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Migros magazin 26 2015 d lu

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Ausgabe Luzern, AZA 1953 Sion Response Zentral

MM26, 22.6.2015 | www.migrosmagazin.ch

Grosi fliegt eine Mirage. Seite 18

Kochen mit Himbeeren. Seite 47

Schlemmen in Schengen. Bild: Daniel Winkler

Seite 80

Sommer-Serie

Meret Aschwanden ist Strandw채chterin. Warum Jobs am Wasser gl체cklich machen. Seite 10

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4 | MM26, 22.6.2015

18

S Editorial

Synonym Schengen Schengen ist zurzeit wieder in aller Munde. Doch die wenigsten wissen, was die soge­ nannten Schengener Abkommen genau regeln. Vor genau 30 Jahren wurden in dem luxemburgischen Ort die Verträge unter­ zeichnet, die den unkontrollierten Grenz­ übertritt zwischen den Unterzeichnerstaaten ermöglichen. Seit 2008 ist auch die Schweiz Mitglied und hat die Personenkontrollen an den Schlagbäumen abgeschafft.

Die Entwicklungen der letzten Jahre haben die Schengener Abkommen aber in Miss­ kredit gebracht. Seit die Migration europaweit explosionsartig zunimmt, wird die Kritik immer lauter. Schengen öffne illegalen Immi­ granten, Drogenschmugglern und sonstigen Kriminellen Tür und Tor, heisst es. Und seit die italienische Regierung offenbar darüber nachdenkt, Asylbewerbern ein befristetes Schengen­Visum auszustellen, wird der Ton der Auseinandersetzung zwischen Befürwor­ tern und Gegnern der offenen Grenzen noch einmal aggressiver.

Dass der unkontrollierte Personenverkehr nicht unproblematisch ist, zeigt ein aktuelles Beispiel: Der Freistaat Bayern hat anlässlich des G­7­Gipfels auf Schloss Elmau in Krün die Grenze vom 26. Mai bis 8. Juni wieder einmal dichtgemacht und den gesamten Grenzver­ kehr kontrolliert. Resultat: Von 105 000 kont­ rollierten Personen wurden 8600 Men­ schen ohne Aufenthaltsrecht in Deutschland angehalten, 350 ge­ suchte Personen verhaftet und 60 Haftbefehle vollstreckt. Doch Schengen ist nicht nur Synonym für ein Europa ohne Grenzen. Es ist auch ein Winzerdorf in Luxemburg, eingebettet in die malerische Mosellandschaft. Eine Gegend, «zu schön, um wahr zu sein», wie Andrea Scheller, Direktorin des Statistischen Büros der Efta in Brüssel, sagt. Übertrieben? Keineswegs, findet MM­Reporter Reto Wild. Er hat sich im traumhaften Grenzgebiet zwischen Deutsch­ land, Frankreich und Luxemburg umgesehen (Seite 80). Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

47


MM26, 22.6.2015 | 5

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Menschen 8 Diese Woche

Jugendliche Schweizer begehen weniger Straftaten. 10 Serie: Endlich Sommer!

Fünf Menschen, die in der heissen Jahreszeit im kühlen Nass arbeiten. Wie Prominente den Sommer beschreiben. 17 Bänz Friedli 18 Porträt Die 76-jährige Pilotin

Marie-Françoise Le Cornec düst allen davon.

Bilder: Christine Benz, Jeremy Bierer, bunterhund.ch, Annette Boutellier

«Untreue muss in Zukunft neu definiert werden.» 20

68

20 Interview Psychologe Guy Bodenmann über Beziehungsstress im Internetzeitalter.

Migros-Welt 32 Hilfe für Bedürftige

Wohin die Spenden aus der grossen Weihnachtsaktion geflossen sind. 36 Sommerideen 41 Sommerwettbewerb 43 Familientag im Zoo 45 Frage der Woche 47 Saisonküche

Feine Rezepte mit Himbeeren. 58 Die grosse Spiessliparade

61 Knuspriges mit Rosmarin 63 Anna’s beste Salate 65 Fruchtige Glacelutscher 67 Weitere Megawinner 68 Jetzt wirds bunt!

73 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften.

Leben 80 Reisen

Zu Besuch in Schengen, dem berühmtesten Grenzort Europas. Und ganz nebenbei auch ein wunderschönes Winzerdorf in Luxemburg. 86 Kinder

Sieht aus wie eine Schlange, ist aber keine. Und sehen tut sie auch: die Blindschleiche. 89 Digital

Zehn Apps, die unbedingt in die Badi mit müssen. 90 Auto

Tesla, den Ferrari unter den E-Autos, gibts jetzt auch mit Allradantrieb.

93 Glücksgriff 95 Rätsel/Impressum 100 Cumulus 102 Meine Welt

Der Berner Akkordeonist und Komponist Mario Batkovic.

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Menschen MM26

Darauf freuen wir uns Trucker & Country-Festival:

Das grösste Festival seiner Art in Europa findet vom 26. bis 28. Juni in Interlaken BE statt. Neu mit Western-City. Yeehaw! Joel Basman: Der Schweizer Jungstar spielt die Hauptrolle im israelischen Historiendrama «Dawn» – ab 25. Juni im Kino.

Unnützes Wissen

Politiker

«Wir alle steuern auf einen Rekord zu, ohne ein Tamtam darum zu machen. Typisch schweizerisch. Was ich damit meine? Natürlich, dass wir bald Tunnelweltmeister sind! Denn der Endspurt und die letzten Arbeiten vor der Eröfnung des Gotthard-Basistunnels, des längsten Eisenbahntunnels der Welt, haben begonnen. Wann waren Sie zuletzt Zeuge, als Geschichte geschrieben worden ist? Bald sind Sie es. Aber lassen wir den Herrn im Bild und seine Kollegen jetzt noch unter Tage arbeiten – fleissig, unaufgeregt und bescheiden. Bis alles picobello ist. Und dann, erst dann, stossen wir mit ihm an und feiern. Stolz und ein bisschen demütig. Typisch schweizerisch eben.» Mein Bild der Woche

Regula Bührer Fecker (37) ist

Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommunikation und zweifache Mutter.

Als Erich Honecker 1981 Helmut Schmidt empfing, forderte ein Fotograf mehr Action. Daraufhin gab Honecker Schmidt ein Bonbon.

Wladimir Putin soll grosse Teile seiner Dissertation abgeschrieben haben – aus einem US-amerikanischen Ökonomielehrbuch. Silvio Berlusconi

Hörprobe

Valon Fazlija (19), Printmedien-Verarbeiter aus Thun BE

a) Rapper Noizy b) Soundtrack «The Avengers» c) Fussball-Podcast «Reingemacht»

a) «Weil er ein albanischer Rapper ist und mich an meine Wurzeln erinnert.»

Bilder: Keystone/Urs Flüeler, Marco Zanoni, PD

Entschuldigung, was hören Sie gerade?

arbeitete nach seinem Studium als Staubsaugervertreter.

Der nordkoreanische Diktator Kim-Jong Un soll Angst vor Coifeuren haben und sich deshalb die Haare selbst schneiden. Quelle: Stern/Neon


8 | MM26, 22.6.2015 | MENSCHEN

Hält sich die heutige Jugend an Gesetze und Regeln?

Migrosmagazin.ch

Diese Woche

Jugendliche begehen weniger Straftaten Erfreuliche Nachrichten vom Bundesamt für Statistik: 2014 hat die Zahl der verurteilten Jugendlichen erneut abgenommen – in praktisch allen Deliktkategorien. Oberjugendanwalt Marcel Riesen-Kupper erklärt, was hinter diesen Zahlen steckt. Texte: Ralf Kaminski

Umfrage Letzte Woche fragten wir:

Suchen Sie einen Partner für das ganze Leben? 65% Ja. Das ist zwar der Idealfall – aber schon das Ziel. 24% Nicht bewusst. Es muss für den Moment stimmen. 11% Nie im Leben! Damit setzt man nur beide unter Druck.

Jugendkriminalität

4%

weniger Jugendurteile wurden 2014 im Vergleich zum Vorjahr gefällt.

Jugendurteile wurden wegen Betäubungsmittelhandel gesprochen – der einzige Bereich, der gegenüber 2013 zugelegt hat (+21%).

6%

mehr Verurteilungen gab es 2014 im Strassenverkehr, ein neuer Höchststand. Und das, obwohl weniger Jugendliche verurteilt wurden. Quelle: Bundesamt für Statistik

L

etztes Jahr haben die Schweizer Justizbehörden 12 800 Jugendurteile ver­ hängt, 4 Prozent weniger als 2013. Damit setzt sich ein Ab­ wärtstrend fort, der seit 2009 ins­ besondere bei der Jugendgewalt zu beobachten ist. Gleichzeitig hat laut dem Bundesamt für Statistik (BfS) die Zahl der Erwachsenen­ urteile 2014 stagniert – auf einem Höchstwert von rund 110 100. Es gibt nur eine Kategorie, in der bei den Jugendlichen die Zahl der Urteile gestiegen ist, und das gleich um 21 Prozent: beim Handel mit

Betäubungsmitteln. Gar um 36 Prozent stieg die Zahl dieser Urteile bei den 14­ bis 15­Jährigen. Im Kontrast dazu war der Konsum von Drogen rückläufig. Gestiegen ist auch die Zahl der verurteilten Mädchen. Im Kanton Zürich habe sich ihr Anteil von 1990 bis 2014 von 15 auf 25 Prozent er­ höht, sagt Marcel Riesen­Kupper, Leitender Oberjugendanwalt des Kantons Zürich und Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Jugendstrafrechtspflege. Neben typischen «Mädchendelikten» wie Ausweisfälschung für die Disco oder

Diebstahl von Kosmetikartikeln habe auch das Schwarzfahren zuge­ nommen. «Schwere Gewaltdelikte werden hingegen fast nur von männ­ lichen Jugendlichen begangen.» Die Höhe der Strafe spiele bei der Prävention von Delikten keine grosse Rolle, sagt Riesen­Kupper. Internationale Studien zeigten, dass die Härte einer Strafe die Zahl der Delikte nicht reduziere. «Entscheidend ist eine schnelle und konsequente Reaktion der Straf­ verfolgungsbehörden. Ich halte deshalb den oft gehörten Ruf nach härteren Strafen für falsch.» MM

Bild: Cultura/Alan Graf/Getty Images

850


MENSCHEN | MM26, 22.6.2015 | 9

Strassenumfrage

Experteninterview

«Andere Länder beneiden uns um unser Jugendstrafrecht» Marcel Riesen-Kupper, laut Bundesamt für Statistik ist die Zahl der Jugendurteile 2014 weiter gesunken. Kann man daraus schliessen, dass auch die Jugendkriminalität insgesamt zurückgegangen ist? Die Urteile zeigen nur jenen Teil des kriminellen Verhaltens, der ans Licht gekommen ist. Viele Delikte jedoch bleiben im Dunkeln, weil sie gar nicht gemeldet werden. Entscheidend ist aus meiner Sicht aber, dass die Gewaltdelikte in den letzten Jahren landesweit zurückgegangen sind – im Kanton Zürich seit 2009 um rund 50 Prozent. Die leichte Zunahme geringfügiger Delikte, die es da und dort gibt, wiegt vergleichsweise weniger schwer. Insgesamt können wir von einem Rückgang der Jugend­ kriminalität sprechen. Worin sehen Sie die Gründe für diesen Trend? Nach 2007 hat eine intensive öffent­ liche Debatte über Jugendgewalt begonnen. Seither haben Behörden und Polizei diverse präventive Mass­ nahmen gestartet, in Schulen finden heute regelmässig Sensibilisierungskampagnen statt. Zudem wurden in den Polizeikorps einiger Kantone spezialisierte Jugenddienste eingeführt oder ausgebaut. Zur Ver­ besserung beigetragen haben dürfte auch, dass sich die Auswirkungen der Balkankriege der 90er­Jahre auf die Jugendlichen ausgewachsen haben. Wie nachhaltig ist die Trendwende? Das kann nur ein Prophet beantwor­ ten. Es gibt diverse Faktoren, welche die Entwicklung der Jugendkrimina­ lität beeinflussen können, etwa eine massiv höhere Jugendarbeitslosigkeit oder eine verstärkte Immigration traumatisierter Jugendlicher aus Kriegsgebieten. Die Jugendgewalt war in den letzten Jahren ein stetes Sorgenthema. Ist das heute noch immer so? Sicher nicht mehr im gleichen Aus­ mass. Weniger Delikte bedeutet weniger Medienberichte – und das

Gibt die heutige Jugend Anlass zur Sorge?

reduziert auch die Ängste. Ein vages Bedrohungsgefühl gegenüber Jugend­ lichen in Gruppen dürfte aber erhalten bleiben, gerade bei älteren Menschen. Rund um Fussballspiele oder auch bei Aufmärschen zum 1. Mai kommt es regelmässig zu Gewalt. Muss die Gesellschaft damit leben lernen? Nein, das muss sie nicht tolerieren, es gibt genügend andere legale Mög­ lichkeiten, um Dampf abzulassen. Im Übrigen sind es überwiegend Personen über 18 Jahren, die an die­ sen Ausschreitungen beteiligt sind. Zugelegt hat 2014 der Handel mit Betäubungsmitteln, der Konsum ist gesunken. Was steckt da dahinter? Die Zahlen zur Betäubungsmittel­ kriminalität hängen stark von der Strafverfolgungspraxis ab. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass der Konsum eher im privaten Rahmen stattfindet und deshalb weniger häufig erfasst wird. Die von Jugendli­ chen am meisten gehandelten Stoffe sind Marihuana und Partydrogen. Welches sind aus Ihrer Sicht weitere Brennpunkte beim Thema Jugendkriminalität? Cybermobbing wie Beleidigungen und Drohungen über elektronische Medien beschäftigt uns vermehrt. Auch die Gewaltdelikte behalten wir im Auge und werden alles versuchen, sie auf dem heutigen tiefen Niveau zu halten. Wie effektiv und erfolgreich sind Strafvollzug und Therapieformen bei Jugendlichen? Ich bin sehr überzeugt vom differen­ zierten Straf­ und Massnahmen­ system unseres Jugendstrafrechts. Es erlaubt ein individuelles Vorgehen, das weitere Straftaten verhindern kann. Im Kanton Zürich sind rund 70 Prozent aller Jugendlichen, die aus einer Schutzmassnahme entlassen werden, wieder sozial integriert. Von Kollegen aus dem Ausland weiss ich, dass andere Länder uns um unser Jugendstrafrecht beneiden. MM

Marcel Riesen­ Kupper (56),

Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Jugendstrafrechtspflege

Josefine Jacksch (56), Botanikerin aus Hütten ZH: « Nein, nicht mehr

als früher. Jugendliche haben andere Möglichkeiten und machen anderen Unsinn. Aber wir haben früher genauso Blödsinn gemacht.»

Herbert Ruffi (70), pensionierter Versicherungsfachmann aus Zürich:

«Die Jugend braucht Orientierung, die bekommt sie nicht immer. Jung und Alt werden heute von der sehr schnellen Entwicklung überrumpelt.»

Sandra Schlumpf (38), Direktions­ assistentin aus Zürich: «Ich denke,

nicht. Es kommt natürlich immer darauf an, in welche Kreise man gerät. Aber an sich haben alle die gleichen Chancen, dass es gut kommt.»


10 | MM26, 22.6.2015 | MENSCHEN

Die Lebensretterin Der Moment, als es um Leben und Tod ging, hat Meret Aschwanden (24) geprägt. Sie war im

Dienst als Strandwächterin an der Aufschütte in Luzern und entdeckte eine ältere Frau, die bäuchlings auf dem Wasser trieb. Aschwanden stürzte sich ins Wasser, schwamm zu ihr, fasste sie um die Hüfte und zog sie an Land. Die Frau atmete nicht mehr, und die damals 19-Jährige reanimierte sie zusammen mit einem Kollegen, bis die Ambulanz vor Ort war. Die Seniorin erholte sich, und ihr Sohn bedankte sich überschwänglich bei der Lebensretterin. Seither schweift Meret Aschwandens Blick immer übers

Wasser, auch wenn sie privat unterwegs ist. Die meisten Einsätze für die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft als Strandwächterin, bei Ruderregatten auf dem Rotsee oder Luzerner Seeüberquerungen verlaufen indes ruhig. Bald schliesst sie ihre Ausbildung als Pflegefachfrau FH ab und wird weniger Zeit für ihren Studentenjob haben. In der Freizeit möchte sie weiterhin so viel

wie möglich im Wasser sein. «Ohne Wasser kann ich nicht leben.» Schon als kleines Mädchen besuchte sie den Schwimmclub, nahm an Wettkämpfen teil und bildete sich später zur Trainerin aus. «Dieses Gefühl von Leichtigkeit im Wasser hat es mir angetan.»

Porträt

Erfrischender Arbeitsplatz

Sie tauchen nach Schätzen, retten Leben oder lassen Firmenchefs über Bord werfen: Zu Besuch bei fünf Menschen, die im Sommer am, im und unter Wasser ihr Geld verdienen. Text: Monica Müller

Bilder: Daniel Winkler


MENSCHEN | MM26, 22.6.2015 | 11

Serie

Der Luzerner Armin Stocker organisiert Abenteuer auf dem Wasser.

Endlich Sommer!

Teil 2: Erfrischender Arbeitsplatz

Der Teambuilder Armin Stocker (43) erlebt immer wieder, wie ein Abenteuer im Wasser die Beziehung von Arbeitskollegen verändert. Verhärtete Fronten werden aufgeweicht, stramme Hierarchien gelockert, schwelende Konflikte brechen auf. Stocker ist Outdoor-Guide und Inhaber der Firma Wasser-Land mit Sitz in Zürich, für die er seit 18 Jahren arbeitet. Drei Viertel der Aktivitäten sind Firmenanlässe, die ein Team zusammenschweissen sollen. «Am Wasser treten Persönlichkeiten mehr zutage als Fachwissen», sagt er. Dann werde es interessant. Oft arbeitet Stocker zusammen mit Unternehmensberatern, die mit einem Anlass eine bestimmte Absicht verfolgen. Sein Job ist es, ein passendes Abenteuer zu organisieren und für die Sicherheit zu sorgen. Stocker und sein Team stecken die Arbeitskollegen beispielsweise in ein enges Schlauchboot, lassen sie aneinander vorbeiklettern und aus dem Boot fallen. Hieven sie sich gegenseitig wieder aus dem Wasser, kommt unweigerlich eine Nähe auf, die den Umgang entspannt. Wasser kann mehr, als man denkt

Immer einen wachsamen Blick: Strandwächterin Meret Aschwanden an der Aufschütte in Luzern.

Armin Stocker findet es bereichernd, mitzuerleben, wie eine Firma tickt, wo die zwischenmenschlichen Probleme liegen. Nach einem Tag im und am Wasser duzen sich Kollegen, die zuvor per Sie waren, und andere, die bloss immer Sprüche geklopft haben, führen auch mal ein ernsteres Gespräch. Gegen Abend am Lagerfeuer ist die Stimmung oft sehr ausgelassen, die Kunden sind zufrieden. Das motiviert Stocker, in der Saison von Mai bis September auch sieben Tage pro Woche zu arbeiten. Der gelernte Kaufmann hat sich zum Erlebnispädagogen weitergebildet und einen MBA an der FHS St. Gallen absolviert. Er ist in Nottwil LU am Sempachersee aufgewachsen und liebt das Element Wasser. In den vergangenen Jahren hat er etwa 1000 Touren auf Schweizer Flüssen organisiert, viele davon geleitet. «Stilles Gewässer beruhigt mich, fliessendes regt meine Kreativität an.» Immer wieder findet er Zeit, um seinen Gedanken nachzuhängen und das Wasser zu geniessen.


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MENSCHEN | MM26, 22.6.2015 | 13

Der Schatztaucher Als Kind kannte Reto Ballinari (66) jeden

Brunnen in Bern von innen. Mittlerweile hat er sein Gebiet auf die Aare ausgeweitet. Seit 30 Jahren springt er mit Taucherbrille, Schnorchel und Flos­ sen beim Marzilibad in seinen Lieblingsfluss und sucht den Grund nach Schätzen ab. Sieht er etwas glitzern, ist er elek­ trisiert. Etwa 25 Ehe­

ringe hat er schon gefunden, einige davon konnte er über Inserate den Besitzern zurückgeben. «Das waren herzerwärmen­ de Momente.» Immer wieder erhält er An­ fragen. Das Velo eines Kindes ist im Fluss verschwunden. Er hat es bis heute nicht gefunden, bleibt aber dran: «Ich wüsste gern, wie weit der Fluss das Velo transportiert hat.» Ab und zu stösst er auf Dinge, die jemand

Hat auch schon eine Pistole gefunden: Reto Ballinari macht sich im Berner Marzilibad bereit für den Tauchgang auf den Aaregrund.

in der Aare verschwin­ den liess. Leere Porte­ monnaies, Bankkarten, Handschellen, sogar eine Beretta, die er der Polizei übergeben hat. «Der Detektiv in mir liebt das.» Der IT­Fach­ mann hält all seine rund 2700 Funde in einer Excel­Tabelle fest. Kann er den Besitzer wertvoller Gegenstände nicht ausfindig machen, verschenkt oder ver­ kauft er sie. Freude hat er an überraschenden Funden, wie einer Motorsäge oder einer Madonnenfigur. Reto Ballinari trägt nie einen Taucheranzug, auch im Winter nicht. «Ich mag die Abkühlung, die Ruhe, das Meditative am Wasser.»


14 | MM26, 22.6.2015 | MENSCHEN

Die Fährfrau Für Regina Anderegg (55) haben die Einsätze

als Fährfrau nichts mit Arbeit zu tun. «Bin ich auf dem Wasser, fühlt sich das an wie Ferien.» Seit 18 Jahren setzt sie die Fähre von Altreu SO nach Leuzigen BE über. Da der Flusslauf zwischen den Stegen eine Kurve macht, gibt es dort viele Wirbel, die Strömungen ändern ständig, oft weht ein Windchen oder fegt die Bise. Hornt das Kursschiff, gilt es, zeitig auszuweichen. «Mal ist die Aare sanft und ruhig, mal aufmüpfig und aufgedreht.» Auch wenn sie sich beim Manövrieren

konzentrieren muss, spricht sie gern mit den Gästen. «Sie sind immer gut aufgelegt und keine Stürmis», sagt Anderegg. Gern gibt sie Auskunft über die Gegend und die Störche, die über Altreu kreisen. Etwa zehn Nester hat sie im Blickfeld von ihrem Flussabschnitt aus, und sie weiss immer, wie es um den Bestand steht. Als vor einigen Wochen bei einem Sturm ein Nest von einem Baum fiel und die kleinen Störche umkamen, setzte sich die Störchin eine Woche lang allein auf den Baum. «Ich glaube, sie hat getrauert.» Ist sie nicht mit der motorisierten Fähre unterwegs, betreut

die gelernte Kinderpflegerin Schüler in einem Hort. Oder sie reitet ihr Pferd aus. Oder sie arbeitet im Garten. Denn das Ländliche sei ganz ihr Ding, sagt Anderegg. Und das Wasser ihre grosse Liebe.


MENSCHEN | MM26, 22.6.2015 | 15

An welchen Gewässern würden Sie gern arbeiten? Migrosmagazin.ch

Serie

Endlich Sommer! Wie Promis den Sommer erleben

Wacht über 6300 Lebewesen: Krebszüchter Boris Pasini.

Der Krebsforscher Boris Pasini (35) verbringt die meisten Arbeitstage allein und ohne Tageslicht mit 1800 Edelkrebsen, 19 Stein- und 17 Dohlenkrebsen. Die Krustentiere leben in Becken in einer Indooranlage in Sins AG. Der Umweltingenieur und Aquakulturspezialist betreut ein einzigartiges Projekt in der Schweiz. Er erforscht und züchtet heimische Krebse, um sie für Gourmets auf den Markt zu bringen und die bedrohten Arten wieder in der Natur anzusiedeln. Den Blick stets auf die graugrünlich schimmernden Tiere gerichtet, erzählt er von ihren Eigenheiten. Auf der Suche nach Nahrung bewegen sich die Tiere im Zickzack durch die Becken. Da ihr Nervensystem aufgebaut ist wie eine Strickleiter, kann es vorkommen, dass sich ihre beide Scheren um ein Stück Nahrung streiten. Untereinander kämpfen Krebse um Nahrungspartikel oder gute Plätze, während der Häutungen können sie kannibalistisch sein. «Krebse haben kein Bewusstsein und sind wahrscheinlich nicht lernfähig. Im Grunde sind sie langweilige Tiere», sagt Pasini, der die Zehnfüssler seit vier Jahren erforscht.

Sandra Boner (40) ist TV-Moderatorin bei «SRF Meteo».

Mein Sommer

Wie klingt der Sommer? Nach Phenomden. Sobald die Songs des Zürcher RaggaSängers ertönen, wachsen bei mir im Garten Palmen. Wie schmeckt der Sommer? Mein Sommer schmeckt nach Minze – ein richtiger Frischekick. Am Lamm oder im Couscous: Minze bringt den Sommer auf den Teller. Und abends schmeckt er nach einem kühlen Feierabendbier.

Verantwortlich für 6300 Lebewesen

Wie riecht der Sommer? Mein Sommerduft heisst Petrichor. Er entsteht, wenn nach einem heissen Tag Regen auf die Erde fällt. Wie fühlt sich der Sommer an? Meistens unglaublich kurz – meistens zu kurz. Und die Nächte werden schon wieder lang.

Bild: SRF

Legt seit 18 Jahren im solothurnischen Altreu ab: Fährfrau Regina Anderegg.

Boris Pasini ist sieben Tage pro Woche 24 Stunden auf Pikett. Seit Ende 2010 arbeitet er für die Edelkrebs AG, ein Spin-off der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil ZH. Voraussichtlich 2017 entscheiden die Inhaber des Unternehmens, ob die Anlage mit einer Ernte von einer Tonne Speisekrebsen pro Jahr rentiert. Das entspricht etwa 12 500 Tieren à 80 Gramm. «Die Edelkrebse schmecken sensationell – wie Scheren vom Hummer», so Pasini. Der Ingenieur interessierte sich schon immer für heimische Wassertiere. Als Achtjähriger entdeckte er das Fischen und ist dem Hobby über die Jahre hinweg treu geblieben. Heute geniesst er das Naturerlebnis, sucht den Kitzel, ob er den Fisch auch erwischt. Pasini mag den Gedanken, sich sein Essen aus der Natur zu holen. In der Anlage kümmert er sich auch um 4500 Äschen. «Ich bin für rund 6300 Lebewesen verantwortlich», sagt er stolz. «Das entspricht einer Kleinstadt.» MM

Wie sieht der Sommer aus? Wie die Kinderzeichnungen von meinen beiden Söhnen Nelson und Miles. Bunt und fröhlich.


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MENSCHEN | MM26, 22.6.2015 | 17

M Bänz Friedli

Schlösser bauen

Marc war anders. Er schien immer ein biss­ chen in den Wolken zu sein, unser Mitschü­ ler, verträumt und eigen. Er trug Bundfalten­ hosen mit schmalem Ledergürtel, wir trugen löchrige Jeans. Es waren die Achtzigerjahre, Berner Jugendliche hatten die alte Reitschule zum «Autonomen Jugendzentrum» aus­ gerufen, keiner kam elegant gekleidet zur Schule. Keiner ausser ihm, Marc. Wir anderen Jungs palaverten über Fussball, er komponierte noch während der Schulzeit eine Suite für ein ganzes Orchester. Dem Mädchen, dem er sie heimlich widmete, getraute er dies, glaub ich, nie zu sagen. Sie hat dann einen sportlicheren genommen.

Bänz Friedli (50) über besondere Kinder.

Luftschlösser baue der, schimpfte unser alter Lateinlehrer, so einer werde es nie zu etwas bringen. Marcs Schulnoten waren wirklich nie die besten, dazu hatte er viel zu viele andere Dinge im Kopf. Aber irgendwie hat er sich doch durchs Gymnasium gemogelt. Weil er zwischendurch Geniestreiche voll­ brachte. Nie vergesse ich, wie er eine Physik­ prüfung statt mittels Formeln und mittels der Berechnungen, die wir hätten anstellen sollen, grafisch löste. Grosszügig zeichnete er Kreise und Bögen auf sein Blatt, schraffierte hier, skizzierte dort – und zuletzt stimmten seine Resultate. Physiklehrer Saurer war baff. So et­ was hatte er noch nie gesehen. Und bestimmt sah er es danach nie mehr. Unser eigenartiger Schulkamerad erlaubte sich, selber zu denken.

Solide Zahnärzte sind aus unserem Jahrgang hervorgegangen, eine Pfarrerin, zwei, drei Notare. Anna machte beachtliche Tanzkarriere, Christoph hat an gescheiten Büchern mitgearbeitet, Gianni führt eine eigene Praxis, einer wurde gar Regierungsrat, einer schreibt Kolumnen. Aber Marc! Der Luftikus! Er hat es von unserer Klasse am weitesten gebracht. Ein international erfolgreicher Architekt ist er, einer, der Opernhäuser und Bürogebäude baut, Wohn­ komplexe, halbe Stadtteile. Er hat in Syracuse im US­Gliedstaat New York gelehrt, er baut in Berlin, Mailand, Rom und München, auch in unserer Stadt. Manchmal, wenn ich auf dem Velo an einem seiner Gebäude vorbei­ fahre – und die sind unverkennbar! –, sorge ich mich, ob Buben wie er, solche, die beson­ ders und einzigartig sind, heute in der Schule noch den nötigen Raum erhalten. Das wäre unbedingt notwendig. Denn sie sind diejeni­ gen, die später die Welt bereichern. Ehrlich. Marcs Bauten? Sie sehen nicht aus wie andere, ich habe sie gegoogelt. Sie haben eigenwillige, gerundete Formen, tragen Namen wie «Fellini Residence», sind von klassischer Noblesse und urbaner Kühnheit zugleich. Nicht einfach Häuser baut er. Er baut Schlösser. MM Bänz Friedli live: 26. 6. Unterwasser SG, «Zeltainer»

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18 | MM26, 22.6.2015 | MENSCHEN

Porträt

Marie Düsentrieb

Über den Wolken kennt sie keine Grenzen: Marie-Françoise Le Cornec fliegt als einzige Frau weltweit die Mirage III – ein Überschallflugzeug mit einer Spitze von 2350 km/h. Nun will die rüstige 76-Jährige noch höher hinaus: Sie hat sich ein Ticket für einen Weltraumflug gekauft. Text: Daniela Schwegler

S

ie nennt das einstige Militärflugzeug ihr «Baby». Weil es ihr die geschlossene Wolkendecke an diesem Frühlingstag nicht erlaubt, mit ihrem Liebling in den Himmel zu stechen, schaut sie der Schar von Freiwilligen im Hangar U20 auf dem Militärflugplatz in Payerne VD zu, wie sie den Jet nach dem Morgenflug hegen und pflegen. Hier ein bisschen ölen, dort ein bisschen nachjustieren. «Ich liebe diese Maschine», sagt die Französin Marie-Françoise Le Cornec (76), genannt «Marie Mirage». «Die Mirage ist ein wunderbares Flugzeug. Es ist eine Amour fou. Ohne Fliegen kann ich nicht leben.» Ihren Jungfernflug mit dem Jet hatte sie am 3. September 2009 bei strömendem Regen. Seither lässt der Vogel sie nicht mehr los. Zwölf Mal pro Jahr hebt sie damit ab, hat über 50 Flüge mit ihm im Blut und sagt, dass Fliegen die beste Medizin überhaupt sei: «Mein Jungbrunnen und mein Lebenselixier. Nach jedem Flug fühle ich mich um Jahre jünger». Über 40 Flugzeugtypen hat sie gesteuert

Das Flugfieber hatte sie schon früh gepackt. Ihr Onkel, Roger Gérard, ein berühmter französischer Jagdflieger, hatte sie auf einen Jungfernflug mitgenommen und mitten durch einen fürchterlichen Sturm manövriert. Sicherheitshalber mussten sie den Flug abbrechen. Für die in Chêne-Bougeries bei Genf geborene Le Cornec, die heute in Luxemburg lebt, eine Katastrophe. Damals schwor sie sich, dass sie selber Pilotin werden und nie mehr auf halben Weg kehrtmachen würde. Was ihr allerdings ihr besorgter Vater, ein autoritärer Oberst, verbot. Doch «Marie Mirage» war nicht zu bremsen. So stieg sie heimlich aus dem Fenster, zog unter ihrem Rock eine Jeans an und fuhr regelmässig mit dem Mofa los – zum Segelfliegen. Erst mit 17 musste sie die Karten auf den Tisch legen und ihrem Vater ihre Flugleidenschaft beichten, brauchte sie doch seine Unterschrift fürs Brevet. «Gut, er hat mir die Ohren lang gezogen», sagt sie, «aber ich glaube, er war trotzdem stolz auf mich.» Aufs Segelflugbrevet folgte die Lizenz fürs Motorflugzeug, dann kam ein fliegbares

Bilder: Jeremy Bierer

Objekt ums andere hinzu: Wasserflugzeug, Ultraleichtflieger, Hubschrauber. Mehr als 40 Maschinentypen hat sie in ihrer über 60-jährigen Flugkarriere schon gesteuert: vom P-51 Mustang über die Vampire, den Bomber L-24 Lancaster bis zum Kampfflugzeug Hunter. «Meinen Jungfernflug in einem Düsenflugzeug habe ich mit der BreitlingPatrouille unternommen, an Bord der L-39.» Danach kam ihr zu Ohren, dass man in Payerne eine Mirage III fliegen könne. Der Verein Espace Passion, eine Gruppe von Luftfahrtenthusiasten, hatte dem von der Schweizer Armee ausrangierten Jet 2008 neues Leben eingehaucht und ihn wieder flugtauglich gemacht – als einzige Maschine der Welt auch für Zivilpersonen. 15 000 Franken kostet der Flug. Woher sie das Geld für ihre Leidenschaft hat, will sie nicht sagen. Gleich nach dem ersten Flug war es um sie geschehen. Seither düst «Marie Mirage» regelmässig mit ihrem Liebling über die Schweiz, zusammen mit Colonel Thierry Goetschmann, dem langjährigen Kommandanten der Militärpilotenschule, «einem grossartigen Piloten», wie sie schwärmt. Er vorne, sie hinten. «Er macht den Start und die Landung, und während des Flugs über-

Gemeinsam im Jet: Colonel Thierry Goetschmann sitzt vorne, «Marie Mirage» hinten.

lässt er mir das Kommando. Aber er schenkt mir nichts. Nach jedem Flug sagt er: perfekt!» Sie schmunzelt. «Mein Baby zu fliegen, ist einfach wunderbar. Die Mirgage ist sehr sensibel, macht genau, was ich will, und kennt ihren Job.» Ja, das Fliegen. Es hat sie noch nie enttäuscht. «Vorausgesetzt, du respektierst den Himmel. Das sage ich jedem jungen Piloten. Dann hebst du ab und bist in einer anderen Welt, einer Welt, in der du Ruhe findest.» Ohne die Fliegerei hätte sie die drei tragischen Schicksalsschläge in ihrem Leben nicht verkraftet: Sie verlor ihren Vater, ihren Mann, der tödlich verunglückte, und ihre Tochter. «Meine Rettung war der Himmel. Du gehst fliegen, und alles ist wieder gut.» Und jetzt zieht es sie sogar noch höher hinauf: Sie will Astronautin werden und ins Weltall fliegen. «Ready for take-off» – ins All

Den Weltraumflug für Privatpersonen macht unter anderem das niederländische Unternehmen SXC möglich, von dem ihr eine Freundin erzählt hat. Zwei Tage später war sie vor Ort und kaufte sich ihr Ticket. Mit 100 000 Franken ist man dabei. Die Tests und eine Reihe medizinischer Untersuchungen hat sie spielend bestanden. Und jetzt fiebert sie – zusammen mit den 280 anderen Weltraumanwärtern – dem Take-off entgegen, der bereits mehrere Male verschoben werden musste. «Wir fliegen mit der Raumfähre ‹Lynx Mark II›, die von Ingenieuren der Nasa konzipiert worden ist, einer Kopie der ‹Challenger›.» Zum Flug ins All hebt das Raketenflugzeug von der Karibikinsel Curaçao ab. Im 57-Grad-Winkel geht es, befeuert von vier Raketentriebwerken, auf eine Höhe von 103 Kilometern. «Wir werden einen Teil der Erdkappe überfliegen, ein paar Minuten lang die Schwerelosigkeit geniessen und dann langsam wieder nach unten, Richtung Erde, gleiten. Wenn mir das vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, hätte ich erwidert: guter Witz!» Zum Fliegen ist Marie-Françoise Le Cornec dann doch noch gekommen. «Es war herrlich. Ich flog über die Alpen und das Wallis.» MM


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Fliegt mit ihrem «Baby» den Sorgen davon: Marie-Françoise Le Cornec alias Marie Mirage, 76 Jahre jung.


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Interview

«Wenn man sich um einen Menschen bemüht, wird er wieder wertvoller»

Internet und Stress sind die grössten Bedrohungen für das heutige Paarleben. Dass dieser Stress aber auch eine Chance sein kann, um eingeschlafenen Beziehungen wieder Leben einzuhauchen, zeigt Psychologe Guy Bodenmann. Vorausgesetzt, die Partner sind zu Kommunikation und Beziehungsarbeit bereit. Text: Yvette Hettinger, Monica Müller Bilder: Christian Schnur


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In jeder Beziehung gibt es Licht und Schatten. Wichtig ist, dass sich die Partner darĂźber unterhalten und gemeinsam an einer LĂśsung arbeiten, sagt Paartherapeut Guy Bodenmann.


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MENSCHEN | MM26, 22.6.2015 | 23

Guy Bodenmann, Sie haben sich mit dem Einfluss des Internets auf Beziehungen be­ fasst. Können Sie erklären, was mit Paaren los ist, die man im Restaurant sitzen sieht, beide am Handy, surfend oder chattend? Da gibt es verschiedene Erklärungsmöglich­ keiten. Eines ist gewiss: Ein gemeinsames Essen im Restaurant bietet neben dem Genuss die Möglichkeit der persönlichen Begegnung. Wegen der Handynutzung bekommt man aber nur die geteilte Auf­ merksamkeit. Das Telefon ist in diesem Moment für den Partner eine Konkurrenz und hat einen psychologischen Effekt. Welchen? Ein kostbarer Moment der Zweisamkeit wird gestört. Gemeinsame, qualitativ gute Zeit ist wichtig. Eine Beziehung braucht gemeinsame Erlebnisse, sie schaffen die Paarbiografie und bilden die Grundlage für Selbstöffnung. Mit dem Telefon in der Hand signalisiert man jedoch keine wirkli­ che Offenheit und kein Interesse am Part­ ner. Schön wäre, wenn das Paar sich exklusiv füreinander interessieren würde. Was heisst Selbstöffnung? Der Moment, in dem man sich dem Partner anvertraut, ihm etwas erzählt, das einem wirklich wichtig ist. Das tut man aber nur, wenn der andere signalisiert, dass ihn das auch interessiert. Finden diese Momente nicht statt, entfremden sich die Partner. Warum tun wir das unserer Beziehung an? Vielleicht hat ein Paar die nötige Nähe und Tiefe der Verbindung bereits verloren, und die ist schwierig wiederzufinden. Wenn man sich eine Zeitlang nicht so nahe begegnet ist, kommt einem das Zusammensein seltsam vor, und das Handy ist eine willkommene Vermeidungsstrategie. Es kann auch eine Abwehr sein und bedeuten: Du warst in letzter Zeit wenig für mich da, jetzt bist du mir auch nicht so wichtig. Es gibt noch an­ dere, die sich für mich interessieren. Siehst du, einer von ihnen schreibt mir gerade. Forschungen zeigen, dass Männer zehn Prozent ihrer Freizeit im Netz verbringen, Frauen sechseinhalb. Tun wir dabei auch Gutes für die Beziehung? Immerhin kann man ja so im Alltag unkompliziert kom­ munizieren. Quantitativ ja. Aber wir kommunizieren auf drei Ebenen: verbal, also mit Worten – die hat man in Mails und Whatsapps auch drin. Dort fehlt aber die paraverbale Ebene, das heisst, wie man etwas sagt: nüchtern oder gefühlvoll. Ausserdem kann man in geschrie­ bene Texte alle möglichen Stimmungen reininterpretieren, abhängig von der eigenen Laune. Und schliesslich die nonverbale Ebene mit Gesten, Mimik und Körperhal­

Beziehungsarbeit ist Knochenarbeit, sagt Guy Bodenmann. Aber sie lohnt sich.

tung. Interessanterweise sind non­ und para­ verbale Signale wichtiger als die verbalen – und gerade die fehlen bei SMS oder Mails. Dafür kann man heute seinen Partner in Internetforen oder mittels Apps finden. Ja, die Online­Partnersuche ist für viele wichtig geworden und sicher ein positiver Aspekt des Internets. Eine Studie zeigt, dass diese Paare sogar zufriedener sind als sol­ che, die sich konventionell kennengelernt haben. Allerdings könnte es sich dabei um eine Art selbsterfüllende Prophezeiung handeln, da man an die Qualität des Online­ Matchings glaubt. Darüber, wie es länger­ fristig aussieht, wissen wir noch zu wenig. Wie hat das Internet Beziehungen sonst noch verändert? Vielfach. Eine neue Erscheinung ist zum Beispiel die emotionale Untreue. Bisher war Untreue definiert als sexuelles Fremdgehen – so ist es auch noch in den Köpfen drin, ob­ wohl die virtuelle Welt eine neue Dimension von Untreue geschaffen hat. Wie würden Sie denn virtuelle Untreue definieren? Diese Frage muss man gesellschaftlich und persönlich neu beantworten. Inwieweit wird so die Beziehung strapaziert, die Geborgen­ heit, Verlässlichkeit, das Vertrauen und die Bindung zum Partner? Nehmen Sie Folgen­ des an: Ein Partner sitzt auf dem Sofa und liest, der andere befindet sich in einem anderen Raum und chattet online mit einem Fremden über intime Themen. Das würde ich als emotionale Untreue bezeichnen.

Kann das nicht auch eine sichere Variante des Fremdflirtens sein? Wenn es auf Kosten der Paarintimität geht, ist es problematisch. Die eineinhalb Stun­ den, die man einem Fremden im Netz wid­ met, fehlen der bestehenden Partnerschaft. Könnte es nicht sein, dass sich unsere Auf­ fassung von Untreue mit der Zeit ändert? Dafür gibt es derzeit kaum Anzeichen. Den­ ken Sie an all die Fälle in den letzten Jahren, wo Politiker anzügliche Bilder von sich online verschickt haben. Nach klassischer Definition war das keine Untreue, auch wenn es die Ehefrauen sicher nicht toll fanden. Dennoch gerieten diese Politiker medial und moralisch in höchste Schwierigkeiten. Ich denke, Untreue muss in Zukunft neu definiert werden. Im sexuellen Bereich bleibt es ein klarer Fall, aber es gibt viele Grenzberei­ che. Und wenn man solche Bilder verschickt, stellt sich schon die Frage nach Untreue. Was raten Sie jemandem, der sich virtuell verliebt hat? Man kann es als Zeichen nehmen, dass in der aktuellen Partnerschaft etwas nicht stimmt. Warum kann einen der eigene Partner nicht mehr verliebt machen? Was hat der andere, das einen fasziniert, was man in der eigenen Partnerschaft nicht mehr findet? Diese Fragen können hilfreich sein, um die eigene Partnerschaft zu prüfen und nach Lösungen zu suchen. Was sollen Paare im Umgang mit dem Internet tun? Eine gute Regel wäre sicher: Wenn wir einen


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Online-Paare sind zufriedener – das Rezept? Migrosmagazin.ch

Moment für uns haben, gibt es kein Handy. Von einem gemeinsamen Mail-Account halte ich nichts. Jeder sollte seine Privatsphäre haben. Ist genügend Nähe da, spürt man, wenn etwas nicht stimmt. Man merkt, dass der Partner einen anders hält, anders oder kaum mehr Komplimente macht. Auf solche Zeichen sollte man achten. Neben den neuen Medien ist laut Ihren Forschungen Stress eine grosse Bedrohung für Beziehungen. Auch Ihr neues Buch beschäftigt sich mit diesem Thema. Welche ist die wichtigste Erkenntnis? Stress absorbiert viele Ressourcen. Dabei hat er oft nichts mit der Beziehung zu tun. Erlebt der Partner zum Beispiel Stress bei der Arbeit und kommt damit nach Hause, bezieht der andere das oft auf sich. Das ist fatal. Die Kommunikation wird oberflächlicher, oder es kommt schneller zum Streit. Stress kann aber auch eine Chance sein, nämlich, wenn man nachfragt: «Was ist los, was hast du erlebt?» Damit kann man sich näherkommen und den Stress schliesslich gemeinsam bewältigen. Warum ist Kommunikation unter Stress so problematisch? Man sucht eine schnelle Lösung, um möglichst rasch wieder Ruhe zu haben. Damit jedoch vergibt man die Chance nachzufragen: Warum ist dieses Erlebnis für den anderen überhaupt ein Problem? Stress hat immer einen emotionalen Anteil. Angenommen, Ihr Aufnahmegerät steigt mitten im Interview aus. Die wichtige Frage ist: Was macht das mit Ihnen? Warum ist das überhaupt so schlimm? Um das geht es, um die Emotionen. Meist geht der Partner jedoch bloss auf das Problem ein und gibt Ratschläge. Die Emotionen bleiben auf der Strecke? Sie bleiben ungelöst und werden häufig noch verletzt. Sie sind ohnehin schon am Leiden, und dann gibt Ihnen der andere auch noch das Gefühl, Sie hätten versagt. Beim nächsten Mal werden Sie es sich zweimal überlegen, ob Sie sich dem Partner mitteilen. Das führt zu Rückzug und Entfremdung. Dabei ist es wichtig, dass man sich ständig neu übereinander informiert und herausfindet, was den anderen bewegt. Tun wir das im Alltag nicht automatisch? Wenn man frisch verliebt ist, schon. Dann will man alles wissen: Was hörst du für Musik, was liest du, welche ist deine Lieblingsfarbe? Aber anschliessend greifen Paare 10 oder 20 Jahre lang auf dasselbe veraltete Wissen zurück – und glauben, sie würden einander gut kennen. Paare verändern sich jedoch, und wenn die Partner sich nicht konstant updaten, entwickeln sie sich auseinander.

Woher kommt der Stress, den wir in die Beziehung hineintragen? Vom Beruf, den Kindern, Nachbarn, allem Möglichen. Der Grossteil ist unbedeutend. Ganz häufig aber sind unter den 20 kleinen Stressmomenten einer oder zwei, die einen besonders treffen. Um die geht es. Die bringt man abends nach Hause. Am Psychologischen Institut haben wir in Verhaltensbeobachtungsstudien Hunderte von Paaren analysiert. Die häufigste Reaktion in einem Fall wie dem mit dem Aufnahmegerät ist: «Das ist doch nicht schlimm.» Man bekommt also vom liebsten Menschen eine Abfuhr statt Interesse. Dabei bietet diese Situation eine ideale Gelegenheit, ins Innenleben des Partners zu schauen. Das verbindet, schafft Nähe und Verbundenheit. Doch dazu braucht es Bereitschaft und Beziehungsarbeit. Auch, wenn man noch auf Wolke sieben schwebt? Ja, so, wie man sich angewöhnt, die Zähne zu putzen, muss man auch Beziehungsarbeit möglichst früh installieren. Leider denken alle, sie gehörten sicher nicht zu den 40 Prozent, die sich scheiden lassen. Beziehungsarbeit klingt nicht sehr sexy. Zugegeben, Beziehungspflege klingt besser, aber tatsächlich handelt es sich manchmal um Knochenarbeit. Man ist müde, hat sich auf einen entspannten Abend gefreut. Und dann geht es dem anderen nicht gut, und man muss nachfragen: «Was ist los mit dir? Was ist passiert?» Aber es ist Arbeit, die sich lohnt, denn wenn es der Beziehung gut geht, geht es auch beiden Partnern gut. Die Partnerschaft ist kein Selbstläufer. Niemals? Nein. Unabhängig davon, wie gross die Liebe am Anfang ist: Ohne Pflege geht sie ein.

Zur Person

Psychologe und Paartherapeut Guy Bodenmann (53) ist Professor für

Klinische Psychologie an der Universität Zürich. Mit «Stressfit» und «Paarlife» hat er wissenschaftlich fundierte Programme zur Stressbewältigung bei Individuen und Paaren entwickelt. Zudem ist er Autor mehrerer Bücher. Auch sein aktuelles Werk «Bevor der Stress uns scheidet» beschäftigt sich damit, denn Stress ist ein häufiger Auslöser für Trennungen. Guy Bodenmann: «Bevor der Stress uns scheidet», Huber Verlag 2015, bei Ex Libris für 26.80 Franken erhältlich.

Warum spricht man so wenig miteinander, sobald der Alltag einsetzt? Weil man oft gestresst ist. Und aus dem Gefühl heraus, man kenne den anderen schon gut. Hinzu kommt eine gewisse Trägheit. Ausserdem ist das Prickelnde weg. Jemand Neues zu befragen ist viel spannender, denkt man, als jemanden, den man schon so lange kennt. Angenommen, mein Partner interessiert mich tatsächlich nicht mehr. Ist es dann nicht ehrlicher zu sagen: Es ist langweilig mit dir. Ich suche mir jemand Neues. Das ist natürlich eine Möglichkeit, aber nicht unbedingt ein Grund, sich zu trennen. Es liegt ja in der Macht des Paares, ob es langweilig wird oder nicht. Doch viele suchen einen einfacheren Weg. Und da kommt wieder das Internet ins Spiel, mit seinen Tausenden von Möglichkeiten. Warum sollte man angesichts der vielversprechenden Beziehungsmöglichkeiten, die so einfach per Mausklick zu haben sind, in die alte Partnerschaft investieren? Ja, genau – warum? Eine Trennung ist emotional immer sehr kostspielig, man hat schliesslich in einen Menschen gefühlsmässig investiert. Trennungen und Scheidungen sind auch heute noch sehr belastend und erfordern hohe Anpassungsleistungen. Studien zeigen, dass die Lebenszufriedenheit nach einer Scheidung nie mehr so hoch ist wie vorher. Kennen Sie den Film «Paris, je t’aime»? Nein. Da gibt es eine schöne Szene mit einem Paar. Er trifft sie in einem Restaurant und will ihr sagen, dass er sie wegen einer jungen, attraktiven Flugbegleiterin verlassen wird. Bevor er etwas sagen kann, beginnt sie zu weinen und erzählt ihm, dass sie Krebs im Endstadium hat. Jetzt passiert etwas unglaublich Spannendes. Er könnte sich ja sagen: Schön, jetzt löst sich das Problem von allein. Stattdessen ruft er die Flugbegleiterin an und sagt ihr: Es ist vorbei. Dann pflegt er liebevoll seine Frau bis zu ihrem Tod. Und indem er sich benimmt wie ein verliebter Mann, wird er wieder zum verliebten Mann. Das heisst, wenn man sich um einen Menschen bemüht, wird er einem wieder wertvoller. Das sehen viele Paare zu wenig. Wir leben nun mal im Zeitalter des Internets. Ist es nicht auch folgerichtig, dass wir es nutzen, um die ideale Beziehung zu suchen, und zwar immer wieder? Das könnte theoretisch so sein, aber Studien zeigen, dass Menschen trotz allem ein fundamentales Bindungsbedürfnis haben. Sie wünschen sich Treue und eine lebenslange Partnerschaft. MM


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Migros-Welt MM26

Zitat der Woche

«Ich habe nirgendwo so viel gelernt wie im Sport.» Andrea Ming, Direktorin Koordination Klubschulen Migros, am 14. Juni in der «NZZ Executive».

Bei der Arbeit

Thomas Knapp (36), Projektleiter Verpackungsentwicklung bei der Chocolat Frey AG in Buchs AG.

Naturgarten im Zugerland

Bilder: Mirko Ries, Daniel Kellenberger

Bienen mögen Vielfalt Im Einkaufscenter Zugerland Steinhausen macht bis 4. Juli eine Natur­

garten­Roadshow halt. Diese gibt Tipps, wie man zu Hause aus einem Balkon oder Garten einen vielseitigen Lebens­ raum für Insekten und Pflanzen schaffen kann. Die Roadshow wird im Rahmen von Generation M, dem Nachhaltigkeits­

programm der Migros, umgesetzt. Neu wurde im Aussenbereich beim Haupt­ eingang des Zugerlandes ein Wild­ bienenparadies geschaffen. Dieses kann täglich besucht werden. Weitere Infos unter www.ekz­zugerland.ch

Mehr von der Migros Luzern ab Seite 73

«Ich entwickle Modelle von Verpackungen, wähle die passenden Materialien aus und definiere die Formen. Was mir dabei besonders gefällt: Ich sehe das Ergebnis meiner Arbeit beim täglichen Einkauf. Hinzu kommt der technische Aspekt, also die Frage, welche Anlagen benötigt werden, um eine Verpackung herzustellen. Die Entwicklung geht momentan klar Richtung nachhaltig produzierte Verpackungen, die es erlauben, Produkte sicher überallhin mitzunehmen.»


30 | MM26, 22.6.2015 | MIGROS-WELT

Zahl der Woche

Die guten Eier der Migros Die Migros importiert keine Eier von Hühnern aus Käfighaltung und erhält dafür den «Good Egg Award». Dieser wird jährlich von der Tierschutzorganisation Compassion in World Farming an Firmen vergeben, die sich für eine artgerechte Tierhaltung einsetzen. Seit 1996 verkauft der MigrosSupermarkt keine importierten Frischeier aus Käfighaltung mehr. Und seit vier Jahren dürfen in der MigrosGruppe keine Käfigeier aus dem Ausland mehr angeboten oder in der Produktion benützt werden. In der Schweiz wurde die Käfighaltung 1992 verboten.

27 000 Downloads der Sprachlern-App PodClub der Klubschule Migros wurden seit ihrer Lancierung im November 2014 registriert. Die kostenlose App bietet neu auch für Tablets alle zwei Wochen unterhaltsame Hörsendungen in fünf Sprachen sowie Schweizerdeutsch an.

Ende Juni wird am Lago Maggiore zu Jazz getanzt. Swiss Jazz Award

Mitmachen und gewinnen Fahrt mit Handyballon für zwei Personen

Mitbestimmen

Feine Muffins Auf Migipedia läuft die Abstimmung für den neuen «American Favorites»-Herbstmuffin. Entscheiden kann man zwischen drei Varianten: Toni Maroni, Zimt Zwetschge und Quittnut. Diese Vorschläge stammen von Migipedia-Nutzern, welche die Auswahl bei einer Degustation bereits von 7 auf 3 Muffins reduziert haben. Das Voting läuft noch bis zum 29. Juni. Der Gewinner steht ab Herbst im Migros-Regal. Zur Abstimmung: www.migipedia.ch

Himmelwärts mit heisser Luft Das orange Abwaschmittel Handy gehört

zu den bekanntesten Produkten der Migros. Seit Mai fährt es nun auch als 35 Meter hoher Heissluftballon über das Schweizer Mittelland. Die Idee für den Bau stammte von einem Aussendienstmitarbeiter des M-Industrieunternehmens Mibelle Group, der in seiner Freizeit als Ballonpilot untwegs ist. Vier Monate dauerte die Herstellung des flugfähigen Abwaschmittels. Der Ballonkorb bietet Platz für einen Piloten und zwei zusätzliche Personen. Das Migros-Magazin verlost eine Fahrt für zwei Personen mit dem Handyballon im Wert von Fr. 780.Teilnahme und Bedingungen unter Migrosmagazin.ch/gluecksgriff. Teilnahmeschluss: 28. Juni 2015.

Die Migros sucht die besten Schweizer Jazzer Während sich die internationale Filmszene im August in Locarno trifft, feiern ab Ende Juni gleich um die Ecke Musiker und Liebhaber den Jazz beim jährlichen Musikfestival «JazzAscona». Das MigrosKulturprozent unterstützt die Veranstaltung mit dem Publikumspreis «Swiss Jazz Award» für die besten Schweizer Formationen. Erhalten werden die Auszeichnung in diesem Jahr entweder das klassische Jazz Trio Beat Baumli & Jürg Morgenthaler mit Bassist Antoniou Giorgios, der Pianist Raphael Jost oder die Luzerner Band Piri Piri. Der «Swiss Jazz Award» wird an einem LiveContest am 28. Juni durch das Publikum und eine Experten-Jury in Ascona vergeben. Das Festival «JazzAscona» dauert vom 25. Juni bis zum 4. Juli.

Bilder: PD, fotopedrazzini.ch, Grant Symon/Getty Images

Auszeichnung


Vielseitige Aromabomben: Aromatisch, intensiv rot und süss – so kennen und lieben wir Himbeeren. Wie andere Sammelsteinfrüchte, etwa Brombeeren, sind sie frisch am besten. Sie verleihen Törtchen und Muffins fruchtige Frische, krönen Salate, Milchspeisen sowie cremige Desserts und harmonieren toll mit Ziegenkäse.

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MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 31

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32 | MM26, 22.6.2015 | MIGROS-WELT

Hilfe für Bedürftige

Spende mit grosser Wirkung Nach ihrer Weihnachtsaktion hat die Migros im Januar 2,4 Millionen Franken an Caritas, Heks, Pro Juventute und Winterhilfe überwiesen. Was ist inzwischen mit dem Geld geschehen? Die Chefs der vier Hilfswerke geben Auskunft. Text: Michael West

Spendengutscheinen in den Super­ märkten. Bis Ende Dezember kamen so 1 033 922 Franken zusammen; die Migros ergänzte diesen Betrag auf 2,4 Millionen Franken. Die Summe ging zu gleichen Teilen an die Hilfswerke Caritas, Heks, Pro Juventute und Schweizer Winterhilfe. Erklärtes Ziel der Weihnachtsaktion war es, ausgewählte Hilfsprojekte im Inland zu fördern. Für einmal sollten Erwachsene und Kinder im Mittelpunkt stehen, die in der reichen Schweiz Mangel leiden. Es ging zum Beispiel um Familien, die sich keine Ferien oder nicht einmal ein richtiges Bett leisten können. In der Sommerhitze denkt nun niemand mehr an Weihnachtslieder, Kerzenglanz und Schneegestöber. Doch das Geld, das an die Hilfswerke geflossen ist, hat Tag für Tag eine positive Wirkung. Jeder Spenden­ franken trägt dazu bei, in der Schweiz Not zu lindern. Die Chefs der vier Hilfswerke geben dazu Auskunft.

Dringend benötigt: Diese Familie hat ein solides neues Bett bekommen.

Bilder: Heks/Beni Hasler, PD

D

as Aufgebot an Stars war imposant: 23 Schweizer Prominente kamen im letzten Spätherbst im verschneiten Verbier VS zusammen, um gemeinsam einen Kurzfilm zu drehen. In einer urchigen Alphütte entstand der Videoclip zum gefühl­ vollen Migros­Weihnachtslied «Ensemble», das die Künstler zuvor schon gemeinsam eingespielt hatten. Mit dabei waren so unterschiedliche Stars wie Mädchenschwarm Luca Hänni, Schlagersängerin Francine Jordi oder Big­Band­Legende Pepe Lienhard. Der Song des Prominenten­ chors stürmte im Dezember die Schweizer Hitparade und gewann eine doppelte Platin­ Schallplatte. Das Weihnachtslied war Teil der Migros­Spendenkampagne im Advent. Mit jedem Download von «Ensemble» floss ein kleiner Betrag in den Spen­ dentopf. Zugleich konnten sich die Migros­Kunden auch auf andere Art beteiligen – etwa durch den Kauf von


MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 33

Sinnvolle Tätigkeit: Beim Velo-Hauslieferdienst «HEKS rollt» sind unter anderem Langzeitarbeitslose, aber auch anerkannte Flüchtlinge im Einsatz.

Ueli Locher,

Direktor der Heks Heks

Hilfe zur Selbsthilfe «Dank der Spende kann Heks Langzeitarbeitslosen und Sozial­ hilfebezügern helfen. In vier Städten und Gemeinden im Kanton Zürich bieten wir ihnen eine sinnvolle Tagesstruktur und eröffnen ihnen neue berufliche Perspektiven: Sie werden im Rahmen des Projekts ‹HEKS rollt› in einem Veloverleih oder beim Hauslieferdienst von Einkäufen per E-Bike eingesetzt. In Basel konnten wir ein Projekt ausbauen, in dem schon länger in der Schweiz lebende Migrantinnen und Flüchtlinge geschult werden. Sie erhalten eine Ausbildung als interkulturelle Dolmetscher und Vermittlerinnen. Sie erleichtern zum Beispiel in der Schule die Verständigung zwischen Lehrern und fremdsprachigen Eltern. Mit der Spende helfen wir auch gut ausgebildeten Migrantinnen und Migranten in der Romandie. Sie werden von einheimischen Mentoren mit ähnlichem beruflichen Hintergrund bei der Suche nach einer angemessenen Stelle unterstützt.»

Winterhilfe

Damit alle gut schlafen

Daniel Frei,

Zentralsekretär der Winterhilfe Schweiz

«Die Spende fliesst in unser Projekt ‹Bettenhilfe›. Der Zufall hat uns dabei geholfen: Just Anfang 2015 konnten wir über 50 Armutsbetroffene, die von einer Schädlingsplage in einem Quartier betroffen waren, mit Matratzen, Decken und Kissen ausstatten. Das Geld hat es uns zudem ermöglicht, in Einzelfällen grosszügiger zu sein und nach genauer Prüfung Betten und Bettwaren abzugeben, deren Wert unseren Höchstbetrag für Hilfeleistungen übersteigt. Ich denke zum Beispiel an eine Frau mit vier Kindern, die als Opfer von häuslicher Gewalt

von einem Tag auf den anderen mittellos dastand. Betten und Bettinhalte für alle fünf kosteten uns 2717 Franken. Die Möbelstücke werden bis an die Wohnungstür geliefert, denn nur schon den Transport einer solchen Lieferung können sich Menschen in Notsituationen oft nicht leisten. Konkret kann ich sagen, dass die Winterhilfe im Vergleich zum Vorjahr mindestens 30 Prozent mehr in ihre Bettenhilfe investiert hat. Die Nachfrage nach dieser Hilfeleistung wächst konstant. Dank der Spende können nun viele Benachteiligte besser schlafen.»


34 | MM26, 22.6.2015 | MIGROS-WELT

Hugo Fasel,

Direktor der Caritas Schweiz

Caritas

Läden für arme Familien «Mit dem Projekt ‹Schulstart plus› begleiten wir Migrantenkinder und deren Eltern. Sie sollen sich beim Eintritt in unser Schulsystem sofort zurechtfinden. Dank der Spende konnten wir unsere Kurse und Begleitmassnahmen ausdehnen und intensivieren. Wir sind heute nicht nur in den Kantonen Freiburg, Zürich und Aargau präsent, sondern wagen auch den Sprung nach St. Gallen und Genf. Ausserdem haben wir die bestehenden Angebote ausgebaut und erreichen so noch mehr Familien. Es war uns auch möglich, den Start eines Caritas-Markts im Kanton Waadt zu fördern. Wie in allen Märk-

ten können auch hier arme Familien Dinge des täglichen Bedarfs zu stark verbilligten Preisen einkaufen. Im Herbst führen wir in allen 24 CaritasMärkten eine Aktionswoche unter dem Slogan ‹Gesund ernähren› durch. Es werden dann speziell Gemüse und Früchte angeboten. Einen substanziellen Beitrag lassen wir zudem unserem Projekt ‹Kultur-Legi› zukommen: Bedürftige können so von zahlreichen Bildungs- und Kulturangeboten zu stark reduzierten Preisen Gebrauch machen. Wir wollen die Zahl der Nutzniesser auf 100 000 verdoppeln. Die Aktion der Migros trägt so zur Integration armer Familien bei.»

In den CaritasMärkten können bedürftige Familien besonders günstig einkaufen.

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MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 35

Pro Juventute

Verständnisvolle Zuhörer Robert Schmuki,

Bilder: Caritas/Pia Zanetti, Caritas/Urs Siegenthaler, PD

Direktor der Pro Juventute

Rund um die Uhr erreichen verzweifelte Kinder und Jugendliche die Notrufnummer 147.

«Die Notrufnummer 147 von Pro Juventute bietet Kindern und Jugend­ lichen eine Rettungsleine in verzwei­ felten Momenten. Rund um die Uhr können sie sich per Telefon, aber auch via SMS, Chat, Web und Mail an unsere 70 professionellen Berater wenden. Eine Beratung verursacht für unsere Organisation Kosten von 15 Franken. Dank der Spende lassen sich also Tau­ sende solcher Beratungen finanzieren, die auch Leben retten können. Denn mehr als zwei Mal pro Tag wenden sich Kinder und Jugendliche mit Suizid­ gedanken an die Notrufnummer. Viele melden sich ausserdem bei persön­ lichen Krisen, Mobbing sowie familiä­ ren und finanziellen Problemen. Die Spende trägt aber auch dazu bei, an­ dere Hilfsprojekte der Pro Juventute zu finanzieren. Dazu gehören Ferien für benachteiligte Familien im Hotel Chesa Spuondas in St. Moritz.» MM

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36 | MM26, 22.6.2015 | MIGROS-WELT

100 Ideen: Ob himmelblau oder regengrau, mit der passenden Idee aus dem Sommerbuch kommt keine Langeweile auf.

Jetzt wirds bombastisch

Wasserballonschlacht: Mit Wasser gefüllte Ballone, die man nach anderen Gspänli wirft und sie so zum Platzen bringt, sind an jeder Kinderparty das Highlight. Wie wärs, dies am nächsten Sommerfest auch mit erwachsenen Gästen auszuprobieren? Das bisschen Wasser erfrischt, und die Wasserbomben richten keinen Schaden an – sofern man sie nicht über dem dekorierten Buffet abwirft. Ein hoher Spassfaktor ist auf jeden Fall garantiert. Text: Sonja Leissing; Bilder: Daniel Ammann, Getty Images; Styling: Mira Gisler; Rezept: Katrin Klaus


MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 37

Tipps

Himmlisches Ballontreiben

1 2 3 4 Tiere formen Es gibt spezielle Ballone, mit denen sich Hündchen, Krokodile oder Kraken formen lassen. Mit einem schwarzen Filzstift ist schnell ein Gesicht gemalt – und die Geburtstagsparty definitiv gerettet.

Ballontanzen Lustig ist es auch, mit den Ballons zu tanzen. Binden Sie jedem Spieler einen Luftballon ans Fussgelenk. Die Spieler versuchen nun, gegenseitig die Luftballons zum Platzen zu bringen. Wer seinen Ballon am längsten beschützen kann, gewinnt.

Ballonhindernislauf Die Spieler müssen auf einem Esslöffel einen Ballon durch einen Hindernisparcours jonglieren. Der Schnellste gewinnt.

Das neue Buch mit 100 Ideen für jedes Sommerwetter gibt es für Fr. 7.70 nur in der Migros. Laden Sie Ihre eigene Idee auf www.100ideen.ch hoch und nutzen Sie die Chance, jede Woche eine Geschenkkarte im Wert von 1000 Franken zu gewinnen.

Ballonpost Wünsche, Visitenkärtchen oder gar Einladungen zu einem Essen mit einem Ballon in den Himmel zu verschicken, ist eine spannende Sache. Und ja nicht den Absender auf dem Kuvert vergessen, sodass der Finder weiss, wo er die Einladung einlösen darf.


38 | MM26, 22.6.2015 | MIGROS-WELT

100 Ideen: Ob regengrau oder himmelblau, mit der passenden Idee aus dem Sommerbuch kommt keine Langeweile auf.

Sonnenfrüchte im Glas

Zutaten für 4 Personen: ½ Bund Minze, 75 g gehackte Pistazien, 4 EL Zucker, 250 g Magerquark, 1 dl Rahm, 300 g Beeren (z. B. Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren), Choco-Schümli zum Garnieren. Zubereitung: Für die Creme Minzeblätter abzupfen. Mit Pistazien und Zucker im Cutter sehr fein mahlen. Mit Quark verrühren. Rahm steif schlagen und darunterheben. Beeren in Dessertschalen anrichten. Pistaziencreme darauf geben. Mit Choco-Schümli garnieren. Tipp: Für das Dessert Beeren der Saison verwenden.


MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 39

Produkte

Für eine vergnügliche Kinderparty Badebekleidung für Knaben, UVP-Set Fr. 29.– In grösseren Filialen

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MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 41

Sommerbild-Wettbewerb

Küren Sie das schönste Foto! In den vergangenen Wochen konnten Leserinnen und Leser des Migros-Magazins ihre schönsten, lustigsten und coolsten Sommerbilder einreichen. Nun steht die Wahl des Siegerbilds an. Auf Migrosmagazin.ch können Sie alle Fotos bewerten und den Gewinner bestimmen.

Der Sohn von Fanny Rodriguez aus Mathod VD hat sichtlichen Spass beim Wasserspiel.

Bunte Seifenblasenjagd in Köln, fotografiert von Ricardo Romero aus Enney FR.

Claude Perrin aus Loveresse BE hat am Strand von Panglao auf den Philippinen eine eingeschlafene Sirene gefunden.

Sehnsucht nach einem Dominospiel – wie es diese Herren in Havanna, Kuba, pflegen – hat Jojo Kunz aus Zürich.

Schlechtwetter-Schattentheater, von Salomé Gerber aus Biel BE. Abhängen mal anders, von Henk Melcherts aus Haldenstein GR.

Gut gekentert ist halb gepaddelt: Bruno Creti aus Rossemaison JU hielt den Spass auf der Saane fest.


Traummelodien der Berge

MAX

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Reisehit 74 Reisehit 83

Die Exklusivreise zum Volksmusikfest des Jahres!

vom 1. - 4. Okttober 2015

Hansi Hinterseer

IHRE REISEHÖHEPUNKTE: _ _ _ _

Tägliche Konzerte mit den Superstars der Volksmusik Faszinierende Tiergeschichten auf Gut Aiderbichl Kufstein, die bezaubernde Perle Tirols Bauernhofmuseum Kramsach – vom harten Leben in den Bergen _ und vieles mehr!

Ihr tolles Reiseprogramm in bester Gesellschaft:

Francine Jordi

1. Tag, Donnerstag 1. Oktober 2015 – Anreise & Starauftakt Gemütliche Fahrt in die wunderschöne Gegend von Ellmau im Tirol. Nach der herzlichen Begrüssung im Hotel erwartet uns im geschmückten Festzelt in Ellmau bereits der erste Höhepunkt: der Starauftakt mit Marc Pircher und den Kastelruther Spatzen. 2. Tag, Freitag 2. Oktober 2015 – Gut Aiderbichl & Starnacht Heute steht mit dem Besuch des Gut Aiderbichl ein ganz besonderer Höhepunkt dieser Reise auf dem Programm. Beim geführten Rundgang über den Hof erfahren Sie viel Wissenswertes, berührende Tiergeschichten sowie von der ganzheitlichen Philosophie des berühmten Gutshofes! Zum Abschluss erwartet uns noch eine romantische Bummelzugfahrt zur Aiderbichl Pferdekoppel mit fantastischer Aussicht auf die bayerischen Alpen. Am Abend steigt in Ellmau die Starnacht mit mit Francine Jordi, die Amigos und Saso Avsenik mit seinen Oberkrainer.

Kastelruther Spatzen

Die Amigos

Saso Avsenik & die Oberkrainer

3. Tag, Samstag 3. Oktober 2015 – Kufstein, Bauernhofmuseum & Galaabend Nach dem Frühstück fahren wir heute nach Kufstein – nicht umsonst «die Perle Tirols» genannt. Das wunderschöne Städtchen am Inn verzaubert jährlich tausende von Besuchern. Freuen Sie sich auf die Besichtigung der imposanten Festung mit der bekannten Römerhofgasse und den traditionellen Hausmalereien! Durch die wunderschöne Tiroler Berglandschaft geht es danach weiter nach Kramsach zum bekannten Bauernhofmuseum. In einer idyllischen Naturlandschaft wurden Höfe aus ganz Tirol wieder aufgebaut und dienen als Zeitzeugen des schönen Landes. Natürlich können Sie die Höfe auch von innen besichtigen und gewinnen einen Eindruck vom harten Leben aus früheren Tagen in den Bergen. Am Abend erwartet uns in Ellmau der Gala Abend mit Beatrice Egli, den Edelseer und Hansi Hinterseer.

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4. Tag, Sonntag, 4. Oktober 2015 – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an. Veranstalter: Holiday Partner, Dorfstrasse 21, Urdorf Ihr Spezialist für volkstümliche Gesellschaftsreisen! Holiday Partner, Talstrasse 24, 8852 Altendorf buchen & profitieren! Ihr Spezialist für volkstümliche Gesellschaftsreisen!

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MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 43

1 Seya, Keanu, Jeremy und Mutter Alexandra Zwahlen mit Götti Markus Merz (v. l.) beim Gruppenbild. 2 Der Zoo Zürich für

ein Mal ganz in Famigros-Hand.

3 Tobi von den Lilibiggs begrüsst die Kinder.

1 2

3

Famigros im Juni

Gratis in den Zoo für 5000 Familien Famigros-Zootage

Tierischer Spass im Zoo Die Migros lud ein, und über 7600 Mitglieder des Familienclubs Famigros kamen am 13. Juni in den Zürcher Zoo. Mit dabei war auch Familie Zwahlen aus dem bernischen Münsingen. Text: Daniel Sidler

E

Bilder: Erwin Züger

s ist kein gewöhnlicher Tag für Alexandra Zwahlen (45), ihre Kinder Jeremy (15), Seya (14), Keanu (10) und Götti Markus Merz (50): Frühmorgens bereits verlassen sie ihr Haus in Münsingen BE und reisen mit Zug und Tram direkt zum Zürcher Zoo. Dort erwartet sie die Famigros-Crew mit einem Überraschungsgeschenk, und ein

kurzweiliger Tag bei gutem Wetter mit Spiel und Spass beginnt. Während sich Keanu vor allem für Schlangen und Kriechtiere begeistert, staunen die beiden Älteren über die Grösse des Zoos mit seinen für unzählige Tiere typischen Lebensräumen. «In der Masoala-Halle haben wir an der Bar erstmals einen Mojito getrunken, natürlich ohne Alkohol»,

schwärmt die Mutter vom Familienausflug. «Die riesige Halle mit dem tropischen Klima hat uns alle sehr beeindruckt», fügt sie an. Das nächste Mal kommt sicher

Obwohl die Zwahlens bis zur Schliessung um 18 Uhr im Zoo unterwegs sind, haben sie noch längst nicht alles gesehen. Seya ist überzeugt: «Wir kommen wieder.» MM

Vier exklusive Zootage genies­

sen die Gewinner der Famigros­ Verlosung im Zoo Zürich, im Aben­ teuerland Walter Zoo in Gossau SG, im Natur­ und Tierpark Goldau (27. Juni) und im Tierpark Bern (28. Juni). Zusätz­ lich zu den ins­ gesamt 20 000 verlosten Tickets hatte Famigros 400 weitere Tickets an Pro Juventute verteilt, die diese an be­ dürftige Familien verschenkt hat. Mehr Informationen: www.famigros.ch


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MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 45

Frage der Woche

«Wer an der Kasse mit einer Karte bezahlt, braucht länger und hält andere Kunden auf. Warum schafft die Migros nicht Kassen für Bargeldzahler?» Nicht alle Kunden wissen im Voraus, wie sie an der Kasse bezahlen möchten. Falls sie zu wenig Bargeld auf sich tragen, zahlen sie mit der Karte. Auch deshalb bietet die Migros ihren Kunden die Möglichkeit, an allen Kassen ihr bevor­ zugtes Zahlungsmittel zu verwenden. Ohnehin hat eine neue Generation von Bezahlterminals den Zahlvorgang in den letzten Jahren beschleunigt. Auch das kontaktlose Bezahlen bringt Verbesserungen. Mit Self­Scanning und Self­Checkout, dem Einsatz von Expresskassen mit maximal sieben Artikeln oder der komprimierten Kassenanordnung macht die Migros das Bezahlen noch ein­ facher und die Wartezeiten kürzer. MM

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MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 47

Saisonküche

Zarte Wucht

Schon pur sind sie ein Genuss. Und in Rezepten verarbeitet, laufen sie zur Hochform auf: Himbeeren verleihen Süssem und Pikantem eine raffinierte, fruchtige Note. Bilder: Christine Benz Rezepte: Annina Ciocco

Herausnehmen und sammeln!

Text: Sonja Leissing

Die Mini-Pavlova mit süssen Himbeeren zergeht auf der Zunge.

Menü Dessert für 4 Personen

Noch mehr Rezepte Die «Saisonküche» gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch


48 | MM26, 22.6.2015 | MIGROS-WELT

Greyerzer mit Himbeerchutney

Rindsragout mit Himbeeren

Mini-Pavlova mit Himbeeren

Menü Vorspeise

Menü Dessert für 4 Personen

für 4 Personen

Menü Hauptgericht für 4 Personen Zutaten

Zutaten 1 Peperoncino 2 EL HOLL-Rapsöl 2 Knoblauchzehen 10 g Ingwer 300 g Himbeeren 2 EL Aceto balsamico bianco Salz 200 g Greyerzer surchoix

2 1 EL 1,2 l 200 g

Zubereitung

Zubereitung

1. Peperoncino längs halbieren und ent­ kernen. In dünne Streifen schneiden. Im Öl dünsten. Knoblauch dazupressen. Ingwer fein hacken und beigeben. ⅔ der Himbeeren beigeben. Mit Balsamico ablöschen. 2. Bei kleiner Hitze ca. 40 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit eingekocht ist. Pfanne vom Herd nehmen. Restliche Himbeeren daruntermischen. Mit Salz abschmecken. Mit dem Käse servieren. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten + ca. 40 Minuten köcheln lassen

Pro Person ca. 14 g Eiweiss, 21 g Fett, 6 g Kohlenhydrate, 1150 kJ/270 kcal

4 2 EL 800 g

Zwiebeln Bratbutter Rindsragout Salz, Pfeffer Lorbeerblätter Tomatenpüree Rindsbouillon Himbeeren

1. Zwiebeln grob hacken, beiseitestellen. Bratbutter in einer weiten Pfanne erhitzen. Rindsragout dazugeben und ca. 2 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Lorbeerblätter, Tomatenpüree und Zwiebeln dazugeben. Weitere 2 Minuten dünsten. Mit Bouillon ablöschen. 2. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 60 Mi­ nuten köcheln lassen. Deckel entfernen und ca. 30 Minuten weiterköcheln lassen, bis die Sauce dickflüssig ist. Himbeeren dazu­ mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren. Dazu passt Brot oder Polenta. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten + ca. 90 Minuten köcheln lassen

Pro Person ca. 41 g Eiweiss, 23 g Fett, 8 g Kohlenhydrate, 1700 kJ/400 kcal

Zutaten

2 100 g 1 EL 2 dl 100 g

Eiweiss à ca. 30 g feinster Zucker Maisstärke à ca. 5 g Rahm Himbeeren

Zubereitung

1. Backofen auf 120 °C vorheizen. Eiweiss steif schlagen. Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse fest ist und glänzt. Maisstärke dazusieben. Eiweiss­ masse mit einem Löffel auf einem mit Backpapier belegten Blech in 4 Portionen à ca. 3 cm Höhe rund ausstreichen. 2. Ofentemperatur auf 90 °C reduzieren, Pavlovas im Ofen ca. 2 Stunden trocknen lassen, Ofentür dabei mit einer Holzkelle einen Spalt offen halten. Ofen ausschalten, Pavlovas darin auskühlen lassen. Rahm steif schlagen, auf die Pavlovas streichen. Him­ beeren darauf verteilen. Sofort servieren. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten + ca. 2 Stunden trocknen lassen

Pro Person ca. 3 g Eiweiss, 18 g Fett, 29 g Kohlenhydrate, 1200 kJ/290 kcal


H C S I R F T K R MA M-TIPP Bei den Tomaten mit Olivenpanade macht Ihr Ofen die Hauptarbeit – dafür dürfen Sie dann die Komplimente entgegennehmen. Das Rezept finden Sie auf www.saison.ch/de/m-tipp und alle Zutaten frisch in Ihrer Migros.

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MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 57

Tipps

Süsse Sensibelchen Die auf der nördlichen Erdhalbkugel verbreitete Sammelsteinfrucht zählt zur Familie der Rosengewächse und besteht wie die Brombeere aus einzelnen Steinfrüchtchen. Man unterscheidet zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren. Im Mittelalter wurde sie vor allem in Klöstern kultiviert und als Heilmittel verwendet.

Mehr Rezepte unter www.saison.ch

Wissenswertes

Vitamin Beere Kalorienarm, nährstoffreich, vielseitig: Brombeere, Heidelbeere und Co. sind als Solisten genauso wertvoll wie als Begleiter schmackhafter Menüs.

Lagerung

Himbeeren sind sehr druckempfindlich und verletzlich. Darum sollte man sie gut verlesen und nur leicht abduschen, auch weil sonst das Aroma stark verwässert. Am besten schmecken sie, wenn man sie sofort nascht oder verarbeitet. Wer Konfitüre aus den Sommerbeeren zubereitet, rettet das köstliche Aroma in den Winter. Himbeeren eignen sich gut zum Tiefkühlen. In der Küche

Himbeeren sind nicht nur eine ideale Basis für süsse Klassiker wie «Heisse Liebe» (Vanilleglace mit heissen Himbeeren), Konfitüren, Gelees, Kuchen und Törtchen, sondern sie zaubern auch fruchtige Säure und Pfiff in Pikantes wie Chutneys und Saucen. Ausserdem lassen sie sich hervorragend zu Likör, Essig, Schnaps oder Sirup verarbeiten. In der Volksmedizin

Bild: Getty Images

Himbeerblättertee soll fiebersenkend und blutreinigend wirken. Und die vielen kleinen Kerne halten die Verdauung auf Trab. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Stachelbeeren Sie passen nicht nur zu Kuchen und Tartes, sondern verfeinern – zu Sauce verarbeitet – auch Fleischgerichte. Und als süssscharfes Chutney harmonieren sie ideal mit Käse. Unreif geerntet, sind sie bis zu vier Tage lang im Kühlschrank haltbar. Von allen Beerensorten haben Stachelbeeren den höchsten Zuckergehalt. Saison: Juli.

Heidelbeeren Eine runde Sache zu Schlagrahm, Muffin, Müesli oder Torte. Heidelbeeren zaubern aber auch eine fruchtige Komponente in herzhafte Gerichte wie Risotto mit Crevetten. Der blaue Farbstoff, das Anthocyan, gilt als vitalisierend. Saison: Ende Juni bis September.

Brombeeren Wie die Himbeeren sind auch Brombeeren sehr empfindlich. Sie bereichern die Konfitürenwelt, haben ihren festen Platz im Fruchtsalat und Müesli und schmecken vorzüglich zu Geflügel und Ente. Brombeeren sind reich an Vitamin C, Folsäure und Eisen. Saison: Juli bis September.

Johannisbeeren Die eher sauren Perlen sind vorzüglich im Rumtopf, im Joghurt und in Desserts sowie als Gelee. Raffinierte Akzente setzen sie in Riz Casimir oder auch in Salaten. Johannisbeeren enthalten viel Kalium und Vitamin C. Saison: Juni bis August.


58 | MM26, 22.6.2015 | MIGROS-WELT

Der Chefmetzger empfiehlt

Spiessli vom Feinsten «Uns ist es wichtig, dass die Stücke von Rind, Kalb und Schwein alle so geschnitten sind, dass sie gleichzeitig gar werden. Rindfleisch sollte schön rosa und Schweinefleisch ganz durch sein. Dazu empfehle ich Kräuter­ butter und Salat.» Mix Grill Spiess, per 100 g

Aktueller Tagespreis

«Da die Schweinsfilet­ stücke einzeln mit Speck umwickelt sind, bleiben sie herrlich saftig. Wer es gern rassig mag, mariniert das Fleisch mit einer Chilimarinade. Kurz ziehen lassen und ca. 3–4 Minuten auf jeder Seite grillieren.» Schweinsfiletspiess mit Speck, per 100 g Aktueller Tagespreis


MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 59

«Wir bieten neben regionalen Spezialitäten in einem vielfältigen Sortiment auch erstklassige Beratung.»

Christian Angst ist Chefmetzger der Migros-Filiale Zugerland in Steinhausen ZG.

An der Frischetheke findet sich für jeden Geschmack der richtige Spiess.

Bild und Styling: Christine Benz

«Ein Fackelspiess ist zusammen mit einem Bürli perfekt fürs Garten­ fest. Die dünngeschnit­ tenen Scheiben lassen sich direkt vom Holz­ spiessli abbeissen. Dazu passt ein Maiskolben mit Fleur de sel und etwas zerlaufener Butter.» Schweins-Fackelspiess, per 100 g Aktueller Tagespreis

Grosse Vielfalt und regionale Spezialitäten «Den Husarenspiess schätzen vor allem die Rindfleischliebhaber. Er ist zart, im Nu grilliert und enthält kaum Fett. Mein Beilagentipp: Peperoni oder halbierte Tomaten mit Kräutern, ebenfalls vom Grill.» Rinds-Husarenspiess, per 100 g Aktueller Tagespreis

Die Auswahl an der Frischetheke ist

in den Sommermonaten gross. Ob vom Rind, Schwein, Geflügel, Kaninchen oder Kalb, gemischt mit Gemüse, vorgewürzt oder mariniert: Es gibt Fleischspiesschen für jede Vorliebe. Selbstverständlich stellt der Metzger auch gern einen Spiess nach persönlichem Gusto zusammen. Grundsätzlich gilt beim Grillieren:

Fleischspiesschen sollten nicht über der offenen Flamme platziert werden. Die Glut sollte gleichmässig heiss sein. Fleischsorten, die mehr Fett enthalten (zum Beispiel Schweinshals oder Lammkoteletts), bleiben auch bei längerer Grillzeit saftig. Der Metzger informiert kompetent über die optimale Grilldauer für die jeweiligen Fleischstücke und gibt Tipps zu den passenden Beilagen.

Gut zu wissen

70

verschiedene Spiesse werden schweizweit an den regionalen Bedienungstheken angeboten.

280

Frischetheken gibt es in den Migros-Filialen.

1400

Metzger sind im Einsatz, um individuell zu beraten und spezielle Wünsche zu erfüllen.


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19. Tag: Mahe (Seychellen). Auf Mahe wachsen auch Mango, Papaya, Bananen sowie auch Tee, der Jellyfish Tree und seltene Orchideen. Aufenthalt von 7 bis 16 Uhr.

Schweizer Bürger benötigen einen Reisepass, der 6 Monate über das Rückreisedatum gültig sein muss. Das Visum für Madagaskar, Mosambik ($ 25.–), Dubai und Ägypten erhalten Sie an Bord.

25. – 26. Tag: Erholung auf See.

8. Tag: (Mosambik). Maputo versprüht immer noch den Charme von früher. Aufentahlt von 9 bis 19 Uhr.

32. Tag: Suez (Ägypten). Im Mittelalter hatte der Ort eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung. Aufenthalt von 1 bis 18 Uhr.

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36. Tag: Erholung auf See. 37. Tag: Civitavecchia (Italien). Ankunft um 5 Uhr. Ausschiffung und Rückflug in die Schweiz.

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Valletta

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27. Tag: Salalah (Oman). Prächtig grüne Landschaften, schneeweisse Badestrände und glasklares Wasser. Aufenthalt von 7 bis 16 Uhr.

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MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 61

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Zuwachs für die Farm-Chips-Familie: Die Sorte Rosmarin ergänzt neu das Migros-Regal. Und auch die

Geschmacksrichtung Oregano zieht dauerhaft dort ein, nachdem sie im Beliebtheitswettbewerb die Gunst der Kunden gewinnen konnte. Für die Farm Chips werden nur Schweizer Kartoffeln und einheimische Kräuter verwendet. Die mitsamt der Schale in einem speziellen Verfahren frittierten Scheiben sind etwas dicker geschnitten als üblich – Chips wie von Hand gemacht eben und mit einem rustikal-würzigen Aroma.

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MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 63

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MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 65

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Darauf haben die Glacefans mit einer Vorliebe für Früchte in der Schweiz schon lange gewartet: Die neuen Fruit-Ice-Glaces enthalten nichts anderes als natürliche Zutaten. Ausgewählte sonnengereifte Früchte verleihen ihnen den intensiven und authentischen Geschmack. In der Herstellung gesellen sich nur noch Apfelsaftkonzentrat und Citrusfaser hinzu, auf Aromen und Farbstoffe wird vollständig verzichtet. Für den erfrischenden Fruchtgenuss stehen zwei Sorten zur Auswahl: Erdbeere und Mango.


MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 67

Mega Win

Sie haben gewonnen Das Gewinnspiel Mega Win dauert nur noch eine Woche. Täglich gibt es Reisen und Sofortpreise im Gesamtwert von 800 000 Franken zu gewinnen. Höchste Zeit, die letzte Chance zu nutzen. Drei weitere glückliche Gewinner stellen sich hier vor.

Rentnerin aus Marly FR Gewinn: Familienbadeferien; Wert: Fr. 3000.– «Ich hatte beim Einkaufen in der Filiale Marly acht Sticker-Sets erhalten. Beim Einkleben zu Hause dachte ich: ‹Oh, ist das möglich? Ein Koffer im Sammelalbum ist voll!› Ich freue mich riesig über den Gewinn, denn ich hatte bisher noch nie so viel Glück. Am liebsten möchte ich mit meinem Mann und meinen Enkelkindern eine griechische Insel besuchen. In Griechenland war ich nämlich noch nie.»

•Kleben Sie die Sticker auf die passenden Symbole der Koffer im Teilnahmesammelheft, das ebenfalls an der Kasse erhältlich ist. Sind alle Symbole eines Koffers richtig beklebt, haben Sie die dazu ausgelobte Reise gewonnen.

Nadja M. (41) Podologin aus Bernhardzell SG Gewinn: Trekkingbike Crosswave Country Avalon; Wert: ca. Fr. 999.–

«Die Sticker stammen aus der Filiale in Gossau, einige auch von meiner Mutter. Ich hätte nie gedacht, dass ich etwas gewinnen würde. Deshalb freue ich mich über das Trekkingbike. Ich fahre gern Velo, speziell als Gruppe mit Kindern im Anhänger.»

Bilder: Kaspar Isler

Empfangsdame bei Amag aus Eggenwil AG Gewinn: Familienbadeferien; Wert: Fr. 3000.–

«Als ich beim Einkleben der Sticker realisierte, dass wir gewonnen

Bei Mega Win gibt es 122 Traumreisen und 3000 Sofortpreise im

Gesamtwert von 800 000 Franken zu gewinnen. Bis zum 29. Juni erhalten Sie an der Kasse bei jedem Einkauf pro 20 Franken Einkaufswert ein StickerSet* mit je zwei Stickern und einem Win Code.

Yvette J. (64)

Jasmin T.

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haben, bin ich vor Freude herum gehüpft und habe sofort meinen Mann im Geschäft angerufen. Er konnte es kaum glauben. Als Familie waren wir noch nie auf Reisen. Die Badeferien möchten wir nun in Griechenland verbringen.»

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Weitere Informationen und kostenlose StickerSets gibt es auf Migros.ch/megawin Alle bisherigen Gewinner finden Sie ebenfalls auf Migros.ch/megawin * maximal 10 Sticker-Sets pro Einkauf, solange Vorrat


68 | MM26, 22.6.2015 | MIGROS-WELT

Jetzt wirds bunt

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MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 69

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7490.– 7690.– 7890.– 8590.– 9790.– 11990.–

Cabo San Lucas (2 Tage) Puerto Vallarta Manzanillo

Huatulco Cartagena Quepos Puerto Quetzal

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ab CHF 5390.– pro Person inkl. Flug

Von Sydney bis Kyoto (Nr. 409) 10.02. – 18.03.2016 (38 Tage) Preis (CHF) p. P. bei Doppelbel. inkl. Reise, VP, Tischwein bei den Mahlzeiten und Trinkgeld an Bord

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Sydney – Benoa

Benoa – Kyoto

Sydney – Kyoto

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5390.– 5690.– 5790.– 6190.– 6390.– 11290.–

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Miami

(inkl. 1 Nacht im Miami 4*)

Bei den Teilstrecken sind Vor- und Nachprogramm inkludiert worden. Weitere Details auf www.CruiseCenter.ch

Panamakanal

Acajutla Caldera Golfito

Fuerte Amador (2 Tage)

Kyoto (3 Tage) Okinawa Hualien Puerto Princesa

Manila (2 Tage)

Sandakan

Komodo Benoa (4 Tage)

Darwin

Thursday Island Cooktown Port Douglas Cairns (2 Tage) Hamilton Island

Azamara Quest (5*)

Sydney (inkl. 1 Nacht in Sydney 4*)

Inbegriffene Leistungen: An- und Rückreiseprogramm gem. Beschreibung auf www.CruiseCenter.ch (Nr. 414 Flüge in Economy und Transfers, Nr. 415 Flüge in Economy, Transfers und eine Nacht im 4* Hotel in Miami, Nr. 408 Flüge in Economy, Transfers, eine Nacht in Miami und Los Angeles (bei den Teilstrecken in San José), Nr. 409 Flüge in Economy, Transfers, eine Nacht im 5* Hotel in Sydney) , Kreuzfahrt gemäss Programm, Übernachtung in der gewählten Kabinenkategorie, Vollpension an Bord, Benützung der freien Bordeinrichtung, vielseitige Show- und Unterhaltungsprogramme, Disco und Live-Musik, Gala-Dinner und Kapitänscocktail, Hafentaxen, gute Betreuung durch die deutschsprechende Reiseleitung der Schiffsgesellschaft. Nicht inbegriffen: Getränke und persönliche Auslagen, fakultative Landausflüge, Trinkgelder an Bord (Celebrity ca. USD 12.– pro Nacht / Erw.), fakultative Annullationskostenversicherung, Auftragspauschale von CHF 29.– pro Dossier. Limitierte Verfügbarkeit. Alle Preise sind nur gültig bis am 06.07.2015 und / oder so lange Kabinen zu diesen Preisen verfügbar sind. Bei CruiseCenter gibt es «Meer» Vorteile für Sie: Werden Sie jetzt Mitglied in unserem «Licence to Cruise»-Club und profitieren Sie von unseren Club-Reduktionen.

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MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 73

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Bergmilch-Mozzarella

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Der Mozzarella aus Entlebucher Bergmilch zeichnet ab 23. Juni solange sich durch seinen milchigen Geschmack und die Vorrat zarte Struktur aus. Er wird in der Bergkäserei Marbach im luzernischen Entlebuch hergestellt. Die für die Herstellung verwendete Milch stammt ausschliesslich aus der Unesco-Biosphäre Entlebuch. Der Kuhmilch-Mozzarella ist mit dem Label «Aus der Region. Für die Region» gekennzeichnet und in den grösseren Supermarktfilialen der Migros Luzern erhältlich.

Micha Wellinger freut sich, die gewünschten Menüs frisch zubereiten zu können.

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Luzern

Neuer Sommerkurs

Knigge Galant unterwegs

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Kochen live

Nächste Kursstarts:

Ein wichtiger Anlass steht vor der Tür, und den Gästen will ein spezielles Esserlebnis geboten werden? Dann ist der Live-Cooking-Table des Catering Services Migros Luzern genau das Richtige. Text und Bild: Laura Roth

O

b eine private Party oder öffentliche Veranstaltung: Die Gäste betreten den Raum, und der Koch wartet bereits hinter einer mobilen Küche. Vor den Augen des Gastes bereitet der Catering-Koch die Menüs frisch zu, und individuelle Wünsche können sogleich selbst angebracht werden. Ein bisschen würziger, weniger Gemüse oder doch gar kein Fleisch? Alles

kein Problem. Der Gast erhält das Essen so, wie er es mag – ganz nach dem Motto des Catering Services Migros Luzern: «Unser neuer Live-Cooking-Table lässt sich je nach Menüangebot individuell bestücken: mit Grill, Wok oder Induktionsplatten», sagt Micha Wellinger von den Catering Services. Die Gerichte werden schnell, effizient und mit frischen Produkten für jeden beliebigen Anlass zubereitet.

Der Live-Cooking-Table ist jedoch nur ein kleiner Teil eines vielfältigen Angebots. Egal ob Hochzeitsfeier, Geschäftsessen, Geburtstagsfest oder ein Anlass im kleinen Rahmen – der Catering Service Migros Luzern steht bei der Planung und Umsetzung stets mit grossem Know-how zur Seite. MM Weitere Informationen oder Anfragen www.csm-luzern.ch

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74 | MM26, 22.6.2015 | MIGROS-WELT

Urabstimmung 2015

Die Resultate Liebe Mitglieder, Sie haben sich in grosser Zahl an der diesjährigen Urabstimmung beteiligt, wofür wir Ihnen ganz herzlich danken. Total sind 51 411 Stimmkarten eingegangen, was einem Anteil von 28,3 Prozent der Mitglieder der Genossenschaft Migros Luzern entspricht. Dabei erfreute sich die Jahresrechnung der Migros Luzern einer massiven Zustimmung von 94,2 Prozent. Die Urabstimmung im Detail:

Zahl der Stimmberechtigten: 183 195 Zahl der zustellbaren Stimmkarten: 181 960 Abgegebene Stimmen (zählend): 51 411 Stimmbeteiligung in Prozent der zustellbaren Stimmkarten: 28,3 Die Jahresrechnung 2014 und die Verwendung des Bilanzgewinnes sind wie folgt genehmigt worden: Ja: 94,2 % Nein: 1,41 % Leer: 4,34 % Ungültig: 0,05 % Die Revisionsstelle

Wir danken Ihnen herzlich für dieses Zeichen Ihres Vertrauens. Genossenschaft Migros Luzern Die Verwaltung

Annette Windlin erarbeitet mit ihrem Team und über 100 Laiendarstellern ein grossartiges Spektakel zum 700-JahrJubiläum der Schlacht vom Morgarten.

Migros-Kulturprozent

Das ehrenamtliche Spektakel Profis und über 100 Laiendarsteller gehen dem Mythos der Schlacht vom Morgarten in einer aufwändigen Open-Air-Inszenierung nach. Den Amateuren wird einiges abverlangt. Text und Bild: Marisa Michlig

B

ei unserem Freilichtspektakel ‹Morgarten – der Streit geht weiter› fokussieren wir nicht auf die be­ rühmte – aber auch umstrittene – Schlacht vom Morgarten, sondern auf die Bedeutung dieses Mythos: Die kleine Schweiz gegen den Rest der Welt», sagt Annette Windlin gleich zu Beginn des Gesprächs. Die Innerschweizer Regisseurin

ist seit mehr als 25 Jahren aktiv im Inner­ schweizer Kulturleben und wurde 2010 mit dem Innerschweizer Kulturpreis ausge­ zeichnet. Nach ihrem letzten grossen und sehr erfolgreichen Projekt, dem Theater­ spektakel Big Bang in der alten Zement­ fabrik der Nova in Brunnen 2013, arbeitet sie nun erneut mit über hundert Laiendarstel­ lern an einem grossen Projekt. «Der Rück­


MIGROS-WELT | MM26, 22.6.2015 | 75

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Faszien-Yoga lockert und verleiht geschmeidige Beweglichkeit. Faszien-Yoga

Faszinierende Faszien Bis vor Kurzen beachtete es kaum jemand. Jetzt wird das Bindegewebe gezielt gedehnt, gelockert und gestrafft. Bloss ein Trend oder eine Trainingsform mit hohem Nutzen? Text: Stefan Scherrer

halt aus der Region ist enorm», sagt Annette Windlin. Zwei Informationsveranstaltungen habe sie gemacht, eine in Arth und eine in Morgarten. «Dann wurden wir mit Bewerbungen überflutet», sagt sie lachend. Intensive Arbeit, die Spass macht

Drei Kategorien an Rollen gibt es für das Stück: Sprechrollen, Rollen ohne Text und Statisten. Geprobt wird schon seit Anfang März, jene mit einer Sprechrolle zwei bis drei Mal in der Woche. Ab Mitte Juli gilt dann sogar täglich Probe für alle. «Wir verlangen den freiwilligen Laiendarstellerinnen und –darstellern so einiges ab», sagt die Regisseurin. Die Freude der begeisterten Theaterleute ist riesig – die Arbeit macht allen grossen Spass. Als Wertschätzung für dieses enorme Engagement offeriert das Migros- Kulturprozent der Migros Luzern den Helferinnen, Schauspielern und Betreuerinnen eine Zwischenverpflegung. MM Freilichtspektakel Morgarten, 7.8. bis 12.9. www.morgartenspektakel.ch

W

as ist am neuen Zauberwort Faszien dran? «Im Yoga haben wir das Bindegewebe schon immer gelockert, waren uns aber der Wirkung auf theoretischer Ebene weniger bewusst», sagt Gabi Bisel. Sie wird auch Faszien-Yoga anleiten. Zahlreiche Yoga-Übungen wirken sich auf die Faszien positiv aus. Gespürt haben das die Trainierenden schon immer, nun bestätigen wissenschaftliche Erkenntnisse ihr Empfinden. «Jetzt wenden wir noch bewusster an, was uns guttut», freut sich die Trainerin über einen Trend, der wirken wird. Faszien halten uns zusammen

In den oberflächlichen Schichten sind Faszien Bindegewebe zwischen Muskeln und der Haut. Tiefere Faszien umspannen Knochen, Muskeln, Nervenbahnen und Blutgefässe und sie umfassen innere Organe. Salopp gesagt: Faszien verbinden einzelne

Strukturen im Körper zu einem ganzheitlichen System. Im Faszien-Yoga werden verklebte Bindegewebe gelockert. Der Körper wird geschmeidiger und beweglicher. Verspannungen lösen sich, ohne grosse Anstrengungen. Hauptbestandteile im Faszien-Yoga sind Bewegungsübungen, die jederzeit angewendet werden können. Dazu kommen Lockerungsübungen mit kleinen Igel-Bällen, mit Tennisbällen und mit der Massagerolle. Hier kann schon einmal eine verhärtete Stelle schmerzen. Aber quälen soll sich niemand. Gabi Bisel betont: «Nichts muss erzwungen sein. Wer Schmerzen spürt, hört rechtzeitig auf.» MM Nächster Kursstart: 17. August, Luzern www.klubschule.ch


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gatorisches Touristenvisum 28 USD (bei Einreise in bar zu bezahlen), Versicherungen (wir empfehlen eine Jahresversicherung von Allianz Global Assistance), Treibstoffzuschläge vorbehalten, Auftragspauschale Fr. 35.– pro Auftrag (entfällt bei Buchung über www.thurgautravel.ch).

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Knigge reloaded

Weisen Sie Kinder darauf hin, ihren Platz für Senioren zu räumen?

Illustration: Andreas Klammt; Bild: Stefan Sulzer

Migrosmagazin.ch

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

Sollten Kinder im Tram für ältere Menschen aufstehen?

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I

«Lassen Sie mich das so ausdrücken: Ja. Spätestens, sobald die Kinder im schulpflichtigen Alter sind. Gerade neulich habe ich im Tram in Zürich wieder erlebt, wie eine ganze Primarschulklasse die Sitze besetzte, während Senioren stehen mussten. Wie aber sollen Kinder so Umgangsformen lernen? Ich würde dazu gern die allgemeine Grundregel von ‹Debrett’s Guide to Etiquette› in Bezug auf Kinder rekapitulieren: ‹Kinder können, obschon sie für Eltern die reinste Freude sind, für andere Leute eine extreme Geduldsprobe darstellen. Eltern müssen ihren Nachwuchs in Ordnung halten. Dazu gehört, Kinder von der Produktion von Lärm und Unordnung sowie von vorlautem, dominantem und unhöflichem Benehmen gegenüber Erwachsenen und anderen Kindern abzuhalten. Sowie ganz allgemein zu verhindern, dass Kinder ihrer Umgebung das Leben zur Hölle machen.›»

Mamma mia

Bao Li Ich habe Herrn Wu, den chinesischen Fabrikanten, nie getroffen. Trotzdem haben wir seit 2009 eine gemeinsame Geschichte. Ida, damals jährig, sehnte sich nach einer Erfrischung. So kaufte ich eines von Wus «Bao Li» («Bädli»). Das Kind hatte das Planschbecken zum Fressen gern, nagte mit dem einzigen Zahn an der Gummihaut. Es machte pffffff, und Herr Wu im fernen China lächelte.

«Bao Li 2» hatte bessere Startbedingungen: drei Kammern. Es hielt bis zum Nachmittag, an dem unsere Nachbarsbuben es einem Belastungstest unterzogen. 2010 verhakte sich Nummer 3 in den Rosen, 4 fiel der Nachbarskatze in die Krallen. Ich schämte mich, wenn ich Gummihäute zum Entsorgen brachte. Herr Wu hatte keine Bedenken. 2014 schafften wir ein Edelmodell an. Das «Bao Li Lu Su» kostete so viel wie eine Woche Mallorca. Bald wäre es ein Jahr alt geworden, doch gestern Abend machte es leise pffffff. Herr Wu muss ein glücklicher Mann sein. Bettina Leinenbach (38) ist Journalistin und zweifache Mutter.


80 | MM26, 22.6.2015 | LEBEN

Der luxemburgische Grenzort Schengen befindet sich in einer malerischen Landschaft an der Mosel.

Reisen

Grenzenlos schönes Schengen

Vor 30 Jahren unterzeichneten fünf EU-Mitgliedstaaten in einem unbekannten luxemburgischen Grenzort ein Abkommen. Heute ist Schengen weltberühmt. Doch fast niemand weiss, dass das Winzerdorf auch touristisch interessant ist. Text und Bilder: Reto E. Wild


LEBEN | MM26, 22.6.2015 | 81

Das Weingut Henri Ruppert wurde von einem lokalen Architekten entworfen.

E

ine Landschaft mit Reb­ bergen, ein ruhiger Fluss, ein verschlafener Dorfkern, viele Denkmäler und Museen: Das ist das Winzerdorf Schengen in Luxemburg, das an das deutsche Saarland und die französische Region Lothringen grenzt. Seit dem 14. Juni 1985 ist es das wohl berühmteste Dorf Europas: Damals unterzeich­ neten auf dem Schiff «Princesse Marie­Astrid» fünf EU­Mitgliedstaa­ ten ein erstes Abkommen, um Grenz­ kontrollen in Europa abzuschaffen. Seither ist Schengen für Verträge und Reisefreiheit bekannt, nicht aber für seine touristischen Attraktionen. Zu Unrecht. In der Nähe der Brasserie de Schengen mit ihrer

Spezialität «Fierkels­Gelie a gebot­ schen Gromperen», also «Spanferkel­ Gelée mit Gschwellti», stehen am Moselufer zwei Teile der Berliner Mauer mit einem aufgemalten Port­ rät des einstigen sowjetrussischen Präsidenten Gorbatschow, vis­à­vis das Musée européen Schengen und gleich daneben ein Touristen­ informationsbüro mit Broschüren und Souvenirartikeln. Im September wird zusätzlich im Schengener Naturschutzgebiet ein Besucher­ zentrum zum Thema Zugvögel eröffnet – wobei diese schon vor dem Abkommen ohne Kontrollen über die Grenzen fliegen konnten. Wirklich auffallend im Ort mit seinen 560 Einwohnern ist jedoch das

Schloss Schengen mit seinem Turm aus dem 13. Jahrhundert sowie seinen Barock­ und Kräutergärten. Das Schloss, in dem der französische Schriftsteller Victor Hugo Gast war, steht zum Verkauf. Für 15 Millionen Euro ist es zu haben. Hugos Luxem­ burgzeit ist auch auf der Etikette des Grauburgunders Château de Schen­ gen verewigt. Sie zeigt das Schloss nach einer Zeichnung von ihm, die er aus Kaffeesatz anfertigte. Schengen ist auch Weingebiet

Vom Rebberg der Domaine Henri Ruppert bietet sich ein überwältigen­ der Blick auf Schengen und die Umgebung. Bereits der eigenwillige Baustil des Weinguts ist eine Attrak­


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LEBEN | MM26, 22.6.2015 | 83

Belgien Deutschland Müllerthal

Luxemburg

Ferien in Schengen: Tipps und Bilder. Migrosmagazin.ch

Schengen

Tipps Frankreich 1 2

3

Schengen und Luxemburg Anreise: Die Bahnreise ab Basel SBB dauert

3,5 Stunden. Swiss fliegt zudem direkt ab Zürich. Am 9. Mai 2015 eröffnete am Moselufer in Schengen das Besucherzentrum. Tipp:

Die Velomiete kostet dort nur 10 Euro pro Tag. Vis-à-vis befindet sich das Musée européen Schengen (Eintritt kostenlos, montags geschlossen), www. schengen-tourist.lu

1 Der 112 Kilometer lange «Muller­

thal Trail» in der kleinen Luxem­ burger Schweiz ist ein Geheimtipp.

«Mullerthal Trail»:

2 Samstag ist für Andrea Scheller Markttag. Dann kauft sie oft am Place Guillaume II ein. 3 Die Caves St Martin wurde bereits

1921 gegründet. Die Weine lagern im Felsen.

tion. Entworfen hat ihn der lokale Architekt François Valentiny, der auch für den Schengen-Park in Peking Hand angelegt hat. Schengen und damit auch Luxemburg ist eben auch Weinland. Im 80 Kilometer langen und 54 Kilometer breiten Grossherzogtum gibt es Rebberge auf einer Fläche von 1300 Hektar mit seltenen Sorten wie Rivaner, Auxerrois oder Elbling. Das Anbaugebiet ist rund drei Mal grösser als jenes im Kanton Graubünden. Die Weine Luxemburgs – vornehmlich die Weissen wie der Riesling Wormeldange Koeppchen von Alice Hartmann oder der Qualitätssekt Crémant de Luxembourg (für nur rund zehn Euro die Flasche) – erreichen

heute internationales Spitzenformat. Sie haben Tradition: Die Caves St Martin im zehn Kilometer von Schengen entfernten Dorf Remich wurde bereits 1921 gegründet. Sie ist die einzige Kellerei im Land, die ihre Flaschen tief im Felsen lagert. 10 000 EU-Beamte in Luxemburg

Die edlen Tropfen werden auch in der gehobenen Gastronomie angeboten. Schliesslich wollen neben den Einheimischen auch die rund 10 000 in Luxemburg arbeitenden EU-Beamten auf hohem Niveau durchgefüttert werden. Das gilt gerade in diesen Tagen: Das Land übernimmt ab Juli die EU-Ratspräsidentschaft für 2015. Bereits seit Februar sind deshalb für die nächsten

Wochen einige Hotels ausgebucht. Das betrifft insbesondere den Grossraum der gut 70 Kilometer nördlich von Schengen gelegenen Hauptstadt, wo jeder Fünfte der 550 000 Luxemburger Einwohnerinnen und Einwohner lebt. Eine davon ist die Zürcherin Andrea Scheller (49). Sie ist 2008 aus der Schweiz ausgewandert und heute Direktorin des fünfköpfigen Statistischen Büros der EFTA. Als damalige Angestellte des Statistischen Amts in Neuenburg hat sie sich auf eine Ausschreibung beworben. «Als ich einreiste, wechselte ich von einem kleinen Land in ein noch kleineres. Ich hatte keinen Kulturschock. Hier ist alles gut organisiert, die Menschen

Das Tourismuszentrum Heringer Mühle in Mullerthal, 29 Kilometer von Luxemburg entfernt, vermietet kostenlos Wanderausrüstung wie Jacken, Rucksäcke, Feldstecher etc. Am meisten Wanderer sind von Ende Juni bis August unterwegs. Im gleichnamigen Restaurant wird ambitioniert gekocht. Ein Dreigänger kostet mittags 17 (!) Euro. Infos: www.heringermillen.lu Restaurants: Heraus-

ragend ist das Mathes in Ahn, gut 20 Kilometer von Schengen entfernt, Tel. +352/76 01 06 (unbedingt reservieren). Alternativen: Le Bistrot Gourmand in Remerschen oder Jangeli im Mondorf Parc Hotel, wo Gilles Goess mit 16 GM-Punkten kocht. Die dortige Sommelière Dominique Rizzi hält immer einen Tipp für eine lokale Weinspezialität bereit.


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Paris – Sommerhit

Die Hauptstadt Luxemburg mit dem Fluss Alzette. Unten: das historische Fort in Kirchberg.

Eine Reise nach Paris ist immer wieder ein Erlebnis – egal, ob Sie die Stadt zum ersten oder zum wiederholten Male besuchen: Die bekannten Sehenswürdigkeiten wie Eiffelturm, Louvre, Arc de Triomphe, Centre Pompidou, Champs-Elysées oder Montmartre faszinieren immer wieder aufs Neue. Gleichzeitig entstehen neue Attraktionen und Trendviertel wie Ménilmontant, Belleville oder SoPi, South of Pigalle.

Unsere Empfehlung sind gegenüber Ausländern sehr freundlich und sprechen fast alle Deutsch, Französisch und Englisch», sagt die am Zürichsee aufgewachsene Schweizerin. Die Freundlichkeit ist bei einem Ausländeranteil von 45 Prozent nicht selbstverständlich. 1991 lag die Zahl noch bei 29 Prozent. Scheller lebt zwischen dem modernen Luxemburger Stadtteil Kirchberg und der Altstadt. Ihren in Zürich wohnhaften Mann sieht sie am Wochenende und in den Ferien. Das Kirchberg-Plateau ist ein Hotspot moderner Architektur mit dem vom chinesischen Stararchitekten I. M. Pei entworfenen Museum für Moderne Kunst (Mudam) als Höhepunkt. In der Nähe befinden sich mehrere europäische Institutionen wie der Gerichtshof oder das Sekretariat des europäischen Parlaments. «In Kirchberg ist in den letzten Jahren sehr viel gebaut worden. Und seit 2007, als Luxemburg Europäische Kulturhauptstadt war, hat sich das kulturelle Angebot mit Philharmonie, Theateraufführungen und kleinen Konzerten stark verbessert», erklärt sie. Kommt Scheller auf Luxemburg zu sprechen, gerät sie immer wieder ins Schwärmen.

«Das Moseltal rund um Schengen ist zu schön, um wahr zu sein. Fast schon kitschig.» Sie empfiehlt das «Miselerland», wie es auf Luxemburgisch heisst, mit dem Velo zu entdecken oder durch die Rebberge zu wandern. Am Samstagmorgen trifft man die Schweizerin meist in der Hauptstadt auf dem Markt am Place Guillaume II an, wo lokale Produzenten Gemüse, Käse und Brot verkaufen. Das kompakte Altstadtviertel Luxemburgs mit der pittoresken Logenstrasse figuriert auf der Unesco-Welterbeliste. Für die überraschendste Begegnung im kleinen Land sorgt die Region Müllerthal, rund 50 Kilometer nördlich von Schengen: Sie gilt als kleine Luxemburger Schweiz. Scheller: «Das ist ein wunderschönes Wandergebiet mit interessanten Gesteinsformationen,

wie man sie in der Schweiz nicht findet.» Der 2008 ins Leben gerufene «Mullerthal Trail» besteht aus einem Netz mit drei Routen und 112 Kilometer langen Wanderwegen. Sie führen durch Schluchten, Wälder und zu Felsen, die an Skandinavien erinnernde Weitblicke freigeben. Pauschalen bieten Wanderungen ohne Gepäck in drei oder vier Tagen an. Um 18 Uhr schliessen die Läden

In ihrem neuen Heimatland fühlt sich die Schweizerin rundum wohl. «Ich bin kein Heimwehmensch. Aber mit den Jahren habe ich festgestellt, dass es in der Stadt Luxemburg keinen See und keine Berge hat. Das ist das Einzige, das ich vermisse.» Hat Scheller Lust auf Luxemburgerli, geht sie zur Konditorei Oberweis. Deren Macarons und Törtchen sind mindestens so gut wie jene von Sprüngli in Zürich – nur schliessen viele Luxemburger Läden breits um 18 Uhr. Aber auch dafür hat Andrea Scheller einen Tipp: «Wenn man danach etwas zu feiern hat, sollte man im Restaurant der mehrfach prämierten Spitzenköchin Léa Linster essen gehen.» MM Die Recherche dieser Reise wurde unterstützt vom Landesverkehrsamt Luxemburg, www.visitluxembourg.com

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Kinder

Die sehende Blinde Sie wird oft mit einer Schlange verwechselt. In Wahrheit ist die Blindschleiche aber eine Echse, kann – entgegen ihrem Namen – sehen und bei Gefahr sogar ihren Schwanz fallen lassen. Text: Claudia Langenegger

Feinde

Die nützliche Blind­ schleiche hat leider viele Feinde: Schlangen, Füchse, Dachse, Igel, Wildschweine, Ratten und viele mehr fressen sie. Katzen, Hunde und Hühner töten sie. Autos und Fahrräder überfahren sie. Mäh­ maschinen, Pestizide und Schneckenkörner in Gärten töten sie.

Illustration: bunterhund.ch

Blindschleichen bekommen bis zu zwölf Junge. Sie sind bei der Geburt etwa sieben Zentimeter lang. Wenn sie ausgewachsen sind, messen sie gut einen halben Meter.

Die Blindschleiche ist ein komisches Tier. Sie sieht aus wie eine Schlange, ist aber keine. Sie heisst Blind­ schleiche, ist aber nicht blind. Ihre Haut glänzt, als wäre sie glitschig, ihre Schuppen sind aber trocken. Von ihrer metallig glänzenden Haut hat sie den Namen. Blind kommt vom Wort Blende. Das ist ein altes Wort für glänzendes Metall, das man im

Gestein findet. Die Blindschleiche ist eine Echse ohne Beine. Im Gegensatz zu Schlangen hat sie bewegliche Augenlider und kann blinzeln. Wenn man sie am Schwanz packt, kann sie ihn abwerfen. Dafür hat der Schwanz eine Bruchstelle. Er wächst nicht nach. Die Schleiche hat dann für den Rest ihres Lebens einen Stummel­ schwanz.

Man darf Blindschleichen nicht fangen und nicht verletzen, denn sie stehen unter Naturschutz. Das wendige Tier lebt in Wäldern, Wiesen, Mooren und Gärten. Es liegt gern an geschützten Sonnenplätzen und versteckt sich in Holzbeigen, im Gartenkompost oder in Ameisen­ haufen. Bei warmem Regen kommt es oft aus seinem Versteck heraus. MM


LEBEN | MM26, 22.6.2015 | 87

Bienen haben nie Ferien, und sie gehen auch nie in ein Hotel. Stän­ dig sammeln sie Blütennektar und bestäuben die Pflanzen. Ohne Bienen könnten sich Bäume, Sträu­ cher und Blumen nicht vermehren. Tiere und Menschen hätten keine Beeren, Früchte und kein Getreide zu essen. Bienen sind darum sehr wichtig. So wie du brauchen ihre Kinder aber ein sicheres Zuhause und Essen. Die Bieneneltern be­ nötigen also Nistplätze, wo sie ihre Eier ablegen können. Wildbienen

finden diese in kleinen Löchern in morschem Holz oder in Mauer­ ritzen. Aber es gibt immer weniger Nistplätze, weil wir Menschen immer mehr Beton verbauen. Ausserdem verspritzen die Leute zu viel Gift im Grünen, damit das Unkraut stirbt. Deswegen sterben auch die Pflanzen, von denen sich die Bienen ernähren. Oder die Bienen vergiften sich daran. Um ihnen zu helfen, bastelt man ihnen ein Bienenhotel, auch

Insektenhotel oder Insektenasyl genannt. Darin finden Wildbienen und Wespen sichere Nistplätze. Stellt man eines auf den Fenster­ sims oder in den Garten, kann man die Gäste beobachten. Am besten pflanzt man einige Wildblumen in die Nähe, sie liefern die Nahrung. Keine Angst, sie stechen nicht. Dafür bestäuben sie in ihrer Umge­ bung Blüten. Auch die Wespen ma­ chen sich nützlich und jagen Blatt­ läuse und andere Schädlinge. MM

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LEBEN | MM26, 22.6.2015 | 89

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Digital

Apps für die Badi Kaum jemand geht heute noch ohne Handy ins Schwimmbad. Wieso also nicht gleich die richtigen Apps mitnehmen? Diese Top 10 müssen Sie immer dabeihaben. Text: Reto Vogt

Hydro Wasser trinken Trinken nicht vergessen! Gerade bei hohen Temperaturen ist Wasser ein absolutes Muss. Die App erinnert Sie in regelmässigen Abständen daran, einen Schluck aus der Flasche zu nehmen.

1

Fat Secret Das meiste Essen in Schweizer Badis ist fettig und ungesund. Doch wie viele Kalorien haben Bratwust, Pommes frites, Hamburger und Süssigkeiten tatsächlich? Die App verrät es.

2

Scoops Kein Badibesuch ohne Glace – bei diesem Spiel sogar garantiert ohne Karies. Es geht darum, vom Himmel fallende Glacekugeln aufzufangen und dem ekligen Gemüse auszuweichen.

3

SRF Meteo Lohnt es sich heute, mit dem Velo in die Badi zu fahren? Die App zeigt auf zoombaren Karten, ob die Sonne scheint, ob Regen fällt und wie sich das Wetter über den Tag ver­ ändern wird. Speichern Sie regelmässig genutzte Abfragen als Favoriten ab und lassen Sie sich Vor­ hersagen für Ihre Region aufs Telefon schicken.

4

Beach Guide Eine neue Badi aus­ probieren oder in den See hüpfen? Die App verzeichnet fast 500 Schweizer Seestrände, Frei- und Hallenbäder. Sie zeigt Bilder und Infos zur Ausstattung, Eintrittspreise oder Öffnungszeiten. Der hinterlegte Google­ Maps­Link lotst Sie direkt zum kühlen Nass.

5

Sky Map Wer in der Badi oder am Seeufer zu lange liegen bleibt, sieht plötzlich Sterne. Doch wo sind Orion und der Grosse Wagen? Um es zu erfah­ ren, genügt es, die App gen Himmel zu halten.

6

Splash° Sind Sie ein «Gfröörli»? Dann brauchen Sie diese App. Sie zeigt Wassertemperaturen von 22 Seen und 55 Flüssen in Echtzeit. Diese werden von Messstationen live aufs Handy übertragen.

7

TuneIn Radio Lust auf Chill­out­Sound, Rock­ oder Popmusik? Kein Problem! Die App vereint rund 100 000 Radiosender aus allen Genres. Achtung: Eine Stunde Radio hören ver­ braucht gut 100 MB Daten.

8

Bilder bearbeiten «Ich möchte ein Foto zuschneiden, besitze aber keine Software dafür. Was kann ich tun?» Florian Conrad

U

Pollen-News Für Allergiker können Frühling und Sommer zur Hölle werden. Weil die Pollenbelastung nicht überall gleich hoch ist, können Sie ihr geschickt ausweichen. Dabei hilft diese App, die Vorher­ sagen für einzelne Landesteile zeigt. Weiter helfen Tipps bei der Prävention und Linde­ rung von Beschwerden.

9

Ratgeber

UV-Check Wie viel Sonne verträgt Ihre Haut? Die App berechnet unter Berück­ sichtigung Ihres Hauttyps, des verwendeten Lichtschutzfaktors, des Aufenthaltsorts und der Bewölkung Ihre persönliche Eigenschutz­ zeit. Sie gibt weitere Tipps, wie sich das Hautkrebsrisiko verringern lässt. MM

10

Um ein digitales Bild zu bearbeiten, brauchen Sie keine Software. Alltägliche Aufgaben wie Kon­ trastanpassung, Hel­ ligkeitskorrektur oder die Wahl eines Aus­ schnitts lassen sich mit kostenlosen Online­ Tools erledigen: Das beste ist www.pixlr. com/editor. Öffnen Sie die Site, klicken Sie auf «Bild vom Computer öffnen» und wählen Sie ein Bild von der Festplatte. Instrumen­ te zur Bildbearbeitung befinden sich auf der linken Seite (ver­ wischen, einfärben, zu­ schneiden etc.) sowie im Menü «Anpassun­ gen», wo Sie etwa Hel­ ligkeit und Kontrast oder die Farbbalance ändern können. Wenn Sie fertig sind, klicken Sie auf «Datei/ Speichern». Ändern Sie den Dateinamen, um die Originaldatei nicht zu überschrei­ ben, und schliessen mit «OK/Sichern».

Reto Vogt (30),

Onlineredaktor Migros­Magazin @revogt


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Auto

Die Vorurteile Mit dem bei uns recht sauberen Strom laufen E-Autos trotz der Emissionen der Stromerzeugung CO2-günstiger. Führe ein Drittel aller Autos elektrisch, stiege der Strombedarf nur um sechs Prozent. Und die Ökobilanz liegt laut Empa trotz Akku wie bei einem Benziner mit nur drei bis vier Liter Verbrauch.

Verrückt, aber vernünftig Das Model S von US-Newcomer Tesla düpiert andere Edelelektroautos in Sachen Kraft und Reichweite. Neu gibt es eine Allradversion mit unfassbaren Bärenkräften. Und doch ganz «grün». Text: Timothy Pfannkuchen

W

ahnsinn auf Knopfdruck? Bei Tesla schon: «Normale» Autos mit Fahrprogrammen bieten Modi wie «Comfort», «Sport» oder «Eco». Im Tesla Model S P85D gibt es den Modus «Insane», also «verrückt». Wer darin Vollgas gibt, dem gehen fast die Vergleiche aus: Wie ein Tennisball beim Aufschlag, wie vom Katapult abgefeuert sprinten wir los, werden in die Sitze gepresst – und der Allradantrieb ( je ein E-Motor an Vorder- und Hinterachse) nimmt die Kraftorgie (Tempo 100 nach 3,3 Sekunden!) ganz gelassen. Kein Wunder, wimmelt es auf Youtube (Tipp: «Tesla insane» eingeben) vor Videos mit lachenden, kreischenden, fassungslosen Beifahrern. Obendrein lässt die Kraft kaum je nach. Überholvorgänge sind blitzartig erledigt, weil der Tesla keine Gänge wechseln oder Drehzahlen erreichen muss: Aus dem Stegreif saust er mit leisem Summen (Klangtyp «weit entfernte Strassenbahn») los. Wie ein Lichtschalter: Klick – Kraft. 700 PS und gute Verarbeitung

Gegen diese 515 kW (700 PS) wirkt der Rest des Fünftürers fast unspektakulär. Das Model S sieht schneidig aus, und die Verarbeitung ist sehr gut, wenn auch noch nicht so perfekt wie bei Audi, BMW oder Mercedes. Beim Fahrwerk liegt der Fokus auf ausgewogener Sportlichkeit. Nicht verwechseln darf man den Tesla mit einem Schwebemobil: Er ist zwar komfortabel, aber straff gefedert. Der getestete P85D kostet zwar enorme 105 000 Franken, doch neu gibt es auch den unwesentlich langsameren Basis-Allradler 70D ab 75 800 Franken. Unerschwinglich? Mag sein, aber so viel kostet auch ein vollausgestatteter VW Passat. Im Luxusumfeld der automobilen Oberklasse à la Audi A6 oder BMW 5er ist das nur fair. Und das Gebotene faszinierend: Hier wird jede Fahrt zum Statement, dass die E-Auto-Zukunft emissionsfrei, nicht aber emotionsfrei wird. MM

0 g/km CO2 Grenzwert 2015: 130 g/km

Doppelt elektrisch: Das D steht beim Tesla Model S P85D für «Dual Motor», also für zwei Motoren und somit Allradantrieb.

Der Platz Im Fond bietet der 4,97 Meter lange Tesla wenig Kopf-, aber sehr viel Beinfreiheit, für das Gepäck ausser dem hinteren (435 bis 1795 Liter) einen vorderen Kofferraum (150 Liter) – und unter der grossen Heckklappe für 2900 Franken optional zwei Kinderklappsitze (Bild), also insgesamt sieben Plätze.


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Das Cockpit Mag ja sein, dass die Materialanmutung bei Mercedes und Co. noch einen Hauch souveräner daherkommt. Aber auch im Tesla ist alles hochwertig gemacht. Nicht unbedingt immer sehr praktisch, aber dafür beein­ druckend ist vor allem der riesige 17­Zoll­Touchscreen mitsamt Internetbrowser.

Die Reichweite Versprochene 480 Kilometer erreicht man im Alltag zwar nicht, wohl aber je nach Fahrstil und Topo­ grafie in der Regel 350 bis 400 Kilometer. Bei viel Klimatisierungsbedarf (Hochsommer/Frost) oder hohem Dauertempo sind es erfahrungsgemäss klar weniger (wir schätzen 250 bis über 300).

Steckbrief

Tesla Model S P85D Antrieb: 2 Elektromotoren, 515 kW/700 PS, 930 Nm ab 1/min, 1­Stufen­Automat, Allrad, Akku 85 kWh. Fahrwerte: Normreichweite 480 km, 0–100 km/h in 3,3 s, Spitze 250 km/h (limitiert). Gewicht: 2108 kg. Verbrauch: 17,7 kWh/100 km = 0 g/km CO2­Ausstoss (Norm­ werte), Energieeffizienz A. Listenpreis: ab 105 000 Franken (Basis: 70D, 245 kW/334 PS, 4x4, Norm­ reichweite 442 km, 75 800 Franken).

Die Kosten Im Alltag verbraucht man 20 bis 25 kWh je 100 Kilo­ meter. Mit Mixstrom im Niedertarif kosten 100 Kilo­ meter dann nur um die drei Franken. Wir empfeh­ len eine Ökostromvignette, etwa von M­way.ch. Das Laden dauert je nach Ladestrommöglichkeit weniger als eine Stunde bis eine ganze Nacht.


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WettbewerbsFrage Wie viele Zimmer hat das Landhotel Hohenfels?

Wettbewerb

Mitmachen und gewinnen! Das Migros-Magazin und das Landhotel Hohenfels in Tannheim, Tirol, Österreich,

verlosen unter allen Leserinnen und Lesern drei Wellnesswochenenden für zwei Personen im Doppelzimmer inklusive Frühstück und Zugang zum Wellnessbereich sowie einer Massage. Der Preis hat einen Wert von je 1000 Franken. So machen Sie mit: Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./

Klein, aber sehr fein: Das Landhotel Hohenfels ist der perfekte Ort für Stressgeplagte und Geniesser.

Glücksgriff

Entschleunigen im Tirol Das Migros-Magazin und das Landhotel Hohenfels im Tannheimer Tal verlosen drei Wellness-Wochenenden für zwei Personen im Wert von 3000 Franken.

D

as landschaftlich reizvoll gelegene Landhotel Hohenfels im Tann­ heimer Tal (Tirol) ver­ fügt über 35 Zimmer. Ein ganz­ jährig beheizter Aussenpool, ein Ruheraum, ein Beautyraum sowie eine Aussensauna laden zum Ent­ spannen ein. Das Panorama aus dem stilvollen Ruheraum ist ein Traum: Umgeben von Interieur aus regionalem Nuss­ und Eichen­ holz liegt man auf einem Wasser­ bett und blickt durch raumhohe Fenster nach Süden auf das Tann­ heimer Bergmassiv und in das Tal

Richtung Vilsalpsee. Gastgeber Wolfgang Radi: «Wellnessbetriebe bieten oft grosse Nassbereiche an. Wir legen dagegen Wert auf viel Platz für Ruhe und Erholung zum Entschleunigen.» Antistressmassagen kann man im Landhotel Hohenfels ebenso geniessen, wie ein entspannendes Beautyprogramm nach der Naturkosmetiklinie Pharmos. Die sagenhafte Natur an der Nahtstelle zwischen Allgäu und Tirol lässt sich mit geführten Wander­ oder Radtouren bestens erkunden.

Das Hotel ist auch bekannt als Edelstein der Spitzengastronomie. Die Auszeichnungsserie mit zwei Gault­Millau­Hauben sowie die sehr persönliche Betreuung durch die Gastgeber Monika und Wolf­ gang Radi unterstreichen seit Jahren die herausragende Stellung des Landhotels. Die kulinarischen Kompositionen des Hauses bieten einen Streifzug durch die öster­ reichische Küche mit besten Produkten aus der heimischen Landwirtschaft. MM Mehr Infos unter: www.hohenfels.at

Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, Ihrer Lösung, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Hohenfels», Postfach, 8099 Zürich Online: Gratis unter www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 28. 6. 2015. Die Gewinner

werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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Handschuh

H Schal

E

Hut

2. Wie wird eine enge Stelle auch genannt? A Schwanenhals

R Flaschenhals

U Geizhals

3. Als einer der bekanntesten Vertreter welcher Kunstform gilt Helmut Newton? G Tanz

D Fotografie

S

Malerei

So nehmen Sie teil

4. Was ist die erste Disziplin beim Zehnkampf? I

Kugelstossen

F

Speerwurf

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 28.6.2015, 24 Uhr

B 100-m-Lauf

5. Was bedeutet in Wirtschaftskreisen der Begriff Haircut? A Aktienverkauf

E

Schuldenerlass

W Börsengang

6. Wann wird der Tag der Kreiszahl Pi begangen? U 30. April

E

14. März

S

13. August

C Sprachkurse

L

Unterkunft

7. Was bieten «Greeter» kostenlos an? R Stadtbesichtigungen

8. Bei welchem Tier dauert die Schwangerschaft länger als beim Menschen? H Grosser Panda

T

Igel

E

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Tapir

Lösungswort: 1

2

3

Gewinner Nr. 23:

4

5

6

7

8

Pius Liebergsell, Siebnen SZ; Jürg Gerber, Steffisburg BE; Otto Wollenmann, Menzingen ZG

Auflösung Nr. 25: FREIZEIT

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

R

3

4 2 1

Auflösung Nr. 25: REMIS Gewinner Nr. 24:

Frieda Schürch, St. Erhard LU; Pia Judas, Waldkirch SG; Johann Ammann, Wettswil ZH

5

AEROTAX I I SRAEL I T KUT SCHER M E R I S T EM M I ETZ I NS SCHR I T T E T HORAKA L TOL ERANZ UN P E R S ON Z I RRHOS E

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 28.6.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

2

3

4

5


Geniessen Sie unsere Region vom Schiff aus. Mit bis zu 40% Rabatt.

Die Motorschiffe und Raddampfer der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees bringen Sie täglich zu den berühmten historischen Stätten um den See. Eine fantastische Kulisse lädt zum Verweilen ein. Die Einzigartigkeit des Vierwaldstättersees begeistert Gross und Klein. Kein anderer Detailhändler bietet Ihnen so viele regionale Produkte wie die Migros. Und keine andere Region bietet Ihnen so viele lohnende Ausflugsziele wie die Zentralschweiz. Besuchen Sie eines davon und profitieren Sie von Rabatten.

Flyer mit zwei Rabattcoupons sind in allen Filialen der Migros Luzern am Kundendienst erhältlich.

Ein M regionaler. Genossenschaft Migros Luzern, www.migrosluzern.ch


LEBEN | MM26, 22.6.2015 | 99

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

5

4 6 4 1

Auflösung Nr. 25: 928

2 7 4 6 7 3 2

1 8

7 2

1 8 9 6 3 2 7 5 4

9 1 6 1 4 5 3

6 5 7 8 2

4 6 3 7 5 9 8 2 1

5 2 7 8 1 4 3 9 6

8 7 4 3 9 6 2 1 5

9 3 1 5 2 7 6 4 8

2 5 6 4 8 1 9 3 7

6 1 5 9 7 3 4 8 2

7 9 8 2 4 5 1 6 3

3 4 2 1 6 8 5 7 9

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 28.6.2015, 24 Uhr

Gewinner Nr. 24:

Pierrette Prudat, Biel BE; Christiane Surdez, Glovelier JU; Margareta Siebold, Montreux VD; Trudi Seitz, Berneck SG; Arthur Roth, Oberglatt ZH

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 2 2 3 2 3 Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 4 4 2 3 3 und mehr als zwei Linien.

3 0 1 1 5 3

Auflösung Nr. 25:

0

4

3 0

2

4 2

3

1

4

0

4

1

3

1

2

1

3

3

5 3

2

2 2

3 3 4

2

2

1

4

2 1

3

Auflösung Nr. 25: 3

2

2 3

2

2

3

1 2

4

2

3

3 2

3

2 3

1

3 2

3

3

1

3

5 1

4

1 2

3 2 2

2 3

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 391 000 (WEMF, MACH Basic 2015-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Migros-Welt: Ressort M-Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West

Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, AnnaKatharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia Online: anzeigen@migrosmagazin.ch Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Innendienst: Nicole Thalmann Catovic Simone, Nicolette Trindler (Leitung), Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Honorarwesen: Janine Meyer, Jasmine Steinmann Verena Hochstrasser

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Nathalie Deutsch, Laila Müller Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: Ringier Print Adligenswil AG


PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN. SALTO NATALE FÄNGT TRÄUME EIN Von allem, was auf dieser Welt geschieht, gibt es ein Abbild in unserer Traumwelt. Sie ist Antrieb und Sehnsucht zugleich. So präsentiert Salto Natale, der Circus der anderen Art von Gregory und Rolf Knie, sein Programm «Traumfänger». Jagen Sie den Träumen nicht länger hinterher, fangen Sie sie ein, halten Sie sie fest und geniessen Sie sie.

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MORGARTEN – DER STREIT GEHT WEITER Vom 7. August bis 12. September wird die Naturarena in Morgarten zum Schauplatz eines spektakulären Freilicht- und Musiktheaters. Der bekannte Autor Paul Steinmann lässt im Stück «Morgarten – Der Streit geht weiter» unter der Regie von Annette Windlin über 100 Laienschauspielerinnen und -schauspieler aufmarschieren, die Protagonisten aus verschiedenen Epochen darstellen.

Termin: 12. bis 22.8.2015 Ort: Morgarten Preis: Fr. 44.25 bis Fr. 66.75 statt Fr. 59.– bis Fr. 89.–, je nach Kategorie Informationen und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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DREI NÄCHTE ANS OPEN AIR LUMNEZIA Das charmante Bündner Festival verbindet seine starke regionale Verwurzelung mit Musikkultur aus der ganzen Welt. Am Open Air Lumnezia treten nationale Durchstarter wie Lo & Leduc neben internationalen Showgrössen wie Mando Diao auf. Dieses Jahr dauert das Festival erstmals drei Nächte. Los geht es bereits am Donnerstagabend, Lichterlöschen ist wieder am Samstag.

Termin: 23. bis 25.7.2015 Ort: Val Lumnezia Preis: Fr. 111.20 statt Fr. 139.–, exkl. Vorverkaufsgebühr Informationen und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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Im Herbst heizen die Meister der erotischen Performance dem Schweizer Publikum ein.

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KULTURFESTIVAL ST. GALLEN

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Das Kulturfestival St. Gallen ist der Treffpunkt für Musikliebhaber. Termin: 30.6. bis 18.7.2015 Ort: St. Gallen Preis: Fr. 21.60 bis Fr. 36.– statt Fr. 27.– bis Fr. 45.–, je nach Abend Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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Im Castelgrande in Bellinzona erwarten Sie Carmen Consoli, Goran Bregovic und I Legnanesi. Termin: 29. bis 31.7.2015 Ort: Bellinzona Preis: Fr. 46.65 bis Fr. 70.40 statt Fr. 58.30 bis Fr. 88.–, je nach Künstler und Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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102 | MM26, 22.6.2015 | LEBEN

1

Meine Welt

«Mit der Band bin ich eine Rampensau»

Sein aktuelles Soloalbum ist eher von Melancholie geprägt. Bei der Band Destilacija dagegen schmettert der Akkordeonist Mario Batkovic mit viel Balkanpower. Der 34-Jährige liebt Bern – doch wo er steht, spielt oder gärtnert, ist immer auch etwas Bosnien. Text: Claudia Langenegger

Bilder: Annette Boutellier

2


LEBEN | MM26, 22.6.2015 | 103

1 Mein Studio «Ich habe lange getüftelt

für die Aufnahmen des Akkordeons. Es ist nicht einfach, den Klang dieses Instruments einzufangen. Gelungen ist es dank meines Studios, das im Kultur­ haus Progr in Bern mit viel Liebe ein­ gebaut wurde. Es heisst Veruston, der wahre Klang.»

3

2 Mein Notenständer «Ein junger Typ konnte sich einen Auftritt von mir nicht leisten. Er war Schreiner, und ich habe ihm gesagt, er soll mir stattdessen einen Notenständer bauen. Nun habe ich ein Prunkstück.»

4

Mein Lieblingsprodukt

«Käsekuchen vom Take­Away. Komme ich vom Ausland in die Schweiz zurück, esse ich immer als Erstes einen Käse­ kuchen von der Migros.»

Name: Mario Batkovic (34) Sternzeichen: Jungfrau Wohnort: Zollikofen BE Beruf und Lebenslauf:

Ich bin in Bosnien­Herze­ govina geboren, kam mit elf Jahren in die Schweiz. Das Akkordeonspiel habe ich mir selbst beigebracht. Ich studierte klassische Musik in Hannover und Basel, war fünf Jahre Teil der Folk­Rock­

Band Kummerbuben, gründete die zwölfköpfige Rock­Big­Band Destilacija. Ich schreibe Musik fürs Theater, komponierte Soundtracks für Filme wie «Der Imker» oder «Unser Garten Eden» und habe ein eigenes Tonstudio: Veruston. Im April habe ich meine jüngste CD herausgebracht: «Batkovic Solo».

6

3 Meine Schuhe «Mein Vater hat mir vor etwa 20 Jahren diese Schuhe geschenkt,

weil er fand, ich hätte keine anständigen Schuhe. Seither habe ich kein Konzert ohne diese Schuhe gespielt. Ich habe sie noch nie gewaschen und geputzt. Sie sind energiegeladen, und an ihnen klebt der Staub der Erinnerung.» 4 Meine Bohnen «Meine Grossmutter

musste im Krieg fliehen. Unter dem wenigen, das sie mitnehmen konnte, war ein Säcklein Bohnen. Ich ziehe sie nun in meinem Garten. Das ist die perfekte Integration: bosnische Bohnen in Schweizer Erde.» 5 Mein Lieblingsort «An Tisch und Bank unter dem Quittenbaum in meinem Garten. Das erinnert mich an Bosnien – da sieht man häufig am Rand von Gärten einen Tisch unter einem grossen Baum stehen. Die Möbel habe ich selbst gezimmert. Um halb sieben am Abend hatte ich die Idee, um elf in der Nacht stand der Tisch.» 6 Meine CD «‹Batkovic Solo› ist mein

aktuelles Projekt, da spiele ich alleine Akkordeon. Ich versuche aber, mich stilistisch nicht festzulegen: Mit der Band Destilacija bin ich Rampensau, Rocker und Frontmann mit Balkanpower. Die nächste CD wird wieder etwas ganz Neues sein.» 7 Meine Sammlung «Ich sammle alte 5

7

Stiche und Bilder von Bern. Die Stadt ist wunderschön, ich mag ihre Geschichte.»


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