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Migros magazin 29 2017 d os

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So wird das Handy zur Profikamera

Bild: Valentin Luthiger/visualimpact.ch

Seite 65

Was bringt das elektronische Patientendossier? Seite 62

Direttissima Schweiz

Thomas Ulrich quert die Schweiz – schnurgerade von West nach Ost

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 0041(0)71 – 493 24 51, E-Mail: mireg@gmos.ch

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MM29, 17.7.2017

Editorial

Hilfe vor Ort statt Asyl?

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Die grüne Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli galt in der links-grünen Szene als Vorzeigepolitikerin. Deshalb sah man ihr den «asylpolitischen Faux-pas» auch nach. Hochuli hatte sich 2016 in Eritrea, dem Land, aus dem am meisten Asylbewerber in die Schweiz kommen, selbst einen Einblick in die politische Situation verschafft. Um danach zu beteuern, sie habe sehr viele positive Eindrücke mit nach Hause genommen. Natürlich wurde ihr schnell vorgeworfen, sie habe sich instrumentalisieren lassen. Fakt ist: 5000 Asylbewerber sind allein 2016 aus Eritrea in die Schweiz eingereist. Die Schweiz sollte also ein Interesse daran haben, die Beziehungen zu Eritrea zu normalisieren und Aufbauarbeit vor Ort zu leisten. Dieser Meinung ist auch Hans-Ulrich Stauffer, Lehrbeauftragter an der Uni Basel. Es sei ein Unsinn, Eritrea als das Nordkorea Afrikas hinzustellen, sagt der EritreaKenner im Interview (Seite 18). Eine Entkrampfung der Beziehungen Schweiz-Eritrea sei zwingend. Mit dem dualen Bildungssystem hat unser Land nach Meinung von Stauffer das ideale Instrument, in Afrika etwas für den wirtschaftlichen Aufbau zu tun. Denn nur wirtschaftlicher Aufschwung lässt die Flüchtlingswelle auslaufen.

Inhalt Menschen 8

Direttissima Schweiz Thomas Ulrich wandert quer durchs Land – und bewältigt dabei jedes Hindernis

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Migrosmagazin.ch Beste Leserbeiträge der Woche

18

Hans-Ulrich Stauffer

Der Afrikaspezialist erklärt, weshalb so viele junge Menschen aus Eritrea zu uns fliehen

24

Sommerwettbewerb

Migros-Welt 30

Kampf der Überzuckerung Wie die Migros den Zuckergehalt in ihren Produkten reduziert

Leben 61

Kolumne «1, 2 oder 3?» Schlaflose Nächte … und jetzt?

62

Gesundheit digital Fragen und Antworten zum elektronischen Patientendossier

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Handy-Schnappschüsse So schiessen Sie mit dem Smartphone schönste Ferienbilder

67

Kinderfragen

69

So gelingt das perfekte Filet

Glücksgriff Gewinnen Sie eine ErstklassReise mit dem Glacier Express

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76

33

Köstliche Forellen

Online-Shopping Die Migros mischt ganz vorn mit

55

Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

PS: Schon bemerkt? Wir haben die Titelseite des Migros-Magazins etwas aufgefrischt. Danke, Laetitia Buntschu, für den gelungenen Entwurf!

Bild: Marco Zanoni

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Kolumne Bänz Friedli

Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

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Meine Welt Zu Gast bei Preisüberwacher Stefan Meierhans

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen MM29

Darauf freuen wir uns Paléo Festival Am Dienstag beginnt das legendäre Festival in Nyon, unter anderem mit den Red Hot Chili Peppers. Saturday Night Fever Ab Mitt-

woch steht Walenstadt beziehungsweise seine Seebühne ganz im Zeichen von Discokugeln und John-Travolta-Tolle.

Unnützes Wissen

Über den Wolken

Mein Bild der Woche «Die vergangene Woche war voller aussergewöhnlicher Bilder.

Bilder: Kantonspolizei Obwalden, Marco Zanoni, iStockphoto

und Träger des Salzburger Stiers.

Hörprobe

Entschuldigung, was hören Sie gerade? Roxana Militaru (29), Kellnerin, Biel

a) «I don’t wanna live Forever» von Zayn feat. Taylor Swift b) «Tonight» von Dafina Zeqiri c) «Roar» von Katy Perry

Auflösung b): Die Sängerin kommt aus dem Kosovo wie ich. Ich mag sie gern, und sie singt super.

Gabriel Vetter (34) ist Satiriker

Viele davon zeigten Zerstörung. Ob Krawalle in Hamburg, Unwetter im Mittelland oder Waldbrände in der Ostschweiz: Wenn etwas kaputtgeht, sei es von Menschenhand oder durch die Natur, sei es materiell oder ideell, dann sieht das absurderweise oft ästhetisch faszinierend aus. Genau so ging es mir bei diesem Schnappschuss der Kantonspolizei Obwalden: Das Foto, schnell geschossen, zeigt einen brennenden (leeren) Stall. Und ist fast perfekt komponiert. Die Farben der Flammen, der Wiese, darunter fast nonchalant die gelben Schläuche: Ein verstörend schönes Bild – auch wenn es eigentlich Zerstörung zeigt.»

Nepal Airlines hat 2007 nach technischen Problemen mit einem Flugzeug zwei Ziegen geopfert, um eine hinduistische Gottheit zu beruhigen. Die Wahrscheinlichkeit, einen Flugzeugabsturz zu überleben, ist um 20 Prozent höher, wenn man im hinteren statt im vorderen Teil der Maschine sitzt. Joanne K. Rowling hatte vor dem Schreiben des ersten Bands von «Harry Potter» einen Geistesblitz im Flugzeug und notierte sich die Namen der Zaubererhäuser Griffindor, Slytherin, Ravenclaw und Hufflepuff auf einer Kotztüte. Quelle Stern/Neon


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MM29, 17.7.2017 | MENSCHEN

Thomas Ulrich

Fadengerade quer durchs Land

Nach Expeditionen in den Extremregionen der Welt nimmt der Abenteurer Thomas Ulrich die Schweiz ausserhalb seiner Berner Oberländer Heimat unter die Füsse: 34 Jahre nach der ersten Direttissima quert er das Land an der breitesten Stelle – und auf schmalstem Grat. Text: Olivier Joliat

Das Eis ist Thomas Ulrichs Element. Der Rhonegletscher ist dennoch Neuland für ihn.


MENSCHEN | MM29, 17.7.2017

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Ulrichs Route aus der Vogelperspektive www.migmag.ch/ direttissima

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1 Der Breitenkilometer

1160 weist den Weg: Thomas Ulrich prüft seine Position. 2 Vorbei am Vlies:

Planen schützen das dahinschmelzende Eis über der Rhone­ gletschergrotte. 3 Die Schweiz faden­

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Bilder: Olivier Joliat, Stefan Schlumpf, Bruno Petroni/visualimpact.ch

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ährend das Tal in der Sommer­ hitze schmort, weht hoch auf dem Rhonegletscher stets ein kühles Lüftchen. Eine herr­ liche Atmosphäre. Doch Abenteurer Thomas Ulrich ist heute nicht zum Entspannen auf dem Eis. Er führt im Gelände den letzten Test mit dem Tracker­Ortungsgerät durch: Seit dem 3. Juli quert er die Schweiz vom Vallée de Joux bis zum Stilfserjoch. Das sind 330 Kilometer Strecke mit 45 000 Höhen­ metern – querfeldein. Den Weg bestimmt der 1160. Breiten­ kilometer auf der Schweizer Karte. Maximal 500 Meter nördlich und südlich dieser Linie darf Ulrich sich bewegen. Dank des Trackers in seinem Gepäck kann ihn die Schweiz von zu Hause aus, in der animierten Version so­ gar fast live vor Ort, verfolgen. Der Korridor führt auch über den Rhone­ gletscher. Die eine Lücke am Grat oberhalb des linken Gletscherrands erkennt Ulrich wieder: Dort stand er schon, allerdings war er von der Grimselseite hochgeklettert. Alles, was rechts des Eises im Bündnerland auf ihn wartet, ist Neuland: «Ausserhalb des Berner Oberlands kenne ich kaum eine der Gegenden, die ich nun queren werde.» Schon als junger Bergsteiger suchte Tho­ mas Ulrich sein Glück lieber in der Ferne, als die Gipfel der Alpen abzuhaken. Sogar der

gerade zu queren, bedeutet, auch mal den Boden unter den Füssen zu verlieren.

Rhonegletscher im Walliser Obergoms ist dem Weltentdecker aus Interlaken kaum be­ kannt. Dabei ist das Eis sein Element – aber auch sein Elend. Immer wieder in seiner 30­jährigen Expeditionskarriere zog es ihn an die Pole. Kaum einer kennt die Arktis so gut wie er. Mit Ski und einem 200 Kilogramm schweren Schlitten suchte Ulrich im höchs­ ten Norden mehrfach nach Routen – und nach dem persönlichen Limit. Über 200 Tage verbrachte er bisher auf arktischem Eis. Der grosse Traum einer transarktischen Solo­ querung von Sibirien nach Kanada zerbrach jedoch 2006 auf einer Eisscholle. Ein Sturm hatte sein Nachtlager von der grossen Platte getrennt. Ein russischer Helikopter rettete ihn von der Scholle, die im weiten Meer trieb. Im vergangenen Jahr wollte Thomas Ulrich seinen Lebenstraum doch noch realisieren, während einer Testexpedition brach er das Unterfangen aber ab. «Das Scheitern 2006 war ein einschneidendes Erlebnis. Doch erst drüben im Eis merkte ich: Ich bin es müde, ums Überleben zu kämpfen. Die ewige Rekordsuche ist nicht alles im Leben», sagt der dreifache Vater. «Wenn ich heute sehe, welche Risiken junge Extremsportler eingehen, um mediale Aufmerksamkeit zu bekommen, tun sie mir fast schon leid. Dieser lebensgefährlichen Leistungsspirale entziehe ich mich gern.»

Vom Abenteuer hat Ulrich aber noch lange nicht genug. Im nächsten Jahr will er mit drei Freunden erst einen Berg an der Ostküste von Grönland besteigen und dann mit Ski und Kitesegel 1000 Kilometer weit das Land überqueren: «Ich suche weiterhin das inten­ sive Leben.» Auf der Suche nach neuen Zielen ist er auf eine Notiz gestossen, die schon lan­ ge an der Pinnwand mit Projektideen hing: die Direttissima. Die direkteste aller Routen

Bereits vor 34 Jahren machten sich vier ver­ wegene Bergsteiger auf, um die Schweiz auf­ Kilometer 1160 (damals noch 160) zu queren. «Die Herausforderung wie der Zeitraum dieses Abenteuers waren damals besonders revolutionär, weil alle im Bergsport sich eher darauf konzentrierten, die Schwierigkeits­ limits zu steigern», sagt er Respekt zollend. Der Begriff Direttissima stand bis dahin nur für den direktesten aller möglichen Gipfelaufstiege entlang der Falllinie. Die Idee ist jedoch genauso kühn, wenn man die Linie horizontal zieht. «Verblüffend, wie wild, einsam und überraschungsreich selbst eine vermeintlich bis ins Letzte erschlossene und organisierte Schweiz wird, wenn man sie abseits der Wege durchquert. Wo ein Fluss, ein Felsband, ein Schutthang noch zu elementaren Hindernissen werden, wo der


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MENSCHEN | MM29, 17.7.2017

Zwang der Direttissima eine Gebirgshütte ausschliesst und ein Felsenbiwak erzwingt, da ist noch Pionierland wie zu alten Zeiten», steht im Vorwort zum Buch, das nach der Erstbegehung 1983 erschien. Die 23-tägige West-OstTraversierung der Gruppe um Initiant Markus Liechti faszinierte die Schweiz. «Ich selbst fokussierte damals zu sehr auf das Klettern, als dass ich viel davon mitbekommen hätte. Meine Eltern aber klebten ständig am Lautsprecher.» Radio DRS berichtete in täglichen Direktschaltungen über die Strapazen und den Stand des Projekts.

Direttissima – immer geradeaus quer durchs Land Thomas Ulrich quert die Schweiz entlang des 1160. Breitenkilometers

330 km/45 000 Höhenmeter

Historische Direttissima

Ein QuerfeldeinProjekt bewegt die Schweiz Am 3. Juli 1983 brach

Vallée de Joux

Stilfserjoch

Grafik/Quelle: Swisstopo, cms.geo.admin.ch, www.thomasulrich.com

Dem Wandel auf der Spur

Auf dem Rhonegletscher überreichte ein findiger Firmenvertreter den Bergsteigern isotonische Getränke und Energieriegel. Für die ambitionierten Amateure war das eine Entdeckung – der erfahrene Expeditionsprofi Thomas Ulrich schmunzelt darüber: «Gegen ein Frühstück auf dem Grimsel hätte ich nichts, ansonsten habe ich genug Erfahrung mit energiespendender Ernährung passend zum jeweiligen Projekt und verzichte eigentlich gern auf Publikumsaufmarsch.» Und mit breitem Grinsen ergänzt er: «Vor allem dann, wenn ich die Autobahnen überqueren muss.» An den zwei Stellen, wo dies der Fall ist, gibt es zwar Brücken innerhalb des erlaubten Korridors. «Abkürzungen blieben heute aber kaum unbemerkt.» Nicht nur wegen des Trackers, den er ständig bei sich trägt: «Heute filmt man ja jeden Blödsinn und stellt ihn online, um sich zu profilieren.» Darum verkommen die Berge immer mehr zur Freiluftarena für einen Actionzirkus. «Das einfache, ursprüngliche Natur­ erlebnis mit Biwak ist nicht mehr gefragt. Abends will jeder duschen, in die Bar gehen und im kuscheligen Bett schlafen.» Nicht nur die Technik und die Gesellschaft haben sich in den vergangenen 34 Jahren verändert. Ulrich will bei seiner Direttissima erfahren, ob die Schweiz noch immer so wilde und unberührte Gegenden bietet, wie sie die Pioniere beschrieben haben. Besonders auf dem Rhonegletscher sind die menschlichen Eingriffe nicht zu übersehen. Wo heute ein milchiger

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50 km

See malerisch in der Sonne glänzt, lag 1983 eine gewaltige Gletscherzunge des vermeintlich ewigen Eises. Die Randspuren erkennt man noch an den Hängen der Bergflanken. Der Gletscher ragte sogar weit über das Plateau auf 2300 Metern hinaus. Vom Rand aus konnte man das Kurhaus erblicken, das Ende des 19. Jahrhunderts am Gletscherrand gebaut wurde. Mit dem Eis sind auch die Touristen verschwunden. Nahe am Gletscherrand liegt in einer Haarnadelkurve der Furkapassstrasse das Hotel Belvédère. Seine Fenster sind mit Brettern zugenagelt. Die offizielle Attraktion ist die beim Parkplatz ausgeschilderte, von Menschen mühsam ins Eis gehauene Gletschergrotte. Sie passt zum surrealen Endzeitsetting. Seit Jahren muss man das Eis über der Grotte grossflächig mit weissen Planen bedecken, um das Sterben der Touristenattraktion hinauszuzögern. Die unbedeckten Flächen daneben schmelzen an sonnigen Tagen um zwölf Zentimeter und mehr. Bis 2100 wird der Rhonegletscher wohl verschwunden sein. Mit den Auswirkungen des Klimawandels war Ulrich schon bei anderen Expeditionen konfrontiert. Doch statt mit dem Finger auf Schuldige zu deuten, reflektiert er selbstkritisch: «Mit dem CO2-Fussabdruck meiner Reisen wäre es peinlich, nun als Umweltaktivist zu missionieren. Selbst wenn ich versuche, meine Projekte so sauber wie möglich

zu realisieren: Nachhaltig sind sie nur für mich persönlich.» Bei der Direttissima bringt der Gletscherschwund sogar Vorteile mit sich. Die alpinistische Schlüsselpassage vom Eiger zum Schreckhorn ist dadurch vermutlich erst möglich – die Erstbegeher mussten den Korridor verlassen. Eine Frage der Ästhetik

In Sachen Routentreue will Ulrich die Leistung der Pioniere toppen. Doch es geht ihm bei dieser Expedition vor allem um Genuss und Erlebnis. «Den Korridor einzuhalten, ist für mich eine Frage der Ästhetik. Ansonsten will ich mich nicht messen. Ob ich 20 oder 30 Tage brauche, ist mir egal. Wo es besonders schön ist oder das Wetter zu garstig, verweile ich gern etwas.» Für die alpinen Abschnitte gesellen sich Bergfreunde dazu, und seine Lebensgefährtin sorgt unterwegs für Essensnachschub und trockene Kleider. Ulrich: «Liegt ein Hotel im Korridor, verzichte auch ich auf das Biwak.» Ein gemütlicher Ferientrip wird es trotzdem nicht. Die vielen Hänge mit undurchdringlichem Gebüsch sind Thomas Ulrichs grösster Graus. Darum hat er das gängige Equipment um eine Säge und dicke Lederhandschuhe ergänzt. Nicht nur der Dornen wegen: «Mein grösster Horror ist es, im Gestrüpp oder im Geröll Schlangen aufzuschrecken», sagt der Mann, der schon hungrige Eisbären in die Flucht geschlagen hat. MM

eine Gruppe Bergsteiger vom Grenzstein 183 am Lac de Joux zum Cima piccola di Tàrres im Val Müstair auf. Sie wollten querfeldein durch die Schweiz, immer entlang Kilometer 160, der seit der Umstellung der Landeskoordinaten neu die Nummer 1160 trägt. Die Linie war für Pro­ jektinitiant Markus Liechti nicht nur inte­ ressant, weil sie die Schweiz an der breitesten Stelle querte: Sie kreuzte alle Sprach­ gebiete, dafür über­ raschend wenig besie­ deltes Gebiet. Die Wucht der Wildnis überraschte die Gruppe. Radio DRS begleitete die damals 23­tägige Direttissima in verschie­ denen Sendegefässen. Die Direktübertra­ gungen waren für die Techniker damals eine Pionierleistung. Es sollte sich lohnen: Die Sommeraktion schlug ein. Die Hörer waren begeistert vom Abenteuer im eigenen Land, suchten die Berg­ steiger im Gelände und unterstützten sie mit Essen, trockenen Klei­ dern oder einem Boot zur Querung des Inns. Thomas Ulrich hat sich nun, 34 Jahre später,

aufgemacht, um diese unberührte Wildnis erneut zu erkunden.

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1. Tag, Samstag – Anreise nach Dresden Fahrt im komfortablen Extrabus nach Dresden, wo wir in unserem Hotel mit dem Nachtessen erwartet werden. 2. Tag, Sonntag – Dresden Wer nach Dresden kommt, spürt sehr bald das Besondere, Eigentümliche und Faszinierende dieser viel gerühmten Kunst- und Barockstadt. Das Stadtbild wird geprägt von historischen Baudenkmälern wie der Semperoper, der Frauenkirche, der Hofkirche und dem Zwinger, einer kunstvollen Barockanlage, in der sich heute mehrere Museen befinden. Freuen Sie sich nach dem Frühstück auf eine interessante Stadtführung unter kundiger Leitung und erfahren Sie mehr über die bewegte Geschichte der Stadt! Der Nachmittag bleibt Ihnen für eigene Entdeckungstouren zur freien Verfügung – Zeit zum Staunen und Geniessen. Nachtessen im Hotel. 3. Tag, Montag – Meissen & Moritzburg Nach dem Frühstück geht es heute Morgen nach Meissen. Seinen Weltruf verdankt die Stadt dem Porzellan. Freuen Sie sich auf eine interessante Führung durch die berühmte Manufaktur. Anschliessend unternehmen wir

einen Bummel durch die malerische Altstadt. Am Nachmittag besuchen wir das nahe gelegene Märchenschloss Moritzburg, eines der schönsten Wasserschlösser Europas. Majestätisch thront der barocke Bau inmitten eines künstlich angelegten Sees und protzt mit seiner schönen Gartenanlage. Nachtessen im Hotel. 4. Tag, Dienstag – Dampfzugromantik & Sächsische Schweiz Wir starten den Tag mit einem NostalgieErlebnis der Superlative: einer Fahrt mit dem legendären Dampfzug der Weisseritztalbahn. Bereits seit 1882 dampft die Schmalspurbahn auf 750 mm Spurweite durch fantastische Landschaftsstriche und begeistert jeden Fahrgast. In Dippoldiswalde steigen wir auf den Bus um und beginnen unsere Panoramarundfahrt durch das Osterzgebirge und das wildromantische Müglitztal. Vor uns liegt eine herrliche, skurrile Landschaft aus feinem Elbsandstein: die sächsische Schweiz! Sie zählt zu den schönsten Landschaften Europas. Nachtessen im Hotel. 5. Tag, Mittwoch – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.

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MENSCHEN | MM29, 17.7.2017

Bänz Friedli

Scher dich zum …

Martina war lange Zeit meine Lieblingscoiffeuse. Eigens zum Haareschneiden fuhr ich noch zu ihr nach Thun, als ich schon längst in Zürich lebte. Warum sie ihren Salon allerdings «Tijera del Diablo» getauft hatte – Teufelsschere –, leuchtete mir nie ganz ein. An Martina musste ich denken, weil es in unserem Quartier einen neuen Salon gibt. Was weiter kein Problem wäre – müsste ich nicht mehrmals täglich auf dem Velo daran vorbeifahren: «Manuela’s 4 Haareszeiten».

Bild: Vera Hartmann

Bänz Friedli (52) findet

wenig Gefallen.

Ich wünsche besagter Manuela nur das Beste, wirklich. Aber ich bin nun mal so pingelig, dass ich mich immer – also viermal täglich – an dem Apostroph in «Manuela’s» störe. Im Englischen wäre der korrekt, auf Deutsch ist er falsch. Und weshalb, bitte, muss der Name betont lustig sein, «4 Haareszeiten»? Wobei ich gar nicht auf die mir unbekannte Manuela ziele. Einen gleichnamigen Salon gibt es auch in Neuhausen am Rheinfall, einen namens «Haareszeiten» am Pfluggässlein in Basel, ferner in Münster, Berlin, Aichtal und Wiesbaden. Und vermutlich denken sie alle, sie seien als Einzige daraufgekommen … Unsere Manuela ist also lediglich einem Trend gefolgt, der schon fast zum Zwang geworden zu sein scheint: einen Coiffeursalon auf Teufel komm raus originell zu taufen. Bäckereien heissen Stocker oder Michel oder Zingg. Coiffeure hingegen meinen

stets, furchtbar witzig sein zu müssen: «Haarchitekten», «Vorhair – nachhair» und «Haarmonie» mögen als Wortspiele ja noch funktionieren, meinetwegen auch «Hairlich» in St. Gallen, «Gwafför Hairzig» in Zürich, «WintHAIRrthur» und «Haireinspaziert» in Frauenfeld. Aber wenn man auf das Wortspiel mit Bindestrichen, Apostrophs, Gross- und Kleinschreibung aufmerksam machen muss, ist etwas schief: «CHAARraktHAIR», «Haar’em», «Atmosp’hair» und «Ver-locke-nd» gehören verboten, «HairZStück» und «Tilos HairBerge» sind kaum besser, «CutHaar-Ina» musste ich dreimal lesen, bis mir klar wurde, dass es auf den Namen der Besitzerin anspielt. Und möchte man sich in den «Salon Liebhaarber» setzen, sich bei «Haarbracadabra», «Haar-core», «SaHaara» oder «Chaarisma» schamponieren lassen? Da lobe ich mir den guten alten Salon Monika.

Fertig gestänkert, Herr Friedli? Ja. Denn seit ich meinen Blick für haarsträubende Coiffeurnamen geschärft habe, stiess ich durchaus auch auf Perlen: «Schnittstelle» gefällt mir, auch wenn es in der Schweiz schon ein Dutzend Geschäfte dieses Namens gibt, und «Über kurz oder lang» zeugt von echtem Basler Wortwitz. Erstens, weil der Laden auf Haarverlängerungen spezialisiert ist. Und zweitens, weil er betrieben wird von: Erwin und Ivan Lang. MM

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PUBLIREPORTAGE

Mehr erfahren? Weitere Informationen und Tipps bei Laktoseintoleranz unter www.swissmilk.ch/ unvertraeglichkeiten Milchprodukte sind gesunde und hochwertige Grundnahrungsmittel.

Laktoseintoleranz Geniessen statt vermeiden

Probleme mit der Milch? Dann ist es wahrscheinlich eine Milchzuckerunverträglichkeit. Auf Milchprodukte zu verzichten, ist dennoch nicht nötig. Die Palette an gut verträglichen Milchprodukten ist gross. <wm>10CAsNsjY0MDQx0TUxNDW1NAIAyW9TkA8AAAA=</wm>

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Wer eine Laktoseintoleranz hat, kann den Milchzucker nicht genügend gut abbauen. Die Folge sind unangenehme Beschwerden. Zum Glück gibt es schmackhafte und individuell gut durchführbare Lösungen. Alltagstauglich Wer laktosehaltige Milchprodukte nicht verträgt, kann sie ganz einfach durch die laktosefreie Variante ersetzen: Milch, Jogurt, Quark und Hüttenkäse gibt es auch laktosefrei. Hart-, Halbhart- und Weichkäse sind von Natur aus laktosefrei und verursachen somit keine Verdauungsbeschwerden. Butter enthält kaum Milchzucker, und weil sie nur in geringen Mengen konsumiert wird, ist sie ebenfalls gut verträglich. Nicht so einfach ist es mit verarbeiteten Produkten, denen oft Milchzucker zugesetzt ist. Wie viel es ist, steht meist nicht auf der Zutatenliste. Hier hilft nur ausprobieren oder verzichten. Milchzucker ist besser verträglich, wenn er über den Tag verteilt und zusammen mit einer Mahlzeit konsumiert wird. Denn kleine Mengen Milchzucker aufs Mal und «eingepackt» in einer Mahlzeit, strömen langsam in den Verdauungstrakt. Das gibt dem Darm ausreichend Zeit, das Verdauungsenzym Laktase zu bilden.

Zu wenig Laktase, zu viel Laktose Babys starten ins Leben mit einer guten Produktion des milchzuckerspaltenden Enzyms Laktase. Das ist notwendig, denn sonst würden sie die Muttermilch nicht vertragen. Doch im Laufe des Lebens produziert der Körper weniger Laktase. Er kann dann auf zu viel Milchzucker überempfindlich reagieren. Dies zeigt sich in Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Eine Laktoseintoleranz kann aber auch als «Nebenerscheinung» eines Darmleidens auftreten und vergeht wieder, sobald dieses abgeklungen ist.

! Hier gibt es Hilfe Ohne gesundheitliche Gründe auf Milch zu verzichten, kann dazu führen, dass man zu wenige Nährstoffe aufnimmt. Insbesondere Eiweiss, Kalzium, Fettsäuren, Jod sowie die Vitamine A, B und E sind kritisch. Wer glaubt, an einer Laktoseintoleranz zu leiden, lässt dies am besten von einer spezialisierten Fachperson abklären. Informationen und Beratung: aha! Allergiezentrum Schweiz www.aha.ch oder 031 359 90 50

Milchprodukte gehören in die tägliche Ernährung, weil sie nährstoffreich sind und wesentlich zum ausgewogenen Essen beitragen. Drei Portionen sind genau richtig.

Das vielfältige Angebot an laktosearmen Produkten bietet genügend Auswahl bei Milchzuckerunverträglichkeit. Käse ist von Natur aus laktosefrei.

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MENSCHEN | MM29, 17.7.2017

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www.migrosmagazin.ch

Beiträge, Bilder und Meinungen unserer Leserinnen und Leser

Gestalte online mit! Die Umfrage

Leserbeitrag

Migrosmagazin.ch

Kennst du das Balmer-Grätli?

Letzte Woche fragten wir zum Artikel über vom Smartphone abgelenkte Eltern: Passt du in der Badi pausenlos auf dein Kind auf?

Yvonne Zürrers Wandertipp führt vom Klausenpass UR über den Grat (Bild) ins Bisisthal bei Muotathal SZ. Trotz Bewölkung zeugen die Bilder vom stimmungsvollen Ausflug mit bestem Blick auf die Schächentaler Windgällen. In der Alpwirtschaft WaldiRanch geniesst man am Ende das Plätschern der Muota und Älplermenüs.

11% 18% 71%

Die Innerschweizer Wanderroute: www.migmag.ch/balmergrat

71% Ja, ich habe es immer im Auge! 18% Es gibt schon mal

Momente der Unachtsamkeit.

Yvonne Zürrer

ist begeisterte Wanderin

11% Pausenlos kann ich das

nie (und meide deshalb Badis, bis es schwimmen kann).

Reaktionen

«Spontan geboren?» Seit 22 Monaten ist Reto Vogt, Leiter Online des MigrosMagazins, Vater von Zwillingen. Nachdem er die verrücktesten Reaktionen auf www.migmag.ch/zwillingsfragen verraten hat, kommentieren Leser: Co ca: Eigenartigerweise wollten Fremde immer von mir, Mutter von mittlerweile 12-jährigen Zwillingen, wissen, ob ich spontan gebären konnte.

Bilder: Getty Images, zVg

Tillmann Schulze: Auch schön: «Ach das sind

Zwillinge?! Wissen Sie, Zwillinge faszinieren mich so. In der Familie haben wir einige Zwillinge. Aber ich bin ja sooo froh, dass es mich nicht getroffen hat.» Sag im Migros-Magazin Danke. Für unsere Sonderausgabe im Herbst

suchen wir Menschen, die sich bei jemandem für etwas Besonderes bedanken möchten: für eine Spenderniere, einen entscheidenden Rat, eine spezielle Begegnung. Erzähl deine Geschichte bis 30. 7. auf www.migmag.ch/ danke oder sende sie an die Mailadresse danke@migrosmagazin.ch

Jasmin Umbricht: «Ich bin froh hats uns nicht getroffen, ich hätte mich erschossen.» Gibts leider alles. Einfach drüber lachen hilft am besten. Oder die Frage, ob man stillen kann, wie man geboren hat – oder ob sie eineiig sind (wir haben Junge/Mädchen).


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höhlen von Castellana. Abendessen in einer typisch apulischen Masseria. 5. Tag: Torre Canne, fak. Ausflug Lecce– Salentinische Halbinsel. Lecce ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und wird wegen ihrer Architektur gern als das «Florenz des Barocks» bezeichnet. Geführter Stadtrundgang. Die Salentinische Halbinsel setzt die landschaftlichen Akzente. 6. Tag: Torre Canne–Castel del Monte–Vieste. Geführte Besichtigung des Stauferschlosses Castel del Monte und Weiterfahrt ins Städtchen Trani. Fahrt entlang der wild zerklüfteten Küste bis nach Vieste. 7. Tag: Vieste, Ausflug Gargano-Rundfahrt. Das Garganomassiv ist eine der hinreissendsten Landschaften Italiens. Der weite Horizont, die tiefen und geheimnisvollen Wälder und die zerklüftete Küste bilden eine einzigartige Kulisse. 8. Tag: Vieste–Fano. Heute nehmen wir den nördlichen Teil der Halbinsel Gargano in Angriff. Fahrt entlang der Küste via Pescara und Ancona bis nach Fano. 9. Tag: Fano–Schweiz. Fahrt via Bologna, Piacenza, Mailand, Tessin zu den Einsteigeorten.

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MM29, 17.7.2017 | MENSCHEN

Hans-Ulrich Stauffer

«Es gibt in Eritrea viel zu wenige Jobs für junge Menschen» Die Schweiz bietet Tausenden von Eritreern Zuflucht – ist Eritrea das «afrikanische Nordkorea», wie von Medien behauptet? Nein, sagt Hans-Ulrich Stauffer. Der Afrika-Kenner über die Abschottungspolitik der eritreischen Regierung, die Motive von Flüchtlingen und das mangelnde Engagement von Bundesbern. Text: Philipp Löpfe Bilder: Kostas Maros


MENSCHEN | MM29, 17.7.2017

«Eritrea ist keine Demokratie», sagt Hans-Ulrich Stauffer. «Aber man hat Zugang zu Informationen aus aller Welt.»

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MENSCHEN | MM29, 17.7.2017

Hans-Ulrich Stauffer, in Ihrem neuesten Buch geht es um Eritrea. Wie haben Sie das Land entdeckt? 1973 herrschte am Horn von Afrika eine unbeschreibliche Hungersnot, die die Frag­ würdigkeit des Regimes von Kaiser Haile Selassie aufdeckte. Damals kam ich in Kontakt mit der eritreischen Befreiungs­ bewegung «Eritrean People’s Liberation Front». Weshalb hat der Befreiungskampf in Eritrea hierzulande so viele Leute bewegt? Eritrea war eine italienische Kolonie, danach geriet es unter britische Militärherrschaft, dann kam die Zwangsfusion mit Äthiopien und schliesslich der Befreiungskampf. Äthiopien wurde anfänglich von den USA unterstützt, dann von der Sowjetunion, Eritrea hingegen war immer auf sich allein ge­ stellt. Der einsame Befreiungs­ kampf gegen Äthiopien – damals der afrikanische Staat mit der stärksten Armee – hat zu einem Nimbus geführt, der bis heute anhält. Über die Jahre hat sich ein Reduitgedanke etabliert, ver­ bunden mit einem Avantgarde­ denken der führenden Leute. Heute wird Eritrea gelegentlich als das «Nordkorea von Afrika» bezeichnet. Dieser Vergleich ist Unsinn. Klar, Eritrea ist keine Demo­ kratie. Im Lauf des jahrzehnte­ langen Befreiungskampfs hat sich eine starke Führungsriege herausgebildet, die das Land autoritär regiert. Aber in Eritrea hat man jederzeit Zugang zu Informationen aus aller Welt. Auf zahlreichen Häusern gibt es TV­Schüsseln, und das Smart­ phone ist allgegenwärtig. Die Menschen in Eritrea wissen sehr genau, was in der Welt vor sich geht. Eritrea will vom Ausland unabhängig sein – so, wie es einst Mao für China gefordert hat? Dieses Gedankengut war und ist heute noch in den Köpfen der eritreischen Befreiungsfront und der heutigen Regierungs­ partei. Die eritreische Führung ist überzeugt, dass sie selbst am

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besten weiss, was gut ist für ihr Land; sie will sich auf keinen Fall von ausländischen Experten vorschreiben lassen, was sie zu tun hat. Das macht sie bei den internationalen Organisationen nicht wirklich sympathisch, zu­ mal sich Eritrea auch dem globa­ len Handel verschliesst. Es gibt in Eritrea beispielsweise keinen einzigen chinesischen Laden. Im restlichen Afrika ist das anders. Deshalb ist in grossen Teilen von Afrika das Kleingewerbe vor die Hunde gegangen. So gesehen, hat die Sturheit der eritreischen Führung auch positive Seiten. In vielen afrikanischen Ländern ist eine kleine korrupte Elite an der Macht. Auch in Eritrea? Ich bin öfters dort gewesen, und soweit ich das beurteilen kann, gibt es kaum eine Schere zwi­ schen Arm und Reich. Das muss nicht heissen, dass die Mitglie­ der der Regierung keine Privile­ gien haben. Aber eine private Bereicherung findet nicht statt – es gibt keine Korruption. Und auch keine Stammes- und Religionskriege? Die eine Hälfte der Eritreer be­ steht aus Christen, die andere aus Muslimen. Sie bilden schon lange ein labiles Gleichgewicht. Für die Regierung ist es wichtig, dass dieses Gleichgewicht er­ halten bleibt. So sind weder Missionare amerikanischer Frei­ kirchen noch von Saudi­Arabien gesponserte Imame erwünscht.

«Wir müssten in der entwicklungspolitischen Arbeit einen Zacken zulegen.»

Warum fliehen dann jedes Jahr Tausende von jungen Leuten? Ein Schuhputzer erzählte einem meiner Freunde, ein Kollege hätte ihm geschrieben, dass er in der Schweiz gratis in einer Dreizim­ merwohnung lebe und monatlich 900 Franken erhalte. Für einen Eritreer klingt das paradiesisch, zumal er nicht abschätzen kann, wie hoch die Lebenskosten in der Schweiz sind. Das sieht Andreas Glarner von der SVP nicht anders. Locken wir die Eritreer geradezu in die Schweiz? Wir baden einen Entscheid der Asylrekurskommission von 2005 aus. Er besagt, dass jeder, der desertiert, auch politisch verfolgt ist. Das hat sich rasch bis nach Eritrea herumgespro­ chen. Es finden auch tatsächlich Menschenrechtsverletzungen statt, und die Meinungsfreiheit ist eingeschränkt. Aber es gibt

auch das Menschenrecht auf Nahrung, Bildung, Gesundheit – und diesbezüglich hat Eritrea Erstaunliches geleistet. Was die von der Uno definierten Wachs­ tumsziele betrifft, gehört Eritrea zu den Besten in Afrika. Auch die Kindersterblichkeit und die Sterblichkeit der Mütter bei der Geburt sind massiv gesunken. Die Malaria­ und HIV­Raten sind tief, die Wirtschaft wächst jährlich um acht Prozent. Dennoch zahlen viele junge Männer rund 8000 Dollar an Schlepperorganisationen und riskieren ihr Leben, um in die Schweiz flüchten zu können. Es gibt in Eritrea viel zu wenige Jobs für junge Menschen, zu­ mindest in den Städten. Hinzu kommt die Sache mit dem National Service ...

Sie schreiben in Ihrem Buch, Eritrea setze auf eine biologische Landwirtschaft. Das ist weniger Absicht als Not­ wendigkeit. Für Dünger und Pestizide fehlt ganz einfach das Geld. Aber die Nahrungssicher­ heit geniesst höchste Priorität. Deshalb hat man in den vergan­ genen 20 Jahren etwa 1000 Stau­ dämme gebaut, um die Versor­ gung mit Wasser sicherzustel­ len. Die Landwirtschaft ist übri­ gens nicht verstaatlicht, sondern in den Händen privater Bauern.

Hans-Ulrich Stauffer (66)

ist Rechtsanwalt, Lehrbeauf­ tragter an der Uni Basel und seit 27 Jahren Honorarkonsul der Republik Kapverde. Er befasst sich seit über vier Jahr­ zehnten mit Entwicklungspro­ zessen in Afrika. In den ver­ gangenen Jahren hat er mehr­ fach Eritrea bereist. Sein Buch «Eritrea – der zweite Blick» ist beim Rotpunktverlag erschie­ nen. Stauffer lebt mit seiner Partnerin zusammen und hat zwei erwachsene Töchter.

... eine Art Rekrutenschule, die jedoch jahrelang und mit ungewissem Ausgang dauern kann. Das stimmt so nicht. Der Mili­ tärdienst ist bloss ein Einsatzge­ biet des National Service. Es gibt auch sehr viele zivile Tätigkei­ ten, beispielsweise Dienst an der Rezeption eines Hotels oder in einem Spital. Es ist auch keine Zwangsarbeit; man erhält einen bescheidenen Lohn. Das Prob­ lem besteht darin, dass die Dauer des National Service nicht klar begrenzt ist. Doch denken wir daran: Äthiopien hält trotz Schiedsgerichtsurteil des Internationalen Gerichtshofs noch immer einen Teil von Erit­ rea besetzt und weigert sich, die Grenzziehung anzuerken­ nen. Zehntausende von Eritreern sind wegen dieses Weder­Krieg­noch­Frieden­ Zustands im Militärdienst.

In Ihrer Schilderung ist Eritrea beinahe ein Musterland.

«Eritrea – der zweite Blick», Rotpunktverlag 2017, erhältlich bei www.exlibris.ch, Fr. 26.40

Warum bringt die Regierung das nicht auf die Reihe?

Zur Person

Anwalt und Eritrea-Kenner


1. Tag Schweiz – Novigrad Über die Gotthardroute führt Sie die Reise ins Tessin und vorbei am Südufer des Gardasees. Über Venedig und Triest erreichen Sie Istrien. 2. Tag Aufenthalt Novigrad Geniessen Sie den heutigen Tag und entspannen Sie sich in dieser milden, mediterranen Umgebung des alteb Städtchens Novigrad. 3. Tag Ausflug Motovun und Opatija Am Vormittag führt Sie die Fahrt ins wahrscheinlich bekannteste und attraktivste mittelalterliche Städtchen Motovun. Nach diesem interessanten Aufenthalt fahren Sie an die Kvarner Bucht, nach Opatija. Dank dem milden Klima während der Wintermonate verbrachten schon die österreichischen Adligen die kalte Jahreszeit in dieser Gegend. Noch heute säumen Luxushotels und von Parks und Gärten umgebene Villen die Küste. Nachmittags kehren Sie dann auf einer Panoramafahrt entlang der Ostküste wieder in Ihr Hotel zurück. 4. Tag Ausflug Pula und Rovinj (fakultativ) Heute fahren Sie zuerst nach Pula, der grössten Stadt Istriens am Südzipfel der Halbinsel. Die Arena in Pula zählt zu den grössten erhaltenen römischen Amphitheatern der Welt. Heute können hier 5000 Zuschauer Freilichtkonzerte und im Sommer das Opernfestival geniessen. Nach diesem interessanten Besuch fahren Sie nach Rovinj an der Westküste Istriens. Das Städtchen gehört mit zu den schönsten Orten der gesamten Adria und ist sicher eines der meist fotografierten. 5. Tag Istrien – Schweiz Nach dem Frühstück fahren Sie über Venedig und Verona nach Mailand und kehren über die Gotthardroute wieder in die Schweiz zurück.

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1. Tag Schweiz – Südtirol Sie fahren durch die Arlbergregion zum Reschenpass. Bei der Ortschaft Graun eröffnet sich Ihnen einer der schönsten Ausblicke der Alpen: der Reschensee, überragt vom schneebedeckten Gipfel des Ortlers. Der Weg führt Sie nun hinab ins Vintschgau und vorbei an Bozen nach Brixen. 2. Tag Grosse Dolomitenrundfahrt Auf der grossen Sechspässefahrt lernen Sie die eindrückliche Bergwelt der Dolomiten kennen. Durch die Eggentalschlucht erreichen Sie den Karersee, von wo aus Sie herrliche Blicke auf die markanten Wände des Latemarmassivs haben. Danach geht's über den Karerpass ins Fassatal und auf das Sellajoch. Von hier aus haben Sie einen der schönsten Panoramablicke. Nun geht es ein Stück ins Val Gardena, bevor Sie die Strasse zum Grödner Joch erreichen. Nach dem Mittagshalt in Corvara überqueren Sie den Valparola- und den Falzaregopass. Die Strasse führt Sie nun hinunter nach Cortina d'Ampezzo und wieder hinauf zum Dreikreuzpass. Am wunderschön gelegenen Misurinasee machen Sie HaltDanach kehren Sie durch das Pustertal in Ihr Hotel zurück. 3. Tag Ausflug Schloss Trauttmansdorff – Meran – Brixen Am Morgen fahren Sie zum Schloss Trauttmansdorff. Hier besuchen Sie die Gärten, die 2005 zum «Schönsten Garten Italiens» gekürt wurden. Danach fahren Sie nach Meran, mit seinen grosszügigen Parkanlagen und Promenadewegen. Am Nachmittag kehren Sie über die Südtiroler Weinstrasse in Ihr Hotel zurück. 4. Tag Südtirol – Schweiz Über den Brennerpass erreichen Sie die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck, die Sie bei einem Aufenthalt näher kennenlernen können. Nach dem Mittagshalt im schönen Stanzertal kehren Sie wieder in die Schweiz zurück.

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dernem 4-Sterne-Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage 3 Übernachtungen mit Halbpension im Hotel Löwenhof Alle Zimmer mit Bad oder mit Dusche/WC, Farb-TV Grosse Dolomiten-Rundfahrt Ausflug zum Schloss Trauttmansdorff (inklusive Eintritt), nach Meran und nach Brixen

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Abfahrtsorte

Route A: Bern, Olten, Basel, Zürich, Winterthur, St. Gallen Route B: Bern, Olten, Luzern, Zürich, Winterthur, St. Gallen


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MENSCHEN | MM29, 17.7.2017

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Weil sie nicht weiss, was sie mit all den Menschen anstellen soll, wenn sie nicht im National Service sind. Es gibt für sie einfach keine Jobs. Deshalb sollte man sich überlegen, wie man Arbeitsplätze in Eritrea schaffen könnte. Das wäre auch für die Schweiz der richtige Ansatz. Die meisten beziehen in der Schweiz Sozialhilfe. Es sind tatsächlich über 80 Pro­ zent, und das ist ein Horror. Aber ich fühle mich nicht be­ rufen, hier eine fundierte Ein­ schätzung abzugeben. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Schweiz für viele Eritreer nur eine Zwischenstation darstellt. Eigentlich wollen sie nach Grossbritannien oder in die USA, denn die meisten von ihnen sprechen Englisch. In der Schweiz finden sie völlig ungewohnte Lebens­ verhältnisse vor und sind oft psychisch blockiert. So, wie Sie das schildern, gibt es keinen triftigen Grund, Eritreern Asyl zu gewähren. So allgemein kann ich das nicht stehen lassen. Es gibt sicher Eritreer, die unter dem Regime gelitten haben. Aber ich bin überzeugt, dass es für viele nicht zutrifft. Es existieren aber zwei UnoBerichte, die von schweren Menschenrechtsverletzungen sprechen. Es gibt auch widersprechende Berichte – etwa die Stellung­ nahme der in Asmara, der Hauptstadt von Eritrea, resi­ dierenden westeuropäischen Botschafter und des EU­Ver­ treters. Das Eritrea­Bild befin­ det sich im Wandel, auch in der Schweiz. Heute ist die Verwei­ gerung des National Service allein kein Asylgrund mehr, man muss auch eine Ver­ folgung nachweisen können. Das halte ich für vertretbar. Der Bundesrat steht in der Flüchtlingsfrage unter Druck. Warum handelt er im Fall der Eritreer nicht? Die offizielle Schweiz hat sich bei Eritrea verrannt. Bundes­

rätin Sommaruga hat einst er­ klärt: Mit einer Diktatur disku­ tieren wir nicht. Gleichzeitig reiste sie nach Äthiopien. Das war ungeschickt. Jetzt geht es darum, wieder aus dieser Sackgasse herauszukommen. Wie soll das geschehen? Eritrea weigert sich nach wie vor, abgewiesene Asylbewerber zurückzunehmen. Wir müssten in der entwick­ lungspolitischen Arbeit einen Zacken zulegen. Das ist schwie­ rig, denn die Eritreer sind störrisch. Auch die eritreische Seite muss Zugeständnisse machen und mehr Spielraum zulassen. Wie lässt sich das erreichen? Man kann nicht mit festen Programmen einfahren. Die USA etwa forderten die Privati­ sierung aller Staatsbetriebe. Das funktioniert überhaupt nicht. Es geht nur mit einem Dialog auf Augenhöhe. Zuerst müssen wir jedoch die Bezie­ hungen entkrampfen. Dabei wäre es hilfreich, wenn eine hochrangige Schweizer Dele­ gation sich die Mühe machte, nach Eritrea zu reisen. Am bes­ ten wäre natürlich ein Mitglied des Bundesrats. Wo sehen Sie konkrete Chancen für Entwicklungshilfe? Bei der Berufsbildung. Unser duales Bildungssystem stösst auch in Afrika auf Interesse. Also müsste man Simonetta Sommaruga mit Rudolf Strahm, dem Fachmann für duale Berufsbildung, auf die Reise schicken? Das wäre ideal. Eritrea wünscht sich ein Bildungs­ system nach Schweizer Vorbild. Die EU hat nun ein Entwicklungsprogramm in der Höhe von 200 Millionen Euro für Eritrea bewilligt. Schwerpunkt dabei ist die Entwicklung von Solarenergie im ländlichen Gebiet, bei­ spielsweise zum Antrieb von Wasserpumpen. Es braucht Menschen, die diese Anlagen montieren und warten. Da könnte die Schweiz einen Beitrag leisten. MM

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Migros-Welt MM29

Zahl der Woche

59 194 382

Über 59 Millionen Schritte haben die 1211 Teilnehmer der «iMpuls»-Lauf-Challenge seit dem 19. Juni zurückgelegt. Die Lauf-Challenge ist Teil der Sommerspiele von «iMpuls», der Gesundheitsplattform der Migros.

Migros-Lehrberufe

Schwungvolle Arbeit Sophie Widmer (21) absolviert das zweite Lehrjahr zur Bäckerin­Konditorin­Confiseurin beim M­Industriebetrieb Jowa.

«Mit dem Schwingbesen rühren wir verschiedene Cremes an, zum Beispiel die Bayerische für unsere Cremeschnitten.»

Konzert

Bilder: Daniel Kellenberger, zVg

Rockabilly im Säntispark Am Donnerstag, 20. Juli, ist die deutsche Rockabilly-Band Boppin’B im Säntispark in Abtwil zu Gast. Die fünf Musiker präsentieren von 19 bis 22.30 Uhr sowohl Eigenkompositio­

nen als auch ältere und modernere Coverstücke im Gewand des Rock ’n’ Roll. Boppin’B über­ zeugen seit 1985 mit ihrem technischen Können und mit ihrem Humor, der mit einem Hang

zur Selbstironie gepaart ist. Das Konzert findet bei schönem Wetter in der Aussenarena statt, bei Regen im Einkaufszentrum. Es ist kostenlos. Für den kulinarischen Genuss des Publikums steht das Migros­Restaurant bereit. Mehr von der Migros Ostschweiz ab Seite 55


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MM29, 17.7.2017 | MIGROS­WELT

Frage der Woche

Kann ich Vollrahm einfrieren? Flüssiger Rahm lässt sich gut tiefkühlen. Allerdings kann man ihn anschliessend nur noch zum Kochen verwenden; Schlagrahm wird daraus nicht mehr. Am besten füllt man den Rahm zum Einfrieren in Eiswürfel­ behälter. Bei Bedarf lassen sich die Rahmwürfel einfach herauslösen und können beim Kochen direkt dem Gericht beigegeben werden. Wichtig ist, dass der Rahm, wenn möglich, gleich nach dem Öffnen der Verpackung eingefroren wird. Ausserdem sollte das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht überschritten sein.

Auf einem Landwirtschaftsbetrieb in der Ukraine wird Biohirse geerntet. Biohirseflocken

Garantierte Qualität Biohirseflocken sind bei den MigrosKunden so beliebt, dass die Nachfrage noch nicht während des ganzen Jahres mit einheimischem Getreide gedeckt werden kann. Seit Juni finden sich im Verkaufsregal deshalb Biohirseflocken, deren Rohstoff aus der Umgebung von Nowohrad-Wolynskyj in der Ukraine stammt. Das Produkt ist von Bio Suisse zertifiziert. Die Hirse stammt von einem ukrainischen Produzenten, der aus Überzeugung nachhaltigen Landbau betreibt.

Das Getreide gelangt ohne Zwischenhandel zu einer Schweizer Mühle, wo die Hirseflocken verarbeitet und an die Migros ausgeliefert werden. Der Anbau Bio-Suisse-zertifizierten Getreides in der Ukraine begann 2008 mit ersten Pilotversuchen. Am Projekt beteiligen sich auch das Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick (Fibl) sowie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Ab Oktober finden sich wieder Schweizer Biohirseflocken in den Verkaufsregalen.

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns! M­Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Die Migros muss die Preise von Vanilleschoten erhöhen. Der Grund ist ein schwerer Sturm auf Madagaskar, der im März rund 30 Prozent der geplanten Ernte zerstört hat. Damit verschärft sich die Preissituation bei Vanille weiter. Bereits im Vorjahr hat die weltweit erhöhte Nachfrage das Angebot verknappt, was steigende Preise zur Folge hatte. Ebenfalls teurer werden Rindfleischkonserven der Marke Simmenthal aus Italien. Höhere Importzölle auf Fleischkonserven führen zu diesem Preisaufschlag.

Ausgewählte Produkte Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.

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MIGROS-WELT | MM29, 17.7.2017

29 Klipp und klar

Migros-Kulturprozent

Das Migros-Kulturprozent und die Fondation Suisa lancieren gemeinsam ein neues Förderprogramm für Musikklubs namens «Cheers!». Ziel ist es, Schweizer Livemusikklubs finanziellen Rückhalt zu geben und ihnen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Dafür stehen jährlich 50 000 Franken zur Verfügung. Im Fokus der Förderung stehen Musikklubs mit einem kulturell herausragenden Livemusikprogramm und einem hohen Anteil an nationalen Bands und Nachwuchskünstlern. Musikklubs mit Liveprogramm können ihre Bewerbung bis 21. August einreichen. Die Gewinner werden im November 2017 bekannt gegeben.

ist Projektleiterin für Nachhaltigkeitslabels bei der Migros.

1

Die Migros unter­ stützt die Schweizer Plattform für nach­ haltigen Kakaoanbau. Was sind die Ziele? Die Plattform setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Kakaobauern ein. Bis 2025 sollen 80 Prozent der importierten kakaohaltigen Produkte aus nachhaltiger Produktion stammen.

2

Finanziell und ethisch attraktive Anlagen

Bilder: Alexander Daneschwar, ZVG (3)

Isabel Specker

Die Migros führt mit «UTZ» und «Fairtrade» zwei Nachhaltigkeits­ labels im Kakao­ bereich, wieso ist diese Partnerschaft nötig? Heute sind 77 Prozent der Schokoladen im Süsswarensortiment der Migros UTZ- oder Fairtrade-zertifiziert. Aber über 75 Prozent des Kakaos auf dem globalen Markt werden nicht nachhaltig angebaut. Die Plattform will das bestehende Engagement bündeln.

Migros Bank

Die Migros Bank erweitert ihr Anlageangebot: Neu bietet sie für jede ihrer Anlagestrategien nebst klassischen auch nachhaltig investierende Fonds als Alternative an. Die Aktienquoten reichen je nach Strategie von 0 bis 85 Prozent. Insgesamt bietet die Bank acht Nachhaltigkeitsfonds an. Die Unternehmen, in welche die Nachhaltigkeitsfonds der Migros Bank investieren, müssen nicht nur finanziell attraktiv, sondern auch ökologisch, sozial und hinsichtlich ihrer Unternehmensführung vorbildlich sein.

Nachhaltiger Kakaoanbau wird gefördert

Schicken Sie uns

Blickfang

«Miglo» auf Rädern «Unsere Tochter, zwei Jahre alt, plötzlich ganz aufgeregt mitten auf der Autobahn: Lueg Mami, Miglo. Ichauffa.» Alexander Daneschwar, Effretikon ZH

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3

Wie sieht der Kunde, ob Produkte aus nach­ haltigen Kakaopro­ duktionen stammen? Für die Plattform muss dies noch definiert werden. Bei anerkannten Nachhaltigkeitsstandards wie UTZ oder Fairtrade ist das entsprechende Logo auf der Verpackung.


30

MM29, 17.7.2017 | MIGROS-WELT

Zuckerreduktion

An weniger Süsse gewöhnen

Die Migros arbeitet seit Jahren an der Reduktion des Zuckergehalts in ihren Lebensmitteln. Jean-Pierre Monney vom Milchverarbeitungsbetrieb Elsa zeigt am Beispiel des Joghurts auf, was es dabei zu beachten gilt. Interview: Thomas Tobler

Bilder: Paolo Dutto

2015 haben Bundesrat und Lebensmittelindustrie entschieden, den Zuckergehalt in Joghurts bis 2018 zu senken. Bei wie vielen Joghurts hat die Elsa bereits eine Zuckerreduktion vorgenommen? Wir haben nicht auf die Veröffentlichung dieses Memorandums gewartet, um den Zuckergehalt in unseren Joghurts zu verringern. Die Estavayer Lait SA (Elsa) beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit diesem Thema und nahm beispiels­ weise zwischen 2012 und 2015 bei 95 von 148 Artikeln eine Reduktion des Zucker­ gehalts vor. Das entspricht 64 Prozent unseres gesamten Sortiments. 2016 führten wir zudem 88 «Zuckerreduktions­ Projekte» in unseren verschiedenen Sortimenten durch.

Braucht ein Joghurt überhaupt Zucker? Die Rolle des Zuckers bei der Joghurt­ herstellung besteht darin, dem Produkt einen süsslichen Geschmack zu verleihen und sein Aroma zu verstärken. Er hat jedoch keinen massgeblichen Einfluss auf die Dickflüssigkeit des Joghurts. Als Beispiel dient das Naturjoghurt: Geschmacklich unterscheidet es sich auf­ grund des fehlenden Zuckers zwar vom gesüssten Joghurt, die Dickflüssigkeit der beiden Produkte ist aber vergleichbar. Wie reagieren Kunden auf diese Geschmacksveränderung? Unsere Erfahrungen reichen zurück bis ins Jahr 2012. Da wir den Zuckergehalt in unserem bestehenden Joghurtsortiment schrittweise gesenkt haben, haben sich die

Verbraucher an weniger süsse Joghurts gewöhnt. Negative Reaktionen haben wir nicht festgestellt. Auch hat die Elsa bisher nach Zuckerreduktionen keine bedeuten­ den Absatzrückgänge bemerkt. Was ist den Kunden wichtiger: dass das Joghurt schmeckt, oder dass es weniger Zucker enthält? Die Konsumenten achten auf die Produkt­ zusammensetzung, erwarten aber gleich­ zeitig geschmackstarke Produkte. Deshalb arbeitet die Elsa daran, den Zucker zu reduzieren und gleichzeitig die Süsse der Produkte zu erhalten. Allerdings schme­ cken manche Produkte süsser als andere, weshalb wir bei diesen Lebensmitteln so­ wohl den Zuckergehalt als auch den süssen Geschmack reduzieren möchten. Damit


MIGROS-WELT | MM29, 17.7.2017

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Zahlen

Mehr Zucker als empfohlen

130

Seit 2011 arbeitet die Migros konti­ nuierlich an der Reduktion des Zuckergehalts ihrer Produkte. Bisher wurde so bei über 160 Produkten der Zucker reduziert.

84 g

sollen sich die Kunden nach und nach daran gewöhnen, ihre eigenen Erwartungen an die Süssigkeit zu minimieren. Mit welchen Stoffen ersetzt man Zucker in einem Joghurt? In unseren Rezepten kompensieren wir die Zuckerreduktion durch eine Erhöhung der Milchbestandteile. Dies geschieht haupt­ sächlich durch das Hinzufügen von Milch und Rahm sowie durch Veränderungen bei der Fruchtzubereitung. Müssen durch die Zuckerreduktion im Joghurt auch Produktionsanlagen anpasst werden? In den verschiedenen Phasen der Zuckerre­ duktion haben wir die bei der Joghurtpro­ duktion eingesetzte Technologie nicht ver­

Jean-Pierre Monney, Produktentwickler beim Migros-Industriebetrieb ändert. Wir haben jedoch die Milchfermente Elsa, prüft und wiegt sorgfältig ausgewählt und Wert gelegt auf die Inhaltsstoffe für die EntQualität der verschiedenen Inhaltsstoffe, um wicklung eines Rezepts. die Ziele punkto Zuckergehalt zu erreichen.

Wird es zukünftig nur noch zuckerfreie Joghurts geben? Bei der Einführung neuer Joghurtsorten passen wir bei der Elsa die Produktformu­ lierungen an die neuen Vorgaben zum Zuckergehalt an, ohne auf Süssstoffe und andere Süssungsmittel zurückzugreifen. Zusammen mit unseren verschiedenen Partnern arbeiten wir an neuen Techno­ logien und innovativen Inhaltsstoffen, um das Joghurt mit den bestmöglichen Nährwerten für die Konsumenten zu entwickeln und gleichzeitig den Genuss­ aspekt zu bewahren. MM

Laut einer Erhebung des Bundesamts für Lebensmittelsicher­ heit und Veterinär­ wesen* nehmen in der Schweiz die 18­ bis 75­Jährigen im Durchschnitt täglich 83 g Süsses zu sich. Das lässt sich in 51 g süsse Desserts, 11 g Schokolade sowie 22 g Zucker und zuckerhaltige Auf­ striche unterteilen.

50 g

Die WHO empfiehlt, dass maximal 10 Prozent der pro Tag konsumierten Energie aus Zucker stammen sollte. Geht man von einem durchschnittlichen Energiebedarf von 2000 Kilokalorien aus, so ergibt sich eine Menge von 50 g Zucker pro Tag. * Nationale Ernährungs­ erhebung menuCH 2014/15


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MM29, 17.7.2017 | MIGROS-WELT

Schulküche

So gelingt das Forellenfilet mit Dillschaum 1

Grill auf 200 °C vorheizen. Kräuter und Knob­ lauch hacken. Mit Olivenöl und Zitronensaft zu einer Marinade mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Fische rundum sowie in der Bauch­ höhle mit Marinade bepinseln. Einzeln in eine säurebeständige Aluminiumfolie verpacken. Fische beidseitig je 8–10 Minuten grillieren.

5

Am Schwanzende den Grätenstrang mit der Gabel leicht anheben und bis zum Kopf vom

Fleisch ablösen. Die freigelegten unteren Fisch­ filets von der unteren Hautfläche wegschieben. Warmhalten.

2

Inzwischen für den Dillschaum Lauch fein hacken, im Öl dünsten. Mit Weisswein und

Fischfond ablöschen. Lorbeer und die Hälfte vom Dill dazugeben und 5 Minuten köcheln lassen. Sud ziehen lassen. Restlichen Dill fein hacken und beiseitestellen.

6

Für den Dillschaum Sud absieben. Flüssig­ keit mit Crème fraîche mischen. Erwärmen und mit dem Stabmixer aufschäumen. Den beiseitegestellten Dill beigeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fische mit dem Dill­ schaum servieren. Dazu passen Salzkartoffeln und gegrilltes Gemüse.

3

Zum Filetieren die Fische aus der Folie heben, die ausgetretene Flüssigkeit zum Sud giessen.

Die Fischhaut dem Rücken und Bauch entlang einschneiden. Haut mit dem Fischmesser vom Kopf zum Schwanz hin abziehen.


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MIGROS-WELT | MM29, 17.7.2017

47

Profi-Tipp

Schau mir in die Augen 4

Zutaten für 4 Personen

1 Bund 2 1 dl 2 EL 4 1 1 EL 2 dl 2 dl 1 1 Bund 2 EL

gemischte Kräuter, z. B. Petersilie, Dill und Thymian Knoblauchzehen Olivenöl Zitronensaft Salz weisser Pfeffer Forellen à ca. 300 g Lauch Olivenöl Weisswein Fischfond Lorbeerblatt Dill Salz Crème fraîche

Die freigelegten Filets vorsichtig jeweils nach unten und oben abheben, dabei die

Filets vorsichtig von den Gräten lösen und warmstellen. Rücken- und Bauchflossen mit der Gabel vom Fischfilet abtrennen.

Andrea Pistorius,

Rezeptautorin

Wenn Sie einen ganzen, frischen Fisch kaufen möchten, sollten Sie dem Exemplar Ihrer Wahl in die Augen schauen: Klare und glänzende Augen sind ein untrügliches Zeichen für Frische. Ein weiteres Indiz dafür sind leuchtend rote Kiemen und ein leichter Schleim, der die Haut bedeckt. Der Geruch sollte dezent sein und ans Meer bzw. einen sauberen See oder Bach erinnern. Ich bevorzuge ganze Fische mit MSC- oder ASC-Zertifizierung, die eine nachhaltige Aufzucht bzw. Fangmethode bestätigt. Ich lasse die Fische vom Fischhändler ausnehmen, aber nicht entschuppen, weil ich die Haut nie esse und sich der Fisch mit Schuppen viel leichter filetieren lässt. Ein im Ganzen mitsamt den Gräten gegarter Fisch schmeckt aromatischer als ein vorab filetierter. Ein frischer Fisch braucht auch nicht viele zusätzliche Aromen zum Braten. Ein paar Kräuter, einige Tropfen Zitronensaft und eine Prise Salz reichen aus, um den Geschmack abzurunden, ohne das Eigenaroma zu überdecken. MM

Tipps

Die unterhalb der Augen liegenden Bäckchen der Forelle sind für Feinschmecker eine Delikatesse. Sie werden mit dem Fischmesser herausgehoben. Wer für die Zubereitung der Forellen keinen Weisswein verwenden möchte, kann diesen mit der gleichen Menge Fischfond ersetzen.

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MIGROS-WELT | MM29, 17.7.2017

49

Online

«Wir sind nah am Kunden» Die Migros ist die Nummer 1 im Schweizer Onlinegeschäft. Felix Brunner über veränderte Einkaufs- und Konsumgewohnheiten, das Wachstumspotenzial der Internetshops – und die Vorteile der Migros-Gruppe. Text: Thomas Tobler

Illustration: Bruno Muff

Lebensmittel werden weiterhin im Laden, vermehrt aber auch im Internet eingekauft

Felix Brunner

ist Leiter der Direktion Migros Handel Digital beim MGB.

«Das Marktvolumen im Nicht-Lebensmittelbereich liegt in der Schweiz bei rund 20 Milliarden Franken. Davon fallen ungefähr 16 Prozent auf den Onlinehandel. Wir gehen davon aus, dass der Onlineanteil hier bis 2025 auf bis zu 25 Prozent steigen wird. Besonders Güter, die weniger emotional eingekauft werden wie Elektronik-

artikel oder Bürobedarf, sind online sehr beliebt. Im Schweizer Lebensmittelmarkt sieht es anders aus. Das Marktvolumen liegt heute bei 40 Milliarden Franken, der Onlineanteil bei zwei Prozent. Dieser wird sich bis 2025 sicher verdoppeln. Der Lebensmittelbereich wächst also deutlich langsamer. Das hat sicher mit unseren Ein-

kaufsgewohnheiten zu tun. Wir sind es gewohnt, mehrmals pro Woche Lebensmittel im Laden einzukaufen. Klar ist aber, dass sich das Kauf­ verhalten bei Lebensmitteln über alle Altersstufen am Nicht­Lebens­ mittelbereich orientiert und vor allem junge Kunden ihre Esswaren online kaufen werden.» Fakten und Zahlen

Die drei Grossen der Migros

Nähe schafft Vertrauen – das gilt auch beim Onlineshopping «Ein Vorteil ist die Nähe zu unseren Kunden und das starke Vertrauen in die Migros. Auch bei Onlinebestellungen ist dieses Vertrauen ent­ scheidend. Fehlt es, bestellen die Leute weniger im Internet. Zur Stärkung des Vertrauens sind deshalb unsere lokalen, stationären Ladengeschäfte sehr wichtig. Deshalb haben wir auch unser Abholkonzept PickMup ins Leben gerufen. Im Internet bestellte Produkte können bereits heute an über 330 PickMup-Stationen in der ganzen Schweiz abgeholt werden. 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung erreichen einen PickMupStandort in weniger als 10 Minuten. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir dieses Abholnetz sogar noch weiter ausbauen.»

Digitec Galaxus, LeShop und Ex Libris sind aktuell die drei umsatzstärksten Onlineshops der Migros-Gruppe.

700

Millionen Franken betrug der Umsatz des Onlinemarktführers Digitec Galaxus im vergangenen Jahr.

180

Lebensmittel online einkaufen – ein Service, der immer beliebter wird.

Das Handy wird zum Marktplatz der Zukunft «Mobile ist das zentrale Stichwort. Bereits heute kommen bei LeShop oder Digitec Galaxus über 40 Prozent der Zugriffe über mobile Endgeräte. Hier gilt es, den Kunden einen benutzerfreundlichen Einkauf zu bieten. Für viele Onlinehändler wird zudem das Thema Marktplatz immer wichtiger. Häufig ist es als Händler nicht möglich, das von Kunden gewünschte breite Sortiment eigenständig anzubieten. Deshalb gibt man anderen

Händlern die Möglichkeit, Produkte auf der eigenen Plattform anzubieten. Weiter wird sich der Community­Trend verstär­ ken, besonders der direkte Austausch zwischen Kunden auf der Onlineplattform. Im logistischen Bereich wird die Verlässlichkeit bei der Auslieferung von Waren weiter zunehmen. Produkte sollen beim Kunden exakt zum gewünschten Zeitpunkt eintreffen, ob zu Hause, im Büro oder unterwegs.»

Millionen Franken Umsatz erwirtschaftete der Onlinelebensmittelhändler und Marktführer LeShop im letzten Jahr insgesamt.

70

Millionen Franken Umsatz waren es im vergangenen Jahr beim Onlineshop der Migros-Tochter Ex Libris.


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MIGROS-WELT | MM29, 17.7.2017

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Die Auswahl an Katzenfutter ist gross, und oft ist es schwierig, das passende Futter für seinen Liebling zu finden. Das neue Futter von Nala überzeugt mit einem hohen Fleischanteil. Bei der Her­ stellung wird auf den Zusatz von Weizen, Zucker und Aromastoffen verzichtet. Davon profitieren ernährungssensible Katzen, da es besonders gut verträglich ist. Das Futter ist als Nass­ oder Trockenfutter in unterschiedlichen Varietäten für jede Lebensphase der Katze erhältlich.

Nala, Junior Huhn, Nassfutter, 6 × 85 g* Fr. 4.80

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Nala, Adult 7+ Rind, Nassfutter, 6 × 85 g* Fr. 4.80

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MM29, 17.7.2017 | MIGROS-WELT

Schulanfang

Bereit für den Neustart

Das Ende der grossen Schulferien bedeutet noch lange nicht, dass der Spass vorbei ist. Mit der passenden Ausstattung fällt so manchem Kind die Rückkehr in den Alltag leichter.

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MIGROS-WELT | MM29, 17.7.2017

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MIGROS-WELT | MM29, 17.7.2017

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Wissen aus der Region

Der Holderhof produziert an seinem Standort in Henau SG Erfrischungsgetränke, Sirupe und Smoothies. Bei der Herstellung eines Liters AdR­Holunderblütensirup werden rund zehn frische Holunderblüten verarbeitet.

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Ihre Region

Neues aus der Genossenschaft Migros Ostschweiz

Klubschule

Welche Farben passen? Als Kundenberaterin an der Klubschule Migros St. Gallen kennt Sandra Pais die ganze Vielfalt des Klubschulangebots. Ein Kurs gefällt ihr dabei besonders: Farb- und Stilberatung für Damen und Herren. «Der Kurs eignet sich für alle, die wissen möchten, welcher Kleidungsstil und welche Farben zu ihnen passen. Er findet in einer Mini­ gruppe statt. Der Vorteil besteht darin, dass die Leiterin auf jede Person einzeln eingehen kann.» Wasserspass Ferien, aber keine Lust auf lange Reisen, überfüllte Flughäfen und

Stau? Dann heisst die Traumdestination Säntispark in Abtwil bei St.Gallen, und zwar für die ganze Familie. Kleine Kinder vergnügen sich in der Kinder­ badewelt mit Wasserspielen, den verschiedenen kleinen Rutschbahnen und der interaktiven Fischprojektion. Für grössere und ganz grosse Kinder bietet die neue Rutschenwelt jede Menge Action. Während man im Eiskanal zu dritt auf einem Reifen hinuntersausen kann, ist auf dem Super­G Wettkampf angesagt. Wer ist schneller, und wer kriegt eine kalte Dusche? Wer beweisen will, dass er mutig ist, findet mit dem Sturzflug die passende Herausforderung. Und wenn das viele Rutschen müde gemacht hat, stehen Sole­ und Aussenbad mit Sprudel­ nischen und ­liegen zur Erholung bereit. Der Säntispark ist täglich offen. Die Rutschenwelt öffnet unter der Woche um 13 Uhr, am Wochenende um 8 Uhr. Infos: www.saentispark­freizeit.ch

Die Farb­ und Stil­ beratung ist Teil der Kursprogramme an den Klubschulen in Arbon, Chur, Frauen­ feld, Lichtensteig, Schaffhausen, St. Gallen, Wetzikon und Winterthur. Infos: www.klubschule.ch


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Aus der Region

Exot im Traditionellen

Melch Schoch führt auf dem Berghof oberhalb von Ganterschwil im Toggenburg eine kleine Biospezialitäten-Käserei. Sein neuestes Produkt: ein Käse mit Aroniabeeren. Text: Natalie Brägger

In grösseren Migros-Filialen erhältlich: Der BioAroniabeerenkäse

«Ich habe schon sehr früh angefan­ gen, mit speziellen Zutaten für Käse zu arbeiten, und probiere immer wieder Neues aus», sagt Melch Schoch. Heute seien seine Speziali­ täten die Basis seiner Existenz: «Eine kleine Käserei wie unsere braucht innovative Produkte», betont er. Drei Jahre von der Idee bis zum Produkt

Rund drei Jahre lang hat Melch Schoch getüftelt, bis der Aroniabee­ renkäse bereit für den Verkauf war. Die Biomilch dafür bezieht der Käser bei verschiedenen Bauern aus rund zehn Kilometern Umkreis. Die Aro­ niabeeren stammen vom Betrieb Fässler Garten in Untereggen SG. Melch Schoch zerkleinert sie und gibt sie zum Käsebruch, bevor er diesen in die Formen abfüllt. «Dann wird alles rosarot», sagt er und lacht. Mindestens einen Monat lang reift der Käse anschliessend im Lager – mit seinen violetten Punkten fällt er sofort auf. Auch auf einer Käseplatte sei der Aroniabeerenkäse «ein Hin­ gucker», wie er sagt. Spannend findet Schoch aber nicht nur die Farbe und den herben Geschmack, sondern auch die Eigenschaften, die der Aroniabeere nachgesagt werden (siehe Kasten). Mit natürlichen Rohstoffen zu arbeiten, Trends aufzuspüren, das liegt Melch Schoch. Seit 14 Jahren ist er mit einem Stand an der Biofach­ messe in Nürnberg vertreten, wo er auch zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Aroniabeere gemacht hat.

«Das Innovative habe ich wohl von meiner Mutter geerbt. Sie war Bauersfrau, hat aber immer im kaufmännischen Bereich gearbeitet», sagt der gelernte Landwirt, der erst in einer Zweitausbildung zum Käsen gekommen ist. Das Traditionelle, das Einfache und die Freude am Brauchtum habe ihm der Vater mit auf den Weg gegeben. Ideen reifen in der Eintönigkeit

Bei den Berghof­Gästen gilt Melch Schoch als Strahlemann und Unter­ halter. Die Gesellschaft mit den Gäs­ ten gebe ihm und seiner Frau viel Energie, sagt der Käser. Er brauche aber auch die ruhige Zeit. Wenn er am Morgen ganz allein in der Käserei seinem Werk nachgeht, in der Routine und Eintönigkeit des Käseschmierens, findet er Zeit, über seinen Ideen zu brüten. Beim Anblick der wunderbaren Kulisse mit Sicht in die Toggenburger Hügellandschaft, ins Thurtal, bis zum Hörnli und nach Deutschland könnte man glatt ver­ gessen, dass der Käsereibetrieb auch jede Menge Arbeit mit sich bringt. An 365 Tagen im Jahr steht der Berghof offen. Die Schochs gönnen sich gemeinsam mit ihrer sieben­ jährigen Tochter zwar mehr Freizeit als früher, sie waren in den vergange­ nen 14 Jahren aber nie in den Ferien. «Für mich ist es eine grössere Genug­ tuung, wenn ich nach der ganzen Arbeit meinen Käse im Migros­Regal sehe, als wenn ich in den Urlaub ans Meer fahre», sagt Melch Schoch. MM

Bilder: Natalie Brägger, zVg

D

er Berghof zwischen Ganterschwil und Ober­ helfenschwil im Toggen­ burg: Hier führen Melch Schoch und seine Frau Vreni seit 15 Jahren ein Restaurant mit Käserei. Der Hausherr begrüsst die Gäste in der Toggenburger Sonntagstracht. «Ich trage sie immer, wenn ich Gäste bewirte», sagt er, und man merkt, dass er sich darin wohlfühlt. Der Berghof ist gefragt bei Festge­ sellschaften, Ausflugsgruppen und Firmenanlässen. Damit die Men­ schen Platz haben, hat Schoch den ehemaligen Schweinestall zur «Degu­ schüür» umgebaut: Aus Holz aus dem eigenen Wald hat er eine schöne De­ cke gezimmert, auch die Bänke, Stüh­ le und Tische hat er alle selbst gebaut. An der Wand hängen drei grosse Schellen und Bilder von Alpabzügen. Traditioneller, urchiger geht es kaum. Wer nun glaubt, Melch Schoch sei durch und durch traditionell oder gar etwas «chnorzig», wie man im Toggenburg sagt, der täuscht sich. Und merkt es spätestens dann, wenn Melch Schoch die Tür zu seinem Kä­ selager öffnet. Hier kommt die innovative Seite des 40­jährigen Toggenburgers mit Appenzeller Wurzeln zum Vorschein. Denn neben Toggenburger Bioberg­ käse sind auch Pfefferkäse, Chilikäse, Hanfsamenkäse und seit einigen Monaten sogar Aroniabeerenkäse eingelagert. Alle sind an den Käse­ theken in den grösseren Ostschwei­ zer Migros­Filialen erhältlich.


MIGROS-WELT | MM29, 17.7.2017

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Traditionell und doch innovativ: Melch Schoch mit seinem Aroniabeerenkäse (links) Blick ins Toggenburg: Vom Berghof aus geniesst man eine wunderbare Aussicht (ganz oben). Ein Hingucker auf jeder Käseplatte: Der Aroniabeerenkäse mit den charakteristischen violetten Punkten (oben)

Aronia

Die Powerbeere Aroniabeeren – auch Apfelbeeren genannt – werden meist getrocknet oder zu Saft gepresst. Sie sind eine ideale Beigabe in Müeslis und Smoothies. Zum Naschen direkt vom Strauch sind sie aufgrund ihres sehr herben Geschmacks weniger geeignet. Die Aroniabeere punktet vor allem mit ihren Inhaltsstoffen: Im Vergleich zu anderen Beeren enthält sie eine unübertroffen hohe Menge an Antioxidantien. Diese bewahren den Körper vor oxidativen Schäden an den Zellen. So soll die Aroniabeere der Alterung des Körpers entgegenwirken und gut für Herz und Kreislauf sein.


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MM29, 17.7.2017 | MIGROS-WELT

Schlossfestspiele Hagenwil

Schloss wird zum Irrenhaus Die Schlossfestspiele Hagenwil bringen dieses Jahr mit Dürrenmatts «Die Physiker» einen Schweizer Klassiker auf die Bühne. Für Kinder gibt es «Die Bremer Stadtmusikanten» zu sehen. Text: Natalie Brägger

V

or sieben Jahren wurden die Schlossfestspiele Hagenwil aus der Taufe gehoben: «Cyrano de Bergerac» war das erste Stück, das die Initianten um den künstleri­ schen Leiter Florian Rexer präsen­ tierten. Inzwischen haben sich die Schlossfestspiele einen guten Ruf in der Region wie auch in der profes­ sionellen Theaterszene geschaffen. Und das Team ist nicht müde, son­ dern präsentiert dieses Jahr einen Schweizer Klassiker: «Die Physiker» von Friedrich Dürrenmatt. «Ich versuche immer, einen regionalen Bezug herzustellen», sagt Florian Rexer zur Stückwahl. «Die Zuschauer sollen sich vorstellen können, dass die Geschichte sich genau so in Hagenwil zugetragen hat.» Das Stück «Die Physiker» ist eine Tragikomödie. Im Zentrum stehen drei Physiker in einem Sanatorium, die sich um die Weltformel streiten. Alle drei sind verrückt – aber auf eine ganz andere Weise, als der Zuschauer zu Beginn vermutet.

Klein, aber fein: Die Aufführungen im historischen Schloss Hagenwil.

Wann und wo?

Termine Schlossfestspiele Hagenwil: «Die Physiker» 9.8.–9. 9.2017

Klassisch, aber ohne Zigarettenrauch

«Die Bremer Stadtmusikanten» 13.8.–6.9.2017

für Zuschauer ab Kindergartenalter

Die Vorstellungen finden im Wasserschloss Hagenwil bei Amriswil TG statt.

das auch unangenehm», nennt Florian Rexer ein Beispiel. Das Lieblingsmärchen des Chefs

Traditionellerweise zeigen die Schlossfestspiele auch ein Stück für die ganze Familie. Dieses Jahr sind es «Die Bremer Stadtmusikanten». «Es war eins meiner Lieblingsmärchen.

Ich habe selbst am Theater Stuttgart einmal den Esel gespielt», so Florian Rexer. Er verspricht: «Mit ihrem magischen Talent werden Esel, Hund, Katze und Hahn nicht nur das Fest­ spielpublikum im Wasserschloss Hagenwil begeistern, sondern auch gleich noch eine gefährliche Räuber­ bande verjagen.» MM

Infos und Tickets: schlossfestspielehagenwil.ch

Bild: Schlossfestspiele Hagenwil/Damian Imhof

Florian Rexer hat sich sehr sorgfäl­ tig mit dem Klassiker auseinander­ gesetzt und für die Inszenierung auch Gespräche mit Peter Nobel, dem Vertrauten und Freund des 1990 verstorbenen Friedrich Dür­ renmatt, geführt. «Es wird eine klassische Inszenierung sein, aber mit dem Augenzwinkern, für das Florian Rexers professionelle Inszenierungen und seine Handschrift steht», sagt Roman Bottlang, verantwortlich für Kommunikation und Marketing der Schlossfest­ spiele. In Absprache mit der Dramaturgie seien minimale Anpas­ sungen vorgenommen worden, da­ mit das Stück zeitgerechter wirke. «Man muss heute in einem alten Wasserschloss aus Holz nicht stän­ dig Zigaretten rauchen. Bei der Nähe des Publikums zur Bühne wäre


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Leben MM29

Richtig oder falsch?

Nur mit Klimaanlage lassen sich Räume richtig kühlen. Falsch! Es gibt Alter­

1, 2 oder 3?

Eine dieser Nächte

hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

1 2 3

Darum gilt: Wer auch an heissen Sommer­ tagen einen kühlen Kopf bewahren will, ist keineswegs auf die Klimaanlage ange­ wiesen.

Ich stehle mich davon und lege mich ins Bett des Grossen. Ich harre aus. Ich bin Lastesel, Kran, Flickfachfrau, Köchin – und Kopfkissen. Ich platziere den Grossen sanft um: Mein Mann hat den grösseren Bauch, also auch das komfortablere Kopfkissen.

Antwort 1: Die Flucht scheint mir die beste Chance auf einige Stunden ruhigen Schlafs zu bieten. Denn der Helikopter kann jederzeit wieder starten.

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Monica Müller (43)

Es gibt die guten Nächte: Alle schlafen tief und fest und sind am nächsten Morgen ausgeruht. Und dann gibt es leider auch die zweite Kategorie: Nächte, die mit Albträumen, Hustenanfällen, Durstattacken, Fieberschüben oder Einsamkeitsmomenten gespickt sind ... Erst verliert der Kleine (1) seine Plüschsau im Bettli, dann träumt der Grosse (6) schlecht und kriecht zu uns unter die Decke. Er landet wie ein Helikopter, sein Körper ist der Propeller. So dreht er sich, bis er eine gemütliche Schlafkuhle geschaffen hat. Er wirft den Kopf hin und her und findet schliesslich das perfekte Kopfkissen – meinen Bauch. Er zuckt, stöhnt und schläft ein. Und ich bin natürlich wach. Und jetzt?

nativen, um der Som­ merhitze zu entkom­ men. Am besten lüftet man frühmorgens grosszügig durch und schliesst danach Fenster und Rollläden. Spätabends, wenn es kühler wird, können die Fenster wieder ge­ öffnet werden. Zudem hilft es, die Fenster zu verdunkeln, zum Beispiel mit einem Rollladen oder einem Vorhang. Übrigens er­ zeugen elektronische Geräte permanent Wärme, wenn sie eingeschaltet sind. Also sollte man alles ausschalten, was ge­ rade nicht gebraucht wird. Ist es trotzdem noch zu warm, hilft ein kühles Fussbad, ein feuchtes Tuch im Nacken, ein Sprüh­ nebel aus dem Wasserzerstäuber oder ein Ventilator.

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MM29, 17.7.2017 | LEBEN

Gesundheit

Der digitale Patient

Nächstes Jahr wird schweizweit das elektronische Patientendossier eingeführt. Was bringt es, und wie gut sind heikle Personendaten geschützt? Fünf Fragen und Antworten. Text: Viviane Menétrey

E

s ist eine kleine Revolution, die auf die Patientinnen und Patien­ ten zukommt: das elektronische Patientendossier (EPD). Ab Mitte 2018 können die ersten Patienten auf Wunsch ihr elektronisches Dossier eröffnen. Damit soll der Informations­ austausch zwischen den Dienstleistern im Gesundheitssektor vereinfacht werden – Versicherungen ausgenom­ men. In Genf ist die elektronische Akte seit vier Jahren schon gang und gäbe. Auf der Plattform sind zurzeit mehr als 1200 Ärzte gebündelt, zudem rund 752 frei praktizierende Ärzte, Kranken­ schwestern, Apotheker, Pflegeheime, Physiotherapeuten, Pflegedienste – und rund 27 000 Patienten. In der rest­ lichen Schweiz müssen Spitäler den Patienten innerhalb von drei Jahren und Pflegeheime innert fünf Jahren die Eröffnung eines elektronischen Patientendossiers anbieten.

Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das neue Angebot:

sie die Inhalte ihres Dossiers auch aus dem Ausland abrufen.

1. Wie kommt man zum elektro­ nischen Patientendossier (EPD)? Jeder Bewohner der Schweiz hat ein Anrecht auf ein EPD, es ist jedoch keine Pflicht. Die Dossiers werden von ausgewählten Anbietern bewirt­ schaftet, die aus öffentlichen und privaten Akteuren bestehen können und die strenge Zertifizierungs­ voraussetzungen erfüllen müssen, um zugelassen zu werden. Patienten und Gesundheitsdienstleister greifen über sichere Internetplattformen auf die Dossiers zu. Die Plattform in Genf etwa heisst MonDossier­ Medical.ch. Die Patienten registrieren sich bei einem der zertifizierten Anbieter und erhalten anschliessend Benutzer­ namen und Passwort; damit können

2. Wozu dient EPD? Im EPD werden alle Dokumente zu­ sammengefasst, die die Gesundheit einer Person betreffen. Damit erleich­ tert das EPD die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens und den Patienten, denn es enthält alle für die Behandlung notwendigen Informa­ tionen wie Laborergebnisse, Kranken­ akten, Rezepte. Auf diese Weise will man doppelte Einträge und medizi­ nische Fehler vermeiden. Aurélie Rosemberg von der Generaldirektion Gesundheit in Genf sagt: «Vor allem bei chronischen Krankheiten, wenn zahl­ reiche Spezialisten aufgesucht werden, ist das EPD sehr nützlich.» Die elektro­ nische Akte sei auch hilfreich, wenn der Patient im Ausland ein Medikament


LEBEN | MM29, 17.7.2017

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Adrian Schmid

«Das Fehlerrisiko wird reduziert» Warum sollen medizinische Daten digitalisiert werden? Das ist eine politische Ent­ scheidung, um eine optimale Behandlung der Patienten zu gewährleisten. Spitäler und Pflegeheime müssen ein elektronisches Patientendossier anbieten. Warum nicht auch Ärzte? Viele Ärzte haben ihre Daten noch nicht digital erfasst. Vorbehalte gab es auch wegen der standardisierten Doku­ mente, die einen etwas grösseren Zeitaufwand mit sich bringen. Hingegen sind etwa die Anbieter häuslicher Pflegedienste sehr an elektronischen Dossiers inter­ essiert: Sie erhalten Zugang zu den Austrittsberichten nach der Entlassung von Patienten aus dem Spital.

benötige. «Denn er kann von überallher auf seine Medikamentenliste zugreifen.»

Bilder: iStockphoto, zVg

3. Wer hat Zugriff auf das EPD? «Der Patient allein entscheidet, wer welche Daten einsehen darf», erklärt Aurélie Rosemberg. Wenn ein Patient nicht möchte, dass sein HIV-Test für andere Akteure des Gesundheitswesens zugänglich ist, kann er die entsprechende Information verbergen: «Die anderen wissen dann nicht, dass diese Information überhaupt vorliegt.» Mit dem EPD werden sowohl Patienten als auch Gesundheits­ fachleute sofort über Änderungen im Dossier informiert. 4. Welche Rolle spielt der Arzt? «Das EPD ersetzt in keinem Fall die therapeutische Beziehung», versichert Aurélie Rosemberg. Das bestätigt auch Christian Lovis, Chefarzt des medizini­

schen Informationsservices am Uni­ spital Genf. Der Experte des nationalen Kompetenz­ und Koordinationsorgans von Bund und Kantonen, «eHealth Suisse», fügt hinzu: «Das Gegenteil ist der Fall: Die Patienten können sich vorab informieren und sich auf diese Weise auf den bevorstehenden Arzt­ termin vorbereiten. Das motiviert sie, sich mit Informationen auseinander­ zusetzen, die für sie relevant sind.» 5. Ist der Datenschutz sichergestellt? «Das EPD ist ein zuverlässiges und geschütztes System, das der Patient sel­ ber kontrolliert», sagt Christian Lovis. Die zukünftigen Plattformen werden erst nach der Zertifizierung aufgeschal­ tet. In Genf werden regelmässig Sicher­ heitsprüfungen durchgeführt. Hacking und Datensicherheit seien Bereiche, die man verantwortungsvoll kontrolliere, versichert Aurélie Rosemberg.

Künftig können Patienten und Patientinnen ihre Daten in einer elektronischen Akte einsehen.

Wer wird das EPD bezahlen? Der Bund verpflichtet sich zu einer Zahlung von 30 Millionen Franken. Den Rest tragen die Kantone. Durch das Geschäfts­ modell der Dienstleistungs­ gemeinschaft muss eine tragfähige Finanzierungsart gefunden werden. Das können öffentliche Gelder, private Mittel oder öffentlich­private Partnerschaften sein. Sind die Kosten gerechtfertigt? Zunächst wird das System nicht rentabel sein. Doch lang­ fristig betrachtet lohnt es sich, weil dadurch der Kostenanstieg begrenzt und das Fehlerrisiko reduziert werden. MM Weitere Infos: www.e-health-suisse.ch Adrian Schmid ist Leiter des Kompetenz- und Koordinationsorgans von Bund und Kantonen, eHealth Suisse; www.e-health-suisse.ch


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Digital

Smarte Fotos

App-Tipps

Google Photos

Die sperrige Kamera gehört nicht unbedingt ins Feriengepäck. Auch mit dem Smartphone gelingen gute Aufnahmen – und attraktive Selfies sowieso. Text: Philipp Rüegg

Illustration: Supertotto/2Agenten

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erienmotive, die mit dem Smartphone fotografiert werden, können durch­ aus fotobuchwürdig sein, wenn man ein paar Regeln be­ achtet (siehe unten). Zwar haben die meisten Handys nur eine fixe Brennweite, also keinen optischen Zoom. Die Bilder lassen sich deshalb nur digital vergrössern – auf Kosten der Qualität. Dafür sind Handys viel handlicher und praktischer als Spiegelreflexkameras. Für Selfiefans interessant ist eine Studie der Universität Bamberg (D): Sie zeigt, dass Frauen attraktiver wahr­ genommen werden, wenn sie ihre linke Gesichtshälfte zur Kamera drehen. Männer hin­ gegen wirken offenbar sympa­ thischer, wenn sie von rechts abgelichtet werden.

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Mit dieser Gratis-App können nicht nur beliebig viele Bilder

gespeichert werden, man bekommt damit auch zahlreiche Bearbeitungsoptionen, kann Bildergeschichten erzählen und Collagen erstellen. Dank der Suchmaschinenerfahrung von Google können die Bilder ausserdem nach Personen oder Begriffen durchsucht werden, sodass man verlorene Schnappschüsse schnell wiederfindet. https://photos.google.com

VSCO

Fokus Zunächst gilt es, auf die Bildschärfe zu achten. Dazu kann man das gewünschte Objekt auf dem Display antippen, und schon ändert sich der Fokuspunkt. Bei vielen Geräten lässt sich anschliessend die Helligkeit regulieren, indem man mit dem Finger vertikal über den Bildschirm fährt.

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Gegenlicht Da die SmartphoneKamera viel Licht benötigt, um optimal zu funktionieren, sollte man in heller Umgebung fotografieren und nicht mit Gegenlicht. Die Sonne befindet sich idealerweise im Rücken des Fotografen, damit Gesichter besser ausgeleuchtet sind und der Hintergrund nicht überstrahlt wird. Perspektive Neben der Schärfe ist der Blickwinkel entscheidend. Immer geradeaus draufhalten ist langweilig. Fotografiert man zum Beispiel Kinder, sollte man nicht

Mit dieser äusserst umfangreichen FotoApp kann man Bilder

von oben herab fotografieren, sondern aus Augenhöhe. Aus Bodennähe können spannende Perspektiven entstehen – ebenso, wenn man das Objekt aus dem Zentrum an den Bildrand verlegt. Hilfreich ist dabei die Drittelregel, auch bekannt als «goldener Schnitt»: In Bezug auf Porträts bedeutet das etwa, dass die Augen des oder der Porträtierten im oberen Drittel des Bildes liegen sollten und nicht in der Mitte. Das ergibt eine natürlich wirkende Anordnung. Die Rasteroption hilft, das Bild entsprechend zu unterteilen.

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Bildausschnitt Auch der Bildausschnitt ist wichtig. Auf den digitalen Zoom sollte man aus bereits erwähntem Grund verzichten. Stattdessen empfiehlt es sich, so nah wie möglich an das Objekt heranzugehen, bis der Bildausschnitt stimmt. Auf diese Weise lassen sich auch interessante Unschärfeeffekte erzeugen.

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Es braucht nicht viel, um mit dem Smartphone gute Bilder zu schiessen. Ein waches Auge und etwas Kreativität reichen. Und schliesslich gilt: variieren und ausprobieren. MM

knipsen und dabei von diversen Einstellungsmöglichkeiten profitieren. Oder man benutzt die Bearbeitungsfunktionen. Sie lassen sich auch auf bestehende Bilder anwenden und bieten zahlreiche Korrektur- und Bearbeitungsmöglichkeiten. http://vsco.co

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So entsteht die Migros-Glace. Dazu: Rezepte www.migmag.ch/ glace

Nils (10), Rüschlikon ZH

Das geht so was von zack, zack, dass die Glace gar keine Zeit hat zum Schmelzen. Wie es genau gemacht wird, habe ich mir von den Glacespezialisten der Firma Midor – die die grösste Back- und Glacefabrik in der Schweiz hat und zur Migros gehört – erklären lassen. Pro Jahr stellt die Midor 27 Millionen Seehund-, Affen- und Bärenglaces her. So wird zum Beispiel die berühmte Seehundglace mit Vanillegeschmack zuerst auf minus 40 Grad abgekühlt – es wird so kalt wie die Luft in der Antarktis.

Dann werden die eisigen Stängeli­ glaces einzeln für eine Sekunde in warme (nicht heisse!) Schokoladenglasur getaucht. Dabei wird die Schokolade schon kalt und steif, bevor sie überhaupt daran denken kann, die Eiscreme zu schmelzen. Wenn du auf der Website des Migros-Magazins www.migmag. ch/glace eingibst, kannst du zuschauen, wie das funktioniert. Jetzt im Sommer macht es übrigens auch Spass, Glace selbst herzustellen. Auf der genannten

Webseite findest du dazu ein paar kinderleichte Rezepte. Da erfährst du unter anderem, wie man eine feine Nutellaglace machen kann. Den allereinfachsten Eisgenuss bekommst du, wenn du Bananen schälst, halbierst und einfrierst. Dann steckst du die gefrorenen Stücke auf einen Grillspiess, tauchst sie in geschmolzene Schoggi und fertig! Aber egal, ob gekauft oder selbstgemacht: Das Beste an einer Glace ist, dass sie dann doch noch schmilzt – und zwar dort, wo sie darf: in deinem Mund. MM

Eine Mutter erklärt die Welt:

Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.

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Das Migros-Magazin verlost eine Reise für 2 Personen mit dem Glacier Express mit Übernachtung inklusive Frühstück in Viersternehotels in Zermatt und St.Moritz. 1. Tag: Anreise mit dem öffentlichen Verkehr in der 1. Klasse von Ihrem Wohnort in der Schweiz nach Zermatt. Übernachtung mit Frühstück in Zermatt 2. Tag: Fahrt mit dem Glacier Express in der 1. Klasse inklusive Platzreservierung von Zermatt nach St. Moritz, Übernachtung mit Frühstück 3. Tag: Rückreise von St. Moritz mit dem öffentlichen Verkehr in der 1. Klasse zu Ihrem Wohnort in der Schweiz Beantworten Sie folgende Frage:

Die Route des legendären Zugs führt über historische Viadukte, die zum Weltkulturerbe gehören.

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23 Reisetage inkl. Vollpension An- und Rückreise ab nur Fr.

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Kommen Sie mit uns auf grosse Kreuzfahrt und gehen Sie in der Weltstadt Singapur an Bord der Costa Victoria. Entdecken Sie auf der Route die antiken Kulturen und wunderbaren Landschaften von Malaysia, Sri Lanka und Indien und erleben Sie die magische Atmosphäre des Oman, die historischen Stätte von Heraklion in Griechenland und die prächtige Stadt Rom. Profitieren Sie von unseren äusserst attraktiven Aktionspreisen und buchen Sie Ihre Traumkreuzfahrt jetzt.

Ihr einmaliges Reiseprogramm vom 23.02.2018 bis 17.03.2018

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Auf See Colombo, Sri Lanka Auf See New Mangalore, Indien Auf See Salalah, Oman Auf See Suez-Kanal Passage Auf See Kreta, Griechenland Auf See Civitavecchia/Rom, Italien Savona, Italien, Rückreise mit dem Bus in die Schweiz

gapore Direktflug mit Sin 80! Airlines Airbus A3

Exklusive Aktionspreise Alle Preise pro Person in Fr. Kategorie bei 2 Personen

Frühbucherpreis bis 02.08.17 IC Innen Classic 1745.– IP Innen Premium 1845.– EC Aussen Classic 2145.– EP Aussen Premium 2245.– BC Balkon Classic 2695.– BP Balkon Premium 2795.–

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Getränkepaket "Piu Gusto" CHF 672.- pro Person

So viel ist inbegriffen: • Linienflug mit Singapore Airlines • 30 kg Freigepäck • Alle Flughafen-/Hafentaxen • Stadtrundfahrt in Singapur • Kreuzfahrt gemäss Programm mit der Costa Victoria • 21 Übernachtungen in der gewählten Kabinenkategorie • Vollpension an Bord, bis zu 6 Mahlzeiten täglich • Busfahrt Savona – Schweiz. Nicht inbegriffen: • Getränke an Bord und persönliche Auslagen • fakultative Landausflüge • oblig. Serviceentgelt (USD 12,50 p.P./Nacht, wird an Bord belastet) • Visum für Indien Fr. 160.- • Annullationskostenversicherung • Reservationsgebühr Fr. 15.- pro Person. Einfaches Reisen Schweizer Bürger benötigen einen Reisepass, der noch 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss, sowie ein Visum für Indien (Fr. 160.-) das wir gerne für Sie einholen.

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LEBEN | MM29, 17.7.2017

Kreuzworträtsel

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… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.7.2017, 24 Uhr

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.7.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Auflösung Nr. 28: RICHTER

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Gewinner Nr. 27: Silvia Trachsel, Lyss BE; Alice Rathgeb, Uetikon ZH; Elsbeth Grunder, Interlaken BE; Marianne Rémy, Grenchen SO; Ruth Heusi, Gelterkinden BL Gewinner «Zusatz» Nr. 27: Margrith Orlandini, Gebenstorf AG; Brigitte Fontanesi, Teufenthal AG; Isabelle Gsponer, Gasel BE; Peter Häberli, Bülach ZH; Ruth Pulfer, Liebefeld BE

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LEBEN | MM29, 17.7.2017

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Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wohin trifft ein guter Schuss? Z

ins Schwarze

M ins Gelbe

P ins Blaue

2. Als männliches Gegenstück zur Meerjungfrau gilt der …? U Wassermann

A Wasserläufer

O Seemann

3. Wohin schauen, vom Betrachter aus gesehen, die Löwen im Thurgauer Wappen? R rechts oben

T

rechts unten

G links oben

So nehmen Sie teil

4. Welches Museum befindet sich in der Nähe von Vevey? M Maison Tavel

A Marseille

S

I

R Weisszucker

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.7.2017, 24 Uhr

D Benito Mussolini

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Auflösung Nr. 28: RADSPORT

Gewinner Nr. 27: Lisbeth Peter, Hergiswil LU; Alois Rusch, Gonten AI; Erich Werthmüller, Thun BE

E

Chaplin’s World

I

Musée du Léman

Hackergirl

N Hackery

5. Wie nennt man weibliche Hacker? R Haecksen

L

6. Wo kann man immer um 12.00 Uhr mittags einen Kanonenschuss hören? U Lissabon

Rom

7. Wo kommt der «Type 405» vor? E

Weizenmehl

Maisstärke

8. Wer hielt 1927 eine 36-stündige Rede vor dem Parlament? N Paul v. Hindenburg

E

Mustafa Kemal Pascha

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 2 5 4 3

Auflösung Nr. 28: LIANE Gewinner Nr. 27: Peter Sägesser, Solothurn; Joachim Beeler, Sachseln OW; Alice Lask, Thun BE

1

E

ALLUEREN EME T I S CH F I SCHOEL HE F T LADE ME CH E L E N ME I E RHO F N OM I N E L L SCHLEPPE TELETEXT UNKEUSCH

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.7.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

2

3

4

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LEBEN | MM29, 17.7.2017

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Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 28: 435

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.7.2017, 24 Uhr

Gewinner Nr. 27: Heidi Keller, Wettswil ZH; Walter Vogelsanger, Ittigen BE; Christa Graf, Ebikon LU; Janine Beuret, Neuchâtel ; Ernst Radler, Sarnen OW

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 3 3 2 2 miteinander verbunden 1 2 sein. Verboten: Kreuzun2 3 gen, diagonale Brücken 3 2 4 2 und mehr als zwei Linien.

Auflösung Nr. 28:

2 3 3

3 2

4 3 1

2 3 3

3 3

3 3

1

2 1

3 3

Auflösung Nr. 28: 2

3

3

3

3

3

2

3

1

3

3 2

1

3

1 2 2 3

2 2 3 1

3 1 1 3

5 3 2

4 1 2 1 2

2 3 2 3

3 3 3 3 3

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Yvette Hettinger (Koordinatorin Leben), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Elena Bernasconi, Reto Meisser

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Dora Horvath, Melanie Michael, Fatima Nezirevic, Angela Obrist, Kian Ramezani, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Alina Bühler, Rea Tschumi

Layout: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Werner Gämperli, Saskia Goslings, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Stefania Nicolini Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Laetitia Dürst, Aisha Kaufmann Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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SATURDAY NIGHT FEVER – DAS MUSICAL

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Energiegeladen und hitverdächtig: Das Musical mit den Hits der Bee Gees.

Jeden Monat treffen die besten Stand-Up-Comedians aus der Schweiz und dem Ausland aufeinander.

Datum: 21.7. bis 13.8.2017 Ort: Walenstadt Preis: Fr. 46.50 bis Fr. 105.75 (statt Fr. 62.– bis Fr. 141.–), je nach Datum und Kategorie

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Das 9. Auvernier Jazz Festival wartet am Ufer des Neuenburgersees mit einem anspruchsvollen Programm auf.

Das Tourneetheater bringt «Comedy, Circus und Concert» direkt vor die Haustür. Datum: bis 31.12.2017 Ort: diverse Preis: Fr. 20.– bis Fr. 70.40 (statt Fr. 25.– bis Fr. 88.–), je nach Show und Kategorie

Datum: 25. bis 27.8.2017 Ort: Auvernier Preis: Fr. 44.– (statt Fr. 55.–)

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Datum: 3. bis 22.10.2017 Ort: Zürich Preis: Fr. 46.40 bis Fr. 86.40 (statt Fr. 58.– bis Fr. 108.–), je nach Kategorie

Datum: 31.8. bis 2.9.2017 Ort: Avenches Preis: Fr. 16.– bis Fr. 68.– (statt Fr. 20.– bis Fr. 85.–), je nach Datum und Kategorie

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MM29, 17.7.2017 | LEBEN

Meine Welt

«Ich bin Ü40, also darf ich ein E-Velo fahren»

Seit bald zehn Jahren heisst der «Monsieur Prix» Stefan Meierhans. Der Preisüberwacher verrät hier sein Lieblingsprodukt, wie er seine Freizeit gestaltet und weshalb er in Skandinavien Recht studierte. Text: Reto E. Wild

Bilder: Marco Zanoni


LEBEN | MM29, 17.7.2017

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1 Mein Gerät «Ich bin Ü40, also darf ich ein E-Velo fahren. Ich habe es gekauft, weil ich die Kinder im Anhänger in die Kita bringen musste. Mit dem normalen Velo wurde mir das zu streng.» 2 Meine Frau «Béatrice Wertli und ich haben uns über die CVP kennengelernt. Sie ist im Gegensatz zu mir eine grosse Sportlerin. Deshalb fing ich an zu trainieren und machte ihr nach meinem ersten Marathon in Lindau 2003 einen Heiratsantrag.» 3 Mein Büro Mein Arbeitsplatz befindet

sich seit ungefähr zwei Jahren an der

2

Name Stefan Meierhans (48) Sternzeichen Jungfrau Lebenslauf «Ich bin in Altstätten SG

1 4

geboren und mit zwei älteren Schwestern aufgewachsen. Im Gymnasium in Heerbrugg SG lernte ich Norwegisch. Deshalb studierte ich ein Jahr in Oslo und zwei Jahre im schwedischen Uppsala Recht. Meine Berufskarriere begann 1998 beim Eidgenössischen Amt für das Handelsregister in Bern. Ein paar Monate später kam ich in den Stab des damaligen Justizministers Arnold Koller. 2004 wechselte ich in die Geschäftsleitung von Microsoft Schweiz. 2008 ernannte mich der Bundesrat zum Preisüberwacher in Bern. 2004 heiratete ich Béatrice Wertli (41). Sie ist Generalsekretärin der CVP Schweiz. Ich bin im CVPVorstand der Stadt Bern. Wir leben in Bern und haben zwei Töchter.

3 5

Einsteinstrasse in Bern, wo schon Albert Einstein gearbeitet hatte. Mein Team besteht aus gut 20 Mitarbeitenden.» 4 Meine Stammbeiz «Einmal im Monat gehe ich im Restaurant zur Krone an der Gerechtigkeitsgasse in Bern zum Stammtisch der Berner CVP. Manchmal komme ich auch wegen eines Jassturniers. Die Wirtsleute Isabelle und Andreas Krüger sind Freunde von uns.»

6

5 Meine Sammlung «Mein Material aus der Schulzeit ist weg. Die Zeichnungen unserer Töchter bewahre ich aber auf.»

Mein Lieblingsprodukt

«Den höhlengereiften Emmentaler Kaltbach esse ich täglich. Ja, ich bin süchtig danach.»

6 Mein Ausgleich «Fürs Ka-We-De habe ich eine Saisonkarte. Das Wellenbad Dählhölzli besuchen wir oft mit den Kindern. Manchmal gehe ich auch mittags schwimmen. Weil ich Probleme mit der Achillessehne habe, ist das ein guter Ausgleich.» MM


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