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Migros-Magazin-24-2019-d-VS

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Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

migrosmagazin.ch | MM24, 11.6.2019

Wahl ohne Qual: Tipps zum Tablet-Kauf Seite 74

Dossier Grillieren

Wie Fisch, Fleisch und Gemüse garantiert gelingen ab Seite 13

Bild: Tina Steinauer

Mord am Schreibtisch: «Tatort»-Autor Urs Bühler gibt sein Können weiter Seite 10

Ackerdemiker: Kinder gehen den Dingen an die Wurzel Seite 36

Sommerserie Migros-Freizeitparks: Münchenstein Seite 30 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 720 44 00 - mitglieder.register@migrosvs.ch


«Die Beilage befeuert den Genuss.» Grill-Regel von Vanessa Z.

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Party-Tipp: Abwechslung darf auch bei den Beilag en nicht fehlen. Zum Beispiel Pommes Chips und Gemüsestäbchen mit einem Kräuter-Crème-fraîche-Dip servieren, dazu Hörnlisalat und Fladenbrot.


«Der Mix macht das Grillfest.» Grill-Regel von Anouk E.

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Mein Grill. Meine Regeln: Wenn die Tage wärmer werden, erwacht in uns der Grillitarier und auf den Grill kommt wieder alles, was das Herz begehrt. Ob Fleisch , Fisch, Käse oder Gemüse ist «Wurst» – alles soll auf dem heissen Rost über dem Feuer brutzeln. Dabei folgt jeder seinen ganz eigenen Grill-Regeln. Wie lautet Ihre? Tipps und Inspiration finden Sie auf grillitarier.ch

5.10

Grill mi Cheese Nature 280 g Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 11.6. BIS 17.6.2019, SOLANGE VORRAT


4 | 11.6.2019

Verlosung Besuch bei einem regionalen Produzenten und Migros-Einkaufskarte im Wert von Fr. 200.–

Fast Food kann gesund sein – die Migros bietet zum Beispiel fertige Salate oder Birchermüesli an. Solche Lebensmittel befinden sich aber oft in Plastikschalen. Dagegen wird die Detailhändlerin aktiv: Bei den Verpackungen von Con­ venience-Lebensmitteln wird sie jährlich 170 Tonnen Plastik einsparen.

Frage der Woche Kann ich Sauce mit Halbrahm aus der Migros binden?

Halbrahm dürfen Sie nie zu früh zur Sauce geben, wenn sie noch aufgekocht werden soll. Sie würde sonst gerinnen. Rühren Sie zuerst einen Teelöffel Maisstärke in den Rahm, dann ein wenig von der Saucenflüssigkeit. Erst dann giessen Sie den Rahm langsam und unter ständigem Rühren in die Sauce und lassen sie kurz aufkochen. Haben Sie eine Frage? Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, ist erreichbar u ­ nter Tel. 0800 84 0848 oder migros.ch/ kundendienst

Woher kommt mein Essen? Über 10 000 regionale Produzenten aus allen Ecken der Schweiz beliefern die Migros mit Obst, Gemüse, Milch und vielem mehr. Wer selber erleben möchte, wie diese hochwertigen Lebensmittel entstehen, hat nun die Gelegenheit dazu: Gewinnen Sie einen Besuch auf einem Betrieb Ihrer Wahl und eine Migros-Geschenkkarte im Wert von 200 Franken. Verlosung: ausderregion.ch/wettbewerb

Ein Beispiel sind die «Anna’s Best»und die Biobirchermüeslis: Ihre Schalen bestehen ab sofort zu 80 Prozent aus Recycling-PET. Für die «Anna’s Best»-Sandwiches werden künftig nicht mehr Plastikbehälter, sondern Karton­ verpackungen mit dem Wald­ schutzgütesiegel FSC eingesetzt.

Ungewöhnliche Lebensform Der Dokumentarfilm «Katoey» zeigt drei Menschen im ländlichen Thailand: Sie führen ein Leben als Frauen, obwohl sie männliche ­Körper haben. Die drei älteren Transfrauen sind mit sich im Reinen und strahlen eine grosse Ruhe aus. Die sehenswerte Produktion wurde vom Migros-Kulturprozent unterstützt; sie läuft ab 13. Juni in ausgewählten Kinos.

Bilder: Gerber und Loesch, Kathrin Schul, zVg

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Schnelles Essen, ökologische Verpackung


MEINE MIGROS | 11.6.2019 | 5

In nur zwei Tagen erhält man in der Regel sein Auto, wenn man es beim OnlineWarenhaus Galaxus kauft. Die Migros-Tochter bietet neu sechs Modelle 10 bis 40 Prozent unter dem Listenpreis an. galaxus.ch

Forum für Frauen Schon seit 1957 hat die Migros ihre eigene Frauenorganisation, das Forum elle. Kein Wunder: ­Firmengründer Gottlieb Dutt­ weiler sah in den Frauen wichtige Verbündete und Wegbereiterinnen des Wandels. Heute ist das Forum im ganzen Land vertretenund hat 10 000 Mitglieder. Sie verstehen sich als Botschafterinnen der ­Migros-Werte, besuchen kulturelle Veranstaltungen und diskutieren gesellschaftliche Themen. Alle Infos: forum-elle.ch

Die Grossmütter streiken Sie haben viel gearbeitet – und spüren nun im Alter die Auswirkungen der unbezahlten Familienarbeit. Frauen der Grossmüttergene­ ration gehen am 14. Juni in Bern auf die Strasse. Zur Demonstration aufgerufen hat die «GrossmütterRevolution», ein Thinktank, der 2009 vom Migros-Kulturprozent gegründet wurde. Infos: grossmuetter.ch


Bild: Roger Hofstetter

6 | 11.6.2019 | AUGENBLICK


AUGENBLICK | 11.6.2019 | 7

10:13 Uhr

Migros-Moment in Zürich Fensterreinigerin Lisa Lillo von der Firma ISS stellt den klaren Blick aus dem 17. Stock des Migros-Hochhauses am Limmatplatz wieder her. Die 119 Fenster der Etage wird sie zusammen mit zwei Kolleginnen bis Mittag geschafft haben.


«Abwechslung stillt meinen Durst am Grill.» Grill-Regel von Patrick M.

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Kurzrezept Sommer-Drink: Einen Zweig Pfefferminze oder Zitronenmelisse sowie einen kleinen Wassermelonenschnitz oder Beeren ins Glas geben. Eiswürfel ins Glas und mit Lieblingsgetränk auffüllen – fertig ist die köstliche Erfrischung.


INHALT | 11.6.2019 | 9

INHALT

52

10  Wer, was und warum? «Tatort»-Autor Urs Bühler über die harte Arbeit am Drehbuch Dossier Grillieren 14  Grillieren wie ein Profi Mit den Tipps von Rezept­autorin Anja Steiner gelingen auch grosse Stücke perfekt 16  Mehr als bloss Cervelat Vier Rezepte für Feinschmecker

Am 14. Juni ist Frauen­ streik. Aus diesem Anlass sprechen sechs Migros-Angestellte über Chancengleich­ heit und weiteren Handlungsbedarf bei der grössten Arbeit­ geberin der Schweiz.

20 Strassenumfrage Der Specktrick und andere ­Grillitariergeheimnisse 23  Spiessli mal anders Köstliche Variante mit Pilzen, ­Broccoli und Kartoffeln 25 Wissensbissen 27  Bänz Friedli 28  Eitel Sonnenschein Sonnenbaden ohne Reue – unsere Experten wissen Rat 30  Serie: Park im Grünen Der Park in Münchenstein ist die grüne Lunge von Basel 35  Stadt, Land, Stutz 36  Mangold statt Mathe In der «GemüseAckerdemie» ­lernen Kinder das Gärtnern 51  1, 2 oder 3? 52 Frauenstreik Wie steht es bei der Migros mit der Chancengleichheit? Sechs Mitarbeiterinnen erzählen.

Bilder: Vera Hartmann, Gian-Marco Castelberg,Tina Sturzenegger

ab 60 Ihre Region Aktionen, Reportagen, News

66 Tabletologie Reisevogel oder Bürotiger: Das richtige Tablet für jeden User 69  Migros Bank 79  Rätsel und Spiele 85 Cumulus 86  Meine Welt Pianist Christian Staub mag ­Rockmusik und Horror-Romane

Drehbuchautor Urs Bühler ist für den nächsten und letzten Luzerner «Tatort» verantwortlich.

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch

36 10

Was wächst denn da? Pflanzenkunde für Viertklässler in der «GemüseAcker­demie» in Bonstetten ZH

Cumulus: Tel. 0848 85 0848 (Normaltarif) oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus


10 | 11.6.2019 | SCHREIBEN

Er entscheidet, wer im Krimi stirbt Urs Bühler hat das Drehbuch für den neuen Schweizer «Tatort» geschrieben. Der gefragte Filmautor unterrichtet an der Klubschule Migros; seine Kurse sind stets ausgebucht. Text: Michael West  Bild: Gian Marco Castelberg

Z

wei Boxerinnen messen im Ring ihre Kräfte. Gnadenlos dreschen sie aufeinander ein; Blut rinnt aus Platzwunden über ihre Gesichter. Plötzlich geht eine der jungen Frauen zu Boden und bleibt regungslos liegen. Jede Hilfe kommt für sie zu spät; sie stirbt an einem Herz­infarkt. So dramatisch beginnt der neue Schweizer «Tatort», der am nächsten Sonntag auf SRF 1 läuft. Nach dem Drama im Boxring überschlagen sich die Ereignisse: Die beiden Ermittler Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) verirren sich in einem labyrinthischen Kriminalfall: Es geht um Doping, einen skrupellosen Boxmanager und ein Entführungsopfer, das in einem Luftschutzkeller festsitzt. Immer wieder umgeschrieben

Das Drehbuch stammt von Urs Bühler: Insgesamt sieben Fassungen hat der erfahrene Filmautor geschrieben; über drei Jahre zog sich die Entwicklung hin. Eine Flut von Änderungswünschen musste der 60-jährige St. Galler dabei berücksichtigen – sie kamen von Redaktoren, Produzenten und Schauspielern, vom Schweizer Fernsehen und von der ARD. «Der Umgang mit all diesen Feedbacks ist das Schwierigste an der Arbeit eines Drehbuchautors», bekennt Bühler. Dabei verfügt er über viel Erfahrung, blickt auf eine lange Reihe von Kinound TV-Produktionen zurück und hat bereits zum dritten Mal einen Schweizer «Tatort» geschrieben. Sein grosses Wissen gibt Bühler mit Leidenschaft weiter: Er unterrichtet an der Klubschule Migros in Zürich und St. Gallen, führt ange­ hende Drehbuchautoren ins Schreibhandwerk ein. Seine Kurse sind stets ausgebucht, denn viele Menschen träumen davon, fürs Kino oder Fernsehen Geschichten zu erfinden. Den Teilnehmern bringt der kräftige,

grauhaarige Mann bei, wie man zum Beispiel eine verschachtelte Krimi­ handlung richtig organisiert: «Es braucht einen Spannungsbogen, von dem der Autor nie zu lange abweichen darf. Und das Publikum muss immer verstehen, was Helden und Schurken antreibt. Nichts ist schlimmer als Filmfiguren ohne nachvollziehbares ­Motiv.» Lehrjahre in der Traumfabrik

Sein Können hat sich Urs Bühler ursprünglich in Hollywood angeeignet. Er studierte am renommierten American Film Institute, wohnte umgeben von Filmstudios mitten in der Traumfabrik. Nach der vierjährigen Ausbildung entschloss er sich aber zur Rückkehr in die Schweiz: «Unsere beiden Kinder wurden damals gerade eingeschult. Wir wollten sie nicht dem kostspieligen und unfairen Bildungssystem in den USA aussetzen, und sie sollten auch in der Nähe ihrer Verwandten aufwachsen.» Der Ostschweizer zählt heute zu einer Handvoll erfolgreicher Drehbuchautoren in unserem Land. Doch leben könnte er von seiner Schreib­ arbeit nur knapp. «Die Familie ernähre ich zusammen mit meiner Frau, die Buchhändlerin ist.» Die Honorare für Autoren in der Filmindustrie sind generell bescheiden. Sie werden aus­ serdem nicht für ihren Zeitaufwand, sondern pauschal für ein Script bezahlt. Wenn sich die Entwicklung einer Geschichte in die Länge zieht, bekommen sie oft nicht mehr Geld. Dennoch würde Urs Bühler nie einen anderen Beruf wählen. Er geniesst es, eine Filmhandlung perfekt zu kon­struieren, Figuren zu erschaffen – und sie zu vernichten, wenn es die Geschichte verlangt. MM Die Klubschule Migros bietet im Bereich Kreativität insgesamt 160 verschiedene Kurse an – zum Beispiel Fotografie, das Gestalten von Schmuck oder das Zeichnen von Comics und Mangas. klubschule.ch oder 0844 844 900

Urs Bühler hat den Durchblick: Er weiss, wie man mit einem Drehbuch für Non-StopSpannung sorgt.


SCHREIBEN | 11.6.2019 | 11

Drehbücher: Tipps für Anfänger Urs Bühler gibt angehenden ­Filmautoren diese wichtigen ­Hinweise: 1. «Jedes Drehbuch braucht eine starke Grundidee. Sie muss sich in ein bis zwei Sätzen erzählen lassen. Um eine Idee zu testen, erzähle ich sie oft Leuten, die beruflich nichts mit Filmen zu tun haben.» 2. «Die Dialoge in einem Drehbuch müssen kurz sein – nur in be­ sonderen Fällen länger als drei ­Minuten.» 3. «Die Geschichte sollte konse­ quent aus der Sicht von wenigen Figuren erzählt sein. Der Autor darf diese Perspektive nur kurz ver­lassen – zum Beispiel wenn dadurch das erzeugt wird, was Hitchcock Suspense nannte – wenn den nichtsahnenden Helden eine ­Gefahr droht.»

Bild: SRF/Daniel Winkler

«Tatort»: Abschied von Luzern Der neue Schweizer «Tatort» läuft am Sonntag, 16. Juni, um 20.05 Uhr auf SRF 1. Es ist der zweit­letzte Schweizer Beitrag zur internatio­ nalen Krimiserie, der in Luzern an­ gesiedelt ist. Danach wird Zürich zum Schauplatz und zwei neue Ermittlerinnen (gespielt von Carol Schuler und Anna Pieri Z ­ uercher) treten den Dienst an.


Russlands Wasserwege bis zum Weissen Meer

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Reisedaten 2019/20 Es het solangs het Rabatt Moskau–St.Petersburg St.Petersburg–Moskau 20.07.–03.08.19 200 06.07.–20.07.19 200 (8) 17.08.–31.08.19 200 03.08.–17.08.19 200 23.05.–06.06.20 200 (8) 31.08.–14.09.19 200 20.06.–04.07.20 200 (8) 06.06.–20.06.20 200 (8) 18.07.–01.08.20 200 04.07.–18.07.20 200 (8) 01.08.–15.08.20 200 2020 leicht geänderte Reiseprogramme. Jeweils einen Tag länger in Sosnovez und St. Petersburg statt Besuch der Insel Walaam. Details siehe Internet. Leistungen: Kreuzfahrt mit Vollpension, Flüge ab/bis Zürich mit Aeroflot in Economy inkl. Flughafentaxen (höhere Klasse gegen Zuschlag), alle Ausflüge gemäss Programm, Transfers und Gebühren, Thurgau Travel Bordreiseleitung Preise pro Person in Fr. (vor Rabattabzug) 2-Bettkabine Standard Hauptdeck 3390 2-Bettkabine Standard Plus Mitteldeck 3690 2-Bettkabine Standard Plus OD, franz. Balkon 3990 2-Bett Superieur hinten/vorne OD, Privatbalkon 4190 2-Bettkabine Superieur Oberdeck, Privatbalkon 4390 2-Bett Sup. Plus Oberdeck, Privatbalkon 4490 Junior Suite Oberdeck, Privatbalkon(5) 4690 2-Bettkabine Standard Plus Panoramadeck 4190 2-Bettkabine Superieur Plus PD, Privatbalkon 4690 Zuschlag Alleinbenutzung auf Anfrage Jahresversicherung Allianz Einzel/Familie 124/199 NEU Astrachan–Wolgograd–Kazan–Moskau 15 Tage ab Fr. 2990.– (Nach Rabattabzug) Reisedaten 2019/20 Es het solangs het Rabatt Moskau–Astrachan Astrachan–Moskau 14.09.–28.09.19 300 28.09.–12.10.19 400 15.08.–29.08.20 300 29.08.–12.09.20 300 12.09.–26.09.20 300 26.09.–10.10.20 400 Ab-Preise, günstigste Kategorie in Nebensaison. Weitere Details siehe www.thurgautravel.ch

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Aussergewöhnliche Reisen zu moderaten Preisen


| 11.6.2019 | 13

r

n sie re os D lie l ri G

4 Rezepte plus glutheisse Tipps

Aufgeschnappte GrillitarierRegeln

Seite 16

Seite 20

Grosses Grillieren: Anja weiss, wie Seite 14

Bild: Migusto/Tina Sturzenegger

An den Rost!

Am Grill ist der Mann noch der Herr im Haus. Wirklich? Eine Grillmeisterin verrät Rezepte und gibt Tipps, wie er wenigstens den Schein wahren kann.


14 | 11.6.2019 | GRILLIEREN

Anja Steiner Rezeptautorin

Die Grilladen-Liebhaberin arbeitet seit fünf Jahren für Migusto. Die Köchin hat zuvor auch für Pop-up-­ Küchen und die Spitzen­ gastronomie gekocht.

Ganz und gar

Wie grilliert man grosse Stücke, Gemüse, Fisch oder Fleisch? Mit den Tipps von Rezeptautorin Anja Steiner klappt es immer. Text: Anja Steiner  Bild: Migusto/Tina Sturzenegger

Alles zum Grillieren: auf migusto.ch/ grillrezepte und grillitarier.ch


| 11.6.2019 | 15

ss

o D lie l ri G

r ie

n re

Gemüse

Grosse Fleischstücke Ganze Fische

Vorbereitung «Eine gute Nachricht gleich zu Beginn: Gemüse muss nicht ­geschält werden, wenn es als Ganzes auf den Grill kommt. Theoretisch benötigt Gemüse auf dem Grill kein Fett, um zu garen. Wenn man jedoch mit dem Pinsel (Oliven-)Öl aufträgt, ist das nicht nur geschmacklich ein Plus, das Öl sorgt auch dafür, dass das Gemüse weniger am Rost klebt.»

Vorbereitung «Ich empfehle, grosse Stücke beim Chefmetzger Ihrer Migros vorzubestellen. Dort wird man punkto Menge und Zubereitung auch perfekt beraten. Grosse Fleischstücke eine Stunde vor dem Grillieren aus dem Kühlschrank nehmen. Je nach Grös­se, Verwendung und Fleischstück mariniere ich sie am Vorabend oder gut eine Stunde zuvor. Für grosse durchzogene ­Stücke wie Schweinsschulter rate ich zum Einspritzen der Gewürz­ mischung. Dafür wird gefilterte Flüssigmarinade, Saft oder Jus mit einer grossen Einwegspritze aus der Apotheke oder mit einer speziellen Marinierspritze in das Fleisch injiziert. Dadurch – so meine Erfahrung – schmeckt es gleichmässig aromatisch, ist saftig und zart. Von einem ganzen Poulet ­entferne ich zuerst das Gerippe, die Haut lasse ich dran, damit das Fleisch nicht austrocknet. Vor dem Grillieren drücke ich das Poulet flach.» Grillieren «Grössere Stücke brate ich bei grosser Hitze an und bei mitt­ lerer indirekter Hitze fertig. Das Fleisch nie mit einer Grillgabel wenden, benutzen Sie eine Grillzange oder Bratschaufel! Das Einstechen mit der Gabel ver­ursacht Saftverlust. Die Spitzen von Filets klappe ich ein und binde sie mit Küchenschnur fest. So ist das Stück über die ganze Länge gleich dick und gart gleichmässig. Ob ein Poulet gar ist, überprüft man, indem man den Schenkel kurz mit einem Messer einsticht: Tritt klarer Saft aus, ist das Poulet gar.» Nachbehandlung «Gegarte Fleischstücke lasse ich 10 Minuten ruhen, etwa ­unter Alufolie. So bleibt beim Anschneiden der Saft im Fleisch.»

Grillieren «Gemüse, die viel Wasser enthalten, etwa Pilze, Tomaten und Lattich, dürfen zu Beginn direkt über die Glut. Sie verlieren ­dadurch einiges an Wasser, und das Aroma wird intensiver. Zum Fertiggaren grilliert man sie ­besser indirekt, abseits der Hitze­quelle. Wer zum Beispiel Blumenkohl grillieren möchte, platziert das Gemüse nicht direkt über der Glut. Da er viel weniger Wasser enthält, würde er schnell anbrennen, ohne innen gar zu werden. Gemüse, das ­wenig Wasser enthält, würde ich von Beginn weg nur indirekt, ­dafür aber länger grillieren.» Nachbehandlung «Gemüse wird mit den gleichen Gewürzen wie Fleisch oder Fisch aromatisiert. Bei trockenen Gewürzen ist es wichtig, dass man das Gemüse erst nach dem Grillieren würzt, denn Gewürze und Kräuter würden sonst auf dem Grill verbrennen.»

Vorbereitung «Wer ganze Fische grillieren will, wählt am besten Sorten mit festem Fleisch und höherem Fettgehalt: Forelle, Saibling, Lachs, Dorade, Wolfsbarsch und Makrele. Spezialitäten aus dem Meer wie Kalmare bestellt man am besten an der Fischtheke vor.» Ich nehme Fische rund 30 Minuten vor dem Grillieren aus dem Kühlschrank, spüle sie mit kaltem Wasser ab und tupfe sie dann trocken. Sollen die Fische direkt auf den Rost, ist es wichtig, die Grillstäbe vorher gut zu putzen und einzuölen, damit die Fischhaut weniger am Rost kleben bleibt. Die Bauchhöhlen würze ich mit Salz und Pfeffer und fülle sie mit Zitronenscheiben und Kräutern.» Grillieren «Generell rate ich, Fisch vorher zu salzen, kurz stehen zu lassen und dann abzutupfen. So klebt er weniger. Fisch bei mittlerer ­direkter Hitze grillieren, nur ein Mal wenden. Fische sind in maximal 20 Minuten gar; lässt sich die Rücken­flosse leicht heraus­ziehen, ist der Fisch gar. Ganze Fische können direkt auf dem geputzten Rost, in Alufolie ­verpackt oder in einem Wende­ bräter grilliert werden.» Nachbehandlung «Die anspruchsvollste Arbeit beim Grillieren ganzer Fische ist es, die Filets von den Gräten zu lösen. Dazu durchschneide ich die Haut hinter den Kiemen sowie dem Rückgrat entlang und hebe sie von vorne her ab. Die oberen ­Filets der Mittellinie entlang trennen, einzeln vor­ sichtig oben von den Gräten ­heben. Dann das Skelett mitsamt dem Kopf behutsam von den ­un ­ teren Filets lösen.» MM

GrillTechnik Die Garstufen Die einen wünschen ihr Steak rosa, die andern à point oder medium rare. Gemeint ist immer das Gleiche in Deutsch, Französisch und Englisch: Fleisch mit e ­ iner Kerntemperatur von 53–60 Grad. Die Liste zeigt, welche Kerntemperatur die jewei­ lige Garstufe auszeichnet und wie diese in den drei Sprachen genannt wird.

< 45 °C roh oder blau bleu raw

48–52 °C blutig saignant rare oder underdone

53–60 °C rosa oder hellrosa à point oder anglais medium rare

60–65 °C halb durchgebraten demi-anglais medium

> 70 °C durchgebraten bien cuit well done


16 | 11.6.2019 | GRILLIEREN

Zutaten für 4 Personen 1 Zitrone 2 reife Avocados Salz Pfeffer 1 Knoblauchzehe 1 Prise Safranfäden 80 g Mayonnaise 100 g Joghurt nature 16 rohe, ungeschälte Riesencrevetten 2 EL Olivenöl

Riesencrevetten mit Safran-Dip

Zubereitung Grill auf 240 °C vorheizen.

Die Hälfte der Zitrone aus­ pressen, Rest in Schnitze schneiden. Avocados halbie­ ren, Stein entfernen. Frucht­ fleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen, in Schnitze schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen. Knoblauch pressen. Mit ­Safran, Mayonnaise und ­Joghurt ver­rühren. Cre­ vetten mit Öl m ­ ischen, ­salzen. Crevetten bei ­direkter Hitze ca. 5 Minuten rundum ­grillieren. Sofort mit Zitronenschnit­ zen, Avocado und Safran-Dip servieren.

Bilder: Migusto/Tina Sturzenegger; Illustrationen: Migusto

Zubereitungszeit ca. 20 Min.

+ ca. 5 Min. grillieren Nährwerte Pro Person ca. 31 g Eiweiss, 37 g Fett, 6 g Kohlenhydrate, 2050 kJ / 500 kcal

Damit die Crevetten saftig bleiben, grilliert man sie ungeschält und nur kurz bei grosser Hitze.


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o D lie l ri G

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n re

PortobelloPilze mit Ei

GrillTechnik

Direktes Grillieren – grosse Hitze Vergleichbar mit dem Anbraten bzw. Braten. Die Grill­aden liegen direkt über der Glut bzw. den Gasbrennern. Die hohe Temperatur verleiht den Köstlichkeiten Kruste oder Zeichnung (Streifen). Das Aroma wird intensiv.

Lauchstanen mit Zutaten für 4 und Personen Chili Burrata

4 Portobello-Pilze Zutaten à ca.für 1004g,Personen aus dem Delikatessgeschäft 4 Portobello-Pilze 4 Eier à je ca. 100 g, vom Markt 4 FleurEier de sel 2 TL geröstete Fleur de sel Sesamsamen 2 TL geröstete Sesamsamen Rucola 40 g 40 g Rucola 4 TL 4 TLSambal Sambal Oelek Oelek Zubereitung Zubereitung GrillGrill auf ca. auf180 ca. °C 180 vorheizen. °C vorheizen.

entstielen. Lamellen mit PilzePilze entstielen. Lamellen mit einem einemLöffel Löffelentfernen. entfernen. Eier einEier zeln einzeln aufschlagen aufschlagen undund in die Pilzin diehüte Pilzhüte gleiten gleiten lassen. lassen. Salzen. Bei Salzen. direkter Bei direkter Hitze zugedeckt Hitze ca. 15 ­zugedeckt Minuten ca. grillieren, 15 Minuten bis das Eigrillieren, weiss fest bis das undEiweiss die Pilze gar sind. fest und Herausnehmen, die Pilze gar mit sind.Sesam beHerausnehmen, streuen. Portobellos mit Sesam sofort mit bestreuen. RucolaPortobellos und Sambalsofort Oelek serviemit Rucola ren. und Sambal Oelek servieren. Zubereitungszeit ca. 15 Min. Zubereitungszeit + ca. 15 Min. grillieren ca. 15 Min. + ca.Nährwerte 15 Min. grillieren Pro Person ca. xxg Eiweiss, xxg Fett, Nährwerte xx g Kohlenhydrate, Pro Person ca. 9 xx kJ / xxxkcal g Eiweiss, 7 g Fett, 1 g Kohlenhydrate, 500 kJ / 120 kcal

Pilze statt mit Eiern mit Couscous oder Frischkäse füllen.

Indirektes Grillieren – kleine Hitze Bei dieser Methode ­liegen die Grilladen nicht über der Glut, die Holzkohle ist ­beiseitegeschoben bzw. ein Teil der Gasbrenner ausgeschaltet. Der Grilldeckel ist geschlossen. Das langsame Garen bei kleiner Hitze sorgt für saftiges, zartes Fleisch.

Kombi-Methode – erst grosse, dann kleine Hitze Direktes und indirektes Grillieren lassen sich kombinieren. Dabei werden die Grilladen bei grosser Hitze direkt angebraten und bei kleiner Hitze indirekt fertig grilliert. Ab und zu mit Marinade veredelt, erhalten sie eine Kruste, und das Innere bleibt saftig.


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GRILLIEREN | 11.6.2019 | 19

Lauch

mit Chili und Burrata Zutaten für 4 Personen 2 Lauch à ca. 300 g 1 dl Olivenöl 1 Zitrone 1 EL granulierter Cayennepfeffer Fleur de sel 2 kleine Burratas à ca. 120 g ½ Bund Basilikum Zubereitung Grill auf 200 °C vorheizen. Lauch­

stangen waschen, Sandrück­ stände möglichst gut entfernen. Gemüse abtropfen lassen, rund­ um mit Olivenöl bepinseln. Bei direkter Hitze rundum 20 Minu­ ten grillieren, bis es aussen dun­ kel und innen weich ist. Gar­ probe: Lauch mit einem Messer­ chen einstechen; lässt die Klinge

sich ohne Widerstand heraus­ ziehen, ist der Lauch gar. Inzwischen Zitronenschale fein abreiben. Mit restlichem Öl, Cayennepfeffer und Fleur de sel zu einem Gewürzöl verrühren. Äussere dunkle Lauchblätter entfernen. Lauch längs und quer halbieren, auf eine Platte ver­ teilen. Burrata halbieren und da­ rauf anrichten. Alles mit Gewürz­ öl beträufeln. Basilikum darüber­zupfen. Zubereitungszeit

ca. 20 Min. + ca. 20 Min. grillieren Nährwerte Pro Person ca. 14 g Eiweiss, 38 g Fett, 7 g Kohlenhydrate, 1900 kJ / 450 kcal

Short Ribs mit Barbecue-Sauce

BBQ-Sauce 1 dl Ginger Beer 1 dl Ahornsirup 30 g Aceto balsamico 100 g Ketchup 3 EL scharfer Senf 1 TL Tabasco 2 TL Knoblauchpulver Zubereitung Fleisch

Fleisch ca. 2 Stunden zuvor aus dem Kühlschrank nehmen. Nach Belieben Fett entfernen. Grill auf 220 °C vorheizen. Salz, Chili­ pulver und Öl mischen. Fleisch damit einreiben. Bei direkter Hitze rundum ca. 20 Minuten anbraten. Hitze auf 160 °C redu­

zieren. Fleisch in Alufolie einpa­ cken. Bei indirekter Hitze 3 Stun­ den grillieren, bis eine Kerntem­ peratur von ca. 80 °C erreicht ist. Zubereitung Sauce

Alle Saucenzutaten mischen. Aufkochen, unter gelegentlichem Rühren ca. 15 Minuten köcheln lassen. Short Ribs rundum gross­ zügig mit BBQ-Sauce bestreichen. Short Ribs mit restlicher Sauce servieren. Dazu passen Essig­ gurken, Pommes chips und Bier. Zubereitungszeit ca. 30 Min.

+ ca. 2 Std. temperieren + ca. 20 Min. anbraten + ca. 3 Std. grillieren Nährwerte Pro Person ca. 49 g Eiweiss, 36 g Fett, 34 g Kohlenhydrate, 2800 kJ / 670 kcal

Bilder:Migusto/Tina Sturzenegger

Zutaten für 4 Personen ca. 2 kg Short Ribs am Stück mit Knochen, beim Migros Metzger vorbestellen 3 TL Salz 1 EL Chilipulver 2 EL Sonnenblumenöl


20 | 11.6.2019 | GRILLIEREN

STRASSENUMFRAGE

Was ist Ihre Grill-Regel? «Ich grilliere bei mir auf dem Balkon alles auf einem Kohlegrill. Neben Fleisch und Würsten bin ich auch ein Fan von Schoggibananen. Die lege ich auch auf die Glut und serviere sie nach dem Hauptgang zum Dessert.»

«In meinem Chalet im Wallis grilliere ich zwei-, dreimal pro Woche mit Holzfeuer und Schieferstein. ­Besonders gern stehe ich für ­Besucher am Grill. Bei uns kommen alle möglichen Fleisch- und ­Gemüsegerichte vom Grill.»

Sophie Reding (33) Buchhändlerin aus Zürich

Jean-Philippe Amstein (65) Rentner aus Lausanne

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11.6.2019 | 21

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o D lie l ri G

r ie

Bilder: zVg

n re

«Im Sommer gehe ich gerne mit Kollegen zelten; abends grillieren wir vegetarische Würste, ­verschiedene Gemüse und Marshmallows. Ansonsten ist mein ­Lieblingsgrillplatz der Strand beim Hafen von Cheyres.»

«Am Neuenburgersee organisiere ich oft Grillpartys für etwa 30 Personen. Die Würste wickle ich in Kohlblätter und Zeitungspapier ein und lasse sie rund 30 Minuten lang in der Glut schmoren, die von ­einem grossen Holzfeuer stammt.»

«Ich bin für meine grillierten und flambierten Ananasscheiben ­bekannt. Ich mag aber auch ­Bananen mit Speck umwickelt. ­Eigentlich schmeckt vom Grill alles besser, wenn es mit Speck umwickelt ist.»

«Auf meinen Grill kommt vor allem Fleisch, ab und zu ein Maiskolben. Beim Fleisch achte ich darauf, dass ich es zeitig aus dem ­Kühlschrank nehme, damit es Raumtemperatur angenommen hat, wenns auf den Rost kommt.»

Bernadette Gauvin (24) Verkäuferin aus Freiburg

Nicolas Steinmann (54) Ingenieur aus Neuenburg

Andrea Iten (30) Biologin aus Reichenburg SZ

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o D lie l ri G

KartoffelGemüseSpiessli

r ie

n re

Zutaten für 4 Personen 500 g kleine festkochende Kartoffeln 5 EL BBQ-Sauce 3 EL flüssiger Blütenhonig Salz Pfeffer ½ Bund Thymian 300 g Broccoli 2 rote Spitzpeperoni 50 g kleine Champignons 150 g Bratspeck 4 EL Basilikumpesto Zubereitung 1. Kartoffeln samt Schale knapp

weichkochen oder dämpfen. Etwas abkühlen lassen. Inzwischen BBQ-Sauce und Honig ­mischen, bei Bedarf mit wenig warmem Wasser verdünnen. ­ Mit Salz und Pfeffer würzen. Thymianblättchen dazuzupfen. Broccoli in Röschen teilen, kurz im Salzwasser blanchieren, ­herausnehmen und mit kaltem Wasser abschrecken. Peperoni der Länge nach halbieren, entkernen und in Stücke à ca. 5 cm schneiden. Pilze putzen. 2. Die Speckstreifen mit der BBQ-­Honig-Mischung bestrei-

chen. Champignons mit Speck um­wickeln. Restliche Zutaten in der restlichen Marinade kurz wenden, abwechselnd auf Spiesse stecken, mit Salz und Pfeffer würzen.

Rezept: Andrea Pistorius  Bild: MGB Fotostudio

3. Grill auf ca 200 °C vorheizen. Die Spiesse ca. 10 Minuten rund-

um grillieren. Zum Anrichten mit Pesto beträufeln. Zubereitungszeit

ca. 20 Min. + ca. 10 Min. grillieren Nährwerte Pro Person ca. 15 g Eiweiss, 17 g Fett, 52 g Kohlenhydrate, 440 kcal/1800 kJ

Pesto nicht als Marinade benutzen.


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Produkt der Woche Cooles zum Schlürfen Feine Drinks gehören zum Grillplausch. In der Migros gibt es zur Sommerzeit ein grosses Sortiment an trendigen ­Getränken abseits der Softdrink-Pfade. Zum Beispiel El Tony mit Mate-Tee aus Argentinien und Guarana. Oder Cucumis, eine Erfrischung auf Gurkenbasis. Alle Getränke gibt es zeitlich begrenzt in grösseren Filialen.

1767 Illustration: Felice Bruno; Bilder: iStock, zVg

wurde Wasser erstmals mit Kohlensäure versetzt. In Apotheken hat man es mit Kräutern und Farbstoffen angereichert – der Beginn der ErfrischungsgetränkeIndustrie.

Forelle auf dem Stein, Erdbeer-­ Camembert aus dem Rauch oder Schmortomatensalat vom Rost – Monika di Muro und Chris Bay zeigen in ihrem Buch «Feuerküche – genussvoll kochen über offenem Feuer», was draussen kulinarisch möglich ist. Das gelingt nicht nur ausgewiesenen Grill­experten; es ist bisweilen kinderleicht.

GARTEN

Frühlingszwiebeln/Winterhecke In warmen, sonnigen Lagen, können immer noch Frühlingszwiebeln ausgesät werden. Sie sind dann im späten Herbst erntereif. Wer die Frühlingszwiebeln erst ab ­August aussät, kann sich über eine Ernte im nächsten Frühjahr freuen. Die Zwiebeln bilden Horste, sodass die Zwiebeln durch Teilung später vermehren lassen.

Kompetenz an der Fleischtheke

Ihr Migros-Chefmetzger sorgt dafür, dass der Grillabend zum E ­ rfolg wird. Brauchen Sie Rat und Tat vom Spezia­listen? Die Migros-­Metzger und -Fischexperten sind an der bedienten Theke für Sie da. Die Fleischtheken der Migros stehen für ausgezeichnete Fleischqualität und höchste Frische, ein breites und abwechslungsreiches Sortiment mit exklusiven Speziali­ täten sowie Fleisch aus nachhaltiger Schweizer Produktion. • Wählen Sie an der Theke zwischen erlesenen Stücken wie Rindsfilet, Entrecôte, Dryaged-Stücken oder Bio-­ Weidebeef. • Lassen Sie sich die ­richtige Menge nach ­Ihren Wünschen zu­ schneiden, marinieren oder perfekt binden. • Ihr Metzgermeister spickt Ihren Braten gerne gleich an der Theke. • Bestellen Sie Fleischplatten oder ganze Fleischstücke direkt beim Fachmann und holen Sie sie zur ­gewünschten Zeit ab. Neu geht das auch online auf theke.migros.ch


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Die ganze Welt liebt Hamburg und seine Elbphilharmonie! Mit seiner spektakulären Architektur und der fantastischen Akustik hat sich der Superbau binnen kürzester Zeit zu einem der beliebtesten Konzerthäuser der Welt entwickelt. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern ist es uns wie im Vorjahr wieder gelungen, ein einmaliges Exklusivkonzert mit den fabelhaften K&K Philharmoniker im Grossen Saal der Elbphilharmonie für unsere Kunden zu organisieren. Sichern Sie sich Ihre Plätze für dieses Konzerterlebnis der Superlative sofort!

Ihr Reiseprogramm: 1. Tag – Samstag 21. September 2019 – Anreise nach Hamburg Frühmorgendliche Abfahrt mit dem Extrabus nach Hamburg, wo wir im Hotel mit dem Nachtessen erwartet werden. 2. Tag – Sonntag 22. September 2019 – Stadtführung & Konzert Elbphilharmonie Nach dem ausgiebigen Frühstück zeigen wir Ihnen am Vormittag Hamburg bei einer interessanten Stadtführung. Die zweitgrösste Stadt Deutschlands gehört unbestritten zu den schönsten Hafenstädten der Welt und wird Sie begeistern. Freuen Sie sich unter anderem auf die Speicherstadt, die heute zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Oder gleich nebenan auf

Grosser Saal, Elbphilharmonie

Hafen City, ein modernes und beeindruckendes Quartier mit architektonischen Highlights wie der Elbphilharmonie. Der Nachmittag bleibt Ihnen zur freien Verfügung. Am frühen Abend erwartet uns der fantastische Höhepunkt der Reise: das Konzert der bekannten K&K Philharmoniker in der Elbphilharmonie. Was gibt es Schöneres als im wohl bekanntesten Konzerthaus der Welt in die grossartige musikalische Wunderwelt von Tschaikowsky einzutauchen? 3. Tag – Montag 23. September 2019 – Freizeit & Hafenrundfahrt Schlafen Sie heute etwas länger, geniessen Sie ein spätes Frühstück und unternehmen Sie einen Bummel durch die Stadt. Am Nachmittag lassen wir uns bei einer herrlichen Hafenrundfahrt die Hamburger Brise um die Nase wehen

- ein grossartiges Erlebnis! Der Abend steht zur freien Verfügung. Wie wäre es mit einem Besuch auf der Reeperbahn und einem Bummel entlang der sündigsten Vergnügungsmeile der Welt, den Kiez? 4. Tag – Dienstag 24. September 2019 – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck die Heimreise an. Noch mehr sparen -

✓ Fahrt mit dem komfortablen Extrabus nach Hamburg ✓ 3 Übernachtungen in der gewählten Hotelkategorie/Lage ✓ 3 x ausgiebiges Frühstück im Hotel ✓ 1 x feines Nachtessen im Hotel ✓ Interessante Stadtführung in Hamburg ✓ Herrliche Hafenrundfahrt mit der Barkasse ✓ Freier Zutritt zur Elbphilharmonie Plaza ✓ Eintritt und reservierte Plätze für das Konzert «Tschaikowsky» der K&K Philharmoniker in der Elbphilharmonie am 22.9.2019 (Mittlere Kategorie 3) ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

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K&K Philharmoniker – «Tschaikowsky»

Folgende beliebte Erstklasshotels sind für diese Reise vorgesehen: Hamburg Zentrum: z. Bsp. Mövenpick, Hyperion, Jufa, Crown Plaza Hamburg Stadtrand: z. Bsp. Dorint , Best Western, Premier Alsterkrug Änderungen vorbehalten. Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 349.Auf Wunsch Zu- & Abschläge Konzert: Im Preis inkludiert ist die mittlere Kat. 3 Zuschlag Kat 2: Fr. 22.Zuschlag Kat 1: Fr. 52.Abschlag Kat 4: Fr. 23.Abschlag Kat 5: Fr. 49.Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person

Wir freuen uns sehr, Ihnen ein Konzerterlebnis der Superlative mit Gänsehautfeeling zu präsentieren: Die K&K Philharmoniker unter der Leitung des charismatischen Dirigenten Matthias Georg Kendlinger gehören zu den führenden, privat finanzierten Sinfonieorchestern der Welt. Seit 2005 setzen sich die K&K Philharmoniker eingehend mit dem Schaffen des russischen Musikklassikers auseinander. Neben Passagen aus den Ballettmusiken »Der Nussknacker«, »Dornröschen« und »Schwanensee« sowie Auszügen aus »Eugen Onegin« und seiner vierten Sinfonie, dürfte Tschaikowskys berühmtes b-Moll-Konzert zum unumstrittenen Höhepunkt dieses Konzertes werden.

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BÄNZ FRIEDLI | 11.6.2019 | 27

Träume, scharlachrot Wie eine dieser Auswandererfamilien aus «Uf u dervo» sehen sie aus, halt einfach noch nicht ausgewandert: Papa ein gedrungener, kräftiger Kerl, Typus Kranzschwinger, mit Karohemd und Baseball-Cap, dem er selber bestimmt «Tschäppu» sagt. Er würde auf einem John Deere gute Figur machen. Und ich stelle mir vor, dass die Kinder ihn «Vättu» rufen, «Päppu» oder womöglich «Daddy». Zwei Buben sinds, vielleicht fünf- und achtjährig, beide im selben karierten Hemd und mit einem «Tschäppu» im «Päppu»-Stil. Zwei kleine Papas. Mama sieht jünger aus, als sie vermutlich ist. Jeans, schwarzes Top, asymmetrische Frisur – die Coiffeuse hatte bestimmt gesagt: «Jetzt machen wir mal was Freches!»

Bild: Vera Hartmann

Bänz Friedli (54) singt mit.

An einem Konzert von Patent Ochsner wars, vorige Woche. Die Mutter singt jedes Wort mit, der Vater wiegt mit geschlossenen Augen seinen Kopf im Takt der Musik und denkt vielleicht an ihr erstes «Müntschi» zurück, damals, auf dem Gurten, während Patent Ochsner spielten, und wie er ihr danach in einem Brief schrieb: «I boue mir mini Tröim uuf rund um di …» Ja, sie schwelgen, die Eltern, nicht erst bei «Veeeeeenus vo Bümpliz». Was sie nicht sehen, aber ich, im Parkett stehend, sehe ich es von unten herauf: Vorn an der Brüstung der Empore, vor Mama und Papa postiert mit bester Sicht auf die Bühne, langweilen sich die beiden

Buben. Nehmen wir mal an, sie heissen Lewis und Luan. Die Zeile «I liebe se meh als mi …» singt nun auch «Päppu» inbrünstig mit und schielt verträumt zu seiner Liebsten. Die Söhne: noch immer ungerührt. Ich weiss aber genau, dass die Eltern es gut gemeint haben. So geht es, wenn man Kindern Sachen zeigen will, die einem gefallen. Einst schleppte ich meinen zwölfjährigen Göttibuben ans Gurtenfestival, in der Hoffnung, meine Begeisterung für Jova­ notti würde auf ihn überschwappen. Doch der italienische Rapper sagte ihm nichts. Dafür wurde er zum grössten Fan der Toten Hosen, die am selben Abend auftraten. Mit dem eigenen Sohn wollten wir es Jahre später besser machen. Nicht Musik, die uns Eltern etwas bedeutet, sollte er zu hören bekommen. Stattdessen gingen wir mit ihm eigens an ein ­Kinderkonzert: Marius und die Jagdkapelle. Unser Hans schlief beim zweiten Lied ein. Zum Schluss gehen Patent Ochsner in die Vollen: «Bäupmoos, Bäupmoooos!» «Päppu» legt den Arm um Mama. Und Luan, dessen Nasenspitze die Oberkante der Brüstung berührt? Ist er etwa gar stehend eingeschlafen? Nein, er muss noch wach sein, er gähnt. Aber wetten, der Kleine wird am Montag im Kindergarten stolz erzählen, wie «meeega meeega cool» es am Konzert gewesen sei? MM

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Das Richtige tun

Wenn Armut ihr Gesicht zeigt Erfahren Sie mehr über Marie: dasrichtigetun.caritas.ch

Marie Bamounmanan (56), Tschad, ist durch ihre Arbeit unabhängig geworden


28 | 11.6.2019 | SONNENSCHUTZ

An die Sonne nur mit Schutz Die Sonne spendet Licht und Wärme. Zu viel Sonne tut uns aber nicht gut – die ultra-violetten Strahlen können die Haut schädigen. Unsere Expertinnen erklären, wie guter Sonnenschutz funktioniert. Text: Susanne Schmid Lopardo Illustrationen: illumüller.ch

Welche Sonnen­strahlen sind schädlich für die Haut? Hauptauslöser für Hautkrebs sind die UVB-Strahlen. Sie führen zu Sonnenbrand und können das Erbgut der Haut­ zellen schädigen. UVA-Strahlen sind für die Hautalterung verantwortlich, können jedoch auch die Entstehung von Hautkrebs fördern. Deshalb ist von Solariumbesuchen abzuraten.

Sonnenschutz zum Anziehen Worauf Sie bei der Wahl von UV-Schutz­ kleidern achten sollten, erfahren Sie hier: migros-impuls.ch/uv-kleider

iMpuls ist die Gesundheits­ initiative der Migros.

Wie gefährlich ist Hautkrebs? Man unterscheidet zwischen schwarzem und weissem Hautkrebs. Beim schwarzen Hautkrebs entstehen aus Pigmentzellen, zum Beispiel aus Muttermalen, bösartige Tumoren, die Ableger in anderen Organen ausbilden können. Entdeckt man den schwarzen Hautkrebs zu spät, kann dies zum Tod führen. Das Überleben hängt von der frühen Erkennung ab. Helle Haut­ krebsarten sind häufiger, aber meist weniger gefährlich. Haben wir ein Sonnenkonto? Jeder Sonnenbrand ist einer

zu viel, und jede Bräunung ist ein Zeichen dafür, dass die Haut sich schützen will. Es gibt keine gesunde Bräune. Weisser Hautkrebs entwickelt sich, wenn die Haut über Jahrzehnte unkontrolliert der Sonne ausgesetzt wurde. Warum sollten wir zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne meiden? In dieser Zeit und saisonal von Mai bis Anfang September ist die ultraviolette Strahlung am stärksten. Ein besonders guter Schutz ist wichtig in den Bergen, im Schnee, in und am Wasser und während der Arbeit im Garten. Was bedeutet Lichtschutzfaktor (LSF)? Der LSF oder SPF (Sun Protection ­Factor) gibt einen Anhaltspunkt, wie lange man sich in der Sonne aufhalten kann, bis es zu einem Sonnenbrand kommt. Allerdings ist das ein theore­tischer Wert, da die Eigenschutzzeit je nach Hauttyp unterschiedlich ist. Bei heller Haut ist sie kürzer, bei einer

dunklen länger. Mechanische Faktoren können die Wirkungsdauer des Sonnenschutzes ebenfalls beeinflussen. Unser Körper braucht Sonnenlicht, damit er über die Haut Vitamin D ­produzieren kann. Verhindert ­Sonnencreme diese Produktion? Da sind sich die Fachleute noch nicht e­ inig. Um die Produktion von Vitamin D in der Haut anzuregen, braucht es nur wenig Sonnenlicht. Vom Spätfrühling bis im Frühherbst reicht es bei uns, wenn die Unterarme und das Gesicht über Mittag rund 10 Minuten ­Sonnenlicht aufnehmen. Im Herbst und im Winter ist die Strahlung zu gering. Weil es zudem kaum möglich ist, genügend Vitamin D über die Nahrung aufzunehmen, ist es sinnvoll, mit dem Hausarzt über die Einnahme von Vitamin-D-­ Präparaten zu sprechen. Unsere Fragen beantwortet hat: Dr. med. Marianne Lerch, Chefärztin Allergologie/Dermatologie am Kantons­ spital Winterthur


SONNENSCHUTZ | 11.6.2019 | 29

Schutz heisst: • Halten Sie sich zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten auf. • Schützen Sie sich mit Hut, Sonnenbrille und geeigneten ­Kleidern: langbeinig, langärmlig, in ­dunklen Farben und dicht gewoben. • Beim Sport und für Kleinkinder: Verwenden Sie UV-Schutztextilien. • Tragen Sie ein Sonnenschutzmittel auf die ungeschützten Hautpartien auf, das mit einem hohen Lichtschutzfaktor gegen UVB-Strahlen schützt und gegen UVA-Strahlen ­wirksam ist. Denken Sie an Lippen, Nase, ­Ohren, Nacken, Fuss- und Hand­ rücken. • Tragen Sie die Sonnencreme recht­ zeitig auf – 30 Minuten bevor Sie an die Sonne gehen. • Verwenden Sie genug Sonnencreme und wiederholen Sie die Anwendung. • Gehen Sie nicht ins Solarium, um sich zu bräunen oder vor­ zubräunen. • Selbstbräuner bewirken keinen, Tages­cremen häufig einen ungenügenden Schutz vor Sonnenbrand. Deshalb sollten Sie bei längerem Aufenthalt im Freien immer ­zusätzlich ein ­Sonnenschutzmittel ­verwenden. Weitere Informationen: krebsliga.ch/hautkrebs

Das müssen Sie wissen über Sonnencremen Wie viel Creme muss man auftragen? Grundsätzlich gilt: Sonnencreme grosszügig auftragen und eher viel als wenig verwenden. Ein Erwachsener braucht für den g­ anzen Körper zirka 35 Gramm, das entspricht rund sieben Tee­löffeln voll. Für das Gesicht braucht es eine haselnussgrosse Menge. Wenn man zu wenig ­Sonnenschutz aufträgt, reduziert sich die Schutzwirkung.

Wie lange kann man eine ­Sonnencreme benutzen? Eine geöffnete Tube sollte man ­innerhalb von 12 Monaten aufbrauchen. Die Haltbarkeit der Produkte ist auf der Verpackung angegeben. Sun-Look-Produkte schützen vor UVB-/UVA- und IR-AStrahlen. Was sind IR-AStrahlen, und wie können wir sie bekämpfen? Das sind Infrarotstrahlen, die in den Hautzellen freie Radi­ kale ­freisetzen und damit die Haut­alterung beschleunigen. Es ist bisher nicht möglich, sich mit Filtern vor diesen Strahlen zu schützen. Der Schutz der Sun-Look-Pro­ dukte setzt in den Zellen an, mit anti­oxidativen Wirk­ stoffen, die die freien Radikalen neutralisieren. Wie lange hält der Schutz von Sonnencreme im Wasser? Wasserfeste Sonnencreme muss man 15 Minuten vor dem Baden auftragen. Es braucht diese 15 Minuten, bis der Film ausgebildet ist und der Schutz im Wasser hält. Bei wasser­ fester Sonnencreme ist ein erneutes Eincremen nach 40 Minuten im Wasser erforderlich, bei einem extrawasserfesten Produkt nach 80 Minuten im Wasser. Auch ohne Aufenthalt im Wasser ist eine Wiederholung nach zwei Stunden empfehlenswert, da der Schutz durch Schwitzen oder den Kontakt mit Sand und Handtüchern vermindert wird.

Verliert die Sonnencreme die Schutzwirkung, wenn sie in der Sonne liegt? Es ist sicher nicht optimal, wenn die Tube oder der Spray lange in der Sonne liegt. Aber zwei ­Stunden an der Sonne schaden nicht. Das wird in Tests geprüft. Warum gibt es spezielle ­Sonnencremen für Kinder? Sun-Look-Sonnencremen für ­Kinder sind extrawasserfest. Sie sind auf Verträglichkeit für empfindliche Haut getestet, weil ­Kinder eine sensiblere Haut ­haben. Und: KidsProdukte haben mindestens einen LSF 30, manche auch LSF 50+. MM Unsere Fragen beantwortet hat: Denise Läubli, Leiterin Forschung und ­Produktentwicklung Skin & Sun Care, Mibelle Group


30 | 11.6.2019 | PARK IM GRÜNEN

Sommerserie Wir stellen die fünf Freizeit­ parks der Migros vor: 1 Münchenstein

2 Gurten 3 Rüschlikon 4 Monte Generoso 5 Signal de Bougy

Hält mit seinem fünfköpfigen Team die Parkanlage in Schuss: Chefgärtner Eric Ribstein

Park im Grünen Münchenstein Nur gerade zehn Tram-Minuten vom Bahnhof Basel SBB entfernt liegt der 13 Hek­ taren grosse Park im Grünen Münchenstein. Die weitläufige Park­ anlage bietet n ­ eben viel Natur auch ein Restau­ rant und reichlich Kultur. Die Betriebskosten des Parks werden aus dem Kulturprozent der Migros Basel bezahlt, die auch das Restaurant Seegarten betreibt. Die Idee der landesweit fünf Parks im Grünen stammt von Gottlieb Duttweiler.


PARK IM GRÜNEN | 11.6.2019 | 31

Der Mann fürs Grüne

Attraktionen im Park im Grünen Für Kinder Im Kinderpark gibts Kletterburgen, Seilbrücken, Rutschen und Schaukeln. Im «Gärtli im Park» können Kinder von 6 bis 12 Jahren jeweils am letzten Freitag des Monats säen und ernten.

Er arbeitet dort, wo andere ausspannen: Eric Ribstein ist Chefgärtner im Park im Grünen Münchenstein – seit über 20 Jahren schon. Mit vielen Stammgästen ist er per Du, die lokale Biberfamilie allerdings ziert sich noch. Text: Ralf Kaminski  Bilder: Daniel Winkler

D

er Biberbau am hinteren See ist unübersehbar. Seine Bewohner ­jedoch zeigen sich tagsüber nicht. «Einmal früh morgens habe ich ­einen von ihnen im See schwimmen sehen», erzählt Eric Ribstein (55), Chefgärtner im Park im Grünen Münchenstein. «Zuerst dachte ich, es wäre ein Stück Holz, aber dann hat es sich bewegt.» Doch der Nachwuchs, den es laut der Basler Biberfachstelle Anfang Jahr gegeben haben soll, hat sich Ribstein bisher verweigert. Der erste Biber richtete sich vor vier, fünf Jahren häuslich ein – auch seltene Vögel werden ab und zu im Park gesichtet, etwa ein Nachtreiher oder ein Eisvogel. «Das ist für uns natürlich ein grosses Kompliment», sagt Ribstein, der den vom Migros-Kulturprozent finanzierten Park mit seinem fünfköpfigen Team bepflanzt und instand hält. Während sie den vorderen Teil rund um das Restaurant Seegarten intensiv pflegen, ­belassen sie den hinteren Teil möglichst ­naturnah und wild. Gelernt im Schlossgarten von Versailles

Obwohl seine Arbeit inzwischen von Organisation und Administration dominiert wird, ist Ribstein weiterhin eine ständige Präsenz im Park. Er kennt die Stammgäste, und sie kennen ihn, ab und zu gibts einen Schwatz, oft Lob, selten Kritik. Mit vielen ist er per

Für Familien/Erwachsene Die Minigolfanlage ist jeweils bei schönem Wetter geöffnet. Im Restaurant Seegarten gibts jeden ersten Dienstag im Monat eine Seniorentanzparty und jeden ersten Freitag im Monat ein ElternDiner, während die Kinder betreut werden.

Du. «Bei einem älteren Herrn bin ich sogar der Notfallkontakt, falls ihm im Park mal ­etwas passieren sollte.» Der Franzose, der 1987 als einfacher Gärtner im Park im Grünen anfing und perfekt Baseldeutsch spricht, pendelt jeden Tag aus dem Elsass (F) nach Münchenstein BL. Während seiner Ausbildung arbeitete er sogar ein Jahr im Schlossgarten von Versailles. Seit jener Zeit hat sich im Gartenbau ­einiges verändert. «Wir setzen heute viel weniger Chemie ein», sagt Ribstein. Auch der Umgang der Gäste mit dem Park habe sich verbessert. «Trotz höherer Besucherfrequenz hält sich der zurückgelassene Abfall im Rahmen.» Und das, obwohl an schönen Tagen bis zu 10 000 Personen kommen. Vielleicht stammt der pflegliche Umgang mit dem Park im Grünen daher, dass dieser als «grüne Lunge» von Basel sehr geschätzt wird. Er entstand aus der legendären Garten­ bauausstellung «Grün 80» heraus. Und der Dinosaurier, das Wahrzeichen, an das sich alle Besucherinnen und Besucher von ­damals erinnern, steht noch heute da. Allerdings ist es nicht mehr das Original, sondern eine Rekonstruktion. Ribstein selbst war ­damals auch dort – nichts ahnend, dass er hier später mal der Chef sein würde. MM

Infos: parkimgruenen.ch

Veranstaltungen im Park im Grünen Summerstage-Festival Am 28. und 29. Juni werden Topacts wie Patent Ochsner, Anna Rossinelli oder Baschi das Publikum unter freiem Himmel unterhalten (Tickets ab Fr. 75.–).

Wettbewerb auf Seite 55: Die Freizeitparks besuchen und Geschenkkarten gewinnen

Infos: summerstage.ch

Theater Arlecchino Vom 30. Juni bis 11. August wird die Geschichte der ­Indianerin «Pocahontas» ­aufgeführt. Eintritt frei!

Raum für Mensch und Tier: Biberbau (links), der berühmte Dinosaurier (Mitte) und ein G ­ ärtchen, in dem Kinder säen, pflanzen und ernten dürfen.

Bilder: zVg

Infos: theater-arlecchino.ch


WETTBEWERB | 11.6.2019 | 33

Auf zur Selfie-Safari Diesen Sommer lohnt es sich besonders, die fünf Parks im Grünen der Migros zu besuchen. Wer sich am Ausflugsziel selber fotografiert, kann bei einem grossen Wettbewerb mitmachen: Zu gewinnen gibt es Migros-Geschenkkarten im Gesamtwert von 10 000 Franken. Bei der «Tour de Dutti» geht es darum, in jedem Park ein Selfie vor einem interessanten Hintergrund zu schiessen: Vom Gurten aus könnte das Bundeshaus im Tal zu sehen sein. Auf dem Hügel Signal de Bougy findet man tierische Gesellschaft, und in Rüschlikon dürfen Besucher auf den Spuren von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler wandeln. Auf dem Monte Generoso sollte das tolle Panorama mit ins Bild. Und in Münchenstein lassen sich in der «Grün 80» Szenen aus «Jurassic Park» nach­ spielen. Alle fünf Selfies können anschliessend in einem Post mit #tourdedutti auf Instagram oder Facebook geteilt werden. Eine Jury wählt die originellsten Selfies aus.

Witzige Selfies knipsen und gewinnen: ein Hauch von ­«Jurassic Park» in M ­ ünchenstein

Park im Grünen Münchenstein BL

Parc Pré Vert du Signal de Bougy Bougy-Villars VD

Park im Grüene & Oranger Garten Rüschlikon ZH

Gurten-Park im Grünen Wabern BE

Monte Generoso Capolago TI

Alle Infos zum Wettbewerb unter: migros.ch/tourdedutti

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STADT, LAND, STUTZ | 11.6.2019 | 35

Die Zahl der Qual

Illustration: Rinah Lang

Ich bin jetzt doch schon eine Weile regelmässig in der Stadt unterwegs. Ich weiss, wann wo Blumenmärt ist, welches Café den besten Flat White anbietet und wie man reagiert, wenn ein Typ einen auf Drogen anschreit. Was ich nicht weiss, ist, wo das 4i-, das 13i- und das 7i-Tram hinfahren. Ich bin eine totale Zahlen-Legasthenikerin, sobald es um Trams geht. Bin ich mit Zürchern unterwegs und entscheidet man irgendwann, sich zu verschieben, geht das Zahlenknobeln los: «Lasst uns die 8 zum Klusplatz nehmen.» – «Nicht lieber die 15 über das Central?» Ich bin dann jeweils still. Nichtspieler Maul halten. Lisa Stutz (25) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.

Werfe ich doch einmal eine Zahl in die Runde, guckt man mich stirnrunzelnd an. «Du willst mit dem 13i zum Bellevue?!», fragt man belustigt. Ich kann mir die Nummern und ihre Linien halt einfach nicht merken. Denn dafür müsste man ja auch alle «Plätze» und

«Quais» kennen. Bucheggplatz, Limmatquai – Leute, ich bin schon froh, wenn ich den richtigen Ausgang aus dem Hauptbahnhof finde! Was Zahlenreihen angeht, fühle ich mich in Zürich wie eine Erstklässlerin. Passend dazu verhalte ich mich wie eine Siebenjährige, wenn ich mal im Tram sitze. Ich staune aus dem Fenster, jedes vorbeiziehende Gebäude ist spannend und jeder Halt eine Überraschung. Fehlt bloss noch das Mami, das ich fragen kann, wann wir aussteigen. Und dann fahren diese verflixten Zahlen ja auch noch in zwei Richtungen. Weiss ich, dass ich das Tram Nummer 11 nehmen muss, ist das erst die halbe Miete: Ich muss auch noch auf der richtigen Strassenseite einsteigen. Neulich bin ich falsch gefahren, bis zur Endstation. «Ach du grüne Neune!», stiess ich hervor, als ich aus dem 15i ausstieg. In zehn Minuten war ich verabredet. Jetzt hatte ich den (Zahlen)salat. MM

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36 | 11.6.2019 | GÄRTNERN

Auf der Jagd nach den Fresssäcken Gärtnern macht Schule. 350 Schüler in der Schweiz nehmen diesen Sommer an der «GemüseAckerdemie» teil. Im erdigen Unterricht in Bonstetten ZH suchen die Kinder Schädlinge und pflanzen Gemüsesetzlinge. Text: Yvonne Samaritani  Bilder: Tina Steinauer

E

r ist bloss daumengross. Trotzdem frisst er in einer Woche mehr Salat als eine Schulklasse. Schüler Felix findet den Enger­ ling schnell. Er legt ihn in die Tupperdose, die Lehrerin Nicole Kuhn dabeihat. Die Klasse guckt sich den kleinen Fresssack inte­ ressiert an. «Wow, krass!», rufen die einen. «Iih!», die anderen. Es ist Montag, 8.30 Uhr: Die vierte Klasse von Bonstetten ZH sitzt nicht im Klassenzimmer, sondern kniet in einem grossen Gemüsegarten im Dorf und bud­ delt das Salatbeet um. Die grü­ nen Köpfchen, die vorige Woche noch so gut ausgesehen haben, lassen jetzt alle ihre Blätter hän­ gen. Der Daumengrosse mit dem riesigen Salathunger hat ganze Arbeit geleistet. Seit Mitte April bewirtschaf­ tet die Klasse einen Gemüsegar­ ten. Mit allem, was dazugehört: Jäten, Setzen, Engerlingejagen, Ernten oder Verlustmelden. Der gefrässige Engerling hat zum Glück die Radieschen in Ruhe gelassen. An diesem Mon­ tag Ende Mai dürfen die Schüler sie aus dem Boden ziehen. Jedes Radieschen sieht anders aus. Bei einem weissen länglichen fragt Gartenexpertin Simone Nägeli die Klasse: «Ratet mal, wie diese Sorte heisst!» Daniel fällt sofort

etwas ein: «Vampirzahn?» Simone Nägeli sagt: «Das wäre auch ein schöner Name. Aber das ist ein Eiszapfen-­Radiesli.» Das nächste ist rot, dick und kugelrund. «Diese Radieschen heissen Rudi», erfahren die Kinder. Und alle lachen über den lustigen Namen. Die Klasse im Garten für alle

Simone Nägeli begleitet die Schule vom ersten Gartentag Mitte April bis zum letzten im Oktober. Die Umweltwissen­ schaftlerin ist Mitgründerin des Projekts «GemüseAckerdemie» und leitet die Geschäftsstelle des gleichnamigen Vereins: «Zu sehen, wie das Interesse von Woche zu Woche wächst und die Schüler Zusammenhänge verstehen lernen, das ist für uns grossartig», sagt sie. An diesem Montag ist sie zusam­ men mit vier Kolleginnen und Kollegen gekommen, damit die 25-köpfige Klasse nicht zum Bienenhaus wird. Darunter ist auch Ackercoach Jeremy Notz. Der 25-jährige Naturpädagoge ist Pächter des grossen Gartens, der der Ge­ meinde Bonstetten gehört. Einen Teil davon bewirtschaftet er für sich, den anderen stellt er den Einwohnern und zwei Schulklassen für die «Acker­


GÄRTNERN | 11.6.2019 | 37

Gartenbeet statt ­ chulbuch: Die vierte S Klasse in Bonstetten ZH bewirtschaftet den ganzen Sommer über einen Gemüsegarten.

Die «GemüseAckerdemie»

«Kürbisse können megagross werden. Der bisher grösste ist, glaube ich, über 900 Kilo schwer. Ich kenne fast alle Sorten. Meine Eltern ziehen sie und verkaufen sie auf dem Markt.» Maurice, Schüler

demie» zur Verfügung. Heute leitet er die Gruppe, die Kürbisse setzt. Das Anleiten kann er eigentlich dem Schüler Maurice überlassen. «Kürbisse können fast bis zu 1000 Kilo schwer werden!», erklärt er seinen Mitschülern. Maurices Eltern betreiben einen der letzten Bauernhöfe im Dorf – «unsere Kürbisse verkaufen wir auf dem Markt», erklärt er. Jeremy Notz lässt den jungen Experten er­ zählen und die Gruppe die Kür­ bissetzlinge selbständig pflan­ zen. «Schaut einfach, dass ihr immer einen Meter Platz da­ zwischen lasst. Der Kürbis braucht genügend Nährstoffe!»

Der Verein «GemüseAcker­ demie Schweiz» unter­ stützt Schulklassen und Lehrpersonen mit der Lieferung von Saatgut und Jungpflanzen (biozertifi­ ziert), mit Ackerwissen, mit Bildungsmaterial und bei­ spielsweise beim Orga­ nisieren von freiwilligen Helferinnen und Helfern. Dieses Jahr machen neun Schulen und Kitas mit. Die Schulklasse in Bonstet­ ten bewirtschaftet ihren Garten im Fach Natur, Mensch und Gesellschaft und investiert im laufenden Schuljahr rund 80 bis 100 Stunden in das Projekt. In der Vorackerzeit, von Januar bis April, bekom­ men die Schüler einen ­Einblick in das Thema Gemüse­anbau, biologische Vielfalt und Bodenfrucht­ barkeit. Nach der Ackerzeit, von Oktober bis Dezem­ ber, gehts im Unterricht um Sortenvielfalt und Lebens­ mittelverschwendung.

Der Fenchel zieht magisch an

Die Schüler wissen vom Acker­ programm schon, dass es heute darum geht, Zucchetti, Mais, Lauch, Kürbisse und Tomaten zu setzen. Aber wie erkennt man die Setzlinge? «Kürbisblätter sind weicher, Gurkenblätter spitz, Zucchiniblätter haben eine weisse Maserung», erklärt Simone Nägeli und zeigt je einen Setzling. Danach teilt sie die Klasse in fünf Gruppen auf. Jede Gruppe kümmert sich um ein Gemüse. Mila von der Kürbis­ gruppe erzählt ihrer Freundin Elena beim Graben vom grossen Gemüsegarten von Grossmami.

Engagement Migros, der Förderfonds der Migros-Gruppe, unterstützt das Projekt «Gemüse­ Ackerdemie». Hier säen, pflegen, ernten und ver­ markten Kinder und Jugendliche ihr selbst­ gezogenes Gemüse. Ziel ist, sie für gesunde Ernäh­ rung, Natur und Nach­ haltigkeit zu begeistern.

Die Salatwurzeln haben ihm geschmeckt: Engerling Nummer eins von insgesamt 14.

Ackern können alle interessierten Schüler, Lehrpersonen und freiwilligen Helfer: gemüseackerdemie.ch


38 | 11.6.2019 | GÄRTNERN

«25 Kinder gleich­ zeitig im Garten: Das ist wie im Bienen­ haus. Die Kinder müssen sich hier auch mal selbst beschäftigen.»

Marienkäfer betrachten, Beete jäten und Engerlinge suchen: Immer am Montag in den ersten beiden Lektionen «Natur, Mensch, Gesellschaft» erlebt die Klasse das Abenteuer Garten.

«Mein Grossmami hat einen grossen Gemüsegarten. Da helfe ich manchmal mit.» Mila, Schülerin (rechts)

Nicole Kuhn, Lehrerin

Simone Nägeli (hinten rechts) und Jeremy Notz (hinten links) mit dem «Ackerdemie»-Team im Garten in Bonstetten ZH

Elena jätet zu Hause zwar nicht, «aber ich mähe den Rasen», sagt sie stolz. Plötzlich kauern alle vor dem Fenchelbeet, wo es diese Woche eigentlich gar nichts zu tun gibt. Auf dem feinen Kraut hocken zig kleine Marienkäfer, die den Frühling spüren. Die Glücksbringer faszinieren die Schüler genauso wie die Engerlinge. Nur wollen sie diesmal alle anfassen. Simone Nägeli ist darauf vorbereitet. Sie holt ein Heft mit vielen Fotos: «Schädlinge und Nützlinge.» Seht ihr, da sind auch die Ameisen. Warum sind sie wichtig für den Garten?» «Sie helfen gegen allerlei Plagegeister im Garten und räumen ihn auf.» Die Schüler blättern im Heft und finden auch ihren bekannten Fresssack unter den Schäd­lingen. Da verkündet Lorenz der Klasse das Jagdergebnis aus dem Salatbeet: «Wir haben schon 14 Engerlinge

gefunden.» Bald ist Zehnuhrpause. Garten­expertin Nägeli fragt die Klasse: «Was haben wir heute gelernt?» Die Kinder strecken auf: «Gurken und Mais in ein Beet. Weil der Mais den Gurken Schatten spendet.» Richtig, bravo. «Beim Lauchsetzen ist die Hauptsache, dass er tief in der Erde ist!», sagen zwei Kinder im Chor. Stimmt, bravo! Radiesli für alle

Mit einem Stück «Rüeblichueche» von der «Ackerdemie» in der Hand schultern die Schüler ihre Rucksäcke und machen sich auf zum Schulhaus. Nicole Kuhn nimmt Kresse, Baby-Leaf-­Salat und Radieschen mit in den Unterricht. Am Mittag dürfen alle etwas davon nach Hause mitnehmen. Für die Lehrerin ist es das erste Mal, dass sie mit einer Klasse an der «Ackerdemie» teilnimmt. «Die Kinder sind sehr

interessiert, der Verein kümmert sich um das Organisatorische und das Werkzeug. Ich bin froh, dass ich für die Betreuung einer so grossen Klasse noch zwei Mütter zur Unterstützung dabei sind.» Jauche gegen den Fresssack

Die Mütter bleiben noch kurz mit Simone Nägeli auf dem Acker und hecken einen Plan gegen die Engerlinge aus. Die Expertin rät: «Setzt Brennnesseljauche an und giesst sie über die Wurzeln, das stärkt die Pflanzen und stinkt den Fresssäcken.»in der folgenden Woche wird die Klasse sehen, ob der eine Salatkopf, der noch übrig ist, das Rennen gegen den Schädling gewonnen hat. Und was sie als nächstes ernten können. Wenn es nach Maurice ginge, dann einen «krassen Kürbis, der mindestens 1000 Kilo auf die Waage bringt!». MM

«Gegärtnert habe ich vorher nie. Aber daheim mähe ich den Rasen.» Elena, Schülerin (links)


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1, 2 ODER 3? | 11.6.2019 | 51

TOP DREI

Im Atelier Die drei meistgekauften Migros-Malutensilien im Mai:

1. Bellcolor Zeichenblock A4 Weiss, FSC 2. Bellcolor Zeichenpapier A4 Bunt 3. Bellcolor Zeichenblock A3 Weiss, FSC

Im Kopf Die drei am häufigsten ­gegoogelten Begriffe in der Schweiz (Montag, 3. 6.):

1, 2 ODER 3?

Monica Müller (44) hat zwei ­Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Was der Kleine (3) mit Farben anstellt, hat Platz auf keinem Blatt Papier. Da Schwarz seine Lieblingsfarbe ist, sind seine Werke düster – und die Spuren, die er hinterlässt, schwer wegzuputzen. Die meisten seiner vielen Kompositionen lassen wir diskret verschwinden. Der Grosse (8) hingegen findet kaum Zeit zum Zeichnen. Muss er etwas ausmalen, könnte er nicht weniger Herzblut einfliessen lassen. Kürzlich, in einem Restaurant, erhielten die zwei eine Malvorlage mit dem Pokémon Pikachu. Der Grosse hat sie mit ungekannter Sorgfalt koloriert und das Bild mit eigenen Figuren ergänzt. Der Kleine hat die Vorlage schwarz übermalt. Das Bild des Grossen haben wir mitgenommen und zu Hause aufgehängt. Das des Kleinen liegen gelassen. Seither fragt er jeden Tag: «Wo ist mein schönes Bild?» – Und jetzt? 1   Ich suche die Malvorlage online, lasse sie vom Kleinen nochmals einschwärzen

und hänge sie anschliessend prominent auf. 2   Ich knöpfe mir die Vorlage selber vor und kritzle etwas Schwarz darüber. Uff! 3   Ich antworte ehrlich: «Wir haben dein Bild weggeschmissen.»

Antwort 2: Ich bin gespannt, ob er die Fälschung erkennt. Falls ja, soll er einfach mit Pinsel, Farbstift und Filzer dem Werk seinen Stempel aufdrücken.

Illustration: Lisa Rock; Bilder: René Ruis, Leon Tanguy/MAXPPP/Keystone

Kunst 1. Roger Federer Vor dem Schweizer Duell gegen Wawrinka 2. Eid Mubarak Das Fest zum Ende des Ramadans 3. Apple Der Konzern präsentiert seine Neuigkeiten

Im Ohr Die drei meistgestreamten Songs auf Spotify (Montag, 3. 6.): 1. «La Haine» von Luciano 46 165 Streams 2. « I Dont Care (with J­ ustin Bieber)» von Ed Sheeran 39 816 Streams 3. «Wieder Lila» von Samra 37 476 Streams


52 | 11.6.2019 | FRAUENSTREIK

Die Migros ist weiblich

Am 14. Juni gehen Frauen in der Schweiz für die Gleichstellung auf die Strasse. Sechs Migros-Angestellte über Chancengleichheit und was die grösste Arbeitgeberin im Land für die Frauenförderung tut – und noch tun sollte. Text: Benita Vogel, Simone Bühler, Alain Portner Bilder: Vera Hartmann

Findet den­ Frauenstreik sinnvoll: Eliana ­Zamprogna ­Rosenfeld, Techno­logie-Chefin (CTO) M-Industrie

«Wir sollten darauf vertrauen, dass wir es können»

E

liana Zamprogna Rosenfeld (45) war schon im Studium von mehr Kollegen als Kolleginnen umgeben. «Als Chemie-­ Ingenieurin ist es keine Besonderheit, in Männerteams zu arbeiten.» Ihr wurde dabei klar: «Eine Frau muss hart arbeiten und viel leisten, um ­beruflich weiterzukommen. Gute ­Resultate sind die beste Visitenkarte», sagt sie. Mit dieser Devise und einem Doktortitel in der Tasche startete sie ihre Laufbahn bei einem Technologiekonzern. «Ich habe absichtlich stets in Teams gearbeitet, in denen Talent und gute Ergebnisse anerkannt wer-

den.» Während der ersten Schwangerschaft absolvierte sie eine Managementausbildung. «Das war für manchen Kollegen zu viel.» Sie habe die geltenden Sozialkonventionen wahrgenommen, aber am Ende mit ihrer Familie selber entschieden, was im Beruf mit Kind möglich ist. «Wir Frauen sollten darauf vertrauen, dass wir es können.» Frauenthema birgt viel Potenzial Seit zwei Jahren ist die 45-Jährige

Technologie-­Chefin der M-Industrie. Dabei beschäftigt sie sich mit Zukunftsfragen, beispielsweise wie wir

uns gesund und nachhaltig ernähren werden. Auch die Diskussion über Frauen in Führungspositionen berge noch viel Potenzial, sagt sie. Es werde zwar viel diskutiert, aber Taten fehlten. «In vielen Führungsgremien sind die Männer in der Mehrheit. Gibt es tatsächlich zu wenig kompetente Frauen für Führungsrollen?» Eine Firma, die Frauen fördere, verbessere die Diversität und damit ihre Ergebnisse. Das werde unterschätzt. Den Frauenstreik findet sie sinnvoll: «Er gibt dem Thema Gleichstellung die nötige Visibilität und Emotionalität, ähnlich wie beim Klimastreik.»


FRAUENSTREIK | 11.6.2019 | 53

«Ich war mit der Familie ausgelastet»

A

ls sie 1943 zur Migros kam, war Violette Felder (95) gerade mal 20 Jahre alt. Nach dem ­Verkäuferinnenseminar in Muttenz bekam sie eine Stelle in einer Zürcher ­Filiale, um kurz darauf als eine von wenigen Frauen eine «eigene» Filiale zu übernehmen. Oft arbeitete sie von morgens um 6 bis abends um 20 Uhr. Sie machte Inventur, löste ­Bestellungen aus, nahm Waren entgegen, führte Buch, dekorierte den Laden und bediente einen Grossteil der Kunden selbst. ­Eines Tages wurde sie zu einer Sitzung mit Gottlieb Duttweiler gerufen. Sie ­erzählt: «Ich hatte keine ­Ahnung, um was es ging, und war nervös. Alle Filialleiter der Stadt Zürich waren versammelt, die meisten davon gestandene Herren. Ich machte mich ganz klein, wollte auf keinen Fall auffallen. Duttweiler fragte,

wie es sein könne, dass die meisten Filialen Umsatz verloren hätten, während meine Filiale Zuwachs ­verzeichnete.» Violette ­Felder wusste die Antwort: «Es lag an meiner damals noch ­ungewohnten Warenpräsentation.» Während die Kundinnen und Kunden ­darauf warteten, bedient zu werden – in den frühen 40er-Jahren gab es noch keine Selbstbedienung –, schauten sie sich die Auslagen an. «Durch meine schönen Präsentationen animiert, kauften sie mehr ein als beabsichtigt.» Gottlieb Duttweiler habe an ­jener Sitzung versprochen, dass Frauen in den Filialen fortan den gleichen Lohn wie Männer erhalten würden, erinnert sich ­Violette Felder. Ihre Stelle bei der Migros kündigte sie 1948, als sie heiratete und eine Familie gründete. «Damit war ich ausgelastet, weil viel in Handarbeit ­erledigt werden musste.»

Wird nicht streiken: Conny Bircher, LKW-Fahrerin bei der Genossenschaft Migros ­Zürich

«Ich habe mich noch nie benachteiligt gefühlt»

Bild: Ephraim Bieri

P

Ging in der Warenpräsentation neue Wege: Violette Felder, f­ rühere Migros-Filialleiterin

unkt 4 Uhr dockt Conny Bircher (34) den Auflieger an ­ihren Schlepper. Sie steckt Luft- und Kühl­ kabel ein und klettert in den Führerstand. Mit Brot, Milch, Käse, Joghurt, Früchten und Gemüse im Anhänger fährt sie die erste Filiale an. Bircher ist eine von drei Lastwagenfahrerinnen der Genossenschaft ­Migros ­Zürich. Sie hat 90 Kollegen. «Dass ich in einem Männerberuf tätig sein würde, hat mich nie abgeschreckt», sagt die Zürcherin. Während der Lehre als Detailhandelsfachangestellte fand sie ­Gefallen an den tonnenschweren Gefährten. «In meiner Freizeit bin ich mit den Chauffeuren, die uns

­belieferten, mitgefahren.» Sie bestellte einen Lernfahrausweis und wechselte in die Logistik. Mehr Kolleginnen gewünscht

Damals, vor elf Jahren, war sie eine Exotin in diesem ­Bereich. «Klar hätte ich gern mehr Kolleginnen», sagt sie, «aber ich habe es gut mit meinen Arbeitskollegen und werde akzeptiert.» Sie habe sich noch nie benachteiligt gefühlt – auch beim Thema Lohngleichheit nicht. Über den Frauenstreik und die Frage, ob ihr Job mit Familie vereinbar wäre, macht sich Bircher keine Gedanken. «Ich habe Spass am Fahren, das ist das Wichtigste», sagt sie, startet den Motor, löst die Bremse und fährt los.


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FRAUENSTREIK | 11.6.2019 | 55

«Es braucht neue Vorbilder und Modelle»

G

leichstellung und Chancengleichheit gehören für Hedy Graber (58) zum Alltag. «Wir haben den Auftrag, uns diesen Themen im gesellschaftlichen und sozialen Bereich anzunehmen», sagt die Leiterin der Direktion Kultur und Soziales beim Migros-Genossenschafts-Bund. Sie findet es schade, immer noch über das «Frauenthema» sprechen zu müssen. «Gleichzeitig ist es wichtig, darüber zu reden, da die Gleichstellung in vielen Punkten noch nicht umgesetzt ist.» Dass Lohndiskriminierung noch immer existiere, dafür gebe es kein Pardon. «Es ist zudem überfällig, die klas­ sischen Rollenbilder von Frauen und Männern aufzubrechen.» Zeigen, dass es möglich ist

Bedient sich keiner Stereotypen: Hedy Graber, Leiterin der Direktion Kultur und ­ Soziales beim M ­ igros-­ Genossenschafts-Bund

Stereotypen bedient Hedy Graber nicht, im Gegenteil: «Ich bin sehr darauf ­bedacht, dies zu vermeiden.» Das kommt nicht von ungefähr, denn sie hatte ein starkes Vorbild: Ihre Mutter war die erste Dirigentin der Schweiz. Graber selbst ging nach Genf, wo sie die Matura machte und anschliessend Kunstgeschichte, Germanistik und Fotografie studierte. Nach verschiedenen Tätigkeiten im Kunst- und Kulturbereich kam sie vor 15 Jahren zur Migros und wurde 2015 als Europäische Kulturmanagerin des Jahres ­ausgezeichnet. Für Hedy Graber bedeutet Erfolg, nicht einfach so die Karriereleiter hochzusteigen, sondern Sinn in der Arbeit zu finden. «Ich will auch keinen Job ­bekommen, nur weil ich eine Frau bin», sagt sie und verrät damit, was sie von Frauenquoten hält. Dennoch: «Um Frauen weiterzubringen, braucht es Massnahmen: gute Vorbilder etwa, die zeigen, dass es möglich ist; Führungskräfte, die bei jeder Personalie fragen: ‹Wo sind die Frauen?›.» Und es brauche neue Modelle, die nicht bloss Frauen einbeziehen, sondern auch Männer. «Diese Modelle müssen umgesetzt ­werden – sie müssen Alltag werden.» Wie sie es bei Graber bereits sind: Ihr vierköpfiges Führungsteam besteht aus drei Frauen und einem Mann. ­«Ausser mir arbeiten alle in Teilzeit. Das ist zwar manchmal aufwendig zu ­organisieren, aber machbar und notwendig.»


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FRAUENSTREIK | 11.6.2019 | 57

«Die Frauen sind für die Migros sehr wichtig» Vera Ramelet, Diversitätsverantwortliche der Migros, über Gleichstellung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Hat Privates und Berufliches immer unter einen Hut bekommen: Patricia Cardamone Ricco, verantwortlich für die Milchprodukte-Abteilung in der Migros-Filiale Crissier

«Manchmal streike ich zu Hause»

P

atricia Cardamone Ricco (44) ist ein Migros-Kind durch und durch. Sie hat bei der Migros die Lehre als Fachfrau Detailhandel gemacht und arbeitet seither beim orangen M. Kurz nach Abschluss der Lehre wurde sie zur Leiterin der Abteilung Milchprodukte ernannt. Von da an ging es für sie weiter aufwärts auf der Karriereleiter, stets in gleicher Funktion, aber in immer grösseren Filialen. «Dabei bekam ich jedes Mal mehr Verantwortung und auch ­einen höheren Lohn.» Cardamone kann «­aus ­eigener Erfahrung» sagen: «Frauen haben in der ­Migros einen hohen Stellenwert und können sich ­weiterentwickeln.» Das gelte auch für Mütter. «Ich habe Privates und Beruf­liches immer unter einen Hut b ­ ekommen, ­zumal ich nach der Geburt meines zweiten Kindes in

Teilzeit arbeiten konnte.» Heute sind ihre Söhne ­erwachsen, und sie arbeitet wieder hundert Prozent. «Es gibt noch viel zu tun»

Im Allgemeinen, sagt Cardamone, müssten sich ihrer Ansicht nach Frauen im Berufsleben mehr anstrengen als Männer, um Anerkennung zu finden. «Die Geschlechter sind noch immer nicht vollständig gleichgestellt, es gibt noch viel zu tun. Auch in der Familie.» Darum warte sie auch nicht bis zum 14. Juni, um ihr Recht geltend zu ­machen: «Manchmal streike ich zu Hause, wenn meine Söhne mich wie ein Dienstmädchen behandeln.» ­Ausdrücklich lobt sie ihren Mann, der stets auf ihre ­Bedürfnisse Rücksicht nehme: «Er ist wirklich toll und hilft bei allen Arbeiten im Haushalt mit. Ich könnte nicht mit einem Mann ohne Sinn für Gleichberechtigung zusammenleben.»

Vera Ramelet, 50 Prozent der Migros-Kunden sind Frauen. In den Führungsgremien sind Frauen aber untervertreten. Frauen sind für die Migros sehr wichtig. Nicht nur, weil über 60 Prozent der Belegschaft weiblich sind, sondern auch, weil Frauen einen Grossteil der Kaufentscheide treffen. Wir konnten den Frauenanteil im Kader über die letzten Jahre kontinuierlich steigern. Mit Ursula Nold wird die Migros zudem bald eine Frau an der Spitze der Verwaltung haben. Aber es besteht selbstverständlich noch weiteres Potenzial.

schafts-Bund beteiligen wir uns an den Kinderbetreuungskosten und bieten kostenlose Familienberatung an. 2018 kehrten 78 Prozent der Frauen nach dem Mutterschaftsurlaub wieder an den Arbeitsplatz zurück, was fünf Prozent mehr sind als vor fünf Jahren. Unser Mutter- und Vaterschafts­ urlaub ist deutlich länger als gesetzlich vorgeschrieben. Dies ist bedeutend, weil es uns wichtig ist – im Bestreben, Familie und ­Beruf besser zu verein­ baren –, auch die Väter zu involvieren. Vereinbarkeit von ­Familie und Beruf ­betrifft beide Geschlechter.

Der Frauenstreik fordert Lohn, Zeit und Respekt. Wo steht die Migros hier? Respektvoller Umgang und Gleichstellung sind für die Migros zentral. Wir haben diese Themen im Gesamtarbeitsvertrag, Verhaltenskodex und in der Unternehmenskultur verankert.

Wo sehen Sie weiteren Handlungsbedarf? Es ist mehrfach nachgewiesen, dass gemischte Teams erfolgreicher sind als einheitlich zusammengesetzte. Und da spreche ich nicht nur vom Geschlecht. Die Vielfalt zählt. Dafür müssen wir uns aber über gewohnte Denkmuster noch bewusster werden und lernen, ­unbewusste Voreingenommenheit zu vermeiden. MM

Was heisst das konkret, etwa beim Thema Lohn­ gleichheit? Gehälter werden bei uns nach Funktion, Erfahrung und Leistung festgelegt und nicht nach Geschlecht. Wir führen regelmässig Lohngleichheitsanalysen durch. Wenn wir Abweichungen feststellen, ana­ lysieren wir diese mit den Vorgesetzten und veranlassen wo nötig Anpassungen. Was hat die Migros bezüglich «Zeit und Respekt» erreicht? Wir fördern zum Beispiel flexible Arbeitsmodelle. Beim Migros-Genossen-

Setzt sich für Vielfalt ein: Vera Ramelet, Diversity & Inclusion-­ Verantwortliche beim MigrosGenossenschafts-Bund


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Die Migros ruft vorsorglich im Namen des Herstellers Ghost-Bikes ein E-Bike zurück. Bei diesem Fahrrad können nach intensiver und langjähriger Nutzung an der Gabelklemmung Risse entstehen. Dies kann die Drehsicherheit beeinträchtigen.

Die betroffenen Bikes waren seit März 2019 bei den MigrosFachmärkten «SportXX» und «Bike World» erhältlich. Kundinnen und Kundenkönnen dort den betroffenen Vorbau kostenlos ersetzen lassen.

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Mokoomba: sechs Freunde aus Simbabwe, die sich seit der Kindheit kennen. Die Musiker spielen am 14. Juni um 22 Uhr auf der Hauptbühne. Unten: Ein Festival für Klein und Gross

So klingt Weltmusik Das Festival der 5 Kontinente findet vom 14. bis 16. Juni in Martigny statt. Das Wochenende steht im Zeichen von Rhythmus und Melodie – und neu der Nachhaltigkeit. Text: Fabien Lafarge  Bilder: Jérémie Carron / Eric van Nieuwland

S

chon seit einem Vierteljahrhundert verwandelt sich die Place du Manoir jährlich für ein Wochenende in einen grossen Schmelztiegel. Dieses Jahr setzt das Festival insbesondere den «Club 5» in Szene, entstanden aus der Zusammenarbeit mit den benachbarten Caves du Manoir, die das ganze Jahr ein Programm mit Weltmusik anbieten. So beginnt das Festival am 13. Juni unter der Erde, mit der maghrebinischen Band Lemma (am Samstag auch auf der Festivalbühne) und afrokubanischem Jazz von Yasek Manzano. Hier eine Auswahl aus dem grossen ­Konzertprogramm: Am Freitag kann man in den Caves zur irischen Musik der Band This is How We Fly mitwippen oder mit

Vardan Hovanissian und Emre Gültekin in armenische und türkische Musik eintauchen. Auf der Hauptbühne wird die Band Mokoomba aus Simbabwe mit Afro-Pop- und Reggae-Rhythmen für Stimmung sorgen. Am Samstag folgen KT Gorique, die ­ursprünglich aus der Elfenbeinküste stammende Walliser Rapperin, und Gaye Su Akyol, eine der faszinierendsten jungen Stimmen aus der Türkei. Als Treffpunkt verschiedenster Kulturen und Musik aus aller Welt hat das «Festival der 5 Kontinente» entschieden, 2019 in allen Bereichen umweltbewusster zu agieren. Das zeigt sich einerseits im Programm: Die Künstler wurden mit Blick auf allfällige Europatourneen eingeladen, zudem wurden

Walliser Talente aus dem Bereich der ­Welt­musik berücksichtigt. In Sachen ­Infra­struktur verfolgt man denselben Ansatz: Die Beschallung der Bühnen konnte ­reduziert werden, was neben der Lautsärke auch den Energieverbrauch drosselt. Das Festival der 5 Kontinente bietet auch die Gelegenheit, exotische Gerichte zu geniessen. Auch hier setzen die Organi­ satoren alles daran, um ihren ökologischen ­Fussabdruck zu verkleinern: Wegwerfbares Besteck ist out. Neu werden die Teller von Hand abgewaschen und wiederverwendet. Vor allem können Besucher an den Essensständen regionale Produkte aus biologi­schem Anbau geniessen oder vor Ort ­zubereitete Säfte oder Eistees. MM


62 | 11.6.2019 | MIGROS WALLIS

Ferien zu Hause

Bald sind Schulferien. Für viele die ideale Zeit, um Ausflüge vor der Haustür zu unternehmen und die lokalen Schätze des Wallis neu zu entdecken. Text: Fabien Lafarge

1. Zu Fuss

Der einfachste und preisgünstigste Ferienausflug ist eine Wanderung. Ein gutes Paar Schuhe, ein Rucksack, eine Trinkflasche und Picknick und die Welt liegt gleich um die Ecke. Die Internetsite wallis.ch listet gleich 92 Wanderungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad auf. Unsere Lieblinge: Der Landschaftspark Binntal, berühmt für seine weltweit einmalige wilde Tulpensorte; die Bergsturz-Tour und Umrundung des Lac de Derborence mit dem gleichnamigen

Roman von Charles Ferdinand Ramuz im Rucksack oder die spektakuläre Rundwan­ derung von Champéry zu den Lacs d’Antème, die unter den Dents-du-Midi sechs Stunden Fussmarsch in Anspruch nimmt. Unterwegs kommt man bei einer gemütlichen Berghütte vorbei, wo Audioguides die Geheimnisse ­vieler alpiner Pflanzen verraten. 2. Mit dem Velo

Bis vor Kurzem waren die Berge gut trainierten Bikecracks vorbehalten. Nach Ankunft des E-Mountainbikes können jetzt auch ­Normalsterbliche bisher unerreichte Gipfel erklimmen. Im Wallis gibt es viele schöne ­Biketouren mit oder ohne Akku-Unter­ stützung. Besonders empfehlenswert sind die «Alpage Tour» über die Alpweiden von Anzère, die «Grächen Family Bike»-Rundtour oder die Tour durchs Trienttal. Übrigens kann man vielerorts Bikes mieten. Das Einfachste ist aber immer noch, das eigene mit­­zunehmen. Wer ein neues braucht, besucht

einfach die nächste SportXX-Filiale und lässt sich dort von den Profis beraten. 3. Für Schatzsucher

Im Trend liegen derzeit «Escape Rooms». Dabei löst man gemeinsam knifflige Rätsel, um ein bestimmtes Ziel – meistens: aus dem Raum herauskommen – zu erreichen. Im Wallis gibt es mehrere Destinationen, die draussen ähnliche Spannung versprechen: Nendaz bietet etwa die Schatzsuche «Auf der Suche dem Wasser entlang, vom Staudamm bis zum Bach» an, und Fiesch-Eggishorn «Auf den Spuren der Gogwärgini», ebenfalls eine Schatzsuche, bei der man die legendä­ ren, arbeitsamen Zwerge entdecken kann, die früher im Oberwallis gelebt haben sollen. 4. Für den grossen Kick

Wer gerne den ultimativen Adrenalinkick ­erlebt, dem sei zum Besuch in einem Abenteuerpark geraten. Ob Champéry, Verbier, Zermatt oder Blatten-Belalp-Naters: Kleine

Bilder: Dennis van de Watter, / Nez MNoir-123rf), K. Constantin

U

nsere Kinder sind Glückspilze: In rund zehn Tagen können sie ihre Hefte und Bleistifte bis Ende ­August wegräumen. Die Eltern müssen sich bis zum wohlverdienten Urlaub meist länger gedulden. Dann machen sich viele Familien auf, um gemeinsam neue Horizonte zu entdecken. Andere bleiben daheim. Eine prima Alternative, da das Wallis Ausflugsziele für alle Aktiven bietet.


11.6.2019 | 63

M

lis al

s ro ig

W KIDS CLUB

Viel Spass mit Rabatt

Am Moiry-Stausee: Der Sommer bietet unzählige Gelegenheiten, um das Wallis zu Fuss oder auf zwei Rädern ­zu erfahren.

Das Kids-Club-Programm geht bald zu Ende. Deshalb sollte man diese Woche die letzten Super-­ Aktivitäten nicht verpassen. Am Mittwoch, 12. Juni, können vierbis zwölfjährige Kinder in den ­Restaurants im Simplon Center Glis an einem Cupcake-Atelier ­teilnehmen. Am Samstag, 15.Juni, geht es in den Restaurants im ­Simplon Center Glis mit Kreativ-­ Ateliers für vier- bis zwölfjährige Kids weiter. Man kann die Zeit ­wählen: entweder von 9.30 bis 11.30 Uhr oder von 14 bis 16 Uhr. Am Sonntag, 16. Juni, können ­Familien von einer hervorragenden Gelegenheit profitieren, um gemeinsam einen tollen und lustigen Ausflug zu unternehmen: Das Happyland (Granges) offeriert für jedes gekaufte Billett einen kostenlosen Eintritt – aber nur mit der Famigros-Karte. Am Mittwoch, 12. Juni, gibt es in den Melectronics-Filialen eine ­einmalige Superaktion, nämlich die Nintendo Switch Konsole für 299 Franken statt 349 Franken. Und die ganze Woche kommen ­Famigros-Mitglieder in den Genuss von 20 Prozent Rabatt auf die gesamte Baby- und Kinder­ kleidung in den Supermärkten.

und grosse Adrenalinjunkies haben eine Menge Spass. Für den ganz grossen Nervenkitzel sorgt die «Alpine Line», die längste Tirolienne der Westschweiz, mit der man 700 Meter der Grande Dixence entlang-­ saust. Langeweile im Wallis? Gibt es nicht. 5. Für die perfekte Ausrüstung Das Personal der SportXX-Filialen freut

sich darauf, Abenteuerwillige zu beraten, um die ideale Ausrüstung für ihre Ausflüge

zu finden. Bis 17. Juni profitiert die Kundschaft von zahlreichen Aktionen, zum Beispiel 30 Prozent Rabatt auf die Jacke Orkney von Jack Wolfskin, 40 Prozent Rabatt auf die Schuhe Cuba von Meindl oder 30 Prozent Rabatt auf das Makai Stand-up-Paddle-Set. Bis 24. Juli gibt es ebenfalls Aktionen auf Velomodelle, beispielsweise 30 Prozent ­Rabatt auf das E-Mountainbike von ­Rockwave oder 40 Prozent Rabatt auf das Mountainbike Rocky. MM


«Im Sommer gehören Früchte und Gemüse auf den Grill.»

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66 | 11.6.2019 | DIGITAL

Mit dem Tablet nicht flach rauskommen Was können die kleinen flachen Helfer? Welcher Tablet-Computer erfüllt welchen Zweck am besten? Fünf User-Typen und die richtigen Modelle für Spass, Sparen, Reisen, Business und kreative Momente. Text: Reto Vogt

I

n ihrer kurzen Geschichte wurden ­Tablets – das erste erfolgreiche war das iPad von Apple aus dem Jahr 2010 – mehrfach hochgejubelt und auch wieder totgesagt. Beides ist übertrieben; die Wahrheit liegt dazwischen.

nicht für dasselbe Gerät wie der, der darauf gerne zeichnet, malt und s­ kizziert. Fünf Alltagssituationen, fünf Bedürfnisse: Die jeweiligen Eigenschaften zeigen, ­welches Gerät am besten passt und worauf es bei der Tabletwahl wirklich ankommt.

Handfeste Gründe, vorschnell in ein Fachgeschäft zu eilen und sich ein Tablet eines der grossen Hersteller Apple, ­Huawei, Microsoft oder Samsung zu ­kaufen, gibt es nicht. Man kann tatsächlich auch ohne Tablet glücklich leben. Allerdings ergeben sich im Alltag durchaus ­Situationen, in denen es praktisch sein und bessere Dienste leisten kann als ein Laptop oder das Smartphone. Freilich ist die Wahl des passenden Geräts komplex und will wohlüberlegt sein.

Nicht zu vernachlässigen ist neben der Typenfrage Ihre persönliche Situation. Besitzen Sie zum Beispiel bereits Geräte von Apple, kann es sinnvoll sein, dem Hersteller treu zu bleiben. Gleiches gilt im umgekehrten Fall, wenn Sie bereits ein Android-Gerät nutzen.

Welcher Typ sind Sie? Wer sich ein Tablet wünscht, um vor allem Filme zu schauen und zu spielen, entscheidet sich besser

Darüber hinaus dürfen Optik und ­Haptik nicht zu kurz kommen. Deshalb empfiehlt es sich ­immer, das Wunschgerät im Laden in die Hand zu nehmen und auszuprobieren, ob es sich bequem ­anfühlt und den optischen Ansprüchen genügt. Denn in erster Linie soll ein ­Tablet Spass machen.  MM

Spass-Typ Das Tablet ist ein Freizeitgerät. Es kommt zum Einsatz, wenn man spielen oder einen Film schauen will und kein TV-Gerät, keine Spielkonsole und kein Laptop zur Verfügung stehen.

Punkto Leistung will der SpassTyp keine Abstriche machen. Er greift deshalb zum neuen iPad Air 3, das in diesem Frühling ­vorgestellt worden ist. Leistungsmässig knüpft es an das iPad Pro an, ist aber dünner, leichter und über 200 Franken günstiger. Mit diesem Tablet ist es kein ­Problem, ein Spiel zu zocken, ­einen Film in bestmöglicher ­Auf­lösung zu sehen oder gar ein ­Video zu schneiden. iPad Air 3 (2019), iOS, 470 g, 10,5 Zoll, mind. 64 GB, ab Fr. 580

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DIGITAL | 11.6.2019 | 67

Spar-Typ Will ich ein Tablet oder nicht? Die ­Antwort des Spar-Typs lautet Ja, aber viel darf es nicht kosten. Seine Ansprüche: ­zwischendurch ein Filmli schauen, im Web surfen, ab und zu ein Game und Mails ver­ schicken. Mit dem Huawei ­MediaPad T5 ist das für unter 200 Franken möglich. ­Gegenüber dreimal teureren Geräten

macht der S ­ parer Ab­striche: Display, Tempo, Kamera, Akku und Speicherplatz sind Durchschnitt. Den Ansprüchen des SparTyps reichts. Auch für Kinder, die es in der Schule oder in der Freizeit nutzen. Huawei MediaPad T5, Android, 460 g, 10,1 Zoll, 16 GB, Fr. 160

Zu einem Tablet gehören Kopfhörer

Reise-Typ

Die Lautsprecher zählen selten zu den Stärken eines Tablets, zu komplex ist der Einbau von Klangwundern in ein flaches Gerät.

Mobilität ist das A und O.

Business-Typ Arbeiten steht im Vordergrund. Das Tablet ist das Büro für unterwegs.

Der Business-Typ greift zum Microsoft Surface Pro 6, das dank Tastatur und Stift sowohl als Tablet, Laptop wie auch Notizblock dient.

Dafür bestens geeignet ist das neue Apple iPad Mini 5, das sehr leistungs­ stark ist, über eine lang­ lebige Batterie verfügt – aber 300 Gramm wiegt. Apple iPad Mini 5 (2019), iOS, 300 g, 7,9 Zoll, mind. 64 GB, ab Fr. 450, ohne Stift

Für weniger als die Hälfte des hohen Preises (rund 1400 Franken) bietet sich das reMarkable-Tablet an. Es hat keine Tastatur, dafür aber eine fantastische Handschrifterkennung; handgeschriebene Notizen werden zu Text, der bearbeitet werden kann. Microsoft Surface Pro 6, Windows 10, 770 g, 12,3 Zoll, mind. 128 GB, ca. Fr. 1300, inkl. Tastatur reMarkable, Codex, 350 g, 10,3 Zoll, 8 GB, 600 Dollar, inkl. Stift

Kreativ-Typ Zeichnen, malen, skizzieren – kreative Nutzer brau­ chen zu jedem Tablet meist teures Zubehör. Beim Samsung Galaxy Tab S4 ist ein hochwertiger Stift dabei.

Das Gerät punktet zudem mit Design, Leistungsstärke und einem hochwertigen Display. Samsung Galaxy Tab S4, Android, 480 g, 10,5 Zoll, 64 GB, Fr. 660, inkl. Stift

Der Sound lässt sich leicht optimieren – mit Kopf­ hörern. Für höchsten Kom­ fort sorgen kabellose ­E xemplare, die per Blue­ tooth verbunden werden. In diesem Bereich zählen die Apple AirPods 2 zu den Besten, mit mindes­ tens 180 Franken allerdings auch zu den Teuersten. ­Dafür bieten sie hervor­ ragenden Klang. Und sie lassen sich nicht nur mit Apple-Geräten nutzen. Eine um rund 50 Franken ­günstigere Alternative sind die Huawei F ­ reebuds 2.

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ANLAGESTRATEGIE | 11.6.2019 | 69

Sparen oder investieren? Eine Frage des Risikos Mit einem Sparkonto lässt sich kein Vermögen aufbauen. Stattdessen muss man bereit sein, Geld in Aktien anzulegen. Doch ehe Sie sich Gedan­ ken über die passende Anlagestra­ tegie für Ihre Spargelder machen, sollten Sie eine eiserne Reserve für Unvorhergesehenes aufbauen. Fami­ lien sollten auf einem Sparkonto vier bis sechs Monatslöhne haben, Allein­stehende ein bis drei Löhne.

Jeannette Schaller ist Leiterin Finanz­ planung bei der Migros Bank.

Nur für das Geld, das neben der eiser­ nen Reserve übrig bleibt, müssen Sie sich eine Anlagestrategie überlegen. Das kann im Rahmen einer Anlage­ beratung oder einer umfassenderen Finanzplanung geschehen. Wie viel Geld brauche ich für den Lebens­ unterhalt? Wie lange kann ich auf das, was übrig bleibt, verzichten? Wie gehe ich mit dem Risiko von Verlus­

ten um? Die ersten beiden Fragen be­ treffen Ihre objektive Risikofähigkeit, die dritte Ihre subjektive Risikofreude. Je nach Ihren Antworten empfehlen sich Bankkonto oder Börse. Die Börse schwankt kurzfristig stark. Daher ist das Bankkonto das Richtige, wenn Sie Ihr Geld nur für ein bis zwei Jahre anlegen. Bereits ab drei bis vier Jahren macht es Sinn, bis zu 25 Pro­ zent des Geldes in Aktien zu investie­ ren. Bei fünf bis sieben Jahren können es bis 45 Prozent sein, bei acht bis neun Jahren bis 65 Prozent, ab zehn Jahren 85 Prozent oder mehr.

«Familien sollten 4 bis 6 Löhne auf dem Sparkonto haben.»

Die Umsetzung geschieht am ­einfachsten mit Strategiefonds. Das sind Fonds, die in Aktien, ­Obligationen und andere Anlagen ­investieren und ab kleinen Summen eine fixfertig geschnürte Lösung bieten. Sie eignen sich etwa für ­Eltern, denen die Zeit fehlt, sich ­neben Beruf und Familie um die ­Finanzen zu kümmern. In dieser ­Lebensphase ist oft auch das Budget eng, die Risikofähigkeit also beein­ trächtigt. Die Aktienquote ist daher eine oder zwei Stufen vorsichtiger zu wählen. Beispielsweise bei einem Anlagezeitraum von acht bis neun Jahren empfehlen sich statt 65 Pro­ zent Aktien nur 45 oder 25 Prozent. Dasselbe gilt bei geringer Risikofreude: Je schlechter man bei Börsen­ schwankungen schläft, desto tiefer sollte die Aktienquote sein. MM

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70 | 11.6.2019 | MEINE MIGROS

Die perfekte Welle

Farm Chips Randen & Nature, 150 g Fr. 2.90 In grösseren Filialen

Rauchig Die neuen Farm Chips «Wave Smoked ­Bacon» haben eine gewellte Oberfläche. So bleibt die Gewürzmischung mit Alpenchili und das Aroma von geräuchertem Speck besser haften.

Farm Chips Wave Smoked Bacon, 175 g Fr. 3.60

Bilder: MGB Fotostudio, zVg

Farm Chips Wave Mild Chili, 175 g Fr. 3.60

Die knusprigen Farm Chips mit Rosmarin oder Schweizer Kräutern gehören zu den Lieb­lingen der Migros-Kunden – jetzt ergänzt durch die Version mit «Randen & Nature». Die Chips aus Schweizer Kartoffeln werden mit der Schale verarbeitet und ­etwas ­breiter geschnitten als herkömmliche Chips. Neu ­kommen zwei Sorten hinzu, für die man die Kartoffeln in Wellenform schneidet. Das sorgt für noch knusprigere Chips. Mehr Aroma bringt bei ­beiden das Würzen mit einheimischem Alpenchili. Eine ideale Beilage zur nächsten Grillade.

Limitiert Die Sorte «Randen & Nature» war schon einmal erhältlich. ­Wegen grosser Nachfrage gibt es die Kombination nun nochmals als limitierte Edition.


MEINE MIGROS | 11.6.2019 | 71

Philipp Neukomm, Produktmanager Kartoffel, Bischofszell Nahrungsmittel AG

«Zwei Monate bis zum optimalen Wave-Schnitt» Was ist das Besondere an den neuen Wave-Chips? Sie sind noch knuspriger, da sie mit einem speziellen Frittierverfahren produziert werden. Zudem verfügen sie über einen intensiveren ­Geschmack, da der Wave-­ Schnitt dank mehr Oberfläche Gewürze besser haften lässt als «glatte» Chips. Stu­dien zeigen, dass die zwei Hauptgründe für den Kauf von Chips die Knusprigkeit und der Geschmack sind. Gewellte Chips vereinen diese beiden Eigenschaften optimal.

Pikant Die extra-knusprig gewellte Neuheit gibt es auch mit «Mild Chili»-Geschmack. Wie bei Smoked Bacon wird Schweizer Alpenchili verwendet.

Wie lange hatte die Entwicklung der neuen gewellten Farm Chips gedauert? Wir mussten etwa zwei ­Monate arbeiten, bis wir die richtigen Einstellungen für den optimalen Wave-­Schnitt gefunden hatten. Woher stammt das Chili, mit dem die neuen Chips ­gewürzt sind? Unser Alpenchili stammt ­vorab aus dem Kanton Bern. Auch bei den anderen Farm Chips stammen die namensgebenden Gewürze alle aus der Schweiz.

Die Farm Chips eignen sich als knusprige ­Beilage zu Grilliertem.

Welches sind Ihre ­Lieblings-Farm-Chips? Ich bevorzuge die Standard-­ Sorten Schweizer Kräuter und Rosmarin. Aber die Wave Smoked Bacon sind mit ihrer angenehmen Schärfe und dem rauchigen Aroma ein ernst zu nehmender ­Konkurrent (lacht).


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MEINE MIGROS | 11.6.2019 | 73

Die Tatze als Glace Seit eh und je zählen die Bärentatzen zu den beliebtesten Migros-Guetzli. Dass es diesen Sommer zum ersten Mal auch eine Bärentatzen-Glace gibt, erfreut daher umso mehr. Unter einem knackigen Überzug ­verbirgt sich Schokoladenglace,­ ­verfeinert mit Bärentatzen-­ «Brösmeli». Die Form entspricht ­natürlich – wie könnte es anders sein – einer Tatze. Oder ist es eine Muschel? In der Westschweiz heissen die Guetzli nämlich «Coquillages», also Muscheln. So oder so: Sie ­schmecken einfach wunderbar, als Gebäck und als Gefrorenes.

Bild: MGB Fotostudio

Erfrischende Version des Guetzliklassikers: die neue Bärentatzen-­ Glace

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74 | 11.6.2019 | MEINE MIGROS

Der Umwelt zuliebe

Die Migros führt zahlreiche Produkte für eine ökologischere Gestaltung des Lebensstils.

Das bringt klare Ordnung bei der Abfall­trennung: Das Recyclingsystem besteht aus drei robusten Kunststoff­ taschen für Glas, PET und Aluminium. Recycling-System, 1 Stück mit 3 PP-Taschen Fr. 10.95

Die elegante Duschbrause verfügt über drei Strahlarten und ein ­Wassersparsystem. Die Durchflussmenge lässt sich ­stufenlos von Hand regulieren. Grohe Brausegriff Joy Eco Fr. 66.90 Erhältlich im Do it + Garden

Tipp Sparbrausen helfen, im Badezimmer ökologisch mit dem Wasserverbrauch umzugehen. Und wer duscht statt zu baden, spart bereits 80 Liter Wasser ein. Eine weitere simple Massnahme: Man stellt beim Einseifen das Wasser ab.

Stofftaschentücher lassen sich beliebig oft wiederver­ wenden. Und wenn man sie in der Hosentasche vergisst, hinterlassen sie im Gegensatz zu Papier­taschentüchern keine Fusseln in der Waschmaschine. John Adams Herren-Stofftaschen­tücher, 6 Stück Fr. 19.90

Umweltfreundlicher ­Abwasch: Griff und Borsten sind aus 100 Prozent ­rezykliertem Polypropylen und Polyester. Der Kopf der Bürste ist auswechselbar. Miobrill Green Universal Abwaschbürste Fr. 2.80


MEINE MIGROS | 11.6.2019 | 75

Natürliches Material für die Zahnbürste: Das Schweizer Buchenholz stammt aus nachhaltiger, FSC-zertifizierter Waldwirtschaft. Trennt man den Bürstenkopf ab, lässt sich der Griff kompostieren. Candida Zahnbürste Eco, Härtegrad soft Fr. 3.30

Den Kultrucksack Kanken gibt es in einer Spezialausführung. Sie ist komplett aus rezyklierten Plastikflaschen gefertigt. Rucksack Fjällräven Re-Kanken Fr. 99.90 Im SportXX

Bild: Getty Images, zVg (8)

In grösseren Filialen

Im trendigen Look: Das schwarz-weiss gestreifte Kleid ist aus Biobaumwolle ­hergestellt. Ellen Amber Damen Bio Jersey Kleid Fr. 24.90

Den Klassiker unter den Trinkflaschen gibt es neu mit einer grösseren Öffnung. Die Flasche aus Aluminium ist unverwüstlich. Sigg Original Trinkflasche 0,75 l Fr. 27.90 Im SportXX


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MEINE MIGROS | 11.6.2019 | 77

Eintauchen ins Blütenmeer Die Familie der Elan-Waschmittel erhält Zuwachs: Das neue Elan Cherry Blossom duftet wunderbar nach Kirschblüten. Dank der Frische­perlen ist das blumige Bouquet ­besonders lang ­anhaltend: Beim ­Waschen haften sich die Perlen an ­die Textil­fasern – sobald das Kleidungsstück getragen wird, platzen sie und setzen ihren Duft frei. Wie alle Universalwaschmittel von Elan entfaltet Cherry Blossom bereits ab 15 Grad die volle Waschkraft und schützt Fasern und Farben. Es eignet sich für weisse und farbige Wäsche.

Bild: Yves Roth; Styling: Mirjam Käser; Figuren: Kleinkunst-Werkstätten Paul M. Preiser GmbH

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Verströmt einen lang anhaltenden blumigen Duft: das neue Universalwaschmittel Elan Cherry Blossom

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RÄTSEL | 11.6.2019 | 79

Migros-Geschenkkarten zu gewinnen! Lösen Sie das Kreuzworträtsel und gewinnen Sie eine von 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken. Für die grüne Zusatzlösung winken 2 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken.

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So nehmen Sie teil: Hauptpreis (blaues Lösungswort) Tel.: 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD1, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD1 SOMMER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Zusatzpreis (grünes Wort) Tel.: 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD5 WINTER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten: http://m.vpch.ch/ MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 16.6.2019, 24 Uhr

Gewinner Nr. 22: Hauptpreis: Daniel Zeller, Münchenbuchsee BE; Pia Jucker, Wangen SZ Zusatzpreis: Heidi Trachsel, Niederönz BE; Pia Knellwolf, Ebertswil ZH

Auflösung Nr. 23:

FLORETT

Was koche ich heute?

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Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


Auch die Preise spielen mit.

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RÄTSEL | 11.6.2019 | 81

Gewinnen Sie eine von 4 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

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Quiz Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Welches Gemüse hat man manchmal auf den Augen? V Radieschen

I

Z

Gurken

Tomaten

2. Wenn man auf Kosten von jemandem lebt, dann liegt man ihm auf … A der Tasche

E

dem Rucksack

N der Mappe

3. Was wird beim Backpulver unter Einwirkung von Wasser und Wärme frei? H CO2

R H

S

N Jersey

D Sporaden

H 2O

Komoren

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD2 TASTSINN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 16.6.2019, 24 Uhr

4. Welche Insel ist auch ein Stoff? L

2 × 100 Franken zu gewinnen

Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

5. Wann wurde die «Schweizer Bahnhofsuhr» von Hans Hilfiker entworfen? A 1944

E

1961

K 1983

Bern

R Zürich

6. Wo findet die Rad-WM 2024 statt? I

T

Basel

Auflösung Nr. 23:

7. Was ist das in Polen liegende Meerauge? E

H Kleinstadt

Hügelzug

Z

Bergsee

8. Wie hiess die erste Historikerin der Schweiz? N Iris von Roten

T

Meta von Salis

R Rosa Bloch

Lösungswort : 1

2

3

4

5

6

7

MOTORRAD Gewinner Nr. 22: Ruth Meier, Frauenfeld; Hans Seliner, Lütisburg SG

8

Paroli

2 × 100 Franken zu gewinnen

Tragen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5:

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD3 OSTEN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 16.6.2019, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Lösungswort : 1

2

3

4

5

Auflösung Nr. 23: REISE

Gewinner Nr. 22: Klara John, Vilters SG; Jose Loser, Luzern


„Als Gemeinde sind wir sehr froh darüber, dass das SMZ Oberwallis die Beistandschaften übernommen hat. Dies garantiert langfristig eine Professionalität, von der alle Beteiligten, insbesondere die Klienten, profitieren.“ Francesco Walter, Gemeinderat Ernen und Grossrat

Unsere Leidenschaft. Für ein besseres Leben. Das Sozialmedizinische Zentrum Oberwallis ist der starke und zuverlässige Partner im ambulanten Oberwalliser Gesundheits- und Sozialwesen. Über 300 Mitarbeiter unterstützen Men-

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RÄTSEL | 11.6.2019 | 83

Gewinnen Sie eine von 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Sudoku Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den blauen Feldern von links nach rechts.

4 3 8 3

1 8 2 4

6 9 8

3

5

7 7 6 1

4 3 8 3 1 4 9 2 1

9 5 1 5 9 8 2

×2

2 × 100 Franken zu gewinnen

Auflösung Nr. 23: 418

6 5 4 1 2 3 8 9 7

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe

9 7 2 5 8 4 3 6 1

3 8 1 6 7 9 2 4 5

4 9 7 8 1 5 6 3 2

1 2 5 3 9 6 7 8 4

8 3 6 2 4 7 1 5 9

5 4 3 7 6 1 9 2 8

7 6 8 9 5 2 4 1 3

2 1 9 4 3 8 5 7 6

raetsel.ch 401440

Gewinner Nr. 22: Cäcilia Berchtold, Visperterminen VS; Sylvia Moser, Hölstein BL

Teilnahmeschluss: Sonntag, 16.6.2019, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

raetsel.ch 401442

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Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken und 2 3 3 2 3 mehr als zwei Linien

2 2

1

3 3 1

Auflösung Nr. 23:

3

5

2

5

0

1

3 1 5

0

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2

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3

1

6

3

2

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1

2

4

3 Auflösung Nr. 23:

4

4 4

2

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3

4

3 2

3 1

3 1

2

2

3 3

1 2 4 4

3

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3 2 2

4 2

1 3

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3 4

2 3 3

2 2

2

3 1

2

3 5 5 3

© raetsel.ch 1348

raetsel.ch 392944

© raetsel.ch 1349

raetsel.ch 392945

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 558 711 Ex. (WEMF 2018) Leserschaft: 2 348 000 (WEMF, MACH Basic 2019-1)

Adresse Redaktion und Business Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848 Kontakt: www.migmag.ch/leser

Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund

Chefredaktion Franz Ermel

Leitung Ressort Food Roberto Zimmermann

Blattmacher Steve Gaspoz

Leitung Ressort Health & Beauty Rüdi Steiner

Leitung Ressort ­Migros & Gesellschaft Kian Ramezani

Leitung Layout Pablo Tys

Leitung Ressort Familie Yvonne Samaritani

Abonnemente: abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00 Ausführliches Impressum unter ­migrosmagazin.ch/impressum

Leitung Bild Olivier Paky Leitung Produktion Roland Linder

Druck: NZZ Media Services AG, Tagblatt Print


ORIENT KREUZFAHRT Von Dubai nach Mallorca

Geniessen Sie auf dieser traumhaften Kreuzfahrt die Höhepunkte der Arabischen Emirate. Erkunden Sie Dubai und seine Sehenswürdigkeiten, wie den Burj Khalifa, das Hotel Burj al Arab. Weitere interessante Ziele ist die Hauptstadt des Omans, Muscat sowie Abu Dhabi, Hauptstadt der VAE. In Salalah entdecken Sie viele Sehenswürdigkeiten aus der reichen Vergangenheit es Landes. In Jordanien haben Sie die Möglichkeit, das UNESCO Weltkulturerbe Petra zu besichtigen Ein besonderes Highlight ist natürlich die atemberaubende SuezkanalPassage. Lassen Sie sich zu einem unglaublichen Preis verwöhnen – die Tischgetränke und Trinkgelder an Bord sind bereits inbegriffen.

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86 | 11.6.2019 | MEINE WELT

«Wenn ich am Klavier sitze, geht es mir gut» Der 16-jährige Christian Staub ist ein begnadeter Pianist. Gerade hat er einen internationalen Klassikwettbewerb gewonnen. Privat schlägt er gern härtere Töne an – er liebt Rockmusik. Text: Lisa Stutz Bilder: Jorma Müller

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MEINE WELT | 11.6.2019 | 87

1 Meine Leidenschaft «Wenn ich am Klavier sitze, geht es mir gut. Ein grosses Ziel ist, einmal im Konzertsaal des Stadthauses Winterthur als Solist aufzutreten. Hier habe ich als kleiner Bub die ersten Konzerte besucht.» 2 Mein Ausgleich «Privat höre ich vor allem Rockmusik. Panic! At The Disco und Linkin Park gehören zu meinen Lieblingsbands. Beim E-Gitarre-Spielen bin ich nicht an Noten gebunden, s­ ondern spiele einfach drauflos.»

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3 Meine Wurzeln «Meine Mutter Angela (50) ist halb Russin, halb Ukrainerin – mit

Bild:William Perugini/Westend61/Keysonte

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Name Christian Staub (16) Wohnort Winterthur ZH Das läuft bei mir «Ich besuche das Kunst- und Sportgymna­ sium und bin Jungstudent am PreCollege der Zürcher Hochschule der Künste. Regelmässig nehme ich an Wettbewerben teil, um mich mit anderen ­jungen Pianisten zu messen. Ende März habe ich an einem internationalen Wettbewerb im italienischen Treviso den 1. Platz gemacht. Das war ein gutes Gefühl. Im Herbst nehme ich an einem Meisterkurs in ­Buenos Aires teil und werde dort ein Konzert geben. Zurzeit unterrichtet mich der bekannte Pianist Mischa Cheung. Mein Ziel ist, später professionell Musik zu machen.»

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ihr spreche ich Russisch. Wir haben ­Verwandte in Moskau und Kiew.» 4 Meine Lektüre «Ich habe nicht viel Zeit zum Lesen, aber wenn, dann richtig. ‹The Shining› von Stephen King habe ich verschlungen. Nun lese ich die Fortsetzung.» 5 Meine Stadt «In Winterthur bin ich daheim. Seit ich in Zürich zur Schule gehe, weiss ich meine Heimatstadt zu schätzen: Alles ist kleiner und gemütlicher.»

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Mein liebstes Migros-Produkt «Ich liebe den Kult-Ice-Tea. Eistee ist eins meiner ­Lieblingsgetränke, und bei diesem passt einfach alles.»

6 Mein Vater «Mein Vater Martin (50) ist ebenfalls Pianist. Er hat mich inspiriert, mit dem Klavierspielen zu beginnen. Er hat mich aber nie unter Druck gesetzt. Er ist immer für mich da und hilft mir.» 7 Mein Komponist «Die Musik von ­Sergei Rachmaninoff gefällt mir wahn­ sinnig. Im Moment studiere ich sein 2. Klavierkonzert ein.»  MM


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