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Migros-Magazin-33-2021-d-ZH

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Ausgabe Zürich, AZA 1953 Response Zentral

migros.ch/magazin | MM33, 16.8.2021

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migros.ch/magazin | MM33, 16.8.2021

ITALIENISCHE KLASSIKER NEU ANGERICHTET Seite 14

So nutzen Sie WhatsApp noch besser Seite 41

Machen Roboter uns bald schon arbeitslos? Seite 20

Klasse Idee

Warum Gabi Schwegler ihren alten Job an den Nagel hängte und Lehrerin wurde Bild: Christian Schnur

Seite 43

WIE EIN SCHWEIZER START-UP DIE WELTMEERE RETTEN WILL Seite 12


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6 | 16.8.2021 | MEINE MIGROS

200

Die Migros ist nach Google die zweitstärkste Marke der Schweiz. Dies ergab der Brand Asset Valuator 2021 der Kommunikationsagentur Wunderman Thompson. Die repräsentative Studie wird seit 1995 alle zwei Jahre durchgeführt. Auch bei den 15- bis 29-Jährigen ist die Migros in den Top 10 – hinter Youtube, ­Google und Netflix. Der neue Podcast von «Chrut und Rüebli» beschäftigt sich mit nachhaltigem Transport. Er begleitet einen Kult Ice Tea, der im Zug von ­Bischofszell TG ins Verteilzentrum und die Betriebszentrale reist und dann im Wasserstoff-Lastwagen in die Filiale transportiert wird. Hören Sie rein: generation-m.ch/podcast

Auf grosser Fahrt mit Fantoche Das vom Migros-Kulturprozent unterstützte Animationsfilmfestival ­«Fantoche» findet dieses Mal nicht nur live in Baden, sondern online in der ganzen Schweiz statt. 75 Filme aus aller Welt sind im Angebot – bunt und ernst, witzig und traurig, von ­Neulingen und bekannten Namen.

Ein zweites Leben für leere Kaffeebeutel Der Verein Phari verteilt in Reinach und Therwil BL regelmässig Lebens­ mittel an Bedürftige. In Therwil ­werden sie in Taschen aus wieder­ verwendeten Migros-Kaffeebeuteln abgegeben. Mit 20 weiteren Freiwilligen hat Vereinsmitarbeiterin Eveline Frey schon rund 200 solcher Taschen genäht und dabei etliche ­kreative Designs geschaffen. Einige sind derzeit in der Buchhandlung ­Reinach ausgestellt. Auf Anfrage hat die sozial engagierte Mutter und Grossmutter gar schon einige Exemp­ lare verkauft.­ Infos: vereinphari.ch

Infos: 7.–12. September; migros-engagement.ch/fantoche


MEINE MIGROS | 16.8.2021 | 7

00

Die Migros-Tochter Digitec Galaxus unter­ stützt Mitarbeitende bei der Weiterbildung. Pro Jahr erhalten sie 2000 Franken oder 2000 Minuten Arbeitszeit geschenkt.

Illustration: fantoche.ch/ZvG Bilder : Bruno Rubatscher/Migusto, Getty Images, zVg, MGB Fotostudio

Szenenbild aus «Siren’s Tail» von Alba Barbé aus Spanien

BRUSCHETTE MIT TOMATEN Ob zum Apéro oder einfach als Begleiter zu Salat oder Suppe am Mittag: Der Klassiker für Italien-Fans ist rekordschnell zubereitet. Rezept auf migusto.ch

Diese Gemüsesorten werden bei der Migros pro Jahr am meisten gekauft.

22 %

Kartoffeln

12 %

Tomaten

11 %

Karotten

7 %

Zwiebeln

6 %

Gurken

5 %

Peperoni

37 %

Alles andere


8 | 16.8.2021 | AUGENBLICK

9:43 Uhr

Bild: Stephan Bösch

Migros-Moment in Wildhaus SG Kinder ­lernen auf spielerische Art den Schwingsport kennen. Als Coaches wirken die Schwinger­könige Matthias Glarner (vorne) und Kilian Wenger (hinten). Das Foto ist am 4. August im Königscamp entstanden, das die Migros als ­Sponsorin unterstützt hat. Am 11. September ­ermöglicht sie zusammen mit 100 Klubs den nationalen Schwinger-Schnuppertag. Alle Infos auf esv.ch/jugend


AUGENBLICK | 16.8.2021 | 9


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Bei diesem Angebot sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebot gilt nur vom 17.8. bis 23.8.2021, solange Vorrat


INHALT | 16.8.2021 | 11

14

Spaghetti mit ­Jakobsmuscheln und Rucola: Wir haben italienische Klassiker frisch ­interpretiert.

Ready to rumble: Peter Maffay freut sich auf die ersten Liveauftritte nach der Coronapause. Anfang September steht er zweimal in der Schweiz auf der Bühne.

MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch

14  Italien auf dem Teller 20  Der ideale Begleiter Der hundeähnliche Roboter von Marco Hutter kann ­Menschen nicht ersetzen 25  1, 2 oder 3 26  Interview: Peter Maffay 30  Bio-Helikopter in Not Fast die Hälfte der Libellenarten in der Schweiz ist bedroht 35  Reif für die Insel? So retten Sie die Ferienlaune in den Alltag hinüber 36 Sommerwettbewerb 39  Stadt, Land, Stutz 41  WhatsApp im Griff 12 Tipps, wie Sie WhatsApp ­sicherer und effizienter nutzen 43  Lehrer im zweiten Anlauf Fünf Quereinsteiger in den Lehrberuf berichten, was sie antreibt

50  In den Herbst sprinten Alle Infos zu den wichtigsten Volksläufen

Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848 Kontakt: www.migmag.ch/leser

55  Seife statt Duschgel Feste Kosmetikprodukte sind ein Megatrend

Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner

57  Migros Bank

Art Direktion Barbara Pastore

58  Ihre Region Aktionen, Reportagen, News

Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 556 071 Ex. (WEMF 2020) Leserschaft: 2 215 000 (WEMF, MACH Basic 2021-1)

65  Rätsel und Spiele Bild: Migusto, Getty Images

Ausführliches Impressum unter ­www.migmag.ch/impressum

12  Frauenpower fürs Meer Eine Forscherin und eine Künstlerin kreieren Bausteine für künstliche Korallenriffe

47  Nachsitzen bringt nichts Warum Strafen, die ein Kind nicht versteht, sein Verhalten nicht verändern

Impressum

Abonnemente: www.migmag.ch/abo Tel.: 058 577 13 00

26

Inhalt

70 Migros-Lovestory Maria und Paul Würms aus ­Bischofszell TG


12 | 16.8.2021 | OZEANSCHUTZ

D

ie Zeit wird langsam knapp. In 25 Tagen sollten 230 Bausteine aus Ton per Schiff auf der ­kolumbianischen Insel San Andrés im Karibischen Meer ankommen und versenkt werden. Spätestens. Doch aktuell hängt der Container mit den Tonelementen noch am Zoll in Rot­ terdam fest. Rund 8600 Kilometer vom Ziel entfernt. «Wir zittern im Moment, ob die Bausteine rechtzeitig geliefert werden. Wir können den Logistik­ prozess aber nicht mehr beeinflussen», sagt Ulrike Pfreundt. Die 35-jährige Meeresbiologin hat 2019 zusammen mit Marie Griesmar, einer befreundeten Künstlerin, die NGO «Rrreefs» gegrün­ det. Ihr Ziel ist ehrgeizig: Sie wollen weltweit möglichst viele Korallenriffe retten. Dazu haben sie eine Art ausge­ höhlten Legostein aus Terrakotta-Ton entwickelt. Mit diesen Bausteinen möchten sie ihre eigenen Riffe bauen. Für die Korallen wird die Zeit lang­ sam knapp. Denn Klimaerwärmung, Überfischung und Wasserverschmut­ zung haben ihnen arg zugesetzt. For­ scher ­gehen davon aus, dass die Mensch­ heit bereits ein Drittel aller Korallen­ riffe in den Ozeanen zerstört hat. Das ist laut Greenpeace aus mehreren Gründen ein Problem: Erstens lebt in den soge­ nannten «Regenwäldern der Meere» ein Viertel aller marinen Lebewesen welt­ weit. Und im Tourismus und der Fische­ rei sind Millionen von Menschen von den Korallenriffen abhängig. Zweitens dienen die Riffe dem Küstenschutz. In­ dem sie die Wellen brechen, verhindern sie, dass an den Küsten Sand abgetragen wird und Land verloren geht. Genau das passiert aber gerade an der Küste von San Andrés, weil ein Teil des dor­ tigen Korallenriffs zerstört ist. Noch. Die Larven halten sich an Rillen fest

In der entstandenen Lücke will «Rrreefs» ihre durch Spenden finanzierten Bau­ steine platzieren und verankern. «Wir versuchen, die Meeresströmungen zu verstehen und organische Formen zu schaffen, damit sich die Korallenlarven

Korallenriff, selbst gemacht Mit Ton-Bausteinen will ein Schweizer Start-up künstliche Riffe bauen – und so Ozeane und Küsten retten. Jetzt zittern die zwei Gründerinnen, ob der erste Container rechtzeitig ankommt. Text: Dario Aeberli, Patricia Brambilla  Bilder: Matthieu Spohn


Bild: Sara Maria Manzo/SRF

OZEANSCHUTZ | 16.8.2021 | 13

Marie Griesmar zeigt ihre Terrakotta-Bausteine zur künstlichen Erweiterung von Korallenriffen. Oben rechts: NGO-Partnerin Ulrike Pfreundt

«Wir versuchen, die Meeresströmungen zu verstehen und organische Formen zu schaffen.» Marie Griesmar Künstlerin und Mitbegründerin von «Rrreefs»

an der Oberfläche festhalten können», erklärt Marie Griesmar. Die 29-jäh­ rige Künstlerin hat die gerillten Tonelemente kreiert. Sie liebt es, Kunst und Ozeanografie zu verbinden, an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Emotion zu stehen und sich in den Kopf der Fische zu ver­ setzen. Haben die Larven einmal an­ gedockt, sollen Lebensräume für ein reichhaltigeres Ökosystem entstehen. Das sei vorteilhaft für Fische, Mu­ ränen, Schildkröten oder Muscheln. Griesmar taucht seit ihrem achten Lebensjahr, damals mit ihrem Vater,

in den Tiefen des Genfersees. Sie hätte Biologie studieren können, brauchte aber einen anderen Ansatz, eine andere Ausdrucksform. So absolvierte sie ihre Ausbildung in Bildender Kunst an der Haute école d’art et de design (HEAD) in Genf und anschliessend an der Zürcher Hochschule der Künste. In Zürich lernte sie Ulrike Pfreundt kennen und stellte fest: Ihre Interessen stimmen überein und ihre Ansätze ergänzen sich. «Ich habe die Ideen, die Vision, die Inspiration. Sie das technische Know-how, um das umzusetzen», sagt Griesmar.

Die ausgehöhlten Terrakotta-Legosteine stellt ein 3-D-Drucker in ­Zürich her. Aber zuvor muss die Erdmasse vorbereitet, in eine zähflüssige Konsistenz gebracht und geknetet werden, um die Luft herauszuziehen. Dann wird die Masse in einen Zylinder gepresst, den der Drucker nach dem programmierten Muster in Faden­nudeln ausspuckt. Der rohe Baustein muss dann zwei bis drei ­Wochen lang trocknen, bevor er über Nacht in ­einem Ofen mit niedriger Temperatur gebrannt wird. «Man muss mit Geduld arbeiten und die Materialien genauso respektieren wie die Organismen», sagt Griesmar. Wie Guetzliteig ausstechen

Pfreundt will den Prozess in Zukunft effizienter gestalten. «Im Moment kostet die Herstellung eines drei K ­ ilo schweren Bausteins 80 Franken», sagt sie. Wenn das Experiment in San Andrés Erfolg habe, sollen die Tonelemente künftig gleich vor Ort produziert werden. «Zum Beispiel mittels sogenannter Extrusion: wie wenn man mit einer Form Guetzliteig aussticht», sagt Pfreundt. Diese Art der Herstellung hätte auch den Vorteil, dass man nicht auf die träge Schiffs­ logistik angewiesen wäre. Am 10. September wollen Pfreundt und Griesmar beginnen, ihr Korallenriff unter Wasser zu bauen. 12 Taucherinnen und Taucher – die Hälfte davon aus der Schweiz –, die kolumbianische Marine und die Umweltorganisation Corales de Paz stünden dann bereit. Jetzt müssten nur die Tonbausteine in Rotterdam endlich einmal verschifft werden. MM


14 | 16.8.2021 | GENUSS

Italiens Sonne auf dem Teller

Klassiker der italienischen Küche sind auch bei uns längst ­allgegenwärtig. Wir zeigen m ­ oderne Varianten beliebter Gerichte.

JakobsmuschelPasta Hauptspeise, 4 Personen Zutaten 500 g Spaghetti Salz 2 Knoblauchzehen 1 dl Olivenöl 1 Zitrone 12 Jakobsmuscheln 80 g Rucola Cayennepfeffer

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Die original ­italienischen Cracker mit Oliven runden den perfekten Apéro ab, als feines Gebäck b ­ egleiten sie aber auch Suppen und Salate.

Salzwasser bissfest ­kochen. In ein Sieb ­abgiessen und abtropfen lassen. Spaghetti warm halten. Knoblauch zum Öl pressen. Zitronenschale fein abreiben und mit dem Öl mischen. ­Zitrone auspressen. ­Wenig Knoblauchöl erhitzen. Jakobsmuscheln je nach Grösse beidseitig ca. 2 Minuten anbraten. Mit wenig Zitronensaft ablöschen. Wenig Rucola beiseitestellen. Rest mit Spaghetti, restlichem Öl und den Jakobsmuscheln mischen. Die Pasta mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Spaghetti ­sofort mit dem beiseitegestellten Rucola ­servieren.

Text: Claudia Schmidt; Rezepte und Bilder: Migusto

Zubereitung 1. Spaghetti in reichlich


GENUSS | 16.8.2021 | 15

Carpaccio mit Radieschen So dünn geschnitten wird rohes Rinds­ filet zur edlen und delikaten Vorspeise. Radieschen und Radieschen­ sprossen sorgen für Frische und eine ­ leichte Schärfe.

Crostata mit EstragonRicotta Hauptspeise, 4 Personen Zutaten 1 Bund Estragon ½ Zitrone 250 g Ricotta 1 Eigelb Salz Pfeffer 250 g Kuchenteig Mehl zum ­Auswallen 200  g farbige Cherry­ tomaten am Zweig Zubereitung

AuberginenInvoltini mit Mozzarella Die Involtini mit ­ ozzarella über­ M zeugen als Variante des ­italienischen ­Klassikers Parmigiana di ­Melanzane. Sie ­werden auf Tomaten­ sugo serviert.

Alle Rezepte auf migusto.ch

Backofen auf 200 °C vorheizen. Estragon h ­ acken. Zitronenschale fein abreiben, mit Ricotta und Eigelb gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Kuchenteig auf wenig Mehl etwas grösser als das Blech auswallen, ins Blech legen und gut andrücken. Teigboden mit Gabel einstechen. Ricottamasse auf den Teig geben und glatt streichen. Cherrytomaten darauf verteilen. In der Ofen­ mitte ca. 45 Minuten ­backen, herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Mit Salat servieren.


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GENUSS | 16.8.2021 | 17

Pfirsich-AmarettiTiramisù Dessert für 8 Personen Zutaten 4 Pfirsiche 100 g Zucker 2 Zweige Zitronenthymian 500 g Mascarpone 180 g Sauermilch 1 EL Zucker 1 Beutel Vanillezucker 1 Zitrone 200 g Löffelbiskuits 3 EL Pfirsichsirup 2 EL Wasser 2 EL Amaretto 200 g Amaretti italiani

Zubereitung 1. Pfirsiche halbieren, entkernen

Italienische Zitronentartelettes Die Tartelettes aus Mürbeteig mit RicottaZitronen-Füllung und in Limoncello geköchelten Zitronenscheiben sind ein erfrischendes Dessert.

und klein würfeln. Mit Zucker in eine Pfanne geben, den Zitronen­ thymian dazuzupfen. Alles bei mittlerer Hitze unter gelegent­ lichem Rühren ca. 10 Minuten köcheln lassen. Pfanne vom Herd ziehen und abkühlen lassen. Mit dem Pürierstab 2–3 Mal kurz ­pürieren, sodass nicht das ganze Kompott püriert ist. 4 EL Kom­ pott beiseitestellen. 2. Mascarpone, Sauermilch, Zu­

cker und Vanillezucker mit dem Schwingbesen verrühren. Die Zitronenschale fein dazureiben. 3. Die Hälfte der Löffelbiskuits

in eine Form legen. Sirup, ­Wasser und Amaretto mischen. Die Hälfte der Flüssigkeit über die Löffelbiskuits verteilen. Die Hälfte der Amaretti grob ­da­rüberbröseln. Je die Hälfte Kompott und Creme auf den Biskuits verteilen. Restliche Löffelbiskuits darauf verteilen, mit restlicher Flüssigkeit trän­ ken und die restlichen Amaretti darüberbröseln. Mit dem rest­ lichen Kompott und der Creme bedecken. Das beiseitegestellte Kompott mit einem Löffel deko­ rativ darauf verteilen. Zugedeckt ca. 2 Stunden kühl stellen.

Pfirsiche und ­Zitronenthymian verleihen dem Dessert­klassiker Tiramisù eine ­besonders frische Note.


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Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, Mittwoch 17. November 2021 – Anreise, Gourmetspaziergang & Samschtig Jass Fahrt im komfortablen Extrabus nach Saas-Almagell. Zimmerbezug in unserem wunderschönen ****Superior-Hotel Pirmin Zurbriggen. Mit dem Hotelier spazieren wir zum Auftakt gemütlich durch Saas-Almagell zu verschiedenen Spezialitätenbetrieben und Bauernhöfen. Bei jeder Station werden uns verschiedene einheimische Leckerbissen serviert – natürlich wird auch jeweils ein guter Walliser Tropfen nicht fehlen. Am Abend erwartet uns die Spezialität des Hauses: Fleischfondue mit vielen feinen Beilagen. Anschliessend sind wir zu Gast in der Fernsehsendung Samschtig-Jass. Die Aufzeichnung findet im Speisesaal unseres Hotels statt. Der Samschtig-Jass wird von Fabienne Bamert moderiert und wir erleben einen spannenden Jassabend mit Promis und Show. 2. Tag, Donnerstag 18. November 2021 – Spaziergang Saas-Fee oder Jassen mit Kobi Heute treffen wir uns zu einer geführten leichten Wanderung nach SaasFee. Direkt unterhalb des Hotels führt ein traumhaft schöner Panoramaweg bis nach Saas-Fee. Das Gletscherdorf Saas-Fee auf 1800 Metern über Meer, auch «Perle der Alpen» genannt, ist von 13 Viertausendern umgeben. Wer möchte, kann den ganzen Tag mit unserem Jassleiter Kobi Feierabend im Hotel jassen. Selbstverständlich kann man auch am Morgen wandern und am Nachmittag jassen. Am Abend wird uns die Küchencrew mit einem fein auserlesenen mehrgängigen Walliser- Menü verwöhnen.

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Verbringen Sie mit uns ein herrliches Herbstwochenende inmitten der schönen Weinberge der Moselregion. Wir flanieren genüsslich durch Rüdesheims weltberühmte Drosselgasse, kosten feine Moselweine, gleiten durch wunderbare Weinanbaugebiete und erkunden malerische Städteperlen am Ufer.

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3. Tag – Brenta-Dolomiten & Nonstal Wir fahren am Molvenosee entlang und bestaunen den Naturpark Adamello Brenta. Durch das Rendenatal erreichen wir das bildschöne Genuatal, wo wir die Nardis Wasserfälle bestaunen können, welche sich mehr als 130 m in die Tiefe stürzen. Weiterfahrt zum bekannten und sehr eleganten Wintersportort Madonna di Campiglio, Zeit zum Flanieren & Geniessen. Im Anschluss geht es ins Nonstal. Das Tal erstrahlt im wunderschönen Herbstkleid. Wir besichtigen einen typischen Apfelverarbeitungsbetrieb und verkosten Apfelwein und Apfelsaft.

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Wasserschloss am Lago Toblino

1. Tag, Freitag 29. Oktober 2021 – Anreise & Rüdesheim Fahrt im komfortablen Extrabus nach Rüdesheim. Nach der Einschiffung flanieren wir nach Herzenslust und unter kundiger Leitung durch die berühmte Drosselgasse. Hier spielt die Musik in den Weingasthäusern und Gartenschänken – passend werden wir im Anschluss an unsere Erkundungstour bei einer Weinprobe mit 5 feinen Moselweinen erwartet.

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2. Tag – Stadtführung & Guinness Dublin empfängt uns heute morgen mit seiner vollen Pracht. Wunderschöne Fassaden im viktorianischen und gregorianischen Stil, grosszügige Strassen und weitläufige Parkanlagen prägen das Stadtbild. Unter kundiger Leitung erobern wir die angesagte Hauptstadt der Grünen Insel zu Fuss und sehen Highlights wie die St Patrick’s Cathedral, die Ha’penny Bridge, die bunten Dublin Doors und natürlich das Trinity College mit dem Book of Kells (alles Aussenbesichtigungen). Nach der Führung stärken wir uns mit einem Original Pint Guinness. Der restliche Tag bleibt frei. Wie wäre es mit einer Führung in der The Dublin Liberties WhiskeyDestillerie in der direkten Nachbarschaft Ihres Hotels? 3. Tag – Freizeit Auch am heutigen Tag liegt Ihnen Dublin ganz nach Ihren individuellen Wünschen zu Füssen. Krönen Sie den Tag z.B. mit einem stylischen Abendessen im THE CHURCH Restaurant, eine zu einem Restaurant umgebaute Kirche.

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20 | 16.8.2021 | ROBOTIK

«Roboter sind bereits Teil unseres Alltags» In der Robotik gehört die Schweiz zur Weltspitze, sagt Marco Hutter, ETH-Professor und Mitbegründer von Anybotics. Die Industrieroboter des Start-ups sollen dort arbeiten, wo es für Menschen zu gefährlich oder zu mühsam ist. Text: Ralf Kaminski  Bilder: Jorma Müller

E

gal, ob Mauersteine im Weg ­liegen, eine schiefe Ebene kommt oder gar eine Treppe: «Dino» lässt sich nicht er­ schüttern. Der hundeähnlich aus­ sehende Roboter ­überwindet selb­ ständig jedes Hindernis. Und fällt das 50 Kilo schwere Gerät im Zürcher Testlabor von Anybotics doch mal auf die Seite, kann es sich auch problem­ los allein wieder aufrappeln. «Dino» ist ein Anymal D, die vierte Generation Laufroboter von Anybo­ tics, einem Spin-off der ETH Zürich. Er ist mit einer Fülle von Kameras und Lasersensoren ausgerüstet, ­damit er sich im Raum orientieren

kann. Dabei erfüllt er konkrete Auf­ träge wie Messungen, kann aber auch Gegenstände oder Personen finden. Den Grundstein für die Anymals hat Marco Hutter gelegt. Der 36-jäh­ rige ­Assistenzprofessor für Robotik­ systeme an der ETH hat die Firma 2016 zusammen mit Doktoranden und Mitarbeitern gegründet, um mo­ bile autonome Roboter für den Ein­ satz auch in schwierig zugänglichen Gebieten oder komplexen Industrie­ anlagen zu kommerzialisieren. Die Anymals sind bereits im Ein­ satz, etwa auf Offshore-Anlagen, in Minen oder Kernkraftwerken. «In Kooperation mit Unternehmen wie

ETH-Professor Marco Hutter mit einem Anymal.Der Roboter überwindet auch Treppen oder andere Hindernisse problemlos.


ROBOTIK | 16.8.2021 | 21

zusammenarbeiten und so viele Talente und Investitionen anziehen. Die Schweiz hat super Voraussetzungen, langfristig eine wichtige Rolle in der Robotik zu spielen, aber sie darf diese Möglichkeit nicht verschlafen.

STECKBRIEF Anymal D

Gewicht 50 Kilo Masse 89 × 54 × 80 cm Ausstattung Videokamera, Fotokamera mit Zoom, ­thermische Kamera, LEDScheinwerfer und Mikrofon Tempo maximal einen Meter pro Sekunde schnell Akku hält 90 Minuten; Ladedauer maximal 3 Stunden Speziell hält Temperaturen von 0 bis 45 Grad aus, ist wasser- und staubdicht, kann bis zu 15 Kilo Gewicht tragen Kosten 145 000 Franken

BASF und Petronas ­entwickeln wir die Roboter so weiter, dass sie für sie einen konkreten Mehrwert liefern», erklärt Hutter. Sie sollen vor allem dort eingesetzt werden, wo Arbeiten zu gefährlich, zu dreckig oder zu langweilig sind. Ziel ist, die Arbeit für den Menschen zu erleichtern. «Anymals können ­Industrieanlagen zum Beispiel ganz anders und genauer inspizieren. Oder in g­ efährlichen Trümmerfeldern nach Überlebenden suchen.»

Marco Hutter, wie ist die Schweiz in der Robotik positioniert? Wir gehören mit zur Weltspitze – dank Topuniversitäten und vielen Firmen, die eng mit den Forschenden

Sie spielen auf die Ablehnung des EU-Rahmenabkommens an? Dass wir im Horizon-Forschungsrahmenprogramm der EU nur noch als Drittstaat behandelt werden, ist eine ziemliche Katastrophe. Für den Forschungsplatz Schweiz ist es extrem wichtig, dass wir mit der EU eine Einigung finden. Dieses europaweite Netzwerk ist entscheidend, damit wir unsere Topposition halten können. Ansonsten werden Talente und ­Firmen abwandern. Ihre Anymals können viel, dennoch werden Menschen Robotern noch lange überlegen sein, nicht? Ganz klar. Nicht nur mit ihrer Intelligenz, sondern auch mit ihrer Beweglichkeit und Fingerfertigkeit. Deshalb ersetzen Roboter den Menschen auch nicht, sondern unterstützen ihn. Viele davon nutzen wir im Alltag schon, ohne dass es uns gross auffällt. Zum Beispiel? Die automatisierten Staubsauger und Rasenmäher, unsere Handys mit ihren Sprachassistenten, die Assistenzsys­ teme in den Autos – all das kommt uns völlig ­natürlich vor. Genauso wird es auch weiter­gehen. Roboter werden nicht von einem Tag auf den anderen unser Leben umkrempeln, sie werden nach und nach organisch Teil davon. Wir werden genügend Zeit haben, uns an sie zu gewöhnen, und werden sie gerne nutzen. Welche anderen Einsatzgebiete für Roboter sind realistisch? Bereiche wie Logistik und Produktion sind heute schon stark automatisiert. Ich erwarte, dass Robotertechnologie auch beim Bau oder in der Landwirtschaft eine zentrale Rolle spielen wird, um diese effizienter und ökologischer zu machen. Auch in der Raumfahrt wird uns die Robotik neue Türen öffnen. Wenn wir den Mond oder den Mars erkunden oder dort gar etwas bauen wollen, dann wird das nicht von Menschen, sondern Robotern gemacht. Beim autonomen Fahren zeigt


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ROBOTIK | 16.8.2021 | 23

Ein Anymal D inspiziert eine Industrieanlage.

sich allerdings, dass die Umsetzung im Alltag ihre Tücken hat und es manchmal länger dauert als e­ rwartet. Roboter geniessen nicht den besten Ruf: Die e­ inen fürchten sich, dass sie wegen ihnen bald i­ hren Job ­verlieren, die anderen, dass sie sich irgendwann selbständig ­machen könnten … Die Arbeitswelt hat sich immer ver­ ändert. Wir h ­ aben schon heute Robo­ ter, die uns in gewissen Bereichen haushoch überlegen sind: Ein Indust­ rieroboterarm kann Tonnen heben und millimetergenau platzieren. Und trotz all der vielen neuen Technolo­ gien ist die Arbeitslosigkeit nicht ex­ plodiert. Im Gegenteil: Es entstanden viele Jobs, die es bisher nicht gab. Aber klar, einige werden auch ver­ schwinden, und da und dort braucht es für die Übergangsphasen eine ge­ wisse gesellschaftliche Abfederung.

«Dank neuer Technologien entstehen viele Jobs, die es bisher nicht gegeben hat. Aber einige werden auch ­ ver­schwinden.» maschinen, die Unkraut jäten, Pflan­ zenschutzmittel anwenden oder Früchte pflücken. Ausserdem arbeiten wir mit Gesundheitswissenschaftlern an therapeu­tischen Systemen.

Aber es gibt auch Jobs, für die man nicht mehr genügend Leute findet. Genau. Eine Gipserfirma meldet sich jedes Jahr bei mir und fragt, ob ich ­ihnen nicht einen Ro­boter entwickeln kann, der gipst, weil sie einfach k ­ eine Bewerber dafür hat. Ähnliche Schwie­ rigkeiten gibts bei der R ­ ekrutierung von Holzfällern in Nordeuropa. An Maschinen, die das übernehmen könnten, arbeiten wir inzwischen.

Was ist mit der Angst, dass Roboter uns eines Tages überlegen sein werden? Auch wenn sie bei bestimmten Diszi­ plinen besser sind, sind sie insgesamt noch sehr weit von den Fähigkeiten von Menschen und Tieren entfernt. Zudem entstehen Roboter an vielen Orten der Welt, und die Entwicklung ist langsam genug, dass die Mensch­ heit genügend Zeit hat, ihren Einsatz und ihre Möglichkeiten ethisch und sozialpolitisch zu prüfen und zu dis­ kutieren. Und Regelwerke für sie und den Umgang mit i­ hnen einzuführen.

Und an was noch so? Zum Beispiel an komplett autonomen Baggern oder an Landwirtschafts­

Besteht nicht ein Risiko, dass Robo­ ter von Hackern zweckentfremdet oder schlicht abgeschaltet werden?

Absolut. Aber schon jetzt kann man die Systeme von Krankenhäusern oder staatliche Infrastrukturen ­hacken – was ich weitaus gefährlicher finde, als wenn jemand unsere Robo­ ter fern­steuert. Deshalb ist es wichtig, dass wir gute S ­ icherheitssysteme im Einsatz haben, die ständig aktuali­ siert werden. Werden autonome R ­ oboter irgend­ wann auch militärisch zum Einsatz kommen? Sind sie schon lange, etwa in Form von un­bemannten Flugzeugen. Sol­ che Systeme können viel einfacher und grös­sere Zerstörung anrichten, als der Einsatz von Roboterarmeen à la «­Terminator». Ich bin aber zuver­ sichtlich, dass wir die Risiken dieser Technologien eindämmen können, wie wir das schon heute mit existie­ renden Waffensystemen tun. Sie spielen gerne Fussball – in­ zwischen können das auch Roboter. In 30 Jahren sollen sie menschliche Spieler b ­ esiegen können. Ist das ­realistisch? Möglich, aber ob es schon bis 2050 gelingt, ist schwer zu sagen; insbeson­ dere wenn man dabei humanoide Roboter vor Augen hat, die sich auf dem Feld gleich bewegen wie Men­ schen. Ausserdem zweifle ich daran, dass es interessant ist, Fussball­ turnieren mit ­Robotern zuzuschauen. Deren Leistung wirkt zu program­ miert und be­rechenbar, das macht ­einfach keinen Spass. MM


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KOLUMNE | 16.8.2021 | 25

Die Playmos

1, 2 ODER 3? Die ganzen Sommerferien hindurch haben der Grosse (10) und der Kleine (6) «Die Playmos» gehört. Erst noch in Konkurrenz («Ich bin schon bei Folge 12 und du erst bei Folge 11, hehe!»), dann in trauter Harmonie. In den Hörspielen werden die Playmobil-Figuren Emil, Liv, Sam und Captain Tolle lebendig. Je nach Spiellandschaft erleben sie ganz unterschiedliche Abenteuer. Mal sind sie Bankräubern auf der Spur, mal retten sie eine Brachiosaurus-Dame, mal besiegen sie Fussballtrolle. Nun hat sich der Kleine zum Geburtstag den Playmobil-Zoo gewünscht. Er ist überzeugt, dass sich auch seine Pinguine, Giraffen und Zebras bewegen, wenn er nicht hinschaut. Der Grosse ­findet das so herzig, dass er im Zoo des Kleinen ständig heimlich Figuren umstellt. Um dem Mysterium auf die Spur zu kommen, i­ nstalliert der Kleine eine F ­ otofalle, die aber leider nicht wie ­gewünscht funk­tioniert. Er ist total frustriert. – Und jetzt? MM 1 Wir weihen ihn in das Geheimnis ein. 2 Ich bitte den Grossen um eine

Illustration: Lisa Rock

­ e­sonders lustige Zoo-Szene, um b den Kleinen aufzuheitern. 3 Ich versuche zusammen mit dem ­Kleinen, seine Fotofalle zu optimieren.

Monica Müller (47) hat zwei ­Buben, e ­ inen Mann, einen Job, ­einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Antwort 2: Beim Anblick der Pinguine, die den Rücken der Giraffen hinunterrutschen, ist aller Frust vergessen. Ich hoffe, der Zoo wird für den Kleinen noch lange so zauberhaft bleiben. Anzeige

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26 | 16.8.2021 | FESTIVALSOMMER

«Es geht weniger ums Alter als um Leistung» Peter Maffay und seine Band freuen sich, endlich wieder vor Publikum zu spielen – Anfang September zweimal in der Schweiz. Das sagt der Star über viel jüngere Kollegen, die Coronazeit, seine Frühwerke und die Hoffnungen für seine zweijährige Tochter. Text: Ralf Kaminski, Lisa Stutz

Zum Beispiel? Etwa das neue Album von Bruce Springsteen. Es gibt da musika­ lisch eine gewisse Affinität. Sie hören Musik aber schon auch zum Vergnügen, oder? Natürlich, und auch zur Inspiration. Es kann durchaus ­vorkommen, dass etwas davon später in die eigene Arbeit ­einfliesst. Wie sind Sie sonst so durch die Pandemie gekommen? Tja … (seufzt) Wir hatten im März 2020 eine Tournee

g­ e­startet, die toll anfing. Aber nach dem dritten Konzert mussten wir unterbrechen, weil unser Bassist von der Bühne ­gestürzt war und sich das Bein gebrochen hatte. Deshalb verleg­ ten wir die Tour in den Sommer, woraus dann wegen der Pande­ mie nichts wurde. Seither sind meine Kollegen und ich zu einer gewissen Untätigkeit verdammt. Das heisst, die Auftritte in der Schweiz sind jetzt die ersten? Fast. Kurz vorher spielen wir drei Konzerte in Dresden, aber wegen der Coronaauflagen vor relativ kleinem Publikum. Sind Sie etwas nervös nach ­einer so langen Pause? Ja, aber im positiven Sinne. Wir fiebern diesen Auftritten gera­ dezu entgegen, denn eine solche Zwangspause war selbst für alte Hasen wie uns eine Premiere. Da fragt man sich schon: Wie gut sind wir vorbereitet, wie wird sich das anfühlen, wieder vor echtem Publikum zu stehen?

Bild: Getty Images

Peter Maffay, mit welcher ­Musik haben Sie privat die Pandemie-Monate überbrückt? Mit sehr viel unterschiedlicher. Darunter meiner eigenen. Wir haben in dieser Zeit unser neues Album gemacht. Die Songs sind eine Art Resümee dieser Mo­ nate. Daneben habe ich auch viel gehört, was die anderen so machen, um auf dem Laufenden zu bleiben.


FESTIVALSOMMER | 16.8.2021 | 27 Peter Maffay (71) ist ­Sänger, Gitarrist, Komponist, Produzent und seit Jahrzehnten im Musik­ geschäft. Die Bandbreite seiner Songs umfasst Rock und Country, aber ebenso Schlager und Rock ’n’ Roll. Daneben engagiert sich der Deutsche politisch und gesellschaftlich, etwa für Kinder und die Umwelt. Maffay hat mehrere Ehen hinter sich und lebt heute mit seiner Partnerin am Starnberger See in Bayern. Er hat eine 37-jährige Adop­ tivtochter, einen 17-jährigen Sohn und eine zweijährige Tochter. Sein neues Album «So weit» erscheint am 10. September.

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Derzeit proben wir intensiv, was dadurch etwas kompliziert wird, dass wir alle in unter­ schiedlichen Ecken Europas ­leben. Aber wir sind zuversicht­ lich. Zudem geht es derzeit allen gleich, sicherlich auch den Kollegen in der Schweiz. Finden die Auftritte denn de­ finitiv statt? Oder kann ihnen Corona noch einen Strich durch die Rechnung machen? Bis jetzt gibt es keine Anzeichen, dass die Konzerte nicht stattfin­ den könnten, und ich hoffe sehr, dass es dabei bleibt. Aber am Ende bestimmen die politischen Entscheidungsträger. Wenn es plötzlich heisst, das geht nicht, können wir dem nichts ent­ gegenhalten. Dieses Damokles­ schwert hängt immer über uns. Und nicht nur über der Band, sondern über all den Leuten, die rundherum an diesen Kon­ zerten im Einsatz stehen. Haben Sie eigentlich viele Fans in der Schweiz? Das werden wir an den Auftritten dann sehen … ( lacht) Aber wir haben schon sehr oft in der Schweiz ge­ spielt, die gibts also auf jeden Fall. Ich bin auch immer gerne hier, weil mir die Schweizer Le­ bensart einfach gefällt. Sie sind einer der Ältesten auf den Festivalbühnen: Wie kom­ men Sie mit den vielen jünge­ ren Kollegen klar – sind Sie ­quasi der «Elder statesman»? Hm, das beschäftigt mich eigent­ lich nicht. Aber ja, ich bin jetzt schon über fünf Jahrzehnte in diesem Zirkus dabei, und in ­unserer Band spielt inzwischen bereits die zweite Generation. So gesehen habe ich es dauernd mit jungen Leuten zu tun. Und die gehen mit mir genauso ­unkompliziert um wie ich mit ihnen. Ausserdem gehts beim Spielen ohnehin weniger ums Alter als um die Leistung. So­lange das Publikum mit uns

z­ ufrieden ist und alle Spass ­haben, ist alles gut. Sind solche Auftritte für Sie nicht dennoch anstrengender geworden? Anstrengend waren sie schon immer. Unser Anspruch ist, dass das Publikum Spass hat und beseelt nach Hause geht. Das erfordert Leistung. Und klar, mit zunehmendem Alter ist das anstrengender geworden. Wobei ich früher sehr viel ­geraucht habe, da fiel es mir manchmal schwer, drei Stunden auf der Bühne durchzustehen. Heute rauche ich nicht mehr, was das höhere Alter ein Stück weit ausgleicht. Ausserdem treibe ich täglich Sport, halte mein Gewicht und sehe zu, dass ich im Vergleich zu den jüngeren Kollegen nicht einbreche. Was machen Sie für Sport? Ausdauer ist mir wichtig. Ich bin heute um 6 Uhr aufgestanden und erst mal 15 Kilometer Fahr­ rad gefahren, dem Starnberger See entlang. Das mache ich ­jeden Tag so. Ihre musikalische Bandbreite über all die Jahrzehnte war enorm. Wie stehen Sie eigent­ lich zu Frühwerken aus der Schlagerzeit, Songs wie «Du», der 1970 immerhin deutsch­ sprachiger Hit des Jahres war? Sagen wir mal so: Ich habe keine Angst mehr vor «Du» ( lacht). Als wir anfingen, uns vom Schlager wegzubewegen, haben viele ­gesagt, dass das nicht so einfach gehen würde. Und der Song hat tatsächlich lange an mir gehaftet, deshalb habe ich irgendwann angefangen, ihn zu vermeiden. Inzwischen ist so viel Wasser den Rhein runtergeflossen, dass er mich nicht mehr nervös macht. Sie spielen «Du» noch heute? Und amüsiere mich dabei könig­ lich. Es wissen schliesslich alle, dass ich einige Male in meinem Leben geschummelt habe. Wenn ich also jetzt als 71-Jähriger


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FESTIVALSOMMER | 16.8.2021 | 29

s­ inge «Du bist alles, was ich will, und nur du», geht das nur mit einem Augenzwinkern. Aber ich stehe zu diesen An­ fängen, das war ich. Es gibt Titel, die noch heute absolut adäquat sind – ein guter Song hat kein Verfallsdatum. Aber es gibt ­natürlich auch eine ganze Reihe, die ich nicht mehr spielen würde. Fragen Sie mich jetzt bitte nicht, welche. Das Publikum liebt ja die ­Klassiker wie «Über sieben Brücken musst du gehen». ­Bedauern Sie es manchmal, dass Ihre neuen Songs vielleicht weniger gerne gehört werden? Nein. Wenn wir die lange genug weiterspielen, werden das die nächsten Klassiker. Was sind die Themen auf ­Ihrem neuen Album? Die sind ziemlich autobiogra­ fisch. Inspiration waren etwa meine Tochter Anouk, mein Sohn Yaris und meine Lebens­ gefährtin Hendrikje. Mein lieber Vater ist im Mai gestorben, auch das ist eingeflossen. «So weit» ist ein nachdenkliches Album, ein bisschen philosophisch, mit klei­nen Quintessenzen, zu denen ich gekommen bin. Weil die Band wegen der Pande­ mie nicht zusammenkommen konnte, habe ich es alleine mit meinem musikalischen Partner JB ­Meijers eingespielt, ein hol­

«Ich wünsche meiner Tocher, dass das Gefälle auf der Welt nicht zum Kollaps führt.» ländischer Gitarrist. Getextet hat es der Sänger Johannes ­Oerding, der meine Ideen sehr feinfühlig umgesetzt hat. Neben der Musik sind Sie auch gesellschaftlich engagiert. Was beschäftigt Sie derzeit? Corona hat sich auch auf die ­Arbeit der «Peter Maffay ­Stiftung» ausgewirkt, die hilfs­ bedürftigen Kindern therapeu­ tische Aktivaufenthalte bietet. Leider war es lange nicht mög­ lich, Kindergruppen in unseren Häusern zu beherbergen, das hat sich jetzt zum Glück gebes­ sert. Ich glaube, dass die junge Generation sehr unter der ­Pandemie leidet – Isolation ist für die Entwicklung von jungen Menschen nicht gut. Ich kriege das bei meinem Sohn Yaris mit, der bald 18 wird. Auch Umweltthemen liegen ­Ihnen am Herzen. Gerade gab es in halb Europa schlimme Umweltkatastrophen. Sorgen Sie sich, wo das noch hinführt? Ich bin grundsätzlich kein Pes­

simist. Aber es wäre blind, wenn man diese Zeichen der Zeit nicht wahrnehmen und entsprechend deuten würde. Wenn Klima­ leugner behaupten, dass das ­alles sowieso passiert wäre und nicht Auswirkungen einer Klimaverschiebung sind, dann begegne ich dem mit äusserstem Unverständnis. Für mich ist klar, dass es eine Auswirkung unserer Ausbeutung des Planeten ist. Wenn wir diese Entwicklungen bremsen wollen, müssen wir entsprechende Massnahmen und Verhaltensänderungen ein­ leiten. Das bedeutet Auf­klärung in der Bevölkerung, von Jung bis Alt. Das ist anstrengend, aber es gibt keine Alternative dazu. Wir müssen etwas tun. Ihre Tochter Anouk hat mit zwei Jahren das ganze Leben vor sich. Was wünschen Sie ihr? Dass sie und andere Kinder ­Lebensumstände erfahren, die gesund und verträglich sind. Ich wünsche ihr, dass sie in einer Gesellschaft lebt, die demo­ kratisch und tolerant ist. Dass das Gefälle auf der ganzen Welt nicht irgendwann zu einem Kol­ laps führt. Und ich wünsche ihr, dass die Vernunft der Menschen zu Konzepten führt, die ein ­gutes Leben ermöglichen. MM Weitere Infos: maffay.de Auftritte in der Schweiz am Summerdays Festival in Arbon (3. 9.) und am Seaside ­Festival in Spiez (4. 9.); Jubiläumstournee im Zürcher Hallenstadion (14. 10.)

Festival-Highlights Diese noch anstehenden Festivals werden von der Migros ­unterstützt: 20. bis 22. August: Openair Gampel, openairgampel.ch 26. bis 28. August: Intro Music & Comedy by Stars in Town Schaffhausen, introfestival.ch

3. und 4. September: Seaside Festival Spiez, seasidefestival.ch 3. und 4. September: Summerdays Festival Arbon, summerdays.ch 10. bis 12. September: Heitere Open Air «Reduce To The MAX Edition» Zofingen, heitereevents.ch 14. bis 18. September: Openair Frauenfeldli, frauenfeldli.ch

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Zwei Kleine Granataugen beim Liebesspiel: Das ­Männchen hat rote Augen, das Weibchen grüne.

Bild: Hans Wildermuth

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INSEKTEN | 16.8.2021 | 31

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Bedrohte Flugkünstler

Libellen begeistern uns mit Rückwärtsflug und Stillstand in der Luft – und ihren farbenfroh schillernden Körpern. Wir stellen zehn Arten dieser ungewöhnlichen Insekten vor. Text: Véronique Kipfer

ie wechseln abrupt die Richtung, fliegen rückwärts oder bleiben in der Luft stehen: Die Flugkünste von Libellen scheinen grenzenlos zu sein. Diese Fähig­ keiten verdanken sie den beiden Flügelpaaren, die sie unabhängig voneinander bewegen können. 72 Arten sind in der Schweiz heimisch. 30 davon gelten als ­bedroht und befinden sich auf der roten Liste von Tierschutz­ organisationen. Die einzelnen Arten unter­ scheiden sich teilweise stark. Ihr Hauptmerkmal, die Flügel, können eine Spannweite von bis zu 19 Zentimetern erreichen, bei kleinen Arten sind es hingegen weniger als 20 Millimeter. Jede Libellenart hat ihre Vor­ lieben in Bezug auf die Eiablage. Einige sind in der Lage, sich in den unterschiedlichen Feucht­gebieten zu vermehren, andere suchen dafür ganz bestimmte Orte auf. Doch «viele Arten von Feucht­ gebieten existieren nicht mehr oder verschwinden allmählich, da Wasserläufe kanalisiert wer­ den und die Wasserqualität durch Düngemittel und Pestizide abnimmt», sagt François


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3. Die Grösste Name: Grosse Königslibelle ­ (Anax imperator) Lebensraum: Stehende und ­langsam fliessende Gewässer, auch Gartenteiche Merkmale: Sie fällt wegen Grösse (bis zu 9 cm) und ihrer Fähigkeit, hoch und weit zu fliegen, auf.

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4. Die Wespenähnliche Name: Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii) Lebensraum: Fliessgewässer mit sandigem Grund und schattigen Stellen Merkmale: Grosse schwarze Li­ belle mit gelben Querstreifen, die 3 bis 6 Jahre im Larvenstadium lebt

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7. Die Kälteempfindliche    6

1. Die Prächtige Name: Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) Lebensraum: Sonnige, breite und langsam fliessende Gewässer, Flüsse und Bäche Merkmale: Die Männchen ver­ teidigen ihr Revier entlang des Wasserlaufs und zeigen ein ­aus­geprägtes Balzverhalten.

5. Die Hitzeempfindliche

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2. Die Seltene Name: Sibirische Winterlibelle (Sympecma paedisca) Lebensraum: Sie lebt in nur zwei Regionen der Schweiz: am Ufer des Bodensees und am Rhoneufer im Wallis Merkmale: Sie ist die einzige Art in Europa, die als erwachsenes Tier überwintert.

­Turrian von Birdlife Schweiz. Diese Faktoren bedrohen die Insekten. Regeln zur Beobachtung

Um die Öffentlichkeit für die Schönheit und Fragilität dieser aussergewöhnlichen Insekten zu interessieren, hat Birdlife einen Mini-Guide veröffent-

Name: Schwarze Heidelibelle (Sympetrum noir) Lebensraum: Kleine, fischfreie Gewässer mit saurem Wasser Merkmale: Die Männchen sind fast ganz schwarz. Die Art ver­ schwindet aufgrund der globalen Erwärmung allmählich aus dem Schweizer Mittelland.

6. Die Grün-Rot-Äugige

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licht, in dem die Merkmale der wichtigsten Libellenarten auf­ geführt sind. Hat man eine Gelegenheit, sie zu bestaunen, sollte man dabei ein paar Regeln beachten, erklärt Turrian. «Es ist wichtig, sich ruhig zu verhalten, sonst fliegen die Libellen sofort weg.» Er empfiehlt auch, sie bei war-

Name: Kleines Granatauge ­(Erythromma viridulum) Lebensraum: Gut besonnte Stehgewässer (Teiche, Tümpel etc) mit schwimmender Vegetation Merkmale: Frühsommerart. Die Männchen haben rote Augen, die Weibchen grüne.

mem, windstillem Wetter zu beob­achten, da die wechselwarmen Insekten aufgrund ihrer Grösse «eine ausreichend hohe Körpertemperatur benötigen, um aktiv zu sein». Ratsam ist, ein Fernglas mitzuneh­men, ­damit man Details entdecken kann, die von blossem Auge nicht zu erkennen sind. MM

Name: Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) Lebensraum: Verschiedene Gewässer Merkmale: Sommerart. Das Weibchen legt seine Eier in der dichten Vegetation ab, während es noch mit dem Männchen verpaart ist.

8. Die Röhrichtbewohnerin Name: Herbst-Mosaikjungfer (Aeshna mixta) Lebensraum: Warme, stehen­ de, vegetationsreiche Gewäs­ ser, vor allem Röhricht Merkmale: Sie ist eine Spätzünderin, denn sie wird im Herbst aktiv.

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Bilder: Olivier Jean-Petit-Matile, François Turrian, Michael Gerber, Hans Wildermuth

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INSEKTEN | 16.8.2021 | 33

9. Die Plattbauchige Name: Plattbauch (Libellula ­depressa) Lebensraum: Neue und tem­ poräre Gewässer mit wenig oder gar keiner Vegetation Merkmale: Sie hat einen platten Körper. Als Pionierin findet sie leicht neue Gewässer. Sie ver­ schwindet wieder, sobald sich­ ­andere Arten etablieren.

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10. Die Auswärtige Name: Violetter Sonnenzeiger (Trithemis annulata) Lebensraum: Teiche, Kiesgruben und überflutete Steinbrüche Merkmale: Sie gehört noch nicht zur Schweizer Fauna, könnte sich aber aufgrund der Klima­ erwärmung etablieren. «Libellen der Schweiz», 54 Seiten, Fr. 8.–, zu bestellen auf birdlife.ch/shop oder ­telefonisch unter 026 677 03 80.

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1. Tag: Direktflug Zürich—Split. 2. Tag: Wanderung durch den einzigartigen Nationalpark Krka und Nachtessen in einer typisch dalmatischen Konoba. Wanderzeit ca. 2 h. 3. Tag: Aussichtsreiche Wanderung, Bootsfahrt und Einkehr in ein Restaurant direkt am Fluss. Wanderzeit ca. 3 h. 4. Tag: Besichtigung der UNESCO-Weltkulturerbestadt Split. Fähre nach Brač. Spaziergang ca. 2 h. 5. Tag: Freier Tag. 6. Tag: Idyllische Wanderung durch Olivenhaine nach Dol. Wanderzeit ca. 3 h. 7. Tag: Freier Tag. 8. Tag: Rückflug nach Zürich.

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GESUNDHEIT | 16.8.2021 | 35

Gut zu wissen

Ein Ferienmoment im Alltag: Picknick im Park

Psychologin und Ferien­ forscherin Jessica de Bloom beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Frage, was in den Ferien für Erholung oder Stress sorgt – und auch, was unser Wohlbefinden allgemein beeinflusst. Eine ihrer Erkenntnisse: Von hundert auf null tut uns nicht gut. Ein Augen­ merk sollte man laut der Wissenschaftlerin der Universität Tampere (FIN) auf die Übergänge zwischen Alltag und ­Ferien legen. Von der ­Erholung bleibt nämlich wenig übrig, wenn man sich schon am ersten Arbeits­tag nach den ­Ferien dem Druck aus­ setzt, möglichst alles Verpasste aufzuholen.

So landen Sie weicher Fünf Tipps helfen, länger im Ferienmodus zu bleiben. Text: Ümit Yoker

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Bild: Getty Images

Aktivieren Sie die Abwesenheitsnotiz für geschäftliche ­E-Mails bis einen Tag über Ihre Rückkehr hinaus. Das ­erlaubt Ihnen, sich am ersten Arbeitstag einen Überblick über Anstehendes zu verschaffen und Prioritäten selbst zu setzen.

Verbringen Sie den letzten Ferientag nicht mit Putzen oder hektischem ­Zusammenpacken. Was uns besonders gut in Erinnerung bleibt, ist neben den Höhe- und Tiefpunkten eines ­Urlaubs nämlich dessen Ende. Er­ ledigen Sie deshalb Unvermeidliches schon einen Tag ­früher – und unternehmen Sie zum Schluss nochmals etwas Schönes.

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Kehren Sie lieber an einem Mittwoch statt einem Montag ins Büro zurück. Eine kurze Arbeitswoche und die Aussicht auf ein entspanntes ­Wochenende sorgen dafür, dass der ­Alltag nicht gleich ­wieder vollständig überhandnimmt.

Mehr zum Thema auf migros-impuls.ch/laenger-ferien iMpuls ist die Gesundheits­initiative der Migros.

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Setzen Sie lieber auf mehrere Kurzurlaube als auf eine einzige grosse Reise pro Jahr. Die Entspannung hält nach langen Ferien nämlich nicht un­ bedingt länger an als nach kurzen.

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Gönnen Sie sich auch im Alltag ­kleine Auszeiten: «Ferienmomente». Nutzen Sie etwa die Mittagspause für ein kurzes Picknick im Park, den ­Montagmorgen für ­einen Schwumm im See, kochen Sie Ihr Lieblingsessen aus den Ferien für Freunde, oder ­nehmen Sie auch in der eigenen Stadt einmal an einer Besichtigungstour teil.

In einer Studie befragte de Bloom ihre Testper­ sonen vor, während und nach den Sommerferien mehrmals nach deren Gesundheit und Wohl­ befinden. Sie wollte ­wissen, womit sie in den Ferien ihre Zeit verbrin­ gen. Es zeigte sich, dass Entspannung weniger davon abhängt, was man tut, sondern vor­ ­allem davon, dass man selbst über seine Zeit bestimmt und etwas ­unternimmt, das einem Freude bereitet. Ganz egal, ob das nun Kite­ surfen, Ruinen inspi­ zieren oder das Liegen in der Hängematte ist. Einen Erholungseffekt, der über die Ferien ­hinausreichte, konnte de Bloom in ihrer Studie keinen feststellen. ­Andere Wissenschaftler kamen in Studien zum Schluss, dass dieser noch zwei bis vier ­Wochen anhalten kann – wenn man es richtig macht.


36 | 16.8.2021 | SOMMERWETTBEWERB

Teil 3ewerb

Das Bilderrätsel zur Nachhaltigkeit

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SOMMERWETTBEWERB | 16.8.2021 | 37

E

n e t s s u W ? n o h c s Sie i

Wer seinen Fleischkonsum von zwei Kilogramm auf 300 Gramm pro Woche reduziert, spart dadurch jährlich eine Tonne CO₂ ein. Kaputte Alltagsgegenstände muss man nicht wegwerfen. In der Schweiz gibt es über 160 sogenannte Repair-Cafés, wo vom Toaster bis zum Fahrrad alles repariert wird.

R

Das Streaming von Videos, Filmen und Musik benötigt Strom. Es fallen vor allem die Rechenzentren der Anbieter und die Leitungen ins Gewicht. Im Vergleich zu anderen Aktivitäten sind Netflix und Co. aber nicht sehr relevant für den persönlichen Fussabdruck. (Quellen: WWF Schweiz, repair-cafe.ch)

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Bio Eier Schweiz Freiland

R

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WET TBEWERB

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KOLUMNE | 16.8.2021 | 39

Illustration: Rinah Lang

Die Macht der Lehrerin

Lisa Stutz (27) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.

STADT, LAND, STUTZ Es gibt Berufe, in ­ enen man mehr falsch machen kann als d in anderen. Der Lehrerberuf ist so einer. Ich hatte in meiner Schulkarriere die ganze Pa­lette von «Lehrerin schmeisst Etuis durchs Klassenzimmer» bis «Lehrer hat Humor und lobt meine Aufsätze». Als Lehrerin kann man jemanden fürs Leben stärken oder fürs Leben schädigen. «Du weisst ja eh nichts», pflegte meine schlechteste Lehrerin dem schlechtesten Schüler der Klasse zu sagen. Ich hoffe, er weiss heute, dass das Unsinn ist. Meine Mutter erzählt noch immer von ­einem Erlebnis aus der ersten Klasse: Im ­Zeichenunterricht hatte sie ein Bild gemalt, auf das sie wahnsinnig stolz war. Es war das schönste Bild, das sie je gemalt hatte. Sie ging nach vorn, um es der Lehrerin zu zeigen. Doch diese reagierte nicht wie erhofft: Das sei kein schönes Bild. Im Gegenteil, meine Mutter habe sich keine Mühe gegeben. Der

Lehrerin war wohl nicht bewusst, dass ihre Schülerin diese Worte 50 Jahre später noch genau im Kopf haben würde. Heute ist meine Mutter selbst Kindergärtnerin. Sie hat ein Mädchen in der Klasse, das feines, krauses, blondes Haar hat, das in alle Richtungen absteht. Weil sich das Mädchen offenbar für seine Haare schämte, trug es sie jeden Tag streng zusammengebunden und mit mehreren Haarspangen fixiert. Als meine Mutter einmal mit der Klasse darüber sprach, dass jedes Kind anders ist und seine eigenen Besonderheiten hat, hob sie die Haare des Mädchens positiv hervor – sie seien etwas, das das Mädchen besonders mache. Die anderen Kinder stimmten zu. Am nächsten Tag trug das Mädchen die Haare offen. Und seither ist es nie wieder mit zusammengebundenen Haaren in den Chindsgi gekommen. Es stimmt: Als Lehrerin kann man ganz viel falsch machen. Und so viel richtig. MM

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DIGITAL | 16.8.2021 | 41

12 praktische WhatsApp-Tipps Trotz vieler Bedenken rund um den Datenschutz bleiben die meisten dem Messenger WhatsApp treu – auch weil die meisten Bekannten ihn noch nutzen. Kein Problem: Unsere Infos machen die Anwendung sicherer und einfacher. Text: Reto Vogt

Datei nur ein Mal anzeigen lassen

Zugriff sperren

Es ist möglich, den ­Zugriff auf WhatsApp zusätzlich zu schüt­ zen. Unter Einstellun­ gen/Account/Daten­ schutz lässt sich näm­ lich die «Bildschirm­ sperre» aktivieren. Damit ist der Zugriff für ­Unberechtigte, die Ihr Handy in die Finger kriegen, ohne Passwort nicht mehr möglich.

Mitteilungen individualisieren Sollen bei Nach­ richten eines be­ stimmten Kontakts keine Push-Nachrich­ ten mehr a­ ngezeigt werden? Beim geöff­ neten Chatverlauf muss dazu oben auf den Namen getippt ­werden. Tippen Sie auf «Stumm», um die Mitteilungen für eine oder acht ­Wochen oder für im­ mer zu ­de­aktivieren. Unter ­Einstellungen/ Mit­teilungen können Nachrichten zudem für Gruppen unter­ bunden werden.

Whats­App hat kürz­ lich die Funktion «View once» aktiviert – aber vorerst nur für Geräte mit AndroidSystem. Bei der Datei­ auswahl kann ganz rechts im Feld «Bild­ unterschrift» der ent­ sprechende Haken gesetzt werden. An­ ders als bei Snapchat (dort gibts die Funkti­ on längst) informiert WhatsApp den Ab­ sender jedoch nicht, wenn Empfänger ei­ nen Screenshot oder eine Videoaufzeich­ nung machen.

Broadcasten statt diskutieren

Statt eine neue Grup­ pe kann in manchen Situationen eine neue Broadcast-Liste mehr Sinn ­er­geben. Diese ermöglicht es, mehre­ ren Kontakten gleichzeitig eine Nachricht zukommen zu lassen, ohne dass die Kontakte von­einander wissen. Um eine neue Liste zu eröff­ nen, klicken Sie bei ­geöffnetem Whats­ App oben links auf Broadcasts und fügen die gewünschten Nummern hinzu.

Sprachnachrichten

Gezielter wiederfinden

Um zum Beispiel ein bestimmtes Bild zu suchen, das in einer Gruppe oder von ­einem Kontakt geteilt worden ist, öffnen Sie den Chat, tippen oben auf den Namen und wählen «Medien». Nun werden alle ­Bilder und Videos in chronologischer Reihenfolge gelistet. Mit «Links» und «Doks» lassen sich Dokumente und Weblinks finden.

Schriftstil ändern

WhatsApp ermöglicht es, Nachrichten als fett, kursiv oder durchgestrichen zu formatieren. Dazu gibts zwei Möglich­ keiten: Entweder Sie setzen die ent­ sprechenden Text­ stellen in *Sterne*, _Unterstriche_ oder ~Tilde~, oder Sie ­markieren den Text in WhatsApp und ­tippen auf BIU.

Hat man keine Kopf­ hörer dabei, lassen sich die Sprachnach­ richten trotzdem im Stillen abhören. Dazu genügt es, das Handy ans Ohr zu halten. Wer eine Message vor dem Absenden nochmals anhören will, drückt vor der Aufnahme aufs Mikro­ fonsymbol, wischt mit dem Finger nach oben und nimmt die Sprachnachricht wie gewohnt auf. Jetzt gilt es, den geöffneten Chat zu verlassen und erneut zu öffnen, um die Nachricht ab­ zuhören und danach entweder zu löschen oder abzuschicken.

Speicherplatz sparen

Bilder und vor allem Videos, die in Whats­ App hin und her ge­ schickt werden, be­ nötigen viel Speicher­ platz. Die Option «Speicher verwalten» findet sich unter ­Einstellungen/ Speicher und Daten. Dort werden die grössten Dateien an­ gezeigt und können gelöscht werden.

Mobile Daten reduzieren

Wer unterwegs nicht unbegrenzte mobile Daten zur Verfügung hat, muss sparsam ­damit umgehen. Unter Einstellungen/ Speicher und Daten lässt sich festlegen, welche Medien ­automatisch herunter­ geladen werden sol­ len. Die Einstellung «WLAN» ist dann empfehlenswert, wenn keine mobilen Daten genutzt werden sollen – nicht zu ­verwechseln mit der ­Option «Sichern in Aufnahmen» unter Einstellungen/Chats. Diese ermöglicht es, empfangene Medien automatisch auf dem Gerät zu speichern.

WhatsApp am Computer

Geben Sie im Browser web.whatsapp.com ein. Scannen Sie wie beschrieben den QR-Code mit Ihrem Smartphone, um WhatsApp bequem am grossen Bild­ schirm zu nutzen.

Nachrichten wiederfinden

Um eine wichtige Nachricht nicht zu vergessen, tippen Sie diese an und wählen «Mit Stern markieren». Öffnen Sie zu einem späteren Zeitpunkt ­einen Chat, tippen Sie oben auf den Namen und tippen auf «Mit Stern markiert». Dort finden sich alle favori­ sierten Nachrichten.

Lesebestätigung ausschalten

Die blauen Haken zeigen, ob Ihre Nach­ richt gelesen worden ist oder Sie eine erhal­ tene bereits gesehen haben. Wer beides nicht braucht, schaltet die Lesebestätigungen unter Einstellungen/ Account/Datenschutz einfach aus. MM Hinweis: Die Tipps be­ ziehen sich auf WhatsApp für iPhones. Auf anderen Geräten funktionieren sie teils mit anderen Bezeich­ nungen. Auch Messenger wie Signal oder Threema bieten ähnliche Funktionen.


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SCHULSTART | 16.8.2021 | 43

Plan B – zurück in die Schule Sie haben Lebenserfahrung, sind topmotiviert und beheben erst noch den Personalmangel: Quereinsteiger und Umsteigerinnen in den Lehrberuf. Text: Dario Aeberli, Monica Müller, Benita Vogel  Bilder: Christian Schnur

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ie interviewten Stars, pflegten ­Kranke oder fuhren professionell Ski. Im Lehrerberuf gibt es immer mehr Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die vor­ her in einem ganz anderen Gebiet tätig waren. Für die Pädagogische Hochschule (PH) Zug sind solche Studie­ rende eine Bereicherung. «Ihre zusätzliche Erfahrung wird im Schulumfeld sehr geschätzt», sagt Studien­ leiter Simon Bieli. Ähnliches berichten die Kollegen von der PH Zürich. Quereinstei­ gerinnen und -einsteiger ­seien sehr motiviert, in der Regel bereits älter und hätten somit mehr Lebenserfahrung. «Wir erhalten laufend Rück­ meldungen, dass sich Schul­ teams dank ihnen positiv ­weiterentwickelt haben», sagt Rektor Heinz Rhyn. Die PH Zürich verzeichnet seit 2019 ein deutliches Wachs­ tum bei Quereinsteigenden. In Zug haben rund 40 Pro­ zent der Studierenden zuvor in ­einem anderen Bereich ­ge­arbeitet. Simon Bieli sagt denn auch: «Wir brauchen die Personengruppe unbedingt, um den Lehrpersonenmangel einzudämmen.» Denise Feierabend, AnneKathrin Schmucki, Gabi Schwegler, Stefan Tasić und Philipp Wüthrich sind diesen Umweg gegangen.

Denise Feierabend möcht Kindern in ihrer Klasse lehren, ihrer ­Leidenschaft zu folgen.

Von der Skipiste zur Rasselbande «28 Jahre lang habe ich auf diesen Moment hingearbeitet. Meine Tage waren von mor­ gens bis abends durch­geplant. Tausende von Stunden habe ich im Kraftraum trainiert, immer 100 Prozent gegeben, manchmal noch etwas mehr – und dann gewann ich 2018 mit meinem Team im Parallelsla­ lom die Goldmedaille an den Olympischen Winter­spielen. Danach war bei mir die Luft raus. Ich hatte mein Ziel er­ reicht, beendete die Karriere als Skifahrerin und wusste: Ich will Lehrerin werden. Jetzt übernehme ich mit 32 Jahren meine erste Klasse.

Ich freue mich auf die nächs­ ten zwei Jahre mit dieser Ras­ selbande. Kindern Lesen und Schreiben beizubringen, ist für mich eine extrem sinnvolle

Schnellste Lehrerin der Schweiz: 2018 gewann Denise Feierabend an den Olympischen Spielen Gold, jetzt ist sie Primar­lehrerin in Vilters SG.

Aufgabe. Ich möchte meine Schülerinnen und Schüler ­ermutigen, ihrer Leidenschaft zu folgen, so wie ich das tat. Als Ex-Skirennfahrerin weiss ich, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist – und dass trotzdem alles anders kommen kann. Meine Gold­ medaille lasse ich bewusst zu Hause, denn jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt für mich. Lange wird es vermut­ lich nicht dauern, bis die Kin­ der herausfinden, was ich vor­ her gemacht habe. Bereits im Praktikum riefen Schüler mit spitzbübischem Lachen: ‹Wir haben Sie im Fall gegoogelt!›.»


44 | 16.8.2021 | SCHULSTART

Gabi Schwegler ist als Quer­ein­ steigerin mit dem Blick von aussen gefragt.

Stefan Tasić hat ein Herz für Störenfriede, weil er selbst auch ­einer war.

Vom Querulanten zum Pädagogen

Vom Newsroom ins Klassenzimmer Gabi Schwegler (36): «Früher hatte ich als Journalistin ­Karin Keller-Sutter, Samuel L. Jackson und C ­ harlotte Gainsbourg vor dem Mikrofon. Heute sitzen mir Fabio, Jennifer und Chiara im Klassenzimmer gegenüber. Als ich mich vor gut vier Jahren entschied, den Newsroom zu verlassen und den Quereinstieg zur ­Sekundarlehrerin anzu­gehen, stiess ich oft auf ­Unverständnis. ‹Wieso willst du dich mit pubertierenden Freaks herumschlagen, statt Promis zu treffen?›, fragte man mich. Bereits nach den ersten Wochen im Klassenzimmer konnte ich ant­wor­ ten: Weil ich jeden Tag Wert­ schätzung erlebe und als Mensch für andere Menschen wichtig bin.

Ob ich die fast vierjährige Aus­bildung an der PH Zürich ­begonnen hätte, wenn ich ­gewusst hätte, was mich ­erwartet? Wohl eher nicht. Die Doppelbelastung des Studiums und der Klassenlehrerinnenfunktion brachte mich an meine Grenzen. Und die ‹pubertierenden Freaks› waren manchmal ­anstrengend – aber eben auch warmherzig. Nach dem Basisjahr an der PH eine Stelle zu f­ inden, war ein Zuckerschlecken. Als Quereinsteigerin war ich ­gefragt, weil Schul­leitungen und andere Klassenlehrpersonen den Blick von aussen mögen und die Erfahrungen aus ­einem anderen Berufsfeld als Gewinn für den Schulalltag betrachten.»

Hätte man Stefan Tasić (33) als Fünftklässler gesagt, dass er eines Tages Lehrer werde, er hätte nur gelacht. «Ich war ein schrecklicher Schüler», erzählt er, «desinteressiert, faul, störend.» Obwohl er später von der Real- in die Sekundarschule wechselte, fand er lange keine Lehrstelle. Vermutlich auch wegen des «-ić» in seinem Namen.

Stefan Tasić möchte die Individualität seiner Schülerinnen und Schüler in Wilen SZ fördern und ihnen bei­ bringen, zuverlässig und ehrlich zu sein. Also nahm er, was er bekommen konnte. Erst ein Praktikum in einer Privatschule, dann eine Lehrstelle als Zahntechniker. Manuell zu arbeiten gefiel ihm, doch der soziale Kontakt fehlte ihm. An den Wochenenden gab er Tauchkurse und merkte, wie

gerne er unterrichtete. Also legte er sich ins Zeug, jobbte als Bar­keeper, während er die Berufsmatur nachholte und danach die Pädagogische Hochschule absolvierte. «Mein grosses Plus ist: Ich verstehe die Störenfriede», sagt er und lächelt. Am lieb­s­ ten unterrichtet er Mathematik und Sport. In Wilen bei Wollerau SZ kombiniert er im Vorfeld der jährlichen Chilbi die Fächer: Seine Klasse lernt dann Drinks im richtigen Verhältnis zu mixen und zu jong­lieren, um eine Bar zu be­treiben. Manchmal findet er es schwierig, sich abzugrenzen. Wandert er mit seiner Frau, denkt er an die nächste Schulreise. Hat er einen ­ehrenamtlichen Einsatz bei der Seerettung, filmt er noch schnell den Sturm für seine Klasse, die gerade das Thema Wetter durchnimmt. In erster Linie möchte er die Individualität seiner Schülerinnen und Schüler fördern und ihnen beibringen, zuverlässig und ehrlich zu sein.


SCHULSTART | 16.8.2021 | 45

Anne-Kathrin Schmucki liebt ­ihren Job über ­alles. Ist medizinisches Know-how gefragt, ist sie gleich zur Stelle. Für Philipp ­Wüthrich hat die Arbeit mit Kindern etwas Bodenständiges.

Vom Spital ins Schulhaus Seit zehn Jahren unterrichtet Anne-Kathrin Schmucki (33) nun bereits im Schulhaus Krämeracker in Uster ZH. Ihre erste Ausbildung zur Pflegefachfrau lässt sie dennoch nicht ganz los. Als kinderliebende Pfadfinderin ­interessiert sie sich für den Lehrerberuf, und doch ist die Faszination für die unbekannte Spitalwelt stärker. Die ersten Monate als Lernende sind aber ernüchternd: blöde Dienste, keine Verantwortung. In dieser Phase meldet sich Schmucki für die Lehrerausbildung an, bringt sich Mathe­matik auf Matura­ niveau bei und besteht die Aufnahme­prüfung. Die Ausbildung im Spital schliesst sie dennoch ab. «In der Chirurgie ist es dann richtig spannend geworden, wir waren ­eine eingeschworene Gemeinschaft.» Um sich beide Türen offen zu halten, lässt sich Schmucki nach dem Lehrabschluss zur Lehrerin ausbilden und

jobbt nebenbei im Spital. Sie liebt ihren Job als Lehrerin: Die Vielfalt der Kinder, die freie Gestaltung des Unterrichts, thema­tische Breite, Austausch mit den Eltern – alles entspricht ihr sehr. Als das Kantonsspital Winterthur Schmucki während des Lockdowns anfragt, ob sie aushelfen würde, sagt sie sofort zu. Zum Einsatz kommt es aber nicht. Zur Weiterbildung darf sie sich bald zwei Monate einem schulfremden Projekt ­widmen. Sie kann sich gut vorstellen, dann in einem Spital zu arbeiten.

Obwohl sie seit zehn Jahren als Lehrerin tätig ist, lässt Anne-Katrin Schmucki ihre erste Ausbildung als Pflegefachfrau nicht ganz los.

Von den Umweltstudien zur Klassendynamik Das halbe Berufsleben war schon um, da begann Philipp Wüthrich (49) ganz von vorn. Verfasste der studierte Geograf bisher Studien zu Verkehrs- und Umwelt­themen, liess er sich nun zum Primarlehrer ausbilden. «Ja, weil es viel zu wenig Männer in diesem Job gibt.» Die Arbeit mit Kindern habe etwas Bodenständiges. «Es ist wichtig, zu allen Kindern eine Be­ ziehung aufzubauen und die Gruppendynamik so zu gestalten, dass die Kinder gern in den Unterricht kommen.» Zuerst ging Wüthrich aber selbst zur Schule. Drei Jahre Vollzeitstudium an der Pädagogischen Hochschule Luzern und Praktika folgten. «Das verlangte viel Disziplin: von mir, der Familie – und auch finan­zielle», erzählt der dreifache Vater. Eine

klassische Job­suche gab es nicht, er bekam ein Angebot einer Schule, an der er ein ­Praktikum absolviert hatte. Den Schulstoff rüberzubringen, sei nicht die grosse Herausforderung – Unterrichtseinheiten testet er auch mal zu Hause mit seinem neun­ jäh­rigen Sohn. «Schwieriger sind Konflikte und Mobbing. Die Lebens­erfahrung hilft aber dabei.» Und mit bald 50 würden ihm als Quereinsteiger von den Eltern und dem Team auch Kompetenz attestiert. Nach einem Jahr Unterrichten ist für Wüthrich klar: «Es ist anstrengend, ja. Aber wenn die Kinder vom Gamen mit dem Opa erzählen oder vom kranken Hamster, sind das schöne Beweise, dass es gelungen ist, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen.» MM


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SCHULSTART | 16.8.2021 | 47

«Du hast es wieder nicht gekonnt!» Nachsitzen oder die Hausordnung abschreiben sind in der Schule noch immer gängige Strafen. Dazu gehören aber auch traurige Smileys. Ein Schulleiter in Reichenbach hat da ganz andere Ideen. Text: Kristina Reiss  Illustrationen: Lisa Rock

A

ls der Erstklässler stolz sein erstes Zeugnis nach Hause bringt, prangt darin ein Verweis. Der Sohn habe offensichtlich Mühe, sich in der Klasse zu konzentrieren. Sein Vater ist überrascht: «Gibt es Verweise ­heute überhaupt noch?» Und: «Was lernt mein Kind daraus?» In Schweizer Schulzimmern hat sich in den letzten Jahren viel ver­ ändert. Kinder werden individueller ­unterrichtet, lernen mit elektroni­ schen Plattformen, in Teams oder in ihrem eigenen Tempo. Doch Strafen,

die ins Leere laufen, weil sie keinen Lerneffekt nach sich ziehen oder Schülerinnen und Schüler abwerten, gibt es immer noch. Klein und lächer­ lich gemacht werden Kinder, wenn die Lehrperson entnervt mit den ­Augen rollt oder gar ruft: «Jetzt hast dus wieder nicht gekonnt!» Auch Zeugnisverweise, Nachsitzen bei ­unerwünschtem Verhalten oder das Abschreiben der Hausregeln ist noch an der Tagesordnung. Die Psychologin Irina Kammerer leitet den Bereich Beratung und ­Therapie für Kinder, Jugendliche

und Familien am Psychotherapeu­ tischen Zentrum des Psychologischen Instituts der Uni Zürich. Sie hat sich intensiv mit Belohnung und Bestra­ fung im erzieherischen Kontext aus­ einandergesetzt und sagt: «Strafen, aus denen ein Kind nichts lernt, ­ändern sein Verhalten nicht.» Im ­Gegenteil. Lautet die Botschaft «Du kannst es nicht», rutscht höchstens sein Selbstwertgefühl in den Keller. Dasselbe trifft auf Belohnungs­ systeme zu, die auf der Primarstufe häufig eingesetzt werden: Punkte, Blümchen oder Smileys zieren die


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SCHULSTART | 16.8.2021 | 49

«Wir Lehrerinnen und Lehrer kleben oft aus Unsicherheit an Regeln und Vorschriften.» Bruno Grossen Schulleiter in Reichenbach BE

Hefte der Kleinen, wenn sie gewis­ senhaft Hausaufgaben erledigen, pünktlich erscheinen oder ordentlich die Hand aufstrecken. War die Klasse zu laut, ersetzt manche Lehrperson die Sonne auf dem Stimmungsbaro­ meter im Schulzimmer durch dunkle Regenwolken. Kirsten Herger hält von diesen positiven Anreizsystemen nichts. «Belohnungen vorzuenthalten wirkt auf Kinder wie eine Bestrafung», sagt die Dozentin am Institut ­Vorschulstufe und Primarstufe der PH Bern. Hinzu komme: «Da oft von allen dasselbe Verhalten erwartet wird, machen einige ständig die ­Erfahrung, dass sie die Ziele nicht ­ erreichen.» Hat Paul jedoch Mühe, sich zu konzentrieren, bringt ihn ein trauriges Smiley nicht weiter. Ziel­ führender wäre es zu schauen, was er tatsächlich braucht, um zu arbeiten: Klappt es etwa besser, wenn er nahe bei der Lehrperson sitzt? Oder lieber weiter weg? Kurz: «Es geht darum, die Ursachen zu erkennen, anstatt ein Verhalten zu unterdrücken», so Herger. Nur das sei nachhaltig. Der individuelle Ansatz möge zeit­ aufwendig erscheinen, langfristig sei er aber der einzig wirkungsvolle. Ein Schulhaus ohne Regeln

Hinzu kommt: Ein Kind, das die ­Aufgaben nicht gemacht hat oder dauernd seine Sachen vergisst, weiss selbst, dass dies nicht gut ist. Ein trauriges Smiley wirkt da wie Salz in der Wunde: Es verstärkt das ungute

Gefühl des Kindes, weckt bei ihm Wut oder Trauer – was letztlich die Bezie­ hung zur Lehrperson belastet. «Wir Lehrerinnen und Lehrer ­kleben oft aus Unsicherheit an Regeln und Vorschriften», sagt Bruno Gros­ sen. Er ist Gesamtschulleiter der Ge­ meinde Reichenbach im Kandertal BE und hat in seinen Schulhäusern die Regeln weitgehend abgeschafft. Stattdessen gibt es nur ein für alle verpflichtendes Prinzip: «Mir häbä Sorg». Bei Konflikten plädiert Gros­ sen anstelle von Strafen für eine ­Wiedergutmachung, die sich der ­Verursacher selbst überlegen muss. So wie bei dem Neuntklässler, der ­einem anderen aus Wut die Nase brach. «Wie bringst du das wieder in Ordnung?», fragte Grossen, als der Schüler geknickt in seinem Büro sass. Im Gespräch zeigte sich, dass der Junge generell schnell rot sieht und sich dabei selbst nicht wohlfühlt. Die gemeinsam gefundene Lösung lautete: Schoggi und eine «Tut mir leid»-Karte für das Opfer sowie drei vereinbarte Gespräche bei der Schulsozialarbeiterin für den Täter, um am Gewaltthema zu arbeiten. «Das Spannende ist: Der Junge kommt seither bei jeder Gelegenheit auf mich zu, unsere Beziehung ist ­wesentlich besser als vorher», sagt Grossen. Genau dies müsse das Ziel sein: «Ich habe eine halbe Stunde in­ vestiert, gemeinsam haben wir an der Ursache gearbeitet.» Eine stumpfe Strafe hingegen – etwa nachsitzen oder Laub rechen auf dem Schulhof – wäre sinnlos gewesen und hätte ­womöglich auch zum Beziehungsab­ bruch zwischen Lehrer und Schüler geführt. «Redet miteinander», lautet Grossens Rat. Es gehe nicht darum, als Lehrperson stets fertige Lösungen zu haben; oft finde sich diese besser zusammen mit allen Beteiligten. Wichtig: Im Gespräch bleiben

Und was rät die Psychologin jenem Vater, der sich über den Verweis ­seines Erstklässlers im Zeugnis wun­ dert? Oder der Mutter, deren Tochter bereits zum dritten Mal nachsitzen muss und den Sinn dahinter nicht versteht? «Nachfragen», empfiehlt Irina Kammerer. «Es ist wichtig, dass Eltern und Lehrpersonen im ­Gespräch bleiben.» Auch die Frage: «Was lernt mein Kind daraus?» dürfe gestellt werden. MM


50 | 16.8.2021 | VOLKSLÄUFE

Jetzt laufen sie wieder live

Diesen Herbst finden endlich wieder Volksläufe statt. Wir ver­raten dir, wo die wichtigsten Rennen stattfinden und wie die Migros dich noch schneller macht. Text: Lisa Stutz

Achtung, fertig, los! 20.–22. August

Kerzerslauf 26.–29. August

Schweizer Frauenlauf Bern 28.–29. August

StraLugano 12. September

Auffahrtslauf St. Gallen 12. September

Luzerner Stadtlauf 15.–18. September

Greifenseelauf Uster 22. September bis 3. Oktober

20 KM de Lausanne 3. Oktober

Murtenlauf 9. Oktober

Hallwilerseelauf 9.–10. Oktober

Grand-Prix von Bern 23. Oktober

SOLA Basel 4.–5. Dezember 11. Dezember

Course de Noël, Sion 12. Dezember

Zürcher Silvesterlauf Weitere regionale Läufe:: migros-impuls.ch/laufagenda

Bild: swiss-image.ch/ Andy Mettler

Course de l’Escalade, Genève


VOLKSLÄUFE | 16.8.2021 | 51

WET TBEWERB

Startplätze gewinnen Migros iMpuls verlost für Läufe von August bis Dezember je 10 × 2 Gratis-Starts. Teilnahme: migros-impuls.ch/ freistart

So unterstützt dich die Migros Gratis-Starts für Kinder An den nationalen sowie regionalen Läufen gilt: ­Kinder starten in definierten Kategorien gratis. Migros iMpuls, die Gesundheits­ initiative der Migros, über­ nimmt die Start­gebühren der jüngsten Läufer und fördert so ihre Freude an der Bewegung. migros-impuls.ch/gratis-start

Persönliches Video Läuferinnen und Läufer können dank ihres persön­ lichen «Migros MyRun Clips» bereits am Tag nach dem Lauf ihre besten ­Momente noch mal anschauen und mit Freunden teilen. migros-impuls.ch/volksläufe

SportXX-Gutscheine Im Rahmen der «SportXX Laufserie» offeriert der Fachmarkt allen Finishe­ rinnen und Finishern von 13 ausgewählten Läufen als Belohnung einen SportXX-Gut­schein in der Höhe von 20 Franken (ab einem M ­ indesteinkauf von 40 Franken). sportxx.ch/laufserie

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Probleme mit der Bodenheizung? Eine Analyse schafft Klarheit. Bodenheizungen, die bereits über 30 Jahre in Betrieb sind, sollten untersucht werden. Viele ältere Bodenheizungsrohre bestehen aus Kunststoff. Diese verspröden und verschlammen mit der Zeit. Wenn Sie nicht rechtzeitig reagieren, kann es teuer werden. Deshalb ist eine vorbeugende Analyse sehr ratsam. Bodenheizungsrohre verspröden Bodenheizungen sorgen für Komfort und sparen Platz. Doch die unsichtbare Wärmeverteilung altert. Versprödung und Verschlammung sind die Hauptgründe für ineffiziente Bodenheizungen. Werden Probleme nicht frühzeitig erkannt, sind die Schäden meist irreparabel. Betroffen sind insbesondere Systeme, die zwischen 1970 und 1990 verbaut wurden, weil in diesem Zeitraum hauptsächlich einfacher Kunststoff als Rohrmaterial zum Einsatz kam. Dieser versprödet mit der Zeit. Kalte Böden. Wie weiter? Wenn die Bodenheizung nicht die gewünschte Leistung bringt, gewisse Räume kalt bleiben und die Regulierung nicht richtig funktioniert, lohnt es sich, eine Fachperson hinzuzuziehen. Dabei ist es wichtig, dass die Anlage vor Ort genauestens untersucht wird.

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MEINE MIGROS | 16.8.2021 | 53

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Scheiben schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes, ­flaches Gefäss oder ein Blech verteilen. Im Tiefkühler ­mindestens 1 Stunde lang ­gefrieren lassen.

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2. Äusserste Salatblätter

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Bananenscheiben, Zitronen­ schale und -saft, Mandel­ drink und Honig in einem leistungsstarken Mixer fein pürieren. Sofort servieren. TIPP Banane auf Vorrat

Text: Dinah Leuenberger; Rezept: Andrea Pistorius, Migusto; Bilder: Veronika Studer

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BEAUTY | 16.8.2021 | 55

Klotzen, nicht kleckern! Ein Dusch-Riegel, ein Stück Shampoo, ein Block Gesichtspflege – feste Kosmetikprodukte sind total im Trend. Was ist so speziell daran? Text: Petra Koci

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Was ist feste Kosmetik?

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Das sind wasserfreie Reinigungsund Pflegeprodukte. Sie ent­ halten auch keine oder fast keine Konservierungsstoffe. Die Festen sind nicht zwingend, aber häufig auf Naturbasis hergestellt. Dabei setzen die Hersteller auf natür­ liche Inhaltsstoffe, wie etwa ­Kokostenside als waschaktive Substanzen, und pflegende Öle und Fette, zum Beispiel Kakaooder Sheabutter.

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Welche Produkte gibt es in fester Konsistenz? Inzwischen praktisch alles, was reinigt, pflegt und schützt: nebst Festseifen für Gesicht, Hände, Körper und Haare auch Shampoo, Duschgel, Conditioner, Deo, Rasierseife, Gesichtscreme, Körperbutter, Hand- und Fusscreme. Sogar Parfüm, Sonnencreme, Zahnpasta oder Foundation gibt es als Block oder Stick.

Bild: iStock

Welche Vorteile haben die Festen?

Sie sind kompakt und nehmen wenig Platz weg – im Badezimmer und auf Reisen. Da sie nicht auslaufen, können sie im Flugzeug ins Handgepäck. Zudem sind sie ergiebig und effizient, kleine Anwendungsmengen ­genügen. Vor allem sind sie umweltfreundlich. Denn statt in Tuben und Tiegeln kommen sie oft unverpackt oder im rezyklier­ baren Karton oder Papier daher.

Wie verwendet man sie?

Feste Pflegeprodukte für Körper und Gesicht schmelzen bei Kontakt mit der Körperwärme. Man fährt damit also einfach über die trockene Haut. Parfüm, Sonnencreme und Deo am Stück ­werden ebenso auf die trockene Haut aufgetragen. Mit Reinigungs­ produkten wie Fest-Shampoo oder -Dusche fährt man über die feuchte Haut oder das nasse Haar, schäumt ein und spült ­anschliessend gut aus. Übrigens, da die Festen bei höheren ­Temperaturen schmelzen, sollte man sie nicht an der Sonne oder Hitze aufbewahren.

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Und wie sieht es aus mit der Hygiene? Sehr gut. Da Wasser in festen Produkten fehlt, sind sie kaum keimbelastet. Keime und Mikroorganismen mögen nämlich vor allem eine feuchte Umgebung. Wichtig ist aber primär, dass man die Reinigungsstücke nach der Anwendung in einer Schale mit Ablauflöchern oder auf­ gehängt gut trocknen lässt. MM

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FINANZEN | 16.8.2021 | 57 Contentpartnerschaft

Pekings harte Hand Nach den grössten Techfirmen greift Chinas Regierung nun auch hart ­gegen die private Bildungsindustrie durch. Pekings neue Richtlinien verbieten Lerninstituten unter ­anderem, Renditen für Investoren zu erzielen, Kapital aufzunehmen oder an die Börse zu gehen. Neue ­private ­Nachhilfeunternehmen kön­ nen sich ­derzeit nicht registrieren lassen, ­bestehende Olinebildungs­ platt­formen müssen sich um eine neue Genehmigung der Aufsichts­ behörden bemühen. Mit diesen ­Massnahmen zielt die Regierung ­darauf ab, die Dauerbelastung der Schüler zu r­ e­duzieren, die Kinderer­ ziehung und Bildung erschwinglicher zu machen. So will sie die sinkende Geburtenrate bekämpfen. Chinas Markt für Nachhilfe und Onlinebildung wird auf mehr als 100 Milliarden US-Dollar geschätzt. In den vergangenen Jahren profitier­ ten Bildungsunternehmen, vor allem börsenkotierte, kräftig von auslän­ dischen Investitionen. Die Reformen verdeutlichen aber Chinas Bereit­ schaft, ausländische Investitionen einzuschränken. Zusammen mit der Massregelung der Tech-Konzerne ­unterstreichen sie Pekings Absicht,

China-Aktien 2021 weit abgeschlagen 20% 15% 10%

5% 0% –5%

Performance seit Jahresbeginn SPI

S&P 500

EuroStoxx 50

MSCI Emerging Markets

Hang Seng

CSI 300

* Quelle: Bloomberg (Stand: 2. August)

die Kontrolle über die Wirtschaft wiederzuerlangen und diese ­um­zustrukturieren. Tech-Riesen wie Alibaba und Tencent wurden ­ent­weder wegen monopolistischer ­Praktiken zu Geldstrafen verurteilt oder müssen ihre Exklusivrechte in bestimmten Sektoren aufgeben. Diese Beispiele verdeutlichen ­ausländischen Anlegern, wie sehr ihre Investitionen Chinas Aufsichts­ behörden ausgesetzt sind. An den

Börsen in Schanghai und Hongkong sind Tech- und Bildungsaktien teil­ weise stark gefallen. Allgemein ­haben sich die beiden Börsenplätze im lau­ fenden Jahr enttäuschend entwickelt. Denn regulatorische Unsicherheiten sind ein grosser Risikofaktor bei ­Aktienengagements in China. Solche länder- und titelspezifische Risiken lassen sich jedoch durch Anlagen in einem breit diversifizierten Aktien­ fonds reduzieren. MM

Thomas Pentsy ist Marktanalyst bei der Migros Bank.

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40


16.8.2021 | 59

s ro h ig M ric

Zü

Veranstaltungskalender MUSEUM MÜHLERAMA

Hunger haben Wann war die Nahrungsmittel­ versorgung in der Schweiz knapp?

GREIFENSEELAUF

Laufklassiker in der Kleingruppe Idylle in Hülle und Fülle: Der Greifenseelauf besticht mit zwei wunderschönen und abwechslungsreichen Strecken über wahlweise 7 oder 17,9 Kilometer entlang des Greifensees. Auch 2021 möchte der Greifenseelauf trotz Corona-Restriktionen den Teilnehmern ein bleibendes Lauf­erlebnis bieten. Nach dem letztjäh­rigen Erfolg steht der «The Special One II»-Edition 2021 nichts im Weg. Gestartet wird von Mittwoch, 15. September, bis Samstag, 18. September, täglich zwischen 6 und 18 Uhr in überschau­baren Kleingruppen im Slot-System. Die Stars von morgen rennen am Mittwochnachmittag, 15. September, den ­«Mini-One» über 1,2 km. Die Kinder starten dank Migros-iMpuls gratis. Zudem verlost die ­Migros als ­langjährige Hauptpartnerin des Greifenseelaufs 30 Einzelstarts. Teilnahme bis 23. August per E-Mail an ­regio@gmz.migros.ch mit Namen, ­Adresse und dem Betreff «The ­Special One». Infos und Anmeldung auf greifenseelauf.ch

Die aktuelle Ausstellung im Museum Mühlerama beleuchtet das Thema Hunger aus verschiedenen Perspektiven. Im Hungerwinter von 1762 mussten Bauernfamilien Brot aus Eicheln backen und starben dabei an Verstopfung.

Wie wirkt Hun­ ger im Körper?

Zur Ausstellung Kaufen Sie nicht hungrig ein, der Warenkorb könnte sonst überquellen. Wo auf der Welt wird gerade wegen grossen Hungers demonstriert? Sprechen Sie nie vor dem Essen über die nächste Lohner­ höhung. Die Chefin ist vielleicht hungerböse. Welches ist das liebste Grund­ nahrungsmittel der Schweizerinnen und Schweizer?

H2U OPENAIR USTER

Bilder: zVg

Krönender Ferienabschluss Am letzten Wochenende der Zürcher Schulferien, vom 20. bis 22. August, lässt Uster die Ferienzeit wieder musikalisch ­ausklingen. Das 5-jährige «H2U Openair Uster»-­ Bestehen kann dieses Jahr stattfinden – dank Covid-Zertifikat und Schnelltests vor Ort.

Beliebte Tickets: Am Freitag spielen unter ­anderem Loco Escrito und Joya Marleen, am Samstag treten Patent Ochsner und Anna Ros­ sinelli auf. Der Sonntag wird ein Familien-Gratistag mit der Kinderband Silberbüx, den Lokalmatadoren Dabu Fantastic

und weiteren Bands. Für Samstag sind bereits alle Tickets ausverkauft. Für Freitag sind jedoch noch Tagespässe zu ­haben, die auch 20 Prozent vergünstigt über den Cumulus-Ticketshop erhältlich sind. Alle Infos auf h2u-openair.ch

Bin ich wirklich hungrig oder habe ich bloss ­Appetit?

In der Ausstellung wird erklärt, wie Hunger im Körper wirkt, und gesellschaftliche und kulturelle Einflüsse auf das Essver­halten werden thematisiert. Freiwilliger Verzicht und verschwen­ derischer Überfluss sind weitere Themen, zudem ­politische ­Fragen rund um Hunger und Ernährungs­ unsicherheit. Mit Blick auf die aktuelle Weltlage gibt die Ausstellung Denkanstösse für ein nachhaltigeres Er­ nährungssystem mit. Die Ausstellung wird vom ­Kulturprozent der Migros Zürich unterstützt. Museum Mühlerama Seefeldstrasse 231 8008 Zürich Weitere Infos zur Ausstellung: hungerausstellung.ch muehlerama.ch


60 | 16.8.2021 | MIGROS ZÜRICH

Auf dem besten Weg Eine Lehre bei der Migros ist abwechslungsreich und bereitet Jugendliche optimal auf die Zukunft vor. Jetzt warten rund 140 Lehrstellen in der Genossenschaft Migros Zürich auf Bewerbungen von motivierten Schülerinnen und Schülern. Text und Bilder: Anja Metzger

O

b Detailhandels­ fachfrau, Sys­ temgastrono­ miefachmann oder Informati­kerin: «Uns ist es wichtig, Lernenden eine zukunftsfähige Aus­ bildung zu bieten», sagt ­Silvan Muffler, Leiter Berufs­bildung der Genos­ senschaft Migros Zürich. ­Zukunftsfähig bedeutet, dass die Lernenden die richtigen Fähigkeiten und Kompetenzen aufbauen können, die auch noch in ­Zukunft auf dem Arbeits­ markt gefragt sind. Wenn die Jugendlichen sich diesen Sommer ent­ scheiden, welchen Beruf sie ergreifen wollen, spie­ len viele Überlegungen eine Rolle: Was interessiert mich? Was sind meine Stärken? Wo will ich hin? Enge Betreuung

Die Migros Zürich mit ­ihren Super- und Fach­ märkten, Freizeit­anlagen und Restaurants bietet eine Vielfalt an beruflichen Möglichkeiten. 17 verschiedene Lehr­ berufe bietet die Migros Zürich an, neben der De­

tailhandelslehre mit den diversen Branchenvertie­ fungen auch unbekanntere Berufe wie Systemgastro­ nomiefachmann/-frau EFZ oder Fachmann/-frau ­Betriebsunterhalt EFZ. Alle Lernenden der ­Genossenschaft Migros Zürich sind dank direkter Ansprechpersonen eng ­betreut und geniessen ­zusätzliche, ausbildungs­ spezifisch ausgerichtete interne Weiterbildungen. Mehr als die Hälfte der Lernenden bleibt der Migros auch nach der Lehre treu: Das erklärte Ziel ist es, dass über 60 Prozent auch nach Lehrabschluss bei der ­Migros bleiben können. «Wer engagiert und zuver­ lässig arbeitet, hat gute Chancen, weiterbeschäf­ tigt zu werden», sagt ­Muffler. Auch berufliches Weiterkommen und die Weiterbildung werden ge­ fördert – man kann früh Führungsverantwortung übernehmen. Bereits ­wenige Jahre nach der Lehre ist es möglich, einen Fachbereich zu leiten, und ­später dann eine Filiale.

Die Lernenden der Migros Brunaupark sind auf gutem Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft.


16.8.2021 | 61

s ro h ig M ric

Zü

Lernende der Migros Brunaupark erzählen von ihren Erfahrungen:

Jennifer Wicki, 19 Jahre, Ende ­drittes Lehrjahr, Detailhandels­ fachfrau EFZ (Garden) David Nissen, 16 Jahre, Ende erstes Lehrjahr, ­ etailhandelsassistent EBA D

«Jeder Tag ist anders: R ­ egale ­auffüllen, Produktaufzüge ­ge­stalten, Kunden beraten und an der Kasse arbeiten. Jeweils am Morgen wird bestimmt, für welche Abteilung ich verant­ wortlich bin, etwa Elektronik oder Kosmetik. Ich kann sehr selbstständig arbeiten. Und wenn ich nach Hilfe frage, werde ich immer unterstützt. Ich habe mich bei der Migros als ­sicherem und grossem Arbeit­geber beworben, damit mir nach der Lehre alle Türen ­offenstehen. Mein Ziel ist es, das dritte Lehrjahr anzuhängen und als Detailhandelsfachmann abzuschliessen.»

«Ich habe mich für eine Lehre im Do it + Garden entschieden, weil ich ­gerne draussen bin. Im Bereich Garden hat man den ­Bezug zur Natur – das ist wichtig, finde ich. Die Lehre ist spannend und körperlich nicht so anstren­ gend wie der B ­ eruf Gärtner. Mir gefällt, dass ich die Kundschaft beraten kann und meine Krea­ tivität aus­leben kann – mit Schwerpunktthemen, die wir dann in der Filiale ge­stalten. Mein Ziel war i­ mmer, dass ich weiter­beschäftigt werden kann und Möglichkeiten für Weiter­ bildungen habe. Und so ist es ­gekommen: Nach der Lehre ­werde ich weiterhin 60 Prozent bei der Migros Zürich arbeiten und daneben noch die Berufs­ maturität machen.»

Joel Müller, 16 Jahre, Ende erstes Lehrjahr, Detail­handels­ fachmann EFZ (Sportartikel)

«Ich liebe die Beratung, des­ wegen habe ich diesen Beruf ­gewählt. Jeder K ­ unde, jede ­Kundin im SportXX ist anders: Man lernt viele Menschen ­kennen und lernt, sie zu lesen. Am Anfang wars schwierig, aber mit der Zeit weiss man, welche Fragen man stellen muss und wie persönlich man werden darf. Auch Krea­tivität ist gefragt: Die ­aktuelle Ausstellung mit dem Thema Camping durfte ich selbstständig gestalten. Warum Migros? Ich wollte dort, wo ich die Lehre mache, wenn möglich bleiben und mich hocharbeiten können. Am liebsten würde ich Filialleiter werden.» MM

Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung • Viele Migros-Filialen bieten Berufserkundungen an. Melde dich und finde während zwei bis drei Schnuppertagen h ­ eraus, ob die Lehre zu dir passt. • Halte dein Bewerbungsschreiben kurz, prägnant, freundlich und f­ ehlerfrei. • Achte darauf, dass dein Bewerbungsdossier komplett ist: Bewerbungsschreiben, Lebenslauf mit Foto und Schulzeugnisse. • Falls du zum Vor­stellungsgespräch eingeladen wirst: Informiere dich über das Unternehmen und übe das Gespräch zu Hause. Infos und Lehrberufe in der Genossenschaft Migros Zürich: www.migmag.ch/­gmz-karriere


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Das Fachkurhaus in Berlingen ist ein spezialisierter Erholungsort für komplementäre Medizin. Als Schwerpunkte wirken Ernährungs- und Stoffwechseltherapie. Die ganzheitliche Philosophie, moderne Behandlungs- und Schulungsmethoden sowie die idyllische Lage am Bodensee bieten perfekte Voraussetzungen für einen nachhaltigen Therapieerfolg. Ob bei Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, hohem Cholesterin, Darmproblemen, Stress oder einem angeschlagenen Immunsystem – seit mehr als 25 Jahren profitieren Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen von Intensiv-Kur(s)wochen im «Seeblick».

Tiefgreifend entgiften – Immunsystem stärken Um Ihre Gesundheit zu erhalten, hilft es sehr, Ihrem Körper eine Auszeit zu gönnen. Mit unserem EPD®-Ernährungsprogramm regen Sie Ihren Stoffwechsel an und entgiften tiefgreifend. Dazu ermitteln wir Ihren individuellen Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Ballast- und Aufbaustoffen. Parallel gleichen wir Defizite mit unseren massgeschneiderten HCK®-Mikronährstoffrezepturen gezielt aus. So bekommt Ihr Körper exakt, was er braucht. Schon nach kurzer Zeit spüren Sie die positive Wirkung und stärken sukzessive Ihr Immunsystem.

Wir machen keine Diät, sondern eine Stoffwechseltherapie

Eine starke Immunabwehr ist der beste Schutz Unsere Immunabwehr ist ein fein abgestimmtes, hoch leistungsfähiges biologisches System mit einer unvorstellbar grossen Zahl von Zellen. Alle Zellen patrouillieren ständig im Körper, werden erneuert, lernen dazu und stellen sich täglich neuen Herausforderungen. Ohne das körpereigene Abwehrsystem hätte der Mensch keine Überlebenschance. Immunsystem und Ernährung stehen miteinander in enger Wechselbeziehung. Deshalb sind eine gesunde Ernährung und ausreichende Mikronährstoffzufuhr nicht nur Voraussetzung für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, sondern auch für ein funktions- und leistungsfähiges Immunsystem.

Dr. med. Padia Rasch Leitende Ärztin Fachkurhaus Seeblick

Ein gut funktionierender Stoffwechsel ist die Grundlage für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Umgekehrt gilt: Jede Krankheit hat ihre Ursache in einer Störung des Stoffwechsels. Im Problemfall werden Substanzen nicht mehr abgebaut und ausgeschieden. Wenn sie sich anreichern, können sie den Körper sogar vergiften. Die Symptome sind vielfältig: ein nicht funktionierendes Immunsystem, Schlafstörungen, zu hohe Zucker-, Fett- und Leberwerte, Verdauungsprobleme, Müdigkeit, Erschöpfung oder rheumatische Beschwerden. Im Fachkurhaus Seeblick nehmen wir uns daher viel Zeit für Sie und Ihre offenen Fragen. Sie lernen bei unseren Fachvorträgen, wie Sie Ihre Ernährung soweit optimieren, dass Sie langfristige Erfolge erzielen.

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Ziele des Aufenthaltes im Fachkurhaus Seeblick • Tiefgreifend entgiften • Rasch und gesund Depotfett abbauen • Cholesterinwerte und Blutdruck reduzieren • Körperfunktionen regenerieren und vitalisieren • Immunsystem gezielt stärken

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RÄTSEL | 16.8.2021 | 65

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des Wellnessbereiches im Hotel ✓ Ganztagesausflug nördlicher Gardasee

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1. Tag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus nach Limone am zauberhaften Gardasee. Nachtessen im Hotel.

11. - 15. September 2021

27. September - 1. Oktober 2021

2. Tag – Perlen am nördlichen Gardasee & Etschtal Entlang der herrlichen Olivenriviera erwartet uns zunächst das hübsche Örtchen Malcesine mit seinem bunten Hafen. Später zeigen wir Ihnen die zauberhafte Altstadt von Riva del Garda ehe wir im Hinterland einiges über die Kunst der Grappa-Herstellung erfahren. Natürlich werden wir die edlen Brände auch verkosten und knabbern dazu feine Grissini. Nachtessen im Hotel.

21. - 25. Oktober 2021 *

1. Tag – Anreise Fahrt mit dem komfortablen Extrabus an die kroatische Adria. Willkommen in Rabac! Unsere beliebte 4-Sterne Hotelanlage liegt direkt an einer der schönsten Buchten Istriens! Abendessen im Hotel.

3. Tag – Unterwegs in Verona Nach dem Frühstück fahren wir durch schöne Landschaften nach Verona und lernen bei einer interessanten Stadtführung die Stadt von Romeo und Julia kennen. Die weiten Plätze der Altstadt werden von prachtvollen Renaissance-Palästen, romanischen und gotischen Kirchen gesäumt. Eine fantastische Stadt gesegnet mit einer reichen Geschichte. Nach der Stadtführung bleibt Ihnen Zeit für eigene Entdeckungstouren und für Einkäufe. Nachtessen und LiveMusikabend im Hotel. 4. Tag – Freizeit Der heutige Tag steht Ihnen zur eigenen Verfügung. Nutzen Sie die Infrastruktur des Hotels, geniessen Sie einen schönen Tag auf der herrlichen Terrasse und bummeln Sie durch das malerische Limone. Nachtessen im Hotel.

19. - 23. September 2021 5. - 9. Oktober 2021

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Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: Saisonzuschlag 5.10.: Fr. 50.Saisonzuschlag 11.9. & 19.9.j: Fr. 100.Einzelzimmerzuschlag: Fr. 120.Buchungsgebühr: Fr. 20.-pro Person (entfällt bei Online-Buchung)

Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur, Zürich

5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

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2. Tag – Labin & Opatija Wir starten den Tag mit einem Rundgang in Labin, der schönen alten Stadt, die eindrücklich über Rabac thront. Anschliessend lernen wir mit Opatija die Grande Dame der Adriaküste kennen. Das schönste der kroatischen Seebäder verzaubert uns mit seinen fantastischen Parkanlagen, eleganten Villen und Hotels. Nachtessen im Hotel. 3. Tag – Pula & Rovinj Wir fahren durch herrliche Landschaften bis nach Pula und tauchen beim Anblick des weltbekannten Amphitheaters in die Römerzeit ein! Rovinj gehört mit Sicherheit zu den schönsten Küstenstädten Europas und wird Sie mit seinen mittelalterlichen Gassen und der mediterranen Herzlichkeit verzaubern. Abends Nachtessen und Musikabend im Hotel. 4. Tag – Insel Krk & Punat Heute haben Sie entweder die Möglichkeit am Strand auszuspannen oder einen Ausflug auf die Insel Krk zu unternehmen (inbegriffen). Die „Goldene Insel“ empfängt uns mit tollen Landschaften, die von kahlem Gebirge bis hin zu fruchtbaren Flusstälern reicht. Freuen Sie sich auf die quirlige Hauptstadt Krk und auf die Verkostung feiner Weine mit lokalen Spezialitäten. Nachtessen im Hotel.

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Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Saisonzuschlag 27.9. & 5.10.: Fr. 120.Einzelzimmerzuschlag Fr. 99.Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person (entfällt bei Online-Buchung) Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur, Zürich

5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

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RÄTSEL | 16.8.2021 | 67

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Quiz

Paroli

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2 × 100 gewinnen Füllen Sie dieFranken zehn Wörter inzu das Rätselgitter ein. Füllen Sie Sie die zehn Wörter das Rätselgitter Tragen diesich zehn Wörter in das Rätselgitter Die Lösung ergibt aus in den Buchstaben inein. den Feldern 1-5.ein. Die ergibt sich aus den Buchstaben den Feldern 1-5. DasLösung Lösungswort ergibt sich ausinden Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. Wenn man ein Sonnenbad nimmt, dann … man Sonne. K tankt

S trinkt

D füllt

Mit was kann man, gemäss Redewendung, winken? E Stalltüre

O Zaunpfahl

A Gitterrost

In welchem Kanton liegt ein kleiner Teil des Bielersees? L Neuenburg

R Jura

S Freiburg

N Telaviva

I

1 1

Jerusalema

B Joker

T Bei Fischen

R In Vulkanen

1

N 1998 2

3

4

6

2 1

7

Lösungswort

So nehmen Sie teil:

2 2

3 3

4 4

Bimaru Lösung Nr. 32

Sudoku Lösung Nr. 32

Was

koche ich heute? migusto.ch

3

5 5

Tel.: 0901 000 842 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 ATEMZUG Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/quiz (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 22.8.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Kreuzworträtsel Lösung Nr. 32

4 5

E

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

G 2002 5

E

Bimaru

Seit wann wird die Informationssendung «10vor10» ausgestrahlt? I 1990

3

Tel.: 0901 000 843 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 HOTEL Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/paroli (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 22.8.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

D Titanic

Wo kommen Calderen vor? S Im Gehirn

2 5

So nehmen Sie teil:

In welchem Film spielte Kate Winslet nicht mit? E Der Vorleser

4 1

Lösung: Lösung:

Welcher Song wurde in den letzten Monaten durch Tanzvideos zum viralen Hit? O Bethlehema

ALLERLE I BACHELOR ANF L EHEN E I NENGEN BORUSS I A EMB O L I E N BOTSUANA EP I THELE D E Z I MA L E ER I NNERN E I SKANAL O I SCH HER RU EML ANG NTEBRE MO SENFGLAS HLOETE SC T E ENAGER T H OMA L L A URKANTON UMG A R N E N

A K I N W E G E S A D M I E Paroli

A N T R I Lösung Nr. 32 E B E TAN N E

Z I E R G R A S

A N N B O N N E E N I C K E R L E N H U T E Quiz G Lösung Nr. 32 E N AGENTUR

Sudoku Gewinner Nr. 31

Paroli Gewinner Nr. 31

Quiz Gewinner Nr. 31

Elisabeth Trachsel, Kirchlindach BE; Jacqueline Munoz, Les Avanchets GE

Ursula Frey, Wabern BE; Susanne Schüpbach, Titterten BL

Monika Willi, Sarmenstorf AG; Monique Stark, Münchenstein BL


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70 | 16.8.2021 | MILOVE

«Maria hat nur den Kopf geschüttelt» Über Jahre liefen sich Maria Amelia und Paul Würms in der Bina immer wieder über den Weg. Und immer wieder fragte Paul, ob sie mit ihm etwas trinken wolle. Doch erst nach ein paar Jahren Pause hat er plötzlich Erfolg. Text: Manuela Enggist

Sie über ihn: «An Paul haben mir schon zu ­Beginn sein blondes Haar und seine blauen Augen gefallen. Ich bin auch heute noch sehr glücklich. Es ist auch toll, dass Paul sehr gut ­kochen kann. Das schätze ich.»

Maria (63) und Paul (61) Würms haben drei Kinder und drei Enkel. Sie leben i­ n Bischofszell TG. Noch ­heute arbeiten beide bei der Bina. Maria in der Kartoffel­ verarbeitung, Paul in der ­Pro­duktions­planung für Getränke-Weich­ver­ packungen. Ende Jahr ­gehen beide in Pension.


Bilder: zVg

Er über sie: «Maria ist eine tolle Partnerin, hat einen grünen Daumen. Das Gesamtpaket stimmt einfach: Sie Portugiesin, ich Schweizer – aber beide ­Familien ­haben uns sehr gut ­aufgenommen. Das war uns beiden wichtig.»

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E

twas barsch sei sie vielleicht schon gewesen, sagt Maria Amelia Würms heute rück­ blickend. «Aber Paul hat es immer wieder probiert. Und ich habe ihn nicht richtig verstanden, da ich noch nicht lange in der Schweiz war. Zudem wollte ich ­keine Beziehung.» 1976 ist die Portugiesin Maria ­gerade 18 Jahre alt und hat eine ­Saisonstelle in Bischofszell TG bei der Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina) angetreten. Sie ist der ­Lasagneproduktion zugeteilt. Zu diesem Zeitpunkt ist Paul Würms, damals 16 Jahre alt, im ersten Aus­ bildungsjahr zum Lebensmittel­

technologen. Ihm ist diese «sehr hübsche» Frau sofort aufgefallen, erinnert er sich. «Also habe ich sie immer mal wieder gefragt, ob sie mit mir etwas trinken will. Maria hat nur den Kopf geschüttelt.» Jahre vergehen. Aus Marias ­Saisonstelle wird eine ganzjährige Anstellung. Sie beginnt Deutsch zu lernen. Paul verabredet sich mit anderen Frauen, hat eine Freundin, trennt sich wieder. 1982 fragt er Maria mehr aus einer Laune heraus erneut, ob sie etwas mit ihm trinken wolle. Diesmal willigt sie ein: «Ich dachte mir, jetzt können wir es pro­ bieren.» Sie hatten sich während der Arbeit etwas besser kennen­

gelernt, und Maria hatte gemerkt, dass ihr der junge Mann «sehr ­sympathisch» war. Paul wiederum war «glücklich und nervös». Beim ersten Date gehen sie nach Hohentannen TG, in ein Restaurant mit Aussicht. Sie merken, dass es passt, und werden schnell ein Paar. Die Hochzeit planen sie für das kommende Jahr – als Maria merkt, dass sie schwanger ist. Sie ruft Paul, gerade in seinem ersten WK, an und erzählt ihm die Neuigkeit. ­Dieser fackelt nicht lange und ­organisiert eine frühere Hochzeit: «Es ging bei uns ja sowieso sehr schnell. Also schalteten wir vom Turbo in den Highspeed.» MM

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