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Migros magazin 30 2016 d aa

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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

MM30, 25.7.2016 | www.migrosmagazin.ch

Liedermacher Jacob Stickelberger Ăźber seine Freundschaft mit Mani Matter

SommerWettbewerb Testen Sie Ihr Schweiz-Wissen und gewinnen Sie attraktive Preise

Seite 18

Seite 32

Bild: Dan Cermak

Olympische Spiele in Rio

Die Zubers sind die treuesten Fans und Helfer von Olympia-Hoffnung Angelica Moser Seite 10 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch


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4 | MM30, 25.7.2016

18

I Editorial

Der digitale Graben Im Internet sind alle gleich, tönte es vor 20 Jahren. Kaum eine Prognose lag so falsch wie die, wonach das Internet die Gleichheit fördere. Ganz zu schweigen von mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung, die gar keinen Internetzugang hat. Aber auch hierzulande ist das Internet kein «Angleicher», wie Eszter Hargittai, die designierte Medienprofessorin der Universität Zürich, im Gespräch auf Seite 34 sagt. Es besteht im Gegenteil die Gefahr, dass das Internet die Ungleichheit verstärkt und sich eine Zweiklassengesellschaft formt: Privilegierte, gebildete Menschen finden relevante Informationen, andere zappen orientierungslos durch Datenmeere.

Schlimmer noch: Intelligente Algorithmen analysieren unseren Medienkonsum und selektieren Informationen und Quellen anhand unserer individuellen Nutzung. «So sieht man die Welt vielleicht plötzlich nur noch aus einer bestimmten Perspek­ tive», warnt Hargittai. Eine weitere Gefahr sieht die 42­jährige Soziologin und Medien­ wissenschaftlerin im Verhalten mancher Nutzer im digitalen Raum: «Wut und Hass verbreiten sich heute sehr viel schneller als früher.» Wohin uns die digitale Entwicklung führen wird, können wir nicht abschätzen. Wir können lediglich zu verhindern versuchen, dass wir selbst zu Objekten von Algorithmen werden. Zum Beispiel, indem wir uns regelmässig fragen, welche Informationen wir im Netz konsumieren. Wenn wir uns bewusst machen, dass ein digitaler Graben existiert, schaffen wir die wichtigste Voraussetzung, ihn eines Tages vielleicht zu schliessen.

«Es reicht nicht, möglichst vielen Leuten High-Speed-Internet zur Verfügung zu stellen.» Eszter Hargittai Soziologin und Medienwissenschaftlerin

Daniel Sidler, stv. Chefredaktor daniel.sidler@ migrosmedien.ch

34


MM30, 25.7.2016 | 5

22

Menschen 8 Diese Woche

Strassenumfrage: Wie feiern Sie den Nationalfeiertag? 10 Sport-Freundschaften

Drei Olympia-Teilnehmer und ihre treuesten Anhänger

75 Neues aus der Region Aktionen, Reportagen, News

16 Anatomie der Athleten

Leben

Olympia-Supersportler im Körper- und Leistungscheck 18 Unvergessen: Mani Matter Bühnenkollege Jacob Stickelberger erinnert sich an die Zeit mit dem grossen Berner Liedermacher 22 Sommerserie – Teil 4

Post-Chefin Susanne Ruoff stellt Crans-Montana vor

45

81 Knigge im Alltag

Wie verhält man sich, wenn es um Geschmacksurteile geht? 83 Digital

Zehn Tricks, die den Umgang mit WhatsApp erleichtern 85 Migros-Bank-Ratgeber

25 Bänz Friedli

Was gilt es zu beachten bei frühzeitiger Pensionierung?

26 Meister der Animation

86 Kinder

Schweizer, die bei Pixar, Dreamworks und Co. arbeiten, geben ihr Know-how weiter 30 Leserforum 34 Eszter Hargittai

Die Medienwissenschaftlerin über soziale Medien und Hürden für Frauen im Unibetrieb

Migros-Welt

Biler: Zytglogge/Rodo Wyss, Samuel Trümpy, StockFood, Peter Hoffmann

42 1. August – Grillierzeit! 45 Saisonküche: Zucchetti 60 Klassiker auf dem Rost 65 TerraSuisse: Brote 69 Getroffen: Migros-Mamis 70 Akzente setzen mit Blau

41 «Die Tat» online

Die Migros-Zeitung, die von 1935 bis 1978 erschien, kann man jetzt online nachlesen

Mitjo und seine Liebe zur Natur 89 Zootierärztin

Eingeschleppte Schildkröten – erst gehätschelt, dann verbannt 90 Auto

Auf Alltagstauglichkeit getestet: der neue Renault Megane 93 Glücksgriff 95 Rätsel/Impressum 100 Cumulus 102 Meine Welt

Schauspieler Markus Adzic

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen MM30

Darauf freuen wir uns Bregenzer Festspiele Vor der

traumhaften Kulisse des Bodensees erklingt bis zum 21.8. die Arie «Nessun Dorma» aus der Oper «Turandot» von Puccini. Landesmuseum Zur Eröffnung

des neuen Anbaus startet am 1. August in Zürich die Ausstellung «Europa in der Renaissance».

Unnützes Wissen

Wie die Zeit vergeht

Mein Bild der Woche «Warum das Velo nehmen, wenn man zu Fuss gehen kann?

Bilder: The Frick Collection/ Michael Bodycomb, Stephane Mantey/AP/Keystone, Bruno Bolinger

ist Satiriker und Träger des Salzburger Stiers.

Leseprobe

Entschuldigung, was lesen Sie gerade? Cyrill Gebert (30), Doktorand Rechtswissenschaften, Zürich

a) «Mut zur Unsicherheit» in «Psychologie Heute» b) «Jahresbericht Swiss Perform, 2015» c) Schlagzeugnoten von «Bad Moon Rising»

Antwort b): Ich schreibe meine Dissertation zum Thema Urheberrecht.

Gabriel Vetter (32)

Ein ungewohntes Bild erreicht uns von der Tour de France, eigentlich als Radrennen bekannt und weniger als Sprintturnier: Als Leader Chris Froome sich dem Mont Ventoux nähert, stösst er mit einem Motorrad zusammen. Und muss bis ein funktionierender Drahtesel eintrifft, ein Stück der Strecke gänzlich Rad losrennen. Ob er sich zur nächsten Saison überlegt, die ganze Tour joggend oder wahlweise mit dem Kanu, den Rollerblades oder einem Maulesel zu absolvieren, ist nicht überliefert. Über die Gründe des Sturzes munkelt man, der an Linksverkehr gewohnte Brite sei ob des Strassentrubels etwas durcheinandergeraten.»

Zwischen der Existenz des Tyrannosaurus und der des Stegosaurus verging mehr Zeit als zwischen dem Tyrannosaurus und dem Menschen. In China entsteht alle fünf Tage ein Wolkenkratzer. Die Lebenserwartung eines homophoben Amerikaners ist zweieinhalb Jahre kürzer als die des amerikanischen Durchschnitts. Für einen fünf Meter langen Gang gräbt ein Maulwurf eine Stunde lang. Für die Dreharbeiten der Duschszene in «Psycho» musste Janet Leigh eine Woche lang immer wieder unter der Dusche stehen. Quelle: Neon/Stern


8 | MM30, 25.7.2016 | MENSCHEN

Was machen Sie am Nationalfeiertag?

www.migmag.ch/ umfrage

Diese Woche

«Am 1. August hat es meist wenig Verkehr

einen mehrtägigen Ausflug auf dem Töffli, mit Schlafsack und Zelt.»

auf den Strassen. Darum fahre ich ins Wallis, um Verwandte zu besuchen.»

Timo Rauber (19) Herzogenbuchsee BE Heizungsmonteur

Regina Torres (54) Zeiningen AG Kauffrau

«Ich schlafe zunächst aus.

Feuerwerk bestaunen, mit Freunden gemütlich grillieren oder einen Kurztrip unternehmen? Wir haben auf der Strasse nachgefragt, was am 1. August auf dem Programm steht. Text und Bilder: Reportage-Team

«Ich werde nach Lenzburg umziehen

Den Abend verbringe ich dann mit der Familie – wir grillieren. Das haben wir schon immer gemacht.»

und, wenn alles nach Plan läuft, mit Freunden auf der neuen Terrasse Party machen.»

Christian Reiner (28) Zürich Elektroinstallateur

Manuela Bucher (22) Beinwil AG Coiffeuse

«Ich habe noch nichts vor.

«Ich bestaune das «Ich lade jedes Jahr Letztes Jahr ging ich mit Höhenfeuer im Lötschental Freunde ein, einem Freund in Bellinzona und übernachte mit Freunden oder wir gehen ins FerienPizza essen, dann sahen wir in einer SAC-Hütte. Wir haus und grillieren. Ich bin uns das Feuerwerk an.» stossen an und singen.» stolz auf unsere Tradition.» Alexandre Guidoni (33) St. Gallen selbständig

René Ruis (45) Zürich Fotograf

Othmar Schaufelbühl (82) Bremgarten AG Architekt

«Wie jedes Jahr besuche ich die Matinée

der Thunerseespiele. In diesem Jahr heisst es: ‹Manche mögen’s heiss›.»

«Ich lerne für Prüfungen. Da ich erst seit Kurzem hier lebe, bedeutet mir der Tag wenig. Vielleicht kaufe ich ein 1.-August-Weggli.»

Hansruedi Löffel (81) Biel BE Rentner

Theo Hausmann (23) Zürich Student

Bild: Fotolia

«Vermutlich unternehme ich mit meinen Kollegen

Lasst uns feiern


MENSCHEN | MM30, 25.7.2016 | 9

zwei Monaten der Schweiz; die Ferien verbringe ich in meiner Heimat, der Türkei.»

«Klassisch: Grillieren und Feuerwerk,

vielleicht sogar zweimal: In Basel wird es schon am 31. Juli um 23 Uhr gezündet.»

«Ich geniesse die Ruhe. Mein Sohn ist unterwegs, und so bleiben mir Böller und Raketen für einmal erspart.»

Hamit Gürses (48) Ipsach BE Maschineningenieur

Yordanis Diaz (21) Gipf­Oberfrick AG Verkäufer

Flurina Maurer (45) Zollikon ZH Kioskfrau

«Ich bin im Pfadilager,

«Am 1. August habe ich Ferien. Ich arbeite erst seit

und es ist Besuchstag. Alle Mamis und Papis kom­ men – es gibt ein cooles Programm mit Feuer.»

«Der 1. August ist ein ganz normaler Feiertag.

Ich brunche ausgiebig: Es gibt eine feine Auswahl an Schweizer Käse.»

«Ich stosse mit Freunden mit einem Glas Rotwein an,

Arran Ammann (9) Winterthur ZH Schüler

Sarah Kauer (38) Zürich Käseverkäuferin, Philosophin

Alexandra Kistler (21) Kilchberg ZH Studentin Pädagogik

«Ich feiere an einer Party mit elektronischer Musik,

direkt am Zürichsee; es gibt eine Bar, eine Kunstaus­ stellung und ein Tonstudio.

«Wir sind in den Ferien in Sardinien und verpassen schon wieder das grosse Feuerwerk. Das finden wir schade.»

«Ich sitze in einem Liegestuhl im Park im Grüene

Jaron Matzinger (22) Zürich Projektleiter

Florian und Laurin Meier (7) Winterthur ZH Erstklässler

Trudi Schmidt (86) Zürich pensionierte Sekretärin

und zwar an einem Strand in Italien – wo genau, wissen wir noch nicht.»

in Rüschlikon und geniesse die Aussicht und das Feuerwerk.»

«Ich mache es mir im Garten gemütlich

«Mein Hund Frida fürchtet sich

«Ich feiere mit meiner Frau und Freunden

«Ich schaue mir das Feuerwerk an. Ich bin seit

zwei Jahren in der Schweiz und mit der Kultur noch nicht so vertraut.»

«Ich brätle im Wald, gemeinsam mit Freunden und Familie. Wir machen es uns gemütlich mit Wurst, Brot und Bier – ohne Geballere.»

Michael Gremminger (26) Winterthur ZH Betriebsökonom

Vanessa Jeker (38) München (D) Schauspielerin

Ian Janczak (78) Wil SG Künstler

Chuanzun Yhou (23) Zürich Studentin

Marco Masetta (49) Zürich Coiffeur

gemeinsam mit der Familie, derart vor Feuerwerken, am Grill. Ich komme aus wir essen etwas Feines und dass wir in München Polen, aber ich fühle mich in plaudern bis tief in die Nacht.» bleiben und dort anstossen.» der Schweiz wie zu Hause.»


10 | MM30, 25.7.2016 | MENSCHEN

Olympische Sommerspiele

Freunde fürs Sportlerleben

Für Marathonläufer Christian Kreienbühl, Stabhochspringerin Angelica Moser und Dressurreiterin Marcela Krinke geht ein Traum in Erfüllung: Sie dürfen an den Olympischen Sommerspielen in Rio teilnehmen – ein Erfolg, den sie auch ihren Freunden und Betreuern zu verdanken haben. Texte: Reto E. Wild

M

ehr als 14 Millionen Menschen mögen Roger Federers Facebook-Auftritt. Und Fussballstar Cristiano Ronaldo hat es sogar auf einen «Freundeskreis» von über 115 Millionen geschafft. Echte Freunde unternehmen allerdings einiges mehr, als Sympathien per «Like» respektive «Gefällt mir» in einem sozialen Netzwerk auszudrücken. Sie begleiten ihre Sportler beispielsweise zu Wettkämpfen. Solche Anhänger haben auch die Athletinnen und Athleten, die bei den Olympischen Spielen in Rio antreten dürfen. Zum Beispiel Christian Kreienbühl (35). Der Marathonläufer aus Rüti ZH wird dieser Tage in Brasilien eintreffen. Mit seinem Resultat von 2:13:57 hat er sich knapp für die Olympischen Spiele qualifiziert, die am 5. August beginnen. Sein Facebook-Account weist zwar «nur» 1417 Likes aus – dafür hat er in Rubén Oliver (40) aus Bubikon ZH seinen grössten Fan an der Seite: Der Sportarzt von Medbase ist selbst leidenschaftlicher Langstreckenläufer, hat in seinem Leben schon rund 60 000 Kilometer joggend zurückgelegt. Er ist Christian Kreienbühls Coach und Trainingskollege in Personalunion. Die beiden laufen zweimal pro Woche gemeinsam, und in besonders intensiven Phasen treffen sich Athlet und Sportarzt fast häufiger, als sie ihre Freundinnen sehen.

Bilder: Dan Cermak

Oliver begleitet Kreienbühl an alle wichtigen Wettkämpfe – so auch nach Rio. Dort will Christian Kreienbühl, der 50 Prozent im IT-Bereich eines Finanztechnologieunternehmens arbeitet, «möglichst viele Athleten schlagen, die eine bessere Bestzeit als ich haben». Sportlich gesehen sei die Teilnahme das Grösste, was ihm passieren konnte. Eine Beziehung, die schon 15 Jahre währt

Die 18-jährige Stabhochspringerin und Olympia-Teilnehmerin Angelica Moser aus Andelfingen ZH entstammt einer sportlichen Familie: Vater Severin (54), Chef von Allianz Suisse, qualifizierte sich als Zehnkämpfer für die Olympischen Spiele in Seoul, Mutter Monika (51) war eine schnelle Hürdensprinterin, und Schwester Jasmine (21) ist ebenfalls Stabhochspringerin. Vor gut zwei Wochen hat Angelica Moser an der EM in Amsterdam mit 4,45 Metern eine persönliche Bestleistung im Freien und einen U-20-Schweizer-Rekord aufgestellt. Familiären Rückhalt erfährt sie aber noch von anderer Seite: Noa (8), Lia (10), Daniela (37) und Roger Zuber (41) aus Frauenfeld TG sind erklärte Fans der talentierten Leichtathletin. Kennengelernt haben sie sich, als Angelica mit drei Jahren im Verein Turnfabrik in Frauenfeld mitturnte, wo auch Roger Zuber als Kunstturner aktiv war. Hürden- und Kunstturntraining stehen denn auch heute noch auf Angelicas Programm.

«Mit Rio geht für mich ein Traum in Erfüllung», sagt sie. Dies wohl umso mehr, als eigentlich alle damit gerechnet hatten, dass das junge Talent sich erst 2020, für die Olympischen Spiele in Tokio, qualifizieren würde. Roger Zuber hofft, dass er trotz neuer Aufgaben im Job als Berufsschullehrer für zwei Wochen nach Rio fliegen und Angelica anfeuern kann. Das wird Fabienne Arnold (36) definitiv nicht möglich sein: Wenn Marcela KrinkeSusmelj (50) – die zu den 30 besten Dressurreiterinnen der Welt zählt – in Südamerika mit ihrem dänischen Warmblut Smeyers Molberg um Rang und Medaille kämpft, betreut Arnold im Reiterzentrum Rotsee LU drei weitere Grand-Prix-Pferde von Krinke. Fabienne Arnold und Marcela Krinke kennen sich zwar erst seit gut zwei Jahren und sind per Sie, dennoch bezeichnet sich die Bereiterin und dreifache Mutter als Marcela Krinkes grössten Fan. Und so liegt die ganze Hoffnung auf «Freund» Molberg: Pferd und Reiterin seien wie ein verliebtes Paar, sagt Fabienne Arnold. «Sie hängen wahnsinnig aneinander. Der Wallach ist sehr ängstlich und gibt für Frau Krinke alles.» Für Krinke, Mutter von Igor (23) und Natascha (18), ist Molberg wie «mein drittes Kind. Charakterlich ähneln wir uns. Wir haben viel Sinn für Humor und sind trotzdem ehrgeizig.» Ihr Traumziel: es in die Kür der besten 18 Reiter zu schaffen. MM


MENSCHEN | MM30, 25.7.2016 | 11

«Wir kennen uns seit 17 Jahren» Rubén Oliver (40) aus Bubikon ZH, Fan, Trainer und Sportarzt von Christian Kreienbühl (35) Rubén Oliver, wie oft trainieren Sie gemeinsam?

Meist zweimal pro Woche. Wir trainieren beide beim TV Oerli­ kon. Da wir beide im Zürcher Oberland wohnen, können wir auch ansonsten gemeinsam zu Dauer­ läufen starten. Wie haben Sie sich kennengelernt?

Wir kennen uns bereits seit 17 Jahren: Als Christian 18 Jahre alt war, begleitete er seine damalige Freun­ din ins Trainingslager des TV Oerlikon nach Südfrankreich.

Inzwischen sind Sie sein Coach. Ja, ich bin seit 2008

Trainer der Laufgruppe des TV Oerlikon. Zu­ dem bin ich «Chrigis» Coach und schreibe seine Trainingspläne. Und ich reise als Be­ treuer an alle wichtigen Wettkämpfe. Als Mediziner bin ich sein Sportarzt, aber ebenso Trainingskollege und sein grösser Fan. Das speziellste Erlebnis?

Wenn Marathonläufer Christian Kreienbühl (links) ans Limit geht, ist sein Coach , Trainingspartner und Freund Rubén Oliver nicht weit.

Es gab viele. Der Höhe­ punkt war aber ein Trainingslager in Süd­ afrika. Vor der Abreise spulten wir, um unsere Atemwege zu schonen, ein 30­Kilometer­ Training auf dem Lauf­ band im Fitnessstudio ab. Wir verliessen die Schweiz bei minus 18 Grad und kamen bei plus 30 Grad in Süd­ afrika an. Am Lager­ Ruhetag erklommen wir den Tafelberg bei Kapstadt.


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MENSCHEN | MM30, 25.7.2016 | 13

«Ich möchte mit Angelica nach Rio» Roger Zuber (41)

aus Frauenfeld TG, Fan von Angelica Moser (18) Roger Zuber, warum sind Sie und Ihre Familie Angelicas treue Fans?

Wir haben Angelica kennengelernt, als sie drei Jahre alt war. Damals begann sie in unserem Verein als Kunstturnerin, obwohl sie dafür noch zu jung war. Sie fiel durch ihre ausgeprägte Sprung­ kraft auf. Weil kunst­ turnerische Elemente gefragt sind, trainiert sie nach wie vor ein­ mal pro Woche mit uns Kunstturnern. Wie oft sehen Sie Angelica Moser?

Wöchentlich beim Training und an Wett­ kämpfen in der Region. Die Wettbewerbe im Ausland verfolgen wir im Internet. Ich möchte nach Rio. Aber wenn Angelica startet, sind meine Ferien als Be­ rufsschullehrer vorbei. Ich hoffe, dass sich et­ was organisieren lässt. Erinnern Sie sich an einen Höhepunkt?

Vor fünf Jahren sagte ich zu Angelica: «Wenn du bei Weltklasse Zürich startest, lädst du uns ein.» Und genau so kam es. Eine goldrichtige Einschätzung

Familiärer Rückhalt: Stabhochspringerin Angelica Moser hat in Familie Zuber eine starke, stabile Stütze.

Nicht zum ersten Mal. 2013 schrieb ich einen Fahrplan für Rio. Alle lachten damals. Nun hat Angelica bereits mit 18 die Qualifikations­ höhe von 4,50 Metern geschafft. Ich sagte immer, das eigentliche Ziel müsse Tokio 2020 sein – die Qualifikation für Rio ist das Non­ plusultra.


14 | MM30, 25.7.2016 | MENSCHEN

«Ich fiebere immer mit» Fabienne Arnold (36)

aus Rothenburg LU, Fan von Marcela Krinke-Susmelj (50)

Wie haben Sie die Olympiateilnehmerin Marcela Krinke kennengelernt?

Über die Arbeit: Ich bin gelernte Bereiterin und habe seit gut zwei Jahren ein Teil­ zeitpensum am Reiter­ zentrum am Rotsee. Vom Namen her kann­ te ich sie schon vorher. Was schätzen Sie an Marcela Krinke besonders?

Ihre Professionalität im Umgang mit Pfer­ den und Menschen – dadurch ist sie ein grosses Vorbild für mich. Sie ist ein posi­ tiver Mensch, der in allem das Gute sieht, stets freundlich und korrekt. Das beein­ druckt mich. Wir sind per Sie, was den Res­ pekt fördert. Es macht mich sehr glücklich, dass ich im Team von Frau Krinke, Sponsorin Irene Meyer und ihren Pferden mitwirken darf. Eine grosse Ehre. Wie intensiv verfolgen Sie die Wettkämpfe?

Ich fiebere immer mit. In der Schweiz reise ich an viele Wett­ kämpfe. Alles andere verfolge ich online, auf www.clipmyhorse.tv. Ich bin ohnehin oft online, um zu sehen, welches Resultat Frau Krinke herausreitet. Dann ist das für Sie mehr als ein Hobby?

Ja, die Grenzen zwi­ schen Beruf und Hobby sind fliessend. Ich bin fast täglich im Reitzentrum. Meine drei Kinder nehmen hier Reitunterricht.

Sie siezen einander, sind aber enge Verbündete: Dressurreiterin Marcela Krinke-Susmelj (auf Wallach Smeyers Molberg) und Bereiterin Fabienne Arnold.


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16 | MM30, 25.7.2016 | MENSCHEN

Olympische Spiele

Anatomie der Superlative

2,03

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Meter Armspannweite

Michael Phelp

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Rund 10 000 Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt starten am 5. August an den Olympischen Spielen in Rio. Zur Einstimmung werfen wir einen Blick auf die Anatomie der Besten ihres Fachs – und wagen einen Vergleich. Text: Reto E. Wild

12 000

6%

Kalorien

nimmt er täglich zu sich. Das entspricht 52 Bananen.

Körperfettanteil

bei 45 Kilo Gewicht

Kalorien verbrennt sie auf den 42,195 Kilometern.

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Mary Keitany ist mit 2:18:37 die schnellste noch aktive Marathonläuferin der Welt. Die letztjährige Siegerin des NewYork-Marathons ist in Rio allerdings nur Reserve.

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Bilder: Getty Images (4), EQ images, Roger Hofstetter

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Schläge/Minute Ruhepuls

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Garcia gehört zu den Favoriten in Rio – weil die Weltbesten wegen des Zika-Virus nicht am Start sind. Der Golfsport ist erstmals seit 112 Jahren wieder eine olympische Disziplin.

52

Schläge/Minute Ruhepuls


MENSCHEN | MM30, 25.7.2016 | 17

Schwimmer Michael Phelps ist mit 15 Gold­ medaillen der erfolg­ reichste Sportler an den Olympischen Sommerspielen. Und er hat mit Rio seine fünfte Olympia­ qualifikation geschafft.

40

Schläge/Minute Ruhepuls

Nino Schurter zählt zu den besten Mountainbikern der Welt und den grössten Medaillenhoffnungen des Schweizer Teams. Der Churer ist 173 Zentimeter klein und 67 Kilogramm leicht.

45

Schläge/Minute Ruhepuls

15

Goldmedaillen

bei Olympischen Sommerspielen

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Goldmedaille*

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Körperfettanteil

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Schläge/Minute Ruhepuls

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Reto E. Wild ist Redaktor des Migros-Magazins. Er ist sechsfacher Marathon­Finisher (Bestzeit 2:36:43), joggt heute aber nur noch zum Ausgleich. Er ist 182 Zenti­ meter gross.

bei 78 Kilo Gewicht

320

km/h So schnell fliegt der Ball maximal.

* bei Kantonalen Meisterschaften in Zürich über 10 000 Meter

Sc

Schuhgrösse

4 8, S ld (

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47½

450 Meter

weit fliegt der Ball beim Rekordabschlag.


18 | MM30, 25.7.2016 | MENSCHEN

1

2

Mani Matter

Intellektueller Vordenker Hans Peter Matter (4. 8. 1936–24. 11. 1972) studierte Jus an der Uni Bern, war ab 1963 Assistent und dann Oberassistent beim späteren SP-Nationalrat Richard Bäumlin. Seine Dissertation bewirkte 1978 die Änderung einer Bundesgerichtspraxis. 1969 wurde Matter Erster Rechtskonsulent der Stadt Bern. 1964–67 war er Präsident der politischen Gruppierung Junges Bern, 1970 Gründungsmitglied der Gruppe Olten, der alternativen Schriftstellervereinigung.

1 Raucher und Poet:

Mani Matter, «Was kann einer allein gegen Zen Buddhisten», Erzähltes, Philosophisches, Gedichte und Dramatik, Unveröffentlichtes aus dem Nachlass Mani Matters, erscheint im Oktober 2016 im Zytglogge Verlag.

2 Die Berner Trou-

3

badours mit Jacob Stickelberger und Mani Matter (1. und 2. von rechts). 3 Jacob Stickelberger bei einem Soloauftritt im Februar 2016.

Bilder: Rodo Wyss, Ruedi Krebs, zVg

Mani Matter.

Wilfried Meichtry, «Mani Matter. Eine Biographie», Nagel und Kimche, 2013. Fr. 26.80 bei Ex Libris.


MENSCHEN | MM30, 25.7.2016 | 19

Politisch oder poetisch – welches ist der beste Matter? www.migmag.ch/ matter

Mani Matter

«Jeder Moment mit Mani war spannend»

Am 4. August wäre Mani Matter 80 Jahre alt geworden. Jacob Stickelberger (76) stand mit ihm auf der Bühne und erinnert sich an die befruchtende Zeit mit dem genialen Berner Chansonnier und Vordenker. Aufgezeichnet von: Claudia Langenegger

M

ani Matter habe ich Ende der 1950er-Jahre am Geburtstag meines Grossvaters kennengelernt. Mein Onkel Klaus Schädelin (Autor von «Mein Name ist Eugen») fand nach dem ausgedehnten Mittagessen: «Ich hole mal jemanden her.» Es kam der vier Jahre ältere Mani, er wirkte scheu und verlegen, hatte die Gitarre dabei und fing ohne grosse Worte gleich an zu spielen. Das erste Lied war: «Dr Ferdinand isch gstorbe». Um Mani Matter und Bernhard Stirnemann, der in der Berner Altstadt das Kleintheater «Die Rampe» führte, entstand in den 1960er-Jahren eine lose Gruppe von Liedermachern, die zusammen auftraten. 1966 stiess ich dazu. Wir waren sechs Musiker, auf der Bühne spielte jeder nacheinander seine eigenen Chansons, jeder hatte 20 Minuten Auftrittszeit. Dabei war Mani immer etwas Besonderes, ohne sich so zu geben. Er verpasste einmal seinen Auftritt, weil in der Pause ein Bub hinter die Bühne kam und fragte, wie die Gitarre und der Kapodaster funktionierten. Mani erklärte es ihm und war so darin vertieft, dass er ganz vergass, auf die Bühne zu gehen. Von der Musik allein wollten sie nicht leben

Mani hat sich nie wichtig gemacht, im Gegenteil. Als einmal ein bekannter Radioreporter hinter die Bühne kam und unbedingt ein Autogramm wollte, meinte Mani nachher nur: «Was wott dä dumm Cheib eigetlech mit deren Unterschrift?!»

Berner Troubadours war ein Name, den uns die Leute gegeben hatten und wir dann übernahmen. Plötzlich kamen Anfragen aus der ganzen Deutschschweiz, viele Auftritte waren sofort ausverkauft – was uns regelrecht überraschte. Es stand nie zur Debatte, dass wir von der Musik hätten leben wollen. Das lief nebenbei, wir führten alle unser bürgerliches Leben. Bei den Troubadours wünschten sich Mani, Fritz Widmer und ich mehr Austausch untereinander – wegen der Qualität der Lieder und um als geschlossenere Gruppe auftreten zu können. So war es eher ein Jekami. Doch die anderen drei waren dagegen, dass wir uns gegenseitig die neuen Lieder vorspielen und darüber diskutieren. So trennten wir uns 1970. Mani, Fritz Widmer (1938–2010) und ich machten weiter und schufen gemeinsam «D’Kriminalgschicht». Krimis interessierten Mani – nicht so sehr wegen der Geschichten, sondern wegen der klischierten Romanfiguren. Wir wählten und verteilten untereinander die Themen – Täter, Verdächtiger, Detektiv – jeder schrieb sein Chanson und Zwischentext dazu. Wir trafen uns, besprachen unsere Kreationen, erfanden weitere, diskutierten, lachten und kalauerten. Es waren enorm anregende und drollige Abende. Wir trafen uns jeweils bei Mani oder bei Fritz, ich wohnte noch daheim. Mani und ich hatten viele Gemeinsamkeiten – unsere Herkunft aus bürgerlichakademischem Milieu, dass unsere Väter

gute Verseschmiede waren, Literatur und Sprache zu Hause eine grosse Rolle spielten und dass ich auch Jus studierte. Mani war ab 1965 Oberassistent an der Uni, ich noch Student. Vor dem Examen repetierte ich an Auftrittsabenden im Theater jeweils hinter der Bühne unter Manis streng-fröhlicher Anleitung mit ihm Verwaltungsrecht – sein Fachgebiet. Er konnte dieses bei Studenten oft unbeliebte Fach richtig spannend erklären. Er war stupend gescheit. Für seine Dissertation erhielt er ein summa cum laude, was ich allerdings nicht von ihm direkt erfuhr. Wir sangen uns die Lieder am Telefon vor

Ich war gut vier Jahre jünger als Mani Matter und trottete gerne neben ihm her. Jeder Moment mit ihm war anregend und spannend. Sagte er: Da ist ein interessanter Vortrag – komm mit, war ich immer dabei. Nach dem Studium hatte ich 1971 eine Anwalt-Praktikantenstelle in Zürich angenommen. Wir telefonierten, wenn wir ein neues Lied hatten, und sangen es uns am Telefon vor – mit Gitarre, den Hörer zwischen Schulter und Ohr eingeklemmt. Manis Gedächtnis war phänomenal. Nach ein Mal Anhören war ihm jede Textzeile präsent. Als ich ihm mein Chanson «Mi Elefant» vorspielte, war er gerührt, meinte aber zur Schlusszeile «I gibe sim Rüssel mi Hand»: «Nei, du muesch unbedingt singe: Si Rüssel schnuft füecht a mir Hand.»


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Just den Elefanten wollte er selber singen: «Lahsch mis singe?» fragte er mich. Seine Interpretation gefiel den Leuten viel besser als meine. Umgekehrt gab es bei ihm nie etwas zu verbessern. Wirklich nie. Seine Lieder waren ausnahmslos perfekt. Mani konnte die kompliziertesten Sachverhalte mit zwei Zeilen festnageln. Weltweit gibt es keinen anderen Liedermacher, der mit derart wenigen Worten so präzise und gereimt auf den Punkt kommt. Ich selber brauchte immer viele Worte, was mich ärgerte. Doch Mani meinte dazu: «Das isch guet. Das muesch la sii. Du bisch äbe barock.» Nachdem er mir ein neues Chanson vorgetragen hatte, fragte er jeweils: «Was meinsch?» Meine Antwort war eigentlich immer: «Grossartig» – und es gab nichts zu verbessern. Anregungen konnten ihn begeistern. So etwa beim Alpenflug. In der ursprünglichen Fassung landeten Pilot und Passagier wohlbehalten. Ich fand: «Die

Bild: Peter Studer/Keystone

Warum der Alpenflug tödlich endet

Der Verslischmied bleibt unvergessen: Am Berner Rathaus führt der Mani-Matter-Stutz vorbei.

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muesch la abegheie!» Darauf Mani: «Hesch rächt, i has ja o lieber wes schlächt usgeit, wi aube bi dir.» Oder das «Zündhölzli»: Das Lied endete ursprünglich mit dem Untergang der Schweiz und der Zeile «Ds ganze Land in eim Tumult, dass me gschosse hätt uf d’Bundesrät am Rednerpult». Ich fand nur: «Werum nume d Schwiz? Söttsch konsequänterwiis die ganzi Wält la untergaa.» Spontan dichtete er die fünfte und letzte Strophe dazu. Ich erinnere mich auch bestens an das Werden vom «Sidi Abdel Assar vo el Hama». Auf seiner Ferienreise in Tunesien fuhr Mani am Ortsschild «El Hama» vorbei, was ihn belustigte und zur ersten Strophe inspirierte. Er spielte sie uns wiederholt vor und fragte immer wieder: «Chasch nid wiitermache?» So, wie ich mich erinnere, dauerte es Wochen oder gar Monate, bis er mit einem erleichterten «Itz hanis» kam. Nachdem 1971 das Frauenstimmrecht angenommen worden war, wurde Mani

angefragt, ob er ein Lied komponieren und vortragen könne. Eine ehrenvolle Aufgabe also. Er aber kommt zu mir und ermunterte mich: «Chumm mach doch ou eis!» Das war typisch Mani. Er schrieb die etwas ernste «Ballade vom Nationalrat Sanders», ich hingegen blödelte mit «Froue im Parlamänt». Mein Lied war eher eine Kalberei, doch Mani fand dazu: «Ou weni doch numen ou sones Lied hätt gha!» Er liebte Wortspiele, hatte viel Sinn für Skurriles. Als wir einmal durch die Lauben gingen, kam uns ein Teenager mit vielen Bibeli entgegen. Ich sagte: «Lueg emau di vile Bibeli.» Darauf Mani: «Was heisst da scho Bibeli? E ganzi Bibeliothek!» Kurz vor seinem Tod kam Mani mit einem neuen Lied und sagte: «So, itz hani ou es Lied à la Mani Matter gmacht und zwar mit dem Titel ‹Dr Herr Zehnder›.» Damit spielte er auf die diversen «à la Mani Matter»-Interpreten an, über die er sich manchmal ärgerte. Im Lied beschreibt er im Detail – eben Matter-typisch –, wie der Herr Zehnder mit dem

Morgentee das Tischtuch befleckt. Mit der letzten Zeile nimmt Mani die geniale Beschreibung dieser Banalität gleich selbst auf die Schippe: «Aber öich chas schliesslech gliich sii, wes bi Zehnders Fläcke git.» Wir hatten zu dritt vierzig bis fünfzig Auftritte in der ganzen Schweiz fest gebucht, als Mani tödlich verunfallte. Das war so schlimm, dass ich nach seinem Tod mit dem ganzen Chansonzeugs aufhören und alle Auftritte absagen wollte. Seine Frau Joy ermunterte aber Fritz Widmer und mich, das Programm mit der «Kriminalgschicht» doch noch aufzuführen. Was wir auch taten. Nach seinem Tod hat sich für mich alles geändert. Eigentlich war vorgesehen, zurück nach Bern zu ziehen und dort als Jurist für die Stadt zu arbeiten, und zwar in einem Büro, das an jenes von Mani angegrenzt hätte. Das ging nicht mehr, und ich blieb in Zürich.» MM Das Migros-Kulturprozent unterstützt im Rahmen seiner literarischen Herausgeberförderung «Schätze heben» das Buch «Was kann einer allein gegen Zen Buddhisten».

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Bilder einer Suonen­ wanderung

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Serie: Ferien vor der Haustür (4. Teil)

«Hier muss man schwindelfrei sein» Ihre Liebe zum Skifahren hat Post-Chefin Susanne Ruoff ins Wallis nach Crans-Montana geführt. Sie zeigt, wie attraktiv ihr Wohnort auch im Sommer ist. Text: Reto E. Wild

S

usanne Ruoff (57) ist Chefin von über 60 000 Angestellten und lebt seit 1998 in Crans-Montana VS. Die sportliche Konzernleiterin der Post sagt: «Ich bin eine begeisterte Skifahrerin. Deswegen sind wir als Familie ins Wallis gezogen.» Für Briefschreiber hat sie gute Nachrichten: «Wir haben mit dem Preisüberwacher vereinbart, bis Ende 2017 auf eine Tariferhöhung bei den A- und B-Post-Briefen sowie Inlandpaketen zu verzichten.» Die Post könne das verkraften, obwohl die Wirtschaftslage mit dem Negativzins und der Konkurrenzdruck im Direktmarketing immer anspruchsvoller werden. MM

Bilder: Samuel Trümpy

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Sommerserie

Geheimtipps in der Schweiz In einer siebenteiligen Serie stellen

Prominente sehenswerte Ecken in der Schweiz vor – Ferientipps vor der Haustür: 5. Teil: Nationalrätin Maya Graf (54)

im Oberbaselbiet 6. Teil: Bundesrat Guy Parmelin (56) im Waadtland 7. Teil: Schlagerstar Beatrice Egli (28) in der Innerschweiz

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Suonenwanderung

1 Rebbergwanderung

«Ich finde die Suonenwanderungen im Wallis faszinierend – besonders gefällt mir die Bisse du Ro im Ertenze-Tal. Hier gibts Felsen, Wiesen und Wasser. Man muss jedoch schwindelfrei sein. Ich mag tiefe Abgründe.»

«Die Wanderung von Miège nach Salgesch führt an verschiedenen Rebsorten vorbei und ist zu jeder Jahreszeit sehr be­ eindruckend. Am besten nimmt man ein Picknick mit und ruht sich zwischendurc h auf den schönen Bänken aus. Im Sommer kann es dort sehr warm werden. Deshalb unbedingt genügend Wasser einpacken.»

5

2 Bergsee Etang Long

«Nach einer Bergwanderung kann man sich an der Beach am Etang Long erholen. Auf diesem Bergsee kann man Wasserski fahren oder sich am Ufer in einem Sessel einen Drink gönnen und die Bergwelt geniessen. Am Wochenende ist das ein be­ liebter Treffpunkt der jungen Generation. Auch unsere beiden Kinder sind dort anzutreffen.» 3 Buvette de Pépinet

«Michel und Paulette Vocat be­ wirtschaften diese Alphütte mit einer Käse-Alpwirtschaft, von der man ein atemberaubendes Panorama auf mehrere Vier­ tausender der Walliser Alpen hat. Sie ist von Mitte Juni bis Mitte

Oktober und während der Ski­ saison geöffnet. Ich bestelle gern ein Walliser Plättli oder das Käsefondue mit der speziellen Mischung und trinke einen Dôle Blanche dazu. Wer es bequem haben möchte, erreicht die Hütte mit der Gondelbahn Violettes und spaziert von der Bergstation eine halbe Stunde abwärts.» 4 Sion

«Die Altstadt von Sion ist wun­ derschön. Jeden Freitag findet der Altstadtmarkt bis 14 Uhr statt. Sitten ist übrigens Testort für die ‹SmartShuttle› der Post: Das sind autonom fahrende Elektrobusse mit 10 Sitzen und ohne Fahrer, die jeden Nachmit­ tag von 13 bis 17 Uhr nach Fahr­ plan durch die Stadt zirkulieren.» 5 Zielhang der Weltcupabfahrt

«Ich habe jahrelang als Freiwillige mitgeholfen, während der Skiweltcuprennen den Schnee aus den Toren zu fahren. Im Sommer sieht man besonders gut, wie steil der Zielhang der Piste Nationale von Crans­ Montana ist, wo die Schweizer Skifahrer an der WM 1987 besonders erfolgreich waren.»


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MENSCHEN | MM30, 25.7.2016 | 25

D Bänz Friedli

Mit abgesägten Hosen munteres Ratespiel! Gleich zwei Kerle versinn­ bildlichten «Learn to Fly», einen Song der Foo Fighters; und einer der Flugschüler hatte sich aus Karton Flügel, einen Flugzeugrumpf und eine Heckflosse gebastelt. Was ihn im allgemeinen Tanz und Trubel zu skurrilen Verrenkungen nötigte, wenn er an all den Leuten vorbei zum Ausschank gelangen wollte.

Das Fest war zu einer Stunde angesetzt, da Leute meines Alters ans Zubettgehen den­ ken, aber ich wollte den nächtlichen Auftritt meiner jungen Freunde nicht verpassen. Sie spielen in einer Band und hatten mich ein­ geladen. Nichts Grosses, ein Untergeschoss irgendwo in der Stadt …

Aber, Himmel, es waren ja alle kostümiert! Musste ich in der Einladung übersehen haben: Man solle sich als Song verkleiden. Ja, als Song! Eine hatte tatsächlich «99 Luftballons» zu einem Kostüm zusammengezurrt und sah wie eine grosse bunte Traube aus. Dutzende fan­ tastischer Gestalten wuselten herum. Einer trug einen Bauchladen mit Zigaretten, Schoko­ lade und Kaugummis vor sich her: einen «Kiosk». Schon kam mir im Halbdunkel eine rot Gewandete mit Teufelshörnern entgegen. «Bist du ‹Sympathy for the Devil› von den Stones?», fragte ich, wurde aber aufgeklärt, nein, sie stelle dänk das Lied von Lo & Leduc dar: «Un ig ha gmeint, dr Tüüfu chömm im Füür u nid im rote Chleid …»

Bänz Friedli (51)

war unverkleidet am Kostümball.

Derweil spielten die Musiker Sounds aus einer Zeit, zu der sie noch gar nicht geboren waren: Metal aus den Achtzigern, psychede­ lischen Kunstrock aus den Seventies, Surf­ gitarren aus den Sixties. Ich staunte und war begeistert. Da kreuzte Jesus meinen Weg, samt Dornenkranz und riesigem Holzkreuz auf dem Buckel. Lange musste ich rätseln, bis ich auf­ grund seines Basketballshirts auf «American Jesus» schliessen konnte, ein Stück der Band Bad Religion. Leichter zu erraten war der Typ in Radrennfahrermontur: «Bicycle Race». Der mit dem Sonnenschirm auf dem Kopf? Klar, «Umbrella». Zwei Junge waren unentwegt am Knutschen: War das «Kiss» von Prince?

Niemand hatte die Mühe gescheut, alle waren sie liebevoll verkleidet, und ich kam mir in Shirt und kurzer Hose – unkostümiert, wie ich war – ziemlich blöd vor. Einer hatte ei­ nen Rucksack voller Überlebenshilfen – «I Will Survive»! Ein anderer trug ein Tamburin am Gurt. Es dauerte, bis ich erriet, dass er Bob Dylans «Mr. Tambourine Man» war. Welch

Stunden habe meine Verkleidung mich gekostet, witzelte ich, wenn jemand mich aufs fehlende Kostüm ansprach. «Rat mal!» Keiner kam darauf, und ich konnte dann triumphie­ ren, ich stellte «Come As You Are» von Nirvana dar: Komm, wie du bist! Und alle fanden sie meinen Einfall ziemlich gerissen. Das habe ich mir jedenfalls eingebildet. MM

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Zehn AnimationsHits

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Computer-Animationen

Wegweiser zu den Traumfabriken An den Topadressen für Animationsfilme in den USA und Neuseeland arbeiten auch Schweizer. Jetzt kommen sie für eine Meisterklasse in ihre Heimat zurück und geben ihr Know-how an den Nachwuchs weiter. Text: Marlène von Arx


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Simon Otto (43) Aufgewachsen in Gommiswald SG Titel/Funktion Head of Character

Animation (Chef-Figurenanimator)

Wichtigste Filme «How to Train Your

Dragon I +II» (grosses Bild links), «Flushed Away», «Prince of Egypt» Arbeitsort Dreamworks, Glendale, Kalifornien (USA) Ausbildung Banklehre, F+F Schule für Kunst und Design Zürich, Gobelins L’école de l’image, Paris

Seit seinem 12. Lebensjahr träumte LuMAA-Initiant Simon Otto davon, Animator zu werden. Die Erfüllung des Traums schien in der Schweiz unrealistisch. Deshalb machte er eine Banklehre und besuchte danach einen Vorkurs an der F+F Kunstschule in Zürich. Ein Praktikum bei Animator Robi Engler in Lausanne zeigte Otto den Weg. «Robi gab mir eine Broschüre über alle Animationsschulen der Welt. Ohne ihn wäre ich wohl nicht Animator geworden.» Simon Otto wurde an der Gobelins-Schule in Paris aufgenommen und ging anschliessend direkt zu Dreamworks. Sein Mentor war Kristof Serrand, ein Dreamworks-Animation-Supervisor der ersten Stunde und ebenfalls Gobelins-Absolvent.

ten («Inside Out», Pixar), Jean-Denis Haas («Star Wars: The Force Awakens», ILM) und Stefan Schumacher («Finding Dory», Pixar) unterrichtet Simon Otto diesen Sommer an der Hochschule Luzern – Design & Kunst. Die «1. Lucerne Master Academy of Animation» (LuMAA) ist eine sechswöchige Computer-Animations-Meisterklasse. Hier können 16 Animationstalente lernen, wie sich zum Beispiel eine Figur richtig abgestimmt bewegt, und zwar vom Hüftschwung über die Rückenhaltung bis zur Kniebewegung. Oder worauf man beim Animieren nichtmenschlicher Kreaturen achten muss und wie man den Dialog im Gesichts-Closeup optimal synchronisiert hinbringt.

Von der ersten Skizze bis zur fertig animierten Szene (hier «How to Train Your Dragon») sind viele Arbeitsschritte nötig: Stunden am Computer, um nach und nach die Figuren, Hintergründe und Oberflächen zu bauen – und man braucht leistungsstarke Rechner.

Bilder: Olivier Styphylas, Keystone

E

r hätte als Berufswunsch auch Astronaut angeben können, sagt Simon Otto lachend, «so unvorstellbar war die Erfüllung meines Traums». Der Chef-Figurenanimator von Dreamworks («How to Train Your Dragon») sitzt in einem Café in Hollywood und denkt an seine Ausbildungszeit in der Schweiz zurück. «Animator? Damals gabs in der Schweiz keine Möglichkeit, sich auf diesem Gebiet ausbilden zu lassen. Und auch heute haben viele Eltern und Berufsberater keine Ahnung, wie man in diese Branche einsteigen kann.» Das will er ändern. Zusammen mit den vier Schweizer Topanimatoren Michael Aerni («The Hobbit», Weta Digital), Simon Chris-


28 | MM30, 25.7.2016 | MENSCHEN

Michael Aerni (37)

Simon Christen (35)

Aufgewachsen in Neftenbach ZH Titel/Funktion Senior Animator Wichtigste Filme «Avatar», «Hobbit-Trilo-

Aufgewachsen in Liebefeld BE Titel/Funktion Character Animator Wichtigste Filme «Ratatouille», «Up»,

gie», «Planet of the Apes» (Bild)

«Toy Story 3», «Inside Out» (Bild) Arbeitsort Pixar, Emeryville, Kalifornien (USA) Ausbildung Academy of Art University, San Francisco

Arbeitsort Weta Digital, Wellington

(Neuseeland) Ausbildung Tiefbauzeichner, Animation-Autodidakt Nach dem abgebrochenen Gymnasium und einer Tiefbauzeichnerlehre, brachte sich Michael Aerni die ersten Kenntnisse in Animation mithilfe von Fachliteratur selber bei. Durch ein Praktikum bei einer Firma für Visual Effects in Deutschland schaffte er den Einstieg ins Metier. Amerika reizte ihn weniger, und so konzentrierte er sich für seinen nächsten Karriereschritt auf Neuseeland. Er bewarb

sich mehrmals erfolglos bei dem renommierten und von Peter Jackson mitbegründeten Unternehmen Weta Digital. 2008, nach neun Jahren in München, sei seine Arbeit schliesslich gut genug gewesen für einen Arbeitsvertrag. Sein erster Film: «Avatar». Seither hat Aerni viele non-humanoide Kreaturen für Regisseure wie Jackson und Spielberg («The BFG») animiert. Nächstes Projekt ist Luc Bessons «Valerian».

«Die Computer werden immer besser. Heute kann man immer mehr Details animieren – das macht es leichter, einer Figur Emotionen zu geben», sagt Simon Christen, der sich auf den Austausch mit den Studenten in der Schweiz freut und wie Jean-Denis Haas auch an der Academy of Art in San Francisco Kurse gibt. Es braucht viel Geduld – und Ausdauer

«Hat man die Anatomie verstanden, dann besteht die nächste Herausforderung darin, die richtige Emotion im richtigen Moment zu zeigen», ergänzt Stefan Schumacher. Aber es braucht nicht nur technisches und künstlerisches Animationstalent, um im Ausland erfolgreich zu sein, sondern auch «eine Berufung und eine starke Motivation», meint Michael Aerni. «Man muss weltoffen sein, unkonventionell denken können, kritikfähig sein und Geduld und Ausdauer haben.» Naht die Deadline, die in der Szene auch «Crunch time» heisst, wird nämlich auch an Abenden und an den Wochenenden

Harte Arbeit und dann zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein, das ist das Geheimrezept von Simon Christen. An der Academy of Art University in San Francisco, wo der Berner studierte, unterrichteten nebenamtlich auch Pixar-Angestellte. Durch deren Vermittlung kam sein Portfolio an die richtigen Leute, als bei Pixar Praktikanten gesucht wurden. Sein persönlicher Pixar-

gearbeitet. Und wenn ein Projekt fertig ist, wird man unter Umständen unbezahlt freigestellt, bis das nächste Projekt beginnt. Die LuMAA ist kein Rekrutierungskurs, bei dem am Schluss ein Job im Ausland winkt, sondern ein Wegweiser dafür, worauf man sich vor allem am Anfang der Karriere konzentrieren sollte. Da die fünf Dozenten selber froh gewesen wären, wenn ihnen in ihren Anfängen jemand wichtige Tipps gegeben hätte, hatte Simon Otto kein Problem, seine Kollegen in Kalifornien und Neuseeland für die LuMAA zu gewinnen. Nach einem Podiumsgespräch an der letztjährigen Fantasy Basel hatte er die Masterclass-Idee Jürgen Haas, dem Leiter Animation BA an der Hochschule Luzern – Design & Kunst unterbreitet. Dieser war von Ottos Initiative begeistert, aber zuerst mussten das Rektorat und die Stiftung Weiterbildung Film und Audiovision überzeugt werden, die Kosten mitzutragen. «Zwar arbeiten die Animatoren gratis, aber mit Reise, Unterkunft und Spesen kommt doch einiges

Lieblingsfilm ist «Inside Out»: «Das war ein aussagekräfiger, erfolgreicher Film, meine Tochter Laila inspirierte mich zu einigen Szenen. Ich filmte sie beim Essen, was mir beim Animieren der Flashbackszene half, in der die Protagonistin mit Broccoli um sich wirf. Laila ist sogar als ‹Productionbaby› im Abspann erwähnt.» Derzeit arbeitet Christen an den ersten Figurentests für «Cars 3».

zusammen, das wir nicht allein auf die Studenten abwälzen können», sagt Haas. Er ist überzeugt, dass sich dieses Testprojekt lohnt und den Hochschulbildungsgang «Animation» bekannter macht: «Ich hoffe, dass die LuMAA künftig in der Branche und vom Bundesamt für Kultur als international anerkannte und renommierte Ausbildung wahrgenommen wird und dies der Beginn einer regelmässigen Sommerveranstaltungsreihe ist.» Simon Otto träumt sogar davon, dass sich mit der Zeit eine einheimische Animationsindustrie entwickelt: «Es wird in der Zukunft immer mehr möglich sein, auch in Europa als Animator zu arbeiten – nicht nur fürs Kino, sondern auch in der Werbung, für Special Effects und in der Game-Industrie.» In Sachen Jobmöglichkeiten haben die Animatoren den Astronauten also inzwischen einiges voraus. MM Die auf Englisch geführte 1st Lucerne Master Academy of Animation findet vom 1.8. bis 9.9. an der Hochschule Luzern statt; https://lumaa.animation.hslu.ch/


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Jean-Denis Haas (39)

Stefan Schumacher (32) Aufgewachsen in Luzern Titel/Funktion Animator Wichtigste Filme «Monster University»,

Aufgewachsen in Luzern Titel/Funktion Senior Lead Animator Wichtigste Filme «Star Trek», «Star

«Brave», «Finding Dory» (Bild) Arbeitsort Pixar, Emeryville (Kalifornien) Ausbildung Zwei Semester Computer Science ETH Zürich, Academy of Art University, San Francisco

Bilder: zVg, Keystone

Wars: The Force Awakens» (Bild) Arbeitsort ILM, San Francisco (USA) Ausbildung Academy of Art University, San Francisco

Nach der vierjährigen Aus­ bildung an der Academy of Art University in San Francisco bewarb sich Jean-Denis Haas mit seinem Portfolio bei verschiedenen Firmen für Animation und Visual Effects. Acht Monate später konnte er ein Praktikum für «Star Wars: Episode III» bei Industrial, Light & Magic (ILM) machen, der 1975 von George Lucas gegründeten Firma für Visual Effects.

«Künstlerische und kommerzielle Visionen zu kombinieren, ist eine tägliche Herausforderung, aber spannend», fasst er seinen Job zusammen. Am LuMAA-Kurs möchte er den Studenten technisch und künstlerisch einen Überblick über Creature-Animation verschaffen und auch vermitteln, wie wichtig die Beziehung zur Produktionsfirma und zum Regisseur ist.

Auch für den Jüngsten der fünf Dozenten gab es in der Schweiz

noch keine Ausbildung zum Animator. Nach der Kantonsschule studierte Stefan Schumacher zwei Semester Computer Science an der ETH, was ihm «zu mathematisch» war. Anschliessend jobbte er für Werbefirmen und arbeitete an Motion-Capture-Animationen für die Fernsehshow «Fame on You» auf Viva Schweiz. Der Innerschwei-

zer erkundigte sich nach Animationsschulen in New York und Florida. Stefan Schumacher holte sich Rat bei Simon Christen. Ihre Väter kannten sich. Schumacher absolvierte dann wie Christen die Academy of Art in San Francisco und kam über ein Praktikum zu Pixar. Nach dem «Finding Nemo»Sequel «Finding Dory» hat er bis zum nächsten Pixar-Projekt derzeit unbezahlte Sommerpause.

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Gran Canaria

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30 | MM30, 25.7.2016 | MENSCHEN

Leserforum MM28: Interview mit Nicole Jäger «Ich weiss, wie es ist, wenn Stühle nicht breit genug sind»

«Das hilft denen, die sich der schweren Sache stellen»

Nicole Jäger hat 170 Kilo abgenommen und ist heute Diätberaterin.

Ich lese das Migros-Magazin sehr gern und oft. So wie auch den gelungenen, erfrischend ehrlichen Bericht von Nicole Jäger. Ich habe zum Glück keine Probleme mit dem BMI, würdige aber ihre Courage. Ich finde, Sie zeigt grossen Mut, viel Geduld und Entschlossenheit, die den Menschen mit optimalem BMI oft fehlt. Passen muss es ja nicht allen, aber helfen tut es denen, die es benötigen, sich der, im wahrsten Sinne des Wortes, schweren Sache zu stellen.

Eddy Rauch, 8173 Neerach

Vielen Dank für das erfrischend ehrliche Interview mit Nicole Jäger zum Thema Über­ gewicht. Da ich selber schon immer zu leichtem Übergewicht neigte und aktuell gerade mal wieder ein paar Kilos am Abneh­ men bin, ist der Text extrem motivierend für mich. Aber die Werbung mit Cheesecakes unter dem Interview? Ruth Moser, 3509 Grosshöchstetten MM28: Verpackungen

Plastik hat seine Vorteile

«Verpackung muss etwas kosten» Die Aussagen von Frau Krayer im Interview zu Plastikverpa­ ckungen erwecken den Eindruck, dass diesbezüglich alles in Butter sei. Zweifellos brauchen Papier­

erzeugnisse viel Energie und Wasser, Glas fällt durch sein Gewicht negativ zu Buche und Biokunststoffe sind tatsächlich keine Alternative. Ich erachte die Aussagen dennoch als nicht ausgewogen. Mögliche gesundheitliche Folgen, zum Beispiel, wenn Plastik warm wird und sich dadurch Phthalate in den Lebensmitteln absetzen, klammert Frau Krayer völlig aus. Plastik trage nur mit knapp vier Prozent zum Abfallberg bei, lautet ein weiteres Argument. Dieses bringen die Hersteller der anderen 96 Prozent Abfall­ materialien auch, weil sich der Abfallberg aus sehr vielen Stoffen und entsprechend klei­ nen Anteilen zusammensetzt. Ich bin der Meinung, dass Ver­ packung etwas kosten muss und jene belohnt werden sollten, die Verpackungen sparen. Thomas Rhyner, 9242 Oberuzwil Auf Seite 34 erklären Sie uns, dass Plastik eine ökologisch sinnvolle Verpackung sei. Im gleichen Heft auf Seite 5 steht, dass in den Weltmeeren sechs­ mal mehr Plastik schwimmt als Plankton. Ich gehe mal davon aus, dass der grösste

Teil des Plastiks, der in den Meeren schwimmt ursprünglich als Verpackungsmaterial ein­ gesetzt wurde. Lucia Weber, via E-Mail MM27: Interview mit Eugen Drewermann «Zwischen

Denken und Glauben herrscht eine riesige Kluft»

«Der Mensch ist ein religiöses Wesen» Der Artikel über das Denken von Eugen Drewermann ist nach meiner Ansicht ein Voll­ treffer. Dass solche Gedanken bei Ihnen veröffentlicht werden, beeindruckt sehr. Forscher fanden heraus, dass bei allen Menschengruppen auf der gan­ zen Welt religiöses Denken und Handeln zu erkennen ist. Wissenschaftlich wurde damit erkannt und bewiesen, dass der Mensch ein religiöses Wesen ist. Er braucht das Religiöse. Es ist ein Teil seines Selbst, auch ohne Kirchenzugehörigkeit. Es sind, wie Eugen Drewermann sagt, nicht die Konfessionen, die

Sorgen breiten. Es sind die Auslegungen durch ihre Mächtigen, die, um ihre Macht zu erhalten, im Namen Gottes verurteilen und morden. Die katholische Kirche war lange Zeit grausam zu den selbständig Neu­Denkenden. Erst nachdem der Kirche die Macht zur weltlichen Verur­ teilung entzogen worden ist, sind die Inquisitionen ver­ schwunden. Paul Schärer-Laupper, 4142 Münchenstein MM29: Interview mit Peter Grünenfelder «Die Schweiz

verdient ihr Geld mit dem Ausland»

«Wer zahlt, befiehlt» Der neue Direktor des ThinkTanks Avenir Suisse, Peter Grünenfelder, sieht kein Prob­ lem darin, dass 100 000 best­ verdienende Schweizer fast die Hälfte der 6,6 Milliarden Bundessteuern bezahlen. Wun­ derbar, denkt vielleicht nicht nur der Direktor der Denkfabrik Schweiz. Welches Land kann sich schon solch potenter

Bild: Christian Kerber

Toller Beitrag! Auch ich habe mein Gewicht halbiert (von 152 auf 77 kg). Das Gefühl danach ist hervorragend. Tobias Waltert, via www.migrosmagazin.ch


Steuerzahler erfreuen. Das ist die eine Seite der schönen Medaille. Auf der andern steht: Wer zahlt, befiehlt. So muss man sich nicht wundern, dass höhere Steuern für Reiche und eine gerechtere Verteilung des Reichtums in der Schweiz keine Chance haben. Otto Schmid-Gründler, 6023 Rothenburg Im Migros-Magazin Nr. 29 fiel meine Aufmerksamkeit auf das Interview mit Peter Grünenfelder von Avenir Suisse. Grünenfelder macht das ausgezeichnet. Jedenfalls aus der Sicht seiner Brötchengeber, den neuliberalen Wirtschafts- und Politeliten. Und hier setzt meine Kritik ein. Das Migros-Magazin bringt diesen Artikel, ohne gleichzeitig andere Ansichten zum Thema abzudrucken. Walter Schärlig, 7018 Flims Waldhaus Die Aussagen von Peter Grünenfelder zu Bundessteuer und Wohlstandsverteilung sind mehr als nur tendenziös. Klar zahlen die Reichen sehr viel an die Bundessteuer, aber diese Steuer ist eben genau so konstruiert, dass den immer mehr gegen eine Flaterate tendierenden Kantons- und Gemeindesteuern etwas entgegengewirkt wird. Wenn man die totale Steuerbelastung nimmt, sieht die Sache schon ganz anders aus, und der Trend geht in die falsche Richtung. Zudem verschweigt Herr Grünenfelder, dass bei Vermögen und Einkommen die Schweiz weltweit einen Spitzenplatz einnimmt, insbesonders beim Vermögen. Urs Dupont, via www.migrosmagazin.ch Herr Grünenfelder, zum Glück gibts Internet! Kurz gegoogelt und das hier gefunden: Die Lohnschere in Schweizer Konzernen hat sich 2013 weiter geöffnet. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Gewerkschaftsdachverbands Travail.Suisse. Besonders gross ist der Unter-

schied zwischen dem tiefsten und dem höchsten Lohn bei Nestlé, UBS, Roche, Novartis und Lindt & Sprüngli. Willi Fetzer, via www.migrosmagazin.ch MM29: Mamma mia In Fort Knox

«Den Leuten alles hinterherräumen» Genau gleich sind die Personen, die den Abfall einfach aus dem Auto werfen oder auf den Boden schmeissen. Die Mitarbeiter der Stadt oder der Gemeinde werden ja dafür bezahlt den Müll der anderen zu beseitigen! Mein Mann, der an vielen Wochenenden pro Jahr den Abfall der Anwohner beseitigen muss, und zwar Samstagvormittag-, Samstagnachmittag sowie Sonntagvormittag, sprich dreimal an den genau gleichen Orten. Statt diese Zeit mit der Familie zu verbringen, muss man den Leuten alles hinterherräumen. Stefanie Schafer, via www.migrosmagazin.ch MM27: Medizin Klagemauer für Patienten (Brief in Nr. 28)

«Nie so hohe Vorschüsse» Offenbar hat sich eine Leserbriefschreiberin vor einigen Jahren an eine Organisation gewandt, die vor der medizinischen Fehlerrecherche einen Vorschuss von 20 000 Franken verlangte. Die Stiftung SPO Patientenschutz legt Wert auf die Feststellung, dass sie für Abklärungen nie so hohe Vorschüsse verlangt. Offensichtlich wurden wir mit einer anderen Organisation verwechselt. Falls ratsuchende Patienten keine Rechtsschutzversicherung haben, verlangen wir vor einer vertieften medizinischen Abklärung in der Regel einen Vorschuss in der Höhe von 300 Franken. Barbara Züst, Co-Geschäftsführerin SPO, Zürich

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MENSCHEN | MM30, 25.7.2016 | 31


32 | MM30, 25.7.2016 | MENSCHEN

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aus dem Jahr 1893 bis zur Mittelstation Kälti. Weiter gehts mit Wind im Haar: Geniessen Sie die Frischluftfahrt mit der Weltneuheit CabriO auf den 1900 Meter hohen Gipfel. 100 Kilometer Alpenkette und 10 Seen liegen Ihnen zu Füssen. Der Ranger zeigt Ihnen, wo die schönsten Blumen blühen, und macht gluschtig auf einen Halt im Drehrestaurant Rondorama. Willkommen auf 1900 Meter über dem Alltag! Seien Sie einer der glücklichen Gewinner von 10 x 2 Bergund Talfahrten im Wert von je 74 Franken. Infos: www.cabrio.ch

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Illustration: Rahel Nicole Eisenring; Bilder: SBB, Stanserhorn-Bahn

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MENSCHEN | MM30, 25.7.2016 | 33

Wettbewerb

So machen Sie mit

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Jede Woche wird eine andere Landkarte mit regionalen Ausflugs­ zielen und Merkmalen abgebildet. Finden Sie die Namen dieser Ziele heraus und füllen Sie diese in die dafür vorgesehenen Kästchen. Sind alle Sehenswürdigkeiten zugeordnet, kann das Lösungswort, das sich aus den farbig hinterlegten Kästchen ergibt, ermittelt werden. Übermitteln Sie uns dieses Lösungswort, um an der wöchentlichen Ver­ losung von Ausflugs­ tickets teilzunehmen. Um an der Verlosung des Hauptpreises teilzunehmen, ist Fleiss gefragt: Aus den insgesamt vier Lösungswörtern ergibt sich am Ende ein Lösungssatz. Senden Sie uns diesen ein – und mit etwas Glück gewinnen Sie eines von fünf 2.­Klasse­GAs. Kostenlose Teilnahme Per Internet:

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T

1 2 3 4

Was liegt wo?

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Name der Orte und Ausflugsziele herausfinden, in die Kästchen einfüllen und an der Wochenverlosung teilnehmen. Nach vier Wochen entsteht daraus ein Lösungssatz, mit dem man die Chance auf den Hauptpreis hat.

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Rätsel

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Lösungswort: 1

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die Teilnahmemöglichkeiten ab 2. August 2016 publiziert. Kein Glück gehabt, aber trotzdem Lust auf Bergluft? Vergünstigte Tickets für die CabriO-Fahrt aufs Stanserhorn und andere Bergbahnen gibt es bei Cumulus-Extra. Weitere Informationen: www.migros.ch/cumulus-extra


34 | MM30, 25.7.2016 | MENSCHEN

Eszter Hargittai

«Es besteht das Risiko, dass das Internet die Ungleichheit verstärkt» Die ungarisch-amerikanische Soziologin Eszter Hargittai beginnt im August als neue Medienprofessorin an der Uni Zürich. Ein Gespräch über allwissende Algorithmen, Narzissmus in sozialen Medien, Hasskommentare und den Universitätsbetrieb, der es Frauen noch immer schwermacht. Text: Ralf Kaminski Bilder: Peter Hoffman/Novus Select


MENSCHEN | MM30, 25.7.2016 | 35

Eszter Hargittai untersucht den Zusammenhang zwischen Internetnutzung und sozialer Ungleichheit.


36 | MM30, 25.7.2016 | MENSCHEN

Eszter Hargittai, weshalb haben Sie sich für die Medienprofessur in Zürich beworben? Das Publizistikinstitut ist sehr gut aufgestellt, es beschäftigt sich mit ganz verschiedenen Aspekten von Medien und Kommunikation. Mir schien, dass ich da mit meinem Hinter­ grund gut hineinpasse. Hinzu kommt auch Persönliches: Die meisten meiner Verwand­ ten leben in Europa, es ist schön, wieder nä­ her bei ihnen zu sein. Ausserdem habe ich ein Jahr lang in Genf studiert und später einige Monate in Zürich und St. Gallen verbracht – in dieser Zeit habe ich mich in die Schweiz verliebt. Also dachte ich: Das muss ich ver­ suchen. Es ist schön, dass es geklappt hat. Was mögen Sie denn an der Schweiz? Die schönen Landschaften, weil ich gern wandere. Ich mag die Zuverlässigkeit der Menschen. Und ich bin fasziniert von der Vielsprachigkeit. Weil Ungarn eine spezielle Sprache hat, lernt man schon früh mehrere Fremdsprachen, meine erste war Deutsch. Und wie gut können Sie die noch? (lacht) Ich trainiere mit Sprach­Apps und höre zur Vorbereitung fleissig schweizerisches Radio. Hochdeutsch geht ziemlich gut, aber Schweizerdeutsch wird noch etwas dauern. Die Besetzung Ihrer Stelle hat eine Vor­ geschichte: Eine erste Auswahlrunde wurde von der Uni abgebrochen, nachdem kriti­ siert worden war, dass nur noch Ausländer im Rennen waren. Ich bekam das etwa eine Woche vor dem Be­ werbungsgespräch mit. Ich dachte mir, wenn sie mich nach all dem immer noch einladen, müssen sie wirklich interessiert sein. Das ein­ zige Ungewöhnliche am Bewerbungsprozess war die Dauer: Es lag etwa ein Jahr zwischen Bewerbung und Zusage. Die Reaktionen nach meiner Ernennung waren sehr positiv, ich fühle mich willkommen.

Zur Person

Medienwissenschaftlerin und Soziologin Eszter Hargittai (42) tritt am 1. August

ihre Stelle als Professorin am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung an der Universität Zürich an. Hargittai kommt von der Northwestern University in Evanston (Illinois/USA). Ihre Forschungsschwerpunkte sind Mediennutzung und -wirkung sowie soziologisch orientierte Ungleichheitsforschung. Die gebürtige Ungarin hat rund 25 Jahre in den USA gelebt und verfügt seit 2011 auch über den US-Pass. Ihr Partner ist Amerikaner und wird ab August ebenfalls regelmässig in Zürich sein. www.eszter.com

Welches sind die wichtigsten Erkenntnisse Ihrer Forschung? Ich habe mich insbesondere mit dem Zusam­ menhang zwischen sozialer Ungleichheit und Internetnutzung beschäftigt. In den 1990er­ Jahren gab es die Vorstellung, dass das Inter­ net für mehr Gleichheit sorgen würde, weil es allen gleichermassen offensteht. Das ist jedoch nicht der Fall: Es hat sich herausge­ stellt, dass Menschen aus höheren Schich­ ten das Internet kompetenter nutzen und dies auch häufiger tun, um sich zu infor­ mieren oder Joboptionen zu sondieren. Menschen aus tieferen sozialen Schichten sind weniger vielseitig aktiv und stärker auf Unterhaltung fokussiert, sie profitieren weniger von der Internetnutzung. «Erstmals ist es möglich, schlimme Dinge zu sagen, ohne dafür geradestehen zu müssen.»

Ein Kritikpunkt war, dass ausländische Bewerber die Schweizer Medienlandschaft nicht gut genug kennen. Wissen Sie, wie die grösste Boulevardzeitung heisst? «Blick». Genau. Und die renommierteste Tages­ zeitung, die man auch im Ausland kennt? Die «Neue Zürcher Zeitung»? Richtig. Kennen Sie den Namen des Wochenmagazins, das gleichzeitig Sprach­ rohr der grössten Schweizer Partei ist? Nein, den kenne ich nicht. Die «Weltwoche». Ihr Chefredaktor wurde kürzlich für diese Partei ins Par­ lament gewählt. Was halten Sie davon? Das scheint mir etwas heikel zu sein. Eine der Aufgaben der Presse ist es, über Politik zu berichten. Wenn ein Produkt derart stark mit einer Partei verbunden ist, kann das Proble­ me geben. Wie schwierig war es für Sie als Frau, sich im Unibetrieb hochzuarbeiten? Es ist für alle schwierig, eine Professur zu bekommen. Und es gibt auch noch immer geschlechterdiskriminierendes Verhalten. Ich hatte allerdings Glück, ich fühlte mich von meinem Umfeld immer unterstützt. Aber ich erinnere mich an ein Podium, an dem ich als einzige Frau und einzige Profes­ sorin mit zwei männlichen Doktoranden sass: Der Moderator sprach mich mit «Miss Eszter» an und die beiden Männer mit «Professor». Solche Dinge passieren noch immer. Wir wissen aus der Forschung, dass ein strenges Verhalten eines Professors in positivem Sinn respektiert wird, während eine Professorin unter genau gleichen Um­ ständen schnell einmal als schwierig gilt.

Das Internet ist also nicht der grosse Angleicher? Es hätte das Potenzial dafür, aber derzeit ist es das nicht. Es reicht nicht, möglichst vielen Leuten High­Speed­Internet zur Verfügung zu stellen. Ausserdem habe ich mich mit Wikipedia beschäftigt. Das Onlinelexikon ist sehr beliebt, wird aber vor allem von Männern geschrieben. Das ist deshalb relevant, weil es den Themenfokus ebenso beeinflusst wie die Art, über Themen zu schreiben. In Zürich will ich diese Forschung vertiefen und herauszu­ finden versuchen, warum es diesen Geschlech­ terunterschied gibt und was es braucht, damit sich mehr Frauen fürs Internet interessieren. Onlinemedien wissen mehr über ihre Le­ serschaft als Zeitungen früher. Man kennt unsere Präferenzen so genau, dass man uns personalisierte Inhalte und Werbeangebote vorsetzen kann. Ist das problematisch? Das ist dann ein Problem, wenn die Leute sich nicht bewusst sind, was da alles passiert. Denn es geht ja noch weiter: Im Hintergrund sind Algorithmen aktiv, die aufgrund der Medien­ nutzung herausfiltern, was uns interessiert und was nicht, und uns entsprechend nur noch sehr selektiv mit Informationen bedie­ nen. So sieht man die Welt vielleicht plötzlich nur noch aus einer bestimmten Perspektive und realisiert gar nicht, wie reduziert und eingeschränkt die eigentlich ist. Gibt es Wege, das zu umgehen? Man kann zumindest ein bisschen Gegen­ steuer geben: Der Webbrowser Brave und das Suchportal duckduckgo.com etwa blockieren Tracking­Versuche sowie Cookies und schüt­ zen so die Onlineprivatsphäre besser. Und wer sich auskennt, kann mithilfe der Settings von Sites wie etwa Facebook seine Privat­ sphäre besser schützen. Auch hier gilt: Wer in privilegierten Umständen lebt, wird das eher tun, weil er sich dessen eher bewusst ist und besser mit diesen Tools umgehen kann. Wir haben auch herausgefunden, dass es vielen schlicht egal ist, weil sie glauben,


MENSCHEN | MM30, 25.7.2016 | 37

dass sie daran ohnehin nichts ändern können. Aber das stimmt nicht: Man kann Regierungen und Unternehmen dazu bringen, Regeln zu verändern. Welches sind die wichtigsten Veränderungen, die das Internet gebracht hat? Zuerst das Positive: Es hat die Barriere fürs Publizieren enorm gesenkt. Jede und jeder kann heute Inhalte veröffentlichen. Allerdings gibt es heute so viel davon, dass es für den Einzelnen schwierig bleibt, wahrgenommen zu werden. Und auch hier haben Privilegierte bessere Chancen. Es besteht also sogar ein gewisses Risiko, dass das Internet die Ungleichheit verstärkt. Ausserdem verbreiten sich Falschinformationen, Wut und Hass sehr viel schneller als früher. Wie verändern soziale Medien unsere Welt? Auch sie offenbaren viel über uns, das bisher eher verdeckt war. Man sieht, wie gut und mit wem jemand vernetzt ist. Und natürlich erleichtern es diese Tools, mit Leuten in

Kontakt zu bleiben, die man sonst längst aus den Augen verloren hätte.

Narzissten gibt als früher, aber sie können sich besser ausleben. Nicht nur zu ihrem Vorteil.

Und manchmal entwickelt ein Tweet eines Nobody eine so starke Wirkung, dass er sich in den Newsmedien wiederfindet. Schon, aber es scheint mir wichtig, diesen Effekt nicht überzubewerten. Auf jedes Youtube-Video, das viral wird, gibt es Millionen, die kaum jemand sieht.

Gilt das Gleiche für die vielen Menschen, die Wut und Hass verbreiten – die waren schon immer da, sind nun aber besser sichtbar? Tendenziell schon. Wir wissen aus der Geschichte, dass Wut, Hass und Angst immer präsent waren. Entscheidend für die grosse Verbreitung heute ist die Anonymität. Erstmals ist es möglich, schlimme Dinge zu sagen, ohne dafür geradestehen zu müssen. Das macht es natürlich einfacher, sie zum Ausdruck zu bringen – weil man keine Konsequenzen befürchten muss. Aber Technologie allein führt nicht automatisch zu gesellschaftlichen Konsequenzen. Es hängt sehr stark von den Entscheidungen und Regeln ab, die Nutzer und Regierungen treffen, ob sich positive oder negative Effekte ergeben. Autokratische Regimes etwa können die Nutzung von sozialen Medien blockieren oder ihrerseits über diese Kanäle ihre Bevölkerung ausspionieren und kontrollieren. MM

Social Media sind eine tolle Plattform für Narzissten. Junge Leute wachsen mit dieser Art von konstanter Selbstdarstellung auf. Was bedeutet das für die Gesellschaft? Es ist ein laufendes Experiment. Wir wissen noch nicht, wie die jüngere Generation später sein wird. Vielleicht bereuen einige später auf der Jobsuche ein paar Dinge, die sie in den sozialen Medien hinterlassen haben. Junge haben zu allen Zeiten Fehler gemacht und daraus gelernt, aber die Fehler wurden nicht in dem Mass für die Nachwelt festgehalten. Ich glaube allerdings nicht, dass es heute mehr

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Migros-Welt MM30

Zitat der Woche

«Die Schweiz ist das Epizentrum der Nachfrage nach lokalen und biologischen Nahrungsmitteln.» Die englische Markforscherin Joanne Denney-Finch, Referentin an der bevorstehenden Handelstagung des Gottlieb-Duttweiler-Instituts im Magazin «Persönlich» vom 19.7.16.

1.-August-Brunch

Frisches Brot, selbst gemachte Konfitüre, Speck, Käse und Spiegel­ eier – solch währschafte Kost kommt beim 1.­August­Brunch auf den Tisch. Das Frühstück auf dem Land genossen letztes Jahr 150 000 Menschen. Dies­ mal laden 350 Bauernfamilien in der ganzen Schweiz auf ihren Hof ein, und wieder werden viele Gäste erwartet. Der Schweizer Bauernverband organisiert den Brunch, und die Migros unter­ stützt ihn als Hauptsponsorin. Noch gibt es auf einzelnen Höfen freie Plätze.

Auf 350 Bauernhöfen gibts dieses Jahr einen 1.-August-Brunch.

Alle Infos auf www.brunch.ch

Bilder: Stephen Bond, Walter Bieri/Keystone

Aubergine

Kalorienarmer Farbklecks auf dem Grill Die Aubergine «Graffiti» unterscheidet sich durch ihre Farbe optisch deutlich von ihrer

bekannten Schwester. Aber auch bei der Zubereitung gibt es einen wesentlichen Unterschied: Während die traditionelle Aubergine beim Marinieren mit Öl, Salz und Pfeffer rasch schwammig wird, saugt die «Graffiti» viel weniger Öl auf und behält eine angenehme

Konsistenz. Die gestreifte Auberginensorte eignet sich hervorragend für Eintopfgerichte oder zum Backen und Grillieren. Graffiti-Auberginen mit dem Label «Aus der Region. Für die Region.» sind jetzt in den Supermärkten der Migros Aare erhältlich. Mehr von der Migros Aare ab Seite 75


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MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 41

Kurt W. Zimmermann

«Als Abendzeitung anderen voraus» Kurt W. Zimmermann schreibt Kolumnen für die «Weltwoche» und die «Bilanz». Der Unter­ nehmensberater begann seine Laufbahn 1975 bei der «Tat». Fast ein halbes Jahrhundert lang ist «Die Tat» erschienen. Wie schätzen Sie heute die Bedeutung dieser Zeitung ein?

Der Migros-Gründer war auch ein Zeitungsmacher: Gottlieb Duttweiler mit der «Tat» im Jahr 1950. «Die Tat» online Jetzt gibt es ein Wiedersehen mit einer berühmten Migros­Zeitung:

Die Schweizerische Nationalbibliothek hat «Die Tat» komplett digitalisiert und online verfügbar gemacht. Gottlieb Duttweiler gründete sie 1935 als Sprachrohr sei­ ner Partei «Landesring der Unabhängigen». Dutti wollte eine Zeitung «ohne Polemik», die sachlich berichtete und auch die Gegner des Landesrings kurz zu Wort kommen liess. 1939 wandelte sich «Die Tat» zur Abendzeitung. Sie war parteipolitisch weiterhin gebunden, machte sich in der Nachkriegszeit aber auch über die Schweizer Grenze hinaus einen Namen mit ihrem Kulturteil. Von 1977 bis 1978 erschien die Zeitung als wirtschaftskritisches Boulevardblatt. Die junge Redaktion unter Leitung von Roger Schawinski überwarf sich bald mit der Herausgeberin Migros, was schliesslich zur Einstellung der «Tat» führte. Wer sich heute online durch die vielen Seiten klickt, erlebt eine spannende Reise durch die Schweizer Geschichte: www.dietatarchive.ch

Sie war in der Nachkriegszeit eine der wichtigsten Schweizer Pressestimmen. Berühmte Autoren wie Alfred A. Häsler oder Hugo Loetscher schrieben für «Die Tat». Ihre literarische Wochenendbeilage spielte neben dem Feuilleton der «Neuen Zürcher Zeitung» eine Hauptrolle im Schweizer Kulturjournalismus. Wie wichtig war diese MigrosZeitung als Medium für News?

Während Jahren erschien «Die Tat» als eine von ganz weni­ gen Zeitungen am Abend. Das verschaffte ihr bisweilen einen Vorsprung. So war das zum Beispiel, als es 1976 mit der Spionageaffäre um den Briga­ dier Jean­Louis Jeanmaire los­ ging. Weil «Die Tat» vor anderen Blättern darüber berichtete, stürzten sich alle darauf.

Bilder: Fotoarchiv MGB (4), Keystone/Dominic Steinmann

Warum erscheint «Die Tat» heute nicht mehr?

Auflage

«Die Tat» in Zahlen Vom 12. November 1935 bis am 29. September 1939 erschien «Die Tat» als Wochenzeitung (Bild links). Sie hatte eine Auflage von über 40 000 Exemplaren.

Am längsten war die Publikation eine Abendzeitung (Mitte): nämlich vom 2. Oktober 1939 bis am 1. April 1977. Die Auflage be­ wegte sich zwischen 40 000 und

25 000. Die kurze Phase als vier­ farbige Boulevardzeitung (rechts) dauerte nur vom 4. April 1977 bis am 25. September 1978. Die Auf­ lage erreichte 70 000 Exemplare.

Langfristig wurde es zum Prob­ lem, dass sie mit der Migros und der Partei Landesring der Unabhängigen verbunden war. Aus politischen Gründen mach­ ten manche Lesergruppen und auch Inserenten einen Bogen um die Zeitung. Hinzu kamen ganz banale Probleme: «Die Tat» wurde über Zeitungsboxen verkauft; doch viele Leser be­ dienten sich, ohne zu bezahlen. Heute wäre sie vielleicht eine Gratispendlerzeitung, aber damals gab es dieses Konzept noch nicht. MM


42 | MM30, 25.7.2016 | MIGROS-WELT

1 Optigal

Pouletflügel, Paprika, Schweiz, per kg Fr. 14.50

2 Fahnenkette CH rot, 5 m Fr. 4.90

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2

1

Zu den knusprig gebratenen Pouletflügeli sind Pommes chips sehr beliebt.

1. August

Auch das Feuerwerk gibt es in der Migros Feuerwerksartikel sind in ausgewählten Migros-Filialen erhältlich, solange der Vorrat reicht.

Eidgenössischer Grillabend

Am 1. August wird aufgetischt. Saftige Steaks, knusprige Pouletflügeli und verschiedene Würste vom Rost sorgen für das leibliche Wohl, die Dekoration in den Landesfarben und das traditionelle Feuerwerk für den stimmungsvollen Rahmen. Alles für die grosse Party findet man in der Migros. Text: Heidi Bacchilega

Bilder: Daniel Aeschlimann

Styling: Miriam Vieli-Goll


MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 43

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3

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5

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Die Fahnenketten lassen sich kinderleicht aufhängen und geben Hecken, Bäumen und Sträuchern eine spezielle festliche 1.-August-Note.

6

6 Grill Mi

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9 Party Pizza Crackers, gesalzen, 150 g

8

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vom 26. 7. bis 1. 8.

10 Tischbombe Maxi 1.-August-Wettbewerb

Swiss Party Heidi

10

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Migros-Taler finden und Goldvreneli gewinnen

In den 1.-August-Weggen (400 g) sind dieses Jahr weisse Migros-Taler versteckt. Wer einen findet, wird mit einem 20er-Goldvreneli im Wert von ca. Fr. 226.– (Stichtag 14. 6. 2016) belohnt. Es gibt Goldvrenelis im Gesamtwert von über Fr. 100 000.– zu gewinnen. Gratisteilnahme auf www.migros.ch/august

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11

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MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 45

Saisonküche

Feine Team-Playerin Wer Zucchetti im Garten hat, kann ein Lied davon singen: Setzt die Ernte erst einmal ein, kann man sich vor lauter Zucchetti nicht retten. Wir haben Rezepte für die Ernteschwemme und zeigen, wie die kleinen Kürbisse gut mit anderen Zutaten harmonieren.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Claudia Schmidt Bilder & Styling: Daniel Aeschlimann Rezepte: Margaretha Junker

Das vielseitige Sommergemüse für jede Gelegenheit

Jetzt neu am Kiosk Die Saisonküche gibt es auch im Abonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch/abo

Wenn milde Zucchetti mit von der Partie sind, darf gern grosszügig und scharf gewürzt werden.


46 | MM30, 25.7.2016 | MIGROS-WELT

Schneller Apéro

Rassiges Hauptgericht

Feines Dessert

Überbackene Käse-Zucchetti

Zucchettisalat mit scharfen Pouletstreifen

ZucchettiBlechkuchen

Apéro für 4–6 Personen 3 Zucchetti à ca. 150 g

Hauptgericht für 4 Personen 3 EL Joghurt nature 2 TL Currypaste, z. B. Tandoori 4 Pouletbrüstchen 1 EL Sesamsamen 1 Zitrone 2 EL Rapsöl 1 EL Nuss- oder Sesamöl 600 g grüne und gelbe Zucchetti 3 EL Öl zum Braten

Ergibt ca. 12 Stück Für 1 Kuchenblech à 24 × 32 cm

Salz Olivenöl Ajvar-Gemüsezubereitung, mild oder scharf 100 g Feta 2 EL geriebener Parmesan 2 Zweige Thymian 3 EL 5 EL

Zubereitung

1. Zucchetti in Scheiben à 2 cm schneiden. Mit Salz würzen. In einer Bratpfanne im Öl beidseitig 1–2 Minuten braten. Scheiben in einem Blech oder einer ofenfesten Form auslegen. 2. Backofen auf 200 °C vorheizen. Auf jede Zucchettischeibe etwas Ajvar geben. Feta zerbröseln. Mit Parmesan mischen. Thymianblättchen dazuzupfen. Alles über die Zucchetti streuen. In der Ofenmitte 8–10 Minuten überbacken. TIPP Ajvar durch rassig gewürzten

Tomatensugo ersetzen.

Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + 8–10 Minuten überbacken

Pro Person bei 4 Personen ca. 9 g Eiweiss, 17 g Fett, 3 g Kohlenhydrate, 800 kJ/200 kcal

Zubereitung

1. Joghurt mit Currypaste verrühren. Pouletbrüstchen dick mit Marinade be­ streichen und im Kühlschrank zugedeckt mindestens 1 Stunde ziehen lassen. 2. Inzwischen Sesam in einer Pfanne ohne Öl hellbraun rösten. Beiseitestellen. Zitrone auspressen. Zitronensaft mit Raps­ und Nussöl verrühren. Sauce mit Salz und wenig Currypaste abschmecken. Zucchetti in feine Scheiben hobeln. Mit der Sauce mischen. Salat ca. 15 Minuten ziehen lassen. 3. Eine beschichtete Bratpfanne mit Öl erhitzen. Poulets aus der Marinade heben, Marinade etwas abstreifen. Fleisch rundum kräftig anbraten. Dann bei kleiner Hitze 8–10 Minuten durchbraten. Dabei mit abgestreifter Marinade bestreichen und öfters wenden, damit die Marinade nicht verbrennt. Fleisch quer zur Faser in feine Scheiben schneiden. Auf dem Salat anrichten. Mit Sesam bestreuen. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + mind. 1 Stunden ziehen lassen

Pro Person ca. 35 g Eiweiss, 20 g Fett, 5 g Kohlenhydrate, 1450 kJ/350 kcal

50 g 50 g 250 g 120 g 1 Briefchen 1 Prise 120 g 3 250 g 1 gestrichener TL 4 EL 2 EL

Butter und Mehl für die Form Pinienkerne Kochschokolade Zucchetti Butter, weich Vanillezucker Salz Zucker Eier Weissmehl Backpulver Puderzucker Zitronensaft

Zubereitung

1. Form mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Pinienkerne in einer Bratpfanne leicht rösten. Schokolade grob hacken. Zucchetti an der Röstiraffel reiben. 2. Butter mit Vanillezucker, Salz und Zucker schaumig schlagen. Mehl mit Backpulver mischen und unter die Buttermischung rühren. Eier nach und nach in den Teig ein­ arbeiten. Zucchetti, Schokolade und Pinien­ kerne daruntermischen. Ofen auf 180 °C vorheizen. Teig in die Form geben, glatt streichen. In der Ofenmitte 30–35 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen. 3. Für die Glasur Puderzucker und Zitronen­ saft zu einer Paste rühren. Kuchen damit garnieren. In grosse Stücke schneiden. Zubereitungszeit

Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + 30–35 Minuten backen Pro Stück ca. 6 g Eiweiss, 13 g Fett, 32 g Kohlenhydrate, 1150 kJ/270 kcal


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Lachsfilet Zitrone/Koriander in Alu Schale, Norwegen/Zucht, 420 g, 13.– statt 15.60 15%

Brot und Milchprodukte

Gomz-Gummibärli oder -Saure Zungen, Rocky Mountain Marshmallows sowie Red Band Schnüre in Mehrfachpackungen, z.B. Rocky Mountain Marshmallows im DuoPack, 2 x 300 g, 7.80 statt 9.80 20%

Blumen und Pflanzen

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Alle alkoholfreien Biere, z.B. Feldschlösschen, 10 x 33 cl, 8.70 statt 10.90 20% Frey Suprême Tafelschokoladen im Duo-Pack, UTZ, z.B. Noir Noisettes, 2 x 180 g, 6.55 statt 8.20 20% Gesamtes Pic oder Party Apérogebäck-Sortiment, ab 2 Packungen, jede –.30 günstiger, z.B. Party Brezel gesalzen, 230 g, 1.20 statt 1.50

Near-/Non-Food

Weitere Lebensmittel

Migros-Bio Gurken, Schweiz, pro Stück, 2.80

Fisch, Fleisch und Geflügel

Anna’s Best Asia Snacks im DuoPack, z.B. Dim Sum, 2 x 200 g, 8.80 statt 11.– 20% Alle Anna’s Best- oder Migros-BioAntipasti, z.B. Anna’s Best Oliven mit Weichkäse, 150 g, 3.40 statt 4.30 20%

Schweinsfiletspiess mit Speck, Schweizer Fleisch, per 100 g, 4.– statt 5.80 30% Rapelli 1.-August-Pastete, Schweiz, 500 g, 9.90 statt 17.– 40% M-Classic Lamm Cevapcici, Neuseeland/Australien/Irland/Schweiz, per 100 g, 1.20 statt 2.– 40% Schwinger Spiess, Schweizer Fleisch, per 100 g, 1.95 statt 2.90 30% Grillplatte Gourmetto, Schweizer Fleisch, per 100 g, 1.85 statt 2.35 20% Rinds Asado Gaucho Ribs, Schweizer Fleisch, per 100 g, 1.50 statt 1.90 20% Beef Chips mit Nature Blévita, Schweiz, 62 g, 3.65 statt 4.60 20%

Tête de Moine Rosetten, 120 g, 4.60 statt 5.80 20% Hazal Joghurt-Drink Nature, 1 Liter, 2.30 statt 2.90 20% Hazal Joghurt Nature, 1 kg, 3.70 statt 4.65 20% Alle Petit Suisse (ohne Lilibiggs und M-Budget Petit Suisse), 6 x 50 g, z.B. Aprikose-Apfel-Himbeer, 1.95 statt 2.45 20% Mozzarella aus Bergmilch im DuoPack, «Aus der Region.», 2 x 125 g, 3.20 statt 3.80 15% Käse in Bedienung: Migros-Bio Engadiner Bergrahmkäse, per 100 g, 2.25 statt 2.65 15%

Alle Finizza- oder M-Classic-Pizzen, tiefgekühlt, z.B. Finizza Trattoria Tonno, 355 g, 3.25 statt 4.10 20%

Luminarc Trinkgläser Florida, 30 cl, erhältlich in Violett, Blau oder Grün, z.B. violett, pro Stück, 2.50 Hit **

Alle Twin Kapseln, z.B. Lungo, 16 Kapseln, 3.45 statt 5.80 40%

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Frey Tafelschokoladen 100 g im 12er-Pack, UTZ, Milch Extra oder Milch-Nuss, z.B. Milch-Nuss, 12 x 100 g, 13.30 statt 22.20 40% BBQ Sauce im Sommer-Design, 250 ml, 1.70 statt 2.45 30%

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MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 59

Wissenswertes Hintergrund

Rund um Zucchetti Saison

Zucchetti sind ein Sommergemüse, doch geerntet wird bis Mitte Oktober.

Mehr Rezepte auf www.saison.ch

Schlanke Kürbisse Zucchetti sind Multitalente in der Küche: Braten, grillieren, dünsten, schmoren, backen, oder roh raffeln – die sommerlichen Kürbisse sind vielseitig verwendbar. Sogar im Kuchen machen sie eine gute Figur.

Grösse

Wie die Gurken gehören Zucchetti botanisch zur grossen Familie der Kürbis­ gewächse. Eine Zucchetti ist streng genommen eine Beere.

Zucchetti können ihrer Herkunft als Kürbis­ gewächs alle Ehre machen und beachtliche Grössen erreichen. Allerdings wird die Schale dicker, und die Kerne werden grösser. Zwar kann man die Zucchetti dann immer noch verspeisen. Punkto Aroma gilt aber: je klei­ ner, desto aromatischer. Lagern

Zucchetti sollten fest und ohne Dellen sein, nur das garantiert optimale Frische. Die gurkenähnlichen Kürbisse können dann im Gemüsefach des Kühlschranks problem­ los bis zehn Tage nach dem Kauf gelagert werden. Kleine Zucchetti lassen sich mit einem Spar­ schäler in hauchdünne Streifen schneiden – perfekt, um mit einer Vinaigrette zum Salat vermischt zu werden. Statt Pasta

Wem die Kohlenhydrate normaler Pasta zu schwer im Magen liegen, kann mit einem Spiral­ schneider auch feine «Spaghetti» aus Zucchetti schneiden. Diese Gemüsespaghetti passen zu vielen Pastasaucen.

Kräftige Begleiter brauchen die Zucchetti, denn mit ihrem milden Aroma können sie von ihnen profitieren: Olivenöl und Butter, Joghurt, Eier, Knob­ lauch, Kapern, Pinienkerne, Zitrone und Kräuter wie Basilikum, Minze, Petersilie, Dill, Oregano oder Koriander harmonieren besonders gut.

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Bild: StockFood

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60 | MM30, 25.7.2016 | MIGROS-WELT

Grillieren

Schweizer Grill-Klassiker Wenn am Nationalfeiertag im ganzen Land die Grillkohle glüht, brutzeln Rindshohrückensteaks, Schweinsnierstücke und Pouletschenkel wieder um die Wette. Die Migros bietet eine grosse Auswahl an Grillspezialitäten Schweizer Herkunft an. Auf Anfrage helfen die Metzger an der Theke bei der Auswahl regionaler Produkte und marinieren sie auf Wunsch. Für den Grillplausch ist nicht mehr viel Vor-

bereitung nötig. Statt Nüssli und Chips überbrücken Pasteten als Häppchen die Wartezeit, bis die feinen Fleischstücke gar sind. Mit einem Salat und Brot als Beilage sind die Gäste ohne viel Aufwand gut bedient. Übrigens: Auf einfache Weise können Sie Ihre Auswahl an Grillgut bequem von zu Hause aus bestellen. Mehr Informationen dazu finden Sie auf Seite 63.

TerraSuisse Rindshohrückensteak, per 100 g aktueller Tagespreis In grösseren Filialen

Am 1. August wird der Grill angefeuert. Für die Fleischliebhaber kommen Pouletschenkel sowie feine Rinds- und Schweinesteaks auf den Rost.


MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 61

Optigal Pouletschenkel, gewürzt, per 100 g Fr. 1.40

Als Chefmetzger in der MigrosFiliale Parkside in Rüschlikon ZH ist Arno-Claus Dreissig ein ausgewiesener Experte für alle Fragen rund ums Grillieren.

Arno-Claus Dreissig

Aktion 40 % auf TerraSuisse Schweinssteak vom Nierstück

«Unsere Kunden legen grossen Wert auf erstklassiges Fleisch»

vom 26. 7. bis 1. 8.

TerraSuisse Schweinssteak vom Nierstück, per 100 g Aktion 40% Fr. 2.50 statt 4.20 vom 26. 7. bis 1. 8.

Text: Sonja Leissing Bilder: Daniel Aeschlimann (Food); Andreas Eggenberger (Porträt) Styling: Sandro Comma

Arno-Claus Dreissig, was sind die Grillklassiker für den 1. August? Wir verkaufen für den Natio­ nalfeiertag nichts anderes als sonst auch. In unserer Filiale in Rüschlikon sind Weidebeef, Hohrückensteak, Bio­Entrecôte oder auch die TerraSuisse­ Kalbsracks sehr gefragt. Worauf achten Ihre Stammkunden beim Kauf? Unsere Kunden legen grossen Wert auf Qualität und erst­ klassiges Schweizer Fleisch. Da wir noch richtiges Metzger­ handwerk ausüben, sind die von uns selbst gemachten Hamburger begehrt. Gibt es einen Trick für das perfekte Entrecôte? Nein, denn es spielen diverse Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel die Befeuerungsart, das Fleisch und die Garstufen. Was liegt bei Ihnen zu Hause am 1. August auf dem Rost? Diesmal bin ich bei Freunden zum Höhenfeuer eingeladen und lass mich überraschen. Wenn ich den Grill anfeuere, kommt immer eine 360 Gramm schwere XXL­Bratwurst auf den Grill. MM


62 | MM30, 25.7.2016 | MIGROS-WELT

Forelle weiss ganz, Schweiz, per 100 g aktueller Tagespreis

TerraSuisse Rinds-Entrecôte, per 100 g Aktion 33% Fr. 4.90 statt 7.50

TerraSuisse aha! Kalbsbratwurst, 2 Stück, 280 g* Aktion 20% Fr. 4.45 statt 5.60

TerraSuisse Kalbsbratwurst, im 3er-Pack, 3 × 2 Stück, 840 g Aktion 50% Fr. 8.25 statt 16.50

vom 28. bis 30. 7.

vom 26. 7. bis 1. 8.

vom 26. 7. bis 1. 8.


MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 63

Tipps

Grillieren wie ein Profi Optimale Vorbereitung

• Grosse Fleischstücke am besten über Nacht marinie­ ren oder bis zu 18 Stunden zugedeckt im Kühlschrank ziehen lassen. • Qualitativ gutes Fleisch wie Weidebeef, Entrecôte oder Filet hat nur wenig Würze nötig. Deshalb gilt: edle Stücke auf beiden Seiten mit Olivenöl bestreichen und erst nach dem Braten mit etwas Fleur de sel und schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen. • Nehmen Sie das Fleisch ein bis zwei Stunden vor dem Bräteln aus dem Kühlschrank, damit es die Zimmertempe­ ratur annehmen kann. Kluges Timing • Machen Sie eine Mise en place und stellen Sie alles fürs Grillieren bereit. • Eine gleichmässige Glut ist Voraussetzung, wobei die Holzglut mit einer Asche­ schicht bedeckt sein muss, bevor Sie das Grillgut auf­ legen. • Damit alle Gäste zur gleichen Zeit essen können, ergibt es Sinn, vorgängig einen Grillplan zu erstellen. • Die ideale Kerntemperatur beträgt 56 bis 58 ºC. • Lassen Sie das Fleisch vor dem Aufschneiden einige Minuten ruhen. Mehr Infos rund ums Grillieren auf www.so­geht­sommer.ch

Grillplattform

Rapelli 1. August Pastete, 500 g Aktion 40% Fr. 9.90 statt 17.– vom 26. 7. bis 1. 8.

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Auf www.migros.ch/theke können Sie mit wenigen Klicks an der Online­Fleischtheke Ihren Grill­Einkauf mit Würsten, Pouletflügeli, Kalbskoteletts, Entrecôtes oder Dry Aged Beef zusammenstellen und auch die passende Marinade dazu auswählen. Ihren Auftrag führt der Chefmetzger aus und stellt die grillfertige Aus­ wahl für Sie in Ihrer Filiale zur Abholung bereit.


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MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 65

TerraSuisse Ruchbrot, 500 g Fr. 1.10

TerraSuisse Happy Bread dunkel, 350 g Fr. 2.40 In grösseren Filialen

TerraSuisse

Schweizer Weizen für mehr Nachhaltigkeit Restriktiver Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Förderung der Biodiversität und natürlich die Schweizer Herkunft sind die Eckpfeiler von TerraSuisse-Getreide, das nach den strengen IP-Suisse-Richtlinien produziert wird. Der umweltschonende Anbau kommt auch vielen beliebten Broten zugute. Text: Claudia Schmidt

Bild: Mischa Imbach

Illustrationen: Mira Gisler

Joel Scheidegger-Cavin auf einem Weizenfeld bei Payerne VD. Der IP-Suisse-Bauer verzichtet auf Insektizide, Fungizide und Wachstumsregulatoren.

TerraSuisse Butterzopf, 500 g Fr. 3.40 In grösseren Filialen

TerraSuisse Krustenkranz, 300 g Fr. 2.–

TerraSuisse Tessinerbrot, 400 g Fr. 2.50


66 | MM30, 25.7.2016 | MIGROS-WELT

TerraSuisse

Vom Feld zum Brot Gutes Brot nimmt seinen Anfang auf dem Feld. In Partnerschaft mit IP-Suisse unterstützt die Migros über 11 000 Bauern bei einer naturnahen und tierfreundlichen Landwirtschaft. So können aus dem Getreide TerraSuisse-Brote von hoher Qualität gebacken werden. Zum Beispiel der Krustenkranz.

1

Die Förderung der Biodiversität auf dem Feld ist eine wichtige IP-SuisseRichtlinie für den natur-

nahen Anbau von Getreide. Viele Bauern lassen mitten im Feld Wildblumen wachsen.

Frischer Brotduft erfüllt die

Hausbäckerei. Noch warm, landen die Krustenkränze im Regal der Migros-Filiale. Dass die Brotkränze so beliebt sind, liegt nicht nur an der Form, sondern auch am Geschmack. Und somit am TerraSuisse-Mehl.

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Für eine schöne Kruste werden die

Teigkränze gewendet. Die Naht der kleinen Teigbällchen springt dann beim Backen schön auf und sorgt für das charakteristische Aussehen der Kränze.


MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 67

4

In der Mühle wird das

Das Kneten des Brotteigs erfolgt

Getreide gemahlen. Welchen Mahlgrad das Mehl haben soll – also ob es grob oder fein gemahlen wird –, legen die Migros-Bäcker fest.

in den Hausbäckereien mit kleinen Maschinen. Dabei handelt es sich um grössere, leistungsstärkere Versionen einer herkömmlichen Haushaltsmaschine.

2

Die Migros-Bäcker schätzen das

TerraSuisse-Mehl wegen seiner besonders guten Backeigenschaften, etwa dass das Brotinnere schön luftig wird. Nur aus gutem Mehl entsteht ein gutes Brot.

3

7

Das Zusammensetzen des Krustenkranzes ist Handarbeit.

Illustrationen: Mira Gisler

Pro Krustenkranz werden sechs Teigbällchen zu einem Kranz zusammengesetzt. Danach ruhen sie wieder.

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Die kleinen Teigbällchen werden

für den Krustenkranz maschinell portioniert. Das ist eine grosse Entlastung für den Bäcker, denn so kann er in der Zwischenzeit viele Kränze formen.

Der fertige Teig wird vom Bäcker zu einer

5

Kugel geformt. Was folgt, ist die Teigruhe, damit der Teig Aroma entwickeln kann.

TerraSuisse steht für eine naturnahe, tierfreundliche Landwirtschaft und stützt sich auf die Richtlinien von IP-Suisse. Ein Teil von


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MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 69

Und ewig schmeckt die Rahmglace: das Quintett der Migros-Mamis mit (v.l.) Daniela Neracher (25), Arianna Mazzotta (34), Lorena Carnevale (27), Marina Bernzott (25, mit Baby Elina) und Manuela Hirt (32).

Danke für jeden Migros-Moment

lieben sie unsere Kinder», sagt Marina Bernzott, mit 25 Jahren die Jüngste im Bunde.

Rund 120 A4-Seiten würden alle bisher auf www.migrosmomente.ch hochgeladenen Geschichten in Anspruch nehmen, wenn man sie drucken wollte. Insgesamt sind es schon weit über 1200 Storys, in denen Kunden von ihren Lieblingsprodukten und den damit verbundenen lustigen, rührenden oder spannenden Momenten erzählen. Wir sagen Danke fürs Mitmachen und freuen uns auf viele weitere MigrosErzählungen.

Jour fixe in der Migros

So machen Sie mit

Von uns. Von hier.

Im Reich der Migros-Mamis

Text: Thomas Tobler

Bild: Paolo Dutto

I

n der Spielecke des MigrosRestaurants in Seen bei Winterthur geht es zu wie im Wimmelbuch. Kinder klettern, lachen, schreien und wirbeln zwischen Gästen und Tischen. Mitten in diesem charmanten Durcheinander sitzen fünf Frauen zwischen 25 und 34 Jahren beisammen, trinken Kaffee oder Tee und führen angeregte Gespräche über dies und das. Sie nennen sich die «Migros-Mamis». Seit zwei Jahren verabreden sie sich regelmässig zum gemeinsamen Einkaufen im Shopping Seen mit anschliessendem Stammtisch im M-Restaurant.

«Über Facebook haben wir uns kennengelernt und schnell den Draht zueinander gefunden – auch in der realen Welt», sagt Arianna Mazzotta. Die Migros war von Anfang an ihr Favorit für das Treffen. «Das hat einerseits praktische Gründe. Hier können wir unsere Einkäufe erledigen und danach mit den Kindern ins Restaurant gehen. Andererseits sind wir selber seit jeher Migros-Kinder.» Bis zum heutigen Tag weckt zum Beispiel die Rahmglace aus der SeehundVerpackung Kindheitserinnerungen bei den fünf Frauen. «Diese Glace lassen wir uns schmecken, seit wir klein waren, und heute

Die Treffen im M-Restaurant haben längst ihren festen Platz in der Agenda der fünf Mütter, auch wenn die Terminfindung regelmässig das Organisationstalent der berufstätigen Frauen herausfordert. Aber mindestens einmal im Monat kommen sie zusammen, «sonst würde uns allen etwas fehlen», wie Arianna Mazzotta versichert. Zur Überbrückung dient der gemeinsame Whatsapp-Chat. Gruppenname: Migros-Mamis. MM

Via Website:

Schildern Sie Ihren persönlichen MigrosMoment auf www. migros-momente.ch. Via Social Media: Teilen Sie Ihren MigrosMoment auf Instagram oder Twitter: Text, Bild oder Video hochladen und mit dem Hashtag #MigrosMomente versehen.


70 | MM30, 25.7.2016 | MIGROS-WELT

Alles in Blau

Einfach mal abtauchen

Betont die Augen mit einer extravaganten Nuance: Manhattan Endless Stay Eyeshadow Pen 60 Blue Dusk* Fr. 6.90

Keine Lust auf Job, Uni, Schule oder Hausarbeit? Das klingt nach einem typischen «Montagsblues» zum Wochenstart. Nicht die schlechteste Empfehlung lautet in diesem Fall: Farbe bekennen, durchatmen und für einmal abtauchen. Gönnen Sie sich eine kurze Auszeit! Man muss ja nicht gleich blau machen. Starten Sie gelassen in den Tag und setzen Sie farbenfrohe Akzente. Denn oft sind es die kleinen Dinge, die Zufriedenheit schenken und neuen Schwung verleihen. Und die Farbe Blau vermittelt garantiert Frische und Elan.

Streifenlook als modisches Statement: Lilly Lane Roll-up Socken, 2 Paar* Fr. 7.90

Um regelmässige Bahnen zu ziehen, braucht es den klaren Blick nach vorne: Schwimmbrille Speedo Futura One Fr. 16.90 Im SportXX sowie auf www.sportxx.ch

Mit einem kühlen Drink gemütlich übers Wasser schaukeln: Bestway Flip-Pillow Sitz-Lounge, inkl. Reparaturpatches, 90 kg max. Belastbarkeit Fr. 14.90 Im SportXX sowie auf www.sportxx.ch

Bringt etwas Farbe in den lästigen Küchendienst: Miobrill Abwaschbürsten, 2 Stück* Fr. 1.70


MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 71

Spielfertiges Deck in einer Deckbox für zwei Spieler mit Kartenliste, Schadensmarken und einer Münze: Pokémon Theme Deck Englisch, 60 Karten Fr. 14.80

Nicht nur für den Schulalltag geeignet: Nylon Etui* Fr. 9.80

Auch eine blaue Morgenstund hat Gold im Mund: Cucina & Tavola Tasse doppelwandig, gepunktet* Fr. 4.50

Genau das Richtige für die tägliche Haarpflege: I am Daily Care Shampoo mit Meeresmineralien, 250 ml Fr. 2.55

Bild: Trunk Archive

* in grösseren Filialen

Mit dem Lieblingssound im Ohr beschwingt durch den Tag: Sony In-Ear-Kopfhörer Fr. 18.90 Im Melectronics

Der passende Farbakzent in diesem Sommer: Manhattan Last & Shine Nagellack 850 It’s Complicated* Fr. 5.90


72 | MM30, 25.7.2016 | MIGROS-WELT

Zeitreise

Kinder als Kunden

In den 1950er-Jahren wagten sich viele Erwachsene nicht in die Migros: Deshalb schickten sie ihre Kinder zum Einkaufen.

Das Foto ist Ende der 1950er-Jahre in einer MigrosFiliale entstanden. Ganz selbstverständlich greifen die drei Kinder in die Verkaufsregale und füllen ihre Drahtkörbe mit Waren. Selbstbedienung im Supermarkt gehörte damals längst zum Schweizer Alltag. Etwas war allerdings ganz anders als heute: Viele Mütter und Väter wagten es nicht, in den Läden mit dem orangen M einzukaufen – darum schickten sie ihre Kinder allein in die Migros. Gerade in kleinen Gemeinden wollten sich Erwachsene nicht in einem von Gottlieb Duttweilers Läden ertappen lassen. Denn die alteingesessenen Ladenbesitzer wehrten sich heftig gegen die neue Konkurrenz. Wer trotzdem in der Migros einkaufte, musste mit sozialer Ächtung rechnen. Das war auch der Grund dafür, dass Filialen in weniger belebten Gassen oft mehr Umsatz brachten als Supermärkte an breiten Strassen. MM Weitere Informationen zur Geschichte der Migros: www.orangergarten.ch

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MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 73

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Die Migros senkt die Preise

von Gesichtspflegeprodukten verschiedener Marken wie Nivea, Garnier und I am. Auch Katzenfutter der Marke Exelcat wird günstiger.

Ausgewählte Beispiele L’Oréal Age Re Perfect Tag, 50 ml Garnier Pure 3 in 1 Washgel Peeling, 150 ml Zoé Revital Reinigungsmilch, 200 ml Garnier BB Cream Anti Age, hell, 50 ml Nivea Cellular Anti-Age Serum, 40 ml Nivea Visage Augen Make-up Entferner, 125 ml Nivea Visage Tagescreme, 50 ml I am face Tücher trockene Haut, 25 St. Bellena Sonnenmilch SF30, 250 ml I am Natural Cosmetics Waschgel, 150 ml I am Natural Cosmetics Reinigungsmilch, 200 ml Exelcat Nassfutter Sauce Fleisch, 4 x 100 g, Beutel Exelcat Nassfutter Sauce Junior, 4 x 100 g, Beutel Exelcat Nassfutter Gelee Geflügel, 12 x 100 g, Beutel Exelcat Nassfutter Naturhäppchen Senior, 4 x 85 g, Beutel Exelcat Nassfutter Naturhäppchen Assortiert, 12 x 85 g, Beutel

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–14,2 –11,1 –13,9 –15,1 –15,7 –17,1 –14,7 –12,8 –5,7 –13,3 –13,3 –9,2 –9,2 –9,7 –10,6 –11,6

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MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 75

Produkt der Woche

Alter Schweizer Der Käse «Alter Schweizer» stammt aus dem Bodenseegebiet aus der Käserei Studer in Hatswil. Er ist ein Käse mit sehr langer Reifungs­ zeit, was ihm den speziell würzigen Geschmack verleiht. Im reifen Zustand wird er etwas mürbe, aber niemals scharf. Ideal auf der Käseplatte zum 1. August. 100 g kosten Fr. 2. 25

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Aare

Museen

Gratis ins Museum Ende der Sommerferien ist es wieder so weit: Die Berner Museen öffnen an jedem Samstag im August ihre Türen, ohne Eintritt zu verlangen. Text: Sophie Noyer

Bild: Lisa Schäublin

Das Spiegelkabinett des Naturhistorischen Museums. 18 Berner Museen und Institutionen können im August gratis besucht werden.

D

ie Aktion «Gratis ins Museum» wurde 2012 ins Leben gerufen. Seit 2016 wird sie vom Kulturprozent der Migros Aare mitfinanziert. Seien es Museen, Schlösser, Parks oder Gärten: 18 dem Verein Museen Bern angegliederte Institutionen beteiligen sich an der Aktion. Wie wärs mit einer Tour auf die Museumsinsel Kirchenfeld? Oder ins Alpine Museum, das

Historische oder das Naturhisto­ rische Museum, ins Schützen­ museum oder ins Museum für Kommunikation, in die National­ bibliothek oder in die Kunst­ halle? Zum Abschluss noch in der Aare schwimmen, mit Blick auf das Bundeshaus und danach eine Glace geniessen. Besser kann der Tag nicht werden. In der Stadt Bern stehen jeden Samstag im August auch die grossen Kunsthäuser offen: Das

Kunstmuseum und das Zentrum Paul Klee überzeugen mit bedeu­ tenden Ausstellungen und mit ihren Cafés. An einem sonnigen Samstag könnte man mit der Familie nach Riggisberg in die Villa Abegg fahren und dort kost­ bare Gewebe aus dem Mittelalter bewundern. Das Gurnigelgebiet bietet sich auch für Wanderun­ gen und Kulinarisches an. MM Infos: www.museen­bern.ch

Schwingen

Ein Unspunnen-Muni namens Gottlieb Gottlieb Duttweiler hat seit Kurzem einen tierischen Namensvetter: Der Siegermuni fürs Unspunnen­ Schwinget 2017, das die Migros als Hauptsponsorin unterstützt, ist auf den Namen Gottlieb getauft worden. Göttis sind die Spitzenschwinger Kilian Wenger und Matthias Glarner. Der Muni wurde bei der Taufe von Besitzer Daniel Bieri aus Unterseen BE vorgestellt.

Klubschulangebot

Ein Projekt auf die Beine stellen Projektmanagement: Sie erarbeiten ein Beispielprojekt mit Vorbereitung, Planung, Dokumen­ tation, Controlling und Abschluss. Sie lernen die verschie­ denen Phasen mit ihren Chancen und Herausforderungen kennen und bekom­ men direkte Inputs zur Umsetzung und Verbesserung. 16 Lektionen kosten Fr. 690.– Infos: www.klubschule.ch oder Tel. 0844 844 900


76 | MM30, 25.7.2016 | MIGROS-WELT

Stadtfest

Ein Fest für Bern

Nach 25 Jahren gibt es in Bern wieder

ein Stadtfest. Das Shopping- und Erlebniscenter Westside der Migros Aare ist als Hauptsponsor mit dabei. Text: Lorenz Feller

G

efeiert wird vom 19. bis 21. August in Bümpliz-Bethlehem, dem Stadtteil, der gleichzeitig sein 1000-JahreJubiläum begeht. Ein Konzertprogramm mit über 50 Bands und ein Strassenprogramm mit rund 50 Aktivitäten decken die Wünsche grosser und kleiner Gäste ab. Alle Konzerte und Aktivitäten sind gratis. Das Konzertprogramm lässt auforchen: Mit Müslüm,

Span, Tomazobi, Trummer, Chlyklass, Endo Anaconda und Adrian Stern rocken Schweizer Stars die Bühnen in Bern. Auch Freunde der Volks- und Weltmusik kommen zum Zug: die Bernische Trachtenvereinigung, das Orchestre Benkadi und der Chor der Nationen tragen zum bunten Musikangebot bei. Mitmachen erwünscht

Wer möchte, wird selbst Teil des Programms: Unter dem Motto

«Entdecken und Erleben» werden rund 50 Aktivitäten für Jung und Alt angeboten. Sportlerinnen und Sportler messen sich beim Hochhausrennen oder in der Sportzone Weyermannshaus. Möglich sind auch spannende Einblicke in die Ateliers der Hochschule der Künste und die im Alten Loeb-Lager. Ebenso lohnend sind: eine Einführung in die urbane Tier- und Pflanzenwelt, ein Hörrundgang durch

Ausserholligen oder eine poetische Feuerwerkshow. Treffpunkt Westside

Auch Gourmets werden fündig: Ob Raclette, Bratwurst oder Spezialitäten aus Senegal, Indien und Thailand – die Verkaufsstände bieten etwas für jeden Geschmack. Die Catering Services der Migros Aare oder das Team des Thai-Restaurants Cha chã werden ebenfalls für Speis und Trank sorgen. Das Shopping-


MIGROS-WELT | MM30, 25.7.2016 | 77

Stand Up Paddling wurde in den letzten Jahren sehr beliebt und ist mittlerweile eine eigenständige Sportart. Wassersport

Aufrecht übers Wasser Anfangs wurde man schief angeschaut, wenn man auf einem Surfbrett stehend vor sich hin paddelte. Mittlerweile haben Stand-Up-Paddler die Gewässer erobert. Text: Sarah Baur

S und Erlebniscenter Westside der Migros Aare ist Hauptsponsor und auch einer der Haupttreff­ punkte des Berner Stadtfestes. Auf dem Gilberte­de­Courgenay­ Platz vor dem Westside steht eine der vier grossen Showbühnen. Vor Ort gibt es viele Aktivitäten, und im Westside selbst finden am Freitag­ und Samstagabend Partys mit verschiedenen an­ gesagten DJs statt. MM Infos: www.stadtfestbern.ch

Müslüm spielt am Samstagabend vor dem Westside.

ie gleiten nahezu laut­ los übers Wasser, blei­ ben dabei fast trocken und können die Schön­ heit der Natur in vollen Zügen geniessen: Beim Stand Up Paddling stehen Freizeit­ sportler auf einer Art Surfbrett und bewegen sich mithilfe eines Paddels vorwärts. Der Ursprung dieser Sportart geht auf polynesische Fischer zurück, die sich stehend im Kanu auf dem Meer fortbewegten. Später übernahmen Surflehrer auf Hawaii diese Form der Fortbewegung, die ihnen eine bessere Sicht auf ihre Schüler ermöglichte. Um das Jahr 2000 entwickelte sich Stand Up Paddling zu einer eigenständigen Sportart, die rasch populär wurde. Das Gebiet der Migros Aare mit seinen Flüssen und Seen eignet sich hervorragend, um sich an­ stelle einer Joggingrunde eine Fahrt übers Wasser zu gönnen.

Heute gibt es spezielle Boards, die durch ihre rutschfeste Oberfläche einen sicheren Stand ermöglichen. Ausrüstung und erste Touren

Die Komplettausrüstung fürs Stand Up Paddling gibts bei SportXX. Dort empfehlen Bera­ ter das passende Board für Ein­ steiger oder Fortgeschrittene und erklären die Vorteile von Zubehör, das in den Sets inbe­ griffen sind. Einen ersten Überblick über die Ausrüstung und Kleidung für alle an Wassersport Interessierten gibt es im Onlineshop auf www.sportxx.ch. Für Einsteiger ist der Stand­Up­Paddling­Kurs der Klubschule ideal. Dort werden die richtige Technik und entscheidende Sicherheits­ hinweise vermittelt, damit der Wassersport neben einem spürbaren Trainingseffekt auf den Körper auch sorglosen Spass mit sich bringt. MM


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Gesundes Altern – Sind Sie interessiert? Im Psychologischen Institut wird am Lehrstuhl von Professor Maercker der wichtigen Frage nachgegangen, wieso Menschen unterschiedlich gut altern. Zu deren Beantwortung interessieren wir uns für Ihre persönlichen Erfahrungen. Professor Dr. Dr. Andreas Maercker

Diese sollen dabei helfen zu verstehen, wie sich bestimmte Erlebnisse auf das Leben und die Gesundheit auswirken. Im Sinne von „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“ wollen wir im Speziellen dem Phänomen auf die Spur gehen, warum und wie Menschen aus unangenehmen Erfahrungen etwas Förderliches für die Zukunft ziehen können. Dies soll dabei helfen, anderen Personen in gleichen oder ähnlichen Situationen zu unterstützen. Da der Kindheit und Jugend eine zentrale Rolle im Entwicklungsprozess zugesprochen wird, interessieren wir uns besonders

auf die Auswirkung der Erfahrungen aus diesem Lebensabschnitt. Dafür suchen wir eine grosse Anzahl von Personen, die mindestens 50 Jahre alt sind und einen Fragebogen auf Papier oder im Internet zu den prägenden Erlebnissen in der eigenen Vergangenheit und dem aktuellen Gesundheitszustand ausfüllen (Ausfüllungsdauer max. 60 Min.). Ein Jahr später werden Sie gebeten, nochmals einen ähnlichen Fragebogen auszufüllen. Unter allen Teilnehmenden werden Gutscheine à 50 CHF für bspw. Migros verlost und nach dem Abschluss der Studie werden Ihnen die Ergebnisse bereitgestellt.

denen wir ausserdem gerne ein Interview durchführen möchten. Die Teilnahme am Interview ist an bestimmte Kriterien gebunden welche per Telefon zuerst abgeklärt werden. Die Teilnahme am Interview wird mit 80 CHF vergütet und anfallende Reisekosten werden erstattet. Wir bitten um Anmeldung mittels EMail: gesund.altern@psychologie.uzh.ch oder telefonisch 044 635 7313. Einen direkten Zugriff auf Fragebogen gibt es unter: http://ww3.unipark.de/uc/gesundaltern

Wir freuen uns auf Sie! Zusätzlich möchten wir besonders ehemalige Verdingkinder ansprechen, mit

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Leben MM30

Familienumfrage Wie oft haben Sie einen Sonnenbrand?

1 Fast nie. Wenn ich mich in der Sonne aufhalte, schütze ich mich. 57% 2 Heutzutage nicht sehr oft. Als Kind wars aber keine Seltenheit. 37% 3 Ich meide die Sonne, wo ich kann. 3% 4 Immer mal wieder. Manchmal vergesse ich die Sonnencreme schlichtweg. 3%

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Knigge reloaded

Muss man so tun, als gefielen einem die Sachen von Freunden?

Richtig oder falsch?

Zwei bis drei Portionen Fleisch pro Woche reichen aus, um sich gesund und aus­ gewogen zu ernähren. Richtig!

Illustrationen: Andreas Klammt, Alice Kolb; Bild: Stefan Sulzer

Gemäss der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung besteht eine ausgewogene Ernährung vorwiegend aus pflanzlichen Lebensmitteln, während tierische Lebensmittel den Speiseplan lediglich ergänzen sollten. Zwei bis drei Portionen Fleisch pro Woche reichen aus, um den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Auch auf die Umwelt wirkt sich ein massvoller Fleischkonsum positiv aus: So ist die Umweltbelastung von vegetarischen Gerichten im Durchschnitt 20-mal geringer als die von Fleischgerichten.

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Eine bewährte Regel lautet: ‹Wenn du nichts Nettes sagen kannst, sag lieber gar nichts.› Nichts zu sagen aber ist heikel, wenn Freunde stolz ihr neues Auto oder ein neues Paar Schuhe vorführen. Oder, noch heikler, wenn Sie was Selbstgemachtes bestaunen sollen, womöglich (am heikelsten) mit künstlerischem Anspruch. Etwa ein selbst gemaltes Aquarell. Hier greift Regel Nummer 2: ‹Irgendetwas Freundliches lässt sich immer sagen.› Allerdings sind Ihre Freundschaftspflichten gefordert, wenn von Ihrem Urteil wichtige Entscheidungen abhängen. Etwa, wenn Regula fragt: ‹Findest du, ich sollte meinen Job aufgeben und mich ganz der Aquarellmalerei widmen?› Falls Sie dies nicht finden, müssen Sie deutlich werden. Und diplomatisch bleiben. Schieben Sie es auf den Markt. Weisen Sie auf Genies hin, die verarmt gestorben sind. Nur so ergibt van Goghs Schicksal Sinn.»

Darum gilt:

Den Teller öfter mal mit Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten anrichten. Das ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für die Umwelt.

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LEBEN | MM30, 25.7.2016 | 83

Was kommt bei WhatsApp als nächstes?

2

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Ihre Frage? E-Mail genügt!

reto.vogt@ migrosmedien.ch

Ratgeber

M Wenn der PC lahmt

1

Mein PC wird immer langsamer. Was kann ich dagegen unternehmen? Anton Rafetzeder

7

Digital

Der Kniff mit WhatsApp WhatsApp zählt zu den beliebtesten Apps in der Schweiz, doch nur wenige Nutzer kennen auch den vollen Funktionsumfang. Zehn Tricks sorgen für Überblick. Text: Reto Vogt

Tipp 1 Texte formatieren In WhatsApp-Nachrichten kann man einzelne Wörter oder Texte fett, kursiv und durchgestrichen darstellen, indem man ihnen entsprechende Sonderzeichen beifügt: «*fett*», «_kursiv_», «~durchgestrichen~». Tipp 2 Ordnen durch Zitieren In Gruppenchats verliert man schnell mal die Übersicht. Abhilfe schafft man, indem man die Nachrichten anderer Teilnehmer zitiert, wenn man darauf reagieren möchte. Dazu tippt man sie an und wählt «Antwort». Tipp 3 Fotos wiederfinden Um Bilder später wiederzufinden, markieren Sie diese nach dem Öffnen mit dem Sternsymbol. Alle so gekennzeichneten Elemente (gilt auch für Text) finden sich gesammelt unter «Einstellungen/Mit Stern» markierte. Tipp 4 WhatsApp am PC nutzen Surfen Sie am PC zu https://web. whatsapp.com. Öffnen Sie danach

Illustration: supertotto/2Agenten

die App auf dem Smartphone und tippen Sie unter den Einstellungen auf «Whats App Web». Wenn Sie die Kamera vor den PC-Bildschirm halten, finden Sie eine gespiegelte Version von WhatsApp auf dem Computer. Tipp 5 Privatsphäre & Datenschutz Unter «Einstellungen/Account/Datenschutz» können Sie definieren, wer sehen soll, wann Sie zuletzt online waren, und wer Ihr Profilbild und Ihren Status anzeigen kann. Tipp 6 Datenverbrauch WhatsApp erfordert eine konstante Internetverbindung – das geht je nach Abonnement ins Geld. Unter «Einstellungen/Datennutzung» lässt sich festlegen, ob Bilder oder Videos sofort heruntergeladen werden oder ob dies nur bei einer WLANVerbindung passieren soll. Tipp: Um zu verhindern, dass alle Dateien auf dem Telefon gespeichert werden, öffnen Sie das Menü Chats und deaktivieren «Empfangenes sichern».

Tipp 7 Archivieren & Löschen Wischen Sie mit dem Finger von rechts nach links über eine Nachricht, um sie zu archivieren. Möchten Sie sie ganz entfernen, tippen Sie auf «Mehr» und wählen «Chat löschen». Gruppen lassen sich nicht löschen, sondern nur verlassen. Tipp 8 Broadcast-Listen Als Alternative zu Gruppenchats bieten sich Broadcast-Listen an. Damit können Sie Nachrichten an mehrere Empfänger gleichzeitig verschicken, ohne dass diese voneinander wissen. Tipp 9 Benachrichtigungen Um zu verhindern, dass der Inhalt von Nachrichten auf dem Bildschirm erscheint, bevor Sie diese öffnen, deaktivieren Sie unter «Einstellungen/Mitteilungen» «Vorschau einblenden». Tipp 10 Sprachnachrichten Zu müde zum Tippen? Halten Sie das Mikrofonsymbol und versenden Sie stattdessen Sprachnachrichten. MM

Computer werden mit der Zeit lang­ samer, das ist normal. Hauptverantwortlich sind Programme, die sich bei der Installa­ tion automatisch dem Autostart hinzufügen und deshalb auch dann im Hintergrund lau­ fen, wenn sie gar nicht genutzt werden.

Um wieder Tempo zu gewinnen, löschen Sie diese Programme aus dem Autostart: Klicken Sie auf den Windows­ Startknopf und tippen Sie «msconfig» ins Suchfeld. Starten Sie das Werkzeug und klicken Sie auf den Reiter Systemstart. Dort deaktivieren Sie alle Programme (bis auf den Virenscanner) und bestätigen mit Okay. Bei Windows 10 findet sich diese Einstellung neu im Taskmanager (öffnen per Rechtsklick auf die Taskleiste) im Reiter Autostart.

Reto Vogt (31),

Ressortleiter Online Migros-Magazin @revogt


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LEBEN | MM30, 25.7.2016 | 85

Migros-Bank-Ratgeber

Wünschen Sie, vorzeitig in Rente zu gehen? Dann lesen Sie hier, ob eine Frühpensionierung für Sie realistisch ist.

Albert Steck ist

verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.

Die Vorsorgewerke sind stark unter Druck. Bleibt eine Frühpensionierung deshalb ein aussichtsloser Traum? Ich habe an einem Musterbeispiel die finanziellen Folgen einer Pensio­ nierung mit 62 statt mit 65 Jahren berechnet. Das Resultat: Die monat­ liche Rente der Pensionskasse sinkt von 2830 auf 2220 Franken – eine Einbusse von 22 Prozent.

Ein Ruhestand mit 62 senkt die Rente um 22 Prozent

Der Grafik können Sie entnehmen, dass zwei Faktoren für die tiefere Rente verantwortlich sind: Erstens fehlen drei Jahre, um das Vorsorge­ kapital bis 65 weiter zu erhöhen. Damit sinkt das Guthaben im Beispiel von 500 000 auf 430 000 Franken. Das Kapital steigt in den letzten Jahren vor der Pensionierung am steilsten an. Das liegt daran, dass der Sparbeitrag in der zweiten Säule mit dem Alter immer mehr zunimmt. Bei einem 25­Jährigen fliessen erst 7 Prozent des versicherten Lohns in die berufliche Vorsorge. Ab 55 Jahren sind es dage­ gen 18 Prozent. Zudem steigt mit dem Alter oft auch das Lohnniveau.

300000

Der zweite Grund für den Rückgang der Rente ist die längere Bezugsdauer. Weil ja das Kapital drei Jahre länger reichen muss, senkt die Pensionskasse den sogenannten Umwandlungssatz (UWS). Beim Rentenalter 65 beträgt der UWS 6,8 Prozent, was bei einem Guthaben von 500 000 Franken zu einer Monatsrente von 2830 Franken

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Durch die Pensionierung mit 62 sinkt das Alterskapital im Beispiel von 500 000 auf 430 000 Franken. Weil ausserdem die Bezugsdauer der Rente um drei Jahre zunimmt, reduziert sich der monatlich ausbezahlte Betrag von 2830 auf 2220 Franken. 500 000

Vorsorgekapital

500 000 Fr.

2830 Fr. Monatsrente

430 000 Fr.

400000

2220 Fr. Monatsrente

200000

führt. Bei der Pensionierung mit 62 kommt dagegen ein tieferer UWS von 6,2 Prozent zur Anwendung. Bei einem angesparten Kapital von 430 000 Franken resultiert daraus eine Rente von 2220 Franken. Je nach Pensionskasse weicht die Kalkulation etwas vom Beispiel ab. Als Faustregel gilt jedoch: Pro Vor­ bezugsjahr sinkt die Rente zwischen 5 und 8 Prozent. Aufgrund dieser massiven Einbusse muss eine Frühpensionierung in jedem Fall sehr sorgfältig geplant sein.

re Jah 65

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ahr e 55 J

re Jah 50

re 45

Jah

re Jah 40

ahr e 35 J

Jah 30

25 J

ahr e

0

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100000

Falls Ihr Budget eine vorzeitige Pensionierung nicht zulässt, bleibt immerhin ein Trost für Sie: Die Lebenserwartung der heutigen Rent­ ner ist so hoch wie nie zuvor. Seit Einführung des Bundesgesetzes über die Berufliche Vorsorge 1985 hat sie um vier Jahre zugenommen: auf 88 Jahre für Frauen respektive auf 85 Jahre für Männer. So oder so geniessen wir einen längeren Ruhe­ stand als die Generationen vor uns. blog.migrosbank.ch: Fünf hilfreiche Tipps zur (Früh-)Pensionierung

Mamma Mia

Grosse Kerle

Emil ist zum Anbeissen süss. Babyhaut, Speckbeinchen, Stupsnase. Einzig seine Händ­ chen wollen nicht ins Gesamt­ bild passen. Der dritte Sohn meiner Freundin Ursi hat schon jetzt Pranken. Ent­ zückend, aber echt auffällig. Ein Hinweis darauf, dass Emil riesig werden wird. Ich schätze 1,93 Meter, Schuhgrösse 48 – wie der Papi. Selbst wenn Emil nach dem Mami kommt, wird er locker 1,80. Logisch, dass

seine beiden älteren Brüder auch zu den Grössten gehören. Obwohl Ursi es rührend findet, dass sie drei Pracht­ exemplare in die Welt gesetzt hat, fragt sie sich, wie es weitergehen soll. Die nimmer­ satten Kerlchen vertilgen be­ reits jetzt Lebensmittelberge. Die Zeiten, in denen ein Pfund Spaghetti reichte, sind vorbei. Die Nahrungs­ beschaffung gleicht einer logistischen Grosstat.

Ursi plant voraus. Die Haus­ verwaltung weiss noch nichts von ihrer Wunschliste, aber Sie können schon einen Blick darauf werfen: 1. Neuer Kühl­ schrank, begehbar und mit Vorhängeschloss. 2. Hühner­ stall für den Balkon (20 Hen­ nen?). 3. Eigene Kuh. 4. Mehr Wohnfläche. Spätestens mit drei Pubertierenden wird es eng, also Durchbruch zu Frau Meier und ihrer Katze. So könnte man auch deren Kühlschrank mitnutzen. MM

Bettina Leinenbach (39)

ist Journalistin und zweifache Mutter.


86 | MM30, 25.7.2016 | LEBEN

«Mein Name ist Mitjo, ich bin sieben Jahre alt.

Ich liebe Comics wie ‹Tim und Struppi› oder ‹Asterix und Obelix›. Ausserdem höre ich gern Radio, spiele mit Lego und mache Sport. Früher war ich mal im Schwimmkurs, jetzt drehe ich lieber mit meinem Velo Runden im Quartier. Zusammen mit meinen Freunden spiele ich Grenz­ wache oder Verkehrs­ polizei. Und dann gärtnere ich: Ich bin in einer Garten­ gruppe und habe auch daheim ein eigenes Beet.»

Kinder

«Am besten gefällt mir das Jäten» Mitjo (7) liebt Tiere, Pflanzen und Grillfeuer. Deshalb geht er in eine Gartengruppe. Und er hilft regelmässig auf einem Bauernhof mit. Text: Andrea Fischer Bilder: Gabi Vogt

Mein Hobby Findest du es auch spannend zu sehen, wie Pflanzen wachsen?

Möchtest du mehr über sie lernen, und bist du gern draussen mit anderen Kindern zusammen? Hast du Lust, Gemüse, Salat, Kartoffeln und Beeren aus eigenem Anbau nach Hause zu bringen? Dann hättest du wahr­ scheinlich auch Freude, mit Gleichaltrigen an einem Gartenkurs teil­ zunehmen.

«Ich wollte schon immer selber Gemüse anpflanzen. Damit ich mehr über den Garten und die Pflanzen lerne, gehe ich in eine Gartengruppe auf dem Jakobshof in Ellighausen TG. Am besten gefällt mir das Jäten. Und dass wir jedes Mal ein Feuer machen – da bin ich dann gern der Feuerwächter. Manchmal kochen wir sogar etwas auf dem Feuer. Unlängst waren es Holunderpfannkuchen.

Mein Club Unsere Gruppe trifft sich in Ellighausen TG.

Sie heisst «Gartenkind» und wird von der Naturpädagogin Lydia Uhl geleitet. Garten­ kindkurse gibt es in der ganzen Schweiz. Auf der Homepage www.gartenkind.ch findest du sicher ein Angebot zum Mitmachen in deiner Nähe.

Zu Hause züchte ich Erbsen, Radieschen, Salat, Erd­ beeren und Heidelbeeren. Alle Pflanzen sind in ein Hochbeet gesetzt, denn da kommen die Schnecken nicht so leicht ran. Schon als kleines Kind inter­ essierte ich mich für Tiere und dann auch für Pflanzen. Deshalb bin ich auch ein so­ genanntes Bauernhofind.

Ein Mal im Monat helfe ich noch auf dem Hof in Ellighausen im Bauern­ betrieb mit. In der Gartengruppe hat jedes Kind sein eigenes Beet. Darin haben wir mit Kresse den Anfangs­ buchstaben unseres Namens gesät. Wir lernen viel über Salat, Gemüse und Kräuter und wie man den Kompost richtig pflegt. Am Ende des Jahres machen wir alle zusammen eine Reise. Dann essen wir rote Würste. Die liebe ich!» MM


LEBEN | MM30, 25.7.2016 | 87

Simon (14), Stäfa ZH

Kinofilme und Musikstücke gratis downloaden: Das ist heute gang und gäbe – selbst wenn es in vielen Fällen nicht erlaubt ist. Denn eigentlich müsste man die meisten dieser Werke kaufen. Die Regisseurinnen und Musiker wollen damit Geld verdienen. Das gilt auch für die meisten Auto­ rinnen, Fotografen oder anderen Urheber von sogenannt geistigem Eigentum, also von Werken, die sie sich selbst ausgedacht haben: Ihre Arbeit soll entlöhnt werden.

Zu ihrem Schutz gibt es das Urheberrecht, das Copyright (daher das berühmte ©­Symbol). Das Urheberrecht sagt: Wer Texte, Musik, Filme, Fotos oder andere geistige Werke kopiert oder vor­ trägt, braucht dazu die Erlaubnis des Urhebers. Diese vergibt er in der Regel, indem er seine Werke (oder die Rechte daran) verkauft. Weil das Urhebergesetz im Internet oft missachtet wird, spricht man auch von Internetpiraterie.

Soll das nun der Staat richten? Der Bundesrat strebt derzeit eine Modernisierung des Urheberrechts an. Oder müsste nicht vielmehr die Unterhaltungsindustrie innovative Angebote entwickeln, die der Nach­ frage der Nutzer entsprechen? Die meisten von ihnen sind keine Diebe. Sie wollen an sich nichts stehlen. Vielmehr möchten sie einfach gute Unterhaltung konsumieren – auf zeitgemässe Weise und zu fairen Preisen. MM

Gabriela Bonin (48)

beantwortet Kinder­ fragen zu aktuellen Themen.

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Tag 1 Schweiz–Würzburg. Busanreise nach Würzburg mit Stadtrundfahrt/-gang. Tag 2 Würzburg. Besichtigung der mächtigen Festung Marienberg. Um 13:30 Uhr legt die Excellence Allegra ab. Tag 3 Wertheim–(Miltenberg)–Freudenberg. Ausflug nach Miltenberg mit Stadtrundgang und Weinprobe*. Tag 4 Frankfurt–Mainz–Rüdesheim. Stadtrundfahrt Frankfurt mit Besichtigung des Maintowers*. Ausflug Rüdesheim mit Siegfried‘s Musikkabinett (Fr. 20). Tag 5 Rüdesheim–Speyer. Stadtrundgang Speyer mit Domschatzführung*. Tag 6 Kehl–Breisach. Ausflug nach Freiburg mit Stadtrundfahrt und Weinprobe*. Tag 7 Basel–Schweiz. Busrückreise. * Ausflugspaket

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Tag 1 Schweiz–Passau. Busanreise nach Passau. Tag 2 Melk–Wien. Besichtigung Benediktinerstift*. Lisl Wagner-Bacher kocht an Bord der Excellence Princess. Ausflug Heurigen (Fr. 35). Tag 3 Wien. Stadtrundfahrt in Wien*. Nachmittags Ausflug Burgenland mit Weindegustation (Fr. 45). Tag 4 Budapest. Rundfahrt*. Ausflug Apajpuszta (Fr. 50). Abends Budapest by Night mit Gulasch-Essen (inbegriffen). Tag 5 Budapest–Esztergom. Ausflug* zum Donauknie. Tag 6 Bratislava. Altstadtführung*. Tag 7 Dürnstein. Rundgang* mit Besuch des Stifts. Tag 8 Passau–Schweiz. Busrückreise * Ausflugspaket

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Reisedaten 2016: Route 1 Trier–Basel 10.10.–16.10. Route 2 Basel–Trier 04.10.–10.10.

Tag 1 Schweiz–Trier. Busanreise nach Trier. Halt beim Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Tag 2 Trier–Bernkastel. Stadtrundfahrt/-gang in Trier*. Weiterreise durch das Moseltal. Tag 3 Bernkastel–(Idar Oberstein)–Zell. Fakultativer Rundgang in Bernkastel (Fr. 25) oder Stadtrundgang in Idar Oberstein (Fr. 30). Tag 4 Zell–Cochem–Koblenz. Stadtrundgang mit Besichtigung der Reichsburg*. Nachmittags fak. Ausflug zur Burg Eltz mit Führung (Fr. 35). Tag 5 Koblenz–Rüdesheim. In Rüdesheim Besuch von Siegfrieds Musikkabinett und Fahrt im Winzerexpress*. Tag 6 Strassburg–(Elsass). Ausflug auf der berühmten Elsässer Weinstrasse mit Wein-Degustation*. Tag 7 Basel. Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. * Ausflugspaket

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Reisedaten 2016: Route 1 Würzburg–Basel 26.09.–03.10. (Excellence Allegra) 22.10.–28.10. (Excellence Queen) Route 2 Basel–Würzburg 16.10.–22.10. (Excellence Queen) Preise pro Person

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Kabinentyp Katalogpreis Sofortpreis 2-Bett-Kabine Hauptdeck 1760.– 1195.– 2-Bett-Kabine, frz. Balkon, Mitteldeck 1995.– 1495.– 2-Bett-Kabine, frz. Balkon, Oberdeck 2230.– 1695.– Zuschläge: Kabine zur Alleinbenützung 595.– • Ausflugspaket mit 5 Ausflügen 128.–/132.– • Königsklasse-Luxusbus 195.– Unsere Leistungen: An-/Rückreise im Komfort-Reisebus • Excellence Flussreise mit Vollpension an Bord • Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung Internet Buchungscode: www.mittelthurgau.ch falwue3 eqwue2 / eqbas3

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LEBEN | MM30, 25.7.2016 | 89

Tipps

Vor dem Kauf gut überlegen Wie vor jeder Anschaffung eines

Haustiers ist auch beim Erwerb einer Schildkröte Folgen­ des zu überlegen: Habe ich genügend Platz? Kann ich die Kosten für Futter und Tierarzt tragen? Habe ich genügend Zeit? Und falls sich meine Lebenssitua­ tion verändert: Wer kümmer sich dann um das Tier? Schildkröten sind beliebte Haustiere,

Ausbruchsichere neue Heimat: Tierärztin Karin Federer setzt die Gelbwangen-Schmuckschildkröte ins Zoogehege. Zootierärztin

Geliebt, dann ausgesetzt Schildkröten werden älter und grösser, als manchem bei der Anschaffung bewusst ist. Die unliebsame Folge: Viele Tiere werden ausgesetzt und bedrohen einheimische Arten. Text: Karin Federer

S

childkröten findet man in der Schweiz nicht nur in Zoos und privaten Hal­ tungen. Auch in der Natur leben verschiedene Arten. Das tönt gut, ist aber ein Problem. Denn heimisch ist bei uns nur die Europäische Karin Federer (30) Sumpfschildkröte. Und ist Tierärztin und sie wird zunehmend durch berichtet regelmäs­ eingeschleppte Schildkröten­ sig aus dem Walter arten bedroht. Zum Beispiel Zoo in Gossau SG. durch Rotwangen­ oder Gelbwangen­Schmuck­ schildkröten, die ursprüng­ lich aus Nordamerika stammen. Bei den etwa fünfliber­ grossen Jungtieren kommt so mancher Tierfreund ins Schwärmen und schafft sich solche Schildkröten an, denkt aber nicht an die Fol­ gen: Die Tiere werden bis zu 30 Zentimeter lang und bis zu 80 Jahre alt. Das wird

Bilder: Walter Zoo

vielen Tierhaltern irgend­ wann zu viel. Kurzerhand setzen sie die Tiere aus, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Die beschriebenen Arten verdrängen die einheimische Europäische Sumpfschild­ kröte. Zusätzlich gefährden eingeschleppte Schildkröten die Artenvielfalt, weil sie Amphibien, Insekten, Fische und Vogeleier fressen. Wer eine solche Schildkröte findet, darf sie nicht in der Natur lassen. Polizei bringt Schildkröte

Heute hat einmal mehr die Polizei eine Gelbwangen­ Schmuckschildkröte zu uns in den Zoo gebracht. Solche Funde erhalten wir mehr­ mals pro Jahr. Wie bei allen Neuankömmlingen führe ich zuerst einen Grundcheck durch. Das Tier ist gesund,

doch können sie sehr gross und vor allem sehr alt werden. Dies muss in die Überlegungen vor der Anschaffung mit einbezogen werden. Das Aussetzen von Haustieren – zum

Beispiel einer Schild­ kröte – ist verboten, auch wenn der Lebensraum für das Tier grundsätzlich stimmen würde. Die Auswirkungen auf die einheimische Tierwelt können verheerend sein. Die RotwangenSchmuckschildkröte darf in privaten

Aquarien, Teichen und Gärten grund­ sätzlich nicht mehr gehalten werden.

Schöner Fremdling: die Gelbwangen-Schmuckschildkröte.

wir können es in unsere Aussenanlage aufnehmen. Dort halten wir – mit Aus­ bruchsicherung und Sonder­ bewilligung – derzeit rund 40 Schildkröten. Und wir klären die Besucher dort auch gleich über das Problem der eingeschleppten Arten auf. Auch das ist eine Auf­ gabe unseres Zoos. MM

Bei Fragen zur Haltung, Vermehrung

oder zum Arten­ schutz von Land­ oder Sumpfschild­ kröten kontaktiert man die Schildkröten­ interessengemein­ schaft Schweiz: www.sigs.ch


90 | MM30, 25.7.2016 | LEBEN

Auto

Technik, die auch im Alltag überzeugt Einparkautomat, Spurassistent, Sessel mit Massagefunktion – Dinge, die die Herzen von Technikfans höher schlagen lassen. Doch ist der neue Renault Megane auch familientauglich? Die Hunkelers aus Arni AG machten die Probe aufs Exempel. Text: Timothy Pfannkuchen

Design «Sehr hübsch und dynamisch: ein echt schönes Auto, das von Passanten Lob bekommt. Drinnen ist die coole Nachtbeleuchtung in vielen Farben nicht nur für unsere Elina ein Hit.» Vanessa Hunkeler

Bilder: Holger Salach

O

ft macht ein einziger Mensch einen Riesenunterschied. Für Vanessa (32) und Markus Hun­ keler (38) aus dem aargauischen Arni ist das Tochter Elina (2). Für Renault ist es der Chefdesigner Laurens van den Acker: Nachdem er bei Mazda überzeugt hat, sorgt der Holländer nun beim französischen Autohersteller für tolle Formen und Linien. Renault strahlt designmässig derzeit ganz hell – auch im ganz wörtlichen Sinn: «Unter­ wegs zum Zelten in der Lenzerheide hat die variierbare, spacige Innenbeleuchtung unsere Elina super unterhalten», erzählt Vanessa Hunkeler schmunzelnd. Markus Hunkeler beurteilt als Erstes Stärke und Antrieb: «Er zieht toll, dreht nicht so toll – ein Diesel eben. Bergauf überholt man lieber nicht, doch das reicht so. Und er läuft schön ruhig. Der Normverbrauch von 3,7 Litern ist halt wie üblich unrealistisch. Im Test waren es 5 Liter, das ist okay.» «Der Megane ist wendig und insgesamt eher auf Komfort ausgelegt. Ob es wirklich vier Fahrmodi, von Eco bis Sport, braucht?», fragt sich Vanessa Hunkeler. Die Bereichs­ leiterin lobt: «Man fühlt sich wohl und sitzt gut: Mein Highlight ist die Massagefunktion des Sessels. Die Sicht nach hinten ist nicht ganz ideal, doch dank der Rückfahrkamera sehe ich alles.» Helferlein sind top

Die Assistenzsysteme des Golf­Konkurren­ ten kommen bei beiden sehr gut an. «Genial sind etwa Einparkautomat oder Spurassis­ tent», lobt der Betriebselektriker. «Der Preis des Autos ist aufgrund dieser Vollausstat­ tung fair.» Könnte sich die Familie vorstel­ len, für ein geräumiges Familienauto den neuen Megane zu wählen? «Jein», findet Vanessa Hunkeler: «Er überzeugt an sich rundum, ist perfekt für Familien und fährt auch so gut, wie er aussieht. Da wir aber beide ein GA und nur ein Auto besitzen, hätten wir gerne eines mit noch mehr Platz.» MM

95 g/km CO2 Grenzwert 2016 124 g/km Laderaum «Für Kinderwagen, Schlafsäcke und Zelt hats im Kofferraum genug Platz. Für Sommerferien zu dritt reicht es, im Winter mit Snowboard, Schlitten und mehr ist es wohl zu knapp.» Markus Hunkeler


LEBEN | MM30, 25.7.2016 | 91

Das Infotainment «Das System ist zwar etwas verspielt, aber nach etwas Eingewöhnungszeit super und überzeugend. Ich habe mir sofort die App heruntergeladen und spiele die ganze Zeit Discjockey.» Vanessa Hunkeler

Die Leserfamilie Hunkeler aus Arni AG war in einer Woche fast 1100 Kilometer weit im neuen Renault Megane unterwegs: Vanessa (32) und Markus (38) mit Elina (2). Die Auto-Testfamilie

Eine Woche gratis testen Testen Sie den neuen Suzuki Baleno als Mildhybrid. Bewerbung bis 31. Juli 2016 auf www.migrosmagazin.ch. Sie fahren den geräumigen Kleinwagen vom 22 . bis 29. August, sind mindestens zu dritt und erscheinen im Migros-Magazin. Wir wählen die Familie aus.

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Renault Megane dCi 110 EDC Antrieb: 1.5-R4-Turbodiesel, 110 PS, 250 Nm bei 1750/min, 6-Gang-DKG-Automat, Frontantrieb Fahrwerte: 0–100 km/h in 12,3 s, Spitze 187 km/h. Gewicht: 1386 kg. Umwelt: Normverbrauch 3,7 l/100 km = 95 g/km CO2, Energie A. Preis: ab 26 700 Franken (Basis: Megane TCe 100, 100 PS, ab 19 900 Franken).

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Das Cockpit «Toller Innenraum. Mich begeistert das Head-up-Display, das in Augenhöhe im Glas eingespiegelte Anzeigesystem. So muss ich nie mehr den Blick von der Strasse nehmen.» Markus Hunkeler

Antrieb: Hybrid (1.2-R4-Benziner und E-Motor), 90 PS, 5-Gang-Schaltung, Frontantrieb Umwelt: Normverbrauch 4,0 l/100 km = 93 g/km CO2, Energie B Preis: ab 19 990 Franken (Basis: 1.2, 90 PS, ab 15 990 Franken)


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LEBEN | MM30, 25.7.2016 | 93

Wettbewerb

Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin und das Hotel Allgäu Sonne verlosen zwei Mal das Paket «Wohlfühltage für zwei Personen» im Wert von je rund 1500 Franken. So machen Sie mit: Beantworten Sie folgende Frage:

Wie viele Sterne hat das Hotel Allgäu Sonne? Das Fünf-Sterne-Hotel Allgäu Sonne liegt an sonniger Lage in Oberstaufen (oben). Einer der beiden grosszügigen Innenpools.

2x Wohlfühltage für zwei Personen Wert: je 1500 Franken Glücksgriff

Wellness auch für Kerle Kosmetikanwendungen für den Mann, Sport bis zum Abwinken und Cocktails mixen: Das Migros-Magazin und das Hotel Allgäu Sonne verlosen zwei Wellnessaufenthalte für zwei.

M

änner ticken anders, wenn es um Schönheitspflege geht. «Kurz und effektiv muss eine Behandlung sein», sagen Christina und Sonja, die im FünfSterne-Hotel Allgäu Sonne für die Abteilungen Schönheit, Gesundheit und Wohlbefinden verantwortlich sind. Die beiden sprechen aus Erfahrung: Fast 50 Prozent aller Wellnessanwendungen werden inzwischen von Männern gebucht. Und die interessieren sich besonders für Massagen aller Art, wie Fussreflex-, Hot-Stone- oder Lomi-Massagen. Auch klassische Gesichtsbehandlungen stehen hoch

im Kurs. Auf der Liste «Reine Männersache» kann zwischen vier verschiedenen Anwendungen mit speziellen Männerkosmetikprodukten gewählt werden. Fitness, Wellness, Cocktails

Wer noch mehr für sich tun und vor allem selber aktiv werden will, der kann seinen Körper an modernsten Geräten in der hoteleigenen Fitnesswelt trimmen, die einen atemberaubenden Blick auf die Allgäuer Berge bietet. Die Landschaft ist perfekt für Mountainbike- und grössere Bergtouren. Auch Golfer kommen auf ihre Kosten. Entspannung gibts anschliessend in der Sauna und

einem der grossen Pools. Oder in einem Cocktail-Mixkurs beim Profi. Das Migros-Magazin und das Hotel Allgäu Sonne verlosen zwei Mal das Paket «Wohlfühltage für zwei Personen» im Wert von je 1500 Franken. Im Paket enthalten sind vier Übernachtungen im Landhaus-Doppelzimmer inklusive ¾-Genusspension, einer klassischen Gesichtsbehandlung, einem erfrischenden Meersalzkörperpeeling, einer Alpenkräuterpackung pro Person und der freien Nutzung der Wellness- und Fitnesswelt. Es können natürlich auch Frauen teilnehmen und gewinnen. MM Weitere Infos: www.allgaeu-sonne.de

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(1 Fr./Anruf) und nennen Sie Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, der Lösung, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt. Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit dem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Hotel Allgäu Sonne», Postfach, 8099 Zürich. Online: gratis auf

www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 31.7.2016 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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LEBEN | MM30, 25.7.2016 | 95

Kreuzworträtsel

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oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 31.7.2016, 24 Uhr

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 31.7.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Auflösung Nr. 29: REDEDUELL Gewinner Nr. 28: Franziska Abegglen, Gündlischwand BE; Rösli Büchel, Altstätten SG; Yvonne Meier, Zug; Iris Eleutheri, Frauenfeld; Margrit Schär, Grossdietwil LU Gewinner «Zusatz» Nr. 28: Bruno Marti, Alpnach OW; Walti Städeli, Embrach ZH; Markus Winkler, Hochdorf LU; Peter Walther, Bern; Heinz Siegrist, Unterentfelden AG


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LEBEN | MM30, 25.7.2016 | 97

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich die Bevölkerung der Schweiz mehr als ...? S

halbiert

F

verdoppelt

B verzehnfacht

2. An welchem Teil des Vierwaldstättersees liegt die Rütliwiese? A Gersauerbecken

I

Alpnachersee

R Urnersee

3. Aus der Bundesverfassung «Die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der ….» E

Schwachen

M Starken

N Jugend

So nehmen Sie teil

4. Auf welcher dieser Schweizer Münzen befindet sich die stehende Helvetia? I

2 Franken

A 20 Rappen

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 31.7.2016, 24 Uhr

K 5 Franken

5. Wer schrieb «Wilhelm Tell für die Schule»? S

F. Dürrenmatt

H M. Frisch

N G. Keller

6. Wann wurde die Schweizer Fahne offiziell angenommen? A 1864

E

1889

O 1914

7. Welcher Berg wurde am 1. August 1855 zum ersten Mal bestiegen? R Titlis

L

Matterhorn

I

Dufourspitze

8. Welches Instrument steht im Zentrum des Films «Musik der Alpen»? T

Alphorn

E

Schwyzerörgeli

N Hackbrett

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Auflösung Nr. 29: AQUARIUM

Gewinner Nr. 28: Elisabeth Hadorn, Bremgarten BE; Martin Meyer, Wohlen AG; Max Hess, Effretikon ZH

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1

E

5 3

4

Auflösung Nr. 29: THEKE Gewinner Nr. 28: Josef Salzmann, Naters VS; Willi Edelmann, Leimbach TG; Ruth Langenegger, Triesen FL

2

ANGE L EGT DERART I G D R E S SMA N EVANGE L E FUESSLER HONEGGER NEGL I GES NORDLAND R I NGER I N SEELACHS

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 31.7.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

2

3

4

5


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Bergbahnen Davos/Klosters

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LEBEN | MM30, 25.7.2016 | 99

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

1 4 9 2 2 5 5

3 7 6

3 8 7

8

Auflösung Nr. 29: 248

6 3 8

7

2

9 4 7 3 1 5 6 8 2

9 1 5

1 3 5 8 6 2 4 9 7

8 6 2 9 7 4 3 1 5

3 8 1 7 2 9 5 6 4

6 5 9 1 4 3 2 7 8

2 7 4 5 8 6 9 3 1

4 2 8 6 3 1 7 5 9

5 1 6 4 9 7 8 2 3

7 9 3 2 5 8 1 4 6

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 31.7.2016, 24 Uhr

Gewinner Nr. 28: Karin Meyer, Hausen AG; Ida Michel, Melchtal OW; Barbara Zivkovic, Mogelsberg SG; Lise-Marie Délétroz, Ayent VS; Elisabeth Felder, Escholzmatt LU

4 5 6 2 3 4

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 4 2 3 miteinander verbunden 2 1 2 2 2 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 2 und mehr als zwei Linien.

5 0 4 2 3 0

4

Auflösung Nr. 29:

4

4

1 0 2

2

2

2

2

4

1

0

1 1

1 2

6 3 2

3 2

4 2 3

3 1

4 3 3

Auflösung Nr. 29: 3 2 2

1 3

4

2

2

2

4

2

2

2 3

2

3

3 2

3

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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 386 000 (WEMF, MACH Basic 2016-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Reto Meisser

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Sonja, Leissing, Anna Meister, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West, Anette Wolffram Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Layout: Doris Oberneder (Creative Director), Margrit von Holzen Laetitia Buntschu Signer (Art Director), verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys Fax: 058 577 13 71

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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Mein Lieblingsprodukt

«Die Erdnüsse mit Wasabigeschmack sind praktisch und fein als Snack beim Fernsehschauen. Man muss sich ja auch etwas gönnen. Ich habe gern Scharfes wie in der kroatischen Küche.»

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Meine Welt

«Ich bin durch und durch Schweizer»

Markus Adzic mimt den Schweizer Nationalhelden bei den «Tellspielen» in Interlaken. Der Berner mit kroatischen Wurzeln lebt für seine Familie, das Theater und die Feuerwehr. Text: Claudia Langenegger

Bilder: Michael Sieber


LEBEN | MM30, 25.7.2016 | 103

1 Mein Requisit «Wir schiessen im Stück nicht scharf, das wäre zu gefährlich. Wir haben einen Trick, doch den verrate ich natürlich nicht.» 2 Mein Spiel «Ich liebe es, dem Alltag zu

entfliehen, in eine andere Rolle zu schlüpfen und in neue Welten einzutau­ chen. Am liebsten ist mir der Monolog, wenn ich allein mitten auf der Bühne stehe und ins Publikum schauen kann.» 3 Meine Familie «Meine Frau Daniela (39) und die Kinder Leonie (9) und Nico (6) sind das Wichtigste in meinem Leben. Als es mich nach einer mehrjährigen Pause 2012 wieder reizte, bei den ‹Tellspielen› mit­ zumachen, war klar: nur wenn die ganze Familie dabei ist. Sie spielen im Volk mit.» 4 Mein Zuhause «Ich mähe den Rasen

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und kümmere mich um das Gartenbeet. Wir haben Bohnen, Salat, Zucchetti, Kürbis und Erdbeeren. Manchmal hilft Leonie jäten, wenn sie Lust hat.» Name: Markus Adzic (42) Sternzeichen: Waage Beruf und Lebenslauf: Ich bin in Matten bei Interlaken BE aufgewach­ sen, lebe in Wilderswil BE und habe 1992 zum ersten Mal bei den «Tell­

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spielen» mitgespielt. Beim Casting für die jetzige Fassung fand der Regisseur Ueli Bichsel, ich sei ein geeigneter Tell. Adzic ist ein kroatischer Name, mein Vater kam als 18­Jähriger in die Schweiz und hat hier meine Mutter, eine Wilderswilerin, kennengelernt. Mein Spitzname ist ‹Tschitsch›. Nur selten reagiert jemand wegen meines Namens komisch, ich kann gut damit umgehen, denn ich bin ja durch und durch Schweizer. Ich habe Kälte­ anlagenbauer gelernt und arbeite bei der Bahn als Fachspezialist Klima.

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5 Mein Ding «Ich gehe damit auf den

Flugplatz in Matten, nehme dann immer Stühlchen und einen Sack Chips mit und verbringe mit den Kindern den ganzen Nachmittag dort.» 6 Mein Hobby «Wenn das Wetter gut ist, fahre ich gerne aufs Geratewohl herum. Ich plane die Route nie von vornherein. Ich schalte ab und geniesse die Freiheit.» 7 Meine Leidenschaft «Ich bin seit 24 Jahren bei der Feuerwehr. Ich finde 5

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es toll, für die Bevölkerung da zu sein. Heute bin ich Einsatzleiter, habe eine Gruppe von 35 Leuten unter mir.»


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