Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny
MM28, 11.7.2016 | www.migrosmagazin.ch
SommerWettbewerb Testen Sie Ihr Schweiz-Wissen und gewinnen Sie attraktive Preise Seite 6
Verpackungen: Plastik ist fast immer ökologischer als Papier Seite 34 170 Kilo abgespeckt
Diätberaterin Nicole Jäger über ihren Kampf gegen zu viele Pfunde Bild: Christian Kerber
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Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 - 720 42 59
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Z Editorial
Body-MassIndex 111 Zuerst war da diese Zahl: Body-Mass-Index (BMI) 111. Für Menschen, deren Denken meist um ihr Gewicht und einen BMI von 25 bis 29 kreist, ist diese Zahl schlicht nicht fassbar. Welche Qual, welches Leiden muss hinter diesem Wert stecken? Wie viel an Demütigung, an Geflüster hinter dem Rücken, an fiesen Sprüchen muss eine Person ertragen, die damit gestraft ist? Der BMI-Wert verkörpert noch stärker das Leiden von Nicole Jäger (34), als das schiere Gewicht dies auszudrücken könnte.
Nicole Jäger. Mit 20 brachte die heutige Psychotherapeutin 340 Kilo auf die Waage. Und sie wusste: «Hätte ich nichts unternommen, hätte ich zum Dreissigsten einen Sarg bekommen – wegen Herzinfarkts oder Multiorganversagens.» Sie brachte den Willen auf, gegen ihr Gewicht anzukämpfen. Sie ass weniger, versuchte, sich mehr zu bewegen. Zwei Treppenstufen mit Abstützen, dann drei, dann ein erster Besuch im Fitnesscenter. «Was will die Fette hier?» war noch eine der netteren Bemerkungen, die sie dort aufschnappte. Sie bekam langsam ihre Fressattacken in den Griff und nahm ab. Kilo um Kilo um Kilo – bis sie nur noch die Hälfte wog.
170 Kilo hat Nicole Jäger bisher abgespeckt. Sie bringt auch heute noch zu viel Gewicht auf die Waage, doch sie hat «endlich ein Leben». Und der Kampf geht weiter. Seit siebeneinhalb Jahren schreibt sie einen Blog, in dem sie Frust und Glücksgefühle verarbeitet. Sie tut dies mit Leidenschaft und nimmt kein Blatt vor den Mund. Ein Buch hat sie nachgeschoben, und sie tourt mit einer eigenen Bühnenshow, in der sie anderen Menschen Mut macht, nicht nur das Abnehmen zu versuchen, sondern auch selbstbewusster mit ihrem Gewicht umzugehen.
Diäten sind übrigens nicht ihr Ding. Sie hat einen sehr pragmatischen Ansatz: «Es geht darum, von Eskalation zu Eskalation möglichst viel Zeit verstreichen zu lassen.» Das berührende und faszinierend offene Gespräch mit Nicole Jäger lesen Sie ab Seite 22. Hans Schneeberger, Chefredaktor
hans.schneeberger@migrosmedien.ch
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Menschen 6 Sommerwettbewerb Tolle Preise für Schweiz-Kenner 8 Diese Woche
Keuchhusten-Impfstoffe für Babys werden knapp 10 Im OL-Fieber
Andere reisen ans Meer – Hutzli-Berlingers aus Wil SG bestreiten Orientierungsläufe 13 Bänz Friedli 14 Sommerserie Meisterkoch Nenad Mlinarevic präsentiert seine Geheimplätze am Vierwaldstättersee
«Ich werde nie wieder über 200 Kilo wiegen – schon gar nicht über 300.» Nicole Jäger, Diätberaterin
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22 Radikal abgespeckt Nicole Jäger hat 170 Kilogramm
abgenommen und berät nun andere Übergewichtige
Migros-Welt 32 Tierwohl im Ausland 34 Nachhaltig verpackt 37 Hotelplan: günstige Reisen 38 Es ist Aprikosenzeit 40 Aproz mit Kräutern 42 Gutes aus dem Meer 45 Saisonküche: Kohlrabi 60 Chäswürstli für Luzern 61 Salat direkt vom Feld 62 150 Jahre Nestlé 64 Mega Win 66 Liebesglück dank Schoggi
70 Heidi-Kinderkollektion 74 Alles für Kinder im Freien
77 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften
Leben 83 Alltagsknigge Gibt es Benimmregeln für die Badi? Aber sicher, meint unser Experte Philipp Tingler 85 Gesundheit
Keine Chance für Krampfadern: So sorgt man rechtzeitig vor
87 Migros-Bank-Ratgeber
Die Schweizer Wirtschaft meistert den Frankenschock bestens – das rächt sich 89 Reisen
Swimming-Pool-Zeit: Acht spezielle Orte mit spektakulärer Aussicht
90 Kinder Von Zürich via Istanbul nach Dubai: Die Erlebnisse von Auslandschweizerkind Levin 93 Glücksgriff 99 Rätsel/Impressum 100 Cumulus 102 Meine Welt
Die bloggende Dogge Illaya übers Modeln und die Kunst
M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch
Bilder: René Ruis, Beat Schweizer, Michael Sieber, Claudia Linsi
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Darauf freuen wir uns Filmnächte Unter dem Motto
«gegenüber» gibt es in Münsingen BE Filme, Kulinarik und Musik. Vom 14. bis zum 17. Juli. Freilufttheater Vor authenti
scher Kulisse wird im Freilicht museum Ballenberg BE das Land schaftstheater «Ueli der Pächter» aufgeführt. Bis 20. August.
Unnützes Wissen
Alles fliesst
Mein Bild der Woche «Das Bild der Woche ist dieses Mal die Farbe der Woche:
Bettina Oberli (42) ist Autorin
und Regisseurin von erfolgreichen Filmen wie «Die Herbstzeitlosen», «Tannöd» und «Lovely Louise».
Blau. Diese kühle, elegante Farbe hat im letzten Monat für grosse Emotionen und erhitzte Gemüter gesorgt. Franzosen, Italiener, Isländer – alle trugen sie an der EM die Farbe Blau. Doch wer – wie ich – den Blick statt nach unten auf den Rasen lieber nach oben hob, sah endlich das, womit wir nicht mehr gerechnet hatten: blauen Himmel! Und gleich darauf lockte das frische Blau des Wassers, und seit her verdient diese Jahreszeit endlich ihren Namen. Ob Sie blaumachen, jeman dem das Blaue vom Himmel herunter versprechen oder sich über den Ausgang der EM grün und blau ärgern – es ist Sommer, alles ist gut, Blau sei Dank!»
Hörprobe
Entschuldigung, was hören Sie gerade?
a) «Oh Baby» von Mak & Pasteman b) «Body Language» von Kid Ink c) «Studio» von ScHoolboy Q
Antwort b): Mein Handy ist in der Reparatur, dieses Lied habe ich in der Playlist des alten Handys gefunden.
Bilder: PD, Bruno Bolinger
Gilles Previdoli (18), Gymnasiast aus Zürich
In keinem Land wird mehr Mineralwasser getrun ken als in Mexiko. Der Mississippi floss im August 2012 wegen des Hurrikans Isaac 24 Stunden lang in die entgegenge setzte Richtung. Der westliche Mensch duscht im Durchschnitt acht Minuten und verbraucht dabei 62 Liter Wasser. In den Welt meeren schwimmt sechsmal mehr Plastik als Plankton. Schall breitet sich im Wasser fünfmal so schnell aus wie in der Luft. Quelle: Neon/Stern
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Grosser Sommerwettbewerb
Tolle Preise für Schweiz-Kenner Wo liegt Kandersteg, wo die Blüemlisalp? Testen Sie Ihr Wissen und gewinnen Sie wöchentlich Bergbahntickets oder den Hauptpreis – eines von fünf 2.-Klasse-Generalabonnementen.
Hauptpreis 5 x 1 General-Abo (2. Klasse) im Wert von je 3655 Franken
Spielerisch die Schweiz ergründen – und mit etwas Glück ein GA gewinnen
Hauptpreis
Reisen Sie noch flexibler an Ihren Lieblingsausflugsort.
Mit dem Generalabonnement geniessen Sie fast grenzenlose Freiheit im öffentlichen Verkehr: freie Fahrt in Zügen, Schiffen, Bussen und Trams. Zudem gibts mit dem General-Abo Vergünstigungen bei Bergbahnen. Das Migros-Magazin verlost fünf 2.-Klasse-GAs (Gültigkeit: 1 Jahr ab Ausstelldatum) im Wert von je maximal 3655 Franken. Lösen Sie die vier Rätsel, fügen Sie die Wörter der Reihenfolge nach zu einem Lösungssatz zusammen – und senden Sie uns diesen ein. Wir wünschen viel Glück! Infos: www.sbb.ch/ga
Wochenpreis Wochenpreis
Freizeitspass am Oeschinensee für 2 Personen
Rodel- und Wanderspass am Oeschinensee Wandern, rodeln, rudern: Das Gebiet um
den Oeschinensee im Berner Oberland hat allen etwas zu bieten. Diese Woche verlosen wir 18 x Rodelspass für zwei Personen im Wert von je 88 Franken. Im Preis inbegriffen ist die Fahrt mit der Gondelbahn Kandersteg–Oeschinensee sowie jeweils fünf Rodelfahrten pro Person. Infos: www.oeschinensee.ch
Sommerrodeln am Oeschinensee
Illustration: Rahel Nicole Eisenring; Bilder: SBB, Kandertal Tourismus/Robert Bösch
5 x 1 Generalabonnement (2. Klasse)
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Wettbewerb
So machen Sie mit Jede Woche wird eine andere Landkarte mit regionalen Ausflugs zielen und Merkmalen abgebildet. Finden Sie die Namen dieser Ziele heraus und füllen Sie diese in die dafür vor gesehenen Kästchen. Sind alle Sehenswürdig keiten zugeordnet, kann das Lösungswort, das sich aus den farbig hinterlegten Kästchen ergibt, ermittelt werden. Übermitteln Sie uns die ses Lösungswort, um an der wöchentlichen Ver losung von Ausflugs tickets teilzunehmen.
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Um an der Verlosung des Hauptpreises teil zunehmen, ist Fleiss ge fragt: Aus den insgesamt vier Lösungswörtern ergibt sich am Ende ein Lösungssatz. Senden Sie uns diesen ein – und mit etwas Glück gewin nen Sie eines von fünf 2.KlasseGAs.
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www.migrosmagazin.ch Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 094 (1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Teilnahmeschluss für die Wochenverlosung: 17. 7. 2016, 24 Uhr. Detail lierte Teilnahmebedin gungen finden Sie online. Für die Verlosung des Hauptpreises werden
Lösungswort: 1
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Was liegt wo?
die Teilnahmemöglich keiten ab 2. August 2016 publiziert.
Name der Orte und Ausflugs ziele herausfinden, in die Kästchen einfüllen und an der Wochen verlosung teilnehmen.
Kein Glück gehabt, aber trotzdem Lust auf Bergluft? Vergünstigte Tickets für die Bergbahnen Oeschinensee und andere Bergbahnen gibt es bei CumulusExtra.
Nach vier Wochen entsteht
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Rätsel
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Kostenlose Teilnahme Per Internet:
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daraus ein Lösungssatz, mit dem man die Chance auf den Hauptpreis hat.
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Muss der Staat die ImpfstoffVersorgung garantieren? www.migmag.ch/ umfrage
Diese Woche
Für Säuglinge fehlen die Impfstoffe Keuchhusten-Impfstoffe für Säuglinge werden in der Schweiz zur Mangelware. Kinderärzte fordern nun vom Bundesrat, die Impfstoff-Versorgung sicherzustellen.
Umfrage
Text: Reto E. Wild
Letzte Woche fragten wir:
Was machen Sie mit Ihrem Haustier während der Sommerferien? 22% Ich gehe nur, wohin es mitkommen kann. 59% Bedingung ist, dass vertrauenswürdige Freunde das Tier für die Zeit übernehmen. 10% Mir reicht es, wenn alle paar Tage jemand nach dem Tier sieht. 9% Ich bringe mein Tier als Feriengast ins Heim.
Zahlen und Franken
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Kombiimpfungen stehen auf dem Schweizerischen Impfplan für Babys bis 12 Monate.
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Millionen Menschen pro Jahr erkranken an Keuchhusten. 90 Prozent aller Neuerkrankungen betreffen Entwicklungsländer. Quelle: Bundesamt für Gesundheit
Eine Keuchhustenimpfung schützt Säuglinge vor den lebensbedrohlichen Hustenanfällen.
D
as Bundesamt für Ge sundheit (BAG) emp fiehlt für Babys ab zwei Monaten eine Keuchhus tenimpfung, die die Kleinen vor der schweren Infektionskrankheit schützt. Jetzt geht aber der Vorrat an diesem kombinierten Impfstoff bei den Ärzten zur Neige. Keuchhustenimpfungen gibt es nur noch als Mehrfachimpfstoff (Diphtherie, Starrkrampf, Kinder lähmung und in manchen Kombi nationen auch Hepatitis B). So müssen Babys weniger oft gepiekst werden.
Der Zürcher Kinderarzt Roland Kägi (54) erlebte vor zehn Jahren den tragischen Ausgang einer Keuchhusteninfektion: Eine Mut ter hatte sich mit ihrem husten den, noch ungeimpften Baby ange meldet. Noch auf dem Weg in die Arztpraxis erstickte der Säugling. «Ungeimpfte oder zu spät geimpfte Kinder können jederzeit erkranken. Dieses Risiko wollen wir nicht tragen», so der Kinderarzt. Er bezeichnet die ak tuelle Impfstoffknappheit als «läs tig, weil sie hohen Mehraufwand verursacht».
Kägi räumt ein, dass er rund 150 Impfstoffdosen in Kühlschränken in seiner Praxis bunkert. Er erin nert sich, dass im Herbst 2015 neue Impfstoffe erst nach sechs Mona ten eintrafen statt nach den ange kündigten sechs Wochen. Für Kägi ist klar, wie der Versorgungs engpass gelöst werden kann: auf Impfstoffe anderer Produzenten umstellen. Darüber entscheidet die Arzneimittelzulassungs behörde Swissmedic. Die Ärzte sind laut Christoph Berger (Inter view rechts) bei Bundesrat Alain Berset vorstellig geworden. MM
Bilder: Alamy Stock Photo/Phanie, zVg
keuchhustenbedingte Todesfälle wurden in den letzten 15 Jahren gemeldet. Jährlich werden rund 50 Kinder aufgrund einer Keuchhustenerkrankung hospitalisiert.
MENSCHEN | MM28, 11.7.2016 | 9
Strassenumfrage
Christoph Berger
«In der Schweiz sollten Impfstoffe verschiedener Hersteller zugelassen sein» Christoph Berger, in der Schweiz sind Keuchhusten-Impfstoffe für Säuglinge ausgegangen. Wieso? Weltweit stellen wir eine vermehrte Nachfrage nach Keuchhusten-Impfstoffen fest – nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Gleichzeitig gibt es immer weniger Impfstoffhersteller, mehr Vorschriften und Qualitätsanforderungen. Weshalb gibt es weniger Hersteller, wenn die Nachfrage steigt? Eine Impfstoffherstellung ist relativ anspruchsvoll. In der Schweiz stammen 80 bis 90 Prozent aller Impfstoffe von der Firma GlaxoSmithKline (GSK). Diese baut in Belgien eine neue Fabrik, die aber frühestens 2017 in Betrieb geht. Bis dahin müssen wir mit Engpässen rechnen. Weil mit den Impfstoffen nicht das grosse Geld zu machen ist? Ja. Der Preisdruck ist gross, die Herstellungskosten sind aufwendig und die Kontrollen streng. Unter dem Strich bleibt nicht mehr viel Geld. Dann ist das Fehlen von Impfstoffen kein logistisches Problem? Doch, weil wir schweizweit keine Reserven haben.
Wie gefährlich ist es, wenn die Impfstoffe fehlen? Wenn wir mehrere Wochen keine Keuchhusten-Impfstoffe haben, ist das für die Säuglinge im ersten halben Jahr gefährlich. Wir empfehlen, im Alter von zwei, vier und sechs Monaten zu impfen. Wird ein Säugling zweimal geimpft, ist er geschützt. Ist das nicht der Fall, kann es zu Todesfällen durch Keuchhusten kommen, wie wir das vor einem halben Jahr in der Romandie erleben mussten. Was raten Sie, wenn keine Impfstoffe für Säuglinge verfügbar sind? Dass sich Frauen in der Mitte ihrer Schwangerschaft impfen. Diese Impfstoffe sind im Gegensatz zu den Säuglingsimpfstoffen leichter erhältlich. Und so hat die Mutter Zeit, die Anti-
Sind Sie von der Impfstoffknappheit betroffen?
körper auf das Ungeborene zu übertragen, das dann als Säugling für ein paar Monate geschützt ist. Wann sind die Engpässe gelöst? Momentan hat es wieder Impfstoffe für die nächsten zwei Monate. Wie es für den Rest des Jahres aussieht, wissen wir aber nicht. Die Versorgungslage ist knapp – gerade bei den Impfstoffen für Säuglinge, die in Vier- bis Sechsfach-Kombinationen mit zusätzlichem Schutz gegen Diphtherie, Starrkrampf und Kinderlähmung angeboten werden, damit das Baby nicht so oft gepiekst werden muss. Fehlen noch andere Impfstoffe? Zwischendurch jener gegen Tollwut, dann wieder gegen Kinderlähmung. Aber das Hauptproblem ist der Engpass gegen den Keuchhusten. Das darf so nicht weitergehen und ist nervig für Familien, die impfen wollen, und Hausärzte, die den Stoff nicht erhalten. Letztlich sind so alle erbost. Was ist zu tun? Die Arzneimittelzulassungsbehörde Swissmedic muss sich überlegen, ob man den Import und die Vorschriften nicht vereinfachen könnte. Dann hätten wir weniger Engpässe. In Frankreich beispielsweise gäbe es den Impfstoff von Sanofi Pasteur, der ist aber von Swissmedic nicht zugelassen. Jetzt muss jeder einzelne Arzt bei Swissmedic ein Gesuch stellen für eine vorübergehende Zulassung von Sanofi Pasteur. Das verursacht einen riesigen administrativen Aufwand. Weshalb werden Sie nicht politisch aktiv? Sind wir bereits. Die Solothurner SP-Nationalrätin Bea Heim startete eine Interpellation. Mit den Haus- und Kinderärzten haben wir einen Brief an Gesundheitsminister Alain Berset geschrieben, worin wir Lösungen für eine bessere Impfstoffversorgung fordern. Wir wären froh, wenn in Zukunft in der Schweiz ähnliche Impfstoffe verschiedener Hersteller zugelassen würden und nicht nur einer. MM
Christoph Berger (54) ist Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impfragen. Er arbeitet als Co-Leiter Infektiologie und Leiter Vakzinologie am Kinderspital Zürich.
Sabrina Steffen (37), Hausfrau, Zürich: «Nein. Ich habe vor einigen
Wochen meinen sechs Monate alten Sohn Levin gegen Keuchhusten beim Arzt in Zürich geimpft. Das war überhaupt kein Problem.»
Jan Jaeger (39), Ökonom, Zürich:
«Nein. Ich konnte unseren Sohn Laurin (7 Monate) und unsere Tochter Chiara (3) problemlos impfen lassen. Wir haben dies in einer Gemeinschaftspraxis in Zürich gemacht.»
Eliane Wettstein (33), Lehrerin, Oberrieden ZH: «Wir konnten bei
allen drei Kindern impfen – sogar gegen Windpocken. Mein Schwiegervater ist Arzt. Deshalb ist uns klar, wie wichtig Impfungen sind.»
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Familie Hutzli-Berlinger
Eine Familie im OL-Fieber
Während andere Familien ihre Sommerferien am Meer oder in den Bergen verbringen, zieht es die Hutzli-Berlingers aus Wil SG an Orientierungsläufe – inklusive Opa und Oma. Dieses Jahr läuft die Familie an der Swiss-O-Week im Engadin.
Text: Martina Seger-Bertschi
Bild: Beat Schweizer
Swiss-O-Week
4000 Läufer aus 30 Nationen Die Swiss Orienteering Week
ist ein internationaler MehrtageOrientierungslauf. Er findet vom 16. bis am 23. Juli im Engadin statt. Dieses Jahr 4000 nehmen Läufer aus 30 Nationen teil. Jede der sechs Etappen findet in anderem Gelände statt. Beim Start erhalten die Teilnehmer ihre Karte mit den eingezeichneten Posten. Von der Familie BerlingerHutzli hat Grossvater Martin
Hutzli in seiner Kategorie am wenigsten Mitstreiter: nur 20. Vater Risto Hutzli am meisten: In der Kategorie H50 sind es gegen 200 Teilnehmer. In der ersten Etappe legt Mutter Nathalie Berlinger rund 5,8 Kilometer mit 215 Metern Höhendifferenz zurück und quittiert 20 Posten mit einem elektronischen Badge. Die Bahn von Sohn Silas ist rund 7,3 Kilometer lang mit 195 Metern Höhendifferenz und 26 Posten. Infos: www.swiss-o-week.ch/de/
A
ustralien, Finnland, Schweden, Norwegen, Italien, Frankreich, Grossbritannien, Deutschland und natürlich die Schweiz: In all diesen Ländern hat der 13-jährige Janis Hutzli mit seiner Familie schon Orientierungslauf-Ferien gemacht. Diesen Sommer geht es ins Engadin an zwei MehrtageOrientierungsläufe. Vom 9. bis zum 15. Juli feuert die Familie die Juniorinnen und Junioren an den Weltmeisterschaften an. Dazwischen nimmt sie an den Zuschauerläufen teil, und ab dem 16. Juli läuft sie an der Swiss-O-Week (siehe Kasten). Mit von der Partie sind nebst Janis’ Bruder Silas (15) und den Eltern Nathalie Berlinger (45) und Risto Hutzli (50) auch die Grosseltern Martin (83) und Annemarie (80) Hutzli. Letztere wohnen im Hotel, der Rest der Familie mit den Mitgliedern ihres Klubs OL Regio Wil in einer anderen Unterkunft, trotzdem haben sie regen Kontakt. Dass der Orientierungslauf (OL) ein Sport für die ganze Familie ist und die HutzliBerlingers sich dank ihm häufig
sehen, schätzen alle Familienmitglieder. Zeit mit ihren Liebsten zu verbringen, ist für Grossmutter Annemarie ein wichtiger Grund, warum sie ihren Mann Martin oft an die Orientierungsläufe begleitet. Sie selber wandert lieber. Auch die beiden Teenager Silas und Janis sehen nur Vorteile darin, dass alle Familienmitglieder OL-begeistert sind. Und Mutter Nathalie Berlinger sagt: «Dank der Orientierungsläufe ist unser Sonntagsprogramm meistens klar, und alle haben ihre Freude daran.» Es braucht Beine und Köpfchen
Was ist eigentlich das Faszinierende an Orientierungsläufen? «Die Suche nach dem optimalen Lauf», betonen die Eltern. Jeder Lauf sei anders und abwechslungsreich. «Sich in der Natur bewegen», meinen die anderen Familienmitglieder, deren Antworten sich ähneln, «und das Zusammenspiel der Beine mit dem Kopf.» Mutter Nathalie sagt: «Um mich auf das Kartenlesen konzentrieren zu können, muss ich im Kopf frei
Die «Hutzlingers» im Feld: Nathalie Berlinger, Martin, Risto, Janis, Silas und Annemarie Hutzli. (v.l.)
sein.» Und Grossvater Martin ergänzt: «Dank der Karte weiss man zwar, wo der Posten sein muss. Aber wenn man ihn dann wirklich sieht, ist das jedes Mal ein Erfolgserlebnis.» Familie Hutzli-Berlinger – auf dem Türklingelschild steht «Hutzlinger» – wohnt in Wil SG. Dort befindet sich auch das Zentrum ihres OL-Klubs, wo im Winter die Hallentrainings stattfinden. Nathalie Berlinger ist im Vorstand und verantwortlich für die Jugendbetreuung neben ihrem 50-Prozent-Pensum als Fachlehrerin. Vater Risto Hutzli ist im Finanzierungsmanage-
MENSCHEN | MM28, 11.7.2016 | 11
ment tätig und engagiert sich im Klub als Revisor. Der ältere Sohn Silas hat die Sportschule Appenzellerland besucht. Nach den Sommer ferien startet für ihn der Unter richt an der United School of Sports in St. Gallen. Dort kann er eine kaufmännische Grund ausbildung mit seinem Sport training verbinden. Dieses be steht aus ein bis zwei OL und zwei Krafttrainings pro Woche.
Bild: Keystone
Ambitionierte Brüder
Silas ist Mitglied des Nach wuchskaders Nordostschweiz und war für die JugendEuropa meisterschaften selektioniert,
die Anfang Juli in Polen statt gefunden haben. Sein Bruder Janis ist seit diesem Jahr auch im Nachwuchskader. Er wech selt im August an die Kantons schule Wil. Im SC Bronsch hofen spielt er zudem Fussball. Die beiden haben das gleiche Vorbild: Daniel Hubmann, mehrfacher OLWeltmeister und Klubkollege. «Er kann su per nach Kompass laufen», sagt Silas mit leuchtenden Augen. Die Grosseltern sind in Pieterlen BE daheim. Der Betriebswirtschafter und die gelernte Kindergärtnerin reisen diesen August nach Tallinn (Estland) an die Senioren
WM, an der Leute ab 35 Jahren teilnehmen können. «Dank den OL lernen wir viele Gegenden kennen», sagt Annemarie Hutzli. «Wir verbinden die OL-Ferien jeweils mit einem Kulturprogramm.» Nächsten Sommer reisen die «Hutzlingers» nach Skandina vien in die OLFerien. Zuerst gibts eine Trainingswoche in Norwegen, dann gehts an den «ORingen»Lauf in Schweden – ein Riesenanlass, an dem rund 18 000 Sportlerinnen und Sportler teilnehmen. Die Gross eltern werden dann allerdings nicht dabei sein. Sie bevorzugen kleinere Anlässe. MM
Online
Starke Schweizerinnen
Die Schweiz dominiert die OLSzene seit Jahren – auch dank Simone Niggli-Luder (Bild), die 23 WM-Gold-Medaillen gewann. Wir stellen die Stars der letzten Jahre vor und erklären, woher diese Dominanz kommt. www.migmag.ch/OL
MAX
Berg, Bahn, Schiff & Tal
Salzkammergut, Berchtesgadenerland & Zillertal – die schönsten Alpenregionen zu einer fantastischen Schienenkreuzfahrt kombiniert
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Exklusivreise vom 7. - 11. September 2016
REISEHÖHEPUNKTE:
- Unterwegs im Salzkammergut mit der legendären Schafberg-Dampf-Bahn & auf dem Wolfgangsee - Panoramafahrt durchs Berchtesgadener-Land mit dem fantastischen Königsee Wein - Barolo Historische Achensee-Dampf-Zahnradbahn mit dem schönen Achensee Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, Mittwoch 7.9.16 – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus ins Salzkammergut, wo wir mit Nachtessen erwartet werden. 2. Tag, Donnerstag 8.9.16 – legendäre Schafberg-Bahn & Wolfgangsee Der Sommer bringt die schönsten Seiten des Salzkammergutes zum Vorschein. Überall schmiegen sich bezaubernde Orte an die Ufer der zahlreichen Seen und die erhabene Bergwelt verleiht der Region ihren einmaligen alpinen Charakter. Die fantastische Bergwelt erkunden wir nach dem Frühstück bei einer Fahrt mit der legendären Schafberg-Bahn. Die steilste Dampf-Zahnradbahn Österreichs überwindet auf der knapp 6 km langen Strecke 1‘190 Höhenmeter – und dies seit 1893. Freuen Sie sich auf eine unvergessliche Fahrt und auf den fantastischen Rundblick übers Salzkammergut. Am Nachmittag erwartet uns eine herrliche Schifffahrt auf dem wohl schönsten See Österreichs, dem Wolfgangsee. Lehnen Sie sich zurück und geniessen Sie die traumhaften Landschaftsbilder! Nachtessen im Hotel.
3. Tag, Freitag 9.9.16 – Berchtesgadener Land & Königsee Am Morgen starten wir unsere Panoramarundfahrt durch das wunderschöne Berchtesgadener Land. Wir besuchen die bekannte Enzianbrennerei Grassl, die als älteste Enzianbrennerei und als Produzent von Gebirgsspezialitäten weitherum bekannt ist. Wir besichtigen das Brennhüttenmuseum und lernen alles über das «Heilmittel» – natürlich dürfen wir die Schnäpse auch verkosten. Dann geht es zum Königsee - umrahmt von gewaltigen Felswänden ruht er in einer der imposantesten Landschaften Deutschlands – smaragdgrün und still. Hier fahren wir mit dem Elektroboot zur berühmten Wallfahrtskirche St. Bartholomä. Natürlich darf das weltberühmte Echo des Königssees nicht fehlen, welches uns der Bootsführer mit der Trompete demonstriert. Nach der Schifffahrt bleibt genügend Zeit, um in der Ruhe dieser einmaligen Traumlandschaft etwas zu verweilen. Nachtessen in unserem Hotel im Zillertal.
Achensee per Schiff & Bahn
REISEHIT 124 e
4. Tag, Samstag 10.9.16 – Achensee-DampfZahnradbahn, Achensee & Tirolerabend Nach dem Frühstück fahren wir nach Jenbach. Hier steht die Achensee-Dampf-Zahnradbahn bereits zum Einsteigen für uns bereit. Die Fahrt durch die wildromantische Landschaft, steil bergauf mit einem herrlichen Blick über das Inntal und die umliegende Bergwelt bis zu den Stubaier Alpen und dem Wilden Kaiser, hinterlässt einen bleibenden Eindruck und wird Sie begeistern. Nach der Mittagspause in wunderschönen Umgebung erwartet uns eine herrliche Schifffahrt auf dem smaragdgrünen Achensee. Lassen Sie die idyllischen Uferlandschaften an sich vorbeiziehen und geniessen Sie die frische Bergluft. Am Abend erwartet uns im Hotel ein Tiroler Spezialitätenabend als krönender Abschluss der Reise. 5. Tag, Sonntag 11.9.16 – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.
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S Bänz Friedli
Aber bitte mit Musik!
Schon während der Zugfahrt nach Frankfurt war Kai, unser Reiseleiter, ganz auf geregt. «Heut Abend müsst ihr unbedingt ‹Handkäs mit Musik› probieren, dazu wird ‹Äppler› getrunken», schwor er uns auf die lokalen Spezialitäten ein. Zwar dürstete manch einen aus unserem Fussballteam nach einem kühlen Bier, aber Kamerad Kai nötigte uns, kaum angekommen, zum Konsum von Apfelwein. Und alle bestellten wir, ahnungslos, Handkäs. «Aber unbedingt ‹mit Musik›!», rief er, der Ortskundige, der Serviererin noch nach. Handkäs stellte sich als zäher Sauermilchkäse heraus, mit Apfelwein übergossen, mit Kümmel garniert. Derweil Kai schon seine dritte Portion bestellte, taten wir an deren uns vor allem mit der «Musik» schwer: haufenweise Zwiebelringe. «Mit Musik», merkten wir, ist eine frankfurtische Umschreibung fürs Furzen. Ich war froh, dass ich für die Nacht ein Einzelzimmer gebucht hatte.
Wer übrigens nicht aus Hessen stammt, für den schmeckt der hochgelobte «Äppler» eher wie Essig. Aber so kann es gehen: Für den lieben Teamkollegen, der lange Jahre in Frankfurt gelebt hat, sind Äppler und Handkäs der Himmel auf Erden. Für uns waren sie … na, ja – gewöhnungs bedürftig.
Bänz Friedli (51)
über kulinarische Eigenheiten
Eigentlich hatte ich bei Frankfurt ja eher an Frankfurter Würstchen gedacht. Aber die heissen dort Wienerchen. Eigenartig: Der Brüsseler heisst in Brüssel Chicorée,
die spanischen Nüsschen in Spanien Cacahuetes, und Luxemburgerli gibts nur in Zürich. Ein Bewohner der deutschen Hauptstadt, ein Berliner, kennt kein Gebäck selbigen Namens. Für manche bedeutet «Pariser» nicht, was Sie jetzt denken, sondern eine florettähnliche Stichwaffe, für andere bezeichnet «Pariser» eine österreichische Brühwurst, für wieder andere ein Brot – das in Paris selber freilich Baguette heisst. Und den Hamburger? Nennen sie in Hamburg Frikadelle. Schwägerin Marianne sorgte an einer Familienzusammenkunft mal für den Gag des Tages. Wir hatten ein «italienisches Buffet» vereinbart, sie buk Mailänderli – im Hochsommer. Unnötig zu erwähnen, dass in Mailand kein Mensch weiss, was Mailänderli sind. Mir fällt die vielsprachige Speisekarte in Kroatien ein, auf der regionale Spezia litäten auf Deutsch mit «Geschmack muss!» markiert waren. Offenbar hatte jemand «Must taste!» – etwa: Das müssen Sie pro biert haben! – gar eigensinnig übersetzt. Doch es wurde in unserer Familie zum geflügelten Wort. Kommt seither etwas Feines auf den Tisch, ertönts im Chor: «Geschmack muss!» Und sollte ich je wieder nach Frankfurt kommen, ich werde Handkäs bestellen. Denn jetzt, in der Erinnerung, dünkt er mich schon fast fein. Und natürlich werde ich der Bedienung jovial zuraunen: «Mit Musik, versteht sich!» MM
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RestaurantTipps für die Region
14 | MM28, 11.7.2016 | MENSCHEN
www.migmag.ch/ nenad
Serie: Ferien vor der Haustür (Teil 3)
«Die Pedalos erinnern mich an die Kindheit» Für Nenad Mlinarevic, Koch des Jahres 2016, ist die Region Weggis-Vitznau-Rigi nicht nur Arbeitsort. Der 35-jährige Küchenkünstler braucht die Umgebung des Vierwaldstättersees auch zum Auftanken – als Ausgleich zu seinem hektischen Beruf. Text: Reto E. Wild
Bilder: René Ruis
Z
wei Michelin-Sterne nur sieben Monate nach der Eröffnung des Restaurants Focus im Park Hotel Vitznau LU, 18 GaultMillau-Punkte und der Titel «Koch des Jahres»: Der Zürcher Nenad Mlinarevic (35) gehört zu den erfolgreichsten Küchenkünstlern des Landes. Trotzdem will er die Küche perfektionieren und noch mehr auf Swissness setzen. Privat leistet sich der Maseratiund IWC-Liebhaber seit Neustem einen Fitnesstrainer: «Jetzt bin ich im Kopf viel vitaler, und meine Augen sehen nach dem Aufstehen nicht mehr wie Donuts aus.»
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Sommerserie
Geheimtipps in der Schweiz In einer siebenteiligen Serie stellen
4. Teil: Postchefin Susanne Ruoff (58) in Crans-Montana VS 5. Teil: Politikerin Maya Graf (54) im Oberbaselbiet 6. Teil: Bundesrat Guy Parmelin (56) im Waadtland 7. Teil: Schlagerstar Beatrice Egli (28) in der Innerschweiz
Bild: Beat Hübscher
Prominente sehenswerte Ecken in der Schweiz vor – Ferientipps vor der Haustür:
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MENSCHEN | MM28, 11.7.2016 | 15
Lüüchttürmli
1 Park Hotel Vitznau
«Leider komme ich viel zu selten dazu, den See zu geniessen. Die Pedalos bei der Bootsvermietung Lüüchttürmli an der Seestrasse in Weggis erinnern mich an meine Kindheit auf dem Zürichsee.»
«Wir befinden uns eine halbe Fahrstunde von Luzern entfernt. Die Region ist ideal zum Herunterfahren, die Kulisse mit dem Blick auf den See und die Berge der Hammer. Bis September ist unser Restaurant von Montagbis Samstagabend ab 19 Uhr geöffnet. Am Wochenende sind wir die nächsten zwei Monate ausgebucht.»
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2 Lido Weggis «Im Juni 1919 wurde das erste gemischte Strandbad der Schweiz eröffnet. Dass Frauen
und Männer nebeneinander im See schwammen, war damals ein nationaler Skandal. Heute ist das Lido ideal für Familien, weil man die Kinder hier gut unter Beobachtung haben kann. Ich selber ziehe abgeschiedene Plätze vor, die ich beim Joggen entdecke.» 3 Haldihof
«Wenn man von Vitznau Richtung Küssnacht fährt, kommt man an vielen Höfen vorbei, die Kirschen, Honig, Schnaps und viel mehr verkaufen. Den Haldihof oberhalb des Vierwaldstättersees in der Nähe von Weggis habe
ich vor zwei Jahren entdeckt. Ich schätze die diversen Essige, das Rapsöl, getrocknete Früchte und die Destillate von Biobauer Bruno Muff (rechts im Bild). Meine Desserts habe ich mit seinem floralen Gin kreiert.» 4 Rigi Kaltbad «Im 2012 vom Architekten Mario Botta gestalteten Innen- und Aussenbad vergisst der Bade-
gast den hektischen Alltag und taucht ab in die Bergwelt, die sich vor Rigi Kaltbad eröffnet. Wir haben übrigens die Schnapsgläser in unserem Restaurant leicht schräg gestaltet, in Anlehnung an die Rigi.» 5 Festung Vitznau
«In der Nähe des Park Hotels Vitznau befindet sich eine Artilleriefestung aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Mühlefluh kann man nach Vereinbarung geführt besichtigen: Man sieht Stollen, Kampfstände, Versorgungsteile und sogar ein kleines Spital. Wenn man will, kann man in historischen Soldatenbetten übernachten. Einen sichereren Ort für die Nachtruhe sucht man schweizweit vergeblich.»
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Sizilien – Königsklasse ohne Zuschlag Flug & Bus • ✔ Siziliens Höhepunkte ✔ Freier Tag am Meer ✔ Fakultatives Ausflugspaket
Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Hinflug Zürich–Catania, Fahrt nach Campofelice di Roccella. Direktflug mit Air Berlin nach Catania. Transfer nach Catania und geführte Besichtigung. Wir durchqueren die Insel und gelangen zu unserem Ferienort Campofelice di Roccella. 2. Tag: Palermo und Monreale. Den heutigen Tag widmen wir der lebhaften Inselhauptstadt mit ihren vielen Kunstschätzen sowie Monreale mit seinem berühmten Dom. 3. Tag: Fakultativer Ausflug Castelbuono und Cefalù.* Heute ist Markttag in Castelbuono, welches wir am Morgen erreichen. Danach Fahrt ins kleine Fischerstädtchen Cefalù. Die Hafenstadt ist wegen ihres Doms aus dem 12. Jahrhundert bekannt. 4. Tag: Piazza Armerina und Enna. Am Morgen Besichtigung der Ausgrabungsstätte von Piazza Armerina. Prunkstück dieses ehemaligen römischen Landsitzes Villa Romana del Casale sind die prächtigen, mehr als 3000m² bedeckenden Bodenmosaike. Danach kurze Fahrt nach Aidone, wo wir ein reichhaltiges, typisch sizilianisches Mittagessen geniessen. Auf der Rückfahrt machen wir einen Abstecher nach Enna, einer ehemaligen Festungsstadt im Herzen Siziliens. 5. Tag: Fak. Ausflug Ätna und Taormina.* Heute steht der Vulkan Ätna auf unserem Programm. Er ist der grösste noch tätige Vulkan Europas und mit 3340 m ü.M. der höchste Berg Siziliens. Im Anschluss besuchen wir Taormina, das an prachtvoller Lage auf einer Terrasse hoch über dem Meer liegt und vom mächtigen Bergkegel des Ätna überragt wird. 6. Tag: Fakultativer Ausflug Westsizilien.* Fahrt nach Segesta und Besichtigung der Ausgrabungsstätte. Danach geht es weiter nach Marsala. Bei einer Kellereibesichtigung haben wir die Möglichkeit, den köstlichen Wein zu degustieren. Ausserdem besuchen wir Erice, das sich an einer unvergleichlich schönen Lage befindet und noch von einer Stadtmauer umgeben ist. 7. Tag: Freier Tag am Meer. 8. Tag: Fahrt Campofelice di Roccella–Catania, Rückflug Catania–Zürich. Fahrt nach Catania und Rückflug mit Air Berlin nach Zürich. * Ausflugspaket ist nur im Voraus buchbar. Sie sparen min. 10%. Einzelbuchungen der Ausflüge vor Ort möglich.
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Unsere Leistungen ■
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Flug mit Air Berlin in Economy-Klasse Alle Flugnebenkosten (Wert Fr. 62) Fahrt mit Königklasse-Luxusbus ab/bis Catania Flughafentransfer mit lokalem Komfortklasse-Bus Unterkunft im guten Mittelklasshotel Dolcestate Mahlzeiten: – 1 x Mittagessen im lokalen Restaurant (4. Tag) – 7 x Halbpension Eintritte und Besichtigungen Monreale, Palermo und Villa Romana Audio-System auf Rundgängen Erfahrener Reisechauffeur ab/bis Catania
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Einzelzimmerzuschlag 150.– Fakultatives Ausflugspaket mit drei Ausflügen (muss im Voraus gebucht werden) 145.– Annullierungskosten- und Assistance-Versicherung 49.– Auftragspauschale (entfällt bei Online-Buchung) 20.–
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Direktflug mit Air Berlin Zürich–Catania– Zürich in Economy-Klasse. Reisedauer pro Weg ca. 2h 15min. Ihr Hotel Wir wohnen sieben Nächte im guten Mittelklasshotel Dolcestate T-� � �+ (off. Kat.****) in Campofelice di Roccella, unweit von Palermo. Unser Hotel befindet sich wenige Meter vom Meer entfernt. Die 60 komfortablen Zimmer sind alle mit Bad oder Dusche/WC, Haartrockner, Telefon, Sat.-TV, Klimaanlage, Safe und Balkon ausgestattet. Weitere Einrichtungen: Restaurant, Bars, Boutique, Freiluftschwimmbad und Strandabschnitt mit Liegestühlen und Sonnenschirmen (saisonal geöffnet). Massagen gegen Gebühr.
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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Genua – Einschiffung. Hinfahrt via Gotthard, Tessin und Mailand nach Genua. Einschiffung und Überfahrt nach Porto Torres. 2. Tag: Ankunft in Porto Torres–Ausflug Neptunsgrotte–Alghero. Ankunft in Porto Torres. Bootsfahrt zum Capo Caccia und Besuch der Neptunsgrotte. 3. Tag: Alghero, Ausflug Costa Smeralda. Ausflug an die Costa Smeralda mit ihren skurrilen Felsen, weissen Stränden und einem Hauch von Luxus. 4. Tag: Alghero, fakultativer Ausflug Bosa– Nuraghe Santu Antine. Ein atemberaubendes Erlebnis ist die Fahrt auf der einsamen, 45 km langen Küstenstrasse von Alghero nach Bosa. Stadtbesichtigung mit anschliessendem typisch sardischen Mittagessen und Weinverkostung. Danach besichtigen wir die bekannte Nuraghe Santu Antine im Hinterland. 5. Tag: Alghero–Bonifacio–Ajaccio. Fahrt der Küste entlang nach Santa Teresa Gallura. Fährüberfahrt ins 12 Kilometer entfernte Bonifacio auf Korsika. Gegen Abend Ankunft in Ajaccio, der Hauptstadt der Insel. 6. Tag: Ajaccio–Calanche–Calvi. Ajaccio ist die Geburtsstadt von Napoleon Bonaparte. Geführter Stadtrundgang. Danach Fahrt der Küste entlang in eine Märchenwelt aus Stein. Les Calanches, das sind bizarre Felsformationen in einer Landschaft mit Flüssen und grünen Weiden. 7. Tag: Calvi–Balagne–Bastia – Einschiffung. Von Calvi aus hat man eine hervorragende Aussicht auf das Mittelmeer, das Hinterland und die Küste. Geführte Besichtigung. Danach widmen wir uns der Region Balagne, einem fruchtbaren Gebiet zwischen Küste und Bergland. Einschiffung in Bastia. 8. Tag: Ankunft in Nizza–Schweiz. Am frühen Morgen Ankunft in Nizza. Fahrt über Savona, Mailand, Tessin zurück zu den Einsteigeorten.
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Unsere Leistungen ■
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Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus – Spardaten mit Komfortklasse-Bus Unterkunft in Mittel- und guten Mittelklasshotels 5 x Halbpension in den Hotels 2 x Fährüberfahrten ohne Mahlzeiten Mini-Kreuzfahrt (je 1 Nacht, Innenkabine) Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm (ausg. fak. Ausflug Bosa und Nuraghe, 4. Tag) Eintritt: Neptunsgrotte Deutschsprechende lokale Reiseleitung am 2., 3., 6. und 7. Tag Audio-System auf Rundgängen Erfahrener Reisechauffeur
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Einzelzimmerzuschlag (Hotels) 205.– Kabinenzuschläge (Fähre): – Doppelkabine aussen 25.– – Einzelkabine innen 75.– Fakultativer Ausflug Bosa und Nuraghe79.– Annullationsschutz und AssistanceVersicherung 29.– Auftragspauschale (entfällt bei OnlineBuchung) 20.–
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MENSCHEN | MM28, 11.7.2016 | 19
Leserforum MM27: Diese Woche Jetzt haben Tierheime wieder Hochsaison
«Ohne Hund gehen wir nicht in die Ferien» Das Herrchen ist in den Ferien, die Katze im Heim.
Ideal wäre es natürlich, eine liebe Nachbarin zu haben, die gut zu den Tieren schaut. Anita Zimmerli-Fischer via Facebook
Ohne Hund gehen wir nicht in die Ferien, das wird immer so sein. Marianne Wyss via Facebook
Haustiere gehören zur Familie. Die Katze wird von Nachbarn gehütet, und der Hund kommt mit. Ursula Heimberg Stegmann via Facebook
Ich mache Ferien zu Hause mit meinen Schatzis! Cornelia Marty-Caser via Facebook
MM27: Interview mit Eugen Drewermann «Zwischen Denken
und Glauben herrscht eine riesige Kluft»
Bilder: Keystone/Martin Rütschi, epd-bild/Friedrich Stark
«Ich finde es gut, dass die Kinder nicht mit Glaubenswelt gefüttert werden» Eugen Drewermann findet, in der Schule werden nur noch Naturwissenschaft und Rationales gelehrt. Im Gegensatz zu ihm finde ich es gut, dass die Schule nicht versucht, die Kinder mit «Gefühls- und Glaubenswelt» zu füttern, was stets auf eine Indoktrinierung hinausläuft. Hansruedi Tscheulin per E-Mail Das Interview mit Eugen Drewermann ist nach meiner Ansicht ein Volltreffer. Dass solche Gedanken veröffentlicht werden, beeindruckt mich sehr. Wissenschaftliche Forscher fanden, dass bei allen Menschengruppen auf der ganzen Welt, während der ganzen Evolution, religiöses Denken und
Handeln zu erkennen ist. Wissenschaftlich wurde damit erkannt und bewiesen, dass der Mensch ein religiöses Wesen ist. Er braucht das Religiöse. Es ist ein Teil seines Selbst, auch ohne Kirchenzugehörigkeit. Auch ich bin ohne Kirche ein tief religiöser Mensch geblieben. Es sind, wie Eugen Drewermann sagt, nicht die Konfessionen, die tiefe Sorgen bereiten. Es sind die Auslegungen durch ihre Mächtigen, die, um ihre Macht zu erhalten, im Namen Gottes verurteilen und morden und nicht mit anderen Konfessionen zusammen praktische und religiöse Hilfen
für die menschlichen Probleme erarbeiten. Für die vielen Probleme Lösungen zu finden, gelingt nur, wenn die Konfessionen miteinander sprechen. Leider wird das Religiöse heute noch in verschiedenen Denkrichtungen zu grausamen Verurteilungen Andersdenkender missbraucht. Es ist eine Diktatur mit religiöser Begründung. Die katholische Kirche war lange Zeit ebenso grausam zu den selbständig Neudenkenden wie der heutige Islam. Erst nachdem der Kirche die Macht zur weltlichen Verurteilung entzogen worden war, verschwand die Inquisitionen. Deshalb lebt Eugen Drewermann heute noch und kann seine menschlich hoch stehenden offenen, tief religiösen Erkenntnisse öffentlich machen. Paul Schärer-Laupper, 4142 Münchenstein Habe selten so ein interessantes und geistreiches Interview gelesen. Vielen Dank! Liina Locatelli via Facebook
Eugen Drewermann
Befreiung in ein neues Bewusst sein – das ist es, was wir brauchen! Und Eigenverantwortung! Der Zustand der Welt hängt vom
Bewusstsein der einzelnen Menschen ab. Die Institution Kirche hat ausgedient. Die Lösung aller Probleme: die Hingabe an das, was jetzt ist. Wir alle sind Schöpfer unserer Schöpfung! Unser Fokus erschafft unsere Realität, und das erfahre ich nicht in der Kirche. Frieden und Selbstliebe für uns alle! Monika Post via Facebook MM27: Medizin Klagemauer
für Patienten
«Gewinnchancen sind erdrückend niedrig» Grundsätzlich ist es ja sehr nett, dass es eine Stiftung für Patientenschutz gibt. Nur wird immer wieder vergessen zu erwähnen, dass eine Inanspruchnahme sehr viel Geld kostet. Ich selber habe mich vor einigen Jahren an die Organisation gewendet mit allen Unterlagen und drei weiteren Patienten, die beim gleichen Arzt waren und alle mit denselben Problemen nachbehandelt werden mussten. Ich wurde aufge-
20 | MM28, 11.7.2016 | MENSCHEN
Elegant, aber familiär, modern und doch charmant: das Hotel Saratz
fordert, erst mal 20 000 Fran ken einzuzahlen, damit könne mit den Recherchen begon nen werden. Wenn der Fall gewonnen werde, würde ich das Geld wieder zurück bekommen. Die Gewinn chancen sind erdrückend niedrig, da der Patient nach weisen muss, dass er nichts falsch gemacht hat. Wie soll das gehen? Zudem hat der Ärzteverband Rechtsanwälte, die nichts anderes tun, als solche Fälle zu behandeln und alle Auswege kennen. Nach Rücksprache mit diver sen Stellen im Gesundheits bereich habe ich mich dage gen entschieden. Jacqueline Straumann via E-Mail
Online
Junges Leben unter historischem Dach Dass es in einem 4-Sterne-SuperiorHotel äusserst familiär zugehen kann, beweist das geschichtsträchtige «Saratz» in Pontresina GR. Und das seit 151 Jahren. Das Migros-Magazin hat im Engadin einen Augenschein genommen. www.migmag.ch/ saratz
MM26: Generationenhaus Neubad Nach dem Zmorge
aufs Trampolin
Das Rebbaudorf Aigle ist Veranstaltungsort des Mondial du Chasselas
«Alte Menschen haben gerne kleine Kinder um sich»
Online
Aigle fördert den Chasselas Das Waadtland mit dem Unesco-Weltkulturerbe Lavaux ist auch ein Weinland und der Chasselas die verbreitetste Traubensorte. Dem huldigt die Veranstaltung Mondial du Chasselas in Aigle. Wir verraten, wo man übernachten soll und welche Weine brillieren. www.migmag.ch/ aigle
Da kann ich nur gratulieren. Diese simple Bereicherung des oft trostlosen Alltags im Al tersheim ist nachahmenswert. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie gerne alte Menschen kleine Kinder um sich haben, und die, die das nicht möch ten, können ja Abstand halten. Klein und Gross profitieren. Die Kinder haben einen viel unbefangeneren Umgang mit älteren Menschen als die mitt lere Generation. Doris Braun via www.migrosmagazin.ch
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22 | MM28, 11.7.2016 | MENSCHEN
Nicole Jäger
«Ich weiss, wie es ist, wenn Stühle nicht breit genug sind» Nicole Jäger (34) wiegt heute 168 Kilo – es waren einmal doppelt so viele. Heute berät sie Menschen mit Essstörungen und ist mit ihrer Show über das Dicksein auf Tour. Schonungslos spricht die Deutsche über Beschimpfungen, die Strapazen des Abnehmens und den Humor, den es dafür braucht. Text: Yvette Hettinger Bilder: Christian Kerber
MENSCHEN | MM28, 11.7.2016 | 23
«Wir Dicken haben ein Recht auf eine Körperlichkeit, die anders ist», sagt Nicole Jäger.
24 | MM28, 11.7.2016 | MENSCHEN
Nicole Jäger, Sie wiegen etwa halb so viel wie vor acht Jahren. Wie hat sich Ihr Leben verändert? Vorher wars kein Leben. Jetzt ists eins. Das ist die Veränderung. Was war das schlimmste am Dicksein? Dass es eben kein Leben war. Ich konnte das Haus nicht mehr verlassen. Ich habe den ganzen Tag nichts gemacht. Ich hatte Schmerzen und fühlte mich unwohl, von früh bis spät. Alles drehte sich um die Frage: Wann gibt es etwas zu essen und was? Einem Beruf bin ich nicht mehr nachge gangen. Ich hatte einen Freund und wurde von ihm finanziell unterstützt. Warum verliessen Sie das Haus nicht? Weil man mit 340 Kilo nicht mehr durch die Gegend läuft. Die eigenen Knochen tragen einen nicht mehr. Dazu kamen Rücken und Gelenkschmerzen, sehr viele und starke. Sie mussten sich in der Öffentlichkeit auch unschöne Bemerkungen anhören. Ja, klar, dauernd. Die Menschen beschimp fen einen, wenn man dick ist. Offen, ins Gesicht? Offen und auch heimlich. «Fette Sau» ist noch nicht das Fieseste, das ich selber zu hören bekam. Online kanns auch mal heis sen: «So was wie dich hätten wir damals ver gast.» Oder: «Wenn du mit deiner Show auf der Bühne stehst, schiess ich dich ab.» Sie haben ein Buch über Ihre Erfahrungen geschrieben, aber anstatt mit einer Lesung touren Sie mit einer Bühnenshow durchs Land. Provoziert es, dass Sie sich als Übergewichtige so exponieren? Ich stehe halt jetzt auch noch hin und sage: «Wir Dicken haben ein Recht auf eine Körperlichkeit, die anders ist.» Ich bin kein Schwerverbrecher, sondern einfach nur übergewichtig. Und ich hab ein Recht
Zur Person
Heilpraktikerin, Therapeutin und Autorin Nicole Jäger (34) und ist Heilpraktikerin und Psychotherapeutin. Mit 20 wog sie über 340 Kilo. Sie begann, einen Blog zu schreiben
und abzunehmen. Wie das ging, erzählt sie in ihrem Buch «Die Fettlöserin – eine Anatomie des Abnehmens» und in ihrer Show «Ich darf das, ich bin selber dick». Jäger wohnt mit ihrer Katze in Hamburg und führt dort eine Praxis, in der sie Menschen mit Essstörungen coacht. Weitere Infos: www.fettloeserin.de
In Jägers Bühnenshow darf man übers Dicksein lachen: «Humor ist heilsam.»
darauf. Manche wollen auch nicht hören, dass man es so wie ich aus der grössten Scheisse rausgeschafft hat. Dann müssten sie sich überlegen, warum sie selber den Hintern nicht hochkriegen. Es ist einfacher, über die Fette da herzuziehen. Dann wird die eigene Problematik sofort kleiner. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund, nennen sich auch selber fett. Ist das wichtig für Ihre Botschaft? Wenn ich fett sage, beschreibe ich nur einen Körper. Die Reaktion ist oft so: «Oh Schreck, sie hat das Wort ‹fett› benutzt! Sie hat es gesagt!» Gerade so, als hätte ich gesagt: «Übrigens, ich esse total gern Hundebabys.» Ich bin fett. Wie ich eine kurzsichtige Frau bin. Eine blonde Frau. Oder eine, die gern Rot trägt. Man muss auch sagen dürfen, dass Abnehmen nicht nur geil ist. Das ist echt schwer und macht keinen Spass. Und es ist übrigens auch nicht toll, übergewichtig zu sein. Da gibts Probleme, und ich finde: «Lasst uns mal darüber reden.» Wer schaut sich die Show an? Überwiegend Frauen. Einige sind über durchschnittlich hoch übergewichtig.
Die trauen sich sonst nicht in solche Thea ter. Deshalb guck ich mir die Location im mer vorher an, und wenn die Stühle nicht breit genug sind, müssen wir was ändern. Ich weiss, wie das ist, wenn man irgendwo hin will und nicht in den Stuhl passt. Warum schauen sich die Menschen eine Show übers Dicksein an? In meiner Show darf man übers Dicksein lachen, was normalerweise nicht korrekt ist. Und ich finde, ich darf die Witze machen, ich bin selber dick. Und Körperlichkeit spricht jeden an, denn wir haben alle einen Körper. Kam Ihr Humor mit den Kilos? Der gehört zu mir und ist mein rhetorisches Mittel. Humor ist heilsam. Bevor ich meinen verliere, verliere ich die Hoffnung. In Ihrem Blog, den Sie seit siebeneinhalb Jahren führen, kann man auch von Tränen und Frust lesen. Klar, es ist auch ein düsteres Thema. Ich wäre an meinem Gewicht fast gestorben. Wenn ich nichts unternommen hätte, hätte ich zum Dreissigsten einen Sarg be kommen – wegen Herzinfarkt oder Multi
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organversagen. Eines Morgens dachte ich tatsächlich, ich würde sterben. Abgesehen davon wog ich so viel wie zwei Elefanten. Wie kam es zu diesem Gewicht? Ich war schon als Kind dick und wurde mit fünf zum ersten Mal zum Abnehmen geschickt. Von da an gab man mir permanent das Gefühl: Du bist nicht okay. Also ass ich, um mich besser zu fühlen. Und je mehr ich wog, desto mehr ass ich. Bis ich 340 Kilo auf die Waage brachte.
schlank. Geil, oder? Dann sah ich eine Dokumentation. Dort sagte ein AdipositasExperte, knapp 2 Prozent der Menschen mit einem BMI von 45 schafften es, aus eigener Kraft abzunehmen. Mein BMI war da 111.
Da gingen Sie also zum Arzt. Ja, zu einer Ärztin. Die hat gesagt: «Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tod. Und wenn Sie bitte nicht mehr kommen würden, Sie belästigen die anderen Patienten.»
Schlechte Aussichten. Für mich wars aber eine gute Nachricht, denn ich hatte bis da immer gedacht, die Chancen seien gleich null. Dann sind 2 Prozent echt viel. Ich hatte 20 Jahre Diät hinter mir und habe immer gesagt bekommen: «Du machst alles falsch.» Aber keiner wusste, wies richtig gewesen wäre. Es ist halt nicht so, dass wir alle im Leben schon auf 300 Kilos waren. Etwa 50 Menschen auf der Welt kannten sich damit aus. Das Magenband war jedenfalls vom Tisch.
Na toll. Das ist mir immer wieder passiert. Irgendwann dachte ich, jetzt lass ich mir dieses Magenband einsetzen. Man legt sich unters Messer, und nach zwei Wochen ist man
Wie haben Sies dann geschafft abzunehmen? Zunächst fasste ich den Entschluss, nicht sterben zu wollen. Und stellte mir Fragen: Was esse ich eigentlich, was wiege ich?
Was fühl ich, was halt ich von mir selber? Lauter Gedanken, die ich bis dahin weggegessen hatte, statt darüber nachzudenken. Sich das einzugestehen, ist das der Anfang? Ja. Bei mir begann es ungefähr mit «Hm, ich glaub, ich bin zu dick. Und ich hab damit auch so ein bisschen ein Problem, vielleicht.» Da ging ich schon an Stöcken und sah aus wie ein Berg Pudding. Und wie alle dachte ich, ich könnte jederzeit mit Essen aufhören. Eines Abends sagte ich zu meinem Lebensgefährten: «Ich habe zwei Waagen gekauft und weiss jetzt, dass ich 340 Kilo wiege.» Er sagte nur Ja. Ich fragte: «Verlässt du mich jetzt?» Er antwortete: «Klar, es ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen, dass du übergewichtig bist.» Für mich wars ein Riesending, mal darüber zu reden. Dann haben Sie einfach weniger gegessen? Ich pfeife auf Ernährungspläne. Wir wissen alle, welche Dinge uns nicht guttun. Ich esse gern Pizza, aber wenn ich das jeden
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26 | MM28, 11.7.2016 | MENSCHEN
Abend mache, ist es nicht so toll. Es geht nicht darum, es nicht zu tun. Sondern darum, von Eskalation zu Eskalation möglichst viel Zeit verstreichen zu lassen. Wie lief es mit dem Blog? Da kamen schon bald Feedbacks wie «Hi, mir gehts genau gleich.» Ich dachte: Wo kommt ihr plötzlich her, wo wart ihr alle? Und jetzt, wo mein Buch erschienen ist, bekomme ich Hunderte Zuschriften von Menschen, die sagen: «Endlich trau ich mich wieder ins Schwimmbad.» Oder: «Ich habe wieder Sex!» Und ich hatte gedacht, ich sei allein mit dem Thema. Sie haben angefangen, Sport zu treiben. ( lacht) Sport, na ja. Ganz am Anfang schob ich einen Stuhl ins Treppenhaus – nachts, damit mich meine Nachbarn nicht sehen konnten. Von dort aus bin ich mal drei Stufen runter- und wieder raufgegangen. Dann habe ich auf dem Stuhl verschnauft und mir gesagt: Ich weiss, dass es geht.
Die meisten Menschen schaffen es nicht, 10 Kilo abzunehmen, und ich musste mehr als 100 loswerden. Da sind zunächst mal ganz kleine Schritte gefragt, nicht fünfmal die Woche Fitness gleich vom ersten Tag an. Das Fitnessstudio war auch nicht gerade «the place to be». An denen bin ich fast verzweifelt: Alle sagen, mach doch mal Sport. Aber wenn man dann da ist, sagen die Leute: «Guck mal, die Fette.» Da hat man zu Recht keinen Bock mehr. Heute lasse ich es nicht mehr zu, dass die Meinung anderer Menschen mein Leben bestimmt. Ich sehe Scheisse aus im Badeanzug, ja. Aber es wird nie besser, wenn ich nicht schwimmen gehe. Ist Disziplin das A und O beim Abnehmen? Zuerst muss man rausfinden: Was für ein Typ bin ich? Ich zum Beispiel habe den ganzen Tag nur Milchkaffee getrunken und bin abends eskaliert. Ich merkte: Wenn ich tagsüber esse, hab ich abends keinen Hunger.
Wie viele Kalorien haben Sie zu dieser Zeit geschafft? 7000 Kalorien an einem Tag. Das entspricht einem Kilo Fett. Eine Bestellpizza hat 3000. Manchmal haben Sie zwei Pizzen bestellt und so getan, als wären die für mehrere. Ja. Ich rief dann in die Wohnung: «Kinder, holt das Besteck, Pizza ist da!», um mich nicht ganz so mies zu fühlen. Ich hab auch nie draussen oder in Gesellschaft gegessen. Dabei war es offensichtlich, dass ich ass. Jetzt geben Sie als Ernährungsberaterin Ihr Wissen an Menschen mit Essstörungen weiter. Wissen die, wer Sie sind? Ja. Es hat noch nie jemand gesagt: «Huch, du bist ja dick!» Von Magersüchtigen bis 300 Kilo hab ich alle hier in der Praxis. Wenn man dadurch im Leben eingeschränkt ist und die Körperlichkeit einen traurig macht, sollte man das ändern. Wenn das jemand will, ist die Chance gross, egal, ob man mit 35 oder mit 300 Kilos an den Start geht.
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Bei welchem Gewicht finden Sie sich nicht mehr zu dick? Das nächste grosse Ziel sind 125 Kilo, ein fach weil es sich schön anhört. Und irgend wann möchte ich unter 100 Kilo wiegen. Aber vor allem möchte ich Schmerzfreiheit und das Gefühl: «Jetzt ist gut.» Egal, wie schwer ich dann bin. Ich habe gelernt, dass Zufriedenheit nicht an einer Zahl hängt. Gibt es Dinge, die mit dem grösseren Gewicht einfacher waren? Ja, tatsächlich. Es ist nie etwas passiert. Grad wenn man zu Hause eingeschlossen ist, bekommt man wenig Gegenwind. Das ist natürlich sehr bequem. Heute bin ich prä sent, wenn ich einen Raum betrete. Manch mal, wenn ich im Hotelzimmer bin und die 50. Mail lese, wo drinsteht «Ich find dich Scheisse, Jäger!», frag ich mich schon, wieso ich mir das antue. Waren Sie einigen Menschen vorher sogar lieber? Ja. Man verliert Menschen auf so einem Weg. Warum? Weil ich vorher einfacher zu handeln war. Ich war diejenige, die es nicht auf die Reihe kriegte. Wenn in einer Runde plötzlich der jenige mit dem grössten Problem kein ganz so grosses Problem mehr hat, müssen die anderen sich auch mal mit ihren eigenen auseinandersetzen. Und Abnehmen ver ändert einen. Weil man sein Leben ändert.
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Ist die Veränderung so toll, wie Sie erwartet haben? Nun, mit über 300 Kilos dachte ich natürlich immer, wenn ich mal schlank bin, wird alles besser. Aber zuerst muss man das Leben ändern, dann kann man abnehmen. Es ist nicht alles gut, wenn man schlanker ist, und nicht alles schlecht, wenn man dicker ist. Nackt sehe ich heute immer noch genau so scheisse aus wie früher. Es macht einen nicht schöner, 170 Kilos abzunehmen. Haben Sie es schon mal bereut? Nicht einen einzigen Tag. Besteht die Gefahr, dass Sie wieder zurückfallen in das frühere Dasein? Da wär ich ja schön bescheuert. Keine Chance. Dummheiten, ja. Stolpern, ja. Rückschläge, ja. Aber ich werde nie wieder über 200 Kilo wiegen – und schon gar nicht über 300. Warum sind Sie so sicher? Weil sich nichts auf der Welt so geil anfühlen kann wie das Leben. Und weil ich es nicht mehr will. Diese Entschei dung treffe ich jeden Morgen. MM
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«Wo die Marke Frey draufsteht, ist Schweiz drin.» Walter Huber, Leiter M-Industrie, in der Zeitung «Der Bund» vom 5.7.16 zur Herkunft von Chocolat-Frey-Produkten.
Bilder: zVg, Erwin Züger
Rollende Volksfeste: Die SlowUps finden noch bis zum 25. September statt.
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Für einmal gehören die Strassen all denen, die es nicht eilig haben und ohne Motor vorwärtskommen: Noch bis zum 25. September finden die SlowUp-Erlebnistage statt: Auf autofreien Strassen fahren Jung und Alt, Familien und Singles auf Velos und Skates durch schöne Landschaften. Die Teilnahme an den rollenden Volksfesten ist gratis, und eine Anmeldung nicht nötig. Die nächsten SlowUps finden am 31. Juli in Genf und am 7. August in Brugg statt. www.slowup.ch
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MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 31
Swiss Jazz Award Eine grosse Ehre für den Zürcher Saxofonvirtuosen Patrick Bianco (Bild links): Mit seiner Band Cannonsoul» hat er den Swiss Jazz Award 2016 gewonnen. Beim Festival «JazzAscona» musste das Quintett zuerst nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum überzeugen. Die Gruppe begeisterte mit ihrem Zusammenspiel und mit überraschenden Soli. Der Preis wurde dem 38-jährigen Musiker von Altmeister Pepe Lienhard überreicht. Ermöglicht wird der Swiss Jazz Award vom Migros-Kulturprozent.
Blévita
Auszeichnung für Verpackung Die Midor gewinnt den «Swiss Packaging Award 2016» in der
Kategorie Convenience. Die Fachjury hat das M-Industrie-Unternehmen für seine handliche und gut transportierbare Verpackung der BlévitaBiskuits ausgezeichnet. Das Besondere bei dieser neuen Verpackung ist die Aufteilung der Biskuits auf vier Einzelrollen, die so portionenweise und immer frisch gegessen werden können. Die kleinen Einzelverpackungen sind praktisch für unterwegs und finden sowohl in der Handtasche als auch in der Sporttasche oder im vollen Schulthek problemlos Platz. Mit dem Preis zeichnet das Schweizerische Verpackungsinstitut (SVI), die Dachorganisation der Schweizerischen Verpackungsindustrie, herausragende Leistungen aus.
LeShop.ch
Bio verhilft zu mehr Umsatz LeShop-Kunden bestellten im ersten Halbjahr 2016 Waren für insgesamt 93,6 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr hat der Online-Supermarkt seinen Umsatz damit um 4,6 Prozent gesteigert. Überdurchschnittlich stark gefragt waren in den ersten sechs Monaten Bio-, Alnatura- und Allergikerprodukte. Um 27 Prozent ist hier der Umsatz gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Hauptverantwortlich dafür ist laut LeShop-Chef Dominique Locher eine Online-Generation, die nun ins LeShop-Alter hineinwächst: «Es sind vor allem junge, berufstätige Eltern, die sich und ihre Kinder gerne gesund ernähren. Online ist
für sie selbstverständlich, und sie schätzen den Komfort, sich Einkäufe nach Hause liefern zu lassen oder diese an einem Drive oder ‹pickMup› auf dem Heimweg abholen zu können.» Die steigende Nachfrage nach Bio- und AlnaturaProdukten zeigt sich auch auf der Beliebtheitsskala der einzelnen Artikel. «Das beliebteste Produkt von LeShop.ch ist die Bio-MaxHavelaar-Banane», verrät Locher. Unter den Top Ten des OnlineSupermarkts befinden sich insgesamt drei Biolebensmittel. «Besonders gefragt sind Bioprodukte des täglichen Bedarfs: Milch, Eier, Butter, Gurken oder eben Bananen.» Mehr Infos: www.leshop.ch
Bio- und Alnatura-Produkte sind bei LeShop-Kunden sehr gefragt.
32 | MM28, 11.7.2016 | MIGROS-WELT
Schweinefleisch
Bis 2020 möchte die Migros die hohen Schweizer Tierschutzvorschriften auch bei ihren Produkten aus dem Ausland einführen. Bei folgenden Tieren werden diese Vorschriften für Haltung, Gesundheit, Fütterung, Transport und Kontrolle bereits heute erfüllt.
La Panizzina setzt auf Schweizer Tierschutz
Poulet und Truten: Das in den Migros-Filialen erhältliche frische Importpoulet- und -trutenfleisch erfüllt die Schweizer Tierwohlstandards .
Text: Alessandro Zanoli
Fleischproduktion
Tierwohl im Ausland – eine Zwischenbilanz
Schwein: Beretta liefert italienische Schweinefleisch- und Wurstwaren, die in Italien unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben der Schweiz produziert werden. Massnahmen zur Sortimentserweiterung sind in Planung. Kaninchen: Das gesamte in der Migros verkaufte Kaninchenfleisch erfüllt die gesetzlichen Vorgaben der Schweiz. In naher Zukunft sollen die Schweizer Tierschutzvorgaben auch bei Pferd, Rind, Büffel und Legehennen erfüllt sein.
Ein Teil von
Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros.
Der lombardische Landwirtschaftsbetrieb La Panizzina arbeitet als Erster in Italien nach den Schweizer Tierschutzvorgaben für Schweine. Eingeführt wurden diese von der Migros und dem italienischen Fleischproduzenten Beretta. Bilder: Martino Lombezzi / Contrasto
D
ie Lomellina ist eine weitläufige und fruchtbare Ebene südwest lich von Mailand. Sie liegt an der Grenze der Lombardei zum Piemont und vereint das Beste aus den landwirtschaftlichen Traditionen dieser beiden italienischen Regionen. Mitten in dieser Gegend liegt der Land wirtschaftsbetrieb La Panizzina. Ein rund 100 Hektar grosser Hof, auf dem Schweine gezüchtet werden und auf dem, als einzi gem Betrieb in ganz Italien, die Schweizer Vorgaben der Tierschutzgesetzgebung für die Haltung, Fütterung, Tiergesundheit, den Transport und die Schlachtung gelten. Zusammen mit der Migros hat das italie nische Unternehmen Beretta den Betrieb gemäss diesen Bestimmungen umgestellt. Als erste Detailhändlerin der Schweiz kann die Migros Schweinefleischprodukte wie Schinken, die im Ausland nach Schweizer Tierschutzvorgaben produziert werden, importieren. «Vor zwei Jahren hat Beretta zuge stimmt, uns bei der Suche nach einem Betrieb behilflich zu sein, mit dem wir unser Ziel für mehr Tierwohl realisieren können», sagt Bernhard Kammer, Leiter Bereich Umwelt und Tierwohl beim
MigrosGenossenschaftsBund. «Auf dem Betrieb La Panizzina war das Personal von Anfang an motiviert, mit uns die notwen digen Umstellungen vorzunehmen», er klärt Kammer weiter. Mehr Platz und verschiedene Rezepte In einer grossen Halle mitten auf dem Hof wird das Futter für die Schweine vorbe reitet. «Küche» nennen die Mitarbeiter dieses Gebäude. Aus turmhohen Silos gelangen Mais und Gerste in den genau notwendigen Futtermengen in die «Küche». Dort werden sie gemahlen, mit Wasser vermischt und zur Fermentierung in grosse Stahlbecken geleitet. Sämtliche
Ein Mitarbeiter (links) von La Panizzina mit den Tieren auf der neuen, breiteren Rampe. Lebensmittel ingenieur Sebastiano Colzani (oben) im Stroh mit den Schweinen.
MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 33
Futtermittel kommen dabei ohne gentech nisch veränderte Organismen aus. Je nach Wachstumsstadium der Tiere gibt es verschiedene Futtermischungen. Ein Chip im Ohr identifiziert die einzelnen Schweine und liefert Daten zu ihren unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Diese Informationen sind am Display der Steuerungseinheit der «Küche» abrufbar und haben Einfluss auf die Futteraufnahme der Tiere. Mehr Raum für die Tiere
«In diesem Betrieb wurden bedeutende Investitionen zugunsten des Tierwohls getätigt», sagt Bernhard Kammer. Zum Beispiel hat man in vielen Bereichen des Betriebs die für Schweine ungesunden und unbequemen Gitterböden durch festen Boden ersetzt. Zudem beheimatet der Hof heute weit weniger Schweine als vor der Um
stellung. Den einzelnen Tieren steht so mehr Raum zur Verfügung. Weiter verfügt der neu gebaute Verladebereich über eine eigens dafür entworfene, breitere Rampe. Von dort verlassen die Tiere den Hof und steigen in Lastwagen, die sie zu den Schlachtbetrieben fahren. «Auch beim Transport werden die Schweizer Transportvorschriften ein gehalten. Das heisst die Beförderung der Schweine darf höchstens sechs Stunden dauern», sagt Bernhard Kammer. Zusätzlich zum ausgebauten Platz angebot hat der Betrieb Beschäftigungs massnahmen für die Tiere eingeführt. «Wir sorgen dafür, dass die Schweine auf dem Hof ständig beschäftigt sind», sagt der Lebensmittelingenieur Sebastiano Colzani, der seine Abschlussarbeit über Schweine haltung verfasst hat. «Die Tiere haben einen stark entwickelten Erkundungsdrang, sind
neugierig und brauchen deshalb Kontakt mit unterschiedlichen Gegenständen.» Deshalb gibt es Heu oder Kleinballen aus gepresstem Gras, in denen sich die Schweine wälzen können. Im Eingewöhnungsbereich für Ferkel hängen Holzröhren an den Wänden, die als Spielzeug dienen. Dank Beschäftigung mehr Tierwohl In EULändern ist es normal, die Schwänze der Schweine zu kürzen, weil sich die Tiere bei Platzmangel und fehlender Beschäftigung oft gegenseitig verletzen. In der Schweiz ist dieses Kürzen allerdings verboten, und damit auch in La Panizzina. Dank des neu gestalte ten Beschäftigungsprogramms für die Schwei ne, der baulichen Verbesserungen und der Erneuerungen auf dem Hof in der Lombardei ist dieses Kürzen der Schwänze aber auch gar nicht mehr nötig. MM
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M-Industrie
Angepasste Verpackungen Dank neuem Design wird bei den 1,5 Liter Aquella Mineralwasserflaschen von Aproz 12 Prozent PET pro Flasche eingespart. Das entspricht einer Reduktion von 53,5 Tonnen PET im Jahr.
Plastik hat seine Vorteile Karton, Papier, Plastik oder Glas – die Welt der Verpackungen ist vielfältig. Aber welches Verpackungsmaterial ist am umweltschonendsten und erfüllt trotzdem seinen Zweck? MGB-Umweltexpertin Hanna Krayer nimmt Stellung zu drei gängigen Verpackungsfragen. Text: Thomas Tobler
Illustration: Corina Vögele
Hanna Krayer, aus welchem Grund verkauft die Migros nicht mehr Produkte ohne Verpackung? Eingeschweisste Gurken oder Haferflocken in Plastikbeuteln: Müssen diese Verpackungen wirk lich sein? Ja, aus ökologischer Sicht sind diese Verpackungen sinnvoll. Entgegen der verbreiteten Meinung trägt die Verpackung nämlich nur einen sehr geringen Anteil zur Umweltbelastung eines Produkts bei – in der Regel weniger als vier Prozent. Aber eine Verpackung hat die wichtige Funktion, das Produkt vor vorzeitigem Verderb zu schüt zen. Eine verpackte Gurke bleibt dreimal so lange frisch wie eine unverpackte. Die Migros konzen triert sich so darauf, Verpackungen umweltverträglicher zu machen, anstatt sie abzuschaffen. Warum setzt die Migros bei Verpackungen anstatt Plastik nicht andere Materialien wie Glas, Karton oder Papier ein? Plastik bringt gute Packeigenschaf ten mit sich. Er lässt sich leicht verarbeiten und bietet eine hohe Reissfestigkeit. Entsprechend gering ist der Materialeinsatz bei
Auch die Plastiksäcke im Offen verkauf belasten die Umwelt deut lich weniger als materialintensive Papiersäcke.
Stellt sich Verpackungsfragen: Umweltexpertin Hanna Krayer.
Plastikverpackungen. Die Öko bilanz von Glas oder Karton verpackungen fällt deshalb im Vergleich oft schlechter aus. Glas flaschen sind zudem schwerer, wodurch bei deren Transport mehr Treibstoff verbraucht wird. Auch Verpackungen aus Karton und Papier sind nicht generell öko logischer als solche aus Plastik. Bei der Umstellung von einer Kartonschachtel auf einen Plastik beutel wird zum Beispiel 75 Prozent Verpackungsmaterial eingespart.
Wieso verpackt die Migros ihre Produkte nicht in Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Zuckerrohr? Biokunststoffe werden oft als nachhaltige Alternative zu erdöl basierten Kunststoffen gesehen und als die Antwort auf globale Umwelt probleme propagiert. Allerdings bringen sie erhebliche, neue öko logische Nachteile mit sich. So kann die dafür genutzte Acker fläche nicht mehr zur Lebensmit telproduktion verwendet werden, und die Umwelt wird beim Anbau der Pflanzen durch den Einsatz von Dünger und Pestiziden belastet. Zudem bringen Biokunststoffe bei Weitem nicht dieselben Ver packungseigenschaften mit wie normale Kunststoffe. Um beispiels weise bei einer Tragtasche eine vergleichbare Reissfestigkeit zu erreichen, muss 30 Prozent mehr Biokunststoff eingesetzt werden als bei einer aus herkömmlichem Kunststoff. MM
Die Wähenverpackung der Jowa besteht seit 2015 zu 80 Prozent aus Recycling-PET. Durch diese Optimierung werden jährlich 15 Tonnen Recyclingmaterial eingesetzt und somit Ressourcen geschont.
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Bild: zVg
Verpackungen
Die Bio-Hirseflocken aus der Schweiz werden neu in einem dünnen Kunststoffbeutel verkauft – und nicht mehr mit Innenbeutel und Umkarton. 75 Prozent Verpackungsmaterial wird so gespart. Jährlich ist das eine Reduktion von 15 Tonnen.
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MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 37
Reisen
«Seit einem Jahr sinkt der Preis für europäische Reiseziele» Welche Ferienländer sind diesen Sommer günstig und sicher? Kurt Eberhard, CEO von Hotelplan Suisse, gibt Tipps. Interview: Alexandre Willemin Bild: Simon Tanner
Kurt Eberhard, die Zahl der Reservierungen für diesen Sommer ist bei Hotelplan Suisse leicht rückläufig. Wie erklären Sie sich das? Wegen der politischen Instabilität und der Terroranschläge reservieren unsere Kunden ihre Ferien sehr kurzfristig. Sie sind häufig auf der Suche nach Alternativen zu bisher üblichen, günstigen Ferienzielen wie der Türkei, Tunesien oder Ägypten. Welche Länder empfehlen Sie den Kunden, die Angst um ihre Sicherheit haben? Mein Ratschlag ist einfach: Machen Sie es nicht wie alle anderen! Ich empfehle daher Reisen nach Zypern, Rhodos oder Kos. Dieses Jahr sind die Preise sehr günstig. Verglichen mit anderen Ländern trifft man dort auch auf weniger Touristen – der Service ist daher hochwertig. Ebenfalls empfehlenswert, aber teurer sind Bade ferien in Spanien oder Portugal. Jedoch schrecken unsere Kunden aufgrund der erneuten Terroranschläge in Istanbul von Türkeireisen zurück. Wie hebt sich Hotelplan Suisse von reinen Online-Anbietern ab? Heute möchten sich die Kunden darauf ver lassen können, dass das gewählte Ferienziel sicher ist. Die Informationen aus dem Internet, die häufig von Website zu Website variieren, werden nie die Beratung von Fachleuten ersetzen. Dank unseres dichten Netzwerks aus Reisebüros im ganzen Land hat Hotelplan Suisse hier einen Vorteil. Der Schweizer Franken ist zurzeit stark. Sorgt die Kaufkraft dafür, dass die Schweizer mehr verreisen? Ja. Seit einem Jahr sinkt der Preis, den die Schweizer Kundschaft für die meisten europäischen Reiseziele zahlt. Viele Kunden profitieren davon und buchen etwas auf wendigere Ferien. Das britische Pfund wurde nach dem Volksentscheid für den Brexit stark abgewertet. Dadurch konnten wir unsere Preise für Reisen nach Gross britannien sofort senken. Die Zahl der Touristen steigt weltweit ständig an. Wohin können wir in Zukunft noch reisen, um dem Massentourismus zu entkommen?
«Nach dem Brexit haben wir unsere Preise für Reisen nach Grossbritannien sofort gesenkt.»
Hier empfehlen sich bestimmte afrikanische Reisedestinationen: Südafrika, Namibia, Botswana, Tansania –Länder, in denen es noch weite, wenig bevölkerte Flächen gibt. Auch Skandinavien oder Kanada erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Die Website www.migros-ferien.ch ist bald für mobile Geräte verfügbar. Werden die
Kunden in Zukunft ihre Ferien per Smartphone reservieren? Immer mehr Reiselustige suchen zwar mit mobilen Geräten nach Informationen zu Ferienzielen, aber die meisten Kunden reservieren weiterhin über den Computer. Wer weiss? Vielleicht haben wir eines Tages ein Reservationssystem, das per Sprach eingabe funktioniert. MM
38 | MM28, 11.7.2016 | MIGROS-WELT
Aprikosen-Galette Zutaten für 8 Stück
1 Stück achteckig ausgewallter Vollkorn-Kuchenteig à 270 g 600 g Aprikosen 1 EL Mehl 3 EL gezuckerte Kondensmilch 2 EL gehackte Pistazien 1 EL Puderzucker Zubereitung
Mit Aprikosen kennt er sich bestens aus: Hubert Zufferey, Direktor der Walliser Obst-undGemüse-Branchenorganisation in Conthey.
Hubert Zufferey
«Qualitativ hervorragend»
Von Juli bis Mitte September bietet die Migros Schweizer Aprikosen an. Sie stammen aus dem Wallis. Interview: Heidi Bacchilega
Hubert Zufferey, ab sofort sind in der Migros wieder einheimische Aprikosen erhältlich. In welchen Gebieten werden sie angebaut? Im Wallis, zwischen Vernayaz und Siders, und an den Hängen des linken Rhoneufers. Die Aprikosenbäume zählen zu den Obstbäumen, die im Frühling als Erste blühen. Doch je früher sie blühen, desto höher ist die Frostgefahr. Denn Temperaturen unter Null können die Blüten beschä digen oder gar zerstören. Für den Aprikosenanbau wählt man daher kühle Lagen an Nordhängen, um die Blüte möglichst lang hinauszuzögern. Wie wird die Ernte 2016 ausfallen? Das Wetter während der Blüte im Frühling versprach noch eine gute Ernte. Doch dann hat ein Nachtfrost Ende April den guten Aussichten einen Dämpfer verpasst. Nun muss mit Ernteeinbussen gerechnet werden. Wir erwarten eine qualitativ hervor ragende und quantitativ eher durch schnittliche Ernte.
Wie lange dauert es, bis eine Plantage abgeerntet ist? Die Ernte einer Plantage erfolgt in drei bis vier Durchläufen in einem Zeitraum von einer bis zwei Wochen. Die Früchte werden sortiert, verpackt und auf Paletten verladen. Von dort erfolgt die Verteilung an die Migros. Seit Jahren schätzen wir die gute Zusammenarbeit mit der Migros. Wann sind Aprikosen reif? Aprikosen sollten bei sanftem Druck auf die Oberfläche leicht nachgeben; das ist ein Zeichen für einen guten Reifegrad. Die Farbe hilft ebenfalls bei der Beurteilung der Qualität. Die rote Färbung, die wir «Blush» nennen und die sich bei bestimmten Sorten auf der der Sonne zugewand ten Seite der Frucht zeigt, ist aller dings kein zuverlässiges Merkmal. Die Frucht sollte kräftig gelb bis orange sein. Zuckergehalt und Reife grad tragen am stärksten dazu bei, ob einem die Aprikose schmeckt oder nicht. MM
Backofen auf 200 °C vorheizen. Aprikosen halbieren und entsteinen. In eine Schüssel geben und mit Mehl bestäuben. Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Kondensmilch auf dem Teig aus streichen. Aprikosenhälften auf dem Teig verteilen, ca. 5 cm Rand frei lassen. Teigränder darüber klappen und leicht andrücken. In der Ofenmitte ca. 40 Minuten backen. Galette auskühlen lassen. Mit Pistazien und Puderzucker servieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 40 Minuten backen
Pro Stück ca. 2 g Eiweiss, 5 g Fett, 16 g Kohlenhydrate, 500 kJ/120 kcal
MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 39
Jetzt aktuell
98 Prozent aller Schweizer Aprikosen reifen im Wallis. Sie werden dort auf 593 Hektaren
angebaut. Die Frucht, die ursprünglich aus Zentralasien stammt, hat sich gut an das trockene Klima angepasst. In der Migros wird sie in Bio- und Extraqualität angeboten. Zur Familie der Steinfrüchte gehört auch der Pfirsich, der ebenfalls jetzt erhältlich ist. Die süssen Aprikosen werden auch gern zu Konfitüre verarbeitet.
Flachpfirsiche verleihen dem Eistee eine fruchtig-süsse Geschmacksnote. Man nennt sie auch Tellerpfirsiche. Gehäutete und pochierte Pfirsiche mit Himbeeren und Glace sind ein beliebtes Dessert (Pêche Melba).
Bilder: KiBa (Food); lindaphoto.ch (Porträt) Illustrationen: Olivia Aloisi
Tipp Grosse Mengen Aprikosen können im Kühlschrank gelagert werden. 24 Stunden vor dem Verzehr herausnehmen, damit sich die Aromen wieder entfalten können.
Was steckt drin? Aprikosen enthalten verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Besonders erwähnenswert
ist der Gehalt an Betacarotin, das auch unter dem Namen Provitamin A bekannt ist, da es im Körper teilweise zu Vitamin A umgewandelt wird. Bekanntlich ist Vitamin A wichtig für den Erhalt der Sehkraft und des Immunsystems. Rezept www.saison.ch
www.migros.ch/fruechte-gemuese
40 | MM28, 11.7.2016 | MIGROS-WELT
Aproz
Sprudelnde Erfrischung Aproz rüstet auf: Neu im Sortiment ist ein aromatisiertes Mineralwasser aus der Linie Aproz Plus mit dezentem Kräuter geschmack. Das natürliche Wasser aus den Walliser Alpen schmeckt erfrischend nach Pfefferminze, Apfelminze und Zitronenmelisse. Für diejenigen, die es leicht fruchtig mögen, gibt es aus der Linie Aproz O2 die Sorte KiwiPassionsfrucht, mit der zehnfachen Menge Sauerstoff, sowie das AprozLemon, ohne Kalorien und ohne Zucker. Tipp: Gut gekühlt sind die Erfrischungsgetränke gerade im Sommer spritzige Durstlöscher.
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Die aromatisierten Aproz-Getränke werden mit natürlichen Aromen und Farbstoffen hergestellt. Sie sind frei von Konservierungsstoffen.
Bild: Yves Roth; Styling: Miriam Vieli - Goll
Mit 1,5 Liter AprozMineralwasser deckt man 28 Prozent der empfohlenen Tagesdosis an Magnesium und 68 Prozent an Kalzium.
MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 41
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für das neue Aproz Plus Kräuter bis 18. Juli
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Das neue Aproz Plus Kräuter ist als 1-Liter- Flasche und als 6 × 1-Liter-Pack erhältlich.
Aproz Schorle Ananas Guave, 50 cl Fr. 1.40
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Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch Aproz.
42 | MM28, 11.7.2016 | MIGROS-WELT
Fischprodukte
Gutes aus dem Meer Drei Neuheiten bereichern das Meeresfrüchte- und Fischangebot im Tiefkühlsortiment. Sie stammen aus nachhaltigem Fang. Es sind schnell zubereitete Köstlichkeiten, die mit gutem Gewissen genossen werden können.
Tintenfischringe im KräuterKnoblauch-Öl Zutaten für 4 Personen 500 g Tintenfischringe ½ Bund Petersilie 1 Zitrone 4 EL Mehl ½ TL Salz ¼ TL Pfeffer 3 EL HOLL-Rapsöl 2 Knoblauchzehen Zubereitung
1. Gefrorene Tintenfisch ringe mit kaltem Wasser abwaschen, auftauen lassen. Petersilie hacken. Etwas Zitronenschale abreiben. Restliche Zitrone in Schnitze schneiden. 2. Mehl, Salz und Pfeffer mischen. Tintenfischringe mit Haushaltspapier trocken tupfen und im Mehl wenden. Mehl gut abklopfen. Öl erhitzen. Tintenfische bei hoher Hitze ca. 3 Minuten anbraten. Hitze reduzieren. Knoblauch dazu pressen und 2 Minuten fertig braten. Petersilie und Zitronen schale daruntermischen und servieren. Dazu passt Baguette. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten
Pro Person ca. 23 g Eiweiss, 6 g Fett, 4 g Kohlenhydrate, 700 kJ/150 kcal
Costa Calamaris Ringe Classic, tiefgekühlt, 500 g Fr. 8.40
MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 43
Octopussalat mit Limetten Aufgetaute Octopusstücke mit gehackten roten Zwiebeln, Tomaten, Avocadowürfeln und Rucola anrichten. Mit Limettensaft und Olivenöl beträufeln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.
Pelican Octopusstücke gekocht, tiefgekühlt, 270 g Fr. 8.90
Bild und Styling: Veronika Studer; Rezeptautorin: Simone Condoni
Knusperfisch mit Käsefüllung auf Sesamspinat
MSC steht für eine zertifizierte, nachhaltige Fischerei. Die Fische und Meeresfrüchte stammen immer aus Wildfang.
Knusperfisch nach Anleitung auf der Packung im Ofen backen. Gehackte Schalotte in etwas Öl andünsten. Spinat waschen, tropfnass dazugeben und kurz mitdünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit geröstetem Sesam servieren.
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Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. MSC leistet dazu einen wertvollen Beitrag.
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MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 45
Saisonküche
Knackige Knolle
Kaum ein Gemüse wird derart unterschätzt wie der Kohlrabi. Die meisten kennen die knackige Knolle roh oder gedünstet, doch sie kann auch einen grossen Auftritt hinlegen. Text: Claudia Schmidt Bilder & Styling: Claudia Linsi
Rezepte: Annina Ciocco
Herausnehmen und sammeln!
Sommerlicher Allrounder für pfiffige Gerichte
Noch mehr Rezepte Wer sagt denn, dass ein Carpaccio immer aus Fleisch sein muss? Gehobelter Kohlrabi ist eine Delikatesse.
Die Saisonküche gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch/abo
46 | MM28, 11.7.2016 | MIGROS-WELT
Kohlrabi-Carpaccio mit Kernen
Kohlrabisalat mit Fleisch
Kohlrabisuppe mit Pecorino Mit Fleisch
Vegan Vegetarisch Vorspeise für 4 Personen 4 EL Sonnenblumenkerne 4 EL Kürbiskerne ¼ Zwiebel 2 EL Zitronensaft 2 EL Aceto balsamico bianco 6 EL Olivenöl Salz, Pfeffer 600 g Kohlrabi 400 g säuerliche Äpfel, z. B. Greenstar
Zubereitung
1. Kerne in einer Bratpfanne ohne Fett rösten, bis sie leicht Farbe annehmen. Auskühlen lassen. Zwiebel hacken und mit Zitronensaft, Aceto und Olivenöl mischen. Sauce mit Salz und Pfeffer würzen. 2. Kohlrabi schälen und in dünne Scheiben hobeln. Apfel weder schälen noch entkernen und ebenfalls in dünne Scheiben hobeln. Mit den Kohlrabischeiben rosettenartig anrichten. Mit der Sauce und den Kernen servieren. Zubereitungszeit 25 Minuten
Pro Person ca. 8 g Eiweiss, 24 g Fett, 19 g Kohlenhydrate, 1550 kJ/370 kcal
Hauptgericht für 4 Personen ½ Bund gemischte Kräuter, z. B. Schnittlauch und Pfefferminze 2 Knoblauchzehen 3 EL milder Senf 5 EL Quark, halbfett 6 EL Kräuteressig 1 dl Rapsöl Salz, Pfeffer 1 kg Kohlrabi 400 g englischer Braten (Roastbeef) oder gekochtes, geschnittenes Siedfleisch Zubereitung
1. Von den Kräutern nach Belieben etwas für die Garnitur beiseitestellen. Restliche Kräuter fein hacken. Knoblauch dazupressen. Mit Senf, Quark, Essig und Öl mischen. Sauce mit Salz und Pfeffer würzen. 2. Kohlrabi schälen und an der Röstiraffel reiben. Siedfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Mit den Kohlrabi und der Salat sauce mischen und nach Belieben mit den beiseitegestellten Kräutern servieren. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten
Pro Person ca. 33 g Eiweiss, 31 g Fett, 12 g Kohlenhydrate, 1900 kJ/460 kcal
Hauptgericht für 4 Personen
½ 2 EL 2 700 g 9 dl 2 dl
Zwiebel Olivenöl Knoblauchzehen Kohlrabi Gemüsebouillon Vollrahm Salz, Pfeffer 20 g Butter 40 g Paniermehl 100 g Pecorino ½ Bund gemischte Kräuter, z. B. Petersilie, Dill und Schnittlauch Zubereitung
1. Zwiebel hacken, im Öl dünsten. Knob lauch dazupressen. Kohlrabi schälen und in Stücke schneiden. Zusammen mit der Bouillon beigeben und alles ca. 40 Minuten köcheln lassen. Mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Rahm verfeinern. Suppe erhitzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2. Inzwischen Butter in einer Bratpfanne schmelzen. Paniermehl beigeben und unter gelegentlichem Rühren goldbraun rösten. Abkühlen lassen. Pecorino fein reiben. Kräuter fein hacken. Suppe mit Pecorino, Paniermehl und Kräutern servieren. Tipp
Schabziger anstelle von Pecorino verwenden. Zubereitungszeit ca. 35 Minuten + ca. 40 Minuten köcheln lassen
Pro Person ca. 15 g Eiweiss, 35 g Fett, 17 g Kohlenhydrate, 1850 kJ/440 kcal
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Früchte und Gemüse
Blumen und Pflanzen
Alle Longobardi Saucen, ab 2 Stück, jedes –.50 günstiger, z.B. Passata di Pomodoro, 700 g, 1.55 statt 2.05 Gesamtes Chop Stick Sortiment, z.B. Kroepoek Crevettenchips, 75 g, 1.25 statt 1.60 20% Zweifel-Graneo oder -Corn Chips in Sonderpackungen, z.B. Graneo Original im Family Pack, 225 g, 5.25 statt 6.60 20%
Near-/Non-Food
John Adams Herren-Short im Duo-Pack, erhältlich in 4 Farben und diversen Grössen, z.B. schwarz, Gr. M, 12.90 Hit ** Ellen Amber Damen-Pyjama oder -Nachthemd, Bio Cotton, erhältlich in diversen Farben und Grössen, z.B. Damen-Pyjama, hellgrau, Gr. S, pro Stück, 17.90 Hit **
Neuheiten
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Eisbergsalat, Schweiz, pro Stück, 1.25 statt 1.90 33% Migros-Bio Wassermelone Mini, Italien, pro Stück, 4.50 statt 6.50 30%
Sonnenblumen, Bund, 5 Stück, 9.65 statt 12.90 25%
Fisch, Fleisch und Geflügel
Rudbeckia «Aus der Region.», 12-cm-Topf, 4.60 statt 5.90 20% Gerbera «Aus der Region.», 10-cm-Topf, 4.60 statt 5.90 20%
Weitere Lebensmittel
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Optigal Geflügelaufschnitt, Schweiz, Schale, per 100 g, 1.35 statt 1.95 30% Optigal Geflügel-Lyoner, Schweiz, Schale, per 100 g, 1.05 statt 1.50 30%
Trolli All in One, 1 kg, 11.– Hit Holi-Passionfruit, -Peach oder -Green Apple, z.B. Passionfruit, 250 ml, 1.– 20x PUNKTE
Salami du terroir «Aus der Region.», per 100 g, 3.20 statt 4.– 20%
Baby-Pyjama mit Heidi- oder Peter-Sujet, 2-teilig, erhältlich in Rosa oder Blau und diversen Grössen, z.B. rosa mit Heidi-Sujet, Gr. 68, pro Set, 14.90 Hit **
Extra Konfitüren im 3er-Pack, Aprikose-Erdbeer-Himbeer oder Aprikose-Quitten-Bitterorangen, z.B. Aprikose-Erdbeer-Himbeer, 3 x 500 g, 6.– statt 9.05 33%
Tommes mit Speck im Duo-Pack, 2 x 110 g, 5.70 Hit
Condy Kräuteressig im Duo-Pack, 2 x 750 ml, 3.05 statt 4.40 30%
Appenzeller Biberli im Duo-Pack, 2 x 225 g, 5.40 statt 7.20 25%
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MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 59
Wissenswertes Hintergrund
Rund um den Kohlrabi Saison
Kohlrabi ist ein typisches Frühjahrs- und Sommergemüse. Die ersten frischen Knollen des Jahres kommen in der Schweiz im April auf den Markt. Die Saison dauert dann bis Ende Oktober. Lagerung
Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Kohlrabi rund eine Woche lang. Die Blätter trennt man aber vorher ab, damit die Knolle länger frisch bleibt. Mildes Kohlgewächs
Kohlrabi gehört wie alle anderen Kohlgewächse zur Familie der Kreuzblütler. Jedoch anders als Wirsing oder Kabis zeichnet sich der Kohlrabi durch seinen milden Geschmack und seine Bekömmlichkeit aus. Deshalb mögen ihn auch Leute, die Broccoli & Co. verschmähen. Kinder mögen ihn zudem wegen seiner leichten Süsse.
Mehr Rezepte auf www.saison.ch
Überirdisch gut Er zeigt seine pralle Knolle schon im Gemüsebeet: Der Kohlrabi ist ein verdickter Spross, der über der Erde wächst. Als Verwandter von Kabis und Konsorten punktet er vor allem mit seinem milden Geschmack.
In der Küche Besonders viel Aroma entfalten Kohlrabi mit etwas Butter oder Olivenöl. Petersilie, Thymian, Dill und Schnittlauch passen besonders gut zu dem Knollengemüse, aber auch Zitrone und Senf harmonieren gut mit dem dezenten Kohlgeschmack.
Mehr als Kaninchenfutter Kohlrabiblätter sind in etwas Olivenöl oder Butter gedünstet ebenfalls ein feines Gemüse. Wer es gern frisch mag, gibt einige Blätter und zarte Stängel mit Früchten in einen Mixer und geniesst dann einen grünen Smoothie.
Dicke Sprossknolle
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Grosse oder kleine Knollen?
Am feinsten schmeckt Kohlrabi, wenn er ungefähr tennisballgross ist. Es gibt zwar auch Sorten, die grösser wachsen, ohne holzig zu werden, jedoch sind diese eher selten. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch
Code 80061246
Kohlrabi ist weder eine Wurzelknolle wie die Steckrübe, noch ist er eine unterirdische Sprossknolle wie die Kartoffel. Was wir essen, ist die verdickte Sprossachse, eine oberirdische Sprossknolle.
Rechnungsadresse
Vorname / Name Strasse / Nr. PLZ / Ort www.saison.ch
Ja, ich abonniere die Saisonküche ein Jahr lang (12 Ausgaben) für nur Fr. 39.– und spare gegenüber dem Einzelverkauf Fr. 19.80 Möchten Sie ein Abo verschenken? Dann bestellen Sie online auf www.saison.ch/mm
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60 | MM28, 11.7.2016 | MIGROS-WELT
Aus der Region. Für die Region.
Chäswürstli für Luzern Migros-Genossenschaft Luzern
Wo kommen meine Lebensmittel her? Das fragen sich in unserer globalisierten Welt viele Menschen. Was auf den Tisch kommt, soll für sie regional sein. Das Label «Aus der Region. Für die Region.» bietet deshalb seit 1999 Produkte, die in der Migros-Region produziert werden, in der sie auch verkauft werden – unverwechselbare Lebensmittel wie die Chäswürstli von Hans Felder aus Seewen SZ. Lesen Sie hier, welche Richtlinien erfüllt werden müssen, damit die Würste das regionale Label tragen dürfen.
Einhaltung der Richtlinien
4
Eine weitere Zutat für die Chäswürstli ist der Schwyzer Käse. Er kommt aus der Molkerei Annen in Steinen SZ. Die unabhängigen Kontrolleure von Procert überprüfen, ob tatsächlich der regionale Käse für die Würste verwendet wird. Der Produzent muss nachweisen, dass mindestens 80 Prozent aller Zutaten regionaler Herkunft sind.
1
Herkunft Die Chäswürstli bestehen aus frischem Schweineund Rindfleisch aus der Zentralschweiz. Der magere Speck, der zum typischen Geschmack der Würstli beiträgt, stammt aus derselben Bezugsquelle.
Wettbewerb
Hätten Sie gewusst, Die Gewürzmischung ist ein gut gehütetes Geheimnis der Familie Felder. Klar, dass bestimmte Gewürze wie Pfeffer nicht aus der Schweiz und schon gar nicht aus der Region kommen. Da Gewürze aber nur einen kleinen Anteil an den Chäswürstli ausmachen, können die Kontrolleure, die über die Vergabe des Labels bestimmen, grünes Licht geben.
Machen Sie mit beim
Schwyzer-Chäswürstli, 240 g Fr. 5.40 Erhältlich in den Filialen der Migros-Genossenschaft Luzern
3
Wertschöpfung Die Idee hinter dem Label «Aus der Region. Für die Region.» beschränkt sich nicht allein auf die Herkunft der Zutaten: Auch die Wertschöpfung – etwa die Verarbeitung – muss zu mindestens zwei Dritteln in der jeweiligen Region erfolgen.
grossen Wissensquiz durch die Regionen und gewinnen Sie attraktive Preise im Gesamtwert von 10 000 Franken. Teilnahme auf www.ausderregion.ch
Dank jahrzehntelangem Engagement finden Sie heute rund 8000 Produkte von regionalen Produzenten in Ihrer Migros.
Illustrationen: Flavia Travaglini
2
... dass das Label «Aus der Region. Für die Region.» vor 17 Jahren in der Migros-Genossenschaft Luzern gegründet wurde?
Zutaten in geringen Mengen
MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 61
Anna’s Best
Leichte Kost für heisse Tage Wer auf die Schnelle einen frischen Salat auf den Tisch zaubern möchte, trifft mit Anna’s Best die richtige Wahl. Diverse Mischungen mit Spinat, Endivien, Lollo, Mangold, Eichblatt, Tatsoi, Mizuna oder Senfblatt bieten abwechslungsreiche Geschmackskombinationen. Die Salate werden direkt nach der Ernte geschnitten, in Eiswasser gewaschen, getrocknet und verpackt. Durch den Kälteschock verschliessen sich die Schnittstellen, und der Salat bleibt frisch und knackig.
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Ein aufgepeppter Salat bietet ein leichtes, sättigendes Essen an sommerlichen Tagen.
.
Bild und Styling: Claudia Linsi
... aufgepeppt Zu einer sättigenden Mahlzeit gehören tierisches oder pflanzliches Eiweiss, Koh lenhydrate sowie Früchte und Gemüse. Mit würzigen Poulet stücken (ersatzweise Grill käse), Avocadoscheiben und Granatapfelkernen* lassen sich die Schnittsalate zu einer vollwertigen Mahlzeit auf werten. Dazu passt das neue FrenchPepperDressing. * erhältlich von Anna’s Best
Anna’s Best Königssalat, 150 g Fr. 3.90
Anna’s Best Roter Kopfsalat, 150 g Fr. 2.80
Anna’s Best Jungblattsalat, 100 g Fr. 3.50 In grösseren Filialen
Anna’s Best Dressing French Pepper, 350 ml Fr. 4.20
62 | MM28, 11.7.2016 | MIGROS-WELT
150 Jahre Nestlé Bis zum 18. Juli gibt es in der Migros viele Jubiläumsrabatte und eine Glücksrad-Promotion. Infos: www.miggy.ch/ 150jahre-nestle
Nestlé-Jubiläum
Eine Pionierleistung Während der Miggy-Sparwochen sind viele Babyprodukte von Nestlé in der Migros mit Jubiläumsrabatt erhältlich. Anlass ist der 150. Geburtstag des Nahrungsmittelkonzerns, dessen Aufstieg mit einem Kindermehl begann. Text: Dora Horvath
M
it mehr als 330 000 Mitarbeitern weltweit ist Nestlé der grösste Lebensmittelhersteller der Welt. Seit dem Start seiner Erfolgsgeschichte vor 150 Jahren bietet der Schweizer Konzern den Konsumenten eine Vielzahl innovativer Produkte. Damit hat er es auf den ersten Platz geschafft. Auch in der Migros sind viele Artikel von Nestlé erhältlich. Noch bis zum 18. Juli profitieren die Kunden im Rahmen des 150-Jahr-Jubiläums von Rabatten auf Nestlé-Babyprodukte in der Migros. Zwar führt die Nestlé-Gruppe den Beginn ihrer
Geschichte auf die 1866 gegründete Anglo-Swiss Condensed Milk Factory in Cham ZG zurück, mit der sie 1905 die erste ihrer vielen erfolgreichen Fusionen einging. Doch mit Henri Nestlé trat ein Wirtschaftspionier auf die Bühne, der 1867 mit seinem Kindermehl einen Muttermilch ersatz und den ersten Nestlé Markenartikel entwickelte. Die wichtigsten Ingredienzien waren kondensierte frische Alpenmilch und Zwieback. In der Werbung wurde die Schweizer Herkunft in den Vordergrund gestellt. Das Mehl, das nur noch mit Wasser angerührt werden musste, galt schon bald auch in
der Ärzteschaft als Wundermittel gegen die hohe Säuglingssterblichkeit. Mit seinem untrüglichen Instinkt für die richtige Vermarktung liess Henri Nestlé sein Kindermehl statt durch Lebensmittelhändler von Apothekern und Ärzten verkaufen. Ebenso neu war, dass er es in Dosen anbot und nicht, wie damals üblich, im Offenverkauf. Als Henri Nestlé 1875 sein Unternehmen veräusserte, produzierte dieses bereits über eine Million Dosen pro Jahr. Man exportierte das NestléKindermehl in 18 Länder auf fünf Kontinenten. MM
Nestlé Lactoplus Pyjama Malt, 400 g* Aktion 20 %
Nestlé Beba Junior 12+, 700 g* Aktion 33 %
Nestlé Baby Cereals Biscuit Cerealien, 450 g Aktion 20 %
Nestlé Junior Milk 12+ flüssig, 1 l* Aktion 33 %
Nestlé Bébé Choco, 400 g* Aktion 20 %
Fr. 7.10 statt 8.90 bis 18. 7. * in grösseren Filialen
Fr. 11.70 statt 17.50 bis 18. 7.
Fr. 8.60 statt 10.80 bis 18. 7.
Fr. 2.80 statt 4.20 bis 18. 7.
Fr. 5.50 statt 6.90 bis 18. 7.
MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 63
Die Qualität der Schweizer Milch und die alpine Welt waren um 1900 ein wichtiges Werbe argument, um das Kindermehl zu vermarkten.
Das Reklameschild von 1898 beschwört eine heile bäuerliche Welt. Hygienisch einwandfreie Frischmilch war in den Städten Mangelware.
Das Foto von 1890 zeigt die NestléFabrikhalle in Vevey. Die Kindermehldosen werden kontrolliert, verpackt und für den Versand vorbereitet.
Bis zur Fusion von 1905 machten sich die AngloSwiss Condensed Milk Factory aus Cham und Nestlé mit Konkurrenzprodukten den Markt um Kindernahrungsmittel streitig.
64 | MM28, 11.7.2016 | MIGROS-WELT
Mega Win
Vom Glück geküsst
Die zurückliegenden Wochen waren für Migros-Kunden vom Sammelfieber geprägt. Immerhin gab es bei Mega Win attraktive Preise im Gesamtwert von über 500 000 Franken zu gewinnen – von einer Traumreise über einen Curved OLED-TV bis zum Luxus-Grill.
Lucy M. (40) aus Basel mit Söhnen
gewinnt einen WeberGasgrill von Do it + Garden. «Dieses Modell ist ganz klar ein Upgrade zu unserem Holzkohlegrill. Grill sei Dank werde ich ab sofort weniger kochen müssen. Denn beim Grillieren helfen bei uns alle mit.»
Karin S. (44)
Bilder: Kaspar Isler
aus Eschlikon TG
gewinnt einen Einkaufsgutschein von SportXX. «Als ich die Karte voll hatte, war ich baff und dachte, ich investiere mal ins Porto und lass mich überraschen, ob etwas kommt. Die Freude war gross! Wofür ich den Gutschein einsetze, steht noch nicht fest.»
MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 65
Gewinn einlösen nicht vergessen!
Wer in seinem Sammelheft eine Sammelkarte vollständig beklebt hat, kann diese noch bis zum 24. Juli 2016 einsenden. Es gilt das Datum des Poststempels. Alle Gewinner, Preise, weitere Informationen und kostenlose Sticker-Sets finden Sie auf www.migros.ch/ megawin
Drita B. (27) aus Aadorf TG
Barbara B. (53)
aus Neuenburg mit Familie gewinnt
einen Curved OLED-TV von Melectronics. «Als die Karte plötzlich voll geklebt war, habe ich bloss erstaunt meinen Sohn gerufen, damit er sich das auch mal anschaut. Auch er konnte es nicht wirklich fassen und rief seinen Bruder, der uns den Gewinn bestätigte und uns auch gleich die technischen Vorzüge des Fernsehers erklärte.»
gewinnt ein 3er-Sofa von Micasa. «Der Gewinn kommt uns sehr gelegen. Wir haben kürzlich eine Wohnung gekauft und wollten uns auch ein neues Sofa leisten. Und zwar genau dieses Modell! »
Heidi S. (67)
Daniela B. (39)
aus Steinach SG mit Familie gewinnt eine
Gartenlounge von Do it + Garden. «Die Lounge ist ein toller Gewinn für gemütliche Stunden mit Familie und Freunden. Genau so eine fehlte uns noch für den Gartensitzplatz.»
aus Jona SG gewinnt einen Feuerkugelgrill von Do it + Garden. «Seit mein Mann nicht mehr lebt, sind meine beiden Schwiegersöhne die Grillmeister in meinem Garten. Der Kugelgrill ist sicherlich der Wunschpreis meiner Familie, die mich oft besuchen kommt und sich bereits auf die Grillabende freut. Vom Rost mag ich die mit Speck umwickelten Spiessli aus der Migros am liebsten.»
66 | MM28, 11.7.2016 | MIGROS-WELT
Von uns. Von hier.
Liebesglück dank Schoggi aus der Migros Eine Tafel Frey-Schokolade diente als Kupplerin, als sich Katja Kriebel und Claudia Graf zum ersten Mal begegneten. Heute sind sie glücklich verheiratet, wenngleich für ihre Beziehung zwei Anläufe nötig waren. Text: Claudia Langenegger Bild: Paolo Dutto
Die Tourist-Schokolade spielte eine wichtige Rolle, als sich Claudia Graf (links) und Katja Kriebel vor über zwei Jahrzehnten zum ersten Mal begegneten. Sie ist bis heute ein ständiger Begleiter geblieben.
V
or 21 Jahren trafen sich Katja Kriebel (49) und Claudia Graf (46) zum ersten Mal – zufällig und mitten in der Süsswaren abteilung der Migros Bassersdorf ZH. Als sie vor dem Gestell mit der TouristSchoggi standen, nahm Claudia all ihren Mut zu sammen und sprach Katja an. Die attraktive Frau war ihr schon am Morgen am Bahnhof in Bassersdorf aufgefallen. «Ich war mit meinem Einkauf eigentlich schon fertig», erinnert sich Claudia. «Aber als ich Katja dann in die Migros kommen sah, überlegte ich mir, was ich zusätzlich noch kaufen könnte.» Ihre Wahl fiel auf die rote Tourist Schokolade, «meine Lieblingsschoggi seit eh und je». Katja erzählt die Geschichte weiter: «Claudia tippte mich sanft an, wir
sprachen kurz miteinander, und schon war sie wieder weg.» Zweite Chance genutzt
Schon bald kam es zu einer weiteren Begeg nung. Wieder in aller Herrgottsfrüh, wieder auf dem Perron. Das Eis war gebrochen. Sie redeten miteinander und fuhren gemeinsam nach Zürich. Katja arbeitete dort als Orient teppichRestauratorin, Claudia als Coiffeuse. Auch wenn die Anziehungskraft zwischen beiden stark war, so trennten sie sich nach ein paar gemeinsamen Monaten doch wieder. Die Zeit war noch nicht reif, auch weil Claudia noch in einer festen Beziehung steckte. Den Kontakt verloren sie indessen nie ganz, und als sie sich acht Jahre später wieder trafen, funkte es sofort. Und dieses Mal standen die
Vorzeichen günstig für eine gemeinsame Zukunft. Sie bezogen eine Wohnung im Zürcher Oberland. Mit Claudia als Partnerin wurde Katja nicht nur zur Katzenliebhaberin, bald teilten sie auch die Vorliebe für die Tourist-Schoggi von Frey. «Davon haben wir immer auf Lager. Sie darf nicht fehlen.» Vor neun Jahren feierten Claudia und Katja Hochzeit. «Das war im Winter. Im Sommer gab es dann ein grosses Fest für unsere Freunde.» Das Paar hatte nie ein Pro blem wegen seiner Homosexualität. Selbst auf dem Lande nicht, obwohl die Gesinnung dort im Allgemeinen eher konservativ ein geschätzt wird. «Ich erlebe die Leute hier als offen und tolerant», sagt Katja. «Wir werden akzeptiert wie jedes andere Paar auch.»
MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 67
Gewinner-Porträts
Strand, Liebe und Familie Drei besondere Migros-Momente hat der Künstler Alexey Cubas ausgesucht
und daraus jeweils ein Gemälde geschaffen. Die Geschichten sind nun auf www.migrosmomente.ch aufgeschaltet. In einer davon erzählt Fabienne, wie der Migros-Ice-Tea dazu beitrug, dass sie und ihr Cevi-Kollege ein Paar wurden. Hilde aus Zürich erinnert sich an ihre Kindheit,
Das haben die beiden bestimmt auch ihrer Art zu verdanken: «Wir sind immer offen und klar», sagt Katja. «Ich denke, das ist wichtig. Ohne Heimlichtuereien gibt es auch kein blödes Geschwätz.» In den vergangenen Jahrzehnten habe sich die Akzeptanz für gleichgeschlechtliche Beziehungen verändert. Sie finden beide, dass die Gesellschaft toleranter geworden ist. «Dass zwei Frauen ein Paar sind, ist heute normal. Nicht ohne die «Tourist» in die Natur
Heute arbeitet Claudia im sozialen Bereich, Katja als Sachbearbeiterin in der Buchhaltung. Seit fünf Jahren wohnen sie mit ihren fünf Katzen in einer Loft in einer ehemaligen Weberei. «Wir leben total im Grünen, ab vom Schuss», sagt Claudia. Sie erfreuen sich
an der Umgebung vor ihrer Haustür und sind oft in der Natur unterwegs. Was weder auf Wanderungen und Spaziergängen noch am Abend beim gemütlichen Fläzen auf dem Sofa fehlen darf, ist die rote «Tourist». Doch so sehr sie ihre Lieblingsschoggi verehren, so gut wissen sie auch, dass man Schokolade nur in Massen geniessen sollte. Dank einer Ernährungsumstellung haben sie im vergangenen Jahr in 20 Wochen 20 Kilogramm abgenommen – ohne ganz auf die Tourist-Schoggi zu verzichten. «Wir geniessen sie umso mehr», sagt Claudia und betont, wie froh sie seien, dass es die süsse Verlockung auch als Riegel gibt. «So können wir nach wie vor eine ganze Packung verdrücken – ohne schlechtes Gewissen», sagen beide, fast wie aus einem Mund. MM
als Migros-Einkäufe noch in der Chrätze heimgetragen wurden, und der Sohn von Stefania aus dem Tessin benutzt für seine Strandspielsachen ein besonderes Transportmittel (Bild). Alexey Cubas:
Der in Kuba geborene Maler Alexey Cubas (26) lebt seit 2014 in Zürich und stellt seine grossformatigen Bilder in diversen Galerien und Ausstellungen in der Schweiz aus.
© 2016 The Coca-Cola Company. Coca-Cola, Coca-Cola zero, the Contour Bottle and the Dynamic Ribbon are registered trademarks of The Coca-Cola Company.
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MNIGROSWELT | MM28, 11.7.2016 | 69
Frage der Woche
Warum verkauft die Migros noch immer Produkte, die den ökologisch bedenklichen Rohstoff Palmöl enthalten? Ein genereller Verzicht auf Palmöl ist aus Sicht der Migros
keine Lösung. Palmöl hat eine bessere Ökobilanz als andere Öle. Zu dieser Einschätzung kommen die Landwirtschaftsorganisation der Uno sowie der WWF. So benötigen etwa Palmölplantagen weniger Land als Felder mit anderen Ölpflanzen. Palmöl hat als Rohstoff viele Vorteile, die vor allem bei der Herstellung von Nahrungs mitteln ins Gewicht fallen: Es hat schon bei Zimmertemperatur
eine feste Konsistenz und muss deshalb nicht gehärtet werden. Zudem lässt es sich hoch erhitzen. Aus diesen Gründen setzt die Migros nicht auf einen Verzicht, sondern auf nachhaltig her gestelltes Palmöl. Die Detailhändlerin hat zusammen mit dem WWF und weltweit tätigen Produzenten und Verarbeitern das Gütesiegel RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) entwickelt. Es stellt sicher, dass beim Anlegen der Palmölplantagen keine Brandrodung stattfindet und dass die
Landrechte der lokalen Bevölkerung respektiert werden. Zudem müssen die Plantagenbetreiber unter anderem die Arbeitssicherheit und den minimalen Einsatz von Chemikalien garantieren. Das zertifizierte Palmöl lässt sich bis zur Plantage zurückverfolgen. Unabhängige Zertifizierungs organisationen überprüfen die Einhaltung der Kriterien. Die Migros hat im Rahmen von Generation M versprochen, nur noch Palmöl aus nachhaltigem Anbau zu verwenden. Dieses Ziel ist inzwischen erreicht. MM
Haben Sie eine Frage?
Kontaktieren Sie uns! MInfoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr. Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.
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Die neue Heidi-Kleiderkollektion für Kinder und Babys ist da! Die Welt von Heidi und Geissenpeter präsentiert sich auf hochwertiger Bio-Baumwolle: Shirts, Shortys und Bodys sind rundum ökologisch. Die Kollektion ist exklusiv in der Migros erhältlich. Text: Dora Horvath
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Bilder: Bernd Emmerling
Styling: Eva Emmerling
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Die herzigen Sujets auf den Kleidern stammen aus der 3-D-Animationsserie «Heidi» von 2015. Die Figuren selbst kennt man aus der gleichnamigen Zeichentrickserie von 1974. 4
Sortiment für Kinder
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Migros-Bio Cotton Mädchen T-Shirt, Gr. 104–128* Fr. 12.90 Migros-Bio Cotton Knaben T-Shirt, Gr. 104–128* Fr. 12.90 Migros-Bio Cotton Mädchen Mütze von 2–4 und 4–6 Jahre* Fr. 7.90 Migros-Bio Cotton Mädchen Shorty, Gr. 98/104–122/128* Fr. 16.90
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Migros-Bio Cotton Knaben Shorty, Gr. 98/104–122/128* Fr. 16.90 * in grösseren Filialen
Bio Cotton Migros garantiert kontrolliert biologischen Baumwollanbau mit Respekt vor Mensch und Umwelt.
Ein Teil von
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Sortiment für Babys Die Heidi-Kollektion ist auch in BabyGrössen erhältlich. Im Gegensatz zur Kinderkollektion sind die T-Shirts beim Ausschnitt seitlich mit Druckknöpfen versehen.
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Migros-Bio Cotton Baby Trägerbody, Gr. 50/56–98 Fr. 9.90 In grösseren Filialen
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Baumwolle
Garantierte Qualität Die beiden Labels Migros-Bio Cotton und Eco garantieren, dass die zertifizierten Textilien schadstofffrei sind. Die Unterschiede zu konventionell hergestellter Kleidung auf einen Blick:
Natürliche Bewirtschaftung
Konventionelle Herstellung
• Natürliche Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel durch Lockpflanzen • Keine Verwendung von Gentechnik • langfristiger Erhalt der Böden und Artenvielfalt
• Schädlinge werden mit Pestiziden bekämpft • Hoher Wasserverbrauch • Verschmutzung von Umwelt und Grundwasser • Gesundheitliche Gefährdung der Bauern
– Auf dem Feld –
• Eco-Standard für Produktund Produktionsökologie • Sozialverträgliche Arbeitsbedingungen • Umweltschonende Produktion • Rückverfolgbarkeit
• Hohe Umweltbelastung • Kein getrennter Warenfluss Migros-Bio Cotton Baby Knaben Shorty, Gr. 68–98* Fr. 14.90
– In der Fabrik –
Persönlicher Mehrwert
Illustration: Mira Gisler
Migros-Bio Cotton Baby Mädchen Shorty, Gr. 68–98* Fr. 14.90
Konventionelle Verarbeitung
Ökologische Verarbeitung
• Angenehme Tragqualität durch sauberen Anbau • Persönlicher Beitrag zum Umweltschutz
Migros-Bio Cotton Baby Knaben Body, ärmellos, Gr. 50/56–98* Fr. 9.90
Mode ohne ökologischen Mehrwert
– Auf der Haut –
Migros-Bio Cotton Baby Mädchen T-Shirt, Gr. 68–98* Fr. 9.80
• Konventionelle Textilien erfüllen nur gesetzliche Mindestanforderungen • Keine Labels • Rückverfolgbarkeit ist nicht gewährleistet Migros-Bio Cotton Baby Knaben T-Shirt, Gr. 68–98* Fr. 9.80 * in grösseren Filialen
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Kinder im Freien
Auf ins Abenteuer!
Wenn kleine Abenteurer grossen Hunger haben und diesen am Lager feuer stillen möchten: TerraSuisse Schlangen brot, ungekühlt, 240 g Fr. 3.90
Kinder lieben es, draussen gemeinsam mit Gleichaltrigen herumzutollen. Am liebsten im Wald oder im eigenen Garten. Dort lockt das Abenteuer mit Versteck- und Indianerspielen, wilden Wasserballonschlachten, dem Bauen von Hütten, dem Stauen von Bächen und vielen anderen Aktivitäten. Erwachsene können ob so viel Fantasie, Ausdauer und Entdeckergeist nur staunen. Aber was gibt es Schöneres, als seine Sprösslinge dabei zu beobachten, wie sie die Welt auf spielerische Weise für sich entdecken?
In grösseren Filialen
Ideal, um das Werfen und Fangen zu erlernen und ein gutes Ballgefühl zu entwickeln: NeoprenKlettballFangspiel mit Ball, für Kinder ab 3 Jahren Fr. 14.90 Im SportXX sowie unter www.sportxx.ch
Hier hat die ganze Familie Platz! Einfach aufblasen, auffüllen und unbeschwert planschen: Summer Waves Family Pool, quadratisch, mit zwei integrierten Getränkehaltern, 201 × 201 × 46 cm Fr. 69.90
Leicht, stabil, handlich und mit einem praktischen, versenkbaren Trinkknopf: Sistema Trinkflasche, 600 ml Fr. 11.80
Bild: Getty Images
Im Do it + Garden
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Bei der Kleiderfrage reagieren Jungs in der Regel gar nicht kleinkariert: Knaben Bermudas, Gr. 104–158 Fr. 12.90
Schnell ein Depot mit Ballons anlegen, und schon kann die Wasserschlacht beginnen: Aqua Fun Wasserballonpumpe, inkl. 100 Ballons Fr. 14.90
In grösseren Filialen
Im SportXX sowie auf www.sportxx.ch
Perfekt für die Badi oder das Planschbecken im Garten: Badeanzug Mädchen, Gr. 98–128 Fr. 19.– In grösseren Filialen
Früh übt sich, wer eine «Fashionista» werden und sich ein persönliches T-Shirt gestalten möchte: Funtastics Textile Fun, 5 Stück Fr. 8.90 In grösseren Filialen
Mobiles Spielparadies für kleine Kletterer, Kicker und Baketballer: Smoby Fun Center für Kinder ab 2 Jahren, inkl. Picknicktisch und zwei Bänken Fr. 399.– Im Do it + Garden
Warum nicht mal «Himmel und Hölle» auf Erden spielen? Das beliebte Hüpfspiel schult Motorik und Koordination: Strassenkreide, 20 Stück Fr. 3.50 In Migros-Filialen sowie auf www.melectronics.ch
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Walliser Wochen
Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Wallis
Leckerbissen aus dem Wallis
«Der Raclette Wallis 65» Esméralda Fauchère, Verantwortliche Sektor Milchprodukte
Welche regionalen Produkte führen Sie in Ihrem Sortiment? Wir bieten mehrere Käsesorten an: Tommes, Raclette, Ziegen käse und «Fromage Vieux» (alter Käse). Daneben natürlich Joghurts, Milch und Eier. Was bedeuten Ihnen die regionalen Labels? Sie signalisieren mir, dass es sich um die besten Produkte unserer Region handelt. Ausserdem stellen sie einen Vorteil für unsere Landwirtschaft dar. Ich finde, dass sie im Geschmack viel besser sind als die anderen Produkte. Was bedeuten die Labels Ihren Kundinnen und Kunden?
Für die Kundschaft sind sie ein Abbild unseres Kantons. Sogar Touristen aus dem Ausland achten sehr auf das «Aus der Region.»Label und suchen die Produkte, die dieses Logo tragen. Das merken wir ins besondere in der Wintersaison. Welches ist Ihr regionales Lieblingsprodukt? Ein besonderes Faible habe ich für den Raclette Wallis 65 aus Turtmann. Im Gegensatz zu den bekannten Schweizer Raclette Produzenten, die standardisierte Produkte vertreiben, haben unsere Rohmilchkäse die typi schen Aromen und den Charak ter des Ursprungsorts.
«Apfelsaft aus der Region» Loïc Dutruel, Verantwortlicher Sektor Kolonialwaren
Welche regionalen Produkte führen Sie in Ihrem Sortiment? Wir haben «Aus der Region. Für die Region.»Produkte in allen Bereichen: Essig, Frucht säfte, Kräutertees oder Gewürze, um nur einige Beispiele zu nennen. Das regionale Sor timent ist sehr gross. Was bedeuten Ihnen die regionalen Labels? Für mich sind sie ein klares Bekenntnis zum Kanton, die Solidarität mit den Bauern und die Unterstützung unserer Region. Das Label wirbt für Qualitätsprodukte. Es ist wichtig, seine Qualitäten zur Geltung zu bringen.
Was bedeuten die Labels Ihren Kundinnen und Kunden? Ich bin Franzose, wohne aber seit mehr als fünfzehn Jahren in der Schweiz und habe in verschiedenen Konkurrenz unternehmen gearbeitet. Ich kann Ihnen versichern, dass die MigrosKundschaft einen starken Bezug zu ihrer Region hat. Welches ist Ihr regionales Lieblingsprodukt? Hmmm, für welches soll ich mich entscheiden? Ich konsumiere schliesslich regel mässig regional ... Vielleicht am ehesten für den Apfelsaft. Meine zwei Söhne mögen ihn so gerne.
MIGROS-WELT | MM28, 11.7.2016 | 77
Vom 11. Juli bis zum 3. August stehen die Produkte mit den Labels «Aus der Region. Für die Region.» und «Walliser Tradition» noch stärker im Zentrum. Einige sind zu stark reduzierten Preisen erhältlich. Anlässlich der Walliser Wochen stellen Mitarbeitende der Migros-Filiale Forum des Alpes in Conthey ihre Lieblingsprodukte vor. Text und Bilder: Mélanie Zuber
«Der Gala-Apfel» Adil Jaouni, Mitarbeitender Früchte- und Gemüseabteilung
Welche regionalen Produkte führen Sie in Ihrem Sortiment? Wir haben so viele Früchte und Gemüse aus dem Wallis im Sortiment! Es ginge zu lange, sie alle zu nennen. Was bedeuten Ihnen die regionalen Labels? In meinen Augen stehen sie für Qualität, Frische und Unterstützung der regionalen Wirtschaft. Was bedeuten die Labels Ihren Kundinnen und Kunden? Meine Kundinnen und Kunden informieren sich oft über die Herkunft der Produkte und suchen die, die im Wallis angebaut wurden. Einige hätten
gerne regionale Produkte zum ausländischen Preis. Es können nicht alle nachvollziehen, warum lokale Produkte manchmal höhere Produktionskosten haben als jene aus dem Ausland. Viele zahlen für ein gutes Produkt aber gerne einen fairen Preis. Welches ist Ihr regionales Lieblingsprodukt? Ich denke der Gala-Apfel mit seiner schönen roten Farbe. Habe ich die Möglichkeit, wähle ich immer Produkte aus der Region. Sie schmecken hervorragend und bereiten Freude. Unser Sortiment bietet eine riesige Vielfalt.
«Die Eringer Wurst» Sébastian Trachsler, Verantwortlicher Sektor Fleischprodukte
Welche regionalen Produkte führen Sie in Ihrem Sortiment? Wir haben Trockenfleisch, Frischfleisch sowie Forellen und geräucherte Forellenfilets im Angebot. Was bedeuten Ihnen die regionalen Labels? In meinen Augen vermitteln «Aus der Region. Für die Region.» und «Walliser Tradition» regionale Identität. Mit diesen Labels signalisiert die Migros, dass sie sich für die Region engagiert. Welche Bedeutung haben die Labels für Ihre Kundinnen und Kunden?
Sie achten sehr auf die Herkunft des Fleisches und zahlen wenn nötig auch ein wenig mehr dafür. Welches ist Ihr regionales Lieblingsprodukt? Die Eringer Wurst von Couturier. Alle Würste dieser Marke sind unglaublich gut. Aber die Eringer Wurst ist einfach die beste. Sie weckt Erinnerungen in mir an die Produkte der kleinen handwerklichen Metzgerei, in der ich meine Lehre gemacht habe. MM
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Milchschokolade mit Haselnüssen 100 g
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Haben jetzt Saison: Die stark gerippten Ochsenherz- und die bunten OlivettiTomaten sind beide in der Migros Wallis erhältlich.
Saison
Rote Verführung Cœur de boeuf, Berner Rose oder Russische Schwarze? In den Filialen der Migros Wallis gibt es Tomaten in vielen interessanten Sorten. Im Sommer entwickeln sie die intensivsten Aromen.
Bild: Viktoriia Borysenko | 123rf.com
Text: Mélanie Zuber
Z
u allen anderen Jahreszeiten ist die Tomate nur eine Tomate. Im Sommer aber entwickelt sie unter der Walliser Sonne ihren vollen Geschmack. In den Auslagen der MigrosSupermärkte liegen viele verführerische Sorten, von denen jede ihren eigenen Charakter hat. Die Rispentomate ist bei den Konsumentinnen und Konsumenten sehr beliebt. Wenn man den Stängel dran lässt, bleibt sie
länger frisch. Eine weitere Tomatensorte ist die stark gerippte Cœur de boeuf oder auf Deutsch Ochsenherz. Diese Tomate wird recht gross und in Italien bevorzugt roh und noch leicht grün gegessen, da in diesem Stadium das Säure-ZuckerVerhältnis optimal ist. Die Berner Rose ist auch vollreif nicht rot, sondern bleibt rosafarben. Ihr süsser und fruchtiger Geschmack macht sie aber zu einem kulinarischen Highlight. Erhältlich
in der Migros Wallis ist auch die Russische Schwarze, die eine rot-schwarze Haut hat. Sie hat praktisch keine Säure und macht sich hervorragend in einem Salat. Nicht zu vergessen sind schliesslich die Olivetti-Tomaten: Die kleinen Feinen haben eine perfekt mundgerechte Form. Daher eignen sie sich hervorragend für Apéros, und sind auch bei Kindern sehr beliebt. Es gibt sie in verschiedenen Farben (Gelb, Orange, Rot und Schwarz). So werden die Apéro-Platten schön bunt! MM
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«Löwenfelsen» von Sigiriya wa, wo Sie die Ruinen des Königspalastes (Gal Vihara) mit ihren riesigen Buddha-Figuren sehen. 5. Tag: Dambulla – Kandy Im Gewürzgarten erfahren Sie Interessantes über die hiesigen Gewürze und deren Verwendung. Nach Ankunft in Kandy besichtigen Sie den Zahntempel und geniessen eine eindrückliche Vorstellung der Kandy-Tänzer. 6. Tag: Kandy Am Morgen spazieren Sie im wunderschönen Botanischen Garten von Peradeniya. Anschliessend besichtigen Sie den Embekke Devale Tempel. Am Nachmittag erkunden Sie Kandy bei einer Tuk-Tuk-Fahrt. 7. Tag: Kandy – Nuwara Eliya Heute fahren Sie auf beinahe 2’000 m Höhe, ins Tee-Anbaugebiet, wo Sie eine Teefabrik besuchen und Nuwara Eliya auf einer Stadttour entdecken. 8. Tag: Nuwara Eliya – Yala Sie besuchen den Seethe Amman Tempel und erkunden die Ella Wasserfälle. Bei einer Safari im Yala National Park entdecken Sie mit etwas Glück Wildbüffel, Elefanten oder sogar einen Leoparden.
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9. Tag: Yala – Galle – Bentota Sie verlassen Yala und fahren zum Galle Fort. Nach einer Besichtigungstour geht es weiter mit einer Flussfahrt auf dem Madu Ganga. Am Abend treffen Sie in Ihrem Strandhotel ein. 10. – 12. Tag: Bentota Erholen Sie sich die nächsten 3 Tage am Meer. Geniessen Sie den herrlichen Strand und die Freizeitangebote Ihres Hotels Centara Ceysands. 13. Tag: Bentota – Colombo Rückfahrt nach Colombo und kurze Stadtrundfahrt. 14. Tag: Colombo – Dubai – Zürich Rückflug am Morgen mit Emirates von Colombo nach Dubai, Umsteigen und Weiterflug nach Zürich. Ankunft am Abend.
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31% Auf einem schönen offiziellen Grillplatz mit einer gewissen Infrastruktur
24%
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Gibt es eine Etikette für die Badi? Richtig oder falsch?
Sommerflieder fördert die Schmetterlinge. Falsch!
Zwar bietet der Som merflieder durch seine vielen Blüten reichlich Nektar als Nahrung für die Schmetterlinge, doch können sich seltene Schmetter lingsarten und vor allem die Schmetter lingsraupen nicht von deren Blättern ernäh ren. Da der Sommer flieder zudem viele Pflanzen verdrängt, die den Raupen als alternative Futter quellen dienen könn ten, finden die Raupen keine Nahrung mehr und verhungern.
Illustration: Andreas Klammt; Bild: Stefan Sulzer
Darum gilt:
Philipp Tingler (44) ist Autor
und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.
«Allerdings. Die Badi ist ein Ort, wo viele Dinge gemeinsam genutzt werden, daher ist Rücksichtnahme das oberste Gebot. Das heisst: Respektieren Sie den Raum Ihrer Mitmenschen. Sowohl physisch, indem Sie nicht klitschnass oder mit tropfender Glace über anderer Leute Badetücher hüpfen oder unkoordiniert mit Bällen oder Frisbees um sich werfen. Wie auch psychisch. Alles, was laut ist, ist tabu, vor allem Schnarchen, Schreien und Telefongedudel. Unterhaltungen mit alten oder neuen Bekanntschaften sind natürlich Teil des Erlebnisses und unbe dingt zu pflegen. Ansonsten bleibt Ihnen eine klassische Badi beschäftigung, die zudem völlig geräuschlos ist: Lesen. Übrigens: Nur weil jemand ein Stammgast ist, gibt ihm (oder ihr) das keiner lei Vorrechte etwa auf einen bestimmten Sitz oder Liegeplatz. In der Badi sind alle gleich. Wenn auch nicht von aussen.»
Wer Schmetterlinge unterstützen möchte, verzichtet auf Som merflieder und pflanzt stattdessen einheimi sche Pflanzen und Sträucher wie Thymian, Schwarzdorn oder Schwarzen Holunder an, die auch den Schmetterlingsraupen als Futterpflanze dienen.
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LEBEN | MM28, 11.7.2016 | 85
Wie ein Storch durchs kalte Wasser staken fördert den venösen Blutstrom und beugt Krampf adern vor.
Tipps
Das können Sie tun
Gesundheit
Auf leichten Beinen Krampfadern sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sie können auch
negative Folgen für die Gesundheit haben, wenn sie nicht ärztlich behandelt werden. Doch man kann einiges tun, damit es nicht so weit kommt. Text: Vassiliki Bekou
K Dr. med. Vassiliki Bekou, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, Santémed Gesundheitszentrum Kreuzlingen TG
Bilder: Fotolia, zVg
www.vbderma.com
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rampfadern sind die häufig ste Venenerkrankung der Beine. Nach Schätzungen ist jeder dritte Erwachsene im Lauf seines Lebens davon betrof fen. In den meisten Fällen werden Krampfadern vererbt. In zirka fünf Prozent der Fälle entstehen sie in folge anderer Venenerkrankungen, zum Beispiel bei einer tiefen Bein venenthrombose. Normalerweise wird das Blut von den Füssen gegen die Schwerkraft zum Herzen transportiert. Wenn durch Veranlagung die Venenwände schwach sind, das umgebende Gewe be wenig Druck aufbaut und die Bewegung der Beine fehlt, zum Bei spiel durch stehende oder sitzende Tätigkeiten, bleibt mehr Blut in den Beinen zurück. Die Venen werden so weit gedehnt, bis sich die Venen klappen nicht mehr schliessen. Mit fortschreitender Erkrankung kommt es infolge der Abflussstörung des Blutes und des damit erhöhten Venendrucks in den Beinen zu schwe
ren Schäden, insbesondere am Unter schenkel. Die Folgen sind Ödeme (Beinschwellung), Schweregefühl, Juckreiz oder nächtliche Waden krämpfe. Des Weiteren kann es zu braunen Flecken, Ekzemen (Stau ungsdermatitis), einer Entzündung der oberflächlichen oder tiefen Venen (oberflächliche resp. tiefe Throm bose), einer Lungenembolie oder gar zu einem sogenannten offenen Bein kommen. Viele Behandlungsmöglichkeiten
Der Goldstandard in der Diagnostik ist die Ultraschalluntersuchung, um festzustellen, wo der oberste und der unterste Punkt des Rückflusses liegen und wie das Gewebe aussieht (AnatomieMorphologie). Leichte Beschwerden kann man mit Kom pressionsstrümpfen der Klasse II behandeln. Diese Massnahme ist jedoch nur symptomatisch – die Krampfadern bestehen weiterhin. Eine häufig angewandte operative Therapie ist das «Stripping» – das
• Trinken Sie viel Wasser (mindestens drei Liter pro Tag) • Meiden Sie längeres Sitzen oder Stehen. Bewegen Sie Ihre Beine auch beim Sitzen oder Stehen. • Tragen Sie flache Schuhe. • Meiden Sie Übergewicht, Nikotinund Alkoholkonsum. • Achten Sie auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung mit Früchten. • Kneippen ist empfehlenswert. • Geniessen Sie Sauna und Sonnen bäder mit Mass. • Betreiben Sie regelmässig Ausdauer sport, jedoch kein massives Krafttraining. • Meiden Sie das Rauchen, erst recht bei gleichzeitiger Hormontherapie (Pille).
«Herausziehen» der Krampfader inklusive Unterbindung der Venen äste in der Leistenregion (Cross ektomie). Daneben gibt es heute noch weitere Verfahren: Bei der endovenösen Lasertherapie, der Radiofrequenz therapie und der Sklerotherapie wird jeweils die Innenauskleidung der betroffenen Venen (das Endothel) thermisch oder chemisch zerstört, sodass der Blutstrom unterbunden ist. Nach dem Eingriff ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen zu empfehlen. Thrombosen vorbeugen
Längere Flug und Autoreisen (Dauer über 4 Stunden) und Bett lägerigkeit (über 24 Stunden, vor allem bei einem gleichzeitigen Infekt wie Grippe) sind Risikosituationen für Thrombosen. In diesen Fällen sollte durch einen Arzt ein sogenann tes niedermolekulares Heparin (NMH) für die Blutgerinnungshem mung verabreicht werden. MM
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LEBEN | MM28, 11.7.2016 | 87
Migros-Bank-Ratgeber
Unsere Wirtschaft hat den Frankenschock hervorragend gemeistert. Die perfide Auswirkung: Der Franken wird dadurch noch härter. Kaum ist der Frankenschock vom letzten Jahr verdaut, geht es von Neuem los: Nach dem Brexit-Entscheid strömen abermals Milliarden an ausländischem Kapital in die Schweiz. Es gibt aber noch einen zweiten Grund, warum der Franken immer mehr an Wert gewinnt – und dieser ist hausgemacht. Die Rede ist von der enormen Exportkraft der Schweizer Wirtschaft. Trotz Frankenschock hat die Schweiz im Jahr 2015 den bisher höchsten Überschuss im Aussenhandel erzielt. Die Warenexporte übertrafen die -importe um eindrückliche 37 Milliarden Franken (vgl. Grafik). Zum Vergleich: Vor zehn Jahren erreichte der Exportüberschuss gerade mal 8 Milliarden Franken. Obwohl die Exporteure beim damaligen Euro-Kurs von 1.55 Franken noch viel einfachere Bedingungen hatten.
Albert Steck ist
verwantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.
Das demonstriert, wie konkurrenzfähig unsere Wirtschaft auf den globalen Märkten ist. Die Ausfuhren sind heute geografisch breiter abgestützt: So ist der Exportanteil der EU-Länder in den letzten zehn Jahren von 63 auf 43 Prozent gesunken. Dagegen konnte Asien von 17 auf 38 Prozent zulegen. Dieser Erfolg hat allerdings eine Kehrseite: Die Überschüsse bedeuten nämlich, dass ständig noch mehr
W
Beeindruckende Exportstärke der Schweiz Trotz Frankenschock hat der Exportüberschuss einen Rekordstand erreicht. in Mio. Fr.
40 000 35 000 30000
Saldo Aussenhandel
25 000 20 000 15 000 10 000 5000 0 00 Daten: EZV
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Devisen in unser Land fliessen, was den Aufwertungsdruck beim Franken zusätzlich verstärkt. Je besser unsere Wirtschaft also gegen den harten Franken ankämpft, desto mehr wird sie in Form einer weiteren Aufwertung dafür bestraft. Das trifft diejenigen Branchen am stärksten, die dem Währungsdruck nur schlecht ausweichen können, namentlich die Maschinen-, Kunststoff- und Papierindustrie sowie den Tourismus. Als besonders robust erweist sich dagegen die Pharmabranche, die pro Jahr Güter für über
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70 Milliarden Franken ins Ausland exportiert.
Dass die Industrie mit einer stetigen Frankenaufwertung umgehen kann, hat sie zur Genüge bewiesen. Prekär wird es aber, wenn aufgrund von Turbulenzen wie dem Brexit abrupte Kursausschläge hinzukommen. Diese muss die Nationalbank mit Stützungskäufen abfedern. Denn für etliche Betriebe geht es dabei um nicht weniger als ihre Existenz. MM Aktuell auf blog.migrosbank.ch: Führt der Brexit zu einem neuen Frankenschock?
Mamma mia
Olympisches Gold Würde Eva nur etwas schneller schwimmen, könnte sie in Rio an den Start gehen. Deswegen schüttelt sie auch den Kopf, wenn man sie fragt, ob sie noch Schwimmflügeli brauche. Nein, meine Fünfährige hat die Olympia-Quali im 100-MeterFreistil nur knapp verpasst. Da braucht sie sicher keine Bojen an den Oberarmen. Ich will bald alle olympischen Schwimmentscheide mit ihr anschauen. Dann erkennt sie
vielleicht, dass keine Disziplin namens «Abtauchen wie ein Stein» existiert. Obwohl Eva auf dem Rücken liegend schon eine halbe Bahn entlangzappeln kann, macht es gluck, gluck, sobald sie senkrecht pausiert. Bei Ida war es ähnlich. Zwischenzeitlich schwimmt die Grosse wirklich wie ein Fisch. Gerade in Bezug auf Wasser sollten wir Erwachsene nie vergessen, dass es einen Unterschied gibt zwischen
«ich kann» und «ich will können». Der komplette Schwimmkurs meiner Tochter besteht aus zukünftigen Olympioniken. Evas Kollege wurde neulich gefragt, ob er schon vom EinMeter-Brett springen könne. Er nickte und startete durch … Er konnte das wirklich. Nur mit dem Schwimmen, da haperte es. Keine Sorge, das fiel sofort auf. Ein weiteres Talent, das mehr Zeit braucht. MM
Bettina Leinenbach (39)
ist Journalistin und zweifache Mutter.
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LEBEN | MM28, 11.7.2016 | 89
Hotels und WellnessOasen im Bild www.migmag.ch/ pools
Schwimmbad mit Sicht auf den Lago Maggiore: das Boutiquehotel Villa Orselina oberhalb von Locarno TI Wilds Welt
Pools mit Aussicht
In der heissesten Jahreszeit laden die Schweizer Seen und Flüsse zum Abkühlen ein – und die Pools in Hotels und Wellnessoasen. Acht Orte mit spektakulären Aussichten.
1
Die Villa Orselina ob Locarno TI
liegt sehr ruhig. Innerhalb des Boutique- und Luxushotels befindet sich das Schwimmbecken in einer besonders ruhigen, fast schon versteckten Ecke, die selbst die Hotelgäste nicht sofort finden. So hat man das Panorama auf den Lago Maggiore und die Berge oft für sich allein. Nach dem Schwumm laden die Liegestühle zum Entspannen ein.
2
Das Seerose Resort & Spa in Meisterschwanden AG liegt
idyllisch auf der Sonnenseite des Hallwilersees, umgeben von Wasser, Bäumen und Feldern. Pool und «Cocon Thai Spa» können beide genutzt werden.
Bilder: Reto E. wild
3
Das Belvédère Strandhotel & Restaurant in Spiez BE strömt
Atmosphäre aus der Belle Epoque aus und verfügt über privaten Seeanstoss, Motorboot und ein Schwimmbecken mit einem unvergesslichen Ausblick auf den je nach Sonneneinstrahlung tiefblauen oder smaragdgrünen Thunersee.
4
La Réserve Hotel, Spa und Villa in Genf: Und schon wieder so ein
einladender Pool – dieses Mal mit Aussicht auf den Genfersee. Das FünfSterne-Hotel befindet sich im Herzen eines vier Hektar grossen Parks, fünf Kilometer vom Stadtzentrum Genfs entfernt. Und falls es mal regnen sollte, weicht der Gast auf das kleine Hallenbad aus. «Nescens» gehört übrigens zum Spa und hat sich einen Namen für AntiAging-Programme gemacht.
5
Das Hotel Villa Honegg in Ennetbürgen in der Nähe von Luzern
6
Das Kurhaus Cademario oberhalb von Lugano TI ist wohl das
räumt regelmässig Hotelauszeichnungen ab. Zu Recht: der Infinity-Pool des über 100 Jahre alten Boutique- und Fünf-Sterne-Hotels unglaublich privilegiert positioniert –mit Aussicht auf den Vierwaldstättersee und die Berge der Region.
beste Vier-Sterne-Hotel der Schweiz mit
Fünf-Sterne-Aussicht auf den Luganersee. Es wurde 2013 umgebaut und erstrahlt so schön wie noch nie. 2200 Quadratmeter gross ist der «DOT.Spa» mit Felsengrotte, drei Hektar der Park.
7
Die Walliser Alpentherme & Spa in Leukerbad VS ist eine Thermen-
welt mit einer alpinen Quelle, Spa-Erlebnissen, einem breiten medizinischen Wellnessangebot und einem Saunadorf mit einem wunderschönen Ausblick auf die Alpengipfel der Umgebung.
8
Das Ovaverva in St. Moritz GR
sorgt dafür, dass sich fast jedermann Wellness im mondänen Ferienort leisten kann, ohne in einem Fünf-Sterne-Hotel absteigen zu müssen. Der Einzeleintritt fürs Hallenbad kostet 14, das Kombiangebot mit Spa 37 Franken. Zur Auswahl stehen im familienfreundlichen Sportzentrum ein 25-Meter-Schwimmbecken, Rutschbahnen mit Zeitmessung, eine Saunaanlage und ein Aussenpool mit Sicht auf die Berge. MM
Reto E. Wild (48) ist Tourismusexperte und Redaktor beim Migros-Magazin.
90 | MM28, 11.7.2016 | LEBEN
Ausgewandert
Von Zürich via Istanbul nach Dubai Levin lebt seit jeher in unterschiedlichen Kulturen: Sein Vater
ist in der Schweiz aufgewachsen, mit einem türkischen Vater und einer tschechischen Mutter. Levins Mutter ist Schweizerin. Als er ein Jahr alt war, wanderten seine Eltern mit ihm nach Istanbul aus. Vor knapp einem Jahr gings weiter nach Dubai, weil der Vater dort eine neue Stelle im Finanzsektor angenommen hat. Levins Mutter betreibt von Dubai aus eine Handelsfirma für hochwertige türkische Textilien. Levin hat einen zweijährigen Bruder, Julian. Ausserdem
nennt er Abla, das türkische Kindermädchen der Familie, seine grosse Schwester. Mit ihr spricht Levin Türkisch, mit den Eltern Schweizerdeutsch, in der Schule Englisch und Deutsch. Dort lernt er auch noch Arabisch.
Kinder
«Ich bringe meiner türkischen ‹Schwester› Deutsch bei»
Levin (6) lebt in Dubai in einer internationalen Community, spricht fünf Sprachen und verbringt seine Freizeit gern mit Karate, Fussball und Tennis. Text: Gabriela Bonin
Illustration: Olaf Hajek
Im Winter besucht er seine Grosseltern
in der Schweiz und geht mit ihnen Ski fahren. Auch die Hallenbäder in der Schweiz findet er cool.
Levin lebt in Dubai.
Das Land besteht hauptsächlich aus Wüste.
«Ich gehe von Sonntag bis Donnerstag in die Schule. Wochenende ist hier am Freitag und Samstag. Ich besuche die Swiss International Scientific School. Die Kinder kommen aus vielen verschiedenen Ländern. Am liebsten mag ich Mathe, Sport und Kunst. Vielleicht werde ich später Astronaut. Freitags besuche ich eine türkische Gruppe, damit ich auch lerne, türkisch zu lesen und zu schreiben. Dafür bringe ich meiner grossen
türkischen «Schwester» ein bitzeli Deutsch bei. Sie versteht schon viel. Wir leben in der «Green Community», das ist ein sehr grüner Teil von Dubai. Hier gibt es viele Palmen und Pools. In meiner Freizeit nehme ich an vielen Aktivitäten teil. Drei Mal pro Woche trainiere ich Karate.
Ich spiele aber auch Fussball und gehe Tennis spielen. Mit meinen Freunden verabreden wir uns zu Playdates. Am Wochenende fahre ich mit meiner Familie und meinen Freunden manchmal in die Wüste: Dort kann man Kamel reiten oder sich auf einem Sandboard vom Auto über den Sand ziehen lassen. Das macht grossen Spass!» MM
LEBEN | MM28, 11.7.2016 | 91
Timon (11), Stäfa ZH
Willst du wissen, wie man sie löst, oder wie man sie erstellt? Beides wusste ich bisher nicht, aber da meine achtjährige Tochter zeit weise stoisch über Sudokus brütet, fragte ich mal sie. Sie kritzelt jeweils Ziffern in ein Gitterfeld aus drei mal drei Blöcken, das in drei mal drei Felder unterteilt ist. Nun, so sagt das Kind: Beim Sudoku musst du in jedem Neunerfeld alle Ziffern zwischen eins und neun unter bringen. Diese müssen auch in jeder waagrechten Zeile und senkrechten
Spalte vorkommen. Jede Zahl darf nur je ein Mal aufgeführt sein.
die Zahlen spiegelverkehrt auf ein neues Blatt. Voilà!
Wie man das löst, lernt man zum Beispiel auf Youtube. Noch kniff liger als das Lösen ist das Erstellen eines Sudokus. Heute übernehmen das Computerprogramme. Wenn du nach «SudokuGenerator» googelst, kannst du mit einem Klick neue Rätsel erstellen. Du kannst aber auch auf einfachste Art eines selber «erfinden»: Nimm dafür ein be stehendes Sudoku und übertrage
Viel schwieriger ist es, wenn du in einem leeren Gitter in jedes Neunerfeld je eine Eins füllst, dann eine Zwei und so weiter. Prüfe jeden Schritt gemäss den Spielregeln. Bei Fehlern gehst du so weit zurück wie nötig und suchst dann einen besseren Weg. Dabei helfen Lust am Rätseln und logisches Denken – oder viel Zeit und ein Radiergummi. MM
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80 Rp.
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1.20 Fr.
+
Ratet, was die Zeichnungen darstellen, schreibt das entsprechende Wort in die dazugehörige Zeile und tragt dann C die von oben nach unten nummerierten Buchstaben in die Lösungszeile E ein. Dann kennt ihr das Lösungswort. F
D
Kinderfragen zu aktuellen Themen.
Nina, Tobi und Hugo gehen Glace essen. Jeder von ihnen hat seine Lieblingskombination gewählt. Du siehst oben die Preise der Sorten und unten die fertigen Glaces. Kannst du ausrechnen, was jedes Glace kostet und wie viel die Lilibiggs zusammen bezahlen müssen?
WAS SPIELEN HUGO UND TOBI IM SOMMER? A B
Gabriela Bonin (48) beantwortet
+
+
=
+
=
+
= =
G
Lösung: Glace 1: 1.20 Fr. + 1 Fr. + 1.20 Fr. = 3.40 Fr., Glace 2: 1 Fr. + 80 Rp. = 1.80 Fr., Glace 3: 1 Fr. + 1 Fr. + 80 Rp. = 2.80 Fr. Alle Glaces: 3.40 Fr. + 1.80 Fr. + 2.80 Fr. = 8 Fr.
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Lösung: FEDERBALL A) Fisch B) Muschel C) Sandburg D) Ente E) Taucher F) Wasserball G) Badetuch H) Melone I) Glace
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LEBEN | MM28, 11.7.2016 | 93
1 Gemütliche Atmosphäre: Die Zimmer des «Jerzner Hofs» sind in warmen Farben gehalten. 2 Die Bergwelt bietet viele Sportmöglich keiten. Beliebt sind etwa Biketouren. 3 Das Teichareal mit grossen Liegeflächen lädt zum Baden und Entspannen ein.
Wettbewerb
Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin und der «Jerzner Hof» verlosen 2 x 4 Übernachtungen für je 2 Personen inklusive Halbpension im «Jerzner Hof». Der Gewinn hat einen Gesamtwert von 3000 Franken. Wettbewerbsfrage:
Wie gross ist das Teichareal des «Jerzner Hofs»? So machen Sie mit: Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf)
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und nennen Sie Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem
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2 x 4 Nächte im «Jerzner Hof» im Pitztal
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Glücksgriff
Erfrischung garantiert Nordic Walking, Mountainbike-Touren, Wandern: Das Migros-Magazin und das Hotel Jerzner Hof verlosen 2 x 4 Übernachtungen im Tiroler Pitztal.
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öher und höher windet sich die Strasse, bis man das Ortsschild Jerzens auf 1100 Meter über Meer passiert, das Plateau den Blick über Wiesen freigibt und sich die Pitztaler Bergwelt erhaben präsentiert. Das Vier-Sterne-Hotel Jerzner Hof liegt etwas oberhalb des Orts, an einem herrlichen Sonnenhang. Gemütlich, herzlich, genussvoll: Das sind die drei Merkmale des «Jerzner Hofs». Im eleganten Tiroler Stil präsentieren sich Entrée, Bar und Restaurant auf einer Ebene. Letzteres ist aufgrund des Panora-
Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt.
mablicks äusserst beliebt. Die Küche überzeugt aber nicht nur mit Ausblick, sondern auch mit dem, was auf den Teller kommt. Wellness im Teichareal
Die im modernen Landhausstil eingerichteten Zimmer beruhigen mit warmen Farben und klaren Linien. Im Spa erwartet die Gäste auf rund 1400 Quadratmetern ein grosser Wellnessbereich mit Wasseroasen, Dampfwelten, Lichtwogen und Ruheinseln. Besonders erquickend im Sommer ist das Teichareal des «Jerzner Hofs» – mit einer Gesamtgrösse
von 2500 Quadratmetern und einer ausgedehnten Liegefläche, die den Gästen des Hauses natürlich gratis zur Verfügung steht. Selbstverständlich ist auch die Gegend rund um den «Jerzner Hof» spektakulär, liegt doch das gesamte Pitztal zu Füssen des Hotels. Wanderungen, Biketouren, Ausflüge ins ewige Gletschereis, Nordic Walking – der Eroberung der Berge steht nichts im Wege. Im Sommer bietet das Hotel auch geführte Mountainbike- und Wandertouren an. MM Informationen: www.jerznerhof.at
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LEBEN | MM28, 11.7.2016 | 95
Kreuzworträtsel
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Quiz
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was kommt bei einem Dreieck vor? B Scheitel
W Locke
G Glatze
2. Etwas Unangenehmes vorausahnen meint auch … ? I
schwanen
E
sauen
O blindschleichen
3. Welche dieser Pflanzen gibt es? R Kleingeisterrose
N Dumpfbackenlilie
L
Armleuchteralge
I
Zürich
So nehmen Sie teil
4. Wo liegt das «Haus der Kantone»? A Basel
D Bern
Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.7.2016, 24 Uhr
5. Bis zu welchem Jahr gehörte das Laufental zum Kanton Bern? R 1954
L
1986
B 1994
6. «Die Türme von Hanoi» sind …? A ein Knobelspiel
O drei Steinstelen
L
Hochhäuser
7. Wie heisst die Einheit, welche die Empfindlichkeit von Computermäusen angibt? S
chatey
T
mousey
N mickey
8. Wie werden in Australien Kängurubabys genannt? U Mate
D Joey
E
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Hubbie
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
Gewinner Nr. 25: Margrit Meyer, Wohlen AG; Franz Gassmann-Wyss, Zell LU; Ignazia Nebiker, Winkel ZH
Auflösung Nr. 26: VERDACHT
Paroli
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 2
E
4 1 3
Auflösung Nr. 27: RIESE Gewinner Nr. 26: Nadine Gerschwiler, Therwil BL; Josef Bühler, Gelterkinden BL; Roman Schenker, Niederhasli ZH
5
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Sie werden Ihren eigenen Augen nicht trauen, wenn Sie zum ersten Mal durch dieses Fernglas schauen - einfach super! Selbst sehr weit entfernte Personen und Tiere wirken so, als wären sie in greifbarer Nähe. Sie können alles so nah heran zoomen, dass sie glauben, es fände in Ihrem eigenen Garten statt! Das perfekte Fernglas für jeden Anlass! Warum für ähnliche Modelle über Fr. 200.– bezahlen, wenn sie bei uns eines für nur Fr. 98.-- haben können?
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LEBEN | MM28, 11.7.2016 | 99
Sudoku
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.
1 2
6
Auflösung Nr. 27: 296
4
1 4 9 5 7 4
5 2 6 9 5
6 5 3 1 3
8
7
3 2 9 6
5 1 8 2 3 7 9 6 4
3
4 2 7 6 9 5 8 3 1
9 6 3 4 1 8 2 5 7
3 5 1 8 2 4 7 9 6
6 8 4 3 7 9 1 2 5
2 7 9 5 6 1 4 8 3
8 9 5 1 4 3 6 7 2
1 3 6 7 8 2 5 4 9
7 4 2 9 5 6 3 1 8
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.7.2016, 24 Uhr
Gewinner Nr. 26: Doris Deflorin, Stans; Sidonia Suess, Schöftland AG; Nicolas Moeri, Froideville VD; Annette Beauverd, L’Abergement VD; Manfred Greulich, Unterlangenegg BE
5
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 1 3 3 3 miteinander verbunden 3 2 sein. Verboten: Kreuzun4 2 2 2 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.
3 2 1 2 4 1
Auflösung Nr. 26
1
3 4
1 2 0
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1
1
1
0
6
0
6
2
2
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3
1 2
4
Auflösung Nr. 26: 3 3 4
3 2
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7
1
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2
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4 2
2
3
1
2 3
3
3 2
5 2 1
3 3
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4 3 5
2 2
2 3
1 3
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2
4 2
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 386 000 (WEMF, MACH Basic 2016-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
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102 | MM28, 11.7.2016 | LEBEN
Meine Welt
«Ich bin sogar schon Modell gestanden»
Die bloggende Dogge Illaya erreicht im Monat rund 4000 Personen. Der Promi-Status ist dem Hund ziemlich egal. Trotzdem ist er etwas stolz, dass er schon bei einem Modeshooting mitmachen durfte. Text: Claudia Langenegger Bilder: Michael Sieber
Mein Lieblingsprodukt
1
«Ich esse pro Tag zwei bis drei Kilo Frischfleisch. Diese Snacks sind die Ausnahme, ich erhalte sie jeweils als Belohnung.»
LEBEN | MM28, 11.7.2016 | 103
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1 Mein Lieblingsritual «Mein Frauchen
bürstet mir jeden zweiten Tag das Fell und massiert mich. Sie befreit mich dabei von Staub und Dreck, und mein Haar glänzt danach wieder wunder schön.»
2
3
2 Mein Lieblingsspielzeug «Mein Leuchtturm sieht nicht nur gut aus, er schwimmt auch und ist robust: Ich kann ihn mit meinen Zähnen zerbeissen, so oft ich will, er ist unverwüstlich.» 3 Mein Lieblingsort «Am liebsten sitze auf dem Sofa direkt neben dem Haus eingang. Das ist ideal, von hier aus habe ich die perfekte Sicht zum Fenster hin aus und sehe, wer zu Besuch kommt.» 4 Mein bester Freund «Der sieben jährige Golden Retriever Lenny ist mein bester Freund. Wir treffen uns fast jede Woche, gehen spazieren, spielen zusam men und toben herum. Als ich noch jung war, legte er mich beim Raufen regel mässig auf den Rücken. Nun hat er keine Chance mehr.»
5
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Bild: Rob Lewis
Name: Illaya (3) Sternzeichen: Krebs Beruf und Lebenslauf: Ich bin in der
Nähe von Hannover geboren. Die Züchterin hat mich Illaya getauft, ein schamanischer Name. Ich war der wildeste des ganzen Wurfs. Mit zehn Wochen hat mich Michel Ducret (69) zu sich und seiner Frau Erika (54) nach Hünibach am Thunersee ge holt. Den OnlineBlog habe ich vor fast drei Jahren von meinem Vorgän gerhund Hilton übernommen. Es ist unglaublich, wie viele Menschen sich für meinen Alltag interessieren: Rund 100 Personen klicken den Blog täglich an. Mein Herrchen möchte, dass ich fürs Berner Oberland so berühmt werde, wie der Barry für die Schweiz. Doch mir selber ist das eigentlich ziemlich egal. 8
www.hiltonducret.blogspot.ch
5 Meine Velotour «Wenn mein
Herrchen auf dem Velo sitzt, komme ich endlich mal richtig weit beim Spazieren. Meine längste Tour dauert vier Stunden, mit Pausen natürlich.» 6 Mein Hindernis «Ich gehe am liebsten
im Bonstettenpark am Thunersee spa zieren. Hier treffe ich nicht nur auf viele andere Hunde, mit denen ich mich aus tausche, hier steht auch mein liebstes Hindernis. Diese Skulptur aus Stahl ist ein Kunstwerk, doch ich springe lieber drüber, als dass ich sie mir anschaue.»
7 Meine Lieblingskellnerin «Alina (29) schenkt mir jedes Mal ein Gipfeli, wenn ich sie im Restaurant Thunersee im Camping Gwatt antreffe. Ich freue mich immer so sehr darauf, dass ich extrem stark sabbere.» 8 Mein Shooting «Ich bin sogar schon
Modell gestanden. Einen Tag lang bin ich für ein Berner Modelabel auf der Grim sel auf und ab gegangen – bis der Foto graf das perfekte Bild im Kasten hatte.»
Nestlé feiert – Sie sparen! ab 2 Stück
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