Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny
MM25, 19.6.2017 | www.migrosmagazin.ch
Gewinnen Sie zwei Tage Erholung im «Helvetia Intergolf» in Crans-Montana Seite 101
Klimawandel: Was der Schweiz bevorsteht Seite 10 Vaterschaftsurlaub: Neuer Anlauf Seite 8 Geburtstagsinterview
Sängerin Francine Jordi wird 40: «Das fühlt sich gut an» Bild: Ephraim Bieri
Seite 26
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Editorial
Sieht aus wie eine Ente …
W Wissen Sie, was der Ententest ist? Habe ich bis vor Kurzem auch nicht gewusst. Der Ententest ist laut Wikipedia eine «Methode der analogen Begriffsbestimmung» auf Basis der von aussen sichtbaren Eigenschaften. Oder eben einfacher: Wenn etwas wie eine Ente aussieht, wie eine Ente schwimmt und wie eine Ente schnattert, dann darf man es auch als Ente bezeichnen.
Der Ententest kommt beim Klimawandel plötzlich zu Ehren. Bisher galt nämlich für viele als ausgemacht, dass es den menschen gemachten Klimawandel gar nicht gibt. Da praktisch jede klimatische Veränderung schon mal festgestellt wurde, ist ja quasi alles nur ein Wetterphänomen und kein Klimawandel. Wir dürfen also nichts gegen den Klima wandel machen, weil es den Klimawandel nicht gibt. Und da kommt eben die Ente ins Spiel. Wenn etwas wie ein Klimawandel aus sieht, wenn es wie ein Klimawandel die Erde schädigt – dann dürfen wir es auch als Klima wandel bezeichnen und bekämpfen. Wir können noch ein Dutzend Jahre ins Land gehen lassen, bis wir 100prozentig sicher sind, oder wir können anfangen zu handeln. So oder so: Die Lager in Sachen Klimawandel sind praktisch nicht mehr verrückbar. Wer nicht an die menschengemachten Klima schäden glaubt, lässt sich auch durch noch so viele Studien nicht mehr vom Gegenteil überzeugen. Statt Argumente als Entgegnung werden nur noch Schlagwörter verbreitet.
Schon heute wird in der Schweiz nach Möglichkeiten gesucht, besser mit den steigenden Temperaturen umzugehen. Von Forschern wie Joël Fisler, der unter anderem Methoden sucht, mit denen die künftigen extremeren Niederschläge in der Schweiz besser vorher gesagt werden können. Mit ihm und vielen seiner Mitstreiter hat sich die freie Journalistin Esther Banz unterhalten und einen eindrücklichen Bericht über die Arbeit an der Klimafront verfasst (Seite 10). Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch
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Menschen 8 Diese Woche
Grillplausch im Zeichen von Gemüse und Früchten
Die Volksinitiative «Für einen vernünftigen Vaterschafts urlaub» fordert 20 Tage Auszeit
77 Tierisch fruchtig
10 Kampf gegen Klimawandel Christophe Clivaz und Lionel Tudisco sorgen mit stadt planerischen Mitteln für ein besseres Mikroklima in Sion
78 Helfer für alle Fälle
17 Bänz Friedli
Wenn die Algorithmen einem seltsame Streiche spielen 20 Marcel Jäggi (52):
Softdrinkgenuss für eine bunte Kindersommerparty Damit schonen und stärken Sie Ihren Rücken 80 Sommerlich unterwegs
Sommerspass mit Schlauch boot, Sonnenschutz und Co.
Leben
Als er geboren wurde, war seine Mutter erst 16. Das finden heute beide wunderbar
83 Kolumne «1, 2 oder 3?»
23 Leserforum
84 Reisen: Malta
26 Interview
Francine Jordi wird 40 und fühlt sich wunderbar dabei
Migros-Welt 36 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News 49 Migusto
Ruck, zuck ein ganzes Poulet zubereiten: die Gelingmethode 65 Migros-Gastronomie
Restaurants und Takeaways stellen auf Café Royal um – auch der Umwelt zuliebe 66 John Fogerty kommt! Die USRocklegende («Proud
Mary») gastiert in der Schweiz 68 Bloggerkost
Drei Foodblogger präsentieren Menüs aus AlnaturaFavoriten 72 Von uns. Von hier. Bilder: Heinz Jucker, Samuel Trümpy, Jorma Müller, Christine Benz
74 Vegetarisches vom Rost
Excellence ist die JoghurtLinie für Geniesser: zu Besuch in der Produktionsstätte
Was tun, wenn der Sohn sich in Muttis «Job» einmischt? Weltkulturerbe, Geschichte, Gastfreundschaft: Die Insel hat jede Menge zu bieten 90 Gesundheit: MCS
Multi Chemical Sensitivity: Wenn Menschen auf alles überempfindlich reagieren 93 Brave New Girl
Über männliche Eitelkeit in Sachen BeachBody 95 Digital: Ferien online
Mit diesen Angeboten ist man im Ausland sicher im World Wide Web unterwegs 98 Kinder: Ausgewandert
Lana lebt in Brasilien – und verbringt jetzt ein halbes Jahr in einer Schweizer Schulklasse 101 Glücksgriff
Kurzurlaub im Aparthotel Helvetia zu gewinnen 103 Rätsel, Impressum 108 Cumulus 110 Meine Welt
Mike Bill von den Pedestrians
M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus
49
Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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Menschen MM25
Darauf freuen wir uns Oldtimer-Show Beim Schloss Coppet in der Waadt werden aus sergewöhnliche historische Auto mobile in Szene gesetzt. Concours d’Elégance, 23. bis 25. Juni. Mozart-Festival Die Weltelite
der klassischen Musik beehrt Andermatt vom 25. Juni bis 1. Juli im Rahmen der Swiss Alps Classics.
Unnützes Wissen
Prominente Paare
Mein Bild der Woche «Neulich besuchte ich mit meiner Familie das Freibad meiner
Regula Bührer Fecker (38) ist
Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommuni kation und zweifache Mutter.
Kindheit. In genau diesem Schwimmbecken habe ich vor rund 30 Jahren geplanscht, schwimmen gelernt und ganze Sommerwochenenden verbracht. Damals total zufrieden, auch ohne CustomizedPremiumPiratenschiff. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Man betont immer wieder, die Kinder von heute seien ständig überreizt, verwöhnt und dadurch leicht verzogen. Immer auf der Suche nach dem Nächstbesten, Neusten. Aber das Piratenschiff, das sah jetzt verdächtig nach dem Werk Erwachsener aus. Wer ist denn nun eigentlich Urheber dieser permanenten Dauerbespassung?»
Der Mann, der die englische Stimme von Mickey Mouse war, war mit der Frau verheiratet, die Minnie Mouse synchronisierte. Sophia Lorens Schwester war mit dem Sohn des italienischen Faschisten Benito Mussolini ver heiratet. Steffi Graf war
Hörprobe
Entschuldigung, was hören Sie gerade?
a) Ein Mixtape von einem befreundeten Saxofonisten b) Das Hörbuch «Elefant» von Martin Suter c) Radio Swiss Jazz
Auflösung: c) «Ich mag ruhige Musik und will über neue Songs informiert bleiben.»
Bilder: Michael Furman, Marco Zanoni, zVg
Nuno Encarnacao (64), Ingenieur, Ittigen BE
mal mit dem Bruder von Guido Westerwelles Lebensgefährten zusammen.
Julia Roberts liess Kiefer Sutherland kurz
vor der geplanten Hochzeit sitzen und brannte mit seinem Freund Jason Patric durch. Quelle: Stern/Neon
8 | MM25, 19.6.2017 | MENSCHEN
Vaterschafts urlaub: Sind Sie für den Ausbau?
www.migmag.ch/ umfrage
Volksinitiative
Via Vaterschaftsurlaub zur Gleichstellung Väter sollen nach der Geburt eines Kindes 20 Tage lang Zeit für die Familie haben: Diesen Sommer wird die Initiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub» eingereicht. Laut einer Studie ist das Anliegen in der Bevölkerung breit abgestützt. Text: Monica Müller
Umfrage Letzte Woche haben wir gefragt:
Soll man am Tatort gefundene DNASpuren nutzen? 81% Ja, ohne Einschrän kung. Hauptsache, man fasst den Täter (rasch). 15% Mit Einschränkung: Es braucht eine richter liche Anordnung. 4% Nein, die Gefahr von Irrtümern und Fehlschlüssen ist viel zu gross.
Zahlen und Fakten
89
Prozent der Schweize rinnen und Schweizer sind für einen bezahlten Elternurlaub.
Prozent befürworten eine Beteiligung der Väter am Elternurlaub, also einen Vaterschafts urlaub.
9
Monate sollte der Elternurlaub laut der Altersgruppe der 30 bis 44jährigen Männer dauern. Quelle: «Zweiter MenCare Report Schweiz», SIMG (Schweizerisches Institut für Männer und Geschlech terfragen), 2017
Als Vater unmittelbar nach der Geburt für das Kind da sein können: Dieses Elternzeitmodell rückt in greifbare Nähe.
M
ehr als 30 Vorstösse zu Vaterschafts- oder Elternurlaub hat das Parlament in den vergangenen zehn Jahren vom Tisch gefegt. Nun hat eine Allianz aus über 140 Organisationen 120 000 Unterschriften für das Anliegen gesammelt. Federführend waren der Dachverband der Arbeitnehmenden (Travail Suisse), der Familien (Pro Familia), der Frauen (Alliance F) und der Männer- und Väterorganisationen (Männer.ch). Diesen Sommer wird die Initiative «Für einen vernünftigen Vater-
schaftsurlaub» eingereicht. Das Modell sieht 20 Tage Vaterschaftsurlaub vor, flexibel beziehbar. Die Kosten belaufen sich auf 300 bis 400 Millionen Franken, würden alle Väter den Urlaub in Anspruch nehmen. Wie der Mutterschafts urlaub soll er über die Erwerbs ersatzordnung finanziert werden. Die Chancen stehen gut. Laut dem «MenCare Report» des Schweizerischen Instituts für Männer- und Geschlechterfragen fordern acht von zehn Personen in der Schweiz einen Vaterschaftsurlaub. Weder zwischen den Ge-
schlechtern noch zwischen den Generationen oder städtischen und ländlichen Gebieten gebe es grosse Unterschiede. Für Nicolas Zog g (35) von Männer.ch ist der Vaterschaftsurlaub ein zentrales Element der Gleichstellung. Er ermögliche es Vätern, von Anfang an Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen. «Vier Wochen Vaterschaftsurlaub sind sehr moderat», sagt er. Kathrin Bertschy (37) von Alliance F betrachtet den Vaterschaftsurlaub als einen ersten Schritt in Richtung einer längst fälligen Elternzeit.
Bilder: Blend Images/Getty Images, zVg
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MENSCHEN | MM25, 19.6.2017 | 9
Strassenumfrage
Kathrin Bertschy
«Mit dem derzeitigen Modell sind wir im letzten Jahrhundert stehengeblieben» Mit dem Vaterschaftsurlaub könn ten Väter gleich nach der Geburt fürs Kind da sein. Wie wichtig ist das? Ein Kind hat zwei Elternteile. Ist nur die Mutter da, wenn es zur Welt kommt, ist die Botschaft klar: Die Verantwortung wird ihr übertragen. Das ist ein überholtes Denkmuster. Beide sind wichtig, nicht nur nach der Geburt, auch später. Ändert ein Vaterschaftsurlaub etwas an den Rollenmustern? Die heutige Situation mit einer Mutterschaftszeit von 14 Wochen, einem Vaterschaftstag und der fehlenden Möglichkeit, die Kinderbetreuung in dieser ersten Phase auf beide Elternteile zu übertragen, ist für Betroffene unbefriedigend. Das Modell, das der Staat unterstützt, teilt den Geschlechtern klare Rollen zu: Die Mutter ist zu Hause, der Vater am Arbeitsplatz. Damit spuren wir sehr früh traditionelle Rollen ein. Ein Vateschaftsurlaub könnte die Weichen neu stellen. Der Vaterschaftsurlaub geniesst viele Sympathien. Politisiert das Parlament am Volk vorbei? In der Bevölkerung ist das Bedürfnis gross, Familie und Arbeit vereinbaren zu können und die Kinderbetreuung zu teilen. Diejenigen aber, die im Alltag damit konfrontiert sind, sind in der Politik untervertreten. Viele Parlamentarier leben eine traditionelle Rollenverteilung und können nur politisieren, weil ihre Frau den Haushalt schmeisst, die Kinder betreut und die Unterlagen für die Session bereitlegt. Sie sind wenig sensibilisiert und sagen sich vielleicht: «Ein Vaterschaftsurlaub kostet nur, früher ging das schliesslich auch ohne.» Die Kosten für den Vaterschafts urlaub werden viele abschrecken. Wie lassen sie sich rechtfertigen? Unser heutiges Modell verursacht auch hohe volkswirtschaftliche Kosten. Zwölf Prozent der Frauen würden gern mehr arbeiten, können diesen berechtigten Wunsch aber nicht realisieren. Diese Frauen sind im Alter
Was halten Sie von einem Vaterschaftsurlaub?
oder bei einer Scheidung häufig auf staatliche Unterstützung angewiesen. Die versteckten Kosten des heutigen Modells gehen gern vergessen. Wie profitiert die Volkswirtschaft, wenn Beruf und Familie sich besser vereinbaren lassen? Können beide Eltern vermehrt und früher wieder einer Erwerbstätigkeit nachgehen, entschärft das auch den Fachkräftemangel. Die zusätzlichen Steuer- und Versicherungseinnahmen entlasten den Staat und tragen zur Amortisierung der Ausbildungskosten bei. Wenn Frauen mehr arbeiten, sind sie im Alter oder bei einer Trennung weniger angewiesen auf Ergänzungsleistungen und Sozialhilfe. Die Unterstützungsleistungen für Familien betragen in der Schweiz 1,3 Prozent des Bruttoinlandpro dukts. Deutschland oder Dänemark geben mehr als drei Prozent aus. Warum werden Familien in der Schweiz weniger unterstützt? Die Schweiz fördert versteckt über das Steuer- und Sozialversicherungssystem das traditionelle Familienmodell. Punkto Chancengleichheit der Frauen auf dem Arbeitsmarkt und Vereinbarkeit werden Familien aber allein gelassen. Mit dem derzeitigen Modell sind wir im letzten Jahrhundert stehengeblieben. Es ist bei uns noch kulturell verankert, dass Kin der Privatsache sind. Arbeiten aber gut ausgebildete Frauen nicht, obwohl sie das möchten, betrifft das den Staat – unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft – sehr wohl. Sie gehen weiter als die Initianten des Vaterschaftsurlaubs und for dern eine Elternzeit von je 14 Wo chen für erwerbstätige Eltern. Eine ausreichend lange Elternzeit für diejenigen, die Erwerb und Kinderbetreuung aufteilen, stellt Väter und Mütter im Arbeitsmarkt und bei der Kinderbetreuung gleich – eine grosse Chance. Der Vaterschaftsurlaub ist ein wichtiger erster Schritt in Richtung längst fälliger Elternzeit. MM
Kathrin Bertschy (37) ist GLP-National-
rätin und CoPräsidentin von Alliance F. Die Ökonomin lebt in Bern.
Stephan Heeb (39), Schaler, Untersiggenthal AG «Ich bin absolut
dafür. Der Vater soll sich in die Familie einbringen und die Mutter entlasten können. Es ist für alle wichtig, dass die Betreuung gerecht aufgeteilt wird.»
Angus Fölmli (21), Bauzeichner, Immensee SZ «Ich bin dagegen.
Der Vaterschaftsurlaub ist zu teuer, Unternehmen können sich das nicht leisten. Es liegt einfach nicht drin, dass wir immer mehr freihaben.»
Tobias Tresch (23), Key Account Manager, Küssnacht am Rigi SZ
«Der Vaterschaftsurlaub ist eine gute Sache. Beide sollen sich ums Kind kümmern, eine Beziehung zu ihm aufbauen und auch arbeiten können.»
10 | MM25, 19.6.2017 | MENSCHEN
Klimawandel
Heisse Tatsachen
Auch wenn der US-Präsident nicht glauben will, dass der Mensch dafür verantwortlich ist: Das Klima verändert sich, und die Schweiz ist überdurchschnittlich davon betroffen. Hitze und starke Niederschläge bringen Mensch, Umwelt und Wirtschaft in Gefahr. Wie bereitet sich unser Land darauf vor? Eine Reise an verschiedene Brennpunkte. Text: Esther Banz
D
ie Fahrt führt tief in den Berner Jura. Meteo-Schweiz-Mitarbeiter Joël Fisler (44) ist unterwegs zur Psychiatrischen Klinik in Bellelay. Er begutachtet eine Regenmessstation der älteren Generation, und einer der Angestellten zeigt ihm die Regentagebücher: Seit 1864 haben Personen hier – und an anderen ausgewählten Orten in der Schweiz – von Hand die Niederschläge notiert. Das funktionierte all die Jahrzehnte zuverlässig. Aber dem Klimawandel ist diese manuelle Methode nicht
Bilder: Samuel Trümpy
gewachsen. Es braucht eine neue Generation von Bodenmessstationen, viele davon. Die geeigneten Orte dafür zu finden, war in den vergangenen Jahren Joël Fislers Aufgabe. Sie führte ihn in die hintersten Ecken und die entlegensten bewohnten Täler der Schweiz. Bei der Automatisierung geht es darum, mehr und verlässlichere Messdaten und -reihen zu erhalten, um künftige extreme Niederschläge besser und schneller vorherzusagen. So können die Kantone zum Beispiel bei Dauerregen ihre Aktivitäten besser auf-
einander abstimmen und Überschwemmungen eher vermieden werden. Im Umgang mit den Folgen des Klimawandels geht nichts ohne Klimawissen und Zusammenarbeit. Für die vielen notwendigen Anpassungen an das extremer werdende Wetter hat der Bund in den vergangenen Jahren den Boden bereitet, unter anderem mit 31 Pilotprojekten, die diesen Herbst abgeschlossen werden. Danach geht es mit den Anpassungen richtig los. Das CO2-Gesetz, das mit der Ratifizierung des Pariser Abkom-
MENSCHEN | MM25, 19.6.2017 | 11
1 Lionel Tudisco (l.) und Christophe Clivaz auf der Espace des Remparts mitten in Sion. Hier ist es dank Wasser, Bäumen und hellem Bodenbelag auch bei drückender Hitze angenehm kühl.
2
2 150 Jahre lang führten Freiwillige in der ganzen Schweiz Regentagebücher, wie in Bellelay im Jura. 3 MeteoSchweiz-
1
Mitarbeiter Joël Fisler untersucht in Bellelay, ob sich der bisherige Standort für eine Messstation der neuen Generation eignet.
mens komplett überarbeitet werden muss, bildet die gesetzliche Grundlage dafür. Die wichtigste Massnahme gegen die globalen Klimaveränderungen ist die massive Reduktion der Treibhausgasemissionen; 50 Prozent weniger gegenüber 1990 – so lautet das Ziel der Schweiz bis 2030. Begleitend dazu hat der Bund den Auftrag, Anpassungen an den Klimawandel zu koordinieren; denn auch wenn per sofort kein CO2 mehr ausgestossen würde: Grosse Veränderungen und künftige gefährliche Ereignisse sind bereits jetzt nicht mehr aufzuhalten. Die notwendigen Anpassungen sind zahlreich, denn die Schweiz ist als Alpenland überdurchschnittlich stark betroffen vom Klimawandel. Man rechnet mit einer Zu nahme von Extremereignissen. Neben den Starkniederschlägen sind es lange und heisse Trockenperioden im Sommer, die besonders Sorge bereiten. Bei lange andauern der Hitze stossen viele Menschen vor allem in Städten gesundheitlich an ihre Grenzen. 1000 Menschen starben im Hitzesommer 2003, vor allem Alte, chronisch Kranke und Kinder, 2015 waren es rund 800. Lionel Tudisco (32) ist Stadtentwickler bei der Walliser Kantonshauptstadt. Sein Büro befindet sich direkt neben der Espace des Remparts mitten im Zentrum. Junge japani
3
sche Pflaumenbäume spenden Schatten, auf dem lockeren Bodenbelag aus kleinen Steinen und hellblauen Glasperlen sprudeln Fon tänen, Menschen sitzen lesend auf steinernen Sesseln. Rundum ist es heiss, aber hier verweilt man gern. «Das kommt nicht von ungefähr», sagt Tudisco. «Ein ausgewachsener Baum kann die Wirkung von drei Klima anlagen haben.» Und auch das Wasser trage, zusammen mit dem hellen Bodenbelag, zum angenehmen Mikroklima bei. Überleben dank Wasser und Grün
In Sion sei es bedingt durch Asphalt und Beton im Sommer manchmal zehn Grad heisser als im Umland, erzählt sein Begleiter Christophe Clivaz (48). Der grüne Lokalpolitiker ist Assis tenzprofessor für Geografie und Nachhaltig keit an der Uni Lausanne. Als das Bundesamt für Umwelt vor mehreren Jahren sein Pilot projekt zur Anpassung an den Klimawandel lancierte und potenzielle Projekte suchte, wur de er schnell aktiv. Jetzt sind etliche Plätze der Stadt so umgestaltet, dass sie Hitze absorbie ren. «Vielen Leuten ist noch gar nicht bewusst, dass der Klimawandel stattfindet», sagt Lionel Tudisco, «und sie können sich nicht ansatz weise vorstellen, wie heiss es noch werden und wie das ihre Gesundheit belasten wird.» Die Stadt versucht, ihre Bürger zusätzlich mittels
Ausstellungen auf Plakatwänden zu sensibili sieren. Man wolle den Leuten aber nicht Angst machen, sondern sie positiv ansprechen: «Die Anpassungen, die wir vornehmen, sorgen für Lebensqualität in der Stadt, schon jetzt. Das verstehen und begrüssen fast alle», sagt er. Wasser und dafür viel mehr Grün auf Plät zen, Dächern, an Wänden: Das sind wesent liche Faktoren für die Lebensqualität in der heissen Stadt der Zukunft. Und angesichts der Todesopfer, die die Hitzesommer for dern, auch fürs Überleben. Dass asphaltierte Flächen aufgerissen und neu gestaltet wer den, ist ebenfalls eine wichtige Massnahme. Sie hat zudem nicht nur mit der Hitze zu tun, sondern auch mit der Überschwem mungsgefahr. Wasser soll möglichst ver sickern können. Mit ihren städtebaulichen Massnahmen will Sion auch die Privaten dazu motivieren, selber Anpassungen vorzunehmen, zum Bei spiel ihren Parkplatz zu bepflanzen oder das Hausdach zu begrünen. Denn es brauche auch ihren Beitrag, um die Stadt den neuen Bedin gungen anzupassen, sagt Lionel Tudisco. Auch Wälder müssen sich anpassen
Ein beliebter Rückzugsort für Hitzegeplagte ist der Wald. Wie wird er seine vielfältigen Funktionen wie Holzproduktion, Trinkwas
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Deutlicher Anstieg der Sommertemperaturen Abweichung der Temperatur des Sommerhalbjahres in der Schweiz vom langjährigen Durchschnitt (Norm 1961–1990) von 1864 bis 2016 2,5 2,0 1,5 1,0
n Jahre über dem Durchschnitt 1961–1990 n Jahre unter dem Durchschnitt 1961–1990
20-jähriges gewichtetes Mittel
0,5 0,0 –0,5 –1,0 –1,5 –2,0
1880
1900
1920
heimische Bäume an das zukünftige Klima angepasst sind. Eine mögliche Schlussfolgerung könnte sein, dass Samen von Fichten aus dem trocke nen Unterwallis sich für die Pflanzung im heute noch feuchteren Zürich eignen. Denn Ende des Jahrhunderts könnte das Zürcher Klima dem des Unterwallis entsprechen. «Unsere Modelle zeigen deutliche Unter schiede zwischen den drei Baumarten», sagt
1940
1960
1980
2000
Heiri, «die Fichte dürfte im gesamten Mittel land mit dem künftigen Klima nur noch an vereinzelten, feuchten Standorten zurecht kommen. Die Buche wird insbesondere in Regionen gefährdet sein, die heute bereits eher warm und trocken sind, etwa im Unter wallis und in Schaffhausen. Die Tanne scheint sich vom Klimawandel wenig beeindrucken zu lassen, ausser im Tessin, wo sie sich wohl in etwas höhere Lagen verschieben dürfte.»
Illustration: MeteoSchweiz
serfilter oder Schutzwald künftig erfüllen kön nen? «Es ist damit zu rechnen, dass es Fichte und Buche im Mittelland zu warm und zu trocken wird», sagt Caroline Heiri (40). Die Forstingenieurin widmet sich an der Eid genössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) der Frage, wie gut unsere drei Hauptbaumarten an das zukünftige Klima angepasst sind. Die heute wachsenden Bäume werden den Wald der Zukunft bilden und müssen mit den neuen Gegebenheiten zurechtkommen, um zu über leben. Heiri und ihr Team pflanzten Tausende von Fichten, Buchen und Tannen an einem Versuchsstandort und beobachteten ihr Wachstum. Die verwendeten Samen stamm ten aus verschiedenen Regionen der Schweiz. Je nach Standort haben sich die Bäume über Generationen an die lokal unterschiedli chen Temperatur und Niederschlagsverhält nisse angepasst, sodass Bäume der gleichen Baumart sich zwischen Regionen genetisch unterscheiden. «Dies zeigt sich etwa darin, dass die frostempfindlichen Knospen unter schiedlich früh aufrechen, je nachdem, von welcher Höhenlage die Samen stammen», sagt Heiri. Ein Ziel der mehrjährigen Studie war es, die ganze genetische Variationsbreite der untersuchten Baumarten in der Schweiz zu kennen. Daraus lässt sich ableiten, wie ein
MENSCHEN | MM25, 19.6.2017 | 13
Erderwärmung
Folgen für die Schweiz
Die Prognosen für die Schweiz im Jahr 2050
Am Klimagipfel in Paris 2015 einigten sich
die Regierungen auf ein Ziel: Die Erderwärmung soll auf unter 2 und wenn möglich 1,5 Grad gegen über der vorindustriellen Zeit begrenzt werden. Es wird in der Schweiz deutlich wärmer wer den als die zwei zusätz lichen Grad. Im Alpen raum steigen die Tempe raturen wie in der Arktis überdurchschnittlich. Die Klimaforscher rechnen mit plus 4 Grad, es könn ten aber au ch mehr sein.
www.migmag.ch/ klima
1 Urs Giezendanner (l.)
bespricht sich in der Surselva mit Curdin Maissen (Mitte) und Rino Caduff (r.): Aus einem ungenutzten Baggersee soll ein Bade- und Natursee werden.
2
2 In der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) lagern Samen, die Caroline Heiri aus Tannenund Fichtenzapfen gesammelt hat.
Hitze: In den Städten entstehen Hitzeinseln. Warme Winter: weniger Schnee, frühere Schmelze. Bergbahnen werden nicht mehr ren tabel sein. Niedergang des Wintertourismus. Hochwasser und Stark niederschläge gefähr den Siedlungen und Bauten. Grosse Städte liegen meist am Wasser. Wasserknappheit könnte zu Interessen konflikten führen. Durch das Abschmelzen der Gletscher verändert sich die Landschaft, und es gehen Wasserspeicher verloren. Trockenheit bedroht im Mittelland die Fichte. Tiere und Pflanzen können sich der schnellen Verän derung nicht anpassen. Permafrostböden tauen auf. Skilifte und La winenverbauungen ver lieren die Verankerung. Gefahr von Felsstürzen. CO2freie Energie statt fossile. Dafür ist eine anderere Infrastruktur nötig, etwa ein anderes Stromnetz. Wetterextreme: mehr Einsätze für Rettungs kräfte und Sicherheits dienste
3 Auf dem Versuchsfeld
des WSL in Birmensdorf ZH misst Heiri die Höhe jedes einzelnen gepflanzten Baums.
3
Heiris Arbeit, die viel Geduld erfordert, ist eins der 42 Projekte des Forschungsprogramms «Wald und Klimawandel» des Bundesamts für Umwelt (BAFU) und der Eidgenössischen Forschungsanstalt (WSL). Sie hilft, Grund lagen zu erarbeiten, damit Förster und Wald eigentümer bereits heute ihre Waldpflege auf künftige Bedingungen ausrichten können. Vorletzte Woche hat die Schweiz mit dem Entscheid des Ständerats das Klimaabkom men von Paris definitiv ratifiziert. Es verlangt von allen Staaten neben der Reduktion der Treibhausgase auch Anpassungen, damit man sich vorbereiten kann auf Veränderungen, die unabwendbar sind. Es geht darum, Öko systeme und Gesellschaften widerstands fähiger zu machen. Mit Caroline Heiris Baum forschungsprojekt, den hitzereduzierenden städtebaulichen Massnahmen in Sion oder mit der effizienten Niederschlagsfrühwarnung von Meteo Schweiz und weiteren Projekten, die Teil der Anpassungsstrategie des Bundes sind, ist die Schweiz gut unterwegs. Weniger Ski fahren, mehr baden
In der Surselva, einer Bündner Region, in der man stark vom Wintertourismus abhängig ist, haben sich regionale Akteure zusammen getan, um Ideen und Massnahmen zu er arbeiten. Urs Giezendanner (56), Leiter des
Büros für Regionalentwicklung, hat den Pro zess begleitet. «Ab 2050 wird es in Disentis, auf 1100 Metern über Meer gelegen, so warm sein wie heute in Chur. Klimaprognosen ge hen davon aus, dass es ab 2050 mit der Erwär mung noch schneller gehen wird», sagt er. An einem windigen Sommertag trifft sich Giezendanner in der oberen Surselva mit Curdin Maissen und Rino Caduff, um eine der vielversprechenden, dem Klimawandel ange passten Visionen für den regionalen Touris mus zu besprechen: Hier bei Sumvitg wird in wenigen Jahren der Rhein renaturiert – man will die Gelegenheit nutzen und gleich dane ben einen Natur und Badesee anlegen. Der Bauunternehmer aus dem Dorf und der pen sionierte RepowerManager aus Ilanz zeigen Pläne: Wenn die hitzegeplagten Menschen aus den Städten dereinst in die kühleren Berge flüchten werden, finden sie in Sumvitg einen idyllischen Ort zum Abkühlen. Der Region, so hofft man, böte der Ausbau des Sommer tourismus eine Zukunft. So soll der Natur und Badesee als Chance betrachtet werden. Fast zur selben Zeit, wie die Schweiz das Pariser Klimaabkommen endgültig ratifizierte, hat man in der Surselva für den «Lag Salischinas» einen Verein gegründet – ein kleiner Durch bruch für die Anpassung ans Klima auf lokaler Ebene, der in der Summe zählen wird. MM
Interview
mit SwissRe Manager Andreas Schraft, Seite 15
Quelle: BAFU, Bericht «Brennpunkt Klima Schweiz» und «Hitze und Trockenheit im Sommer 2015»
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Andreas Schraft
«Überschwemmungen werden ein grosses Thema sein»
Der langjährig tätige Risikomanager für Naturgefahren vom Schweizer Rückversicherer Swiss Re staunt darüber, wie salopp man in der Schweiz mit Risikoszenarien umgeht.
Welche Naturereignisse verursachen die teuersten Schäden? Erdbeben, tropische Wirbelstürme und Sturmfluten. In Europa auch Winterstürme, wie «Lothar» im Dezember 1999. Ausserdem Hagel und Tornados in manchen Regionen. Worauf stützen Sie Ihre Prognosen? Auf wissenschaftliche Arbeiten; wir lesen entsprechende Artikel und nutzen Messungen, die MeteoSchweiz und andere Wetterund seismologische Institute erstellen. Vor über 25 Jahren kam der erste wissenschaftliche Bericht des IPCC heraus, in dem stand, dass sich das Klima verändere. Das war relevant für unsere Arbeit. Wir sagten uns: Wenn das stimmt, müssen wir uns grundsätzlich überlegen, was das für uns heisst. Denn wir schauten für unsere Risikoabschätzungen bis dahin immer, was in der Vergangenheit passiert war, und zogen Schlüsse für die Zukunft. Dieses Vorgehen wurde plötzlich in Frage gestellt. Beürchteten Sie, dass klimabedingte Naturkatastrophen Swiss Re das Rückgrat brechen könnte? Nein, mir war klar, dass der Klimawandel kein lebensbedrohliches Problem für uns sein würde. Das heisst aber nicht, dass die Folgen des Klimawandels nicht ernst zu nehmen sind: Sie sind desaströs.
Bild: zVg
Aber nicht bedrohlich fürs Geschäft? Weil unsere Verträge immer nur auf ein Jahr abgeschlossen sind. Dass sich das Klima ändert, ist also für unser Geschäftsmodell nicht so wichtig. Aber für die Gesellschaft. Weil wir heute Entscheidungen treffen und Investitionen tätigen, die Auswirkungen weit in die Zukunft haben. Wenn ich heute ein Haus baue, steht es in fünfzig Jahren noch und das Klima wird dann fast garantiert anders sein. Ist dann der Boden unter dem Haus nicht mehr sicher? Ja, oder vielleicht steht es zu nah am Wasser. Ein grosses Thema werden hierzulande
Überschwemmungen sein. Andere Risiken sind Steinschlag und Felsstürze im Gebirge, weil der Permafrost auftaut.
betreibenden dort reden würde, wüssten garantiert viele nicht mehr, dass dieser Ort wieder überschwemmt werden kann.
Müssen Dörfer umgesiedelt werden? Ich kenne keines, bei dem das jetzt schon ein Thema wäre. Aber man wird bestimmt Ortschaften mit aufwendigen Massnahmen schützen müssen – und bei anderen zum Schluss kommen, sie aufzugeben.
Fatal. Ja. Und traurig, denn man könnte selbst an diesem Ort mit wenigen Massnahmen zukünftige Schäden verhindern. Zum Beispiel wenn die Elektroverteilerkästen und Heizungen statt im UG im 1. Obergeschoss wären. Oder die Türschwelle höher läge. Es gibt viele Möglichkeiten, Risiken zu reduzieren.
Wenn der Permafrost auftaut und Berge bröckeln: Sind dann nicht auch Stauseen gefährdet? Doch. Aber Stauseen sind speziell versichert, ähnlich wie Kernkraftwerke: Da gibt es nur begrenzt Haftpflichtdeckung. Man weiss, dass das in der Schweiz ein grosses Risiko ist; die Staumauern müssen künftig verstärkt auf ihre Sicherheit überprüft werden. Der Klimawandel trifft die Alpen besonders stark. Sind sich die Leute der Gefahren bewusst? Viel zu wenig! Ein Beispiel: 1993 gab es in der Schweiz grosse Überschwemmungen, Brig war betroffen, wo die Saltina über die Ufer ging und die Innenstadt mit Geröll überschwemmte. Ein paar Jahre später hatten wir eine Tagung mit Versicherern, um dieses Ereignis aufzuarbeiten und Lehren daraus zu ziehen. Auch der Gemeindepräsident von Brig war da; er hielt einen Vortrag, in dem er sich bei allen Versicherern dafür bedankte, dass sie die Schäden bezahlt haben. Zum Schluss erzählte er stolz, sie hätten gerade ein Stück Land eingezont, das damals überschwemmt war. Und er wisse schon, das werde wieder einmal überschwemmt, und dass er darauf zähle, dass wir Versicherer die Schäden wieder bezahlen würden, wenn es passiere. Denn dieses Land sei wichtig für Brig, es sei das einzige flache Stück, auf dem man noch Gewerbe bauen könne, und wenn die Bevölkerung dort bleiben solle, dann müsse man dort bauen. Der Gemeindepräsident kannte das Risiko? Ja, und jetzt kommt der zweite Punkt dieser Geschichte: Wenn man heute mit den Gewer-
Werden wir uns anpassen können? Der Mensch und die Natur sind anpassungsfähig. Aber nur in einer bestimmten Geschwindigkeit. Wenn sich das Klima zu schnell ändert, kommen wir nicht mehr nach. Wir können nicht schnell genug Hochwasserschutzdämme bauen oder uns darauf einstellen, dass es jedes Jahr einen Hitzesommer gibt und die Wasserversorgung dennoch sicherstellen. Dafür braucht es Investitionen und Zeit. MM
Andreas Schraft ist Special-Projects-Chef beim Schweizer Rückversicherer Swiss Re.
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Ihr Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise Fahrt mit dem komfortablen Extrabus an die italienische Blumenriviera. Nachtessen im Hotel.
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2. Tag – Unterwegs an der Côte d’Azur Heute unternehmen wir einen fantastischen Ausflug entlang der sagenumwobenen Côte d’Azur. Dabei geniessen wir zuerst das Flair von Nizza bei einer kurzen Stadtrundfahrt. Freuen Sie sich dabei besonders auf die lebendige Altstadt mit den typisch farbigen Häusern, den bekannten Blumenmarkt sowie auf viele hübsche Cafés, Restaurants & Boutiquen. Später führt uns eine herrliche Panoramafahrt entlang der berühmten Corniches bis nach Monaco. Hier entdecken wir die pittoreske Altstadt und tauchen in eine Welt voller Glamour und Lebensgefühl ein. Sie sehen den atemberaubenden Fürstenpalast (Aussenbesichtigung) und wandeln auf den Spuren Grace Kellys. Danach bleibt genügend Zeit für eigene Entdeckungstouren. 3. Tag – Rapallo & Portofino Entlang der ligurischen Küste fahren wir nach Rapallo mit seiner gepflegten Palmenpromenade. Von hier aus unternehmen wir eine fantastische Schifffahrt nach Portofino, dem Badeort der
Schönen und Reichen. Die bunten Häuser und das klarblaue Meer fügen sich zu einem Landschaftsbild zusammen, das schöner nicht sein könnte. Ein Bummel entlang der Schaufenster oder hinaus zum Leuchtturm ist ein ganz besonderes Erlebnis. Am Abend erwartet uns der Hotelier mit einem feinen Nachtessen im Hotel. 4. Tag – Cinque Terre Die fünf pastellfarbenen Dörfchen des UnescoWeltkulturerbe Cinque Terre kleben wie kleine Schwalbennester hoch über dem Meer. Wir fahren heute über die herrliche Panoramastrasse nach Manarola, einem typischen Fischerdorf der Cinque Terre. Nach der Besichtigung erwartet uns eine Bahnfahrt bis nach Vernazza, von wo aus wir mit dem Schiff nach Monterosso al Mare übersetzen. Geniessen Sie die herrliche Szenerie, die sich uns von Wasser aus bietet. Am Nachmittag geht es wiederum mit dem Schiff zurück nach La Spezia. Abschiedsessen im Hotel. 5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.
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MENSCHEN | MM25, 19.6.2017 | 17
L Bänz Friedli
Es muss nicht supergeil sein
Bild: Vera Hartmann
Liebes Migros-Magazin, wir müssen reden. Wenn ich auf eurer Website meine eigene Kolumne aufrufe, was ich zuweilen tue, um zu sehen, ob es Kommentare und Fragen zu beantworten gibt, scheint mein Text auf. Scrolle ich dann runter, sehe ich zuerst … Eben nicht die Kommentare, nein. Sondern die Rubrik: «Könnte Sie auch interessieren».
Bänz Friedli (52)
mag Happy Ends.
Und jedes Mal frage ich mich, wie ihr darauf kommt, was mich interessieren könnte. Zuallererst wird mir Ueli Steck vorgeschlagen. Kein Interesse, pardon. Dann: «Es war eine Riesenbefreiung». Nichts dagegen, dass dieses Magazin mitunter Themen aufgreift, von denen – wie soll ich sagen? – nicht gerade die Mehrheit der Bevölkerung betroffen ist. Aber nein, danke, ich verspüre nicht den Wunsch, mir, wie im Artikel beschrieben, ein gesundes Bein amputieren zu lassen. Die weiteren Vorschläge: Die Kolumne «In der Eltern-Sauna», in der Kollegin Bettina Leinenbach wort- und witzreich das Dilemma umschreibt, wenn Eltern manchmal ganz allein sein möchten, um … Dings … ähm … so Dinge zu tun, die Eltern nun mal tun (nicht zuletzt, um überhaupt Eltern zu werden), und dass dies mit Kindern im Haushalt schwierig sei. Okay, das kommt mir nicht unbekannt vor. Dann aber: «Drei klassische Paarprobleme», «Was hilft wirklich gegen Cellulite?» und der Artikel «Es muss nicht alles immer supergeil sein», in dem zwei
Sextherapeutinnen Auskunft geben. Sorry, aber woher wollt ihr wissen, ob ich diesbezüglich Beratungsbedarf habe? Ich weiss, was ihr sagen werdet: Niemand sei schuld. Algorithmen würden die Themenvorschläge bewirken. Aber wer, bitte, hat die programmiert? Und wer sagt euch, dass mir die Story «Die Reise in ein neues Leben» … Okay, die gefiel mir wirklich: Wie eine Schweizerin sich auf den ersten Blick in einen Isländer verliebte, zu ihm zog und glücklich wurde. Ich mag Happy Ends und vergiesse dazu im Kino stets verlässlich Tränen. Aber nachdem ich «Die Reise in ein neues Leben» nun schon drei Mal gelesen habe – könntet ihr, Verzeihung, eure Algorithmen bitte davon abhalten, sie mir erneut unter die Nase zu reiben? Merci. Das erinnert mich an die Werbebeiträge, die im Internet stets aufploppen, auf «meine Bedürfnisse» abgestimmt. Doch weshalb sollte ich, wenn ich im April nach Boston geflogen bin, schon wieder hinfliegen wollen? Was ich dort getan habe? Ein Frauenfussballspiel besucht. Frauenfussball bietet mir eure Website nie an. Obgleich das Migros-Magazin darüber berichtet hat: am 8. Juni 2015, ich hab nachgeschaut. Und weil ich den Artikel damals übersah: Könntet ihr ihn mir bitte das nächste Mal online vorschlagen? MM
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20 | MM25, 19.6.2017 | MENSCHEN
Marcel Jäggi
Das Glück mit der jungen Mutter Als Marcel Jäggi zur Welt kam, war seine Mutter noch ein Teenie. Mutter und Sohn finden das bis heute wunderbar. Beim gemeinsamen Zurückblicken stellen sie aber auch fest: Junge Eltern hatten es damals wohl einfacher als heute. Bild: Sophie Stieger
W
arum kommen bei denen die Grosseltern und nicht die Eltern?» Das fragte sich der kleine Marcel manchmal, wenn in der Schule Besuchstag war. Das war in den Siebzigerjahren. Marcel Jäggis Mutter war Anfang zwanzig, die anderen Eltern gut zehn Jahre älter. «Irgendwann», sagt Jäggi, «habe ich realisiert, dass es nicht die Grosseltern waren», sagt Marcel Jäggi (52), «sondern dass meine Eltern sehr jung waren.» Seine Mutter, Susanne Leimgruber, war 16, als Marcel zur Welt kam. Sie lebte damals mit Claudio Jäggi in Davos GR in der Wohnung von dessen Vater. Susanne Leimgrubers Mutter hatte das junge Paar dorthin geschickt, aus Angst, dass man ihnen in ihrem Wohnkanton St. Gallen das Kind nach der Geburt wegnehmen würde. Nachdem der Kindsvater seinen Sohn nach der Geburt amtlich anerkannt hatte, war diese Gefahr gebannt. Der 18-jährige Claudio Jäggi arbeitete in Davos als Mechaniker. Susanne Leimgruber hatte eine Stelle im Spital und ging abends zu ihrem Freund in die Wohnung. Das Baby wurde mangels Alternativen auf der Säuglingsstation liebevoll betreut. «Leider durfte ich es wegen der Krankheitserreger nicht aus dem Spital nehmen», sagt Leimgruber. Um dem Kleinen trotzdem frische Luft zu verschaffen, stellte die junge Mutter ihn manchmal mit Kinderwagen auf den Balkon. Trotz dieser umständlichen Lebensbedingungen waren die beiden
Die 16-jährige Susanne Leimgruber mit Baby Marcel.
Teenager glücklich, denn sie hatten sich das Kind gewünscht. «Eigentlich hätten wir zuerst heiraten wollen», sagt Susanne Leimgruber, «aber das durften wir nicht, weil ich noch nicht volljährig war.» Kaum war Marcel da, bekam das junge Paar eine Heiratserlaubnis. Die kleine Familie kehrte nach ein paar Monaten nach St. Gallen zurück, und kurz darauf kam Jacqueline zur Welt. Seine Eltern waren sehr entspannt
Entgegen aller Vorurteile hatten die jungen Eltern das Familienleben ganz gut im Griff. Die Mutter war inzwischen Hausfrau, der Vater verdiente das Geld als Mechaniker. «Sie legten viel Wert auf Ordnung, Anstand und Respekt», erinnert sich Marcel Jäggi, «uns verband immer ein klares Eltern-Kind-Verhältnis und nicht so etwas wie Freundschaft.» Und doch merkte er, dass seine Eltern etwas unbesorgter waren als andere. Er und
seine Schwester durften länger draussen bleiben als andere Kinder, allein in den Wald gehen, in den Ferien unbeaufsichtigt im Meer baden, schon im Vorschulalter abends allein zu Hause bleiben. Auch Letzteres organisierten die lebenslustigen Eltern eher unkonventionell: Sie setzten den Buben zum Beispiel ins Laufgitter und liefen so lange drumherum, bis dem Kleinen vom Zuschauen schwindlig wurde. Dann verschwanden sie. Marcel Jäggi lacht: «Meine Eltern waren definitiv entspannter als viele andere. Die hatten einfach noch nicht so viele Ängste.» Die Gspänli beneideten die Geschwister um ihre coolen Eltern. «Auch wir fanden das alles super», resümiert Marcel Jäggi. Dennoch wusste er schon bald, dass er sich mit der Familiengründung Zeit lassen würde: «Ich wollte nicht in jungen Jahren schon so viel Verantwortung tragen.» So wurde er mit 35 Vater, die Söhne sind jetzt 15 und 17. So locker wie Jäggis Eltern damals sind er und seine Frau nicht – «eher übervorsichtig», sagt Marcel Jäggi, «man macht sich mehr Sorgen, je älter man wird.» Seine Mutter (68) bestätigt: «Man hat einfach weniger Angst, wenn man jung ist.» Und sie räumt ein: «Früher ist auch nicht so viel passiert.» Zumindest habe man nicht immer alles erfahren. «Und», sagt sie zu ihrem Sohn, «du warst sehr verantwortungsbewusst.» Marcel Jäggi erinnert sich auch an die weniger vernünftigen Momente. Etwa daran, dass er einmal
Bild: zVg
Text: Yvette Hettinger
MENSCHEN | MM25, 19.6.2017 | 21
Promis mit TeenagerMüttern
www.migmag.ch/ teenie-mutter
Begegnen sich auf Augenhöhe: Susanne Leimgruber (mit Pudel Sueňo) und Sohn Marcel Jäggi trennen nur 16 Jahre.
im Winter ein Eisengeländer ableckte und mit der Zunge kleben blieb. «Es war normal, dass hie und da etwas passierte», sagt Susanne Leimgruber. Sie redete viel mit ihren Kindern, das verschaffte ihr Vertrauen. Und sie hörte gemeinsam mit ihnen Musik. «Radio 24 wurde damals grad gegründet», sagt Marcel Jäggi zu seiner Mutter, «weisst du noch, wie wir das gemeinsam verfolgt haben?» Allerdings mussten sie das Gerät abschalten, sobald sich der Vater näherte. Er mochte dieses moderne Zeugs nicht. Der wortkarge Mann verstand es auch nicht, als der jugendliche Marcel um jeden Preis die Adidas-Turnschuhe haben musste, die gerade in waren. Die Mutter verstand das und besorgte die Schuhe. Die Lebenslust, die Musik, die Gespräche: Was Mutter und Sohn verband, trennte die Eltern, und nach 17 Jahren kam es zur Scheidung. «Darüber konnte ich mit Marcel auf Augenhöhe sprechen», sagt Susanne Leimgruber. Heute noch bewegen sich Mutter und Sohn «auf ähnlichem Level», wie Marcel Jäggi sagt. Seine Mutter erzählt ihm manchmal, was sie im Internet entdeckt hat, oder sie tauschen sich über ihre Tablets aus. Und dann lernte die Mutter ihren inzwischen verstorbenen letzten Partner kennen: Er war 14 Jahre jünger als sie – gerade mal zwei Jahre älter als ihr Sohn. Für den war das irgendwie normal. «Bei meiner Mutter muss man mit allem rechnen», sagt Marcel Jäggi und lacht, «das habe ich immer gewusst.» MM
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MENSCHEN | MM25, 19.6.2017 | 23
Leserforum MM24: Interview mit Thomas Meyer «Ich lebe nicht, um Mühsames auszusitzen»
«Durch Beziehungsarbeit entstehen Nähe und Verständnis» Autor Thomas Meyer hält wenig davon, in einer unglücklichen Beziehung auszuharren.
Es geht auch anders, als Thomas Meyer es vorschlägt. Partner in einer Beziehung verändern sich. Das bedeutet, sich gegenseitig immer wieder zu entdecken, neu anzuneh men und zu lieben. Durch diese Beziehungsarbeit und die dabei nötige Kommunika tion entstehen Nähe und ge genseitiges Verständnis. Wenn ein Paar dazu bereit ist, ist es möglich, eine lange und glück liche Beziehung zu leben. Beat Zollinger, via E-Mail
«Trennt euch!» – von Lebenslügen. Das Interview mit Thomas Meyer macht Mut zur Ehrlichkeit. Tage, die auf Selbstbetrug basieren, sind wie Geschenke, die nicht aus gepackt werden. Brigitte Flückiger, via E-Mail
Bild: Dan Cermak
Als Vater verliert man bei einer Trennung fast immer. Und die finanziellen Folgen darf man dabei auch nicht vergessen. Ein Anwalt mit jahrzehnte langer Erfahrung hat uns jeden falls gesagt, dass es sich immer lohne, in die Beziehung zu inves tieren, denn der andere Weg ist eben nicht nur schmerzhaft, sondern auch sehr teuer. Peter Zurbuchen, via www.migrosmagazin.ch Ich habe den Artikel von Thomas Meyer mit Kopfschütteln gelesen, denn er entspringt einem typischen Nachachtund
sechziger, der nie gelernt hat (antiautoritäre Erziehung), was es heisst, Kompromissbereit schaft zu leben. Dabei gibt es eine einfache Maxime: Meine eigene Freiheit hört da auf, wo die Freiheit des Nächsten an fängt. Wer dazu nicht bereit ist, sollte nie eine feste Beziehung eingehen. René Picard, via E-Mail
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MM24: Garten Mehr Natur wagen
«Hausbesitzer pflegen ihre Umgebung zu Tode» Es bleibt zu hoffen, dass sich möglichst viele Leser die einfach umzusetzenden Anregungen zu einem naturfreundlichen Gar ten zu Herzen nehmen. Nach wie vor ist es eine verschwin dend kleine Minderheit, die Tieren und Pflanzen im eigenen Garten den nötigen Respekt entgegenbringt. Die Norm ist vielmehr, dass Hausbesitzer ihre natürliche Umgebung regelrecht zu Tode pflegen, damit der Rasen zur langweiligen, leblosen Fläche verkommt. Peter Schuppli, via E-Mail
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© 2017 The Coca-Cola Company.
Ich wünschte mir mehr Artikel darüber, wie Beziehungen ge pflegt werden, damit sie gelin gen. Die wären auch hilfreich für Herrn Meyer, denn offensicht lich muss er die Trennungen auch verarbeiten, was meist nicht schmerzfrei abgeht. H. Albisser, via E-Mail
Clever sparen mit Generika Das Schweizer Gesundheitswesen gehört zu den Besten der Welt – allerdings zum Preis von stetig steigenden Kosten und somit Krankenkassenprämien. Vor diesem Hintergrund werden qualitativ hochstehende Generika immer wichtiger. Allein die Firma Sandoz bietet etwa 200 verschiedene Generika aus vielen verschiedenen Therapiegebieten an. Und trotzdem wird noch in fast jedem zweiten Fall ein Original verkauft, obwohl es eine generische Alternative gibt. Dies möchten wir gemeinsam mit Ihnen ändern – erfahren Sie im unten stehendem Interview mehr über das Thema Generika und helfen Sie mit, clever zu sparen!
Was ist ein Generikum? Wenn ein Medikament das Patent verliert, darf davon eine günstigere Alternative angeboten werden – ein sogenanntes Generikum. Generika beinhalten die gleichen Wirkstoffe wie die Orignale und unterliegen auch den genau gleich strengen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen – allerdings mit dem grossen Unterschied, dass Generika durchschnittlich 25 % günstiger sind.
Rebecca Guntern, Geschäftsführerin der Sandoz Schweiz, informiert in folgendem Gespräch rund um das Thema Generika. Frau Guntern, wie geht es den Generika in der Schweiz? Generika haben in den letzten 10 Jahren deutlich an Akzeptanz gewonnen. Unser Branchenverband Intergenerika hat berechnet, dass dank Generika das Gesundheitswesen pro Jahr um eine Milliarde Franken entlastet wird – das sind rund 125 Franken pro Kopf! Somit leisten Generika jedes Jahr einen sehr wichtigen Sparbeitrag und sind ein bewährtes Rezept gegen steigende Gesundheitskosten. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung besteht aber noch beträchtliches Einsparpotential. Obwohl es in fast allen Therapiegebieten Generika gibt, wird in fast jedem zweiten Fall ein teureres
Original statt eines preiswerteren Generikum verkauft. Bei Sandoz Generika garantieren Sie ja einen Selbstbehalt von 10 % – was heisst das? Vielen Leuten ist es nicht bewusst, dass Sie 10 % der Medikamentenkosten selber zahlen müssen. Bei teuren Originalpräparten sind dies teilweise sogar 20 %. Der Selbstbetrag bei Sandoz Produkten liegt hingegen konstant bei 10 % – und das, obwohl unsere Produkte ohnehin schon günstiger sind. Das heisst, bei einer Umstellung helfen Sie nicht nur den Krankenkassen zu sparen, sondern können ihr Portemonnaie auch direkt entlasten.
Rebecca Guntern, Geschäftsführerin Sandoz Schweiz
Wo sehen Sie Möglichkeiten, um den Einsatz von Generika zu erhöhen? In erster Linie bei den Ärzten und Apothekern – am einfachsten ist es immer, wenn der Patient die Therapie bereits mit einem kostengünstigeren Generika beginnt. Und zweitens bei der Bevölkerung selber, in dem Herr und Frau Schweizer beim Arzt oder Apotheker aktiv nach Generika fragen. Die Ärzte, welche selber Medikamente abgeben dürfen, setzen übrigens bereits häufig Generika ein. Und auch der Apotheker darf eine Umstellung vornehmen, allerdings nur mit dem Einverständnis des Patienten. Deshalb ist es uns ein Anliegen, das Thema in der Bevölkerung noch besser zu verankern und die
Fragen Sie nach Sandoz Generika Patienten optimaler über ihre Möglichkeiten zu informieren. Welche Massnahmen trifft Sandoz konkret, um Generika weiter zu fördern? Wir haben in den letzten zwei Jahren eine Vielfalt von Massnahmen entwickelt, um den Generikaeinsatz in den Arztpraxen und in den Apotheken zu erleichtern. Ein wichtiges Element sind zum Beispiel die Teamschulungen in den Apotheken, bei denen der Fokus auf die Kommunikation mit dem Patient gelegt wird. In diesen Schulungen wird das Team konkret gefragt, auf welche Fragen es bei der Abgabe von Generika im Alltag stösst, um dann gemeinsam patientenorientierte Antworten und Lösungen zu entwickeln. Ein zweites zentrales Element ist eine verstärkte Information der Bevölkerung. Nebst dem Einsparpotential ist es hier auch wichtig, über die hohe Qualität von Generika aufzuklären. Generika werden teilweise immer noch als qualitativ schlechter wahrgenommen, weil sie günstiger sind. Diesen Mythos gilt es auszuräumen. Wie wird die Qualität von Generika sichergestellt? In der Schweiz gibt es hohe Anforderungen an die Qualität und Sicherheit von Arzneimittel seitens der Behörde. Jedes einzelne Generikum wird von der Schweizer Zulassungsbehörde Swissmedic überprüft, bevor es verkauft werden darf. Auch sind die Qualitätsanforderungen an Generika genau die gleichen wie für Originale. Für uns bei Sandoz bedeutet Qualität aber noch mehr als nur das Erfüllen von behördlichen Anforderungen – zur Qualität gehört bei uns beispielsweise
auch eine patientenfreundliche Verpackung und hilfreiches Informationsmaterial für Fachpersonen und Patienten. Jeder, der bereits über einen längeren Zeitraum Medikamente einnehmen musste, ist sich bewusst, dass eine Tablette allein noch nicht den Therapieerfolg ausmacht. Wichtig ist auch die Aufklärung rund um die richtige Anwendung der Arzneimittel seitens Fachperson und bei Bedarf auch weitergehende medizinische Informationen. Wir bieten deshalb auch hilfreiche Patientenbroschüren über Wissenswertes zu verschiedenen Krankheitsbilder an. Reden wir noch ein wenig über Sandoz – was sind Ihre Stärken? Die Stärken von Sandoz kann man in drei Punkten zusammenfassen: Erstens ist die Produktpalette sehr umfangreich und umfasst rund 200 verschiedene Generika in Originalqualität. Zweitens ist Sandoz eine Schweizer Firma, welche bereits 1886 gegründet wurde und zu Novartis gehört. Daher können wir auf langjährige Erfahrungen auf diesem Gebiet zurückblicken. Und drittens habe ich das beste Team der Welt – Sandoz wurde zum «Top Employer», also zum «Arbeitgeber des Jahres» in 2017 gewählt. Diese Auszeichnung hat uns natürlich sehr gefreut! Wie können unsere Leser aktiv dazu beitragen, das Einsparpotential von Generika in Zukunft zu erhöhen? Ganz einfach: Fragen Sie nach Sandoz Generika in Ihrer Arztpraxis oder Apotheke! Wo sonst bekommen Sie gleiche Qualität zu einem günstigeren Preis? Mit einem erhöhten Generikaeinsatz können wir unser Gesundheitssystem entlasten, ohne Qualitätseinbussen machen zu müssen.
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Zur Person Rebecca Guntern besuchte bis zur Wirtschaftsmatur die Schulen in Brig und studierte an den Universitäten von Bern und Basel Pharmazie. 2007 trat sie als Head of Sales Sandoz Schweiz, der Generika Division von Novartis, bei und übernahm 2008 die Geschäftsleitung. Von 2011–2015 sammelte sie internationale Erfahrung, zuerst als Geschäftsführerin von Sandoz Spanien & Zypern, danach als Head Commercial Excellence Western Europe, Middle East and Africa. Seit Juli 2015 leitet Rebecca Guntern Flückiger die Sandoz Gruppe BACH (Belgien, Österreich, Schweiz). Sie ist verheiratet mit Reto Flückiger und Mutter eines dreijährigen Sohnes.
Sandoz Pharmaceuticals AG Suurstoffi 14 Postfach 6343 Rotkreuz Tel. 0800 858 885 Fax 0800 858 888 www.sandoz-pharmaceuticals.ch
26 | MM25, 19.6.2017 | MENSCHEN
Francine Jordi
«Mein Glück hängt ganz allein von mir selbst ab» Sängerin Francine Jordi feiert ihren 40. Geburtstag. Ein Gespräch über die Midlife-Crisis, gescheiterte Liebesbeziehungen, ihren Marktwert als «Traumfrau» – und über Traummänner. Interview: Andrea Freiermuth, Dinah Leuenberger Bilder: Ephraim Bieri
MENSCHEN | MM25, 19.6.2017 | 27
Single mit Hund: Francine Jordi feiert ihren runden Geburtstag ohne Mann, Freund oder Kind – und ist ganz glßcklich damit.
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MENSCHEN | MM25, 19.6.2017 | 29
Francine Jordi, wie fühlt es sich an, 40 zu werden? Für mich war das eigentlich nie ein Thema, bis die Medien wissen wollten, wie sich das anfühlt. Dann habe ich überlegt, aha, 40? Einige Frauen haben dann eine Krise, Männer mit 50. Im Moment fühlt es sich bei mir aber gut an. Man sagt, die Midlife-Crisis komme, weil man mit 40 oder 45 realisiere, dass man nicht mehr alles machen könne, wovon man einmal geträumt habe. Warum nicht? Weil es für gewisse Dinge zu spät ist, etwa dafür, Militärpilotin zu werden. Das war mal ein Traum von mir. Aber Pilotin kann ich immer noch werden. Und ich habe mich damals bewusst dagegen entschieden. Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee, für die Armee zu fliegen? Ich hatte eine Wette abgeschlossen. Mein Gegenüber meinte, ich würde das nie schaffen. Zudem habe ich schon immer gern auf Knöpfen rumgedrückt. Wenn ich ein Knöpfchen sehe, möchte ich wissen, wie es sich anfühlt, wenn man es drückt. Zu Beginn waren wir 2000 Anwärter im Selektions verfahren, am Schluss noch 50. Das war für mich eine super Lebensschule. Ich kam an meine Grenzen, psychisch und physisch. Dann stand ich vor der Entscheidung: entweder Musik oder Fliegen. Wie haben Sie sich mit 20 das Leben vorgestellt? Eigentlich gar nicht. Mit 20 konnte ich mir nicht einmal vorstellen, dass ich mal vom Singen würde leben können. Das kam dann mit 21 wie ein Geschenk. Viele junge Frauen denken, sie werden mit 30 eine Familie haben. Ich habe schon auch gedacht, dass ich ver mutlich mal Kinder haben würde. Man wächst mit diesem Bild auf, die Gesellschaft trichtert es einem ein. Das ist jetzt nicht so, und es ist absolut okay. Ich habe nie einen ausgeprägten Kinderwunsch gehabt wie etwa meine Schwester. Sie hat immer gewusst, dass sie am liebsten eine ganze Fussball mannschaft hätte. Heute hat sie vier Buben. Ist Kinderkriegen noch ein Thema? Mein Glück hängt nicht von einer anderen Person ab – weder von einem Kind noch von einem Lebenspartner. Mein Glück hängt ganz allein von mir selbst ab. Ich habe im mer gesagt: «Äs chunnt, wiä s chunnt.» Ich muss nicht Mutter werden, um ein erfülltes und glückliches Leben zu haben. Und ich finde es auch egoistisch, wenn man sagt: Jetzt muss ein Kind her, sonst bin ich nicht
vollkommen. Es muss passen, und bei mir hat es bis heute nicht gepasst 2011 trennten Sie sich von Tony Rominger, um sich mit Florian Ast einzulassen – der Sie dann bald betrogen hat. Bereuen Sie nicht, dass Sie diese zehnjährige Beziehung so schnell beendet haben? «Schnell beendet» ist ein Mediending. Das hat man vielleicht so wahrgenommen. Man sagt, wenn eine Beziehung stimmt, wenn es für beide stimmt, kann man sich gar nicht anderweitig verlieben. Ich hätte vorher auch nicht gedacht, dass es möglich ist, doch es ist passiert. Nein, ich habe die Entscheidung nicht bereut. Weil ich auf mich selbst gehört habe und meinen Weg weitergegangen bin. Es gab auch hässliche Schlagzeilen: «Erfolg ohne Ende, aber privat läufts gar nicht. Desaster! Sie ist Single, und der einzige Freund ist ihr Hund» ... Ich habe so ein trostloses Leben (lacht schallend). Was lösen solche Worte bei Ihnen aus? Eben, ein Gelächter. Die Journalisten haben das Gefühl: zwei kaputte Beziehungen, kei nen Mann im Leben – die totale Versagerin. Und dann wird sie auch noch 40. Ich aber sehe darin eine zehnjährige wunderschöne Beziehung mit Tony, dann eine einjährige Beziehung mit Florian, in der ich sehr viel gelernt habe und die nicht nur schlecht war, überhaupt nicht. Liebe Leute, hört endlich auf zu sagen, eine Beziehung sei gescheitert, weil sie auseinandergeht. Einige haben wunderbare Kinder zusam men. Sie hatten super Jahre zusammen. Sie konnten gemeinsam wachsen und reifen. Und nur, weil sie am Ende nicht das ganze Leben miteinander verbringen wollten, sagt man, die Beziehung sei gescheitert. Das ist doch doof. Die «Schweizer Illustrierte» schreibt: «Francine Jordi ist für viele ein wahr gewordener Männertraum.» Sie haben auch schon ein Angebot vom «Playboy» erhalten. Man fragt sich, warum ausgerechnet Sie Single sind. Die Liebe ist ein Geschenk. Vielleicht dauert es etwas länger, bis die Liebe zuschlägt, wenn man selbst die Verantwortung für sein Leben übernimmt und weiss: Mein Glück hängt nicht von anderen, sondern nur von mir selbst ab. So vermisst man nichts. Haben Sie vielleicht zu hohe Ansprüche? Nein, überhaupt nicht. Aber mit 40 weiss man sicher eher, was man will und was nicht. Ich bin nicht auf der Suche. Es ist nicht so, dass ich ständig sage (theatralisch): Ig bruuuche itze ä Maa! Wenn er kommt, dann kommt er.
Francine Jordi bereut nichts: «Ich war schon immer eine Frohnatur.»
Sie schaffen es, immer alles ins Positive zu wenden. Wie machen Sie das? Ich bin nicht immer positiv. Auch ich ärgere mich und werde wütend. Dann lasse ich das zu, überlege allerdings sehr schnell, was an der Situation das Positive ist. Was kann ich mitnehmen? Warum ist es mir passiert? Gibt es etwas Positives, das Sie aus der Trennung von Tony Rominger mitnehmen konnten? Ich habe gemerkt, dass die Beziehung für mich nicht mehr stimmte. Schön ist, dass wir heute eine wunderbare Freundschaft pflegen – ein riesiges Geschenk, etwas extrem Positives. Und zu Florian Ast haben Sie ebenfalls noch Kontakt? Ja, aber weniger. Und auch da ist alles sehr im Reinen. Sie scheinen nichts zu bereuen und alles als Erfahrung zu betrachten. Wie findet man zu dieser Haltung? Ich war schon immer eine Frohnatur. Ich nehme mir da ein Beispiel an meiner Grossmutter: Sie sagte, man solle nicht eher schlafen gehen, bevor man dem Tag etwas Positives abgewinnen konnte. Sind das wirklich Sie, oder ist das einfach eine Fassade, die sie aufgebaut haben, um sich zu schützen? Das ist nicht gespielt. Das bin ich. Darf man im Showbusiness zeigen, wenn es einem nicht gut geht? Ein Künstler sollte nicht auf die Bühne ge hen, um den Leuten von seinen Problemen zu erzählen. Das ist nicht sein Job.
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Francine Jordi singt zum 40. ein Ständchen www.migmag.ch/ jordi
Was machen Sie, wenn Sie schlecht gelaunt sind? Dann ziehe ich mich eher zurück, gehe mit Theo spazieren. Gäu, Theo? (Wendet sich an den Labrador zu ihren Füssen) Und wenn sie ausgerechnet dann auf die Bühne müssen? Dann wäre es sicher einfacher, wenn ich mich irgendwo in ein Büro verkriechen könnte. Also schnippen Sie und zack! sind Sie gut gelaunt. Nein, nicht einfach zack!. Aber ich kann fokussieren. Die Zuschauer haben für die Show bezahlt, sie haben das Beste von mir verdient – und mein Job ist es, ihnen eine Freude zu machen. Haben Sie ein Ritual, damit Sie fokus sieren können? Ja, das habe ich natürlich vor jedem Konzert. Da mache ich mir meine Gedanken. Was überlegen Sie dann? Das muss nicht jeder wissen ( lacht). Man muss nicht alles verraten. Eine Art Meditation? Ja, aber lassen wir das mal so stehen. Erhalten Sie eigentlich immer noch so viele Heiratsanträge mit der Fanpost? Das ist immer noch so, ja. Offensichtlich bin ich trotz der 40 noch nicht ganz vom Markt ( lacht schallend).
Zur Person
Ein Leben für die Musik Francine Lehmann wurde am 24. Juni 1977 in Richigen BE in eine musikbegeisterte Familie hineingeboren. Als sie zehn war, bildeten ihre Eltern mit ihren drei Töchtern eine Gesangsgruppe. Später studierte Francine Gesang und Klavier am Konservatorium Neuenburg und nahm den Künstlernamen Jordi an. Die Bernerin hat neben 14 SchlagerCDs auch eine Swing-CD veröffentlicht und ist mit klassischer Musik aufgetreten. Neben ihrer Karriere als Sängerin ist sie seit über 15 Jahren auch als Moderatorin tätig. Francine Jordi heiratete 2009 den ehemaligen Radsportler Tony Rominger, den sie 2011 für den Mundartsänger Florian Ast verliess. Ihre gemeinsame CD stieg in der ersten Woche auf Platz 1 der Schweizer Hitparade ein. Ihren 40. Geburtstag feiert sie mit ihren Fans am 1. Juli im Rahmen eines Wandertags auf der Schynige Platte. www.jungfrau.ch/wandertag
Kontoauszüge waren auch schon dabei ... Ja, das ist tatsächlich kein Witz. Das ist mal passiert. Aber ich sage nicht, wer das war. Auch wenn einige Leute das nicht glauben: Es gibt tatsächlich viele Dinge in meinem Privatleben, die ich nicht erzähle. Wie würden Sie Ihren Traummann beschreiben? Welche Charaktereigen schaften sollte er haben? Das kann ich nicht sagen. Das Leben wird mir den schon vorbeischicken (schnippt mit den Fingern). Der muss halt so sein, wie er ist. Wir Frauen verspüren oft den Drang, die Männer zu verändern. Das bringt nichts. Ich würde mich auch nicht verändern wollen.
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Sie beten täglich. Könnten Sie sich in einen Atheisten verlieben? Keine Ahnung. Es könnte alles sein. Ich heisse doch nicht Mike Shiva ( lacht). Was erwarten Sie von einer Beziehung? Respekt, Harmonie und die nötige Freiheit. Zwischendurch vielleicht schon etwas Zoff – sonst wird es langweilig –, aber immer respektvoll. Und natürlich grosse Gefühle. Sie singen täglich von der Liebe und sind seit vier Jahren Single. Ist das nicht grausam? Das sind so lustige Fragen ( lacht). Nein, die Liebe ist doch das Schönste, was es gibt. Auch wenn Sie im Moment nicht hier ist? Ja. Egal, ob man Single ist oder in einer Beziehung lebt, man weiss doch, wie es ist, wenn die Schmetterlinge kommen. Die Liebe ist das Allergrösste, das wir auf dieser Welt haben. Als Sängerin bin ich Interpretin. Das Lied «I ha e Träne» singe ich nicht nur, wenn ich mich gerade trenne. Es gehört zu meinem Beruf, mich in verschiedene Situationen hineinzuversetzen und das so emotional wie möglich zu präsentieren. Ob das am Anfang, in der Mitte oder am Ende einer Liebe ist. Zu Beginn des Jahres sagten Sie: «2017 wird es einen Umbruch geben, und das nicht bloss, weil ich 40 werde.» Hat er bereits stattgefunden? Ich bin ständig im Umbruch ( lacht schallend). Aber es stimmt. Ich dachte schon immer, dass das Jahr 2017 speziell wird. Erzählen Sie mehr. Das ist mir zu privat. Jetzt wirds spannend. Vielleicht doch eine neue Liebe? Ja, wer weiss. Aber jetzt müssen wir zu einem Ende kommen. So haben Sie noch etwas zum Nachdenken ( kichert vergnügt). MM
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Migros-Welt MM24
Zahl der Woche
704
Mit einem Umsatz von 704 Millionen Franken im vergangenen Jahr ist Digitec der grösste Onlineshop der Schweiz. Das zeigt ein Ranking der Wirtschaftszeitung «Bilanz».
Migros-Lehrberufe
Fixer Problemlöser
Bild: Daniel Kellenberger
Zejd Sabic (16) ist im ersten Lehrjahr zum Automatikmonteur bei der Genossenschaft Migros Ostschweiz.
«Wenn es irgendwo im Betrieb ein Problem mit der Elektrik gibt, sind wir zur Stelle und lösen es.»
34 | MM25, 19.6.2017 | MIGROS-WELT
Rückruf
Senf-HonigVinaigrette von Anna’s Best Eine interne Kontrolle der Migros hat ergeben, dass Anna’s Best Vinaigrette Senf Honig 350 ml teilweise mit falschem Inhalt ausgeliefert wurde. Statt einer Senf-HonigVinaigrette hat der Lieferant ThousandIsland-Dressing von Anna’s Best abgefüllt. Dieses Dressing enthält die allergenen Zutaten Senf und Joghurt.
Nadja Gyr war einen Tag lang Fotomodell.
Wettbewerb
Pudelwohl im Fokus Die 36-jährige Nadja Gyr aus Einsiedeln hat bei einer Onlineverlosung der Migros einen Tag als Fotomodel gewonnen. Dabei durfte die Mutter zweier Kinder mit einer Stylistin in Modeläden der Zürcher Bahnhofstrasse auf Shoppingtour gehen. «Mein Ziel war es, möglichst unkomplizierte, bequeme und frisch wirkende Kleider für den Alltag zu finden», sagt die
Betroffen ist folgendes Produkt: Anna’s Best Vinaigrette Senf Honig 350 ml, Artikelnummer 1306.404, Verkaufspreis Fr. 4.20, M-Data bis und mit «zu verkaufen bis: 27.07.17, mindestens haltbar bis: 06.08.17». Der Verzehr der betroffenen Sauce stellt ein Gesundheitsrisiko dar für Personen mit einer Milcheiweissoder Laktose-Intoleranz. Auch Senfallergiker sollen das Produkt nicht konsumieren. Alle anderen Personen können die Vinaigrette ohne Bedenken zu sich nehmen. Kunden können den Artikel in alle Migros-Filialen zurückbringen und erhalten den Verkaufspreis zurückerstattet.
Gewinnerin. Anschliessend bekam sie von der Stylistin passende Make-ups und Frisuren zu jedem Outfit, und ein Fotograf setzte sie in Szene. Das Fazit von Nadja Gyr: Sie habe es zuerst «schräg» gefunden, so im Mittelpunkt zu stehen, sich dank des Teams aber bald «pudelwohl» gefühlt. migros.ch/beauty-blog
Preisbarometer
Aktuelle Preisänderungen Ausgewählte Produkte
Preis alt*
Preis neu*
in %
9.80
10.00
2,0
Cafino, Beutel, 550 g
10.80
11.00
1,9
Nescafé Gold de Luxe, Beutel, 180 g
10.60
11.00
3,8
Boncampo Bohnen, 1 kg
8.70
8.90
2,3
Exquisito gemahlen, 500 g
7.40
7.70
4,1
Total Wasserenthärter Pulver, 1,5 kg
14.70
13.80
–6,1
Total Wasserenthärter Tabs, 45 Stück
14.40
13.80
–4,2
Total Wasserenthärter Gel, 1,5 l
12.80
12.30
–3,9
Noblesse Exquisito Oro, Beutel, 200 g
* in Franken
MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 35
Klipp und klar Klassik
Die norwegische Geigenvirtuosin Vilde Frang blickt mit ihren erst 30 Jahren bereits auf eine imposante Musikkarriere zurück: Als 10-jähriges Mädchen hatte sie mit dem norwegischen Rundfunkorchester ihren ersten Auftritt vor grossem Publikum. Inzwischen hat die junge Frau nicht nur eine weltweite Fangemeinde, sondern auch eine Professur an der norwegischen Musikhochschule. In der Saison 2017/2018 der Konzertreihe Migros-Kulturprozent-Classics wird Frang zusammen mit dem BBC Symphony Orchestra in Zürich und Genf auftreten und Werke von Benjamin Britten spielen. Die Saison beginnt am 22. Oktober, der Vorverkauf ist eröffnet. Infos unter: www.migroskulturprozentclassics.ch
«Sämtliche Lehrstellen zu besetzen gelingt nie»
Edith Rutschmann, Leiterin
Koordination Berufsbildung der Migros-Gruppe
1
Schweizweit sind noch 23 500 Lehr stellen unbesetzt. Wie sieht es bei der Migros aus? Bei uns sind derzeit noch 275 Lehrstellen offen. Das entspricht etwa den Werten aus den Vorjahren. Viele dieser Stellen werden sicher kurzfristig noch besetzt. Bewerbungen sind bis 30. Juni mög lich. Sämtliche Stellen zu besetzen, ist jedoch nie möglich.
2
Weshalb ist es schwierig, alle Lehr stellen zu besetzen? Die Gründe sind un terschiedlich. Teil weise sind gewisse Berufe für Jugendliche weniger attraktiv, oder die Bewerber entspre chen nicht dem Anfor derungsprofil für ihren Wunschberuf.
Bilder: iStockphoto, Marco Broggreve, Christof Sonderegger, zVg
Klubschule Migros
Yoga in allen Facetten Am 21. Juni ist Internationaler YogaTag, 2014 offiziell lanciert von den Vereinten Nationen. In der Schweiz bietet die Klubschule Migros das umfassendste Yoga-Angebot des ganzen Landes an: von Hatha Yoga über Power Yoga bis zu Yoga für Schwangere. So finden bei der Klubschule durchschnittlich mehr als 260 Yogakurse pro Woche statt, rege besucht von insgesamt 11 700 Personen im vergangenen Jahr. Alle Yoga-Infos: www.klubschule.ch
Blickfang
Ein M näher «Dank eines Wettbewerbsgewinns und wohlgesinnter Kontakte habe ich in meinem Wohnzimmer eine eigene Migros-Beleuchtung in Betrieb genommen. Ich liebe das sanfte, orange LED-Licht. Es ist ideal für Bildschirmarbeiten oder zum Fernsehschauen.» Peter Keist , Oberbuchsiten SO
3
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Welche Berufe sind besonders betroffen? Es gibt noch offene Stellen quer durch alle Branchen und Berufe. Am stärksten betrof fen sind aber Berufe im Lebensmittel bereich, im Detail handel und in der Industrie sowie in der Gastronomie.
Hochladen: www. migmag.ch/blickfang
Alle offenen Lehrstellen der Migros: www.new-talents.ch
Schicken Sie uns
36 | MM25, 19.6.2017 | MIGROS-WELT
Aus der Region. Für die Region.
Unter Brüdern
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Michel, Philippe und Pascal Gerber von Suter Viandes in Villeneuve VD
produzieren den mild-würzigen Walliser Rohschinken IGP, den Migros-Kunden Stéphane Dély am liebsten mit einem Stück Walliser Roggenbrot geniesst. Text: Marc Bodmer
für den Unspunnen-Schwinget: www.ausderregion.ch
Bilder: Nik Hunger
M
ichel (35) ist der Chef. Philippe (32) kümmert sich um den Verkauf, und Pascal (28) ist für die Produk tion zuständig. Vor einem Jahr hat Vater Ueli Gerber (65) die Geschicke seiner Firma in die Hände seiner drei Söhne gelegt. Alle drei haben das «Programm Papa» durch laufen: eine Lehre als Metzger, gefolgt von einem Betriebswirtschaftsstudium an der Uni Lausanne und der Offiziersschule. Mit den drei Brüdern ist bereits die zweite Generation Gerber für die fast 150 Jahre alte Firma Suter Viandes in Villeneuve VD verantwortlich. Obwohl im Kanton Waadt angesiedelt, stellt Suter Viandes den Walliser Rohschinken IGP her. Die geografische Her kunft des Schinkens ist geschützt, und er trägt das Label «Aus der Region. Für die Region.» «Die Schweine stammen aus Vouvry VS, und ihr Fleisch wird in Steg VS getrocknet. Zuvor wür zen wir den Schinken mit unserer Mischung und schneiden ihn dann hier in Villeneuve auf», erklärt Pascal Gerber den Produktionsverlauf. Nebst der Gewürzmischung trägt die Walliser Luft zum mildwürzigen Geschmack bei, den MigrosKunde Stéphane Dély (58) besonders mag. «Am liebsten esse ich den Rohschinken zusammen mit einem Stück Walliser Roggen brot», sagt der gelernte Koch. «Aber er passt auch hervorragend zu weissen Spargeln.»
Der runde Geschmack entsteht durch eine lange Lagerzeit
Der Walliser Rohschinken liegt Stéphane Dély aber nicht nur wegen seines lang anhaltenden Geschmacks am Herzen: «Ich schätze generell Produkte aus der Region. Nun, da ich die Pro duzenten und ihre Firma kennengelernt habe, habe ich noch mehr Vertrauen in ihre Produkte. Sie machen übrigens auch die besten Wienerli.» Stéphane Dély möchte noch wissen, was zum runden Geschmack des Walliser Rohschinkens beiträgt. «Die Schinkenstücke werden nach der Trocknung in Steg verpackt», sagt Pascal Gerber, «so lagern sie noch einige Wochen in Villeneuve. Dadurch verteilt sich die Feuchtig keit und das Aroma noch gleichmässiger im Fleisch.» Sein Bruder Philippe empfiehlt: «Bevor man den Rohschinken geniesst, sollte man ihn rund eine Viertelstunde zuvor aus dem Kühlschrank nehmen. So entfaltet er sein Aroma am besten.» MM
MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 37
1
Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Wallis
Migros Wallis
Degustationen in der Migros Bis zum Herbst finden in grösseren Filialen Degustationen statt.
1 Während des Trocknens
2
verliert der Walliser Rohschinken mindestens 40 Prozent seines Gewichts. 2 Die Brüder Michel, Philipp
und Pascal Gerber zeigen Stéphane Dély, wo der von ihm so geschätzte Walliser Rohschinken getrocknet wird.
Vor Ort können sich Kunden vom umfang reichen Angebot an Produkten mit dem Label «Aus der Region. Für die Region.» selbst überzeugen. Mehr Informationen: www.ausderregion.ch
3 Mit einer hochpräzise
arbeitenden Maschine und scharfer Klinge wird der Schinken in dünne Scheiben geschnitten. 4 Mitarbeiter verpacken die Schinkenscheiben. Wenig später liegt die regionale Spezialität in den Filialen der Migros Wallis zum Verkauf bereit. 3
4
Walliser Rohschinken, per 100 g Fr. 6.80
«Aus der Region. Für die Region.» steht für rund 9000 Produkte, die von regionalen Produzenten hergestellt werden.
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1
Musik
Melodien auf Reisen
Das Leben auf der Bühne ist untrennbar mit ständigen Reisen verknüpft. Wie sich das bemerkbar macht, ist im Musikdorf Ernen zu hören, unter anderem mit Rachel Harnisch und Andreas Scholl. Text: Denise Jeitziner
Bilder: James McMillan, Raphael Hadad
F
rancesco Walter muss lachen, wenn er an seine Anfänge als Intendant des Musikfestivals Ernen denkt und an die rie sigen Koffer, die die Musiker und Sängerinnen jeweils anschleppten. «Meine Güte, wozu benötigen die so viel Gepäck für nur einen Auftritt?», habe er sich damals gefragt, als ihm noch nicht bewusst war, wie lange die Künstler unterwegs sind. Nicht nur ein paar Tage für den Auftritt in Ernen, sondern oft mehrere Wochen
wegen verschiedener Engagements in Serie. Alle Komponisten reisten viel
Untrennbar ist das Leben von Bühnenkünstlern mit dem Reisen verbunden. Das Publikum stellt sich das jedoch oft zu glamourös vor: immer in schicken Hotels über nachten, immer eingeladen sein zu Lachs und Kaviar. Walter: «Das Luxuriöse wird überbewertet, denn es verpufft im Alltag ganz schnell.»
Das Thema Reisen zieht sich denn auch durch das gesamte Musik dorfProgramm. «Mozart zum Beispiel war ja sehr oft unterwegs, weil Adelige ihn, das Wunderkind, sehen wollten», erzählt Walter. Damals gab es noch keine gefederten Autos und auch keine Schnellzüge; man war mit der sperrigen Kutsche unterwegs. Auch Händel sei oft gereist und habe sich von den neuen Klängen in den fremden Ländern inspirieren lassen, genau wie Haydn.
MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 39
1 Die Kirche Ernen wird
zur Konzertbühne.
2 Auf neuen Wegen mit
dem Charl du Plessis Trio: Die Opernsängerin Rachel Harnisch singt für einmal ein Jazzkonzert. 3 Andreas Scholl ist einer der besten Countertenöre weltweit und tritt gleich zweimal mit dem Barock ensemble Ernen auf. 4 Geht mit dem dies jährigen Musikdorf Ernen auf Reisen: Intendant Francesco Walter
2
3
Im Barock wurden die Musiker oft als Hofkomponisten engagiert. Wie sich das Unterwegssein auf deren Schaffen ausgewirkt hat, erfahren die Festivalbesucher vor den jewei ligen Konzerten. «Auf diese Weise wird das Publikum die Komposi tionen anders wahrnehmen», sagt Francesco Walter überzeugt. Dasol Kim spielt Beethoven
Einer der drei Höhepunkte am diesjährigen Musikdorf Ernen ist gleichzeitig mit am weitesten von seiner Heimat entfernt: der weltweit umjubelte Pianist Dasol Kim aus Südkorea. Francesco Walter hatte den 28Jährigen bereits vergangenes Jahr für ein besonderes Projekt nach Ernen eingeladen: der Südkoreaner spielt im Rahmen von «Klavier kompakt» alle 32 Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven; vergan genes Jahr die erste Hälfte und dieses Jahr die zweite – am 25., 26. und 27. August. «Die meisten Konzertbesucher haben sich nach dem ersten Teil gleich Tickets für dieses Jahr besorgt.» Auch der deut
4
sche Opernsänger Andreas Scholl ist schon jetzt ein Publikumsmag net. Aus gutem Grund, wie Walter anmerkt: «Er ist einer der besten Countertenöre der Welt. Wir sind sehr stolz, dass er die Einladung für unser kleines Festival angenommen hat.» Scholl wird am 25. und 27. Juli mit dem Barockensemble Ernen zu hören sein. Neue Wege geht die Briger Sopranistin Rachel Harnisch – dank einer spontanen Idee von Francesco Walter: «Warum nicht mal Jazz statt Oper?» Harnisch habe für das Jazzkonzert am 23. Juli sofort zugesagt. Sie tritt dann mit dem Charl du Plessis Trio aus Süd afrika auf, obwohl sie mit dem Ausflug in dieses ihr fremde Musik fach auch ein Risiko eingeht. «Rachel Harnisch ist einfach eine tolle Person ohne die geringsten Starallüren», schwärmt Walter. Ernen ist aber nicht nur ein Musikdorf, sondern auch ein Literaturdorf: unter anderem am 22. und 23. Juli mit Lesungen von Friedrich Dönhoff («Heimliche
Herrscher. Ein Fall für Sebastian Fink»), Simone Meier («Fleisch») und David Streiff («Manuel Gasser») sowie vom 15. bis 21. Juli während des Literaturseminars mit Donna Leon und Judith Flanders. MM Weitere Infos: www.musikdorf.ch
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MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 41
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Resultate der Urabstimmung 2017 Liebe Mitglieder, Sie haben sich in grosser Zahl an der diesjährigen Urabstimmung beteiligt, wofür wir Ihnen ganz herzlich danken. Total sind 13 488 Stimmkarten eingegan gen, was bedeutet, dass 17,40 Prozent
der Genossenschafterinnen und Genos senschafter sich die Zeit genommen haben, ihre Stimmkarte auszufüllen und in die Urne zu legen. Dabei erfreute sich die Jahresrechnung der Migros Wallis einer massiven Zustimmung von 96,00 Prozent. Im Detail nahmen die Stimmberech tigten wie folgt an der diesjährigen Urabstimmung teil:
Zahl der Stimmberechtigten: 77600 Zahl der zustellbaren Stimmkarten: 77 520 Abgegebene Stimmen (zählend): 13 488 Die Jahresrechnung 2016 und die Verwendung des Bilanzgewinns wurden wie folgt genehmigt: Ja: 96,00 % Nein: 1,22 % Leer: 2,66 % Ungültig: 0,12 %
Wir danken Ihnen herzlich für dieses Zeichen Ihres Vertrauens. Genossenschaft Migros Wallis Die Verwaltung
Simplon Center
Ein Hotel für Insekten Wildbienen sind selten geworden. Mit einem Minihotel auf dem Balkon oder im Garten kann man zum Überleben dieser bedrohten Insekten beitragen. Eine solche Behausung kann auch jeder selber basteln.
Bild: ginasanders | 123rf.com
A
Ein Wildbienenhotel sieht hübsch aus und hat einen ökologischen Nutzen.
uf Balkonen oder in Quartiergärten sind Insektenhotels nicht nur süss, sondern auch sinnvoll. Die kleinen Herbergen ziehen Nutzinsekten an und bieten ihnen ausser Schutz auch eine Nistmöglichkeit. Das Häus chen wird mit Naturmaterialien ausgestattet, die den Bedürfnis sen der Insektenart entsprechen, die man aufnehmen möchte. Wildbienen beispielsweise schät zen Schilf. Ohrwürmer, für uns Menschen harmlos, für Blatt läuse jedoch ein Graus, fühlen sich in einem Blumentopf mit Holzfasern wohl. Am 23. und 24. Juni findet im Einkaufszentrum Simplon Center ein Bastelevent für Wildbienenhäuschen statt. Eine äusserst sinnvolle Sache, denn Wildbienen gehören zu den Insekten, deren Aussterben für die Menschheit fatal wäre. Sie
produzieren zwar keinen Honig, sind aber wichtige Bestäuber. In der Stadt und auf dem Land verrichten die fleissigen Tier chen eine wertvolle Arbeit. Der Bastelevent wird im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms Generation M organisiert und richtet sich vor allem an Kinder. Dabei können sie die Bedeutung von Insekten für unseren Alltag kennenlernen, ein kleines Insektenhotel basteln und sich zu weiteren, grösseren Bauten inspirieren lassen. MM
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So gelingen Zitronen-Butterfly-Coquelets 1
Coquelets mit kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Wirbelsäule mit einer Geflü-
gelschere aus dem Poulet schneiden. Poulet aufklappen, Flügelspitzen nach hinten legen, damit sie halten.
5
Butter mit Mehl verkneten. Masse in Stückchen und unter ständigem Rühren in der Sauce auflösen. Sauce bei kleiner Hitze weitere 5 Minuten köcheln lassen. Vom Herd ziehen, Crème fraîche unterrühren. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
2
Für die Marinade Thymian von den Stängeln zupfen. Zitronenschale fein abreiben, Frucht
auspressen. Knoblauch fein hacken. Alles mit den restlichen Zutaten zu einer Marinade mischen. Alle Geflügelteile damit bestreichen. Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank marinieren.
6
Schenkel und Flügel der Coquelets vom Körper trennen, Brüstchen vorsichtig vom
Brustknochen lösen. Fleisch mit Sauce und einigen Thymianblättchen garniert servieren.
3
Marinade vom Fleisch abstreichen, auffangen. Poulet und Wirbelsäulen bei mittlerer Hitze auf den Grill legen. Nach 10 Minuten Wirbelsäulen vom Feuer nehmen und in grobe Stücke schneiden. Coquelets ca. 20 Minuten weitergrillieren, bis sie durchgebraten sind. Zwischendurch wenden.
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Papeteria Einlageblätter-Blocks A4 kariert, im Duo-Pack, FSC 4 mm oder 5 mm, z.B. 4 mm, 2 x 100 Blatt, gültig bis 3.9.2017
5er-Pack
25%
12.75 statt 17.–
Cleverbag Herkules im 5er-Pack gültig bis 3.7.2017
ab 2 Packungen
–.60
günstiger
3er-Pack
30%
Nivea-Duschen und -Deos Alle M-Classic Reissorten 1 kg in Mehrfachpackungen ab 2 Packungen, jede –.60 günstiger, z.B. Carolina z.B. Duschen Creme Soft im 3er-Pack, 3 x 250 ml, Parboiled, 1.90 statt 2.50 5.– statt 7.20, gültig bis 3.7.2017
Duo-Pack
20%
Nivea-Gesichts- und -Körperpflege-Produkte im Duo-Pack z.B. Visage Erfrischende Reinigungstücher, 2 x 25 Stück, 6.85 statt 8.60, gültig bis 3.7.2017
ab 2 Stück
20%
Alle Nivea- und Nivea Men-GesichtspflegeProdukte, Nivea-Creme, -Soft, -Care sowie Nivea Baby (ohne Mehrfachpackungen und Reisegrössen), ab 2 Stück, 20% günstiger, gültig bis 3.7.2017
ab 2 Stück
33%
Alle Potz Xpert Reinigungsmittel ab 2 Stück, 33% günstiger
20%
4.80 statt 6.–
Miobrill Synthetische Schwämme Soft und Strong, 4 x 3 Stück
19.90 statt 29.90
Puma Boxershorts, 3 Stück erhältlich in Dunkelblau, Grau und Hellblau sowie in den Grössen S–XL, z.B. Gr. M
Soft Toilettenpapier in Sonderpackung, FSC z.B. Kamille, 24 Rollen, 11.25 statt 16.80
12er-Pack
Hit
5.–
Kleiderbügel im 12er-Pack schwarz
30%
33%
33%
12.90 statt 19.35
Total Oxi Booster Color 1.5 kg
ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 20.6. BIS 3.7.2017, SOLANGE VORRAT
30%
Gesamtes Sonnen- und Lesebrillen-Sortiment (ohne SportXX), z.B. Sombra Damen-Sonnenbrille, dunkelviolett, 27.90 statt 39.90
Hit
89.–
Rollator pro Stück
Weitere Angebote. Joghurt «Aus der Region.», Erdbeer, Aprikose, Apfel, Birne und nature, z.B. Aprikose, 150 g, –.70 statt –.90 20%
Fisch, Fleisch und Geflügel
Weitere Lebensmittel
Neuheiten
20x PUNKTE
Anna’s Best Bio Sugo Pomodoro, 2 x 250 ml, 4.40 statt 6.60 33% Aletsch-Hobelkäse «Aus der Region.», 1/4 oder Portion, per 100 g, 2.45 statt 3.10 20%
Saucisse Montagnard «Aus der Region.», per 100 g, 3.20 statt 4.– 20%
Blumen und Pflanzen
Hirtenstab, Frankreich, 250 g, 8.10 statt 10.20 20%
Pelican Filets Gourmet à la Provençale in Sonderpackung, MSC, tiefgekühlt, 800 g, 7.20 statt 14.40 50%
Oh! Yogurt Greek Style, Crunchy Cranberry und Crunchy Cocos, Cacao Nibs & Almonds, z.B. Crunchy Cranberry, 150 g, 2.20 Neu ** Hakle Toilettenpapier Reichhaltige Sauberkeit, FSC, 9 Rollen, 9.40 Neu **
Near-/Non-Food
Kneipp Schaumlotion Blütenzart, 200 ml, 10.80 Neu **
Brot und Milchprodukte
Kneipp Duschgel Gänseblümchen Brombeere, 200 ml, 5.50 Neu **
Topfrosen im Duo-Pack, im Topf, 12 cm, z.B. rosa, 9.90 Hit Strauss Corinne, pro Stück, 9.90 statt 13.90 25% M-Classic Frischback-Semmeli 1 kg oder -Weggli 600 g, TerraSuisse, z.B. Semmeli, 1 kg, 3.85 statt 5.75 33%
Tagetes «Aus der Region.», Schale, 6 Stück, 3.90 statt 4.90 20%
Damen-Sport-Sneaker-Socken im 3er-Pack, erhältlich in Schwarz oder Weiss, Gr. 35–38 oder 39–42, z.B. weiss, Gr. 35–38, 8.90 Hit **
Kneipp Duschgel Sommerglück, Limited Edition, 200 ml, 5.50 Neu ** Kneipp Creme-Öl-Peeling, 40 ml, 2.20 Neu ** Kneipp Bad Lieblingszeit, 400 ml, 5.90 Neu **
**Gültig bis 3.7. Genossenschaft Migros Wallis ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 20.6. BIS 26.6.2017, SOLANGE VORRAT
Donnerstag, 22.6., bis Samstag, 24.6.2017
40%
3.20 statt 5.40
M-Classic Lammfilet in Sonderpackung Neuseeland/Australien/Irland/Grossbritannien, per 100 g, gültig vom 22.6. bis 24.6.2017
Drinnen oder draussen?
RestaurantMenü nur
14.80
Angebote gültig vom 19.6. bis 24.6.2017
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Take-AwayCombo nur
7.00
Für ein gutes Bauchgefühl.
Neu in Ihrer Migros. 20x PUNKTE
Mit 73% Brokkoli.
4.50
Bio-Brokkoliburger 170 g
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2.10
I am Mini Ultra Strong Mousse 50 ml
Lang anhaltende Frische.
4.60
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Der SaucenKlassiker in Bio-Qualität.
3.90
Anna’s Best Salsa Cinque Pi, Bio 250 ml
Flexibler Halt und natürlicher Look.
6.80
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Für individuell gestaltete Briefmarken.
9.80
Papeteria Selbstklebe-Etiketten Webstamps, FSC 25 x 12 Stück
*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 20.6. BIS 3.7.2017, SOLANGE VORRAT
Mit Pilzen und Käse.
4.40
Maître Pierre Forèstiere Flammkuchen* tiefgekühlt, 270 g
Polstert Falten von innen auf.
18.80
Zoé Lift Hyaluron Filler 30 ml
Vier verschiedene Funktionen in einem.
39.80
Miobrill 4-Zonen Microfaser Reinigungsgerät pro Stück
MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 63
Profi-Tipp
Flach auf den Grill! Zutaten für 4 Personen
4
2
4 EL 4 dl 20 g 2 EL 100 g
Coquelets (Mistkratzerli) à ca. 600 g Zitronensaft Geflügelbouillon Butter Mehl Crème fraîche Salz, Pfeffer Thymianblättchen
Marinade:
5 Zweige Thymian 1 Zitrone 1 grosse Knoblauchzehe 4 EL Olivenöl 1 TL Salz 1 TL Pfeffer
Inzwischen Knochenstücke mit der aufgefangenen Marinade in einem Topf erhitzen. Zitronensaft und Bouillon dazugiessen, 10 Mi-
nuten köcheln lassen. Sauce durch ein Sieb in eine saubere Pfanne giessen. Erneut aufkochen.
Andrea Pistorius,
Rezeptautorin
Das Butterfly-Poulet ist die perfekte Lösung für die Grillversion des Poulets ohne Drehspiess. Schön rundherum gebräunte Haut und dazu noch schneller gar, als wenn es als Ganzes grilliert wird. Beim Butterfly-Poulet wird zum vereinfachten Auffalten die Wirbelsäule herausgeschnitten, die in der Regel ohnehin nicht mitverspeist wird. Aber ganz wichtig: Ja nicht wegwerfen – da steckt viel Aroma drin! Aus diesen Abschnitten, die auch tiefgefroren als Karkasse erhältlich sind, hat schon meine
Mama immer die beste Hühnersuppe der Welt gekocht – das Wundermittel schlechthin bei Erkältung! Das wurde übrigens auch wissenschaftlich bestätigt. Hier im Rezept verwenden wir die Karkasse als Geschmacksgeber für eine delikate warme Zitronensauce. Die sorgt für Abwechslung zu den üblicherweise verwendeten BBQ- und Grillsaucen. MM
Das Geflügel ist sicher gar,
wenn sich das Fleisch ganz einfach von den Knochen lösen lässt und keine blutigen Stellen an den Gelenken mehr sichtbar sind. Zur Sicherheit kann auch ein Grillthermometer an der dicksten Stelle des Schenkels oder Brüstchens eingestochen werden. Die Temperatur sollte dann mindestens 85 Grad betragen.
Viele weitere kochtipps
POULET VOM GRILL
jetzt auf
migusto.ch Poulet mit Teig am Stock und Joghurtdip:
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MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 65
Sandro Bedin, Leiter Gastronomie bei der Migros, vor einer um gebauten Kaffeestation im Hauptbahnhof Basel
Migros-Gastronomie
«Hervorragender Kaffee»
Die Migros stellt in ihren Restaurants und Take-aways auf Café Royal um. Der neue Premiumkaffee schmeckt nicht nur den Kunden, auch die Umwelt und die Kaffeebauern profitieren. Wie das geht, erklärt Sandro Bedin, Leiter Gastronomie bei der Migros. Text: Kian Ramezani Bild: Daniel Winkler
Sandro Bedin, die Migros baut gerade die Kaffeebars in ihren Restaurants und Take-aways komplett um. Warum? Das aktuelle Konzept ist etwas in die Jahre gekommen. Die Kaffeegewohnheiten der Konsumenten haben sich stark gewandelt, vor allem bei den Jungen und im Take-awayBereich. Heute bekommt man praktisch überall einen Kaffee zum Mitnehmen. Für viele ist es ein Lifestyleprodukt. Diesen Veränderungen tragen wir mit dem neuen Auftritt Rechnung. Statt Caruso wird neu Café Royal ausgeschenkt. Was hat es mit diesem Wechsel auf sich? Wir haben uns aus mehreren Gründen für Café Royal entschieden. Der Auftritt ist modern und zugleich zeitlos, der Kaffee hervorragend und über die Kapseln und Markenbot-
schafter Robbie Williams bei den Kunden bereits verankert. Die Bohnen sind bio- und Max-Havelaar-zertifiziert und entsprechen den höchsten Ansprüchen an nachhaltigen Kaffeeanbau und an faire Arbeitsbedingungen. Sie wurden von unseren Kaffeeexperten in einem aufwendigen Verfahren entwickelt, degustiert und ausgewählt. Neu ist auch der Preis: Fr. 3.30 statt 3 Franken. Warum dieser Aufschlag? Die höhere Kaffeequalität und das Plus an Nachhaltigkeit von Café Royal haben auch einen deutlich höheren Bohnenpreis für uns zur Folge. Zudem wurden im Zuge der Umstellung in fast allen Filialen die Füllmengen erhöht. Unsere Kunden erhalten also nicht nur besseren und nachhaltigeren, sondern auch mehr
Kaffee – und dies zu einem nach wie vor moderaten Preis. Was erwartet die Kunden neben den neuen Kaffeebohnen? Passend zum neuen Kaffee, wurden die Becher und Tassen neu gestaltet. Damit rücken wir die Kaffeequalität noch mehr ins Zentrum. Auch die Kaffeemaschinen wurden im Zuge der Umstellung modernisiert und auf unser neues Angebot angepasst. Auf der Angebotsseite finden sich künftig neben Klassikern wie Café Crème und Espresso auf die Jahreszeiten abgestimmte Geschmackskombinationen. Wann stehen die neuen Kaffeestationen bereit? Ab 3. Juli werden die rund 260 Verkaufsorte in der Schweiz umgerüstet und für die Kundinnen und Kunden bereit sein.
Und was kommt danach? Ebenfalls ein wichtiges Nachhaltigkeitsthema: Wir evaluieren derzeit verschiedene Mehrwegbechervarianten als Ergänzung zum bereits eingeführten Mehrweggeschirr. Die Einführung ist auf Anfang 2018 geplant. MM Mehr Infos: www.migros.ch/cafe-royal
Café Royal
Neuling oder Liebling? Beides. Bei den Bohnen von Café Royal handelt es sich um edle Arabica-Sorten aus Zentral- und Südamerika, die praktisch ausschliesslich von Kleinbauern produziert werden. Die Röstung erfolgt in der Schweiz und verleiht Café Royal seinen intensiven Geschmack, den anspruchsvolle Kaffeetrinker seit jeher schätzen.
Ausführliches Interview:
66 | MM25, 19.6.2017 | MIGROS-WELT
www.migmag.ch/ fogerty
John Fogerty
US-Rocklegende in der Schweiz
Ende der 1960er-Jahre eroberte John Fogerty mit Creedence Clearwater Revival die Musikwelt. Vor dem Auftritt am Festival Rock the Ring in Hinwil sprach der 72-Jährige über seine bewegte Karriere, Drogen und «The Big Lebowski». Interview: Kian Ramezani
John Fogerty war Leadsänger, Leadgitarrist und treibende Kraft in der legendären USRockband Creedence Clearwater Revival, die sich mit Hits wie «Proud Mary» und «Bad Moon Rising» unsterblich machte. Streit mit seinen Bandkollegen sowie ein desaströser Knebelvertrag mit seiner Plattenfirma vermiesten ihm lange die Freude an der Musik. Inzwischen steht er wieder regelmässig auf der Bühne. John Fogerty, fast ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit Creedence Clearwater Revival weltweit die Hitparaden gestürmt haben. Mit welchen Gefühlen denken Sie heute an Ihre Band zurück? Vor allem bin ich stolz. Ohne jetzt auf das problematische Innenleben von Creedence einzugehen – heute schaue ich sehr gerne auf diese Zeiten und die Musik zurück. Viele Ihrer heutigen Fans waren damals noch nicht einmal geboren und fanden mit dem Kultfilm «The Big Lebowski» Zugang zu Creedence. Stimmt es, dass Sie davon zunächst gar nichts mitbekommen haben? Das wäre untertrieben. Als Hauptdarsteller Jeff Bridges («The Dude») im Februar 1998 in der David Letterman Show auftrat, um den Film zu promoten, war ich zufälligerweise auch zu Gast. Jeff sagte mir: «Ich habe gerade einen Film gemacht, der voll von Ihrer Musik ist.» Ich lächelte höflich und dachte mir nichts weiter dabei. In den Jahren
danach sprachen mich immer wieder Leute darauf an. «Haben Sie diesen lustigen Film mit Ihrer Musik gesehen?» Irgendwann merkte ich, das musste grosses Kino sein. Sie haben den Film nicht gesehen? Nur Ausschnitte. In einer Szene raucht Jeff einen Joint im Auto, während «Lookin’ Out My Backdoor» läuft. Der Joint fällt in seinen Schoss, worauf er mit seinem Wagen einen Abfalleimer rammt. Das ist sehr lustig. Apropos Cannabis: Sie bezeichnen sich selbst als Hippie, fanden aber stets, Musik und Drogen vertragen sich nicht. Glauben Sie, Jimi Hendrix und Janis Joplin hätten nüchtern noch bessere Musik gemacht? Zweifellos. Schauen Sie, ich war jung und rauchte ebenfalls gelegentlich Cannabis. Ich bin aber auch von Natur aus ehrgeizig und erachtete meine Musik als etwas Besonderes, wollte immer mein Bestes geben. Irgendwelche Substanzen einzunehmen, während ich Musik machte, war für mich undenkbar. In diesem Nebel liefert man nicht die beste Arbeit ab. Die Drogen lieferten vielleicht einen farbige Kulisse, aber die Kunst wurde dadurch nicht besser. Der Höhepunkt der drogengeschwängerten Sechziger muss Woodstock gewesen sein. Ich habe gehört, beim Auftritt von Creedence klappte nicht alles wie geplant.
Unser Auftritt war für Samstag, 21 Uhr, geplant – an sich eine sehr gute Zeit. Das Problem: Wir waren nach den Grateful Dead dran, deren Konzerte immer endlos dauerten. Ich war also nervös, und tatsächlich wurde es immer später. Irgendwann um Mitternacht fingen sie endlich an. Als wir schliesslich die Bühne betraten, war das Publikum eingeschlafen. Frustriert trat ich ans Mikrofon und sagte: «Wir hoffen, euch gefällt die Musik.» Irgendwo in der Dunkelheit zündete jemand sein Feuerzeug an und rief: «Mach dir keine Sorgen, John, wir sind bei dir!» Es schien, als spielten wir letztlich für diese eine Person. Die Musikbranche hat sich seither grundlegend verändert. Was finden Sie gut? Was weniger?
MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 67
Links: John Fogerty in seinem Element. Unten: John Fogerty (ganz rechts) mit seiner Band Creedence Clearwater Revival (1970).
Bilder: Ascot Elite, Getty Images (2)
Ganz unten: Szene aus dem Film «The Big Lebowski» (1998).
Ich bin fest im 21. Jahrhundert verankert, ich mag Smartphones und Tablets. Die digitale Revolution ist grossartig für die Fans. Gleichzeitig hat sich allerdings die Musik als Geschäftsfeld stark gewandelt. Jemand arbeitet jahrelang an einem Album, dann erscheint es, und innerhalb von Sekunden ist es gratis verfügbar. Das hat die Wertschätzung der Fans für Musik verändert. Dessen ungeachtet wird heute viel gute Musik gemacht. Auch die Auswahl ist riesig, das hatten wir in den Sechzigern nicht. Die jungen Leute hörten damals Rock’n’Roll und damit hatte es sich. Sie blicken auf eine bewegte Karriere zurück. Was, wenn Sie zurückgingen und eine einzige Sache ändern könnten?
Eine interessante Frage. Früher erzählte ich in diesem Zusammenhang einen Witz: Frank Sinatra sang «I did it my way» und «I wouldn’t change a thing». Und wenn ich das hörte, sagte ich immer «Herrje, ich würde alles ändern.» Im Ernst, wer will schon, dass sich die eigene Band gegen einen wendet? Das hatte ich mir anders vorgestellt. Es mag jetzt etwas simpel klingen, aber das würde ich ändern: Alle sollen glücklich sein und den Erfolg geniessen. Dafür bewundere ich Bands wie U2. Die waren auch einmal jung und schafften es, zusammen erwachsen zu werden. Fast hätte ich auch die Rolling Stones erwähnt, aber bei denen hoffen wir, dass sie nie erwachsen werden (lacht). Die sind seit fast 60 Jahren zusammen und vertragen sich immer noch. Das war Creedence leider nicht vergönnt. MM
Rock the Ring
John Fogerty live Am Sonntag, 25. Juni, wird John
Fogerty am Rock the Ring in Hinwil viele Creedence-Clearwater-RevivalHits spielen. Die Migros unterstützt das Festival, an dem weitere Kultrockbands wie Deep Purple, Krokus und Gotthard auftreten, als Presenting Partner. Mehr Infos: www.rockthering.ch
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68 | MM25, 19.6.2017 | MIGROS-WELT
Alnatura
Auf Entdeckertour Drei Foodblogger haben mit ihrem Lieblingsprodukt von Alnatura je ein feines Gericht zubereitet. Daraus entstanden unterschiedliche Köstlichkeiten wie vegetarische Kräutertätschli, glutenfreie Buchweizentaler oder ein exotischer Süsskartoffelsalat. Text: Heidi Bacchilega Bilder: Tina Sturzenegger
Machen Sie es wie die Foodblogger:
Melden Sie sich auf alnatura.ch/entdecker an, und mit etwas Glück erhalten Sie eines der 1000 Probierpakete. Zaubern Sie daraus ein Essen und posten Sie das Foto auf Instagram: #alnaturaentdecker Details und weitere Bloggerrezepte finden Sie auf: www.alnatura.ch
Alnatura Sesam, 250 g Fr. 2.20 In grösseren Filialen
MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 69
Vegetarisch
Wissenswertes
Kräutertätschli mit Tzatziki
Das kann Alnatura Alle Alnatura-Lebensmittel stammen zu 100 Prozent aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft. Grundsätzlich kommt in Alnatura-Produkte nur rein, was wirklich nötig ist. Das heisst: Alle AlnaturaProdukte sind frei von künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen, frei von Aromastoffen aus nicht natürlichen Rohstoffen sowie frei von modifizierter Stärke. Alnatura-Produkte sollen so natürlich wie möglich belassen werden.
Zutaten für 6–8 Tätschli
1 Bund 1/2 Bund 1/4 Bund 8 1 1 1/2 2 EL 1/4 TL 1/4 TL je 1 Msp. / TL 2 1 2
Dill glattblättrige Petersilie Koriander Pfefferminzblätter Frühlingszwiebel grosse, gekochte Kartoffel Zucchetti Alnatura Sesam Kurkuma gemahlener Koriander gemahlener Kümmel, Zimt und Kardamom Salz, etwas Pfeffer Eier Öl zum Braten
Was kommt ins Alnatura-Sortiment? Jede Neu- und Weiterentwicklung eines Produkts wird von einem externen, unabhängigen Expertenrat auf Inhalt, Rezeptur, Verarbeitung und Verpackung geprüft. Erst nach der Freigabe des Expertenrats wird das Produkt ins Sortiment aufgenommen. Jedes Mitglied des Expertenrats hat langjährige Erfahrung im Bereich der Biolebensmittel und/oder Ernährung. So garantiert Alnatura den Qualitätsstandard.
Zutaten für den Dip 1 TL Zitronensaft und einige
100 g
2 EL 2 1-2 1/2
Zitronenzesten Griechisches Naturjoghurt, ungesüsst Olivenöl Prisen Salz Knoblauchzehen, gepresst Gurke
Zubereitung
Kräuter waschen, Stiele entfernen, fein hacken und in eine Schüssel geben. Kartoffel schälen und mit Zucchetti an der Röstiraffel zu den Kräutern raffeln. Frühlingszwiebel fein hacken. Zwiebel, Eier und Gewürze dazugeben und alles mischen. Mischung portionenweise in etwas Öl anbraten, bis sie beidseitig goldbraun sind. Für den Dip
Die Gurke schälen und raffeln. Mit Joghurt, Knoblauch, Salz, Olivenöl, Zitronenzesten und Zitronensaft mischen.
www.limonrimon.ch Naomi Meran (46) ist Hobby-
köchin, Fotografin und Mutter. In ihren Rezepten sind die Einflüsse der israelischen Küche ihres Vaters stark vertreten. Gemischt mit der Schweizer Küche mütterlicherseits ergeben sich daraus spannende Rezepte. «Ich koche selten nach Kochbuch, sondern lasse mich lieber durch meine Erfahrungen von Reisen inspirieren. Dann koche ich aus dem Bauch heraus und benütze viele Kräuter und Gewürze.»
Alnatura steht für zeitgemässen Bio-Genuss mit Sinn. Hochwertige Zutaten und nur die nötigsten Inhaltsstoffe stecken drin. Ein Teil von
Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.
70 | MM25, 19.6.2017 | MIGROS-WELT
Glutenfrei
Buchweizentaler Zutaten für Apero, 6–8 Personen 200 g Alnatura Buchweizenmehl ½ TL Currypulver ½ TL Salz 1 EL Sesam, gemahlen
150 g 1 EL 5 EL
(alternativ: gemörsert) Butter, weich Naturejoghurt Wasser
Zutaten für den Belag 250 g Frischkäse nature
Kräuter nach Belieben, z.B. Schnittlauch, Oregano, Basilikum ½ Salatgurke ½ Peperoni einige Cherrytomaten 1–2 Rüebli Kräutermeersalz Zubereitung
Alle Zutaten für den Teig möglichst rasch vermengen, bis ein homogener Teig entsteht. Auf einem Backpapier ca. 4 mm dick ausrollen und samt Backpapier ca. 20 Minuten kühl stellen. Mit einem runden Ausstecher (ca. 5 cm Durch messer) Kreise ausstechen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und bei 180 °C Umluft ca. 8 Minuten backen. Die Taler auskühlen lassen. Kräuter nach Wahl fein hacken und unter den Frischkäse mischen. Mit etwas Kräuter meersalz abschmecken. Den Kräuterfrischkäse auf die Taler geben und mit dem klein geschnittenen Gemüse belegen. Aus der Gurke haben wir kleine Kugeln gemacht. Die Rüebli haben wir mit dem Sparschäler in dün ne Streifen geschnitten und zu kleinen Rosen gerollt. Dieser Apéro kann gut vorbereiten werden, da die Taler auch sehr gut schmecken, wenn der Frisch käse etwas eingezogen ist. Alnatura Buchweizen Mehl, 500 g Fr. 2.60 In grösseren Filialen
www.foodwerk.ch Caro und Tobi Thaler (38) aus Luzern sind schon von frühester Kindheit an in der Küche anzutreffen. Von den Müttern in die Kochkunst eingeführt, absolvierten beide eine Kochlehre. Dort, in der Küche, sozusagen am Herd, hat es vor mehr als 19 Jahren zwischen den beiden gefunkt. Auf ihrem Blogg findet man eine Vielfalt von Rezepten für Süsses und Salziges, zubereitet mit saisonalen Zutaten.
MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 71
www.magsfrisch.ch
In ihrem Foodblog verbindet die Germanistin Nicole Giger (30) Kulinarik mit einem grosszügigen Klecks Literatur. Der Namensgeber Max Frisch kommt wie Nicole aus Zürich und wird seit früher Jugend von ihr verehrt. Ihr Foodblog soll dazu anregen, für sich und seine Liebsten den Kochlöffel zu schwingen. Denn Essen ist für die junge Zürcherin am allerschönsten in guter Gesellschaft und an möglichst langen Tafeln.
Alnatura Olivenöl, native extra, 500 ml Fr. 5.90 Alnatura Sesamöl, 250 ml Fr. 5.90 In grösseren Filialen
Exotisch
Süsskartoffelsalat Zutaten für 2 Personen
3–4 4 EL
1 EL 1–2 EL 1 150 g 180 g
Süsskartoffeln Sesamöl von Alnatura (oder Olivenöl) flüssiger Honig Gewürzmischung Ras el Hanout Salz, Pfeffer rote Zwiebel Jungsalat (oder Brunnenkresse, Babyspinat) Kirschen etwas frische Pfefferminze Sesamsamen zum Garnieren
Zutaten fürs Dressing 4 EL Sesamöl 1–2 EL weisser Aceto 2 EL Dattelsirup Salz, Pfeffer
Zubereitung
Süsskartoffeln schälen, in Schnitze schneiden und mit Öl, Honig und den Gewürzen marinieren. Die Zwiebel schälen, in Schnitze schneiden und ebenfalls daruntermischen. Die Süsskartoffel-Zwiebel-Mischung in eine Gratinform geben und in der Mitte des auf 180 °C vorgeheizten Ofens für ca. 25 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen. Kirschen entsteinen und halbieren. Die Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett rösten. Mit den grünen Salatblättern ein Beet machen und die Süsskartoffelschnitze darauf anrichten. Dann die Kirschenhälften darüber verteilen. Pfefferminze klein hacken und mit den Sesamsamen darüberstreuen. Fürs Dressing alle Zutaten gut durchmischen und grosszügig über den Salat träufeln.
72 | MM25, 19.6.2017 | MIGROS-WELT
Von uns. Von hier.
Ein Tüftler für Joghurts
120 Joghurtsorten stellt die Estavayer Lait SA (Elsa) her. Dazu gehören auch die Excellence-Joghurts, eine Produktlinie für Geniesser. Wie viel Detailarbeit dafür nötig ist, erklärt Elsa-Milchtechnologe Ludovic Jordan. Text: Thomas Tobler
Bilder: Paolo Dutto
MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 73
U
nzählige Abfülllinien ziehen sich durch die Produktionshallen der Estavayer Lait SA (Elsa). Auf Hochglanz polierte Chromstahlrohre, so weit das Auge reicht. Über 300 verschiedene Milchprodukte stellt der Migros-Industriebetrieb jeden Tag her – von der Trinkmilch über Joghurts bis zum Dessert. Jede Produktgruppe hat eine eigene Linie, die sich durch den Raum windet und irgendwo in einem Tank endet. Alles glänzt, alles läuft automatisch und unter zahlreichen Hygieneauflagen. In diesem Wirrwarr aus Ventilen, Rohren und Behältern hat Ludovic Jordan sein berufliches Zuhause gefunden. Der 28-Jährige ist unter anderem für die Abfülllinie der Excellence-Joghurts verantwortlich. Sieben verschiedene Geschmackssorten gibt es. Dazu gehört auch Waldbeere – ein Geschmack, den es in der Migros nur bei der Excellence-Linie gibt. Das Besondere dabei: Die Fruchtmischung befindet sich am Becherboden und wird mit einem rahmigen Naturejoghurt bedeckt. «Dafür hat unserer Abfüllmaschine zwei Dosierungen: eine für die Waldbeeren und eine für die cremige Masse», sagt Ludovic Jordan.
behagen mir. Es geht um die Frage: Wo können wir noch optimieren? Die Antwort auf diese Frage suchen wir anschliessend in der Praxis, sprich beim Testen.» Oft dauern solche Anpassungsprozesse vier oder fünf Monate, viel Zeit für Detailarbeit. «Aber es ist toll, mit lauter Spezialisten und deren Ideen ein Produkt zu verbessern, es später im Migros-Regal zu sehen und zu wissen, welche Leistung dahintersteckt.» Getestet und getüftelt wird bei der Elsa und in Ludovic Jordans Bereich momentan im grossen Stil: Eine neue Abfüllanlage ist soeben eingetroffen und wird in der Elsa zusammengebaut. Ein «Monster» von acht Meter Länge und fünf Meter Höhe. «Wir sind am Feintuning. Es ist sehr spannend zu sehen, welche Fortschritte wir erzielen können.» Der Verlust der Rohstoffe wird sich verringern, zudem produziert die neue Maschine schneller. Was bleiben wird, sind die laufenden Kontrollen und Tests während der Joghurtherstellung. «Es wartet noch viel Arbeit auf uns», sagt Ludovic Jordan. «Im September soll die neue Abfüllanlage für die Joghurts einsatzbereit sein.» MM
Das Extracremige Im vergangenen Jahr hat die Elsa aus 1,8 Millionen Liter Milch und Rahm insgesamt 13 Millionen Excellence-Joghurts produziert. Die Migros-
Kreationen stehen seit dem Jahr 2000 in den Regalen und werden aufgrund ihrer Cremigkeit auch als Dessert geschätzt.
Schrauben am «Monster»
Seit drei Jahren arbeitet der ausgebildete Milchtechnologe mit abgeschlossener Meisterprüfung am Neuenburgersee. Bei der Elsa ist er Herr über neun Abfüllmaschinen, mit denen unter anderem die unterschiedlichen Excellence-Joghurts produziert werden. Zweimal pro Woche auch das mit dem Waldbeerengeschmack. Bis zu fünf Tonnen Joghurts stellt der Betrieb insgesamt her – pro Woche. «Bei solchen Mengen müssen die Abläufe klar sein, und jeder Herstellungsschritt muss kontrolliert werden», sagt Jordan. Zumal Milch als Rohstoff der Elsa-Produkte ein eher heikles Produkt ist und ständige Qualitätskontrollen erfordert. Es verwundert deshalb nicht, dass sich Jordan durch dieses Durcheinander an Rohren und Behältern bewegt wie im eigenen Wohnzimmer. Die Überwachung und Kontrolle der diversen Apparaturen gehört zu seinen Hauptaufgaben. Temperaturen messen, pH-Werte kontrollieren und die Konsistenz der verarbeiteten Milch prüfen. «Wir stellen hier rund 120 verschiedene Joghurts her, und bei jedem sind die Einstellungen ein bisschen anders, weil auch das Rezept anders ist.» Diese Vielfalt sei einerseits eine Herausforderung für die hohe Qualität der Produkte, «aber sie bietet mir als Verantwortlichem auch eine grosse Abwechslung in meinem beruflichen Alltag». Schliesslich gehe es auch darum, die Abläufe an neue Rezepturen und technologische Verbesserungen anzupassen. «Diese Wechsel zwischen Theorie und Praxis
Star der Woche
Den Star der Woche, das Excellence-Joghurt mit Walderdbeeren, gibt es seit 2003 in der Migros.
Es ist das einzige Joghurt im Sortiment mit dem Waldbeerengeschmack. Zudem sind die Sorten Nature, Himbeere, Truffes, Caramel, Vanille und saisonale Überraschungen erhältlich. Bilderrätsel
Auf der Website von-unsvon-hier.ch/star-derwoche gibt es das aktuelle
Bilderrätsel zum Star der Woche. Wer mitmacht, hat die Chance, eine MigrosGeschenkkarte zu gewinnen. Es werden Geschenkkarten im Gesamtwert von Fr. 150.– verlost.
13 Millionen Excellence-Joghurts stellt der Migros-Industriebetrieb Elsa jedes Jahr her. Zweimal pro Woche auch den aktuellen Star der Woche: das Excellence-Joghurt mit Waldbeerengeschmack
Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehören auch die Excellence-Joghurts.
74 | MM25, 19.6.2017 | MIGROS-WELT
Schnittlauch und Thymian verleihen beiden Gerichten ein raffiniertes Aroma.
Noch mehr Grillinspirationen finden Sie auf www.migusto.ch/ grillieren
Freude am Geschmack
Bunte Grill-Ideen Ein Grillplausch ganz im Zeichen von Gemüse und Früchten? Selbstverständlich! Wer sich Delikates vom Grill wünscht, meint damit heute nicht mehr ausschliesslich Fleisch. Und selbst das Dessert lässt sich perfekt auf dem Rost zubereiten. Text: Claudia Schmidt
Bilder: Claudia Linsi Rezepte: Philipp Wagner
MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 75
Mexikanisch
Streetfood-Mais Zutaten für 4 Personen 4 Maiskolben Salz 50 g Knoblauchbutter 100 g Saurer Halbrahm 1 EL Mayonnaise 1 TL scharfer Paprika 50 g geriebener Greyerzer Pfeffer 1 Bund Schnittlauch 1 Limette
Mehr zu Geschmack: www.freude-amgeschmack.ch
Zubereitung
1. Grill auf ca. 200 °C vorheizen. Maiskolben ca. 15 Minuten im Salzwasser knapp weich köcheln. Mais bei direkter Hitze ca. 10 Mi nuten grillieren. Maiskolben mit Knoblauch butter bestreichen. 2. Sauerrahm mit Mayonnaise, Paprika und Käse mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Grillierten Mais mit der Sauce beträufeln. Schnittlauch fein schneiden, über den Mais streuen. Limettensaft darüberträufeln. Fruchtig
Aprikosenspiesse
Tipp
Die Aprikosenspiesse lassen sich auch mit Gemüse wie Auberginen und Zucchetti zubereiten. Aktion 40% auf Aprikosen Fr. 3.95 statt 6.75 vom 20. bis 26. Juni
Zutaten für 4 Personen 3 Aprikosen 2 Pfirsiche 2 Nektarinen 200 g Grillkäse 100 g Rohschinken Olivenöl Krokant: ½ Bund Thymian 50 g Sesamsamen 30 g Mandeln 1 EL Honig Pfeffer Zubereitung
1. Für den Krokant Thymian fein hacken. Sesam in einer beschichteten Pfanne rösten. Mandeln fein hacken, dazugeben und mit rösten. Honig und Thymian dazugeben und mit Pfeffer würzen. Alles mischen. Auf einem Teller erkalten lassen. In Brösel zerbrechen. 2. Grill auf 200 °C vorheizen. Steinobst halbieren, Steine entfernen. Fruchthälften vierteln. Käse in Würfel schneiden. Apriko sen, Nektarinen und Pfirsiche abwechselnd mit Schinken und Käse auf Holzspiesse stecken. Mit Öl bepinseln. Ca. 10 Minuten rundherum grillieren. Anrichten und mit Krokant bestreuen.
Migusto ist die Kochplattform der Migros. www.migusto.ch
76 | MM25, 19.6.2017 | MIGROS-WELT
M-Classic
Styling: Vera Guala
Der Temperamentvolle
Der neue M-Classic Cottage Cheese ist mit Piment d’Espelette gewürzt. Der Chili aus dem französischen Baskenland stammt von der Sorte Gorria, die rund um den Ort Espelette kultiviert wird. Kenner schätzen seine fruchtige Süsse, sein ausgeprägtes Aroma und die fein rauchige Note. Das Gewürz ist feurig, aber nicht zu scharf. Der körnige Frischkäse passt gut zu kräftigen Brotsorten wie Knäckebrot oder Pumpernickel.
Bild: Christine Benz
Passt zu einem sommer lichen Znacht: der neue Cottage Cheese mit Chili
M-Classic Cottage Cheese Special Edition Piment d’Espelette, 200 g Fr. 1.80
Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehört auch der M-ClassicCottage-Cheese.
MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 77
Jarimba
Tierisch fruchtig Der beliebte Himbo-Softdrink von Jarimba wird schon seit über 40 Jahren in der Schweiz hergestellt. Mittlerweile hat das Himbo-Nilpferd neue tierische Freunde: den Löwen (Orange), das Zebra (Citron), den Elefanten (Grapefruit) und den Kiwi (Kiwi Erdbeer). Allein schon wegen ihres farbenfrohen Outfits sind die fruchtigen Softdrinks mit natürlichen Aromen in der 1,5-Liter-Flasche das ideale Getränk für die Kinderparty. Für unterwegs gibt es die Sorten Himbo und OrangeMango neu im praktischen Halbliterfläschchen.
Jarimba Orange 6 × 1,5 l Fr. 5.25* statt 10.50
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Jarimba Citron 6 × 1,5 l Fr. 4.95* statt 9.90
Jarimba Kiwi Erdbeer 6 × 1,5 l Fr. 5.25* statt 10.50
Bild & Styling: Claudia Linsi
Jarimba Himbo 6 × 1,5 l Fr. 4.95* statt 9.90
Mit den Softdrinks von Jarimba kommen auch Partytiger auf ihre Kosten.
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Softdrinks von Jarimba.
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Rückentraining
Das Beste für ein gesundes Rückgrat
Rückenschmerzen sind oft die Folge einer Fehlhaltung. Disziplin und die richtigen Helfer können Wunder wirken. Text: Jacqueline Vinzelberg Bilder: Yves Roth
Elastische Powerbänder sind gut geeignet für ein einfaches Präventivtraining. Die Farben zeigen die jeweilige Stärke an. Die Wahl der richtigen Bandstärke richtet sich nach Kondition und persönlichem Trainingsstand. Thera-Band, verschiedene Stärken, je Stück Fr. 24.90 Im SportXX
Das Power Gel strong hilft, Muskelverkrampfungen zu lösen, und lindert Verspannungen der Nacken-, Schulter- und Rückenmuskulatur. Axanova Power Gel, 50 ml Fr. 14.80
Gleichmässige und wohltuende Tiefenwärme wirkt schmerzlindernd bei Muskel- und Gelenkproblemen. Das Wärmepflaster entspannt verkrampfte Muskeln und löst Verspannungen. Sanactiv Wärmepflaster, 9,5 × 13 cm, 2 Stück Fr. 6.50 In grösseren Filialen
Einfach und effektiv trainieren Anfänger und Profis mit dem TRX-Schlingentrainer zu Hause. Onlinevideos zeigen Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur. TRX Home Gym ab Fr. 119.– Im SportXX sowie auf medshop.medbase.ch
MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 79
Wissenswertes
Höhenverstellbare Trageriemen machen den Schulthek besonders rückenfreundlich. Der deutsche Orthopäde und Sportmediziner Andreas Metzger hat ihn geprüft und empfohlen. Tiger Kinder-Schulthek Prime, im Fussball- und Schmetterlingdesign, Gr. 30 × 38 × 17cm (B × H × T) Fr. 59.– In grösseren Filialen
Fitter Rücken
Rückenschonendes Verhalten im Alltag lässt sich lernen: in speziellen Kursen der Klubschule Migros.
Der Rücken braucht nicht viel, um sich wohlzufühlen. Er ist ziemlich bescheiden. Was er aber überhaupt nicht mag, ist Monotonie. Stundenlanges Sitzen, einseitige Bewegungen und Schonung gefallen ihm nicht. Er liebt die Abwechslung.
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Preis je nach Kurs www.klubschule.ch
Zugreifen mit geringstem Kraftaufwand und ohne Bücken – ein Kinderspiel, auch bei Muskelund Gelenkschwächen. Greifzange, Länge 79 cm Fr. 16.80 In grösseren Filialen; solange Vorrat
Der ergonomische Bürohocker ermöglicht bewegliches Sitzen. Das stärkt den Rücken und beugt Rückenproblemen vor. Bürohocker Scott, höhenverstellbar Fr. 179.– In der Micasa
Wer es schafft, zwischen Arbeit und Musse, Stress und Entspannung eine gute Balance zu finden, der tut bereits viel für seinen Rücken. Bei längeren sitzenden Tätigkeiten sollte man deshalb von Zeit zu Zeit ins Stehen wechseln oder ein paar Schritte gehen. Mit regelmässigen, ausgleichenden Aktivitäten in der Freizeit lässt sich zudem viel für einen gesunden Rücken tun. Fachpersonen empfehlen ein gezieltes Training zur Stärkung der gesamten Rumpfmuskulatur und zur Entlastung der Wirbelsäule. Pilates, Rückenturnen oder Fitnesstraining eignen sich besonders gut. Effizient sind ebenso Übungen mit einem TRX-Schlingentrainer oder Powerband.
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Wie beweglich sind Sie?
Sitzgelegenheit und Trainingsgerät in einem. Der luftgefüllte Powerball macht ein vielseitiges Ganzkörpertraining möglich. Konkrete Anregungen dazu gibt die mitgelieferte Anleitung.
Sind Sie ein Schlangenmensch? Oder müssen Sie sich hinsetzen, um etwas aufzuheben? Machen Sie jetzt den RückenbeweglichkeitsTest auf Impuls: www.migros-impuls.ch
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Impuls ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.
80 | MM25, 19.6.2017 | MIGROS-WELT
Draussen unterwegs
Hallo, Sommer!
An heissen Tagen wollen wir am liebsten ins kühle Nass. Mit Gummiboot, Wickelfisch und anderen Outdoor-Gadgets der Migros geht es zum Böötlen, Bräteln und Bädelen.
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Zu dritt auf ruhigen Gewässern böötlen oder abenteuerliche Flusswellen bezwingen ist mit dem Set aus Schlauchboot, Paddel, Pumpe und Reparaturset ein Megaspass! Challenger Badeboot-Set* Fr. 119.–
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MIGROS-WELT | MM25, 19.6.2017 | 81
Rollen statt schleppen
Das Schlauchboot oder schwere Einkäufe für die Grillparty lassen sich mit dem zusammenklappbaren Gepäckwagen leicht transportieren. Trevolution Gepäckwagen* Fr. 42.90
Wie bei Baywatch Die rote Rettungsboje mit Wurfleine und Gurtband kann im Notfall eingesetzt werden. Scoprega Baywatch Navy* Fr. 49.90
Blub, blub ... Der wasserdichte Badesack ist ein treuer Begleiter beim Schwimmen und Böötlen: Gewickelt und zugeschnappt, hält er unser Hab und Gut sicher trocken. Wasserdichter Wickelfisch* Fr. 29.90
Bild: Yves Roth
Alarmstufe Rot
Quadratisch grillieren Mit dieser schicken Feuerstelle kann nicht nur gefeuert werden: Auf der Edelstahloberfläche lässt es sich auch wunderbar grillieren. Feuerstelle Cubo Fr. 1499.– Im Do it + Garden
Bei leichtem Sonnenbrand hilft Aloe-vera-Gel – es kühlt und spendet Feuchtigkeit. Sanactiv Aloe Vera Gel, 100 ml Fr. 7.80
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Algarve – Wanderferien am Rande Europas Geniessen Sie die salzige Meeresbrise und das milde Klima an der bezaubernden Atlantikküste. Mit IMBACH entdecken Sie auch unberührte Küstenabschnitte und das ursprüngliche Hinterland.
Reiseprogramm 1. Tag: Hinflug Zürich–Algarve Linienflug mit SWISS nach Lissabon, anschliessend Fahrt an die Algarve. 2. Tag: Küstenwanderung Wanderung auf schönem Weg entlang der bizarren Felsformationen. Wanderzeit ca. 2½ Std. 3. Tag: Silves Im Hinterland beginnen wir eine Wanderung über sanfte Hügel durch den Frucht- und Gemüsegarten der Algarve nach Silves. Nach dem Mittagessen Möglichkeit für einen Bummel durch die ehemalige Hauptstadt der maurischen Provinz Algarve. Wanderzeit ca. 3½ Std. 4. Tag: Cabo de São Vicente Wanderung zum Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes mit herrlichem Ausblick auf den Atlantik. Danach kurze Fahrt nach Sagres, wo wir ein typisch portugiesisches Mittagessen geniessen. Am Nachmittag individueller Spaziergang durch die lebendigen Gassen von Lagos. Wanderzeit ca. 3 Std. 5. Tag: Serra de Monchique Fahrt auf die fruchtbare Serra de Monchique. Wir erwandern Terrassenkulturen, Macchia und Eukalyptuswälder und ersteigen einen schönen Aus-
sichtspunkt. Unterwegs gemeinsames Picknick. Wanderzeit ca. 4½ Std. 6. Tag: Serra de Caldeirão Fahrt zur Kirche São Lourenço und weiter zum Städtchen Loulé. Besuch des lebendigen Wochenmarktes. In der nahen Serra de Caldeirão wandern wir heute durch Stein- und Korkeichenwälder. Picknick bei einer alten Windmühle. Weiterfahrt mit dem Bus nach Albufeira und Zeit, das schmucke Dorf zu besichtigen. Wanderzeit ca. 3 Std. 7. Tag: Klippen und Strand Mit dem Bus erreichen wir Praia da Rocha. Wir wandern erst über den Sandstrand und dann auf schmalen Pfaden entlang der imposanten Klippen ins ehemalige Fischerdorf Alvor. Nachmittag zur freien Verfügung. Wanderzeit ca. 2 Std. 8. Tag: Rückflug Linienflug mit SWISS von Lissabon nach Zürich. Wanderungen Die schönsten Aussichtspunkte und Strände liegen nicht an der Hauptstrasse! Der Begleitbus bringt Sie an die Ausgangspunkte der mit viel Liebe und Erfahrung ausgesuchten Wanderungen. Die Imbach-Reiseleiter kennen
die Küstenpfade, kleine typische Lokale und sprechen portugiesisch, damit der Busfahrer am richtigen Ort wieder auf die kleine Wandergruppe wartet. Unterkunft Wir übernachten im Hotel Pestana Viking (off. Kategorie 4 Sterne) in Armação de Pêra. Das Hotel liegt etwas erhöht auf den Klippen und bietet ein herrliches Panorama auf Küste und Meer. Es verfügt über zwei Meerwasser Swimmingpools. Alle Zimmer auf der Meerseite mit Bad oder Dusche/ WC, Telefon, TV, Klimaanlage, Safe, Minibar und Balkon. Flugzeiten Ideale Flugzeiten: Abflug ab Zürich um 12.00 Uhr / Ankunft in Zürich um 18.15 Uhr Das alles ist inbegriffen • • • • • • •
Linienflüge inkl. Taxen und Gebühren Unterkunft im Hotel Pestana Viking Halbpension in typischen Restaurants Wanderungen mit Begleitbus Sämtliche Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen Trinkgelder in Hotel & Restaurants IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung
Reisedaten Herbst 2017 1) 22.09. – 29.09. 2) 29.09. – 06.10. 3) 06.10. – 13.10. 4) 13.10. – 20.10. 5) 20.10. – 27.10. 6) 28.10. – 04.11.
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Reisen 1-5: Individuelle Verlängerung in Lissabon exkl. Hoteltransfers 4 Tage / 3 Nächte 190.– im DZ Reise 6: Geführte Verlängerung in Lissabon inkl. Stadtrundgänge, 3 Mahlzeiten und Fado-Abend 4 Tage / 3 Nächte 490.– im DZ
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Leben MM25
Familienumfrage Fällt es Ihnen leicht, Ihre Gefühle zu zeigen? 1 Den Leuten, die mir wichtig sind, zeige ich meine Gefühle gern: 59% 2 Ja. Ich bin ein sehr emotionaler, manchmal fast überschwänglicher Mensch: 27% 3 Ich bin eher der kontrollierte Typ und zeige meine Gefühle selten: 13% 4 Nein. Ich mag keine Gefühlsduseleien. 1%
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1, 2 oder 3?
Der Helikopterbruder Wie würden Sie entscheiden?
Ich bin keine Helikoptermutter. Aber der Grosse (6), der ist ein Helikopterbruder. Wenn draussen ein Windchen weht, schaut er, was sein Brüderchen trägt – und rügt mich: «Mami, du hast ihn zu wenig warm angezogen, so erkältet er sich!» Saust der Kleine (1) eine Rutschbahn hinunter, kommt der Grosse angerannt, um ihn aufzufangen, und sagt vorwurfsvoll: «Er könnte umfallen!» Eines Tages spielt der Grosse Fussball neben dem Spielplatz, wo sich der Kleine im Karussell dreht. Der Match gerät in eine kritische Phase, plötzlich übertönt ein Schrei alle anderen. «Time-out!» Alle schauen den Grossen an. «Ich muss mich um mein Brüderchen kümmern», sagt er. «Mami macht ihren Job nicht.» Und jetzt, 1, 2 oder 3? 1 2 3
Zigarettenstummel verrotten nicht so schnell. Zigarettenfilter bestehen unter anderem aus schwer abbaubarem Kunststoff. Wenn Kinder oder Tiere Stummel verschlucken, können sie schwere Vergiftungen erleiden. Denn die Stummel enthalten giftige und krebserregende Stoffe wie Teer, Schwermetalle und aromatische Kohlenwasserstoffe – etwa Benzol oder Toluol. Zigarettenstummel belasten Lebensräume und Tiere: Gelangen sie in Gewässer, können sich krebserregende Stoffe in Fischen anreichern. Darum gilt: Zigaret-
tenstummel gehören nicht ins WC, auf den Kompost, auf die Strasse, unter den Gullydeckel, auf Geleise, ins Grüne oder in den See. Sie sind in Aschenbechern oder, sofern ausgeglüht, im Kehricht zu entsorgen. Für unterwegs gibt es portable Taschenaschenbecher.
Wir tauschen die Rollen: Der Grosse umsorgt den Kleinen, ich spiele Fussball. «Spielt weiter!», rufe ich in Richtung Rasen und rücke etwas näher zum Kleinen. Ich lasse den Grossen helikoptern.
Antwort 3: Am Abend werde ich dem Grossen sagen, dass er ein wunderbarer Bruder sei, sich aber nicht so um den Kleinen zu sorgen brauche. Der Grosse war als Kleinkind absolut furchtlos und hat die ersten Lebensjahre trotzdem gut überstanden.
Illustrationen: Lisa Rock, Alice Kolb; Bild: René Ruis
hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.
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84 | MM25, 19.6.2017 | LEBEN
Gut zu wissen
So sprechen die Malteser Wäre auf Malta nicht die zweite Amtssprache Englisch, so wären schon wohl viele Reisende verzweifelt. Denn im Maltesischen gibt es Schriftzeichen, die wir nicht kennen. Und nicht alle Wegweiser und Schilder sind zweisprachig angeschrieben. Maltesisch ist eine semitische Sprache
der afroasiatischen Sprachenfamilie und mit dem Arabischen verwandt. Und es ist die einzige semitische Sprache, die lateinische Buchstaben verwendet. Ausserdem werden englische und italienische Lehnwörter gebraucht. Merħba – Willkommen! Ein paar kleine
Beispiele sollen hier Aufschluss über die Aussprache geben: • Der Ort Xlendi spricht sich Schlendi aus (x = sch). • Der Tempel Ġgantija wird Dschgantija ausgesprochen (ġ = dsch). • Kerċem, ein Ort auf Gozo, wird Kertschem ausgesprochen (ċ = tsch) • Żebbuġ, ebenfalls ein Ort auf Gozo, spricht sich Sebbudsch mit stimmhaftem S aus (ż = s) • Das durchgestrichene H wie in Il-ħaġar wird wie das deutsche H, aber stark gehaucht, fast schon als Ch ausgesprochen: Chadschar • Saħħa! (Sacha) – Gesundheit! Prost! • Addiju! (Addijo) – auf Wiedersehen!
Reisen
Mit Herz und Kultur
Willkommen in Malta – im Schmelztiegel der Kulturen und Sprachen. Der Inselarchipel ist übersichtlich und reich befrachtet mit Weltkulturerbe, Geschichte und herzlichen Menschen. Text: Inge Jucker
Bilder: Heinz Jucker
LEBEN | MM25, 19.6.2017 | 85
Aussen schroff, innen eine Augenweide: Die Zitadelle von Victoria auf Gozo (links oben). Cornelia Schmid hat es vor 16 Jahren nach Malta verschlagen. Sie liebt das Shoppen in der Hauptstadt Valletta.
Xwejni Victoria
Mi t tel meer
Gozo
San Giljan Mdina Ta’ Qali Malta
Malta
Valletta Three Cities
10 km
D
as kleine Inselreich, nur 81 km südlich von Sizilien gelegen, wird bei der Ferienplanung gern übersehen. Gut, es hat ja auch keine Flüsse, Berge oder Wälder, die zu ausgedehnten Wanderungen einladen, die Sandstrände muss man suchen (aber es gibt sie!), und im Sommer ist es erbarmungslos heiss. Aber was Malta an Kulturreichtum zu bieten hat, das lässt sich vielleicht am ehesten mit einem «Buch über die Menschheitsgeschichte» vergleichen. Und mitten in vielen dieser wahrlich alten Mauern pulsiert das moderne Leben. Sehr eindrücklich erfahren wir das im Restaurant Rampila in der Hauptstadt Valletta. Es befindet sich in einem Tunnel, der durch eine Festungsmauer aus dem 16. Jahrhundert auf eine Terrasse führt, die einst als Geschützstellung für die Bewachung des Festungseingangs diente. Von dort sieht man in den Burggraben und kann sogar ein paar Sonnenstrahlen geniessen. In diesem Restaurant treffen wir die Schwei-
zerin Cornelia Schmid (58), die seit 16 Jahren in Malta lebt. Sie landete wegen einer Empfehlung des Kinderarztes auf der Insel, weil drei ihrer sechs Kinder stark unter Keuchhusten litten und der Arzt zu Ferien im Mittelmeer geraten hatte. Die Wahl fiel auf Malta, und schon nach einer Ferienwoche ging es den Kindern besser. Sofort zu Hause gefühlt
Nach den zweiten Malta-Ferien mit positivem Effekt auf die Kinder, nimmt der Gedanke, für ein paar Jahre auf der Insel zu leben, Formen an und wird rasch umgesetzt. «Ich habe mich sofort zu Hause gefühlt», erzählt die St. Gallerin. Nur das Kochen war anfangs ein Problem, weil es in Malta – damals noch nicht EU-Mitglied – ganz andere Produkte gab. 2005 wurde dann alles besser. «Einzig Rivella gibt es heute noch nicht», ärgert sich Schmid. Von der ärztlichen Versorgung jedoch schwärmt sie in den höchsten Tönen: «Die Ärzte sind gut ausgebildet, und die Behand-
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LEBEN | MM25, 19.6.2017 | 87
Sightseeing, Shoppen, Essen: Die besten Tipps für Malta Tipps
Die schönsten Strände
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Lange, weisse Traumstrände sind in Malta zwar Mangel-
ware, aber es gibt Buchten mit herrlichen Stränden in allen Sandfarben, mal ruhig und abgelegen – mal quirlig mitten im Ort.
Auf Malta: Golden Bay (nur von zwei Hotels flankiert), Mellieħa Bay (der längste Strand), Paradise Bay (mit viel Betrieb), Slugs Bay (angenehm ruhig), Armier Bay (flach, bei Einheimischen und Familien beliebt), St. Georges Bay (Party-Strand, von Hotels, Restaurants und Läden umgeben)
Hotspot für Sonnenanbeter: Die Ramla-Beach auf Gozo. Schattig sind dagegen die Gassen zwischen alten Gemäuern in Three Cities. Im Hafen von Valletta legen Kreuzfahrtschiffe wie kleine Fähren an. Mdina lässt sich gemütlich per Kutschenfahrt erkunden (im Uhrzeigersinn).
Auf Gozo: Ramla Bay (abgelegen) und San Blas Beach (abgelegen) Auf Comino: Blue Lagoon auf der kleinen Insel zwischen Malta und Gozo. Comino hat genau ein Hotel, eine Bungalowsiedlung, einen Campingplatz, eine Kirche, eine Polizeistelle und vier Bewohner. Der Rest ist schroffe, wilde Natur mit vielen Besuchern. Feuerwerk auf Malta und Gozo: Jeweils Ende April und am 1. Mai, dem Beitrittsdatum von Malta zur Europäischen Union, findet das Feuerwerkfestival statt. Es wird von Maltas Tourismusbehörde auf beiden Inseln organisiert und ist gratis (Sitzplätze 5 Euro). Das Festival ist Auftakt zur Festa-Saison in den Sommermonaten. Festas sind religiöse Feierlichkeiten. Sie finden jedes Wochenende und in immer anderen Ortschaften statt.
lung ist kostenlos – sogar für Ausländer!» Der Keuchhusten gehört schon lange der Vergangenheit an, zwei Töchter und zwei Söhne leben heute auf der ganzen Welt verstreut, und Cornelia Schmid gefällt es mit den beiden verbliebenen Kindern immer noch gut in Malta. Ob sie es je verlassen will? «Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt», sagt sie – ohne die Frage zu beantworten. Später erzählt sie: «Aber ich kann mir fast nicht vorstellen, morgens ohne Sonnenschein zu erwachen.» Malta wird mit rund 300 Sonnentagen pro Jahr verwöhnt. Cornelia Schmid wohnt in San Ġiljan und kommt gern nach Valletta zum Einkaufen und für den abendlichen Aus-
gang. Beispielsweise in der Straight Street, der ehemaligen «Rotlichtgasse», haben sich originelle Lokale eingerichtet, in denen bis weit in die Nacht gefeiert wird. Die Malteser finden stets einen Grund zum Feiern. Deshalb ist das Jahr gespickt mit Festivitäten, vom Wein- über das Film- bis zum Feuerwerkfestival. Dieses beginnt jeweils Ende April und findet am 1. Mai, dem Beitrittsdatum von Malta in die EU, seinen Höhepunkt. Am Abend brodelt die Stadt
Internationale Teams versuchen sich jeweils gegenseitig zu überbieten. Wir erleben die von Musik untermalten, grandiosen Nachtbilder der Pyro-Teams von Rumänien, Tschechien und
Malta. Die Konkurrenz ist hart, es wird das Letzte gegeben. Und das Publikum dankt es mit frenetischem Applaus. Eine Woche später sind dann Italien, Kroatien und wieder Malta (aber mit einem anderen Team) dafür besorgt, die Menschen in Valletta zu begeistern. An diesem Abend wird die Stadt geradezu brodeln – als wäre noch nicht genug Betrieb in Malta. Es ist ein Schmelztiegel der Völker, Kulturen und Sprachen und fordert alle Sinne, will man sich darin zurechtfinden. Aber trotz aller Wuseligkeit – getoppt von unbändigem Autoverkehr – erobern wir Malta Schritt für Schritt. Valletta zählt zum UnescoWeltkulturerbe und wird 2018 Europas Kulturhauptstadt sein.
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drale MariäHimmelfahrt gleich nebenan, und er habe es eigenhändig restauriert. Das ist ihm wahrlich gelun gen, und so kann man heute, auf drei Etagen verteilt, echt gozitanische Hausspezialitä ten geniessen. Sogar den Wein produziert Rikardu selber. Und von den inseltypischen Süssspeisen sollte man un bedingt Ħelwa tattork (ein wenig mit Nougat zu verglei chen) und Qagħaq talgħasel (Gebäck mit HonigMandel Füllung) versuchen – ein Traum für Naschkatzen. Olivenholz und Wein
Das geschmackliche Gegenteil haben wir bei Emanuel Cini (74) gefunden. Er gewinnt aus den Salzpfannen von Gozo, in der Nähe des Dorfs Xwejni, feinstes Meersalz. Natürlich verkauft er es, sorgfältig in Jutesäcklein verpackt, und erzählt interessierten Zuhö rern noch so gerne alles über sein Salz. Von Mai bis Septem ber baut er es von Hand ab, und im Winter verpackt er es. Hilfe bekommt er neuerdings von seiner Tochter. Das Thema Handarbeit spielt an vielen Orten eine Rol
le: Im Crafts Village in Ta'Qali auf Malta zum Beispiel. In einer Ansammlung von alten Militärhangars sind Glasbläser tätig. Ein eingespieltes Team stellt farbenfrohe Vasen, Ka raffen, Türknäufe und vieles mehr her. Ein paar Gebäude weiter ist der Holzbildhauer und Designer Elezar Galea (36) kreativ. Er bearbeitet fast ausschliesslich Olivenholz. Mit viel Hingabe formt er daraus Skulpturen, Schalen, Untersetzer und Weinfla schenständer. Wer jetzt zum Ständer aus Olivenholz noch die passende Flasche sucht, muss gar nicht weit fahren. Das «Meridiana Wine Estate» liegt neben dem Crafts Village. Man kann sich auf dem Gut, das dem italieni schen Weinbaron Piero Anti nori gehört, für Führungen und Degustationen anmelden. Qualitativ hochstehende Weine werden hier produziert. Ins besondere bei den Roten wären «Celsius» und «Nexus» zu empfehlen, die als Souvenir die MaltaFerien verlängern. MM Die Recherche dieser Reise wurde durch Malta Tourism Authority und Air Malta ermöglicht.
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Elektrosmog, Nahrungsmittel, Lärm, Parfüm: Auf all diese Stoffe reagiert Christian Schifferle mit schweren Symptomen. Die Krankheit Multiple Chemical Sensitivity (MCS) zwang ihn zu einem Leben fernab der Zivilisation. Dank eines Pionierprojekts kann er endlich wieder unter Menschen wohnen.
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Immer mehr Allergiker Die Anzahl Menschen, die an
Allergien oder Unverträg lichkeiten leiden, hat in den letzten Jahren zugenommen. Warum das so ist, erfahren Sie im ExpertenInterview auf Impuls. www.migros-impuls.ch
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Bild: Gabi Vogt
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uftstoffe sind für mich am schlimmsten, denn im Alltag sind sie überall präsent!», sagt Christian Schifferle (62), der seit seiner Kindheit an MCS leidet. Schon als Bub reagierte er mit grippeähn lichen Symptomen auf das Chlor in der Badi, auf Lösungsmittel oder auf die Spritzen beim Zahnarzt. Die Krankheit verstärkte sich, wurde mit den Jahren immer quälender – bis sich daraus eine schwere Form von MCS entwickelte. In der Schweiz ist Multiple Chemical Sensitivity (Chemika lienunverträglichkeit) wenig be kannt. Auch bei den Ärzten. Denn eine Diagnose zu stellen, erweist sich als äusserst schwierig. Sowohl Symptome als auch Auslöser sind je nach Patient unterschiedlich – so wie die Entstehung der Krank heit. Sie kann plötzlich auftreten, zum Beispiel nach einer Rauch vergiftung, oder sie kann sich nach und nach entwickeln. Zeigt sich eine leichte MCS Erkrankung als gelegentliche Übelkeit nach einer Exposition, wird hingegen das Leben schwer Erkrankter vom Leiden diktiert. Ein Dufttännchen im Auto der
Kollegin oder ein Raumspray benutzer in der Nachbarschaft kann MCSKranken das Leben zur Hölle machen. Sie reagieren darauf mit unerträglichen Muskelschmer zen, bleierner Müdigkeit oder gar Lähmungserscheinungen. «Nicht zu vergleichen mit früher»
Mit den Symptomen beginnt eine Odyssee. Wer es sich leisten kann, klappert sämtliche Instanzen ab – Schulmedizin, Alternativmedizin, Heiler. Oft erfolglos. Nicht selten werden MCSPatienten als Simu lanten oder psychisch labil abge stempelt. «Es gibt wenige Ärzte, die MCSKranke ernst nehmen», weiss Christian Schifferle aus eigener Erfahrung. Zu Krankheit und Verzweiflung kommt noch die Einsamkeit: Fami lienangehörige ziehen sich zurück, weil sie überfordert sind, Freunde melden sich nur noch sporadisch, da sie mit dem Kranken kaum noch etwas unternehmen können. Oder sie lösen Beschwerden aus wegen ihres Shampoos oder Deos. MCSLeidende sind oft auf sich allein gestellt und mittellos. So hausen sie an irgendeinem Ort weit abgelegen, um möglichst
frei von krank machenden Immis sionen zu sein. Wie zum Beispiel Christian Schifferle, der zwanzig Jahre lang in einem Wohnwagen in den Bergen lebte, bevor er in das MCSHaus in ZürichLeimbach einziehen konnte. «Mein jetziges Leben ist sehr glücklich und nicht zu vergleichen mit früher», sagt er erleichtert. In einer richtigen Wohnung leben zu können und unter Menschen zu sein, war sein Traum. «Es ist schwierig, passenden und bezahlbaren Wohnraum zu finden», sagt Christian Schiffer le und fügt hinzu, wie gut ihm die Gemeinschaft tue. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses in Zürich sind für ihn so etwas wie eine neue Familie geworden. Er fühlt sich endlich ernst genommen. Der Bau des MCSHauses in ZürichLeimbach, das aus speziell verträglichen Baumaterialien er stellt wurde und gegen Elek trosmog abgeschirmt ist, wurde von der Stadt unterstützt. In und ums Haus gelten strenge Regeln: Rauchen, WLAN oder Handys sind nicht erlaubt. In den USA sind Institutionen, die sich auf Multiple Chemical Sensitivity spezialisiert haben,
Bild: zVg
Text: Fatima Vidal
LEBEN | MM25, 19.6.2017 | 91
Gut zu wissen
Linderung ist möglich Ansätze, um MCSSymptome zu mildern, gibt es in den USA seit vielen Jahren. Vereinzelt wurden Betroffene gesund: mittels Darm sanierung, durch hoch dosierte Vitamine und Spurenelemente oder durch Therapie der Nackenwirbel. Doch einen Durchbruch gab es nicht. Erst das Neural Retraining des Englän ders Ashok Gupta liess Betroffene hoffen. Zahlreiche Erfolgsgeschichten geben Gupta recht. Er selbst litt am Chronic Fatigue Syndrome (einer Er krankung des Nerven systems) und fand aus eigener Kraft einen Weg heraus. Er ent wickelte daraus ein NeuralRetraining Programm, und durch Zufall stellte sich heraus, dass sich auch MCS Symptome damit lindern lassen. Etwas später kam das Neurotraining der Kanadierin Annie Hopper hinzu. Sie selbst litt jahrelang an MCS. Hoppers und Guptas Therapien setzen sich aus Meditation und Neuro training zusammen. Dabei werden Übungen unzählige Male wieder holt, bis im Gehirn die gewünschte Änderung eingetreten ist.
Christian Schifferle trägt eine Atemmaske, um sich zu schützen.
keine Seltenheit. In Europa ist das Haus in Zürich-Leimbach jedoch ein Pionierprojekt. Initiiert von Christian Schifferle. Zudem hat er eine Stiftung ins Leben gerufen, die Bewohner in finanzieller Not hilft, die Miete zu bezahlen. MCS-Betroffene mit einer milden Form des Leidens können ein
mehr oder weniger normales Leben führen. Schwer Erkrankte jedoch sind nicht in der Lage, einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Trotzdem erhalten sie kaum IV-Renten, da MCS in der Schweiz nicht als Krankheit anerkannt ist. «Das Unverständnis macht sehr zu schaffen», meint Schifferle. Und
dann hofft er noch auf weitere Bauten für MCS-Patienten. Denn niemand soll, so wie er, wegen seiner Krankheit 20 Jahre lang ab der Zivilisation leben müssen. MM
Eine grosse Hilfe für MCSBetroffene wäre die Anerkennung ihrer Krankheit durch die Schulmedizin.
Mehr Infos: Wohnbaugenosschenschaft: www.gesundeswohnenmcs.ch Stiftung Gesundes Leben und Wohnen: www.stiftungglw.com
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Agrigento erreichen Sie die Südküste und besuchen das «Tal der Tempel». Es gehört zu den eindrucksvollsten antiken Gebäudekomplexen ausserhalb Griechenlands. Nach diesem interessanten Besuch fahren Sie vorbei an Enna, das auch «Herz» oder «Nabel» Siziliens genannt wird und gelangen nach Piazza Armerina und zur Villa Romana del Casale. Durch seine Mosaikfunde aus der Römerzeit berühmt geworden, ist dieser Platz ein Anziehungspunkt erster Güte für Sizilienreisende. Gegen Abend kehren Sie dann wieder in Ihr Hotel nach Campofelice di Roccella zurück.
4. Tag Ausflug Cefalù Am Fuss eines markanten Felsens gelegen und beherrscht von seinem Normannendom, ist Cefalù ein anziehendes Fischerstädtchen, das sich zu einem beliebten Ferienort entwickelt hat. Nach einer geführten Besichtigung haben Sie auch genügend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu entdecken. 5. Tag Ausflug Aetna und Taormina (fakultativ) Der heutige Tag könnte nicht abwechslungsreicher sein. Am Vormittag besuchen Sie den alles überragenden Aetna. Der grösste und noch heute aktive Vulkan Europas galt im Altertum als die Schmiede des Feuergottes Vulkan. Über die verschiedenen, heute erkalteten Lavaströme führt Sie der Weg in Serpentinen bis auf ungefähr 1900 m hinauf. Am Nachmittag fahren Sie nach Taormina, der «Perle Siziliens», einem der schönsten Orte Italiens. Wunderschön auf einer Felsterrasse gelegen, geniessen Sie die einmalige Aussicht auf das Meer und den alles überragenden Aetna. 6. Tag Campofelice di Roccella – Palermo Auf einer Stadtrundfahrt zeigt man Ihnen die Sehenswürdigkeiten Palermos. Die Stadt, eine orientalisch-europäische Mischung, sucht ihresgleichen. Araber und Normannen haben ein reiches Erbe hinterlassen. Danach fahren Sie zum 300 m hoch gelegenen Monreale, wo Sie die Kathedrale bewundern, die als schönstes Beispiel des arabisch normannischen Stils gilt. Am Abend Einschiffung. 7. Tag Auf See – Genua Ein Tag zur Erholung. Geniessen Sie die Überfahrt auf das Festland und lassen Sie die vielen Einrücke der vergangenen Tage nochmals Revue passieren. Am späteren Nachmittag läuft Ihr Schiff im Hafen von Genua ein. 8. Tag Genua – Schweiz Heimreise über die Gotthard-Route an die Ausgangspunkte der Reise.
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Abfahrtsorte Zürich, Olten, Bern, Basel, Luzern
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App-Tipps
Ferienpiraten
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Surfspass ohne Risiko Ferien machen heisst zwar abschalten – das Handy bleibt aber meist in Betrieb. Gut zu wissen, mit welchen Angeboten man günstig online unterwegs ist. Text: Philipp Rüegg
Wenns ums Verreisen geht: Die Website Ferienpiraten.ch und die gleichnamige App versammeln attraktive Schnäppchen aus dem Internet. Mit der App kann man Alarmsignale einstellen, um informiert zu werden, wenn ein passendes Angebot lockt. Gratis, für Android und iOS. www.migmag.ch/ urlaubspiraten www.migmag.ch/ ferienpiraten
Echo112 – First Responder
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as Internet ist eine tolle Sache – solange man in der Schweiz bleibt. Kaum überschreitet man die Landesgrenze, können die Kosten ins Unermessliche steigen. Darum beschränken sich die meisten Reisenden aufs Surfen im Hotel, wo WLAN zur Verfügung steht. Gerade unterwegs ist man allerdings oft froh, wenn man kurz etwas nachschauen kann: Wo gibt es das nächste gute Restaurant, wo gehts zum Hotel, welches ist die beste Zugverbindung? Dafür gibt es die öffentlichen Hotspots. Aber jedes Mal ein Café mit Gratis-Wi-Fi aufspüren ist mühsam. Unabhängiger ist man mit eigenem Internet. Wer ins Ausland reist, sollte deshalb die folgenden Möglichkeiten prüfen. Detaillierte Infos liefern Mobilfunkanbieter oder Tourismusbüros vor Ort. Datenpakete kaufen
Die bequemste, aber teuerste Lösung ist Roaming. Ist die entsprechende Option im Telefon
aktiviert, kann man surfen wie daheim. Gewisse Abos enthalten definierte Datenmengen – damit hat man den Überblick über den Datenverbrauch. Den Umfang der Datenpakete erfährt man beim Anbieter; je nachdem ist es von Vorteil, weitere hinzuzukaufen. Diese Angebote sind optimal für Gelegenheitssurfer. So oder so werden grössere Datenmengen jedoch schnell teuer. SIM-Karte kaufen
Viel preiswerter als Roaming ist eine SIM-Karte, die man am Reiseziel kauft. Vielerorts gibt es für Touristen spezielle SIM-Karten, mit denen sich nur surfen lässt. Damit liegen deutlich höhere Datenmengen zu einem Bruchteil der Roamingpreise drin. Allerdings ist man dann mit einer neuen Nummer unterwegs. Sendet man Freunden eine WhatsApp-Nachricht, erscheint man als unbekannter Absender – es sei denn, man legt dafür wieder die eigene SIM-Karte ein.
Handy mieten
Wer kein Handy mit zwei SIMKarten-Slots oder keine Lust auf das ständige Kartenwechseln hat, kann im Ausland ein Handy mieten. Das kostet etwas mehr als eine blosse SIM-Karte, bietet aber mehr Flexibilität. Der Nachteil: Man trägt je nach Bedarf zusätzlich das eigene Handy mit sich herum. Mobilen Hotspot kaufen oder mieten
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Diese App setzt auf Notfallhilfe durch Freiwillige. Menschen mit Fachkenntnissen können sich bei First Responder eintragen lassen. Bei einem Notfall in ihrer Nähe werden sie per GPS geortet und um Hilfe gebeten. Jede Person mit Erste-HilfeAusbildung ist willkommen. Gratis, zurzeit nur für iPhone. www.migmag.ch/notfallhilfe
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98 | MM25, 19.6.2017 | LEBEN
Ausgewandert
Von Schaffhausen nach Brasilien Eigentlich lebt Lana (14) in Curitiba, im Süden von Brasilien. Sie hat aber einen engen Bezug zur Schweiz: Ihre Ur grosseltern wanderten 1923 von Schaffhausen nach Brasilien aus. Und ihre Grosseltern nahmen sie auf ihren Ferienreisen jeweils an den Rheinfall mit. Lanas Mutter ist Schweizerin und betreibt in Curitiba eine Messeorganisation. Ihr Vater ist Brasilianer und von Beruf Biologe. Er arbeitet für Schul projekte. In Curitiba besucht Lana eine Schweizer Schule. Deshalb lernt
sie Englisch und Fran zösisch. Ausserdem spricht sie fliessend Portugiesisch und Hochdeutsch. Das kann sie jetzt gebrauchen, denn derzeit ist sie für einen Schüleraustausch in der Schweiz. Hier möchte sie später viel leicht mal studieren.
Lana kennt die Schweiz
aus den Ferien. Nun lebt sie sechs Monate hier.
Kinder
«Die Jugendlichen haben mich sehr nett aufgenommen» Die 14-jährige Lana lebt in Curitiba, Brasilien. Zurzeit ist sie aber in der Schweiz: Hier erhält sie ein halbes Jahr lang Einblick in eine Sekundarschule. Text: Gabriela Bonin Illustration: Olaf Hajek
«In Brasilien lebe ich mit meiner Mutter zusammen in der Stadt Curitiba. Es ist eine für brasilia nische Verhältnisse grüne Stadt. Mit meiner Mutter bin ich oft und gern unterwegs. Am Wochenende mache ich auch Ausflüge mit mei nem Vater. Wir haben zum Beispiel die berühmte Bergkette Pedra do Baú besucht. Das war toll. Eins meiner Highlights in Brasilien war der Besuch der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro vergangenes Jahr.
Ich treibe viel Sport: Ich spiele Fussball, gehe zweimal pro Woche schwimmen und einmal in einen Klub für Street Dance. Besonders viel Spass macht es, auf dem See in der Nähe von Curitiba Standup-Paddle zu fahren. Das Meer ist auch nicht weit weg – das ist toll.
Zurzeit wohne ich dank eines Schulaustauschprogramms in Neu hausen SH. Die Jugendlichen in der Sekundarschulklasse haben mich sehr nett aufgenommen. Sie laden mich zu ihren Partys ein, und wir gehen oft zusammen skateboarden. Die Lehrer in der Schweiz unterrichten lieber als die in Bra silien. Und die Schüler hier sind viel besser – ausser in Englisch.» MM
LEBEN | MM25, 19.6.2017 | 99
Adriana (8), Zürich
Was brauchst und möchtest du in deinem Leben? Essen, Sicherheit, Freude, Spiel und vieles mehr. All das, was wir Menschen brauchen, nennt man «Bedürfnisse». Obwohl wir alle unterschiedlich sind, brauchen wir viele ähnliche Dinge. Es gibt Leute, die als sogenannte Mediatoren arbeiten: Sie helfen, Streit zu schlichten. Erstaunlicherweise sagen sie, dass wir alle letztlich die gleichen Bedürfnisse haben. Dennoch sind wir uns oft nicht einig, weil wir unterschiedliche
Ideen davon haben, wie wir unsere Bedürfnisse befriedigen wollen.
schaust, um dich von der Schule zu erholen. Wie löst ihr das?
Darum ist es ziemlich schwierig, gemeinsam einen Weg zu finden. Wenn jeder nur seinen eigenen Weg richtig findet, gibt es Streit. Das kann zum Beispiel passieren, wenn deine Mutter ein Bedürfnis nach Ruhe hat und du eins nach Spass: Sie will, dass du still bist, du aber tobst herum. Oder wenn deine Freundin ein Bedürfnis nach Bewegung hat und im Wald spielen möchte, du aber lieber Videos
Stell dir eine Brücke vor. Geh auf die andere Seite zum Gegenüber. Frag die Person, was sie fühlt und braucht. Hör gut zu. Nimm sie dann mit, zeige ihr deine Seite. Mediatoren helfen bei solchen Übungen. Auch Kinder können Streit schlichten. Dabei behandeln sie alle Beteiligten gleichwertig. Sie überlegen mit ihnen, wie ihre Bedürfnisse sich erfüllen lassen. Oft finden sie eine Lösung. Oder sogar mehrere. MM
Rä tsels pass
FÜNF UNTERSCHIEDE Findest du sie alle?
Eine Mutter erklärt die Welt:
Die Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.
TOBIS DINO-RÄTSEL Es regnet draussen? Das macht nichts, denn Tobis lustige Fragen zur spannenden Zeit der Dinosaurier vertreiben die Schlechtwetterlaune. 1. In Dinosaurier steckt das griechische Wort «deinos». Was bedeutet es? a) lieblich b) schrecklich c) kleinlich
3. Vor ungefähr 500 Millionen Jahren gab es die ersten Wirbeltiere auf der Erde. Welche? a) Fische b) Affen c) Katzen
2. Was tragen die Ceratopsier auf dem Kopf? a) einen Partyhut b) nichts c) Hörner
4. Was ass der Brontosaurus am liebsten? a) Himbeerguetsli b) Pflanzen aller Art c) Wiener Schnitzel
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Verlosung
Mitmachen und gewinnen
Zu gewinnen 2 × 2 Übernachtungen im Vier-SterneAparthotel Helvetia Intergolf
Das Migros-Magazin und Crans-Montana Tourismus & Kongress verlosen 2 × 2 Übernachtungen im VierSterne-Aparthotel Helvetia Intergolf in Crans-Montana. Der Gewinn umfasst zwei Übernachtungen im Doppelzimmer für zwei Personen, ein reichhaltiges Frühstück, ein Nachtessen im Hotelrestaurant, die freie Nutzung der hauseigenen Wellnessoase sowie Bergbahntickets. Alle Zimmer im «Helvetia Intergolf» in Crans-Montana bieten einen grandiosen Blick auf die Walliser Bergwelt.
Glücksgriff
Alpines Strandfeeling Kurzferien in reiner Luft gefällig? Das Migros-Magazin verlost einen Aufenthalt im Vier-Sterne-Aparthotel Helvetia Intergolf in Crans-Montana. Das Freizeitangebot des Ferienorts im Wallis reicht von Eislaufen über Beachvolleyball bis Wakeboarden.
Bild: zVg
H
och über dem Rhonetal liegt die Ortschaft mit den schweizweit besten Luftreinheitswerten: Crans-Montana. Darüber hinaus ist das Walliser Dorf ein wahres Familienparadies und lockt mit allerlei Unterhaltungsangeboten, an denen auch Erwachsene ohne Kinder im Gepäck viel Spass haben können. So empfiehlt sich ein Besuch des mitten im Ort gelegenen Freizeitzentrums Ycoor. Zum ersten Mal ist das Indoor-Eisfeld in diesem Jahr auch im Sommer geöffnet.
Wer sich gern mit Minigolf vergnügt, darf sein Können auf einem neu gestalteten Parcours unter Beweis stellen. An heissen Tagen lohnt sich ein Abstecher zu einem der zahlreichen Badeseen in der idyllischen Region. Mitten in der Bergwelt kommt sogar Strandfeeling auf, denn im «Beach Club» können Feriengäste Beachvolleyball spielen, Wakeboarden erlernen oder einfach nur auf einer echten Sandbank in der Sonne baden. Einen entspannten Aufenthalt in Crans-Montana verspricht das
Vier-Sterne-Aparthotel Helvetia Intergolf. Die grosszügigen Zimmer bieten einen grandiosen Blick auf die über 4000 Meter hoch aufragenden Bergriesen der Walliser Alpen. Zum Hotel gehört eine Wellnessoase mit Sauna, Dampfbad, Whirlpool und Schwimmbad. Für das leibliche Wohl ist natürlich ebenfalls gesorgt: Im hauseigenen Walliserstübli werden unter anderem Spezialitäten aus der Region serviert. MM www.helvetia-intergolf.ch www.crans-montana.ch
Beantworten Sie folgende Frage:
Wie heisst das Freizeitzentrum in Crans-Montana? Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039
(1 Fr./Anruf) und nennen Sie die Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an: Migros-Magazin, «Crans Montana», Postfach, 8099 Zürich Online: www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 25. Juni 2017 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.
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Kreuzworträtsel
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… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 25.6.2017, 24 Uhr
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Auflösung Nr. 24: ASSISTENT
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Gewinner Nr. 23: Ruth Zwimpfer, Emmenbrücke LU; Bruno Brunner, Inwil LU; Jürg Schnyder, Konolfingen BE; Elsbeth Jenni, Wabern BE; Lisbeth Vock, Glarus Gewinner «Zusatz» Nr. 23: Alice Heer, Oberengstringen ZH; Ilse Giger, Rüti ZH; Marianne Buchser, Erlinsbach AG; Madlen Schwaller-Stuber, Luterbach SO; Dani Steiner, Hünenberg ZG
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LEBEN | MM25, 19.6.2017 | 105
Quiz
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Jemand, der sich illegal und kostenlos befördern lässt, ist ein …? G Irrläufer
F
Trittbrettfahrer
T
Tiefflieger
2. Wenn strenge Zucht und Ordnung herrscht, steht man unter der …? R Fuchtel
E
Lampe
A Brücke
L
Sicherungshaken
G Gewehr
S
New York
O Detroit
3. Was bezeichnet keinen Karabiner? E
Pferd
So nehmen Sie teil
4. Wo spielt der Film «La La Land»? I
Los Angeles
Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 25.6.2017, 24 Uhr
5. Welche Hauptstadt dieser Kantone hat kein «e» im Namen? W Tessin
H Uri
N Thurgau
6. Welcher dieser Ausdrücke kommt im Zusammenhang mit Edelmetallen vor? E
gediegen
G super
A toll
7. Wie lautet das Kennzeichen der Dienstfahrzeuge im Vatikan? L
VVS
M SAC
I
SCV
8. Wie nannten die Ureinwohner Amerikas den Stacheldraht? V schwarze Linie
T
Teufelsschnur
N Friedenstöter
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Auflösung Nr. 24: DREHBUCH
Gewinner Nr. 23: Inge Sandri, Oberhasli ZH; Margrit Rawyler, Biel BE; Ursula Jehli, Waldstatt AR
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
Paroli
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 3 1
A
4 2
Auflösung Nr. 24: LEBEN Gewinner Nr. 23: Debora Flückiger, Aarwangen BE; Heidi Baumann, Glattbrugg ZH; Kathrin Wichmann, Seengen AG
5
ABBL ENDE ACHENSEE ADE LHE I D E I NFACHE FUSSFALL L ERNER I N RHE I NAUF SPRECHER STERLETT TACHELES
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 25.6.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Lösungswort: 1
2
3
4
5
Gérard Vives verrät uns sein Geheimnis
“So bekommen Sie einen flachen und steinharten Bauch in weniger als 5 Minuten pro Tag!” Gérard Vives erklärt uns ausserdem, wie Sie dank des AbdoForte® 3 bis 4 Grössen weniger tragen werden. Treffen mit Gérard Vives, Schauspieler, Sportler und Fernsehmoderator, um mit ihm über sein Geheimnis zu sprechen, wie man einen flachen und steinharten Bauch behält.
Gérard Vives:
“Entdecken Sie 3 einfache Schritte, dank denen Sie mit AbdoForte® Ihre Fettpolster an den Problemzonen verschwinden lassen.” Nach AbdoForte®
Problem
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Schwangerschaft
Problem nach der Schwangerschaft
Nach AbdoForte®
Nach AbdoForte®
Hallo Gérard. Seit einigen Wochen sehen wie Sie die positiven Ergebnisse einer ganz neuen Version des Gerätes AbdoForte® anpreisen. Mit ihm könne man weiche, schlaffe und dicke Bäuche in flache und feste Bäuche verwandeln. Können Sie uns mehr darüber erzählen? Hallo. Ja, mit AbdoForte® ist es wirklich eine Freude zu trainieren. Egal, ob Anfänger oder Profi-Sportler, es ist DAS Gerät, um maximale Ergebnisse mit einem minimalen Aufwand zu erzielen. 5 Minuten pro Tag sollen ausreichen, um einen flachen und muskulösen Bauch zu bekommen: Wie ist das möglich? Lassen Sie mich vorerst sagen, dass das traditionelle Trainieren von Bauchmuskeln ohne Hilfe sehr schwierig ist. Die meisten schaffen das nicht. Und jene, die sich durchbeissen, gehen häufig ein Risiko für ihren Rücken ein... Ganz anders mit dem AbdoForte®: ohne das geringste Risiko und mit nur geringem Aufwand erzielt man super Ergebnisse.
AbdoForte® Basic
Für jede Situation eine Lösung Einer der Gründe für dicke Bäuche hängt damit zusammen, dass die Bauchmuskeln unterhalb des Magens kleiner und feiner sind als die oberhalb liegenden Muskeln. Der Darm übt einen Druck aus und dehnt den Bauch aus, ohne dass überschüssige Fettpolster eine Rolle spielen. Bei Frauen nach der Schwangerschaft wiegt der Darmdruck noch schwerer. Zwar gibt es hierfür Bauchübungen, aber diese erreichen nur wenige Bauchmuskeln und können Rückenschmerzen bereiten. Aus diesem Grund ist AbdoForte® die beste Lösung.
Gérard Vives, bekannt aufgrund seines durchtrainierten Körpers in der französischen Sitcom „Les filles d’à coté“, konnte seine Figur unter anderem dank AbdoForte® bis heute behalten.
Ein elektronisches Fitness-Wunder: kompakt, leicht und tragbar. Design und Material der neuesten Generation
Ergonomische Griffe mit Schaumüberzug
6 SekundenPiepser gibt den Rhythmus Ihrer Traktionen an
Einstellbare Anzahl an Traktionen
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5 Widerstandsstufen für alle Niveaus
AbdoForte
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Deluxe
Stabiler Kunststoff 6 Klicks für den perfekten Rhythmus Schaumstoffbasis für optimalen Komfort
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Ohne Anstrengung und Rückenschmerzen? Lassen Sie mich das kurz vorführen: Zunächst stelle ich den Widerstand von AbdoForte® ein, anschliessend setze ich ihn auf meinen Bauch und zu guter Letzt ziehe ich die Griffe zu mir. 3 einfache Schritte während ich mit Ihnen spreche, und ich garantiere Ihnen, dass 3 Minuten ausreichen werden, um Ihren Bauch abzuflachen und zu festigen. Es sieht wirklich kinderleicht aus! So ist es auch! Sehen Sie, wie sich meine Bauchmuskeln mit AbdoForte® aktivieren, wenn ich Druck auf sie ausübe? AbdoForte® ist wirklich die sanfteste und wirksamste Lösung, um zu Hause einen flachen und festen Bauch zu bekommen. Empfehlen Sie es jedem? Natürlich! Ich nutzte schon die früheren Ausführungen dieses Geräts. Als man mir also anbot, AbdoForte® Deluxe vorzustellen, habe ich sofort zugesagt. Ich trainiere 2 Mal täglich mit dem Gerät, während ich die Nachrichten schaue. Gérard, Sie haben mich überzeugt. Vielen Dank! Ich danke Ihnen.
Für Mann und Frau
So bekämpft AbdoForte® die 5 wichtigsten Gründe für weiche, schlaffe und dicke Bäuche. Gute Neuigkeit: Überschüssiges Fett ist nicht der Hauptgrund. Wie AbdoForte® diese 5 Gründe bekämpft: 1 Passt sich an alle
Nutzerniveaus an 2 BauchmuskelTraining mit unterschiedlichen Intensitäten 3 Erfordert keine besondere Anstrengung 4 Verursacht keine Rückenschmerzen 5 Im perfekten 6-SekundenRhythmus Bei den Bauchmuskeln handelt es sich um unverbundene oder, wenn Sie so wollen, inaktive Muskeln. Im Gegensatz zum Bizeps, den Sie aufgrund seiner Verbindung mit Knochen problemlos anspannen können, handelt es sich bei den Bauchmuskeln um unverbundene Muskeln, weshalb sie sich nahezu ständig im Ruhezustand befinden. Sie verformen sich, werden weich und schlaff und verleihen Ihrer Figur diesen dickbäuchigen Charakter. Um diese Muskeln zu beanspruchen müssen Sie sie 6 Sekunden anspannen und genauso lange entspannen. Ohne diese Strategie ist es unmöglich Ergebnisse zu erzielen. AbdoForte® hilft Ihnen dabei, diese Muskeln
Auf unserer Website erklärt Gérard Vives, wie diese Muskeln ohne Anstrengung trainiert werden Querer Innerer schräger BauchBauchmuskel muskel Äusserer Gerader schräger BauchBauchmuskel muskel
Gérard
VIVES fast ohne jede Anstrengung anzuspannen. AbdoForte® piepst alle 6 Sekunden, sodass Sie nicht selbst zählen müssen und nebenbei Fernsehen schauen können.
So bekämpft AbdoForte® diese 5 Ursachen
Der erste Grund für weiche, schlaffe und dicke Bäuche hängt mit der grossen und unterschiedlichen Anzahl an Bauchmuskeln zusammen. Sie alle gleichzeitig zu beanspruchen ist schwierig. Mit AbdoForte® geht kein Bauchmuskel vergessen. Der zweite Grund: Die Muskeln unterhalb des Magens sind kleiner als jene, die oberhalb des Magens liegen. Dieses Ungleichgewicht, das den Darm aus seiner Position austreten lässt, wird dank AbdoForte® problemlos beseitigt.
Bestellschein
Der dritte Grund: Viele kleine unbeanspruchte Bauchmuskeln führen zu einer schlechten Haltung. AbdoForte® korrigiert durch das Bauchmuskeltraining Ihre Haltung und der Bauch kehrt in eine normale Lage zurück. Der vierte Grund steht in Verbindung mit schlechten Atemgewohnheiten. Dank seiner Sequenzierung von 6 Sekunden finden Sie zurück zu dem, was man Tiefenatmung nennt. Der fünfte Grund: Eine schwangere Frau neigt dazu, ihren runden Bauch durch schlechte Haltungen auszugleichen. Mit AbdoForte® finden Sie nach der Entbindung auf sanfte Art und Weise zu einer normalen Haltung zurück. AbdoForte® ist DAS geeignete Mittel, um mit weichen, schlaffen und dicken Bäuchen Schluss zu machen.
JA, ich bestelle gegen Rechnung (zahlbar innert 10 Tage) plus Fr. 6.90 Versandkostenanteil wie folgt:
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❑ AbdoForte Basic (Art.Nr. 1203) nur Fr. 69.– ❑ AbdoForte Deluxe (Art.Nr. 2185) nur Fr. 79.– ❑ Frau ❑ Herr Name:
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Sudoku
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 24: 187
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 25.6.2017, 24 Uhr
Gewinner Nr. 23: Jean Wenker, St. Antoni FR; Daniel Angelini-Müller, Wildegg AG; Alois Hodel, Luzern; Irene Aschwanden, Baar ZG; Simone Eichenberger, Zetzwil AG
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 4 4 3 2 miteinander verbunden 3 3 2 2 1 sein. Verboten: Kreuzun1 2 1 3 3 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.
Auflösung Nr. 24:
2 3 3
2
3 3
1
5
2 1
4
3
3
1 2 4
3
4
3 2
2 1
Auflösung Nr. 24: 2 4
1
3
2
2
1
2
2
3
1
5
2
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1
3
3 1 3 2
3 3
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2 2 3
2
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3
3
3 4 1
1
1
3 2
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Elena Bernasconi, Reto Meisser
Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Dora Horvath, Sonja Leissing, Melanie Michael, Fatima Nezirevic, Angela Obrist, Kian Ramezani, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West
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Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
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Druck: DZB Druckzentrum Bern AG
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Meine Welt
«Reggae ist unser gemeinsamer Nenner»
Als Sänger der Pedestrians und Student der Kunstgeschichte bewegt sich Mike Bill zwischen Bob Marley und Leonardo da Vinci. In diesem Sommer spielt der Aargauer mit seiner Band unter anderem auf dem Gurten bei Bern und am Jazzfestival in Montreux. Text: Laila Schläfli Bilder: Jorma Müller
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1 Mein Zuhause «Ich lebe in einer WG.
Wir haben kein Wohnzimmer, deshalb ist die Küche das Herz der Wohnung. Ich arbeite auch oft am Küchentisch.» 2 Mein Arbeitsort «Das Historische
Institut der Uni Zürich. Mich interessiert Geschichte. Und Kunstgeschichte ist ziemlich interdisziplinär: Man schaut anhand eines Produkts auf eine bestimmte Zeit, das hat etwas Indirektes.»
2
3 Mein Sport «Ich bestreite Halbmarathons und trainiere etwa zweimal pro Woche. Rennen brauche ich als Ventil zum Ausgleich der Lernphasen.»
3
Name Mike Bill (21) Sternzeichen Krebs Lebenslauf «Ich stamme aus Baden AG, aus einer relativ unmusi-
kalischen Familie. Trotzdem habe ich die Musik für mich entdeckt und Klavierunterricht genommen. Im Gymnasium lernte ich Loïc und den Rest der Band kennen. Wir haben alle riesigen Spass an Musik, wobei sich jeder für eine andere Stilrichtung interessiert. Reggae ist unser gemeinsamer Nenner. Durch die Teilnahme an Contests konnten wir schon drei Mini-Alben verwirklichen. Diesen Sommer spielen wir an diversen Festivals, am 13. Juli etwa auf dem Gurten bei Bern und einen Tag später am Jazzfestival in Montreux. Das ist der bisherige Höhepunkt in unserer Bandgeschichte. Wir freuen uns alle riesig auf diese Tournee.»
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4 Mein Lieblingsbuch «‹Mein Name sei Gantenbein› von Max Frisch habe ich schon mehrmals gelesen. Ich entdecke darin immer wieder Neues. Zudem tauche ich gerne wieder in eine Welt ein, die mich beeindruckt hat.» 5 Mein Ding «Ich bin kürzlich nach Zürich
gezogen und habe jetzt einen Balkon. Mit den Kräutern möchte ich herausfinden, ob ich einen grünen Daumen habe.»
Bild: Tabea Hüberli
6 Meine Band «Unser Bandname soll Bodenständigkeit und die Liebe zur simplen Fortbewegung ausdrücken. Einmal haben wir sogar ein Schlagzeug im Zug transportiert.» Mein Lieblingsprodukt
«Himbeersirup: Gerade im Sommer verbraucht unsere 3er-WG eine halbe Flasche pro Woche.»
7 Mein Fluchtort «Auf unserer Dach-
terrasse fühle ich mich wie in einem Dorf. Ich geniesse sie gern mit Freunden wie Bandkollege Loïc Bawidamann (22), mit dem ich auch viele Werte teile.»
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