Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631
NR. 32, 4. AUGUST 2014 www.migrosmagazin.ch
Achtung, fertig … Der Countdown läuft: Nächste Woche beginnt in Zürich die Leichtathletik-EM. Der Basler Hürdensprinter Tobias Furer will endlich aus den Startblöcken! I 8
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So feiern Kinder ihren Geburtstag VON UNS. VON HIER. I 36
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DIESE WOCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014
INHALT | 3
EDITORIAL Andrej Afflanalp, Leiter Produktion
Affen wie wir
Als Mensch macht man sich ab und zu zum Affen. Etwa wenn man mit Flossen durchs Dorf läuft, um die weinenden Kinder zum Lachen zu bringen. Oder wenn einen im Tram alle komisch anschauen, weil man Adriano Celentanos «Azzurro» laut mitgesungen hat. Mit den Stöpseln in den Ohren. Apropos Celentano: In Sachen Sich-zum-Affen-machen ist der Sänger und Schauspieler aus Italien unerreicht. In diversen Filmen («Gib dem Affen Zucker», «Wer hat dem Affen den Zucker geklaut?», «Bingo Bongo») zeigte er sich von seiner affigsten Seite. Ganz zur Freude des Publikums.
68 | LEBEN Mit dem Gummischlauch die Aare hinuntergondeln. Schöner ists nur im Himmel.
MIGROS-WOCHE 4 | Aktuelles
MENSCHEN
Bilder: Twentieth Century Fox Film Corporation/AP/Keystone, Mirko Ries; Illustration: Derib
Caesar, der Clanchef in «Dawn of the Planet of the Apes».
Das Gegenteil von affigen Menschen ist ab dem 7. August in den Schweizer Kinos zu sehen. In «Dawn of the Planet of the Apes» haben die Tiere beängstigend menschliche Züge. Unser Redaktor Ralf Kaminski hat sich den Film gemeinsam mit dem Affenspezialisten des Basler Zoos, Adrian Baumeyer, angesehen und sich erklären lassen, wo die Realität aufhört und die Science-Fiction anfängt. Das Erstaunliche: Die Realität geht relativ weit. Lesen Sie den Artikel exklusiv auf Migrosmagazin.ch und geniessen Sie das Video der Affen aus dem Zoo Basel, die sich doch recht anders verhalten als die Hauptdarsteller des neuen Actionstreifens. P.S. Den Film «Gib dem Affen Zucker» habe ich übrigens nicht in erster Linie wegen des haarigen Celentanos geliebt, sondern wegen der bezaubernden Ornella Muti. Damals hätte ich mich für einen Kuss der schönen Italienerin wohl ein Jahr lang zum Affen gemacht.
andrej.abplanalp@migrosmedien.ch
8 | Leichtathletik-WM Der grosse Report: Junge Schweizer Athletinnen und Athleten, Altstars und der Hotelier der Sportasse. 15 | Famigros-Umfrage Wir haben nachgefragt: Wie feiern Familien den Kindergeburtstag? 23 | Kolumne: Der Hausmann. 24 | 100 Jahre Erster Weltkrieg Eine Infografik und ein Interview mit Historiker Jakob Tanner zeigen: So lebten die Menschen in der Schweiz 1914.
AKTUELL
28 | Jugend im Migros-Magazin Klasse 2 Eb aus Sulgen hat die Bina besucht. 30 | Le Shop liefert neu landesweit 33 | Hier kaufen Migros-Fans ein
SCHAUFENSTER 36 | 40 | 51 | 53 |
Die Total-Saga: Wie alles anfing Allerlei Neuheiten Mitmachen beim Fotowettbewerb Aproz Kids für durstige Knirpse
SAISONKÜCHE
56 | Marthas original Ribel Die «Saisonküche» schaut unseren Nachbarn in die Kochtöpfe. Diesmal: Ein Besuch in Liechtenstein.
20 | MENSCHEN Zeichner Derib wird 70: Der Erfinder der Yakari-Comics ist noch voller Tatendrang.
IHRE REGION
63 | Neues aus Ihrer Genossenschaft
LEBEN 68 | 72 | 74 | 75 |
Outdoor: Gemütlich auf der Aare. In Form: Marathon-Vorbereitung. Garten: Bereit für die nächste Saison? Digital: Das Samsung Galaxy Tab S.
MEINE WELT
86 | Marathonläufer Tadesse Abraham
RUBRIKEN 7| 77 | 78 | 84 |
Leserbriefe Glücksgriff Rätsel/Impressum Cumulus
M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch; * Normaltarif
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AKTUELLES
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REGION BASEL
ZAHL DER WOCHE
Oper im Volkshaus
107, 5
In Gioachino Rossinis Oper «La Gazzetta» dreht sich alles um eine Zeitung, in der ein Vater die Vorzüge seiner Tochter anpreist, um diese an den Mann zu bringen. Lange Zeit war ein Quintett dieses Werks verschollen. Doch vor zwei Jahren tauchte es wieder auf. So kommt das Publikum vom 27. August bis am 6. September im Volkshaus Basel in den Genuss der vollständigen Oper. Mehr Infos dazu nächste Woche auf den Regionalseiten.
NR. 32, 4. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Millionen
Für so viele Waschgänge reicht die Menge an Waschmittel der Migros-Marke Total, die während der letzten zwölf Monate verkauft worden ist. Lesen Sie mehr zur Migros-Marke Total ab Seite 36.
Bilder: StockFood, Getty Images
MIGROS-WOCHE 4 |
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014
MIGROS-WOCHE AKTUELLES | 5
Kirschen bis zu 40 Prozent günstiger In der Schweiz besteht aktuell ein Überschuss an Kirschen. Die Migros reagiert mit einer nationalen, einwöchigen Verkaufsaktion.
M
omentan gibt es in der Schweiz ein Überangebot an Kirschen. Die einheimischen Produzenten gehen von 300 bis 400 Tonnen aus. «Im schlimmsten Fall müssten wir die Ernte abbrechen», sagt Hansruedi Wirz, Präsident des nationalen Produktezentrums Kirschen/Zwetschgen. Dieses koordiniert den Kirschenverkauf in der Schweiz. Wöchentlich halten die Beteiligten eine Telefonkonferenz ab. Grossverteiler, Importeure, Vermarkter und Produzenten planen die Ernte.
Gründe für die sehr hohen Erntemengen seien unter anderem das gute Wetter während der Blüte «sowie der Regen im Juli, der das Wachstum der Kirschen gefördert hat», sagt Wirz. Letzte Woche nun fasste die Migros den Entschluss, mit einer nationalen Aktion auf die aussergewöhnliche Situation zu reagieren: Zwischen dem 5. und 11. August 2014 verkauft die Detailhändlerin in derganzenSchweizdie500-GrammSchale für 3.90 Franken – das ist eine Preisreduktion um bis zu 40 Prozent.
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FORUM
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LESERBRIEFE | 7
MM 31: «Eine Mutter, zwei Väter», Bericht über Menschen, die mit einem Vater aufwachsen, der nicht ihr eigener ist.
«Etwas stimmte nicht» Diesmal freute ich mich besonders auf das Migros-Magazin, obwohl ich nicht wusste, dass ein Artikel über Kuckuckskinder drinsteht. Ich bin auch ein solches, meine Mutter hat erst geheiratet (einen anderen Mann), als ich 4-jährig war, vernommen habe ich es als 19-Jährige. Als Kind habe ich gespürt, dass etwas nicht stimmt, rückblickend war das eine sehr grosse Irritation. Mein leiblicher Vater war 22 Jahre älter als sie, bereits verheiratet, und er hatte zwei Kinder. Für mich ist es immer wieder schwierig, wenn andere über ihre Väter und Mütter, ihre Geschwister sprechen; meine Situation klarzulegen, ist meist nicht passend. Spürige Menschen merken dann, dass etwas in meinem Erzählen nicht stimmt. Es ist offensichtlich, wie ich immer noch mit diesem Tabu behaftet bin. Ich werde selber zum Tabu, und die Menschen reagieren entsprechend darauf. Kathrin Balmer, 3012 Bern MM 30: «Zurück im Brautkleid», Abschluss der Abnehmserie «Brautkleid reloaded».
«Ich passe sehr gern nicht mehr in mein Brautkleid!» Mit grossem Interesse habe ich die Serie «Brautkleid reloaded» verfolgt. Zuerst ein herzliches Bravo an Heidi Bacchilega zu ihrer Leistung. Ich selber habe auch ein paar Kilo weniger, aber im Gegensatz zu Frau Bacchilega möchte ich nicht mehr in mein Brautkleid passen. Bei unserer Hochzeit habe ich 125 kg gewogen, jetzt 75. Deswegen passe ich sehr gern nicht mehr in mein Kleid. Isabelle Beck, 9497 Triesenberg FL
Berichtigung Zum Beitrag «Arm im reichen Land» im Migros-Magazin vom 21. Juli wurde ein falsches Bild publiziert. Es konnte der Eindruck entstehen, dass die auf dem Foto zu sehenden Personen von Armut betroffen sind. Das ist nicht der Fall. Wir möchten klarstellen, dass die abgebil deten Personen weder mit dem Text noch mit dem Thema Armut irgendetwas zu tun haben. Wir bedauern das Versehen und möchten uns bei den Betroffenen entschuldigen.
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LEICHTATHLETIK-EM
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NR. 32, 4. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Endlich eine Heim-EM!
Zum ersten Mal nach 60 Jahren findet wieder eine Leichtathletik-EM in der Schweiz statt. Vom 12. bis 17. August kämpfen rund 1400 Sportler in Zürich. Vier hoffnungsvolle Athleten im Gespräch.
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Tobias Furer, der in einer WG in Basel wohnt, wird am 13. August 27 Jahre alt. Der dreifache Schweizer Meister über 110 Meter Hürden hat Sport und Sportwissenschaften studiert – mit Geografie im Nebenfach. Bis zu den Sommerferien unterrichtete er am KV Baselland Sport. Jetzt steht für ihn die EM im Fokus. Tobias Furer, am 6. Juli drückten Sie Ihre Bestzeit auf 13,85 Sekunden. Ist der Schweizer Rekord von Andreas Kundert (13,41) ein Thema? Überhaupt nicht. Ziel ist es, meine Bestleistung weiter zu verbessern. Doch dafür muss einiges zusammenspielen. Bei meinem persönlichen Rekord in La Chaux-de-Fonds kämpfte ich im Regen. Das zeigt mir, dass ich noch Potenzial von einem bis zwei Zehntel habe. Was erreichen Sie mit einer neuen Bestzeit an der EM in Zürich?
Ich sollte die Vorrunde überstehen. Aber mein Minimalziel ist klar: Ich will in die Halbfinals vorstossen. Weil ich eher der Kraftläufer bin, gehe ich mit Wind oder Regen besser um. Was bedeutet Ihnen die Heim-EM? Ich bin nun seit vier Jahren in einem Projekt mit dem Ziel, die Limite für die EM zu knacken. Mir war von Anfang an klar, dass ich diese schaffen kann. Der Wettkampf ist für mich der erste Grossanlass bei den Aktiven. Selten habe ich so viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit
erhalten. Alle wissen, um was es geht. Und das ist schön. Wieso Hürdensprint? In jungen Jahren habe ich alle Leichtathletik-Sportarten trainiert und zwei, drei Jahre Zehnkampf betrieben. Dabei stellte ich fest, dass ich in den technischen Disziplinen am meisten Punkte holte. Wenn man studiert und Trainings allein absolviert, ist es einfacher, nur eine Disziplin zu trainieren. Beim Hürdensprint fasziniert mich, dass ich zehn Mal die gleiche Bewegung auf den Punkt brin-
gen muss. Ein kleiner Fehler genügt – und der ganze Lauf ist missraten. Sie haben Sport studiert. Haben Sie auch eine sportliche Freundin? Nein, momentan nicht. Ich bin Single. Sport interessiert mich schon sehr. Dazu habe ich meine Masterarbeit geschrieben, in der ich den Einfluss der Rumpfkraft auf Schnelligkeit und Wendigkeit untersuchte.
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014
MENSCHEN LEICHTATHLETIK-EM | 9
die lass r Zeiten n A e er ist d tion all oder G R ie S duk WM Für d ste Pro ede Skij grös sser als piele. ö – gr pische S Olym
300 SRG-Mitarbeitende stehen in Zürich im Einsatz – bei 70 Kameras alleine im Letzigrund.
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Selina Büchel, ihre Bestzeit steht bei 2:00:93. Wann knacken Sie die zwei Minuten? Das wüsste ich auch gerne (lacht). Ich versuche, immer schneller zu werden. Aber wenn ich wüsste, wie schnell ich laufen kann, könnte ich aufhören. Denn genau das ist mein Antrieb: Ich will herausfinden, wie schnell mein Körper wirklich ist. Was dürfen wir von Ihnen an den Europameisterschaften erwarten? Es ist schwierig, einen Rang vorauszusagen. Ich nehme mir vor, taktisch eine gute Leistung zu zeigen. Ein erstes Ziel ist die Qualifikation für den Halbfinal. Dort versuche ich, in den Final vorzustossen. Was bedeutet die Teilnahme für Sie? Sehr viel. Wegen dieser Heim-EM habe ich meine Arbeit auf 20 Prozent reduziert. Momentan dominiert bei mir eine Megavorfreude. Für uns Schweizer Athleten sind diese Europameisterschaften ein einmaliger Anlass.
Selina Büchel ist erst 23 Jahre alt und dank ihrer Nachwuchstitel schon 13-fache Schweizer Meisterin. An einem Geländelauf in ihrem Wohnort Mosnang SG entdeckte sie als Mädchen die Begeisterung für den Laufsport. Heute arbeitet die 800-Meter-Läuferin nebenbei als Raumplanungszeichnerin.
800 Meter gehört zu den härtesten Laufdisziplinen. Weshalb tun Sie sich das an? Ich beisse mich gern durch. Nach zwei Minuten ist alles wieder vorbei. Das ewige «Ründele» mag ich nicht. 800 Meter sind extrem fokussiert: ein taktischer Fehler – und das Rennen ist gelaufen. Was bleibt neben dem Training für Sie? Der Sport braucht viel Zeit. Unter der Woche trainiere ich, am Wochenende stehen Wettkämpfe an. Da ich aber reduziert arbeite und bei meinen Eltern lebe, habe ich auch ein wenig Zeit für mich und meine Familie. Daneben habe ich früher gern Biographien gelesen, heute halte ich mich eher an historische Romane und Unterhaltungsliteratur. Momentan lese ich «Der Drachenläufer».
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LEICHTATHLETIK-EM
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Fabienne Schlumpf (23) arbeitet in Wetzikon ZH auf der Gemeinde. Ende Mai verbesserte die 183 Zentimeter grosse und 62 Kilogramm schwere Athletin ihren eigenen Rekord über 3000 Meter Hindernis um rund zehn Sekunden auf 9:37.81. Fabienne Schlumpf, wie schafft man es, plötzlich so schnell zu laufen? Mit viel Arbeit und Training. Ich hatte das Glück, dass ich nie verletzt oder krank war und konnte mich so jedes Jahr stark verbessern. Sie haben sich als Saisonziel die Qualifikation für den EM-Final gesetzt. Wie realistisch ist das? Wenn am Wettkampftag alles klappt und ich die richtige Taktik wähle, ist das realistisch. Schaffe ich es nicht, wäre ich schon sehr enttäuscht. Und das nächste Fernziel heisst dann wohl Olympische Spiele in Rio 2016? Ja. Jeder Sportler will ein Mal bei Olympischen Spielen dabei sein. Wenn es so weitergeht, schaffe ich das. Jetzt starte ich aber zuerst einmal an der EM, 2015 hoffentlich an der WM in Peking. Die EM ist für mich ein riesiger Höhepunkt. An einem solchen Grossanlass kann ich in der Schweiz nur ein Mal in meiner Karriere starten. Wieso brauchen Sie Hürden, die Ihnen im Weg stehen? Die Hürden sind cool und sorgen für Abwechslung. 3000 Meter Steeple besteht eben nicht nur aus Laufen, sondern aus Hindernissen, die ich so schnell wie möglich überqueren muss. Das macht es spannend; mir wird es unterwegs nie langweilig. Was interessiert Sie ausser Sport? Nicht mehr so viel. Mein Leben besteht grösstenteils aus Sport. Manchmal liebe ich es auch ganz einfach, bei anderen Sportarten wie Skifahren, Triathlon, OL oder Langlaufen zuzuschauen, weil es in meiner Trainingsgruppe Triathleten und Orientierungsläufer hat. In meiner Freizeit gehe ich gern mit meiner Familie und Freunden etwas trinken. Aber ich bin keine Partynudel, die bis in alle Nacht unterwegs ist.
Run d1 Ath 400 A neh leten thleti men aus nn an d 50 N en un d mei en 22 ation e ster . sch Europ n a afte n te il. Sie kämpfen vom 12. bis 17. August 2014 im Stadion Letzigrund in Zürich in 47 Disziplinen.
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Was machen die Leichtathletikstars von früher?
Markus Ryffel (59) ist seit seinem Silbermedaillengewinn über 5000 Meter an den Olympischen Spielen 1984 eine lebende Legende und für viele Hobbyläufer das Vorbild. Bei diesem Wettkampf in Los Angeles stellte er den bis heute gültigen Schweizer Rekord auf (13:07:54). Ryffel lebt in Allmendingen bei Bern, ist Unternehmer (im August eröffnet der 13. Ryffel-Running-bySportXX-Shop) und Seminarleiter. Der Ustermer ist verheiratet und Vater von Stephan (21) und Christoph (24), der ebenfalls ein talentierter Langstreckenläufer ist. Am EM-Marathon in Zürich wird Ryffel als Co-Stadionspeaker zu hören sein, beim 5000-Meter-Final als Co-Kommentator.
Meta Antenen (65) ist die einzige Schweizer Leichtathletin, die Weltrekordhalterin war (im Fünfkampf 1969). Die Schaffhauserin gewann an der EM in Helsinki 1971 die Silbermedaille im Weitsprung; ihr Schweizer Rekordsatz auf 6,73 Meter hielt 39 Jahre lang. Mit 27 Jahren zog sie sich vom Leistungssport zurück. Heute lebt die zweifache Mutter in einem Haus in Walchwil hoch über dem Zugersee. Wegen der EM unterbricht sie die Ferien in Madrid und reist mit ihrem Lebenspartner an.
Als erster Schweizer lief Mathias Rusterholz (42) 400 Meter unter 45 Sekunden. Seine 1996 in Lausanne erreichte Zeit von 44,99 bedeuten noch immer Schweizer Rekord. Zwei Jahre zuvor, an den EM in Helsinki, feierte er mit dem Gewinn der Bronzemedaille seinen grössten Erfolg. Nach dem Ende seiner sportlichen Karriere wechselte der zweifache Vater zum Bundesamt für Sport nach Magglingen, wo er seit 2007 die Onlinekommunikation leitet. Inzwischen wohnt der Ostschweizer in Seedorf BE und wurde wie alle EM-Medaillengewinner nach Zürich eingeladen. Dort wird er die Staffelwettbewerbe und seine Disziplin mit besonderem Interesse verfolgen.
Bilder: Keystone
Werner Günthör (53) wohnt in Erlach am Bielersee und ist seit 1996 beim Bundesamt für Sport angestellt – einerseits als Lehrer andererseits für Seminaranlässe. Zudem verdient der verheiratete und kinderlose einstige Modellathlet sein Geld mit Vorträgen. Dabei profitiert er von seinen grossen Erfolgen als dreifacher KugelstosserWeltmeister sowie als Bronzemedaillengewinner an den Olympischen Spielen von Seoul 1988. Der Schweizer Rekord (22,75 Meter) des Ostschweizers ist bald einmal 26 Jahre alt. Den Final des Kugelstossens in Zürich wird er mitkommentieren.
Sandra Gasser (52) aus Muri BE betreut mit ihrem Mann Beat Aeschbacher die schnellste Schweizer Marathonläuferin Maja Neuenschwander sowie beim ST Bern rund 15 Nachwuchsathleten. Ihren grössten Erfolg feierte sie 1987 an der WM in Rom über 1500 m (Bronze). Nun freut sie sich «extrem auf die EM in der Schweiz».
Am 4. August wird Anita Protti 50 Jahre alt. Die Mutter einer Tochter (Coralie, 17) lebt in Lausanne, wo sie für die Stadt arbeitet und jeweils das «SunDay’s Cycling» mitorganisiert. Besonders gern denkt die EM-Silbermedaillengewinnerin von Split 1990 an ihren Sieg im selben Jahr an Weltklasse Zürich über 400 Meter Hürden. Ein Jahr später stellte die Waadtländerin an den Weltmeisterschaften in Tokio mit ihrem sechsten Rang den bis heute gültigen Schweizer Rekord auf (54,25 Sekunden). Sie nimmt eine Woche Ferien, um die Wettkämpfe an den Europameisterschaften in Zürich anzuschauen.
«Gring abe u seckle»: Damit erlangte Anita Weyermann (36) nationale Berühmtheit – mehr noch als durch den Gewinn der Bronzemedaille an den WM in Athen 1997 über 1500 Meter. Noch immer hält die Bernerin vier Schweizer Rekorde: 1500 Meter, 1 Meile, 3000 Meter und 5000 Meter. Vor acht Monaten wurde sie Mutter der Drillinge Anja, Roman und Simona.
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Der Gastgeber der Athleten
Die Schweizer Leichtathleten, die an der EM starten, übernachten im Hotel Mövenpick in Regensdorf. Direktor Norbert Fontana sorgt seit über 25 Jahren dafür, dass Sportler zu jeder Tages- und Nachtzeit verpflegt werden.
D
er legendäre Tour-deSuisse-Direktor Sepp Vögeli, die Schweizer Fussballnati unter ihren Trainern Uli Stielike und Roy Hodgson oder Kugelstoss-Weltmeister Werner Günthör: Das Mövenpick in Regensdorf ZH beherbergt seit Jahren bekannte Grössen aus der Welt des Sports, seit ihr Direktor Norbert Fontana (65) vor über 20 Jahren einen Sponsorenvertrag mit der Schweizer Sporthilfe abschloss. Nun hat er während der Leichtathletik-EM für die Schweizer Sportler und deren Delegation erneut 100 Zimmer blockiert – unter anderem für den schnellsten Schweizer, Alex Wilson. «Das ist für mich ein krönender Abschluss», sagt Norbert Fontana. Er, der als Junior Fussball spielte und später jahrelang Mitglied beim Grasshopper Business Club war, hat seit jeher eine Affinität zum Sport. Fontana spricht von Abschluss, weil der Thurgauer, der seit Oktober 1988 Hoteldirektor des Mövenpicks in Regensdorf ist, am 31. Juli 2014 den letzten offiziellen Arbeitstag seiner langen Karriere hatte. Der Vater zweier Töchter startete seine Laufbahn mit einer Kochlehre im Landgasthof Zum Trauben in Weinfelden TG. Danach arbeitete er zwei Jahre auf Bermuda, kam als jüngster Küchenchef 1973 zu Mövenpick in die Schweiz zurück, sammelte Erfahrungen in Hongkong, bis ihn Gastropionier Ueli Prager fragte, ob er nicht das Mövenpick in der Furttaler Gemeinde verantworten wolle. «Mir wurde abgeraten, weil ich bei diesem Job das Familienleben vergessen könne», erinnert sich der Hotelier. «Doch ich hatte immer das Gegenteil von dem gemacht, was die Leute sagten.» Tatsächlich hatte er als Hoteldirektor wenig Zeit für seine Familie, nur ein Mal pro Monat ein Wochenende frei. Seine Frau habe ihm jedoch zu jeder Zeit den Rücken
freigehalten. Von Patriarch Prager nahm er die Strenge eines Patrons gegenüber Mitarbeitenden und sich selbst an: Fontana begann jeden Morgen um 7 Uhr mit seiner Arbeit.
Strenge Essvorschriften des Leichtathletikverbands
www.migrosmagazin.ch
LESEN SIE ONLINE Anekdoten eines Hoteliers: Norbert Fontana hatte in seiner langen Karriere unzählige Erlebnisse mit Sportgrössen wie Sepp Vögeli oder Natispielern.
Der Ostschweizer blättert einen blauen Ordner des Vier-Sterne-Hotels durch. Darin ist klar geregelt, welche Speisen das Schweizer Teamhotel für die Buffets von Morgen bis am Abend bereitzustellen hat. Abends muss das Hotel mindestens ein Fleisch- und ein Fischgericht anbieten. Und: Die Menüs müssen bis 0.30 Uhr garantiert werden. Fontana respektive sein Küchenchef und der Food&BeverageManager sorgen dafür, dass die Mahlzeiten für die Sportler als Buffet im dritten Stock, dem Konferenzbereich, aufgetischt werden. Der Hotelier liess sich nie von den strengen Vorgaben des Europäischen Leichtathletikverbands aus der Ruhe bringen. Zu lange schon war er im Geschäft und weiss, dass die Leichtathleten generell kohlenhydratreiche Mahlzeiten bevorzugen. Entscheidend sei die Technologie in der Küche mit Kombidämpfern. «Die Pasta wird vorgekocht und mit Dampf reguliert. So wird sie auf den Punkt zubereitet.» Genauso wichtig war es ihm, die 180 Vollzeit- und Teilzeitangestellten im Umgang mit den Leichtathletikstars zu schulen. Es dürfe zum Beispiel nicht sein, dass Angestellte Sportler um ein Autogramm bitten. Auch für den Ernstfall ist das Hotel gerüstet: Die Kantonspolizei Zürich erstellte ein Sicherheitsdispositiv. Norbert Fontana wird ebenfalls nach Zürich fahren, um die Wettkämpfe an zwei, drei Abenden zu verfolgen. «Das lasse ich mir nicht entgehen. Ich freue mich auf die schönen Finale», sagt er. Nach der EM wird der zweifache Grossvater mit seiner Familie ins Ferienhaus nach Schuls GR reisen, um mit ihnen den Start ins AHV-Alter zu feiern. Bild: Filipa Peixeira
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MENSCHEN
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Ja hre Le nac mu i c h h B ss ta er te d th n 1 ie l et 9 5 S ik- 4 ch EM au we wa f ein iz rte e n.
Maja Neuenschwander (34) ist 168 Zentimeter klein und 54 Kilogramm leicht. Die in Rubigen BE wohnhafte wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bundesamt für Sport ist derzeit die schnellste Marathonläuferin der Schweiz und weilt im Höhentrainingslager in St. Moritz. Maja Neuenschwander, Sie schreiben auf Ihrer Homepage, am 5. Juli den letzten Kaffee vor der EM genossen zu haben. Weshalb erträgt es bis zum Wettkampf keine Tassen mehr? Es ist nicht so, dass ich keinen Kaffee mehr trinken darf. Aber ich möchte in den sechs Wochen vor dem Marathon bewusst auf ihn verzichten, um mich mental abzuhärten. Nun seien Sie in den nächsten Tagen «grantig». Wer leidet darunter? Meine Trainerin Sandra Gasser, meine Familie, meine Partnerin und meine Freunde merken, dass ich angespannt bin. Ich bin zwar kein Kaffeejunkie, liebe ihn aber schon sehr. Normalerweise trinke ich fünf Tassen pro Tag. Jetzt ist das wie ein kleiner Entzug. Nach dem Wettkampf gönne ich mir eine Tasse mit Kuchen dazu. Bis dann werden mir all die Kohlenhydrate verleidet sein. Sie laufen pro Jahr 7500 Kilometer. Wie gut erträgt das Ihr Körper? Sehr gut. Ich habe über ein Dutzend Marathons in den Beinen und umfangmässig einen Höchststand erreicht, den ich
nicht mehr steigern kann. Nun feile ich an meiner Intensität. Ihr Marathonrekord steht bei 2:29:42. Werden Sie je in der Lage sein, den Schweizer Rekord von Franziska Rochat-Moser zu schlagen? Momentan fehlen mir dazu vier Minuten. Ich nehme Schritt für Schritt. Ich bin erst die zweite Schweizerin, die unter 2:30 gelaufen ist. Vor drei Jahren hätte ich mir das nie zugetraut. Es stellt sich die Frage, wie viel ich aus meinem Körper herausholen kann. Welche Zeit das ist, kann ich nicht sagen. Entscheidend ist, dass ich verletzungsfrei bleibe. Die Marathonstrecke in Zürich ist coupiert. Wie bereiten Sie sich darauf vor? Dass wir vier Mal zur ETH-Polyterrasse hochrennen, ist seit über einem Jahr bekannt. Entsprechend habe ich mich seit Frühling 2013 darauf eingestellt und meine Trainingsstrecke angepasst: Ich laufe sehr viel im Gelände und weniger auf flachen Strecken. Texte: Reto E. Wild Bilder: Christian Schnur
Lesen Sie weitere Artikel zur Leichtathletik-EM auf den Seiten 72 und 86.
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1. Tag: Schweiz–Chianciano Terme. 2. Tag: Panoramafahrt ins Val d’Orcia. Städteperlen, Montalcino und Pienza. 3. Tag: Fakultativer Ausflug ins Chianti mit feinem Mittagessen. Geführte Stadtbesichtigung Siena mit mittelalterlicher Piazza del Campo, Palazzi und Glockentürmen. 4. Tag: Ausflug Florenz – ein über Jahrhunderte gewachsenes Gesamtkunstwerk. Geführte Stadtbesichtigung mit Domplatz, Baptisterium, Piazza della Signoria, Kirche von Santa Croce u. v. m. Freie Zeit für individuelle Entdeckungen und Shopping. Abendessen mit Weinverkostung auf einem Landgasthof. 5. Tag: Ausflug nach Orvieto und Montepulciano. 6. Tag: Chianciano Terme–Schweiz.
1. Tag: Schweiz–Perugia. 2. Tag: Besuch des Wallfahrtsort Assisi und der mittelalterlichen Stadt Perugia. 3. Tag: Weiterreise nach Neapel. Stadtbesichtigung, Abends Ankunft an der Amalfiküste. 4. Tag: Fakultativer Ausflug mit dem Schiff auf die weltberühmte Insel Capri. 5. Tag: Tagesausflug entlang der Amalfiküste mit Besuch von Sorrento und Amalfi. 6. Tag: Besichtigung der Stadtruine Pompeij und Fahrt zum Vulkan Vesuv. 7. Tag: Individueller Aufenthalt im Kloster Montecassino, am Abend erreichen wir Chianciano Terme. 8. Tag: Chianciano Terme–Schweiz.
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Ihr Reiseprogramm
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1. Tag: Schweiz–Forte dei Marmi. 2. Tag: Mit der Bahn erreichen wir die malerischen Dörfer der Cinque Terre und spazieren entlang der «Via dell’Amore» von Manarola nach Riomaggiore. 3. Tag: Fakultative Fahrt in die weltbekannten Marmorsteinbrüche von Carrara. Besichtigung und Speckverkostung. Am Nachmittag Besichtigung der mittelalterlichen Stadt Sarzana. 4. Tag: Heute erwarten uns die von Wallanlagen umgebene Stadt Lucca und der Schiefe Turm in Pisa. 5. Tag: Forte dei Marmi–Schweiz.
1. Tag: Schweiz – Gardasee. 2. Tag: Ausflug Verona – Stadt von Romeo und Julia und Schauplatz eines der grössten Opernfestivals der Welt. Geführte Besichtigung und freie Zeit für individuelle Entdeckungen und Shopping. 3. Tag: Fakultativer Ausflug in die Lagunenstadt Venedig. Geführter Rundgang durch das schönste «Freilichtmuseum der Welt». 4. Tag: Südliche Gardasee-Rundfahrt nach Garda sowie Halbinsel und Städtchen Sirmione. Freie Zeit um durch die Altstadt zu bummeln und die schöne Wasserburg zu bestaunen. 5. Tag: Gardasee – Schweiz.
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
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FAMILIENUMFRAGE | 15
So feiern Kinder
Nach der Befragung von 3000 Familien ist klar: Ein Kindergeburtstag darf auch kosten.
K
Julia Briner aus Stäfa ZH, feiert am 16. August 2014 ihren siebten Geburtstag Julia, in wenigen Tagen hast du Geburtstag. Bist du schon ein wenig aufgeregt?
Babys kommen gleichmässig über das Jahr verteilt zur Welt, könnte man meinen. In Wirklichkeit haben die befragten Mehrfachmütter im Juni, Juli und August mehr Kinder geboren als im Winter.
Wer feiert denn mit dir?
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✿
% 13,9
✿
April 15,6 %
Ma
%
Eigentlich nichts. Oder, warte, doch. Zwei Tage später komme ich in die Schule. Ich glaube, dann bin ich schon ein bisschen gross.
z Mär
18,3
Was ist das Spezielle am siebten Geburtstag?
❄
Jun i
Ich hätte gern einen Furby, das ist eine Art sprechendes Kuscheltier. Ich habe meinem Mami und meinem Papi davon erzählt. Ich hoffe, mein Wunsch gehe in Erfüllung.
❄
m ve No
Hast du einen besonderen Geburtstagswunsch?
❄
% 7,6 t1 us
Ich werde sieben Jahre alt, deswegen durfte ich sieben Kinder einladen. Meine kleine Schwester Mia ist auch mit von der Partie. Das heisst, wir sind dann zu neunt.
3,6 %
Natürlich gibt es auch einen Kuchen. Mein Mami backt einen mit Schokoladengeschmack. Oben drauf kommen dann noch Gummibärli.
Die meisten Kinder haben im Sommer Geburtstag
Januar 1
Esst ihr dann Cervelat statt Geburtstagstorte?
Fe b
Ja, sogar sehr. Vielleicht feiern wir die Kinderparty wieder im Wald wie letztes Jahr. Ein Lagerfeuer und Bräteln, das wäre schön.
Juli 16 ,8 %
Die Kooperation zwischen dem Migros-Magazin und Famigros, dem Familienclub der Migros, geht weiter. In den nächsten Monaten publizieren wir in loser Reihenfolge weitere Ergebnisse aus familienrelevanten Umfragen. Lesen Sie das nächste Mal alles rund um die Kinderbetreuung.
57,2 % arbeiten Teilzeit 50,1 % sind 30 bis 39 Jahre alt 50,0 % haben Kinder bis 3 Jahre alt 48,0 % haben 2 Kinder 41,9 % haben ein Haushaltseinkommen von 5001 bis 10 000 Franken.
g Au
Nah bei der Familie
Das Migros-Magazin entwarf gemeinsam mit Famigros einen dreisprachigen (d/f/i) Online-Fragebogen zum Thema Kindergeburtstag. Dieser wurde im Juni über einen Newsletter an Famigros-Familien verschickt. Das sind die Durchschnittswerte der befragten Familien:
,1 % September 16
NEUE SERIE
2866 Familien machten mit
r 13 ,6 %
Texte: Bettina Leinenbach
SO LIEF DIE UMFRAGE
Okt obe
indergeburtstage sind mindestens so aufregend wie Weihnachten. Das Geburtstagskind und seine Gäste fiebern diesem Ereignis entgegen. Mami und Papi geht es übrigens kaum anders, denn sie sind in der Regel die Partyveranstalter. Als solche müssen sie an vieles denken: Kuchen, Kerzen, Geschenke und ein Happy-Birthday-Lied sind gesetzt. Und sonst? In den letzten Wochen führte das Migros-Magazin mit Famigros, dem Familienclub der Migros, und der MarktforschungdesMigros-GenossenschaftsBundes eine Umfrage zum Thema Kindergeburtstag durch. Dabei wurden fast 3000 Familien aus allen Landesteilen befragt. Das Wichtigste vorab: In fast allen befragten Haushalten wird der Jahrestag ausgiebig gefeiert. In der Regel steigt die Party in den eigenen vier Wänden. Immerhin jede dritte Familie gibt an, auch mal auswärts zu feiern. Obwohl Indoor-Spielzentren gerade angesagt sind, zieht es die meisten in die freie Natur, wenn es um alternative Veranstaltungsorte geht. Spannend ist auch dieser Befund: Immerhin 42 Prozent der Eltern nehmen mehr oder weniger sanft Einfluss auf die Zusammensetzung der Gästeschar: Wenn der Sohnemann nur wilde Kerle einladen will, dann passiert es nicht selten, dass Mami und Papi darauf bestehen, dass auch ruhigere Gschpänli eine Einladung erhalten. Übrigens: Die Frage, ob Geburtstagsgeschenke weitergereicht werden dürfen, beantwortet fast die Hälfte aller Befragten mit Ja.
i 17 ,3
%
✿
MENSCHEN 16 |
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FAMILIENUMFRAGE
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99,6 %
NR. 32, 4. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
93,2 %
der Befragten feiern den Geburtstag ihres Kindes.
verwenden Ballons als Dekoration.
71,1 %
der Befragten machen Fotos vom Geburts足 tagsfest.
61,9 %
Pirat und
Prinzessin ist das belieb足 teste Motto.
63,6 %
verwenden thematisch passende Servietten.
der Befragten kaufen Party足 Snacks und Verpflegung.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
MENSCHEN
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FAMILIENUMFRAGE | 17
66,5 %
der Befragten verwenden Girlanden als Dekoration.
80,5 %
finden ein Geschenk f端r das Geburtstagskind wichtig.
65 %
der Befragten feiern zu Hause.
96,2 %
haben einen Geburtstagskuchen mit Kerzen.
82,8 %
der Befragten organisieren den Geburtstag selbst
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Ihr Reiseprogramm in bester Gesellschaft: 1. Tag, Donnerstag 2. Oktober 2014 - Anreise Gemütliche Fahrt ab dem gewählten Einsteigeort via Ostschweiz, Vorarlberg in die Gegend von Ellmau im Tirol. Nach der herzlichen Begrüssung im Hotel erwartet uns im geschmückten Festzelt in Ellmau bereits der erste Höhepunkt: mit Marc Pircher, Oesch’s die Dritten und Semino Rossi. 2. Tag, Freitag 3. Oktober 2014 - Frühschoppen auf dem Hartkaiser & Starnacht Ein wunderbarer Tag erwartet uns heute! Mit der komfortablen Standseilbahn bezwingen wir spielend den 1.550 m hohen «Hartkaiser». Und oben, am Hartkaiser erklingt zum Frühschoppen wieder zünftige Musik. Ob auf der großen Panoramaterrasse, dem gemütlichen Restaurant mit atemberaubendem Ausblick oder in der urigen Tiroler Stub’n - hier darf getanzt und gefeiert werden. Was für ein großartiges Alpenpanorama, vom Wilden Kaiser bis zum Kitzbüheler Horn, vom berühmten Hahnenkamm bis zu den Dreitausendern der Hohen Tauern. Wer anschließend gerne ins Tal wandern möchte, begibt sich mit unserem Wanderführer auf einem leichten und naturschönen Wanderweg hinab ins Tal. Am Abend erwarten uns im Festzelt Sigrid & Marina, die Amigos und Beatrice Egli zur Starnacht.
3. Tag, Samstag 4. Oktober 2014 - Bezaubernder Achensee & Gala-Abend Den heutigen Tag gehen wir gemütlich an. Nach einem reichhaltigen Frühstück unternehmen wir eine wunderschöne Rundfahrt durch die Tiroler Bergwelt, die uns bis nach Pertisau am Achensee bringt. Der smaragdgrüne See gehört zu den schönsten Europas und begeisterte früher Österreichs Kaiser und heute Gäste aus aller Welt! Geniessen Sie den See, den verträumten Ort Pertisau und freuen Sie sich auf eine gemütlichen Bootsfahrt entlang der idyllischen Uferlandschaften! Zurück im Hotel bleibt dann noch etwas Zeit zur freien Verfügung ehe uns dann am Abend in Ellmau der Gala Abend mit Belsy & Florian, den Zillertalern und Hansi Hinterseer. 4. Tag, Sonntag 5. Oktober 2014 Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
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FAMILIENUMFRAGE | 19
Eine Kinderparty kostet Zeit und Geld 1 Kosten
2 Ausgaben für Geschenke
Die meisten Befragten geben durchschnittlich zwischen 51 und 100 Franken für die Organisation eines Kindergeburtstags aus.
3 Vorbereitung
Zusammengerechnet benötigen 20,5 % der Befragten mehr als einen Tag Vorbereitung.
Die meisten der Befragten geben bis zu 20 Franken für ein Geburtstagsgeschenk für ein Gschpänli aus.
25,5 % benötigen bis zu drei Stunden Vorbereitungszeit.
Jano Wyss aus Fläsch GR wird am 15. August vier Jahre alt.
31,9 % benötigen bis zu einem Tag Vorbereitungszeit.
Jano, nur noch wenige Mal schlafen bis zu deinem Geburtstag. Weisst du schon, welche Kinder du einladen möchtest?
Mein bester Kollege Lorin muss auf jeden Fall kommen. Und dann noch ein paar Gschpänli aus meiner Spielgruppe und der Kita. Aber wir müssen erst noch die Einladungskarten basteln.
34,4 % geben 51–100 Franken aus.
Und sonst? Hast du schon Ideen, wie die Party werden soll?
Ich würde gern ein Piratenfest feiern. Dafür braucht man einen Piratenschiffkuchen, Piratenteller, Piratenbecher und noch viel mehr Sachen, die die Piraten auch haben.
27,5 % geben 101–200 Franken aus.
Ich war ja auch schon einmal bei einem Kollegen zum Feiern eingeladen. Ausserdem hat mir meine Schwester Annina schon viel darüber erzählt. Die ist aber schon sechs und ausserdem ein Mädchen.
66,1 % bis zu 20 Franken.
✄
2,1 % basteln das Geschenk meist selber.
17,7 % mehr als 20 Franken. 10,7 % benötigen bis zu drei Tagen Vorbereitungszeit. wenden mehr als eine Woche Zeit auf.
3,6 %
4 Dauer
In der Regel dauert ein Kindergeburtstag bis zu 3 Stunden.
53,5 % achten nicht auf Gleichwertigkeit der Geschenke (Geburtstagskind/Gastkind).
1,1 % geben über 500 Franken aus.
Du kennst dich wirklich gut aus mit Festen …
14,1 % bis zu 10 Franken.
86,4 %
backen den Geburtstagskuchen selbst.
7,9 % feiern bis zu 2 Stunden. 54,5 % feiern bis zu 3 Stunden. 27 % feiern bis zu 4 Stunden.
5 Anzahl junger Gäste
Eine letzte Frage: Was steht ganz oben auf deiner Geschenkwunschliste?
57,7 % der Befragten lassen das Kind selber entscheiden, wer eingeladen wird. 34,6 % laden 6 bis 9 Gäste ein.
Ein Hockey-Kasten, den man auf den Boden legen kann. Wenn man an den Stäben zieht, bewegen sich die Spieler.
20,4 %
laden so viele Kinder ein, wie das Geburtstagskind alt wird.
9 beliebte Kinderpartysujets:
3
Illustrationen: Gabriela Masciadri/ Migros-Magazin Bilder: Katharina Lütscher Styling: RegulaWilson
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MENSCHEN 20 |
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PORTRÄT
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NR. 32, 4. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Yakaris Vater ist ein Bleichgesicht
Vor 50 Jahren hat der Westschweizer Comiczeichner Derib den Indianerjungen Yakari erfunden. Millionen von verkauften Comics später wird Derib 70 Jahre alt – ans Aufhören denkt er aber nicht.
D
erib (70), der mit bürgerlichem Namen Claude de Ribaupierre heisst, sitzt im Atelier in seinem Haus in La Tour-de-Peilz VD. Bücher, Comics, Zeichnungsstifte liegen auf dem Tisch, irgendwo sitzt ein Plüsch-Marsupilami, dort hängt ein Franquin an der Wand, hier liegt ein Büffelhorn eines echten Bisons. Flink zieht er auf dem Blatt die Umrisse eines Pferds. Mit dem metallenen Nachfüllbleistift hat er schon Hunderte von Figuren gezeichnet, Tausende von Strichen gezogen und sie, nachdem die Seiten mit Tinte gemalt waren, wieder ausradiert. Der Bleistift in Deribs Hand ist nicht irgendein Bleistift. «Mein Vater hat ihn mir geschenkt, als ich klein war», erzählt Derib. Sein Vater war es auch, der ihm damals einen Bildband mit Anatomiestudien gab. Claude zeichnete nach diesen Vorlagen jeden Tag nach der Schule ein Bild ab. Ein Jahr lang. Dann konnte er die Figuren frei zeichnen. Das war wichtig. Denn der kleine Claude hatte nur eines im Kopf: «Ich wollte Comiczeichner werden.» Das war ungewöhnlich zu einer Zeit, als Comics noch verpönt waren und in der Schule verboten. Doch seine Mutter kümmerte dies nicht. «Sie hat Tintinund Spirou-Magazine abonniert», erinnert sich Derib. Die Helden seiner Kindheit waren Franquin, Hergé, Jijé. Mit
20 ging er nach Brüssel, ins Epizentrum europäischer Comickunst, und arbeitete zwei Jahre im Atelier Peyo, wo die Schlümpfe produziert wurden. Damals entstand Yakari. «Ich war auf der Suche nach einer eigenen Figur – ich zeichnete, probierte.» Irgendwann lachte ihn ein kleiner Indianerjunge mit Pausbacken, rabenschwarzen Haaren und einem Stirnband vom Zeichenblatt an. 1966 kehrte er nach La Tour-de-Peilz zurück, in das Haus, wo er mit seinen Eltern und seinen beiden älteren Brüdern aufgewachsen war und wo er auch heute noch lebt. Es liegt idyllisch auf einer kleinen Anhöhe, ist von Bäumen und Rebbergen umgeben.
Die Yakari-Comics wurden in 16 Sprachen übersetzt Sieben Jahre später erscheint der erste Yakari-Comic, den er mit dem Szenaristen André Jobin «Job» entwickelt hat. Bis heute ist Yakari in 17 Sprachen übersetzt und 1983 erstmals als Trickfilmserie produziert worden. Dass Deribs Figur ein Indianerjunge ist, der die Natur liebt, ein Pferd als treuen Begleiter hat und mit den Tieren sprechen kann, ist kein Zufall. Derib liebte Pferde, war früher Hobbyreiter, glaubte an die Kommunikation zwischen Tier und Mensch und sagt: «Ich habe gern Indianer gespielt – ich war immer Indianer, nie der Cowboy.» Eines der
frühen Porträts, die sein Vater von ihm gemalt hat, zeigt ihn mit Federschmuck in den Haaren. Derib erzählt, dass er einen Grossteil seiner ersten fünf Lebensjahre in den Walliser Alpen bei Forclaz verbracht hat. Sein Vater, der Kunstmaler, hat dort gemalt: Landschaften, Panoramen, den Alltag der Bergler. «Von dort habe ich die Liebe zur Natur.» Auf einem Schrank liegen heiliges Salbeikraut der Indianer und einige Adlerfedern – Geschenke. Er selbst war noch nie bei den Indianern. In diesem Frühling ist gerade der 38. Yakari-Band erschienen – satt hat der Zeichner seinen kleinen Indianer noch immer nicht. «Die Figuren, die man entwickelt, sind
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
wie eigene Kinder, man liebt sie.» Be sonders stolz ist Derib auf die Serie «Red Road», die das heutige Schicksal der Indianer nachzeichnet, und «Jo», die Geschichte eines aidskranken Mäd chens, die in zehn Sprachen übersetzt und drei Millionen Mal verkauft wurde. «Der Comic ist ein gutes Mittel, um den jungen Leuten ein Thema näherzu bringen, ohne belehrend zu sein. Werte wie der Respekt vor der Natur müssen erhalten bleiben», sagt er und lächelt. Noch immer zeichnet der Romand Tag für Tag, neun bis zwölf Stunden. Alles von Hand, ohne Computer. Er hat nicht mal eine EMailAdresse. Mit dem Szenaristen Job tauscht er sich per Fax
und Telefon aus. Für eine Seite braucht er mindestens zweieinhalb Tage, von der Idee bis zum gedruckten Comicband dauert es in der Regel vier Jahre. Als Ausgleich dazu spielt er Tennis, drei Mal pro Woche. Seine Leidenschaft für Pfer de lebt er derzeit mit der Arbeit an einer Bildergeschichte über die jurassischen Freiberger Pferde und ihre Reiterinnen und Reiter aus.
Seine Frau Dominique koloriert die Yakari-Geschichten Immer wieder arbeitet er mit seiner Frau Dominique (62) zusammen. Die aus Bel gien stammende Illustratorin koloriert die Geschichten von Yakari. Ihre drei
Kinder sind mittlerweile ausgeflogen, Diane (33) und Noémie (28) versuchen, in Chicago als Jazzsängerinnen Fuss zu fassen, Sohn Arnaud (35) ist Grafiker und Webdesigner und kümmert sich momen tan um den Bildband «L’aventure d’un crayon» (Die Abenteuer eines Bleistifts), der das 50jährige Schaffen seines Vaters zeigt. Irgendwo im Schrank verstaut liegt Deribs Lieblingspapier, A2Plus von Schoeffel. Es wird nicht mehr produziert, der Comiczeichner hat Restbestände aufgekauft. «Es reicht noch für die nächsten acht Jahre.» Text: Claudia Langenegger Bild: Nicolas Righetti Illustration: Derib
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DER HAUSMANN
Weisch nümm? Bänz Friedli erinnert sich vage.
«Hä?! Wir sind hier schon mal durchgefahren?» Anna Luna kann sich an üüüberhaupt nichts erinnern, als wir mit den Velos eine Route befahren, auf der wir vor wenigen Jahren schon mal unterwegs waren. «Ja, doch! Dort drüben, schau! Dort schwamm Hans zum ersten Mal allein im See, und du hast ein Smarties-Glacé geschleckt», insistiere ich, «weisch nümm?» Aber unsere Tochter bleibt dabei: Sie hat null Erinnerung an diese Gegend. Mich tröstet das. Hatte ich doch gemeint, ich sei derjenige mit dem schlechten Gedächtnis. Der sich dauernd im Keller wiederfindet und nicht mehr weiss, was er dort gewollt hat; der ratlos vor seinem CD-Gestell steht, und ihm will und will nicht einfallen, wie die irische Band heisst – irgendetwas mit Flowers –, nach der er sucht; dem es immer wieder passiert, dass er den Namen einer Nachbarin nicht weiss, wiewohl er sie nun schon seit fünf Jahren kennt: «Eh, tschou, ähm …» Und dann lasse ich meist einen absterbenden Laut folgen, ein «Ooah…», das für Andrea genauso stehen könnte wie für Karin. Man will ja niemanden beleidigen. Altersbedingt, mein Löcherhirn, hatte ich gedacht. Aber heute! Ich weiss genau, dass ich an dem hässlichen Bunker – stammt er aus dem Weltkrieg? – schon mal vorbeiradelte und mir schon beim ersten Mal dachte, die alberne Bemalung mache ihn nicht hübscher. Ich erinnere mich, dass
«Dort haben wir frische Aprikosen gekauft!» ich schon damals innerlich grinste, als wir die «Schönheitsklinik am See» passierten, und mich fragte, wozu es für Brustvergrösserungen einer schönen Aussicht bedarf. Und dann taucht dennoch ein Gehöft auf, das mir unbekannt vorkommt. Erstaunlich, wie selektiv das Gedächtnis ist. Stellen, an denen Eltern aufpassen müssen, habe ich noch vor dem inneren Auge: Achtung, gefährliche Kreuzung! Unbewachter Bahnübergang! Ich weiss noch, dass mir das schmucke Terrain der AS Calcio Kreuzlingen schon damals auffiel und ich mir die Hochstimmung beim Derby gegen den FC Tägerwilen ausmalte. Mein Flair für Provinzfussballplätze, halt … Meine Frau macht ganz andere Rückblenden: «Hier kauften wir
frische Aprikosen», «Da war der Kaffee ungeniessbar …» Und Anna Luna, baff, will von allem noch immer nichts wissen: «Wir sind dort eingekehrt?!» Doch plötzlich, in Konstanz, zeigt sie auf ein Haus, das mir rein gar nichts sagt, und fällt vor Aufregung fast vom Velo: «Schau! Voll auf der Grenze! Weisst du noch, wie wir gesagt haben: ‹Die haben das Wohnzimmer in der Schweiz und das Schlafzimmer in Deutschland›?» Davon habe nun wiederum ich keinen Schimmer mehr. Sie aber muss damals zum ersten Mal eine Landesgrenze wahrgenommen haben, und das Haus am Zoll hat sich ihr eingeprägt. Ferien, wenngleich gemeinsam erlebt, bleiben bei allen ganz anders haften. Das ist das Wesen der Erinnerung. Übrig bleiben Stimmungen, Bilder. Das Sirren von Fahrradpneus auf einem Kiesweg löst in mir Empfindungen aus, das Geräusch, wenn ein trockener Ast unter der Last eines Reifens zerspringt, der Geruch von Sommerregen auf heissem Asphalt, das Rascheln und Knacksen eines reifen Gerstenfelds: die ungefähre Erinnerung an eine ferne Kindheit, an grosse Sommer, heiss und weit und nicht enden wollend. Sommer, die es vielleicht gar nicht gegeben hat. Denn sie trügt einen mild, die Erinnerung. Ich weiss nur noch, wie ich in einer Baumkrone auf einem Ast sass und Kirschen pflückte. Keine Ahnung, wann und wo es war. Aber es war schön.
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3 886 430 Personen
112 640 Terajoules
Frauen
56,8 Jahre 53,5 Jahre
Männer
80,2 Mädchen 101,6 Knaben
5,7%
56,1%
reformiert katholisch 1,4% ohne/andere
42,5%
111 Sitze
Freisinnige Kath.-Konservative
37 Sitze
19 Sitze Sozialdemokraten 16 Sitze Liberale Mitte Bauhandlanger: 48 Rp./h (Winterthur)
Schlosser: 78 Rp./h (Zürich)
26,8%
1. Sektor 2. Sektor
27,5%
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45,7%
Typograf: 94 Rp./h (Zürich)
42,7%
13,2%
59 Stunden
11,9% 9,2%
4,9%
4,6% 1,9%
Nahrungsmittel
Wohnen, Energie
Bekleidung, Schuhe
Wohnungseinrichtung
Versicherungen, Gebühren, Steuern
Alkohol, Tabakwaren
Verkehr, Reisen
Quellen: BFS, BFE, Unia, «Die Wahlen in den schweizerischen Nationalrat 1848–1919» (Francke Verlag Bern), eidg. Volkszählungen, www.fsw.uzh.ch; Bilder: Keystone, Getty Images, fotolia, iStock, shutterstock, 123rf
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
2014 Wohnbevölkerung der Schweiz
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100 JAHRE ERSTER WELTKRIEG | 25
8 160 900 Personen
Energieverbrauch der Schweiz Lebenserwartung bei Geburt 2012
896 000 Terajoules
Frauen
84,7 Jahre 80,5 Jahre
Männer 3,5 Mädchen
Säuglingssterbeziffer im 1. Jahr
3,7 Knaben
gestorbene Kinder auf 1000 Geburten 2012
Scheidungsziffer*
43,1%
im Jahr 2012
Religionszugehörigkeit in Prozent der Bevölkerung, Jahr 2012
Die vier stärksten Parteien im Nationalrat (Wahlen 2011, total 200 Sitze)
Löhne Mindestlöhne gemäss GAV
reformiert katholisch ohne/andere SVP
26,9% 38,2% 34,9%
54 Sitze 46 Sitze 30 Sitze 28 Sitze
SP FDP CVP
Polygraf: 24,14 Fr./h (1. bis 4. Berufsjahr)
Erwerbstätige nach Wirtschaftssektoren** in Prozent aller Erwerbstätigen 2014
1. Sektor
Metallbauer: 23.55 Fr./h
Bauhandlanger: 25.45 Fr./h (Arbeiter ohne Fachkenntnisse)
3,5% 22,1%
2. Sektor 3. Sektor
74,4%
Wöchentliche Arbeitszeit im zweiten Wirtschaftssektor
15,4%
41,4 Stunden
betriebsübliche Arbeitszeit, Jahr 2013
1,2%
2,5%
2,7%
Bekleidung, Schuhe
Wohnungseinrichtung
6,8%
8%
Nahrungsmittel
Verkehr, Reisen
31,9%
Haushaltsausgaben Anteil an den Gesamtausgaben, Jahr 2011 (Auswahl)
Alkohol, Tabakwaren
Wohnen, Energie
* Lesebeispiel: Von 100 Ehen, die 2012 geschlossen wurden, werden 43,1 wieder geschieden. ** Sektor 1 = Land-, Forstwirtschaft, Sektor 2 = Industrie, Handwerk, Sektor 3 = Dienstleistungen
Versicherungen, Gebühren, Steuern
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100 JAHRE ERSTER WELTKRIEG
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NR. 32, 4. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
1914 versus 2014
Historiker Jakob Tanner über Unterschiede und Parallelen von damals und heute.
A
uch in diesem Sommer wartet das Schweizer Radio und Fernsehen mit einer «Scripted Living History»-Produktion auf. In den kommenden drei Wochen heisst es im Anschluss an die Sendung «Schweiz aktuell» jeweils «anno 1914 – Die Fabrik». Das Format beleuchtet den beruflichen und privaten Alltag von Menschen unterschiedlicher sozialer Milieus. Konkret handelt es sich dabei um eine Arbeiter- und eine Fabrikantenfamilie, deren Rollen von Laiendarstellern besetzt sind. Historiker Jakob Tanner sagt, wie das Leben damals war und welche Parallelen es zwischen 1914 und 2014 gibt.
Der Experte Jakob Tanner (64) ist Professor an der Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Zürich. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Wirtschafts- und Finanzgeschichte, Wissenschafts-, Medizin- sowie Körpergeschichte.
Jakob Tanner, geht es uns heute besser als noch vor 100 Jahren?
1914 verfügt die arbeitende Bevölkerung über weit weniger Kaufkraft als heute. Bei unteren Einkommensschichten gehen bis zu 75 Prozent des Haushaltsbudgets für Nahrung weg. Wenn es knapp wird, muss man beim Essen sparen. Damals wie heute gibt es auch Begüterte, die sich alles leisten können.
Man spricht von der hellen Belle Époque und vom dunklen Fin du Siècle. Woher kommt die Euphorie der Belle Époque?
Es war eine unglaubliche Zeit des Aufbruchs und der Rekorde. Wissenschaft und Technik erschliessen neue Möglichkeiten. Es kommt zu beeindruckenden Entdeckungen und Entwicklungen – die wichtigsten Stichworte lauten hier Psychoanalyse, Atomforschung, Röntgenstrahlen, Starkstromübertragung, Motoren- und Turbinentechnik, Pharmazie und Aviatik. Der Reiseverkehr erschliesst neue Landschaften, Forschungsreisende beschriften die letzten «weissen Flecken» auf der Weltkarte. Neuerungen können auch in der Kommunikationstechnik und, mit dem Aufkommen des Films, in den Medien bestaunt werden.
«Es ist eine unglaubliche Zeit des Aufbruchs.»
Aber wir besitzen sicherlich mehr als früher.
Ja, aber gleichzeitig gibt es einen Konformitätsdruck und viele soziale Zwänge. Ein Teenager, der heute kein Smartphone besitzt, wird von Gleichaltrigen als komisch betrachtet. Manche fühlen sich arm, wenn sie sich keine Markenprodukte leisten oder nicht so weit wie andere in die Ferien fahren können. Wohlstand hat immer auch eine kulturelle Komponente und orientiert sich am vorherrschenden Lifestyle. Wie muss man sich die Stimmung im Jahr 1914 vorstellen?
Es gab in allen Industrieländern Europas einen Zwiespalt: Zum einen ist da ein unglaublicher Zukunftsoptimismus, man glaubt an den Fortschritt und geht besseren Zeiten entgegen. Zum anderen breiten sich dumpfe Niedergangsängste aus. Viele haben das Gefühl, dass sich die gesellschaftliche Ordnung auflöst. Diese beiden gegenläufigen Stimmungslagen haben sich auch in den Bezeichnungen dieser Zeit niedergeschlagen.
Die Schweizer Wirtschaft ist zwischen 1870 und 1913 kräftiger und schneller gewachsen als in den meisten anderen westlichen Ländern. Warum war dem so?
Weil man in der Schweiz die Wachstumschancen, die sich in einer globalisierenden Wirtschaft boten, optimal wahrnahm. Als in den 1870er-Jahren die Getreideimporte aus Übersee auf die Preise drücken, wendet man sich hierzulande der Milch- und Viehwirtschaft zu. Auch Industrieunternehmen setzen auf arbeitsteilige Spezialisierung, sie rationalisieren die Produktion, platzieren attraktive Markenprodukte und behaupten sich in vielen neuen Nischen auf dem Weltmarkt. So nimmt auch der Wohlstand zu – wenn auch auf bescheidenem Niveau. Zwischen 1890 und 1914 steigen die Reallöhne um ein Drittel. Die Schweiz steht schon damals im europäischen Vergleich mit dem Pro-Kopf-Einkommen an der Spitze.
Aber warum gelang das gerade uns so gut?
Neben den wirtschaftlichen gilt es auch mentale Faktoren zu beachten. Da gibt es eine schöne Anekdote vom Staatsrechtler und Nationalrat Carl Hilty (1833– 1909). Er hält in einem Ostschweizer Dorf eine Rede, und anschliessend kommt ein Bauer auf ihn zu und sagt: «Herr Hilty, ich kapiere zwar nicht, was Sie sagen, ich weiss aber, dass es für unser Land wichtig ist.» Das ist ein Unterschied zur heutigen Zeit, in der man Volksinitiativen durchbringt, wie etwa die Minarett- und die Verwahrungsinitiative, die in Konflikt mit dem Völkerrecht stehen. Man hat also Vertrauen in die Elite, woher rührt dann das Unbehagen?
Wenn es etwas besser geht, steigen auch die Erwartungen. Und es profitieren ja nicht alle gleich stark vom Aufschwung vor dem Ersten Weltkrieg. Die Einkommens- und vor allem die Vermögensverteilung bleiben sehr ungleich. In den Städten verdichten sich Wohnungs- und Versorgungsprobleme. Die Arbeiterbewegung macht die «soziale Frage» zum Politikum. Die Gewerkschaften haben einen starken Zulauf. Die Schweiz ist damals ein sehr streikintensives Land, ab 1900 kommt es auch verstärkt zu Generalstreiks.
Wie reagieren Politik und Gesellschaft auf diese Spannungen?
Das Bürgertum ist verunsichert und setzt in den Arbeitskämpfen immer häufiger Militär ein. Es lässt sich eine Krise des Liberalismus beobachten. Gleichzeitig vertritt die Linke immer kämpferischere Positionen. Die Schweiz wird in dieser Zeit ein gespaltenes Land mit starken Klassengegensätzen. Was sind die Folgen?
Anfänglich schlägt der staatstragende Freisinn noch Reformen vor, wie etwa eine obligatorische Kranken- und Unfallversicherung, die dann aber 1900 an der Urne abgelehnt wird. Damals schwenken die Bürgerlichen auf einen Klassenkampf von oben ein. Bei Kriegsausbruch wird sogar das Fabrikgesetz
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
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sistiert. Es kommt während der Kriegs jahre zu Kinderarbeit, zur Verlängerung der Arbeitszeit und zu einem prekären Lohnabbau. Welchen Einfluss hat der Kriegsbeginn auf die einfachen Leute?
Vor allem auf die daheim gebliebenen Frauen wirkte sich die Generalmobilma chung der Armee belastend aus. 220 000 Männer treten den Aktivdienst an. Die Frauen müssen nun die Arbeit erledigen, in Landwirtschaft und Gewerbe häufig ohne Pferde, die ebenfalls zu einem Grossteil eingezogen werden. Die Solda ten an der Grenze werden mit Festungs bau und Grabenausheben beschäftigt. Sie trinken oft zu viel. Hier versucht der damals gegründete Schweizer Verband Volksdienst (SVV) Abhilfe zu schaffen. Nach Kriegsende betreibt der SVV dann alkoholfreie Arbeiterstuben in Indust rieunternehmen – und bis heute ist er als SV Group in der Personalgastronomie führend. Wie ist die Stellung der Frau?
Von einer Geschlechtergleichstellung ist man weit entfernt – wie in allen anderen Ländern auch. Die Sozialreformer betrachten die Frauen jedoch als «Finanzministerinnen des Haushalts» als Ansprechpartnerin für Programme einer rationellen Ernährung oder einer modernen Hygiene. Diese Aufwertung ist zweischneidig, weil die Frauen damit auch auf ihre traditionelle Rolle fixiert werden. Die Schweiz wird ja dann zum europäischen Schlusslicht auf dem Weg zur politischen Gleichberechtigung. Wie war das Verhältnis zwischen Unternehmer und Arbeitern: Hatte man noch Respekt vor dem Patron?
Bilder: Andreas Eggenberger, Keystone
Gerade auf dem Land, wo Gewerkschaf ten einen schweren Stand gehabt und persönliche Beziehungen gespielt haben, können sich Patrons als lokale Auto ritäten profilieren. Man darf aber annehmen, dass in den Wirtshäusern, am Stammtisch, ganz anders geredet worden ist. Die Sozialdemokraten haben in den Unternehmern immer stärker einen Klassenfeind gesehen. Heute ist der Begriff Patron positiv besetzt und wird oft als Gegensatz zum raffgierigen Manager benutzt.
Die damaligen Unternehmen haben in der Regel in ihre Firma reinvestiert, sie haben stille Reserven gebildet und sich in schlechten Zeiten nicht einfach mit einem goldenen Fallschirm abgesetzt. Risiko, Haftung und Gewinn sind noch
in einer Linie. Heute haben wir da eine Entkopplung. Mit bürgerlichen Wert vorstellungen und mit Marktwirtschaft hat das nichts mehr zu tun. Auch heute gibt es wegen Bankenkrise und schrumpfendem Mittelstand Rufe nach mehr Regulierung und Umverteilung.
Es gibt tatsächlich historische Analo gien. Damals wie heute hat man einen Krieg für unwahrscheinlich gehalten. Es lässt sich 1914 und auch wieder 2014 eine rasche Globalisierung beobachten – was damals der Telegraf war, ist heute das Internet. Gleichzeitig macht sich allenthalben ein intoleranter Nationalis mus bemerkbar. Die Schweiz ist dies bezüglich heute ein Normalfall. Die
Verengung des Horizonts durch natio nale Abgrenzungen und Diskriminie rungen stellen eine Gefahr dar. Damit wird es in der Politik schwieriger, Prob leme konstruktiv zu lösen. «anno 1914 – Die Fabrik»: 4. bis 22. August, jeweils um 19 Uhr auf SRF 1.
www.migrosmagazin.ch
LESEN SIE ONLINE Heute im Gestern Wie sähe unser Alltag 1914 aus? Kämen wir ohne Handys und Internet zurecht? Ein aktuelles Tagebuch aus der Vergangenheit.
Anfang des 20. Jahrhunderts war das Leben in der Fabrik hart. Die Angestellten arbeiteten rund 60 Stunden pro Woche. Wie hier die Sulzer-Arbeiter am Dampfhammer.
AKTUELL
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JUGEND IM MIGROS-MAGAZIN
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NR. XXNR. 32, 4. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Serie: Schüler machen Zeitung
Daniele Santi ist verantwortlich für die Berufsbildung.
Auf Perlensuche in der Bina
Die Klasse 2 Eb besuchte in der Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina) drei Lernende, die ihre Schulzeit in der Sekundarschule Sulgen TG verbracht hatten. «Die Lernenden kommen als kleine Perlen zu uns. Während der Ausbildung können sie zu wunderschönen grossen Perlen heranwachsen», meint Daniele Santi, der Verantwortliche für die Berufsbildung bei der Bina.
«Die Bina hat mir von Beginn weg gefallen.»
Die 8 Jungs und 14 Mädchen der Sekundarschule Befang in Sulgen TG bewarben sich Anfang Jahr mit einem Film für das Projekt JiMM. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2 Eb stecken mitten in der Berufswahl und der Zukunftsplanung.
Marc Streiff, Polymechaniker im 2. Lehrjahr
Die Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina) ist ein Unternehmen, das eine grosse Zahl Produkte herstellt. Sie hat 850 Mitarbeiter und 44 Lernende in 11 verschiedenen Lehrberufen.
Bilder: Giuliano Carpineti, www.giuliano.ch
Warum hast du diesen Beruf ge wählt?
Physik war in der Sekundar schule eines meiner Lieblings fächer. Alles Technische und der Umgang mit Maschinen interessieren mich. Der Berufsberater gab mir eine Liste von passenden Berufen mit den entsprechenden Lehr betrieben. Anschliessend be warb ich mich für eine Schnupperlehre bei der Bi schofszell Nahrungsmittel AG.
Was macht die Bina für dich at traktiv?
Maschinen ich dazu brauche. Nach der Pause um 9 Uhr arbeite ich bis 12 Uhr. Nach der Mittagspause arbeite ich bis 16 Uhr. Zum Schluss putze ich die Maschinen.
Wie verläuft bei dir ein gewöhn licher Arbeitstag?
Ich fühle mich sehr wohl bei der Bina – es ist super hier. Falls es Probleme gibt, kann ich immer mit Herrn Santi darüber reden oder mich an meine Oberstifte wenden.
Es ist die erste Firma, bei der ich geschnuppert habe, und es hat mir von Beginn weg ge fallen. Alle Mitarbeiter waren sehr freundlich.
Am Morgen schaue ich zuerst beim Auftragsgestell vorbei. Dort steht, welche Teile ich anfertigen muss und welche
Fühlst du dich wohl hier?
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AKTUELL
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014
JUGEND IM MIGROS-MAGAZIN | 29
I
ndrit Murati ist ein aufgestellter 16-jähriger Logistik-Lernender, der bei der Bina die Lehre macht. Momentan ist er im zweiten Lehrjahr und geht ein Mal pro Woche zur Schule. Die wichtigsten Fächer sind Mathematik, Deutsch und Fachkunde. Durch das viele Schnuppern in verschiedenen Bereichen ist er auf den Beruf Logistiker gestossen. Dieser Beruf hat ihn sehr angesprochen. So hat er sich bei der Bina beworben, und schon kam das Aufgebot für das Bewerbungsgespräch – heute ist er ein stolzes Gesicht der Bina-Familie. Er ist sehr zufrieden mit seiner Berufswahl trotz der körperlich anstrengenden Arbeit. Dank des guten Teams nimmt
man müde Beine gerne in Kauf. Zu seinen täglichen Arbeiten gehören das Registrieren von neu angekommenen Lebensmitteln, das Ein- und Auslagern und das Warenlagerbetreuen. Das Hubstaplerfahren gehört auch zu seinen täglichen Arbeiten. Zurzeit ist er einige Wochen in Sitterdorf, um auch andere Bereiche der Logistik zu erleben. Dort wird er von einem elektronischen Gerät mit einer Computerstimme (Pich by Voice) durch das Lager geführt. Er freut sich jedoch, wieder zum Hauptstandort in Bischofszell zurückzukehren. Indrit meint zum Schluss: «Im Vergleich zur Schule ist das Arbeitsleben anspruchsvoller, und in strengen Zeiten vermisst man die Schulbank.»
«Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen.» Tim Hauser, Informatiker im 2. Lehrjahr
«Zahlen und Muskeln gehören zu meinem Beruf.»
Wie hast du die Lehrstelle bekommen?
Ich habe das Inserat gefunden und sofort angerufen, danach hat Herr Santi mir ein Formular geschickt, damit ich dann schnuppern konnte; es hat mir sehr gefallen. Kannst du das, was du in der Sekundarschule Sulgen gelernt hast, in der Bina anwenden?
Mathematik hat mir eigentlich viel gebracht. Englisch brauche ich auch sehr oft. Aber zum Beispiel Französisch überhaupt nicht.
Wie beschreibst du die Bina ganz kurz?
Wenn sie eine Person wäre, würde ich sagen, dass sie eine
Indrit Murati, Logistiker im 2. Lehrjahr
sehr fröhliche und teamfähige Person ist. Wie hat sich dein Leben verändert, seit du in der Lehre bist?
Natürlich habe ich mehr Geld, so kann man ab und zu in die Ferien gehen. Ich habe auch gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Arbeitest du oft in Teamarbeit oder eher allein?
Wie schon gesagt: Die Bina ist für ihre Teamarbeit berühmt. Ich arbeite oft mit meinen Teamkollegen zusammen. Bist du zufrieden, wie es jetzt ist?
Ja, ich bin sehr zufrieden – meine Arbeitskollegen sind sehr nett und hilfsbereit.
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ONLINE-SUPERMARKT
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Überall bequem einkaufen
Migros-Filialen gibts in der ganzen Schweiz. Nun liefert auch der MigrosOnline-Supermarkt LeShop.ch landesweit.
Was passiert mit der Lieferung, wenn ich nicht zu Hause bin? Bei Abwesenheit deponiert der Pöstler die Waren vor der Haustür. Auf Wunsch kann die Lieferung auch beim Nachbarn hinterlassen werden – auch bei Tiefkühlprodukten: Diese werden in Kühlboxen mit Trockeneis verpackt. Auch bei Abwesenheit des Kunden ist so eine lückenlose Einhaltung der Kühlkette garantiert.
W
as haben Zürich und das kleinste Dorf der Schweiz, Zumdorf, gemeinsam? Der politisch zur Gemeinde Hospental UR gehörende Weiler mit seinen vier Einwohnern zählt seit Juli diesen Jahres – genau gleich wie die grösste Stadt der Schweiz – zum Liefergebiet von LeShop.ch, dem Online-Supermarkt der Migros. «Wir liefern jetzt flächendeckend in die ganze Schweiz – auch in das entlegenste Bergdorf», sagt LeShop.ch-Geschäftsführer Dominique Locher. Konkret hinzu kommen so über 730 weitere Gemeinden im Alpenraum, dem Tessin und in der Südostschweiz. Zudem baute LeShop.ch seinen Service in den bereits belieferten Gebieten aus: Dort bringt der Postbote die Einkäufe auf Wunsch auf seiner üblichen Tour an die Haustür und ergänzt die bisherige Abend- und Samstagslieferung (siehe Karte). Der Grund: Neue Kundengruppen kommen hinzu. «Mit der Tageslieferung erreichen wir Menschen in Unternehmen, Werkstätten – oder auch eine Kinderkrippe», sagt Locher.
Der Kunde erhält seine Bestellung direkt nach Hause geliefert – je nach Wohnort zwischen 17 und 20 Uhr.
Ecublens
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Zwischen 15.30 Uhr und 16 Uhr verlassen die Postlieferwagen die Verteilzentren und bringen die Bestellung direkt zum Kunden.
Der Online-Supermarkt ergänzt den herkömmlichen Detailhandel LeShop.ch ergänzt den herkömmlichen Detailhandel der Migros mit seinem Filialnetz: «Die Kunden wollen heute mehr Flexibilität beim Einkaufen», sagt Locher. Je nach persönlicher Situation passe einem zu einem bestimmten Zeitpunkt die Online-Bestellung, dann wieder der persönliche Einkauf. «Für den Kunden zählt vor allem: MigrosQualität zu Migros-Preisen – und beides erhält er sowohl in der Filiale als auch online bei uns.» Heute betrage der Anteil der Lebensmittel am Schweizer Onlinemarkt gerade einmal ein Prozent,
6
so Locher. «Doch hier gibt es grosses Potenzial nach oben.» Nicht zuletzt dank der vermehrten Nutzung des mobilen Internets: Tablets und Smartphones brachten LeShop.ch allein im ersten Halbjahr 2014 ein Umsatzvolumen von 29 Millionen Franken, das sind17ProzentmehralsinderVorjahresperiode. Text: Christoph Petermann Illustrationen: Aurel Märki
www.LeShop.ch
GE
LeShop.ch beliefert die Verteilzentren der Post mit Lastwagen. Wie ökologisch ist dieses Modell? Online-Shopping ist insgesamt deutlich umweltschonender als der Einkauf mit dem Auto. Laut einer Studie sinkt der Energieverbrauch durch Sammellieferungen im Vergleich zum motorisierten Individualeinkauf um durchschnittlich einen Drittel. Kunden können auf der Website von LeShop.ch den Energie- und CO2-Verbrauch ihres Einkaufs kontrollieren.
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AKTUELL
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Eine Abendlieferung von A–Z Aus den Warenlagern in Bremgarten AG und Ecublens VD liefert LeShop.ch täglich 200 Tonnen Produkte an 3000 bis 4000 Haushalte. Abendlieferungen werden am Tag
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Bezahle ich die gleichen Preise wie in der Migros?
nach der Bestellung ausgeführt. Bei der Tageslieferung bringt der Pöstler die Ware auf seiner üblichen Tour am übernächsten Tag nach der Bestellung zum Kunden.
Ja, alle Migros-Produkte kosten gleich viel wie in einer Migros-Filiale. Hinzu kommen Lieferkosten von Fr. 7.90, Fr. 13.90 oder Fr. 15.90 pro Bestellung, je nach Einkaufswert.
1
Der Kunde tätigt seine Online-Bestellung bis spätestens Mitternacht – via PC, Smartphone oder Laptop.
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Frühmorgens treffen Frischprodukte in den beiden LeShop.chWarenlagern ein.
Bremgarten
Liefergebiete neu Tag- und Abendlieferung neu beliefertes Gebiet (tagsüber)
Lieferzeiten Mo.
Di.
Mi.
8.00–17.00* 8.00–17.00*
Do.
Fr.
Sa.
8.00–17.00*
8.00–17.00*
7.00–11.00
17.00–20.00 17.00–20.00 17.00–20.00 17.00–20.00 17.00–20.00 * Zur gewohnten Lieferzeit des Pöstlers
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Die Camions verlassen im Verlauf des Morgens die Warenlager und fahren zu einem der 30 Postverteilzentren in der ganzen Schweiz.
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Die Bestellung wird von einem der rund 200 LeShop.ch-Logistikmitarbeiter für die Lieferung zusammengestellt.
Erhalte ich wirklich frische Früchte und Gemüse? LeShop.ch bezieht Frischprodukte wie Früchte und Gemüse täglich neu. Der grösste Teil des Transportwegs erfolgt in Kühlwagen. Die Frischprodukte sind in Isoliertaschen mit Kühlelementen verpackt.
Panama – Nicaragua – Costa Rica Erleben Sie drei Länder in dieser Spezialreise!
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Erleben Sie Mittelamerika hautnah. Vom dichten Regenwald zu beeindruckenden Vulkanen und Nationalparks in Costa Rica und Nicaragua bis zur Hauptstadt Panamas. Beobachten Sie exotische Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum.
Ihr Reiseprogramm
1. Tag: Zürich – San Jose Flug nach San Jose (Umsteigen in Madrid). 2. Tag: San Jose – Rincon de la Vieja Am Vormittag lernen Sie die Hauptstadt von Costa Rica bei einem Stadtrundgang kennen. Fahrt in die Region Guanacaste. 3. Tag: Rincon de la Vieja Nationalpark Leichte Wanderung durch den Nationalpark mit seinem herrlichen Wasserfall und Geysiren. Nachmittag zur freien Verfügung. 4. Tag: Ricon de la Vieja – Penas Blancas – Granada (Nicaragua) Einreise nach Nicaragua und herrlicher Blick über den Nicaragua See auf die Ometepe Insel. In der pitoresken Kolonialstadt Granada steht Ihnen der Nachmittag zur Erkundung der Stadt zur freien Verfügung. 5. Tag: Granada – Masaya – Laguna de Apoyo – Granada Im Nationalpark Vulkan Masaya werden Sie einen beeindruckenden Blick in den aktiven Krater Santiago werfen können. Weiterfahrt zum farbenfrohen Markt von Masaya für einheimische Handwerkskunst. 6. Tag: Granada – Isletas – Granada Auf einer Stadtrundfahrt besichtigen Sie die Sehenswürdigkeiten Granadas. Am Nachmittag fahren Sie mit Pferdekutschen zum Nicaragua See, wo Sie eine spannende Bootstour entlang der Isletas unternehmen. 7. Tag: Granada – Juigalpa – San Carlos – La Fortuna (Costa Rica) Am letzten Tag in Nicaragua umrunden Sie den Nicaragua See und reisen mit Booten auf dem Rio Frio in 100% REKA-Zahlung möglich
Costa Rica wieder ein. Erleben Sie während der Fahrt die vielfältige Natur und Tierwelt. Weiterreise nach La Fortuna, in die Nähe des Vulkans Arenal. 8. Tag: Vulkan Arenal Bei der heutigen Wanderung bewundern Sie die malerische Umgebung des Vulkans Arenal und erfahren viel Interessantes zum Ausbruch und dessen Auswirkung auf die Bevölkerung. Am Nachmittag können Sie sich individuell von der Wanderung erholen. 9. Tag: La Fortuna – Puerto Viejo de Sarapiqui Besuch eines Aufforstungsprojektes. Auf der Weiterfahrt sehen Sie weitläufige Obst- und Gemüseplantagen. Unterwegs Besuch einer Ananasplantage, wobei Sie auch einen Einblick in die Verarbeitung erhalten. 10. Tag: Puerto Viejo de Sarapiqui – Tirimba Reserve – Cahuita Während der heutigen Wanderung erfahren Sie viel Wissenswertes über das lokale Ökosystem und mit etwas Glück sehen Sie die dort ansässigen Tiere. Weiterfahrt zum Dorf Cahuita an der Atlantikküste. 11. Tag: Cahuita Nationalpark An der Karibikküste verbringen Sie einen Strandtag und geniessen das intensive Blau des Meeres an den Stränden im Nationalpark. 12. Tag: Cahuita – Almirante (Panama) – Boquete Einreise nach Panama und Besuch einer organischen Kakaofarm, womit Sie verschiedene Projekte unterstützen. Weiterfahrt durch wechselnde Vegetation in das Bergdorf Boquete (ca. 1500 m ü. M). 13. Tag: Boquete Am Morgen lernen Sie die wunderschöne Natur um Boquete auf einer Wanderung kennen. Nachmittags Besuch der organischen Kaffee-Farm Dos Jefes.
14. Tag: Boquete – David – Panama City Gegen Mittag Transfer nach David, mit anschliessendem einstündigem Flug nach Panama City. Transfer zu Ihrem Hotel. 15. Tag: Panama City – Colon – San Lorenzo – Panama City Historische Zugfahrt nach Colon und Weiterfahrt zur Festung von San Lorenzo. Der Ruinenkomplex beherbergt diverse Anlagen aus dem 15. Jahrhundert. 16. Tag: Panama City – Indianerdorf Embera – Panama City Ab Curutu fahren Sie mit Einbaum-Booten den Rio Charges hinauf Im Dorf der Embera-Indianer erhalten Sie einen authentischen Einblick in deren alte Kultur. 17. Tag: Panama City – Zürich Am Morgen besichtigen Sie die faszinierende Hauptstadt Panamas, von den Ruinen ausserhalb der Stadt bis zu den berühmten Miraflores-Schleusen. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen. Nonstopflug nach Madrid. 18. Tag: Madrid – Zürich Umsteigen in Madrid, Weiterflug nach Zürich.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
Tierische Modetrends
Von der M-Budget-Tasche bis zum Ice-Tea-Badetuch: Migros-Fans werden im neuen Online-Shop fündig.
M
anche Produkte im MigrosSortiment haben Kultstatus. Dazu gehört etwa die klassische Vanilleglace am Stiel, auf deren Verpackung ein herziger Seehund abgebildet ist. Viele Fans hat auch der Ice Tea, der in blau gestreiften Flaschen und Tetra-Paks angeboten wird. Migros-
Begeisterte können Accessoires kaufen, die mit ihrem Design an diese und andere berühmte Produkte erinnern. Die Auswahl reicht vom Ice-Tea-Badetuch über T-Shirts und Umhängetaschen mit aufgedrucktem Glace-Seehund bis zum aufblasbaren Sparschwein Miggy im XXL-Format. Bisher wurden diese
Fanartikel unter dem Oberbegriff «M-Stars» vermarktet. Ab sofort sind sie in einem neu gestalteten «M-Fanshop» erhältlich. Das Migros-Magazin verlost Gutscheine für diesen Shop im Gesamtwert von 1000 Franken. MW Alle Fanartikel neu unter: www.m-fanshop.ch
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NR. 32, 4. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Der Wandel im Handel Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler hat mit seinen Konzepten den Handel revolutioniert. Um günstige Verkaufspreise anbieten zu können, setzte er auf Eigenproduktion.
F
ünf Verkaufswagen mit 6 Artikeln und 16 Mitarbeiter – so begann die sagenhafte Erfolgsgeschichte der Migros. Den Kunden Qualitätsprodukte konkurrenzlos günstig anzubieten, war von Anfang an Konzept. Deshalb wurden teure Markenartikel nach und nach durch selbst hergestellte Produkte ersetzt. Der von Gottlieb Duttweiler in Gang gesetzte InnovationsprozesshateineEigenindustrie entstehen lassen, die heute rund 10 000 aller Migros-Produkte erzeugt. Die Entwicklung von vier Sortimentsgruppen steht im Fokus einer kleinen Artikelserie,die in dieser Ausgabe startet. Den Auftakt macht die WaschmittelHausmarke. Denn dass Total seit 75 Jahren das meistgekaufte Waschmittel der Schweiz ist, hat viele Gründe.
1933 lässt Gottlieb Duttweiler die Seifenproduktion von Meilen und Zürich nach Basel verlegen. Dafür wird dort die Firma Gifa gegründet, zu der diverse Produktionsbetriebe gehören.
Bei der Gifa in Basel wird ab 1934 Ohä sprichwörtlich am laufenden Band produziert, denn die Nachfrage ist gross. 1933
Texte: Jacqueline Vinzelberg
Wegen der günstigen Migros-Preise für Seife kommt es Anfang 1930 zum Lieferboykott der Seifenfabrikanten, weil die Händler ihrer teureren Markenartikel mit Verweigerung drohen. Nur die Seifensiederei Rieder & Co. in Oberrieden am Zürichsee bleibt der Migros treu. 1930
1925 Gründung der Migros. Neben Kaffee, Zucker, Reis, Kokosfett und Teigwaren zählt Seife zu den ersten sechs Produkten, die in den «fahrenden Läden» angeboten werden.
Gottlieb Duttweiler und seine geniale Idee: Verkaufswagen der Migros.
1931
Um mit der steigenden Nachfrage der Migros Schritt zu halten, zieht die Firma Rieder & Co. 1930 in ein leer stehendes Elektrizitätswerk in Rüschlikon, dem Wohnort von Gottlieb Duttweiler.
{ } Was Ohä heisst, zeigt die Packung deutlich. Als Henkel klagt, lässt Duttweiler das prozesswürdige «Ohne Hänkel» von einem Feigenblatt verdecken. Ohä kostet nur halb so viel wie Marktführer Persil. Dr. Paul Lanz, der neue Betriebschemiker, entwickelt 1931 das Waschmittel Ohä und das Putzmittel Päng, das später zu Potz wird. In seinem Nachruf auf den langjährigen Mitarbeiter bezeichnet Gottlieb Duttweiler 1955 diese beiden Produkte als «revolutionäre Entwicklung».
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014
VON UNS. VON HIER. | 37 1974
Jubiläum 40 Jahre Gifa. Das Produktionsprogramm umfasst inzwischen 45 Artikel: 23 Waschund Reinigungsmittel, 22 Margarine-, Öl- und Fettprodukte. Der Jahresausstoss beträgt total 42 000 Tonnen. 1939
Duttweiler tauft sein neues Waschmittel für zarte Gewebe «Schadlos».
Die drastische Senkung des Phosphatgehalts im Waschmittel lehnt die Kundschaft zunächst ab. Dennoch bringt die Migros 1971 ein neues Waschmittel Total «o.P.» (ohne Phosphat) auf den Markt.
Ohä wird in Linda Maximal umbenannt.
Bilder: MGB Dokumentation, Karl Hofer/MGB Dokumentation, Ruedi Keller/MGB Dokumentation, Mibellegroup, PD
1951
1952
{ } Der Zürcher Seifenfabrikant Steinfels ahmt den MigrosVerkaufsschlager Ohä nach. Er tauft eines seiner Waschmittel Jä-Soo und behauptet ganz im Stil Duttweilers: «Gemäss amtlicher Untersuchung ist Jä-Soo den viel teureren Konkurrenzprodukten absolut ebenbürtig.»
Das nächste MigrosWaschmittel heisst Weisse Wolken – eine spielerische Antwort auf Steinfels, der seinem Konkurrenzprodukt Jä-Soo Sammelbilder für das Album Lederstrumpf beilegt. Weisse Wolken ist nämlich auch der Name eines Indianerhäuptlings.
1971
1980 Zum 1. Januar 1980 werden Produktion und Verwaltung der Gifa unter dem neuen Firmennamen Mifa nach Frenkendorf BL verlegt. Hier wird in den Labors ständig geforscht und entwickelt. Als Pionierin in der Schweiz führt die Mifa Flüssigwaschmittel im Nachfüllbeutel ein.
1984 Jubiläum 50 Jahre Mifa
Im Frühjahr 1966 wird die erweiterte Fabrikationsanlage für Waschmittel mit einem 2,5-TonnenSprühturm in Betrieb genommen. 1966 Die Waschmittelfabrik der Migros produziert als Erste in der Schweiz sämtliche Wasch- und Reinigungsmittel in biologisch leicht abbaubarer Form.
1955
Paul Lanz kehrt aus vorübergehender Selbständigkeit zur Migros zurück. Er wird wissenschaftlicher Leiter der Produktionsbetriebe. Nach einer Studienreise in die USA richtet er in Basel eine neue Seifenproduktionsstätte ein.
Das Jahr wird zum Umweltschutzjahr proklamiert. Die Gifa reduziert den Phosphatanteil in den Waschmitteln.
1964
1961/62
Nach dem Zweiten Weltkrieg kommen in den USA synthetische Waschmittel auf den Markt. Sie bieten eine gute Rieselfähigkeit, schnelle Wasserlöslichkeit und bessere Waschkraft. Die Migros erkennt das Potenzial und nimmt 1955 den ersten Sprühtrockner zur Herstellung dafür in Betrieb: Poly, das synthetische Kochwaschmittel, und Pour Tout, das entsprechende Feinwaschmittel, sind die ersten, in Zusammensetzung und Verfahrenstechnik neuartigen Produkte.
Entwicklung und Lancierung diverser neuer Produkte wie des Automatenwaschmittels Total (im Bild: Verpackung aus dem Jahr 1967).
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VON UNS. VON HIER.
Profitieren Sie von vielen attraktiven Angeboten: In den kommenden vier Wochen präsentiert die MigrosIndustrie, die rund 10 000 der MigrosProdukte produziert, zahlreiche Preisknüller. Aktuelle Angebote finden Sie im Aktionsheft, das diesem Magazin beigelegt ist.
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NR. 32, 4. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Waschmittel von Total.
1987 werden die phosphatfreien Waschmittel Total und Savo in neuer, besser löslicher Pulverform angeboten. Bis 2009 gibt es Savo als eigene Marke, 2011 wird es als Total Savo wieder eingeführt.
1987 Die Waschmittel Total und Savo sind neu in verbesserter Pulverform erhältlich.
1992 Ab 1992 gibt es Total auch im preisgünstigen Nachfüllbeutel. Der Kunde profitiert doppelt, denn er spart Geld und hat weniger Abfall.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
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VON UNS. VON HIER. | 39
schmittel a W la t o T e ll a 50 % auf bis 11. August
Total Wasserenthärter Pulver, schützt Maschine und Wäsche, 1,5 kg, Fr. 14.70 Total Oxi Booster Color, Powerkraft gegen Flecken auf Buntem, 1 kg, Fr. 13.90 Total Spray & Wash Trigger, für die gezielte Vorbehandlung hartnäckiger Flecken, 500 ml, Fr. 5.90
Innovationsschmiede und Produktionsstätte für Migros-Waschmittel: das Firmengelände der Mibelle Group in Frenkendorf BL.
Total Express, ideal für Kurzprogramme. 2014
Total 1 for all Caps und Pulver.
Total Color, mit Dreifach-Farbschutz, 2-l-Nachfüllbeutel, 33 Waschgänge, Fr. 7.95* statt 15.90 Neu: Total Express Black, ideal für Kurzprogramme, 33 Waschgänge, Fr. 7.95* statt 15.90 Total 1 for all Caps, Maxikonzentrat für Weiss-, Bunt- und Feinwäsche, 785 ml, 28 Waschgänge, Fr. 7.95* statt 15.90
2013
Zusammenführung der Mifa AG, der Mibelle AG (Buchs) und Mibelle Ltd. (Bradford) zu einer starken Firmengruppe unter dem Markendach Mibelle Group.
Total 1 for all, Pulver, reinigt und schützt Weiss-, Bunt- und Feinwäsche, 2,25 kg, 30 Waschgänge, Fr. 7.95* statt 15.90 Total Color, maximale Leistung bei jeder Temperatur, 2,475 kg, 33 Waschgänge, Fr. 7.95* statt 15.90 Total Sensitive, dermatologisch getestet für Personen mit besonders empfindlicher Haut, 2,475 kg, 33 Waschgänge, Fr. 7.95* statt 15.90
* 50% auf Total-Waschmittel bis 11. 8.
2012
Total 1 for all, flüssiges Universalwaschmittel im 2-Liter-Nachfüllbeutel. 2011
* 50% auf Total-Waschmittel bis 11. 8.
2006
Duo Power Liquid: eine weltweit einzigartige Kombination aus Vollwaschmittel und sanfter Bleiche.
Total Cool Active: kaltwasserlöslich mit intensiver Waschkraft bei allen Temperaturen. 2007
Total Color Protect Liquid: das erste Flüssigwaschmittel mit der exklusiven Color Protect Formula in der patentierten Doppelkammerflasche. 2008
Total Minimax: Konzentrat für weniger Waschmittel pro Waschgang; nachweisliche Senkung der Abwasserbelastung im Vergleich zu herkömmlichen Mitteln. 2009
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FOOD
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NR. 32, 4. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
GUT & GÜNSTIG
Tomaten-Tarte-Tatin
Hauptgericht für 4 Personen und circa Fr. 9.20 ■ Backofen auf 200 °C vorheizen. 400 g Cherrytomaten halbieren. ■ 25 g Butter und 1,5 EL Zucker in einer ofenfesten Bratpfanne (∅ ca. 26 cm) schmelzen. Tomaten mit der Schnittfläche nach oben in die Pfanne legen. 5 Minuten bei mittlerer Hitze caramelisieren lassen. 2 EL Aceto balsamico in die Pfanne geben und kurz köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Mit 1,5 EL gehackten Oreganoblättern bestreuen. ■ 1 fertig ausgewallten Blätterteig auf die Tomaten legen, überstehenden Teig abschneiden. Ränder nach unten in die Pfanne drücken. Pfanne in den Ofen stellen, Tarte Tatin ca. 25 Minuten backen, bis der Blätterteig schön bräunt. Herausnehmen, 2–3 Minuten stehen lassen, dann stürzen. Mit ein paar Blättchen Thymian bestreuen.
Tarte Tatin pikant: Dazu braucht es Blätterteig, Tomaten und Oregano.
Öffnen und sofort geniessen Der neue Thai-Nudelsalat von Anna’s Best mit viel Gemüse und Sojadressing ist fixfertig zubereitet und kann sofort aus der Schale konsumiert werden – Sauce und Besteck sind schon dabei. Die Kaltmenüs von Anna’s Best, die in diversen Variationen – zum Beispiel mit Thon – angeboten werden, sind nicht pasteurisiert und werden täglich frisch in der Schweiz produziert. Anna’s Best Thai Nudelsalat, 350 g, Fr. 6.90
Antipasti aus dem Meer Als Vorspeise, Zwischenmahlzeit oder individuelle Beilage – zum Beispiel zu mediterranen Speisen – ist der servierfertig eingelegte Meeresfrüchtesalat eine delikate Option. Die Zutaten wie Miesmuscheln, Riesenkalmar oder Tintenfisch stammen aus umweltverträglicher Fischerei. Die Migros fördert Produkte aus nachhaltigen Quellen. Mit der neuen M-Classic-Antipasti-Linie wird sie diesem Anspruch einmal mehr gerecht. M-Classic Meeresfrüchtesalat, 150 g, Fr. 5.90 In grösseren Filialen
Gluten- und laktosefreie Fischstäbchen Fischstäbchen sind für Personen mit Lebensmittelunverträglichkeit nicht mehr tabu, denn es gibt sie neu auch in aha!-Qualität. Damit ist gewährleistet, dass die Herstellung der Panade nur mit glutenund laktosefreien Zutaten – also weder Weizen noch Milch – erfolgt. Der MSC-zertifizierte Fischanteil besteht aus Alaska-Pollak, einer Dorschart, die im Nordpazifik zu Hause ist. aha! Fischstäbchen, 15 Stück, 450 g, Fr. 5.20 In grösseren Filialen
In grösseren Filialen
Ausgewählter Geschmack Aproz O2 enthält zehn Mal mehr Sauerstoff als das Mineralwasser Aproz Classic und ausserdem Magnesium und Koffein. Nachdem sich die Mehrheit der Konsumenten in einer der beliebten «A gegen B»Abstimmungen für das Aroma Himbeer-Limette gegenüber Ananas-Limette entschieden hatte, ist Aproz O2 in dieser Geschmacksrichtung nun auf Dauer im Migros-Sortiment. Aproz O2 Himbeer-Limette, 50 cl, Fr. 1.40 In grösseren Filialen
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Kappadokien – das einmalige Freilichtmuseum!
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Ideales Reisewetter: Da es im Sommer sehr heiss wird, sind die Herbstmonate geradezu ideal für eine Rundreise in Kappadokien. An der türkischen Riviera erwarten Sie sommerliche Temperaturen um 25 Grad.
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8 Reisetage inkl. Halbpension 1. Tag / Zürich – Antalya: Abflug von Zürich nach Antalya, wo Sie bereits nach knapp 3½ Stunden landen und von der Reiseleitung empfangen werden. Transfer zum Hotel in Antalya. 2. Tag / Antalya – Konya – Mevlana: Beginn Ihrer Rundreise mit einer Fahrt durch das gewaltige Taurus-Gebirge und abwechslungsreiche Landschaften nach Konya, der ehemaligen Hauptstadt des Seldschuken-Reiches. Hier besuchen Sie das berühmte Mevlana Kloster mit einem eindrücklichen Museum, wo der Orden der tanzenden Derwische gegründet wurde. Übernachtung in Konya. 3.Tag / Konya –Serhatli – Kappadokien: Am Morgen Besuch von Sultanhani, der besterhaltenen Karawanserei (Herberge aus dem Mittelalter). Anschliessend Fahrt durch die bizarre Vulkan- und Tuffkegellandschaft ins Herz Kappadokiens, wo Sie Ihr Hotel für die nächsten 3 Nächte beziehen. Kappadokien gehört zum inneranatolischen Hochland und ist von allen Seiten von Gebirge eingeschlossen. Dazwischen liegt eine Landschaft von beeindruckender Schönheit. Vulkanische Eruptionen verzauberten diese Gegend in atemberaubende Landschaftsbilder mit bizarren Steinformationen. 4. Tag / Kappadokien: Heute bestaunen Sie das „Weltwunder Kappadokien“ mit seinen beeindruckenden Mondlandschaften. Kappadokien war das Zentrum des Christentums in der frühchristlichen Zeit. Die damalige Bevölkerung baute Höhlen, Klöster und riesige, unterirdische Städte, in denen bis 40’000 Menschen lebten. 5. Tag / Kappadokien – Göreme: Fahrt durch das Göreme-Tal, Besichtigung der mit Fresken geschmückten Höhlenkirche (UNESCO-Kulturdenkmal), des Klosters, der Höhlenwohnungen und Felsenkirchen. Anschliessend Besuch eines Handwerkzentrums mit Einblick in die traditionelle Verarbeitung lokaler Produkte.
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6.Tag / Göreme – Obrukhan: Heute verlassen Sie Kappadokien und fahren zur berühmten Seldschukischen Karawanserei Obrukhan. Weiterfahrt durch das wunderschöne Taurusgebirge nach Antalya, wo Sie die letzten zwei Nächte verbringen. 7.Tag / Antalya: Während einer Stadtbesichtigung sehen Sie die Kontraste Antalya‘s u.a. mit Besuch des malerischen Hafens, dem bunten Basar sowie des Karpuzkaldran Wasserfalls. 8.Tag / Rückflug oder Verlängerungswoche: Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Zürich oder Transfer zu Ihrem Verlängerungshotel in Belek.
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Hotel Crystal Paraiso Verde *****
www.crystalhotels.com.tr Grosszügig konzipiertes Erstklasshotel in der Ferienregion Belek. Zwischen Hotel und Strand befindet sich eine Süsswasser-Seenlandschaft, die als Nistplatz zahlreicher Vogelarten bekannt ist. Zum Strand ca. 500m, nach Belek ca. 9 km. 2 Lobbybars, Buffetrestaurant, Bars, Geschäfte, Wellness, Hallenbad, grosse Poollandschaft. Gratis: Liegen/ Badetücher am Pool, Tennisplätze und Fitness. 583 komfortable Zimmer mit Bad oder Dusche/WC, Klimaanlage, Fön, Minibar, Sat.-TV und Balkon oder Terrasse.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
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Was für ein Panorama!
Schroffe Felsen, gewaltige Gletscher und glasklare Gewässer prägen das Wallis. So verwundert es nicht, dass wir für unseren Fotowettbewerb «Aus der Region. Für die Region.» zur Region Wallis vor allem Bilder mit Landschaftsmotiven erhielten. Aber welches ist das schönste? Stimmen Sie jetzt ab.
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AUS DER REGION. FÜR DIE REGION. | 51
Les Dents-du-Midi
Lucie Perrin liebt die Berge. Für sie sind sie «eine Quelle der Inspiration, der Freude und der Liebe».
D Mein Stück Heimat In unserer Region fühlen wir uns zu Hause. Fest verbunden mit der Region sind die Produkte, die hier hergestellt werden. Mit inzwischen rund 8000 «Aus der Region. Für die Region.»-Produkten unterstützt die Migros Ihre Gebiete und Produzenten. Und vermittelt so ein kleines Stück Heimat.
as Wallis, die Sonnenstube der Schweiz. Ganze Monate ohne Regen, in denen süsse, saftige Früchte reifen. Dazu atemberaubende Panoramen, geheimnisvolle Gletscherwelten, idyllische Täler, liebliche Seen. Die zahlreichen Bilder, die die Jury des Fotowettbewerbs «Aus der Region. Für die Region.» zu sehen bekam, spiegeln den ganzen Reichtum der Natur wider, an dem sich die Menschen im Wallis tagtäglich erfreuen. Lucie Perrin bewirbt sich mit einem Bild der Alpenkette Dents-du-Midi. Aufgenommen hat sie das Bild auf dem Wanderweg Signal de Soi. Wer würde nicht wie Lucie Perrin fasziniert auf diese Berge schauen? Wenn Erika Mühlemann an ihren Lieblingsplatz, den Bettmersee, möchte, trennt sie nur ein Spaziergang von zehn Minuten davon. Die Bettmeralp ist ihr Zuhause, und die Aletscharena lässt sie schwärmen: «Sie ist einzigartig und wunderbar. Im Sommer wie im Winter.» Christine Imsand wohnt in Ulrichen. Durch die beschauliche Gemeinde führt die Sbrinz-Route, der alte Säumerweg, der heute bis auf den Griespass durch den öffentlichen Verkehr erschlossen ist. Der Fotografin gelang ein Bild, das Säumer zeigt, wie sie einst beinahe täglich auf dem Weg über die Alpen anzutreffen waren. Auch der Sieger des Votings für Bilder aus der Region Wallisdarfsichaufein«AusderRegion.FürdieRegion.»E-Bike freuen. Gewinnen können aber auch Sie, wenn Sie bei der Abstimmung mitmachen (siehe unten). Fortsetzung folgt in den nächsten Wochen mit Fotos aus den übrigen Regionen. CS
Bettmersee
Für Erika Mühlemann ist die Aletscharena «im Sommer wie im Winter einzigartig» und der See «unser Lieblingsplätzli».
www.ausderregion.ch
So stimmen Sie ab Welches der drei Bilder gewinnt, entscheiden Sie. Stimmen Sie bis zum 10. 8. 2014, 24 Uhr, unter www.ausderregion.ch für Ihren Favoriten. Mitmachen lohnt sich: Unter allen Teilnehmern werden 20 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken verlost. Aus Fairnessgründen hat jeder nur eine Stimme.
Säumerweg Die Sbrinz-Route führt von Luzern nach Domodossola. Christine Imsand schoss dieses Foto der alten Römerbrücke zwischen Ulrichen und dem Griespass.
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SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
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Kinder lernen gerne spielerisch. Der Malbogen von Aproz Kids erklärt den Wasserkreislauf. Dazu gibt es auf jeder Flasche einen Sticker.
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Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehört auch Aproz Kids.
oher kommt das Mineralwasser für Aproz Kids? Wie entstehen Wolken? Und wie werden die Erdbeeren bewässert, die dem Aproz Kids Erdbeer sein Aroma geben? Informationen zum Wasserkreislauf finden Kinder auf den Malbögen, die bis Ende Oktober auf www.aprozkids.ch in Farbe oder in Schwarz-Weiss zum Ausmalen heruntergeladen werden können. Für die sieben Stationen im Dasein eines Wassertropfens ist auf jeder Flasche ein Sticker angebracht, den die Kinder auf die passende Stelle auf dem Bogen kleben können. Aproz Kids ist ein stilles Mineralwasser für Kinder ab zwei Jahren in den
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Willkommen an Bord! 26 Tage lang wird die Costa neoClassica Ihre stolze Gastgeberin sein, um Ihnen die schönsten Ankerplätze zwischen Savona und Mauritius zu zeigen. Von Savona bringt Ihr Kapitän das Schiff auf Kurs Richtung Neapel um anschliessend den Suez-Kanal zu durchqueren. In Israel, Ägypten, Jordanien und dem Oman tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Orients. Die Seychellen überzeugen mit zauberhaften Buchten, samtweissen Stränden und tropischer Vegetation. Madagaskar und Mauritius begeistern durch die atemberaubende Schönheit der Natur. Eine perfekte Reise um dem Winter in Europa zu entfliehen. Verbringen Sie Weihnachten und Silvester an Bord und lassen Sie sich verwöhnen.
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18.12.14 Schweiz–Savona Am frühen Morgen Abfahrt mit dem Extrabus nach Savona. Einschiffung und Beginn Ihrer Traum-Kreuzfahrt. 19.12.14 Neapel, Italien Freuen Sie sich auf einen Bummel durch die Stadt oder unternehmen Sie einen Ausflug zum nahegelegenen Vesuv. 20.-22.12.14 Auf See Entdecken Sie Ihr Erstklass-Schiff. 23.12.14 Durchquerung des Suez-Kanals Ein Höhepunkt dieser Reise ist sicherlich die Durchfahrt des Suez-Kanals. Bevor der Kanal 1869 eröffnet wurde, mussten alle Schiffe einen riesigen Umweg um das «Kap der guten Hoffnung» auf sich nehmen. 24.12.14 Sharm-el-Sheikh, Ägypten Lassen Sie sich bei einem Schnorchel Ausflug von der farbigen Unterwasserwelt begeistern.
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25.12.14 Eilat, Israel Eilat, ganz im Süden von Israel gelegen ist der ideale Ausgangspunkt um die Festung von Masada zu besichtigen oder einen Ausflug ans Tote Meer zu unternehmen. 26.12.14 Aqaba, Jordanien Ein Besuch der Felsenstadt Petra, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört ist am heutigen Tag ein Muss. 27.12.14 Safaga, Ägypten Safaga ist der ideale Ausgangspunkt um einen Ausflug nach Luxor zu unternehmen. 28.-31.12.14 Auf See Geniessen Sie vier erholsame Tage auf See. Grosse Gala an Silvester an Bord Ihres Schiffes. 01.01.15 Salalah, Oman Im Süden von Oman werden die zauberhaften Strände – abgesehen von den Besichtigungen der archäologischen Schätze – für pure Entspannung sorgen. 02.-04.01.15 Auf See Lassen Sie sich von der zuvorkommenden Crew verwöhnen. 05.-06.01.15 Mahé, Seychellen Tauchen Sie ein in eine Welt voller Exotik. Die kleine Inselgruppe der Seychellen, mitten im Indischen Ozean, ist eines der letzten echten Paradiese. Herrliche Palmenstrände mit feinem Sand und eine üppige Vegetation erwarten Sie. 07.01.15 Auf See Geniessen Sie einen gemütlichen Tag an Bord. 08.01.15 Diego Suarez, Madagaskar Heute sollten Sie einen Besuch im Nationalpark Forêt d'Ambre einplanen - weltweit bekannt wegen seiner Fauna und Flora. 09.01.15 Auf See Letzter Tage auf See. 10.01.15 St. Denis, La Réunion Réunions Hauptstadt im Norden ist durchaus sehenswert. Die quirlige Stadt besitzt eine schöne Fussgängerzone, eine Meerpromenade und zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Die ersten Steinhäuser der Stadt gehen auf die Mitte des 18. Jhd. zurück, noch lange bevor die Stadt durch den boomenden Zuckerrohr- und Duftstoffhandel an Bedeutung gewann. 11.01.15 Port Louis, Mauritius Wenn es ein Paradies auf Erden gibt, dann gebührt Mauritius
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Martha Bühler war die erste Frau, die für Liechtenstein bei Olympischen Winterspielen startete. Nach dem Ende ihrer sportlichen Karriere widmete sie sich der Gastronomie. Und heute kocht sie für das Migros-Magazin eine Liechtensteiner Spezialität: den Ribel.
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Ferien mit der Saisonküche (3) In dieser und den nächsten zwei Aus gaben schauen wir unseren Nachbarn in die Kochtöpfe. Heute: Liechtenstein Nächste Woche: Deutschland
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Martha Bühlers «Engelburg» im Sommerschlaf: Wenn sich in der Skisaison hier die Wintersportler zum Après-Ski die Klinke in die Hand geben, bleibt für die zweimalige Olympia-Teilnehmerin kaum noch Zeit, in der heimeligen Stube in Erinnerungen an ihre aktive Rennzeit zu schwelgen.
M
albun ist mehr als «mal besser». Der Ortsteil von Triesenberg in Liechtenstein liegt 1600 Meter hoch und ist das Wintersportmekka des Fürstentums. Man entdeckt hier ein kleines, gepflegtes Skigebiet, das sich unter anderem wegen seiner familiären Atmosphäre und professionellen Bewirtschaftung grosser Beliebtheit erfreut. Auf 23 präparierten Pistenkilometern wird Schneesport bis zur Perfektion betrieben. Kein Wunder, hat der Liechtensteiner Skisport Namen wie Andreas Wenzel, Marco Büchel, Willi und Paul Frommelt, Ursula Konzett, Hanni Wenzel oder Martha Bühler hervorgebracht.
Bereits als 17-Jährige am Olympiastart Wenngleich ihr in ihrer sportlichen Laufbahn der ganz grosse Triumph verwehrt geblieben ist, darf Martha Bühler sehr wohl in einem Atemzug mit Frommelt, Wenzel und Co. genannt werden. Immerhin war sie die erste Frau, die für Liechtenstein bei Olympischen Winterspielen startete: 1968 in Grenoble, wo sie als 17-Jährige im Slalom, Riesenslalom
und in der Abfahrt für die Farben ihrer Heimat ins Rennen ging. Zusätzliche Highlights waren die Weltmeisterschaft 1970 in Gröden sowie drei weitere olympische Starts 1972 in Sapporo (Japan). Martha Bühler, die für ihre Erfolge 1970 zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde, wechselte nach dem Ende ihrer Sportkarriere in die Gastronomie. Das Hotel, das sie bis 1995 selber führte, trägt ihren Namen und steht in Triesenberg genau dort, wo früher ihr Elternhaus stand.
In der «Küchenschlacht» war sie unschlagbar Dass Martha Bühler nicht nur auf Ski, sondern auch am Herd eine sehr gute Figur macht, ist spätestens seit ihrem Fernsehauftritt 2013 bekannt: Vor einem Millionenpublikum entschied sie die «Küchenschlacht» im ZDF für sich. Während sie seinerzeit mit einer Komposition aus Kokos-Rüebli-Suppe und gebratenem Zanderfilet an Kürbisgulasch und Limonenjoghurt aufwartete, bereitet sie heute fürs Migros-Magazin eine ihrer Spezialitäten zu. «Eigentlich bin ich ja für meine Käsknöpfle bekannt,
aber ich mach euch auch einen Ribel», sagt die 63-Jährige und legt los – mit Tat und Wort. Ribel, das Liechtensteiner Nationalgericht, sei früher mindestens zwei Mal täglich auf den Tisch gekommen, erklärt Martha Bühler. «In einer grossen Schüssel, aus der alle gemeinsam assen. Die Bauernfamilien mussten mit dem wenigen auskommen, was sie hatten, um satt zu werden.» Darum sei beim Ribel auch nicht mit Schmalz gespart worden. «Es war wichtig, dass er beim Eintunken in den Kaffee richtige Fettaugen bildete. Erst dann wars ein guter Ribel», fährt Martha Bühler fort.
Zum Ribel isst der Liechtensteiner Sauerkäse oder Apfelmus Anstelle des Maismehls verwende man heute Weizengriess, «das verkürzt die Kochzeit». Ob der Ribel süss oder salzig gegessen wird, hänge allein von der persönlichen Vorliebe ab. Wie die Köchin weiter erzählt, würden viele Einheimische Sauerkäse dazu geniessen – einen mageren und proteinreichen Käse, der auch gern zum Apéro angeboten werde. «Oder man mischt den Ribel unter
VADUZ
MALBUN
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Südtirol – Dolomiten
Grosse Dolomiten-Rundfahrt, Schloss Trauttmansdorff, Meran und Brixen. 1. Tag Schweiz – Südtirol Sie verlassen die Schweiz im Rheintal und fahren zum Klostertal, mitten in die Arlbergregion. Nach dem Mittagshalt in Landeck erreichen Sie den Reschenpass. Bei der Ortschaft Graun eröffnet sich Ihnen einer der schönsten und bekanntesten Ausblicke der Alpen: der Reschensee im Vordergrund, überragt vom schneebedeckten Gipfel des Ortlers. Der Weg führt Sie nun hinab ins Vintschgau, mitten durch unendliche Obstplantagen, die vor allem im April und in der ersten Maihälfte ein riesiges Blütenmeer bilden. Über Meran und Bozen erreichen Sie gegen Abend Brixen. 2. Tag Grosse DolomitenRundfahrt Auf der grossen Sechspässefahrt lernen Sie die eindrückliche Bergwelt der Dolomiten kennen. Durch die Eggentalschlucht erreichen Sie den Karersee, von wo aus Sie herrliche Blicke auf die markanten Wände des Latemarmassivs haben. Danach geht's über den Karerpass ins Fassatal und auf das Sellajoch.
Von hier aus haben Sie einen der schönsten Panoramablicke. Nun geht es ein Stück ins Val Gardena, bevor Sie die Strasse zum Grödner Joch erreichen. Nach dem Mittagshalt in Corvara überqueren Sie den Valparola- und den Falzaregopass. Die Strasse führt Sie nun hinunter nach Cortina d'Ampezzo, der Hauptstadt der Dolomiten. Von hier aus steigt die Strasse an und führt Sie hinauf zum Dreikreuzpass. Am wunderschön gelegenen Misurinasee machen Sie Halt. Nun geht es hinunter ins Höhlensteintal, wo Sie beim Dürrensee einen Halt einschalten, um alle der berühmten Drei Zinnen zu sehen. Durch das Pustertal kehren Sie in Ihr Hotel zurück.
3. Tag Ausflug Schloss Trauttmansdorff – Meran – Brixen Am Morgen fahren Sie zum Schloss Trauttmansdorff. Hier besuchen Sie die Gärten, die 2005 zum «Schönsten Garten Italiens» gekürt wurden. Selbstverständlich kann auch das Schloss besichtigt werden, in dem Kaiserin Sissi zweimal zur Winterkur wohnte. Danach fahren Sie nach
4 Tage ab Fr. 425.–
Meran. Mit seinen grosszügigen Parkanlagen und Promenadewegen hat die Stadt viel von dem weitläufigen Charme eines Nobelkurortes des 19. Jahrhunderts bewahrt. Am Nachmittag fahren Sie ein Stück auf der Südtiroler Weinstrasse und kehren nach einem Halt im schmucken Städtchen Brixen in Ihr Hotel zurück.
4. Tag Südtirol – Schweiz Über den Brennerpass erreichen Sie die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck, die Sie bei einem Aufenthalt näher kennenlernen können. Im schönen Stanzertal machen Sie den letzten Mittagshalt und kehren dann wieder in die Schweiz zurück.
Reisedaten 2014 31.08. – 03. Sept. A Fr. 445.– 14. – 17. Sept.
B Fr. 445.–
21. – 24. Sept.
A Fr. 445.–
25. – 28. Sept.
B Fr. 445.–
Abfahrtsorte Route A: Bern, Olten, Basel, Zürich, Winterthur, St. Gallen Route B: Bern, Olten, Luzern, Zürich, Winterthur, St. Gallen
Das ist alles dabei...
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4-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar
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3 Übernachtungen mit Halbpension im Hotel Löwenhof mit ausgezeichneter Südtiroler Küche
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Alle Zimmer mit Bad oder mit Dusche/WC, Farb-TV
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Grosse DolomitenRundfahrt
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Ausflug zum Schloss Trauttmansdorff (inklusive Eintritt), nach Meran und nach Brixen
28.09. – 01. Okt. A Fr. 445.– 05. – 08. Okt.
B Fr. 445.–
Nicht inbegriffen:
12. – 15. Okt.
A Fr. 435.–
16. – 19. Okt.
B Fr. 425.–
20. – 23. Okt.
A Fr. 425.–
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Annullationsschutz Fr. 24.– Einzelzimmerzuschlag Fr. 90.–
Sizilien – Kalabrien
Beeindruckende Zeugen der Antike und grandiose Natur im «Land, wo die Zitronen blühen». 1. Tag Schweiz – Genua Über den Grossen St. Bernhard führt die Reise ins Aostatal und nach Genua zur Einschiffung. 2. Tag Auf See – Ankunft in Palermo Heute geniessen Sie das Bordleben auf Ihrem Schiff und erreichen gegen Abend Palermo. 3. Tag Ausflug Palermo – Monreale – Segesta Auf einer Stadtrundfahrt zeigt Ihnen ein Führer die Sehenswürdigkeiten der sizilianischen Hauptstadt Palermo. Sie ist berühmt wegen ihres Reichtums an Kunstwerken und der Fülle von historischen Baudenkmälern aus allen Zeitepochen. Danach fahren Sie zum 300 m hoch gelegenen Monreale, wo Sie die Kathedrale bewundern, die als schönstes Beispiel des arabisch normannischen Stils gilt. Danach fahren Sie nach Segesta. In einsamer Hügellandschaft liegen die Ruinen der bislang noch nicht ausgegrabenen antiken Stadt mit ihrem unvollendeten Tempel, der zu den besterhaltenen Tempeln Siziliens gehört.
4. Tag Palermo – Agrigento – Giardini Naxos Nach dem Frühstück fahren Sie ins Landesinnere. Sie erreichen nun die Südküste der Insel und besuchen das grandiose «Tal der Tempel». Sie werden beeindruckt sein von der Schaffenskraft der antiken Völker. Über Caltanissetta und vorbei an Enna erreichen Sie das Mündungsgebiet des Simeto, gleichzeitig die grösste Ebene Siziliens. Gegen Abend erreichen Sie für die nächsten drei Nächte Giardini Naxos am Fusse von Taormina. 5. Tag Ausflug Aetna und Taormina Im Verlaufe des Vormittags steht ein Naturerlebnis ersten Ranges auf dem Programm: Sie fahren zum Aetna, dem grössten noch aktiven Vulkan Europas. In Serpentinen hinauf bis auf ca. 1900 Meter. Am Nachmittag fahren Sie nach Taormina, der «Perle Siziliens», einem der schönsten Orte Italiens. Wunderschön auf einer Felsterrasse gelegen, geniessen Sie die einmalige Aussicht auf das Meer und den alles überragenden Aetna.
9 Tage Fr. 1'145.–
6. Tag Ausflug Catania und Siracusa (fakultativ) Heute machen Sie zuerst einen Kurzbesuch in Catania, der zweitgrössten Stadt Siziliens. Danach fahren Sie über die Piana di Catania, nach Siracusa, der Heimatstadt von Archimedes. Man zeigt Ihnen unter anderem das griechische Theater und auch die antiken Steinbrüche mit den Seilergrotten und dem «Ohr des Dionysios». 7. Tag Giardini Naxos – Caserta Sie verlassen Sizilien und durchqueren die eindrücklichen Landschaften Kalabriens und der Basilikata und gelangen an den Golf von Neapel. 8. Tag Caserta – Toskana Sie passieren den markanten Bergkegel des Vesuvs und fahren vorbei am hoch über der Ebene thronenden Montecassino und erreichen Lazium. Durch das Tal des Tibers gelangen Sie in die Toskana. 9. Tag Toskana – Schweiz Entlang der Versiliaküste und durch die PO-Ebene kehren Sie wieder in die Schweiz zurück.
Reisedaten 2014 05. – 13. September
Das ist alles dabei...
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9-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar
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Schiffspassage Genua – Palermo in Doppelkabinen innen (ohne Mahlzeiten)
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7 Übernachtungen in sehr guten Mittelklassehotels
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Halbpension in den Hotels Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm (ausgenommen 6. Tag)
Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 32.– ✘ EZ-Zuschlag Fr. 260.– (ohne Fährüberfahrten) ✘ Aussenkabine Fr. 35.– ✘ Ganzzägiger Ausflug nach Catania und Siracusa Fr. 38.–
Abfahrtsorte Zürich, Olten, Bern, Basel, Luzern
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SAISONKÜCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
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LIECHTENSTEIN | 59
Herbert Ospelt, Gründer des bekannten Fleischwarenkonzerns Malbuner, ist ein Entertainer par excellence. Gerne schaut er bei Martha Bühler vorbei, nur schon wegen des vortrefflichen Ribels, den der 85-Jährige am liebsten mit Sauerkäse verspeist.
Marthas original Ribel Hauptgericht für 4 Personen Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten Pro Person ca. 14 g Eiweiss 17 g Fett 109 g Kohlenhydrate 2700 kJ/650 kcal
die Käsknöpfle. Wer ihn lieber süss mag, nimmt ein selbst gemachtes Apfelmus dazu. Und natürlich einen Milchkaffee.» Während der Skisaison steht Martha Bühler täglich in der «Engelburg», einer heimeligen Holzhütte mit Schneebar, die sich seit Generationen im Familienbesitz befindet. Hier am Hügel, wo sie einst das Skifahren gelernt und bis zu olympischer Reife perfektioniert hat, versammeln sich Malbuns Wintersportgäste zum Après-Ski. Wenn sich dann der Hunger meldet, kocht die Hausherrin höchstpersönlich Käsknöpfle. Für die Allgemeinheit bieten jeweils ab Mitte Oktober
bis Ende November die Triesenberger Wochen in verschiedenen Restaurants die Möglichkeit, typische einheimische Speisen wie Käsknöpfle oder Ribel zu probieren. Ein guter Anlass, auch ausserhalb der Skisaison im sechstkleinsten Staat der Welt vorbeizuschauen, der weit mehr zu bieten hat als schneesichere Pisten. Martha Bühler jedenfalls weiss um all die Schönheiten Liechtensteins: «Meine Heimat», schwärmt sie, während sie die Gusseisenpfanne vom Herd wuchtet, «ist mein Ein und Alles. Und so schmeckt der Ribel.»
ZUTATEN 5 dl Wasser 2 TL Salz Bratbutter 250 g Weizengriess Zucker zum Bestreuen ZUBEREITUNG 1. Wasser mit Salz und 1 EL Bratbutter in einer Bratpfanne mit Deckel aufkochen. Griess einrieseln lassen, verrühren, glatt streichen und zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 5 Minuten quellen lassen. 2. Hitze auf mittlere bis grosse Stufe erhöhen. Etwas Butter zum Griess geben. Ribel ca. 10 Minuten goldbraun braten. 3. Zum Servieren mit Zucker bestreuen. TIPP Dazu isst man nach Belieben Sauerkäse, Apfelmus oder Kompott und trinkt einen Milchkaffee.
Text: Heidi Bacchilega Bilder: Dieter Seeger
Jetzt an Ihrem Kiosk für Fr. 4.90 oder unter www.saison.ch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.–
Sterne, Hauben, Flussgenuss – Excellence Gourmet Flussfestival
Crème de la Crème der Spitzenköche am
Excellence Queen – Ihr schwimmendes Gourmet Grandhotel Liebe Freunde feiner Küche Wir richten wieder an, liebe Reisegäste. Mit grosser Freude bitten wir zu Tisch und laden Sie zum 2. Excellence Gourmetfestival zwischen Basel und Strassburg ein. Unser Flussschiff «Excellence Queen» wird im November wieder ganz im Dienste unserer Feinschmecker stehen, wenn 8 Spitzenköche für Sie in der Bordküche feinste Köstlichkeiten zubereiten. Mit Johann Lafer, Wolfgang Kuchler, Othmar Schlegel und Roland Schmid geht die Crème de la Crème der Haute Cuisine an Bord. Neue Küche ist am Festival mit Christian Geisler, Christian Kuchler, Dennis Puchert, Bernadette Lisibach und Antonio Colaianni vertreten. FLUSSGENUSS DURCH
Der Feinschmeckertrip mit 2-tägigen Flussreisen zwischen Basel und Strassburg ist ab Fr. 275.—buchbar und auch als besonderes Überraschungsgeschenk oder für Firmenessen eine prima Idee. Willkommen am Excellence Gourmetfestival 2014. Alles über die Excellence Queen und das Gourmetfestival finden Sie hier in unserem Festivalkatalog. Wir freuen uns auf Sie. Bon voyage, bon appetit. Reisebüro Mittelthurgau Die Schiffsreisenmacher Ihr Reiseprogramm Route 1 (Basel–Strassburg)
Arrangementpreis pro Person
Tag 1 – Komfort-Busanreise von Ihrem gewählten Schweizer Einsteigeort nach Basel. Zeit zur freien Verfügung in der Kunst-/Kultur- und Shoppingstadt Basel. Abfahrt mit der «Excellence Queen» in Richtung Strassburg. Entspannter Nachmittag an Bord bei Kaffee und Kuchen. Abends Begrüssung durch einen Chef de Cuisine des Excellence Gourmetfestivals 2014. Anschliessend geniessen Sie Köstlichkeiten von Meistern Ihres Fachs, erläutert von einem Kenner gehobener Küche, kredenzt in der stilvollen Ambiance des Luxusliners Excellence Queen. Tag 2 – Strassburg. Gemütliches Frühstück à la Excellence und Zeit, die romantischen Gassen, das Münster und die Fachwerkkulissen der Elsass-Metropole zu erkunden. Bootsrundfahrt auf dem Flüsschen Ill. Rückfahrt in die Schweiz.
Kabinentyp Katalogpreis 2-Bett-Kabine Hauptdeck, 13 m2 425.– 2-Bett-Kabine Mitteldeck, frz. Balkon, 16 m2 485.– 2-Bett-Kabine Oberdeck, frz. Balkon, 16 m2 525.– Mini-Suite Mitteldeck, frz. Balkon, 17 m2 545.– Mini-Suite Oberdeck, frz. Balkon, 17 m2 605.– Grand Suite Oberdeck, frz. Balkon, 30m² 745.– Zuschlag Abreise 30.10., 09.11., 14.11., 17.11., 22.11., 23.11.
Ihr Reiseprogramm Route 2 (Strassburg – Basel) Reise in umgekehrter Richtung: Strassburg – Basel. Preise & Leistungen An-/Rückreise ab/bis Ihrem gewählten Einsteigeort | 2 Tage Excellence-Flussfahrt mit der Excellence Queen | Excellence Gourmetfestival 2014: Gourmet-Abend mit mehrgängigem Menü eines Spitzenkochs | Excellence Frühstücksbuffet | Bootsrundfahrt in Strassburg | Gebühren & Hafentaxen | Reiseleitung Nicht eingeschlossen Buchungsgebühr (Fr. 20.–, entfällt bei Internet-Buchung), Getränke, persönliche Auslagen, Trinkgelder, Annullierungskosten-Versicherung
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100% SWISS
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Sofortpreis* 275.– 335.– 375.– 395.– 455.– 595.– 25.–
Abfahrtsorte und Zeiten Wil p 07:15 | Winterthur-Rosenberg 07:45 | Zürich-Flughafen p 08:15 | Burgdorf p 08.45 | Baden-Rütihof p 09.00 | Basel SBB 10.00 | Fribourg-St. Léonard 07.30 | Bern 08.00
Excellence Gourmetfestival ab Fr. 275.–
16
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Johann Lafer
Christian Geisler
Wolfgang Kuchler
Dennis Puchert
Grand Chef Relais & Châteaux TV- und Sternekoch Gourmetrestaurant Le Val d’Or, Stromburg
1 Michelin-Stern, 16 Punkte Gault Millau Der Kunsthof, Uznach
1 Michelin-Stern, 18 Punkte Gault Millau Taverne zum Schäfli, Wigoltingen
1 Michelin-Stern, 15 Punkte Gault Millau, jüngster Schweizer Sternekoch Hotel Rigiblick, Restaurant Spice, Zürich
Reisedatum:
Reisedaten:
Reisedatum:
Reisedatum:
Route 2
30.–31.10.2014
Buchungscode: eqstr20_ku
Route 1 Route 2
02. – 03.11.2014 03. – 04.11.2014
Buchungscode: eqbas10_ku / eqstr10_ku
Route 1
09. – 10.11.2014
11. – 12.11.2014
Buchungscode: eqbas14_ku
Buchungscode: eqbas13_ku
15
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Route 1
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17
Othmar Schlegel
Bernadette Lisibach
Roland Schmid
Antonio Colaianni
1 Michelin-Stern, 18 Punkte Gault Millau, Aufsteiger des Jahres 2014 Restaurant Locanda Barbarossa, Hotel Castello del Sole, Ascona
15 Punkte Gault Millau, Aufsteigerin 2014 im Bertelsmann Guide Restaurant Neue Blumenau, Lömmenschwil
1 Michelin-Stern, 17 Punkte Gault Millau Gourmetrestaurant Äbtestube im Grand Resort Quellenhof, Bad Ragaz
1 Michelin-Stern, 17 Punkte Gault Millau Restaurant Mesa, Zürich
Reisedaten:
Reisedatum:
Reisedatum:
Reisedaten:
Route 1 Route 2
13. – 14.11.2014 14. – 15.11.2014
Buchungscode: eqbas15_ku / eqstr15_ku
Route 2
16. – 17.11.2014
Buchungscode: eqstr16_ku
Route 1
17. – 18.11.2014
Buchungscode: eqbas17_ku
Route 1 Route 2
23. – 24.11.2014 24. – 25.11.2014
Buchungscode: eqbas19_ku / eqstr19_ku
Reisebüro Mittelthurgau Fluss und Kreuzfahrten AG, Oberfeldstrasse 19, CH-8570 Weinfelden, Tel. 071 626 85 85. Online-Buchung auf www.mittelthurgau.ch mit allen Details über die Excellence Queen im 360˚-Panorama sowie Katalogbestellung «Gourmet Flussfestival 2014».
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IHRE REGION
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014
MIGROS BASEL | 63
Kühe melken und Heusack werfen Eine Herausforderung der besonderen Art erwartet die Gäste am 24. August im Park im Grünen in Münchenstein. Dort gibt es nämlich von 10 Uhr bis 16 Uhr eine Bauern-Olympiade und damit Spiel und Spass für die ganze Familie. Wer schon immer mal eine Kuh melken oder einen Heusack werfen wollte, der kann sich nun
BASEL
endlich in diesen Disziplinen versuchen. Auch eine Kinderhüpfburg steht bereit. Das Team des Restaurants Seegarten serviert den hungrigen Olympiadeteilnehmern einen feinen Buurezmorge-Teller mit Trockenfleisch, Käse, Butter, Konfi und Holzofenbrot. www.seegarten-gruen80.ch
An der Bauern-Olympiade gibts für Fr. 12.50 einen feinen Zmorgeteller.
Drei Tage Blues im Volkshaus
Die Konzertreihe Blues Now feiert vom 15. bis am 17. August im Volkshaus Basel ihr fünfjähriges Bestehen.
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ass Blues weit mehr sein kann als ein nicht enden wollendes Gitarrensolo, das beweist die Konzertreihe Blues Now bereits seit fünf Jahren. Blues ist aktuell, wenn zeitgenössische Stilrichtungen einfliessen. Blues ist unverbraucht,wenn junge Musiker dem Publikum ihre Seele zu Füssen legen. Blues ist mal ungestüm und rotzig, mal melancholisch und zart. Und oft so mitreissend, dass man nicht umhin kommt zu tanzen. Drei Tage lang tanzen kann man anlässlich des Blues-Now-Jubiläums vom 15. bis am 17. August. Mit einem internationalen Festival feiert Blues Now rund um das Volkshaus Basel seinen fünfjährigen Erfolg und lässt sich dabei nicht lumpen: Amerikanische Musiker wie die wohl einzige Supergroup im modernen Blues – The Mannish Boys – oder Sugaray Rayford werden ebenso auf der Bühne stehen wie der Holländer Big Pete oder zwei junge Schweizer Nachwuchsbands. Am Sonntag gibt es einen Blues-Lunch mit anschliessendem Konzert im Biergarten. Text: Janine Wagner
Knapp zwei Meter Blues: Sugaray Rayford mit gewaltiger Stimme und Grösse.
Was? Wann? Wo?
Verlosung
Blues Now Festival Datum/Zeit: Fr, 15. August und Sa, 16. August ab 18 Uhr, So, 17. August ab 12 Uhr Ort: Volkshaus Basel Eintritt: Freitag und Samstag Fr. 80.–, Sonntag Fr. 120.– (inklusive Lunch), für Samstag und Sonntag ist ein Festivalpass für Fr. 120.– erhältlich
In Zusammenarbeit mit Blues Now verlost die Migros Basel 10 x 2 Eintritte für den Blues-Lunch inklusive Konzert der Delta Groove All Stars am Sonntag, 17. August, um 12 Uhr. Wert des Gesamtpreises: 2400 Franken. Teilnahme per E-Mail: kulturprozent@migrosbasel.ch, Betreff «Blues Now!», Name und Adresse nicht vergessen. Einsendeschluss: 10. August.
Weitere Informationen und Tickets auf: www.bluesnow.ch
Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS BASEL, 4002 Basel, Tel. 058 575 55 44. E-Mail: mitglieder.reg@migrosbasel.ch
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MIGROS BASEL
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NR. 32, 4. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Gratis an die Lilibiggs Kinder-Festivals Am 16. und 17. August finden im Park im Grünen in Münchenstein die Lilibiggs Kinder-Festivals statt. Andrew Bond, Schtärneföifi, Billy & Benno, Silberbüx und Tischbombe werden Kinder und Erwachsene zum Mitsingen und Tanzen animieren. Die Migros unterstützt den Anlass als Hauptsponsorin und verlost daher zehn Familienpässe für vier Personen im Gesamtwert von 850 Franken
für den Samstag, 16. August. Und so macht man mit: E-Mail schreiben an kulturprozent@migrosbasel.ch, Betreff «Lilibiggs». Name und Adresse nicht vergessen! Teilnahmeschluss: Sonntag, 10. August Weitere Informationen auf www.lilibiggskinder-festivals.ch
Lilibiggs Kinder-Festivals: Spass für Gross und Klein.
Im Dienste der Ästhetik
Fünfzehn Leute sorgen in der Migros Basel für eine stimmige Präsentation der Ware in allen Filialen. Den «Claramarkt» hübschen tagtäglich zwei junge Damen mit viel Freude und kreativem Flair auf.
J
eder Knirps, der mit leuchtenden Augen hinter seinem Krämerladen sitzt und Verkäuferlis spielt, weiss: Das A und O seiner Verkaufsfläche ist die Präsentation der Waren. Das Grosi kauft die Marzipanrüebli nämlich nicht, wenn diese unter den Teigwaren versteckt sind. Und der Götti reklamiert, wenn das Joghurt neben dem Toilettenpapier im Regal steht. So ähnlich ist es auch in der Migros Basel. Darum sorgt ein 15-köpfiges Kreativteam dafür, dass in sämtlichen 55 Filialen, allen Restaurants und Fachmärkten die Produkte zur Geltung kommen. Die Dekorationsgestalterin Christine Bürgler ist gemeinsam mit ihrer Lernenden Andrea Rocha für den Look im Einkaufszentrum Claramarkt in Basel verantwortlich. Jeden Tag sorgen die beiden dafür, dass die Ware mit der passenden Dekoration optimal in Szene gesetzt wird, dass die Präsentationstische
hübsch aussehen und die richtigen Plakate am richtigen Ort hängen. «Die Deko darf die Produkte nicht konkurrenzieren», erklärt Christine Bürgler ihren Auftrag und damit den Grund, weshalb einem als Kundin oder als Kunde auf den ersten Blick vielleicht gar nicht auffällt, was die beiden jungen Damen in der Filiale alles leisten. Erst beim gemeinsamen Spaziergang durch den «Claramarkt» zeigt sich das ganze Ausmass ihrer kreativen Arbeit.
Stimmige Dekorationen brauchen ein Konzept «Wir kleiden zum Beispiel die Mannequins ein oder platzieren auf jedem Hemd die passende Krawatte», erzählt Christine Bürgler in der Modeabteilung und zupft einer Puppe den Jupe zurecht. «Auch die Geschirrtische stellen wir zusammen. Dabei achten wir darauf, dass Farben, Material und Thema harmonie-
ren», erläutert die Chefin in der Ecke mit den Wohnaccessoires, während sie bei einigen Tassen die Henkel nach rechts dreht. «Alle paar Wochen dekorieren wir die Schaufenster neu, und für den Sommer haben wir eine Campingecke mit Möbeln und Zubehör eingerichtet», ergänzt Andrea Rocha, um gleich darauf ein paar Kissen aufzuschütteln und einen Kerzenständer zu verschieben. Sie können nicht anders, die zwei. Sie müssen gerade rücken, drehen, abwischen und drapieren. Ihrem Auge entgeht nichts. Vom Soussol bis in den zweiten Stock hinterlassen sie ihre ästhetischen Spuren und sorgen dafür, dass jedes Detail stimmt. Es sind nämlich die Details, die aus ein paar zusammenhangslos hingestellten Elementen eine gute Dekoration machen. «Eine Idee muss konsequent verfolgt werden. Es braucht ein Konzept, damit von der
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
IHRE REGION
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Perfekte Harmonie: Die stimmige Kombination von Farbe, Material und Produkt ist Aufgabe der Gestalterinnen.
Mit Freude bei der Arbeit: Dekorationsgestalterin Christine Bürgler (links) und die angehende Polydesignerin 3-D Andrea Rocha.
erzeugten Stimmung bis hin zum gut lesbaren Preisschild alles stimmt», erklärt Andrea Rocha. «Auch die Beleuchtung ist enorm wichtig», so Christine Bürgler «und die Sauberkeit. Wir putzen oft.» Wer die beiden jungen Damen erzählen hört, spürt ihre Leidenschaft für den Beruf. Sie beide lieben die Abwechslung, dass kein Tag ist wie der andere, dass sie Raum bekommen für ihre Ideen, die ihnen niemals ausgehen. Wer weiss, vielleicht achtet ja der eine Leser oder die andere Leserin beim nächsten Besuch im Einkaufszentrum Claramarkt oder in einer anderen Filiale der Genossenschaft Migros Basel auf die zahlreichen, perfekt im Laden integrierten Dekorationen und denkt dabei an das kreative Team, das im Hintergrund wirkt, um aus einer kargen Verkaufsfläche ein harmonisches Einkaufserlebnis zu machen. Text und Bilder: Janine Wagner
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Ob im Bereich Mode oder Haushaltwaren: Die Spuren des Kreativteams sind im ganzen «Claramarkt» in Basel zu finden.
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LEBEN
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OUTDOOR
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Eine Tour, die nicht schlaucht Auf einem Luftschlauch, Tube genannt, vom Land gemütlich in die Stadt gondeln: Das ist auf der Aare zwischen Uttigen und Bern möglich. Dabei wähnt man sich in den Weiten der kanadischen Rockies.
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it dem Rücken zum Fluss stehe ich zusammen mit Michi (44), Adrian (19), Basil (20), Noel (19), Selina (18) und Fabian (22) auf den Felsen am Ufer. Den Tube genannten grossen Luftreifen fest in Händen und an den Po gepresst, bereiten wir uns auf den Sprung vor. Neil, Inhaber der Tube-Vermietung und gebürtiger Engländer, zählt «eins, zwei … drei» – platsch, das 17 Grad kalte Aarewasser spritzt uns nass, dann nimmt uns die Strömung auf die knapp dreistündige Reise bis Bern mit. Das Einwassern hier, beim kleinen Dörfchen Uttigen, wird der einzige richtige Adrenalinkick bleiben, und so solls auch sein: Neil hat schon bei der Einführung klar gesagt: «Nehmt es ruhig, easy … entspannt euch.» Der 33-Jährige bestreitet hier bereits seine achte Saison und begleitet uns heute als Guide. Unsere Gruppe besteht aus fünf Jugendlichen um die zwanzig und zwei Mittvierzigern.
Die schöne, schöne, schöne Aare hinunter Schnell zeigt sich, dass man das Tubing alters- beziehungsweise bedürfnisgerecht auf drei Arten ausführen kann: einerseits akrobatisch, indem man versucht, auf dem wackligen Tube zu stehen oder sogar den Kopfstand zu machen – meist mit nassem Ausgang –, anderseits kommunikativ: Man hält sich gegenseitig an den Tubes und bildet so ein Reifenkonglomerat, währenddem der neuste Klatsch und Tratsch ausgetauscht werden kann. Und zu guter Letzt gibt es noch die Variante meditativ, wie sie die zwei älteren Semester gewählt haben: Man lässt sich individuell treiben und hängt friedlich seinen Gedanken nach. Wer die meditative Form gewählt
hat, schaukelt so meist in der Flussmitte vor sich hin, aber immerhin in beachtlichem Tempo: Rund neun bis zehn Kilometer pro Stunde schnell ist die Strömung der Aare. Im Tube sitzt man ein wenig wie im Liegestuhl: zurückgelehnt, der Po hängt im Reifeninnern etwas ins Wasser, die Füsse liegen bequem auf dem vor sich hin schwimmenden Trockensack, in dem sich Picknick, Getränk und Sonnencreme befinden. Nur selten brauchen wir die Hände zum Paddeln. Weil sich der Tube meist langsam um die eigene Achse dreht, können wir das 360-Grad-Panorama ohne eigenes Dazutun geniessen. Wir müssen Endo Anaconda von der Berner Band Stiller Has recht geben, der da singt: «Gang doch e chli der Aare naa, dere schöne, schöne, schöne grüene Aare naa.» Es ist tatsächlich schön hier. Flussaufwärts blicken wir über das strudelnde Wasser bis zu den schneebedeckten Hängen des Blüemlisalpmassivs. Auch dieses wurde von einem Berner Troubadour in einem Lied verewigt: «Blüemlisalp i re Summernacht …», singt Polo Hofer. Flussabwärts sind einzig das türkisgrüne Wasser, die mit Büschen und Bäumen dicht bewachsenen, dunkelgrünen Ufer und der blaue Himmel zu sehen. Kein Wunder, wähnt man sich hier in den weiten Wäldern der kanadischen Rockies. Und tatsächlich erblicken wir auch einen Bären am Ufer. Gut, beim Näherkommen stellt sich dieser dann als grosser, sehr zotteliger Hund heraus. Wieder haben wir Endo Anaconda im Ohr: «Lue mal wie d Hündeler hündele mit ihrne Hünd, dere schöne, schöne, schöne grüene Aare naa.» Davon, dass wir hier nicht in der absoluten Wildnis
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GRENZTOUREN Das Migros-Magazin geht an die Grenze. Sei dies die Staatsgrenze, Kantonsgrenze, Schneegrenze, Sprachgrenze, Stadtgrenze oder etwa gar die Schmerzgrenze: Wir unternehmen Touren in der Natur, die an oder sogar 端ber die Grenze gehen. Dieses Mal: Berner Stadt-Land-Grenze
K端hles Vergn端gen in der Aare: Im Kunststoffring unterwegs in der Flusslandschaft zwischen dem Start in Uttigen (links) und Bern. Grosses Bild (von links): Basil, Selina, Noel und Fabian (hinten).
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sind, zeugen ausserdem die Betonbrücken, die sich hie und da über den Fluss spannen.
Und wo, bitte, ist denn hier die Stadt?
Mal wild, mal übermütig, mal meditativ: Auf den 21 Kilometern die Aare hinunter kann man jede Stimmung ausleben.
Bern
Belp
Bilder: Mirko Ries
Karte: WSGrafik, Keystone
Sightseeing auf dem Wasser Sich treiben lassen funktioniert auch innerorts. Die besten Tipps in der Übersicht.
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Stadt Bern WorbA Eich- are holz) Wabern (Köniz)
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Auf einer neuen Insel machen wir Picknick. Neu deshalb, weil die Aare auf der Strecke Thun–Bern im Rahmen eines Hochwasserschutzprojekts derzeit teilweise renaturiert wird. So entstehen neue Ufer, Seitenarme und Inselchen. Nur wenige Gummiboote fahren an uns vorbei. Das sehe an schönen Sommerferien-Wochenenden etwas anders aus, verrät uns Neil. «Da kannst du locker ans andere Ufer laufen, so viele Boote, Luftmatratzen oder Tubes sind dann auf dem Fluss unterwegs.» Daraufhin gondeln wir entspannt weiter. Seit gut zwei Stunden sind wir mittlerweile unterwegs und nähern uns langsam der Stadt Bern. Der Lärm eines startenden Flugzeugs durchbricht die Ruhe. Schon wieder ein Ort, der es ins nationale Liedgut geschafft hat: «Bälpmoos – schpick mi furt vo hie», singt Büne Huber von der Berner Band Patent Ochsner. Links von uns, hinter den Büschen, im Gebiet Belpmoos befindet sich der Flugplatz Bern-Belp. Rechts zieht bald darauf das einsam stehende Fähri-Beizli an uns vorbei, und genau hier haben wir nun auch die Stadtgrenze von Bern erreicht. Es ist ganz anders, als wir uns das vorgestellt haben: Wir haben Beton, Häuser, Strassen, Autos, Menschen erwartet – tatsächlich aber finden wir auch hier grösstenteils Wasser, Büsche, Bäume. Vor der letzten Kurve gilt es ausnahmsweise, so richtig mit den Händen zu paddeln, denn hier müssen wir uns aus der starken Strömung ans linke Ufer kämpfen, wo wir beim Camping und Park Eichholz an Land gehen. Und ja … genau, jetzt sehen wir weiter flussabwärts zwei Wohnblöcke hinter den Baumwipfeln hervorgucken. Das lässt uns doch noch glauben, dass es hier in der Nähe tatsächlich eine richtige Stadt gibt. Text: Üsé Meyer
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Im Schlauch auf der Aare Anreise/Rückreise: Hin mit Bahn via Bern bis Uttigen und zurück mit Tram (Wabern Eichholz) und Bahn via Bern. Tubing-Route: Uttigen–Camping Eichholz (21 km). Dauer: ca. 2,5 h (Start 10, 11 oder 12 Uhr in Uttigen, Rückgabe bis spätestens 18 Uhr). Anforderung: Gute Schwimmkenntnisse, Kinder ab 14 Jahren. Die Tour kann problemlos auch ohne Guide gemacht werden. Saison: Mai bis Ende Sept. Ausrüstung: Badekleider, Badetuch, evtl. Wasserschuhe, Sonnenschutz.
Kosten: Fr. 45.–/Person (mit Guide: Fr. 80.–/Person). Inbegriffen sind: Tube, Schwimmweste, Trockensack, Gepäcktransport. Ein Neoprenanzug kann für Fr. 10.– gemietet werden. Varianten: Ab Münsingen (ca. 1,5 h/Fr. 35.– pro Person). Anstelle von Tubes gibt es auch Gummiboote, Kajaks und Stand-Up-Paddles zu mieten. Buchen/Informationen: Aaretubing, Faulensee, www.aaretubing.ch Übernachtung: Bern Tourismus, www.bern.com
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Die Vorbereitung auf einen
Nicola Spirig, erfolgreichste Schweizer Triathletin, bereitet sich für den Marathon der Leicht Wechsel vom Triathlon zum Marathon? Tipps für Hobbyläufer von der Olympiasiegerin und dem
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pätestens seit den Olympischen Spielen 2012 in London kennt sie jeder: Nicola Spirig (32) holte damals Gold im Triathlon. Dass sie in der Folge in der internationalen Triathlon szene weiterhin ganz vorne mitmischte, verwundert kaum. Schon eher, dass die Zürcherin am 16. August an den LeichtathletikEuropameisterschaften im Marathon in Zürich teilnimmt. Nicola Spirig schmunzelt: «Ich liebe neue Herausforderungen, auch wenn sie ein wenig verrückt erscheinen.» Tatsächlich sind Triathlon und Mara thon zwei verschiedene Paar Schuhe: Der Triathlon über die olympische Dis tanz, wie ihn Spirig bestreitet, besteht aus 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfah ren und 10 km Laufen. Der Marathon dagegen aus 42,195 km reinem Laufen. Ausserdem ist sie vom Körperbau her keine typische Marathonläuferin: «Da für sind mein Oberkörper und meine Ar me viel zu muskulös», sagt sie. «Mara thon ist für mich ein Abstecher. Ich blei be dem Triathlon treu und verspreche mir sogar, durch das Marathontraining im Triathlon schneller zu werden. Und vielleicht wechsle ich irgendwann zur TriathlonLangdistanz.»
Was bedeutet der Wechsel auf die klassi sche Distanz fürs Training? Vervierfacht Spirig nun einfach ihr Laufpensum? «Natürlich nicht», sagt sie. «Zumal mein Bewegungsapparat bei hohen Laufbelastungen anfällig auf Verletzun gen reagiert.» So erlitt die Athletin in ihrer Karriere einige Ermüdungsbrüche und Probleme mit den Schienbeinen. Den Lauftrainingsumfang hat sie trotz dem erhöht: «Gerade um so viel, dass keine Probleme auftreten sollten.» Nicola Spirig läuft heute etwa ein Drittel mehr als zu Triathlonzeiten. Zum wöchentlichen Lauftraining gehören neben kürzeren Läufen ein dreistündiger Longjogg und ein intensives Bahn training von 20 Kilometern, womit ein hohes Tempo über eine lange Distanz trainiert wird. So kommen rund 100
Patrik Noack ist Sportarzt und TriathlonVerbandsarzt.
Laufkilometer pro Woche zusammen. Das ist deutlich weniger, als eine reine Marathonspitzenläuferin trainiert. Den noch erreicht Spirig den Umfang, den ein Marathontraining erfordert: Ihr Schwimmtraining hat sie im Gegensatz zum Radtraining nicht reduziert und legt eine harte 90minütige Schwimm einheit vors Laufen. «Beim Schwimmen kann ich mir einen Teil der Fitness für das Laufen holen, ohne den Bewegungs apparat zu belasten», sagt sie. Patrik Noack, Sportarzt bei medbase in St. Gallen und TriathlonVerbands arzt, erachtet es sowohl bei Nicola Spi
rig wie auch bei Hobbyathleten als sinn voll, multisportiv für einen Marathon zu trainieren: «Verteilung des Trainings auf verschiedene Sportarten vermeidet Überbelastung und verringert das Ver letzungsrisiko.» Ernsthaft mit der Umstellung aufs Marathontraining begonnen hat Spirig, die vor einem Jahr Mutter geworden ist, rund ein halbes Jahr vor dem EMWett kampftag. «Sechs Monate Vorbereitung reichen, um gut über die Runden zu kommen», sagt Noack. «Das gilt auch für Hobbyläufer mit einem Pensum von rund 40 Kilometern pro Woche, die
Bild: Thomas Buchwalder/SI/RDB
Sechs Monate vor der EM startet Spirig mit den Vorbereitungen
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Marathon
athletikEM vor. Wie schafft sie den Sportarzt Patrik Noack.
erstmals einen Marathon laufen wollen. Selbst vier Monate Training genügen, wenn man sein Ziel nicht zu hoch steckt und nicht zu viel Übergewicht hat.»
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Hobbyläufer wählen ein etwas anderes Trainingsprogramm
Vor das Laufen legt Nicola Spirig ein anderthalbstündi ges Schwimm training.
Hobbyläufer mit Ziel Marathon sollen selbstverständlich Spirigs Trainingsplan nicht eins zu eins übernehmen. Ihnen empfiehlt Noack drei bis vier Lauf trainings pro Woche. Dazu gehört ein Dauerlauf von anfangs 90 bis später 120 Minuten. Die übrigen Lauftrainings sollen rund 40 Minuten dauern und in zügigem Tempo absolviert werden. «Nur so schnell, dass man sich noch unterhalten kann, ohne ausser Atem zu geraten.» Sinnvoll sei zudem ein Inter valltraining pro Woche, bei dem kurze Tempoverschärfungen mit langsameren Laufabschnitten wechseln. Wichtig sei auch, zwei bis drei Mal wöchentlich Rumpfkraft und Becken stabilität zu trainieren. «Dies ist eine gute Verletzungsprophylaxe: Denn wer den Oberkörper nicht stabilisieren kann, belastet Waden und Achillessehne stär ker, Überbelastungsprobleme sind pro grammiert.» Wichtig sei zudem ein Ruhetag pro Woche. So wie auch Nicola Spirig einen Ruhetag einlegt, wenn ihr Körper ihn braucht. Trotz minutiöser Vorbereitung bleibt sie realistisch: «Ich werde mit den Schnellsten nicht mithalten können. Für mich ist es schon ein grosser Erfolg, dass ich mich als NichtMarathonSpezialis tin für die LeichtathletikEM qualifizie ren konnte.» Diese Einstellung dürfen Hobbyathleten für ihren ersten Mara thon eins zu eins von der Olympiasiege rin übernehmen. Text: Caroline Doka www.migrosmagazin.ch
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GARTEN
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BLICK ÜBER DEN GARTENZAUN
Jetzt die nächste Gartensaison planen, pardon anlegen Jetzt beginnt die Zeit, in der die Schnecken ihre Eier ablegen; bis zu 400 Stück pro Exemplar. Bevorzugte Kinderstuben sind Spalten und Ritzen in Erde oder Totholz, lose Steine, Laub- und Mulchschichten, aber auch der Kompost. Einsammeln und vernichten! Ein weiterer zukunftsträchtiger Job ist das laufende Entfernen von Unkräutern wie Vogelmiere, Giersch oder Löwenzahn vor deren Samenreife. Abgeerntete Gemüsebeete mit einer Mulchschicht bedecken. Eine Alternative ist Gründüngung: Klee, Sonnenblumen, Raps, Weisser Senf, Phacelia.
Blumen Pfingstrosen, deren Blühwilligkeit nachlässt, können geteilt werden. Das gilt auch für Bartiris, Christrosen und
Taglilien. Knollen ausgewählter Zwiebelblumen setzen: Die Herbstzeitlose blüht noch dieses, Safran, Madonnenlilie und Türkenbund im Folgejahr. Letzte Saatchance für Frühlingsblüher: Stiefmütterchen, Dotterlack und Vergissmeinnicht. Mehrjährige Balkonpflanzen wie Geranie, Fuchsie, Wandelröschen, Strauchmargerite, Hibiskus, Schönmalve und Engelstrompete können über Kopfstecklinge vermehrt werden. Bei den vor einigen Wochen ausgesäten Zweijährigen wie Nachtkerze, Goldlack, Bartnelke, Fingerhut und Stockrose droht Dichtestress: Vereinzeln!
Obst und Gemüse Starkzehrer wie Gurke, Tomate, Zucchetti oder auch Kürbis leisten momentan harte Arbeit. Ein Doping aus selbst angesetzten Kräuterjauchen
unterstützt. Ende Monat steht auch die jährliche Hauptdüngung der Erdbeeren mit Kompost an. Die abgeernteten Ruten der Sommerhimbeeren können bereits jetzt bodennah gekappt werden. Bei den Brombeeren werden die Fruchttriebe um rund die Hälfte gekürzt. Von den Johannisbeeren wiederum landen die älteren Triebe (dunkle Rindenfärbung) im Häcksler. Gesät werden können Rucola, Nüsslisalat, Frühlingszwiebeln, Gartenkerbel, Koriander, Pflücksalat, Radicchio sowie Spinat. Bis Monatsmitte müssen die Setzlinge von Chinakohl, Kohlrabi, Kopfsalat und Winterblumenkohl in den Boden. Dorthin gehören nun auch Knoblauch und Steckzwiebeln. Noch können zweijährige Kräuter ausgesät werden: Petersilie, Löffelkraut, Winterkresse, Winterportulak,
Löwenzahn und Kümmel. Nicht vergessen: Rhabarberstöcke pflanzen.
Sträucher Immergrüne Hecken (Thuja, Eibe) stutzen respektive pflanzen. Wer beim Sommerflieder die verblühten Rispen entfernt, kann auf eine zweite Blüte hoffen. Die Rispen gehören in den Abfall (invasiver Neophyt!). Text: Almut Berger
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NERD’S WORDS
Spass mit Tabletten
Fast so flach und leicht wie ein Blatt Papier mit Farben so klar wie ein Blick aus dem Fenster: Das Samsung Galaxy Tab S ist momentan eines der besten Tablets auf dem Markt.
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in gutes Tablet erfüllt drei Kriterien: Erstens verfügt es über einen guten Bildschirm, liegt zweitens angenehm und leicht in der Hand und ist drittens ansprechend designt. Natürlich muss das Gerät darüber hinaus ruckelfreies Spielen garantieren, Apps schnell öffnen und Videos flüssig abspielen. Aber das beherrschen die meisten Tablets sowieso – der Kaufentscheid sollte vor allem durch die eingangs erwähnten Punkte beeinflusst werden. Der Erste ist der wichtigste: Und genau dort sahnt das Galaxy Tab S von Samsung die volle Punktzahl ab. Dank seiner Amoled-Bildschirmtechnik zeigt das 10,5-Zoll-Display so klare Farben und hohe Kontrastwerte wie kein Tablet zuvor. Auch punkto Haptik überzeugt das Gerät. Es liegt mit dem Gewicht von 465 Gramm (die kleinere 8,4-Zoll-Variante wiegt nur 300 Gramm) leicht in den Händen. Leider sind die beiden Funktionstasten mit den Daumen nur mit Verrenkungen zu erreichen, wenn man das Tablet an den Seiten festhält. So
Gibts in zwei Grössen und Farben: Samsung Galaxy Tab S.
muss für eine angenehme Bedienung eine Hand vom Gerät genommen werden – das ist schade.
Rückseite fühlt sich glitschig an und die Steuerung ist knifflig Der dritte Punkt, die Optik, ist Geschmackssache. Objektiv lässt sich lediglich feststellen, dass sich die Rückseite des Geräts aufgrund des Kunststoffgehäuses nicht besonders griffig, sondern eher glitschig anfühlt. Trotz der erwähnten Nachteile erhalten Käufer für 480 beziehungsweise 580 Franken ein herausragendes Tablet mit 16 GB Speicherplatz. Positiv: Wer mehr Platz braucht, kann diesen mit einer Speicherkarte problemlos erweitern. Texte: Reto Vogt
www.migrosmagazin.ch
LESEN SIE ONLINE iPad Air vs. Samsung Galaxy Tab S: Welches Top-Tablet ist besser?
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Flugzeuge im Telefon Am Himmel ziehen zahlreiche Flugzeuge ihre Bahnen. Sie wollen wissen, wohin sie fliegen? Die drei Franken teure App Flightradar 24 Pro für Android, iPhone und Windows Phone (Achtung vor gefälscher App für 9 Franken) verrät es Ihnen. Halten Sie Ihr Gerät in den Himmel, und schon verrät der Bildschirm den Zielflughafen. Ein Fingertipp auf die Maschine und schon sehen Sie ihre Geschwindigkeit, Flughöhe und Route. Das ist noch nicht alles: Sie möchten die Heimreise von Freunden oder Verwandten aus den Ferien verfolgen? Geben Sie Flugnummer, Fluggesellschaft oder den Startflughafen ins Suchfeld ein, und sehen Sie die sichere Landung auf dem Display.
mit Reto Vogt
Robokick Australien ist Fussballweltmeister! Nein, das ist kein Scherz, und das Finale von Rio de Janeiro wurde auch nicht klammheimlich wiederholt. Allerdings startete nur zehn Tage nach der WM in Brasilien bereits das nächste Turnier. Es geht zwar auch um Fussball – allerdings traten keine Menschen gegeneinander an, sondern Roboter. In fünf Kategorien kicken jedes Jahr Blechmänner um den Titel des besten Robo-Teams der Welt. Noch ist das Niveau bescheiden: «Die meisten ‹Spieler› wissen noch nicht mal, wo sich der Gegner befindet und laufen deshalb einfach drauflos», sagte Professor Phil Culverhouse vom Betreuerstab der Briten zum Technikblatt Ars Technica. Elegante Bewegungen, schöne Spielzüge oder fulminante Torschüsse sind beim Robokick nicht zu erwarten. Ihre Hauptqualität liegt gemäss Culverhouse eher beim Foulen, Hinfallen und Wiederaufstehen. Aber immerhin. Wenn die Veranstalter des Robocups recht behalten, bleibt das nicht mehr lange so: Sie behaupten nämlich, dass im Jahr 2050 ein Roboterteam in der Lage ist, den amtierenden, lebendigen Fussballweltmeister zu besiegen. Jetzt den Kopf zu schütteln und zu rufen: «unmöglich!», wäre voreilig: Zwar ist das Vorhaben recht ambitioniert, aber man darf nicht vergessen, dass es einem Computer schon vor über 18 Jahren gelang, den damaligen Schachweltmeister Garri Kasparow zu besiegen. Dann reichts doch 2050 locker für elf Fussballer. Oder etwa nicht?
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10.9. Pentorama Amriswil 11.9. Musical Theater Basel 12.9. Kongresshaus Zürich 13.9. Stadthalle Sursee 14.9. Kursaal Bern Beantworten Sie einfach folgende Frage: Aus welchem Land stammt Kabarettist Dieter Nuhr?
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Der deutsche Kabarettist Dieter Nuhr kommt mit seinem neuen Programm «Ist alles Nuhr ein Traum?» in die Schweiz. Das MigrosMagazin verlost Tickets. Comedy mit Niveau: Dieter Nuhr wurde dieses Jahr für seine Verdienste um die Deutsche Sprache mit dem Jacob-Grimm-Preis geadelt.
Bild: Patrick Hoffmann/WENN.com
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ieter Nuhr ist einer der erfolgreichsten Kabarettisten Deutschlands. Er wurde mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet, ist mehrfacher Gewinner des Deutschen Comedypreises und erhielt dieses Jahr den renommierten Jacob-Grimm-Preis für seine Verdienste um die Deutsche Sprache. In der Evolution des Humors ist Nuhr die Verbindung zwischen Kabarett und Comedy: Er ist schlau und lustig. Einer, der seine Texte selber schreibt, weil er über eigene Gedanken verfügt. Mit sei-
nem neuen Bühnenprogramm «Ist alles Nuhr ein Traum?» tourt Dieter Nuhr auch durch die Schweiz. Darin fragt er sich: Wer kann heute noch unterscheiden zwischen Wahn und Wirklichkeit? Dieter Nuhr stellt fest: Fakten waren gestern. Heute gilt als Wahrheit, was im Internet verlinkt wird, also Bullshit, Blödsinn und beknackte Bewertungen. Wer Dieter Nuhrs Vorstellungen besucht, schüttelt sich vor Lachen über den Mann auf der Bühne – und lacht gleichzeitig über sich selbst und die ganze Welt.
0901 560 039 (1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, den Wunschort, Ihren Namen und Ihre Adresse. ■ Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Wunschort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Wunschort, Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt ■ Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort, dem Wunschort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Dieter Nuhr», Postfach, 8099 Zürich ■ Online: Kostenlos unter www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff Einsendeschluss: 10. August 2014. Die Gewinner werden schriftlich benachrich tigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Ver losung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens einen Monat durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.
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So nehmen Sie teil
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
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UNTERHALTUNG | 81
PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.
2 4
I
5 3 1
A N A G R AMM ENTR I SCH ERDENKEN HERBERGE I DEAL I ST I SOL I ERT PELER I NE RE L A T I ON SCHRE I BE ZETTELE I
So nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 MOTEL Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 10.8.2014, 24 Uhr
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Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
Auflösung Nr. 31: KATER Gewinner Nr. 30: Lydia Winter, Urtenen BE; Verena Zünd, Münsingen BE; August Fischer, Thalwil ZH
Auflösung Nr. 4: Mineralwasser
KINDEREGGE 8) Zum Spielen. Für Tobi zum Trinken. Damit baut Hugo eine Sandburg. 9) Darauf liegt Nina, wenn sie müde wird. Für einen kühlen Kopf. 10) Damit kann Hugo unter Damit lässt sich Nina auf dem Wasser atmen. Wasser treiben. 11) Gegen die heisse Mittagssonne. 5) Das trägt Hugo am Strand. 12) Damit beobachtet 6) Das braucht es gegen SonnenNina die Fische. brand. 7) Für Tobi zum Knabbern. 1) 2) 3) 4)
Rä tsels pass WAS KOMMT MIT AN DEN STRAND?
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Alle Informationen in aller Ruhe – Das kann nur ein Inserat. Dieses Inserat macht Werbung für Werbung in Zeitungen und Zeitschriften. Der Verband SCHWEIZER MEDIEN schreibt dazu jedes Jahr einen Wettbewerb für junge Kreative aus. Dabei siegte auch diese Arbeit – kreiert wurde sie von Luca Schneider und Yannick Schaller, Havas Worldwide Zürich. www.das-kann-nur-ein-inserat.ch
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014 |
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UNTERHALTUNG | 83
SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 5 7
2 2 8 7 4
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.
7 Auflösung Nr. 31: 597 So nehmen Sie teil 1 2 9 Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) 7 3 8 9 6 2 5 4 1 Gewinner Nr. 30: 2 SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen 65 29 14 87 51 43 78 96 32 Margrit Kaeser-Burri, 7 9 und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans 3 1 9 2 4 8 6 7 5 Alterswil FR; 8 Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen 3 1 4 8 6 2 5 9 7 1 3 4 Ferdinanda Brändle, Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich 4 5 7 1 3 6 9 2 8 9 4 3 6 8 1 2 5 7 Bern; 6 4 5 Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel 2 8 6 4 7 5 3 1 9 Michel Boillat, La 1 7 5 3 2 9 4 8 6 Chaux-de-Fonds NE; 3 2 7 Teilnahmeschluss: Sonntag, 10.8.2014, 24 Uhr 8 5 Edith Leutert, Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 1 7 6 Seuzach ZH; Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Philippe Müller, Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden 3 5 4 schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Beatenberg BE 06010010650
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IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 558 467 Ex. (WEMF 2013) Leserschaft: 2 413 000 (WEMF, MACH Basic 2014-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch
Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild
Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Béatrice Eigenmann, Anna Meister, Christoph Petermann, Michael West Ressort Shopping & Food: Eveline Zollinger (Leitung), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Tatiana Vergara
Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), René Feller, Max Sommer Prepress: Peter Bleichenbacher, Liliane Bolliger, Marcel Gerber Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis Online: Reto Meisser, Reto Vogt Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser
Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71 Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco,
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MEINE WELT 86 |
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TADESSE ABRAHAM
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«Ich bin pünktlich. Wie ein echter Schweizer.»
Marathonläufer Tadesse Abraham ist seit Kurzem eingebürgert und geht an der Leichtathletik-EM für die Schweiz an den Start. Der gebürtige Eritreer ist stolz auf seinen neuen Pass und pflegt helvetische Werte wie Familiensinn und Pünktlichkeit.
Wieso leben Sie in Genf?
Meine Frau Senait arbeitet hier als Wirtschaftsprüferin. Sie stammt auch aus Eritrea, ist aber in Genf aufgewachsen. Wo würden Sie gerne leben?
In Uster. Dort bin ich integriert und habe viele Freunde. Viele kenne ich aus dem Leichtathletik-Club. Beruf und Lebenslauf:
Name: Tadesse Abraham Alter: 32 Sternzeichen: Löwe Wohnort: Genf
Ich bin in einem kleinen Dorf in Eritrea aufgewachsen. Meine Schule lag weit entfernt, und so rannte ich schon als Kind fast jeden Tag 20 Kilometer. Sport hat mich schon immer fasziniert. Gern wäre ich Radrennfahrer geworden. Wir hatten sogar ein Velo, aber leider wurde ich beim Radfahren von einem Auto angefahren, und meine Eltern konnten sich kein neues Zweirad leisten. Also lief ich halt wieder. 2002 kam ich als Läufer ins Nationalteam von Eritrea, und ein Jahr später besuchte ich anlässlich der CrossWM in Lausanne erstmals die Schweiz. 2004 nahm ich in Belgien erneut an der Weltmeisterschaft teil und setzte mich von meinem Team ab, um in der Schweiz Asyl zu beantragen. Ich kam ins Asylbewerberheim in Uster und fand Anschluss beim LC Uster. Ohne diesen Klub und einige wichtige Leute vom LCU wäre ich heute nicht dort, wo ich bin. Mein Ziel:
NR. 32, 4. AUGUST 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
MEIN FLUCHTORT
«Ich flaniere gern durch
die Altstadt von Genf. Ich mag die geschichtsträchtigen Häuser, die verkehrsfreien Plätze – und überhaupt das entspannte Ambiente.»
spreche Englisch, Deutsch, Französisch, Äthiopisch, ein wenig Italienisch und natürlich Eritreisch. Meine beste Eigenschaft:
Ich bin sehr pünktlich. Wie ein echter Schweizer eben. Zudem mag ich Menschen und begegne ihnen mit dem Herzen. Mein schönstes Erlebnis:
Neben der Geburt meines Sohns, der Sieg am Zürich Marathon 2013. Ich lief 2:07:45 – meine bisher schnellste Zeit. Mein Vorbild:
Der Kenianer Paul Tergat. Er wurde hinter Haile Gebrselassie zwar meistens Zweiter, trotzdem gab er nie auf und blieb stets motiviert und positiv. Mein Traum:
Ich möchte meiner Familie ein schönes Leben ermöglichen und ein gutes Vorbild für meinen Sohn sein. Meine Sucht:
Schokolade. Wenn ich in Äthiopien am Trainieren bin, esse ich jeden Tag mindestens eine Tafel. Mein Tempotipp:
Höre auf deinen Körper, trainiere nicht nur Ausdauer, sondern auch Kraft, und lerne aus deinen Fehlern. Text: Andrea Freiermuth Bilder: François Wavre
MEIN STOLZ
«Mein erster Schweizer-Meister-Titel bei der SM in Uster über 10 000 Meter kurz nach meiner Einbürgerung.»
Körperlich gesund bleiben und sportliche Erfolge feiern. Wie für jeden Sportler wäre natürlich eine Olympiamedaille das Grösste. Mein Lebensmotto:
Es gibt immer einen Weg.
«Die weisse Tou-
rist-Schokolade. Ich mag ihre sanfte Süsse. Zudem liefern die darin enthaltenen Weinbeeren und Nüsse gute Nährstoffe.»
Was ich mag:
Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Was ich nicht mag:
Menschen, die sich für ihre Fehler nicht entschuldigen können. Mein Tick:
Ich bin zwar nicht tief religiös, aber ich bekreuzige mich immer vor dem Start. Dieses Ritual gibt mir Kraft. Mein Talent:
Ich lerne Sprachen relativ schnell. Vielleicht, weil ich gern diskutiere. Ich
MEIN HÄRTESTES TRAINING
«Zwei- bis dreimal im Jahr reise ich für vier bis sechs Wochen nach Äthiopien. Da treffe ich immer auf starke Läufer, die mich fordern. Bei diesem Training kam ich als Zweiter ins Ziel.»
Bild: Flavio Calligaris-Maibach
MEIN LIEBLINGSPRODUKT
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MEINE WELT
MIGROS-MAGAZIN | NR. 32, 4. AUGUST 2014
MEINE WAHLHEIMAT
«Seit Ende Juni bin ich
eingebürgert. Ich freue mich riesig, dass ich nun an der Europameisterschaft für die Schweiz an den Start gehen darf.»
MEIN SOHN
«Elod (3) ist mein Ein und Alles. Nach dem Training hole ich ihn jeweils von der Krippe ab. Wir gehen oft in den Tierpark, auf den Spielplatz oder an die Promenade am See. Mein Sohn ist ein Bewegungsmensch wie ich und lernt jetzt gerade Velofahren.»
MEIN SOUVENIR
«Diese Jacke trug ich, als ich 2004 an die
WM nach Belgien reiste. Ich bin stolz auf meine Herkunft, aber die Menschenrechtsverletzungen machen mich traurig.»
MEIN KRAFTTRAINING
«Wer Marathon läuft, sollte nicht nur Ausdauer, sondern auch Kraft trainieren. Das beugt unter anderem Krämpfen und Verletzungen vor und macht letztlich auch schneller. Darum stemme ich zwei Mal pro Woche Gewichte.»
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