Skip to main content

Migros-Magazin-29-2022-d-NE

Page 1

Ausgabe Neuenburg-Freiburg, AZA 1953 Response Zentral

migros.ch/magazin | MM29, 18.7.2022

SOMMERRÄTSEL SEITE 59

MÜSSEN WIR ALLE BALD STROM SPAREN? Seite 12

So schmeckt Fleisch aus dem Labor

Geld oder Liebe? 54 Fragen an Rapper Sido Seite 44

Piste gut

Wieso Martin Schacher auf saftigen Wiesen Ski fährt Seite 22

Bild: Herbert Zimmermann

Seite 38

DAS WALLIS WIRD ZUM PFADI-HOTSPOT Seite 25 Adressänderungen bitte der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst, Tel: 058 574 83 37, an den Nachmittagen von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr, oder per E-Mail: registre.mnf@migrosnf.ch


Jetzt profitieren: Attraktive Angebote mit bis zu 50% Rabatt.

SALE

33% 929.–

33% 399.–

vorher 1390.–

vorher 599.–

Lounge-Gruppe SANTORINI

Hängesessel BAHIA

Aluminiumgestell pulverbeschichtet, weiss, inkl. Kissen (waschbar), 2-er Sofa, 173 x 65 x 70 cm, Récamiere, 65 x 185 x 70 cm, Couchtisch, 68 x 68 x 32 cm 7534.171

Sie sparen

350.– 940.– vorher 1290.–

Gasgrill Spirit EPX-325S GBS 3 Brenner, Zündsystem: elektrische Zündung, Grillfläche: 61 x 45 cm 7535.767

doitgarden.ch/sale

Stahlgestell pulverbeschichtet beige, Kunststoffgeflecht natur, Kissen Polyester beige, max. 130 kg Belastbarkeit, Hängekorb: 67 x 81 x 122 cm, Gestell: Ø x H: 95 x 193 cm 7534.162

40%

269.– vorher 449.–

Akku-Rasenmäher ARM 3740 Li Lithium-Ionen-Akku 40 V/4,0 Ah, Schnittbreite 37 cm, zentrale Schnitthöhenverstellung 5-fach, 2,5–7,5 cm, 40 l Grasfangkorb, für Flächen bis 350 m², 17,2 kg 6307.893

20% 7.95 vorher 9.95

Topfrosen Diverse Farben, 2er-Set, im 12 cm Topf 3003.232


20% 39.95

25% 89.25

199.– vorher 349.–

Schlagbohrschrauber 18 Li-2 Set

vorher 49.95

vorher 119.–

Alle MIOCAR Autobatterien z.B. B1, 44 Ah, 440 A 6204.282

Bubble Bum Sitzerhöhung schwarz, aufblasbar, mit Schulterführungsgurt, für Kinder ab 3 bis 12 Jahre, erfüllt die ECE-Norm R44/04, pro Stück 6214.517

20% 55.90

20% 99.–

vorher 69.90

vorher 135.–

Alle HAILO Innen- und Aussenleitern z.B. Klapptritt Safety Plus, 2 Stufen Auch erhältlich: Haushaltsleiter L95 6309.141

41%

Gesamtes MIOCOLOR Mix-Sortiment Innen- und Fassadenfarben sowie Acryl-Lacke und -Lasuren, individuell im Wunschfarbton mischbar z.B. Mix-Dispersionsfarbe Premium, 2,5 l 6601.522

50%

999.– vorher 1699.–

Klimagerät Fresco 180 2000 W, Kühlleistung 18 000 Btu, Entfeuchterleistung 52,8 l/24 h, Luftumwälzung 680 m³/h, 24-h-Timer, geeignete Raumgrösse bis 70 m², inkl. Fernbedienung und 1,5 m Schlauch 6142.407

ONLINE SHOPPING

42%

Aus über 25 000 Artikeln auswählen.

vorher 799.–

Aufblasbare Whirlpools

vorher 6.25

Gesamtes UHU Klebersortiment z.B. Alleskleber Super Strong & Safe, 7 g 6630.587

vorher 39.95

z.B. Whirlpool London, Ø: 125 cm, für 3 Personen, inklusive Bodenplane, Poolabdeckung, Motorblock und Heizung, Ø x H: 165 x 70 cm 6473.476

Live-Videoberatung

33% 4.15

25% 29.95

399.–

HEUTE BESTELLT, MORGEN GELIEFERT:

18 V, 2 x 2,0 Ah, Leerlaufdrehzahl 1500 min-1, max. Schlagzahl 25 500 S/Min., max. Drehmoment 50 nm, max. Bohr-Ø Holz/Stahl/Beton: 35/13/13 mm, inkl. Werkzeugkoffer und 50-tlg. Zubehörset 6161.287

Aufbewahrungsbox Compact A3 3er-Set, 38 l, L x B x H: 57 x 40 x 25 cm 6038.117

Gratis Click & Collect

Gratis Postversand ab Fr. 75.–

Gratis Lieferung an rund 700 Standorte in Ihrer Nähe.

Aktionen gültig vom 19.7. bis 25.7.2022, solange Vorrat.


4 | 18.7.2022 | MEINE MIGROS

Jetons

Zweites Leben für ausrangierte Lunchboxen: Die Take-Away-Modelle der Migros sind jetzt auberginefarben statt grün. Ein Teil der grünen Boxen wurde zu Jetons für Einkaufswägeli verarbeitet. Erhältlich in einigen MigrosRestaurants und an «slowUp»-Events.

IN KÜRZE Billiger ins Tessin Sind Sie noch auf der Suche nach einem ­Urlaubsziel? Famigros bietet seinen Mitgliedern einen Rabatt von zehn Prozent auf Interhome-Fe­ rienwohnungen und -Häuser im Tessin; buchbar bis 31. Juli, gültig für Ankünfte vom 9. Juli bis 31. August. Infos auf www.migmag.ch/ famigros-interhome Ein Brunch für alle Selbstgemachter Zopf, Apfelwähe, Rösti mit Spiegelei, Käseplatte und Birchermüesli: Ein Brunch auf dem Bauernhof passt perfekt zur 1.-August-Feier. Auf brunch.ch kann man den gewünschten Hof auswählen. Die Reservierung ist obligatorisch. Der Event zum ­Nationalfeiertag wird von der ­Migros unterstützt.

Sonnenschirm Queens, 200 cm Durchmesser, UV-Schutz 50+ Fr. 59.95 Erhältlich bei Micasa .ch

SONNENSCHUTZ IM RETRODESIGN Die Vintage-Sonnenschirme sind zurück, erkennbar an den Fransen, die so schön im Wind wehen.

+

Die Modelle sind so praktisch wie stilvoll und verschönern Balkon und Terrasse.

–

Sie wollen nicht den Eindruck erwecken, wie ein Nerd in der Vergangenheit zu leben? Dann kombinieren Sie das Vintage-Stück mit modernen Elementen.


MEINE MIGROS | 18.7.2022 | 5

142 Lehrstellen sind derzeit in der ganzen Migros-Gruppe für den Lehrbeginn nach den Sommerferien noch offen. Die Auswahl ist gross: Detailhandelsfachfrau/-mann, Koch/Köchin, Automatiker/-in und Polymechaniker/-in. Die Liste aller offenen Stellen gibts auf migros-gruppe.jobs.

Ein richtiger «Nature Hero» Andri Beck liebt das «Wässerle». Der Zweijährige füllt sein Kännchen in der grossen Zinkwanne und giesst jeweils die Pflanzen oder den Rasen, schreibt uns seine Mutter Gabrielle Beck, die das Foto eingesandt hat. Die Giesskanne stammt übrigens aus der Migros-Sammelaktion «Nature Heroes».

Bilder: Migusto, zVg, Galaxus.ch/ZvG, Getty Images

Infused Water Täglich sollte man bis zu zwei Liter Wasser trinken. Ohne Abwechslung bei den Aromen wird dabei vielen schnell langweilig. Da kommen die Rezepte für aromatisierte Wassersorten von iMpuls gerade recht – etwa Kokos-Ananas, Granatapfel-Rosmarin oder Gurke-Thymian. www.migmag.ch/infusedwater


Bild: Nik Hunger

6 | 18.7.2022 | AUGENBLICK


AUGENBLICK | 18.7.2022 | 7

11:51 Uhr

Migros-Moment in Winterthur Mithilfe von Gebiss­ abdrücken produziert das Migros-Unternehmen Bestsmile massgeschneiderte Zahn­spangen für ­Erwachsene. Die transparenten Spangen im Mund sind fast ­unsichtbar. Das Foto ist am 27. Juni e ­ ntstanden.


Ab 19.7.22 in der Migros App

Das grosse Cumulus-Stempelfieber

Aktivieren Sie die Cumulus-Stempelkarte in Ihrer Migros App und sichern Sie sich mit jedem dritten Einkauf über Fr. 20.– die nächsthöhere Belohnung! Vom 19. Juli bis 22. August 2022 in jeder Migros-Filiale, in allen VOI-Filialen oder Alnatura Bio-Supermärkten. Pro Tag kann maximal ein Stempel gesammelt werden. Weitere Informationen sowie die Teilnahmebedingungen finden Sie in der Migros App.

So smart geht Einkaufen: Einfach die Migros App herunterladen und sofort Einkäufe planen.


INHALT | 18.7.2022 | 9

26

PFADIFAN

Olivia (8) ist gespannt, welchen Pfadinamen sie im Bundeslager erhält. Dazu Zahlen, Fakten und Porträts.

Impressum

10 Die Tochter des Pfarrers Katharina Arzt schaut auf ihre Kindheit mit einem Priester als Vater zurück 12 Strom wird erst 2035 knapp Der ETH-Energieexperte sorgt sich um AKW-Ersatz und nicht um Blackouts 17 1, 2 oder 3? 18 Auberginen: Rezepte und Tipps 22 Grasski-Ass Martin Schacher PFADI-DOSSIER 25 Die Zahlen zum Bundeslager im Goms 26 Die Erwartungen der Teilnehmenden 31 Die Fakten zu den Pfadfindern 32 Die Pfadi für Kids mit Beeinträchtigung

MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen ­ Kapitals, Organ des­Migros-­ Genossenschafts-Bundes, migros.ch/magazin Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 840 848 Kontakt: www.migmag.ch/leser

37 Pflanzensitting: Worauf achten? 38 Bald Fleisch aus dem Labor? In Israel entwickeln es zwei Firmen für die Migros. Wie schmeckt das?

Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner

43 Rentenplanung für junge Mütter

Art Direktion Barbara Pastore Auflage/Leserschaft Beglaubigte Auflage: 1 549 174 Ex. (WEMF 2021) Leserschaft: 2 211 000 (WEMF, MACH Basic 2022-1)

44 Heitere Aussichten Rapper Sido beantwortet 54 Fragen – und wir verlosen 20 Open-Air-Pässe 47 Stadt, Land, Stutz

Gedruckt in der Schweiz

49 So geht Haarpflege am Strand

Ausführliches Impressum: ­www.migmag.ch/impressum

M-Infoline

Tel.: 0800 840 848

Cumulus-Infoline Tel.: 0848 850 848

8 Rp./Min. aus dem Schweizer Festnetz

Anzeige

Bild: Herbert Zimmermann

Abonnemente www.migmag.ch/abo Tel.: 058 577 13 00

52 Ihre Region: News, Repos, Aktionen 59 Sommerwettbewerb, Rätsel, Spiele 62 Migros-Liebe in der Metalli Zug


10 | 18.7.2022 | FAMILIENGESCHICHTE

Mein Vater, der Priester

Katharina Arzt ist nach dem frühen Tod der Mutter bei deren bester Freundin aufgewachsen. Ihr Vater, pflegte im Verborgenen engen Kontakt zu ihr. Hier erzählt die 41-Jährige ihre Geschichte. Text: Seraina Sattler, Anna Six Bild: Simon Koy

sage: ‹Komm, steh auf und spiel mit mir!› Doch jemand sagt: ‹Das geht jetzt nicht, leg dich einfach ein bisschen zu ihr.› Als sich meine Mutter entschied, ins Krankenhaus zu gehen, war es schon zu spät. Sie war nur zwei Tage dort, dann starb sie an einer Lungenentzündung. Da war sie knapp vierzig. Und ich dreieinhalb. Als nach dem Tod meiner Mutter klar war, dass ich bei ihrer besten Freundin im Jura aufwachsen würde, liess sich mein Vater in die Schweiz versetzen. Er zog in die Nähe von Basel. Und ich lebte mit meiner Zweitmutter, deren Freund und deren Sohn in einer Lebens- und Produktionsgemeinschaft im Jura, früher eine Kommune. Katholisch – und anthroposophisch

Wie mir meine Zweitmutter erzählte, wachte ich anfangs jede Nacht auf, musste weinen und wollte zu meiner Mutter. Meine Zweitmutter stiess ich von mir weg. Sie zog sogar Pullis von meiner Mutter an. Sie probierte alles, um mir ein heimeliges Gefühl zu geben. Sie versuchte, mir alle Liebe zu ersetzen. Ich nässte ein, musste wieder Windeln tragen und schlief teilweise nur auf ihrem Bauch. Als ich in der ersten Klasse war, zogen wir um. Wir lebten wieder in einer anthroposophischen Gemeinschaft, und meine Zweiteltern arbei-

Bild: zVg

«Meine Eltern hatten sich bei der Arbeit kennengelernt. Mein Vater war Pfarrer in einer katholischen Kirchgemeinde in Köln, meine Mutter arbeitete dort als Sozialarbeiterin. Natürlich konnten sie ihre Liebe nicht offen leben. Ich weiss, dass sich meine Mutter schon länger ein Kind gewünscht hatte. Mein Vater plante nicht, ein Kind zu bekommen. Doch als ich unterwegs war, entschied er sich klar für mich. Er war sogar bei meiner Geburt dabei. Offiziell als Fotograf. Deshalb habe ich Fotos von meiner Geburt – das gab es in der damaligen Zeit wahrscheinlich nicht so oft. Kurz danach anerkannte mein Vater die Vaterschaft. In seiner Kirchgemeinde konnte er nicht bekannt geben, dass er ein Kind bekommen hatte. Der Bischof jedoch, sein Vorgesetzter, wusste es. So wie ich das mitgekriegt habe, hat man meinem Vater empfohlen, keinen Kontakt zu mir zu haben. Das hielt er aber nicht ein. Wir lebten sogar eine Weile zusammen in einer Art Wohngemeinschaft. Es war ein altes Haus, in dem Zimmer an verschiedene Leute vermietet waren. Ich lebte mit meiner Mutter dort, und mein Vater mietete ebenfalls ein Zimmer. Ich habe kaum Erinnerungen an die Zeit, bevor meine Mutter gestorben ist. Ich sehe aber noch vor mir, wie sie im Bett liegt und ich zu ihr

teten als Hauseltern in einer RudolfSteiner-Heimschule. Wenn mein Vater bei uns war, schlief er auf einer Matratze in meinem Zimmer. Alle wussten, dass dieser Mann mein Vater war – und Priester. Das war kein Thema. Für ihn und dadurch auch für mich gab es kein Spannungsfeld zwischen dem Katholizismus, in dem er sich bewegte, und der anthroposophischen Welt, in der ich lebte. In beiden spielen die Werte Menschlichkeit, Gemeinschaft und Wertschätzung für das, was einem gegeben wird, eine grosse Rolle. Und mein Vater sieht den Katholizismus sowieso kritisch. Das war schon immer so. Als ich sieben war, erklärte er mir, dass er Priester sei und was das bedeute. Ich erinnere mich an das Gespräch unter vier Augen in unserem Garten, doch die Information be­ eindruckte mich nicht gross. Wahrscheinlich verstand ich es noch nicht so richtig, oder es war mir egal, weil es für mich keinen Unterschied machte. Erst nach und nach begriff ich, dass es unter diesen Umständen schon seine Besonderheit hat, dass es mich gibt. Offiziell war ich das Pflegekind meiner Zweitmutter. Vom Gefühl her ist sie meine Mutter. Am Anfang nannte ich sie Mama, irgendwann

Der Vater besucht die damals dreijährige Katharina. Später liess er sich nach Basel versetzen, damit die Distanz zur Tochter nicht zu gross wurde.


FAMILIENGESCHICHTE | 18.7.2022 | 11

wechselte ich zum Vornamen. Ich wusste immer, dass ich noch eine andere Mutter habe. Meine Zweitmutter erzählte dauernd Sachen von ihr – das tut sie heute noch. Sie sagt: ‹Deine Mutter hätte jetzt wahrscheinlich das und das gesagt oder dir das und das geschenkt.› Meine Zweit­mutter hielt meine Mutter wert­schätzend präsent. An Weihnachten in «seine» Messe

Heute blickt Katharina Arzt ohne Bitterkeit oder Groll auf ihre Kindheit zurück.

Lange dachte ich, dass mir meine Mutter nicht viel mitgeben konnte, weil ich ja nur bis dreieinhalb bei ihr war. Doch seit ich selbst ein Kind habe, merke ich, was für eine wichtige Zeit das ist. Dass in der Schwangerschaft und im Kleinkindalter viele Grundlagen gelegt werden. In den vergangenen Jahren sagte ich meiner Zweitmutter immer wieder, wie dankbar ich ihr sei, dass sie mich auffangen konnte, sodass ich keinen Schaden ­davontrug. Sie antwortete: ‹Deine Mutter hat die Grundlagen gelegt.›

«Als ich sieben war, erklärte er mir, dass er Priester sei und was das bedeute.» Katharina Arzt

Ab und zu war ich über Weihnachten beim Vater und besuchte seine Messe. Beim Gottesdienst, in dem er in die Pension verabschiedet wurde, sang ich in der Kirche. Offiziell als Patenkind. Dass ich nicht als Tochter in Erscheinung treten durfte, war für mich kein Problem. Ich weiss, dass sich andere Priesterkinder ungewollt fühlen, doch mein Vater war stets für mich da. Heute noch stelle ich fest, dass es die Leute irritiert, wenn ich von meiner Kindheit erzähle. Manche sind entsetzt und sagen: ‹Krass! Du Arme!› Dann antworte ich: ‹Keine Sorge, es geht mir gut. Das ist einfach meine Geschichte.› MM Aus «Anders aufgewachsen – 11 Kindheiten im Porträt» von Seraina Sattler/Anna Six, Verlag Christoph Merian 2022; Fr. 24.80 bei exlibris.ch


12 | 18.7.2022 | INTERVIEW

Geht uns im Winter der Strom aus?

Flächendeckende Stromausfälle werde es wohl nicht geben, sagt ETH-Energieexperte Konstantinos Boulouchos. Er erklärt, was zu tun ist, damit es auch in ein paar Jahren nicht so weit kommt. Text: Ralf Kaminski, Benita Vogel

Müssen wir für Strom in der Schweiz bald doppelt oder dreifach so viel bezahlen? Nein, bis 2030 erwarte ich keine dramatische Entwicklung. Statt 1 Franken pro Person und Tag wie heute, werden wir viel­ leicht 1.30 bezahlen müssen. Deswegen geht niemand pleite. Was treibt die Preise? Der Krieg in der Ukraine? Das ist nur ein Teil des Pro­ blems. Wir hatten 2021 in


INTERVIEW | 18.7.2022 | 13

Idealer Ort für eine Solaranlage: Der Stausee Lac des Toules im Val d’Entremont VS

zitätswerke solche Pro­bleme lokal eingrenzen könnten.

Bilder: Getty Images, Alessandro Della Bella

Also kein Totalausfall? Nein, ich rechne weder mit einem landesweiten Stromausfall noch mit Rationierungen für Privathaushalte. Wir müssen aber alle das Stromsparpotenzial ausschöpfen.

vielen Monaten in ganz Europa sehr wenig Wind – ein äusserst seltenes Ereignis. Diese Energie fehlte im Markt; es gab einen Run auf Gas, was die Preise schon vor dem Krieg steigen liess. Auch die Versorgungslage löst Ängste aus. Wird es im Winter zu wenig Strom geben? Man kann das nicht ausschliessen, die Gefahr besteht jedoch aus meiner Sicht nur bei einer Extremsituation, in der vieles zusammenkommt. Und was wäre das? Zum Beispiel wenn fast die Hälfte aller Kernkraftwerke in Frankreich ausser Betrieb bleibt und gleichzeitig bei allen an­ deren Energieformen Mangel herrscht. Ich vertraue aber darauf, dass die Schweizer Elektri-

Was stimmt Sie so zuversichtlich? Ich sage nicht, dass ein Blackout unmöglich ist, ich halte ihn nur für unwahrscheinlich. Bis eine Überlastung durchs Stromnetz in einem Haushalt ankommt, dauert es eine Weile – es gibt für Netzbetreiber zuvor genügend Möglichkeiten einzugreifen. Meine Sorge sind weniger Blackouts als eine regelmässig wiederkehrende Mangellage, die uns immer wieder zu Einschränkungen zwingt. Aber mit Umsicht kann man die Energieversorgung gewährleisten. Wieso warnen denn zurzeit alle vor einem Blackout? Für die Zeit nach 2035, wenn die Nuklearkraft nach und nach wegfällt, braucht die Schweiz eine klare Strategie, wie grössere Mengen Energie bereitgestellt werden können. Auf das Thema aufmerksam zu machen, ist also richtig. Im Sommer haben wir keine Probleme, es geht lediglich um die zweite Winterhälfte. Wenn wir jetzt nicht sicherstellen, dass wir mehr Strom produzieren können, bekommen wir in 15 Jahren ein Problem. Wodurch ersetzen wir die wegfallende Atomkraft? Mit Solarenergie, unterstützt von dezentralen Kraftwerken, die mit erneuerbaren Brennstoffen betrieben werden. Die Fotovoltaik ist technisch, ökonomisch und von ihrer sozialen Akzeptanz her die ­einzige neue Energiequelle, die hierzulande grössere Mengen liefern kann. Windenergie ist das nicht? Nein. Wind und auch zusätzliche Kleinwasserkraftwerke

führen zu endlosen, langwierigen Diskussionen und würden am Ende nur wenig zur Lösung des Problems beitragen. Ich würde die zahllosen Kleinkriege in diesen Bereichen deshalb beenden und ganz auf Solarenergie fokussieren – eine Konzentration der Kräfte also. Wie viel Energie müssen wir denn überhaupt ersetzen? Etwa 15 Terawattstunden bei einem künftigen Gesamtverbrauch von 75; also rund ein Fünftel, vor allem im Winter. Einsparen lässt sich das nicht? Nein. Zwar sinkt der Stromverbrauch pro Kopf trotz wachsender Bevölkerung seit Jahren leicht. Die Zahl der Elektroautos und Wärmepumpen wird aber weiter wachsen, das führt zu zusätzlichem Strombedarf.

«Fotovoltaik ist die einzige neue Energiequelle, die hierzulande grössere Mengen liefern kann.» Was halten Sie von den Forderungen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern oder gar neue zu bauen? In der Schweiz gibt es ja zum Glück anders als in Deutschland kein fixes Enddatum. Unsere Kernkraftwerke dürfen so lange laufen, wie sie sicher betrieben werden können. Will man das verlängern, müssten die Betreiber früher oder später nochmals Geld in sie stecken. Und diese machen natürlich eine KostenNutzen-Analyse und schalten dann vielleicht lieber ab, als ­erneut in etwas zu investieren, das nur noch über eine beschränkte Lebensdauer verfügt. G ­ ösgen und Leibstadt sind jünger und

Der Energieexperte Konstantinos Boulouchos (66) ist emeritierter Professor für Energietechnik an der ETH Zürich und spezialisiert auf Energiesysteme. Er ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Neben der Schweizer hat er die griechische Staatsbürgerschaft. Boulouchos lebt in Zollikon ZH.

könnten vielleicht noch bis 2040 laufen, aber das ist schwer abzuschätzen. Und Neubauten? Die sind vor allem erst einmal sehr teuer. Wenn Sie heute in Europa ein Kernkraftwerk in der Grösse von Leibstadt bauen wollen, müssen Sie im Voraus zehn Milliarden Franken auf den Tisch legen. Nicht zuletzt wegen hoher Sicherheitsanforderungen. Zwar kann man die Inves­ titionen über 30 oder 40 Jahre amortisieren, aber niemand weiss, ob dann die Technologie noch konkurrenzfähig ist. Deshalb würde in der Schweiz derzeit keiner eins bauen, selbst wenn es rechtlich möglich wäre. Wieso werben bürgerliche Politiker dann alle paar Wochen für eine Renaissance der Atomkraft? Es geht vor allem darum, diese Diskussion am Leben zu halten, weil sich die Situation in 15 Jahren vielleicht verändern könnte. Auch ich finde, dass man aufgeschlossen sein sollte für die mittlere bis längerfristige Zukunft, also ab 2040 – je nach technologischer Entwicklung. Ein neues AKW käme also auf jeden Fall zu spät? Es ist schwer vorstellbar, dass ein solcher Bau hierzulande vor


Benvenuto Da Emilio!

Unsere neue Marke für authentischen, original italienischen Genuss. H e rge ste llt in I t t raditione lle n Ralie n nach e ze pte n.

20x CUMULUS

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 18.7. bis 24.7.2022, solange Vorrat

Neu 4.95

Da Emilio Pomodori secchi della Puglia 150 g, in grösseren Filialen erhältlich


INTERVIEW | 18.7.2022 | 15

2050 realisiert werden könnte. Und dann ist man, inklusive Rückbau, für 70 Jahre an diese Technologie gebunden. Das liegt viel zu weit in der Zukunft, um darin die Lösung heutiger Pro­ bleme zu sehen – im gesamten mitteleuropäischen Raum.

Weshalb kommt die Solarenergie nicht schneller voran? Bei Privaten muss es passen, das ist nicht immer ganz leicht. Und bei grösseren Projekten gibt es nicht nur viele Widerstände, wir müssen auch zusehen, dass die notwendige Infrastruktur fürs Stromnetz zur Verfügung steht. Das heisst? Das Stromnetz muss im Sommer etwa mit den Überkapazitäten tagsüber klarkommen, also müs­ sen die rund 800 lokalen Elektri­ zitätswerke das Verteilnetz aus­ bauen. Hauptproblem ist aber die Trägheit des Systems, weil es komplex ist, so viele Akteure bei der Infrastruktur involviert sind und so viele kleine Zahnräder nicht nur bewegt, sondern gut aufeinander abgestimmt werden müssen. Und das auch noch international. Aber wir hätten in der Schweiz das Potenzial, mit Solarenergie rund 30 Tera­ wattstunden dazuzubauen. Und wo wäre das am ehesten möglich? Gebäudedächer sind eine gute Sache. Ordentlich was bringen würden alpine Anlagen auf etwa 2000 Metern Höhe. Anders als im Mittelland lässt sich dort im Winter fast so viel Strom gene­ rieren wie im Sommer. Doch das bedingt nicht nur hohe In­

«Es wird wohl schwierig, den Temperaturanstieg auf unter zwei Grad zu begrenzen.» vestitionen, es gibt auch grosse Widerstände von Umweltver­ bänden wegen des Landschafts­ bilds. Ideal wäre, wenn man dort bauen würde, wo schon Stau­ seen sind, denn da gibts die not­ wendigen Leitungen bereits. Oft bekämpfen sich Naturund Klimaschützer, und beide haben irgendwie recht. Gibts eine gute Lösung? Ein gangbarer Kompromiss wäre wohl, gewisse Bereiche im Land für erneuerbare Energie zu reservieren und den ganzen Rest unberührt zu lassen. Man müss­ te sich nur einig werden, welche Landschaften man quasi für die Stromgewinnung opfert. Diese Diskussion läuft auch schon, es gibt Umweltverbände, die diese Idee stützen, aber auch lokal verwurzelte, die sie ablehnen. Es ist eine Art Mediationsprozess. Würde ein Stromabkommen mit der EU helfen? Es wäre ein sehr wichtiger Baustein. Gerade für die we­ nigen Stunden im Winter, die wir in Mangellagen abdecken müssen. Ich hoffe, da findet sich in den nächsten Jahren eine gute Lösung. Bräuchte es generell mehr internationale Kooperation?

Ja. Das betrifft nicht nur den Bau von Leitungen und Strom­ erzeugungsanlagen, sondern auch den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Brennstoffe. Es macht sich etwa politisch gut, in der EU ab 2035 keine neuen Benzinautos zuzulassen, wie es kürzlich das EU-Parlament be­ schlossen hat. Man kann so Ent­ schlossenheit demonstrieren. Nur: Woher kommt der Strom für all die Elektroautos? Zur Not halt aus Kohlekraftwerken? … was natürlich völlig absurd wäre. Aber angesichts der Wider­ stände gegenüber den Windund Solarprojekten müssen wir aufpassen, dass wir den Umstieg von fossilen Energien nicht zu sehr forcieren, bevor wir eine saubere Lösung für die Produktion des dafür benötigten zusätzlichen Stroms haben. Der Umstieg muss graduell und gekoppelt erfolgen. Und Autos zu elektrifizieren ist das eine, Verkehrsflugzeuge und Fracht­ schiffe wird man mit Batterien aber nicht betreiben können, dafür wären sie viel zu gross und schwer. Was wäre denn die Lösung? Brennstoffe aus erneuerbaren Quellen wie synthetisches Kero­ sin, Methanol oder synthetischer Diesel. Sie basieren auf Wasser­ stoff, werden mit Elektrizität hergestellt und müssen dort pro­ duziert werden, wo der Strom besonders günstig ist – an Orten mit viel Sonne oder Wind wie im Nahen Osten, in Afrika oder Süd­ amerika. Deshalb sind internationale Kooperationen wichtig.

Gibt es denn bereits die Technologie dafür? Es gibt erste Pilotprojekte von grossen Energiefirmen. Wenn wir das clever machen, wird das die Situation in weniger als 20 Jahren bahnbrechend verändern. Die Schweiz könnte dann bei einer Strommangellage dezentrale Blockheizkraftwerke damit betreiben, und die Indus­ trie könnte Hochtemperaturwärme daraus beziehen. Die Herausforderungen sind die Produktion im grossen Stil und der Preis. Zudem braucht es ­beträchtliche Investitionen. Von wie viel Geld sprechen wir? Die Energiebranche investiert weltweit jährlich drei bis vier Trillionen Dollar nur in die Produktions- und Verteilungsinfrastruktur. Man müsste aber auch bestehende Anlagen ab­ schreiben und gleichzeitig die Finanzierung für neue Anlagen aufbringen. Das wird teuer. Zugleich droht die Klimaerwärmung. Schaffen wir es noch, den Anstieg auf unter zwei Grad zu begrenzen? Ich befürchte, es wird schwierig. Das Problem ist erkannt, die Politik bemüht sich, auch viele Unternehmen haben begonnen, auf klimaneutrales Wirtschaften umzustellen. Aber wenn gewisse Staaten nicht mitmachen, be­ steht die Gefahr, dass andere Unternehmen auf diese Länder ausweichen und weitermachen wie bisher. Die Frage ist, ob wir es wirklich schaffen, schnell ge­ nug eine weltweite Kooperation aufzugleisen, und zwar technologisch und finanziell. MM

Anzeige

Über 25 Jahre Erfahrung

80 Anlagen in der Schweiz

BAUM ALS LETZTE RUHESTÄTTE Wir sind die Erfinder dieser Alternative zum Friedhof und beraten Sie gerne. FriedWald GmbH | 8265 Mammern | Tel. 052 741 42 12 | www.friedwald.ch

Im Kleinen

Grosses bewirken Ihre Spende lässt Bohnen in den Himmel wachsen. www.heks.ch PC 80-1115-1

Gratisinserat


Vanille oder Schokolade? Probiere doch beides!

lade? o k o h c S r e b e r doch li e d o e l l i n d eine a n V u n e r e i t u k Jetzt mitdis us Biscoff gewinnen! n Lot o i t a r s t a n o M

20x

Neu 2.95

Lotus Biscoff Sandwich Schokolade 150g

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 19.7. bis 1.8.2022, solange Vorrat.


KOLUMNE | 18.7.2022 | 17

Das Schuhwunder

1, 2 ODER 3? Ich bin ständig am Schuhe­ kaufen. Nur leider nicht für mich. Der Kleine (6) und der Grosse (11) haben ­einen enormen Schuhverschleiss. Als Babys haben sie sich die Schuhe von den Füssen gerissen und aus dem Kinder­ wagen geschmissen. Nun gehen ihre Schuhe zwar nicht mehr verloren, dafür in kürzester Zeit kaputt. Einige Fuss­ ballspiele und Kletterpartien reichen, und schon sehen die Sneakers aus, als wären sie seit Generationen getragen. Hält sich ein Modell für einmal er­ staunlich gut, wachsen die Jungs im Nu daraus heraus. Beim Grossen kann man förmlich dabei zuschauen, wie ­seine Füsse wachsen. Er trägt bereits ­Grösse 43. Die Turnschuhe des Kleinen sind auch schon wieder knapp und erst noch löchrig. Am liebsten hätte er dasselbe Modell eine Nummer grösser. Und siehe da. Am Tag der geplanten Shoppingtour stehen plötzlich seine Turnschuhe in Grösse 35 statt 34 vor der Tür. Neu. – Und jetzt? MM 1 Wunder sollte man nicht hinterfragen. 2 Ich versuche herauszufinden, wie es zu

Illustration: Lisa Rock

dieser Verwechslung gekommen ist. 3 Bei 2,2 Millionen Leserinnen und Lesern ist diese Kolumne der effizienteste Weg, das Schuhopfer zu finden.

Monica Müller (48) hat zwei ­Buben, e ­ inen Mann, einen Job, ­einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Antwort 3: Sachdienliche Hinweise nehme ich gern entgegen. Zu meiner Verteidigung: Ich habe zumindest halbherzig versucht, das Mysterium zu k ­ lären. In nächster Umgebung ist das Schuhopfer jedenfalls nicht zu Hause. Anzeige

Die HERAG AG, ein Schweizer Familienunternehmen, verhilft ihren Kunden seit bald 40 Jahren zu mehr Unabhängigkeit, Sicherheit und Komfort. Mit perfektem Service.

Uetikon am See T 044 512 48 61

Moudon T 021 510 76 56 www.stannah.ch

hier abtrennen

Bleiben Sie mit uns mobil!

Senden Sie mir Ihre Gratisinformationen Name

MIG/02

Vorname

Strasse In Zusammenarbeit mit

HERAG AG Treppenlifte Tramstrasse 46 8707 Uetikon am See sales@stannah.ch www.stannah.ch Lugano T 091 210 71 18

PLZ/Ort

Telefon

Coupon ausfüllen und einsenden an: HERAG AG, Tramstrasse 46, 8707 Uetikon am See


18 | 18.7.2022 | GENUSS

Glasierte Miso-Auberginen Kleine Mahlzeit für 4 Personen 4 kleinere Auberginen à ca. 200 g Salz 1 Knoblauchzehe 3 cm Ingwer 50 g Misopaste 1 ½ EL Rohzucker 3 EL Sesamöl 2 EL Essig, z. B. Reisessig 1 kleine Zwiebel ½ Granatapfel 2 Limetten 2 EL Sesamsamen Koriander und Basilikum, z. B. violetter Basilikum Zubereitung 1. Auberginen längs halbieren.

Schnittflächen rautenförmig einschneiden, die Haut dabei nicht verletzen. Mit Salz bestreuen, dann Auberginen ca. 30 Minuten Wasser ziehen lassen. 2. Inzwischen den Grill auf 200 °C vorheizen. Knoblauch

Heiss auf Aubergine Das Nachtschattengewächs aus Asien hat sich in unserer Küche längst zum Sommerliebling entwickelt. Rezepte und Tipps zur wandlungsfähigen Eierfrucht.

Texte, Rezepte, Bilder und Styling: Migusto

und Ingwer fein reiben. Mit Miso, Zucker, Sesamöl und Essig zu einer Glasur verrühren. Auberginen mit Haushaltspapier abtupfen. Schnittflächen mit Glasur bepinseln. Auf Rost bei indirekter Hitze 20–25 Minuten beidseitig grillieren, bis das Fruchtfleisch weich, aber noch in Form ist. Zwiebel in feine Ringe schneiden. Granatapfelkerne auslösen. Limetten in Stücke schneiden. Auberginen auf einer Platte anrichten, mit restlicher Glasur bepinseln. Sesam, Zwiebelringe, Granatapfelkerne und Kräuter darüberstreuen. Limettenstücke dazu anrichten.


GENUSS | 18.7.2022 | 19

TIPP

Roh sind Auberginen schwach giftig. Erst gutes Durchgaren baut den Stoff Solanin ab.

Entrecôte und AuberginenTomaten-Salat vom Grill

TIPP

Mit Salzen entzieht man Auberginen ­Wasser, in der Pfanne spritzt es dann ­weniger. Sie schwitzen so auch allfällige ­Bitterstoffe aus.

Auberginenpaste und grillierte Zitrone Eine orientalisch inspirierte Beilage zu Grilladen: Zitronensaft und Kreuzkümmel runden den Auberginengout ab, mit serviert wird grillierte Zitrone. Rezept auf migusto.ch

Alle Rezepte auf migusto.ch

TIPP

Auberginen erst kurz vor dem Verwenden kaufen. Kühl, aber nicht im Kühlschrank ­gelagert, bleiben sie bis zu zwei Tagen frisch.

Hauptmahlzeit für 4 Personen 2 Knoblauchzehen 7 EL Olivenöl 3 Auberginen 2 Entrecôtes à 250 g Salz schwarzer Pfeffer aus der Mühle 500 g verschiedenfarbige Cherrytomaten, z. B. gelb, rot 100 g Schnittsalat, z. B. Babyleafs ½ Bund Basilikum 1 Zitrone Zubereitung Grill auf 200 °C vorheizen.

Knoblauch pressen, mit Öl mischen. Auberginen längs achteln. Entrecôtes mit Salz und Pfeffer würzen. Fleisch und Gemüse mit etwas Knoblauchöl bestreichen. Auber­ ginen ca. 8 Minuten, Fleisch beidseitig je 4 bis 6 Minuten bei mittlerer Hitze rosa grillieren. Die Tomaten in der Grillschale ca. 5 Minuten mitgrillieren. Die Entrecôtes tranchieren, mit Gemüse und Salat anrichten, mit Salz und Pfeffer würzen und mit restlichem Öl beträufeln. Basilikum dar­überzupfen. Die Zitrone in Schnitze schneiden, Saft nach Belieben darüberträufeln.


MAX

Ein wohl unschlagbares Top-Angebot zur schönsten Reisezeit!

Herbstzauber auf Sizilien

Preis pro Person r ab

im Doppelzimme

Traumaussicht von Taormina auf den Ätna

>> 7 Tage Reisen, 5 Tage bezahlen - mit 5 Sterne Hotel direkt am Meer!

Fr.

899.REISEHIT 24

LEISTUNGEN - ALLES SCHON DABEI!

Einmalige Herbstaktion!

Sie sparen

Fr. 200.Plätze solange Vorrat

✓ Fahrt im komfortablen Extrabus ✓ Fährüberfahrten Genua-Palermo / Palermo-Genua mit 2 Übernachtungen inkl. Frühstück (Basis Doppelkabine Innen) ✓ 3 Übernachtungen im Hotel Cefalù Sea Palace *****, Cefalù ✓ 1 x Übernachtung im 4-Sterne Hotel im Raum Genua ✓ 4 x Frühstück in den Hotels ✓ 4 Nachtessen in den Hotels ✓ Geführter Ganztagesausflug “Cefalù & Madonie” inkl. Imbiss bei einem Bergbauern ✓ Geführter Ganztagesausflug «Ätna & Taormina» ✓ Geführter Ganztagesausflug «Palermo & Monreale» inkl. Eintritt Kreuzgang von Monreale ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Ihr Reiseprogramm: Palermo

Cefalù

Monreale Madonie

Ätna

Taormina

Sizilien Mittelmeer

Top Erstklasshotel in Cefalù

!

Cefalù Sea Palace ***** Ihr Erstklasshotel zum Superpreis Freuen Sie sich auf ein ausgezeichnetes Hotel mit komfortablen Zimmern und sehr guter Küche! Hervorragende Lage direkt am Meer & nur 5 Minuten zu Fuss von der Altstadt entfernt.

Jetzt sofort Plätze sichern!

Tel. 0848 00 77 88

1. Tag – Anreise nach Genua Fahrt im komfortablen Extrabus nach Genua. Am Abend Einschiffung auf unser modernes Fährschiff in Richtung Palermo. 2. Tag - Auf See – Palermo Geniessen Sie ein paar Sonnenstunden an Deck. Am Abend erreichen wir Palermo. Ausschiffung und Transport in unser Tophotel an der Uferpromenade von Cefalù. Nachtessen im Hotel. 3. Tag – Cefalù & Madonie Gebirge Heute Morgen bummeln wir durch die malerischen Altstadtgassen von Cefalù. Das zauberhafte Mittelmeer-Städtchen gehört zu den schönsten Orten Italiens. Nach etwas Zeit zur freien Verfügung fahren wir durch schöne Landschaften in die Madonie-Berge. Freuen Sie sich auf eine einzigartige Vegetation und unvergessliche Ausblicke auf die Äolischen Inseln und verschlafenen Bergdörfern. Zum Abschluss des Tages kehren wir bei einem Bergbauer ein und geniessen lokalen Käse & Salami – gemütliche Stunden in guter Gesellschaft! Nachtessen im Hotel. 4. Tag – Ätna & Taormina Der 3340 m hohe Vulkan ist der höchste Europas. Durch herrliche Zitronenhaine, karge

Berglandschaft und vorbei an erkalteten Lavaströmen erklimmen wir den Berg. Von der Aussichtsplattform in 2000 m Höhe geniessen wir dann einen atemberaubenden Blick über die Ostküste Siziliens. Am Nachmittag geht es nach Taormina. Flanieren Sie über den Corso Umberto und besuchen Sie die steil abfallenden Gärten und kleinen Handwerksläden. Ein Besuch des weltbekannten griechischen Theaters macht Ihren Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Nachtessen im Hotel.

Wählen Sie Ihr Reisedatum:

5. Tag – Palermo & Monreale Am Morgen erkunden wir die lebhafte Hafenmetropole Palermo. Prunkvolle Paläste wechseln sich ab mit typisch südländischen Strassenszenen – herrlich! Das ruhigere Kontrastprogramm erwartet uns am Nachmittag in Monreale. Das grossartige Kloster ist Höhepunkt jeder Sizilien Reise und wird Sie mit dem fantastischen Kreuzgang (Eintritt inbegriffen) begeistern. Am späten Abend legt unser Fährschiff in Richtung Genua ab.

Cefalù Sea Palace*****

6. Tag - Auf See Nach einem schönen Tag auf See erreichen wir gegen Abend den Hafen in Genua. Nachtessen & Übernachtung in der Region Genua. 7. Tag – Heimreise Heute treten wir die Heimreise an.

Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf

28. Oktober - 3. November 2022 7. - 13. November 2022 * *Superspardatum

Preis pro Person im Doppelzimmer

Im Top-Erstklasshotel

Normalpreis: Fr. 1099.Aktionspreis: Fr. 899.-* * Aktionspreis/Superspardatum gültig solange Vorrat

Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: Einzelzimmer-/Kabinen-Zuschlag: Fr. 199.(Fähre und Hotels) Saisonzuschlag Reise vom 28.10.: Fr. 60.Auf Wunsch Doppelkabine Aussen: Fr. 50.Allfälliger Treibstoffzuschlag Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person (entfällt bei Online-Buchung) Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur, Zürich


GENUSS | 18.7.2022 | 21

Teigwarengratin mit Auberginen Hauptgericht für 4 Personen, für Gratinform à 30 × 25 cm 400 g Auberginen Salz ca. 80 g Mehl ca. 1 dl Olivenöl 350 g Krausnudeln ca. 4 dl Tomatensugo 1 Bund gemischte Kräuter, z. B. Petersilie, Oregano 20 g Parmesan 2 EL Paniermehl 1 EL getrockneter Oregano

Spinatsalat mit Auberginen und Pflaumen Der originelle Salat aus Spinat und scharf angebratenen Auberginenschnitzen mit Pflaumen, Oliven und Sesamkrokant ist schnell und ganz einfach zubereitet. Rezept auf migusto.ch

Zubereitung 1. Auberginen in 4 mm dicke

Scheiben schneiden. Mit Salz bestreuen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Gemüsescheiben mit Haushaltspapier trocken tupfen. Auberginen im Mehl wenden, gut abklopfen. In einer beschichteten Bratpfanne in etwas Öl portionenweise hellbraun braten. Herausheben und auf Haushaltspapier legen. 2. Teigwaren in Salzwasser

knapp weich kochen. Abgiessen und gut abtropfen lassen. Pasta mit der Tomatensauce mischen. Kräuter hacken und dazugeben. Mit den Auberginenscheiben lagenweise in eine ofenfeste Form schichten. Mit Auberginen abschliessen. Käse fein reiben. Mit Paniermehl und Oregano mischen, dann über den Gratin streuen. Mit restlichem Olivenöl beträufeln. Teigwarengratin in den kalten Ofen schieben. Bei 170 °C ca. 30 Minuten backen. Nach Belieben mit Kräutern bestreuen.

TIPP

Weiche Auberginen eignen sich am besten für Pürees.


22 | 18.7.2022 | SPORT

Super-G auf Gras

Skifahren im Sommer ist für Martin Schacher Alltag, und zwar auf saftigen Alpwiesen. Besuch bei einem der besten Grasskifahrer der Schweiz. Text: Simon Koechlin

Bilder: Herbert Zimmermann

Ein Griff an den Helm, die Skistöcke in Position gebracht, ein paar tiefe Atemzüge. Martin Schacher ist bereit. Kräftig stösst er sich ab und stürzt den steilen Hang hinunter. Kurvt um das erste Tor, dann um das zweite. Wie auf Schienen rollt er durch den Klee und das Gras, das auf der Bergwiese ­unterhalb des Berggasthauses Marbachegg spriesst. Es ist ein wolkenloser Julitag. T-Shirt-Wetter, auch auf 1500 Metern über Meer. Von Schnee keine Spur. Aber den kann Schacher für seinen Sport sowieso nicht gebrauchen. Der 27-jährige Elektroinstallateur aus Escholzmatt im Entlebuch ist nämlich einer der besten Grasskifahrer der Schweiz. ­Heute trainiert er gemeinsam mit seinem Nationalteam­ kollegen Mirko Hüppi. Grasski hat viel mit alpinem Skifahren gemeinsam. Trotz der sommerlichen Temperaturen tragen die Fahrer Skidress, Stöcke, Helm, Handschuhe und Skischuhe. «Auch die Bewegungsabläufe sind dieselben wie im Winter», sagt Martin Schacher. «Wer Skifahren kann, lernt das Grasskifahren schnell.» Wenn er sich denn traut. Denn Grasskifahren brauche schon etwas Mut, sind sich Schacher und Hüppi einig.

Das liegt am ungewohnten ­Untergrund und an den Grasski, die nur 80 Zentimeter bis einen Meter lang sind. Sie funktionieren wie Kettenfahrzeuge. Über einen Gurt laufen Elemente, die Rollen enthalten. Ölen statt wachsen

Schacher hat am Morgen biologisch abbaubares Öl in die Rollen geträufelt, damit sie gut laufen. Bremsen ist mit der Raupenkonstruktion nicht möglich. «Wenn man unterwegs ist, muss man es durchziehen bis ins Ziel», sagt Schacher. Dort braucht man viel Platz, damit der Grasski­ fahrer mit einer grossen Auslaufkurve hangaufwärts zum Stillstand kommen kann. Die besten Fahrer erreichen durchschnittliche Tempi von 80 bis 90 Kilometern pro Stunde und liegen auch schon mal im Gras. Am vergangenen Wochenende sei er gleich dreimal gestürzt, erzählt Schacher. «Auch Stürze gehören zum Besserwerden.» Allerdings komme es beim Grasskifahren meist zu weniger schweren Verletzungen als im alpinen Skisport. Knieverletzungen etwa sind seltener, unter anderem wegen des kürzeren Skis. Schacher hat die erste Trainingsfahrt des Tages sauber ins Ziel gebracht. Rasch bringt ihn der Tellerlift wieder hoch an den

Start. Die Grasski rasseln, als er auf die Startrampe fährt. «Mit der Zeit verfängt sich Sand und Erde in den Kunststoffrollen», sagt er. «Dann werden sie lauter und langsamer, und man muss die Rollen auswechseln.» Sagt es – und donnert bereits wieder die Piste hinunter. Zum Grasski-

fahren gekommen ist Martin Schacher schon als Bub, als ­Mitglied im (alpinen) Skiclub Escholzmatt. Der Trainer organisierte eine Grasskilektion. «Als ich dann den Sprung in e­ inen ­Kader verpasste, stieg ich von Schnee auf Gras um.» 2010, in der achten Schulklasse, nahm


SPORT | 18.7.2022 | 23

«Als ich den Sprung in einen Kader verpasste, stieg ich von Schnee auf Gras um.» Martin Schacher

Martin Schacher ist Mitglied im Schweizer GrasskiNationalteam. Er trainiert von Mitte April bis Ende September an fast jedem Wochenende.

er am ersten Grasski-Welt­cuprennen teil. Heute zählt er zu den Top-15-Grasskifahrern im Inter­nationalen Skiverband FIS. Viel Aufwand, wenig Preisgeld

«Grasskifahren macht Megafreude», sagt er. Der Weltcupzirkus – zu den starken Nationen

gehören Italien, Tschechien, ­Österreich und bei den Frauen auch Japan – sei wie eine grosse Familie. «Jeder hilft jedem.» Was vielleicht auch daran liegt, dass es ausser Ruhm und Ehre nicht viel zu gewinnen gibt. 330 Franken erhält der Sieger ­eines Weltcuprennens.

Trotzdem betreibt Schacher mit viel Freude einen enormen Aufwand für sein Hobby. Von Mitte April bis Ende September ist beinahe jedes Wochenende für Trainings und Rennen verplant. Auch neben der Piste gibt es viel zu tun. Denn die Grasski-­ gemeinschaft ist klein. An Weltcuprennen nehmen nur drei Schweizer Fahrer teil. Das Betreuer- und Helferteam besteht vornehmlich aus Familie und Freunden. Sponsoren gibt es nur wenige, dafür treue. Geht ein Grasski kaputt, greift Schacher deshalb selbst zum Schraubenzieher. Den Trainingsparcours

von diesem Samstag hat er eigen­ händig ausgesteckt. Ein letzter Start vor der Mittagspause. Noch einmal wuchtet Martin Schacher sich von der Startrampe. Derart eng nimmt er die Kurven, dass seine Schultern Tor für Tor wegdrücken. Er kommt in den flacheren Teil, rollt über einen Teppich, der zur Schonung der Skirollen über ein Kiessträsschen gelegt ist. Die letzten Tore – und schon schwingt er elegant ab in den Zielraum. Er ist bereit für das nächste Rennen: den Heimweltcup auf der Marbachegg, das grosse Saisonziel. MM


Frisch. Mild. Cremig.

QR-Code scannen und mehr erfahren!

e s rezept, h c li r ü t a n s Ein tiger genus r a ig z in e ein

19% 5.50

Caprice des Dieux 330g

statt 6.85 Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 19.7. bis 25.7.2022, solange Vorrat

Zuverlässiger Schutz Always Discreet mit ultradünnem Saugkern

re e t Always Disc t als so f o r Einlage n ab hält lich g er Grosspackun

20x

20x

PUNKTE

PUNKTE

Neu

Neu 9.95

Always Discreet Hygieneeinlagen Normal Big Pack, 24 Stück

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 19.7. bis 1.8.2022, solange Vorrat

9.95

Always Discreet Hygieneeinlagen Long Big Pack, 20 Stück


PFADI | 18.7.2022 | 25

Im Pfadiland Goms Vom 23. Juli bis 6. August treffen sich rund 30 000 Jugendliche im Goms VS zum grossen Bundeslager der Pfadi. Fakten zum Grossanlass und einige Geschichten und Hintergründe zur Pfadi auf den folgenden Seiten.

300

Text: Rahel Schmucki

Pfadis aus aller Welt sind am BuLa vertreten, darunter aus dem Vereinigten Königreich, aus Schweden, Tschechien, ­Polen, Serbien, Finnland, Italien, Belgien und den USA. Die Pfadi gibts in 170 Ländern.

Das Lager hat ein Budget von 25 Millionen Franken. 50 Prozent davon machen Lagerbeiträge der Teilnehmenden aus, 25 Prozent kommen aus Erträgen des Merchandising, 25 Prozent steuern Sponsoren bei, unter anderem die Migros Wallis. Mit einer 2500 Quadratmeter grossen Filiale auf dem Feld und Pick-up-Stationen stellt sie die komplexe Logistik sicher. Für die ganze Woche werden unter anderem 68 Tonnen Brot gebacken.

Kinder und Jugendliche sind 2022 im Goms dabei. Damit wird es das bisher grösste Schweizer BuLa.

Illustrationen: Getty Images, Bild: Keystone/Eddy Risch

1200

600

So viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind für die Organisation des diesjährigen Lagers verantwortlich. Die erste Sitzung fand bereits 2017 statt.

Für das BuLa wurde eine Sonderbriefmarke kreiert, auf der Post ist sie noch immer erhältlich. Auf der Marke sind fünf Pfadikinder am Lagerfeuer zu sehen. Wenn man an der Marke «rubbelt», riecht sie nach Rauch.

25 Mio.

30 000

Pro Jahr finden in der Schweiz 1200 Pfadilager statt. Weltweit das erste überhaupt fand 1907 in England statt.

1

25 000

Das letzte BuLa fand 2008 im Linthgebiet statt. Damals nahmen 25 000 Jugendliche teil.

50 000

14

Das BuLa findet nur alle 14 Jahre statt.

In der Schweiz gibts die Pfadi seit 1910. Über 50 000 Jugendliche und Kinder machen heute mit. Damit ist sie hierzulande die grösste Jugendorganisation. Auf der ganzen Welt zählt sie über 60 Millionen Mitglieder.


26 | 18.7.2022 | PFADI

«Ich freue mich auf Zelten und Lagerleben» Die Hälfte der Ferien opfern, eine lange Vorbereitungszeit und dazu oft noch viel Verantwortung? Dennoch freuen sich diese sieben Pfadis seit Jahren auf das Bundeslager im Goms. Text: Rahel Schmucki

• Seraina Schwizer, Sie sind

Seraina Schwizer (33) Winterthur

Pfadiname: Kolibri

Aufgabe im Bundeslager: Hauptlagerleiterin In der Pfadi seit: «Als ich sieben Jahre alt war, gab es einen Schnuppertag. Es hat mir so gut gefallen, dass ich bis heute nicht aufgehört habe.»

eine der Co-Lagerleiterinnen im Bundeslager. Wie muss man sich diese Aufgabe vorstellen? Gemeinsam mit zwei anderen teile ich mir die Position, die man mit der eines CEO in einem grossen Unternehmen vergleichen könnte. Unsere Organisation besteht aus rund 600 ehrenamtlichen Personen, deren Arbeit ich koordiniere und begleite. Zudem bin ich für das Budget, für Verträge mit Partnern oder auch für die Beschaffung von Zelten oder Holz verantwortlich. Machen Sie das alles ehrenamtlich? Halb, halb. Der Grossteil der Arbeit ist ehrenamtlich. Zusätzlich teilen wir drei Co-Lagerleiterinnen und -leiter ein Teilzeitpensum, sodass wir bei unserem «anderen» Job reduzieren konnten. Nebenbei arbeite ich als Stadtplanerin.

Von wie vielen Stunden Arbeit sprechen wir da? Der Arbeitsaufwand betrug anfangs etwa 20–30 Stunden pro Woche. Jetzt kurz vor dem Lager sind es sicher 40 bis 50 Stunden pro Woche. Ich habe jeden Abend eine Sitzung und am Wochenende häufig ganztägige Planungsanlässe. Wieso investieren Sie so viel Zeit in diese Aufgabe? Das frage ich mich manchmal auch. Es macht aber viel Spass, mit alten und neuen Freunden einen solch grossen Anlass auf die Beine zu stellen. Und ich kann sehr viel lernen. Wir mussten etwa über die Sicherheit von einem Geldtransport diskutieren und eine Trafostation einrichten. Ich bin für ein Budget von 25 Millionen Franken verantwortlich. Ich weiss nicht, in welchem Job ich das alles sonst hätte lernen können. Was ist Ihre grösste Sorge vor dem BuLa? Das Wetter, das können wir leider nicht kontrollieren.

Nina Maeder (29) Bern

Pfadiname: Silencia

Aufgabe im Bundeslager: Notfallärztin Das ist für mich Pfadi: «Der Rauch von einem Lagerfeuer, den man noch lange an den Kleidern riecht. Wir nennen das bei uns das Pfadiparfüm.»

• Schnittwunden, Atemnot

und Ausschläge gehören zum Alltag von Nina Maeder. Die 29-Jährige ist Assistenzärztin auf der Notfallstation im Lindenhofspital in Bern und in ihrer Freizeit begeisterte Pfadfinderin. Im BuLa engagiert sie sich als Helferin im Lagerspital. «Für einen Grossanlass von 30 000 Teilnehmenden und täglich zusätzlich ungefähr 7000 Angehörigen, die zu Besuch kommen, braucht es ein Sanitätsteam für Notfälle», weiss Maeder. Das Notfallzentrum wird in einem Zelt aufgebaut und bietet zwei Intensiv- und 22 normale Behandlungsplätze. Das Sanitätsteam behandelt dort rund um die Uhr vor allem kleinere Verletzungen wie Schnittwunden, Sonnenstiche oder Knochenbrüche. «Wir rechnen aber auch mit grösseren Notfällen, weil täglich viele Eltern und Grosseltern zu Besuch kommen.» Um gratis weiterarbeiten zu können, gibt Maeder zwei von ihren fünf Wochen Ferien her. «Die Pfadi und meine Arbeit als Ärztin sind beides Leidenschaften von mir. Im BuLa kann ich sie perfekt verbinden.» Dazu erhalte sie Einblick, wie man ein Spital im Zelt organisieren kann. «Vielleicht kann ich dieses Wissen auch einmal bei einem Auslandseinsatz gebrauchen.»


PFADI | 18.7.2022 | 27

Angela Singer (31) Zürich

Pfadiname: Mango

Aufgabe im Bundeslager: Mottofigur Das erinnert mich an die Pfadi: «Fotzelschnitte und Sandsturm»

• Im BuLa haben die Teil-

Mattis Lohri (8) Bilder: Herbert Zimmermann (1), zVg (3)

Luzern

Pfadiname: Nikan

Aufgabe im Bundeslager: Teilnehmer bei den Wölfli (Kinder von 7 bis 11 Jahren) Lieblingsessen in der Pfadi: «Frässpäckli»

• Mattis, seit wann bist

du in der Pfadi? Seit drei Jahren, ich war schon bei den Bibern, die Kleinsten in der Pfadi. Meine Eltern haben mich einmal zum Schnuppern geschickt, und es hat mir riesig gefallen. Hast du schon einen Pfadinamen? Ich heisse Nikan, das ist Indianisch und bedeutet «Guter Freund». Was machst du am liebsten? Am liebsten bin ich draussen am «fighte». Ich spiele zum

Beispiel gern Bulldoggen, da kämpfen zwei Bulldoggen (Kinder) gegen den Rest. Die beiden Bulldoggen heben ein Kind hoch, rufen «1, 2, 3 Bulldogge», und das Kind wird dann ebenfalls zur Bulldogge. Wer am Schluss noch übrig ist, hat gewonnen. Was ist dein Lieblingspfadiessen? Das Frühstück schmeckt mir am besten. Und die «Frässpäckli» mit den Süssigkeiten, die uns die Eltern jeweils schicken.

Für wie lange gehst du ins BuLa? Ich gehe mit den Wölfli knapp eine Woche ins Lager. Und worauf freust du dich am meisten? Ich habe noch nie in einem Pfadilager gezeltet. Darum freue ich mich besonders auf das Zelten. Und allgemein auf das Lagerleben.

nehmenden eine Mission: Die unbekannte Welt Mova, in der ganz viele Tiere wohnen, ist eben in sieben Kontinente auseinandergebrochen. Das Pfadimeitli Vinci (13) und der Pfadijunge Tarantula (11) haben diese Welt entdeckt und wollen diesen Tieren gemeinsam mit 30 000 Pfadis helfen. Natürlich dürfen da auch die zwei Hauptfiguren auf dem Lagerplatz nicht fehlen: Angela Singer spielt das Pfadimeitli Vinci. Dafür setzt die Marketingfrau des Migros-GenossenschaftsBundes die Hälfte der Ferienzeit ein. Schon seit dem Alter von sieben Jahren war sie Samstag für Samstag im Wald. «Ich habe in der Pfadi sehr viel gelernt, was mir noch heute im Leben nützt. Nun möchte ich etwas zurückgeben», sagt sie. Erholsame Ferien werden es nicht. «Aber eine Zeit, in der ich Büro und Alltag ganz vergessen kann.»


Jetzt in deiner Migros!

20x CUMULUS

2.95

Oreo Crunchies das Mini vom Original.

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 19.7 bis 1.8.2022, solange Vorrat

CH_Oreo_Inserat_Migros_209x141_dfi_2.indd 1

12.07.22 16:49


PFADI | 18.7.2022 | 29

• «Das BuLa ist

mein erstes Pfadilager. Wir schlafen da eine Woche in einem grossen Zelt. Das ist für mich nichts Neues, da wir mit der Familie jeden Sommer campen. Als Unterstützung nehme ich meinen ‹Hasi› mit. ‹Hasi› ist ein Plüschhase, der seit meiner Geburt immer bei mir schläft. Am meisten freue ich mich auf die Taufe, bei der ich und meine zwei Freundinnen hoffentlich endlich einen Pfadinamen bekommen.»

Yanick Stadler (25) St. Gallen Pfadiname: Callafie

Aufgabe im Bundeslager: Kontrolle und Sicherheit der Lagerbauten Das ist für mich Pfadi: Dreckige Wanderschuhe

Olivia Fasciati (8)

• In fast jedem Pfadilager

Chur

Pfadiname: Erhält ihren Namen wahrscheinlich im BuLa

Aufgabe im Bundeslager: Teilnehmerin bei den Wölfli (Kinder von 7 bis 11 Jahren) Lieblingsessen in der Pfadi: Schoggibananen

• «Seit 2018 steht für mich Michael Hoffmann (29) Basel

Pfadiname: Hulk

Bilder: Herbert Zimmermann (1), zVg (2)

Aufgabe im Bundeslager: Leiter für Kinder mit Beeinträchtigungen und Koch Lieblingsessen in der Pfadi: «Dosenravioli. Aber nur nach einer anstrengenden Aktivität, und wenn sie über dem Feuer gekocht worden sind.»

fest, dass ich im Bundeslager dabei sein werde. Das Pfadilager war immer schon fixer Bestandteil meines Sommerprogramms. Ich arbeite beim Kanton BaselStadt und habe fünf Wochen Ferien. Zwei davon gebe ich gern fürs BuLa her. In der ersten Woche leite ich eine Gruppe der ‹Pfadi Trotz Allem›, die Pfadi für Kinder mit Beeinträchtigungen. In der zweiten unterstütze ich die Lagerküche. Mit vier anderen Köchinnen und Köchen bereiten wir jeden Tag drei Mahlzeiten für 85 Personen zu. Das machen wir vor allem über dem Feuer, aber wir haben auch noch einen Gaskocher dabei. Die Essensbestellung mussten wir bereits im Frühling aufgeben, damit die Lagerleitung das Essen für 30 000 Teilneh-

mende organisieren konnte. Alle Kinder und Jugendlichen essen an einem Tag mehr oder weniger dasselbe Menü, aber jede Pfadigruppe hat eine eigene Lagerküche dabei, die für sie kocht. Die Küchenteams können entscheiden, ob sie das Essen mit oder ohne Fleisch zubereiten. Zum Beispiel gibt es an einem Tag Älplermagronen, dazu kann man Speckwürfeli bestellen. Das BuLa ist auch für mich ein spezielles Lager, weil es mein letztes Pfadilager sein wird. Wenn ich daran denke, macht es mich ein bisschen traurig. Aber mit 29 gehöre ich schon zu den älteren Leitern und mache nach dem BuLa gern Platz für die ­jüngere Generation.»

steht in der Mitte der braunen Schlafzelte ein Sarasani. Das mehrere Meter hohe Zelt, gebaut aus Baumstämmen und Militärblachen, dient als Aufenthaltsort für die Kinder und Jugendlichen, wenn es regnet oder die Sonne vom Himmel brennt. «Einige Gruppen planen, zehn Meter hohe Türme zu bauen. Eine Gruppe will ihr Aufenthaltszelt unter einer Brücke zwischen zwei Türmen aufhängen», weiss Yanick Stadler schon. Zusammen mit einer Kollegin ist er für die Sicherheit dieser Bauten im BuLa zuständig. Für dieses Vorhaben braucht es viel Material und viel Wissen, damit die Zelte nicht beim ersten Windstoss umfallen. Jede Pfadigruppe, die ins BuLa kommt, musste deshalb vorab eine Art Bauplan für die grossen Zelte und Türme an das Team um Yanick Stadler schicken. In den vergangenen Wochen hat der Holzbauingenieur in Ausbildung rund 1400 Pläne studiert, überprüft und im Zweifelsfall Verbesserungen verlangt. Eine grosse Verantwortung für einen 25-Jährigen. Dafür bezieht er fünf Wochen unbezahlten Urlaub. MM


TM

Premium Qualität in der recycelbaren Vorteilsbox

c e l bare 1 0 0% re c yung* * Ve rpac k

51% Energizer Max Alkali Batterien AA oder AAA, 32er Pack, 34.95 statt 71.60

*Im Vergleich zur IEC-Norm 2015 für die Standard-Mindestdauer in Taschenlampen. **Ausgenommen Siegel auf bestimmten Verpackungen.

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 19.7. bis 1.8.2022, solange Vorrat

Verbrauchte Batterien müssen der Verkaufsstelle zurückgebracht werden.

Bis zu 100% * längere Leistung


PFADI | 18.7.2022 | 31

Wieso tragen Pfadis eine Uniform? In welchem Alter kommt man zu den Bibern und den Wölfli, und hat die Pfadi etwas mit der Kirche oder dem Militär zu tun? Acht Fakten. Text: Rahel Schmucki

Ab welchem Alter kann man bei der Pfadi mitmachen? Die Pfadi ist in fünf Altersstufen eingeteilt, ab fünf Jahren stehen allen die «Biber» offen, ab etwa sechs geht man bereits zu den «Wölfli» und mit rund zehn zu den «Pfadis». Mit etwa 14 Jahren gehts zu den «Pios» und mit 17 zu den «Rovern».

Was macht man in der Pfadi überhaupt? Die Kinder und Jugendlichen treffen sich normalerweise am Samstagnachmittag für zwei bis drei Stunden. Oft gehen sie in den Wald, machen Feuer, suchen einen Schatz oder verfolgen auf einer Schnitzeljagd Räuber. Aber auch Aktivitäten wie Erste-Hilfe-Üben oder das Knoten-Knüpfen fehlen heute nicht. Die Pfadi wird meist von Jugendlichen und jungen Erwachsenen geleitet, die früher selbst in der Pfadi aktiv waren.

Warum geben sich Pfadis oft die linke Hand? Weil die linke Hand näher beim Herzen liegt. Diese Begrüssung ist Zeichen von gegenseitigem Vertrauen und von Freundschaft.

Wieso haben alle Pfadis einen Pfadinamen? Mit der Taufe, meist überraschend angesetzt, werden die Pfadis erst definitiv in die Gruppe aufgenommen. Dabei erhalten sie einen Namen. Dieser sollte möglichst einzigartig sein und positive Eigenschaften oder besondere Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen zum Ausdruck bringen. Begegnen sich zwei Pfadis, sprechen sie sich normalerweise mit diesem Übernamen an, teils auch, wenn sie längst nicht mehr aktiv sind.

Hat die Pfadi etwas mit der Kirche zu tun? Nein, sie ist grundsätzlich konfessionsneutral. Es gibt in der Schweiz aber Gruppierungen, die dem Verband der Katholischen Pfadi angehören und mit einer Pfarrei zusammenarbeiten.

Wie stark ist die Pfadi militärisch geprägt? Da der englische Gründer Baden-Powell (rechts) als Ausbildner in der königlichen Armee tätig war, hat er einige Organisationsstrukturen und Rituale vom Militär übernommen. Die Pfadi hatte aber nie die militärische Ertüchtigung zum Ziel, im Vordergrund standen und stehen bis heute gemeinsame Erlebnisse in der Natur.

Was hat es mit dem Pfadigruss auf sich? Beim Gruss strecken Pfadis die mittleren drei Finger der rechten Hand in die Höhe und legen den Daumen über den kleinen Finger. Der Daumen über dem kleinen Finger steht für den Schutz des Schwächeren durch den Stärkeren. Die drei mittleren Finger symbolisieren die Suche nach Sinn und Ziel des Lebens, die Verantwortung gegenüber den Mitmenschen und eine stetige Auseinandersetzung mit sich selbst. Die Pfadi-Wölfe haben einen eigenen Gruss.

Wieso tragen Pfadis eine Uniform? Für das erste Lager 1907 lud Pfadigründer Robert Baden-Powell ( kurz: BiPi) 21 Jungen mit unterschiedlicher Herkunft ein. Damit sie sich äusserlich nicht unterschieden, erhielten alle eine Uniform. Auch heute noch tragen einige Pfadis ein Hemd mit den Andenken an frühere Lager, dazu ein farbiges Halstuch. Dieses wird neben Foulard auch Pfadikrawatte genannt. Viele Pfadigruppen tragen auch ein eigenes T-Shirt oder einen bedruckten Pullover.


32 | 18.7.2022 | PFADI

Nichts hält sie von der Pfadi ab

Die Pfadi ist für alle Kinder da. Auch solche mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen. Ein Nachmittag bei der «Pfadi Trotz Allem» in Jona. Text: Simon Koechlin

Auf der Wiese vor dem Pfadiheim Lattenhof in Jona SG gehts hoch zu und her. Ein gutes Dutzend Kinder und Erwachsene rennen wild durcheinander – und einander hinterher. «Zauberfangis» heisst das Spiel. Wer vom Fänger erwischt wird, bleibt bockstill stehen und wartet, bis ihn ein Gspänli vom Zauber befreit. Eine typische Pfadiszene, wie sie sich Samstag für Samstag in der ganzen Schweiz abspielt. Erst beim genauen Hinschauen fällt auf, dass es sich um eine spezielle Gruppe handelt. Hier spielen Kinder mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen. Sie nehmen am Programm PTA – «Pfadi Trotz Allem» – teil. «Wir treffen uns alle drei Wochen und machen eigentlich alles, was auch andere Pfadistufen tun», sagt Neva Pfyl (Pfadiname Pepita), die PTA-Stufenleiterin der Pfadi General Dufour in Jona. Allerdings benötigen Kinder hier eine enge Betreuung. Louis (Python) ist normalerweise auf einen Rollstuhl angewiesen. Mit Stützhilfe der Leiterinnen und Leiter kann er beim Zauberfangis mitmachen. Livio (Igel) wiederum mag gerade nicht mitspielen: Er sitzt etwas abseits – Neva Pfyl behält ihn im Auge. Bei den meisten Kindern wisse sie gar nicht genau, welche Diagnose sie hätten, sagt sie. «Da wir uns im Pfadialltag auf die Stärken der Kinder konzentrieren, ist für uns die Art der Beeinträchtigung nur relevant, wenn wir zum Bei-

Bilder: Nik Hunger

spiel Medikamente verabreichen müssen. In solchen Fällen werden wir von den Eltern geschult.» Insgesamt begleiten heute sechs Leiterinnen und Leiter sieben Kinder. Unterstützt von Hilfsleiterin Maryam (Kolibri), einer langjährigen, bereits volljährigen PTA-Teilnehmerin. Jeder Nachmittag steht unter einem Motto. Heute geht es ums Thema Zaubern. Merlina, die Zauberlehrtochter, benötigt Hilfe. Aus Versehen hat sie ihre Zauberlehrerin in einen Besen verwandelt. Nach einigen Aufwärmspielen braucht jedes Kind seine eigene Ausrüstung: Zauberstab und -hut. Den Stab suchen alle selbst im Wald. Noé (Oktopus) und Linus (Loi) wagen sich dabei einen steilen Abhang beim Pfadiheim hinab. Schon nach wenigen Sekunden erscheinen sie wieder und schwingen triumphierend zwei dicke Aststücke. Immer von sich weg schnitzen

Dann sägen sie die Äste auf die richtige Länge zu und machen sich ans Schnitzen. «Worauf muss man beim Schnitzen achten?», fragt Leiter Demian (Ikarus), ­bevor er die Sackmesser verteilt. «Immer von sich weg», kommt die Antwort postwendend. «Genau», sagt Demian, «und immer schauen, dass niemand vor euch steht.» Konzentriert gehen die Buben an die Arbeit. Bald sind die Zauberstäbe fertig – geschält, mit farbigen Bändeln verziert oder gar mit eingeritztem Namen.

Ein «Igel» mit Durchblick: Livio auf grosser Entdeckungstour

In der anderen Gruppe sind inzwischen schwarze Zauberhüte entstanden – jeder individuell bemalt und beschriftet. Die Arbeit mit körperlich oder geistig beeinträchtigten Kindern ist in der Pfadi nichts Neues. Entsprechende Gruppen gabs schon vor fast 100 Jahren. Manchenorts werden Einzelne in die Gruppe aufgenommen. Andernorts bildet man separate Stufen. Und einige Pfadis haben sich ganz auf die PTA-Arbeit spezialisiert. So in Jona: Hier existiert «Pfadi Trotz Allem» seit acht Jahren. «Das Angebot entstand aus der Maturaarbeit einer Pfadileiterin», erzählt Neva Pfyl. Die Nachfrage ist gross. Momentan sind zwölf


PFADI | 18.7.2022 | 33

Kräftig wie ein «Loi»: Linus (links) nimmt den «Igel» Livio auch mal huckepack. Unten: Eine Pause an der Feuerstelle im Wald

«Diese Kinder sagen einem noch ehrlicher die Meinung als andere.» Pfadileiterin Neva Pfyl (Pepita) mit Louis (Python)

Kinder ab acht Jahren dabei, einige stehen auf der Warteliste. «Wir sind insgesamt zehn Lei­ terinnen und Leiter; damit eine gute Betreuung gewährleistet ist, können wir momentan nicht mehr aufnehmen», erklärt Pfyl. Nach einer kleinen Stärkung geht der Zaubernachmittag mit einem Waldausflug weiter. Nun zeigt sich die grosse gegenseitige Hilfsbereitschaft in der Gruppe. «Soll ich dich tragen, Livio?», fragt Linus. Livio, immer noch etwas abseits, strahlt. Sofort ist er auf den Beinen und klettert dem grösseren Buben auf den Rücken. Louis wiederum darf sich in ein Wägeli setzen, das waldstrassentauglicher als sein Rollstuhl ist. Fabio (Delfin) nutzt die Chance und setzt sich dazu. Nach kurzem Marsch kommt die Gruppe auf dem Waldspiel­ platz an. Nochmals geht es ums Zaubern. Darum, sich bei einem Versteckspiel möglichst unsicht­ bar zu machen. Neva Pfyl und Noé nehmen Livio mit und ver­ kriechen sich im Gestrüpp. So tief, dass die Zauberlehrtochter Merlina sie fast nicht findet.

Die Kinder geniessen den Nach­ mittag. «Pfadi ist einfach cool!», sagt Linus. Er liebe es, draussen im Wald zu sein. Auf etwas freut er sich speziell: Mit den Leitern sei abgemacht, dass er mal eine Aktivität vorbereiten darf. «Ich habe schon eine Idee!» Die Übernachtung im Pfadiheim

Auch für sie seien die Samstag­ nachmittage eine Bereicherung, sagt Pfyl. «PTA-Kinder sagen ei­ nem noch ehrlicher die Meinung als andere. Hat eins den ganzen Nachmittag gelacht, gehe ich am Abend glücklich nach Hause.» Zudem seien die Rückmeldungen der Eltern sehr positiv. «Das motiviert uns zusätzlich.» Die Zauberinnen und Zaube­ rer sind aus dem Wald zurück – mit Mordshunger. Nach dem Znacht steht noch ein Höhepunkt bevor: Sie dürfen im Pfadiheim übernachten. Pfyl verrät:«Es ist das erste Mal, dass wir so etwas machen.» Bedenken hat sie keine. Der Nachmittag war aufregend und anstrengend. Zaubersprüche wird es kaum brauchen, damit die Kinder einschlafen. MM


Zespri™ SunGold™ Kiwi

Süss & saftig

Unwiderstehlich lecker

23% 1.95

statt 2.55

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 19.7. bis 25.7.2022, solange Vorrat

Zespri™ SunGold™ Kiwi Kiwis Gold aus Neuseeland in der Schale, 3 Stück


SORTIMENT | 18.7.2022 | 35

WAS IST RUBY? Ruby ist eine noch junge Kakaosorte, die in Ecuador, Brasilien und an der Elfenbeinküste wächst. Die gleichnamige Schokoladensorte ergänzt die gewohnte Auswahl an Bitter-, Vollmilch- und weisser Schoggi. Ihre auffällige rosa Farbe und der fruchtige Geschmack sind ein kulinarisches und optisches Erlebnis – und das ganz ohne Farbstoff.

WER HATS ERFUNDEN? Zwar hatten Experten der in der Schweiz ansässigen Firma Barry Callebaut bereits vor fast 15 Jahren die neue S ­ orte entdeckt. Es dauerte aber ­einige Jahre, bis das richtige Rezept für die Ruby-Schoko­ lade entwickelt wurde.

Bild: Lukas Lienhard; Styling: Mirjam Käser

WIE SCHMECKT ES?

Ein rosaroter Blévita-Traum

Seit 2019 sorgt der Foodtrend «Ruby» weltweit für Aufmerksamkeit. Nun hat es die rosa Schokolade auch auf die Schweizer Blévitas geschafft. Die Limited Edition versüsst uns ab sofort den Alltag.

Neben der Farbe Rosa unterscheidet sich bei Ruby auch der Geschmack von dem der bereits bekannten Schokoladesorten. Das natürliche Aroma kommt intensiv fruchtig daher – mit einer leicht sauren Note. Vielleicht am ehesten vergleichbar mit dem leicht sauren Himbeergout.

Blévita Ruby Chocolate, Limited Edition, 178 g Fr. 4.40


CORA

Eusi Schwiiz!

Echte Heimatgefühle zum Aktionspreis!

MAX

car-tours+ch Erstklassige Busreisen mit Schweizer Reiseleitung

Herrliche Tage im Berner Oberland zum Spezialpreis

Vom Jungfraujoch zum Thunersee

3 Reisetage, ab inkl. Halbpension,

Fr.

LEISTUNGEN - ALLES SCHON DABEI!

499.-

REISEHIT 305

✓ Fahrt im komfortablen Extrabus ✓ 2 Übernachtungen

Die beiden schönsten Panoramabahnen der Schweiz

Bernina & Glacier Express

4 Reisetage,

LEISTUNGEN - ALLES SCHON DABEI!

inkl. Halbpension,

✓ Fahrt im komfortablen Extrabus ✓ 3 Übernachtungen im Sporthotel

Fr.

mit Halbpension im Hotel Kreuz ***, Leissigen am Thunersee

Central****, Davos ✓ 3 x Frühstück im Hotel ✓ 3 x Nachtessen im

✓ Eintritt & Besichtigung Aareschlucht bei Meiringen ✓ Fahrt mit dem Eiger Express & der Jungfrau-

Hotel ✓ 1 x italienisches Mittagsmenü in Tirano ✓ Fahrt im Glacier

bahn (Lauterbrunnen – Jungfraujoch – Grindelwald) ✓ 3-Gang-Mittagessen inkl. Kaffee oder Tee

Express (Panoramawagen), Chur – Andermatt, 2.Klasse ✓ Fahrt im Bernina

im Gletscherrestaurant ✓ Schifffahrt auf dem Brienzersee (Brienz – Interlaken) ✓ Eigene Schweizer

Express (Panoramawagen), Pontresina – Tirano, 2.Klasse ✓ Gästekarte Davos

Reiseleitung während der ganzen Reise

/ Klosters ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

ab

699.-

REISEHIT 310

Ihr Reiseprogramm:

Einsteigeorte & Reisedaten:

Ihr Reiseprogramm:

Einsteigeorte & Reisedaten:

1. Tag – Fahrt im komfortablen Extrabus nach Meiringen, wo wir ein beeindruckendes Naturschauspiel bewundern: die bis zu 200 m tiefe Aareschlucht! Danach Weiterfahrt zu unserem Hotel am Thunersee & Nachtessen.

St. Gallen – Winterthur - Zürich 25. - 27. August 2022 18. - 20. September 2022 30. September - 2. Oktober 2022*

1. Tag - Fahrt im komfortablen Extrabus nach Davos. Nachmittags Zeit zur freien Verfügung – nutzen Sie die inkludierte Gästekarte!

Thun, Bern, Aarau, Zürich 10. - 13. September 2022 20. - 23. September 2022 28. September - 1. Oktober 2022

2. Tag – Am Morgen fahren wir mit Aussicht auf die Eigernordwand auf die Kleine Scheidegg. Die Jungfraubahn bringt uns dann weiter hinauf aufs Jungfraujoch auf 3454 m. Das Panorama ist atemberaubend: auf der einen Seite der Blick ins Mittelland, auf der anderen das riesige Eismeer des Aletschgletschers mit den Viertausendern. Mittagessen im Gletscherrestaurant und Rückfahrt mit dem neuen Eiger Express nach Grindelwald. Nachtessen im Hotel. 3. Tag – Nach dem Frühstück unternehmen wir eine herrliche Schifffahrt auf dem Brienzersee und geniessen die bildschönen Uferlandschaften! Nach etwas Freizeit in Interlaken treten wir die Heimreise zu Ihrem Einsteigeort an.

Herrliche Schifffahrt auf dem Brienzersee

Luzern – Pfäffikon – Sargans 5. - 7. September 2022 20. - 22. September 2022 4. - 6. Oktober 2022* Aarau – Basel – Bern - Egerkingen 7. - 9. September 2022 26. - 28. September 2022

2. Tag - Heute fahren wir ab Chur mit dem beliebten Glacier Express durch die Rheinschlucht und über den imposanten Oberalppass hinunter nach Andermatt – ein grossartiges Erlebnis! Nach Zeit zur freien Verfügung geht es mit dem Bus zurück nach Chur.

* Superspardaten

3. Tag – In Pontresina erwartet uns heute morgen der legendäre Bernina Express. Freuen Sie sich auf eine traumhafte Bahnfahrt über den Berninapass, durchs wildromantische Puschlav bis nach Tirano. Mittagspause mit typischen Mittagessen und später Rückfahrt nach Davos.

Preis pro Person im Doppelzimmer

4. Tag – Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

8. - 10. Oktober 2022*

im Hotel Kreuz ***, Leissigen

Fr. 499.-

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 50.Zuschlag Abreisen 25.8.-28.9.: Fr. 40.Reduktion Halbtax: Fr. 10.- / GA: Fr. 20.Allfälliger Treibstoffzuschlag Buchungsgebühr: Fr. 10.- pro Person (entfällt bei Online-Buchung)

Legendärer Bernina Express

Basel, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen 13. - 16. September 2022 22. - 25. September 2022 1. - 4. Oktober 2022

Preis pro Person im Doppelzimmer

im Sporthotel Central **** , Davos

Fr. 699.-

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 120.Reduktionen: GA Fr. 60.- / Halbtax: Fr. 30.Allfälliger Treibstoffzuschlag Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person (entfällt bei Online-Buchung)

Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

Limitierte Plätze! Sofort buchen & profitieren!

Tel. 0848 00 77 88

www.car-tours.ch


PFLANZENSITTING | 18.7.2022 | 37

Worauf lasse ich mich ein? Für einige sind Kaktus, Orchidee oder Monstera deliciosa (auf Deutsch: Fensterblatt) Familienmitglieder. Frag deine Nachbarn deshalb nach den speziellen Bedürfnissen der Pflanzen. Vielleicht wird Gummibaum Bertram gern mit Namen angesprochen, und Affenbrotbaum Luise mag es, abgestaubt zu werden.

Hattest du Spass?

Kannst du meine Pflanzen giessen? Genug Zeit einplanen

Text: Dario Aeberli; Bild: Getty Images

Im Stress vergisst du vielleicht einen Philodendron oder übertreibst es mit dem Giessen, weil du es gestern ­vergessen hast. Übergiessen gehört zu den häufigsten ­Todesursachen von Zimmerpflanzen.

Woher weiss ich, ob die Pflanzen Wasser brauchen?

Wenn du nur eine Woche aufpasst, musst du Kakteen gar nicht wässern. Bei den anderen Pflanzen drückst du am besten eine Fingerbeere in die Erde. Spürst du keine Feuchtigkeit, gibst du ihr welche – lieber zu wenig als zu viel. Wirken die Blätter bei deinem nächsten Besuch etwas schlapp, kannst du die Wasserdosis erhöhen.

Ab in den Schatten Wenn du nicht jeden Tag nach den Balkonpflanzen schauen willst, kannst du sie auch in den Schatten stellen oder den Sonnenstoren herunterlassen – aber vergewissere dich ­zuerst, dass es nicht bald gewittert.

Wie ist das bei Balkonpflanzen? Die brauchen gerade im Sommer viel Wasser – am besten morgens oder abends. Beim Pflanzen­ giessen sollen generell keine Tröpfchen auf die Blätter fallen und erst recht nicht, wenn die Sonne hoch am Himmel steht. Die kleinen Tropfen wirken sonst wie Lupen und können die Blätter verbrennen.

Toll, vielleicht kann Pflan­ zen­sitting dein neuer Nebenjob werden. Haus-, Katzen- oder Pflanzensitter sind schon lange vor den Sommer­ferien ausgebucht. In einigen Städten wie London oder Berlin haben sich Firmen darauf spe-­ zia­lisiert, Zimmerpflanzen fremder Leute zu pflegen.

Und wenn die Pflanzen trotzdem eingegangen sind? Keine Angst, selbst wenn die teuersten Pflanzen deines Nachbarn in deiner Obhut eingehen, bedeutet das nicht deinen finanziellen Ruin. Pflanzen sind von der Privathaftpflichtversicherung abgedeckt. Traurig ist dein Nachbar aber vielleicht trotzdem.

Zimmerpflanzen zusammenstellen Wenn die Zimmerpflanzen in der Wohnung verstreut sind, kannst du sie fürs Pflanzensitten zusammen­ stellen. Nah beieinander bilden sie ein leicht feuchtes Mikroklima und halten etwas länger ohne Wasser durch.


38 | 18.7.2022 | INNOVATION

«Es ist nicht wie Fleisch, es ist Fleisch» In Israel tüfteln Start-ups an Fleisch, das in Bioreaktoren aus einer Zelle heranwächst. Die Migros hat in zwei davon investiert. Wir haben sie in Tel Aviv besucht und exklusiv Gerichte probiert, die damit zubereitet wurden. Text: Ralf Kaminski

Bilder: Daniel Grieser

Sieht aus wie echt, ist der erste Gedanke beim Anblick der Gerichte. Und im Grunde sind sie es ja auch. Nur dass das Pouletfleisch nicht an einem Tier in ­einem Mastbetrieb gewachsen ist, sondern in einem runden, grossen Metallbehälter in einer pflanzen­ basierten Nährlösung, aus lediglich ­einer Zelle eines Huhns, dem sonst nichts weiter geschehen ist. Wir befinden uns in einem Aussenquartier der israelischen Metropole Tel Aviv bei «SuperMeat», einem Start-up, das seit 2015 an kultiviertem Fleisch a­ rbeitet und sich auf Geflügel spezialisiert hat. Die kleine MigrosDelegation aus der Schweiz sitzt im Testrestaurant des Start-ups, mit ­direktem Blick in die Produktions­ anlage, wo das Fleisch entsteht und anschliessend in der offenen Küche für uns zubereitet wird. Wie ein ganz normales Poulet

Es gibt eine kleine Wurst, eine Frühlingsrolle und einen Burger, alle mit Beilagen und hübsch ­angerichtet wie in einem echten Restaurant. Neben den Laien probieren auch drei Profis diese neuartige Form von Fleisch: Rolf Hiltl (57), Inhaber des Hiltl, dem ältesten vegetarischen R ­ estaurant der Welt; Nicole Hasler (38), Ökonomin und ­Innovationsberaterin aus Zürich, sowie Daniel Tinembart (49), Koch und Rezeptautor bei ­Migusto. Für alle drei ist es das erste Mal – entspre-

chend g­ espannt sind sie. Und alle ­räumen anschliessend ein: Hätten sie nicht gewusst, dass dies kein klassisch produziertes Fleisch ist, wären sie nie auf die Idee gekommen. «Ich habe den Burger auseinanderge­ nommen und auch das Fleisch unter der Panade probiert», erzählt Rolf Hiltl, «die Struktur, die Fasern … es schmeckt und fühlt sich an wie tie­risches Poulet.» Die Migros bereitet sich vor

Daniel Tinembart findet, dass man bei der Rezeptur noch etwas kreativer werden könnte, aber am Fleisch selbst gebe es nichts zu beanstanden. Fleischfan Nicole Hasler sagt es so: «Es ist nicht wie Fleisch, es ist Fleisch. Punkt.» Auch Matthew Robin (56), Geschäftsführer der ELSA-Mifroma, die zur Migros-Industrie gehört, ist beeindruckt. Er steckt hinter dem Engagement der Migros in diesem ­Bereich, dem von vielen eine grosse Zukunft prophezeit wird. «Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis die Behörden alle Fragen geklärt haben, aber dann werden diese Produkte auch in den Kühlregalen der Migros erhältlich sein», sagt er. Allenfalls werde die Migros-­Industrie sie irgendwann sogar selbst herstellen. Eine Herausforderung sieht er da­ rin, dass Lebensmittel sehr stark mit Emotionen aufgeladen sind. «Es wird

«Es schmeckt und fühlt sich an wie tierisches Poulet.» Rolf Hiltl


INNOVATION | 18.7.2022 | 39

Burger mit ­kultiviertem Pouletfleisch

Daniel Tinembart Koch und Rezeptautor bei Migusto

Nicole Hasler Ökonomin und Innovationsberaterin aus Zürich

Rolf Hiltl Inhaber der v­ egetarischen Hiltl-Restaurants

«So wie es hergestellt wird, ist es eigentlich ein vegetarisches Produkt» Rolf Hiltl, Nicole Hasler und Daniel Tinembart haben kultiviertes Poulet probiert. Ihr Urteil. Hätten Sie gedacht, dass das ­kultiviertes Fleisch ist, wenn Sie es nicht gewusst hätten?

Rolf Hiltl: Nein. Daniel Tinembart: Ich auch nicht. Nicole Hasler: Beim Würstchen habe ich mich allerdings gefragt, ob man das nicht auch mit einem pflanzenbasierten Ansatz hinkriegen würde. Hiltl: Könnte schon sein, ist aber nicht so einfach. Die Struktur hier ist eben schon gut: Beim Brechen knackt es ein bisschen wie bei einem Wienerli. Das ist pflanzenbasiert schwer zu ­erreichen. Hasler: Klar, aber das entwickelt sich noch und wird stetig besser. Und die Frühlingsrollen?

Tinembart: Die waren über­ zeugend verpackt, und man musste das Poulet erst mal ­herausfiltern. Aber wenn man das gemacht hat, schmeckte es, wie es sollte. Hiltl: Das fand ich auch, die Struktur hat mich aber noch nicht ganz überzeugt, es hat zu sehr geflockt, fiel zu leicht auseinander. Hasler: Mir hat gerade gefallen, dass es nicht so pappig anei­nanderklebte.

War der Burger der Höhepunkt?

Tinembart: Ganz klar, der war wirklich überzeugend. Hiltl: Ja, tipptopp. Das Fleisch ­hatte die richtige Konsistenz und Struktur, der Geschmack stimmte. Aus meiner Sicht hätte es keine Panade gebraucht, und statt in der Fritteuse hätte ich ihn lieber auf dem Grill gehabt. Aber das Produkt als Ganzes überzeugt. Hasler: Sehe ich genauso. Umso mehr, als kultiviertes Fleisch auf dem Grill besser schmecken dürfte als pflanzenbasierte Ersatzprodukte. Die Maillard-Reaktion, dank der beim Grillieren von Fleisch das typische rauchige Aroma entsteht, können diese derzeit noch nicht imitieren. Hiltl: Und bei keinem der drei gab es diesen Nachgeschmack, den es bei pflanzenbasierten Produkten ab und zu gibt. Hasler: Es ist eben nicht wie Fleisch, es ist Fleisch. Punkt. Wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial?

Tinembart: Vor allem bei der Rezeptur. Der Wurst hätte ich noch mehr Zutaten beigemischt, Kräuter und anderes, das noch etwas Farbe und Geschmack gibt. In dieser Form ist es kein


40 | 18.7.2022 | INNOVATION

also ­darum gehen, dass für diese neue Form von Fleisch positive Gefühle entstehen – nur dann wird sie breit akzeptiert.» Ido Savir freut die Reaktion seiner Gäste sichtlich. Der 44-jährige Mitgründer und Geschäftsführer von ­«SuperMeat» hat grosse Pläne. Derzeit läuft in den USA die Planung für eine riesige Produktionsanlage, in der bald mehrere 100 Tonnen ­Pouletfleisch pro Jahr auf diese Weise entstehen sollen. «Der Bau dürfte noch 2022 beginnen und dauert etwa ein Jahr, bis dahin rechnen wir auch mit der Zulassung durch die US-­Be­hörden.» Er hofft, dass die Fleischproduktion in der zweiten Jahreshälfte 2023 starten kann. In Europa wird es länger dauern: «Wir erwarten die Z ­ ulassung in der EU etwa ein Jahr nach den USA.» Für den Fokus auf Poulet gibt es mehrere Gründe: «Der Konsum dieses Fleisches wächst global enorm, und es wird auf der ganzen Welt in ­allen Kulturen und vielen Formen ­gegessen», sagt Savir. Hinzu komme, dass die industrielle Massenpro­duk­tion von Hühnerfleisch ganz ­besonders problematisch und dieses Fleisch fast immer mit Erregern ­kontaminiert sei, weshalb viel Anti­ biotika zum ­Einsatz komme. «Wir können enorm viel Gutes tun, wenn wir hier ansetzen. Für die Tiere, unsere eigene Gesundheit und die des Planeten.» Generell werde sich die Nach­frage nach Fleisch global in den kommenden Jahrzehnten etwa verdoppeln, sagt Savir. Dies lasse sich allein mit klassischer Produktion kaum bewältigen. «Ich sehe kultiviertes Fleisch als wichtige Unterstützung.» Weniger Energie, Wasser, Land

Dessen Produktion braucht zwar viel Energie, ist aber dennoch nachhal­ tiger als die industrielle Massentier­ haltung: «Erste Studien zeigen, dass wir rund 50 Prozent energieeffizienter produzieren können», erklärt er. «Ausserdem brauchen wir 99 Prozent weniger Land, er­heblich weniger Wasser und produzieren nur das, was tatsächlich gegessen wird. Es ist deutlich effizienter und deshalb auch nachhaltiger.»

«Wir können damit enorm viel Gutes tun – für die Tiere und den Planeten.» Ido Savir

Ido Savirs Vision: Irgendwann stehen auf der ganzen Welt kleine Produk­ tionsanlagen, die mit lokalen Ressourcen Fleisch für die lokale Bevölkerung herstellen. «Das würde in Zen­tral­ afrika ebenso funktionieren wie in der Arktis – anders als klassische ­industrielle Fleischproduktion.» Ähnlich euphorisch klingt Didier Toubia (49), Mitbegründer und ­Geschäftsführer von Aleph Farms, ­einem weiteren Start-up in Tel Aviv, in dem die Migros investiert hat. 2023 in den USA auf dem Markt

Aleph Farms fokussiert auf Rindssteaks – ein erheblich anspruchs­ volleres Produkt, weil die komplexe Struktur und Muskeldicke schwie­ riger nachzuahmen sind. Doch in­ zwischen gibt es eine Lösung, die zu ­offenbar ansprechenden Resultaten führt. Selbst davon überzeugen kann sich die Delegation zwar nicht, T ­ oubia stellt jedoch in Aussicht, dass auch Aleph Farms bald breiter testen wird, wie ihr Produkt ankommt. Auch er will 2023 in den USA kommerziell auf den Markt. «Wir werden mit ausgewählten ­Köchen in renommierten Restaurants starten, dann mit Unternehmen, die Restaurants und Kantinen beliefern.» Der Detailhandel komme anschliessend. Das liegt auch daran, dass die kultivierten Steaks zu Beginn nur in begrenzter Menge hergestellt und deshalb noch deutlich teurer sein werden als konventionelle Steaks. «Wir rechnen damit, in unseren Pilotproduk­tionsanlagen rund zehn Tonnen pro Jahr herzustellen», so Toubia. Doch mit grösseren Anlagen wachse die Menge dann schnell. Und die Herstellung ist auch hier sehr viel effizienter. Es dauert drei bis vier Wochen, bis sich aus der Zelle in einer pflanzenbasierten Netzstruktur ein Steak entwickelt hat. Am Rind auf

dem Feld dauert das Gleiche zwei bis drei Jahre. Toubia unterstreicht aber auch, dass er die Bauern nicht ­ersetzen will. «Ich möchte, dass wir zusammenarbeiten. Tierische Landwirtschaft wird zur Kultivierung der ­Böden und der Landschaft weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Aber wir müssen die Zahl der Tiere in u ­ nserem Lebensmittelsystem reduzieren.» Toubia und Savir betonen, wie wichtig ihnen die Koopera­tion mit der Migros ist. «Das U ­ nternehmen ist sehr offen und innovativ, zudem verfügt die Schweiz über eine tolle Infrastruktur, grosses Know-how und eine vielseitige Esskultur», sagt Toubia. Savir erklärt, die Unternehmen ergänzten sich ideal: «Die Mi­gros profitiert von unserer techno­ logischen Kompetenz, wir profitieren von ihrer grossen Erfahrung im Kon­ sumenten­bereich und ihrem Wissen im Umgang mit Regulierungsbe­hörden.» Und wenn sein Produkt den Qualitätsansprüchen der MigrosKundschaft genüge, funktioniere es auch weltweit. Das Interesse ist da

Läuft alles wie geplant, könnte es Steaks von Aleph Farms in rund fünf Jahren im Migros-­Regal geben, schätzt Toubia – zum Preis eines hochwertigen Stücks konventionellen Fleisches. Savir hofft, dass es seine Poulets deutlich früher schaffen. Aber wird diese Art Fleisch auch ­akzeptiert? Davon sind beide Firmenchefs überzeugt, und sie haben auch einige Daten aus Studien, die dafürsprechen. «Gerade Jüngere sind inte­ ressiert und o ­ ffen», sagt Toubia. «SuperMeat» war kürzlich mit einem Foodtruck in Tel Aviv unterwegs und bot zwei Chickenburger an, ­einen konventionellen und einen kultivierten – die Leute konnten ­wählen, mussten sich aber für einen entscheiden. 70 Prozent wählten den mit dem kultivierten Poulet. «Aus Neugier, aber in erster Linie aus ethischen Gründen», sagt Ido Savir. «Das Potenzial ist ganz klar da. Und das Feedback ist positiv.» MM Weitere Informationen: aleph-farms.com; supermeat.com

Einblicke in die Produktion von kultiviertem Pouletfleisch bei SuperMeat, am Stadtrand von Tel Aviv


INNOVATION | 18.7.2022 | 41

Knackig wie ein echtes Wienerli: ein Würstchen aus kultiviertem Fleisch

Produkt, das in der Schweiz ­ allzu gut ankäme, glaube ich. Hasler: Die Wurstpräferenzen sind sehr unterschiedlich, in der Schweiz bevorzugt man ­knackige Wienerli … Hiltl: … oder eine Bratwurst wie vom Sternen-Grill in Zürich. Die hier hat mich eher an eine dieser Billig-Hotdogs aus den USA erinnert. Tinembart: Oder an irische Frühstückswürstchen. Hiltl: Aber so verschieden die Geschmäcker bei der Zube­ reitung sind, die Struktur des Fleisches ist gut, da gibts keinen Verbesserungsbedarf. Hasler: Ich sehe hier grosses Potenzial für die Zusammenarbeit mit Metzgern. Sie können aus dem Grundprodukt jene Würste machen, die bei ihrer Kundschaft gefragt sind. Haben Sie Bedenken wegen der künstlichen Herstellung? Oder hat das Zukunft?

Hasler: Diese Start-ups haben noch einen langen Weg vor sich – neben der Akzeptanz geht es vor allem um die Bezahlbarkeit der Produkte. Tinembart: Ich denke, das wird künftig einen relevanten Teil des Fleischkonsums ausmachen. Hiltl: Ich war lange skeptisch. Aber angesichts von dem, was ich nun hier gehört und probiert habe, denke ich: Das hat eine grosse Zukunft. Gerade auch, wenn man schaut, wie klein der Anteil der Weltbevölkerung ist, der auf Fleisch verzichtet. Tinembart: Spannend ist auch, wie Vegetarier damit umgehen. Denn eigentlich ist es ja Fleisch, aber weil kein Tier dafür gestorben ist, könnte es ein Vegetarier im Grunde bedenkenlos essen.

Hiltl: Das sehe ich ähnlich. So wie das hier hergestellt wird, ist das eigentlich ein vegetarisches Produkt. Und wie schätzen Sie die Akzeptanz bei den Leuten ein?

Hiltl: Die wird wohl kommen, es ist auch eine Gewohnheitsfrage, wie bei vielen ­Lebensmitteln. Hasler: Es dürfte zu einem Wettlauf zwischen pflanzenbasierten Fleischersatzprodukten und kultiviertem Fleisch kommen. Und ich bin nicht sicher, wer dann das Rennen macht. Hiltl: Die Mehrheit der Menschen isst auch Fleisch. Von daher dürfte das kultivierte Fleisch langfristig die Nase vorn haben. Wenn solche Produkte in ein paar Jahren bei uns auftauchen, werden Sie sie konsumieren?

Hasler: Auf jeden Fall. Ich unterstütze diese Herstellungs­ methode, denn gerade beim Poulet steht die Branche vor der Herausforderung, dass westliche Konsumenten nur noch Brustfleisch essen möchten. Warum also das ganze Tier produzieren? Tinembart: Ja, man kann da ­sicher viel Gutes tun, wenn man auf kultiviertes Fleisch umstellt. Wird es kultiviertes Fleisch irgendwann gar in den HiltlRestaurants geben?

Hiltl: Ganz persönlich würde ich sagen: Ja. Aber das müssen wir im Team anschauen. Das Produkt ist zwar aus meiner Sicht vegetarisch, was wir in den Restaurants servieren, ist jedoch inzwischen zu 80 Prozent ­vegan. Aber wenn wir das ve­ getarische Angebot behalten, ­würde kultiviertes Fleisch aus meiner Sicht passen.


Neu in deiner Migros Knusprige Sticks. Überzogen mit Milchschokolade.

20x CUMULUS

2.95

Lu Mikado Milchschokolade

Kekse überzogen mit Milchschokolade.

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 19.7. bis 1.8.2022, solange Vorrat


FINANZEN | 18.7.2022 | 43

«Wie bleibe ich finanziell unabhängig?» FRAGE Ich habe vor Kurzem geheiratet und bekomme bald mein erstes Kind. Danach möchte ich eine Jobpause einlegen, später mit 40 Prozent wieder einsteigen. Wie soll ich meine Finanzen regeln, damit ich einigermassen finanziell unabhängig bleibe und im Alter gut abgesichert bin? ANTWORT Ohne eigenes Arbeitseinkommen die finanzielle Unabhängigkeit zu wahren, ist schwierig. Sie könnten mit Ihrem Partner ein Salär aushandeln für die umfassende Arbeit, die Sie zu Hause leisten. Und wenn Sie Vermögen haben, können Sie damit eventuell auch eine Rendite erwirtschaften. Noch wichtiger indes ist es, Lücken bei der Altersvorsorge zu vermeiden. Vor allem bei der Pensionskasse können solche entstehen. Leider gibt es hier nicht wirklich Möglichkeiten, Lücken im Voraus zu verhindern. Mit Blick auf die zweite Säule wäre es also ratsam weiterzuarbeiten. Dabei spielt auch das Pensum beziehungsweise der Lohn eine Rolle: Wenn Sie nicht

auf einen Jahresverdienst von mindestens 21 330 Franken kommen, ­äufnen Sie in der Regel die zweite Säule nicht. Wenn Sie später wieder mehr arbeiten, sollten Sie aber unbedingt Nachzahlungen in die zweite Säule prüfen; die können auch steuerlich interessant sein. Sie können sich auch in die Pensionskasse einkaufen oder in Betracht ziehen, über das Pensionsalter hinaus zu arbeiten. Das liegt aber weit in der Zukunft. Was sie heute aktiv tun können: Lücken bei der AHV vermeiden. Jedes fehlende Beitragsjahr führt zu einer Kürzung der Rente um 2,27 Prozent. Um das zu verhindern, muss der jährliche Mindestbeitrag der AHV von derzeit 503 Franken bezahlt werden. Was Ihnen als Mutter hingegen immer als Einkommen angerechnet wird, sind Erziehungsgutschriften (Infos: www.migmag.ch/ erziehungsgutschriften). Sie entsprechen fix drei jährlichen Minimalrenten (aktuell 43 020 Franken). Weiter gilt: Das während der Ehe erzielte Einkommen beider Partner

wird je zur Hälfte beiden Ehegatten gutgeschrieben, falls es zu einer Scheidung käme. Dieses sogenannte Splitting sichert Sie zusätzlich ab. Wie viel Sie im Jahr an Beiträgen einzahlen, um keine Lücke zu haben, können Sie einfach hier berechnen: www.migmag.ch/ahv-rechner. Wenn Sie zwischenzeitlich gar nicht arbeiten, können Sie auch keine Beiträge in die Säule 3a einzahlen, der gebundenen Vorsorge. Sie sollten deshalb in der Zwischenzeit unbedingt eine freie Vorsorge aufbauen, die sogenannte Säule 3b – oder beispielsweise mittels Fondssparplan Geld sparen. Falls Sie keine eigenen Mittel dazu haben, könnten Sie mit Ihrem Mann schauen, dass er als Teil der Abgeltung für Hausarbeit Beiträge für Sie übernimmt. Tipp: Verlangen Sie bei der AHV-

Ausgleichskasse einen Auszug des AHV-Kontos. Beitragslücken lassen sich bis fünf Jahre danach durch Nachzahlungen schliessen. Mehr auf www.migmag.ch/beitragsluecken MM

Isabelle von der Weid Kunden­beraterin Migros Bank und Vorsorgeexpertin

Anzeige

20% auf alle Champagner und Schaumweine –

auch auf bestehende Aktionspreise! Ausgenommen Online Specials und Einzelflaschen mit gelbem Rabattkleber. Nicht mit anderen Gutscheinen und Bons kumulierbar.

Gültig am 22. und 23. Juli 2022


44 | 18.7.2022 | INTERVIEW

54 Sido fragen an

Sido ist einer der erfolgreichsten Deutschrapper aller Zeiten. Wir ­haben ihn am Openair Frauenfeld getroffen – und er musste sich ­entscheiden: Bart oder Maske? ­ Ost oder West? 54 Antworten. Text: Lisa Stutz, Kian Ramezani Bild: Julius Hatt

1 Schweiz oder Österreich?

Schweiz. Hier ist es schöner und aufgeräumter. 2 Döner oder Currywurst? Currywurst. Schmeckt mir besser. 3 Geld oder Liebe? Beides Quatsch. Ich brauche beides nicht. Also Geld braucht man leider, aber es ist eigentlich Quatsch. Und Liebe ist halt auch nur verwirrend. 4 Ost oder West? Ost. Warum, kann ich dir nicht ­sagen. Einfach aus dem Bauch ­he­raus entschieden. 5 Benz oder BMW? Benz. Habe ich einen. 6 Studio oder Konzertbühne? Konzert. Geht schneller und kostet nicht so viel Schweiss und Tränen. 7 Bart oder Maske? Bart. Aber ist ja auch eine Maske ( lacht). 8 Schwarz oder weiss? Weiss, ist friedlicher. 9 Schokolade oder Käse? Käse. Ich mag den schwarzen ­Appenzeller, extra würzig. 10 Links oder rechts? Ich würde erst mal nach links gehen. 11 Meer oder Berge? Darüber habe ich mir letztens ­Gedanken gemacht, weil ich in den Bergen war. Ich gucke gern aufs

Das ist Sido Sido (41) heisst mit bürgerlichem Namen Paul Hartmut Würdig, worauf wir ihn nicht anzusprechen getraut haben. Er ist bis zu seinem neunten Lebensjahr in Ostberlin aufgewachsen, danach im Westen. Schon früh begann er zu rappen, zuerst als Teil verschiedener Rapcrews, dann als Solokünstler. Zu seinen bekanntesten Songs gehören «Mein Block», «Schlechtes Vorbild», «Fuffies im Club» oder «Astronaut». Zu Beginn seiner Karriere trat er in der Öffentlichkeit nur mit silberner Maske auf – mittlerweile trägt er stattdessen Vollbart.


INTERVIEW | 18.7.2022 | 45

38

Meer, das beruhigt mich. Auf die Berge gucken ist auch be­ eindruckend, aber es beruhigt mich nicht, es schüchtert mich ein. Darum: Meer. 12 Frauenfeld oder Männerabend? Frauenfeld ist ein Männerabend. Jedenfalls für mich. 13 Youtube oder Spotify? Youtube. Ich bin nicht so viel auf Spotify, ich guck lieber auch ein Video dazu. Und sonst kaufe ich mir gern auch mal eine g­ anze Playlist bei Apple Music. 14 Wagner oder Beethoven? Davon habe ich ja gar keine ­Ahnung. Beethoven ist doch ­dieser Hund? Also, warte mal. Wagner eher nicht, der soll ja ein Nazi gewesen sein? Darum nehmen wir mal Beethoven. 15 Rammstein oder Ärzte? Ärzte, klar. Habe ich schon im­ mer gehört, ich mag die Texte. Das ist meine Mucke. 16 Geiz oder Kaufsucht? Nichts von beidem. Ich kaufe nicht aus Geiz nichts, ich ­brauche einfach nichts. 17 Liegestütze oder Klimmzug? Liegestütze, die sind effektiver. Mit ein paar Liegestützen kannst du ganz schön was machen. 18 Business oder Economy? Ich fliege Business. 19 Gras oder Hasch? Gras. Vom Haschisch sehe ich schwarz-weiss. Irgendwas pas­ siert mit meiner Optik dann. Ich sollte das nicht mehr rauchen, dieses Zeug. 20 Mallorca oder Sylt? Wenn, dann Mallorca. Auf Sylt war ich noch nie. 21 Alt oder jung? Alt. Ich finde alt besser. 22 Rolex oder Omega? Das ist eine Rolex (zeigt auf sein Handgelenk). Wenn ich mich entscheiden muss, klar Rolex. 23 Hummus oder Guacamole? Guacamole. Aber ohne Korian­ der, ganz wichtig. 24 Shirin David oder Nicki Minaj? Shirin. Wir kennen uns. 25 Scholz oder Merkel? Merkel. Scholz kenne ich nicht, ich weiss gar nicht, wie der aussieht.

26 Bilder im Kopf oder auf

dem Smartphone? Im Kopf. Ich spreche das auch auf der Bühne an, dass alle das Smartphone in der Hand halten. So steige ich in den Song ein. Es tut mir leid für die Leute, dass sie den Moment nicht geniessen können. Dass sie das alles nur für Instagram machen. Die ­kaufen Tickets gar nicht wirk­ lich, um hier zu sein und das ­alles zu er­leben. 27 2002 oder 2022? Ich fühle mich heute superwohl. Aber ich würde schon gern 2002 nochmals ein bisschen bewuss­ ter angucken, mit meinem heu­ tigen Kopf. Ich würde gern von aussen noch mal sehen, was da los war. Vieles weiss ich nicht mehr. Aber muss eine krasse Zeit gewesen sein. 28 Zufall oder Schicksal? Schicksal. Das gibt es. 29 Bad Boy oder Good Guy? Ich bin ein Good Guy. Ich tue ja keinem was, und ich helfe gern. 30 Vater oder Mutter? Mutter. Da ist man gut aufge­ hoben als Kind. 31 Ketchup oder Mayo? Eher Ketchup. Weil es leichter und frischer ist. Aber Mayo muss auch mal sein. Am besten beides. 32 Volksschule oder Lebensschule? Lebensschule. Volksschule? Mit so was hab ich nix zu tun! 33 Tag oder Nacht? Nacht. Da ist man mehr inko­ gnito. Die Nacht kann man auch für sich allein haben. 34 Chips nature oder Paprika? Immer Paprika. Und dann die Finger lecken. 35 Brandneu oder oldschool? Brandneu ist geil. Neueste Tech­ nik, alles neu. 36 Gott oder nicht? Wenn wir von diesem Wesen aus der Bibel sprechen, dann nicht. Aber dass es da etwas gibt, das wir alle nicht beschreiben können, daran glaube ich fest. Aber nicht an das, was uns diese Bücher da erzählen. 37 Sauber oder abgefuckt? Muss nicht immer sauber sein (überlegt). Was heisst abgefuckt? Ist einen Monat lang nicht rasie­ ren, weil man keinen Bock hat,

Restaurant oder selbst kochen? Selbst kochen. Ich bin ein begeisterter Koch. Mein Signature Dish ist Rindsrouladen. Das essen die Leute sehr gern bei mir, sie bestellen es sogar. abgefuckt? Nein. Sauberkeit beim Menschen finde ich schon wichtig. Um mich herum muss aber nicht alles picobello sein. 39 Lebensmittel oder Kla­motten shoppen? Lebensmittel. Ist ja viel wichti­ ger. Mache ich leider zu selten. Einfach so in den Supermarkt, das ist mir ja nicht gegeben. 40 Bio oder billig? Wenn billig bedeutet, dass der Hersteller abgezockt wird, dann lieber bewusst und fair. Aber das muss nicht bio heissen. 41 Vorbild oder scheissegal? Scheissegal. 42 Whiskey oder Wodka? Wodka. Beim Whiskey ist immer das Risiko, wenn man einfach ­einen bestellt, dass er dann scheisse ist. Beim Wodka ist das einfacher: Wasser, das nach Alkohol schmeckt. 43 Wodka pur oder gemischt? Gemischt mit Luft. 44 Katze oder Hund? Hund. Ich bin ein Hundemensch. Der Hund will mit dir zu tun ha­ ben, die Katze macht ihr eigenes Ding. Ich kauf mir doch nichts, das selbst entscheidet, wann es gestreichelt werden will. 45 Platte oder Kassette? Kassette. Ich hatte nie einen Plattenspieler. Aber mit Kas­ setten kenne ich mich gut aus. 46 ARD oder RTL? Gar kein Fernsehen. Keine ­Ahnung, was da läuft. 47 Heidi Klum oder Uschi Obermaier? Uschi. Ganz klar Uschi. Die Frage hättest du dir sparen können. Also schon dieser Vergleich …

48 Helene Fischer oder

­Heino? Helene. Was soll ich denn mit Heino? 49 Weissbier oder Pils? Gar kein Bier. 50 Wein? Nein. 51 Russland oder Ukraine? Da erlaube ich mir kein Urteil. Ist doch arrogant, aus dem Wes­ ten über Länder zu urteilen, mit denen man gar nichts zu tun hat. 52 Fussball oder Formel-1? Früher habe ich viel Formel-1 geschaut, da konnte man am Sonntag auf dem Sofa schön ­entspannen und von den Geräu­ schen noch einmal einschlafen. 53 Klassik oder Jazz? Klassik. Mit Jazz kann ich gar nichts anfangen, das ist mir zu verrückt. 54 Schnitzel oder Steak? Schnitzel. Aber ein ordentliches. Also nicht so wie im Sterne­ restaurant, wo sich die Panade vom Fleisch abhebt. Das mag ich nicht. Die Panade muss schön am Schnitzel kleben. Darum: Lasst das Mehl weg, Leute. Zuerst Ei, dann Panade, direkt in die Pfanne. Wollt ihr meinen Trick? Ich gebe süssen Senf aus Bayern zum Ei. Guten Appetit!

WET TBEWERB

Willst du Sido live erleben? Die Migros ist Hauptsponsorin vieler grosser Festivals, darunter Frauenfeld und Heitere. Dort tritt Sido am Samstag, 13. August, auf. Das Migros-Magazin verlost 10 × 2 Dreitagespässe im Wert von je 192 Franken für das Heitere Open Air. ­ Hier mitmachen: www.migmag.ch/wettbewerb


Vielfältige Geschichte am Rhein

Weitere attraktive Reisen! Neu auc h als 15-tä gige Kombir eise buchba r!

8 Tage ab CHF 1446 p.P.

Flussquartett

Saarbrücken–Heidelberg–Stuttgart MS Thurgau Casanovaiiii Abreisedaten 2022 Saarbrücken–Stuttgart: 14.09.(7)/28.09.(7)/12.10./26.10. Stuttgart–Saarbrücken: 21.09.(8)/05.10.(8) (7) Ausschiffung in Lauffen (8) Einschiffung in Lauffen

8 Tage ab CHF 1346* p.P.

MS Antonio Bellucciiiiii

7 Tage ab CHF 989 p.P.

Amsterdam–Köln–Basel v.v. 1. Tag Basel/Zürich–Amsterdam Ab Basel Busfahrt nach Amsterdam oder ab Zürich Flug(3) nach Amsterdam mit Transfer zum Schiff. Am Abend romantische Grachtenfahrt(1) durch das historische Zentrum. 2. Tag Amsterdam Ganztägiger Ausflug(1) zur Weltgartenbauschau Floriade in Almere. 3. Tag Amsterdam–Nijmegen Am Nachmittag ab Nijmegen Ausflug(1) ins «Nederlands Openluchtmuseum». 4. Tag Köln Rundgang(1), der Ihnen die Kölner Architektur und den Kölner Lifestyle der 50er Jahre näherbringt. Am Abend ist der Besuch eines der Kölner Brauhäuser empfehlenswert. 5. Tag Rüdesheim Schifffahrt «Romantischer Rhein»mit Ausführungen eines Einheimischen. Fahrt(1) mit dem Winzerexpress und Besuch von Siegfrieds Mechanischem Musikkabinett. Abends lohnt sich ein Bummel durch die berühmte Drosselgasse. 6. Tag Rüdesheim–Mannheim Am Nachmittag in Mannheim Zeit zur freien Verfügung oder am Ausflug(2) nach Heidelberg. 7. Tag Strasbourg Besuch(1) des ältesten Weinkellers von Strasbourg mit Weinprobe. Rundgang durch die Altstadt. Am Nachmittag Zeit zur freien Verfügung. 8. Tag Basel Ausschiffung und Ausflug(1) ins Schweizerische Schifffahrtsmuseum. Individuelle Heimreise. Basel–Amsterdam Gleiche Reise in umgekehrter Reihenfolge mit kleinen Anpassungen.

Reisedaten 2022 Es het solangs het Rabatt Basel–Amsterdam Amsterdam–Basel 13.08.–20.08. 600 03.09.–10.09. 500

Auf dem Fluss zum vollen Genuss

Basel–Traben-Trarbach–Basel MS Edelweissiiii+

Unsere Leistungen • Kreuzfahrt mit Vollpension an Bord • Bustransfer Amsterdam–Basel oder v. v. • Thurgau Travel Kreuzfahrtleitung • Audio-Set bei allen Ausflügen

Abreisedaten 2022 09.08./15.08./21.08.

9 Tage ab CHF 1553 p.P.

Nicht inbegriffen: An-/Rückreise nach/von Basel, Verpflegung während der Busfahrt, Versicherungen, Ausflüge, Getränke, Passagiergebühren Amsterdam, Trinkgelder (Empfehlung € 5–7 p. P./Tag), Auftragspauschale (entfällt bei Buchung über www.thurgautravel.ch) Preise pro Person in CHF (vor Rabattabzug) 2-Bettkabine Hauptdeck hinten 2-Bettkabine Hauptdeck 2-Bettkabine MDk hinten, franz. Balkon 2-Bettkabine Mitteldeck, franz. Balkon 2-Bettkabine Oberdeck hinten, franz. Balkon 2-Bettkabine Oberdeck, franz. Balkon Suite Oberdeck (ca. 32 m²), franz. Balkon(5) Zuschlag Alleinbenutzung HD/MD Zuschlag Alleinbenutzung Oberdeck Flugpaket inkl. Transfer zum Flughafen Ausflugspaket (7 Ausflüge) (5) Nicht zur Alleinbenutzung möglich

1890 1990 2290 2390 2490 2590 3890 0 890 295 290

Drei-Flüsse Zauber

Basel–Regensburg–Passau MS Thurgau Prestigeiiiii Abreisedaten 2022 Basel–Passau: 23.08. Passau–Basel: 31.08.

12 Tage ab CHF 1624 p.P.

Flusstrio auf Rhein, Main und Mosel

Basel–Würzburg–Trier–Basel MS Thurgau Silenceiiii Amsterdam

MS Antonio Belluccibbbbb

Abreisedaten 2022 22.08./17.09./28.09./21.10.

| (2) Fak. Ausflug nur an Bord buchbar | (3) Im Flugpaket enthalten | Programmänderungen vorbehalten | * Günstigste Kategorie, Rabatt bereits abgezogen | Ab-Preise inkl. Treibstoffzuschlag | Informationen zur 15-tägigen Kombireise und/oder den einzelnen Teilstrecken finden Sie online

au Tra ur

et

So

r

l ve

Th

(1) Im Ausflugspaket enthalten, vorab buchbar

l o s- P a k

Informationen oder buchen thurgautravel.ch Gratis-Nr. 0800 626 550 Amriswilerstrasse 12, 8570 Weinfelden Tel. 071 552 40 00, info@thurgautravel.ch

Pionier für weltweite Flusskreuzfahrten


KOLUMNE | 18.7.2022 | 47

Illustration: Rinah Lang

Wo ist Mont-St-Michel? STADT, LAND, STUTZ Ich bin ein Fan des geschriebenen Wortes. News ziehe ich mir nicht im Radio rein, sondern über Onlineartikel. Bücher lese ich selbst, statt dass meine Kopfhörer den Inhalt wiedergeben. Ich lese sogar interessiert die Graffitis an Güterwagen. Kein Wunder also, dass ich auch Kleidungsstücke mit Schriftzug mag. Zum Beispiel mein dunkelgrünes Baseballcap, auf dem klein und weiss «Pisco Sour» steht. Einer meiner Lieblingsdrinks auf einem meiner Lieblingscaps – macht Sinn, oder? Allerdings, und darüber möchte ich mit Ihnen hier und jetzt sprechen, machen viele Stücke mit Schriftzug überhaupt keinen Sinn. Weder modisch noch inhaltlich. Es gibt drei goldene Regeln , die es hierbei zu beachten gilt – und die einige Mitbürgerinnen und Mitbürger sträflich missachten. Erstens, und diese Erfahrung habe ich am eigenen Leib gemacht: Trage niemals etwas,

Lisa Stutz (28) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.

auf dem eine Sprache, eine Ortschaft, eine Universität steht, die du nicht kennst. Ich hatte in einem Secondhandshop mal einen Pulli gefunden, auf dem gross und farbig «Mont-St-Michel» stand. «Irgendein Berg halt», dachte ich. Fehlanzeige: Plötzlich musste ich mit jedem über eine merkwürdige Insel an Frankreichs Küste sprechen. Zweitens: Bitte nicht unter die Gürtellinie! Ich gehe diesen Sommer nach Mallorca und habe schon Angst vor T-Shirt-Sprüchen wie «Ich bin Angler, möchtest du meinen Wurm sehen?». Auch alles mit Bier gehört meiner Meinung nach gesetzlich verboten. Drittens: Keine Plattitüden. «Live, Love, Laugh», am besten noch mit Schmetterlingen verziert: Nein, nein, nein! Auch «The Future is Female» ist mittlerweile so verbreitet, dass es nicht mehr glaubwürdig ist. Eine Extraregel: Alles, worauf «Camp David» steht, gehört sofort verschenkt. MM

Anzeige

Für natürliche Frische und zuverlässigen Schutz Entdecke die Nivea Deos.

95% Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs

Limited Editions

20x

20x

Neu

Neu

CUMULUS

4.50

Variante mit 0% Aluminium ACH

CUMULUS

z.B. EcoDeo Natural Balance Bio Aloe Vera Spray Female 125 ml

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 19.7. bis 1.8.2022, solange Vorrat

3.05

z.B. Deo Miracle Garden Jasmin & Bergamotte Spray Female 150 ml


1 for all: hautverträglich waschen leicht gemacht. mi t t e l , E in Wasc he H aut sow ie : I hr das sc hont und Mat e rialie n die Farbe ne r Wäsc he . I hr

20x CUMULUS

Neu 16.90

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 19.7. bis 1.8.2022, solange Vorrat

Total 1 for all Sensitive Waschmittel 2 Liter


BEAUTY | 18.7.2022 | 49

Keine Ferien für Haarpflege Sonne, Salz- und Chlorwasser setzen den Haaren im Sommer stark zu. Deshalb brauchen sie Schutz. Bild: Getty Images

Text: Petra Koci

Vor und nach dem Schwimmen spülen

I am Professional Heat Protect & Express Dry HitzeschutzSpray, 200 ml Fr. 6.20

Ein guter Trick, um die Haare zu schützen: vor dem Bad im Meer oder Pool unter eine Dusche stehen. Das Süsswasser sorgt dafür, dass weniger Meer- oder Chlorwasser in die Haare eindringt. Ebenso wichtig ist ein gründliches Ausspülen danach. Der Grund: Die getrockneten Salzkristalle verkleben die Haare und reflektieren wie Minibrenngläser.

Sonnenschutz? Unbedingt

Die gute Nachricht: An den Haaren bekommt man keinen Sonnenbrand. Aber dennoch können UV-Strahlen die Haarstruktur schädigen. Also benötigen auch sie einen Sonnenschutz. Es gibt Haarpflegeprodukte mit UVFiltern. Gute Arbeit leisten auch ein Hitzeschutz-Spray oder ­Leave-in-Conditioner. Sonst gilt: Hut oder Cap auf – anders als an den Haaren gibts auf der Kopfhaut Sonnenbrand.

I am Intense Moisture Mask, 250 ml Fr. 5.60

Jetzt bitte viel Feuchtigkeit

Vorsicht vor Farbveränderung Nach den Strandferien kommen wir oft mit einer etwas helleren Haarfarbe zurück. Tatsächlich können Sonne, Meer- und Poolwasser die Farbpigmente im Haar bei Naturfarben wie auch nach einer Färbung angreifen und die Haare ausbleichen. Bei frisch blondiertem und grauem Haar droht gar ein Grünstich durch die Kupfersalze im Chlorwasser. Deshalb sollte man die Haare nach dem Bad auswaschen und Pflegeprodukte mit Farbschutz verwenden. Und die neue Haarfarbe? Besser erst nach den Ferien.

I am Professional Color Protection Conditioner, 250 ml Fr. 2.80 I am Professional Color Protection Shampoo, 250 ml Fr. 2.80

Wind, Sonne und Wasser trocknen die Haare aus, machen spröde und strohig. Deshalb brauchen sie Aufmerksamkeit: Der Conditioner nach dem Waschen ist ein Muss. Zudem spenden die Pflege mit Maske (etwa Moisture Mask), Kur oder Haaröl sowie After-SunProdukte Extrafeuchtigkeit. Sie glätten die Struktur und bringen Glanz und Geschmeidigkeit zurück.


50 | 18.7.2022 | SORTIMENT

Schweinssteak mit Kräutern und Zitrone Die Schweinshalssteaks vom Grill werden vorab mariniert und mit einem Mix aus Kräutern, Zitronenschale und Olivenöl serviert. Gerade mit Country-Wedges ein (Party-)Genuss. Rezept auf migusto.ch

VIEL AROMA FÜR DAS GRILLSTEAK Ein Schweinssteak vom Grill gehört im Sommer für viele auf den Menüplan. Dabei spielt die Marinade eine zentrale Rolle: Sie verleiht dem Fleisch erst das perfekte Aroma. Text: Heidi Bacchilega

Das Schweinssteak stammt von verschiedenen Teilen des Schweins. Vom Hals geschnitten ist es meist marmoriert, durchzogen und saftig. Steaks vom Bierstück und Filetstücke hingegen sind eher mager und erfordern bei der Zubereitung etwas Know-how, damit sie nicht austrocknen. Nach dem Braten oder Grillieren sollten Steaks rund 10 Minuten ruhen, damit sich die Fleischfasern wieder entspannen können.

GRUNDMARINADE 1 3 dl ½ TL ¼ TL

Knoblauchzehe Sonnenblumenöl Salz Pfeffer

Knoblauch zum Öl pressen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Drei auf diese Basis aufbauende Marinaden:

1 Mediterran ½ Bund Rosmarin ½ Bund Thymian 4 Zweige Salbei 1 EL grobkörniger Senf

Für eine mediterrane Variante alle Kräuter hacken. Mit Senf zu ­einem Drittel der Grundmarinade mischen. Passt gut zu Gemüse und Pilzen. Reicht für ca. 250 g Grillgut.


SORTIMENT | 18.7.2022 | 51

Schweinssteak mit Aprikose und Feta Das grillierte Steak vom Nierstück erhält mit Aprikosen, Feta und Zwiebeln einfach und schnell ein besonderes Aroma. Dazu passt Blattsalat. Rezept auf migusto.ch

1

2

2 American 4 EL 1 EL 1 TL

BBQ-Sauce Ahornsirup Paprika

TIPP VON DER THEKE

20 %*

Alle Fleischstücke können nach Wunsch bereits mariniert, speziell verpackt und natürlich in der ge­ wünschten Dicke geschnitten werden.

3

BBQ-Sauce, den Ahornsirup und Paprika zu einem Drittel der Grundmarinade mischen. Passt zu Poulet und Schweinefleisch und reicht für ca. 250 g Grillgut.

Zusätzlich liefern die Profis an der Theke Tipps zur Zubereitung. Fragen Sie einfach die Fachleute hinter der Theke, sie beraten Sie gern.

3 Asiatisch 1 Stängel Zitronengras 1 Chilischote 3 EL Sojasauce 2 EL Austernsauce 1 EL Sesamsamen

Schweinshalssteak Das marinierte Schweinshalssteak bei grosser Hitze auf dem Grill anbraten, danach die Temperatur reduzieren. Bilder: Migusto

Für eine asiatische Marinade das Zitronengras längs halbieren und sehr fein hacken. Chili in dün­ ne Ringe schneiden. Beides mit Soja- und Austernsauce mischen. Mit dem Sesam zu einem Drittel der Grundmarinade mischen. Passt zu Crevetten, Fisch und Tofu. Reicht für ca. 250 g Grillgut.

An der bedienten Fleischtheke gibt es eine grosse Auswahl unter­ schiedlichster Steaks. Im Sommer kommt zwar noch immer häufig Schweinefleisch auf den Grill. Aber auch die Liebhaber von Rind finden hier das passende Stück: Rindsfilets, En­ trecôtes oder Huftsteaks können an der Theke je nach Verfügbarkeit in Dry-Aged-Qualität und gar mit dem Label Bio Weide-Beef bezogen werden. Und wer Kalb­ fleisch vorzieht, wählt etwa ein Kalbsrack.

Schweinshalssteak IP Suisse, mariniert, aktueller Tagespreis

* 20 Prozent Rabatt auf Schweizer Steaks an der Theke, vom 19. 7. bis 1. 8.


Pfirsichfestival 4.95

Weisse Nektarinen Extra* Frankreich/Spanien/Italien, per kg

+25% gratis

2.95

Nektarinen Frankreich, (1 kg = 2.95) Das Körbchen zu 1,25 kg

4.95

Weisse Pfirsiche Extra* Frankreich/Spanien/Italien, per kg

5.95

Bio Nektarinen* Spanien/Italien, per kg

4.50

Plattpfirsiche Demeter* Spanien/Italien, Das Körbchen zu 500 g

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Angebote gelten nur vom 19.07. bis 25.07.22. Solange Vorrat.

4.95

Gelbe Nektarinen Extra Frankreich/Spanien/Italien, per kg

26% 2.90 statt 3.95

Plattpfirsische Spanien/Italien, per kg

Genossenchaft Migros Neuenburg-Freiburg


18.7.2022 | 53

s ro rg ig u M nb urg e eu ib N Fre

Besuch bei Molière (links) und seiner Bühnen- und Ehepartnerin Armande Béjart vor Gruyères Kulisse

TANZ

Kulturaustausch in allen Facetten

Einblick in Molières Theater- und Liebesleben

Das neue Programm der Association Danse Neuchâtel (ADN) lädt zu kleinen Alltagspausen ein. Es findet dieses Jahr in zwei Teilen statt: Der erste Teil begann im Früh­jahr mit Aufführungen und Begegnungen, die ganz im Zeichen der Diversität und der ­Er­innerung standen.

Das Ensemble Szène 17 zeigt diesen Sommer in einer Open-Air-Aufführung in Gruyères FR ein Stück von Jean Winiger über den grossen Theaterstar des 17. Jahrhunderts – und seine Partnerin auf und neben der Bühne.

Für «Molière amoureux» liess sich der Freiburger Autor Jean Winiger von Molières Liebesleben inspirieren. Ihn interessierte die fast 20 Jahre währende Beziehung Molières zu Armande Béjart. Biografisch korrekt spielt das Stück im 17. Jahrhundert, die Liebesbeziehung soll laut dem aufführenden Ensemble Szène 17 aber sehr modern gewesen sein. Die Handlung spielt 1672, ein Jahr vor Molières Tod. Der Dichter ist müde und erschöpft von seiner intensiven Tätigkeit als Schauspieler, Autor und Leiter einer Schauspieltruppe. Doch er zählt weiter auf seine unbändige Energie, schreibt in diesem Jahr «Die gelehrten Frauen» und greift «La Comtesse d’Escarbagnas»

Bild: Kristel Schoukens

wieder auf. 1673 verfasst er mit «Der eingebildete Kranke» sein letztes Werk, bei dem er vier Mal selber mitspielen kann, bevor er noch im selben Jahr mit 51 Jahren auf der Bühne verstirbt. Ein sehr produktives Jahrzehnt

Nach seiner Heirat mit Armande Béjart 1662 begann die Zeit seiner Meisterwerke: Armande spielte die Hauptrollen, gab oftmals die Kokette und die Verführerin und wurde von Hof und Pariser Publikum vergöttert. Molière spielte meist den betrogenen Ehemann, den Eifersüchtigen oder den eingefleischten Junggesellen. In seinem Werk behandelte der Theatermann vieles, aber der Machtmissbrauch der Ehemän-

Mehr zum gesellschaftlichen Engagement der Migros-Gruppe: migros-engagement.ch

ner, der Wunsch der Frauen nach Unabhängigkeit und die Kritik an arrangierten Ehen sind zentral. Mit «Molière amoureux» geht Jean Winiger weit über die Beschreibung des Paars MolièreBéjart hinaus. Neben Problemen zwischen Mann und Frau wird auch zeitlose Schönheit geboten: Glück und Leid der Liebe. Zuerst kommt aber die Liebe des Paars zum Theater zum Ausdruck, der sie voller Leidenschaft frönen. Wann: von 20. Juli bis 14. August mittwochs, donnerstags, freitags und sonntags um 18.30 und 20 Uhr. Wo: Esplanade de la Fleur de Lys, im Altstädtchen Gruyères (bei Regen im Gemeindesaal). Tickets gibts online auf bulledeculture.ch. MM

Der zweite Teil folgt im Herbst und widmet sich dem Thema Vielfalt des Austauschs. Über den ganzen Kanton Neuenburg verteilt wird es Darbietungen von zeitgenössischem Tanz in all seinen erdenklichen Facetten zu sehen geben. Infos: danse-neuchatel.ch

Bild : Anne-Laure Lechat

Text: Julie Mégevand


54 | 18.7.2022 | MIGROS NEUENBURG-FREIBURG

Die Nektarine Im Gegensatz zu einem Pfirsich verfügt die Nektarine über eine glatte, glänzende Haut. Die Frucht des Nektarinenbaums ist nichts anderes als eine natürliche Mutation des Pfirsichs. Die beiden sind quasi Cousin und Cousine. Das Fruchtfleisch der Nektarine ist etwas fester als beim Pfirsich. Rohe Nektarinen schmecken frisch und süss. Besonders gut passen sie in ein Müesli oder den Fruchtsalat. Doch auch in einem Kuchen oder in anderen Desserts lassen sie sich gut verarbeiten.

Sonnengereifte Sommersnacks Die saftig-süssen Pfirsiche und Nektarinen gehören zu den beliebtesten Erfrischungen. Diverse Migros-Angebote in Schalen oder Tellern sorgen aber auch für eine Geschmacksexplosion. Text: Julie Mégevand


18.7.2022 | 55

s ro rg ig u M nb urg e eu ib N Fre

Pfirsiche und Nektarinen sind eng verwandt, haben aber ihre Besonderheiten.

Der Pfirsich Die Haut des Pfirsichs ist zart und leicht flaumig. Nicht umsonst spricht man ja auch beim Menschen von «Pfirsichhaut». Bei Form, Fruchtfleisch und Geschmack unterscheiden sich die Sorten aber stark. Da gibt es Pfirsiche mit gelbem und solche mit weissem Fruchtfleisch. Fast aus dem Rahmen fällt etwa der Plattpfirsich, eine Mutation nur vier Zentimeter dick, deshalb leicht zu transportieren und praktisch zu essen – beisst man rein, tropft weniger Saft raus als beim runden Pfirsich. Viele finden auch, dass der Plattpfirsich über ein etwas milderes Honig-aroma verfügt und zudem ein natürlicheres Parfum als alle anderen Pfirsichsorten entwickelt.

Bilder: Adobe Stock

Haltbarkeit

Der Anbau Mit dem gleichzeitigen Anbau mehrerer Sorten können Bauern von Juni bis September Pfirsiche und Nektarinen ernten. So lässt sich die Saison dieser Früchte verlängern. Je nach Sorte blühen sie Ende Winter bis Anfang Frühling. Pfirsichbäume sind selbstfruchtbar: Sie tragen auch ohne Bestäubung Früchte. Die Vermehrung des Pfirsichbaums erfolgt durch Pfropfung, und die Pflanzung findet in der Regel im Herbst statt. Der Pfirsichbaum trägt erst nach sieben Jahren seine ersten Früchte, und seine Lebensdauer liegt bei 15 bis 20 Jahren.

Die Ernte Ein Pfirsichbaum liefert rund zehn Tage lang Früchte. Die Produzenten bauen mehrere Arten mit unterschiedlichem Reifezeitpunkt an, damit sie den ganzen Sommer über reife Früchte anbieten können. Die Ernte erfolgt ausschliesslich in Handarbeit.

Gut für die Gesundheit Pfirsiche und Nektarinen werden meist mit der Haut gegessen. Die darin enthaltenen Ballaststoffe und Vitamine, vor allem Vitamin C und E, sind natürliche Antioxidantien, die der Zellalterung vorbeugen können. Zudem sind sie reich an Betacarotin (für strahlendere Haut und die Augen). Auch sind sie reich an Ballaststoffen und unterstützen damit eine gute Darmfunktion.

In Migros-Filialen angebotene Pfirsiche und Nektarinen stammen je nach Monat aus Spanien, Italien oder Frankreich. Sie sind nur während weniger Tage in Kühlräumen haltbar, wo sie besonders frisch bleiben, aber auch anfällig werden.

Der Saft In der Früchte- und Gemüseabteilung der Migros-Supermärkte gibt es Nektarinenund Pfirsichnektar aus Frankreich in Ein-Liter-Flaschen. Ein erfrischender Trinkgenuss voller Vitamine.

Rezeptidee: Auf migusto.ch gibts ein Rezept für grillierte Pfirsiche mit BasilikumGranité und weitere kreative Rezeptideen:


Das perfekte Ziel für einen Tagesausflug ins Tessin Anreise mit dem Zug (Beispiele): • ab Basel 3:21 h • ab Bern 3:19 h • ab Zürich 2:16 h • ab Luzern 2:03 h • ab St Gallen 3:16 h

Attraktionen:

Bergkappelle Vetta Monte Generoso 360 Grad Terrasse Spielplatz Planetenweg Riesen-Schaukel

www.montegeneroso.ch

R

NEWSLETTE

Vital und voller Energie leben? Keine Gesundheitstipps mehr verpassen – mit dem iMpuls Newsletter

Jetzt en anmeld e und toll Preise en! gewinn impuls.migros.ch/newsletter iMpuls ist die Gesundheitsinitiative der Migros.

Teilnahmebedingungen und Anmeldung unter impuls.migros.ch/newsletter

Tickets an jedem Bahnhof erhältlich


Lossommern auf Griechisch.

2.70

Bio Griechische Oliven Kalamata 150 g

20% 3.50 statt 4.40

7.10

Sélection Feta* 170 g

Bio Grieschisches Olivenöl 50 cl

1.70

30% 4.95

1.25

Cherry-Rispentomaten au lieu de 1.80 «Aus der Region.» 500 g

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Angebote gelten nur vom 19.07. bis 25.09.22. Solange Vorrat.

Peperoni gemischt Niederlande/Spanien, 500 g

Salade Iceberg Schweiz, pro Stück

34% 1.90 au lieu de 2.90

Bio Gurken Schweiz, pro Stück

Genossenchaft Migros Neuenburg-Freiburg


Bic Rasierer:

Aloe Vera Gleitstreifen mit und für eine gleitende r komfortable Rasu

Für eine gründliche und sanfte Rasur

50% 2.30

50% 1.75

Bic Soleil Lady 3-Klingen Einwegrasierer mit ergonomischem Griff, 4 Stück

statt 4.60

statt 3.50

Bic Miss Soleil* 3-Klingen Einwegrasierer mit Griff im Blumen-Design, 4 Stück

Mit Schwingkopf

50% 1.55 statt 3.10

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 19.7. bis 1.8.2022, solange Vorrat

2-Klingen Einwegrasierer mit Pflegestreifen, 10 Stück

1.45

statt 2.95

Bic Comfort 3 Pivot 3-Klingen Einwegrasierer mit Schwingkopf und Pflegestreifen 6 Stück

ZUM 40. JUBILÄUM

BACK IN BLACK 25. Juli 1980

Armbanduhr

©2020 Leidseplein Presse B.V. Under License to Perryscope Productions / Epic Rights. © The Bradford Exchange. *

Das Angebot ist limitiert – Reservieren Sie noch heute!

GEHÄUSERÜCKSEITE:

PERSÖNLICHE REFERENZ-NUMMER: 68431

Gravur auf der Rückseite mit dem offiziellen AC/DC Logo und den Namen der Bandmitglieder

Mit 120-TAGE-Rückgabe-Garantie

Zeitlich begrenztes Angebot: Antworten Sie bis zum 29. August 2022 ❒ Ja, ich reserviere die Armbanduhr

LIMITIERTE AUFLAGE: Streng limitiert auf 9.999 Exemplare und individuelle Nummerierung auf der Rückseite

“AC/DC - BACK IN BLACK” / 526-EAS08.01

MIT STOPPUHRFUNKTIONEN:

Bitte gewünschte Zahlungsart ankreuzen. Ich wünsche ❒ eine Gesamtrechnung

Bic Comfort 2

Einfach gut leben

Offiziell lizenziert von AC/DC Am 25. Juli 1980 erscheint das Album „Back in Black“ der australischen Hard-Rock-Formation AC/DC. Es ist das erste Album mit dem Sänger Brian Johnson, der den fünf Monate zuvor verstorbenen Bon Scott ersetzt. Mit ihrem insgesamt sechsten Studioalbum trägt sich die Band für immer in die Geschichtsbücher ein. Denn „Back in Black“ verkauft sich bis heute über 50 Millionen mal! Zögern Sie also nicht und bestellen Sie Ihre unverwechselbare AC/DC-TributeArmbanduhr am besten noch heute!

50%

Die Armbanduhr verfügt über drei integrierte Zifferblätter mit Stoppuhrfunktionen

❒ Monatsraten

Wichtige Details: Vorname/Name

Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen

Strasse/Nummer PLZ/Ort E-mail (nur für Bestellabwicklung) Unterschrift

Telefon (nur für Rückfragen)

Datenschutz: Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter www.bradford.ch/datenschutz. Wir werden Ihnen keine Angebote von The Bradford Exchange per E-Mail,Telefon oder SMS-Nachricht zukommen lassen. Sie können Ihre Kontaktpräferenzen jederzeit ändern, indem Sie uns unter nebenstehender Adresse bzw. Telefonnummer kontaktieren. Bitte teilen Sie uns per Telefon, E-Mail oder schriftlich mit, falls Sie keine brieflichen Angebote erhalten möchten.

ein Präzisions-Quarzuhrwerk mit Stoppuhrfunktionen, ein des Back In Black“-Albums von robustes Edelstahlgehäuse und AC/DC. -armband sowie ein schwarzes OFFIZIELL: Die Armbanduhr ist Zifferblatt, das mit dem Bandlogo offiziell lizenziert. und den Flammen der Hölle LIMITIERUNG: limitiert auf nur 9.999 hervorgehoben ist. Stück weltweit Preis: Fr. 199.80 SPEZIFIKATIONEN: Diese Uhr oder 3 Raten à Fr. 66.60 wurde als Sammleruhr (+ Fr. 12.90 Versand und Service) entworfen und verfügt über Produktnummer: 526-EAS08.01

EVENT: Das 40-jährige Jubiläum

www.bradford.ch

Ø: 42 mm Durchmesser mit Krone: 4,5 cm. Armband anpassbar bis max. 22 cm.

Für Online-Bestellung: Referenz-Nr.: 68431

Bitte einsenden an: The Bradford Exchange Ltd. • Jöchlerweg 2 • 6340 Baar

Telefon: 041 768 58 58 • e-mail: kundendienst@bradford.ch


SOMMERRÄTSEL | 18.7.2022 | 59

Der grosse Sommerwettbewerb

Teil 1

Drei Wochen können Sie im Sommerwettbewerb mit Ihrem Wissen glänzen und attraktive Preise gewinnen. Heute winken drei Geschenkkarten à 100 Franken, und ab 2. August in der Schlussverlosung wartet ein Intex Excursion 4 Boat Set im Wert von 229 Franken. Finden Sie zum Auftakt sechs Paare im sommerlichen Memory: Welches Kärtchen passt zu welchem Kultprodukt der Migros? Ordnen Sie unten in der Lösungszeile die Buchstaben der richtigen Nummer zu.

1

2

des grossen So mmerwettbewerbs mit vielen tollen Preisen. Teil 2 am 25. Ju li, Teil 3 am 2. Au gust

3 4

6

5

M

E

T

T

A

O

Hauptpreis Mit der Lösung für alle drei Wettbewerbsausgaben können Sie im Migros-Magazin vom 2. August ein «Intex Excursion 4 Boat Set», offeriert von SportXX, im Wert von 229 Franken gewinnen!

Machen Sie mit! Übertragen Sie die Lösungsbuchstaben in die blauen Lösungsfelder. So erhalten Sie das Gewinnwort für den Wochenpreis und die Buchstaben für die Verlosung des Hauptpreises ab 2. August. Letztere bewahren Sie auf und übertragen sie nächste Woche ins Raster. Lösungen und die Namen der Gewinnerinnen und Gewinner werden in der Ausgabe 33 vom 15. August veröffentlicht.

Lösungswort Wochenpreis 1

2

3

4

5

6

Lösungswort Hauptpreis (Weitere Felder folgen am 25.7. und 2.8.) 2

3

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 840 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMDGEWINN gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMDGEWINN STEMPEL Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.7.2022, 24 Uhr

Wochenpreis Gewinnen Sie diese Woche eine von drei Geschenkkarten der Migros im Wert von je 100 Franken!


60 | 18.7.2022 | SOMMERRÄTSEL

Migros-Geschenkkarten zu gewinnen! Lösen Sie das Kreuzworträtsel und gewinnen Sie eine von 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken. Für die hellblaue Zusatzlösung winken 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken.

TTER NEWSLE EN & R IE N ABON 150.– 15 x CHF NEN! GEWIN

MONTAG IST SPIELSPASSGEWINNTAG

Jeden Montag die spannendsten Stories in deiner Inbox. www.migmag.ch/newsletter

So nehmen Sie teil: Hauptpreis (dunkelblaues Lösungswort) Tel.: 0901 000 841 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD1, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD1 STEMPEL Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Zusatzpreis (hellblaues Wort) Tel.: 0901 000 845 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD5 WINTER Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.7.2022, 24 Uhr Gewinner Nr. 27 Hauptpreis: Astrid Haslinger, Wallisellen ZH; Marianne Pugin, Savigny VD Zusatzpreis: Gabriela Spörri, Küsnacht ZH; Rose-Marie Droguet, Ste-Croix VD Teilnahmebedingungen Gewinnspiele: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, welche das 18. Altersjahr vollendet haben. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeitenden des Gewinnspielveranstalters sowie Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste und weitere professionalisierte/gewerbliche Teilnehmende. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Sudoku 2 × 100 Franken zu gewinnen

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 844 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/sudoku (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.7.2022, 24 Uhr


SOMMERRÄTSEL | 18.7.2022 | 61

Gewinnen Sie eine von 4 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 4×

Quiz

Paroli

2 × 100 Franken zu gewinnen

2 × 100 gewinnen Füllen Sie dieFranken zehn Wörter inzu das Rätselgitter ein. Füllen Sie Sie die zehn Wörter das Rätselgitter Tragen diesich zehn Wörter in das Rätselgitter Die Lösung ergibt aus in den Buchstaben inein. den Feldern 1-5.ein. Die ergibt sich aus den Buchstaben den Feldern 1-5. DasLösung Lösungswort ergibt sich ausinden Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. Wenn man mit dem Schiff aufs Meer fährt, dann … man in See. S sticht

L schneidet

R pikst

Als was bezeichnet man den Brennstoff Butan? A zart

E flüchtig

I

dezent

Was stand im Zentrum der diesjährigen Oscar-Verleihung? E Ohrfeige

N Kaktusfeige

D Portweinfeige

A Dulliken SO

M Ice Hans

F Frozen Fritz

In welchem See liegt die Insel Schwanau? T Bielersee

E Lauerzersee

R Murtensee

1

2

R Arche 3

4

6

3 5 4

E E

2 2

3 3

4 4

7

Lösungswort

So nehmen Sie teil:

Tel.: 0901 000 843 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 HOTEL Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/paroli (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.7.2022, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Bimaru Lösung Nr. 28

Was koche ich heute?

migusto.ch

2 1

So nehmen Sie teil:

Tel.: 0901 000 842 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 ATEMZUG Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/quiz (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.7.2022, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Kreuzworträtsel Lösung Nr. 28

3

5 5

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

N Rad 5

5 4

Bimaru

Wie heisst ein kleiner Mond des Jupiters? G Bauhaus

1 1

U Gränichen AG

Wie wird der Gletschermann Ötzi im angelsächsischen Sprachraum genannt? S Cool Gunther

1 2

Lösung: Lösung:

Wo in der Schweiz befindet sich ein Hexenmuseum? R Glattfelden ZH

BRUSTTEE BE T T LADE BUSL I N I E ECKEHARD D E I S SW I L E I NOELEN DE Z ERNAT EM I T T E N T ENTNERVT F I L I GRAN ERR I NGEN I LME NS E E HANDEUL E ATH I LDE MM I MI NENT OTNAGE L NA S L I NGER S T R E AME R URE L T ERN TEEROSEN

Sudoku Lösung Nr. 28

U N M O F E L D E H O E R N Paroli

C H I N O Lösung Nr. 28 L I N SEGEN

M E C H E L E N

C A T S E R E I E R E I T E R R N G O N E A Quiz U Lösung Nr. 28 P E CARAVAN

Sudoku Gewinner Nr. 27

Paroli Gewinner Nr. 27

Quiz Gewinner Nr. 27

Mathias Inauen, Hochdorf LU; Virginia Martin Penalosa, Orbe VD

Hajnal Mathe, Zürich; Eliane Bechir, Cressier NE

Walter Schläpfer, Nürensdorf ZH; Yvan Kolly, Le Mouret FR


62 | 18.7.2022 | MILOVE

«Ich hatte ein Auge auf einen anderen geworfen»

Sabine Christen und Filipe Levita jobbten beide in der Migros-­Filiale Metalli in Zug. Eigentlich war Sabine nicht interessiert an einer Beziehung mit Filipe – doch dann verbrachten sie ihre Pause immer öfters zusammen. Text: Manuela Enggist Bilder: Nik Hunger

Es ist Herbstanfang 2021. Sabine Christen hat noch ein Jahr an der Fachmittelschule vor sich und jobbt seit Sommer im Stundenlohn in der Migros-Filiale Metalli in Zug. Manchmal ist sie an der Kasse, manchmal muss sie im Food-Bereich Regale auffüllen. Dort trifft sie auf Filipe Levita, der soeben die Lehre zum Detailhandelsfachmann begonnen hat. Als Einstieg in die Lehre absolviert der damals 19-Jährige ein Praktikum. «Wir haben uns von Anfang an super verstanden», sagt Sabine rückblickend. Sie hatte auf einem Plakat, auf dem sich die neuen Lehrlinge vorstellen, gelesen, dass Filipes Lieblingsband «Falling in Reverse» ist. Auch sie findet die Rockband toll. «Wir haben dann viel über Musik gesprochen und sind oft gemeinsam in die Pause gegangen.» Doch zu Beginn

habe sie noch kein weiteres Interesse an Filipe gehabt. «Ich hatte noch ein Auge auf einen anderen geworfen.» Wochen vergehen, und die beiden beginnen, nach der Arbeit zusammen in den Starbucks zu gehen. «Sabine und ich konnten von Anfang an über alles reden. Ob das nun Musik, wichtige politische Themen oder andere Dinge waren», erzählt Filipe. Sie verbringen mehr und mehr Zeit miteinander, sprechen aber nicht über die Gefühle, die sich bei beiden entwickeln. Dafür beginnen sie gemeinsam in den Ausgang zu gehen. «Und ja, dann hat das eine irgendwann zum anderen geführt», sagt Filipe. Im vergangen Oktober beschliessen sie, den 1. September 2021 als ihren Jahrestag zu bezeichnen. «Damit wir einen Tag zum Feiern haben», sagt Sabine. «Wir hoffen, alles bleibt so perfekt, wie es jetzt ist.» MM

Er über sie

«Sabine steht bei ­allem, was ich mache, hinter mir. Sie versucht, mir zu helfen, wo sie nur kann. Bei ihr kann ich mich ­selbst sein, was ich sehr schätze.»

ch Haben au im e b ie L Sie Ihre rsum e iv n U ­Migros ie il a ? ­M en S ­gefunden hichte an Ihre Gesc gb.ch. m aufruf@ n uns e fr Wir ue darauf!


Anzeige

MILOVE

Sonnenbrand? Insektenstiche? Axacare Aceta Gel Essigsaure Tonerde hilft.

Sie über ihn

«Es klingt kitschig, aber an Filipe gefällt mir einfach alles: Er ist witzig, sieht super aus, und ich kann mit ihm über wirklich alles sprechen, was mich beschäftigt.»

Aceta Gel – gehört in jede Haus- und Reiseapotheke

Axacare gibts in Ihrer Migros

Neu et eröffn

Buchen Sie jetzt Ferien in den modernen Ferienwohnungen der «LocTowers» in Locarno und freuen Sie sich auf eine erholsame Auszeit im Tessin! Bilder: zVg

Sabine Christen und Filipe Levita (beide 20) leben noch bei den ­Eltern. Sie in Altdorf, er in Zug. Sie versuchen, sich jeden Abend zu sehen. Zusammenziehen wollen sie zwar noch nicht, sich aber bei ihrer Ausbildung so gut es geht gegenseitig unterstützen.

www.interhome.ch/LocTowers


WochenendKnaller Nur diesen Donnerstag bis Sonntag

ab 2 Stück

30% Alle Alfredo Produkte z.B. Mozzarelline, 160 g, 1.70 statt 2.40

3er-Pack

30% Gesamtes Nivea Sun Sortiment (ohne Mehrfachpackungen), z.B. Protect & Moisture LSF 30, 250 ml, 7.70 statt 11.–

Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 21.7. bis 24.7.2022, solange Vorrat

33% 9.95 statt 14.85

Kalbsbratwürste, IP-SUISSE 3 x 2 Stück, 840 g


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Migros-Magazin-29-2022-d-NE by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu