetzt? E

drei

U fünf

A neun

7. Wie nennt man die Erprobung und Abnahme einer Eisenbahnbrücke? L

Inkrimination

S

Inauguration

R Kollaudation

8. Welches Tier ist nach dem ehemaligen US-Präsidenten Georg. W. Bush benannt? N Faultier

T

Schwammkugelkäfer

G Schnecke

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Auflösung Nr. 33: TORLINIE

Gewinner Nr. 32: Michele Hänggi, Nunningen SO; Ursula Kissling, Heimberg BE; Margrit Madörin, Basel

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1 2 4 3

Auflösung Nr. 33: PANNE Gewinner Nr. 32: Rösli Wirz, Villnachern AG; Veronika Hug, Galgenen SZ; Rita Ammann, St. Gallen

S

5

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Lösungswort: 1

2

3

4

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LEBEN | MM34, 21.8.2017

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 33: 946

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Gewinner Nr. 32: Christel Hoff, Genthod GE; Rolf Ritter, Lupsingen BL; Ricardo Cachulo, Aigle VD; Corinne Blanco, Vendlincourt JU; Erika Brunschweiler, Ennenda GL

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

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Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 2 5 3 3 Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden 2 1 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 3 3 3 2 und mehr als zwei Linien.

Auflösung Nr. 33:

3 3 3

2 3 2

4 3 3

3 1 2

3

4 3 2

3 3 4

2 2 3

2 1 2

2 3 4 2

Auflösung Nr. 33: 1

2 3

3 3

1 3 3

1

3 2

3 2 5

2

4

3

3

1 3

5 2

2

1

4

2

1

3

2 2

2 1

4 2

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Yvette Hettinger (Koordinatorin Leben), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Elena Bernasconi, Reto Meisser

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Dora Horvath, Melanie Michael, Fatima Nezirevic, Angela Obrist, Kian Ramezani, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Alina Bühler, Rea Tschumi

Layout: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Werner Gämperli, Saskia Goslings, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Stefania Nicolini Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Laetitia Dürst, Aisha Kaufmann Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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MM34, 21.8.2017 | LEBEN

2 4

5

1

Meine Welt

«Den Scherrer hört man nicht nur, den riecht man auch»

Mit dem «Samschtig-Jass» übernimmt Reto Scherrer die dienstälteste europäische TV-Unterhaltungsshow. Auch privat spielt Tradition für den Thurgauer Moderator eine grosse Rolle. Text: Lukas Rüttimann Bilder: René Ruis

Meine Uhr

«Diese Uhr besitze ich seit meinem 14. oder 15. Lebensjahr. Ich habe sie jemandem in einer Bar für 1500 Franken abgekauft. Ich trage sie jeden Tag.»


LEBEN | MM34, 21.8.2017

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1 Mein besonderer Ort «Mein Vater

nennt es Lusthäuschen, als Kind verstand ich das nicht. Ich bin kein spiritueller Mensch, aber der von Reben überwucherte Pavillon in Weinfelden gibt mir etwas. Zwei Stunden hier, ohne Telefon, ohne nichts – wunderbar.» 2 Meine Freunde «Das bin ich mit

meinen fünf besten Freunden anlässlich der Hochzeit von Stefan Knill. Ich kenne diese Jungs seit eh und je.» 3 Mein Wein «Dieser Wein stammt von

Reben, die ich gemeinsam mit meinem Vater angepflanzt habe. Der Rebberg

3

Name Reto Scherrer (41) Sternzeichen Schütze Lebenslauf «Ich bin in Weinfelden TG

geboren und am Stammtisch im Gasthaus meiner Eltern aufgewachsen. Als Wirtesohn habe ich kein besonderes Showtalent in die Wiege gelegt bekommen. Ich habe das KV abgeschlossen, wollte aber schon immer zum Radio. Schon als Kind bespielte ich Kassetten. Über Radio Thurgau und Radio Top bin ich zu SRF 1 gekommen. Ich bin definitiv ein Mann des Wortes: Ich höre fast keine Musik, nur Wortsendungen. Heute arbeite ich zu je 40 Prozent für das Radio und das Schweizer Fernsehen, unter anderem beim ‹Donnschtig-Jass› mit Roman Kilchsperger. Nun übernehme ich den ‹Samschtig-Jass›. An meinem freien Tag passe ich auf die Kinder auf – bald sind es drei.» 6

gehört zum Gasthaus zur Rebe in Weinfelden. Meine Familie führt es in der zehnten Generation. Seit Kindesbeinen bin ich jedes Jahr beim ‹Wümmen› dabei.»

Bild: Oscar Alessio/SRF

4 Mein Ehering «Ich habe 2009 geheiratet. Meine Frau Melanie kann gut mit meiner Bekanntheit umgehen. Sie holt mich auch auf den Boden zurück. Dann sagt sie: ‹Du bist jetzt nicht beim TV›.»

Mein Lieblingsprodukt «Wir brauchen die Tüchlein nicht als Windeleinlagen, sondern nutzen sie mit etwas Wasser als Feuchttücher für die Kinder. Richtige Feuchttücher sind uns eher unangenehm.»

5 Mein Parfüm «Mein Duft stammt vom US-Label Abercrombie & Fitch. Bei der Arbeit heisst es: ‹Den Scherrer hört man nicht nur, den riecht man auch.› Manchmal trage ich etwas zu viel davon auf.» 6 Mein Radio «Das ist das Radio meiner Grossmutter; es hat Jahrgang 1942. Man

glaubt es kaum: Es ist neben dem Badezimmerempfänger das einzige Radio in unserem Haushalt. Dabei ist das Radiomachen meine Leidenschaft.» MM


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