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Migros magazin 27 2014 d vs

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Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

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GREEN GOURMET FAMILY ist das Kochbuch für die ganze Familie. 70 saisonale Rezepte bieten viel Inspiration durchs ganze Jahr. Der grüne Faden durch das Buch ist die Geschichte eines neugierigen Pandas auf kulinarischer Entdeckungsreise, die in Wimmelbildern erzählt wird. Green Gourmet Family, ein Gemeinschaftsprojekt von Migros, Saisonküche und WWF, zeigt Gross und Klein, wie einfach es ist, umweltbewusst zu kochen.

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Das Kochbuch entstand in Zusammenarbeit mit dem WWF


Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

NR. 27, 30. JUNI 2014 www.migrosmagazin.ch

FÜNF SCHICKSALE I 16

So geraten Junge in die Schuldenfalle BELLA ITALIA I 50

Italien, wir lieben deine Küche!

Mehr als Musik

Claudio schwört auf Metallica, Valerie schwärmt von der Boygroup One Direction. Dem Migros-Magazin zeigen sie, wie sie ihre Fankultur leben. I 32

Bild: Christian Schnur

NEUES SORGERECHT I 90

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DIESE WOCHE 6 |

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INHALT

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

EDITORIAL

24 | MENSCHEN Die Vorfreude ist gross: Vom 3. bis 6. Juli findet in Davos das Eidgenössische Jodlerfest statt.

Hans Schneeberger, Chefredaktor

Auto, Ferien, alles auf Pump Wie geht das zusammen? Vor zwei Wochen schrieb das Migros-Magazin, Schweizer Jugendliche würden mit ihrem Geld im Grossen und Ganzen haushälterisch umgehen. Heute schreiben wir, dass gerade junge Erwachsene besonders gefährdet sind, in die Schuldenfalle zu tappen. Ein Widerspruch? Mitnichten. Es ist durchaus so: Jugendliche gehen nicht so sorglos mit Geld um, wie viele befürchten. Die 16–19-Jährigen wissen durchaus, wie sie mit ihrem Sackgeld haushalten müssen. Als junge Erwachsene aber, die ihr Leben selber auf die Reihe kriegen müssen, sind dann doch viele hoffnungslos überfordert. Steuern, Krankenkasse, die Miete – die Kosten häufen sich, und weit und breit ist niemand in Sicht, der einem aushilft. Vor allem geleaste Autos und Wohnungseinrichtungen auf Kredit sind zwei der Hauptgründe, weshalb diese Altersgruppe mit dem Geld nicht klarkommt. Der Schuldenexzess ist oft gepaart mit Burn-outs, Selbstmordversuchen oder dem Festsitzen in komplizierten Beziehungen. Wie etwa bei Rita, die sich erst von ihrem Geld verprassenden Mann lösen musste und jetzt die gemeinsamen Schulden abstottern muss, weil bei ihrem Exmann nichts zu holen ist. Oder wie bei Simon. Auto, Ferien, Informatikschule – alles auf Kredit. Er besass diverse Kreditkarten und häufte im Laufe der Zeit 90 000 Franken Schulden an. Heute ist er an der Schuldensanierung und lebt von 600 Franken monatlich. Immerhin: Ende Jahr wird er schuldenfrei sein. Was kann man tun? Wohl als Erstes einmal akzeptieren, dass man den Umgang mit Geld lernen muss. Und dort, wo das Elternhaus die nötigen Kenntnisse nicht vermitteln kann, muss halt eventuell die Schule einspringen. Wie hat kürzlich ein amerikanischer Exschüler auf Facebook sinngemäss geschrieben: «Auf der Highschool habe ich weder gelernt, wie man ein Budget erstellt, noch, wie man eine Steuererklärung ausfüllt. Ich weiss nicht, wie man abstimmt oder eine Bewerbung schreibt. Aber Pythagoras, den habe ich voll drauf …»

hans.schneeberger@migrosmedien.ch

MIGROS-WOCHE

37 | Kolumne: Der Hausmann. 38 | Interview Autor Rolf Dobelli über Vernunft, Esoterik und die Verdummung der Welt.

8 | Mix

GENERATION M

14 | WWF-Chef Thomas Vellacott

MENSCHEN

16 | Schulden FünfJunge,die Schulden gemacht haben, erzählen von ihrem Leben. 23 | Auf ein Wort 24 | Eidgenössisches Jodlerfest Alles, was Sie über den Schweizer Nationalgesang wissen sollten. 28 | Serie: Dorfschulen Schwarzenbach LU hat um seine Schule gekämpft. Die erste Runde ist gewonnen. 32 | Fankultur Wenn Welten aufeinander prallen: OneDirection-Groupie trifft auf Metallica-Fan.

AKTUELL

43 | Die Zukunft des Einkaufens Schleppen war gestern – online einkaufen bei Le Shop. 47 | Kassensturz lobt Trutenfarmen 49 | Preisbarometer

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DIESE WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014

INHALT | 7

.ch

90 | FAMILIE Florian und Lisa Boller haben sich getrennt. Zu Annalena schauen sie aber gemeinsam.

50 | SCHAUFENSTER Bella Italia: Es ist noch gar nicht lange her, da galten Pizza und Pasta als exotisch. 38 | INTERVIEW Sachbuchautor Rolf Dobelli hat neue Prioritäten: Seine Zwillinge.

SAISONKÜCHE

74 | Soma Jud Die Modedesignerin kocht Narges Kabab: Eier im Mantel.

IHRE REGION

81 | Neues aus Ihrer Genossenschaft

Bilder: Marco Zanoni, Christian Schnur, swiss-image.ch, f1online

LEBEN

87 | Mix 90 | Familie Zum Wohl des Kindes: das gemeinsame Sorgerecht in der Praxis. 97 | Brautkleid reloaded Nette Nebenwirkungen des Trainings. 99 | Digital: Digital fernsehen mit Wilmaa. 100 | Auto-Testfamilie Familie Dänzer prüft den Lexus CT 200h.

MEINE WELT

116 | Martin Dürrenmatt Der Coiffeur-Weltmeister über seinen Sammeltick und prominente Kunden.

RUBRIKEN 10 | 103 | 105 | 107 | 112 | 114 |

Forum Bitte melde dich Glücksgriff Rätsel & Spiele Impressum Cumulus

■ Schöner hecheln Gebären ist Schwerstarbeit – das schleckt keine Geiss weg. Wer in Hochglanzbroschüren der Gebärabteilungen blättert, erhält eindeutig den falschen Eindruck, sagt Kolumnistin Bettina Leinenbach. ■ Schweizer Tradition Auf Migrosmagazin.ch jodeln Melanie Oesch und Nadja Räss. Reinklicken und geniessen!

■ Längster Schulweg Legt Ihr Kind täglich viele Kilometer zurück? Wir suchen den längsten Schulweg der Schweiz.

■ Umfrage zum Impfen Lassen Sie Ihre Kinder impfen oder nicht? Ihre Meinung!

■ Mann zahlt mehr Das neue Unterhaltsrecht: Die umstrittenen Punkte und worauf es ankommt.

■ Mitte Monat, Ende Geld? Drei Budgets für drei Löhne. Zudem gibt Bruno Crestani vom Betreibungsamt Zürich Tipps.

■ Gewinnen: 10 DVDs Wir verlosen 10 DVDs des Films «Saving Mr. Banks».

■ Teurer Garten 190 Franken ist dem Schweizer der grüne Daumen wert – pro Jahr! Kommen Sie damit aus?

■ WM-Schlagabtausch Fussballmuffel Yvette Hettinger und Insider Reto Vogt über die Spiele und das Drumherum.

Lesen und sehen Sie diese Woche auf: www.migrosmagazin.ch M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


MIGROS-WOCHE 8 |

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AKTUELLES

Kinder kochen mit Bärenstarkes Kochbuch: Ein Panda führt durch «Green Gourmet Family» von Migros und WWF. Wir verlosen das reich bebilderte Werk 100 Mal.

S

chon auf dem Schutzumschlag des Buchs sind seine Pfotenabdrücke zu sehen: Ein Panda führt durch die 120 Seiten von «Green Gourmet Family». Kinder werden Spass daran haben, das Symboltier des WWF auf Wimmelbildern im Buch ausfindig zu machen. Die Umweltorganisation und die Migros-Medien haben das Werk gemeinsam realisiert. Es richtet sich an Erwachsene, die gern gemeinsam mit Mädchen und Buben kochen. Die insgesamt 70 Rezepte stammen von den Expertinnen der Zeitschrift «Saisonküche». Die Auswahl

reicht von Felchenknusperli mit Zitronenquark über Gemüsecurry mit Bratwurst vom Feuer bis zu ApfelGugelhopf. Immer wird Wert auf saisonale und regionale Zutaten sowie auf Produkte mit einem Nachhaltigkeitslabel gelegt. Daneben erfahren Kinder viel Interessantes über Lebensmittel – etwa über die zwölf Kräuter- und Gemüsesorten, die am besten auf dem Balkon gedeihen. Das Buch ist ab sofort für 19.80 Franken in allen Migros-Filialen erhältlich; für Famigros-Mitglieder kostet es sogar nur 11.85 Franken. MW

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Jetzt in allen Migros-Filialen erhältlich: Das liebevoll gestaltete Kochbuch «Green Gourmet Family».

Mitmachen und gewinnen

Das Migros-Magazin verlost 100 Mal die deutschsprachige Ausgabe von «Green Gourmet Family» im Wert von je 19. 80 Franken. Teilnahme und Teilnahmebedingungen: www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff. Teilnahmeschluss: Sonntag, 6. Juli, 2014.

FRISCH IN DER MIGROS

Multitalent

Rund ums Mittelmeer gehört die Aubergine so selbstverständlich auf den Tisch wie Tomaten, Zwiebeln oder Knobli. Ob gefüllt, überbacken, geschmort, grilliert, gekocht oder frittiert – das milde Fruchtfleisch verträgt sich mit praktisch allen anderen Zutaten. Tipp: Nicht neben Tomaten und Äpfeln lagern. Dies verkürzt die Haltbarkeit.


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Bald werden in 70 Deutschschweizer Migros-Filialen 300 vegetarische Produkte der deutschen Bio-Handelskette Alnatura erhältlich sein. Die Einführung erfolgt schrittweise vom Juni bis im September. Der OnlineSupermarkt LeShop.ch Alnatura-Produkte gibts bald in ausgewählten Migros-Filialen in der führt die 300 neuen Artikel bereits im Juli ein. Die Firma ganzen Deutschschweiz. Alnatura verfügt über 30 Jahre Bio-Erfahrung. Zu ihren beliebtesten Artikeln zählen etwa Dinkelkekse, Müesli oder Brotaufstriche. Diese lang haltbaren Lebensmittel enthalten vollwertige Zutaten, zum Beispiel echte Vanille statt Vanillearoma. Die Genossenschaft Migros Zürich arbeitet bereits seit 2012 mit Alnatura zusammen. Bei Frischeprodukten wie Milch, Gemüse oder Fleisch setzt die Migros weiter voll auf Migros-Bio-Artikel, die grossteils von Schweizer Landwirtschaftsbetrieben stammen.

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RÜCKRUFE:

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Der Hersteller Speedo ruft aus Sicherheitsgründen Schwimmwesten für Kinder zurück. Ein Produktionsfehler könnte den Auftrieb der Westen oder die Balance im Wasser beeinträchtigen. Die Westen waren von Januar bis Juni 2014 auch bei SportXX und in einigen MigrosFilialen erhältlich. Es handelt sich um Westen in den Farben Pink und Blau in den Grössen S (Altersgruppe 1 bis 2 Jahre), M (2 bis 4 Jahre) und L (4 bis 6 Jahre) – Artikelnummer 490.726. Sofern die Westen bei der Migros oder SportXX gekauft worden sind, können sie gegen Erstattung des Preises in die Verkaufsstellen zurückgebracht werden.

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Die Migros ruft den Apéro-Artikel der Linie SweetUs zurück: Real Nut Crunch mit Cashewnüssen, Mandeln und Cranberries. Auf der Rückseite des Beutels steht eine falsche Angabe – dort werden als Zutaten Erdnüsse mit Sesam aufgeführt. Personen, die Cashew- oder MandelAllergiker sind, sollten das Produkt nicht konsumieren. Sie können es gegen Erstattung des Verkaufspreises in die Migros zurückbringen. Das betroffene Produkt mit der falschen Artikelnummer 1014.90 wurde zum Preis von 2.80 Franken verkauft. Nichtallergiker können das Produkt bedenkenlos konsumieren.

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FORUM 10 |

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LESERBRIEFE

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

MM 26: «Radio Beromünster hat uns moralisch stabilisiert», Interview mit dem ehemaligen deutschen CDU-Generalsekretär Heiner Geissler.

«Am Gas ist der Westen interessiert»  Sogenannte Putin-Versteher gibt es nicht nur in Ostdeutschland. Russland-Versteher gibt es auch in der Schweiz, in Deutschland und in allen europäischen Ländern (bloss in Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch verstehen wir die meisten ja nicht!). Russland-Versteher wollen nicht – wie die Nato es will – einen dritten Weltkrieg provozieren. Kriegstreiber in der Nato sind die Polen, die baltischen Staaten, die Briten. Die amerikanische Rüstungsindustrie macht dann das Geschäft. Russland hat Gas und andere begehrenswerte Ressourcen. Daran ist der Westen interessiert. Geisslers Kompatriot HansDietrich Genscher hat es im Vorwort zu Brzezinskis Schachbrett-Theorie der

amerikanischen Strategie zur Vorherrschaft so geschrieben: «Ein immer engeres transatlantisches Bündnis (Nato), die fortschreitende Einigung Europas (EU) und die Erweiterung der Europäischen Union (gegen Osten) liegen im vitalen Interesse Amerikas.» Herr Geissler, es gibt Bündnisse, die sehr gefährlich sind! Sie schaffen Bündnisfallen, man wird in einem Bündnis dazu gezwungen, Dinge zu tun, die man nicht tun will. Die Diplomaten und Minister von EU und Nato sind zum grossen Teil verantwortungslos und machtbesessen, ganz im Stil der führenden Männer von vor 100 Jahren, welche die Welt in einen grossen, entsetzlichen Krieg hineinmanövrierten. Ruth Obrist, 8001 Zürich

MM 26: «Für Homosexuelle», Mann der Woche.

«Definitiv nicht der Mann der Woche für mich»

 Das Migros-Magazin hat vergessen, dass Pink Cross zuerst lautstark verkündete, Toni Bortoluzzi mit einer Klage einzudecken. Das finde ich weniger charmant – definitiv nicht der «Mann der Woche» für mich. Mike Stoll, 3266 Wiler

MM 26: «Der verlorene Kampf um die Dorfschule», Start zur dreiteiligen Schulserie.

«Über Qualität der Schule wurde nie diskutiert»  Seit über 25 Jahren lebten Kinder und Eltern der Schule Säriswil mit der dro-

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FORUM

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014

LESERBRIEFE | 11

henden Schulschliessung. Leider wurde immer nur über den Standort, jedoch nie über die Qualität der Schule diskutiert. Genauso wenig stand das ganze Dorf hinter der Schule. Wer es sich leisten konnte, liess die Kinder in Privatschulen unterrichten, wer über Beziehungen verfügte, durfte die Kinder in die Schule Uettligen schicken. Gesamtschulen sind nur für einen kleinen Teil der Kinder/Jugendlichen bereichernd und auch nur, wenn das Lehrpersonal über genügend Erfahrung damit verfügt.

Leser Bruno Nill aus Hittnau ZH hat uns dieses Bild mit folgender Anmerkung geschickt: «Auf einer schönen Wanderung von Appenzell auf den Kronberg haben wir auf der Alp Wasserschaffen diese Markierung eines Weidezauns gesehen.»

S. N., Online-Kommentar

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben. Anzeige

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ONLINE-MIX

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014

WWW.MIGROSMAGAZIN.CH | 13

Schöner tafeln

AUFGEFALLEN

Kastrationsängste Die «Mamma Mia!»-Kolumnistin weiss aus eigener Erfahrung: Auf Spielplätzen reden Mütter über fast alles. Zum Beispiel über die Verhütung. Das Thema wurde angeregt diskutiert.

Ich habe seit vier Jahren die Spirale und hatte damit nie Probleme. Vor einem halben Jahr liess sich ausserdem mein Mann unterbinden. Für ihn war es selbstverständlich, dass er diesen Schritt für «uns» macht. Ich denke, es ist wichtig, dass man miteinander redet und Ängste bespricht. Katja Wipfli

Viele Leserinnen und Leser liessen sich vom Porträt der Tafelkünstlerin Andrea Landolt inspirieren und schickten ihre Werke ein: So wie Laila Luisi, die uns ihre Menütafel postete. Sehen Sie alle Einsendungen unter www.migrosmagazin.ch/tafelkunst. WÖCHENTLICHE UMFRAGE

Wie wird für Sie am besten gegen Littering vorgegangen?

Weltmeister der Rezepte: Pizza oder Omelette?

Auf dem Spielplatz bleibt Müttern Zeit, um auch über Familienplanung zu reden.

Der Eingriff beim Mann ist nicht der Rede wert. Es braucht folgende Zutaten: Zeit und Geld. Ich glaube, ich musste noch rasieren, ja, das kommt hinzu. Und schon ist der Stress mit der Pille wie die tägliche Suche nach den Tabletten, die Disziplin der konsequenten Einnahme und die rechtzeitige Beschaffung vorbei. Dario Chiriatti

Ich verhüte auch mit der Kupferkette und finde es toll, dass sie mehr Beachtung findet. Zuvor probierte ich auch andere Verhütungsmittel aus, darunter Zyklusbeobachtung. Dabei verzichteten wir aber aus Angst immer häufiger auf Sex. Mit der Kette läuft aber alles gut. Das Einsetzen hat zwar etwas wehgetan, aber dafür, dass jetzt erst mal fünf Jahre Ruhe ist, hat es sich mehr als gelohnt.

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Mit Bussen (hohe, die möglichst wehtun) Mit sozialer Kontrolle: Nachbarn, die zum Aufräumen anhalten.

Melanie Krumm

Dank der Disziplinierten, die fremden Müll wegräumen. Nur durch Erziehung ab Kindheit und Jugend.

Die Frage der nächsten Woche:

Impfen oder nicht impfen?

Sehen Sie auf Migrosmagazin.ch, was Leserinnen und Leser zum besten Rezept der Welt wählten.

Ich habe nun fast alle hormonellen Verhütungsmittel ausprobiert, aber mit keinem war ich richtig zufrieden: Die Spirale war der Horror (nonstop Blutungen und Brüste, die fast explodierten …). Die Pille und der Nuvaring entpuppten sich ausserdem als Lustkiller. Was nun? Lisa Wenger


GENERATION M 14 |

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WWF SCHWEIZ

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

«Schon in der Pfadi hiess

WWF­Chef Thomas Vellacott über seine Liebe zur Natur, umweltfreundliches Einkaufen und das

Thomas Vellacott, Sie sind schon sehr lange beim WWF. Wie sind Sie zu der Umwelt­ organisation gekommen?

Das hat eine lange Vorgeschichte, die eigentlich in meiner Kindheit anfängt: Schon als achtjähriger Bub habe ich mit Leidenschaft WWF-Marken verkauft; der Erlös war für ein Naturschutzgebiet am Neuenburgersee bestimmt, das von einem Bauprojekt bedroht wurde. Meine WWF-Begeisterung hat mir damals in der Pfadi sogar den Namen Panda eingebracht. Wenn man sich Umfragen in der Schweiz an­ sieht – etwa das letztjährige Sorgenbarome­ ter der Credit Suisse –, so scheinen Umwelt­ probleme die Bevölkerung weniger zu belas­ ten als etwa die Sorge um Arbeitsplätze. Sind die Schweizer zu wenig umweltbewusst?

Das glaube ich nicht. Wenn Leute direkt auf grosse Umweltbedrohungen wie den Klimawandel angesprochen werden, so zeigen sie sich stark besorgt. Doch im Alltag können diese Themen von kurzfristigen Ängsten überlagertwerden. Was tut der WWF, um Umweltthemen wieder mehr in den Vordergrund zu rücken?

Wichtigistesuns,nichtWeltuntergangsstimmung zu verbreiten, sondern den Menschen im Gegenteil zu zeigen, dass sie etwas tun und bewegen können. Wenn viele Konsumenten ihre Einkaufsund Reisegewohnheiten ändern, so hat das in der Summe eine grosse Wirkung. Es gibt ja nicht nur Hiobsbotschaften,

sondern auch viele Erfolgsmeldungen: Bartgeier, Fischotter und Wolf sind in die Schweiz zurückgekehrt. Im Amazonasgebiet hat die Entwaldungsrate zwischen 2004 und 2012 um 80 Prozent abgenommen.

Die Zusammenarbeit zwischen WWF und Migros umfasst viele Projekte. Welche Bedeutung hat diese Kooperation im Ganzen für Sie?

Grundsätzlich möchte ich dazu sagen, dass der WWF für die Zusammenarbeit mit Firmen stets offen ist – sofern sich diese Unternehmen langfristig für die Umwelt engagieren wollen. Zu einem echten Engagement gehört, dass sich eine Firma konkrete und ambitionierte Ziele setzt, sich regelmässig an diesen messen lässt und die Resultate öffentlich kommuniziert. Die Zusammenarbeit zwischen WWF und Migros ist darum besonders erfreulich, weil sie in sehr vielen Bereichen stattfindet. Sie umfasst nachhaltige Fischerei und Holzwirtschaft, den Klimaschutz oder auch Jugendprojekte.

Sie haben die Einkaufsgewohnheiten ange­ sprochen. Ist es nicht zu viel verlangt, dass sich gestresste Mütter und Väter im Super­ markt dauernd überlegen, welche Produkte sie in den Einkaufskorb legen dürfen?

Der Konsument soll nicht jedes Mal in einem 300-seitigen Umweltratgeber nachschlagen müssen, bevor er ins Supermarktregal greift. Nachhaltiges Einkaufen sollte so einfach wie möglich sein. Hier ist der Detailhandel gefragt. Was kann der Detailhandel tun, um nachhal­ tiges Einkaufen zu erleichtern?

Die Migros beispielsweise macht vor, wie das geht – etwa bei ihrem Sortiment an Fischen und Meeresfrüchten: Viele dieser Produkte tragen in der Migros das MSC- oder Biogütesiegel, stammen also aus schonendem Wildfang oder aus nachhaltigen Fischzuchten. Die Migros hat sogar versprochen, dass bis 2020 ihr gesamtes Fischangebot aus nachhaltigen Quellen stammt. So ist das umweltfreundliche Einkaufen einfach: Der Kunde muss nicht lange suchen; er kann sich an bekannten Nachhaltigkeitslabels orientieren, oder er weiss sogar, dass ein ganzes Sortiment nachhaltig ist. Ein Wegweiser für Kunden ist auch das neu lancierte Programm Cumulus­Green, das die Migros zusammen mit dem WWF erarbeitet hat: Cumulus­Mitglieder werden regelmässig darüber informiert, wie nachhaltig die von ihnen getätigten Einkäufe waren.

Ja, auch das ist ein gutes Beispiel. Die Kunden können im Rahmen von Cumulus-Green auf einfache Art ihre Einkaufsgewohnheiten überprüfen. Sie erfahren, wie viele Produkte mit Nachhaltigkeitslabel sie gekauft haben, und können sich auch mit anderen Kunden vergleichen. Ich finde es wichtig, dass das neue Programm nichts mit moralischen Ermahnungen zu tun hat. Es geht um Information und auch um Spass.

«Nach­ haltiges Einkaufen muss möglichst einfach sein.»

Neu ist das Kochbuch «Green Gourmet Family» erhältlich, das die Migros zusammen mit dem WWF lanciert. Es leitet Erwachsene und Kinder zum gemeinsamen Kochen mit saisonalen Zutaten an. Werden Sie selber zum Kochlöffel greifen und eines der Rezepte ausprobieren?

Ich habe ja Familie, und ich unternehme viel mit meiner Frau und meinen zwei Kindern. Aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich kaum je koche und dafür auch kein Talent habe. Immerhin habe ich eine gute Ausrede: Ich stamme zur Hälfte aus England, und dort zählt Kochen traditionell nicht zu den Kernkompetenzen. Unabhängig davon finde ich das Kochbuch «Green Gourmet Family» ein tolles Projekt. Was gefällt Ihnen daran?

Auch dieses Buch hat nichts mit Ermahnungen zu tun, stattdessen lernen Kinder zum Beispiel, wie man selber Ketchup oder Wasserglace macht. Ein Panda führt sie durch Wimmelbilder und nebenbei erfahren sie viel über die Herkunft von Lebensmitteln. Wie hier Spass und Wissen verbunden wird, finde ich toll. Interview: Michael West Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. www.generation-m.ch

Bild: Paolo Dutto

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eit zwei Jahren leitet Thomas Vellacott den WWF Schweiz. Schon seit 2001 arbeitet er für die grösste Umweltorganisation des Landes, und seine Leidenschaft für die Natur reicht bis in die Kindheit zurück. Das Interview mit dem 43-Jährigen findet auf der Terrasse der WWF-Zentrale im Zürcher Kreis vier statt. Hier könnte man fast vergessen, dass man in der Stadt ist, denn die WWF-Mitarbeiter haben die Terrasse liebevoll begrünt. Mohnblumen und Beerensträucher gedeihen; es gibt sogar Biosalat, der allerdings kürzlich einer heftigen Schneckenattacke ausgesetzt war.


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GENERATION M WWF SCHWEIZ | 15

ich Panda»

Zwei neue Projekte von Migros und WWF «Green Gourmet Family»: Ein garantierter Bestseller

neue Migros-Kochbuch «Green Gourmet Family».

Thomas Vellacott auf der begrünten Terrasse der WWF-Zentrale: Schon als Kind war er ein Fan der Umweltorganisation.

Das neue Kochbuch von Migros und WWF wird während dreier Monate in einer Auflage von 120 000 Exemplaren in allen Migros-Filialen verkauft. «Green Gourmet Family» ist solange Vorrat für 19.80 Franken erhältlich; Mitglieder des Migros-Familienclubs Famigros zahlen nur 11.85 Franken. Das 120-seitige Werk mit 70 Rezepten und 8 witzigen Wimmelbildern richtet sich an Eltern, Grosseltern, Tanten und Onkel, die gern mit Kindern kochen und dabei Wert auf eine saisonale und umweltbewusste Ernährung legen. Beachten Sie auch die Verlosung des Kochbuchs auf Seite 8.

Cumulus-Green: Grüner Kompass für Kunden Cumulus, das kostenlose Bonusprogramm der Migros, wird ausgebaut: Cumulus-Green heisst die Erweiterung zum bewährten Programm. Cumulus-Green informiert die Kunden darüber, wie nachhaltig sie eingekauft haben. Im aktuellen Cumulus-Versand befindet sich erstmals eine zusätzliche Auswertung der getätigten Einkäufe: Die Kunden erfahren, wie gross der Anteil an Produkten mit Nachhaltigkeitslabels war. Gemeint sind damit etwa Bioartikel oder Fischprodukte mit MSC-Gütesiegel, die aus schonendem Wildfang stammen. Die neue Auswertung dient der Information. Anders als beim herkömmlichen Cumulus-Programm geht es nicht darum, mit einem hohen Punktestand möglichst wertvolle Bons zu verdienen, sondern die Kunden können prüfen, wie nachhaltig ihre Einkaufsgewohnheiten sind. Und sie sehen auch, wo sie im Vergleich mit allen Cumulus-Mitgliedern oder mit den Mitgliedern im Wohnkanton stehen. Wer seinen Anteil an nachhaltigen Produkten erhöhen möchte, kann online sein Jahresziel 2014 festlegen und nimmt dann an einer Verlosung teil. Es gibt Preise im Gesamtwert von 20 000 Franken zu gewinnen. Infos zum Wettbewerb unter www.migros.ch/cumulus-green/wettbewerb


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Wenn der Betreibungs

Schulden kommen in jeder Altersstufe vor. Doch besonders gefährdet sind junge Erwachsene: oder ein Schicksalsschlag – und schon ist es passiert. Fünf Betroffene erzählen ihre Geschichte

D

er Moment, wenn der Strom abgestellt wird oder das Jonglieren mit offenen Rechnungen nicht mehr aufgeht und das Kartenhaus einbricht: Schuldengeschichten haben viele Facetten. Etwas haben alle gemeinsam: Man spricht nicht darüber. Dabei wäre Enttabuisierung wichtig für die Prävention, wie die Studie «Wirkt Schuldenprävention?» der Hochschule Luzern zeigt. Mario Roncoroni (59) von der Berner Schuldenberatung sagt: «Darüber reden, Schulden zum Thema machen, das würde helfen.» Ein Budget zu erstellen, lernen die meisten betroffenen Jungen nicht. «Junge Erwachsene sind aufgrund fehlenden Know-hows in punkto Geldverwaltung, Steuern und Krankenkassenmodelle gefährdet», sagt Mario Roncoroni. Ein Auslöser reicht: Gewalt, Burn-out, Krankheit, Sucht, Lehrabbruch oder zu frühe Ablösung vom Elternhaus – so geschehen bei den Betroffenen, die bereit waren, über ihre finanziellen Probleme zu sprechen. Sie alle möchten mit ihrer Geschichte einen Beitrag leisten. «Hätte ich damals von den Erfahrungen anderer gelesen», sagt Marcel*, «hätte mir das Mut gemacht, Hilfe zu holen.»

Eltern als Vorbild für ihre Kinder im Umgang mit Geld Der Auszug von zu Hause ist in finanzieller Hinsicht die schwierigste Situation im Leben junger Erwachsener. Dies bestätigt Bruno Crestani (54), Leiter Betreibungsamt Zürich Kreis 4. «In der Erziehung der Kinder hat der Umgang mit Geld häufig einen bescheidenen Stellenwert», sagt er. Aber eigentlich wären die Eltern in der Verantwortung, ihre Kinder auch in finanzieller Hinsicht zur Selbständigkeit zu erziehen. Bruno Crestani meint denn auch, dass man das Tabu Schulden aufbrechen sollte: «Viel finanzielles Elend könnte so vermieden werden.» Texte: Laila Schläfli Bilder: Annette Boutellier

* Alle Namen der Redaktion bekannt


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beamte klingelt Erster Lohn, erste Steuererklärung, Umgang mit Ämtern und möchten andere ermutigen, früh Hilfe zu suchen. Marcel ist auf dem besten Weg, seine letzten Schulden zurückzuzahlen.

Marcel (28): 42 000 Franken Schulden «Ich bin zu früh geboren», sagt Marcel*. Vielleicht hätte er mit seinem ADHS, der Legasthenie und seiner Hochbegabung in Mathematik heute mehr Chancen in der Schule. «Sei froh, wenn du über­ haupt eine Lehre findest!» – der Satz zerstörte sein Selbstbild. Aber Marcel gibt niemandem die Schuld. Nur manch­ mal fragt er sich: «Warum passierte das alles mir?» Wegen seiner Arbeitszeiten als Ser­ vicefachangestellter verliert er, was ihn, sein ADHS und sein angeschlagenes Selbstbewusstsein im Gleichgewicht hielt: Kontakt zu Freunden und Familie sowie regelmässiger Sport – für das ehe­ malige Judo­Nati­Mitglied verheerend. Wegen Mehrarbeit schläft er oft nur zwei Stunden. Ab Sommer 2006 kompensiert er das fehlende Glück, kauft Kleider und technische Gadgets. «Ich lebte über meine Verhältnisse», sagt er. «Es war fast eine Kaufsucht – mir fehlte nur noch die Diagnose.» Strom­, Steuer­, Kran­ kenkassenrechnungen oder Miete blei­ ben oft liegen. «Es war nur noch ein Jonglieren mit Zahlungsrückständen – kein Leben mehr.» Ein grosser Stress für nichts: offene Rechnungen von 42 000 Franken. Die Polizei schraubt sein Num­ mernschild am Auto ab, der Strom wird abgestellt, und der Pfändungsbeamte

kommt. «Das ist ein absolut beschisse­ nes Gefühl, ein Stückchen Stolz geht weg.» Im Mai 2009 dann die Lohnpfän­ dung: 1400 Franken bleiben für alle Fixkosten. «Man lebt nur noch – resig­ niert. Alles war egal, ich fühlte nur noch grosse Trauer.» Rechnungen wirft er ungeöffnet weg: «Ich konnte sie ja eh nicht bezahlen.» Ein halbes Jahr später geht er zur Schuldenberatung. Der

«Es war fast eine Kaufsucht – mir fehlte nur noch die Diagnose.» Rückzug in die Arbeit, der fehlende Aus­ gleich – Marcel fällt in ein Burn­out. Im Sommer 2010 versucht er sich das Leben zu nehmen. Ein Jahr Klinik und die Aus­ sicht auf die IV­finanzierte Umschulung geben ihm Stabilität und eine neue Perspektive: Heute ist er Buchhalter und macht das höhere Wirtschaftsdiplom. Dann wird er die letzten Schulden zu­ rückzahlen. Sein Kampf zurück ins Le­ ben sieht er nicht nur positiv: «Dass ich überhaupt so tief sinken konnte, ist eine Schwäche.»


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Aline (29): 25 000 Franken Schulden Pinke Nägel, pinkes Handy: So rosarot war Alines* Leben nicht immer. Ende Lehre zieht die 19-jährige Zahnarztgehilfin aus. «Alles, was ich vorher nicht konnte, lebte ich aus: auswärts essen, Leute einladen, mit dem Taxi fahren, da und dort einkaufen – auch völlig unnötige Sachen.» Die Onlinekataloge sind ihr Verhängnis: «Die Ware kommt, ohne dass man bezahlt.» Sie hat eine Kaufsucht. Handy, Miete und Strom bezahlt sie immer, die Steuerrechnungen und die der Onlinekataloge bleiben offen. Mahnungen und Zahlungserinnerungen legt sie weg, sorgt sich nicht. «Ich wollte

«Ich erwartete mehr von mir, als ich konnte.» mich nicht mit Geld beschäftigen – bin selber schuld.» Fünf Jahre später wird sie das erste Mal betrieben, und der Pfändungsbeamte kommt. «Erst da realisierte ich, was los ist.» Der Beamte nimmt nichts mit, es gibt einen Verlustschein. Im Sommer 2010 sucht Aline Hilfe bei der Schuldenberatung: «Ich rechnete so mit 4000 Franken Schulden – da hatte ich mich schwer getäuscht.» Es sind 25 000 Franken: grösstenteils Steuern und offene Katalogrechnungen. Gleichzeitig wird sie Erstgehilfin in einer neuen Praxis: «Das, was ich immer wollte.» Die Verantwortung ist gross: «Ich erwartete mehr von mir, als ich konnte.» Zudem fällt jedesmal der Verdacht auf sie, wenn Geld fehlt. Sie, die ja

Online-Einkäufe und Steuerschulden wurden Aline zum Verhängnis.

Schulden hat. Im Juli 2012 erleidet Aline ein Burn-out. Therapie und eine neue Arbeit ziehen sie raus: Ab März ist sie saniert. Auf den 30. Geburtstag freut sie sich: «Ein schuldenfreier Neuanfang.»

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Simon (29): 90 000 Rita (42): 15 000 Franken Schulden Franken Schulden 90 000 Franken – Simon* sieht die Zahl schwarz auf weiss: «Da hats Klick gemacht.» Bis Frühling 2011 hatte er keinen Überblick. «Erst bei der Schul­ densanierung schaute ich alles an. Ich war jung und unerfahren – habe alles links liegen lassen.» Seither hat er 600 Franken monatlich für Essen, Handy und Freizeit. Vom Restlohn bezahlt er Fix­ kosten und die Sanierung: 60 000 Fran­ ken, nach Absprache mit den Gläubi­ gern. Ende Jahr ists geschafft. Simon hätte zwar mehr Geld für sich beanspru­ chen können, aber dann hätte die Sanie­ rung einfach länger gedauert. Sein Ziel verfolgt er mit eiserner Disziplin: «Ich will es richtig spüren, es muss wehtun. Ich will etwas lernen daraus.» 2004 fängt alles an: ein Darlehen für die Informatikerschule. 2007, nach Ab­ schluss, dann der erste Kredit: 5000 Franken für ein Auto. «Da habe ich ge­ merkt, wie einfach das geht, und gedacht: Ferien wären schön. Mal probieren, ob ich den Kredit bekomme.» Es geht viel zu einfach: «Die werden einem nachge­ schossen.» Simon besitzt mehrere Kre­ ditkarten und ist bei vier Kreditinstituten Kunde. Einmal bittet er aus Tunesien um Kreditaufstockung: «Das ging ohne Abklärung.» Er versucht, Schulden mit neuen Krediten zu tilgen. Seinem Orga­ nisationstalent verdankt er, dass er nie betrieben oder gepfändet wird. Nach drei Jahren sperrt die UBS seine Kreditkarte, Simon wird vom Zentral­ register für Kreditinformation gesperrt: Für zehn Jahre gibts keinen Kredit mehr. Er beichtet seinem Vater alles und sucht Hilfe bei der Schuldenberatung. Ein Privatkonkurs käme für ihn nie infrage: Nur wenn er alles abbezahlt, ist es defi­ nitiv abgeschlossen. «Aufgeben gibts nicht.»

So locker, wie Simon sich ein Leben auf Pump leistete, so hart arbeitet er jetzt daran, die Schulden zu tilgen.

«Ich will es richtig spüren, es muss wehtun. Ich will etwas lernen daraus.»

Mit 23 heiratet Rita* einen Mann, der «auf nichts verzichten» kann: offene Mietrechnungen, Kontoüberzüge und drei Leasingverträge belasten das Paar. «Ein Auto fuhr er zu Schrott. Der Ver­ trag lief weiter, aber ein zweites musste her», sagt Rita. Dies geht nur mit Soli­ darunterschrift von ihr. Warum trat sie ihm nicht entgegen? «Er war sehr domi­ nant, bestimmte alles.» Als er zuneh­ mend handgreiflich wird, vermeidet sie Streit und die Konfrontation mit dem Thema Geld. «Wir hatten immer mal wieder Krach, weil er auswärts nicht auf Znüni und Zmittag verzichtete und Geld in der Beiz verprasste.» Nach vier Jah­ ren sind 50 000 Franken offen – einen Teil müssen sie zurückzahlen. Vier Jah­ re später dann das Schlüsselerlebnis, das Rita den Perspektivenwechsel ermög­ licht: Ihr Mann geht auf eine Freundin los – zum ersten Mal sieht Rita «ihre» Szenerie von aussen. Nach einem Ner­ venzusammenbruch zieht sie ins Frau­ enhaus und trennt sich. «Von dem Tag an, als ich weg war von ihm, machte ich keine Schulden mehr.» Sie haushaltet mit Couvertsystem: Für jeden Tag eines

Monats sind 12.75 Franken in einem Umschlag und 50 Franken im Notgro­ schencouvert. «Manchen Mittag gabs nur Päcklisuppe mit Wienerli und Brot. Und zum Znacht noch mal Suppe.» Die Scheidung zögert er drei Jahre hinaus, Rita haftet so lange für weitere Schulden mit. «Plötzlich erfuhr ich, dass ich ein

«Wir hatten immer mal wieder Krach, weil er auswärts nicht auf Znüni und Zmittag verzichtete und Geld in der Beiz verprasste.» Natel­Abo habe!» Sie klagt auf Schei­ dung und erbt 15 000 Franken Schulden: die Hälfte. Weil die Gläubiger vom Ex­ mann kein Geld sehen und die Schulden aus der gemeinsamen Zeit stammen, muss Rita erneut für ihn bezahlen – ein letztes Mal.

Der eigene Mann wurde Rita zum Verhängnis: Wegen seines zügellosen Lebens häufte er Schulden an, die Rita nach der Scheidung hälftig übernehmen musste.


PUBLIREPORTAGE

2.Nationale Hörstudie: Forschen Sie mit.

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napp zwei Jahre nach der ersten empirischen Untersuchung der Hörqualität von Schweizerinnen und Schweizern rufen die zwei führenden Hörakustikspezialisten Amplifon und Phonak zur 2. Nationalen Hörstudie auf. Das Fachwissen soll weiter vertieft werden, um Kunden noch direkter und effizienter zu besserem Hören zu verhelfen. Herzlich eingeladen zur 2. Nationalen Hörstudie sind alle, die eine mögliche Hörbeeinträchtigung vermuten, bislang aber noch keine Hörgeräte haben. Ihr Vorteil: Sie erhalten kostenlos für 4 Wochen die neuste Hörgeräte-Technologie von Phonak zum Probetragen und zusätzlich CHF 50.–* als Dankeschön für Ihr Engagement.

Hörgeräte erleichtern die Kommunikation und steigern die Lebensfreude. Von September 2012 bis Februar 2013 untersuchten Amplifon und Phonak in der ganzen Schweiz, wie sich das Tragen von Hörgeräten auf die Lebensqualität auswirkt. 1’137 Teilnehmende lieferten wertvolle Erkenntnisse. Bereits nach kurzer Tragezeit bestätigte die Mehrheit aller Studienteilnehmer mehr Spass an Aktivitäten mit Freunden, ein besseres Kommunizieren und mehr Lebensqualität zu Hause. Dies ist erstaunlich. Denn die Mehrheit der Testpersonen gab im Vorfeld an, kein Hörgerät zu benötigen. Erfahren Sie mehr zu den Ergebnissen der 1. Nationalen Hörstudie unter www.nationale-hörstudie.ch.

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Die beiden Marktführer Amplifon und Phonak forschen für Ihr Gehör. Durch die gemeinsame Studie sollen wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden, die massgeblich in die Arbeit von Amplifon und Phonak einfliessen. Um die Kundenbedürfnisse noch besser zu verstehen, wird im Rahmen der 2. Nationalen Hörstudie die Auswirkung von neusten Hörgeräten auf die einzelnen Lebenssituationen exakt beobachtet. Die Erfahrungen der Teilnehmer helfen dabei, die Hörgeräte noch besser an die alltäglichen Anforderungen des Lebens anzupassen und die Technologie weiterzuentwickeln. <wm>10CAsNsjY0MDQx0TU2NTE2MwEAnFscqg8AAAA=</wm>

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Ihre Meinung ist uns wichtig. Machen Sie mit und profitieren auch Sie von der schweizweiten Untersuchung. Die Studie wird streng nach wissenschaftlichen Standards durchgeführt. Ihre Daten werden vertraulich behandelt und durch ein renommiertes Marktforschungsinstitut anonym ausgewertet. Am Ende der Hörstudie werden die Ergebnisse den

HNO-Ärzten und Kliniken zur Verfügung gestellt. Melden Sie sich direkt bei Amplifon an – aufwww.nationale-hörstudie.ch,unterder kostenlosen Servicenummer 0800 800 881, in einem der 78 Amplifon-Fachgeschäfte in Ihrer Nähe oder mit dem untenstehenden Talon. Die Anmeldungen werden bis zum 31.7.2014 berücksichtigt. Als Dankeschön für Ihre Teilnahme erhalten Sie CHF 50.–* in bar. * Nur für die ersten 1’000 Studienteilnehmer, die zugelassen werden und beide Fragebögen ausfüllen.

Studienpartner

Ihre Anmeldung zur 2. Nationalen Hörstudie Machen Sie mit. Profitieren Sie von einem vierwöchigen, kostenlosen Probehören im Rahmen der Hörstudie. Einfach diesen Talon ausfüllen, abschneiden und zurücksenden. Natürlich können Sie sich auch telefonisch unter der kostenlosen Servicenummer 0800 800 881, auf www.nationale-hörstudie.ch oder direkt im Amplifon-Fachgeschäft in Ihrer Nähe anmelden.

Telefon (zwingend)

Strasse Formular ausschneiden und einsenden an: Nationale Hörstudie, Postfach 306, 8706 Meilen

Geburtsdatum

PLZ / Ort M

Vorname / Name


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www.migrosmagazin.ch

LESEN SIE ONLINE «In finanzieller Hinsicht ist der Auszug von zu Hause die schwierigste Situation im Leben von jungen Erwach­ senen.» Der Zürcher Betreibungsbeamte Bruno Crestani weiss aus Erfahrung genau, wo die Schuldenfallen liegen. Lesen Sie das Interview auf www.migrosmagazin.ch. Plus: 3 Budgetpläne zum Herunterladen.

GLOSSAR

Was bedeutet es, gepfändet zu werden?

Sie lebte über ihre Verhältnisse, aber jetzt hat Nicole ihre Schulden abbezahlt.

Nicole (31): 24 000 Franken Schulden Sie habe einen Rücken wie eine 80-Jährige, sagen die Ärzte zu Nicole*. Wegen der Diskushernie bricht sie ihre Zweitausbildung zur Pflegefachfrau ab, und in ihrem Erstberuf als Kosmetikerin kann sie auch nicht mehr arbeiten. Sie meldet sich bei der IV an für eine Um-

«Das Schlimmste, was ich je erlebt habe, war, als der Pfändungsbeamte vor der Tür stand.» schulung zur medizinischen Sekretärin. Bis zum Entscheid erhält sie 80 Prozent des letzten Lohns: der Lehrlingslohn einer Pflegefachfrau. Ein Jahr später folgt die Absage: Nicole muss ein weiteres Jahr aufs Sozialamt. Krankheitspech als Schuldenursache? Die 31-Jährige winkt ab: «Angefangen hat es mit meinem damaligen Partner: Ende Lehre zog ich zu ihm, und

die Miete war einfach über meinen Verhältnissen.» Für Steuern reicht es nicht mehr. «Es gibt so eine Redensart: Steuerschulden sind Ehrenschulden. Solange es nur das ist, hat man das Gefühl, es sei noch nicht so schlimm.» Während der dreijährigen Arbeitslosigkeit erhöhen zudem offene Arzt- und Krankenkassenrechnungen ihre Schulden. «Das Schlimmste, was ich je erlebt habe», sagt sie, «war, als der Pfändungsbeamte vor der Tür stand». Im Januar 2010 findet sie eine Bürostelle – und damit beginnt die Lohnpfändung, «der Anfang des Teufelskreises.» Sie erhält 2200 Franken Lohn ausbezahlt. «Ich konnte wieder kein Geld für die Steuern auf die Seite legen», sagt sie, «und häufte neue Schulden an.» Im Existenzminimum sind Steuern nicht einberechnet. Ein Jahr später: 24 000 Franken Schulden. Mit Hilfe der Schuldensanierung begleicht sie alles in zwei Jahren. Ihre Freunde wissen bis heute nichts davon, «man schämt sich – über Geld redet man nicht.»

■ Betreibung: Das Betreibungsamt treibt im Auftrag des Gläubigers die Forderung ein. ■ Gläubiger: Die Person oder Institution, die von einem Schuldner Geld zugute hat. ■ Kredit: Konsumkredit für private Zwecke: zum Kauf von Gütern (z. B. Fahrzeugleasing) oder zur Finanzierung/Deckung anderer Kosten (z. B. Ausbildung, Ferien, Gesundheitskosten) oder zur Tilgung von Kreditund Kundenkartenschulden ■ Pfändung: Das Betreibungsamt «beschlagnahmt» einen Teil des Lohns oder Vermögensstücke zugunsten des Gläubigers, der die Betreibung oder die Lohnpfändung verlangt: Was das berechnete Existenzminimum übersteigt, wird direkt vom Lohn abgezogen und ans Betreibungsamt überwiesen. ■ Privatkonkurs: Führt zur Aufhebung von Lohnpfändungen. Gläubiger können die Person erst dann wieder betreiben, wenn sie zu neuem Vermögen gekommen ist. ■ Stundung: Vorübergehender Verzicht auf Eintreibung der Forderung ■ Verlustschein: Ein offener Geldbetrag wird für 20 Jahre «eingefroren». Die Gläubiger können die Betreibung einleiten, wenn der Schuldner zu neuem Vermögen gekommen ist. Stammt der Verlustschein aus einem Konkurs, kann der Schuldner die Einrede erheben, er habe kein neues Vermögen.


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AUF EIN WORT | 23

FRAU DER WOCHE

Kluges Köpfchen Dem deutschen TÜV Süd passen die vorgeschlage­ nen Vorführ­ intervalle für Schweizer Autos nicht.

FAHRZEUGKONTROLLE

«Wir machen uns einfach Sorgen und Gedanken»

Werden Schweizer Autos von deutschen Strassen verbannt? Der deutsche TÜV sorgt sich um die Sicherheit, wenn die Schweizer ihre Autos nur noch alle sechs Jahre prüfen lassen.

Bilder: Keystone, Tobias Anliker, EQ Images

Bernhard Kerscher, in Deutschland regt man sich darüber auf, dass in der Schweiz neue Autos künftig vielleicht erst nach sechs statt wie bisher nach vier Jahren das erste Mal vorgeführt werden sollen.

passieren. Das wissen wir aus Statistiken. Bei einem Halterwechsel werden allenfalls Unfälle verschwiegen. Es kommt zu Marderbissen. Die Wartung kann vernachlässigt sein. Es gibt viele Gründe für Unfälle.

Die Schweizer Presse hat das Ganze vielleicht Bernhard Kerscher etwas aufgebauscht. (54) ist Sprecher Im vergangenen Jahr ereigWir regen uns nicht der Geschäftsfüh­ neten sich auf den Strassen darüber auf. Wir haben rung der Prüforga­ von Baden-Württemberg auch keine Angst. Aber nisation TÜV Süd. 35 240 Unfälle. In 186 Fällen wir machen uns einfach waren Schweizer beteiligt. Bei wie vielen waren techSorgen und Gedanken dazu. Im alemannischen Sprach- nische Mängel die Ursache? raum sollte es erlaubt sein, solche Das kann ich nicht sagen, diese Zahlen stammen nicht von uns, Gedanken zu äussern. sondern vom Statistischen LanWas ist überhaupt das Problem? desamt Baden-Württemberg. Bisher galt in der Schweiz dieselbe Regel wie in der EU. Theoretisch. Ein Sicherheitsrisiko ist das Tempo auf Denn wir wissen aufgrund von deutschen Autobahnen. Medienberichten und Aussagen der Das stimmt. Bei 200 Kilometer pro Behörden, etwa aus den Kantonen Stunde treten Mängel stärker in ErSt. Gallen und Thurgau, dass aus scheinung als bei 120. Ein weiterer den vorgesehenen vier Jahren oft Grund, um bei den vier Jahren zu sechs bis sogar acht Jahre werden – bleiben und sie auch einzuhalten. weil die Prüfstellen überlastet sind. Heisst das, dass wir Schweizer in Rosthaufen unterwegs sind?

Nein, überhaupt nicht. Das sagt auch niemand. Das heisst nur, dass Fahrzeuge auf den Strassen sind, die acht Jahre nie kontrolliert wurden. In diesen acht Jahren kann viel

Das Hauptargument des Bundes für die Verlängerung des ersten Intervalls ist, dass moderne Fahrzeuge aufgrund des technischen Fortschritts weniger anfällig sind.

Das mag ja alles stimmen. Aber wenn Sie Zeitung lesen, dann wissen Sie auch, dass die Anzahl der

Rückrufaktionen deutlich gestiegen ist. Und selbst wenn das Auto ohne Kinderkrankheiten ab Band kommt: Es kann einfach nicht garantiert werden, dass nach sechs Jahren noch alles in Ordnung ist. Ist es nicht so, dass immer ein Restrisiko bleibt?

Ein gewisses Risiko bleibt immer. Da gebe ich Ihnen recht. Aber wir müssen versuchen, so viel wie möglich auszuschliessen. Bei längeren Intervallen steigt das Risiko. Darum sollte sich die Schweiz an den europäischen Intervallen orientieren.

Sie war einst die schönste Schweizerin und hat sich inzwischen von der Glitzerwelt der Missen und Models emanzipiert: Ex-Miss Aline Buchschacher (22) hat soeben erfolgreich die Handelsschule beendet und damit den KV-Abschluss im Sack. Schön ist sie noch immer, einfach deutlich molliger als in ihrem Missenjahr 2011. Damit zeigt sie der Generation Next-Topmodel, dass es wichtiger ist, ins Köpfchen zu investieren, als sich um den Körperumfang zu sorgen.

MANN DER WOCHE

Goldenes Füsschen

Ihre Prüforganisation hat 3800 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von 445 Millionen Euro. Stehen hinter Ihren Forderungen wirtschaftliche Interessen?

Wir kontrollieren jährliche 14 Millionen Fahrzeuge, auf ein paar mehr oder weniger kommt es da nicht an. Wir haben auch keine Mandate in der Schweiz. Uns geht es um die Sicherheit. Aber Sie hätten gerne welche: TÜV Süd hat grenznahen Strassenverkehrsämtern Anfang Monat in einem Schreiben seine Unterstützung angeboten.

Gerne bieten wir unsere nachbarschaftliche und kollegiale Hilfe an. Wir könnten beispielsweise Personal zu Verfügung stellen. Interview: Andrea Freiermuth

Er hat geschafft, was vor ihm erst 49 Fussballspielern, darunter dem Schweizer Josef Hügi 1954 gegen Österreich, gelungen ist: Xherdan Shaqiri (23) erzielte einen WM-Hattrick. Er bezwang damit Honduras praktisch im Alleingang und sicherte der Schweiz den Einzug ins Achtelfinal. Nach dem Spiel gegen Frankreich war der Bayern-Spieler von den Medien hart kritisiert worden. Seine Antwort hat der Kraftwürfel auf dem Platz gegeben. Weiter so, Shaq!


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EIDGENÖSSISCHES JODLERFEST

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Rund 10 000 aktive Jodlerinnen und Jodler werden am «Eidgenössischen» erwartet.

Vom Jutz zum Jodel

Wie kam das Jodeln in die Schweiz? Und was hat Volksmusik mit Politik zu tun? Musikethnologe Dieter Ringli beantwortet anlässlich des Eidgenössischen Jodlerfests in Davos wichtige Fragen rund um den Schweizer Nationalgesang. Dieter Ringli, Sie sind mit den Stones, Led Zeppelin und Clash aufgewachsen, spielten in einer Hard-Rock-Band – und interessieren sich heute für Volksmusik. Was ist da passiert?

Das habe ich dem Ausland zu verdanken. Dort wurde ich immer gefragt: Was gibt es in der Schweiz? Meine Antwort war stets: Da gibt es nur Grauenhaftes.

Sie mussten erst Abstand gewinnen, um Schweizer Volksmusik interessant zu finden.

Ich wollte früher einfach nichts mit dieser Musik zu tun haben. Später begann ich mich zu wundern, warum wir überall hinreisen und World Music spannend finden, aber ein Problem mit unserer eigenen musikalischen Tradition haben.

Haben Sie eine Antwort gefunden?

Wahrscheinlich ist es die Politik. Schweizer Volksmusik war lange mit einer politisch rechten Einstellung konnotiert und wurde als Soundtrack der Ewiggestrigen wahrgenommen. In Gewerkschaftskreisen ist sie nach wie vor ein Feindbild: Ich war mal in einem


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

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EIDGENÖSSISCHES JODLERFEST | 25

1.­Mai­Komitee und wollte ein Schwy­ zerörgeli­Duo einladen. Das war absolut undenkbar.

starkgemacht hat – und der ist ja ein Laienverband, das mit dem Geldverdie­ nen ist längst vorbei.

stimmiges Lied, das aus drei Strophen mit Text und einem Jodelrefrain besteht.

Es gibt sie aber: Die städtische Linke, die sich für Volksmusik begeistern kann.

Woher kommt die politische Ausrichtung?

Die Zufriedenheit. Ähnlich wie der Blues immer traurig ist, ist das Jodellied immer zufrieden. Inhaltlich dreht es sich meist um Landschaft, Heimat und Freund­ schaft – was schön ist, aber schnell zum Nostalgiekitsch werden kann.

Die Vorurteile verschwinden langsam. Das ist auch ein Gegentrend zur Globali­ sierung. Die Rückbesinnung auf das Re­ gionale kann man auf verschiedenen Ebenen beobachten, etwa beim Bier. In den 90er­Jahren war cool, wer Bier aus Mexiko oder Japan trank. Heute kommt das exklusivste Bier aus der Dorfbraue­ rei, die bloss ein paar 100 Flaschen im Jahr abfüllt. Während man ausländi­ sches Bier inzwischen an jedem Kiosk erhält, ist das regionale Bier einzigartig. Ähnlich ist es mit der Volksmusik. Einzigartigkeit ist zuwei­ len auch ein Mythos: Das Jodeln wird ja gerne als Schweizer Nationalge­ sang betrachtet, dabei haben wir es von den Ös­ terreichern abgekupfert.

Nationalismus war zur Gründerzeit des Jodlerverbands in Europa und bei uns ein grosses Thema. 1891 feierte man zum ersten Mal den Nationalfeiertag. 1895 formierten sich die Schwinger zu einem eidgenössischen Verband und schufen eine typisch schweizerische Sportart nach altem Vorbild neu. Die Heimat­ schutzbewegung, die das Trachten­ wesen hochhielt, entstand kurz darauf. Wann schlossen sich die Jodler zusammen?

In diesem nationalkonservativen Um­ feld wurde 1910 der Eid­ genössische Jodlerver­ band gegründet – mit dem Ziel, das Schweizer Brauchtum, wie Jodeln, Alphornblasen und Fah­ nenschwingen, zu erhal­ ten, zu pflegen und zu fördern. Man weiss al­ lerdings nicht genau, was die damals gesungen haben. Denn die ersten Lieder sind erst ab 1913 doku­ mentiert, als der Berner Beamte Oskar Friedrich Schmalz, einer der Mitbe­ gründer des Verbands, den ersten Band seiner Jodelchorlieder herausgab.

«Wie der Blues immer traurig ist, ist das Jodellied immer zufrieden.»

Das ist so nicht ganz richtig. Im 19. Jahr­ hundert galt Jodeln tatsächlich als Tiro­ ler Spezialität. Der Ausdruck «tirolern» wurde damals synonym für «jodeln» verwendet. Professionelle Jodeltruppen aus Tirol tourten in jener Zeit durch die Konzertsäle. Heimisch war das Jodeln in der Schweiz aber schon zuvor, als Kuh­ reihen, mit dem man die Kühe eintrieb, oder als Naturjutz, mit dem man sich in den Bergen bemerkbar machte. Wann wurde das Jodeln hierzulande populär?

Dokumentiert ist es ab dem 19. Jahrhun­ dert. Da gibt es eine wunderbare Ge­ schichte von Mark Twain. Er steigt auf die Rigi und trifft an jeder Ecke einen Jodlerbuben an. Dem ersten gibt er einen Franken, dem zweiten noch 50 Rappen, dem dritten nur noch 10 Rappen, die fol­ genden bezahlt er, damit sie nicht jodeln – und findet: «There is somewhat too much jodeling in the Alps.» Aber wie kam das Jodeln auf die Rigi?

Sicher wurde es durch den Tourismus gefördert. Ab 1850 kamen Ausländer in die Schweiz, um die Bergwelt und ihre Traditionen kennenzulernen. Die Buben waren clever und merkten, dass sie mit dem Jodeln Geld verdienen konnten. Gilt das Jodeln heute darum als typisch schweizerisch?

Nein, das liegt schon am Eidgenössi­ schen Jodlerverband, der sich dafür

Seither scheint sich nicht viel verändert zu haben. Warum hat sich das Jodellied nicht weiterentwickelt?

Einerseits setzte nach dem Zweiten Weltkrieg das grosse Bewahren ein. Man wollte sich abgrenzen gegen die vielen Einflüsse von aussen, die da mit dem Radio und später dem Fernsehen kamen. Andererseits muss man wissen, dass die Jodelchöre alles Laienchöre sind. Sie stossen schnell an Grenzen, wenn sie mit etwas Ungewohntem konfrontiert sind. Warum jodelt man eigentlich auf «jo» und «ju» und nicht auf anderen Silben?

Das kommt vom Jodlerverband, der über lange Zeit versucht hat, über die Silben den Schweizer Jodel zu definieren. «Holdiredio» zum Beispiel ist aus Ver­ bandssicht des Teufels – vor allem Ver­ schluss­ und Reiblaute wie «d» oder «r» und Vokale wie «i» oder «e» sind verpönt. Das rührt natürlich auch daher, dass der Jodlerverband ursprünglich ge­ gründet wurde, um die Tirolerei zurück­ zudrängen – den Feind aus dem Osten. Was macht das typische Jodellied aus?

Es ist ein im Jodlerklub gesungenes vier­

Und was wird besungen?

Zur Person

Dieter Ringli (46) war Männerchorleiter sowie HardRock-Gitarrist und trägt den Titel eines Doktors der Musikethnologie. Er arbeitet hauptberuflich als Dozent an der Musikhochschule Luzern und an der Zürcher Hochschule der Künste. 2006 publizierte der Zürcher mit «Schweizer Volksmusik – von den Anfängen um 1800 bis zur Gegenwart» ein Standardwerk zur musikalischen Tradition der Schweiz und beschäftigt sich seither in verschiedenen Forschungsprojekten mit der Schweizer Volksmusik.

Mit Oesch’s die Dritten oder Nadja Räss gibt es moderne Interpreten, die frischen Wind in die Szene bringen könnten. Warum sucht man solche Stile am Jodlerfest vergebens?

Das Eidgenössische ist ein Wettbewerb. Will man eine gute Bewertung, geht man lieber kein Risiko ein und hält am Alt­ bewährten fest.

Was machen Oesch und Räss anders als ihre Kollegen aus den Jodlerverbänden?

Man kann die beiden eigentlich nicht im selben Atemzug nennen, obwohl beide hervorragende Jodlerinnen sind. Mela­ nie Oesch ist im volkstümlichen Schla­ ger zu Hause und kommerziell erfolg­ reich. Nadja Räss hingegen erscheint nicht in der Hitparade, macht aber sehr interessante Projekte. So ging sie zum Beispiel auf Spurensuche in die Berge, zu den alten Leuten, sammelte Liedgut und arrangierte die Stücke neu mit Klarinet­ te, E­Gitarre und E­Bass. Wie steht es mit dem Nachwuchs: Zeigen Ihre Studenten Interesse am Jodeln?

Nicht so sehr am Jodeln, aber Volksmu­ sik ist definitiv wieder ein Thema. Für die Studierenden ist das vielfach eine neue Welt – und damit eine Inspirations­ quelle. Interview: Andrea Freiermuth 29. Eidgenössisches Jodlerfest vom 3. bis 6. Juli 2014 in Davos – alles, was Sie dazu wissen müssen, lesen Sie auf den nächsten Seiten.

www.migrosmagazin.ch

HÖREN SIE ONLINE

Vom Zäuerli zum Jodelpop Fünf Stücke zum Reinhören. Mit dabei: Nadja Räss (Bild) und Melanie Oesch.


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Zehn Dinge, die Sie über das «Eidgenössische» wissen müssen

EIDGENÖSSISCHES JODLERFEST

1. Der Event Alle drei Jahre treffen sich die Jodler, Alp­ hornbläser und Fahnenschwinger während dreier Tage zum Eidgenössischen Jodler­ fest. Zum ersten Mal fand dieser Mega­Event 1924 in Basel statt. Über 1000 Liedbeiträge werden jeweils von einer Jury bewertet.

2. Die Preise Lob ist der Preis: In allen drei Sparten gibt es Bewertungen – von Klasse 1 «sehr gut» bis 4 «ungenügend», bereits eine 3 gleicht einer mittleren Katastrophe, denn in vielen Regionen werden die Resultate der ört­ lichen Chöre in der Woche nach dem «Eid­ genössischen» jeweils veröffentlicht.

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

3. Der Gesang Jodeln kann man, wenn man den Übergang von der Brust­ in die Kopfstimme und zu­ rück mühelos schafft. Das kann theoretisch jeder, praktisch ist es aber schwierig, den richtigen Ton zu treffen, denn der Register­ wechsel ist mit grossen Intervallsprüngen und Tonumfängen verbunden.

4. Die Formationen Die Jodelchöre singen unbegleitet. Der vier­ stimmige Chor beschränkt sich auf das Sin­ gen der Textstrophen, der gejodelte Refrain wird von Jodlern und Jodlerinnen übernom­ men. Solovorträge allein, zu zweit, zu dritt oder zu viert werden mit dem Akkordeon oder Schwyzerörgeli begleitet.

5. Das Outfit Jodler tragen eine Tracht mit beispielsweise kurzärmligen Samtjacken mit Bordüren und Stickereien – den sogenannten Chüjermutz – und Hüte. Langjährige Jodler sind erkenn­ bar an den vielen Festabzeichen von ver­ gangenen Anlässen, die sie an ihren Hut stecken. Frauen tragen eine Tracht, beste­ hend aus Rock, Schürze, Bluse, Mieder und zuweilen auch Haube. Auch Besucher in Lederhosen oder Dirndl sind gern gesehen, auch wenn diese Outfits nicht zum Schwei­ zer Brauchtum gehören.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

EIDGENÖSSISCHES JODLERFEST | 27

9. Der Festumzug Der Festumzug findet am Sonntagnachmittag statt und bildet einen der Höhepunkte des «Eidgenössischen». An der Parade nehmen in diesem Jahr rund 60 Vereine aus der ganzen Schweiz sowie drei Jodlerklubs aus Übersee teil. Allein zum Umzug werden rund 40 000 Besucher erwartet.

6. Die Revolution In diesem Jahr gibt es mit der Kategorie «Freie Vorträge» erstmals eine Plattform für spezielle oder gar experimentelle Darbietungen. Alle akustischen Begleitinstrumente ohne elektronische Verstärkung sind zugelassen. Man darf gespannt sein.

7. Das Alphorn Wie viele Töne dem Alphorn zu entlocken sind, ist abhängig von den Fähigkeiten des Bläsers. Profis schaffen die Töne vom 2. bis zum 16. Ton der Naturtonreihe. Mit diesen wenigen Tönen etwas Melodiöses zu schaffen, ist eine grosse Herausforderung und erfordert regelmässige Übung.

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8. Das Fahnenschwingen Wie die Alphornbläser sind auch die Fahnenschwinger schon seit den Anfängen ein fester Programmpunkt beim «Eidgenössischen». Ziel ist, einen Teil der rund 90 möglichen Schwünge möglichst perfekt auszuführen und sich dabei möglichst nicht von der Stelle zu bewegen. Bis zur Reglementsreform 2009 war Fahnenschwingen ein reiner Männersport, unter anderem weil man dazu Tracht trägt und die Unterschwünge zwischen den Beinen mit Rock und Schürze nicht möglich sind. Inzwischen sind auch Frauen in spezieller Hosentracht zugelassen.

10. Das Verhalten Alkohol gehört zum Jodeln wie Zigaretten zu Cowboys. Sich ins Koma zu saufen, ist allerdings verpönt. Man trinkt mit Mass, was den ungezwungenen Umgang untereinander und das Zusammenfinden für ein spontanes Ständchen fördert. Übrigens: Jodler duzen sich aus Prinzip.

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Die Schule ist eine Herzenssache

Wie ein Damoklesschwert h채ngt die Schulschliessung 체ber Schwarzenbach bei Berom체nster: Das ganze Dorf bangt um seine Schule.


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DORFSCHULEN | 29

SERIE

Dorfschulen in Gefahr Sparmassnahmen, Fusionen, Abwanderung – der Druck auf kleine Schulen wächst. Droht die Schliessung, wehrt sich oft das ganze Dorf: Denn mit der Schule verliert es seinen sozialen Mittelpunkt. Drei Schulgeschichten. Teil 1: Säriswil BE – ein Dorf verliert seine Schule.

Teil 2: Schwarzenbach LU – ein Dorf bangt um seine Schule. Teil 3: Weisstannen SG – die Bergschule blüht.

36

Herzen mit 36 Fotos – von je­ dem Schwarzenbacher Schul­ kind eines. Aileen (8) weiss, worum es bei der ersten Petitionsüber­ gabe ihres Lebens ging: «Mit den Herzen zeigten wir dem Chef der Gemeinde, dass wir unsere Schule behalten wollen.» Nebst den Herzen erhielt der Gemeinde­ rat Beromünster im November 2013 1246 Unterschriften – fünfmal mehr, als Schwarzenbach Einwohner zählt. Ins Rollen gebracht hat das Ganze Si­ bylle Haug (43), Mutter von drei Kindern

und Schulwartin. Als das Wort «Schul­ schliessung» immer häufiger fiel, sagte sie sich: «Es muss etwas geschehen.» Sie mobilisierte das Dorf, gründete die IG Schule Schwarzenbach mit, sammelte Unterschriften, verteilte Petitions­ bögen. Für sie ist diese Schule eine Her­ zenssache: Ihr Sohn Marcel (7) besucht die Basisstufe, und ihre beiden älteren Kinder haben in Schwarzenbach «eine behütete Schulzeit erlebt. Und welche Familie zieht noch hierher, wenn es keine Schule mehr gibt? Was passiert mit dem

In der Basisstufe Schwarzenbach sind noch Plätze frei: Aktuell hat die Klasse das geforderte Minimum von 16 Kindern erreicht, trotzdem gilt die Schule als gefährdet.

Dorfleben, wenn die Vereine mit dem Schulhaus ihr Zentrum verlieren? Ohne Schule ist das Dorf tot.» Höchst lebendig – und doch kon­ zentriert – geht es in der Basisstufe zu, wo die Vier­ bis Achtjährigen von­ und miteinander lernen. Mittendrin sitzt Lehrerin Regula Bolliger (53), erklärt dort, unterstützt da und strahlt dabei eine fröhliche Gelassenheit aus. Schon seit 33 Jahren unterrichtet sie hier und freut sich über die Solidarität aus der Gemeinde: «Bei uns lernen die Kinder nach dem Prinzip der Grossfamilie.» Eine «heile Welt auf dem Hoger», wie sie es manchmal zu hören bekomme, sei die Schule aber deswegen nicht. Regula Bolliger spricht lieber von einem «Le­ bensnerv für das ganze Dorf». Und diesen «Lebensnerv» will Bero­ münster behalten: So beschloss es die Gemeindeversammlung vom Dezember 2013 mit grosser Mehrheit. Lag es an den Herzen? An den Unterschriften? Oder doch an der Empfehlung des Schul­ raumplanungsberichts? So oder so ist die Entwarnung von kurzer Dauer: Falls die Gemeinde 2017 auf Geheiss des Kan­ tons eine «zentrale Tagesstruktur» in Beromünster einführt, verliert Schwar­ zenbach seinen Standortvorteil als ein­ zige Tagesschule. Dann könnte das Wort «Schulschliessung» wieder auftau­ chen. Sibylle Haug ahnt: «Zurücklehnen können wir uns noch lange nicht.» Texte: Franziska Hidber Bilder: Samuel Trümpy

www.beromuenster.ch http://igschuleschwarzenbach.ch


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DORFSCHULEN

Die Pioniertat Das 240­Seelen­Dorf Schwarzenbach gehört seit 2004 zur Gemeinde Beromünster. Als eine der ersten Schulen im Kanton hat Schwarzenbach bereits vor einem Jahrzehnt eine Tagesschule – bisher die einzige in der Ge­ meinde – und die Basisstufe eingeführt. Beim Start ins Schuljahr 13/14 wies die Basisstufe einen Unterbestand auf, aktuell erreicht sie mit 16 Schülern das geforderte Minimum. Ins­ gesamt besuchen 34 Kinder vom ersten Kin­ dergartenjahr bis und mit 6. Klasse die Schule Schwarzenbach, darunter sechs Tagesschul­ kinder aus dem übrigen Gemeindegebiet. Das Schulhaus ist auch ein wichtiges Zentrum für das Vereinsleben im Dorf: Rund 5000 Perso­ nen nehmen hier pro Jahr an den Anlässen teil.

«Wir haben dem Gemeindechef unsere Herzen geschenkt, dafür durften wir Chips essen und Saft trinken.»

«Am besten gefällt mir, dass ich in der Basisstufe schon schreiben lernen darf.»

Marcel (7) aus Schwarzenbach

Myrah (5), Tagesschülerin aus Beromünster

Die Klassengrössen Im Bergkanton Graubünden kann eine Primar­ schule mit nur 5 Kindern ohne Sonderbewilli­ gung eine Klasse führen, im Nachbarkanton St. Gallen ist die Mindestgrösse bei 20 ange­ setzt. Dazwischen liegen die Kantone Wallis mit 7, Baselland mit 8, Aargau, Appenzell In­ nerrhoden und Neuenburg mit 12, Schwyz mit «mindestens der Hälfte von 25», Tessin und Waadt mit 13, Thurgau und Freiburg mit 14, Bern und Luzern mit 15, Appenzell Ausser­ rhoden und Glarus mit 16, Nidwalden mit 17 Schülern. Die Zahlen gelten für Regelklassen der Primarstufe. Keine Minimalgrösse definiert haben Obwalden, Basel­Stadt, Genf, Uri, Zug, Zürich und Schaffhausen. In Schaffhausen werden kleine Klassen entsprechend im Teil­ pensum unterrichtet, Uri rechnet mit einer Schülerpauschale, und der Kanton Jura, wo Mehrgangsklassen überdurchschnittlich oft vertreten sind, mit Gesamtzahlen: Bei vier Klassen müssen es mindestens 56 Kinder sein.

«In der Schule Schwarzenbach erleben die Kinder eine behütete Schulzeit, und sie beleben das Dorf. Beides möchte ich bewahren.» Sibylle Haug (43), Mutter, Schulwartin und Mit­Initiantin der IG Schule Schwarzenbach

«An dieser kleinen Schule können wir positiv auf die Kinder einwirken.»

Pius Flury (45), Mittelstufenlehrer (3.–6. Klasse)

«Wir brachten dem Gemeinderat ganz viele Unterschriften, damit unsere Schule nicht geschlossen wird.»

Aileen (8), Tagesschülerin aus Beromünster

Quelle: Kantonsumfrage der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, EDK, Stand 2012/13

www.migrosmagazin.ch

MACHEN SIE MIT «Ich habe meine Schule gern, weil sie so klein ist, und ich will sie behalten.»

Anouk (8), Tagesschülerin aus Witwil bei Beromünster

Erstes Schulweg-Ranking der Schweiz Wie viele Kilometer legt Ihr Kind jeden Tag zurück? Wir suchen den längsten Schulweg.

«Bei uns lernen die Kleinen von den Grossen, und die Grossen helfen den Kleinen. Deswegen sind wir aber keine ‹heile Welt auf dem Hoger›.»

Regula Bolliger (53), Basisstufenlehrerin

«In der Tagesschule ist es oft lustig, und der Weg nach Schwarzenbach ist mit dem Velo nicht gefährlich.»

Yanis (10), Tagesschüler aus Witwil bei Beromünster


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FAN-KULTUR

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Von einem andern Thrash Metal und Boygroup: zwei Welten ohne Gemeinsamkeiten? Valerie Lüthi zeigen, welche Outfits sie diesen Freitag zum Konzert Unser Gruss «Ursprünglich sym­ bolisieren die zwei hochgestreckten Finger die Hörner des Teufels. Für uns ist die Geste einfach ein starker Gruss.»

Mein Kreuz «Das Eiserne Kreuz kommt ursprünglich aus der Bikerszene. Es symbolisiert für mich Kraft und Standfestigkeit.»

Mein zweites Ich «In meiner Leder­ jacke stecken unzäh­ lige Stunden Arbeit an der Nähmaschine. Alle Nieten und Stickers habe ich sel­ ber drangemacht.»

Mein Tattoo «Für Leute, die meine Lieblingsband nicht kennen, ist mein Tattoo einfach ein Bild. Insider aber erkennen den Metallica­ Stern, die vier ineinander verdrehten Ms, auf den ersten Blick.»

Meine Gürtel «Zu Totenkopf und Patronengurt liess ich mich von Motörhead inspirieren. Ich finde diese Symbole ein­ fach hammergeil – so unglaublich stark.»

Meine Stiefel «Stabiles Schuhwerk ist wichtig, wenn man bei Konzerten ganz vorne dabei sein will. Meine Springerstifel haben Stahlkappen und schon einiges mitgemacht.»


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

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Stern

Metallica-Fan Claudio Ramsauer und One-Direction-Groupie ihrer jeweiligen Lieblingsband in Basel oder Bern tragen werden. Unsere Geste «Dieses Zeichen steht für Cupcakes. Harry hat es mal in einem Video vor­ gemacht – und seit­ her wird es von vielen Fans nachgeahmt.»

Meine Bändeli «Für jeden Jungen gibt es ein Gummi­ armband in einer an­ deren Farbe. Viele Mädchen outen sich so als Fan eines be­ stimmten Boys.»

Meine Pins «Auch mit den Ansteckpins zeigt man, wel­ chen Boy man am besten findet. Ich trage alle fünf, Harry hat allerdings immer den besten Platz. Er hat Grübchen, wenn er lacht, und die meisten Solos der Gruppe.»

Meine Tasche «Die Tasche habe ich von meinen Eltern zum 14. Geburtstag erhalten. Ich nehme sie nicht mehr mit in die Schule, weil ich Angst habe, dass sie mir geklaut oder kaputt gemacht wird.»

Mein Parfüm «Von One Direction gibt es inzwischen drei Düfte. ‹Our Moment› habe ich zu Weihnach­ ten 2013 erhalten. Leider ist der Flakon schon leer.»

Meine Schuhe «Diese Turnschuhe mit dem 1D­Logo sind mir eigentlich eine Nummer zu klein, mei­ ne Grösse war schon weg. Darum ziehe ich sie meistens ohne Socken an.»

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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

Die beiden Bands Links: Die amerikanische Metalband Metallica mit Sänger James Hetfield (rechts) ist seit 1981 auf Tour. Rechts: Die britisch-irische Boygroup One Direction mit Mädchenschwarm Harry Styles (2. v. r.) brachte ihr erstes Album 2011 auf den Markt.

H

ier die bitterbösen Buben, dort die zuckersüssen Boys: Die ThrashMetal-Band Metallica und die Boygroup One Direction passen zusammen wie die Faust aufs Auge. Dennoch haben die beiden Bands etwas gemeinsam: Sie treten diesen Freitag in der Schweiz auf und locken scharenweise Fans in die Stadien in Bern beziehungsweise Basel. Was macht einen Heavy-Metal-Fan aus? Wie kleidet sich ein BoygroupGroupie? Und gibt es vielleicht doch Berührungspunkte bei diesen auf den ersten Blick so unterschiedlichen Fankulturen? Claudio Ramsauer (21) aus Wallisellen ZH ist seit seinem zwölften Lebensjahr Metallica-Fan. Er liebt Silber und Leder, Springerstiefel und Röhrenjeans sowie Totenköpfe und Kruzifixe. «Ich mag starke Symbole.» Sein bestes Stück ist seine Lederjacke, die er in stundenlanger Handarbeit mit unzähligen Stickers und Nieten verziert hat. Die meisten Accessoires kauft er an Open Airs oder bei EMP, einem Onlineversandhandel für Rock- und Metalfans.

Bilder: Keystone, Getty Images

Ein netter Junge mit Familiensinn und starken Werten Setzt Claudio Ramsauer seinen bösen Blick auf und macht dazu das an den Hörnern des Teufels angelehnte HeavyMetal-Zeichen, könnte er einem glatt Angst einjagen. Dabei ist der Fachmann Betriebsunterhalt, der derzeit die Unteroffiziersschule absolviert, ein wirklich netter Junge. Ans Metallica-Konzert nach Basel reist er nicht etwa mit anderen starken Kerlen, sondern mit seinem Mami: «Ich habe sie eingeladen, weil ihr die Kraft in dieser Musik gefällt.» Es er-

fülle ihn mit Stolz, dass er das mit seiner Mutter teilen könne – «es gibt viele Eltern, die Vorurteile gegen die Metalszene haben.» Seine Freizeit verbringt Claudio Ramsauer am liebsten im Zürcher Niederdörfli, in der Metalbar Ebrietas: «Die Bar ist mein zweites Zuhause», erzählt er und schwärmt vom Zusammengehörigkeitsgefühl in der Szene: «Wir hören die gleiche Musik und haben ähnliche Werte – Freundschaft, Loyalität, Gradlinigkeit. Wir sind wie eine grosse Familie.» Selbst Unbekannte auf der Strasse würden sich aufgrund der Kleidung gegenseitig als Metalfan erkennen. Das führe immer wieder zu interessanten Begegnungen. Auch für Boygroupfan Valerie Lüthi (15) ist das Gruppenfeeling wichtig: «Kürzlich war ich an einem Fantreffen. Wir sahen uns alle zum ersten Mal, und es war, als würden wir uns schon ewig kennen», erzählt sie begeistert. Bei der Sekundarschülerin aus Ostermundigen BE dreht sich seit drei Jahren alles um die fünf Boys der Retortenband One Direction, kurz 1D. Sie besitzt unzählige Fanartikel, die mit den Konterfeis der hübschen Jungs verziert sind. Nippes wie Pins, Bändeli oder Ohrringe kauft sie im Accessoire-Laden Claire’s. Grössere Anschaffungen wie Jacke oder Tasche hat sie an Konzerten erstanden. Oft mit der finanziellen Unterstützung der Eltern oder Paten, die sich nie lange fragen müssen, was sich der Teenager auf den nächsten Geburtstag wünscht. Wie viele Boygroup-Groupies schwärmt auch Valerie Lüthi für einen bestimmten Jungen. Wuschelkopf und Nesthäckchen Harry Styles (20) ist ihr Favorit: Er gilt als der Charmante.

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In ihrer Klasse ist Valerie Lüthi die einzige One-Direction-Anhängerin: «Die anderen Modis haben mich zu Beginn oft hochgenommen. Das war nicht leicht.» Inzwischen würden die jungen Frauen ihre Leidenschaft aber akzeptieren und seien zuweilen sogar interessiert, wenn sie mit einem neuen Fanartikel in die Schule komme. Die Eltern von Valerie Lüthi stehen der Schwärmerei ihrer Tochter wohlwollend gegenüber. «One Direction ist bei uns von morgens bis abends ein Thema», sagt ihre Mutter und lacht, «aber es ist alles noch im grünen Bereich.» Bedenklich werden würde es erst, falls Valerie untröstlich wäre, wenn einer der Jungs eine neue Freundin hat.

Eine Schwärmerin mit klaren Zukunftsvorstellungen Valerie Lüthi surft täglich bis zu sechs Stunden im Internet, um News über ihre Jungs zu suchen, zu posten und zu verlinken. Auf der Facebook-Seite One Direction Switzerland Fan Club ist sie ehrenamtlich als Redaktorin tätig. Hierfür musste sie sich bei den Administratoren von Sony Music Switzerland schriftlich bewerben. Englisch ist in der 1D-Welt die Hauptsprache, sowohl bei der Recherche als auch beim Schreiben. Die Achtklässlerin verbessert durch ihren Eifer nicht nur ihre Englisch- und Social-Media-Kenntnisse, sondern hat dank ihrer Tätigkeit für die Fanseite sogar ein klares Berufsziel: Sie will Interactive Media Designerin werden. Fazit: Egal ob Heavy Metal oder Boygroup – fanen stiftet Identität und sorgt für Orientierung. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Christian Schnur


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014

ANNA LUNA GOES WEST KOLUMNE | 37

DER HAUSMANN

Bänz Friedli freut sich auf die Heimkehr seiner Tochter. Und wie!

Doktor Geisers Rat So blitzblank hab ich Anna Lunas Zimmer noch nie geputzt. Sogar die Innenseite der Schranktür ist nun auf Hochweiss poliert, Klebestreifenrückstände von «Bravo»-Postern vergangener Tage sind beseitigt, Nischen hinterm Bett entstaubt. Und als ich das Fach mit den Sportkleidern aussortierte, stand in meiner Vorstellung eine grosse junge Frau vor mir – womöglich wird sie gar die vier Zentimeter auf mich schon wettgemacht haben, die ihr bei der Abreise noch fehlten? –, sodass ich bei jedem zweiten Shirt das Gefühl hatte: Das geht ihr unmöglich noch, zu klein! (Auch beim Dress der Azzurri, aber das braucht sie nun ohnehin nicht mehr; und, nein, ich möchte nicht darüber reden.) Bald ists ausgestanden. Bald ist sie wieder hier. Unnötig, Ihnen zu sagen, wie ich mich freue. Alles sollte für ihre Rückkehr bereit, längst überflüssige Dinge sollten weggeräumt sein. Der Mix an Büchern, die noch in ihrem Regal standen – reichlich staubig allesamt –, liess mich die letzten fünfzehn Jahre im Eilzugtempo pas-

Zimmer auf Vordermann Vati hat dein

Illustrationen: Alina Günter

gebracht. Ich habe auch geholfen: Ich habe

zugeschaut zugeschaut.

sieren: Shakespeares «Was ihr wollt» neben «Globis Zoo», Lucky Luke (der Mann, der bekanntlich schneller zieht als sein Schatten) neben «Reckless – Lebendige Schatten», einem Fantasyroman. Sogar ein Pixi-Buch fand sich noch: «Als Kaiser Franz gegen KaiEin letztes Mal serin Sissi Fussball spielte». Und «Der Herr der Ringe»? Der war in den Swimmingpool ich: Nicht weniger als sieben im Garten springen … verloren geglaubte Ohrringe Das war stöberte ich zwischen Matrateinfach viel zu ze und Bettrost auf, unterm Rollkorpus, hinter dem roten Sessel. Nach den Playmobil-Pinguinen, die sie sich vor der Ewigkeit von sechs, sieben Jahren mal so sehr zum Geburtstag gewünscht hatte, wird sie nicht mehr fragen, die habe ich sauber im Keller archiviert, bis … ja, bis wann eigentlich? Bis die Enkel kommen?

halbe Jahr schnell vorbei!!!!

Sie möchte auch so gern in einen USA-Austausch, schrieb eine Nina uns, aber ihr Vater mache sich zu grosse Sorgen. Weshalb wir unsere Anna Luna ziehen liessen? Weil wir zuversichtlich waren. Weil wir ihr vertrauen. Daran ist vermutlich Doktor Geiser schuld, unser Kinderarzt. Er hat uns sehr früh einen sehr guten Rat gegeben: «So hoch, wie sie raufklettern können, dürfen sie auch runterfallen», sagte er, als wir einst in Sorge waren, unsere Kleine könnte sich wehtun. Sprich: Sobald ein Kind imstand ist, das Sofa vom Boden aus zu erklimmen, sich auf einen Tisch zu hieven, auf ein Spielplatzgerüst, einen Baum zu klettern, wird es auch den Sturz von demselben verkraften. Es wurde uns zum Leitsatz. Kinder zeigen einem stets von selbst, wann sie für etwas reif sind. Und eh wir es uns versahen, war unsere Kleine gross genug für ein USA-Abenteuer. Natürlich war ich gedanklich oft bei ihr. Begann für das Basketballteam der Mercer Highschool zu fiebern, schlief in einem Shirt der Kentucky Wildcats, war gefühlt hundertmal mit ihr im Baptistenkirchlein und fand plötzlich überall Hinweise auf den US-Gliedstaat, von dem ich früher nie gross Notiz genommen

hatte: Ich entdeckte, dass eine Kneipe in unserem Quartier Kentucky Style Fried Chicken serviert; ich stellte fest, dass Jim Beam, der Whiskey, den ich mir in seltenen Notfällen (wie dem Ausscheiden Italiens aus einer Fussball-WM) vor dem Einschlafen gönne, aus Kentucky stammt; und dass in «Me and Bobby McGee», einem Lied, das ich tausendmal gehört und stets mitgesummt hatte, Kentucky vorkommt, war mir nie aufgefallen, bis es letzte Woche in der Version von Janis Joplin am Radio erklang: «From the coal mines of Kentucky to the California sun …» «Me and Bobby McGee» handelt übrigens davon, dass man Menschen, die man gern hat, loslassen soll. In der Zuversicht, dass sie das Herunterfallen von dort verkraften, wo sie hinaufgeklettert sind. Und im Vertrauen, dass sie zu einem zurückkehren. Der Blog: Bänz Friedlis Tochter Anna Luna berichtete während ihres Austauschsemesters in den USA in einem Blog, wie es ihr fern von zu Hause erging. Ihr Bruder Hans antwortete aus Schweizer Sicht. Lesen Sie auf www.migrosmagazin.ch, wie beide die Heimkehr erleben.


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INTERVIEW

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

«Ich habe keinen Gott gefunden»

Rolf Dobelli ist der erfolgreichste Sachbuchautor der Schweiz. Im Moment hat er aber andere Prioritäten, als über Denkfehler, Vernunft, Gott und die Welt zu sinnieren: Er ist seit kurzem Vater.

Rolf Dobelli, Sie sind im Februar Vater geworden – und gleich von Zwillingen. Das dürfte Ihr Leben ziemlich auf den Kopf gestellt haben.

Die Welt ist eine komplett andere. Plötz­ lich sind Themen wie Lebensaufgabe, Sinn oder Politik nicht mehr zentral. Es dreht sich alles nur um die beiden Würmchen. Meine Frau und ich funk­ tionieren in diesen ersten Monaten eigentlich nur. An Schlaf ist nicht zu denken, und zum Denken bleibt ohnehin kaum Zeit. Und plötzlich erscheint das erste verschmitzte Lächeln auf ihren Ge­ sichtern, und man weiss: Es lohnt sich alles. Was haben Sie seit der Geburt schon alles gelernt über sich und den Umgang mit Babys?

Zunächst, dass wir die Situation mit Numa und Avi völlig unterschätzt ha­ ben. Wir dachten, wir seien wie immer perfekt vorbereitet (lacht). Überra­ schend war auch, dass sich unsere pro­ fessionellen Schlafräuber gegenseitig schon sehr gezielt den Nuggi aus den Mündchen ziehen können. Danach gu­ cken sie in die Welt, unschuldig und mit grossen Augen, als wären das zufällige Bewegungen ihrer Händchen gewesen. Sie gelten als der erfolgreichste Schweizer Sachbuchautor. Hätten Sie einen solchen Erfolg zu hoffen gewagt?

Nein, gar nicht. Wie bei jeder kulturel­ len Produktion weiss man im Voraus nie, wie es herauskommt. Es braucht immer auch Glück. Dazu kommen verstärkende Faktoren: Meine Bücher profitieren von der Bekanntheit der Kolumne in der «SonntagsZeitung» und der «Frank­ furter Allgemeinen Zeitung» (FAZ), und hat man einmal ein gutes Buch geschrie­ ben, findet auch das nächste Beachtung. Offenbar gefällt den Leuten, was ich schreibe, die Bücher werden auch gern verschenkt.

«Ich bin ein Fan der Aufklärung»: Rolf Dobelli findet, nach dem «Esoterikwahn» der letzten Jahre sei es Zeit für


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

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Autor, Aufklärer und Kolumnist Rolf Dobelli (47) hat Betriebswirtschaft und Philosophie studiert und arbeitete anschliessend als Finanzchef und Geschäftsführer diverser Unternehmen, unter anderem der Swissair. 1999 machte er sich selbständig und gründete mit Freunden das Unternehmen getAbstract, einen Verlag, der Bücher zusammenfasst. 2010 begann Dobelli eine Kolumne für die FAZ und die «SonntagsZeitung» zu verfassen – daraus entstand das Bestsellerbuch «Die Kunst des klaren Denkens», das ihn zum erfolgreichsten Sachbuchautor der Schweiz machte. Auch sein Nach­ folgewerk «Die Kunst des klugen Handelns» entwickelte sich zum Bestseller und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Dobelli lebt mit seiner Frau Sabine und den zweieiigen Zwillingsbuben Numa und Avi in Luzern. www.dobelli.com

Was, glauben Sie, spricht die Menschen so an?

Der Inhalt, die Erkenntnisse aus der Psy­ chologie der letzten 30 Jahre. Ich bin wohl einer der Ersten, der sie in einer relativ einfachen Sprache schildert. Die beiden Bücher über das klare Denken sind sehr vernunftbetont und rational. Kann man ihren Erfolg als Gegenbewegung werten zum esoterischen Geschwurbel, das sonst im Sachbuchmarkt so erfolgreich ist?

Auf jeden Fall. Wir mussten nun 30 Jahre lang diesen – in meinen Augen – Esote­ rikwahn ertragen, jetzt darf man auch wieder mal denken und sich mit Wissen­ schaft auseinandersetzen. Ich glaube, dass man davon mehr hat. Hoffen Sie wieder auf mehr Rationalität?

Ich bin ein Fan der Aufklärung und hoffe, dass wir ihren Zusammenbruch noch etwas hinauszögern können. Angegrif­ fen wird sie ja schon lange, das fing vor 200 Jahren im Zeitalter der Romantik an und verstärkte sich mit dem Aufkom­ men der Esoterikbewegung und der Postmoderne. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass wir heute erstmals in einer Welt leben, in der sich jeder Luxus­ fragen rund um den Sinn des Lebens stellen kann. Und da liefert die Esoterik einfache, pfannenfertige Antworten. Sie sind ernstlich besorgt um die Werte der Aufklärung?

mehr Wissenschaft.

Irgendwie schon. Ich beobachte eine Verdummung der Welt. Wenn Sie schau­ en, wofür die Mehrheit der Menschen ihre Freizeit einsetzt: Computerspiele, Social Media, Unterhaltung. Man lässt sich ein Leben lang berieseln, das ist eine Art mediale Alkoholisierung. Die Gefahr besteht, dass sich eine Art Zweiklassen­ gesellschaft herausbildet, in der eine kleine Elite denkt und Dinge erfindet und der Rest seinen Job macht und sich

in der Freizeit von virtuellen Welten ein­ lullen lässt. Brot und Spiele sozusagen. Ist das nicht ein Kulturpessimismus, wie es ihn zu allen Zeiten gegeben hat?

Natürlich ist die Welt in vielen Aspekten besser geworden. Wir haben mehr Mög­ lichkeiten, unser Leben zu gestalten, weniger Kriege, bessere Medizin. Nie­ mand verhungert in unseren Breiten­ graden. Erstaunlich ist aber, dass in der Politik oder in der eigenen Lebensfüh­ rung kaum Fortschritt zu erkennen ist.

«Man lässt sich berieseln, eine Art mediale Alkoholisierung.» Sind Sie eher zuversichtlich oder pessimistisch für unsere Zukunft?

Für unsere Umwelt bin ich eher pessi­ mistisch: Klimaerwärmung und Über­ säuerung der Meere werden viele wei­ tere Spezies aussterben lassen. Was mich langfristig dennoch optimistisch stimmt, ist die Fähigkeit ein paar weni­ ger Menschen, Erfindungen zu machen, die es uns erlauben, mit solchen Her­ ausforderungen fertigzuwerden. Die Fantasie dieser kreativen Forschungs­ und Erfinderelite gibt mir Hoffnung. Waren Sie immer aufseiten der Aufklärung, oder hatten Sie auch andere Phasen?

Vor zehn Jahren habe ich mal ernsthaft nach Gott gesucht und ging mehrmals ins Kloster Einsiedeln. Dort habe ich mit den Mönchen gelebt und alles mit­ gemacht. Aber ich musste realisieren, dass ich Gott auch in dieser sehr aske­ tischen Form nicht näherkomme. Wieso überhaupt die Suche nach Gott?

Ich dachte: Ich kann doch nicht einfach so behaupten, es gebe Gott nicht. Ich muss doch erst mal echt versuchen, ihn zu finden. Dazu gehörten auch Gesprä­ che und Diskussionen mit den Mönchen und dem damaligen Abt Martin – diese Menschen geben ihr Leben her für diese Idee. Also dachte ich, vielleicht ist da ja doch was dahinter, und ging möglichst offen ans Werk. Aber ich habe keinen Gott gefunden. In unserem Umfeld kennen wirklich viele Ihre Bücher. Von einigen haben wir aber auch gehört: Hochstapler, der hat einfach psychologische Allgemeinplätze zusammengefasst und dann clever vermarktet. Was sagen Sie zu dem Vorwurf?

Natürlich habe ich zusammengefasst, schliesslich betreibe ich keine eigene Forschung. Ich bin, was man im Engli­ schen als «science writer» bezeichnet, eine Art Wissenschaftsjournalist. Wobei ich nichts gegen ein Leben hätte, in dem mir der Staat die Mittel zur Verfügung stellte, um ein eigenes Labor zu betrei­ ben (lacht). Die Herausforderung be­ stand darin, diese spannenden For­ schungsergebnisse in die Alltagssprache zu übersetzen. Was die Vermarktung be­ trifft: Die hielt sich in Grenzen. Da gab es ein Plakat in der Buchhandlung im Sta­ delhofen und eine Annonce in der FAZ. Bei meinen Romanen hatten der Dio­ genes Verlag und ich stärker die Trom­ mel gerührt – und der Erfolg war kleiner. Ihr Sachbucherfolg hat Ihnen vermutlich eine Menge Geld eingebracht und auch globale Prominenz. Ein gutes Gefühl?

Es ist tatsächlich schön, wenn man mal in andere Sprachen übersetzt wird. Aber auch als Bestsellerautor kann ich mich nicht einfach zur Ruhe setzen, so viel bringt das dann doch nicht ein. Meines Wissens gibt es in der Schweiz nur einen


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INTERVIEW

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gekommen. Klassisches überschätztes Selbstvertrauen. Ich dachte wieder mal, ich sei schneller als der statistische Mittelwert und war es natürlich nicht. Bemühen Sie sich überhaupt, Denkfehler zu vermeiden?

Eigentlich schon, aber sie passieren mir trotzdem (lacht). Man sollte es auch nicht übertreiben, sonst macht man sich nur verrückt. Am besten beschränkt man sich darauf zu versuchen, sie bei grossen Entscheidungen zu vermeiden. Gibt es eine Art Meta-Denkfehler? Etwas, das das Entstehen aller Denkfehler erklärt?

Obwohl Dobelli in seinen Büchern alle Denkfehler durchleuchtet hat, passieren sie auch ihm immer wieder mal.

einzigen Buchautor, der von seinen Tantiemen bis ans Ende des Lebens zehren kann, das ist Erich von Däniken. Er hat etwa 60 Millionen Exemplare verkauft. Das reicht, um für den Rest des Lebens Ferien zu machen, wenn man möchte. An einem Vortrag sagten Sie mal, Sie hätten in Ihrem HSG-Studium nichts gelernt. Wo denn dann?

In vielen Büchern, im Selbststudium und im eigenen Leben. Bücher sind das beste Medium zur Wissensvermittlung. Ich habe Philosophie und BWL an der Hochschule St. Gallen studiert. Philosophie war hervorragend, aber BWL war furchtbar. Das ist einfach noch keine Wissenschaft. Man paukt sogenannte «Case Studies» durch, ein kompliziertes Wort für Anekdoten. BWL und VWL sind noch in jenem Stadium, in dem die Medizin vor 300 Jahren war: Man weiss, da ist ein Körper, und der hat Organe, aber wie die zusammenspielen und was die Krankheiten auslöst, das ist alles viel zu komplex. Im Zweifelsfall lässt man mal Blut ab oder bohrt ein Loch in den Kopf. Etwa auf dem Niveau sind wir in den Wirtschaftswissenschaften. Aber Sie haben das Studium zu Ende geführt?

Ja, leider, das war ein klassischer Denkfehler, die sogenannte Sunk-Cost-Fallacy: Wenn man mal was angefangen hat, glaubt man, es auch zu Ende führen zu müssen, weil man ja schon so viel Zeit investiert hat. Heute haben Sie die Denkfehler alle durchschaut. Machen Sie selbst noch welche?

Aber klar, immer wieder. Darum bin ich auch heute zum Interview zu spät

Nein, gibt es nicht. Das ist eben auch so ein Denkfehler, die Idee, dass man am Schluss alles auf dieser Welt auf ein Prinzip reduzieren kann. Nicht einmal in der Physik haben wir die eine alles erklärende Theorie gefunden. Die Welt besteht aus einem komplizierten Geflecht von Patchworkelementen. Aber viele Denkfehler sind entstanden, weil wir einst Jäger und Sammler waren und mit ganz anderen Herausforderungen zu tun hatten als in der heutigen, sehr viel komplizierteren Welt.

«Ich wüsste nicht, warum ich unbedingt abschalten sollte. Ich lese lieber ein Buch.» 2012 haben Sie Ihre Kolumne beendet und gesagt, mehr als 100 systematische Denkfehler gebe es nicht. Sind Sie sich da sicher, oder sind Ihnen schlicht die Ideen ausgegangen?

Ich habe einfach in der Forschung nicht mehr gefunden, aber es kann schon sein, dass später noch mehr auftauchen. Seit Oktober sind Sie nun Kolumnist beim «Stern», aber der Ansatz ist anders.

Es hat mich gereizt, Fragen ans Leben und an die Welt zu stellen – ohne Antworten. Einer, der grossartige Fragebogen geschrieben hat, ist Max Frisch. Wobei er bei Weitem nicht der erste in dieser Disziplin war. Vor fünf Jahren kam bei Diogenes mein erstes Fragebogenbuch heraus mit dem Titel «Wer bin ich?». Die Kolumne beim «Stern» schliesst daran an. Und ein neues Buch ist auch geplant?

Ja, die gesammelten Fragebogenkolumnen. Das Buch «Fragen an das Leben» wird im November wieder bei Diogenes

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erscheinen, in einem neuen Format und Layout, auf das ich mich sehr freue. Letztes Jahr waren Sie wegen Plagiatsvorwürfen in den Schlagzeilen und haben offenbar auch ein paar Korrekturen an einigen Büchern vorgenommen. Wie blicken Sie heute auf diese Tage im September zurück? Und wie berechtigt waren die Vorwürfe?

Die FAZ hat es auf den Punkt gebracht. Zitat: «Dass Dobelli sich das alles selbst ausgedacht hätte, suggeriert nicht der kleinste Satz.» Sie bezeichnete diesen Streit als «traurig» – was er auch wirklich war. Es ist so, dass ich Hunderte von wissenschaftlichen Quellen zitiert habe, und da gingen mir an acht Stellen – drei im Text und fünf im kleingedruckten Anhang – Zitatemarkierungen durch die Lappen. Diese Fehler wurden noch im September umgehend korrigiert. Was machen Sie, wenn Sie sich nicht mit grossen Fragen und Denkfehlern beschäftigen?

Dann verbringe ich Zeit mit meiner Frau – und jetzt natürlich auch mit unseren Knirpsen. Ausserdem habe ich immer irgendein Buch dabei (lacht). Ab und zu gehe ich wandern oder joggen, da denke ich meist nicht über allzu Tiefgründiges nach. Aber sonst habe ich schon fast immer einen Notizblock im Gepäck, auf dem ich Ideen notiere. Im Moment liegen die grossen Fragen aber eh auf Eis. Jetzt sind die Zwillinge dran! Fällt es Ihnen schwer abzuschalten?

Nein, aber ich wüsste nicht, warum ich unbedingt abschalten sollte. Ich lese dann lieber ein Buch. Mir macht wohl einfach Spass, was ich tue, so geht es übrigens den meisten Unternehmern. Wenn man mal selbständig gewesen ist, will man nicht wieder zurück. Ausser man hat keinen Erfolg.

Klar. Wenn das alles bei mir nicht funktionieren würde, müsste ich mir auch wieder einen Job suchen, als Anlageberater oder so – grässlich! Interview: Ralf Kaminski, Silja Kornacher Bilder: Christian Schnur

www.migrosmagazin.ch

LESEN SIE ONLINE Medienverweigerung und Aliens Rolf Dobelli über seine Weigerung, Zeitung zu lesen, seine Zurich-Minds-Veranstaltungen und Kontakt zu Ausserirdischen.


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tellt h b es c l i m l Vol r Fust Diete nittlich sc h durch Monat . pro

Im Casa Pipistrelli in Kappel SO finden Kinder und Jugendliche mit schwierigem familiären Hintergrund ein neues Zuhause. Aktuell leben hier zwölf junge Menschen. Da wird der Einkauf zur logistischen Grosstat: «Ich schätze den persönlichen Einkauf in einer Filiale, die Begegnung mit den Menschen», sagt Dieter Fust (Mitte), Leiter der Casa Pipistrelli. Früher war Fust für den Einkauf mehrmals

pro Woche mit dem Auto unterwegs, «das war aber zeitintensiv, und bei der Menge, die wir benötigen, war der Wagen schnell mal überladen.» Mit LeShop.ch gehts schneller: «Wir bestellen zwei Mal pro Woche», sagt Fust. Eingekauft wird zum Beispiel Milch – pro Woche durchschnittlich zwölf Liter – aber auch Mehl und Zucker, denn in der Casa Pipistrelli wird das Brot selbst gebacken.

Einkauf auf allen Kanälen

Shopping im Internet ist bequem und beliebt. Trotzdem ist der klassische Einkauf im Supermarkt nicht wegzudenken. Das beweisen drei zufriedene Migros-Kunden, die beide Einkaufskanäle nutzen.

D

er traditionelle Einkauf in einer Migros-Filiale ist für viele ein fester Bestandteil des Alltags – vom Single über die Familie bis zum älteren Ehepaar. Dies bleibt auch in Zukunft so.

Aber heute haben die Kunden auch die Möglichkeit, sich ihre Migros-Produkte nach Hause liefern zu lassen, und zwar vonLeShop.ch,demOnline-Supermarkt der Migros. Von den berufstätigen Eltern

über Büroangestellte und ältere Personen bis hin zur Kinderkrippe: Mit LeShop.ch erhalten die unterschiedlichsten Konsumentengruppen grössere Autonomie – je nach Bedarf wählen sie zwi-


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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

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.

Fernando Carlen (30) lebt in Zürich und schätzt den Einkauf via LeShop.ch. Der 30-jährige Leiter Service Center ist geschäftlich stark absorbiert und kommt oftmals spät aus dem Büro. «Mit LeShop.ch spare ich Zeit.» Zu 80 Prozent bestellt Carlen jeweils das Gleiche, «und mit der Speicherfunktion auf der LeShop.ch-Website geht das sehr speditiv.» Carlen ist internetaffin und tätigt seine

schen dem Gang in die Filiale oder bestellen online bei LeShop.ch. Damit erfüllt der Online-Supermarkt eine Schlüsselfunktion in der Cross-Channel-Strategie der Migros – gemeint ist damit die kombinierte Nutzung verschiedener Verkaufskanäle. Die Kunden sollen in Zukunft nicht nur online an jedem beliebigen Ort zu jeder Zeit einkaufen, sondern auch wählen können, wo und wann sie die Artikel entgegennehmen wollen. Dies entspricht einem Trend, dem sich der Detailhandel in Zukunft zu stellen hat: Der Kunde will seine Freizeit so optimal wie möglich nutzen und dementsprechend einkaufen. Eine Kombination aus Onlinebestellung und persönlicher Abholung bietet etwa LeShop.ch Drive: An dieser Abholstation in Studen BE kann man bereits zwei Stunden nach der Onlinebestellung mit dem Auto einen

Bestellungen unterwegs via Smartphone oder daheim via Tablet oder PC. In eine Migros-Filiale geht er jedoch regelmässig am Samstag: «Dann kaufe ich Fleisch ein und achte diesbezüglich auf entsprechende Aktionen.» Und immer wenn etwas «Spontanes ansteht» und Carlen zum Beispiel Produkte für einen Grillabend benötigt, kauft er persönlich ein.

kurzen Zwischenstopp machen und seinen Einkauf abholen. Und auch bei LeShop.ch Rail bestellt man online, holt jedoch den Einkauf am SBB-Gepäckschalter an den Bahnhöfen Zürich und Lausanne ab.

Der Onlinehandel mit Lebensmitteln wächst rasant Die Verknüpfung der Online- mit der Offlinewelt trifft den Nerv der Zeit: Bereits im ersten Bertriebsjahr verzeichnete LeShop.ch Drive 30 000 Abholungen von 5000 Kunden. Im Herbst wird ein zweiter Standort in Staufen AG eröffnet. Heute liefert LeShop.ch täglich insgesamt 200 Tonnen Produkte an 3000 bis 4000 Haushalte in der ganzen Schweiz. «Wir stehen aber erst am Anfang», sagt LeShop.ch-CEO Dominique Locher. So beträgt der Anteil der Lebensmittel am Schweizer Online-

markt gerade einmal ein Prozent, womit der digitale Einkauf von Speisen und Getränken hierzulande noch eine Randerscheinung ist. Aber der Onlinehandel besitzt ein grosses Potenzial nach oben. Das zeigen auch die Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK): So stieg der Umsatz mit Bestellungen, die Privatpersonen via Internet aufgaben, 2013 um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 5,35 Milliarden Franken. Die GfK geht davon aus, dass der Online- und Versandhandel auch in Zukunft jährlich wachsen dürfte. Das Online-Shopping wird jedoch auf keinen Fall den Einkauf in einer Migros-Filiale ersetzen: «Es geht nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch», resümiert Dominique Locher. Text: Christoph Petermann Bilder: Mirko Ries


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AKTUELL

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te lipake Gipfe Yvette llt beste Jahr. pro

Yvette (90) aus La Côte VD ist eine der Seniorinnen, die mit der Zeit gehen und die technischen Fortschritte zu nutzen wissen, um ihr Leben komfortabler zu gestalten. «Ich bin nun seit gut zehn Jahren Kundin von LeShop.ch. Damals hatte mir eine langjährige Freundin von dieser neuen Art des Einkaufens erzählt», berichtet die 90-Jährige. «Da ich nicht mehr Auto fahren kann, ist dies eine sehr

praktische Lösung.» Die bestellten Waren lässt sie sich ganz einfach nach Hause liefern, wobei die Frischback-Croissants, die sie sich jeden Morgen aufwärmt und die zu ihren kleinen Freuden des Alltags gehören, nie auf der Einkaufsliste fehlen. In die Migros-Filiale geht Yvette aber auch heute noch: «Manchmal gehe ich mit meiner Tochter einkaufen, die direkt in der Nachbarschaft wohnt.»

«Wir werden zu selbstbewussten Kunden» Migros-Handelschef Dieter Berninghaus zur Zukunft des Einkaufens, im Laden und online.

Dieter Berninghaus, LeShop.ch hat 2013 einen neuen Umsatzrekord erzielt. Warum ist der Online-Einkauf bei den Kunden so populär?

Weil er sich individuell in die Lebensgewohnheiten und Lebensumstände unserer Kunden integrieren lässt, und zwar rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche.

Laptops, Smartphones und Tablet: Wie wird Ihrer Meinung nach die zunehmende Digitalisierung das Kundenverhalten verändern?

Die Kunden können sich jederzeit und überall besser und schneller informieren, können vergleichen,

können wählen. Wir alle werden so zu emanzipierteren und letztlich selbstbewussten Kunden. Ist die Verknüpfung von herkömmlichem Supermarkt und Online-Shopping die Erfolgsformel des künftigen Detailhandels?

Qualität, die Nachhaltigkeit – und natürlich attraktive Preise. Besteht nicht die Gefahr, dass der Online-Handel mit Lebensmitteln den Migros-Filialen Konkurrenz macht?

Nein, im Gegenteil! Wir sehen heute vielmehr, dass die Kunden es sehr schätzen, beide Einkaufsmöglichkeiten zu haben, und auch zunehmend beide nutzen. So kaufen sie erfreulicherweise insgesamt mehr in der Migros ein.

Es ist vor allem eine kluge Erweiterung des Leistungsprofils eines Händlers für seine Kunden. Kern des Erfolgs im Supermarktgeschäft ist und bleibt aber auch zukünftig die Sortimentsleistung, also die Fri- Dieter Blick in die Zukunft: Wie werden sche, die Regionalität, die Berninghaus* wir in zehn Jahren einkaufen?

Es wird für uns alle völlig normal sein, unseren Online-Einkauf und unseren Einkauf im Laden beliebig zu kombinieren, jederzeit und überall. Das Smartphone wird unser unverzichtbarer Einkaufsassistent sein, der uns informiert, berät und mit dem wir auch bezahlen. Ausserdem werden wir eine noch engere und persönlichere Beziehung zu unseren Lieblingsmarken wie der Migros haben. * Dieter Berninghaus ist Leiter Departement Handel und Mitglied der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes


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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

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TRUTENMAST | 47

Die fünf Kriterien für das Tierwohl Die ausländischen Produzenten der Migros müssen bei fünf Kriterien das Niveau der Schweizer Tierschutzvorschriften erfüllen. Für jeden der folgenden Punkte überprüfen unabhängige Kontrollstellen, ob die Vorgaben erfüllt sind: Haltung Gesundheit Fütterung Transport Schlachtung

Wurden besonders gelobt: Die überdachten Wintergärten, die den Truten den Zugang zu Tageslicht und frischer Luft ermöglichen.

Tierwohl: «Kassensturz» lobt die Migros In Ungarn lässt die Migros Truthähne nach Schweizer Tierschutzvorschriften mästen. Der «Kassensturz» machte sich vor Ort ein Bild – und ist zufrieden.

D

er «Kassensturz» ist bekannt für seine kritische Berichterstattung. Mit erschütternden Bildern aus Truthahnzuchten im Ausland hat das Konsumentenmagazin in den vergange­ nen Jahren für Aufsehen gesorgt. In der letzten Ausgabe der Sendung nahmen die Journalisten erneut Mastbetriebe unter die Lupe und übten scharfe Kritik an Bauern und Händlern. Nicht so an der Migros: Sie erhielt vom «Kassensturz» Lob für die Trutenzucht ihres Produzen­ ten in Ungarn, der nach Schweizer Tier­ schutzvorschriften produziert. Die Migros beweist mit diesem Betrieb, dass sie bei Missständen in der ausländischen Tierhaltung nicht wegschaut und ihre Verantwortung wahrnimmt. So, wie sie es im Rahmen von Generation M verspricht: Bis 2020 sollen alle ihre Produkte aus dem Aus­ land unter Einhaltung der Schweizer

Tierschutzvorschriften hergestellt wer­ den. In Zusammenarbeit mit ihrem un­ garischen Produzenten hat die Migros die Trutenhaltung den Vorgaben der Schweizer Tierschutzvorschriften ange­ passt (siehe Box). Dafür wurden rund 30 Ställe neu gebaut oder umgerüstet. Die Tiere haben mehr Platz, Zugang zu einem überdachten Wintergarten, Tageslicht im Stall und erhöhte Sitzgelegenheiten.

Unangemeldeter Besuch bei der Trutenfarm in Ungarn Von den hohen Standards konnte sich der «Kassensturz» vor Ort ein unab­ hängiges Bild machen. Denn die Migros erteilte den Vertretern der Sendung die Erlaubnis, den Mastbetrieb in Ungarn jederzeit unangemeldet zu besichtigen. In Begleitung der Zoologin Nadja Brodmann vom Zürcher Tierschutz überprüften sie bei einem Überra­

schungsbesuch die Masthallen: «Alle Migros­Hallen haben ein Aussengehege, das heisst: täglich Frischluft und Son­ nenlicht für die Tiere. (…) Die zirka 1800 Tiere haben tatsächlich so viel Platz, wie sie auch die Schweizer Tierschutzver­ ordnung vorschreibt», berichtet der «Kassensturz». Das Fazit der Sendung: Die Haltung entspricht weitgehend dem Schweizer Tierschutzgesetz, «(…) zum Teil erreicht die Mast sogar den Standard Besonders tierfreundliche Stallhaltung (BTS).» Auch Tierschützerin Brodmann zeigt sich zufrieden: «(…) es ist eine ethisch vertretbare Haltung, insbeson­ dere der Auslauf ins Freie, dieser kommt dem Tierwohl sehr zugute.» Text: Andreas Dürrenberger

Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. Dazu zählt, dass sie sich für das Tierwohl im Ausland einsetzt. www.generation-m.ch


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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

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PREISBAROMETER | 49

PREISBAROMETER Informationen zu Preisänderungen.

D

ie Migros vergünstigt ab 1. Juli alle AxeDuschmittel um rund elf Prozent sowie mehr als 60 Deodorants von Nivea, Axe, Rexona und weitere Marken um durchschnittlich über acht Prozent (siehe Tabelle). Auch verschiedene M-Budget-Produkte, darunter der beliebte Energydrink Pomegranate, sowie Kaffeekapseln von Boncampo und Choco Puffs Cerealien werden günstiger. Eine Preiserhöhung gibt es bei Schokolade, da die Rohwarenpreise für Kakao und Kakaobutter an den Börsen weiter stark angestiegen sind. Dazu tragen Anzeige

etwa ein erwartetes zu knappes Angebot bei den Kakaobohnen sowie die hohe kurzfristige Nachfrage der Industrie für Kakaobohnen und Kakaobutter bei. Zudem wird die Kakaoernte voraussichtlich durch das Wetterphänomen El Niño beeinträchtigt, das vielerorts für Dürre oder auch erhöhte Regenfälle sorgen wird. Die gute Kakaoernte in der Elfenbeinküste und in Ghana kann die steigenden Preise an den Rohstoffbörsen aufgrund des Markteintritts von Rohstoffspekulanten nicht dämpfen.

Artikel Preis alt * Rexona Shower Fresh Deo Spray, 150 ml 4.20 Axe Deo Aero Peace, 150 ml 5.50 I am Deo Sensitive Roll-on, 50 ml 2.90 pH Balance Deo Stick, 50 ml 4.80 Garnier Deo Mineral Roll-on Ultra Dry, 50 ml 4.90 Axe Dusche Africa, 250 ml 4.45 Nivea Deo Stress protect Roll-on, 50 ml 3.95 M-Budget Pizza Margherita, 2 x 320 g, tiefgekühlt 2.35 M-Budget Energy Drink Pomegranate, 250 ml 0.65 Boncampo Classico Kaffeekapseln, 30 Kapseln 7.45 Choco Puffs, 750 g 3.40 M-Budget Grana Padano, per 100 g 1.74 Frey Mahony Noir, 100 g 1.90 Kisss Party Schaumküsse Noir, 20 x 23 g 5.60 Frey Rêves d’Or, 118 g 8.20 Frey Truffes assortiert, 230 g 8.90 Frey Tafelschokolade Noxana, 400 g 6.60 * in Franken

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in % –4,8 –5,5 –13,8 –6,3 –8,2 –11,2 –12,7 –2,1 –7,7 –11,4 –2,9 –2,3 5,3 1,8 8,5 6,8 6,1


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BELLA ITALIA

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Buon appetito!

Bella Italia lautet das Motto in der Migros. Es ist die Huldigung all der Köstlichkeiten, welche die italienische Küche zu bieten hat.

K

aum vorstellbar, dass Pasta, Pelati, Parmesan, Olivenöl, Peperoni, Auberginen und Zucchetti in den 50er-Jahren hierzulande als exotisch galten. Erst allmählich, zumeist auf Urlaubsreisen,lerntendieSchweizer die Geschmackswelten ihrer südlichen Nachbarn kennen. «Zur Akzeptanz italienischer Lebensmittel in der Schweiz hat auch die Migros beigetragen»,

sagt die Historikerin Sabina Bellofatto, die sich mit diesem Thema in ihrer Doktorarbeit an der Universität Zürich befasst. Demnach hatte in den 60erJahren rund ein Drittel der Kundschaft italienische Wurzeln und wünschte sich Nahrungsmittel aus der Heimat. Nach und nach kamen so auch die Schweizer auf den italienischen Gusto. «Weil dieschweizerischeLebensmittel-

industrie sehr fortschrittlich war, importierte sie kaum, sondern gab heimischen Produkten italienischeNamen»,weissBellofatto. Die Migros fuhr damit den richtigen Kurs. Sogar das «Macaroni Journal» der amerikanischen Teigwarenfabrikanten lobte 1965 die Jowa AG, die bereits zu jener Zeit für die Migros Teigwaren herstellte, in den höchsten Tönen. Text: Dora Horvath

Spaghetti 5 P Hauptgericht für 4 Personen

M-Classic Meersalz, 350 g, Fr. 2.20

Spaghetti-Topf, ∅ 22 cm, Fr. 29.80

ZUBEREITUNG Spaghetti in siedendem Salzwasser al dente kochen. Abgiessen und abtropfen lassen. Inzwischen Tomaten in Würfelchen schneiden. Peperoncino halbieren, entkernen und fein hacken. Beides im Öl kurz andünsten. Rahm beigeben und ca. 8 Minuten köcheln lassen. Petersilie hacken. Parmesan reiben. Beides beigeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Spaghetti mit der Sauce mischen und anrichten. Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten Pro Person ca. 26 g Eiweiss, 49 g Fett, 92 g Kohlenhydrate, 3850 kJ/920 kcal

Coca-Cola, 6 x 1,5 l, Fr. 8.80* statt 13.20 * 33% vom 1. bis 7. 7.

Valflora Vollrahm UHT, 500 ml, Fr. 3.35

Bio-Peperoni gemischt, per kg, aktueller Tagespreis

Parmigiano Grana Padano, Fr. 1.60* statt 2.05 per 100 g * Aktion vom 1. bis 7. 7.

Rezepte

Sélection Carbonara Sauce, 290 g, Fr. 5.50 In grösseren Filialen

Agnesi Spaghetti, 500 g, Fr. 1.90

Bilder: Claudia Linsi (Rezepte), dpa, F1 Online, Mondadori/Getty Images (2), Getty Images, Keystone, TV Yesterday, Vintage Germany

ZUTATEN 500 g Spaghetti 400 g Fleischtomaten 1 roter Peperoncino 2 EL Olivenöl 4 dl Vollrahm 1 Bund glattblättrige Petersilie 60 g Parmesan, Salz Pfeffer aus der Mühle


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014

SCHAUFENSTER BELLA ITALIA | 51

Italien war die Traumdestination in den 50er-Jahren. Hier lernten die Reisenden Speisen mit fremdartigem Gem端se und unbekannten Fr端chten kennen.


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BELLA ITALIA

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Lasagne Fiorentina mit Schinken Hauptgericht für 4 Personen, für 1 Gratinform à ca. 2,3 l ZUTATEN 800 g Blattspinat 1 Zwiebel 1 Knoblauchzehe 4 EL Olivenöl 500 g Ricotta 100 g geriebener Parmesan Salz, Pfeffer, Muskatnuss 300 g frische Lasagneblätter 200 g Hinterschinken

Galbani Ricotta, 250 g, Fr. 2.70

ZUBEREITUNG Spinat waschen und abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauch hacken. Beides in der Hälfte des Öls kurz andünsten. Spinat beigeben, zugedeckt unter gelegentlichem Rühren dünsten, bis er zusammenfällt. Etwas abkühlen lassen. Mit Ricotta und der Hälfte des Parmesans mischen. Mit Salz, Pfeffer und wenig Muskatnuss abschmecken. Backofen auf 180°C vorheizen. Ricotta-Spinat-Mischung, Lasagneblätter und Schinken abwechselnd in die Form schichten, mit wenig Ricotta-Spinat-Masse abschliessen. Restlichen Parmesan und Olivenöl darauf verteilen. In der Ofenmitte ca. 35 Minuten backen. Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten + ca. 35 Minuten backen Pro Person ca. 42 g Eiweiss, 38 g Fett, 52 g Kohlenhydrate, 3000 kJ/715 kcal

Lasagneform, 25 x 18 cm, Fr. 19.80

Armando De Angelis Lasagneblätter, 250 g, Fr. 2.90 In grösseren Filialen

Monini Classico Extra Vergine 1 l, 12.70 Fr.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

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Fettuccine an Zitronen-Basilikum-Sauce Hauptgericht für 4 Personen

Hotelplan bot zwar schon Ende der 40er-Jahre Italien-Reisen an. Im Angebot standen jedoch Schweizer Hotels mit Schweizer Küche. Ab den 50ern hingegen lag der Reiz im Lokalkolorit.

Anna’s Best Fettuccine, 250 g, Fr. 2.50

Bio-Zitronen im Netz, 360 g, aktueller Tagespreis

ZUTATEN 1 Zitrone 1 rote Zwiebel 1 EL Olivenöl 3 dl Gemüsebouillon 2 dl Milchrahm (halb-halb) 2 TL Maisstärke Salz, Pfeffer 500 g frische Teigwaren, z. B. Fettuccine 60 g Grana Padano 1 Bund Basilikum

ZUBEREITUNG Zitronenschale fein abreiben, beiseitestellen. Zitrone auspressen (ergibt ca. 0,5 dl). Zwiebel hacken. Im Öl andünsten. Zitronensaft und Bouillon beigeben und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Milchrahm und Maisstärke verrühren. Zur Sauce giessen. Unter Rühren köcheln, bis die Sauce bindet. Fettuccine in siedendem Salzwasser al dente kochen. Abgiessen und abtropfen lassen. Teigwaren mit Sauce und Zitronenschale anrichten. Grana Padano darüberreiben. Basilikumblätter darüberzupfen. Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten Pro Person ca. 21 g Eiweiss, 22 g Fett, 72 g Kohlenhydrate, 2450 kJ/585 kcal

Basilikum im Topf, pro Stück, aktueller Tagespreis

Kässeli Vespa, Keramik, in 3 Farben erhältlich, Fr. 8.90 In grösseren Filialen


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

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CRÈME D’OR | 55

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Crème d’or Cornet Fraise*, 6 x 122 ml, Fr. 8.90

Crème d’or Vanille Bourbon, 200 ml, Fr. 3.30

Crème d’or Stracciatella Italiana*, 200 ml, Fr. 3.30

Bild: René Ruis; Styling: Mira Gisler

* in grösseren Filialen erhältlich

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehört auch die Crème-d’or-Glace.

Glace, natürlich!

Glaces versüssen uns die sonnigen Tage – besonders wenn sie erlesene Zutaten enthalten. Crème d’or stillt die Lust auf cremiges Eis und das Bedürfnis nach bester Schweizer Qualität.

S

chokolade, Vanille, Erdbeere oder Pistache – die Auswahl an Glaces, die uns den Sommer versüssen, ist gross und variantenreich. Wer Abwechslung mag und gern Ungewöhnliches ausprobiert, wählt raffinierte Kreationen wie die neue Sorte Fior di Latte & Himbeer oder Crema Catalana, Traditionalisten bevorzugen eher Schokolade im Cornet oder Bourbon-Vanille im Becher. Eins verbindet die Glacefans: Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer setzen auf ausgewählte und natürliche Zutaten. Die Glacekreationen von Crème d’or sind ganz auf die Bedürfnisse anspruchsvoller Geniesser zugeschnitten.

Seit vier Jahren wird das cremig-luftige Rahmeis ausschliesslich aus natürlichen Zutaten hergestellt. Die Hauptbestandteile – Milch, Rahm, Zucker und Freilandeier – stammen aus der Schweiz. Bei der Erdbeerglace beispielsweise verzichtet Crème d’or vollständig auf den Zusatz von Aromen oder Farbstoffen. Dies setzt voraus, dass nur Früchte in Topqualität verarbeitet werden. Ob exotische Kompositionen oder klassische Aromen, ob in der knusprigen Waffel oder im praktischen Becher: Crème d’or hält für jeden Geschmack das Passende bereit. Einfach zum Dahinschmelzen. HB

Sommerzeit ist Gute-Laune-Zeit. Und für eine Extraportion gute Stimmung sorgen die Glaces von Crème d’or.


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TOMATEN

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Das Gute liegt so nah

Die Saison für Schweizer Tomaten ist eröffnet. Aus den aromatischen Früchten lassen sich vielseitige Sommergerichte zaubern.

S

onnengereift, prall und voller Aroma – Schweizer Tomaten sind die Königinnen des Sommers. In einer bunten Vielfalt an Sorten und charakteristischen Aromen. «Es gibt sie in Gelb, Orange, Pink, Violett und natürlich in leuchtendem Tomatenrot; wir finden herzförmige, kleine, schmale, runde, grosse oder die herrlich fleischigen», sagt Viktor Isenegger (50) aus Fenkrieden im Kanton Aargau. Wie viele andere ausgewählte Betriebe produzieren die Zwillingsbrüder Viktor und

Tomaten mögen weder Kälte noch Nachbarn. Oswald Isenegger Tomaten in bester Qualität für die Migros, und das schon seit zehn Jahren. Was macht eigentlich eine gute Tomate aus? Spezialist Oswald Isenegger: «Tomatenpflanzen sind generell heikel, sie brauchen viel Pflege, eine genaue Zusammensetzung von Nährstoffen wie etwa Kalium und viel Sonne. Zudem ist der richtige Reifegrad bei der Ernte sehr wichtig, damit sie schön nach Tomate schmecken. Sie mögen keine tiefen Temperaturen und schon gar kein Wasser von oben.» Die Produzenten sind mit 35 Angestellten sechs Tage pro Woche im Gewächshaus. «Wir ernten nur reife Tomaten – das bedeutet etwa, dass Rispentomaten, die zu fünft an einem Zweig wachsen, gleichzeitig rot und reif sein müssen, bevor man sie schneidet», betont Viktor Isenegger. Angepflanzt

wird in ihrem 22 000 Quadratmeter grossen Gewächshaus Ende Januar. Die erste Ernte findet Ende April statt. Jedes der empfindlichen Pflänzchen bekommt seine Dosis Wasser, Nährstoffe und natürliches Licht. Ein Mal pro Woche bricht man die Seitentriebe von Hand aus, die Pflanze wird um eine Schnur gedreht und angeklippt.

Qualität und Vielfalt – vom Anbau bis zur Zubereitung

Erst wenn alle Tomaten reif sind, ist Erntezeit. An die Betriebszentrale der Migros werden 20 Tonnen geliefert.

Nachhaltigkeit wird grossgeschrieben. Gleichbleibende Qualität selbstverständlich auch. Ganze Hummelvölker bestäuben die Tomatenblüten auf natürliche Art. Zudem ist es bei der biologischen Schädlingsbekämpfung wichtig, die richtigen Nützlinge einzusetzen, damit Blattläuse, weisse Fliegen und rote Spinnen keine Chance haben. Draussen vor dem Gewächshaus steht ein riesengrosses, mit Regenwasser gefülltes Bassin, das für die gesamte Bewässerung der Tomatenkultur genutzt wird. Leicht verletzte oder deformierte Ware kommt in eine separate Kiste.

«Entweder kocht meine Frau einen Tomatensugo daraus, oder die Mitarbeiter bedienen sich», erklärt Oswald Isenegger. Nach dem Aussortieren der Ware geht es weiter zur Verpackungsstrasse. Fleissige Hände greifen die kleinen Cherrytomaten am Zweig, wiegen sie ab und verpacken sie: die Cherrytomaten

Rispentomaten

San Marzano

Sie haben einen fruchtigen, kräftigen Geschmack, da sie direkt am Stock ausreifen. Ideal als Salat oder auf dem Grill.

Die leuchtend roten, leicht süsslichen San-Marzano-Tomaten sind bestens für Saucen geeignet.


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Alle Bio Mifloc und Rösti, z.B. Mifloc, 2 x 95 g 3.15 statt 3.95 20%

Sonnenblumen, im 19-cm-Topf, pro Pflanze 7.80

Alle Agnesi Saucen, z.B. Basilico, 400 g 2.20 statt 2.80 20%

Hochlandrosen, 50 cm, Bund à 9 Stück 11.70 statt 16.80 30%

Alle Agnesi Teigwaren, z.B. Spaghetti, 500 g 1.50 statt 1.90 20%

WEITERE LEBENSMITTEL Diverse Ferrero Kinder Schokoladenartikel in Gross- und Mehrfachpackungen (ohne Molkereiprodukte aus dem Kühlregal), z.B. Kinder Riegel, 18 Stück 4.40 statt 4.65 Gesamtes Frey Swiss Chocolate Sortiment, UTZ, z.B. Napolitains, 300 g 5.75 statt 7.20 20% Frey Tafelschokoladen Noxana Milch im 8er-Pack, 8 x 100 g 10.– statt 14.40 30% Alle Migros-Bio, Fairtrade Tafelschokoladen oder Branches, z.B. Tafelschokolade Milch-Nuss, 100 g 1.70 statt 2.– 15% Trolli All in One, im 1-kg-Beutel 11.– Sapori Cantuccini al Cioccolato oder Mini Panforte Margherita, z.B. Cantuccini al Cioccolato, 250 g 4.30 Alle Migros-Bio und Walkers Bio Biscuits, z.B. Dinkelgebäck Rosinen, 260 g 2.75 statt 3.45 20% Alle Kaffees, Bohnen oder gemahlen à 500 g, UTZ, z.B. Exquisito Bohnen 5.20 statt 6.50 20% Alle Nescafé Produkte, z.B. de Luxe Smart, 150 g 7.10 statt 8.90 20%

M-Classic Sonnenblumenöl, 1 Liter 3.20 statt 3.90 Alle Bio Essige oder Öle (ohne Alnatura), z.B. Apfelessig, 0,5 Liter 1.75 statt 2.20 20% Alle Bio Senf, Mayonnaisen oder Ketchup, z.B. Senf mild, 200 g 1.15 statt 1.45 20% Alle Bio Gewürze, z.B. Herbamare Original, 250 g 3.40 statt 4.30 20% Alle Migros und Monini Oliven in Beuteln, Gläsern oder Dosen, z.B. Schwarze Oliven Spanien, entsteint, 150 g, pro Beutel 1.90 statt 2.40 20% Alle Migros-Bio Essiggemüse, z.B. Gewürzgurken, 270 g 1.80 statt 2.30 20% Alle Migros-Bio Oliven, z.B. Griechische Oliven Kalamata, 150 g 1.85 statt 2.35 20% Rio Mare Thon im 3er-Pack, z.B. rosa Thunfisch, 3 x 104 g 9.40 statt 11.85 20% Jumpy’s, Flips oder Soletti Brezel Chips im Duo-Pack, z.B. Jumpy’s, 2 x 100 g 3.50 statt 4.40 20% Alle Grosis Cakes, z.B. SchoggiCake, 420 g 3.90 statt 4.90 20% Birnweggen und Birnweggen, Bio, z.B. Birnweggen, Bio, 150 g 1.50 statt 1.90 20% Alle Bio Frischsäfte, z.B. Orangensaft, 75 cl 2.80 statt 3.55 20%

**Gültig bis 14.7. Genossenschaft Migros Wallis

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NEAR-/NON-FOOD Gesamtes Matzinger oder Vital Balance Dog HundefutterSortiment, z.B. Matzinger Mini Menu Rind, 1,5 kg, Beutel 4.95 statt 6.20 20% Gesamtes Nivea Sun Sortiment (ohne Mehrfachpackungen), z.B. protect & refresh, kühlender Sonnenspray, LSF 30, 200 ml 13.40 statt 16.80 20% ** Taft, Gliss oder Syoss Hair in Mehrfachpackungen, z.B. Taft Ultra Mousse im Duo-Pack, 2 x 200 ml 7.20 statt 9.– 20% ** Gesamtes Zoé Sortiment, z.B. Revital Straffende Tagescreme, 50 ml 11.35 statt 13.40 15% Gesamtes Zoé Sortiment, z.B. Hydraprotect Leichte TagesgelCreme, 50 ml 13.40 statt 15.80 15% Gesamtes Zoé Sortiment, z.B. Body Slim-it Cellulite Cream, 200 ml 15.70 statt 18.50 15% Garnier Body & Face in Mehrfachpackungen, z.B. Intensive 7 Days Mango im Duo-Pack, 2 x 400 ml 10.05 statt 12.60 20% ** Gillette Venus Produkte in Mehrfach- oder Sonderpackungen, z.B. Klingen, 8er-Set 22.90 statt 26.80 ** I am Natural Cosmetics 2 in 1, Hand- und Nagelbalsam, 20x 75 ml 4.30 NEU *,** M-Plast Hydrogel Pflaster, 10 Stück 5.90 NEU *,**

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Damen Sneakers gemustert im 3er-Pack, z.B. Sneakers, Mittelgrau, Gr. 35–38, 39–42 9.90 ** Herren Socken uni, ohne einschneidenden Bund im 3er-Pack, z.B. Socken marine, Grössen 39–42, 43–46 9.90 ** Baby Shorts im Duo-Pack, z.B. Knaben Shorts 9.80 ** Kinder Duo-Pack Shorts und Bermuda, z.B. Mädchen Shorts, Gr. 104–164 12.90 ** Migros Fresh Neutro Gel-Lufterfrischer, 150 g 3.80 NEU *,**

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Birchermüesli (exkl. «Aus der Region.»), z.B. Classic, 200 g

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M-Classic Schweizer Rhabarber tiefgekühlt, 600 g

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Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 1.7. BIS 14.7.2014, SOLANGE VORRAT

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Jeder Karton Cherrytomaten wird einzeln abgewogen.

Viktor und Oswald Isenegger aus Fenkrieden produzieren seit zehn Jahren Tomaten für die Migros.

in kleine Kartonschachteln, die Snacktomaten in Becher. Zwei Mal pro Woche ernten die Brüder Isenegger insgesamt 20 Tonnen Tomaten in zehn verschiedenen Sorten. Eine beachtliche Menge. Viktor Isenegger: «Bereits ein Tag nach der Ernte stehen die Tomaten in der Betriebszentrale und sind bereit für die Kunden.»

Aus den Paradiesäpfeln lassen sich vielseitige Sommergerichte, Suppen, Saucen oder Salate zubereiten. Richtig gelagert, halten frisch gekaufte Tomaten problemlos bis zu zwei Wochen. Aber aufgepasst: Da sie keine Kälte mögen, sollte man sie nie im Kühlschrank lagern, sondern bei etwa 15 Grad aufbewahren. So bewahren sie auch ihren Geschmack.

Zudem sind alle Tomaten kleine Diven und dulden keine anderen Gemüse als Nachbarn im Gemüsekorb. Ansonsten reifen sie nach und fangen an zu faulen. Wer jetzt aus sonnengereiften Tomaten einen Sugo auf Vorrat einmacht, holt sich für den Winter ein Stück Sommer auf den Tisch. Text: Sonja Leissing Bilder: Daniel Rihs

Cherrytomaten

Fleischtomaten

Datteltomaten

Aufgrund ihres hohen Zuckergehalts schmecken die kleinen runden Kirschtomaten roh oder zum Apéro am besten.

Sie ist das Schwergewicht unter den Tomaten und kann bis zu 300 Gramm wiegen. Fleischtomaten passen für alles.

Die fruchtigen Datterini sind erfrischend und übernehmen als Snack gern die Rolle eines vitaminreichen Pralinés.


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1595.T–age : 15 Donaudelta 95.– ab Fr. 29 ab Fr.

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Reisedaten 2014 Donau 8 Tage 17.08.–24.08.14 07.09.–14.09.14 Donaudelta 15 Tage 24.08.–07.09.14 14.09.–28.09.14 Preise pro Person Kabinentyp

Donau (8 Tage) Ihr Reiseprogramm Donaudelta (15 Tage) 9. Tag: Oltenita–(Bukarest)–Giurgiu. Aus-

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Excellence Gourmet Flussfahrten 6 Tage ab Fr. 1495.– p. P. statt 1760.– 3-Flüssezauber Trier–Würzburg 7 Tage ab Fr. 1395.– p. P. statt Fr. 1640.– Seine & Rhone Flusskombination 9 Tage ab Fr. 1695.– p. P. statt Fr. 2245.– Sommerflussfahrt Avignon–Châlon 5 Tage ab Fr. 895.– p. P. statt Fr. 1275.– Main-Donau-Kanal Flussfahrt 5 Tage ab Fr. 655.– p. P. statt 935.– Shopping & Adventsflussfahrten 3 Tage ab Fr. 255.– p. P.

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1. Tag: Schweiz–Passau. Anreise mit modernem Komfort-Reisecar in die Dreiflüssestadt Passau. Um 17.30 Uhr heisst es «Leinen los». 2. Tag: Wien. Erleben Sie das stimmungsvolle Wien bei einer Stadtrundfahrt (*). 3. Tag: Budapest. Stadtrundfahrt (*) durch die Donaumetropole mit ihren prachtvollen Bauwerken. 4. Tag: Kalocsa–Mohacs. Ausflug in die Puszta mit Besuch einer typischen Czarda (*). 5. Tag: Belgrad. Sie besichtigen die in den vergangenen Jahrzehnten stark modernisierte Stadt (*) mit der grössten orthodoxen Kirche des Balkans. 6. Tag: Passage Eisernes Tor. Heute passiert Ihr Flussschiff das «Eiserne Tor», das durch ein einmaliges Landschaftsbild beeindruckt. 7. Tag: Rousse. Sie erreichen das schöne Rousse, auch «Tor zur Welt zwischen Okzident und Orient» genannt. Stadtrundfahrt (*) durch die schöne Altstadt. 8. Tag: Donaudelta–Tulcea. Das weitverzweigte Donaudelta mit Wasserarmen, Inseln und Seen ist die Heimat von vielen Vogelarten. Ausflug mit Booten (*). Das elegante Schiff – die «MS Bolero****+» – wird Sie begeistern! Das Design, die geräumigen Kabinen, meist mit französischem Balkon, die geschmackvollen Aufenthaltsräume, das grosse Sonnendeck und das WellnessCenter bieten Ihnen grösstmögliches Wohlbefinden. Alle geschmackvoll eingerichteten Kabinen sind 15 m2 gross und liegen aussen. Auf Saturn- und Oriondeck bis zum Boden reichende Panoramafenster zum Öffnen, mit französischem Balkon, grossflächige Fenster auf Neptundeck (nicht zu öffnen), Dusche/WC, Föhn, individuell regulierbare Klimaanlage, Radio, SAT-TV, Minikühlschrank, Safe, Telefon, Stromspannung 220 V. Willkommen an Bord!

TSCHECHIEN

Passau

Wien S L O W A K E I Bratislava U N G A R N

Melk Dürnstein Esztergom

Budapest Kalocsa R U M Ä N I E N

Bukarest

Novi Sad

Eisernes Tor

Belgrad

Giurgiu

SERBIEN

Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG Oberfeldstrasse 19, 8570 Weinfelden Tel. 071 626 85 85, Fax 071 626 85 95 www.mittelthurgau.ch, info@mittelthurgau.ch

1795.– 2995.– 3695.–

Zuschläge Ausflugspaket Donau (8 Tage) Ausflugspaket Donaudelta (15 Tage)

211.– 396.–

Unsere Leistungen ■

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An- und Rückreise mit Komfort-Reisebus Schifffahrt in der gebuchten Kabine Vollpension an Bord Willkommenscocktail, Kapitänsdinner Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung

Nicht inbegriffen ■

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(*) Ausflüge des Ausflugspakets. Alle mit (*) aufgeführten Ausflüge sind im Ausflugspaket inbegriffen. Das Ausflugspaket kann nur im Voraus gebucht werden. Sie sparen mindestens 10 %.

1595.–

Kein Zuschlag für Alleinreisende Basis Neptundeck Sofort-Preis – beschränkte Verfügbarkeit

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Ihre Reiseroute

Ihr Flussschiff

Donau (8 Tage) 2-Bett-Kab. 15m2 Neptundeck 2095.– 2-Bett-Kab. 15m2 Saturndeck, mit französischem Balkon 2295.– Donaudelta (15 Tage) 2-Bett-Kab. 15m2 Neptundeck 3695.– 2-Bett-Kab. 15m2 Saturndeck, mit französischem Balkon 4395.–

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Auftragspauschale pro Person Fr. 20.–, bei Buchung über www.mittelthurgau.ch Reduktion von Fr. 20.– pro Person Persönliche Auslagen und Getränke Trinkgelder Ausflüge Sitzplatz-Reservation Car 1.–3. Reihe Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage

Abfahrtsorte 05.30 Burgdorf p 05.45 Basel SBB 06.20 Aarau SBB 07.00 Baden-Rütihof p 07.30 Zürich-Flughafen p 07.50 Winterthur-Rosenberg 08.15 Wil p Reiseformalitäten, Wissenswertes

Tulcea Oltenita

Schweizer Bürger benötigen eine gültige Identitätskarte oder einen gültigen Reisepass.

Rousse

Internet Buchungscode

Donau fblpas1 Donaudelta fblpas2 1970

1. Tag: Schweiz–Passau. Anreise in die Dreiflüssestadt Passau. Einschiffung. 2. Tag: Melk. Besichtigen Sie das auf einem steilen Bergrücken hoch über der Donau liegende Benediktinerstift (*). Geniessen Sie am Nachmittag die Fahrt mit einem herrlichen Ausblick auf die lieblichen Weinberge der Wachau. 3. Tag: Wien. Schwelgen Sie nach Herzenslust in den Zeiten der Donaumonarchie und entdecken Sie Wien auf einer Stadtrundfahrt (*). 4. Tag: Budapest. Vormittags Ankunft in Budapest. Ausflug in die Puszta mit Besuch einer typischen Czarda (*). 5. Tag: Budapest–Esztergom. Entdecken Sie die Hauptstadt Ungarns auf einer Rundfahrt (*). Nachmittags fak. Ausflug zum Donauknie. 6. Tag: Bratislava. Entdecken Sie die im Jahre 907 erstmals erwähnte Stadt mit ihrer interessanten, von vielen Kulturen geprägten Altstadt während einer Führung (*). 7. Tag: Dürnstein. Erleben Sie die Schönheiten des Städtchens auf einem Rundgang mit anschliessender Weindegustation (*). 8. Tag: Passau–Schweiz. Ausschiffung nach dem Frühstück und Rückreise in die Schweiz.

flug nach Bukarest mit Stadtrundfahrt im «Paris des Ostens» (*). 10. Tag: Kreuzen durch die Walachei. 11. Tag: Novi Sad. Die grösstenteils moderne Stadt Novi Sad wird auch «Athen des Nordens» genannt. Stadtrundfahrt Stadtrundfahrt mit Besuch des Klosters Krusedol (*). 12. Tag: Kreuzen auf der Donau. Erholen Sie sich an Bord und geniessen Sie die vorbeiziehenden Landschaften. 13. Tag: Bratislava. Sie entdecken die im Jahr 907 erstmals erwähnte Stadt auf einer Führung (*). 14. Tag: Krems–Melk. Wachau heisst der liebenswerte Landstrich an der Donau zwischen Krems und Melk. Nachmittags Besichtigung des Benediktinerstifts Melk (*). 15. Tag: Passau–Schweiz. Nach dem Frühstück Ausschiffung und Rückreise in die Schweiz.

Donau

Ihr Reiseprogramm

Katalog- Aktionspreis* preis


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

Erfrischend wie ein Bad im See und erst noch kalorienarm und leicht bekömmlich: Aproz-Tees.

Neu: Aproz Thé in den Sorten Grüntee-Minze, Weisstee-Hibiskus oder Weisstee-Birne, 50 cl, Fr. 1.30 In grösseren Filialen

Walliser Tee-Trio

Die neuen Aproz Thé werden aus Walliser Mineralwasser hergestellt. Natürliche Tee- und Pflanzenextrakte verleihen den kalorienarmen Getränken einen aromatischen Geschmack.

A Bild : iStock photo

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Tees von Aproz.

proz, das natürliche Mineralwasser aus dem Wallis,verdankt seinen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen dem jahrmillionenalten Triasgestein der Alpen. Auf seiner Reise durch den Berg reichert sich das Wasser mit den Mineralstoffen Kalzium und Magnesium sowie lebenswichtigen Spurenelementen an. Neu bietet Aproz drei Tees an, die aus Walliser Mineralwasser und natürlichen Tee- und Pflanzenextrakten hergestellt werden – ohne künstliche Süssstoffe, Konservierungsmittel und künstliche Aromen. Die kalorienarmen Getränke – 100 Milliliter haben weniger als 20 Kilokalorien – gibt es in den

Geschmacksrichtungen Grüntee-Minze, Weisstee-Hibiskus und Weisstee-Birne. Sie enthalten keine Kohlensäure und sind leicht bekömmlich. Grüner Tee wird übrigens aus der gleichen Pflanze gewonnen wie schwarzer oder weisser: Aus grünem Tee wird Schwarztee, wenn man ihn fermentiert respektive oxidiert; so entfaltet sich das typische Aroma. Weisser Tee zählt zu den hochwertigsten Teesorten überhaupt. Für die Herstellung werden nur ungeöffnete Blattknospen geerntet, kurz anfermentiert und erhitzt. Ob mit grünem oder weissem Tee, ob in Verbindung mit Hibiskus, Birne oder Minze – erfrischend sind sie alle. HB

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APROZ | 67


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AMERICAN FAVORITES

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

It’s Party Time S

eit 238 Jahren feiern die Amerikaner am 4. Juli ihren Independence Day. An jenem Tag im Jahr 1776 unterzeichneten 13 Staaten die Unabhängigkeitserklärung. Bis dahin waren sie der britischen Krone unterstellt gewesen; als Kolonien beziehungsweise britische Staatsbürger hatten sie reichlich Steuern an das Mutterland gezahlt. Doch das wollten sie nicht länger. Schliesslich hatten sie Europa verlassen, um als freie Bürger in einem freien Staat zu leben. Es folgte ein erbittert geführter Krieg gegen die Kolonialmacht, der 1783 mit der Anerkennung der Unabhängigkeit und der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika endete.

Amerikaner feiern mit der Familie und treffen sich mit Freunden Seither begehen US-Bürger dieses historische Datum mit allerlei Festivitäten. In der Regel feiern sie in der Familie und laden Freunde zu einem Picknick oder zum Barbecue ein. Die Texanerin Brenda Sutter (46), die seit 15 Jahren in Untersiggenthal AG lebt, trifft sich am Independence Day mit amerikanischen Freunden zum Feiern und bewirtet sie dann auch gern. Dafür greift sie auf die Produkte von American Favorites zurück, weil sie so gut wie in ihrer Heimat schmecken. Als einzige Detailhändlerin in der Schweiz führt die Migros mit American Favorites eine umfangreiche Linie für typisch amerikanische Lebensmittel. Das Sortiment umfasst 33 Artikel aus den

American XL-Toast, 730 g, Fr. 2.90

Bereichen Brot- und Feinbackwaren, Convenience Food und Molkereiprodukte. Da man sie sowohl drinnen als auch draussen und unterwegs geniessen kann, sind sie besonders im Sommer willkommene Begleiter. Die Buns mit Sesam sind schon vorgeschnitten und bereit für einen Belag nach Gusto, etwa für einen frischen Burger. Die fixfertige Salad Bowl basiert auf einem amerikanischen Rezept. Mit der beigelegten Caesar-Sauce, der Serviette und dem Besteck ist sie wie gemacht für die Mittagspause. Ist der Hunger gross, eignet sich das Clubsandwich mit Spiegelei, Schinken, Tartarsauce und gebratenem Speck. Brenda Sutter verwendet gern den XL-Toast, mit dem sie den bei Amerikanern sehr beliebten Peanut-BananaToast zubereitet (siehe Tipp, rechte Seite). Für das Dessert steht eine reichhaltige Auswahl zur Verfügung. Kinder lieben den Erdbeer-Milchshake, der besonders gut schmeckt, wenn er direkt aus dem Kühlschrank kommt. Auch das Mini Banana Bread, eine Harmonie aus Schokoladen- und Bananengeschmack, die Cookies aus hellem Teig und dunklen Schoggistückchen oder die Chocolate Muffins versüssen den Festschmaus. Dank American Favorites wird der 4. Juli auch in der Schweiz Jahr für Jahr zu einem amerikanischen Tag. Für die einen vermitteln sie eine Portion USAFerienfeeling, für die anderen bedeuten sie ein Stück Heimat. Text: Anette Wolffram Eugster

Buns mit Sesam, 6 Stück, Fr. 2.30

Bilder: Jorma Müller; Styling: Mira Gisler

Am 4. Juli begehen die Amerikaner ihren Tag der Unabhängigkeit. In der Schweiz kann man die Produkte von American Favorites geniessen und mitfeiern. Let’s have Food and Fun!

Cookie*, 76 g, Fr. 1.80

Chocolate Muffin*, 100 g, Fr. 2.–


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

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AMERICAN FAVORITES | 69

nutben Pea oast e li r e n a erik en T Tipp: Am ast. Zwei Scheib nTo Banana- sbutter, Banane legen. s e u mit Erdn n und Konfitüre b e scheibch

Die Amerikanerin Brenda Sutter (links am Tisch sitzend) feiert mit Freunden im Kreis der Familie. New York zelebriert den Nationalfeiertag mit einem grossen Feuerwerk (oben).

Mini Banana Bread*, 90 g, Fr. 2.20

Milkshake Erdbeere*, 210 ml, Fr. 1.75

Salad Bowl Caesar*, 230 g, Fr. 5.80

Club Sandwich*, 360 g, Fr. 7.80 * in grösseren Filialen


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Wettbewerbstalons sind erhältlich auf den Crodinopackungen und gratis im Migros-Magazin Nr. 27 sowie in der Onlineversion unter www.migrosmagazin.ch bis zum 17. Oktober 2014.

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Ausfüllen, ausschneiden und im ausreichend frankierten Umschlag senden an: Campari Schweiz AG, Crodino Vespa, Postfach 3969, 6002 Luzern. Einsendeschluss ist der 17. 10. 2014 (Poststempel), Ziehung erfolgt am 3. 11. 2014 Preise, welche nicht bis spätestens 3 Monate nach Ziehung dem Gewinner zugestellt werden können, verfallen ersatzlos. Die Teilnahme ist nicht an einen Kauf gebunden. Wettbewerbstalons sind erhältlich auf den Crodinopackungen und im Migros-Magazin Nr. 27 sowie in der Onlineversion unter www.migrosmagazin.ch bis zum 17. Oktober 2014. Wettbewerb nur gültig für Personen, welche in der Schweiz wohnhaft sind. Mindestalter 16 Jahre. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Der Gewinn kann nicht in bar ausbezahlt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeiter der Campari Schweiz AG sowie der Migros-Genossenschafts-Bund und Migros-Regionalgenossenschaften und ihre Familienangehörigen sind von der Teilnahme ausgeschlossen Ihre Daten werden ausschliesslich zur Auswertung des Wettbewerbs durch die Campari Group verwendet. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

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FOOD | 71

GUT & GÜNSTIG

Aprikosen-Ricotta-Toast Frühstück für 4 Personen und circa Fr. 6.80 ■ Ofen auf 180 °C vorheizen. 8 Aprikosen halbieren, Steine entfernen. Früchte mit Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form geben. Mit 1 EL Honig beträufeln. Aprikosen 10 Minuten backen. ■ 250 g Ricotta mit 1 TL Zucker und 1 EL Milch verrühren. ■ 8 Scheiben Toastbrot goldbraun toasten. Mit Ricotta bestreichen und mit je 2 Aprikosenhälften belegen. TIPP Zusätzlich mit gerösteten Mandelscheiben garnieren. Statt Aprikosen Pfirsiche oder Nektarinen verwenden.

Aprikosen, Ricotta und Honig verwandeln sich auf Toastbrot zu einem Frühstückstraum.

Nachwuchs für Rivella

Thon-Brotaufstrich mit MSC-Siegel Dem Kundenwunsch nach nachhaltigen Produkten trägt die Migros konsequent Rechnung. Deshalb hat sie auch ein Generation-M-Versprechen abgegeben. So werden Fisch und Meeresfrüchte zunehmend auf MSC-Ware umgestellt. Auch der Brotaufstrich aus Thon trägt nun das MSC-Siegel, das für nachhaltige Fischerei steht. MSC Thonpains, 200 g, Fr. 4.30 In grösseren Filialen

Biokäse laktosefrei Die Migros baut ihr Sortiment für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten laufend aus. Neu gibt es einen Salatkäse ohne Laktose, erkennbar am bekannten aha!-Siegel – und erst noch in Bioqualität. Ein unbedenklicher Genuss, der hervorragend zum griechischen Sommersalat und als Apérohäppchen passt. Bio aha! Salatkäse, 150 g, Fr. 3.60

Die Sanissa Classic überzeugt nicht nur als Brotaufstrich durch ihre gute Streichfähigkeit, sondern eignet sich auch zum Kochen, Backen, Braten oder zum Verfeinern von Teigwaren und Gemüse. Sie enthält neben rein pflanzlichen Fetten mit den Vitaminen A, D und E keine Laktose und passt Veganern ebenfalls. Die gute Alternative zur Butter trägt das aha!-Siegel und ist jetzt im 400-Gramm-Becher erhältlich. aha! Sanissa Classic, 400 g, Fr. 2.95

In grösseren Filialen

In grösseren Filialen

Grosspackung für Familie

Das Schweizer Nationalgetränk bekommt Zuwachs: Rivella Cliq heisst das neue Milchserumgetränk mit Fruchtgeschmack. Ein Produkt, das von Konsumenten für Konsumenten mitentwickelt worden ist. Es ist in den Sorten Rhabarber und Pfirsich erhältlich und so erfrischend anders, wie man es von Rivella erwartet. Rivella Cliq Rhabarber, 50 cl, Fr. 1.30 In grösseren Filialen


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

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NONFOOD | 73

RAPPENSPALTE

Butter für die Füsse Diese Pedic-Sommerfussbutter hat einen angenehmen Granatapfelduft und pflegt intensiv trockene und raue Haut an den Füssen. Am besten nach einem entspannenden Fussbad die Butter grosszügig auftragen und einmassieren. Die Fussbutter ist neu im Sortiment und nur solange Vorrat erhältlich. Pedic Foot Butter Pomegranate & Soft Spring Water Scent, 150 ml, Fr. 7.50

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Claudio Fäh (39) schreibt, produziert und dreht Filme. «Northmen – A Viking Saga», das neueste Werk des in Los Angeles lebenden Altdorfers, kommt im Herbst in die Kinos. Wie verdienten Sie Ihr erstes Geld?

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Was geben Sie auch für viel Geld nicht her?

Mein Mami und meine Nieren.

Wofür geben Sie gern viel Geld aus?

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Welche waren Ihre teuersten Ferien?

Bevor wir Kinder hatten, Ferien auf Hawaii. Mit den Kids sind es nun wegen der Flüge die Ferien in der Schweiz. Was ausser Geld ist in Ihrem Portemonnaie?

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Haben Sie einen Spartipp für unsere Leser?

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Wofür gäben Sie die letzten 100 Franken aus?

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Welche Sportart oder Kultursparte sollte mit mehr Geld unterstützt werden?

Aus Eigeninteresse natürlich der Film.

Was kann man für Geld nicht kaufen?

In Amerika kann man für Geld alles kaufen ...

Mit wem gingen Sie gern auf Shoppingtour?

Mit Bill Clinton. Das wäre bestimmt trotz dem Shopping interessant. Interview: Lea Simeon


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SOMA JUD

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Rindsvoressen, Ingwer, Kichererbsen, Eier, Knoblauch, Kartoffeln und Gewürze gehören in den Narges Kabab.

Das gedünstete Fleisch wird mit den übrigen Zutaten im Cutter fein püriert.

Hart gekochte Eier werden mit der Fleischmasse umhüllt.

Die Kugeln werden erst im Eiweiss und dann im Paniermehl gewendet.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014

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Feine Hülle für ein Ei

Für neue Kreationen geht die Schweizer Modedesignerin Soma Jud schon gerne Experimente ein. Um mit dem Migros-Magazin zu kochen, bevorzugt sie dagegen ein bodenständiges Gericht aus ihrer Heimat Afghanistan: Narges Kabab.

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ie Gegend ist berühmt für guten Wein: der letzte Sonnenhang kurz vor Schaffhausen, der immer noch zu Zürich gehört. Hier in Uhwiesen ist Soma Jud mit ihrem Mann Cornel und den Söhnen Ramses und Armin daheim. Die Modedesignerin stürmt wie ein Wirbelwind durchs Haus. Sie steckt mitten in den Vorbereitungen für ihre neue Herbst-Winter-Kollektion, die sie an der Fashion Week in Berlin vom 8. bis 13. Juli präsentieren wird. Zwischendurch ist sie immer wieder am Telefon, um Models zu buchen. Nachdem sie sich vom ersten Schock erholt hat, weil eine der Damen für einen Tag stolze 9000 Euro verlangt, zeigt Soma Jud «Saisonküche»-Köchin Andrea Pistorius erst mal in aller Ruhe die Küche. Gekocht wird, old-fashioned, ein Ei im Mantel – ein Gericht aus ihrer afghanischen Heimat, wo es Narges Kabab genannt wird.

Soma Jud zeigt «Saisonküche»-Köchin Andrea Pistorius, wie man die Kugeln paniert, bevor sie in der Pfanne gebraten werden.

«Eine gesunde Küche, die uns schlank und fit hielt» Soma Jud kam als Dreijährige aus Kabul in die Schweiz. Ihre Eltern flüchteten beim Einmarsch der Russen. Sie spricht Farsi und liebt die Gerichte ihrer Heimat, auch wenn sie seither nie wieder dort war. «Meine Mutter hat für uns vier Kinder meist afghanisch gekocht. Ein Mal pro Woche gab es Fleisch, ein Mal Fisch, ansonsten Gemüse, viel Hülsenfrüchte und Reis. Eine gesunde Küche, die uns schlank und fit hielt. Ich gebe sie heute auch an meine Kinder weiter», sagt die Familienfrau.

Schon als junges Mädchen näht und häkelt Soma Jud mit Hingabe und stylt ihre Sachen um. Als Teenager reift der Wunsch, Designerin zu werden, jedoch kann sie sich die Ausbildung nicht leisten. So wird sie erst mal Dentalhygienikerin – und das hat durchaus etwas Gutes, lernt sie doch bei der Arbeit ihren späteren Mann Cornel kennen, der sie in

ihrem Vorhaben unterstützt: «Du bist jung. Erfüll dir deinen Traum.» Also studiert Soma Jud Textildesign – erst in Zürich, dann in London – und gründet 2010 ihr eigenes Label. Von Beginn an setzt sie auf nachhaltig zertifizierte Stoffe. «Sie sind zwar vier bis fünf Mal so teuer wie normale Stoffe. Aber dafür kann ich 100-prozentig

AUFGETISCHT

Soma Jud, Modedesignerin Die ersten drei Jahre ihres Lebens verbrachte Soma Jud in Kabul, wo sie am 1. Mai 1977 geboren wurde. Nach der russischen Invasion in Afghanistan entschlossen sich ihre Eltern zur Flucht in die Schweiz. Soma Jud wuchs mit drei Geschwistern in Zug auf und liess sich zur Dentalhygienikerin ausbilden. Später studierte sie an der Textilfachschule in Zürich und an der Central Saint Martins University in London. 2010 gründete sie ihr Modelabel «SomySo». Heute lebt sie mit ihrem Mann Cornel und zwei Söhnen in Uhwiesen ZH.

Was haben Sie auf Vorrat? Reis, Hülsenfrüchte, Caotina, Pasta, Tomaten in Dosen, Dörrfrüchte und Tee. Wie oft kochen Sie pro Woche? Vier bis fünf Mal, davon zwei Mal am Mittag und meist am Wochenende. Kochen ist für Sie … … Entspannung und die Freude, mit der Familie gemeinsam am Tisch zu sitzen.

Macht Mode für Frauen jeden Alters: Soma Jud.

Dazu gehört für mich auch das Dekorieren des Tisches.

Was würden Sie nie essen? Schnecken. Mit wem würden Sie gern mal essen gehen? Mit interessanten Menschen, die etwas zu erzählen haben, zum Beispiel mit einer Meeresbiologin.


Siena, Italien -1832 Zurück in die Zeit der Anfänge der größten, italienischen Backtradition. In der Luft liegt der Duft edelster Rezepte. Im Herzen der Toskana, in der Stadt des Palio, einem Ort voller Leidenschaft und authentischem Geschmack, werden die Cantuccini und Panforte Sapori gebacken: Eine Tradition, in der sich das Können und die Sapori Backkunst seitdem täglich, unendlich oft wiederholt und bis in unsere heutigen Tage fortgesetzt hat. Auch in Ihrem Migros.

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dahinterstehen», erklärt sie. Ihre Mode beschreibt sie als «detailverliebt, selbstbewusst, mit einem Touch von Sexyness. Geschmackvolle Kleidung für modebewusste Frauen jeden Alters». Im September wird Soma Jud ihren ersten Laden in Schaffhausen eröffnen. Und ganz im Sinn der Nachhaltigkeit werden alle ihre Kleider in der Schweiz genäht.

Das nächste Ziel: Fashion Week in New York Und wo sieht sie sich in zehn Jahren? «Auf der New York Fashion Week mit Geschäften in allen grossen Städten», sagt die 37-Jährige und fügt hinzu: «Träumen ist ja erlaubt.» Denn natürlich sei ihr bewusst, dass dieses Ziel ohne Sponsoren kaum zu erreichen sei, denn die Finanzierung einer Fashion Week in New York koste gegen 40 000 Franken. Sie wachse lieber langsam und halte an ihrem Vorhaben fest, alles in der Schweiz produzieren zu lassen. In der Zwischenzeit hat «Saisonküche»-Köchin Andrea Pistorius den Teig aus gedünstetem Rindsvoressen, einer Kartoffel, Kichererbsen und Knoblauch püriert und holt sich Unterstützung bei ihrer Gastgeberin. «Jetzt darfst du den Mantel für das Ei entwerfen», sagt sie mit einem Augenzwinkern. Gemeinsam ummanteln sie die Eier mit der pürierten Masse und panieren sie wie ein Schnitzel. Anschliessend werden sie in einer Pfanne mit Öl goldbraun gebraten. Das Gericht Narges Kabab stammt aus dem südasiatischen Raum und unterscheidet sich regional in seiner Zubereitung. In Afghanistan werden die Kugeln gebraten, in Indien meistens fritiert. Beim Tischdecken hilft Soma Juds Ehemann Cornel heute besonders gern, denn Narges Kabab ist eines seiner Lieblingsgerichte. Dazu gönnt er sich ein Glas Apfelsaft vom Bauern aus dem Dorf. «Auch das ist nachhaltig», sagt er und geniesst mit seiner Frau den Blick übers Zürcher Weinland. Text: Anette Wolffram Eugster Bilder: Bruno Bolinger

www.somyso.ch

Narges Kabab ZUTATEN 500 g Rindsvoressen 1 Zwiebel Olivenöl zum Dünsten und Braten ½ TL Salz 1 mehligkochende Kartoffel, ca. 150 g 2 cm Ingwer 2 Knoblauchzehen 250 g Kichererbsen aus der Dose 1 TL Zitronensaft 1 TL Korianderpulver ½ TL Currypulver 1 Prise schwarzer Pfeffer 1 Prise Cayennepfeffer 2 Eiweiss ca. 100 g Paniermehl 6 hart gekochte Eier

ZUBEREITUNG 1. Rindsvoressen in kleine Stücke schneiden. Zwiebel hacken, in wenig Öl dünsten. Fleisch dazugeben, mit Salz würzen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten im eigenen Saft dünsten, dabei gelegentlich umrühren. Pfannendeckel entfernen, Flüssigkeit etwas einkochen lassen. Pfanne vom Herd ziehen. 2. Kartoffel mit der Schale kochen, abkühlen lassen und schälen. Ingwer fein reiben, Knoblauch pressen. Kichererbsen abspülen und abtropfen lassen. Mit Fleisch, Kartoffel, Zitronensaft, Gewürzen, Ingwer und Knoblauch portionsweise fein im Cutter pürieren. Ein Eiweiss dazugeben, Masse von Hand gut durchkneten. Etwas Paniermehl dazugeben und kneten, bis eine geschmeidige, nicht zu klebrige Masse entsteht. 3. Gekochte Eier schälen. Aus der Fleischmasse 6 Kugeln formen. Kugeln flach drücken, je ein Ei mit Fleischmasse umhüllen und zuerst im restlichen Eiweiss, dann in Paniermehl wenden. Öl erhitzen, Kugeln darin bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten rundum goldbraun braten. Dazu passt Salat.

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IHRE REGION

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014

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WALLIS

Stefan Raab, der deutsche Entertainer, hätte sicher Freude am neuen Kurs der Klubschule Migros: Ukulele. Der Name für diese kleine Gitarre kommt aus Hawaii und bedeutet so viel wie hüpfender Floh. Damit soll die Fingerfertigkeit eines Spielers zum Ausdruck gebracht werden. In einem Privatkurs von je einer

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Bild: loganban | 123rf.com

Lernen, auf der Minigitarre zu spielen

Das Horu vor Augen

Der Zermatt Marathon vom 5. Juli hat mehrere Höhepunkte. Den Speziellsten für Zuschauer gibt es wohl zum letzten Mal.

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Strenger Aufstieg am Zermatt Marathon: Die Distanz ist das eine, die Höhenmeter das andere.

Bild: Zermatt Marathon

inmal im Leben einen Marathon laufen, das schien in den vergangenen Jahren das Ziel eines jeden ambitionierten Hobbyläufers zu sein. «Nach einem langem Hype ist die Nachfrage nun offenbar rückläufig», sagt Andrea Schneider, Leiterin der Geschäftsstelle des Zermatt Marathons. Von Teilnehmerschwund kann im Matterhorndorf jedoch keine Rede sein. Waren bei der Erstauflage dieses Marathons vor 13 Jahren noch 550 Läuferinnen und Läufer am Start, werden dieses Jahr am 5. Juli 2400 Teilnehmende erwartet – überdurchschnittlich viele stammen aus Deutschland. Als das OK kürzlich einen Vorbereitungslauf auf den Riffelberg organisiert habe, seien ein paar Läufer eigens dafür aus Stuttgart angereist, erzählt Andrea Schneider. «Die Kombination von Ruhe, Natur, Matterhorn und Marathon übt einen besonderen Reiz auf viele aus.» Das Horu sei auf etwa 15 Rennkilometern zu sehen. Auch dieses Jahr werden nebst Breitensportlern auch einige Spitzenläufer erwartet, wie etwa der diesjährige Schweizer Meister im Marathon, Patrick Wieser, oder Jasmin Nunige, die genau wie Wieser die Limite für den EM-Marathon in Zürich geknackt hat.

Grosse Begeisterung für zusätzliche Anstrengung Dass das Teilnehmerfeld stetig wächst, ist aber auch den verschiedenen Disziplinen zu verdanken, die neben der klassischen Marathondistanz angeboten werden. Erstmals in der Geschichte des


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Ab hier geht es auf zum Endspurt mit 400 Höhenmetern: Die Guggenmusik auf der Riffelalp treibt die Marathonläufer an.

Zermatt Marathons gibt es dieses Jahr einen Halbmarathon mit Start in Zermatt und Ziel in Riffelberg. Im Nu waren die Startplätze ausverkauft, genauso wie die Plätze für den Ultra-Marathon. Wenn die normalen Marathonläufer nach 42,195 Kilometern das Zielgelände auf dem Riffelberg erreichen, geht es für die Ultra-Läufer noch weiter: 3,4 Kilometer und happige 514 Höhenmeter liegen dann noch vor ihnen. Als dritte Möglichkeit gibt es den Staffel-Marathon, bei dem sich Zweierteams die gesamte Distanz teilen. Der erste Läufer rennt von St.Niklaus bis Zermatt, der zweite von Zermatt bis auf den Riffelberg.

Fahrende Tribüne für Zuschauer, Bergsprint auf der Sunnegga Auch die Zuschauer haben die Wahl: Um 9 Uhr startet im Bahnhof von St. Niklaus die fahrende Tribüne, von der aus man die Läufer quasi im Renntempo begleiten kann. Die Sitzplätze im Extrazug müssen reserviert werden. Es lohnt sich doppelt, denn es könnte der letzte Einsatz der fahrenden Tribüne sein: Da die regulären Züge nächstes Jahr im Halbstundentakt fahren, dürfte es für den Extrazug eng werden. Es gibt aber auch so einige spannende Orte zum Zuschauen: Bei der Staffelübergabe in Zermatt, bei der Sunnegga, wo es eine Bergsprintwertung geben wird, oder auf der Riffelalp, wo eine Guggenmusik die Läuferinnen und Läufer für den harten Endspurt mit 400 Höhenmetern antreibt. Text: Denise Jeitziner

Sponsoring by Zermatt Marathon, 5. Juli 2014 www.zermattmarathon.ch

Brasilianischer Psychedelic Rock auf der Stadtplatz-Bühne am Frauenstimmen-Festival:

Bühne frei für

Es ist das Festival der weiblichen Stimmen. Männer

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en Begriff Emanzenfestival hat Cornelia Thenen gelegentlich zu Ohren bekommen, als vor fünf Jahren das erste Frauenstimmen-Festival in Brig über die Bühne ging. Die Präsidentin des Vereins Frauenstimmen geht jedoch völlig gelassen damit um: «Inzwischen haben wir uns etabliert, und es ist wohl allen klar, dass es uns um etwas ganz anderes geht.» Weder ein politisches Statement will das Frauenstimmen-Festival sein, noch sollen Männer ausgeschlossen werden. Es will einen Fokus auf weibliche Frontstimmen setzen und sich damit von anderen Festivals abheben. «Männer sind aber trotzdem auf der Bühne willkommen», versichert Cornelia Thenen. Und das gleich schon am ersten Abend.

Los geht es mit einem Konzert der Unterwalliser Musikerin Carine Tripet im Natischer FO-Café, die Sagen, Erzählungen und verschiedene Dialekte zu originellen Chansons verpackt. Danach geht es in der Caffè Bar Artisti in Brig weiter mit einer Jamsession. Jeder, egal ob Profi oder Amateur, ob Mann oder Frau, egal mit welchem Instrument, darf zusammen mit den Musikerinnen des Festivals jammen – oder auch nur zuhören. «Wir sind selber total gespannt, was dabei herauskommen wird», so Thenen.

Berühmte Tochter aus Kuba und eine Frauenband aus New York Am Freitag geht es mit den beiden Höhepunkten des Festivals weiter: Yaite

Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse


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IHRE REGION

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

Die fünfköpfige Frauenband As Lolas aus New York.

Eliane Amherd mit Doppelfunktion: Als musikalische Leiterin des Frauenstimmenfestivals und als Musikerin auf der Bühne.

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Die Unterwalliser Musikerin Carine Tripet verpackt Sagen, Erzählungen und verschiedene Dialekte zu originellen Chansons.

stimmgewaltige Frauen Bilder: Zermatt Marathon, Verein Frauenstimmen

dürfen am Frauenstimmen-Festival vom 3. bis 6. Juli jedoch auch auf die Bühne. Ramos aus Paris und die New Yorker Frauenband As Lolas werden auf dem Briger Stadtplatz zu hören sein. Die kubanische Sängerin, Flötistin und Perkussionistin Yaite Ramos ist die Tochter des Posaunisten und musikalischen Leiters des berühmten Buena-Vista-Social-Club-Orchesters. Sie hat drei Musiker aus Paris dabei, die gemeinsam eine energiegeladene Bühnenshow versprechen. Davon konnte sich die musikalische Leiterin des Festivals, die Wahl-New-Yorkerin Eliane Amherd, vergangenes Jahr am Jazzmandu Festival in Nepal überzeugen. Von Paris geht es musikalisch weiter nach New York zu den As Lolas und ihrem brasilianischen Psychedelic Rock der Siebzigerjahre. Gemäss Frauen-

Cornelia Thenen, Präsidentin des Vereins Frauenstimmen.

stimmen-Webseite sind dies «kreischende Gitarrensolos, Funk, dass die Bühne bebt, bauchvibrierende Trommelwirbel, vierstimmengewaltige Refrains und eine geballte Ladung Action.» Wie das klingt, wird am 5. Juli auf dem Stadtplatz zu hören sein. Zum Quintett zählt übrigens auch Eliane Amherd, die als Gitarristin, Sängerin und Songwriterin natürlich nicht nur ins OK, sondern auch auf die Bühne gehört.

Eliane Amherd Band und ein Ausflug ins Unterwallis

Walliserinnen Stéphanie Lobmaier und Carmen Bayard. Anschliessend ist die New Yorker Funkband Dawn Drake & Zapote gemeinsam mit den einheimischen Musikerinnen Chiara Ackermann an der Trompete und Hanna Marchand am Saxofon zu hören. Am Sonntag unternimmt das Frauenstimmen-Festival eine Reise nach Venthône bei Siders zum Espace Magie Verte, wo Oberwalliser und Unterwalliser Künstlerinnen gemeinsam jammen werden.

Am Samstagabend wird Eliane Amherd erstmals mit ihrer eigenen Band am Frauenstimmen-Festival auftreten: Im Zeughaus Kultur in Glis spielt sie mit Musikern aus Kuba und den beiden

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Text: Denise Jeitziner

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LEBEN

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BLICK ÜBER DEN GARTENZAUN

Was duftet da so fein?

Impfmarathon: Geht es nach dem Bundesamt für Gesundheit, wird jedes Kind 41 Mal geimpft.

Licht im Impfdschungel

Pro- und Kontra-Argumente erstmals in einer Broschüre vereint: Die Stiftung für Konsumentenschutz erleichtert Eltern die Entscheidung bei Fragen zum Impfen.

Bilder: Fotolia, Istockphoto, Keystone

N

icht weniger als 41 Impfungen gegen 11 Krankheiten bekommt ein Kind gemäss Impfplan des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) während der Kindheit verabreicht. Bei diesem Impfmarathon einigermassen den Durchblick zu bewahren und sich eine eigene Meinung zu bilden, war für Eltern bisher fast ein Ding der Unmöglichkeit. Vor allem auch, weil man die Pro- und Kontra-Argumente mühselig zusammensuchen musste. Hier schliesst nun die Stiftung für www.migrosmagazin.ch

STIMMEN SIE AB Impfen oder nicht impfen – das ist die Frage. Wie halten Sie es mit Ihren Kindern?

Konsumentenschutz (SKS) mit der neuen Broschüre «Kinderimpfungen – eine Entscheidungshilfe» eine Lücke. Auf 110 Seiten werden die geläufigsten Krankheiten und die entsprechenden Impfungen übersichtlich dargestellt. Besonders wertvoll: Bei jeder Impfung findet man die Bewertungen durch sieben massgebende Expertengremien, darunter vier staatliche Gesundheitsbehörden in Europa und den USA. «Die Broschüre will ermuntern, Fragen zu stellen. Das war bisher in der Schweiz nicht möglich, ohne dass man gleich als Impfgegner abgestempelt wurde. Diese Barriere wollen wir durchbrechen», sagt Sara Stalder (47), Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz. Ihre drei wichtigsten Tipps an Eltern:

Sich schon vor der Geburt eines Kindes mit dem Thema auseinandersetzen, denn das beansprucht Zeit. Fragen, die dabei auftauchen oder offen bleiben, aufschreiben. Die offenen Fragen mit einer Vertrauensperson, im Normalfall mit dem Kinderarzt, besprechen. Sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. «Denn der Impfplan des BAG muss nicht auf den Monat genau eingehalten werden. Bei Unsicherheiten lieber eine Zweitmeinung einholen», sagt Sara Stalder. Die Broschüre «Kinderimpfungen» kann man im Internet bestellen unter www.konsu mentenschutz.ch oder telefonisch (031 370 24 24) zum Preis von Fr. 24.– (Normalpreis) bzw. Fr. 19.– (Gönner). Text: Daniel Schifferle

Bester Sommerduft aller Zeiten? Sommerflieder! Das Schnuppern an seinen lilafarbenen Blüten katapultiert einen direkt in die eigene Kindheit zurück, als Sommerferien noch endlos waren. Da mag er noch so als invasiver Neophyt verpönt sein. Wer sich trotzdem ein Exemplar in den Garten holt, beruhigt sein schlechtes Gewissen, indem er die Samenstände jeweils im Abfall statt im Kompost entsorgt. Ein weiterer Duft-Neophyt (nicht invasiv und daher ohne Wenn und Aber) ist die Gemeine Nachtkerze. Ihre gelben, süsslich duftenden Blüten öffnen sich mit der Dämmerung und locken Scharen von Nachtfaltern an. Mit ähnlich schwerem Duft hat gerade erst noch der Schwarze Holunder um – tagaktive – Bestäuber geworben. Inzwischen ersetzen grüne Beeren die weisswolkigen Blütenstände. Ein Klassiker im Duftgarten ist der Staudenphlox, der bis zu 120 Zentimer hoch wird. Wer es kleiner mag, beispielsweise fürs Balkonkistli, greift zu Federnelken. Weiss bis knallpink kommen sie wie Duftgeranien auch gut mit Hitze zurecht. Besonders bei Kindern beliebt ist die Schokoladenblume, die tatsächlich nach (Milch-)Schoggi riecht. Auch für den Gaumen interessant sind Melisse mit ihrem Zitrusaroma und Goldmelisse, die an Bergamotte erinnert. Klassische Sommerdüfte sind natürlich Salbei, Lavendel, Rosmarin und Thymian. Um deren Aroma geniessen zu können, verreibt man die Blätter zwischen der Fingern. Eine typische Topfpflanze, da nicht winterhart, ist die Engelstrompete mit den gewaltigen Blüten in Rosa, Weiss, Orange oder Gelb. Bis zu vier Meter hoch, ist sie ein richtiger Schluckspecht. Und giftig! Auch nicht winterfest ist Ziertabak, ein weiterer Dämmerungsdufter. Wer rasch eine Wand oder einen Zaun aufhübschen will, pflanzt einjährige Duftwicken. Mehrjährig ist das Waldgeissblatt. Und natürlich die Königin der Blumen, die Rose. Erstaunlicherweise sind es hier oft die wilden Exemplare, die am süssesten duften. Leider aber meist nur kurz! Text: Almut Berger

www.migrosmagazin.ch/garten

LESEN SIE ONLINE 190 Franken ist dem Schweizer der grüne Daumen wert – pro Jahr! Die «Bohne, Bluescht & Berger»Autorin kann da nur lachen.


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MIGROS-BANK-RATGEBER

Günstige Hypotheken dank EZB Auf dem Blog der Migros Bank habe ich gelesen, dass die Hypozinsen erneut auf ein Rekordtief gesunken sind. Auch wenn mich das als Hausbesitzer freut, habe ich ein ungutes Gefühl: Verdanken wir dies nicht der extrem lockeren Geldpolitik in Europa?

Albert Steck, Markt- und Produktanalyse Migros Bank

Zunächst: Die Summe, die Wohneigentümer durch die tiefen Zinsen einsparen, ist tatsächlich enorm. Aktuell geben die Haushalte für Hypothekarzinsen etwa 13 Milliarden Franken pro Jahr aus. Gegenüber dem Zinsniveau von 2008 entspricht das einer Einsparung von stolzen 10 Milliarden Franken. Auch viele Mieter profitieren: Der für die Mieten massgebende Referenzzinssatz wird in den nächsten Monaten voraussichtlich ein weiteres Mal nach unten angepasst. Zwar heisst es im Volksmund, man solle einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schauen. Wir tun es hier trotzdem: Für die tiefen Zinsen gibt es im Wesentlichen drei Ursachen. Beginnen wir mit der erfreulichsten, der geringen Teuerung. Wie die Grafik zeigt, hatten wir im Jahr 2008 einen relativ kräftigen Inflationsschub von über 2 Prozent, was auch die Zinsen in die Höhe trieb. Aktuell dagegen liegt die Teuerung praktisch bei null. In der Eurozone ist der Preisauftrieb mit 0,5 Prozent ebenfalls gering. Ursache Nummer zwei sind die gedämpften Wachstumsperspektiven: Obschon wir in der Schweiz derzeit eine robuste Konjunktur haben, müssen sich

zugang für südeuropäische Unternehmen erleichtern. Doch vergünstigt sie 4% damit – als Neben5-jährige Festhypothek effekt – auch die Im3% mobilienkredite bei 2% uns. Ist unser Hypo1% thekarmarkt somit schutzlos den Kräf0% ten der globalen Inflationsrate -1% Geldpolitik ausgeliefert? Zum Glück -2% nicht, vor allem 2006 2008 2010 2012 2014 dank der bewährten Der Zinssatz der fünfjährigen Festhypothek ist im Juni bis auf «goldenen Finanzie1,3 Prozent gesunken. Ursachen sind die tiefe Inflation, die rungsregeln», die wir gedämpften Wachstumsperspektiven sowie die lockere in der Schweiz kenGeldpolitik der Notenbanken. nen. So wird ein HypoQuelle: Migros Bank thekarkredit nur bewilligt, wenn der die Industrieländer, besonders in Kunde auch einen kräftigen Zinsanstieg Europa, auf tiefere Wachstumsraten verkraften kann. Bei der Migros Bank einstellen. Gründe dafür sind der kalkulieren wir dabei mit einem Zinssatz Schuldenabbau und die demografische von 4,5 Prozent – obwohl die aktuellen Entwicklung. Sätze bei manchen Hypotheken nur wenig über 1 Prozent liegen. Hypozinsen Wohneigentümer könnten einen von über 4,5 Prozent gab es in Schweiz Zinsanstieg verkraften letztmals Mitte der Neunzigerjahre. Die Die dritte Ursache ist die Geldpolitik. Ob EZB existierte damals noch gar nicht. wir es wollen oder nicht: Was die Noten- Und eine «Nullzinspolitik» ebenso banken in Frankfurt und Washington wenig. beschliessen, wirkt sich direkt auf unser Portemonnaie aus. Mit der jüngsten Jetzt aktuell auf www.blog.migrosbank.ch: Zinssenkung möchte die Europäische Machen Sie mit beim Gewinnspiel – wir suchen Zentralbank (EZB) primär den Kredit- die originellsten Wohnwünsche.

Rekordtiefe Hypozinsen

ALLTAGE MIT KINDERN

Juni

Tipps und Ideen aus dem Buch «365 Alltage mit Kindern».

Bild: Lee Jakob

Kirschkerne spucken ■ Normalerweise ist Spucken ja verboten. Aber heute gewinnt, wer am besten spucken kann: nämlich mit Kirschkernen. Wer kann die Kerne am weitesten spucken? Wer trifft am schnellsten ein Ziel? Die Kirschen werden im Mund entkernt und der Kern dann zwischen die zu einem Röhrchen geformte Zunge gelegt und weggepustet

(wegen der Gefahr des Verschluckens bekommen jüngere Kinder vorbereitete Kirschkerne). Tipp: Bei diesem Spiel trägt man von Vorteil alte Kleider. Kirschen können Flecken verursachen. «365 Alltage mit Kindern», Sabine Mandel, Werd Verlag, www.werdverlag.ch, www.exlibris.ch

Kinder lieben Kirschen: Sie sind süss und eignen sich für allerlei Spiele.


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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Gemeinsam Mami und Papi – auch nach der Trennung Ab 1. Juli gilt nach einer Trennung oder Scheidung das gemeinsame Sorgerecht. Damit werden Eltern bestärkt, ihre Kinder zusammen zu betreuen. Das Migros-Magazin hat getrennte Paare besucht, die sich die Betreuung des gemeinsamen Kindes hälftig teilen.

D

ie haselnussbraunen Augen von Annalena strahlen, fröhlich turnt die Fünfjährige auf dem Sofa herum. Es ist Montag, sie ist gerade aus dem Kindergarten zurück, Papa ist auch da. Denn heute geht sie zu ihm nach Hause. Wie immer am Montag und am Mittwoch. Am Dienstag und Donnerstag ist sie jeweils bei Mama. Freitag bis Sonntag je nachdem – auch hier wechseln sie manchmal tageweise ab. «Unser Betreuungssystem ist etwas wild mit dem täglichen Wechsel», sagt Lisa Boller (30). «Doch es ist im Moment die beste Lösung.» Das tägliche Hin und Her passt allen drei. Eine wochenweise Betreuung kommt zurzeit nicht infrage: «Spätestens nach drei Tagen kommt das Gefühl, dass ich Annalena wieder sehen möchte», sagt Florian Boller (33). Vor drei Jahren haben sich Lisa und Florian Boller getrennt, ihre Tochter war damals zwei Jahre alt. Für die beiden war immer klar, dass sie sich weiterhin gemeinsam um ihre Tochter kümmern. «Es war selbstverständlich, dass wir uns die Betreuung teilen», sagt Florian Boller. Er war als Vater schon immer sehr präsent. Seit Annalena zur Welt gekommen ist, arbeitet der Geograf nie mehr als 60 Prozent. Ihre Wohnungen liegen knapp einen Kilometer voneinander entfernt im gleichen Quartier im Berner Breitenrain. Das war nicht immer so. Vor zwei Jahren hatte sich der Vater eine Zeit lang den Traum des Landlebens erfüllt: «Doch das wurde zu viel, ich fuhr nur noch hin und her.» Beiden wurde klar, dass ihr 50-50-Modell nur funktionieren kann, wenn sie nahe beieinander wohnen. Seit Annalena im Kindergarten ist und Lisa Boller als Hebamme keine Nachtschichten mehr hat, geht der Wechsel leichter. «Der Kindergarten gibt automatisch einen Bruch, jemand bringt sie hin, die andere Person holt sie ab. So fallen die Übergaben leichter»,

SORGE- UND UNTERHALTSRECHT

Zwei Stufen Ab dem 1. Juli tritt das neue Sorgerecht in Kraft. Die elterliche Sorge be­ inhaltet Erziehung, Ausbildung und ge­ setzliche Vertretung sowie die Verwaltung des Kindesvermö­ gens. Neu bleibt die gemeinsame Sorge nach der Ehe beste­ hen und ist bei unver­ heirateten Paaren der Regelfall – auch nach der Trennung. In einem zweiten Schritt wird auch das Unterhaltsrecht neu geregelt (siehe Interview nächste Seite). Väter sollen unabhängig vom Zivilstand für Kind und Mutter Unterhalt zahlen. Der National­ rat hat sich am 19. Ju­ ni mit grosser Mehr­ heit zugunsten der Vorlage ausgespro­ chen. Voraussichtlich im Herbst kommt sie in den Ständerat.

erklärt sie. Organisatorisch ist es dennoch anspruchsvoll. Die Eltern sitzen ein Mal pro Monat zusammen und planen die nächsten Wochen. Übergaben am Abend, die emotional anstrengend sind, vermeiden sie wenn möglich. Es gibt noch einen anderen Grund, warum die gemeinsame Betreuung so gut funktioniert: «Wir vertrauen einander sehr», sagt Florian Boller. Und dies noch immer, obwohl sie kein Paar mehr sind. Kleinere Auseinandersetzungen gibt es immer wieder, doch Fetzen geflogen sind bei ihnen nie. Wenn jemand das Bedürfnis hat, etwas zu bereden, dann besprechen sie dies zu zweit, wenn Annalena nicht dabei ist.

Den Expartner trotz allem als Mutter oder Vater respektieren «Sobald wir einander bekämpfen, verlieren alle drei», sagt Lisa Boller. Mit ihrer friedfertigen Art bringen sie etwas zustande, wovon viele getrennte Paare träumen. Die Soziologin Margret Bürgisser (67), die sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat, weiss, was nötig ist, um die gemeinsame Betreuung umzusetzen. «Es braucht guten Willen und die Einsicht, dass das Kind nichts für die Trennung kann», sagt sie. «Die Eltern müssen zwischen Elternschaft und Paarkonflikt unterscheiden können. Das ist sehr anspruchsvoll.» Es braucht den Effort, nach der Trennung trotz allem Schmerz den Expartner als Mutter oder Vater zu respektieren. Roland Reisinger (45) und Satya Roos (53) haben dies geschafft. Ihr Sohn Mathias ist 16 Jahre alt. Der Traum einer gemeinsamen Familie zerbrach relativ rasch nach seiner Geburt. Schon 15 Jahre sind die Eltern kein Paar mehr, seit der Trennung kümmern sie sich beide um ihren Sohn: Mathias ist jeweils eine Woche beim Vater, dann eine Woche bei der Mutter. «Ich wollte immer zu meinem Sohn schauen und ihn nicht nur zwi-

schendurch am Wochenende sehen», sagt Roland Reisinger. «Unabhängig, was zwischen uns gelaufen ist als Paar, als Eltern tragen wir beide Verantwortung», sagt Satya Roos. «Ich wollte immer, dass auch er Vater sein kann.» Sie sitzen im Wohnzimmer bei Roland Reisinger zu Hause. Es ist heute keine Seltenheit mehr, dass sie gemeinsam am gleichen Tisch sitzen. Die beiden wohnen nicht weit weg voneinander im Wylerquartier in Bern, sie feiern immer wieder Geburtstage und Weihnachten zusammen, sie gehen auch gemeinsam Ski fahren, treffen sich an den gleichen Orten im Ausgang, und Satya schaut auch schon mal zum zweiten Kind von Roland. Der Weg dahin war jedoch schwer. Denn die Trennung war schmerzhaft gewesen, die Emotionen heftig, die Verletztheit gross. «Das war nicht einfach, und es war ein langer Prozess», erinnert er sich. «Die gemeinsame Betreuung von Mathias stand im Zentrum, alles andere haben wir Schritt für Schritt ringsum gebaut», sagt sie. «Wir mussten einen Weg finden, um kommunizieren zu können. Wenn das Reden nicht funktionierte, dann haben wir uns schriftlich mitgeteilt.» Wichtig war, dass Mathias möglichst nicht auch noch darunter litt. Die Übergaben dauerten nur kurz, an einem öffentlichen Ort, und sie erklärten Mathias, dass dies nichts mit ihm zu tun hatte. Es dauerte etwa drei Jahre, bis sie nach dem Ende ihrer Beziehung einen entspannten Umgang miteinander fanden. «Wir haben bestimmt nicht den Weg des geringsten Widerstandes gewählt», sagt Roland Reisinger. «Es braucht die innere Überzeugung, dass man das so will, damit es klappt.» Ursprünglich besass Satya Roos das alleinige Sorgerecht. Nach einer Weile wurde dem Vater klar, dass er sich damit nicht zufrieden geben konnte. «Ich wollte ein Mitspracherecht.» Denn wer


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

«Sobald man einander bekämpft, verlieren alle drei.» Lisa Boller

«Wir vertrauen einander sehr»: Vor drei Jahren trennten sich Lisa und Florian Boller, die kleine Annalena betreuen sie aber gemeinsam.

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DAS SAGT DIE EXPERTIN

«Sanktionen können nur im Einzelfall sinnvoll sein» Margret Bürgisser, welche Probleme löst das gemeinsame Sorgerecht?

Roland Reisinger (Mitte) und Satya Roos kümmern sich seit der Trennung vor 15 Jahren gemeinsam um ihren Sohn Mathias.

das Sorgerecht hat, kann bei wichtigen Entscheidungen wie medizinischen Eingriffen, religiöser Erziehung oder der Schulwahl bestimmen und ist bei offiziellen Dokumenten unterschriftsberechtigt. Seit zehn Jahren haben sie diese Rechte gemeinsam. Satya Roos wurde nach einer Bedenkzeit bald klar: «Wenn ich Ja zu ihm als Vater sage, dann muss ich auch für das gemeinsame Sorgerecht sein.» Für ihn hat sich damit viel verändert: «Es hat mir emotionale Sicherheit, innere Stärke und Boden gegeben.» Heute besteht die Herausforderung hauptsächlich in organisatorischen Dingen. Sie sprechen sich regelmässig ab, um möglichst alles mitzukriegen, was Mathias betrifft. Das ist anstrengend und oft mühsam, denn Infos von der Schule erhält jeweils nur eine Person – Vater oder Mutter, je nachdem, bei wem er gerade wohnt. Mathias fotografiert das Wichtigste und schickt

Es ist ein grundsätzliches Signal: Egal, wie die Partnerschaft verläuft, die Verantwortung für die Kinderbetreuung haben beide. Es löst das Problem der Väter, die an der Kindererziehung und -betreuung hätten teilnehmen wollen und sich nach einer Trennung abgeschnitten fühlten.

Margret Bürgisser ist Soziologin und Autorin des Buchs «Gemeinsam Eltern bleiben».

Welche Probleme bleiben?

Eltern kann man nicht rechtlich zu einer gemeinsamen Lösung zwingen, wenn sie dazu nicht willens oder fähig sind. Es wird immer Eltern geben, die einander und den Kindern das Leben schwermachen. Bräuchte es Sanktionen für Uneinsichtige?

Parlament und Experten haben sich gegen Sanktionen ausgesprochen. Will beispielsweise ein Vater die Kinder während der Ferien nicht betreuen, bringt es nichts, wenn man ihn dazu zwingt. Sanktionen können nur im Einzelfall sinnvoll sein. Das Parlament diskutiert das revidierte Unterhaltsrecht: Unverheiratete Väter sollen ihren Expartnerinnen Unterhalt bezahlen. Warum wurde dieses nicht mit dem Sorgerecht behandelt?

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Bundesrätin Sommaruga wollte beide Vorlagen zusammenlegen. Das rief einen Entrüstungssturm der Männer- und Väterorganisationen hervor. Sie befürchteten, die Sorgerechtsrevision werde ‹verschleppt›. So ist zuerst das Sorgerecht behandelt und verabschiedet worden. Welcher Zusammenhang besteht zwischen den beiden Rechten?

Das Wohl des Kindes steht im Mittelpunkt. Es soll Kontakt zu beiden Eltern haben dürfen und materiell abgesichert sein. Ich befürchte aber, dass mit dem aktuellen Entwurf die traditionellen Rollen zementiert werden. Was wäre sinnvoller?

Die konsequente Förderung der egalitären Rollenteilung, bei der Mütter wie Väter zum Gelderwerb beitragen und die Kinder gemeinsam betreuen. Das gemeinsame Sorgerecht kann ein erster Schritt dazu sein, dass sich gesellschaftlich etwas verändert. Was war Ihre Motivation, das Buch «Gemeinsam Eltern bleiben» zu schreiben?

Ich erhoffe mir, dass Eltern und Fachleute sich von meinem Buch inspirieren lassen, sich Tipps holen und es als Nachschlagewerk benutzen.


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dies beiden, es müssen aber beide regel­ mässig nachfragen, was für Proben an­ stehen, was für Anlässe stattfinden, ob etwas Spezielles angesagt ist. «Die Schule ist noch nicht auf solche Patch­ workfamilien­Situationen eingestellt.» Seit Roland Reisinger sich als Maler und Farbgestalter selbständig gemacht hat, kann er die Zeiten einfacher selbst einteilen. Aber ohne Agenda und eiser­ ne Disziplin, sie konstant zu führen, würde das Ganze nicht funktionieren. Und ein gutes Mass an Flexibilität brau­ chen die Eltern immer in ihrer Planung.

Mathias würde manchmal lieber nur an einem Ort wohnen So schön es ist, dass Mathias mit beiden Eltern aufgewachsen ist, wünscht er sich manchmal, nur an einem Ort zu wohnen. Seine Eltern verstehen das – können und wollen die Situation aber momentan nicht ändern. Wohnt er nur bei einem Elternteil, geht für die andere Person viel verloren: die Reibungen im Alltag und die Funktion, eine ebenso kompetente Ansprechsperson für Aussenstehende zu sein, etwa für Lehrer. Roland ist froh, dass er bei den Erziehungsaufgaben nicht auf sich allein gestellt ist. «Du weisst, da ist jemand, der dir in der Er­ ziehung hilft und mitdenkt. Das tut gut», sagt Roland. «Du brauchst keine Solotour durchzuziehen.» Ebenso grosse Gemeinsamkeit haben Alfons Schuwey (55) und Jacqueline Kunz (50). Vor vier Jahren zog Alfons Schuwey aus – in ein Haus auf der ge­ genüberliegenden Strassenseite in Kleinbasel. Jacqueline Kunz ist mit ihren beiden Töchtern aus einer früheren Beziehung in ihrer Wohnung geblieben. Janosch (10), der gemeinsame Sohn, hat zwei Kinderzimmer: Montag und Diens­ tag ist er bei Papi, Mittwoch und Don­ nerstag bei Mami, an den Wochenenden wechselt er ab. Dass sie als Eltern sich beide um ihren Sohn kümmern, mitein­ ander auskommen und nicht um das Kind kämpfen, ist für sie beide eine Selbstverständlichkeit. «Ich finde das keine Hexerei. Der Hauptunterschied besteht darin, dass wir nicht mehr an ei­ nem Tisch essen», sagt sie. «Janosch hatte immer oberste Priorität», sagt er. «Es war immer klar für mich, dass ich ebenso für ihn da bin wie die Mutter.» Alfons Schuwey ist im Kaffeemaschi­ nenhandel tätig und hat eine eigene Fir­ ma – nachdem er lange Jahre weit über 100 Prozent gearbeitet hat, richtet er es sich heute so ein, dass die Zeit für sein Kind an erster Stelle kommt. Jacqueline Kunz hat als Sekundarlehrerin ebenfalls

Janosch hat zwei Kinderzimmer: eins bei Papi Alfons Schuwey und eins bei Mami Jacqueline Kunz.

«Es war klar für mich, dass ich ebenso für Janosch da bin wie die Mutter.» Alfons Schuwey

Schulferien – ein grosser Vorteil. Dass die hälftige Betreuung trotz Berufstätig­ keit so gut klappt, haben sie der guten Hortsituation in ihrem Quartier zu ver­ danken. Janosch ging von klein auf in den Hort und isst mittags meist in der Tagesstätte. «Vielleicht ist das Schwie­ rigste, dass er sich regelmässig an vier verschiedenen Orten aufhält: Er hat zwei Wohnorte, die Schule und den Mittags­ tisch. Hat er etwas vergessen, wissen wir oft nicht, wo.» Jacqueline Kunz findet es problema­ tisch, dass derzeit nur über das Sorge­ recht und nicht die Pflichten gesprochen wird. Denn noch ist es die Ausnahme, wenn sich auch der Vater zu 50 Prozent um seine Kinder kümmert. Gemeinsames Sorgerecht bedeutet nicht, dass sich auch beide Eltern nach der Trennung um ihr Kind kümmern. Doch es ist ein erster Schritt zur Gleich­ berechtigung. Fachpersonen sind über­ zeugt, dass dieses Gesetz die Eltern darin stärkt, gemeinsam Lösungen für ihre Kinder zu suchen. Die Eltern müssen nun nämlich grundsätzlich alles, was das Kind betrifft, gemeinsam regeln. Und es steckt auch die Hoffnung drin, dass sich Väter vermehrt ihrer Verantwortung be­ wusst sind und sie auch wahrnehmen. Texte: Claudia Langenegger Bilder: Marco Zanoni

Hier erfahren Sie mehr «Gemeinsam Eltern bleiben – trotz Trennung oder Scheidung», Margret Bürgisser, Hep Verlag Bern, Fr. 31.20 bei Ex Libris Beratungsdienst Elternclub Schweiz: www.elternclubschweiz.ch KET – Kinder und Eltern in Trennung: Beratung am Zürcher Marie Meierhofer Institut für das Kind (MMI) info@mmi.ch, www.mmi.ch/Dienstleistungen/ket Schweiz. Verband alleinerziehender Mütter und Väter SVAMV: www.svamv.ch Dachverband der Schweiz. Männer- und Väterorganisationen: www.maenner.ch Schweizerische Vereinigung für gemeinsame Elternschaft: www.gecobi.ch Verein Verantwortungsvoll erziehende Väter und Mütter: www.vev.ch

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Risiko und Nebenwirkung

Bild: René Ruis

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Neue Tennisschuhe müssen her: die alten sind Heidi zu breit geworden.

igentlich bin ich die Gleiche geblieben, die Hülle hat sich aber gewaltig verändert. Neben den Kleidern passen mir auch die Tennisschuhe nicht mehr. Natürlich nicht in der Länge, sondern in der Breite. Ein Besuch im SportXX, und dieses Problem ist gelöst. Leider kann man sich nicht wünschen, wo das Fett bleiben darf und wo es weg soll. Ja, liebe Frauen, eine ganze Körbchengrösse ging drauf. Und seit ich weniger Fett esse, ist meine Haut viel trockener. Ich creme mich drei Mal mehr ein als vorher. Durchs regelmässige Training im Fitness-Park

Puls 5 mit Andi habe ich mehr Muskeln bekommen und entdecke immer wieder neue. Mein Personal Trainer lässt mich Übungen machen, die alle Muskeln aktivieren. Beim Training verfluche ich ihn manchmal gewaltig. Zu Hause, beim Eincremen, schliesse ich ihn wieder in meine Gebete ein. Ein wichtiger Termin steht noch an: Ich werde mit meinen besten Freundinnen zusammen im exklusiven Strandmodeladen Tabou in Zürich meinen Traumbikini aussuchen – und anschliessend ein Cüpli trinken gehen. Oder doch lieber ein Gläschen Grüntee?

naten se c h s M o d n re h ä W agazinMigros-M hilega, versucht eidi Bacc H n ri to k Reda kleid zu ihr Braut zurück in r Seite u z . Da b e i n e m m o k Trainer Personal steht ihr FitnessTasci vom Andreas h. 5 in Züric Park Puls

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ine Internetverbindung, einen Stromanschluss – mehr braucht es nicht, um den Schweizer TV-Dienst Wilmaa in Betrieb zu nehmen. Die Installation ist einfach: Einstecken, per Kabel oder W-Lan mit dem Internet verbinden, los gehts. Alle Kabel sind dabei. Die Startzeit der Box beträgt im Test über eine Minute, das ist zu viel. Ansonsten gibts punkto Reaktionszeit nichts zu klagen. Aber die Testleitung übertrifft die empfohlene Internetgeschwindigkeit von 10 MBit/s um das Zehnfache. Wer langsamer surft, muss beim Zappen mit Wartezeiten rechnen. Die Steuerung von Wilmaa gelingt mit der simpel gehaltenen Fernbedienung nur nach etwas Übung. Der Hersteller verzichtete zum Beispiel auf eine Programmwechseltaste – das Umschalten klappt nur mit dem Steuerkreuz. Auch das Vor- und Zurückspulen ist harzig, ansonsten findet man sich im intuitiven Menü jedoch gut zurecht.

Jede Sendung wird automatisch aufgezeichnet und bleibt je nach Kanal für 30 Stunden oder 7 Tage abrufbar. Wer den Fernseher zum Beispiel mitten im «Tatort» einschaltet, kann per Knopfdruck an den Anfang springen oder über die integrierte digitale Fernsehzeitschrift «Tele» die verpasste Quizshow vom letzten Montag abrufen. Nützlich ist die Funktion, Aufzeichnungen auf einen USB-Stick zu laden und auf dem Notebook zu schauen. Gelungen ist zudem die Top-10-Ansicht, die zeigt, was andere Nutzer gern sehen. Wilmaa kostet einmalig Fr. 200.– und Fr. 30.– pro Monat. Texte: Reto Vogt www.migrosmagazin.ch

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Ein Fisch für alle Fälle Wer gern fotografiert und Spezialeffekte mag, sollte seinem Handy die App InstaFisheye für Android (Gratis) und iPhone (2 Franken) spendieren. Sie simuliert vier verschiedene Fischaugenobjektive, die einen besonders grossen Bildausschnitt einfangen können und die Motive hübsch verzerrt darstellen. Standardmässig stehen ausserdem zehn Farbfilter zur Verfügung: Diese sind für die meisten Fotografen ausreichend und der In-App-Kauf von 80 weiteren Effekten (für fünf Franken) nicht nötig. Die Ergebnisse lassen sich entweder auf dem Handy speichern oder über Facebook und Twitter mit Freunden teilen.

mit Reto Vogt

Wir Schweizer Bei jeder Suchanfrage versucht Google zu erraten, was die Nutzer wissen wollen. Mit jedem Buchstaben, der ins Eingabefeld getippt wird, verändern sich die Vorschläge. Der Suchmaschinist greift auf Millionen von Suchanfragen zurück und berechnet innert Bruchteilen einer Sekunde die wahrscheinlichsten Möglichkeiten. Man kann also durchaus sagen, dass es sich dabei um die am häufigsten gesuchten Begriffe handelt. Beginnt man mit «Die Schweiz ist …», erscheint nur wenig Aussagekräftiges: Zuoberst steht das Skurrile «… eine kuhgell», gefolgt vom nur wenig besseren «… eine Kugel». Um zu erfahren, was unsere Nachbarn von uns denken, gibt man dasselbe zum Beispiel bei Google.de ein und erhält andere Vorschläge: Dort steht die Schweiz sei «...das weltoffenste Land Europas» oder «unberechenbar geworden». Die Österreicher (google.at) finden «die Schweiz ist für uns beispielhaft», die Franzosen (google.fr) halten uns für «formidable» und die Italiener (google.it) denken, wir seien «ricca», also reich. Dasselbe funktioniert übrigens auch für die Kantone. So vervollständigt Google die Eingabe «Berner sind» mit «schöner als Zürcher» und «Basler sind» mit «die hippsten». Bei den Aargauern erscheint eine Aussage zu ihrer Fähigkeit, ein Auto zu steuern, und Tessiner sind wütend auf Bern. Unabhängig davon, ob die von Google vorgeschlagenen Aussagen stimmen oder nicht: Unterhaltsam sind sie allemal.

Diskutieren Sie mit Kennen Sie lustige Google-Vorschläge? www.migrosmagazin.ch/nerdswords


LEBEN 100 |

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AUTO

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Gruppenbild mit Hybrid: Familie Dänzer aus Köniz macht sich am Gurnigel im Naturpark Gantrisch wanderfertig (von links): Celina, Luan, Simon und Mael.

STECKBRIEF

CO₂-RICHTWERTE

Lexus CT 200h «F Sport» Antrieb: Benzin-Elektro-Hybrid (1,8-Liter-R4, 142 Nm; E-Motor, 207 Nm), 136 PS, stufenloser Automat, Frontantrieb Fahrleistungen: 0–100 km/h in 10,3 s, Spitze 180 km/h Abmessungen: L x B x H = 4,35 x 1,77 x 1,45 m, Laderaum 275 bis 985 l, Gewicht 1540 kg Verbrauch: 4,1 l/100 km = CO₂-Ausstoss 94 g/km (Normwerte). Energieeffizienz A Preis: 45 400 Franken (Basis «Impression» ab 34 700 Franken)

Lexus CT 200h «F Sport» Im Jahr 2015 sollen Neuwagen in der Schweiz im Schnitt 130 g/km CO₂ ausstossen. Geht man von einer kontinuierlichen Senkung des letzten ermittelten Werts (2012: 151 g/km) aus, bedeutet das für 2014 als Richtwert 137 g/km. Der Testwagen liegt mit 94 g/km klar tiefer und erreicht bereits den 2021 geplanten Grenzwert (95 g/km). Weitere Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie unter www.migrosmagazin.ch


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

Sparen auf die feine Art

Mit Kind und Kegel durchs Berner Oberland – mit nur viereinhalb Liter Verbrauch? Im frischen Lexus CT 200h kein Problem für die Testfamilie Dänzer aus Köniz.

A

arau, Luzern, Interlaken und am Schluss zum Wandern auf den Gurnigel: Mehr als 1000 Kilometer weit prüft Familie Dänzer aus Köniz bei Bern den Hybridkompakten Lexus CT 200h während der Testwoche. Selbst am Gurnigel, alljährlich Schauplatz des Bergrennens, steht nicht Tempo im Vordergrund. «Wir legen Wert auf Platz, gehobene Ausstattung und wenig Verbrauch», erläutert Simon Dänzer (40). Der aktuell überarbeitete Lexus gefällt der Familie auf Anhieb. «Vor allem der neue, markante Kühlergrill sorgt für den sportlich-eleganten Look», findet Celina Dänzer (35), «und innen spürt man sofort, dass man in einem Auto der gehobenen Klasse sitzt.» Die Hebamme schätzt die edle Qualität, doch sie kritisiert: «Werden unsere Buben älter, würde es hinten eng.» Als «sehr gleichmässig und geschmeidig» empfindet Simon Dänzer den Antrieb. «Zwar ist das sportliche Potenzial beschränkt», urteilt der Mechanikermeister, «aber 136 PS reichen. Wichtiger ist jedoch, dass er dank des unterstützenden E-Motors drehmomentstark anfährt, stets sehr harmonisch wirkt und häufig in den flüster-

150 140

Hybrid auf dem Vormarsch

161 155 151 144 137

130

130

120 110 100 90

Bilder: Nik Hunger

EXPERTE

170 160

leisen Elektromodus schaltet.» Am Ende verbraucht die Familie im Testschnitt nur 4,7 l/100 km. Das neu abgestimmte Fahrwerk ist auch in der Ausstattungsvariante «F Sport» sehr komfortabel und passt zum Charakter: Der CT ist zwar eher Gleiter als Kurvenstar, «liegt aber trotzdem satt und gefällt mit guter Rückmeldung der Lenkung, sodass es Spass macht, ihn mal im Sport-Modus zu bewegen», sagt Simon Dänzer. Kritik trifft nur Details. Die Eltern monieren die teils zu klein dargestellten Navi-Infos des Multimediasystems, mögen aber dessen Möglichkeiten und die Bedienung über eine Art Computermaus. Die schlechte Sicht nach hinten missfällt, weshalb die zur üppigen Ausstattung zählende Rückfahrkamera geschätzt wird. Und Mael (7) und Luan (5) würden hinten gern besser rausschauen können. Könnte der Lexus den vierjährigen Toyota Avensis der Familie ablösen? «Leider nein», sagt Simon Dänzer: «Er ist zwar ein praktisches Familienauto für 90 Prozent aller Fahrten, aber für unsere Ferien nicht geräumig genug. Schade, gibt es ihn nicht als Kombi.» Texte: Timothy Pfannkuchen

94 g/km

80 2010 2011 2012 2013 2014 2015

Kurt Egli, Umweltberater

Trotz Klimaproblematik sind die meisten Neuwagen nur mit diesel- oder benzingetriebenen Motoren ausgerüstet. Die Alternativen kommen nur auf drei Prozent Anteil am Markt. Am erfolgreichsten unter ihnen sind die 1997 aus der Nische gestarteten Vollhybriden, bei denen ein Elektro- den Verbrennungsmotor unterstützt. Seither hat Hybridpionier Toyota samt Tochter Lexus weltweit über fünf Millionen verkauft und bietet von Kompakt- bis Luxusklasse eine breite Hybridpalette. Mit etwas Gasfussspitzengefühl sind Umweltund Budgetschonung da kinderleicht.

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AUTO | 101

DIE AUTO-TEST-FAMILIE

Testen Sie eine Woche lang gratis den neuen Opel Meriva Testen Sie für das Migros-Magazin gratis den neuen Opel Meriva. Bewerben Sie sich auf www.migrosmagazin.ch und fahren Sie von Mo., 28. Juli, bis Mo., 4. August 2014, den überarbeiteten Kompaktvan mit neuem Dieselmotor. Sie sind eine mindestens dreiköpfige Familie und bereit, im Migros-Magazin zu erscheinen. Anmeldeschluss: So., 6. 7. 2014. Wir wählen die Teilnehmer aus. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

STECKBRIEF Opel Meriva 1.6 CDTI Antrieb: R4-Turbodiesel, 1598 cm3, 136 PS, 320 Nm bei 2000/min. 6-Gang-Getriebe, Frontantrieb Fahrleistungen: 0–100 km/h in 9,9 s, Spitze 197 km/h Abmessungen: L x B x H = 4,30 x 1,92 x 1,62 m, Laderaum 400 bis 1500 l, Gewicht 1361 kg Verbrauch: 4,4 l/100 km = CO2-Ausstoss 116 g/km (Normwerte). Energieeffizienz A Preis: ab 29 800 Franken (Basis: Meriva 1.4, 100 PS, ab 20 700 Franken)


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BITTE MELDE DICH

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014

| 103

 Wir organisieren am 13. September 2014 ein Konfirmationstreffen (1948– 1964). Uns fehlt immer noch der Aufenthalt von Dorli Ambühl (lediger Name), wohnhaft gewesen in 9630 Wattwil SG. Es würde uns freuen, wenn Du Dich bei Esther Rossier-Schmid meldest: per Telefon: 071 855 16 72 oder E-Mail: erossier@sunrise.ch www.migrosmagazin.ch

Ehemalige Mitschüler gesucht  Wir finden, es wäre an der Zeit, nach 32 Jahren wieder eine Klassenzusammenkunft zu organisieren. Wir suchen Adressen unserer Mitschüler von der Realschule Bettenacker 1979–1982 bei Lehrer Karl Rudin in Allschwil BL: Michel Andres, Philipp Atz, Caroline Bolliger, Urs Cueni, Maurizio De

Francesci, Michel Giger, Daniel Grieshaber, Pia + Heidi Kräuchi, Walter Kiefer, Markus Leupi, Cornelia Locher, Stephan Messmer, Eliane Vittori, Martin Müller, Daniel Pfennich, Michel Saxer, Roland Rüegg, Renee Hofmann, Daniel Zwick. Bitte melden bei Severina Lombardi E-Mail: s.lombardi@gmx.net

ONLINE SUCHEN Die Onlinesuche ist ganz einfach. Geben Sie Ihre Suchannonce ein unter: www.migrosmagazin.ch/meldedich. Innerhalb weniger Tage wird jeder Eintrag im Internet veröffentlicht. Ein attraktives Bild und die Angabe der E-Mail-Adresse steigern die Erfolgschancen. Und wenn Sie etwas Glück haben, erscheint Ihre Annonce zusätzlich in der gedruckten Ausgabe des Migros-Magazins.

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GLÜCKSGRIFF

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014

STÄDTEREISE BORDEAUX | 105

In Bordeaux kommen Kulinarik-, Kulturund Shoppingfans auf ihre Kosten.

Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin und Migros Ferien verlosen drei Städtereisen für zwei Personen nach Bordeaux mit zwei Übernachtungen im Vier-Sterne-Hotel Mercure Château Chartrons inklusive Frühstück und Flug im Wert von je 1000 Franken. Und so machen Sie mit: Beantworten Sie einfach folgende Frage: In welchem Land liegt Bordeaux? Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstr. 1, 9999 Exempelstadt

Bordeaux für alle

Städtereisen sind beliebt, das Eintauchen in eine fremde Stadt inspiriert. Das Migros-Magazin und Migros Ferien verlosen drei Reisen nach Bordeaux.

D

ie Stadt Bordeaux liegt im Südwesten Frankreichs in der berühmten Weinregion Bordelais. Auf einem Rundgang lässt sich die Universitätsstadt am besten erkunden. Ihre Altstadt ist seit 2007 Teil des UnescoWeltkulturerbes. Sie besticht durch reich verzierte Bürgerhäuser mit verschnörkelten eisernen Balkonen. Sehenswert ist auch das Triangle d’Or, das prachtvollste Quartier der Stadt, in dessen Zentrum die beeindruckende Kirche Notre Dame de Bordeaux steht. Auch ein Besuch des Grand Théatre de Bordeaux lohnt sich – es ist eines der schönsten Opernhäuser Europas. Kulinarisch hat Bordeaux ebenfalls einiges zu bieten: zum einen die berühmten, edlen Weine, zum anderen die traditionsreiche Küche, für die beste Zutaten aus der Region verwendet werden. Wer mehr über die Bordeauxweine er-

fahren möchte, dem sei ein Besuch der Maison du Vin empfohlen. Wer eher für Shopping zu haben ist, sollte die Einkaufsstrasse Rue SainteCatherine aufsuchen mit Geschäften aller bekannten Marken. Entlang der Boulevards und Strassen des Triangle d’Or sind die exklusiven Boutiquen der Designerlabels angesiedelt. Sehr beliebt ist auch das Factory-Outlet-Center am Quai des Marques, am Ufer der Garonne. Die Gewinner steigen in Bordeaux im Vier-Sterne-Hotel Mercure Château Chartrons ab. In etwa zehn Minuten erreicht man von dort aus mit den öffentlichen Verkehrmitteln den Triangle d’Or – und ist damit nur einen Katzensprung von dem Ort entfernt, wo Kulturfans, Schnäppchenjägerinnen und Geniesser auf ihre Kosten kommen. www.migros-ferien.ch/staedtereisen

Online: Gratis auf www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Migros Ferien», Postfach, 8099 Zürich Einsendeschluss: Sonntag, 6. Juli 2014 Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos. Der Preis muss vom 30. 6.–31. 10. 2014 (nach Verfügbarkeit) eingelöst werden.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014

RÄTSEL & SPIELE

| 1071 UNTERHALTUNG EXTRA

KREUZWORTRÄTSEL: GESAMTWERT 750 FRANKEN

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Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

Telefon Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 6.7.2014, 24 Uhr

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Auflösung Nr. 26: PROVISION

So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 6.7.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

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Gewinner Nr. 25: Rita Grolimund, Zullwil SO; Joachim Müller, Adliswil ZH; Vreni Gsteiger, Gwatt BE; Marcel Christinat, Erlinsbach SO; Astrid Meisser, Ipsach BE Gewinner «Zusatz» Nr. 25: Alice Fässler, Bronschhofen SG; Verena Tüscher, Biel BE; Martin Rhyner, Rüti GL; Klara Eckert, Pfungen ZH; Maria Toth, Basel


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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

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UNTERHALTUNG | 109

QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Die Migros ist ein ... besser. L

A

J

M

B Z

So nehmen Sie teil

2. Was kann man nicht essen? U Hanswurst

O Jagdwurst

E

Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 VORRUNDE Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

Teewurst

3. Für welchen Club spielt Nati-Torwart Diego Benaglio? W VfL Wolfsburg

H Bayern München

N Werder Bremen

4. Wie viele Spiele werden an der WM 2014 in Brasilien ausgetragen? R 32

G 56

E

64

T

Stundien

5. Wie nennt sich ein Merkmal bei einem Fingerabdruck? A Sekundien

L

Minutien

Teilnahmeschluss: Sonntag, 6.7.2014, 24 Uhr

8. Was ist Thema in Barbara Bushs (Ex-US-Präsidentengattin) Buch «Millie's Book»?

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

F

Auflösung Nr. 26: VORRUNDE

6. Wo hatte die westliche Astrologie in vorchristlicher Zeit ihren Ursprung? I

Ägypten

T

Frankreich

N Italien

7. Welche Kinderbuchfigur hat ihren Namen von einer Stadt in Tschechien? R Däumling

U Pumuckl

Handarbeit

E

R Hund

Hotzenplotz

M Ehemann

Gewinner Nr. 25: Denise Häglin, Riehen BS; Konrad Müller, Zürich; Alois Engeler, St. Gallen

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

3 2 4

I

5 1

BAEUCH I G ERLOESEN GEGESSEN HELLEN I N LANC I ERT M I ETER I N MUN I T I ON REDSEL I G UMS E I T I G ZWE I T E N S

So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 MOTEL Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 6.7.2014, 24 Uhr

1

2

3

4

5

Auflösung Nr. 26: MOTEL Gewinner Nr. 25: Hansruedi Krauer, Sennhof ZH; Fredy Bollhalder, Flawil SG; Monika Meier, Riedikon ZH

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


Alle Informationen in aller Ruhe – Das kann nur ein Inserat. Dieses Inserat macht Werbung für Werbung in Zeitungen und Zeitschriften. Der Verband SCHWEIZER MEDIEN schreibt dazu jedes Jahr einen Wettbewerb für junge Kreative aus. Dabei siegte auch diese Arbeit – kreiert wurde sie von Luca Schneider und Yannick Schaller, Havas Worldwide Zürich. www.das-kann-nur-ein-inserat.ch


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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014 |

UNTERHALTUNG | 111

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BIMARU

BRÜCKEN

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü4 2 3 2 cken und Verbindungen mit mehr 3 als 2 Linien sind nicht erlaubt. 1 2 www.raetsel.ch/bruecken

2 0 1 5 1 1

Auflösung Nr. 26:

3

3

3

4

3 1 5 1 2

3

3

1

0

5

0

2

3

1

4 3

2 2

3 3 1

4

1

1

5

1

4

3

2

8 2

2 2

5

4 2 1

3

Auflösung Nr. 26: 3

3

3 2

3

5 3

1 2

3

2

2

1

3

2

2

2

2

2 3 8 4 3

2

1 3 3

3

2 1

4 3

2 3

3

2

1

3

KINDEREGGE

ALLES BEGRIFFEN?

Die Lilibiggs und ihre Freunde sind im Fussballfieber. Findest du die 5 Unterschiede? Kreise sie mit einem Stift ein.

L

N Q E

Z W A S S

A

I

M A

I

P M S O Ä A

T

E

V

E

I

S

A G U C

F

E

F

Q P

E

A D U S

R W B P

J

D

C H

E

X

E

R H D W M W V

B

L

U

Z

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E

P U

T

Z

Z

T O

I

L

E

T

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T

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E Q N

I

E

O C P

I

E

R A S

Y W

A D Ä A G H A

E

T R

E

N E

R H G

Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs

Lösung:

FUSSBALL-RÄTSEL

B S A O A U

Lösung: RASIERER, WATTE, WASSER, ZÄHNEPUTZEN, SPIEGEL, BADEWANNE, TOILETTE, DUSCHE, SEIFE, WASCHEN

R ätsels pass

Hugo hat sich ein kleines Spiel einfallen lassen. Er hat im nebenstehenden Buchstabennetz diverse Begriffe rund um das Badezimmer versteckt. Findest du alle zehn Wörter? Sie können waagund senkrecht versteckt sein. Kreise sie ein.

Hier erwarten dich: • lustige Spiele • tolle Basteltipps & Malvorlagen • spannende Geschichten und vieles mehr ...

www.lilibiggs.ch


RÄTSEL & SPIELE 112 |

UNTERHALTUNG

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 7

1

1

9

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.

8 7 Auflösung Nr. 26: 573 So nehmen Sie teil 8 3 9 Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) 5 3 9 4 1 2 7 8 6 Gewinner Nr. 25: 6 4 8 5 7 3 1 2 9 Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen 2 SMS 5 6 Ginette Bottarelli, 2 1 7 9 6 8 4 5 3 und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans 7 2 3 8 5 4 6 9 1 Lausanne; Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen 1 8 7 4 6 5 1 9 7 2 3 8 Yolanda Tufano-Dirren, Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich 8 9 1 3 2 6 5 7 4 3 8 6 7 4 5 9 1 2 Herbetswil SO; 2 8 3 Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel 9 5 4 2 8 1 3 6 7 Sibylle Hofstetter, 1 7 2 6 3 9 8 4 5 Teilnahmeschluss: Sonntag, 6.7.2014, 24 Uhr Winterthur ZH; 9 6 4 Charlotte Wicki, Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 2 4 1 Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Neu St. Johann SG; 9 Brigitte Hollenstein, Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden 2 3 schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Gossau SG 06010010645

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IMPRESSUM

Publizistische Leitung: Monica Glisenti

MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch

Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 558 467 Ex. (WEMF 2013) Leserschaft: 2 413 000 (WEMF, MACH Basic 2014-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung),

Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Béatrice Eigenmann, Andreas Dürrenberger, Christoph Petermann, Anna Meister, Michael West Ressort Shopping & Food: Eveline Zollinger (Leitung), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram

· Reichhaltiges Frühstücksbuffet · Lunch mit Salat und Dessert · Nachmittagsjause und Kuchenbuffet · 5-gängiges Gourmet-Abendmenü oder Themenbuffet, inklusive feine korrespondierende Weine · Alle Speisen und Getränke bis 24 Uhr (außer Spirituosen,

Layout: Doris Oberneder (AD), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Tatiana Vergara

Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Lithografie: René Feller, Reto Mainetti

Geschäftsbereich Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Prepress: Peter Bleichenbacher, Marcel Gerber Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Petra Lieberherr (Volontärin), Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72

New Media: Sarah Ettlinger (Leitung), Reto Meisser, Reto Vogt, Nicole Demarmels, Pascal Ochsenbein

Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann

Cocktails, Champagner & Weine von der Karte) · Tägliches Aktivprogramm · geführte Wanderungen von Montag bis Freitag · Mountainbike-Verleih · Kinderbetreuung (ab 3 Jahre) von Sonntag bis Freitag · Gratis Lech Activ-Card

Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 00 Fax: 058 577 13 01 Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Druck: DZB Druckzentrum Bern AG


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MEINE WELT 116 |

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MARTIN DÜRRENMATT

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NR. 27, 30. JUNI 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

MEINE TROPHÄEN

«Ich habe mehr als zwei Dutzend Preise bei Coiffeur-Wettbewerben gewonnen, aber nach dem WM-Erfolg Anfang Mai ist nun Schluss. Einzig bei den Berufseuropameisterschaften im September mache ich noch ein letztes Mal mit – und wenn ich antrete, will ich auch gewinnen.»

MEINE ENERGIEQUELLE

MEINE OASE

«Ich bin in Muttenz BL aufgewachsen und kehre immer wieder gern dorthin zurück, um Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen; bei ihnen tanke ich Kraft. Oft gehen wir dann zusammen ins Restaurant Alessia.»

«Hier draussen auf meiner kleinen Terrasse sitze ich gern im Grünen und entspanne mich bei einem Glas Wein.»

«Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken»

Bei seiner ersten Teilnahme an einer Schweizer Meisterschaft musste sich Martin Dürrenmatt für sein «Werk» schämen. Heute ist er Coiffeur-Weltmeister. Nun konzentriert er sich mit seinem eigenen Label ganz auf seine Kundschaft, darunter auch viele Prominente. Name: Martin Dürrenmatt Alter: 23 Sternzeichen: Fische Wohnort: Adliswil ZH

Wieso leben Sie in Adliswil?

Zufall. Ich habe die Wohnung Anfang Jahr von einer Freundin übernommen und freue mich, endlich etwas Eigenes zu haben – vorher habe ich in einer WG gelebt. Wichtig war mir, im Grünen zu wohnen, weil ich sonst schon so viel in der Stadt bin. Wo würden Sie gern leben?

New York. Dort habe ich letztes Jahr drei Monate verbracht. Eine grandiose, aufregende Stadt! Beruf und Lebenslauf:

Ich wusste schon mit fünf Jahren, dass ich Coiffeur werden will. Mit 16 habe

ich die Lehre in Pratteln BL angefangen, wollte aber von Anfang an mehr. Ab dem ersten Lehrjahr habe ich an Meis­ terschaften teilgenommen. Zuerst an nationalen und ab 2009 auch an inter­ nationalen; insgesamt habe ich sechs goldene, zwei silberne und eine Bronze­ medaille gewonnen. Zudem bin ich Hairstylist und Make­up­Artist für reguläre Kunden, Models und Promi­ nente, etwa für Foto­Shootings, Shows oder Hochzeiten. Zwei Tage pro Woche arbeite ich in einem Salon in Zürich. Mein Ziel:

International Fuss zu fassen.

Was ich an mir mag:

Meine Unkompliziertheit und Flexibi­ lität. Was ich an mir nicht mag:

Ich mag alles an mir!

Was ich mag:

Freunde und Familie, Essengehen, spannende Gespräche, unkomplizierte Menschen. Was ich nicht mag:

Unpünktlichkeit und Arroganz.

Meine Kontakte mit den Promis:

Es ist immer sehr interessant, diese Leute näher kennenzulernen. Und wenn man einen guten Job macht, wird


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MEINE WELT

MIGROS-MAGAZIN | NR. 27, 30. JUNI 2014

MARTIN DÜRRENMATT | 117

MEINE PROMIS

«Ich frisiere auch regelmässig Prominente. Hier den ehemaligen Fussballtrainer Gilbert Gress vor den Dreharbeiten für die SRF-Sendung ‹Donnschtig-Jass›.»

MEIN LIEBLINGSPRODUKT

«Vom Schweizer Alpenkräuter-Ice-Tea habe ich immer eine Flasche dabei – die perfekte Grösse für unterwegs und schmeckt super.»

man auch weiterempfohlen, so entsteht ein Netzwerk. Mein grösster Star bisher war die US-Schauspielerin Melissa Leo, die ich letztes Jahr am Zurich Film Festival frisiert habe. Tolle Frau.

Mein bester Entscheid:

Der dreimonatige Aufenthalt in New York. Nicht nur habe ich damit mein Englisch verbessert, ich konnte auch wertvolle Berufskontakte knüpfen. Mein grösster Erfolg:

Die vier Goldmedaillen an den Weltmeisterschaften 2012 und 2014.

MEIN TICK

Mein peinlichster Moment:

«Ich sammle Uhren, die zwar alle ticken, aber nie die richtige Zeit anzeigen. Will ich wissen, wie spät es ist, schaue ich aufs Handy.»

An der ersten Schweizer Meisterschaft habe ich eine Kategorie völlig verhauen. Da stand ich auf der Bühne neben meinem «Werk» und wäre am liebsten im Erdboden versunken.

MEINE LEIDENSCHAFT

Bild: SRF/Pascal Mora

Mein berühmter Verwandter:

Ich werde oft gefragt, ob ich mit dem Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt verwandt bin. Und ich bins tatsächlich! Mein Ururgrossvater war der Bruder seines Grossvaters. Text: Ralf Kaminski Bilder: Jorma Müller

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MEIN FOOD

«Ich gehe am liebsten ins vegetarische Tibits in Zürich. Auch weil ich im Alltag sonst nicht so gesund esse, ist das ein guter Ausgleich.»

«Ich liebe es, Haarkreationen zu gestalten. Während der Wettbewerbe arbeitet man an lebenden Models, aber auch an Modellköpfen, jeweils nach Designvorlagen des Trainers.»


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