Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631
Kabarettist Nils Althaus mit Turnlehrer Ruedi Str체by
Lehrer und ihre Sch체ler: Wer uns wirklich pr채gt Ein Dossier zum Schulanfang Seite 11 MM33, 14.8.2017 www.migrosmagazin.ch
Schlecht drauf nach den Ferien: Was tun? Seite 8
Wandern wie Profis Bild: Gabi Vogt
Seite 82
Foodscouts S. 62 | Lehrlinge S. 78 | M채nnerzeug S. 85 | Liechtenstein S. 87 | Supermixer S. 93 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 575 55 44, Mitglieder.reg@migrosbasel.ch
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So geht Sommerferien auf dem Teller.
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Zubereitung: Brot an der Bircherraffel reiben. In einer Pfanne ohne Fett rösten. Beiseitestellen. Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen. Tomaten halbieren. Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Chilis je nach gewünschter Schärfe entkernen oder samt Kernen in Ringe oder Streifen schneiden. Alles in einer weiten Pfanne im Öl bei mittlerer Hitze ca. 2 Minuten anbraten. Mit Salz würzen. Spaghetti abgiessen, tropfnass zu den Tomaten geben und mischen. Mit Salz abschmecken. Oreganoblätter und Brotbrösel darüberstreuen. Sofort servieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten Pro Person ca. 15 g Eiweiss, 6 g Fett, 66 g Kohlenhydrate, 1700 kJ/410 kcal Dieses und weitere Rezepte auf migusto.ch
MM33, 14.8.2017
Editorial
Inhalt
Die Liebe machts aus
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Dossier Lehrer 12
Der «ideale» Lehrer Was wünschen sich Schüler von ihren Lehrern? Eine Klasse steht Rede und Antwort
Es ist wieder so weit: Zaghaft, gespannt, neugierig oder erwartungsfroh werden in den nächsten Wochen wieder 90 000 Mädchen und Jungen in die Schule eintreten. Um dann vor dem Mann oder der Frau zu stehen, die sie wie wenige Menschen in ihrem Leben prägen werden. Lehrerinnen und Lehrer werden verehrt, geliebt, gehasst oder mit Verachtung bestraft – kalt lassen sie fast niemanden.
In Zeiten überbehütender Helikoptereltern, überforderter Alleinerziehender, übereifriger Aufsichtsbehörden und ausufernder Bürokratie ist der Job des Lehrers nicht einfacher geworden. Mehr als die Hälfte ist depressions- oder Burnout-gefährdet, die Aussteigerquoten sind höher als in fast jedem anderen Beruf. Schülerinnen und Schüler zu selbstbestimmten Erwachsenen zu formen, ist heute eine riesige Herausforderung.
Bilder: Dan Cermak, zVg
In der Summe muss man sich deshalb fragen: Weshalb tun sich dies noch immer Tausende von neuen Lehrerinnen und Lehrern pro Jahr an? Das fragt man am besten eine Frau, die diesen Beruf ein Leben lang mit Hingabe ausgefüllt hat. Was ist es, das einem über alle Klippen hinweghilft? MM-Redaktorin Monica Müller hat sich Der erste Schultag: Hans Schneeberger lange mit Lotti Berner mit seiner Mutter Olga unterhalten, die nach 40 Jahren nun in den Ruhestand geht. «Es ist wohl die unbedingte Liebe zu Menschen, die jemanden wie Lotti Berner trägt. Sie lässt einen Fehltritte der Schüler besser nachvollziehen, spielerischer damit umgehen. Man sieht den Menschen, nicht den Querulanten.» Das Beispiel der Möhliner Lehrerin zeigt auch, dass Schülerinnen und Schüler die ehrliche Liebe und die Achtung sehr wohl spüren und positiv darauf reagieren. Liebe, Offenheit und eine Portion Demut – die hatte meine Lehrerin schon vom ersten Tag an nötig: Gut, wusste sie damals noch nicht, wer oder was da mit diesem «Hans» auf sie zukam … Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch
14
So sind sie, die Lehrer Schulalltag heute: Lehrerinnen und Lehrer beschreiben Lust und Frust in ihrem Beruf
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Infografik
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Promis und ihre Lehrer
Interessante Zahlen und Fakten rund um den Lehrberuf Anekdoten zur Schulzeit – aus jeweils zwei Perspektiven
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Ein Lehrer-Urgestein «Volksbildhauer» mit Leib und Seele: Donatus Stemmle über ein Berufsbild im Wandel der Zeit
Menschen
Leben
8
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Diese Woche
Post-Holiday-Syndrom – der Blues nach den Ferien
37
www.migrosmagazin.ch Leser melden sich zu Wort
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Kolumne: Bänz Friedli
Migros-Welt
Kolumne «1, 2 oder 3?» Das Chaos mit den Textilien
78
Familie Case Management hilft Jungen, im Berufsleben Tritt zu fassen
82 Gesundheit Die perfekte Wanderausrüstung 85
Brave New Girl
87
45
Migusto
Kleine Kalmare – pikant gefüllt
Reisen Auf Entdeckungstour im Ländle: Liechtenstein ruft
61
Farm Chips
90
62 Kulinarische Streifzüge Micarna-Mitarbeiter in Barcelona 64
Gemüse: ganz Bio Suisse
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Shop & Win Die ersten Gewinner stehen fest!
68
Mix: lauter kleine Helfer
71
Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News
Kinder Ellie aus Israel besucht das Sommerlager in der Schweiz
93
Leseraktion Bamix-Küchenhilfe – jetzt vom Sonderpreis profitieren
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Rätsel, Impressum
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Meine Welt Christian Häni, der Kopf der Musikband Halunke
M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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Menschen MM33
Darauf freuen wir uns Elvis Vor 40 Jahren, am 16.8. 1977, starb der King of Rock ’n’ Roll. Landauf, landab wird «Love me tender» laufen. Theaterspektakel 40 Shows
und Kulinarik aus aller Welt erwarten die Besucher auf der Landiwiese am Zürichsee vom 17. 8. bis 3. 9.
Unnützes Wissen
Tierische Fähigkeiten
Pascale Bruderer Wyss (39) ist
Ständerätin des Kantons Aargau.
Vorfreude ist ein wunderbares Gefühl – speziell, wenn sie zehn Jahre dauert. Die Badenfahrt steht vor der Tür! Die hier im Bau befindliche Festbeiz ist nur eine von 100 gastronomischen Wunderwerken: originell kreiert, aufwendig dekoriert und von lokalen Vereinen mit viel Enthusiasmus betrieben. Doch genauso wenig, wie es bei der historischen Fahrt in die lebensfrohe Bäderstadt Baden nur ums Kuren ging, geht es bei der Badenfahrt der Neuzeit nur um Kulinarik: Musik und Musse, Genuss und Geselligkeit warten in der zweiten Augusthälfte auf rund eine Million Festfreudige. Ein Hoch auf die Lebensfreude!»
Hörprobe
Entschuldigung, was hören Sie gerade? Maxime Baud (19), Hockeyspieler, Biel a) «Booba» von Mac Miller b) «Mask off» von Future c) «Return of the Rucksack» von Stormzy
Auflösung: a) «Ich mag Rap, und der Song passt zum Skaten.»
Bilder: Sandra Ardizzone/az Aargauer Zeitung, Marco Zanoni, The Granger Collection/Keystone
Mein Bild der Woche «Mein Blick bleibt am Bild hängen, das Herz schlägt schneller.
Verliert ein Weisskopfadler an einem Flügel eine Feder, fällt auch am anderen eine aus, um das Gleichgewicht zu halten. Fledermäuse
können bis zu 600 Kilometer weit fliegen und dabei sogar den Atlantik zwischen dem europäischen Kontinent und England über queren. In London über wachen Tauben mit Messgeräten in kleinen Ruck säcken auf ihrem Rücken die Sau berkeit der Luft. Der Grosse Ameisenbär produziert keine Magensäure. Er nutzt zur Ver dauung die Säure seiner Beute. Quelle: Neon/Stern
MM33, 14.8.2017 | MENSCHEN
Ein bisschen Feriengefühl in den Arbeitsalltag zu retten, sorgt für bessere Laune.
Diese Woche
Auf die Ferien folgt der Frust
Zahlen und Fakten
40%
der Schweizerinnen und Schweizer leiden am Post-Holiday-Syndrom.
50%
der 18- bis 22-Jährigen fühlen sich nach den Ferien traurig und antriebslos. Bei den 23- bis 35-Jährigen sind es 44 Prozent, bei den 36- bis 55-Jährigen 37 Prozent. Bloss 26 Prozent sind es bei Personen über 56 Jahre.
55%
der Romands leiden am Heimkehr-Blues, die Deutschschweizer sind zu 38 Prozent betroffen. Quelle: Das Umfrageinstitut CINT hat im Auftrag der Reisesuchmaschine Momondo.ch 24 700 Personen aus 23 Ländern befragt (2017).
Für viele Schweizerinnen und Schweizer sorgt das Ende der Ferien für schlechte Stimmung: Das sogenannte Post-Holiday-Syndrom ist weit verbreitet. Viele versuchen, sich nach den Ferien Gutes zu tun, um sanfter im Alltag zu landen. Text: Monica Müller
E
infach in den Tag hinein leben, Kanu fahren, lesen, an der Strandpromenade bummeln und plaudern – es war so schön. Doch die Ferien sind im Flug vorbei, und die Rück kehr ins Büro schlägt auf die Stim mung. Mit dem flauen Gefühl im Ma gen ist man in guter Gesellschaft. Laut einer aktuellen Studie ist das sogenannte PostHolidaySyndrom auch in der Schweiz weit verbreitet. In der Deutschschweiz kennen 38 Prozent den HolidayBlues, in der Romandie sind es gar 55 Prozent.
Frauen (44 Prozent) leiden laut der Studie häufiger unter der Ferien rückkehr als Männer (33 Prozent). Mittel gegen den Ferien-Blues
85 Prozent der Bevölkerung versuchen, sich die Eingewöhnung zu erleichtern: Jede dritte Person plant freie Tage zu Hause ein, be vor der Alltag beginnt. Jeder Vierte nimmt sich mehr Zeit für sich selbst, jeder Fünfte schläft länger. 14 Prozent planen am Ende der Ferien gleich die nächsten. Die Ferienforscherin Jessica de Bloom (34) hat Tipps, wie man das
gute Feriengefühl konservieren kann: «Es lohnt sich, am letzten Ferientag noch etwas Tolles zu machen. Der Abschluss färbt die ganzen Ferien rückblickend ein und bleibt in Erinnerung.» Mit einem internationalen Forschungsteam ist Jessica de Bloom dabei, eine App namens «Holidaily» zu entwickeln. Sie soll Heimkehrern helfen, die Erholung nach den Ferien länger anhalten zu lassen. Wer die App «Holidaily» testen will, kann sich informieren auf www.holidaily.de oder sich anmelden auf www.holidaily@leuphana.de.
Bilder: Getty Images, zVg
8
MENSCHEN | MM33, 14.8.2017
Strassenumfrage
Jessica de Bloom
«Ferien sind absolut zentral – auch wenn ihr Effekt relativ schnell verpufft»
Vor den Ferien sind die meisten gestresst. Und danach verpufft die Entspannung schnell. Braucht es überhaupt Ferien? Ja. Es ist ein relativ neues Konzept, dass fast alle in die Ferien fahren. Bis in die 60er-Jahre hat man vielleicht Familie oder Bekannte besucht, um sich zu erholen. Wir arbeiten immer mehr, und es ist schwieriger geworden, Abstand zu gewinnen vom Arbeitsalltag. Deshalb braucht es Auszeiten.
versuchen, davon etwas in den Alltag einzubauen. Vieles ist möglich, wenn man ein wenig umdenkt: Warum nicht am Morgen schwimmen gehen, nach dem Mittagessen eine Runde spazieren oder am Abend mal mit der Familie auswärts essen? Kleine Inseln der Erholung im Alltag sind äusserst wertvoll. Wir wissen aus der Forschung, dass das Gefühl von Autonomie und Kontrolle über das eigene Leben entscheidend für das Wohlbefinden ist.
Wie erholt man sich in den Ferien am besten? Studien zufolge sind sechs Dinge wichtig: geistig Abstand nehmen; sich bei wohltuenden Tätigkeiten entspannen; den Tagesablauf kontrollieren und frei entscheiden, wie man die Zeit verbringt; angenehme Herausforderungen suchen, etwa eine neue Sportart oder eine Sprache lernen; etwas persönlich Bedeutungsvolles tun; Zeit mit Freunden oder Familie verbringen, Verbundenheit mit nahestehenden Menschen spüren.
Sie sind Deutsche, mit einem Holländer verheiratet, leben in Finnland und forschen in einem internationalen Team. Erleben alle die Ferien und deren Ende ähnlich? Viele Arbeitnehmer in Europa fragen sich, ob sie in den Ferien ihre E-Mails checken sollen. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen immer mehr. Während in den USA manche nie Ferien machen, ist man sich in Europa einig, dass es Auszeiten braucht.
Wie nachhaltig sind Ferien? Menschen fühlen sich in den Ferien deutlich besser als im Alltag, doch das ist von kurzer Dauer. Je nach Studie hält das Feriengefühl maximal vier Wochen lang an. Ferien sind zentral, auch wenn ihr Effekt relativ schnell verpufft. So zeigen Studien, dass Menschen, die keine Ferien machen, ein erhöhtes Risiko tragen, eine HerzKreislauf-Erkrankung zu erleiden.
Wie wichtig sind den Finnen Ferien? In Skandinavien wird der Work-LifeBalance eine grosse Bedeutung beigemessen, was sehr angenehm ist. Es ist ganz normal, um 16 Uhr das Büro zu verlassen und die Kinder von der Schule abzuholen. Wenn nötig, setzt man sich einfach am Abend nochmals zu Hause hin. In Finnland und Schweden arbeitet im Juli fast niemand, kaum jemand ist erreichbar.
Was ist erholsamer: längere Ferien oder mehrere kurze Auszeiten? Das lässt sich nicht verallgemeinern und hängt von der Arbeitsbelastung und den Vorlieben ab. Viele brauchen mindestens eine Woche, um abschalten zu können. Aber längere Ferien sind nicht automatisch erholsamer.
Was erwarten Sie selbst von Ferien? Mir ist eine gesunde Balance im Alltag wichtiger geworden als Ferien, die alles kompensieren. Ich verteile meine Ferientage gern übers ganze Jahr und habe deshalb keine riesigen Erwartungen. Ausserhalb der Ferien gehe ich manchmal mit meinem Mann am Mittag essen, oder ich bewege mich nach der Arbeit in der Natur. Manchmal gelingt es mir auch, am Abend, am Weekend oder in den Ferien keine E-Mails zu lesen und zu beantworten – oder ich schalte mein Smartphone mal ganz aus. MM
40 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer leiden am sogenannten Post-Holiday-Syndrom. Was hilft beim Wiedereinstieg in den Alltag? Man sollte darüber nachdenken, was man in den Ferien genossen hat, und
Kennen Sie den Ferien-Blues?
Jessica de Bloom (34) ist
Arbeitspsycho login und Ferien forscherin. Die Deutsche lehrt an der University of Tampere in Finnland.
Jacqueline Frei (47), Einrichtungsplanerin, Niederglatt ZH «Ich hatte
auch schon Mühe, nach den Ferien wieder einzusteigen. Das war aber auch, weil der Job nicht mehr passte. Jetzt gehe ich wieder gern arbeiten.»
Ramon Hampel (24), Maler, Schlieren ZH «Nicht mehr, seit ich
selbständig bin, da ist die Motivation eine andere. Ich denke mit Freude an die Ferien zurück und schöpfe Kraft daraus, um im Alltag durchzustarten.»
Dora Wettstein (79), pensionierte Stickerin, Bern «Ich finde es immer
sehr schade, wenn die Ferien vorbei sind. Es ist eine grosse Umstellung, und ich träume gern noch von dem, was ich erlebt habe.»
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DOSSIER LEHRER | MM33, 14.8.2017
Dossier Lehrer
Bild: Russ Rohde/Cultura/Keystone
Zurück ans Pult! Die Sommerferien sind schon oder bald zu Ende, in die Schulhäuser kehrt wieder Leben ein. Über 99 000 Lehrerinnen und Lehrer stehen in den Schulzimmern bereit und nehmen rund 890 000 Schülerinnen und Schüler in Empfang. Es sind unterschiedliche Menschen, mit eigenen Ideen und Methoden. Eins haben sie aber alle gemeinsam: Die Schülerinnen und Schüler werden sie nie vergessen. Text: Monica Müller
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MM33, 14.8.2017 | DOSSIER LEHRER
1 Bahri Beljuli (14), Buchs
«Die Lehrperson sollte ernst sein, aber auch Spass verstehen und bei Schülerwitzen mitlachen.»
2 Daniel Nef (15), Watt
«Jemand ist eine gute Lehrperson, wenn sie uns viele Dinge lehrt, die wir in Zukunft auch gut brauchen können. Sie sollte nicht zu langweilig sein und nicht zu viel rumschreien, denn dann kann man sie nicht ernst nehmen.»
Schülerstimmen
Lehrer nach Wunsch Was macht aus Schülersicht eine gute Lehrkraft aus? Die Klasse 2d von der Sekundarschule Petermoos in Buchs ZH hat da klare Vorstellungen.
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Text: Ralf Kaminski Bild: Holger Salach
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*Nicht dabei: Jusuf Sulkoski und Gergö Dusza
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3 Sarah Weber (15), Buchs
«Sie sollte streng sein, aber nicht zu streng, die Klasse im Griff haben, aber auch mal einen Witz machen; sie soll geduldig sein und gut erklären können; Fehler akzeptieren, fair sein und niemanden bevorzugen.»
4 Florian Fuss (14), Buchs
«Eine gute Lehrperson nimmt sich Zeit und hilft, die Fehler zu korrigieren, statt die Schüler selber machen zu lassen.»
6 José Felipe Moreira da Silva (15), Adlikon
«Sie sollte uns immer motivieren, damit wir Erfolg haben. Und sie sollte streng sein, damit man sie ernst nimmt, aber nicht allzu streng, nur ein bisschen.»
Bild: Getty Image
ie 17 Schülerinnen und Schüler* der Sekundarklasse A und B im Schulhaus Petermoos kommen aus 13 Nationen und sind engagiert bei der Sache. Jede und jeder hat eine eigene Meinung darüber, was einen guten Lehrer, eine gute Lehrerin ausmacht – aber in der Diskussion zeigt sich ein Konsens, wenn es um die wichtigsten Punkte geht: Lehrer sollten hilfsbereit sein und den Stoff gut erklären können. Und sie sollten humorvoll und motivierend sein. Die 14- und 15-Jährigen sind sich im Übrigen einig, dass die meisten ihrer Lehrerinnen und Lehrer diesen Ansprüchen ganz gut entsprechen – die jüngeren vielleicht eher, weil sie den Humor ihrer Schützlinge besser verstünden. Und manchmal hänge es auch von der Tagesform des Lehrers ab. Alles in allem jedoch hätten sie es gut getroffen. Das findet Lehrerin Andrea Wildbolz (36) auch von ihrer Klasse 2d: «Es ist eine tolle, motivierte Klasse. Und ich sehe in ihr auch die Werte gespiegelt, die wir hier zu vermitteln versuchen: Wir sind unterschiedlich, aber wir sind eine Klasse und füreinander da.» MM
DOSSIER LEHRER | MM33, 14.8.2017
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Ideale Lehrer: Das sagen die Schüler
www.migmag.ch/ lehrer
5 Tanakorn Pangnamkam (15), Adlikon
«Gute Lehrer regen Schüler zum Denken an. Sie motivieren sie und geben ihnen Ratschläge, damit sie dann selbst über ihr Leben entscheiden können.»
7 Loris Carotenuto (15), Adlikon
«Ein guter Lehrer ist streng und kontrolliert alles gut, sollte aber auch Spass verstehen und geduldig sein. Ausserdem sollte er offen sein, denn wenn man einen schüchternen Lehrer hat, bringt es nichts, in die Schule zu gehen.»
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8 Mike Wittke (14), Buchs
«Sie sollte gut erklären können, Spass am Unterrichten haben und alle gleich behandeln.»
11 Laura Pavlovic (15), Adlikon
«Eine Lehrperson sollte offen und kontaktfreudig sein. Sie sollte aber auch gut erklären können und organisiert sein, ausserdem immer fair zu den Einzelnen. Sie muss auch streng sein, aber nicht zu sehr.»
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12 Milica Ivetic (14), Adlikon
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«Sie sollte humorvoll sein und mit uns Jugend lichen Spässe machen können. Sie sollte offen und kommunikativ sein, wir sollten mit ihr über alles sprechen können. Ein bisschen streng sollte sie aber auch sein, damit man die ganze Sache in der Schule doch noch ernst nimmt. Und sie muss organisieren können – das gehört in einer Schule nun einmal dazu.»
14 Viktoria Gomez (14), Buchs
13 Fabienne Rüegg (14), Buchs 10 Ivan Massaro (14), Buchs
9 Samra Lamgadar (14), Buchs
«Sie sollte halb Lehrerin, halb Schüler sein, das heisst: Sie sollte uns Dinge lehren können, uns aber auch immer zuhören und helfen bei privaten Pro blemen. Sie soll auch streng sein, aber hinter dem strengen Gesicht sollte sich ein Lächeln verbergen.»
«Sie sollte Spass am Unterrichten und am Umgang mit Schülern haben. Und sie soll auch den etwas schwächeren Schülern helfen, damit sie den Stoff auch verstehen.»
«Sie sollte kein Kind bevorzugen und alles so erklären, dass es jedes Kind versteht. Sie sollte den Unterricht so gestalten können, dass man Freude daran hat. Und jeden aussprechen lassen, egal, ob es zum Thema passt oder nicht.»
«Sie sollte mit einer guten Laune ins Klassenzimmer kommen, damit man selbst auch motiviert starten kann. Sie ist dann gut, wenn sie mit einem Schüler über alles spricht, ihm bei seinen Problemen hilft, ihn motiviert und auch Witze machen kann.»
15 Bruna Bessa (14), Buchs
«Sie muss uns motivieren können und immer eine gute Laune haben. Sie darf auch mal streng sein, muss uns aber helfen können und uns gut behandeln. Sie muss kreativ sein, Spass am Unterrichten haben und verständnisvoll sein.»
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MM33, 14.8.2017 | DOSSIER LEHRER
Lotti Berner
Die Langzeitlehrerin
Nach 40 Jahren Schulbetrieb ist Lotti Berner vor Kurzem in den Ruhestand getreten. Sie hat viele Schulreformen erlebt, eins jedoch ist für sie unverändert wichtig geblieben: die persönliche Beziehung zu ihren Schülerinnen und Schülern. Text: Monica Müller
F
ür Lotti Berner (63) ist es der allerletzte Schultag. Nach rund 40 Jahren räumt sie das Schulzimmer im Schulhaus Steinli in Möhlin AG, in dem sie in den vergangenen 33 Jahren unterrichtet hat: Sie packt Lehrmittel, Bücher und Acrylfarben in Kisten. Die Schülerinnen und Schüler, die ihr T-Shirt für die Abschlussparty bereits fertig gestaltet haben, helfen ihr dabei: «Frau Berner, wir brauchen für die Graffitischrift eine Spraydose.» – «Geht schnell in den Laden und kauft eine», antwortet sie. «Mit Ihrem Auto, okay?», fragt der eine. Lotti Berner lacht schallend. Die Stimmung im Schulzimmer ist entspannt, die Vorfreude auf den Abschluss und die gemeinsame Reise nach Köln gross. Zehn ihrer elf Realschülerinnen und -schüler haben eine Lehrstelle gefunden. Sie lernen Elektromonteur, Logistiker, Assistentin Gesundheit, Coiffeuse. Ein Schüler absolviert das zehnte
Bild: Michael Sieber
Schuljahr. Lotti Berner hat zwei Lehrplanreformen miterlebt. «Kompetenzen gab es schon, bevor man sie so genannt und mit dem Lehrplan 21 ins Zentrum gerückt hat», sagt sie und zuckt mit den Achseln. Über all die Jahre seien neue Lehrmethoden hinzugekommen, aber etwas sei unverändert wichtig geblieben: die Beziehung zwischen Lehrperson und Schülerinnen und Schülern. «Jugendliche sind bereit, viel zu geben, wenn sie sich ernst genommen fühlen und spüren, dassman sie mag», sagt die Mutter zweier erwachsener Kinder. Lotti Berner war im Klassenzimmer nicht nur Lehrerin, sondern vor allem Mensch. Als ihre Eltern und später ihr Lebenspartner im Sterben lagen, wussten ihre Schüler Bescheid. Im Gegenzug erzählten sie ihr auch, was sie in der Freizeit unternahmen und was zu Hause lief. Lotti Berner übernahm auch viel Erziehungsarbeit. Das war für sie Teil
ihres Jobs: «Berufstätigen Eltern fehlt in gewissen Momenten ganz einfach die Energie für Auseinandersetzungen mit den Jugendlichen. Da ist es gut, wenn sie Konsequenz auch an anderen Orten erleben.» Sie erzählt von einem Schüler, der stets zu spät kam. Immer wieder gab es neue Vereinbarungen, die aber nie etwas brachten. Schliesslich fragte sie ihn: «Welche Konsequenzen fändest du sinnvoll?» Er antwortete: «Das Handy abgeben.» Als er beim nächsten Mal wieder zu spät war, nahm sie sein Handy an sich. Von da an war der Schüler immer pünktlich. Entscheidend bei Konflikten sei es, dem Schüler zu vermitteln, dass nicht er als Mensch schlecht sei, sondern nur sein Verhalten. Gerade in Umgang mit Fehltritten und Grenzüberschreitungen habe sich in all den Jahren am meisten geändert, meint Lotti Berner. Früher sei es möglich gewesen, in Absprache mit
Lotti Berner räumt ihr Schulzimmer und zieht Bilanz nach 40 Jahren als Realschullehrerin.
75% der Lehrpersonen im Schuljahr 2015/16 waren Frauen, die meisten davon zwischen 30 und 49 Jahre alt. Quelle: BFS
DOSSIER LEHRER | MM33, 14.8.2017
Eltern und Schulpflege kurzfristig Konsequenzen zu ziehen, etwa Schüler in Time-outs zu schicken. «Wenn sie eine Zeit lang arbeiten mussten, kamen sie wieder gern in die Schule.» Heute neige man schnell zur Kriminalisierung. Sie erinnert sich an einen Schüler, der vor etwa 20 Jahren Waffen aus Kellern von Privatleuten stahl und sie auf einem Heustock hortete. Als das aufflog, musste er den Schaden bei den Bestohlenen reparieren und ihnen seine Zeit für Arbeiten zur Verfügung stellen. Er habe nie wieder etwas Illegales getan und sei ein anständiger Familienvater geworden. Wenn ein Schüler sich heute etwas Vergleichbares zuschulden kommen lasse, werde eine unglaubliche Maschinerie losgetreten. «Jeder findet seinen Weg»
Bilder: iStockphoto, Shutterstock
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Lotti Berner hat keine Mühe sich abzugrenzen. «Man muss auch mal streiten können, ohne es persönlich zu nehmen», sagt sie. Das sei entscheidend, um als Lehrperson nicht auszubrennen. Sie war auch im Klassenchat dabei. Hie und da erhielt sie eine SMS: «Sie, haben wir jetzt morgen eine Prüfung?» Aber bombardiert wurde sie nicht. Sie riet den Jugendlichen, ihr Handy so einzurichten, dass nicht sichtbar ist, wann sie zuletzt online waren. «Das will ich gar nicht wissen.» Dass die Realschule oft so negativ besetzt ist, bedauert Lotti Berner sehr. Viele Jugendliche fühlten sich deswegen minderwertig. Gelinge es ihr, ihnen zu zeigen, dass sie «kein Quäntchen weniger wert sind als die anderen», zeigten sie sich wieder lernbereit. «Nicht jedes Kind ist zum Studieren geboren. Zum Glück auch!», sagt sie. Die langjährige Erfahrung hat ihr gezeigt: Jeder findet seinen Weg. Seit 15 Jahren setzt sich die Aargauerin auch für Kinder und Jugendliche in Senegal ein. Dank dieses Engagements wisse sie: «Manchmal finden wir hier Dinge katastrophal, die eigentlich nicht der Rede wert sind.» Lotti Berner freut sich auf ihre Pensionierung. Sie hat viele Ideen – mehr Zeit mit ihrem Enkel verbringen, Velotouren unternehmen, sich in ein Buch festbeissen –, aber keine konkreten Pläne. Sie möchte «einfach mal sein». MM Der iPad-Coach: Seite 16
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MM33, 14.8.2017 | DOSSIER LEHRER
Davide Carls
Der iPadCoach
Bei Davide Carls organisieren sich die Schüler selbst. Sie arbeiten mit iPads im Online-Klassenzimmer. Text: Monica Müller
Bild: Michael Sieber
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er Pausengong ertönt. Und etwa 40 Jugendliche strö men ins sogenannte Office, in einen grosszügigen Raum, wo sie sich an ihren mit Sichtschutz ausgestatteten Arbeitsplatz setzen. Sie schal ten ihr Tablet ein und machen in französischer Sprache Wer bung für Montreux, schreiben, warum sie einen Song cool finden, oder lösen Rechenauf gaben. Die Schülerinnen und Schü ler der 1. bis 3. Sekundarschule Seehalde in Niederhasli ZH entscheiden selbst, was sie in den zehn wöchentlichen Lek tionen im Office erledigen. Ihre Ziele für die laufende Woche halten sie montags in ihrem Lernzielbuch fest. Davide Carls (28) lehnt sich an ein Stehpult, vor ihm Lap top und iPad. Manche Schüler
haben per Formular einen Termin mit ihm vereinbart, weil sie eine Aufgabe nicht verstehen oder einen Vortrag besprechen möchten. Andere strecken die Hand in die Höhe, um etwas zu klären. Die meis ten sitzen still da, den Blick auf den Bildschirm gerichtet. «Ende Woche wird sich zeigen, wie realistisch sie ihre Lern ziele geplant haben», sagt Davide Carls. Die Schülerinnen und Schü ler sind geteilter Meinung über das individualisierte Lernen. Agoyll (14) tippt lieber, als sich die Hand wundzuschreiben. Macht er weiterhin so gut mit, kann er zu den Fortgeschritte nen aufsteigen und im Office Musik hören. Nino (14) ist «anfangs fast durchgedreht mit dem System», er habe es einfach nicht verstanden und denke noch heute immer wie
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Bereits ab der
3. Klasse sollen Schülerinnen und Schüler das Programmieren lernen. Das schreibt der Lehrplan 21 vor.
Bild: Shutterstock
Quelle: Lehrplan 21
der wehmütig an die Primar schule zurück. Shania (13) schätzt es, durch konzentrier tes Arbeiten Punkte sammeln und so ihre Noten verbessern zu können. Elisa (14) sagt: «Man muss sich echt zusam menreissen.» Josepha (15) findet, sie werde auf diese Weise gut auf das spätere Arbeitsleben vorbereitet. Die nächste Lektion ist eine stufendurchmischte Deutsch stunde. Die Klasse hört einen Fall von Philip Maloney, jeder mit Ohrstöpseln und Tablet. Anschliessend prüft Davide Carls das Hörverständnis mit tels Quiz, bei dem jeder die Antworten in sein iPad eingibt und sogleich auf der Leinwand sieht, ob sie stimmen. Die Klasse geht voll mit, johlt und klatscht. Über Google Doc haben alle Zugriff auf das Semesterprogramm und alle
verwendeten Links. Ihre Haus aufgaben laden die Jugend lichen über die Plattform Showbie hoch, eine Art Online Klassenzimmer. Davide Carls zeichnet seine Rückmeldun gen als Sprachnachricht auf. «So können sie meine Inputs auch mehrmals anhören, und ich spare Zeit.» Methoden mit Medienecho
Davide Carls hat seine Lehrer ausbildung diesen Frühling abgeschlossen und unterrich tet seither an der «Seehalde» Deutsch, Englisch, Informatik, Sport und Hauswirtschaft. Die Schule hat mit ihren neuen Lehrmethoden Schlagzeilen gemacht – auch kritische Stimmen waren zu hören. Als Davide Carls die Schule auf Anraten seines Informatik dozenten besuchte, habe es klick! gemacht. Die Frage, wie
Lernen mit modernen Hilfsmitteln: In Davide Carls Klassenzimmer läuft alles über das iPad.
man die neuen Medien so einsetzen kann, dass möglichst alle profitieren, beschäftigt den Digital Native schon lange. Der Berufseinsteiger ist überzeugt: Lernt ein Schüler innert dreier Jahre, sich gut zu organisieren, hilft ihm das bei einer Lehre oder bei der weite ren Schulkarriere. Vor allem schwächere Schülerinnen und Schüler hätten Mühe mit dem selbstorganisierten Lernen, des halb bräuchten sie einfachere, überschaubarere Aufgaben, mehr Feedback und Erfolgser lebnisse. «Um auch ihnen gerecht zu werden, sind die Lehrpersonen ständig daran, die Unterlagen zu verbessern.» Carls denkt häufig über die Schule der Zukunft nach und fragt ketzerisch: «Braucht es fixe Lehrpläne und Schul zeiten?» Er fände es sinnvoller, wenn Jugendliche die Fächer
nach ihren Interessen und Neigungen wählen und so «mehr in die Tiefe, statt in die Breite gehen» könnten. Seiner Meinung nach bietet der Lehr plan 21 mehr Möglichkeiten, da er Ziele fächerübergreifend formuliert. Davide Carls liebt die Arbeit mit Jugendlichen: «Es lebt!» Trotzdem erlebte er auf seinem Berufsweg schon erste Krisen. Die Ausbildung hält er für zu wenig praxisorientiert. Auf die schwierigen Schüler und das Arbeitspensum, das auf einen zukomme, sei er nicht gut genug vorbereitet gewesen. Obwohl er sehr gern unterrich tet, kann er nicht sagen, ob er sein Leben lang Lehrer bleiben wird: «Ich bin der Typ, der alle fünf Jahre den Sport und das Instrument wechselt.» MM Die Problemlöserin: Seite 18
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25% der Kinder und Jugendlichen haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Dieser Anteil variiert jedoch von Kanton zu Kanton. Quelle: BFS
Karin Solenthaler mit ihrer Klasse im Oberstufenzentrum Bünzmatt in Wohlen AG
Karin Solenthaler
Die Problemlöserin In Karin Solenthalers Klasse gibt es kein Kind ohne Migrationshintergrund. Die Lehrerin kriegt alles mit – Drogen, Klauen, erste Liebe – und versucht, die Kids für die Gesellschaft fit zu machen. Das sei wichtiger als der Schulstoff. Text: Monica Müller
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Bild: Michael Sieber
ie erste Lektion beginnt um 8.20 Uhr, doch einige Schüler der 1. Realschulklasse im Oberstufenzentrum Bünzmatt in Wohlen AG sind am Montag schon um 7.30 Uhr in ihrem Klassenzimmer – um Monopoly zu spielen. In der folgenden Deutschstunde schreiben sie ihrem Schulleiter einen Brief. Er ist operiert worden, und Karin Solenthaler (48) hat den 13- bis 15-Jährigen die Aufgabe erteilt, ihn aufzumuntern. «Lieber Herr Stadler, wenn Sie wieder gesund sind, sollten Sie unbedingt einen fetten Döner geniessen», schreibt ein Schüler. Den Satz möchte er dem Schulleiter dann doch nicht übermitteln, weil er ihm respektlos erscheint. Die Klasse ist sehr international, ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler haben Migrations-
hintergrund. Mindestens ein Elternteil stammt jeweils aus Kosovo, Serbien, Mazedonien, Albanien, Italien, Spanien, Portugal, Deutschland, Ghana oder Sri Lanka. Zudem unterrichtet Karin Solenthaler auch Kleinklässler oder Schülerinnen und Schüler aus der Integrationsklasse, die erst seit zwei Jahren in der Schweiz leben und nur gebrochen Deutsch sprechen. Die erfahrene Lehrerin pflegt einen guten Kontakt zu den Eltern, trifft sie auch am Samstag zum Gespräch, weil sie meist nur dann Zeit haben. «Die Eltern sind sehr dankbar, wenn sie spüren, dass sich jemand um ihr Kind kümmert.» In den drei Jahren bei Solenthaler werden aus den Kindern junge Erwachsene. «Rauchen, Drogen, Klauen, erste Liebe, Nacktfotos, Berufswahl – all das wird zum
Thema», sagt sie. Und sie kriegt alles mit. Zum einen, weil sie den Schülern zuhört und auch vor und nach dem Pausengong Zeit für sie hat. Zum andern, weil sie weiss, bei wem die Informationen zusammenlaufen, und es versteht, den «Coolio» der Klasse auf ihre Seite zu ziehen. «Erst muss ich ihn identifizieren, dann kaltstellen», sagt sie lachend. Komme ein Schüler zu spät zur Schule, ignoriere sie das bewusst und verpasse ihm die Strafstunde erst nach der Lektion. «Wer das macht, sucht die Bühne, und die gebe ich ihm nicht.» Sie erinnert sich an eine Schülerin, der nach den Herbstferien übel war. Karin Solenthaler war gleich klar, dass das Mädchen schwanger sein musste. Sie sprach mit ihr, half ihr, die Schule abzuschliessen und später eine Lehrstelle zu finden. Heute ist
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Manuel Zingg
Der Aussteiger Der 32-jährige Manuel Zingg befürchtete, in einen Trott zu geraten und hängte den Lehrerjob nach sechs Jahren an den Nagel. Heute ist er Inhaber einer Sicherheitsfirma. Text: Monica Müller
Bild: Michael Sieber
M sie ihre Beiständin. «Der Akkusativ ist für mich sekundär», sagt Solen thaler. Das Erzieherische interessiere sie mehr, als Stoff zu vermitteln. Die Jugendlichen bräuchten jemanden, der an sie glaube und sie in dem be stärke, worin sie gut seien. Ihr Ziel sei es, die Schüler für die Gesellschaft fit zu machen – und ihnen nebenbei auch noch das zu vermitteln, was die Lehrmeister erwarten und brauchen.
Bilder: iStockphoto, Shutterstock
Gute Kontakte auch danach
Wenn sie eine Klasse nach drei Jah ren abgeben müsse, sei das «wie eine Trennung». Bei allem Engagement schlafe sie aber stets wunderbar. Ihr Geheimnis: «Ich mache immer das, was mir wichtig erscheint und was möglich ist.» Mit in den Schlaf nimmt sie nur das, was ihre eigenen zwei Kinder im Teenageralter umtreibt. Ein Jahr nach Abschluss lädt sie ihre ehemalige Klasse jeweils zum Pizzaessen ein. Es sei immer span nend zu hören, wie die Ehemaligen sich in der Berufswelt durchschlügen. Einige davon kommen in die Schule, um ihre derzeitigen Schüler bei der Lehrstellensuche und dem Drum herum zu coachen. Mit vielen bleibt sie in Kontakt: Sie isst in Restaurants, wo ehemalige Schüler kochen oder servieren, und lässt sich von einer ehemaligen Schülerin die Haare schneiden. MM
anuel Zingg hat den Leh rerberuf, erst 32jährig, wieder verlassen. Statt Jugendlichen Stoff zu vermitteln, berät er nun Erwachsene beim Kauf von Sicherheitssystemen. «Du spinnst!», finden viele in seinem Umfeld. Als er noch Lehrer war, fielen die Reaktionen nicht viel positiver aus: «Lehrer, aha. Du arbeitest wenig und hast viel frei!» Nach einem Semester BWL an der Uni wollte er Lehrer werden, weil ihn der Praxisbezug und die guten Job aussichten ansprachen. Doch schon mitten in der Ausbildung kamen die ersten Zweifel auf. Zingg geht als ehe maliger UnihockeyProfi gern an sei ne Grenzen, liebt die Dynamik und die Aussicht, für seinen Einsatz be lohnt zu werden. «Das alles hat mir beim Lehrerberuf gefehlt», sagt er. Alle drei Jahre mit einer neuen Klasse bei null beginnen, immer wieder den Zweiten Weltkrieg von Neuem erklä ren – er fürchtete, in einen Trott zu geraten. Die Tatsache, dass der Beruf keine Aufstiegschancen bietet, emp fand er als demotivierend. «Ich war schon immer eher der Projekttyp.»
und reiste jährlich nach Tansania, Malawi, Sambia und Mosambik. Sie hat die Hotelfachschule absolviert und länger in Ostafrika gelebt – des halb ist das Paar dort gut vernetzt. Seit fünf Jahren organisieren sie mit ihrer Firma POA Safari gemeinsam Reisen in die Region. Sie träumen da von, als Familie länger in der Region zu leben, aber erst wenn die gemein same Tochter (1) etwas älter ist. Bis es so weit ist, will er die Firma Homesecurity, die er gemeinsam mit einem Freund aufgebaut hat, zum Fliegen bringen. Die Branche befinde sich im Aufwind, sein Kompagnon verfüge über das Knowhow, ihm lägen die Beratung und der Verkauf. Spricht er von massgeschneiderten Alarmsystemen, gerät er ins Schwär men: «So vieles ist möglich!» Und als Selbständiger könne er Termine ver schieben, wenn seine Tochter krank sei. Dennoch schliesst er ein weiteres Engagement als Lehrer nicht aus. «Es wäre aber eindeutig Plan B.» MM
Der Traum von Afrika
Dennoch hat er die Ausbildung ab geschlossen und fast sechs Jahre lang als Lehrer gejobbt. Er hat eine Stell vertretung nach der anderen über nommen, war höchstens sechs Mona te am selben Ort. Den Austausch mit Jugendlichen fand er gut, auch wenn sie fordernd waren. Am liebsten denkt er zurück an seinen Einsatz in einer Klasse für Fremdsprachige, die kaum Deutsch sprachen. «Da konnte ich etwas bewirken.» Und doch fehlte das Gefühl: Das ist es! Zwischen seinen Engagements unternahm er immer wieder längere Reisen. Mit seiner Frau trampte er acht Monate lang durch Südamerika
Manuel Zingg fehlte die Dynamik: «Ich war schon immer eher der Projekttyp.»
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DOSSIER LEHRER | MM33, 14.8.2017
Infografik
Ein Beruf im Wandel
Ende des befristeten Arbeitsvertrags
Pensionierung
Mehr Lehrerinnen, weniger Schüler pro Klasse: Die wichtigsten Zahlen zum Lehrerberuf. Text: Andrea Freiermuth
1871 1891
23% (Frauen/Primarstufe)
1911
39%
1931
40%
1951
40%
1961
Andere Gründe
33%
43%
1993/94
69%
2010/11
81%
2015/2016
Unbefriedigende Arbeitsbedingungen
84% Wunsch zu wechseln/ beruflicher Aufstieg
Der Lehrerberuf ist in Frauenhand
Bilder: Shutterstock (4), iStockphoto
Quellen: Online Datenbasis zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Schweiz
Im Jahr 1871 waren 23 Prozent Frauen auf der Primarstufe tätig. Heute sind die Männer mit 16 Prozent klar in der Minderheit.
Warum Lehrer ihre Stelle kündigen Rund 15 Prozent der Lehrer wechseln pro Jahr die Stelle; in anderen Branchen liegt die Fluktuationsrate im Schnitt bei 18 Prozent. Entgegen der landläufigen Meinung ist die Pensionierung nur bei jeder zehnten Lehrkraft der Grund für den Austritt.
160 000
Kinder pro Lehrer im Jahr 1871
Kinder pro Lehrer im Jahr 1891
Kinder pro Lehrer im Jahr 1911
Finanzdienstleistungen
140 000
Übrige Industrie Verwaltung
120 000 100 000
Kinder pro Lehrer im Jahr 1931
Kinder pro Lehrer im Jahr 1961
Kinder pro Lehrer im Jahr 2015
Immer weniger Schüler pro Lehrkraft 1871 betreute ein Primarlehrer 55 Schüler in einer Klasse. Heute liegt die Klassengrösse bei 19 Schülern und das Betreuungsverhältnis pro Lehrkraft, die 100 Prozent arbeitet, bei 16 Lernenden. Das rührt daher, dass Klassenlehrer heute von Spezialisten entlastet werden, etwa im Rahmen der Integration.
Oberstufenlehrer
80 000 60 000
Primarschullehrer
Einsteiger
nach 5 Berufsjahren
nach 10 Berufsjahren
Lehrerlöhne im Vergleich mit anderen Branchen Nach zehn Jahren im Beruf verdienen Lehrkräfte im Aargau deutlich weniger als Arbeitnehmer in der Industrie oder der Verwaltung. Zudem gibt es zwischen den Kantonen grosse Unterschiede: Der Einstiegslohn auf der Primarstufe beträgt im Kanton Zürich 90 754 Franken im Jahr, im Kanton Bern sind es 73 620 Franken.
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Lehrer und berühmte Schüler
Als Promis noch die Schulbank drückten Prominente erinnern sich an ihre Schulzeit zurück und an Lehrerinnen und Lehrer, die sie beeindruckten. Doch auch die Lehrer wissen ein paar hübsche Anekdoten über ihre ehemaligen Schüler zu erzählen. Text: Dinah Leuenberger
Bilder: Gabi Vogt
Jacqueline Badran (55), Nationalrätin und Unternehmerin «Ich war nicht besonders gut in Französisch. Im Unterricht am Gymnasium haben wir sehr viel von Camus gelesen, den ich sehr mochte. Und ich wollte in der Stunde auch immer etwas sagen. Weil ich aber eben nicht gut Französisch sprach, begann ich immer mit ‹Je trouve que ...›, den Rest spulte ich hastig auf Deutsch ab. Die anderen mussten dann für mich übersetzen – zum Ärger meines Lehrers Christian Tauber. An der mündlichen Maturprüfung sass ich mit Herrn Tauber und einer Expertin im Raum. Ich hatte dafür drei Bücher vorbereiten müssen, auch eins von Camus. Doch dazu befragten sie mich nicht, sondern zu Molière, dessen Buch ich nur überflogen hatte. Ich dachte: Hey, nein, warum befragt ihr mich denn nicht zu Camus? Also begann ich wieder mit ‹Je trouve que ...›. Da brachen Herr Tauber und ich in schallendes Gelächter aus. Die Expertin war verdutzt und lachte irgendwann mit. So
sassen wir zu dritt lachend etwa fünf Minuten lang da. An der Abschlussfeier – ich bekam eine Note 2 in der Französischprüfung – gab mir Herr Tauber einen Zettel mit der Adresse der Migros-Klubschule, wo man Französischkurse belegen konnte. ‹Sie werden es noch bereuen, Frau Badran›, sagte er damals.
31 Jahre nach der Matur befand ich mich als frischgebackene Nationalrätin im Bundeshaus, mitten im Röstigraben, und wünschte mir, ich hätte Herrn Taubers Rat befolgt. An diesem Tag schrieb ich ihm einen Brief: ‹Cher Monsieur Tauber, je trouve que, vous aviez eu raison› – Sie hatten Recht.»
Christian Tauber (75), Pensionär, ehemaliger Französischlehrer von Jacqueline Badran «An diese Geschichte erinnere ich mich nur vage, ich hatte mehrere hundert Schüler. Allerdings habe ich Jacqueline nie vergessen. Sie hat einen starken Charakter und setzte sich meist durch. Das hat mir gefallen.»
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Ruedi Strüby (69), Pensionär, ehemaliger Sportlehrer von Nils Althaus «Diese Geschichte trifft in der Tat zu. Nils war der Jüngste in seiner Klasse und auch eher klein. Er zeigte immer vollen Einsatz im Spiel und Geräteturnen und war darin auch sehr gut. Aber wenn es um die Läufe ging, die ich des Öfteren plante, zeigte er schon einen gewissen Widerstand. Aber das gehört auch dazu.»
Nils Althaus (35), Liedermacher, Kabarettist und Schauspieler «Wir hatten mal einen Turnlehrer, Herrn Strüby, der war eine Art Kreuzung zwischen Pfarrer Sieber und Drill-Sergeant Hartman. Mit sanfter Geste, weicher Stimme und viel Geduld brach er einem häppchenweise den
Willen. Und kurz vor dem Aufprall schoss einem immer die Frage durch den Kopf, wie es dazu hatte kommen können, dass man in einen Überschlag übers Sprungpferd eingewilligt hatte. Am schlimmsten fand ich die Waldläufe. Dort anzukommen, wo man angefangen hatte, schien mir vernünftig, den Um-
weg fand ich masslos übertrieben. Ich wollte nur Fussball und Basketball spielen. Alles, was mit höher, schneller und weiter zu tun hatte, empfand ich in den mildesten Fällen als irrelevant und in den gröbsten als gesundheitsgefährdend. Gewinnen im Spiel war für mich auch so eine unverständliche
Priorität. Die meisten Tore hatten mit koordinierter Willensleistung gar nichts zu tun, sondern waren eher eine Verkettung unglücklicher Umstände im Elfmeterraum. Immer, wenn einer schrie, lag der Schluss deutlich näher auf Kreuzbandriss als auf Tor. Darüber zu jubeln, schien mir in etwa so adäquat, wie sich selber zu beglückwünschen, dass man nicht vom Grippevirus angesteckt worden war. Für mich bestand der Lohn eines Fussballspiels immer in schönen, aber nutzlosen Dribblings und gezielt gekrümmten Schüssen ans Lattenkreuz. Die knifflige Aufgabe, die sich mir stellte, war also, irgendeine Krankheit zu finden, mit der man keine Waldläufe mehr machen, aber immer noch Fussball spielen konnte. Nach aufwendiger Recherche fand ich im Pschyrembel ‹Anstrengungsasthma› und teilte Herrn Strüby die Diagnose mit. Ich widerstand für einmal sogar seiner Überredungskunst und durfte in der Halle Bälle kicken, während die anderen im Wald rannten. Als aber nach dem Waldlauf alle zusammen noch eine Partie Fussball spielen sollten, nahm Herr Strüby mich zur Seite und sagte freundlich: ‹Nils, wahrscheinlich wird es mit deinem Anstrengungsasthma besser, wenn du dich nicht zu sehr verausgabst und im Tor bleibst.› Beim nächsten Turnen hatte sich mein Asthma dann unerwartet rasch und deutlich gebessert.»
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DOSSIER LEHRER | MM33, 14.8.2017
Claudio Tamo (52), Schulleiter und ehemaliger Lehrer von Roberto Rodriguez «Robi hat eine Hörbehinderung und musste darum seit der ersten Klasse ein Hörgerät tragen. Wir Lehrpersonen steckten uns jeweils ein kleines Mikrofon an, damit er uns im Unterricht gut verstand. Einmal erhielt ich einen Anruf und musste darum den Raum wechseln. Als ich zurück in die Klasse kam, sah ich, wie Robi mich angrinste. Ich hatte vergessen, das Mikrofon auszuschalten, und so hatte er alles mithören können und es natürlich sofort seinen Kollegen erzählt.»
Roberto Rodriguez (27), Profifussballer «Leider weiss ich nicht mehr, worum es in diesem Telefonat genau ging. Aber ja, das ist genau so passiert. Herr Tamo ging ins Lehrerzimmer und ich konnte alles mithören. Damals war ich halt noch jung, und in dem Alter findet man das wahnsinnig lustig. Ich erzählte sofort alles meinen Kollegen. Damals war die Technologie der Hörgeräte noch nicht so gut, darum benutzten die Lehrer ein Mikrofon, damit ich alles gut verstand. Heute ist das anders.»
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Zoe Scarlett, Herbert Bolliger, Seite 27
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Herbert Bolliger (63), Migros-Chef «Ich war kein besonders guter Schüler, die Matur war für mich Mittel zum Zweck. Über den Hand ballmatch am Samstagabend wusste ich jedenfalls besser Bescheid als über Geometrieaufgaben. Das war mein Horrorfach: darstellende Geometrie! Eindimensional, zweidimensional, dreidimen sional. Irgendwann wurde es ndimensional, da war bei mir Schluss. Und ich fragte mich auch, wofür ich das später im Leben gebrauchen konnte. Wir sassen im obersten Stock in der Kanti, mit Sicht auf die Stadt, und die Lehrerin, Frau Braun, stand in einer Seelenruhe vorne und zeichnete mit Kreide und Zirkel Formen an die Tafel. Damals war eine Frau, die Mathematik unterrichtet, sehr aussergewöhnlich. Wenn sie mit ihrem österreichischen Dialekt von ‹Coooosinus› und ‹Siiinus› sprach, mussten wir Schüler schmunzeln. Aber wir gingen gern zu ihr in den Unterricht, hatten viel Respekt vor ihr. Sie hatte immer eine Mordsgeduld und konnte gut erklären. So gut, dass ich später meine Tochter zu ihr schickte, als sie mit Algebra Probleme hatte. An Frau Braun lag es jedenfalls nicht, dass ich nicht gut war in Geometrie.»
Zoe Scarlett (32), Burlesque-Künstlerin «Ich schrieb in der dritten Klasse bei Sandra die Geschichte vom glücklichen Klavier. Es ging um ein Klavier, das von einem Mädchen und einem Vögel chen gespielt wurde – allerdings weniger vom Mädchen als vom Vögel chen. Das gefiel dem Klavier. Als das Vögelchen fortziehen musste, war das Klavier traurig. Die Geschichte ist autobiografisch, denn ich wollte nie Klavier üben. Hausaufgaben allgemein waren nicht mein Ding. In der Schule mochte ich Sprachen, Handwerken und Schwimmen. Ich war immer schon eine Arielle, heute stimmt auch die Haarfarbe. Bei Sandra ging ich sehr gern zur Schule. Sie trug immer dicke Klunker und roten Lippenstift, das imponierte mir. Als Mädchen fand ich Schmuck toll. Wenn ich wieder mal übertrieben hatte, sagte meine Mutter: ‹So kannst du nicht in die Schule, du siehst aus wie ein Christbaum.› Heute sind Sandra und ich Freundinnen, nicht mehr Lehrerin und Schülerin.»
Sandra Wick (50), Primarlehrerin «Wir hatten schon zu Schulzeiten keine Berührungsängste. Zoe war eine sehr aufgeweckte Schülerin. Sie begriff die Dinge schnell und hatte sprachlich ein gutes Flair, das sieht man an der Klavier geschichte, da gab es fast keine Fehler. Und sie hatte auch ein gutes Mundwerk, spielte bereits in der Schule Theater und machte bei Ballettaufführungen mit. Zoe war immer da und packte an. Sie tröstete und half. Sie brachte Leben und Freude in die Klasse. Und natürlich war sie ein grosses ‹Luusmeitli›. Aber im guten Sinn: So läuft etwas in der Klasse, das ist auch für mich als Lehrerin schön.»
Ilse Braun (79), Mathematiklehrerin von Herbert Bolliger «Mir war nicht bewusst, dass darstellende Geo metrie für Herbert so unangenehm war. Heute gibt es das Fach gar nicht mehr – leider. Mir hat es Spass gemacht. Ich hoffte, meine Schüler dafür begeistern zu können, wie man einen Kegel mit einer Ebene schneidet. Über die Brauchbarkeit der Mathematik im späteren Leben rätseln viele Schüler. Aber logisches Denken und ein wenig räumliches Vor stellungsvermögen haben noch nie geschadet. Herbert war, abgesehen von seiner ‹Länge›, ein sehr angenehmer und unauffälliger Schüler. Er trat weder positiv (durch Teilnahme am Unterricht und durch häufiges Aufzeigen) noch negativ (durch Schwätzen oder schlechte Noten) in Erscheinung. Der Ausblick vom DGZimmer auf die Altstadt von Baden ist wirklich schön, er lenkte auch mich hin und wieder ab. Das Schmunzeln über mein burgenländisches ‹Hochdeutsch› wurde nur noch übertroffen, wenn ich ein paar Sätze auf ‹Schwiizerdütsch› sagte. Die volle Aufmerksamkeit meiner Schüler war dann gesichert.» MM
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Donatus Stemmle
«Lehrer werden nicht so bald durch Roboter ersetzt» Donatus Stemmle kann es nicht lassen: Um den Lehrberuf drehte sich sein ganzes Leben – und noch heute unterrichtet der 69-Jährige angehende Pädagogen. Der Routinier über Eltern, die sich zu stark in den Schulbetrieb einmischen, Lehrer, die an den eigenen Ansprüchen scheitern – und über die Notwendigkeit von 13 Wochen Schulferien für Lehrpersonen. Text: Esther Banz Bilder: Dan Cermak
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Lehrer aus Leidenschaft: Donatus Stemmle wĂźnscht sich Lehrer ohne Vorurteile.
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«Es gibt in konservativen Kreisen Eltern, die die züchtigende Hand vermissen», sagt Donatus Stemmle.
Donatus Stemmle, Sie werden dieses Jahr 70 Jahre alt und sind längst pensioniert. Warum treffen wir uns trotzdem an der Pädagogischen Hochschule in Zürich (PHZH), wo Lehrer ausgebildet werden? Stimmt, eigentlich bin ich in Pension (lacht). Ich gebe hier nur noch ein Modul in NaturMensch-Gesellschaft und ein anderes an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Weil ich sehr ungern damit aufhöre. Die Zahl der Studierenden an der PHZH ist beeindruckend: Im nächsten Semester werden 3550 Männer und Frauen stu dieren. Das ist rekordverdächtig. Ja, der Beruf ist unvermindert beliebt, und Klassenlehrer werden nicht so bald durch Roboter ersetzt werden.
ständig denkenden und eigenverantwortlich handelnden Bürgern und Bürgerinnen erzogen werden. Die Heranwachsenden sollen ihre Stärken und Schwächen erkennen, Auftrittskompetenz erlangen und selbst verantworten, was sie tun. Das klingt fantastisch. Man würde er warten, es herrsche FriedeFreudeEier kuchen, alle seien wunschlos glücklich. Die positive Wirkung heutiger Pädagogik sehen natürlich nicht alle gleich. Es gibt in konservativen Kreisen Eltern, die die züchtigende Hand vermissen. Und dann gibt es Eltern, die ihre eigene berufliche Wunschvorstellung auf ihr Kind projizieren. Zudem wirkt sich das heutige Konsumdenken aus: Man meint, Erfolg könne man kaufen, man hätte ein Anrecht darauf, und man fühlt sich befähigt, die Qualität des Unterrichts selber zu beurteilen, denn man ist ja auch mal in die Schule gegangen.
Man liest viel über die Nöte der Lehrer heute: Jeder Dritte leidet an anhaltenden depressiven Beschwerden, und ebenso vie le Lehrer seien Burnoutgefährdet, besagt eine Nationalfondsstudie aus dem Jahr 2014. Was macht den Beruf so schwierig? Es sind verschiedene Faktoren, aber einer scheint mir besonders gewichtig: die hohen Ansprüche. Damit meine ich die Ansprüche, die eine Lehrerin oder ein Lehrer an die eigene Leistung hat: Man deckt mehrere Fächer ab und will es in jedem richtig gut machen. Und dann sind da noch die Vorstellungen vieler ehrgeiziger und oft selber akademisch gebildeter Eltern. Sie erwarten – natürlich zu Recht –, dass ihr Kind bestmöglich gefördert wird. Die Kinder sind heutzutage erfreulicherweise selbstbewusster, widersprechen und können einen langweiligen Unterricht stören. Früher erwartete man von den Kindern Gehorsam und von den Lehrern Strenge. Wenn ein Schüler eins an die Ohren kriegte, erzählte er das besser nicht zu Hause, sonst gabs dort noch eins drauf. Ein Kind musste gehorchen, das war einfach so, es gab kein Wenn und Aber. Der Lehrer war unantastbar.
Mit der Integration von Kindern, die zu vor aufgrund ihres Verhaltens oder einer Behinderung in Kleinklassen respektive einer Sonderschule unterrichtet wurden, sind die Klassen heterogener geworden. Was bedeutet das für den Unterricht? Sie sprechen das sogenannte ClassroomManagement an. Das ist in der Tat die grosse Sorge angehender Lehrerinnen und Lehrer: Wie schaffe ich es, eine grosse und höchst vielseitige Klasse zu führen? Ich habe eine hochbegabte Schülerin, Kinder mit ADHS und insgesamt acht Sprachen im Klassenzimmer vertreten. Wenn ich ein Mensch bin, der gut mit der Vielfalt umgehen kann, eine positive Grundeinstellung Kindern mit speziellen Bedürfnissen gegenüber hat und das als sportliche Herausforderung angeht, gelingt es eher, als wenn ich von vornherein damit schon Mühe habe. Dann sehe ich alles, was gegen die Disziplin in der Klasse wirkt, gegen mich und mein Unterrichtsziel gerichtet. Das ist anstrengend.
Man erzog die Kinder nicht unbedingt zu mündigen, selbstbewussten Mitmenschen. Genau. Heute indes erwartet die Gesellschaft, dass Kinder in der Schule zu eigen-
Ist das Unterrichten einer derartigen Klasse alleine nicht fast unmöglich? Doch. Aber genau diese Vielfalt ist heute für viele Lehrerinnen und Lehrer Realität.
Heilpädagogen sind nur wenige Stunden pro Woche in einer Klasse, die restlichen Stunden ist man mit den Kindern alleine, sollte differenzieren, jedem sinnvolle Aufgaben geben und gleichzeitig etwas für die Gemeinschaftsbildung machen. Immer dann, wenn eine Assistenz da ist, gelingt das, aber in all den anderen Stunden eben weniger. Trotzdem gibt es für das Gelingen der Integration nicht mehr Geld. Ideal wäre ein Team-Teaching von drei Lehrkräften auf zwei Klassen. Kann man wenigstens mit gutem Zusprechen im Lehrerzimmer rechnen? Nicht unbedingt. Es ist gut möglich, dass ich als Lehrerin, die bereits am Limit ist, dort von einem Kollegen zu hören bekomme, wie gut er es mit derselben Klasse habe. Das kann dann schnell das Gefühl auslösen, selber schuld zu sein am nicht gelingenden Classroom-Management. Und dann ist es kein weiter Weg mehr in den Kreisel des Burn-outs. «Das Magazin» des «TagesAnzeigers» erzählte kürzlich die Geschichte einer Lehrerin, die den Beruf nach 20 Jahren erschöpft an den Nagel hängte. Drei Jungs störten den Unterricht, eine Mutter machte Druck – aber letztlich war das Verhalten des Schulleiters ausschlaggebend. Er liess die Lehrerin offenbar alleine. Die Schulleitung scheint heute eine zentrale Rolle zu spielen für die Arbeitsqualität der Lehrer. Ja, unbedingt. Aber das ist relativ neu. Bis um die Jahrtausendwende herum gab es keine Schulleitungen, man war als Lehrer sein eigener Herr und Meister. Es gab zwar Schulhausvorsteher, aber deren Aufgaben waren vor allem administrativer Natur, nicht pädagogischer. Und einmal im Jahr kam ein Inspektor, der hauptsächlich auf Äusserlichkeiten achtete: Stehen alle Schuhe in einer Reihe? Sind alle Bücher gut eingebunden? Ist die Wandtafelschrift schön? Gibt es genügend Aufsätze? Macht der Lehrer Diktate? Wird Schriftdeutsch gesprochen? Er machte sich Notizen und gab einen Bericht ab, auf Anfrage schriftlich. Dann war er wieder für ein Jahr weg. Was er immer sehen wollte, war das Unterrichtsheft – ob es nachgeführt ist. Aber über die Art und Weise des Unterrichts wurde wenig gesprochen, denn es galt die Lehr- und Methodenfreiheit der Lehrpersonen. Wie steht es um diese heute? Es gibt sie noch. Aber die Administration ist näher am Unterricht und hat mehr Macht. Wie das? Die Lehrpersonen einer Schule müssen ein gemeinsames pädagogisches Profil entwickeln; das ist erwünscht, und ich finde
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das auch positiv. Es hat aber selbstverständ lich die Kehrseite, dass die einzelne Lehrper son etwas von ihrer Autonomie verliert. Hat sie einen guten Stand im Team, kann sie ihre Vorstellung von Unterricht behaupten. Als Junglehrerin, oder wenn man das «Heu nicht auf der gleichen Bühne hat» wie die Schul leitung, kann der Alltag mühsam werden. In anderen Ländern können die Lehrer nur davon träumen, inhaltliche Freiheiten zu haben oder nur schon wählen zu können, wo sie unterrichten. Ja, das ist ein Privileg. In Deutschland zum Beispiel wird man administrativ an eine Stelle gebunden oder versetzt. Und in Frankreich gibt es standardisierte Jahres prüfungen, die die Lehrfreiheit sehr stark einschränken. Wer wird eigentlich Lehrer, Lehrerin? Das kann ich nicht allgemein beantworten. Aufgrund der Motivationsschreiben der Studierenden fiel mir auf: Viele waren in der Pfadi oder leiteten eine Jugendriege. Oder sie hatten eine Lehrerin, die zum Vorbild wurde. Was hat es mit dem Klischee auf sich, Lehrer seien mehrheitlich linksgrün? Ich möchte nicht behaupten, ein rechtskon servativ denkender Mensch denke weniger differenziert, aber man muss schon interes siert und offen sein und es genauer wissen wollen mit der Komplexität der Welt, ihren Problemen auch, und sich für die Vielfalt an Menschen interessieren. In der Schule löse
ich zwar nicht die Flüchtlingsprobleme, aber ich habe sie, die Flüchtlingskinder, und muss eine positive Haltung ihnen gegenüber entwickeln. Ich habe unvoreingenommen zu sein, um mit jedem Kind eine Beziehung aufbauen zu können – ob es aus dem Kanton Glarus kommt oder aus Ghana. Und wenn ich einer bin, der es schafft, die Kinder für die Vielfalt in ihrem Lebensraum zu begeis tern, ist es auch nicht verwunderlich, wenn ich mich durch das angeeignete Wissen um Lebensräume und die Stadtentwicklung oder um die heutige Landwirtschaft und ihre Nachhaltigkeit oder ums Klima sorge. Wer wird also sicher nicht Lehrer? Jemand, der ganz andere Berufsinteressen hat oder der in erster Linie an Geld und Karriere denkt. Man verdient zwar anständig als Lehrperson, aber nicht übermässig. Dafür haben Lehrerinnen und Lehrer mehr Ferien als alle andern. Das wird immer wieder behauptet. Lehrer machen in einer Unterrichtswoche Über stunden und während der unterrichtsfreien Wochen, in denen die Kinder Ferien haben, kompensieren sie oder machen Weiter bildung und bereiten den Unterricht vor. Sie unterrichteten in den vergangenen Jahren auch quer einsteigende Lehrerinnen und Lehrer, viele von ihnen über 40-Jährige. Was sind das für Leute? Viele kommen aus kreativen Berufen: Schauspieler, Fotografinnen, Journalis
tinnen, Architekten, Gärtnerinnen, aber auch ein Pfarrer oder eine Frauenärztin waren schon dabei. Warum kommen so viele aus kreativen Berufen? Auch der Lehrberuf hat viel mit Kreativität zu tun. Ich kann mit den Kindern Themen individuell aufbereiten, indem wir sie ver schriftlichen, Plakate für eine Ausstellung anfertigen, Filme drehen, Theater auffüh ren, musizieren. Von daher ist das Unter richten wie eine offene Tür. Der Lehrerberuf ist sehr vielseitig, wie die Menschen, die zur Schule gehen.
Zur Person
Lehrer, Schulpflegepräsident und Lehrerausbildner Erst Lehrer, dann Lehrerausbildner, Lehrbuchautor, Lehrgangmitentwickler, Mitarbeiter an verschiedenen Forschungsprojekten, Schulpflegepräsident einer Oberstufe und Mitglied der Freinet-Gruppe Schweiz, die sich für eine Erziehung ohne Zwang einsetzt: Um die Schule und den Beruf des Lehrers drehte sich Donatus Stemmles ganzes bisheriges Leben. Ende 2018 will der 69-Jährige definitiv in Pension gehen. Ganz wird er der Schule aber nicht den Rücken kehren: Acht Enkelinnen und Enkel dürfen mit seinem Interesse rechnen.
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Das Richtige tun
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Früher waren die Lehrer mehrheitlich männlich, jetzt unterrichten vor allem in der Primarschule hauptsächlich Frauen. Womit hat das zu tun? Je mehr der Lehrberuf Erziehungsberuf wurde, desto mehr galt er in der Gesell schaft offenbar als femininer Beruf. In den letzten Jahren ist vieles dazugekommen, das die Schulen an Sozialisation leisten müssen. Ein gesellschaftlicher Wandel, den ich weder positiv noch negativ be werten möchte. Das sind neue schulische Aufgaben, die Frauen offenbar mehr ansprechen als Männer. Warum wertet man den Frauenüberhang bei den Lehrpersonen als Problem? Studien belegen, dass es für Buben in der Schule schwieriger geworden ist, wenn sie nur von Frauen unterrichtet werden. Buben stören öfters und sind schulisch weniger erfolgreich als Mädchen. In der Weiterbildung spricht man deshalb von notwendiger «Bubenarbeit». Viele Eltern fürchten, ihr Kind könnte in der Schule Pech haben, indem es an eine «schlechte» Lehrperson gerät. Es gibt ja tatsächlich bessere und weniger gute Pädagogen. Oh ja, selbstverständlich, es gibt die ganze Palette, wie in jedem Beruf. Was, wenn es zwischen einem Kind und der Lehrperson nicht «geigt», wenn ein Kind nicht in seinen Fähigkeiten erkannt
und gefördert wird, sondern ihm im Gegenteil sogar die angeborene Lust am Lernen vergeht? Ich weiss als dreifacher Vater und achtfacher Grossvater, dass das ein beunruhigendes Szenario ist. Aber es ist tatsächlich schwierig zu erkennen, ob jemand für mein Kind eine gute Lehrperson ist oder nicht. Sogar Sie als Insider sagen das? Klar kann ich eine Lehrperson anders einschätzen als Eltern, die in ihrem Erwachsenenleben erstmals mit einer Lehrerin zu tun haben. Man stutzt vielleicht, wenn in einem Lehrgangfach wie Französisch bestimmte Seiten nicht bearbeitet werden – das kann ein Hinweis dafür sein, dass die Lehrerin oder der Lehrer weit hinter dem Stoff liegt, der durchgenommen werden sollte. Aber die Lehrfreiheit erlaubt es auch, mit eigenen Materialien zu arbeiten, insofern kann man mit seinen Befürchtungen komplett falsch liegen, weil mit gezielteren Mitteln dieselben Lernziele besser erreicht werden. Und was ist, wenn eine Lehrperson den Kontakt zum Kind nicht findet? Das lässt sich leicht feststellen, wenn man den Unterricht besucht und die Lehrperson darauf anspricht. Aber klar, es gibt überall Leute, die es schaffen, alle zu täuschen. Zum Glück passiert das nur sehr selten.
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Sollen Lehrer alle Kinder gleich behandeln? Und ist das überhaupt möglich? Nein, gleich behandeln geht nicht. Aber alle gleich anders, das geht. Ich muss für jeden Einzelnen und seine Besonderheiten ein Verständnis erlangen. Einem hyper aktiven Kind wird fast selbstverständlich erlaubt, zwischendurch umherzugehen, ein introvertiertes hingegen will sanft aus seinen scheinbaren Tagträumen geweckt werden. Man findet heraus, wo ein Kind ein spezielles Bedürfnis hat, wo seine Stärken, seine Schwächen sind. Man spricht von Binnendifferenzierung. Dieser Anspruch ist heute da, und es gibt dafür Strategien, wie zum Beispiel an einem Auftrag kürzer oder länger dran sein zu dürfen. Was raten Sie Eltern im Umgang mit Lehrpersonen? Nachfragen und das Gespräch suchen, wenn einen etwas irritiert. Und was raten Sie Lehrpersonen im Umgang mit Eltern? Keine Kommunikation über EMail! Das ist immer heikel, unnötig, zeitraubend, und man muss sich auch noch für jeden gramma tikalischen Fehler rechtfertigen, der im schnellen Antworten übersehen wurde. Das kostet unnötig Nerven. Besser bereits beim ersten Elternabend wünschen: Sie können mir gerne eine EMail schreiben, um einen Termin zu vereinbaren, aber nicht mehr. Inhaltliches besprechen wir persönlich und dafür nehmen wir uns Zeit. MM
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Vergangene Woche wollten wir im Zusammenhang mit dem Artikel über die Fussballroboter wissen: Übernehmen bald Roboter deinen Job?
Auf dem Sidelhorn «Wie wenn man auf einer Pyramide stehen würde», so beschreibt Eugen Hofer das Panorama auf dem Sidelhorn (2765 m ü. M.), an der Kantonsgrenze zwischen Bern und Wallis. Er ist für seine Wanderung über Meiringen an den Grimselstausee angereist. Von dort führt die Alpinroute mehrheitlich über Stock und Stein respektive über 600 Höhenmeter auf den Gipfel.
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67% Nein, künstliche Intelligenz ist niemals in der Lage, meine Tätigkeit auszuführen. 28% In Zukunft wird das einmal so kommen – aber in meinem Fall wird es noch etliche Jahre dauern. 5% Ja, mein Job dürfte schon in Kürze keine menschliche Arbeitskraft mehr erfordern.
Bilder und Text auf www.migmag.ch/sidelhorn
Migros-Magazin-Leser Eugen Hofer aus Kloten ZH
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So hören Kinder Musik Albert Wäspe
(im Bild) sucht seine Mitschülerin Trudi Halter (Jahrgang 1943 oder 1944). Sie beendeten 1959 die Schule im evangelischen Schulhaus Oberhelfenschwil SG. Albert Wäspe wüsste sehr gern, wie es Trudi Halter heute geht. Albert Wäspe Russenstrasse 32 9122 Mogelsberg SG Tel. 079 366 43 06
Twindad Reto Vogt erklärt, was nach Kassette und CD kommt. Die Facebook-Diskussion zu Hörbert und Tonie: www.migmag.ch/musik-hoeren Eva-Maria Wildenauer: Schön auf den Punkt
gebracht! Wir haben Hörbert genommen – den liebt unsere Tochter. Beim Tonie ist man etwas eingeschränkt mit den Liedern. Sandro Poffa: Ergänze Spotify mit einem
Bluetooth-Lautsprecher, den das Kind herumträgt. Funktioniert bei uns bestens. Marcel Hauri: Solange Kinder nicht lesen können, sind CD und Kassetten halt schon sehr praktisch. Res Niemeyer: Spotify und Globi? Das war früher.
Es gibt noch ein Album auf Spotify und Apple Music.
37
MAX
Ihre Reisehöhepunkte: • Drei grossartige Bahnerlebnisse: GoldenPass Express, Mont-Blanc-Express & Tenda Bahn • Riviera-Perle Montreux & mondänes Chamonix • Herrliches Piemont mit Langhe, Alba & Barolo • Fürstliches Monaco & Blumenparadies San Remo
Exklusiv-Reise vom 7. - 12. Oktober 2017
Vom Berner Oberland bis ans Mittelmeer
GoldenPass Panoramic Express, Mont-Blanc-Express & Tenda-Bahn Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag, Sa. 7.10.17 – Anreise nach Zweisimmen & GoldenPass Panoramic Express Fahrt im komfortablen Extrabus nach Zweisimmen, unserem Ausgangspunkt für die Fahrt mit dem legendären GoldenPass Panoramic- Express. Vorbei an Gstaad und Château-d’Oex erreichen wir Montreux und damit die wunderschöne Waadtländer Riviera mit ihren Weinbergen. Zeit zur freien Verfügung. 2. Tag, So. 8.10.17 – Mont-Blanc-Express & Weiterfahrt ins Piemont In Martigny erwartet uns heute morgen der Mont-Blanc-Express. Auf kühner Streckenführung durchquert der Zug die wilde Trientschlucht und klettert über eine eindrückliche Steigung, vorbei an tosenden Wassern und tiefen Schluchten. In Châtelard wartet eine der steilsten Zahnradbahn-Abschnitte der Welt auf uns.
Nach der französischen Grenze geht es mit dem Bus weiter bis nach Chamonix. Nach etwas Freizeit fahren wir mit dem Bus ins Piemont, wo wir mit dem Nachtessen erwartet werden. 3. Tag, Mo. 9.10.17 – Langhe, Alba & Barolo Heute lernen wir mit der Langhe- Region das Piemont von seiner allerschönsten Seite kennen. Wir zeigen Ihnen das herrlich Alba, die „Stadt der hundert Türme“. Weiter geht es durch das weltbekannte Barolo Weinanbaugebiet – hier gedeihen die königlichsten Weine Italiens. Wir besuchen eine renommierte Weinkellerei und erfahren bei einer Führung alles über die Herstellung der edlen Tropfen. 4. Tag, Di. 10.10.17 – Cuneo & Fahrt mit der legendären Tenda Bahn Am Vormittag zeigen wir Ihnen die schöne Stadt Cuneo. Am Nachmittag folgt dann die Fahrt mit der legendären Tenda Bahn
bis nach Ventimiglia an der italienischen Riviera. Freuen Sie sich auf eine spektakuläre Bahnstrecke mit herrlichen Gebirgslandschaften und malerischen Dörfern.
Fr. 875.Leistungen - Alles schon dabei! ✓ Fahrt mit dem komfortablen Extrabus während der ganzen Reise
5. Tag, Mi. 11.10.17 – Monaco & San Remo Den heutigen Tag beginnen wir mit einem Besuch im Fürstentum Monaco. Entdecken Sie dabei die pittoreske Altstadt und tauchen Sie in eine Welt voller Glamour und Lebensgefühl ein. Am Nachmittag erwartet uns San Remo – die Hauptstadt der Blumenriviera liegt majestätisch eingebettet zwischen azurblauen Meer und dem malerischen, saftig-grünen Hinterland.
✓ 1 x Übernachtung im guten Mittelklassehotel in der Region Aigle
6. Tag, Do. 12.10.17 – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.
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✓ 4 Übernachtungen im guten Mittelklassehotel (2 x im Piemont und 2 x an der Riviera) ✓ 5 x Frühstücksbuffet & feines Nachtessen im Hotel ✓ Fahrt mit dem GoldenPass Panoramic Express Zweisimmen-Montreux (2. Klasse)
✓ Schöner Ganztagesausflug Piemont/Langhe Region ✓ Besichtigung Weinkellerei BaroloGebiet inkl. Degustation ✓ Interessante Stadtführung in Cuneo ✓ Fahrt mit der legendären Tenda-Bahn von Cuneo nach Ventimiglia ✓ Ganztagesausflug Monaco & San Remo ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung
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Zuschläge / Abzüge: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 150.Abzug Halbtax Abonnement: Fr. 24.Abzug General-Abonnement: Fr. 48.Auf Wunsch: Zuschlag 1. Klasse Golden Pass: Fr. 30.Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, St. Gallen, Sargans, Thun, Winterthur oder Zürich.
Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf
MENSCHEN | MM33, 14.8.2017
E Bänz Friedli
Einfach mal ausspannen
Ein paar Tage Ruhe suchte ich, wollte lesen, nachdenken, Waldläufe machen. Und die Seesicht aus dem Hotelzimmer war prächtig. Im Zimmer neben mir, östlich, waren zwei Fussballprofis eines luxemburgischen Ver eins untergebracht, offenbar im Trainings lager. Auf der westlichen Seite das ungleiche Ehepaaar. Sie auffallend braun gebrannt, er älter. Um nicht zu sagen: viel, viel älter als sie. Kahlkopf, Seglerkleidung der Sorte teuer, aber geschmacklos. Schliesslich über mir: drei Girls auf Ferienreise. Dies die Ausgangs lage. Und vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass das Hotel dünnwandig war.
Bänz Friedli (52)
Bild: Vera Hartmann
hat sich tipptopp erholt.
chen schlafen können. Denn sobald sie wieder im Zimmer waren, giggelten, quassel ten und kreischten sie wild durcheinander, liessen dazu die halbe Nacht irgendwelche TVSender laufen. Und kaum hatten sie endlich Ruhe gegeben, begann bestimmt nebenan einer der Fussballrapper schon mit dem Frühgebet. Der andere, deutlich hörbar, schnarchte noch.
Beginnen wir mit den Fussballern. Beide Westafrikaner, französischsprachig, fromme Muslime. Sie beteten mehrmals täglich gen Mekka. Und ich will den jungen Männern ja nichts unterstellen, aber ob das nun noch gebetet war oder ob, was sie skandierten, be reits politische Parolen waren – man möchte es lieber nicht wissen. Jedenfalls taten sie es: laut. Danach liessen sie Rap laufen, lauten Rap, und rappten noch lauter mit.
Aber vergessen wir das Ehepaar nicht! Ungleich, wie gesagt. Bei ihnen, im Neben zimmer Richtung Westen, rund um die Uhr ein rhythmisches Schnauben, Knurren und Brummen seinerseits, das ich nicht auf Anhieb zu deuten wusste. Nicht wirklich Laute der Lust, mehr des Bemühens und der zunehmenden Verzweiflung. Von ihr zwi schendurch ein beschwichtigendes Japsen: «It’s okay, baby», das klang wie «Lass gut sein, es muss ja nicht jedes Mal …». Er aber bemüh te sich geräuschvoll weiter. Die Details gehen mich nichts an, ich fragte mich einzig, warum man das eigentlich «miteinander schlafen» nennt, wenn dabei solcher Lärm entsteht?
Die jungen Frauen im oberen Stock? Zeig ten sich zwar gern in Sportkleidern in der Lobby, steuerten jedoch stets stracks die Bar an, wo sie bis spätabends sitzen blieben. Ihr Sport: Kampftrinken. Ich hätte es freilich befürwortet, sie wären noch länger an der Bar verweilt, dann hätte ich wenigstens ein biss
Doch, doch! Ich habe mich prächtig erholt. Aber erst nachdem ich morgens um halb drei, im Pyjama, an die Réception geschritten war und dem Nachtportier klargemacht hatte, ich bräuchte umgehend ein anderes Zimmer. Es hatte keine Seesicht. Aber das war mir so was von egal. MM
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1. Tag Zürich–Siem Reap Flug von Zürich via Bangkok nach Siem Reap. 2. Tag Siem Reap Ankunft am frühen Morgen. Stadtbesichtigung, Mittagessen.Transfer zum Hotel. 3. Tag Siem Reap Besichtigungen der Tempelanlage Angkor Wat (UNESCO-Weltkulturerbe). 4. Tag Siem Reap 2.Teil Besichtigungen von Angkor Wat. Nachmittags freie Zeit. 5. Tag Kampong Cham Bustransfer zum Schiff. «Leinen los!». 6. Tag Kampong Cham Ausflug zum Tempel Wat Hanchey. Busausflug zum Dorf Choeungkok (Ökotourismus). 7. Tag Tonle Sap Fluss–Kampong Chhnang Fahrt mit Ausflugsboot durch das Feuchtgebiet an der Mündung des Tonle Sap Sees. 8. Tag Phnom Penh Stadtrundfahrt mit Fahrrad-Rikschas. Besichtigungen. Nachmittags Ausflug zum ehemaligen Foltergefängnis der Roten Khmer. 9. Tag Phnom Penh–Grenze Vietnam Flusstag. 10. Tag Chau Doc Rikschafahrt. Besuch Cham Dorf, Fischfarm.11. Tag Sadec– Cai Be Mit Booten Ausflug nach Sadec. In Cai Be Besuch franz. Kathedrale und Reispapierfabrik. 12. Tag My Tho–Saigon Ausschiffung, Bustransfer nach Saigon. Stadtrundfahrt.13. Tag Saigon Ausflug zu den«Cu Chi Tunnels». 14. Tag Saigon–Bangkok Freier Morgen. Mittagessen und Besuch des Künstlerdorfs Ky Long Art. Transfer zum Flughafen. Am Abend Flug nach Bangkok. 15. Tag Bangkok–Zürich Kurz nach Mitternacht Flug nach Zürich. Ankunft am frühen Morgen. Individuelle Heimreise. Königspalast, Phnom Penh
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Aussergewöhnliche Reisen zu moderaten Preisen
Migros-Welt MM33
Zahl der Woche
2147
Am Dienstag, 8. August, war Welt-Katzentag. Die Migros hat gleichentags auf ihrer Facebook-Seite dazu aufgerufen, Katzenbilder zu posten. Innert eines Tages wurden 2147 Bilder hochgeladen.
Migros-Lehrberufe
Smarter Programmierer Simon Kunz (18) ist im dritten Lehrjahr zum Informatiker, Fachrichtung Applikationsentwicklung, beim Migros-Unternehmen Hotelplan Group.
«Am Computer habe ich immer gern gearbeitet. Wir programmieren firmeninterne Anwendungen, z. B. Buchungsprogramme.»
Kurzfilmfestival
Bild: Daniel Kellenberger
Freiluftkino im Gässli Bereits zum neunten Mal leuchtet das Gerbergässlein vor Kreativität. Das «Gässli Film Festival» bringt Kurzfilme von regionalen und internationalen Nachwuchstalenten auf die Leinwand. Unter den gezeigten Werken werden Preise in sieben verschiedenen Kategorien verliehen. In diesem Jahr wird der Regisseur Rolf Lyssy als Ehrengast am Festival teilnehmen. Neben dem
Freiluftkino gibt es auch Workshops, Talks und eine Ausstellung. Das Kurzfilmfestival findet vom 31.8. bis 3.9. im Gerbergässlein in Basel statt. Weitere Informationen und das Programm auf www.baselfilmfestival.ch Mehr von der Migros Basel ab Seite 71
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MM33, 14.8.2017 | MIGROS-WELT
1.-August-Brunch
150 000 Gäste auf den Höfen Der 1.-August-Brunch fand dieses Jahr zum 25. Mal statt. Bei strahlendem Sonnenschein liessen sich rund 150 000 Gäste auf 353 Bauernhöfen im ganzen Land mit Speck, Eiern, Rösti und selbstgebackenem Brot bewirten.
Ein Betrieb, der schon seit 1993 zum Brunch einlädt, ist der Hof der Familie Käch in Frauchwil BE. 200 Gäste waren in diesem Jahr zu Besuch. Migros-Magazin-Leserin Ursula Burren machte Bilder (siehe links). Sie schreibt dazu: «Ein riesengrosses und herzliches Dankeschön an die Familie Käch und all die anderen Familien, die die Arbeit auf sich genommen haben, um uns Gäste zu verwöhnen.» Die Migros ist Hauptsponsorin des 1.-August-Brunchs.
Preisbarometer
Aktuelle Preisänderungen Literatur
Autoren als Team Vielen Autoren hilft es, sich über ihre Arbeit auszutauschen. Darum hat das Migros-Kulturprozent die Literaturplattform Double ins Leben gerufen: Schriftsteller am Anfang ihrer Laufbahn treffen sich regelmässig mit erfahrenen Berufskollegen. Bis zum 30. September können sich Autoren um die Teilnahme bewerben. Zu den erfahrenen Schriftstellern, die als Mentoren mitwirken, zählt zum Beispiel Tim Krohn (im Bild). Er hat in seinen vielbeachteten Büchern Alpensagen neu interpretiert und auf originelle Art mit der Mundart experimentiert. Bewerbung: www.double-literaturplattform.ch/de/autor
Die steigende Nachfrage nach Biomilch führt zu einem immer knapperen Angebot auf dem Markt. Dies hat steigende Preise zur Folge, weshalb die Migros die Verkaufspreise verschiedener Biomilchprodukte erhöhen muss. Ebenfalls teurer werden Mozzarella und Ricotta der Marke Galbani. Der Lieferant passt wegen gestiegener Rohstoffpreise die Preise an.
Ausgewählte Produkte
Preis alt*
Preis neu*
in %
M-Budget Mischsalat, gewaschen, konsumbereit, 500 g
3.85
3.60
–6,5
Bio Vollmilch Past, 1 l
1.75
1.80
2,9
Bio Butter, 200 g
3.70
3.80
2,7
Bio Vollrahm Past, 200 ml
3.60
3.65
1,4
Bio Mozzarella, 150 g
2.10
2.15
2,4
Bio Cottage Cheese, 250 g
2.25
2.30
2,2
Mozzarella Galbani, 400 g
4.50
4.70
4,4
Ricotta Galbani, 250 g
2.55
2.65
3,9
* in Franken
MIGROS-WELT | MM33, 14.8.2017
43 Klipp und klar
Hürden nehmen in der Lehre
Hans-Rudolf Castell, Leiter HR-Management
der Migros-Gruppe
1
Blickfang
Migros Türk (1966) «Als meine Mutter 1966 auf einer Nahost-Reise in Istanbul haltmachte, wollte sie unbedingt den Migros Türk finden. Das Foto beweist, dass sie ihn tatsächlich gefunden hat.» (Im Bild die Şişli-Moschee, Anm. d. Red.) Sarah Sigg, Bubikon
Frage der Woche
Bilder: Thomas Delley/ Keystone; Paolo Dutto; zVg
Was ist der Unterschied zwischen Vorzugsbutter und Kochbutter? Vorzugsbutter wie zum Beispiel Floralp wird ausschliesslich aus frischem Rahm hergestellt und darf keine Lagerbutter enthalten. Sie ist von stets gleichbleibender Qualität und wird vor allem in der kalten Küche eingesetzt – als Brotaufstrich und zum Abschmecken. Für die Herstellung von Kochbutter wird teilweise überschüssige Vorzugsbutter verwendet, die man eingefroren hat. Je nach Zusammensetzung kann es bei Kochbutter zu leichten geschmacklichen Schwankungen kommen. Sie eignet sich speziell zum Dünsten, Dämpfen, Abschmecken und Backen.
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Haben Sie eine Frage?
Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr Samstag: 8.30–16.30 Uhr Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.
Stellt die Migros Lernende ein, die besondere Unter stützung brauchen? Ja. Verschiedene Unternehmen der Migros-Gruppe bilden auch Lernende aus, die mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind. Einige Genossenschaften bilden in Ausbildungsfilialen Lernende mit Leistungseinschränkungen aus. Oft arbeitet man mit sozialen Institutionen zusammen.
2
Welche Hilfe bietet die Migros bei schuli schen oder anderen Problemen? Die Massnahmen sind unterschiedlich und reichen vom regelmässigen Stützunterricht bis zu zusätzlichen Ausbildungsplätzen für Bewerber, die aufgrund ihrer schulischen Leistung nicht berücksichtigt werden könnten.
3
An wen wenden sich Lernende, wenn sie Probleme haben? Wichtigste Bezugspersonen sind die Berufs- und Praxisbildner, aber auch die professionellen Berufsbildungsabteilungen sowie interne Sozialberatungen. MM
Den Herbst geniessen!
1. Tag Schweiz – Novigrad Über die Gotthardroute führt Sie die Reise ins Tessin und vorbei am Südufer des Gardasees. Über Venedig und Triest erreichen Sie Istrien. 2. Tag Aufenthalt Novigrad Geniessen Sie den heutigen Tag und entspannen Sie sich in dieser milden, mediterranen Umgebung des alteb Städtchens Novigrad. 3. Tag Ausflug Motovun und Opatija Am Vormittag führt Sie die Fahrt ins wahrscheinlich bekannteste und attraktivste mittelalterliche Städtchen Motovun. Nach diesem interessanten Aufenthalt fahren Sie an die Kvarner Bucht, nach Opatija. Dank dem milden Klima während der Wintermonate verbrachten schon die österreichischen Adligen die kalte Jahreszeit in dieser Gegend. Noch heute säumen Luxushotels und von Parks und Gärten umgebene Villen die Küste. Nachmittags kehren Sie dann auf einer Panoramafahrt entlang der Ostküste wieder in Ihr Hotel zurück. 4. Tag Ausflug Pula und Rovinj (fakultativ) Heute fahren Sie zuerst nach Pula, der grössten Stadt Istriens am Südzipfel der Halbinsel. Die Arena in Pula zählt zu den grössten erhaltenen römischen Amphitheatern der Welt. Heute können hier 5000 Zuschauer Freilichtkonzerte und im Sommer das Opernfestival geniessen. Nach diesem interessanten Besuch fahren Sie nach Rovinj an der Westküste Istriens. Das Städtchen gehört mit zu den schönsten Orten der gesamten Adria und ist sicher eines der meist fotografierten. 5. Tag Istrien – Schweiz Nach dem Frühstück fahren Sie über Venedig und Verona nach Mailand und kehren über die Gotthardroute wieder in die Schweiz zurück.
5 Tage ab Fr. 299.–
27. Sept. – 01. Okt. 04. – 08. Oktober 11. – 15. Oktober 16. – 20. Oktober 22. – 26. Oktober
Fr. Fr. Fr. Fr. Fr.
339.– 329.– 319.– 299.– 299.–
Das ist alles dabei... • 5-tägige Fahrt mit mo-
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dernem 4-Sterne-Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage 4 Übernachtungen in gutem Mittelklassehotel Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC, Farbfernseher etc. Frühstück und Abendessen im Hotel Ganztägiger Ausflug nach Motovun und Opatija
Auf Wunsch • Einzelzimmerzuschlag
• •
Fr. 90.– Fakultativer GanztagesAusflug nach Pula und Rovinj Fr. 48.– Annullationsschutz Fr. 24.–
Abfahrtsorte
Bern, Olten, Basel, Zürich, Luzern
1. Tag Schweiz – Südtirol Sie fahren durch die Arlbergregion zum Reschenpass. Bei der Ortschaft Graun eröffnet sich Ihnen einer der schönsten Ausblicke der Alpen: der Reschensee, überragt vom schneebedeckten Gipfel des Ortlers. Der Weg führt Sie nun hinab ins Vintschgau und vorbei an Bozen nach Brixen. 2. Tag Grosse Dolomitenrundfahrt Auf der grossen Sechspässefahrt lernen Sie die eindrückliche Bergwelt der Dolomiten kennen. Durch die Eggentalschlucht erreichen Sie den Karersee, von wo aus Sie herrliche Blicke auf die markanten Wände des Latemarmassivs haben. Danach geht's über den Karerpass ins Fassatal und auf das Sellajoch. Von hier aus haben Sie einen der schönsten Panoramablicke. Nun geht es ein Stück ins Val Gardena, bevor Sie die Strasse zum Grödner Joch erreichen. Nach dem Mittagshalt in Corvara überqueren Sie den Valparola- und den Falzaregopass. Die Strasse führt Sie nun hinunter nach Cortina d'Ampezzo und wieder hinauf zum Dreikreuzpass. Am wunderschön gelegenen Misurinasee machen Sie HaltDanach kehren Sie durch das Pustertal in Ihr Hotel zurück. 3. Tag Ausflug Schloss Trauttmansdorff – Meran – Brixen Am Morgen fahren Sie zum Schloss Trauttmansdorff. Hier besuchen Sie die Gärten, die 2005 zum «Schönsten Garten Italiens» gekürt wurden. Danach fahren Sie nach Meran, mit seinen grosszügigen Parkanlagen und Promenadewegen. Am Nachmittag kehren Sie über die Südtiroler Weinstrasse in Ihr Hotel zurück. 4. Tag Südtirol – Schweiz Über den Brennerpass erreichen Sie die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck, die Sie bei einem Aufenthalt näher kennenlernen können. Nach dem Mittagshalt im schönen Stanzertal kehren Sie wieder in die Schweiz zurück.
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Schaffhauserstrasse 44 • 8152 Glattbrugg • www.bossartreisen.ch
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11. – 14. Sept. 20. – 23. Sept. 28.09. – 01. Okt. 08. – 11. Okt. 12. – 15. Okt. 19. – 23. Okt.
A B A B A B
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Das ist alles dabei... • 4-tägige Fahrt mit mo-
• • • •
dernem 4-Sterne-Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage 3 Übernachtungen mit Halbpension im Hotel Löwenhof Alle Zimmer mit Bad oder mit Dusche/WC, Farb-TV Grosse Dolomiten-Rundfahrt Ausflug zum Schloss Trauttmansdorff (inklusive Eintritt), nach Meran und nach Brixen
Auf Wunsch • Einzelzimmerzuschlag
•
Fr. 90.– Annullationsschutz Fr. 24.–
Abfahrtsorte
Route A: Bern, Olten, Basel, Zürich, Winterthur, St. Gallen Route B: Bern, Olten, Luzern, Zürich, Winterthur, St. Gallen
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MM33, 14.8.2017 | MIGROS-WELT
Schulküche
So gelingen gefüllte kleine Kalmare 1
Tomaten kreuzweise einschneiden und ca. 30 Sekunden in kochendes Wasser geben,
bis sich die Haut zu lösen beginnt. Tomaten mit kaltem Wasser abschrecken, schälen und in Würfel schneiden. Zwiebel und eine Knoblauchzehe schälen und fein hacken.
5
Brot ausdrücken, Fangarme, Knoblauch, Basilikum, Sardellen, Pecorino, Oliven, Zitronen schale gut miteinander vermischen. Mit Salz
und Pfeffer würzen. Masse in einen Spritzbeutel füllen, Spitze abschneiden.
2
Die Hälfte des Öls in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch dünsten. Tomaten
würfel dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Bei mittlerer Hitze während ca. 15 Minuten köcheln lassen. Oreganoblättchen vom Stängel zupfen und dazugeben.
6
Die Kalmarkörper mit der Masse zu zwei Drittel füllen und mit Zahnstochern ver schliessen. Restliches Öl in einer ofenfesten
Form erhitzen. Kalmare rundum kurz anbraten, Tomatensauce dazugiessen. Im Backofen während ca. 15 Minuten fertig garen.
3
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Brot in Stücke schneiden und in wenig Wasser ein weichen. Oliven mit dem Boden einer Tasse
anpressen, Stein herauslösen. Oliven fein hacken. Von der Zitrone die Schale abreiben, Saft auspressen.
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Fürstenschinken hergestellt in Liechtenstein mit Fleisch aus der Schweiz, per 100 g
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Fairtrade Minirosen im Bund, 20 Stück Stiellänge 40 cm, erhältlich in diversen Farben, z.B. orange, pro Bund, 10.95 statt 12.90
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Teegebäck im 3er- und 4er-Pack z.B. Vogelnestli/Spitzbuben, 4 Stück, 300 g
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Emmentaler & Le Gruyère Reibkäse im Duo-Pack 2 x 120 g
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Agnesi-Spaghetti, -Pennette oder -Tortiglioni 500 g + 250 g gratis, 750 g, z.B. Tortiglioni
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Früchte und Gemüse
Gesamtes Exelcat Sortiment, z.B. Snackies Huhn, 60 g, 1.85 statt 2.35 20%
Weitere Lebensmittel
Gesamtes Best Friend TierzubehörSortiment, z.B. Kurzhaar-Fellmäuse, 3 Stück, 1.95 statt 2.45 20%
Brot und Milchprodukte Happy Hour Schinkengipfeli in Sonderpackung, tiefgekühlt, 24 x 42 g, 6.05 statt 12.10 50%
Bio-Peperoni gemischt, Schweiz, per kg, 9.30 statt 12.50 25% Luzerner Rahmkäse, per 100 g, 1.90 statt 2.40 20%
Lauch grün «Aus der Region.», per kg, 3.– statt 3.80 20%
Blumen und Pflanzen
Fisch, Fleisch und Geflügel
Hibiskus, im Topf, 12 cm, pro Pflanze, 9.65 statt 12.90 25%
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Bio-Rauchlachs mit Kräutern, Zucht aus Norwegen, 100 g, 9.50 Neu ** I am Pure-Damenrasierer oder -3-Klingen Ersatzklingen, 3 Stück, z.B. Damenrasierer, pro Stück, 4.90 Neu **
Alle Hunde- und Katzensnacks, z.B. Selina Catsticks mit Ente & Kaninchen, 36 g, 1.55 statt 1.95 20%
Nescafé Gold All’Italiana, Beutel, 180 g, 11.– Neu **
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Drinnen oder draussen?
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Casa Giuliana Pizza-Antipasti oder -Salame Calabrese im Duo-Pack, tiefgekühlt, z.B. Antipasti, 2 x 350 g, 5.90 statt 11.80 50%
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Don Pollo Poulet-Nuggets im Duo-Pack, Brasilien, 2 x 500 g, 9.90 statt 19.80 50%
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MIGROS-WELT | MM33, 14.8.2017
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Profi-Tipp
Von Kopf bis Fuss 4
Zutaten für 4 Personen 400 g festfleischige Tomaten, z. B. San Marzano 1 grosse Zwiebel 2 Knoblauchzehen 4 EL Olivenöl Salz Pfeffer 2 Zweige Oregano 60 g altbackenes Weissbrot 40 g schwarze Oliven, z. B. Kalamata ½ Zitrone 500 g küchenfertige kleine Kalmare 4 Sardellen mit Kapern in Sojaöl ½ Bund Basilikum 50 g Pecorino
Kalmare mit kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trockentupfen, mit Zitronen saft beträufeln. Fangarme klein schneiden.
Sardellen aus dem Öl nehmen und mit Basilikum fein hacken. Pecorino reiben, restlichen Knob lauch pressen.
Da die Kalmare beim Garen schrumpfen, dürfen die Tuben nicht komplett gefüllt werden, sonst reissen sie
und die Masse läuft aus. Anstelle frischer Tomaten können ausserhalb der Tomatensaison auch 400 g gehackte Tomaten aus der Dose verwendet werden. Anstelle kleiner Kalmare können auch grössere Kal martuben aus der Tiefkühl abteilung verwendet werden.
Haben Sie schon einmal Kalmare selber zubereitet? Diese Frage
Andrea Pistorius,
Rezeptautorin
beantworten viele wohl mit einem Nein, denn meistens gönnt man sich ein Kalmargericht eher im Restaurant. Dabei ist die Zube reitung einfacher, als manche denken. Am bekanntesten sind die im Teig ausgebackenen Cala maresringe. Ich persönlich ver zichte auf den Teig, wende sie nur in Mehl und frittiere sie dann in Pflanzenöl. So kommt das Aroma besser zur Geltung.
Aber der Kalmar hat geschmacklich noch viel mehr zu bieten –
und das mit gar nicht so viel Auf wand. Zum Beispiel in Tomaten sauce gekocht oder auch mariniert auf dem Grill zubereitet. Ist der Kalmar fangfrisch, kann er roh als Sushi oder Sashimi verwendet werden. Wegen dieser Viel seitigkeit liebt und geniesst man die fettarmen Kopffüssler überall auf der Welt – in der asiatischen, orientalischen und mediterranen Küche. MM
Viele weitere kochtipps
und Sommerrezepte
jetzt auf
migusto.ch Peperoni mit Lammfüllung: www.migusto.ch/peperonigefuellt Baked-Potatoes mit Grillgemüsesalsa: www.migusto.ch/bakedpotatoes Gefüllte Pouletbrüstchen: www.migusto.ch/gefuelltespoulet
So geht mediterranes Verfeinern.
––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Avocado mit Rauchlachs und Rucola Vorspeise für 4 Personen
–––––––––––––––––––––––––––––––––––– Zutaten: 2 EL Sesamsamen, ¼ Bund Schnittlauch, ¼ Bund glattblättrige Petersilie, 1 dl Olivenöl, z.B. mit Orange, ½ Knoblauchzehe, 1 roter Peperoncino, 2 Avocados, 100 g Rauchlachs, z.B. Sockeye-Wildlachs, 20 g Rucola
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Alle Monini-Olivenöle und -Vinaigretten z.B. Olivenöl Orange extra vergine, 250 ml
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Zubereitung: Sesamsamen in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett leicht rösten. Schnittlauch und Petersilie fein hacken. Mit dem Sesam zum Öl geben. Knoblauch dazupressen. Peperoncino in Ringe schneiden und beigeben. Avocados halbieren, Kern entfernen. Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Lachs in mundgerechte Stücke zupfen. Mit Avocado und Rucola anrichten. Sauce darübergeben und servieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten Pro Person ca. 12 g Eiweiss, 40 g Fett, 4 g Kohlenhydrate, 1800 kJ/430 kcal Dieses und weitere Rezepte auf migusto.ch
MIGROS-WELT | MM33, 14.8.2017
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Farm Chips
Mit Alpenwürze
Farm Chips Basilikum, 150 g Fr. 2.90 In grösseren Filialen
In diesen Chips steckt ganz viel Schweiz: Die heimischen Kartoffeln sind mit Alpenbasilikum gewürzt. Dieser wird in erhöhten Lagen im Kanton Bern von Bauern geerntet. Wieso die Chips wie von Hand gemacht aussehen? Die Kartoffeln sind un geschält und etwas dicker geschnitten, bevor sie zu knusprigen Chips ver arbeitet werden. Nebenbei bemerkt, haben die Farm Chips mit Basilikum im Onlinevoting «A vs. B Battle of Tastes»* geschmacklich überzeugt und gegen eine Paprikavariante gewonnen. * www.migros.ch/avsb
Illustration: Nina Tiefenbach
Rezepttipp Wie wäre es mit einem alkoholfreien Drink zu den neuen Farm Chips? Dafür einige Basilikumblätter zerstossen und mit 3 EL Limettensaft, etwas Rohrzucker sowie Eiswürfeln im Schüttelbecher mischen. Mit Mineralwasser auffüllen, in ein Cocktailglas füllen und servieren.
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Farm Chips.
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MM33, 14.8.2017 | MIGROS-WELT
Micarna
Auf Streifzug durch Barcelona
Der Migros-Industriebetrieb Micarna schickt seine Mitarbeiter in europäische Grossstädte. Zum Beispiel nach Barcelona. Dort sucht Produktentwickler Thierry Despont mit Arbeitskollegen nach wenig bekannten Lebensmitteln und kulinarischen Innovationen. Text: Thomas Tobler
Bilder: Tina Sturzenegger
M
an schiebt sich zwischen Obstständen und Fisch verkäufern hindurch. Meterhoch türmen sich Früchte, Fleischkeulen hängen von der Decke der Marktstände, dazwi schen stehen schokoladeüberzogene Süssigkeiten. La Boqueria, die bekann teste Markthalle Barcelonas, gleich an der Flaniermeile Las Ramblas, ist ein Ort grosser Nahrungsmittelvielfalt und der permanenten Reizüber flutung. Besonders für Touristen, die sich an dieses Durcheinander von Farben, Lebensmitteln und unbe kannten Düften gewöhnen müssen. Aber genau deshalb hat sich eine Gruppe von sechs Mitarbeitern des MigrosIndustriebetriebs Micarna auf kulinarische Entdeckungstour durch Barcelona begeben. Sie wollen Ideen sammeln, Neues kennenlernen und über den Teller rand hinausblicken. «Innoweeks» nennt der Fleischverarbeiter der Migros dieses Programm. Dabei schwärmen seine Mitarbeiter in ver schiedene europäische Grossstädte aus und durchforsten die lokalen Supermärkte und Markthallen nach unbekannten Lebensmitteln, Ver packungen, Ernährungstrends und Gastrokonzepten. Neben Barcelona auch in London, Berlin, Kopenhagen und Paris. «Es geht darum, neue Strömungen und Ideen zu erfassen, aus denen sich konkrete Projekte für uns entwickeln lassen», sagt Micarna Kommunikationschef Roland Pfister.
Die Städtetrips sind also kein touris tisches Freizeitvergnügen, sondern haben einen rein beruflichen Hinter grund. Dementsprechend straff ist beispielsweise die Woche in Barcelona durchgeplant. Tagwache um sieben Uhr, anschliessend Besprechung des Tagesprogramms, und gegen acht Uhr marschieren die MicarnaMitarbeiter durch die Gassen der spanischen Grossstadt. La Boqueria ist längst nicht die einzige Sehenswürdigkeit. 100 verschiedene Schinkensorten
Der Reiseleiter ist Thierry Despont und eigentlich Leiter Produktent wicklung Geflügel bei der Micarna in Courtepin FR. «Vor 20 Jahren war ich mal hier in Barcelona, aber ich kenne die Stadt nicht.» Beeindruckt zeigt er sich von der enormen Auswahl an Schinken. «Den spanischen Ibérico Schinken gibt es hier in 100 verschie denen Sorten und in unterschied lichsten Qualitätsstufen. Und das nicht nur in den Markthallen, sondern auch im Supermarkt.» Auf den klei nen Märkten der Stadt finden Gesprä che mit den Verkäufern statt und im mer wieder wird degustiert, von ein heimischen Fischen bis zur internati onal bekannten Crema catalana. «Wir essen sehr viel hier», sagt Thierry Despont. Die MicarnaMitarbeiter lernen die spanische Küche aber auch als Köche kennen. In einem Keller gewölbe werden die zuvor auf einem Markt eingekauften Lebensmittel in einem Kochkurs zu verschiedenen
1
Menüs gekocht – Gazpacho, Carpaccio oder FischPaella. Neben dem Essen und Degustieren, sollen die Tage in Barcelona aber auch einen Einblick in die Herstellung und die Entwicklungstrends von Lebens mitteln geben. «Wir besuchen zum Beispiel die Messe ‹Free from food› bei der sich alles um die Entwicklung von Lebensmitteln ohne Gluten, Allergene oder Konservierungsmittel dreht», sagt Despont. «Für uns ist es wichtig, hier möglichst viele verschie dene Eindrücke zu erhalten und ver schiedenste Lebensmittel kennenzu lernen, auch solche, die auf den ersten Blick nicht zur Micarna pas sen.» Zurück in der Schweiz, werden die Ideen der «Innoweek» in Work shops besprochen und konkrete Vorschläge für die Geschäftsleitung ausgearbeitet. «Welche Projektvor schläge wir dank des Aufenthalts in Barcelona an die Unternehmens führung weitergeben, ist natürlich noch geheim», sagt Despont. MM
MIGROS-WELT | MM33, 14.8.2017
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Mehr Bilder von den «Innoweeks» gibt es auf migmag.ch/ innoweeks
3
2
1 Thierry Despont (Zweiter von links) und seine Reisegruppe auf ihrer «Foodtour» durch die Gassen Barcelonas.
2 Die Micarna-Mitarbeiter
auf einer Führung durch den Mercado de Santa Caterina mit über 100 Marktständen.
3 Thierry Despont und seine
Mitstreiter versuchen sich in einem Kochkurs an typisch spanischen Gerichten.
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MM33, 14.8.2017 | MIGROS-WELT
Migros-Bio
Gemüse mit Qualitätsgarantie Wer beim Gemüsekauf Produkte höchster Güte bevorzugt, wählt Biogemüse aus der Schweiz. Denn es stammt aus landwirtschaftlichen Betrieben, die garantiert nach den Richtlinien von Bio Suisse produzieren. Text: Heidi Bacchilega
Bilder und Styling: Claudia Linsi
Wettbewerb Preise im Gesamtwert von Fr. 11 000.– zu gewinnen Infos: www.migros.ch/bio
Hintergrund
Die Migros arbeitet eng mit Bio Suisse, dem Dachverband der Schweizer Bioproduzenten, zusammen. Von zentraler Bedeutung ist die Einhaltung der Bio-Suisse-Richtlinien, die einen sehr hohen Bioproduktionsstandard über den gesamten Landwirtschaftsbetrieb garantieren.
MIGROS-WELT | MM33, 14.8.2017
Wissenswertes
Engagement
Kulinarik
Der Anbau von Biogemüse erfolgt in einem möglichst geschlossenen, natürlichen Betriebskreislauf. Es wird ausschliesslich organischer Dünger wie Kompost oder Hofdünger (Gülle, Mist) verwendet. Der meiste Dünger stammt aus dem eigenen Betrieb oder aus der Region. Dies schont Ressourcen und spart Energie.
Biogemüse gehört zu den beliebtesten, aber auch zu den anspruchsvollsten Erzeugnissen des Biolandbaus. Der Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden ist verboten. Unkraut entfernt der Biobauer mechanisch, gegen Schädlinge und Pflanzenkrank heiten setzt er auf biologische Metho den und die Kräfte der Natur.
In der biologischen Landwirtschaft ist die HorssolProduktion* nicht erlaubt. Statt auf Höchsterträge setzen Bioproduzenten auf Qualität und authentischen Geschmack. Auch der Einsatz von synthetisch hergestell ten Substanzen zur Wachstumsför derung kommt nicht infrage.
Im Vergleich zu Gemüse aus konven tioneller Landwirtschaft ist Biogemüse praktisch frei von Pestizidrückständen und deutlich weniger mit Nitrat belastet. Daher eignet es sich beson ders für die kindgerechte Ernährung.
Grilliertes Gemüse ist eine aroma tische Köstlichkeit, wenn es optimal zubereitet wird. Dazu folgende Tipps: Damit das Gemüse schnell und gleich mässig gart, sollte möglichst viel von der Oberfläche auf dem Rost liegen. Deshalb schneidet man Zucchini, Aubergine, Zwiebel und Co. nicht in Würfel, sondern in Scheiben oder Streifen. Wird das Gemüse vor dem Grillieren mit Öl bepinselt, trocknet es nicht aus. Ausserdem bleiben die Gewürze besser haften. Hierzu eignet sich hocherhitzbares Öl wie beispiels weise das HOLLRapsöl.
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* die HorssolProduktion ist ein Anbauver fahren ohne Verwendung von Bodenmaterial oder erdeähnlichen Substraten.
Die Migros zeichnet alle frischen sowie verarbeiteten Bio produkte, deren Zutaten zu mindestens 90% aus der Schweiz stammen, mit dem MigrosBioSchweiz Logo aus. Die verwen deten Naturprodukte werden alle nach den Richtlinien von Bio Suisse produziert. Ein Teil von
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MM33, 14.8.2017 | MIGROS-WELT
Shop & Win
Gewinnen auch Sie Ihren Einkauf zurück Die ersten Gewinner von Shop & Win stehen fest. Ihre Freude über den unerwarteten Geldsegen teilen sie gern mit den Leserinnen und Lesern des Migros-Magazins. Mit etwas Glück kann jeder Migros-Kunde noch bis zum 4. September sein Einkaufsgeld zurückgewinnen. Elisa Desiderio (34) Software-Ingenieurin aus Zürich Gewinn: Fr. 182.50 «Wir haben unseren wöchentlichen
Haushaltseinkauf am Limmatplatz ausnahmsweise am Donnerstag erledigt und noch ein Buch für unsere kleine Tochter gekauft. Normalerweise kaufen wir immer am Samstag für die ganze Woche ein, und jedes Mal probieren wir neue Migros-Produkte aus. Gewonnen hatten wir noch nie etwas. Umso grösser ist jetzt die Freude. Die Entscheidung, schon am Donnerstag einkaufen zu gehen, hat sich also gelohnt.»
Ida Dommen (65) Teilzeitangestellte aus Luzern Gewinn: Fr. 40.40
Bilder: zVg
«Ich gehe nach Norwegen in die Ferien. Weil mein Mann zu Hause bleibt, bin ich noch rasch in den ‹Schweizerhof› gekommen, um Essen für ihn zu kaufen: Glace und Eiskaffee dürfen bei diesen sommerlichen Temperaturen nicht fehlen. Die Schokolade habe ich für Norwegen gekauft – die möchte ich mitnehmen. Ich freue mich sehr über den Gewinn.»
MIGROSWELT | MM33, 14.8.2017
Mitmachen und gewinnen: www.migros/ shop&win
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So ist Ihr Kassenzettel Geld wert Mit Shop & Win gibt es Einkäufe im Gesamt wert von einer Million Franken zu gewinnen. Denn mit etwas Glück ist Ihr Kassenbon bis zum 4. September Geld wert.* So erfahren Sie sofort, ob Sie Ihren Einkaufs betrag zurück gewonnen haben: In Ihrer MigrosFiliale:
Alida Moreno (25)
Maria Solidoro (82)
Detailhandelsangestellte aus Sursee Gewinn: Fr. 10.–
Pensionierte aus Zürich Gewinn: Fr. 10.–
«Wie jeden Morgen vor der Arbeit kaufte ich mir meinen Frühstückseiskaffee. Wenn ich gewusst hätte, dass ich nach dem Einkauf den Betrag zurückgewinnen würde, hätte ich mehr eingekauft. Da ich erst vor sieben Mo naten in die Schweiz gezogen bin, gibts noch vieles aus dem Sortiment, das ich nicht kenne.»
«Mein Mann war gerade im Krankenhaus und benötigte für seine kleine Wunde Pflaster. Die Einkäufe erledige ich immer spontan. Sobald ich etwas brauche oder es mir nach etwas Bestimmten ist, gehe ich einkaufen.»
Scannen Sie direkt nach dem Einkauf den Strich code auf dem Kassenbon am Gewinnspielauto maten in Ihrer Migros Filiale ein. Befindet sich in Ihrer Filiale kein Auto mat, erfahren Sie auf www.migros.ch/ shop&win, wo Sie den nächsten Automaten in Ihrer Nähe finden. In der App:
Starten Sie die Migros App und scannen Sie den Strichcode vom Kassen bon mit der Kamera des Smartphones ein. Auf der Website:
Geben Sie auf www.migros.ch/ shop&win den Zahlencode unterhalb des Strichcodes vom Kassenbon ein. Den Gewinn erhalten Sie jeweils in Form von MigrosEinkaufs gutscheinen direkt in Ihrer Filiale. * Gratisteilnahme und Teilnahmebedingungen auf www.migros.ch/shop&win
Rosanna Catalano (49)
Theresia Müller Meier (72)
Kaufmännische Angestellte aus Zürich Höngg Gewinn: Fr. 10.–
Pensionierte aus Winterthur Gewinn: Fr. 116.30
«Eigentlich musste ich nur zur Bank gehen. Dann fiel mir ein, dass ich keine Milch und kein Brot mehr hatte – und kaufte das Nötigste ein. Solche Spontan einkäufe kommen bei mir oft vor, denn ich plane nie. Aber gar nicht oft kommt es vor, dass ich etwas gewinne. Heute ist es erst das zweite Mal in meinem Leben.»
«Mein Mann feiert den 70. Geburtstag, und ich durfte fürs Geburtstagsessen einkaufen. Zur Feier des Tages gibt es besseres Fleisch als sonst – und dazu noch Gemüse und Teigwaren. Meistens kaufe ich nebst all dem noch ein gutes Brot. Was für ein Glück, dass ich genau am Geburtstag meines Mannes gewonnen habe!»
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Dies & das
Kleine Aufsteller und praktische Helfer Auch kleine Dinge gibts in der Migros. Hier eine Auswahl davon.
Kleine Sünde für alle Fälle Süsser Seelentröster, wenn er nicht anruft, oder verführerisches Dessert, wenn sie spontan zum Dinner vorbeikommt: Sélection Tiramisù, 2 × 100 g Fr. 3.40
Für einen verführerischen Augenaufschlag
mit langen, voluminösen Wimpern, der auch bei Regen oder im Pool seine Wirkung sicher nicht verfehlt: Catrice Rock Couture Extreme Volume Mascara 24 h, waterproof, 12 ml Fr. 5.25
Damit bleibt kein Auge trocken
Glanzlicht für Sonnenköniginnen
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Erste Hilfe bei Turbulenzen in Magen und Darm
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Jubiläum
Migros Bubendorf feiert Geburtstag Vor zehn Jahren wurde die Migros Bubendorf eröffnet . Das wird am 24. und 25. August gebührend gefeiert. An diesen zwei Tagen profitiert die Kundschaft von 10 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment. Kinder kommen in den Genuss von Luftballons, Gratis-Karussellfahrten, Zuckerwatte und weiteren Überraschungen.
Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Basel
20 Prozent Rabatt für Cumulus-KartenInhaber. Erhältlich an M-Vorverkaufsstellen
Bald im Musical Theater Basel zu erleben: Max Raabe und sein Palast Orchester Konzert
Er ist wieder da Max Raabe & Palast Orchester sind am 15. September wieder in Basel zu Gast. Das neue Programm
«Das hat mir noch gefehlt» konnten sich die Fans im Vorfeld via Voting zusammenstellen. Text: Moritz Weisskopf
K
aum zu glauben: Seit 30 Jahren steht Max Raabe nun schon auf den Bühnen in Europa und Übersee, bewusst musikalisch aus der Zeit gefallen und trotzdem irgendwie zeitlos. 1987 veröffentlichte er das erste Album mit dem Titel «Die Männer sind schon die Liebe wert». Mittlerweile hat er schon 21 Alben produziert, insgesamt 600 Lieder gehören in sein Repertoire. Da kann es schon mal schwerfallen, sich für ein
Bild: Gregor Hohenberg
paar Lieder zu entscheiden. Deshalb haben sich Max Raabe & Palast Orchester für ihre neue Show «Das hat mir noch gefehlt», die am 15. September im Musical Theater gastiert, etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Zum ersten Mal in der Geschichte des Orchesters erhielt das Publikum im Rahmen eines gross angelegten Votings die Möglichkeit, das Programm mitzugestalten. Die Liste der gewählten Titel reicht von altbekannten Werken bis zu
wahren Überraschungen. Die grösste war, dass «La Mer» von Charles Trenet mit Abstand Platz 1 belegt hat. Weitere Titel, die es ins neue Programm geschafft haben, sind «Schöne Isabella von Kastilien», «In einer kleinen Konditorei», «Ich tanze mit dir in den Himmel hinein», der Klassiker «Kein Schwein ruft mich an» und natürlich «Küssen kann man nicht alleine» – ein Liebeslied, bei dem man einfach mitsingen möchte. MM
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Ideenförderung
Ein Platz für kreative Köpfe Seit zwei Jahren können Mitarbeitende der Migros Basel ihre Ideen auf der betriebseigenen Innovationsplattform präsentieren. Die Zwischenbilanz zeigt, dass das Projekt ein voller Erfolg ist. Text und Bilder: Moritz Weisskopf
T
äglich gehe ich am Bahnhof an diesen grossen Abfalleimern für Abfall, PET, Alu und Papier vorbei. Da dachte ich mir irgendwann: Warum gibt es das eigentlich nicht im Park im Grünen? Also habe ich den Vorschlag eingereicht», erzählt Simon Thomann. Die Abfalleimeridee des jungen Informatikers war eine der ersten auf der Innovations plattform und die erste, die umgesetzt wurde. Heute stehen zwei solcher Abfall eimer im Park im Grünen. Die Innovationsplattform wurde 2015 von Marc Galliath ins Leben gerufen. Seither können die Mitarbeitenden via Intranet oder auf einem Papierformular ihre Ideen zur Verbesserung von Sortimenten
und Prozessabläufen einreichen. Das alles geschieht anonym. Es spielt keine Rolle, wer die Idee einreicht. Einen Monat lang bleiben die Ideen auf der Plattform und können von anderen Mitarbeitenden kommentiert oder ergänzt werden. Danach verteilt sie ein Team um Marc Galliath an die Vertreter der betroffe nen Departements, die abklären, ob und wie die Ideen umgesetzt werden. Die Mit arbeitenden erhalten für ihr Mitdenken natürlich eine Belohnung. Unter allen ein gereichten Ideen werden jeden Monat drei Einkaufsgutscheine in Höhe von 50 Franken verlost und wenn eine Idee umgesetzt wird, gibt es sogar Prämien zwischen 100 und 500 Franken. Seit ihrer Entstehung wird
die Innovationsplattform rege genutzt. Über 600 Ideen wurden bisher eingereicht. Zehn davon sind bereits umgesetzt und wei tere zehn befinden sich noch in Abklärung. Dass viele Ideen abgelehnt werden, kommt gemäss Galliath unter anderem daher, dass die Migros Basel schon sehr innovativ sei. «Wenn wir alle Vorschläge umsetzten, würde das ja bedeuten, dass wir bis anhin alles falsch gemacht haben», so Galliath. Parkplätze für Einkaufstrolleys
Eine Idee, die umgesetzt wurde, ist die von Kundendienstmitarbeiterin Monika Buser. «Teilweise hatten die Kunden Bedenken, dass ihre Einkaufstrolleys gestohlen werden. Manche wollten sie schon bei uns
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1 Stefano Patrignani und Marc Galliath
ziehen eine positive Bilanz.
2 Simon Thomann und einer der zwei
neuen Abfalleimer im Park im Grünen 3 Dank Hans Jürgen Pape bietet die Migros Basel frisch geschnittene Ananas. 4 Monika Buser und ihre Idee ein abschliessbarer EinkaufstrolleyParkplatz
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deponieren», erinnert sich Buser. «Als ich in den Ferien in Barcelona war, sah ich in einem Supermarkt die Lösung: abschliessbare Trolleyparkplätze.» Wer jetzt in der Migros Claramarkt einkaufen geht, kann seinen Trolley an den dafür vorgesehenen Ort stellen, einen Franken als Depot einwerfen und ihn für die Dauer des Einkaufs anschliessen. Innovation im Einkaufskorb
Geschäftsleiter Stefano Patrignani freut sich, dass sich die Mitarbeitenden mit der Migros auseinandersetzen und regelmässig Vorschläge einbringen. «Innovation treibt uns alle an. Die Kundschaft ist neugierig und will immer wieder etwas entdecken. Wir sind also auf neue Akzente angewiesen.
Mit fast 3500 Mitarbeitenden haben wir ein grosses Potenzial an Köpfen, das wir dafür bündeln können.» Manche Innovationen verbessern interne Abläufe, andere wiederum kann sich die Kundschaft in ihren Einkaufskorb legen. Zum Beispiel frisch geschnittene Ananas. Sie wird neu in der Filiale geschnitten und verpackt. So kann die Kundschaft sie direkt essen und muss sich nicht zuerst zu Hause mit dem Schälen und Schneiden abmühen. Hans Jürgen Pape, Filialleiter der Migros Stücki, kam auf die Idee. «Als ich Filialleiter der Migros in Ludwigsburg war, hatten wir das im Angebot. Es war ein voller Erfolg. Also habe ich es auch hier im ‹Stücki› ausprobiert, mit dem gleichen Ergebnis.»
Inzwischen gibt es geschnittene Ananas in jeder grösseren Migros-Filiale in der Region. Gute Ideen und eine aktualisierte Plattform
«Die Vorschläge sind auf einem sehr guten Niveau und tragen dazu bei, dass die Migros Basel sich positiv weiterentwickelt», fasst Patrignani zusammen. Nun sei es aber auch an der Zeit, dass die Innovationsplattform sich weiterentwickle. «Noch dauert es zu lange vom Zeitpunkt der Einreichung einer Idee bis zu deren Umsetzung», sind sich Stefano Patrignani und Marc Galliath einig. Doch sobald die Plattform aktualisiert ist, geht man davon aus, dass die Kundschaft schon bald von vielen weiteren Mitarbeiterinnovationen profitieren wird. MM
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TRAUMHAFT GUTES FLEISCH VOM SIMMENTALER-RIND
vom ualivo- leischbauer ric uiquerez aus Grandfontaine
SIMMENTALER QUALIVO-RINDFLEISCH AUS DER NORDWESTSCHWEIZ
Unter dem Migros-Label «Aus der Region.» zieht Eric Quiquerez Simmentaler-Rinder in der Nordwestschweiz auf. Die Tierhaltung und Fütterung nach den strengen Qualivo-Richtlinien -Richtlinien garantiert einen äusserst geschmackvollen Fleischgenuss.
Das Simmentaler-Rind gilt als eine ursprüngliche Schweizer Rinderrasse, die schon vor vielen hundert Jahren auf den Alpenwiesen graste. Noch heute erfreut es sich grösster Beliebtheit. Grund genug für die Migros Basel, diese Rinderrasse aus dem Simmental in die Nordwestschweiz zu holen. Die ersten vier bis sechs Monate verbringen die Rinder im Simmental. Danach kommen sie unter anderem auf den Hof der Familie Quiquerez in Grandfontaine (JU). Eric Quiquerez erklärt, dass sich die Tiere hier schnell wohl fühlen. Dies liege unter anderem an den grosszügigen Stallungen, genügend Auslauf und natürlich an der Jura-Sonne. Die Familie Quiquerez zieht die Simmentaler-Rinder nach den strengen Qualivo-Richtlinien auf. Qualivo steht für eine kontrollierte und artgerechte Tierhaltung, verbunden mit einer Fütterung, die höchsten Ansprüchen Rechnung trägt. Dadurch entwickelt sich ein hochwertiges und äusserst geschmackvolles Fleisch. Diesen herrlichen Fleischgenuss gibt es ab sofort unter dem Label «Aus der Region.» exklusiv in Ihrer Migros Basel zu kaufen.
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Rinds-Flanksteak Simmentaler Qualivo, von unseren Landwirten aus der Nordwestschweiz per 100 g
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Das Simmentaler-Rind wächst während vier bis sechs Monaten im Berner Oberland, auf bevor es …
… zu Eric Quiquerez nach Grandfontaine (JU) kommt. Hier wird es nach den strengen Qualivo-Richtlinien aufgezogen. Qualivo steht für eine gute und artgereche Tierhaltung und Fütterung.
Rinds-Schultersteak Simmentaler Qualivo, von unseren Landwirten aus der Nordwestschweiz per 100 g
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Die Tiere erhalten neben Heu und Stroh täglich eine Mischung aus Maiskeimen, Maisflocken, Weizen, Rapsschrot und Mikronährstoffen. «Diese Fütterung ergibt ein hochwertiges und geschmackvolles Fleisch»…
Rindsvoressen Simmentaler Qualivo, von unseren Landwirten aus der Nordwestschweiz per 100 g
Simmentaler Qualivo-Rindfl Qualivo-Rindfleisch eisch ist in den folgenden Filialen erhältlich: Migros Drachen, MParc Dreispitz, Migros Oberwil, Migros Paradies und Migros Delémont Weitere Infos: www.qualivo-simmentaler.ch … schwärmt Metzger André Nyffeler aus Moutier bei der Übergabe des verkaufsfertigen Fleisches an Gisèle Maitin, Filialleiterin von Migros Delémont.
Genossenschaft Migros Basel ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 15.8. BIS 28.8.2017, SOLANGE VORRAT
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LEGO, the LEGO logo, the Minifigure, the Brick and Knob configurations and NINJAGO are trademarks of The LEGO Group. © 2017 The LEGO Group. All rights reserved.
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Leben MM33
Richtig oder falsch?
Hundehaufen zersetzen sich. Man kann sie auf Wiesen, im Wald oder im Gebirge liegen lassen. Falsch! Hundehaufen
1, 2 oder 3?
Kommunismus im Kleiderschrank
hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.
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Jetzt reichts: Ich pflastere alle Kleider meiner Jungs mit Namensklebern zu. Ich handle ab sofort taktisch und stecke die Kinder an Kita- und Sporttagen in die hässlichsten Kleider. Vielleicht kommen sie ja mit etwas Netterem heim? Ich betrachte die Kleiderrochade philosophisch: Persönlicher Besitz ist sekundär.
Antwort 2: Meine Kleiderfavoriten lege ich zuhinterst in die Kinderschränke, um sie dem Tauschzyklus zu entziehen. Was die Shorts des Kleinen angeht, bleibe ich dran: Ich frage bei den Eltern nach und scanne ihre Kinder nach den Shorts ab.
Illustration: Lisa Rock; Bild: René Ruis
Monica Müller (43)
Kleider sind meinen Jungs egal. Der Kleine (1) ist am liebsten «blutt», der Grosse (6) mag es bequem. Geht der Kleine in die Kita, kehrt er regelmässig in Bodys und Hosen heim, die ich noch nie gesehen habe. Dafür entdecke ich in der Kita immer wieder andere Kinder in seinen Sachen. Geht der Grosse zum Hockeytraining oder zum Turnen, kommt das einem Garderobenwechsel gleich. Statt der Schweizer Nati unterstützt er mit seinem Trikot nun Spanien, dafür bringt er zwei zusätzliche Frotteetücher heim. Das ist alles in Ordnung. Aber eines Tages steht der Kleine statt in seinen einzigen Jeansshorts in übergrossen Winterhosen da. Und jetzt?
können Böden, Gewässern, Tieren und Menschen schaden. Aus seuchenhygienischen Gründen muss Hundekot zum Entsorgen verbrannt werden. Denn mit den Häufchen können Parasiten, Keime und Bakterien aus dem Darm in die Aussenwelt gelangen. Starker Regen spült die Keime in die Erde und somit ins Grundwasser. Fressen Kühe von Parasiten befallenes Gras oder Heu, kann dies lebensgefährlich sein und zu Fehlgeburten oder kranken Jungtieren führen. Wenn Hunde am Kot schnüffeln, infizieren sie sich leicht mit Würmern. Tritt man rein, verbreitet man schädliche Organismen unwillentlich weiter. Darum gilt: Hunde-
haufen muss man zum Schutz von Umwelt, Tier und Mensch korrekt entsorgen. Die bewährten Hundekotbeutel gehören stets in den Abfall.
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MM33, 14.8.2017 | LEBEN
Jessica Boss blickt optimistisch in die Zukunft: Bald beginnt sie ihre Lehre zur Fachangestellten Betreuung Kinder.
LEBEN | MM33, 14.8.2017
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Jugend
Zurück in die Jobzukunft
Viele Jugendliche schaffen den Berufsabschluss nicht, weil ihnen die Probleme über den Kopf wachsen. Der Bund setzt auf Case Management, damit junge Menschen wie Jessica Boss wieder Perspektiven haben. Text: Claudia Langenegger
J
essica Boss (20) ist jung, temperamentvoll und erweckt den Eindruck, als könne sie mit ihrem Lachen und ihrer aufgeweckten Art die Welt erobern. Lehrstelle finden? Sich im Leben zurechtfinden? Das scheint kein Problem zu sein. Doch die Realität sieht anders aus: Die vergangenen drei Jahre waren für die junge Frau alles andere als leicht. Während Gleichaltrige ein Fachschuldiplom erworben oder ihre Lehre abgeschlossen haben, musste sie noch mal ganz von vorn anfangen. Sich neu orientieren, die Hoffnung bewahren. «Mein Traum war es immer gewesen, Dentalassistentin zu werden», erzählt die Spiezerin. «Ich hatte eigentlich eine gute Lehrstelle, war happy. Doch dann klappte es in der Schule überhaupt nicht mehr.» In der Abwärtsspirale
Jessica Boss sitzt im Thuner Berufsinformationszentrum (BIZ), im Büro ihres Case Managers Urs Gretener (51). Der Arbeitsagoge und Jobcoach hat in den vergangenen Jahren ihren Fall betreut, sie begleitet und dafür gesorgt, dass es mit der Berufsausbildung voranging. Denn in der Lehre harzte es: Der Arbeitsalltag in der Zahnarztpraxis lief zwar gut, aber in der Schule gings bergab. Die Noten sackten ab, aus den Anforderungen wurde Überforderung. Jessica Boss entwickelte eine Schulangst, aus der sie nicht mehr herausfand. Ein Teufelskreis.
Bilder: Marco Zanoni
«Ich wusste überhaupt nicht mehr weiter.» Schliesslich kontaktierte ihre Beiständin das BIZ in Thun. Sie wusste: Hier gibt es das sogenannte Case Management – Unterstützung für Jugendliche, denen es Mühe bereitet, den Berufsabschluss zu schaffen. Vor neun Jahren hat der Bund im Auftrag des Bundesrates das Case Management in der Berufsbildung ins Leben gerufen. Mit einer dreijährigen Anschubfinanzierung wurden in den Berufsinformationszentren schweizweit Anlaufstellen für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse, Schulabgänger und Lehrabbrecher geschaffen: Case Manager wie Urs Gretener sorgen dafür, dass Jugendlichen nach der obligatorischen Schulzeit der Schritt in die Berufswelt gelingt und dass sie nicht schon in jungen Jahren in die finanzielle Abhängigkeit von Sozialämtern geraten. «Wir unterstützen junge Menschen mit einer Mehrfachproblematik», erklärt Urs Gretener. «Das können schulische, gesundheitliche, soziale, psychische oder finanzielle Schwierigkeiten sein oder auch persönliche Probleme mit Lehre oder Ausbildung.» Schlechte Noten allein reichen also nicht. Urs Gretener betreut jährlich rund 50 Fälle. «Ich plane und koordiniere das Vorgehen mit der Klientin oder dem Klienten, mit Schule, Lehrmeister, Berufsberatung, Erziehungsberatung, Sozialamt – mit allen, die ein-
gebunden sind», erklärt Urs Gretener. «Ich halte sozusagen die Fäden in der Hand.» Aufgeben ist keine Option mehr
Nicht allen jungen Menschen fällt es leicht, Hilfe anzunehmen. Jessica Boss indes schon. «Ich war enorm froh um die Unterstützung», sagt sie. «Denn manchmal hätte ich am liebsten alles hingeschmissen.» Und dann, was hätte sie gemacht? «Ich hätte im Service gearbeitet und wäre ausgewandert», sagt sie lachend und mit einer Unbekümmertheit, die sie nur deshalb an den Tag legen kann, weil sie ihren Weg gefunden hat. Aufgeben ist längst keine Option mehr. Ihren Kindheitstraum, Dentalassistentin zu werden, hat sie aber aufgeben müssen. Mit ihrer Schulphobie war Jessica in einer Negativspirale gelandet, aus der sie so schnell nicht mehr rauskam. Im Rahmen eines sogenannten Motivationssemesters, eines mehrmonatigen Arbeitsintegrationsprogramms des Kantons Bern, arbeitete sie in einem Nähatelier und besuchte an zwei Tagen pro Woche die Schule. «Die Arbeit im Atelier war cool. Aber ich befand mich gleichzeitig in einem totalen Loch», sagt sie. Noch immer bereitete ihr der Unterricht Bauchschmerzen und Kopfweh. Die Angst zu versagen, war nach wie vor präsent. «Oft behindern auch Themen die Lehrstellensuche, die mit der Ausbildung direkt gar nichts zu tun haben», erklärt Urs Gretener. Etwa
So funktioniert Case Management Berufsbildung Case Management Berufsbildung (CMBB) richtet sich an Jugend liche ab 14 Jahren und junge Erwachsene bis 25 Jahre, die Mehr fachprobleme haben. Dazu zählen schwache Schulleistungen, man gelnde Motivation, un genügendes soziales Verhalten, fehlende Unterstützung durch das Umfeld und gesund heitliche Probleme. Das CMBB bietet Hilfe beim Einstieg in eine berufliche Grundaus bildung. Die Anmel dung erfolgt oft über Lehrer, Sozialdienste, Jugendamt oder Lehr betrieb. 18 bis 25Jährige sind zunehmend auf Sozial hilfe angewiesen.
Fast drei Viertel der jungen Sozialhilfeemp fänger besitzen keine Berufsausbildung. Die Politik hat mit ver schiedenen Massnah men darauf reagiert: 2008 hat der Bund das CMBB ins Leben gerufen und in den Kantonen eingeführt. Durch diese Massnah me sollen 95 Prozent aller Jugendlichen einen Abschluss der Sekun darstufe II (Lehre, be rufliche Ausbildung) erreichen. Mit der Ein führung des CMBB ist die Berufsabschluss quote gestiegen, und die Lebenssituation vieler Klienten hat sich verbessert.
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Im Herbst noch einmal an die Sonne
Zauberhaftes Katalonien Flug- & Busreisen ✔ Flug mit Swiss und Reise mit Twerenbold-Bus ✔ Trendige Metropole Barcelona ✔ Das Benediktinerkloster in Montserrat
1. Tag: Hinflug Zürich–Barcelona, Fahrt nach Malgrat de Mar. Morgens individuelle Anreise zum Flughafen Zürich-Kloten. Direktflug mit Swiss nach Barcelona. Wir unternehmen eine Panorama-Stadtrundfahrt und lernen so die mediterrane und kosmopolitische Metropole, die eingeschlossen zwischen dem glitzernden Meer und grünen Hügeln liegt, kennen. Die Stadt ist geprägt von architektonischen Höhepunkten aus der Zeit des «Modernismo», dessen bekanntester Architekt Antoni Gaudí war. Anschliessend freie Zeit für individuelle Entdeckungen und Shopping. Am späten Nachmittag Transfer zu unserem Hotel an der Costa del Maresme. 2. Tag: Fak. Ausflug katalanische Dörfer.* Charmante katalanische Dörfer und typische Landschaftsbilder bestimmen den heutigen Ausflugstag. Wir besuchen die Ortschaften Vic und Rupit i Pruit mit der schönen, über dem Ort thronenden Festung. Möglichkeit zum Bummeln und Einkaufen von landestypischen Produkten. Anschliessend Panoramafahrt über Olot und Besalú zurück nach Malgrat de Mar. 3. Tag: Fak. Ausflug Cadaqués–Figueras– Girona.* Am Vormittag erkundigen wir das malerische Fischerdorf Cadaqués. In Figueras besuchen wir das Museum des bekannten Malers Salvador Dalí, dem berühmtesten Bürger des Städtchens. Danach fahren wir nach Girona, eine der ältesten Städte Katalaniens. Eine geführte Besichtigung
bringt uns die Sehenswürdigkeiten, wie etwa die karolingischen Mauern, das romanische Kloster Sant Pere de Galligants sowie das jüdische Viertel dieser historischen Stadt näher. 4. Tag: Fak. Ausflug Castillo de Púbol–Pals– Begur–Peratallada.* Das Schloss von Púbol, welches Dalí seiner langjährigen Muse Gala schenkte, belegt die immense Kreativität dieses Künstlers auf beeindruckende Weise. Am Nachmittag überrascht uns das mittelalterliche Pals mit seinem charmanten, vollständig erhaltenen Stadtbild. Das kleine Küstenstädtchen Begur verzaubert mit seinem maritimen Charme. Den heutigen Abschluss bildet der Besuch des Örtchens Peratallada, das für seine alten Steinhäuser und zerfurchten Steingassen bekannt ist. 5. Tag: Freier Tag am Meer. Heute geniessen wir einen erholsamen Tag am Meer. 6. Tag: Montserrat–Penedès und Rückflug Barcelona–Zürich. Fahrt zum traditionsreichen Benediktinerkloster Monastir de Montserrat. Bereits im Mittelalter entwickelte sich der Ort nach der legendenhaften Auffindung einer Marienstatue zu einem wichtigen Pilgerziel. Noch heute strömen jährlich tausende Gläubige zur Moreneta (Schwarze Madonna). Anschliessend Fahrt durch das berühmte Weingebiet Penedès. Hier besuchen wir eine Weinkellerei und degustieren die edlen Tropfen. Transfer zum Flughafen und Rückflug mit Swiss nach Zürich. Individuelle Heimreise. * Das Ausflugspaket ist nur im Voraus buchbar. Sie sparen mind. 10%. Einzelbuchungen der Ausflüge vor Ort nur vorbehaltlich Verfügbarkeit möglich.
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Beda Furrer
«Für uns gibt es keine hoffnungslosen Fälle»
Jessica Boss mit Case Manager Urs Gretener vom BIZ in Thun: Der Coach und Arbeitsagoge hat immer wieder geholfen, den Karren anzustossen.
finanzielle oder soziale Probleme. Er beschreibt die Situation bildlich mit einem Karren, der laufen muss: «Wenn ein Rädchen fehlt, wird das Fortbewegen sehr harzig und langsam.» Bei Jessica waren es soziale und familiäre Probleme, die sich bremsend auswirkten. Ihre Mutter war alleinerziehend. Als Detailhandelsangestellte hatte sie lange Arbeitszeiten und ein prekäres Einkommen – Zeit und Geld für ihr Kind waren knapp bemessen. Mehrmals zogen sie um, das Eingewöhnen an den neuen Orten fiel Jessica nicht immer leicht. Seit vier Jahren muss sie sich finanzielle Hilfe beim Sozialamt holen. Ihren Vater kennt Jessica zwar, von einer Beziehung zu ihm kann man aber nicht sprechen: «Ich habe ihn als 13-Jährige kennengelernt. Aber es fühlte sich nie so an, als wäre er mein Vater», sagt sie. Mit der Krise in der Lehre traten auch die anderen Probleme an die Oberfläche. «Der Besuch bei der Psychologin brachte Hilfe», sagt Jessica Boss. Die Sitzungen eingefädelt hatte ihr Case Manager. Nun konnte die junge Frau von ihren Sorgen erzählen, abladen und Knöpfe lösen. Der Wagen kam wieder ins Rollen. Auch beruflich, im Rahmen einer Schnupperwoche in der Kita, bewegte sich etwas. «Das
war eins meiner schönsten Erlebnisse überhaupt», sagt Jessica Boss rückblickend. Und es war eine Überraschung für sie selbst: «Meine Pflegeeltern haben mir immer eingeredet, ich könne nicht mit Kindern umgehen.» Doch noch der Traumberuf
Das hat sich nun als komplette Fehleinschätzung herausgestellt: Jessica beginnt in Kürze die Ausbildung zur Fachangestellten Betreuung Kinder (FaBeK). Sie hat inzwischen ein einjähriges Praktikum hinter sich, und auch in der Schule läuft es wieder rund. Um die Lehrstelle zu finden, brauchte sie aber eine gehörige Portion Glück – erst nach gefühlten tausend Bewerbungen wurde ihre Hartnäckigkeit belohnt. Dank Case Management hat Jessica Boss in den vergangenen drei Jahren den Mut nicht verloren. «Ohne diese Unterstützung wäre ich jetzt wohl arbeitslos, hätte die falschen Freunde, würde rumhängen. Kiffen, Drogen, was auch immer.» Wieder lacht sie. Sie hat nicht nur eine Lehrstelle, auch mit der Schule klappt es wieder. «Was ich lerne, bleibt im Kopf!» Und wenn es doch wieder mal harzen sollte? Dann weiss Jessica Boss genau, an wen sie sich wenden kann.
Was versteht man unter Case Management? Der englische Ausdruck steht für «Fallführung» und stammt aus dem amerikanischen Gesundheits- und Sozialbereich. Er bezeichnet eine Methode, eine auf den einzelnen Fall zugeschnittene Hilfeleistung. Ein Case Manager koordiniert die Situation, verbindet involvierte Akteure miteinander und kann Begleitmassnahmen einleiten. Was heisst das im Fall von Jugendlichen in Ausbildung? Wir haben es teilweise mit Fällen zu tun, bei denen viele Stellen involviert sind: Sozialdienst, Schule, Psychologe, RAV, Erziehungsberatung und so weiter. Das ist manchmal unübersichtlich und für Jugendliche eine Überforderung. Der Case Manager übernimmt dann im Regelfall die Führung, sorgt dafür, dass die wichtigen Stellen beteiligt sind und koordiniert zusammenarbeiten. Wie viele Jugendliche betreuen Sie und wie lange? Im Kanton Bern sind es rund 1300 pro Jahr. Jährlich kommen 500 neue Fälle dazu. Wir begleiten die Jugendlichen im Durchschnitt während eineinhalb Jahren. Es gibt aber auch Einzelfälle, die bis zu fünf Jahre dauern. Meist handelt es sich um Situationen mit happiger Mehrfachproblematik. Von welchen Problemsitua tionen sprechen wir? Das können gesundheitliche Beeinträchtigungen sein, tiefes schulisches Niveau, Motivationsschwierigkeiten, belastende familiäre Verhältnisse, soziale und finanzielle Probleme. Werden alle Jugendlichen aufgenommen? Nur wenn mehrere Probleme gleichzeitig bestehen und schulinterne Möglichkeiten wie Schulsozialarbeit, Berufswahlunterricht oder andere
Beda Furrer (53) ist Leiter des Geschäftsbereichs Case Management Berufsbildung bei der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung im Kanton Bern.
Massnahmen schon ausgeschöpft wurden. Schlechte Noten allein reichen nicht. Welches sind die Vorteile von Case Management in der Berufsbildung? Es ist eine effiziente Methode, benachteiligten jungen Menschen einen beruflichen Abschluss zu ermöglichen. Rund die Hälfte der Betreu ten im Kanton Bern schafft dank Case Management eine Berufslehre, weitere 30 Prozent finden andere Lösungen oder können durch andere Institutionen begleitet werden. Das ist bei Jugendlichen mit schwierigem Hintergrund und diversen Beeinträchtigungen eine hohe Erfolgsquote. Kann man Jugendliche zu einer Ausbildung zwingen? Nein, unser Angebot beruht auf Freiwilligkeit. Manchmal gibt es Jugendliche, die nicht mehr auftauchen und die wir nicht mehr erreichen können. Es sind nicht sehr viele, doch das schmerzt immer. Denn für uns gibt es keine hoffnungslosen Fälle: Wenn es harzt, suchen wir gemeinsam nach Lösungen. Es gibt immer einen Weg. MM
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Thomas Kessler
«Man muss immer einen Plan B haben» Wanderspezialist Thomas Kessler über Routenplanung, mangelndes Können, Selbstüberschätzung und die Wahl der richtigen Schuhe. Text: Marc Bodmer
Anreizen oder Anheizen? Mehrere Tausend Knieoperationen
werden in der Schweiz jährlich vorgenommen, ohne Nutzen für den Patienten. Wie ist das möglich? Arzt und Kolumnist Christian Hess liefert Erklärungen auf www.migros-impuls.ch
«iMpuls» ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.
Das heisst, Baumwolle ist mässig geeignet. Richtig. Baumwolle ist wohl angenehm zu tragen, trocknet aber langsam. Empfehlenswert ist auch, dass man verschiedene Schichten trägt und so die Kleidung flexibel der Witterung anpassen kann. Wie schaut es bei den Socken aus? Dort gilt das Gleiche: Ob Naturfaser oder Synthetik, ist eine persönliche Entscheidung. Und bei den Schuhen? Das Ziel bestimmt die Wahl des Schuhwerks. Auf einer Strasse oder einem festen Wanderweg reichen Trail-Running-Schuhe. Wenn es etwas anspruchsvoller wird, sind Trekkingschuhe eine Möglichkeit. Wer alpin wandern und hoch hinaus will, braucht solide Bergschuhe mit fester Sohle. Wann kauft man sich am besten seine Wanderschuhe? Im Lauf des Tages dehnt sich der Fuss aus. Darum ist es ratsam, Schuhe am Nachmittag anzuprobieren. Das kann durchaus bis zu einer halben Schuhgrösse mehr ausmachen.
Beim Wandern geht es oft in die Höhe und damit der Sonne entgegen. Sonnenschutz ist ein ganz wichtiges Thema. Hier braucht es eine Schatten spendende Kopfbedeckung, Sonnencreme Faktor 50 und eine Sonnenbrille, die insbesondere im Frühling vor den Schneereflexionen des Sonnenlichts schützt. Mit der Ausrüstung allein ist es natürlich noch nicht getan. Wie sieht eine gute Planung aus? Eine solide Vorbereitung geschieht in drei Phasen: 1. Die Routenplanung zu Hause mit Karte und einem Wanderführer, am besten in Buchform. 2. Die Vorbereitung am Tag selber unter Berücksichtigung des aktuellen Wetterberichts, und 3. die rollende Planung auf der Tour, wo laufend Entscheidungen zum weiteren Verlauf der Route getroffen werden müssen. Warum eigentlich soll der Wanderführer in Buchform sein? Bei einem Buch sind die Routenkriterien und -bewertungen einheitlich. Auf Websites sind es oft unterschiedliche Autoren, die unterschiedliche Vorstellungen mitbringen. Empfehlenswert sind die Publikationen des Schweizer Alpen-Clubs (SAC). Was sind die häufigsten Fehler beim Wandern? Selbstüberschätzung und mangelndes Können. Das kommt häufiger vor, wenn man sich auf Angaben von Websites stützt, weil dort die Routenkriterien nicht immer klar sind. Oft macht auch das alpine Wetter einen Strich durch die Rechnung.
Thomas Kessler kennt sich aus mit dem Wandern und in der Region um Flums. Bild: iStockphoto
«iMpuls»-Lesetipp
Bevor man zu einer Wanderung aufbricht, sollte man sich korrekt ausrüsten. Worauf muss man bei der Kleidung achten, zum Beispiel bei der Unterwäsche? Sind bestimmte Materialien empfehlenswert? Ob man sich für synthetische Körperwäsche oder solche aus Wolle entscheidet, hängt von der persönlichen Vorliebe ab. Wichtig ist, dass das Material atmungsaktiv ist, die Feuchtigkeit nach aussen transportiert, und schnell trocknet.
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«iMpuls»-Event
Wanderung mit Sonnenuntergang Die Gesundheitsinitiative «iMpuls» organisiert zusam
Muss mit: Regenjacke, Sonnerschutz, Wasser, Sackmesser, Riegel und ein Erste-Hilfe-Set.
men mit dem Wanderexperten Thomas Kessler am 16. Sep tember 2017 eine herrliche ZweiGipfelWanderung, Sonnenuntergang inklusive. Die für Einsteiger und Wanderanfänger geeignete Route
führt auf den berühmten Aussichtsgipfel im Heidiland. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Sargans. Von dort bringt uns ein Shuttlebus in Richtung Hoch ebene Palfries, wo die Abend wanderung startet. Sie führt auf den 1829 Meter über Meer ge legenen Gonzen und von dort weiter zum Tschugga (1880 Me ter). Dort geniessen wir den Sonnenuntergang und bräteln am Feuer unser Nachtessen. Die Wanderung wird von einem ausgebildeten Wanderguide begleitet und ist gratis. Essen, Getränke und ein WanderequipmentÜber raschungspaket werden zur Verfügung gestellt. Für die Anreise nach Sargans kommen die Teilnehmer selbst auf. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 beschränkt.
Wieso? Die Wettervorhersagen in der Schweiz sind aufgrund der Berge und Täler schwierig. So kann das Wetter am Morgen zu Hause schön sein, bis man aber am Ausflugsort angekommen ist, sieht die Lage vielleicht schon ganz anders aus. Was hilft, um solche Missgeschicke zu vermeiden? Man muss immer einen Plan B haben. Es entspannt die Lage sehr, wenn man eine Alternative zur ursprünglichen Route hat. Wie sieht es mit Apps aus? Gibt es denn nützliche? Auf jedes Handy gehört die Rega-App. Damit kann im Notfall Hilfe angefordert werden. Hilfreich ist auch die Wetter-App von Meteoschweiz, die über die aktuelle und künftige Wetterlage informiert.
Was gehört in den Rucksack? Grundsätzlich gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Oder wie wir sagen: Nur ein leichter Rucksack fliegt. Der Inhalt wird natürlich von der Tourlänge und -komplexität bestimmt. Was bedeutet das genau? Man sollte immer genügend zu trinken dabeihaben, also mindestens einen Liter. Bei uns können wir die Wasserflasche oder das Trinksystem in der Regel auch in einem Bach wieder auffüllen, das Wasser in den Bergen ist im Allgemeinen sauber. Dann sollte man einen Getreide- oder einen Energyriegel einpacken, auch wenn man in einem Restaurant einkehren will. Es könnte ja geschlossen sein. Ausserdem gehören immer ein Witterungsschutz, ein ErsteHilfe-Set und natürlich ein Sackmesser in den Rucksack. MM
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Tschugga 1880 m
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Die Route führt auf den Gonzen und weiter zum Tschugga.
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Anne-Sophie Keller (27) glaubt
an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.
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Neulich bin ich beim Onlineshopping auf Manrompers gestossen, also auf den Romper für den Mann. Ein Romper ist ein Einteiler aus Shirt und Shorts. Er wird auch Playsuit genannt. Meine Mutter nennt ihn lachend Strampler.
Unter dem Wort Broetry findet sich Poesie für Bros (eine Abkürzung für «Brothers»). Und auf Zalando bestellt der Mann von heute derweil nicht einfach ein hundskommunes Päckli, sondern eine – Achtung! – Man Box.
Neben Manrompers gibt es in der Welt der Mode auch die Meggins. Das sind Leggins für den Mann. Und es gibt den Man Bun, also das Bürzi für den Mann. Warum eine Frisur nicht geschlechterunabhängig existieren kann, ist mir schleierhaft.
Es bleibt nicht beim Namen. Kosmetikprodukte für den Mann sind meistens in Schwarz, Blau oder Grau gehalten und haben kantige Formen. Sie werden mit den Attributen «stärkend», «belebend», «kräftigend» beworben. Und sie sind generell günstiger, weil Frauen bereit sind, für Körperpflege mehr hinzublättern. Man schaue sich eine Preisliste beim Coiffeur an.
Ich machte mich auf die Suche nach weiteren skurrilen Men-Only-Produkten und landete in der absoluten Absurdität. So gibt es etwa den Brosé, den männlichen Rosé. Weil das pfirsichfarbene Getränk ansonsten wohl zu «meitlihaft» wäre. Oder den Mangria, das Pendant zur Sangria.
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Ich frage mich: Ist Männlichkeit ein so fragiler Begriff, dass ein Mann nicht ganz selbstverständlich Leggins tragen, online shoppen oder Rosé trinken kann? MM
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Mehr Bilder aus dem faszinierenden Ländle: www.migmag.ch/ liechtenstein
Sareis, oberhalb von Malbun: Greifvogelexperte Norman Vögeli ist stolz auf sein Steinadler weibchen Taiga. Wilds Welt
Überraschendes Ländle
Am 15. August feiert Liechtenstein den Staatsfeiertag. Höchste Zeit, im Fürstentum auf Entdeckungstour zu gehen. Wir kennen die besten Adressen und ein paar Geheimtipps.
1
Adlerwanderung: Liechtenstein
überrascht. Zu den grössten Attraktionen zählt die Falknerei im Hotel Galina, das sich im Ski- und Wandergebiet Malbun befindet. Auf einer Wanderung informiert Hoteldirektor und Greifvogelspezialist Norman Vögeli über das Leben seiner Vögel, zum Beispiel sein Steinadlerweibchen Taiga, und lässt es über die Berge fliegen. Das Tier sieht eine Maus aus einer Distanz von 2,5 Kilometern. Pauschale für den Ausflug: 150 Franken, jede weitere Begleitperson bezahlt 50, Kinder 25 Franken.
Bild: Reto E. Wild
2
Wanderwegnetz: Das Fürstentum
hat beschilderte Wege von mehr als 400 Kilometern, der höchste Punkt befindet sich auf 2600 Meter über Meer. Der Fürstensteig zählt zu den berühmtesten Strecken, er führt durch die Nordwestwand des Alpsitz. Auf dem in eine Felswand geschlagenen Pfad muss man allerdings trittsicher und schwindelfrei sein und über eine gute Kondition verfügen.
3
Premiere Museums(s)pass: Erstmals ist im EWR-Land der elf Gemeinden und 38 000 Einwohner
der Museums- und Erlebnispass mit 30 Attraktionen ganzjährig erhältlich. Er kostet für drei Tage 39 Franken und zeigt, dass es sich lohnt, das Fürstentum nicht nur als eintägiges Ausflugsziel zu betrachten. Tipps: das Kunstmuseum mit der Hilti Art Foundation, die Schatzkammer, das Landesmuseum oder die Degustation in der Hofkellerei des Fürsten. Vaduz hat sechs Museen und spricht deshalb stolz von der «Museumsmeile». Im Pass inbegriffen ist auch der Eintritt ins attraktive Schwimmbad Mühleholz, das sich zwischen Vaduz und Schaan befindet.
4
Restaurant Torkel: Es steht am
Rand von Vaduz oberhalb eines Rebbergs mit schöner Aussicht. Chefkoch Ivo Berger (16 Gault-Millau-Punkte) begeistert mit seinen Kreationen. Abends kostet das Degustationsmenü mit fünf Gängen 116 Franken. Dazu
unbedingt einen lokalen Wein bestellen, etwa den Herawingert Chardonnay oder den Vaduzer Pinot Noir.
5
Restaurant Kainer: Wer es lieber rustikal und preiswerter mag, besucht dieses Lokal im hoch über dem Tal gelegenen Dorf Triesenberg. Super Aussicht auf die Rheinebene! Auf der Karte ist auch die Landesspezialität aufgeführt: Käsknöpfle mit Apfelmus. Ein Tipp zum Umgang mit den Einheimischen: Grundsätzlich ist man per Du – ausser mit dem Fürsten. Doch dieser würde sich nicht beschweren, wenn man ihn mit «Hoi, Fürst!» begrüsste.
6
Hotel Schatzmann: Zum Über-
nachten eignet sich dieses familiengeführte Vier-Sterne-Haus ausserhalb von Vaduz. Im Land war das «Schatzmann» jahrelang als Gourmetrestaurant bekannt. Jetzt kann man nur noch übernachten und reichlich frühstücken. Doppelzimmer ab 165 Franken inklusive Frühstücksbuffet und Parkplatz. MM
Reto E. Wild (49) ist Tourismus-
experte und Redaktor beim Migros-Magazin.
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90 | MM33, 14.8.2017 | LEBEN
Ausgewandert
Von Bern nach Rehovot, Israel Ellie (11) und ihr Bruder Gur (9) leben mit ihren Eltern in Rehovot bei Tel Aviv, nur wenige Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Sie sind in einer Stadt zu Hause, haben aber einen grossen Garten. Er bietet Platz für viele Tiere: eine Katze, eine Taube, 13 Hühner und einen Hund, mit dem Ellie oft spielt und spazieren geht.
Der Bezug zur Schweiz war der Familie stets wichtig. In Israel aufgewachsen, besuchte Ellies Vater in der Schweiz regelmässig die Sommerlager der AuslandschweizerOrganisation (ASO). Auch Ellie ist Doppelbürgerin und besucht jeden Sommer die ASO-Lager in der Schweiz, damit sie ihre zweite Heimat besser kennenlernt und erleben kann.
Tierlieb: Ellie spielt in ihrer Freizeit gerne mit ihrem Hund.
Kinder
«Daheim sprechen wir Englisch und Hebräisch»
Die elfjährige Ellie lebt in Israel und ist am liebsten in der Natur – zusammen mit ihren Tieren oder mit der Wander- und der Naturgruppe. Text: Gabriela Bonin
Illustration: Olaf Hajek
«Meine Grossmutter stammt aus Bern und ist 1972 nach Israel aus gewandert. Oma brät manchmal Schnitzel für mich. Das liebe ich. Was ich auch sehr mag, ist der feine Schweizer Käse. Daheim sprechen wir Englisch und Hebräisch. Ich kann auch einige Brocken Arabisch und Schweizerdeutsch. Ich besuche die Free Democratic School. Ich lerne gerne und bin sehr motiviert, denn wir können selbst entscheiden, welche Fächer wir
gerade besuchen wollen – am meisten mag ich die Tanz- und Theaterlektionen und andere kreative Fächer. In meiner Freizeit kümmere ich mich gerne um unsere Haustiere. Ich besuche regelmässig Yogalektionen und bin oft draussen in der Natur.
Die Landschaft in Israel ist gelb und trocken, in der Schweiz ist es meistens grün. Die Länder haben auch Gemeinsames: Sie sind zum Beispiel ziemlich klein. Einmal pro Woche bin ich mit einer Wandergruppe unterwegs, und ebenfalls wöchentlich besuche ich eine Naturgruppe für Kinder, wo wir viel lernen. Kürzlich haben wir zusam men einen Lehmofen gebaut.»
Bilder: zVg
Das Grosi stammt aus Bern, der Vater ist schweizerisch-israelischer Doppelbürger.
LEBEN | MM33, 14.8.2017 | 91
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Anja (10), Freienwil AG
Es rüttelt und schüttelt, es zieht und zuckt. Wir atmen schneller, japsen, prusten, glucksen. Unser Herz schlägt schneller, wir bekommen einen roten Kopf, uns wird heiss. Mindestens 90 Muskeln sind in Aufregung – viele kontrahieren nun um die Wette. Kontrahieren heisst: Die Muskeln ziehen sich zusammen, entspannen sich wieder, ziehen sich wieder zusammen – hin und her. Wenn wir so richtig laut und heiter lachen, dann bewegen sich nicht nur die Gesichtsmuskeln, sondern auch zahlreiche
Muskeln im Hals, im Zwerchfell, im Bauch und hinter den Rippen. Lachen ist nicht nur lustig, sondern auch gesund. Unser HerzKreislauf-System wird angeregt, die Haut ist stärker durchblutet, und der Bauch wird massiert. Zudem schüttet unser Körper dann sogenannte Glückshormone aus: Es ist, als fliesse ein Schwall von Freude durch unsere Adern. Lachen stärkt unser Abwehrsystem, und wir sind weniger anfällig für Krankheiten. Lachen hilft
kranken Menschen, rascher gesund zu werden. Deshalb setzt man in Spitälern auch gerne Spitalclowns ein. Ihr Kinder reagiert besonders auf Lachen und lacht viel mehr als wir Erwachsenen. Am schönsten finde ich das wohlige Gefühl nach einem Lachanfall: Man lehnt sich zurück, wischt ein, zwei Lachtränen weg, holt wieder tief Luft und ist mit sich und der Welt zufrieden. MM
Eine Mutter erklärt die Welt:
Journalistin Gabriela Bonin (50) beantwortet Kinderfragen.
*Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch
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Rätse lspas s
Nina liebt Minigolf. Sie probiert immer neue Parcours aus. Jetzt ist ihr etwas ganz Neues eingefallen. Sie lässt sich die Bahn von dir zusammenbauen. Kannst du die bereitgelegten Teile so einsetzen, dass Ninas Ball sauber im Loch landet? Du darfst jedes Teil nur ein Mal brauchen. Die Teile dürfen nicht gedreht werden.
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Was soll denn das sein? Das fragen sich Hugo und Tobi immer wieder, wenn sie sich Ninas Ferienfotos anschauen. Dabei ist Nina eine geübte Fotografin: Sie fotografiert von ganz nah, von weit weg, schräg, verkehrt, von oben, von unten, von hinten, von vorne ... Da ist es manchmal schwierig zu erkennen, was sie aufgenommen hat. Kannst du Hugo und Tobi helfen?
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Ihr Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus nach Prag wo wir in unserem Hotel mit einem feinen Nachtessen erwartet werden. 2. Tag – Stadtführung, Prager Weihnachtsmärkte Prag empfängt uns im schönen Adventskleid. Gleich nach dem Frühstück entdecken wir bei einer tollen Stadtführung die Höhepunkte der „Goldenen Stadt“. Zum Stadtbild gehören die legendäre Karlsbrücke, das Burgenviertel mit dem Hradschin, der Veitsdom und das Altstadtviertel. Am Nachmittag bleibt Ihnen genügend Zeit die Stadt auf eigene Faust
Karlsbrücke & Hradschin
zu erkunden. Natürlich empfehlen wir Ihnen den Besuch der Prager Weihnachtsmärkte, die zweifelsohne zu den schönsten Europas gehören. Lassen Sie sich von der zauberhaften Stimmung, die über der Stadt liegt, verzaubern! Am Abend laden wir Sie in der Prager Innenstadt zum feinen Nachtessen in einem typischen Lokal ein. 3. Tag – Prager Weihnachtsmärkte & Schifffahrt auf der Moldau Den heutigen Tag können Sie gemütlich angehen – schlafen Sie etwas länger und geniessen Sie ein ausgiebiges Frühstück. Es bleibt Ihnen genügend Zeit für eigene Entdeckungstouren, für die Weihnachtsmärkte oder für einen Besuch der legen-
dären Prager Burg, die zu den spektakulärsten der Welt gehört. Zum Abschluss dieser wunderschönen Reise laden wir Sie am Abend zu einer zauberhaften Schifffahrt auf der Moldau inkl. feinem Nachtessen und Musik ein. Ein einmaliges Erlebnis und eine ideale Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu vertiefen. 4. Tag – Heimreise Mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck treten wir nach dem Frühstück die Heimreise an.
✓ 1 x feines Nachtessen in einem traditionellen Restaurant in Prag ✓ Romantische Schifffahrt auf der Moldau mit Nachtessen und Musik ✓ Tolle Stadtführung in der tschechischen Hauptstadt Prag ✓ Besuch der wunderschönen Prager Weihnachtsmärkte ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise
Wählen Sie Ihr Reisedatum: Reisehit 15 f: 1. - 4. Dezember 2017
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Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf
Reisehit 15 g: 4. - 7. Dezember 2017 Reisehit 15 h: 8. - 11. Dezember 2017 Reisehit 15 j: 11. - 14. Dezember 2017
Unser Sonderpreis für Sie:
Weihnachtsmarkt am Altstädter Ring
Preise pro Person im Doppelzimmer
im gehobenen Mittelklassehotel
Fr. 395.-
Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag nur Fr. 60.Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person
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Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Olten, Pfäffikon SZ, St. Gallen, Sargans, Thun, Wil SG, Winterthur oder Zürich
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Kreuzworträtsel
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken …
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… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 20.8.2017, 24 Uhr
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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 20.8.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
Auflösung Nr. 32: HEILUNG
TreppenlifTe
9620 Lichtensteig teL. 071 987 66 80
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Gewinner Nr. 31: Margrit Gimmi, Kreuzlingen TG; Erika Schaffer-Lerch, Biembach im Emmental BE; Kurt Brunsko, Gossau SG; Hilda Siffert, Tafers FR; Ruedi Müller, Münchenstein BL Gewinner «Zusatz» Nr. 31: Thomas Loher, Altstätten SG; Heidi Wintsch, Schlieren ZH; Rosmarie Dietrich, Uetendorf BE; Simon Brönimann, Wil SG; Margareta Reichwein, Rapperswil SG
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Quiz
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wenn nichts Neues erzählt wird, ist dies …? H eine abgewetzte Hose
T
ein alter Hut
S
ein graues Tuch
2. Ein traditionelles Buchformat nennt sich …? I
Fiole
A Folie
O Folio
3. Wie heisst eine japanische Nudelsuppenart? S
Poster
N Bilder
R Ramen
So nehmen Sie teil
4. Was kann einem am Augenlid zu schaffen machen? L
Gerstenkorn
E
Weizengras
Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 20.8.2017, 24 Uhr
U Roggenfrucht
5. Wie nennt man einen parlamentarischen Vorstoss auf eidgenössischer Ebene? P Demonstration
I
Motion
D Interpellation
6. Wie nennt sich eine Spielsprache der Kinder in England? O Mouse Words
K Cow Slang
N Pig Latin
7. Nach welchem Tier ist ein Teil unseres Gehirns benannt? A Nashorn
I
Seepferdchen
S
Ameise
8. Welcher Baum steht in der Antike für Tod und Trauer? G Buche
E
Ulme
N Eiche
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Auflösung Nr. 32: BADETUCH
Gewinner Nr. 31: Ruth Meier, Frauenfeld; Margrith Rudin, Stäfa ZH; Esther Müller, Veltheim AG
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
Paroli
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1 2 5 3
Auflösung Nr. 32: FAHNE Gewinner Nr. 31: Verena Stark, Waldstatt AR; Jeannine Lienhard, Solothurn; Monika Meier-Wälti, Hünenberg ZG
4
I
BUSSNANG E I N I GUNG ESTN I SCH EURAS I EN KUHRASSE NEUENEGG PE I N I GEN R EMP E L E I S T R I EME N S U RM I R A N
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 20.8.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Lösungswort: 1
2
3
4
5
TILL GATES
Jeder kann ein Meister werden: klubschule.ch SPRACHEN
KULTUR & KREATIVITÄT
Nachhilfe für Kinder und Jugendliche
1 × 1 der Fotografie Start 6. September 2017
Auf Anfrage Persisch (Farsi) Anfänger/innen Start 12. September / 14. September 2017
1 × 1 der Schmuckgestaltung Start 13. September 2017
English with pop songs Niveau A2 / B1
1 × 1 der vegetarischen Küche
Start 28. August 2017
Start 15. September 2017
Spanisch Anfänger/innen Start 19. August 2017
MANAGEMENT & WIRTSCHAFT
BEWEGUNG & GESUNDHEIT
Sachbearbeiter/in Rechnungswesen mit DIPLOMA
3D-Training Start 15. September 2017 Fit in High Heels Start 23. September 2017 Faszienmassage mit der Blackroll Start 16. September 2017
Start 11. September 2017 Personalassistent/in mit Zertifikat HRSE Start 1. September 2017
INFORMATIK & NEUE MEDIEN Desktop Publisher mit DIPLOMA Start 22. September 2017 Webdesigner Publisher mit DIPLOMA Start 18. September 2017
Detaillierte Beschreibungen zu den einzelnen Angeboten und noch vieles mehr finden Sie unter klubschule.ch. Oder kontaktieren Sie uns persönlich, wir nehmen uns gerne Zeit für Sie! 058 575 87 00 klubschule.ch facebook.com/klubschule.basel
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Sudoku
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 32: 638
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 20.8.2017, 24 Uhr
Gewinner Nr. 31: Micheline Bugnoux, Bière VD; Cornelia Hutter, Buchs SG; Gisela Zibulski, Muttenz BL; Lara Hinninger, Altishofen LU; Heidi Motsch, Oberwil BL
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 2 1 2 1 Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden 1 sein. Verboten: Kreuzun3 3 4 2 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.
3
Auflösung Nr. 32:
3 3
3
1
3 2
2 5
2
4
3
3
1 3
5 2
1 2 2
3 2 1
Auflösung Nr. 32: 2
4 2
1 1
3 2 1
1 2
2 1
2 3
3 4 4 3 3
1 2
3 1 4 3 2
2 4 3 2 2
2 1 2 1 2
2 4 4 3 2
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Yvette Hettinger (Koordinatorin Leben), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Elena Bernasconi, Reto Meisser
Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Dora Horvath, Melanie Michael, Fatima Nezirevic, Angela Obrist, Kian Ramezani, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West
Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger
Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Alina Bühler, Rea Tschumi
Layout: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Werner Gämperli, Saskia Goslings, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys
Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71
Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser
Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Stefania Nicolini Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Laetitia Dürst, Aisha Kaufmann Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01
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MM33, 14.8.2017 | LEBEN
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1
Mein Lieblingsprodukt «Ich bin süchtig nach diesen M-Budget-Kaugummis. Sie sind mild, sie gehen nie aus, und der Verschluss der Packung ist gut.»
Meine Welt
«Ablenkung ist Gift fürs Kreativsein»
Das Handy nimmt Christian Häni nie mit, wenn er ins Musikstudio geht, das lenke nur ab. Der Kopf der Band Halunke fährt gern mit dem Skateboard durch die Gegend und liebt den Sänger Beck – auch wenn er seine Songtexte nicht immer versteht. Text: Claudia Langenegger Bilder: Ephraim Bieri
LEBEN | MM33, 14.8.2017
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1 Mein Musikzimmer/Studio «Ich
brauche einen Ort, wohin ich mich zurückziehen kann. Manchmal verkrieche ich mich zwei Tage, manchmal zwei Wochen zum Schreiben in mein Studio. Das Handy bleibt dabei draussen – Ablenkung ist Gift fürs Kreativsein.» 2 Mein Skateboard «Das Board ist mein
Fortbewegungsmittel, denn ich habe kein funktionierendes Velo. Es ist nicht nur schnell, ich kann es auch in den Zug mitnehmen.»
3 Meine Liebste «Es war Liebe auf den ersten Blick. Anja und ich haben uns vor
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Name Christian Häni (36) Wohnort Schüpfen BE Sternzeichen Zwilling Lebenslauf «Ich bin im Kanton Bern aufgewachsen. Mit 15 habe ich mit
meinen drei besten Freunden die Band Scream gegründet. Damals wollte ich eigentlich Skirennfahrer werden – bis 16 war ich in einem Regionalen Kader. Nach der Schule versuchte ich es erst mit dem Gymer. Das lag mir aber nicht, also machte ich eine Lehre als Radio- und Fernsehelektriker. Ich war 18, als wir mit ‹Scream› den Durchbruch schafften. Seither lebe ich von der Musik und arbeite als Produzent und Mischer. 2009 lösten wir uns auf, und ich gründete ‹Halunke›. Meine Frau Anja war von Anfang an dabei – zuerst im Backoffice, dann als Studiosängerin. Heute steht sie auch auf der Bühne.» 4
5
14 Jahren in Küssnacht am Rigi kennengelernt. Es hat sofort gefunkt.» 4 Meine Lieblingsbeiz «Im ‹Bären Schüpfen› fühle ich mich zu Hause. Die Stimmung ist gemütlich, das Essen ist super, und das Wirtepaar ist mittlerweile zu guten Kollegen geworden.»
Bild: Pascale Amez/Liveit.ch
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5 Mein Hund «Wir haben keine Kinder, also ist ein Hund ideal. Anja hat Shaila ausgewählt, es ist ein Malteser, ein spanischer Hofhund. Wir gehen oft mit ihm spazieren und haben dank ihm den perfekten Ausgleich zum Musiker- und Arbeitsleben.» 6 Mein Idol «Seit seinem Hit ‹Looser› begleitet Beck mich. Ich finde ihn immer toll, auch wenn er kein wahnsinnig guter Sänger ist und ich bei der Hälfte seiner Texte nicht weiss, was er damit sagen will.» MM
Donnerstag, 17.8., bis Samstag, 19.8.2017.
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