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Migros-Magazin-33-2026-d-AA

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Ausgabe Aare, Post CH AG, AZA 1953 Response Zentral

Migros-Magazin #33 | migros.ch/magazin | 12. August 2026

Znüni bringts: Ein cleverer Spickzettel → Seite 24

Wasserratten

Foto: Julius Hatt

Eintauchen und abkühlen – warum uns Schwimmen so viel bedeutet → Seite 38 Linsenwahrheit: Diese Rezepte können mehr als Eintopf

Sammelaktion: Die Mimigs der Migros für die Toniebox

Montagsblues: So startest du gut in die Woche

→ Seite 20

→ Seite 14

→ Seite 19

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: genossenschaftsregister@migrosaare.ch


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INHALT 7

13. 8. – 19.

Migros-Magazin

Editorial

12. August 2026

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10 Wo unser Bildungssystem noch nachsitzen muss

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Mello hat uns was zu sagen

14 Zu Besuch im Tonstudio, wo die Mimigs ein ­Hörspiel aufnehmen

Leben De Gigi vo de Migros

36 Wie Roboter Gigi lernt, uns beim Einkaufen zu helfen

Ratgeber Monday, Bloody Monday

19 Durchhänger am Wochenanfang? So überwindest du den Montagsblues Genuss Klein, aber oho

20 Bei uns kommen Linsen und Co. gross raus Die Guten ins Böxchen

24 Schmackhafte Snacks für die Znünibox Schmetterlingsgefühle

Fotos: Migusto, Fabienne Bühler

27 Ein ganzes Poulet auf dem ­Grill zuzubereiten, gilt als Königsdisziplin – so klappts

Ich geh dann mal baden

38 Drei Wasserratten über ihre Liebe fürs Schwimmen

Meine Region

Kolumne

29 Aktionen, Storys, News, kompakt verpackt

Unsere Linsenwahrheiten

Hülsenfrüchte sind nur top im Eintopf? Von wegen! Wir überlassen Bohnen, Linsen und Co. die Hauptrolle. S. 20

43 Katja Fischer De Santi und die Bildschirmzeit 44 Rätsel 47 Schlussgang

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EDITORIAL

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen ­Kapitals, Organ des­Migros-­ Genossenschafts-Bundes (MGB) ONLINE: migros.ch/magazin ADRESSE: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich TELEFON: 0800 840 848 KONTAKT: migmag.ch/leser HERAUSGEBER: MGB CHEFREDAKTORIN:

Sabine Eva Wittwer AUFLAGE: 1 314 143 Ex. (Wemf, Auflagenbulletin 2025) LESERSCHAFT: 2 179 000 (Wemf, MACH Basic 2026-1) ABONNEMENTE: migmag.ch/abo TELEFON: 058 577 13 00*

Ausführliches Impressum auf migmag.ch/impressum M-INFOLINE: TELEFON: 0800 840 848 CUMULUS-INFOLINE: TELEFON: 0848 850 848*

Foto: Nik Hunger

* 8 Rp./Min. aus dem Schweizer Festnetz

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Liebe Leserin, lieber Leser Als kleines Mädchen war ich ein absoluter Hörspielfan. Meine Favoriten waren über Jahre die Kassetten von «TKKG» und «Fünf Freunde». Ich habe sie mit Freunden auf dem Pausenplatz getauscht, kopiert und mühsam mein Sackgeld für die neuesten Folgen zusammengekratzt. Den gruselig-spannenden Geschichten lauschte ich besonders gern zum Einschlafen – mit der ­Bett­decke bis zur Nasenspitze hochgezogen, aus Angst, der Bösewicht könnte plötzlich unter der Matratze hervorkriechen. Es war wunderbar! Ich gebe zu: Kinderhörspiele begeistern mich noch immer. Kürzlich konnte ich in München bei den Aufnahmen der neuen Mimigs-Hörspiele ­dabei sein. Unsere sechs Superhelden gibt es ab sofort als Pocket-Tonies für die beliebte Toniebox, exklusiv im Rahmen der neuen Migros-Sammelaktion. Dabei habe ich hautnah miterlebt, wie die Abenteuer entstehen und was hinter den Kulis­sen passiert (ab Seite 14). Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und ganz viel Erfolg beim Stickersammeln!

Edita Dizdar Redaktorin

Apro S am

pos

meln

Beliebteste Sammelobjekte Weltweit sammeln rund 48 Millionen Menschen Briefmarken. Auf Platz zwei schaffen es Münzen mit 45 Millio­nen Sammlern, ge folgt von Sammelkarten mit 40 Millionen. Älteste Kunstsammlung Das Kunstmuseum Basel besitzt die älteste öffentliche Kunst­ sammlung der Welt. Diese umfasst Werke vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart. Erste Migros-Mania Die erste ManiaSammelaktion hat die Migros vom 1. Juli bis 30. September 2008 lanciert: die LilibiggsMurmel-Mania.


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AKTUELL Kurz und gut

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Der Podcast «HERcules» von Activ Fitness räumt mit dem Klischee auf, dass Krafttraining mit schweren Gewichten nichts für Frauen sei. Jede Woche gibts eine neue Folge mit Tipps von Ärztinnen, Trainern und Ernährungsberaterinnen, wie frau Muskeln aufbaut. Jetzt gratis anhören:

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AKTUELL

9

Kurz und gut

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1986 bekam der Ice Tea Lemon Konkurrenz von der Pfirsich-Variante. ­Eines haben beide Eistees bis heute ­gemeinsam: Sie ­werden aus Teeblättern aufgebrüht. Neu gibts den Pfirsich-Eistee auch in ­ einer Energy-Variante – mit Koffein und ­Guaranaextrakt.

Online-Leitfaden

Au-Pairs fair behandeln Gastfamilien von Au-Pairs sollten wissen, welche Rechte ihre jungen Besucherinnen und Besucher aus einer fremden Sprach­region haben. So darf etwa ihre Wochenarbeitszeit nicht mehr als 30 Stunden betragen. Die Klubschule Migros bietet dazu einen nützlichen Online-Leitfaden – und natürlich auch viele Sprachkurse, von denen Au-Pairs profitieren. Mehr Infos:

Frage & Antwort

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AKTUELL Foto: Getty Images

Schule

«Unser Bildungssystem hat ein Problem» Mit dem Schulstart beginnt für Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Erziehungswissenschaftlerin Katharina Maag Merki spricht über Benachteiligung, Chancen und den Einfluss des Elternhauses. Text: Christina Noli

Katharina Maag Merki, wir erzählen uns gern, in der Schweiz hätte jedes Kind die gleichen Chancen. Eine Illusion?

Chancengleichheit existiert vor allem auf dem Papier. Doch unser Bildungssystem hat ein grundlegendes Problem. Die grösste Hürde ist die frühe Einteilung in verschie­ dene Leistungsniveaus nach der sechsten Klasse. Je früher selektioniert wird, desto stärker entscheidet das Elternhaus und die damit verbundene Unterstützung über den Bildungsweg. Selbst bei identischer Leistung haben nicht alle Kinder die gleichen Chancen?

Korrekt. Bei gleicher Leistung und Motiva­ tion hat das Kind aus der bildungsnahen Familie trotzdem bessere Chancen. Denn Lehrpersonen überlegen sich bei Selektions­ entscheiden oft, ob ein Kind zu Hause ge­ nügend Unterstützung erhält, um beispiels­ weise die Sek A oder das Gymnasium – oft ein Familienprojekt – zu schaffen. Da mani­ festiert sich diese Ungleichheit am deut­ lichsten, mit Folgen weit über die obligatori­ sche Schulzeit hinaus. Das heisst: Das Potenzial eines Kindes entscheidet nicht allein über seine Zukunft.

Der soziale Hintergrund spielt eine grössere Rolle, als viele annehmen. Kinder aus bildungsnahen Familien besuchen häufiger

Kitas, Spielgruppen oder Förderangebote, später setzt sich diese Ungleichheit fort. Wie viel Bildungsgerechtigkeit kann Schule überhaupt schaffen?

Schule kann gesellschaftliche Ungleich­ heiten nicht allein überwinden. Bildungs­ chancen entstehen nicht von selbst, sie ­resultieren aus bildungspolitischen Weichenstellungen, guten Schulen und einem Sys­ tem, das Kindern Zeit gibt, ihr Potenzial zu entfalten – und Förderung über Selektion stellt. Gleichzeitig werden Schule und Un­ terricht anspruchsvoller, wenn viele Kinder aus bildungsfernen oder sozial benachteilig­ ten Familien dieselbe Schule besuchen. Des­ halb braucht es ausgewogen zusammenge­ setzte Schulen – und dort, wo das aufgrund der sozialen Struktur nicht möglich ist, Un­ terstützung und politische Lösungen. Viele Familien erleben den Übertritt als grossen Stress. Entscheidet sich mit zwölf Jahren tatsächlich schon die Zukunft eines Kindes?

Die Einteilung in der Sekundarstufe I stellt tatsächlich die Weichen bis ins Berufsleben. Der psychologische Druck auf Kinder ist mit 11, 12 Jahren sehr hoch. Erfahrungen aus Kanada oder Dänemark zeigen, dass eine spätere Selektion gerechter ist: Das Poten­ Fortsetzung auf Seite 13


AKTUELL

11

Schule

Schule in Zahlen

95 %

aller Kinder und Jugendlichen in der Schweiz besuchen eine öffentliche Schule.

Rund 99 000 Lehrkräfte unterrichten vom Kindergärtler bis zur Schulabgängerin in öffentlichen Schulen.

Rund 1 Million

Schülerinnen und Schüler besuchen die öffentliche Schule.

25 %

der Schüler und Schülerinnen erreichen am Ende der Volksschule beim Lesen die Mindestkompetenzen nicht.

34 %

aller Schülerinnen und Schüler besuchen eine Schule, deren Schulleitung in der PISA-Studie von 2022 angab, dass der Lehrpersonenmangel den Unterricht beeinträchtigt.

2032

soll der Lehrpersonenmangel in der ganzen Schweiz nahezu behoben sein – das schätzt das Bundesamt für Statistik.

Die Weichen ins Berufsleben werden früh gestellt, der Druck auf die Kinder ist hoch.


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AKTUELL

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Schule

Fortsetzung von Seite 11

zial der Jugendlichen entfaltet sich klarer, der Einfluss des Elternhauses wird kleiner. Übrigens senkt sich das Leistungsniveau nicht, wenn die Kinder nach der Primarstufe weiter gemeinsam zur Schule gehen, statt nach Leistungsniveaus getrennt. Ich würde deshalb den Zeitpunkt der Selektion definitiv nach hinten schieben, ans Ende der Sekundarschule. Das dürfte nicht so schnell passieren. Wie kann man Kindern den Übergang erleichtern?

Es ist wichtig, dass Lehrpersonen, Eltern und Kinder gemeinsam überlegen, welcher Weg zu den Fähigkeiten und Wünschen des Kindes passt, und die verschiedenen Optionen diskutieren. Eltern sollten für verschiedene Wege offen sein und ihren Kindern versichern, dass dieser Entscheid keinen Einfluss auf die Beziehung hat.

«Ich würde den Zeitpunkt der ­Selektion nach hinten schieben, ans Ende der ­Sekundarschule.» Katharina Maag Merki

Trotz Fördermassnahmen erreicht jedes vierte Kind bis zum Ende der Volksschule die Mindestkompetenzen nicht. Ein Armutszeugnis.

Foto: Désirée Good

Bildungspolitik und Schulen. Lesen, Schreiben und Rechnen gehören zu ihrem Kernauftrag. Deshalb sind ein späterer Selektionszeitpunkt und gute Schulen entscheidend.

Nein. Das integrative Schulmodell ist nicht gescheitert, aber eine Herausforderung, die gemeinsam bewältigt werden muss. Die Rückkehr zu Förder- oder Sonderklassen wäre ein klarer Rückschritt und würde die Bildungsbenachteiligung verschärfen, was nicht das Ziel eines guten Bildungssystems sein kann.

Wir diskutieren oft über Probleme statt über Lösungen. Schon im Kindergarten unterscheiden sich Kinder in ihrer Entwicklung. Wichtig ist, dass die Qualität des Unterrichts den unterschiedlichen Lernniveaus gerecht wird und Kinder Feedback erhalten, das ihnen in ihren Entwicklungen hilft. Noten tun dies nicht. Das braucht genügend Ressourcen und die Fähigkeit, die Qualität von Schule und Unterricht so weiterzuentwickeln, dass sowohl individuelles als auch gemeinschaftliches Lernen gelingt. Dass dies funktioniert, wissen wir aus der Forschung schon lange, wir müssen diese Erkenntnisse nur konsequenter umsetzen.

Diese werden nur selten genutzt. Weniger als zehn Prozent schaffen es nach einer Berufslehre über Berufsmaturität und Passerelle an eine Universität. Durchlässigkeit besteht am ehesten innerhalb des beruflichen Bildungswegs.

Das klingt nach einem Versagen des Systems. Wer trägt die Verantwortung?

Viele Lehrpersonen kommen heute an ihre Grenzen. Ist die integrative Schule gescheitert?

Aktuell rumpelt es an den Schulen. Liegt das an den unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder, an Jahrgangsklassen oder am Notensystem?

Aber stehen jungen Menschen später nicht immer noch alle Möglichkeiten offen?

Diese Zahlen sind alarmierend. Wenn Kinder Schwierigkeiten entwickeln und diese im Lauf der Schulzeit nicht überwinden, fehlt ihnen das Fundament für alles Weitere. Und mit jeder negativen Lernerfahrung wächst die Frustration. Das Resultat: eine Spirale aus Misserfolg und Demotivation.

Der Austausch unter Lehrper­sonen unterstützt Kinder nachweislich erfolgreicher.

Welche Reformen müssen wir heute anpacken, damit unsere Schule in zehn Jahren gerechter ist?

Katharina Maag Merki (62) ist Professorin für Erziehungswissenschaft an der Universität Zürich. Die ehemalige Primarlehrerin forscht seit vielen Jahren zu Schulentwicklung, Bildungsqualität und Bildungsbenachteiligung.

Die Einteilung in Leistungsniveaus ans Ende der Sekundarschule schieben, die Frühförderung stärken und die Qualität der Schulen weiterentwickeln. Zum Beispiel, indem die Schulen ihre Routinen kontinuierlich überprüfen und dort, wo sie einzelne Kinder benachteiligen, die Routinen anpassen. So würden die familiären Voraussetzungen den Bildungsweg deutlich weniger prägen und jedes Kind hätte genügend Zeit und Unterstützung, sein Potenzial zu entfalten – unabhängig davon, wie und wo es aufwächst.


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AKTUELL Kinder

Sprecher Marco Montemarano lebt am Mikrofon voll mit – nur so wirkt Mimig Mello im Hörspiel echt.

Wie Mello

sprechen lernt Aus den Mimigs werden Hörspielhelden: Die neue Sammelaktion der Migros bringt sechs Geschichten für die Toniebox. Ein Besuch im Tonstudio, wo Mello und seine Freunde ihre Stimmen bekommen. Text: Edita Dizdar

Fotos: Simon Koy

«Piep! Piep! Piep!» Die Aufnahme läuft. Marco Montemarano spricht ins Mikrofon, auf dem Tisch liegt sein Text, um ihn herum stehen schallschluckende Stellwände. Es ist heiss in der Kabine, doch eine Klima­ anlage gibt es nicht. Ihr Surren wäre auf der Aufnahme zu hören – also lieber schwitzen. «Versuch es nochmals mit mehr Hektik!», tönt es aus der Regie. «Da muss mehr Ver­ rücktheit rein!» Der Sprecher nickt. Er spricht den Satz erneut ein und gestikuliert dabei wild. Produzent Toni Nirschl hört auf­ merksam zu, überlegt, schiebt auf dem rie­ sigen Mischpult Regler vor und zurück, dreht an Knöpfen und klickt in die Tonspur, um sie nochmals abzuspielen. Dann ertönen


AKTUELL

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Kinder

Mindestens 10 Stunden dauern die Aufnahmen für 40 Minuten Hörspiel.

Jetzt Sticker sammeln für 6 TonieboxHörspiele

Illustration: © Copyright 2026 Migros-Genossenschafts-Bund

ut g t s i Melalount undig gel nswürd liebe wieder die drei Pieptöne, es gibt noch einen Versuch. Schliesslich sollen Betonung, Tempo und Stimmung im Endergebnis perfekt sein. Sechs Helden, sechs Geschichten

An diesem heissen Sommertag wird im Ton­ studio Plan 1 in München Mellos Geschichte auf Italienisch aufgenommen. Mello ist der gutmütige Hund aus der Welt der sechs Mi­ gros-Superhelden Mimigs. Grund ist die aktuelle Sammelaktion. Im Rahmen dieser Aktion gibt es sechs Hörgeschichten für die Tonie­ box. Die Mimigs-Abenteuer sind in enger Zusammenarbeit mit Tonies, den Machern der beliebten Toniebox, entstanden. Das Be­ sondere: Jede Geschichte ist auf Schweizer­

deutsch, Französisch oder Italienisch hör­ bar. Für diese exklusive Partnerschaft mit der ­Migros hat Tonies sein Port­folio erwei­ tert und kann so die Hörspiele in drei Schweizer Landessprachen anbieten. Seit Monaten wird dafür fleissig auf­genommen, geschnitten und arrangiert. Der Profi mit Hundestimme

Marco Montemarano, auch Romanautor und Übersetzer, wusste beim Casting nur, dass er einen Hund sprechen würde. Also erfand er die dazu passende Stimme, sprach vor und bekam prompt die Zusage. «Es war, als würde mich Mello zu sich rufen», erzählt der gebürtige Römer, der seit über 30 Jahren in

Vom 6. August bis 16. Sep­ tember erhältst du pro 20 Franken Einkaufswert einen Sticker. Diesen gibt es entweder fürs gedruckte Sammelheft oder als digita­ len Stempel in deiner Mi­ gros-App. Wichtig ist, dass du dich vor der Sammelak­ tion für eine der beiden Varianten entscheidest, denn die Stickers und Stem­ pel lassen sich nicht zusam­ menführen. Volle Sammel­ karten mit 15 Stickern tauschst du bis 23. Septem­ ber gegen einen von sechs Mimigs Pocket Tonies für die Toniebox ein. Eine Toniebox ist essen­ ziell, um die Geschichten zu hören. Während der Sam­ melaktion gibt es die Tonie­ box 2 in der Farbe Meeres­ grün zum Vorteilspreis von Fr. 109.90 (mit digitalem Famigros-Coupon Fr. 79.90). Eine Mimigs-Hülle gibt es gratis dazu. Alle sechs Hörspiele sind in Mundart, Französisch und Italie­ nisch verfügbar. In der Tonies-App lässt sich die Sprache kinderleicht wechseln. Weitere Infos:

→ migros.ch/storymania

Fortsetzung auf Seite 17


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AKTUELL

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Kinder

Geschichten für die Ohren erleben gerade bei Kindern eine Renaissance. Fachleute sehen in ihnen eine Medienform, die das Sprachverständnis und die Konzentration fördern sowie die kindliche Fantasie an­ regen kann.

Fortsetzung von Seite 15 Deutschland lebt. Dass er einmal einem Vierbeiner Leben einhauchen würde, hätte er nie gedacht. «Ich bin eher der Katzentyp», sagt Montemarano und lacht. Für ein Hörspiel von rund 40 Minuten werden gut 10 Stunden aufgenommen – ­vo­rausgesetzt, man kennt die Rolle gut. Ansonsten könne es auch doppelt so lange ­dauern, sagt der Profi am Mikrofon. Seine Sprecherkarriere begann der 64-Jährige beim Bayerischen Rundfunk, bis heute folgten Werbespots, Industriefilme und zahl­ reiche andere Sprechrollen. Mello sei liebenswert und gut gelaunt. «Er übernimmt oft die Rolle desjenigen, der Ruhe in eine Situation bringt.» Genau das muss Montemarano mit seiner Stimme vermitteln. Deshalb wurde sie während der Aufnahmen noch leicht angepasst und ist nun etwas tiefer, etwas ruhiger.   In einer zunehmend digitalen Welt ist die seit 2016 erhältliche Toniebox eine beliebte Hörspielalternative ohne Bildschirm.

20

Auf ins Abenteuer!

«Die ­Geschichten ­vermitteln Werte, aber nie mit ­erhobenem ­Zeigefinger.» Marco Montemarano, Sprecher von Mello

Die sechs Mimigs-Geschichten nehmen Gross und Klein mit auf ein Abenteuer. Sie sind spannend und modern, spielen in verschiedenen Welten und beinhalten fantastische Elemente: Mello geht auf Schatzsuche, Miguel rettet den Wald, Millie stellt sich einem Tüftel-Duell, Malva macht Jagd auf Taschendiebe, Melba kämpft um einen Spielplatz, und Mike macht mit bei der Insel-Olympiade. «Es geht um Freundschaft, Akzeptanz und Zusammenhalt. Die Geschichten vermitteln Werte, aber nie mit erhobenem Zeigefinger», fasst Marco Montemarano zusammen. Im Studio läuft der nächste Take. Der Sprecher fragt: «Soll ich ein bisschen hecheln? Ich habe schon lange nicht mehr gehechelt!» Dann folgen wieder drei Pieptöne – und Mello erwacht erneut zum Leben.

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RATGEBER

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Gesundheit

Lässt sich der Montagsblues nachweisen?

Stimmungstief, Motivations­ schwierigkeiten und schlechte Leistung am Montagmorgen: Das sind Mythen rund um den Montagsblues. Es gibt ihn aber tatsächlich: Arbeitspsychologe Oliver Weigelt und seine ­Kollegen fanden 2021 heraus, dass die Vitalität übers Wochen­ ende zunehmend ansteigt. Am Montag fällt sie ab und ver­ weilt bis Donnerstag unge­ fähr auf dem Montagslevel. Erst am Freitag nimmt die Energie wieder zu – man spricht auch vom «Thank God it’s Friday»-Effekt. Der Vitali­ tätsmangel ist also kein Kenn­ zeichen allein für den Montag – er dauert bis Donnerstag.

Welche Rolle spielt der Job?

Wertschätzung und sinnvolle Aufgaben könnten dazu bei­ tragen, dass Mitarbeitende mit mehr Energie in die Woche ­starteten, so Nicola Jacobshagen von der Universität Bern. «Stress muss nicht immer Hek­ tik und Termindruck bedeuten. Er kann sich auch subtil und fein durch die Missachtung des Selbstwerts einschleichen», sagt die Arbeitspsycholo­ gin. Etwa durch als sinn­ los empfundene Aufga­ ben. Als Beispiel nennt sie Berichte schreiben, die niemand liest, sowie unnötige ­administrative Aufgaben.

Was macht den ­Montag so besonders?

Der Wochenstart weist tatsäch­ lich Besonderheiten auf. Das belegen Forschende aus Irland und Schottland. Sie stellten bei mehr als 10 000 Herzinfarkt-­ Patienten fest, dass schwere Herzinfarkte am Montag rund 13 Prozent häufiger auftreten als an anderen Wochentagen. Zudem dokumentieren arbeits­ psychologische Studien seit Jahren einen sogenannten ­ Monday Effect: Arbeitsunfälle ­häufen sich besonders am ­Montagmorgen.

Foto: Getty Images

Was hat der Schlaf ­damit zu tun?

Forschende gehen davon aus, dass viele Menschen am Wo­ chenende aus ihrem gewohnten Schlafrhythmus ausbrechen, sei es, weil sie später ins Bett gehen oder länger ausschlafen. Es entsteht ein Minijetlag. Klin­ gelt am Montag der Wecker früh am Morgen, wirkt das Schlafhormon Melatonin noch immer im Körper und drückt auf die Stimmung.

So gelingt der ­Wochenstart

1 Sich freuen auf das, was

Immer wieder

montags … … kommt der Blues. Warum das so ist und wie du das lästige Energietief nach dem Wochenende überwindest. Text: Silvia Schütz

einen am Montag erwartet.

2 Bereite den Montag im Büro bereits vor dem Wochenende vor. Plane und notiere dir, was am Montag ansteht.

3 Erledige am Montag

­Ar­beiten, die du gern machst.

4 Am Sonntag nicht zu spät ins Bett gehen.

5 Wenn es dein Arbeitgeber erlaubt, starte am Montag etwas später.

6 Plane für Montagabend

etwas, worauf du dich freust: ein schönes Abend­essen mit Freunden, eine F ­ ahrradtour mit Picknick im Freien oder einen ausgiebigen Spaziergang.


20

GENUSS Hülsenfrüchte

Kleine Perlen, grosser Auftritt Unsere Linsenwahrheit: Hülsenfrüchte können mehr als Eintopf. Wir liefern den Beweis mit Rezepten, die Bohnen und Co. ins Rampenlicht stellen. Text: Claudia Schmidt


GENUSS

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Hülsenfrüchte

Pitabrot mit ­Kräutercreme und Kichererbsen Kleine Mahlzeit für 4 Personen

Linsen mit Ricotta So schmecken grüne ­Linsen besonders fein: Die Hülsenfrüchte wer­ den gekocht, mit Spinat gemischt und mit Peperoncini-Kapern-Öl und Ricotta serviert.

1 Dose Kichererbsen à 400 g, abgetropft 250 g 2 Bund Kräuter, z. B. Koriander, Petersilie 2 EL Joghurt nature 140 g Frischkäse Salz, Pfeffer 1 rote Zwiebel 2 Knoblauchzehen 1 Peperoncino 4 Pitabrote 4 EL Olivenöl 1 TL Kurkuma 1 TL gemahlener Kreuz­kümmel oder gemörserte Kreuzkümmelsamen 1 Limette 1. Kichererbsen durch ein

S­ieb abgiessen. Abspülen und abtropfen lassen.

ch r u d l a m Sags Blume! die

2. Einige Zweige Kräuter bei­

seitestellen. Restliche Kräuter mit Joghurt pürieren. Mit Frischkäse verrühren. Kräuter­ creme mit Salz und Pfeffer ­abschmecken, beiseitestellen.

Blumenkohlsteaks mit Bohnenpüree und Tofu-Crumble Vegan, laktosefrei, gluten­ frei: Gebratene Blumen­ kohlscheiben auf Bohnen­ püree mit knusprigem Tofu sind ein köstliches Hauptgericht.

3. Zwiebel in feine Ringe

s­ chneiden. Knoblauch hacken. Peperoncino entkernen und in Streifen schneiden. 4. Bratpfanne ohne Fettzugabe

erhitzen. Pitabrote in der Pfanne ca. 2 Minuten beidseitig rösten, beiseitestellen. Kichererbsen, Knoblauch, Pepe­ roncino, Kurkuma und Kümmel dazugeben. Ca. 2 Minuten bra­ ten. Mit Salz abschmecken. 6. Pitabrote mit beiseitegestell­

ter Kräutercreme bestreichen. Kichererbsen-Peperoncino-­ Mischung, Zwiebelringe und beiseitegestellte Kräuter auf den Broten anrichten. Limette in Schnitze schneiden und dazu­ servieren.

Rezepte und Fotos: Migusto, Adobe Stock

5. Öl in die Bratpfanne geben.

Mehr Rezepte und ­Tipps auf Seite 23


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GENUSS

23

Hülsenfrüchte

Fortsetzung von Seite 21

Gurkensalat mit Joghurt und Linsen Kleine Mahlzeit für 4 Personen 100 g rote Linsen ½ TL granulierter Cayenne­ pfeffer ca. 4 EL Olivenöl 2 Becher griechisches Joghurt à 180 g 2 Knoblauchzehen Salz, z. B. Fleur de sel 1 Bund gemischte Kräuter, z. B. Dill, glattblättrige Petersilie 1 ½ Salatgurken 1. Linsen mit Wasser bedeckt

10 Minuten knapp weich ko­ chen. Abgiessen, kalt abspülen und gut abtropfen lassen. 2. Cayennepfeffer und Öl

mischen. Joghurt in eine Schüs­ sel geben. Knoblauch dazu­ pressen. Mit etwas Öl und Salz abschmecken. Die Hälfte der Kräuter ­hacken und daruntermischen. Joghurtsauce auf Teller verteilen.

t z t e j t s i s Bei unkenzeit Gur Gut Ding will Weile haben Welche Hülsenfrüchte man wie lange einweichen muss – und wie sie gekocht werden.

3. Gurke ungeschält mit einem

Sparschäler in feine Zungen ho­ beln. Auf der Sauce verteilen. 4. Linsen darüberstreuen.

Linsen in der Migros

Restliche Kräuter darüber­ zupfen und alles mit Cayennepfefferöl beträufeln. Mit Salz abschmecken. TIPP Knoblauch in etwas Öl

Einweichen Kichererbsen, Erbsen und Bohnen müssen vor dem ­Kochen acht bis zwölf Stunden eingeweicht werden. Nicht zwingend ist das Einweichen bei grünen und braunen Linsen. Wird es dennoch ge­ macht (es reichen zwei bis vier Stunden), verkürzt sich die Kochzeit. Rote Linsen und die schwarzen Beluga-Linsen garen meist in 15 bis 20 M­i­nuten und müssen nicht eingeweicht werden. Kochen Das Einweichwasser immer wegschütten und die Hülsen­

früchte mit frischem Wasser aufsetzen, das reduziert ­blähende Stoffe. Salz gibt man gegen Ende der Garzeit hinzu, weil zu frühes Salzen die Schale von Bohnen und Co. hart macht. Proteingehalt Hülsenfrüchte sind gute ­pflanzliche Eiweissquellen. Linsen haben rund 9 g Protein pro 100 g (gekocht), Kicher­ erbsen etwa 8 g, weisse Bohnen gut 10 g. Kombiniert mit Getreide – klassisch zum ­B eispiel Reis und Linsen – ­ergänzen sich die enthaltenen Proteinbausteine.

a­ ndünsten, dann erst zum ­Joghurt geben. So bleibt die Sauce 2 Tage im Kühlschrank haltbar. Auf diese Weise mögen auch viele Kinder den Knoblauch gern. Alnatura Grüne Linsen Bio 400 g Fr. 3.–

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Hier kannst du die MigustoApp herunterladen.


24

GENUSS Pausensnack

Zeit für Znüni Jeden Tag das Pausenböxli zu füllen, erfordert ganz schön viel Kreativität. Unser Spickzettel zum Herausschneiden liefert Ideen und Kombinationen für den perfekten Znüni. Text: Dinah Leuenberger

Das muss er können

Das muss drinstecken

Das sagt die Schule

Ein idealer Znüni lässt sich rasch zubereiten, gut ver-­ packen, verursacht keine Karies und versorgt das Kind mit den Nährstoffen, die es für seine Leistungsfähigkeit braucht.

Optimal sind Gemüse und Früchte. Je nach Hunger dazu ein Getreide- oder Milchprodukt. Zum Beispiel Haferflocken, Nüsse und Vollkornbrötli, sie machen lange satt. Auch das Trinken zwischen den Hauptmahlzeiten ist wichtig. Sinnvolle Getränke sind Wasser, Zitronenwasser, Tee ohne Zucker oder stark verdünnte Fruchtsäfte.

Je nach Wohnort erhalten Eltern keine oder sehr unterschiedliche Merkblätter mit Empfehlungen oder Verboten rund um den Znüni. Bei Unsicherheit am besten direkt bei der Schule nachfragen.

Darum ist er wichtig

Weil die Nährstoffspeicher von Kindern noch nicht so gross sind, sollten sie vier bis fünf Mahlzeiten pro Tag zu sich ­nehmen. So sind sie leistungs­ fähiger und können sich auch besser konzentrieren.

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Weitere Tipps und Rezepte gibts auf Migusto:

So wird er verpackt

In einer handlichen Znünibox mit mehreren Fächli, damit sich die Zutaten nicht mischen.

Kitchen & Co. Snackbox Sweets 800 ml, assortiert, 1 Stk. Fr. 14.95

Fotos: Getty Images, Adobe Stock

Schwatzen, spielen, Znüni essen: Die grosse Pause ist für Kinder dreifach ­wichtig.


GENUSS

25

Pausensnack

Der Znüni-Spickzettel

inuten In 3 Mti fer g

Wähle aus jeder Spalte eine Zutat und kombiniere eine bis drei Portionen mit einem ungesüssten Getränk. Fertig ist die Pausenstärkung! Gemüse oder Früchte

Kohlrabi

Pfirsich

Gurke

Beeren divers

Brot & Kräcker

Ei & Milchprodukte oder Nüsse & Kerne (ungesalzen)

Vollkorn-/Proteinbrot

Eier

Knäckebrot

Käsewürfel

Popcorn ungesüsst/­ungesalzen

Mini Babybel ­Halbhartkäse Single 20 g Fr. 1.–

Fenchel

6 × 38 g Fr. 3.95

Sbrinz Halbhartkäse gehobelt 100 g Fr. 4.10

Apfel Rüebli

Lilibiggs Maiswaffeln, ohne Zuckerzusatz

Sun Queen To Go ­Cashewnüsse geröstet

Bifidus Joghurt ­Nature 150 g Fr. –.65

Walnüsse

Kirschen

M-Classic Reiswaffeln 130 g Fr. –.90

Peperoni

Kürbiskerne

50 g Fr. 1.95

4 × 32,5 g Fr. 1.70

Tomaten

Mandeln

Birne Blévita Bio Classic 6 Portionen

Radiesli

Sonnenblumenkerne

M-Classic Yogourt & Quark Nature

Haselnüsse

500 g Fr. 1.85

Zwetschgen

Kiwi

Alnatura Bio Demeter ­Zwieback Dinkel

Migros Cottage Cheese Nature

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115 g Fr. 1.20

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GENUSS

27

Poulet

Ganz und gar Der m «Sch etterling» Bei der auch als «Butterflying» bekannten Technik entfernt man das Rückgrat des Poulets. Anschliessend klappt man das Huhn auf und drückt es flach, bis es fast wie ein Schmetterling auf dem Brett liegt – daher der Name. Der Trick: Mit einer Geflügelschere durchtrennt man das Rückgrat beidseitig der Wirbelsäule, knickt das Brustbein leicht ein und drückt das Poulet mit der Hand flach. Diese Form eignet sich perfekt für den Grill, weil die Hitze Brust und Schenkel gleichzeitig erreicht. So bleibt die Brust saftig, während die Schenkel garen. Für die Würze reibt man die Haut mit einer Mischung aus Paprika-, Knoblauch- und Zwiebelpulver, braunem Zucker, Salz, Pfeffer und nach Belieben etwas Cayennepfeffer ein. Das Poulet grilliert je nach Grösse 35 bis 45 Minuten mit der Hautseite nach oben im Kugelgrill bei indirekter Hitze, also nicht direkt über der Glut. In den letzten Minuten dreht man es um und bräunt die Haut einige Minuten direkt über der Glut. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, prüft die Kerntemperatur mit einem Bratenthermometer: An der dicksten Stelle der Pouletbrust sollte es rund 74 Grad anzeigen. Zum Rezept «LimettenPoulet Butterfly-Style» auf ­Migusto:

gelungen

Ein Poulet am Stück auf dem Grill zuzubereiten, gilt als Königsdisziplin. Mit diesen zwei Methoden wird es innen saftig und aussen knusprig. Text: Claudia Schmidt

Beer Can Chicken Die Methode für das BierdosenPoulet stammt aus den USA. Dabei setzt man das Poulet aufrecht auf eine halb volle Bierdose, die man in die Bauchhöhle schiebt. Auf dem Grill verdampft die Flüssigkeit, wodurch das Fleisch von innen gart und dafür sorgt, dass es saftig bleibt, während die Haut knusprig wird. Statt der Bierdose kann man zu einem Pouletbräter greifen. Dieser lässt sich je nach Geschmack mit Bier, Wein oder verdünntem Apfelsaft füllen. Er verfügt zudem oft über eine Saftschale, die austretenden Fleischsaft ­auffängt. Vor dem Grillieren reibt man das Poulet grosszügig mit einer Gewürzmischung aus Knoblauch-, Paprika- und Zwiebelpulver sowie braunem Zucker, Salz und Pfeffer ein. Auf Marinaden verzichtet man besser. Im geschlossenen Kugelgrill gart das Poulet bei indirekter Hitze je nach Grösse in etwa 60 bis 75 Minuten. Hebt man eine Keule leicht an, sollte der heraustropfende Fleischsaft klar sein. Dann ist das Poulet gar.

Das brauchst du fürs Poulet vom Grill

Kitchen & Co. Geflügelschere silbrig, Edelstahl Fr. 17.95

Foto: Migusto

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MEINE REGION

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Migros Aare Sommer­liche ­S alatbowl: reich­ haltig, ­erfrischend und voller Aromen

Himbeeren

Himbeeren können weit mehr als Dessert: Auch in der Sommerbowl machen sie mit ihrer knalligen Farbe, ihrem sommerlichen Geschmack und ihrer fruchtigen Frische eine hervorragende Figur.

Himbeeren Schale à 250 g Wochenpreis

Sommer in

der Schüssel

Text: Ramona Hirt; Foto: Adobe Stock/Montage: Migros Aare

Ist es draussen heiss, kommt eine frische Bowl gerade recht. Mit folgenden Zutaten lässt sich der Sommer ganz einfach auf den Tisch bringen.

Königslachs

Direkt aus der Packung schmeckt der Königslachs aus nachhaltiger Neuseeländer Zucht ebenso gut wie gebraten. Er wird im kalten Rauch edler Eichenhölzer mild geräuchert, wodurch er die Frische der Bowl unterstreicht, ohne dabei dominant zu sein.

Sélection Königslachs 100 g Fr. 11.95

Schangnauer Büffelmozzarelline

Leinsamen geschrotet

Triosalat

Was in Italien die Sorellina von der Sorella ist, ist die Mozzarellina von dem Mozzarella: die kleine Schwester. Zuhinterst im Emmental entstehen so neben dem klassisch geformten Büffelmozzarella auch kleinere Kügelchen aus Büffelmilch. Der Sommerbowl ­dienen sie als geschmackvolle Proteinquelle – in mundgerechten Stücken.

Klein, aber fein: Geschrotete Leinsamen sind das perfekte Topping jeder Salatschale. Mit ihrer Fülle an Ballaststoffen und Omega-3-Fettsäuren verwandeln sie die Sommerbowl im Nu in ein nährstoffreiches Superfood.

Der Triosalat «Aus der Region» bildet die knackig-leichte Basis der Sommerbowl. In Oftringen gediehen, kann die Kombination aus Lollo sowie rotem und grünem Eichblatt zeitlich flexibel verwendet werden: Da der Triosalat mitsamt Wurzeln verkauft wird, bleibt er länger frisch.

«Aus der Region»Schangnauer Büffelmozzarelline

«Aus der Region»-Leinsamen

«Aus der Region»-Triosalat

geschrotet, 150 g Fr. 2.95

pro Stück Wochenpreis

90 g Fr. 3.90 In grösseren Filialen


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«Aus der Region.» Crème fraîche 180 g (100 g = 1.33)

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150 g (100 g = 1.97)

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Schweiz/Portugal, Schale, 250 g (100 g = 1.98)

Bio-Crevetten sind eine nachhaltige und gesunde Proteinwahl, da sie aus streng kontrollierten Zuchten stammen. Bereits vorgekocht, sind sie verzehrfertig und können bei Bedarf noch schonend erwärmt werden.

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Zucht aus Neuseeland, 100 g

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MEINE REGION

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Migros Aare

Konzentriert bei der Sache: Im Kindermuseum vergeht die Zeit im Nu.

Kultur ist auch

ein Kinderspiel Das Schweizer Kindermuseum in Baden ist ein Museum zum Anfassen für Klein und Gross. Das tapfere Schneiderlein ist den meisten ein Begriff. Aber wie steht es um das tapfere Schreiberlein? Ausgerüstet nicht mit Nadel und Faden, sondern mit Stift und Papier, ist das tapfere Schreiberlein im Schweizer Kindermuseum daheim. In der nach ihm benannten Sonderausstellung lädt es Kinder wie Erwachsene zu einer spielerischen Spu­ rensuche in die Welt der Schrift ein.

Text: Sarah Oechslin; Foto: zVg

Pony, Rakete, tapferes Schreiberlein

Fünf Stockwerke zählt die historische Villa in Baden, in der das Kindermuseum unter­ gebracht ist. Und sämtliche Etagen halten Erlebnisse für alle Sinne bereit. Die Ausstellungen richten sich an Kinder und ihre Familien, immer darf angefasst, auspro­ biert, experimentiert und gespielt werden: In der Ausstellung «Hü, Rössli hü!» pflegen Kinder ein kleines Pony und hören die ­Herzgeräusche eines Pferds ab. In ­«Rakete,

Mond und Sterne» stehen sie auf eine Mond­ waage und bauen ein Raumschiff. Und in der Rolle des «tapferen Schreiberleins» lassen sie Kreiden quietschen und Schreibmaschi­ nen rattern, sie lösen Rätsel und knacken Codes. Das Kindermuseum ist auch ein Museum über Kindheit. Besuchende der Dauer­ ausstellung treten eine Zeitreise an und be­ gegnen Kindheiten der letzten 200 Jahre. So erinnern sich auch Erwachsene an eigene Kindheitstage – und beim gemeinsamen Entdecken und Spielen entstehen Gespräche über die Generationengrenzen hinweg.

Kindermuseum besuchen Schweizer Kindermuseum Ländliweg 7 5400 Baden Öffnungszeiten Dienstag bis Samstag, 14–17 Uhr Sonntag, 10–17 Uhr Eintritt Erwachsene: Fr. 12.– Studierende/Lernende: Fr. 9.– Kinder: Fr. 5.– Weitere Infos

→ kindermuseum.ch

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MEINE REGION

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Migros Aare

20

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Gewonnen! Hält das Glücksrad am richtigen Ort, winken tolle Preise.

Im Handumdrehen zum Gewinn

Erst einkaufen, dann Preise abräumen: Das Mega-Glücksrad macht im August halt in den Einkaufscentern der Migros Aare.

Gäupark

Gewinne deinen Einkauf zurück Noch mehr Gewinnchancen gefällig? Vom 10. bis 29. August hast du im Gäupark die Möglichkeit, deinen Einkauf in Form von Gäupark-Gutscheinen zurückzugewinnen.

Text: Ryan Koller; Foto: Migros Aare

So gehts:

Das Mega-Glücksrad ist wieder unterwegs und sorgt im August in den Einkaufscentern der Migros Aare für zusätzliche Spannung beim Einkauf. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, ihr Glück herauszufordern und sich die Chance auf attraktive Gewinne zu sichern. Während der Aktion darf täglich während der regulären Öffnungszeiten des jeweiligen Centers am Glücksrad gedreht werden. Zu gewinnen gibt es unter anderem Einkaufsgutscheine, praktische Sofortpreise und viele weitere attraktive Überraschungen. In jedem Center warten Preise im Gesamtwert von bis zu 30 000 Franken auf glückliche Gewinnerinnen und Gewinner. Die Aktion bietet im August einen zusätzlichen Anlass für einen Besuch im Center und verbindet den Einkauf mit einer spielerischen Überraschung.

Tourdaten August 5. bis 15. August Westside, Bern 7. bis 15. August Zentrum Oberland, Thun Centre Brügg, Brügg Wynecenter Buchs 21. bis 29. August Shoppyland, Schönbühl Ladedorf Langendorf Panorama Center, Thun Weitere Informationen gibt es auf den Websites der jeweiligen Shoppingcenter oder hier:

Im Gäupark einkaufen, im Anschluss deine Kassenbons unter nachfolgendem Link hochladen – und schon hast du die Chance, Einkaufsgutscheine im Gesamtwert von 10 000 Franken zu gewinnen. Hier teilnehmen:


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LEBEN Mensch und Maschine

Ein Roboter auf Lernreise In der Migros-Filiale Appenzell testet Roboter Gigi, wie er Menschen beim Einkaufen unterstützen kann. Dahinter steht ein Team, das neue Technologien im Alltag erprobt. Text: Dinah Leuenberger

Fotos: Fabienne Bühler

Z

wischen Mostbröckli und TiefpreisProdukten wartet die Zukunft. Sie heisst Gigi und trägt ein silbernes Tenue, Turnschuhe und Hut. Der 1,35 Meter grosse menschenähnliche Roboter ist in der Migros-Filiale Appenzell auf einer Mission: Er will herausfinden, wie Menschen beim Einkaufen ticken und wie er sie dabei unterstützen kann. Mit strammem Schritt läuft er zu einer Rentnerin, die vor dem Trockenfleisch steht. «Hallo, schön bist du heute hier!», sagt er. Sie guckt etwas irritiert – soll sie jetzt dem Roboter antworten? «Hallo, ich komme vom Schwimmen und habe Hunger», sagt sie schliesslich. Gigi empfiehlt ihr in etwas holprigem Denglisch einen Linsensalat mit Mostbröckli. Eine Mitarbeiterin der Migros eilt mit dem vorgeschlagenen Linsensalat herbei. Die Situation vor dem Fleischregal ist einstudiert, Gigi weiss, was die Frau sagen wird. Und doch ist nicht ganz klar, wie er mit der Information umgeht und was er schliesslich sagt. Gespannt verfolgt ein Team um Professorin Theresa Schmiedel von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW School of Management and Law) jedes Wort und jede Bewegung von Gigi. Die Truppe hat ihn selbst mit Fähigkeiten bestückt, denn gekauft wurde nur die leere Roboterhülle. Eine Person hat ­Gigis Hände programmiert, eine andere die Stimme. Und wieder eine sorgt dafür, dass Gigi in die richtige Richtung läuft.

suchen Forschungsinstitute, Schoggiproduzenten, ­Sehenswürdigkeiten oder eben die Migros. Dort werden die Dreharbeiten immer wieder von interessierten Kunden und Kundinnen unterbrochen. Auch wenn Gigi nicht besonders gross ist, er fällt sofort auf. Als Nächstes soll er eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn unterstützen. Voll beladen mit PET-Flaschen betreten sie die Filiale. Gigi eilt zur Stelle. Seine Aufgabe: den Einkaufswagen schieben. Die Programmierer machen sich ans Werk, Gigi steht still da. Und die Mutter setzt ihren Sohn vor Gigi ab. Dieser beäugt den Roboter von oben bis unten. Er ist unsicher, das verrät sein Blick. Doch dann macht er ein paar Schritte auf Gigi zu und gibt ihm die Hand. Sympathietest bestanden!

«Innovation muss draussen bei den Menschen stattfinden.» Frank M. Rinderknecht, Mobilitätstüftler

Gigi fällt auf seiner Reise sofort auf

Die grosse Truppe rund um den Roboter ist nicht zufällig in Appenzell gelandet. Sie macht eine Tour de Suisse Robotique. Die Idee stammt von Mobilitätstüftler Frank M. Rinderknecht, CEO der Rinspeed AG. «Ich finde es wichtig, dass Innovation nicht irgendwo im stillen Kämmerlein passiert. Sie muss draussen bei den Menschen stattfinden», sagt er. Deshalb rief er im Januar bei Professorin Schmiedel an, nachdem er einen Beitrag über Gigi am Weltwirtschaftsforum (WEF) gelesen hatte. Gemeinsam reisen sie durch die Schweiz, stets begleitet von einem Filmteam, das aus den Erlebnissen einen Film schneidet. Sie be­

Jetzt den Film zu Gigis Tour de Suisse angucken:

Gigis soziale Intelligenz schulen

Jetzt soll Gigi vorwärtslaufen. Normalerweise braucht er etwa 90 Sekunden, bis er eine bestimmte Funktion ausüben kann. Neben ihm steht Jasmin Grassmugg. Sie hält Sensoren in den Händen, und auch um ihre Fussgelenke sind Sensorbänder befestigt. Dazu trägt sie eine VR-Brille, mit der sie sieht, was Gigi sieht. Macht sie einen Schritt nach vorn, soll es ihr Gigi gleichtun. Das klappt noch nicht so flüssig. «Sicher bin ich mir nur, dass er nicht umkippt, denn er versucht, sich immer zu stabilisieren», sagt Grassmugg schmunzelnd. Und erklärt, dass es immer wieder auch kleine Rückschläge gebe. Das stört die Entourage von Gigi allerdings kaum. Sie ist weniger daran interessiert, die grössten technologischen Errungenschaften zu erzielen. «Unser Ziel ist es vielmehr, zu lernen, wie wir Gigi soziale Intelligenz verleihen können. Er soll Personen verstehen und nach den relevanten menschlichen Werten handeln», erklärt Professorin Schmiedel. Plötzlich steht Gigi still. Das viele Herumlaufen hat ihn überhitzt. Jetzt ist Filialleiter Manfred Guidolin gefragt. Er holt in seinem Büro einen Ventilator. Schliesslich kümmert er sich in der Migros um das Wohl aller: nicht nur der Kundinnen und Kunden, die schon den ganzen Tag alles über Gigi wissen wollen, sondern auch um Gigi. Vielleicht beginnt Zukunft genau so: ganz praktisch, mitten im Alltag.


LEBEN

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Mensch und Maschine

Jasmin Grassmugg von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften macht die Bewegung vor, Gigi imitiert.

Zu Linsensalat und Mostbröckli würde Peterli passen, schlägt Gigi vor und überreicht ihn der Rentnerin.

Damit Gigi einen Gegen­ stand halten und über­ reichen kann, sind viele Programmierschritte notwendig.

Filialleiter Manfred Guidolin freut sich, dass Gigi in seiner Filiale vorbeischaut.

Erst ist der Bub skeptisch, dann reicht er Gigi die Hand und weicht nicht von seiner Seite.


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LEBEN Schwimmen

«Im Wasser bin ich in einer anderen Welt»: Shirley Zahnd, Synchronschwimmerin.

Warum wir das

Schwimmen lieben Menschen sind nicht fürs Wasser gemacht. Und doch zieht es uns seit Jahrtausenden in Seen, Flüsse und Meere. Eine kurze Geschichte unserer Faszination für das nasse Element. Text: Dinah Leuenberger

Fotos: Julius Hatt


LEBEN

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Schwimmen

«Am stärksten bin ich im Delfinstil»: Schülerin Ina Aebischer.

Nachwuchsschwimmerin Ina Aebischer trainiert viel für ihr Ziel: einen Sieg.

D

as Wasser hat eine magische Anziehungskraft. Anders lässt sich nicht erklären, weshalb es für viele Menschen das beliebteste Element ist und es uns immer wieder anlockt, obwohl wir eigentlich nicht zum Schwimmen gemacht sind: Wir können unter Wasser nicht atmen, müssen Bewegungstechniken erlernen, die sich gänzlich von jenen an Land unterscheiden, denn ohne Bewegung gehen wir im Wasser unter. Trotzdem fühlen wir uns elektrisiert, schwerelos und wie in einer anderen Welt, wenn wir ins Wasser eintauchen. Und das schon seit mehreren tausend Jahren, wenn man die Zeichnungen in der ägyptischen Höhle der Schwimmer als schwimmende, nicht als schwebende Menschen interpretiert. So schreibt es Bernd Brunner in seinem kürzlich erschienenen Buch «Abtauchen und Treibenlassen». Er ergründet darin die Geschichte des Schwimmens und Badens. Aus der Zeit der Römer wissen wir zum Beispiel, dass jemand als

«An Land bin ich ein ­Tollpatsch. Im Wasser gar nicht.» Shirley Zahnd, Synchronschwimmerin

ungebildet galt, der nicht Schwimmen konnte. Die römischen Bäder waren Wellnesscenter der Antike und äusserst beliebt. Schwieriger wurde es für den Badespass ab dem 15. Jahrhundert. Damals erschienen erste Lehrbücher über das Schwimmen. Weil diese aber empfahlen, sich wie ein Frosch zu bewegen – die Geburtsstunde des Brustschwimmens –, trat die Kirche auf die Barrikaden, denn Menschen sollten sich nicht mit Tieren vergleichen. Es folgten Bade- und Schwimmverbote, die aber nie lange und grossflächig anhielten. Die Freude am Wasser war schlicht zu gross. Auch entdeckten die Menschen ab dem 17. Jahrhundert das Schwimmen im Meer. Kaiserin Sissi (1837–1898) war zum Beispiel eine begnadete Meeresschwimmerin und liess sich deshalb sogar einen Anker auf die Schulter tätowieren. Hinderlich für den Spass im Nass waren nun nicht mehr Verbote, sondern eher die Badebekleidung: Fortsetzung auf Seite 40


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LEBEN Schwimmen

Fortsetzung von Seite 39 Diese gab es nämlich damals gar nicht. Man begab sich einfach in der normalen Alltagskleidung ins Wasser; besonders für Frauen ein sehr umständliches Unterfangen. Einige mutige Pionierinnen sorgten mit ihren vereinfachten Bade-Outfits immer wieder für Empörung, aber auch dafür, dass sich eine passendere Bademode entwickelte. Statt nur im Wasser zu planschen, hatten mehr und mehr Menschen das Be­dürfnis, sich auch sportlich zu betätigen. Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Freistil, auch Crawl genannt, erfunden, die schnellste Art, sich im Wasser zu bewegen. Weltrekordhalter Pan Zhanle aus China benötigte 2024 für 100 Meter in dieser Schwimmlage gerade mal 46,40 Sekunden. Obwohl alle anderen langsamer unterwegs sind und egal ob im Pool, im Fluss, am See oder am Meer, professionell oder einfach zum Spass: Wir schwimmen und baden weiter – und dies mit grosser Freude, wie die folgenden drei Beispiele zeigen.

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Ina Aebischer (9), Schülerin, schwimmt im Swim Team Biel-Bienne

«Ich erlebe im Wasser eine Freiheit wie sonst fast nirgends.» Cristian Bronz, Oberarzt Gynäkologie

«Ich war einfach schon immer gern im ­Wasser. Als ich alle Schwimmabzeichen bestanden hatte, fragte mich die Trainerin, ob ich nicht in den Schwimmklub wolle. Das gefiel mir sofort. Ich habe dann aber – wie meine Geschwister – auch noch Badminton gespielt. Doch nach einem Bad­mintonTrainingslager war für mich klar: Ich will nur noch schwimmen. Im Training bin ich ganz konzentriert auf die verschiedenen Aufgaben und Übungen. Aber besonders schön finde ich es, im Meer zu schwimmen. Auch wenn es viele Wellen hat, macht mir das keine Angst. Ich trainiere jetzt dreimal pro Woche und habe auch schon Wettkämpfe. Die machen mich jedes Mal etwas nervös. Am stärksten bin ich im Delfinstil, da wurde ich schon einmal Dritte. Mein Ziel ist es jetzt, auch mal zuoberst auf dem Podest zu stehen. Und wenn ich gross bin, will ich Schweizermeisterin werden.»

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LEBEN

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Schwimmen

«Schwimmen ist für mich Sport, aber auch Meditation»: Arzt Cristian Bronz am Zürichsee.

Buchtipp Bernd Brunner: «Abtauchen und Treibenlassen.­ Die Geschichte des Badens und Schwimmens», Har­perCollins Verlag, 192 Seiten, fester Einband Fr. 27.10 bei exlibris.ch

Shirley Zahnd (22), Medien- und Kommunikationsstudentin, Synchronschwimmerin in der Nationalmannschaft und bei Artistic Swimming Bern

«Als Kind liebte ich Tanzen und Schwimmen gleichermassen. Eine Freundin meiner Mutter schlug vor, ich solle mal ein Training im Synchronschwimmen absolvieren. Nach dem Probetraining habe ich nie wieder aufgehört! Das ist 17 Jahre her. Spätestens nach dem ersten internationalen Wettkampf 2017 wusste ich: Ich will es ganz weit bringen im Synchronschwimmen. Inzwischen war ich schon zweimal an Junioren-Welt- und Europameisterschaften. Als Nächstes möchte ich bei den internationalen Wettkämpfen der Elite antreten. Am liebsten mag ich die Kür im Duett. Das ist individu­eller als im Team, aber angenehmer als das Solo. Auch wenn Synchronschwimmen sehr anspruchsvoll ist und ich bis zu 25 Stunden pro Woche trainiere – Schwimmen, Fitnessstudio, Akrobatik, Choreografie, Atmung – ich habe bis

heute extreme Freude, ins Training zu kommen. Ich mag meine Teamkol­leginnen und auch die Trainerinnen sehr. Schön finde ich, dass sich immer mehr Männer getrauen, Synchronschwimmen zu betreiben. Sie dürfen jetzt sogar an die Olympiade. Obwohl ich durch das Training schon viel im Wasser bin: Ich gehe immer noch gern in die Badi mit Freunden. Im Wasser bin ich einfach in einer anderen Welt. Viel freier. An Land bin ich ein Tollpatsch. Im Wasser gar nicht.» Cristian Bronz (43), Oberarzt Gynäkologie, Ganzjahresschwimmer

«Ich bin in Locarno am See aufgewachsen und als Kind auch schon immer im Hal­ lenbad geschwommen. Aber immer nur bei warmen Wassertemperaturen. Erst 2017 wagte ich mich mal im Herbst in den 15 Grad kalten Zürichsee. Danach war ich zwar sofort angefixt, kaufte mir aber einen Neoprenanzug. Den brauche ich längst nicht mehr, 15 Grad fühlen sich inzwischen fast

warm an. Im Winter versuche ich, einmal pro Woche im See zu schwimmen. Wobei man das eher als Ausharren bezeichnen kann – ich halte bis zu neun Minuten durch. Das Gefühl danach? Total elektri­sierend! Im Sommer ist es angenehmer, da schwimme ich zweimal pro Woche über den Zürichsee und retour. Von der Seebadi Utoquai sind das etwa 1,6 Kilometer. Das ist für mich Sport, aber auch Meditation. Ich erlebe eine Freiheit, die ich sonst in keinem Sport fühle. Stress oder unschöne Gedanken sind im Wasser nicht mehr relevant. Das Schwimmen hat mir schon viel geholfen im Leben: Als ich damit anfing, war ich noch kein Facharzt und wusste nicht, in welche Richtung ich beruflich gehen wollte. Aber ich lernte beim Schwimmen: Wenn ich dranbleibe, werde ich besser und erreiche meine Ziele. Ich empfehle das Schwimmen deshalb allen, auch meinen Patientinnen. Es ist schonend, tut dem Körper sehr gut und braucht nicht viel Ausrüstung.»


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LEBEN Kolumne

r s nu Alle e h as P e ein

Ressortleiterin Katja Fischer De Santi schreibt jede zweite Woche über das chaotische, schöne Leben als mittelalte Frau und Mutter von Teenagersöhnen. Sie lebt am Bodensee und arbeitet in Zürich.

Foto: Dan Cermak

Chillen im Extremmodus Es regnet – eine Seltenheit in diesem heissen Sommer. Nicht nur die Natur freuts, auch meine Teenagerjungs. Ein Regentag legitimiert das, was sie ohnehin am besten können: chillen im Extremmodus. Nicht raus müssen, gar nichts müssen. Ausser einen Bildschirm anstellen – und ihn erst dann wieder abstellen, wenn der Hunger zu gross wird. Mich fordert diese Passivität mehr heraus als jede laute Rebellion. Wenn wir streiten, dann nur um die Bildschirmzeit. Ihr Leben findet im digitalen Raum statt. Wenn ich Vorschläge für analoge Aktivitäten mache – Bowling oder, völlig crazy, ein Brettspiel –, schauen sie mich an, als wäre ein Steinzeitmensch in ihrer ­Matrix gelandet. Ich habe Angst, dass sie im digitalen Universum an falsche Inhalte und Menschen geraten, während ich unten die Küche aufräume. Meine Eltern machten sich Sorgen, wenn ich abends zu lange wegblieb. Ich

habe Angst, wenn es in den Kinderzimmern zu still wird. Dabei bin ich selbst kein leuchtendes Vorbild. Meine eigene Bildschirmzeit verschweige ich aus Selbstschutz. Und rational betrachtet ist ihre Welt ja hochkomplex. Während ich versuche, unfallfrei ein E-Mail-Attachment zu öffnen, betreiben meine Söhne digitales Hochleistungsmultitasking: Zwei Bildschirme flackern, auf dem einen wird in Minecraft eine neue Welt gebaut, auf dem anderen läuft der Chat mit dem Kumpel. Sie jonglieren mit technischem Fachwissen, von dem ich kein Wort verstehe. Sie sind top informiert, weil ständig in Verbindung – während sie sich kaum bewegen. Meine Eltern wollten mich früher vor der Welt da draussen beschützen. Ich dagegen muss meine Kinder immer wieder aus ihren Höhlen in die Realität schleifen. Ein Kinderzimmer mit WLAN ist längst kein Schutzraum mehr. Ich versuche, ihre Welt nicht zu verteufeln, sondern ihnen zu zeigen, dass es sich lohnt, den Blick immer ­wieder vom Bildschirm zu lösen. Weil das echte Leben zwar ganz schön anstrengend sein kann, die Grafik da draussen aber unschlagbar bleibt.

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3

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Ermittle für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Für das Lösungswort der Reihe nach in die Lösungsfelder eintragen.

Fülle die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.

www.migmag.ch/quiz Berater Welche Schweizer Stadt wird als «Uhrmacherstadt» 1 bezeichnet? Z La Chaux-de-

T Basel

Fonds

W Gore-Tex

1

G Biden-Tilt

4 1 7 6 2 4 4 9 3

3 Auf welchem Kontinent liegt der Kilimandscharo? D Europa

S Amerika

E Afrika

4 Was ist keine Ballsportart? I

D Pelota

Scrabble

S Lacrosse

5 «Da Hong Pao» ist eine der teuersten …? E Reissorten

G Biersorten

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

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F Luzern

2 Wie heisst eine wasserdichte Membran für Textilien? U Trump-Trash

Schiffe versenken

R Teesorten

6 Welche Schweizer Sportlerin ist in Sorengo (TI) geboren? S Maria Walliser A Lara Gut-Behrami E Martina Hingis

8

3 6 5 2 2 6 1 9 5 9 1 3 6 1 7

3 4 2

3

1 3 1 1 3 0 5 1 1 4 1 1 2 4 0 3 5 2 1 1

7 Welches Gerät wird in der Küche eingesetzt? D Steamer

G Beamer

L Teaser

Lösungswort

Kinderrätsel

Paroli

2 × 100 Franken zu gewinnen Trage die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

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