Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny
Wettbewerb S. 39 | Triangoli S. 61 | Fingernägel S. 79
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Bild: Marco Zanoni; Illustrationen: Vecktorstock , iStockphoto
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MM33, 13.8.2018 www.migrosmagazin.ch
Dossier Schulanfang
KopfĂźber in die Welt der Pflichten und Abenteuer Seiten 6 bis 37
Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 720 44 00 - mitglieder.register@migrosvs.ch
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I Editorial
Erinnern Sie sich?
In diesen Tagen ist es wieder so weit: Das neue Schuljahr beginnt. Die einen können es kaum erwarten, ihre liebsten «Gspänli» wiederzusehen, die anderen hätten den Sommer in der Badi gern noch e twas verlängert. Erinnern Sie sich noch an Ihren a llerersten Schultag? Ich mich nicht so richtig.
Bilder: Jorma Müller, Dan Cermak, Herbert Zimmermann, Marco Zanoni; Illustrationen: Sandra Gujer/illuhouse, Vectorstock, iStock
Wahrscheinlich war er recht unspektakulär, wir kannten einander ja alle vom Kindergarten. Aber im Gegensatz zur Kindergärtnerin, Frau Messer, hatte Frau Füllemann immer so braune Beine. Vom Tennisspielen. Und sie war auch eine sehr Liebe. Das kann man rückblickend von Frau Neuenschwander nicht sagen. Die war eher… zackig. Aber ich denke noch heute manchmal an sie, wenn es sonntags gilt, den Wahnsinn der kommenden Woche zu organisieren (Wochenplan!). Meine Pultnachbarin Martina habe ich bewundert, weil sie schneller denkt, als Lucky Luke die Pistole zieht. Und als wir mit dem Taschenrechner rechnen durften, flogen ihre Fingerchen über das Gerät, als wäre sie schon eine ausgewachsene Buchhalterin. Dafür konnte ich besser zeichnen. Und ich war noch eine Spur frecher. Fragen Sie mal Herrn Bomio! Auf jeden Fall waren wir noch irgendwie gefeit vor den ganz grossen Dramen auf dem Pausenplatz. Nielen rauchen im Wäldli war wohl das Heftigste, was wir geboten haben. Wobei – einmal sprangen wir, s tatt nachzusitzen, alle vom dritten Stock zum Fenster raus in den tiefen Schnee. Weisst du noch, Martina? Freundschaft, Streiche, Streite reien auf dem Pausenplatz und die grosse Frage: Was bleibt davon? Unser Schuldossier lässt kein Thema aus (ab Seite 6). PS: Liebe Eltern, tun Sie Ihren Kids einen Gefallen und ziehen Sie ihnen zum ersten Schultag etwas Cooles an. Ich für meinen Teil hoffe, dass alle mein Outfit von damals vergessen haben. Ganz fest. Yvonne Zurbrügg, Redaktionsleiterin yvonne.zurbruegg@ migrosmedien.ch
Dossier Schulanfang 6 Unzertrennlich
Sie gehen gemeinsam durch dick und dünn: Schulfreunde erzählen, was sie verbindet
26
14 Peacemaker
Jessica Gojanaj und Elsa Ernesto schlichten Konflikte und unterstützen ihre Mitschüler bei Krisen
19 Kolumne
Die Kabarettistin Patty Basler über Kühe und eine Schulfreundin namens Lara
21 Ausgegrenzt
Raphael wurde sechs Jahre lang von seinen Mitschülern gemobbt. Heute spricht er über sein Martyrium
24 Soziale Medien
Ein Spiel, bei dem Digital Natives und ihre analogen Eltern zusammenfinden
26 Interview
Schulleiterin Birgit Senn über die Rollenverteilung im Klassenzimmer und den Umgang mit Schultyrannen
33 Treue Freunde
Sechs Schweizer Prominente erinnern sich an ihre
21 Schulzeit und an eine ganz besondere Freundschaft
36 Spass nach der Schule Lego, Playmobil und Co. – das sind die Spielzeughits in Schweizer Kinderzimmern
38 Sommerwettbewerb
M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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11 Migros-Welt 56 M-Check
Schluss mit Label-Salat: Die neue Infobox auf den Migros-Produkten
58 Bio-Cotton
66 Kaderfrauen Teil 2
Cornelia Marending, Leiterin Verkauf Supermarkt der Migros-Aare
68 Schulanfang
So gelingt der Start in das neue Schuljahr
Baumwolle aus Bioanbau
61 Migusto
Oliven-Mascarpone-Triangoli
71 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News
14 Leben 77 «1, 2 oder 3?» Digital Detox für den Kleinen
79 Gesundheit Tipps für die perfekte Nagelpflege
81 Glücksgriff Fünf Rundfahrten im Luxusschiff durchs Elsass zu gewinnen
83 Leseraktion
Entspannen wie in der Belle Époque – im Boutique-Hotel Schlüssel in Beckenried
87 Rätsel 91 Impressum 92 Cumulus 94 Meine Welt
Beat W. Zemp, oberster Lehrer der Schweiz
6 MM33, 13.8.2018 | DOSSIER SCHULANFANG
Schulfreunde
Zusammen durch dick und dünn
Der gleiche Humor, dasselbe Hobby, ein ähnlicher Charakter: Beste Schulfreunde erzählen, was sie verbindet und warum das Freundschaftsband schon so lange so stark ist. Text: Monica Müller/Dinah Leuenberger Bilder: Marco Zanoni
Manchmal sogar im Partnerlook: Anna (l.) und Zoé
DOSSIER SCHULANFANG | MM33, 13.8.2018 7
«Andere finden uns speziell – aber wir haben es lustig» Zoé (14) und Anna (14), 9. Klasse
Zoé «Anna und ich haben immer nah beieinander gewohnt. Doch obwohl wir im Winter am selben Hang schlittelten, unternahmen wir erst in der dritten Klasse gemeinsam Dinge. Wir wurden schnell beste Freundinnen, aber wir tragen natürlich nicht immer das gleiche Outfit. Ich glaube, wir mögen uns so sehr, weil wir ähnlich komisch sind. Andere finden uns manchmal speziell, aber wir haben es immer lustig zusammen. Wir machen gerne Sport, seit der fünften Klasse spielen wir auch zusammen Volleyball. Wir reden über alles – ausser über Bücher, denn wir lesen beide nicht besonders gern. Im Schulunterricht dürfen wir zwar nebeneinandersitzen, aber es heisst immer wieder mal, wir sollten nicht so viel ‹schnädere›. Anna kann sich besser konzentrieren als ich …» Anna «… und Zoé weiss immer genau, wann eine Situation ernst ist – sie lacht nie im falschen Moment. Im neuen Schuljahr ändert sich einiges für uns, denn ich werde aufs Gymnasium gehen, Zoé nicht. Diese Trennung macht uns schon etwas Angst. Aber ich glaube, wir werden auch weiterhin viel gemeinsam unternehmen. Wir sind oft auch zu viert, mit zwei weiteren Freundinnen, unterwegs. In dieser Gruppe wollen wir uns nicht zu viele Sorgen machen, schliesslich ist unser Motto ‹Hakuna Matata› – wir lieben ‹Lion King›.»
8 MM33, 13.8.2018 | DOSSIER SCHULANFANG
Sie hilft ihm bei der Multiplikation, er unterstützt sie in Geometrie: Sara und Benor
DOSSIER SCHULANFANG | MM33, 13.8.2018 9
Trio mit einer Vorliebe für Fussball: Daniele, Louis und Leo (v.l.n.r.)
«Dumme Sprüche über Sara? Das geht gar nicht!» Sara (12) und Benor (12), 7. Klasse
Sara über Benor: «Er ist immer für mich da, hat Humor und ist abenteuerlustig.» Benor über Sara: «Sie ist nett, hilfs bereit, offen und ehrlich.»
Seit der «Chindsgi»-Zeit sind Sara (12) und Benor (12) beste Freunde. Damals schaukelten sie stundenlang, tobten draussen herum und tauschten ihren Znüni. Heute spielen sie zusam men Fussball und Basketball oder hängen ab – mit oder ohne Clique. Sie reden viel über den Wechsel in die Sekundarschule und machen sich gegenseitig Mut. Denn Sara graut es beim Gedanken an die vielen neuen Leute. Und Benor hat Schiss, schu lisch zu versagen. Sie werden zwar im selben Schulhaus sein, nicht aber in derselben Klasse. Das finden sie schade, denn bisher konnte Sara Benor beim Multiplizieren helfen und Benor Sara mit der Geometrie. Im Turnen dribbelten sie am liebsten im selben Team, und wenn sie gegen einander spielten, waren sie ganz besonders fair. Lästern andere über einen von beiden, verteidigen sie einander. «Dumme Sprüche über Sara? Das geht gar nicht!», sagt Benor. Vor Jahren haben sie nach einem Streit eine Woche lang nicht mit einander gesprochen. Schrecklich sei das gewesen. Schliesslich hätten sich beide kleinlaut beim anderen entschuldigt. Wenn Sara auf Familien besuch nach Serbien reist und Benor in den Kosovo, hängen sie mehr am Handy als sonst. «Dann snapchatten wir halt miteinander.»
«Wir fühlen uns einfach wohl miteinander» Daniele, Leo und Louis (alle 8), 3. Klasse
Daniele krabbelte mit Leo bereits in der Spielgruppe und baute mit Louis Kugelbahnen im Kindergarten. In der ersten Klasse haben sich die drei angefreun det. Am liebsten spielen sie in der Pause Fussball oder spionieren. Abge sehen von Pausen und Turnstunden mögen sie das Fach Mathematik:
Da sind sie ehrgeizig, gönnen es aber den anderen auch, wenn sie etwas schneller oder besser verstehen. Sie streiten sich zwar nie, sagen einander aber ihreMeinung. Gibt es einen Konflikt mit ei nem anderen Kind, ver sucht Daniele so zu schlichten, wie es ihm sein älterer Bruder
beigebracht hat. Sie können nur schwer er klären, warum sie sich so mögen. «Wir fühlen uns einfach wohl mit einander», sagt Leo, und Daniele und Louis stimmen ihm zu. So sehr sie sich auf die Ferien freuen –Daniele, Leo und Louis vermis sen einander immer sehr in dieser Zeit.
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DOSSIER SCHULANFANG | MM33, 13.8.2018 11
«Man könnte uns glatt verwechseln» Roger (6) und Tobias (6), 1. Klasse Tobias: «Wir kennen uns schon ewig, auch weil unsere Eltern seit Langem befreundet sind. Es ist cool, Rogers Freund zu sein, weil wir am selben Ort wohnen. So haben wir den gleichen Weg zum ‹Chindsgi› und sehen uns auch danach.» Roger: «Wir haben auch ein gemeinsames Hobby: Wie man sieht, tragen wir Schwingerhemden. Ich schwinge seit einem Jahr, Tobias wird bald damit anfangen. Beim Schwingen geht es darum, den Gegner auf den Rücken zu legen. Ich bin gut darin und übe manchmal auch mit Roger. Ich war auch schon an einem Schwingfest …» Tobias: «… und ich habe es schon im Fernsehen gesehen. Wir spielen auch gern Fussball und unterhalten uns darüber. Dabei gibt es nie Streit – den hatten wir eh seit drei Jahren nicht mehr. Und damals hat er nur fünf Minuten gedauert. Im ‹Chindsgi› können wir alles gleich gut und sehen fast gleich aus – man könnte uns glatt verwechseln!» Roger: «Das passiert jetzt bestimmt noch öfter: Wir kommen jetzt in die erste Klasse und haben einen Schulsack ausgesucht: Ohne es zu wissen, haben wir uns für das gleiche Modell entschieden – so ein Zufall! Darüber haben wir schön gelacht. Man sieht auf dem Schulsack einen Panther, der sein Maul öffnen kann, eine Schlange, einen Tiger und einen Gorilla.» Tobias: «Wir freuen uns auf die Schule, besonders aufs Unihockeyspielen. Und von unserer Kindergärtnerin, Frau Urech, haben wir schon ein Aufgabenbüchlein erhalten. So cool! Zum Glück kommen wir in dieselbe Klasse.»
Das Schwingerhemd als Zeichen der Gemeinsamkeit: Tobias (l.) und Roger
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DOSSIER SCHULANFANG | MM33, 13.8.2018 13
«Wir verstehen uns auch ohne Worte» Line (11) und Sarya (10), 5. Klasse
Line «Wir haben uns in der Schule kennengelernt. Aber erst im vergangenen Jahr, weil ich dann in die Klasse von Sarya gekommen bin. Wir waren nicht gerade sofort Freundinnen. Aber wir haben gemerkt, dass wir in der Schule ähnlich schnell sind und die gleichen Stärken haben. Wir sind zum Beispiel gut in Gruppenarbeiten. Und dann haben wir auch ein gemeinsames Hobby: Wir reiten. Zwar nicht am selben Ort, aber wir tauschen uns immer aus. Ich habe vor zwei Jahren damit angefangen, Sarya reitet bereits seit sieben Jahren. Die Freundschaft mit Sarya ist sehr schön. Wir können über alles reden, aber wir verstehen uns auch ohne Worte. Und wir lachen über die gleichen Dinge.»
Lachen über die gleichen Dinge: Line (r.) und Sarya
Sarya «Vor etwa einem halben Jahr haben wir das letzte Mal gestritten. Wir wissen gar nicht mehr genau, warum. Jedenfalls hat der Streit nicht lange gedauert. Die Pause verbringen wir oft auch mit anderen, aber wenn wir uns nach der Schule treffen, sind wir meistens zu zweit. Dann springen wir auf dem Trampolin herum, das daheim bei Line steht. Und zurzeit machen wir gerade einen Wettbewerb mit Kirschen: Wir schauen, wer mehr davon gleichzeitig in den Mund nehmen kann. Wir haben es beide auf zehn Stück geschafft. Jetzt beginnen wir mit der fünften Klasse. Wir bleiben sicher Freundinnen, auch wenn wir einmal nicht mehr zusammen in die Schule gehen.» MM
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DOSSIER SCHULANFANG | MM33, 13.8.2018 15
Elsa Ernesto schildert im Comic links, wie sie einer Freundin helfen konnte, von der p lötzlich Nacktbilder kursierten.
Peacemaker
Mehr Frieden auf dem Schulhof Sie schlichten Streitigkeiten, unterstützen Opfer psychischer Gewalt und haben auch ausserhalb des Klassenzimmers immer ein offenes Ohr für ihre Mitschüler: Jessica Gojanaj und Elsa Ernesto waren drei Jahre lang sogenannte Peacemakerinnen an der Sekundarschule im zürcherischen Hombrechtikon. Text: Monica Müller Illustration: Sandra Gujer/illuhouse
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nstrengend und sehr aufwühlend sei der Job, informierten zwei erfahrene Peacemaker bei ihrem Besuch der 1. Sek in Hombrechtikon ZH. Und doch interessierten sich viele Mädchen und Jungen für das Ämtli. Die Klasse wählte schliesslich Jessica und Elsa (beide 16). «Nicht der Ober macker ist der beste Peacemaker», sagt Ulrike Spitznagel (54), eine der drei Lehrpersonen, die sich an der Schule für das Projekt engagieren. «Für diese Aufgabe braucht es viel Einfühlungsvermögen.» Am häufigsten haben es Jessica und Elsa dabei mit Zickereien zu tun, wie sie das nennen. Oft sage jemand etwas U nschönes über eine andere Person. Zum Beispiel: «Die hat zu viel Schminke im Gesicht!» Hört die damit Gemeinte davon, gebe sie eben falls verbal zurück. «Das kann schnell eskalieren», sagt Jessica. In einem solchen Fall gehen die Peacemakerinnen immer gleich vor: Sie lassen sich von beiden Seiten die Situation schildern, stellen sicher, dass sie alles richtig verstanden haben, und fragen nach, wie sich die beiden Parteien dabei fühlen. Zum Schluss lassen sie die zerstrittenen Personen selbst eine Lösung aufzei gen. «Es wird viel gelästert», sagt Elsa,
«je früher wir das mitbekommen, desto weniger verhärten sich die Fronten.» Konflikte sind seltener geworden
Mit ihrem beherzten Eingreifen hätten Streitereien in der Klasse abgenommen, erzählen die beiden jungen Frauen. Auch Ulrike Spitznagel bestätigt: «Die Peacemaker fangen viel auf an unserer Schule, sie sind eine Art Frühwarnsystem.» Auch bei den grossen Themen wie psychischer Gewalt seien die Konfliktschlichter nahe dran. Etwa wenn sich Eltern trennen, Kinder sich ungeliebt fühlen oder unter Erfolgsdruck stehen wie im berührendsten Fall, den Jessica be gleitet hat (Seite 16). Auch beim Thema Neue Medien sind die beiden wertvolle Vermittler. Dank ihnen sind die Lehrpersonen immer auf dem neuesten Stand der Apps und wissen, wo welche Fall stricke lauern. Die Peacemaker schulen auch ihre Klassenkameraden darin, sich richtig in den sozialen Netzen zu bewegen. «Viele wissen beispielsweise nicht, dass ein privates Bild auf Instagram auch auf Google erscheinen kann, wenn es geliked wird», sagt Jessica. Und so geht der Spielraum der Peacemaker weit über den Pausenplatz hinaus. MM
Seite 16: Jessica Gojanaj berichtet von psychischer Gewalt auf dem Pausenplatz.
Erfolgsgeschichte
Projekt «Peacemaker» Jedes Jahr werden mehr als 1000 Kinder und Jugendliche von National Coalition Building Institute (NCBI) Schweiz zu so- genannten Peacemakern ausgebildet. Sie lernen, wie sie bei Konflikten auf dem Schulhausplatz, dem Schulweg oder in der Klasse schlichtend ein greifen und Gewalt ver hindern können. Gleich viele Mädchen wie Jungs engagieren sich als Peacemaker. Das Projekt läuft an rund 90 Deutschschweizer Schulen. 2013 wurde es im Auftrag des Bundes in einzelnen Schulen der Kantone Bern, Luzern, Obwalden und Zürich evaluiert und positiv bewertet. Informationen: www.ncbi.ch
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DOSSIER SCHULANFANG | MM33, 13.8.2018 19
Kolumne
Ich und du – blöde Kuh
Bild: Tibor Nad
Lara hiess niemand bei uns im Dorf. Erst einige Jahre später würden all die Laras, Leas, Lisas und Lenas geboren werden. Lara? Zu kurz war der Name. Klara kannte man, klar, Laura auch. Doch Lara hiessen bei uns nur die Kühe, deren Namen möglichst kurz sein mussten, damit sie auf die kleinen Kreidetafeln im Anbindestall passten. Und weil ich die Kühe des elterlichen Hofs und die Bauernkinder des Dorfs alle beim Namen kannte, zog die exotische Lara mich an wie der Mist die Fliegen.
Patti Basler (42) ist ehemalige Lehrerin und studierte Erziehungswissenschaftlerin. Heute bringt sie die Bodenständigkeit einer Bauerntochter von der Heu- auf die Show bühne. Als Poetin, Kabarettistin und Autorin.
Lara war neu in der Klasse, neu im Dorf, neu im Kanton. Schnell war sie Klassenbeste, ohne viel dafür zu tun. Nun war ich nicht mehr die Einzige, die von Fräulein Scheidegger dazu verknurrt wurde, beim Korrigieren der Diktate zu helfen. Was mir verständlicherweise den komplett ungerechtfertigten Ruf einer Streberin eingebracht hatte. Den wurde ich nicht mal los, als ich mich auch nonverbal zu wehren begann gegen die prügelnden Jungs. Doch nun hatte ich eine Freundin. Eine Verbündete. Eine Gleichgesinnte. Statt ein Fertighäuschen zu kaufen, baute Laras Familie ungeheuerlicherweise einen Bauernhof um. Im Stall stand nun ein Klavier. Im Garten gab es nicht nur Gemüse, sondern auch eine Hütte für uns Kinder. Dort horteten wir nach der Papiersammlung die ergatterten Sexheftli. Wir lernten mehr über unseren Körper als in der Dorfschule. So hatte während der Lektionen fürs Papiersam-
meln dennoch Unterricht stattgefunden. Ob Fräulein Scheidegger absichtlich einige Heftli in die verschnürten Zeitungsbündel schmuggelte? Lara und ich dichteten anzügliche Reime darüber und unterhielten uns monatelang auf Hochdeutsch. Möglichst akzentfrei. Wie in den Vorabendserien, die wir beim Grosi schauten. Wir bauten Schlösser aus Luft und ganze Paläste aus Strohballen. Die waren damals noch klein und von Hand zu transportieren. In den stickigen, pieksenden dunklen Gängen machten wir Hausaufgaben und Liebesgeständnisse. Denn in unseren schwärmerischen Liebesrollenspielen waren wir Junge und Mädchen, etwas anderes kannten wir nicht. Beide wollten wir immer der Junge sein. Denn Jungs waren gemäss unserer Erfahrung zwar schlechter in der Schule, hatten aber mehr Spass, mehr berufliche Möglichkeiten und weniger Handarbeitsunterricht. Beim Entrümplen letzthin fand ich den Zettel, den Lara mir in der 4. Klasse unter dem Pult zugesteckt hatte: «Wir zügeln auf Bern.» Blöde Kuh, dachte ich damals. Drei Nächte lang weinte ich. Dann suchte ich mir eine neue Freundin. Doch es war nicht dasselbe: Sie wollte nie ein Junge sein. Gabriela hiess sie. Das passte nicht einmal auf die Kreidetafeln der Kühe im Anbindestall. Heute gibt es Freilaufställe und gechipte Kühe. Und ich denke wieder: blöde Kuh! Weil ich mich nie mehr bei Lara gemeldet habe. MM
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DOSSIER SCHULANFANG | MM33, 13.8.2018 21
Mobbing-Opfer
Anders – und ausgegrenzt
Raphaels Primarschulzeit war geprägt von Angst: Seine Mitschüler quälten und drangsalierten ihn. Heute hat er seine Erfahrungen verarbeitet und ist stolz, sich selbst treu geblieben zu sein. Text: Monica Müller Bilder: Herbert Zimmermann
«Ich hätte versuchen können, mich anzupassen»: Sein Anderssein trieb Raphael (15) über Jahre in die Isolation.
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ür die meisten Kinder bedeutet der Schulweg Freiraum. Für Raphael (15) war er sechs lange Jahre ein Spiess rutenlauf. Er musste schnell sein und geheime Wege wählen, um unbeschadet nach Hause zu kommen. Mal nahmen sie ihm die Gitarre weg, mal die Jacke oder die Turnschuhe und schmissen die Sachen in den Abfall. Dort musste er sie später wieder herausfischen. Oder sie verprügelten ihn. Mit Fäusten und Worten. Heute ist Raphael 1,83 Meter gross, hat schulterlange rot gefärbte Haare und ein freundliches Lächeln. Er sitzt auf einem Sessel im Wohnzimmer und wippt. Erst seit Kurzem kann der junge Mann über die Zeit damals sprechen. Wie alles angefangen hat? «Ich glaube, die anderen merkten schnell, dass ich schwach war und mich nicht wehren konnte.» Es begann früh und schleichend. Auf dem Pausenplatz stand Raphael abseits. Den Schulweg ging er allein. Sie bedachten ihn mit Schimpfwörtern, schubsten ihn. Die jenigen, die in der Klasse den Ton angaben, hatten sich auf Raphael eingeschossen. Und es wurden immer mehr Mobber. Nur wenige hatten den Mut, gegen den Strom zu schwimmen. Er erinnert sich, wie ein Mädchen, das eigentlich ganz nett war, ihn im Schwimmunterricht ins Wasser stiess. Raphael hatte Angst zu tauchen. «Das war nicht ihre Idee», sagt er, «die anderen hatten ihr gesagt: Mach das!» Für die anderen nicht cool genug
Raphaels Mutter Daniela (36) sitzt auf dem Sofa gegenüber und schaut ihren Sohn liebe voll an. «So war das schon damals: Er hat die Kinder, die gemein zu ihm waren, auch noch verteidigt.» – «Die Mädchen, die mich mochten, waren klein und schüchtern. Wie hätten die sich gegen die grösseren Buben wehren können?», sagt Raphael und zuckt die Schultern. Er verstehe die Kinder, die sich herausgehalten und ihn nicht verteidigt ha ben: «Sonst wären sie auch drangekommen.» Raphael wehrte sich nicht. «Ich hatte ihm beigebracht, dass man niemanden schlägt», sagt seine Mutter. Daran habe sich Raphael immer gehalten, weil er Regeln ernst nehme. «Ich hätte versuchen können, mich anzupas sen. Ich war halt nie cool», sagt er. «Es war, als wüssten alle, wie man sich zu verhalten hat. Alle ausser Raphael», sagt die Mutter. Er sei anders gewesen als die anderen. Raphael hat leicht autistische Züge und die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts störung (ADHS). Seine Mutter brachte ihm zwar bei, am Gesichtsausdruck einer Person abzulesen, ob sie glücklich oder traurig sei. Aber Raphael spreche viel und schnell und merke vor lauter Enthusiasmus oft nicht,
Raphael gibt Tipps an Kinder, die gemobbt werden: «Die meisten sagen: Petzen ist schlecht. Aber ich finde, dass man immer mit der Lehrerin oder dem Lehrer reden muss, wenn etwas vorfällt, das wehtut. Denn auch etwas Kleines kann sehr gross werden.» «Man muss sich treu bleiben. Wenn man die Rolle einmal verpasst bekommen hat, finden die anderen sowieso immer einen Grund, einen auszulachen.» «Man muss lernen, dass es wirklich egal ist, was die anderen über einen denken. Und man sollte weiterhin das tun, was einen glücklich macht.» wenn sich sein Gegenüber nicht für seine Geschichte interessiere. Das, was ihn umtrieb, war immer das Fal sche: Er war noch Dinosaurierfan, als die an deren diese Phase längst hinter sich hatten. Und er liebte die Trickfilmserie «Ben 10», die vom zehnjährigen Benjamin handelt, der sich in zehn verschiedene Aliens verwandeln kann. Wenn er mit dem «Ben 10»-T-Shirt ur Schule ging, wurde er ausgelacht. Er lieb te auch das Fach Mathematik, das kaum je
mandem der anderen lag. Und er mochte seine Lehrerinnen und Lehrer – und sie ihn. Die Eltern der Mobber schauen zu
Die Gemeinheiten kamen in Wellen. Mal wurde er bloss etwas gehänselt, mal regelrecht gejagt. Immer wieder intervenierten die Erwachsenen. Seine Mutter suchte oft das Gespräch mit den Lehrpersonen, der Schul leiterin und auch mit den Eltern der Mobber. Mal kam ein Entschuldigungsbrief, mal gab es einen Strafnachmittag, mal einen Verweis. Einer der Anführer musste sogar die Schule wechseln. Doch Raphael blieb ein Opfer. Dass er selbst die Schule wechseln könn te, kam nie infrage. «Fixe Strukturen sind für Raphael sehr wichtig, Veränderungen schwierig.» Sein Schulweg, sein Schulhaus, sein Klassenzimmer: So negativ diese Orte auch besetzt waren, sie waren seine Welt. Zudem hätten sich Raphaels Lehrerinnen sehr engagiert, erzählt Daniela. Nur die Eltern der Mobber, die unternahmen nichts. Das kann die Mutter auch heute noch nicht nachvollziehen. «Ich finde, diese Eltern trifft auch eine Schuld: Sie wussten, was ablief, und schauten zu.» Um Raphael aus der Schusslinie zu neh men, liess man ihn in der Pause auch mal im Schulhaus bleiben. Oder er bekam den Auf trag, auf Rollschuhen Briefe für die Schul leiterin zu verteilen. Mal begleitete ihn die Schulsozialarbeiterin nach Hause, mal die Mutter. Sie ging auch als Köchin mit ins Klassenlager oder war auf Schulreisen dabei, sonst hätte sich Raphael geweigert teilzu nehmen. Auch darin war Raphael anders als
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Seine Mutter fürchtete, dass er am Mobbing zugrunde gehen würde. Heute findet Rapahel den Mut, darüber zu sprechen.
die anderen: Er schämte sich nicht für seine Mutter, sondern war froh, sie in seiner Nähe zu wissen. Ende des vierten Schuljahrs war der Tief punkt erreicht. Kurz vor den Sommerferien weigerte sich Raphael, in die Schule zu ge hen. Er sagte zu seiner Mutter: «Ich will nicht mehr leben. Ich kann nicht mehr.» Sie blieb mit ihm daheim, und die Schulsozial arbeiterin sprach mit der Klasse. Sie erklärte den Kindern, warum Raphael war, wie er war. Sie sagte ihnen, sie müssten nicht mit ihm befreundet sein, ihn aber in Ruhe lassen. «Nach den Ferien war es dann eine Zeit lang etwas besser», erzählt Raphaels Mutter. Eine Freundschaft gibt ihm Kraft
In der fünften Klasse änderte Raphael seine Taktik. Er versuchte, sich anzupassen. «Ich heulte nicht mehr, wenn sie mich fertig machten.» Das Verhalten der anderen än derte sich indes wenig. Die ganze Traurigkeit und der Frust entluden sich zu Hause, erzählt die Mutter. In diesem Schuljahr wurde Raphael ein Erstklässler als Göttibub zu geteilt. «Emanuel war ein bisschen wie ich, wie mein kleiner Bruder», sagt er. Sie verstan den sich bestens. «War jemand fies zu Ema nuel, verteidigte Raphael ihn», so die Mutter. Raphael hatte jetzt einen Freund. Er, der sich in der Schule stets alleingelassen und ausgeschlossen gefühlt hatte. Die Kinder aus der Klasse lachten ihn zwar aus, weil er sich so gut mit einem Jüngeren verstand, der auch ein «Ben 10»-T-Shirt trug. Aber das war Raphael egal. Die Freundschaft mit Emanuel stärkte ihn. Es gelang Raphael immer besser,
Raphaels Mutter gibt Tipps an betroffene Eltern: «Eltern sollten Kinder stärken und ihnen das Gefühl vermitteln: Du bist gut so, wie du bist.» «Es ist wichtig, dass Eltern die Gefühle ihres Kindes ernst nehmen, auch wenn sie finden, es handle sich um eine Kleinigkeit und das Kind könne sich doch zusammenreissen.» «Man soll sich nicht schämen, Hilfe zu suchen. Gespräche mit Kinderpsychologen können helfen, besser zu verstehen, was das Kind durchmacht und wie man damit umgehen soll.»
die Gemeinheiten an sich abprallen zu lassen. Aber seine Rolle wurde er bis Ende Primarschule nicht los. Beim Wechsel in die Oberstufe entschloss sich die Mutter, für Raphael eine passende Privatschule zu finden. An einer Schule im Raum Zürich, die einen guten Eindruck machte, konnte Raphael zwei Tage lang schnuppern – und es gefiel ihm. Nach an strengenden ersten Wochen gelang der Ein stieg am neuen Ort. «Klar wäre ich manch mal lieber zu Hause geblieben. Aber zum ersten Mal nach Jahren ging ich gern zur Schule», erzählt Raphael. Trotz grüner Haare eine Lehrstelle gefunden
Raphael wollte immer bunte Haare wie ein Clown haben. Doch bis zur zweiten Sekun darschule musste er damit warten. Seine Mutter wollte den Haaren ihres Sohnes nicht zu früh Bleichmittel zumuten und auch verhindern, dass er einen schlechten ersten Eindruck an der neuen Schule machte. In der Zwischenzeit waren seine Haare schon blau, grün und violett – jetzt sind sie rot. Als es um die Bewerbungsfotos für die Lehrstelle als Polymechaniker ging, dis kutierten Daniela und Raphael über die richtige Auswahl. Sie kamen zum Schluss: Ein Lehrmeister, der farbige Haare pro blematisch findet, würde Raphael wohl auch nicht einstellen wollen. Also bewarb er sich mit grünen Haaren – und fand seine Wunschstelle. Raphael freut sich darauf, bald loslegen, arbeiten und Geld verdienen zu können. Die schlechten Erfahrungen an der Primarschule hat Raphael inzwischen verarbeitet. «Ich habe gelernt zu ignorieren, was die anderen denken», sagt er. «Ich bin, wie ich bin.» Auch seine Mutter ist erleich tert, dass es ihm endlich gutgeht und diese Lebensphase vorbei ist. Das hat die Allein erziehende sehr viel Energie gekostet. Während sechs langen Jahren sorgte sie sich jeden Tag. «Ich hatte Angst, er könnte daran kaputtgehen.» MM
Mobber und Gemobbte gesucht Für einen weiteren Artikel sucht das Migros-Magazin Erwachsene, die in der Schule andere gemobbt haben oder gemobbt wurden. Wie blicken sie heute auf diese Zeit zurück? Wie hat es sich auf ihr Leben ausgewirkt? Was würden sie der Person/den Personen gern sagen, die sie gequält haben oder von denen sie gequält
wurden? Gibt es Mobber und Gemobbte, die sich später getroffen und ausgesprochen haben – oder sich vorstellen könnten, das gemeinsam im Migros-Magazin zu tun? Wenn Sie bereit sind, Ihre Geschichte zu erzählen, melden Sie sich bei: ralf.kaminski@migrosmedien.ch
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Soziale Medien
Der Weg ist das Ziel Kinder wachsen heute mit WhatsApp und Instagram auf, Eltern hinken häufig hinterher. Das Gänsespiel soll zum Diskutieren anregen – generationenübergreifend. Text: Sabine Lüthi Illustration: Martin Burgdorff
Spielregeln
Mit einer Figur pro Spieler und einem Würfel sind Sie startklar. Der Spieler, der auf einem Feld mit Bild landet, darf den Text vorlesen und damit die Diskussion starten. Handeln kommt vor reden! Finden die Eltern den Medienkonsum ihres Kindes über trieben? Bitte zuerst das eigene Verhalten kritisch überprüfen und mit gutem Beispiel vorangehen.
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Soziale Medien sind nicht des Teufels, sondern Teil unseres Lebens. Machen die Eltern ein Problem aus etwas, das kein Problem ist?
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Haben Eltern und Kinder gemeinsam Regeln aufgestellt? Beispiele: a) 7 Murmeln für 7 Stunden Gamen pro Woche für einen 10-Jährigen. Das Kind will drei Murmeln an einem Tag? Ist okay, aber für den Rest der Woche hat es entsprechend weniger Murmeln zur Verfügung. b) Handyparkplatz beim Wohnungseingang; Handyturm auf dem Esstisch: Erst wenn alle fertig gegessen haben, sind die Telefone und Tablets wieder verfügbar.
Bildung hilft dem Kind, souveräner mit möglichen Angriffen umzugehen.
Die Balance zwischen Offline- und Onlineaktivitäten ist wichtig. Besteht ein attraktives Angebot an Freizeitaktivitäten?
Mit Chats lassen sich Freundschaften pflegen. Sind die Regeln bekannt? Keine Nacktbilder teilen; bei Klassenchats auf Inhalte achten (Lehrperson); in öffentlichen Chats nie mit jemandem real abmachen; Inhalte können viral gehen und sich im Netz schnell verbreiten.
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Hat das Kind ein gesundes Selbstbewusstsein? Mit Selbstvertrauen lernt das Kind, Nachrichten zu filtern, zu differenzieren und Nein zu sagen.
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Hate Crime, Hate Speech: Digitale Gewalt in Form von Hassreden können sich auch in der analogen Welt fortsetzen. Darüber reden ist wichtig. Warum chatte ich negativ über andere? Stichworte: Sexismus, A ntisemitismus, Homophobie
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Gleichgültigkeit ist keine Option, weder für Gross noch für Klein. Teilen alle ihr Wissen? Eignen sich alle Know-how an?
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Links
Möchten Sie mehr wissen? • Informationsportal zur Förderung der Medienkompetenz: www.jugendundmedien.ch • Schweizerische Kriminalprävention – Fokus Internet: www.skppsc.ch • Das Wichtigste für Kinder, Eltern, Lehrkräfte zum Internet (WhatsApp, Spiele, Youtube etc.): www.internet-abc.de • EU-Programm zur Förderung der Medienkompetenz von Eltern, Kindern, Lehrern: www.saferinternet.at
Die Eltern wissen Bescheid: Sind Houseparty, Tiktok, Snapchat und Instagram keine Fremdwörter?
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Apps fördern Kreativität und ermöglichen Lerneffekte. Gewusst? Die AppBeispiele: Schreibtabelle Zebra, iStopMotion, Tierstimmen-App, Comic life, www.kahoot.it
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Hat das Kind eigene Suchmaschinen installiert? Sie funktionieren wie ein Filter: www.blinde-kuh.de, www.helles-koepfchen.de
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Unterscheiden lernen: Chat – Brief – Gespräch: Was eignet sich wofür?
Quelle: Giorgio Macaluso, Medienpädagoge, Projektleiter Corporate Responsibility bei Swisscom; www.swisscom.ch/de/medienstark.html www.swisscom.ch/medienkurse
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Birgit Senn
«Man muss das Mobbing öffentlich machen» Der beste Nährboden für Mobbing ist Verschwiegenheit, sagt Schulleiterin Birgit Senn. Ein Gespräch über Selbstwertgefühle, die Rollenverteilung im Klassenzimmer und ihre Methode, mit Schultyrannen fertig zu werden. Text: Ralf Kaminski/Monica Müller Bilder: Dan Cermak
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Birgit Senn, was ist für Kinder wichtiger in der Schule: sozial integriert sein oder etwas lernen? Das Zweite geht nicht ohne das Erste. Wenn ein Kind sozial keinen Platz hat, kann es auch nichts lernen. Es ist pausenlos damit beschäftigt, zu schauen, wie es seinen Platz finden könnte. Lernen läuft immer über Beziehungen: Wenn sich das Kind nicht wohlfühlt, kann es schulisch nicht erfolgreich sein.
angehen, das raffinierte ist kniffliger. Es ist auch nicht immer alles gleich Mobbing. Wo würden Sie die Grenze ziehen? Dass Kinder sich streiten und gegenseitig ein bisschen plagen, ist natürlich. Das gab es schon immer. Es gehört zum Prozess des Erwachsenwerdens, dass man gewisse Dinge auszuhalten lernt. Um Mobbing handelt es sich, wenn ein Kind oder eine bestimmte Gruppe über längere Zeit gezielt durch die gleichen Leute drangsaliert wird. Mein ärgster Fall war ein Junge, der von der ganzen Klasse gemobbt wurde.
Die Integration ist also eine zentrale Voraussetzung für den Schulerfolg? Ja, sie ist viel wichtiger als die Didaktik der Lehrkraft oder die Intelligenz des Schülers. Wie kommt ein Kind denn zu seinem Platz in einer Klasse? Entscheidet sich das bereits am ersten Schultag? Nein, aber in den ersten paar Wochen. Deshalb finde ich es wichtig, dass kein Kind verspätet in die erste Klasse einsteigt, sondern alle von Anfang an diesen Entwicklungsprozess mitmachen. Als Lehrperson kann man den aber auch ein wenig steuern. Wie? Indem man von Anfang an gut beobachtet, wie sich die Kinder formieren. Mit der Verteilung von Sitzplätzen oder Gruppenarbeiten lassen sich gewisse Beziehungen fördern – also Kinder zusammenbringen, die sonst vielleicht nichts miteinander zu tun hätten. Und grundsätzlich sollte man von Anfang an klare Grenzen setzen, innerhalb von diesen aber viel Freiheit lassen. Können die Kinder selbst Einfluss nehmen auf ihre Position in der Gruppe? Ein bisschen, aber letztlich ist das ein gruppendynamischer Prozess. Und wir müssen auch aufpassen, dass wir es nicht übertreiben: Aussenseiter hat es schon immer gegeben. Es ist nicht per se alarmierend, wenn ein Kind lieber für sich ist. Man muss aber beobachten, ob das selbstgewählt ist oder ob es in diese Rolle gedrängt wird. Kann ein Kind am ersten Schultag irgendwas tun, um sicherzustellen, dass es kein Opfer von Mobbing wird? Zuerst können die Eltern mit der Erziehung einiges dazu beitragen. Ein Kind mit einem guten Selbstwert, das einen selbstbewussten, natürlichen Umgang mit anderen pflegt, wird selten zum Mobbingopfer. Wie schwer ist es, aus der Opferrolle rauszukommen, wenn man einmal drinsteckt? Ganz wichtig ist es, darüber zu reden: mit den Eltern oder den Lehrpersonen. Der beste Nährboden für Mobbing ist Verschwiegenheit. Ist das Problem erst einmal auf dem Tisch, ist es auch schon fast gelöst.
Mobbing heisst für Birgit Senn: Ein Kind wird länger von denselben «Gspänli» gezielt drangsaliert.
Aber in vielen Fällen wird Mobbing lange erduldet, bis man sich getraut, etwas zu sagen. Vielen ist es einfach peinlich, sie schämen sich: Warum passiert das ausgerechnet mir? Es ist deshalb extrem wichtig, dass Eltern und Lehrpersonen den Kindern signalisieren, dass sie sich jederzeit an sie wenden können, wenn sie sich nicht wohlfühlen. Wenn das Mobbing einmal öffentlich ist, lässt es sich immer lösen? Fast immer. Viele Kinder befürchten ja, es werde nur noch schlimmer, wenn sie etwas sagen. Aber ich kenne bis heute keinen einzigen Fall, in dem das so gewesen ist.
«Wir müssen aber auch aufpassen, dass wir es nicht übertreiben: Aussenseiter hat es schon immer gegeben.» Birgit Senn, Schulleiterin
Was braucht es, damit die Situation sich wieder beruhigt? Das ist von Fall zu Fall verschieden. Wenn wir an unserer Schule den Verdacht haben, dass jemand gemobbt werden könnte, folgt zuerst ein Beobachtungsauftrag an die Schulsozialarbeit. Es gibt ja zwei Arten von Mobbing: das plumpe, das man sofort sieht, und das raffinierte, das sehr viel schwieriger zu erkennen ist. Bei Letzterem werden Leute durch den eigentlichen Mobber instrumentalisiert, er selbst tritt gar nie richtig in Erscheinung. Das plumpe lässt sich leicht
Erzählen Sie. Der Junge war vor ein paar Monaten neu in die Klasse gekommen und verhielt sich nicht ideal. Er konnte tatsächlich ziemlich nerven. Das Mobbing lief dann so ab, dass man im Klassenlager draussen an einem grossen Tisch sass, um zu essen. Der Junge kam hinzu, worauf alle aufstanden und gingen. Wir probierten danach alles Mögliche, aber erst der schlimmste Elternabend meines Lebens brachte die Lösung, moderiert von einer Person der Gewaltberatungsstelle. Verblüffend war, wie genau die Eltern die Klasse widerspiegelten, es fand an dem Abend eine Art Parallelmobbing statt. Die Mutter des Opfers wurde beschimpft, sie könne ihr Kind nicht erziehen und das sei doch alles völlig übertrieben, bis sie in Tränen ausbrach. Es gab einen echten Vulkanausbruch. Aber danach war es dann auch gut. Das Problem wurde auf der Elternebene quasi gelöst, und alle gaben das, was sie selbst erlebt hatten, ihren Kindern weiter. Es wurde danach eine meiner besten Klassen. Ein Patentrezept, das für alle Mobbingsituationen gilt, gibt es aber nicht? Teilweise schon: Man muss das Mobbing und die damit verbundenen Probleme öffentlich machen und dann den Ursachen im Detail auf den Grund gehen. Auch wenn das vielleicht aufwendig ist und man mit allen Beteiligten in Ruhe reden muss. Ausserdem sollte man als Schule von Anfang an klarmachen, dass so etwas nicht geduldet wird. Wenn es dennoch passiert, sollte man sich als Lehrperson Hilfe holen, bei der Schulsozialarbeit oder der Gewaltpräventionsstelle. Und bei komplexen Fällen sollte man immer die Eltern miteinbeziehen, sie sind oft Schlüsselfiguren. Weshalb? Weil man so umfassend auf die Kinder einwirken kann, nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause. Es steckt ja enorme Energie im Mobbing. In einer Klasse, in der Mobbing stattfindet, geht es 90 Prozent der Kinder nicht gut. Auch der Täter fühlt sich mässig lässig. Und die Mitläufer laufen
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nur mit, weil sie Angst haben, sonst selbst unter die Räder zu kommen. Wenn sich all diese negative Energie positiv auf etwas Schulisches umlenken lässt, können alle enorm profitieren. Da finden dann richtige Verwandlungen statt. Lassen sich die Probleme immer lösen? Oder kommt es vor, dass der Gemobbte an eine andere Schule gehen muss? Oft geht es ohne Schulwechsel. Aber wenn einer nötig ist, wird es nur dann besser, wenn das Kind gelernt hat, am Verhalten zu arbeiten, das mit zum Mobbing geführt hat. Das Risiko ist sonst gross, dass es an der neuen Schule so weitergeht wie bisher. Wen trifft es besonders häufig? Meistens sind es Kinder, die keine so glückliche Art haben, Kontakte zu anderen aufzubauen. Sie wollen es zwar, machen es aber auf eine ungeschickte Art und nerven die anderen damit. In solchen Situationen ist es nicht so schwierig zu helfen. Man übt einfach bessere Strategien mit ihnen ein, am besten in kleinen Spielszenen. Da können Kinder auch überlegen, welche Antworten sie auf blöde Sprüche geben könnten. Zum Beispiel? Es muss schnell und schlagfertig sein, zum Beispiel: «Ja, danke, mir gehts auch gut», und den Anwurf einfach ignorieren. Einigen Kindern macht es richtig Spass, so was zu trainieren. Und danach können sie sich auch meist erfolgreich wehren. Nur schon weil sie wissen, was sie tun können, wirken sie plötzlich selbstbewusst. Und der Schikanierer spürt das? Oh ja, sofort. Da ist gleich eine ganz andere Ausstrahlung. Was treibt die Schultyrannen an? Warum quälen sie andere Kinder? Es gibt ihnen ein Gefühl der Überlegenheit und der Macht. Sie bewirken etwas. Und solange sie selbst in der mächtigen Position sind, werden sie ja nicht gemobbt. Manche Schikanierer leben in schwierigen Familienverhältnissen und lassen Frust und Ärger dann an Schwächeren in der Schule aus. Trotzdem habe ich nicht den Eindruck, dass sie sich gut fühlen bei dem, was sie tun. Helfen Strafen? Nein, Strafen sind hilflos und blöd. Man muss auf beiden Seiten an einer Verhaltensänderung arbeiten. Nur das bringt etwas. Konnten Sie bisher noch jeden Mobbingfall zu einem guten Ende führen? Eigentlich ja, auch wenn es manchmal länger dauerte. Bei einem Mädchen, das extrem stark unter Mobbing gelitten hatte, brauchte
es drei Anläufe in neuen Schulen, aber heute ist sie in der dritten Oberstufe und dort gut integriert. Sie beschäftigen sich schon seit 16 Jahren mit dem Thema. Wie hat sich die Situation durch die sozialen Medien verändert? Sie hat sich klar verschärft. Die neuen Medien sind wirklich gefährlich für unsere Kinder. Es wird ihnen täglich beigebracht, was man damit alles anrichten kann: problematische Filmchen und Fotos ins Netz stellen, die Privatsphäre verletzen, Leute diffamieren und blossstellen – das alles kann man heute mit zwei Klicks. Als Pädagogen müssen wir darauf fokussieren, den Kindern einen guten Umgang mit diesen Geräten und Systemen beizubringen. Mittlerweile hat ja jeder in der Mittelstufe ein Handy.
«Strafen sind hilflos und blöd. Man muss auf beiden Seiten an einer Verhaltens änderung arbeiten.» Birgit Senn
Und Cybermobbing ist vermutlich besonders schwierig zu bekämpfen, weil man es in der Schulöffentlichkeit nicht sieht. Richtig, es ist nicht kontrollierbar. Umso wichtiger ist es, dass die Kinder sich selbst melden, wenn sie zur Zielscheibe werden. Ich habe einer 5. Klasse auch schon ein Handyverbot erteilt – ohne dass sich deren Eltern beschwert hätten. Die waren wohl alle froh darüber. ( lacht) Ist es unvermeidlich, dass sich in einer Klasse eine fixe Rollenverteilung entwickelt? Das Opfer, der Streber, die coolen Kids, die Sportmuffel, die immer als Letzte in eine Mannschaft gewählt werden ... Irgendwie schon, wir sind halt verschieden, da passiert das fast automatisch. Einer ist
Zur Person
Schulleiterin und Expertin für Gewaltprävention Birgit Senn (55) ist Leiterin der Schule Küngenmatt in der Stadt Zürich, mit 18 Klassen von Kindern zwischen 6 und 12 Jahren. Die frühere Kindergärtnerin ist ausgebildete Gewaltpräventionstrainerin sowie Bogenschützin. Senn hat zwei erwachsene Kinder und wohnt in Kloten ZH.
nun mal der Beste, einer eher verträumt und einer nicht so gut im Sport. Und die Rollen bleiben ja nicht immer sakrosankt, es kann auch Verschiebungen geben. Wenn der Schlimmste aus der Klasse geht und man als Lehrperson schon denkt, hurra, jetzt wirds einfacher, rückt schon bald jemand anderes in die Rolle. Ein Mobbingopfer hingegen muss es nicht zwingend geben. Ausserdem finden sich auch immer einige, die keine besondere Rolle haben und so ein bisschen driften. Generell haben die Kinder heute mehr Möglichkeiten, sich nicht regelkonform zu verhalten. Man lässt mehr zu, findet mehr in Ordnung. Gemobbte Kinder leiden ja furchtbar. Wie schwierig ist es, in solchen Fällen persönlich Distanz zu wahren? Nicht sehr, weil dieser Abstand so extrem wichtig ist, wenn man etwas erreichen will. Wenn ich als Lehrperson mitleide, hilft das niemandem. Stattdessen muss ich stark und ruhig bleiben, nur so kann ich eine Stütze sein und etwas bewirken. Vor Kurzem war ich mit einer Klasse auf einer Wanderung, da wurde ein Allergiker von einer Wespe gestochen und hatte seine Medikamente nicht dabei. Zum Glück waren wir noch nicht so weit weg vom Dorf, also konnten wir zurück. Aber der Junge geriet in Panik und war überzeugt, dass er gleich sterben werde. Ich riet ihm, damit noch etwas zu warten, weil ja noch der Abschlussabend mit der Klasse anstehe und es doch ungünstig wäre, wenn er nicht dabei sein könnte. Am Ende ging alles gut, sein Bein war tatsächlich ziemlich angeschwollen, aber die Tabletten brachten das wieder in Ordnung. Welche Rolle hatten Sie denn eigentlich früher in Ihrer Schulzeit? Ich wäre gern die Anführerin gewesen, aber das ist mir nicht immer gelungen. ( lacht) So war ich dann meist die Gegenspielerin der Anführerin, um deren Sturz ich mich immer redlich, aber oft vergeblich bemühte. Ab und zu war ich auch der Klassenclown – und landete immer mal vor der Tür. Wurden Sie selbst als Schülerin gemobbt? Einmal hat eine dieser Anführerinnen die anderen Mädchen gegen mich aufgewiegelt, wohl aus Angst, dass ich sie stürzen könnte. Die haben mich dann in der Pause immer attackiert. Also ging ich nach Hause und erklärte meiner Mutter und meiner Grossmutter, dass ich von nun an nicht mehr zur Schule gehe. Da griff sich die Grossmutter ihren Schirm, kam mit mir auf den Pausenplatz und drohte den anderen, wenn sie das noch einmal täten, würde sie sie mit dem Schirm verhauen. Ab dann war Ruhe. Sie sehen, früher lief das sehr viel direkter und pragmatischer. ( lacht) MM
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Sizilien 1. Tag Schweiz – Genua Fahrt über den Grossen St. Bernhard nach Genua.
2. Tag Auf See – Campofelice di Roccella Heute geniessen wir ausgiebig das Bordleben auf unserem Schiff. Gegen Abend Ankunft in Palermo. 3. Tag Ausflug Agrigento – Villa Romana Bei Agrigento erreichen wir die Südküste und besuchen das «Tal der Tempel». Es gehört zu den eindrucksvollsten antiken Gebäudekomplexen ausserhalb Griechenlands. Danach Fahrt nach Piazza Armerina und zur Villa Romana del Casale. Durch seine Mosaikfunde aus der Römerzeit berühmt geworden, ist dieser Platz ein Anziehungspunkt erster Güte für Sizilienreisende. 4. Tag Ausflug Cefalù Am Fuss eines markanten Felsens gelegen, ist Cefalù ein anziehendes Fischerstädtchen, das sich zu einem beliebten Ferienort entwickelt hat. 5. Tag Ausflug Aetna und Taormina (fakultativ) Am Vormittag besuchen wir den alles überragenden Aetna, den grössten und noch heute aktiven Vulkan Europas. Am Nachmittag fahren wir nach Taormina, der «Perle Siziliens», einem der schönsten Orte Italiens.
Sardinien Reisedaten 2018 08. – 15. Oktober 22. – 29. Oktober
Fr. 849.– Fr. 799.–
Das ist alles dabei...
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nem 4-Sterne-Fernreisecar
• Schiffspassagen Genua – Palermo – Neapel mit modernem Linienschiff in Doppelkabinen innen (ohne Mahlzeiten)
• 5 Übernachtungen in sehr
guten Mittelklassehotels in Zimmern mit Bad/WC
• Halbpension in den Hotels • Ganztägiger Ausflug ins Tal der Tempel und zur Villa Romana di Casale, inklusive Eintritt und Führung
• Ausflug nach Cefalù • Geführte Besichtigung von Palermo und Monreale
6. Tag Campofelice di Roccella – Palermo Auf einer Stadtrundfahrt zeigt man uns die Sehenswürdigkeiten Palermos. Danach fahren wir zum hoch gelegenen Monreale, wo wir die Kathedrale bewundern, die als schönstes Beispiel des arabischnormannischen Stils gilt. Am Abend Einschiffung.
Auf Wunsch:
7. Tag Neapel – Toskana Nach der Ausschiffung in Neapel fahren wir vorbei am hoch über der Ebene thronenden Montecassino nach Lazium und vorbei an der Hauptstadt Rom in die Toskana.
• Ganztägiger Ausflug zum
8. Tag Toskana – Schweiz Entlang der Versiliaküste und durch die Po-Ebene kehren wir wieder in die Schweiz zurück.
• Einzelzimmer-/Einzelkabinenzuschlag Fr. 280.–
• Zuschlag Aussenkabine Fr. 60.–
Aetna und nach Taormina Fr. 58.–
• Annullationsschutz Fr. 32.– Abfahrtsorte Zürich, Olten, Bern, Basel, Luzern
1. Tag Schweiz – Livorno Abwechslungsreiche Fahrt entlang der Riviera nach Livorno zur Einschiffung nach Sardinien.
2. Tag Olbia und die Smaragdküste Nach der Ausschiffung fahren wir in das von schroffen Granitfelsen eingerahmte Bergdorf San Pantaleo. Die Granitformationen rund um das Dorf werden auch die «Dolomiten von Sardinien» genannt. Anschliessend Panoramafahrt zur Costa Smeralda. Diese atemberaubende Strecke entlang der weltberühmten Küste führt uns vorbei an Granitklippen und weissen Sandstränden mit Blick auf das smaragdblaue Meer. 3. Tag Ausflug Castelsardo und die Gallura (fakultativ) Fahrt durch die Gallura mit ihren grossen Korkeichenwälder und Besuch einer kleinen Korkfabrik. Über Tempio Pausania, der idyllischen Hauptstadt der Gallura, erreichen wir Castelsardo, das von seiner genuesischen Festung auf einem von drei Seiten vom Meer umspülten Felsen beherrscht wird. 4. Tag Maddalena Inseln und Mittagessen auf einem Bauernhof (fakultativ) Das Smaragdgrün des traumhaften Meeres um die La Maddalena-Inseln lässt einem glauben, man sei in einem tropischen Paradies. Wir fahren mit der Fähre von Palau nach La Maddalena und umrunden die Insel auf der atemberaubenden Panoramastrasse. Zurück auf Sardinien erwartet uns ein sardisches Mittagessen mit Folklore-Darbietung. 5. Tag Bosa – Alghero – Olbia Herrliche Panoramafahrt ins Landesinnere von Sardinien. Über Olbia und entlang den Gebirgszügen des Monte Limbara fahren wir nach Bosa, einer Perle unter den sardischen Städten. Auf einer grandiosen Panoramastrasse entlang der Steilküste erreichen wir danach die reizvolle Zitadellenstadt Alghero. Die Stadt war früher Ferienort der italienischen Königsfamilie. Gegen Abend Fahrt nach Olbia zur Einschiffung nach Livorno. 6. Tag Livorno – Schweiz Heimreise entlang der Versiliaküste, über den Cisapass und durch die Po-Ebene in die Schweiz.
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Schaffhauserstrasse 44 • 8152 Glattbrugg • www.bossartreisen.ch
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nem 4-Sterne-Fernreisecar
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Olbia / Olbia – Livorno mit modernen Linienschiffen
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pelkabinen innen mit Dusche/WC (ohne Mahlzeiten)
• 3 Übernachtungen in
gutem Mittelklasshotel in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC
• Frühstücksbuffet und
Abendessen im Hotel
Auf Wunsch:
• Einzelzimmer-/Einzelkabinenzuschlag Fr. 140.–
• Zuschlag Aussenkabine Fr. 50.–
• Annullationsschutz Fr. 32.– • Ausflugspaket mit 2 Aus-
flügen Fr. 96.– (muss im Voraus gebucht werden) - Ausflug zu den Maddalena Inseln mit Reiseleitung, Fährüberfahrten und Mittagessen mit Folklore auf einem Bauernhof - Ausflug Gallura-Rundfahrt mit Reiseleitung und Besuch einer Korkenfabrik
Abfahrtsorte Zürich, Olten, Basel, Luzern, Bern
DOSSIER SCHULANFANG | MM33, 13.8.2018 33
VIP-Schulfreunde
Very important Friends
Schweizer Prominente erinnern sich an eine besondere Freundschaft aus der Schulzeit. Und viele halten sie bis heute lebendig. Redaktion: Yvette Hettinger, Lisa Stutz
Lukas Studer (41), Sportreporter
Eng und intensiv
Christa Rigozzi (35), Entertainerin
Einst Kindergarten – heute Kinderspielplatz «Die Parallelen zwischen Manuela und mir sind verblüffend: Sie kam am 28. April 1983 zur Welt, ich am 2. Mai 1983 – unsere Mütter waren gleichzeitig im selben Spital. Manuela und ich lernten uns im Kindergarten in Monte Carasso TI kennen und gingen gemeinsam in die Grundschule. Dann machte Manuela eine Berufslehre, und ich ging ans Gymnasium in Bellinzona. Gemeinsame Wochenenden in Zürich, Partys, Reisen nach Italien oder Spanien: Wir haben viel erlebt. Später studierte ich in Bern und in Freiburg. Aber wir haben uns nie aus den Augen verloren und regelmässig miteinander telefoniert. Heute sind wir verheiratete Mütter und leben beide wieder in Monte Carasso. Dort treffen wir uns mit den Kindern auf dem Spielplatz, wenn es die Zeit zulässt.»
«Mein bester Freund aus dem Kindergarten ist noch heute einer meiner engsten Freunde. Thomas und ich sind gegenseitig Göttis unserer Kinder und gehen einmal im Jahr zu zweit weg. Oft machen wir eine Städtereise, dieses Jahr waren wir in Palma. Thomas’ Eltern hatten einen Bauernhof in Sichtweite unseres Hauses. Wir waren oft im Wald und machten ‹Seich›. Weil die Bauernfamilie nur selten in die Ferien ging, kam Thomas mit uns mit. Wir haben entscheidende Dinge zusammen erlebt – ich würde sagen, wir kennen uns inzwischen in- und auswendig. Unsere Freundschaft durchlief unterschiedliche Phasen: Als junge Erwachsene gingen wir oft zusammen aus, heute beschäftigen uns andere Dinge. Da wir beide Job und Familie haben, sehen wir uns heute nicht mehr so häufig, aber wenn, dann ist es intensiv. Dass ich bekannt bin, ist Thomas übrigens herzlich egal.»
Salar Bahrampoori (39), TV-Moderator
«S Chalb» im KV
«An der Wirtschaftsschule in Chur hatte ich einen sympa thischen Schulkollegen: Fabian Monn. Er half mir bei den verflixten Rechenaufgaben und wurde dann mein Freund. Wir machten beide gern ‹s Chalb› und wurden oft vor die Tür geschickt – leider nie gemeinsam. Fabian war der bessere Schüler als ich, dafür konnte ich ihn ausserhalb der Schule manchmal unterstützen. Irgendwie kriegte ich die Prüfungen hin – und die Freundschaft haben wir am Leben erhalten. Inzwischen ist Fabian selbständiger Steuerberater und erledigt auch meine Steuererklärung. Jedes Jahr sagt er: «Wirf einfach alles in ein Couvert und schick es mir.» Ich möchte ihn aber lieber treffen, und spätestens für die Unterschrift schaffen wir das auch. Dann lachen wir über die Schulzeit und lästern jedes Mal über den Lehrer ab, der uns damals nervte.»
34 MM33, 13.8.2018 | DOSSIER SCHULANFANG Matthias Aebischer (50), Nationalrat
Kumpel des Prügelknaben
«Mein bester Freund war ein Jugoslawe. Er hiess Matej Grilc und stammte aus Bled (heute Slowenien). Er kam direkt zu uns in die erste Klasse und sprach kein Wort Deutsch. Also erklärten wir ihm in der ersten Pause, dass er Prügel bekomme, wenn er nicht spreche. Leider war er uns physisch überlegen, und wir liessen von unserer Drohung ab. Da Matej in derselben Strasse wohnte wie ich, wurde er mein Freund. Wir besuchten mehrmals seine Heimat und verbrachten unsere Sommerferien im slowenischen Küstenstädtchen Piran. Matej Grilc lernte übrigens rasch Deutsch und schrieb schon in der vierten Klasse die besseren Aufsätze als ich. Unsere Wege trennten sich, als er ins Gymnasium und später an die ETH in Zürich ging. Solche Meriten blieben mir verwehrt.»
Jacqueline Badran (56), Politikerin und Unternehmerin
Unvergängliches Urvertrauen
«Im Jahr 1970 zog meine Familie in Zürich um. Ich kam in eine neue Schule und in eine neue Klasse der dritten Primarschule Fluntern. Die Lehrerin setzte mich neben Esther – mit der Bemerkung, dass Esther dann weniger schwatzen würde. Was für eine Fehleinschätzung! ... Esther war nicht nur meine neue Banknachbarin, sondern sie wohnte auch neben mir. Fortan holte sie mich jeden Tag und bis ins sechtse Primarschuljahr morgens ab. Ich glaube, ohne sie wäre ich immer zu spät zur Schule gekommen, weil ich nachts immer Bücher unter der Bettdecke las. Esther und ich waren die Klassenbesten. Sie war im Schreiben besser als ich, ich dafür im Rechnen. Aber statt zu konkurrieren, verbündeten wir uns. Im Gymnasium waren wir während der ersten zwei Jahre auch zusammen, quasi unzertrennlich – bis die Prorektorin uns trennte und offiziell in verschiedene Klassen einteilte: Zwei solche Rädelsführerinnen könne man nicht zusammenlassen. Obwohl wir von nun an im Alltag getrennt waren, sind wir noch heute befreundet. Uns verbindet ein tiefes, selbstverständliches Vertrauen. Das ist schön und angenehm. Ein Urvertrauen aus Kindheitstagen vergeht nicht, und das kann uns niemand wegnehmen.»
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Die Träume geteilt
«Als ich mit 15 nicht ganz freiwillig und mitten im Jahr die Schule wechselte, hatte sie die Aufgabe gefasst, mir durch den ersten Tag zu helfen: Susanne ‹Sus› Schläpfer. Obwohl wir ganz unterschiedlich waren und Teenager sich ja gern gleich zu gleich gesellen, entwickelten wir schnell eine tiefe, verlässliche Freundschaft, die bis heute hält. Das lag – und liegt – vor allem an Susannes Grosszügigkeit. Ich kenne kaum jemanden, der so wenig über andere urteilt wie sie. Wir tranken uns unseren ersten Rausch an, wir redeten nächtelang, wir träumten von der Zukunft. Ich habe sogar – und darauf bin ich besonders stolz – im jugendlichen Übermut und nach zu viel französischem Likör ihren heutigen Markennamen ‹Souze› erfunden. Es ist ein unvergleichliches Geschenk, so viel Geschichte, so viele Träume mit jemandem zu teilen.»
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Milena Moser (55), Schriftstellerin
36 MM33, 13.8.2018 | DOSSIER SCHULANFANG Spiele
Ist die Schule aus ...
Markt
Traditionelle Spielwaren Jahresumsatz für Spielwaren ohne Videogames in Millionen Franken von 2001 bis 2017
Fast 500 Millionen Franken geben Schweizerinnen und Schweizer jährlich für Spielwaren aus. Besonders beliebt sind nach wie vor Lego und Playmobil. Manche Hits von früher kommen noch heute gut an.
405
395
405
420
490
3%
445
2001
Text: Monica Müller Illustration: Cleverclip
Spiel- und Aktions- figuren
Bausets, Babysachen, Sportgeräte
11%
Freiluftaktivi täten und Sportgeräte
Das wurde 2017 am meisten gekauft.
20%
9%
Fahrzeuge
Konstruktionsspielzeug
Quelle: GfK Schweiz, NZZ am Sonntag
vor allem Lego
5%
Kreativ spielwaren
Trendspielzeuge
Verkaufsschlager Hit im Jahr: Verkaufte Exemplare seither:
Fidget Spinner 2017 Abermillionen
Pokémon 2010er-Jahre 21,5 Mrd.
Beyblade Tamagotchi Slime Kreisel 90er-Jahre 90er-Jahre 2000er-Jahre 35 Mio. ein Meer voll 100 Mio.
DOSSIER SCHULANFANG | MM33, 13.8.2018 37
470
460
450
490
434
435
440
428
412
400
415
2017
11%
Spiele/ Puzzles
... z. B. Fidget Spinner, Slimy, Schleichfiguren
2%
Kinderelektronik
7%
Restliche Spielwaren
Total In diesem Kinderzimmer befinden sich Spielsachen im Wert von
Franken.
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RubikWürfel 80er-Jahre 350 Mio.
Monchhichi 70er- bis 80er-Jahre 80 Mio.
Klick-KlackKugeln 70er-Jahre 100 Mio.
Autoquartette 70er-Jahre Abermillionen
Baby/ Kleinkind/ Vorschule
2017
Im vergangenen Jahr gaben Eltern durchschnittlich 371 Franken für Spielsachen aus.
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Migros-Welt MM33
1 034 678 Zahl der Woche
Auf der Migros-Kundenplattform Migipedia.ch kann man sich regelmässig für das Testen und Bewerten neuer Produkte anmelden. Schon über eine Million Menschen haben sich als Tester beworben.
Migros-Besitzerin
«Die Migros ist ein Laden für alle» Haben Sie eine besondere Erinnerung an die Migros? Ich bin etwa 50 Meter von einer kleinen Migros-Filiale entfernt aufgewachsen. Wir wohnten an einer kleinen Nebenstrasse. Als Kinder sperrten wir oft die Strasse ab und verlangten von den Autofahrern Geld, bevor sie zur Migros durchfahren durften. ( lacht) Mit dem Geld, 20 Rappen oder was die Leute uns halt gerade gegeben hatten, kauften wir dann in der Migros ein Glace.
Bilder: René Ruis
Wie lange sind Sie schon Migros-Genossenschafterin? Wahrscheinlich etwa seit sechs, sieben Jahren. Mein Mann ist sicher schon länger dabei.
Name: Sarina Zwahlen (36) mit Jaelle (7) und Laila (11 Monate) Wohnhaft: Höri ZH Beruf: Sozialinspektorin Lieblingsprodukt: M-Classic Joghurt Schokolade stichfest
Weshalb sind Sie Migros-Besitzerin? Ich bin eben als Kind schon immer in die Migros gegangen, mein Mann auch. Was mögen Sie an der Migros? Ich finde die Migros gemütlicher als andere Läden, sie ist nicht so hochgestochen. Die Migros ist einfach ein Laden für alle. MM
42 MM33, 13.8.2018 | MIGROS-WELT
Mobilität
Urbane Lastesel Zu gewinnen 100 VolkslaufStartplätze Teilnahme: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe
Volksläufe
Gratis an die Laufklassiker Bald fällt der Startschuss zu den Herbstläufen. Die Migros unterstützt als Haupt sponsorin zahlreiche Veranstaltungen, unter anderem folgende Laufklassiker im Herbst und Winter: Greifenseelauf 22. September Murtenlauf 7. Oktober Hallwilerseelauf 13. Oktober Escalade Genf 1./2. Dezember Zürcher Silvesterlauf 16. Dezember Für diese Läufe verlost das Migros-Magazin je 20 Startplätze. Teilnahme (online): www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: 19. August
Wer sich für einen der Läufe Ende Jahr noch in Form bringen will, kann dies mit dem «iMpuls»-Coach der Migros tun. Das Programm «In 12 Wochen zum Läufer werden» umfasst Work-outs, Tipps und Aufgaben, die helfen, nach 84 Trainingstagen die Sechs kilometermarke pro blemlos zu knacken. Die Teilnahme am Programm ist gratis. Infos: migros-impuls.ch/volksläufe
Prämierte Filmemacher: Maurizius Staerkle Drux, Benny Jaberg, Lila Ribi und Elodie Pong (v.l.n.r.) Dokumentarfilm
Was macht den Menschen aus? Um das grosse Thema Identität ging es bei der diesjährigen Ausschreibung des «CH-DokfilmWettbewerbs». Nun stehen die Gewinner der ersten Runde fest. Das Migros-Kulturprozent fördert drei geplante Projekte mit insgesamt 75 000 Franken.
Dank der Initiative «Carvelo2go» gehören elektrisch angetriebene Cargovelos in über 40 Schweizer Städten und Dörfern zum Ortsbild. Eltern fahren damit ihre Kinder zur Kita oder transportieren Gross einkäufe. Die umweltfreundlichen Lastesel lassen sich in Zürich, Bern, St. Gallen oder Luzern bequem online mieten. Neu gibts die öko logische Alternative zum Auto auch in Freiburg, Zug, Aarau und Neuenburg, bald auch in Genf und Lausanne. «Carvelo2go» wird vom Förderfonds Engagement Migros unterstützt. Infos: www.carvelo2go.ch
Erbgut eingreifen. Elodie Pong will in ihrem Film zeigen, wie stark wir von Düften beeinflusst werden. Und Leila Ribi widmet sich der Frage, was von der menschlichen Identität nach dem Tod übrig bleibt. Infos zu den Gewinnerprojekten: www.migros-kulturprozent.ch
Die prämierten Regisseure Benny Jaberg und Maurizius Staerkle Drux beschäftigen sich mit Schweizer Forschern, die ins menschliche
Preisbarometer
Aktuelle Preisänderungen Die Migros muss die Preise verschiedener tiefgekühlter Pouletprodukte erhöhen. Grund dafür sind stark gestiegene Einkaufspreise für ausländisches Geflügel. Ausgewählte Produkte
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Preis neu*
in %
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2.40
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4.65
5.10
9,7
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9.80
10.50
7,1
10.60
12.60
18,9
8.60
9.80
14,0
Don Pollo Chicken Nuggets, 750 g, tiefgekühlt Don Pollo Chicken Crispy, 700 g, tiefgekühlt * in Franken
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MIGROS-WELT | MM33, 13.8.2018 55
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Schicken Sie uns Ihr Migros-Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Wenn auf Ihrem Foto ein Migros- Zusammenhang zu erkennen ist, sind Sie dabei.
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Die Migros ruft das Hafergebäck «Haferli» zurück (Artikelnummer: 110180700000, Preis: Fr. 2.90; mindestens haltbar bis 10.10.2018): Es kann Metallstücke enthalten, die bis zu zwei Zentimeter gross sind. Eine Gesundheitsgefährdung beim Verzehr (Verletzungsgefahr) ist nicht ausgeschlossen. Die Kunden werden gebeten, das Produkt nicht zu konsumieren. Es kann in die MigrosFiliale zurückgebracht werden. Der Verkaufspreis wird rückerstattet.
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56 MM33, 13.8.2018 |
MIGROS-WELT
1 2
Nachhaltigkeit
Alles auf einen Blick
Soziales und Lieferkette Rohstoffe wie Tee werden mit Rücksicht auf Mensch und Umwelt angebaut. Die Produzenten in den Herkunftsländern werden in sinnvollen Anbaumethoden geschult und die Produktionsbedingungen regelmässig durch unabhängige Stellen überprüft.
Rohstoffe
Arbeitsbedingungen
Rückverfolgbarkeit
Umwelt und Verpackungen Zahlreiche Nachhaltigkeitsleistungen der Migros haben mit dem Schutz der Umwelt zu tun – ob es die Einsparung von Verpackungsmaterial ist oder die schadstofffreie Herstellung von Produkten. Welche Leistung hinter dem Symbol steht, wird in der M-Check-Box kurz erklärt.
Schonung natürlicher Ressourcen
Pestizide
Klima
Verpackung
Energie
Wasser
Biodiversität
Verschmutzung
Die Migros räumt mit dem Label-Dschungel auf: Künftig sind die Produkte mit dem sogenannten M-Check bedruckt. Die kleine Infobox zeigt, was ein Produkt nachhaltig macht – mit einheitlichen Symbolen und kurzen Beschreibungen. Text: Andreas Dürrenberger Bild: Roger Hofstetter
D
er Einkauf nachhaltiger Waren ist eine Herausforderung. Denn wer darauf achten möchte, dass die Produkte im Einkaufswagen umweltfreundlich und sozialverträglich hergestellt wurden, muss sich im LabelAngebot auskennen. Seit den 1990erJahren hat die Zahl der Nachhaltigkeits labels im Detailhandel stetig zugenommen – auch die Migros führt viele in ihrem Sor timent. Das sorgt bei den Kunden häufig für Ratlosigkeit: Welche Leistung steckt hinter dem Eco-Label, was bedeutet das Label FSC? Nun räumt die Migros mit dem Label-Dschungel auf und führt den sogenannten M-Check ein. Der M-Check ist eine kleine Infobox, die ab sofort auf den nachhaltigen MigrosProdukten aufgedruckt ist. Sie nennt die wichtigsten Merkmale, die das Produkt nachhaltig machen – sei es der Verzicht auf synthetische Pestizide beim Anbau von Gemüse, der Schutz der Artenvielfalt in der Landwirtschaft oder der geringe Energieverbrauch, etwa bei einer Glühbirne. Die einzelnen Eigenschaften werden durch Symbole dargestellt, ergänzt durch eine kurze Beschreibung. Damit der M-Check übersichtlich bleibt, kommen maximal drei Symbole zum Einsatz. Wer noch
mehr wissen möchte, findet auf der Website www.m-check.ch sämtliche Hindergrund informationen zu den Produkten. Der M-Check ersetzt künftig Logos, die den Kunden mit wenig bekannten Labels konfrontieren. Dazu zählen beispielsweise UTZ und Eco. Andere wie Fairtrade Max Havelaar und die Fischlabels ASC und MSC werden in der M-Check-Box sichtbar sein. Ob mit oder ohne Logo – die Leistung und die unabhängigen Prüfverfahren dahinter bleiben nach wie vor gleich. Mit dem M-Check ist es der Migros zudem möglich, eigene Nachhaltigkeits leistungen transparent direkt via Produkt zu kommunizieren. Dazu gehört etwa dereffiziente Einsatz von Ressourcen bei der Produktion der Optigal-Poulets oder die schadstofffreie Herstellung von Baby textilien (siehe Seite 58). Die Vorgaben der Migros werden immer von unabhängigen Prüfinstituten kontrolliert. Die Einführung des M-Check erfolgt Schritt für Schritt. Die Umstellung der Verpackungen wird einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen, da die Migros bestehendes Verpackungsmaterial nicht vernichten möchte. Mehr Infos: www.m-check.ch
MIGROS-WELT | MM33, 13.8.2018 57
3
Labels und Programme Mit dem M-Check werden Labels von grosser Bekanntheit weiterhin sichtbar sein. Das WWF-Logo steht für das Nachhaltigkeitsprogramm im Früchte- und Gemüsebereich. Die Migros schafft mehr Klarheit. Die für ein Label geltenden Nach haltigkeitsleistungen werden mit wenigen Worten erklärt. Das Label MSC beim Fisch etwa bedeutet, dass er mit schonenden Methoden gefangen wurde.
Marine Stewardship Council
Aquaculture Stewardship Council
Fairtrade Max Havelaar
Migros-Bio Garden
Migros-Bio Cotton
Forest Stewardship Council
WWF Schweiz
4 Tierwohl
Kultprodukt Ice Tea: Der Tee wird verantwortungsvoll angebaut, die Verpackung enthält Recyclingmaterial.
Im Bereich Tierwohl wird der M-Check zeigen, unter welchen Haltungsbedingungen die Tiere aufgezogen wurden – zum Beispiel Freilandhaltung beim Geflügel oder Weidehaltung bei Milchkühen. Wenn das Fleisch aus dem Ausland stammt, gilt die Schweizer Tierschutzgesetzgebung.
Tierwohl Geflügel/ Legehennen
Tierwohl Milchkühe
Tierwohl Rind/Kalb/ Schwein
Thomas Vellacott ist CEO des WWF Schweiz. Nachgefragt
«Man kann kaum zwischen Standard, Logo oder Marke unterscheiden» Die Migros will den LabelDschungel verringern. Gelingt das mit dem M-Check? Ich begrüsse das Bestreben, nachhaltiges Einkaufen durch den M-Check zu vereinfachen. Ob der M-Check die Nachhaltigkeitslabels vergleichbarer macht, wird sich weisen. Aus Sicht des WWF ist es zentral, dass die ökologische und die soziale Qualität der Produkte im M-Check konsequent hohe Standards erfüllen. Deshalb ist eine Zertifizierung durch unabhängige Organisationen notwendig. Nur so kann der Kunde sicher sein, dass er wirklich nachhaltig einkauft. In der Schweiz gibt es über 30 Lebensmittellabels. Braucht es denn so viele? Mit unabhängigen Labels ist viel erreicht worden. Neben den hochwertigen Labels mit klaren Anforderungen gibt es aber auch Nachhaltigkeitsversprechen, deren Mehrwerte unklar bleiben oder die nicht unabhängig kontrolliert werden. Deshalb können Kunden kaum zwischen Standard, Logo, Marke und Herkunftsbezeichnung unterscheiden. Nach welchen Kriterien kaufen Sie Lebensmittel ein? Ich ziehe Produkte vor, die strenge ökologische und soziale Standards erfüllen, zertifiziert durch unabhängige Organisationen. Als Vegetarier verzichte ich auf Fleisch. Bei Früchten und Gemüse achte ich auf die Saisonalität. MM
58 MM33, 13.8.2018 | MIGROS-WELT
M-Check
Hier ist nichts geheim Bio-Cotton-Baumwolle wird frei von Schadstoffen hergestellt,
stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, und ihre Herkunft ist rückverfolgbar. Die M-Check-Auszeichnung zeigt alle Mehrwerte leicht verständlich.
Die Bio-Cotton-Produkte der Migros sind in mancher Hinsicht nachhaltig. Dies belegt die M-Check-Auszeichnung. Jeder Produktionsschritt wird dokumentiert: vom Spinnen, Weben, Stricken, Färben, Drucken bis hin zur Konfektion. Für die umweltgerechte Verarbeitung der Migros-Bio-Cotton-Textilien gelten die strengen Eco-Richtlinien der M igros. Die Produzenten werden regelmässig von unabhängigen Instanzen kontrolliert.
MIGROS-WELT | MM33, 13.8.2018 59
Bilder: Thomas Eugster
Aus biologischer Landwirtschaft Die Felder, auf denen die Biobaumwolle wächst, werden mit natürlichen Mitteln bewirtschaftet. So bleiben die Menschen gesund, Umwelt und Grundwasser sauber.
Ohne Schadstoffe hergestellt Bei der Herstellung von Textilien werden Färbemittel, Druckfarbe und weitere Hilfsmittel eingesetzt. Bei jedem Arbeitsschritt werden alle eingesetzten Chemikalien erfasst und auf ihre Unbedenklichkeit geprüft.
Ab Anbau lückenlos kontrolliert Biobaumwollprodukte müssen in jeder Phase der Herstellung getrennt von nicht zertifizierter Ware verarbeitet werden. Jeder Produktionsschritt ist dokumentiert. Der gesamte Weg des Produkts ist bis zum Anbau der Baumwolle rückverfolgbar.
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Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.
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Rinds-Stroganoff
Chili con Carne
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Für ein gutes Bauchgefühl.
MIGROS-WELT | MM33, 13.8.2018 61
Wie bei Mamma Migusto
Die hohe Schule der Pastazubereitung muss man nicht erst absolvieren, um feine Triangoli selbst zu machen. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie die Spezialität gelingt. Text: Andrea Pistorius, Claudia Schmidt Bilder: Daniel Aeschlimann Rezept: Andrea Pistorius
STEP-BY-STEP ZUM KOCH-PROFI WERDEN! Tolle Kochvideos auf migusto.ch
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Der fixfertige Pastateig macht die Pastaherstellung zum Kinderspiel.
62 MM33, 13.8.2018 | MIGROS-WELT Step-by-step
Oliven-Mascarpone-Triangoli 1
2
Zutaten für 4 Personen
2 Rollen Pastateig à 125 g wenig Mehl wenig Öl zum Beträufeln geriebener Parmesan zum Bestreuen Füllung: 100 g schwarze Oliven, entsteint 1 Knoblauchzehe 40 g Parmesan 100 g Mascarpone Pfeffer, Salz Paprikabutter: 2 Peperoni, z. B. Spitzpeperoni 40 g Butter 1 Zweig Rosmarin 1 TL Paprika, edelsüss Salz, Pfeffer Für die Füllung Oliven im Cutter fein hacken, Knoblauch dazupressen. Parmesan dazureiben. Alles zusammen mit dem Mascarpone mischen. Mit Pfeffer würzen, mit Salz abschmecken.
3
Für die Paprikabutter Peperoni in kleine Würfel schneiden. Butter in einer Bratpfanne erwärmen, Rosmarin und Peperoni dazugeben, 2 Minuten anbraten. Paprika dazumischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und warmstellen.
Einen Teig nach dem anderen verarbeiten. Teig entrollen. In 8 × 8 cm grosse Quadrate teilen. Je 1 TL Füllung in die Mitte der Quadrate geben. Ränder mit einem Pinsel anfeuchten. Teigstücke zu Dreiecken falten. Ränder gut andrücken. Nach Belieben die Ränder mit einem Teigrädchen ganz dünn abschneiden. Triangoli auf ein mit Mehl bestreutes Tuch legen.
4
Triangoli in Salzwasser portionenweise ca. 5 Minuten köcheln lassen. Mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen. Auf eine Platte geben. Mit wenig Öl beträufeln und zugedeckt warm halten. Triangoli mit Sauce anrichten. Nach Belieben mit wenig geriebenem Parmesan bestreuen.
MIGROS-WELT | MM33, 13.8.2018 63
Profi-Tipp
Pasta, amore mio!
Andrea Pistorius, Rezeptautorin
Ich liebe Pasta, und zwar in jeder Form und Variante. Da ich auch Suppen liebe, gibt es abends während der Arbeitswoche, wenn es ganz schnell gehen muss, eine Suppe mit Pasta und Gemüse – und einer ordentlichen Portion geriebenem Parmesan. Dazu eignen sich besonders gut kleine Pastaformen wie Sterne, Quadretti oder Farfalline, die in Italien als Pastina bekannt sind. Die schnelle Suppe geht so: Eine gute Bouillon aufkochen, Pasta in Miniformen oder auch kleingeschnittene Pasta teigreste vom Triangoli- Rezept darin köcheln. Ich gebe Gemüse wie Zucchetti, Kürbis, Zwiebeln, Champignons oder Broccoli in kleinen Würfeln hinzu und koche sie kurz mit. Das Ganze bestreue ich mit geriebenem Parmesan. Für mehr Schärfe beträufle ich meine Suppe mit einer Chilisauce (worauf Kinder in der Regel gern verzichten). MM
Viele weitere Ideen für Pasta-Gerichte jetzt auf
migusto.ch Ravioli selber machen im Video: migusto.ch/ravioli-video Pastateig selber machen in Steps: migusto.ch/pastateig Sommerlich und einfach: migusto.ch/zitronenlinguine
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Cornelia Marending
«Ich will mit Leistung überzeugen»
Viele Migros-Mitarbeiterinnen gehören dem Kader an – auch Cornelia Marending, Leiterin Verkauf Supermarkt der Migros Aare. Text: Andreas Dürrenberger Bild: Michael Sieber
Förderung
18 Wochen Mutterschaftsurlaub Die Berufstätigkeit von Frauen ist ein wichtiger Faktor für den Wohlstand und Fortschritt der Gesellschaft, aber auch für die Entwicklung der Migros. Mehr als 60 Prozent ihrer Mitarbeitenden sind Frauen; fast jedes dritte Kadermitglied ist eine Frau. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ihr ein wichtiges Anliegen. Die Migros gewährt allen Müttern 18 Wochen Mutterschaftsurlaub bei vollem Lohn und übertrifft damit die gesetzlichen Vorschriften. Sie ist Mitglied bei Advance – Women in Swiss Business, einer Vereinigung und einem Netzwerk, das die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen fördert.
I
n den Supermärkten, wo täglich Hunderttausende einkaufen, schlägt das Herz der Migros. Bei der Migros Aare, der grössten unter den zehn regionalen Genossenschaften, arbeiten im Verkauf Supermarkt rund 5500 Mitarbeitende in 123 Filialen. 2,6 Milliarden Umsatz erzielen sie jährlich. Mitverantwortlich dafür, dass das Migros-Herz kräftig schlägt, ist Cornelia Marending (48). Als Leiterin Verkauf Supermarkt ist sie unter anderem für die Bewirtschaftung des Verkaufs, die Personalführung und -entwicklung zuständig. Seit drei Jahren ist sie in dieser Funktion bei der Migros tätig. «Die Migros ist ein tolles Unternehmen, mit Werten und einer Kultur, die mir sehr entsprechen», sagt Marending. Sie hat keine typische MigrosKarriere gemacht und nicht wie viele Führungskräfte über Jahre verschiedene Stufen im Unternehmen durchlaufen. Nach der KV-Lehre im Reisebüro, wo sie nach dem Lehrabschluss weiter-
arbeitete, hat sie Betriebswirtschaft studiert – Vollzeit. Sie wollte vorwärtskommen «und nicht Jahrzehnte am Schalter verbringen». Das Vollzeitstudium bedeutete aber auch Verzicht, nachdem sie bereits einige Jahre einen normalen Lohn hatte. «Ich habe den Entscheid für das Studium ganz bewusst als Investition in meine Karriere gesehen. Ich wusste, dass ich damit einen wichtigen Grundstein legen kann.» Nach einem Zwischenhalt im Detailhandel wechselte sie zu Rivella, wo sie stetig die Karriereleiter emporkletterte. Sie investierte ein weiteres Mal in eine Weiterbildung und absolvierte ein Master-Studium, nun aber berufsbegleitend – «eine happige Zeit», wie sie heute sagt. Doch ihr Engagement zahlte sich aus: 2004 wird sie Mitglied der Geschäftsleitung bei Rivella, zuerst als Leiterin Auslandgeschäft, später als Marketingleiterin. Gezielte Frauenförderung habe sie in ihrer Karriere nie
erfahren. «Ich habe wie andere auch einfach durch Leistung überzeugt.» Gibt es also keine Unterschiede beim beruflichen Aufstieg zwischen Männern und Frauen? Marending überlegt, bevor sie antwortet. «Ich glaube, es braucht bei Frauen mehr, damit sie gesehen werden. Frauen drängen sich weniger in den Vordergrund, die Ellenbogen auszufahren liegt ihnen nicht.» Deshalb müssten sich Frauen die eigene Positionierung bewusst machen. «Man muss es wagen, sich dort in den Mittelpunkt zu stellen, wo es zählt, und eigene Stärken hervorzuheben. Aber ich habe mein
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Zur Person Name: Cornelia Marending Alter: 48 Geboren in: Langenthal Familie: Verheiratet, zwei Kinder (7 und 5) Freizeit: Familie, Sport, Lesen Bei der Migros seit: Mai 2015 O-Ton
Cornelia Marending über … … Familie und Job: Sie müssen vereinbar sein. Kinder und Karriere zu haben, ist ein Privileg – und eine Bereicherung. Allerdings muss man sich sehr gut organisieren und ein passendes Umfeld haben. Es braucht viel Willen, den manchmal nicht einfachen Weg zu gehen. Aber eine Familie zu haben, darf kein Stolperstein sein für den beruflichen Erfolg.
Verhalten deswegen nicht komplett verändert. Ich will mit Leistung und Persönlichkeit überzeugen, mir selbst treu bleiben und authentisch sein.» Eltern, Nachbarn und Tageseltern
Auf Persönlichkeit, Sozial- und Fachkompetenz achtet Cornelia Marending auch, wenn sie selbst Leute anstellt. «Da spielt es keine Rolle, ob ein Mann oder eine Frau vor mir steht», sagt sie. Quotenregelungen für weibliche Führungskräfte kann sie nichts abgewinnen. «Viel wichtiger ist doch, dass wir Frauen durch geeignete Arbeitsmodelle fördern, so dass sie Beruf und Familie un-
ter einen Hut bringen können.» Bei der Migros Aare sei dies möglich. «40 Prozent unserer Filialleitenden sind Frauen, auf den Stellvertretungspositionen sind es sogar 50 Prozent.» Damit möglichst viele Mitarbeitende trotz Familie im Arbeitsprozess bleiben, bietet die Migros Aare einen weiteren Anreiz: Sie übernimmt die Hälfte der Fremdbetreuungskosten, etwa für die Kinderkrippe. Dass sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie Lösungen finden lassen, lebt Cornelia Marending vor. Sie und ihr Mann haben zwei Kinder. Ihr Modell sieht so aus: Sie arbeitet
100 Prozent, ihr Mann hat nach der Geburt des ersten Kindes sein Pensum auf etwa 40 Prozent reduziert. «Für uns passt es so perfekt. Zudem haben wir ein tolles Umfeld, das uns unterstützt: unsere Eltern, Nachbarn und Tageseltern. Aber eine Patentlösung für Karriere und Familie gibt es nicht. Es ist immer sehr individuell, was für einen selbst passt.» Einen Tipp hat sie dennoch: «Es gibt immer Lösungen, seien das Kinderkrippen, Verwandte oder die Tagesfamilie. Wichtig ist, langfristig zu denken und sich gut zu organisieren. Denn gute Organisation wird belohnt.» MM
... die richtige Laufbahn: Erfolgreiche Frauen entwickeln sich weiter, denken langfristig und haben einen weiten Zeithorizont. Sie überlassen die Karriere nicht dem Zufall, sondern versuchen, sie durch Planung zu beeinflussen. Dafür muss man sich Ziele setzen und seine Komfortzone verlassen, neue Herausforderungen annehmen und bewusst suchen. Ich bin immer neugierig geblieben und habe mich im Arbeitsumfeld und der Weiterbildung mit interessanten Menschen ausgetauscht. … das Verhalten am Arbeitsplatz: Frauen müssen sich am Arbeitsplatz gut positionieren und ihre Stärken bewusst betonen. Es ist wichtig, gehört und gesehen zu werden. Und sie müssen den Mut haben, Verantwortung zu übernehmen.
68 MM33, 13.8.2018 | MIGROS-WELT Schulanfang
Auf ein Neues
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Für Genossenschafterinnen und Genossenschafter mit einer Seniorenkarte stehen im Spätsommer einige Anlässe auf dem Programm.
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Treueprogramm
Tolle Angebote für Senioren: Neben vielen geplanten Aktivitäten steht auch ein Jassturnier für alle Inhaberinnen und Inhaber einer Seniorenkarte auf dem Programm. Die Veranstaltung findet am Montag, 20. August, ab 14 Uhr im Migros-Restaurant in Brig statt. Die Teilnehmenden treten in vier verschiedenen Spielen zum Duell an. Für jede Partie werden wieder neue Paare gebildet, bei der Abrechnung zählen die Punkte jedoch individuell. Anmeldungen sind jetzt schon möglich: www.migroswallis.ch/senioren
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Fit bleiben
Für Körper und Geist
Die Klubschule Migros ist bereit für das neue Semester. Sie setzt den Akzent auf ein grosses Angebot an Sport- und Sprachkursen mit vielfältigen und geselligen Programmen – und einen neuen Rabatt. Text: Mélanie Zuber Bilder: Kost, Rosen Vasilev
A
usgeruht und gestärkt nehmen die meisten nach erholsamen Sommermonaten wieder einen geregelteren Lebensrhythmus in Angriff. Für alle, die ihre Energie in neue Projekte investieren oder früher begonnene wiederaufnehmen möchten, hat die Klubschule ein attraktives Kursangebot. Wer gelassen werden oder voll ans Limit gehen will, ist mit Sportkursen bestens bedient. Zur Auswahl stehen sanfte Methoden der «Energiearbeit» wie Yoga, Qi Gong, Stretching oder Klangschalenmeditation. Weitere Kurse helfen, den Körper zu formen und das HerzKreislauf-System zu stärken – etwa Zumba, Bauch-Beine-Po, Power Fitness oder Bodytoning. Neu sind insbesondere das ultimative Konditionstraining M.A.X. («Muscle Activity Excellence»), das rasch Körperfett verbrennende Spinning und Fitnesstrampolin, das Muskeln und Kondition stärkt und dazu die Koordination verbessert. Grosse Sportfans können sich für den Multikurs einschreiben, um zu einem sehr vorteilhaften Preis an verschiedenen Sportkursen à discrétion teilzunehmen.
entwickeln? Dank der Sprachkurse kein Problem. Bei der Klubschule kann man Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Japanisch, Arabisch und sogar Russisch lernen. Es gibt mehrere Programme, um diversen Bedürfnissen und Voraussetzungen gerecht zu werden. Um schnell vorwärtszukommen, kann man einen Prüfungsvorbereitungskurs belegen. Oder man tauscht sich entspannt in einem Konversationskurs mit anderen Teilnehmenden aus. Viele Lektionen finden im Klubschulcenter in Brig statt, nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt. Etliche sorgen an den Standorten Leuk und Fiesch für mehr Kundennähe. Im neuen Semester wird das Angebot durch zwei Neuheiten komplettiert. Die «Flexi-Sprachkurse» richten sich an Interessierte, die sich nicht für ein Semester mit 20 Wochen verpflichten möchten. Sie haben die Möglichkeit, ein Abonnement für zehn aufeinanderfolgende Kurse zu lösen. Andererseits werden auch kostenlose Workshops für die Teilnehmenden organisiert, die verpasste Kurse nachholen möchten.
Grosse Sprach- und Kursvielfalt
Die Klubschule ist flexibler – und günstiger – geworden: Sie bietet neu ein Treueprogramm
Das Hirn trainieren und gleichzeitig die Kompetenzen weiter-
Rabatt für treue Schüler
für Schülerinnen und Schüler an, die schon fünf Kurse, egal in welcher Sparte, besucht haben. Für den nächsten Kurs erhalten diese Teilnehmenden fünf Prozent Rabatt auf den Gesamtbetrag aller schon absolvierten Kurse. Ausserdem gewährt die Klubschule Studierenden und Lernenden im Alter zwischen 16 und 25 Jahren 15 Prozent Rabatt auf das gesamte Kursangebot, mit Ausnahme der Privatstunden sowie der Multikurs-Abonnemente. Wer sich für die Klubschule und deren Kurse interessiert oder sich für ein Angebot anmelden möchte, begibt sich am besten gleich auf die Internetsite www. klubschule.ch oder kontaktiert das Klubschulcenter Brig (Tel. 027 720 66 50). MM
Zahlreiche Sportkurse helfen dabei, nach dem Hochsommer in Form zu bleiben. Und sprachlich fit trimmen die Klubschulen in Brig, Leuk und Fiesch.
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Klubschule
Frischer Wind im CV Bald beginnen bei der Klubschule mehrere Weiterbildungskurse. Sie richten sich an Personen, die nach einer Pause wieder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen oder ihre Kompetenzen weiterentwickeln möchten. Sachbearbeiter/in Administration Vom 14. September 2018 bis 15. Februar 2019 82 Lektionen Brig Migration und Interkulturalität (fide) Vom 6. Oktober bis 24. November 2018 22 Lektionen Brig Szenariobasierter Unterricht (fide) Vom 2. Februar bis 2. März 2019 24 Lektionen Brig ECDL Base Vom 19. September 2018 bis 27. Februar 2019 64 Lektionen Brig
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*Die Karte gilt w채hrend der Dauer der Senioren-Vorteilsangebote in allen Migros Superm채rkten, Fachm채rkten, Migros Restaurants und Take Away sowie bei den Migros Partnern der Genossenschaft Migros Wallis f체r alle Personen ab 60 Jahren.
SPRACHEN
English | Französisch | Deutsch | Italienisch | Spanisch Portugiesisch | Japanisch | Chinesisch | Russisch | Arabisch
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Leben MM33
Umfrage
Welche Erinnerungen haben Sie an die Schulzeit?
Viele schöne! Ich ging gern zur Schule.
48 %
1, 2 oder 3?
Monica Müller (43) hat zwei B uben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.
Den Kleinen (2) hatte es ganz übel erwischt. Ganze drei Wochen war er krank: Erst hatte er die Grippe, dann eine Bronchitis, dann einen Magen-Darm-Infekt, schliesslich Ringelröteln. Als Schlussbouquet kamen noch Läuse dazu. Da er ein armes Kerlchen war und wir arm dran mit ihm, begannen wir Ausnahmen zu machen: Erst durfte er den Grosseltern mit dem Handy Tier-Emojis senden, dann seine Lieblingssongs auswählen, dann «Cars»-Filmli auf dem Tablet schauen. Bei der Lauskur liess ich ihn eine satte Stunde auf Youtube Autos schauen. So war ich sicher, dass er sich nicht am Kopf kratzen und das mörderische Mittel berühren würde. Die Läuse waren schnell wieder weg. Nicht aber sein Bedürfnis nach digitalen Gadgets. Immer wenn wir nach dem Handy greifen, reisst auch er sich darum. Und zwar lautstark. Und jetzt?
46%
Ich denke gar nicht gern daran, es war eine Katastrophe.
5%
Ich habe praktisch keine Erinnerungen.
1%
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3 Der Kleine darf sich mit den Geräten vergnügen, er ist ja ein Digital Native.
727 Abstimmende Eine Umfrage von
Antwort 1: Ich finde schon länger, mein Handy und ich könnten etwas Abstand vertragen. Die Sucht des Kleinen spiegelt unschön meine eigene. Gemeinsam schaffen wir das!
Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis
Digital Detox
Durchzogene. Es gab gute, aber auch schwierige Phasen.
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Gesundheit
Nagelprobe
Gut zu wissen
Fingerzeig fürs Wohlbefinden
Unsere Nägel können das Wohlbefinden spiegeln. Wie sie gesund bleiben und was Veränderungen bedeuten. Dr. med. Ioan Ciubotariu ist Facharzt für Allgemeinmedizin FMH bei Medbase Vevey.
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Text: Ioan Ciubotariu
Schneiden Sie Ihre Nägel gerade und runden Sie diese in der Mitte leicht ab. Seien Sie beim Schneiden der Nagelhaut besonders vorsichtig.
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Bei Mangel erscheinungen empfiehlt es sich, Bierhefe oder Eisen in Form eines Nahrungsergänzungs- mittels einzunehmen.
Tragen Sie beim Putzen oder Abwaschen Handschuhe.
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Auch Stress kann sich negativ auf ein gesundes Nagelwachstum auswirken.
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Bei anhaltenden Nagelveränderungen sollten Sie einen Arzt konsultieren.
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Vermeiden Sie Maniküre oder die Verwendung aggressiver Produkte.
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Sorgen Sie für eine regelmässige Feuchtigkeits zufuhr, indem Sie Ihre Nägel mit Kokos-, Rizinus- oder Mandelöl massieren.
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Kauen Sie Ihre Nägel nicht ab. Dies kann zu einer Pilzoder bakteriellen Infektion führen.
Finger- und Zehennägel bestehen aus mehreren Keratinschichten. Keratin ist ein Faserprotein, das auch Hauptbestandteil der Haare ist. Es gibt viele Faktoren, die zu Nagelveränderungen führen können.
• Weiche oder brüchige Nägel Mit zunehmendem Alter können Nägel weicher werden. Sind sie weich oder brüchig, ist möglicherweise ein Vitamin-, Schwefel-, Eisen- oder Kalziummangel die Ursache. Auch eine Hauterkrankung wie Schuppenflechte kann zur Verschlechterung der Nagelqualität führen. • Brüchige oder gespaltene Nägel Brüchige Nägel können ein Zeichen für einen Vitamin-C-, Eisen- oder Folsäuremangel sein. Sind sie sehr empfindlich, kann dies die Folge einer Erkrankung oder einer gesundheitlichen Störung sein. Gespaltene Nägel können durch starke Müdigkeit oder durch eine Schilddrüsenerkrankung entstehen. • Verfärbungen Im Alter können die Nägel sich gelb verfärben. Dies kann jedoch auch bei einer Infektion, seltener bei einer Schilddrüsenerkrankung oder Diabetes der Fall sein. Schwarze Flecken unter den Nägeln können auf ein Melanom hinweisen oder – wie weisse Flecken – durch eine Verletzung entstehen.
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©2018 HMD Global. Alle Rechte vorbehalten. HMD Global OY ist der exklusive Lizenznehmer der Marke Nokia für Telefone und Tablets. Nokia ist eine eingetragene Marke der Nokia Corporation. Android ist eine Marke der Google LCC. Alle Bilder dienen nur zur Illustration. Es können Änderungen am Angebot vorgenommen werden. Nur solange der Vorrat reicht. Angebot gültig für das Nokia 3 SS Blue (Modell 2017) vom 13.08.18 – 24.09.18.
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Jedes Zimmer sieht anders aus, gemeinsam haben sie Lavabos und frei stehende Badewannen im Stil der Belle Époque. Passend: die Weinstube (oben)
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Buchen und profitieren Das Boutique-Hotel Schlüssel mit seinen romantischen Zimmern ist der perfekte Rückzugsort für eine Auszeit zu zweit – und für Entdeckungstouren in der Zentralschweiz. Die Wanderwege auf der Klewenalp bieten spektakuläre Aussichten auf den Vierwaldstättersee und die umliegenden Berge.
Bild: zVg
Vierwaldstättersee, Bergblick und die Zimmer erinnern an die Belle Époque: Leserinnen und Leser des MigrosMagazins geniessen das Boutique-Hotel Schlüssel zum Spezialpreis.
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Der «Schlüssel» zu See und Belle Époque Das Boutique-Hotel Schlüssel in Beckenried NW liegt, eingebettet zwischen Bergen und dem Vierwaldstättersee, nur 20 Minuten entfernt von Luzern. Jedes Zimmer ist individuell eingerichtet, mit frei stehenden Badewannen und Lavabos aus der Belle Époque. Die Trouvaillen aus der vergangenen Zeit sind gekonnt mit modernem Komfort vereint. Die meisten der grossen und hellen Zimmer bieten eine spektakuläre Aussicht auf den Vierwaldstättersee und die Berge.
Das schmucke Haus stammt aus dem Jahr 1727 und wird schon seit 1820 als Gasthaus betrieben. In den verschiedenen Gaststuben gibt es keine Speisekarte, stattdessen empfiehlt der Chef am Tisch den Gästen das Menü des Abends persönlich. Der Höhepunkt im kulinarischen Kalender sind die Wildgerichte aus hauseigener Jagd. Gault Millau bewertet das Restaurant mit 13 Punkten. MM www.schluessel-beckenried.ch
Inbegriffen • Zwei Übernachtungen im Boutique-Zimmer Deluxe • Apéro in der Spezerei-Handlung oder in der Hotel-Lounge • Frühstücksbuffet mit Schaumwein • Retourfahrt Klewenalp–Stockhütte • Ein Glas Oboé-Portwein auf dem Zimmer • Abschiedsgeschenk aus der SpezereiHandlung Preis für 2 Personen Fr. 555.– statt Fr. 740.– (25% Reduktion) inkl. MWST und Kurtaxe Zusatznacht Fr. 255.– inkl. Frühstück Das Angebot ist gültig vom 15.8.2018 bis 30.4.2019 und gilt nur für Direktbuchungen. Mindestaufenthalt zwei Nächte, buchbar von Sonntag bis Donnerstag. Restaurant-Ruhetage am Sonntagabend, Montag und Dienstag, Herbstrevision der Luftseilbahn Beckenried–Klewenalp und der Gondelbahn Emmetten–Stockhütte vom 5.11. bis 7.12.2018.
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Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
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Ausgehend von unserem schönen Hotel an der Versiliaküste begeben wir uns auf eine fantastische Entdeckungstour. Am Anfang steht das wunderbare San Gimignano, das Manhattan der Toskana, welches uns mit seinem Charme und einem herrlichen Weingut verzaubern wird. Am nächsten Tag begrüsst uns die Insel Elba mit unglaublich schönen Naturlandschaften und einer bewegten Geschichte. Den Abschluss machen dann die Cinque Terre. Die fünf kleinen Dörfer sind nur per Bahn, per Schiff oder zu Fuss zu erreichen. Lassen Sie sich von üastellfarbenen Häuschen, kleinen Wallfahrtsstätten, Weinterrassen und in der Sonne trocknenden Fischernetzen begeistern.
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Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag, Sonntag – Anreise an die Versiliaküste Fahrt mit dem komfortablen Extrabus an die schöne Versiliaküste, wo wir im Hotel mit dem Nachtessen erwartet werden. 2. Tag, Montag – San Gimignano & der Wein Das fantastische San Gimignano – das «Manhattan der Toskana» – erwartet uns heute Vormittag mit seiner vollen Pracht. Die pittoreske Stadt mit den charakteristischen Geschlechtertürmen begeistert jeden Besucher. Die Türme waren Wohntürme für Adel und Kaufleute sowie gleichzeitig Prestigeobjekte. Freuen Sie sich auf einen interessanten Rundgang, welchen wir in einer bekannten Eisdiele mit einem feinen Gelato beenden. Am Nachmittag kehren wir auf einem wunderschönen Weingut im Raum San Gimignano ein und geniessen bei einer Degustation einige köstliche
toskanische Weine. Ein gemütlicher Nachmittag in bester Gesellschaft! 3. Tag, Dienstag – Insel Elba, die Perle des Mittelmeers Durch schöne Landschaften fahren wir in südlicher Richtung bis nach Piombino, wo unser Fährschiff für die kurze Überfahrt nach Elba bereitsteht. Bei einer beeindruckenden InselRundfahrt zeigen wir Ihnen dann die Vielfältigkeit des kleinen Juwels im Mittelmeer. Erfahren Sie dabei allerlei aus der bewegten Geschichte und freuen Sie sich auf ein wunderschönes Naturparadies mit farbenprächtigen Blumen und Pflanzen, glasklarem Wasser, bizarren Felsenklippen und wildromantische Buchten. Am Abend Fährüberfahrt zurück aufs Festland und Rückfahrt ins Hotel. 4. Tag, Mittwoch – Cinque Terre Die fünf pastellfarbenen Dörfchen des Unesco-Weltkulturerbes Cinque Terre kleben
San Gimignano
Cinque Terre
wie kleine Schwalbennester hoch über dem Meer. Wir fahren heute über die herrliche Panoramastrasse nach Manarola, einem typischen Fischerdorf der Cinque Terre. Nach der Besichtigung erwartet uns eine Bahnfahrt bis nach Vernazza, von wo aus wir mit dem Schiff nach Monterosso al Mare übersetzen. Geniessen Sie die herrliche Szenerie, die sich uns von Wasser aus bietet. Am Nachmittag geht es wiederum mit dem Schiff zurück nach La Spezia. Nachtessen im Hotel. 5. Tag, – Donnerstag – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute morgen die Heimreise an.
✓ Interessante Stadtführung in San Gimignano ✓ Besuch einer Eisdiele inkl. Eisverkostung ✓ Besuch auf einem schönen Weingut inkl. Weinprobe (4 Weine) und Imbiss (Brot, Salami, Pecorino etc.) ✓ Fährüberfahrt Piombino-PortoferraioPiombino ✓ Inselrundfahrt auf Elba mit kundiger Führung ✓ Ganztagesausflug „Cinque Terre“ inkl. Eintritt, Bahn- & Schifffahrt ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise
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Quiz & Paroli
Quiz Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Ein Überraschungsausruf lautet, «Ach du grüne… » D Zehn
S
Eins
E
Neune
2. Wenn man vorsichtig ist, ist man auf der … R Hut
C Kappe
O Mütze
3. Welche Burg liegt oberhalb der Ortschaft Stein am Rhein? N Radegg
I
Wolkenstein
H Hohenklingen
4. Welche dieser Städte hält den Ehrentitel Reformationsstadt Europas? O Basel
T
Baden
W Solothurn
5. Wo kommen «Merkel-Zellen» vor? M Schrifttyp
A Politik
L
Epidermis
6. Wie nennt man die Dauer, um eine neue Maschine in Betrieb zu nehmen? U Rüstzeit
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Nutzzeit
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Präambel
7. Wie heisst eine liebenswürdige Sagengestalt in den Schweizer Alpen? B Schlungg
N Fengg
R Toltsch
8. Wer schrieb das Drehbuch für den Jugendfilm «Die Wilden Hühner»? E
D Sabine Boss
Yangzom Brauen
G Güzin Kar
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
Paroli
So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 OSTEN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe
Lösungswort: 2
3
Gewinner Nr. 31: Christine Howald, Jegenstorf BE; Denise Höglin, Bettingen BS; Fabian Kraxner, Diessenhofen TG
3 × 100 Franken zu gewinnen
Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5: 1
Auflösung Nr. 32: RAUBKATZE
4
Auflösung Nr. 32: BAUER
Teilnahmeschluss: Sonntag, 19.8.2018, 24 Uhr
5
Gewinner Nr. 31: Bruno Wittwer, Grosshöchstetten BE; Sonja Schaad, Magden AG; Heidi Eberle, Degersheim SG
Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite
Schwere Beine: Warum leiden so viele Menschen darunter? Drainastim Pro bekämpft die 3 Gründe für schwere, geschwollene und schmerzende Beine!
Wenn Sie unter schweren, geschwollenen und müden Beinen oder schlimmer noch an Krampfadern oder Knieschmerzen leiden, ist es sehr wahrscheinlich, dass all diese Probleme durch 3 essentielle Gründe verursacht werden… Die gute Nachricht: Mangelnder Sport ist nicht der Hauptgrund! Nur Drainastim Pro, ein neues Verfahren, hilft, diese 3 Gründe gleichzeitig und wirksam zu bekämpfen.
Verbessert die Blutzirkulation Verringert die Muskelmüdigkeit Verhindert Gelenksteifigkeit
Verhindert Krämpfe Reduziert die Wasserretention Lindert Schmerzen und Schwellungen
Nach einem langen Tag kann es vorkommen, dass Sie schwere, müde und sogar geschwollene Beine haben… Drainastim Pro wurde entwickelt, um Ihre Blutzirkulation zu verbessern, die Muskelmüdigkeit zu verringern und die Schmerzen und Schwellungen zu lindern. Ein zweites Herz in den Waden Ein durchschnittlicher Erwachsener verfügt über etwa 4 bis 5 Liter Blut. Die Arterien transportieren das Blut vom Herzen weg. Dabei handelt es sich um Blutgefässe, die das sauerstoffreiche Blut vom Herzen in die Beine, in die Arme und in die anderen Teile des Körpers transportieren, um somit die Bewegungen zu ermöglichen. Die Venen transportieren das „verbrauchte“ Blut zum Herzen.
Die elektrische Muskelstimulation: Eine international anerkannte Technologie Die Funktionsweise von Drainastim Pro ist einfach und birgt keinerlei Gefahren. Drainastim Pro sendet über die Fusssohle elektrische Mikroimpulse aus, um die Nerven zu aktivieren und die Muskeln der Füsse und Waden anzuspannen. Anschliessend entspannen sich die Muskeln und geben das während der ersten Anspannung angestaute Blut frei. In regelmässigen Abständen schafft die Elektrostimulation eine Pumpwirkung in den Venen (wie als ob Sie gehen würden).
Danièle Evenou, bekannt aus der französischen Fernsehserie „Marie Pervenche“ verrät: Drainastim Pro kümmert sich wirklich um mich und meine Gesundheit!
Während wir laufen, erfolgt der Venenrückfluss (der Rückfluss des Blutes zum Herzen) dank der Kompression der Gefässe des Fussgewölbes. Auch die Kontraktion der Wadenmuskulatur spielt eine grosse Rolle beim Aufstieg des Blutes in den oberen Teil des Körpers. Diese essentielle Rolle bringt der Wade den Spitznamen „zweites Herz“ ein. Aber das ganze System kann nur funktionieren, wenn das Blut daran gehindert wird, bedingt durch die Schwerkraft wieder nach unten zu fliessen. Zu diesem Zweck verfügen die Venen über Rückschlagventile, die sogenannten Venenklappen… Manchmal werden diese Klappen beschädigt und schliessen sich beim Blutdurchlauf nicht mehr: Die Blutzirkulation ist nicht mehr so leistungsfähig und führt zu einer Stauung des Blutes Die 3 Gründe für schwere und schmerzende Beine in den oberflächlichen Venen, deren ersten Folgen „schwere Beine“, • Der erste Grund für schwere Beine ist leider genetisch veranlagt. Ihr Organismus ermöglicht keinen ausreichenden Venenrückfluss. Kribbeln, Krämpfe, Schmerzen usw. sind. Seien Sie unbesorgt, mehr als jeder dritte Mensch leidet an dieser Insuffizienz. In nur wenigen Minuten am Tag wird Drainastim Pro diese Danièle Evenou Pumpe in der Wade wiederbeleben. “Bis zu dem Tag, an dem ich Drainastim Pro entdeckte, Dieses „zweite Herz“ in Ihren Waden wird dank der in diesem neuen glaubte ich, dass schwere Beine und Gelenkschmerzen ein Verfahren programmierten Wellen unabwendbares Übel seien ” während der Anwendung und auch noch Stunden danach arbeiten. Entdecken auch Sie Drainastim Seit Jahren tritt Danièle Evenou, bekannt aus dem • Der zweite Grund steht in Pro, um Krämpfen, schweren TV, Theater und Kino, stets strahlend und topfit auf. Verbindung mit einer Muskelund müden Beinen und insuffizienz in der Wade und angeschwollenen Füssen ein deren Muskeln des Beins. Selbst
Ende zu bereiten!
wenn Ihre Pumpe funktionsbereit ist, schafft sie es nicht sich einzuschalten. Das Verfahren Drainastim Pro reaktiviert Ihre Venenpumpe und sorgt dafür, dass die entsprechenden Muskeln, dank der elektrischen Muskelstimulation über Ihr Fussgewölbe, mühelos aufgebaut werden. • Bei dem dritten Grund handelt es sich um Bewegungsmangel, häufig verschlimmert durch eine zu lange sitzende oder stehende Haltung. Anhand der Elektrostimulationsprogramme von Drainastim Pro können zahlreiche Bewegungen simuliert werden. 30 Minuten Drainastim Pro entsprechen mehr als 3 Stunden Gehen. Auch deshalb wirken Ihre Beine nach einer Anwendung mit Drainastim Pro so leicht! Jeder dritte Mensch sei betroffen Ausgehend von der Feststellung, dass jeder dritte Mensch an einer schlechten Blutzirkulation leiden könnte, wurde das neue Verfahren Drainastim Pro entwickelt, um die Venenzirkulation zu verbessern und das Gefühl von schweren und müden Beine zu lindern. Dieser Zirkulationsstimulator beruht auf dem Prinzip der elektrischen Muskelstimulation an den Fusssohlen, wodurch die Schmerzen, die Beschwerden und
Der Venenrückfluss Fliessrichtung des Blutes
Blutrückfluss
Gesunde Venenklappe
Beschädigte Venenklappe
Normale Zirkulation
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die Schwellungen rasch gelindert werden. Drainastim Pro stellt keinen Ersatz für körperliche Betätigungen dar, ist aber ein ideales Elektrostimulationsverfahren, um den Blutfluss zu verbessern!
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Tel.: 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den blauen Feldern von links nach rechts.
Teilnahmeschluss: Sonntag, 19.8.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 1 3 4 miteinander verbunden 2 sein. Verboten: Kreuzungen, 1 2 diagonale Brücken und 3 2 3 5 mehr als zwei Linien.
2
Auflösung Nr. 32:
3 4
3 1
1 3
2
3
4
2
2
Auflösung Nr. 32: 2
3
2
3
3 4
3
1
2 3
1
2
2
3 2
1
4 2
3 3 3
1 3
1 2
3
4 2
1 3 2
2 3
2
2
1
3
3
2 3
3
3
2
1
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Conceptis Puzzles
11010002635
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ desMigros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 554 258 Ex. (WEMF 2017) Leserschaft: 2 358 000 (WEMF, MACH Basic 2017-2)
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VORTEIL
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Meine Welt
Ob es um seine Ehefrau, sein Stammlokal oder sein Amt geht: Beat W. Zemp bleibt gern bei dem, was ihm gefällt. Schon seit 28 Jahren ist er der oberste Lehrer der Schweiz. Text: Lisa Stutz Bilder: Ennio Leanza/Keystone
Mein Lieblingsprodukt «Die Seelöwen-Glace mit Vanille und Schokolade schmeckt mir sehr gut. Meine Frau und ich kaufen sie jeweils im Zehnerpack.»
Bild: Gettyy Images
«Ich pflege lange Beziehungen»
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1 Mein Wohlfühlort «Im Restaurant La Salle in Zürich bin ich über den Mittag oft anzutreffen. Die Esskultur hier ist sehr gut: Das Essen ist frisch, sättigt und macht nicht dick. Auch das Ambiente in der ehemaligen Schiffswerft gefällt mir.»
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2 Meine Leidenschaft «Ich war und bin viel auf Reisen. Lange habe ich Geografie unterrichtet – bevor ich mit meinen Schülern etwa das Thema Australien durchnahm, reiste ich dorthin. Ich wollte schliesslich wissen, wovon ich rede.» 3 Meine Pädagogen-Glocke «Wurde es mal zu laut im Klassenzimmer, konnte ich Name Beat W. Zemp (63) Sternzeichen Wassermann Lebenslauf «Ich bin im Oberbaselbiet aufgewachsen. Nach der Matura habe ich Mathematik und Geografie studiert, im Nebenfach Pädagogik. Ich habe das Gymnasiallehrerdiplom erworben und an verschiedenen Mittelschulen unterrichtet. 1986 bin ich zum Hauptlehrer für Mathematik und Geografie am Gymnasium Liestal gewählt worden, bis vor fünf Jahren war ich an dieser Schule tätig. Parallel entwickelte ich eine berufspolitische Karriere. 1990 bin ich zum Präsidenten des neu gegründeten Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) gewählt worden, das Amt gebe ich im Juli 2019 ab. Ich pflege langlebige Beziehungen. Seit 31 Jahren bin ich mit meiner Frau Christa verheiratet.»
mit dieser Glocke klingeln. Heute benütze ich sie in den Sitzungen, die ich leite.» 4 Mein Zaubertrick «Das ist ein Doppelhohlspiegel, der ein dreidimensionales Bild erzeugt. Das heisst: Man sieht eine grüne Perle, doch die Hand greift ins Leere. Im Mathematikunterricht war dieser Trick ein Hit.» 5 Meine Berufung «Seit 28 Jahren bin ich Präsident des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz. Dazu gehört, dass ich täglich viele E-Mails und Anrufe beantworte. Ich bin mit grosser Leidenschaft oberster Lehrer der Schweiz.»
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6 Meine Jugendsünde «Als junger Mann war ich Mitglied der Band ‹Sacha Zemp Combo› – ich bin der in der Mitte. Die Musik war damals mein Leben. Wir waren sehr erfolgreich. So habe ich während des Studiums mein Geld verdient.» MM
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