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Migros magazin 24 2017 d vs

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Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

MM24, 12.6.2017 | www.migrosmagazin.ch

Pilates: Der sanfte Weg, den Rücken zu stärken Seite 94

Wilde Natur im Garten Seite 88

Beziehungsprobleme

Autor Thomas Meyer rät: «Trennt euch!», wenn es nicht mehr rosig läuft Seite 28 Zu gewinnen Tickets für das SummerstageFestival in Münchenstein BL

Bild: Dan Cermak

Seite 18

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4 | MM24, 12.6.2017

10

S Editorial

Einfach mal loslassen (2)

Schon sein erstes Buch war ein literarisches Kleinod, und das Publikum schwärmte. «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» – wie kann ein Buch mit einem solch verqueren Titel ein Bestseller werden? Wohl dann, wenn der Autor viel Herzblut, profunde Kenntnisse der jüdischorthodoxen Gemeinde Zürich und jede Menge skurrilen Humor mitbringt. Thomas Meyer hat von allem mehr als genug. In seinem Debütroman beschreibt er, wie der junge orthodoxe Jude Mordechai Wolkenbruch sich in eine selbstbewusste Schickse, eine nichtjüdische Frau, verliebt. Meyer tut dies mit so viel Esprit, Charme und erzählerischer Leichtigkeit, dass man das Buch getrost jedem empfehlen kann, der schöne Sätze und skurrile Geschichten mag. Ein Buch, wie Alexandra Stäheli in der NZZ schrieb: «Eppes geschwätzig, ein pisl meschigeh, aber oich sejer sejer sis.» In seinem neuen Buch hält sich Meyer an die Realität und schreibt einen RatgeberEssay über verkorkste Beziehungen. Und er rät seiner Leserschaft «Trennt Euch!». Zu viele Paare würden zu lange aneinanderkleben und sich so das Leben unnötig schwermachen. Statt jahrelang den Partner ändern zu wollen, solle man weitergehen. Meyer weiss den Wert von Paartherapien durchaus zu würdigen, wenn aber grundlegende Differenzen in Weltanschauung und Charakter da seien, dann nütze eine Therapie überhaupt nichts. Ich weiss nicht, wie dringlich Meyers Ratschläge sind angesichts der Tatsache, dass 40 Prozent der Schweizer Ehen zu Bruch gehen. Aber ich stelle ab und zu fest, dass sich Menschen ineinander verkrallt haben und nicht voneinander loskommen. Jahrelanges Piesacken, Belehren, Kontrollieren. Schattengefechte unter Geiselnahme der Verwandtschaft, der Freunde, der Kinder. Wer ist auf meiner Seite? Wer gibt mir recht? Wer hält zu ihr/ zu ihm? Wie hatte ich in meinem letzten Editorial zum Thema Zeit getitelt? «Einfach mal loslassen». Triffts irgendwie auch dieses Mal. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

88


MM24, 12.6.2017 | 5

14

Menschen 8 Diese Woche

Politiker fordern präzise DNA-Profile zur Aufklärung schwerer Verbrechen 10 Brienz-Rothorn-Bahn

Lokführer Kurt Amacher feiert mit «seiner» Dampfzahnradbahn den 125. Geburtstag 14 Tanz ins gute Leben

Ballettstar Armando Braswell verführt die Basler zum Tanzen 17 Bänz Friedli

18 Summerstage-Festival

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Drei Tage Musik und OpenAir-Feeling

24 Tür, die ein Fenster war

Marina und Morgan Altman verwerten alles Wiederverwendbare aus Altbauten 28 Wie geht Trennung? Der Zürcher Autor Thomas Meyer im Interview

Migros-Welt Bilder: Beat Schweizer, Ismael Lorenzo, Christine Benz, Tina Steinauer

38 «Gesamtpaket stimmt» Der 18-jährige Benjamin Stern über seine Informatikerlehre 41 Tag des Blutspendens

Was sich die Migros dazu einfallen lässt

42 Migros Mania 44 Goldfarbenes Rapsöl 47 Simpel und ohne Abfall 49 Migusto: Sommerdrinks 65 Gewürze, die passen 67 Höhlengold in Würfeln 68 Neue Müesli zum Zmorge 72 Das hilft gegen Kalk 73 Total-Fotowettbewerb 75 Kokosduft für die Wäsche 77 Kohle für weisse Zähne 79 Knigge für Sommerfüsse

81 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

Leben 87 Kolumne «1, 2, oder 3?»

Darf ein Kind am Drink nippen? 88 Garten

Natur walten lassen: Claudia Ebling zeigt, wie das geht 93 Migros-Bank-Ratgeber 94 Gesundheit: Pilates 96 Kinder: Fledermaus 99 Leseraktion 101 Glücksgriff 103 Rätsel, Impressum 108 Cumulus 110 Unsere Welt

Tänzerzwillinge Oleksandr und Sergiy Kirichenko

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen MM24

Darauf freuen wir uns Wiener Sommergala Das Wie­

ner Opernball Orchester ist im KKL Luzern zu Gast und spielt vor allem Strauss. Am 17.6., 19.30 Uhr. Fecht-EM In Georgien finden vom 12. bis 17. Juni die Europa­ meisterschaften statt – mit Max Heinzer als Medaillenanwärter (MM 21 vom 22.5.).

Mein Bild der Woche «Es war das

Gabriel Vetter (34), Satiriker und

Träger des Salz­ burger Stiers, tritt am 14.Juni mit «Hobby» im Zür­ cher Kaufleuten auf.

mit Abstand meistgeteilte Foto der letzten Woche: Der Kanadier Theunis Wes­ sels mäht seelenruhig den Rasen seines Hauses, wäh­ rend sich hinter ihm ein rie­ siger Tornado aufbaut. Der Kommentar des pflicht­ bewussten Greenkeepers: ‹Keine Sorge, ich habe den Tornado immer schön im Auge behalten.› Das Foto hat fast das Zeug zum Lebens­ motto. ‹In case of an emer­ gency: Keep cool and mäh’ on!› Ich schlage vor: Schnei­ den Sie das Foto aus, hängen Sie es an den Kühlschrank, an die WC­Tür oder übers Bett. Und wenn Ihr Leben mal aus dem Ruder läuft: Ruhe bewahren und Rasenmäher schieben. Denn auch da wächst wieder Gras drüber.»

Hörprobe

Samuele D’Amico (23), Veranstaltungs­

fachmann, Bern

a) «Shape of you» von Ed Sheeran b) «You don’t know me» von Jax Jones c) «Happy» von Pharell Williams

Auflösung: b) Der Song passt zu mir.

Bilder: Cecilia Wessels, Marco Zanoni, zVg

Entschuldigung, was hören Sie gerade?

Unnützes Wissen

Ab auf die Insel! Auf Sylt ist es aus Gründen des Küstenschutzes nicht erlaubt, Sandburgen zu bauen. Das berüchtigtste Gefängnis von Japan in Abashiri auf Hokkaido wur­ de in einen Ver­ gnügungspark umgewandelt, mitsamt aus Plas­ tik nachgebauten Häftlingen. Die echten Häftlinge sitzen direkt nebenan in einem neuen Komplex. Nirgendwo leben mehr Schlangen pro Quadratkilo­ meter als auf der Pazifikinsel Guam. Im Osten Englands wurde bis ins 19. Jahrhundert versteinerter Kot als Munition ver­ wendet. Ibiza gehört zur

Inselgruppe der Pityusen.

Quelle: Stern/Neon


8 | MM24, 12.6.2017 | MENSCHEN

Soll man Täter-DNA voll auswerten? www.migmag.ch/ umfrage

Umfrage Letzte Woche fragten wir:

Gesetzgebung

Die DNA soll mehr über Täter verraten Ein neues Gesetz wird künftig präzisere genetische Analysen und damit verlässlichere Täterprofile bei Schwerverbrechen ermöglichen. Bis jetzt erlaubt der Datenschutz in der Schweiz lediglich die Bestimmung des Geschlechts via DNA-Test. Text: Reto E. Wild, Dinah Leuenberger

Fordern Sie eine Mietzinsreduktion ein? 31% Das mache ich bei jeder Senkung des Referenzzinssatzes. 31% Ich vergesse es immer. 20% Ich habe einen Deal mit dem Vermieter. 11% Ich versuche es bei jeder zweiten bis dritten Senkung – nur teilweise mit Erfolg. 7% Ich lasse es.

Zahlen und Fakten

1953

wurde der strukturelle Aufbau der DNA erstmals beschrieben. Das Kürzel steht für Desoxyribonukleinsäure, die im Englischen «acid» heisst.

Millionen Basenpaare machen die DNA des menschlichen Chromosoms 1 aus – ähnlich wie beim Schimpansen.

30

Jahre nach einem Verbrechen sind Täter immer noch identifizierbar, da die menschliche DNA eins der stabilsten biologischen Moleküle ist. Quelle: zeit.de, wikipedia.org, bild.de

Forensische DNA-Tests: Frühestens ab 2019 sollen sie auch über Augen-, Haar- und Hautfarbe von Tätern Auskunft geben.

D

en DNA-Test an sich gibt es schon lange. In der Schweiz darf damit bis heute aber nur das Geschlecht des Täters eruiert werden. Das soll sich bald ändern. Ausschlaggebend war das Verbrechen bei Emmen LU am 21. Juli 2015: Ein Unbekannter riss auf dem Dammweg der Reuss eine Frau vom Velo und vergewaltigte sie. Die damals 26-Jährige erlitt schwerste Verletzungen und ist seither gelähmt. An den Kleidern des Opfers konnte die DNA des mutmasslichen Täters sicher-

gestellt werden. Drei Monate später wurden 372 Männer einem Massen-DNA-Test unterzogen – ohne Erfolg. Anders als zum Beispiel in den Niederlanden ist es in der Schweiz nicht erlaubt, per DNATest Augen-, Haar- und Hautfarbe zu ermitteln. Dies wollte der Luzerner FDP-Nationalrat Albert Vitali (61) ändern: Der Nationalrat stimmte Vitalis Motion im März 2016 zu, der Ständerat folgte ihm vor einem halben Jahr. Nun ist es am Bundesrat, das Gesetz entsprechend anzupassen. «In Zeiten,

wo in Ausnahmefällen auch der Internetpranger genutzt wird, dürfen Mörder und Vergewaltiger nicht straffrei ausgehen, nur weil man die wissenschaftlichen Möglichkeiten nicht ausschöpft», sagt Albert Vitali. Wäre es der Polizei erlaubt, anhand sogenannter codierender DNA-Abschnitte Täterprofile zu erstellen, wären teure und aufwendige, aber ungewiss ausfallende Massentests wie diejenigen in Emmen kaum mehr nötig. Allerdings dürfte das Gesetz frühestens 2019 in Kraft treten.

Bilder: Thomas Kienzle/AP/Keystone, zVg

247


MENSCHEN | MM24, 12.6.2017 | 9

Strassenumfrage

Albert Vitali

«Es kann nicht sein, dass der Datenschutz Vorrang vor der Verbrechensaufklärung hat» Ihre Motion «Kein Täterschutz für Mörder und Vergewaltiger» will eine Gesetzesänderung, damit Schwerverbrecher durch eine genauere DNA-Auswertung schneller überführt werden können. Wann ist es so weit? Im besten Fall ab 2019. National- und Ständerat haben meinen Wortlaut ohne Textanpassung übernommen. Nun hat Justizministerin Simonetta Sommaruga den Auftrag, das heute gültige Gesetz anzupassen. Dass sich in dieser Sache etwas bewegt, hat auch mit dem Verbrechen in Emmen LU zu tun. Ja, Frau Sommaruga hat der Familie, deren Tochter seit der Vergewaltigung vom Hals abwärts gelähmt ist, versprochen, dass die Gesetzesänderung so schnell wie möglich vorangehen soll. Zum Vergleich: Der Bundesrat schlug bereits im Jahr 2000 einen Entwurf des DNA-ProfilGesetzes vor. Das Parlament lehnte ihn jedoch ab, weil es den Datenschutz höher gewichtete. Die Politik diskutiert über dieses Thema also seit 2000, und noch immer ist nichts passiert. Das heute gültige DNA-Profil-Gesetz ist am 1. Januar 2005 in Kraft getreten. Nun muss lediglich ein Absatz des Artikels 2 angepasst werden. Deshalb gehe ich davon aus, dass es nicht mehr lange dauert, bis der Bundesrat das neue Gesetz ausgearbeitet hat. Was wird sich ändern? Heute darf nur das Geschlecht des Täters mittels DNA eruiert werden. Künftig soll man Augen-, Haar- und Hautfarbe bestimmen und damit ein viel genaueres Robotbild erstellen können. Statistiken aus den Niederlanden, wo man in diesem Bereich viel weiter ist als in der Schweiz, zeigen, dass die Polizei die Täterschaft damit viel erfolgreicher finden kann. In der Schweiz wird noch immer mit Phantombildern gearbeitet, die auf Basis von Zeugeneinvernahmen entstehen – sie sind viel ungenauer.

In welchen Fällen dürften solche erweiterten DNA-Tests angewendet werden? Es geht um schwere Delikte wie Vergewaltigung oder Mord. Solche DNA-Tests werden nicht nach dem Einbruch im Kiosk angewendet. Der Mord in Seewen SO vor 40 Jahren etwa ist noch immer nicht aufgeklärt. Ich bin überzeugt, dass die heutigen technischen Möglichkeiten in solchen Fällen helfen könnten. Die Gegner befürchten Missbrauch und Datenschutzverletzungen. Solche Diskussionen fanden statt, aber im Parlament gab es in der Debatte über meine Motion keinen Widerstand, auch nicht von Datenschützern oder von der linken Ratsseite. Klar, der Datenschutz ist gerade in der heutigen Zeit eine wichtige Sache. Aber es kann doch nicht sein, dass der Datenschutz Vorrang vor der Verbrechensaufklärung hat. Wir sprechen hier von Schwerverbrechern. Weshalb haben Sie sich so sehr für diese Gesetzesänderung engagiert? Ich bin Ratsmitglied bei der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern. Bei dieser Institution arbeitete die junge Frau, die seit dem grauenhaften Verbrechen in Emmen 2015 gelähmt ist. Ich wollte wissen, welche Möglichkeiten es gibt, solche Täter zu überführen. Die DNA-Analyse ist ja viel weiter als vor zehn Jahren. Allerdings darf man nicht vergessen, dass auch die Täter immer raffinierter werden. Wie gut funktioniert der Austausch mit den Nachbarländern? Sehr gut. In Emmen kam der Kriminalpsychologe Thomas Müller aus Wien zum Einsatz. Ich bin positiv überrascht, wie sehr sich einige Persönlichkeiten aus der Schweiz engagieren, etwa Rechtsprofessoren und Polizeidirektoren. Das ist nötig, denn auch Deutschland ist bei der Verwendung von DNA-Resultaten viel weiter als die Schweiz. Wir müssen hier unbedingt gleichziehen.

Datenschutz oder Verbrechensaufklärung?

Albert Vitali (61)

ist Luzerner FDP-Nationalrat sowie Inhaber und Geschäftsführer eines Treuhandbüros.

Tobias Flotron (30), soziokultu­ reller Animator, Olten «Es ist

sicher sinnvoll, die Daten zu nutzen, um Verbrecher verurteilen zu können. Aber Missbrauch müsste man vermeiden.»

Alexandra Salomao (27), Berate­ rin, Zürich «Das hängt vom Kontext

ab. Personenschutz ist wichtig, aber bei schlimmen Verbrechen hilft die DNA-Analyse – auch damit Betroffene schneller abschliessen können.»

Fritz Merz (60), Kaufmann, Birmensdorf ZH «Da ist eine

spontane Antwort schwierig. Sicher ist beides wichtig: Schwerverbrecher identifizieren, aber trotzdem den Datenschutz einhalten.» MM


10 | MM24, 12.6.2017 | MENSCHEN

1 Kurt Amacher (links)

und Arbeitskollege Bruno Zurbuchen posieren stolz auf der historischen, dampfetriebenen Zahnradbahn. 2 «Maschine Nummer 2»

wird auch heute noch mit Kohle befeuert.

3 Der Blick aus der Bahn mit Sicht auf Alpen­ panorama und Brienzer­ see ist beeindruckend.

Jubiläum

125 Jahre BrienzRothorn-Bahn Am Anfang ging alles im Schnellzugverfahren:

Am 5. Oktober 1889 reichte ein Brienzer Komitee ein Konzessionsgesuch ein, am 20. Dezember desselben Jahres wurde es bewilligt: 1890 begann ein bis zu 640 Mann starker Trupp mit dem Bau der BRB-Linie, meist Italiener, die einen Stundenlohn von 35 Rappen bezogen. Am 17. Juni 1892, nach nur 16 Monaten Bauzeit, nahm die Dampfzahnradbahn erstmals Fahrt von Brienz zum Rothorn auf. Noch heute wird die 7,6 Kilometer lange einspurige Strecke in knapp einer Stunde zurückgelegt.

1

Im Jubiläumsjahr wartet die BRB mit speziellen Angeboten auf. Bis Oktober fährt die BRB für 100 Franken montags bis donnerstags von Brienz bis Rothorn Kulm. Im Preis inbegriffen ist eine Übernachtung im Berghaus inklusive Frühstücksbuffet. Vom 19. bis 30. Juni kostet die Fahrt zum Berghaus und retour 50 Franken; inbegriffen ist ein Glas Weisswein im Berghaus (normaler Fahrpreis: 88 Franken, mit Halbtax 44 Franken). Kinder bis 16 Jahre reisen gratis. Weitere Infos: www.brb.ch

2

3


MENSCHEN | MM24, 12.6.2017 | 11

Brienz-Rothorn-Bahn

Ein Leben unter Dampf Kurt Amacher und seine Lokomotive 2 sind derzeit vermehrt

im Einsatz: Die Brienz-Rothorn-Bahn feiert ihren 125. Geburtstag. Ein besonderes Jubiläum für den 53-Jährigen, der bereits sein halbes Leben lang mit dem historischen Zug zum Rothorn fährt. Text: Reto E. Wild

D

Bilder: Beat Schweizer

ie eigentlich blauen Uniformhosen sind fast so schwarz wie das Hemd. Kohle und Maschinenöl sind die Stoffe, die zum Leben des Kurt Amacher (53) gehören: Er ist Lokomotiv­ führer bei der Brienz­Rothorn­Bahn (BRB). Macht es ihm nichts aus, wenn seine Hände russgefärbt sind? «Nein, die sind genau ein Mal im Jahr weiss: nach meinen Ferien.» Kurt Amacher ist stolz auf seine Arbeit und auf seine Lokomotiven: «Ich fahre die Nummer 2, die 1891 bei der ‹Schweizeri­ schen Locomotiv & und Maschinen­Fabrik› in Winterthur hergestellt wurde», sagt er. «Unsere Maschinen haben keine Namen, nur Nummern.» Und diese Dampflokomo­ tive 2, eine von neun BRB­Maschinen, wird mit Kohle betrieben. Das Duo Kurt Amacher und Lokomotive 2 sind in diesen Tagen vermehrt im Einsatz, denn die BRB feiert am 17. Juni ihren 125. Geburtstag. «Ich werde mit der alten Maschine zusätzlich Spezialtouren fahren. Und bei grösserer Nachfrage werden wir nachmittags auch den Würstlizug einset­ zen.» Dabei erhitzt die Maschine in einem mitgeführten Kochtopf heisses Wasser, in das Amacher die Würste hineinlegt. Er freut sich schon darauf. Der Brienzer wollte bereits als Bub Lok­ führer werden und hat mehr als sein halbes Leben auf einer der bekanntesten Zugstre­

cken der Schweiz verbracht. Schon sein Grossonkel sei hier gefahren. Am 14. April 1980, das weiss er ganz genau, begann Kurt Amacher dort mit einer Mechanikerlehre seine Berufskarriere. «Nach der Lehre folgte das Militär, und jetzt bin ich ‹gäng no do› – inzwischen ist es meine 38. Saison.» Von Mai bis Ende Oktober fährt er in der Regel zweimal täglich zum Rothorn – im Winter wartet er seine Nummer 2. Pro Weg verbraucht dieses Schweizer Kulturgut bei einer Leistung von 300 PS rund 1500 bis 1800 Liter Wasser und 250 Kilogramm Kohle aus Polen, was für dunklen Dampf und ein regelmässiges Zischen sorgt. Die Züge überwinden auf der einstün­ digen Reise eine Höhendifferenz von 1678 Metern. «Wir sind keine Gondelbahn: Auf jeder Fahrt sind neben mir als Lokführer ein Heizer und ein Zugbegleiter dabei.» Eine der schönsten Stellen sei Geldried, wo sich die Züge kreuzen. «Und auch die Aussicht zuoberst vom Horu auf Eiger, Mönch und Jungfrau ist wunderschön.» Mit seiner Faszination für die Bahn und die Region ist Amacher in bester Gesellschaft: Schon Kronprinzessin Mary von England (1903), Revolutions­ führer Lenin (1915) und der Ex­US­ Präsident Richard Nixon (1980) waren begeistert von der Landschaft und der Brienz­Rothorn­Bahn.


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Kurt Amachers Arbeit besteht zu einem grossen Teil aus der Wartung der «Nummer 2»: Sie beginnt vor der Zugfahrt, damit die Maschine sich behutsam aufwärmen kann.

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14 | MM24, 12.6.2017 | MENSCHEN

Überaus talentiert und sozial engagiert: Der Amerikaner Armando Braswell tanzt am Theater Basel.

Armando Braswell

Solo für Armando

Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Brooklyn auf. Dank seiner Begabung und seines Durchhaltewillens hat es der Balletttänzer Armando Braswell aus dem Elend geschafft. Heute tanzt er als Solist am Theater Basel. Seine Herkunft hat er nicht vergessen: Ein Projekt soll sozial benachteiligte Kinder unterstützen. Text: Claudia Langenegger

Bild: Ismael Lorenzo


MENSCHEN | MM24, 12.6.2017 | 15

Braswells Tanzschüler in Action

www.migmag.ch/ braswell

E

s war nur ein Moment, der in Armando Braswells Leben über den weiteren Verlauf entscheiden sollte. Er war zwölf, seine Mutter war gestorben, sein Vater drogenabhängig. Armando lebte in prekären Verhältnissen bei einer Pflegefamilie in einer kriminellen Ecke von Brooklyn, dem New Yorker Stadtteil auf der anderen Seite des East River. In seiner Schule gab es zwei neue Fächer im Bereich Kunst. Welche genau das waren, wusste Armando nicht, aber er musste sich für eins entscheiden. Er sah nur die beiden Gruppen, die sich im Schulzimmer bereits gebildet hatten. Auf der einen Seite standen fast nur Mädchen, auf der anderen fast nur Buben. «Ich hatte keine Ahnung, worum es ging, aber ich wollte zu den Girls», sagt der 33-Jährige mit einem breiten Lachen. Dann erst stellte sich heraus: Er hatte sich fürs Tanzen entschieden. Tanzen eröffnete dem Afroamerikaner eine neue, unbekannte Welt. «Es bedeutete mir schnell enorm viel: Ich erlebte Emo­ tionen, konnte mich plötzlich ganz anders ausdrücken, Tanzen trieb mich an. Nur dank des Balletts bin ich nicht auf der Strasse gelandet.» Armando ist nicht nur begeistert, er ist auch unglaublich begabt. «Zwölf ist spät, um mit Ballett zu beginnen. Doch ich hatte Glück und traf wunderbare Leute, die mich unterstützten.» Zum Beispiel seine Klassenlehrerin. Als Armando 14 war und kurz davor, die Schule zu beenden, brachte sie ihn zur Aufnahmeprüfung an ein New Yorker Ballettgymnasium. «Sie kam früh am Morgen zu unserem Haus, klingelte mich heraus und fuhr mich dorthin», erinnert er sich. «Sie wusste, dass ich es alleine nie gewagt und meine Familie es verschlafen hätte.» Dank Talent auf die Eliteschulen

Es folgte eine Story wie im Film: Armando bestand die Aufnahmeprüfung. Von nun an pendelte er fast täglich von seinem ärmlichen Zuhause in Brooklyn zum Ballettgymnasium im wohlhabenden Manhattan. Geld für Tanzkleidung hatte er keins. Doch die Direktorin der Schule unterstützte den begabten Schüler. Mit ihrer Hilfe konnte er sich bei Capezio, dem bekannten Hersteller für Tanzbedarf, gratis einkleiden. Als Armando 16 war, schien ein Unglück alles zu ruinieren: Das Haus seiner Familie brannte ab. «Meine Pflegeeltern waren nicht versichert, alles war weg. Wir hatten nichts mehr.» Ein Obdachlosenheim wurde die

neue Unterkunft der 12-köpfigen Familie. Ein Tiefpunkt ohne Aussicht auf Besserung. Doch Armando hatte das Tanzen. Es gab seinem Leben Sinn und trieb ihn an. Der Teenager wollte nicht im sozialen Elend versinken und schlug sich alleine durch. Er wohnte bei Freunden, bis er es mit 19 Jahren an die Juilliard School schaffte, eine der renommiertesten Tanzschulen in den USA. «Von da an war alles gut: Ich wohnte auf dem Campus und hatte ein Stipendium.» Mit sozialem Engagement etwas zurückgeben

Heute lebt der Amerikaner, der vor Enthusiasmus und Begeisterung nur so sprüht, mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Buben in Basel. Er ist Solotänzer im Tanzensemble des Theaters Basel, hat ein festes Engagement und das beste Leben, das er sich vorstellen kann. «Die Schweiz ist ein Paradies», schwärmen er und seine Frau Lisa (33). Die beiden lernten sich schon als Teenager kennen. Sie sitzen im Café La Manufacture an der Elisabethenstrasse, trinken Pfefferminztee und Cappuccino; das Café ist hip, das Quartier gepflegt, das soziale Elend weit weg. Armandos Dankbarkeit darüber, dass er es aus ärmlichen Verhältnissen ganz nach oben geschafft hat, ist deutlich zu spüren. «Ich habe immer wieder erlebt, wie mir Menschen geholfen haben. Ohne sie wäre ich nicht hier», sagt der Tänzer. «Davon möchte ich etwas zurückgeben.» Das tut er auch. Sein Projekt nennt sich «Braswell Arts Center». Ab Mitte August soll dort gesellschaftlich benachteiligten Kindern und Jugendlichen der Zugang zu Tanz, Kunst, Theater und Literatur ermöglicht werden. Nicht nur das: «Ich will jungen, aufstrebenden Künstlern eine Plattform geben und unsere Kurse für das breite Publikum öffnen», sagt Armando. Derzeit werden die Räume an der Basler Austrasse eingerichtet. Gute Künstler kennen die Braswells zur Genüge, sie haben ein grosses weltweites Netzwerk. Geldgeber hingegen suchen sie noch. Ein Teil des Geldes kam durch Crowdfunding zusammen. Nun hoffen sie noch auf Stiftungen. Und: «Wir suchen auch Leute, die uns Shirts, Schuhe oder Essen spenden», erklärt Armando und erzählt, dass das Leibchen, das er in der Tanzausbildung trug, oft sein einziges sauberes Kleidungsstück gewesen sei, und der Snack, den es im Unterricht gab, oft seine einzige Mahlzeit.

Armando hat das grosse Talent, Menschen um sich herum zu begeistern und zu inspirieren. Vor drei Jahren trainierte er zum ersten Mal die Nachwuchstänzer des Talentwettbewerbs des Migros-Kulturprozents. Seither tut er dies jedes Jahr. «Ich gebe den jungen Leuten gern etwas weiter», sagt er. Vor zwei Jahren hat Armando in Basel von einem Berufskollegen eine Tanzklasse übernommen, den «Ballett Dienstag». Damals waren das ein paar Frauen mit ganz unterschiedlichem Können, die am Dienstagabend in den Ballettkurs gingen. Heute unterrichtet Armando Braswell an drei Tagen in drei verschiedenen Studios über hundert Männer, Frauen und Teenager. «Ich habe das gar nicht geplant, es hat einfach Spass gemacht.» Einen Traum abseits des Tanzens haben Armando Braswell und seine Frau Lisa noch: «Wir wünschen uns, dass unsere Kinder in der Schweiz aufwachsen können.» MM Tag der offenen Tür: 15.–18. Juni, Braswell Arts Center, Austrasse 19, Basel; www.braswellartscenter.com Sommer-Workshop: 26.6.–2.7., mit Gratistanzlektionen am 2.7.; www.ballettdienstag.com

Migros-Kulturprozent

Nachwuchsförderung Tanz Das Migros-Kulturprozent fördert seit 1969 Schweizer Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. Bisher wurden rund 3000 vielversprechende Talente mit über 40 Millionen Franken unterstützt. Im Bereich Tanz findet der Wettbewerb einmal pro Jahr im Juni oder Juli statt. Anmeldeschluss ist jeweils Anfang April. Die Studienpreise sind mit je 14 400 Franken dotiert. Bewerben kann sich, wer seit mindestens

vier Jahren in der Schweiz lebt und zwischen 16 und 19 Jahre (klassische Ausbildung) bzw. 16 und 21 Jahre (zeitgenössische Ausbildung) alt ist sowie ganztägig eine professionelle Schule besucht. Siehe Schulliste auf der Website. Diesjährige Audition: 18. Juni Talentwettbewerb Tanz: www.migmag.ch/tanz-wettbewerb Online-Talentplattform: www.migros-kulturprozent.ch/talente Weitere Infos: www.armandobraswell.com/


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D

MENSCHEN | MM24, 12.6.2017 | 17

Bänz Friedli

Und es war Dorfgespräch

Bild: Vera Hartmann

Die Werbekolonne wird um 12.34 Uhr erwartet, das Fahrerfeld um 13.34 Uhr: Am Dienstag, 13. Juni, führt die Tour de Suisse durch mein Dorf. Genauer: durch das Dorf meiner Kindheit. «Mein Dorf» nämlich gibt es nicht mehr, der alte «Konsum» wurde abgerissen, das Restaurant zur Linde neu gebaut, die Strasse – dem jeweiligen Zeitgeist gehorchend – zunächst verbreitert und später wieder verschmälert, der Schmied, dem wir beim Beschlagen von Pferdehufen zuschauten, ist längst gestorben. Nur das Silo der Landwirtschaftlichen Genossenschaft steht noch, in meiner Erinnerung ein Wol­ kenkratzer – ein Türmchen freilich bloss, wenn ich nun daran vorbeigehe.

Bänz Friedli (51)

gedenkt der Zeit, die seine Kindheit bewegte.

Und vermutlich wird die Tour de Suisse heutigen Kindern dereinst nicht in Erinne­ rung sein wie mir diejenige von damals. Es passierte halt selten etwas im Dorf. Und wenn der neunjährige Bänzli sich den Arm brach, weil er vom Velo seines grossen Bruders gestürzt war – im Juli 1974 wars –, wenn Bauer Aeschlimann eine Kuh entwich und über die Hauptstrasse galoppierte, wenn die geschiedene Coiffeuse «einen Neuen» hatte, der aber in einem Nachbarort im Prin­ zip schon verheiratet war … Dann war dies alsbald Dorfgespräch. Einmal besuchte Heidi Abel, die grosse Fernsehfrau jener Tage, das örtliche Hundeheim. Mächtige Übertra­ gungswagen machten Station im Dorf, und

noch wochenlang danach wurde den Kindern aus der Hundepension halb bewundernd und halb hämisch «Fernsehstars!» nachgerufen. Und wenn das Militär im Dorf war! Es brauchte Mut, sich den Kerlen in Uniform zu nähern, die im alten Sekundarschulhaus einquartiert waren. Und die Mutprobe schlechthin war es, den Soldaten Militär­ biskuits abzuschwatzen. Dabei gaben sie die Biskuits – ewig haltbar und ohne besonderen Geschmack – vermutlich noch so gerne her. Auch für uns waren sie eigentlich nur ge­ niessbar, wenn Mutter sie mit Schokolade zu einem «Ziegelstein»­Cake verarbeitete. Dennoch war ein Held, wem es gelang, den Männern in der Armeeunterkunft an einem Tag vier Päckchen Biscuits abzuschmeicheln. Die Tour de Suisse? Hat sich mir eingeprägt. Nicht der Radrennfahrer wegen. An deren Namen erinnere ich mich nicht, ich weiss nur noch, dass wir sehr lange warteten und dass es dann sehr, sehr rasch vorbei war. Aber die Schirmmütze sehe ich vor mir, rot mit weisser Sonnenblende, die mir aus dem Begleittross zugeworfen wurde. Ich trug sie viele Jahre, sie liegt bestimmt noch im Estrich meines Elternhauses. Aufschrift: «Brunette». Keine Ahnung, was heutzutage an Velorennen verteilt wird. Aber doch hoffentlich keine Werbegeschenke von Ziga­ rettenmarken? MM

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Das Richtige tun

Wenn Armut ihr Gesicht zeigt Erfahren Sie mehr über Sayed und seine Familie: www.dasrichtigetun.caritas.ch

Sayed Jamshidi (13) flüchtete ohne Eltern in die Schweiz


18 | MM24, 12.6.2017 | MENSCHEN

Summerstage-Festival

Soundtracks des Sommers

Starke Musik in zauberhafter Atmosphäre: Vom 6. bis 8. Juli präsentiert die Migros die siebte Ausgabe des Summerstage-Festivals im «Park im Grünen» in Münchenstein. Neben nationalen Grössen wie Lo & Leduc, Lovebugs und The Beauty of Gemina treten auch internationale Stars auf. Text: Dinah Leuenberger

Zu gewinnen 5×2 Festivaltickets für den 8. Juli. Teilnahmeschluss: 18.6. Weitere Infos: migrosmagazin.ch/ gluecksgriff

Pegasus

Die Bieler Band hat Anfang Juni ihr neues Album «Beautiful Life» veröffentlicht. Sie hätten sich weiterentwickelt und seien damit neue Wege gegangen, sagt Frontmann Noah Veraguth. Umso mehr freut sich die Band jetzt auf die Reaktionen des Publikums, dem sie die neuen Songs auf der Festivaltournee präsentieren wird. Was habt ihr dabei? Wasser! Wo finden wir euch? Hinter der Bühne beim Catering, weil es da gutes Essen gibt

Bilder: Tobias Sutter, PD (2), Tommy Mardo

«Auf das neue Album sind wir sehr stolz»


MENSCHEN | MM24, 12.6.2017 | 19

Söhne Mannheims

«Einheit in Vielfalt» 16 Leute stehen auf der Bühne, wenn die Band aus Mannheim (D) komplett auftritt. Ihr neues Album «MannHeim» ist in diesem Frühling erschienen und hat bereits für viel Wirbel gesorgt – auch negativen. Die Söhne Mannheims wollen aber weiterhin einstehen für Toleranz und einen offenen Dialog und freuen sich auf die sommerliche Konzerttour.

Was habt ihr dabei? Sonnencreme und dichte Kopfhörer, um abschalten zu können Wo finden wir euch? Bei den Auftritten anderer Bands vor der Bühne oder beim Backstage-Catering mit Musikerfreunden

Was ist wo am Summerstage? Im «Park im Grünen» ist für alles gesorgt, was es für einen gelungenen Festivalabend braucht. Weitere Infos: www.summerstage.ch

Eingang VIP-Bereich

Bühne Sitzinseln

Mischpult Merchandising

Veronica Fusaro

«Das Summerstage ist mein Festivalauftakt»

Sitzinseln

Die 20-Jährige wurde 2016 «SRF 3 Best Talent». Seither hat die Thunerin ihr Album «Pluto» veröffentlicht und sich in Los Angeles diversen Plattenlabels vorgestellt. Der Auftritt am Summerstage wird ihr Festivalauftakt: «Ich freue mich riesig – und das Line-up ist supercool!»

Haupteingang

Was hast du dabei? Sonnenhut, Sonnenbrille und Regenponch Wo finden wir dich? In der Meute beim Musikgeniessen Weitere Acts, Seite 21


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MENSCHEN | MM24, 12.6.2017 | 21

Park im Grünen The Beauty of Gemina

«Wir haben viele Facetten» Zehn Jahre Bandgeschichte, sieben Studio­ alben und mehr als 200 Konzerte – das ist die erfolgreiche Bilanz dieser Schweizer Dark­Wave­Band. Am Summerstage will das Trio mit seiner energiegeladenen und kraft­ vollen Performance begeistern. Was habt ihr dabei? Zwei Gastmusiker an Cello und Violine Wo finden wir euch? Beim Plaudern mit befreundeten Musikern

Baba Shrimps

«Wir gehen vorher noch zum Coiffeur» «Road to Rome» heisst das neue Album der drei Zürcher, das am 23. Juni erscheint. Nach drei Folk­Alben und der neuen, elektronisch angehauchten Scheibe weisen die neuen Songs den Weg nach Rom. Die Jungs freuen sich auf die Hügellandschaft am Summerstage: «Das sieht aus wie eine Teletubbie­ Märchenlandschaft.»

Vergünstigte Tickets dank Cumulus

Nemo

«Die Vorfreude ist gross!» Bilder: Roland Korner, PD (2), Tobias Sutter

Das Festivalgelände befindet sich auf der grossen Grünfläche des «Park im Grünen» in Münchenstein BL. Er wurde vor über 30 Jah­ ren von der Migros als Stiftung ins Leben gerufen. Heute sorgt das Migros­Kulturprozent Basel für den Betrieb des Parks. Er hat etwa die Grösse von 18 Fussballfeldern und bietet neben einer grossen Pflan­ zenvielfalt zwei Seen, Brücken und einen Dinosaurier aus Kunststoff. Damit der Park für das Festival ge­ wappnet ist, hilft das Gärtnerteam um Eric Ribstein beim Auf­ und Abbau. Grünflächen werden gemäht, Blumenbeete gepflegt. Und für die Lastwagen werden Platten ausgelegt, damit die Räder keine Furchen im Rasen hinter­ lassen. Während des Festivals erzeugen farbige Scheinwerfer Lichteffekte in den Bäumen, was für eine stimmige Atmosphäre sorgt. Regnet es vor dem Festival stark, wird ein Vlies ausgelegt: So stampfen die Besucherfüsse keine Löcher in den Boden. Nach dem Festival dauert es rund zwei Wo­ chen, bis sich der Rasen erholt hat.

Schweizer Festivals

Was habt ihr dabei? Dichte Ohrstöpsel für zwei, drei Stunden Schlaf und Ruhe Wo finden wir euch? Wenn nicht auf, dann vor der Bühne!

Der erst 17­jährige Bieler hat letztes Jahr am Virus Bounce Cypher alle anderen 80 Rapper in den Schatten gestellt. Seit­ her hat er an eigenen Songs gearbeitet und viel Konzerterfahrung sammeln kön­ nen. Diesen Sommer spielt er zum ersten Mal mit einer Band, darum freut er sich besonders auf die kommenden Festivals. Was hast du dabei? Laptop, Keyboard und Kopfhörer Wo finden wir dich? Am Crêpestand

Ohne die engagierten Gärtner geht nichts

Lo & Leduc und die Lovebugs, Seite 23

Die Migros unterstützt die schöns­ ten Schweizer Festivals als Haupt­ sponsorin. Noch kein Ticket? Als Cumulus­Mitglied haben Sie die Möglichkeit, Tickets für 17 Fes­ tivals mit einem Rabatt von mindestens 20 Prozent zu kaufen. Für jeden Geschmack gibt es einen passenden Event. Wer sich vor allem aufs gemeinsame Zelten freut, ist an den Festivals St. Gallen, Frauenfeld, Gurten, Paléo, Heitere und Gampel am besten aufge­ hoben. Dort ist auch M­Budget mit einer eigenen Verkaufszone und vielen Attraktionen präsent. Auch an Festivals, bei denen das musikalische Erlebnis und die Ambiance im Zentrum stehen, ist die Migros mit von der Partie: So unterstützt sie neben dem Summerstage im Park im Grünen in Münchenstein auch das Moon & Stars in Locarno und das Stars in Town in Schaffhausen. Weitere Infos: www.cumulus­ticketshop.ch


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MENSCHEN | MM24, 12.6.2017 | 23

Lo & Leduc

«Dieser Park ist super!» Im März ist ihr zweites Studioalbum «Ingwer und Ewig» erschienen und direkt auf Platz zwei der Schweizer Hitparade gelandet. Darum freuen sich die Berner Jungs jetzt besonders auf den Festivalsommer. Was habt ihr dabei? Ein Softball-Tennisset Wo finden wir euch? Am Konzert von Nemo Lovebugs Bilder: Tabea Hueberli, Maximilian Lederer

«Musik ist das Lebenselixier» Die Tour musste nach der Plattentaufe von «Land Ho!» erst einmal verschoben werden, weil sich Gitarrist Thomas Rechberger an der Hand verletzt hatte. Umso mehr freut sich die Basler Band auf die kommenden Sommerkonzerte – da ist das Summerstage in Basel quasi ein Heimspiel. Was habt ihr dabei? Aspirin und Sonnencreme Wo finden wir euch? im Publikum, um möglichst viel vom Vibe und den anderen Acts mitzubekommen

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24 | MM24, 12.6.2017 | MENSCHEN

Recycling

Ein zweites Leben für die Tür Geht es nach Marina und Morgan Altman, dürfen ausgedientes Mobiliar und Baumaterialien nicht im Müll landen. Deshalb verkaufen sie auf Rewinner.ch alles Wiederverwendbare aus Abbruchhäusern. Text: Esther Grosjean

Bilder: Tanja Demarmels

R

iga im Sommer 2014. Ein beladener Lastwagen rollt seinem Ziel ent­ gegen, bleibt vor einer grossen Halle stehen. Marina (35) und Morgan Altman (37) erwarten ihn bereits. Lange haben sie auf diesen Moment hin­ gearbeitet, endlich ist es so weit. Fenster, Tische, Lavabos, Türen, Bauprodukte, ins­ gesamt 2,5 Tonnen, werden aus dem Laster geladen. Sie stammen aus dem Alters­ zentrum Laubegg in Zürich, das einer Gesamtsanierung unterzogen worden ist. Eigentlich waren Material und Mobiliar für die Mülldeponie oder Verbrennungs­ anlage bestimmt. Wären da nicht die Altmans gewesen. Sie kamen dem Zerstörungsprozess zuvor, verfrachteten alles Brauchbare in den Laster und sorgten für den Transport nach Lettland, wo sie den Bestand über Internet­ portale und Mundpropaganda zum Verkauf anboten.

«Pioniere im Nachhaltigkeitsprozess»

Gut zwei Jahre später sitzen die beiden Gründer des Start­up­Unternehmens Rewinner in der «Kleinen Freiheit» oberhalb des Centrals in Zürich. Das Material für das originelle Café hat die Betreiberin bei Rewinner bezogen, die Türen etwa sind aus Fenstern zusammengeschustert. Marina Altmans Deutsch ist von einem charmanten Akzent untermalt. Für ihr Masterstudium ist die Informatikerin vor 13 Jahren von Lettland in die Schweiz gezogen. In Zürich hat sie sich ein neues Leben und schliesslich eine gemeinsame Zukunft mit ihrem finnisch­amerikanischen Mann Morgan aufgebaut. Seit fünf Jahren eint sie der Trauschein, seit vier Jahren ihr «Baby» Rewinner.

Die «Kleine Freiheit»: Das Zürcher Café besteht aus rezykliertem Material von Rewinner.ch.

Dessen Konzept besticht durch Einfachheit: Soll ein Gebäude saniert oder gar abgerissen werden, tritt Rewinner auf den Plan. Die Altmans suchen städtische und private Liegenschaften auf, die vor dem Abbruch stehen, prüfen Inventar, Mobiliar und Bau­ teile, vermerken minutiös auf Listen, was noch gut erhalten ist. Vom Bürotisch über Lavabos und Armaturen bis hin zum Schar­ nier landet alles auf der Website von Rewin­ ner, wo es zum Verkauf angeboten wird. «Wir sind keine Idealisten», sagt Morgan Altman. «Na ja, ein bisschen vielleicht», widerspricht ihm seine Frau und schaut ihn schmunzelnd an. Sie einigen sich: «Wir sind Businessleute oder noch besser: Pioniere im Nachhaltigkeitsprozess.» Rewinner will eine Zukunft mitgestalten, die auf Wiederverwertung setzt. Die Umweltorgani­ sation Climate­KIC hat das Jungunterneh­ men 2014 mit einem Preis ausgezeichnet. Die Idee zum Geschäftsmodell entstand unerwartet: auf einem ihrer Spaziergänge durch Zürich, vorbei an zahlreichen Bau­

stellen. Bei einem Baucontainer hob Morgan Altman einen intakten Fensterrahmen aus dem Schutt: «In Lettland wären die Leute überglücklich über so gut isolierte Fenster», sagte er. «Dann sollten wir sie ihnen auch bringen», antwortete Marina Altman. Mit der Stadt Zürich handelten sie einen Deal aus für das sanierungsbedürftige Altersheim Laubegg: Sie durften alles ver­ laden, was ohnehin abgebrochen worden wäre, und liessen es nach Lettland verfrach­ ten, wo die Bauteile in Büros, Cafés und Privatwohnungen eingesetzt wurden. Grosse Nachfrage in der Schweiz

So einfach also? Eine Idee, Taten – Erfolg? Die beiden winken ab. «Toll, einleuchtend», hiess es zwar überall, wenn sie von ihrem Projekt erzählten. Architekten, Bauleute und Bauarbeiter hätten ihnen zur Idee gratuliert und gerne freie Hand gelassen, sich auf der Baustelle zu bedienen. Aber natürlich war das unmöglich: Um Material von einer städtischen Liegenschaft abtrans­ portieren zu können, brauchten sie eine Bewilligung. Das erwies sich als grösste Hürde: herauszufinden, wo die Zuständig­ keiten lagen, wer grünes Licht geben konnte. Mittlerweile verkaufen die Unternehmer die Ware in ihrer Wahlheimat. Den Ausschlag gab die grosse Nachfrage in der Schweiz, mit der sie gar nicht gerechnet hatten. Zu den Käufern gehören KMUs, Zwischenhändler, Privatleute und auch Künstler. Der Verkauf ihres speziellen Secondhand­Sortiments war nie ein Problem. Die Herausforderung für das ambitionierte Paar ist es nun, die Idee zum Normalfall werden zu lassen. «Irgend­ wann wird unser Modell vielleicht obliga­ torisch sein», sagt Morgan Altman. MM


MENSCHEN | MM24, 12.6.2017 | 25

Es begann mit Lieferungen nach Lettland – heute verkaufen Morgan und Marina Altmann ihr Secondhand-Baumaterial auch in der Schweiz.


26 | MM24, 12.6.2017 | MENSCHEN

Leserforum MM22: Familie Kinderlos glücklich

«Mein Kind ist die natürliche und logische Folge meiner Liebe zu meinem Mann»

Madina Büchle, per E-Mail

Ich habe immer gesagt, dass ich keine will. Dann bekam ich drei Jungs in drei Jahren. Das war das Beste, was mir passieren konnte. Ja, es war anstrengend. Aber jetzt, 20 Jahre später, platze ich fast vor Stolz. Sie sind meine grösste Leistung, die ich im Leben vollbracht habe.

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Sie habe nie Kinder gewollt, sagte Uschi Behrens im Migros-Magazin (Nr. 22) – und hat damit eine engagierte Debatte ausgelöst.

Kinder zu haben oder nicht, ist auch davon abhängig, was für ein Mann neben der Frau ist. Mit manchen Männern will man nur Sex ohne Folgen haben. Mit dem richtigen Mann aber ist Sex mit Folgen – also Kindern – eine ganz natürliche Sache. Für mich persönlich ist mein Kind die natürliche und logische Folge meiner Liebe zu meinem Mann. Apropos Mann: Mein Mann hilft mir mit dem Kind immer.

Ob jemand kinderlos glücklich ist, kann erst am Lebensende beantwortet werden. Beruflich habe ich unzählige kinderlose Menschen betreut (ich bin 69), die einst sehr glücklich waren, aber im Rentenalter eine grosse Lücke feststellten. Otto Gerber, 8802 Wädenswil


MENSCHEN | MM24, 12.6.2017 | 27

Die Angst um sie hört allerdings nie auf. Monica R. Galliker Gross, via www.facebook.com Ich bin sehr glücklich ohne Kinder. Kann machen, was ich will, und diese Freiheit brauche ich. Abgesehen davon, dass die Schwangerschaften den Körper «ruinieren» können. Malika Ben Hammouda, via www.facebook.com MM23: Familie Andersrum ist

voll okay

«Zu Hause habe ich mich nie geoutet» Ich weiss nicht, ob meine Eltern es wissen oder nicht. Ich möchte mit ihnen auch nicht

über das Thema reden. Ich bin schwul, meine Kollegen wissen es. Aber zu Hause habe ich mich nie geoutet. Das ist auch der Grund, warum ich meinen vollen Namen nicht schreiben möchte, da das Migros-Magazin von meiner Familie rege gelesen wird. M. Z., via www.migrosmagazin.ch Ich habe kein Coming-out gehabt. Meine Eltern haben einfach gewusst, dass ich schwul bin. Sie haben es nicht akzeptiert und mit Gewalt reagiert. Sie haben mein Leben völlig zerstört. Mit 18 Jahren bin ich einfach weggegangen. Seit fast 20 Jahren habe ich keinen Kontakt mehr, ich bin nie zurückgegangen, werde nie vergeben und sie nie wieder sehen. Anonym, via www.migrosmagazin.ch

MM23: Arbeitsmarkt Trotz

Behinderung im Arbeitsleben

«Die beste Entscheidung» Ich bin Mutter eines 24-jährigen Sohnes mit Downsyndrom. Seit er 18 Jahre alt ist, arbeitet er in der Küche des Kantonsspitals Schaffhausen und ist stolz darauf, dass er einen Lohn verdient. Eine Mitarbeitende erzählte mir, dass Jonas sie im Stress gern mal spontan umarme und sie darauf sofort wieder besser damit umgehen kann. Und der Chef meinte einmal, dass die Entscheidung, Jonas einen Arbeitsplatz anzubieten, die beste in den letzten Jahren war. Erika Suter, via E-Mail

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28 | MM24, 12.6.2017 | MENSCHEN

Thomas Meyer

«Ich lebe nicht, um Mühsames auszusitzen»

In seinem neusten Buch «Trennt Euch!» rät der Autor Thomas Meyer unglücklichen Paaren, reinen Tisch zu machen und auseinanderzugehen. Im Interview spricht der 42-jährige Zürcher über Machtkämpfe, mangelnden Respekt und eigene gescheiterte Beziehungen. Text: Reto E. Wild, Monica Müller Bilder: Dan Cermak


MENSCHEN | MM24, 12.6.2017 | 29

Thomas Meyer schafft klare Verhältnisse: Nie und nimmer wßrde er in einer unbefriedigenden Beziehung ausharren.


30 | MM24, 12.6.2017 | MENSCHEN

Thomas Meyer: nicht Paartherapeut, sondern Trennungstherapeut

Was halten Sie davon, wenn Paare wegen der Kinder zusammenbleiben? Nicht viel. Ich finde das feige und egoistisch. Man schiebt das Kindeswohl vor, um sich vor einer notwendigen Entscheidung zu drü­ cken. Man tut seinen Kindern gewiss keinen Gefallen, wenn sie der einzige Grund sind, noch zusammenzubleiben. Sie haben sich von Ihrer Partnerin getrennt, als Ihr Sohn vier Monate alt war. Wie hat Ihr Umfeld reagiert? So, wie es zu erwarten war: Es hiess, ich solle mich zusammenreissen und nicht jetzt schon aufgeben, dem armen Kind zuliebe. Das war für mich aber kein Argument. Unser Bub braucht zwei Elternteile, denen es gut geht. Und es ging uns beiden nicht gut. Daher trennte ich mich. Andere wiederum sagten mir, wenn es für mich nicht stimme, werde es auch in einem halben Jahr nicht stimmen. Genauso sah ich es auch. Wieso? Ich realisierte während unserer gemein­ samen Zeit, dass wir zu unterschiedliche Vorstellungen von einer Beziehung haben. Wir passten schlicht nicht zusammen. Was ist denn Ihre Vorstellung? Eine Beziehung ist dazu da, einander im All­ tag und im persönlichen Wachstum zu unter­ stützen. Sie sollte ein Rahmen sein, in dem man sich mit Freude und Respekt begegnet. Das hört sich etwas banal an. Ja, aber trotzdem wird es oft ganz anders gehandhabt. Die meisten Beziehungen gestalten sich so, dass die beiden Partner zwar wissen, dass sie nicht zusammen­ passen. Doch anstatt weiterzugehen, ver­ suchen sie jahrelang, einander zu ändern und zu einem Menschen zu machen, dessen Verhalten einem genehm ist. Das ist ein Machtkampf. Und allein der ist schon ein Grund, eine Beziehung zu beenden. Zumal ihn noch nie jemand gewonnen hat. Die Generation unserer Eltern sagt: Geht etwas kaputt, flickt man es. Sei es nun die Kaffeemaschine oder die Beziehung. Immer wieder heisst es, man würde sich heute viel zu schnell trennen. Meiner Mei­ nung nach versuchen viele Paare aber im Gegenteil viel zu lange, ihre Beziehung zu flicken oder besser: zum Laufen zu bringen. Es ist ja nichts kaputt, es passt einfach nicht. Letztlich ist Passen eine Frage des erträg­ lichen Verhältnisses: Wenn Sie mit jeman­ dem auf eine dreimonatige Weltreise gehen und es kommt an drei Abenden zu einer Auseinandersetzung, ist das nicht schlimm, sondern normal. Aber wenn Sie es nur an drei Abenden friedlich haben, wären Sie besser mit jemand anderem verreist.

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Was sind denn für Sie zentrale Aspekte, damit es passt? Wertesystem, Humor und persönliche Reife, um die wichtigsten zu nennen. Wenn der eine Partner beispielsweise Migranten als Menschen in Not betrachtet, denen geholfen werden muss, der andere sie aber als krimi­ nelle Nutzniesser sieht, wird es schwierig. Oder wenn der eine mürrisch und negativ ist und der andere stets heiter. So entsteht kein Verständnis und damit auch keine Nähe. In der Fernsehserie «Sex and the City» sagt eine Protagonistin, entweder habe man Sex ohne Beziehung oder eine Beziehung ohne Sex. Stimmen Sie dem zu? Das ist sehr plakativ ausgedrückt. Aber wenn Sie im klassischen Sinn Leben, Bett und Badezimmer teilen, hilft das der Erotik be­ stimmt nicht. Dann muss man nicht mehr verführen und hat auch keine Sehnsucht. Das ist wohl tatsächlich bald nicht mehr so erotisch, aber noch kein Trennungsgrund. Sie plädieren für einen Katalog von Fragen, den es nach spätestens fünf gemeinsamen Nächten zu klären gelte. Haben Sie das auch schon ausprobiert und Fragen gestellt wie: «Welchen Kompromiss kann ich nicht eingehen?» Ja, einmal. Es war sehr hilfreich, so mit­ einander zu reden. Es hat sich aber später gezeigt, dass wir noch intensiver und ehr­ licher darüber hätten diskutieren sollen. Ich habe beispielsweise für mich entschie­ den, dass ich punkto Respekt absolut keinen Kompromiss eingehen will. Ist ein analytischer Zugang zu einer Beziehung im Stadium der ersten Verliebtheit überhaupt realistisch? Ja. Es ist zwar nicht sexy und nicht lustig, sondern anstrengend. Aber es ist unumgäng­ lich, darüber zu reden, wie man die Bezie­ hung führen will, wenn sie funktionieren

soll. Vielleicht muss man ein solches Inter­ view nicht schon nach fünf Nächten führen, es reicht auch nach zehn. Aber man darf nicht so naiv sein und denken, die Beziehung funktioniere, bloss weil man jemanden toll findet. Sie ist letztlich ein Konst­ rukt und nicht automatisch ein Quell guter Energie. Da begehen meiner Meinung nach viele einen kapitalen Denkfehler. In Ihrem Buch «Trennt Euch!» nehmen Sie den Leser bei der Hand, um ihn durch seine Trennung zu begleiten. Warum? Mein Wunsch ist, dass die Menschen zu sich selbst stehen und sich selbst wertschätzen. Wir wollen alle glücklich sein. Viele lassen jedoch Dinge zu, die sie unglücklich machen, ob es nun eine schlechte Beziehung ist oder ein falscher Job oder eine ungesunde Ernäh­ rungsweise. Mein Wunsch ist, dass es den Menschen gut geht. Und das Gegenteil macht mich traurig. Ich glaube, ich habe das Buch aus Betroffenheit geschrieben.

Zur Person

Der Bestsellerautor Thomas Meyer (42) ist seit 2012 Schriftsteller und Kolumnist. In diesem Jahr wurde sein erster Roman «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» publiziert – ein Bestseller. Vorher war er nach einem abgebrochenen Jurastudium Texter in Werbeagenturen und Reporter auf Redaktionen. In seinem neuesten Buch «Trennt Euch!» schreibt er, er habe schon manche Trennung durchlebt. Und auch wenn er bei einigen geglaubt habe, sterben zu müssen, sei das bisher nicht geschehen. Meyer lebt in Zürich. Sein Sohn Levi Max (5) ist die Hälfte der Woche bei ihm, die andere Hälfte bei der Mutter.


MENSCHEN | MM24, 12.6.2017 | 31

Wie sind Sie bei der Arbeit für das Buch vorgegangen? Haben Sie sich beraten lassen, oder basieren die Ratschläge allein auf Ihren Erfahrungen? «Trennt Euch!» ist kein Ratgeber, sondern eine subjektive autobiografische Arbeit, eine Kombination aus meiner Haltung, meinen Erfahrungen und Beobachtungen. Alle, die Sie nun daten wollen, werden vorher Ihr Buch lesen. Das wäre in der Tat eine gute Vorbereitung … Aber ich bin seit Kurzem wieder in einer Beziehung – und ich werde mit meiner neuen Freundin sehr bald ein Spezialtreffen für meinen Fragekatalog vereinbaren. Sie haben erstmals einen Essay geschrieben. Warum haben Sie diese Form gewählt und keinen Roman zur Trennungsthematik verfasst? Weil die Haltung des Autors hier sehr wich­ tig ist, sich in einem Roman aber weit im Hintergrund halten muss. Ich wollte einen Kommentar zu einem Thema schreiben, das uns alle betrifft. Figuren und Dialoge hätten zu wenig deutlich funktioniert.

Könnte die «Ehe light» eine ideale Lösung für Paare sein? Eine Ehe auf Zeit, die man erneuern kann, aber nicht muss. Das finde ich toll. Man sollte sowieso immer wieder innerlich zum Nullpunkt zurück­ gehen und sich und einander die Frage stellen, ob man sich noch gemeinsam weiterbringt oder gegenseitig bremst. Neben dem Respekt ist eine offene Kommunikation eines der Hauptmerkmale in einer funktionierenden Beziehung. Sonst wird es schwierig. Nein, unmöglich! Wenn jemand nicht sagen kann, was in ihm vorgeht, und wenn er es dann doch endlich tut und es gleich in einen aggressiven Vorwurf verpackt, ist ein Zusammenleben mit ihm unmöglich. Apropos Zusammenleben: Könnte man, statt sich zu trennen, auch eine andere Beziehungsform suchen? Ja. Viele Menschen haben ein grosses Be­ dürfnis nach Eigenraum, fordern das aber nicht ein. Es gäbe viele Paare, die zusam­

menpassen würden, aber eine Beziehungs­ form gewählt haben, die für sie nicht stimmt, weil sie zu eng ist. Dann haben sie den Mut nicht, sich wieder ein Stück zu distanzieren, sondern versuchen erfolglos, dieser Enge zu entsprechen. Meine Ideal­ form wäre: verheiratet in zwei Wohnungen. Ihr Sohn wächst auch in zwei Wohnungen auf. Ja, es gibt für ihn eine Papa­ und eine Mama­ wohnung. Er hat letztes Jahr herausgefun­ den, dass das gar nicht üblich ist. Ich habe ihm erklärt, dass seine Mutter und ich mal zusammengewohnt hätten, dass das nicht funktioniert hätte, ich seine Mama aber immer noch gern hätte. Sie hat schon lange einen neuen Freund, das ist der normale Lauf der Dinge, und dazu gehört auch eine Trennung. Sie muss nicht der absolute Niedergang sein. Auch das habe ich ihm erklärt. Ich glaube, er wird sehr entspannt mit dem Thema umgehen können. MM Thomas Meyer, «Trennt Euch!», Salis, 2017, ab 15.6. erhältlich bei www.exlibris.ch für Fr. 16.70.

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Wären Sie gern Paartherapeut? Wenn schon Trennungstherapeut. Die Sitzungen bei mir wären allerdings immer sehr kurz ( lacht). Was halten Sie von Paartherapie? Es ist etwas Grossartiges für Paare, die zusammenpassen. Eine gute Therapie eröffnet einen neutralen Raum, in dem man geschützt reden kann – mit einem Schiedsrichter. Hat das Paar jedoch grundlegende Differenzen, bringt eine Therapie überhaupt nichts. Wie denken Sie über die Institution Ehe? Sie ist eine wunderbare Erklärung gegen­ über einem Menschen. Ich war selbst schon einmal verlobt, und ich kann mir gut vorstellen, doch noch zu heiraten. Es ist schön, wenn es funktioniert und sich zwei Menschen parallel entwickeln.

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War das eine Art Therapie für Sie? Nein. Ich reagierte schon immer sehr schnell, wenn etwas für mich nicht stimmte. Meine Leidenstoleranz ist gering. Ich lebe nicht, um Mühsames auszusitzen. Alle meine Trennungen, und die in meinem Umfeld, haben mir aufgezeigt, dass man sich in den grundlegenden Punkten verstehen muss, weil man sonst leidet. Therapeutisches Schreiben klappt bei mir aber sowieso nicht. Ich musste diesen Text mehrmals für längere Zeit weglegen, weil ich eine Trennung verarbeiten musste und keine Lust hatte, auch noch über dieses Thema zu schreiben.


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Migros-Lehrberufe

Freundlicher Flicker

Bild: Daniel Kellenberger

Josua Hiltebrand (17) ist im zweiten Lehrjahr zum Fahrradmechaniker im SportXX Bülach Süd ZH.

«Ich arbeite in der Werkstatt und im Laden – und schätze die Abwechslung zwischenmechanischer Arbeit und Kundenkontakt.»


34 | MM24, 12.6.2017 | MIGROS-WELT

Carvelo

Velo statt Auto

Onlinehandel

Gold für Galaxus.ch Die Migros-Tochter Galaxus.ch ist Schweizer E-Commerce-Champion 2017. Eine unabhängige Jury aus 16 Experten hat dem Unternehmen den begehrten Preis verliehen. 150 Online- und Mobileshops hatten sich um die Auszeichnung beworben. Galaxus.ch überzeugte die Spezialisten unter anderem mit seiner E-CommerceStrategie, der hohen Fachkompetenz und der grossen Reichweite. Galaxus.ch ist das grösste Online-Warenhaus der Schweiz. Von der

Personenwaage über die elektrische Zahnbürste bis zum Designergartenstuhl gehört jeder erdenkliche Gegenstand zum Sortiment. Als Logo dient Galaxus.ch nicht von ungefähr eine Schildkröte, die in den Schöpfungsmythen verschiedener Kulturen für die ganze Welt steht. Zurzeit bewirbt das Online-Warenhaus sein Angebot mit witzigen TV-Spots, in denen idyllische Situationen wie ein Grillnachmittag an einem Seeufer plötzlich ins Chaotische und Komische kippen. Infos zur Preisverleihung: www.ecommerce-award.ch

In Bern, Basel, St. Gallen und Vevey gehören sie bereits zum Strassenbild: die elektrischen Lastenvelos, die sich stunden- oder tageweise online mieten lassen. Im Lauf des Jahres 2017 sollen die umweltfreundlichen Vehikel in zehn weiteren Gemeinden erhältlich sein – ab 6. Juni kann man sie zum Beispiel auch in Zürich und Winterthur mieten. Dahinter steht das Angebot «carvelo2go», die vom Förderfonds Engagement Migros unterstützt wird. Mit den Lastenrädern lassen sich vom Wochenendeinkauf bis zum

Cargovelos sind oft eine gute Alternative zum Auto. Werkzeugkasten viele Dinge problemlos transportieren; auch ein Kind kann mitfahren. Die zwei- oder dreirädrigen Fahrzeuge sind darum

in vielen Situationen eine ökologische Alternative zum Auto. Infos zu Standorten und Onlinevermietung auf: www.carvelo2go.ch

Studie

Migros ist eine starke Marke Jedes zweite Jahr ermittelt die Kommunikationsagentur Y&R Group Switzerland die stärksten Marken der Schweiz. Bei der Erhebung «BrandAssetTM Valuator» ist die Migros diesmal auf dem zweiten Platz gelandet und nur von Google übertroffen worden. 3600 Personen nahmen an der Studie teil. Sie untersucht, wie stark die Marken in der Wahrnehmung der Konsumenten sind. Die Resultate sind repräsentativ für die Deutschschweiz und die Romandie. Auffallend war bei der aktuellen Erhebung das starke Abschneiden digitaler Marken wie Google, WhatsApp und Windows, die neu ein Viertel der Top 20 ausmachen.

Benidorm Beach, Spanien Hotelplan Suisse

Positive Zwischenbilanz Für das Geschäftsjahr 2016/17 kann Hotelplan Suisse eine positive Zwischenbilanz ziehen. Der aktuelle Buchungsstand liegt im hohen einstelligen Plusbereich: In der vergangenen Wintersaison standen die Langstreckenregionen Nordamerika, Ozeanien und Afrika sowie das Schifffahrtensegment hoch im Kurs. Vor allem die Spezialistenmarke Travelhouse konnte von der Zunahme an Individualreisen profitieren. Griechenland,

Spanien und Zypern sind in dieser Sommersaison die Top-3-Destinationen im Badeferienbereich. Weniger gefragt ist erneut die Türkei. Im Städtereisenbereich erfreuen sich dieses Jahr wiederum Metropolen wie London und Paris einer grösseren Nachfrage. Auch Barcelona, Lissabon und Hamburg gehören zu den beliebten Zielen. Mehr Infos: www.hotelplan.ch/newsroom


MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 35

Klipp und klar

Starke Ernteausfälle

Philipp Schmidlin,

Category Manager Früchte bei der Migros

1

Blickfang

Leserin mit Riesenaugen «Als treue Leserin durchstöbere ich das Migros-Magazin immer mit grossen Augen, sofort nachdem ich es erhalten habe.» Erika Cerise, Blonay VD

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Kino

Leben am Abgrund

Bilder: zVg (4), Keystone, Getty Images

Am 15. Juni startet im Kino der Schweizer Dokumentarfilm «Mel». Eindrücklich porträtiert er

eine Frau, die sich als Überlebenskünstlerin bewährt hat: Als Kind wird Melanie von ihrer kranken und überforderten Mutter zu einer Pflegefamilie abgeschoben, die das Mädchen streng und hartherzig behandelt. Später ist sie Schülerin in einem Alpeninternat, flüchtet aber und landet schliesslich als Teenager im Zürcher Drogen- und Rotlichtmilieu. Mel, wie sie sich später nennt, übersteht viele Gefahren, ent-

kommt mehrmals nur knapp dem Tod und findet schliesslich einen Ausweg. Heute ist sie eine erfolgreiche Berufsfrau, die hochwertige Lederaccessoires gestaltet und als Stylistin für Foto- und Filmaufnahmen arbeitet. Offen und gelegentlich sogar ironisch erzählt sie von ihrem harten Leben. Der packende Dokfilm von Hans Peter Riegel entstand mit der Unterstützung des Migros-Kulturprozents.

Erst Hitze, dann Frost mitten in der Obstvegetationsphase. Welche Obstsorten sind stark betroffen? Bei Kirschen wird mit einem Viertel einer Normalernte gerech­ net. Bei Aprikosen und Zwetschgen prognos­ tizieren die Schweizer Produzenten einen Ernteausfall von bis zu 50 Prozent. Auch beim Kernobst sind Ausfälle angekündigt worden. Stark betroffen sind beispielsweise die Apfelsorten Graven­ steiner und Boskoop sowie die Birnensorte Kaiser Alexander.

2

Ist die Migros darauf angewiesen, gewisse Produkte nun aus dem Ausland zu importieren? Bei Kirschen, Apriko­ sen und Zwetschgen werden zusätzlich Im­ porte unumgänglich sein. Anderseits haben wir aus der Schweiz «Alternativen», zum Beispiel Beeren.

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Hat viele Gefahren überstanden: Mel, die Hauptfigur des Dokumentarfilms

Werden die Obstpreise steigen? Bei einem saisonal knappen Angebot sind Preiserhöhungen von Schweizer Produkten möglich. Durch güns­ tigere Importe können wir Kunden dennoch ein attraktives Preis­ Leistungs­Verhältnis anbieten.


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MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 37

Haben Sie eine Frage?

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Reibkäse ist generell anfällig für Schimmelbefall, sobald die Verpackung geöffnet ist. Darum sollte er rasch verbraucht oder in der Tiefkühlung aufbewahrt werden. MM

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38 | MM24, 12.6.2017 | MIGROS-WELT

Benjamin Stern

Informatiktage 2017

Ohne IT kein Risoletto Benjamins Lieblingsprodukt aus der Migros ist das Risoletto. Im

Rahmen der Informatiktage 2017 öffnen die Migros IT-Services als eine von rund 50 Gastgeberfirmen ihre Türen und zeigen, wie der kultige Schoggiriegel dank der Informatik den Weg von der Herstellung bis zum Kunden findet. Der interaktive Rundgang umfasst sieben Posten, und natürlich

dürfen Besucher am Schluss den Riegel auch essen. Ebenfalls vor Ort ist die Klubschule Migros mit Schnellkursen im Bereich Informatik & Neue Medien. Martin Haas, Leiter Direktion Migros IT-Services:

«Nach wie vor gibt es zu wenig junge Menschen, die sich für einen Beruf in der Informatik entscheiden. An den Informatiktagen wollen wir daher als Migros gemeinsam mit anderen Unternehmen zeigen, wie attraktiv ein Job in der IT sein kann und wie vielfältig das Angebot in Zürich ist.» Wann:

Freitag, 16. Juni 14–19 Uhr Samstag, 17. Juni, 9–15 Uhr Keine Anmeldung erforderlich

Wo:

Migros-Hochhaus Limmatplatz, 4. Stock 8005 Zürich Mehr Infos: www.migros.ch/informatiktage

«Mir gefällt logisches Denken» Die Migros präsentiert sich an den Informatiktagen 2017 als vielseitiger IT-Arbeitgeber. Bereits an Bord ist Benjamin Stern. Der 18-Jährige steht im dritten Lehrjahr bei den Migros IT-Services in Zürich. Text: Kian Ramezani

Bild: Roger Hofstetter

E

in kleines bisschen war Benjamin Sterns Weg vorgezeichnet, auch wenn er das anders sieht: «Ich kenne Familien, in denen alle in der IT arbeiten», sagt der 18-Jährige, der bei der Migros seine Lehre als Informatiker absolviert. Dennoch: Sein Vater ist IT-Projektleiter, und auch seine beiden älteren Brüder haben technische Berufe ergriffen. Seine erste Schnupperlehre machte Benjamin denn auch als Motorradmechaniker. Aber er merkte bald, dass das nichts für ihn ist. Hingegen wuchs sein Interesse an der IT, seit er seinem Vater an einem Zukunftstag über die Schulter geschaut hatte. «Ich merkte bald, dass mir Programmieren und logisches Denken gefallen», so Benjamin. Er entschied sich für eine Lehre bei der Migros. «Das Gesamtpaket überzeugte mich», erinnert sich Benjamin, der mit seiner Entscheidung nach wie vor glücklich ist. «Ich kann hier an vielen verschiedenen Projekten mitarbeiten, lerne neue Technologien kennen und kann immer wieder etwas ausprobieren.» Seine Motivation ist auch im dritten Lehrjahr ungebrochen – an den ICT-Regionalmeisterschaften belegte er in der Kategorie «Web Design & Development» den hervorragenden zweiten Platz.

Über 600 Mitarbeitende

Welch zentrale Rolle die IT im Detailhandel spielt, ist vielleicht nicht allen klar. «Wenn ich sage, wo ich arbeite, denken die meisten an die Supermärkte, aber kaum jemand an Informatik», sagt Benjamin. Bei den Kollegen in der Berufsschule sei das Bewusstsein

Benjamin Stern, angehender Informatiker und vielleicht auch Helikopterpilot

grösser, doch selbst diese staunen, wenn er verrät, dass über 600 Leute in der Migros in der IT arbeiten. Und das «nur» in den zentralen Diensten, bei den regionalen Genossenschaften oder Industriebetrieben wie Chocolat Frey sind es noch einmal viele mehr. Er ist überzeugt, dass auch andere IT-Interessierte in der Migros spannende Aufgaben vorfinden würden, und hofft, dass sie an den Informatiktagen vorbeischauen (siehe Box). Nächstes Jahr schliesst Benjamin seine Lehre ab. Was danach kommt, ist noch offen. «Ich kann

mir gut vorstellen, hierzubleiben.» Möglicherweise kommt ihm noch ein anderes Projekt in die Quere – der Teenager träumt davon, Militärhelikopterpilot zu werden. «Da kann man schnell rausfliegen, aber ebenso gut könnte es weitergehen», sagt er lachend. Auch ein Studium könnte er sich vorstellen, und das vielleicht berufsbegleitend. Die Migros unterstützt solche Modelle, indem sie ihre Lehrabgänger auch zu reduzierten Pensen weiterbeschäftigt. MM Mehr Infos: www.migros.ch/mits


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MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 41

Blutspenden

Lebenssaft mit Verfallsdatum

Blutspenden sind immer wichtig – besonders aber in der Zeit vor den Sommerferien. Dazu ein Gespräch mit Rudolf Schwabe vom Schweizerischen Roten Kreuz. Text: Michael West

Am 14. Juni ist weltweit der Tag des Blutspendens. Warum gerade an diesem Datum? Es ist der Geburtstag des Forschers Karl Landsteiner, der 1901 die Blut­ gruppen entdeckte. Aus Sicht des Schweizerischen Roten Kreuzes ist aber vor allem wichtig, dass das Datum im Frühsommer liegt. In der Zeit vor den Sommerferien sind wir auf möglichst viele Blutspenden angewiesen, weil anschliessend viele Leute fort sind und der Nachschub an Spenden schrumpft.

Jede Spende ist wertvoll und kann mithelfen, Leben zu retten.

Spendetag

Das tut die Migros Die Migros wird am 14. Juni mit einer besonderen Aktion auf den Weltblutspendetag hinweisen: Unter dem Motto «Erst wenns fehlt, fällts auf» werden vor 20 Filialen etwas spezielle Berliner an Passanten verteilt.

Kann das Rote Kreuz solchen saisonalen Schwankungen nicht vorbeugen, indem es lange vorher einen grossen Vorrat an Blutkonserven aufbaut? So einfach ist das nicht, denn Blutkonserven sind nur sechs Wochen lang haltbar. Der Nachschub an frischen Spenden darf darum nie zu stark abnehmen.

Auch sonst engagiert sich die Migros: Beispielsweise führt der MigrosGenossenschafts-Bund zweimal pro Jahr einen internen Blutspendetag mit den Mitarbeitenden durch.

Bilder: zVg

Die Schweiz ist nicht von Kriegen und Katastrophen betroffen. Warum werden Blutspenden in unserem Land trotzdem so dringend benötigt? Das liegt daran, dass nicht nur Verletzte auf Bluttransfusionen angewiesen sind. Sie sind auch bei vielen Operationen nötig; und es gibt Krebspatienten und andere chronisch Kranke, für die regel­ mässige Transfusionen lebenswichtig sind. Langfristig wird der Bedarf an Spenderblut in der Schweiz zuneh­ men, weil die Bevölkerung immer älter wird und weil in den späten Lebensjahren Operationen und chro­ nische Krankheiten häufiger sind. Wie gross ist die Bereitschaft der Schweizer, Blut zu spenden? Ich denke, dass nach wie vor ein grosser Teil der Bevölkerung zum Blutspenden bereit wäre. Allerdings sind heute viele Menschen beruflich stark eingebunden und haben darum weniger Zeit. Hinzu kommen die immer häufigeren Fernreisen: Wer beispielsweise in einem Malaria­

gebiet in den Ferien war, ist an­ schliessend aus Sicherheitsgründen für sechs Monate vom Blutspenden ausgeschlossen. Umso wichtiger ist es, dass diejenigen, die Zeit haben und als Spender infrage kommen, auch tatsächlich spenden gehen. Rudolf Schwabe (60) ist Direktor der Organisation Blutspende Schweiz, die zum Schweizerischen Roten Kreuz gehört.

Sind bestimmte Blutgruppen besonders begehrt? Ja, die rhesusnegativen Blutgruppen sind speziell begehrt, weil sie so selten sind. Allerdings ist jede Blut­ spende wertvoll, unabhängig von der Blutgruppe.

Manche haben Angst davor, dass es ihnen während des Blutspendens schwindlig wird. Was lässt sich dagegen tun? Dem Schwindel kann man gut vor­ beugen, indem man vor dem Spen­ den genügend trinkt und nachher noch etwas liegen bleibt. Dann kann das Blutspenden ein sehr positives Erlebnis sein. Denn es gibt dem Spender das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. MM Detaillierte Infos zum Thema auf: www.blutspende.ch


42 | MM24, 12.6.2017 | MIGROS-WELT

Migros Mania

Kreative Köpfe 5. Joker-Highlight

Kasse mit Stuhl Damit das «Verkäuferlis»Spielen in der eigenen kleinen Migros-Filiale noch mehr Spass macht, gibt es am Mittwoch, 14. Juni, eine Kasse mit Stuhl. Sie wird zusammen mit zwei Bausteinen abgegeben (pro Einkauf im Wert von Fr. 60.–, maximal drei Stück).

Die Sammelaktion Migros Mania ermöglicht es, eine Migros nach den eigenen Vorstellungen zu entwerfen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. In einem Wettbewerb werden die kreativsten Architekten gekürt. Text: Ralph Hofbauer

Bilder: Roger Hofstetter

Styling: Mirjam Käser

Wettbewerb

Kreativität wird belohnt Im Migros-Mania-Wettbewerb ist Kreativität gefragt: Wer baut die originellste Migros? Die Teilnehmer können Fotos ihrer Migros auf www.migrosmania.ch hochladen. Alle Bilder werden in einer Galerie gesammelt und können von der Community bewertet werden. Exemplare, die mindestens 30 Herzen erhalten, kommen in einen GewinnerPool. Aus diesem werden pro Woche drei Gewinner gezogen und mit jeweils Fr. 200.– prämiert. Im Hauptwettbewerb wird unter allen registrierten Besuchern der Migros-Mania-Website ein Einkaufsgutschein im Wert von Fr. 1000.– verlost. Jetzt mitmachen auf

www.migrosmania.ch

L

ena (6) und Malik (8) haben es geschafft: Nun ist ihre eigene Migros komplett! In den vergangenen Wochen haben die eifrigen Baumeister alle Elemente der Migros Mania gesammelt und damit eine Miniaturfiliale gebaut. Nun sind alle Verkaufsregale aufgestellt, die Kühlschränke gefüllt und auch die Kassen sind betriebsbereit. Während sich Lena und Malik genau an die Bauanleitung gehalten haben, lassen die Teilnehmer des Migros-Mania-Wettbewerbs ihrer Kreativität freien Lauf. Da die Bausteine der Migros Mania

Lego-kompatibel sind, lässt sich die Filiale mit beliebigen Steinen erweitern. Wer ein Foto seiner Fantasie-Migros auf der Website www.migrosmania.ch hochlädt, kann am Wettbewerb teilnehmen. Für die kreativsten Architekten liegen Preise im Gesamtwert von über 5000 Franken bereit. Die ersten Einsendungen zeigen, dass die Migros Mania die Fantasie anregt: Christian (8) aus Zürich hat seine Migros mit einer Burg aus dem eigenen LegoBestand gekreuzt. Lina (9) aus Winterthur hat vor ihrer Filiale einen Freizeitpark aufgebaut.

Der Bau-Event im Glatt-Zentrum Bis 8. Juli entsteht im Glatt-Zentrum in Wallisellen ZH ein 4,5 Meter hohes Migros-M aus den Bausteinen der Migros Mania. Mit der Migros-Play-App lässt sich der Bau nach Abschluss des Projekts im Zeitraffer nachverfolgen.

Exklusive Live-Acts

Live-Acts begleiten den Bau-Event im Glatt-Zentrum. Mitwirkende sind unter anderem die Clowns Pepe & Tommy (14. 6.), der Jongleur Kaspar Tribelhorn (21. 6.), das Kabarettduo Interrobang (28. 6.) und der Mundartsänger Linard Bardill (5. 7.).


MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 43

Virtual Reality

«Neue Welten erkunden»

Virtual Reality erobert die unterschiedlichsten Branchen und Lebensbereiche. Im Interview erläutert Manfred Zabarauskas von Google das grosse Potenzial der Technologie.

Wie wird Virtual Reality (VR) unser Leben verändern? Wir sind der Überzeugung, dass VR unser Leben zum Besseren verändern wird. VR kann uns überallhin bringen und bietet somit die Chance, neue Welten zu erkunden. Beispielsweise können Schüler von ihrem Klassenzimmer aus die ganze Welt entdecken. Medienschaffende können ihr Publikum in die Mitte des Weltgeschehens versetzen. Und Künstler erhalten die Möglichkeit, völlig neuartige Kunstwerke zu erschaffen.

Bild: Google Inc.

Welche weiteren Anwendungsgebiete gibt es? Mit VR lassen sich Orte erleben, die sehr weit entfernt sind oder in der realen Welt gar nicht existieren. Dies eröffnet eine Unmenge von Möglichkeiten. Unsere neue App Google Earth VR (g.co/earthvr) ermöglicht es, Orte auf der ganzen Welt virtuell zu besuchen und so neue Regionen und Kulturen zu entdecken. Zudem können wir mit VR Unterhaltung in 360 Grad erleben. Künftig werden wir uns über VR auch immer häufiger mit anderen Menschen austauschen.

Welches Potenzial bietet VR dem Detailhandel? Der Detailhandel kann VR auf spannende Art und Weise einsetzen – sowohl im Laden als auch zu Hause bei den Kunden.

machen. Mit unserer Kartonbrille lässt sich die Technologie mit sehr geringem Kostenaufwand und mit fast jedem Smartphone ausprobieren. Heute sind bereits mehr als zehn Millionen Google-Cardboards im Einsatz.

Manfred Zabarauskas ist Product Manager für Google Cardboard in Mountain View, Kalifornien (USA).

In Zukunft können wir Kleider in einer virtuellen Umkleidekabine anprobieren, bevor wir eine Kaufentscheidung treffen. Auch in anderen Bereichen wird die VR-Technologie Kunden bei der Entscheidungsfindung unterstützen, so etwa in der Immobilienbranche. Mit VR lassen sich Wohnungen und Häuser virtuell besichtigen, lange bevor sie fertiggestellt sind. Bei der Migros Mania kommt die VR-Brille Google Cardboard zum Einsatz. Weshalb hat Google ein Low-Budget-Modell aus Karton lanciert und nicht ein Hightechgerät wie andere Anbieter? Wir haben Google Cardboard (g.co/cardboard) 2014 mit der Vision lanciert, VR für möglichst viele Menschen zugänglich zu

Roadshows mit Tauschbörse Bis 8. Juli finden in 21 Migros-Filialen

Roadshows zur Migros Mania statt. Eine Virtual-Reality-Station und Spiele sorgen für Unterhaltung. An einer Tauschbörse können Mania-Baumeister ihre Sammlung komplettieren.

Arbeitet Google auch an hochwertigeren VR-Geräten? In den USA haben wir mit Daydream (g.co/daydream) kürzlich eine neue Plattform für hochwertige VR auf Mobilgeräten ins Leben gerufen. Mit einem Daydream-fähigen Smartphone und einem entsprechenden Headset kann man in ein noch beeindruckenderes VR-Erlebnis eintauchen. Speziell für die neue Plattform haben wir das Headset Daydream View lanciert. Wo sehen Sie bei der Hardware noch Verbesserungspotenzial? Die Hardware muss sich deutlich verbessern, damit VR in Zukunft noch viel mehr Dinge erlebbar machen kann. Die Headsets müssen leistungsfähiger, komfortabler und in unterschiedlichsten Preissegmenten verfügbar werden. Zudem müssen die grundlegenden Technologien optimiert werden: Displays, Optiken, Tracking, Input und Sensoren. Wir stehen erst am Anfang einer langen Entwicklung. Wir glauben, dass das Potenzial von VR sehr gross ist, aber es gibt noch viel zu tun. MM

Online-Tauschbörse

Fehlen noch einige Sammelelemente der Migros Mania? Kein Problem: Vom 4. Juli bis 31. August ist auf der Plattform www.migrosmania.ch eine Online-Tauschbörse eingerichtet.

Migros setzt auf VR Im Rahmen ihrer Sammelaktion Migros Mania setzt die Migros als erste Schweizer Detailhändlerin Virtual Reality (VR) in der Promotion ein. Mit der neu lancierten Migros-Play-App* kann man die Migros und ihre Produkte in einer neuen Dimension wahrnehmen.

Ergänzend zur MigrosPlay-App bietet die Migros-VR-Brille ein-

drückliche Erlebnisse im virtuellen Raum. Die orange Brille aus Karton basiert auf dem Modell «Google Cardboard». Dessen Prinzip ist denkbar einfach: Zusammenfalten, Smartphone hineinlegen, und fertig ist die VR-Brille. Die Migros-VR-Brille wird im Laufe der Sammelaktion Migros Mania an die Kunden verteilt. Danach kann sie weiterverwendet werden. In naher Zukunft wird die Migros weitere VR-Projekte lancieren. Es lohnt sich also, die Brille aufzubewahren. * kostenloser Download im Apple-App-Store oder im Google-Play-Store)


44 | MM24, 12.6.2017 | MIGROS-WELT

Terrasuisse

Für gutes Rapsöl

Es ist fast so, als würde man die Blütenfarbe der gelben Rapsfelder konservieren: Terrasuisse-Rapsöl zeichnet sich durch die goldgelbe Farbe und den milden Geschmack aus. Der Schweizer Raps wird umweltschonend angebaut und gepresst. Das Öl wird ohne Hilfsmittelzusätze filtriert. Text: Claudia Schmidt

Bild: Guy Jost

Denis Jotterand aus La Chaux (Cossonay) VD baut auf seinem 53 Hektaren umfassenden Betrieb Raps nach IP-Suisse-Richtlinien an.

Jedes seiner Felder verfügt über ein eigenes Mikroklima – und das erfordert individuelle Pflege. Der Bauer verzichtet auf Insektizide, Fungizide und Wachstumsregulatoren. Er fördert die Biodiversität mit Nistkästen für Vögel und naturnahen, landwirtschaftlich ungenutzten Landstreifen. Das Öl aus seinem Raps kommt übrigens auch bei ihm zu Hause in der Küche zum Einsatz.


MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 45

Tipp

Für gutes Öl muss man nicht in die Ferne schweifen. Der Raps für Terrasuisse-Rapsöl stammt aus nachhaltigem Schweizer Anbau. Das vielseitige Öl bereichert nicht nur feine Gerichte – es hat auch keine langen Transportwege hinter sich.

Bis 180 Grad erhitzbar Das schonend gedämpfte Terrasuisse-Rapsöl kann bis 180 Grad erhitzt werden und eignet sich somit auch zum Kochen, Braten, Dünsten und Schmoren.

10 Jahre Terrasuisse

Terrasuisse Rapsöl, 500 ml Fr. 3.35

Mild im Geschmack Das milde Rapsöl bietet sich besonders für die Zubereitung von Pestos, Mayonnaisen oder Dips an – Öle mit kräftigerem Geschmack beeinträchtigen das Aroma von Kräutern. Oft lohnt es sich, ein matisches Öl im Verhältnis 50:50 mit Rapsöl zu mischen.

Vegane Alternative In Kuchenrezepten wird statt Butter immer häufiger Öl verwendet. Gerade Veganer finden im Rapsöl eine Alternative zu tierischen Fetten im Kuchenteig.

Gemeinsam Sorge tragen Das Label Terrasuisse wurde 2007 gegründet. Es markiert die Partnerschaft der Migros mit IP-Suisse, der Schweizerischen Vereinigung integriert produzierender Bauern und Bäuerinnen, und der Vogelwarte Sempach. Gemeinsames Anliegen ist eine naturnahe und tierfreundliche Schweizer Landwirtschaft. Auf über 11 000 Bauernhöfen wird nach den strengen Richtlinien der IP-Suisse für Terrasuisse produziert. Anbau im Sinn der Natur. Natur- und tierfreundliche Landwirtschaft ist für IP-Suisse-Bauern und -Bäuerinnen oberstes Gebot. Als Basis dient ein umfassendes Regelwerk, nach dem die Betriebe kontrolliert werden. Mehr Raum für Artenvielfalt. Durch gezielte Massnahmen zur Förderung der Biodiversität schaffen die für Terrasuisse produzierenden IP-Suisse-Bauern zusätzlichen Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen.

Terrasuisse-Produkte stammen aus nachhaltiger Schweizer Landwirtschaft. Die Rohstoffe werden von Bauern erzeugt, die dem Wohl der Tiere und dem naturnahen Anbau verpflichtet sind.

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MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 47

Gastronomie

Mehrweg für weniger Abfall Seit Anfang Jahr bietet die Migros in ihren Restaurants und Take-aways Mehrweggeschirr an. So kann jeder mithelfen, Abfall zu vermeiden. Die stabilen Schalen können bis zu 100 Mal wiederverwendet werden. Verglichen mit Wegwerfgeschirr, das nach Gebrauch im Abfall landet, spart jede Mehrwegschale während deren Lebensdauer rund drei Kilogramm Kunststoff ein. Das Mehrweggeschirr wurde in der Schweiz entwickelt und produziert.

Mehrweggeschirr

So simpel gehts

1

Sie bestellen im Migros-Restaurant oder -Take-away Ihr

gewünschtes Gericht und verlangen dafür eine Mehrwegschale. Diese kostet 5 Franken Depot. Sie essen Ihr Gericht, wo immer Sie mögen.

Dank des hochwerti­ gen Kunststoffs bleibt das Essen länger warm. Das Geschirr ist mikro­ wellentauglich. Bitte verwenden Sie beim Essen kein Metallbe­ steck! Dieses kann das Geschirr beschädigen.

2

Bringen Sie die Mehrwegschale nach dem Essen ungewaschen

zu einem der teilneh­ menden Restaurants oder Take­aways zurück. Ihr Depot von 5 Franken erhalten Sie retour. Die Migros lässt das Geschirr vor Ort abwaschen. Wenn Sie die Schale nicht innerhalb eines Tages zurückbringen, spülen Sie diese bitte aus.

3

Liste der teilnehmenden Standorte: www.migros.ch/mehrweg

Das Mehrweggeschirr gibt es in rund 220 Migros-Restaurants und -Take-aways.

Ein Teil von

Die hochwertigen Mehrwegschalen der Migros halten das Essen länger warm und helfen, Abfall zu vermeiden.

Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhal­ tigkeit seit Generationen der Zeit voraus.


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MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 49

Migusto

Sommerfest im Glas Ausreichend kühle Getränke sind ein Muss auf Sommerpartys. Wir zeigen, wie man mit wenig Aufwand die unterschiedlichsten Drinks, ohne Flaschenzu schleppen, zubereitet – auch in grossen Mengen. Text: Claudia Schmidt

Bilder: Christine Benz

Rezept: Andrea Pistorius

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50 | MM24, 12.6.2017 | MIGROS-WELT

Topfgeschichte

Erfrischende Sommerdrinks

Cocktails Gerade an heissen Tagen sind Getränke mit Alkohol nicht optimal. Alkohol wie Wodka und Gin lassen sich durch Tonic Water oder auch Ginger Ale ersetzen – oder mit Mineral­ wasser. Manche Fruchtliköre ersetzt man durch den ent­ sprechenden Saft. Oft muss man ein wenig experimentieren, bis man den gewünschten Geschmack erzielt.

Gemüsesäfte & Smoothies

Tomatensaft pur war gestern. Heute kommen Gemüsesäfte mit Gewürzen und Kräutern daher. Ingwer, Chili oder auch Piment heizen zwar ein, doch Scharfes ist gerade bei Hitze goldrichtig und kühlt nachhaltig. Auch Gemüsesmoothies mit Sellerie, Rüebli und Randen werden pikant gewürzt zu einer kalten Suppe. Sie ist Drink und nahrhafte Mahlzeit in einem, die zudem den durchs Schwitzen verursachten Mineralienverlust ausgleicht.

Flavoured Water

Gewöhnliches Hahnen­ wasser verwandelt man mit Kräutern, Beeren und Agru­ menschnitzen in Sekunden in aromatisiertes Wasser. Besonders bewährt hat sich bei Hitze die Kombination von Ingwerscheiben und Minze. Praktisch zum Mit­ nehmen: zwei Minzezweige in eine Plastikflasche geben und mit Wasser auffüllen

Eistee

Ein Klassiker unter den som­ merlichen Erfrischungen: Ob fertig gekauft oder selbst auf­ gebrüht – Eistee ist beliebt bei Alt und Jung. Wer ihn selbst aufbrüht, entscheidet selbst über den Zuckergehalt. Auch hier gilt: Kräuter und Früchte verleihen dem Eistee eine frische Note. Der neuste Trend sind kalt «aufgebrühte» – cold brew – Ice Teas (siehe Rezept).

Sirupgetränke Sirup ist weit mehr als ein Kindergetränk. Mit Limetten­ scheiben oder auch Ingwer, Kräutern und Gurkenschei­ ben lässt sich Holunder­ blütensirup wunderbar auf­ peppen. Der fertige Drink hat dann mit dem Getränk aus Kindertagen nur noch wenig gemeinsam.


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MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 63

Profi-Tipp

Gegen den Durst

Claudia Schmidt

Foodjournalistin

Erfrischendes Getränk

Cold Brew Ice Tea Zutaten für 1 Liter 10 g frischer Ingwer

½ Limette 3 Beutel Hibiskustee, z. B. Hibiskus-Hagebutte 3 Zweige Pfefferminze 1 l Wasser Nach Belieben Sirup zum Süssen, z. B. Malve, Hibiskus oder Holunderblüten Pfefferminzzweige und Eis zum Anrichten Zubereitung

1. Ingwer und Limette in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit Teebeuteln und Minze im Wasser im Kühlschrank circa 2 Stunden ziehen lassen. 2. Teebeutel entfernen. Tee nach Belieben mit Sirup süssen. Mit Minze und Eis servieren. Zubereitungszeit Ca. 5 Minuten + 2 Stunden ziehen lassen

Steht ein grosser Grillplausch an, sind Getränke besonders wichtig. Nicht auszudenken, wenn die Gäste auf dem Trocke­ nen sitzen. Pro Person können Sie an einem warmen Sommer­ abend mit gut anderthalb Liter Wasser bzw. Softdrinks rechnen. Hinzu kommen allenfalls alkoholische Getränke. Als Durstlöscher hat sich bei mir aromatisiertes Wasser bewährt. Das ist auch praktisch, da ich Hahnenwasser verwenden und kontinuierlich für Nachschub sorgen kann. Zudem lässt sich das Wasser sehr dekorativ in Karaffen, Bügelverschlussflaschen und grossen Getränkedispensern bereithalten. Dazu besorge ich verschiedene Kräuter, Ingwer, Limetten, Som­ merbeeren, Äpfel und Gurke. Letztere erfrischt besonders. Mit diesen Zutaten setze ich mehrere erfrischende Durst­ löscher an und halte sie im Kühl­ schrank kühl. Andere Getränke bestelle ich gern online und lasse sie mir bequem nach Hause liefern. MM

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MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 65

LeChef

Gewürze vom Feinsten Die aromatischen Gewürzmischungen ohne Zusatzstoffe von LeChef verleihen den Speisen eine feine würzige Note. Gewürze mit Zwiebeln und Dill passen perfekt zu Fisch, Mischungen mit Zwiebeln und Petersilie verleihen dem Salat das gewisse Etwas. Grillierter Fisch, serviert mit Blattsalat, ist ein leichtes und schnell zubereitetes Gericht.

LeChef Fisch, 53 g* Fr. 3.50

Bild und Styling: Claudia Linsi, Food: Andrea Pistorius

So gelingt Fisch auf dem Grill

Filets vom Lachs, Thunfisch oder Zander mit etwas Öl bestreichen und würzen. Bei mittlerer Hitze grillieren, bis der Fisch nicht mehr am Rost klebt. Wird der Fisch zu früh gedreht und zu oft gewendet, zerfällt er.

LeChef Salatbouquet, 42 g* Fr. 4.90 * in grösseren Filialen

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MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 67

Höhlengold

Würziges Würfelspiel

Bild & Styling: Veronika Studer

Gute Milch von Kühen, die hauptsächlich Gräser und Kräuter fressen, und eine lange Reifezeit von 14 Monaten im Felsen­ keller verleihen dem Höhlengold Gruyère sein unverwechselbares kräftig­würziges Aroma. Den beliebten Käse gibt es jetzt neu auch in Würfel geschnitten. Damit gelingt ein feiner Apéro ganz schnell, und im Salat setzen die Würfel würzige Akzente. Die wiederverschliessbare Verpackung ist praktisch, wenn man die Käsewürfel als Snack für unterwegs mitnehmen möchte.

Höhlengold Würfel, 100 g Fr. 4.90 In grösseren Filialen

Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehört auch der Höhlengold-Käse.


68 | MM24, 12.6.2017 | MIGROS-WELT

Farmer

Energie für lange Tage Das Farmer-Sortiment erhält Zuwachs: Zwei Birchermüesli, ein Urkornmüesli und eine Limited Edition sorgen für Abwechslung am Frühstückstisch.

Migros-Bio Farmer Urkornmüesli, 500 g Fr. 5.90

Farmer Birchermüesli Original, 800 g Fr. 4.80

Farmer Birchermüesli Fit, 700 g Fr. 4.80

Farmer Joghurt Limited Edition Mango-Himbeere-Acerola, 225 g Fr. 2.– In grösseren Filialen

Rustikaler Getreidemix Alte Getreidesorten feiern mit dem Urkornmüesli ein Comeback am Frühstückstisch. Das freut die Muskeln, denn Emmer, Dinkel und Kamut liefern mehr Proteine als herkömmliches Getreide. Tipp Mit Joghurt, Quark oder Fruchtsaft gemischt und mit zerkleinerten Früchten oder Beeren angereichert, wird das Müesli zu einer vollwertigen Mahlzeit.

Beliebter Klassiker Mit seinem Birchermüesli hat der Aarauer Max Oskar Bircher-Benner um 1900 eine Mahlzeit erfunden, die heute weltweit bekannt ist. Das Farmer-Birchermüesli, bis vor Kurzem unter dem Namen Reddy bekannt, komplettiert nun das FarmerSortiment. Es enthält neben verschiedenen Getreideflocken die obligaten Apfelstücke und Nüsse. Qualität, Geschmack und Preis bleiben gleich.

Ohne Zuckerzusatz Wie das Reddy-Birchermüesli Original kommt auch das Reddy-Birchermüesli Fit neu in der Farmer-Verpackung daher. Das Müesli enthält wertvolle Weizenkeime, aber keinen Zuckerzusatz und ist deshalb ein natürlicher Energiespender. Dies geht nicht auf Kosten des Geschmacks: Sultaninen, Haselnüsse und Hafer-, Gerstenund Sojaflocken sorgen für eine willkommene Abwechslung in der Müeslischale.

Exotische Geschmacksnote Das knusprige Müesli lässt sich gut mit Joghurt mischen. Die Migipedia-User waren sich in der Online-Abstimmung einig, dass Mango, Himbeere und Acerola ein unschlagbares Trio sind, um der erfrischenden Zwischenmahlzeit eine exotische Note zu verleihen. Was Acerola ist? Eine Kirsche aus Südamerika, die so viel Vitamin C enthält wie kaum eine andere Frucht. Die Limited Edition gibt es auch als 500-Gramm-Müesli.


MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 69

M-Classic

Knallgrüne Kraftpakete

Bild: Christine Benz; Styling: Vera Guala

Der nussige Geschmack der Edamame-Bohne passt gut zu Salaten.

Edamame sind Sojabohnen, die man nach kurzer Garzeit direkt aus der Schote geniesst. Das Spezielle: Sie werden unreif geerntet. Die kalorienarmen Böhnchen trumpfen mit einer geballten Ladung Eiweiss und Ballaststoffen auf. Bisher waren sie nur tiefgekühlt oder frisch im Portionenbecher erhältlich – jetzt gibt es Edamame in Bioqualität und bereits geschält aus der Konserve von M-Classic. Die knackigen Sattmacher eignen sich zum Kalt- und Warmessen.

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Biobauern arbeiten im Einklang mit der Natur. Sie gehen sorgsam um mit Tieren, Pflanzen, Böden und Wasser.

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70 | MM24, 12.6.2017 | MIGROS-WELT

Dies & das

Die Neuen sind da Ob cremig, knusprig, würzig, erfrischend, bunt oder praktisch: Ein Blick auf die Sommerneuheiten der Migros.

Fruchtige Mitte Die beliebten Biscuit-Sandwiches erhalten Zuwachs: Vollkorngebäck mit Haferflocken, Schokolade und erfrischender Himbeercreme. Blévita Biscuit, Choco & Framboise Sandwich, 195 g* Fr. 4.80

An die Spiesse, fertig … los!

Die saftigen, pflanzlichen Grillspiesse auf Basis von Soja- und Weizenprotein erfreuen Vegetarier und überraschen Fleischliebhaber. Cornatur Grillspiesse, 150 g Fr. 4.90

Gute Reise Versüssen jeden Zwischenstopp Die Nature- und Schokoladencookies überraschen Naschkatzen mit grossen Schokoladenstücken. Dank der handlichen Verpackung sind die Guetsli zudem ideale Begleiter für unterwegs.

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Die harte Schale schützt Liebgewonnenes zuverlässig und ist ein echter Blickfang. Aufgrund der knalligen Farbe entdeckt man den eigenen Koffer im Nu auf dem Flughafengepäckband. Titan Go, 44 × 68 × 26 cm Fr. 98.–

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MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 71

Der etwas andere Apfel

Das Lösen der rund 400 saftigen Kerne eines Granatapfels erfordert Können und Geduld. Dank der neuen Eisteekreation geniesst man die herbsüsse Note der Frucht ganz ohne Mühe.

Köstliche Früchtchen

Der exotische Brotaufstrich ist mit Frucht- statt mit Kristallzucker gesüsst und somit kohlenhydrat- und kalorienreduziert. Extra Fit & Well, Pfirsich-Passionsfrucht, 365 g Fr. 2.60

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Biozid vorsichtig verwenden; Etikett und Produktinfo lesen

Natürlicher Booster Die Gesichtsmaske befeuchtet und pflegt die Haut mit Chia-Öl, Extrakt der Goji-Beere und biologischem Granatapfelkernöl. I am natural cosmetics, Super Fruit Booster Mask, 2 × 7,5 ml* Fr. 2.80

Auf den Punkt Auch erfahrene Grillmeister haben keinen Röntgenblick. Dank dieses Helfers haben sie die Garstufe des Fleischstücks immer im Blick. Sunset BBQ, digitaler Grillthermometer Fr. 36.90 Im Do it + Garden


72 | MM24, 12.6.2017 | MIGROS-WELT

Calgon

Kampf dem Kalk Die grosse Mehrheit der Schweizer Haushalte ist von hartem Wasser betroffen. Dies hat hartnäckige Kalkablagerungen zur Folge. Die durch Kalk verursachten Schäden sind bei Waschmaschinen besonders fatal. Text: Ralph Hofbauer

Illustration: Konrad Beck

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• Hartes bis sehr hartes Wasser • Mittelhartes bis ziemlich hartes Wasser • Weiches bis sehr weiches Wasser

H

artes Wasser ist der Feind jeder Wasch­ maschine. Denn je härter das Wasser, desto kalkhaltiger ist es. Und der Kalk lagert sich an den wichtigs­ ten Teilen der Waschmaschine ab: Die Heizstäbe überhitzen, die Trommel dreht sich schwerer, und die Wasserschläuche ver­ stopfen. 92 Prozent aller Haushalte in der Schweiz haben mittelhartes bis sehr hartes Wasser. Die Wasserhärte ist von den geologischen Gegebenheiten im Quellgebiet abhängig. Hartes

Wasser entsteht, wenn das Grund­ wasser durch das Gestein sickert und dabei Mineralien wie Kalzium und Magnesium aufnimmt. Dies ist in Regionen mit viel Sand­ und Kalkgestein der Fall, zum Bei­ spiel im Jura und im Mittelland. Weicher ist das Wasser in den Alpen, den Voralpen und auch im Tessin, wo kristallines Gestein überwiegt. Nur für Geräte schädlich

Die Wasserhärte sagt wenig über die Trinkwasserqualität aus, denn hartes Wasser ist gesund. Es ent­

hält viel Kalzium, und das ist gut für Knochen und Zähne. Weniger «gesund» ist hartes Wasser für Haushaltsgeräte, in denen Leitungswasser zum Einsatz kommt. Während Kaffee­ maschinen nur gelegentlich entkalkt werden müssen, sollte man bei Waschmaschinen mit einem Wasserenthärter vorsor­ gen, der Kalkablagerungen ver­ hindert. Neben Kalk entfernt es auch Schmutz, Textilfasern und Waschmittelrückstände. MM Wie hart ist das Wasser in Ihrem Haushalt? Infos auf www.wasserqualitaet.ch

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MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 73

Total

Knipsen, hochladen, voten und gewinnen Familien und Wohngemeinschaften aufgepasst: Egal, ob die schmutzige Wäsche sich vor der Waschmaschine türmt, der Wäschekorb überquillt oder die ganze Familie Wäsche aufhängt: Knipsen Sie die witzigsten, kreativsten und originellsten Waschsituationen zusammen mit einem Waschmittel von Total* und laden Sie das Bild auf der Webseite www.migros.ch/total hoch. Die Sieger werden im nächsten Jahr viermal als Battle-Partner gegeneinander antreten und dabei ihre Waschkompetenz beweisen. Es gibt Preise im Gesamtwert von 15 400 Franken zu gewinnen. * kein Kaufzwang; Details siehe Teilnahmebedingungen auf www.migros.ch/total

Voten Sie bis 9. Juli für Ihr Lieblingsfoto: www.migros.ch/total

Wettbewerb

So können Sie Preise im Gesamtwert von 15 400 Franken gewinnen

Bilder: Anina Zimmerli

Wer darf mitmachen?

Der Wettbewerb richtet sich an Familien und Wohngemeinschaften. Wie funktioniert der Wettbewerb? Das Foto bis zum 9. Juli 2017 auf www.migros.ch/total hochladen. Eine Jury kürt von den acht Fotos mit den meisten Votes zwei Gewinner. Diese batteln sich im 2018 vier Mal zu

einem Waschthema und stehen für Shootings zur Verfügung. Was gibt es zu gewinnen? Fotowettbewerb: Für den Gewinner jeder Kategorie gibt es einen Geschenkgutschein im Wert von Fr. 5000.–. Die Plätze 3–8 erhalten je einen Geschenkgutschein im Wert von Fr. 500.–.

Battle: Die beiden Battle-Kandidaten können pro Battle jeweils einen Jahresbedarf an Waschmittel und einen Geschenkgutschein im Wert von Fr. 500.– gewinnen. Weitere Infos zum Ablauf und Teilnahmebedingungen auf www.migros.ch/total

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1. Tag: Schweiz–Deggendorf. Hinfahrt ins Donaustädtchen Deggendorf vor Passau. 2. Tag: Deggendorf–Passau–Linz–Budweis. Unsere Reise beginnt mit einer unvergesslichen Donauschifffahrt auf dem vorwiegend natürlichen Flusslauf zwischen Passau und Linz. Die Strecke ist gesäumt von zahlreichen Schlössern, Kirchen und Burgen. Anschliessend Besichtigung der oberösterreichischen Stadt Linz mit ihrem sehenswerten Hauptplatz. Fahrt über die österreichisch-tschechische Grenze nach Budweis. 3. Tag: Budweis, fak. Ausflug Böhmerwald. Wir besuchen die Region des grossen Moldaustausees und fahren entlang dem gleichnamigen Fluss durch die historischen Orte Rosenberg und Hohenfurt. Durch eine liebliche Naturlandschaft geht es weiter nach Böhmisch Krumau. Mehr als dreihundert historische Häuser, zwischen denen das Areal des Schlosses und die Kirche des heiligen Veits dominieren, bilden einen Altstadtkern von seltener Schönheit. Anschliessend Fahrt zurück nach Budweis. Beim gemeinsamen Spaziergang durch den Stadtkern mit seinem

quadratischen Marktplatz erfahren wir Interessantes über die gut erhaltenen Renaissance- und Barockbauten. 4. Tag: Budweis–Südböhmisches Teichen- und Burgenland–Prag. Nicht weit von Budweis machen wir unseren ersten Stopp in Hluboká. Grund dafür ist das gleichnamige Schloss. Nach einer Führung geht es weiter durch das südböhmische Teichenland zur stimmungsvollen Burg Klingenberg mit dem über 30 Meter hohen Turm. Anschliessend unternehmen wir eine gemütliche Bootsfahrt auf dem Orlikstausee zum prunkvollen Schloss Orlik (Aussenbesichtigung). An diesem herrlichen Ort haben wir Zeit für eine individuelle Mittagspause. Entlang der Moldau erreichen wir am Abend Prag. 5. Tag: Prag mit Altstadtbesichtigung. Die tschechische Hauptstadt ist gleichzeitig auch die grösste Stadt des Landes. Heute Vormittag unternehmen wir unter kundiger Führung eine Besichtigung der Altstadt. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. 6. Tag: Der Prager Burgberg. Am Vormittag interessante Besichtigung der Prager Burg, einem in jeder Hinsicht überragenden Bauwerk. Von den Gärten der Festungsanlage hat man einen schönen Blick über die Stadt. Freier Nachmittag für individuelle Entdeckungen und Einkäufe. 7. Tag: Prag–Schweiz. Rückfahrt in die Schweiz zu den Einsteigeorten.

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MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 77

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Gesichtsausdrücke sind für Menschen mit Autismus so schwierig zu verstehen wie eine Fremdsprache.

Die Mimik, Gestik und Gefühle anderer Leute richtig einzuordnen, fällt Menschen mit Autismus schwer. Sie müssen es mühevoll lernen. Deshalb sind sie auf Verständnis und Unterstützung angewiesen. Für tiefer gehende Informationen: autismusforumschweiz.ch. Für Spenden: PC-Konto 60-666655-0.


MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 79

Pedic

Kleiner Knigge für blosse Füsse Es ist eine Frage des persönlichen Stils, aber auch eine Sache der Höflichkeit: Flipflops, Sandalen und Badelatschen trägt man nur mit topgepflegten Füssen. Dicke Hornhautschichten, rissige Fersen und üble Gerüche lassen sich mit wenig Aufwand beheben. Die Marke Pedic bietet in den Bereichen Wellness, Care, Protection und Antitranspirant ein umfassendes Sortiment an wirksamen Pflegeprodukten an.

Nebst der zeitintensiven chemischen Methode lässt sich Hornhaut auch mechanisch entfernen. Dazu gehört unter anderem das Abschleifen der verhornten Hautschichten mit Mineralrollen, die Schleifpartikel enthalten. Diese Praxis verlangt ein wenig Übung, wirkt aber sofort. Pedic Care Elektrischer Hornhautentferner Fr. 29.80

An den Fusssohlen befinden sich pro Quadratzentimeter ungefähr 600 Schweissdrüsen. Zersetzt sich der geruchsneutrale Schweiss, entsteht der an Buttersäure erinnernde käsige Geruch. Für diesen sind an den Sohlen haftende Bakterien namens «Brevibacterium epidermis» verantwortlich. Brevibakterien kommen auch bei der Herstellung bestimmter Käsearten wie Limburger zum Einsatz. Das Fussdeo mit Silberionen verfügt über bakterienhemmende Eigenschaften. Neu Pedic Antitranspirant Fuss-Deospray, 150 ml Fr. 3.80

Die chemische Art, Hornhaut zu entfernen, braucht etwas Geduld, ist aber sehr effektiv. Der Wirkstoffkomplex mit Salicyl- und Fruchtsäure reduziert Hornhaut nach drei Wochen. Unterstützend wirken Pedic-Pflegecremes, die den Harnstoff Urea enthalten, regelmässige Fussbäder und die Benutzung eines Bimssteins. Pedic Protection Anti-Hornhaut Creme, 75 ml Fr. 6.50

In festen Sport- oder Wanderschuhen sind die Füsse hohen Reibungsmechanismen ausgesetzt. Der Sportschutzbalsam beugt mit Bienenwachs Rötungen und Blasen vor. Pedic Protection Sport-Schutzbalsam, 75 ml Fr. 4.80

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80 | MM24, 12.6.2017 | MIGROS-WELT

Vegi-Küche

Mehr als nur Beilage In den Migros-Restaurants sind vegetarische Speisen je länger, je mehr gefragt. Die Auswahl wird grösser – ohne, dass Fleischliebhaber zu kurz kämen. Text und Bilder: Denise Jeitziner

1

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MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 81

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Wallis

1 Constant Bax mit zwei Kunden beim Buffet – rund 70 Prozent der Speisen sind hier vegetarisch. 2 Die vegetarischen Speisen sind neu mit einem grünen Logo gekennzeichnet. 3 Einmal Pastetli mit Spargel-Gemüse-Ragout, es muss nicht immer das Fleischmenü sein. 4 Das reichhaltige Salatbuffet überzeugt Frauen und Männer. 3 2

E

s ist noch nicht einmal 11 Uhr am Vormittag, da bestellt schon der erste Gast im Migros-Restaurant eines der heutigen Tagesmenüs: Rindshacksteak mit frittierten Zwiebeln. «Mit Sauce?» – «Ja gern.» Seine Begleiterin ist, ohne anzuhalten, weiter Richtung Buffet marschiert, neben dem neuerdings ein hellgrünes Vegi-Logo prangt. Bloss ein Klischee? Frauen wählen vegi und Männer Fleisch? Der Restaurantverantwortliche Constant Bax ist gerade dabei zu erzählen, dass sich auch die männliche Kundschaft vermehrt für vegetarische Gerichte interessiere, als die Frau vor dem Buffet stehen bleibt. Die Chance, dass sie sich gleich etwas Fleischloses schöpft und damit das Klischee erfüllt, ist gross – die vegetarischen Speisen machen mindestens 70 Prozent des Buffets aus. Heute gibt es unter anderem Maccaroni mit Pilzen, Champignons in Tempura, Kartoffelgratin und verschiedene saisonale Gemüse. Gleich daneben steht ein reichhaltiges Salatbuffet zur Auswahl. Die Frau begutachtet die Auswahl, hält einen Moment lang inne und

4

schöpft sich als Erstes eine Portion Pommes frites. «Vegetarisch!», sagt Bax schmunzelnd. Dazu noch ein paar Soja-Nuggets und Rüebli. Geschlechterklischee erfüllt. Zumindest bei den ersten beiden Mittagsgästen heute im Simplon-Center. Vegi-Speisen mit grünen Fähnlein markiert

Es ist noch nicht lange her, da war «Vegi» vielerorts gleichbedeutend mit «Beilagen» oder «Gemüseteller», sozusagen das Menü ohne Fleisch. Vegetarische Gerichte fielen eher unter die Kategorie Verlegenheitslösung, als eine echte Alternative zum Fleisch zu sein. Diese Zeiten haben sich geändert. In den Migros-Restaurants sind sicher jeweils eines bis zwei der Menüs vegetarisch – heute im Angebot: Gemüseburger mit Salat oder Pastetli mit Spargel-Gemüse-Ragout –, und auch in den übrigen Bereichen im MigrosRestaurant-Rondell des Simplon-Centers kommen Vegetarier und Flexitarier auf ihre Kosten. Neuerdings sind die fleischlosen Speisen von den Panini über die Canapés bis zu den Käseschitten allesamt mit kleinen hellgrünen Fähnlein markiert.

«Bisher hatten wir nur die Marke Délifit für leichte und frische Küche, aber unter Vegi können sich die meisten gleich etwas vorstellen», erklärt Bax. Die Nachfrage danach sei gestiegen, in den vergangenen Jahren habe ein Umdenken stattgefunden. Es ist heutzutage nicht zwingend ein Steak, eine Bratwurst oder ein Schnitzel auf dem Teller nötig, damit das Mittagessen als komplett empfunden wird. Entsprechend haben sich die Migros-Restaurants den Bedürfnissen angepasst und ihr Angebot an vegetarischen Speisen laufend erweitert. «Fleischliebhaber müssen aber trotzdem keine Angst haben, zu wenig auf ihre Kosten zu kommen», bemerkt Constant Bax. Es steht immer allerhand zur Auswahl – mal Fleischsalat, saftige Schweinswürste vom Grill oder Cordon-bleu. «Das muss so bleiben», findet Bax, der auch das Migros-Restaurant in Brig verantwortet, wo zahlreiche Kollegiumsschüler einkehren. «Die mögen Gerichte wie Chicken Nuggets und Pommes frites, während die Kunden hier in Glis immer mehr Lust auf Vegetarisches haben.» MM


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MIGROS-WELT | MM24, 12.6.2017 | 83

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hat in Zusammenarbeit mit der Migros Wallis ein neues Tatar-Rezept entwickelt, um Trockenfleisch auf eine weitere verführerische Art zu geniessen. Das Fleisch ist in feine Stücke geschnitten und mit einer Sauce aus

Blutspenden

Kampagne mit Gratisberlinern «Erst wenn’s fehlt, fällt’s uf». Mit der Kampagne «Missing Type» sucht die Organisation Blutspende Schweiz Blutspender der Gruppen A, B, O und AB. Um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Aktion zu richten, hat die Institution eine Kampagne vor mehreren Migros-Einkaufscentern in der Schweiz geplant. Im Wallis werden am 14. Juni spezielle Berliner vor dem Simplon Center (in Brig-Glis) und dem M-Central (in Monthey) verteilt.

verschiedenen Zutaten gewürzt, die ihm Frische verleihen und seinen Geschmack hervorheben. Das neue Produkt ist in 100-Gramm-Körbchen erhältlich und schmeckt hervorragend auf Toastbrot oder fein geschnitten auf Roggen- oder Rusticobrotscheiben.


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Apéro am Sandkasten Wie würden Sie entscheiden?

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hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Der Arbeitsverkehr ist für den Grossteil des Verkehrsaufkommens der Schweiz verantwortlich. Falsch! Die Arbeits-

Spielplätze sind Oasen für Kinder – und Öden für Erwachsene. Während die Kinder abhängen, sich austoben oder einander verhauen, stehen die Erwachsenen am Rande des Geschehens, um im Notfall Pflaster zu verteilen. An einem sonnigen Sonntag finden wir Eltern, es sei an der Zeit, auch uns eine Oase zu schaffen. Jemand sagt «Apéro», und alle rennen los, um zu Hause zu holen, was auch immer sie beisteuern können. Kurz darauf steht ein feines Büffet bereit, und eine Nachbarin mixt Lillet mit TonicWasser. Der Drink ist angenehm bitter und wunderbar erfrischend. Die Apérohäppchen haben den Kleinen (1) aus dem Sandkasten gelockt, und er greift herzhaft zu. Dann entdeckt er meinen Drink und will unbedingt probieren. Und jetzt? 1, 2 oder 3? 1 2 3

wege machen nur 17 Prozent aus – es ist der Freizeitverkehr, der mit 54 Prozent das grösste Verkehrsaufkommen verursacht. Für fast die Hälfte aller Strecken wird das Auto genutzt. Die CO2-Emissionen von Autos belasten die Umwelt stark. Auch andere Schadstoffe gelangen in die Luft: etwa gesundheitsgefährdender Feinstaub, der bei der Abreibung von Reifen und Bremsen freigesetzt wird. Autoverkehr wirkt sich ausserdem auf den Bodenverbrauch aus. Ein Drittel der gesamten Schweizer Siedlungsfläche besteht aus Strassen. Darum gilt: Wer

öffentliche Verkehrsmittel dem Auto vorzieht und Freizeitaktivitäten in der Nähe plant, hilft mit, die Umwelt zu schonen. Naherholungsgebiete sind glücklicherweise oft sogar zu Fuss oder per Velo erreichbar.

Ich lasse ihn am Drink nippen: Der bittere Geschmack schreckt ihn bestimmt ab. Ein klares Nein ist angesagt: Alkohol und Kinder – das geht gar nicht. Ich mische ihm einen Babydrink: Tonic-Wasser ohne Lillet.

Antwort 1: Ich denke: Ein Schluck – und er verliert das Interesse. Leider denke ich falsch. Er sagt: «Meh, meh, meh!» Ich liefere das klare Nein nach und merke mir: Diesem Kind schmeckt (leider) alles ...

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Monica Müller (43)

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88 | MM24, 12.6.2017 | LEBEN

Garten

Mehr Natur wagen

Wie bekommt man einen 2800 Quadratmeter grossen Garten in den Griff? Indem man die Natur machen lässt. Claudia Ebling aus Villnachern AG setzt auf einheimische, sprich pflegeleichte Pflanzen. Und auf tierische Helfer wie Igel und Ohrmüggler. Text: Almut Berger

L

Bilder: Tina Steinauer

ueget, ein Admiral!» Mit einem Lächeln schaut Claudia Ebling (50) dem dunkelbraunen Schmetterling mit den markanten orangen Streifen nach, der von Brennnessel zu Brennnessel gaukelt. «Es ist schon seltsam: Alle lieben Schmetterlinge. Brennnesseln, Futter vieler Raupen, hingegen will niemand in seinem Garten haben!» Die Fachfrau für naturnahen Garten- und Landschaftsbau ZHAW schüttelt den Kopf. «Die Menschen haben das Gefühl für die Zusammenhänge verloren.» Das Wort Zusammenhänge fällt immer wieder auf dem Spaziergang durch den rund 2800 Quadratmeter grossen Naturgarten oberhalb Villnachern AG. Auf dem leicht abfallenden Südhang buhlen in diversen Staudenbeeten Heide-Nelke, WiesenMargerite und Storchschnabel, Akelei und wilder Oregano um die Aufmerksamkeit der Bienen. Hecken mit Wildrosen, Holunder und Schwarzdorn bieten Vögeln Nistplätze und sorgen für Schatten. Die alten Kirschund Apfelbäume – alles Hochstämmer – haben ordentlich angesetzt. Wo die Vorbesitzer noch ihre Pferde weiden liessen, blüht heute eine Naturwiese, die einmal im Jahr gemäht wird; das Gezirpe der Heuschrecken und Grillen übertönt die durchrauschenden Züge der benachbarten Bahnlinie Brugg–Basel.

In Claudia Eblings Reich wachsen und blühen rund 200 Arten, die Mehrzahl davon einheimisch. «Hiesige Pflanzen sind an unsere Boden- und Umweltgegebenheiten bestens angepasst, sie sind robust und brauchen entsprechend wenig Pflege», erklärt die Gärtnerin. Oft würden sie sich ihr Plätzchen im Garten selbst suchen. «Ein Naturgarten ändert sich nicht nur mit den Jahreszeiten, sondern täglich.» Vieles regelt sich von selbst

Die Aargauerin greift nur dort ein, wo etwas überhandnimmt. Zum Beispiel bei der blaublühenden Jungfer in Grün, die sich diesen Frühling zwischen den Kartoffeln im Gemüsegarten ausgesamt hat. Oder beim rotblühenden Seifenkraut: Die mehrjährige Staude drohte selbst den unerschrockenen Frauenmantel zu verdrängen. Bleiben hingegen darf, was nicht stört. Wie die Königskerze, die sich zwischen den Wegplatten beim Brunnen breitmacht. Oder der Schnittlauch, der sich aus dem Gemüsebeet davongestohlen hat und unterdessen überall blüht. Selbst ein Kirschlorbeer, ein invasiver Neophyt und somit ein rotes Tuch für jeden Naturgärtner, hat Asyl erhalten. Claudia Ebling schmunzelt: «Nicht sehr konsequent, ich weiss, aber der Igel hat nun mal seit Jahren


LEBEN | MM24, 12.6.2017 | 89

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Gartenblog

Bohne, Bluescht & Berger Machen Sie mit!

1

1 Claudia Ebling

auf ihrem Lieblingsplatz unter dem Apfelbaum. 2 Häckselwege

erschliessen die Staudenbeete. Auf der Steinsäule wärmen sich Eidechsen.

3

Die Migros-MagazinJournalistin Almut Berger tauscht sich auf ihrem Gartenblog auf Migrosmagazin.ch/ garten mit anderen Hobbygärtnern aus. Erzählen auch Sie von Ihren Erfolgen und Niederlagen. Und posten Sie Ihre eigenen Geschichten.

4

3 Im Naturgarten

hats auch Platz für Exotisches wie diese Clematis. 4 Eine Nisthilfe für

Ohrenmüggler, die im Gegenzug die Blattläuse dezimieren sollen.

2

5 Das Igelhaus ist

zurzeit verwaist.

5

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LEBEN | MM24, 12.6.2017 | 91

Tipps

Schritt für Schritt zu mehr Natur im Garten Ein bestehender Garten darf ruhig peu à peu natürlicher werden. Warum nicht erst einmal in einer schattigen Ecke einen Totholzhaufen aufstapeln? Oder einen Teil des Rasens in eine Blumen­ wiese umfunktionieren? Apropos Totholzhaufen: «Unordnung» liegt im Auge des Betrachters! Pass dich den Gegebenheiten des Gartens an, seiner Lage, der Sonnenausrichtung. Das spart Nerven und Geld.

1

Gib einheimischen Pflanzen den Vorzug: Sie sind robust, brauchen wenig Pflege und bieten der Tier­ welt Schutz und Nahrung. Wusstest du, dass die meisten Schmetter­ lingsraupen oft nur an einer einzigen Futterpflanze fressen? Verwende keine chemischen Pflanzenschutzmittel und keinen Kunstdünger. Wildstaudenrabatten z. B. werden übrigens überhaupt nicht gedüngt. Bekämpfe tierische Schädlinge möglichst mit ihren natürlichen Fressfeinden: Ohrmüggler und Florfliegenlarven vertilgen Blatt­ läuse, Igel Käfer und Würmer, Fle­ dermäuse und Hornissen Mücken.

3

1 Ein Schneckenzaun aus Metall schützt den Gemüse-

garten vor unerwünschten Mitfressern. 2 Der Teich am Haus ist fischfrei: So haben Kaulquappen und Libellenlarven eine Überlebenschance. 3 Naturgarten geht auch im Topf: Vorne rechts gedeihen 2 Mohn, Natternkopf, Rainfarn, Distel und Ackersenf.

zwischen seinen Wurzeln sein Nest.» Ziel sei, wie dem Igel möglichst vielen weiteren Nützlingen ein Zuhause anzubieten. So lassen sich denn auch überall selbst gebaute Nisthilfen entdecken: In einem mit Totholz gefüllten Kompostgitter brütet ein Zaun­ könig, im unter einem Apfelbaum aufge­ schichteten Ringkompost wohnt eine Rin­ gelnatterfamilie, und am Holunder hängt ein Ohrmügglerhotel. «Die Ohrenwürmer halten die Blattlauspopulation in Schach, der Zaunkönig vertilgt Mücken und die Ringelnattern Amphibien und Kleinsäuger», freut sich Claudia Ebling, «so regelt sich die Schädlingsbekämpfung sozusagen von selbst.» Was wiederum dem Zeitbudget der

Gartenbesitzerin zugutekommt. Apropos Zeitbudget: «Naturgärten sind weniger zeitintensiv als konventionelle Gärten mit englischem Rasen und Edelrosen», betont die Gärtnerin. Umso weniger könne sie sich den Trend zum Schottergarten, der vor allem in Neubaugebieten um sich greife, erklären: «Die Leute reden sich diese mit Folie versie­ gelten Steinwüsten mit dem Argument Zeit­ ersparnis schön. Dabei gibt es nichts Pflege­ leichteres als eine ortgerechte Bepflanzung mit mehrjährigen einheimischen Stauden wie Mädesüss, Blutstorchenschnabel oder Johanniskraut.» Und wenn auch noch ein paar Brennnesseln einen Platz finden, umso besser: Schmetterlinge lieben ja auch alle. Oder? MM

Lege entsprechende Rückzugsund Niststellen an: Stein­ und Totholzhaufen, Trockenmauern, Insektennisthilfen. Gestalte Wege und Plätze möglichst wasserdurchlässig. Verwende generell natürliche oder rezyklierbare Materialien: Holz oder grob gehauene Steine statt Beton, Kies oder Häcksel statt Betongartenplatten, naturnahe Hecken statt Maschendrahtzaun. Giesse mit Regenwasser. Entferne die Überreste von Stau­ den erst im Frühjahr: Vögel finden im Winter an den abgeblühten Samenständen Futter, und in den Stängeln überwintern gerne diverse Insekten. Und: Übe dich in Gelassenheit! Ein Naturgarten steht nie still in seiner Entwicklung, und vieles regelt sich ganz von selbst.


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LEBEN | MM24, 12.6.2017 | 93

Migros-Bank-Ratgeber

Der Referenzzinssatz ist erneut gesenkt worden. Für viele Mieter hat das positive Folgen. Am 1. Juni war es so weit: Das Bundesamt für Wohnungswesen hat den Referenzzinssatz für Woh­ nungsmieten um 0,25 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent gesenkt. Mieter be­ stehender Wohnungen können nun eine Reduktion des Mietzinses ein­ fordern – und mit den gesparten Aus­ gaben einen nicht zu unterschätzen­ den Einkommensbeitrag realisieren.

Thomas Kaufmann (37) ist

Fondsmanager Aktien und Immobilien der Migros Bank.

Die Reduktion des Referenzzins­ satzes im Wohnungswesen kann, sofern sich dadurch der Mietzins reduzieren lässt, durchaus positive Folgen für die Vermögensbildung von Frau und Herrn Schweizer haben. Mit der Referenzzinssatzsenkung um 0,25 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent hat man als Mieter Anspruch auf eine knapp drei Prozent tiefere Miete. Bei einem monatlichen Mietzins von

2000 Franken sind dies Fr. 58.20 pro Monat oder Fr. 698.40 jährlich (siehe Tabelle). Noch höher ist die Ersparnis, wenn man bereits vor dem 2. Juni 2015 – dem Datum der letzten Senkung – in die Wohnung eingezogen ist und bisher noch nicht von einer Mietzinsreduktion profitiert hat.

Da nicht alle Vermieter den Miet­ zins unaufgefordert den neuesten Gegebenheiten anpassen, sollte man als Mieter falls nötig selbständig eine Reduktion der Miete einfordern. Wenn der Anspruch auf eine Miet­ zinssenkung gegeben ist, kann man beim Vermieter ein schriftliches Senkungsbegehren einreichen. Dieses muss fristgerecht – zehn Tage vor dem im Mietvertrag vereinbarten Kündigungstermin – beim Vermieter eintreffen. Musterbriefe findet man

Der Vermieter muss von Gesetzes wegen auf das Begehren eingehen. Er kann die Senkung aber mit der Inflation und mit gestiegenen Unter­ halts­ und Betriebskosten verrechnen. Im Internet finden sich diverse Be­ rechnungsmodelle, die einen Eindruck von der möglichen Mietzinsreduktion vermitteln. Was anfänglich vielleicht nur nach einem kleinen Sparbetrag aussieht, kann über die Jahre zu einer beachtlichen Summe anwachsen. In einer anhaltenden Tiefzinsphase wie der heutigen stellt dies eine Form von zusätzlichem Einkommen dar, das nicht zu unterschätzen ist. MM

Mietzins: So viel kann man sparen Gewährt der Vermieter die geforderte Mietzinssenkung ohne Einschränkung, sind folgende Einsparungen möglich: Aktueller Mietzins in Fr.

1000

1500

2000

2500

3000

3500

4000

Ersparnis pro Monat*

29.10

43.65

58.20

72.75

87.30

101.85

116.40

349.20

523.80

698.40

873.00

1047.60

1222.20

1396.80

Ersparnis pro Jahr*

* maximale Ersparnis bei vollständiger Gewährung einer Reduktion durch den Vermieter

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REINSCHLÜPFEN UND WOHLFÜHLEN. Anzeige

im Internet, etwa auf der Website des Mieterverbands. Damit man den An­ trag später beweisen kann, empfiehlt es sich, das Dokument per Einschrei­ ben zuzustellen.


94 | MM24, 12.6.2017 | LEBEN

Gesundheit

Tipps

Haltung bewahren

So kann der Rumpf gestärkt werden Bewusstes Stehen:

Regelmässig ganz bewusst auf beiden Füssen stehen und dabei eine gerade Linie bis zum Kopf bilden. Übungen zu Hause:

Zwei- bis dreimal pro Woche eine kleine Serie an Übungen zu Hause machen (Zum Beispiel: Vierfüsslerstand, Frontstütz oder Brücke).

Die Rumpfmuskulatur ist die Basis aller Bewegungen. Ist sie zu schwach, kann es zu Schmerzen im Rücken- oder Nackenbereich kommen. Pilates ist eine sanfte Methode, um die Körpermitte zu stärken. Text: Rahel Weber-Ingold

Pilates: Einmal pro

Vorsicht: Wer unter

chronischen Rückenbeschwerden leidet, sollte zuerst einen Arzt um Rat fragen.

Impuls-Tipp

Übungen zum Nachmachen Schon mal seitliche Rumpfstütze gemacht? Impuls-

Fitness-Coach Goran zeigt, wie es geht. Dieses und viele weitere Fitness-Videos zum Nachmachen finden Sie auf Impuls.

www.migros-impuls.ch

Impuls ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.

D

er Tag im Büro war lang, und neben den spannenden Projekten, spannt vor allem etwas: der Rücken. Die Ursache kann eine zu schwache Rumpfmusku­ latur sein. Dazu zählen die untere und obere Rückenmuskulatur, die Bauchmuskulatur und die seitlichen Stabilisatoren des Beckens. Der Rumpf ist das Zentrum der Bewegung. Je stärker er ist, desto besser ist unsere Haltung – und Ver­ spannungen, die oft durch die anstrengende Haltearbeit der Rückenmuskeln verursacht wer­ den, kommen gar nicht erst auf. Keine Extrempositionen

Um die Rumpfmuskulatur zu stärken, braucht es kein Fitness­ studio. Übungen mit dem eigenen Körpergewicht sind ideal zur Förderung der eigenen Mitte. Eine sanfte Methode, die auch Raum für die eigene Körperwahr­ nehmung bietet, ist Pilates. Es verbindet Bewegung mit Kraft, Atmung mit Wahrnehmung und Anspannung mit Entspannung. Das sanfte Dehn­ und Kräfti­ gungstraining, das von Sportlern, Tänzern, Schauspielern und

Menschen mit haltungsbedingten Rückenschmerzen geschätzt wird, unterscheidet sich deutlich von Yoga. Hier gibt es keine Extrempositionen. Eine Pilates­ stunde ist ein Ganzkörpertrai­ ning, das von Eleganz und Ruhe geprägt ist. Ein guter Trainer lohnt sich

Wer sich ein Sixpack wünscht, wird mit Pilates jedoch nicht ans Ziel kommen. Die Übungen stär­ ken die tief liegenden Muskeln, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Dafür kann durch ein regelmässiges Training die Körperhaltung verbessert und die Muskulatur entlastet werden. Bevor man nun aber voller Elan die erstbeste Pilatesstunde besucht, ist es wichtig, genau hin­ zusehen. Der Begriff «Pilates» ist nicht geschützt, und jeder kann sich Pilates­Instruktor nennen. Es ist von Vorteil, wenn der Leiter Anatomiefachwissen hat. Denn nicht alle Übungen sind für jeden geeignet. Wer aber aus der Fülle an Möglichkeiten und Varianten die passenden Übungen auswählt, wird mit einem ganz neuen Körpergefühl belohnt. MM

Rahel WeberIngold, Dipl. Physiotherapeutin FH,

Sportphysiotherapeutin SPT, Pilatesinstruktorin, Medbase Winterthur Brunngass

In Zusammenarbeit mit

Bilder: Getty Images, iStockphotos

Woche in der Gruppe trainieren motiviert und gibt neue Inputs für zu Hause.


LEBEN | MM24, 12.6.2017 | 95

Pilates ist ein elegantes, von Ruhe geprägtes Ganzkörper­ training.

Nur nicht den Gesichtsausdruck nachäffen, das mögen Affen gar nicht.

Medizinnews

Vom Affen gebissen Wer in den Ferien einen Affenpark oder Affen in freier Wildbahn besucht, sei gewarnt: Touristen missverstehen den Gesichtsausdruck dieser Tiere oft. Sie denken, der Makake lächle oder gebe Küssli. Tatsächlich aber droht er oder ist aggressiv. Oft imitieren die Touristen den Ausdruck, worauf der Affe versucht zuzubeissen. Quelle: PeerJ 2017, www.migmag.ch/affenbiss

Wetter beeinflusst das Hirn Bei Temperaturen über 20 Grad Celsius ist das Risiko für einen epileptischen Anfall nur halb so gross wie an kalten Tagen. Mehr Krampfanfälle treten dagegen auf, wenn die Luftfeuchtigkeit über 80 Prozent steigt oder der Luftdruck fällt. Das zeigt eine Studie an rund 600 Patienten mit Epilepsie. Quelle: Epilepsia 2017, www.migmag.ch/epilepsie

Unnötige Antibiotika Antibiotika greifen Bakterien an, keine Viren. Die meisten Atemwegsinfekte sind aber viral. Trotzdem werden oft Antibiotika verschrieben, vor allem von Ärzten, die seit über zehn Jahren praktizieren und mehr als 25 Patienten am Tag behandeln. Quelle: Annals of Internal Medicine 2017, www.migmag.ch/antibiotika

Kein Saft für Babys Zu süss, keine Ballaststoffe, viele Kalorien: Deshalb raten US-Fachärzte, Kindern frühestens ab einem Jahr Fruchtsaft zu geben. Maximal 120 Milliliter (ml) pro Tag für Kleinkinder unter 3 Jahre, für Schulkinder nicht mehr als 240 ml. Frisches Obst sei besser.

Vierteltherapie Bessere Wirkung, keine Nebenwirkung – das verheisst eine neue Bluthochdrucktherapie. Die Patienten bekommen mehrere Blutdrucksenker, aber von jedem nur ein Viertel der Dosis. Diese Kombination wirkt ebenso gut wie ein Wirkstoff in voller Dosis, eine Viererkombi sogar noch besser. Die Therapie muss noch weiter erprobt werden.

Quelle: Pediatrics 2017, www.migmag.ch/babydrink

Quelle: Hypertension 2017, www.migmag.ch/vierteltherapie


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Kinder

Flinker Flugakrobat In der Schweiz gibt es rund 30 Fledermausarten. Dazu zählt auch das Braune Langohr. Das nachtaktive Tier hört nicht nur ausgezeichnet, es ist auch höchst wendig in der Luft. Text: Tania Araman

Bilder: Bunterhund

Natürliche Feinde

Sie jagen zwar selbst erfolgreich Insekten, manchmal zählen die Fledermäuse aber auch zu den Gejagten. Da das Braune Langohr oft in Bodennähe, etwa im dichten Untergehölz, fliegt und manchmal auch dort landet, greifen

schon mal Katzen, Wiesel und Marder an. Selbst Baumhöhlen – die Tagesunterkünfte der Fledermäuse – sind für die flinken Kletterer kein Hindernis.

Sobald es einnachtet, wird das Braune Langohr aktiv – die Beute ortet es mit seinem riesigen Hörorgan. Auch Raubvögel wie Falken und Eulen zählen zu den natürlichen Feinden. Sobald die Fledermäuse nachts ihr Lager verlassen, schnappen zum Beispiel die Waldkäuze zu.

Das Braue Langohr trägt seinen Namen zu Recht: Keine andere

Fledermausart hat Ohren, die fast so lang sind wie der Körper. Damit hören die nächtlichen Jäger die leisesten Geräusche und lokalisieren Insekten auch ohne Echoortung. Ihre Körpermasse sind bescheiden: Sie sind nur etwa fünf Zentimeter lang und fünf bis zwölf Gramm schwer.

Ihre Flügel erreichen eine stolze Spannweite von 24 bis 29 Zentime-

tern. Braune Langohren sind wahre Looping- und Pirouettenspezialisten, sie können im Schwebeflug auf der Stelle bleiben und ihre Beute so direkt von Blättern oder Grashalmen fangen – am liebsten Nachtfalter. Tagsüber ruhen sie sich in Baumhöhlen, Ritzen und Spalten aus.

Pro Natura hat das Braune Langohr 2012 zum Tier des Jahres erkoren. Es gilt in der Schweiz als

gefährdete Art, weil Obstgärten, Hecken und Feldgehölze immer mehr verschwinden. Diese Landschafts­ formen sind für die Fledermäuse überlebenswichtig. Sie dienen ihnen als wertvolle Jagdgebiete und wichtige Orientierungspunkte. MM


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Adalina (10), Naters VS

Viele Leute sind so arm dran wie das Mädchen, das du gemalt hast. Kopfschmerzen entstehen durch Anstrengungen, ungesundes Essen, zu häufiges In-den-BildschirmStarren und aus vielen anderen Gründen. Oft ist Stress daran schuld: Grosser Druck bei der Arbeit oder in der Schule macht den Leuten zu schaffen. Auch in der Freizeit hetzen sie herum. Viele ertragen die Stille nicht mehr. Hältst du es aus, einfach mal nichts tun? Es ist nicht leicht, zur Ruhe zu kommen. Ständig

schwirren einem tausend Gedanken durch den Kopf. Kein Wunder, tut er dann irgendwann weh. Wenn der Kopf nur ab und zu brummt, helfen Hausmittel: Man kann sich hinlegen und ausruhen, einen Eisbeutel auf die Stirn legen, tief ein- und ausatmen und mehr Wasser trinken. Wenn die Eltern es erlauben, kann auch eine leichte Kopfwehtablette helfen. Leidet man aber oft an starken Kopfschmerzen, dann sollte der Arzt abklären, ob die Nerven überreizt

sind oder ob es andere Gründe gibt: ein Durcheinander der Hormone, einen verspannten Nacken oder eine schwere Erkrankung. Der Schädel rebelliert zudem, wenn man ihn mit zu viel Alkohol, Drogen oder Medikamenten zumüllt. Auf Dauer wird es ihm auch schwer, wenn die Leichtigkeit im Leben fehlt. Schöne Gegenmittel sind zum Beispiel Lachen, Tanzen, Singen, Sich-im-Spiel-Vergessen. MM *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

Eine Mutter erklärt die Welt:

Die Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.

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LEBEN | MM24, 12.6.2017 | 101

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Das Migros-Magazin und der Walliser HotelierVerein verlosen sieben Mal einen Aufenthalt für zwei Personen mit je drei Über­ nachtungen inklusive Frühstück in einem durchs Los bestimmten Hotel (* bis *****) in einem Walliser Ferienort. Gesamtwert: 3783 Franken. Ohne An- und Rückreise. Beantworten Sie folgende Frage:

Seit wie vielen Jahren gibt es den Walliser Hotelier-Verein? Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039

(1 Fr./Anruf) und nennen Sie die Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS:

Einige Hotels im Wallis bestehen seit über 100 Jahren, so auch das Sunstar Boutique Hotel Beau-Site in Saas Fee.

Glücksgriff

Willkommen im Wallis! Tanken Sie diesen Sommer Walliser Luft: Das Migros-Magazin und der Walliser Hotelier-Verein verlosen sieben Mal einen Hotelaufenthalt für zwei Personen.

Bild: Dolores Rupa

D

as Wallis hat eine lange Tourismustradition. Von hier, aus dem Herzen der Alpen, stammen die Pioniere der Luxushotellerie: César Ritz, der Erfinder des «Palace»-Konzepts, und Alexander Seiler, der Zermatt zum Touristenmagneten gemacht hat. Bis heute pflegen die Walliser Hoteliers ihre von Authentizität und Geselligkeit geprägte Kultur der Gastfreundschaft. Aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens hat sich der Walliser Hotelier-Verein etwas Besonderes einfallen lassen, um die Vorzüge des Kantons in der Schweiz besser bekannt zu machen: In rund 100 Hotels erhalten die Gäste von

Juni bis September drei Nächte zum Preis von zwei. Wer am Wettbewerb teilnimmt (siehe rechts), gewinnt mit etwas Glück sogar ein kostenloses Wochenende. Unbegrenzte Möglichkeiten

Warum also diesen Sommer nicht einen Ausflug ins Wallis planen? Die Jahreszeit bietet eine Vielzahl an Aktivitäten für alle Jahrgänge und Interessen. Möchten Sie die frische Luft auf den Gipfeln geniessen, oder bevorzugen Sie die ländliche Atmosphäre in den Weinanbaugebieten? Beides liegt nicht weit auseinander. Wilde Tiere aus nächster Nähe sehen, wandern in der einzigartigen Landschaft, Alpkäse probieren, ins

Thermalbad springen, am Seeufer einen typischen Wein degustieren, die Schlösser auf den Hügeln um Sion besuchen, entlang der Rhone Velo fahren – egal, für welches Hotel Sie sich entscheiden, Sie werden überrascht sein ob der Vielfalt der Landschaft und der Möglichkeiten im Wallis. Die Walliser Hoteliers freuen sich darauf, Sie willkommen zu heissen, und sind gern bei der Zusammenstellung Ihres Programms behilflich. MM Wer nicht am Wettbewerb teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, vom Angebot «Drei für zwei» zu profitieren. Einfach das bevorzugte Hotel aussuchen und reservieren auf: www.booking-valais.ch/100

Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an: Migros-Magazin, «Walliser Hotelier-Verein», Postfach, 8099 Zürich Online:

www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 18. Juni 2017 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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LEBEN | MM24, 12.6.2017 | 103

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LEBEN | MM24, 12.6.2017 | 105

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wer Not leidet, nagt am …? M Halstuch

D Hungertuch

T

Badetuch

2. Wie nennt sich ein einfaches Wortspiel? A Litauer

I

Hallauer

R Kalauer

3. Wer gewann an der Leichtathletik-Halleneuropameisterschaft 2017 Gold? N Pascal Mancini

H Léa Sprunger

E

Selina Büchel

L

R Schnell und sicher

So nehmen Sie teil

4. Was bedeutet QR im QR-Code? H Schnelle Antwort

Frage und Antwort

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.6.2017, 24 Uhr

5. Wie heisst das im Februar im Zürcher Zoo geborene Elefäntchen? A Ramadani

Z

Rumsi

B Ruwani

6. In welchem Kanton ist der Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag? S

Waadt

E

Zürich

U Luzern

7. Was verbindet man mit dem Wort Kunstkopf? C Tonaufnahmetechnik

I

Gehirnstrom-Messungen

T

Perückenherstellung

8. In welcher Gegend befindet sich der Erlebnispfad «Tar da da-Weg?»? H Randental

E

Emmental

G Rafzerfeld

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Auflösung Nr. 23: HAUSBOOT

Gewinner Nr. 22: Brigitt Angelini-Müller, Wildegg AG; Monika Back, Lupsingen BL; Rita Keiser, Buchs AG

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1 3 5 4

Auflösung Nr. 23: SEGEN Gewinner Nr. 22: Pedro Abegglen, Staad SG; Vreni Kälin, Stäfa ZH; Kornelia Liniger, Lengwil TG

R

2

A N A G R A MM A N G E N E HM E I NERLE I ERDB I RNE G R I MB A R T HAL LER I N ME T A L L I C NARRE T E I TAKTRATE TRENNUNG

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Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 23: 143

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Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

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Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 1 2 3 2 miteinander verbunden 3 3 sein. Verboten: Kreuzun2 3 gen, diagonale Brücken 2 3 3 3 und mehr als zwei Linien.

Auflösung Nr. 23:

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Auflösung Nr. 23:

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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Reto Meisser

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Dora Horvath, Sonja Leissing, Melanie Michael, Fatima Nezirevic, Angela Obrist, Kian Ramezani, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Alina Bühler, Rea Tschumi

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Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser

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Druck: DZB Druckzentrum Bern AG


PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN. ALVIN AILEY AMERICAN DANCE THEATER

STEFAN VERRA LIVE – TOUR 2017

Die legendäre Tanzcompany aus New York kommt ins Musical Theater Basel.

Der Körperspracheexperte demonstriert die unterschiedlichen Signale von Mann und Frau.

Datum: 25. und 26.7.2017 Ort: Basel Preis: Fr. 46.– bis Fr. 102.– (statt Fr. 58.– bis Fr. 128.–), je nach Kategorie

Datum: 25. und 26.10.2017 Ort: Zürich und Basel Preis: Fr. 32.– (statt Fr. 40.–)

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MAX RAABE & DAS PALAST ORCHESTER MAX RAABE ESTER & PALAST ORCHGEF EHLT DAS HAT MIR NOCH

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EVITA

Max Raabe & das Palast Orchester entführen ihr Publikum erneut in die 20er-Jahre.

Eines der grössten Stücke der MusicalGeschichte kommt ins Musical Theater.

Datum: 15.9. bis 28.11.2017 Ort: diverse Preis: Fr. 56.– bis Fr. 116.– (statt Fr. 70.– bis Fr. 145.–), je nach Ort und Kategorie

Datum: 11. und 12.7.2017 Ort: Basel Preis: Fr. 38.– bis Fr. 94.– (statt Fr. 48.– bis Fr. 118.–), je nach Kategorie

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MUSIC SHOW SCOTLAND

KULTURFESTIVAL ST. GALLEN

Die schottischen Highlands im Hallenstadion: Eine Show für die ganze Familie.

“Gänsehaut garantiert”

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Datum: 21.10.2017 Ort: Zürich Preis: Fr. 62.40 bis Fr. 78.40 (statt Fr. 78.– bis Fr. 98.–), je nach Kategorie

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KULTUR FESTIVAL kulturfestival.ch

SG

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Grosse Namen und unbekannte Musikperlen treffen sich in St. Gallen. Datum: 4. bis 22.7.2017 Ort: St. Gallen Preis: Fr. 23.20 bis Fr. 33.60 (statt Fr. 29.– bis Fr. 42.–), je nach Abend

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FREILICHTSPIELE GÖSCHENEN AM MEER

HOLI FESTIVAL OF COLOURS

Ein Freilichtspektakel mit Witz, Tiefgang und fantastischen Bildern.

In Hüntwangen und Nidau wird der Sommer 2017 noch etwas bunter.

Datum: 1.7. bis 19.8.2017 Ort: Göschenen Preis: Fr. 28.– bis Fr. 60.– (statt Fr. 35.– bis Fr. 75.–), je nach Kategorie

Datum: 1.7. und 5.8.2017 Ort: Hüntwangen und Nidau Preis: Fr. 39.95 bis Fr. 159.80 (statt Fr. 49.95 bis Fr. 199.80), je nach Kategorie

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AUVERNIER JAZZ FESTIVAL

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DAS ZELT – CHAPITEAU POSTFINANCE

Das 9. Auvernier Jazz Festival wartet am Ufer des Neuenburgersees mit einem anspruchsvollen Programm auf.

Comedy, Circus, Concert: DAS ZELT ist wieder mit «Stars on Tour». Datum: bis 31.12.2017 Ort: diverse Preis: Fr. 20.– bis Fr. 70.40 (statt Fr. 25.– bis Fr. 88.–), je nach Show und Kategorie

Datum: 25. bis 27.8.2017 Ort: Auvernier Preis: Fr. 44.– (statt Fr. 55.–)

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CIRCUS NOCK

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AVENCHES TATTOO 2017 Faszinierende Artistik, fröhliche Clownerie und traditionelle Zirkusnummern. Datum: bis 5.11.2017 Ort: diverse Preis: Fr. 9.60 bis Fr. 48.– (statt Fr. 12.– bis Fr. 60.–), je nach Ort und Kategorie

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Das internationale Military Tattoo bringt das Amphitheater zum Beben. Datum: 31.8. bis 2.9.2017 Ort: Avenches Preis: Fr. 16.– bis Fr. 68.– (statt Fr. 20.– bis Fr. 85.–), je nach Datum und Kategorie

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110 | MM24, 12.6.2017 | LEBEN

Unsere Welt

Getanztes Doppel

Sie sehen sich zum Verwechseln ähnlich, haben die gleiche Ausbildung und verbringen ihr Berufsleben zusammen. Die Tänzer Oleksandr und Sergiy Kirichenko treten am 18. Juni an der «Gala of Hope» zugunsten von Kindern in den Kriegsgebieten ihrer Heimat Ukraine auf. Text: Claudia Langenegger Bilder: Christian Schnur


LEBEN | MM24, 12.6.2017 | 111

1 Unsere Choreografien «Seit sieben Jahren kreieren wir eigene Stücke. (Sergiy links, Oleksandr rechts). Die Musik kann Folklore oder Tango sein, der Tanz ist immer klassisch.» 2 Unsere Kindheit «Wir hatten viel Ener­ gie. Damit wir uns nicht prügeln, brachte Mami uns ins Tennis, Judo, Schwimmen und Ballett. Übrig geblieben ist Ballett.» 3 Unsere Mutter «Valentyna (62) ist für

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uns nach Zürich gezogen. Vor Auftritten kommt sie in die Garderobe und prüft, ob alles perfekt ist. Sie findet selbst, sie sei viel zu präsent, aber sie kann nicht anders.»

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Bild: Gala of Hope

Name Sergiy (links) und Oleksandr

(rechts) Kirichenko Alter 39 Sternzeichen Löwe Wohnort Zürich Karriere «Wir sind in Kiew (Ukraine) aufgewachsen. Als Siebenjährige haben wir mit der Ballettprimarschule angefangen, mit zehn gingen wir an die Akademie des Staatsballetts. Nach acht Jahren Ausbildung tanzten wir als Solisten im Opernhaus Kiew, danach im Jeune Ballet de France in Paris. Dort hat uns Heinz Spoerli entdeckt und 1998 für das Opernhaus Zürich enga­ giert. Seit 2012 sind wir als Assistenten für ihn tätig. Heute choreografieren wir unsere eigenen Stücke, stehen als Kirichenko Twins auf der Bühne, unterrichten Eiskunstläufer und geben Ballettstunden für Erwachsene auf unterschiedlichen Niveaus.»

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4 Unser Engagement – «Gala of Hope» «Am 18. Juni treten wir in Zürich an der

‹Gala of Hope› auf und helfen damit Kin­ dern in den Kriegsgebieten der Ukraine.» 5 Unser Freizeitvergnügen «Amerika­

nische Freunde haben uns Pokern beigebracht, nun sind wir angefressen. Wir spielen es zu zweit zu Hause oder im Pokerpalace in Dietlikon ZH.»

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6 Unsere Schuhe «Ballettschuhe halten

etwa drei Wochen, danach ist der Stoff zertanzt. Lederschuhe halten natürlich ewig. Aber die sind nur für die Bühne.»

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Lieblingsprodukt «Wir trainieren und schwit­ zen viel, müssen viel trinken und lieben Kohlensäure­ getränke. Cella Nova mit Edelweissextrakt ist fein und löscht den Durst perfekt.»

7 Unsere Sucht «Nach russischen Frisch­

käseriegeln sind wir seit unserer Kindheit süchtig. Wir fahren oft in den Russen­ laden in Rheinfelden AG und decken uns damit ein. Wir müssen aufpassen, dass wir keine Fettpölsterchen ansetzen: Vor grossen Auftritten verzichten wir darauf.»


Nur am Mittwoch, 14.6.2017 Joker: Migros-Kasse mit Stuhl + 2 Bausteine

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Dies ist ein Produkt der Marke Banbao und hat keinerlei Verbindung zur Marke Lego® oder der Lego A/S. Alle Produkte sind jedoch Lego®-kompatibel. Pro Fr. 60.– Einkauf ein Jokersachet. Maximal 3 pro Einkauf. Erhältlich in allen Migros-Filialen, Do it + Garden Migros, melectronics, Micasa, SportXX inkl. Outdoor, Migros-Restaurants & Take Aways oder auf LeShop, solange Vorrat.

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