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Migros-Magazin-32-2020-d-OS

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Ausgabe Ostschweiz, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent.bez.A 44631

migrosmagazin.ch | MM32, 3.8.2020

Zufriedener leben: Optimismus kann man lernen Seite 40

Parat f체r den grossen Tag Lea und Ryan geben Tipps f체r einen guten Chindsgi-Start Seite 18

Vom Garten auf den Grill: So schmeckt das Sommergem체se am besten Seite 36

Da bleibt keiner trocken: Mit dem Stand-up-Paddle die Reuss hinunter Bild: Daniel Winkler

Seite 42

Was w채chst denn da? Diese Apps erkennen jede Pflanze Seite 26

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 0041(0)58-712 24 51, E-Mail: mireg@gmos.ch


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4 | 3.8.2020 | MEINE MIGROS

Tanzförderung

Bis an die Grenze

MIGROS-LEHRE: JETZT BEWERBEN!

Die Tessinerin Mara Peyer (22) will mit ihren Darbietungen eine ­Geschichte erzählen und an die Grenzen des körperlich Möglichen gehen. Sie gehört zu den sechs jungen Tänzerinnen und Tänzern, die das Migros-Kulturprozent 2020 mit insgesamt 86 400 F ­ ranken unterstützt. Mit seinen Studien­ preisen fördert das Kulturprozent herausragende Talente in verschiedenen Kunstsparten.

Ab August schreibt die Migros wieder 1500 Lehrstellen aus. In kaum einem anderen Unternehmen ist die Auswahl so gross: Die Detailhändlerin bildet nämlich junge Leute in 60 verschiedenen Berufen aus. Interessierte Schülerinnen und Schüler ­können online ­einen Fragebogen ausfüllen und auf diese Weise ausloten, welcher Beruf ihren Vorstellungen entspricht. migros.ch/lehre

Kinder können im Migros-Museum in Zürich Geheimnisse lüften: Zu jeder aktuellen Ausstellung gibt es an der Kasse gratis ein Rätselheft und einen Rucksack mit Detektivausrüstung. Es gilt, Material­ proben zu bestimmen und selber kleine Bilder zu zeichnen. migrosmuseum.ch/kunstvermittlung

Bilder: iStock, zVg (4)

DETEKTIVE IM MUSEUM


?

Was muss ich tun, damit der Boden einer Pizza richtig knusprig wird? Rollen Sie den Teig dünn aus und formen Sie nur die Ränder der Pizza ­etwas dicker. Heizen Sie das Backblech im Ofen bei möglichst grosser Hitze vor und lassen Sie dann die Pizza auf einem Back­papier vorsichtig da­rauf gleiten. Noch besser gelingt es, wenn man einen gut vorgeheizten Pizza­stein verwendet. Haben Sie eine Frage? Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, ist ­erreichbar unter Tel. 0800 84 0848 oder migros.ch/­ kundendienst

MEINE MIGROS | 3.8.2020 | 5

Migros – mal ganz anders Spiegelverkehrt zeigt sich die Leuchtschrift der Migros-Filiale Waldstätter in einer Fensterscheibe. Leser Sam Aebi hat das originelle Bild in seinem Wohnort Luzern ­aufgenommen. Schicken auch Sie Ihr Migros-Bild. W ­ ird das Foto ab­gedruckt,­g­ ewinnen Sie einen Einkaufs­gutschein im Wert von 50 Franken. Teilnahme: www.migmag.ch/blickfang

Wiedersehen mit Marius Ab 26. September können kleine und grosse Musikfans wieder die beliebteste Kinderband der Schweiz erleben: Marius und die Jagdkapelle gehen mit einem alten Migros-­ Verkaufsbus auf Tournee. Und aufgepasst: Das Gefährt ist verzaubert! Wer sich hineinwagt, verwandelt sich in ­einen Piraten, eine Prinzessin oder gar in eine Glace. Der Vorverkauf beginnt am 5. August. Tourdaten und Tickets: famigros.ch/bus-spektakel

98

Die Migros-Bäckerei Jowa bezieht ihr Mehl zu 98 Prozent aus der Schweiz. Rund 90 000 Tonnen Mehl verarbeitet sie pro Jahr.


Bild: Jorma Müller

6 | 3.8.2020 | AUGENBLICK


AUGENBLICK | 3.8.2020 | 7

19:02 Uhr

Jürg Kägi (56) prüft, ob der Weizen auf seinem 4,5 Hektaren grossen Feld reif für die Ernte ist. Der Bauer bewirtschaftet dieses Landstück ganz ohne Pestizide. Er nimmt an einem Projekt der Jowa teil: Bis 2023 will die Migros-Bäckerei von der land­wirtschaft­lichen Vereinigung IP Suisse nur noch Mehl beziehen, das komplett aus pestizidfrei angebautem Weizen besteht. Das Bild ist am 27. Juli entstanden. Migros-Moment in Illnau ZH


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INHALT | 3.8.2020 | 9

30 Den Gang in die Gelateria können Sie sich heute sparen: Machen Sie die Glace ­einfach selber.

SOMMER E W RB W ETTBE TEIL 1 mitte In der Heft

28

Wie gut kennen Sie die Migros? Rätseln Sie mit und gewinnen Sie einen der ­attraktiven Preise.

INHALT 10  News in 19 Sprachen Mark Bamidele-Emmanuel macht TV für Migranten 12  50 Shades of Blue Wer erkennt sie? Schweizer Badis aus der Vogelperspektive 18  Auf los gehts los Profitipps von Kindern für den Chindsgi- und Schulstart 23  Stadt, Land, Stutz 24  Der Migros-Sound Welche Geräusche uns beim Einkauf begleiten 26  Biologe im Handy Mit diesen Apps bestimmen Sie Pflanzen und Tiere 28  Grosses Sommerrätsel 30  Gelateria Casa Mia Feine Glaces ohne viel Aufwand selbst machen

Impressum

33 Wissensbissen 35  1, 2 oder 3?

MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch

36  Gemüse vom Grill Mit der richtigen Ausrüstung wird Grillieren richtig kreativ

Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848 Kontakt: www.migmag.ch/leser

40  Läuft doch ganz gut Optimismus kann man lernen

Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund

Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 550 818 Ex. (WEMF 2019) Leserschaft: 2 291 000 (WEMF, MACH Basic 2019-2) Abonnemente: abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00 Ausführliches Impressum unter ­migrosmagazin.ch/impressum

Bilder: Raffael Waldner, Migusto

Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner

42

Nichts für Wasserscheue: Beim Stand-up-Paddling auf der Reuss ist nicht nur Action, sondern auch der eine oder andere Taucher inbegriffen.

42  Total im Fluss Stand-up-Paddling im wilden Wasser der Reuss 45  Der andere Blick Diese Woche: Gerda Portner 46  Ihre Region Aktionen, Reportagen, News

53 Rätsel 54 Migros-Lovestory Belinda Waser und Florian Zemp aus Ebikon LU

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10 | 3.8.2020 | INTEGRATION

Der Brückenbauer Wie können sich Migranten und Migrantinnen in der Schweiz besser informieren? Diese Frage stellte sich Mark Bamidele-Emmanuel und schuf Diaspora TV, einen Online-Sender in über 19 Sprachen. Text: Anne-Sophie Keller  Bilder: Marco Zanoni

A

m 1. Juli 2020 informierte der Bundesrat die Bevölkerung der Schweiz über die Maskenpflicht im ÖV. Doch nicht alle haben das mitgekriegt. Und das ist ein Problem: «Viele Migranten haben erst Tage später von der Maskenpflicht erfahren, weil sie die reichweitenstarken Medien nicht konsu­ mieren», sagt Mark Bamidele-Emmanuel. Der 4 ­ 5-Jährige hat aus Gründen wie diesen vor zwei Jahren Diaspora TV gegründet. Nur wenn alle gleich gut informiert seien, könne man Krisen wie die Corona-Pandemie ­meistern. «Viele lernen Deutsch, aber man braucht eine hohe Sprachkompetenz, um Medienmitteilungen zu verstehen.» Streben nach Glück

Er selbst kam im August 1999 aus Nigeria in die Schweiz. Ohne hier irgendjemanden zu kennen oder auch nur ein Wort Schwei­ zerdeutsch zu verstehen. Aber mit der ­Zuversicht, dass alles gut kommen wird. Das erste Zuhause des studierten Agrar­ ingenieurs: das Asylzentrum in Köniz BE. Dann folgte ein Studium in Elektrik- und Telekommunikationstechnik sowie ein Job bei TeleBielingue.

Sein zweites Zuhause: eine Bernerin ­namens Sonja, der er Mathe-Nachhilfe gab. Heute sind die beiden verheiratet und ­haben zwei Söhne. Für Dare (14) und Yemi (12) ist der Spagat zwischen den Kulturen normal. «Schweizer Gäste sprechen sie mit dem Namen an. Und wenn ein afrikanischer Gast kommt, mit Onkel oder Tante», erklärt Bamidele-Emmanuel. So verlangt es der kulturelle Respekt in Nigeria. In seiner Heimat besuchte der T ­ V-Mann ein Internat, das Kinder aus verschiedenen Kulturen aufnahm. Diese Mischung hat ihn fasziniert. «Rassismus habe ich erst in der Schweiz kennengelernt. Wenn weisse ­Menschen nach Afrika kommen, werden sie ­akzeptiert. Umgekehrt ist es anders.» Es brauche positiv besetzte Geschichten über Migranten und Migrantinnen. Doch wie integriert man sich hier? «Zuerst muss man die Schweiz als neue Heimat akzep­ tieren. Und die Schweizer als Brüder und Schwestern. Und man sollte nicht urteilen. Man weiss nie, warum Leute etwas auf eine bestimmte Art tun. Als Drittes: Lerne die Sprache, informiere dich über die Kultur, lies die Schweizer Geschichte.» Bamidele-­ Emmanuel fand es anfangs schwierig, sich


INTEGRATION | 3.8.2020 | 11

Mark Bamidele-­ Emmanuel (links) gründete vor zwei ­Jahren ­Diaspora TV, das sich in 19 Sprachen an Migrantinnen und Migranten richtet. ­Camelia Capraru (oben) ist eine von 40 Personen, die ­ehrenamtlich für den Sender arbeiten.

«Zuerst muss man die Schweiz als neue Heimat akzeptieren.» Mark Bamidele-Emmanuel Gründer Diaspora TV

über die Schweiz zu informieren. Diaspora TV ist seine Lösung dafür. «Wir informieren arabische oder ser­ bische Frauen, die zu Hause bleiben. Wir ­geben i­ hnen durch eine Person aus ihrer Herkunftsregion Zugang zu Informationen in ihrer Sprache.» Rund 40 Personen – seit dem Corona-Ausbruch wurde auf 70 auf­ gestockt – arbeiten ehrenamtlich beim ­Diaspora TV und g­ e­stalten ein Programm in 19 Sprachen. Auf diese Weise geben Be­ teiligte ihren Communities etwas zurück. Der TV-Sender hat mittlerweile schon 27 000 AbonnentInnen auf Facebook und 6000 auf YouTube. Bis zu einer Million ­Menschen schalten jeweils online zu. Unter­ stützt wird der Sender unter anderem von der Caritas, dem Schweizerischen Roten Kreuz und dem Bundesamt für Gesundheit. Damit wollen die Organisationen sicher­ stellen, dass B ­ otschaften zur Aids-Präven­ tion und anderen Gesundheitsthemen auch Migrantinnen und Migranten erreichen. Die kleinen Dinge des Alltags erklärt

Neben den News arbeitet das Team daher ­immer wieder an entsprechenden Projekten. In der Sendung «Did you know?» werden die kleinen Dinge des Schweizer Alltags erklärt. Zum Beispiel, dass rote Ampeln hier auch für Velofahrer gelten. «Genau diese Dinge sind eben wichtig. Viele Migranten brechen das Gesetz, weil sie nicht ausreichend informiert sind.» Lob bekommt der Sender längst auch von den Grossen. Im September 2019 be­ suchten Ladina Heimgartner, die damalige stellvertretende SRG-Generaldirektorin, und Swissinfo-Chefredaktorin Larissa Bieler das Studio. «Sie haben uns gesagt, dass wir ­einen richtig guten Job machen. Ich bin unglaublich stolz auf mein Team.» Die Schweiz gab Mark Bamidele-Emmanuel eine zweite Chance. Und mit Diaspora TV sagt er Danke – in 19 verschiedenen Sprachen. MM


12 | 3.8.2020 | WASSERSPASS Kreuzfahrt im Kleinen: An Bord eines Pedalos kann es schöner sein als auf einem Luxusdampfer.

Rein ins kühle Nass Viele springen diesen Sommer nicht ins Meer, sondern ins Schweizer Süsswasser. Wir zeigen Badeparadiese, die sich ohne Flugzeug erreichen lassen. Dort kann man dem Alltag wunderbar davonschwimmen. Text: Michael West  Bilder: Sebastian Müller


WASSERSPASS | 3.8.2020 | 13

In der Schweiz gibt es 946 Schwimmund Freibäder.

Karibikblau: Seebad Enge mitten in Zürich


14 | 3.8.2020 | WASSERSPASS

Klassisch rechteckig: Schwimmbecken der «Badi» Burgdorf

Freie Bahn: Wasserrutsche am Neuenburgersee

Schier grenzenlose Weite: Ruderboot auf dem Genfersee


WASSERSPASS | 3.8.2020 | 15

Einfach eintauchen Wer sich jetzt abkühlen möchte, hat die Qual der Wahl: In der Schweiz gibt es nämlich 946 Badeanstalten. Wer es grosszügig mag, ­besucht das Stadtberner Freibad Weyermannshaus, das die grösste zusammen­ hängende Wasserfläche bietet – 16 000 Quadratme­ ter, was etwa einem doppel­ ten Fussballfeld entspricht. Wer nach Höherem strebt, taucht in Bergün GR ein, wo sich auf 1400 Meter über Meer das höchstgelegene unbeheizte Freibad der Schweiz befindet. Rund 95 Prozent aller ­Menschen in unserem Land können schwimmen – oder glauben das zumindest von sich. Das ergab dieses Jahr eine Umfrage im Auftrag der Schweizerischen Lebens­ rettungsgesellschaft. Zu ­dieser Vereinigung gehören 25 000 ausgebildete Rettungs­ schwimmerinnen und -schwimmer. Das ist gut zu wissen, weil man im Wasser nicht immer so fit ist, wie man meint. J­ edenfalls lohnt es sich, bei einem See- oder ­Flussabenteuer stets die Tipps der Profis zu be­her­zigen: ­baderegeln.ch ­flussregeln.ch

95 Prozent der in der Schweiz lebenden Menschen können schwimmen.

Jedem seine Insel: Karawane aus Gummibooten auf der Aare


16 | 3.8.2020 | WASSERSPASS

915 Personen besuchten 2019 an der Klubschule Migros einen Schwimmkurs, in der Mehrzahl Kinder.

Runde Sache: Die Zürcher «Badi» Tiefenbrunnen bietet einen kleinen See im See


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18 | 3.8.2020 | SCHULSTART

Der grosse Tag naht Was erwartet mich im Kindergarten? Wie wird der erste Schultag? Und wie läuft es in der Oberstufe? Sechs Mädchen und Buben, die den Übertritt bereits hinter sich haben, geben den Neulingen Tipps für einen gelungenen Start. Text: Monica Müller und Lisa Stutz  Bilder: Daniel Winkler

Ryan (6), ler, aus bald ErstklässAG Wohlen


SCHULSTART | 3.8.2020 | 19

Jeden Tag habe ich ein bisschen besser verstan­ den, wie es im Kinder­ garten läuft. Es ist normal, vor dem allerersten Chindsgitag nervös zu sein – das war ich auch. Die neuen Kindergarten­ kinder können sich auf neue Freunde, auf ihre Chindsgitäschli und die Kindergärtnerin freuen. Meine Tipps: • Im Kindergarten musst du gut zuhören und aufstrecken, wenn du etwas sagen möchtest. • Du darfst niemanden schupfen und hauen. Du darfst auch keinen Baum hauen mit einem Stecken. • Es ist gut, wenn du die Wochenaufgaben am ­ersten oder zweiten Tag schon machst. • Du muss der Kindergärtnerin Grüezi sagen. Am besten sagst du: «Grüezi, wie gehts?» • Du solltest anständig sein und nicht reinreden. • Es wäre gut, wenn du schon alleine aufs WC ­gehen kannst. • Du kannst jetzt schon üben, die Regenhose ­alleine auszuziehen. Das muss man nämlich im Chindsgi können.

Lea (6),

rin, tklässle G s r E ld a b len A aus Woh

Ich kann mich an den ersten Tag im Chindsgi erinnern. Es war schön und gut. Wenn man spielt, merkt man gar nicht, wie die Zeit vorbei­ geht. Als ich nach Hause kam, freute ich mich, am nächsten Tag wieder in den Chindsgi zu gehen. Meine Tipps: • Im Kindergarten fühlst du dich nicht so alleine, wenn du Freunde hast. • Du findest Freunde, indem du den Mut zusammennimmst, zu lieben Kindern gehst und sagst: «Wie heisst du? Wollen wir Freundinnen sein?» Und nach ein paar Minuten ist man dicke Freunde. • Du musst deine Eltern nicht vermissen. Im Chindsgi ist viel los, man kann viel spielen, zum Beispiel im Häxeegge. Und du gehst ja auch ­wieder nach Hause. • Wenn du etwas nicht weisst, kannst du einfach die Kindergärtnerin ­fragen. • Vor den Kindern im ­gros­sen Chindsgi musst du keine Angst haben. Als ich im kleinen Chindsgi war, habe ich eine Freundin aus dem grossen Chindsgi gefunden. Da habe ich gemerkt: Aha, die Grossen können ganz nett sein.


20 | 3.8.2020 | SCHULSTART

Ich war nur ein bisschen aufgeregt an meinem ­ersten Schultag. Am ­ersten Tag darfst du ­sogar noch spielen. Die Lehrerinnen sind nur böse, wenn du richtigen Seich machst. Wenn du dich gut benimmst, ­machen sie dir nichts. Ich finde, die Schule macht richtig Spass! Meine Tipps: • Du brauchst einen Thek, der grösser ist als das Chindsgitäschli, damit Schwimmzeug, Bibliotheksbuch, Znüni und Wasserflasche Platz haben. Eine Seitentasche ist gut für Dinge, die du auf dem Schulweg findest. • Du brauchst keine Angst zu haben, denn du wirst Freunde finden. Sei einfach nett zu den anderen. Du musst dein Essen und deine Spielsachen nicht teilen, aber es kommt gut an, wenn du es machst. • Du musst immer aufstrecken, wenn du etwas sagen möchtest, und darfst nicht einfach dreinreden. • Wenn die anderen etwas sagen, musst du zuhören. • Es gibt nicht so viele Ufzgi in der ersten Klasse. Und: Manchmal machen sie ­sogar Spass.

James (7), bald Zweitkläss aus Regensdorf ler, ZH

Lea (7),

klässlerin bald Zweitnsdor f ZH aus Rege

,

Als ich in die erste Klasse kam, war ich nicht ner­ vös. Gut habe ich mich gefühlt und gedacht: Endlich bin auch ich gross! Die S ­ chule habe ich mir sehr cool vor­ gestellt – und das ist sie auch. Es gibt ­keinen Grund, Angst zu haben. Die Lehrer sind sehr nett, und man darf auch ­Fehler machen. Es ist gar nicht so streng in der Schule. Du wirst dich ­daran gewöhnen und bald vergessen, dass du eben noch ein Chindsgi­ kind warst. Meine Tipps: • Gut aufpassen. Und das geht so: zur Lehrerin schauen und ihr zuhören. • Keinen Blödsinn machen. Also nicht auf den Stuhl stehen, denn der dreht sich, und du ­könntest umfallen und dir wehtun. Wenn du ­solche Sachen in der Schule anstellst, machst du das vielleicht auch noch als Erwach­sener, und dann denken alle, du seist mega­komisch. • Sei nett zu allen. Dann hast du viele Freunde, und alle haben dich gern. Gelingt dir etwas nicht, kannst du ganz viele um Hilfe bitten. • Die Ufzgi nicht in letzter Sekunde erledigen, sonst bekommst du Panik.


SCHULSTART | 3.8.2020 | 21

In der Oberstufe hat es von allem mehr: mehr Schüler, mehr Zimmer. Du hast kein Klassen­ zimmer mehr, sondern wechselst den Raum für jede Lektion. Nach einer Woche hast du dich daran gewöhnt. Alles wird gut erklärt. Meine Tipps: • Du musst nicht cool sein. Manche 3.-Sek-Schüler fühlen sich cool und gross und stellen Jüngere bloss. An denen würde ich einfach vorbeilaufen. • Die allermeisten sind nett. Ich hatte Glück und bin wieder mit einigen Kollegen von der Primarschule zusammen in ­einer Lerngruppe. • Es gibt viel mehr Ufzgi – anfangs war das ein Schock für mich. Du musst lernen, deine Zeit gut einzuteilen. Wir ­haben im Stundenplan immer wieder Zeit für selbständiges Arbeiten. Wenn du dann Gas gibst und nicht plauderst, hast du mehr Freizeit. • Wenn du gut aufpasst, lernst du schon viel in der Schule und musst nicht so viel für Tests arbeiten. • Verstehst du etwas nicht, solltest du nachfragen. Ich hatte da anfangs Hemmungen. • Sei nett und respektvoll zu deinen Lehrerinnen und Lehrern, dann hast du es gut mit ihnen. • Mach keinen Seich in der ersten Woche: Der erste Eindruck ist der wichtigste! Später liegt ein bisschen Puff machen schon auch mal drin.

Emanuele (13) chüler bald 2.-Sek-Sorf ZH aus Regensd

Alessia, (13)

, bald 2.-Sek-Schüler in aus Regensdorf ZH

Am Ende der 6. Primar­ schule war ich traurig, dass sich unsere Klasse auflöste. Aber ich habe mich auch aufs Neue ­gefreut – und war auf­ geregt. Mir gefällt, dass wir unseren Lehrerinnen und Lehrern in der Sek viel mehr auf Augenhöhe begegnen und es zusam­ men viel lustiger haben. Ich fühlte mich vom ­ersten Tag an wohl in der Sek. Meine Tipps: • Es ist ganz normal, dass du nervös bist vor diesem Wechsel. Aber du kannst dich auch auf die neuen Kontakte freuen. Du wirst tolle neue Freundschaften aufbauen. • Manche denken, sie seien cool. Aber du musst nicht cool sein. Du darfst auch ganz normal sein und dich im Hintergrund wohlfühlen. Viele Ältere sind auch sehr nett zu den Jüngeren. • Verstelle dich nicht. Sei so, wie du bist. So findest du die besten Freunde! • Du musst lernen, über die ganze Woche gut zu planen und dir zu überlegen, wann du welche Ufzig ­erledigst. Dabei darfst du auch entscheiden, was du am wichtigsten findest, und dafür mehr Zeit aufwenden. • Organisiere deinen Spind nach Fächern, sodass du immer alles griffbereit hast.


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KOLUMNE | 3.8.2020 | 23

Illustration: Rinah Lang

Nicht im Warenkorb STADT, LAND, STUTZ Eine E-Mail von der Post: «Guten Tag, Frau Stutz, die folgende ­Sendung stellen wir Ihnen voraussichtlich morgen zwischen 10 und 13 Uhr zu.» Merkwürdig. Ich habe doch gar nichts bestellt. Kurz mache ich mir Sorgen: Ich habe doch nicht etwa die teuren Schuhe, die seit Wochen im Warenkorb herumstehen, in einem Anfall von geistiger Umnachtung tatsächlich gekauft? Nach einigen Minuten fasse ich ­wieder Vertrauen in meinen Verstand. Ich habe nichts bestellt. Was ist das also für ein Paket? Am nächsten Tag öffne ich neugierig den Briefkasten. Tatsächlich: Paketbraun und mittelgross liegt es da. Ich bin gespannt wie als Kind bei der Bescherung an Weihnachten. Zuerst fällt mir eine hübsche Postkarte entgegen. Darauf steht: «Ich habe dieses Buch gesehen und an dich gedacht.» Unterschrieben von meiner Cousine Andrea. Ich ziehe

Lisa Stutz (26) sucht die Balance zwi­schen urban und ländlich. Und pickt von ­beidem das Beste heraus.

das Buch hinaus. Es hat ein wunderschönes Cover und heisst «Dichterinnen und Denkerinnen – Frauen, die trotzdem geschrieben haben». Ich bin gerührt. Da ist meine C ­ ousine Andrea in einem Laden, sieht dieses Buch, denkt an mich, und anstatt mit den Schultern zu ­zucken und weiterzugehen, kauft sie es und schickt es zu mir nach Hause. Andrea inspiriert mich. Schenken statt nur ­denken, das will ich mehr tun. Das sollten wir mehr tun. Eine Bekannte hat Ihren selbstgemachten Zopf gelobt? Stellen Sie ihr am Sonntagmorgen einen vor die Tür. Ihre Freundin ist krank? Ein Schoko-Marienkäfer wird ihr den Tag versüssen. Ihre Mutter hat erwähnt, dass ihr eine Tasse zersprungen ist? Sie wird sich über eine neue freuen. Ich weiss, voll romantisch. Aber Fakt ist: Ich werde mich jahrelang an die liebevolle Geste von Andrea erinnern – während ich die teuren Schuhe im Warenkorb morgen vergessen habe. MM

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24 | 3.8.2020 | MIGROS-KLÄNGE

So klingt die Migros Was hört man in einem Migros-Supermarkt? Die Kundinnen und Kunden sollen von Lärm verschont bleiben. Doch manche Töne sind erwünscht und wecken Erinnerungen an die Kindheit. Text: Michael West  Illustration: Martin Burgdorff

Bloss kein Krach Abgesehen von

Ein Supermarkt, in dem es so andächtig still ist wie im Lese­saal einer Bibliothek? Das wäre seltsam und womöglich sogar beklemmend. Manche Geräusche gehören einfach zu einem Migros-Laden. Da ist etwa der metallische Laut, der beim Einschieben einer Münze in den Schlitz des Einkaufswagens entsteht. Oder das sanfte Piepsen der Scanner, mit denen das Kassenpersonal die Preise der Waren auf den Förder­bändern erfasst. Alle wissen, welch starke Erinnerungen ein Kinderlied oder ein Song aus Teenie-Tagen wachrufen kann. Eine Melodie vermag eine vergan­ gene Zeit heraufzubeschwören. Das gilt auch für Alltagsgeräusche in ­einer Migros-Filiale. Ein Beispiel sind die elektrischen Kaffeemühlen der Schweizer Traditionsmarke ­Ditting. Seit vielen Jahren stattet die Migros ihre S ­ upermärkte mit solchen Ge­räten aus. Ihr Mahl­geräusch und der Duft der gerösteten Bohnen ist für viele Kundinnen und ­Kunden mit Kindheits­erinnerungen verbunden.

den erwünschten Klängen, ist es in Migros-Filialen aber möglichst ­ruhig. «Viele M ­ enschen leiden heute ohnehin schon unter Lärm», erklärt Marco Kramis (40), Bereichsleiter ­Ladengestaltung beim Migros-­ Genossenschafts-Bund. «Deshalb treiben wir viel Aufwand, um den Geräuschpegel so niedrig wie möglich zu halten.»

Glatte Fahrbahn Die

Migros-Einkaufs­wagen sind mit Rädchen aus ­einem Belag aus Hartgummi ausgestattet, der im Vergleich zu billigen Kunststoffrädchen leiser abrollt. Die Bodenplatten in den Läden sind so ­verfugt, dass eine Fläche ohne Spalten entsteht. Darum lassen sich die «Wägeli» ohne Rattern durch die Filiale schieben.

Lärm lass nach! Wo es lauter

z­ ugeht, brechen Decken­ lamellen die Schallwellen. Das gilt etwa für den Kassenbereich, wo Kundinnen und K ­ unden oft mit Münzen klimpern. Schallschluckend wirken auch von winzigen Löchern durchsetzte Holzpaneele, mit denen manche Wände verkleidet sind.


MIGROS-KLÄNGE | 3.8.2020 | 25

Ohne Gebrumm kühlen

Hochwertige Kühltruhen sind schon ab Werk so ­gedämmt, dass das lästige Surren und Brummen weniger laut ist. Die ­Migros ver­kleidet ihre Kühlmöbel zusätzlich – zum Beispiel mit Holz.

Sanfter Sound In frühe-

ren Jahrzehnten setzte der Detailhandel auf eher laute Musik. In der Migros ist daraus ­inzwischen sanfter und oft kaum noch hörbarer Sound geworden. Es läuft gefällige, mehrheits­fähige Popmusik.

Kein Marktgeschrei Die Zahl der

Durchsagen und ­Filialwerbespots ist mit den ­Jahren deutlich gesunken. «Viele Leute empfinden es heute als aufdringlich, wenn zu oft Produkte per Lautsprecher angepriesen werden», erklärt Marco Kramis. «Über Aktionen i­ nformieren ja auch Plakate und die Migros-App.» Wenn gelegentlich doch noch Werbung aus dem Lautsprecher e­ rklingt, so endet sie meist mit dem unverkennbaren ­Migros-Jingle. Diesen Ohrwurm hat der Film­komponist und Musiker ­Markus Fritzsche (66) aus Wetzikon ZH in den 90er-Jahren geschrieben.

Sympathische Migros-Stimme Es gibt

auch ausserordentliche Durchsagen, die noch immer unverzichtbar sind. Als die Schweiz wegen Corona in den Lockdown ging, s­ tarteten Migros und Pro Senectute gemeinsam das Projekt Amigos: Freiwillige Helfer konnten für gefährdete Personen aus ihrer Nachbarschaft einkaufen gehen. In den Filialen machte die sympathische Stimme von Prisca Haenggi (63) auf die Aktion aufmerksam. Die versierte Werbesprecherin aus Basel zeichnete den Spot in ihrer Mundart und zusätzlich in einem neutralen Dialekt auf, den sie «Bahnhof Olten» nennt. «Mein Tonfall war betont ruhig, freundlich und zurückhaltend», sagt Haenggi. «Man muss nicht immer laut sein, um mit einer Botschaft gehört zu werden.» MM

Quiz: Migros-Töne erraten Erkennen Sie die typischen Geräusche aus einer Migros-Filiale? Versuchen Sie es jetzt auf www.migmag.ch/m-klang


26 | 3.8.2020 | DIGITAL

Was blüht denn da? Auf Wanderungen müssen sich Eltern oft in Biologen verwandeln, um die Fragen der Kinder zur Pflanzen- und Tierwelt zu beantworten. Wir haben Apps getestet, die ihnen aus der Patsche helfen.

Test

Alle gegen Google

Text: Reto Vogt

Im Test traten speziali­ sierte Apps gegen den Allrounder Google Lens an. Gefüttert wurden sie mit je zwei zum Ver­ wechseln ähnlichen Web-­ Bildern. Der Vergleich ging unentschieden aus. Biene oder Wespe?

Insektenwelt und Google Lens können die Tiere unterscheiden und iden­ tifizieren die Wespe als «Gemeine Wespe». Bei der Biene tippt Google auf «Iberische Biene», Insektenwelt auf «West­ liche Honigbiene». Fazit: unentschieden.

K

aum an der Berg­station angekommen, knien die Kinder schon das erste Mal nieder. Mit ihren kleinen Fingern zeigen sie auf eine winzige violette Blume und fragen, wie sie heisst. Viele Eltern kennen diese Situation, jedoch nur wenige die richtige Antwort. Dabei lässt sich mit etwas technischer Unterstützung ­jedes noch so seltene Exemplar aus Flora und Fauna identi­ fizieren. Für die Nutzung der ­Erkennungsdienste brauchen die Eltern bloss ein Smartphone mit einem aktiven Datenpaket oder einer Datenflatrate. Die meisten Apps funktionieren gleich: Man schiesst mit der Handykamera ein Foto, lädt es hoch und wartet, bis der Dienst das Ergebnis ausspuckt. Wich­

tig: Die Apps benötigen mit einer Ausnahme einen aktiven Inter­ netzugang zur Identifika­tion. Im Ausland können also teure Roaminggebühren anfallen. Doch natürlich können die ­Fotos bei allen Diensten auch erst hochgeladen und identi­ fiziert werden, wenn das Handy wieder WLAN-Verbindung hat. So lassen sich Kosten sparen. Das Migros-Magazin hat fünf Apps für Android und iOS aus­ probiert. So viel vorweg: Am prak­tischsten ist Google Lens. Der Dienst ist eine Allzweckwaffe und eignet sich sowohl für Pflan­ zen wie für Tiere, sammelt aber User-Daten. Und: Vogelstimmen erkennen kann Google (noch) nicht. Dafür muss man auf spezi­ alisierte Apps ausweichen – die leisten auch für Natur­fans ohne Kinder prima Dienste. MM

PlantNet, gratis, für iOS und Android

Die App ist auf die Erkennung von Pflanzen spezialisiert. PlantNet, von französischen Forschungseinrichtungen entwickelt, setzt ganz auf die Community: Je mehr User die App nutzen und Fotos von Pflanzen hochladen, desto genauer erfolgt die Identifizierung. Schon über 4000 Wildpflanzenarten werden erkannt. Im Test funktioniert dies zuverlässig. Tipp: Beim Knipsen des ­Objekts auf ein Detail fokussieren und nicht die g­ anze Pflanze aufnehmen. Note: Sehr gut.

Thymian oder Oregano?

PlantNet erkennt den Thymian, identifiziert Oregano aber als Ma­ joran (zugegeben: Beide ­gehören zur gleichen ­Familie). Google Lens macht es besser, aber nicht perfekt: Auch er ­erkennt Thymian, schlägt aber beim zweiten Kraut Oregano und Majoran vor. Sieg für Google in der Nachspielzeit. Stein- oder Birkenpilz?

Pilz Erkenner identifi­ ziert beide Pilze korrekt. Lens erkennt den Stein­ pilz, schlägt jedoch neben dem Birkenpilz auch den Röhrling vor. Das ist nicht ganz falsch: Der Birkenpilz wird auch ­Birkenröhrling genannt.


DIGITAL | 3.8.2020 | 27

Pilzator, gratis, für Android, als Pilz Erkenner gratis für iOS

Bild: Getty Images

Die iOS- und die Android-App sind darauf an­gelegt, Gift- von Speisepilzen zu unterscheiden, was bei weitverbreiteten Arten wie dem Pfifferling bestens klappt. Wer sich nicht auf die automatische Pilzerkennung verlassen will, kann sich registrieren, Fotos hochladen und ­andere Nutzerinnen und Nutzer um Rat f­ ragen. Spass macht das Quiz, bei dem Pilze erkannt werden müssen. Störend sind die teilweise dürftigen Über­ setzungen der Funktionen und Menüpunkte. Die Gratisversion zeigt Werbung, die werbefreie Vollversion kostet 8 Franken.

Birdnet gratis, für Android Zwitschomat 4 Franken, für iOS

Bereits gut bekannt ist Shazam, die App, die unbekannte Songs identifiziert. Ähnlich verhält es sich mit dem kostenlosen Birdnet (Android) beziehungsweise dem vier Franken teuren Zwitschomat (fürs iPhone): ­Beide verraten bei zwitschernden Vögeln zuverlässig, ob es sich dabei um Amsel, Drossel, Fink oder Star handelt. Note: Sehr gut.

Insektenwelt, gratis, für Android und iOS

Die vom deutschen Naturschutzbund entwickelte App verzeichnet die 122 häufigsten Insektenarten unseres Nachbarlandes. Ihre Erkennungsfunktion identifiziert aber nur die Arten, die in der Datenbank bereits erfasst sind. Bei allen ­anderen erkennt die App nichts. Lobenswert sind dafür die ausführlichen Informationen zu Merkmalen, Grösse und Vorkommen der gescannten Tierchen. Insektenwelt funktioniert gar ohne Internetzugriff, be­ nötigt dafür aber über 300 MB Speicher auf dem Handy. Note: gut.

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Der Erkennungsdienst von Google heisst «Lens» (Deutsch: «Linse»). Zur Identifikation der Objekte zeigt Google ähnliche Bilder aus seiner riesigen ­Datenbank an. So lassen sich Tiere und Pflanzen rasch und eindeutig identifizieren. Im Test klappt das in neun von zehn ­Fällen perfekt. Einziger Nachteil der App: Google baut seine ­umfangreiche Datensammlung damit weiter aus und erhält ­beispielsweise Zugriff auf die Standortdaten der Nutzerinnen und Nutzer. Tipp: Im «Inkognitomodus» werden die Suchdaten nicht gespeichert. Note: Sehr gut.

Note: gut.

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«Lens» auf der App Google, gratis, für iOS und Android


28 | 3.8.2020 | SOMMERWETTBEWERB

Wie gut kennen

TeilSo1mmer­

sen n im gros erb mit viele w e b t . t n we reise tollen P ust, Teil 3

Drei Wochen können Sie im Sommerwettbewerb mit Ihrem W zum Auftakt 25 Fragen zur Migros-Geschichte. Migros-Geschenkkarten im Ge

ug g am m 10. A Teil 2 a lussverlosun h c mit S 17. August

Kürzel von Migros-Grün­ der Gottlieb Duttweiler? S Dutti H Migi L Gotti

2 Wie heisst der Kochclub der Migros? A Aldento O Migusto E Delizioso

3 Die Migros ist ein … besser! R Pi M M N %

4 Wie viele Leute

«besitzen» die Migros? I ca. 100 O ca. 40 000 M ca. 2 Millionen

5 Wann hat Gottlieb Dutt­

weiler die Migros gegründet? S 1865 E 1925 L 1965

6 In wie vielen Kantonen ist die Migros vertreten? O 8 N 14 R allen

7 Für welche Kult-Glace­

Sorte der Migros steht der Affe? I Passionsfrucht T Banane S Erdbeere

8 Wofür steht «Cumulus» neben dem Kunden­ bindungsprogramm der Migros noch? L Frisur P Wolkenform N Maisgericht

9 Wo hat der Migros-­

Genossenschafts-Bund seinen Sitz? R Zürich S Bischofszell D Frauenfeld

10 Das Label für

Hauptpreis

regionale Produkte heisst «Aus der Region. Für … M … die Konkurrenz.» O … die Region.» T … das Ausland.»

Mit der Lösung für alle drei Wett­be­werbsAusgaben können Sie im Migros-Magazin vom 17. August ein Mal Geschenkkarten der Migros im Wert von 3000 Franken, zwei Mal im Wert von 500 und zehn Mal im Wert von 100 Franken ­gewinnen. Gesamtwert total: 5000 Franken.

11 Welche Farben stehen für M-Budget-Produkte? H Rot-Hellblau A Schwarz-Braun S Grün-Weiss

12 Wie hiess das

Migros-Magazin früher? R Wir Tunnelgraber S Wir Brückenbauer I Wir Hausmaurer

13 Die ersten sechs

Produkte, die es in der Migros gab, waren Kaffee, Seife, Reis, Kokosfett, Zucker und … L … Lasagne. R … Lachs. E … Hörnli.

Machen Sie mit! Übertragen Sie die Lösungsbuch­ staben in die grünen ­Lösungsfelder. So ­erhalten Sie das Gewinnwort für den Wochenpreis und 13 Buch­ staben für die Verlosung des Haupt­ gewinns ab 17. August. Letztere ­bewahren Sie auf und übertragen sie nächste Woche ins Raster.

Bilder: MGB Dokumentation, zVg

1 Wie lautet das liebevolle

Gewinnwort für den Wochenpreis 1

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Gewinnsatz für den Hauptpreis (orange Felder: 10. August / blaue Felder: 17. August) 4

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4

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3

1

16


SOMMERWETTBEWERB | 3.8.2020 | 29

n Sie die Migros?

Wissen glänzen und attraktive Preise gewinnen. Beantworten Sie Ab 17. August winken in der Schlussverlosung

esamtwert von 5000 Franken.

Der MigrosGründer Gottlieb Duttweiler

(Dutti) kam am 15. August 1888 in Zürich zur Welt. Nach der kaufmänni­schen Lehre bei einem bekannten Zürcher Kolonialwarenhändler stieg er in zehn Jahren gleich zum Juniorpartner der Firma auf und war oft im Ausland tätig. Mit seiner Frau Adele wanderte er 1923 nach Brasilien aus, um eine Kaffee­plan­ tage zu führen. Doch das Vor­haben scheiterte, beide kehrten in die Schweiz zurück. 1925 gründete er die Migros AG. Duttweiler liess fünf Ford-Lastwagen zu rol­len­den Verkaufs­wagen umbauen und ­ be­stückte sie mit Grund­nah­rungs­ mitteln. Die Produkte wurden bis zu 40 Prozent billiger angeboten als bei der Konkurrenz. Duttweilers Idee revolutionierte den Schweizer Detailhandel. 1926 wird der erste stationäre Migros-Laden eröffnet. In kurzer Zeit ent­wickelt sich die Migros zum Marktleader im Schweizer D ­ etailhandel. 1962 begründete Dutti kurz vor seinem Tod das Gottlieb-DuttweilerInstitut in Rüschlikon, die erste Denkfabrik in der Schweiz.

Wochenpreis

Sunset BBQ Teneriffa 3 Brenner Gasgrill im Wert von 399 Franken, offeriert von Do it + Garden Migros

Teilnahme per Telefon: Wählen Sie 0901 000 840 (Fr. 1. –/Anruf) und nennen Sie die Lösung, den Namen und die Adresse. per SMS: Senden Sie eine SMS mit MMDGEWINN,

14 Wie viele Seehund-­

20 Wie wird die Migros

Glaces laufen bei Midor pro Stunde vom Band? O 19 000 N 27 000 R 35 000

oft bezeichnet? H Oranger Riese R Grüner Zwerg G Blaue Prinzessin

21 Wo findet man

15 Seit wann kann man in der Migros seine Ware in den Einkaufswagen legen? T 1932 I 1940 G 1958

16 Wo gibt es alles für den Grillsommer? S Niedergarland B Huhngarn E Grillitarien

Produktelinie der Migros? R Lea’s Food M Anna’s Best S Berta’s Favoriten kommt das Mineralwasser Aproz? E Bern B Graubünden D Wallis

ersten Migros-Verkaufswagen her? R Porsche A Jaguar S Ford

24 Wie heisst die

Rüsch­likon ZH, Gurten BE und dem Signal de Bougy VD der vierte Park im Grünen? In … U … Abtwil SG N … Ascona TI I … Münchenstein BS

19 Wie nennt sich das

22 Wie heisst eine

23 Aus welchem Kanton

17 Wer stellte die

18 Wo liegt neben

die Webplattform für Familien? Auf … T … famigros.ch A … grossmi.ch I … famos.ch

Gesundheitsinitiative der Migros? A iMflow O iMpuls G iMdrive

25 Welche Partei hat

Gottlieb Duttweiler 1935 gegründet? D LdU B SVP C GLP

Kulturförderungsprogramm der Migros? S Promille C Kulturprozent T Kultuhr

der Lösung, dem Namen und der Adresse an 3113 (Fr. 1. –/SMS). Beispiel: MMDGEWINN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt

online: www.migmag.ch/ sommer (gleichwertige ­Gratisteilnahme) Teilnahmeschluss für den Wochenpreis: Sonntag, 9. August 2020, um 24 Uhr


30 | 3.8.2020 | GENUSS

Glace-Glück

Ob am Stängel oder als feincremiges Dessert: Alle lieben ­Glace. Wir zeigen, wie man heisse Sommergefühle ­mit wenig Aufwand in die coole Form bringt. Text: Claudia Schmidt Rezepte: Migusto

Bananen auf Vorrat Wer keine Lust auf ­Bananenbrot hat, friert reife oder gar über­ reife Bananen inklu­ sive Schale einfach ein. So lässt sich bei Lust auf Glace auf die Schnelle und ohne grosse Vorbereitung Nicecream herstellen. Der hohe Pektingehalt der Bananen sorgt ­dabei für Cremigkeit. Tipp Nr. 1

Grill-AprikosenGlace Zutaten für 8 Personen 400 g Aprikosen 80 g Puderzucker 200 g Crème fraîche 180 g Saurer Halbrahm Schokoladen-Cookies zum Servieren Zubereitung Grill auf 200 °C vorheizen. Apri-

kosen halbieren, Stein entfernen. Aprikosen auf der Schnittfläche ca. 3 Minuten grillieren. Aprikosen und Puderzucker mit einem Stabmixer pürieren. Crème fraîche und sauren Halbrahm ­beigeben und gut verrühren. ­Masse in einer Glacemaschine ­gefrieren lassen. Glace bis zur Verwendung tiefkühlen. Cookies zerbröseln und zum Servieren über die Glace streuen.

Verschiedene Glacemassen lassen sich zum Stängel schichten. Dabei jede Schicht jeweils 30 Minuten gefrieren lassen, bevor die nächste folgt.

Mehr Glacerezepte auf migusto.ch


GENUSS | 3.8.2020 | 31

Fruchtige Stängel Hübsch anzusehen sind in Scheiben ­geschnittene Früchte, die man in die Form legt, sodass sie auf dem Glacestängel gut sichtbar sind.

Beeren-Nicecream mit Granola Zutaten für 2 Personen 1 Banane 120 g gemischte Beeren, z. B. Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren 20 g weisse Schokolade 2 dl Milch 3 EL Granola, z. B. Beetroot-Ginger Zubereitung

Süsse Erfischung für den heissen Sommer

Banane schälen, in Stücke schnei­ den. Mit den Beeren auf ein mit Backpapier belegtes, flaches Gefäss oder ein Blech verteilen. Früchte ca. 4 Stunden tiefkühlen. Schokolade fein hacken. Beeren und Bananen mit der Milch in ­einem leistungsfähigen, hohen Standmixer fein pürieren. Nice­ cream sofort in Schälchen ver­ teilen und ca. 15 Minuten tiefkühlen. Zum Servieren mit Granola und Schokolade garnieren.

FroyoStängeliglace Eine Grundmasse aus Joghurt nature e ­ rgibt ­unter Beigabe von frischen Früchten wie ­Ananas oder Erdbeeren verschiedene Aromen für ­Frozen Yoghurt. Zubereitet in weniger als 30 Minuten. Bis alles gefroren ist, muss man sich allerdings ein paar Stunden gedulden. Rezept auf migusto.ch/froyostaengel

Glacestängel lösen sich leichter aus der Form, wenn man sie kurz unter warmes Wasser hält.

Bilder: Pia Grimbühler/Migusto (2), Martina Rea Meier/Migusto

Tipp Nr. 2


32 | 3.8.2020 | GENUSS

Lieber etwas süsser Kaltes schmeckt meist weniger süss. Deshalb sollte man die Masse vor dem Einfrieren probieren. Sie darf ruhig süsser schmecken als ein normales Dessert. Einmal ­gefroren, schmecken die selbstgemachten Glaces dann wieder normal süss.

1

s u a s e Gla c a t i ve n der kreateria Ge l e i m da h

KirschenIngwer-Sorbet mit Mandelkrokant Zutaten für 2 Personen 500 g Kirschen 5 g Ingwer 110 g Zucker 1 Beutel Vanillezucker 2 EL Zitronensaft 4 EL Wasser 2 frische Eiweiss 1 Prise Salz Kirsche zum Dekorieren Mandelkrokant 25 g Zucker 15 g Mandelblättchen

3

2

5

4

Tipp Nr. 3

Das Sorbet lässt sich auch mit Pflaumen oder Nektarinen zubereiten.

Aprikosen- und BeerenJoghurt-Stängelglace Die feinen Stängelglace mit Aprikosen ­benötigen nur vier Zutaten, die Beerenvariante kommt gar mit deren drei aus. Rezepte auf migusto.ch/aprikosenstaengel und migusto.ch/beerenstaengel

klein schneiden. Kirschen und ­Ingwer mit Zucker, Vanillezucker, Zitronensaft und Wasser aufkochen. 4 Minuten köcheln lassen. Früchte heraus­heben, beiseitestellen. Die Flüssigkeit zu Sirup einkochen. 2 Kirschen und Sirup wieder ­mischen. Zusammen und mit dem Stabmixer fein pürieren. Die Masse durch ein feines Sieb streichen. ­Auskühlen lassen. 3 Eiweiss mit dem Salz steif schlagen. Portionenweise unter das Kirschenpüree mischen. In einer Chromstahlschüssel ca. 4 Stunden gefrieren ­lassen. Masse alle 30 Minuten mit ­einem Schwingbesen umrühren. 4 Inzwischen für den Krokant Zucker in einer Pfanne caramelisieren. Mandelblättchen dazugeben und kurz mitrösten. Auf Backpapier ­verteilen, auskühlen lassen. Krokant in Stücke brechen. 5 Sorbet mit einem Spachtel in Gläser streichen oder mit einem Glacelöffel zu Kugeln formen. Sofort mit Krokant­stücken und nach Belieben mit frischen Kirschen servieren. MM

Bilder: Daniel Aeschlimann/Migusto (7), Christine Benz/Migusto

Zubereitung 1 Kirschen entsteinen. Ingwer


GENUSS | 3.8.2020 | 33

Wissensbissen Kirschen Während sich die Weichseloder Sauerkirsche eher für Konfitüre eignet, ist die Süss­ kirsche eine beliebte Naschfrucht. Das liegt nicht nur am saftig-süssen Fruchtfleisch, sondern auch am Kern. Denn selbst Erwachsene haben Spass am Kirschkern-Weitspucken. Und auch Imker schätzen die Süsskirsche sehr, denn deren Nektar hält im Frühjahr viel ­Zucker für die Bienen bereit.

Pfannenhilfe

Wie entsteine ich ­Kirschen ohne Gerät?

Ein Kirschenentsteiner lohnt sich wirklich nur, wenn man grössere Mengen zu entsteinen hat. Für kleinere Mengen reicht eine ­leere PET-Flasche und ein Röhrli aus Metall oder Stroh völlig aus. Dabei legt man die Kirsche mit dem Stielansatz nach oben mittig auf die Flaschenöffnung und hält sie dort mit zwei Fingern fest. Mit dem Röhrli drückt man den Stein durch die Mitte direkt in die Flasche. Das geht nach ein paar Kirschen schnell und fast wie von selbst von der Hand. ­Allerdings funktioniert es mit ­Papierröhrli nur bei sehr kleinen Mengen. Sie weichen durch den austretenden Kirschsaft zu schnell auf und verlieren an Durchschlagskraft.

BUCH

Vom Garten auf den Tisch So manch einer träumt vom Dasein als Selbst­ versorger. Was man dazu an Gartenwissen benötigt, beschreibt Samengärtnerin und ­Naturpädagogin Annette Holländer in ihrem Buch «Von der grünen Wiese zum Selbstversorger­ garten». Darin gibt sie Tipps zu Planung und A ­ nbau, erläutert das ­Prinzip der Permakultur und wartet auch mit ungewöhnlichen Sortentipps auf. Bei exlibris.ch für Fr. 29.50

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Illustration: Felice Bruno; Bild: PD

Rückruf: Mibébé-Breie Die Migros ruft vier Mibébé-Breie zurück. Bei einer internen Kontrolle des Herstellers wurde eine ­mikrobiologische Belastung durch Crono­ bacter-Bakterien festgestellt. Ein Gesundheitsrisiko kann nicht ausgeschlossen werden. ­Betroffen sind Mibébé Reisbrei, Gute Nacht Milchbrei, Weizengriessbrei und 5-Kornbrei (genaue Angaben auf www.migmag.ch/ breirueckruf). Die Produkte waren in allen ­Migros-Filialen s­ owie bei LeShop.ch erhältlich. Die Migros bittet die Kundinnen und Kunden, die P ­ rodukte nicht zu verwenden. Wer die Breie zu Hause hat, kann sie in die Migros-­Filiale ­zurückbringen und erhält den Preis e ­ rstattet.

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KOLUMNE | 3.8.2020 | 35

Walkie-Talkie

1, 2 ODER 3 ? Der Kleine (4) ist eine echte Plaudertasche. Er erzählt seinen Plüschtieren Witze, coacht seine LegoFiguren vor Sprüngen, feuert seine Autos bei Rennen an. Manchmal scheint er so ins Spiel vertieft, dass ich es nicht realisiere, wenn er sich mit einer Story an mich wendet. Habe ich den ­Einstieg ins Thema einmal verpasst, ist es ­ge­laufen – so schnell nuschelt er: Er könnte über die dunkle Seele des Grünen Ninja referieren, aber genauso gut auch fragen, ob ein Blauwal im ­Becken unserer Badi Platz hat. Oft muss ich mehrmals nachfragen. Er deutet das aber als Desinteresse und ist «betupft». Seit er ein Walkie-Talkie besitzt, ist unsere Kommunikation zusätzlich erschwert. Wenn der Grosse (9) in der Schule ist, steckt mir der Kleine ein Gerät zu. Pausenlos blinkt es auf. Dann brabbelt es irgendetwas. Ich verstehe nur «Roger». Und höre dann ein erwartungsvolles «Mami?». – Und jetzt? MM 1 Ich murmle auch irgendetwas, atme

laut ins Gerät und schliesse mit «Roger».

Illustration: Lisa Rock

2 Ich erzähle ihm, woran ich gerade

arbeite – und zwar bis ins Detail. 3 Ich frage nach, bis ich verstehe, was er gesagt hat.

Monica Müller (45) hat zwei B ­ uben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Antwort 1: Ich glaube, jeder Satz, der mit «Roger» endet, ist für den Kleinen akzeptabel.

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36 | 3.8.2020 | GARTEN

Die Guten … auf den Grill!

Tomaten, Zucchetti und Auberginen: Jetzt beschenkt uns der ­Gemüsegarten reich. Vieles davon landet gleich auf dem Grill. Dort sorgen smarte Helferlein dafür, dass nichts anklebt oder austrocknet. Text: Carmen Siegrist

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Wer im Hochsommer durch seinen Gemüsegarten streift, kommt praktisch jeden Tag mit einem Korb voller Lecke­ reien zurück. Vieles landet gar nicht erst in der Küche oder beim Vorrat, sondern wird gleich im Garten für den Grill vorbereitet. Ein bisschen schnipseln, am ­kühlen Apéro nippen und ­nebenbei die Stücke auf alle Grillhelfer und Gäste ver­ teilen: So geht Barbecue. Alle Produkte bei doitgarden.ch


GARTEN | 3.8.2020 | 37

3 Mini-Grillschalen Gemüse aller Art lässt sich in den ­praktischen Gefässen portionenweise auf dem Gasgrill garen. Oder wie wäre es mit einem SommerRac­lette? Kartoffeln rein, Käse drauf, fertig.

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Sunset BBQ Rio 3B Gasgrill, Fr. 599.–

4 Grill-Wraps Ein toller Tipp für die Zubereitung von Lachs: Man legt die Filets in gewässerte Wraps und so auf den Grill. So werden sie schonend gegart. Aussergewöhnliche Geschmacks­nuancen entstehen, wenn die Wraps vor dem ­Befüllen nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Saft, Bier oder Whiskey über­ gossen werden.

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Grillschalen-Set, 4 Stück Fr. 32.90

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R a ba t t

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Nach der Ernte Sind die Beete abgeerntet, müssen sie nicht lange brachliegen. Noch bis in den ­September kann man vieles säen oder setzen: AUGUST

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Aussaat: diverse ­Pflücksalate, Busch­ bohnen, Spinat, Rettich, Buchweizen und Lauch Pflanzen: vorgezogene Setzlinge von Zuckerhut, Endivien, Chinakohl, Kohlrabi und Erdbeeren

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SEPTEMBER

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5 Grillschale Lässt sicher nichts anbrennen: Grill­ schalen eignen sich perfekt für saftiges Fleisch und Gemüse.

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Bilder: Carmen Siegrist-Scherrer, zVg

1 Grill Gleichzeitig grillieren, backen und kochen – auf einem Gerät? Das geht mit dem Rio 3B. Dank drei Brennern bekommt das Grill­ gut gleichmässig die gewünschte Hitze.

2 Doppelspiesse Schön und schnell ­gemacht: Zucchetti­ streifen mit Speck aufrollen. Röllchen mit Peperoni, Toma­ ten und weiterem ­Gemüse aufspiessen.

Sunset BBQ ­Grillschale für eckigen Grill, Fr. 44.90

6 Grillpfanne Sie könnte rasch zum Lieblingszubehör avancieren: Die viel­ seitig einsetzbare Grillpfanne. Man gart zum Beispiel zuerst den Reis darin und ­ergänzt diesen nach und nach mit Gemüse. Zuletzt kommen knusprig gebratene Poulet­ schenkel hinzu.

Sunset BBQ Grill­ pfanne für e­ ckigen Grill, 23 × 45 cm Fr. 74.90

Aussaat: Radieschen, Spinat, Feldsalat, Schnittsalat, Wild­ blumenmischungen, ­Bitterlupine, Rettich und Winterwicke; Grün­ düngung wie Phacelia oder Senf geben den Beeten wieder Nahrung für das nächste Jahr. Pflanzen: vorgezogene Setzlinge von Winter­ blumenkohl, Broccoli und Grünkohl; steckt man Knoblauch und Zwiebeln jetzt, sind sie im Frühling erntebereit. Achtung: Nicht verges­ sen, frisch Gesätes und Gesetztes regelmässig zu giessen.


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40 | 3.8.2020 | LEBENSEINSTELLUNG

Optimismus kann man lernen Mit etwas Geduld ist es möglich, ungesunde Selbstkritik hinter sich zu lassen. Denn eine optimistische Lebenseinstellung ist vor allem eine Frage des Blickwinkels – und der lässt sich verändern. Text: Dirk Frey

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es, I can – Ja, ich kann. Mit dieser Haltung steuern Optimistinnen und Opti­ misten ihr Leben. Sie orien­ tieren sich am Guten im Leben, betrachten das Glas als halb voll statt halb leer und trösten sich nach dem verlorenen Fussballspiel damit, dass sie das Goal ja fast geschossen hätten. Pessimisten dagegen grämen sich, weil sie danebengetroffen haben. Wie man die Dinge auch betrachtet: Es ist eine Wahl, die man selber trifft.

Pessimistisch zu sein, bot in grauer Vorzeit Vorteile. Denn wer ständig nach Gefahren Ausschau hielt, hatte damals bessere Überlebenschancen. Heute gilt das Gegenteil: Optimisten leben im Durchschnitt länger und leiden auch seltener an chronischen Erkrankungen als Menschen, die stets darüber nachdenken, welches Ungemach ihnen als Nächstes droht. Eine pessimistische Sichtweise wird oft schon in der Kindheit erwor­ ben. Kinder lernen rasch, für welches

Schritt für Schritt mehr Optimismus • Wie wir die Welt wahrnehmen und Erlebnisse bewerten, haben wir selbst in der Hand. Beginnen Sie mit einfachen Dingen: Wenn das Gewitter den Grill­ abend verhagelt, unternehmen Sie etwas anderes Schönes. • Verzichten Sie darauf, Ihr Leben dauernd optimieren zu wollen. Erfreuen Sie sich stattdessen an den vielen Dingen in Ihrem Leben, die bereits gut laufen oder die Sie zu 95 Prozent richtig machen. • Lernen Sie, in sich selbst zu ruhen. Ein Achtsamkeits­ training hilft dabei: Nehmen Sie wahr, was Sie fühlen oder denken, aber bewerten Sie Ihre Gefühle und Gedanken nicht.

iMpuls ist die Gesundheits­ initiative der Migros.

Was ist Glück? Optimistische Menschen leben länger. Erfahren Sie, wie Zufriedenheit und Gesundheit sich gegenseitig beeinflussen: migros-impuls.ch/glueck

• Notieren Sie jeden Abend Unerledigtes oder Schwieriges auf einem Zettel und legen Sie ihn neben die Haustür: Morgen ist auch noch ein Tag! Dann setzen Sie sich hin und notieren alles, was toll war und was Sie gut ­gemacht haben – bis sich eine wohlige ­Zufriedenheit einstellt.

Bilder: Getty Images, zVg

• Trennen Sie Dinge, die Sie an­gehen ­wollen, von ­denen, die Sie so belassen, wie sie sind.


LEBENSEINSTELLUNG | 3.8.2020 | 41

Verhalten oder welche Leistung sie Anerkennung erhalten. Daraus können sich sogenannte innere Antreiber ­entwickeln. Das Resultat: Auch als Erwachsene meinen die Betroffenen etwa, alles immer besonders schnell oder sehr perfekt machen zu müssen. Dieses Getriebensein macht häufig sehr selbstkritisch. Optimismus hat nämlich keine Chance, wenn man zum Beispiel ständig an zwei begangenen Fehlern herumstudiert, statt sich an den 998 Erfolgen zu erfreuen. Ein gutes soziales Netz ist hilfreich

Wer sich solcher Denkmuster bewusst wird, kann sie verändern. Eine ein­ fache Strategie besteht darin, täglich zu notieren, was alles gut gelaufen ist und wo man Gutes getan hat. Ein po­ sitives Eigenbild lässt allmählich auch die Welt ringsum in einem positiveren Licht erscheinen. Vertrauen in die ­eigenen Fähigkeiten und Geduld sind

Eine pessimistische Sichtweise wird oft schon in der Kindheit erworben.

ber bewältigen muss, sondern sich Unterstützung holen kann. Auch das Gefühl, dass das Leben und die Erlebnisse einen tieferen Sinn haben, fördert den Optimismus. Der Mythos von der rosaroten Brille

dabei die wichtigsten Begleiter. Auf dem Weg zum Optimisten geht es sechs bis acht Wochen lang «nur» ­darum, diese Strategie zu verfolgen, ohne dauernd zu prüfen, ob man nun schon optimistischer ist. Die Verände­ rung wird sich von selbst einstellen. Ein grosses Hindernis ist Angst – etwa vor Veränderung oder davor, etwas nicht zu schaffen. Dagegen hilft ein gutes soziales Netz und die Ein­ sicht, dass man nicht immer alles sel­

Optimismus hat aber nicht immer nur Vorteile. Wer zu optimistisch ist, läuft Gefahr, sich zu überschätzen oder sich unsorgfältig vorbereitet in Abenteuer zu stürzen. Wer sich seiner Schwächen bewusst ist und auch die Risiken sieht, erreicht am Ende oft eine bessere Leistung, weil er sich doppelt Mühe Dirk Frey Stressmanagementgibt, um ans Ziel zu kommen. und ResilienzEs ist daher ein Trugschluss zu glauben, dass Optimisten alles durch Trainer, fit im job AG by Medbase eine rosarote Brille sehen und schwierige Lebensereignisse einfach über­gehen. Sich mit einer Situation aus­einanderzusetzen, ist wichtig – entscheidend ist jedoch, aus welchem Blickwinkel man sie betrachtet. MM

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42 | 3.8.2020 | WASSERSPORT

Sieht einfacher aus, als es ist: Nancy und Maurus versuchen auf dem Wildwasser-SUP das Gleichgewicht zu halten.

Wilder Ritt auf der Reuss Wer Paddeln auf dem See zum Gähnen langweilig findet, sollte es mal damit probieren: Stand-up-Paddling im Wildwasser. Beim Surfen über die Stromschnellen gehören Stürze einfach dazu. Und man kommt sogar ins Schwitzen. Text: Marlies Seifert  Bilder: Raffael Waldner


WASSERSPORT | 3.8.2020 | 43

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elm, Schwimmweste, Schienbeinschoner. Schon beim Anziehen der Ausrüstung wird klar: Das wird heute keine Sonntagsfahrt auf dem Paddle-Board. In Vollmontur zeigt unser Kurs­ leiter Norbert Sommerfeld seine wichtigsten Tricks und Tech­ niken, um sich in der schäumenden Reuss auf dem Brett zu ­halten. «Das Wildwasser entschuldigt nichts. Die Paddelschläge müssen sehr genau sein. Mit der Hüfte gleichen wir den unsteten Untergrund aus.» Der Halbkanadier – von Beruf eigentlich Treuhänder – hat das Paddeln bei den Indianern in Ontario gelernt. Mit 19 Jahren blieb er nach einer Interrail-­ Reise in der Schweiz hängen. Er landete in der Heimat seiner Mutter, dem Aargau. Seither ist die Reuss sein Heimatgewässer. «Er braucht klare Ansagen»

«Der Fluss ist ein Lebewesen», findet Sommerfeld. Und sein Charakter sei eher verträumt: «Er braucht klare Ansagen.» Mit ­einem lauten Lachen schiebt sich der 50-Jährige direkt vor eine Welle. «Mir nach! Die Nase des Bretts immer nach vorn ­halten.» Pflatsch! Gar nicht leicht, das Gleichgewicht zu ­halten. «SUPen» auf dem Fluss verhält sich zu «SUPen» auf dem See wie Ski Alpin zu Langlaufen: mehr Dynamik, mehr Tempo, höhere Sturzgefahr. Pflatsch! Schon wieder im Wasser gelandet. Schnell rapple ich mich zurück aufs Brett. Uff! Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Schon folgt die Schlüsselstelle der heutigen Tour: die Wildenauer Stromschnellen. Volle Kraft voraus! Die Reuss überquere ich heute alles andere als trocken. Angefixt vom Sport bin ich aber voll und ganz. MM Infos auf Seite 44


44 | 3.8.2020 | WASSERSPORT

Paddelexperte Norbert Sommerfeld (rechts) weiss: Das Material macht den ­Unterschied. Spezielle Wildwasserbretter ­bieten mehr Auftrieb, ohne Schutzausrüstung geht nichts. Am Ende des Ritts muss man das komplette Equipment zum Van ­zurücktragen. Für Nancy ist das gar kein Problem, wie auf dem Bild unten zu sehen ist.

Rauf aufs Brett, rein ins Nass! In seinen Einsteigerkursen vermittelt Norbert Sommerfeld die wichtigsten Fähigkeiten für das Stand-up-Paddling (SUP) auf dem Wildwasser. Nach ­einer kurzen Instruktion geht es aufs bewegte ­Wasser, wo an der Paddelund Körperrotationstechnik gefeilt wird. Am Ende der rund sieben Stunden Kurs können Teilnehmer einfaches Wildwasser (WW 1–2) selbständig und sicher befahren. Die Kurskosten betragen 150 Franken pro Person. Die komplette Ausrüstung kann für 70 Franken pro Teilnehmer gemietet ­werden. Ausgangsort für die Aktivität ist Stetten AG. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre, Vorkenntnisse sind keine nötig. Info: wildwassersup.ch


KOLUMNE | 3.8.2020 | 45

Aller Anfang ... DER ANDERE BLICK Meine Lieblingsbinsenwahrheit ist: Es gibt für alles ein erstes Mal. Diese Wahrheit hat das Potenzial, zu starken Geschichten heranzuwachsen. Und wie wir alle gerade gemerkt haben, setzt zum ersten Mal eine Pandemie neue Akzente im Zusammenleben.

Bild: MBG-Fotostudio

Nachweislich habe ich alle ersten Male überlebt. Mein erstes Mal Auto fahren endete in einem Zaun vor einem Saloon in Kansas City, USA – nach einem Besuch desselben. Es kostete den alten Peugeot die Frontscheibe und mich zehn Wochengehälter aus meinem Au-pair-Job. Die Einsicht, dass alles ein bisschen komplizierter ist, wenn man nüchtern ist, gab es ­gratis dazu. Das Glück eines ersten Mals weiss man manchmal erst später zu würdigen. Den Sonnenaufgang auf einer Bergspitze zu erleben, war für mich so ein Fall. Auf dem Gipfel lag ­immer noch der Abstieg vor mir, und deshalb war das einer der unglücklichsten Momente meiner kurzen Alpinkarriere.

Gerda Portner (62) wurde vor zwei Jahren frühpensioniert und revidiert gerade ihre Löffelliste.

Aber unter dem Strich sind die ersten Male seltener geworden. Eigentlich sind sie kaum noch vorhanden. Mein Verdacht ist, dass dieser Mangel an ersten Malen der Grund dafür ist, dass meine Zeit so rasend schnell zu verrinnen scheint. Ich führe, schon seit ich schreiben kann, eine «Löffelliste» – eine Liste der Dinge, die ich erleben möchte, bevor ich den Löffel abgebe. Da stehen noch ein paar erste Male, die ich erleben könnte. Auf dieser Löffelliste stehen haupt-

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sächlich Orte, die ich gern einmal gesehen hätte, seit über 40 Jahren etwa China und noch länger das Grab des Tutanchamun. Was ich hinter mir habe, ist durchgestrichen, zum Beispiel der Pana­ ma­kanal. Nur hab ich so gar keine Lust mehr, aufwendige Dinge zu tun. Habe nun Kalligrafie ­hinzugefügt (in Arbeit), Schnuppern bei einem Spitzenkoch (Anfangsrecherche) und den Besuch des Wildobstgartens im Botanischen Garten St. Gallen (geplant). Ich hoffe, die frischen Impulse auf der Liste wirken lebensverlängernd. Neulich an der Ladenkasse sprach mich zum ersten Mal eine Frau mit Maske persönlich an. Solche spontanen Gespräche kommen eigentlich nicht mehr vor. Also: Die Frau schaute mich mit geweiteten, leicht umrunzelten blauen Augen, hochgezogenen Augenbrauen und gefurchter Stirn an. Ich realisierte, dass dieser Ausschnitt richtig gemein zu einem Gesicht sein kann. «Gälled Sie, ich kenn Sie doch?», kam es hinter der Maske hervor. Da war sie klar im Vorteil; ich trug aus Unwissenheit noch keine Maske. Sie sagte: «Ich warte draussen.» Dort endete die Scharade, wir schwatzten, ohne die Ladengänge zu verstopfen, und der 1,5-MeterAbstand füllte sich zum ersten Mal mit Freundlichkeit und Nähe. Es war zum ersten Mal ein bisschen so wie früher. Leider wird es wohl nie mehr so sein. Vielleicht braucht es jetzt eine grosse, gemeinsame Löffelliste. Mit Vorhaben, die nicht nur mir, sondern (vielleicht zum ersten Mal) uns allen dienen. Ich wär dabei. MM


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Der soziale Austausch beim Trainieren hat für Michael Obendrauf (links) und Roman Rindisbacher, Gründungs­mitglied des Vereins «street-workout.com», einen hohen Stellwert.

«Man inspiriert und motiviert sich» Michael Obendrauf aus St. Gallen ist nicht mehr 25 Jahre jung und

begeistertes Mitglied des Vereins «street-workout.com». Am kreativen Krafttraining gefällt ihm viel mehr als das Training an sich. Text und Bild: Rahel Bachmann

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as ist doch unmöglich!» Diesen Satz hat man von Michael Obendrauf oft gehört. Als der heute 53-Jährige mit seinem Göttibueb 2016 zum ersten Mal den StreetWorkout-Park Volksbadstrasse in St. ­Gallen besuchte, war er ­fasziniert. «Mit der Zeit sah ich immer wieder Leute, die die ­Human Flag konnten, und ich dachte mir, diese ­Figur möchte ich auch beherrschen.» Gesagt, getan – nicht einmal ein Jahr später hing er waagerecht an der Stange. «Ein unbeschreibliches Gefühl, als könnte man die physikalischen Gesetze für einmal ausser Kraft setzen. Zudem siehts noch richtig cool aus», sagt Michael mit einem Schmunzeln. Er war schon immer sportlich, hat Klettersport betrieben und ging regelmässig Joggen und Schwimmen. Aber Street Workout ist anders.

Man kann j­ ederzeit und überall trainieren und braucht dazu nicht mehr als sein eigenes Körper­gewicht. Man muss nicht einmal sportlich sein, um erste Übungen korrekt ausführen zu können. Der Park als Treffpunkt

Bereits nach kurzer Zeit trat ­Michael dem Verein «street-­ workout.com» bei. Nicht weil er das Vereinsleben suchte, ­sondern weil er sich mit dem ­Verein identifizieren konnte, der nicht nur eine gesunde und soziale Lebenseinstellung vermittelt, sondern auch Leute ­unterschiedlicher Herkunft in Parks zusammenbringt. Die Parks sind Treffpunkte und vereinfachen den Einstieg in den kreativen Kraftsport. Man kann sich durch Zuschauen inspirieren lassen oder aktiv Tipps einholen. «Die ‹Street

­ orkouter› sind kommunikativ W und g­ eben ihr Wissen und ihre ­Motivation gerne weiter», sagt Vorstandsmitglied Roman ­Rindisbacher und erklärt: «Für viele gibt es nur die normale ­Liegestütze. Dass diese Übung auch stehend an einer Stange oder kniend ausgeführt werden kann – und so für alle machbar wird –, ist vielen nicht bewusst.» Hier setzen die Events (siehe Spalte rechts) im Spätsommer an. Man kann zuschauen, sich ins­ pirieren lassen, mitmachen und natürlich auch Fragen stellen. Die Events und das normale Training in den Parks sind kostenlos. Was nach einem ersten Schnuppern möglich ist, beweist Michael. Er hat inzwischen das Wort ­«unmöglich» im Zusammenhang mit Street Workout aus seinem Vokabular verbannt. MM Info: street-workout.com

Street-WorkoutEvents • Workshops mit Übungen für jedes Niveau • freies Training inkl. Trainingsbegleitung mit Street-WorkoutTrainer • Shows und Wett­ bewerb Daten und Orte • Sonntag, 16. August Chur, alte KEB • Sonntag, 23. August Buchs, Bunkerweg • Sonntag, 30. August Effretikon, ­Sport­zentrum • Samstag, 19. September Appenzell, ­­Sportanlage Schaies

Die Events finden von 14 bis 17 Uhr statt und sind kostenlos. Das Migros-­Kultur­ prozent unterstützt den Verein «street-work­ out.com» mit dem Ziel, der Bevölkerung in der Ostschweiz eine frei ­zugängliche, gesundheitsfördernde Freizeit­ be­schäftigung zu bieten und Begeisterung für Bewegung zu ent­fachen.


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Mit Kultur durch den Sommer Endlich wieder Leben auf den Brettern, die die Welt bedeuten! Verschiedene Bühnen in der Ostschweiz bieten in den kommenden Wochen vielseitigen Kulturgenuss an: von der Oper über den GotthelfKlassiker bis zur kurzfristig geschriebenen Liebesgeschichte. Text: Rahel Bachmann und Irma Keller

Hexenprozess Die Freilichtbühne Rüthi ist im St. Galler Rheintal ein fest verankerter Verein. Das ­Besondere an den Rüthner Freilichtspielen ist, dass die Stücke eigens für den Verein geschrieben werden. Am 4. September feiert das Stück «Anna Göldi», in dem das Leben der aus Sennwald stammenden Magd Anna Göldi thematisiert wird, Premiere. Die Zuschauer machen sich auf eine authentische Reise in die Zeit zwischen 1760 und 1782. Über 100 Mitwirkende, Pferde und Fuhrwerke versprechen an den 15 Vorstellungsdaten bis 20. September eine hohe Authentizität und verblüffende Effekte. Und das unter f­ reiem Himmel. annagoeldi-theater.ch Ticketverlosung: 12 × 2 Ticketgutscheine für eine Vorstellung nach Wahl zu gewinnen, Teilnahme: E-Mail mit dem Betreff «Anna Göldi» bis 3. August an wettbewerb@gmos.ch


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Vom 6. August bis am 5. September verwandelt sich der Innenhof des wunderschön gelegenen Wasserschlosses Hagenwil im Thurgau zur Spielstätte der Schlossfestspiele Hagenwil. Gezeigt werden der Schweizer Literaturklassiker «Die schwarze Spinne» nach der Novelle von Jeremias Gotthelf und für die K ­ leinen ­Lyman Frank Baums «Der Zauberer von Oz». Zum ersten Mal wird als Kinderstück kein Grimmsches Märchen aufgeführt. Jedoch ist die Erzählung rund um Dorothy Gayle im magischen Land Oz, die zum Weltdokumentenerbe der Unesco gehört, nicht weniger populär. Im frisch um­ gebauten Schloss ist Theatergenuss jedenfalls garantiert. schlossfestspiele-hagenwil.ch Ticketverlosung: 4 × 4 Ticketgutscheine für eine Vorstellung von «Der Zauberer von Oz» nach Wahl zu gewinnen, T ­ eilnahme: E-Mail mit Betreff bis 3. August an wettbewerb@gmos.ch

«Nöd Zwingli» Bereits im April hat die Bühne Thurtal angekündigt, dass die Umstände sie nicht in die Knie zwingen und ein ­Freilichtspiel trotzdem stattfinden soll – einfach nicht «Zwingli» wie ursprünglich geplant. In drei Wochen ist eine Story um zwei junge Menschen, die die Liebe ihres Lebens gefunden haben, entstanden. Doch schon bald weicht die erste Verliebtheit den kleinen Alltagsstreitereien, und die ­Beziehung wird auf die Probe gestellt. Diese Liebesgeschichte wird vom 7. bis 22. August im Klosterhof Fischingen auf ganz besondere Weise erzählt. Die Zuschauer können ihren Platz frei wählen. Die Bühne Thurtal stellt eine begrenzte ­Anzahl an Stühlen zur Verfügung. buehnethurtal.ch

Bilder: Rahel Bachmann, Robin Egloff, zVg

Freiluft-Oper Die Melodien der Oper «Carmen» von Georges Bizet werden vom 8. bis 22. August mit dem Wind in die Opernarena am Werdenbergersee getragen. Die Opernfreunde können bequem auf drei Tribünen Platz nehmen und geniessen freie Sicht, auch auf das Sinfonie­orchester Liechtenstein. Denn die Musiker im Orchestergraben spielen direkt vor und unter der grossen Bühne. «Carmen» bietet berühmte Arien und beliebte Tanznummern. Der Chor, der aus insgesamt 57 Sängerinnen und Sängern aus der Region besteht, wird die grossen Chornummern von Bizet singen. carmen20.ch Ticketverlosung: 8 × 2 Ticketgutscheine für eine Vorstellung nach Wahl zu gewinnen, Teilnahme: E-Mail mit dem Betreff «Carmen» bis 3. August an wettbewerb@gmos.ch

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Die Schlossbühne erwacht


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RÄTSEL | 3.8.2020 | 53

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E Nr. 31 T: Paroli Lösung

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Sibylle Regli, Schattdorf UR; Hans-Jakob Studer, Ebikon LU; Annelies Pfenninger-Keller, Binningen BL Peter Ruppnig-Meier, Däniken SO

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Gewinner Nr. 30 Oscar Weidmann, Zürich; Martial Abbet, Assens VD

Die Teilnahmebedingungen finden Sie online unter: www.migros.ch/teilnahmebedingungen


54 | 3.8.2020 | MILOVE

«Ich hätte schreien können vor Freude»

Belinda Waser und Florian Zemp waren Singles, als sie sich im Englischkurs an der Klubschule kennenlernten. Sie mochten sich von Anfang an, und noch bevor er nach Barcelona verreiste, nahm sie all ihren Mut zusammen.

Er über sie «Ich schätze Belindas Ehrlichkeit, ihren Humor und ihre Offenheit. Wir können uns auch bei Meinungsverschiedenheiten super unterhalten und haben immer etwas zu lachen.»

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Text: Manuela Enggist

Seit Ende 2016 leben Belinda Waser (27) und Florian Zemp (29) in Ebikon LU zusammen. Belinda arbeitet als Kauffrau, Florian ist Trader. Sie planen eine Weltreise.

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ie hatte Lust, ihr Englisch aufzupolieren, also schrieb sich Belinda Waser Anfang 2016 für den Business-Englisch-Kurs bei der Klubschule Migros Luzern ein. Die damals 23-Jährige machte sich nicht viele Gedanken darüber, was sie erwartete. «Ich habe sicher nicht damit gerechnet, dort die Liebe meines Lebens zu treffen», sagt sie rückblickend. Aber als Belinda am ersten Kursabend «diesen sehr gut aussehenden Mann im Anzug» vor dem Klassenzimmer stehen

sieht, weiss sie, dass sie sich neben ihn setzen muss. «Normalerweise bin ich zu schüchtern für solche Sachen», sagt sie heute, «aber ich wusste, dass ich mich sonst über mich ärgern würde.» Der Mann im Anzug – Florian Zemp – ist froh über seine Sitznachbarin: «Als Erstes sollten wir uns gegenseitig vorstellen, und dabei mussten wir schon so viel lachen, dass ich gleich ein megagutes Gefühl mit ihr hatte.» Nach der ersten Lektion gehen sie zusammen Richtung Bahnhof. Als Belinda zu Hause

ankommt, hat sie auf Facebook bereits Florians Freundschaftsanfrage. «Ich hätte schreien können vor Freude.» Die beiden treffen sich auch ausserhalb des Kurses. Drei Wochen später fragt Belinda Florian, ob er ihr fester Freund sein wolle. «Ich musste mir ein Herz fassen. Aber Florian reiste kurz darauf mit einem Kollegen nach Barcelona in die Ferien, und ich wollte den Sack vorher zumachen.» Florian lacht: «Ihr Mut imponierte mir. Sie musste mich deshalb nicht zweimal fragen.» MM


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MILOVE | 3.8.2020 | 55

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Sie über ihn «Florian bringt mich jeden Tag zum Lachen, und ich bin froh, dass ich mit ihm die Welt bereisen kann. Wir ­haben schon viele Städtetrips gemacht und gehen oft wandern. Das war früher nicht so mein Ding.»

4. 8. – 10. 8. 2020


2.20

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2.20

Bio Basilikum Schweiz, Beutel, 20 g

Bio Peterli Schweiz, Beutel, 30 g

Bio Koriander Schweiz, Beutel, 20 g

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1.30

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Bio Schnittlauch Schweiz, Beutel, 10 g

1.40 Bio Pfefferminze Schweiz, Beutel, 20 g

Bio Peterli glatt Schweiz, Beutel, 30 g


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