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MM31, 2.8.2016 | www.migrosmagazin.ch
Bella Italia! 18 Seiten Köstlichkeiten, Kochrezepte und Tipps
ab Seite 47
So blühts im Schattengarten
Bild: Holger Salach
Seite 96
Tempo 80: Wirksam gegen Staus? Seite 8 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 575 55 44, Mitglieder.reg@migrosbasel.ch
25 Jahre Street Parade
Lässt sich das Tanzspektakel nie entgehen: Eveline Louis Seite 10
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4 | MM31, 2.8.2016
E Editorial
Angst ist fehl am Platz
Es sind schlimme Zeiten, diese Zeiten. Amokläufe, Attentate, Angriffe auf Unschul dige. Wie stark sich die Verunsicherung angesichts dieses Irrsinns breitgemacht hat, zeigt sich an der Diskussion, die wir letzte Woche in der Redaktion geführt haben. Darf man denn heute noch einen Artikel über die Street Parade publizieren? Menschen an einen Anlass locken, wenn man doch weiss, wie gefährlich das werden könnte? Es ist diese Denke, die sich nicht in unseren Köpfen festsetzen darf. Die permanente Furcht, dass etwas passieren könnte. Wir müssen sie verdrängen, aus unseren Synapsen verbannen. Müssen uns an statistische Grössen halten. Dass die Chance, dass etwas passiert, trotz allem verschwindend klein ist. Wir dürfen uns nicht zu Sklaven der Angst machen lassen. Der öffentliche Raum gehört uns und nicht unserer Furcht. Wie hat der deutsche Innenminister Thomas de Maizière nach dem Anschlag von Ansbach gesagt? Wir sollen wachsam, aber nicht ängstlich sein. Das ist nicht so einfach. Denn sind wir ehrlich: Sie hat sich bereits reingeschlichen, die Angst. Sie krallt sich fest, irgendwo im Hinterkopf. Wer hat nicht, als vor einigen Wochen schweiz weit ein doppelter Überschallknall zu hören war, einen Augenblick lang gedacht, es könnte die Explosion einer Bombe sein? Wessen Herz hat nicht für einen Moment schneller geschlagen? Wir sollten trotz des über drehten Wahns, der sich zurzeit überall Bahn schlägt, die gelas sene Überzeugung behalten, dass wir die richtigen Werte hochhalten. Dass sich die freiheitliche Gesellschafts ordnung des Westens nicht ver drängen lässt. Dass wir recht haben und richtig leben. Und dass Wut gegen Barbarei und Wahnsinn keine Lösung ist. Sondern Besonnenheit - und Entschlos senheit. Den Artikel über die 25. Street Parade und all die Menschen, die sich die Freude nicht nehmen lassen, lesen Sie ab Seite 10. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch
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Menschen 8 Diese Woche
Die Staus in der Schweiz mehren sich – jetzt soll es Tempo 80 richten 10 Street Parade Raver der ersten Stunde erzählen, warum sie keine Street Parade auslassen 16 Sommerserie – Teil 5 Maya Graf, Nationalrätin der Grünen, zeigt ihre Lieblingsorte im Baselbiet 19 Bänz Friedli
Unser Kolumnist kommt beim Busfahren ins Sinnieren über das Glück
«Elefanten-Attraktionen nützen den Tieren nichts; sie füllen bloss die Kassen.» Jennifer Pastorini, Elefantenforscherin
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88 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften
Leben 95 Alltagsknigge Darf man eine Einladung zugunsten einer späteren Einladung absagen? Geht gar nicht, sagt Philipp Tingler 95 Mamma mia
Bettina Leinenbach beim Catwalk in der Badi
20 Slow Cinema
96 Schattengarten Bert Stankowski gärtnert im Schatten – und schafft sich so ein kleines Sommerparadies
26 Alkoholismus
101 Vertrauliche Geburt In manchen Spitälern können Frauen in Notlagen ihr Kind inkognito zur Welt bringen
Manuel Lindt lässt mit seinem Wanderkino die Nostalgie aufleben Eine Mutter ist seit zwei Jahren trocken – aber sie kämpft noch immer gegen die Sucht 32 Grosses Sommerrätsel Was liegt wo? Testen Sie Ihr Schweiz-Wissen und gewinnen Sie attraktive Preise 35 Leserforum 36 Interview Jennifer Pastorini erforscht Elefanten in Sri Lanka, deren Lebensraum immer kleiner wird
Migros-Welt Bilder: Claudia Linsi, Christian Schnur, Renate Wernli, Tina Steinauer
84 Sirup à discrétion 85 Perfekt gestyltes Haar 86 Nahtlose Wäsche
102 Gesundheit Bei der Heilung von Sehnen, Bändern und Muskeln kann eine Eigenbluttherapie helfen 107 Kinder
Sommerzeit ist Hochzeit für Grillen: Mit ihrem Zirpen buhlen die Männchen um die Weibchen 111 Leseraktion
Lust auf die Kanaren? Wer jetzt bucht, profitiert von 5-fachen Cumulus-Punkten
47 Bella Italia
112 Rätsel und Spiele 115 Impressum 116 Cumulus
78 Das Brot des Monats 82 Rückkehr des Filterkaffees
118 Meine Welt Laura Mattaboni setzt alles auf eine Karte: Sie gibt ihren Job als Altersheimköchin auf und will als Model durchstarten
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Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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Piadine mit Salami und Fontina
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Zubereitung: Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen, Öl dazugeben. Wasser nach und nach dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Falls nötig, mit wenig Wasser ergänzen. Teig zugedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen. Zu 8 gleich grossen Kugeln formen und zu Fladen à ca. 3 mm Dicke auswallen. Eine beschichtete Bratpfanne erhitzen. Fladen nacheinander auf beiden Seiten zugedeckt kurz braten, bis sie leicht Farbe annehmen. Zugedeckt warm halten. Fontina in Scheiben schneiden. Piadine mit Salami, Käse und Rucola belegen und falten. Sofort servieren. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten Pro Person ca. 50 g Eiweiss, 42 g Fett, 92 g Kohlenhydrate, 4000 kJ/960 kcal
Menschen MM31
Darauf freuen wir uns Girl Power Am 4. August startet
das «Ghostbusters»-Remake in den Schweizer Kinos. Mit Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Kate McKinnon und Leslie Jones in den erstmals weiblichen Hauptrollen. Sommermusik In Avenches VD findet vom 1. bis 7. August das Festival Rock Oz’Arènes statt.
Unnützes Wissen
MeerGeschichten Der Verzehr von Meeresfrüchten wird von der Bibel im 3. Buch Mose untersagt : «Denn alles, was nicht Flossfedern und Schuppen hat in Wassern, sollt ihr scheuen.»
Mein Bild der Woche «Ich komme gerade zurück aus wunderbaren Ferien in der
Bilder: Sony Pictures Releasing International, Louboutinj/Wikipedia, Bruno Bolinger
Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommunikation und zweifache Mutter.
Hörprobe
Entschuldigen Sie, was hören Sie gerade? Ibrahim Ciftci (51), Verkaufsleiter aus Zürich
a) «This Is What You Came For» von Calvin Harris b) «Die Zauberföte» von Wolfgang Amadeus Mozart c) «Hello» von Adele
Antwort b): «Klassik entspannt mich so schön in den Pausen.»
Regula Bührer Fecker (38) ist
Bretagne. Hinter unserem Ferienhaus thronte ein imposanter Menhir über der Bucht. Drei Meter hoch, einige stattliche Tonnen schwer. Jemand (wohl nicht ganz ohne Helfer) hat diesen Stein dort vor ein paar tausend Jahren raufgeschafft. (Ich schnaufte schon ohne Menhir auf dem Buckel.) Der Menhir hat alles gesehen, erlebt, überdauert, allem getrotzt. Er ist für mich eine Hoffnung dafür, dass gewisse Dinge oder Werte auch die grössten Stürme überdauern können. Die turbulenten Zeiten, in denen wir leben, sind temporär. Sie werden sich wieder beruhigen. Aber wissen wir eigentlich, was nach dem Sturm stehen bleiben soll?»
Der einzige Japaner, der den Untergang der Titanic 1912 überlebt hatte, verlor nach der Rückkehr seinen Job: Ihm wurde unterstellt, ein Feigling zu sein, weil er von Bord gegangen war. Manche Fische ziehen sich in Höhlen oder Spalten zurück , andere legen sich auf den Meeresboden, um zu «schlafen.» Hummer galten früher als «Kakerlaken der Meere». Sie wurden Sträfingen im Gefängnis vorgesetzt. Quelle: Neon/Stern
8 | MM31, 2.8.2016 | MENSCHEN
Wie vermeiden Sie es, in Staus zu geraten? www.migmag.ch/ umfrage
Diese Woche
Tempo 80 gegen Staus Über 22 000 Stunden pro Jahr stehen Autofahrer auf Schweizer Strassen im Stau. Einige Blechlawinen liessen sich dank gestaffelten Reisezeiten leicht verhindern – etwa am Gotthard. Auf anderen Autobahnen soll Tempo 80 Abhilfe schaffen. Text: Yvette Hettinger, Anne-Sophie Keller
Umfrage Letzte Woche fragten wir:
Was machen Sie am Nationalfeiertag? 45% Ich feiere den Geburtstag der Schweiz mit Feuerwerk und Nationalhymne. 44% Nichts Besonde res. Ich bin aber froh, ausschlafen zu können. 11% Ich verziehe mich ins Ausland.
Zahlen und Fakten
1,8
Milliarden Franken in vestiert der Bund 2016 ins Nationalstrassen netz – davon 131 Millio nen in die Beseitigung von Engpässen.
Kilometer misst die stauanfällige Strecke vor dem Gotthardnord portal. Auf acht Kilo metern davon darf es aus Sicherheitsgründen nicht zum Stillstand kommen.
1330
Staustunden gab es 2015 am Südportal des Gott hards und 883 am Nord portal – bei letzterem waren es 51 Stunden weniger als im Vorjahr. Quelle: Astra
Alle Jahre wieder: Zur Ferienzeit staut sich bei Silenen UR der Gotthardverkehr.
A
m Gotthard ist es diesen Sommer bereits an mehreren Wochenenden in Folge zu Staus gekommen – mit Blechschlangen von über zehn Kilometern. Und noch bevor die grossen Ferien zu Ende sind, werden sich auch von Süden nach Norden die ersten Kolonnen bilden – so die Prognosen des Bundesamts für Strassen (Astra). Es rechnet bis Mitte September mit Verkehrsbehinderungen auf der Nord-Süd-Achse. Wer sich das nicht antun will, weicht auf die San-Bernardino-Strecke aus. Nur stockt auch
dort der Verkehr immer öfter. Die Bündner Polizei reduziert deshalb seit dem 22. Juli für eine Testphase jeweils von Freitag- bis Sonntagabend die Maximaltempi auf gewissen Autobahnabschnitten auf 80 Stundenkilometer, um Kolonnen zu verhindern. Tempo 80, temporär und streckenweise, hat Astra-Direktor Jürg Röthlisberger in einem Interview mit dem «Blick» als wirksames Mittel gegen Staus gepriesen. Die Massnahme kommt in Regionen wie Bern und Zürich bereits zum Einsatz – dort, wo es besonders
häufig harzt, etwa am Gubrist mit 352 oder am Baregg mit 347 Stautagen im Jahr. Der pogrammierte Stau
Auch Gotthard Nord und Süd bringen es zusammen auf 324 Stautage. Diese liessen sich eher mit gestaffelten Abfahrtszeiten als mit Tempo 80 verringern. Das Astra empfiehlt deshalb, am Dienstag oder Mittwoch durch den Gotthard zu reisen. Aber nur wenige tuns. Mit schöner Regelmässigkeit begeben sich zahllose Autofahrer lieber in den programmierten Gotthardstau. MM
Bilder: Keystone / Anthony Anex, zVg
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MENSCHEN | MM31, 2.8.2016 | 9
Strassenumfrage
Monica Menendez
«Variable Tempolimiten sind die Zukunft» Monica Menendez, die Staustunden in der Schweiz steigen jährlich an. Letztes Jahr waren es 22 828 Stun den, mehr als doppelt so viele wie 2008. Warum? Weil sowohl die Anzahl Autos und ge fahrene Kilometer pro Auto jährlich ansteigen als auch die Mobilität der Menschen. In dieser Kombination kann schon ein moderater Anstieg zu doppelten Staustunden führen. Aus serdem erhöht die Schweiz nicht pa rallel zum höheren Verkehrsaufkom men die Kapazität der Strassen – was gut ist. Denn mehr Strassen führen längerfristig zu mehr Verkehr. Dennoch versucht man, Staus zu verhindern. Ja, aber anstatt das Strassennetz im mer mehr auszubauen, sucht man nach effizienterer Verkehrsführung. So ermuntert man die Menschen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Oder man setzt auf Tempo 80, wie es auf einigen Autobahnstrecken zu Stosszeiten schon gemacht wird. Wie genau wirkt Tempo 80? Sobald sich der Verkehr auf der Auto bahn verdichtet und einige Autos 100 Stundenkilometer fahren, andere 120, beginnen die Überholmanöver. Es kommt zu regem Spurwechsel und als Folge irgendwann zum Verkehrs kollaps. Wenn in solchen Momenten alle nur 80 fahren dürfen, reizt das nicht zum Überholen. Der Verkehr wird homogener und fliesst besser. Kommt man so auch schneller ans Ziel? Im besten Fall gewinnt man vielleicht zwei Minuten auf einer 20minütigen Fahrt. Oft wird man gleich schnell sein wie mit Stau. Aber man kann flüssig fahren. Das ist für die Autofah rer wie für die Umwelt besser. Und es gibt weniger Unfälle, welche zu Stoss zeiten wiederum Staus generieren. Bei vielen Autofahrern kommt eine tiefere Tempolimite schlecht an – besonders, wenn sie es gerade eilig haben.
Was tun Sie, wenn Sie im Stau stecken?
Das stimmt. Aber sie werden es ak zeptieren, sobald sie merken, dass der Verkehr längerfristig besser fliesst. Es gibt eine Gruppierung, die 140 Stundenkilometer als Maximal tempo auf Autobahnen fordert. Das mag morgens um drei gut sein. Allerdings haben höhere Tempi einen Einfluss auf die Sicherheit. Und abends um sechs macht Tempo 140 alles schlimmer, weil noch mehr überholt wird. Dann hilft Tempo 80. Variable Tempolimiten sind die Zukunft.
Monica Menendez (39) leitet das
Team Strassen verkehrstechnik an der ETH Zürich.
Kai Mingard (35), IT-Projektleiter, Wettingen AG: «Fluchen. Ich hasse es, zu warten, und fahre lieber ÖV. Wenn
man im Auto nicht vorwärtskommt, werde ich nervös. Ich versuche, gelas sen zu bleiben. Das gelingt selten.»
Scheint das nur so, oder macht Stau gewisse Autofahrer aggressiv? Ganz klar. Vor wenigen Wochen hat eine amerikanische Studie gezeigt, dass acht von zehn Verkehrsteilneh mern die sogenannte «Road Rage» kennen, die Wut, die einen auf der Strasse überkommt, wenn nichts mehr geht. Das wird in der Schweiz nicht anders sein. Diese Wut kann auch zu mehr Unfällen führen. Gewisse Staus sind programmiert, wie die jährlichen Kolonnen am Gotthard. Warum tun sich das Tausende freiwillig an? Tatsächlich könnte man einige Staus verhindern, wenn mehr Leute am Dienstag oder Mittwoch durch den Gotthard führen. Aber Ferienreisen den ist oft die Ankunftszeit wichtiger, weshalb sie die Wartezeiten in Kauf nehmen. Berufstätige in den Gross räumen Zürich oder Bern hingegen haben oft gar keine Wahl, weil sie zum Beispiel um neun Uhr bei der Arbeit sein müssen. Sie kalkulieren den Stau halt in ihr Zeitbudget ein. Geraten Sie trotz Ihrem Wissen auch gelegentlich in den Stau? Ich hasse Staus und vermeide sie möglichst. Aber manchmal erwischt es mich doch. Dann wähle ich die hof fentlich schnellere Spur und bleibe dort. Und versuche, etwas zu lernen, zum Beispiel, warum der Verkehr jetzt hier steht. Das macht den Stau nicht erträglicher, aber es unterhält mich wenigstens. MM
Manon Kalbermatten (16), Studentin, Zug: «Ich singe auf dem Beifah
rersitz zu Radiomusik. Häufig fährt meine Mutter. Sie hat aber meistens nicht so Freude, wenn ich ständig die Kanäle wechsle.»
Shazib Khali (44), Taxifahrer, Schlieren ZH: «Geduld haben.
Stau gehört zu meinem Beruf. Ich versuche, ihm aus dem Weg zu gehen. Wenn man sich auskennt, geht das. Die Staumeldungen im Radio helfen.»
10 | MM31, 2.8.2016 | MENSCHEN
Street Parade 2016
Raver der ersten Stunde
Am 13. August steht Zürich wieder ganz im Zeichen der Technobeats. Eveline Louis, Street-Parade-Mitgründer Marek Krynski und Diana Schläpfer erzählen, warum sie der grössten Party der Schweiz seit über zwei Jahrzehnten die Treue halten.
A
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ls die erste Ausgabe der Street Parade über die Bühne ging, versammelten sich gerade mal 1000 Technofans auf dem Zürcher Hechtplatz. Das war am 5. September 1992. Neun Jahre später tanzten erstmals über eine Million Menschen rund um das Zürcher Seebecken. Street-ParadeGründer Marek Krynski über die Anfänge: «Ich hatte 1992 in Köln an der Mayday-Party teilgenommen, wo 12 000 Leute feierten. An der Berliner Love Parade waren mehrere zehntausend Menschen anwesend. Wahnsinn! So etwas wollte ich in der Schweiz auch erleben.» Am 13. August steht bereits die 25. Ausgabe an. Die Geschichte der Grossveranstaltung ist turbulent: Im Mai 1994 verbot der damalige Polizeivorstand Robert Neukomm (SP) die Street Parade. Sie sei «zu gross, zu laut» und verschmutze die Strassen. Zudem interessiere sich nur ein unwesentlicher Teil der Bevölkerung dafür. Auch der Drogenkonsum an der Parade wurde kritisiert. Medien wie der «Blick» und die NZZ sowie unzählige Freunde und treue Fans des Anlasses solidarisierten sich jedoch mit den Veranstaltern. Mit Erfolg: Im August 1994 stieg die Party wie gewohnt – mit 30 000 Besuchern und 10 000 Schaulustigen.
Das Wetter spielte indes nicht immer mit: 2002 sorgten Regen und Temperaturen von 17 Grad bei einigen Teilnehmern für Unterkühlung. Ein Jahr später dann das andere Extrem: Temperaturen von 37 Grad hielten die Sanitäter auf Trab. Auch die Routen- und Terminplanung entpuppte sich zeitweise als Herausforderung. Wegen einer Beschwerde von Geschäftsbesitzern an der Bahnhofstrasse mussten die Veranstalter die Strecke 1993 umplanen. Und die Ausgabe 2015 fand infolge einer Grossbaustelle erstmals Ende August statt – bei 32 Grad pilgerten erneut eine Million Raverinnen und Raver in die Limmatstadt. Das Soundkonzept hat sich mit den Jahren gewandelt: «Früher war die Parade trancelastiger. Heute dominieren Minimal und House. Das ist schon eher Mainstream», sagt Besucherin Diana Schläpfer. Gespielt wird die Musik dieses Jahr auf insgesamt 8 Bühnen und 26 Love Mobiles, den zu fahrbaren Dancefloors umfunktionierten Lastwagen. Street-ParadeUrgestein Eveline Louis ist eine der Tänzerinnen, die darauf für Stimmung sorgen. Mit ihren 51 Jahren dürfte die St. Gallerin zu den älteren Besucherinnen zählen. Für sie ist jedoch klar: «Auch nächstes Jahr bin ich wieder dabei.» MM
Bild: Keystone
Text: Anne-Sophie Keller
MENSCHEN | MM31, 2.8.2016 | 11
«In der Technoszene kann ich mich ausklinken» Eveline Louis (51) aus Thal-Reineck SG
«Dieses Jahr gehe ich an meine 21. Parade! Ich laufe noch immer mit Schlaghosen und Buffalo-Schuhen herum. Nur ziehe ich die Kluft heute erst auf dem Autoparkplatz in Dübendorf an – man wird ja nicht jünger. Von da aus gehts mit dem Zug nach Zürich. 1995 waren die echten Raver und Liebhaber der elektronischen Musik auf der Gasse. Mit den Jahren wurde die Parade kommer zieller. Viele Besucher haben nichts mehr mit Techno am Hut und geniessen einfach die Party. Ich lernte 2003 eine damals 72jährige Frau kennen, die bei jeder Parade dabei war. Die Stim mung, die jungen Leute und die Musik hatten es ihr angetan. Mir gefallen die Transvestiten, die immer so wunder schön daherkommen. Solche Begegnungen gibt es nicht alle Tage.
Die Street Parade bedeutet mir viel: In der Technoszene kann ich mich ausklinken und ich selbst sein. Irgend wann habe ich den Zürcher Club Oxa ent deckt. Dort habe ich mich oft um jüngere Frauen gekümmert, die zu viel getrunken hat ten. Seither nennt man mich Oxa-Mami. Letztes Jahr feierte ich den 50. Geburtstag in einem Club in Dübendorf: 120 Gäste aus der Szene, 12 Stun den Trance und eine Torte mit ‹OxaMami› Schriftzug.»
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MENSCHEN | MM31, 2.8.2016 | 13
«Die Street Parade war für mich eine Herzenssache» Marek Krynski (47)
aus Greifensee ZH
«Die erste Parade ist in der Erinnerung noch sehr präsent – ich war damals erst 23 Jahre alt: Die Polizei erwartete rund 20 Leute und sagte, wir sollen uns am rechten Strassenrand bewegen. Dass dann 1000 Leute teilnahmen, war eindrücklich, für uns aber nicht so überraschend. Es war klar, dass das Konzept funktionieren und Techno der nächste grosse Musikstil würde. Um die Sicherheit machte ich mir nie Sorgen. An Technopartys gibt es keine Schlägereien, keine Messerstechereien, keine Sachbeschä digungen. Ich glaube, das liegt an der Magie von House und Techno. Nach der ersten Parade sagten alle, ich müsse das weiterziehen. 1996 gründeten wir einen Verein; ich war noch ein Jahr lang dessen Präsident. Irgendwann wurde die Parade so gross, dass ich mich zwischen ihr und dem Studium entscheiden musste. Die Parade war für mich eine Herzens angelegenheit; ich wollte kein Business daraus machen. Also entschied ich mich fürs Mathematikstudium. Dieses Jahr gibt es einen offiziellen Teil auf dem Hechtplatz. Dort werde ich vielleicht eine kurze Rede halten oder als DJ auflegen, bevor ich den Umzug geniesse. Ich freue mich! Ich habe vier Kinder – die Street Parade ist mein fünftes.»
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MENSCHEN | MM31, 2.8.2016 | 15
«Die Parade hat mich total mitgerissen» Diana Schläpfer (35) aus Basel
«Hätten meine Eltern es erlaubt, wäre ich schon viel früher an die Parade gegangen. Ich musste aber warten, bis ich 17 war. Ich bin in der Ostschweiz aufgewachsen, für mich ist Zürich noch heute gross und eindrücklich. Die Parade hat mich total mitgerissen. Ich war mit Freunden unterwegs, und wir haben bis zum Morgen durchgetanzt. Seither bin ich jedes Jahr hingegangen. Als Techno aufkam, war ich 13. Ich war begeistert und sammelte die StreetParade-CDs mit dem jeweiligen Soundtrack. Ich habe mich auch immer verkleidet. Die Kostüme habe ich selber gezeichnet, und meine Mutter hat sie für mich genäht. Manchmal kam sie sogar mit! 2011 habe ich Tochter Darleen (7) und Sohn Daron (6) zum ersten Mal mitgenommen. Danach sagten sie, ich könne gut tanzen. Für die Parade darf sich Darleen auch schminken. Ich mag die Parade – ob allein oder mit den Kindern. Wenn sie dabei sind, kann ich ihnen meine Welt zeigen. Einige Leute finden es nicht gut, wenn man Kinder mitnimmt. Mit etwas Distanz zur grossen Masse geht das aber bestens. Im vergangenen Jahr bin ich alleine an die Parade gegangen, um alte Freunde treffen und etwas mehr Bier trinken zu können.»
16 | MM31, 2.8.2016 | MENSCHEN
Serie: Ferien vor der Haustür (5. Teil)
«Die Sonne überträgt sich aufs Gemüt» Die grüne Nationalrätin Maya Graf ist eine waschechte Oberbaselbieterin. Weil die gelernte Sozialarbeiterin und Biobäuerin gern wandert, kennt sie auch die schönsten Orte in der Umgebung von Sissach. Text: Reto E. Wild
Bilder: René Ruis
M
aya Graf (54), 2013 als erste Grüne zur Nationalratsprä sidentin gewählt, ist in Sissach BL geboren und auf gewachsen und lebt heute oberhalb des Dorfs zusammen mit Mann und Kindern, der Familie ihres Bruders und ihren Eltern auf einem BioBauernhof. «Wir wohnen auf dem Land, nur 25 Kilometer von Basel entfernt, also in einer Grenzregion. Mir gefällt hier die Vielfalt auf kleinstem Raum mit gutem öffentlichem Verkehrs netz.» Die Region gehöre zu den sonnen reichsten in der Schweiz. «Das überträgt sich auf mein Gemüt.» Die Politikerin bezeichnet sich als begeisterte Wanderin und das Baselbiet als ideales Terrain dafür. Hat sie mal Zeit für einen Ausflug, ist auch Hofhund Mia (4) dabei. MM
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Sommerserie
Geheimtipps in der Schweiz Prominente sehenswerte Ecken in der Schweiz vor – Ferientipps vor der Haustür: 6. Teil: Bundesrat Guy Parmelin (56) im Waadtland 7. Teil: Schlagerstar Beatrice Egli (28) in der Innerschweiz
Bilder: Sabina Roth, Zvg
In einer siebenteiligen Serie stellen
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MENSCHEN | MM31, 2.8.2016 | 17
Ausflug: Oltingen
1 Augusta Raurica
«Von Gelterkinden fährt der Bus nach Oltingen – das Bauerndorf mit Mühle ist sehr gut erhalten, zur Kirche St. Nikolaus mit den Fresken gehört auch ein schöner Garten. Ich empfehle, ins Tafeljura-Dorf Anwil und zum Ammeler Weiher weiterzuwandern.»
«Die römische Siedlung mit Museum und Amphitheater ist ein Touristenmagnet und besonders für Familien eine tolle Sache. Kinder können an Ausgrabungen teilnehmen und unzählige Workshops rund ums Leben in der Römerzeit besuchen.»
5
2 Reigoldswil–Wasserfallen
«Mit der Gondelbahn ab Reigoldswil, der einzigen nörd lich des Juras, erreicht man Wasserfallen. Die Wanderung im Faltenjura bietet schöne Aussichtspunkte. Wer es abenteuerlich mag, saust mit einem Trottinett von der Berg- zur Talstation.» 3 Rebenwege «Im Baselbiet gibt es viele markierte Rebenwege.
Zwischen den drei Weindörfern Maisprach, Buus und Winter singen gibt es vor allem an den Wochenenden Besenbeizen. Der «Sydebändel» ist übrigens ein ausgezeichneter Pinot noir, der schon Preise gewonnen hat. Der Name bezieht sich auf die
Seidenbänder, die die Bauern familien früher für den Textil handel in der Stadt woben.» 4 Bad Ramsach
«Das Kurhotel ist auch ein Aus flugsrestaurant, wo man sich erholen, baden und fein essen kann – es bietet regionale Pro dukte und eigenes Quellwasser. Ab Sissach verkehrt die S9 bis Läufelfingen, von dort geht es weiter mit dem Hotelbus oder zu Fuss. Die Wanderung von Bad Ramsach auf den Aussichtsturm Wisenberg bietet einen wunderschönen Blick auf den Jura, die Alpen und den Schwarzwald.» 5 Sissacherfluh
«Unterhalb der Sissacherfluh bin ich aufgewachsen. Sie ist mein Heimatberg, der eine spektaku läre Weitsicht auf die Alpen und in Richtung Elsass und Schwarz wald freigibt. Das gleichnamige Restaurant ist Ausgangspunkt für eine Wanderung durch meinen Lieblingswald, über die Isletenebene, die Rickenbacher und Böckterfluh bis zur Burgruine Bischofstein.»
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der Elsässischen Weinstrasse mit Besuch von Riquewihr und Ribeauville
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✓ Cappuccino oder Espresso in Pisa ✓ Besuch typische Fattoria inkl. Wein- und
✓ Eintritt & reservierte Plätze für die Kabarett-Vorstellung im Royal Palace
Olivenöldegustation ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung
✓ Nachtessen im Royal Palace mit Musik ✓ Flammkuchen-Essen in Strassburg ✓ Romantische Schifffahrt auf der Ill ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung Ihr tolles Reiseprogramm:
Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus in die Region von Montecatini Terme, im Herz der Toskana. Nachtessen im Hotel. 2. Tag, Pisa, Wein & Olivenöl Heute zeigen wir Ihnen die Höhepunkte von Pisa, die Stadt mit dem schiefen Turm. Nach der Führung laden wir Sie zu einen feinen Cappuccino oder Espresso ein. Danach bleibt Ihnen etwas Zeit zur freien Verfügung. Später besuchen wir in eine typische Fattoria auf dem Land und verkosten feine toskanische Weine und Olivenöl. Nachtessen im Hotel. 3. Tag, Florenz Nach dem Frühstück Fahrt durch schöne Landschaften nach Florenz – die toskanische Hauptstadt gehört zu den schönsten Städten Italiens und wird Sie begeistern. Nach der Stadtführung bleibt Ihnen Zeit zur freien Verfügung. Nachtessen im Hotel. 4. Tag, Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.
Ihre Reisedaten: Reisehit 203 c) 5.9.-8.9.2016 Reisehit 203 d) 19.9.-22.9.2016
Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: - Einzelzimmerzuschlag: Fr. 80.- Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bellinzon, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur oder Zürich
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1. Tag, Freitag – Anreise ins Elsass & Schifffahrt & Flammkuchenessen Fahrt im komfortablen Extrabus nach Strassburg, wo wir zu einer romantischen Schifffahrt auf der Ill erwartet werden. Am Abend laden wir Sie zum gemütlichen Flammkuchen-Essen in einem typischen Lokal ein. 2. Tag, Samstag – Elsässische Weinstrasse & Royal Palace Heute begeben wir uns auf eine wunderschöne Rundfahrt entlang der Elsässischen Weinstrasse. Neben den bekannten Weinorten Riquewihr und Ribeauville werden wir natürlich auch in einem typischen Weinkeller zu einer Weinprobe erwartet. Nach dem Frischmachen im Hotel fahren wir nach Kirrwiller, wo wir im Royal Palace, eines der grössten und bekanntesten Show-Theater Europas, zu einem ganz besonderen Abend erwartet werden. Zuerst geniessen wir ein feines Drei-Gang-Menü mit musikalischer Begleitung vom Haus-Orchester. Nach dem Dessert erleben wir eine grandiose Kabarettvorstellung bestehend aus Tanz, Akrobatik, Zauberei und vielem mehr.
Ihre Reisedaten: Reisehit 266 g) 9. - 11.9.2016 Reisehit 266 h)
7. - 9.10.2016
Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: - Einzelzimmerzuschlag: Fr. 95.- Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur oder Zürich
3. Tag, Sonntag - Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken die Heimreise an.
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MENSCHEN | MM31, 2.8.2016 | 19
D Bänz Friedli
Die Frau von Terminal 2 Da war diese Busfahrerin am Flughafen einer Stadt im Süden. Eine drahtige und alterslose Gestalt, die nicht einmal mehr genervt oder gelangweilt wirkte – nur noch müde. Sie fuhr zwischen Terminal 1 und Terminal 2 hin und her, immer von Terminal 1 zu Terminal 2 und wieder zurück, nichts anderes. Nahezu gefühllos, ihr Ausdruck. Immer nur Terminal 1, Terminal 2, eine Strecke von wenigen hundert Metern, hin und her. Man nennt es Shuttlebus. Immerfort musste sie sich durch eine hupende Kolonne von Autos schlängeln und drängeln, überall wuselten Touristen und traten achtlos auf die Fahrbahn. Ein Scheissjob, und entsprechend schaute die Chauffeuse auch drein.
Zuvorderst im rappelvollen Bus stand ich, mich an eine Haltestange klammernd, gleich neben ihr. Nur wenige Minuten bis Terminal 2. Einige Tage später fuhr ich noch einmal mit ihr, diesmal in die andere Richtung, und wieder sagte ihr stumpfer Blick, dass sie sich vom Leben etwas anderes erträumt hatte, als Fluggäste zwischen zwei Terminals hinund herzuchauffieren. Bitterkeit war in ihrem Gesicht.
Bänz Friedli (51)
muss übers Glück nachdenken.
Ob solch einer Fahrerin beschleicht den Reisenden ein schlechtes Gewissen. Und seither muss ich über das Wesen des Glücks nachdenken. Sie will mir nicht aus dem Kopf, die Frau im Süden, die zwischen den Terminals hin- und herpendelt. Bricht auch sie jemals zu einem Strand auf? Sitzt sie
manchmal mit Freunden bei einem Glas Wein, plaudernd und albernd, und raucht genüsslich eine Zigarette? Dass sie Raucherin ist, war ihr anzusehen. Aber man kann sie sich nicht genussvoll rauchend vorstellen, nur hastig. Das ewige Hin- und Herfahren muss sie zur Enttäuschten gemacht haben. Aber schrieb nicht Albert Camus, wir müssten uns Sisyphos – der stets denselben Krampf ausführte, ohne je ans Ziel zu gelangen – als glücklichen Menschen vorstellen? Und war da nicht dieser Busfahrer in Winterthur? Er weilte gerade als Fan an der Fussballendrunde in Frankreich, als er vom Arbeitgeber heimbeordert wurde: Er müsse fahren. Ausgerechnet während eines Spiels der Schweizer hatte er Dienst, bekam dann per Radio mit, dass sein Bruder eben ins Tor getroffen hatte, und jubelte so freudig, dass die Fahrgäste sich erkundigten, was los sei. Arsim Mehmedi heisst der Chauffeur. Sein Bruder Admir ist Profi, verdient haufenweise Geld und jettet um den Erdball. Er, Arsim, fährt immerzu von A nach B und wieder zurück. Doch er sagt: «Ich habe einen tollen Job, der mich völlig ausfüllt.» Und sein Gesicht ist das eines zufriedenen Mannes, der anderen deren Glück gönnt. Weil er es vermutlich selber ist: glücklich. Wir dürfen uns also, frei nach Camus, auch Busfahrer als glückliche Menschen vorstellen. MM
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20 | MM31, 2.8.2016 | MENSCHEN
Spule einfädeln – und Film ab: Manuel Lindt beherrscht die Handgriffe routiniert.
Lichtspielromantik unter freiem Himmel: Auf Wunsch werden Decken gereicht.
MENSCHEN | MM31, 2.8.1016 | 21
Wanderkino
Ein Exot unter den Cineasten Manuel Lindt aus Ottenbach ZH sorgt mit seinem mobilen Lichtspieltheater für ein Stück Nostalgie – und für einen erfrischenden Kontrast zu den grossen kommerziellen Kinoanlässen. Text: Ruth Stylianou-Oberli
W
er kennt sie nicht, die Bilder von Varietés, die in Zelten auf Jahrmärkten einem staunenden Publikum Filme vorführten? Ein grandioses Volksfest, damals, Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts. Die 20-minütigen bis zweistündigen Vorführungen zählten zu den grössten Attraktionen überhaupt. Seither ist viel passiert – im Zuge der fortschreitenden Technik hat sich auch das Kinoerlebnis massiv gewandelt. Doch während digitaler Mainstream in 3-D-Technik und Blockbuster-Mentalität die Kinosäle prägen, zelebriert einer stoisch die Nostalgie: Manuel Lindt (42) aus Ottenbach ZH projiziert die Bilder mit seinem mobilen Lichtspieltheater und mit analoger 35- oder 16-Millimeter-Technik auf die Leinwand – und versetzt das Publikum damit in (Ur-)Grossmutters Zeiten. «Meine Passion für das bewegte Bild habe ich während der Schulzeit entdeckt», erzählt Lindt. «Ich musste einen Vortrag halten und hatte keine Lust dazu. Also lieh ich mir die Filmkamera eines Nachbarn, weil ich dachte, dass ich es mir damit ganz einfach machen könne – ich musste aber feststellen, dass es viel mehr Arbeit bedeutete.» Manuel Lindt hat eine Lehre als Hochbauzeichner und die gestalterische Berufsmittelschule absolviert. Heute bezeichnet er sich als Kulturmensch, Veran-
Bilder: Renate Wernli
stalter, Theatertechniker, Lichtgestalter, Filmemacher – und eben auch als Wanderkinobetreiber. Der «Kulturtäter», der daheim in Ottenbach ohne Fernseher lebt, ist zudem Geschäftsführer bei der Agentur Kulturbau, wo er Kleinkunstveranstaltungen koordiniert und für die Theatertechnik und das Wohlergehen der Künstler sorgt. Was vor Jahren klein anfing
Seit 2009 betreibt Manuel Lindt sein Wanderkino. Schon viele Jahre zuvor war Lindt im Bereich Open-Air-Kino unterwegs, damals noch als Angestellter. Es war die analoge Zeit; Beamer, mit denen man draussen ein anständig grosses Bild auf die Leinwand hätte projizieren können, waren damals noch Zukunftsmusik. Seinem ehemaligen Arbeitgeber hat Lindt einen kleinen Projektor abgekauft, den man in drei Teile zerlegen kann und so einfacher die Treppe hochbekommt. Auch einen Tischprojektor hat er übernommen. Mit einem guten Freund hat er alles umgebaut, sodass sich damit auch die alten Stummfilme abspielen lassen. Im ersten Jahr bespielte Manuel Lindt zwei bis drei Orte. Meistens kamen die Aufführungen über Leute zustande, die er über mehrere Ecken kannte. Danach wurden es von Jahr zu Jahr etwas mehr Vorstellungen. Vor drei Jahren war Manuel Lindt mit dem Wanderkinobus
22 | MM31, 2.8.2016 | MENSCHEN
auf einer kleinen Sommerferientournee in der Deutschschweiz. In deren Rahmen fanden auch Auführungen in privaten Gärten mit Hutkollekte statt. Eine Aktion mit Nachhall: Einige «Wiederholungstäter» gestalten nun jährlich gemeinsam mit Lindt einen Filmabend. Auch für Kinder ein Vergnügen
Manuel Lindts Frau Claudia (37) ist wann immer möglich mit von der Partie, betreut während der Pausen den Kiosk mit der kleinen Popcornmaschine und verkauft die selbstgemachten Schleckspiessli, die besonders bei den kleinen Zuschauern grossen Anklang finden. Die Kindervorstellungen sind ohnehin der «Brüller» – vor allem die alten Stummfilme kommen sehr gut an, etwa die Laurel-undHardy- oder Charlie-ChaplinStreifen. Dann ist das Gelächter immer besonders gross. Das Wanderkino trift man nicht nur in der freien Natur an, sondern auch drinnen: Manuel Lindt präsentiert vermehrt Stummfilme mit Live-Musik-Vertonung. Einen äusserst stimmigen Anlass bietet beispielsweise die Auführung von Murnaus «Nosferatu» aus dem Jahr 1922:
Claudia Lindt, die auch als Tanzund Bewegungstherapeutin arbeitet, steuert die Geräuschkulisse bei, und der Pianist Caspar Fries sorgt live für die musikalische Untermalung. Auf Wunsch lässt sich das sinnliche Erlebnis sogar durch Düfte erweitern. Beim Winterkino, das auf dem Spielwerkplatz Schöntal im zürcherischen Rikon – dem Winterquartier des Circolino Pipistrello – stattfindet, können die Zuschauer, während sie sich den Film ansehen, in Badewannen mit geheiztem Wasser liegen. Für die auf der Tribüne sitzenden Gäste gibt es Wolldecken, Steinsäckli und alte ble-
Das Open-Air-Kino in Rikon ZH hat heuer schon zum 13. Mal stattgefunden. Die Plakate dazu fertigt eine Künstlerin im Siebdruckverfahren.
cherne Bettflaschen. Und immer wieder werden auf den Film zugeschnittene Leckerbissen geboten: beim Film «Bäckerei Zürrer» etwa ein Marronistand oder eine kleine Bäckerei, zum «Dällebach Kari» ein Coifeur, der auf Wunsch während der Vorstellung die Haare schneidet. Und für Filmsponsoren stehen VIP-Tischli und Cüpli bereit. Manuel Lindt frönt ab und zu einer weiteren Passion: Musik ab Schellackplatte hören. Dazu benutzt er – wen wunderts? – den guten alten, aufziehbaren Plattenspieler. Ein Romantiker durch und durch. MM Infos: www.wanderkino.ch
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THOMY und die glücklichen Hühner Wofür steht eigentlich der Ausdruck «glückliche Hühner»? THOMY hat sich eingehend mit dem Thema beschäftigt und stellt ab 1. Mai 2016 die gesamte Saucenproduktion um, sodass künftig nicht mehr Eier aus Bodenhaltung, sondern Eier aus Freilandhaltung in der gesamten Produktion verwendet werden.
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Drei Fakten zu glücklichen Hühnern und ihren Eiern 1.
Die Farbe der Eier (weiss oder braun) hat nichts mit der Qualität zu tun, sondern hängt von der Hühnerrasse ab. Hühner mit roten «Ohrläppchen» legen braune Eier und solche mit weissen legen weisse Eier. Die Farbe der Federn spielt also keine Rolle.
2. Bodenhaltung oder Freilandhaltung? Der Stempel zeigt an, woher das Ei stammt: Die erste Ziffer verrät, wie das Huhn, das das Ei legte, gehalten wurde: 0 steht für Bioeier, 1 für Eier aus Freilandhaltung, 2 für Eier aus Bodenhaltung und 3 für Eier aus Käfighaltung. 3. Das Ei als Nährstofflieferant: Das Ei enthält vor allem sehr hochwertige und lebenswichtige Eiweissbausteine. Ein einziges Ei deckt rund 10% des täglichen Protein - und Vitamin D - Bedarfs und über 20% des Bedarfs an Vitamin A eines Erwachsenen ab.
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reilandhaltung im grossen Stil ist noch keine Selbstverständlichkeit. THOMY beispielsweise benötigt für seine gesamte Produktion jährlich 34 Millionen Eier, welche von ca. 140’000 Hühnern gelegt werden. Für die Freilandhaltung dieser Hühner wird eine Grünfläche von etwa 56 Fussballfeldern benötigt – da musste THOMY zuerst genügend Lieferanten finden.
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Was ist der Unterschied?
Schweizer lieben Eier
Um den Unterschied der Haltungsarten am besten ersichtlich zu machen, gibt es einen einfachen Trick: Googeln Sie den Begriff «Bodenhaltung» und dann den Begriff «Freilandhaltung». Sie werden erkennen, dass der Unterschied im Wohl der Tiere liegt. Diese kompromisslose Umstellung von Eiern aus Bodenhaltung auf Eier aus Freilandhaltung ist für THOMY ein wichtiger Meilenstein und ein klares Bekenntnis zum Thema Tierwohl und Nachhaltigkeit – Themen, die den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten ebenfalls sehr am Herzen liegen.
Pro Jahr geniesst jede Schweizerin und jeder Schweizer im Schnitt 170 Eier (International Egg Commission, 2015). Diese knapp 1,4 Milliarden Eier werden gekocht, gebacken, gebraten oder in verschiedensten Nahrungsmitteln weiterverarbeitet. So auch in THOMYProdukten, von denen jeder Schweizer Haushalt im Schnitt jährlich neun konsumiert. Dazu gehören Mayonnaise sowie verschiedene Salatsaucen und kalte Saucen, welche besonders gerne zu Grilladen, Dips oder Fleischfondue gereicht werden.
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26 | MM31, 2.8.2016 | MENSCHEN
«Es ist wie jemand, der im Raum steht, dich packt und sagt: ‹Trink. Probier doch nur einen Schluck.›»
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Alkoholismus
«Alkohol war mein Partner»
Täglich vier Flaschen Rotwein, am Wochenende auch mal mehr: Die dreifache Mutter Nadine Baumann war Alkoholikerin. Seit zwei Jahren ist sie trocken. Aber noch immer kämpft sie gegen die Versuchung. Text: Claudia Langenegger
S
ie hat ein fröhliches Lachen auf dem Gesicht. Man sieht ihr den täglichen Kampf nicht an. Auch nicht, was sie in den vergangenen Jahren durchmachen musste. Nadine Baumann* (42) ist Mutter von drei Kindern, das Mädchen ist acht, die Buben sind neun und zwölf Jahre alt. Sie ist geschieden, alleinerziehend – und seit zwei Jahren trocken. Doch der Alkohol, die Lust auf den Rausch, die Sucht begleiten sie noch immer. «Es gibt fast keinen Tag, an dem ich nicht damit konfrontiert werde.» Etwa, wenn die Nachbarn im Garten grillieren und Bier trinken. Wenn sie fröhliche Leute beim Apérotrinken am Feierabend sieht. Wenn ihr fröhliche Leute aus einer Werbung entgegenlachen – oder wenn sie plötzlich vor einem Gestell mit Alkohol steht, obwohl sie doch nur einen Topf Blumen kaufen wollte. «Zuerst trank ich nur am Wochenende», erzählt die Frau mit den schön manikürten Fingernägeln und dem dezenten Make-up. Das war vor fünfeinhalb Jahren, nachdem ihr Mann die Familie verlassen hatte. Die Kleinste war da gerade zwei Jahre alt. «Es war ein Schicksalsschlag, als die Familie auseinanderbrach.» Sie versuchte, die Situation zu packen, doch der Stress, sich alleine um drei Kinder zu kümmern, und der Schock, dass ihr Mann gegangen war, waren zu gross. «Mir ging es psychisch sehr schlecht», erzählt Nadine Baumann. «Im Schockzustand sprach ich eine Zeit lang lückenhaft, und ich stotterte stark.» Schnell kam die Angst, dass man ihr die Kinder wegnehmen könnte. Um sie zu entlasten, wurde eine Teilzeitpflegefamilie engagiert. Der Vater war weg. Um seine Kinder kümmerte er sich kaum.
Illustration: Alice Wellinger
«Zuerst trank ich nur, wenn die Kinder bei den Pflegeeltern waren», sagt die Mutter. «Ich spürte, wie es mir mit dem Wein wohlig wurde, es tat gut», sagt sie mit einem nachdenklichen Lächeln. «Ich konnte abschalten, entspannen und wieder gut schlafen.» Vier Flaschen Rotwein pro Tag
Sie trank immer häufiger. «Bald griff ich täglich zum Alkohol. Zuerst nur abends, wenn die Kinder im Bett waren. Ich wollte nicht, dass sie etwas mitkriegen.» Es lief alles heimlich ab. Der Drang wurde stärker, sich schon vor dem Znacht ein oder zwei Gläser Rotwein zu genehmigen. Sie erlaubte es sich bald schon um fünf Uhr, dann um vier, um drei, am Mittag. «In ganz schlimmen Zeiten fing ich schon morgens an.» Täglich vier Flaschen Rotwein, an Wochenenden auch mal mehr. Der Pegel blieb konstant hoch. «Das Trinken beruhigte mich. Ohne Alkohol war ich nervös und schnell gereizt.» Nadine Baumann sorgte dafür, den Schein zu wahren, sie steckte alle Kraft in die Organisation des Alltags, damit ihre Sucht nicht aufflog: «Ich brachte die Kinder in den Kindergarten, in die Schule, wusch die Wäsche, putzte, bügelte und ging an Elterngespräche. Ich war äusserlich für die Kinder da, doch eigentlich war die Sucht die Hauptsache in meinem Leben.» Die Mutter war präsent und doch nicht. Der Alkohol und das ganze Drumherum bestimmten ihren Alltag: möglichst unauffällig möglichst viel Wein kaufen, heimlich die leeren Flaschen entsorgen, trinken, ohne dass es jemand merkt. Nach dem Znacht steckte sie ihre Kinder vor das TV-Gerät und ging auf den Balkon,
um zu rauchen und trinken. «An freien Nachmittagen und an den Wochenenden, wenn die Kinder weg waren, sackte ich mehr und mehr ab.» Ihre Bekannten merkten, dass sie sich immer mehr zurückzog. Weil sie Ruhe brauchte, meinten sie, nicht, weil sie trinken musste. «Ich dachte, die Kinder kriegen nicht mit, wie viel ich trank, obwohl sie unbewusst wahrscheinlich viel mitbekamen», erzählt die Mutter. Ihre Tochter habe manchmal gesagt: «Mami, du stinkst!» Nadine Baumann hatte permanent ein schlechtes Gewissen. «Du weisst ganz genau, das ist nicht gut. Doch im Moment siehst du nur die Entspannung, die Ruhe, das Abschalten, das Schlafen. Die Wirklichkeit ist aber eine andere: Alkohol ist eine
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Ein kleiner Frust – und schon passierts In der Rekrutenschule kam Beat H. (52) auf den Geschmack: Er lernte, das erste Bier morgens um zehn zu trinken. Später, im Berufsleben, erinnerte er sich an das Hilfsmittel: «Ein kleiner Frust mit einem Kunden, ein schwieriges Gespräch mit dem Chef – es gab immer einen Grund, ein Bier reinzuschütten.» Seine Persönlichkeit veränderte sich, er wurde ein negativer Mensch, war am Feierabend oft laut und aggressiv – das Familienleben begann, darunter zu leiden. Lesen Sie die ganze Geschichte:
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MENSCHEN | MM31, 2.8.2016 | 29
Lüge. Er gibt dir nicht, was du brauchst – er macht dich kaputt.» Während dreieinhalb Jahren sank die gesellige Frau tiefer und tiefer. Lügen gehörten zu ihrem Alltag. Sie stibitzte Wein aus Nachbarskellern, sie öffnete auch nicht mehr, wenn es an der Tür klingelte oder schaltete die Klingel ab. Die Kehrtwende kam plötzlich. Es wur de ihr bewusst, dass es so nicht weiter gehen konnte. Dass sie die Kinder verliert, wenn sie so weitermacht. «Ich wollte für sie aufhören. Und ich wollte nicht mehr lügen, nicht mehr stehlen, nicht mehr am Leben vorbeileben.» Die Schuldgefühle steckten tief – auch Wut und Selbsthass. «Du fühlst dich abscheulich, unfähig, als Versagerin. Als schlechtes Mami.» Das Datum des Tages, an dem sie für den Entzug in die Klinik eintrat, wird sie nie mehr vergessen: «12. Februar 2014», sagt sie ohne zu zögern. Zwei Wochen körperlicher Entzug, acht Wochen Entwöhnung. Sie war nahe daran, die Therapie abzubrechen. «Ich hatte das Gefühl, die Kinder im Stich zu lassen.» Doch Baumann wollte lernen, abstinent zu leben. Auch nach dem Entzug verschwand die Angst nicht, ihre Kinder zu verlieren. Diese hat sich mittlerweile gelegt. Viel mehr sorgt sie sich nun um deren Seelenwohl. «Sie waren so klein und mussten so viel durchmachen:
«Du fühlst dich abscheulich, als Versagerin, als schlechtes Mami.»
Trennung, Scheidung, meine Sucht, die Fremdbetreuung. Wie können sie das ver arbeiten? Was bleibt davon zurück, welche Wunden tragen sie davon?», Tränen treten in Nadine Baumanns Augen. Sie wischt sie mit dem Nastuch ab. Sie braucht einen Moment, bevor sie weitererzählen kann. Was hilft, sind die Unterstützung von ihren Nachbarn, die Gespräche mit ihrer Psychologin, die Motivation durch Freunde und Bekannte. «Ich muss einfach immer wieder den Mut haben, Hilfe zu holen und nicht alles für mich zu behalten.» «Chäferli im Körper»
Nadine ist eine der wenigen Betroffenen, die Hilfe suchen. In den meisten Familien bleibt die Suchterkrankung ein Tabu. Oft sind sich Betroffene nicht bewusst, dass sie Hilfe brauchen oder holen könnten (siehe Interview, Seite 30). Heute weiss die dreifache Mutter, dass sie den Alkohol nicht braucht und nicht will. Dass er hinterhältig ist, eine glitzernde Fas sade, hinter welcher der Abgrund wartet. Der Reiz ist dennoch immer wieder da, und der Druck kann gross werden. «Es ist wie jemand, der im Raum steht, dich packt und sagt: ‹Trink. Probier doch nur einen Schluck.› Wie wenn jemand da wäre, der dich will. Alkohol war mein Partner, ich war mit ihm verheiratet. Die enorme Anziehungskraft ist noch immer da. Es gibt Momente, in denen ich abschalten will, weil ich erschöpft bin von meinem Alltag.» Sie hat fast keine Unterstützung von ihrem ExMann, der mittlere Sohn leidet am Aspergersyndrom, die Tochter ist in ihrer Entwicklung im Rückstand, die Finanzen sind knapp. Nach wie vor ist sie auf das Sozialamt angewiesen. Wenn der Alkohol eine zu grosse Verlo ckung wurde, half es ihr, Eiswürfel in die Hand zu nehmen, eiskalt zu duschen oder im Wald spazieren zu gehen. «Wie eine Getriebene jagte ich manchmal durch den Wald. Ich brauchte so etwas wie einen Wahr nehmungsschock, um mich zu spüren.» Auch ihre Kinder wissen, dass Mami noch immer aufpassen muss. «Wenn es in den Ferien oder auf Besuch auf dem Tisch Alkohol hat, beobachten und fragen sie mich, ob es geht.» Ihre Suchtkrankheit hat sie den Kindern als «Chäferli im Körper, die vom Weintrinken kommen» erklärt. Diese Käfer haben das Mami krank gemacht. In der zehn wöchigen stationären Therapie seien alle Kä ferli aus dem Körper weggegangen, und sie sei wieder gesund geworden. «Die Kinder übernehmen manchmal zu viel Verantwor tung», sagt sie. «Ich will das überhauptnicht.» Für die Kinder hat sich vieles verändert. In der Freizeit geht sie mit ihnen raus in den Wald, sie machen Schlangenbrot, gehen wandern, fahren Velo oder sind mit den
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30 | MM31, 2.8.2016 | MENSCHEN
Silvia Steiner
«Das Trinken beruhigte mich. Ohne Alkohol war ich nervös und schnell gereizt.»
«Alkoholmissbrauch bleibt oft ein Familiengeheimnis» In der Schweiz leben etwa 100 000 Kinder mit einem alkoholkranken Elternteil, sagt Silvia Steiner von der Präventionsabteilung Sucht Schweiz. Sie wagen meist nicht, darüber zu sprechen oder Hilfe zu holen. Silvia Steiner, worunter leiden Kinder, die mit alkoholkranken Eltern aufwachsen, am meisten? An Instabilität, Unsicherheit und mangelnder Ver lässlichkeit der suchtkranken Bezugsperson. Sie wis sen oft nicht, in welchem Zustand sich diese befindet. Ihr Vertrauen wird oft enttäuscht, weil Versprechen oder Abmachungen nicht eingehalten werden. Erleben diese Kinder öfters Gewalt? Man beobachtet vermehrt häusliche Gewalt im Zusam menhang mit Alkoholkonsum. Genaue Zahlen gibt es nicht. Es ist aber anzunehmen, dass diese Kinder häufi ger Gewalt ausgesetzt sind oder bei den Eltern erleben. Fühlen sich Kinder mitschuldig an der Sucht? Je weniger das Kind über die Suchterkrankung auf geklärt wird, desto grösser ist die Gefahr, dass es Ver antwortung und Schuld übernimmt. Auf ihnen lastet enormer Druck. In Beratungsgesprächen ist eine wichtige Botschaft, dass sie keine Schuld tragen.
Rollerblades unterwegs. Auch die Abende sind anders: «Die Zeit nach dem Znacht bis zum Zubettgehen ist unsere gemeinsame Zeit.» Nun kann Baumann sogar ein bisschen sparen. In einem Kässeli sammeln sich seit längerer Zeit Fünfliber an – Geld, das sie früher für die Sucht ausgegeben hat. Vielleicht geht es nun einmal ans Meer, ihre Kinder haben es noch nie gesehen. Ziel ist es, sich und ihre Kinder zu belohnen und ein gemeinsames Projekt zu haben. Anstoss für ein neues Leben haben die Kinder gegeben, doch Nadine Baumann weiss, dass die Chance auf Genesung in ihrer Hand liegt «Ich muss lernen, auf mich zu achten. Ich bin suchtkrank, nicht meine Kinder sind es; ich bin diejenige, die sich vom Alkohol lösen und trennen muss.» Die Kinder waren und sind eine gute Motivation, es zu packen. Sie geben ihrer Mutter Bestätigung und schöne Rückmeldungen. «Ich habe ein neues Mami», hat die Tochter ihr schon mehrmals gesagt. Ein grösseres Kompliment gibt es kaum für sie. Für die Mutter ist trotzdem klar: Die Entscheidung, abstinent zu leben und täglich dafür zu kämpfen, hat sie ganz allein getroffen. MM *Name: geändert
Kontaktieren Kinder selbst Fachstellen? Wenn sie beispielsweise Vertrauen zu einer Schul sozialarbeiterin haben, sprechen sie mit ihr. Oft sind es aber Personen aus dem Umfeld, die sich bei Bera tungsstellen melden. Kinder sind loyal gegenüber ihren Eltern, und in den meisten Familien bleibt der Alkoholmissbrauch ein Familiengeheimnis: Man will unbedingt den Schein wahren. Soll man Kinder darauf ansprechen? Es braucht sehr viel Fingerspitzengefühl. Ich habe aber öfters Betroffene erlebt, die sagen, dass sie als Kind gerne mit jemandem darüber geredet hätten, jedoch alleine gelassen wurden. Niemand hat sie auf ihre Notsituation angesprochen. Es leidet aber das ganze familiäre System, wenn ein Elternteil trinkt. Kinder sind die grösste Risikogruppe, ebenfalls zu erkranken. Rund ein Drittel dieser Kinder leidet später selbst an einer Suchterkrankung. Ist dies aufgrund des Modell-Lernens – oder ist Alkoholabhängigkeit vererbbar? Es gibt gewisse genetische Voraussetzungen, aber ob jemand suchtkrank wird, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Selbstwertgefühl, ein intaktes soziales Umfeld und stabile Bezugspersonen sind zentral und elementar, damit sich ein Kind gesund entwickelt. Auf diese Faktoren kann man einwirken, auch wenn eine erbliche Disposition vorhanden ist. Sind mehr Mütter oder mehr Väter alkoholkrank? Man geht von etwa 250 000 alkoholkranken Men schen in der Schweiz aus, zehn bis fünfzehn Prozent
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davon sind Frauen. Es sind also mehr Väter als Mütter. Ist die Mutter alkoholkrank, ist dies aber oft die grössere Belastung für die Kinder, weil Frauen meist die Erziehungsarbeit übernehmen. Welche Auswirkungen hat es für das Kind? Aus der Alkoholforschung weiss man, dass es unterschiedliche Auswirkungen auf das Kind hat, ob Mutter oder Vater erkrankt ist. Trinkt die Mutter, ist die Wahrscheinlichkeit für das Kind, später auch krank zu werden, deutlich höher, als wenn der Vater alkoholkrank ist. Das grösste Risiko besteht aber, wenn beide Elternteile trinken. Und: Töchter sind gefährdeter. Man vermutet, dass Mädchen eher soziale Verantwortung übernehmen und dadurch psychisch stärker belastet sind. Sind tiefere soziale Schichten stärker betroffen? Alkoholmissbrauch geht durch alle Schichten. Die Probleme sind bei tieferen sozialen Schichten für Kinder aber grösser, da zusätzliche Risikofaktoren wie finanzieller Druck oder Ausgrenzung besteht. Warum sprechen Sie meist von Alkoholkrankheit und nicht von Abhängigkeit? Alkoholabhängigkeit ist medizinisch als psychische Erkrankung klassifiziert. Diese bedeutet ein Kontrollverlust und hat neurologische Veränderungen zur Folge. Aufhören zu trinken ist nicht einfach nur Willenssache. Mit der Betonung, dass die Abhängigkeit eine Krankheit ist, versuchen wir, dem gesellschaftlichen Tabu etwas entgegenzusetzen. Kinder erleben teilweise vergleichbare Situationen, ob nun Eltern depressiv oder alkoholkrank sind.
Bild: zVg
Suchen viele Betroffen Hilfe bei Beratungsstellen? Trotz der vielen niederschwelligen Angebote und Beratungsmöglichkeiten schweizweit gibt es sehr wenige Leute, die Unterstützung suchen. Warum? Es dauert oft lange, bis Eltern einsehen, dass sie die Kontrolle verloren haben und Hilfe benötigen. Hat man kleine oder schulpflichtige Kinder, schämt man sich meist noch mehr, ein Alkoholproblem zu haben. Es besteht zudem oft die Angst, dass sich die Behörden einschalten und einem die Kinder wegnehmen. MM Weitere Infos: www.suchtschweiz.ch
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MENSCHEN | MM31, 2.8.2016 | 35
Leserforum MM30: Knigge reloaded Muss man so tun, als gefielen einem die Sachen von Freunden?
«Freundschaft sollte jede Kritik überstehen» Ich finde, man sollte immer die Wahrheit sagen, auch wenn sie ab und an wehtut. Ich meine, wenn mir das Bild nicht gefällt, gibt es sicher Leute, denen es gefällt. Freundschaft sollte jede Kritik überstehen. Wenn nicht, kann man sich die Frage stellen: War das ein echter Freund?
Christian Reiner via Facebook
Man kann sich doch auch einfach an der Freude des andern freuen und sich mit ihm freuen. Da spielt es doch keine Rolle, worum es geht. So ist dann die Freude auch nicht unecht. Oli Vla, via Facebook MM30: Interview mit Eszter Hargittai «Es besteht das Risiko,
dass das Internet die Ungleichheit verstärkt»
Illustration: Andreas Klammt; Bild: Peter Hofmann
«Hassschreiber sind so giftig wie Arsen» Menschen, die Hasskommen tare schreiben, müssen selbst so frustriert sein, dass sie zu keinem klaren Gedanken mehr fähig sind. Ich habe schon mehrere von ihnen gemeldet, mich von Freunden distanziert oder ganz aus meinem Leben verbannt. Diese Hassschreiber sind wie Arsen: giftig und un geniessbar. Die sollten genauso wie die Hassprediger bestraft werden. Ruth Aschilier, via Facebook
Da ich grade auch bei den Onlinekommentatoren beim Tages Anzeiger wie auch der NZZ eine gruselige Zunahme von HassTrollen feststelle, hab ich inzwischen das Argumen tieren und Dagegenhalten aufgegeben. Fazit: Ich habe kapituliert und den Medien konsum generell reduziert. Julie Weis, via Facebook Ich meide gewisse Posts, bei denen ich ziemlich sicher weiss, dass es Hasskommentare gibt. Christine Arpagaus, via Facebook
Medienprofessorin Eszter Hargittai
Möglicherweise ist es heute einfach nur sichtbarer gewor den, wie viele Menschen es gibt, die Fehlinformationen und Lügen für Fakten halten. Norbert Derksen, via www.migrosmagazin.ch MM29: Interview mit Peter Grünenfelder «Die Schweiz ver-
dient ihr Geld mit dem Ausland»
«Was wollen wir hinterlassen?» Europa verändert sich rasend schnell. Länder treten der EU bei und – wie man sieht – auch wieder aus. Diese Prozesse werden sich vermutlich noch beschleunigen. Und jetzt kommt ein Ökonom, der auf 20 Jahre hinaus die Kosten ohne die Bilateralen I berechnen kann? Konnte denn Herr Grünenfelder vor zehn Jahren die Erstarkung Russlands, den Brexit oder gar die noch lange nicht ausgestan dene Flüchtlingskrise voraus sagen? Es ist an der Zeit, sich mutig auf neue wirtschaftliche Situationen einzustellen. Die kleinen und flexiblen Staaten werden gewinnen. Und noch
etwas: Ökonomie in Ehren. Aber Wirtschaftswachstum bedeutet auch Bevölkerungswachstum mit allen ökologischen und sozialen Nachteilen. Was wollen wir unseren Nachkommen hinterlassen? B. Herrmann, 3615 Heimenschwand Einmal mehr wird die Globa lisierung hochgejubelt, dass sie uns den materiellen Wohlstand gebracht hat. Ja, aber zu wel chem Preis. Wir sind zu einer Konsum und Wegwerfgesell schaft verkommen. Es geht nur noch um die Wirtschaft, jeder menschliche Aspekt wird ver nachlässigt; dadurch werden wir auch erpressbar. Alles muss immer zur Verfügung stehen und am liebsten gratis. Egois mus und Gier haben sich stark verbreitet, und die Schere zwi schen Arm und Reich ist grösser geworden. Auch die Natur wird überall mit Füssen getreten. Dazu kommt das ganze Informa tionssystem, mit dem man uns kontrolliert und manipuliert. Die mutigen Engländer haben sich zur Wehr gesetzt, und hoffentlich werden es viele andere Völker auch tun. Esther Gerber, 8902 Urdorf
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Jennifer Pastorini
«Wer will schon einen Elefanten in der Küche?» Die Schweizer Biologin Jennifer Pastorini erforscht seit zwölf Jahren wilde Elefanten in Sri Lanka. Wilderei ist auf der Insel kein Problem, aber der Lebensraum der Tiere wird immer knapper. Deshalb dringen die Elefanten in menschliches Siedlungsgebiet ein. Text: Monica Müller, Ralf Kaminski
Bilder: Christian Schnur
MENSCHEN | MM31, 2.8.2016 | 37
ÂŤWer auf Elefanten reiten will, soll das im Kinderzoo Rapperswil tun, wo die Elefanten gut gehalten werden, statt in AsienÂť, sagt Elefantenforscherin Jennifer Pastorini.
38 | MM31, 2.8.2016 | MENSCHEN
Franco Knie über seine Elefanten www.migmag.ch/ francoknie
Jennifer Pastorini, was haben Sie mit Ihrer Organisation Centre for Conservation and Research in Sri Lanka bisher erreicht? Wir haben Elefanten mit Sendern ausgestattet und dabei einiges herausgefunden, um das Management der Tiere zu verbessern. Bisher läuft es so: Macht ein Elefantenbulle Probleme, fängt man ihn ein und fährt ihn in einen Nationalpark – Herden werden mit einer Treibjagd in den Park getrieben. Doch die Elefanten bauen sich dort kein neues Revier auf. Herden gehen nahe des Zauns auf und ab, und Bullen durchbrechen den Zaun oder finden sonst ein Schlupfloch, um den Park zu verlassen. Entweder sie schaffen es zurück in ihr altes Revier, oder sie lassen sich in der Nähe eines Dorfs nieder, wo sie nachts öfter die Felder heimsuchen. Weshalb lassen sich die Tiere so schlecht umsiedeln? Elefanten bleiben ihrem Revier ein Leben lang treu. Zudem leben bereits überall auf der Insel andere Elefanten: Es hat schlicht zu wenig Nahrung für weitere Tiere. Können sie nicht ausbrechen, nehmen sie langsam, aber stetig ab und verhungern letztlich. Zudem sind Nationalpärke ohnehin nicht das ideale Wohngebiet für sie. Warum nicht? Die saftigen Blätter hoher Bäume sind für die Elefanten ausser Reichweite, ausserhalb der Nationalpärke kommen sie viel eher an Nahrung. In Sri Lanka wird häufig ein Stück Wald abgeholzt, dann während der Regenzeit Gemüse angepflanzt und später geerntet. In den folgenden Monaten wächst viel niedrige Vegetation heran, das lieben die Elefanten. Sie fressen eigentlich den ganzen Tag lang. Im Kinderzoo Rapperswil etwa futtert jedes Tier 120 bis 140 Kilo pro Tag. Die Zoo-Elefanten mit ihren 3,5 bis 4,2 Tonnen sind allerdings, verglichen mit den wild lebenden Elefanten in Sri Lanka, ziemlich dick, ein bisschen wie herzige Rollmöpse. Wie verhalten sich Elefanten, die aus einem Nationalpark ausbüxen? Tagsüber verstecken sie sich im Gebüsch, nachts gehen sie in die Felder, fressen die Ernte, schütteln Mangobäume, knicken Bananenstauden. Manchmal brechen sie gar in die Küche der Häuser ein, um sich dort einen Sack Reis zu holen. Der Schaden an den wenig stabilen Häusern ist in der Regel enorm. Und wer will schon einen Elefanten im Garten oder in der Küche? Das führt natürlich zu Konflikten. Wie kann man das verhindern? Indem man einen elektrischen Zaun aufstellt, wie wir das in der Schweiz für unsere Kühe machen. Er muss einfach etwas raffinierter sein. So müssen auch die Betonpfos-
ten mit einem elektrischen Gitter umzäunt sein, sonst wirft sie der Elefant um. Berührt er den Zaun zum ersten Mal, muss ihn der Stromstoss derart schockieren, dass er sich für immer fernhält. Die Zäune sind aber nur wirksam, wenn die Menschen sie richtig warten. Da beginnt unsere Arbeit: Wir helfen beim Bau und der richtigen Wartung. Denn wachsen Pflanzen ungehindert den Zaun hoch, wird der Strom immer schwächer und der Elefant immer dreister. Wie viele elektrische Zäune stehen denn schon? Viele, bloss bringen die meisten noch wenig, weil sie am falschen Ort stehen und eben schlecht gewartet sind. Zäune verlaufen oft mitten durch Wälder, weil dort eine administrative Grenze liegt und deshalb aus bürokratischen Gründen gebaut wurde. Da es auf beiden Seiten Elefanten gibt, bringt das natürlich gar nichts. Und dank Ihrer Arbeit gibt es nun häufiger bessere Zäune? Genau, wir haben im Nordwesten in verschiedenen Gebieten Zäune installiert, die direkt neben den Grundstücken der Menschen verlaufen, die auch das Unkraut darunter jäten. Für die Elefanten, die sich nähern, ist klar geworden: Hier verläuft eine Grenze. Nun wollen alle in der Gegend Zäune und sind auch bereit, Geld dafür auszugeben. So ein Zaun kostet allerdings etwa 5000 Franken pro Kilometer. Ein stolzer Preis. Deshalb muss man die Leute unterstützen. Wir hoffen, dass die Regierung unsere Idee mitträgt und Geld einschiesst, wenn sie realisiert, dass das Konzept greift. Wir sind eine kleine Organisation mit bescheidenen Mitteln, bestehend aus meinem Mann und mir sowie vier Festangestellten. Je nachdem, was gerade läuft, können wir zehn freie Mit-
Zur Person
Die Elefantenforscherin Jennifer Pastorini (47) lebt seit zwölf Jahren in Sri Lanka, der Heimat ihres Mannes Prithviraj Fernando, der ebenfalls Biologe ist. Sie lernte ihn bei einem For schungsaufenthalt an der Columbia University in New York kennen. Gemein sam gründeten sie das Centre for Con servation and Research (CCR), wo sie das Leben wilder Elefanten erforschen. Das CCR wird von der gemeinnützigen Organisation Aliya in der Schweiz unterstützt, die sich für Artenschutz und Forschung in Asien einsetzt. www.ccrsl.org; www.aliyaartenschutz.ch
arbeiter tageweise aufbieten. Aber wir allein können nicht ganz Sri Lanka einzäunen. Wie weibeln Sie für Ihr Konzept? Wir halten Vorträge an den Schulen, sprechen in den Dörfern mit den Bewohnern, stellen unsere Idee beim Bauern- und Bewässerungsdepartement vor. Wir haben versucht, entsprechende Artikel in den Zeitungen zu platzieren, aber auf dem Land liest kaum jemand Zeitung. Schön wäre ein Fernsehbericht, doch das ist zu teuer. Stossen Sie auf offene Ohren? Nein, nicht sehr. Man müsste ändern, was man seit 50 Jahren macht. Und es ist eben ein gutes Gefühl, wenn man einen Elefanten auf den Lastwagen hieven kann und das ganze Dorf dabei zuschaut, wie der Störenfried weggekarrt wird. Dass der Elefant am neuen Ort genau dasselbe macht, ist dabei nebensächlich. Wie ist die Beziehung der Sri Lanker zu ihren Elefanten? Sie haben ihre Elefanten eigentlich sehr gern, sie wollen sie nur nicht in ihren Gärten und Feldern haben. Auch kulturell und religiös sind Elefanten sehr verankert. Bei Prozessionen ist immer ein Elefant mit Stosszähnen dabei, der das Heiligtum trägt. Unterscheiden die Tiere auf Sri Lanka sich von anderen Asiatischen Elefanten? Eigentlich haben die Bullen Stosszähne, auf Sri Lanka aber meist nicht, was wohl indirekt genetisch bedingt ist. Da die Sri Lanker seit Tausenden von Jahren die Bullen mit Stosszähnen für ihre Zeremonien einfangen, hat eine künstliche Selektion stattgefunden. Wie viele Elefanten leben auf Sri Lanka? Etwa 6000, das ist aber eine grobe Schätzung, Elefanten lassen sich nicht zählen. Man hört sie zwar im Busch, weiss aber nie genau, wie viele es sind. Etwa ein Drittel der Elefanten lebt in Nationalpärken. Und klar ist: In den letzten 40 Jahren haben sie elf Prozent ihres Lebensraums verloren. Trotz allem geht es ihnen, verglichen mit anderen Ländern Asiens, wo der Lebensraum viel enger geworden ist, recht gut. Woher kommt diese Sonderstellung Sri Lankas? Die Leute sind generell offen und tolerant gegenüber Tieren. Ausserdem hat der lange Bürgerkrieg die Entwicklung des Landes gebremst, davon haben die Elefanten profitiert. Die grösste Gefahr für sie ist das Versiegen ihrer Futterquellen wegen der Lebensraumreduktion. Wilderei ist hier kein Thema, nicht zuletzt, weil die Elefanten eben keine Stosszähne haben. Abgesehen von wütenden Bauern, die etwa 150 Elefan-
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ten pro Jahr abschiessen, ist Sri Lanka eine Oase für Elefanten. Gibt es in Asien generell weniger Wilderei als in Afrika? Nein, in Vietnam, Laos, Thailand und Burma ist Wilderei ebenso ein Problem. Und bei den absurd hohen Beträgen, die für Elefantenstosszähne bezahlt werden, wird jeder zum Wilderer. Es reicht, wenn ein Promille der Bevölkerung schwach wird. Wie kann man die Elefanten besser schützen? Man muss die Nachfrage stoppen. Solange die Menschen etwa in China Elfenbein wertschätzen und bereit sind, viel dafür zu zahlen, wird es immer jemanden geben, der für Geld Elefanten tötet. Es braucht eine komplette Neubewertung. Elfenbein muss so behandelt werden wie Pelz bei uns heute: Es zu besitzen, soll sich so falsch anfühlen, dass niemand es mehr haben will. Wie viele Elefanten werden auf Sri Lanka noch als Arbeitstiere genutzt? Bloss etwa 100 bis 200. Ein neues Problem ist aber der wachsende Tourismus. Weil so viele Touristen auf Elefanten reiten wollen, fängt man wilde Elefanten ein. Furchtbar wäre es, wenn es in Sri Lanka so weit käme wie in Thailand, wo mittlerweile mehr Elefanten in Camps leben als in der Wildnis. Was empfehlen Sie den Touristen? Sie sollten sich von den gefangenen Elefanten fernhalten, keine Auffangstationen von Elefantenbabys besuchen, keine Elefanten reiten. Die so genannten Elefanten-Attraktionen nützen den Tieren nichts; sie füllen bloss die Kassen der Leute, die damit ein Geschäft machen. Stattdessen sollten die Touristen in die wunderschönen Nationalpärke gehen und so dem Land zeigen, dass sie die wilden Elefanten sehen möchten. Wie geht es den Elefanten, die in Schweizer Zoos leben? Es sind wenige, und sie werden so verhätschelt, dass man sich um sie keine Sorgen machen muss. Zudem erfüllen sie als Botschafter eine wichtige Funktion. Wer auf Elefanten reiten will, soll das im Kinderzoo Rapperswil tun, wo die Elefanten sehr gut gehalten werden, statt in Asien. Dort werden sie mit brutalen Methoden domestiziert und mit Eisenstöcken traktiert. Im Zoo Zürich und im Kinderzoo Rapperswil haben die Elefanten neue Gehege bekommen. Schätzen die Tiere das? Ein grösseres Gehege und mehr Abwechslung mögen sie auf jeden Fall. Ich finde es auch in Ordnung, wenn die Tierpfleger direkt in Kontakt mit den Elefanten treten
«Weltweit gibt es weniger als 50 000 Asiatische Elefanten, und ihre Zahl nimmt leider weiter ab.»
dürfen. Es sind soziale Tiere, und sie profitieren davon, wenn sie durch den Zoo spazieren oder zum Fressen raus in den Wald dürfen. Das aber kann man nur mit Elefanten tun, die entsprechend trainiert sind. Abwechslung ist wichtig. In Sri Lanka sehen wir Tempelelefanten, die immer an derselben Stelle stehen – furchtbar! Können Sie die Elefanten unterscheiden? Mein Mann hat für seine Doktorarbeit angefangen, die Elefanten im Yala-Nationalpark zu dokumentieren. Inzwischen haben wir für rund 250 Elefanten einen Karteieintrag. Mir fällt es schon schwer, Menschen zu unterscheiden, geschweige denn Elefanten. Mein Mann und unsere Assistenten können das aber gut, anhand der Ohren, der Gesichtsform, der Pigmentierung des Schwanzes oder von Schussverletzungen. Helfen auch charakterliche Merkmale? Nein, da sie meistens am Fressen sind, unterscheiden sie sich im Verhalten kaum – abgesehen von einem Exemplar, das immer in einem Teich hockt und dort Lotuspflanzen frisst ( lacht). Haben Sie brenzlige Situationen erlebt? Einmal waren wir im Jeep im Park unterwegs. Ein anderes Auto vor uns hatte die Strasse verlassen und war in Richtung der Elefanten gefahren. Diese wurden wütend, rannten dem Jeep hinterher und folgten ihm bis zur Strasse. Dort liessen sie ihren Unmut an uns aus. Einer drückte mit vollem Körpergewicht gegen unseren Jeep, bis wir eine Zeit lang nur noch auf zwei Rädern
standen. Da hatte ich schon das Herz in der Hose. Meinem Mann gelang es, im richtigen Moment aufs Gaspedal zu drücken und davonzubrausen. Elefanten gelten als klug und sozial, stimmt das? Oh ja. Sie sind lernfähig und wissen zum Beispiel genau: Hier werde ich am Zaun gefüttert, dort mit der Schrotflinte verjagt. Oder sie nehmen einen grossen Baumstamm und schmeissen ihn auf einen elektrischen Zaun, um sich den Weg frei zu bahnen. Und die Herde hat eine enge Bindung: Geht es einem Elefanten nicht so gut, weichen die nächsten Familienangehörigen nicht von seiner Seite; gibt es Stress, stehen die Elefanten nahe beieinander und trösten sich mit dem Rüssel. Solche Situationen zu sehen berührt mich immer sehr. Wie optimistisch sind Sie für die Zukunft? In Indien und Sri Lanka stehen die Chancen für wilde Elefanten gut. Für die anderen Länder bin ich weniger zuversichtlich. Weltweit gibt es weniger als 50 000 Asiatische Elefanten, und ihre Zahl nimmt leider weiter ab. In Afrika gibt es noch rund 500 000 Elefanten und riesige Nationalparks. Trotz Elfenbeinhandel stehen sie im Moment besser da als die Asiatischen Elefanten. Sie sind wegen Ihres Mannes nach Sri Lanka gezogen. Wie war das? Ich war zuvor noch nie dort, aber es hat mir sofort gefallen. Mit der Politik des Landes habe ich allerdings Mühe, die Schweiz hat im Vergleich bloss Luxusprobleme. MM
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Der Schweiss erfüllt eine lebenswichtige Funktion. Durch das Schwitzen wird die Körpertemperatur ausgeglichen. In Stresssituationen, bei körperlicher Anstrengung und bei erhöhten Temperaturen erhöht sich die Schweissproduktion noch zusätzlich. Schwitzen ist also etwas Natürliches. Unangenehm wird es, wenn sich Schweissflecken unter den Achseln abzeichnen und der Geruch für das Umfeld wahrnehmbar wird. Um dem vorzubeugen, ist ein gut wirksamer und verträglicher Deodorant unerlässlich. Die Deodorants von VICHY stehen für Wirksamkeit und Verträglichkeit auch bei empfindlicher Haut. Sie schützen den ganzen Tag lang zuverlässig vor Körpergeruch, Nässe und übermässiger Transpiration.
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Azurblauer Himmel, feine Sandstrände und Planschen im Meer – Italien ist noch immer eines der beliebtesten Ferienziele der Schweizer. Nach dem 2. Weltkrieg war ein Urlaub am Meer für viele Familien aber ein unerreichbarer Traum. Das änderte sich zu Beginn der 50erJahre, auch dank Gottlieb Duttweiler. Für nur 166 Franken pro Person konnte man bei Hotelplan acht Tage an der Adria buchen. Das MigrosReisebüro organisierte mit dem «BadeferienExpress» sogar Sonderzüge ans Mittelmeer.
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Jodeln ist gar nicht so schwer Feuerwerk, Höhenfeuer und Nationalhymne: Der 1. August weckt beim einen oder anderen gerne patriotische Gefühle. Kein Wunder kommt nach dem Nationalfeiertag der Wunsch auf, sich in einer uralten Schweizer Tradition auszuprobieren. Oder vielleicht will man einfach mal mit seinen Stimmbändern experimentieren oder auf spielerische Art einen Einblick
in die Welt der Naturklänge erhalten. Der neue Jodel-Crashkurs der Klubschule Basel macht es möglich. Unter der Leitung von Doris Hintermann Masi kann jede und jeder Interessierte in die Welt des Jodelns eintauchen und sich von dessen Vielfalt begeistern lassen. Mehr von der Migros Basel ab Seite 91
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MIGROSWELT | MM31, 2.8.2016 | 45
Verpackungsreduktion
Ökologisch verpackt Bei den Verpackungen der Trockenfrüchte von Sun Queen – Cran berries, Datteln, Feigen und Aprikosen – konnte dank neuster Techno logie im Schnitt ein Drittel an Material eingespart werden. Im Gegensatz zur bis herigen Anlage, bei der die Verpackungsfolie zum Schlauch geformt und am Rücken zu einer Art Flosse verschweisst wird, werden neuer dings sogenannte Rand siegelbeutel produziert und abgefüllt. Bei der neuen Anlage wird die Verpackungs folie gefaltet und seitlich verschweisst, wodurch das Füllvolumen besser ausgenutzt werden kann. Zur Material einsparung tragen auch ein schmalerer Zipper und eine reduzierte Folienstärke bei.
Bild: Festival del Film Locarno/Massimo Pedrazzini
Die Massnahmen zur Verpackungs reduktion der Sun
QueenBeutel ist Teil eines GenerationM Versprechens: Die Migros hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2020 über 6000 Tonnen Ver packungsmaterial öko logisch zu optimieren.
Ein Teil von
Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. Ökologische Verpackungen leisten dazu einen wertvollen Beitrag.
Filmfestival Locarno
Vom 3. bis 13. August findet in Locarno das wohl schönste Filmfestival der Schweiz statt. Wenn sich das Publikum auf der Piazza Grande von den Bildern auf der Leinwand verzaubern lässt, trägt auch das Migros Kulturprozent zur Magie bei. Sechs Filme wurden vom Kultur prozent gefördert. Dazu gehört Micha Lewinskys Groteske «Nichts passiert», in der ein Mann krampfhaft an seiner Illusion einer heilen Welt festhält. Der Animationsfilm «Die Brücke am Fluss» erzählt in nur sechs Minuten die Geschichte einer grossen Liebe.
Preisbarometer
Aktuelle Preisänderungen Die Migros senkt die Preise bei verschiedenen Kosmetik und Hygieneprodukten. Dazu gehören Markenprodukte von Kneipp, Kleenex und Always. Einen Preisaufschlag gibt es bei Gold Max Havelaar Ananassaft. Aufgrund einer schlechten Ananasernte steigen die Rohwarenpreise. Gestiegene Rohstoffpreise verteuern auch Vanilleschoten. Ausgewählte Beispiele
Gold Max Havelaar Ananassaft, 1 l
Preis alt*
Preis neu*
in %
1.60
1.95
21,9
Vanillestängel, 8 g
3.20
3.90
21,9
Sélection Vanillemühle, 15 g
6.30
6.90
9,5
Kneipp Reinigungsmilch, 200 ml
12.80
10.80
–15,6
Kneipp Gesichtswasser, 200 ml
12.80
10.80
–15,6
Kneipp Intensiv Serum, 30 ml
19.80
18.80
–5,1
Kneipp 24 Std. Gesichtscreme, 50 ml
19.80
18.80
–5,1
Kneipp Augencreme, 15 ml
19.80
15.80
–20,2
Kneipp Wirkmaske, 2 x 5 ml
3.50
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Kleenex Balsam Taschentücher in Box, 60 Stück
3.10
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Kleenex Balsam Taschentücher, 10 Päckchen à 9 Stück
2.85
2.30
–19,2
Kleenex das Taschentuch, 15 Päckchen à 9 Stück
3.25
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–16,9
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Bella Italia – Agnesi
Passione Pasta
Schlemmen wie in Italien ist ohne Pasta undenkbar. Ob lang oder kurz, dick oder dünn, geriffelt oder gerollt – Teigwaren eröffnen schier unzählige Möglichkeiten, mediterrane Gerichte mit hohem Genussfaktor auf den Tisch zu zaubern. Text: Sonja Leissing
Bilder & Styling: Claudia Linsi
Illustrationen: Anja Denz
Rezepte: Katja Näf
62 Herausnehmen und sammeln!
... Jahre währt die Zusammenarbeit zwischen der Firma Agnesi und der
Migros. Rund um die Uhr werden
bei Agnesi an sieben Tagen pro Woche rund 18 500 Tonnen Korn zu Pasta verarbeitet. Mindestens zwölf Stunden bleiben die Pasta im Trocknungsofen, bevor sie verpackt werden. Angelo Colussi Serravallo ist Präsident der Colussi Group, zu der auch die Firma Agnesi gehört. Agnesi besteht seit 1824 und ist die älteste Pastaherstellerin Italiens.
39 ... von 50 verschiedenen Pasta und Saucen von Agnesi führt die Migros
Bild: Fernando Arias/Contrasto
aktuell im Sortiment. Die Pasta
gibt es in allen möglichen Sorten, Farben, Formen und Grössen, von Spaghetti über Tagliatelle, Tortellini oder Penne bis hin zu Lasagneblättern. Die Firma Agnesi ist führend mit ihrer Auswahl an Pasta. Weltweit werden 600 diverse Pastasorten produziert.
180 ... bis 200 Gramm Pasta ergeben ein
Hauptgericht. Für eine Beilagen-
portion rechnet man mit rund 70 Gramm trockenen oder 150 Gramm frischen Teigwaren. Beim Kochen erhöht sich das Eigengewicht getrockneter Pasta um das Doppelte bis Dreifache. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch
48 | MM31, 2.8.2016 | MIGROS-WELT
Agnesi Lasagne All’ Uovo, 500 g Fr. 3.25
Auberginen-Cannelloni Zutaten für 4 Personen
1 ½ Bund 1 6 EL 2 dl 8 240 g 50 g
kleine Zwiebel Petersilie Aubergine à ca. 300 g Olivenöl Gemüsebouillon Salz, Pfeffer Lasagneblätter Schinkentranchen, z. B. Hinterschinken hauchdünn Parmesan am Stück
Zubereitung
1. Zwiebel und Petersilie fein hacken. Aubergine in Würfelchen schneiden. ⅔ des Öls in einer weiten Bratpfanne erhitzen. Zwiebel, Petersilie und Aubergine dazugeben und ca. 2 Minuten dünsten. Die Hälfte der Bouillon dazugiessen und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2. Backofen auf 180 °C vorheizen. Lasagneblätter in Salzwasser ca. 5 Minuten kochen. Herausheben und auf einem Tuch nebeneinander auslegen. Mit je 1 Schinkentranche belegen. Auberginen je auf eine Längsseite der Lasagneblätter verteilen, satt aufrollen. Gratinform mit der Hälfte des restlichen Öls einreiben. Restliche Bouillon in die Gratinform giessen. Cannelloni in die Form legen, mit restlichem Öl bestreichen. Parmesan darüberreiben. In der Ofenmitte ca. 15 Minuten backen. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + ca. 15 Minuten backen
Pro Person ca. 21 g Eiweiss, 24 g Fett, 27 g Kohlenhydrate, 1700 kJ/410 kcal
Die belebte Piazza macht Lust, zu verweilen und dem unbeschwerten Treiben zuzuschauen.
50 | MM31, 2.8.2016 | MIGROS-WELT
Agnesi
Durch dick und dünn
Die Füllung macht den Unterschied. Hier ist
es feiner Rohschinken, der die Akzente setzt. Agnesi Tortellini Al Prosciutto Crudo, 250 g Fr. 2.30 Tomatensauce mit Basilikum passt zu allen
Pastasorten, empfiehlt sich aber auch zum Verfeinern von Fleisch oder Gemüse. Agnesi Sugo Basilico, 400 g Fr. 2.90
Gnocchi, auch Müscheli genannt, sind perfekt zu
einer cremigen Sauce. Agnesi Gnocchi, 500 g Fr. 1.80 In grösseren Fillialen
Dank Rillen in der Oberfläche bleiben an diesen Penne erstaunliche Mengen von Sauce haften. Agnesi Le Penne Rigate N.19, 500 g Fr. 1.80 Als Basis für Pizzabelag oder Pastasaucen aller Art ist der Sugo alla Napoletana erste Wahl, wenn die Zubereitung schnell gehen soll. Agnesi Sugo Alla Napoletana, 400 g Fr. 2.85
Lasagneblätter werden abwechselnd mit Bolognese, Béchamelsauce und Parmesan übereinandergeschichtet und gebacken. Als vegeta rische Variante ist Blattspinat als Füllung sehr beliebt.
Spaghetti gehören zu den Klassikern und begeistern grosse und kleine Pastafans mit Tomatensugo ebenso wie alla carbonara oder nur mit Olivenöl.
Tortellini kommen mit Gemüse, Käse, Kürbis, Limonen-Ricotta oder Fleisch gefüllt auf den Teller. Kurz in Salbeibutter geschwenkt, sind sie eine beliebte Vorspeise.
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Agnesi Spaghetti, Pennette oder Tortiglioni, 750 g Fr. 1.80 Hit 50 % mehr Inhalt vom 2.8. bis 8.8.
Mit frischen Kräutern und Artischockenherzen zubereitet, sind Pennette im Pastasalat eine besondere Empfehlung. Agnesi Pennette, Spaghetti oder Tortiglioni, 750 g Fr. 1.80 Hit 50 % mehr Inhalt vom 2.8. bis 8.8.
Gekocht und knusprig gebraten, geniessen PaellaFans Vermicelli mit frischem Fisch, Crevetten oder Poulet. Agnesi I Vermicelli N.4, 500 g Fr. 1.80
Tagliatelle passen sehr gut zu kräftigen Saucen mit Morcheln, Steinpilzen oder Rahm. Puristen geniessen sie nur mit Butterflocken.
Penne zu einer «Cinque Pi»Sauce sind unschlagbar. Die fünf Ps bezeichnen die Zutaten: Prezzemolo (Peterli), Panna (Rahm), Parmesan, Pomodori (Tomatenpüree) und Pepe (Pfeffer).
Pasta frutto di mare: Der Klassiker aus Italien wird mit Meeresfrüchten, Weisswein, Olivenöl, Knoblauch und Gewürzen zubereitet. Agnesi Le Linguine N.10, 500 g Fr. 1.80 Mit sämigen Saucen
harmonieren Tagliatelle besonders gut, weshalb man sie bevorzugt zu Wildgerichten, Kaninchenund Rindsragout serviert. Agnesi Le Tagliatelle All’ Uovo, 250 g Fr. 1.80 In grösseren Filialen
52 | MM31, 2.8.2016 | MIGROS-WELT
Spaghetti mit Pinienkernen und Broccoli
Penne rigate mit grillierten Peperoni
Zutaten für 4 Personen 400 g Broccoli 400 g Teigwaren, z. B. Spaghetti 1 Knoblauchzehe 3 EL Pinienkerne 3 Sardellenfilets 3 EL Olivenöl Salz, Pfeffer
Zutaten für 4 Personen 3 verschiedenfarbige Peperoni, z. B. gelbe, orange und rote 3 EL Olivenöl Salz, Pfeffer ½ Bund Petersilie 400 g Teigwaren, z. B. Penne rigate
Zubereitung
Broccoli in Röschen teilen, in reichlich Salz wasser ca. 5 Minuten knapp weich kochen. Broccoli aus dem Kochwasser heben. Teigwaren in demselbem Kochwasser al dente kochen. Wasser abgiessen. Teigwaren abtropfen lassen. Knoblauchzehe halbieren, mit den Pinien kernen in der Bratpfanne rösten. Broccoli grob hacken. Mit den Sardellenfilets beigeben und kurz dünsten. Öl darunterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Broccolimischung unter die Teigwaren heben und servieren. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten
Pro Person ca. 18 g Eiweiss, 14 g Fett, 72 g Kohlenhydrate, 2050 kJ/490 kcal
Zubereitung
Backofen auf 220 °C vorheizen. Peperoni halbieren, entkernen und mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Ca. 10 Minuten unter dem Grill rösten, bis die Haut dunkle Stellen aufweist. Herausnehmen und in einem Tiefkühlbeutel ca. 10 Minuten ruhen lassen. Peperonihaut abziehen. Peperoni in mundgerechte Stücke schneiden, Öl daruntermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie grob hacken. Teigwaren in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Wasser abgiessen. Teigwaren abtropfen lassen. Peperoni auf die Teigwaren geben, Petersilie darüberstreuen und servieren. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten
Pro Person ca. 14 g Eiweiss, 11 g Fett, 75 g Kohlenhydrate, 1900 kJ/450 kcal
Ristretto, Cappuccino oder doch lieber ein eisgekßhltes Crodino gefällig?
Herausnehmen und sammeln!
54 | MM31, 2.8.2016 | MIGROS-WELT
Bella Italia – Monini
Kalt und heiss geliebt Olivenöl bietet Aromen von leicht stechend, mild fruchtig bis kräftig herb. Zefferino Monini produziert hochwertiges Olivenöl. Und das nicht nur für Italien.
3 ... Generationen der Familie Monini stehen für die Produktion von Olivenöl.
Monini-Öle sind hochwertig, da ihr Säuregehalt von weniger als 0,4 Prozent deutlich unter den gesetzlich erlaubten 0,8 Prozent liegt.
8000 ... Jahre sind vergangen, seit der Oliven-
Zefferino Monini führt die Traditionsfirma in der dritten Generation.
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Bild: Lorenzo Maccotta/Contrasto
baum als Nutzpflanze entdeckt wurde.
Ein Baum trägt durchschnittlich 30 Kilogramm Oliven, aus denen etwa fünf Liter Öl gewonnen werden. Jede Sorte hat einen eigenen Charakter. Bestimmend dafür sind Klima, Wetter und Bodenbeschaffenheit.
... Produkte der Marke Monini sind in der Migros erhältlich.
Das Classico-Olivenöl führt die Favoritenliste an. Zum Sortiment zählen auch verschiedene Spezialöle wie das Bios (aus biologischem Anbau) sowie Öle mit Geschmacksnoten von Zitrone, Trüffel, Basilikum oder Knoblauch mit Peperoncino.
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Migros-Bio Cherrytomaten, Schweiz, Schale, 250 g, 3.20 statt 4.60 30% Anna’s Best Pizzateig im Duo-Pack, mit Gratis-Teigrad, 2 x 260 g, 3.80 statt 4.80 20% Sbrinz, per 100 g, 1.80 statt 2.30 20% Madeleines pur beurre oder Schokosplitter, z.B. pur beurre, 220 g, 2.– statt 2.50 20% TerraSuisse XXL-Hamburger im Duo-Pack, 2 x 300 g, 7.50 statt 15.– 50% Gültig vom 4.8. bis 6.8.2016 MSC Wildlachs, Wildfang aus Alaska, per 100 g, 3.90 statt 5.60 30%
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Blumen und Pflanzen
M-Classic Schweinsgeschnetzeltes, Schweiz, per 100 g, 1.70 statt 2.90 40% Optigal Pouletbrust geräuchert, Schweiz, per 100 g, 2.55 statt 3.70 30% * Optigal Geflügel-Bratwurst, 2 Stück, Schweiz, 220 g, 2.15 statt 3.10 30% M-Classic Trutenfilet, Ungarn, produziert nach Schweizer Tierschutzverordnung, per 100 g, 1.60 statt 2.30 30% * Rapelli Grill-Salsiccia, Schweiz, 420 g, 6.90 statt 9.– 20%
Fairtrade Rosen, Bund, 7 Stück, erhältlich in diversen Farben, Stiellänge 60 cm, z.B. gelb, 14.90 statt 19.90 25% Topfrosen im Duo-Pack, im 12-cm-Topf, z.B. pink, 9.90 Hit Sonnenblumen, Bund, 3 Stück, 6.30 statt 7.90 20%
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Herausnehmen und sammeln!
Fenchel-Carpaccio Zutaten für 4 Personen 500 g Fenchel 1 Birne, z. B. Gute Luise 2 EL Zitronensaft 4 EL Olivenöl Fleur de sel Pfeffer aus der Mühle 2 EL Sultaninen Zubereitung
Fenchelkraut wegschneiden und grob hacken. Fenchel längs halbieren, Strunk entfernen. Birne vierteln, Kerngehäuse entfernen. Fenchel und Birne längs in sehr feine Scheiben hobeln, auf einer Platte auslegen. Zitronensaft und Öl verrühren, über den Fenchel träufeln. Etwas Fleur de sel und Fenchelkraut darüberstreuen. Pfeffer grob darüber mahlen. Sultaninen auf dem Fenchel verteilen und servieren. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten
Pro Person ca. 4 g Eiweiss, 11 g Fett, 16 g Kohlenhydrate, 700 kJ/170 kcal
Monini Classico, Olio Extra Vergine Di Oliva, Aktion 25 % auf Duo-Pack, 2 x 1 l Fr. 18.75 statt 25.Gültig vom 2.–8.8.
Monini Delicato, Olio Extra Vergine Di Oliva, Aktion 25 % auf Duo-Pack, 2 x 1 l Fr. 19.50 statt 26.Gültig vom 2.–8.8.
68 | MM31, 2.8.2016 | MIGROS-WELT
Monini Gran Fruttato Olio Extra Vergine Di Oliva, 500 ml Fr. 9.50
Monini Bios Da Agricoltura Biologica, Olio Extra Vergine Di Oliva, 750 ml Fr. 15.50 In grösseren Filialen
Gebratene Pouletbrust mit Rucola-PinienLimonen-Pesto Zutaten für 4 Personen 4 Pouletbrüstchen à ca. 150 g ¾ TL Salz Pfeffer aus der Mühle 2 TL Senf Öl zum Braten Pesto 50 g 20 g
½ 3 EL
Rucola Pinienkerne Limette Olivenöl Salz, Pfeffer
Zubereitung
Pouletbrüstchen rundum mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Senf einreiben. Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Pouletbrüstchen beidseitig je ca. 5 Minuten braten. Herausnehmen, aufschneiden. Rucola und Pinienkerne fein hacken. Etwas Limettenschale fein dazureiben. Wenig Limettensaft und Olivenöl darunterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pesto zum Fleisch servieren. Tipp
Ofenkartoffeln dazuservieren. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten
Pro Person ca. 33 g Eiweiss, 24 g Fett, 1 g Kohlenhydrate, 1500 kJ/350 kcal
Die Marktfahrer preisen sonnengereifte Früchte und frisches Gemüse an – und sind stets für eine Plauderei zu haben.
70 | MM31, 2.8.2016 | MIGROS-WELT
Monini
Für jeden Geschmack Eignet sich für
Salat- oder Pastasaucen und über Pizza geträufelt. Monini Aglio & Peperoncino, Olio Extra Vergine Di Oliva Aromatizzato, 250 ml* Fr. 5.90
Toll zu
Dips, frischem Brot und Risotto oder zum Verfeinern von Pasta. Monini Tartufo Bianco, Olio Extra Vergine Di Oliva Aromatizzato, 250 ml* Fr. 6.90
Erfrischend in Salatdressings oder in Pesto verarbeitet. Monini Basilico, Olio Extra Vergine Di Oliva Aromatizzato, 250 ml* Fr. 5.90
Das zitronige Öl
verleiht einem Carpaccio aus Fleisch oder Fisch eine mediterrane Note. Monini Limone, Olio Extra Vergine di Oliva Aromatizzato, 250 ml* Fr. 5.90
Bringt Aroma
und verfeinert alle Hülsenfrüchte-Salate. Monini Vinaigrette Con 33 % Di Olio Extra Vergine Di Oliva, Arancia e Lime, 375 ml* Fr. 4.65 * In grösseren Filialen
Mit aromatisiertem Olivenöl ist schnell ein fruchtiger Pesto zube reitet. Wer mag, kann das Öl mit etwas Meer salz und Thymian ver feinern und zum Apéro pur mit einem Stück Brot geniessen.
Das Olio extra vergine spielt in der mediterranen Küche eine Hauptrolle, auch weil es sich bis zu 190 °C erhitzen lässt. Als Geschmacks träger im Salat ist das Olivenöl unumstritten die Nummer eins – zumindest in Italien.
Der Klassiker unter den Moninis für die
kalte und warme Küche. Monini Classico, Olio Extra Vergine Di Oliva, Aktion 25 % auf Duo-Pack, 2 x 1 l Fr. 18.75 statt 25.Gültig vom 2.–8.8.
Ein Allrounder
zum Aromatisieren oder für Olivencakes mit Dörrtomaten. Monini Delicato, Olio Extra Vergine Di Oliva, Aktion 25 % auf Duo-Pack, 2 x 1 l Fr. 19.50 statt 26.Gültig vom 2.–8.8.
Unterstreicht
die kalte Küche und ist Moninis kräftigstes Öl. Monini Gran Fruttato, Olio Extra Vergine Di Oliva, 500 ml Fr. 9.50
Der intensive Geschmack grüner Tomaten ist leicht stechend, trotzdem mild. Kalt verwenden.
Die Wahl des Olivenöls ist natürlich Geschmackssache, aber auch abhängig vom Gericht. So eignet sich eine milde Sorte zum Dünsten, eine fruchtige für Salate und eine kräftige oder scharfe fürs Braten von Fisch und Fleisch.
Monini Olio Extra Vergine Di Oliva D.O.P. Val Di Mazara, 500 ml* Fr. 13.20
Enthält nur Oliven aus der Toskana und hat ein leichtes Mandel- und Artischockenaroma. Monini Olio Extra Vergine Di Oliva Toscana IGP, 500 ml* Fr. 13.50 * In grösseren Filialen
72 | MM31, 2.8.2016 | MIGROS-WELT
Bignè alla cioccolata Zutaten für 4 Personen Ergibt ca. 20 Stück 120 g dunkle Schokolade
2 dl 0,5 dl 0,5 dl 40 g 10 g 2,5 g 80 g 2
Vollrahm Wasser Milch Butter Zucker Salz Weissmehl kleine Eier
Zubereitung
1. Die Hälfte der Schokolade fein hacken. Unter ständigem Rühren mit dem Rahm aufkochen. Auskühlen lassen. Zugedeckt ca. 4 Stunden kühl stellen. Backofen auf 200 °C vorheizen. Wasser, Milch, Butter, Zucker und Salz aufkochen. Mehl im Sturz beigeben. Mit einer Kelle bei mittlerer Hitze rühren, bis sich der Teig als Klumpen vom Pfannenboden löst und sich am Boden ein feiner Belag bildet. Teig abkühlen lassen, bis er handwarm ist. Eier nacheinander unter den Teig rühren. Der Teig sollte weich, glänzend und geschmeidig sein. 2. Brandteig in einen Spritzsack mit glatter Tülle à ca. 1 cm Ø füllen. Auf ein mit Back papier belegtes Blech mit genügend Abstand Teighäufchen à ca. 3 cm Ø spritzen. In der Ofenmitte ca. 25 Minuten backen. Im ausge schalteten leicht geöffneten Ofen 10 Minuten ruhen, dann auf einem Kuchengitter aus kühlen lassen. Gebäck waagrecht aufschnei den. Schokoladerahm steif schlagen, in einen Spritzsack mit glatter Tülle füllen. Rahm auf die Teigböden spritzen. Deckel darauflegen. Restliche Schokolade in Stücke brechen. In einer Schüssel über dem heissen Wasserbad langsam schmelzen. Bignè mit flüssiger Schokolade verzieren. Zubereitungszeit ca. 45 Minuten + ca. 4 Stunden kühl stellen
Pro Person ca. 9 g Eiweiss, 42 g Fett, 32 g Kohlenhydrate, 2300 kJ/550 kcal
Das luftig leichte Gebäck mit Schoggifüllung macht süchtig.
Abnehmer fĂźr feine Gelati finden sich den ganzen Sommer Ăźber.
74 | MM31, 2.8.2016 | MIGROS-WELT
Herausnehmen und sammeln!
Das etwas andere Tiramisù ist kinderleicht in der Zubereitung.
Beeren-Tiramisù Zutaten für 4 Personen Für 4 Gläser à ca. 2 dl 150 g Erdbeeren 150 g Himbeeren 100 g Heidelbeeren 4 EL Zucker 3 EL Wasser 3 TL Zitronensaft 150 g Cantuccini 150 g Rahmquark 200 g Crème fraîche Zubereitung
Erdbeeren vierteln. Alle Beeren mit der Hälfte des Zuckers, Wasser und Zitronensaft ca. 30 Minuten marinieren. Cantuccini in einen Plastikbeutel geben, diesen verschliessen. Cantuccini mit einem Wallholz in haselnussgrosse Stücke klopfen. Quark, Crème fraîche und restlichen Zucker verrühren. Cantuccini, Beeren und Crème fraîche abwechselnd in Gläser schichten und servieren. In Zusammenarbeit mit
Zubereitungszeit ca. 15 Minuten + ca. 30 Minuten marinieren
Pro Person ca. 10 g Eiweiss, 28 g Fett, 44 g Kohlenhydrate, 2000 kJ/480 kcal
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76 | MM31, 2.8.2016 | MIGROS-WELT
Klassiker für die Zubereitung von alkoholfreien Cocktails: San Pellegrino Sanbittèr, 6 × 10 cl Fr. 4.45
Typisch italienisches Sugo, das wie haus gemacht schmeckt: Agnesi Passione Basilikum, 280 g Fr. 3.50
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Das Gute und das Schöne
Bestellt man in Italien einen Caffè, bekommt man einen Espresso in einer dafür typisch kleinen, dickwandigen Tasse serviert: Espressotasse mit Unterteller, rot oder schwarz, mit Silberrand* Fr. 6.90
In Norditalien produziert und vielseitig verwendbar: Parmigiano Reggiano, per 100 g Fr. 2.60
Nach einem üppigen Mahl geniesst nicht nur der Italiener gern einen Espresso: Bialetti Espressoaufbereiter, Induktion für 3 Tassen* Aktion 50% Fr. 14.90 statt 29.80 bis 15. 8., solange Vorrat
Bild: Getty Images
Die Italiener lieben das Gute und das Schöne. Was genau sich dahinter verbirgt, bleibt der Fantasie des einzelnen überlassen. Wer allerdings hinter dem Guten diverse feine Sachen zum Essen und Trinken vermutet, liegt garantiert nicht falsch. Passend dazu könnte man ergänzen, dass das Schöne die Kunst beschreibt, mit der vorrangig italienische Grossmütter aus dem Guten wahre Genusswelten schaffen. Doch Vorsicht: Weil südlich der Alpen zu bestimmten Tageszeiten auch das Dolcefarniente zum Lifestyle gehört, könnte Nonna sich weigern, ihren Ruhesitz vor dem Haus mit dem Stehplatz am Herd zu tauschen. In diesem Fall wäre eine Migros um die Ecke vorteilhaft, wo zwar nicht alle, aber immerhin etliche italienische Köstlichkeiten verfügbar sind. Genussfertig wohlgemerkt!
Beim Belegen ist Kreativität gefragt. Erlaubt ist, was schmeckt: Anna’s Best Pizzateig, ausgewallt, 40 × 25 cm, 580 g Fr. 3.90
Die Blätter entfalten ihr volles Aroma, wenn sie erst zum Ende der Kochzeit beigegeben werden: Bio Majoran Fr. 4.90 Im Do it + Garden
Wo viel gegessen wird, wird auch gekleckert: Serviettendispenser* Fr. 12.80
* in grösseren Filialen
Das italienische Traditionsgebäck ist als Süssspeise sehr beliebt: Panettone am Meter, 440 g Fr. 6.50
Italianità für den gedeckten Tisch: Pastateller mit Olivensujet, Ø 30 cm* Fr. 9.80
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Brot des Monats
Luftig, leicht und extraknusprig Jeden Monat präsentieren die Migros-Hausbäckereien eine saisonale Spezialität. Im August dürfen sich die Kunden auf das Baguette Traditionelle freuen – eine französische Spezialität, die auch auf italienische Art für besondere Genussmomente sorgt. Text: Jacqueline Vinzelberg
In den Pariser Bistros wird das knusprige Stangenbrot den ganzen Tag über frisch serviert. Genauso ist das im August auch in der Migros. Das Baguette wird in den Hausbäckereien der Filialen täglich mehrmals frisch gebacken und ist jeweils bis zum Ladenschluss noch warm erhältlich. Mit einem Camembert oder Kräuterfrischkäse wird daraus ein feiner Snack à la française. Die kleinen Scheiben des luftigen Weizenbrots eignen sich auch prima als Grundlage für sommerliche Crostini mit frischen Tomaten, Gemüse und Kräutern oder Oliven. Ob nun auf französische, italienische oder Schweizer Art – es darf natürlich auch nach Belieben kombiniert werden. www.migros.ch/brot
Broccoli- und Tomaten-Crostini Zutaten für 4 Personen 12 Scheiben Baguette Broccolibelag 2 EL 160 g
4
2 EL 3 EL ½
Pinienkerne Broccoli in Öl eingelegte Sardellenfilets Kapern Olivenöl Salz, Pfeffer Zitrone
Tomatenbelag
3 1 1 Msp. 2 Zweige
Zubereitung
vollreife Tomaten (ca. 350 g) Knoblauchzehe gemahlene Gewürznelken Basilikum
1. Für den Broccolibelag Pinienkerne ohne Fett rösten. Broccoli in Röschen teilen. In Salzwasser 3 Minuten blanchieren, kalt abschrecken, mit Sardellen und Kapern hacken. Alles mit der Hälfte des Öls mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zitronenzesten abziehen, darüberstreuen.
2. Für den Tomatenbelag Tomaten halbieren, entkernen, in feine Würfel schneiden. Knoblauch dazupressen. Beides mit restlichem Öl mischen. Mit Salz, Pfeffer und Nelken abschmecken. Basilikumblättchen dazuzupfen, mischen. 3. Baguettescheiben toasten und je die Hälfte mit den Belägen bestreichen. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten
Pro Person ca. 7 g Eiweiss, 11 g Fett, 19 g Kohlenhydrate, 850 kJ/200 kcal
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Serie Warm und knusprig aus der Hausbäckerei Aktuell im August: Baguette Traditionelle
Der Hausbäcker empfiehlt
«Das Baguette schmeckt besonders gut mit Lachs, Weichkäse oder auch als Crostini» Pascal Affolter (44), Bäcker in der Hausbäckerei der Migros-Filiale Gäupark, Egerkingen SO
Bilder: Veronika Studer (Food); Gäetan Bally (Porträt) Rezept: Regula Brodbeck
Spezialteig namens «Pouliche» Das Baguette Traditionelle ist ein rustikales Weizenbrot. Es wird mit «Pouliche» hergestellt, einem speziellen Vorteig, der über 35 Stunden ruht. Die Milchsäure, die sich dabei bildet, verleiht dem Brot seine markante Geschmacks note. Auch das Geheimnis der luftigen Konsistenz und der extraknusprigen Kruste liegt in den besonderen Eigenschaften des Vorteigs. Durch die spitzen Enden erhält der französische Klassiker seinen rustikalen Look.
Vorzugsweise geniesst man das Baguette Traditionelle frisch. Für die Aufbewahrung empfiehlt sich ein Baumwoll oder Papiersack.
Die MIndustrie stellt viele beliebte MigrosProdukte her. Dazu gehört auch das Brot. Rezept www.saison.ch
Baguette Traditionelle, 280 g Fr. 2.70 Erhältlich in allen grösseren MigrosFilialen mit Hausbäckerei, ausser im Tessin
PUBLIREPORTAGE Der Expertentipp Maria Caputo, Ernährungsberaterin HF SVDE: «Wer ohne bestätigte Unverträglichkeit auf Milchprodukte verzichtet, schränkt sich unnötig ein und nimmt ein Kalziumdefizit in Kauf. Eine gründliche Abklärung beim Spezialisten bringt Sicherheit. Bei einer Laktoseintoleranz gilt es festzustellen, wie viel Milchzucker vertragen wird, um die Ernährung entsprechend anzupassen.»
Die Diagnose Laktoseintoleranz bedeutet nicht, auf Milchprodukte verzichten zu müssen.
Laktoseintolerant? Schlau schlemmen statt verzichten Blähungen, Krämpfe, Durchfall: Oft vermuten Betroffene die Milch als Ursache. Ohne eine seriöse Diagnose sollte man jedoch keinesfalls auf die Milch verzichten. Denn gezielt auswählen statt meiden, heisst die Lösung. <wm>10CAsNsjY0MDQx0TW2tLAwsgAA62-1RA8AAAA=</wm>
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«Marcel und Brigit haben uns zum Sommer-Raclette eingeladen», ruft Sandra ihrem Freund Beat zu, als sie ihre Mails liest. «Ausgerechnet!» seufzt sie. «Dabei wollte ich doch wegen meiner Darmbeschwerden auf Milchprodukte verzichten. Soll ich sie bitten, etwas anderes zu machen?» «Ich weiss nicht», antwortet Beat. «Es ist ja gar nicht klar, weshalb du Verdauungsprobleme hast. Willst du das nicht erst mal abklären lassen?» Nicht vorschnell die Milch verdächtigen «Eine gute Idee», findet Ernährungsberaterin Maria Caputo. Denn: «Für Bauchweh ist nicht automatisch eine Intoleranz wie beispielsweise eine Milchzuckerunverträglichkeit verantwortlich.» Umfragen zeigen, dass heute fast jeder Dritte meint, an einer Intoleranz zu leiden. Dies lässt sich medizinisch jedoch nur bei einem Bruchteil der Befragten bestätigen. «Klar hingegen ist: Wer nach dem Essen ständig Beschwerden hat, muss dem auf den Grund gehen. Als Ursache vorschnell die Milch zu sehen, ist aber nicht richtig», stellt die Fachfrau fest, als Sandra zu ihr in die Sprechstunde kommt. Laktoseintoleranz individuell betrachten Eine Laktoseintoleranz betrifft vor allem Erwachsene, die meist nach dem Genuss von Milch über Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall klagen: ein Zeichen dafür, dass die persönlich tolerierte Menge Milchzucker überschritten wurde. Betroffene können schrittweise austesten, welche Menge sie vertragen. Fermentierte Milchprodukte wie Käse werden gut und Jogurt häufig vertragen. «Über-
triebene Vorsicht oder gar ein Totalverzicht auf Milchprodukte sind nicht nötig», fasst Maria Caputo zusammen. «Und auch nicht sinnvoll, denn mit kalziumhaltigen Lebensmitteln wie Broccoli, Spinat oder Sesam allein lässt sich kaum eine ausgewogene Kalziumbilanz erreichen», ergänzt die Ernährungsberaterin. Die verzehrten Mengen reichen schlicht nicht aus. Deshalb gehört gereifter Käse, der von Natur aus keine Laktose mehr enthält, auf den Menüplan.
Top 3 bei Laktoseintoleranz – Laktosehaltige Lebensmittel über den Tag verteilt und innerhalb einer Mahlzeit konsumieren. – Gereifter Halbhart-, Hart- oder Extrahartkäse enthält keine Laktose; Weichkäse kann Spuren davon enthalten. – Laktosefreie Milch oder Jogurts sind gute Alternativen. Haben Sie Fragen? Maria Caputo ist Ernährungsberaterin HF SVDE mit eigener Praxis in Bern. Ihre Fragen zu Unverträglichkeiten beantwortet sie gerne am 19.08. von 9 – 16 Uhr unter 079 510 35 82 oder bis am 22.08. per E-Mail (caputo.maria04@gmail.com). Stichwort: Unverträglichkeit. www.ernaehrungspraxis-caputo.ch
«Statt auf Milchprodukte zu verzichten, empfehle ich bei Laktoseintoleranz angepassten Genuss!» Maria Caputo, Ernährungsberaterin HF SVDE
Kohlenhydrate können problematisch sein Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind häufig Unverträglichkeiten gegenüber den Kohlenhydraten. So nutzt der Körper Fruktose (in Früchten), Sorbit (in verarbeiteten Lebensmitteln) und Laktose (Milchzucker) unzureichend aus und baut sie dann mithilfe von Darmbakterien unter Bildung störender Darmgase ab. «Das kann für die Betroffenen sehr unangenehm sein», berichtet Maria Caputo aus ihrer Praxis. Gemeinsam mit der Ernährungsberaterin geht Sandra jetzt der Ursache ihrer Beschwerden auf den Grund.
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82 | MM31, 2.8.2016 | MIGROS-WELT
Exquisito
Aromatischer Filterkaffee Allen Coffeeshops und Kaffeevollautomaten zum Trotz erlebt die geröstete Bohne momentan die Renaissance des Filterkaffees. Und der hat mit Grosis altbewährter Kaffeekanne mehr zu tun, als man zunächst annehmen möchte. Denn eine Konstante gibt es: den feinen Exquisito-Kaffee, den die Migros bereits seit den 30er-Jahren selbst röstet. Die leichte Röstung ist ideal für die Zubereitung im Filter, denn so entsteht ein sehr aromatischer und dennoch leicht bekömmlicher Kaffee. Ob Porzellankanne oder Chemex-Glaskanne ist nur eine Frage des Geschmacks: Die ChemexPapierfilter sind dicker und halten Kaffeepartikel besser zurück, der Kaffee wird so klarer als beim herkömmlichen Filter.
Die Chemex-Kanne war in den 50er-Jahren so beliebt, dass sie sogar einen Platz im Museum of Modern Art in New York bekam. Jetzt wird sie von Kaffeefreaks wiederentdeckt.
Exquisito Bohnen, 500 g Fr. 6.90
Exquisito gemahlen, 500 g Fr. 7.20
MIGROS-WELT | MM31, 2.8.2016 | 83
Der zweifache Schweizer Baristameister und Kaffee-Experte der Delica, Philipp Meier (30), erklärt, worauf es bei der Zubereitung von Filterkaffee ankommt.
Philipp Meier
«Man giesst nicht einfach Wasser auf den Kaffee» Eine teure Maschine braucht es für einen frisch aufgebrühten Kaffee nicht. Experte Philipp Meier gibt Tipps, damit der Filterkaffee jedes Mal zum Genuss wird. Text: Claudia Schmidt
Bilder: Claudia Linsi (Food), Tobias Sutter (Porträt)
Philipp Meier, der Filterkaffee ist wieder in. Im Gegensatz zu früher wiegen viele aber alles genau ab. Was ist der Grund dafür? Man ist genauer geworden und legt Wert auf eine gleichbleibende Quali tät des Kaffees. Dafür braucht es eine genaue Waage. Wenn man die Kanne direkt auf die Waage stellt, kann man auch das heisse Wasser hinzuwiegen.
er wird nicht so schnell bitter wie ein stark gerösteter Kaffee. Den müsste man eher gröber mahlen. Wie viel Kaffee wiege ich für eine Tasse ab? Sechs Gramm pro Deziliter sind ein gutes Mass. Für eine Tasse von 1,5 Deziliter nimmt man ent sprechend neun Gramm Kaffee.
Wie muss der Kaffee gemahlen sein? Etwa so grob wie Polenta, nicht zu fein, nicht zu grob. Dann hängt es aber auch vom Kaffee ab. Generell empfehle ich einen leichter gerös teten Kaffee wie etwa Exquisito. Den kann ich feiner mahlen, denn
Das Aufgiessen ist ebenfalls wichtig beim Filtern … Ja, denn man giesst nicht einfach das Wasser irgendwie auf den Kaffee, sondern man nimmt wenig Wasser und versucht, möglichst das ganze Kaffeemehl in Kontakt mit dem Wasser zu bringen. Das nennt man
«Blooming». Dabei wird der Kaffee entgast, das beim Rösten entstan dene CO2 entweicht. Nach etwa einer halben Minute giesst man das rest liche Wasser hinzu. Der Kaffee sollte dann nach zweieinhalb bis drei Minuten fertig sein. Welchen Einfluss hat die Gesamtwasserhärte auf den Kaffee? Hartes Wasser kann erwünschte feine Säuren in ArabicaBohnen neutralisieren. Die Wahl des Was sers ist eine Wissenschaft für sich. Generell ist weiches Wasser besser für den Geschmack. Ich empfehle, mehrere Wassersorten auszuprobie ren, bis der Geschmack stimmt. Die Unterschiede sind erstaunlich. MM
UTZ steht für besseren Anbau mit Rücksicht auf Mensch und Natur, womit Produzenten Ernte und Einkommen steigern.
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Exquisito-Kaffees.
84 | MM31, 2.8.2016 | MIGROS-WELT
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n der Küche von Anne Estermann reiht sich eine Sirupflasche an die andere. Himbeere, Erdbeere, Pfirsich, Orange: Kaum eine Geschmackssorte, die nicht dabei ist. Aus Neugier, was sie alles einpacken würde, hatte die Mutter ihrer kleinen Tochter Laney in der Migros den Einkaufswagen überlassen. Kurz darauf standen nicht weniger als zwölf Flaschen Sirup auf dem Kassenband. «Wir lieben den Migros-Sirup», erklärt die Luzernerin. «Das Getränk, das wir uns damit mischen, ist für uns die perfekte Erfrischung.» Zudem schätze sie es, dass man die Konsistenz selber dosieren könne. «Ich achte darauf, dass Laneys Sirup nicht zu süss ist.» Sagt es und reicht ihrer Tochter einen Becher mit dem selbst ausgewählten Sirup – den sie prompt in einem Zug leert. MM
MIGROS-WELT | MM31, 2.8.2016 | 85
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86 | MM31, 2.8.2016 | MIGROS-WELT
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MIGROS-WELT | MM31, 2.8.2016 | 87
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zu Fuss zurücklegen. Wer den Bus nutzt, steigt eine Station vor dem Ziel aus. Tipp 2 Lieber shoppen als im Internet einkaufen; lieber Treppen steigen als den Lift nehmen: Selbst kleine Massnahmen sorgen in der Summe für erstaunliche Energieumsätze.
Text: Anette Wolffram Eugster
Bilder: Mirjam Kluka Styling: Mirjam Käser
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Tipp 4 Hausarbeit wird zur Sportlektion. Zum Beispiel: Wer den Geschirrspüler ausräumt, macht Kniebeugen. Beim Telefonieren läuft man durch die Wohnung, anstatt sich auf dem Sofa zu lümmeln. Tipp 5 Je mehr Muskeln man hat, desto mehr Kalorien verbrennt der Körper. Deshalb gilt: Wer seine Fettreserven loswerden will, kommt an einem regelmässigen Training im Fitnesscenter nicht vorbei.
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MIGROS-WELT | MM31, 2.8.2016 | 89
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Variété
Zauberhaftes Spektakel Das Variété Pavé gastiert vom 16. bis 18. August in Münchenstein. Auf einer fahrbaren Bühne präsentiert es dem Publikum sein neues Programm «Die Klamottenkiste».
Herr Ferdinand (Rafael Kost) ist begeistert von Rickys (Bobby Scala) Künsten.
Text: Moritz Weisskopf
A
Das Ensemble: Sylvia Rosat, Franziska Bürki, Bobby Scala und Rafael Kost (von links).
uch in diesem Sommer tourt das Freiluftspektakel Variété Pavé in der Region. Ihre neue Produktion «Die Klamottenkiste» verzaubert das Publikum nicht nur mit atemberaubender Akrobatik, Magie, Feuerkunst, Gesang und Comedy, sie berührt auch mit ihrer Geschichte: Herr Ferdinand, ein alternder Variété-Direktor, steht verlassen auf seiner kleinen Bühne. Seine Artisten und Mitarbeiter sind abgereist – oder gar nicht erst gekommen. Zum Glück taucht in diesem Moment Ricky, ein tollpatschiger, aber sehr ambitionierter Artist auf und hilft ihm aus seiner misslichen Lage. Von da
an geht es wieder bergauf – bis Madame Piff erscheint und behauptet, den Anteil von Herrn Ferdinands Bruder an der Bühne geerbt zu haben. Herr Ferdinand hat Mühe, mit dieser Situation umzugehen, und so nimmt ein turbulenter Abend seinen Lauf. Zum dritten Mal ist das Variété Pavé – bestehend aus Sylvia Rosat, Bobby Scala, Franziska Bürki und Rafael Kost – mit ihrer fahrbaren Bühne auf Schweizer Tournee. Vom 16. bis 18. August macht das Strassenvariété bei der «Fahrbar» im Walzwerk in Münchenstein Halt. MM Infos: variete-pave.ch
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Italienische Spezialitäten
Die Schwester der Pizza Die Piadina ist weit über Italiens Landesgrenzen hinaus ein Renner. Auch die Migros Basel bietet diese Spezialität aus der Emilia-Romagna in verschiedenen Sorten an.
F
ladenbrote sind in fast allen Kulturen bekannt – wobei sich Namen, Zutaten und Zuberei tungsarten unterscheiden: In Indien und Pakistan gibt es Fladenbrote unter dem Namen Roti in vielen Varianten, in der Türkei heissen sie Yufka oder Pide, in Griechenland Pita, in Polen Podplomyk, und in Amerika sind sie vor allem als Tortillas bekannt. In Italien entstanden aus einfa chem Fladenbrot die Pizza und die Piadina. Während man sich bei der Pizza über ihren Ursprungsort strei tet, liegt dieser bei der Piadina zweifelsfrei in der Region EmiliaRomagna. Zwischen Parma, Bologna und Rimini am Adriatischen Meer ist diese Spezialität an jeder Strassenecke erhältlich. Auf romagnolischen Tischen ersetzt die Piadina oft sogar das Brot. Wie bei der Pizza unendlich viele Varianten denkbar
Die wohlriechenden Fladenbrote werden ohne Hefe zubereitet und bestehen in der Regel nur aus Weizen mehl, Wasser, Salz und Olivenöl. Gefüllt werden sie
traditionell mit Rohschinken. Aber auch andere Varianten sind äusserst beliebt. «Man kann sie mit verschiedenen Arten von Käse, Speck, gekochtem Schinken, Gemüse, Ruccola und vielem mehr füllen. Je nach Kombination ergeben sich ganz neue Geschmackserlebnisse», erklärt Salvatore Fiorelli. Die Migros-Piadine lassen sich beliebig «aufrüsten»
Zusammen mit seiner Frau Vania hat er vor 15 Jahren die Buongusto GmbH gegründet. In der Zwischenzeit ist auch Sohn Fabio in der Geschäftsleitung des Unternehmens, das sich auf den Import von italieni schen Delikatessen spezialisiert hat. Der Migros Basel liefern sie zwei Sorten Piadina (Prosciutto Crudo mit Käse und Speck mit Brie) sowie zwei Sorten der etwas kleineren Varianten, der Fagottini (Prosciutto cotto mit Käse und Salami mit Käse). Alle Piadine und Fagottini werden in der Region um Parma hergestellt. In Italien gelten die Piadine als Spezialität und erfreuen sich grosser Beliebtheit. Aber auch in der
Bilder: Moritz Weisskopf, ALLEKO / Claudio Colombo - fotolia, Keystone
Text: Moritz Weisskopf
MIGROS-WELT | MM31, 2.8.2016 | 91
Fabio, Vania und Salvatore Fiorellis Firma Buongusto ist spezialisiert auf den Import italienischer Spezialitäten und liefert der Migros Basel die feinen Piadine.
Freude am Jodeln Klubschul-Tipp
Die sanfte Hügellandschaft der Emilia-Romagna ist der Herkunftsort der Piadina.
Je nach Inhalt ein anderes Gericht: Piadine werden anders als Pizza gefüllt und nicht belegt.
Mehr Wissen
Für den Dichter Giovanni Pascoli war die Piadina das Nationalgericht der Romagna.
Schweiz sind sie immer gefragter. «Das hat abgesehen vom Geschmack sicher auch damit zu tun, dass man sie entweder als kleine Zwischenmahlzeit oder – zusammen mit einem frischen Salat oder anderen Beilagen – als Hauptspeise geniessen kann», erklärt Fiorelli. Wenn man wolle, könne man die Piadina auch mit Zutaten wie Ruccola oder Tomatenscheiben ergänzen. Ideal ist auch die Zubereitung, die einfach und schnell geht. Die Piadina ist im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad oder in der Pfanne in drei Minuten aufgewärmt. So hat man innert kürzester Zeit einen Hauch Italien auf dem Teller. MM
Crashkurs für Jodelfreunde – jetzt anmelden! Jodeln gehört zur Schweiz wie
Schoggi, Schwingen, Fondue oder Hornussen, und das Singen ohne Text hat etwas sehr Befreiendes für Kopf und Geist. Die Klubschule Basel gewährt mit dem neuen «Jodel-Crashkurs»
während vier Stunden einen spielerischen Einblick in die Welt der Naturklänge. Unter der Leitung von Stimmbildnerin und Chorleiterin Doris Hintermann Masi lernt man die Grundlagen des Jodelns, die Technik des Kehlkopfschlags, den typischen Wechsel von Brust- und Kopfstimme sowie ein ganzes Jodellied oder einen Naturjodel. Die einzige Voraussetzung, die man mitbringen muss, ist die Freude am
Singen. Der Kurs findet am Samstag, 24. September, von 10 bis 14 Uhr statt. Eine baldige Anmeldung ist empfohlen, denn die Platzzahl ist begrenzt. Mehr Informationen: www.klubschule.ch
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Beitrittserklärung für Genossenschafter/-innen Frau * Herr * Name: Vorname: Lediger Name des Ehepartners: Strasse: PLZ/Ort: Geburtsdatum: Gewünschte Zeitung bitte ankreuzen: * MIGROS MAGAZIN (deutsch) * MAGAZINE MIGROS (französisch) * AZIONE (italienisch) * Ich wünsche keine Zustellung des MIGROS MAGAZINS Hiermit erkläre ich meinen Beitritt als Mitglied der Genossenschaft Migros Basel in Anerkennung der Statuten (am Kundendienst Ihrer Migros-Filiale einsehbar). Ich nehme zur Kenntnis, dass meine Adresse periodisch für die notwendigen Adressabgleiche innerhalb der Migros-Gemeinschaft verwendet wird. Datum:
Unterschrift:
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Auschneiden, frankieren und in einem Kuvert an folgende Adresse schicken: Genossenschaft Migros Basel, Mitgliederregister, Postfach, 4002 Basel. Sie können diesen Coupon auch in jeder Migros Filiale der Genossenschaft Migros Basel am Kundendienst abgeben.
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Zutaten: 150 g getrocknete Borlottibohnen, 150 g Sellerie mit Grün, 200 g festkochende Kartoffeln, 200 g Karotten, 200 g Lauch, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 3 EL Olivenöl, 1,3 l Gemüsebouillon, 1,5 dl Weisswein, 2 Tomaten, 100 g Pennette, Salz, 2 EL geriebener Parmesan Zubereitung: Bohnen in kaltem Wasser ca. 12 Stunden einweichen. Abgiessen. Bohnen in frischem kaltem Wasser aufsetzen und 40 Minuten vorkochen. Abgiessen und beiseitestellen. Selleriegrün beiseitestellen. Sellerie, Kartoffeln und Karotten in Würfelchen, Lauch in feine Ringe schneiden. Zwiebel und Knoblauch hacken. Gemüse im Öl andünsten, bis es gut riecht. Mit Bouillon ablöschen. Wein dazugeben und aufkochen. Bohnen dazugeben und die Minestrone ca. 30 Minuten kochen lassen. Tomaten halbieren und entkernen. Nach 15 Minuten der Kochzeit Tomaten und Pennet te dazugeben und die Suppe ca. 15 Minuten fertig kochen. Selleriegrün hacken. Suppe mit Salz abschmecken. Selleriegrün und Parmesan darüberstreuen. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + ca. 12 Stunden einweichen + ca. 70 Minuten kochen Pro Person ca. 19 g Eiweiss, 5 g Fett, 55 g Kohlenhydrate, 1400 kJ/340 kcal
Leben MM31
88% Familienumfrage Ferien auf dem Bauernhof – ist das etwas für Sie? 1 Ja, wir verbringen regelmässig Ferien auf dem Bauernhof. 9% 2 Das wollen wir schon seit Langem mal ausprobieren. 88% 3 Das haben wir auch schon gemacht, es hat uns aber nicht so gefallen. 1% 4 Das kommt für uns nicht infrage: Wir wollen Strand statt Kuhmist. 2%
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Knigge reloaded
Illustration: Andreas Klammt; Bild: Stefan Sulzer
Kann man eine Einladung zugunsten einer späteren Einladung absagen?
Philipp Tingler (44) ist Autor
und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.
«Nein, kann man nicht. Zu Ihren Pflichten als Gast gehört, dass Sie nicht die Planung eines Gastgebers ruinieren, bloss weil bei Ihnen später eine attraktiver scheinende Einladung eingegangen ist. Grundsätzlich gilt die alte Regel: ‹Man tanzt mit dem, der einen zum Ball brachte.› Die Verpflichtung ist übrigens beidseits gültig: Wer zu einem Anlass, etwa einer Hochzeit, ein ‹Save The Date› verschickt, hat sich damit verpflichtet, die Adressaten dann auch wirklich einzuladen, und kann nicht einfach stornieren, weil zum Beispiel hinterher noch andere Gäste zugesagt haben. Das Verschicken einer Einladung oder Vormerkung ist also ebenso verbindlich wie die Annahme derselben. Eine Absage nach einer ursprünglichen Zusage geht manierlich nur bei objektiv schwerwiegenden Gründen. Das ist nicht immer fair. Aber Fairness ist nicht der Sinn von Manieren.»
Mamma mia
D Catwalk in der Badi
Der Teenager sprang vom FünfMeter-Turm. Er schlug wie eine Bombe auf dem Wasser auf. Fontäne und Erdbeben inklusive. Als er wieder an die Oberfläche kam, brandete Applaus. Er guckte ungläubig, hatte nicht damit gerechnet. Sie ahnen es: Da war kein Normalo gesprungen, der Held der Badi wog locker 250 Kilo.
Meine Fünfjährige stand neben mir. «Gell, Mami, das war mutig, weil der Junge so dick ist.» Ich nickte. Dann spielten wir das «Guck mal, wie viele verschiedene Menschen es gibt»Spiel. Der Badi-Catwalk ist perfekt dafür. Wir entdeckten grosse und kleine, hagere und gut gepolsterte Leute. Das Kind mit OP-Narbe, den Mann mit Tattoos, X- und O-Beine, Bierbäuche und (ich schwöre!) Silikonbrüste. Irgendwann landete Evas Blick auf mir. Ich hielt die Luft an. Eva schlang ihre Ärmchen um mich. «Du bist das kuschligste Mami der Welt.» Bettina Leinenbach (39)
ist Journalistin und zweifache Mutter.
96 | MM31, 2.8.2016 | LEBEN
Garten
Bert stellt alle in den Schatten
Ein sonnenarmer Garten bringt so manchen Hobbygärtner zur Verzweiflung. Nicht so Bert Stankowski aus Weisslingen ZH: Um seinen geliebten Hostas genügend Schatten bieten zu können, hat er extra Bäume gesetzt. Text: Almut Berger
Bilder: Tina Steinauer
Das Schattenreich von Bert Stankowski wird von den ver schiedenen Grün tönen der Hostas dominiert. Je nach Sorte und Platz angebot variiert die Grösse der Blätter von fingernagelklein bis regenschirmgross.
LEBEN | MM31, 2.8.2016 | 97
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Gartenblog
Bohne, Bluescht & Berger
S
chnecken sind cleverer, als man denkt. Haben sie sich ein Hostablatt ausgeguckt, kriechen sie den Stiel hoch und raspeln ihn so an, dass das Blatt abknickt. Dieses vertilgen sie dann bequem vom Boden aus.» Bert Stankowski (64) weiss, wovon er spricht: In seinem 150 Quadratmeter grossen Garten in Weisslingen ZH wachsen 335 Arten und Sorten Hostas, ein wahres Schlaraffenland für die Schlei mer. Wobei das Wort «wogen» dem Blättermeer viel eher gerecht wird, das da zwischen Reihen einfamilienhaus und steilem Wiesenbord wächst respektive eben wogt. Die Hosta, auch Funkie genannt, stammt ur sprünglich aus Japan und ist ein Waldbewohner. Weshalb Bert Stankowski nach seinem Einzug vor 13 Jahren in seinem Garten erst einmal eine ganze Batterie schnell wachsender Bäume pflanzte. Diese sorgen heute neben Schatten auch für eine
relativ hohe Luftfeuchtigkeit im Hostagarten: «Meine Frau sagt immer, hier sehe es wie im Dschungel aus», amüsiert sich der gelernte Gärtner. Nach einem Regen hängen die Blätter der Hosta denn auch so tief am Boden, dass es kein Durchkommen mehr gibt. Das ist dann der Moment, wo Stankowski resolut zu Schere greift, um das Blättermeer wenigstens ein bisschen zu bändigen.
Machen Sie mit! Die Migros-MagazinJournalistin Almut Berger tauscht sich auf ihrem Gartenblog auf Migrosmagazin.ch/ garten mit anderen Hobbygärtnern aus. Erzählen auch Sie von Ihren Erfolgen und Niederlagen. Und posten Sie Ihre eigenen Fotos.
Blatt- statt Blütenschmuck: Der Hostagarten überzeugt das ganze Gartenjahr
Blaugrün, Grasgrün, Farngrün, Moosgrün, Smaragdgrün, Türkisgrün – die Farbpalette der Blattschmuckstauden ist immens. Im Frühling schiessen die frischen Triebe wie Spargeln aus dem Boden. «Wenn sich die Blätter entrollen, ist das schon sehr eindrücklich», erzählt er. Die Blüten, die sich im Laufe des Juni entwickeln
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LEBEN | MM31, 2.8.2016 | 99
Tipps
Im Schatten gärtnern Schatten ist nicht gleich Schat ten: Halbschatten bezeichnet Gartenbereiche mit drei bis vier Sonnenstunden täglich. Neben Hosta und Farn, die vor allem mit dekorativem Laub überzeugen, kommen auch Blüher wie Glockenblume, Prachtspiere, Hortensie, Wald rebe, Akelei, WaldGeissbart, Herbstanemone, Bergenie, Kerzenknöterich, Astilbe oder auch das winterharte Alpenveil chen mit wenig Sonne zurecht. Von lichtem Schatten spricht man, wenn sich Sonnenein strahlung und kürzere Schatten zeiten ständig abwechseln, beispielsweise unter lichten Laubbäumen oder einer be wachsenen Pergola. An solchen Plätzen wachsen im Wesent lichen die gleichen Pflanzen, die auch unter halbschattigen Bedingungen gut gedeihen. Vollschatten findet man u. a. an
«The White Line» nennt Bert Stankowski den Weg quer durch seinen Blattgarten, an dem sich vor allem weiss panaschierte Hostas aufreihen. Je nach Sorte schieben die Funkien von Juni bis September weisse bis violette Blüten. Bei der Identifizierung helfen selbst geprägte Metallschilder.
und von Hummeln und Tauben schwänzchen geschätzt werden, mag er hingegen weniger, da sie «ein zu grosses Gewirr» ins Bild brächten. Im Herbst verfärben sich die Blätter dann golden, ein weiterer Höhepunkt: «Ein Hosta garten bietet rund ums Garten jahr etwas fürs Auge, obwohl er ja eigentlich eine Monokultur ist.» Hostas sind extrem anpassungs fähig und arrangieren sich mit dem vorhandenen Platzangebot, was sie zur idealen Topfpflanze macht. Als Waldpflanzen goutieren sie humosen Boden, keine Staunässe, weshalb Bert Stankowski sie im Topf auf Blähton setzt. An heissen Tagen greift er zum Gartenschlauch: «Die Blätter funktionieren wie eine Wasserrinne, leiten das Wasser zum Pflanzenherzen.» Am liebsten mag er die bläulichen Sorten. Diese fin den dank ihrer wachsbeschichteten
Oberfläche bei den Schnecken weniger Anklang. Die braunen Ackerschnecken sammelt er von Hand ab, bei den kleinen Tau schnecken gehts jedoch nicht ohne Schneckengift. Der Hostafreund hat aber auch beobachtet, dass angefressene Blattschmuckstauden im folgenden Jahr meist umso stärker ausschlagen. Neben den Schnecken haben die Hostas noch einen weiteren Feind: den Hagel. In den 13 Jahren hat es drei Mal so richtig heftig gehagelt im Hostagarten: «Da war dann wirklich alles Spinat.» Für einmal konnte selbst Photoshop nicht mehr helfen: Mit diesem Grafikprogramm retuschiert Bert Stankowski nämlich die Frass spuren der Schnecken von seinen Fotos, bevor er diese auf seiner Website präsentiert. MM Weitere Infos: http://hostako.npage.eu
der Nordseite hoher Gebäude oder unter dicht wachsenden, immergrünen Gehölzen. Hier sind Überlebenskünstler gefragt wie beispielsweise Immergrün, Goldnessel, Efeu und das Vergissmeinnicht.
Mit der Wahl der Blütenfarbe werden Akzente gesetzt: Sonnenfarben wie Gelb, Orange und Rot sorgen für Wärme im dunklen Beet, Weiss und Gelb für Helligkeit. Blau, Violett und Dunkelrot hingegen wirken rasch düster. Unterschiedliche Wuchshöhen beleben die Pflanzung zu sätzlich. Beachten Sie beim Pflanzenkauf auch die unter schiedlichen Blühzeiten, damit während der gesamten Gartensaison etwas blüht. Bäume mit dichtem Blattkleid halten oftmals den Regen ab. Hier ist, je nachdem, eine Bewässerung nötig. Schattige Standorte können aber gerade auf der Nordseite auch sehr feucht sein. Gut eingewachsene Schattenbeete sind trotzdem meist pflegeleicht, da der dichte Bewuchs das Aufkom men von Unkraut unterdrückt.
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1. Tag: Fahrt zu unserem ersten Übernachtungsort Kranjska Gora, Slowenien. 2. Tag: Nach Besuch des Städtchen Bled geht es weiter über Ljubljana nach Slunj, wo wir zu Abend essen. Weiterfahrt in den Nationalpark Plitvice. 3. Tag: Heute besichtigen wir den Nationalpark der Plitvicer-Seen. Nachmittags fahren wir weiter an die Makarska-Riviera. 4. Tag: Panoramafahrt nach Dubrovnik. Interessante Besichtigung und Zeit zur freien Verfügung. 5. Tag: Tag zur freien Verfügung oder Teilnahme an einer fakultativen Panoramafahrt mit dem Schiff der Küste entlang. 6. Tag: Wir verlassen die Makarska-Riviera und erreichen Split. Nach einem Altstadtbummel geht es weiter nach Trogir für eine individuelle Mittagspause. Anschliessend fahren wir zu den KrkaWasserfällen. Übernachtung in Vodice. 7. Tag: Weiterfahrt nach Zadar und kleiner Spaziergang durch die Stadt. Über Karlobag und Senj erreichen wir Opatija. Abendspaziergang und Abschiedsabendessen im Hotel. 8. Tag: Fahrt via Slowenien und Italien zurück zu den Einsteigeorten. Pro Person in Fr. Katalog-Preis Sofort-Preis* 8 Tage gemäss Programm 895.– 995.– Reisedaten 2016 (Fr – Fr) 1: 23.09.–30.09. 2: 07.10.–14.10.
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1. Tag: Fahrt via Genf nach Calella an der Costa del Maresme. 2. Tag: Interessante Stadtrundfahrt in Barcelona. Anschliessend freie Zeit für individuelle Entdeckungen. 3. Tag: Besuch des Museums des bekannten Malers Dalí in Figueras, geführte Besichtigung in Gerona und Aufenthalt im mittelalterlichen Pals. 4. Tag: Fakultativer Ausflug zu den katalanischen Dörfer Santa Coloma und Rupit. Anschliessend Panoramafahrt über Olot und Besalú zurück nach Calella. 5. Tag: Ausflug zum Benediktinerkloster Montserrat und in das Weingebiet Penedés. 6. Tag: Rückfahrt in die Schweiz zu den Einsteigeorten. Pro Person in Fr. Katalog-Preis Sofort-Preis* 6 Tage inklusive Halbpension 575.– 640.– Reduktion Reise 3 – 30.– Reisedaten 2016 (So – Fr) 1: 04.09.–09.09. 2: 25.09.–30.09. 3: 02.10.–07.10.
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LEBEN | MM31, 2.8.2016 | 101
Vertrauliche Geburt: Babys erhalten die gewohnte Spitalbetreuung, die Mütter zudem ein Pseudonym für die Dauer ihres Aufenthalts.
Ist es wichtig, anonym gebären zu können?
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Infos
Ein sicherer Rahmen bei der Geburt Vertrauliche Geburt
heisst, dass die Schwangere das Kind ganz normal im Spital zur Welt bringt, für die Dauer ihres Aufenthalts aber ein Pseudonym erhält. Ihre Personalien muss sie dennoch angeben. Familie
Inkognito gebären Spitäler richten sich auf vertrauliche Geburten ein: Sie sollen die Identität von Müttern in Notlagen schützen. Text: Claudia Langenegger
Bild: Anne Ackermann/Getty Images
E
ine Schwangerschaft kann für eine Frau eine ausser ordentliche Notlage bedeuten – etwa dann, wenn keiner aus ihrem Umfeld er fahren soll, dass sie ein Kind er wartet. Für solche Notlagen ste hen in der Schweiz insgesamt acht Babyfenster bereit. Seit Februar 2016 bietet das Spital Sitten VS die erste Babyklappe der Westschweiz an. Gleichzeitig hat das Spital bekannt gegeben, dass künftig die vertrauliche Geburt möglich ist: «Dabei gebärt die Mutter ganz normal im Spital», erklärt Domi nik Müggler (58), Präsident der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind (SHMK), «während des Spitalaufenthalts erhält sie aber ein Pseudonym.» Die vertrauliche Geburt gibt es auch in anderen Schweizer Spi tälern, eine besondere Bewilligung ist dafür nicht erforderlich. Den noch hat der Kanton Thurgau sie
in seinem Gesundheitsgesetz ver ankert, und auch der Kanton Bern ist dabei, sie gesetzlich zu regeln. «Juristisch ist das nicht notwen dig, den Betroffenen gibt es aber eine gewisse emotionale Sicher heit», erklärt Müggler. Daten passieren etliche Hände
Eine echte Alternative zum Baby fenster ist die vertrauliche Geburt aber nicht, «eher eine wünschens werte Ergänzung», wie Dominik Müggler sagt. Denn während das Babyfenster Anonymität gewährleistet, muss die Mutter bei der vertraulichen Geburt ihre Personalien angeben. Sie werden dem Zivilstandsamt und der Kindes und Erwachsenenschutz behörde (Kesb) gemeldet, die sich dann um die Adoption des Neugeborenen kümmert. Das Spital, Behörden und Kran kenkasse müssen die Daten zwar vertraulich behandeln, sie gehen
jedoch durch die Hände etlicher Personen. «Dabei besteht die Gefahr, dass das Geheimnis der vertraulichen Geburt doch noch nach aussen dringt», räumt Dominik Müggler ein. Das kann zum Beispiel dann passieren, wenn ein Verwandter der Frau beim Zivilstandsamt im Geburts ort arbeitet. Komplett anonyme Geburten sind in Spitälern nicht erlaubt. Und dennoch kommen sie vor: Die Mutter gibt bei der Anmel dung einen falschen Namen an und verschwindet nach der Geburt. «Das hat schätzungsweise jedes zweite Spital schon mal erlebt», sagt Müggler. Strafbar machen sich solche Mütter nicht: Das Baby ist an einem sicheren Ort, wird betreut und versorgt. Sie verstösst damit gegen die Meldepflicht – was lediglich eine Ordnungsbusse nach sich ziehen könnte. MM
Die Kantonsspitäler
im Thurgau und in St. Gallen und Solothurn, das Spital in Sitten VS, die Universitätsspitäler Basel und Zürich sowie das Inselspital Bern haben bisher bekannt gegeben, dass sie für vertrauliche Geburten eingerichtet sind. Die Spitäler haben eine Meldepflicht bei
Geburten, denn die Kinder haben das Recht, spätestens mit 18 Jahren zu erfahren, wer ihre leiblichen Eltern sind. Wer eine Geburt nicht bei der Behörde (Zivil-
standsamt des Geburtsorts) meldet, verstösst gegen die Meldepflicht. Das könnte mit einer Ordnungsbusse von bis zu 500 Franken geahndet werden. Eine solche Busse ist bisher allerdings noch nie ausgesprochen worden. Es gilt als Straftat, ein
Kind ausserhalb eines Babyfensters auszusetzen. Der Tatbestand verjährt nach 15 Jahren.
102 | MM31, 2.8.2016 | LEBEN
Bei der Heilung von Sehnen, Bändern und Muskeln kann eine Spritze aus eigenem Blut helfen.
Gesundheit
Heilkraft aus dem Körper Körpereigenes Blut wird in der Sportmedizin und Orthopädie
immer häufiger eingesetzt. Es kann die Heilung von beschädigtem Gewebe fördern. Text: Patrik Noack
Dr. med. Patrik Noack, Facharzt
für Allgemeine Innere Medizin, Manuelle Medizin und Sportmedizin, Co-Leitung Medbase Abtwil SG
Studien belegen keine Wirkung
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Der erste Kritikpunkt von Experten ist die Tatsache, dass für die Einfüh rung körpereigener Blutprodukte – im Gegensatz zu neuen Medikamen ten – kein medizinischer Wirknach weis erforderlich ist. Lediglich die Sicherheit des Produkts muss von den entsprechenden Arzneimittel behörden belegt werden.
Das zweite Problem: Die Aussagen zu den verschiedenen durchgeführten Studien über plättchenreiches Plas ma sind sehr unterschiedlich. Einige Studien zeigen einen Nutzen, doch die meisten sehen keinen Vorteil. Beispielsweise berichteten nieder ländische Forscher 2014 im Ärzte blatt «New England Journal of Medi cine», dass eine Eigenbluttherapie bei Muskelverletzungen nichts bringe. Oder im gleichen Jahr eine Über sichtsarbeit der «Cochrane Colla boration», eines unabhängigen glo balen Ärztenetzwerks: Hinsichtlich Schmerz und Funktion bringe die PRP keinen Vorteil gegenüber ande ren oder gar keiner Therapie. Das Problem dieser Studien liegt darin, dass PRP kein standardisiertes, sondern ein individuelles Produkt ist, das je nach Herstellungsmethode eine andere Zusammensetzung hat. Deshalb sieht die Alltagserfahrung in der Praxis etwas anders aus. Bei genauer Diagnose und bereits durchgeführten konservativen The rapiemassnahmen (Physiotherapie, Traditionelle Chinesische Medizin etc.) habe ich bei Sehnenverletzungen und entzündungen gute Erfahrun gen mit Eigenblutspritzen gemacht. Dabei muss man die Patienten aber
immer gut aufklären: Eine Sehnen heilung dauert auch nach einer Eigenbluttherapie je nach Diagnose 4 bis 6 Wochen. Vor einer allfälligen Operation oder einer Cortisonspritze, die ich in eine Sehne aufgrund der Reissgefahr nie empfehlen würde, ist eine Therapie mit plättchen reichem Plasma aus meiner Sicht in Erwägung zu ziehen. MM Mehr Infos: www.biometorthopaedics.ch; www.arthrex.com
Eigenbluttherapie
Wer profitiert? Für eine Eigenbluttherapie besonders geeignete Diagnosen:
Tennis- oder Golfer-Ellenbogen, Achillessehnen- und Kniescheibensehnenentzündung oder -verletzung sowie Muskelverletzungen. Hat es Nebenwirkungen? Mit Nebenwirkungen muss man bei einer Eigenbluttherapie kaum rechnen, denn plättchenreiches Plasma ist ein körpereigenes Produkt. In einer Studie war ein Prozent der PRP-Proben zwar verunreinigt, eine Infektion der Patienten wurde jedoch nicht beobachtet.
Bild: Frank Rumpenhorst/Keystone
D
ie Grundlage für das plätt chenreiche Plasma (kurz PRP genannt) bildet das Blut des Patienten. Durch Zentrifugieren (Schleudern des abge nommenen Blutes) erhöht man die Konzentration der darin enthaltenen Blutplättchen sowie der im Plasma vorhandenen Wachstumsfaktoren. Diese Substanzen fördern die Re paratur oder Regeneration von be schädigtem Gewebe. Daher geht man davon aus, dass eine Eigenblutspritze mit angereicherten Blutplättchen die Heilung einer gerissenen Sehne oder eines gezerrten Muskels beschleuni gen kann. Glaubt man Werbeprospekten, hilft plättchenreiches Plasma zudem auch gegen Falten, Haarausfall oder Aknenarben. Doch wie sieht die Studienlage aus?
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1 Nacht in Singapur
2 Tage Singapur - 2 Tage Ko Samui - 3 Tage Bangkok (Laem Chabang) 2 Tage Ho-Chi-Minh-Stadt - 2 Tage Sihanoukville - Phu Quoc - Nha Trang - Hongkong
Ihr Reiseprogramm
Bangkok
6.1.2017 - 26.1.2017
6.1. Zürich – Singapur. Fluganreise mit Emirates via Dubai. 7.1. Singapur (Singapur). Transfer in Ihr Hotel und Übernachtung. 8.1. Singapur (Singapur). Transfer zum Hafen inklusive Stadtrundfahrt. Sie erleben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, unter anderem das Wahrzeichen Singapurs, den Merlion, das exotische Viertel Little India und das Parlamentsgebäude. Im Orchideengarten entfliehen Sie dem Trubel dieser Millionenmetropole. Einschiffung und Abfahrt um 22.00. Singapur
10.1. Ko Samui (Thailand) 08.00 – 17.00. Die Insel Ko Samui mit ihrem von prächtigem Grün geprägtem, dschungelhaften Inneren und ihren wunderschönen, weissen Sandstränden ist ein Highlight auf jeder Südostasien-Kreuzfahrt und eine willkommene Abwechslung zu pulsierenden Städten wie Bangkok oder Singapur.
19.1. Ko Samui (Thailand) 09.00 – 18.00. Entspannen Sie im Schatten von Kokospalmen, einen Fingerbreit vom Meer entfernt.
dem Binh Tay-Markt pulsiert und Sie zahlreiche, atemberaubend schöne Tempel besichtigen können. Als Kontrast finden Sie in der Stadt auch das im französischen Baustil erbaute Rathaus oder die im 18. Jahrhundert erbaute römisch-katholische Kathedrale Notre Dame, das Wahrzeichen der Stadt. Übernachtung an Bord und Abfahrt am Folgetag um 06.30. 15.1. Sihanoukville (Kambodscha) 09.00 – 16.00. An der „Côte d’Azur Asiens“ liegt diese wunderschöne Hafenstadt, die ihren Namen durch die Kolonisation Frankreichs im Jahre 1880 erhalten hat. Ausserdem führen die weitreichenden, weissen Strände und die Naturbelassenheit zu diesem passenden Spitznamen. 16.1. Bangkok / Laem Chabang (Thailand) 08.00 – 17.00. 17.1. Sihanoukville (Kambodscha) 09.00 – 22.00.
18.1. Phu Quoc (Vietnam) 08.00 – 17.00. Phu Quoc ist die grösste Insel Vietnams und 11.1. Bangkok / Laem Chabang (Thailand) ein tropisches Eiland sowie ein noch unbe08.00 – 17.00. Bangkok ist heute eine moderne Metropole mit futuristischen GebäuPhu Quoc den, eleganten Einkaufszentren und luxuriösen Hotels. Dazwischen ist jedoch immer noch viel Platz für historische Tempel und traditionelle Häuser mit den typisch spitzen Dächern.
13.1. – 14.1. Ho-Chi-Minh-Stadt / Saigon (Vietnam). Ankunft um 08.00. Im ehemaligen Saigon lohnt sich ein Besuch des Bezirks Cholon, wo das Leben unter anderem auf
Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr
kanntes Paradies. Der Norden ist als Nationalpark geschützt, so dass Sie hier versteckte Strände, geheime Pfade durch sattgrünen Dschungel und verborgene Quellen entdecken können.
044 289 81 81
★
20.1. Bangkok / Laem Chabang (Thailand) 08.00 – 17.00. 22.1. Ho-Chi-Minh-Stadt / Saigon (Vietnam) 08.00 – 16.00. 23.1. Nha Trang (Vietnam) 13.00 – 20.00. Geniessen Sie das entspannte Strandleben an den Bilderbuch ähnlichen Stränden. Kulturinteressierte besuchen den Po-NagarTempel, bekannt als wichtigstes Zeugnis der Cham-Kultur und machen einen Abstecher zur weissen Buddha-Statue Long-Son-Pagode im Südwesten der Stadt. 25.1. Hongkong (China) 13.00. Ausschiffung und Transfer zum Flughafen inklusive Stadtrundfahrt. Rückflug mit Emirates via Dubai nach Zürich. 26.1. Ankunft in Zürich. (Seetage nicht erwähnt)
Inbegriffene Leistungen l l
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Deutschsprachiges Ausflugspaket* Ko Samui - Inselrundfahrt & Highlights Bangkok - Stadtrundfahrt in Bangkok Ho-Chi-Minh-Stadt - Mekong-Delta Sihanoukville - Stadtrundfahrt & Nationalpark Bangkok - Stadtrundfahrt in Pattaya Ho-Chi-Minh-Stadt - Stadtrundfahrt Nha Trang - Land & Leute
Optional 7 Ausflüge für nur Fr. 599.-
Ihr Schiff: Costa Victoria
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Baujahr 1996 • 2013 renoviert • Deutschsprachige Bordhostess • 253 Meter lang / 32 Meter breit • 14 Decks • 964 Kabinen • 12 Bars • 5 Restaurants • 3 Swimmingpools • 4 Whirlpools • Wellness- & Spa-Bereich • Casino • Theater
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Eigene Schweizer Reiseleitung* Flug mit Emirates Zürich - Singapur in Economy Class 1 Übernachtung in Singapur Stadtrundfahrt in Singapur Kreuzfahrt mit Vollpension 17 Nächte an Bord Gala-Dinner Stadtrundfahrt in Hongkong Flug mit Emirates Hongkong Zürich in Economy Class Alle Transfers
Ideales Reisedatum 6.1.2017 - 26.1.2017
Einmalige Aktionspreise Preise p. P. in CHF bei Doppelbelegung Einzelkabinen auf Anfrage
Innenkabine Kat. IC Innenkabine Kat. IP Aussenkabine Kat. EC1 Aussenkabine Kat. EP Balkonkabine Kat. BC Balkonkabine Kat. BP
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*Eigene Schweizer Reiseleitung & Ausflugspaket ab 40 Teilnehmer | 1Kat. EC teilweise mit Sichteinschränkung | Nicht inbegriffen: Persönliche Ausgaben, Serviceentgelt auf Dienstleistungen an Bord, Trinkgelder an Bord (ca. 12 US-Dollar pro Person / Tag), Visumgebühr für Vietnam und Kambodscha, Annullationskostenversicherung, fakultative Landausflüge während der Kreuzfahrt, Auftragspauschale CHF 20.- p.P. (max. CHF 40.- pro Dossier)
LEBEN | MM31, 2.8.2016 | 107
Kinder
Geflügelter Schnellläufer Das Zirpen der Feldgrillen ist typisch für warme Tage und Nächte. Für die Tiere ist es ein Liebesgesang, der rasch zum Geflüster werden kann. Text: Yvette Hettinger
Illustration: bunterhund
Natürliche Feinde der Feldgrillen
Für grössere Vögel sind Feldgrillen willkommene Happen.
Ebenso werden die Feldgrillen von Reptilien wie Schlangen und Säugetieren wie Füchsen, Spitzmäusen oder Hauskatzen gejagt.
Feldgrillenpärchen finden sich über das Zirpen, das bis zu 100 Meter weit hörbar ist.
Der Mensch gefährdet die Feldgrillen, weil er immer mehr Land überbaut und den Lebensraum der Tiere einschränkt.
«Zri zri zri» tönt es an warmen Sommertagen oft aus Blumenwiesen heraus. Oft ist das ein Feldgrillenmännchen, das mit seinem Gesang Weibchen anlocken und andere Männchen abschrecken will. Sein Instrument sind seine Vorderflügel: Dort sind 140 kleine Zähne angebracht, mit denen das Männchen über eine glatte Stelle am anderen Flügel streicht.
Die Grillenweibchen sind stumm. Den Lockruf der Männchen nehmen sie mit einer Art Hörschlitz an den Vorderbeinen wahr. Wenn einer Grillendame gefällt, was sie hört, krabbelt sie dem Männchen ent gegen, und dieses ändert sofort seinen Gesang: Es flüstert der Angebeteten leise Dinge zu. Feldgrillen gehören zu den Heuschrecken.
Feldgrillen haben zwar Flügel, sie können aber nicht fliegen – dafür recht schnell gehen. Zum Fressen lieben sie Kräuter und Gräser und ganz selten auch kleine Insekten und deren Kadaver. Sie leben in trocken-warmen Wiesen. Diese Flächen werden immer kleiner – so leben die Grillen ein bisschen wie auf kleinen Inseln. MM
Feldgrillen leben in Wiesen. Je mehr zusammenhängende Wiesen es gibt, desto freier kann sich das Tier bewegen.
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LEBEN | MM31, 2.8.2016 | 109
Nino (4), Lutzenberg AR
Hallo Kinder, lieber Nino, hört mal her: Heute, am 2. August, ist Neumond. Das bedeutet, dass der Mond dann nicht sichtbar ist und die Nacht stockdunkel wird. Wenn es keine Wolken hat, funkeln heute Abend die Sterne besonders schön. Das müsst ihr erleben!
steigt mit ihnen auf einen Hügel, möglichst weit weg von einer Stadt. In den Städten gibt es nämlich zu viel künstliches Licht. Dieses klaut selbst dem schönsten Stern das Strahlen, weil die Nacht wegen ihnen nicht dunkel genug wird. Ihr legt euch also in der freien Natur auf eine Kuscheldecke und geniesst das Schauspiel am Himmelszelt: Ihr seht dann jede Menge Sterne. Sie leuchten, weil sie Feuerbälle sind. Darum geben sie Licht ab,
Um 22.45 Uhr ist die beste Zeit da für. Lasst euch also auf keinen Fall früh ins Bett stecken, schliesslich ist jetzt Sommer und Ferienzeit. Packt vielmehr eure Eltern an der Hand,
so wie unsere Sonne. Diese ist nämlich auch ein Stern, aber weil sie der Erde näher ist als die anderen Sterne, nehmen wir sie anders wahr. Die anderen Sterne sind sehr weit weg und wirken darum so klein. In Wirklichkeit sind Sterne rie sengrosse, brennende Gaskugeln, in denen Atomkerne verschmelzen (das mit den Atomen müsst ihr aber noch nicht verstehen). Jetzt wünsche ich euch, dass ihr den glitzernden Zauber bestaunen könnt. MM
Gabriela Bonin (48) beantwortet
Kinderfragen zu aktuellen Themen.
NINAS KLEINES SOMMERRÄTSEL
Rät selsp ass AUF ENTDECKUNGSREISE
Hast du gewusst? Der Lago Maggiore auf 193 Meter über Meer ist der tiefste und die Dufourspitze auf 4634 Meter über Meer der höchste Punkt der Schweiz. Und dazwischen gibt es eine Menge zu entdecken. Und Entdecken ist eines von Hugos Lieblingshobbys in den Ferien. Kennst du die Ortschaften, die er schon besucht hat? Er hat dir zur Hilfe ein paar Buchstaben eingetragen und je ein Wahrzeichen der Region fotografiert. fotografiert.
UH
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a) Oktober b) Juli c) August
3. Was wächst bei uns im Juni?
4. Was ist UV-Schutz?
a) Erdbeeren b) Baumnüsse c) Kohl
a) Eine Velo-Marke b) Schutz vor der Sonne c) Eine Versicherung
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a) Verzeihen b) Gezeiten c) Geuhr
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2. Welches ist kein Sommermonat?
Lösung: 1. b, 2. a, 3. a, 4. b
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NEUHAUSEN
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ZÜRICH
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1. Wie nennt man Ebbe und Flut noch?
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LEBEN | MM31, 2.8.2016 | 111
Leseraktion
Ab auf die Kanaren! La Palma oder Gran Canaria? Leserinnen und Leser des Migros-Magazins
haben die Wahl und profitieren von 5-fachen Cumulus-Punkten bei einer Buchung von Migros Ferien auf einer der zwei Kanarischen Inseln.
5-fache CumulusPunkte
La Palma: Die Insel vulkanischen Ursprungs ist die grünste unter den Kanaren.
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ie sieben Kanarischen Inseln im Atlantik zählen zu den beliebtesten Feriendestinationen. Aus gutem Grund: Das Klima ist ganzjährig mild, die Landschaft äusserst vielfältig und das Sport- und Freizeitangebot sehr breit. Gran Canaria, die grösste der Inseln, bietet 14 unterschiedliche Mikroklimazonen mit entsprechend unterschiedlicher Flora und Fauna. Bekannt ist die Insel wegen ihrer herrlichen Strände bei Maspalomas, Playa del Inglés und San Agustín. Konstant milde Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad machen Gran Canaria zur Insel des ewigen Frühlings, weshalb sich auch im Winter eine Reise dahin lohnt. Biken, Golfen, Reiten und Wandern ergänzen das grosse Wassersportangebot. Aktive Gäste geniessen hier abwechslungsreiche Badeferien – auch dank der grossen Auswahl an Hotels. Ein kleines Paradies für Naturliebhaber ist die Kanarische Insel La Palma, die den Übernamen «Isla Verde», also «grüne Insel», trägt. Sie verfügt über ein Naturreservat, einen Nationalpark, zwei Naturparks und acht Naturdenkmäler. Die Unesco hat La Palma zum «Starlight Reserve» – zum Lichtschutzgebiet – ernannt. Profitieren Sie jetzt bei einer Buchung von 5-fachen Cumulus-Punkten. MM
Angebot La Palma:
Angebot Gran Canaria:
1 Woche im Aparthotel Hacienda San Jorge ***(*) inklusive Flug und Hotel, z.B. am 4.12. 2016 ab Fr. 459.–
1 Woche im Aparthotel Principado ***(*) inklusive Flug, Hotel und Halbpension, z.B. am 5.12. 2016 ab Fr. 544.–
Reisedaten: 2.10.– 25.12. 2016; Abflug ab Zürich am So
Reisedaten: 3.8.– 24.12. 2016; Abflug ab Zürich am Mi, Sa, So (ab 7. 11. auch am Mo)
5× Cumulus-Punkte: gültig für Neubuchungen bis 26.8. 2016 und Reisen bis 25. 12. 2016
5× Cumulus-Punkte: gültig für Neubuchungen bis 26.8. 2016 und Reisen bis 25. 12. 2016
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Buchungen und Informationen: Migros Ferien, Sägereistrasse 20, 8152 Glattbrugg Telefon: 0800 88 88 12, E-Mail: info@migrosferien.ch
Es gelten die Allgemeinen Vertrags- und Reisebedingungen der MTCH AG. Änderungen bleiben vorbehalten.
112 | MM31, 2.8.2016 | LEBEN
Kreuzworträtsel
Gewinnen Sie eine von 10 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!
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Gesamtwert 1250 Franken!
LEBEN | MM31, 2.8.2016 | 113
So nehmen Sie am Kreuzworträtsel links teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.8.2016, 24 Uhr
Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
oder gewinnen Sie eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.8.2016, 24 Uhr
Auflösung Nr. 30:
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LEBEN | MM31, 2.8.2016 | 115
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Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.
1 9 2
Auflösung Nr. 30: 296
8 2 3 8
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8 1 7 4 6 5 3 9 2
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6 8 1 7 4 2 9 5 3
3 9 5 6 1 8 2 7 4
7 4 2 9 5 3 6 8 1
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.8.2016, 24 Uhr
Gewinner Nr. 29: Maria Bonvin, Leis VS; Viviane Röschard, Uetendorf BE; Anneliese Meichtry, Susten VS; Camille Marclay, Monthey VS; Georgina Blumer, Hausen AG
9 1 7
Teilnahmebedingungen: Auf der zweiten Rätselseite
Paroli
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 2 4 1
E
5
Auflösung Nr. 30: SEGEL
3
Gewinner Nr. 29: Manuela Suter, Oftringen AG; Hans Baldauf-Hermann, Chur; Irma Waser, Seelisberg UR
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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.8.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der zweiten Rätselseite
Lösungswort: 1
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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 386 000 (WEMF, MACH Basic 2016-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Reto Meisser
Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Sonja, Leissing, Anna Meister, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West, Anette Wolffram Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi
Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Layout: Doris Oberneder (Creative Director), Margrit von Holzen Laetitia Buntschu Signer (Art Director), verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys Fax: 058 577 13 71
Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01
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Meine Welt
«Köchin zu werden, war mein Kindheitstraum»
Sie kennt den Glamour der Mailänder Modewelt genauso wie den Küchenalltag im Altersheim Martinspark in Baar. Jetzt setzt Laura Mattaboni ganz aufs Modeln und sucht ihr Glück an der Fashion Week in Hongkong. 1
Bild: zVg
Text: Laila Schläfli Bilder: Tanja Demarmels
LEBEN | MM31, 2.8.2016 | 119
1 Mein Arbeitsort «Köchin zu werden,
war mein Kindheitstraum. Im Altersheim Martinspark in Baar ZG habe ich die Lehre gemacht. Das Team ist super, und ich schätze den Kontakt zu den älteren Leuten.»
2 Mein Beauty-Tipp «Ich schminke mich
2
eigentlich nie, maximal etwas Mascara, wenn ich in den Ausgang gehe. Im Alltag bringe ich mit einer Brauenbürste nur meine Augenbrauen in Form.»
3
3 Mein Reisepartner «Den Kuschelbär habe ich von meinem Vater zum 18. Geburtstag erhalten. Ich liebe Teddybären. Dieser hier kommt auf jede Reise mit.»
4
Name: Laura Mattaboni (20) Sternzeichen: Waage Beruf und Lebenslauf: Aufgewachsen bin ich in Oberrüti AG, wo ich
heute noch mit meinen Eltern wohne. Mit 16 bewarb ich mich beim ModelWettbewerb «Zentralschweizer Gesicht» – und gewann. Seit 2012 bin ich bei Time Model Agency unter Vertrag und habe neben meiner Kochlehre auch gemodelt. Mir war wichtig, zuerst die Ausbildung abzuschliessen. Jetzt höre ich im Altersheim auf. Mitte August fliege ich nach Hongkong an die Fashion Week. Wie lange ich dort bleibe, hängt vom Erfolg ab. Ich mache beide Berufe leidenschaftlich gern. Als Model muss man schon sehr diszipliniert sein: Ich treibe fünfmal pro Woche je zwei Stunden Ausdauersport. Als Ausgleich dazu gönne ich mir dann aber auch ab und zu etwas.
5
4 Meine Freundin «Michelle (21) kenne ich aus der christlichen Gemeinde. Früher haben wir uns fast täglich gesehen, heute haben wir beide nicht mehr so viel Zeit. Wenn wir uns treffen, gehen wir entweder essen, shoppen oder Inlineskaten.» 5 Mein Fluchtort «Wenn mich etwas
stresst oder wenn ich nachdenken muss, gehe ich an den Waldrand von Oberrüti mit Blick über das Dorf. Manchmal komme ich auch zum Grillieren mit Freunden hierher. Hier bin ich sofort entspannt, das ist voll der magische Ort.»
6
Mein Lieblingsprodukt «Ich muss schon schauen, was ich esse. Wenn ich zwischendurch mal ein Süssgetränk trinke, dann den Ice Tea Peach.»
6 Mein Tick «In meinem Zimmer ist es
meistens unordentlich: Ich bin hier praktisch nur zum Schlafen. Dass ich chaotisch bin, sieht man an meinem Kleiderschrank. Angezogen bin ich aber schnell: Am Morgen brauche ich nur zwei Minuten.»
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