Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny
NR. 33, 11. AUGUST 2014 www.migrosmagazin.ch
NACHHALTIGES BAUEN I 8
So grün sind die MigrosGebäude WELT-LINKSHÄNDERTAG I 10
Haben Linkshänder mehr Spass? NEUER LEHRPLAN I 26
Bild: Gian-Marco Castelberg
Das kommt auf Schüler und Lehrer zu
Grosses Talent
Im neuen Schweizer Film «Sitting next to Zoe» hat die Zürcherin Lea Bloch ihre erste grosse Filmrolle. Die junge jüdische Frau spielt darin ein muslimisches Mädchen. I 20
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INHALT
MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014
EDITORIAL Hans Schneeberger, Chefredaktor
Kein Job für Weicheier
94 | MEINE WELT Monika Gasser ist Hotelière auf der Musikinsel Rheinau und liebt es, den Musikern beim Proben zuzuhören.
Zwei Fremdsprachen in der Volksschule oder eine? Englisch oder doch eher Französisch? Oder mehr Mathematik und Deutsch, um die Schülerinnen und Schüler auf die Lehre vorzubereiten? Ab heute, Montag, ist in vielen Kantonen wieder Schulbetrieb. Und die Schulen stehen vor dem grössten Strukturwandel der letzten Jahrzehnte. Der «Lehrplan 21», von den einen verwünscht, von den anderen beklatscht, bringt grosse Veränderungen. Zusätzlich sind je nach Kanton weitere Harmonisierungsübungen geplant. Nur noch drei Jahre Oberstufe statt vier, mehrjährige Übergangsphasen, zwei Fremdsprachen, eine in der dritten, eine in der fünften Klasse – Änderungen zuhauf. Verunsicherte Lehrer, überforderte Eltern und Schulleitungen, die sich nur zögerlich an die neue Ordnung herantasten – nicht die besten Voraussetzungen für einen Lehrplan, der die Schulentwicklung der einzelnen Kantone etwas harmonisieren sollte. Dabei sind die Schulen doch sonst schon am Anschlag. Immer neue Aufgaben, mehr Bürokratie, Eltern, welche die Erziehung schulterzuckend den Lehrpersonen unterjubeln … «Die Schule ist heute zur Reparaturwerkstatt der Gesellschaft geworden», sagt der Basler Regierungsrat Christoph Eymann. Lehrkräfte müssen den Schülern die einfachsten Grundregeln sozialen Verhaltens beibringen, das moralisch-ethische Gerüst fürs Leben stellen – und dabei noch Dreisatz, die Weltkriege und die grossen Flüsse der Schweiz lehren. Etwas viel auf einmal.
Bild: Tanja Demarmels
Und die (Schul-)Welt wird sich weiterbewegen müssen, sagt Eymann, seines Zeichens Präsident der kantonalen Erziehungsdirektoren im MM-Interview: «Die Schule muss nicht jede Bewegung mitmachen, aber sie muss flexibel bleiben.» Lehrer – kein Job für Weicheier.
hans.schneeberger@migrosmedien.ch
SCHAUFENSTER
MIGROS-WOCHE
38 | 43 | 44 | 53 |
4 | Aktuelles
GENERATION M
8 | Grüne Migros-Filialen
MENSCHEN
10 | Welt-Linkshändertag Sie sind stolz, ein wenig anders zu sein. 17 | Swissminiatur Jetzt kommen die Jungen zum Zug. 20 | Porträt Nachwuchsschauspielerin Lea Bloch. 25 | Kolumne: Der Hausmann. 26 | Interview: Christoph Eymann.
AKTUELL
30 | Schweizer Berufsmeisterschaften Migros-Informatiklehrling Keerthikan Thurairatnam ist dabei. 32 | Jugend im Migros-Magazin Bez-Schüler aus Muri AG haben die Mibelle besucht. 35 | Preisbarometer
SAISONKÜCHE
56 | Willi Wolfs Büffelbraten Zu Besuch auf der Schwäbischen Alb.
IHRE REGION
61 | Neues aus Ihrer Genossenschaft
LEBEN 67 | 74 | 77 | 79 |
Familie: Das Ende der Schnürlischrift. Auto: Der Döschwo der Neuzeit. In Form: Grosse Lauf-Verlosung. Digital: Hilfreiche Webdienste.
RUBRIKEN 7| 83 | 85 | 92 |
Leserbriefe/Online Glücksgriff Rätsel/Impressum Cumulus
M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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Heft 2 von 4
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MIGROS-WOCHE 4 |
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AKTUELLES
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NR. 33, 11. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Mit gutem Gewissen einkuscheln – schliesslich ist die Deckenfüllung umweltfreundlich.
Im Bett mit PET
A
Eine nicht alltägliche Art des Recylings: Neu gibts bei der Micasa Duvets mit einer Füllung aus PET-Fasern.
ngenehm schlafen lässt sich auch mit Decken und Kissen, die mit PET-Rezyklat gefüllt sind. Sie haben richtig gelesen: Duvets und Kissen, die mit rezyklierten PET-Fasern gefüllt sind, findet der Kunde neu bei der Migros-Tochter Micasa unter der Marke Ecofil. PET-Fasern weisen eine bessere Ökobilanz auf als etwa Duvets, die mit synthetischen Fasern gefüllt sind. Überhaupt leistet die Migros viel im Bereich Recycling: Sie betreibt im Schweizer Detailhandel das grösste Rücknahmesystem. So haben MigrosKunden 2013 allein 240 Millionen PETFlaschen retourniert. Diese werden
rezykliert und zur Herstellung von neuen Produkten eingesetzt. Der M-Industrie-Betrieb Aproz Sources Minérales SA etwa deckt rund ein Drittel seines PET-Bedarfs mit Rezyklat ab. Dadurch wird Energie gespart und weniger C0₂-Emissionen ausgestossen.
RÜCKRUF
Weichkäse
Die Migros ruft den französischen Weichkäse Saint-Félicien Tentation 200 g (Art. Nr. 2126.956) aufgrund einer Verunreinigung mit E. Coli O26:H11-Keimen zurück. Den Weichkäse des Herstellers Fromagerie de l’Étoile gibts nur in grösseren Filialen der Deutschschweizer Migros-Genossenschaften und wird in abgepackten 200g-Portionen in den Käsetheken angeboten. Von der Keimverunreinigung betroffen sind die Produkte mit einem Verbrauchsdatum
bis spätestens 22. 8. 2014. E. Coli kann Durchfallerkrankungen auslösen. Aus diesem Grund bittet die Migros ihre Kundinnen und Kunden, diesen Käse nicht mehr zu essen. Das Produkt kann gegen Rückerstattung des Verkaufspreises in die Filialen zurückgebracht werden. Nicht vom Rückruf betroffen sind alle anderen Saint-Félicien-Weichkäse im Sortiment der Migros. Sie können bedenkenlos konsumiert werden.
Aus PETRezyklat entstehen neue Produkte – so auch Füllungen für Duvets.
MIGROS-WOCHE AKTUELLES | 5
ZAHL DER WOCHE
45 Mio.
So viele Kapseln Café Royal hat die Migros in diesem Jahr bisher verkauft. Damit ist Café Royal in der Schweiz der beliebteste Kapselkaffee, der zu allen gängigen NespressoMaschinen passt. Mehr zu Migros-Kaffee auf Seite 38.
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FORUM
MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014
LESERBRIEFE/ONLINE | 7 MM 32: «Ich bin pünktlich. Wie ein echter Schweizer», Einblick in die Welt von Marathonläufer Tadesse Abraham, der ursprünglich aus Eritrea stammt und für die Schweiz an der EM startet.
.ch
«Ich vermisse die Arbeit»
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Schweiz sich in punkto Sport mit fremden Federn schmückt. Dank des vielen Geldes und erstaunlich schnellen Einbürgerungen mischen immer mehr Ausländische, vor allem Farbige im Schweizer Sportgeschehen mit. Herr Tadesse Abraham hebt die Schweizer Tugenden hervor, doch ich vermisse bei ihm, neben den aufgeführten, die Arbeit! Ich kenne durch meine Reisen den afrikanischen Kontinent sehr gut, bin mit meinem Wohnmobil im Jahr 1999/2000 vom Sudan kommend bis nach Kenia gereist. Gemessen an unserem Wohlstand erscheinen die meisten
Länder als recht arm, aber sind die Menschen deswegen unglücklich? Wolfgang Maidlinger, 8733 Eschenbach
MM 32: «Affen wie wir», Editorial und Online-Artikel mit Videobeitrag aus dem Zoo Basel.
«Unsere Verwandten künftig nur noch im Zoo?» Ein überraschend lehrreicher Beitrag, der neugierig macht, die Filme zu schauen – und mal wieder in den Zoo zu gehen. Können wir es wirklich zulassen, dass unsere nächsten Verwandten künftig nur noch in Zoos und Reservaten überleben? Theo Binder, online
Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.
■ Verkehrsunfälle Warum werden Eltern verhütungsmüde? Vielleicht, weil ein drittes oder viertes Kind kein Weltuntergang wäre? «Mamma Mia!»Kolumnistin Bettina Leinenbach gefiele das. ■ Heitere Open Air verpasst? Macht nichts! Silja Kornacher war für Sie vor Ort und zeigt die skurrilsten Gäste, die coolste Band und die schönsten Zeltplatzgeschichten. ■ Swiss Made: Weinselige Schweiz Schweizer Weinliebhaber aufgepasst: Am 25. 8. findet im Kongresshaus Zürich «Mémoire & Friends» statt – mit über 1000 Schweizer Weinen die grösste Ausstellung. ■ Karrierekick im Ausland? Drei Schweizer Expats erzählen von ihren Erfahrungen. Dazu gibt ein Laufbahnberater im Videointerview interessante Tipps.
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NACHHALTIGES BAUEN
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NR. 33, 11. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Grüne Migros-Filialen
Die Migros setzt bei ihren Filialen auf möglichst wenig Umweltbelastung. Eine neue Filiale im thurgauischen Bischofszell zeigt, dass die Massnahmen dabei weit übers Stromsparen hinausgehen.
W
enn die Sommersonne vom blauen Himmel lacht, gibt die Photovoltaikanlage Vollgas. Auf dem Dach der Migros-Filiale in Bischofszell TG erzeugt sie mehr Strom, als gleichzeitig im Innern verbraucht wird. «Mit der Anlage decken wir im Jahresdurchschnitt rund 35 Prozent des Strombedarfs der Filiale ab», erklärt Martin Hitz. Der Leiter der Direktion Bau und Immobilien der Genossenschaft Migros Ostschweiz (GMOS) hat den Neubau auf das Migros-Konzept «Gesamtbeurteilung Nachhaltiges Bauen» ausgerichtet. Mit diesem Instrument überprüfen die Bauverantwortlichen die Nachhaltigkeit aller Neu- und Umbauten. Die Bemühungen sind Teil eines Versprechens der Migros im Rahmen von Generation M: Die Detailhändlerin will alle Filialen noch umweltfreundlicher bauen, als sie es bis anhin getan hat (siehe Box). Mit 18 Minergie-Filialen gehört die GMOS zu den Pionieren in Sachen Nachhaltigkeit beim Bauen. Dass es für den Minergie-Standard mehr braucht als Solarpanels, zeigt ein Rundgang durch das Vorzeigeobjekt Bischofszell. LED-Lampen sorgen für einen tiefen Stromverbrauch. Das sogenannte «Roll in-Kühlmöbel» für Molkereiprodukte – das noch ineffizienteste der Filiale – wurde bewusst von anderen Geräten abgekoppelt. «Dadurch können wir die anderen Geräte auf 10 Prozent tieferem Niveau laufen lassen», erklärt Hitz. Die moderne, golden schimmernde Fassade erfüllt die momentan bestmöglichen Dämmwerte. So gelingt es, mit der Abwärme von den Kühlgeräten mehr als den gesamten Wärmebedarf der Filiale zu erzeugen. Ausserhalb der Heizperiode könnte die Migros Bischofszell Abwärme verkaufen, hat aber leider keinen Abnehmer gefunden. Neben dem Minergie-Standard ist die Ökologie des Baumaterials ein wichtiger Bestandteil : «Wir berücksichtigen Dutzende von Details», sagt der diplomierte Architekt Hitz. Zum Einsatz kommen nur Farben, Klebstoffe und Lacke auf Wasserbasis sowie Holz aus nachhaltiger
Bewirtschaftung. Bei Handwerkern und Lieferanten gilt das Motto «Aus der Region. Für die Region».
Ziel: Ein Body-Mass-Index für Gebäude Bei den Bodenbelägen der Filiale Bischofszell wurde Linoleum dem Kunststoff vorgezogen. Das Flachdach ist begrünt, was die Biodiversität fördert und zum Beispiel Insekten wie Wildbienen Lebensraum bietet. «Zudem leisten wir so einen Beitrag gegen die Bodenversiegelung», erklärt Hitz. Dar-
unter versteht man die Abdeckung des Bodens mit undurchlässigen Belägen wie zum Beispiel Beton oder Teer. Mit der Begrünung kann Regenwasser gesammelt und gespeichert werden. Sorgfältig hinterfragt wurde der Entscheid, statt einer Tiefgarage 77 ebenerdige Parkplätze zu bauen. «Unsere Kundinnen und Kunden bevorzugen Parkplätze im Freien», weiss Hitz, gibt aber zu, die Wirtschaftlichkeit habe ebenso eine Rolle gespielt. Nachhaltigkeit bedeute, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaftlichkeit gleich hoch zu be-
Auf dem Dach der neuen Filiale in Bischofszell: Martin Hitz, Leiter der Direktion Bau und Immobilien der Genossenschaft Migros Ostschweiz.
GENERATION M NACHHALTIGES BAUEN | 9
werten. Letztlich hänge jeder Neu- oder Umbau von sehr vielen Zielkonflikten ab. «Nüchtern betrachtet ist das Resultat jeweils nur Mittelmass.» Umso wichtiger sei es, neue Massstäbe zu setzen – wie bei der Migros: Die Technikstandards des Migros-Genossenschafts-Bundes verlangen zum Beispiel bei Lüftungen tiefere Verbrauchswerte als der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA). Dieser gilt hierzulande in Bezug auf Baunormen als führender Verband. «Damit befähigen wir die Branche, innovativ zu bleiben.» Als Präsident des Netzwerks Nachhaltiges Bauen Schweiz (NNBS) kämpft Hitz gegenwärtig für die Durchsetzung des neuen Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS). «Der neue Standard soll Nachhaltigkeit in ihrer ganzen Breite bewerten, dabei aber einfach zu handhaben sein – etwa so wie ein Body-Mass-Index für Gebäude.» Bei guter Planung sei nachhaltiges Bauen nicht teurer und lohne sich auf jeden Fall, resümiert Hitz: «Obwohl wir bei der Migros Ostschweiz grössere Ladenflächen, längere Öffnungszeiten und mehr Verbraucher haben, ist der Verbrauch von Strom und der Ausstoss von CO2 zurückgegangen.»
«Der Verbrauch von Strom und der Ausstoss von CO2 sind zurückgegangen.»
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% 0 –2
Text: Rolf Zenklusen Fotos: Marvin Zilm
Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros.
Umweltfreundliche Filialen Gebäude verursachen heute mehr als die Hälfte des Schweizerischen Energiebedarfs. Die Migros setzt deshalb bei ihren Filialen wie auch bei anderen eigenen Gebäuden auf möglichst wenig Umweltbelastung. Konkret hat die Migros einen eigenen Baustandard mit drei Eckpunkten definiert. Energie: Die Migros reduziert vor allem den Energieverbrauch ihrer Filialen: Zum Beispiel durch stromsparende LED-Beleuchtungen und effiziente Kälteanlagen. Bei der Wärme werden viele Filialen bereits komplett über Abwärme der Kälteanlage und damit ohne fossile Energien beheizt. Heute tragen bereits über 40 Migros Filialen das Minergie-Label, das für besondere Energieeffizienz steht. Die Migros produziert aber auch selber Strom – mittlerweile befinden sich bereits
über 30 Photovoltaikanlagen auf Migros-Gebäuden. Alle diese Solaranlagen liefern über 12 Millionen Kilowattstunden Solarenergie pro Jahr. Dies entspricht dem Verbrauch von fast 3000 Schweizer Durchschnittshaushalten. Materialökologie: Für den Bau und Umbau ihrer Filialen verwendet die Migros möglichst ökologische Rohstoffe wie zum Beispiel Holz. Dieses stammt aus umweltverträglicher Forstwirtschaft. Naturnahe Firmenareale: Durch eine möglichst naturnahe Gestaltung der Umgebung leistet die Migros einen Beitrag zur biologischen Vielfalt in Siedlungsgebieten. So zum Beispiel auf den weit über 10 000 Quadratmeter grossen Flachdächern des Rheinparks St. Margrethen SG und des Einkaufszentrums Länderpark in Stans NW.
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NR. 33, 11. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Mit links durchs Leben
Am 13. August ist Welt-Linkshändertag. Linkshänder seien kreativer, hätten besseren Sex und seien weniger oft erkältet, sagt man. Ob das stimmt, wollten wir von vier prominenten Linkshändern wissen. Fest steht: Sie alle sind stolz darauf, ein wenig anders zu sein.
Als Kind litt Regierungsrat Christoph Brutschin unter der Linkshändigkeit. Heute sieht er sie als Vorteil.
«Meine Schreibhand passt bestens zu meiner politischen Ausrichtung.»
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er Basler SP- Regierungsrat Christoph Brutschin (56) lernte das Schreiben noch auf der Schiefertafel, und seine Händigkeit war ein echtes Handicap: «Ich musste ständig aufpassen, dass ich nicht vorzu alles wieder auswischte.» Seine Handschrift sei folglich nie schön geworden. Christoph Brutschin gehörte zu einem der ersten Jahrgänge, die nicht umgepolt
wurden. Darüber ist er froh, auch wenn er damals klar spürte, dass der Primarschullehrer gar keine Freude an Schülern hatte, die erst die Kreide und später den Fülli mit links führten. Im Erwachsenenleben erlebte der Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt seine Händigkeit bisher bloss als Vorteil: «An Stehapéros habe ich die Grusshand immer frei und kann die Leu-
te so mit Handschlag begrüssen.» Für einen Politiker, der stets an die nächsten Wahlen denken muss, kann dies tatsächlich ein Trumpf sein. Zumal Brutschin heute ein entspanntes Verhältnis zu seiner Linkshändigkeit hat und gerne auch mal ein Witzchen darüber macht – zum Beispiel, dass seine Schreibhand bestens zu seiner politischen Ausrichtung passe. Texte: Andrea Freiermuth
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MENSCHEN WELT-LINKSHÄNDERTAG | 11 «Linkshänder sind nicht 08/15 – das passt zu mir.»
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ennfahrerin und Moderatorin Christina Surer (40) ist stolz auf ihre Händigkeit: «Dass ich mit links schreibe, passt zu mir. Linkshänder sind nicht 08/15 – und ich will schliesslich nicht einfach Mainstream sein.» Gerne hört sie auch, dass Linkshänder kreativer, intelligenter oder sonst wie besser sind. «Das ist wie bei einem Horoskop. Das Positive nimmt man mit, das Negative lässt man weg», sagt sie und lacht. Einzig beim Hantieren mit Haushaltsgeräten nervt sich Rennfahrerin Surer zuweilen, dass ihre linke Hand die stärkere ist: «Das Öffnen von Dosen zum Beispiel ist eine Herausforderung.» Im Rennwagen spielt ihr die Händigkeit indes keine Streiche: «Schalten mit rechts ist kein Problem, und am Steuer brauche ich ja sowieso beide Hände.» Vererbt wird Linkshändigkeit nicht, trotzdem beobachtet Surer derzeit besonders genau, mit welcher Hand ihre Tochter Emily (17 Monate) nach dem Spielzeug greift: «In diesem Alter zeichnet sich allmählich ab, welche Hand die bevorzugte ist.» Auf keinen Fall würde Christina Surer versuchen, die Händigkeit ihrer Tochter zu beeinflussen – sie soll schliesslich so speziell wie ihre Mutter werden dürfen.
Am Steuer hat die Rennfahrerin kein Problem mit ihrer Händigkeit – bloss beim Dosenöffnen.
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«Wenn ich mit rechts zuschlage, sieht das ziemlich affig aus.»
Schauspieler Gregory B. Waldis nutzt seine Händigkeit auch zum Flirten.
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chauspieler Gregory B. Waldis (46), der oft den Herzensbrecher mimt, kokettiert gerne mit seiner Händigkeit: «Linkshändern wird nachgesagt, sie seien super im Bett.» Das Urteil, ob das auch auf ihn zutreffe, will er indes anderen überlassen. So oder so: Seine Andersartigkeit hat dem Zürcher jedenfalls nicht auf das Selbstwertgefühl geschlagen, so meint er denn auch: «Linkshänder gelten auch als überdurchschnittlich kreativ. Ich bin Künstler, also scheint da schon was dran zu sein.» Auf dem Set wäre Schauspieler Waldis zuweilen aber gerne ein Rechtshänder: «Es kommt schon mal vor, dass der Kameramann das Bild automatisch für einen Rechtshänder einrichtet – zum Beispiel bei Kämpfen.» Wenn er dann mit rechts zuschlagen müsse, sehe das einfach ziemlich affig aus.
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Wetterfrosch Gaudenz
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«Ich wurde aufgefordert, rechts zu schreiben.»
Flury ist ein verkappter Linkshänder.
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etterfrosch Gaudenz Flury (34) ist ein Linkshänder, der rechts schreibt, weil er – zumindest gefühlt – dazu gezwungen wurde: «Meine Eltern liessen mich bei der Ein schulung testen. Aber damals bevor zugte ich die linkeHandzuwenigdeutlich, und darum wurde ich aufgefordert, mit rechts zu schreiben.» Das habe ihm keine sonderliche Mühe bereitet, auch wenn seine Lehrer jeweils fanden, dass seine Handschrift eine Katastrophe sei. Egal: «Als verkappter Linkshänder hatte ich da immer eine gute Entschuldigung bereit», sagt der SRFMeteoMann und lacht. In der Darstellenden Geometrie indes sei er klar im Vorteil gewesen: «Die anderen mussten das Blatt wenden, um eine Ellipse zu zeichnen, ich setzte ein fach erst mit der linken und dann mit der rechten Hand an.» Heute ist die linke klar die starke Hand von Wetterfrosch Flury, allerdings hat er den Vorteil, dass er auch rechts geschickt ist – und so mit beiden Händen gleichzeitig und gleich gut arbeiten kann.
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Illustration: Illumüller
Zehn Dinge, die Sie über Linkshänder wissen sollten
Im Winter haben die Linkshänder Saison
Explosives Naturell
Schnelle Tipper
Mythos Intelligenz
Männer mit einem Geburtsdatum im November, Dezember oder Januar werden einer Studie der Universität Wien zufolge etwas häufiger Links händer. Verantwortlich für das Phä nomen könnte der in den Sommer monaten erhöhte Testosteronspiegel der im Winter Gebärenden sein. Bei vermehrter Sonneneinstrahlung wird mehr Testosteron produziert. Dieses Hormon wiederum soll die Händigkeit beeinflussen, die im zweiten Drittel der Schwangerschaft definiert wird. Das Testosteron ist übrigens auch der Grund, warum es mehr Linkshänder als Linkshänderinnen gibt – Buben haben mehr davon.
Linkshänder werden schneller wütend. Das haben Forscher des Merrimack College im amerikani schen Bundesstaat Massachusetts her ausgefunden. Grund dafür soll sein, dass die Hirnhälften von Linkshändern besser vernetzt sind, was aber auch das Zusammenspiel von negativen Emotionen fördert.
Linkshänder können oft schneller tippen. Nicht etwa, weil sie fitter sind, sondern weil sich sechs der acht am häufigsten benutzten Buch staben auf der linken Seite der Tastatur befinden.
Linkshänder sind im Schnitt nicht intelli genter als Rechts händer. Allerdings konnte eine Studie des University Col lege London nach weisen, dass der IQ von Linkshändern nach oben und unten stärker ausschlägt. Das heisst, sowohl bei den Kindern mit Lernschwierigkeiten wie auch bei jenen mit überdurch schnittlichen Bega bungen waren pro zentual mehr Links händer vertreten.
Sprachliche Diskriminierung Linkshänder haben es nicht leicht. Sie haben nicht nur mit vielen Nachteilen im von Rechtshändern geprägten Alltag zu kämpfen. Nein, Linkshänder werden auch sprachlich diskriminiert: So spricht man etwa von «zwei linken Händen» oder «linkisch» , wenn sich jemand besonders ungeschickt an stellt. Vor «linken Typen» nimmt man sich in Acht, schliesslich will man nicht «gelinkt» werden. Und mit dem «linken Fuss» aufstehen, kommt in der Regel auch nicht gut.
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Weniger oft erkältet
Erfolgreicher in Kampf und Sport
Mit links an die Macht
Mythos Kreativität
Es gibt immer mehr Linkshänder
Linkshänder erkran ken weniger oft an Entzündungen der Atemwege als Rechtshänder. Der Grund liegt auf der Hand: Rechtshänder berühren alles mit rechts. Linkshänder hingegen benutzen für den Handschlag die rechte Hand. Fassen sie sich da nach ins Gesicht oder führen sie Nahrungs mittel in den Mund, tun sie dies meist mit der linken Hand.
Gewaltbereite Kulturen bringen mehr Linkshänder hervor als Kulturen mit geringer Gewaltbereitschaft. Das konnte eine von der Universität Montpellier durchgeführte Feldstudie an verschiedenen traditionellen Völkern nachweisen. Die Forscher nehmen an, dass Linkshänder im Zweikampf im Vorteil sind, weil ihre überwiegend rechtshändigen Gegner nicht auf linke Hiebe und Finten eingestellt sind. Darum würden Links händer in solchen Auseinanderset zungen häufiger überleben und könn ten entsprechend auch ihre Gene häufiger weitervererben. Die uner warteten Aktionen mit links dürften auch der Grund sein, warum Links händer in Ball und Kampfsportarten oft sehr erfolgreich sind.
Unter den letzten fünf Präsidenten der USA sind vier Links händer: Ronald Reagan, George Bush senior, Bill Clinton und Barack Obama.
Michelangelo, Da Vinci, Raphael, Rubens, Picasso: Die Liste linkshändiger Künstler ist beein druckend. Trotzdem gibt es keine Studie, die eindeutig be weist, dass Linkshän der kreativer als Rechtshänder sind.
Die Zahl der Linkshänder steigt. Das zeigt eine Studie des University College London. Ihre Anzahl ist zu mindest in Grossbritannien innerhalb der letzten 20 Jahre von drei auf heute elf Prozent gestiegen. Die eine Begründung ist, dass Linkshänder heutzutage kaum noch zu Rechts händern umerzogen werden. Es gibt aber auch Untersuchungen, die zeigen, dass ältere Frauen häufiger Linkshänder gebären.
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MENSCHEN
Neuer Wind in der kleinen Schweiz
Demnächst übernimmt die dritte Generation das Swissminiatur in Melide. Und obwohl der neue Chef Joël Vuigner indische Wurzeln hat, soll die Schweiz im Kleinstformat zwar moderner, aber nicht weniger helvetisch werden.
F
ür Dominique Vuigner (61) aus Arogno TI am Luganersee sind 42 Jahre genug. So lange arbeitet er schon für das Swissminiatur in Melide, seit 1986 als Direktor. «Als mein Vater Pierre vor drei Jahren starb – er hatte das Swissminiatur 1959 eröffnet – habe ich plötzlich realisiert, dass das Leben endlich ist. Jetzt will ich mehr Zeit für meine Frau und mich haben. Nun müssen halt die Jungen mehr arbeiten.» Die «Jungen», das sind sein indischstämmiger Adoptivsohn Joël Vuigner (30) und sein gleichaltriger Neffe Yannik Vuigner. Joël kümmert sich heute schon um Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Cousin Yannik um das Restaurant und die Parkanlage. Die beiden haben bereits als Kinder Touristen in Modellzügen herumgefahren, diese gereinigt und auf den Grünflächen gearbeitet. In seinen ersten neun Monaten wuchs Joël in einem von Mutter Teresa gegründeten Waisenhaus in Mumbai auf und kam danach mit seinen Adoptiveltern ins Tessin. Er besuchte nach dem KV in Lugano eine Management-Schule in London, studierte Englisch im kanadischen Vancouver und lebte vier Monate in São Paulo, der grössten Stadt Brasiliens. Heute wohnt er mit seiner Partnerin in einer kleinen Wohnung – ebenfalls in Arogno und nur ein paar Kilometer von der Touristenattraktion entfernt.
«Wir müssen weiterhin die Schweiz repräsentieren» Trotz seiner indischen Wurzeln und seines durch die vielen Reisen erweiterten Horizonts will Joël nichts davon wissen, die Attraktionen im Swissminiatur mit internationalen Sehenswürdigkeiten wie einem indischen Mini-Taj-Mahal anzureichern. «Wir müssen weiterhin die Schweiz repräsentieren», stellt er klar. Er selbst hat keinen Bezug zu Indien, plant aber, dieses Jahr erstmals auf den Subkontinent zurückzukehren. Aber nur aus geschäftlichen Gründen:
Generationenwechsel in der Mini-Schweiz: Seniorchef Dominique Vuigner übergibt an Sohn Joël.
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PORTRÄT
Der indische Markt wird für das Swiss miniatur immer wichtiger. Die in die Jahre gekommene Anlage mit ihren 30 saisonalen Angestellten steht vor grossen Herausforderungen, sie sollte dringend modernisiert werden. Genau das hat Joël Vuigner auch vor: «Um mehr Touristen anzulocken, müssen wir den Park aufwerten.» In welche Richtung es gehen soll, zeigt eine diesjährige Neuerung: Erstmals ist es möglich, das Swissminiatur mit dem Handy interaktiv zu erleben. Joël Vuigner liebt es, in Melide auf Augenhöhe mit dem Bundeshaus zu sein, dem Schloss Chillon oder den di versen Transportmitteln in der Schweiz. Weil der Stabwechsel von seinem Vater auf ihn und Cousin Yannik aber Schritt für Schritt erfolgen wird, entscheidet die dritte Generation erst nächstes Jahr über weitere Massnahmen zur Angebots erweiterung.
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Nur noch 65 Prozent aller Besucher sind Schweizer
«Ein dreidimensionaler Prospekt der Schweiz»: Im Swissminiatur stehen 120 bekannte Attraktionen.
Von der Jungmannschaft erwartet Do minique Vuigner, dass sie nicht immer derselben Meinung ist wie er. «Ich brau che die Auseinandersetzung und erwarte neue Ideen.» Die Besucherzahlen und die Gästestruktur in Melide – das Swiss miniatur zählt jährlich rund 200 000 Touristen – haben sich verändert. Heute stammen noch 65 Prozent der Besucher aus der Schweiz, und inzwischen schau en sich mehr Touristen aus China und Indien die MiniSchweiz an als Gäste aus Italien. Letztes Jahr waren die Eintrittszahlen insgesamt rückläufig. «Viele Schweizer Rentner fliegen ins Ausland, sie haben Zeit und Geld. Wir leiden darunter, dass Flüge wie Mailand– Teneriffa nur noch 150 Euro kosten», nennt Dominique Vuigner die Gründe. Trotzdem sei die Identifikation der Schweizer mit helvetischen Produkten wie dem Swissminiatur stärker als früher. «Bei uns steht übrigens ein Modell des Kongresszentrums von Lugano, das noch gar nicht fertiggestellt ist. Wir haben hier also die Zukunft schon aus gestellt», sagt Vuigner senior. Ob mit seinem bevorstehenden Rück zug nach über 40 Jahren nicht Wehmut aufkommt? «Nein. Als ich 19 war, sagte mein Vater zu mir, es sei nun Zeit, im Freilichtmuseum Hand anzulegen. Nach all den Jahren bin ich ein wenig müde und nicht mehr so kreativ wie früher.» Früher habe er täglich von März bis Ok tober gearbeitet. «Das Swissminiatur ist wie mein viertes Kind.» Vuigner hat drei Kinder, neben Joël auch zwei Töchter.
Von der Jungmannschaft erwartet Vuigner Widerspruch und neue Ideen.
Wie Joël wurden sie in Indien geboren und von den Vuigners adoptiert. Seine Frau habe das so entschieden, weil das Paar nicht sicher war, ob es mit eigenen Kindern klappen würde. In seiner langen Karriere erlebte Do minique Vuigner Hochs und Tiefs. Bis 1973 reisten jeden Sonntag Dutzende Busse aus Italien an und kombinierten den Besuch des Schweizer Parks mit dem Einkauf von Zigaretten, Schokolade und Zucker. Als darauf die Lira dramatisch an Wert verlor, blieben die damals für Swissminiatur so wichtigen italieni schen Touristen aus. Einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Touristenattraktion bildete die Eröff nung des GotthardStrassentunnels 1980; der Kanton Tessin und damit auch Melide profitierten vom Massentouris mus aus dem Norden. Für den «Direttore» ist das Swissmi niatur «ein dreidimensionaler Prospekt der Schweiz auf 14 000 Quadratmetern mit den 120 wichtigsten Gebäuden und Verkehrsmitteln im Massstab 1:25». Seine liebste Ecke im Swissminiatur sind die Berge, weil er seine ersten fünf Lebensjahre oberhalb von Sion VS verbrachte, dann zogen seine Eltern mit ihm nach Lugano. Jetzt möchte er seine Erfahrungen im Betreiben von Miniaturanlagen weiter geben. Dominique Vuigner besuchte Projekte im aserbaidschanischen Baku, im irakischen Kurdistan, und er erhielt Anfragen aus Teheran und dem indi schen Rajasthan. «In diesen Teilen der
Erde habe ich Bauvorhaben gesehen, die man in der Schweiz nie realisieren könn te. Die Investitionen bestehen aus min destens acht Nullen und benötigen viel Land. So etwas zu verwirklichen, ist ein grosser Traum von mir.» Ein anderer Traum wurde bereits Wirklichkeit: Dominique Vuigner ist dank Joël Grossvater. Xavier ist zwei einhalb Jahre alt. Ganz der Familien tradition verpflichtet, sagt Joël: «Mein Sohn hat das Swissminiatur bereits be sucht und mag es. Irgendwann soll er meine Nachfolge antreten.» Die vierte Generation scheint gesichert. Text: Reto E. Wild Bilder: Claudio Bader
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Auf der Treppe zum Erfolg
Sie gilt als eines der grossen Schauspieltalente. Nun ist Lea Bloch zum ersten Mal in einem Schweizer Spielfilm zu sehen. Doch bevor sie durchstartet, muss sich die 18-jährige Zürcherin erst auf die Matura vorbereiten.
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er Filmstart von «Sitting next to Zoe» naht, und seit einigen Wochen sieht Lea Bloch sich nun immer häufiger auf Plakatwänden. «Das ist schon ein bisschen seltsam», findet die 18-jährige Zürcher Gymnasiastin. Ansonsten hat sie jedoch ein ungebrochen positives Verhältnis zu ihrem ersten Ausflug in die Kinowelt. «Es hat alles grossen Spass gemacht, das Casting, die Dreharbeiten, die ersten Filmpremieren...» Am Filmfestival Alice nella Città in Rom ist sie einen Tag nach Scarlett Johansson über denselben roten Teppich gelaufen. «Das war schon sehr
Lea Bloch hat sich beim Filmcasting gegen 500 Mädchen durchgesetzt. cool.» Persönlich begegnet ist sie dem US-Filmstar jedoch nicht, denn Leas Film trat in der Jugendsektion an, wo er dann auch sehr gut ankam. Dass Lea Bloch die Rolle der jungen Türkin Asal bekommen hat, war angesichts der enormen Konkurrenz nicht selbstverständlich. 500 Mädchen waren nach Zürich zum Casting für «Sitting next to Zoe» geströmt. «Aber viele hatten überhaupt keine Erfahrung und nur schon deshalb keine Chance», sagt Lea. Sie hat nicht nur bereits in Schultheatern mitgespielt, sondern auch in einigen Werbespots. «Und ich war wohl auch der Typ, den sie suchten. Eigentlich wollten sie zuerst eine, die tatsächlich einen türkischen Hintergrund hat, aber dann
«Sitting next to Zoe» startet am 21. August in den Schweizer Kinos.
fanden sie, dass ich mit meinen dunklen Haaren gut zur Rolle passe.» Im Film sind Asal und Zoe (die Deutsche Runa Greiner) beste Freundinnen, aber während die ruhige Asal den Sprung ans Gymnasium schafft, soll die freche, rebellische Zoe eine Lehre als Verkäuferin in einem Supermarkt anfangen, was ihr gar nicht passt. Als die Freundinnen den jungen Kai kennenlernen (gespielt vom Schweden Charlie Gustafsson) und beide Gefühle für ihn entwickeln, wird die Mädchenfreundschaft auf eine harte Probe gestellt. Während der sechswöchigen Dreharbeiten im Sommer 2012 war Lea praktisch gleich alt wie ihre Filmfigur. «Es geht so», sagt sie auf die Frage, für wie realistisch sie die Story hält. «Einiges könnte schon so passieren, aber mir sicher nicht», erklärt sie lachend. «Und wegen der Sprache haben wir teilweise heftig mit der Regisseurin Ivana Lalovic´ diskutiert, weil da manchmal Worte im Drehbuch standen, die wir nie sagen würden.» Schliesslich erlaubte ihnen die schweizerisch-bosnische Regisseurin, es so zu sagen, wie sie es passend fanden. «Das Ergebnis ist jetzt ganz okay», findet Lea. Und insgesamt haben ihr die Dreharbeiten grossen Spass gemacht. «Wir haben uns alle gut verstanden, mit Runa bin ich heute noch regelmässig in Kontakt.» Leas Co-Stars stehen in Deutschland und Schweden schon wieder vor der Kamera. «Charlie hat bereits einen richtigen Fanclub junger Mädchen, die ihn anhimmeln.» Vor der Sexszene, die sie mit dem jungen Schweden im Film hat, fürchtete sie
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Die 18-jährige Lea Bloch im neuen Zürcher Kino Houdini: Zur Eröffnung am 21. August wird ihr Film gezeigt.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014 |
sich dennoch ein bisschen. «Aber am Ende war es gar nicht so schlimm. Wir haben die Szene mit unserem Coach vorher genau besprochen, und beim Drehen selbst war es dann sehr technisch. Jede Bewegung war exakt durchchoreografiert.»
Dass sie als Jüdin eine Muslimin spielt, hat sie nicht beschäftigt. Bereits mit zehn Jahren sammelte Lea Bloch erste Erfahrungen vor der Kamera einer Werbeproduktion. «Eine Freundin unserer Familie liess sich damals in die Kartei einer Castingagentur eintragen, und dann wollte mein drei Jahre älterer Bruder das auch unbedingt. Mich haben sie auch gefragt, und ich dachte, warum nicht.» Ihr Bruder Joel Bloch ist noch heute regelmässig in Werbespots zu sehen. «Unsere Eltern haben uns immer unter-
stützt und sind mächtig stolz auf uns», sagt Lea und lacht. Dass sie als Jüdin im Film eine Muslimin spielt, hat sie nicht weiter beschäftigt. «Es gibt ja keine religiöse Komponente im Film, und selbst wenn, es wäre letztlich einfach eine Rolle.» Auch im realen Leben ist sie nicht sonderlich religiös, war aber bis vor kurzem Leiterin im jüdischen Jugendbund Hagoschrim, den sie nun nach elf Jahren verlassen hat. «Schweren Herzens, aber es heisst ja immer, man soll gehen, wenn es am schönsten ist.» Und natürlich beschäftigen sie die Kämpfe in Israel. «Wir haben Familie dort und wollten sie eigentlich in den Sommerferien besuchen. Aber am Ende haben wir umgebucht.» Zudem fällt ihr die starke Kritik an Israel und den Juden auf, die sie überall hört. «Wir selbst werden nicht direkt angesprochen, aber es ist schon ein etwas seltsames Gefühl.» Fast zeitgleich mit dem Start des Films in den Kinos beginnt nun für Lea Bloch auch ihr letztes Jahr am Zürcher Literargymnasium Rämibühl. Bis zur Matura
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kommt noch einige Arbeit auf sie zu. Danach will sie auf jeden Fall ein Zwischenjahr einlegen. «Etwas Geld verdienen und damit reisen gehen. Danach vielleicht ein Studium.» Das zumindest ist der Plan. Käme ein weiterer Film dazwischen, würde sie aber nicht Nein sagen. Text: Ralf Kaminski Bild: Gian-Marco Castelberg
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014 |
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KOLUMNE | 25
DER HAUSMANN
«Hennä kuul am Meer …» Bänz Friedli schrieb schon 1979 Kurz mitteilungen.
Wunderbar, wenn einem beim Ausräumen des Briefkastens nach den Ferien nicht nur Rechnungen, Zahn arztterminerinnerungen und Partei reklamen in die Hände fallen, sondern auch Postkarten. Aus Aeschi ob Spiez, Dänemark, Pontresina. Ja, Leute! So viel altmodisch muss sein: Ich mag Post karten. Und habe selber nie aufgehört, welche zu schreiben. Nicht zuletzt, weil liebe Menschen in meinem Umfeld gar nicht anders zu erreichen sind. Sie haben keine Mailadresse, und wenn sie überhaupt ein Handy besitzen, dann wie meine Schwester einen so alten Knochen von Mobiltelefon, auf den sich keine Ferienbilder beamen lassen. Nein, ich habe nicht aufgehört, Karten zu schicken, seit ich 1969 in Monterosso al Mare zum ersten Mal meine Unter schrift auf eine Postkarte kritzelte: BÄNZLI. Nur hat sich die Bedeutung verändert: Eine Karte zu schicken, ist zur raren persönlichen Geste geworden, sie zu erhalten eine Ehre. Mir ist schon aufgefallen, wie wich tig es für junge Menschen heutzutage ist, anderen in Sofortzeit bildlich mit zuteilen, an welch besonderem Ort sie sich gerade befinden. Als Anna Luna und ich uns im Frauenfelder Dauerregen das Konzert von Macklemore anhörten, verwandte sie viel Sorgfalt darauf, sich im Schlamm für ein Bild in Pose zu wer fen und dem Bekanntenkreis per Face
«Ich habe nie aufgehört, Karten zu schicken.» book dann sogleich ihre Teilhabe am grossen Ereignis kundzutun. Und ehe wir vorige Woche nach London fuhren, war ihre grösste Sorge, ob es dort die legendären roten Telefonkabinen noch gebe – die wären drum sehr geeignet für ein Bild auf Instagram. Eine digitale Postkarte, sozusagen: «Seht her, ich bin in London!» Aber sollte ich deswegen beunruhigt sein? In Sorge um eine auf Äusserlichkeiten fixierte Jugend, die nur noch selbstsüchtig Selfies macht und diese dauernd mit den Selfies anderer vergleicht? Von Stress und narzissti schen Störungen war in den letzten Wo chen zu lesen – mit irgendetwas müssen die Zeitungen ja ihr Sommerloch füllen. Aber gemach, die Jungen sind nicht doofer, als wir es waren. Das Posieren ist
nicht neu, nur die Mittel sind andere. Seien wir ehrlich! Uns waren Coolness und Outfit genauso wichtig! Der Ueli, dieser Seckel, besass schon vier Jahre vor mir original Levi’sJeans; darob vergitzelte ich fast. Und die Karten, die wir in unserer Jugend schickten, dienten genauso dem Bluff. Der Gruss aus der Ju gendherberge Hospental bedeutete: Seht her! Wir sind auf Töfflitour, voll aben teuerlich! Es war dasselbe: juveniles sich in Szene Setzen, Rangeln um Aufmerk samkeit, Positionieren seiner selbst. Weilten wir in Italien, gab ich mich per Kartengruss weltläufig, warf mit ita lienischem Vokabular um mich und machte die Ferien spannender, als sie waren: «Strand, Sonne, Meer! Wir sind pausenlos am Gelati schlecken, Pizza verzehren und flipperkästelen.» Und wenn ich mich recht erinnere, war die Karte, die ich dem Fredu 1979 aus Elba schickte, sprachlich nicht allzu hoch stehend: «Huärägeil am Meer! Hennä kuul!» Es gab noch zweierlei Porto, damals: Schrieb man nur fünf Wörter, wars eine Grusspostkarte, die kostete dann weniger. Eine Kurzmitteilung, halt – sozusagen ein SMS avant la lettre. Easy, es scheint nur, als änderten sich die Zeiten drastisch. Und was prophezeit Professor Heiko Hausendorf von der Uni Zürich, der sich des Phänomens wissen schaftlich annahm? Postkarten würden auch in fünfzig Jahren noch geschrieben.
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INTERVIEW
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NR. 33, 11. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Viele Eltern sind verunsichert»
Was bringt der neue Lehrplan 21 für Schüler, Eltern und Lehrer? Christoph Eymann, der neue Präsident der Erziehungsdirektorenkonferenz, erklärt, warum er den Lehrplan 21 für eine echte Errungenschaft hält und welche Diskussionen ihn nerven.
Vollblutpolitiker Im November 2013 wurde Christoph Eymann (63) zum Präsidenten der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) gewählt. Er kann theoretisch zweimal zu je vier Jahren gewählt werden, möchte aber 2017 nicht mehr antreten. Seit 13 Jahren ist Eymann Regierungsrat in Basel-Stadt. Der promovierte Jurist ist Mitglied der Liberal-Demokratischen Partei LDP. Er war von 1991 bis 2001 Nationalrat. Eymann ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter von 12, 14 und 18 Jahren. Als EDK-Präsident möchte er dieses Jahr vor allem das Harmos-Projekt vorantreiben. Eymann ist normales Mitglied bei der Deutschschweizer EDK (D-EDK), die zurzeit mit dem Lehrplan 21 beschäftigt ist. Dieser lag 2013 zur Konsultation vor und wird bis Ende 2014 überarbeitet. Mehr Infos dazu: www.lehrplan.ch
Christoph Eymann, heute beginnt in einigen Kantonen das neue Schuljahr. Andere folgen nächste Woche oder später. Werden wir mit dem Lehrplan 21 alle gleichzeitig Ferien und Schulbeginn haben?
Nein. Ferien sind und bleiben Sache der Kantone. Das ist auch gut so, denken Sie nur an den Reiseverkehr. Zum Teil stecken alte Traditionen hinter der Ferienplanung, wie zum Beispiel in der Waadt die «Vacances de pommes de terre». Die wollen wir nicht abschaffen. Ich muss auch betonen: Der Lehrplan 21 ist ein Vorhaben der D-EDK, also der 21 Deutschschweizer Kantone der Erziehungsdirektorenkonferenz.
in Zukunft weniger lexikalisches Wissen verlangt als vielmehr das Verstehen und Konstruieren von Zusammenhängen. Das Datum eines Friedensvertrags beispielsweise wird weniger Bedeutung haben als seine Folgen. Einfach ausgedrückt, können Eltern ihr Kind nicht mehr einfach abfragen und davon ausgehen, dass es eine Bestnote bekommt, wenn es alle Antworten weiss. Diese Tatsache verunsichert viele Eltern.
Noten und Zeugnisse wird es aber weiterhin geben.
Lehrerinnen und Lehrer werden sich mit dem Lehrplan 21 leichter ein Bild davon machen können, wo ein Schüler steht. Sie begleiten diese jungen Menschen über einige Zeit hinweg und sind in der Lage, eine Beurteilung vorzunehmen. Was bringt die Orientierung an Kompetenzen für Vorteile?
Der neue Lehrplan ist sehr umstritten. Einige Kantone bemängeln den Verlust an Födera lismus, die Lehrer fanden ihn überladen.
Ich frage Lehrer oft: «Wie oft schaut ihr in den jetzigen Lehrplan?» Etwa genau so oft werden sie den neuen Lehrplan konsultieren müssen – also eher selten. Ausserdem wird es Einführungskurse geben, welche die meisten Kantone ihren Lehrern bezahlen. Die Neuerungen werden überbewertet und viel zu emotional diskutiert. In der Vernehmlassung des Entwurfs sind über 1000 Kritikpunkte zusammenge kommen. Welche Korrekturen werden nun bis Ende Jahr am neuen Lehrplan vorgenommen?
Die Kompetenzziele waren nicht in allen Fächern gleich detailliert definiert, das wird vereinheitlicht. Der Lehrplan wird verschlankt, von 550 auf etwa 450 Seiten, und es werden Stoffinhalte ergänzt. Ab August 2015 können die Kantone den Lehrplan 21 umsetzen. Was erwartet Schüler und Eltern dort, wo dies geschieht?
Neu ist die Kompetenzorientierung. Wissen bleibt wichtig, aber der neue Lehrplan lenkt die Aufmerksamkeit stärker darauf, was das einzelne Kind wirklich verstanden hat. Dadurch wird
«In Zukunft wird weniger lexikalisches Wissen verlangt.» Verständlicherweise. Um ihr Kind unter stützen zu können, möchten sie wissen, welchen Stoff es beherrschen muss.
Darum möchte ich für den Kanton Basel-Stadt prüfen, ob wir den Eltern Einführungskurse für den Lehrplan 21 anbieten sollen. Solche Kurse könnten den Eltern die Angst nehmen. Aber es braucht auch ein Umdenken. Unsere Gesellschaft neigt dazu, alles präzise messen zu wollen.
Es wird ja in Zukunft nicht mehr definiert, welchen Stoff ein Lehrer während des Schuljahres behandeln muss, sondern über welche Fähigkeiten die Schüler am Ende des Jahres verfügen sollen. Das führt zu mehr Flexibilität. Wenn etwa in der Ukraine kriegsähnliche Zustände herrschen, kann der Lehrer sagen: «Wir sind zwar bei den Punischen Kriegen, aber jetzt schauen wir mal nach Russland.»
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Lehrerinnen und Lehrer gestalten den Unterricht auch gerne aufgrund ihrer Stärken. Wie verbindlich ist der neue Lehrplan?
Ich hoffe sehr, dass die Lehrer ihre Indi vidualität im Unterrichten bewahren. Der Lehrplan bietet einen Rahmen, der ihnen Sicherheit geben soll, ob sie sich in die richtige Richtung bewegen. Niemand muss ihn sklavisch einhalten. Auch wird weiterhin jeder Kanton grosse Freiheiten in der Umsetzung geniessen. Ganz bestimmt werden wir keine Kontrollen durchführen. Ist bei all diesen Freiheiten die angestrebte Kompatibilität trotzdem gewährleistet? Ein Ziel war ja, dass Kinder, die in einen anderen Kanton zügeln, ungefähr den gleichen Stoff schon absolviert haben wie am neuen Ort.
In der Praxis wird das relativ wenig Probleme geben. Und die Alternative zur Individualität wäre die totale Gleich schaltung – davor mögen uns höhere Mächte bewahren! Lieber lassen wir im täglichen Unterricht Eigenarten zu, die sich aus der geografischen Lage, der Er fahrung der Lehrer oder sprachlichen Umständen ergeben. Die zwei Fremdsprachen in der Primarschule haben für Aufregung gesorgt. Zeichnet sich da eine Lösung ab?
Die öffentlichen Diskussionen darüber waren sehr emotional, das hat mich überrascht. Tatsache ist: Bereits vor zehn Jahren haben wir den Kompromiss gefunden, dass in der dritten und der fünften Primarklasse jeweils eine Fremdsprache eingeführt wird, eine da von muss eine Landessprache sein. Jeder Kanton kann die Reihenfolge wählen. Diese Lösung wird auch im Lehrplan 21 verankert, dafür setze ich mich persön lich ein. Voraussichtlich wird Zürich weiterhin zuerst Englisch einführen und Basel Französisch.
Bild: Keystone
Für die Eltern ist aber genau das ein Problem. Wenn sie mit einem Viertklässler von Basel nach Zürich ziehen, hat ihr Kind noch kein Englisch gehabt.
Ein Ziel des neuen Lehrplans ist, dass die Kinder Zusammenhänge begreifen statt Fakten auswendig lernen.
Ich muss zugeben, es ist eigentlich ein Armutszeugnis, dass wir uns nicht auf die Abfolge der Fremdsprachen einigen konnten. Aus meiner Sicht haben staats politische Überlegungen Vorrang. Des halb plädiere ich für eine Landessprache als erste Fremdsprache. Wo können wir besser beweisen, dass uns die viel sprachige Schweiz wichtig ist?
Neue Erhebungen über die Zufriedenheit der Lehrer zeichnen ein katastrophales Bild: Jeder sechste steigt ein Jahr nach der Ausbildung
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INTERVIEW
aus dem Beruf aus. Nach fünf Jahren ist nur noch die Hälfte als Lehrer tätig. Von jenen, die bleiben, ist jeder Zehnte stark Burn-out gefährdet. Und nun müssen sie sich noch mit dem neuen Lehrplan rumschlagen.
Deshalb müssen wir aktiv auf die Lehr kräfte zugehen und ihnen sagen, was wir aufgrund des neuen Lehrplans erwarten und was nicht. Ausserdem werden wir Weiterbildungen offerieren und genü gend Einführungszeit geben müssen. Längerfristig ist es Aufgabe der Politik, den Lehrern eine Konzentration auf ihre Kernaufgaben zu ermöglichen. In der Realität müssen sie aber auch soziale Kompetenz schulen, Werte vermitteln, Kinder erziehen.
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Zum Beispiel habe ich viele Eltern abende miterlebt – gute und weniger gute. Meine Botschaft an die Schulen ist: «Schaut die Elternabende genau an. Die sind wichtig für das Vertrauen, das die Eltern der Schule entgegenbringen.»
ruhen. Deshalb müssen wir uns wieder bewusst werden, wie wichtig Bildung ist. Sie ist kein Rohstoff, wie oft behaup tet wird, sondern wir müssen sie erar beiten, unter Einsatz von sehr viel Geld der Steuerzahler.
Auch Politiker möchten sich mit Schulthemen profilieren. Wie kommt es bei Ihnen an, wenn sich Nationalräte für die Parlamentswahlen 2015 auf Bildungsthemen stürzen?
Haben wir mit der Einführung des Lehrplans 21 für den Moment Ruhe vor weiteren Schulreformen?
Wenn ich das Gefühl habe, jetzt werden Themen gesucht, um sie populistisch auszuschlachten, dann geht mir das auf die Nerven.
Nein. Die Welt bewegt sich, und wir müssen uns mitbewegen. Nur so können wir unsere Kinder darin unterstützen, selbständige Mitglieder der Gesellschaft zu werden. Die Schule muss nicht jede
Tatsächlich ist die Schule zur Reparatur werkstatt der Gesellschaft geworden, damit ist sie überfordert. Eine Untersu chung der ETH zeigt, dass emotionale Erschöpfung eine Folge sein kann. Wie kann man trotzdem wieder mehr junge Menschen für den Lehrberuf begeistern?
Wir müssen uns vor die Lehrer hinstel len und sie schützen, die Wertschätzung für sie wiederherstellen. Sehen Sie, kürzlich habe ich eine Knieprothese bekommen. Wenn ich gefragt werde, von wem ich operiert wurde, schwärme ich von meinem Arzt. Aber wer schwärmt von Lehrern? Welche Eltern sagen, ein hervorragender Lehrer habe die Bio grafie ihrer Kinder positiv geprägt? Viele Lehrer klagen aber auch über zu wenig Lohn und zu viel administrativen Aufwand.
Der administrative Aufwand muss diskutiert werden, die Lohnpolitik ist Sache der Kantone. In BaselStadt prü fen wir zurzeit die Gehälter von Kinder garten und Primarlehrkräften. Sie sind seit dem letzten November EDKPräsident, als solcher erleben Sie Ihren ersten Schuljahresbeginn. Welche Neuerungen von Ihnen werden jetzt wirksam?
Keine. Ich wehre mich auch gegen solche Sololäufe, sondern setze vielmehr auf die Zusammenarbeit der Kantone. Und die ist sehr gut, über alle Parteigrenzen hinweg.
Die Zustimmung der SVP zum Lehrplan 21 war allerdings nicht so gross.
Das Plenum der Deutschschweizer EDK fällt jeweils die Beschlüsse zum Lehrplan 21. Wir sind gut unterwegs.
Sie haben drei Kinder. Wie und wo lassen Sie Ihre Erfahrungen als Vater in Ihre Arbeit einfliessen?
«Die Schule ist zur Reparaturwerkstatt der Gesellschaft geworden.» Können Sie ein konkretes Beispiel für so einen Fall nennen?
Zum Beispiel die Sexkoffer, die wir in BaselStadt hatten – und bei denen eigentlich schon der Name extrem blöd war. Beim genauen Hinschauen sieht man aber, dass eine grosse Sorgfalt da hinter steckt. Wenn dann jemand wider besseren Wissens behauptet, man würde Kindergartenkinder wider ihre Natur «sexualisieren», dann stimmt das nicht, und das regt mich auf.
Bewegung mitmachen, aber sie muss flexibel bleiben.
Interview: Yvette Hettinger, Andrea Freiermuth Bilder: Basile Bornand
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Aber es gibt sicher auch das Gegenteil – wann ist Wahlkampf förderlich für die Schule?
Wenn er die Bedeutung der Bildung in unserem Land aufs Tapet bringt. Seit Pisa wissen wir: Es gibt Länder, die ei nen niedrigeren Lebensstandard haben als wir, aber sie investieren trotzdem in die Bildung und ziehen dadurch an uns vorbei. Noch haben wir einen Vor sprung, aber wir dürfen uns nicht aus
Der Lehrplan 21 setzt mehr auf die Vermittlung von Kompetenzen denn von Wissen. Die Pros und Kontras – und Ihre Meinung.
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NR. 33, 11. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Serie zum Jahr der Berufsbildung «Von meiner Erfahrung als ‹Stift› profitiere ich noch heute. Ich hoffe, dass dank den Swiss Skills Bern 2014 viele Junge einen solchen Einstieg in die Arbeitswelt erleben können. Die Berufsbildung ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die Schweiz.» Martin Flügel (46), gelernter Elektrozeichner, heute Präsident der Gewerkschafts-Dachorganisation Travail.Suisse. Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat das Jahr 2014 zum Jahr der Berufsbildung erklärt. Das Migros-Magazin berichtet in einer losen Serie über Themen rund um die berufliche Grundbildung.
Meisterlicher Programmierer
Keerthikan Thurairatnam ist einer der besten jungen Webprogrammierer des Landes. Der Informatiklernende vertritt die Migros an den Schweizer Berufsmeisterschaften Swiss Skills.
A
us allen Winkeln des Landes strömen Mitte September junge Menschen nach Bern. Sie alle haben ein Ziel: Schweizer Meisterin oder Meister zu werden. Aber nicht im Fussball oder in der Leichtathletik, sondern in ihrem Beruf. Denn vom 17. bis 21. September finden in der Hauptstadt mit den Swiss Skills die 1. Schweizer Berufsmeisterschaften statt. Rund 1000 junge Lernende nehmen daran teil (siehe Box). Einer von ihnen ist Keerthikan Thurairatnam. Der 22-Jährige absolviert beim Migros-Genossenschafts-Bund in Zürich eine Informatiklehre. Für ihn ein Traumjob: «Computer haben mich fasziniert, seit ich mit neun Jahren zum ersten Mal einen PC benutzt habe.» Damals lebte er mit seiner Familie noch in Sri Lanka, einen Computer zu besitzen war alles andere als selbstverständlich. «In meiner Klasse hatten nur drei Kinder einen PC zu Hause», erzählt er. Thurairatnams Vater ist Journalist und musste 2004 aus politischen Gründen in die Schweiz flüchten. Zwei Jahre später folgte Keerthikan mit seiner Mutter und seinen beiden Geschwistern. In
Altendorf im Kanton Schwyz lebten sie zuerst im Asylwohnheim, konnten aber schon bald in eine Wohnung umziehen. «Wir hatten ein riesiges Glück, in Altendorf ein neues Zuhause zu finden», sagt er. Die Anfänge seines neuen Lebens in der Schweiz ohne Sprachkenntnisse und in einer neuen Kultur waren aber sehr schwierig: «Am ersten Schultag habe ich mich gefragt: Kann ich diese Sprache lernen?», sagt er mit einem ansteckenden Lachen.
Lehrer und Schulkollegen halfen bei der Integration Heute spricht er fliessend Deutsch. «Die Unterstützung durch die Lehrer und meine Schulkollegen hat mir enorm geholfen», erzählt er. Manchmal spürt er schon noch ein wenig Heimweh nach Sri Lanka. Abhilfe schafft dann der gute Kontakt zu anderen tamilischen Familien, die in der Region wohnen. «Wir veranstalten Kultur- und Tanzabende oder feiern gemeinsam tamilische Feste», erzählt Thurairatnam. «Aber wir fühlen uns sehr gut integriert. Die Schweiz ist mein Zuhause.»
Als Kind lebte er im Asylheim, heute ist
Die gute Integration fand bei ihm nach der Schule auch beruflich ihre Fortsetzung. Seit drei Jahren ist er beim Migros-Genossenschafts-Bund in Zürich angestellt und lässt sich zum Applikationsentwickler ausbilden. Für die Migros-Gruppe programmiert und gestaltet er Internetseiten. Seine Arbeit macht ihm Spass. «Ich bin gut in Mathe und liebe es, Probleme zu lösen», sagt Thurairatnam. «Ich habe schon immer viel am Computer ausprobiert, etwa beim Programmieren von Spielen.» So hat er für ein Schulprojekt das beliebte Online Game «Curve Fever» nachgebaut. «Zwei Monate habe ich dafür gebraucht», sagt er lachend. Der Aufwand hat sich gelohnt, heimste er doch dafür die Note 5,5 ein. Parallel zu seinem Lehrabschluss, den er in einem Jahr ablegen
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Die Migros an den Swiss Skills Vom 17. bis 21. September finden auf dem Messegelände der Bernexpo die ersten Schweizer Berufsmeisterschaften statt. An den Swiss Skills kämpfen rund 1000 junge Lernende aus 70 verschiedenen Berufen – von Automobilfachleuten über Ofenbauer bis zu Zimmerleuten – um den Schweizer-Meister-Titel. Neun der Wettkämpferinnen und Wettkämpfer absolvieren ihre Lehre bei der Migros. Das orange M ist aber nicht nur im Teilnehmerfeld vertreten. Als grösste Lehrstellenanbieterin der Schweiz unterstützt die Migros-Gruppe mit ihrem Förderfonds Engagement die Durchführung der Swiss Skills. «Swiss Skills Bern 2014 setzt ein wichtiges Zeichen, denn gut ausgebildete Berufsleute sind sowohl für die Migros als auch für die ganze Schweizer Wirtschaft unerlässlich», sagt Fabrice Zumbrunnen, Mitglied der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes und Leiter des Departements Human Resources. Auch vor Ort ist die Migros präsent: Auf einer Fläche von 400 Quadratmetern können die Besucher in die Erlebniswelten der Migros mit ihren über 40 verschiedenen Berufen in 34 Unternehmen eintauchen und beispielsweise die längste Kugelbahn bauen, Blumen für den Produktgarten gestalten oder in einem TV-Studio als Verkaufsprofis Werbung für Produkte machen.
er Topprogrammierer: Keerthikan Thurairatnam entwickelt Internetseiten für die Migros.
wird, strebt Thurairatnam die Berufsmatura an. «Mit der Matura kann ich nach der Lehre ein Bachelorstudium als Software Engineer beginnen.»
Zeitdruck als grösste Herausforderung Dass er zu den Besten seines Fachs gehört, zeigt seine Teilnahme an den Swiss Skills. Dort tritt er gegen 30 Konkurrentinnen und Konkurrenten aus der ganzen Schweiz an. Während des siebenstündigen Wettkampfs, unterbrochen nur von einer Mittagspause, müssen die Lernenden verschiedene Aufgaben lösen, etwa Programmierfehler beheben und eine Website visuell gestalten und programmieren. «Inhaltlich sind alle Aufgaben gut machbar», sagt der junge Programmierer, «die Herausforderung
ist der enorme Zeitdruck.» Unterlagen und Internetrecherchen sind nicht erlaubt. «Wir müssen alles auswendig lernen», erklärt Thurairatnam. «Das ist ein gutes Projekt für meine Sommerferien», fügt er schmunzelnd an. Keerthikan Thurairatnam freut sich auf den Wettkampf: «Ich bin stolz darauf, die Migros an den Schweizer Meisterschaften zu vertreten. Ich hoffe, dass ich so auch meine Stärken und Schwächen noch besser kennenlernen kann.» Ist er nervös vor dem Wettkampf? «So langsam spüre ich schon ein Kribbeln», antwortet er. «Aber die Meisterschaften werden mich meinem Ziel, ein guter Webentwickler zu werden, einen weiteren Schritt näherbringen.» Text: Andreas Dürrenberger Bild: Christian Schnur
«Ich bin gut in Mathe und liebe es, Probleme zu lösen.»
An den Swiss Skills können sich die Besucher zudem über 130 Berufe aus Handwerk, Industrie und Dienstleistung informieren und sich von den Berufsfachleuten vor Ort beraten lassen. Eine Sonderschau zur Höheren Berufsbildung und Weiterbildung bietet einen Überblick über die vielfältigen Berufskarrieren, während die Sonderschau Kleinstberufe die Arbeit von Goldschmieden oder Geigenbauern in den Fokus stellt. Tickets zu den Swiss Skills gibts nur online unter www.swissskillsbern2014.ch. Bis zum 31. August sind die Karten gratis, danach kostet ein Tageseintritt 15 Franken.
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JUGEND IM MIGROS-MAGAZIN
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Serie: Schüler machen Zeitung Interview mit Ralf Hächler Ralf Hächler ist Mitarbeiter der Firma Mibelle in Buchs AG und arbeitet in der Produktion als Anlageführer. Wir haben ihn zu seiner Tätigkeit befragt: Wie lange arbeiten Sie schon in diesem Betrieb? Ich arbeite schon seit ganzen 14 Jahren in dieser Firma. Welche Funktion haben Sie? (schmunzelt) Ich bin sozusagen ein «Mädchen für alles», das heisst wenn irgendwo etwas fehlt oder nicht funktioniert, bin ich schnell zur Stelle. Wie finden Sie die Arbeitskollegen hier? Meine Arbeitskollegen hier sind sehr nett, die Arbeit schweisst uns jeden Tag näher zusammen. Wir kommen aus vielen Ländern und Kulturen, doch für alle hat es Platz bei uns.
Haarscharfe Ideen
Oder wie das Shampoo auf unsere Haare trifft – ein Besuch bei der Mibelle AG im aargauischen Buchs.
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ir sind die Klasse 2c und gehören zur Kreisbezirksschule Muri AG. Wir kommen aus allen möglichen Dörfern aus dem Kanton Aargau: Boswil, Benzenschwil, Buttwil, Beinwil, Kallern und Muri. Wir haben die Jahrgänge 1999, 2000 und 2001. Wir halten zusam-
men und stützen einander in der Schule wie auch in der Freizeit. Wir sind eine humorvolle und aufgestellte Klasse. Bald steht die Berufswahl auf dem Programm, und wir stehen einen Schritt davor, in diese neue Welt der Erwachsenen einzutauchen. Dank der Migros haben wir einen Ein-
blick in die Berufswelt der Mibelle bekommen. Wir fragten uns, wie wohl ein solches Pflegeprodukt entsteht. Wer erfindet es? Wer testet es? Wie wird es entwickelt? Wie wird es produziert? Auf solche und viele andere Fragen haben wir nach Antworten gesucht.
Können Sie uns eine Maschine näher beschreiben? Ja sicher, diese Maschine hier (zeigt auf eine riesige, lange Abfüllanlage) wird von einem Computer gesteuert, sie funktioniert so: Alle Plastikbehälter werden über ein Förderband zu einer Maschine geführt, die aus acht Spritzen die vorgegebene Flüssigkeit (Shampoo, Duschgel usw.) in die Behälter abfüllt. Danach gehen die Flaschen zu einer weiteren Maschine, die den Deckel darauf setzt. Eine Kamera kontrolliert, dass der Deckel richtig sitzt. Was für eine Ausbildung haben Sie gemacht, um diese Arbeit ausführen zu können? In meiner ursprünglichen Lehre lernte ich Automechaniker, doch nach 20 Jahren wollte ich etwas Neues tun. So brachte mich ein Freund zu dieser Firma. Seither bin ich hier angestellt und bin sehr glücklich darüber. Macht Ihnen die Arbeit hier Spass? Ja, mir macht die Arbeit hier schon seit 14 Jahren Spass, es ist ein sehr toller Job, denn er ist sehr vielfältig. Ich bin ja, wie gesagt, das Mädchen für alles (lacht).
Die Mibelle Die Mibelle AG ist eines der 20 M-Industrie-Unternehmen der Migros-Gruppe. Sie entwickelt und produziert Kosmetikprodukte für die Migros sowie auch für diverse Detailhändler im Ausland. Sogar Michelle Obama benutzt ein Produkt mit einem Wirkstoff, den die Mibelle selbst entwickelt hat. Die Mibelle-Group hat circa
1000 Mitarbeiter in diversen Berufen. Sie bildet auch eine Vielzahl von Berufen aus, wie z. B. Biomechaniker/innen, Anlageführer/innen, Automatiker/innen, Chemielaboranten/innen, Logistiker/innen, Büroassistenten/ innen, Informatiker/innen, Kaufmänner/Kauffrauen und LebensmittelTechnologen/innen. Sie
macht einen Umsatz von 328 Millionen Euro im Jahr. Sie stellt auch Eigenmarken her für den Detailhandel (wie zum Beispiel I Am oder Candida für die Migros). Die Mibelle ist die Nr. 3 der Eigenmarkenhersteller in Europa. Die Verpackungen werden selbst entworfen, aber das Verpackungsmaterial wird eingekauft.
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JUGEND IM MIGROS-MAGAZIN | 33
Wie entsteht ein Produkt? 7.
Die gestapelten Karton schachteln werden in die Läden geliefert. Nun steht das Produkt in den Regalen, bereit, vom Kunden gekauft zu werden.
1.
Entweder kommt der Kunde bereits mit einer genauen Vorstellung eines Produkts zu Mibelle, oder das Mibelle-Marketingteam schlägt aufgrund von aktuellen Trends und Marktbeobachtungen dem Kunden passende Produktideen für dessen Zielgruppen vor. Ist man sich einig, wie das Produkt duftet oder aussieht und was für Eigenschaften es haben soll, dann geht der Auftrag weiter an das Labor.
6.
Zum Schluss wird das Produkt, das in speziellen Tanks gelagert wurde, in die vorgesehenen Flaschen oder Tuben gefüllt. Dieser Arbeitsschritt wird von Maschinen übernommen. Die fertig verpackten Produkte werden in grosser Anzahl von Frauen in Kartonschachteln abgepackt.
2.
Dort werden die Basisstoffe zusammengemischt. Danach die Stoffe, die das Produkt von anderen unterscheiden, gemäss der Umfrage und dem Auftrag des Kunden.
5.
3.
Der Kunde testet die verschiedenen Varianten. Danach entscheidet er sich für ein Produkt. Es folgen weitere Verbesserungen und Anpassungen, bis der Kunde mit dem Endprodukt zufrieden ist.
4.
Parallel wird die Verpackung, wie mit der Designagentur entwickelt und mit dem Kunden freigegeben, in grosser Anzahl bei auswärtigen Lieferanten bestellt. Wenn die Verpackung eingetroffen ist, kann man mit der Produktion beginnen.
Nun wird das Produkt erst in kleinen Testmengen und anschliessend in grossen Mengen hergestellt. Sozusagen in einem riesigen Kochtopf zusammengemischt und in Silos gelagert. Bei der Herstellung muss man viele Hygienevorschriften beachten, damit das Produkt auch ja keimfrei bleibt.
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PREISBAROMETER Auch die Preise von Halsbonbons schlagen auf. Diese Bonbons werden von Swissmedic zertifiziert. Da für die Zertifizierung schärfere Auflagen gelten, verteuert sich die Produktion der Bonbons. Die Migros trägt die gestiegenen Kosten teilweise und überträgt sie teilweise auf die Konsumenten.
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Preis alt * 3.85 9.40 3.50 3.80 3.80 2.50
Preis neu * 3.75 10.40 3.70 4.10 4.10 2.70
*in Franken
PREISE | 35
Regen beeinflusst Gemüsepreise
Informationen zu Preisänderungen Die Migros senkt den Preis von M-Budget Wassereis Zitrone & Orange. Der tiefgekühlte M-Classic Hamburger schlägt dagegen auf. Der Grund ist die starke Nachfrage der Konsumenten nach Schweizer Rindfleisch, die das Angebot übersteigt und so den Einkaufspreis in die Höhe treibt.
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in % -2,6 10,6 5,7 7,9 7,9 8,0
Das extrem regenreiche Wetter in der zweiten Julihälfte hat das Wachstum bestimmter Gemüsesorten stark verlangsamt. Dies verknappt das Angebot und lässt so die Preise steigen. Beim Eisberg- und Kopfsalat kommt es daher landesweit zu einem Preisaufschlag von circa 20 Prozent. Bei anderen Salaten sowie Tomaten und Gurken variieren die Preise je nach Region, da diese Gemüsesorten von den einzelnen regionalen MigrosGenossenschaften unabhängig voneinander beschafft werden.
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Rundreise Vietnam – 11 Reisetage inkl. Halbpension 1. Tag / Zürich – Hanoi: Flug ab Zürich, mit Singapore Airlines, via Singapore, nach Hanoi. 2. Tag / Hanoi: Ankunft am Mittag und Transfer in Ihr Erstklasshotel in Hanoi. Die Stadt am Roten Fluss ist die emsige Metropole des Nordens auf Aufholjagd, aber auch aufmerksame Bewahrerin der Schätze einer bewegten Geschichte. Am Abend erleben Sie eine Aufführung des berühmten Wasserpuppentheaters. 3. Tag / Hanoi: Stadtrundfahrt mit Besuch des Literaturtempels – 1070 zu Ehren Konfuzius gebaut– , sowie des Hoan Kiem Sees, des Jadeberg-Tempels und der unvergleichlichen Altstadt. 4. Tag / Hanoi – Halong Bucht: Fahrt zu einer der spektakulärsten Landschaften Vietnams, der märchenhaften HalongBucht. Rund 3‘000 skurril geformte Inseln liegen wie Felssplitter in der smaragdfarbenen Bucht. Nicht umsonst gehört die Region zum Unesco-Welterbe. Mit einer Dschunke segeln Sie durch diese wunderschöne Inselwelt. Gelegenheit zum Baden und Besuch von geheimnisvollen Höhlen und Grotten. Abendessen und Übernachtung in einer komfortablen Kabine an Bord der Dschunke. 5. Tag / Halong – Flug von Hanoi nach Da Nang – Hoi An: Lassen Sie die zauberhafte Welt der 2000 Inseln nochmals auf sich wirken, während Ihres Frühstücks an Bord und der gemächlichen Rückfahrt zum Hafen. Anschliessend Fahrt nach Hanoi und kurzer Flug nach Da Nang. Übernachtung in Hoi An – die vietnamesische Kulturikone mit UNESCO-Status. Ein malerischer Ort mit einer Altstadt aus bunten Gassen – eine Künstlerstadt, an Charme kaum zu überbieten! 6. Tag / Hoi An – Da Nang – Hue: Nach einer Tour durch Hoi An Beginn der spektakulären Fahrt über den Wolkenpass. Vorbei
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an Lotusblumen und grünen Reisfeldern, aus denen vietnamesische Spitzhüte ragen – Bilder mit einer ganz eigenen Magie. 7. Tag / Hue: Der Tag beginnt mit einem weiteren Höhepunkt; einer Bootsfahrt. Dabei präsentieren sich die Sehenswürdigkeiten entlang des Parfümflusses vor den Toren der Stadt: Die Thien Mu-Pagode, die prächtigen Kaisergräber und die Zitadelle mit der Verbotenen Stadt – heute ein UNESCO Weltkulturerbe. 8. Tag / Hue – Flug nach Saigon: Kurzer Flug nach Ho Chi Minh City, das ehemalige Saigon. Die grösste Stadt Vietnams ist längst zum pulsierenden wirtschaftlichen Mittelpunkt des Landes geworden. Ausführliche Stadtrundfahrt durch diese quirlige und bunte Mega City. 9. Tag / Saigon – Mekong Delta: Mit dem Ausflug ins Mekong Delta erleben Sie eine faszinierende Landschaft mit unendlichen Reisfeldern, Mangrovensümpfen, alten Khmer-Tempel und kleiner Inseln. Bootsfahrt auf dem Mekong Fluss und Besuch des Kokosnuss-Dorfes sowie der Drachen- und Einhorninsel. 10. Tag / Saigon – Cuchi Tunnels – Flug nach Zürich oder Anschlussprogramme: Besuch der Cu Chi Tunnels. Das phänomenale 248km lange Untergrundtunnelnetzwerk, dass von den Vietcong während des Vietnamkriegs benutzt wurde und damit die Militärmacht der USA im wahrsten Sinne des Wortes untergraben hat, ist legendär. Am Abend Transfer zum Flughafen und Flug mit Singapore Airlines, via Singapore, nach Zürich. Wenn Sie eine Badeferien-Verlängerung gebucht haben, Transfer (ca. 4h) nach Mui Ne. Wenn Sie im Anschluss Ankor Wat besuchen, erfolgt der Flug nach Siem Reap, Kambodscha. 11. Tag / Zürich: Ankunft am Morgen.
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Kaffee als Inspiration
Kaffee ist nicht nur ein bewährter Muntermacher. Gottlieb Duttweiler lieferte das Heissgetränk sogar die zündende Idee für seine Migros.
E
ine Brücke zwischen Produzent und Konsument schlagen, das war die Absicht von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler. Aber wie? Der Kaffee war es, der ihm den Weg wies. Denn als er selbst als Kaffeehändler in Le Havre tätig war, sah er, wie viel die Zwischenhändler am schwarzen Gold verdienten. Er beschloss daraufhin, seine Ware direkt bei den Produzenten einzukaufen. Zurück in der Heimat, bekam er mit, wie der Kaffeepreis im Schweizer Handel künstlich hoch gehalten wurde, ohne dass die Produzenten davon profitiert hätten. So entschloss er sich zur Gründung eines neuartigen Vertriebssystems mit fair kalkulierten Preisen und direktem Handel. Zu den ersten sechs Produkten der fahrenden Migros-Läden gehörten auch zwei Sorten Kaffee. CS
Die Migros eröffnet in Zürich eine Kaffeerösterei. Sie ist der erste eigene Industriebetrieb.
Der Kaffee gelangt aus den Abfüllsilos direkt in die Verpackung. (Foto ca. 1940)
Nach seiner Rückkehr aus Brasilien schickt Gottlieb Duttweiler 1925 den ersten Migros-Lastwagen auf Verkaufstour. Das erste Produkt im Angebot ist Kaffee. Der Kilopreis für die beiden Mischungen Brasil und Mokka beträgt 3.85 beziehungsweise 4.90 Franken.
Kaffee lag Gottlieb Duttweiler besonders am Herzen. Er verkostete ihn gern selbst.
Der koffeinfreie Kaffee Zaun kommt auf den Markt.
Gottlieb Duttweiler und seine Frau leben in Brasilien. Duttweiler versucht sich als Kaffeebauer.
1922–24
Die Kaffeesorten Exquisito und Zaun ergänzen das Sortiment. Beide sind heute noch erhältlich.
1925
1930–31
Die Migros lanciert den ersten löslichen Kaffee: Voncafé.
Ende 40er
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Wie sich die Zeiten ändern, erkennt man an Werbung, wie sie heute nicht mehr verstanden würde. Dieses Inserat stammt aus dem Jahr 1955.
Magnetwirkung: In Zürich drängen sich Gäste um den Kaffeetresen einer Migros-Imbissecke, um das anregende Getränk zu geniessen.
Der Standort Birsfelden ist vor allem deshalb günstig, weil der Rohkaffee ohne zusätzlichen Transportaufwand vom Schiff ins Lager befördert werden kann.
Werbung aus dem «Brückenbauer» von 1954. Erste Migros-Filiale in Basel: Weil ihr ein Imbissstand nicht genehmigt wurde, eröffnet die Migros ihre erste Kaffeebar.
1952
Die zentrale Rösterei zieht nach Birsfelden um, wo sie auch heute noch angesiedelt ist.
1954
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Die M-Industrie stellt viele beliebte MigrosProdukte her. Dazu gehört auch der Kaffee von Delica.
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Frisch gemahlen schmeckt der Kaffee am besten.
Löslicher Kaffee ist sehr beliebt. Seit 1967 gibt es ihn auch koffeinfrei.
Für viele Kunden neu: In der Migros kann man seinen Kaffee selbst mahlen.
ca. 1960
1967
Der koffeinfreie, lösliche Voncafé ist 1967 der erste Migros-Kaffee, der gefriergetrocknet wird. Heute heisst er Noblesse.
So kennt man den Kaffee für unterwegs heute. Ab 1977 nimmt die Zahl Kaffee trinkender Passanten langsam, aber stetig zu. Der erste Migrolino öffnet in der Zeughauspassage in Bern seine Türen – und erstmals gibt es hier Getränke wie Kaffee auch zum Mitnehmen. Heute wird der «Coffee to go» nicht nur im Migrolino, sondern auch in der M-Gastronomie und in den Migros-Take-Aways angeboten.
1977
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Exquisito Kaffee in Bohnen, 500 g, Fr. 6.50 Exquisito Kaffee gemahlen, 500 g, Fr. 6.50 M-Classic Zaun, entkoffeinierter Kaffee gemahlen, 250 g, Fr. 3.50
Caruso Ristretto, Kaffee in Bohnen, 500 g, Fr. 8.10 In grösseren Filialen
Caruso Imperiale Crema, Kaffee in Bohnen, 500 g, Fr. 8.20
Café Royal Lungo Forte, Kaffeekapseln, 10 Stück, Fr. 3.80 In grösseren Filialen
Bilder: Delica, MGB Dokumentation, Plakatsammlung ZHdK
Café Royal Espresso, Kaffeekapseln, 10 Stück, Fr. 3.80
Delica (vormals Migros-Betriebe Birsfelden) entwickelt für die Migros unter der Marke Delizio ein eigenes Kapselsystem. Delizio ist die erste im Schweizer Markt verfügbare Alternative zu Nespresso und bis heute die unangefochtene Nr. 2 im Kapselmarkt nach Nespresso.
2004
Fast das gesamte Kaffeesortiment der Migros wird neu mit UTZ-zertifiziertem Kaffee bestückt. Das Zertifikat steht für verantwortungsbewusste und nachhaltige Kaffeeproduktion.
2010
Im Mai wird Café Royal in der Migros eingeführt. Die Kapseln passen in alle gängigen NespressoMaschinen und erfreuen sich grosser Beliebtheit.
2012
Delica verarbeitet in Birsfelden pro Jahr 12 200 Tonnen Rohkaffee.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014 |
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JOGHURT | 43
Ob nature oder mit feiner Frucht unterlegt: Die Excellence-Joghurts überraschen mit einer besonders cremigen Konsistenz.
Excellence Joghurt Gold Himbeere, 150 g, Fr. 1.10
Excellence Joghurt Nature, 150 g, Fr. –.90
Excellence Joghurt Walderdbeere, 150 g, Fr. –.95
So cremig, so fruchtig
Excellence Joghurt Vanille, 150 g, Fr. –.95
Bild und Styling: Veronika Studer
Excellence-Joghurts sind überraschend cremig und in einigen Varianten mit feiner Frucht unterlegt. Sie eignen sich vorzüglich als eigenständiges Dessert.
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ie einen mögen es nature, die anderen mit fruchtiger Note. Doch in einem sind sich alle einig: Je cremiger ein Joghurt ist, desto höher ist der Genussfaktor. Entsprechend beliebt sind die Excellence-Joghurts, weil sie dank ihres hohen Milchfettanteils besonders cremig sind.
Über 18 Kilo Joghurt werden in der Schweiz im Durchschnitt pro Kopf und Jahr konsumiert*, was im europäischen Vergleich durchaus einen Spitzenwert darstellt. Neben ihrer rahmigen Konsistenz überzeugen Excellence-Joghurts auch durch ihre geschmackliche Raffinesse. Vor allem das Excel-
lence Gold Himbeere, ein feines Schokoladenjoghurt mit hohem Fruchtanteil, ist mehr als nur eine Sünde wert. Auch die Sorten Walderdbeere und Vanille setzen aromatische Akzente und eignen sich bestens als Dessert. AW * Quelle: Marktbericht des Bundesamts für Landwirtschaft, Milchstatistik für 2012
Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Excellence-Joghurts.
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FOOD
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GUT & GÜNSTIG
Birnenomelette
Dessert für 4–6 Personen und ca. Fr. 6.–
■ 500 g Birnen vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Saft ½ Zitrone darüberträufeln. ■ 4 Eier, 2,5 dl Milch und 1 Prise Salz in einer Schüssel verrühren. 150 g Mehl darüber sieben. Alles mit dem Schwingbesen zu einem klümpchenfreien Teig verrühren. ■ 25 g Butter und 1,5 EL Zucker in einer ofenfesten Bratpfanne (∅ ca. 28 cm) schmelzen. Birnen dazugeben und 4 Min. caramelisieren lassen. 15 g Butter dazugeben und in der Pfanne verteilen. ■ Teig vorsichtig in die Pfanne giessen. Sobald die Ränder bräunen, die Omelette mit Hilfe eines grossen Tellers wenden. Eine weitere Minute backen. Mit Puderzucker bestreuen und servieren. TIPP Die Omelette statt in einer ofenfesten Bratpfanne 20 Min. bei 200 °C im Backofen backen.
Birnenzeit: Warum nicht eine Omelette aus Mehl, Eiern und Birnen zaubern?
Meringue in Bioqualität Meringue stammt ursprünglich aus Meiringen im Berner Oberland und soll dort um das Jahr 1600 erfunden worden sein. Das süsse Schaumgebäck schmeckt am besten mit Schlagrahm und in Kombination mit Glace. Die Migros führt Meringue neu auch in Bioqualität. Entsprechend hochwertig sind die Zutaten, die mehrheitlich aus der Schweiz stammen. Bio Meringues-Schalen, 110 g, Fr. 4.–
Typisch amerikanisch Der traditionelle Brownie aus Amerika erfreut sich auch hierzulande grosser Beliebtheit. Das liegt wohl an seinem ausgeprägten Schoggigeschmack und den feinen Baumnüssen, die für seine Herstellung verwendet werden. Von American Favorites gibt es den Klassiker unter den typisch amerikanischen Backwaren als Portion für eine Person. Genau das richtige Format, um zwischendurch die Lust auf Süsses zu stillen. American Favorites Brownie, 70 g, Fr. 1.60 In grösseren Filialen
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Isotonisch und mit Fruchtgeschmack
Mit dem neuen Easy-Open-Verschluss lassen sich die Gläser der meistgekauften Konfitüre der Schweiz spielend leicht öffnen. Dafür sorgt der zweistufige Drehmechanismus. Es braucht nur noch halb so viel Kraft, um den Deckel knacken zu lassen. Kinder und weniger kräftige Senioren unter den Konfi-Fans freuen sich darüber am meisten. Extra Konfitüre Aprikosen, 500 g, Fr. 2.70 In grösseren Filialen
Gatorade versorgt den Körper nicht nur mit Flüssigkeit, sondern auch mit Kohlenhydraten und Mineralsalzen wie Natrium, Kalium und Magnesium. Geschmacklich bietet der Pionier unter den isotonischen Getränken jetzt noch mehr Vielfalt, denn im Standardsortiment gesellen sich Tropical und Mango Lemonade zu den etablierten Sorten. Gatorade Mango Lemonade, 75 cl, Fr. 3.50 In grösseren Filialen
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Alle ganzen Blattsalate, inkl. Bio, z.B. Kopfsalat, Schweiz, 20x pro Stück 1.80 20x PUNKTE Cherrytomaten am Zweig, «Aus der Region.», per 500 g 3.60 statt 5.20 30% Blumenkohl, «Aus der Region.», per kg 2.70 statt 3.90 30% Birnen Williams, «Aus der Region.», per kg 2.60 statt 3.80 30% Zwetschgen, «Aus der Region.», per kg 3.50 Trauben weiss kernlos, Italien, Schale à 500 g 1.90
FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Rindshackfleisch, Schweiz, per kg 10.80 statt 18.– 40% Rapelli Hinterschinken Puccini geschnitten, aha!, Schweiz, per 100 g 2.55 statt 3.70 30%
Tilsiter mild, per 100 g 1.05 statt 1.35 20% Leerdammer Scheiben im DuoPack, 2 x 200 g 5.80 statt 7.30 20% Valdor Käse, «Aus der Region.», per kg 20.80 statt 25.–
BLUMEN & PFLANZEN Minirosen, Fairtrade, verschiedene Farben, Stiellänge 40 cm, Bund à 10 Stück 5.90 Phalaenopsis 2er-Set, 2 Rispen im 12-cm-Topf, pro Set 16.80 statt 33.60 50% Aster Victoria, im 10-cm-Topf, pro Pflanze 2.90
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NEAR-/NON-FOOD
Frey Schokolade-Kugeln im 750-g-Beutel, UTZ, Milch extra, Giandor und assortiert, z.B. assortiert 10.60 statt 17.70 40%
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014 |
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Wie verdienten Sie Ihr erstes Geld?
Als Ausläufer mit Velo und Anhänger. Was geben Sie auch für viel Geld nicht her?
Meine Concertina: ein ganz kleines Akkordeon, das in den 30er-Jahren in England hergestellt worden ist. Wofür geben Sie gern viel Geld aus?
Für gute Musikinstrumente.
Welche waren Ihre teuersten Ferien?
Die ersten Ferien mit meiner Frau 1986: eine Woche New York über Weihnachten und Neujahr.
Wasserdichte Smartphone-Hülle Schwimmen und gleichzeitig telefonieren? Kein Problem mit der Water Proof Bag von Waka Huia, denn die wasserdichte und aufschwimmende Hülle schützt das betriebsbereite Smartphone vor Nässe und natürlich auch vor Staub und sonstigem Schmutz. Sie ist samt Kopfhörer und Armband mit Klettverschluss in Schwarz oder Weiss erhältlich. Waka Huia Water Proof Bag Fr. 32.90 In ausgewählten SportXX-Filialen sowie unter www.sportxx.ch
Der Bündner Kabarettist und Musiker Flurin Caviezel (58) wirkt beim Freilichtspektakel «Laina Viva» in Zernez mit. Darin geht es um die sagenhafte Gründung des Schweizerischen Nationalparks.
Was ausser Geld befindet sich in Ihrem Portemonnaie?
Zwei Plektren. Das sind die Plastikdinger, die man für das Zupfen beim Gitarrenspiel brauchen kann. Haben Sie einen Spartipp für unsere Leser?
Stromversorgung für mobile Geräte Das Lolliblocks-Ladegerät von Trevolution bietet Stromversorgung für mobile Geräte mit einem USB-Ladestecker. Es braucht weder Kabel noch Steckdose. Vor der ersten Verwendung wird der eingebaute Lithium-Polymer-Akkumulator mit Hilfe des mitgelieferten Micro-USB-Kabels aufgeladen. Das kleine und kompakte Modul passt praktisch in jede Tasche. Trevolution Lolliblocks Ladegerät, Fr. 17.45* statt 34.90 * 50% bis 18. 8. In ausgewählten SportXX-Filialen sowie unter www.sportxx.ch
Nie hungrig Lebensmittel einkaufen.
Wofür gäben Sie die letzten 100 Franken aus?
Für ein Buch, einen Liegestuhl und ein Kopfkissen. Welche Sportart oder Kultursparte sollte mit mehr Geld unterstützt werden?
Mountainbiken für mehrsprachige, rätoromanische Musikkabarettisten. Was kann man für Geld nicht kaufen?
Heimweh, Liebeskummer und Höhenangst. Mit wem gingen Sie gern auf Shoppingtour?
Mit Roberto Benigni. Das könnte lustig werden. Interview: Lea Simeon
Herbstzauber zum Schnäppchenpreis Würzburg–Basel mit luxuriöser MS Edelweissbbbbk
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Unser Erfolgsschiff MS Edelweissbbbb+ 2013 gebautes Schiff der Scylla-Flotte. 90 Kabinen für 180 Gäste. Alle Kabinen mit DU/WC, Föhn, Minibar, Safe, TV, Radio und Klimaanlage. Auf MD-/OD franz. Balkon, auf HD nicht zu öffnende Fenster. Bordausstattung: Restaurant Jungfrau für Gäste HD-/MD im UD mit Oberlichtfenstern, Restaurant Matterhorn für Gäste OD mit Panoramafenstern, Panorama-Lounge/Bar, Lidobar, Boutique, Sonnendeck mit kleinem Pool, Lift zwischen HD und OD sowie Gratis WLAN vorhanden. Nichtraucherschiff (Rauchen auf dem Sonnendeck erlaubt).
Programm/Ausflüge
1
Zürich–Würzburg Individuelle Anreise. Busfahrt ab Zürich Sihlquai um 08.10 Uhr nach Würzburg. Unterwegs indi-
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Wertheim
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Frankfurt
4.
Strasbourg
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Basel
viduelles Mittagessen. Am Nachmittag geführter Rundgang* durch Würzburg mit Besuch der fürstbischöflichen Residenz (UNESCO-Weltkulturerbe). Einschiffung und Kabinenbezug. Idyllisch an Main und Tauber gelegen, lockt die alte Residenzstadt Wertheim mit ihrer historischen Altstadt und der imposanten Burg. Stadtrundgang mit Glasmuseum.* Nachmittag an Bord. Stadtrundgang* durch Frankfurt am Vormittag. Besuch der Aussichtsplattform des Maintowers (fak.). Während des Mittagessens fährt das Schiff weiter in Richtung Strasbourg. Nach dem Mittag trifft die MS Edelweiss in Strasbourg ein. Lernen Sie bei einer interessanten Stadtrundfahrt* die vielen Gesichter der Hauptstadt des Elsass kennen. Am Abend nimmt das Schiff Kurs zur letzten Etappe in Richtung Basel auf. Nach dem Frühstück Ausschiffung und individuelle Heimreise.
Basel – Würzburg ähnliches Programm in umgekehrter Reihenfolge | Programmänderungen vorbehalten. Wegen niedriger Brückenhöhen kann das Sonnendeck zwischen Frankfurt und Würzburg nur wenig benutzt werden. Weitere Fahrten mit MS Edelweissbbbbk Schönste Kurorte Deutschlands Wiesbaden, Bad Breisig, Baden Baden, Bad Krozingen 6 Tage ab Fr. 290.– (Hauptdeck hinten, Vollpension, Gebühren, Rabatt 200.- abgezogen) Abfahrten 2014: 20.10., 25.10. ,30.10., 4.11., 9.11., 14.11., 19.11., 24.11. Zu den Weihnachstmärkten in Basel, Colmar, Strasbourg 4 Tage ab Fr. 290.– (Hauptdeck hinten, Mahlzeiten gem. Programm, Transfers) Abfahrten 2014: alle 4 Tage ab 29.11. bis 29.12.* (*Saisonzuschlag Fr. 90.- für die Silvesterfahrt)
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014 |
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SAISONKÜCHE 56 |
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SCHWÄBISCHE ALB
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NR. 33, 11. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Auf seinem Appaloosa Jurek treibt Willi Wolf die Büffelherde von einer Weide auf die andere.
Deutschland
SERIE
Ferien mit der Saisonküche (4) Noch in dieser und der nächsten Ausgabe schauen wir unseren Nachbarn in die Kochtöpfe. Heute: Schwäbische Alb (D) Nächste Woche: Elsass (F)
Wildwest auf der Alb
Landwirt Willi Wolf hält auf der Schwäbischen Alb Wasserbüffel. Das macht ihn zum Cowboy und beschert dem Migros-Magazin einen schmackhaften Büffelbraten aus dem Smoker.
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SAISONKÜCHE
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1 Willi Wolf feuert den grossen Smoker an. Bis zu 90 kg Fleisch passen hinein. 2 Blockhütten für einen Urlaub mit Minimalkomfort und ohne WLAN. 3 Die Wasserbüffel sind zwar Kolosse, aber äusserst friedliebende Tiere.
S
einen Jurek sattelt Willi Wolf nicht nur, wenn die Kameras klicken. Schliesslich ist Jurek nicht irgendein Pferd. Er ist ein Appaloosa-Wallach, ein Westernpferd also. Auf Jureks Rücken dirigiert Willi Wolf eine Herde Wasserbüffel von einer Weide zur nächsten, denn sie sollen in den Sommermonaten nur frisches Gras zu fressen bekommen. «Das macht das Büffelfleisch von hier so begehrt», erklärt Wolf und führt den Qualitätsbeweis für das Migros-Magazin, indem er einen drei Kilogramm schweren Braten im Smoker zubereitet. Spätestens seit er vor rund neun Jahren damit begann, rund 20 Kilometer von Reutlingen entfernt Wasserbüffel über die Alb zu treiben, ist Willi Wolf als der Schwäbische Cowboy bekannt. Warum gerade Wasserbüffel? «Das hier ist ein reiner Grünlandbetrieb. Dafür brauchte
ich etwas, das einfach im Umgang ist», sagt der 59-Jährige und berichtet, dass er früher Bisons hielt. «Das war sehr anstrengend, weil Bisons lebhafte Tiere sind. Ständig musste der Zaun ausgebessert werden.» An den Büffeln schätzt er deren ruhige Art und robuste Natur: «Die Tierarztkosten sind fast null.»
Bei den sanften Riesen kann der Cowboy auch mal entspannen Der Büffelbraten stammt aus dem Hohrücken und wird mariniert. Willi Wolf rührt die Marinade selbst an und massiert sie mit den Händen ins Fleisch. Die nächsten Stunden wird der Braten kühl stehen. Bis er in den Smoker kommt, gibt es Arbeit für Ross und Reiter: Eine Herde soll umgeweidet werden. Jurek muss nach einem Schlammbad erst noch gestriegelt werden. «Wir haben
aber nicht viel Zeit», bemerkt Wolf und deutet auf den Transporter. Jurek muss in den Anhänger – was ihm gar nicht zu gefallen scheint. Doch Widerstand ist zwecklos, und nach kurzer Fahrt geht es los. Das Umweiden von knapp 150 Büffeln, die in natura noch stattlicher wirken als auf den Fotos, läuft wie am Schnürchen. Einige Ausreisser verfolgt Cowboy Wolf und treibt sie mit den üblichen «Y-Jah-Haa»-Rufen zur Herde zurück. Job souverän erledigt! Was wie eine Westernshow wirkt, ist für die Tiere Alltag. Schnell kehrt Ruhe ein, und das Vieh tut sich an der saftigen Wiese gütlich. «Hier kann man die Zeit vergessen», entspannt sich auch Willi Wolf kurz, bevor man den Rückweg antritt. Lustig: Jurek spaziert jetzt völlig relaxed in den Transporter, als wärs sein Lieblingsplatz.
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SAISONKÜCHE
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Willi Wolfs Büffelbraten Hauptgericht für 4 Personen
ZUTATEN 3 kg Hohrücken vom Albbüffel 2 Handvoll Räucherchips aus Buchenholz (erhältlich im Do it + Garden Migros)
Willi Wolf hält gern ein Schwätzchen in der Metzgerei, in der sein Büffelfleisch verkauft wird. Der Laden in Bernloch ist für die Dorfbewohner ein beliebter Treffpunkt.
Unterwegs hält Wolf in Bernloch bei der Filiale der Metzgerei Failenschmid, über die er sein Fleisch vermarktet. Der Dorfladen ist ein Kleinod ländlicher Tradition, betrieben von zwei Frauen, die viele Produkte für ihr «Lädele» selber herstellen. Und immer Zeit haben für ein Schwätzchen. Wieder zurück auf dem Hof, wird der Smoker angefeuert und mit dem Braten bestückt. Doch bis das Fleisch gar ist, werden weitere fünf Stunden vergehen. Zeit für ein einfaches Mittagessen, das Wolfs Partnerin Bea kocht: Alblinsen mit Würsten, ein schwäbischer Klassiker. Als der Braten gegen Abend fertig ist, stellt sich nur noch die Frage der Beilage. Salat vielleicht? «Seh ich aus, als würd ich Salat machen?», kommt prompt die Gegenfrage – in einem Tonfall, der kein Ja als Antwort duldet. Okay, das Fleisch mundet auch so, dem Koch wie seinen Gästen. Im Gegensatz zur Beilage bleibt Willi Wolf die Antwort auf die Frage, was ihn glücklich mache, nicht schuldig: «Drei Dinge braucht ein Mann: ein gutes Gewehr, ein gutes Pferd und einen treuen Hund.» Das sagt er, als würde er sich für eine Rolle in «City Slickers» bewerben. Ein echter Cowboy eben. Text: Claudia Schmidt Fotos: Markus Bühler-Rasom
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten + mindestens 1 Stunde marinieren + ca. 5 Stunden garen
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Stuttgart
30 km
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Marinade: 15 g getrockneter Ysop (aus dem Delikatessengeschäft oder der Drogerie) 15 g getrockneter Oregano 10 g edelsüsses Paprikapulver 5 g gemahlener Koriander 25 g Salz 5 EL Sonnenblumenöl 3 EL mittelscharfer Senf
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TIPPS ZUR SCHWÄBISCHEN ALB 1 Stall Willi Wolf Steinhilber Strasse 28 72531 Hohenstein-Meidelstetten www.willi-wolf.de
Pro Person ca. 54 g Eiweiss 24 g Fett 0 g Kohlenhydrate 1850 kJ/440 kcal
ZUBEREITUNG 1. Für die Marinade Kräuter, Gewürze und Salz in einer grossen Schüssel mischen. Mit Öl und Senf zu einer Paste rühren. Fleisch mit der Marinade bepinseln, Marinade etwas einmassieren. Fleisch in einen Gefrierbeutel geben und mindestens 1 Stunde, besser über Nacht, im Kühlschrank marinieren. 2. Einen grossen verschliessbaren Grill vorheizen. Inzwischen Räucherchips ca. 10 Minuten in Wasser einweichen. Chips auf die Kohle (Holzkohlegrill) oder in den Räucherchipbehälter (Gasgrill) geben. Fleisch bei indirekter, kleiner Hitze ca. 5 Stunden garen. Mit einem Kerntemperaturmesser die gewünschte Garstufe ermitteln: 60 °C = leicht rosa; 70 °C = durchgebraten. Fleisch vom Grill nehmen. Vor dem Anrichten 10 Minuten in Alufolie verpackt ruhen lassen. Dazu passen Krautsalat und Brot oder Kartoffelschnitze. Varianten: Albbüffelfleisch durch Rindfleisch ersetzen. Ysop durch Thymian ersetzen.
2 Bärenhöhle Gewann Bärenhöhle 72820 Sonnenbühl (Erpfingen) www.hoehlenwelten-sonnenbuehl.de 3 Holzofenbäckerei auf dem Loretto-Hof Frisches Brot samstags ab 8 Uhr www.loretto-zwiefalten.de Velo-Touren sowie Wanderungen: www.schwaebischealb.de
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Schneller mehrsprachig werden Die Klubschule bietet vielfältige Sprachkurse für alle Bedürfnisse an. Ab Schulanfang werden die regulären und Konversationskurse in zwei Lektionen zu 50 Minuten durchgeführt, was einem Total von einer Stunde und 40 Minuten entspricht anstatt einer Stunde und 15 Minuten wie bisher. Der Preis
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pro Lektion bleibt unverändert. Dank dieser Änderung besuchen die Teilnehmenden 80 Kurslektionen pro Jahr statt 60 wie bisher und verbessern daher ihre Kompetenzen viel schneller. Es braucht etwa 80 bis 100 Kursstunden, um in einer Sprache das nächsthöhere Niveau zu erreichen.
Die Sprachkurse der Klubschule dauern länger, der Preis bleibt gleich tief.
Das Unternehmen Rostal produziert Kräutermischungen und Tees der Marke GrandSt-Bernard, auch für die Migros. Die Kräuter dafür werden von etwa sechzig Landwirten angepflanzt, die der Genossenschaft Valplantes angeschlossen sind.
So schmeckt das Wallis
In Sitten werden Tees und Gewürze mit dem Label Grand-St-Bernard hergestellt.
Bilder: racorn I 123rf.com, zVg
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as Angebot von Rostal ist eine Welt voller Geschmack. Das Unternehmen aus Sitten verarbeitet die Produkte der Marke Grand-St-Bernard. Gran-St-Bernard-Gewürzmischungen verfeinern Zubereitungen mit Fleisch oder Fisch, Salate, Käsegerichte oder Eingesalzenes. Um eine optimale Qualität zu garantieren, enthalten sie nur biologische Gewürze – importiert, da es anders nicht geht –, Walliser Pflanzen und Salz aus den Salzminen von Bex. Der Inhalt der Tees derselben Marke ist noch
regionaler: Darin sind nur Kräuter enthalten, die von etwa sechzig Landwirten hergestellt werden, die der Genossenschaft Valplantes angeschlossenen sind. Nun ist es bald zwanzig Jahre her, seit Gaston Haenni zusammen mit seiner Frau Charlotte ein Unternehmen führt, das die Aromen aus dem Wallis verbreitet und dabei Wert legt auf die Qualität seiner Produkte. Er ist mit seinem Kanton eng verbunden, schafft Synergien und trägt zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region bei. So freut er sich zum
Beispiel über die bevorstehende Realisierung einer neuen Installation zum Trocknen von Pflanzen in Grimisuat. Bisher musste dieses Verfahren ausserhalb des Wallis vorgenommen werden, und nun wird es bald möglich sein, diesen Mehrwert im Wallis zu behalten.
Der Wille zum sozialen Engagement Zu seinem Willen, zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beizutragen, kommt ein ausgeprägtes soziales
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Werkstattleiter Cédric Romano (links) und Rostal-Geschäftsführer Gaston Haenni in den Werkstätten der FOVAHM, der Fondation valaisanne en faveur des personnes handicapées mentales (rechts).
Engagement hinzu. So wird das Einfüllen in die Glasfläschchen nicht einer mechanischen Produktionskette anvertraut, sondern einer Werkstatt der Fondation valaisanne en faveur des personnes handicapées mentales (FOVAHM). Diese beschäftigt Personen, die unter einer geistigen Behinderung leiden. Unter der Aufsicht des Werkstattleiters Cédric Romano sind so jeden Tag elf Personen während sechs Stunden mit dem Verpacken der Produkte beschäftigt. Wenn auch der Rhythmus den Arbeitenden angepasst ist, so ist ihr Einsatz und ihre Freude am Werk für Gaston Haenni eine echte Befriedigung. Überdies ist die Partnerschaft Anfang Jahr weiter ausgebaut worden, und zwar durch die Vergrösserung und Modernisierung der Lokalitäten, die der Arbeit mit den Produkten Grand-St-Bernard gewidmet sind. Ihrem Engagement für den Vertrieb von Produkten aus dem Wallis treu bleibend, verkauft die Migros Wallis die Kräutertees und Gewürzmischungen von Rostal. Letztere findet man ebenfalls in verschiedenen verarbeiteten Produkten, da Gaston Haenni auch regionale Hersteller beliefert. So würzen die GrandSt-Bernard-Kräuter mehrere Fleischwarenspezialitäten, Teigwaren aus dem Hause Destefano, die in Eyholz produziert werden, sowie die Roggensticks, die von der Bäckerei Zenhäusern hergestellt werden; alles Produkte, die in den Migros-Regalen zu finden sind. Text: Mélanie Zuber
Bilder: Mélanie Zuber, zVg
Elf Insassen der FOVAHM sind mit dem Einfüllen der Gewürze der Marke Grand-St-Bernard beschäftigt (links).
Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert.
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Ganz frisch, den ganzen Tag lang
Mehrere Supermärkte der Migros Wallis sind mit Hausbäckereien ausgerüstet, die den ganzen Tag über Brot und Backwaren herstellen.
Fünf Walliser Migros-Supermärkte verfügen über eine Jowa-Hausbäckerei, die für warmes Brot bis zum Ladenschluss sorgt.
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Alain Ferrari, Verantwortlicher der Hausbäckerei im «Forum des Alpes» (oben). Und zusammen mit Sandra Savioz, Abteilungsleiterin der Backwaren (unten).
Und in den anderen Supermärkten? Auch da findet man frisches Brot bis Ladenschluss, dank eines Ofens, mit dem man der Nachfrage entsprechend Brot backen kann.
ine knusprige Kruste, ein weiches Inneres und ein wunderbar appetitlicher Duft: Frisches Brot ist ein Leckerbissen. In den Supermärkten in Châteauneuf-Conthey, Monthey, Martigny Manoir, Sitten Métropole und Brig-Glis verfügt die Migros Wallis über Bäckereien, die von der Jowa betrieben werden, dem Unternehmen der MigrosGruppe, das für diesen Bereich spezialisiert ist. Dank dieser Backstuben können Artikel von ausserordentlicher Frische garantiert werden.
Mindestens sechs Mal täglich wird der Ofen gefüllt In Châteauneuf-Conthey verarbeiten der Verantwortliche Alain Ferrari und sein Team etwa dreissig verschiedene Brotsorten und setzen alles daran, um den ganzen Tag über ofenfrische Produkte anbieten zu können. Konkret bedeutet dies, dass sie anstatt täglich einen grossen Schub zu backen, jeden Tag deren sechs machen – freitags und samstags gar einen Backschub pro Stunde. Die Abteilungsleiterin der Backwaren, Sandra Savioz, arbeitet eng mit der Backstube zusammen und meldet stets den aktuellen Bedarf. «Der Vorrat an Gipfeli nimmt ab, in der nächsten halben Stunde müssen knapp zwanzig Gipfeli gebacken werden», so lauten etwa ihre Meldungen. Und sogleich machen sich die Bäckerinnen und Bäcker an die Arbeit und stellen die Öfen an. In den Hausbäckereien der Supermärkte wird das Brot von Hand hergestellt. Das Mehl wird direkt von der Mühle Sitten oder der Rhonemühle
Abonnentenservice: MIGROS WALLIS, 1920 Martigny, Tel. 027 720 42 59. E-Mail: mitglieder.register@migrosvs.ch www.migroswallis.ch
Naters geliefert. Der Teig wird von Hand geknetet, dann werden die Laibe und Baguettes geformt. Anschliessend lässt man sie gären, bevor sie gebacken werden. Sogar das Biobrot wird vor Ort gemacht, auch wenn die Richtlinien sich als einschränkender erweisen als die Vorschriften für traditionelles Brot.
Der Liebling der Kunden: Das Mailänderbrot Jede der fünf Supermarkt-Bäckereien bietet auch ihr eigenes Brot an. Im «Forum des Alpes» trägt es den Namen Contheysanne. Das Rezept bleibt zwar von einem Ort zum anderen gleich, aber die Form variiert. «Ich habe mich für eine leicht längliche Form mit Einschnitten auf der Seite entschieden», erklärt Alain Ferrari. «So gleicht es keinem anderen Brot des Sortiments.» Dieses Brot wird mit Sauerteig hergestellt und braucht deshalb eine lange Gärung. Es ist stark im Geschmack und in der Säure, man kann es genauso gut zum Frühstück wie auch mit salzigen Zutaten geniessen. Gleichzeitig ist es schön weich und lange haltbar. Trotz dieser bemerkenswerten Qualitäten und eines gewissen Erfolgs ist es nicht das gefragteste Brot. Der Publikumsliebling ist weiss: Es ist das Mailänderbrot. Sogar die Bäckereiverantwortlichen des «Forum des Alpes» geben eine klare Schwäche fürs Mailänderbrot zu. «Es erinnert mich an das Brot meiner Kindheit», sagt Sandra Savioz lächelnd. «Lauwarm ist es Genuss pur», ergänzt Alain Ferrari. Text und Bilder: Mélanie Zuber
Gültig vom 12. bis 18. August 2014
Kaffee mit Buttergipfeli oder ein anderes warmes Getränk
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KÜCHE NATIONAL UND INTERNATIONAL
Guter Geschmack hat immer Saison Nationale Kochkurse Vegetarisch «Fleischlos lecker» 09.09.2014 Köstliches vom Lamm 16.09.2014 Geflügel «Kulinarisches rund ums Federvieh» 23.09.2014 Fisch «Gaumenfreuden aus dem Wasser» 30.09.2014 Kürbis-Variationen 14.10.2014 Wildgerichte – wild auf Wild 28.10. – 04.11.2014 Festtagsmenüs zur Weihnachtszeit 25.11.2014
18.30 – 21.30 Uhr 18.30 – 21.30 Uhr 18.30 – 21.30 Uhr 18.30 – 21.30 Uhr 18.30 – 21.30 Uhr 18.30 – 21.30 Uhr 18.30 – 21.30 Uhr
Internationale Küche Sushi & Sashimi Fingerfood & Appetizer aus Südostasien Thailändische Küche «Der bunte Mix aus China, Indien, Europa» Indonesische «Küche Maniok, Yams & Co» Chinesische Küche - Reise durch die vielseitige Regionalküche Chinas Japanische Küche Traditionell Fernöstliches Asiatische Küche – Wok Knackig und frisch aus dem Wok Currymischungen Frisch aus dem Mörser Mexikanische Küche
18.08.2014 15.09.2014
18.30 – 21.30 Uhr 18.30 – 21.30 Uhr
22.09.2014 06.10.2014
18.30 – 21.30 Uhr 18.30 - 21.30 Uhr
27.10.2014
18.30 – 21.30 Uhr
13.10.2014
18.30 – 21.30 Uhr
24.11.2014
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LEBEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014
FAMILIE | 67
Seit 1947 war die Schnürlischrift Standard in der Schweiz. Bald dürfte sie durch die Basisschrift abgelöst werden.
Alles deutet darauf hin, dass die Schnürlischrift nach fast 70 Jahren ausgedient hat. Zwar ist eine Mehrheit der Lehrpersonen für den Wechsel zur Basisschrift, doch längst nicht alle sind glücklich mit der geplanten Neuerung.
Bild: iStockphoto
A
ls die Schnürlischrift 1947 in den Lehrplänen der Schweizer Schulen Einzug hielt, geschah dies vor allem aus praktischen Gründen: Mit ihren vielen Bögen und Schwüngen wurde sie den Eigenschaften von Schreibfeder und Füllfederhalter gerecht. Denn diese sollten möglichst wenig abgesetzt werden, damit die Tinte in einem Schwung verbraucht werden kann. Heute schreibt kaum mehr jemand mit der Feder, und auch der Fülli wurde vielerorts vom Kugelschreiber abgelöst. Die Schwünge und Bögen haben also ihren praktischen Nutzen eingebüsst. Deshalb gab die Deutschschweizer Erziehungsdirekto-
renkonferenz (D-EDK) 2012 eine Studie in Auftrag, um abzuklären, ob eine neue Schrift eingeführt werden solle. Favoritin ist die sogenannte Basisschrift des Grafikers und ehemaligen ETH-Dozenten Eduard Hans Meier (90). Bei seiner www.migrosmagazin.ch
STIMMEN SIE ONLINE Schüler schreiben künftig anders Gehört die Schnürlischrift zum Schulalltag oder ist sie ein Relikt aus der Vergangenheit? Ihre Meinung auf Migrosmagazin.ch
Schrift werden zwar noch kleine Gruppen von Buchstaben verbunden, aber sie ist viel schlichter als die Schnürlischrift. Eine Studie der Pädagogischen Hochschule Luzern von 2010 hat gezeigt, dass die Basisschrift Kindern ermöglicht, schneller und leserlicher zu schreiben. Die Kantone Luzern und Aargau haben die neue Schrift bereits eingeführt. Aller Voraussicht nach wird Ende 2014 darüber entschieden, diesen Schritt für die ganze Deutschschweiz zu tun. Noch steht der endgültige Bericht im Auftrag der D-EDK aus. Wir haben zwei Experten nach Ihrer Meinung gefragt. Texte: Andrea Fischer-Schulthess
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014 |
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Schriftwechsel: Pro und Kontra
Christian Amsler
Annemarie Pierpaoli
Christian Amsler (50) ist Regierungspräsident und Vorsteher des Erziehungsdepartements des Kantons Schaffhausen sowie Präsident der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK). Vor seiner Wahl in den Regierungsrat im Jahr 2009 war der ausgebildete Pädagoge hauptberuflich als Prorektor der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen tätig.
Annemarie Pierpaoli (76) ist Präsidentin der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft (SSG) und engagiert sich für die Bewahrung des Kulturgutes Schreiben und Schriften. Die ausgebildete Primarlehrerin und Psychologin mit den Schwerpunkten Graphologie, Ausdruckspsychologie und Diagnostik untersucht seit über 30 Jahren Handschriften.
Christian Amsler, warum soll die Basisschrift die Schnürlischrift ablösen?
Für viele Kinder ist die Schnürlischrift psycho motorisch eine Tortur, ins besondere das künstliche Verbinden und das seltene Absetzen des Stifts. Darum kommt die sogenannt teil verbundene Basisschrift den natürlichen Bewegungen der Kinder entgegen. Wie wichtig ist eine persönliche Handschrift überhaupt noch?
Sie ist sehr wichtig. Die Handschrift ist ein Abbild der Persönlichkeit. Das ist jedoch auch mit der Basisschrift möglich. Diese ist quasi ein guter Kompromiss zwischen Schnürlischrift und der digi talisierten Schrift, an welche die Augen der Kinder je län ger, je mehr gewöhnt sind. Ist die Einführung der Basisschrift also eine beschlossene Sache?
Wir erwarten noch in diesem Jahr eine Entscheidung. Eine einheitliche Lösung für den
deutschsprachigen Raum ist sehr wünschenswert, damit Kinder auch bei einem Schul wechsel keine Probleme be kommen. Allerdings wird es eine solche Lösung zeitlich nicht mehr in den Lehrplan 21 schaffen. Sind sich denn alle einig?
Ich bin optimistisch, dass wir das einheitlich regeln können. Die neue Schrift hat viele Vorteile, und Lehrmittel sind auch bereits vorhanden. Aber natürlich gibt es nach wie vor auch Anhänger der Schnürlischrift, wenn auch vorwiegend unter älteren Lehrpersonen. Welche Alternative zur Basisschrift gibt es sonst noch?
Es gibt eigentlich keine gros sen Möglichkeiten. Die reine Blockschrift ist zu unpersön lich und eignet sich weniger für eine flüssige Handschrift. Die Basisschrift ist klar der beste Kompromiss, um sich auf den Weg zu machen zu einer guten persönlichen Handschrift.
Annemarie Pierpaoli, Sie setzen sich für den Erhalt der Schnürlischrift ein. Warum?
Es geht nicht nur um die Schnürlischrift, sondern vor allem um guten Schreib unterricht, der auch bewe gungsphysiologisch richtig ist und zu einer lesbaren Schrift führt und Freude be reitet. Erfahrungen aus den USA haben gezeigt, dass eine Basisschrift häufig durch eine rein nützliche Blockschrift abgelöst wird – es kommt zu einem Schriftzerfall. Die vielen Hin- und Herbewegungen der Schnürlischrift laufen der Bewegungsphysiologie der Kinder entgegen, heisst es. Stimmt das?
Im Gegenteil. Die Abfolge bestimmter harmonischer Bewegungsmuster, das Aus nützen des natürlichen Schwungs erweist sich wie bei vielen anderen Tätigkei ten als sinnvoll. Dieser ergo nomische Ablauf, wie er auch im Sport und in der Musik ge pflegt wird, ist bei der Basis schrift erschwert.
Welchen Stellenwert hat die Handschrift heute noch?
Das Schreiben von Hand be dingt eine ganz andere Art des Denkens. Es setzt voraus, dass der Schreibende sich im Voraus überlegt, was er schreiben will, und seine Ge danken strukturiert. Eine amerikanische Studie konnte zudem zeigen, dass der Lern effekt bei handschriftlichen Notizen grösser ist als mit Computer geschriebenen. Die Handschrift ist unver wechselbar, einzigartig. Die ser Ausdruck des Individuel len ist nicht in allen Kulturen wichtig. In China etwa wird Wert gelegt auf möglichst vorlagengetreues Schreiben. Kann eine persönliche Handschrift nicht auch über die Basisschrift entstehen?
Wichtiger als die Schrift ist letztlich, dass der hoch komplexen Aufgabe des Schreibenlernens in der Schule wieder mehr Auf merksamkeit gewidmet wird. Die derzeitige Diskussion trägt durchaus dazu bei.
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MIGROS-BANK-RATGEBER
Wir brauchen mehr Wohnraum
Albert Steck, Markt- und Produktanalyse Migros Bank
Habe ich Kopfschmerzen, dann bringt mir ein Mittel gegen Bauchweh keinen Vorteil. Wollen wir also den Patienten «Schweizer Immobilienmarkt» verarzten, so müssen wir als Erstes wissen, woran dieser krankt: Problem Nummer eins ist das zu knappe Angebot an neuem Wohnraum. Die Grafik zeigt, dass hierzulande konstant etwa 40 000 neue Wohneinheiten pro Jahr entstehen. Bis 2006 reichte dies, um die wachsende Zahl an Einwohnern zu versorgen. Seither jedoch hat sich die Bevölkerungszunahme verdoppelt, während die Bautätigkeit nur wenig anzog. Um aber diesen Mangel an Wohnraum zu beseitigen, sind verschärfte Regeln für künftige Eigentümer die falsche Medizin. Kein einziges zusätzliche Haus wird dadurch gebaut. Hingegen können Regulierungen mithelfen, die Spekulation einzudämmen: Während der Blase in den USA kauften viele Leute ein Haus nicht zum Wohnen, sondern in der Absicht, es später mit Gewinn weiterzuverkaufen. Entsprechend bestand in den USA – ganz anders als bei uns – ein grosses Überangebot an Wohnraum. Solche spekulativen Käufe sind in der Schweiz allerdings kaum zu beobachten. Halten wir fest: Das wichtigste Leiden unseres Immobilienmarkts können ver-
führt. Zudem: Steigt der Referenzzinssatz von aktuell 2 Prozent dereinst wieder auf 120 000 3,5 Prozent, das Niveau von 2008, 100 000 Zusätzliche verteuert das die Einwohner Mieten um weitere 80 000 18 Prozent. (Für jedes Viertelprozent Zins60 000 erhöhung steigen die Mieten um 3 Pro40 000 zent). Neue 20 000 Um auf Ihre Frage Wohnungen zurückzukommen: 0 Zwar schränkt die 1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011 2013 jüngst erlassene Vorschrift zur AmortisaDie Zahl der neu erstellten Wohneinheiten ist seit tion von Hypotheken 20 Jahren stabil. Dagegen hat das Bevölkerungsden Spielraum der wachstum ab 2007 stark zugenommen. Die Folge ist Käufer noch nicht ein knappes Angebot an Wohnraum. übermässig ein. Das erforderliche Einkommen erhöht sich schärfte Vorschriften für den Erwerb von dadurch um etwa 4 Prozent, wie unsere Beispielrechnung auf blog.migrosbank. Eigentum nicht lindern. ch zeigt. Trotzdem wünschte ich mir, Die Knappheit führt auch dass sich die aktuelle Debatte weniger zu teureren Mieten um Regulierungen drehen würde und Und wie bei jeder Medizin sind die Ne- stattdessen mehr um die Frage, wie wir benwirkungen zu berücksichtigen: Wer- die Knappheit beim Angebot mildern den die Hürden für den Immobilienkauf könnten. Gerade weil hier keine einnämlich zu hoch angesetzt, etwa indem fachen Rezepte wirken, wäre eine breikeine Vorbezüge aus der Pensionskasse tere Diskussion besonders wertvoll. mehr erlaubt sind, so vergrössert dies den Druck auf den Mietwohnungsmarkt. Jetzt aktuell auf blog.migrosbank.ch: Neue Auch hier hat das knappe Angebot be- Richtlinien zur Amortisation von Hypotheken. reits zu stattlichen Preiszunahmen ge- Das sind die Folgen.
Das Angebot genügt nicht
Daten: BfS
Die Regulierungen für den Kauf von Wohneigentum werden immer mehr verschärft. Kann sich der Mittelstand schon bald kein Eigenheim mehr leisten?
WILDS WELT
Bild: Fotolia
Musikvergnügen im Südtirol
Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild
Die Meraner Musikwochen zählen zu den wichtigsten Festivals für klassische Musik in Europa. Dieses Jahr geht die musikalische Entdeckungsreise vom 25.8.–23.9. über die Bühne. ■ Die meisten Konzerte finden im Kursaal an der Freiheitsstrasse in der Fussgängerzone statt. Übernachtungstipp: Vis-à-vis befindet sich das Kunsthotel Imperial Art mit 12 Zimmern. Die obersten haben Whirlpool, ansonsten nach Nr. 22 «Mediterranea» fragen. Inbegrif-
fen: Frühstück, Eintritt in die Therme Meran und die Galerie «Kunst Meran». ■ Die besten Adressen für Meran: Restaurant Sissi: 17 GaultMillau, offene
Weine ab 5 Euro, fünf Minuten vom Hotel Imperial Art; Genussmarkt Pur Südtirol: vis-à-vis Imperial Art, Früchte, Chutneys, Schinken, Käse, Weine; Hofschank Zmailer-Hof oberhalb von Schenna: schönste Aussicht auf Meran, Brennnessel- und Käseknödel bestellen, 11 bis 17 Uhr offen; Leiter am Waal: 10 Fahrminuten von Meran mitten in den Reben, Dessertwein Sissi ordern. ■ Gut zu wissen: Am 3. Juli 2014 eröffnete mit der Adler Mountain Lodge auf der Seiser Alm eines der spektakulärsten Hotels Europas. Anfahrt von Meran: gut eine Autostunde. Details unter www. migrosmagazin.ch/wildswelt
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LEBEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014 |
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Gute Reise, liebe Störche!
Für drei Jungstörche aus dem Zolli heisst es Abschied nehmen. Ein kleiner Sender wird ihre Flüge dokumentieren.
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Heute habe ich eine spannende Aufgabe: Zusammen mit einem internationalen Expertenteam untersuche ich drei Jungstörche und versehe sie mit Sendern. Ziel der Aktion ist es, mehr Informationen über das Zugverhalten der Weissstörche zu gewinnen. Tierpfleger Bruno Gardelli, der aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und seines grossen Einsatzes zum Wohl der Weissstörche den Titel Storchenvater verdient, hat die Vögel ausgewählt. Mit logistischer Unterstützung der Feuerwehr Basel-Stadt kontrolliert er Jahr für Jahr die Horste im Zolli und beringt die Jungvögel. Die drei auserwählten Störche verhalten sich dank des Abdeckens der Augen mit einer Lederhaube sehr ruhig, sodass ich den allgemeinen Gesundheitscheck inklusive Blick in den Schnabel im Nu abhaken kann.
Zolli-Tierarzt Stefan Hoby (38) berichtet regelmässig aus dem Zoo Basel.
Bilder: Zoo Basel
Nach zehn Minuten ist alles vorüber Anschliessend halte ich mich an das vom Projekt «SOS Storch, Storchenzug im Wandel» entworfene Protokoll. An einer Flügelvene entnehme ich eine Blutprobe, dann folgen Abstriche aus Kloake und Rachen, und schliesslich entnehme ich zwei kleine Stossfedern. Die gewonnenen Proben werden Fragen zur Genetik und zum Gesundheitszustand der Weissstörche beantworten. Ein erfahrener spanischer Ornithologe vermisst danach die Jungvögel von Flügelbis Schnabelspitze. Nach dem Wägen und der Beringung folgt das Anschnallen des Senders analog eines kleinen Rucksacks. Das mit modernster Technik ausgerüstete Gerät ist nur 40 Gramm schwer und etwa so gross wie eine Streichholzschachtel. Dank minutiöser Vorbereitung dauert das ganze Prozedere nur etwa zehn Minuten pro Vogel. Wir rechnen mit einer Sendertragdauer von einigen Jahren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich die als Sollbruchstelle angebrachten Baumwollfäden an der Vorderbrust der Störche dann lösen, womit der Sender abfällt und wieder verwendet werden kann. Aber noch ist es nicht so weit. In ein paar Tagen werden wir unseren gefiederten Freunden Adieu sagen und eine gute Reise wünschen.
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Vorbereitung für den Abflug: Stefan Hoby und zwei Ornithologen legen den Jungstörchen die Sender an. Da ihre Augen mit Lederhauben verdeckt sind, bleiben die Tiere ruhig.
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NR. 33, 11. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
STECKBRIEF Citroën C4 Cactus Antrieb: R3Benziner 1. 2 /75, 1.2 /82, 1.2 Turbo /110 PS; R4Turbo diesel 1.6 /92, 1.6 /100 PS; Front antrieb, 5Gang oder Automat. Umwelt: Normwerte 3,1 bis 4,7 l/100 km, 82 bis 107 g/km CO2Ausstoss. Energieeffizienz A bis B. Masse: Gewicht ab 1040 kg Laderaum 358 bis 1170 l. Beim Händler: ab sofort. Preis: ab 18 150 Franken.
Abgespeckt dank Detailarbeit Um Gewicht und somit Verbrauch, aber auch den Preis tief zu halten, setzt Citroën beim Cactus auf viel Alu – und viel De tailarbeit. Anne Ruthmann (43), Projektchefin des Cactus, nennt uns Beispiele. «Hinten ausstell bare statt versenkbare Scheiben sparen elf Kilo», erklärt die Fran zösin in fliessendem Deutsch, «und ein statt zweiteilig klapp bare Rücklehne sowie Wärme dämmglas statt Jalousie für das Panoramadach je sechs Kilo. Waschdüsen im Wischer ergeben weniger Wasserverbrauch und so einen kleineren Wassertank.» Der Eintönner ist dadurch etwa 100 bis 300 Kilo leichter als übliche Kompakte.
RATGEBER
Notfalls auch über Rot
Rasch den Weg freimachen: Will eine Polizeistreife oder ein Rettungswagen vorbei, müssen Autos sofort reagieren.
Eine typische Stadtszene: Von hinten naht ein Rettungswagen oder eine Polizeistreife im Einsatz mit Blaulicht, kommt aber nicht durch – weil der vorderste Fahrer wie ange nagelt am Rotlicht steht. Ausdrücklich erlaubt der Gesetzgeber tatsächlich ausser «norma lem» Ausweichen nur jenes auf das Trottoir. Aber: Toleriert wird auch, mal die Haltelinie des Rotlichts im Schritttempo zum Rand hin zu überfahren. Wichtig dabei ist aber: nicht blind in die Kreuzung blochen! Zur Erinnerung: Einsatzfahrzeugen mit Blau licht und Wechselklanghorn ist sofort Platz zu
schaffen. Weichen Sie zum rechten (linke Spur zum linken) Rand aus, aber vermeiden Sie ab ruptes Stoppen. Zeigen Sie per Blinker, wohin Sie ausweichen. Bei zwei Spuren eine Gasse zwischen linker und rechter (drei Spuren: linker und mittlerer) Spur bilden. An Engstellen lieber ein paar Meter weiterfahren, statt das Ein satzfahrzeug zu blockieren. Rechnen Sie damit, dass Einsatzfahrzeuge auch mal die Gegenfahrbahn nutzen, und fahren Sie bei hörbarem Horn auch bei Grün nicht einfach in Kreuzungen ein. Tipp: In der City oder im Stau Radio leiser stellen.
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Der Döschwo der Neuzeit
Mit dem C4 Cactus will Citroën die Langeweile in der Kompaktklasse durchbrechen. Der Hingucker der Saison will anders sein als alle anderen und doch praktisch. Ob das im Alltag klappt?
M
Die Airbumps an der Flanke sollen wie eine Luftpolsterfolie gegen Tür- und Parkrempler schützen.
Familientraum: Mit der neuen V-Klasse von Mercedes ist auch eine grosse Familie komfortabel unterwegs.
ut haben sie, die Franzosen: Der Radio werden per Monitor über einen Cactus tritt an sich in der VW- Touchscreen bedient. Golf-Liga an, ist aber mit flippiNicht überragend, aber allemal gut gem Design im leichten SUV-Stil eine fällt der Platz hinten aus, vorne gefällt Kampfansage an die Langeweile. Wie ein die leicht erhöhte Sitzposition. Erst moderner Döschwo verzichtet er auf beim Einladen bemerkt man den SparKlimbim und hohe Preise – aber nicht druck: Die Fondbank ist nur als Ganze auf Charme. Nur schon diese sogenann- umklappbar, und auf der Ladefläche ten Airbumps. Wie Luftpolsterfolie bleibt eine Kante stehen. Unterwegs ist wieder alles im Lot: Der sollen die mit Plastik (schwarz, grau, beige oder braun) überzogenen Luft- Cactus federt gemütlich. Bei allem bläschen an den Flanken gegen Tür- und Komfort flitzt er dank wenig Gewicht Parkrempler schützen. Dieses Styling (siehe Kasten links) und wendiger Kürze mag man – oder nicht. (4,16 Meter) sehr behände um Ecken. Mit «nur» Ausstell- statt Kurbel- Hektik ist beim von uns gefahrenen fenstern hinten können wir gut leben, 100-PS-Diesel jedoch fehl am Platz, und vorne überzeugt die nostalgische denn ohne fleissiges Schalten der fünf Inneneinrichtung mit Gänge wirkt er eher prima Qualität, trotz träge. Die Sonnenseite: günstiger Preise ab 18 150 Im Test begnügt sich der Franken. Die Vordersitze dezent brummende Dieerinnern an Grosis sel mit exzellenten 4,4 Litern je 100 Kilometer. TV-Sessel und sind superbequem; mit AutoFazit: Kompliment! Der mat gibt es gar eine quasi Cactus ist fröhlich und durchgehende Sitzbank. günstig, ohne deshalb ärmlich zu wirken. Praktisch ist auch der Nostalgisch: Mit Automat Verzicht auf viele Knöp- hat man innen sogar eine Art Texte: Timothy Pfannkuchen fe: Klima, Navi und durchgehende Sitzbank.
Mehr Raum für Hightech Mit der V-Klasse erneuert Mercedes den klassischen Konkurrenten des VW Multivan. Der Viano-Nachfolger ist mit sechs bis acht Sitzen in drei Längen (4,90 bis 5,37 Meter) sowie mit drei Dieselmotoren mit 136, 163 und 190 PS (Normverbrauch ab 5,7 l/100 km, ergibt ab 149 g/km CO2-Ausstoss und Energieeffizienz B) erhältlich; Allradantrieb folgt. Bestechend fallen Raumangebot, edles Cockpit und Assistenzsysteme aus – vom Abstandsradar über Seitenwindassistent bis 360-GradRundumkamera. Allerdings ist der komfortable und für seine Grösse relativ wendige Familientraum nicht ganz günstig: ab 52 900 Franken.
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2. Tag, Freitag, 5. Dezember 2014 – Christkindlmarkt München, Adventskonzert mit Francine Jordi & Oesch’s die Dritten Nach einem herzhaften Frühstück fahren wir heute durch herrliche Winterlandschaften bis nach München. Die bayrische Landeshauptstadt im Adventskleid wird Sie begeistern. Die Stadt ist geradezu ideal für ausgedehnte Weihnachtseinkäufe. Geschäfte aller Art und mit unterschiedlichsten Sortimenten reihen sich aneinander und machen gerade die Altstadt zum vielseitigen Shoppingviertel. Und natürlich ist da zur Adventszeit der weltbekannte und wunderschöne Christkindlmarkt auf dem Marienplatz. Lassen Sie sich vom Duft gebrannter Mandeln oder einem wärmenden Glühwein verführen und geniessen Sie die einmalige vorweihnachtliche Stimmung. Am Abend steigt dann der erste Abend der Volksmusik-Reisen Adventsgala 2014. Francine Jordi und Oesch’sdie Dritten laden im Namen von Volksmusik - Reisen zum exklusiven Adventskonzert im wun-
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Mitmachen und gewinnen
Steigungen und Gefälle bringen Abwechslung ins Lauftraining. Dabei ist die richtige Technik wichtig. m kommenden Wochenende dürfen sich sportbegeisterte Zuschauer auf ein Spektakel freuen: Im Rahmen der Leichtathletik-Europameisterschaft rennen die Langstreckenläufer auf einem Marathon-Rundkurs durch Zürich. Vier Mal entlang des Seebeckens, durch die Innenstadt und rauf zur ETH-Polyterrasse – insgesamt 42,195 Kilometer mit rund 200 Höhenmetern. Speziell an dieser Marathonstrecke sind vier knackige Steigungen. Hier können die Zuschauer am Laufstil erkennen, welcher Athlet bereits am Anschlag ist und wohl bald zurückfallen wird – und ihre These in der nächsten Runde gleich selber überprüfen. Laufexperte Markus Ryffel weiss, worauf man achten muss: «Am Berg sollten die Schritte kürzer und der Oberkörper vorgebeugt werden. Die Landung erfolgt mit Vorteil auf dem Mittelfuss und die Arme sollten kräftig mitschwingen.» Diese Regeln würden die Dynamik unterstützen und Kraft sparen – und wer sie nicht beachte, sei entweder schon müde oder nicht konzentriert. Aber nicht nur das Rauf, sondern auch das Runter entscheidet über den Erfolg: «Bergab sollte man in den Schritt reinrutschen, also den Fuss möglichst flach aufsetzen», so Experte Ryffel. «Das bewusste Aufsetzen verringert die Belastung, denn beim Runterrennen wirkt das fünf- bis sechsfache Körpergewicht auf die Muskulatur. Dabei gilt: Je stärker die Schläge, desto grösser die Gefahr, dass es zu Krämpfen kommt.» So wisse jeder Bergwanderer, dass nicht etwa der Aufstieg, sondern der Abstieg zum Muskelkater führe. Die Regeln für das Rauf und Runter gelten auch im Training und sollten darum auch von Hobby-Läufern be-
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Beantworten Sie einfach folgende Frage: Welcher Lauf findet am 11. Oktober 2014 statt? Per Telefon: Rufen Sie 0901 591 912 (1 Fr./ Anruf vom Festnetz) an und nennen Sie Ihre Lösung, den gewünschten Lauf, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GLÜCK, dem gewünschten Lauf, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (APost) mit Ihrem Lösungswort, Ihrem ge wünschten Lauf und Ihrer Adresse an: Migros Magazin, «Herbstläufe», Postfach, 8099 Zürich. Online: Gratis auf www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff. Einsendeschluss: Sonntag, 17. August 2014.
Wer im Training auch mal bergauf und bergab läuft, unterstützt den Muskelaufbau und beugt Über belastungen vor.
herzigt werden. Zumal das Laufen im coupierten Gelände eigentlich eine willkommene Abwechslung bietet: «Das muskuläre Wechselspiel beugt Überbelastungen vor und setzt einen guten Reiz, der den Muskelaufbau unterstützt», so Markus Ryffel, der mit seiner Firma Ryffel Running Event GmbH Kurse für Einsteiger bis Profis anbietet. Natürlich gilt wie immer: «Auf den Körper hören und Tempo und Belastung bei Beschwerden drosseln.» Im Zweifelsfall empfehle es sich, bergab zu gehen anstatt zu laufen und Seilspringen oder Barfusslaufen ins Training einzubauen, um die Muskulatur zu kräftigen. Text: Andrea Freiermuth
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Die Gewinner werden schriftlich benachrich tigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlo sung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
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Angaben von mindestens zwölf Leuten, und zwar von den Klassen 1d und 4e. Ich bin um froh um jeden Hinweis an: hhonauer@gmx.li Heinz Honauer
Wir planen im November eine Klassenzusammenkunft der Klasse F a der Frauenbildungsschule Zürich 1979. Klassenlehrerin war Frau Egli. Leider fehlen uns viele aktuelle Adressen. Liebe F-a-Schülerinnen, meldet euch bitte, damit wir uns wieder einmal sehen. Gesucht werden: Rosmarie Furter-Peyer, Susi Gisler-Wiesmann, Elsbeth KemmlerRieser, Esther Monachesi-
Utzinger, Elisabeth Roggli, Barbara von Schumacher, Verena Steiner-Steiner, Erika Steinacher. Bitte meldet euch bei: Lilo Clauss-Kunz 8700 Küsnacht Tel. 044 910 02 91 lilo.clauss@mhs.ch ...oder bei: Marianne Arani-Kuhn 8703 Erlenbach Tel. 044 910 15 60 maranian@bluewin.ch
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Modern und luxuriös präsentiert sich die 2009 erbaute Costa Luminosa. 4 Restaurants, 11 Bars, 3 Swimmingpools, 4 Whirlpools, grosser Wellnessbereich mit Fitnesscenter, Joggingpfad, Theater, Kasino, Diskothek, Internet-Café und Shopping-Center gehören zur Ausstattung. Die 1'130 Kabinen verfügen über Dusche/WC, Fön, Safe, Klimaanlage, TV/Radio, Video und Minibar, teilweise Balkon. Die Costa Luminosa ist 294 m lang, 32 m breit, hat 92'000 BRZ und bietet Platz für 2'800 Passagiere. So viel ist inbegriffen: • Linienflug in Economy Class • alle Taxen • alle Transfers • Vollpension an Bord, bis zu 6 Mahlzeiten täglich, Unterhaltungsprogramm • deutschsprachige Bordhostess • Busrückreise Savona-Schweiz. Nicht inbegriffen: • Landausflüge - Getränke und persönliche Auslagen • oblig. Serviceentgelt (€ 8,50 p.P/Nacht, wird an Bord belastet) Annullationskostenversicherung • Einreisegebühr USA US$ 14.- (ESTA zahlbar mit Kreditkarte) • Reservationsgebühr Fr.10.- pro Person.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014
RELAXEN AM THUNERSEE | 83
Mitmachen und gewinnen
Das Migros-Magazin verlost zwei Wellness- und Gourmetaufenthalte im Landhotel Golf & Salzano Spa für je zwei Personen im Gesamtwert von Fr. 3000.–. Im Preis enthalten sind drei Nächte für zwei Personen in einem Doppelzimmer Deluxe, drei Mal ein Vier-GängeGourmetmenü, ein romantisches SpaErlebnis zu zweit, eine Soft-Pack-SystemAnwendung nach Wahl sowie der Zutritt zum Salzano Spa. Wettbewerbsfrage: Welcher See befindet sich 500 Meter vom Landhotel Golf & Salzano Spa entfernt?
Der perfekte Ort für ein paar erholsame Tage: Das Landhotel Golf & Salzano Spa in Interlaken.
Alpin auftanken
Das Migros-Magazin verlost zwei Wellness- und Gourmetaufenthalte für je zwei Personen im Landhotel Golf & Salzano Spa.
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er eine gemütliche, herzliche Atmosphäre liebt und es sich gerne gutgehen lässt, ist bei Sonja und Patrizio Salzano bestens aufgehoben. Das Paar führt seit 20 Jahren das Landhotel Golf & Salzano Spa in Interlaken, das nur 500 Meter vom Thunersee entfernt liegt. Das Hotel im Chaletstil besticht durch viel Holz und warme Farben, jedes Zimmer ist individuell eingerichtet. Von der grossen Terrasse und dem lauschigen Garten geniesst man einen freien Blick auf die beeindruckende Bergkulisse des Berner Oberlandes. Die dieses Jahr eröffnete Wellnessanlage Salzano Spa bietet seinen Gästen naturnahe und alpine Einrichtungen wie ein Brechelbad, eine ArvenholzBiosauna, eine Altholz-Panoramasauna mit Eigerblick und ein Dampfbad, an
dessen Decke Swarovski-Steine eingelassen sind. Dazu kommen Soft-PackSystem-Körperpackungen mit Heu, Alpenkräutern und weiteren Naturprodukten sowie Massagen und Schönheitsanwendungen. Da der Inhaber aus der Nähe von Neapel stammt, wird das alpine Ambiente durch eine Prise Italianità ergänzt. So begeistert die Küche nicht nur mit typisch schweizerischen Gerichten, sondern auch mit internationalen Menüs und italienischen Pastaspezialitäten. Hier legt man Wert auf frische Produkte; Obst, Beeren und Kräuter stammen aus dem eigenen Garten. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt der 18-Loch-Golfplatz, der in den Jahren 2003 bis 2005 nach den Plänen eines schottischen Golfarchitekten umgebaut und renaturiert worden ist.
Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt Online: Gratis auf www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Landhotel Golf & Salzano Spa», Postfach, 8099 Zürich Einsendeschluss: Sonntag, 17. August 2014 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinngutschein ist gültig bis Ende 2015, in der Zwischensaison für drei Nächte von Sonntag bis Donnerstag.
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Silvesterreise Dubai und Arabische Emirate Erleben Sie mit uns einen unvergesslichen Jahreswechsel voller HÜhepunkte. Dubai und die Arabischen Emirate bieten ein Gemisch aus westlicher Moderne und arabisch-orientalischem Flair aus 1001 Nacht! Wir zeigen Ihnen Dubai, die glitzernde Metropole am Arabischen Golf mit der kßnstlichen Insel Palm Jumeirah, den imposanten Shopping Malls und dem mit 828 m hÜchsten Gebäude der Welt. Die pulsierende Hauptstadt Abu Dhabi im gleichnamigen Emirat erwartet uns mit einer unberßhrten, beeindruckenden Natur auf zahlreichen Inseln und immergrßnen Oasen in einer unendlichen Wßstenlandschaft. Wir wohnen im neu renovierten Luxushotel Sheraton Creek Dubai, an bester Lage. Ihr Reiseprogramm 1. Tag, Sa 27. Dezember: Zßrich–Dubai. Individuelle Anreise zum Flughafen und direkter Linienflug mit neustem Flugzeug A380 der Emirates. Abends Ankunft in Dubai. Kurzer Transfer zum Luxushotel Sheraton Creek an bester Lage. 2. Tag, So 28. Dezember: Dubai. Heute zeigen wir Ihnen das alte und neue Dubai seinen grossartigen, architektonischen Wundern. Zuerst besuchen wir die orientalischen Märkte, wie den bunten Gewßrz- und Gold Souk. Nach einem Altstadt-Bummel ßberqueren wir den Creek mit einem Abra (typisch, arabisches Wassertaxi). Feines Mittagessen im drehbaren Restaurant mit herrlichem Ausblick auf die Skyline. Weiterfahrt durch das neue Dubai, entlang der Sheik Zayed Road, mit den imposanten Wolkenkratzern und zur kßnstlichen Insel the Palm Jumeirah. Am The walk, der beliebten Fussgängerzone in der Dubai Marina, unternehmen wir einen Spaziergang, bevor wir zum Schluss durch die Dubai Mall bummeln, dem grÜssten Shoppingcenter der Welt mit Dubai Aquarium. Rßckkehr zum Hotel. Abend zur freien Verfßgung. 3. Tag, Mo 29. Dezember: Dubai-Abu Dhabi-Dubai. Wir verlassen Dubai via Jebel Ali. Fahrt entlang der Ostkßste zur Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (ca. 1 1/2 Std.). Wir sehen die traumhafte Zayed-Moschee, das Heritage Village, das Kulturzentrum, das alte Fort sowie eine traditionelle Bootswerft. Mittagessen in lokalem Restaurant. Anschliessend geht es entlang der eleganten Corniche zur Saadiyat Insel. Hier erfahren wir mehr ßber die ehrgeizigen Zukunftspläne Abu Dhabis und besuchen die Formel-1 Rennstrecke an der Yas Marina. Spätnachmittags Rßckfahrt zum Hotel. 4. Tag, Di 30. Dezember: Dubai – Freier Tag oder fakultativer Ausflug Al Ain. Die 140 km entfernte Garten- und Oasenstadt Al Ain liegt inmitten einer malerischen Berglandschaft. Hier besuchen wir das Sheik Zayed Palace Museum mit kurzem Spaziergang durch die Oase und Besichtigung des Falaj-Bewässerungssystems. Mittagessen in einem lokalen Restaurant. Danach Besuch einer Kamelfarm.
5. Tag, Mi 31. Dezember: Dubai–Sharjah–Dubai. Ein faszinierender Abstecher in das Emirate Sharjah erwartet uns. Vor Ort besuchen wir den Fisch-und Gemßsemarkt sowie den bekannten Souk Al Arsah. Wir erhalten Einblick in die kulturelle Vergangenheit des Emirates mit einem Besuch im Kulturzentrum inkl. Mittagessen. Nachmittags Rßckfahrt zum Hotel in Dubai. In der Gartenanlage mit Blick auf den Creek werden wir heute Abend zum exquisiten Gala-Silvesterdinner erwartet. Mit einem grandiosen Feuerwerk begrßssen wir das Neue Jahr! 6. Tag, Do 1. Januar: Dubai. Der Neujahrstag steht im Zeichen der Erholung: Ausschlafen, das feine Frßhstßcksbuffet geniessen, spazieren entlang dem Creek, entspannen am schÜnen Hotel-Pool oder Gelegenheit fßr eine ausgedehnte Shoppingtour! Am Abend beschauliche Fahrt bei Mondschein auf einem Dhow, dem traditionellen arabischen Handelsschiff aus Holz. Wir geniessen die spektakuläre Skyline, zusammen mit einem vorzßglichen arabischen Nachtessen. 7. Tag, Fr 2. Januar: Dubai – Wßstensafari. Freier Vormittag. Nachmittags Start zur Wßsten-Safari mit einem 4 x 4-Geländewagen. Wir erleben die faszinierenden Dßnenlandschaften Dubais und ßberqueren einige der hÜchsten Sanddßnen der Welt. Bei Sonnenuntergang beziehen wir das Lager in einem Wßstencamp und geniessen vorzßgliche Grillspezialitäten unter freiem Sternenhimmel. Rßckfahrt mit den Jeeps. 8. Tag, Sa 3. Januar: Dubai – Rßckflug in die Schweiz. Freier Vormittag fßr Erholung oder letzte Einkäufe. Am Nachmittag kurzer Transfer zum Flughafen und Rßckflug mit Emirates nach Zßrich. * der fakultative Ausflug muss bei der Buchung reserviert werden!
Ihr Ferienhotel Wir wohnen sieben Nächte im Luxushotel Sheraton Creek & Towers Dubai, T-••••+ (off. Kat. *****). 285 Zimmer mit allem Komfort, Spezialitätenrestaurants, Bars, Boutiquen, Schwimmbad mit Sonnendeck, Tennisplatz, Fitnesszentrum, Sauna, Hamam, Massagen (gegen Gebßhr).
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Datum 2015: Samstag–Samstag 03.01.–10.01. Oman ist eines der ursprĂźnglichsten Länder der arabischen Halbinsel. Auf dieser Verlängerungsreise lernen wir Traditionen, die uneingeschränkte Gastfreundschaft und die faszinierenden Landschaften des Landes kennen. Flug Dubai-Muscat-Dubai, 7 Nächte im Superior Doppelzimmer im Luxushotel Al Bandar ShangriLa‘s Barr Al Jissah Resort & Spa***** und Ausflugsprogramm Zuschlag pro Person in Fr. 1785.– Details zum Reiseprogramm, Leistungen und Einzelzimmerzuschlag unter www.twerenbold.ch, Buchungscode: clduba
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Direkte LinienflĂźge mit Emirates ZĂźrich-DubaiZĂźrich in Economy-Klasse Aktuelle Treibstoffzuschläge sowie Flughafenund Sicherheitstaxen 1 x 30 kg Freigepäck 7 x Ăœbernachtungen im Luxushotel Sheraton Creek Hotel & Towers Mahlzeiten und Anlässe: – 7 x reichhaltiges FrĂźhstĂźcksbuffets – 1 x feines Mittagessen im drehbaren Restaurant – 1 x Mittagessen in einem Restaurant in Abu Dhabi – 1 x Mittagessen in Sarjah im Sheik Mohammed Bin Rashid Center – Exklusive Neujahrsfeier mit Galadinner im Sheraton Creek Hotel & Towers – 1 x Bootsfahrt am Abend auf einer Dhow mit Nachtessen – 1 x Barbecue Dinner in der WĂźste Alle AusflĂźge, Besichtigungen und Eintritte gemäss Programm mit modernem, klimatisierten Reisebus (4x4 Allrad fĂźr den WĂźstenausflug) Lokale, deutsch, sprechende Reiseleitung Informationsabend vor der Reise
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014
UNTERHALTUNG | 85
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Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.8.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
Auflösung Nr. 32: WANDERFUEHRER
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014 |
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UNTERHALTUNG | 87
QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Woraus wird gerne geplaudert? A Parlament
N Nähkästchen
T
Gefängnis
M Urwald
I
Regenwald
So nehmen Sie teil
2. Wo wachsen keine Bäume? E
Schilderwald
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3. Welche Ortschaft liegt nicht direkt am Bodensee? E
Lindau
T
Dornbirn
U Romanshorn
4. Seit wann erscheint die Heftroman-Serie «Perry Rhodan»? Z
1961
L
1985
R 1999
5. Wie werden die Obwaldner manchmal etwas abschätzig genannt? W Tschifeler
P Puren
E
Gäugel
E
Bürgenstock
Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.8.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
6. Auf welchen Berg führt der höchste Freiluft-Aufzug Europas? T
Chasseral
A Jungfrau
7. Wie wurde die Volksbildungsministerin der DDR, Margot Honecker, genannt? L
Rosa Tante
R Blaue Eminenz
T
Rote Minna
8. Ab welcher Höhe spricht man vom Hüttenfrost? E
0,30 m
K 2m
S 7m
Auflösung Nr. 31: URKANTON Gewinner Nr. 30: Fritz Frei-Wettstein, Horw LU; Elisabeth Marrer, Däniken SO; Rita Felber-von Lerber, Rüschlikon ZH
Lösungswort: 1
2
3
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5
6
7
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PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.
5
E
1 3
4 2
EHESTENS HECHELE I HERBETEN M I LCHE I S PROT EASE SCHNECKE S C H R A MM E SKR I BENT SPRECHER URME N S CH
So nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 AHESR Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.8.2014, 24 Uhr
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Auflösung Nr. 32: TREND Gewinner Nr. 31: Therese Leibundgut, Utzenstorf BE; Jakob Huber, Zürich; Werner Knüsli, Nidau BE
Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
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Ihr luxuriöses und modernes Schiff verfügt über 8 Restaurants, 20 Bars, 4 Swimmingpools, 12 Whirlpools, grosser Wellness- und Spa-Bereich, Fitnesscenter, Joggingpfad, Theater, Kasino, Internet-Bereich, Diskothek und Einkaufsgalerie. Die 1751 Kabinen verfügen über Dusche/WC, Fön, Safe, Klimaanlage, TV/Radio, und Minibar, teilweise Balkon. Die MSC Preziosa wurde 2013 in Dienst gestellt, ist 333 m lang, 38 m breit, hat 139'000 BRZ und bietet Platz für max. 4’345 Passagiere. So viel ist inbegriffen: • Linienflug in Economy Class • alle Taxen • alle Transfers • deutschsprachige Stadtrundfahrt in Sao Paulo • Vollpension an Bord, bis zu 5 Mahlzeiten täglich, Unterhaltungsprogramm • deutschsprachige Bordhostess • Busrückreise Genua–Schweiz. Nicht inbegriffen: • Landausflüge • Getränke und persönliche Auslagen • oblig. Serviceentgelt (US$ 10.50 p.P/Nacht, wird an Bord belastet) Annullationskostenversicherung • Reservationsgebühr Fr. 10.- pro Person.
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014 |
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Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü2 3 5 3 1 cken und Verbindungen mit mehr 2 3 2 als 2 Linien sind nicht erlaubt. www.raetsel.ch/bruecken
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WER FÄHRT WOHIN?
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Natürlich gibt es auch spannende Tiere, die man zu Hause haben kann. Damit sie sich wohlfühlen, brauchen sie eine angepasste Umgebung. Weisst du, welches der drei Tiere in welche Umgebung gehört?
C
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Alle fahren weg. Aber wohin denn eigentlich? Finde heraus, wer welches Ziel hat, indem du den Strassen folgst.
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014 |
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Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.
6 Auflösung Nr. 32: 368 5 9 So nehmen Sie teil Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) 8 4 3 5 7 1 2 9 6 Gewinner Nr. 31: 7 SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen 61 52 79 93 46 28 87 34 15 Chantal Dubey, und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans 5 7 8 6 9 3 4 1 2 Praz (Vully) FR; 2 1 Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen 3 9 6 1 2 4 5 7 8 Beatrice Busslinger, Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich 4 1 2 8 5 7 9 6 3 9 8 5 4 1 6 3 2 7 Frauenfeld; 6 Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel 2 3 1 7 8 9 6 5 4 Madeleine Helfer, 7 6 4 2 3 5 1 8 9 Muntelier FR; 9 5 Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.8.2014, 24 Uhr Margreth Henn, Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 7 Sissach BL; Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. 06010010651
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MEINE WELT 94 |
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MONIKA GASSER
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NR. 33, 11. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Die Insel hat mich gefunden»
Neue Klänge in alten Klostermauern: Seit diesem Frühling pilgern Chöre und Ensembles zur Musikinsel Rheinau, um dort ihre Künste zu üben. Für Gastgeberin Monika Gasser ist die Insel ein Kraftort – wer das nicht spüre, dem fehle ein Gen.
Name: Monika Gasser Alter: 60 Sternzeichen: Schütze Wohnort: Klosterund Musikinsel Rheinau ZH
Die Insel hat sozusagen mich gefunden. Eine Freundin von mir gehörte zum Beraterteam von Rahel Blocher – der Vizepräsidentin der Stiftung – und hat mich angefragt, ob ich hier als Gastgeberin arbeiten möchte. Da ich frei war und spontan bin, habe ich sofort zugesagt. Seit Mitte April arbeite ich hier als Hotelière und lebe im ehemaligen Kloster. Wo oder wie würden Sie gerne leben?
Da, wo ich bis vor Kurzem gearbeitet und gewohnt habe: in Ascona TI. Beruf und Lebenslauf:
Im Gastgewerbe aufgewachsen, Banklehre, Studium der Betriebsökonomie, Lehrjahre in Spanien, England, Amerika, Genf und St. Gallen. 20 Jahre Hotelière im Hotel Ascovilla in Ascona TI. Heute mit Leib und Seele Gastgeberin auf und Leiterin der Musikinsel Rheinau ZH, die Platz für 130 Übernachtungsgäste bietet. Mein Ziel:
Zufriedenheit. Die ist auf dieser Insel hier einfach zu erreichen: Ich habe glückliche Menschen um mich, die schätzen, was mein Team und ich für sie tun. Den Kontakt zu unseren Probe- und Hotelgästen liebe und brauche ich – damit ich weiss, ob sie gut geschlafen und gegessen haben und alles haben, was sie brauchen.
MEIN DING
«Diesen Schutzengel hat mein vierjähriges Gottemeitli Alessia zusammen mit seiner Mutter für mich gekauft. Alessia ist die Enkelin meiner besten Freundin. Sie leben im Tessin und sind die Menschen, die ich hier am meisten vermisse.»
Was ich mag:
Ehrlichkeit. Klar, jeder lügt mal. Aber wenn mein Vertrauen missbraucht wird, wirds schwierig für mich.
andere während des Tages auf einen zugekommen ist. Was ich an mir nicht mag:
Meine Ungeduld und was damit einhergeht: dass ich mit Mitarbeitern nicht immer so diplomatisch bin, wie ich es gerne sein möchte. Mein bester Entscheid:
Unabhängig zu bleiben. Das hat sich so ergeben, weil ich nie den Wunsch hatte, mich zu binden. Heute kann ich sagen: «Wenn ich gegessen habe, ist meine Familie ernährt.» Und ich kann kurzfristig eine meiner geliebten Reisen planen, etwa in den Mittelmeerraum oder nach Südamerika. Mein Lebensgefühl:
Freude. In der Schweiz ist das nicht besonders schwer. Es ist ein Glück, hier leben zu dürfen, das habe ich mit den Jahren schätzen gelernt. Mein schlimmster Moment:
Ich kann mich an nichts wirklich Schlimmes erinnern, denn in meinem Beruf gehört jede Katastrophe zum Daily Business. Wie der Wasserschaden, den wir auf der Musikinsel just da hatten, als das Haus erstmals voll war. Ich habe auch schon hysterische Gäste erlebt. Aber die reisen ja nach ein paar Tagen wieder ab. Meine Schwäche:
Nein sagen fällt mir schwer. Deswegen habe ich mich in der Vergangenheit oft verausgabt. Heute kann ich meine Kräfte etwas besser einteilen und delegiere gewisse Arbeiten, die ich früher selber gemacht hätte. Mein Tick:
Unpünktlichkeit. Zu früh sein ist kein Problem – fünf Minuten zu spät auch nicht. Mehr finde ich respektlos.
Ich bin ein Ordnungsfreak und kann durch keinen Raum gehen, ohne etwas zurechtzurücken. Das nervt mein Umfeld manchmal schon.
Meine Spontaneität. Die kann ich jeden Tag aufs Neue ausleben. In meinem Beruf ist es normal, dass am Ende des Tages nur 20 Prozent der geplanten Arbeit erledigt und alles
Die Musikinsel ist – anders als der Rest der Insel Rheinau– nicht öffentlich zugänglich. Weitere Informationen: www.musikinsel.ch
Was ich nicht mag:
Was ich an mir mag:
Text: Yvette Hettinger Bilder: Tanja Demarmels
MEIN LIEBLINGSESSEN
«Gschwellti mit Chäs. Und zwar unbedingt mit Schweizer Käse.» Bilder: 13photo, Marcus Höhn/Laif, Keystone
Wieso leben Sie auf der Musikinsel Rheinau?
MEIN VORBILD
«Margaret Thatcher. Sie beeindruckte mich mit ihrer Disziplin sowie ihrem Einsatz für die freie Marktwirtschaft und den Wettbewerb.»
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MEINE WELT
MIGROS-MAGAZIN | NR. 33, 11. AUGUST 2014
MONIKA GASSER | 95
MEIN KRAFTORT
«Die Insel Rheinau ist ein Kraftort. Ich glaube, wer das nicht spürt, dem fehlt ein Gen. Ich setze mich hier in den Garten, an ein Fenster oder in den Innenhof des Klosters, atme tief durch und fühle mich nach fünf Minuten erholt.»
MEINE SUCHT
«Klassische Musik – ich kann nicht ohne sein. Einer unserer Proberäume liegt direkt unter meiner Wohnung und manchmal höre ich Gäste musizieren. Schön!»
MEINE MITARBEITERINNEN
«Julia Haimann (30) und Claudia Baur (28) sind meine Assistentinnen. Ich konnte sie ganz kurzfristig für die Musikinsel engagieren und hatte von Anfang an ein gutes Gefühl. Tatsächlich sind sie flexibel, speditiv und mit guten Gastgeberqualitäten gesegnet.»
MEIN ZUHAUSE
«Meine Wohnung im ehemaligen Kloster auf der Insel Rheinau ist gross und hell, die Morgensonne überwältigend. Wenn ich auf den vorbeifliessenden Rhein blicke, komme ich mir vor wie auf einem Schiff. Jetzt muss ich die Bleibe nur noch fertig einrichten.»
MEIN LIEBLINGSRESTAURANT
«Das Albergo Ristorante Centovalli in Ponte Brolla TI. Dort muss man unbedingt Risotto essen, dazu meine geliebten Lammfilets.»
MEIN PRODUKT
«Die Sauermilch M-Dessert von der Migros ist genial. Ich verwende sie vor allem leicht gezuckert zusammen mit frischen Beeren. Ein herrliches Dessert!»
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