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Migros-Magazin-31-2026-d-AA

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Bratwurst oder Cervelat?

Das Duell

→ Seite 26

Land der Ideen

Wie viel Pioniergeist steckt in der Schweiz? Löse unser Quiz und gewinne eine Ballonfahrt → Seite 14

Kochen auf engstem

Raum: Besuch in der Küche des Circus Knie

Marienkäfer: Wieso er Bauern nützt und Glück bringt

→ Seite 10 Rösti perfekt: Wie das Nationalgericht schön knusprig wird

→ Seite 48

→ Seite 30

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Kurz und gut

8 News mit Würze in Kürze

Die Jongleure am Herd 10 Zu Besuch bei den drei Köchen im Circus

Great since 1291

14 Teste dein SchweizWissen im ultimativen

1.-August-Quiz

Ein M türkischer

20 Was es mit der Migros in der Türkei auf sich hat

Genuss

Ein Hit nach dem anderen

22 Wir brunchen uns so richtig in Feierlaune

Cervelat vs. Bratwurst

26 Das grosse Wurstduell

INHALT

Migros-Magazin 29. Juli 2026

Unsere Extrawurst

Am Nationalfeiertag muss was Traditionelles her. Eine Kalbsbratwurst bietet sich an.

Kollege Cervelat ist natürlich auch am Start. Jetzt hast du die Qual der Wahl. S. 26

55 Schlussgang 7 Editorial Aktuell

Wir bitten zu Tisch mit

28 … Schwingerkönigin

Jasmin Gäumann

Innen fluffig, aussen knusprig

30 Unsere Autorin geht in die Röstischule

Meine Region

33 Aktionen, Storys, News, kompakt verpackt

Leben

Macht Zucker wirklich dick?

40 Wir räumen mit ein paar Sugarmythen auf Brotlos glücklich

42 Die Bündner Buchautorin Flurina Badel über das knallharte Literaturgeschäft

Tierische Begegnung

44 Was tun, wenn dir beim Wandern eine Kuh über den Weg läuft?

Kolumne

47 Filialleiter Yves Brunner und das liebe Bargeld Sie punkten bei allen

48 Spannendes zu den hiesigen Marienkäfern

52 Rätsel

1. AUGUST für Spiesser

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Impressum

MIGROS-MAGAZIN

vormals Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen

Kapitals, Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes (MGB)

ONLINE: migros.ch/magazin

ADRESSE: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich

TELEFON: 0800 840 848

KONTAKT: migmag.ch/leser

HERAUSGEBER: MGB

CHEFREDAKTORIN:

Sabine Eva Wittwer

AUFLAGE: 1 314 143 Ex. (Wemf, Auflagenbulletin 2025)

LESERSCHAFT: 2 179 000 (Wemf, MACH Basic 2026-1)

ABONNEMENTE: migmag.ch/abo

TELEFON: 058 577 13 00*

Ausführliches Impressum auf migmag.ch/impressum

M-INFOLINE:

TELEFON: 0800 840 848

CUMULUS-INFOLINE:

TELEFON: 0848 850 848*

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Liebe Leserin, lieber Leser

Demnächst feiere ich das Fünfjährige. So lange bin ich Schweizer Bürger. Mein Handy hat mich neulich daran erinnert, als es ein Foto von Tag 1 aus den Untiefen meiner Bildersammlung nach oben spülte: ich, umrahmt von Freunden, die mir eine Schweizerfahne in die Hand gedrückt hatten. Glücklich, endlich mitbestimmen zu dürfen! Wer Schweizer werden will, sollte sich für Land und Leute interessieren, für direkte Demokratie, Neutralität und Schweizer Traditionen. Mein Wissen über die Alltagskultur meiner neuen Heimat verdanke ich auch einer ungewöhnlichen Quelle: Kreuzworträtseln. Den Vornamen des ehemaligen Skirennfahrers Russi oder den Ort mit Mineralquelle im Kanton Glarus könnte ich heute im Schlaf herbeten. Und wie steht es um Ihr Schweiz-Wissen?

In unserem grossen Quiz zum 1. August (Seite 14) fragen wir nach den Pionierinnen und Erfindern unseres Landes. Kennen Sie sie alle?

Apropos Fragenbeider Einbürgerung

Wie heisst das politische System der Schweiz?

Die Schweiz ist eine direkte Demokratie. Das bedeutet, das Volk kann Entscheidungen der Politik und Gesetze direkt beeinflussen.

Nennen Sie drei politische Rechte. Alle Bürgerinnen und Bürger der Schweiz haben das Wahlrecht, Stimmrecht, Initiativrecht, Referendumsrecht, Petitionsrecht.

Wann wurde die moderne Schweiz gegründet?

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Guacamole mit Pimientos

Bei diesem Teller isst das Auge mit – ein Blickfang für jede Sommerparty. Pimientos und Mais in der Pfanne anrösten und mit Peperoni und Schalotten auf einer Creme aus Avocado, Limetten, Salz und Crème fraîche verteilen. Dazu passen Tortilla-Chips, kühle Getränke und guter Sound!

Filmfestival Premiere in Locarno

Vom 5. bis 15. August findet das Filmfestival Locarno statt. Zum Programm gehört dieses Jahr die bewegende Dokserie «Der Engelmacher»: Sie erzählt von Frauen, die in der Emmentaler Glaubensgemeinschaft Methernitha Missbrauch erlebten und sich mutig dagegen wehrten. Das Migros­Kulturprozent hat die Serie unterstützt. → locarnofestival.ch

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Kurz und gut

Bauernhöfe bieten dieses Jahr einen 1.-AugustBrunch an. Vom Weingut bis zum Bergbauernhof: Überall gibt es ein reichhaltiges Buffet. Die Migros unterstützt den Event schon seit vielen Jahren. Und es hat noch freie Plätze, schnell online buchen: → brunch.ch

Frage & Antwort Wann

wurde das Post-it erfunden?

Antwort: 1968 entwickelte der Amerikaner Spencer Silver bei 3M einen neuen Klebstoff. Bloss: Er klebte zu schwach. Jahre später erkannte sein Kollege Art Fry das Potenzial für Haftnotizen und bestrich damit seine Lesezeichen im Gesangsbuch. 1980 kamen die Post-it-Zetteli auf den Markt – jetzt gibt es sie in der Migros auch transparent. So bleibt der Text darunter lesbar.

Paper & Co. Haftnotizen Sprechblase Fr. 2.50

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Festlich am 1. August

Happy Birthday, Schweiz!

Es braucht nicht viel für ein stimmiges Ambiente am Nationalfeiertag: eine Lichterkette auf Balkon, Terrasse oder Gartensitzplatz, ein paar Schweizerfähnli in Blumenkästen oder auf dem Tisch. Und ja nicht vergessen: die 1.-August-Schoggikugeln von Frey. Sie versüssen uns den 735. Geburtstag der Schweiz!

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Zahl der Woche

Zirkusköche

Manege frei für die Zirkusköche

Während im Chapiteau geprobt wird, dampfen im Kochwagen die Töpfe: Drei Männer verpflegen das grosse Team des Circus Knie auf engstem Raum.

Text: Edita Dizdar Fotos: Anna-Tina Eberhard

Seit 40 Jahren sorgt Noureddine Oulouda für das kulinarische Wohl der Knie-Truppe.

Zirkusköche

Es dampft und zischt aus Töpfen, Geräte piepsen. Drei Männer in Kochkleidung wuseln herum.

Ihre Küche: ein elf Meter langer und zweieinhalb Meter breiter Zirkuswagen. Ihre Arbeitsfläche: ein schmaler Gang zwischen den Chromstahl-Küchenzeilen zu beiden Seiten. Ab halb zwölf Uhr werden rund 70 Personen an den Ausgabefenstern stehen und ihre Mahlzeit entgegennehmen. Heute wählen sie zwischen Kartoffelgratin, Reis, paniertem Schweinsschnitzel, Poulet-Piccata, Cordon bleu, grünen Bohnen, russischer Randensuppe und Salat. Es ist neun Uhr, und es gibt noch reichlich zu tun.

Wie eine kleine Familie

Seit einer Stunde ist Noureddine Oulouda mit seinen zwei Mitarbeitern an der Arbeit. Er rührt in einem Topf, in dem vier Liter Béchamelsauce köcheln. «Nur so wird der Gratin richtig gut», sagt der 67-Jährige. Ein einfacher Guss aus Rahm und Käse kommt für ihn nicht infrage. «Es muss alles frisch und auf französische Art zubereitet werden.»

Seit 40 Jahren sorgt der Marokkaner für das kulinarische Wohl der Circus-KnieTruppe. Keine Saison habe er in dieser Zeit ausgelassen, sagt er stolz. An diesem warmen Morgen im April ist der Zirkus auf der Allmend in Frauenfeld stationiert. Dutzende Wohnwagen reihen sich aneinander, und wenige Meter entfernt wird gerade das weiss-rote Vorstellungszelt aufgebaut. Am anderen Ende der Küche steht Abdesalam Oulqaid mit Kopfhörern in den Ohren und schält so schnell Kartoffeln, dass die Schalen

«Ich brauche keine Küchenuhr, ich bin die Uhr.»
Noureddine Oulouda

20 Kilo Kartoffeln schält er für Gratin und Kartoffelstock: Abdesalam Oulqaid ist seit 20 Jahren Teil des Teams.

nur so herumfliegen. 20 Kilogramm der gelben Knolle wandern heute durch seine Hände. Ein Teil davon wird zu Gratin, der Rest morgen zu Kartoffelstock. Oulqaid stammt ebenfalls aus Marokko und ist seit 20 Jahren Teil des Teams. «Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell», sagt der 50-Jährige und schnippt zum Beweis mit den Fingern. Vor dem Wagen putzt Tomasz Marzycki derweil die lange Theke, an der die Mitarbeitenden des Circus Knie später auf ihr Essen warten werden. «Natürlich machen wir das jeden Tag», sagt der gebürtige Pole und zeigt ein breites Lachen. So sei das in der Küche, ständig müsse etwas geputzt werden. Noch mehrmals an diesem Tag wird er schrubben, fegen, wischen. Mit 25 Jahren hat er hier angefangen, heute ist er 45. «Wir arbeiten schon so lange zusammen, wir sind wie eine Familie», sagt er.

Eingespielt und voller Humor Eine stressige Küchenatmosphäre sucht man hier vergebens. Die drei Männer sind ein eingespieltes Team, die Arbeit läuft wie geschmiert, wie Zahnräder, die gut geölt ineinandergreifen. Und lustig haben sie es, foppen einander. In dieser Familie versteht man sich – egal in welcher Sprache. Ouluda und Oulqaid haben sich einen Grundstock Polnisch angeeignet, Marzycki versteht, was die anderen zwei auf Arabisch bereden. Die grosse Crew des Circus Knie ist international. Menschen aus rund 20 Nationen arbeiten Seite an Seite und in vielen Fällen schon seit Jahren und über Generationen.

Fortsetzung auf Seite 13

Der Circus Knie tourt zehn Monate durch die Schweiz und macht an 23 Orten halt.

MAX

Herbst auf Sizilien

Barock, Vulkane & Lebensfreude pur!

Flugreise

Agrigento

Mittelmeer Sizilien Agrigento

Barockes Ragusa Ibla Ätna & das antike Theater von Taormina

Direktflüge mit

Stilvolles 4-Sterne-Hotel direkt am Meer

Inkl. allen Ausflügen

Sizilien – das ist Sonne auf der Haut, der Duft von Zitronen und der Klang des Meeres. Zwischen antiken Tempeln, barocken Städten und dem majestätischen Ätna geniessen wir das echte Dolce Vita. Wir wohnen direkt am Meer im stilvollen 4-SterneHotel, schlemmen, staunen – und lassen uns von dieser Insel voller Leben verzaubern.

Ihr tolles Reiseprogramm:

1. Tag – Anreise nach Catania Direktflug mit Edelweiss nach Catania und Transfer zu unserem charmanten Hotel Acacia Marina**** in Marina di Ragusa. Ankommen, durchatmen, Meeresluft spüren –der Süden heisst uns willkommen! Spätes Nachtessen und Übernachtung.

2. Tag – Piazza Armerina & Agrigento Heute tauchen wir in die faszinierende Geschichte der Insel ein: Wir besichtigen die prachtvolle Villa Romana del Casale mit ihren weltberühmten Mosaiken und das imposante Tal der Tempel in Agrigento – ein Ort, der noch heute den Atem der Antike spüren lässt.

3. Tag – Caltagirone & Modica Kunst und Genuss prägen den Tag: In Caltagirone bestaunen wir kunstvolle Keramiken und die berühmte Freitreppe Santa Maria del Monte. In Modica schmelzen wir dahin – bei einer Degustation der typischen sizilianischen Schokolade, nach jahrhundertealter Tradition gefertigt.

4. Tag – Noto & Scicli

Ein Tag im Zeichen des Barocks! In Noto glänzen Kirchen und Paläste in warmem Honiggelb, während Scicli mit seinem mediterranen Charme und verwinkelten Gas-

sen bezaubert. Zwei Städte, die pure sizilianische Lebensfreude atmen.

5. Tag – Erholung oder fakultativ: Siracusa – Glanz der Antike

Heute haben Sie die Wahl: Entspannen Sie am Pool oder am Meer, flanieren Sie entlang der Promenade oder begleiten Sie uns auf den fakultativen Ausflug nach Siracusa, der Perle der Antike. Wir spazieren durch die Altstadt Ortigia, bewundern den barocken Dom und besuchen den archäologischen Park mit dem griechischen Theater –ein Fest für Geschichts- und Kulturfreunde.

6. Tag – Ätna & Taormina

Ein Tag voller Gänsehautmomente! Wir fahren zum Ätna, dem mächtigen Wahrzeichen Siziliens, und bestaunen die bizarren Kraterlandschaften. Danach geniessen wir in Taormina einen Spaziergang durch die malerischen Gassen und den Blick vom antiken Theater auf das glitzernde Meer.

7. Tag – Ragusa – Barocke Pracht & mediterrane Atmosphäre

In Ragusa Ibla, einem wahren Juwel des sizilianischen Barocks, wandeln wir zwischen prachtvollen Fassaden und lauschigen Plätzen. Danach bleibt Zeit für eigene Entdeckungen – vielleicht ein Espresso auf der Piazza oder ein Sprung ins Meer.

8. Tag – Catania & Rückreise

Zum Abschluss entdecken wir das lebendige Catania, wo barocke Architektur auf süditalienische Lebenslust trifft. Nach etwas Freizeit für einen letzten Bummel oder ein Gelato heisst es: Arrivederci, bella Sicilia! Rückflug mit Edelweiss nach Zürich.

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Unser tolles Ferienhotel – Hotel Acacia Marina ****, Marina di Ragusa Das elegante Hotel liegt im charmanten Küstenort Marina di Ragusa, nur wenige Schritte vom feinsandigen Strand und der Promenade entfernt. Mediterranes Flair, stilvolle Zimmer mit Balkon, eine gepflegte Gartenanlage mit Pool und ein hervorragendes Restaurant machen das Acacia Marina zum perfekten Ort für entspannte Ferientage am Meer.

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✓ Sämtliche Flugnebenkosten, Steuern & Kerosinzuschläge

✓ Transfers Flughafen–Hotel–Flughafen

✓ 7 Übernachtungen im Hotel

Acacia Marina ****, Marina di Ragusa

✓ 7 x Frühstück im Hotel

✓ 7 x Nachtessen im Hotel

✓ Sämtliche Transfers und Ausflüge im modernen, klimatisierten Reisebus

✓ Geführter Ausflug Piazza Armerina & Agrigento mit Besichtigung der Villa Romana del Casale und des Tals der Tempel

✓ Geführter Ausflug Caltagirone & Modica inkl. Schokoladendegustation

✓ Geführter Ausflug Noto & Scicli

✓ Geführter Ausflug Ätna & Taormina mit Besuch der Silvestri-Krater und des antiken Theaters

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29. September - 6. Oktober 2026

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Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 280.Saisonzuschlag Abreisen: 29.9. & 6.10.: Fr. 100.Fakultativer Ausflug Siracusa: Fr. 50.Aufpreis seitliche Meersicht: Fr. 175.Aufpreis frontale Meersicht: Fr. 252.Buchungsgebühr: Fr. 24.- pro Person (entfällt bei Online-Buchung)

Flug: ab/bis Zürich

Piazza Armerina Ragusa
Marina di Ragusa Scicli Modica Noto
Ätna Taormina Catania
Siracusa Caltagirone
Siracusa

Zirkusköche

Fortsetzung von Seite 11

Kartoffelgratin, Bohnen, Salat: Das Buffet des Circus Knie ist reichhaltig und gibt Energie für die Arbeit.

Vor der Küche ist Betrieb. Ein Dutzend Männer in Arbeitskleidung macht gerade Pause. Eine Gruppe Artisten mit Handtüchern um den Hals und Necessaires unterm Arm ist auf dem Weg zu den Duschwagen, und andere machen sich auf zu einem Tagesausflug. Immer wieder kommen Spaziergänger mit Enkelkindern oder Hunden am Zirkusdorf vorbei und schauen neugierig.

Noureddine Oulouda grüsst sie durch das Wagenfenster und nimmt einen Schluck vom mittlerweile kalten Kaffee. Glücklicherweise mag er ihn so. Auf die Frage, ob er nach Rezept koche, winkt er ab. «Ich brauche doch keine Rezepte mehr», sagt er und lacht. Als junger Mann absolvierte er in Marokko die Hotelfachschule, danach zog es ihn in die Welt, etwa als Praktikant nach Pontresina GR oder in ein Hotel nach SaudiArabien. Schliesslich kam er zurück in die Schweiz – und blieb. Mit seiner Frau und den 21-jährigen Zwillingen lebt er in Zürich. Den grösseren Teil des Jahres zieht er allerdings mit dem Wohnwagen in der Schweiz umher. Die Tournee des Circus Knie dauert zehn Monate und umfasst 23 Stationen.

Endspurt, ganz entspannt

Vor Covid war das Personal der Zirkusküche dreimal am Tag im Einsatz. Dann wurde der Betrieb auf den Mittag beschränkt. Für die anderen Mahlzeiten sind seither alle

selbst verantwortlich. Am Mittag machen die meisten vom Angebot der drei Köche Gebrauch, andere kochen selbst, je nachdem, wie ihr Wohnwagen ausgestattet ist und welche Ernährungsweise sie bevorzugen. Dazu sagt Oulouda: «Die Leute wollen keine Pommes mehr wie früher.» Abends schnappt er sich gern etwas vom Grillstand, der an den Vorstellungstagen heissläuft.

Drei metallene Gratinformen stehen bereit, darin in Scheiben geschnittene Kartoffeln. Der Küchenälteste übergiesst sie mit Béchamelsauce. Es geht bis auf den letzten Tropfen auf. Jetzt kommt noch Käse obendrauf, und dann wandert der Gratin in den Ofen. Parallel köchelt der Reis. Wann dieser

gar ist, hat Oulouda im Gefühl. «Ich brauche keine Küchenuhr, ich bin die Uhr», sagt er und zwinkert.

Endspurt! Tomasz Marzycki schneidet Tomaten für den Salat, Abdesalam Oulqaid kontrolliert die Bissfestigkeit der grünen Bohnen. Noureddine Oulouda macht sich ans Fleisch. Lautes Brutzeln füllt den Küchenwagen.

Die drei sind rechtzeitig mit allem fertig geworden, ganz entspannt. Es ist halb zwölf, und eine kleine Schlange hat sich an der blitzblanken Theke gebildet. «Bitte eine grosse Portion», sagt ein Mitarbeiter der Logistik und riecht genüsslich an seinem gefüllten Teller. Dank der grossen Auswahl finden hier alle etwas, das ihnen schmeckt. Die einen essen stehend an der Theke, andere im Wohnwagen oder draussen in der Sonne.

Um halb zwei glänzen die Chromstahlflächen im 31 Jahre alten Küchenwagen bereits wieder. Heute Nachmittag macht Noureddine Oulouda noch Bestellungen, danach will er die Umgebung entdecken. Auch seine zwei Kollegen haben Programm: rasieren, Wäsche waschen, mit den Liebsten daheim telefonieren. Morgen um acht Uhr geht es von vorn los. Dann dampft und zischt und piepst es wieder in der engen Zirkusküche.

Informationen und Tickets für den Circus Knie: → knie.ch

Ab halb zwölf herrscht vor der Zirkuswagenküche Andrang: Rund 70 Personen des Circus Knie verpflegen sich hier.

1. August

Das grosse Schweiz­ Quiz zum

1. August

Kultur, Wissenschaft, Sport oder Politik: Die Schweiz hat viele herausragende Persönlichkeiten und Pionierleistungen hervorgebracht. Kennst du sie alle? Teste jetzt dein Wissen und gewinne eine Fahrt mit einem Heissluftballon!

Text: Katja Fischer De Santi, Jörg Marquardt

Die Schweiz ist klein an Fläche, aber gross an Ideen. Erfinderinnen, Unter nehmer und Pionierinnen haben unser Land geprägt und weit über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Wer die Namen und Taten dieser grossen Männer und Frauen kennt, findet auch den Lösungssatz und gewinnt mit etwas Glück eine Fahrt mit dem MigrosBio-Erdbeerballon (siehe Box Seite 17).

1

Johanna Spyri schuf mit Heidi eine der bekanntesten Kinderbuchfiguren der Welt – und einen Schweizer Mythos. Zur Popularisierung trug eine ausländische Zeichentrickserie aus den 1970er Jahren bei. Woher stammt sie?

E aus den USA

W aus Japan

O aus Frankreich

2

Viele Schweizer Autorinnen und Autoren schrieben Literaturgeschichte. Wer war auch Architekt?

S Friedrich Dürrenmatt

I Max Frisch

C Peter Bichsel

3

Sophie Taeuber-Arp malte streng geometrisch, Meret Oppenheim schuf surreale Alltagsobjekte, und Alice Bailly stickte farbige Wollbilder. Eine der Künstlerinnen schaffte es auf eine Schweizer Banknote – als bisher einzige Frau. Wer?

R Sophie Taeuber-Arp

H Meret Oppenheim

C Alice Bailly

IkonenderSchweizerKunst:

«DieSchweizermacher»,Giacomettis «L’hommeaudoigt»und diealte50er-NotemiteinergrossartigenPionierin(v.l.)

6

Welcher Schweizer James-BondFilmstar kam einmal zu spät zu einer Papstaudienz und wurde dafür von der Schweizer Garde gerügt?

L Liselotte Pulver

R Bruno Ganz

N Ursula Andress

7

Kein Schweizer Film hat so viele Besucher ins Kino gelockt wie «Die Schweizermacher» (1978). In der Satire von Rolf Lyssy verhalten sich die Bürgerrechts anwärter auf witzige Weise überkorrekt. Was stimmt nicht?

K Sie hissen die Schweizerfahne.

D Sie lernen Alphorn spielen.

E Sie gehen im Anzug spazieren.

4

Sie ist die teuerste Skulptur der Welt: «L’homme au doigt» (Der zeigende Mann) des Bündner Bildhauers Alberto Giacometti. 2015 erzielte ein Bronzeguss bei einer Auktion in New York 141 Millionen US-Dollar. Wie lange brauchte Giacometti im Jahr 1947 für das Originalmodell?

M 9 Wochen

E 9 Tage

S 9 Stunden

5

Die Roche-Türme in Basel sind die derzeit höchsten bewohnbaren Gebäude der Schweiz. Wer hat sie entworfen?

V Mario Botta

I Herzog & de Meuron

O Peter Zumthor

8

Mit 30 Nobelpreisen gehört die Schweiz – gemessen an der Bevölkerungszahl – zu den erfolgreichsten Nationen der Welt. In welcher Kategorie holte sie die meisten Preise?

G Physik

T Chemie

S Medizin

9

Welche Politikerin wurde 1984 als allererste Frau überhaupt in den Schweizer Bundesrat gewählt?

F Ruth Metzler

L Emilie Lieberherr

P Elisabeth Kopp

Fortsetzung auf Seite 17

alles schöne zum geburi, liebe schweiz

z.b.

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1. August

Fortsetzung von Seite 15

Und husch gehtsweitermit «TimundStruppi», der Kultuhr aller Kultuhren und dem Maestro aller Maestros(vonoben).

Gewinnen und abheben!

Unter allen Quizfans mit dem richtigen Lösungssatz verlosen wir 2 × 1 Ballonfahrt mit dem MigrosBio-Erdbeerballon für max. 8 Personen (mit anschliessendem Apéro). Die Fahrt dauert circa 1,5 Stunden und findet im Schweizer Mittelland statt. An- und Abreise auf eigene Kosten. Datum und Uhrzeit werden individuell mit dem Ballonführer vereinbart.

Hier gehts zur Teilnahme an der Verlosung: → migmag.ch/heissluftballon

10

Lösungssatz

Die Schweiz hat vieles erfunden, das unseren Alltag bis heute erleichtert. Welche Erfindung kommt nicht aus der Schweiz?

P Maggi-Würze

H Klettverschluss

I Kugelschreiber

11

Günstige und genaue Quarzuhren brachten die Schweizer Uhrenindustrie in den 1970er-Jahren fast zum Erliegen. Es war Nicolas Hayek, ein eingebürgerter Unternehmer aus dem Libanon, der sie rettete. Womit?

T mit noch günstigeren Plastikuhren

J mit unzerstörbaren Sportuhren

O mit Solarzellen auf dem Ziffernblatt

12

Der schrullige, aber geniale Professor Balduin Bienlein ist eine Figur in der Comic-Reihe «Tim und Struppi». Welcher Schweizer Pionier diente als Inspiration?

M Eisenbahnpionier Alfred Escher

Z Ballonfahrer Auguste Piccard

T LSD-Entdecker Albert Hofmann

13

Roger Federer ist der berühmteste Sportler der Schweiz und hält den Rekord für die meisten Männertitel in Wimbledon. Wie oft hat er das Tennisturnier gewonnen?

G viermal

Z sechsmal

E achtmal

Na, alle Fragen beantwortet? Dann füg hier die Buchstaben ein. Kleiner Tipp: So fühlen wir uns gerade

Gleiche Wirkung!

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20 AKTUELL

Migros in der Türkei

Die Filiale in Çamyuva an der türkischen Riviera

Was macht die Migros in der Türkei?

Feriengäste staunen oft, dass es auch in der Türkei Supermärkte mit orangem M gibt. Was haben sie mit der Schweizer Migros zu tun?

Text: Michael West

Schwimmende Migros-Filialen auf dem Meer? Das gibt es im Südwesten der Türkei tatsächlich: Drei Supermarkt-Boote machen dort regelmässig in der Nähe von Stränden halt, die bei Touristinnen und Touristen besonders beliebt sind. Aber auch auf dem Festland begegnet man dem orangen M auf Schritt und Tritt: Über 3800 Läden betreibt

die Migros Türkei. Nicht selten erstaunt das Schweizer Feriengäste. Die M-Infoline bekommt immer mal wieder Fragen oder Verbesserungsvorschläge zum Sortiment der türkischen Läden. Doch die Migros Ticaret A.Ş. ist schon seit 1974 völlig eigenständig, die Schweizer Migros ist demnach nicht mehr daran beteiligt.

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Das war früher anders: Gegründet wurde die türkische Detailhändlerin 1954 von Gottlieb Duttweiler höchstpersönlich, dem Vater der Schweizer Migros. Dutti wollte die Bevölkerung der Metropole Istanbul mit guten und günstigen Lebensmitteln versorgen, eine ganze Flotte der typischen Migros-Verkaufswagen schickte er dafür los.

An türkische Holding verkauft

Gleichzeitig wollte er die Genossenschaftsidee am Bosporus verankern. Das war mit türkischem Recht aber nur schwer vereinbar – die Migros Ticaret blieb eine Aktiengesellschaft. Als die Türkei in den 1970erJahren auch noch von einer schweren Wirtschaftskrise heimgesucht wurde und die Tochterfirma tiefrote Zahlen schrieb, verkaufte der Migros-Genossenschafts-Bund sie an die türkische Koç Holding.

Heute ist die Migros Ticaret auf Erfolgskurs und eine der grössten Supermarktketten des Landes. Sie gehört inzwischen zur Anadolu-Unternehmensgruppe, die unter anderem auch Wasserkraftwerke und grosse Brauereien betreibt. Kein Wunder, findet man in den Verkaufsregalen der türkischen Migros alkoholhaltiges Bier.

Stolz auf die Schweizer Wurzeln

Auch wenn die Schweizer Migros und Migros Ticaret geschäftlich völlig unabhängig voneinander sind, gibt es doch weiterhin eine Verbindung zur Schweiz: Die türkischen

Markenrechte gehören der Schweizer Migros, und die türkische Detailhändlerin darf sie nur dank eines Lizenzvertrags nutzen. Dieser Vertrag wurde im Mai dieses Jahres bis 2035 verlängert. Auf ihre Wurzeln ist die Migros Ticaret nach wie vor stolz. So hängt in der Firmenzentrale der türkischen Supermarktkette in Istanbul bis heute ein imposantes Dutti-Porträt.

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten vom 30.7. bis 12.8.2026, solange Vorrat.

Seit 72 Jahren gibts in der Türkei Läden mit orangem M, etwa auf dem Eminönü-Platz in Istanbul (Bild aus den 1970ern).
Die Migros Ticaret hat sogar drei SupermarktBoote.
Migros in der Türkei
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1.-August-Brunch

Feines zum Feiern

Der 1. August beginnt gemütlich mit einem ausgedehnten Brunch in rot-weisser Feststimmung.

Proteinbrot mit Hüttenkäse und Rauchlachs

Brunch/Frühstück für 4 Personen

8 Scheiben Proteinbrot 2 Becher Hüttenkäse à 200 g 200 g Rauchlachs

1 Bund Radieschen

20 g Kresse, z. B. Brunnenkresse dreifarbiger oder rosa Pfeffer

1. Brotscheiben mit Hüttenkäse bestreichen.

2. Rauchlachstranchen halbieren und auf die Brote legen.

1.-August-Brunch

Weiss-Rot zum Geniessen

Radieschen in feine Scheiben schneiden. Brote mit Radieschenscheiben und Kresse dekorieren. Mit Pfeffer bestreuen.

Migros Rauchlachs

300 g Fr. 8.95 statt 13.50

Aktion: 33 %, vom 30. Juli bis 5. August

Omelette mit Kräutern und Schinken

Ein Brunchklassiker oder kleiner Genuss zwischendurch: saftige Omeletten mit feinen Schinkenscheiben und frischem Basilikum.

Erdbeer-HolunderMousse mit Granola

Luftige Mousse mit Holunderblütensirup und Erdbeeren, dazu etwas knuspriges Granola: Sie schmeckt zum Brunch genauso gut wie als Dessert.

Bio

500 g Fr. 5.20 statt 6.50

Aktion: 20 %, ab 2 Stück, vom 30. Juli bis 5. August

Migros
aha! Müesli Crunchy mit Nüssen

Natürlicher Cat-Eye Look!

Ardell Half Naked Lashes

20x

6.95 Ardell Half Naked 434 Single Künstliche Wimpern, Half Naked 434, 1 Paar Wimpern

Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Bei diesem Angebot sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten vom 30.7. bis 12.8.2026, solange Vorrat.

Fortsetzung von Seite 23

Patriotisches Plättli

Ovo-Buns

Mit cremiger Ovomaltine und Haselnüssen sind diese Buns der Star an jedem Brunch und der perfekte süsse Snack für zwischendurch. Ein Hit für Gross und Klein!

Gruyère Hartkäse surchoix per 100 g Fr. 1.55 statt 2.25 Aktion: 31 %, vom 30. Juli bis 5. August

Rezente Käseplatte mit Bratkartoffeln

Brunch/Frühstück für 4 Personen

160 g Hart- oder Halbkartkäse, z. B. Gruyère oder Appenzeller

80 g Roquefort

60 g Sbrinzröllchen

4 essbare würzige Blüten nach Belieben, z. B. Kapuzinerkresse

80 g gemischte Dörrfrüchte, z. B. Aprikosen und Apfelringe

2 EL Haselnüsse

2 Zweige Oregano

1 TL Kümmel

Bratkartoffeln

200 g festkochende Kartoffeln

1 EL Olivenöl

½ Schalotte

¼ Bund gemischte Kräuter, z. B. Petersilie, Oregano Fleur de sel

1. Augustweggli

g Fr. 1.65

1. Für die Bratkartoffeln Kartoffeln in Würfel schneiden. Im Öl rundum bei kleiner Hitze knapp weich braten. Schalotte und Kräuter hacken, beigeben. Mit Salz abschmecken und warm auf einem Brett mit dem Käse anrichten. Mit Blüten, Dörrfrüchten, Haselnüssen, Oregano und Kümmel servieren.

TIPP Essbare Blüten kannst du bei guter Artenkenntnis im Garten oder auf hundefreien Wiesen sammeln. Würzig bis scharf schmecken zum Beispiel Schnittlauch- oder Kapuzinerkresseblüten. Mild und für Süsses geeignet sind etwa Borretsch-, Veilchen- oder Rosmarinblüten sowie Gänseblümchen. Aber auch unbehandelte Rosenblätter oder Dahlien sind essbar.

Hier kannst du die MigustoApp herunterladen.

Klassiker zum Brunch

Cervelat

Der Cervelat ist die Nationalwurst der Schweiz. Er kommt auf den Grill, den Brätlistecken oder kalt in den Wurst-Käse-Salat. Die kurze, dicke und leicht rötliche Brühwurst besteht hauptsächlich aus Rind- und Schweinefleisch sowie Speck.

Hinzu kommen Gewürze sowie Nitritpökelsalz: «Dieses gibt dem Cervelat seine typische Farbe», erklärt Markus Winet, Prozessleiter Produktion Charcuterie der Micarna, die für die Migros viele Fleischprodukte herstellt. Ohne das Nitritpökelsalz wäre der Cervelat nämlich weiss wie die Bratwurst.

Der sogenannte Kutter zerkleinert Fleisch, Gewürze und weitere Zutaten wie Eis, bis eine feine, homogene Masse entsteht – das Brät. Dieses kommt in einen Rindsdarm, wird dann zuerst heiss geräuchert und anschliessend gebrüht. Danach ist die Wurst schnittfest und schmeckt kalt und warm.

Cervelat-GemüseSalat mit Ei

Dieser bunte Salat mit Rüebli, Kohlrabi, Frühlingszwiebeln, Cervelats und gehacktem Ei eignet sich perfekt für ein Buffet oder als Hauptgang.

Zum Migusto-Rezept:

Würste

Hier gehts um die Wurst

Was unterscheidet den Cervelat von der Bratwurst? Unsere Wurstlieblinge im Duell.

Text: Barbara Scherer

Cervelat VS.

Ihr Name kommt nicht von Braten, sondern geht auf das Wort Brät zurück: Eine Bratwurst ist also eine Wurst aus Brät. Dieses besteht meistens aus Kalb- und Schweinefleisch sowie Speck. «Damit sich eine Wurst Kalbsbratwurst nennen darf, müssen mindestens 36 Prozent der Gesamtmenge Kalbfleisch sein», erklärt Wurstprofi Winet. Dazu kommen Gewürze wie weisser Pfeffer und Kochsalz, aber kein Nitritpökelsalz – deshalb ist die Bratwurst weiss und nicht rötlich wie der Cervelat.

Bratwurst

Schweizer Spezialitäten für Grill und Küche

Kalbsbratwurst und Gemüse vom Grill

Hier landen neben Kalbsbratwürsten auch halbierte Tomaten und Zwiebeln auf dem Grill. Diese werden vorher mit Rosmarin und Knoblauch mariniert.

Zum Migusto-Rezept:

Bratwürste enthalten zudem Milchpulver, manchmal sogar richtige Milch. «Das verleiht der Wurst ihre schöne braune Farbe auf dem Grill oder beim Braten», so Winet. Denn beim Erhitzen sorgen Eiweisse und Zucker für Bräunung und Röstaromen.

Gewürze und Fleisch werden zerkleinert und ergeben zusammen eine samtene Brätmasse, die in einen Schweinedarm kommt. Danach wird die Bratwurst gebrüht. Und liesse sich so auch kalt essen. Aber am besten schmeckt sie vom Grill!

Bratwurst

Z u Tisch mit … Jasmin Gäumann

Aufgedeckt

Schwingfest esse ich zu viele Bananen»

Schwingerkönigin Jasmin Gäumann kocht gern bodenständig, ist kulinarisch aber offen für Neues. Nur Kuhzunge kommt ihr nicht auf den Teller.

Text: Dinah Leuenberger

Jasmin Gäumann, was haben Sie gegessen, nachdem Sie Schwingerkönigin wurden?

Es dauerte eine Weile, bis ich zum Essen kam. Aber dann gab es Pommes frites und ein Steak.

Ist das ein typisches Gericht nach einem Wettkampf?

Ja, ich esse meistens, was es vor Ort gibt. Sicher immer Pommes, mit Fleisch oder einer Bratwurst.

Was essen Sie davor?

Meistens Teigwaren. Es geht einfach darum, Kohlenhydrate zu essen.

Was ist Ihre liebste Pastaform?

Diese gezwirbelten Hörnli. Cavatappi. Meistens die Urdinkel-Variante.

Sie treiben viel Sport. Müssen Sie deshalb Ihre Ernährung anpassen?

Ich achte ohnehin sehr darauf, was ich esse. Fürs Schwingen habe ich nichts gross verändert, allerdings muss ich mehr essen, wenn ich mehr trainiere. Aber die Mahlzeiten bleiben gleich, ich esse dreimal am Tag.

Wovon essen Sie zu viel, wovon zu wenig?

An einem Schwingfest esse ich sicher zu viele Bananen. Da werde ich manchmal auch schräg angeschaut. Aber ich esse halt vor jedem Gang eine. Zu wenig gibts nichts.

Haben Sie etwas nicht gern? Kuhzunge sowie Blut- und Leberwurst. Das gab und gibt es bei meinen Eltern häufig. Aber mir sagt beides nicht zu.

Was kommt bei Ihnen aufs Brot? Frischkäse, Aufschnitt oder Trockenfleisch.

Was essen Sie, wenn Sie ausgedehnt frühstücken?

Eine Schnitte mit Anke und Konfi gehört dazu. Und auch Eier, ich mag Rührei oder Spiegelei. Zum Abschluss ein Joghurt mit Müesli.

Was essen Sie um Mitternacht?

Nichts. Wenn ich nach dem Training zu Hause bin, koche ich mir noch etwas, aber danach gehe ich nicht mehr vor den TV, sondern direkt ins Bett.

Sie schwingen, sind als Schiedsrichterin im Hornussen aktiv. Zeigt sich Ihre Liebe zum Traditionellen auch beim Essen?

Ich probiere gern Dinge aus, auch in den Ferien. Ich liebe Spaghetti mit Meeresfrüchten. Generell mag ich die griechische Küche. Aber zu Hause koche ich eher Traditionelles.

Welche Essgewohnheit würde man Ihnen nicht geben?

Ich liebe scharfes Essen sehr. Ich habe immer scharfes Chili und Sriracha zu Hause.

Und im Kühlschrank?

Milch, verschiedene Käse, Magerquark.

Was kocht Ihre Mutter, wenn Sie nach Hause kommen?

Ich werde immer ausgelacht, weil ich dort als Erstes den Kühlschrank öffne, um zu schauen, was drin ist. Meistens gibts einfach,

Aufgedeckt
«Ich liebe scharfes Essen sehr. Ich habe immer scharfes Chili und Sriracha zu Hause.»

was es gibt. Aber plant meine Mutter etwas Spezielleres wie Dampfnudeln, fragt sie mich immer, ob ich auch kommen möchte.

Was ist das schlimmste Esserlebnis aus Ihrer Kindheit?

Ich war – und bin – sehr pingelig beim Fleisch. Ich mag es nicht, wenn es zu viel Fett hat. Wenn wir Fleisch vom Hof meines Onkels hatten, gehörten halt alle Stücke dazu. Es dauerte oft lange, bis ich die gegessen hatte.

Sie kochen gern. Wie kochen Sie? Grundsätzlich nach Rezept.

Wo suchen Sie nach Rezepten?

Ich habe aus der Kochschule noch den «Tiptopf». Aber meistens suche ich online.

Was ist Ihr liebstes Küchengerät?

Ich habe keine grosse Küche, deshalb kann ich nicht viele Geräte anschaffen, aber die Abwaschmaschine ist schon sehr praktisch.

Was machen Sie aus Kartoffeln?

Gratin. Mit Bouillon, Rahm, Käse und Knoblauch.

Was tischen Sie Gästen auf?

Lasagne. Und zwar meistens mit den Spinatpastablättern. Ich bereite alles vor, und wenn die Gäste kommen, habe ich nichts mehr zu tun. Und ich mache auch gern Pizza.

Was gehört für Sie auf die Pizza?

Jasmin Gäumann (25) ist Schwingerkönigin 2025. Die Bernerin aus Wichtrach sicherte sich den Titel als «Böseste» am Eidgenössischen Frauen‑ und Meitlischwingfest in Huttwil BE und steht auch diese Saison im Sägemehl. Daneben arbeitet sie als kauf männische Angestellte und amtiert als Schiedsrichterin beim Hornussen.

Seit 2023 unterstützt die Migros die Mädchen und Frauen im Sägemehl als Königinnen Part nerin des Eidgenössischen Frauenschwingverbands (EFSV).

Chili. Aber da muss ich mich zurückhalten, wenn ich Gäste habe. Ansonsten darf es auch mal Thon sein, aber am liebsten mag ich Pizza Prosciutto.

Sind Sie gut darin, Essen schön anzurichten?

Ui nein, das ist gar nicht meine Stärke. Meine Devise: Hauptsache, es schmeckt.

Teilen Sie Essen gern, oder haben

Sie Futterneid?

Ich teile sehr, sehr gern.

Haben Sie lieber süsse oder salzige Snacks?

Süsse. Ich mag lieber Desserts als Apéros. Vor allem Kuchen. Ich backe auch selbst, vermutlich mehr, als dass ich koche. Am liebsten Streuselkuchen mit Früchten.

Was essen Sie heute zum Znacht?

Heute habe ich kein Training, deshalb wird es etwas Leichtes sein. Haferflocken mit Früchten und Quark, zum Beispiel.

Rösti

In der Rösti-RS

Wie gelingt das Schweizer Nationalgericht perfekt?

Unsere Autorin verzweifelte lange daran – bis sie vom Experten lernte, worauf es bei der Rösti ankommt.

Text: Dinah Leuenberger Fotos: Jorma Müller

Die Rösti ist ein Pfeiler unserer Esskultur. Drei Zutaten: Kartoffeln, Salz, Butter. Eigentlich einfach. Trotzdem fiel meine Rösti bisher auseinander, war verbrannt, matschig oder wenig knusprig. Um diesem Desaster ein Ende zu setzen, besuche ich Koch Daniel Jann in seinem Restaurant Gnuss Adler im Muotathal SZ und absolviere bei ihm eine MiniRösti-RS. Jann führt das Restaurant mit seiner Frau Paula seit 1995 und kocht seit vielen Jahren auf Spitzenniveau. Seine Rösti gilt als eine der besten in der Schweiz.

Doch egal wie spitzenmässig, die Basis des Gerichts ist bodenständig, wie ich in Janns Restaurantküche lerne: Mehligkochende «Gummel» brauchts, wie die Kartoffeln im Muotathal heissen. Und: je frischer, desto besser. Denn die Stärke in der Kartoffel wandelt sich mit der Zeit in Zucker um. Deshalb gelingt eine Rösti aus Lagerkartoffeln im Frühsommer nicht ganz so gut. «Der hohe Zuckergehalt caramelisiert eher, und die Rösti ist somit hitzeempfindlicher. So ist es schwierig, eine schöne Kruste hinzubekommen», weiss Jann. Im Sommer Rösti zu essen, ist also eine gute Idee, weil dann die ersten frischen Kartoffeln zur Verfügung stehen.

Welche Rösti wird knuspriger?

Als Bärner Meitschi bin ich mit der Berner Rösti vertraut. Dafür kocht man Gschwellti. Jann empfiehlt, die Kartoffeln 1–2 Minuten früher aus dem Wasser zu nehmen. «Gut sind sie, wenn du mit einem Messer hineinstichst und dieses ohne Rückstände, aber mit etwas Widerstand aus der Kartoffel gleitet.» Die Kartoffeln abschrecken, 24 Stunden ruhen lassen. Eine zweite dominierende Röstivariante entsteht aus rohen Kartoffeln. Jann serviert normalerweise die Berner Variante: «Sie wird etwas knuspriger, was ich persönlich bevorzuge.» Bei meinem Besuch bereitet er zum Vergleich beide zu. Wir schälen also Kartoffeln, einmal roh, einmal gekocht, und raffeln sie der Länge nach zu langen, feinen Spänen. Sie bekommen beide ein Häufchen Salz, denn nach dem Braten würzen bringe nichts mehr, erklärt Jann. Dann heizt

Die Tipps in Kurzform

Kartoffelsorte Mehligkochend, je frischer desto besser

Pfanne Beschichtet, nicht Gusseisen

Temperatur Mittlere Hitze (Stufe 4–5 auf Keramikherd)

Fett Geklärte Butter (Bratbutter), Schweineschmalz für mehr Farbe oder aromaarmes Olivenöl für eine vegane Rösti Gewürz Salz

Raffel Scharf! Gröber für rohe Kartoffeln, feiner für gekochte Kartoffeln

Zeit Etwa 15 Minuten braten, sobald die Pfanne heiss ist

Noch mehr Anleitung und Rezepte gibts auf Migusto:

Jann zwei beschichtete Pfannen auf mittlerer Stufe, also etwa 4–5, vor, in jede kommt ein Esslöffel geklärte Butter, manche sagen auch Ghee. Sobald ein einzelner Kartoffelspan in der Butter brutzelt, ist die richtige Temperatur erreicht. Ich gebe die Kartoffeln in einer dünnen Schicht von etwa 1,5 Zentimetern in die Pfannen und forme sie mit dem Spatel zur Rösti. Nochmals umrühren in der Pfanne? Nicht nötig! «Die Rösti soll schliesslich innen fluffig und aussen knusprig werden.» Jann gibt am Pfannenrand noch etwas geklärte Butter hinzu.

Die Rösti aus rohen Kartoffeln bekommt jetzt einen Deckel: «So bleibt der Dampf zurück und kocht die Kartoffeln durch.» Etwa nach 7 Minuten soll ich die Rösti am Rand leicht anheben und drunter gucken. Auch ein leichtes Schütteln der Pfanne verrät, ob die Rösti bereits kompakt ist.

Entspannt wenden ist die Devise Jetzt kehrt Jann die Berner Rösti. Mit Schwung in der Luft. Mir graut. «Wenden funktioniert natürlich auch mit einem Teller», lacht Jann. Bei der rohen Rösti soll ich ran. Ich versuche, Janns Bewegung zu imitieren. Fast klappts. Bis beide Röstis fertig sind, dauerts nochmals etwa 7 Minuten. Auch die Variante aus rohen Kartoffeln brutzelt jetzt ohne Deckel. «Sie hat an der Oberseite ja bereits eine Kruste, diese versiegelt und hält den Dampf zurück», erklärt Jann. Zum Schluss bekommen die Kartoffelfladen nochmals einen Hauch Butter auf die Kruste, für einen schönen Glanz. Jann würde jetzt am liebsten Leberli oder Geschnetzeltes dazu essen. Für mich könnten es etwas Speck und Käse sein, am liebsten gleich in der Rösti drin. «Diese aber nicht einfach unter die Kartoffeln mischen, sonst verbrennt beides. Sondern erst eine Schicht Kartoffeln in die Pfanne, dann Käse und gebratenen Speck in die Mitte und nochmals mit Kartoffelspänen zudecken. So wirds geschmeidig.» Die Röstis schmecken auch ohne Zusatz. Und wie Jann versprochen hat: Die Berner Variante ist etwas knuspriger und trifft genau meinen Geschmack. Das sollte ich jetzt auch zu Hause hinkriegen.

«Die Rösti soll innen fluffig und aussen knusprig sein.»

1

Schälen: Die Kartoffeln, roh oder gekocht, mit dem Sparschäler schälen.

2

Reiben: Mit der Raffel die Kartoffeln in lange, feine Späne reiben.

3

Würzen: Erst kurz vor dem Braten salzen, sonst ziehen die Kartoffeln zu viel Wasser.

4

Formen: Die Späne locker in der Pfanne verteilen und sanft zu einem flachen, etwa 1,5 Zentimeter dicken Fladen formen.

5

Buttern: Für die perfekte Kruste während des Bratens etwas Bratbutter am Pfannenrand einlaufen lassen.

6

Wenden: Profis und Mutige wenden die Rösti mit Schwung aus dem Handgelenk –mit einem Teller klappt es aber auch.

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Frankreich

Lola-Leiter

Daniel König mit dem neuen Bier –es ist fair hergestellt, der Erlös kommt der Stiftung zugute.

MEINE REGION

Lola New Style Lager alkoholfrei

330 ml Fr. 2.50

Voller Geschmack, klare Haltung

Schonend gebraut, aromatisch im Geschmack und mit sozialem Mehrwert: Das alkoholfreie Lola New Style Lager ist mehr als ein Durstlöscher.

Im Lola, dem Quartierladen in der Berner Lorraine, atmet der Boden Geschichte: Die schwarz-weiss karierten Plättli stammen noch aus jener Zeit, als hier eine der ersten Migros-Filialen geführt wurde. Heute ist der Raum Bühne für ein anderes Produkt – und eine ebenso ungewöhnliche Idee. «Wir arbeiten hier mit Menschen mit unüblichen Lebensläufen und erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt», sagt Lola-Leiter Daniel König. Als Betrieb der Stiftung Contact, die in der Suchthilfe tätig ist, verantwortet König seit 26 Jahren alles, was mit dem markanten Namen in Verbindung steht. So lancierte die Stiftung ab 2015 die Lola-Getränkelinie mit Produkten als Alternative zu den grossen Marken, hergestellt mit fair gehandelten Zutaten und weitestgehend regional produziert.

Mit dem Erfolg und der wachsenden Nachfrage kam auch der Entschluss, ein alkohol-

freies Bier zu brauen. «Wir haben etwas gesucht, das geschmacklich überzeugt», so König. Heraus kam mit dem New Style Lager schliesslich ein Bier, das – gebraut mit spezieller Hefe und schonend unterbrochener Gärung – ein bisschen an Pils erinnert: betont bitter, gleichzeitig jedoch aromatisch und sehr süffig.

In der Migros erhältlich Dass das Lola-Bier nun in rund 110 MigrosFilialen steht, schliesst einen Kreis. Und setzt ein Zeichen: Genuss kann sozial sein. Denn die Getränke bei Lola sind ein NonProfit-Geschäft. «Was wir mit den Getränken verdienen, fliesst direkt in Arbeitsplätze für Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Chance haben», sagt Daniel König. Oder einfacher: in einen Geist mit Haltung.

Wiedereröffnung im Bahnhof Bern

Die Bahnhoffiliale im neuen Look: Diesen Donnerstag, 30. Juli, wird die Migros Bern Christoffel nach rund einmonatiger Bauphase wiedereröffnet.

Auf der 570 Quadratmeter grossen Ladenfläche bietet sich der Kundschaft ein modernes Einkaufserlebnis mit über 9000 Produkten des täglichen Bedarfs sowie einer vielfältigen Auswahl für die schnelle Verpflegung. Ebenso schnell lässt sich der Einkauf zudem abschliessen: In der Filiale von Marktleiter Stefan Fiechter wurden zusätzliche Subito-Self-Scanning-Zahlstationen errichtet, damit Wartezeiten aufs Minimum reduziert werden.

Die Migros in der Christoffelunterführung ist dabei die erste Stadtberner Filiale, die ganzheitlich nach neuem Konzept umgebaut wurde, das mit einem ruhigen und eleganten Design besticht und noch komfortabler durch den Laden führt. So lässt sich alles rasch, einfach und übersichtlich finden – ob Vorräte oder ein Snack to go für die Weiterreise im Zug.

Migros-Supermarkt

Bern Christoffel Christoffelunterführung, 3011 Bern

Montag–Sonntag: 6–22 Uhr

Filiale Christoffel

Gültig am 30. und 31. Juli 2026

10% Rabatt

auf das gesamte Migros-Sortiment * für deine 1. August-Feier

*Gültig am 30. und 31. Juli 2026. Ausgenommen sind Gebührensäcke und -marken, Tragtaschen, Vignetten, Depots, Serviceleistungen, E-Loading, iTunes/App-Karten, SIM-Karten, Gutscheine, Geschenkkarten und Geschenkboxen.

Erhältlich nur in den Migros-Supermärkten dieser Einkaufscenter:

REGIONALE Häppli für den Apéro

2.80 «Aus der Region.» Butter Flûtes 100 g

5.40

«Aus der Region.» Bauernknacker Beutel, 160 g (100 g = 3.37)

Genossenschaft Migros Aare Angebote gelten vom 30.7. bis 5.8.2026, solange Vorrat.

2.80 «Aus der Region.» Krustenkranz, IP-SUISSE 400 g, verpackt, in Filialen mit Hausbäckerei erhältlich (100 g = –.70)

2.80 «Aus der Region.» Snack Gurken Schale, 250 g (100 g = 1.12)

4.20 «Aus der Region.» Beinschinken geschnitten per 100 g, in Selbstbedienung

6.– «Aus der Region.» Hobelkäse Berner Oberland, AOP 120 g (100 g = 5.–)

5.95 «Aus der Region.» Cherrytomaten gemischt Schale, 500 g (100 g = 1.19)

3.55 «Aus der Region.» Müetis Chäs Würfeli 100 g

Der gemeinsame Besuch im Theater Gurten rundete den Abend ab.

Migros Aare

(v. l.) Rolf Bernhard, Co-Geschäftsleiter Bio Suisse, Hansueli Jungen, Präsident Aaremilch, Christian Herrli, Geschäftsführer Seeland Bio, und Reto Sopranetti, Geschäftsleiter Migros Aare, im Gespräch mit Moderatorin Neda Golafchan

Ein Merci für die Region

Rund 500 Produzentinnen und Partner kamen auf dem Gurten zusammen, um den Erfolg von «Aus der Region. Für die Region» zu feiern –und den neuen Look der Gurtenbahn.

Text: Ramona Hirt Fotos: Michèle Büschi, Dirk Weiss

Was 2005 in der Migros Aare eingeführt wurde, hat sich zu einem stark verankerten Label mit knapp 1000 Produkten entwickelt: «Aus der Region. Für die Region». Die Produkte stammen dabei zu mindestens 80 Prozent aus den Kantonen Aargau, Bern und Solothurn und werden in den drei Kantonen, dem Wirtschaftsgebiet der Migros Aare, verkauft. Sie stehen damit für Frische von nebenan, Vertrauen in hiesige Qualität und die Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe.

Da es 2025 mit dem 100-Jahr-Jubiläum der Migros bereits Grund zu feiern gab, stellt die Genossenschaft Migros Aare das 20-jährige Bestehen des «Aus der Region»Labels in diesem Jahr ins Zentrum und feiert den runden Geburtstag gebührend nach. Dafür wurden Anfang Juli rund 500 Produzentinnen und Produzenten sowie Partnerin-

MEINE REGION

nen und Partner zu einem lockeren Austausch und regionalen Znacht auf den Berner Hausberg eingeladen. Zudem wartete mit einer exklusiven Aufführung des Stücks «So viu Läbe» unter freiem Himmel im Theater Gurten ein besonderes Highlight auf die Gäste.

Erfolgreich dank Konstanz

Der Anlass diente zum einen dazu, den grossen Erfolg von «Aus der Region» gemeinsam zu würdigen, und hatte zum anderen zum Ziel, allen Involvierten für ihren Beitrag gebührend zu danken. «‹Aus der Region› ist eine Erfolgsgeschichte», sagt Reto Sopranetti, Geschäftsleiter Migros Aare und Gastgeber. «Dank langjähriger offener und guter Zusammenarbeit zwischen regionaler Produktion und der Migros Aare konnte dieser Mehrwert für

Bahn im Park im Grünen: Die Gurtenbahn fährt neu im «Aus der Region»-Design.

Die Gäste des Anlasses wurden mit einer reichhaltigen Auswahl regionaler Spezialitäten verwöhnt.

unsere Kundinnen und Kunden in der Region aufgebaut und weiterentwickelt werden.»

Bahn im «Aus der Region»-Look Pünktlich zur Feier auf dem Gurten wurde die Gurtenbahn im passenden neuen Design eingeweiht: Bis Ende Mai 2027 wird sie während elf Monaten vollständig im Look von «Aus der Region. Für die Region» unterwegs sein und das charakteristische Blau des Labels ins Grüne bringen. «Mit der Gurtenbahn machen wir sichtbar, wofür das Label steht: für echte Nähe zu unseren Produzentinnen und Produzenten und für Wertschöpfung, die in der Region bleibt», sagt Reto Sopranetti, Geschäftsleiter der Migros Aare. Und zwar dort, wo sich täglich viele Menschen aus der Gegend treffen: auf dem Berner Hausberg.

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Die Dosis macht das Gift

1

Zucker ist ungesund. «Die Dosis macht das Gift. Wer Zucker in Massen geniesst, ihn in eine ausgewogene Ernährung integriert und sich regelmässig bewegt, muss keine gesundheitlichen Risiken befürchten», sagt Colin Glattfelder, Präventionsberater im Medbase Checkup Center in Zürich. Dennoch empfehlen Fachleute, dass nicht mehr als zehn Prozent der Energiezufuhr aus zugesetztem Zucker, etwa Kristallzucker, stammen soll. Das entspricht rund 50 g pro Tag; die WHO empfiehlt sogar nur ca. 25–30 g pro Tag. Der tatsächliche tägliche Konsum beträgt in der Schweiz laut Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen jedoch fast 90 g.

2

Eine zuckerfreie Ernährung ist sinnvoll. «Glukose erfüllt im Körper eine zentrale Funktion: Sie liefert die Energie, die Gehirn und Muskeln benötigen, um leistungsfähig zu bleiben. Deshalb ist es nicht nötig, Glukose aus dem Speiseplan zu streichen», erklärt Glattfelder. Entscheidend ist nicht, alle Zuckerarten zu meiden, sondern zwischen natürlich vorkommendem Zucker – etwa Glukose in Früchten – und zugesetztem Zucker zu unterscheiden.

Ernährung

Wie

ungesund ist Zucker wirklich?

Macht er dick, Kinder hyperaktiv oder sogar süchtig? Rund um Zucker kursieren viele Mythen. Wir haben einen Experten gefragt und überraschende Antworten bekommen.

Text: Pierre Wuthrich

Foto: Getty Images

Ernährung

3

Zucker macht dick. Nicht direkt. Ausschlaggebend für eine Gewichtszunahme ist ein Kalorienüberschuss, also wenn mehr Energie aufgenommen als verbraucht wird. Zucker liefert zwar viele Kalorien, sorgt aber kaum für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. «Man kann eine Tafel Schokolade mit 500 Kalorien essen und kurz darauf wie -

der Hunger haben. Bei einem Kilogramm Rüebli, das ungefähr gleich viele Kalorien enthält, wäre das kaum vorstellbar», sagt Glattfelder.

4

Zucker ist eine Droge. Aus wissenschaftlicher Sicht stimmt das nicht. Zwar aktiviert Zucker das Belohnungssystem im Gehirn und führt zur Ausschüttung von Dopamin. Mit einer Droge lässt sich Zucker deshalb aber noch lange nicht gleichsetzen. «Als suchterzeugend gilt eine Substanz erst dann, wenn Betroffene trotz negativer Konsequenzen weiter konsumieren, die Kontrolle verlieren oder Entzugserscheinungen entwickeln», so Glattfelder. Zucker sei eher mit Musik oder Sport vergleichbar: Beides setzt ebenfalls Dopamin frei, gilt jedoch nicht als Droge.

5

Zucker macht Kinder hyperaktiv.

Nein. Die beobachtete Aufgeregtheit hängt meist eher mit dem jeweiligen Ereignis zusammen als mit dem Zucker selbst. Ob Kindergeburtstag, Zvieri mit Freunden oder Familienfest mit Desser: Wo es Zucker gibt, ist meist auch viel los, und das sorgt für die erhöhte Aktivität. Dennoch sollte der Zuckerkonsum bei Kindern im Auge behalten werden. «Wer beispielsweise jeden Tag Süssgetränke konsumiert, nimmt auf Dauer zu viele Kalorien auf und kann dadurch eine Fettleibigkeit entwickeln», warnt Colin Glattfelder.

6

Brauner Zucker ist gesünder als weisser Zucker. Am Ende bleibt Zucker Zucker. Beim Kaloriengehalt gibt es praktisch keine Unterschiede. Zwar enthält brauner Zucker geringe Mengen an Mineralstoffen wie Kalzium, Kalium und Eisen. Die Mengen sind jedoch so gering, dass sie aus Ernährungssicht kaum ins Gewicht fallen.

7

Süssstoffe sind krebserregend. Diese Annahme hielt sich lange hartnäckig. Nach heutigem Wissensstand gelten die entsprechenden Befürchtungen jedoch als weitgehend entkräftet. «Sofern man sich an die von der WHO festgelegten Höchstmengen hält, entsteht überhaupt kein Risiko. Zum Beispiel müsste ein Erwachsener mit einem Körpergewicht von 70 kg zwischen 13 und 15 Dosen Coca-Cola Zero (330 ml) trinken, um die empfohlene tägliche Höchstmenge an Aspartam zu überschreiten», sagt Glattfelder. Allerdings können Süssstoffe den Appetit anregen. «In der Schweinezucht werden sie sogar eingesetzt, um die Gewichtszunahme zu fördern. Wenn man zwischen Zucker und einem Süssstoff wählen muss, ist Letzterer dennoch die bessere Option, weil er deutlich weniger Kalorien enthält.» Dies sei aber keine langfristige Strategie.

8

Zero-Getränke sind nicht besser als herkömmliche Softdrinks. «Wer übergewichtig ist und Kalorien sparen möchte, ohne auf süsse Getränke zu verzichten, kann einen klassischen Softdrink durchaus durch eine Zero-Variante ersetzen. Ideal bleibt jedoch Wasser», fasst Colin Glattfelder zusammen.

9

Fruchtsaft ist gesünder als Cola & Co. «Der Körper braucht weder das eine noch das andere», stellt Colin Glattfelder klar. Ein Fruchtsaft sei nicht grundsätzlich besser als ein Softdrink. Wer etwa ein Glas Orangensaft trinkt, nimmt auf einen Schlag die Fruktose von drei bis vier Orangen zu sich – eine beträchtliche Menge. «Und eigentlich auch etwas Absurdes: Niemand würde auf die Idee kommen, so viele Orangen auf einmal zu essen», sagt Glattfelder. Sinnvoller sei es, eine ganze Frucht zu essen. Die enthaltenen Ballaststoffe verlangsamen die Aufnahme des Zuckers ins Blut.

Honig, Agavendicksaft und Ahornsirup sind gesünder als Zucker. Diese Produkte enthalten zwar geringe Mengen an Mineralstoffen, Enzymen und Pflanzenstoffen, bleiben aber sehr kalorienreich. Dass sie natürlichen Ursprungs sind, bedeutet nicht, dass man sie bedenkenlos und unbegrenzt konsumieren sollte.

42 LEBEN

Literatur

MigrosKultur prozent Double

Seit zehn Jahren fördert die Plattform «Double» des Migros-Kulturprozents junge Künstlerinnen und Künstler. Konkret nimmt ein Coach einen Mentee für ein Jahr unter seine Fittiche, um neue Arbeitsmethoden auszuprobieren oder ein Projekt erfolgreich umzusetzen. Das Angebot «Double» gibt es in verschiedenen Bereichen: Literatur, Tanz, Theater, Pop, Kleinkunst, klassische Musik, Jazz, Kunst und Film. Weitere Infos:

«Geschichten

sind wichtiger als Besitz»

Gut schreiben ist das eine, davon leben das andere. Die Bündner Autorin Flurina Badel erzählt, was es braucht, um sich als Schriftstellerin zu behaupten.

Text: Nina Huber Foto: Mayk Wendt

Flurina Badel, können Sie vom Schreiben leben?

Nein. Zusätzliches Einkommen verdiene ich als Literaturredaktorin bei Radio Rumantsch. Zudem kuratiere und moderiere ich Veranstaltungen, gebe Workshops und bin als Mentorin tätig. Meinen Lebensstandard halte ich bewusst niedrig. Zum Glück habe ich von meinen Eltern gelernt, dass Freundschaften und Geschichten wichtiger sind als Besitz.

Wie viel verdienen Sie denn an einem verkauften Buch?

Etwa 10 Prozent des Nettoverkaufspreises. Bei einem Ladenpreis von 20 Franken entspricht das 1.60 Franken pro Buch. Mit Lesungen verdiene ich zusätzlich Geld. Der Schweizer Autorinnenverband A*dS empfiehlt 800 Franken pro Lesung.

Dazu kommen Preise und Fördergelder – was schenkt wirklich ein?

Werkbeiträge, Stipendien und Preise sind ein Glück und öffnen Türen. Einträglich ist künstlerisches Schaffen jedoch selten.

Sie haben Ihren ersten Roman «Tschiera» («Nebelflüchtige») im romanischen Idiom Vallader verfasst. Das sprechen nur gerade rund 7000 Menschen –eine kleine Zielgruppe, nicht?

Darüber habe ich mir während des Schreibens keine Gedanken gemacht. Ich hätte diesen Text nicht in einer anderen Sprache schreiben können. Er erzählt von Menschen im Unterengadin. Ich bin dort aufgewachsen, und Vallader war die erste Sprache, in der ich mich schriftlich ausdrückte.

In der Schweiz bleiben Autorinnen und Autoren ausserhalb ihrer Sprachregion oft unbekannt. Wieso?

Ich erlebe das nicht so. Die schweizerische Mehrsprachigkeit ist eine Brücke – gerade auch dank Literaturförderung. Die CH-Stiftung etwa unterstützt Übersetzungen in andere Landessprachen grosszügig. So kann kommendes Jahr auch schon die französische und italienische Übersetzung von «Tschiera» erscheinen.

Wie wichtig ist die Unterstützung in Form von Mentorat?

Die ist sehr wertvoll. Vor einigen Jahren habe ich alle Förderangebote für rätoromanische Literaturschaffende, die ich finden konnte, zusammengetragen, denn von vielen wusste die Szene nichts. So bin ich auch auf das Programm «DoubleLiteratur» des MigrosKulturprozents gestossen. Ich war 2018 als eine Art «Pilotin» die erste romanische Autorin, die als Mentee teilgenommen hat.

Inzwischen sind Sie Mentorin im «Double»-Programm. Was möchten Sie Ihrem Mentee mitgeben?

Ein gutes Gefühl für den eigenen Schreibprozess. Ich spreche mit Selina Beghetto, die ich coache, auch über praktische Themen

LEBEN

Flurina Badel (42)

hat für den Gedichtband «tinnitus tropic» im Jahr 2020 den Schweizer Literaturpreis erhalten – als erste Frau für ein romanisches Buch. Badel lebt mit ihrer Familie in Ftan GR. «Nebelflüchtige», 2026, Rotpunktverlag, Fr. 22.40 bei exlibris.ch

wie über Verträge mit Verlagen und die Vereinbarkeit von Kleinkind und Schreiben.

Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?

Ich teile die Fürsorge für mein Kind mit weiteren Bezugspersonen und kann mir so Schreibzeit nehmen. Dann isoliere ich mich in Wohnungen von verreisten Freunden, wache morgens auf, denke im Halbschlaf und schreibe im Bett bis Mittag. Oft gibt es abends noch eine weitere Schreibsession. In Cafés zu arbeiten, geht auch. Ich brauche Alleinsein und Geselligkeit fürs Schreiben.

Was ist Ihr persönlicher Antrieb zu schreiben?

Im Fall von «Nebelflüchtige» war es persönliche Betroffenheit: Die Engadiner Dörfer verändern sich, es gibt kaum mehr bezahlbaren Wohnraum für Leute wie mich.

Literatur
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Unterwegs

Was tun, wenn ich auf eine Kuhherde treffe?

Wenn es beim Wandern brenzlig wird

Wer Mutterkühen, Rinderherden oder Hofhunden begegnet, sollte sich richtig verhalten – so lassen sich Angriffe oft verhindern.

Text: Silvia Schütz

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Sobald Kühe etwas als bedrohlich wahrnehmen, ist die ganze Herde zur Stelle, um Eindringlingen die Stirn zu bieten. Wenn sich Kälber und Mutterkühe auf der Weide befinden, steigt der Schutzinstinkt.

Tipp: «Möglichst auf dem Wanderweg bleiben und mindestens 20 Meter Abstand zu den Kühen bewahren», empfiehlt Graubünden Ferien. «Stehen diese auf dem Wanderweg, lieber um sie herumgehen statt mitten durch die Herde.»

Wenn immer möglich bergseitig. Ist das nicht möglich, allenfalls lieber umkehren.

Reizt rote Kleidung eine Kuhherde?

Das ist ein Mythos. Rote Kleidung reizt Kühe nicht, da sie Rot

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Nie direkt in die schauenAugen

und Grün nicht unterscheiden können. Sie nehmen diese als Grautöne wahr.

Wie reagieren, wenn es brenzlig wird?

Richtig brenzlig wird es, wenn Kühe den Kopf senken, scharren oder laut brüllen. Dann sollte man sich geordnet zurückziehen. «Erste Anzeichen sind, wenn Kühe aufhören wiederzukäuen und eine starre Haltung einnehmen, den Wanderer fixieren, schnauben und mit dem Schwanz wedeln», sagt Cornelia Stelzer, Sicherheitsfachfrau bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft.

Tipp: Langsam und ruhig bewegen. Nie mit Armen oder Stöcken herumfuchteln oder Lärm machen. Den Tieren nicht den Rücken zukehren, sondern

die Herde im Auge behalten, ohne sie anzustarren. Denn das wirkt bedrohlich.

Wie verhalte ich mich, wenn ich angegriffen werde?

Falls die Kuh tatsächlich angreift, Rucksack, Jacke oder Stock zwischen sich und das Tier halten oder werfen. Seitlich auszuweichen versuchen, denn Kühe sind nicht so wendig wie Menschen und können nur langsam die Richtung wechseln. Falls du hinfällst: dich zusammenrollen, Kopf und Nacken schützen und ruhig liegen bleiben.

Was tun, wenn ich mit Hunden unterwegs bin?

Für Rinder gleichen Hunde in Körpersprache und Bewe ­

gungsmuster Wölfen. Sie sind deshalb grundsätzlich eine Bedrohung – vor allem, wenn sie ohne Leine frei herumrennen.

Tipp: Hunde an die kurze Leine nehmen. Oder besser, Kuhherden meiden und eine Alternativroute suchen.

Wie gehe ich mit Hof- und anderen Hunden um?

«Direktes Anstarren ist für Hunde und Raubtiere eine Drohgebärde», sagt Stelzer. Lieber leicht abdrehen und den Vierbeiner nur aus den Augenwinkeln anschauen. Das signalisiert dem Tier, dass man nichts von ihm will.

Tipp: Langsam weitergehen. Im Notfall den Hund mit Stöcken oder anderen Gegenständen von sich fernhalten.

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Kolumne

Migros-Kosmos

Bye-bye, Bargeld?

Kürzlich traute ich meinen Augen kaum: Ein Kunde bezahlte an der Kasse mit seinem Ring. Nein, kein Tauschhandel bei uns in der Migros, sondern Hightech am Finger. Die Bankkarte war mit seinem Smart-Ring verbunden.

Bargeldloses Bezahlen ist längst mehr als ein Trend. 90 Prozent unserer Kundinnen und Kunden bezahlen digital mit Karte, Handy oder Uhr. Über die Hälfte nutzt dabei die Möglichkeit des Self-Checkout. In unserer Filiale haben wir auf dieses Kundenbedürfnis reagiert und die Stationen für den Self-Checkout aufgestockt. Dafür reduzierten wir von acht auf vier bediente Kassen.

Ich selbst trage noch immer ein Portemonnaie mit etwas Bargeld bei mir. Dafür werde ich von meinen Mitarbeitenden etwas belächelt. Sie finden das altmodisch. Aber ich fahre damit ganz gut, denn die Technik hat manchmal so ihre Tücken. Auch bei uns in der Filiale ist es schon vorgekommen, dass die Bezahlgeräte ausgefallen sind. Dann wird es schnell chaotisch: Prall gefüllte Körbli stapeln sich vor den Kassen, volle Einkaufswagen bleiben stehen, manchmal auch einfach irgendwo im

Gang. Manche Kunden versuchen zu verhandeln, dass sie den Einkauf nach Hause nehmen und später bezahlen dürfen, was leider nicht geht. Andere Kundinnen beginnen, alles wieder zu versorgen. Weil Frisches möglichst schnell zurück in die Kühlung muss, packt das ganze Team mit an.

In solchen Momenten denke ich: So praktisch die Technik auch ist – ausschliesslich darauf verlassen sollte man sich nicht. Und so behalte ich mein Portemonnaie vorerst noch bei mir.

Yves Brunner (41) berichtet regelmässig über seinen Arbeitsalltag als Filialleiter der Migros. Er arbeitet in Affoltern am Albis ZH.

Insekten

Liebling nach Punkten

Kaum findet der Marienkäfer Unterschlupf in unserem Garten, punktet er mit dem Vertilgen von Blattläusen. Spannendes zum Sympathieträger im Insektenreich, der nicht umsonst als Glücksbringer gilt.

Text: Claudia Schmidt

Vom Ei zum Käfer

Aus den Eiern schlüpfen nach fünf bis acht Tagen Larven. Die sehen noch nicht käferartig aus. Sie sind grauschwarz mit orange-gelben Flecken. Auch sie fressen schon gierig Blattläuse. Dann verpuppen sich die Larven. Aus den Puppen schlüpfen blasse, fast durchsichtige Marienkäfer. Erst nach ein paar Stunden leuchten sie rot.

Nützling im roten Kleid

Marienkäfer sind echte Helfer im Garten: Ein einziger Käfer frisst im Sommer täglich 50 bis 150 Blattläuse –je nach Art und Grösse der Läuse. Damit halten Marienkäfer die Schädlinge in Schach und schützen so das ökologische Gleichgewicht. Wo sie fehlen, können

Blattläuse Nutzpflanzen ganz vernichten. Der Nutzen von Marienkäfern für Landwirtschaft und Garten ist unschätzbar. Kein Wunder gelten sie als Glücksbringer, können Bauern doch bei hohem Marienkäferaufkommen mit einer guten Ernte rechnen.

Mehrere Partner

Marienkäferweibchen speichern Spermien, sodass sie auch nach Wochen noch befruchtete Eier ablegen können. Sie paaren sich trotzdem noch mit weiteren Männchen.

Liebesspiele im Frühling Marienkäfer paaren sich im Frühling, wenn sie aus der Winterstarre erwachen. Das Männchen klettert dabei auf den Rücken des Weibchens und klammert sich dort fest. Die Paarung kann zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden dauern. Danach gehen die beiden Käfer getrennte Wege, und das Weibchen beginnt mit der Eiablage auf der Unterseite von Blättern, möglichst nahe an Blattlauskolonien.

Winterquartier in Gesellschaft

Wenn es kalt wird, suchen Marienkäfer geschützte Plätzchen in Ritzen der Baumrinde, in trockenem Laub oder in Mauerspalten. Sie fallen dann in eine Kältestarre. In dieser Ruhephase verlangsamen sich alle Körperaktivitäten. Der Marienkäfer spart so Energie und kann lange ohne Nahrung auskommen. Die Käfer überwintern oft in grossen Gruppen. Hunderte Käfer sind dabei keine Seltenheit. Die Nähe zu den Artgenossen verringert den Wärmeverlust und sichert so das Überleben. Im Frühling macht das die Partnersuche einfacher.

Insekten

Gut gepunktet

Es sind mehrere Tausend Marienkäferarten bekannt. Der verbreitete Siebenpunkt­Marienkäfer trägt sieben Flecken. Manche haben gar keine, andere bis zu 24 Punkte.

Ein langes Leben? Marienkäfer können bis zu drei Jahre alt werden. Fressfeinde wie Vögel, Spitzmäuse und Frösche, harte Winter und Krankheiten sorgen aber dafür, dass viele Käfer nicht einmal ein Jahr überstehen.

Ein Gast mit Tücken

Seit den 2000er­Jahren breitet sich der Asiatische Marienkäfer in Europa aus. Er hat bis zu 19 Punkte und lässt sich deshalb gut erkennen. Im Winter sucht er sich oft einen Platz in Häusern – was ihn bei den Menschen wenig beliebt macht. Für die einheimischen Marienkäfer ist der asiatische Verwandte gefährlich: Seine Körperflüssigkeit enthält winzige pilzartige Parasiten, gegen die er selbst resistent ist. Kommt es zu einer Übertragung auf heimische Käferarten, kann das zu tödlichen Infektionen führen. Während der Siebenpunkt­Käfer bis zu zwei Generationen pro Jahr hervorbringt, sind es beim Asiatischen drei bis vier. Er kann zudem seine Nahrung ändern und bei Blattlausmangel auf weichhäutige Insekten und Milben umstellen. Er frisst dabei auch Larven und Eier anderer Marienkäfer.

So kam IP-Suisse auf den Käfer

In der Migros und im Denner begegnet einem der Marienkäfer auf vielen Produkten. Er ist das Logo von IP-Suisse und steht für naturnahe Landwirtschaft mit weniger Chemie und mehr Biodiversität. Der Nützling brauche aber intakte Lebensräume wie Blumenwiesen und Hecken – genau jene Flächen, die IP-Suisse-Betriebe gezielt förderten, wie Andreas Stalder, Präsident von IP-Suisse, erklärt.

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Teilnahme unter: www.migmag.ch/raetsel

Teilnahmebedingungen Gewinnspiele: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, die das 18. Altersjahr vollendet haben. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeitenden des Gewinnspielveranstalters sowie Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste und weitere professionalisierte/gewerbliche Teilnehmende. Gewinner/-innen werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Seit September 2023 ist die kostenlose Teilnahme an Verlosungen ausschliesslich online möglich.

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Ermittle für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Für das Lösungswort der Reihe nach in die Lösungsfelder eintragen. www.migmag.ch/quiz

Berater Wie gross ist der norwegische Fussballstar Erling Haaland?

Wo liegt die Trientschlucht?

P Wallis E Dolomiten G Karpaten

Welches Lebensmittel enthält pro 100 g am meisten Zucker?

B Weissbrot L Birne I Rosinen

Wie viel Salz bleibt ungefähr zurück, wenn ein Liter Mittelmeerwasser verdunstet?

Die klassische Ricola-Mischung enthält …?

Das OpenAir St. Gallen 2026 zählte rund 105 000 …?

D Regenschirme A Zelte E Besucher

Wie heisst eine Hauptinsel des zu Chile gehörenden Archipels der Juan-Fernández-Inseln?

S Captain Nemo L Robinson Crusoe R Vasco da Gama Lösungswort

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Schiffe versenken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

2 × 100 Franken zu gewinnen

Trage die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. www.migmag.ch/paroli

Kinderrätsel

Schatten

Miguel ist bereit für das nächste Abenteuer – aber wo steckt der Schatten seines treuen Freundes Mello? Findest du den richtigen? Dann kreise ihn ein!

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Teilnahmeschluss ist der Dienstag, 4.8.2026, um 24 Uhr. Die Teilnahmebedingungen findest du auf der ersten Rätselseite. Lösungen & Gewinner früherer Ausgaben: www.migmag.ch/raetsel

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Mehr Rezepte für kalte Suppen auf migusto.ch

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