Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny
NR. 28 | 8. JULI 2013 www.migrosmagazin.ch
SOMMERWETTBEWERB I 12
Gewinnen Sie einen Toyota Auris Hybrid! SOMMER IM ZELT I 14
Wohnsitz Campingplatz VÄTERHAUS I 30
Bild: Jorma Müller
Wo Männer vor ihrer Ehefrau Zuflucht finden
Ein Muffin für die Miss
Dominique Rinderknecht studiert Publizistik, und sie mag kalte Erbsensuppe. Ihren HavaneserHund Muffin aber liebt die Miss Schweiz über alles. I 70 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 - 720 42 59
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Ein M sommerlicher.
Diese Woche 4 |
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inhaLt
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NR. 28, 8. JULI 2013 | migros-magazin |
eDitoriaL Hans Schneeberger, Chefredaktor
Das Reisen im Blut Er hat sie fast alle gesehen: alle Länder, die zu bereisen sich lohnen. Reto Wild, früher Stellvertretender Chefredaktor der «Schweizer Touristik» und heute Reiseexperte beim Migros-Magazin, hat rund 120 Länder der Erde bereist. Und noch immer gibt es Lücken, hat es zwei, drei schöne Länder, die er noch nie besucht hat. So war er schon in Aserbaidschan oder Usbekistan, aber noch nie in Russland. Reto Wild hat das Reisen im Blut: Schon sein Grossvater hat in einem Reisebüro Schiffspassagen an auswanderungswillige Schweizer verkauft. Er selber hat sich nach einer Lehre auf dem Reisebüro als Touristiker weitergebildet und ist dann in den Journalismus eingestiegen. Und obwohl er schon so viel erlebt, gesehen, fotografiert hat, ist er noch immer mit unverdorbener Lust unterwegs. Lernt Menschen und Gegenden kennen, streift durch unbekannte Regionen, bestaunt schöne Gebäude, geniesst grandiose Aussichten. Mit seinem Wissen in Sachen Reisen und Tourismus und seiner Reisekolumne «Wilds Welt» hat er sich im Migros-Magazin eine interessierte Stammleserschaft erobert. Nun wird er sein Know-how auch online in einen Blog einbringen. Doch jetzt nimmt er sich unser Land vor: Jede Woche durchforscht er den Dschungel neuer HotelAngebote, TourismusInitiativen und BergbahnAktionen und analysiert, was gut und weniger gut ist. Klar: Schliesslich muss man ja nicht in die Ferne schweifen, wo doch das Gute so nah liegt. Und dass die Schweiz viel Gutes zu bieten hat, kann unser Touristikfachmann nur bestätigen. Reto Wild hat auch hierzulande traumhafte Ecken entdeckt. Oft dort, wo man sie nie erwarten würde. So schwärmt er etwa vom urbanen Charme der Genfer Vorstadt Carouge. Oder vom Lavaux am Genfersee, das nach seiner Meinung zu viele Deutschschweizer noch immer viel zu wenig kennen. Oder von den wunderschönen Jurahöhen um Courgenay, seinem Heimatkanton Appenzell Ausserrhoden, den Unterengadiner Bergdörfern … Lesen Sie rein: Ab dieser Woche auf www.migrosmagazin.ch
84 | LEBEN Die Wildhornhütte liegt im südlichsten Zipfel des Berner Oberlands, auf 2303 Metern. Die Ruhe und der Ausblick am frühen Morgen sind himmlisch.
90 | IN FORM Nathalie TrümplerPiraud litt unter Eisenmangel. Seither achtet sie speziell auf ihre Ernährung.
M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/m-infoline; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus
hans.schneeberger@migrosmedien.ch
Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch; * Normaltarif
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diese Woche
MIGROS-MAGAZIN | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
INHALT | 5
14 | MENSCHEN Mehr Freiheit: Pascal Geebelen hat seine Wohnung aufgegeben und lebt nun in einem VW Transporter auf dem Campingplatz in Interlaken.
MIGROS-WOCHE 6 | Aktuelles
GENERATION M
Bilder: Claudio Bader, Vera Hartmann, Daniel Winkler, Stephan rappo
9 | Mehr Naturkosmetika Neu in der Migros: die Produkte der amerikanischen Kultmarke Burt’s Bees.
ONLINE
12 | Grosser Sommerwettbewerb Gewinnen Sie einen Toyota Auris Hybrid!
MENSCHEN
14 | Porträt Das halbe Jahr auf dem Campingplatz: Fünf Hardcore-Camper erzählen. 21 | Auf ein Wort 22 | Porträt Ausnahmetalent Flavien Mingot hofft auf eine Karriere als Solotänzer. 26 | Reportage Bergputzete: Freiwillige Helfer sammeln den Abfall auf, der im Winter auf den Skipisten liegenbleibt. 28 | Neue Online-Kolumne Der Schweizer Tourismus im Fokus.
30 | Interview Oliver Hunziker über Gewalt an Männern und das erste Väterhaus der Schweiz. 36 | Kolumne: Der Hausmann.
SCHAUFENSTER
40 | Picknick ohne Pipapo Alles für den spontanen Freiluftgenuss. 42 | Desserts aus Sojaprodukten 47 | Erfrischend: Apfelminze-Sirup 49 | Tropischer Saftmix von Sarasay 51 | Wähe backen im Handumdrehen 52 | Bio-Fisch und -Meerestiere 63 | Pouletfleisch aus der Region 65 | Süsse Versuchungen 67 | Mundspülung von Lilibiggs 69 | Ein Test für alle Fälle
SAISONKÜCHE
70 | Die Königin auf der Erbse Miss Schweiz Dominique rinderknecht mag gesundes Fastfood: eine Suppe aus frischen Erbsen passt da perfekt.
IHRE REGION
75 | Neues aus Ihrer Genossenschaft
LEBEN
81 | Mix 84 | Outdoor Die Wildhornhütte: Gämsen beobachten und schlafen wie ein Murmeltier. 90 | In Form Bei Eisenmangel wurde bisher oft mit infusionen therapiert. Heute mahnen die Experten zur Zurückhaltung. 93 | Multimedia Tipps, damit die Handyrechnung nicht die Ferienstimmung vermiest. 95 | Auto Der Ford Kuga soll die Welt erobern.
UNSERE WELT
110 | Schertenlaib und Jegerlehner Das Komiker-Duo zeigt, wo es probt, wo es feiert und was es liest.
RUBRIKEN
11 | 97 | 101 | 102 | 108 |
Leserbriefe Bitte melde dich Glücksgriff Rätsel & Impressum Cumulus
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migros-Woche 6 |
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aKtUeLLes
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Nr. 28, 8. Juli 2013 | migros-magazin |
Preis für Mibelle
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Heiss geliebte Glace Glace ist eine Allzweckwaffe: Erfrischung an heissen Tagen und Stimmungsaufheller bei schlechtem Wetter. Beim Angebot an Sorbets, rahmglaces, Frozen Joghurts und laktosefreien Glaces der Migros ist für jeden Süssschnabel etwas dabei. Verfeinert man die Glaces mit Beeren, kreiert man Köstlichkeiten wie aus der Gelateria.
zahL Der Woche
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Der grösste Schweizer Online-Supermarkt leShop.ch verkaufte im ersten Halbjahr 2013 lebensmittel für 82 Millionen Franken. Das sind 7 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die Anzahl Neukunden nahm gegenüber dem ersten Semester 2012 um 36 Prozent zu.
Mehr Vorteile bei M-Budget Mobile M-Budget Mobile erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Bereits über 600 000 preisbewusste Kundinnen und Kunden kommunizieren aktuell mit M-Budget. Ab sofort können nun Nutzerinnen und Nutzer von M-Budget Mobile Prepaid ihre mobile Kommunikation noch genauer auf ihre Bedürfnisse ausrichten: So können Vieltelefonierer mit der Option «My Country» — Kostenpunkt 3 Franken pro Monat — für nur 3 rappen pro Minute auf das Schweizer Festnetz und auf Festnetze der Nachbarländer anrufen. Zudem steht den Kundinnen und Kunden neu ein attraktives Datenpaket mit 150 MB für 4.80 Franken zur Verfügung. Ausserdem kann man ab sofort auch die Combox nutzen und MMS versenden. www.m-budget-mobile.ch
Bilder: Bernhard Winkelmann/StockFood, Getty images, unpict/Fotolia
Die zur M-Industrie gehörende Mibelle Biochemistry ist ausgezeichnet worden: Für seinen neu entwickelten Wirkstoff «PhytoCellTec™ Symphytum» hat das Forschungs- und Entwicklungsunternehmen Mitte Juni in London den «Cosmetics Business Award 2013» in der Kategorie «Innovation in Ingredients» gewonnen. Der prämierte Wirkstoff, der auf den Stammzellen der Beinwellwurzel basiert, aktiviert die Hautstammzellen und beschleunigt auf diese Weise die Hautregeneration. Der Wirkstoff ist brandneu, noch existiert kein Endprodukt. Dereinst wird er aber in Anti-Aging-Artikeln für Frauen wie Männer auf dem Markt erscheinen. Mit PhytoCellTec™-Pflanzenstammzellen kann die Hautalterung durch den Schutz der lebenswichtigen Hautstammzellen nachweislich verzögert werden.
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MIGROS-WOCHE
migros-magazin | NR. 28, 8. JULI 2013 |
aKtUeLLes | 7 Haarpflege wird für Kundinnen und Kunden der Migros günstiger.
Günstiger duschen Die Migros senkt die Preise bei über 200 Haarpflegeprodukten im Schnitt dauerhaft um 14 Prozent.
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inmal mehr gute News für MigrosKunden: Die Detailhändlerin bekräftigt erneut ihr Engagement für möglichst tiefe Preise — und vergünstigt dauerhaft über 200 Haarpflegeprodukte um durchschnittlich 14 Prozent. Die Migros investiert in diese Preissenkung einen Millionenbetrag. Einige Produktbeispiele: Artikel Preis alt * Garnier Nutrisse Dunkelbraun 30 12.10 L’Oréal Sublime Mousse – Reines Dunkelblond 16.00 Syoss 5-29 Intensives Rot 12.50 I am Hair Moisture Shampoo 3.20 L’Oréal Elsève Re-Nutrition Spülung 200 ml 5.70 Nivea Long Repair Intensiv Kur 200 ml 7.10 Gliss Kur Total Repair Express-Spülung 200 ml 8.30 Pantene Pro-V Schutz & Volumen Spülung 200 ml 5.20 Taft Ultra Hairspray 250 ml 4.95
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MIGROS-MAGAZIN | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
GENERATION M NATÜRLICHE KOSMETIKA | 9
Burt’s Bees in der Migros
Die Migros baut ihr Sortiment an Naturkosmetika stark aus. Neu führt sie Produkte der amerikanischen Kultmarke Burt’s Bees in ihren grösseren Filialen.
E
Bilder: zVg
Quiz auf Facebook Zur Einführung von Burt’s Bees in den grösseren Migros-Filialen gibts auf der Facebook-Seite von Generation M ein Quiz. Die Preise: 40 Pakete mit Burt’s BeesProdukten im Gesamtwert von über 1000 Franken. Die Teilnahme ist möglich bis am 14. Juli.
s ist eine Erfolgsgeschichte, wie sie so wohl nur in den USA möglich ist: Der New Yorker Journalist Burt Shavitz zieht 1984 in den ländlichen Bundesstaat Maine, um fortan im Einklang mit der Natur Bienen zu züchten und Honig zu produzieren. Das Nebenprodukt Bienenwachs beginnt er mit Geschäftspartnerin Roxanne Quimby zu Kerzen zu verarbeiten und unter dem Namen Burt’s Bees zu verkaufen. 1991 lancieren sie einen Lippenbalsam aus Bienenwachs und Pfefferminze. Heute ist das einstige Zwei-Personen-Unternehmen in den USA der erfolgreichste Anbieter von Naturkosmetika. Der bärtige Burt ist zwar nicht mehr aktiv im Unternehmen, aber sein Name und sein Gesicht zieren noch immer die Produkte von Burt’s Bees. Es ist ein Gesicht, das künftig auch Migros-Kundinnen begegnen wird. Ab sofort führt die Detailhändlerin 19 ausgewählte Produkte der amerikanischen Kultmarke in ihren grösseren Filialen. Damit unternimmt die Migros einen grossen Schritt zur Umsetzung eines Versprechens, das sie im Rahmen von Generation M abgegeben hat: Bis 2015 will sie ihr Angebot an Naturkosmetika verdoppeln. «Burt’s Bees ist eine coole Marke mit besonderer Geschichte und speziellen Produkten», sagt Verena Egger, beim Migros-Genossenschafts-Bund zuständig für das Gesundheits- und Naturkosmetiksortiment. «Damit haben wir eine optimale Ergänzung zu I am Natural Cosmetics, unserer Naturkosmetik-Eigenmarke.» Die Eigenmarken-
Es gibt ihn wirklich: Burt Shavitz ist der Gründer von Burt’s Bees, sein Gesicht ziert noch heute viele Produkte der Marke.
Linie, hergestellt vom M-Industriebetrieb Mibelle, existiert seit 2009 und umfasst knapp 40 Produkte. Seit vergangenem Jahr sind diese mit dem Natrue-Label ausgezeichnet. Das international anerkannte Gütesiegel garantiert, dass die Inhaltsstoffe hochwertig sind und keine synthetischen Farb- und Duftstoffe oder Inhaltsstoffe auf Mineralölbasis enthalten.
Ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele bei Migros und Burt’s Bees Und wie steht es um die Zertifizierung von Burt’s Bees? «Die Produkte von Burt’s Bees werden in den USA hergestellt und tragen das Gütesiegel der amerikanischen Natural Products Association. Dieses ist mit dem europäischen Standard in vielen Punkten vergleichbar.» Das amerikanische Unternehmen setzt aber nicht nur bei den Inhaltsstoffen auf Nachhaltigkeit. Mit einem Programm zum Schutz von Honigbienen in Nordamerika will der Kosmetikhersteller auf die wichtige Rolle der Bienen als
Bestäuber aufmerksam machen. Die Verpackungen sind aus rezyklierbarem und rezykliertem Material hergestellt. Bis 2020 haben sich die Macher von Burt’s Bees ehrgeizige Ziele gesetzt: Null Abfall, die Verwendung von 100 Prozent erneuerbarer Energie sowie ausschliesslich natürlichen Inhaltsstoffen für alle Produkte. Heute ist mehr als die Hälfte aller Produkte 100 Prozent natürlich, die gesamte Palette verzeichnet einen Durchschnitt von 99 Prozent natürlichen Inhaltsstoffen. «Mit seiner Unternehmensphilosophie passt Burt’s Bees sehr gut zur Migros. Denn schliesslich verfolgen auch wir mit Generation M ehrgeizige Ziele», sagt Verena Egger abschliessend. Text: Andreas Dürrenberger
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FORUM
Migros-Magazin | NR. 28, 8. JULI 2013 |
leserbrieFe | 11
MM 27: Sonderbeilage Nachhaltigkeit, «Anregungen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen».
«Eine wahre Fundgrube» ! Sie haben ein äusserst interessantes Magazin zusammengestellt mit sehr wertvollen und nützlichen Informationen und Anregungen. Eine wahre Fundgrube! Vielen Dank. Rolf Schaad
tigt, um 1 Kilo Rindfleisch herzustellen. Schade, dass die Migros nicht auf diesen Aspekt aufmerksam gemacht hat. Verena Schmid, per Mail
! Ein grosses Kompliment an alle, die an diesem einmalig gestalteten Nachhaltigkeitsmagazin mitgearbeitet haben!
9011 St.Gallen
! Dem Migros-Magazin 27 war ein Extra zum Thema Nachhaltigkeit beigelegt. Darin wird intensiv auf ressourcenschonendes Einkaufen eingegangen, der Aspekt der Ernährung wird jedoch nicht erwähnt. Dabei belasten Vegetarier die Umwelt um 27,8 Prozent weniger als Fleischesser. Veganer sogar um 41,7 Prozent (Quelle: Loma Linda University)! Selbst eine biologische Ernährung mit Fleisch ist für das Klima belastender als eine konventionelle vegane. Oder anders gesagt: Eine Ernährung mit Fleisch pro-
Doris Dätwyler-Hug, 5022 Rombach
Wettbewerb – Finden Sie heraus, was zusammengehört, und gewinnen Sie! Seite 19
Fischfang – Altbewährte Stromsparen – Die Methoden schonen Migros geht mit gutem Fischbestände. Die Beispiel voran. Migros machts vor. Machen Sie auch mit? Seite 22
Seite 26
duziert pro Jahr gleich viel Treibhausgase wie ein Auto, das 4758 Kilometer weit fährt. Eine vegetarische entspricht noch 1978 Autofahrkilometern, eine vegane nur noch 629 Kilometern. Zudem werden mehr als 15 000 Liter Wasser benö-
Schreiben Sie uns
Wir freuen uns über Briefe und E-Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per E-Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.
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ährend fünf Wochen zählen wir auf Ihre Unterstützung. Wöchentlich packt ein anderer Migros-Magazin-Leser seine Reisekoffer. Doch irgendetwas fehlt immer auf der Packliste. Und hier kommen Sie ins Spiel: Helfen Sie den Weltenbummlern, fertig zu packen. Und mit etwas Glück gehen auch Sie bald auf Reisen! Denn fleissige Helfer können jede Woche eine tolle Reise für zwei Personen von Migros Ferien gewinnen. Als Hauptpreis verlost das MigrosMagazin zudem unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Toyota Auris Hybrid Touring Sports im Wert von 39 540 Franken — inklusive sechs Jahre Gratisservice!
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Sonntag, 23.59 Uhr, für den Hauptgewinn Sonntag, 11. August 2013, 23.59 Uhr. Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss für die Wochenverlosung ist jeweils isch an der Hauptverlosung teil. Teilnahmeberechtigt sind alle in der Schweiz Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wochenverlosungen nehmen automat edien, Hotelplan Suisse MTCH AG sowie Toyota sind von der Teilnahme wohnhaften Personen ab 18 Jahren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Migros-M ausgeschlossen. Weitere Wettbewerbsbestimmungen auf: www.migrosmagazin.ch
menschen 14 |
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porträt
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NR. 28, 8. JULI 2013 | migros-magazin |
Ein eigenes Völkli
Die Schweiz ist ein Eldorado für Camper — fast 300 Plätze stehen hierzulande zur Auswahl. Immer mehr Menschen verbringen hier nicht nur die Ferien, sondern verlegen ihren Lebensmittelpunkt während vieler Monate im Jahr in einen Wohnwagen oder einen Campingbus. Fünf überzeugte Langzeit-Campierer erzählen, was sie an dem einfachen Leben fasziniert.
«Ich wollte nicht mehr in diesem «Das ist mein Haus.» Pascal Geebelen (38) zeigt auf seinen VW Transporter mit Jahrgang 1983 auf dem Campingplatz River Lodge in Interlaken Ost BE. Ein kleines Zelt dient als Lagerraum. Pascal hat seinen Haushalt aufgelöst, in der Garage seines Bruders in Genf acht Kartons deponiert und lebt seit Mitte Juni allein in Interlaken unweit des AareFlussufers. Der in Lüttich geborene Sohn
eines Flamen und einer Romanshornerin arbeitet im Berner Oberland als Gleitschirmpilot. Badelatschen der Marke Havaianas sind seine treuen Begleiter. «Ich habe vor zwei Jahren mein Leben verändert. Vorher verdiente ich als Projektleiter bei Dell viel Geld, hatte ein grosses Auto und eine schöne Wohnung in Genf. Aber ich wollte nicht mehr in diesem System eingepresst sein und
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MEnScHEn
migros-magazin | NR. 28, 8. JULI 2013 |
porträt | 15 Mutiger Sprung: Gleitschirmpilot Pascal Geebelen hat sich auf dem Campingplatz in Interlaken ein einfaches Zuhause eingerichtet.
System eingepresst sein» immer noch mehr konsumieren.» Eine leere Sechs-Liter-Roséweinflasche zeugt von einer feucht-fröhlichen Party am Vorabend. Im Hintergrund pfeifen die Vögel, in den Bäumen hört man das Rauschen des Winds. Das Lebensgefühl auf dem Platz sei «ganz einfach geil». Wenn Pascal grad nicht Touristen mit seinem Gleitschirm pilotiert, paddelt er mit dem Kanu zum Brienzersee. Und
immer wieder besuchen ihn Freunde aus der ganzen Welt auf dem Campingplatz River Lodge. Für Ende September plant er, ein weiteres Mal nach Nepal zu fliegen, wo er bereits in der Vergangenheit als Gleitschirmpilot gearbeitet hat. Über die Festtage möchte er mit seiner 15-jährigen Tochter Sara, die bei ihrer Mutter in Genf lebt, irgendwo in den Philippinen
oder in Indonesien tauchen gehen. «Das Leben geht schnell vorbei. Man sollte so viele Erfahrungen wie möglich sammeln», sagt Pascal Geebelen. Auf seinem Rücken prangt eine Tätowierung in Schnürlischrift: «Too much is never enough». Ganz ohne moderne Technik kommt er auf dem Campingplatz nicht aus: Er tauscht sich mit Sara auf seinem Laptop regelmässig via Skype aus.
menschen 16 |
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porträt
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NR. 28, 8. JULI 2013 | migros-magazin |
«Abends werfen wir den Grill an und geniessen die Ruhe» Das Reich von Thomas Werthmann (51) und seiner Lebenspartnerin Daniela Dörig (50) befindet sich von Mai bis Ende September auf dem Camping Seelust in Egnach TG, umgeben von einer Apfel plantage und 250 Meter vom Bodensee entfernt. Vor einem Jahr hatten sie dort ein Mobilehome aufgestellt, nachdem der gebürtige Bayer 15 Jahre lang den Sommer im Wohnwagen verbrachte. «Ich ziehe nach der Arbeit die kurzen Hosen an und fühle mich hier auf dem Camping sofort frei und ungezwungen. Abends werfen wir den Grill an und geniessen die Ruhe», begründet Werth mann. Und er lobt den Zusammenhalt: Die Campierer giessen sich gegenseitig die Blumen, schneiden sich die Hecken und mähen den Rasen. «Das nachbar schaftliche Verhältnis ist sehr gut.»
Jeden Werktagmorgen fährt er von Egnach zur Brauerei Schützengarten in St. Gallen, wo er als Leiter Informatik arbeitet. Als er mit dem Job anfing und noch in der Nähe des Geschäfts wohnte, kam es häufig vor, dass er abends noch mals an den Arbeitsplatz zurückkehrte.
an silvester ein Fondue unter freiem himmel Die räumliche Distanz zum Arbeitsort sei ein weiteres Argument für die Sommer auf dem Campingplatz. Heute wohnt das Paar allerdings in Herisau. Wenn es an einem Wochenende durch regnet — und das soll ja bei der Ausgabe «Sommer 2013» auch schon vorge kommen sein —, gehen die begeisterten Töfffahrer in ihre Eigentumswohnung, kümmern sich um Wäsche und Post.
Daniela Dörig, die 26 Jahre für die Jowa arbeitete und heute als Servicetechnike rin ebenfalls bei der St. Galler Brauerei angestellt ist, schwärmt: «Mir gefällt die Abwechslung mit zwei Wohnsitzen. In Egnach sind wir unter der Woche mehr oder weniger allein und fühlen uns ein wenig wie in den Ferien, gehen schwimmen oder Velo fahren.» Einmal pro Jahr steht die Umrundung des Bodensees auf dem Programm. Das Mobilehome mit der Terrasse, dem Grill und einer chilenischen Schmucktanne davor sei eine Miniaturausgabe ihrer Eigentumswohnung. Die Miniaturaus gabe gefällt ihnen so gut, dass sie ver gangenen Silvester im Cheminée ein Feuer entfacht und zum verspäteten Saisonabschluss ein Fondue unter freiem Himmel gegessen haben.
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migros-magazin | NR. 28, 8. JULI 2013 |
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Leben im Sommer in ihrem Mobile home am Boden see: Daniela Dörig und Thomas Werthmann.
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Michael Utiger ist begeistert von der Natur am Walensee.
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«Hier fühle ich mich frei und nicht in vier Wänden Auf dem Camping Murg SG direkt am Südufer des Walensees duftet es nach Lindenbäumen. Die Nachbarn von Michael Utiger (31) haben Windrädli und Geranien vor dem Wohnwagen hängen. Er zieht es vor, seinen Dethleffs-Wohnwagen mit Vorzelt zweckmässig einzurichten. Seit 2012 wohnt er zur warmen Jahreszeit in Murg und fährt werktags mit seinem Auto oder Töff nach Landquart, wo er ein Kundencenter leitet.
«Mich fasziniert die Natur. Hier am Walensee fühle ich mich frei und nicht in vier Wänden eingeschlossen. Ich bin ein Sommermensch», sagt Utiger. Er staune immer wieder, «was der Chef da oben geschaffen hat. Die Sonnenuntergänge sind der Hammer.» Gerne setzt er sich am Feierabend an den See, schaut auf das malerische Quinten am gegenüberliegenden Ufer, wirft seine Fischerrute aus und geniesst
die Natur. Oder er bekommt Besuch von Freunden, die mit ihm ein Bier trinken und grillieren. Habe er es pressant, müsse er jeweils hinter den Wohnwagenreihen durchgehen, weil sonst jeder zweite Nachbar ihn zu einem Apéro einlädt.
Bei regen und Kälte hat der campingplatz ebenfalls charme Bis zum 15. Oktober lebt Utiger in Murg, erst danach wieder in seiner 3,5-Zim-
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Manuela Muff verbringt den elften Sommer auf dem TCS-Camping in Gampelen BE am Neuenburgersee.
«Wir Campierer sind ein eigenes Völkli und helfen einander aus»
mer-Wohnung in Landquart. Dort holt er derzeit einzig jeden zweiten Tag seine Post ab; Michael Utiger verbringt die nächsten Monate auch bei Regen und Kälte im Wohnwagen. Ihm gefällt es auf dem Campingplatz sogar bei schlechtem Wetter. «Es hat dann fast keine Leute, und ich geniesse die Ruhe.» Wenn es stark auf das Blechdach des Wohnwagens regnet, montiert er vor dem Schlafengehen Ohrenstöpsel.
Ende Juli leitet Manuela Muff ihre Post auf den Campingplatz um, denn dann hat sie zwei Wochen Ferien. «Wenn man an einem so schönen Ort lebt, wäre man ja blöd, in die Ferien zu fliegen», sagt sie, die in Gampelen jeden Tag ein bisschen Ferien hat. Am 6. Oktober, wenn der Campingplatz schliesst, heisst es für sie, zusammenpacken und wieder in ihre Wohnung nach Lyss ziehen, wo sie wehmütig an den Sommer denkt — und sich auf die nächste Saison freut. Texte: Reto E. Wild Bilder: Stephan Rappo
www.migrosmagazin.ch
sehen sie online
auf einer Wiese in der nähe sagen sich Fuchs und hase gute nacht Viel lieber jasst Manuela Muff mit ihrem pensionierten Vater, der im Wohnwagen gegenüber logiert, geht spazieren, Velo fahren oder baden. Danach grilliert sie praktisch täglich. Und sie schätzt die Campierer. Sie seien ein eigenes «Völkli», das einander unterstütze, etwa wenn ein Sturm aufzieht. «Der schönste Fleck hier ist auf einer Wiese, wo ich abends schon Wildschweine, Rehe, Hasen und Füchse gesehen habe.»
Bild: TCS
eingeschlossen»
Bereits den elften Sommer lebt Ma nuela Muff (43) auf dem TCS-Camping Gampelen BE am Neuenburgersee, mitten im Natur- und Vogelschutzgebiet. Sie ging schon als Kind mit ihren Eltern campieren. Zusammen mit ihrem Freund Christoph Graber verbringt sie zur warmen Jahreszeit jede freie Minute in ihrem Wohnwagen mit Vorzelt, das sie mit viel Liebe eingerichtet hat — mit einer aufblasbaren Ente aus Plastik, Solarlämpchen, Kugeln mit Kerzen und Tomatenstauden. «Hier kann ich viel besser herunterfahren vom Berufsleben. Ich schätze die Ruhe und die frische Luft», sagt sie, die zusammen mit einer Arbeitskollegin einen Coiffeurladen in Lyss BE führt. Dort ist auch ihre Wohnung, wo sie den Sommer über lediglich einmal pro Woche lüften geht.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 28, 8. JULI 2013 |
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AUF EIN WORT | 21
BIENENHALTUNG BOOMT
«Einige wursteln einfach drauflos»
Das Interesse am Imkerhandwerk ist gross, besonders bei den Städtern. Doch Bienenfreund Richard Wyss ist nicht nur erfreut über die Entwicklung. Denn wer nicht richtig zu seinen Bienen schaut, gefährdet damit andere Bienenvölker. Richard Wyss, Sie besitzen etwa 160 000 Bienen. Haben Sie sie heute früh schon besucht?
Nein, ich gehe erst am Abend zu ihnen — um sie zu zählen (lacht). Was gibt es allabendlich zu tun?
Bilder: iStockphoto, Thomas Buchwalder/SRF, Armin Küstenbrück/Keystone
Richard Wyss (60) ist Präsident des Vereins deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde (vdrb). Der Verein vertritt etwa 13 000 Imkerinnen und Imker.
Jetzt in der Zwischensaison gibt es nicht viel zu tun. Wie ein Bauer will ich einfach bei den Tieren sein und schauen, ob alles okay ist. Dann sitze ich beim Bienenhaus und freue mich am emsigen Gesumme und gelegentlich am unvergleichlichen Duft des frischen Honigs. Diese Freude wollen immer mehr Schweizer erleben. Spüren Sie beim Verein deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde diesen Trend?
Ja. Normalerweise schulen wir pro Jahr 600 bis 700 Neueinsteiger. Dieses Jahr sind es schon rund 900. Unsere vermehrte Medienpräsenz und der Kinofilm «More Than Honey» von Markus Imhoof haben wohl die Bienenretter auf den Plan gerufen. Darüber ist man in Ihrem Verein nicht restlos begeistert.
Es ist natürlich toll, dass sich die Menschen wieder mehr für Bienen interessieren. Schade ist nur, wenn sie unsere Kurse
belegen und nach zwei Jahren nicht mehr imkern, weil die erste Euphorie verflogen ist. Zudem braucht jeder Bienenhalter Weiterbildung und Betreuung durch erfahrene Imker. Doch einige wursteln einfach drauflos. Das ist das zentrale Problem. Denn wenn man nicht zu den Tieren schaut, sind sie nach zwei Jahren tot. Und Bienen fliegen aus, ein Volk bewegt sich in einem Gebiet von 72 Quadratkilometern. Sind die Bienen krank, stecken sie andere Völker an. Muss es denn immer ein eigenes Bienenvolk sein, oder kann man auch ein Wildbienenhotel auf den Balkon stellen?
Das ist eine gute, aber total andere Sache. Wildbienen bestäuben mal hier eine Blume und dort eine Staude. Honigbienen hingegen sind blütenstetig, das heisst, sie fliegen den ganzen Tag lang zum Beispiel von Apfelbaum zu Apfelbaum. Nur so können Gemüse und Obst befruchtet werden. Wer im Kleinen etwas Gutes tun will, verzichtet auf chemische Pestizide und Insektizide. Eine Büchse Ameisengift kann bis zu 500 Bienenvölker töten. Wie schlimm ist es mit dem Bienensterben?
Gegen die Varroamilbe haben wir inzwischen griffige Strategien. Zudem züchtet
man heute eher krankheitsresistente als leistungsstarke Bienen, denn Sauer- und Faulbrut machen uns am meisten Sorgen. Problematisch ist vielerorts auch die mangelnde Biodiversität. Der Bestand für die nächsten Jahre ist aber gesichert, zumal die Mitglieder unseres Vereins genügend Jungvölker bilden. Vereinzelt klagen Imker sogar über zu viele Bienen. Kann das ein Problem sein?
Punktuell ja. Ein Gebiet, das wenige Blüten aufweist, bietet Nahrung für eine gewisse Anzahl Bienen. Sind es mehr, hungern sie. Aber in anderen Regionen wiederum fehlen Bienen für die Bestäubung. Städter behaupten, ihre Bienen würden den besseren Honig produzieren als Landbienen, weil in der Stadt immer etwas blüht. Stimmt das?
Das stimmt, wobei das eher die Honigmenge betrifft. Was guter Honig ist, ist natürlich Geschmackssache. Und die Abgase?
Sie werden von den Bienen rausgefiltert und gelangen nicht in den Honig. Die Biene ist eben ein Wunder der Natur.
Interview: Yvette Hettinger
FRAU DER WOCHE
MANN DER WOCHE
Steile Karriere
Schneller Treter
Der «SonntagsBlick» bekommt erstmals eine Chefredaktorin: Christine Maier (48) übernimmt per 1. November 2013 die Leitung der meistgelesenen Schweizer Sonntagszeitung. Nach einem abgebrochenen Jus-Studium startete sie 1987 beim Schweizer Fernsehen als Programmansagerin. Heute arbeitet die zweifache Mutter für «10vor10». Erfahrungen im Printjournalismus sammelte sie von 1990 bis 1995 bei der «Schweizer Illustrierten».
Christoph Sauser (37, Übername «Susi») wird zum dritten Mal Weltmeister im Mountainbike-Marathon. Und obwohl der Berner damit international zu den erfolgreichsten Mountainbikern gehört, war sein Erfolg nur wenigen Schweizer Medien eine Schlagzeile wert. In seiner Karriere als CrosscountryFahrer gelangen dem schnellen Sauser 14 Weltcupsiege, ein WM-Titel (2008) und eine olympische Bronzemedaille in Sydney 2000.
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Langer und harter Weg nach oben
Schmerzen hat er fast jeden Tag irgendwo. Trotzdem kann sich der Schweizer Ballettschüler Flavien Mingot nichts Schöneres vorstellen, als zu tanzen. An der renommierten John-CrankoSchule in Stuttgart gehört er zu den vielversprechendsten Talenten.
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it kritischem Auge verfolgt Dimitri Magitov die Bewegungen seiner sechs Schüler. Freundlich, aber bestimmt greift der 39-jährige Ballettlehrer aus der Ukraine ein, wenn er Unvollkommenheiten in der Haltung entdeckt, korrigiert einen zu wenig stark gehobenen Arm, ein falsch gebeugtes Knie, ermuntert und spornt an. Dabei wechselt er ständig zwischen Englisch und Deutsch, denn seine jungen Eleven kommen aus der ganzen Welt — einer davon aus der Schweiz. Flavien Mingot (18) nimmt bereits seit vier Jahren Ballettunterricht an der John-Cranko-Schule in Stuttgart. Und wer es schafft, hier aufgenommen zu werden, der hat realistische Chancen auf eine Karriere, gehört die Akademie doch zu den besten der Welt. Der junge Tänzer steht konzentriert am Geländer vor der Spiegelwand und biegt seinen Oberkörper im Rhythmus der Pianomusik nach hinten. Magitov korrigiert ihn selten, und später, als die sechs Jungs ganze Tanzmotive üben, erhält Mingot gar ein «sehr schön» von ihm, was er mit einem zufriedenen Lächeln quittiert. «Flavien ist diszipliniert, klug und sehr fleissig», sagt sein Ballettlehrer nach der zweistündigen Übungslektion, während die verschwitzten Schüler sich erschöpft umziehen. «Er gehört zu den Leadern in seiner Klasse und motiviert auch die anderen zu Bestleistungen.» Man merke, dass er wirklich etwas erreichen wolle. «Er geht immer und gerne an seine Grenzen.» Mingot und seine Mitstreiter starten nach der Sommerpause ins letzte Jahr ihrer Ausbildung;
«In der Primarschule wurde ich ziemlich oft runtergemacht.»
woran sie vor allem noch arbeiten müssen, ist der künstlerische Ausdruck. «Oft sind sie so sehr auf den Tanz konzentriert, dass sie ihr Publikum völlig vergessen. Der Fokus auf die Rolle, die sie spielen, ist aber mindestens ebenso wichtig», sagt Magitov, der selbst bis vor zwei Jahren im Ensemble des Stuttgarter Balletts getanzt hat. Immer wieder mahnt Magitov während seiner Lektion: «Und lächeln!» Das fällt nicht allen gleich leicht. Wohl auch deshalb nicht, weil fast allen gerade irgendetwas wehtut. Auch Mingot. «Mein rechter Fuss ist ein bisschen verletzt, den spüre ich jetzt natürlich dauernd. Und das linke Knie macht auch Probleme.» Das sei aber ziemlich normal. «Wenn du morgens aufwachst und dir nichts wehtut, bist du tot», zitiert er grinsend einen Spruch, den man normalerweise eher unter Rentnern hört. Bisher hatte Mingot Glück, er hatte noch nie eine schlimmere Verletzung, brauchte im Gegensatz zu anderen auch noch keine Operation. «Und die Schmerzen verschwinden auch immer wieder, sie tauchen dann einfach woanders wieder auf.» Ballett ist Spitzensport, die Belastung für den Körper enorm. Entsprechend athletisch und gestählt sehen die jungen Tänzer auch aus. Die Lust an der Bewegung war es, die Flavien Mingot zum Tanz gebracht hat. «Ich habe mich schon immer gerne verausgabt, habe früher Volleyball gespielt, Aikido gemacht. Und so mit zehn zum ersten Mal getanzt.» Seine Eltern unterstützten ihn vollumfänglich, was auch daran lag, dass sein Vater früher selbst
davon geträumt hatte, zum Ballett zu gehen. Doch am Ende fehlte ihm der Mut dazu, so was machte man als Junge damals schlicht nicht. Auch Flavien Mingot musste sich diesbezüglich einiges anhören. «Ich wurde von den Kollegen in der Primarschule ziemlich oft runtergemacht. So unter dem Motto ‹Wäh, Ballett, das ist doch nur was für Schwuchteln!› und ähnliche Sprüche.» An der Kunstund Sportsekundarschule Neumünster musste er sich vormittags im Unterricht durchbeissen, nachmittags ging er umso motivierter ins Zürcher Kinderballett-Theater am Limmatplatz sowie an die Tanz Akademie Zürich zum klassischen Balletttraining.
mingots programm ist hart, auch samstags wird trainiert 2009 wurde er von der John-CrankoSchule aufgenommen, er war 14. «Ich habe die Aufnahmeprüfungen für die John-Cranko- in Stuttgart und für die John-Neumeier-Schule in Hamburg bestanden, entschied mich jedoch für Stuttgart, weil die Ausbildung hier klassischer ist.» Während der ersten drei Ausbildungsjahre wohnte er im Internat der Schule und reiste fast jedes Wochenende nach Zürich — nach Hause zu den Eltern und zum jüngeren Bruder. Seit diesem Schuljahr teilt er sich nun eine Wohnung mit einem amerikanischen Ballettkollegen und bleibt auch am Wochenende meist in Stuttgart. Nicht zuletzt, weil sein Programm so dicht ist: Auch samstags wird trainiert, einzig der Sonntag ist wirklich frei. Dank der WG
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Die Freude an der Bewegung hat Flavien Mingot zum Tanz gebracht. Vor acht Jahren begann er zu trainieren.
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haben sich auch seine Kochkünste verbessert. «Jeder von uns hat eine Woche lang Küchendienst, und mein Mitbewohner kocht super, da versuche ich natürlich mitzuhalten.» Er könne im Übrigen essen, was und so viel er wolle, das sei überhaupt kein Thema. Genauso wenig habe er für seine Ballettleidenschaft seine Kindheit oder Jugend geopfert. «Das ist ein Klischee, das mich wirklich nervt. Obwohl ich während dreier Jahre neben dem Ballettunterricht gleichzeitig auch das zweisprachige deutsch-französische Wagenburg-Gymnasium besuchte, habe ich immer genügend Zeit für mich und meine Freunde gefunden.» Hingegen realisierte er an der Schule ziemlich rasch, dass ein anderes Klischee wohl doch gar nicht so falsch ist. «Ich bin einer der wenigen Heteros hier», sagt er und lacht. «Es ist also genau umgekehrt wie ansonsten auf dieser Welt: Hier sind wir die Minderheit und müssen schauen, wie wir klarkommen.»
«Das Klischee von der geopferten Kindheit nervt.»
Am Anfang habe er sich von den Schwulen eher ein bisschen ferngehalten und vor allem mit den anderen Heteros Freundschaften geknüpft, inzwischen sei er aber recht entspannt und offen. «Klar hat früher der eine oder andere versucht, mit mir anzubändeln, aber sobald ich klargemacht habe, dass ich hetero bin, war das kein Problem mehr.» Seit sich Flavien in eine Balettschülerin aus Rio de Janeiro und gleichzeitig in ihre Sprache verliebt hat, spricht er neben deutsch, französisch und englisch auch noch fliessend portugiesisch. Das kann er auch mit einem seiner schwulen Klassenkollegen aus Brasilien regelmässig trainieren, mit dem er mittlerweile richtig eng befreundet ist. «Wir sind wie Brüder und erzählen uns alles.»
neben dem talent brauchen die jungen tänzer auch glück Es läuft also bestens für den fröhlichen jungen Mann. Und dann hat er erst noch gute Aussichten auf eine blendende Zukunft, denn wer es an die Akademie der
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John-Cranko-Schule schafft, der bekommt fast immer einen Job. Und auch Tadeusz Matacz, Direktor der Schule und Flavien Mingots Hauptballettlehrer, räumt dem Schweizer intakte Chancen ein. «Er ist auf guten Wegen, seinen Traum als Solotänzer zu erfüllen», sagt der 55-jährige Pole, der «John Cranko» seit 1999 leitet (siehe Box rechts). «Es braucht aber immer auch eine Portion Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort auf die richtigen Choreografen zu treffen, die das Potenzial sehen und mit einem Tänzer arbeiten wollen.» Flavien Mingot versichert,dass er auch als Gruppentänzer glücklich werden könnte. Aber am liebsten sind ihm schon Auftritte mit kleinen Solorollen, wie er sie in diversen Stücken der Ballettschule auch schon getanzt hat. Solopräsentationen sind oft auch Bestandteil von Tanzwettbewerben, wie zum Beispiel beim Studienpreis Tanz des Migros-Kulturprozents, den Flavien schon drei Mal gewonnen hat. Dank dieses Erfolgs bekommt er seit drei Jahren einen Zustupf
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von 1200 Franken pro Monat an seine Ausbildung. Den Rest finanzieren die Eltern. Mingot hofft, dass er nach dem Diplom eine Anstellung beim Stuttgarter Ballett erhält. «Aber ich werde sicher versuchen, verschiedene Auditions zu bestreiten; ich finde dann schon etwas Passendes.» Ihm ist auch durchaus bewusst, dass er den Job als Balletttänzer nur für eine begrenzte Zeit ausüben kann. Wie bei jedem Spitzensport wird es ab 30 langsam schwierig. Was danach kommen könnte, weiss er noch nicht so recht. «Ich liebe Sprachen und Reisen, und mit meiner Fachhochschulreife könnte ich auch studieren.» Er zuckt mit den Schultern. «Aber ganz ehrlich: Was soll ich darüber nachdenken, was in 20 Jahren ist? Das werden wir dann sehen.» Sagts und eilt davon zu seinem nächsten Training. Text: Ralf Kaminski Bilder: Cira Moro
Genauer Lehrmeister: Ballettlehrer Dimitri Magitov korrigiert die Haltung seiner Eleven.
Am 13. Juli tritt Flavien Mingot bei der Ballett-Matinée im Opernhaus Stuttgart auf.
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Film: «First Position» im Zentrum des Ballett-Dokumentarfilms «First Position» stehen sechs junge Tänzerinnen und Tänzer, die alle hoffen, am Youth America Grand Prix zu reüssieren, dem grössten Ballettwettbewerb der Welt. Wer dort eine gute Performance zeigt, hat Chancen auf Stipendien von wichtigen Ballettschulen oder gar auf Engagements. in der Jury des Wettbewerbs sitzt auch Tadeusz Matacz, der Direktor der Stuttgarter John-Cranko-Ballettschule, der im Film ebenfalls einen kurzen Auftritt hat. «First Position» läuft ab 11. Juli in den Kinos
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REPORTAGE
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NR. 28, 8. JULI 2013 | MIGROS-MAGAZIN |
Überall, auch direkt unter den Sesselbahnen, finden sich haufenweise Zigarettenstummel, Flaschen und anderer Abfall.
W «Was denken die Leute wohl, wo der ganze Abfall hingelangt?» Hazel Hawker, freiwillige Helferin
ir hängen das nicht an die grosse Glocke», sagt der Umweltverantwortliche der Weisse Arena Gruppe in Laax, Reto Fry. Trotzdem finden sich Anfang Juni morgens um neun Uhr immer mehr Freiwillige bei der Talstation ein — zum Putzen. Es ist der erste schöne Tag seit langem, nur 48 Stunden zuvor hatte man entschieden, den Anlass durchzuführen, denn die Wetterverhältnisse waren lange ungewiss. Noch in der Woche davor hatte es geschneit. Aber jetzt sind sie alle da, die Familien mit ihren kleinen Kindern, die Mitglieder der lokalen Ski- und Rennclubs, die Snowboard-Profis mit ihren Freundinnen, und auch ein paar Zweitwohnungsbesitzer. Es ist das zweite Mal, dass im Skigebiet von Laax und Flims ein sogenannter Clean Up Day stattfindet, ein gemeinsames Saubermachen also. Hatten im ersten Jahr 60 Erwachsene und Kinder teilgenommen, sind es jetzt bereits über 150. Bevor es losgeht, dürfen sie ihre Rucksäcke mit Sandwiches und Getränken füllen.
Sonnengerötete Backen und ernste Gesichter bei den Helfern Oben auf dem Crap Sogn Gion, dem zentralen Punkt des weitläufigen Skigebiets, verteilen die Organisatoren Abfallsäcke und Handschuhe. Dann geht es gruppenweise in alle Himmelsrichtungen. Zwei Stunden später treffen sie sich wieder bei der Bahn, mit schweren Säcken, sonnengeröteten Backen und zufriedenen Gesichtern, die aber gleich ernsthaft werden, sobald sie die Frage hören: «Was haben Sie gefunden?» Es ist immer die-
selbe Antwort: «Endlos viele Zigarettenstummel», sagt Claudia Andrioli, die mit ihren kleinen Töchtern Jana und Joelle an der Aktion teilnimmt. Auch die im lokalen Rennclub aktive Claudia Candrian sagt: «Die Zigis sind extrem.» Tatsächlich: Nicht nur da, wo die Wintergäste ihre Kafi-Schnaps trinken, wimmelt es am Boden von Stummeln, sondern auch direkt unter der Sesselbahn. Auf Wiesen, auf denen im Sommer Kühe grasen. Aber auch Pet-Flaschen, Alu- und Plastikfolien und Feuerzeuge findet man zuhauf. Die Britin Hazel Hawker, die mit ihrem Gatten Colin ebenfalls an der Aktion teilnimmt, sagt erstaunt: «Was denken die Leute wohl, wo der ganze Abfall hingelangt, den sie einfach runterplumpsen lassen?»
Der liegengebliebene Abfall ist für Tiere lebensbedrohend Littering — das Liegenlassen von Abfall — ist in den letzten Jahren in der Schweiz zunehmend zum Problem geworden. Besonders in den Städten versucht man, mit aufklärenden Aktionen insbesondere die jüngeren Leute zu sensibilisieren. Dass auch die Skigebiete von der achtlosen Wegwerfmentalität betroffen sind, ist weniger bekannt. Tatsächlich kann liegen gebliebener Müll grasende Tiere lebensbedrohlich verletzen und Zigarettenstummel können das Wasser verunreinigen. Oberhalb von Laax zählen Jana (8) und Joelle (7) auf, was sie alles gefunden haben. «Kaugummi!», flüstert die eine, «Scherben» die andere. Und viele, viele Zigarettenstummel. Werfen sie selber manchmal etwas weg? «Nein!», rufen
beide. Mutter Claudia schmunzelt. Sie hofft, dass ihre Töchter bei der Putzaktion etwas fürs Leben lernen. Zumindest werden sie im nächsten Winter stolz sagen können: «Hier haben wir sauber gemacht!» Reto Fry zeigt am Schluss die Beute: drei Pick-up-Ladeflächen, gefüllt mit 700 Kilogramm Kleinabfällen. Und das ist nur das, was die Freiwilligen in einem halben Tag an bestimmten neuralgischen Punkten im Skigebiet zusammengesucht haben. Text: Esther Banz Bilder: Thomas Hablützel
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Migros-Magazin | NR. 28, 8. JULI 2013 |
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Müllberge
Sobald der Schnee in den Bergen schmilzt, wird der Abfall sichtbar, der jeden Winter auf Pisten und unter Seilbahnen liegen bleibt. Mit Säcken und Plastikhandschuhen bewehrt, begeben sich Freiwillige zum Saubermachen auf die matschigen Wiesen. Ein Augenschein im Skigebiet Flims-Laax.
Frühjahrsputz – nicht nur in Flims-Laax
Crap Sogn Gion: Wo sich im Winter die Schneesportler tummeln, bleibt Abfall zurück.
Sauber-mach-Aktionstage mit freiwilligen Helfern gibt es auch in vielen anderen Skigebieten. Die Summit Foundation publiziert die verschiedenen Daten auf ihrer Website. Mit Sensibilisierungskampagnen und Workshops will die 2001 gegründete Stiftung mit Sitz in Vevey VD auf die Litteringproblematik in den Bergen aufmerksam machen. Für mehr Informationen: www.summit-foundation.org
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Ablenkungsmanöverfür-die-Kinder-damitdie-Eltern-weiterplaudern-können
Wild unterwegs
Migros-Magazin-Redaktor Reto E. Wild ist ein absoluter Reiseprofi. Und ab dieser Woche spürt er für Sie online neue Angebote, spannende Veranstaltungen und lohnende Reiseziele in der Schweiz auf. Schauen Sie rein auf www.migrosmagazin.ch!
Die feine Inspiration für diesen Sommer. Mit Crème d’or servieren Sie immer das passende Glacedessert. Die vielen Sorten in der Dose, im kleineren Becher oder als Cornet erfüllen jeden süssen Wunsch. Inspirierende Ideen für die Sommerzeit: www.creme-d-or.ch
Im Park «Swissminiatur» in Melide TI findet man die bekanntesten
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MIGROS-MAGAZIN | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
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ittags joggt er der Limmat entlang, abends degustiert er Wein: Migros-Magazin-Redaktor Reto E. Wild (45) ist genauso passionierter Marathonläufer wie Geniesser. Vor allem aber ist er ein «Reisefüdli». Kaum eine Woche vergeht für ihn ohne eine Städtereise oder einen Kurztrip. Über 120 Länder auf allen Kontinenten hat er schon bereist. Zu seinen Favoriten gehören Barcelona, Tel Aviv, New York oder Buenos Aires. Unterwegs liebt Reto Wild die Herausforderung: Er hat schon einstige Kannibalen auf Neuguinea besucht und ist durch die Antarktis gestapft. Wer sich beim ehemaligen stellvertretenden Chefredaktor der Fachzeitung «Schweizer Touristik» einen Ferientipp holen will, bekommt von ihm nicht selten eine umfangreiche Beratung: Reto E. Wild ist ein wandelnder Reiseführer! In der
Schweiz besucht der rastlose Zürcher am liebsten das Wallis oder die Engadiner Bergseen. «Nach einer frischen Bergsommernacht morgens in den Stazersee bei St. Moritz zu springen, ist einmalig», schwärmt er. Seit August 2011 gibt der Vielgereiste im Migros-Magazin jede Woche in der Kolumne «Wilds Welt» seine persönlichen Reisetipps. Nun nimmt er zusätzlich speziell die Schweiz und das grenznahe Ausland ins Visier und verrät in seiner neuen Online-Kolumne «Best of Swiss Made», welche Wanderstrecken, Restaurants, Hotels und Veranstaltungen sich dort besonders lohnen. Denn die Schweiz ist für den Kosmopoliten ein attraktives Reiseziel: «Es gibt kaum ein Land in der Welt, das eine solche Vielfalt auf kleiner Fläche bietet», schwärmt Reto E. Wild. Text: Silja Kornacher Bilder: Claudio Bader
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NEU AUF WWW.MIGROSMAGAZIN.CH Best of Swiss Made Das Thema reisen wird im Migros-Magazin noch präsenter: Neu am Start ist die Online-Kolumne «Best of Swiss Made». reto E. Wild beleuchtet darin wöchentlich aktuelle Tourismus-Themen aus der Schweiz und dem grenznahen Ausland und ergänzt diese mit persönlichen insider-Tipps. lesen Sie mit auf www. migrosmagazin.ch/reisen. Aktuell: Das Appenzell feiert in Hundwil AR.
Sehenswürdigkeiten der Schweiz im Kleinformat. Redaktor Reto E. Wild kennt darüber hinaus auch die versteckten Kleinode, die einen Ausflug wert sind.
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NR. 28, 8. JULI 2013 | Migros-Magazin |
«Als Mann geht man nicht in eine Frauenzentrale» Jedes vierte Opfer von häuslicher Gewalt in Paarbeziehungen ist männlich. Ein Väterhaus im Kanton Aargau verhilft betroffenen Männern zu einer Verschnaufpause. Gründer Oliver Hunziker spricht über die Waffen einer Frau und Politiker, die Zahlen schönreden. Oliver Hunziker, was muss passieren, damit ein Mann sich Hilfe holt?
Häufig sind die Situationen so eskaliert, dass es einfach einen Schnitt braucht. Der Mann muss weg von zu Hause. Wenn er uns gefunden hat und merkt, dass wir ihm glauben, brechen die Dämme. Wir denken nicht automatisch, der Mann sei ein armes, unschuldiges Opfer. Aber wir glauben ihm, dass er eine Belastung erlebt und dass es für ihn nicht weitergeht. Das Väterhaus ZwüscheHalt gibt es seit dreieinhalb Jahren. Welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht?
Unsere Beratungen nehmen stetig zu, 2012 haben wir fast 500 durchgeführt. Schätzungsweise 5 bis 10 Prozent der Männer aus den Beratungen ziehen dann ins Väterhaus ein. Wir haben manchmal den Eindruck, dass viele Männer sich vor allem an der Tatsache festhalten, dass ein solches Angebot überhaupt existiert. Hat sich das Väterhaus etabliert?
Die Anerkennung aus der Fachwelt kommt langsam. Zuerst wurden wir kritisch beäugt, aber der anfängliche Medienrummel hat uns sehr geholfen. Leider machen die Behörden betroffene Männer auf den «ZwüscheHalt» noch zu wenig aufmerksam. Wer arbeitet im Väterhaus?
Mit dem Leiter des Hauses haben wir eine 80-Prozent-Stelle besetzt. Für den Wochenenddienst und Notfälle ist ein Pikettdienst zuständig. Wir arbeiten mit Heilpädagogen und Seelsorgern zusammen. Je nach Situation bieten wir für die Männer auch Ärzte oder Psychologen auf. Wenn ein Vater mit seinen Kindern ins Väterhaus einzieht, machen wir ihm klar, dass er die volle Verantwortung trägt. Unsere Institution ist nicht fürs Kinderhüten zuständig.
nicht in die Köpfe der Leute passt. Bis sich ein Mann eingesteht, dass er Gewalt erfährt, dauert es ewig. Wenn er sich dann outet, kommt ihm nur Unverständnis entgegen: «Was bist du denn für ein Weichei?»
Wie gestalten die Männer ihren Alltag während des Aufenthalts im Väterhaus?
Sie müssen sich eine Auszeit nehmen. Schliesslich handelt es sich um eine Notsituation. Das ist auch der Grund, warum unsere Belegungszahlen relativ niedrig sind: Für Männer ist es ein riesiger Schritt, alle Verantwortlichkeiten abzulegen. Wir sagen: «Wenn ihr kommt, müsst ihr Ferien nehmen und mit eurem Chef reden.» Der «ZwüscheHalt» soll betroffenen Männern primär Ruhe bieten: Sie sollen die Möglichkeit haben, weg von der Frau zu kommen, weg vom Druck zu Hause. Viele sagen: «Jetzt kann ich endlich wieder einmal klar denken.» Wie lange bleiben die Männer in der Regel?
Männer mit Kindern bleiben im Schnitt ein bis zwei Monate. Wir hatten auch schon jemanden, der nur drei Tage kam und sich mit der Frau wieder versöhnte. Welche Geschichte erzählen die Männer?
Sie sind alle von einem geschwächten Beziehungsklima geprägt. In aller Regel kommen die Männer nicht, weil ihrer Frau mal die Hand ausgerutscht ist. Es sind Geschichten von andauernder Gewalt in allen Formen. Ich muss betonen: Wir haben keine halb totgeschlagenen Männer bei uns. Bei unseren Fällen handelt es sich eher um leichte körperliche Gewalt. Frauen setzen zum Beispiel häufig die Fingernägel ein. Die meisten Männer sind von psychischer Gewalt betroffen. Hier reagiert die Opferhilfe natürlich weniger. Denjenigen mit blauen Flecken wird automatisch Verständnis entgegengebracht. Fehlende optische Verletzungen verstärken bestimmt das Problem der Glaubwürdigkeit.
Absolut. Bei Gewalt an Männern kommt noch das gesellschaftliche Tabu dazu. Man glaubt ihnen nicht, weil es einfach
Das Klischee des Schwächlings ist sofort da. Man stellt sich einen Mann vor, der körperlich klein und schmächtig ist.
«Bis sich ein Mann eingesteht, dass er Gewalt erfährt, dauert es ewig.»
Ja, oder umgekehrt: Einem Mann, der ein Kopf grösser ist als seine Frau, glaubt man noch weniger. Wenn er kleiner ist, nimmt man ihm die Unfähigkeit zur Gewalt eher ab. Meistens wären die Männer physisch absolut in der Lage, mit ihrer Frau fertigzuwerden. Aber sie haben zum Glück diese Beisshemmung. Der extremste Fall, den ich kenne, ist ein Kasten von einem Mann. Er traut sich nicht, sich zu wehren, denn wenn er zurückschlägt, ist sie das Opfer. Die Polizei ist ja auch nicht immer einfühlsam. Dort schickt man die Männer oft nach Hause und sagt: «Lösen Sie es wie ein Mann.» Dabei hat der Betroffene schon so viel Überwindung gebraucht, sich Hilfe zu holen, der lässt sich durch solche Sprüche sofort entmutigen. Wieso werden Frauen gewalttätig?
Ich glaube nicht, dass es bei den Gründen geschlechterspezifische Unterschiede gibt. Die Gründe sind vor allem Angst vor Kontrollverlust, Überforderung, Alkohol, Drogen, aber natürlich auch Erfahrungen aus der Kindheit. Können Sie einen Fall schildern von einem Mann, der bei Ihnen Hilfe gesucht hat?
Letztes Jahr hatten wir einen Mann mit zwei Buben bei uns. Es gab psychische Gewalt in seiner Beziehung. Seine Frau schlug ihn auch, wenn sie ausrastete. Was muss man sich unter psychischer Gewalt vorstellen?
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Migros-Magazin | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
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vater des väterhauses
Oliver Hunziker (47) hat 2009 das Väterhaus ZwüscheHalt gegründet, das Männern mit ihren Kindern in schwierigen Situationen unterschlupf bietet. Als Präsident des Vereins Verantwortungsvoll erziehende Väter und Mütter setzt er sich für die Gleichberechtigung von Vätern und Müttern im Trennungsfall ein. Für die Vereinigung GeCoBi engagiert er sich aktiv für gemeinsame elterliche Verantwortung. Oliver Hunziker ist gelernter informatiker und Vater von zwei erwachsenen Söhnen. www.vev.ch, www.zwueschehalt.ch
Oliver Hunziker war selbst von häuslicher Gewalt betroffen – das hat ihn motiviert, sich zu engagieren.
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mensChen
migros-magazin | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
«Bei häuslicher Gewalt nimmt die Polizei meist den Mann mit.» Erpressung, Nötigung, Stalking, Eifersucht oder Drohungen wie «Wenn du dich trennst, bringe ich mich um». Wenn so etwas über längere Zeit passiert, nagt das an der Psyche. Die meisten Männer glauben, dass sich diese Gewalt auch an die Kinder richtet. Daher ist das Väterhaus eine gute Anlaufstelle. Sind Sie je in juristische Konflikte gekommen – Stichwort Kindesentführung?
Nein, weil wir nur Väter aufnehmen, die sorgeberechtigt sind.
Haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht, dass Frauen ihren Männern nachkamen?
Ja, deshalb halten wir den Ort geheim. Wir hatten eine Frau, die im ganzen Kanton rumgefahren ist, um ihn zu finden. Wieso hat diese Frau gewusst, dass ihr Mann im Väterhaus ist?
Jede Frau erfährt, dass ihr Mann und die Kinder an einem sicheren Ort sind. Wie finanziert sich das Väterhaus?
Wir konnten es nur dank einer Einzelspende gründen. Seit letztem Jahr unterstützen uns die Landeskirchen Aargau mit einem erheblichen Betrag. Die Unterstützung ist leider befristet. Uns
Gewalt gegen Frauen: Der Bund handelt Am 3. Juli hat der Bundesrat das erste internationale Abkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und gegen häusliche Gewalt gutgeheissen. Nach der ratifizierung durch National- und Ständerat will der Bundesrat Massnahmen ergreifen, damit in Zukunft genügend Schutzunterkünfte für hilfesuchende Frauen und Kinder zur Verfügung stehen. letztes Jahr musste jede zweite Frau von einem der 17 Frauenhäuser abgewiesen werden.
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fehlt der Leistungsauftrag des Kantons. Es geht ja vor allem um die Finanzierung der Infrastruktur. Die Väter, die zu uns kommen, zahlen für die Übernachtungen, aber das ist nicht kostendeckend. Schweizweit gibt es 17 Frauenhäuser. Für Männer gibt es ein Scheidungshaus in Erlenbach ZH und Ihren ZwüscheHalt im Aargau. Was sagen Sie zu diesem Ungleichgewicht?
Ich habe nichts dagegen, dass es 17 Frauenhäuser gibt. Aber es gibt klar zu wenige Väterhäuser. Laut Kriminalstatistik ist jedes vierte Opfer von häuslicher Gewalt männlich. Wird es bald ein neues Väterhaus geben?
Wir würden gerne expandieren. Wir stehen bewusst im Aargau, um möglichst zentral zu sein. Das heisst aber leider, dass die St. Galler oder Bündner nicht zu uns kommen.
Im Jahr 2011 gab es rund 500 Fälle von einfacher Körperverletzung an Männern, 2012 vier Mal mehr. Wie erklären Sie sich den Anstieg?
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mensChen
migros-magazin | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
«Die Helferindustrie ist auf das weibliche Opfer ausgerichtet.»
Waren sie von psychischer gewalt betroffen?
Ja, bei uns war die Stimmung durch die Trennung schon sehr gereizt. Mit wem haben sie geredet?
Was passiert mit dem Mann?
Die statistiken sind verfälscht, weil irrtümlicherweise die frau als Opfer registriert wird?
Genau das ist leider oft der Fall.
Weshalb sind die Zahlen stark angestiegen?
Weil es immer mehr Polizisten gibt, die die Situation sorgfältig analysieren. Wie stark ist das Problem bereits in der gesellschaft verankert?
Es gibt immer noch Politiker, die behaupten, der Anteil häuslicher Gewalt an Männern liege in der Schweiz bei fünf Prozent. Sie sprechen von einem marginalen Anteil. Das ist der Grund, warum ich auch mal lauter werde: 25 Prozent sind für mich kein marginales Ausmass. Die ganze Helferindustrie ist auf das weibliche Opfer ausgerichtet. Suchen Sie mal bei Google unter «Beratungsstelle für häusliche Gewalt». Als Mann
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gen, die Arbeit für den Verein verantwortungsvoll erziehender Väter und Mütter (VeV) zu machen und den Männern eine Anlaufstelle zu geben.
Die Zahlen steigen auch wegen der zunehmenden Registrierung. Wir sind aber überzeugt, dass die Dunkelziffer massiv ist. Wenn ein Fall häuslicher Gewalt auftritt, nimmt die Polizei meist den Mann mit. Es sei einfacher, wenn die Frau bei den Kindern bleibt. Wenn er Glück hat, kann er am nächsten Tag nach Hause, wenn nicht, bekommt er eine Wegweisung von der Familie.
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finde ich nichts. Das heutige System negiert das Problem. Es interessiert niemanden, ob die Frau zwei Stunden lang auf ihren Mann eingeschrien hat und er sie dann wegschubst. Was zählt: Er hat sie weggeschubst. sie haben damals das Väterhaus gegründet, weil sie ein solches Angebot vermisst haben?
Ich war auch einmal in einem Trennungskonflikt und habe festgestellt, dass es kein Angebot spezifisch für Männer gibt. Im Aargau war es bis vor Kurzem so, dass die Opferberatung ein Teil der Frauenzentrale war. Als Mann geht man doch nicht in eine Beratung, über deren Tür «Frauenzentrale» steht. Wie war das bei ihnen?
Ich war in einer Situation, aus der ich nicht herauskam, ich konnte mich und meine Kinder nicht davor schützen. Das fehlende Angebot hat mich dazu bewo-
Ich hatte zum Glück ein gutes Umfeld, tolle Freunde und Eltern. Von Beratungsstellen und der Polizei habe ich Sprüche gehört, die kann man gar nicht glauben. Einer sagte einmal: «Ihre Frau wird schon ihre Gründe gehabt haben.» Wie denken sie an ihre situation zurück?
Ich bin immer noch fassungslos darüber, wie das System die Situation von Männern ignoriert. Aber ich habe längst mit dieser Geschichte abgeschlossen. Haben sie sich je als schwächling gefühlt?
Ich wäre ein Schwächling, wenn ich meine Situation nicht geändert hätte. Interview: Silja Kornacher Bilder: Paolo Dutto
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lesen sie online Ehelicher Psychoterror Er hat gelitten und wurde nicht ernst genommen. Ein Mann, der psychische Gewalt erlebt hat, erzählt seine Geschichte.
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NR. 28, 8. JULI 2013 | migros-magazin |
der haUsmann
Es ist nichts Bänz Friedli denkt darüber nach, wozu etwas nutz ist, das zu nichts nutz sein will.
Ein grosses altes Haus irgendwo auf dem Land; mit einer Werkstatt. Das wärs. Da hätte unser Sohn Platz für sein Werkzeug und seinen Kabelsalat, könnte er basteln und konstruieren, sägen und hämmern und seinen ganzen Karsumpel zuletzt hinterlassen, wie ihm beliebt. Das tut er jetzt in unserer Stadtwohnung natürlich auch. Nur liegt dann manchmal ein Sägemehlschleier auf Sofa und Esstisch, sind Bohrmaschine, Messer und Ösen überall verteilt: in Küche und Schlafzimmer, auf dem Balkon, im Bad. Aber ich will mich nicht beklagen. Zu berichten ist nämlich über eine Familie vom Bucheggberg, die einst ihre Badewanne einen ganzen Sommer lang nicht benutzen konnte: Die Wanne war — so hatte es der experimentierfreudige Sohn gewollt — mit Steinen, Erde und Grasbüscheln gefüllt und diente seinen Kaulquappen als Biotop. Die Übung sei erst abgebrochen worden, erzählt mir die Mutter des damaligen Lausbuben, als die kleinen Frösche bereits in der Wohnung herumhüpften … Da komme ich mit einem zweckentfremdeten Duschvorhang, ein paar Pinseln im Spülbecken und einigen Zangen auf dem Parkett ja glimpflich weg. Man fragt sich halt nur manchmal: Woher hat er das bloss? Woher hat unser Hans sein tüftlerisches Flair? Von mir nicht. Ich bin eine handwerkliche Null und technisch nicht sonderlich in-
«In unserer Stube liegt so ein Ding.» teressiert. Aber irgendwie prägt man seine Kinder ja doch. In unserer Wohnstube liegt so ein Ding: ein hölzernes Objekt, das ich einst, noch ledig und zahlungskräftig, einer jungen Künstlerin abkaufte. Eine schiefe, mit schwarz glänzendem Klavierlack überzogene Kiste, die sich nicht öffnen lässt, aber hohl klingt, wenn man dran klopft — und man weiss nicht, was drin ist. Ein kleines Mysterium. Schon früh beantworteten meine Liebste und ich die Frage der Kinder «Wozu ist die da?» unbedacht mit: «Für nichts.» Allerdings nicht, ohne nachzuschieben: «Es ist Kunst.» Womit wir vermutlich ihren Kunstbegriff geprägt haben. Fragte ein Besuch, was das sei, antworteten die Kinder fortan nicht etwa: «Es ist nichts.» Sondern: «Das ist Kunst.» Wir hatten ihnen ungewollt
eine simple Definition vermittelt, was Kunst sei: für nichts. Stimmt ja auch, unser schwarzes Dings hat keine offensichtliche Funktion, steht nur nichtsnutzig da, dümmstenfalls im Weg. Und man sieht ihm noch nicht einmal die Kunst an … Besucher setzen sich zuweilen darauf, besonders Kinder. Wunderbar, sie geben der Kunst einen temporären Zweck. Und womöglich ist der Kunstbegriff «für nichts» gar nicht so schlecht. Nicht nur, weil Anna Luna, wenn ihr eine Eisenplastik in einem Verkehrskreisel missfällt, ausrufen kann: «Da’sch für nüt!», sondern auch, weil die Kinder dank der schwarzen Kiste gelernt haben, dass nicht alles immer einen offensichtlichen Nutzen haben muss. Vielleicht reicht es ja, dass es die Fantasie anregt? Wenn unser Hans zimmert, klebt und verdrahtet, erschliesst sich mir der Sinn nicht immer auf Anhieb. Sehen Sie? Irgendwie hat ers halt doch von mir. Und dann noch immer zu Unzeiten! Ruft er, wenn es schon gegen das Abendessen geht, plötzlich: «Ich hole die Stichsäge. Hast du ein ganz dickes Karton? Und wo ist Grosis Nähmaschine?», entfährt mir reflexartig: «Jetzt ist der falsche Zeitpunkt für so eine Übung, Hans!» Doch im Innersten weiss ich, dass es jetzt, genau jetzt, sein muss. Denn das Eigensinnige, leicht Ungehorsame, das Nichtglauben-Wollen, dass etwas «nicht geht» — das hat er bestimmt von mir.
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sommerzeiT
B
raucht es für ein gelungenes Picknick wirklich stundenlanges Vorbereiten, einen schicken Picknickkorb und alles Pipapo? Nein, sagen wir. Alles, was man für eine spontane Picknickaktion benötigt, sind gnädige Temperaturen, eine Handvoll nette Menschen und ein bisschen Improvisationstalent — die schönsten Picknicks sind die spontanen. Ob lauschige Wiese, Stadtpark oder auf dem Wasser — die Picknickdecke lässt sich unter besagten Bedingungen überall ausbreiten. Brot, Aufschnitt, Oliven, Salate, Früchte und genügend Flüssiges fürs Instant-Picknick sind schnell besorgt, viel mehr braucht es nicht fürs unkomplizierte Buffet unter freiem Himmel. Mit ein paar Ausnahmen: Um sich das Gemetzel an Melone und Salametti mit stumpfen Plastikmessern zu ersparen, packt man besser ein anständiges Messer mit ein. Auch die Zitrone ist ein dankbarer Picknickbegleiter: Ein paar Spritzer davon pimpen jedes Trinkwasser auf, schützen Früchte vor Verfärbung und schmecken auch über Oliven prima. Eine Wasserflasche, die man am Abend zuvor in den Tiefkühler gelegt hat, dient als Kühlaggregat. Weil sich Wasser ausdehnt, wenn es gefriert, sollte die Flasche nicht ganz gefüllt werden, da sie sonst bersten könnte.
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NR. 28, 8. JULI 2013 | migros-magazin |
Der See ruft
Lockt die Sonne, muss es schnell gehen – denn wer weiss schon, wie lange uns das Picknickwetter hold ist. So schwingen wir den Kochlöffel ein andermal und setzen für heute auf kulinarische Improvisation: Ein paar gezielte Griffe in die Migros-Regale, und los gehts, zum Instant-Picknick auf hoher See.
Text: Nicole Ochsenbein
Bärentatzen, 760 g, Fr. 5.–* statt 6.40 * Aktion vom 9.7. bis 15.7.
Nussrollen Duo, 2 x 440 g, Fr. 4.25* statt 6.40
Rapelli Tessiner Platte Maxi**, per 100 g, Fr. 3.25* statt 4.70
Apfelsprudel Terra Suisse, 1,5 l, Fr. 1.45* statt 1.85
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SCHAUFENSTER
migros-magazin | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
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Bild: Christian Dietrich, Styling: Mira Gisler
Das Boot ist voll – mit Freunden, Snacks und guter Laune. Gondoliere inklusive.
Sommerzeit!
Trinkflasche Sistema**, 0,6 l, Fr. 11.80 ** nur in grösseren Filialen erhältlich
Melonen Galia, Spanien Stück Fr. 1.40
Grillteller**, 29 cm, 50 Stück, Fr. 6.90
Servietten**, 20 Stück, Fr. 4.35
Warum soll man mit vollem Bauch nicht ins kühle Nass springen? Oder ist die ganze Essen-Baden-Hysterie gar ein Ammenmärchen? Wie gut sich Essen und Baden kombinieren lassen und wie die goldene regel der Schweizerischen lebensrettungs-Gesellschaft lautet, lesen Sie unter www.migros.ch/sommer.
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soJaline
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Milchfrei zum Genuss
Nr. 28, 8. Juli 2013 | migros-magazin |
Himbeer-Shake 100 g Früchte, z.B. Aprikosen, Himbeeren, Erdbeeren, 250 g Himbeeren, 1 EL Zucker, 6 dl Sojadrink nature*, 1 Becher Sojajoghurt classic à 150 g* ZUBEREITUNG Früchte in mundgerechte Stücke schneiden. Auf Holzspiesschen stecken. Himbeeren, Zucker, Sojadrink und Sojajoghurt in ein hohes Gefäss geben. Mit dem Stabmixer fein pürieren. in Gläser füllen und mit den Spiesschen servieren.
Sojaprodukte sind in der kalten und warmen, salzigen und süssen Küche vielseitig einsetzbar. Die Joghurts und Desserts von Sojaline sind neu bio.
Ergibt 4 Gläser à 2 dl Zubereitung ca. 20 Minuten. Pro Person ca. 3 g Eiweiss, 2 g Fett, 13 g Kohlenhydrate, 350 kJ/80 kcal * in aha!-Qualität erhältlich
Bild und Styling: ruth Küng
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ojaprodukte sind eine gute Alternative für alle, die auf Milch verzichten wollen oder müssen. Dank des neutralen Geschmacks kann man Milch, Quark, Frischkäse oder Rahm bequem durch Sojaprodukte ersetzen. Die Rezepte auf diesen Seiten zeigen, dass man die hochwertige pflanzliche Eiweissquelle gut in der süssen Küche verwenden kann. Die Desserts lassen sich durchaus auch Gästen auftischen, die sich vegan ernähren. Soja ist reich an ungesättigten Fettsäuren und weist nur einen geringen Anteil an gesättigten auf. Die Desserts und Joghurts von Sojaline sind neu in Bioqualität erhältlich. Zudem wurden das Verpackungsdesign und die Rezepturen überarbeitet und verbessert. Beispielsweise wurde der Zuckergehalt um fünf Prozent gesenkt. Gut auch für die Ökobilanz: Für die Joghurts und Desserts von Sojaline werden ausschliesslich Sojabohnen aus Italien verarbeitet. Text: Dora Horvath
Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. aha! sowie Bio leisten einen wertvollen Beitrag dazu.
aha! Bio Soja Tofu Nature, 250 g, Fr. 3.25
aha! Bio Soja Tofu Provençale*, 200 g, Fr. 3.05
aha! Bio Soja Joghurt Classic*, 150 g, Fr. –.65
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schaUFenster
migros-magazin | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
Kirschen-Cheesecake 50 g entsteinte Datteln, 70 g Margarine*, weich, 200 g gemahlene, geschälte Mandeln, 40 g Rohzucker, 250 g Tofu nature*, 40 g Vanillezucker, 2,5 dl Sojaschlagcreme*, 2 Zitronen, 3 Beutel Agar-Agar à 8 g, 250 g Kirschen, 120 g Gelierzucker 2:1, Zitronenmelisse zum Garnieren ZUBEREITUNG 1. Springformboden mit Backpapier auslegen. Datteln fein hacken. Mit Margarine, Mandeln und der Hälfte des rohzuckers verkneten. Auf dem Springformboden gleichmässig verteilen, gut andrücken. Kühl stellen. 2. Tofu, Vanillezucker und 1 dl Schlagcreme im Cutter möglichst fein pürieren. Zitronenschale fein dazureiben. Zitronen auspressen. Saft mit Agar-Agar aufkochen, 1 Minute sprudelnd kochen lassen. Zur Tofumasse geben, kurz weiterpürieren. restliche Schlagcreme mit restlichem rohzucker steif schlagen. unter den pürierten Tofu mischen. Masse auf den Boden füllen. im Kühlschrank mindestens 4 Stunden fest werden lassen. 3. 1 Stunde vor dem Servieren Kirschen entsteinen und halbieren. Mit Gelierzucker aufkochen, 2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Circa 30 Minuten abkühlen lassen, bis der Saft mit den Kirschen beginnt, fest zu werden. Kuchen aus der Form lösen. Kirschen daraufgeben. Nach Belieben mit Melisse garnieren. Servieren. Ergibt ca. 8 Stück, für 1 Springform à 18 cm Ø Zubereitung ca. 40 Minuten + mind. 4 Stunden kühl stellen. Pro Stück ca. 12 g Eiweiss, 31 g Fett, 41 g Kohlenhydrate, 2100 kJ/500 kcal * in aha!-Qualität erhältlich rezepte
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Nur mit BioSojabohnen aus Italien
Für die Herstellung der Joghurts und Desserts von Sojaline werden Bio-Sojabohnen aus italien verwendet. Bisher stammte der rohstoff aus China.
Bio steht für eine naturnahe, nachhaltige landwirtschaft. Die Produzenten verzichten auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und künstlichen Düngern.
Das aha!-label kennzeichnet Produkte, die für Allergiker besonders geeignet sind. Sämtliche Sojaline-Artikel sind rein pflanzlich und somit natürlicherweise «ohne Milch» und «laktosefrei». Betroffene einer Kuhmilchallergie oder laktoseintoleranz finden deshalb mit Sojaline eine verträgliche Alternative zu Milchprodukten.
Ohne Milch Laktosefrei Die Sojaline- Artikel tragen zudem das Vegetarismuslabel (V-label).
aha! Bio Soja Joghurt Waldbeeren*, 150 g, Fr. –.75 Nur saisonal erhältlich
aha! Bio Soja Joghurt Mango, 150 g, Fr. –.75
aha! Bio Soja Joghurt Birchermüesli*, 150 g, Fr. –.75 * nur in grösseren Filialen erhältlich
aha! Bio Soja Creme Choco*, 125 g, Fr. –.70
Die «Ewige Stadt» Rom
Gardasee - Venedig
Rom zieht seit mehr als 2000 Jahren REISEDATEN - 6 TAGE Besucher aus der ganzen Welt in B 1. 22. - 27. September seinen Bann. Die Stadt am Tiber hat 2. 29. Sept. - 04. Oktober B aus ihrer reichen Vergangenheit so A 3. 06. - 11. Oktober viele Schätze in die Gegenwart gerettet, dass man sie als die bedeutendste Museumsstadt der Welt PREIS PRO PERSON Doppelzimmer CHF 875.bezeichnen kann. Einzelzimmer CHF 1'040.1. Tag, Schweiz - Chianciano Terme: Annullationskosten-/ Fahrt vom Einsteigeort nach SOS-Versicherung CHF 25.Chianciano Terme. Halbpension. Option 2. Tag, Frascati - Rom: Fahrt in die Doppelsitz zur Albaner Berge nach Frascati. GeCHF 120.gen Abend treffen Sie in Rom ein. Alleinbenützung
Der grösste italienische See gehört immer noch zu den sehr beliebten Ferienregionen. Im Frühling und im Herbst kommt die Schönheit dieses fast schon mediterranen Gebietes besonders zur Geltung. Doch nicht nur für Naturfreunde, sondern auch für kunsthistorisch Interessierte bietet diese liebliche Landschaft Reizvolles.
Halbpension. 3. Tag, Rom - Vatikan: Der Vormittag ist dem Vatikan gewidmet: Zuerst besichtigen Sie den berühmten Petersdom, die grösste katholische Kirche un der unbestrittene Prachtbau seiner Zeit. Anschliessend Besichtigung der Sixtinischen Kapelle und des Vatikanpalastes. Der Rest des Tages steht zu Ihrer freien Verfügung. Halbpension. 4. Tag, Rom: Die italienische Metropole hat viele Gesichter. Auf einer geführten Stadtrundfahrt lernen Sie u.a. das Forum Romanum, das Kolosseum, die CaracallaThermen, den Trevibrunnen, die Spanische Treppe und die Piazza del Popolo kennen. Der Rest des Tages steht zu Ihrer freien Verfügung. Frühstück. 5. Tag, Grosseto - Versiliaküste: Sie folgen der Küste des Tyrrhenischen Meers und fahren via Grosseto an die Versiliaküste. Halbpension. 6. Tag, Versiliaküste - Rückkehr: Heimreise in die Schweiz zu den Einsteigeorten.
1. Tag, Schweiz - Moniga: Fahrt vom Einsteigeort via Brennerpass nach Moniga am Gardasee. 2. Tag, Ausflug Sirmione - Riva Schifffahrt: Sirmione übt eine Faszination aus, die am Gardasee einmalig ist. Spazieren Sie durch das Scaliger Kastell hinein in die Altstadt und beobachten Sie in einem der zahlreichen Restaurants das bunte Treiben.Weiterfahrt via Malcesine nach Riva. Das charmante Städtchen ist von mächtigen Bergen umgeben und Sie spüren eine angenehme Mischung aus italienischer Leichtigkeit und Tiroler Bodenständigkeit. Zum Abschluss dieses herrlichen Tages fahren Sie eine Strecke mit dem Schiff und anschliessend mit dem Car zurück nach Moniga. 3. Tag, Ausflug Venedig: Märchenhaft schön, zwischen Himmel und Wasser, so empfängt Venedig seine Besucher. Nach der Vaporettofahrt legen Sie am Markusplatz an und unternehmen einen geführten Stadtrundgang. Rückreise am späteren Nachmittag. 4. Tag, Moniga - Rückkehr: Heimreise über Mailand in die Schweiz zu den Einsteigeorten. <wm>10CAsNsjY0MDQx0TU2sjAwtQAAhZk3cg8AAAA=</wm>
LEISTUNGEN • Reise in luxuriösem 5-Sterne-Car • 5 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet • 4 Abendessen • Stadtrundfahrt/-gang in Rom • Audio-System beim Rundgang • Eintritte und Besichtigungen gemäss Programm • Lokale Reiseleitung vom 3. - 4. Tag HOTELS Gute Hotels in Chianciano Terme, an der Versiliaküste Hotel Aran Mantegna, Rom (off. Kat.****) Sehr gutes Hotel mit zwei Restaurants und Bar. Lage: in der Nähe der alten Messe, nur wenige Meter von der Via Cristoforo Colombo entfernt.
<wm>10CFWMrQ7DQAyDnygn5--SLnAqqwqq8SNTcd8f7Vo2YMm27G_byhsevdf9sx7FYDNSSXiWJzeGeKVIg4UXAiJgfbHrgmDtfw8ymx0w7g0hCDKm0aQY3TsylplvyHgAaNf3_AESLLwwhQAAAA==</wm>
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475.-
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500.555.-
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25.-
CHF
80.-
LEISTUNGEN
• Reise in luxuriösem 5-Sterne-Car • 3 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet
• 3 Abendessen • Schifffahrt auf dem Gardasee • Stadtrundgang in Venedig • Audio-System beim Rundgang • Besichtigungen gemäss Programm
HOTEL Hotel Riva del Sole, Moniga (off. Kat. ****) Gutes Hotel mit Bar, Restaurant und Schwimmbad. Lage: zentral, ca. 50 Meter vom Ufer des Gardasees entfernt.
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PREIS PRO PERSON Doppelzimmer Doppelzimmer / Seesicht Einzelzimmer Einzelzimmer / Seesicht Annullationskosten-/ SOS-Versicherung Option Doppelsitz zur Alleinbenützung
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Die Preise gelten bei Buchung über www.marti.ch. Andere Buchungsstellen erheben in der Regel eine Auftragspauschale. Es gelten die allgemeinen Reise- und Vertragsbedingungen der Ernst Marti AG.
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migros-magazin | NR. 28, 8. JULI 2013 |
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Pancakes mit Pfirsichen 3 Pfirsiche, 30 g Haselnüsse, 3 EL Birnendicksaft, 200 g Mehl, 50 g Rohzucker, 2 TL Backpulver, 2 dl Sojadrink mit Calcium*, 1 Becher Sojajoghurt classic à 150 g*, Holl-Rapsöl (hoch erhitzbar) zum Braten, Pfefferminze zum Garnieren ZUBEREITUNG 1. Backofen auf 180 °C vorheizen. Pfirsiche in Schnitze schneiden, auf ein Blech geben. Haselnüsse grob hacken, darüberstreuen. Birnendicksaft darüberträufeln. In der Ofenmitte ca. 20 Minuten backen. 2. Inzwischen für die Pancakes Mehl, Zucker und Backpulver in eine Schüssel geben und mischen. Sojadrink und -joghurt verrühren. Unter Rühren zur Mehlmischung geben. 3. Wenig Öl in einer grossen, weiten Bratpfanne erhitzen. Pro Pancake je 2 EL Teig mit genügend Abstand in die Pfanne geben. Pancakes 2 Minuten braten, wenden und 2 Minuten fertig backen. Warm stellen. Pancakes mit den Pfirsichen servieren. Nach Belieben mit Minze garnieren. Süsse Mahlzeit für 4 Personen Zubereitung ca. 40 Minuten. Pro Person ca. 11 g Eiweiss, 17 g Fett, 76 g Kohlenhydrate, 2150 kJ/510 kcal * in aha!-Qualität erhältlich
aha! Bio Soja Crème Vanille, 125 g, Fr. –.70* * nur in grösseren Filialen erhältlich
aha! Bio Soja Drink Nature*, 1 l, Fr. 1.90
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Grillschale Dor schfilet, MSC Wildfang Pazifik, 420 g
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Dorade ganz Zucht aus Griechenland, per 100 g
13.50
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Pangasius-Spiess marinier t, ASC Zucht aus Vietnam, per 100 g
Genossenschaft Migros Wallis
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Grillschale Kabeljau/Crevetten Kabeljau, Wildfang Pazifik, Crevetten, Zucht aus Vietnam, 330 g
Crevetten-Spiess Lemon Pepper Guatemala, per 100 g
Ein M sommerlicher.
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migros-magazin | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
Durstlöscher aus den Bergen
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Sonnenbeschienene, mineralstoffreiche Böden verleihen der Apfelminze ein intensives Aroma. Der neue Sirup von Heidi schmeckt fruchtig mit einem Hauch von Minze. Blöterliwasser kitzelt sein Aroma noch besser heraus.
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Bild: Jorma Müller, Styling: Mirjam Käser
an erkennt es mit einem Blick in die Getränkeabteilung der Migros: Das von Kindern so heiss geliebte Sirüpli hat sich mit ganz neuen Geschmacksrichtungen und der Ausdifferenzierung des Sirupsortiments in die Liga des Erwachsenengetränks emanzipiert. Natürlich steht die Marke Heidi mit ihren Produkten aus dem Berggebiet diesem Trend nicht nach und lanciert ihren ersten Sirup aus Apfelminze, die auch Hain-Minze oder Zottige Minze genannt wird. Sie ist ein Hybrid, eine Kreuzung aus der grünen und der rundblättrigen Minze. Das Kräutlein stammt aus den sonnenbeschienenen, mineralstoffreichen Böden unserer Berggebiete. Aufgrund der Höhe wachsen die Kräuter nur langsam heran, sodass sie ein intensives Aroma entwickeln. Was darf man von der Apfelminze geschmacklich erwarten? Sicher nicht ein intensives Mentholaroma. Die Minze setzt eher leise Akkorde im Hintergrund. Es dominieren fruchtige, harmonische, ausgewogene Noten. Für den Heidi-Sirup wird ausschliesslich frisch geerntete Apfelminze ausgewählt, die so schonend verarbeitet wird, dass keine zusätzlichen Aromastoffe oder Konzentrate nötig sind. Das Wort Sirup leitet sich übrigens aus dem arabischen Wort šarab für Trank her. Das Verb šariba bedeutet trinken. Text: Dora Horvath
Heidi Apfelminzesirup, 50 cl, Fr. 4.40
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schaUFenster
migros-magazin | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
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Ein fruchtiger Sommertraum
Tropic Summer ist ein Mix aus Früchten aus fairem Handel. Von der Fairtrade-Prämie profitieren die Produzenten.
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ie Fruchtsäfte von Sarasay holen den Geschmack der Tropen zu uns. Die Limited Edition Tropic Summer besteht zu 100 Prozent aus Fruchtsäften, und zwar aus einer Mischung von Mango-, Passionsfrucht-, Orangen- und Traubensaft. Sie wird ohne Zuckerzusatz hergestellt und enthält nur die natürlichen Zuckerarten der Fruchtsäfte.
Dank Fairtrade haben Kleinbauern einen Zugang zum Weltmarkt.
Fairtrade Max Havelaar fördert den gerechten Handel als Mittel zur reduzierung der Armut in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Produzenten erhalten für ihre rohstoffe einen stabilen Mindestpreis und eine Fairtrade-Prämie.
Der Saft, der nur für kurze Zeit im Sommer erhältlich ist, ist mit dem Label Fairtrade Max Havelaar zertifiziert. Das bedeutet, dass die Früchte in ihren Ursprungsländern zu fairen Bedingungen angebaut und gehandelt werden. Die Fairtrade-Prämie kommt den Bauern direkt zugute. Dieses Kapital steht den Kooperativen zur freien Verfügung und wird in gemeinnützige Projekte investiert. Das können Investitionen in die Bildung, die Gesundheit oder die Infrastruktur sein. Und weil die Bauern gemeinschaftlich über die Verwendung der Prämie entscheiden, ist sie auch ein Stück gelebte Demokratie. Text: Dora Horvath
Bild und Styling: Veronika Studer
Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. Fairtrade Max Havelaar leistet dazu einen wertvollen Beitrag.
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migros-magazin | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
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anna’s Best | 51
Annas bester Wähenzauber
Eine Wähe ist im Nu gemacht. Besonders für diejenigen, die Annas Hilfe beiziehen, einen ausgewallten Teig nehmen und vorbereitete Früchte wie entsteinte Kirschen.
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ie einen mögen die Wähen lieber pikant als Hauptmahlzeit, die anderen frönen den süssen Kreationen zwischendurch. Ob salzig oder süss, die beiden Zubereitungsarten haben dieselbe Basis: ein knuspriger Teig und ein saftiger Guss. Anna’s Best führt eine grosse Auswahl an Teigen, auch Vollkorn oder ausgewallte in der Schale. Für den Inhalt lässt man sich am besten saisonal inspirieren oder durch die zur Verfügung stehende Zeit: Wer sich zum Beispiel für die entsteinten Kirschen von Anna’s Best entscheidet, bäckt eine Wähe so schnell, dass durchaus Zauberei im Spiel sein könnte. Text: Anna-Katharina Ris
annas tipp
Bild: Claudia linsi, Getty images (1)
Ei und Rahm
+ Kuchenteigboden in Backschale, 140 g, Fr. 2.30; dazu Kirschen entsteint, pasteurisiert, im eigenen Saft, 800 g, Fr. 7.90
Wähe für vier Personen: Backofen auf 220 °C vorheizen. 2 Blätterteigböden in Backschale mit einer Gabel einstechen. Je 50 g geschälte, gemahlene Mandeln darauf verteilen. Je 400 g abgetropfte Kirschen daraufgeben. 1 Ei mit 1 dl Halbrahm verquirlen und mit 40 g Zucker auf die zwei Wähen verteilen. in der Backofenmitte 30–40 Minuten backen. Mit Puderzucker servieren.
Teig in Schale und entsteinte Chriesi: Schneller gehts kaum.
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Bio-Fisch
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NR. 28, 8. JULI 2013 | migros-magazin |
«Mir persönlich schmeckt Biofisch sehr gut» Meeresbiologin Sandra Hinni erklärt, warum Biofisch und Bio-Meerestiere gut auf die Speisekarte passen. Sandra Hinni, Meeresbiologin und Fachspezialistin Nachhaltigkeit bei der Migros.
Sandra Hinni, was ist der grösste Unterschied zwischen einer Bio-Fischzucht und einer herkömmlichen?
Jahrelang wurde überall geschrieben, wie gesund Fisch sei. Jetzt kaufen wir Fisch und scheinen damit neue Probleme wie etwa Überfischung zu verursachen …
Leider ist der Wildfang tatsächlich in Verruf geraten. Mittlerweile gibt es aber viele Beispiele weltweit, die aufzeigen, dass nachhaltige Fischerei möglich ist. Daher sind die international akzeptierten Nachhaltigkeitslabels eine gute Orien-
Bio Bachforellenfilets*, tiefgekühlt, 250 g, Fr. 12.30 * in grösseren Filialen
Bio steht für eine naturnahe, nachhaltige Landwirtschaft und Fischzucht. Fische und Meeresfrüchte erhalten Biofutter und leben in grosszügigen Gehegen in Süss- oder Meerwasser. Unabhängige Kontrolle und Zertifizierung.
tierungshilfe. Als Fischliebhaber kann man Fische und Meeresfrüchte aus zertifizierten Zuchten oder nachhaltigem Wildfang kaufen. Bei Produkten aus Zuchten setzt man am besten auf die Labels Bio und ASC. Bei Wildfang können Kunden sich am MSC-Label orientieren.
Bio Pangasiusfilets, tiefgekühlt, 300 g, Fr. 7.20
Ist Biofisch gesünder, und schmeckt er auch besser?
Fische aus Bio- wie auch aus konventionellen Zuchten sind gesund. Bei Biozuchten geht es aber zusätzlich darum, eine Aufzucht zu garantieren, die das umliegende Ökosystem nicht beeinträchtigtunddieartgerechteTierhaltung
Bio Forellenfilets, geräuchert, 100 g, Fr. 5.90
Bio Krevetten Tail-on*, gekocht, tiefgekühlt, 300 g, Fr. 11.80
Bilder: Ruth Küng
Bei einer Biozucht muss der Lebensraum der Fische so natürlich wie möglich gestaltet sein, damit eine artgerechte Aufzucht garantiert ist. Zudem wachsen Biofische generell langsamer heran als Fische aus konventionellen Zuchten. So ist die vorgeschriebene Zuchtdauer bei einer Bioforelle mindestens 18 Monate, bei konventionellen Forellen gibt es hingegen keine Vorschriften.
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Rahmglacestängel im 24er-Pack Vanille, Schokolade oder Erdbeer, z.B. Vanille, 24 Stück, 1368 ml
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Phalaenopsis 2 Rispen, im 12-cmTopf, pro Pflanze 13.40 statt 16.80 20%
Nektarinen, Bio, Spanien/Italien, per kg 5.25 statt 7.50 30%
Topfrosen grossblumig, im 12-cm-Topf, pro Pflanze 7.80
Alle Bio Getreidekörner und Hülsenfrüchte, z.B. rote Linsen, 500 g 2.– statt 2.50 20%
Frühkartoffeln, «Aus der Region.», 2 kg 3.90 statt 5.90 30% Aprikosen, «Aus der Region.», per kg 5.90
FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Rapelli Schinken Puccini, aha!, Schweiz, per 100 g 3.70 20x 20x PUNKTE ** Ofenfleischkäse, Bio, Schweiz, per 100 g 2.35 statt 2.95 20% Cervelas im 5er-Pack, TerraSuisse, 1 kg 6.90 statt 11.75 40% Rapelli Tessinerplatte geschnitten, Schweiz, per 100 g 3.25 statt 4.70 30% Rindshusarenspiess, Schweiz, per 100 g 2.50 statt 3.60 30% Optigal Poulet ganz 2 Stück, Schweiz, per kg 6.60 statt 9.50 30% Schweinskoteletts, Schweiz, per 100 g 1.75 statt 2.50 30%
Spareribs mariniert, Schweiz, per 100 g 1.75 statt 2.20 Rinds-Hacksteak Country Duo, Schweiz, 2 x 230 g 6.50 statt 11.– 40% Gesamtes norwegisches Frischlachs-Sortiment, z.B. Lachsfilet ohne Haut, Zucht aus Norwegen, per 100 g 2.85 statt 4.10 30%
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Blévita Sandwich Kräuter oder Joghurt & Waldbeeren, z.B. Kräuter, 4 x 54 g 5.30 ** Alle Bio Tees, z.B. Klostergarten Fenchelfrüchte, 20 Beutel 1.20 statt 1.55 20% Alle Bio Konfitüren und Bio Honige, z.B. Heidelbeerkonfitüre, 350 g 2.60 statt 3.30 20%
Mixed-Grill-Spiess, Schweiz, per 100 g 3.50 statt 4.15
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Quinoa, Bio, Fairtrade, 400 g 3.15 statt 3.95 20%
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Pfirsiche gelbfleischig, Spanien/ Italien, per kg 2.50 statt 4.20 40%
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Nutella im Glas, 880 g 5.45 Kürbiskerne, Bio, Sonnenblumenkerne, Bio, und Kernen-Nuss-Mix, z.B. Kürbiskerne, Bio, 400 g 4.95 statt 6.20 20% Alle Bio Trockenfrüchte und Bio Nüsse, z.B. Mandeln gemahlen, 200 g 3.10 statt 3.90 20% Alle Finizza Pizzen und Baguettes, tiefgekühlt, z.B. Pizza Prosciutto, 330 g 3.80 statt 4.80 20% Happy Hour Schinkengipfel im Duo-Pack, tiefgekühlt, 2 x 12 Stück 8.65 statt 12.40 30% Pelican Atlantik Lachsfilets im Duo-Pack, tiefgekühlt, 2 x 250 g 9.50 statt 13.60 30%
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st
PUNKTE
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schaUFenster
migros-magazin | NR. 28, 8. JULI 2013 |
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Bio-Fisch | 61
jedoch gemäss Bio-Richtlinien als nachhaltig zertifiziert sein oder aus der Speisefischverarbeitung stammen. Werden Biofische in der Zucht nicht wie – im übertragenen Sinn – Käfighühner gehalten?
Die Schweizer konsumieren pro Jahr circa 9 kg Fisch und Meerestiere.
sicherstellt. Aufgrund des langsameren Wachstums des Biofischs hat dieser ein etwas festeres Fleisch als Fisch aus konventionellen Zuchten. Mir persönlich schmeckt Biofisch sehr gut. Welches Futter erhalten Biofische eigentlich?
Die Fische erhalten Biofutter. Pflanz-
Bio Rauchlachs, geschnitten, 100 g, Fr. 8.60
liche Inhaltsstoffe im Futter sind selbstverständlich GVO-frei, wurden also nicht gentechnisch verändert. Bei fleischfressenden Fischen wie Lachs und Forelle kann man leider nicht auf tierische Proteine verzichten. Daher müssen auch Biozüchter zu Fischmehl und Fischöl greifen. Diese müssen
Bio Krevetten, geschält, gekocht, tiefgekühlt, 400 g, 12.40
Bio Forelle weiss, per 100 g, regionale Preise
Biozuchten gewährleisten eine artgerechte Aufzucht der jeweiligen Art. Die Besatzdichte bei Biozuchten ist beispielsweise bedeutend tiefer als bei konventionellen Zuchten. Zudem müssen die Teiche oder Becken je nach Art spezifische Vorgaben erfüllen, um dem natürlichen Verhalten der Fische Rechnung zu tragen. Biozuchten müssen Rückzugsmöglichkeiten und Schattenplätze für die Tiere bieten. Aufgrund der tieferen Besatzdichte erkranken die Tiere generell weniger oder gar nicht, ausserdem kann so Stress bei den Tieren verhindert oder sicherlich minimiert werden. Crevetten werden sehr weit weg von der Schweiz gezüchtet. Inwieweit sind die langen Transportwege mit dem Bio-Label verträglich?
Die Migros-Bio-Richtlinien verbieten den Flugtransport. Daher werden Bioprodukte, so auch Bio-Crevetten, aus entfernten Ländern auf dem Schiffsund dann Landweg in die Schweiz transportiert. Interview: Heidi Bacchilega
Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. Migros Bio leistet dazu einen wertvollen Beitrag.
Bio Crevetten, gekocht, 110 g, Fr. 6.20
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DIE NATUR WEISS, WAS GUT IST.
MIGROS-MAGAZIN | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
SCHAUFENSTER
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AUS DER REGION. FÜR DIE REGION. | 63
Bild: Jorma Müller
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Andi Schmal überzeugt sich selbst von der Qualität der Hühnerhaltung. Die jungen Hühner sind noch scheu.
REGIONENWETTBEWERB: OSTSCHWEIZ
Stets nah bei den Hühnern
Bei der Frifag AG in Märwil SG wird geschlachtet und zerlegt. Das Unternehmen pflegt einen guten Kontakt zu den Geflügelbauern und überzeugt sich vor Ort von der Qualität der Geflügelhaltung.
F
ür Geschäftsführer Andi Schmal ist es selbstverständlich, dass er bei den Geflügelbauern, welche die Frifag AG in Märwil beliefern, vorbeischaut. Frifag hat den «Aus der Region. Für die Region.»-Wettbewerb von Migros und Migros-Medien in der Genossenschaft Ostschweiz gewonnen. Das liegt vielleicht auch daran, dass Pouletfleisch sehr beliebt ist. Damit stets genug Pouletfleisch an die Migros geliefert werden kann, muss die Frifag AG genau kalkulieren. Es darf immer nur so viel geliefert werden, wie geschlachtet und zerlegt werden kann.
Deshalb arbeitet Andi Schmal eng mit den Bauern zusammen. «Die Bauern müssen ja wissen, wie viele Tiere sie wann grossziehen», sagt der Geschäftsführer des Geflügelbetriebs. Er ist stolz darauf, dass sich alle Bauernhöfe, die ihn beliefern, zu der «besonders tierfreundlichen Stallhaltung» (BTS) bekennen. Frifag unterstützt die Bauern dabei mit einem eigenen Beratungsdienst. Text: Claudia Schmidt
Das Video über die «Aus der Region. Für die Region.»-Gewinner sehen Sie unter: www.migrosmagazin.ch/ausderregion
Heimatvorteil «Aus der region. Für die region.» ist ein Versprechen, das ganz bewusst zwei Seiten beleuchtet. Zum einen stellen die regionalen unternehmen Produkte aus ihrer region her. Das schafft im Gegenzug wichtige Arbeitsplätze in der region und hält diese lebendig. Zur Zufriedenheit von unternehmen, Mitarbeitern und Konsumenten. Denn bei den Kunden schliesst sich der Kreis vom regionalen Handeln und globalen Denken.
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MGB www.migros.ch W
E G E L F P R A A H MEHR
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SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
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FOOD | 65
GUT & GÜNSTIG
Auberginen-Piccata für circa Fr. 8.90
Mittagessen für 4 Personen ■ 1 kg Auberginen in 2 cm dicke Scheiben schneiden. Schnittflächen mit Salz bestreuen, ca. 10 Minuten ziehen lassen. Trocken tupfen. Gemüsescheiben mit Pfeffer, getrockneten Kräutern (z. B. Oregano, Mayoran) würzen und beidseitig mit Mehl bestäuben. Circa Fr. 5.10 ■ Zwei Eier in einem Teller verquirlen, 150 g Parmesankäse untermischen und das Gemüse damit beidseitig panieren. Circa Fr. 3.80 ■ in einer beschichteten Bratpfanne Olivenöl erhitzen und das Sommergemüse beidseitig ca. 3–4 Minuten goldgelb braten. TIPP Die Piccata schmeckt hervorragend zu einem gemischten Salat oder lauwarm in einer Baguette für zwischendurch.
Die vegetarische Variante zur Piccata milanese wird mit Auberginen zubereitet.
Ganz genau gezählt Bei den gluschtigen Gomz-Gummibonbons langt man gern zu – immer wieder. und so ist das Pack ganz schnell leer. um den täglichen Kalorienverbrauch im Griff zu haben, sind die Bonbons im 100-Kilokalorien-Beutel erhältlich. Gomz, Gummibonbons, 100 kcal, Fr. 1.50
Nur für kurze Zeit
Eingebettet zwischen Hafer, reis, Mais und Weizen, verleiht die luftige Milch-AprikosenCrème dem Getreideriegel ein einmaliges Geschmackserlebnis. Für unterwegs und beim Sport – und nur für kurze Zeit erhältlich. Farmer Soft Milch & Aprikose, Limited Edition 6 Riegel, Fr. 4.40
Gluschtiger Snack Die Sandwiches von Blévita gibts neu mit einer Joghurt-WaldbeerenFüllung sowie mit einer Kräuterfüllung. Die Biskuits sind prima für zwischendurch, zum Apéro, auf Wanderungen oder dem Schulreisli. Blévita Sandwich Joghurt/Waldbeeren oder Kräuter, je 4 Portionen à 54 g, 216 g, Fr. 5.30
Beliebte Crème Endlich gibt es die Crème Japonais mit feinem HaselnussKrokant das ganze Jahr hindurch. Ob als Dessert mit Schlagrahm garniert oder zum Verfeinern einer Biskuitroulade mit Früchten – die Crème mit Crunch-Effekt ist im Handumdrehen hergestellt. Crème Japonais, 180 g, Fr. 2.80 Nur in grösseren Filialen
TIPPS FÜR GRILLFREUNDE
Eine Ode an den Cervelat Die Wurstvielfalt in der Schweiz ist gross. Doch den Titel als Nationalwurst verdient nur einer: der Cervelat. Ob als «Waldfest» genossen – geschält mit Brot und Wurst – oder mit Käse gefüllt, mit Speck umwickelt und schön langsam auf dem Grill gebraten: Die Schweizer Brühwurst ist jeden Sommer der renner. Auch im Wurstsalat ist der Cervelat nicht wegzudenken. Oder, an den Enden eingeschnitten, auf einen Spiess gesteckt und über die Glut gehalten, kommt er jedes Jahr am Nationalfeiertag ganz gross raus. TerraSuisse Cervelats, 200 g, Fr. 2.35
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schaUFenster
migros-magazin | NR. 28, 8. JULI 2013 |
So macht Mundspülen Spass. Mit der Mint-Spülung von Lilibiggs.
Nach dem Putzen spüüüülen
Bild: Max de Vree; Styling: Sandra Guggisberg
Die neue Lilibiggs-Junior-Mundspülung von Candida macht dort weiter, wo die Zahnbürste nicht hinkommt. So werden die Kinderzähne widerstandsfähiger gegen Karies.
K
indern fällt es schwer, die Zähne so diszipliniert zu putzen, wie es Erwachsene tun.Schnell bleibt eine Stelle vergessen, und mit der Feinmotorik ist das noch so eine Sache, auch zur hintersten Ecke zu gelangen. Spangenträger haben ebenfalls Mühe, die Zähne gründlich zu reinigen. Dort, wo die Bürste nicht hinkommt, können sich die schädlichen Kariesbakterien ungehindert vermehren. Sie verarbeiten in den Zahnbelägen Zucker zu Säuren, die den Zahn angreifen und zerstören können. Eine besondere Herausforderung ist die Zahnpflege für die bleibenden Zähne,
die etwa ab sechs Jahren die Milchzähne ersetzen: Der Zahnschmelz der neuen, bleibenden Zähne ist noch nicht ausgereift und daher anfälliger für Kariesbefall. Das Fluorid stärkt und remineralisiert die Zähne und senkt somit das Kariesrisiko. Die Lilibiggs-Mundspülung erreicht zudem die hintersten Winkel und rundet so die Mundpflege nach dem Zähneputzen optimal ab. Die Spülung mit dem milden Minzgeschmack und dem praktischen Dosierdeckel enthält weder Alkohol noch Farbstoffe und ist für Kinder ab sechs Jahren und für Spangenträger geeignet. Text: Anna-Katharina Ris
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SaiSonküche 70 |
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Dominique RinDeRknecht
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NR. 28, 8. JULI 2013 | migRoS-magazin |
Die Königin lädt zum Suppenmahl
Auf Ernährung achtet Dominique Rinderknecht nicht erst seit der Wahl zur Miss Schweiz. Klar, dass sie mit dem Migros-Magazin etwas herrlich Grünes kochte.
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er alte Zopf ist ab. Gleich im doppelten Sinn: Die Miss-SchweizWahl wurde modernisiert und erstmals eine junge Frau zur Repräsentantin der Schweiz, die sich mit einer kecken Kurzhaarfrisur von früheren Missen unterscheidet. Jetzt strahlt Dominique Rinderknecht die Besucher in ihrer Zürcher Wohnung an. «Saisonküche»-Köchin Lina Projer lässt sich kurz erklären, wo sich was in der Küche befindet. Der vierjährige Rüde Muffin, ein Havaneser, hockt entspannt auf Frauchens Schoss und legt den Kopf auf den Tisch. «Er liebt es, mitten im Geschehen zu sein», sagt die Miss und krault Muffin den Nacken. Er nimmt den Trubel um Frauchen gelassen. Die Präsenz in den Medien zeigt der Studentin der Publizistik und Kommunikationswissenschaft jetzt einmal die andere Seite, die sie so bisher nicht kannte. «Im direkten Kontakt mit Menschen mache ich sehr positive Erfahrungen.» Es ist für sie aber auch eine Bestätigung dessen, was sie gelernt hat: «Das Studium ist sehr medien-
kritisch — das muss es auch sein,denn wir beziehen unsere Informationen hauptsächlich aus den Medien. Ich merke jetzt, wie häufig etwas nicht ganz im richtigen Kontext wiedergegeben wird.»
«Für einen modeljob abnehmen – das würde ich nicht tun» Wenn es noch etwas zu essen geben soll, muss jetzt ein ganzer Haufen Erbsen geschält werden. Das geht ganz fix, wenn sich Köchin und Miss Schweiz dabei unterhalten können. «Ich wusste gar nicht, dass man frische Erbsen roh essen kann», sagt Dominique Rinderknecht und probiert sogleich. Sie interessiert sich für gesunde Ernährung und versucht, unterwegs immer etwas dabeizuhaben, um den Versuchungen schweren Fast Foods zu entgehen: «Ich habe meist Reiswaffeln dabei.» Das hört sich recht asketisch an, doch Dominique Rinderknecht ist weit entfernt davon, den gängigen Modelklischees zu entsprechen. Extrem sei es bei Laufstegaufträgen. «Da müssen die Models extrem dünn sein. Dafür habe ich auch nicht immer die richtige Figur.
Dominique Rinderknecht schält die Erbsen so schnell und routiniert, dass sich die «Saisonküche»Köchin Lina Projer eine Pause gönnt.
Zutaten für die Erbsensuppe. Dazu: Blätterteig und Parmesan für die knusprigen Flûtes.
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migros-magazin | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
SAISOnKÜcHE
DominiQUe rinDerKnecht | 71
aUFgetischt
Dominique Rinderknecht (23), Miss Schweiz, Model und Studentin Dominique rinderknecht studiert Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Zürich. Nebenbei modelt sie. Bei der Miss-Schweiz-Wahl hat sie sich beworben, rechnete sich aber aufgrund ihrer kurzen Haare erst keine grossen Chancen aus. im Verlauf der Wahl wurde sie zudem zur «Miss Brain» für ihre Allgemeinbildung und zur «Miss Venus» für die schönsten Beine gekürt. ! Was haben Sie auf Vorrat? Milch. ! Wie oft kochen Sie pro Woche? Sehr unterschiedlich. Das hängt davon ab, ob ich überhaupt zu Hause bin. ! Kochen ist für Sie … … etwas Gutes für mich tun. ! Was würden Sie nie essen? Schnecken. ! Mit wem würden Sie gern mal essen gehen? ich versuche immer, mit den leuten zu essen, die ich mag. Also gern mit Familie und Freunden.
Den Blätterteig für die Flûtes auswallen, mit einem Messer in Streifen schneiden. Zu Spiralen drehen.
Mit einem Ei bestreichen und mit Parmesan bestreuen. Für die Würze sorgt der Blumenpfeffer.
Die Suppe mit einem Mixstab fein pürieren. Den Stab dabei nicht herausnehmen, sonst spritzt es.
Die Suppe durch ein feines Sieb streichen. So wird sie besonders fein und klümpchenfrei.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 28, 8. JULI 2013 |
Aber für einen Modeljob abnehmen — das würde ich nicht tun», sagt die gertenschlanke, 1,75 m grosse Miss mit dem nötigen, gesunden Selbstbewusstsein. Dafür ist sie zu sehr Genussmensch und mag Desserts gern. «Ich werde oft gebeten, ein Dessert mitzubringen. Gern mache ich Muffins oder ein Joghurtmousse.» Aber nicht nur Desserts haben es ihr angetan. Auch Köstlichkeiten, welche die türkischen Eltern ihres Freundes servieren, hat sie gern. «Das ist immer extrem fein, das würde ich gern lernen. Es ist schwer, sich das abzugucken, denn da wird ohne Rezept, aber mit viel Gefühl gekocht.»
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DOMINIQUE RINDERKNECHT | 73
Kalte Erbsensuppe mit knuspriger Flûte
«Ich mag ja auch Pommes frites oder Cordon bleu» Heute geht es gesünder zu. «Saisonküche»-Köchin Lina Projer ist damit beschäftigt, die Suppe abzuschmecken. Kocht die junge Miss eigentlich viel? «Ich bereite oft Poulet zu, dazu Gemüse. Für mich ist Ernährung wichtig.» Weil sie neben dem Miss-Schweiz-Titel auch den Titel Miss Venus gewonnen hat, «stehen meine Beine im Fokus, ich stehe im Fokus, werde jetzt häufiger geschminkt und abgeschminkt». Da gingen Ernährung und Körperpflege Hand in Hand. Während sich die Suppe im Kühlschrank abkühlen darf, bereiten Dominique Rinderknecht und Lina Projer die Flûtes zu. Die Köchin hat den Blätterteigblock bereits ausgewallt. «Die Flûtes gelingen besser, wenn man einen Block selbst auswallt. Der fertig ausgewallte Teig ist zu dünn», so Projer. Dominique Rinderknecht ist beeindruckt, dass Blätterteig aus vielen Schichten Teig und Butter besteht. Die Flûtes verschwinden im Ofen. Nicht gerade Kost für Figurbewusste. Kein Problem für die Miss Schweiz: «Ich mag ja auch Pommes frites oder Cordon bleu.» Gerade das macht eine Schönheitskönigin so sympathisch. Text: Claudia Schmidt Bilder: Jorma Müller www.miss.ch
1 kg Erbsen in der Schote oder 300 g ausgelöst 150 g mehligkochende Kartoffeln 1 Schalotte 1 EL Olivenöl 1 Lorbeerblatt 8 dl Gemüsebouillon Pfeffer 15 g frischer Meerrettich Salz 2 EL Zitronensaft 4 EL Joghurt Flûtes: 80 g Blätterteig Mehl zum Auswallen 1 Eiweiss 1 EL Parmesan 1 TL Blütenpfeffer
ZUBEREITUNG 1. Erbsen aus den Schoten lösen. Kartoffeln in Würfelchen schneiden. Schalotte hacken. Im Öl andünsten. Erbsen und Kartoffeln zugeben, mitdünsten. Lorbeerblatt und Bouillon beifügen. Suppe mit Pfeffer würzen. Zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen. Pfanne vom Herd ziehen. Lorbeerblatt entfernen, Meerrettich zur Suppe reiben. Alles fein pürieren. Durch ein feines Sieb streichen. Suppe abkühlen lassen. Ca. 1 Stunde kühl stellen. 2. Inzwischen Backofen auf 200 °C vorheizen. Für die Flûtes Teig auf wenig Mehl ca. 3 mm dünn auswallen. Daraus ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Blätterteigstangen leicht ineinander verdrehen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Eiweiss verquirlen. Teig damit bestreichen. Parmesan darüberstreuen. Flûtes in der Ofenmitte ca. 8 Minuten backen. Herausnehmen, nochmals mit etwas Eiweiss bestreichen und mit Blütenpfeffer bestreuen. Flûtes weitere ca. 4 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen. 3. Erbsensuppe mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Vor dem Servieren mit dem Stabmixer aufschäumen. In Schalen geben, Joghurt darüber verteilen. Mit Flûtes servieren.
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Vorspeise für 4 Personen Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + auskühlen lassen + ca. 1 Stunde kühl stellen + ca. 12 Minuten backen Pro Person ca. 9 g Eiweiss, 10 g Fett, 26 g Kohlenhydrate, 1000 kJ/230 kcal
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migros-magazin | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
migros wallis | 75
Tickets fürs Feu au lac zu gewinnen Das Migros-restaurant in Siders und das Valais-Mineralwasser von Aproz bieten einen gemeinsam organisierten Wettbewerb an, bei dem man Eintrittstickets für das Feu-au-lacFestival gewinnen kann. Jedes Ticket hat einen Wert von 20 Franken. Die rubbellose sind an der restaurantkasse erhältlich, und sechzig davon sind Glückslose. Der Wettbewerb läuft bis am 20. Juli.
wallis
Das Feu-au-lac-Festival findet am 31. Juli statt, mit Konzerten von Carrousel, Célien Schneider, Julian Perretta und Tinkabelle.
sponsoring by Feu au lac, Mittwoch, 31. Juli 2013 www.feuaulac.ch
Konzert und Feuerwerk: Das Feu au lac bietet beides.
Ein grandioser Geburtstag
Bilder: www.dkbo-photos.ch, © Aline Paley
Das Verbier Festival wird diesen Sommer 20 Jahre alt. Unter dem Motto «Wiedersehen» werden höhepunkte der klassischen Musik präsentiert.
Auch international bekannt: Das Verbier Festival Chamber Orchestra.
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ichts weniger als Erstklassigkeit: Das ist das Ziel des Verbier Festivals. Tatsächlich trumpft die Veranstaltung jedes Jahr mit einem Programm voller herausragender Virtuosen auf. Damit wurde das Verbier Festival international zu einem der renommiertesten Anlässe für klassische Musik. An-
lässlich des 20. Geburtstags ist eine Ausgabe der Superlative geplant.
wiedersehen und neue Begegnungen Seit 1994 sind immer grosse Namen der klassischen Musik auf den Festivalbühnen aufgetreten. Das Programm dieses
Jubiläumsjahrs bringt mehrere Künstlerinnen und Künstler der ersten Festivaljahre für ein Wiedersehen mit dem Publikum in Verbier zusammen. Anlässlich der Kammerkonzerte bietet das Programm ebenfalls ganz neue Begegnungen zwischen Solistinnen und Solisten an.
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migros wallis
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NR. 28, 8. JULI 2013 | migros-magazin |
Bild: © Nicolas Brodard:
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Der ungarische Dirigent Gábor Takács-Nagy ist wieder beim Verbier Festival dabei.
Die Geburtstagsfeier im eigentlichen Sinn findet am 28. Juli am Abend statt. Mehr als zwanzig Solistinnen und Solisten sowie Überraschungsgäste werden die Höhepunkte des Festivals musikalisch wieder aufleben lassen.
Verbier Festival academy: eine musikschule, die sich bewährt hat Das Verbier Festival präsentiert nicht nur anerkannte Künstlerinnen und Künstler. Es bildet auch vielversprechende Talente aus. Seit der Entstehung des Festivals nimmt die Verbier Festival Academy Geiger, Cellisten, Bratschisten, Pianisten und Sänger auf, die drei Wochen lang Unterricht bei weltbekannten Künstlern nehmen können. Bei der Jubiläumsausgabe dieses Jahr wird das Publikum die Gelegenheit haben, die Effizienz dieses Engagements festzustellen. Es wurden zwölf ehemalige Schülerinnen und Schüler eingeladen, die mit ihrem Auftritt für ein besonderes Wiedersehen sorgen werden. Seit der ersten Teilnahme haben sie alle eine brillante Karriere gemacht und an anspruchsvollen Wettbewerben teilgenommen. Wer neugierig auf die Fortschritte der Schülerinnen und Schüler dieses Jahres ist, kann jeden Tag die öffentlichen Konzerte der Meisterklassen sowie die drei Abschlusskonzerte besuchen.
auch amateure können Konzertluft schnuppern Die Academy ist nicht die einzige Plattform, dank der sich das Festival für die Ausbildung von Musikerinnen und Musikern engagiert und ihnen die Möglichkeit zum Auftreten bietet. Das Music Camp, ein neues Orchesterprogramm,
vereinigt drei Wochen lang sechzig Musikerinnen und Musiker aus aller Welt zwischen 15 und 17 Jahren. Durch die Amateur Chamber Music Week können auch Amateure vom Unterricht der berühmten Dozentinnen und Dozenten profitieren. Schlussendlich tragen zwei weitere Elemente zum Festivalerfolg bei. Das Verbier Festival Orchestra (VFO) ist eines davon. An dieser kurzlebigen, jedoch sehr angesehenen Ausbildung nehmen hundert Musikerinnen und Musiker zwischen 18 und 29 Jahren aus der ganzen Welt teil. Ausgewählt werden sie durch ein Probespiel. Sie werden sich drei Wochen lang auf die sechs Konzerte vorbereiten. Das Verbier Festival Chamber Orchestra (VFCO) hingegen, das aus ehemaligen Mitgliedern des Verbier Festival Orchestra besteht, widmet sich dem Repertoire für Kammerorchester. Nach der Asientournee Anfang dieses Jahres kommt es für fünf Konzerte nach Verbier zurück.
weitere Konzerte und thematische Veranstaltungen Das Verbier Festival lässt das Publikum die klassische Musik auf ganz unterschiedliche Weise erleben. Zusätzlich zu den Konzerten, den Meisterklassen und den öffentlichen Proben bietet es verschiedene Darbietungen, Vorträge, Werkstätten und weitere Veranstaltungen an. Alle haben zwei Dinge gemeinsam: die Leidenschaft für die Musik und den Anspruch an Erstklassigkeit. Text: Mélanie Zuber
Verbier Festival: Freitag, 19. Juli bis Sonntag, 4. August, www.verbierfestival.com
Der nordöstlich von Monthey gelegene Einkaufskomplex Collombey Centre beherbergt zehn Geschäfte.
Eine Migros
Im ehemaligen Hyper-Casino-Laden wird
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ie leer stehenden Verkaufsflächen in Collombey waren eine Chance, die wir packen wollten», fasst Max Alter, der Geschäftsleiter der Migros Wallis, zusammen und weist darauf hin, dass die Magro-Casino-Kette im März Konkurs angemeldet hatte. Tatsächlich wird die Migros nun Mieterin eines Teils dieser Räumlichkeiten und wird darin einen Supermarkt einrichten. «Wir waren in dieser Region noch nicht präsent», fährt der Geschäftsleiter fort. «In allen anderen grossen Städten im Kanton haben wir einen grossen Supermarkt im Stadtzentrum und einen, zum Teil zwei Nachbarschaftsläden in der Peripherie. Das ist ein gut funktionierendes System, und unsere Wirt-
Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch
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ihre region
Migros-Magazin | NR. 28, 8. JULI 2013 |
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Max Alter, Geschäftsleiter der Migros Wallis: «In Collombey werden wir einen 1600 m2 grossen Supermarkt eröffnen.»
für Collombey ein neuer Migros-Supermarkt eröffnet. schaftlichkeitsstudien zeigen, dass wir es ebenfalls in Monthey anwenden sollten.»
starke demografische entwicklung Die Zone entwickelt sich seit zwanzig Jahren weiter. Wie in der ganzen Chablais-Region ist auch hier eine stark steigende Bevölkerungsdichte zu beobachten. Durch den Ausbau der Strassenverbindungen wurde endlich eine Antwort auf die durch das Bevölkerungswachstum erfolgten Herausforderungen gefunden: Eine direkte Linie verbindet das Quartier des Aunaires mit der Autobahn, und eine andere führt über einen Tunnel direkt zur Talstrasse.
Parallel dazu haben sich viele Geschäfte im Nordosten Montheys niedergelassen und diesem Gebiet zu mehr Attraktivität und Leben verholfen. Der Einkaufskomplex Collombey Centre beherbergt zehn verschiedene und dynamische Geschäfte. Die Migros wird etwa fast die Hälfte der vorher von Magro-Casino genutzten Verkaufsflächen belegen. Die Arbeiten werden in wenigen Wochen beginnen, und wenn alles planmässig verläuft, wird der Supermarkt seine Türen Anfang Dezember öffnen können. In der neuen, 1600 Quadratmeter grossen Migros wird der Akzent vor allem auf die Frischprodukte, die Lebensmittel allgemein und die Non-Food-Artikel des
täglichen Bedarfs gelegt. Im Supermarkt wird die Kundschaft ebenfalls eine bediente Metzgerei- und Käseabteilung finden sowie einen Brotbackofen. Dieses Projekt beeinträchtigt die im 4200 Quadratmeter grossen Supermarkt Monthey geplanten Arbeiten in keiner Weise. Die Renovierung dieses Supermarkts läuft auf Hochtouren. Ende Jahr wird die Bevölkerung der Chablais-Region also sowohl in Monthey als auch in Collombey-Muraz von einer modernen und komfortablen Einkaufsmöglichkeit profitieren können.
Dreissig neue arbeitsplätze für Collombey Um den Anforderungen des neuen Supermarkts gerecht zu werden, wird die Migros Wallis 30 Arbeitsplätze schaffen. Sofern noch genügend Stellen vorhanden sind, will die Genossenschaft den ehemaligen Magro-Casino-Mitarbeitenden, deren Profil die erforderlichen Kriterien erfüllt, ebenfalls eine Stelle anbieten. Text und Bilder: Mélanie Zuber
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Migros-Magazin | NR. 28, 8. JULI 2013 |
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Wilds Welt
Wer bei Verspätungen bezahlen muss
Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild
Enorme Menschenansammlungen wie hier am Oberen Letten in Zürich werden sich häufen. Wo viele Menschen sind, ist auch mit mehr Problemen zu rechnen: Littering und Kriminalität werden sich häufen.
Flucht in die Stadt
Ferienzeit ist Reisezeit. Leider klappt nicht immer alles wunschgemäss. ■ Entschädigung bei verspäteten Flügen: Die Schweiz hat die FluggastVerordnung 261/2004 der EU übernommen. 250 Euro erhalten Passagiere bei Flügen von bis zu 1500 Kilometern, wenn die Verspätung zwei Stunden oder mehr beträgt. Bei einer Distanz von über 3500 Kilometern und mehr als vier Stunden Verspätung muss die Fluggesellschaft sogar 600 Euro bezahlen.
Immer mehr Menschen zieht es in die Städte. Das bringt auch Probleme mit sich. Der Schweizer Städteverband nimmt die Entwicklung ernst.
Bild: Keystone
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ollen Schweizer Städte künftig sicher bleiben, müssen sie das schon heute planen und mögliche neue Probleme erkennen. Das zeigt eine Studie des Schweizer Städteverbandes. Tillmann Schulze (35), Leiter Urbane Sicherheit und Bevölkerungsschutz bei der Firma Ernst Basler + Partner in Zollikon ZH, die bei der Studie mitwirkte: «Der Raum wird knapper. Es wird Probleme geben, wie zunehmende Kriminalität, überlastete Verkehrswege und Spitäler oder Unterbrüche in der Stromversorgung.» Hinzu kämen neue und unberechenbare Herausforderungen wie kürzlich das «Tanz dich frei» in Bern, das so zerstörerisch eskalierte. «Wir werden wohl mit mehr Kriminalität und Vandalismus leben müssen», sagt Tillmann Schulze. Dennoch sieht er keinen Grund zur Panik: «Im internationalen Vergleich steht die Schweiz immer noch sehr gut da.» Als eines der grössten Probleme nennt die Studie das Littering. «Es geht nicht um eine oder zwei herumliegende Büchsen. Unbeseitigter Abfall wird von der Bevölkerung zu Recht als Vorbote von
weiterer Verwahrlosung, Vandalismus und Kriminalität empfunden», so Tillmann Schulze. Nebst einem guten Abfallkonzept müssten laut dem Experten Wege gefunden werden, um zu verhindern, dass es rein arme und rein reiche Quartiere gebe: «Eine gute soziale Durchmischung ist ein wichtiger Faktor für Lebensqualität und Sicherheit in unseren Städten.» Zudem sei es jetzt wichtig, dass kleinere Schweizer Städte realisierten, dass das Thema Städtesicherheit auch sie etwas angehe. «Sie haben zum Teil noch Schwierigkeiten mit den Schattenseiten der Urbanisierung und wollen nicht wahrhaben, dass sie keine Dörfer mehr sind. Damit verpassen sie es aber, rechtzeitig die nötigen Massnahmen zu ergreifen.» Text: Andrea Fischer www.migrosmagazin.ch
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■ Annullation von Flügen und Über-
buchung: Langstreckenpassagiere erhalten eine Entschädigung von 600 Euro, bei bis zu 3500 Kilometern sind 400 Euro vorgesehen und bei einer Strecke von unter 1500 Kilometern wie bei den Verspätungen 250 Euro. Oft müssen die Passagiere selbst aktiv werden, um zu ihrem Recht zu kommen. ■ Zugverspätungen: Verpasst man wegen der SBB den letzten Zug, hat man Anspruch auf eine Übernachtung oder eine Taxifahrt von bis zu 150 Franken. Wer in grenzüberschreitenden Zügen über eine Stunde Verspätung hat, erhält einen Viertel des Fahrpreises zurück, ab zwei Stunden Verspätung die Hälfte. ■ Gut zu wissen: Bei Unstimmigkeiten zwischen Konsumenten und Reiseunternehmen vermittelt Beat Dannenberger, Ombudsmann der Schweizer Reisebranche (info@ombudsman-touristik.ch). Die wichtigsten Adressen zum Thema auf: www.migrosmagazin.ch/reisen
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 28, 8. JULI 2013 |
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Die Python ist guter Hoffnung
Bald farbenfroher Nachwuchs im Australis-Haus des Basler Zoos: Eine grüne Baumpython ist trächtig, stellt Tierarzt Christian Wenker fest. Die Jungen sind gelb und rot, wenn sie schlüpfen.
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Bilder: Zoo Basel
Zolli-Tierarzt Christian Wenker (45) berichtet regelmässig aus dem Zoo Basel.
Gekonnt hebt Tierpfleger Marc Brandenberger die grüne Baumpython mit dem Schlangenhaken auf eine Schaumstoffmatte, fixiert den Kopf mit dem Haken und kann sie so sicher behändigen. Da sich das baumlebende Tier in engen Schlingen um Äste wickelt, ist es gar nicht so einfach, es zu entwirren. Nun kann ich mit der Untersuchung beginnen. Grundsätzlich finden wir bei Schlangen den gleichen inneren Bauplan wie bei anderen Wirbeltieren: Alle bekannten Organe wie Herz, Lunge, Leber, Magen-Darm-Trakt und Nieren sind vorhanden, nur in die Länge gezogen und hintereinanderliegend. Der Tierpfleger möchte wissen, ob die Baumpython trächtig ist. Grüne Baumpythons aus NeuGuinea und Cape York in Australien sind Eier legende Schlangen, die eine eindrückliche Brutpflege betreiben.Sie betreiben. Sie legen meist 5 bis 35 Eier in eine höher gelegene Baumhöhle. Um die Eier zu bebrüten, kann das wechselwarme Reptil allerdings nicht auf eine eigene, konstant gehaltene Körperwärme zurückgreifen. Deshalb legt das Weibchen seine Körperschlingen um das Gelege und erzeugt mit Muskelkontraktionen Bewegungswärme und eine konstante Temperatur von 29,5 Grad Celsius. Steigt die Temperatur darüber, lockert es die Schlingen und lässt Luft an die Eier. Die Jungtiere sind beim Schlupf gelb oder rot und werden erst im Alter von sechs bis zehn Monaten grün. Der Grund für die knal-
Die Baumpython lebt in Bäumen, um Äste gewickelt. Vor der Untersuchung muss sie zuerst «entwirrt» werden.
lige Färbung ist nicht genau bekannt. Möglicherweise täuschen sie allfälligen Fressfeinden Giftigkeit vor. Ich taste den Schlangenkörper vorsichtig durch und fühle zahlreiche eiförmige Gebilde im Hinterteil. Was sich schon mal gut anfühlt, bestätigt eine Röntgenaufnahme: Es sind gut 20 Eifollikel zu erkennen. Marc Brandenberger
strahlt über das ganze Gesicht. Er kann nun das Terrarium im Australis-Haus des Zoos Basel für die Eiablage vorbereiten. Australis ist thematisch den Fortpflanzungsstrategien verschiedener Tierarten, vom Känguru bis zur Schwarze-Witwe-Spinne, gewidmet. Da passt die schwangere grüne Baumpython gut dazu.
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STARK & SCHÖN
Zum Glück werde ich bald 50! Herr Rossi erklärt die Männerwelt.
«Ich werde langsam fett», klagt Herr Rossi am Abend vor dem Fernseher. «Du hast eine Midlife-Crisis», sagt Frau Rossi und stellt den Ton lauter. Es sei normal, dass man irgendwann ein wenig Speck ansetze, schreit sie noch, bevor sie Mister «Ein Fall für zwei», Josef Matula, anschmachtet. «Sind die neu, diese Armbändeli?», fragt Herr Grassi, ein
Freund von Herrn Rossi, beim Feierabendbier. «Ja. Schön, oder?», sagt Herr Rossi. «Hast du gewusst, dass Männer in der Midlife-Crisis anfangen, Schmuck zu tragen?», gibt Herr Grassi zu bedenken. Nachdenklich macht sich Herr Rossi zu Hause im Internet schlau. «Mit dem Begriff Midlife-Crisis meint man einen
psychischen Zustand der Unsicherheit im Lebensabschnitt von etwa 30 bis Anfang 50 Jahren», ist auf Wikipedia zu lesen. 30 bis Anfang 50? Heisst das, dass der Mann — Matula ausgenommen — fast sein halbes Leben in der Krise steckt!? Wow. Zum Glück, denkt Herr Rossi, der auch schon schwer in den 40ern steckt, zum Glück werde ich bald 50!
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Gämsen und Gletscherwasser
In der Wildhornhütte schlafen die Gäste wie Murmeltiere. Wer trotzdem früh aus den Federn steigt, kann Gämsen im Morgenrot beobachten.
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ie kommen in aller Frühe und ganz still. Am steilen Hang des Niesenhorns äsen die Gämsen, weit oben, wo die Morgensonne das Gras rot leuchten lässt. Willy Romang (61) steht auf der Terrasse der Wildhornhütte, blickt zu den Tieren hinauf und zieht den Reissverschluss seiner Jacke hoch. «Später kommen die Gämschi weiter runter», sagt der Hüttenwart, «wenn wir hier unten auch Sonne haben.» Doch morgens um sieben liegt die Wildhornhütte noch im Schatten, die Luft ist frisch und kühl. Die Gäste lassen die Gämsen Gämsen sein und ziehen sich nochmals in den Aufenthalts- und Essraum zurück, um sich bei Kaffee und Brot zu stärken. Bald werden sie wieder die Wanderschuhe schnüren, den Rucksack buckeln und sich in alle Windrichtungen verteilen. Aus allen Windrichtungen sind die Wanderer am Vortag
auch zu der SAC-Hütte im südlichsten Zipfel des Berner Oberlands marschiert: eine Schulklasse via Rawilpass aus dem Wallis her, eine Handvoll Wanderer von der Iffigenalp herauf, ein paar Unerschrockene aus Lenk BE — Letztere haben ganze 1300 Höhenmeter absolviert.
Der Tungelpass ist nur etwas für Schwindelfreie Eine leichtere, abwechslungsreiche Variante ist die Route Leiterli—Wildhornhütte. Wer diese Strecke wählt, fährt ins beschauliche Lenk und beginnt den Aufstieg besonders gemütlich: schwebend mit der Gondelbahn rauf auf den Betelberg. Beim Restaurant Leiterli auf 1943 Meter Höhe beginnt die Wanderung mit einem leichten Spaziergang. Der Weg führt vorbei an Matten in Beige-Grün, rot leuchtenden Hängen und saftigen Wiesen. Florafans machen einen kleinen
Abstecher auf den Alpblumenweg, wo sie durch leuchtende Alpenrosen, Arnika, Enziane und über 90 andere Blumensorten stapfen — jede einzelne mit Tafeln identifiziert. Nach 40 Minuten ist es erst mal vorbei mit der Beschaulichkeit. Nun werden Wanderschuhe enger geschnürt und Teleskopstöcke ausgefahren. Die Kinderwagenschieber nehmen den Rundkurs zurück zum Start. Denn es folgt die erste Steigung. Schmal schlängelt sich der Pfad den Hang des Steinstöss entlang aufwärts. Linker Hand tut sich der Blick ins Tal auf, die Baumgrenze rückt mit jedem Schritt weiter aus dem Blickfeld. Nach gut zwei Stunden fröhlichem Auf und Ab gelangt man an den Fuss des Tungelpasses. Jetzt ist es Zeit für eine Stärkung — und Gelegenheit, schnur-
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Steter Wandel am alten Säumerweg ihr Bild hängt im Aufenthaltsund Essraum der Wildhornhütte: Das erste Wirtepaar, das Ehepaar Bratschi, betreute die Hütte im Berner Oberland ganze 50 Jahre lang, von 1917 bis 1967. Die Wildhornhütte war zunächst ein kleines hölzernes Berghaus, 1878 erbaut für Wanderer im Wildhorngebiet. 1929 brannte sie ab. Noch im gleichen Jahr wurde das Haus neu gebaut, diesmal aus Stein. in den Sechzigern zählte es 110 Betten, heute sind es weniger als 100, verteilt auf sieben Zimmer mit 10 bis 18 Plätzen. um die Jahrtausendwende baute man eine leitung, die vom 600 Meter entfernten Gletscher Wasser herleitet und ein 20-Kubikmeter-reservoir speist. Die WCs wurden zu umweltfreundlichen Trockentoiletten umgebaut und bekamen lavabos. Das Wasser, im Sommer eiskalt, fliesst im Winter gar nicht: Das
Gletschereis taut dann nicht auf. Für das benötigte Wasser wird dann Schnee gesammelt, geschmolzen und abgekocht. Der heutige Hüttenwart und Zimmermann Willy Romang (61), selber ein Berner Oberländer, hat vor wenigen Jahren eigenhändig ein hölzernes lagerhaus an die Hütte gebaut. und schon plant die Besitzerin der Wildhornhütte, die SAC-Sektion Moléson, die nächste Erneuerung: 2014 werden die Küche, der Keller und der Schuhraum renoviert. Das Hüttenwartzimmer, heute eine enge Kammer, soll ebenfalls wachsen. in die Wildhornhütte kommen nicht nur hungrige und müde Wanderer. Für Kinder ab acht Jahren gibt es nahe der Hütte einen Klettergarten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Archäologisch interessierte freuen sich, dass Fossilien ent-
Kleine Verschnaufpause: In den Sommermonaten hat Hüttenwart Willy Romang es streng — da kommt der ausgebildete Bergführer selbst kaum zum Wandern.
deckt werden können. Seit dem Hitzesommer 2003 gibt das schmelzende Eisfeld am Schnidejoch — 400 Höhenmeter über der Wildhornhütte gelegen — zudem öfters Objekte aus der Jungsteinzeit frei: Kleidungsstücke aus leder und Bast, Köcher und Pfeile, die rund 1000 Jahre älter sind als Ötzi. Man geht davon aus, dass über das Joch schon vor 6500 Jahren ein Säumerweg ins Wallis geführt hat — damals herrschten ähnliche klimatische Bedingungen wie heute. Die Wildhornhütte dient als Station auf verschiedenen routen, unter anderem für die Touren Tungelpass–Geltenhütte, Schnidejoch–Iffigenalp und Schnidejoch–Wildstrubelhütte sowie als Ausgangspunkt für die Besteigung von Gipfeln wie Wildhorn, Niesenhorn, Schnidehorn, Iffighore oder Chilchi.
Alle 96 Schlafplätze der Wildhornhütte sind mit Daunenduvets und Kopfkissen ausgestattet.
150 Jahre Schweizer Alpen-Club (SAC) Eine Schweiz ohne Alpen-Club? Ebenso undenkbar wie eine Schweiz ohne Berge! Auf initiative des Berner Chemikers und Geologen rudolf Theodor Simler wurde der Alpen-Club am 19. April 1863 gegründet. Man wollte den englischen Touristen, die seinerzeit sehr zahlreich die Schweizer Gipfel erklommen, Paroli bieten. im selben Jahr wurde die erste Hütte in den Glarner Alpen errichtet – die legendäre, heute geschlossene Grünhornhütte. Viele kennen den SAC durch seine 152 Hütten in den
Schweizer Alpen. Dass der Alpen-Club aber weit mehr zu bieten hat, möchte er mit seinen Jubiläumsaktivitäten unter dem Motto «Mehr als Bergsport» aufzeigen: So ist der SAC mit 140 000 Mitgliedern der fünftgrösste Sportverband der Schweiz, engagiert sich für Natur, umwelt und Kultur, publiziert Skitouren-, Wander- und Kletterführer. Der SAC stellt die Nationalmannschaften im Sportklettern und Skitourenrennen und trägt Wettkämpfe aus. Zudem ist er zusammen mit
der rega Mitbegründer der Stiftung Alpine rettung Schweiz. Die Migros ist seit Januar 2012 Hauptsponsorin des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) und exklusive Jubiläumspartnerin. Einen Überblick zu den wichtigsten Jubiläumsanlässen finden Sie auf: www.sac-cas.ch/150jahre
bongardglanzmann.ch
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Doris und Nicolas Bessire aus La Neuveville BE sind schon auf fast allen Kontinenten gewandert, und doch zieht es sie immer wieder in die Schweizer Berge zurück.
Karte: WSGrafik
Gut zu wissen Le Lenk L enk enk k 1 km
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Seit elf Jahren führt der Gstaader die Hütte, was Sommer für Sommer ein strenges und bescheidenes Leben bedeutet. Seine Tage beginnen frühmorgens in der zusammengewürfelten Küche mit der Zubereitung des Frühstücks und enden spät abends, wenn er die letzten Kannen Tee über die Theke schiebt und die riesigen Kochtöpfe trocken reibt. Dazwischen heisst es putzen, aufräumen, Brennholz hacken und gelegentlich etwas im Haus reparieren — für den gelernten Zimmermann kein Problem, ebenso wenig das Kochen: Das tut
schweifen, «oder für ein paar ruhige Minuten hier draussen.» Dann beobachtet er Gämsen, Steinadler oder Murmeli. An den oft ausgebuchten Wochenenden ist das aber kaum der Fall, dann sind auch Romangs beide Gehilfen,
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Das Leben des Hüttenwarts ist streng und bescheiden
er als Bergführer schon seit vielen Jahren. «Ich geniesse es, wenn mal etwas Zeit bleibt für eine Bergtour», sagt er denn auch und lässt auf der Terrasse den Blick über die umliegenden Bergspitzen
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stracks wieder den Abstieg ins Tal anzutreten: entweder durch den Summerwald Richtung Lenk oder vorbei am Rothorn zum schönen Lauenensee. Der goldene Mittelweg ist auch der strengste: Steil windet sich der einstige Säumerpfad die Bergflanke des Tungelpasses hinauf. Hier ist absolute Trittsicherheit gefragt, insbesondere da, wo auf rutschigem Grund eine exponierte Stelle im Fels zu passieren ist. Eine Eisenkette bietet Halt. Mit dem Tungelpass lässt der Wanderer den angstrengendsten Teil dieser Route hinter sich. Nach einer weiteren Senke, der letzten Steigung und insgesamt etwa vier Stunden ist man im Reich von Willy Romang angelangt, bei der Wildhornhütte, die auf 2303 Metern zwischen einer schroffen Felswand und einem grasbedeckten Berghang auf einer kleinen Ebene thront.
Betelberg Obertaubhorn
Stübleni
Rothorn
Tungelpass ungelpass
Niesenhorn
Iffigenalp Iffighorn
Iffigsee
Wildhorn Hütte W
Mittaghorn/ Tachaigne BE RawilwilVS pass
! Anreise via Berner Oberland: Mit dem Zug oder dem Auto bis Lenk BE, Iffigenalp oder Lauenen. Von da an zu Fuss oder von Lenk mit der Seilbahn bis Bergstation Leiterli. Zur Iffigenalp fährt ab Lenk ein Bus und zurück. Im Winter ist die Strasse nach Iffigenalp gesperrt, es gibt aber auf Bestellung ein Taxi. ! Aufstieg zur Hütte: Lenk—Iffigenalp— Wildhornhütte: ca. 5 Stunden, Iffigenalp— Wildhornhütte: ca. 2,5 Stunden, Lauenen— Lauenensee—Wildhornhütte: ca. 5 Stunden. Leiterli—Wildhornhütte: ca. 4 Stunden. ! Höhenmeter: Lenk 1068 m, Lauenen 1252 m, Iffigenalp 1584 m, Leiterli 1943 m, Wildhornhütte 2303 m, Wildhorn 3248 m. ! Preise Hütte: Für SAC-Mitglieder: Übernachtung 20 Franken, Halbpension 35 Franken. Nichtmitglieder: 29 resp. 35 Franken. Spezielle Preise für Jugendliche. Kinder unter acht Jahren gratis. Reservationen sind zu empfehlen. ! Öffnungszeiten: Anfang März bis Anfang Mai und Ende Juni bis Anfang Oktober. In der übrigen Zeit auf Anfrage. ! Kontakt: Telefon Hütte: 033 733 23 82; Hüttenwart Willy Romang, Gstaad: 033 744 44 45. E-Mail: wildhornhuette@bluewin.ch Homepage: www.wildhornhuette.ch
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die er für Juli und August engagiert, voll ausgelastet. In der Wildhornhütte treffen Elsässer auf Belgier, Schulreisen auf Kletterer und Seniorenpaare auf Familien. Sie teilen sich Massenlager, Waschräume und die grossen Schüsseln mit Salat und Spaghetti Bolognese an den Gemeinschaftstischen. Sind die Gäste unkompliziert und rücksichtsvoll, ist es Willy Romang eine Freude, für sie da zu sein. «Aber manche suchen das Hüttenfeeling und wünschen doch den Komfort eines Hotels», sagt er kopfschüttelnd. Essen selber schöpfen behagt nicht jedem. Anderen gefällt dieses schlichte und gesellige Beisammensein, so auch dem Ehepaar Doris (61) und Nicolas Bessire (66) aus La Neuveville BE. Die Primarlehrerin und der Forstingenieur haben wandernd schon fast alle Kontinente erkundet. Sie schwärmen von Touren auf den Kanarischen Inseln und auf La Réunion — und von den Schweizer SACHütten. «Wir schlafen in den Bergen wie die Murmeltiere», sagen sie, bevor sie mit den anderen Gästen frühmorgens den Marsch ins Tal antreten.
Wie ein geschliffener türkisstein glänzt der iffigsee in der sonne Wer jetzt die Route zur Iffigenalp wählt, hat noch einen besonderen Leckerbissen
Das sollte der Wanderer den Kühen nachmachen: Die Beine im Iffigsee abkühlen.
Meine lieblings-Hütte
«In den Bergen lernt man Demut»
Gabi Huber (57), FDP-Fraktionschefin und -Nationalrätin, Uri.
Bild: Severin Nowacki, Georg Epp
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«Natürlich ist für mich die Kröntenhütte im Kanton Uri die schönste SAC-Hütte. Sie ist die einzige Hütte im Eigentum der Sektion Gotthard, deren Mitglied ich seit über 30 Jahren bin. Die Hütte liegt im Erstfeldertal in einer Schutzzone am rand eines Hochmoors von nationaler Bedeutung, eingebettet in eine atemberaubende Bergwelt, die je nach Wetterlage spektakuläre Stimmungsbilder bietet. Die Hütte eignet sich sowohl für Mehrtagestouren, zum Beispiel auf den Krönten oder die Spannörter, als auch als Tagesausflugsziel. Ab Mitte August wird sie umgebaut. ich präsidiere das Patronatskomitee, das die nötigen Spenden dafür sammelt. Wer sich interessiert, erfährt Näheres unter www.sac-gotthard.ch. in meiner Jugend gehörte das Wandern zum Sonntagsprogramm der Familie. Als Teenager begeisterte mich das nicht immer. Aber später, als ich nach dem Studium nach uri zurück-
plant habe. Aber in den Bergen lernt man Demut, man kann nichts erzwingen – das beginnt beim Wetter. Beim Wandern und auf beschaulichen Skitouren kann ich den Kopf leeren wie nirgendwo sonst, und es sind mir unterwegs schon oft gute ideen gekommen. Für mich sind die Berge ein Kraftort. ich schätze mich glücklich, dass sie gleich vor meiner Haustür stehen.»
Die Kröntenhütte auf 1903 Metern ist idealer Ausgangspunkt für abwechslungsreiches Tälerhüpfen im Kanton Uri.
www.migrosmagazin.ch
lesen sie online kehrte, wurde ich SAC-Mitglied. Jetzt darf ich auf unzählige und unvergessliche Winter- und Sommertouren zurückblicken. Heute fehlt leider oft die Zeit dafür, oder das Wetter streikt ausgerechnet dann, wenn ich eine Tour ge-
Welche Hütte ist ihr Favorit? Verraten Sie uns ihre lieblings-SAC-Hütte. Ausserdem: Die Karte zur Wildhorn-Wanderung mit allen Highlights und infos dazu.
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vor sich: den Iffigsee. Schon wenige Schritte unterhalb der Hütte sieht man ihn in der Sonne glänzen wie ein geschliffener Türkisstein. Mit etwas Glück erblickt man beim Näherkommen sogar Kühe, die sich im klaren Wasser die Beine kühlen. Flott geht der Abstieg dann voran, zuerst auf einem steilen Zickzackpfad, der gehörig in die Beine geht. Mit der Baumgrenze beginnt das letzte, nur noch leicht abfallende Stück, entlang eines munter plätschernden Bachs. Nach nicht einmal zwei Stunden ist die Iffigenalp erreicht und damit der Bus, der durch schattigen Wald und vorbei an einem spektakulären Wasserfall zurück ins friedliche Lenk führt. Text: Yvette Hettinger Bilder: Daniel Winkler
sponsoring by Um 22 Uhr ist Lichterlöschen in der Wildhornhütte: Bergwanderer sind Frühaufsteher.
Die Migros ist seit Januar 2012 Hauptsponsorin des Schweizer Alpen-Clubs (SAC).
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Der Schweizer Alpen-Club SAC feiert sein 150-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lancierte die Migros als Hauptsponsorin eine Kooperation von Salewa mit SportXX und dem SAC. Daraus entstanden diese drei exklusiven SAC-Jubiläumsprodukte zum einmaligen Jubiläumspreis.
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Eisen macht Müde munter
Die Nachfrage nach Eiseninfusionen gegen Müdigkeit ist in den letzten Jahren gestiegen. Fachleute raten jedoch zu Zurückhaltung. Nathalie Trümpler-Piraud hat als Patientin eigene Erfahrungen mit Infusionen gemacht. Heute setzt sie auf gesunde, eisenhaltige Ernährung.
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üdigkeit, Gereiztheit, Konzen trationsstörungen, Kältegefühl, Schwindel, brüchige Nägel, Haarausfall — wer unter mehreren dieser Symptome leidet und leere Eisen speicher hat, bekommt heute ein Eisen ersatzpräparat verschrieben. Besonders häufig wurde das Spurenelement in den letzten Jahren per Infusion direkt ins Blut gegeben. Landauf, landab schossen Eisenzentren aus dem Boden, und viele Hausärzte verabreichen gerne Eisen spritzen. Meistens sind die Patientinnen im gebärfähigen Alter, da Menstruieren ein Risikofaktor für Eisenmangel bedeu tet. «Jede fünfte Frau leidet daran», sagt Pierre A. Krayenbühl, Oberarzt am Uni versitätsspital Zürich (USZ). Unbestritten ist, dass Patientinnen, bei denen der Eisenmangel zu Blutarmut (Anämie) führt, behandelt werden müs sen. Allerdings leiden viele Frauen bereits unter Beschwerden, bevor eine Anämie auftritt. Uneinigkeit herrscht unter Fachleuten darüber, ob die Eisensubsti tution schon bei einem Ferritinwert von weniger als 50 µg/l sinnvoll ist. Beat Schaub, Begründer der Schweizer Eisen zentren, spricht sich ganz klar für diesen Grenzwert aus. Krayenbühl vom USZ
betrachtet Ferritinwerte zwischen 15 und 30 µg/l als Grauzone, wo «individuell über einen Therapieversuch mit Eisen diskutiert werden kann. Über 30 µg/l ist es wenig wahrscheinlich, dass der Eisenmangel zu Müdigkeit führt.»
Was sicher ist: frauen mit einem sehr tiefen Wert profitieren Dies hat seine Gründe: Am Universitäts spital Zürich wurde untersucht, wie sich Eiseninfusionen auf die Müdigkeit aus wirken. Die Resultate haben gezeigt, dass mit dieser Therapie die Müdigkeit auch bei Patientinnen zurückgeht, die keine Blutarmut aufweisen. Allerdings: «Nur Frauen mit tatsächlich leeren Eisen speichern, also einem Ferritinwert von 15 µg/l oder darunter profitieren von der Behandlung», sagt Studienleiter Kray enbühl. Die Patientinnen mit einem Wert zwischen 15 und 50 µg/l zeigten keinen Rückgang der Müdigkeit, verglichen mit einer Behandlung mit einem Schein medikament. Der Mediziner bezweifelt deshalb, dass die Behandlung bei dieser Patientengruppe in jedem Fall nötig ist, jedoch wurde dies nie in einer sogenannt prospektiven doppelblinden Studie untersucht. Hingegen bestätigt eine
«Die Giftigkeit einer Eisentherapie ist ein wenig erforschtes Thema.»
Studie des Universitätsspitals Lausanne, die demnächst publiziert wird, die Wirksamkeit von Eiseninfusionen bei Patientinnen mit Müdigkeit und einem Ferritinwert unter 15 µg/l. Wichtig ist in jedem Fall, dass nach der Ursache für den Eisenmangel gesucht wird. Gut zwei Jahre war es her, als Pflege fachfrau Nathalie TrümplerPiraud (40) auffiel, dass sie starken Haarausfall und brüchige Nägel hatte. Sie fühlte sich nicht mehr belastbar, dünnhäutig, war schnell am Anschlag. «Wenn ich in den Spiegel schaute, war ich weiss wie eine Wand», erinnert sich die Mutter von drei Kindern. Eine Blutanalyse ergab, dass ihr Ferritinwert gerade noch 7 µg/l betrug.
Kurzfristig haben eiseninfusionen gewirkt, dann fiel der Wert wieder Nathalie Trümpler erhielt Eisen tabletten, doch diese verursachten Ver stopfung und ständige leichte Übelkeit — häufige Nebenwirkungen von Tropfen und Tabletten. Schliesslich riet der Arzt zur Infusion. Die Therapie schlug an: Der Ferritinwert kletterte auf 30 µg/l, Ener gie und Vitalität kehrten zurück. Doch knapp anderthalb Jahre später war alles wieder beim Alten und das Ferritin
Blutwurst enthält Eisen en masse, Rotwein hemmt die Aufnahme um einem (erneuten) Eisenmangel vorzubeugen, lohnt es sich, über die Ernährung genügend eisenhaltige Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Mengenempfehlung der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung für die tägliche Eisenzufuhr: Knaben 12 mg, Männer 10 mg, Mädchen und Frauen 15 mg, schwangere Frauen 30 mg, stillende Frauen 20 mg. Der Körper kann das Eisen nicht aus jedem lebensmittel gleich gut absorbieren. Vitamin C, Zitronensäure, Fleisch, Fisch und Geflügel begünstigen die Aufnahme. Hemmend wirken Tannine, Phytate, lignine, Oxalsäure und Kalziumverbindungen;
diese sind enthalten in rotwein, Schwarztee, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Cola-Getränken, rhabarber, Spinat und Milch. Auch Aspirin wirkt der Eisenaufnahme entgegen. Neben infusionen und Tabletten gibt es auch pflanzliche oder komplementär medizinische Mittel zum Beispiel auf Brennnesselbasis. Geeignet ist auch das Schüsslersalz Nr. 3 (Ferrum phosphoricum).
Eisengehalt pro 100 g in mg Blutwurst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29,4 Schweinsleber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18,0 Weizenkleie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16,0 Bündnerfleisch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9,8 Hirseflocken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9,0 Linsen, getrocknet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8,0 Kalbsleber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7,9 Weizenkeime . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7,6 Kichererbsen, getrocknet. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6,0 Austern, Miesmuscheln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5,8 Eigelb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5,5 Getrocknete Aprikosen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5,2 Mandeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4,2 Schwarzwurzel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3,3 Spinat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2,7 Rindfleisch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2,1
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Nathalie Trümpler versucht, ihren Eisenwert über die Ernährung zu optimieren.
wieder gesunken, auf 13 µg/l. Das gefiel Nathalie Trümpler nicht: «Ich wollte wissen, was die Ursache dieses Mangels war.» Denn ganz geheuer waren ihr die Infusionen nicht. 200 bis 500 mg Eisen werden ins Blut geschleust. Als Pflegefachfrau weiss sie, dass der Körper überschüssiges Eisen nicht ausscheidet, sondern ablagert, vornehmlich in der Leber. «Eisen ist ein Schwermetall. Es wundert mich, dass es so bedenkenlos verabreicht wird.» Inzwischen versucht sie, Eisen vermehrt übers Essen aufzunehmen. Fleisch, Linsen oder Kichererbsen stehen jetzt häufiger auf ihrem Speiseplan.
eisenmangel wie -überschuss schwächen die immunabwehr Der Körper braucht Eisen in erster Linie für die Sauerstoffversorgung im Blut. Das Spurenelement ist aber auch mitverantwortlich für Wachstum und Überleben verschiedener Zelltypen. Experimente haben gezeigt, dass sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an Eisen die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigt, bakterielle Erreger zu kontrollieren, und Infekte begünstigt. Sogar Gewebe- und Organschäden können entstehen. «Die Giftigkeit einer Eisentherapie ist ein bisher wenig erforschtes Thema», gibt Krayenbühl vom USZ zu bedenken. Dies ist ein Grund, wieso der Mediziner empfiehlt, Eisenmangel mit oralen Präparaten zu therapieren, die niedrig dosiert über längere Zeit eingenommen werden.«Eiseninfusionen sollten Patientinnen mit leeren Eisenspeichern und Unverträglichkeit für das orale Medikament vorbehalten sein.» Nicht zuletzt, weil sie teurer sind. Eine 500-mg-Dosis kostet rund 240 Franken, eine 100erPackung Tabletten rund 40 Franken. Nathalie Trümpler hofft, dass sie bald keine Eisensubstitution mehr braucht. Ihr Arzt hat den Grund für den Mangel gefunden: das Blutspenden. «Schade, aber so macht es keinen Sinn», sagt sie — und hat sich für die Stammzellen- und Knochenmarkspende angemeldet. Text: Veronica Bonilla-Gurzeler Bilder: Vera Hartmann
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Fernsehen kann man heute dank TV-Apps wie Zattoo, Teleboy oder Wilmaa mit jedem Smartphone oder Tablet. Bloss benötigt man dazu eine schnelle Datenverbindung. Steht diese nicht zur Verfügung, gibts kein TV. Mit der App Dailyme ist das anders: Diese App lädt TV-Sendungen im W-lan-Bereich herunter und zeigt sie später auch ohne internetverbindung. Allerdings mit Einschränkungen: Fernsehen ist damit nicht live und das Senderangebot eher klein. Das Schweizer Fernsehen ist nicht dabei, dafür unter anderem Sendungen von ArD, ZDF, Pro 7, Sat1, BBC und Arte. Gratis-App für iOS und Android.
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«Stöpsel rein und abschalten»
Tamara Schaller (24), Abteilung Haushalt, Migros Markt, Visp VS
Wer am Strand ausgiebig telefoniert, riskiert eine gesalzene Handyrechnung.
Vorsicht in den Ferien Noch immer ist es teuer, das Handy im Ausland zu benützen. Mit den richtigen Massnahmen hat man die Kosten aber im Griff.
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icht nur das Telefonieren im Ausland, auch das Surfen mit dem Smartphone, das Entgegennehmen von Anrufen oder das Abhören der Combox kann ganz schön ins Geld gehen. Tunlichst vermeiden sollte man, im Ausland über das Mobilfunknetz Musik und Videos zu streamen oder datenintensive Apps zu nutzen. Besser, man beschränkt sich für seine Online-Aktivitäten auf öffentliche W-Lans. Wer dennoch ab und zu Mail und Internet benötigt, sollte vor der Reise bei seinem Provider eine AuslandOption aktivieren oder falls möglich vor Ort ein Ausland-Datenpaket kaufen. Dabei profitieren SwisscomKunden: Ein 50-MB-Datenpaket gibt es neu für 9 Franken. Bei der Konkurrenz kostet die gleiche Datenmenge
30 bis 50 Franken. Die günstigen Swisscom-Tarife gibt es aber nur für Abo- und nicht für Prepaid-Kunden. Roaming-Kosten lassen sich auch mit einer zweiten SIM-Karte reduzieren: Entweder kauft man im Reiseland eine Prepaid-Karte oder nutzt eine internationale SIM. Tipps für die Handynutzung im Ausland: ! Mobile Daten ausschalten, WebSurfen in W-Lan-Zonen ! Zweites Handy oder zweite SIMKarte nutzen ! Combox deaktivieren ! Nur wichtige Anrufe entgegennehmen ! Ausland-Optionen beziehungsweise -Datenpakete aktivieren ! Offline- statt Online-Karten nutzen Texte: Felix Raymann
DAS DING
! Ihr liebster Radiosender? Radio Rottu — lokale News und sympathische Moderation. ! Welches Lied holt Sie aus der Krise? «Gangnam Style» macht mich physisch und psychisch sofort topfit. ! Bei welchem Film weinen Sie? «Mit dir an meiner Seite» — weil auch das reale Leben so bewegende Geschichten schreibt. ! Ihre Lieblingsfernsehserie? «Alles was zählt» auf RTL. ! Meine Lieblings-App heisst … … «RZ Oberwallis» hat die Geschichten aus der Region. ! Mit welchem Game haben Sie bis jetzt am meisten Zeit verbracht? «Subway Surfers» habe ich schon stundenlang gespielt. ! Meine Lieblings-Website ist … …Google Earth. Ideal, um Reisedestinationen zu erkunden. ! Wenn ich 15 Minuten nur für mich habe … … mach ich die Stöpsel rein, höre Musik und schalte ab. ! Mein Lieblingsbuch heisst … … «Wir Kinder vom Bahnhof Zoo». Es beschreibt die Situation drogenabhängiger Kinder und Jugendlicher im Berlin der 70er- und 80er-Jahre. ! Wo holen Sie sich Ihre News? Beim «Walliser Boten», im «Blick», auf Facebook und bei Radio Rottu. Aufgezeichnet von: Daniel Schifferle
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LEBEN
MIGROS-MAGAZIN | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
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AUTO | 95
Ein Europäer wird Kosmopolit
Der Ford Kuga soll nicht mehr nur Europa, sondern die ganze Welt begeistern. Deshalb ist der kompakte SUV etwas weniger markant, dafür geräumiger und günstiger geworden.
Eleganter und mit technischen Raffinessen: Der neue Ford Kuga, dessen Heck klappe sich per Fussgeste öffnen lässt.
W
eil der nur für Europa gebaute Vorgänger ein Riesenerfolg war, verkauft Ford den neuen Kuga nun weltweit. Bereits das Design muss also künftig den Geschmack der ganzen Welt treffen. Dazu wird er optisch erwachsener und eleganter, nur leider auch etwas beliebiger. Umgekehrt beschert das Längenwachstum um acht Zentimeter auf 4,52 Meter mehr Innen- und Laderaum (456 bis 1653 Liter). Die Ladekante liegt tiefer, und wer die Hände voll und den Chipschlüssel (Option) in der Tasche hat, öffnet die elektrische Heckklappe per angedeuteten Tritt unter die Stoss-
stange. Im Cockpit setzt Ford auf den Stil des Focus: Alles wirkt hübsch und hochwertig. In der City gibt sich der Kuga dank kleinerem Wendekreis handlich, über Land gefällt der feine Komfort. Einzige Krux: Wer den alten Kuga wegen des sportlichen Fahrverhaltens wählte, kommt nicht mehr auf seine Kosten: Der Ford bleibt zwar recht kurvenfreudig, ist aber nicht mehr der grosse SUV-Kurvenstar. Aus der Palette (Benziner 150, 182 PS, Diesel 140, 163 PS) raten wir zum Diesel. Der kleinere 2,0-Liter dampft bereits souverän los. Wer sich statt für die populäre 4x4- für die ebenso praxistaugliche 4x2-Version entscheidet, wird laut Normangabe mit einem Verbrauch von nur 5,3 l/100 km (ergibt 139 g/km CO2-Ausstoss und Energieeffizienz B) belohnt. Fazit: Der Kuga hat zwar ein wenig an Eigenständigkeit eingebüsst, ist nun aber das bessere Familienauto als bisher, zumal er dank neuer Assistenzsysteme an Sicherheit zugelegt hat — und ab 31 350 Franken künftig trotzdem weniger kostet. Text: Timothy Pfannkuchen
Doppeltes Flottchen Gut ein halbes Jahr nach dem erfolgreich gestarteten Opel Mokka lanciert die GM-Konzernschwester Chevrolet den technisch wie optisch weitgehend identischen Trax. Auch der ist ein 4,25 Meter kurzer Fünftürer aus der boomenden City-SuV-liga. Der Fahreindruck: Wie der Mokka ist der Trax geräumig-handlich, aber komfortabler statt sportlich abgestimmt, innen etwas weniger edel (aber hübsch) eingerichtet und dafür ab 21 900 Franken etwas günstiger. Bei den Motoren empfehlen wir den 131-PS-Diesel, der kräftiger wirkt als die Benziner (115, 140 PS). Zu haben ist er als 4x2 oder 4x4 mit Normwerten ab 4,5 l/100 km (= 120 g/km CO2, Energieeffizienz A).
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Südtirol – Dolomiten
Grosse Dolomiten-Rundfahrt, Schloss Trauttmansdorff, Meran und Brixen. 1. Tag Schweiz – Südtirol Sie verlassen die Schweiz und fahren durch den Arlbergtunnel zum Mittagshalt im Stanzertal. Danach folgen Sie dem Inn nach Innsbruck und fahren durchs Wipptal zum Brenner-Pass. Darauf erreichen Sie das hübsche Städtchen Sterzing. In der Hauptgasse erinnern noch viele alte Wirtshausschilder an die Zeit, als das Städtchen ein wichtiger Umschlagplatz an der Brennerroute war.
dem Mittagshalt in Corvara überqueren Sie den Valparola- und den Falzaregopass. Die Strasse führt Sie nun hinunter nach Cortina d'Ampezzo, der Hauptstadt der Dolomiten. Von hier aus steigt die Strasse an und führt Sie hinauf zum Dreikreuzpass. Am wunderschön gelegenen Misurinasee machen Sie Halt. Nun geht es hinunter ins Höhlensteintal, wo Sie beim Dürrensee einen Halt einschalten, um alle der berühmten Drei Zinnen zu sehen. Durch das Pustertal kehren Sie in Ihr Hotel zurück.
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derts bewahrt. Am Nachmittag fahren Sie über die Südtiroler Weinstrasse und kehren nach einem Halt im schmucken Städtchen Brixen ins Hotel zurück.
4. Tag Südtirol – Schweiz Der Heimweg führt Sie ins Vinschgau, mitten durch unendliche Obstplantagen, zum Reschenpass. Bei der Ortschaft Graun eröffnet sich Ihnen einer der schönsten Ausblicke der Alpen: der Reschensee, überragt vom schneebedeckten Gipfel des Ortlers. Nach dem Mittagshalt 2. Tag Grosse Dolomitenkehren Sie wieder über die ArlRundfahrt 3. Tag Ausflug Schloss Trautt- bergroute in die Schweiz zurück. Auf der grossen Sechspässefahrt mansdorff – Meran – Brixen lernen Sie die eindrückliche Am Morgen fahren Sie zum Reisedaten 2013 Bergwelt der Dolomiten kennen. Schloss Trauttmansdorff. Hier Durch die Eggentalschlucht er25. – 28. August B Fr. 425.– besuchen Sie die Gärten, die reichen Sie den Karersee, von 28. – 31. August A Fr. 425.– 2005 zum «Schönsten Garten Itawo aus Sie herrliche Blicke auf 01. – 04. Sept. B Fr. 425.– liens» gekürt wurden. Selbstverdie markanten Wände des Late- ständlich kann auch das Schloss 15. – 18. Sept. A Fr. 425.– marmassivs haben. Danach besichtigt werden, in dem Kaise19. – 22. Sept. B Fr. 425.– geht's über den Karerpass ins rin Sissi zweimal zur Winterkur 22. – 25. Sept. A Fr. 425.– Fassatal und auf das Sellajoch. residierte. Danach fahren Sie 26. – 29. Sept. B Fr. 425.– Von hier aus haben Sie einen der nach Meran. Mit seinen grosszü30.09. – 03. Okt. A Fr. 425.– schönsten Panoramablicke. Nun gigen Parkanlagen und Prome13. – 16. Oktober B Fr. 415.– geht es ein Stück ins Val Garde- nadewegen hat die Stadt viel 17. – 20. Oktober B Fr. 395.– na, bevor Sie die Strasse zum vom weitläufigen Charme eines 21. – 24. Oktober B Fr. 395.– Grödner Joch erreichen. Nach Nobelkurortes des 19. Jahrhun-
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Grosse DolomitenRundfahrt
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Ausflug zum Schloss Trauttmansdorff (inklusive Eintritt), nach Meran und nach Brixen
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Sizilien – Kalabrien
Beeindruckende Zeugen der Antike und grandiose Natur im «Land, wo die Zitronen blühen». 1. Tag Schweiz – Genua Über den Grossen St. Bernhard führt die Reise ins Aostatal und nach Genua zur Einschiffung. 2. Tag Auf See – Ankunft in Palermo Heute geniessen Sie das Bordleben auf Ihrem Schiff und erreichen gegen Abend Palermo. 3. Tag Ausflug Palermo – Monreale – Segesta Auf einer Stadtrundfahrt zeigt Ihnen ein Führer die Sehenswürdigkeiten der sizilianischen Hauptstadt Palermo. Sie ist berühmt wegen ihres Reichtums an Kunstwerken und der Fülle von historischen Baudenkmälern aus allen Zeitepochen. Danach fahren Sie zum 300 m hoch gelegenen Monreale, wo Sie die Kathedrale bewundern, die als schönstes Beispiel des arabisch normannischen Stils gilt. Danach fahren Sie nach Segesta. In einsamer Hügellandschaft liegen die Ruinen der bislang noch nicht ausgegrabenen antiken Stadt mit ihrem unvollendeten Tempel, der zu den besterhaltenen Tempeln Siziliens gehört.
4. Tag Palermo – Agrigento – Giardini Naxos Nach dem Frühstück fahren Sie ins Landesinnere. Sie erreichen nun die Südküste der Insel und besuchen das grandiose «Tal der Tempel». Sie werden beeindruckt sein von der Schaffenskraft der antiken Völker. Über Caltanissetta und vorbei an Enna erreichen Sie das Mündungsgebiet des Simeto, gleichzeitig die grösste Ebene Siziliens. Gegen Abend erreichen Sie für die nächsten drei Nächte Giardini Naxos am Fusse von Taormina. 5. Tag Ausflug Aetna und Taormina Im Verlaufe des Vormittags steht ein Naturerlebnis ersten Ranges auf dem Programm: Sie fahren zum Aetna, dem grössten noch aktiven Vulkan Europas. In Serpentinen hinauf bis auf ca. 1900 Meter. Am Nachmittag fahren Sie nach Taormina, der «Perle Siziliens», einem der schönsten Orte Italiens. Wunderschön auf einer Felsterrasse gelegen, geniessen Sie die einmalige Aussicht auf das Meer und den alles überragenden Aetna.
9 Tage Fr. 1'135.–
6. Tag Ausflug Catania und Siracusa (fakultativ) Heute machen Sie zuerst einen Kurzbesuch in Catania, der zweitgrössten Stadt Siziliens. Danach fahren Sie über die Piana di Catania, nach Siracusa, der Heimatstadt von Archimedes. Man zeigt Ihnen unter anderem das griechische Theater und auch die antiken Steinbrüche mit den Seilergrotten und dem «Ohr des Dionysios». 7. Tag Giardini Naxos – Caserta Sie verlassen Sizilien und durchqueren die eindrücklichen Landschaften Kalabriens und der Basilikata und gelangen an den Golf von Neapel. 8. Tag Caserta – Toskana Sie passieren den markanten Bergkegel des Vesuvs und fahren vorbei am hoch über der Ebene thronenden Montecassino und erreichen Lazium. Durch das Tal des Tibers gelangen Sie in die Toskana. 9. Tag Toskana – Schweiz Entlang der Versiliaküste und durch die PO-Ebene kehren Sie wieder in die Schweiz zurück.
Reisedaten 2013 06. – 14. September 13. – 21. September
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Schiffspassage Genua – Palermo in Doppelkabinen innen (ohne Mahlzeiten)
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Halbpension in den Hotels Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm (ausgenommen 6. Tag)
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Abfahrtsorte Zürich, Olten, Bern, Basel, Luzern
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Migros-Magazin | NR. 28, 8. JULI 2013 |
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! Für das Klassentreffen 2014 der Klasse 1960 im Spitalacker suchen wir noch folgende Schulkameradinnen und -kameraden: Rosmarie Studer, Ursula Rindlisbacher, Kurt Messerli und Heinz Luginbühl (alle Jahrgang 1944). Bitte meldet euch doch bei: Mail charles.vogel@zapp.ch Telefon 079 290 72 87 ! Für die Klassenzusammenkunft, die am 13. November 2013 in Bern stattfindet, werden noch ehemalige Schülerinnen und Schüler gesucht, die in den Jahren 1963/1964 die Neue Handelsschule, Klasse E III, in Bern besucht haben: Marc Badertscher, Gisela Betschard-Haudenschild, Franco Boss, Annemarie Burri-Horisberger, Brigitte Heiniger, Denise Humbel, Robert Nordmann, Thea Thoma und Marianne Schmid. Bitte melden bei: Roland Kappeler Rue du Mont 8, 1958 St-Léonard Telefon 027 321 34 86
Arztgehilfinnen-Schule Bern, 62/63 ! Vor einem halben Jahrhundert haben wir uns ausgiebig mit Anatomie, Physiologie und Stenografie beschäftigt. Nun ist es Zeit für ein Wiedersehen. Für ein Treffen der Klasse AG 2 suche ich möglichst viele Kameradinnen der Arzt-
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 28, 8. JULI 2013 |
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des Frauenspitals Basel gearbeitet. Ursi, wir würden dich gerne wiedersehen. Elsi Keller, 4410 Liestal Telefon 061 901 58 53 Ursula Hänni-Baumann Telefon 078 859 37 84
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rätsel & spiele
Migros-Magazin | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
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UnterhaltUng | 105
PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.
BARNET TA CHARMAN T ENTERBTE ERL ANGEN HERBL I NG K L ARNAME TEEKANNE UNNORMA L ZOEL LNER Z SCHOKKE
4 1 3 2
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So nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 AHESR Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
5
Auflösung Nr. 27: TIGER Gewinner Nr. 26: Andreas Bernet, Gommiswald SG; Konrad Hauenstein, Linthal GL; Sabrina Huber, Quarten SG
Teilnahmeschluss: Sonntag, 14.7.2013, 24 Uhr Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.
WER IST AM BALL?
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WER LEBT WO?
Natürlich gibt es auch spannende Tiere, die man zu Hause haben kann. Damit sie sich wohlfühlen, brauchen sie eine angepasste Umgebung. Weisst du, welches der drei Tiere in welche Umgebung gehört?
Die Lilibiggs und ihre Freunde spielen Fussball. Doch wer ist als Nächstes dran? Das verraten dir die Trikotzahlen – kannst du sie erkennen? Flix, der ausserirdische Kollege der Lilibiggs, hat die nämlich geschrieben. Natürlich in Ausserirdisch abgewandelt. Bring sie in die richtige Reihenfolge, indem du mit der kleinsten beginnst. Und schon weisst du, wer als Nächstes schiessen wird.
C
1 2
Lösung: 1. Kroko, 2. Flix (Ausserirdischer), 3. Tobi, 4. Hugo, 5. Fanny (Piratin), 6. Phanto (Gespenst), 7. Nina
A
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rätsel & spiele
Migros-Magazin | Nr. 28, 8. Juli 2013 |
UnterhaltUng | 107
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SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 7 5 9 1 7 6 3 5 5 9 4 8 4 5 9 8
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in
8 jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. 6 7 2 Auflösung Nr. 27: 468 So nehmen Sie teil 5 1 8 2 9 7 6 3 4 5 Gewinner Nr. 26: Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) 8 4 SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen 96 53 47 21 85 34 12 69 78 Rosmarie Ellenberger, 1 6 2 1 2 3 7 4 7
und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
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Publizistische Leitung: Monica Glisenti Leiter Migros-Medien: lorenz Bruegger
Berger, Silja Kornacher (Volontärin), Yvette Hettinger, ralf Kaminski, Daniel Schifferle (Verantwortlicher leben), reto E. Wild
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Sekretariat: Stefanie Zweifel (leitung), imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Geschäftsbereich Verlag: rolf Hauser (leitung), Alexa Julier, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71
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Ausgangspunkt für das Bergabenteuer ist Zermatt. Im 24-Minuten-Takt erklimmt die Gornergrat Bahn den Berg in nur 33 Minuten – das Matterhorn im Blickfeld geht es über eindrucksvolle Brücken, durch idyllische Wälder, Galerien und Tunnels, vorbei an Schluchten und Gebirgsseen. Wolli und die Klimadetektive Das junge, abenteuerlustige Schwarznasenschaf Wolli, das Maskottchen
der Destination Zermatt – Matterhorn, bietet Kindern ein spannendes Abenteuer: Die Hörgeschichte «Wolli und die Klimadetektive» führt sie, ausgerüstet mit Audioguides, Feldstecher und Karte, auf einer rund zweistündigen Wanderung von der Station Rotenboden zur Station Riffelberg. Während Wolli und seine Freunde vom Klimawandel erzählen, versuchen die Klimadetektive das Rätsel zu lösen.
Besuch der «Kometin» Ein besonderes Highlight dieses Jahr ist die «Kometin»: Die Gurtenbahn stellt vom 10. bis 18. August 2013 ihre Kleineisenbahn auf dem Riffelberg auf. Täglich von 9 bis 17 Uhr können Sie die «Kometin» hautnah erleben – gönnen Sie sich eine einmalige Fahrt. Auf Weltrekord-Kurs 2009 schafften 366 Alphornbläser auf dem Gornergat den Eintrag ins Guin-
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ness Buch der Rekorde. Dieses Jahr soll dieser Weltrekord übertroffen werden und zwar am Gornergrat Fest vom 17. August 2013 (Ausweichdatum bei schlechter Witterung: 18. August). Die Voraussetzungen sind gut: über 500 Alphornbläser haben sich bereits angemeldet. Während des Tages sind an den drei Standorten Gornergat, Riffelberg und Riffelalp verschiedene Alphornkonzerte zu hören und um 16 Uhr findet das Abschlusskonzert
geschenk, Tagesteller mit Salat oder Suppe im Hotel Riffelberg (Kinderteller inkl. Getränk sind für Fr. 14.– erhältlich). Profitieren: Sie erhalten 50 Prozent Vorteil, wenn Sie am Schalter der Gornergrat Bahn in Zermatt den Vorteilcoupon abgeben und Ihre CumulusKarte vorweisen. Hinweis: Keine weitere Reduktion mit Halbtax-Abo/GA. Kinder bis 6 Jahre und Kinder von 6 bis 16 Jahren mit der Junior Card/Enkel-Karte haben freie Fahrt. Das Angebot ist nicht kumulierbar. Weitere Informationen: www.gornergrat.ch
auf dem Bahnhofplatz in Zermatt statt. Das Gemeinschaftskonzert unter der Leitung von Gilbert Kolly und der Weltrekordversuch aller Alphornbläser/innen garantieren ein aussergewöhnliches Erlebnis. Folklore am 1. August 2013 Die Sonnenaufgangsfahrt startet um 5.10 Uhr und eine halbe Stunde später kann die imposante Bergwelt in der aufgehenden Sonne bestaunt werden.
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Umrahmt wird das Spektakel von den Jung-Jodlerinnen Caroline Martig und Vanessa Albert. Wer nicht so früh aufstehen will, kann ab 9 Uhr das Brunchbuffet im 3100 Kulmhotel Gornergrat geniessen. Während des ganzen Tages hört man auf dem Gornergrat heimatliche Klänge wie Alphorn, Jodel und Schwyzerörgeli. Und am Abend kann man vom Riffelberg das 1. AugustFeuerwerk von Zermatt bewundern. Weitere Infos: www.gornergrat.ch
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UNSERE WELT 110 |
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SCHERTENLAIB UND JEGERLEHNER
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NR. 28, 8. JULI 2013 | MIGROS-MAGAZIN |
«Wir sind Lebensfreunde»
Schertenlaib und Jegerlehner kennen sich seit 40 Jahren. Als KomikerDuo haben sie den Kleinkunstpreis Salzburger Stier gewonnen. Wenn es ums Feiern geht, wissen sie genau, wohin: ins Berner Restaurant Lokal.
Namen: Jegerlehner (Gerhard Tschan, 51, links) und Schertenlaib (Michel Gsell, 51) Sternzeichen: Widder/Krebs Wohnorte: Ferenberg BE / Steffisburg BE
Wieso leben Sie in Steffisburg und Ferenberg? Schertenlaib: Wir wohnen auf dem Land, sind aber trotzdem schnell in der Stadt. Jegerlehner: Ich bin hier aufgewachsen und schätze mein Haus mit dem Garten. Wo würden Sie gerne leben? Schertenlaib: Auf dem Ferenberg, aber mit ÖV-Anschluss. Jegerlehner: In einem Haus am See mit Garten. Beruf und Lebenslauf: Zusammen Lehrerseminar absolviert, danach als Lehrer gearbeitet. Schertenlaib hat heute einen Job als Coach für die Eingliederung erwachsener Migranten, Jegerlehner tritt neben dem Duo auch als Soloartist auf. Unser Ziel: So lange weiterspielen, wie es geht. Wir sind in einer privilegierten Lage und geniessen diese. Unser Lebensmotto: Jegerlehner: «Hüt isch hüt.» Schertenlaib: «Es ist so, wie es sein könnte.» Was wir mögen: Beide gutes Essen und guten Wein, am liebsten an einem grossen Tisch mit Familie und Freunden im Garten. Was wir nicht mögen: Schertenlaib: Engstirnigkeit. Jegerlehner: Motorradfahrer, die um den Thunersee brausen. Was wir an uns mögen: Schertenlaib: mein grosses Herz. Jegerlehner: meinen Humor. Was wir an uns nicht mögen: Schertenlaib: Ich bin zu anständig und möchte mich mehr wehren, zum Beispiel gegen Ungerechtigkeiten. Jegerlehner: Ich kann ziemlich giftig sein. Unser Lieblingsessen: Schertenlaib: Polenta. Jegerlehner: Sonjas Risotto mit Spargeln. Text: Barbara Ryter Bilder: Marco Zanoni
UNSERE AUSZEICHNUNG
«Kürzlich durften wir den Salzburger Stier entgegennehmen, ein unvergessliches Erlebnis. Wir spielten vor 900 begeisterten Menschen.»
UNSER LIEBLINGSRESTAURANT
«Wir mögen das ‹Lokal› im Berner Breitenrain. Hier treten wir auf und feiern – zum Beispiel Schertenlaibs 50. Geburtstag im letzten Jahr.»
UNSERE LEKTÜRE
Schertenlaib: «Die Kuh ist ein einsames Tier» (Albahari). Jegerlehner: «Schloss Gripsholm» (Tucholsky, Zeichnungen: Hans Traxler).
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UNSERE WELT
MIGROS-MAGAZIN | NR. 28, 8. JULI 2013 |
SCHERTENLAIB UND JEGERLEHNER | 111
UNSER ARBEITSORT
Ein Atelier in der ehemaligen Papierfabrik in Deisswil – geschmückt mit einem Bild von Schertenlaibs Frau Sonja, die Malerin ist.
UNSERE LIEBLINGSPRODUKTE
MEIN DING
Jegerlehner ist leidenschaftlicher Koch und mag scharfe Messer. Diese setzt er vor allem für Gemüse ein: Er ist Vegetarier, seit 25 Jahren.
MEINE SAMMLUNG
Schertenlaib sammelt Kugelschreiber aus aller Welt – «das beste Souvenir-Mitbringsel».
Schertenlaib schwört auf das Brot ohne Gluten, da er Zöliakie hat, Jegerlehner mag den Blutorangensaft, den auch sein Neffe die ganze Zeit trinkt.
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Rezept und Foto: www.saison.ch
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–––––––––––––––––––––––––––––––––––– Zutaten: 600 g grüne Bohnen, Salz, 1 grosse rote Zwiebel, 5 Cervelats, 2 Bund Radieschen, 5 EL Rapsöl, 3 EL Weissweinessig, 1 TL milder Senf, 1 TL milder Curry, Pfeffer, ½ Bund Kerbel Zubereitung: Bohnen rüsten, in Salzwasser zugedeckt 20 – 25 Minuten weich kochen. Mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen. Zwiebel halbieren und in feine Streifen, Cervelats und Radieschen in feine Scheiben schneiden. Öl, Essig, Senf und Curry zu einer Sauce rühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Alles mit der Sauce mischen. Kerbelblättchen über den Salat zupfen. Dazu Brot servieren.
Zubereitungszeit ca. 25 Minuten Pro Person ca. 21 g Eiweiss, 41 g Fett, 8 g Kohlenhydrate, 2000 kJ/480 kcal