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Migros magazin 33 2015 d bl

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Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

MM33, 10.8.2015 | www.migrosmagazin.ch

Italienisch kochen 13 Seiten Rezepte und Tipps zum Herausnehmen!

Bergbauern als Hoteliers. Seite 10

Bild: Vera Hartmann

Gothic-Szene

Gruftis wie Angela Laely mögens düster. Und bringen dennoch Farbe ins Leben. Seite 16 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 575 55 44, Mitglieder.reg@migrosbasel.ch

Rückenprobleme bei Kindern. Seite 82


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MM33, 10.8.2015 | 5

Z Editorial

Macht- und hilflos?

Zurzeit braucht es nur vier Buchstaben, um jede Menge Menschen auf die Palme zu bringen: Kesb. Diese Behörde hat vor zwei Jahren die Arbeit von 1400 Vormundschaftsbehörden übernommen – und eckt seither an. Sei es bei einem Vater, der seine Familie auf den Philippinen «in Sicherheit» bringt. Sei es bei einer Schriftstellerin, die wegen der Kesb dem Land den Rücken kehrt. Oder sei es bei einem Deutschen, der seinen 88-jährigen dementen Onkel nach Hause entführt, damit dieser nicht zwangseingewiesen wird. Was läuft schief im Sozialbereich? Fühlen sich die Bürger hier einem anonymen Bürokratiemonster ausgeliefert? Weshalb werden Leute wie der oben genannte Vater als Helden gefeiert, weshalb sehen viele die Arbeit der Behörde nur als schlecht an?

Bild: Claudia Linsi

Vielleicht geht das Problem viel tiefer als nur bis zur Kesb. Viele Menschen hegen den Autoritäten gegenüber ein grosses Misstrauen, ein Gefühl der Machtlosigkeit. Sie fühlen sich gegängelt und bevormundet. Laufend mehr Bereiche des Lebens werden überreglementiert, Freiräume eingeengt. Harte Umweltvorschriften, strenge Verkehrsregeln, steigende Steuerlast. Und plötzlich steht noch ein Asylbewerberzentrum im Dorf … Es wird in den kommenden Jahren eine der zentralen Aufgaben des Staates sein, den Bürgern die Arbeit ihrer Behörden wieder näherzubringen. Es wird keine einfache sein (Seite 8). Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

Italienisch kochen Rezepte und Tipps ab Seite 47

Menschen 8 Diese Woche

Die Kesb in der Dauerkritik – zu Recht? 10 Sommerserie

Hotel Bauernhof: Zu Gast auf der Alp Morgeten. 16 Porträt Nicht so traurig, wie sie wirken: Sieben Gruftis im Porträt. 22 Porträt

Rubén De Pedro knackt Schlösser wie James Bond.

73 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften.

24 Interview ETH-Rektorin Sarah Springman

über den Mangel an Schweizern in Lehre und Forschung.

Leben

30 Bänz Friedli

81 Zootierärztin 82 Gesundheit 85 Ernährung 86 Kinder 88 Migros-Bank-Ratgeber 89 Digital 90 Auto

Migros-Welt 38 Förderfonds

Die Migros unterstützt Pioniere. 41 Buon appetito! 13 Seiten typisch italienische

Produkte, feine Pastarezepte und jede Menge Italianità – zum Herausnehmen!

93 Glücksgriff 95 Rätsel/Impressum 100 Cumulus

65 Frage der Woche

102 Meine Welt

Der Berner Humorist, Autor und Theatermacher Matto Kämpf.

66 Das Beste vom Rind 70 AdR: Regionentreffen

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen MM33

Darauf freuen wir uns Lucerne Festival Am 14. August startet in der Leuchtenstadt der renommierte Anlass für klassische Musik. Mit dabei: Klaus Maria Brandauer (Bild). Eiger Bike Challenge Am 16. August findet in Grindelwald BE eines der schönsten Velorennen der Schweiz statt.

Unnützes Wissen Mein Bild der Woche «Obama schwitzt. Wie so viele in diesem Sommer, einem der Bettina Oberli (42) ist Autorin

und Regisseurin von erfolgreichen Filmen wie «Die Herbstzeitlosen», «Tannöd» und «Lovely Louise».

wärmsten seit Beginn der Messaufzeichnungen. Dabei ist jetzt der kühle Kopf des US-Präsidenten gefragt – das Ende seiner Amtszeit naht. Zeit, um Zeichen zu setzen und gewichtige Spuren in den Geschichtsbüchern zu hinterlassen. Es ist ein heisses Eisen, das Obama hier anfasst: Er verkündet drastische Klimaschutzmassnahmen im Kampf gegen die Erderwärmung. Prompt reagiert die Kohlelobby mit Widerstand gegen seine Pläne. Der stärkste Gegner ist jedoch das Desinteresse der Bevölkerung: Auf einer Liste von Themen, welche Amerikaner als Bedrohung empfinden, liegt die Klimaerwärmung auf dem 19. Platz.»

Leseprobe

Marianne Weber (64), Pensionierte aus Basel

a) «Die gleissende Welt» von Siri Hustvedt b) «Das Haus an der Moschee» von Kader Abdolah c) «Small World» von Martin Suter

Auflösung: b) Weil ich damit in andere Kulturen eintauche.

Bilder: Keystone/AP, Anita Affentranger, Marco Zanoni

Entschuldigen Sie, was lesen Sie gerade?

Fussball Die Position von Papst Johannes Paul II. beim Fussball war Torhüter. In Finnland gibt es den Fussballclub FC Santa Claus. Das grösste Fussballstadion der Welt ist das «Erste Mai» im nordkoreanischen Pjöngjang. Es fasst über 150 000 Zuschauer und wurde 1989 eröffnet. Im Vatikan gibt es bei über 8000 Einwohnern 16 Fussballmannschaften. Sie treten im «Clericus Cup» gegeneinander an. Quelle: Stern/Neon


8 | MM33, 10.8.2015 | MENSCHEN

Was halten Sie von der Kesb? Migrosmagazin.ch

Diese Woche

Die Kesb am Pranger Die Kritik an den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) will nicht verstummen. Fakt ist: Letztes Jahr wurde den Schweizer Kinderkliniken eine neue Rekordzahl von Fällen wegen Verdachts auf Misshandlung gemeldet. Texte: Reto E. Wild

Umfrage Letzte Woche fragten wir:

Was mögen Sie an Italien besonders? 74% Die Küche respektive Ess- und Kochtradition. 10% Das feurige Temperament und die Herzlichkeit der Italiener. 8% Der mediterrane, lockere Lifestyle (spät zu Bett gehen, Aufstehen, längere Siesta). 8% Anderes.

Der aktuellste Fall: Christian Kast akzeptierte die Fremdplatzierung seiner Kinder nicht und organisierte ihre Flucht.

Zahlen & Fakten

150

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden gibt es heute schweizweit.

von der Kesb angeordnete Platzierungen gab es 2014 – ein Viertel weniger als 2012. Die Kesb dürfen keine Zwangsmassnahmen anordnen, wenn die Betroffenen kooperieren.

1405

Fälle von Misshandlungen wurden 2014 den Kinderkliniken in der Schweiz gemeldet. 2010 waren es 923. Quelle: Sonntagszeitung, srf.ch

A

nfang 2013 wurden die bisherigen rund 1400 kommunalen Vormundschaftsbehörden durch die neu geschaffenen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) ersetzt. Ein zentrales Anliegen der Gesetzesänderung ist es, die bisherigen Laien- durch professionelle Fachbehörden abzulösen. Seither reissen die Diskussionen um die kantonal organisierten Kesb nicht ab. Einer der aktuellen Fälle: Der Aargauer Christian Kast half seiner philippinischstämmigen Frau und

seinen beiden Töchtern, auf die Philippinen zu fliehen. Ein Aargauer Familiengericht hatte dem Paar im Herbst 2014 die Obhut für die Kinder entzogen. Sie waren in einem Heim untergebracht. In den sozialen Netzwerken wird Kast nun als Held gefeiert. Im Interview sagt Fürsprecher Kurt Affolter-Fringeli (66): «Solche Sympathien entstehen, wenn man sich nicht fragt, wie es den Kindern geht. Der Vater steht als Held gegen die staatliche Macht da. Aber das Bild ist falsch: Die Kesb ist keine Feindin, sondern

eine Freundin und Helferin.» Das Ziel der Behörden sei nicht, sich gegen Eltern durchzusetzen, sondern mit ihnen einen Weg zu suchen, um einem Kind bessere Chancen zu ermöglichen. Affolter-Fringeli stellt den schweizweit 150 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden ein gutes Zeugnis aus, räumt jedoch ein, dass Fehler gemacht werden. «Wenn die Kesb aber Schutz und Hilfe leistet, wird nicht darüber berichtet.» Die Beschimpfungskampagne würde es erschweren, geeignetes Personal zu finden. MM

Bilder: iStockphoto, Getty Images

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MENSCHEN | MM33, 10.8.2015 | 9

Experteninterview

Kurt AffolterFringeli (66),

Mitgründer des Instituts für Angewandtes Sozialrecht

«Die aktuelle Kampagne ist für die Arbeit der Kesb nicht repräsentativ»

Kurt Affolter, die Kesb steht in der Dauerkritik. Zu Recht? Aktuell werden ausgesuchte vermeintliche oder tatsäch­ liche Fehler der Kesb öffentlich angeprangert. Wenn sie aber in ihrer täglichen Arbeit tausend­ fach Schutz und Hilfe leistet, wird nicht darüber berichtet. Die Kampagne, die momentan läuft, ist daher nicht repräsen­ tativ für die Arbeit der Kesb. Wer ist schuld am schlechten Ruf der Kesb? Die Medien? Die Medien sind nicht die Hauptakteure. Es sind vielfach Leute, die mit den eigenen Er­ ziehungsleistungen kein gutes Beispiel abgeben und dabei von Politikern instrumentalisiert werden. Am 19. Dezember 2008 hat das Parlament auf Antrag des damaligen Justizministers Christoph Blocher die neue Kesb­Organisation mit 234 zu 2 Stimmen gutgeheissen. Er zeigte sich überzeugt, das neue Instrument benötige zwingend eine Fachbehörde. Heute werden Forderungen laut, Laien sollen bei der Kesb wieder mitentscheiden. Die Schweiz hat eine jahrzehn­ telange Erfahrung mit Laien­ behörden, die sich nicht be­ währten, etwa in der Führung von Schulen, Spitälern und an Schwurgerichten. Ich halte diese Forderungen etwa für so sinnvoll, wie Spitalärzte durch Samariter zu ersetzen. Gibt es für Sie keinen Grund, die Kesb zu kritisieren? Fehler passieren überall. Dazu aufzurufen, die Kesb abzu­ schaffen, brächte gefährdeten

Kindern wieder die alten Zustände zurück. Das kann niemand ernsthaft wollen. Das Parlament hat sich für eine komplizierte Organisation entschieden. Alle Kantone ha­ ben eine eigene Kesb­Struktur und ein eigenes Verfahren mit wenigen bundesrechtlich ver­ einheitlichten Vorgaben. Die­ ser politische Wille erschwert den Aufbau der neuen Behörde. In einigen Kantonen wie in Bern sind die Strukturen vorbildlich, in anderen nicht. Wie kann die Kesb das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen? Keine fünf Prozent der Bevölkerung haben mit der Kesb zu tun. Ihr Ruf ist in der täglichen Arbeit intakt. Klar, es passierten Fehler bei der Beschaffung und Auswertung von Informationen und dem Suchen nach Lösungen für die Betroffenen. Das ist ein anspruchsvoller Prozess, und einige Kesb­Stellen sagen, sie hätten die Zeit dafür nicht. Manchmal liegt es auch an der Arbeitstechnik, die gefördert werden muss. Wann ist es nötig, den Eltern die Kinder wegzunehmen? Nur etwa zwei Promille aller Kinder sind behördlich fremd­ platziert, weil man versucht, so lange, wie es geht, die Eltern in die Mitverantwortung ein­ zubinden. Ein Kind gehört zur Familie. Selbstverständlich gibt es Eltern, die Probleme haben. Dann muss die Kesb die Eltern auf das Fehlverhalten hinweisen. Viele sind dankbar für die Unterstützung. MM

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10 | MM33, 10.8.2015 | MENSCHEN

Serie

Endlich Sommer! Ein Tag auf der Alp

Hotel Bauernhof

Teil 7: Ferien beim Bauern

Schweizer Bauern gehen immer wieder innovative Wege. Etwa indem sie Tür und Stall öffnen für alle, die Landluft schnuppern möchten. Bei Familie Haueter auf der Alp Morgeten zum Beispiel kann man käsen, Pony reiten, baden und übernachten. Text: Claudia Langenegger

Bilder: Gabi Vogt

D

as Abenteuer beginnt schon beim Aufstieg zur Alp. «Ein Murmeltier!», ruft Bea Zeindler (41) und zeigt auf die sattgrüne Wiese unter­ halb eines Felsbandes. «Ich sehe es!», freut sich Alina (11). «Ich auch!», sagt Corsin (7). «Wo ist es?», fragt Laurin (9). Auch Christian Zeindler (43) muss eine Weile suchen, bis er das Murmeli entdeckt. Als es über die Wiese springt, sehen es dann alle. Familie Zeindler aus Remetschwil AG ist auf dem Weg zur Alp Morgeten im Simmental BE. Dort wollen sie übernachten und im Hotpot baden. Zwischen sechs und sieben in der Früh wird gemolken

Als sie oben ankommen, stapfen gerade vier Bauernkinder in Gummistiefeln und Arbeits­ hosen und mit umgebundenen Melkschemeln zum Ziegen­ stall. «Ich will auch melken», sagt Corsin, noch bevor er den Rucksack ausgezogen hat. Er folgt den Kindern in den Stall. Doch das Melken ist schon vorbei. «Wir melken morgen früh wieder», sagt Johanna (7). «Zwischen sechs und sieben.» Vielleicht etwas gar früh für die Gäste aus dem Unterland?

Johanna und ihr Bruder Ferdinand (5) wohnen den ganzen Sommer über auf der Alp. Sie sind die beiden jüngsten der Bauernfamilie Haueter. Die Eltern Jarka und Alex führen den Hof, die Grosseltern Anne und Christian (57) sind die Tätschmeister der Gastwirtschaft. Die Alp bietet 32 Schlafplätze, hat ein Restaurant für bis zu 50 Gäste sowie ein Molke- und Heisswasserbad. Zeindlers geniessen nach ihrer Ankunft ein Apéro­ plättchen: Käse, Trockenwurst von der Alp mit selbst gebacke­ nem Brot. Vom urchigen Holztisch beim Alprestaurant haben sie nicht nur eine ein­ malige Sicht auf die Voralpen­ gebirge ringsum, nebenan befindet sich auch der Hotpot, der eingemauerte Bottich mit warm dampfendem Wasser. Je kühler es auf 1865 Meter Höhe wird, desto mehr lockt das Wasser. Die Sonne kommt nun kaum mehr durch die Wolken, die grau und schwer an den felsigen Gebirgszacken rund um die Alp hängen. Zeindlers müssen sich aller­ dings etwas gedulden – eine Gruppe von Gästen ist noch drin, die den Bottich vor ihnen reserviert hat. Zeit also für die

Wer vom Gantrischgebiet über den Morgetenpass ins Simmental wandert, kommt an der Alp Morgeten vorbei.

Bauernbub Ferdinand (vorne) hat fertig gemolken. Die Geschwister Alina, Laurin und Corsin gucken gwundrig in den Ziegenstall.


MENSCHEN | MM33, 10.8.2015 | 11

Wenn es auf 1865 Meter Höhe langsam kühl wird, heisst es für Bea, Christian, Laurin, Alina und Corsin Zeindler (von links): Ab ins Heisswasserchessi!


12 | MM33, 10.8.2015 | MENSCHEN

Kinder, ihre Entdeckungstour fortzusetzen. Diese Alp ist ein kleines Tierparadies: Gustis schauen aus ihrem Freiluftstall, Hühner staksen über den Miststock, Kaninchen fressen sich durch das Grün am Wegrand, ein Kätzchen tollt herum. Und da trotten auch noch zwei Ponys heran. Mit ihnen taucht auch die Bauernkinderschar wieder auf. Johanna, Ferdinand und ihre Freunde Luca (7) und Juri (5), die Wochenende und Ferien oft hier verbringen, reiten abwechslungsweise auf den Ponys. Doch noch bevor sich auch Corsin und Laurin aufs Pony getrauen, ist der Hotpot frei. Rein also in die Badehosen und ins heisse Wasser – Wellness auf der Alp macht nämlich auch den Kindern Spass.

Schön aufgewärmt geht es eine Stunde später zum Znacht. Es gibt Suppe, Salat, Fleisch von der Alp, Biogemüse und zum Trinken frisches Quellwasser. Natürlich auch Rivella und Wein. Nach dem Essen lassen Zeindlers den Abend mit Uno- und Yazzyspielen im Kerzenschein ausklingen. Greyerzer, Vacherin, Racletteund Ziegenkäse – alles self made

Am nächsten Morgen, noch vor dem Frühstück, ist Käsen angesagt. Haueters produzieren auf der Alp Morgeten jeden Tag Käse, neben dem Alpkäse auch Greyerzer, Vacherin mit Kräutern, Raclette- und Ziegenkäse. Wie das geht, bekommen Zeindlers hautnah mit. Wobei Gastgeber Christian Haueter betont: «Zuschauen kann man nur auf

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MENSCHEN | MM33, 10.8.2015 | 13

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14 | MM33, 10.8.2015 | MENSCHEN

Serie

Endlich Sommer! Wie Promis den Sommer erleben

Dario Cadonau (34), Hotelkoch des Jahres 2015. Buch: «Tradition, Passion, Faszination», Fr. 56.80 bei Ex Libris. Mein Sommer

Wie klingt der Sommer für Sie? Fröhlich und rein. Rauschende Berg­ bäche, Vogelgezwit­ scher und weite Ruhe auf den Bergen. Wie sieht er aus? Bunt, voller wunder­ schöner Bergblumen, türkisblau wie der Inn und tiefblau wie der Himmel. Wie riecht Ihr Sommer? Unbeschreiblich und einmalig. Nach Liebe, nach Arvenwäldern und frischem Heu. Eine Mischung aus warmer Erde und har­ zigen Nadeln, die in der heissen Sonne Ih­ ren Duft verströmen.

2

1 Bauernbub Ferdinand

hilft tatkräftig beim Käsen mit. Corsin schaut zu. 2 Die Bergkinder zeigen

den Gästen, wie man Ponys ohne Sattel reitet.

Wie schmeckt er? Süss und unheimlich würzig.

3 Hobelkäse von der Alp,

Wie fühlt er sich an? Warm, fröhlich und sehr angenehm.

4 Corsin, Laurin und Alina

Trockenfleisch und Wurst von den Alpkühen. (von links) wärmen sich

3 am Feuer in der Hütte.

4


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MENSCHEN | MM33, 10.8.2015 | 15

Voranmeldung.» Denn stehen zu viele Leute ums «Chäschessi», klappt das mit dem Käsemachen nicht mehr so gut. Jarka verarbeitet die Kuh­ milch, Ferdinand kümmert sich um die Ziegenmilch. Zwei Stunden später liegen frische Käselaibe in den hölzernen Rahmen. Sie werden über Nacht gepresst und danach im Käse­ keller in Salzlake gebadet und gelagert. Von der Käseherstel­ lung übrig geblieben ist die Molke, eine wässrige Flüssig­ keit. Doch für ein Molkebad in der Freiluftbadewanne reicht es nicht mehr, denn für Zeind­ lers heisst es nun, bereits wieder Tschüss zu sagen. Vor dem Abmarsch Richtung Morgetenpass reicht die Zeit noch für einen Ponyritt. Luca erklärt Corsin und Laurin, wie das Reiten ohne Sattel und Zaumzeug geht. «Oft reite ich freihändig», sagt Luca und machts gleich wie ein richtiger Cowboy vor. Bald sitzen auch die beiden Aargauer Buben auf dem Rücken der Tiere. 1

Grosse Freiheit, aber sehr viel Arbeit

Corsin würde am liebsten auf der Alp bleiben, den ganzen Sommer lang: «Ich möchte gern melken, käsen und die Kühe eintreiben», sagt er. Bloss fürs Misten im Kuhstall kann er sich nicht wirklich begeistern. Auch für die Eltern war der kurze Aufenthalt einmalig: «Dieser eine Tag war wie kurze Ferien», sagt Anne. «Hier taucht man in eine total andere Welt ein, und man kann super abschalten.» Christian ist begeistert von diesem Ort. «Die Kinder haben so viel Freiheit: Sie können herum­ toben, mit den Tieren spielen, und sie haben fast unendlich viel Platz.» Auch das Früh­ stück mit frischem Brot, Zopf, selbst gemachter Konfitüre, frischer Butter von den Alpkühen, Käse und Fleisch aus der Region werden sie nicht so schnell vergessen. Etwas haben Zeindlers aber auch gemerkt: Dass hinter dieser ländlichen Idylle sehr viel harte Arbeit steckt. MM

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16 | MM33, 10.8.2015 | MENSCHEN

Sehen Sie den Trailer des Dokfilms «Gothic».

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Porträt

Schwarz, aber herzlich

Sie stecken voller Sehnsucht für die Vergänglichkeit, hören düstere Musik und tragen mit Vorliebe dunkle Kleider. Dabei sind Gruftis viel lebensbejahender als ihr Ruf. Wir stellen einige Mitglieder der Gothic-Szene vor. Text: Andrea Freiermuth

Szenetipps

Schwarze Gucklöcher Wer auf Tuchfühlung mit der Schwarzen Szene gehen will, sollte am Samstag, 3. Oktober, den «Schwarzen Ball» im Palais X-tra in Zürich besuchen. Der Event ist neben der «Sommerlichen Schlossromantik» auf Schloss Lenzburg der wichtigste Anlass im Kalender der Schweizer Gothic-Szene. Wer neugierig ist, aber lieber aus sicherer Distanz zuschaut, dem bietet der Dokumentarfilm «Gothic» (Gothic.mitradevi.ch) von Mitra Devi einen guten Einblick ins Leben von Schweizer Gruftis.

G

Bilder: Vera Hartmann

oths, Gruftis oder Waver: Die Mitglieder der sogenannten Schwarzen Szene haben viele Namen. Und innerhalb ihrer Subkultur gibt es zahlreiche Strömungen wie Batcave, Cyber-Gruftis und Steampunks. Ihnen gemeinsam ist, dass sie sich meist schwarz kleiden, schaurige Musik hören und sich für Tod und Vergänglichkeit begeistern. Wie kommt es zu diesen morbiden Vorlieben? «Gruftis kultivieren eine AntiSmalltalk-Kultur. Sie suchen Tiefgang und hinterfragen Tabus», sagt Regisseurin Mitra Devi (51), die sich im Rahmen ihres Dokumentarfilms «Gothic» (2014) mit der Schwarzen Szene auseinandergesetzt hat. Auch Janosch Tröhler (24), Redaktionsleiter des Online-Szenemagazins «negativewhite.ch», erkennt im Hang zu Schwarz und Schwere eine Protestreaktion zur gängigen Oberflächlichkeit, gleichzeitig aber auch eine Aufforderung, das Leben zu geniessen: «Indem man sich stets bewusst ist, dass das Leben endlich ist, erlebt man den Moment intensiver.» Gleichzeitig würde sich die Szene dem Konsum und Kommerz verschliessen und ihre Erfüllung eher im inneren Reichtum suchen. Obwohl Gruftis oft betonen, wie wichtig ihnen innere Werte sind, legen viele von

ihnen äusserst grossen Wert auf Styling und Selbstinszenierung. «Das ist tatsächlich ein Widerspruch», sagt Szenekenner Tröhler. Aber mit dem Outfit kommuniziere man eben auch eine gewisse Haltung. «Gruftis wollen als starke Individuen wahrgenommen werden.» Zudem gehöre es für viele halt einfach dazu, in Schwarz und entsprechend gestylt auf den Partys aufzutauchen – so wie andere mit dem Fantrikot an den Fussballmatch oder im Abendkleid zur Oper gehen. Ein Element ist auch das Sichabgrenzen und Schockierenwollen: Die Gothickultur ist Anfang der 80er-Jahre aus der Punkbewegung entstanden. Damals wurde Gothic oft auch als «Positive Punk» bezeichnet. Anders, als man vielleicht vermuten könnte, geht der heute geläufige Szenename Gothic nicht auf die Epoche der Gotik im Mittelalter zurück, sondern lehnt sich am gleichnamigen Musikstil an, der sich vor rund 40 Jahren in England entwickelt hat. Bekannte Gruppen sind beispielsweise «The Cure» oder «Depeche Mode». Die Musik der Gruftis kennzeichnet sich durch dunkle und eher dumpfe Klänge. Diese Grundstimmung wird oft mit tiefer gestimmten Instrumenten und einer Vorliebe für Molltonarten erzeugt.


MENSCHEN | MM33, 10.8.2015 | 17

Die Designerin Angela Laely (31) hatte sich im Aarauer Kulturzen­ trum Kiff mit dem

schwarzen Virus infiziert. Sie war damals 18 Jahre alt und arbeitete ehren­ amtlich hinter der Bar der ehemaligen Futterfabrik. In jener Zeit fand im «Kiff» regelmässig ein Schwarzer Ball statt: «Die Musik und die Lebenseinstellung der Gruftis haben mich weniger interessiert. Dafür das Styling umso mehr.» Sie sei beeindruckt gewesen vom Aufwand, den diese düsteren Gestalten betrieben. Bald begann auch sie, sich Haarteile anzustecken und ihre Kleider aufzupeppen. Das Schneidern machte Angela Lealy so viel Spass, dass

sie noch während ihrer Ausbildung als Poly­ grafin das Kleiderlabel «Pinky Sevensins» gründete. Ihr Ding: eine Mischung aus Manga­Style und Gothic­Chick. Das heisst: sexy Roben mit viel Rüschen, Tüll, Brokat und grosser Liebe zum Detail. Natürlich meist in Schwarz. Ihre Kreationen setzte sie im Freun­ deskreis oder über

Pretty in Black: Angela Laely in einer Kreation ihres Labels «Pinky Sevensins».

Foren im Internet ab. Während fünf Jahren betrieb sie einen eigenen Laden in der Altstadt von Aarau. Heute führt sie einen Onlineshop, den sie hauptsächlich über Facebook bewirbt, und arbeitet Teilzeit im Szeneladen Wallhalla in Olten SO.


18 | MM33, 10.8.2015 | MENSCHEN

Andrea Scheibmayr (links) und Alexandra Rüegger hat der Zusammenhalt unter den Gruftis über den Tod ihres Vaters hinweggeholfen.

Die Zwillinge Als Teenager hörten die Zwillings­ schwestern Andrea Scheibmayr und Alexandra Rüegger (35) Punkmusik. Erst mit rund 20 Jahren wurden die Zugerinnen richtige Gruftis. Die beiden Subkulturen haben Berührungspunkte, aber es gibt auch klare Unterschiede: «Die Schwarze Szene ist sehr tolerant, fast völlig gewaltfrei, und Alkohol wird eher wenig getrunken. Unter anderem, weil die Ästhetik so wichtig ist – und wer betrunken ist, sieht einfach meistens nicht gut aus», erklärt Andrea Scheibmayr und lacht. Als es darum ging, sich für einen Beruf zu entscheiden, wählten beide «weiss»: Andrea wurde Krankenschwester, Alexandra Dentalassistentin. Heute arbeitet Andrea als Bodypiercerin, Alexandra als Sachbearbeiterin bei einer Krankenkasse. An Partys nehmen sie noch immer teil, Alexandra vielleicht etwas mehr als Andrea, die inzwischen zweifache Mutter ist. «Wenn ich an eine Party gehe, fühlt sich das an, wie nach Hause zu kommen», schwärmt Alexandra Rüegger. Der Zusammenhalt in der Szene sei enorm. Das habe ihr vor allem beim Tod des Vaters geholfen – «auch, weil Gruftis eben nicht oberflächlich sind und man auch über traurige Dinge reden kann».

Das Szenepaar Gothic beschränkt sich bei Dani Hirsch­ steiner (30) und Colette Wyss (29) nicht auf die Kleidung. Sie wohnen auch szenegerecht. Im Entree steht ein Fledermaus-Schlüsselbrett, im Wohnzimmer ein Vitrinensarg, an den Wänden hängt ein Gemälde von H.R. Giger. Die beiden waren schon vor ihrer Beziehung Gruftis. «Für mich muss es jemand aus der Szene sein. Sonst komme ich nicht klar», sagt Dani, ein Deutscher, der aus Liebe zu Colette nach Schöftland AG gezogen ist.

Colette Wyss und Dani Hirschsteiner wohnen mit Fledermäusen und Totenköpfen zusammen.

Für beide hat die Musik grosse Bedeutung: «Ich ziehe Kraft daraus», so Dani, der seinen Lebensunterhalt als Dachdecker verdient. Für Colette, Stationsleiterin in einem Alters- und Pflegezentrum, ist zudem wichtig, dass der Tod in ihrer Szene kein Tabu ist: «In meinem Beruf bin ich oft mit dem Sterben konfrontiert.» Sie müsse offen darüber reden können, ohne Hemmungen.


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20 | MM33, 10.8.2015 | MENSCHEN

Der Architekt Martin Meier (41) ist auch im Geschäftsalltag stets schwarz

gekleidet. Oft mit hohen Schnürstiefeln, immer mit blondierten Haaren. Und manch­ mal geht er sogar ge­ schminkt an Meetings mit Kunden. Der Zürcher ist Architekt und Inhaber der Firma Raumgleiter, einer Agentur für Visualisierungen im Immobilienbereich. «Zuweilen irritiere ich mein Gegenüber schon.» Das seien

aber immer ganz spannende Momente, in denen er selber zum Beobachter werde und viel über seine Ge­ schäftspartner erfahre. Sich anzupassen stehe nicht zur Diskussion: «Ohne Gothic wäre ich ein anderer Mensch – und wahrscheinlich nicht so erfolgreich.» Als Martin Meier mit 17 an seine erste schwarze Party ging,

fühlte sich das an wie eine Erlösung. Weg vom oberflächlichen Smalltalk, hinein in einen mehrdimensio­ nalen Kosmos. Er lern­ te viele interessante Menschen kennen und fasste dabei den Mut, sich selber zu sein und seinen eigenen Weg zu gehen. Mit ein Grund, warum er den Job bei Stararchitekt Santiago Calatrava aufgab und eine eigene Firma gründete. Zudem ist Martin Meier, anders als viele Gruftis, nicht nur der Vergangenheit zugewandt, sondern auch sehr zukunfts­ orientiert. Er ist Science­Fiction­Fan und fährt einen elekt­ risch angetriebenen Tesla Roadster. Farbe? Schwarz, natürlich.


MENSCHEN | MM33, 10.8.2015 | 21

Eine Szene wie aus einem Science-Fiction-Film: Martin Meier mit seinem futuristischen Tesla Roadster.

Szenefotografin Annie Bertram lässt sich nicht in Schubladen stecken. Darum darf es ruhig auch mal ganz in Rot sein.

Die Fotografin Dass Annie Bertram (39) in der Schwarzen Szene gelandet ist, hat viel mit ihrer Herkunft zu tun: Sie ist in Leipzig aufgewachsen, wo seit mehr als 20 Jahren das Wave-Gothic-Treffen stattfindet, der europaweit wichtigste Event der Szene, der mittlerweile jährlich rund 20 000 Besucher anlockt. «Diese Leute, die da jedes Jahr am Pfingstwochenende auftauchen, haben mich wie magisch angezogen.» Ihr Start als Grufti sei dann aber etwas schwierig gewesen, weil ihr Umfeld gemeint hat, sie sei vom rechten Weg abgekommen. Entgegen der Befürchtungen führt Annie Bertram, die in Zürich wohnt, heute ein «ordentliches» Leben als Chefsekretärin in einer Consultingfirma. In ihrer Freizeit hat sie sich einen Namen als Szenefotografin gemacht. Mit eigenen Ausstellungen und Bildbänden, aber auch mit Aufträgen – etwa von namhaften Bands wie Unheilig oder Blutengel sowie für das Szeneblatt «Gothic-Magazin», bei dem sie es mit ihren Bildern wiederholt aufs Cover geschafft hat. Als Fotografin mag Annie Bertram krasse Gegensätze und absolute Perfektion. So inszeniert sie etwa bildhübsche Frauen an verlassenen Orten. Ihre Models tragen stets opulente Kleider, sind aufwendig gestylt und kontrastieren so stark mit der morbiden Umgebung. MM


22 | MM33, 10.8.2015 | MENSCHEN

Porträt

Und es macht klick

Sein Name ist De Pedro, Rubén De Pedro. Er knackt Schlösser wie James Bond: ohne Schlüssel, ohne Gewalt, dafür mit Stil. Lockpicking ist Geheimsache. Doch dem Migros-Magazin verrät der Präsident eines Vereins von Panzerknackern ein paar Tricks. Text: Andreas Bättig

Bilder: Sophie Stieger

H

och konzentriert war­ tet Rubén De Pedro (39) auf ein Klicken. In seinen Händen hält er ein mittelgrosses, goldenes Vorhängeschloss. Eines, das viele zum Verschliessen ihres Kellerabteils verwenden. De Pedro stochert mit einem Me­ tallstäbchen im Schloss herum, fühlt sich hinein. 15 Sekunden später springt der Bügel auf. Ein Kinderspiel für ihn – De Pedro ist Lockpicker. Das Ziel: Schlösser ohne Schlüssel zu öffnen. Seine Arbeitskollegen nennen ihn liebevoll «den Schlössliknacker», das Wort Knacken hört ein Lockpicker allerdings nicht gern. Schliess­ lich ist das Schloss ohne Beschädigung geöffnet worden. Der gebürtige Spanier ist Präsident des Vereins Spass (Ab­ kürzung für «Schlösserpicken als

Schweizer Sport»). Er hat sich an einem Samstag im Juli im Saal des Restaurants Schmidstube in Luzern­Littau eingefunden, um mit anderen Freunden der Sperrtechnik zu fachsimpeln. Welches Schloss ist mit welchem Werkzeug am besten zu picken? Mit dabei ist auch sein Sohn Iván (8). Er übt bereits fleissig mit seinem Vater, der ihm grosses Talent attestiert. Agent 007 als grosses Vorbild

De Pedro, von Beruf Hauswart und in Wettingen AG zu Hause, ist seit zehn Jahren im Verein. Schlösser pickt er bereits seit seiner Kindheit. Schuld daran ist James Bond. «Mich hat schon sehr früh fasziniert, wie 007 Schlösser ohne Schlüssel öffnen konnte. Also fing ich an, mit einer Nadel und einer Büro­ klammer ein Vorhängeschloss

zu picken. Und es hat geklappt.» Seitdem sitzt De Pedro abends vor dem Fernseher und öffnet nebenbei so viele und so unterschiedliche Schlösser wie möglich. Denn auch im Lock­ picking heisst das Motto «Übung macht den Meister». Nicht im­ mer behält er dabei die Nerven. «Wenn ich schon zwei Stunden an einem Schloss dran bin und es noch immer nicht aufgeht, kann mich das ganz schön hässig machen.» Heute verwendet er Spezial­ werkzeug mit kreativen Namen wie «Schneemann», «Schlange», «Diamant» oder «Six Moun­ tains». Der Mechanismus, um ein Schloss zu öffnen, funk­ tioniert praktisch immer gleich: Ein Schlüssel bringt durch seine Einkerbungen unterschiedliche lange Stifte, die zuvor das Schloss blockierten, auf die

richtige Höhe. Dann lässt sich der Schlüssel drehen. Lock­ picker machen nichts anderes, als diese Stifte ohne den dazu­ gehörenden Schlüssel zu mani­ pulieren. Klingt einfach, ist es aber auch mit Hilfe des Spezial­ werkzeugs nicht. «Man muss schon genau wissen, was man tut. Und einfach jedem ver­ raten wir unsere Geheimnisse auch nicht», sagt De Pedro. Dass Einbrecher an ein Tref­ fen des Spass­Vereins kommen und das Wissen missbrauchen könnten, glaubt De Pedro indes nicht. «Kriminelle machen Schlösser mit Gewalt auf. Denen würde das Picken viel zu lange dauern.» Doch sei es schon vor­ gekommen, dass sich ein Neu­ ling verdächtig verhalten habe. «Er wolle nur wissen, wie man einen Safe öffnet. Den haben wir uns zur Brust genommen

So knackt der Experte

Vibrator, Zahnbürste, Spanner – kein Alltagsgegenstand, der nicht nützlich eingesetzt werden könnte

Tipp 1: die elektrische Zahnbürste. Der Trick dabei:

Durch die Vibration werden die Stifte im Schloss bewegt.

Ein Schloss, das viele fürs Kellerabteil brauchen, ist schnell zu knacken. De Pedro schaffts in 15 Sekunden.

Auch Türzylinder lassen sich mit Spanner (Mitte) und Pick problemlos öffnen.

Gute Schwingungen verbreitet auch ein umgebauter Vibrator. Funktioniert wie die elektrische Zahnbürste.


MENSCHEN | MM33, 10.8.2015 | 23

und danach nie mehr gesehen.» Im Lockpicking gibt es auch Europa- und Weltmeisterschaften. An diesen Wettkämpfen bringt jeder sein eigenes Schloss mit. Dieses muss so einfach sein, dass es innert zweier Minuten geöffnet werden kann. Gleichzeitig muss es so schwierig zu picken sein, dass sich die anderen Teilnehmer daran mindestens fünf Minuten lang die Zähne ausbeissen. Laut De Pedro sind die Deutschen die weltweit schnellsten Picker. «Die bringen Schlösser mit, die nur sie öffnen können.» Jetzt fehlt nur noch der Safe

De Pedro sind solche Meisterschaften nicht wichtig. Er tüftelt lieber herum und kommt dabei auf äusserst ungewöhnliche Ideen. So präsentiert er einen umgebauten Vibrator ohne Gummiverkleidung, den er als Elektropick benützt. Bei dieser Technik geht es darum, die Stifte des Schlosses durch Vibration und nicht durch Fühlen auf die richtige Höhe zu bringen. Auch eine elektrische Zahnbürste, an der wie beim Vibrator ein Metallstift klebt, verwendet De Pedro bei dieser Technik. «Man muss eben auch so erfinderisch sein wie James Bond.» Dann klappe es vielleicht auch mit einem lange gehegten Traum: «Ein Mal möchte ich einen Safe oder Tresor öffnen können.» Gern auch einen leeren. Einfach so, zum Spass. MM

Früh übt sich: Rubén De Pedro führt Sohn Iván in die hohe und vor allem geheime Kunst des Lockpickings ein.

Schlösser von Einkaufswägeli knackt man mit einem Auto­ schlüssel . Wie, wird hier selbst­ verständlich nicht verraten.


24 | MM33, 10.8.2015 | MENSCHEN

Interview

«Wenn das Land mich will, werde ich Schweizerin»


MENSCHEN | MM33, 10.8.2015 | 25

Voller Energie: Im Herbst wird Rektorin Sarah Springman in Boston mit einem ETH-Team einen Ruderwettkampf bestreiten.

Die Engländerin Sarah Springman ist erst die zweite Rektorin an der ETH Zürich. Die zweimalige Europameisterin im Triathlon und begeisterte Ruderin möchte weibliche Akademiker fördern, bedauert den Mangel an Schweizer Doktorierenden und erklärt, wie sie bis zu elf Sitzungen pro Tag übersteht. Text: Reto E. Wild, Andrea Freiermuth Bilder: Tanja Demarmels


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MENSCHEN | MM33, 10.8.2015 | 27

Sarah Springman, mit welchem Ziel haben Sie den Job als Rektorin angetreten? Der wichtigste Aufgabenbereich einer Rektorin ist die Lehre, also die Ausund Weiterbildung der Studierenden, das Vermitteln von Wissen. Hier haben bereits meine Vorgänger ausgezeichnete Arbeit geleistet. Aber die Gesellschaft verändert sich. Nur Wissen zu vermitteln, bringt den Studierenden heute nicht mehr so viel wie früher. Unsere Lehre muss ein gutes Fundament liefern. Die Studierenden sollen Kompetenzen entwickeln. Das heisst, sie sollen lernen, zu argumentieren und interdisziplinäre Lösungen auszuarbeiten.

Sarah Springman in ihrem Büro an der ETH: «Wir haben eine nationale Aufgabe: die Träger der Gesellschaft von morgen auszubilden.»

Auf welches bisher erreichte Ziel sind Sie besonders stolz? Stolz ist ein Wort, das ich nicht gern benütze. Ich bin vielmehr zufrieden, dass ich in den ersten sechs Monaten viel gelernt habe und wir gemeinsam Probleme auf den Tisch brachten. Was haben Sie konkret gelernt? Ich wusste im Voraus nicht, was mich in der täglichen Arbeit erwartet. Klar ging ich davon aus, dass mein Terminplan sehr dicht sein wird. Ich musste lernen, mit all den Sitzungen und der thematischen Breite umzugehen. Allein heute hatte ich elf Sitzungen. Jeweils zwei Minuten vor Ende schauen die Teilnehmer, die teilweise mehr wissen als ich, in meine Richtung und erwarten von mir einen Entscheid. Wie schaffen Sie dieses Programm? Mit einem Schuss britischem Humor. ( lacht) Und ich bin ziemlich robust und lernfähig. Nächstes Jahr werde ich bewusst ein paar Freiräume einplanen, damit ich mehr Zeit habe, meine Papiere in Ruhe zu lesen. Am Anfang wollten mich viele Leute kennenlernen und mit mir ihre Probleme, Ideen und Chancen diskutieren. Viele Frauen sind fleissig, kommen aber in der Karriere nicht weiter. Sie haben es geschafft. Wie? Eben mit Humor und Arbeit. Ich hatte auch das Glück, dass ich immer von Leuten umgeben war, die an mein Potenzial glaubten und mich entsprechend förderten. Zudem habe ich gelernt, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen, auch wenn diese eine andere Meinung haben. Was ist Ihr Trick dabei? Man muss verstehen, wie die Leute

kommunizieren. Kommunizieren ist nicht nur Reden, sondern auch Zuhören. Ich rede gern. Aber ich kann auch zuhören und spüren, was andere bewegt. Das ist wichtig, wenn man ein Team baut und es entwickelt. «Zuhören und spüren»: eine typische Frauenantwort. Finden Sie? Das würde meine These stützen, dass Diversität wichtig ist. Denn es bringt ja nicht viel, wenn alle nur reden und keiner zuhört. Haben Sie es auch so weit gebracht, weil Sie kinderlos geblieben sind? Das ist sicher einer der Gründe. Als ich eine junge Frau war, habe ich viel Zeit in den Sport investiert. Sie sind fünffache Finisherin am Ironman von Hawaii. Was haben Sie vom Sport gelernt? Ich weiss, dass ich über mich hinauswachsen kann, wenn ich unter Druck stehe. Das gibt mir Selbstbewusstsein und Mut, schwierige Projekte umzusetzen. Mit Talent, Ziel, Arbeit und Konsensbildung kann man viel erreichen. Der beste Beweis dafür war für mich die Überquerung des Ärmelkanals im Team und im 13 Grad

kalten Wasser. Wir sind heute oft bequem. Manchmal wäre es nicht schlecht, wenn wir unsere Grenzen ausloten und ausweiten würden. Wie kommen Sie bei elf Sitzungen an einem Tag noch zum Trainieren? Ab und zu rudere ich schon morgens um sechs Uhr auf dem Zürichsee. Danach treffe ich um acht Uhr an der ETH ein und nehme meine Termine wahr. Hie und da jogge ich an der ETH auf dem Laufband oder im Wald vor meinem Zuhause. Dort habe ich auch eine Fitnesseinrichtung mit verschiedenen Stationen. Ich organisiere mich wirklich sehr gut. Nehmen Sie an Wettkämpfen teil? Im Herbst reisen wir nach Boston und werden auf dem Charles River im Achter gegen rund 3000 Konkurrenten rudern. Wir sind alles Frauen, die meisten arbeiten an der ETH. Ich bin die Dienstälteste und die Älteste im Team. Dabei sind unter anderen auch die Professorinnen Ulrike Lohmann von der Meteorologie und Shana Sturla von der Toxikologie. Wir sind also sehr gut vorbereitet. ( lacht) Die Olympiateilnehmerin Caroline Lüthi trainiert uns und reist mit uns. Ich


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MENSCHEN | MM33, 10.8.2015 | 29

werde die Reise zum Arbeiten und Rudern benützen und die Harvard University und das Massachusetts Institute of Technology besuchen. In einem Interview sagten Sie, die Aufgabe als Rektorin gefalle Ihnen, weil man «Ideen verwirklichen kann». Welche Ideen haben Sie? Ich will vor allem Prozesse an­ schauen, damit die Professorenschaft noch effizienter arbeiten und somit mehr Zeit in die Lehre investieren kann. Besonders die Interaktion zwischen Professorenschaft und den Studierenden möchte ich verstärken. Die Lehre war Ihnen schon vor Ihrer Zeit als Rektorin wichtig. Der Verband der Studierenden hat Sie 2014 mit der Goldenen Eule ausgezeichnet. Den Preis erhalten besonders engagierte Lehrpersonen. Was bedeutet Ihnen das? Das war für mich eine grosse Ehre. Vielleicht habe ich die Auszeichnung aber nur erhalten, weil ich als Rekto­ rin nominiert war und die Studieren­ den wussten, dass sie mich als Lehr­ person bald verlieren … ( lacht) Bei der nächsten Wahl der Goldenen Eule möchte ich den Anlass rund um den ETH­Tag so organisieren, dass man an der ganzen ETH noch mehr über die Lehre spricht und auf unse­ rer Website mehr darüber liest. Wie gut ist eigentlich das Verhältnis zur ETH Lausanne, die Zürich immer mal wieder den Rang abläuft? Ausgezeichnet. Für mich ist klar: Auch die ETH Lausanne ist eine Superuni. Zusammen sind wir das Oxbridge der Schweiz (damit sind die renommierten britischen Univer­ sitäten Oxford und Cambridge gemeint, Anmerkung der Redaktion) und weltweit gut vernetzt. Nur ist stets von Streitigkeiten und vom Kampf um Gelder zu lesen. Es geht nicht um Streit, sondern um Konkurrenz im besten Sinn des Wortes. Konkurrenz ist für mich kein negativ besetzter Begriff. Konkurrenz belebt den Wettbewerb und kann zu Höchstleistungen anspornen. Zurück zum «Ideen verwirklichen». Der Frauenanteil bei den Ingenieurwissenschaften ist noch immer tief. Als ich 1997 an die ETH wechselte, betrug er bei den Bauingenieuren 8 Prozent. Ich war erst die neunte Professorin der ETH. Jetzt ist der

Frauenanteil mehr oder weniger überall bei 30 Prozent – Bachelor, Master und Doktorat. Und das ist nicht, weil ich die erste Professorin für Bauingenieurwissenschaften der ganzen Schweiz war, sondern weil sich die Gesellschaft verändert. Die ETH hat auch diverse Schulen besucht und erklärt, wie interessant der Job in den Ingenieurwissen­ schaften ist. Zudem lockten wir mit dem Treffpunkt «Science City» 13 000 Besucher an. Der Anlass zeigt, dass Wissenschaft Spass macht und interessant ist. Trotzdem sind Professorinnen stark in der Minderheit. Ja, es sind etwa 13 Prozent. Aber bei den Assistenzprofessoren beträgt der Anteil 30 Prozent. Das sind ja hoffent­ lich unsere zukünftigen ordentlichen Professorinnen. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung. Gibt es in 30 Jahren gleich viele Professorinnen wie Professoren? Wenn ich im Jahr 2022 in Pension gehe, erwarte ich mindestens 15 Pro­ zent. Wichtig ist, dass die Betreuung der Kinder vermehrt unabhängig vom Geschlecht erfolgt. Ich bin optimis­ tisch, weil viele männliche Doktorie­ rende 80 Prozent arbeiten. Das zeigt, dass die Väter ihren Teil zur Kinder­ betreuung beitragen. In England und in den USA sind die Männer dies­ bezüglich weniger fortschrittlich.

Zur Person

Ingenieurin und Triathletin Sarah M. Springman (58) ist seit dem 1. Januar 2015 Rektorin der ETH Zürich. Dort startete sie ihre Karriere 1997 als Professorin für Geotechnik. In London geboren, studierte sie in Cambridge Ingenieurwissenschaft, wechselte danach in die Industrie und arbeitete während fünf Jahren als Bauingenieurin in England, auf Fidschi und in Australien. Ihre akademische Laufbahn setzte sie als Dozentin an der Universität Cambridge fort. Springman erhielt zwei Mal den «Order of the British Empire». Als ehemalige TriathlonLangdistanz-Europameisterin (1985 und 1986) half sie mit, die Sportart olympisch zu machen. Sie lebt im Zürcher Unterland.

Die Schweiz nimmt eine Vorreiter­ rolle ein. Das finde ich super. Die Uni Zürich entschied sich, die Medienprofessur mit einer Amerikanerin zu besetzen, was Unverständnis auslöste. Wie wichtig sind grosse Namen für eine Hochschule? Wir haben eine klare Vision: Exzel­ lente Lehrer, brillante Forschung und den besten Technologietransfer in der Gesellschaft. Wir haben eine nationale Aufgabe, die Träger der Ge­ sellschaft von morgen auszubilden. Technologietransfer erfolgt nicht nur mit Produkten, sondern auch mit Menschen. Um die Studierenden optimal für die Zukunft in der Gesell­ schaft vorzubereiten, benötigen wir unbedingt Schweizerinnen und Schweizer – in der Lehre wie auch in der Forschung. Aber sie müssen unseren Anforderungen entsprechen. Tatsache ist: Zwei Drittel der ETH-Professoren stammen aus dem Ausland. Wird sich mit der Umsetzung der MasseneinwanderungsInitiative etwas daran ändern? Wichtig ist, dass wir beim EU­ Förderprogramm Horizon 2020 dabei bleiben können. Dies gewährt uns den Zugang zur besten Forschung in Europa. Letztlich ist das auch attraktiv für die Professoren und Studierenden. Kontingente sind ein Hindernis und schaden der Schweiz. Wieso? 76 Prozent der ausländischen Master­ studierenden bleiben der Schweizer Industrie erhalten. Sie bringen Know­how, das wir in der Schweiz nicht finden. 69 Prozent der Doktorierenden stammen aus dem Ausland – leider. Ich hätte gern, wenn wir mehr Schweizer und Schweizerinnen überzeugen könn­ ten, eine Doktorarbeit zu schreiben. Sie entscheiden sich aber meist, gleich nach der Ausbildung einen Job anzunehmen. Die Wirtschaft ist froh, weil sie diese Fachkräfte braucht. Sie leben seit 1997 in der Schweiz. Wie nehmen Sie die Bevölkerung wahr? Positiv. Ich kenne die Leute in mei­ nem Dorf und gehe im Laden einkau­ fen. Ich werde mit Namen begrüsst, wobei das knapp zehn Jahre dauerte. Irgendwann werde ich Schweizerin, falls das Land mich will. Die Beantra­ gung des Schweizer Passes habe ich auf meiner Pendenzenliste. MM


30 | MM33, 10.8.2015 | MENSCHEN

B Bänz Friedli

Sie strahlte. Und litt.

Baff und begeistert war ich vor einigen Jahren, als ich dieser jungen Frau an einem der Anlässe begegnete, an denen der freundliche Aeschbi vor Publikum einigen Leuten freundlich Fragen stellt. Baff über die Gelassenheit, mit der sie über ihre Erwartungen ans Leben sprach. Begeistert darüber, wie sie – zu jener Zeit der Liebling der Nation schlechthin und eben zum dritten Mal zur Sportlerin des Jahres gekürt – nahezu nebenbei bemerkte: «Ich bin kein Promi.» Sie, die Unglaub­ liches geleistet und in ihrer Disziplin als erste Schweizerin Europameisterschafts­ Gold und Weltmeisterschafts­Silber errungen hatte – sie wollte niemand Herausragendes sein? Solch ein junger Mensch mit einer so grossen Reife! Ich ging nach Hause und sagte zu Frau und Kindern: «Läck, diese Ariella Kaeslin …!»

Bänz Friedli (50)

ist beeindruckt.

Nun lese ich, welche Überwindung just solche Podiumsgespräche sie jeweils kosteten: weil sie sich mickrig vorkam und fürchtete, nichts Gescheites zu sagen zu haben. Ausgerechnet sie, deren Abgeklärt­ heit mich frappierte, war innerlich voller Zweifel. Das Buch, in dem Ariella Kaeslin sich den Journalisten Christof Gertsch und Benjamin Steffen anvertraut, zeigt in aller Nüchternheit auf, wie zehrend, wie brutal Spitzensport sein kann. Es erzählt die Geschichte eines Mädchens, das mit

vier zur Turnerin wurde, die halbe Jugend fern der Familie in Magglingen zubrachte, unter einem Trainer, der seine Athletin­ nen als «fette Kühe» titulierte und doch zu Beginn jeder Einheit Küsschen von ihnen verlangte. Die Entbehrungen und Schmerzen werden geschildert, die Erfolge schliesslich und, fast gleichzeitig, die Erschöpfungsdepression. So einfach, dass sie jemandem die Schuld zuwiesen, machen es sich die Autoren nicht. Sie legen nur dar; äusserst präzise, nie sentimental. Ein überaus starkes Stück Sportjourna­ lismus ist das und ein Lehrstück darüber, wie die Medienwelt mit Menschen umgeht, wie die Öffentlichkeit sich ihr «Schätzchen der Nation» zurechtlegte, es vereinnahmte. Von Ariella Kaeslin lernen wir: Niemand ist ein Promi. Der «Promi» ist nur, was andere auf einen projizieren. Ich habe grössten Respekt vor ihrem Mut, eben gerade nicht den Promi herauszukehren, sondern die Persönlichkeit, die dahinter­ steckt. Vor ihrem Mut, ihr «Leiden im Licht» – so der Buchtitel – zu entblössen. Ein Buch für alle, die sich auch nur an­ nähernd für Sport interessieren, darüber hinaus aber ein Buch für Eltern, für junge Frauen – für alle. Sollten Sie es noch nicht gelesen haben: Tun sie es! Mich hat es zu Tränen bewegt. MM

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1. Tag, Donnerstag 3. Dezember 2015 - Anreise Gemütliche Fahrt im Extrabus in die Kitzbüheler Alpen. Nachtessen im Hotel. 2. Tag, Freitag 4. Dezember 2015 – Kerzenwelt, Kutschenfahrt & Oesch’s die Dritten Heute morgen besuchen wir die Kerzenwelt in Brixlegg. Dabei werden wir in die Kunst des Kerzenmachens eingeweiht und bestaunen eine riesige Auswahl an handgemachter Kerzen, die weltweit einzigartig ist. Danach erwartet uns eine Pferdekutschenfahrt durch die verschneite Tiroler Berglandschaft. Am späten Nachmittag geht es nach Kitzbühel, wo Ihnen Zeit zum Flanieren und Einkaufen bleibt. Am Abend erwarten uns Oesch’s die Dritten zum privaten Adventskonzert im schönen Kongresszentrum in Kitzbühel! Freuen Sie sich auf einen exklusiven und romantischen Abend mit vielen Hits und bekannten Weihnachtsliedern!

✓ Besuch der Christkindlmärkte in Salzburg 3. Tag, Samstag 5. Dezember 2015 – Advent auf Gut Aiderbichl, Salzburger Christkindlmarkt & Semino Rossi Unser heutige Besuch auf dem Gut Aiderbichl wird Sie begeistern! Der renommierte Gutshof dient als Zufluchtsort für Tiere, die sich in einer aussichtslosen Situation befanden. Beim geführten Rundgang über den Hof erfahren Sie viel Wissenswertes und berührende Tiergeschichten! Die Stadt Salzburg erstrahlt im festlichen Weihnachtskleid und erwartet uns später mit seinen bekannten Christkindlmärkten in der schönen Altstadt. Am Abend erwartet uns Semino Rossi in Kitzbühel zum Adventskonzert. Geniessen Sie den Superstar im fast schon privaten Rahmen! 4. Tag, Sonntag 6. Dezember 2015 – Heimreise

Mit vielen unvergesslichen Adventseindrücken treten wir nach dem Frühstück die Heimreise an.

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Migros-Welt MM33

Zitat der Woche

«Wir haben einer Delegation von amerikanischen Amazon-Managern unsere Abholstationen gezeigt.» Dominique Locher, CEO der Migros-Tochter LeShop.ch, in «20 Minuten» vom 30. Juli. Der Konzern Amazon zeigt Interesse am Konzept des Schweizer Online-Supermarkts.

Eingekauft*

Bilder: KEYSTONE/Valentin Flauraud, Salvatore Vinci

Oliver Elmiger (27), Produktionsassistent aus Luzern, ist selten ohne den AlpkräuterIce-Tea unterwegs.

Klangfahrten

Wenn die Strasse zur Bühne wird 1993 liess Musikvideoregisseur Stéphane Sednaoui die Popsängerin Björk auf einem Tieflader durch die Strassenschluchten von New York fahren. Im Vorfeld des Basler Festivals «ZeitRäume» ist eine fahrbare Bühne unterwegs auf den Strassen und Plätzen von Basel und bringt Werke zeitgenös-

sischer Komponisten an belebte Orte der Stadt. Mit dabei ist unter anderem das Ensemble Batida, Preisträger des Concours Nicati 2013. Vom 7. bis 9. September macht die Bühne jeweils um 13 Uhr halt beim MParc Dreispitz. Mehr aus der Region Basel ab Seite 73

«Dass auf dem AlpenkräuterIce-Tea der Migros das Bio-Logo prangt, ist mir, ehrlich gesagt, egal. Ich trinke diesen Eistee nicht, weil er möglicherweise gesund ist, sondern weil er mir ganz einfach am besten schmeckt. Besonders an warmen und sonnigen Tagen sorgt er für die perfekte Erfrischung. Ich habe deshalb fast immer eine Flasche dabei – während der Arbeit und in meiner Freizeit.» * in der MigrosFiliale Schweizerhof in Luzern.


36 | MM33, 10.8.2015 | MIGROS-WELT

Praktikum

Know-how für Afrika

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Die Studentin Danielle Mouton (21) aus Namibia ist in die Schweiz gereist, um zu

lernen: Die angehende Gesundheitswissenschafterin aus dem südlichen Afrika arbeitet von August bis Oktober als Praktikantin beim Labordienstleister Swiss Quality Testing Services (SQTS), der zum Migros-Genossenschafts-Bund gehört. Die SQTS-Spezialisten testen unter anderem Lebensmittel, Verpackungen, Textilien und Gebrauchsgegenstände auf ihre Sicherheit.

Die Praktikumsstelle wurde von der Schweizer Entwicklungshilfeorganisation B360 vermittelt. Sie verfolgt das Ziel, im südlichen Afrika wertvolles Know-how aufzubauen. Studentinnen und Studenten aus dieser Region eignen sich in Schweizer Unternehmen Fachwissen an und setzen es anschliessend in ihren Herkunfsländern ein. In den vergangenen Jahren haben auf Initiative von B360 bereits vier andere Studentinnen und Studenten aus Afrika SQTS-Praktika absolviert. Jeder von ihnen arbeitet inzwischen als Spezialist in seiner Heimat.

Migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Teilnahmeschluss: 16. August 2015

Konzert Diana Krall ist die grösste weibliche Jazzstimme

der Gegenwart. Die kanadische Sängerin und Pianistin kommt am 16. Oktober für einen exklusiven Schweizer Auftritt ins Zürcher Hallenstadion. Die fünffache Grammy-Preisträgerin wird Stücke aus ihrem neuen Album «Wallflower» vortragen: Es sind neu arrangierte und interpretierte Songs von Bob Dylan, Elton John, den Eagles und anderen Pop- und Rockgrössen. Ermöglicht wird das Konzert vom Migros-Kulturprozent sowie vom Veranstalter All Blues.

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Die Migros senkt

die Preise bei

Freut sich auf ihr Praktikum: Danielle Mouton bei ihrer Ankunft am Flughafen Zürich.

verschiedenen Artikeln. Dagegen hebt der Lieferant der Bio-Tofu-Sticks seine Preise. Die Migros muss einen Teil dieser Erhöhungen an ihre Kunden weitergeben, weshalb das Produkt teurer wird.

Preis alt*

Preis neu*

in %

Halbweissbrot, 1 kg

2.10

2.00

–4,8

Steinofenbrötchen, 75 g

1.00

0.90

–10,0

M-Classic Butterzopf Frischback, 400 g

3.30

3.15

–4,5

M-Classic Laugenbretzel, 310 g

4.90

4.30

–12,2

M-Classic Baguette ungekühlt, 300 g

1.80

1.55

–13,9

M-Budget Baguette ungekühlt, 2 x 150 g

0.85

0.80

–5,9

Cornatur Gemüsemedaillons, 240 g

4.90

4.50

–8,2

Cornatur Plätzli mit Gemüse, 180 g

3.60

3.40

–5,6

Ausgewählte Beispiele

M-Budget Multivitamin, 24 Brausetabletten

1.20

1.00

–16,7

Potz Xpert Multi Power Cleaner, 750 ml

5.90

5.40

–8,5

Potz Xpert Multi Power Fettlöser, 750 ml

5.90

5.40

–8,5

Bio Tofu-Sticks, 200 g

5.50

5.90

7,3

* in Franken

Bilder: Paolo Dutto, David Redfern/Getty Images, StockFood/Anthony Blake

Danielle Mouton möchte das Fachwissen über die Analyse von Lebensmitteln später in Namibia in einem grossen milchverarbeitenden Unternehmen anwenden. Bei ihrer Ankunft am Flughafen Zürich zeigte sie sich überglücklich: «Die Schweiz ist der beste Ort, um viel über Qualität und Sicherheit zu lernen.»

Teilnahme und Teilnahmebedingungen:


MIGROS-WELT | MM33, 10.8.2015 | 37

Hauchdünn gehobelter Parmesan auf einem RindsCarpaccio ist Genuss pur, ebenso gerieben über einem Pastagericht. Geraspelt, verfeinert er Gemüse und Salate. In Polenta gerührt, bringt er die gewünschte Würze. Und natürlich fehlt er auf keinem Antipastibüffet.

Zahl der Woche

40 Filme liefen im Programm des Filmfestivals Locarno von 2010 bis 2015, die vom MigrosKulturprozent gefördert wurden. Aktuell zeigt das bedeutendste Filmfestival des Landes (noch bis 15. 8.) sechs vom Kulturprozent unterstützte Werke. Darunter «Chrieg» von Simon Jaquemet und «Above and Below» von Nicolas Steiner.

Wissenswertes Der Parmigiano Reggiano darf nur in Teilen der Regionen Emilia-Romagna und Lombardei hergestellt werden. Alle, die an einer Laktoseintoleranz leiden, können beim Parmesan zugreifen. Denn durch seine lange Lagerzeit wird der Milchzucker bis auf minimale Spuren komplett in Milchsäure umgewandelt.

36 g Protein 25,6 g Fett 1340 mg Kalzium 44 mg Magnesium

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Kenner schneiden den Käse nicht, sondern brechen ihn mit einem speziellen Parmesanmesser. Mehr Pastarezepte ab Seite 47

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38 | MM33, 10.8.2015 | MIGROS-WELT

Lesen Sie, welche anderen Projekte der Fonds fördert.

Migrosmagazin.ch

Förderfonds

Startrampe für Pioniere

Der Förderfonds Engagement Migros hilft kreativen Köpfen, die etwas Neues in Gang bringen – von der Imkerschule bis zur grossen Modeschau. Leiter Stefan Schöbi über Pioniergeist in der Schweiz. Text: Michael West

Zahlen und Fakten

So funktioniert der Fonds Der 2012 gegründete Förderfonds Engagement Migros kann jährlich bis zu zehn Millionen Franken zur Unterstützung zukunftweisender Projekte einsetzen. Die Mittel stammen von

Unternehmen der Migros-Gruppe aus den Bereichen Finanzen, Handel und Reisen – etwa von der Migros Bank, Denner, Migrol oder Hotelplan.

Der Fonds konzentriert sich auf wenige grosse Projekte, die er selber auswählt – Gesuche um Unterstützung nimmt er nicht entgegen. So ergänzt Engagement Migros das Migros-Kulturprozent, das auf eine Vielzahl von Fördergesuchen eingeht und in allen Kultursparten Talente und Projekte unterstützt.

publikum. Dank der grossen Schau Mode Suisse können die Designer ihre neusten Kreatio­ nen nun zwei Mal pro Jahr den Fachjournalisten, Modebloggern und Einkäufern präsentieren. Der Initiant Yannick Aellen hat diese Plattform aufgebaut und expandiert damit nach Mailand und Paris. So verhilft er der Schweizer Mode zu mehr internationaler Ausstrahlung.

Stefan Schöbi, wie wählen Sie die Projekte aus, die Sie unterstützen? Wir suchen nach Projekten mit Pioniercharakter. Wir helfen also Leuten, die etwas Neues wagen, statt nur ausgetretenen Pfaden zu folgen. Solche Leute bringen frischen Wind in die Gesellschaft. Genau das möch­ ten wir unterstützen. Brauchen echte Pioniere denn überhaupt Unterstützung? Finden sie nicht selber einen Weg, ihre Ideen zu realisieren? In der Schweiz fehlt es nicht an Fördergeld für Bekanntes und Bewährtes. Neuartige Projekte haben es dagegen schwer. Die Pioniere in unserem Land brauchen darum Mittel, Netzwerke und Unterstützung in unternehmerischen Fragen. Diese Lücke füllen wir. Ihr Fonds fördert auch eine Imkerschule. Es geht um die Pflege eines uralten Handwerks – was ist daran zukunftsweisend? Die Schule bietet den Schweizer Imkern eine moderne Weiter­ bildung. Im Mittelpunkt steht dabei die Bienengesundheit und der Kampf gegen das Bienensterben – und dieses Problem ist brandaktuell. In die Kurse fliessen neue und auch alte Erkenntnisse ein. So hat

Stefan Schöbi (38) möchte den Pionieren in unserem Land zu einem Netzwerk verhelfen.

man zum Beispiel herausgefun­ den, dass Bienen eine Erhitzung auf bis zu 45 Grad gut vertragen. Die hohen Temperaturen töten Milben, die sich als Para­ siten in der Bienenbrut ein­ nisten. Das ist eines von vielen Mitteln, mit denen sich die Bienen schützen lassen. Sie unterstützen eine der wichtigsten Schweizer Modeschauen, die Mode Suisse. Hat diese glamouröse Branche überhaupt Förderung nötig? Es gibt in der Schweiz viele talentierte Modedesigner, doch ihnen fehlen Brücken zum Fach­

Wie genau begleiten Sie die ausgewählten Projekte? Ebenso wichtig wie das Geld ist der ständige Austausch mit den Initianten. Wir helfen ihnen, Lösungen zu finden, und wir stellen Kontakte zu Experten und Institutionen her. Ein Beispiel ist das Projekt Carvelo der Mobilitätsakademie. Es soll Lastenvelos in unserem Land populär machen, denn diese umweltfreundlichen Vehikel könnten bei vielen Transport­ fahrten das Auto ersetzen. Wir unterstützen die Initianten bei der Suche nach Partnern. So werden in Zukunft verschie­ dene Firmen und auch eine Zürcher Wohngenossenschaft versuchsweise Lastenvelos ein­ setzten. Bei aller Unterstützung ist es aber wichtig, dass Projekte nach spätestens drei bis fünf Jahren ohne unsere Hilfe funktionieren. Sie müssen dann auf eigenen Beinen stehen. MM


MIGROS-WELT | MM33, 10.8.2015 | 39

Projekte

Hier hilft der Förderfonds

Bilder: Thomas Dikk, Andreas von Gunten, Daniel Rhis, Martin Baumgartner, Thai Hua, Eduard Müller © Schweizerisches Nationalmuseum.

1 Carvelo Diese Initiative will in der Schweiz das Lastenrad als Alternative zum Auto fördern. Dazu gehört eine Onlineplattform, die beim Kaufen, Mieten und Teilen dieser Vehikel hilft. www.carvelo.ch

2 Imkerbildung Schweiz Durch massgeschneiderte Kurse werden Imkerinnen und Imker weitergebildet. Im Zentrum steht dabei die Bienengesundheit. www.vdrb.ch/imkerbildung-ch

3 Mode Suisse Der Event bietet Schweizer Modeschöpfern zwei Mal pro Jahr die Möglichkeit, ihre Arbeit einem Fachpublikum zu zeigen. Am 21. September findet der Anlass in Zürich statt. www.modesuisse.com

4 Creative Hub Dieses Netzwerk unterstützt Schweizer Designer dabei, ihre Ideen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen – so etwa die bei Interio erhältlichen Lampen des Designers Thai Hua. www.creativehub.ch

5 Fotosammlung des Landesmuseums Der Fonds hilft dem Landesmuseum, seine kostbare Sammlung von historischen Bildern zu digitalisieren und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Das Foto zeigt die Ziegelei Allschwil im Jahr 1898.


Reisen in guter Gesellschaft

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1. Tag: Schweiz–Istrien. 2. Tag: Fahrt nach Opatija. Nach Stadtführung Weiterfahrt zum kleinen Ort Moscenice, wo uns der Bürgermeister zu einer Ortsführung empfängt. Besuch im istrischen Museum, sowie Schnapsprobe in der alten Olivenölmühle. 3. Tag: Fakultativer Ausflug zum Nationalpark der Brioni-Inseln und in die Römerstadt Pula mit ihrem beeindruckenden Amphitheater. 4. Tag: Fahrt durch das Hinterland Istriens. Wir besichtigen das traumhaft gelegene Groznjan und Motovun. Weindegustation mit kleinem Imbiss. 5. Tag: Istrische Riviera mit Besichtigung der Altstadt von Porec und Besuch im malerischen Rovinj mit seinem italienischen Flair. 6. Tag: Istrien–Rückreise in die Schweiz. Pro Person in Fr. Katalog-Preis Sofort-Preis* 6 Tage inklusive Halbpension 640.– 575.– Kein Einzelzimmerzuschlag! Daten 2015 Sonntag – Freitag 1: 13.09.–18.09. 3: 04.10.–09.10. 2: 20.09.–25.09.

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1. Tag: Schweiz–Calella. 2. Tag: Ausflug Barcelona. Die katalanische Metropole ist geprägt von architektonischen Höhepunkten, dessen bekanntester Architekt Gaudí war. Geführte Stadtrundfahrt und Zeit zur freien Verfügung. 3. Tag: Figueras-Gerona-Pals. In Figueras besuchen wir das Museum des bekannten Malers Salvador Dalí. Danach geführte Besichtigung in Gerona und Aufenthalt in Pals. 4. Tag: Fak. Ausflug katalanische Dörfer. Charmante katalanische Dörfer und typische Landschaftsbilder bestimmen den heutigen Ausflugstag. Wir besuchen Santa Coloma und Rupit. 5. Tag: Ausflug Montserrat und Penedés. Fahrt zum Benediktinerkloster Monastir de Montserrat. Anschliessend Fahrt durch das Weingebiet Penedés und Besuch in einer Weinkellerei. 6. Tag: Calella–Schweiz. Pro Person in Fr. Katalog-Preis Sofort-Preis* 6 Tage inklusive Halbpension 695.– 625.– Währungsvorteil – 50.– Reduktion Reise 4–5 – 30.– Daten 2015 Sonntag – Freitag 1: 06.09.–11.09. 4: 27.09.–02.10. 2: 13.09.–18.09. 5: 04.10.–09.10. 3: 20.09.–25.09.

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Internet Buchungscode: habru 1. Tag: Schweiz–Perugia. Hinfahrt via Gotthard und Milano bis nach Perugia. 2. Tag: Führung durch die mittelalterliche Stadt Perugia und anschliessend Apennin-Rundfahrt durch einen der grössen Nationalparks Italiens, den Sibillini. 3. Tag: Ascoli Piceno–Pesaro. Geführter Rundgang durch Ascoli Piceno, eine der schönsten Städte Mittelitaliens. 4. Tag: Ausflug Fano und Urbino. Besuch vom Wochenmarkt in Fano. Am Nachmittag Besichtigung der Herzogsstadt Urbino. 5. Tag: Fakultativer Ausflug Mondavio, ein Dorf mit einer schönen, imposanten Festung. Zudem Besuch eines Landguts, wo Olivenoel und Wein produziert wird, inklusive Kostprobe. 6. Tag: Pesaro–Schweiz. Fahrt via Mailand und Gotthard zurück zu den Einsteigeorten.

Internet Buchungscode: hfrap 1. Tag: Individuelle Anreise oder fakultativer Twerenbold-Bustransfer zum Flughafen Zürich. Flug mit Air Berlin nach Brindisi. Besuch des malerischen Städtchen Ostuni, dann typisches Mittagessen in einer Masseria. 2. Tag: Besichtigung von Bari, der Hauptstadt Apuliens. Am Nachmittag Fahrt zum Stauferschloss Castel del Monte. 3. Tag: Fakultativer Ausflug in die Kleinstadt Altamura und nach Matera. Das Stadtbild ist geprägt von den Sassi, deren Behausungen und Kirchen in den Fels geschlagen wurden.** 4. Tag: Fakultativer Ausflug nach Lecce und auf die Salentinische Halbinsel.** 5. Tag: Fakultativer Ausflug zu den Castellana Grotten und nach Alberobello, der Stadt der «1000 Trulli».** 6. Tag: Rückflug mit Air Berlin nach Zürich. Individuelle Heimreise oder fak. Bustransfer.

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Agnesi und Ponti

Genussgaranten Familientradition, Leidenschaft, Innovationsgeist und die Liebe zu ihren Produkten prägen erfolgreiche italienische Unternehmen, deren Spezialitäten weltweit geschätzt werden. Der Pasta-Hersteller Agnesi und der Essig-Produzent Ponti gehören dazu.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Jacqueline Vinzelberg

Bild: dpa Picture-Alliance

Norditalien hat kulinarische Spezialitäten wie Teigwaren und Aceto Balsamico zu bieten. In der ligurischen Küstenstadt Imperia stellt Agnesi seine Pasta-Produkte für die Migros her.


42 | MM33, 10.8.2015 | DOLCE VITA

1

1 Blick in die Pastafabrik

von Agnesi in Imperia: Mitarbeiter überwachen die Produktion auf der Nudelstrasse.

3

2 Blick auf die Kräne im Hafen von Imperia, wo Agnesi eine von zwei Produktionsstätten betreibt. Die andere befindet sich in Fossano im Piemont. 3 In der historischen Sammlung von Agnesi findet man unter anderem Pasta-Verpackungen aus der Gründerzeit der Firma (Bild oben). Wie Agnesi seine Produkte in der Gegenwart präsentiert, zeigt die Abbildung unten. Im Rahmen des aktuellen Relaunches, der seit Juni schrittweise stattfindet, wird auch das Originallogo aus den 50er-Jahren (Bild Mitte) durch ein modernes Sujet ersetzt. Auf das Segelschiff als Markenzeichen wollte man dabei freilich nicht verzichten.

2


DOLCE VITA | MM33, 10.8.2015 | 43

Ein Mitarbeiter prüft die Spaghetti, bevor sie zum Trocknen in den Ofen kommen.

Zahlen & Fakten 39 Produkte von Agnesi führt

die Migros aktuell im Sortiment. So auch die Basilico-Sauce, die in den letzten zwölf Monaten 1,3 Millionen Mal über den Ladentisch ging und somit der Agnesi-Liebling der Nation ist. Über 600 Nudelsorten werden weltweit produziert. Bei Agnesi sind es derzeit rund 50. 3333 Meter misst die längste

Nudel der Welt. Sie wurde 2004 in der Schweiz, nämlich in Siblingen SG, hergestellt.

Bilder: Agnesi, Martino Lombezzi

E

inst stieg die Liebesgöttin Venus in einem Gasthaus zwischen Bologna und Modena ab. Als der neu­ gierige Koch durchs Schlüssel­ loch einen heimlichen Blick auf ihren Bauchnabel erhaschte, war er völlig fasziniert. Auf­ geregt rannte er in seine Küche und formte ihn aus Pastateig nach. Soweit die Legende um die Entstehung der Tortellini ... Dass Leidenschaft und die Liebe zur Nudel auch bei Agnesi massgebliche Erfolgsparameter sind, offenbaren diverse Fakten. Nicht nur auf die Entwicklung von mehr als 100 Nudelformen darf Agnesi stolz sein. Die Marke repräsentiert auch den ältesten Teigwarenhersteller in Italien, der im Übrigen schon seit 62 Jahren Teigwaren exklusiv für die Migros produziert. Den Grundstein dafür legte Paul Baptist Agnesi 1824, als er in dem kleinen ligurischen Ört­ chen Pontedassio eine Mühle kaufte, mit der er täglich rund 120 Tonnen Getreide mahlen und direkt zu Teig verarbeiten konnte. Schon damals waren für die Agnesi­Pasta nur beste Roh­ stoffe gut genug. Um diese zu beschaffen, wurden weder Auf­ wand noch Mühen gescheut.

So stellte die Familie eine eigene Flotte Segelschiffe auf, um regel­ mässig Taganrog­Weizen aus der Ukraine zu holen, der damals als der hochwertigste Weizen der Welt galt. Umso wichtiger war ein Produktionsstandort direkt am Meer, weshalb man bald nach Imperia umzog. Segelschiffe blieben das Markenzeichen von Agnesi und erinnern auf jeder Verpackung noch heute an jene Zeit – auch wenn der Traditions­ betrieb seit 1999 zum italie­ nischen Lebensmittelkonzern der Familie Colussi gehört. Während die Herstellung von Eierteig­ und Vollkornteigwaren mittlerweile am zweiten Stand­ ort Fossano im Piemont erfolgt, werden in der historischen Fabrik bei den Hafenkränen von Imperia nach wie vor die für Italien typischen Hartweizen­ Teigwaren produziert. Die lange Trocknung machts

Hinter den schalldichten Mauern verbirgt sich eine höchst mo­ derne Industrieanlage. Rund um die Uhr werden hier an sieben Tagen pro Woche nicht weniger als etwa 18 500 Tonnen Korn verarbeitet. Der Weizen stammt hauptsächlich aus Kanada sowie aus Frankreich, Spanien und

Italien. Das Hartweizenmehl wird von den übrigen Korn­ bestandteilen getrennt und zu Teig verknetet. Je nach Pasta­ sorte wird dieser entsprechend zugeschnitten oder geformt, auf Tabletts ausgebreitet oder über Eisenstangen gehängt. Bis zu zwölf Stunden und bei relativ niedriger Temperatur bleiben die Teigwaren dann im Trocknungs­ ofen, bevor sie verpackt werden. Der von Agnesi selbst entwi­ ckelte Fertigungsprozess und die lange Trocknung sichern die Qualität der Pasta und machen sie besonders kochfest. Keine Nudel ohne Sauce

Weil selbst die beste Pasta mit passender Sauce noch besser schmeckt, verwundert es kaum, dass zum breiten Sortiment von Agnesi nicht nur an die 50 Nudel­ sorten gehören. Verschiedenste Saucen und Pestos zählen dazu – und werden laufend verfeinert. So wird zum Beispiel gemeinsam mit der Kochschule an der Uni­ versität der Gastronomischen Wissenschaften in Pollenzo (Piemont) erforscht und auspro­ biert, welche Nudelsorten und Gewürzkombinationen aus der traditionellen ligurischen Küche am besten harmonieren.

Bereits vor vier Jahrtausenden wurden Nudeln gekocht. Jedoch nicht in Italien, sondern in Asien: Ausgrabungen förderten in China einen rund 4000 Jahre alten Topf zutage, dessen Inhalt gemäss Forschung als Nudeln identifiziert wurde. Dabei soll es sich um eine Art Spaghetti gehandelt haben, die etwa einen halben Meter lang war. Beim Kochen nimmt das Eigen-

gewicht getrockneter Pasta um das Doppelte bis Dreifache zu. Mit auschlaggebend dafür sind die Art der Teigwaren und des Korns, aus dem sie hergestellt sind. Für eine Beilagenportion bereitet man ca. 70 g trockene oder 150 g frische Nudeln zu. Für Pasta als Hauptgericht werden 200 bis 250 g gekochte Nudeln empfohlen. Die unterschiedlichen Formen, Längen und Ober-

flächen von Pasta haben nicht nur optische Gründe. Schliesslich hängt davon auch ab, wie gut sich eine Nudel mit der Sauce verbindet. Nicht jede Pasta eignet sich per se für jede Sauce oder Zubereitungsart. Grundsätzlich gilt: für dünnflüssige Saucen wählt man lange dünne Nudeln und für dickflüssige Sugos eher kurze breite. MM


Rezept und Foto: saison.ch

Penne mit Broccoli und Poulet

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Zutaten: 400 g Broccoli, Salz, 350 g Penne, 6 EL Pinienkerne, 1 Zwiebel, 1 EL Sonnenblumenöl, 400 g Pouletgeschnetzeltes, 2 dl Milch, 2 dl Halbrahm, Pfeffer Zubereitung: Broccoli in kleine Röschen teilen. In reichlich Salzwasser ca. 3 Minuten bissfest garen. Herausheben, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Penne im selben Kochwasser al dente kochen. Abgiessen und abtropfen lassen. Pinienkerne in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett hellbraun rösten. Zwiebel in Ringe schneiden. Im Öl braten. Pouletgeschnetzeltes beifügen und mitbraten. Broccoli und Penne beigeben. Milch und Rahm dazugiessen. Aufkochen, etwas einkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Pinienkernen servieren. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten Pro Person ca. 42 g Eiweiss, 32 g Fett, 71 g Kohlenhydrate, 3100 kJ/750 kcal


DOLCE VITA | MM33, 10.8.2015 | 45

2 3

1 Der Aceto Balsamico di Modena von

Ponti steht in der Gunst der MigrosKunden ganz weit oben.

2 Blick ins Herz von Modena mit dem

Palazzo Comunale und dem Domportal. 3 Je länger der Aceto Balsamico im 1

Holzfass reift, desto intensiver wird sein Aroma.

Ponti

Balsam für den Gaumen Modena ist weltberühmt für seinen Aceto Balsamico. Auch das Familienunternehmen Ponti produziert hier viele seiner Essigspezialitäten. Und das schon seit fast 150 Jahren. Text: Jacqueline Vinzelberg

Bilder: Ponti, Fotofinder

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Bilder: 180_AU_QS_x07

einen Namen verdankt der Balsamico der heilsamen Wirkung, die man ihm in vielerlei Hinsicht zuschrieb. Es heisst, Herzog Francesco IV. von Modena, der im 18. Jahrhundert lebte, habe auch deshalb stets ein Fläschchen davon bei sich getragen. Die Provinz Modena ist die Heimat des Aceto Balsamico di Modena I.G.P. und seiner erlesenen Brüder, deren Namenszusatz «di Modena» eine geschützte Herkunftsbezeichnung ist. Auch das Familienunternehmen Ponti produziert hier seine Balsamico-Spezialitäten, denn das Klima der Region gilt als optimal dafür. Giacomo Ponti, der heute in fünfter Generation den Betrieb seines Ururgrossvaters führt, weiss, warum: «Die Hitze im Sommer bewirkt eine höhere Konzentration, während die Kälte im Winter dafür sorgt, dass sich die Trübstoffe absetzen.» Die saisonalen Temperaturschwankungen schenken dem Essig so seinen besonderen Charakter. Ausserdem bewirken sie, dass sich die

Aromen aus den edlen Hölzern der Fässer wie Eiche oder Kirsche harmonisch mit denen des Aceto verbinden, der darin reift. Mit Essig auf Erfolgskurs

Im Jahr 1867 begann Giovanni Ponti in Sizzano, einem kleinen Örtchen im Piemont, neben Wein auch Essig aus den eigenen Trauben herzustellen. Sein Ururenkel erzählt: «Essig war damals ein Sommerprodukt. Häufig diente er dazu, das frisch geerntete Gemüse haltbar zu machen.» Gründervater Ponti bewies allerdings ein derart geschicktes Händchen für die Essigproduktion, dass er bald das ganze Jahr über damit beschäftigt war. Das brachte ihm den Spitznamen «Giovanni d’la asei» ein, was so viel heisst wie Johann von Essig. Das Geschäft wuchs schnell, und mit dem Boom trat Sohn Antonio an seines Vaters Seite. Ende der 30er-Jahre erschloss sich die Familie mit der Produktion von eingelegtem Gemüse ein weiteres Geschäftsfeld und bewies

damit Innovationsgeist und ein Gespür für Trends. Als der Balsamico-Essig in den 80er-Jahren seinen Triumphzug durch Küche und Gastronomie startete, erwarb Ponti die Firma Modenaceti in Vignola, die auf die Herstellung von Aceto Balsamico di Modena spezialisiert war, und stellte damit endgültig die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. In mehr als 70 Ländern begehrt

Das Rezept der Pontis hiess schon immer Qualität. Natürliche Inhaltsstoffe und eine höchst sorgfältige Verarbeitung sind die Basis für alle Produkte ihres umfangreichen Sortiments. Heute befindet sich der Firmensitz in Ghemme, einer kleinen Nachbargemeinde von Sizzano. Hier und an drei weiteren Standorten produzieren rund 190 Mitarbeiter jährlich über 70 Millionen Flaschen Essig, die weltweit in über 70 Länder exportiert werden. Die Migros hat 12 PontiEssig-Spezialiäten im Sortiment. MM


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Agnesi & Ponti

Viva la Pasta

Eine Tavolata ohne Pasta ist in Italien undenkbar. Es gibt um die 600 Sorten, die warm oder kalt, aber immer al dente serviert werden. Und manchmal auch mit einem Schuss Aceto balsamico. Text: Sonja Leissing

Bilder und Styling: Claudia Linsi Illustrationen: Felice Bruno

Venetien

Tipp Salat mit Gorgonzolabröckchen verfeinern.

Insalata di pasta con carciofi (Teigwarensalat mit Artischocken) Zutaten für 4 Personen 400 g Pasta, z. B. Gnocchi Nr. 54 Salz 1 Bund gemischte Kräuter, z. B. Schnittlauch, Oregano und Petersilie 6 EL Olivenöl 4 EL Aceto balsamico di Modena Pfeffer 350 g Cherrytomaten 250 g Antipasti-Artischocken Zubereitung

1. Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen. Abgiessen, kalt abschrecken und abtropfen lassen. Für das Dressing Kräuter hacken. Olivenöl, Balsamico und Kräuter mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2. Tomaten halbieren. Pasta mit Tomaten, Artischocken und Dressing mischen. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

Noch mehr Rezepte Die «Saisonküche» gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch

Pro Person ca. 21 g Eiweiss, 30 g Fett, 75 g Kohlenhydrate, 2750 kJ/660 kcal


48 | MM33, 10.8.2015 | DOLCE VITA

Teigwaren

Jede Pasta hat ihre Sauce

Lasagneblätter sind dünne Teigplatten, die man klassisch abwechselnd mit Bolognese, Béchamelsauce und Parmesan übereinander schichtet. Sie werden frisch auch gerne gerollt, mit Spinat und Ricotta gefüllt und als Cannelloni zubereitet.

Spaghetti sind die Klassiker unter den

Teigwaren. Es gibt sie dick, hohl, dünn und extrafein. Sogar mit quadratischem Querschnitt sind sie erhältlich. Zu Spaghetti passt eine Tomatensauce genauso gut wie eine Carbonara. Auch nur mit Öl, Peperoncini und Knoblauch vermischt, begeistern sie ihre Fans immer wieder aufs Neue.

Tagliatelle eignen sich vor allem

für eine Liaison mit kräftigen Fleischsaucen. In der Toscana serviert man sie bevorzugt zu Wildgerichten, Kaninchen und Ente. Bei uns werden sie gerne mit feinen Lachsstreifen belegt. Übrigens: Die etwas breiteren Tagliatelle nennt man Pappardelle. Cravattine, auch Farfalle genannt, sind Teigwaren, die durch ihre spezielle Form auffallen und besonders bei Kindern beliebt sind. Zu Cravattine passen rahmige Saucen.

Gemelli, auch Zwillingsnudeln genannt, bestehen aus zwei ineinander verdrehten dünnen Röhren. Mit frischem Gemüse kombiniert, stehen sie nicht nur bei den Vegetariern hoch in der Gunst. Gnocchi sind aus Kartoffeln, Hartweizen- oder

Weizenmehl und je nach Rezept mit Ei, Ricotta oder geriebenem Parmesan geformte Nocken. Italienische Köche setzen sie gerne mit einer leichten Tomatensauce oder mit Butter und Salbei als ersten Gang auf die Speisekarte.

Tortellini, die mit Fleisch, Gemüse oder

Ricotta gefüllt auf den Teller kommen, nennt der Italiener auch kleine Kuchen. Die traditionelle Vorspeise «Tortellini in brodo» schmeckt genauso gut wie jene Tortellini, die man nur kurz in Salbeibutter schwenkt.

Penne sind schräg geschnittene Röhrenteigwaren, die ausgezeichnet mit einer scharfen Tomatensauce etwa all’arrabbiata harmonieren. Sie zählen mit den Spaghetti zu den beliebtesten Pastasorten.


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San Pellegrino im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter oder 6 x 50 cl, z.B. 6 x 1,5 Liter 3.80 statt 5.70 33% Ice Tea PET im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter, z.B. Zitrone 5.40 statt 8.10 6 für 4 Alle Mifloc Kartoffelstock, z.B. 4 x 95 g 3.60 statt 4.55 20% Alle Agnesi Saucen, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.50 günstiger, z.B. Basilico, 400 g 2.40 statt 2.90 Agnesi Spaghetti, 500 g, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.50 günstiger 1.30 statt 1.80 Alle Ponti oder Giacobazzi Essige sowie Dressings, z.B. Ponti Aceto Balsamico di Modena, 50 cl 3.40 statt 4.25 20% Alle M-Classic Grillsaucen, z.B. Cocktailsauce, 250 ml 2.20 statt 2.80 20% Alle Polli, Le conserve della nonna oder Dittmann Antipasti, z.B. Le conserve della nonna, Getrocknete Tomaten in Sonnenblumenöl, 340 g 3.75 statt 4.70 20% Bon Chef Sommersuppe Melone oder Erdbeer, z.B. Erdbeersuppe, 60 g 1.90 30x PUNKTE 30x Alle Bon Chef Saucen, z.B. Currysauce, Beutel, 30 g 1.10 statt 1.40 20%

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| 57

Ligurien und Toskana

Minestra ai tortellini (Tortellini-Suppe) Zutaten für 4 Personen 100 g getrocknete Borlottibohnen

schneiden. Wirz in mundgerechte Stücke schneiden. Gemüse im Öl andünsten. Tomatenpüree beigeben, kurz mitdünsten. Mit Bouillon ablöschen. Beiseitegestellte Bohnen beigeben und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Tortellini beigeben und ca. 12 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Minestra anrichten und servieren. Dazu passt Brot.

Zubereitung

1. Bohnen in kaltem Wasser ca. 12 Stunden einweichen. Bohnen abgiessen und mit kaltem Wasser aufsetzen. Ca. 40 Minuten vorkochen, abgiessen und beiseitestellen.

Zubereitungszeit ca. 15 Minuten + ca. 12 Stunden einweichen + 40 Minuten vorkochen + ca. 30 Minuten köcheln lassen.

2. Zwiebel und Knoblauch grob hacken. Rüebli längs halbieren und in Scheiben

Pro Person ca. 13 g Eiweiss, 8 g Fett, 36 g Kohlenhydrate, 1000 kJ/250 kcal

1 1 200 g 100 g 2 EL 4 EL 1,5 dl 150 g

Zwiebel Knoblauchzehe Rüebli Wirz Olivenöl Tomatenpüree Gemüsebouillon Tortellini, z. B. al Prosciutto crudo

Tipp Geriebenen Parmesan dazuservieren.

Rezepte www.saison.ch


58 | MM33, 10.8.2015 | DOLCE VITA

Agnesi Spaghetti N. 3, 500 g Fr. 1.80

Agnesi Tortellini, 250 g Fr. 2.30

Agnesi Gemelli integrale, 500 g* Fr. 2.10

Agnesi Penne Rigate, 500 g Fr. 1.80

Agnesi Penne Ricce, 500 g Fr. 1.80

Agnesi Lasagne all’Uovo, 500 g Fr. 3.25

Agnesi

Für jeden Geschmack Pasta gibt es in allen möglichen Sorten, Farben, Formen und Grössen. Und wer mag, besorgt auch gleich die passende Sauce dazu.

Agnesi Pesto alla Genovese, 185 g Fr. 3.70

Agnesi Pesto alla Calabrese, 185 g* Fr. 3.85

Agnesi Verdure, 400 g* Fr. 3.60

Agnesi Arrabbiata, 400 g Fr. 2.90

* in grösseren Filialen


| 59

Emilia-Romagna

Lasagne verdi ai funghi e salsiccia (Lasagne mit Pilzen und Wurst) Zutaten für 4 Personen

2. Zwiebel fein hacken. Pilze in Scheiben schneiden. Wurst längs aufschneiden. Brät herausnehmen und in grobe Stücke schneiden. Öl erhitzen. Zwiebel, Pilze und Brät bei mittlerer Hitze anbraten. Tomaten­ sauce beigeben. Sauce ca. 3 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für 1 Form à ca. 2 l 30 g Butter 30 g Mehl 5 dl Milch Salz, Pfeffer 1 Zwiebel 200 g gemischte Pilze, z. B. Kräuterseitlinge und Champignons 2 Schweinsgrillwürste, z. B. Salsiccia à 200 g 1 EL Olivenöl 8 dl Tomatensauce, z. B. alla napoletana 10 grüne Lasagneblätter, ca. 170 g 50 g geriebener Parmesan Zubereitung

1. Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Mehl beigeben. Bei kleiner Hitze unter ständigem Rühren kurz dünsten. Mit Milch ablöschen und unter ständigem Rühren aufkochen. Béchamelsauce mit Salz und Pfeffer würzen. 5 Minuten bei kleiner Hitze unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen.

3. Backofen auf 200 °C vorheizen. Sauce und Lasagneblätter abwech­ selnd in die Form schichten. Mit etwas Tomatensauce beginnen, mit Béchamelsauce abschliessen. Parmesan darüberstreuen. Lasagne auf einem Gitter in der Ofenmitte 30–40 Minuten backen. Lasagne vor dem Servieren ca. 5 Minuten ruhen lassen. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + 30–40 Minuten backen

Pro Person ca. 37 g Eiweiss, 49 g Fett, 55 g Kohlenhydrate, 3400 kJ/810 kcal

Tipp Dazu passt knackiger Salat.


60 | MM33, 10.8.2015 | DOLCE VITA

Sizilien

Spaghetti con la mollica (Spaghetti mit Paniermehl) Zutaten für 4 Personen 50 g Brot vom Vortag 500 g Pasta, z. B. Spaghetti Nr. 3 Salz 60 g Sardellen, abgetropft 2 Peperoncini 4 Knoblauchzehen 1,5 dl Olivenöl ½ Bund glattblättrige Petersilie Zubereitung

1. Backofen auf 180 °C vorheizen. Brot auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. In der Ofenmitte ca. 30 Minuten rösten. Auf einem Gitter auskühlen lassen. Brot an einer Röstiraffel reiben.

2. Pasta in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Sardellen grob hacken. Peperoncini in Ringe schneiden. Knoblauch in Scheiben schneiden. Öl in einer grossen Bratpfanne erhitzen. Peperoncini, Knoblauch und Sardellen ca. 2 Minuten dünsten. Spaghetti abgiessen und tropfnass zu den Sardellen in die Pfanne geben, mischen. Falls nötig mit Salz abschmecken. Mit Brotbrösel bestreuen und Petersilienblätter darüberzupfen. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + ca. 30 Minuten rösten

Pro Person ca. 23 g Eiweiss, 39 g Fett, 95 g Kohlenhydrate, 3450 kJ/830 kcal

Tipp Mit entsteinten Oliven garnieren.


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Essig

Drei für alle Fälle

Der Aceto balsamico di Modena

passt in jede Salatsauce, gehört in Gerichte wie ein Kaninchenragout, passt zu Wild und rundet Gemüsespeisen und Saucen ab. Herkömmlicher Weinessig basiert auf Rot- oder Weisswein, beim Aceto balsamico ist es eingekochter Traubenmost. Die Provinz Modena ist die Heimat des Aceto balsamico, und es ist gesetzlich festgelegt, welche regionaltypischen Traubensorten für seine Herstellung verwendet werden dürfen.

Cremiger Essig wie der Glassa

Süsser Essig wie der Dolce agro

condimento ist eine Mischung aus Weissweinessig und eingekochtem Most aus aromatischen Trauben. Seine Süsse verleiht einem lauwarmen Gemüsesalat die besondere Note. Da er nicht färbt, harmoniert der Dolce mit hellen Speisen und verfeinert eine Pfirsichkonfitüre genauso gut wie eine Vinaigrette zu Austern.

gastronomica all’aceto balsamico eignet sich zum Aromatisieren von Vanilleglace und Beeren sowie zum Verzieren von Desserts und Salatbouquets. Mit seinem süsslichen Geschmack verfeinert der Cremoso auch Salate aus grünen Linsen oder Quinoa. Ein paar Tropfen auf Ziegen- oder Schafskäse heben das Aroma.


62 | MM33, 10.8.2015 | DOLCE VITA

Ponti

Jeder hat seinen Platz Was wäre ein Caprese-Salat ohne einen Schuss Aceto balsamico? Ob fruchtig, süss, cremig, herb oder lieblich: Essig verleiht nicht nur Salaten eine spezielle Note.

Ponti Aceto Balsamico di Modena IGP, 500 ml Fr. 4.25

Ponti Aceto Balsamico di Modena IGP Bio, 500 ml* Fr. 5.30

Ponti Aceto Balsamico di Modena IGP invecchiato, 250 ml Fr. 8.90

Ponti Aceto Balsamico di Modena IGP, 250 ml Fr. 4.90

Ponti Aceto Balsamico di Modena IGP, Sprühkopf, 250 ml* Fr. 5.80

Ponti Dolce Agro Condimento Bianco, 250 ml Fr. 3.10

Ponti Aroma Antico Aceto di Vino Bianco, 500 ml Fr. 1.90

Ponti Dolce Agro Condimento Bianco Bio, 500 ml* Fr. 5.90

Ponti Glassa Gastronomica mit Aceto Balsamico di Modena IGP, 250 g Fr. 5.90

Ponti Glassa Gastronomica mit Apfelsaft, 240 g* Fr. 5.90

* in grösseren Filialen


| 63

Tipp Anstatt Beeren Pfirsichstücke verwenden.

Emilia-Romagna

Gelato al balsamico (Glace mit Balsamico) Zutaten für 4 Personen 500 g Vanilleglace 40 g Crema balsamico, z. B. Glassa

200 g 200 g 1 TL 2

gastronomica all’aceto balsamico Erdbeeren Himbeeren Vanillepaste Zweige Pfefferminze

Zubereitung

1. Glace nach Belieben in eine Cake­ form füllen, bei Zimmertemperatur antauen, bis sie rührfähig ist. Die Hälfte der Crema balsamico auf die Glace spritzen, sodass diese leicht in der Glace versinkt. Mit einem Löffelstiel durch die Glace fahren und sie möglichst gleichmässig

marmorieren. Ca. 3 Stunden im Tief­ kühler gefrieren lassen. 2. Erdbeeren halbieren. Mit den Him­ beeren in Dessertschalen verteilen. Restliche Crema balsamico mit Vanille­ paste verrühren und über die Beeren träufeln. Glace aus dem Tiefkühler nehmen. Auf den Beeren anrichten. Pfefferminzblätter darüberzupfen und servieren. Zubereitungszeit ca. 10 Minuten + antauen lassen + ca. 3 Stunden gefrieren lassen

Pro Person ca. 6 g Eiweiss, 17 g Fett, 37 g Kohlenhydrate, 1400 kJ/340 kcal


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MIGROS-WELT | MM33, 10.8.2015 | 65

Frage der Woche

«Enthält die Rahmglace mit Mokkageschmack eigentlich Koffein? Und ist diese Glace für Kinder verträglich?» Ja, dieser Eislutscher enthält tatsächlich Koffein – allerdings in einer kleinen Menge. Daher ist eine solche Glace für Kinder geeignet. Auf eine Mokkaglace à 40 Gramm kommen höchstens 15 Milligramm Koffein, das aus Kaffee-Extrakt sowie aus fettarmem Kakao stammt. Zum Vergleich: Die gleiche Menge Koffein ist in drei Dezilitern Ice Tea oder in zwei Kaffeelöffeln Espresso enthalten. Im Bild

Bild: Miriam Elias

Tanzpartnerin Haben Sie eine Frage?

Der Körper ist in Bewegung – vom Kopf über die Arme bis hinunter zu Beinen und Füssen. Tanzen bedeutet kein Stillstand. Eingefroren auf einem Bild, verliert der Tanz schnell seine Ausdruckskraft. Nicht bei dieser Fotografie. Der Fluss der Bewegungen und die Hingabe der tanzenden Sophia Dinkel (19) sind selbst in einer Momentaufnahme, geschossen in Sekundenbruchteilen, gut zu erkennen.

M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Das Talent der 19-jährigen Genferin brachte ihr, vier weiteren Nachwuchstänzerinnen und einem Tänzer den vom Migros-Kulturprozent vergebenen Studienpreis von je 14 400 Franken ein. «Dank dieses Förderbeitrags kann ich mein Studentenleben ohne grosse finanzielle Sorgen geniessen und mich ganz meiner Ausbildung zur professionellen Tänzerin widmen», sagt Sophia Dinkel. MM

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66 | MM33, 10.8.2015 | MIGROS-WELT

TerraSuisse

Das Beste vom Rind

Wer für seinen Rindsbraten TerraSuisse-Fleisch verwendet, schafft die Basis für ein hochwertiges Gericht. Doch nicht jedes beliebige Stück Rindfleisch ist dafür geeignet. Wir geben Tipps. Text: Claudia Schmidt

Bild: Veronika Studer

Rücken Das Fleisch aus dem Rücken eignet sich aus­ gezeichnet zum Schmoren, etwa für Voressen und Braten. Aus den hinteren Stücken, die nahe dem Nierstück liegen, schneidet man Hohrückensteaks. 1

2

Nierstück

Das Nierstück liefert die begehrtesten, weil besonders zarten Stücke wie Filet sowie Entrecôte bzw. Roastbeef. Aus dem hinteren flachen Roast­ beef und dem Rücken­ knochen stammen die typisch amerikanischen T-Bone-Steaks. 3

Huft

Aus der Huft gewinnt man Steaks und das Fleisch für Geschnetzeltes, aber auch für Braten oder – aus dem hinteren Teil – den österreichischen Tafelspitz. Huftfleisch eignet sich zudem für Plätzli, die nur kurz gebraten werden. 4

Hals

Aus dem Hals wird

Voressen geschnitten,

das – im Gegensatz zum Geschnetzelten – lange und bei niedrigen Tempe­ raturen schmoren sollte. 5

Schulter

Stücke aus der Schulter lassen sich gut schmoren oder kochen. Das muskulöse Fleisch wird durch sanftes Schmo­ ren besonders weich und schmackhaft. Zum Kurz­ braten ist es weniger geeignet.

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Illustration: Mira Gisler

Federstück

Aus diesem Teil stammt hauptsächlich das Siedfleisch. Das Federstück ist durchzogen, das heisst, es hat einen höheren Fettanteil, der den Fleisch­ geschmack intensiviert. 7

1

Lempen

Das auch Bauch­ lappen genannte Stück ist ebenfalls durchzogen und empfiehlt sich deshalb für Fleischbrühe sowie teilwei­ se auch für Würste und Hackfleisch. 8

Stotzen

Aus dem Stotzen entstehen die zarten Rindsplätzli sowie das Schnetzelfleisch, das sich fürs Kurzbraten besonders gut eignet. Auch die Saftplätzli werden aus dem Stotzen gewonnen, sie werden bei moderater Hitze ge­ schmort. 9

Brust

Zuschnitte dieses Teils eignen sich zum Schmoren sowie zum Kochen einer aromatischen Bouillon. Der flache Teil der Brust wird bevorzugt als Siedfleisch zubereitet. 10

Schenkel

Der Schenkel hat einen hohen Anteil an Bindegewebe­ eiweiss. Sein Fleisch wird lange geschmort und emp­ fiehlt sich für die Zuberei­ tung von Siedfleisch und Voressen. Für das bekannte Ungarische Gulasch ist die Verwendung von Schen­ kelfleisch ein Muss. 11

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MIGROS-WELT | MM33, 10.8.2015 | 67

Strenge Richtlinien

Für gesteigertes Tierwohl und höhere Qualität

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Die IP-SuisseBauern, die für das Label TerraSuisse produzieren, halten ihre Rinder in tierfreundlichen Stallungen, in denen sie sich frei bewegen können und jederzeit Zugang zu einem Auslauf ins Freie haben. Die Haltung und die artgerechte Fütterung der Tiere tragen erheblich zur Fleischqualität bei. Zusätzlich fördern die IP-SuisseBauern mit ökologischen Massnahmen die landschaftliche und biologische Vielfalt (Biodiversität). Konsequent schweizerisch 2008 lancierte die Migros das Label TerraSuisse. Die Produkte dafür stammen zu 100 Prozent aus der Schweiz.

TerraSuisse steht für eine naturnahe, tierfreundliche Landwirtschaft. Das Schweizer Nachhaltigkeitslabel stützt sich auf die Richtlinien von IP-Suisse, der Schweizer Vereinigung integriert produzierender Bauern.

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MIGROS-WELT | MM33, 10.8.2015 | 69

Rinds-Tagliata auf Auberginen-Tomaten-Salat Zutaten für 4 Personen

4 3 EL 2 1 500 g 100 g Sauce 1 Bund 6 EL 2 EL

Rindsentrecôtes à ca. 200 g Olivenöl kleine Auberginen rote Zwiebel Cherrytomaten Rucola

Basilikum Olivenöl Aceto balsamico rosso Salz, Pfeffer

Zubereitung

Für die Sauce Basilikumblätter abzupfen. Mit Öl und Balsamico fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fleisch in wenig Öl beidseitig je ca. 3 Minuten braten. Herausnehmen und abkühlen lassen. Auberginen in Scheiben à ca. 0,5 cm schneiden, in wenig Öl beidseitig je ca. 2 Minuten braten oder grillieren. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen.

Zwiebel in feine Ringe schneiden. Tomaten halbieren. Fleisch in dünne Scheiben schneiden. Mit Tomaten, Zwiebel, Auberginen und Rucola anrichten. Mit der Sauce beträufeln. Zubereitungszeit ca. 35 Minuten

TerraSuisse Rindsgeschnetzeltes aktueller Tagespreis

Pro Person ca. 49 g Eiweiss, 27 g Fett, 8 g Kohlenhydrate, 1950 kJ/470 kcal

TerraSuisse Rindshuft aktueller Tagespreis

Rosa gebratenes Entrecôte, dünn aufgeschnitten auf Salat und Aubergine.

TerraSuisse Entrecôte aktueller Tagespreis

TerraSuisse Rindsplätzli aktueller Tagespreis

Rezept www.saison.ch


70 | MM33, 10.8.2015 | MIGROS-WELT

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Da kommt Ferienstimmung auf: Die Migros-Mitarbeitenden Patricia Mejuto-Seijo und Nicolas Aymon geniessen die Pedalotour auf dem Genfersee.


MIGROS-WELT | MM33, 10.8.2015 | 71

Aus der Region. Für die Region.

Saftige Erfrischung Migros-Mitarbeitende stellen sich gegenseitig ihre Region vor. In der Waadt empfängt Patricia Mejuto-Seijo ihren Kollegen Nicolas Aymon aus Moutier. Nach einer Pedalotour auf dem Genfersee gehts zum Saftproduzenten nach Etoy. Text: Claudia Schmidt

Bilder: Anne Gabriel-Jürgens/Marvin Zilm

K

räftig in die Pedale treten macht bei hochsommerlichen Temperaturen im Wasser am meisten Spass. Pedalo statt Velo hat sich Fachangestellte Patricia Mejuto-Seijo gedacht, als sie ihren Kollegen Nicolas Aymon aus der Migros Moutier nach Rolle VD einlud. Ihr Treffen hat einen Grund: Im Rahmen gegenseitiger Besuche erhalten Migros-Mitarbeitende einen Einblick in andere Regionen und erfahren Wissenswertes über deren Produkte und Produzenten. So lernen sie die Vielfalt des Labels «Aus der Region. Für die Region.» in den neun Migros-Genossenschaften kennen. Auf dem Campingplatz in Rolle mieten sich Patricia Mejuto-Seijo und ihr Gast ein Pedalo und schippern zunächst in Richtung Château de Rolle, dann vorbei an der kleinen Insel de la Harpe und wieder retour. Bei der Hitze ist die Tour eine schweisstreibende Angelegenheit, denn die beiden Migros-Mitarbeitenden strampeln regelrecht um die Wette. Zwischendurch erfrischt nicht nur das Seewasser, sondern auch der gekühlte Apfelsaft aus dem handlichen Päckli, den die Gastgeberin mitgebracht hat.

Illustration: Noël Fischer

Patricia Mejuto-Seijo ist Fachangestellte

Bäckereiprodukte/Convenience in der Migros Romanel und lebt in Lausanne. Sie tritt gern in die Pedale – zu Land und bevorzugt auch zu Wasser. Wie gut, dass der Genfersee in der Waadt nie wirklich weit entfernt ist.

Purer Saft, frisch verpackt

Wo dieser herkommt und wie man ihn herstellt, erfahren die Ausflügler wenig später aus erster Hand in Etoy. Hier erklärt ihnen Saftproduzent Jean-Marc Thury unter anderem die Funktion einer Saftpresse und wie der Saft pasteurisiert wird. Thurys Einladung, beim Abfüllen mitzuhelfen, nehmen Patricia MejutoSeijo und Nicolas Aymon gerne an. Dass sie dafür – bei 35 Grad im Schatten – Schutzhandschuhe tragen müssen, kann ihre Neugier nicht erschüttern. Ausserdem wartet ja nach der Arbeit noch einmal eine saftige Erfrischung auf die beiden. Nicolas Aymon ist stellver­ tretender Filialleiter in der Migros Moutier BE. Er besucht die Genossenschaft Waadt.

Be fruits Sàrl

Jean-Marc Thurys hat sich dem Apfel verschrieben. In seinem Betrieb in Etoy produziert der Obstbauer und Weinbaufachmann Apfelsaft, der nicht aus Konzentrat, sondern aus dem puren Saft der Frucht hergestellt wird.


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MIGROS-WELT | MM33, 10.8.2015 | 73

Wiedereröffnung

Migros Arlesheim in neuem Kleid

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Basel

Bild: © Oliver Hochstrasser

Zieht jedes Jahr Tausende von Schwimmfans an: Das Basler Rheinschwimmen.

Nach sechswöchiger Bauzeit öffnet die renovierte Migros Arlesheim am 17. August wieder die Türen für die Kundschaft. Die neu rund 1450 Quadratmeter grosse Einkaufsfläche bietet ein angenehmes und stressfreies Shoppingerlebnis. Dies auch dank der neuen Subito-Self-Checkout-Kassen, die sich bereits in anderen Filialen bewährt haben. Dazu kommt eine Vielzahl von Alnatura-Produkten, die in der Migros

Arlesheim Premiere feiern. Als kleines Dankeschön für die Geduld und das Verständnis der Kundschaft gibt es am Eröffnungswochenende vom 20. und 21. August 10 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment. Die neuen Alnatura-Produkte können unter anderem auch gleich vor Ort degustiert werden. Auf weitere Überraschungen für Gross und Klein darf man gespannt sein.

35. Basler Rheinschwimmen Der Rhein lädt den ganzen Sommer über zum Baden ein, aber nur ein

Mal im Jahr findet das grosse Basler Rheinschwimmen statt. Am 18. August ist es wieder soweit – bereits zum 35. Mal. Ob jung oder alt, gross oder klein: Um 18 Uhr stürzen sich Tausende in den Rhein und lassen sich den Fluss hinuntertreiben. Erfahrene Rheinschwimmer, aber auch neue Schwimmbegeisterte sind willkommen, die Stadt vom Wasser aus zu betrachten. Wie in den letzten Jahren befindet sich der Start am Kleinbasler Rheinufer, auf der Höhe Schaffhauserrheinweg 93. Beim Ausstieg vor der Johanniterbrücke können sich alle Schwimmerinnen und Schwimmer an den Migros-Ständen mit Farmer-Riegeln und Früchten stärken. Bei schlechtem Wetter wird der Anlass auf den 25. August verschoben. Auskunft über die Durchführung gibt es unter der Telefonnummer 1600 am 18. August ab 10 Uhr. Weitere Informationen unter www.rheinschwimmen.ch


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Betriebsleiterin Sandra Sommer ist verantwortlich für die Chrysan­ themen, die auf 20 000 Quadrat­ meter heran­ wachsen.

Aus der Region. Für die Region.

Nicht nur im Herbst beliebt

Sie kommen in vielen verschiedenen Farben und sind in fast jedem Garten zu finden. Chrysanthemen, eigentlich Herbstpflanzen, sind immer früher gefragt: Auch jetzt im Hochsommer. Text: Moritz Weisskopf

Bilder: Moritz Weisskopf, Janine Wagner

S

ie zählen zu den bedeutendsten Zierpflanzen und sind nicht nur in ihrer Herkunftsregion Asien sehr beliebt, wo sie bereits seit über 1600 Jahren kultiviert werden. Chrysanthemen schmücken weltweit Parks, Gärten und Friedhöfe und werden auch als Schnittblumen verwendet. Die Anzahl der Sorten wird mittlerweile auf einige Tausend geschätzt. Nicht ganz so viele Sorten, aber trotzdem eine ordentliche Anzahl, züchtet die Jost Pflanzen AG in Wiedlisbach. Direkt neben einem kleinen Schwimmbad liegen die insgesamt 20 000 Quadratmeter


MIGROS-WELT | MM33, 10.8.2015 | 75

Mehr Wissen! Eine Chrysanthemenblüte dient in Japan als nationales und kaiserliches Siegel.

Abheben und im Flug unglaubliche Aussichten geniessen.

Flugtag Lauwil

Die Freude am Fliegen Bereits zum 25. Mal organisiert der lokal ansässige Delta-ParaClub den Flugtag Lauwil. Am 15. August

dreht sich wieder alles um Gleitschirme, Deltaflieger und andere Luftgefährte. Mit dabei: Jörg Rieder, langjähriger Eierlieferant der Migros Basel, mit seinem «Aus der Region. Für die Region.»-Gleitschirm.

grossen Chrysanthemenfelder. Für die Bewässerung wird zwar nicht das Schwimmbadwasser benützt, gerade für die jüngeren Aushilfen ist die Nähe zum Schwimmbad aber ein grosses Plus. «Sie freuen sich immer, wenn sie nach getaner Arbeit gleich ins Becken springen kön­ nen», erzählt Sandra Sommer, Betriebsleiterin der Gärtnerei in Wiedlisbach. Für die Wasser­ versorgung der Pflanzen sorgt ein raffiniertes Bewässerungs­ system. Über feine Schläuche wird jede einzelne Pflanze mit dem individuellen Bedarf an Regenwasser versorgt. Wenn es, wie in diesem Sommer, über

längere Zeit nicht regnet, muss auf Leitungswasser zurückge­ griffen werden. So oder so wach­ sen die Setzlinge innerhalb von rund drei Monaten zu buschigen Chrysanthemenpflanzen heran. Düsteres Wetter, bunte Farben

Insgesamt kümmern sich in dem Betrieb je nach Saison zwischen 30 und 40 Personen um das Wohl der Pflanzen. Apropos Saison. Bei der Besichtigung der Anlage, wundert man sich über die grossen schwarzen Tücher, die jeweils neben den Feldern liegen. «Das ist der Herbstsimu­ lator», klärt Sandra Sommer auf. Chrysanthemen seien klassische

Herbstpflanzen, da sie sich aber bereits im Sommer grosser Beliebtheit erfreuten, würden sie mit einer einfachen Methode «ausgetrickst». Jeden Abend gegen 19 Uhr werden sie mit dem Tuch zugedeckt, um den früheren Sonnenuntergang im Herbst zu simulieren. Bei so vielen verschiedenfar­ bigen Chrysanthemen muss es auch Trends geben. «Je dunkler das Wetter, umso beliebter sind hellere Farben. Im Sommer sind deshalb dunklere Farben gefragt», bestätigt Sandra Sommer. Sie mag am liebsten diejenigen, die in einem schönen Migros­Orange strahlen. MM

Bild: Janine Wagner

Mittlerweile gibt es Chrysanthemen in fast allen erdenklichen Farben.

Aber nicht nur Piloten und angefressene Flugfans werden sich an diesem Tag wohlfühlen. Neben einer grosszügigen Festwirtschaft und diversen Attraktionen können sich Personen, die schon immer einmal durch die Lüfte schweben wollten, für einen Gleitschirm-Passagierflug anmelden. Als weiteres Highlight wird unter allen Besuchern eine Fahrt für vier Personen mit dem «Aus der Region. Für die Region.»Heissluftballon verlost. Weitere Informationen: www.dpch.ch


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Wie halten Sie es mit der Pünktlichkeit?

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nen mittlerweile in verschiedensten Lichtfarben hergestellt werden. So können verschiedene Lichtstimmungen auch mit stromsparenden Leuchtmitteln erzeugt werden. Wer Licht bevorzugt, wie es die klassische Glühbirne produziert, wählt Lampen der Lichtfarben Warmweiss oder Extrawarmweiss. Auch Tageslichtweiss ist erhältlich. Es eignet sich vor allem für Büroräume, da es die Konzentration fördert.

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Ich bin ein altmodischer Mensch und halte Pünktlichkeit für eine Tugend. Leute, die regelmässig zu spät kommen, kann ich nicht leiden. Es sei denn, sie sehen gut aus. Die Welt ist ungerecht. Natürlich wirkt es beruhigend, wenn der Zuspätkommer eine Textnachricht schickt. Oder 17, so ungefähr alle 45 Sekunden. Und natürlich fühlen sich Zuspätkommer weniger schlecht, wenn sie sich bereits im Voraus per SMS entschuldigen können. Aber: Das macht ständiges Zuspätkommen nicht akzeptabel. Falls Sie Menschen kennen, die gerne zu spät sind, sollten Sie sich von dem Gedanken verabschieden, dass Sie diese zur Pünktlichkeit erziehen könnten. Klappt fast nie. Bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder richten Sie sich darauf ein und kommen selbst zu spät. Oder: Sie tolerieren diesen Makel. Zum Beispiel, wenn die Leute gut aussehen. Die Welt ist ungerecht.»

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LEBEN | MM33, 10.8.2015 | 81

Zootierärztin

Wartefrist für den Neuling Der schottische Tiger Viktor muss sich gedulden, bevor er sich Tigerdame Nikkie nähern darf. Zunächst kommt er in Quarantäne. Text: Karin Federer

Bilder: Walter Zoo

bild spiegeln und (dann) links um 3 cm ergänzen!

In der Quarantäne soll sich Viktor an seine neue Umgebung gewöhnen.

D

er zweijährige Viktor hat eine lange Reise hinter sich. Im Mai ist er von Schott­ land in einer grossen Trans­ portkiste zu uns in die Schweiz gefah­ ren worden, um in Zukunft unserer neuen Tigerdame Nikkie Gesellschaft zu leisten. Nach Ankunft muss er aber erst mal in Quarantäne – wobei das Wort Quarantäne härter klingt, als es in Tat und Wahrheit ist. Er verbringt die ersten drei Wochen in seiner neuen Innenanlage, noch getrennt von seiner zukünftigen Partnerin. Da Tiger in freier Wild­ bahn durch das knappe Futteran­ gebot in der Regel Einzelgänger sind, ist das eigentlich eine naturnahe Situation. Trotzdem wird die neue Umgebung und der «Hausarrest» von Viktor vorerst nur mit einem Knur­ ren und Grummeln quittiert. Dies muss aber so sein – zum Wohl der anderen Zootiere. Eine Quarantäne ermöglicht es den Pflegern, das Tier kennenzulernen

Karin Federer (29) ist Tierärztin und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.

Denn die Quarantäne von Neuzuzü­ gern ist im Zoo Routine und vor allem darum wichtig, weil wir die Tiere auf potenziell vorhandene Krankheiten überprüfen und den bereits vor­ handenen Tierbestand so schützen wollen. Auch Viktor werden kurz nach seiner Ankunft die ersten Kotproben entnommen und auf krank machende

Tipps

Quarantäne für Haustiere

Die Transportkiste, mit der Viktor im Mai aus Schottland anreiste, wird ausgeladen.

Bakterien und Parasiten untersucht. Eine Quarantänezeit gibt den Tier­ pflegern aber auch die Chance, das Verhalten und den Allgemeinzustand ihrer zukünftigen Schützlinge genau zu beobachten und sie besser kennen­ zulernen. Das ist immer eine spannende Zeit. Ebenso spannend sind dann auch Viktors erste, noch etwas zögerlichen Schritte in die Aussenanlage. Tiger sind eher ängstliche und vorsichtige, aber dennoch sehr interessierte Tiere, und es kann durchaus etwas dauern, bis sie einen neuen Lebens­ raum vollständig ausgekundschaftet haben und sich zu Hause fühlen. Heute habe ich aber keine Zweifel mehr – Viktor ist definitiv in seinem neuen Zuhause angekommen. Entspannt liegt er in seinem Gehege hinter einem Büschel Gras auf dem Rücken und streckt wohlig sein Gesicht und seinen Bauch der Sonne entgegen. MM

Auch für private Tierhalter, die mehrere Tiere halten, ist eine Quarantäne von Neuzuzügern in den ersten Tagen nach Ankunft im neuen Heim empfehlenswert. Folgendes ist dabei zu beachten: Direkter und indirekter Kontakt mit den anderen Tieren vermeiden. Futter und Futterbehälter, Putz­ material und Einstreu getrennt lagern. Ein Quarantäne­Raum (bzw. Terrari­ um oder Aquarium) sollte einfach zu reinigen und zu desinfizieren sein. Hände, Kleider und Gegenstände, die direkt oder indirekt mit dem Tier in Kontakt gekommen sind, regelmässig desinfizieren.

Während der Quarantänezeit muss der Neuankömmling gut beobachtet werden. Ein Allgemeinuntersuch und tierartspezifische Unter­ suchungen durch einen spezialisier­ ten Tierarzt sollten idealerweise in der Quarantänezeit stattfinden.


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Gesundheit

Bewegung tut not Über die Hälfte der 14-Jährigen hat Erfahrung mit Rückenproblemen. Deshalb ist Vorbeugen bereits im Kindesalter wichtig. So funktionierts. Text: Christa Joder

Ein Rucksack sollte nicht schwerer sein als zehn Prozent des Körpergewichts.

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egelmässige Untersuchungen zeigen, dass in der Unterstufe noch fast keine Fehlhaltungen feststellbar sind, diese aber in der Oberstufe deutlich zunehmen. Das sind die Gründe:

Bewegungsmangel: Bewegung ist ein Grundbedürfnis der Kinder. Bereits im Säuglings- und Kleinkindesalter wird die Vernetzung von Gehirnzellen durch körperliche Aktivität vollzogen. Je länger Kinder nicht nur in der Schule, sondern auch in der Freizeit vor dem Computer sitzen, umso eher leiden sie an Rückenschmerzen. So entsteht ein Teufelskreis: Kinder mit Schmerzen bewegen sich weniger. Dies führt zu Spannungskopfschmerzen, ungenügender Bewegungskoordination und Nackenstarre. Übergewicht: In der Schweiz bringt jedes fünfte Kind zu viele Kilos auf


Bild:Getty Images

LEBEN | MM33, 10.8.2015 | 83

die Waage, sieben Prozent der Kinder sind sogar krankhaft übergewichtig. Dies belastet den Bewegungsapparat übermässig. Bewegung wird mühsam, die Freude am Sport geht verloren. Sie sitzen mehr, was wiederum Rückenschmerzen begünstigt. Über­ gewichtige Kinder stürzen auch häu­ figer als normalgewichtige Kinder.

Schüler, die in der Schule ein Pult oder Kästli zur Verfügung haben, leiden weniger oft an Rückenschmer­ zen, da sie weniger Schulmaterial mit sich tragen. Auch in der Freizeit tragen Kinder schwere Taschen. Doch diese «freiwillige» Belastung nehmen sie in der Regel als weniger gross wahr.

ob Ihr Kind übergewichtig ist, lassen Sie den BMI berechnen und suchen Sie wenn nötig Hilfe beim Kinderarzt oder bei der Ernährungsberatung. Sollte Ihr Kind über Rückenschmer­ zen klagen, lassen Sie es von einem Arzt oder Chiropraktor auf Haltungs­ defizite, Fehlfunktionen oder Krüm­ mungen der Wirbelsäule untersuchen.

Schwerer Rucksack oder Tornister:

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Befragungen der Chiropraktoren haben gezeigt, dass das Tragen von schweren Schulsäcken Rücken­ schmerzen auslöst. Grundsätzlich sollte das Gewicht des Rucksacks zehn Prozent des Körpergewichts nicht übersteigen. Der Rucksack sollte über beide Schultern getragen und die Traglast auf Hüftgürtel und Rücken verteilt werden. Ist ein Kind zum Beispiel 30 Kilo schwer, sollte der Tornister oder Rucksack nicht über 3 Kilo wiegen.

Eltern sind auch in Sachen Bewegung und Haltung Vorbilder. Animieren Sie Ihr Kind so früh wie möglich zu Bewegung. Ihr Kind sollte verschiedene Sportarten ausprobieren und herausfinden, was ihm Spass macht! Unterstützen Sie Ihr Kind in «seiner» Sportart, auch wenn sich Ihre Begeisterung in Grenzen hält. Achten Sie darauf, dass das Pult und der Stuhl Ihres Kindes – zumin­ dest zu Hause – in der Höhe verstell­ bar sind. Wenn Sie unsicher sind,

Im Rahmen einer Aktion von Chiro­ Suisse, dem Verband der Schweizer Chiropraktoren, werden auch dieses Jahr kostenlos Kinderrücken unter­ sucht. Am Samstag, 14. November 2015, öffnen deshalb viele Chiroprak­ toren ihre Praxen. Der Rücken Ihres Kindes wird untersucht, damit früh­ zeitig Haltungsschäden erkannt und korrigiert werden können. MM Mehr Infos: www.chirosuisse.ch

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Crystal Paraiso Verde ***** Erstklasshotel an ruhiger Lage, nur ca. 200m vom kilometerlangen Sand-/Kieselstrand entfernt. Lage: In der Ferienregion Belek in idyllischer Landschaft mit natürlichen Wegen, die zum Wandern einladen. Ca. 1 km bis zur nächsten Ortschaft Bogazkent. Einrichtungen: Lobbybar, Internetcafé, Kino, Coiffeur, gepflegte Gartenanlage mit zwei grossen Swimmingpools (1100 m²) sowie Hallenbad. Im Speisesaal bedienen Sie sich an reichhaltigen Buffets. Wellnesscenter mit Sauna, Türkischem Bad, Massage. Zimmer: 583 Zimmer mit Bad/Dusche/WC, Klimaanlage, Minibar, Fön, Sat–TV und Balkon oder Terrasse. Sport und Unterhaltung: Tennis, Tischtennis, Basketball, Minigolf, Fitnesscenter, Aerobic und Wassergymnastik.

1. Tag / Zürich – Antalya: Flug nach Antalya, wo Sie bereits nach knapp 3½ Stunden landen und von Ihrer Reiseleitung empfangen werden. Transfer ins Hotel. 2. Tag / Antalya – Konya – Mevlana: Fahrt durch das gewaltige Taurus-Gebirge und abwechslungsreiche Landschaften nach Konya, der ehemaligen Hauptstadt des Seldschuken-Reiches. Hier besuchen Sie das berühmte Mevlana Kloster mit seinem eindrücklichen Museum, wo der Orden der tanzenden Derwische gegründet wurde. 3.Tag / Konya – Serhatli – Kappadokien: Am Morgen Besuch von Sultanhani, der besterhaltenen Karawanserei (Herberge aus dem Mittelalter). Anschliessend Fahrt durch bizarre Vulkan- und Tuffkegellandschaft ins Herz Kappadokiens, wo Sie Ihr Hotel für die nächsten 3 Nächte beziehen. Kappadokien, im inneranatolischen Hochland gelegen, ist von allen Seiten von Gebirge umgeben. Dazwischen liegt eine Landschaft von überwältigender Schönheit. Vulkanische Eruptionen, Wind und Wasser verzauberten diese Gegend in atemberaubende Landschaftsbilder mit bizarren Steinformationen.

Sofort buchen:

4. Tag / Kappadokien: Heute bestaunen Sie das weltweit einzigartige „Naturwunder Kappadokien“ mit seinen weiten Mondlandschaften. Kappadokien war das Zentrum des Christentums in der frühchristlichen Zeit. Die damalige Bevölkerung baute Höhlen, Klöster und unterirdische Städte, in denen bis 40’000 Menschen lebten. 5. Tag / Kappadokien – Göreme: Fahrt durch das Göreme-Tal, Besichtigung der Höhlenkirche (UNESCO-Kulturdenkmal), des Klosters und der Höhlenwohnungen. Besuch im Handwerkzentrum mit Einblick in die Verarbeitung lokaler Produkte. 6.Tag / Göreme – Obrukhan: Heute fahren Sie zur berühmten Seldschukischen Karawanserei Obrukhan und durch das mächtige Taurusgebirge nach Antalya, wo Sie zwei Nächte verbringen. 7.Tag / Antalya: Während einer Stadtbesichtigung besuchen Sie den malerischen Hafen, den bunten Basar sowie den Karpuzkaldran Wasserfall. 8.Tag / Rückflug oder Verlängerungswoche: Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Zürich oder Transfer zu Ihrem Verlängerungshotel in Belek.

Mo bis Fr 9h bis 12h + 13h3h bis 18h

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Rundreise inkl. Halbpension

Reise 4715

Rundreise 8 Tage

Verlängerungswoche All Inclusive

599.–

449.–

699.–

549.–

Zuschlag für Einzelzimmer pro Person/Woche: Rundreise: September + Oktober 199.– / November 149.– Verlängerungswoche: September + Oktober 249.– / November 199.– NICHT INBEGRIFFEN: Reservationsgebühr CHF 15.– pro Pers. • Annullierungskosten- und Reisezwischenfallversicherung CHF 39.–

www.net–tours.ch

Organisation und Durchführung net- tours, Glattbrugg


LEBEN | MM33, 10.8.2015 | 85

Von Naschen bis Wägen: So halten Sie das Gewicht.

So is(s)t die Jugend

Migrosmagazin.ch

S

Vegetarisch? Praktisch!

Steigen die Temperaturen, häufen sich die Einladungen zu Grill­ abenden. Gemütliche Stunden mit lieben Leuten und schmack­ haften Speisen. Steaks, zubereitet über dem offenen Feuer, sind das kulinarische Paradies für Fleischliebhaber.

Tipps

Hier lauern die Risiken Ein erhöhtes Risiko für eine Gewichtszunahme hat man bei Veränderungen … … im Beziehungsleben: neue Part-

nerschaft, Kinder, Verlust oder Trennung, Umzug. … der Biologie: Pubertät, Schwangerschaft, Menopause. … im Lebensstil: Aufhören mit Rauchen, Sport, Training, Diäten, Ferien, Feiertage. … in Beruf /Ausbildung: Beginn, Wechsel, Ruhestand, Arbeitslosigkeit, Stress, Mobbing, Schichtarbeit. … der Gesundheit: Trauma-, Angst-, depressive Störung, Ess- oder Schlafstörung, Unfälle, Medikamente, Hormonstörung, Erkrankungen des Bewegungsapparats. Hier schreiben die Vivai-Experten über Ernährungsfragen. Dieses Mal der Ernährungswissenschaftler David Fäh.

Bild: Getty Images

In Zusammenarbeit mit

Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.

Essen ist zum Geniessen da. Als Mittel gegen Stress taugen Nahrungsmittel hingegen nicht. Ernährung

Halten statt hungern Abnehmen ist oft nicht von dauerhaftem Erfolg. Ein normales Gewicht im Lot zu halten, ist wirksamer. Weil uns das Älterwerden zusätzlich zusetzt, müssen wir vorher aktiv werden. Text: David Fäh

I

n der Schweiz haben Über die Hälfte der Männer und ein Drittel der Frauen zu viel auf den Rippen – Tendenz steigend. Dies trifft hin­ gegen lediglich auf ein Fünftel aller Schulkinder zu. Das bedeutet, dass viele Menschen in einer Lebens­ phase zunehmen, in der sie dies bewusst verhindern könnten. Leider nutzen nur wenige diese Option und nehmen Bierbäuchlein und Hüftgold stillschwei­ gend in Kauf. «Ich kann ja im Januar wieder abneh­ men», denkt sich manch eine(r). Bloss passiert dann oft nichts. Es mag banal klingen, dahinter steckt aber etwas Wesentliches: Die besten Chancen, mit normalem Gewicht durchs Leben zu gehen, hat derjenige, der nie richtig zugenommen

hat. Sind die überschüssi­ gen Pfunde einmal da, wird man sie nur schwer dauerhaft wieder los. Unser Körper empfindet das höchste je erreichte Gewicht als Idealzustand, und er wehrt sich dagegen, diesen zu verlassen. Der Körper will bewahren

Kein Wunder: In einer Umwelt, die wenig hergab, aber viel abverlangte, machte dies während Jahr­ tausenden Sinn. Heute ist das anders. Wir arbeiten nicht mehr intensiv mit dem Körper und brauchen die vielen Kalorien nicht. Mit jedem Kilo zu viel wird es schwieriger, wieder auf ein normales Niveau zu kommen. Gewichts­ kontrolle ist also am wirk­ samsten, wenn das Gewicht noch einigermassen im normalen Bereich ist.

Allerdings ist es nicht ein­ fach, nur schon das Gewicht stabil zu halten, denn die Zeit arbeitet gegen uns. Altern macht uns fetter, zulasten der Muskeln. Wir verbrauchen weniger Energie. Um das Gewicht halten zu können, müssen wir uns also mehr bewegen oder weniger Kalorien aufnehmen. Oder – idealerweise – beides. Bei vielen Menschen hat Bewegung auch den Vorteil, dass sie damit automatisch weniger und vernünftiger essen. Das ist besonders dann ein wichtiger Ausgleich, wenn Essen und Trinken nicht nur dazu dienen, satt zu werden. Sondern Frust oder Stress zu bewältigen, der uns allen in manchen Lebensum­ ständen begegnet. Wer das im Hinterkopf behält, kann gezielt vorbeugen. MM

Als Vegetarierin hält sich meine Euphorie in Grenzen. Ist mir doch wurst, ob mein Gemüsespiessli in der Pfanne oder auf dem Rost gebraten wird. Und auf dem Rost zubereitet, landet das Gemüse sowieso schneller in der Glut als in meinem Mund. Doch vor Kurzem tauchte die zündende Idee auf: Aluschalen! Gemüse, zum Beispiel Auberginen, dazu Fetawürfel, mit Kichererbsen und Gewürzen mischen und ab auf den Rost! In der Aluschale ist die Mischung perfekt vor Fremdkörpern (sprich Fleischsprit­ zern) geschützt. Das Essen aus dem Behälter ist praktisch, kein Abrutschen wie mit dem Spiess. Messer und Teller kann man daheim lassen. Spätestens beim Abwaschen beneiden mich die Fleischesser.

Flavia von Gunten (17),

Gymnasiastin aus Steffisburg BE.


86 | MM33, 10.8.2015 | LEBEN

Kinder

Die grüne Königin Basilikum liebt Wärme, riecht nach

Sonne und verleiht dem Essen eine sommerliche Frische. Die sogenannte Königspflanze duftet je nach Sorte mal nach Lakritze, Zimt oder Zitrone. Und sie vertreibt Insekten.

Im alten Ägypten verwendete man Basilikum aufgrund seiner antibakteriellen und konservierenden Eigenschaften für die Einbalsamierung von Königen.

Text: Patricia Brambilla, Jean-Luc Pasquier Illustrationen: bunterhund.ch

In Indien ist Basilikum heilig. Es wird «Tulsi» genannt und noch heute in den Tempeln als Opfergabe an die Götter Krishna und Vishnu dargebracht.

Um das Blätterwachstum anzuregen, Stängel unterhalb der Blüten abknipsen. Die Blüten nicht wegwerfen, sie ergeben eine hübsche Salatdekoration.

Basilikum riecht nicht nur angenehm auf Teller und Terrasse, sein Duft hält auch Insekten fern. So schlägt man mehrere Fliegen mit einem Basilikum …

Basilikum hat sowohl afrikanische als auch asiatische Wurzeln. Es wurde zunächst in Indien angebaut, dann in Ägypten, bevor es in den römischen Küchen landete. Doch bei «Ocimum basilicum», was «Königspflanze» bedeutet, denkt heute jeder an Italien. Man braucht nur die Nase in einen Bund dieser Gewürzpflanze mit den glänzend grünen und hübsch gewölbten Blättern zu stecken, und schon fühlt man sich in den Ferien in Ligurien! Eine Insalata caprese aus

Basilikum, Tomaten- und Mozzarellascheiben ist nicht nur sehr fein, sie trägt auch stolz die Farben der italienischen Flagge! Tomaten und Basilikum passen perfekt zusammen, auch auf dem Feld: Inmitten von Tomaten wächst das Basilikum noch besser und hält gleichzeitig eine gefürchtete Pflanzenkrankheit von ihnen fern: den Falschen Mehltau. Das Basilikum, das die Sonne liebt und regelmässig gegossen werden muss, gibt es in verschiedenen Varianten,

die nach Lakritze, Zitrone, Zimt oder Kampfer duften. Doch letztlich geht nichts über traditionelles Basilikum, mit dem man Pesto (in Italien) oder Pistou (in Südfrankreich) aus zerstossenen Basilikumblättern, Knoblauch, Olivenöl und Parmesan zubereitet. Seine verdauungsfördernden Eigenschaften sorgen dafür, dass es auch für Desserts verwendet wird: Ein Basilikumsorbet erfreut nicht nur die Geschmacksnerven, es tut auch dem Magen gut. MM


LEBEN | MM33, 10.8.2015 | 87

Levana (7)

und Hilfe braucht. Wer so ein Fin­ deltier entdeckt, muss ihm helfen. Das ist sogar ein Gesetz, auch wenn das viele Leute nicht wissen. Man informiert die Tiermelde­ zentrale, versorgt das Tier, bringt es zum Tierarzt oder ins Tierheim. Allerdings sind diese im Sommer meist überfüllt. Manche Tierbesit­ zer geben ihre Hunde, Katzen und Vögel nur ferienhalber ins Heim. Andere geben sie für immer ab. Ihre Tierliebe endet auffallend oft

R ätse lspas s

vor den Ferien. Ganz herzlose Leute setzen ihre Haustiere in der freien Natur aus, dort können sie aber nicht überleben. Darum ist das auch verboten. Früher galt ein Tier vor dem Gesetz als eine Sache. Seit 2003 ist das nicht mehr so. Seither wird die Würde des Tieres besser ge­ schützt. Schau dir mal Camillo an: Ist doch logisch, dass der nicht eine Sache ist oder gar wie ein Turnsack behandelt werden darf, oder? MM

h t man as verste W « : a in N hrung?» Fragt nunterfü h a B r e in in un t e r e gerade e o: «Wenn g u s.» H t t h g ic a S ar n erfährt, g b rü a d g Zu

Gabriela Bonin (47) beantwortet

die Fragen ihrer Töchter (14, 10, 7).

Fragt Nina: «Was ist drei hoch ein s?» Sagt Hugo: «Tobi beim Pinkeln !»

NINAS KLEINES SOMMERRÄTSEL

TOBIS SOMMER-SUDOKU

Jeden Tag grübelt Tobi über einem neuen Sudoku. Er löst sie immer schneller. Und jetzt hat er ein eigenes Sudoku für dich entwickelt. Statt Zahlen hat er lustige bunte Symbole genommen, die du nun ergänzen musst. Und so geht es: In dem grossen Kasten unten erkennst du sechs mit dickeren schwarzen Linien abgegrenzte Bereiche. In jedem dieser Bereiche dürfen die Symbole wie Haus, Gesicht, Fisch, Eis, Tanne oder Sonne nur ein Mal vorkommen. Auch in den Zeilen und den Spalten darf sich keines wiederholen. Damit es schön bunt bleibt, kannst du die fehlenden Symbole in den vorgegebenen Farben malen.

1. Wie nennt man Ebbe und Flut noch? a) Verzeihen b) Gezeiten c) Geuhr

2. Welcher ist kein Sommermonat? a) Oktober b) Juli c) August

3. Was wächst bei uns im Juni? a) Erdbeeren b) Baumnüsse c) Kohl

4. Was ist UV-Schutz? a) Eine Velo-Marke b) Schutz vor der Sonne c) Eine Unfall-Versicherung

Lösung: 1. b, 2. a, 3. a, 4. b

Wenn wir unser Büsi Camillo verlieren und jemand es findet, ist Camillo für diesen Finder ein Findeltier. Während der Sommer­ ferien verschwinden mehr Katzen als üblich. Natürlich verliert man sie nicht einfach so wie einen Turn­ sack. Aber wenn Katzenbesitzer verreisen, lassen sie ihr Büsi meist zu Hause, und ein Nachbar füttert es. Da kann es sein, dass es vor lau­ ter Alleinsein öfter herumstreunt, dass es irgendwo aus Versehen eingeschlossen wird, sich verletzt

Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs Hier erwarten dich: • lustige Spiele • tolle Basteltipps & Malvorlagen • spannende Geschichten und vieles mehr ...

www.lilibiggs.ch

Lösung:


88 | MM33, 10.8.2015 | LEBEN

Migros-Bank-Ratgeber

Eigentlich möchte ich Geld längerfristig in Aktien investieren. Doch das Verlustrisiko schreckt mich ab. Was raten Sie? Zunächst eine Preisfrage: In der nebenstehenden Grafik sehen Sie zwei Geldanlagen, dargestellt in den Farben Blau und Orange. Die Kurven zeigen die jeweiligen Jahresrenditen über die letzten 50 Jahre. Welche Anlage erscheint Ihnen attraktiver? Ich nehme an, Sie haben die orange gewählt. Denn die Kurve verläuft viel konstanter und sinkt zudem nie ins Minus. Bei der blauen Anlage dagegen sind immer wieder erhebliche Verluste eingetreten. Hier ist nun die Auflösung: Es handelt sich beide Male um die genau gleiche Geldanlage, um ein Portfolio mit breit diversifizierten Schweizer Aktien (dargestellt durch den Swiss Performance Index). Allerdings gibt es einen kleinen entscheidenden Unterschied: Bei der orangen Kurve blieben die Aktien zehn Jahre im Depot, bei der blauen Kurve jedoch nur während drei Jahren.

Albert Steck ist verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.

Zum besseren Verständnis habe ich auf beiden Linien den Punkt mit der tiefsten Rendite markiert: Bei der orangen Kurve war dies im Jahr 2008. Das bedeutet: Wer 1998 Schweizer Aktien kaufte, erzielte in den zehn Jahren danach eine durchschnittliche jährliche Rendite von nur 0,2 Prozent. Die schlechteste Drei-JahresPeriode wiederum endete im Jahr

H

Blau oder Orange: Wo würden Sie Ihr Geld lieber investieren? jährliche Rendite in % 35 30 25 20 15 10 5 0 -5 -10 -15 1965

1970

1975

1980

1985

1990

1995

2000

2005

2010

2014

Aktien drei Jahre (blau) oder zehn Jahre (orange) halten? Je länger die Aktien im Depot liegen, desto stabiler sind die Renditen. Dafür gibt es Gründe. 2002: Ein Aktienkauf 1999 führte in den drei Jahren bis 2002 zu einem jährlichen Verlust von 13,6 Prozent (vgl. Kreis auf der blauen Kurve). Diese Zahlen sind inklusive Dividenden.

Welche Erkenntnis lässt sich daraus ziehen? Wer nicht die nötige Geduld mitbringt und die Aktien nur wenige Jahre im Depot behält, für den ist die Verlustgefahr gross. So haben viele Anleger nach den Einbrüchen von 2002 und 2008 die Nerven verloren und ihre Titel verkauft. Dagegen kann man mit einer langfristigen Anlagedauer von zehn Jahren das Risiko deutlich eindämmen. Seit

1945 gab es bei einer solchen Anlagefrist noch nie eine negative Rendite. Wobei die Schwankungen auch bei der orangen Kurve ein beträchtliches Mass annehmen. Immerhin resultierte dort im besten Fall ein jährlicher Gewinn von 20 Prozent.

Nicht umsonst lautet eine alte Börsenweisheit: Wenn Sie ein Portfolio mit Aktien kaufen, dann nehmen Sie eine Schlaftablette – und schauen erst nach zehn Jahren wieder, wie hoch Ihr Ertrag ausgefallen ist. MM Aktuell auf Blog.migrosbank.ch: Wie Sie mit Dividenden in zehn Jahren eine Rendite von 48 Prozent erreichen.

Mamma mia

Tempo 50

Herr Meyer fährt gern Auto. Keinesfalls gemächlich, sondern lieber zackig. Während er in seinem Wagen sitzt und darauf wartet, dass das Tiefgaragentor aufgeht, zuckt sein rechter Fuss. Wrummm-wrummm. Sämtliche Mütter im Umkreis reissen eigene (und fremde) Kinder an sich. Sie wissen: Gleich brettert er die Garagenrampe hoch und schiesst auf die Strasse. In zwei Sekunden von 0 auf 50, das kann er gut. Und motzen, das kann er auch gut.

Unsere Quartierstrasse endet im Nichts. Wer hier einbiegt, der wohnt entweder hier und kennt die Situation. Oder er hat sich verfahren. Der Asphalt ist von Pflastersteinen durchbrochen, das Trottoir geht nahtlos in die Fahrbahn über. Es gibt Bodenwellen, Hindernisse, einen funktionslosen Kreisel. Die Kinder nutzen den Asphalt ganz selbstverständlich mit. Sie rumpeln mit ihren Trottis über das Pflaster und schwirren mit ihren Velos um den Minikreisel.

Herr Meyer beharrt dennoch darauf: Wo 50 erlaubt ist, fährt er 50. Um seine Meinung zu unterstreichen, bremst er auch mal im letzten Moment ab. Oder er lässt die Scheibe hinunter, um den Müttern mitten auf der Strasse die Leviten zu lesen. Seit wenigen Wochen hasst er diese Weiber noch mehr. Haben die doch tatsächlich die Gemeinde überzeugt, dass die Sackgasse eine Begegnungszone werden soll. Heisst: Vortritt für Fussgänger, Schritttempo statt 50.

Bettina Leinenbach (38)

ist Journalistin und zweifache Mutter.


LEBEN | MM33, 10.8.2015 | 89

Digital

Lassen Sie um sich buhlen! Es funktioniert wie bei Ricardo.ch, nur umgekehrt: Handwerker und Dienstleister bieten auf Ihren Aufrag, und Sie wählen die interessanteste Offerte. Text: Reto Vogt Illustration: Supertotto / 2 Agenten

Illustration: supertotto/2Agenten

E

ndreinigung vor dem Umzug, frisch gestrichene Wände, Hilfe bei der Steuererklärung oder eine neu programmierte Website: Der Auftrag ist schnell formuliert, aber welche Firma soll ihn ausführen? Heute ist es ein Leichtes, kom­ petente Handwerker, zuverlässige Treuhänder oder kreative Web­ entwickler zu finden. Statt in den Gelben Seiten zu blättern, schrei­ ben Sie den Auftrag bei Expertado, Offertube oder Renovero im Inter­ net aus und warten, bis geeignete Fachkräfte darauf bieten. Das hat den Vorteil, eingegangene Offerten direkt am Bildschirm abzurufen, miteinander zu vergleichen und die beste davon auszuwählen. Die Kriterien sind individuell: Muss das Angebot preiswert sein, oder ist hohe Qualität wichti­ ger? Und wie stark gewichte ich Service und Support? Bei einer Online­Ausschreibung entscheidet das jeder für sich selbst.

Die Vermittlungsarbeit übernehmen Internetplattformen, deren Nutzung für Auftraggeber komplett kostenlos ist. Sie verdienen ihr Geld, indem Firmen entweder Mitgliedsgebühren abliefern oder für jeden zugesicherten Auftrag eine Provision bezahlen. Transparentes Bewertungssystem

Damit unqualifizierte Firmen zum Beispiel mit Dumpingpreisen keine Aufträge erheischen, haben die auf Handwerksarbeiten ausgerichteten Plattformen Expertado.ch und Renovero.ch ein transparentes Bewertungssystem installiert. Nach der Fertigstellung können Auftraggeber die abgelie­ ferte Arbeit positiv oder negativ bewerten. So wird sichergestellt, dass zuverlässige Anbieter sich etablieren und sich von schwarzen Schafen abheben können. Einen anderen Weg geht Offer­ tube.ch: Der auf Dienstleistungen spezialisierte Vermittler arbeitet

Sie wollen eine Offerte einholen? So gehts! Migrosmagazin.ch

Ihre Frage? E-Mail genügt!

reto.vogt@ migrosmedien.ch

Ratgeber

Office-Vorlage Wie kann ich Vorlagen für Word, Excel oder Outlook erstellen und nutzen? Alfred Fischer

E

Eine Vorlage erstellen Sie unabhängig vom Programm immer gleich: Gestalten Sie zuerst das Dokument oder die E­Mail­Nach­ richt und wählen Sie danach «Datei/Spei­ chern unter». Je nach Office­Version heisst dort das Ausklapp­ menü «Dateityp» oder «Format». Öffnen Sie es, wählen «Word­», «Excel­», oder «Out­ look­Vorlage», ver­ geben einen Namen und klicken «Sichern».

nur mit Firmen zusammen, die im Handelsregister eingetragen sind. Im Unterschied zur Kon­ kurrenz vermittelt Offertube.ch keine Offerten, sondern die Kontaktdaten von drei Firmen, die per Mausklick ihr Interesse am Auftrag bekundeten. Das hat den Vorteil, den Dienstleister in einem persönlichen Gespräch kennen­ zulernen, bevor der Auftrag erteilt wird. Eines haben alle Plattformen gemeinsam: Die eingegangenen Angebote sind nicht verbindlich. Erst, wenn der Auftraggeber eins davon auswählt und den Auftrag bewusst erteilt, steht der Vertrag. Und so gehts: Voraussetzung für eine Ausschreibung ist die kosten­ lose Registrierung. Dazu klicken Sie auf der gewünschten Plattform auf den Link Anmeldung. An­ schliessend erfassen Sie den Auf­ trag, beschreiben möglichst genau, was, wo, bis wann zu erledigen ist, schicken den Eintrag ab – und war­ ten auf die richtige Firma. MM

Um eine gespeicherte Vorlage zu öffnen, klicken Sie in Word, Excel oder PowerPoint auf «Datei/Neu aus Vorlage» und markie­ ren «Meine Vorlagen». In Outlook ist es kom­ plizierter, weshalb Sie die Vorlage am besten aus Ihrem Standard­ verzeichnis C:\Users\ IhrName\Appdata\ Roaming\Microsoft\ Templates auf den Desktop verschieben und wie gewohnt per Doppelklick öffnen.

Reto Vogt (30),

Onlineredaktor Migros-Magazin @revogt


90 | MM33, 10.8.2015 | LEBEN

Auto

Ein guter Freund der Familie Mit dem neuen Peugeot Partner Tepee bieten die Franzosen einen City Van mit viel Platz. Familie Ruckstuhl-Hunger aus Schaffhausen testet die Outdoor-Version im Offroadlook. Text: Timothy Pfannkuchen

Die Plätze «Unser Testwagen hat fünf Sitze, aber wir würden in jedem Fall die 900 Franken mehr für sieben Sitze ausgeben. So könnten wir einmal andere Kinder oder das Grosi mitnehmen.» Martin Hunger

Bilder: Mirko Ries

S

ein Name ist Programm: Der Peugeot Partner Tepee (Tepee ist die PW-Version) will ein Familienpartner sein: viel Platz auf 4,38 Metern Länge. Daher gefällt er Désirée Ruckstuhl (34) und Martin Hunger (41). «Da wir kein Auto haben, leihen wir oft eines. Der Peugeot wäre für uns, Suana (8), Eluan (5) und Nando (5) wohl ideal», verrät Désirée Ruckstuhl. An Platz fehlt es bei 675 bis 3000 Litern Laderaum nicht. «Ausser im Laderaum ist er auch hinten sehr luftig, und die Sitze sind bequem», führt Reiseberater Martin Hunger aus, und schränkt lediglich ein: «Nur ist das Auto wohl eher für grössere Kinder geeignet: Die Schiebetüren sind zwar superpraktisch, aber für Kinderfinger nicht ungefährlich, und die hinteren Ausstellfenster können kleine Kinder noch nicht selbst öffnen und schliessen.»

115 g/km CO2

Grenzwert 2015: 130 g/km

Leise und viel Kraft bergauf

Sonst bekommt der Partner fast nur Lob. «Ich staune, wie wenig ich tanken muss: Im Test verbraucht er knapp sieben Liter», lobt Désirée Ruckstuhl den 120-PS-Motor. «Für einen Diesel ist er leise», fährt die Gastronomiefachfrau fort, «und er hat sogar bergauf genug Kraft. Unsere Suana sagt: ‹Mit dem sind mir schneller als alli andere, gell?› Nur musste ich mich dieseltypisch erst daran gewöhnen, ihn beim Losfahren nicht ‹absaufen› zu lassen.» Lachend fügt Désirée Ruckstuhl an: «Das Cockpit wirkt übrigens qualitativ prima, sodass mich nicht einmal stört, dass sich der Schalthebel rustikal wie in einem Laster anfühlt.» Nachdem das Fahren auch sonst gefällt (Martin Hunger: «Wendig, gut gefedert, überaus alltagstauglich»), die Frage: Würde die Familie den Partner kaufen? «Leider ist das trotz tollem Preis-Leistungs-Verhältnis für uns ein zu grosser Budgetposten», resümiert Désirée Ruckstuhl: «Schade, denn so stelle ich mir ein vielseitiges Auto für vielseitige Familien vor.» MM

Das Design «Wir finden das Styling spritzig und den Geländelook der Outdoor-Version witzig, aber an sich überflüssig. Die Grösse ist ideal. Nur die hohe Sitzposition war anfangs ungewohnt.» Désirée Ruckstuhl


LEBEN | MM33, 10.8.2015 | 91

Die Scheiben «Das Raumgefühl ist schön hell und luftig. Ebenfalls praktisch: An die Fächer der Konsole im Dach kommen auch die Kinder heran, und die Heckscheibe lässt sich separat öffnen.» Désirée Ruckstuhl

Testeten den frischen Peugeot Partner Tepee Outdoor: Martin Hunger und Désirée Ruckstuhl aus Schaffhausen mit Suana (Mitte) sowie den Zwillingen Nando (links) und Eluan.

Die Auto-Testfamilie

Eine Woche gratis testen! Testen Sie als Familie den neuen Mazda CX-3. Bewerben Sie sich bis am 16. 8. 2015 auf Migrosmagazin.ch und fahren Sie vom 14. bis 21. 9. 2015 diesen CitySUV. Sie sind dazu mindestens zu dritt und erscheinen später im Migros-Magazin. Wir wählen die Familie aus.

Steckbrief

Peugeot Partner Tepee Outdoor BlueHDi 120

Steckbrief

Mazda CX-3 Skyactiv-D 105 AWD Automat

Antrieb: 1.6-R4-Turbodiesel, 120 PS, 300 Nm ab 1750/min, 6-Gang-

Getriebe, Frontantrieb. Fahrwerte: 0–100 km/h in 12,9 s, Spitze 176 km/h. Gewicht: 1473 kg. Verbrauch: 4,4 l/100 km = 115 g/km CO2-Ausstoss (Normwerte) , Energieeffizienz A. Preis: ab 28 140 Franken (Basis: VTi 98, ab 19490 Franken).

Antrieb: 1.5-R4-Turbodiesel, 105 PS, 6-Stufen-

Das Cockpit «Das gute Multimediasystem im tadellosen Cockpit gefällt mit seiner Rückfahrkamera, doch die Drucktasten für die Lautstärke passen uns nicht: Ein Drehknopf wäre da viel praktischer.» Martin Hunger

Automat, 4x4. Verbrauch: 5,2 l/ 100 km = 136 g/km, CO2-Ausstoss , Energieeffizienz B. Preis: ab 36 200 Franken (Basis: Skyactiv-G 120 FWD, ab 22 000 Franken).


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LEBEN | MM33, 10.8.2015 | 93

Wettbewerb

Mitmachen und gewinnen!

Familie Sackmann empfängt ihre Gäste bereits in vierter Generation.

3 x 1 Woche im Hotel Konradshof für je 2 Personen

Glücksgriff

Idyllischer Schwarzwald Wellness, Naturschwimmteich, Kaminrestaurant: Das Migros-Magazin und das Hotel Konradshof verlosen drei Mal eine Schwarzwald-Woche für zwei Personen.

A

uf einem idyllischen Hochplateau im Nord­ schwarzwald liegt das Hotel Konradshof auf 800 Meter über Meer. Das Haus ist in Besitz der Gast­ geberfamilie Sackmann und wird in vierter Generation von Tochter Annette geführt. Das Hotel wurde während den letzten vier Jahren komplett renoviert und 2014 vom Buchungsportal Hotelspecials zum «Besten Hotel im Schwarzwald» gekürt. Die 18 Zimmer, alle mit Balkon und Blick ins Grüne, sind gross und gemütlich eingerichtet. Das Schwarzwaldhotel hat einen Wellnessbereich der besonderen Art, der nicht mit den üblichen Anlagen von typischen Wellness­ hotels zu vergleichen ist. Der kleine, feine Naturspa besteht aus zwei Original­Blockhäusern, die in einem grossen, parkähnlichen Gar­

ten an einem Naturschwimmteich stehen. Die stilvollen Blockhütten sind mit Holz aus eigenen, umlie­ genden Wäldern gebaut. Im einen Haus sind Sauna und Ruheraum untergebracht, im anderen können entspannende Massagen und wohltuende Anwendungen genos­ sen werden. Dieses Ensemble – der Teich, das Holzdeck und die zwei gemütlichen Blockhäuser – bilden ein kleines, aber feines Wellness-Refugium unter freiem Himmel. Die Anlage fügt sich har­ monisch in den Garten mit seinen Bäumen ein. Hier findet der Gast Ruhe und Erholung. Mit auf die Jagd

Im Restaurant knistert das Kamin­ feuer. Die Familie Sackmann ver­ wöhnt die Gäste mit typischen sai­ sonalen und regionalen Spezialitä­ ten und mit Wildgerichten aus der

eigenen Jagd. Schleckmäuler haben die Qual der Wahl mit den hausgemachten Kuchen, Torten und Eiskreationen, die vorzugs­ weise auf der grossen Garten­ terrasse genossen werden. Tipp: Mutter Sackmanns Schwarzwälder Kirschtorte sollte man nicht auslassen. Wenn es ein Original gibt, dann hier. Umgeben von Wiesen und Wäl­ dern ist der Konradshof ein idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Sport­ und Freizeitaktivitäten im Nordschwarzwald: Im Sommer locken Wander­ und Bike­Touren, im Winter sonnige Loipen oder Schneeschuhwanderungen. Ausser­ dem nehmen Seniorchef Karl Sack­ mann und sein Sohn Florian, beide Jäger und Förster, interessierte Gäste gerne mit auf die Jagd. MM Weitere Informationen: www.hotel-konradshof.de

Das Migros-Magazin und das Hotel Konradshof verlosen drei Mal eine Schwarzwald- Woche im Hotel Konradshof für je zwei Personen im Gesamtwert von 3000 Franken. Im Preis enthalten sind 7 Nächte für 2 Personen in einem Klassik-Doppelzimmer, 7 x regionales 3-GangAbendmenu im Kaminrestaurant, Nutzung des Naturspa im Wert von je 1000 Franken. Der Gewinngutschein ist gültig von Mitte Oktober bis Ende März, ausgenommen Fest- und Feiertage. Wettbewerbsfrage: In wievielter Generation wird das Hotel Konradshof geführt? So machen Sie mit: Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf

ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Hotel Konradshof», Postfach, 8099 Zürich. Online: Gratis unter Migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 16. 8. 2015 Teilnahmebedingungen finden Sie online unter Migrosmagazin.ch


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ez. 2015 30. Nov. - 3. D

15 4. - 7. Dez. 20 Reisehit 15 c)

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7. - 10. Dez. 2 Reisehit 15 d)

Prag, die „goldene Stadt“, erstrahlt im Adventskleid

von seiner schönsten Seite und erwartet Sie mit den wohl schönsten Weihnachtsmärkten Europas. Reservieren Sie dieses limitierte und konkurrenzlose Angebot von car-tours sofort und lassen Sie sich verzaubern.

Ihr Reiseprogramm in bester Gesellschaft: 1. Tag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus nach Prag wo wir in unserem Hotel mit einem feinen Nachtessen erwartet werden. 2. Tag – Stadtführung, Prager Weihnachtsmärkte & Bierkeller Prag empfängt uns im schönen Adventskleid. Gleich nach dem Früchstück entdecken wir bei einer tollen Stadtführung die Höhepunkte der „Goldenen Stadt“. Zum Stadtbild gehören die legendäre Karlsbrücke, das Burgenviertel mit dem Hradschin, der Veitsdom und das Altstadtviertel. Am Nachmittag bleibt Ihnen genügend Zeit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Natürlich empfehlen wir Ihnen den Besuch der Prager Weihnachtsmärkte, die zweifelsohne zu den schönsten Europas gehören. Lassen Sie sich von der zauberhaften Stimmung, die über der Stadt liegt, verzaubern! Am Abend laden wir Sie in der Prager Innenstadt in einem traditionellen Bierkeller zum Nachtessen mit lokalen Spezialitäten, feinem Bier und Musik!

Weihnachtsmarkt in der Altstadt

3. Tag – Prager Weihnachtsmärkte & Schifffahrt auf der Moldau Den heutigen Tag können Sie gemütlich angehen – schlafen Sie etwas länger und geniessen Sie ein ausgiebiges Frühstück. Es bleibt Ihnen genügend Zeit für eigene Entdeckungstouren, für die Weihnachtsmärkte oder für einen Besuch der legendären Prager Burg, die zu den spektakulärsten der Welt gehört. Zum Abschluss dieser wunderschönen Reise laden wir Sie am Abend zu einer zauberhaften Schifffahrt auf der Moldau inkl. feinem Nachtessen und Musik. Ein einmaliges Erlebnis und ideale Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu vertiefen. 4. Tag – Heimreise Mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck treten wir nach dem Frühstück die Heimreise an.

Unser Sonderpreis für Sie: Preis pro Pers. im Doppelzimmer

im gehobenen Mittelklassehotel

Fr. 395.-

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag nur Fr. 60.Buchungsgebühr: Fr. 20.- p.P. Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Diepoldsau, Luzern, Olten, Pfäffikon SZ, Thun, St. Gallen, Sargans, Wil SG, Winterthur, Zürich. Prag

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LEBEN | MM33, 10.8.2015 | 95

Kreuzworträtsel

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

Gesamtwert 750 Franken!

oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 16.8.2015, 24 Uhr

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 16.8.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

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Auflösung Nr. 32: AUSGANGSPUNKT

Die Gewinner Nr. 31 finden Sie unter: www.migrosmagazin.ch/raetsel


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LEBEN | MM33, 10.8.2015 | 97

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wie nennt man das Nest einer Storchenfamilie? V Günther

L

Horst

A Ingo

2. Welches Gerät kommt bei Fernseh-Spielshows zum Einsatz? E

Buzzer

O Bazar

N Buchse

3. An welcher Bahnlinie liegt Langnau im Emmental? I

Bern–Luzern

R Bern–Zürich

M Bern–Biel

So nehmen Sie teil

4. Worauf geht der Ausdruck «Ach du grüne Neune!» wahrscheinlich zurück? E

Blume

T

Festanlass

N Spielkarte

Midlife-Crisis

L

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 16.8.2015, 24 Uhr

5. Was ist ein «Brüllender Vierziger»? T

Westwind

S

Motorradmotor

6. Wen bezeichnete Alfred Einstein als «Vater der modernen Physik»? D Isaac Newton

U Galileo Galilei

O Aristoteles

7. Welche Krankheit überträgt die Anophelesmücke? S

Fleckfieber

E

Typhus

C Malaria

8. Wie werden die traditionell gekleideten Frauen in Bolivien und Chile genannt? H Cholita

N Polleras

T

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Volanta

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 30: Peter Max Ort, Beinwil am See AG; Lukas Bürki, Faulensee BE; Martin Koch, Konolfingen BE

Auflösung Nr. 31: FESTREDE

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 2 4

E

1 3

Auflösung Nr. 32: LIMIT Gewinner Nr. 31: Kurt Feuz, Mollis GL; Marcel Hohler, Rheinfelden AG; Edi Stutz, Basel

5

APER I T I F D E S I GN EN ER P ROB EN G I RARDET H OM E B A S E MEN I NGES POEBEL E I R E I S EW E G T E L ESKOP TRUEBSAL 1

2

3

4

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 16.8.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

5


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Von fair bis chic, von besser schlafen bis Fett verbrennen, von trainieren bis faulenzen – Vivai, das Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin der Migros, inspiriert mit Ideen und Trends.

Das Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin der

03/2015

In der Juni-Ausgabe:

ERNÄHREN Die Kuhmilch hat Konkurrenz bekommen von Soja-, Reis- und Mandel-Drinks. Was dahintersteckt.

REISEN Jeder Mensch brauche seine Insel, heisst es. Wir haben ein paar gefunden. In Ausflugsnähe.

Nehmen Sie sich die Zeit! Vom entspannten Umgang mit dem kostbaren Gut Zeit

Im Fluss bleiben! So finden Sie in diesem Sommer jede Menge

Zeit

Auf den Sattel! Vom Lebensgefühl des Velofahrens Reif für die Insel! Jeder braucht seine Insel. Wir haben sie gefunden. Ganz nah – und etwas weiter weg …

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LEBEN | MM33, 10.8.2015 | 99

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

7 9

4 8 3 9

7

9 4

2

3 5

8 3

7

4 6 5 2 1 8 9 7 3

6

9 1 6 8 2

1

Auflösung Nr. 32: 231

2

8 6

2 1 3 6 9 7 5 4 8

8 9 7 5 4 3 2 6 1

7 4 9 8 2 1 3 5 6

3 2 6 4 7 5 1 8 9

5 8 1 3 6 9 7 2 4

6 3 4 1 5 2 8 9 7

1 7 2 9 8 4 6 3 5

9 5 8 7 3 6 4 1 2

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 16.8.2015, 24 Uhr

Gewinner Nr. 31: Tamara Szummer, Uhwiesen ZH; Martin Schluchter, Kiental BE; Concetta Lorini, Penthalaz VD; Annagret Jenny, Itingen BL; Lilo Ehmann, Hinwil ZH

9 1

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 3 3 2 3 miteinander verbunden 3 2 sein. Verboten: Kreuzun6 5 2 3 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.

1 2 2 2 6 0

Auflösung Nr. 32:

2

5

1 3

2

1 6

1

1

0

3

1

1

1

0

3

6

1 3 2

3

2

2

4

3 2

3

3

3 3 5

3 2 2

3 1

1 3 4

3

4 2

Auflösung Nr. 32: 3

1

3

6

4

2

4

4

4

1

2 3

2

3 2

1 4

5 2

2 3 2

2 4 4 2 2

2 2 1 2

3 3 4 3 2

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 391 000 (WEMF, MACH Basic 2015-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Philipp Jordan (Leitung a. i.), Susi Zihler (Produzentin a. i.), Gerda Portner (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild

Ressort Shopping & Food: Eveline Zollinger (Leitung a. i.), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Migros-Welt: Werner Gämperli, Nicole Gut, Ressort M-Aktuell: Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Tatiana Vergara Clément, Anna Meister, Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Prepress: Michael West Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Online: Scasascia Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Sekretariat: Fax: 058 577 13 72 Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Innendienst: Nicole Thalmann Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Nathalie Deutsch, Laila Müller Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

(Leitung), Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz

Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG


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EXPO MAILAND ZUM VORZUGSPREIS Die Expo Milano widmet sich unterschiedlichen Aspekten der Ernährung und Energie zum Leben. Auf den Schweizer Ausstellungs-Pavillon darf man besonders gespannt sein. Dank der Nähe zum Tessin lässt sich der Besuch der Expo perfekt mit einem Aufenthalt in der Sonnenstube der Schweiz verbinden.

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Hotel Coronado****S, Mendrisio

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Rundungsdifferenzen möglich. Es gelten die AVRB von STC Switzerland Travel Centre AG (Veranstalter). Preis- und Programmänderungen vorbehalten. Einmalige Buchungsgebühr von Fr. 25.–.

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✁

Aktionsdauer: 10. bis 23. August 2015 Preis: Fr. 11.55 statt Fr. 16.50 Profitieren: Sie erhalten beim Kauf des Taschenbuchs «Der Hof» von Simon Beckett 30 Prozent Cumulus-Vorteil, wenn Sie in einer Ex Libris-Filiale die Cumulus-Karte und den Vorteilcoupon vorweisen oder bei der Bestellung im Online-Shop www.exlibris.ch bzw. in der App den Vorteilcode EXLMM3315 eingeben. Hinweis: Nur zusammen mit der Cumulus-Karte einlösbar. Pro Person ist nur ein Vorteilcoupon gültig. Nicht kumulierbar. Weitere Informationen: www.exlibris.ch

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102 | MM33, 10.8.2015 | LEBEN

2

1

Mein Lieblingsprodukt «Merguez. Ich brate sie bei mittlerer Hitze etwa zehn Minuten in der Bratpfanne, so sind sie perfekt. Ich grilliere nie. Den grassierenden Grillfanatismus finde ich doof, zudem sind die ausgeglühten Würste meistens ausgetrocknet und erinnern an Karton.»

Meine Welt

«Ich wollte die Armee abschaffen» Schabernack treiben, Langeweile vertreiben und mit viel schwarzem Humor die Welt beschreiben: Das ist der Alltag von Matto Kämpf. Der Berner Autor, Filmer, Theatermacher und Humorist ist das Alpenkalb der Bundesstadt – und seit der SRF-Satire-Doku «Experiment Schneuwly» auch schweizweit bekannt. Text: Claudia Langenegger Bilder: Manuel Zingg


LEBEN | MM33, 10.8.2015 | 103

1 Mein Heim «Die Katzendame Böissel

(8) (links im Bild) und ihr ungestümer Sohn Monty (6) – so viel Homestory muss sein.»

2 Mein Pissoir «Das Pissoir beim Zytglogge. Wo sonst kann man institu­ tionalisiert gegen das Wahrzeichen brunzen? Andernorts kommt man dafür ins Gefängnis.» 3 Meine Band «Letztes Jahr wurde ich

3

zusammen mit Simon ‹King Pepe› Hari für ein Open Air engagiert. Vorgängig ergriff uns ein Schauder. Nur mit Texten und einer Gitarre an ein Open Air? Ist

4

Name: Matto Kämpf (45) Sternzeichen: Zwilling Beruf und Lebenslauf:

Ich bin in Steffisburg bei Thun auf­ gewachsen. Später studierte ich an der Uni Bern. Es blieb beim Versuch. Ich führte Regie beim Studenten­ theater, jobbte als Lehrer, drehte meine ersten Kurzfilme und schrieb 1999 das erste Theaterstück «Posse Royal». Heute trete ich regelmässig mit eigenen Texten und Stücken auf, schreibe Bücher und Kolumnen. Ab 28. August stehe ich jeden Monat in der «Too Late Show» im Progr in Bern auf der Bühne, ab September toure ich mit den «Gebirgspoeten» (im Bild) und unserem neuen Stück «Radio Alpin» durch die Schweiz, und ab November erscheine ich in der SRF­ Satire­Doku «Experiment Schneuw­ ly» wieder auf dem Bildschirm. 5

6

das nicht etwas dürr? Der Tubaspieler Marc Unternährer erfuhr davon und meinte: Am besten komme ich mit. So entstand das Trio Trampeltier of Love.» 4 Mein Theater «Das Schlachthaus Theater Bern. Hier zeige ich meine Puppenkunst. Meine Freundin hat die Figur fabriziert, sie heisst Doktor Gütterli und ist entschieden intellektuell. Das sieht man unter anderem an der Brille.»

Bild: ZVG

5 Meine Chefin «Trine Pauli führt die Kulturbeiz Café Kairo in Bern. Dort orga­ nisiere ich das Literaturprogramm. Trine hat mich angestellt, um den Schaber­ nackfaktor zu erhöhen, und sagt über mich: ‹Matto macht das Leben lustiger.›» 6 Meine Partei «Die SP. Ende der 80er­Jahre half ich mit, die Juso Thun zu

gründen. Ich wollte den Kapitalismus und die Armee abschaffen.»


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