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Migros magazin 25 2018 d lu

Page 1

Ausgabe Luzern, AZA 1953 Sion Response Zentral

Wasserpistolen S. 8 | Kinowelten S. 26 | Höhenkrankheit S. 77

80 Jahre VW Käfer

Er brummt und brummt und brummt … Seite 10

MM25, 18.6.2018 www.migrosmagazin.ch

Grillitarier gewinnen Schicken Sie uns Ihr Grillbild und sichern Sie sich einen Migros-Gutschein

Bild: Holger Salach

Seite 33

Ferien mit Tieren: Das muss man wissen

Cate Blanchett über Hollywoods neue Frauen

Seite 74

Seite 20

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MM25, 18.6.2018  5

S Editorial

Ich packe ein: 1 Badtüechli Sommerferien machen mich wehmütig. Weil sie vor Augen halten, wie die Zeit vergeht. Vor 30 Jahren sass ich zwischen Juli und August stundenlang auf einem Badtüechli. Nicht in der Badi, sondern auf dem Rücksitz eines orangen Opel Manta. Mein ­Vater wehrte sich eine Weile mit breitem Schnauz und wehendem Haar gegen eine Standard-Familien­ kutsche. Dafür musste er das Badtüechli auf dem Rücksitz tolerieren – andernfalls hätten meine Schwester und ich uns unter der Sonne Principinas auf dem schwarzen Ledersitz das Füdli verbrannt. Vor zehn Jahren fuhr ich mit meinem eigenen Auto – einem nachtblauen 3er-Golf – zum ­französischen Ferienhaus von Freunden. Auf dem Rücksitz das Gepäck, im Kofferraum mein Hund Beni. Weil ich seinen Impfausweis blöderweise ­vergessen hatte, musste sich der treuherzige 35-Kilo-Wuffel kurz unter einem Badtüechli ­ver­stecken, als es über die grüne Grenze ging. Vorletztes Jahr habe ich den Sommer ­meines Lebens verbracht: Oranges FordMustang-Cabrio, kanadischen Boden ­unter den Rädern, Lieblingsmann auf dem ­Beifahrersitz, Bergschuhe zum Trocknen auf dem Badtüechli auf dem Rücksitz.

Bilder: Jorma Müller, Lionel Hahn/ABACA/Dukas

Das Leben hat für jeden Sommer ­etwas anderes parat. Wie verbringen Sie ihn? Unsere Titelgeschichte ab Seite 10 nimmt eins vorweg: Es wird ein Käfersommer. Und falls Sie auch mit Fifi oder Mauzi ­verreisen, lesen Sie Seite 74. Was auch immer dieser Sommer bringt, klar ist: Ein Bad­ tüechli zur Hand schadet nie. Yvonne Zurbrügg, Redaktionsleiterin yvonne.zurbruegg @migrosmedien.ch

Inhalt Menschen 8  Diese Woche

Sollen Wasserpistolen ­verboten werden?

10  Ein Kultauto wird 80

20

Der VW-Käfer feiert Jubiläum. Vier Fans und ihre Liebe für das blecherne Krabbeltier

19  Bänz Friedli 20 Interview

Filmstar Cate Blanchett über das neue Selbstbewusstsein der Frauen in Hollywood

26  Film ab!

Zahlen und Fakten rund ums Kino

29 Leserforum/Impressum

65  Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

Leben 73  1, 2 oder 3? 74  Unterwegs mit Fifi und Co. Tipps fürs Reisen mit Haustieren

Migros-Welt

77  Gesundheit: Höhenkrank 79  Stadt, Land, Stutz

36  Mozzarella di Bufala 38  Biodiversität auf Höfen

80 Kinder

41 Migusto

85 Leseraktion 87 Glücksgriff 89 Rätsel 92 Cumulus

Der perfekte WM-Snack: ­vegetarische Empanadas

57  Gegen Boboli auf Reisen 58  Für coole Rasuren 61  Trockenfutter für Hunde 62  Neuheiten in den Regalen

Max (11) ist Hobbyfussballer

94  Meine Welt Bergläuferin Maude Mathys

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen

Darauf freuen wir uns Für Cowboys: 1400 Trucks, Country Music und Western Shows gibts am Trucker & Country Festival Interlaken. 22. bis 24. Juni.

MM25

Für Eisenbähnler: An den Rail Days vom 22. bis 24. Juni sind im Verkehrshaus der Schweiz in ­Luzern historische Lokomotiven und Modelleisenbahnen zu sehen.

Unnützes Wissen

Interessante Wasserwelt Mein Bild der Woche «Nun ist sie in vollem Gang, die Fussball-WM. Der grosse Abwe­

Gabriel Vetter (35) ist Satiriker und Träger des Salzburger Stiers.

sende der Herzen: gli Azzurri. Italien. Da kommt dieses Foto also wie gerufen – als winziger Trost für die geschundene Seele der Tifosi und als Wink mit dem Zaunpfahl für uns alle. Wir sehen zwei Vertreterinnen des Roten Kreuzes an der nationalen ­Parade in Rom Anfang Juni. Von ihrer ­Haltung her könnte man fast meinen, es seien Vertreterinnen der Azzurri auf dem Weg aufs Feld – entschlossen, die Ehre des Lan­ des zu reanimieren. Nun ist das italienische Fussballfeld momentan eher ein Lazarett, weswegen wir die klare Schönheit dieses herrlichen Bildes nehmen wollen als meta­ phorisches Pflaster und als Versprechen: Hilfe naht, liebe Italiener. Ihr werdet auch in Sachen Fussball bald wieder auf den Beinen stehen. Bis dahin: gute Genesung.»

Bilder: iStock,Tony Gentile/Reuters, Nicola Pitaro

zweipunktnull

Entschuldigung, wie digital sind Sie? Nico Villiger (18), KV-Lernender, Chur So informiere ich mich «Nur digital, mit ‹20 Minuten› und Watson.» Dafür bin ich zu alt «Ich bin für nichts zu alt.» Da bin ich analog «Ich bezahle noch fast alles mit Bargeld statt mit Karte.»

Liebste App: Snapchat

Eisbären können neun Tage am Stück schwimmen.

Das Loch Ness enthält 7450 Mil­liarden Liter Wasser. Seit 2004 gibt es an den sechs ­beliebtesten Stränden Kap­ stadts sogenannte Shark Spotter, die jeweils in ­Zweierteams von 8 bis 18 Uhr nach W ­ eissen Haien Ausschau ­halten. Ein Duo ist am Strand po­s­ tiert, das andere auf ­einem Hang über dem Meer. Das Herz eines Blauwals ist so gross wie ein VW-Käfer. Quelle: Neon/Stern


8  MM25, 18.6.2018 | MENSCHEN

Zahlen und Fakten

2008

wurde das neue Schweizer Waffen­ gesetz eingeführt. Es verbietet das Tragen von Spielzeugwaffen, die täuschend echt ­aussehen.

2

Prozent beträgt der ­Anteil von Kriegsspiel­ zeug (dazu gehören ­beispielsweise die ­bunten Plastikgewehre mit Kunststoffpfeilen der Marke Nerf) und Wasserpistolen am ­gesamten Spiel­ warenumsatz von 470 Millionen Franken.

200

10

Prozent der Aktivitäten bei Sieben- bis Neun­ jährigen sind gespielte Aggression und ­spielerisches Raufen.

Quellen: Gfk Switzerland, Flughafen Zürich, «Spielen – frühes Lernen in Familie, Krippe und Kindergarten» (2016)

Diese Woche

Das Fingerchen am Drücker Dürfen Kinder und Jugendliche mit Wasserpistolen auf andere schiessen? Einige Schulen verbieten Spielzeugwaffen – obwohl Studien zeigen, dass sie ungefährlich sind. Text: Monica Müller

Bilder: Getty Images, zVg (3)

Waffenattrappen wer­ den jährlich am Flug­ hafen Zürich konfisziert, dazu gehören auch Wasserpistolen. Das Mitführen von Waffen­ attrappen im Hand­ gepäck ist grundsätzlich verboten. Wasser­ pistolen sind nur er­ laubt, wenn sie auf den ersten Blick als Spiel­ zeuge erkennbar sind. Sobald sie zu waffen­ ähnlich aussehen, ­werden sie den B ­ esitzern abgenommen.


MENSCHEN | MM25, 18.6.2018  9

Strassenumfrage

Wasserpistolen: für Kinder ein Riesenspass, für viele Erwachsene ein Nervtöter.

Reb­acker in Herrliberg ZH. Auf dem Schulareal hätten Waffen nichts verloren, be­ gründet sie die Haltung der Schule. Wasserpistolen sind ebenfalls verboten. Ausnah­ men werden an heissen ­Tagen gemacht, wenn «Wasser­ schlachten» mit der ganzen Klasse stattfinden. Die Montessori-Pädagogin Verena Schüepp Lanz (61) pflichtet ihr bei: «Weltfrieden beginnt im Kleinen: In der Familie, im Kindergarten, in der Schule.» Sie verstehe nicht, weshalb man Kinder mit Spielzeugpistolen aufeinander schiessen lasse. Gleichzeitig erwarte man, dass sie Konflikte gewaltfrei lösen. «Das passt nicht zusammen. Waffen dür­ fen nicht s­ alonfähig gemacht werden», so Schüepp Lanz. Spritzen sich Kinder aber mit dem Wasserschlauch an, sei nichts dagegen einzuwenden. Was ist pädagogisch wertvoll?

W

asserpistolen polarisieren: Viele Kinder finden sie toll, manche Erwachsene finden sie daneben. Einige Kindergärten und Schulen verbieten Kin­ dern das Tragen von Spielzeug­ waffen an der Fasnacht. Die Er­ wachsenen und Lehrpersonen, die den Säbel des Piraten, die Käpslipistole des Cowboys und das Schwert des Ritters proble­ matisch finden, stören sich auch an Wasserpistolen. «Die Kinder an unserer Schule dürfen keine Waffen und waffenähnlichen Spiel­ sachen mitnehmen», sagt Lilli Bigger-­Von Planta (58), Schul­ leiterin in der Primarschule

In Schwimmbädern, wo Was­ serpistolen aktuell für Diskus­ sionen sorgen, gibt es keine einheitliche Regelung. Jeder Betreiber kann in der Bade­ ordnung selbst festlegen, wel­ che Spielsachen zulässig sind. «Es kommt natürlich auch aufs Geschütz an, mit dem die Kinder und Jugendlichen ­herumspritzen», sagt Sibylle Rykart (54), Vizepräsidentin des Schweizerischen Bade­ meister-Verbands. «Grund­ sätzlich sind Wasserpistolen Wasserspielsachen. Aber es dürfen keine anderen Bade­ gäste damit verletzt oder ver­ ärgert werden.» Der Pädagogikprofessor Bernhard Hauser (59) setzt sich schon lange mit dem ­Thema Spielzeugwaffen aus­ einander. Seien sie in den 60er-, 70er- und 80er-Jahren zu Unrecht dramatisiert wor­ den, wisse man heute, dass sie

Was halten Sie von Wasserpistolen?

ungefährlich sind. Studien be­ legen: Wer als Kind mit Pfeil und Bogen, Schwertern oder Wasserpistolen spielt, ist spä­ ter nicht gewalttätiger. «Väter­ lis und Mütterlis spielen kann ebenso ­aggressionsfördernd sein wie Chriegerlis», sagt er. Dennoch fügt er ein Aber an: Spielten Kinder oder Jugend­ liche Ballergames am PC, könne die Aggression, die sie dabei aufbauten, beim Spiel mit Spielzeugwaffen in die R ­ ealität schwappen – vor allem wenn sie ­ohnehin zu gewalt­tätigem Verhalten neigen. Die Grenze, die bei einem Computergame zwischen Spiel und Realität be­ stehe, sei für die Kinder dieser Risikogruppe manchmal nur hauchdünn. Nicht nur bei Spielzeugwaffen könne aus einem Spiel Ernst werden, sagt Hauser. Auch einen Holzklotz könne man jemandem an den Kopf werfen. Kinder funktionierten im Spiel ständig Objekte um. Es sei Aufgabe der Erwachse­ nen, wahrzunehmen, wann aus gespielter Aggression Ernst werde, und dann mit den Kin­ dern darüber zu sprechen. Auch der Kinder- und Ju­ gendpsychologe Alain Guggen­ bühl (66) findet Wasser- oder Käpslipistolen unproblema­ tisch: «Spielzeugwaffen scha­ den nicht», sagt er. Kinder wüssten genau, dass Wasser­ pistolen bloss Spielsachen sind. Assoziierten Eltern oder Pädagogen Spielzeugwaffen mit Gewalt und Krieg, sei das ihre Sicht und ihr Problem, nicht das der Kinder. Er glaubt, dass Kinder dank Spielzeug­ waffen auch lernen können, mit Aggressionen ­umzugehen. Ein Verbot von Wasserpistolen auf dem ­Pausenplatz kann er dennoch nachvollziehen. Nicht wegen der Kinderpsyche, son­ dern weil es stören könnte, nass ­gespritzt zu werden. MM

Francesco Hüppin (50), Briefträger, Zürich «Spielen Kinder mit farbigen Modellen, stört mich das nicht. Aus­ser sie spritzen mich nass, wenn es kalt ist. Sehen sie aus wie echte Waffen, finde ich das problematisch.»

Katja Schär (70), Pensionierte, ­Meilen ZH «Sie sind eine Katastrophe! Kürzlich spritzten mich Nachbars­ kinder an, das geht gar nicht. Heute zielen sie mit Wasserpistolen auf Men­ schen, morgen mit echten Waffen.»

Domenico Gallo (46), Verkaufs­ leiter, Zürich «Wasserpistolen sind super! Sie sind lässig und lustig, vermit­ teln ein Freiheitsgefühl und bedeuten Sommer. Damit kann man für einmal aus der Box ausbrechen und leben.»


10  MM25, 18.6.2018 | MENSCHEN

Wilson: Auf dem Seitenspiegel ist der Name des Autos eingraviert. Das Armaturenbrett ist mit Leder überzogen. Oldtimer

Der Herzkäfer Der VW Käfer wird 80 Jahre alt. Vier junge Fans erzählen, warum sie sich

in den Blechzwerg mit den sanften Rundungen verliebt haben. Text: Michael West  Bilder: Holger Salach

Der 44-jährige VW Käfer von David Felder und Stephanie Perez sieht aus wie neu.


MENSCHEN | MM25, 18.6.2018  11

Die besten Filmszenen mit dem Käfer: www.migmag.ch/ kaefer

W

enn David Felder bei einer Tankstelle oder Waschanlage vorfährt, wird daraus sofort ein Fototermin: Junge Leute umringen sein Auto, zücken das Smartphone und machen Selfies mit dem Wagen im Hintergrund. Immer wieder hört Felder die Worte «geiles Auto!». Besitzt der 30-Jährige aus Rickenbach Sulz ZH etwa einen knallroten Ferrari oder Lamborghini? Ist es das Brüllen eines Monstermotors, das für Aufsehen sorgt? Ganz im Gegenteil: Felders Vehikel hat nur 50 PS und fährt nicht schneller als 120 km/h. Der Verkaufsleiter einer Baubedarfsfirma besitzt ein VW-Käfer-Cabrio aus dem Jahr 1974. Früher gehörte der rundliche Kleinwagen einem jungen Paar aus dem schwäbischen Ravensburg. Felder kaufte ihn vor acht Jahren in jämmerlichem Zustand. «Die Farbe war stumpf und warf schon Blasen», erinnert er sich mit Schaudern. Der Zürcher liess das Cabrio frisch spritzen, mit neuen Felgen ausrüsten und auch sonst auf Vordermann ­bringen. Nun strahlt das Auto, als sei es gerade erst in der VW-Heimatstadt Wolfsburg vom Band gerollt. Knutschkugel auf Rädern

Am Topzustand allein kann es aber nicht liegen, dass der Käfer Junge magnetisch anzieht. «Es ist wohl schlicht die kugelige Form, die ihn unwiderstehlich macht», meint Felder. «Die heutige Generation ist sich ein völlig anderes Autodesign gewohnt; darum ist der alte VW für sie ein Hingucker.» Schliesslich dominieren auf Schweizer Strassen inzwischen Offroader – kantig, riesig und oft mit aggressivem Kühlergrill. Wie sympathisch ist im Vergleich dazu ein Käfer! Seine Front scheint zu lächeln, und seine Scheinwerfer


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MENSCHEN | MM25, 18.6.2018  13

Silberner Oldtimer mit liebevollen Details: Türverriegelung mit Knopf aus Bambus und moderne Leuchtdioden im Schlusslicht

erinnern an treuherzige Kulleraugen. «Darum hupt auch keiner, wenn ich Mühe mit einer steilen Strasse habe», erzählt Felder. «Stattdessen winken die Leute beim Überholen, oder sie recken den Daumen hoch.» Auch Felders Frau begeistert sich für den Oldtimer: Stephanie Perez (27) arbeitet für die gleiche Firma als Kundenberaterin und Berufsbildne­ rin – sie und David haben sich dort schon während der Lehre kennen­ gelernt. «Früher waren mir Autos eher egal, ganz gleich, ob neu oder alt», bekennt sie. «Inzwischen finde ich den Käfer nur schon cool, weil er so positive Reaktionen auslöst.» Gerührt ist die junge Frau, wenn sie von Senioren auf den Wagen ange­ sprochen wird: «Immer wieder erzählen mir ältere Leute, dass sie vor Jahren auch einmal einen solchen VW hatten, dass das Auto Teil ihrer Lebensgeschichte ist.» Ein Vehikel gegen Alltagsstress

Nicht nur das ­Ehepaar Felder-Perez fährt einen Käfer, sondern auch Davids jüngerer Bruder Marc (27). Weil er gelernter Automechaniker und Karosseriespengler ist, konnte er seinen Oldtimer eigenhändig restau­ rieren und einem sanften Tuning un­ terziehen: Sein VW aus dem Jahr 1973 ist heute leicht tiefergelegt, manche Chromteile sind pulverbeschichtet und geschwärzt, und im Innern wum­ mert auf Knopfdruck eine moderne Soundanlage. Auf dem Dach hat der Käferfan ein Surfbrett montiert. Ist Marc Felder also ein Wellenreiter? «Nein, aber ich möchte mit dem Auto lässiges California-Feeling verbreiten», meint er. Schliesslich sind alte Käfer auch bei den Surfern

Marc Felder hat auf dem Dach seines Käfers ein Surfbrett montiert, das für CaliforniaFeeling sorgt – auch in Adlikon ZH, wo er hier ­gerade posiert.

aus Südkalifornien beliebt. Für den jüngeren Felder ist der VW ein Mittel zur Entschleunigung. Bei der Arbeit steht er oft unter Zeitdruck: Er ist als Kundendienstberater für eine Mercedes-Garage tätig; von ihm werden stets Tempo und ein Topservice erwartet. In der Freizeit rollt er mit seinem Käfer langsam über schmale Landstrassen und träumt sich in eine Zeit, als es weniger ­Autobahnen gab und das ganze Leben gemächlicher ablief. Beide Felder-Brüder schätzen nicht nur die entspannende Wirkung, sondern auch die praktischen Seiten des VW Käfer: Weil der Kleinwagen-­

klassiker von 1938 bis 2003 über 21 Millionen Mal gebaut wurde, gibt es weltweit mehr als genug Ersatz­ teile. Die Technik ist einfach und ­robust: Ein Könner kann in zehn ­Minuten einen Käfermotor aus- und wieder einbauen. Selbstverständlich hat der Wagen auch seine Macken. «Die Benzinuhr ist nicht immer genau», sagt Käfer­ fahrerin Samira Blumenthal aus ­Rotkreuz ZG. «Es lohnt sich darum, auf längeren Fahrten auch den Kilo­ meterstand im Auge zu behalten.» Die 26-jährige Versicherungsberaterin besitzt ein 1974er-Cabrio, das sie vor drei Jahren in gutem Zustand


14  MM25, 18.6.2018 | MENSCHEN

im Tessin gekauft hat. Sie fährt im Alltag zwar einen kleinen Jeep, nutzt den Oldtimer aber gern für Ausflüge, etwa zu Badis zwischen Meggen und Vitznau am Vierwaldstättersee. Blumen­thal ist fasziniert von der Geschichte des Käfers: «Er war nach dem Krieg das erste Auto, das sich alle leisten konnten. Darum verdient er den Namen Volkswagen.» Immer wieder neu erfunden

Tatsächlich symbolisiert der kleine VW wie kein anderes Industrie­ produkt das deutsche Wirtschafts­ wunder der Nachkriegszeit. Er stand damals für Wiederaufbau, Zukunfts­ hoffnungen und wachsenden Wohl­ stand. Weniger schön ist, dass der herzige Oldtimer auch eine Naziver­ gangenheit hat: Hitler selbst gab den Auftrag zur Entwicklung eines billi­ gen Kleinwagens, denn er wollte im Dritten Reich die Massenmotorisie­

rung vorantreiben. Doch während des Kriegs versandete das Projekt; ab 1939 wurden nur noch Militärversionen des Käfers hergestellt. Erst nach 1945 wurde das Auto zum zivilen Bestseller. «Es ist ein Wunder, dass die braune Vergangenheit dem Ruf des Wagens nie geschadet hat», meint die deutsche Journalistin Katja Volkmer (50), Verfasserin des neuen Sachbuchs «Der Käfer: Auto-­Bio­ grafien». Stattdessen wurde der Blechzwerg nach dem Krieg rasch zum Exportschlager: Auch internatio­nal wusste man ein zuverlässiges und günstiges Auto zu schätzen. Im Lauf seiner Geschichte erwies sich der Käfer als automobiles Chamäleon: Er änderte zwar kaum seine Form, bekam aber immer wieder ein neues Image. So wurde er in den 60er-Jahren – neben dem VW-Bus – zum Lieblingsvehikel der amerikani­

schen Hippies. «Sie sahen im deut­ schen Kleinwagen das Gegenteil der riesigen US-Strassenkreuzer, in denen ihre Eltern herumfuhren», erklärt Volkmer. «Damals war der Käfer ein Anti-Statussymbol. Heute fasziniert er die Smart­phone-­Generation, gerade weil er kein bisschen digital ist.» Die Autorin ist überzeugt, dass der Kultwagen auch in Zukunft Fans ­haben wird. Dem pflichtet das Ehe­ paar Felder-Perez bei: «Wenn wir später Kinder haben, müssen wir ein grösseres Auto anschaffen, aber den Käfer geben wir nicht her. Wir sind jetzt schon sicher, dass auch unser Nachwuchs darauf abfährt.» MM Das Buch «Der Käfer: Auto-Biografien» ist bei www.exlibris.ch für Fr. 28.70 erhältlich.

Wissenswertes über den VW Käfer auf Seite 17

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Wissenswertes

Kleine Käferkunde Vom Auto zum Kult: Fakten und Kuriositäten

zum rundlichen Kleinwagen im Wandel der Zeit. Text: Michael West

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Der letzte klassische VW Käfer lief 2003 nahe der mexikanischen Stadt Puebla vom Band. Auf seiner Nummer stand «21 529 464» – die Zahl der insgesamt produzierten Käfer. Er war damals das erfolgreichste Auto aller Zeiten. Inzwischen kommen der Toyota Corolla, der Ford F Pickup und der VW Golf auf noch höhere Stückzahlen.

Von 1938 bis 2003 wurde der Käfer in Deutschland, später in Südafrika, Brasilien und Mexiko produziert. Design und Technik haben sich nie radikal verändert – er blieb ein rundlicher Kleinwagen mit luftgekühltem Boxermotor im Heck. Trotzdem wurde er nach dem Krieg allmählich vom biederen Wirtschaftswunderauto zum Liebling der Hippies und Surfer.

Popstar

Nachfolger​

Filmheld

Auf dem Cover des Beatles-Albums «Abbey Road» (1969) ist im Hintergrund ein weisser VW Käfer zu sehen. Um sein Nummernschild «LMW 28IF» rankten sich sofort Verschwörungstheorien. So hiess es, die drei ersten Buchstaben seien die Abkürzung von «Linda McCartney Widow». Mit anderen Worten: Paul McCartney sei tot und seine Frau eine trauernde Witwe.

Mit dem New Beetle und dem Beetle wollte Volkswagen 1993 und 2011 an den Käfer-Mythos anknüpfen. Beide Autos entsprechen technisch einem VW Golf im Retro-Blechkleid. Die Käfer-Puristen haben diese Wagen darum nie als echte Nachfolger akzeptiert.

Mit dem Komödienhit «Ein toller Käfer» («The Love Bug») setzte Hollywood dem Kleinwagen 1968 ein Denkmal: Im Film hat «Herbie» ein Eigenleben, folgt seinem Besitzer wie ein treuer Hund und überrundet auf der Rennstrecke die schnellsten Boliden.

Quelle: Didier Ganneau: «Käfer & Co. Die Geschichte der unsterblichen VW-Legenden»


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Das Tal der Sonne kombiniert mit der legendären Zugstrecke

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Reisehöhepunkte: • Fahrt mit dem legendärer Bernina Express - vom Palmenstrand zum Gletscherrand • Unterwegs in Trient, einer der schönsten Städte der Alpen • Trentiner Spezialitäten-Nachtessen bei Kerzenschein und Musik • Kulinarische Höhenflüge beim Käser und in einer Weinkellerei • Herrliche Fahrt mit der Nonstalbahn von Male nach Trient

Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag, Samstag – Anreise ins Trentino Gemütliche Fahrt im komfortablen Extrabus ins Val di Sole im Herzen des Trentino. Im Hotel werden wir bereits mit einem feinen Nachtessen erwartet!

Alpenjuwel Trient

Wunderschöne Dolomiten

2. Tag, Sonntag – Mit der Schmalspurbahn nach Trient Das Trentino ist landschaftlich einzigartig. Nirgendwo in Europa findet sich eine perfektere landschaftliche Symbiose aus fantastischer Bergwelt und mediterranem Flair. Gleich nach dem Frühstück fahren wir mit der bekannten Nonstalbahn von Male nach Trient. Lehnen Sie zurück und geniessen Sie die wunderschöne Fahrt durch die herrlichen Dörfer und Täler der Brenta Dolomiten. Später zeigen wir Ihnen bei einer tollen Stadtführung, warum Trient zu den schönsten Alpenstädten gehört. Nach etwas Zeit zur freien Verfügung geht es mit dem Bus zurück ins Hotel, wo uns ein feines Trentiner Nachtessen bei Kerzenschein und Musik erwartet. 3. Tag, Montag – kulinarische Perlen des Trentinos Unser erstes Etappenziel ist heute das zauberhafte Nontal, wo wir eine typische Trentiner Käserei besichtigen. Hier wird der bekannte und vielfach ausgezeichnete Trentin Grana produziert, den wir natürlich

auch verkosten werden. Danach unternehmen wir einen kurzen Spaziergang durch einen wunderschönen Park zum Wallfahrtsort San Romedio, bekannt durch seine besonders sehenswerte Kirche. Am Nachmittag besuchen wir eine typische Trentiner Weinkellerei, wo wir wiederum viel Wissenswertes erfahren und uns von der Qualität der Erzeugnisse überzeugen werden. Nachtessen im Hotel. 4. Tag, Dienstag – Fahrt mit dem legendären Bernina Express & Heimreise Nach dem Frühstück fahren wir nach Tirano. Hier erwartet uns der abschliessende Höhepunkt unserer tollen Reise: die Fahrt mit dem legendären Bernina Express nach St. Moritz. Freuen Sie sich auf eine der höchsten und schönsten Bahnstrecken der Welt! Die Strecke beeindruckt jeden Reisenden mit unzähligen Brücken und Tunnels, diversen Kehrschleifen und schwindelerregend hohen Viadukten. Von Ihrem komfortablen Panoramawagen aus geniessen Sie einen fantastischen Ausblick auf ursprüngliche Gebirgsgipfel, mächtige Gletscher und malerische Landschaften! Von St. Moritz aus treten wir mit dem Bus die Heimreise an.

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V

MENSCHEN | MM25, 18.6.2018  19

Bänz Friedli

... und zweitens, als man denkt

Bild: Vera Hartmann

Verkehrte Welt. Am Konzert des jungen Amerikaners, der so unverschämt sexy singt, bin ich der Älteste, vermutlich mit Abstand. Lauter junge Leute um mich herum tanzen und wippen, nippen an ihren Drinks und gehen ganz in der Musik auf. Dienstagabend ists. Wer nun denkt, in einem Konzertlokal voller Jugendlicher würden zig Arme mit Handys in die Höhe gereckt, der irrt. Den ganzen Abend über leuchtet kaum ein Display, keine filmt, keiner fotografiert. Am Mittwoch – purer Zufall – besuche ich schon wieder ein Konzert: das zweier Schwyzer­ örgeler. Und bin diesmal bei Weitem der Jüngste im Publikum. Die Musik ist völlig anders, aber genauso hinreissend wie tags zuvor. Die angegraute Zuhörerschaft lauscht andächtig. Doch just der älteste Herr, er muss weit über 80 sein und sitzt mit seinem schlohweissen Haarkranz unmittelbar vor mir, hantiert dauernd mit seiner Handy­ kamera, knipst und filmt unablässig.

Bänz Friedli (53) bemüht Liedzitate.

Wir lernen: Junge Menschen sind nicht im­ mer so, wie wir sie uns vorstellen. Und greise schon gar nicht. Oder wie Mani Matter sang: «D Wält isch so perfid, dass sii sech sälte oder nie nach Bilder, wo mir vore gmacht hei, richtet.» Mir fällt ohnehin zu jeder Lebens­ lage eine Liedzeile ein. Jedes Mal, wenn Besuch kommt, raune ich irgendwann beim Abräumen zu meiner Liebsten: «Chasch dr ganz Tag ir Chuchi stah …» Darauf sie: «Ire

Viertuschtung ischs gfrässe.» Züri West wissen fast immer Rat. Oder gibts eine bessere Metapher für die Genügsamkeit derer, die allmählich erwachsen werden, als: «Solang no Chöle usechöme, we me ds Chärtli inelaht …» Bei jedem PostomatBezug denke ich an die Liedstelle, mehr noch: Ich singe sie. Laut. Und ernte das Kopfschütteln der Umstehenden. Versteht man einander indes, können Songzitate wunderbare Abkürzungen sein. Angesichts eines Jugendlichen, dem es in seiner Haut offenbar nicht wohl ist, sagt meine Frau bloss: «Vorrei passare …» Und ich weiss, sie meint den Rap, in dem Jovanotti erklärt, er hätte die Jugendjahre am liebsten übersprungen, um dem ersten Verrat, dem ersten Absturz, dem ersten Liebeskummer zu entgehen: «Vorrei passare dai dieci ai trenta per non subire questa tortura.» Am 21. Juni kommt Jovanotti in die Schweiz. Er hat mir mal verraten, weshalb seine Konzerte so toll sind: Das habe er alles dem Papst und den Kardinälen mit ihren Prunkgewändern und süffigen Liturgien abgeschaut. Er sei nämlich im Vatikan aufgewachsen, sein Vater habe in der päpstlichen Gendarmerie gedient. Nun will es der Zufall, dass am selben Tag auch der Papst die Schweiz besucht. Bestimmt werden beide eine super Show ab­ ziehen, aber man kann nicht alles haben – ich habe mich für Jovanotti entschieden. MM

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Yohannes Berhane (22), Flüchtling, ist dank seiner Ausbildung gut integriert.


20  MM25, 18.6.2018 | MENSCHEN

«#MeToo und #TimesUp haben Hollywood wie ein Erdbeben erschüttert» Cate Blanchett

Cate Blanchett fordert mit der Bewegung #TimesUp die grossen Filmstudios heraus. Die Schauspielerin über ihre vorwiegend mit Frauen besetzte Diebeskomödie «Ocean’s 8» und die Gleichstellung zwischen Casting, Festival und Familie. Interview: Marlène von Arx


MENSCHEN | MM25, 18.6.2018  21

Die besten Filmszenen mit Cate ­Blanchett: www.migmag.ch/ blanchett

Bild: Fernanda Bareggi/Splash News/Dukas

Cate Blanchett auf dem roten ­Teppich anlässlich des 71. Filmfestivals in Cannes. Dort kürte die Schauspielerin als Jurypräsidentin die besten Filme aus aller Welt.


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Hoch über dem Gardasee

Kirchen und Villen prägen diese wunderschöne Region. Die Wanderung wird mit einer Weinprobe und lokalen Spezialitäten gekrönt. 5. Tag: Rückfahrt in die Schweiz Unterkunft Das Hotel San Zeno (off. Kategorie 3-Stern) liegt an fantastischer Aussichtslage im Dorf San Zeno oberhalb des Gardasees. Das Hotel verfügt über Aussichtsterrasse und ein Schwimmbad. Wanderungen Drei Wanderungen auf gefahrlosen, bequemen Wagen zwischen 2 und 3 Stunden mit leichten Auf- und Abstiegen. Das ist inbegriffen • Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus • Unterkunft im Hotel San Zeno*** • Halbpension, davon 1 typisches Abendessen mit Spezialitäten inkl. Wein, plus 1 typisches Mittagessen in einer Berghütte • 2 Weindegustationen mit Imbiss • Seilbahnfahrt Malcesine – Monte Baldo • Alle aufgeführten Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen • IMBACH-Reiseleitung und lokale Wanderführung Reisedaten 2018 (jeweils So-Do) 1) 09.09. bis 13.09. 2) 16.09. bis 20.09. Abfahrtsorte: 6.10 Wil SG / 6.35 Winterthur / 6.35 Basel 7.00 Zürich-Flughafen / 7.00 Aarau / 8.00 Baden-Rütihof 8.50 Arth-Goldau / 10.45 Bellinzona (Raststätte) Preis pro Person im Doppelzimmer Zuschlag Einzelzimmer

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MENSCHEN | MM25, 18.6.2018  23

Bild: © Warner Bros. Ent. All Rights Reserved

In «Ocean’s 8» planen Sie zusammen mit Sandra Bullock und sechs weiteren Frauen einen komplizierten Juwelenraub. Wie gut sind Sie im Pläneschmieden? Ein bisschen planen kann ich schon. Sandy, so nenne ich Sandra, übrigens auch. Wir sind ja beide Mütter, Produzentinnen, Schauspielerinnen und Bürgerinnen dieser Welt. Und entsprechend ist die Koordination des Alltags für uns oft ein bisschen wie eine militärische Operation. Mit von der Gaunerpartie sind ausserdem Anne Hathaway, Helena Bonham Carter, Sarah Paulson, die Sängerin Rihanna sowie die Komikerinnen Mindy Kaling und ­Awkwafina. Bei einer derart grossen ­Gruppe von Darstellerinnen stellt man sich die Dreharbeiten sehr amüsant vor ... Wir hatten in der Tat den besten Make-up-­ Wohnwagen aller Zeiten. Wir konnten uns während der Maske alle beschnuppern: Mit lächerlichen Lockenwicklern im Haar ist das Eis ja auch schnell gebrochen. Ich kannte zuvor nur Sandy und Annie, und mit Sarah hatte ich schon gearbeitet. Die ­anderen waren neu für mich. Nora (aka Awkwafina) und Rihanna brachten eine tolle Energie, und Mindy ist eine fantastische Schreiberin, die gut zuhören und Probleme lösen kann. Obwohl nicht alle gleich viel Film­ erfahrung hatten, waren wirklich alle top. Haben Sie Popstar Rihanna Schauspiel-­ tipps gegeben? Rihanna braucht keine Tipps von mir. Sie hatte ihren Schauspielcoach dabei. Das Darstellen gelingt ihr sehr natürlich, total entspannt und geschmeidig. Und diese Augen! Beim Raubobjekt im Film handelt es sich um ein Juwelencollier. Besitzen Sie selber wertvollen Schmuck? Mein erstes Schmuckstück war ein Edelstein, den ich von meiner Grossmutter ­geschenkt bekam und den ich heute noch trage. Und meine Schwiegermutter schenkte mir ihren Verlobungsring, als ich bereits 15 Jahre mit ihrem Sohn verheiratet war. Ich war so gerührt – sie vertraute mir also endlich (lacht). Meine Schmuckstücke ­haben vor allem einen sentimentalen Wert. Hatten Sie schon mal das Gefühl, einen ­Jackpot geknackt zu haben? Ja, als ich aus der Schauspielschule kam und von der Sydney Theater Company gleich für das Stück «Oleanna» von David Mamet an der Seite von Geoffrey Rush ­angeheuert wurde. Ich habe geweint vor Freude und dachte, dass es danach nur noch abwärtsgehen könne. Denn als ich ­anfing, hiess es noch, Schauspielerinnen hätten etwa fünf gute Jahre vor sich und man solle das Beste daraus machen.

Auf Raubzug durch New York City: Cate Blanchett (2. v. l.) mit ihren Co-Darstellerinnen Sandra Bullock, Rihanna, Mindy Kaling, Awkwafina, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway und Sarah Paulson (v. l.)

Wie haben Sie dieser Prognose entgegengewirkt? Ich blieb optimistisch und nahm auch Rollen an, die andere ablehnten – beispielsweise diese typische Klischeefigur «Freundin der Hauptfigur». Ich betrachtete jede Rolle, als wäre sie die letzte, und genoss sie entsprechend. Dass ich mal einen Film drehen würde, hätte ich damals schlicht nicht zu träumen gewagt. Schon bei ­Castings wusste man damals nicht, was man mit mir anfangen sollte. Heute gibt es im Film glücklicherweise mehr als nur diesen einen dekorativen Freundin-Frauentyp. Diesbezüglich hat sich schon etwas verändert. Und wir gehen bestimmt auch nicht mehr zurück in diese prähistorische Zeit. Die #MeToo- und #TimesUp-Bewegungen haben das chauvinistische Hollywood wie ein Erdbeben erschüttert. Ist ein Sommerfilm mit acht Frauen in der Besetzung der erste Schritt zur Gleichberechtigung im Filmbusiness? So ein Film ist tatsächlich sehr selten, und ich hoffe umso mehr, dass er sein Publikum findet. Wir haben ihn 2016 gedreht. Seither hat sich die Filmlandschaft sehr verändert: Zurzeit werden viele tolle Filme produziert, die auf Frauenrollen geschrieben wurden. Sie waren Jurypräsidentin am Filmfestival in Cannes und haben mit 81 Frauen ­demonstriert, weil wenige Frauen in der Geschichte des Festivals für den Wett­ bewerb eingeladen waren und noch weniger gewannen. Halten Sie die Forderung nach einer Geschlechterquote «50 zu 50 bis 2020» am Festival für realistisch? Ich habe nicht gesagt, das müsse oder werde so sein. Aber ich war auf französischem ­Boden, und die Frauen in Frankreich und

Europa wollten mit einer positiven Aktion die #TimesUp-Bewegung in den USA unterstützen. Es wäre schön, gäbe es mehr Frauen in den Selektionskomitees der Festivals. Es ist ja nicht so, dass weibliche Kreativität 2000 Jahre geschlafen hat und es keine ­Regisseurinnen gibt. Sie sind einfach zu ­wenig gut repräsentiert an den Festivals. Aber auch Ihre Jury hat keine Regisseurin ausgezeichnet. Wenn wir eines Tages zwölf nominierte ­Frauen und zwölf nominierte Männer hätten, stünden die Chancen besser. Heute ist es ein Irrsinn, in einem Wettbewerb mit 21 Filmen

Zur Person

Sieben Oscar-Nominationen Catherine Elise Blanchett kam am 14. Mai 1969 in Melbourne als Kind eines ehemaligen US-Navy-Offiziers und einer australischen Lehrerin zur Welt. Der Vater starb an einem Herzschlag, als sie zehn war. Die Mutter zog darauf ihren Sohn und die beiden Töchter mithilfe der Grossmutter auf. Blanchett studierte Kunstgeschichte und Wirtschaft, dann Schauspiel in Sydney. 1998 gelang ihr der internationale Durchbruch mit «­ Elizabeth». Die Hauptrolle als b ­ ritische K ­ önigin bescherte ihr auch die erste von bisher sieben Oscar-­Nominationen. Mit dem Autor Andrew U ­ pton ist sie seit 20 Jahren ver­ heiratet. Das Paar lebt mit den drei Söhnen und der ­Tochter in London. Ihr neuester Film, die Gaunerin­nenkomödie «Ocean’s 8», läuft ab sofort im Kino.


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MENSCHEN | MM25, 18.6.2018  25

Bilder: Seraphin Ritter, zVg, Markus Frömml

Open-Air-Kino

drei Frauen den Druck aufzuerlegen, dass sie siegen müssen. Dass die Filme von Nadine Labaki, Eva Husson und Alice Rohrwacher nicht die Palme d’Or gewonnen haben, heisst ja nicht, dass sie nicht in Betracht kamen. Aber die Jury entscheidet demokratisch, und wie Jurymitglied Khadja Nin zu Beginn richtig sagte: Wir waren nicht da, um zu ­werten, sondern um auszuwählen. Und das war ein ziemlich schmerzhafter Vorgang. Sie haben auch eine Leaderrolle in der #TimesUp-Bewegung. Welche konkrete Veränderung erhoffen Sie sich im Kampf gegen sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz? Also erst einmal: Es gibt keine Leaderrolle. #TimesUp ist vielmehr eine nicht-hierarchische, alle ein­bin­dende Bewegung, grösser als jedes ihrer ­Individuen. Die Industrie, in der ich arbeite, ist sehr öffentlich und stets Kritik ausgesetzt. Aber ich halte es für wichtig, dass wir unsere Plattform nutzen. Künstler sind ja immer die Ersten, wenn es um ­soziale oder politische Veränderungen geht: Wenn wir in unserer Industrie etwas verändern können, kann das auch in einem nicht öffentlich zugänglichen Berufsumfeld passieren. Denn es gibt keinen Beruf, in dem gleiches Geld für gleiche Arbeit gezahlt wird oder Machtmissbrauch nicht vorkommt. Haben Sie auch schon auf einen Film ­verzichtet, weil Ihnen nicht gleich viel Geld wie Ihrem männlichen Co-Star geboten wurde? Ja, und das ist noch gar nicht so lange her. Ich bin nicht wegen des Geldes Schauspielerin geworden. Ich habe für einen Film auch schon nur 10 000 Dollar bekommen und die gleich wieder in den Film gesteckt, weil er ansonsten in sich zusammengefallen wäre. Aber ich sehe nicht ein, warum ich für gleiche Arbeit nicht gleich viel verdienen soll wie mein Co-Star. Mir ist völlig klar: Es wird sich nichts über Nacht ändern. Aber jetzt ist genug mit geduldig sein. In «Ocean’s 8» wird argumentiert, dass sich Frauen als Diebinnen besonders ­eignen, da sie in der Gesellschaft ­unsichtbar sind, also nicht wahrgenommen ­werden. Sehen Sie das auch so? Ich glaube, dass Frauen wohl oder übel ­verstohlen agieren müssen und dass uns deshalb nachgesagt wird, wir seien manipulierend. Andererseits: Wenn wir direkt sind, ist es auch nicht recht. An der Pressekonferenz in Cannes wurden mir viele ­Fragen ­gestellt, weil ich «Madame President» war – ein Titel, den ich übrigens sehr mochte (lacht). Obwohl ich versuchte, die Fragen auch an andere Jurymitglieder weiter­ zugeben, hiess es nachher, ich sei sehr happy gewesen, das Wort an mich zu reissen. Würde man so etwas über Pedro Almodovar,

George Clooney oder die Coen Brothers ­sagen? Wir brauchen nicht nur mehr Frauen­power; es muss sich auch ändern, wie man über Frauen spricht und wie man sie einstuft. Meine «Ocean’s 8»-­ ­Kollegin Awkwafina meinte, wir sollten uns das ­Narrativ zurückstehlen – es gab doch Zeiten, da mussten wir Frauen stark sein und waren es auch – und zwar ohne, dass man uns Machthunger unterstellte. Es ist jetzt 20 Jahre her, seit Sie als ­Königin Elizabeth Ihren internationalen Durchbruch feierten. Sie sind damals von Australien nach Hollywood gezogen und leben heute ausserhalb von London. ­Wieso haben Sie Europa als Familiensitz gewählt? Wir haben uns letztlich für England entschieden, weil zwei unserer Kinder dort ­geboren sind und mein Mann dort ­seine Wurzeln hat. Den königlichen Hochzeits-­ wirbel letzten Monat habe ich allerdings verpasst. ( lacht) Und übrigens gilt: Austra­ lien verlässt man eigentlich nie ­richtig, es ist ein sehr magnetisch anziehender Kontinent. ( lacht) In der Traumfabrik Hollywood zeigt sich immer wieder, dass es schwierig ist, Beziehungen intakt zu halten. Sie jedoch sind seit 20 Jahren mit dem Autor Andrew Upton verheiratet. Was machen Sie richtig? Ich habe einen Seelenverwandten kennengelernt, und das zum richtigen Zeitpunkt. Das heisst: Als wir uns beide mit der gleichen Begeisterung aufs Leben gestürzt ­haben, warf uns das in eine gute Bahn. Und es funktioniert immer noch, weil wir für den anderen nur das Beste wollen. Wir ergänzen uns, wir konkurrenzieren uns nicht. Klar meint mein Mann manchmal auch, dass er in einer sechsköpfigen Familie zu kurz komme. Aber was sich nie ändert, ist der Respekt, die Zärtlichkeit und der ­Humor. Immer wenn er mich zum Lachen bringt, verliebe ich mich neu in ihn. Sie haben nach drei Söhnen schliesslich ein Mädchen adoptiert. Wie hat das die Familiendynamik verändert? Da sind wir wieder bei der Geschlechterfrage, nicht wahr? Als ich ein Mädchen war, hätte ich nicht gedacht, dass ich einmal Kinder ­haben würde. Aber dann traf ich meinen Mann, und wir bekamen ein Kind. Schon ­damals überlegten wir uns, allenfalls ein zweites zu adoptieren. Aber dann gebar ich das zweite. Danach sprachen wir wieder übers Adoptieren. Schliesslich war es erst nach dem ­dritten so weit. Es ging auch gar nicht d ­ arum, ein Mädchen zu haben. Wir hatten einfach Platz in unserem Leben. Ich bin sehr stolz auf meine Buben, wie sie die Kleine aufgenommen haben. Alle vier können sich glücklich schätzen, dass sie einander haben. MM

«Ocean’s 8» unter freiem Himmel

Schöftland AG Krokodil und Känguru dienen am «Australian Open-Air-Kino» als ­Kulisse. 23 Filme stehen zur Auswahl (21. Juni und 4. Juli). Alle Filme werden parallel im Kinosaal ­gezeigt – unterhalb der Dachterrasse, auf der das Open-Air-Kino stattfindet. www.cinema8.ch

Trubschachen BE Am idyllischen OpenAir-Kino «hof3» in Trubschachen sitzt man auf gepolsterten Sesseln oder auf ­Gartenstühlen. Im ­Programm (24. Juli bis 18. August) finden sich Filme wie «La Ch’tite ­Famille» und «Mamma Mia!». Feines Essen gibts vor Ort. www.hof3.ch

Buochs NW Im Liegestuhl kann man im Strandbad BuochsEnnetbürgen das «Kinos­pektakel» geniessen (29. Juni bis 14. Juli). www.kinospektakel.ch


ANTEIL 3-D-FILME 2017

Komödie

344 861 Die göttliche Ordnung

4

Action

378 438 Fast & Furious 8

3

Sci-Fi

400 882 Star Wars: Die letzten Jedi

2

Animation

473 739 Ich – Einfach unverbesserlich 3

1

TOP TEN 2017 Internationale Filme

66,8 % USA 21,3 % Europa 6,8 % Schweiz 5,2 % andere Länder

MARKTANTEILE 2017 Am beliebtesten waren wie üblich Filme aus den USA. Der Marktanteil der Schweiz ist mit 6,8 Prozent aber unüblich hoch.

1

Familie

75 658 Papa Moll

4

Animation

76 086 Mein Leben als Zucchini

3

Komödie

93 134 Die letzte Pointe

2

Komödie

344 861 Die göttliche Ordnung

TOP TEN 2017 Schweizer Filme

Text: Ralf Kaminski  Illustration: Chris Gilleard

SCHWEIZER FILME 2000–2017 2017 war ein guter Jahrgang für den Schweizer Film, dank «Die göttliche Ordnung», «Die letzte Pointe» und «Mein Leben als Zucchini». Noch besser lief es nur 2006 mit «Grounding», «Die Herbstzeitlosen» und «Handyman».

BESUCHERZAHLEN 1996–2017 Seit dem Höhepunkt 2002 geht es mit den Zuschauerzahlen tendenziell abwärts. Immerhin: Vom grossen Tief 2014 haben sie sich wieder ein wenig erholt, 2017 ging es sogar leicht aufwärts.

Fast 14 Millionen Eintritte wurden im vergangenen Jahr in der Schweiz verkauft. Das sind zwar weniger als auch schon, dafür schaffte es mit «Die göttliche Ordnung» endlich wieder ein Schweizer Film in die Top 5. Wir präsentieren Zahlen und Fakten rund ums Kino.

Die Welt des Kinos

Infografik

26  MM25, 18.6.2018 | MENSCHEN


Filmplakate: Ascot Elite, BVI, Constantin Film, Christoph Fischer, Disney (2), Frenetic Films (3), Filmcoopi, Jens Müller, Lucasfilm Ltd, Morandini Film, Marlène Rézenne, Praesens Film, Raphaël Blanc / Lelgo, 2017 Universal Studios (3), 20th Century Fox ; Quelle: Pro Cinema

< 1%

< 5%

< 10%

> 10%

Am meisten Kinofans leben in den Kantonen Zürich, Bern und Waadt. Nidwaldner und Glarner hingegen gehen kaum ins Kino.

Besucherzahlen pro Kanton

KANTONE 2017

9 277 302 Deutschschweiz, 4 276 958 Romandie, 319 587 Ticino

KINOEINTRITTE 2017

13 873 847

Komödie

16 038 Frontaliers Disaster

229 989 Fack ju Göhte 3 Komödie

10

Dokumentation

17 837 Les Voyages Extraordinaires d’Ella Maillart

9

Dokumentation

17 976 Rue de Blamage

8

Dokumentation

18 694 Revolution Silencieuse

7

Dokumentation

29 377 Unerhört Jenisch

6

Komödie

45 317 Flitzer

5

10

Animation

258 944 The Boss Baby

9

Erotik

264 161 Fifty Shades of Grey: Gefährliche Liebe

8

Fantasy

286 917 Die Schöne und das Biest

7

Komödie

293 961 La La Land

6

Fantasy

308 125 Pirates of the Caribbean: Salazars Rache

5 Entwicklung

2017

313 559 Sabine Boss, ERNSTFALL IN HAVANNA, 2002

344 148 Petra Volpe, DIE GÖTTLICHE ORDNUNG, 2017

350 681 Gustav Ehmck, EIN SCHWEIZER NAMENS NÖTZLI, 1988

377 710 Michael Steiner/Tobias Fueter, GROUNDING, 2005

425 855 Yves Yersin, LES PETITES FUGUES, 1979

454 485 Xavier Koller, SCHELLEN-URSLI, 2014

560 523 Mike Eschmann, ACHTUNG, FERTIG, CHARLY!, 2003

580 155 Michael Steiner, MEIN NAME IST EUGEN, 2005

596 131 Bettina Oberli, DIE HERBSTZEITLOSEN, 2006

941 412 Rolf Lyssy, DIE SCHWEIZERMACHER, 1978

DIE BELIEBTESTEN SCHWEIZER FILME ALLER ZEITEN

SYNCHRONISIERTE FILME 2003–2017 Die Zahl der Synchronfassungen in Schweizer Kinos hat sich deutlich erhöht. Waren es 2003 erst 45 Prozent aller Filme, sind es inzwischen 57 Prozent.

ANZAHL KINOS, LEINWÄNDE, STÜHLE 2017 Obwohl sich die Zahl der Kinos deutlich reduziert hat, gibt es fast 1000 Sitzplätze mehr als 1999 – weil Multiplexe mit mehreren Sälen kleinere Kinos verdrängt haben.

SITZE

LEINWÄNDE

KINOS

1999

MENSCHEN | MM25, 18.6.2018  27


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13.11. – 23.11.2018

2145.–

395.–

27.11. – 07.12.2018

2145.–

395.–

04.12. – 14.12.2018

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Vietnam ist eines der faszinierendsten Länder ganz Asiens. Diese Reise ist voller Kontraste zwischen landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten. Sie erleben Märchenlandschaften in der Halong Bucht, entdecken faszinierende Städte, schwimmende Märkte und das berühmte Mekong Delta – ein -Feuerwerk an unvergesslichen Eindrücken!

Vietnam erleben  11 Reisetage inkl. Halbpension 1. Tag / Zürich – Hanoi: Flug ab Zürich, mit Singapore Airlines, via Singapur, nach Hanoi. 2. Tag / Hanoi: Ankunft am Mittag und Transfer in Ihr Hotel. „Die Stadt des steigenden Drachens“ am Roten Fluss ist die emsige Metropole des Nordens auf Aufholjagd, aber auch aufmerksame Bewahrerin der Schätze einer bewegten Geschichte. Am Abend erleben Sie eine Aufführung des berühmten Wasserpuppentheaters. 3. Tag / Hanoi: Ausführliche Stadtrundfahrt u.a. mit Besuch der unvergleichlichen Altstadt sowie des Literaturtempels, der 1070 zu Ehren Konfuzius gebaut und wo später die erste Universität Vietnams gegründet wurde. 4. Tag / Hanoi – Halong Bucht: Fahrt zu einer der spektakulärsten Landschaften Vietnams, der märchenhaften Halong-Bucht. Rund 2000 skurril geformte Inseln liegen wie Felssplitter in der smaragdfarbenen Bucht. Nicht umsonst gehört die Region zum UNESCO-Welterbe. Mit einer umgebauten Dschunke segeln Sie durch diese wunderschöne, surreal anmutende Inselwelt. Abendessen mit frischen Meeresfrüchten und Übernachtung an Bord der Dschunke. 5. Tag / Halong – Flug nach Da Nang – Hoi An: Frühstück an Bord und Rückfahrt zum Hafen. Fahrt nach Hanoi und kurzer Flug nach Da Nang. Übernachtung in Hoi An – die vietnamesische Kulturikone mit UNESCO-Status und eine bezaubernde Künstlerstadt, an Charme kaum zu überbieten! 6. Tag / Hoi An – Da Nang – Hue: Tour durch Hoi An und spektakuläre Fahrt über den Wolkenpass, vorbei an Lotusblumen und sattgrünen Reisfeldern in die antike Kaiserstadt Hue. 7. Tag / Hue: Während einer Bootsfahrt bewundern Sie die kulturellen Leckerbissen entlang des Parfümflusses wie die Thien Mu-Pagode und die prächtigen Kaisergräber, deren Paläste in gepflegten Parkanlagen stehen. Besuch der Zitadelle mit der Verbotenen Stadt, die nach dem Vorbild Pekings gebaut wurden – ein einzigartiges UNESCO Weltkulturerbe.

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8. Tag / Hue – Flug nach Ho Chi Minh City (Saigon): Flug nach Ho Chi Minh City – das ehemalige Saigon. Die grösste Stadt Vietnams ist längst zum pulsierenden wirtschaftlichen Mittelpunkt des Landes geworden. Ausführliche Rundfahrt durch das quirlige Saigon – das ehemalige „Paris des Ostens“. 9. Tag / Mekong Delta: Mit dem Ausflug ins Mekong Delta erleben Sie eine üppige Landschaft mit unendlichen Reisfeldern, Mangrovensümpfen, alten Khmer-Tempeln und kleinen Inseln. Bootsfahrt auf dem Mekong Fluss mit Besuch des Kokosnuss-Dorfes sowie der Drachen- und Einhorninsel. 10. Tag / Cu Chi Tunnels – Flug nach Zürich oder BadeferienVerlängerung: Besuch der Cu Chi Tunnels – das phänomenale 248km lange Untergrundtunnelnetzwerk, dass von den Vietcong während des Vietnamkriegs benutzt wurde. Am Abend Transfer zum Flughafen für Ihren Rückflug mit Singapore Airlines, via Singapur nach Zürich. Für Gäste mit BadeferienVerlängerung erfolgt der Transfer (ca. 4-5 h) nach Mui Ne in Ihr Verlängerungshotel direkt am Strand. 11. Tag / Zürich: Ankunft am Morgen. 6 Näch t

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MENSCHEN | MM25, 18.6.2018  29

Leserforum MM24: Spezialausgabe Fussball-WM 2018

«Zum Glück sind die Menschen gegenüber solchen Grossanlässen kritischer geworden»

«Die Fussball-WM ­hätte nie an Russland vergeben ­werden ­dürfen», sagt Journalist und Fifa-­ Kritiker Jens Weinreich.

Vielen Dank für das sehr ­starke und offene Interview mit Jens Weinreich zur WM. Es ist wichtig, dass man nicht nur das Konfetti des Fussballs beleuchtet, sondern auch die Schattenwirtschaft um Korruption und kata­strophale ­Arbeitsbedingungen. Zum Glück sind die Menschen gegenüber ­solchen «big Sportevents» kriti-­ scher g­ eworden. Ich wünsche trotzdem allen eine schöne WM. Aber vergesst nicht, ab und zu mal genauer hin­zusehen. Patricia Gawlick,

Bild: Dan Cermak

Ein gutes Interview. Dass Argen­tinien der bisher ein­zige problematische Ausrichter war, stimmt allerdings nicht. Italien wurde 1934 unter ­Mussolini ­diktatorisch regiert. Marco Wölfli, via www.migrosmagazin.ch Genial, das Fussballbingo mit den lustigen Anekdoten. Hier auch noch eine von mir: Als Kind fand ich (Jahrgang 67) Uwe Seeler immer sehr sympathisch. Als die WM in Südafrika stattfand, hielt ich es für eine feine Anerkennung ­dieses tollen Spielers, dass die Tröte nach ihm benannt wurde. Ich fand es so lange genial, bis ich die Schreibweise des Blas­instruments las: ­Vuvuzela. Manchmal hört man

eben, was man hören möchte. Margun Welskopf, per E-Mail Mehr als die Hälfte dieser ­Ausgabe ist mit Texten zum Thema Fussball gefüllt. Das ist ent­täuschend. Es gibt bestimmt ­viele Menschen wie mich, die mit diesem Sport nichts ­anfangen können. Hedy Sprecher, Davos GR MM23: Diese Woche Geschützte Tiere zum Abschuss frei?

«Gefährlich ist nur der Mensch» Das einzige Lebewesen, das a­ nderen Lebewesen ernsthaft gefährlich wird, ist der Mensch.

Er ist es, der sich unaufhörlich vermehrt und ausbreitet, ­während viele andere Arten ­ausgerottet werden. Matthias Wohlgemuth, Greifensee ZH Es gibt genügend Platz für Mensch und Tier. Wir haben nicht das Recht, Tiere, die uns nicht in den Kram passen, ­einfach zu erschiessen. Ich hoffe sehr, dass der Wolf weiterleben darf und die armen Schafe in ­Zukunft besser bewacht werden. Susanna Geser, Biel BE Ich finde es in Ordnung, dass endlich etwas gegen die Aus­breitung der Wölfe getan wird. Bestimmen darüber sollten die betreffenden Kantone.

via www.migrosmagazn.ch

Den Luchs sehe ich nicht als Problem. Yannik Vastor, via www.migrosmagazin.ch Dass der Wolf mittlerweile auch in Stadtnähe auftaucht, hat auch damit zu tun, dass man ihm sein natürliches Jagdrevier immer mehr wegnimmt. Remo Meier, Uster ZH

Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmat­strasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an: redaktion@migrosmagazin.ch Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 554 258 Ex. (WEMF 2017) Leserschaft: 2 358 000 (WEMF, MACH Basic 2017-2)

Adresse Redaktion und Business Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund

Leitung Direktion Migros-Medien Lorenz Bruegger Leitung Redaktionen Migros-Medien Franz Ermel

Leitung Ressort Gesellschaft & Familie Yvonne Zurbrügg Leitung Ressort Health & Beauty Susanne Schmid Lopardo Leitung Ressort Food Roberto Zimmermann Leitung Produktion Remo Leupin

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«Wir möchten noch mehr Bioprodukte» Was gefällt Ihnen an der Migros? Die Auswahl und Frische der Produkte. Aber wir würden uns über mehr Bio-­ produkte freuen. Gibt es sonst etwas, das Sie ändern möchten? Kleine Filialen wie in Le Locle sollten aufhören, Produkte aus dem Sortiment zu nehmen, die nicht genug verkauft werden. Denn das zwingt uns, wo­ anders einzukaufen. Wir müssen dann nach La Chaux-de-Fonds gehen, um alles zu finden. Seit wann sind Sie MigrosGenossenschafter? Wir sind kurz nach unserer Hochzeit Mitglieder geworden. Verheiratet sind wir seit 46 Jahren. ​ Haben Sie eine besondere Migros-Erinnerung? Pierre: Als Kinder sind wir in den Ferien in das kleine Tessiner Dorf gefahren, aus dem meine Mutter kam. Dort haben wir immer ­ungeduldig auf den ­Migros-Verkaufswagen gewartet. Das ganze Dorf war da.

Name: Pierre (69) und Olina (70) Donzé Wohnhaft: Le Locle NE Beruf: Lehrer und Büroangestellte im Ruhestand Lieblingsprodukt: Bio-Sonnenkranz Schon gewusst?

Bild: René Ruis

«Wenn Glace den Magen erreicht, hat sie bereits 20 Grad» Ist die Glacesaison eröffnet, steht man vor der Qual der Wahl: Pistache, Erdbeere oder doch Stracciatella? In prächtigen Farben leuchten sie hinter den frisch geputzten Vitrinen und warten nur darauf, in die Becher gekugelt zu werden. Wie das perfekte Eis gelingt, erfährt man im Glace-Workshop der Klubschule Migros Luzern vom Samstag, 30. Juni. Von 13 bis 16 Uhr kreiert man hier fantasievolle und fruchtige

Lieblingssorten mit frischen Beeren, mit Schokolade, Nüssen und vielen weiteren feinen Zutaten. Anmeldung: www.klubschule.ch; Suchbegriff: Glace Mehr von der Migros Luzern ab Seite 65


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MIGROS-WELT | MM25, 18.6.2018  33

Aufruf GrillitarierBilder einschicken und Einkaufsgutschein gewinnen

Halbjahreszahlen

Hotelplan Suisse trotz Fussball-WM zuversichtlich Ägypten plus 63 Prozent, Tunesien plus 60 Prozent, Türkei plus 39 Prozent: Der grösste Schweizer Reiseveranstalter, Hotelplan Suisse, freut sich über stark steigende Buchungszahlen gegenüber dem Vorjahr. Allerdings ­relativiert Kurt Eberhard, CEO von Hotelplan Suisse: «Die drei Reiseziele sind noch weit entfernt von unseren Top-10-Destinationen und ­erreichen nicht die Zahlen ­früherer Jahre.» Das Preis-­ Leistungs-Verhältnis sei jedoch unschlagbar.

Blickfang

Grillitarier im Grünen «Das Bild ist spontan an einem Sommerabend mit Freunden auf der Kollerwiese in Zürich entstanden. Jeder hat etwas mitgebracht, und es war ein toller Abend im Stadtsommer.» Benny Caviezel, Zürich

Golfparks

Bilder: zVg

Das grösste Golfturnier der Schweiz Am 15. Juli findet die 10. Migros Golf Challenge statt. Am grössten Golf­turnier der Schweiz nehmen über 1000 Golferinnen und Golfer teil. Der Anlass findet schweizweit auf allen sechs Migros Golfparks statt: Holzhäusern, Mossee, Oberkirch, Otelfingen, Signal de Bougy und Waldkirch. Auch dabei sind die Golfclubs Limpachtal SO und Gerre Losone TI.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spielen einzeln oder in Zweierteams im ­Modus Stableford mit ­Kanonenstarts jeweils ­am Vormittag und Nachmittag. Zu gewinnen gibt es ins­ gesamt 49 Golfreisen, Aufenthalte in schönen Boutique­hotels und Sachpreise im ­Gesamtwert von über 110 000 Franken. Infos: www.golfparks.ch

Schicken Sie uns Ihr schönstes oder schrägstes Grillfoto. Wird Ihr Bild dann im Migros-­ Magazin abgedruckt, gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. ­Einsendeschluss: 22. Juli. Hochladen: www.migmag.ch/blickfang

Spanien, Griechenland und Zypern gehören diesen Sommer zu den beliebtesten ­Badeferienzielen. Der Reiseveranstalter spürt jedoch die Fussball-WM. «Während so grosser Turniere müssen wir mit massiv weniger Reisen­ den rechnen, weil die Leute solche Grossanlässe am liebsten zu Hause verfolgen», sagt Eberhard. Entsprechend gebe es für sämtliche Reiseziele auch während der Schulferien noch freie Plätze.


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MIGROS-WELT | MM25, 18.6.2018  35

Alles im M-Budget-Stil: das Brautpaar mit den Brillen, die Festdekoration und die Gäste Hochzeit Ein Hochzeitsfest im M-Budget-Stil war für Tanja und Rafael Caula eine grosse Überraschung. Vor Jahren hatte Rafael Caula einmal auf die Frage «Wann heiratet ihr ­endlich?» mit dem Spruch geantwortet: «Noch lange nicht und wenn, dann wirds eine M-Budget-Hochzeit.» Er vergass die Aussage schnell wieder, die Trauzeugen allerdings nicht. Und so wurde M-Budget zum offiziellen Hochzeits­motto für das überraschte Paar. Die Migros unterstützte die Feier mit M-Budget-Produkten und zahlreichen M-Budget-­ Utensilien wie Sitzgelegenheiten, Flaggen und Kleidungsstücken.

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Die Migros muss die Preise von Marroni-Produkten erhöhen. Die anhaltende Trockenheit in den

mediterranen Anbaugebieten führte zu Ernteausfällen und damit zu steigenden Rohstoffpreisen. Deutlich gesunken sind hingegen die Rohstoffpreise bei Paranüssen. Die tieferen Beschaffungskosten gibt die Migros als Preissenkung an die Kunden weiter. Ausgewählte Produkte

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Rückruf

RohmilchZiegenweichkäse Die Migros ruft «Sélection Selles-surCher»-Käse zurück. Bei einer Kontrolle wurden Salmonellen in diesem französischen Rohmilch-Ziegenweichkäse nachgewiesen. Das Produkt hat die Artikelnummer 2125.052 und ein Verbrauchsdatum bis und mit 18. Juli 2018. Kundinnen und Kunden werden gebeten, den Käse nicht zu konsumieren. Das ­Produkt ist in den Filialen folgender MigrosGenossenschaften im Angebot: Genf, Neuenburg/Freiburg, Waadt, Wallis und Zürich. Wer nach dem Konsum des Produkts unter Beschwerden wie Fieber, Durchfall oder Kopfschmerzen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Kunden können den ­Artikel in ihre Migros-­ Filiale zurückbringen und erhalten den ­bezahlten Verkaufspreis zurück.


36  MM25, 18.6.2018 | MIGROS-WELT

Büffelmozzarella

500 Kilo pure Sanftheit

Die Migros verkauft nur noch italienischen Büffelmozzarella mit Schweizer Tierwohl-Garantie. Davon profitieren sowohl die sanften Giganten als auch die Produzenten. Zu Besuch in der Provinz Caserta, der Heimat des berühmten Käses. Text: Kian Ramezani  Bilder: Colin Dutton

A

uf den ersten Blick mag Mario Pietroluongo nicht wie der klassische Süd­italiener erscheinen: ­ruhiger Fahrstil, keine Vorliebe für Kaffee, g­ eschliffenes Englisch. Das Metier des 43-Jährigen hingegen könnte t­ ypischer nicht sein: Mario ist Exportmanager bei Fattorie Garofalo, dem weltweit grössten Hersteller von Mozzarella di Bufala Campana und einem von drei Betrieben in der Provinz Caserta bei Neapel, die der Migros die Delikatesse jede Woche frisch anliefern. Dabei müssen sie neben den ­Vorschriften der Europäischen Union auch die strengeren Schweizer Tierwohl-Standards einhalten. Diese hat

die Migros schon bei vielen Produkten aus dem Ausland eingeführt, etwa bei frischem Poulet- und Trutenfleisch. «Für uns ist es ein Glücksfall, einen Kunden zu haben, der das Tierwohl ins Zentrum stellt und Wert auf Qualität und Rückverfolgbarkeit der Milch legt», sagt Mario am Firmenhauptsitz in Capua. «Wir sind nicht Verkäufer und Käufer, sondern Partner.» Eine Autoviertelstunde nördlich befindet sich der Musterbetrieb Arianova, wo 500 Büffelkühe praktisch exklusiv für die Migros Milch geben. Auf einem Rundgang erläutert Mario die Vorgaben der Migros, wie diese umgesetzt wurden und was das für die Wasserbüffel bedeutet. Und als wollten sie seinen Ausführungen

folgen, kommen die sanften Giganten (500 Kilo) prompt angelaufen. Büffel gelten als sehr neugierige Tiere. Auch Büffel lieben Wellness

Zunächst musste Garofalo sogenannte Wellnessbürsten installieren, von ­denen die sehr auf Körperpflege bedachten Tiere seither rege Gebrauch machen. Ebenso vorgeschrieben sind eingestreute Liegeflächen, damit sie nicht in ihrem eigenen Dreck ­leben müssen. Um Infektionen vorzubeugen, ist zudem eine regelmässige Klauenpflege Pflicht. Für die heissen Sommermonate sind Abkühlungsmöglichkeiten ­bereitzustellen. Garofalo setzt in ­seinen Ställen Wassersprinkler ein,


MIGROS-WELT | MM25, 18.6.2018  37

Die Büffel bei der Wellnessdusche: www.migmag.ch/ bueffel

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die ab 25 Grad im Schatten automatisch einschalten. «Büffel mögen ­keine Hitze, deshalb sind sie im Sommer tagsüber lieber im Stall. Die ­Gitter sind allerdings offen, die Nacht verbringen sie in der Regel draussen», sagt Mario und schaltet die Anlage manuell ein. Ein feiner Wasserstaub rieselt auf die Büffel nieder. Sie sehen es ihm nach, denn für einen Frühlingstag ist es bereits ordentlich warm. Die aufwendigsten Anpassungen betreffen jedoch die Kälber. Die in Italien weitverbreitete Einzelkäfighaltung ist in der Schweiz verboten. Stattdessen müssen die Jungtiere zwei Wochen nach Geburt zwingend in Gruppen und auf Stroh gehalten werden. Ausnahme sind eingestreute

Einzelboxen mit Sichtkontakt zu den anderen Kälbern. Diese sogenannten Iglus erachtet der Schweizer Tierschutz als gleichwertig zur Gruppenhaltung. Fattorie Garofalo lässt die Kälber zwei Tage bei der Mutter, anschliessend kommen sie in die Iglus. Nach zwei Monaten sind die Tiere stark genug für eine Gruppe von fünf bis sieben Tieren. Die Veränderung hat die Viehzüchter überrascht: «Die Kälber wachsen besser, sie sind gesünder und geben mehr Milch.»

1 Rosa Schettino und Mario ­Pietroluongo vor dem Büffelgehege

Wertvolles Büffelfleisch

4 In ihrer Molkerei in Capua verarbeitet Fattorie Garofalo die Büffelmilch zu Mozzarella.

Ein grosses Problem der konventionellen Büffelhaltung in Italien ist das Schicksal der männlichen Kälber. Sie geben keine Milch und werden deshalb von manchen Betrieben ­­illegal getötet. Die Migros fordert, das Fleisch der männlichen Büffel­ kälber zu verwerten. Fattorie Garofalo verarbeitet sie im eigenen Betrieb zu Fleisch- und Wurstwaren. «Leider ist Büffelfleisch beim Konsumenten nicht sehr bekannt, dabei hat es her­ vorragende Eigenschaften, etwa einen hohen Eisen- und geringen Fettgehalt.» Gerade ist ein «Bufalino», ein männliches Kalb, zur Welt gekommen. Es versucht, erstmals auf ­eigenen Beinen zu stehen. «Typisch Männchen, ohne Hilfe schafft er es nicht», lacht Tierärztin Rosa ­Schettino (40). Später kontrolliert sie im Melkstand die Euter der Büffel. Hier ist das Reich von Gurmit und Prabjit, den zwei indischen Mit­arbeitern. Sie – und nur sie – sind für das Melken zuständig. «Für die ­­ Büffel, die eine enge Beziehung zu den Menschen aufbauen, ist das sehr wichtig», so Schettino. Stress sei im Melkstand unbedingt zu vermeiden. Bevor man sich verabschiedet, eine letzte Frage: Wie isst man eigentlich Büffelmozzarella? «Jeder, wie er will», erwidert Mario. «Hier in Ca­ serta essen wir ihn pur, ohne Salz und Pfeffer, bei Raumtemperatur.» MM

2 Eine Büffelkuh geniesst die ­Wellnessbürste. 3 Kälber leben die ersten zwei Monate in Iglus mit Sichtkontakt.

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38  MM25, 18.6.2018 | MIGROS-WELT

Biodiversität

Lebendiges Chaos

In Regula Gysels Garten leben Hunderte von Insekten und Pflanzen. Ein Lebensraum ganz im Sinne von «Hof+»: Das neue Projekt soll die Artenvielfalt auf IP-Suisse-Bauernhöfen fördern. In der Migros sind Produkte von diesen Höfen unter dem Label «TerraSuisse» erhältlich. Text: Thomas Tobler  Bilder: Stephan Bösch

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itten im Klettgau, diesem Landstrich bei Schaffhausen, liegt ein Tummel­ platz für Insekten, Vögel, Igel, Reptilien und Feldhasen. Die Rede ist nicht von einem Zoo für Kleintiere, sondern von ­Regula Gysels Garten. Der ­be­findet sich, grosszügig ­an­gelegt, vor ihrem Bauernhaus und beheimatet neben Tieren auch 100 Kräutersorten. Vor 20 Jahren zog Regula Gysel mit ihrem Mann Bernhard auf den Klettgauerhof in ­Wil­chingen, rund 15 Kilometer westlich von Schaffhausen ge­ legen. Ihre drei Kinder wuchsen hier auf, und gemeinsam bewirtschaften sie das weitläufige Land um den Hof. Auf den Feldern wachsen Getreide, Zuckerrüben, Sonnenblumen und andere Ackerkulturen. Produziert wird bei Gysels nach den Richtlinien der IP-­ Suisse. Die Bauernvereinigung, deren Produkte es bei der ­Migros ­unter dem Label «TerraSuisse» zu kaufen gibt, steht für eine umweltscho­ nende und tierfreund­liche Her­stellung von Lebensmitteln und für die Förderung der ­Biodiversität. Bauer Bernhard Gysel legte auf seinen ­Feldern dafür Wildblumen­flächen für brütende Vögel an, zog Hecken als Unterschlupf für Kleintiere hoch und verzichtet auf diesen Flächen auf Dünger.

Die Förderung der Biodiver­sität soll sich in Zukunft nicht bloss auf landwirtschaftliche Nutz­flächen beschränken, ­sondern auch Siedlungsräume und ­Bauernhöfe erfassen. ­Zusammen mit der Schweizeri­ schen Vogelwarte Sempach ruft die IP-Suisse deshalb das Programm «Hof+» ins Leben. Bauernhöfe bieten mit ihren grossen Scheunen und einem oft grosszügigen Umschwung ideale Lebensvoraussetzungen für zahlreiche Lebewesen. «Bereits als wir das Modul Biodiversität für das Kulturland entwickelten, kam uns die Idee, das Hofgelän­ de miteinzubeziehen», erklärt Markus Jenny, Projektleiter bei der Vogelwarte Sempach.

Tipps Artenvielfalt im ­heimischen Garten Wildbienen übernehmen wichtige Bestäubungs­ arbeiten. Löcher in einem ­alten Baumstamm oder ­einem Stück Holz dienen ­ihnen als Nisthilfen. Äste- oder Steinhaufen ­ bieten vielen Tieren Unter­ schlupf. Für zahlreiche Klein­ tiere sind sie gute Verstecke und Überwinterungsorte. Mehr Infos: www.ipsuisse.ch

Im ­Gegensatz zum Förderpro­ gramm auf den Feldern, an das Direktzahlungen gebunden sind, ist ein Engagement für «Hof+» freiwillig. Es gibt einen Leit­ faden mit Grundanforderungen und 26 Einzelmassnahmen. ­Verlangt werden darin unter ­anderem ein Herbizidverbot im Garten, Nistkästen für Turm­ falken oder Schleiereulen, dazu Wasserstellen, Steinhaufen, ­Trockenmauern und Nisthilfen etwa für Wildbienen. 12 Bauern­ höfe beteiligten sich an der nun endenden Testphase. Gärtnerin seit Kindertagen

Regula Gysels Garten erfüllte sämtliche «Hof+»-Anforderun­ gen bereits vor dieser Test-­ phase – was aussergewöhnlich ist. «Einzig den Teich haben wir etwas vergrössert.» Als sie von «Hof+» hörte, war sie sofort mit von der Partie. Sie ist mit einem grossen Garten aufgewachsen, ihre Mutter war leidenschaft­ liche Gärtnerin. Als Kind pflegte sie ihre eigenen kleinen Gärt­ chen, war immer dabei, wenn die Mutter Unkraut jätete oder Sträucher schnitt. «Als wir den Hof übernahmen, kamen diese Kindheitserinnerungen wieder hoch, und ich begann, hier ­meinen eigenen Garten anzule­ gen. Einfach etwas grösser als damals.» Aus dem Hobby wurde auch bei Regula Gysel eine ­Leidenschaft, der sie mittler­ weile zwei bis drei Halbtage pro

Woche widmet. Das nötige ­Wissen hat sie sich selbst ange­ eignet – Kurse besucht, Bücher gelesen oder Google gefragt. Das Herzstück ihres Gartens grenzt direkt ans Ackerland: ein Kräutergarten mit u ­ ngefähr 100 verschiedenen Kräuter­ sorten. Von Klassikern wie ­Salbei oder Dill bis zu eher spezi­ ellen Sorten wie Koriander oder Pfefferkraut ist alles dabei. Neben Kräutern wachsen vor ­allem einheimische Pflanzen auf dem Hof. Es gibt Hecken, kleine Stein- und Asthaufen und Scha­ len, die als Wasserbad für Vögel dienen. ­Vieles ist nicht fein­ säuberlich ­geordnet, sondern eher chaotisch strukturiert. Der ­Garten wirkt wild, ist aber keine Wildnis. Brutkästen hängen an der Hausfassade, Nist­kästen für Wildbienen an der Scheunen­ mauer. «Für mich ist ein ­schöner Garten ein l­ ebendiger ­Garten. Ein G ­ arten, der nicht nur mir dient, s­ ondern auch den zahlreichen I­ nsekten und anderen T ­ ieren nützt», so Regula Gysel. Entstanden ist so ein Lebens­ raum, der immer mehr Bewoh­ ner anzieht. Die Vogelpopulation vergrössert sich, mehr B ­ ienenund Insektenarten b ­ evölkern den Hof. Die «Hof+»-­Anforderungen greifen, und der Garten verdeutlicht, wie einfache ­Massnahmen – richtig angewen­ det – einen positiven Einfluss auf die Artenvielfalt haben. MM


MIGROS-WELT | MM25, 18.6.2018  39

Migros

Artenvielfalt auf 400 Fussballfeldern Die Migros sorgt auch auf ihren Arealen für mehr Biodiversität. In den letzten Jahren hat die Detailhändlerin auf einer Fläche von 400 Fussballfeldern ­naturnah gestaltete Le­ bensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen. Auf den sechs zertifizier­ ten Migros-Golfparks befinden sich über 140 000 Quadratmeter Gewässer und Feucht­ gebiete – vor a­ llem für Amphibien ein wert­ voller Lebensraum.

1

Über 230 000 Quadrat­ meter der MigrosDächer sind mittler­ weile begrünt. Grün­ dächer fördern die ­Artenvielfalt und bieten Insekten in städtischen oder industriellen ­Gebieten ein Zuhause. Die Migros hat das erste Wildbienenparadies der Schweiz auf einer Fläche von 340 Quadratmetern beim Einkaufszentrum Zugerland geschaffen. Auf den Migros-Arealen sind unter anderem Fuchs, Dachs, Reh und Iltis, aber auch spezielle Vogelarten wie Kiebitz, Drosselrohr­sänger, ­Kuckuck und Turmfalke zu sehen.

2

4

1 Gespräch unter ­­­ Gartenexperten: Markus Jenny und Regula Gysel 2 In Regula Gysels ­Biotop schwimmen über 3 100 Molche.

3 Das Herzstück des Gartens: 100 Kräutersorten in Reih und Glied. 4 Das Heim der Bienen. Unzählige Arten finden darin Unterschlupf.

Als Pionierin gilt das Migros-Verteilzentrum in Suhr, das sein Areal bereits 1998 natur­ nah gestaltet hat.

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MIGROS-WELT | MM25, 18.6.2018  41

Der WM-Snack Migusto

Wenn die weltbesten Fussballer ihren Champion küren, herrscht für die Fans daheim vor dem TV-Bildschirm kulinarischer Ausnahmezustand. Jetzt stehen Snacks hoch im Kurs. Wir empfehlen vegetarische Empanadas. Text: Andrea Pistorius, Claudia Schmidt Bilder: Daniel Aeschlimann Rezept: Andrea Pistorius

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Bohnen, Champignons, Zwiebeln und Käse als ­pikante Füllung für die Teigtaschen


42  MM25, 18.6.2018 | MIGROS-WELT Step-by-step

Empanadas mit Bohnen und Champignons    1

Für den Teig Mehl und Salz mischen. Butter in Flocken dazugeben. Zwischen den Händen krümelig reiben. Eier und Wasser dazugeben. Alles rasch zu einem Teig zusammenfügen. In Folie gewickelt 30 Minuten kühl stellen.

5

Je ca. 2 Esslöffel Füllung in die Mitte der Rondellen geben, Teigränder frei lassen. ­Teigränder mit wenig Wasser bepinseln. Teig zusammenklappen, Luft herausdrücken. Ränder gut zusammendrücken. Eigelb mit wenig Wasser verquirlen.

2

Für die Füllung Champignons putzen und in kleine Würfel schneiden. Bohnen in ein Sieb abgiessen, abspülen und abtropfen lassen. Zwiebel fein hacken, Knoblauch pressen. Kreuzkümmel in einem Mörser fein reiben.

6

Die zusammengedrückten Teigränder von einer Seite beginnend fingerbreit rundum einschlagen. Empanadas auf ein mit Back­papier belegtes Blech legen und mit Eigelb b ­ estreichen. In der Ofenmitte ca. 25 Minuten backen. Noch warm servieren.

3

In einer Bratpfanne Zwiebel im Öl dünsten. Pilze, Bohnen und Knoblauch dazu­geben. Mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und C ­ ayennepfeffer würzen. Ca. 3 Minuten braten. Käse unterheben und auskühlen lassen.


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MIGROS-WELT | MM25, 18.6.2018  55

Profi-Tipp

1:0 für Empanadas Zutaten für 14 Stück

4

200 g Champignons 1 Dose Kidneybohnen à ca. 320 g 1 Zwiebel 2 Knoblauchzehen ½ TL Kreuzkümmel 1 EL Olivenöl ½ TL Salz schwarzer Pfeffer 1 Prise Cayennepfeffer 80 g geriebener Greyerzer Eigelb zum Bestreichen

Für den Teig: 500 g Weissmehl 1 TL Salz 100 g Butter, kalt 2 Eier 6 EL Wasser Backofen auf 180 °C vorheizen. Teig zwischen Backpapier ca. 3 mm dick auswallen. Rondellen mit ca. 12 cm Durchmesser ausstechen. Nach dem Ausstechen nochmals etwas auswallen.

Andrea Pistorius, Rezeptautorin

Zu einer Fussballparty mit Freunden gehören Snacks, die genug Energie und Nerven­ nahrung für mindestens 90 Minuten liefern. Fingerfood wie die vegetarischen Empa­ nadas ist schon beim Anpfiff ein Volltreffer. Wer auf keinen Fall auf Fleisch verzichten will, kann die Bohnen auch mit 250 Gramm scharf angebra­ tenem Hackfleisch e­ rsetzen, der Rest im ­Rezept bleibt gleich. Fehlt nach Feierabend Zeit zum Kochen, ­können die ­Empanadas auch schon am Vortag zubereitet werden. Bis zum ­Backen bewahrt man sie im Kühlschrank auf. Für eine spontane Party emp­ fehle ich einen schnellen Snack: mit Edamer, Gouda (im Geden­ ken an die in der WM-Quali ­gescheiterten Holländer) oder Gruyère überbackene Tortilla-­ Chips. Dazu serviere ich Dips wie Guacamole und ­eine feurige Chili-Tomaten-­Salsa oder leicht gewürzten Sauerrahm. Da ­kommen selbst Fussballmuffel in Partystimmung. MM

Dazu passen Tomatensalsa, Crème fraîche und Salat.

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MIGROS-WELT | MM25, 18.6.2018  57

Reiseapotheke

Gut versorgt, ­ wenns nötig ist Auf Zwischenfälle sollte man auch in den Ferien immer vorbereitet sein. Eine gut sortierte Reiseapotheke bietet optimalen Schutz auf Reisen. Text: Gerda Portner

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Ob in Europa oder in tropischen ­Gefilden: Der Anti-­ Insect-Forte-Spray wirkt ­sofort und schützt ­zuverlässig bis zu acht Stunden lang vor M ­ ücken, ­Zecken, ­Fliegen, Bremsen, ­Flöhen und anderen ­Insekten. Anti Insect Forte Mini 50 ml* Fr. 4.50 Biozide vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produkt­ informationen lesen.

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MIGROS-WELT | MM25, 18.6.2018  59

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MIGROS-WELT | MM25, 18.6.2018  61

Tierwohl

Beste Stücke für die treuesten Freunde rin bei r (53), Redakto Yvette Hettinge n, mit Oskar (11) edie den Migros-M

Mein Hund

«Oskar flirtet mit den Menschen» Yvette Hettinger, seit wann seid ihr ein Paar? Seit rund neun Jahren bin ich Oskars Hunde­gotti. Er gehört der Patchworkfamilie ­meines Ex-Freunds und unseres Sohns. Wie oft seht ihr euch? Jeden Freitag. Ich hole Oskar morgens bei seiner Familie ab. Dann begleitet er mich auf Schritt und Tritt durch den Tag, denn er ist gar nicht gern allein. Unsere Aktivitäten: spazieren, einkaufen, spazieren, einkaufen, Gartenarbeit, zu Hause sein, Haushalt besorgen. Wie kam Oskar zu seinem Namen? Im süditalienischen Tierheim, aus dem er stammt, war er nur eine Nummer. Seinen Namen erhielt er von der Frau, die ihn in die Schweiz vermittelte.

Bild: zVg

Was habt ihr gemeinsam? Unseren Bewegungsdrang. Und das Knuddeln: Ich könnte das stundenlang tun. Und er könnte es stundenlang geniessen. Was zeichnet Oskar aus? Er ist der menschenfreundlichste Hund, den ich kenne. Er entlockt allein mit seiner her­zigen Erscheinung allen Menschen ein Lächeln. Manchmal zwinkert er Fremden zu. Ich glaube, dass er mit ihnen flirtet. MM

Mit «The Good Stuff» ist das erste Trockenfutter für Hunde erhältlich, das aus frischem Muskelfleisch und hochwertigen Rohstoffen besteht. Es wird ohne Getreide hergestellt. Worauf müssen Hundehalter bei der Futterumstellung achten? Text: Reto E. Wild

Was gilt bei der Futterumstellung generell? Wichtig ist für die Hunde eine alters­ gemässe und gut verträgliche Ernäh­ rung. Hundehalter sollten für die Futter­ umstellung zwei bis vier Wochen ein­ planen. Diese kann ­anspruchsvoll sein, weil nicht jedes Tier gleich reagiert. Variante 3: Umstellung Biss um Biss Dabei geht es um eine langsame Futter­umstellung, werden doch ­täglich nur kleinste Mengen des gewohnten ­Futters durch neues ersetzt. Dies benötigt viel Zeit und Geduld und empfiehlt sich für besonders sen­ sible Hunde.

3

Variante 1: abrupte Futterumstellung Sie sollte nur bei ­robusten Hunden angewendet werden. Wer einen empfind­ lichen Vierbeiner hat, muss bei ihm kurz­ fristig mit Verstop­ fung oder m ­ it Durch­ fall rechnen.

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Variante 2: stufenweise Umstellung Man startet mit ­einem Viertel neuem Futter und drei ­Vierteln altem Futter. Im Abstand von zwei ­Tagen wird die ­Menge des neuen Futters um ein Viertel ­erhöht und die ­Menge des gewohn­ ten Futters um ein Viertel reduziert.

2

The Good Stuff Chicken & Turkey (Adult), 2,5 kg Fr. 22.90


62  MM25, 18.6.2018 | MIGROS-WELT

Dies und das

Ganz frisch im Regal

Vom Energy-Flavour-Kaugummi über Reinigungstücher für unterwegs bis zur Bademode: In der M ­ igros gibts laufend Neues zu entdecken. Eine bunte Auswahl davon stellen wir vor.

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MIGROS-WELT | MM25, 18.6.2018  63

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MIGROS-WELT | MM25, 18.6.2018  65

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Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Luzern

Neu! Grill am Sonntag im Restaurant Oase, Golfpark Oberkirch Grillgenuss fern der Hektik, auf der Sonnenterrasse des Restaurants Oase.

Sommerlounge

Idyll in der Golf-Oase Einkehren am Feierabend, anstossen nach der Golfrunde oder dem Spaziergang: In der Sommerlounge des Golfparks Oberkirch geniesst man den schönsten Sonnenuntergang der Region. Text: Stefan Scherrer

H

ier auf dem Golfpark Oberkirch wird es nie hektisch», berichtet Gabriela Jankova. Sie bedient die Gäste im Restaurant Oase und trifft sich vor einem gemeinsamen Essen mit ihren Freunden regelmässig in der Sommerlounge des Migros-Golfparks Oberkirch. Hat Jankova frei, sinkt sie auch gerne in eines der Sofas am Weiher beim Restaurant.

So wie Fabienne Puckelwaldt. Die passionierte Golferin schwärmt: «Der Sonnenuntergang hier ist weit und breit der schönste.» Sonntag ist Grilltag

Längst hat sich die Sommerlounge zum beliebten Treffpunkt am Feierabend gemausert – bei schönem Wetter ist sie bereits ab 15 Uhr geöffnet. Es heisst Platz nehmen,

einen Drink bestellen und den Blick in die Ferne schweifen lassen. Wer bei aller Entspannung doch nichts verpassen möchte: Für Fussballfans steht während der WM-Spiele der Fernseher bereit, und bei schönem Wetter gibt es jeden Sonntag Köstlichkeiten vom Grill.  MM Infos: www.restaurant-oase.ch


66  MM25, 18.6.2018 | MIGROS-WELT

Einer von über 1000 regionalen Produzenten

Urdinkel im Hoch

Donnerstag und Freitag bis 20 Uhr einkaufen: Filialleiterin Karin Krummenacher und ihr Team bieten längere Öffnungszeiten.

Mit viel Hingabe baut Hans Willimann am Tannberg bei Sursee für die Migros Luzern Urdinkel an – ein altes Korn, auf das heute sogar Gourmets und Spitzenköche setzen. Text und Bild: Christoph Riebli

Eröffnung

Die Neue für Littau Vom Fanghöfli in die Grossmatte: Am Mittwoch, 20. Juni, öffnet die Migros in Littau an ihrem neuen Standort. Die Verkaufsfläche wird um einen Drittel vergrössert. So bietet die neue Filiale Grossmatte Littau ein noch attraktiveres Sortiment für den täglichen Bedarf. «Unser Angebot an Früchten und Gemüsen ist vielfältiger, zudem haben wir das TakeAway-Angebot mit «Migros Daily» und das Alnatura-Bio­ sortiment ausgebaut», sagt Filialleiterin Karin Krummenacher. Die drei bedienten Kassen werden mit sieben Self-Scanningund Self-Checkout-Stationen ergänzt. In der Filiale können zudem Online-Bestellungen via Migros-Abholdienst «PickMup» empfangen werden. Mit 10 Prozent Rabatt und zahlreichen Aktivitäten werden vom 20. bis 23. Juni die Eröffnungstage gefeiert. Täglich gibt es Migros-Geschenkkarten im Wert von über 1000 Franken und andere attraktive Preise zu gewinnen. Auf die Kinder warten ein Mini-Migros-Einkaufskörbli und ein Ballon als Geschenk – und auf die ersten 1500 Kunden am Samstag ein Gratis-Butterzopf. Öffnungszeiten der Migros Grossmatte Littau: Mo bis Mi 8–18.30 Uhr, Do/Fr 8–20 Uhr, Sa 8–16 Uhr. Am Standort der bisherigen Migros Fanghöfli wird im August eine Outlet-Migros eröffnet.

N

och reichen die Halme erst bis zur Gürtelschnalle. «Wenn wir den Urdinkel Anfang August ernten, ist er fast doppelt so hoch», erzählt Hans Willimann, während er unweit des ehemaligen Landessenders Beromünster durch das grüne Feld streift. Stolz fügt er hinzu: «Es ist eine schöne Kultur fürs Auge: hoch und mächtig.» Gross ist aber nicht gleich praktisch: «Urdinkel ist sehr heikel im Anbau, weil er wenig standfest ist», führt Willimann

aus. So bringen Wind und Wetter seine Pflanzen regelmässig aus dem Gleichgewicht und mindern den Ertrag des 43-jährigen Landwirts aus Schenkon. Mit ein Grund, weshalb Dinkel bis vor einigen Jahren von der Bildfläche zu verschwinden drohte. Nussartiger Geschmack

Nicht so am Tannberg, zwischen Sursee und Gunzwil: Hier produziert Hans Willimann auf drei Hektaren für die Migros Luzern jährlich rund zwölf Tonnen Urdinkel – nebst Mais, Weizen,

Raps und seinem Rindermast­ betrieb. Urdinkel ist eine ungekreuzte Urform des rund 5000 Jahre alten Getreides. Bei Hans Willimann ist es Tellenbacher Rotkorn – eine alte Luzerner Landsorte. Gerade mal zehn Hektaren werden davon schweizweit zur Förderung der Biodiversität angebaut. Das Getreide besticht durch seinen feinen, nussartigen Geschmack, ist leicht verdaulich und führt zu einem anhaltenden Sättigungsgefühl. Zudem verfügt


MIGROS-WELT | MM25, 18.6.2018  67

Hans Willimann auf seinem Urdinkelfeld, von dem der Rohstoff für das Zentralschweizer Urdinkelbrot stammt.

Urabstimmung

Resultate der Urabstimmung 2018 Liebe Genossenschafterin, lieber Genossenschafter Sie haben sich in grosser Zahl an der diesjährigen Urabstimmung beteiligt, wofür wir Ihnen ganz herzlich danken. Insgesamt sind 50 928 Stim­m­ karten eingegangen, was bedeutet, dass 26,8 Prozent aller Mitglieder der Genossen­ schaft Migros Luzern sich die Zeit genommen haben, ihre Stimmkarte auszufüllen und in die Urne zu legen. Im Detail nahmen die Stimm­ berechtigten wie folgt an der diesjährigen Urab­ stimmung teil: Zahl der Stimmberechtigten: 191 410 Zahl der zustellbaren Stimmkar­ ten: 189 837 Die Jahresrechnung 2017 wurde wie folgt genehmigt: Ja: 48 625 95,48 % Nein: 676 1,33 % Leer: 1582 3,10 % Ungültig: 45 0,09 %

Aus Urdinkel entstehen bei der Migros Luzern auch AdRSpaghetti oder Toastbrot.

Urdinkel im Vergleich zu Weizen über den höheren Anteil an komplexen Kohlenhydraten, Fettsäuren, Nahrungsfasern und Eiweiss und eignet sich somit hervorragend zum Backen. Deshalb ist es naheliegend, dass die Migros Luzern daraus das feine Zentralschweizer Urdinkelbrot herstellt. Das Besondere: Vom Bauer über den Müller bis zum Bäcker finden alle Schritte der Wertschöpfungskette in der Zentralschweiz statt. So steht auch Urdinkel für Regionalität wie das «Aus der

Region. Für die Region.»-Label der Migros Luzern. Angebaut wird das widerstandsfähige Getreide nur im Einzugsgebiet einer Röllmühle – im Fall von Hans Willimann wird diese im benachbarten Rickenbach von seinem Bruder betrieben – nach strengen Auflagen der IG Dinkel, einem Zusammenschluss von Urdinkel-Produzenten. Ohne Röllen kein Dinkel

Man «röllt» den Dinkel, um die Körner vor dem Mahlen von den Spelzhüllen zu trennen –

Dreschen allein genügt nicht. Dieser guten «Verpackung» und dem anhaltenden Gesundheitstrend – mitgetragen von Gourmets und Spitzen­köchen – ist das Überleben des alten Getreides zu verdanken. Das vom Spelz fest umschlossene Korn ist gut vor äusseren Ein­­-­ wir­kungen geschützt, etwa vor plötzlichem Temperatursturz: «Ein Vorteil für die Saat, aber auch für die Reife in unserer eher rauen und niederschlagsreichen Gegend», findet Hans Willimann. MM

Die vorgeschlagene Ver­ wendung des Bilanzgewinns wurde wie folgt genehmigt: Ja: 47 520 93,31 % Nein: 1198 2,35% Leer: 2150 4,22 % Ungültig: 60 0,12 % Die Entlastung der Verwal­ tung wurde wie folgt genehmigt: Ja: 47 397 93,07 % Nein: 1385 2,72 % Leer: 2065 4,05 % Ungültig: 81 0,16 % Die Revisionsstelle konnte in stiller Wahl bis 2020 gewählt werden. In Zukunft wird weiterhin Pricewaterhouse Coopers AG, Zürich, für die Revision der Jahresrechnung der Migros Luzern zuständig sein.

Wir danken Ihnen herzlich für das Zeichen Ihres Vertrauens. Genossenschaft Migros Luzern Die Verwaltung


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Leben MM25

Umfrage

Mögen Sie Schnittblumen? Ja, aber sie sind zu teuer. Ich lasse sie mir gern schenken.

42%

Sehr! Ich habe immer welche zu Hause. 1, 2 oder 3?

Monica Müller (43) hat zwei B ­ uben, ­einen Mann, einen Job, ­einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Der Grosse (7) und der Kleine (2) sind abends immer sehr dreckig. ­Selten frage ich nach, warum. Doch an diesem Tag sieht der Grosse aus, als hätte er sich im Schlamm gewälzt, und ich spreche ihn d ­ arauf an. Er berichtet, wie er sich mit vier Freunden auf die Erde gelegt habe, damit ein Biker mit seinem Velo über sie springen konnte. Ich bin e ­ ntsetzt: Kleine Kinder als Hindernisse missbrauchen? W ­ as, wenn der Fahrer auf sie gestürzt wäre? Und so hole ich aus mit der Moral­ keule. Im Leben sei es wichtig, Nein sagen zu können. Man müsse auf sein Bauchgefühl hören und wenn nötig auch gegen den Strom schwimmen. Fehle der Mut dazu, könne man sich auch ohne W ­ orte aus dem Staub machen. «Und», frage ich zum Schluss, «hast du ­verstanden, was ich meine?» Der Grosse nickt. «Mein Bauch­gefühl hat mir gesagt: Mach das! Das ist cool.» Und jetzt? 1   Ich zeige ihm Youtube-Filmli von Velofahrern, die schlimm stürzen. 2   Ich verbiete ihm solche und ähnliche Aktionen per sofort. 3   Ich vertraue auf das Bauchgefühl des Grossen, auch wenn es mich in diesem Fall

40%

Am liebsten im Garten oder in der freien Natur.

17%

Ich bevorzuge andere Dekos.

1% 181 Abstimmende

nicht überzeugt.

Eine Umfrage von

Antwort 2: Wenn die schöne Rede, die ich geschwungen habe, so überhaupt nicht die beabsichtigte Wirkung erzielt, gibt‘ s nur noch eins: ein klares Verbot. Schliesslich will ich dem Grossen üble Verletzungen wenn möglich ersparen.

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Das Bauchgefühl


74  MM25, 18.6.2018 | LEBEN

Unterwegs mit Tieren

On Tour mit Rocky

Manchmal können oder wollen Rocky, Mauzi und Co. nicht ins Tierheim. Wer sein Haustier deshalb auf Reisen mitnimmt, sollte ein paar Dinge beachten – medizinische, rechtliche und praktische. Text: Martina Frei

1 Mio. Tiere rund fliegen pro Jahr ab oder nach ­Zürich, wenn man alle – inklusive Fische – ­einzeln zählt.

2500

Hunde starten oder ­landen jedes Jahr per Flugzeug in Zürich.

391

Franken zahlt ein ­Hundebesitzer, wenn sein Schäferhund im Laderaum nach New York fliegt.

5

Hunde sind am Flug­ hafen Zürich als «tierische Vielflieger» bekannt.

Quellen: Flughafen Zürich AG, Swiss

M

Schon Hundewelpen vorbereiten

Vielreisende Hundehalter bereiten am besten schon den Welpen vor: Findet das Tier in der Transportbox in der Stube hie und da ein ­Leckerli, wird das Behältnis attraktiver. Ratsam ist auch spielerisches Maulkorbtraining. Für den Zoll brauchen Katze, Hund und Frettchen mindestens einen sogenannten Heimtieraus­ weis vom Tierarzt, einen Mikrochip und eine Tollwutimpfung. Manche Fluggesellschaften nehmen wegen möglicher Atemnot keine kurznasigen Hunde im Frachtraum mit. Bei der Swiss dürfen in der Kabine nur Hunde und Katzen mitfliegen, die mit Transporttasche maximal acht Kilo wiegen und nicht stören. Meist dürfen Blindenhunde und solche, die «emotionale Unterstützung» leisten, in die Kabine. Passagiere in den USA nahmen mit diesem Argument auch schon ein Känguru, Schwein oder Minipferd mit. MM

So reist Rocky problemlos

Allgemeine Tipps • Das Tier im Hotel, bei der Fluggesellschaft, dem Fährunternehmen und dem Mietwagenverleih frühzeitig anmelden und nach den Bedingungen fragen • Schmusedecke oder ­Lieblingsspielzeug mitnehmen • Bei Halsbandträgern «Ferien-Identifikationsmarke» mit Adresse der Unterkunft und Telefon neben der normalen ­Marke am Halsband ­befestigen • Foto des Tiers sowie eins vom Halter zusammen mit dem Tier ­mitnehmen. Im Fall eines Rechtsstreits kann man so beweisen, dass einem das Tier ­gehört. • Eventuell zusätzlich zur Schliessvorrichtung der Box ein Vorhängeschloss verwenden

Mit dem Auto • Kurz vor der Abfahrt nicht mehr füttern, ­regelmässig frisches ­Wasser anbieten • Vorschriften zur Sicherung des Tiers beachten. Eine Box empfiehlt sich auf jeden Fall. • Sonnenschutz montieren

• Regelmässig Pausen ­einlegen, dabei das Tier sichern • Tier nie allein im Auto ­lassen, der Wagen kann innert Minuten zum töd­ lichen Backofen werden. • Tiere, die bei der Fahrt oft den Kopf aus dem Fenster halten, können eine Augenentzündung bekommen.

Mit dem Flugzeug • Genügend grosse Transportbox mit überstehender Kante an den Seite besorgen – damit nicht eine andere Box die ­Luftlöcher verschliesst. • Direktflug buchen; fliegt das Tier im Frachtraum, Flug so wählen, dass die Temperatur am Boden bei Wartezeiten angenehm ist. • Auf Beruhigungsmittel für das Tier verzichten. Zusammen mit Stress und niedrigerem Luftdruck im Flugzeug droht ein Kreislaufzusammenbruch oder gar der Tod. • In einer Plastikhülle ­Ko­pien aller wichtigen ­Papiere auf die Box k­ leben. Dazu Koordinaten des Tierhalters und die eines Freundes. Alles Wichtige zum Tier notieren.

Bild: Getty Images

Zahlen

al eben schnell nach New York oder an die Costa Brava? Mit Haustier geht das nur gut vorbereitet. ­Andernfalls droht ein Fiasko wie bei Kater Ozzy: Dieser befreite sich auf einer Flugreise im Laderaum aus seinem Käfig. Zehn Mal flog Ozzy unbemerkt die Strecke London– Katar, bis er, völlig entkräftet, entdeckt wurde. Mit auf Reisen nehmen kann man theore­ tisch jedes Haustier – in den meisten Fällen sind es Hunde. Verhaltenstierärztin Maya Bräm rät davon ab, Katzen auf Reisen mit­zunehmen. Und Flugreisen mit Tieren sollten nur unter­ nommen werden, wenn unbedingt nötig. Auch Markus Trüssel, Tierarzt in Brem­ garten AG, ist kritisch: «Ist ein Tier bereits sehr gestresst, sollte man ihm keine Reise zumuten.» Vorsicht auch vor Erregern im Ausland: 2011 brachten Kaninchen aus Frankreich die tödliche Kaninchenpest mit. Wie man im Ein­ zelfall am besten vorbeugt, weiss der Tierarzt.


LEBEN | MM25, 18.6.2018  75

Wichtige Adressen

Diese Anlaufstellen wissen Rat Behörden, Formulare Sicherstellen, dass das Tier wieder in die Schweiz einreisen darf; Tierarzt und das ­Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und ­Veterinärwesen (BLV) geben Auskunft. Konsulate der Reiseländer kontaktieren

Detaillierte Infos für das Reisen mit arten­ geschützten Tieren (etwa Papageien) beim BLV einholen

• Saugstarke Unterlage in der Box befestigen • Gut lesbar in mehreren Sprachen auf die Flugbox schreiben, dass ein lebendes Tier darin ist

Mit dem Zug • Bei Fahrten ins Ausland abklären: Darf das Tier mit in den Zug? Die SBB etwa transportieren keine Tiere als Fracht. • Nach dem Ticketpreis fragen. Kleine Tiere fahren in der Schweiz gratis, andere zahlen den halben Preis.

Mit dem Schiff • Je nach Gesellschaft ­müssen Tiere in den ­Laderaum. • Vorsicht bei scharfkantigen Treppenabsätzen!

Medizinisches • So früh wie möglich mit dem Tierarzt über die R ­ eise sprechen • Trinkwasserbehälter für unterwegs mitnehmen • Schattenplätze an der Destination suchen • Trinkwasserverfügbarkeit

abklären (zum Trinken und zum Duschen nach Salzwasserbädern) • Zecken- respektive Insektenschutz einpacken • Tierreiseapotheke ­zusammenstellen • Frühzeitig Informationen über Krankheiten an der Destination wie Kaninchenpest (Myxoma­ tose), virale hämor­ rhagische Krankheit (VHK), ­­Herz- und Augenwurm und Leishmaniose einholen. Mögliche ­Prävention ­einleiten.

Die (Hunde-) Nase im Wind? Ja, aber nicht zu lang. Sonst droht eventuell eine Augen­ entzündung.

Adressen und Links: • Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und ­Veterinärwesen: Blv.admin.ch • Schweizerische ­Vereinigung für ­Kleintiermedizin: ­Kleintiermedizin.ch • Kleintierpraxis Obersee-­Praxis in ­Altendorf SZ: ­Obersee-praxis.ch • Inter­nationale Luft­ verkehrsvereinigung: Iata.org Achtung: Fluggesellschaften können ­weitere Regelungen ­erlassen.

Informationen der SBB zu Hunden: Sbb.ch/de/abos-billette Reisesprechstunde am Tierspital der ­Universität Zürich ­jeden Freitag unter Telefon 044 635 81 12


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Tipps

Schön langsam • Gemächlicher Aufstieg. Ab 2500 Höhenmetern braucht der Körper Zeit, sich anzupassen. Deshalb Aufstiegsgeschwindigkeit anpassen. • Gute Vorakklimatisation ist ebenso wichtig um Höhen beschwerdefrei zu tolerieren. • Ausreichend ­essen und trinken, um ein Energie- oder Flüssigkeitsdefizit zu vermeiden. Dünnere Luft: Bergsteiger auf einer Hängebrücke des Klettersteigs am Piz Trovat oberhalb von Pontresina GR.

Gesundheit

Kein Stress am Berg Im Sommer zieht es viele Wanderer in die Berge. Ab einer gewissen Höhe können ­gesundheitliche Probleme auftreten, denen man mit einem verlangsamten Aufstieg und ­einer angemessenen ­Vorbereitung b ­ egegnet – damit das Vergnügen nicht getrübt wird. Text: Christoph Dehnert

Bilder: Arno Balzarini/Keystone, zVg

F

ür viele von uns ist es kein Problem, auf über 2500 bis 3000 Metern Höhe zu wan­ dern. Doch bei manchen können diese Höhenlagen zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen führen. Die ­Fachleute sprechen dann von einer akuten Bergkrankheit. Die Symptome beginnen nicht sofort, sondern erst nach ein paar Stunden in der Höhe. Wir wissen zwar, dass diese Störung mit dem geringeren Sauerstoffangebot in der Höhe zu tun hat, verstehen aber den auslösenden Mechanismus noch nicht ganz. Zudem gibt es keinen Test, der eine mögliche Höhenkrankheit voraussagt. Gesichert ist nur, dass jemand, der schon mal an Höhenkrankheit gelitten hat, mit grosser Wahr­ scheinlichkeit unter vergleichbaren Bedingungen wieder von ihr heim­ gesucht wird. Auch höhenempfindliche Menschen können diese Komplika­

tion meistens verhindern. Vieles ist nämlich eine Frage der Vorberei­ tung und Akklimatisierung. Zu vermeiden ist ein schneller Aufstieg, vor allem ab 2500 Metern Höhe. Die Erfahrung zeigt, dass jede zweite Person, die schnell auf über 4500 Meter steigt, an akuter Höhenkrankheit leiden wird. Bei Kopfweh absteigen So sollte man ab 2500 Metern Höhe wenn möglich nicht mehr als 300 bis 500 Höhenmeter pro Tag hin­

auf. Treten Kopfschmerzen oder andere bekannte Symptome der Bergkrankheit auf, sollte man nicht weiter aufsteigen. Kopfschmerzen kann man in dieser Situation mit den gleichen Medikamenten behandeln, die man auch im Tal verwendet. Reicht dies nicht, kann ein Tag ohne weiteren Aufstieg notwendig sein. Und wenn die Symptome anhalten, muss man 500 bis 1000 Meter absteigen. Die akute Bergkrankheit ist in der

Regel harmlos. Bergsteiger können jedoch von zwei schwereren Erkrankungen heimgesucht ­werden. In seltenen Fällen kann sich bei längerem Aufenthalt in ­grösserer Höhe ein Hirnödem ­entwickeln, das aus einer Ansamm­ lung von Flüssigkeit im Gehirn besteht. Wer davon betroffen ist, verliert seine Urteilsfähigkeit, schläft dauernd ein und kann nur schwer geweckt werden. Ebenfalls nach längerer Zeit in grösserer Höhe kann ein Lungen­ ödem auftreten. Dann ist die be­ troffene Person bei geringster Anstrengung oder sogar im Ruhe­ zustand ausser Atem. Haben Sie eine dieser beiden Erkrankungen im Verdacht, gibt es nur eins: so schnell wie möglich um mindestens 1000 Höhenmeter abzusteigen. Nur wenn man ­recht­­­­­­­­zeitig handelt, lassen sich ­bleibende Schäden meist ver­ meiden. MM

Dr. med. Christoph Dehnert, Allgemeine Innere Medizin, ­Kardiologie FMH, Sportmedizin DGSP, Medbase Zürich Löwenstrasse

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iMpuls-Lesetipp

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Stadt, Land, Stutz

Illustration: Rinah Lang

Cristiano und die Schüler

Lisa Stutz (24) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.

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«Sind Sie Türkin? Italienerin? Albanerin?» 15 Kinder stehen um mich herum und ­versuchen, meine Nationalität zu erraten. Ich muss sie enttäuschen. «Ich bin Schweizerin», sage ich, nachdem wir die halbe Weltkarte durchhaben. «Aha, wie Frau Tanner», sagt ein Junge, er ist Portugiese. Frau Tanner ist seine Lehrerin und eine Freundin von mir. Mit ihrer Primarklasse nimmt sie an meiner ehemaligen Schule gerade das Thema Zeitungen durch. Ich soll den Kindern heute etwas über Journalismus erzählen, sozusagen als lebendes Beispiel.

mehrstimmig auf. Ich frage mich: War die Herkunft bei uns damals auch so wichtig?

Bevor es losgeht, sind die Nationalitäten immer noch das Topthema. «Was denken Sie, wo meine Freundin herkommt?», fragt ein Mädchen und zeigt auf ihre asiatisch aussehende Klassenkameradin, die als wandelnde Geografieprüfung herhalten muss. «Keine Ahnung», sage ich. Thailand, klärt man mich

Es war also schon bei uns ein Thema. Aber wie schaffe ich jetzt den Sprung zum Journalismus? Ich zwinkere dem Portugiesen zu und frage die Klasse: «Wenn Cristiano Ronaldo den Klub wechseln würde – wo würdet ihr das lesen?» Alle horchen gespannt auf. Es ist halt so: Fussball verbindet die Nationen. MM

Heute liegt der Ausländeranteil im Dorf bei knapp 40 Prozent. Vor ein paar Jahren war er etwas tiefer, aber auch ich ging mit Ägyptern, Griechen und Mazedoniern zur Schule. Oft fand ich es doof, einfach nur Schweizerin zu sein – ein Viertel Holland oder so hätte mir schon gereicht. Meine Cousinen, die in der Nachbargemeinde aufwuchsen, drückten hingegen nur mit Schweizern die Schulbank. Von Dorf zu Dorf gab es grosse Unterschiede.

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«Ich heisse Max und bin elf Jahre alt. Bei den D-Junioren vom FC Rotmonten in St. Gallen spiele ich Innenverteidiger. Angefangen habe ich als Aussenverteidiger. Mein Vorbild ist Tranquillo Barnetta. Wenn ich ihn eines Tages treffen könnte, würde ich ihn fragen, ob er mir seine Tricks beibringt. Und warum er so schnell dribbeln kann – oder wie er es schafft, gleich fünf ­Gegner auszuspielen.»

Kinder

«Ich esse Spinat, damit ich fit bin»

22 zu 2: So hoch hat Max mit seiner Mannschaft einmal gewonnen. Trotzdem weiss er: Als Fussballer muss man ein guter Verlierer sein. Der Hobbykicker sammelt Fanartikel und hat ein besonderes Nati-Trikot. Text: Nora Zukker Bilder: Gabi Vogt

Der Sport

Mein Hobby Ich gehe zwei Mal in der Woche ins Fussballtraining beim FC Rotmonten. Ganz wichtig ist mir, dass alle fair spielen und sich nicht gegenseitig beleidigen, auch wenn man einmal in der Verlierermannschaft ist. Wenn man konzentriert spielt und seinen Körper kennt, passieren nicht so viele Unfälle. Ich esse viel ­Spinat und gesunde ­Sachen, damit ich fit bin.» «Wenn du auch gern mit anderen Fussball spielst und es magst, oft im Freien zu sein, ­findest du beim Schweizer Fussballverband Klubs in deiner Nähe. Wer Fussball spielt, muss verlieren können und viel Teamgeist ­haben. Gewinnen geht nur mit den anderen zusammen. www.fcrotmonten.ch www.fussball.ch

«Ausser Fussball spiele ich auch Geige, und ich gehe seit meinem vierten Lebensjahr ein Mal in der Woche ins Aikido. Dort habe ich bereits den 6. Kyu. Im Aikido lerne ich, mich richtig fallen zu lassen. Das hilft im Fussball sehr: Ich habe mich bis jetzt noch nie wirklich schlimm verletzt.»

«Ich sammle viele Schleifen, Wimpel und Trikots. Besonders stolz bin ich auf ein Nati-Trikot mit der Unterschrift von Alain Sutter. Er hat uns in einem Ferienlager trainiert und die Libli verschenkt. Ich werde es bei jedem Schweizer Spiel tragen. Paninibilder habe ich schon alle und helfe nun noch den Geschwistern.»

«Zum Aufwärmen rennen wir immer. Dabei überkreuzen wir stets die Beine, so wie es die Appenzeller beim Jodeln machen. So geht es mehrmals das ganze Spielfeld hoch und wieder runter. Vor einem Match üben wir dazu natürlich noch einige Pässe und Schüsse. Ausserhalb des Sportplatzes trainiere ich Kondition, indem ich zusammen mit meiner Mutter immer mit dem Velo unterwegs bin.»


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Fragen und gewinnen!

Im Video: So entstehen Sommersprossen

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Jan Luca (10) aus Oberrieden ZH

Du hast einen witzig-frechen Jungen gezeichnet. Der gefällt mir. Ohne Sommersprossen sähe er nie so erfrischend aus. Bestimmt ist es einer, der in der Natur herumstrolcht. Ein Lausbub, der auf Bäume klettert. Ein Sommerkind! Die meisten «Märzentüpfli» bekommt man nämlich im Sommer. Nicht drinnen im Schulzimmer, nicht vor Bildschirmen, sondern draussen: in der Badi oder beim Fussball spielen. Im Winter treten Sommersprossen zwar auch auf,

allerdings nur schwach gefärbt, nur als vereinzelte Pünktchen und nur an Körperstellen, die nicht bedeckt sind – das sind wenige. Denn im Winter tragen wir mehr Kleider, etwa Skibekleidung. Sommersprossen heissen also so, weil sie im Sommer am stärksten in Aktion treten. Dann wirken die Pünktchen als natürlicher Sonnenschutz: Wenn Sonnenstrahlen auf die Haut gelangen, sammelt sich dort rötlichbrauner Farbstoff an: Melanin. Er macht die Haut braun. Das schützt

sie vor gefährlichen UV-Strahlen (trage dennoch Sonnencreme auf!). Bei hellhäutigen Leuten kommt es häufiger vor, dass sich das Melanin statt gleichmässig verteilt eben gepunktet zeigt. Früher wurde man wegen «Märzendreck» gehänselt. Heute schminken sich manche Frauen falsche Sommersprossen auf. Diese trendigen «Fake Freckles» gibts auch im trübsten Winter. Selbst für Stubenhocker. MM * Hast du eine Frage zu einem aktuellen Thema? Mail: kinderfragen@migrosmedien.ch

Eine Mutter erklärt die Welt: Journalistin ­Gabriela Bonin (50) beantwortet ­Kinderfragen.

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Tag 1 Zürich > Moskau Flug nach Moskau. Transfer zur Excellence Katharina. Tag 2 Moskau Stadtrundfahrt* in der russischen Hauptstadt. Abendausflug in die prunkvollen Hallen der Moskauer Metro (Fr. 45). Tag 3 Moskau Heute besuchen Sie das wohl bedeutendste Bau- und Geschichtsdenkmal, den Moskauer Kreml*. Tag 4 Uglitsch In der ältesten und geschichtlich bedeutendsten Stadt an der Wolga besuchen Sie die Erlöserkathedrale und den Kreml von Uglitsch*. Tag 5 Jaroslawl Sie erreichen Jaroslawl, das zu den Städten des «Goldenen Rings» gehört. In der alten Kaufmannsstadt besichtigen Sie das Erlöserkloster und die Prophet-Elias-Kirche*. Tag 6 Gorizy Ausflug zum 10 km entfernten Kirillow-Belozerskij-Kloster*. Es wurde im Jahr 1397 vom Mönch Kirill gegründet und galt lange Zeit al ein wichtiges religiöses Machzentrum. Tag 7 Kishi Inmitten des Onegasees liegt die kleine Insel Kishi mit ihrer märchenhaften Holzkirche. Rundgang durch das UNESCOgeschützte Freilicht-Museum*. Tag 8 Mandrogi In Mandrogi erwartet Sie das etwas andere Russland – bodenständig und ländlich. Erleben Sie es mit traditioneller Musik und kosten Sie einen Schaschlikspiess*. Anschliessend durchquert die Excellence Katharina Europas grössten see, den Ladogasee. Tag 9 St. Petersburg Das «Venedig des Nordens» liegt im Mündungsdelta der Newa auf rund 100 Inseln. Stadtrundfahrt*. Besichtigen Sie im Anschluss die prachtvolle Parkanlage Peterhof (Fr. 62).

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Das Migros-Magazin und die Pilatus-Bahnen AG ­verlosen fünf Gutscheine für eine Steinbock-Safari auf dem Pilatus für je zwei Personen im Gesamtwert von 3000 Franken: 1 Übernachtung im Hotel Pilatus-­Kulm*** Superior, inkl. Viergangmenü am Abend, Führung durch ­einen lokalen Alt-Wild­ hüter und Bahnfahrt. Preisfrage: Welche Tiere nennt man auch Könige der Alpen?

Glücksgriff

Bild: Pilatus-Bahnen/swiss-image.ch

Auf den Spuren der Alpen-Könige Frühmorgens auf dem Pilatus. Noch ist es ruhig auf dem Berg. Eine Wandergruppe geht den Felsenweg entlang Richtung Tomlishorn. Plötzlich geht ein Raunen durch die Gruppe, und die Augen richten sich nach dem Finger des Alt-Wildhüters: Dort hinten reckt ein S ­ teinbock die Hörner in die Luft. Das frühe Aufstehen wird belohnt, denn die Steinböcke lassen sich kaum besser aus der Nähe beobachten als in den frühen Morgenstunden. Seit über 50 Jahren ist der Pilatus die Heimat der wagemutigen Kletterer, über 120 Steinböcke und -geissen leben hier. Unter der Leitung von Alt-Wildhütern aus der Re­gion erleben d ­ ie Safariteilnehmenden die einmalige Kolonie hautnah und erhalten uner-

wartete Einblicke in das L­ eben der wilden Berggänger. D ­ amit die ­Stein­bock-Safari noch vor dem Frühstück starten kann, findet die An­reise auf den Pilatus am Vorabend statt – per Luftseilbahn oder mit der steilsten Zahnradbahn der Welt. Ein Apéro mit anschliessendem Spaziergang sowie ein Viergangmenü und die Übernachtung im historischen Hotel Pilatus-Kulm stimmen auf das Abenteuer am nächsten Tag ein. Nach der Steinbock-Safari stärken sich die Teilnehmenden im Restaurant Pilatus-­ Kulm am reichhaltigen Frühstücksbuffet und lassen die Beobachtungen Revue passieren. Weitere Informationen: www.pilatus.ch/steinbocksafari

Das Migros-Magazin und die PilatusBahnen verlosen fünf Gutscheine für eine Steinbock-­Safari im Gesamtwert von 3000 Franken.

Teilnahme: • Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr. / Anruf) und nennen Sie die Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. • Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem ­Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer ­Adresse an die Nummer 920 (1 Fr. / SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt • Per Postkarte: Senden Sie eine Post­karte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Steinbock-Safari», ­Postfach, 8099 Zürich • Online: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Einsendeschluss: 24. 6. 2018 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-­ Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfach­ teilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei ­Mo­nate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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Wir danken dem Verlag für die freundliche Unterstützung dieses Inserates.

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LEBEN | MM25, 18.6.2018  91

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So nehmen Sie teil:

Tel.: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 TASTSINN, Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe

1. Wenn alles gut ist, ist alles in … W Margarine

M Butter

S

Konfitüre

I

fliegende Vokale

2. Wie wird ein literarisches Wort bezeichnet? E

A geflügeltes Wort

schwebender Satz

3. Ein unbestelltes Grundstück nennt man … N Bache

S

R Brache

Blache

4. Welcher Name bedeutet unter anderem «gutaussehend von Geburt»? A Kevin

U Thomas

E

Thierry

Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.6.2018, 24 Uhr

5. Wie heisst Puderzucker auf Italienisch? T

D Zucchero a bicicletta

Zucchero a velo

V Zucchero nebbia

Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

6. Woher stammt die Sängerin und Songwriterin Anna Känzig? O Grenchen

H Zürich

I

Basel

7. Wie nennt man eine japanische Strick- und Häkelkunst? L

O Amigurumi

Mangaminis

M Boshimanas

Auflösung Nr. 24: FUSSBALL

N Stazersee

Gewinner Nr. 23: Esther Schumacher, Zürich; Antoinette Hegglin, Basel; Felix Wiesner, Bottmingen BL

8. Welcher dieser Bergseen liegt am höchsten über Meer? G Crestasee

R Blausee

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Die Lösung ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1-5.

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Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Die Lösung ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1-5.

Paroli

R 2 4

3 5

Lösungswort:

Lösung: 1 2 1

2

3 3

4 4

Auflösung Nr. 24: ENKEL

1

AUFSEHER B EME I E RN CHARTRES DAUERTON ERU I EREN HURR I KAN KAREN I NA RESEARCH SERVER I N VORRECHT

Tel.: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem NamenRund Ihrer 1 Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 OSTEN, 2Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf 4 Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe 5

Lösung:

Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.6.2018, 24 Uhr

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So nehmen Sie teil:

5 5

1 2 4 Gewinner Nr. 23: Egon Vock, Kastanienbaum LU; 3 Mirjam Weiss, Wichtrach BE; Carolina Sonnekalb, Zürich

5

Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

3


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Meine Welt

«Ich liebe Süsses und kenne Diät nur als Fremdwort» Berglauf-Europameisterin Maude Mathys will am 1. Juli ihren Titel verteidigen. Die Waadtländerin trainiert mit ihren Kindern auf dem Trampolin und schwört auf Schoggi und Kuchen zur Lauf-Vorbereitung. Text: Reto E. Wild Bilder: Dominic Steinmann


LEBEN | MM25, 18.6.2018  95

1 Mein Trainingsgelände «Ich trainiere sechs bis zehn Mal pro Woche während insgesamt gut zehn Stunden und komme so auf maximal 130 Laufkilometer. Das ist für den Marathon wenig. Ich achte dabei auf ­Abwechslung, jogge mal im Flachen, mal im Wald oder in den Weinbergen.» 2 Mein Spielplatz «Dieses Trampolin hinter unserem Haus in Ollon VD wird von unseren Kindern praktisch täglich benutzt. Ich spiele mit ihnen und mache gleichzeitig meine Kraftübungen.» 3 Meine Familie «Mein Mann – er ist ein wenig fotoscheu – unterstützt mich zu

3

Name: Maude Mathys (31) Sternzeichen: Steinbock Lebenslauf: «Ich bin in Bern geboren und in Blonay VD aufgewachsen. Mit neun Jahren trat ich dem Leichtathletik-­ klub Care Vevey bei, mit 18 habe ich meinen Mann Jean-Marc (36) kennengelernt. 2010 schaffte ich es beim Berg­ lauf Tour Dents-du-Midi erstmals aufs Podest. Ein Jahr später brachte ich meine Tochter Charlotte zur Welt. Noch im selben Jahr gab ich meinen Beruf als Krankenschwester auf. 2014 wurde ich Schweizer Meisterin im ­Berglauf und Skitouren-Vizeweltmeisterin. Nach der Geburt von Timothé stieg ich 2017 wieder in den Sport ein. In Slowenien wurde ich Berglauf-Euro­ pameisterin, ebenfalls 2017 gewann ich den Murtenlauf (Bild). Am Zürich-Marathon 2018 siegte ich in der persönlichen Bestzeit von 2:31:16 Stunden.» 6

100 Prozent in meinem Sport. Ich wiederum versuche immer dann zu trainieren, wenn niemand zu Hause ist, sodass ich mehr Zeit für meine Familie habe.»

Bild: Peter Klaunzer/Keystone

4 Mein Zuhause «Wir haben uns 2009 ein Reiheneinfamilienhaus in Ollon gekauft. Ich mag es, weil es nicht zu gross ist. So brauche ich weniger Zeit fürs ­Putzen. Das Winzerdorf ist in der Nähe des Wallis, des Lac Léman und der Berge.» Mein Lieblingsprodukt «Die dunkle M-BudgetSchoggi mag ich sehr. In zwei Tagen verspeise ich eine ganze Tafel. Ich l­ iebe Süsses und kenne Diät nur als Fremdwort. Im ­vergangenen Jahr habe ich am Abend vor dem Jungfrau-Marathon drei Stück Kuchen gegessen.»

5 Meine Bücher «Ich koche sehr gern und sammle Rezepte, die ich dann auf meine eigene Art umsetze. Ich mag die leichte Küche, Butter ersetze ich durch Quark. Ich kaufe fast nie Brot, auch Joghurts, Müesli und Riegel stelle ich selbst her.» 6 Mein Gerät «Das Laufband ist praktisch, wenn man Kinder hat, und vorteilhaft, wenn es regnet oder Winter ist.» MM


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