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Migros magazin 23 2015 d bl

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Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

MM23, 1.6.2015 | www.migrosmagazin.ch

Zehn Jahre Hausmann: Bänz Friedli blickt zurück. Seite 16

Übergewicht: Junge im Gespräch

Extra

MM23

Beauty

Bild: Juventino Mateo

Tipps, Trends und viele StylingIdeen

Der Sommer wird schön!

Extra Beauty Bild: Basil Stücheli

28 Seiten Tipps, Trends, Stylingideen: Der Sommer wird schön!

Jasmin hat 33 Kilo verloren. Und die Freude am Leben zurückgewonnen. Seite 20

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4 | MM23, 1.6.2015

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E Editorial

Das Leben ist wertvoll

Es gibt diese Abstimmungen, die sind so komplex, dass man sich fragt: Muss ich mich da jetzt wirklich einlesen? Und verstehe ich dann auch, worum es tatsächlich geht? So auch bei der Abstimmungsvorlage zur Präimplantationsdiagnostik. Schon der Begriff selbst signalisiert ja: schwierig, kompliziert, muss ich nicht haben. Aber eben: Man kann nicht die Fahne der direkten Demokratie hochhalten und es sich gleichzeitig bequem machen. Direkte Demokratie bedeutet ein Mindestmass an Aufwand, an Einsatz für die Meinungsbildung, an Interesse für das, was in Bern passiert. Meine Kollegin Monica Müller beweist in ihrem Dossier zur Präimplantationsdiagnostik (PID), dass man das Thema durchaus erfassen kann. Und mit zwei einfühlsamen Porträts von Direktbetroffenen zeigt sie auf, dass die Meinungsbildung so einfach nicht ist.

Denn im Fall der PID – mein Tipp: immer von PID reden, sonst stolpert man unweigerlich! – ist das Thema nicht einmal nur der Eingriff selber, sondern auch der ethische Hintergrund: «Gibt es ein Recht auf ein gesundes Kind?», fragt provokativ der (behinderte) CVP-Nationalrat Christian Lohr in unserem Artikel zur PID auf Seite 10. Dürfen wir kommendes Leben genetisch untersuchen und so indirekt behindertes Leben als «Fehler in der Planung» markieren? Eltern dem Vorwurf aussetzen, sie hätten nicht genug getan, um eine potenzielle Behinderung zu unterbinden. Lohr, ohne Arme und mit fehlgebildeten Beinen geboren, ist klar: «Das Leben ist etwas Wertvolles − in jeder Form.» Die Frage bleibt: Lässt sich etwas, das machbar ist, nämlich die Verhinderung von Erbkrankheiten (oder negativ formuliert: die Ausmerzung von unerwünschten Eigenschaften) längerfristig verunmöglichen? Ich habe meine tiefen Zweifel. Doch lesen Sie sich in die PID ein, ich garantiere Ihnen: Es lohnt sich. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

55


MM23, 1.6.2015 | 5

10

Menschen

55 Saisonküche

8 Diese Woche

66 Kinder lieben Globi 67 Total gegen hartes Wasser 68 25 Jahre Pet-Recycling 71 Erste Mega-Win-Sieger 72 Sommerstyle – sehr, sehr geil

Moderne Freizeitsportler gehen ins Bootcamp. Sie auch? 10 Dossier

Wie weit dürfen wir in die Fortpflanzung eingreifen? Pro und Kontra zur Vorlage über Präimplantationsdiagnostik. 14 Zahlen & Fakten

Wissenswertes über die künstliche Befruchtung.

Leben

18 Essay

88 Reisen

Was macht einen guten Fechter aus? Wieso sind die Schweizer in diesem Sport so erfolgreich?

Asturien, der kulinarische Geheimtipp Spaniens.

20 Gesprächsrunde

Wenn Mamis Küsse nerven.

Bilder: Christine Benz, Annette Boutellier, Helmut Wachter/13 Photo; Illustrationen: bunterhund, Tina Berning/2agenten

Migros-Welt

118

30 Sommerideen 35 Sommerwettbewerb 37 Helfer in Nepal 38 Frage der Woche 40 Jarimba im neuen Outfit 42 Saftiges für den Grill 44 Anna’s beste Vegi-Apéros 45 Hörnli für Allergiker 46 Zu Besuch im Wallis 48 Blévita in the Box 50 Glänzendes Geschirr 53 Erfrischt alternde Haut

«Essen ist für mich jeden Tag ein Kampf.» 18

72

77 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften.

16 Bänz Friedli

Drei Jugendliche über ihr Leben mit Übergewicht.

20

Feine Cervelatrezepte.

93 Familie

95 Migros-Bank-Ratgeber 97 Ernährung 98 Kinder

Kleiner Wasserfrosch ganz gross.

100 Digital 103 Zootierärztin 104 Auto 107 Bitte melde dich 109 Glücksgriff 111 Rätsel/Impressum 118 Meine Welt

Die Bieler Downhill-Bikerin Emilie Siegenthaler.

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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n Das gibt es zu gewinne

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1. Preis


Menschen MM23

Darauf freuen wir uns Freilichtspiel: Direkt am See in Luzern wird die Sommernachts­ komödie «Das Luftschiff» aufgeführt, 9. Juni bis 15. Juli. Spezialitätenmesse: «Authen­

tica» steht für Qualitätsware aus Küchen, Kellern und Ateliers, feilgeboten im Kapuzinerkloster Solothurn, 4. bis 7. Juni.

Unnützes Wissen

Pflanzenwelt Rosenduft Mein Bild der Woche «Wie Blut strömt Lava aus der aufgerissenen Erde, bahnt sich

Bilder: Richard Bouhet/AFP Photo, Ueli Christoffel, Ingolf Gernot Hoehn

und Regisseurin von erfolgreichen Filmen wie «Die Herbstzeitlosen», «Tannöd» und «Lovely Louise».

Hörprobe

Entschuldigung, was hören Sie gerade? Roberto Presa (32), Projektmanager aus Zürich

a) Popsänger Eros Ramazotti b) Easy Reggae c) Schlagersängerin Francine Jordi

Auflösung: b) «Weil ich das die perfekte Musik für die Pause finde.»

Bettina Oberli (42) ist Autorin

den Weg ins Meer, unbeirrt und unaufhaltsam, brennt ein Muster aus flüssigem Stein in den Piton de la Fournaise im Indischen Ozean. Einem Insekt gleich fliegt der Helikopter über den Vulkan, und trotz seiner ausgeklügelten Mechanik wirkt er fragil – auch wir Menschen fühlen uns so beim Gedanken an die Urgewalten der Erde, an die Gleichgültigkeit von Natur und Universum uns gegenüber. Wir wissen, dass wir nicht mehr als ein winziger Punkt im Kosmos sind, und das ist schwierig auszuhalten. Doch ab und zu sein Leben unter diesen Verhältnissen zu betrachten, macht manch grosses Problem beruhigend klein.»

besteht insgesamt aus 500 einzelnen Duftkompo­ nenten. Pflanzen können Fieber bekom­ men. Luther Burbank (1849–1926), der die Kartoffel gezüchtet hat, aus der bei McDonald’s heute Pommes frites gemacht werden, arbeitete auch an einer Omelettpflanze. Eine Orange besteht zu 85,7 Prozent aus Wasser. Rhabarber heisst

wörtlich übersetzt «Der Fremde von der Wolga». Quelle: Stern/Neon


8 | MM23, 1.6.2015 | MENSCHEN

Und wie halten Sie sich fit? Migrosmagazin.ch

Diese Woche

Sir, yes, Sir!

Vita Parcours war gestern. Der moderne Freizeitsportler geht ins Bootcamp. Dort lässt er sich von der Gruppe mitreissen und vom Instruktor so richtig anbellen. Wer ein paar Punkte beachtet, kann tatsächlich effizient trainieren und vom militärischen Drill profitieren. Texte: Yvette Hettinger

Freizeitsport

44%

aller Schweizer zwischen 15 und 74 sagen, dass sie mehrmals wöchentlich Sport treiben.

44,3% der Bevölkerung geben an, regelmässig zu wandern. Damit ist Wandern vor Radfahren (38,3%) und Schwimmen (35,8%) der am meisten ausgeübte Sport.

der Schweizer zwischen 65 und 74 haben ihr Leben lang Sport getrieben, aber nur 12 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe. Quelle: Studie «Sport Schweiz 2014»

Letzte Woche fragten wir:

Wie ist Ihr Verhältnis zu den Nachbarn? 58% Eher distanziert, aber freundlich. 35% Sehr gut – und nah. 6% Wir ignorieren uns. 1% Krach oder grimmiges Anschweigen.

N

un rennen sie wieder durch die Stadtpärke und Strassen, hüpfen Bahnhofstreppen rauf und runter, stemmen sich an Parkbänken hoch und traben an den Ampeln auf der Stelle, bis wieder grün ist: die Bootcampteilnehmer. Einige nennen sich Booties, viele gehen bei jedem Wetter, nicht wenige schon im Morgengrauen, die ganz verwegenen jeden Tag. Ziel: den Schwangerschaftsspeck loswerden, in wenigen Wochen Marathon-fit sein oder auf den Sommer hin die Bikinifigur erlangen.

Bootcamps sind eine militärische Erfindung. To boot – einen Fusstritt geben – war ursprünglich für Rekrutenschüler oder straffällige Jugendliche in den USA gedacht. Was geblieben ist, ist der Drill und die energische Anleitung des Instruktors. Denen unterwerfen sich auch hierzulande immer mehr Menschen. Neben dem klassischen strengen Gruppentraining gibt es neuerdings auch sanftere Einsteigerangebote zu gnädigen Tageszeiten oder OutdoorTrainingseinheiten für Mütter mit Babys und Kinderwagen.

Auch Heiko Roth (37), verantwortlich für Fitnessangebot und -marketing bei der Migros Aare, beobachtet den Trend. Die Bootcamps, welche die drei Fitnessparks und fünf der FlowerPower-Anlagen seiner Region seit April anbieten, sind gut besucht. «Die Leute staunen, was man alles zum Trainingsgerät machen kann», sagt er. «Spielplatzausstattung, Baumstämme, den eigenen Körper.» Für den Spass sorge die Gruppendynamik. Wie man diese für sich nutzt, erklärt Sportwissenschaftlerin Theresa Schwarz (siehe Interview rechts). MM

Bild: Keystone/cultura/ISTL/suedhang

17%


MENSCHEN | MM23, 1.6.2015 | 9

Strassenumfrage

Experteninterview

«Es ist wichtig, dass man die Übungen korrekt ausführt und auf seinen Körper hört»

Theresa Schwarz, wenn ich meine Sit-ups und Klimmzüge morgens um sieben im Park mache anstatt abends zu Hause, bin ich dann ein Bootie? Nicht ganz. Von der Definition her bietet ein Bootcamp ein Ganzkörpertraining mit intervallartigen Belastungsformen. Geschult werden Kraft, Kraftausdauer, Schnellkraft und Ausdauer. Man trainiert mit dem eigenen Körpergewicht, Kleingeräten oder dem, was eine Stadt zu bieten hat, und zwar von einem Instruktor angeleitet. Wer geht ins Bootcamp? Menschen, die wirklich etwas Bewegung nötig haben, oder solche, die nur ihren tollen Body in der City präsentieren wollen? In unserer Praxis führen wir vermehrt medizinische Abklärungen durch für Kunden, die sich für ein Bootcamp interessieren. Es sind die unterschiedlichsten Menschen, die sich einfach gern draussen bewegen, mit geringem zeitlichen, finanziellen und materiellen Aufwand. Sind Bootcamps wirklich eine neuere Erfindung oder nur ein neuer Name für Joggen und Vita Parcours? Den Begriff gibt es für einschlägige Fitnessangebote etwa seit fünf Jahren. Die Belastungsstruktur, also eine Kombination von Kraft- und Ausdauertraining, schon länger. Neu kommt das Ganze im Drill-Style daher. Muss diese militärisch-strenge Anleitung unbedingt sein? Die Idee ist schon, dass man gepusht und an seine Leistungsgrenzen gebracht wird. Der Instruktor kann die Teilnehmer so motivieren, und die Gruppe verstärkt diesen Effekt. Wenn der Sportler neben mir 15 Liegestütze schafft, spornt mich das vielleicht an, mir auch noch 1 oder 2 abzuringen. Kann das nicht auch in Stress und Selbstüberschätzung ausarten?

Eine hohe Anzahl Wiederholungen, kombiniert mit einem gewissen Gruppendruck, birgt schon das Risiko von Überlastungsschäden. Darum ist es wichtig, dass man die Übungen korrekt ausführt und auf seinen Körper hört. Ein guter Instruktor zeigt die Übungen gut vor und überwacht die Ausführung. Und er kann den einzelnen Teilnehmer, die einzelne Teilnehmerin im Auge behalten. Manchmal sieht man die Bootcamper auf der Stelle traben, an einer Ampel zum Beispiel. Gehört das wirklich zum Training, oder ist da auch ein bisschen Show dabei? Das mag etwas seltsam wirken, aber zu einem Intervalltraining gehören gewisse Einheiten an Lauftraining. Wenn da dummerweise eine Strasse dazwischenkommt, läuft man eben auf der Stelle, um den Puls auf einem bestimmten Level zu halten. Kann man mit diesem Training in wenigen Wochen Bikini- oder Marathon-fit werden, wie hie und da versprochen wird? Wenige Wochen genügen nicht. Aber Bootcamps sind ziemlich effektiv, weil sie doch recht streng sind. Wer mehrmals pro Woche hingeht, kann in kurzer Zeit Kraft und Ausdauer steigern und die Figur verbessern.

Waren Sie schon mal in einem Bootcamp?

Theresa Schwarz (30), Sport­

wissenschaftlerin und Leistungs­ diagnostikerin, Medbase Zürich

Sergio Mitic (41), Gastroallrounder aus Zürich: «Ich hätte Lust, an einem

Bootcamp teilzunehmen. Aber mit täglich zehn Kilometern per Velo und zu Fuss bin ich momentan bedient.»

Manuel Kerres (18), Informatik­ lehrling aus Rapperswil SG: «Boot­

camps? Noch nie gehört. Ich bin keine Sportskanone, fahre etwas Skate­ board und Velo oder gehe mit Freun­ den wandern, um Spass zu haben.»

Bootcamps finden oft in Städten statt. Wie gesund ist es, in abgasgeschwängerter Luft zu trainieren? In der Schweiz ist das allemal gesünder, als zu Hause rumzuhocken. In gewissen Ländern dieser Erde, etwa in China, sieht das sicher anders aus. Wie gehe ich vor, wenn ich ein Bootcamp ausprobieren möchte? Wenn Sie Einsteigerin oder Wiedereinsteigerin sind, empfiehlt sich auf jeden Fall ein ärztlicher Check inklusive Belastungs-EKG. Wer regelmässig Sport treibt und gesund ist, braucht das nicht zwingend. Der muss nur noch aus dem wachsenden Angebot das passende Programm auswählen und dann: ausprobieren! MM

Lyudmyla Winne (31), Verkäuferin aus Zürich: «Das sind doch die Leute,

die einen auf der Strasse um die Ohren laufen? Das brauche ich nicht. Ich renne lieber mit meiner zweiein­ halbjährigen Tochter rum.»


10 | MM23, 1.6.2015 | MENSCHEN

Präimplantationsdiagnostik

Soll man Embryonen untersuchen können? Eine Mutter von Zwillingen und ein Behinderter äussern sich zur Abstimmungsvorlage über die Präimplantationsdiagnostik. Text: Monica Müller

Bilder: Daniel auf der Mauer

Bild: Getty Images

Wie weit dürfen wir in die Fortpflanzung eingreifen?


MENSCHEN | MM23, 1.6.2015 | 11

V

or 30 Jahren wurde in der Schweiz das erste Kind im Reagenzglas mit der In-VitroFertilisations-Methode (IVF) gezeugt. Seither ringen Politiker damit, wie weit der Mensch in die Fortpflanzung eingreifen darf. Bei der Abstimmung am 14. Juni geht es darum, ob man Embryonen untersuchen darf, bevor sie einer Frau eingepflanzt werden. Die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) soll Paaren zugutekommen, die entweder eine schwere Erbkrankheit in der Familie haben oder auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen können. Die Vorlage ist komplex: In der Schweiz ist die Präimplantationsdiagnostik im Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) verboten. In der dem Gesetz übergeordneten Verfassung steht, dass nur so viele Embryonen erzeugt werden dürfen, wie der Frau sofort wieder eingepflanzt werden können – höchstens deren drei. Mit nur drei Embryonen ist die PID technisch aber nicht machbar. Wir stimmen darüber ab, ob der Verfassungsartikel gelockert werden soll, um die PID zu ermöglichen. Folgendes würde sich damit ändern: Es dürften statt dreier neu zwölf Embryonen im Labor entwickelt werden. Hat ein Mann oder eine Frau eine schwere Erbkrankheit, könnten mit Hilfe der PID Embyronen ausgewählt werden, die keinen Gendefekt aufweisen. Bei den anderen Paaren könnte man den fittesten Embryo aussuchen. In beiden Fällen dürften die überzähligen Embryonen für spätere Behandlungen eingefroren werden. Pro- und Kontra-Argumente

Am 14. Juni stimmen wir unter anderem darüber ab, ob im Labor statt drei neu zwölf Embryonen entwickelt werden dürfen.

Befürworter der Verfassungsänderung argumentieren wie folgt: Dank der PID geben Eltern mit schweren Erbkrankheiten diese der nächsten Generation nicht weiter. Paare, die auf eine IVF angewiesen sind, würden entlastet. Dürften pro Behandlungszyklus bis zu zwölf Embryonen entwickelt werden, sei die Chance

Die Parteien äussern sich im Video zur PID. Was ist Ihre Meinung?

Migrosmagazin.ch

gross, dass einer auch transferiert werden kann. Mit der Möglichkeit, überzählige Embryonen einfrieren zu können, seien weniger Eingriffe bei der Frau nötig. Zudem gäbe es auch weniger Mehrlingsschwangerschaften, die oft gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind bergen. Denn mit der heutigen Regelung müssen alle entwickelten Embryonen in den Mutterleib übertragen werden. Gegner der Vorlage lehnen die Unterscheidung zwischen erwünschtem und unerwünschtem Erbgut grundsätzlich ab. Sie fürchten eine gefährliche Änderung im Umgang mit dem beginnenden menschlichen Leben. Die Palette an möglichen Chromosomenkonstellationen, welche die Aussonderung von Embryonen rechtfertigen würden, könnte laut den Gegnern «ins Unermessliche wachsen». Eine «schrankenlose Reproduktionsmedizin» sei die Folge. Gespaltene Parteien

CVP, FDP, BDP, GLP und die Grünen haben die Ja-Parole gefasst, EVP und SVP die NeinParole. Die SP hat Stimmfreigabe beschlossen. Doch die Parteien sind gespalten, vor allem innerhalb der CVP und der SVP gehen die Meinungen auseinander. Das Komitee «Ja zur Fortpflanzungsmedizin» wird auch von Spezialisten der Reproduktionsmedizin, des Rechts sowie der Ethik mitgetragen. Die meisten Behindertenorganisationen empfehlen ein Nein. Während die Vorlage im Parlament eine komfortable Mehrheit erreichte, scheint ein Ja an der Urne laut den letzten Meinungsumfragen ungewiss. Stimmt das Volk Nein zur Verfassungsänderung, bleibt die alte Regelung bestehen. Stimmt es Ja, wird wahrscheinlich das Referendum gegen das neue FMedG ergriffen, und es folgt 2016 eine Abstimmung darüber. Wird diese angenommen, tritt es im Jahr 2017 in Kraft, und die PID wird erlaubt. Wird es abgelehnt, bleibt die PID verboten, Parlament und Bundesrat müssten das FMedG überarbeiten und einen neuen Vorschlag vors Volk bringen.


12 | MM23, 1.6.2015 | MENSCHEN

Barbara Reifler – pro Präimplantationsdiagnostik

Leben aus dem Reagenzglas Die Karte zur Geburt von Nick und Nora zeigt nicht nur Freude über das Ereignis. Sie lässt auch erahnen, wie schwierig der Start ins Leben für die beiden gewesen sein muss. «In allen Dingen ist Hoffen besser als Verzweifeln» (Johann Wolfgang von Goethe) steht unter zwei Paar winzigen Füsschen. 1445 Gramm wog Nick, als er auf die Welt kam, 1310 Gramm sein Zwillings­ schwesterchen Nora. Auf dem Foto liegen beide in wollige Decken gehüllt, ihre Augen sind geschlossen, über einen kleinen Schlauch in der Nase können sie Nahrung aufnehmen. 15 Monate später sind Nick und Nora putzmunter. Sie ver­ stecken sich hinter dem Kinder­ wagen, werfen Kieselsteine in den Teich, lassen ihre Füsse im Wasser baumeln. Barbara Reifler (38) sitzt etwas entfernt, schaut ihnen zu und sagt: «Es war ein steiniger, aufreibender Weg.» Als die Juristin aus Bischofs­ zell TG ihren Mann Rolf Müller (45) kennenlernte, war bald klar, dass sich die beiden gemeinsame Kinder wünschten. Er hatte sich nach der Geburt der zwei Töch­ ter aus erster Ehe unterbinden lassen. Der Versuch, die Unter­ bindung rückgängig zu machen, scheiterte. So entschloss sich das Paar, beim Eingriff gewonnene Samenzellen für eine künstliche Befruchtung zu nutzen. Sie fühlte sich unvollständig

Barbara Reifler liess sich testen und beraten. Dann begann der Prozess, den sie rückblickend als emotionales Auf und Ab beschreibt. Sie nahm Hormone ein, ihr wurden Eizellen ent­ nommen, die man mit den Sper­ mien ihres Mannes befruchtete. Entwickelten sich eine, zwei oder drei während fünf Tagen gut weiter, wurde ein Termin vereinbart, um diese einzuset­ zen. Dann folgte das bange War­ ten. «Zwei Wochen, in denen kein Tag, keine Stunde vergeht, ohne dass man daran denkt, man könnte jetzt schon ein wenig schwanger sein», sagt Reifler. Ohne Kind habe sie sich unvollständig gefühlt. Sechs Versuche musste sie unternehmen, rund 30 000

Barbara Reifler mit Nora (links) und Nick am Naturteich ihres Hauses in Bischofszell TG.

Franken ausgeben und eine Fehlgeburt verarbeiten, bis sie mit Zwillingen schwanger wur­ de. Das Paar freute sich unge­ mein über das «doppelte Glück», musste aber bald schon wieder darum zittern. Bereits in der 24. Schwangerschaftswoche hatte Barbara Reifler vorzeitige Wehen und blieb bis zur Geburt der Kinder im Kantonsspital St. Gallen. Nora und Nick kamen fast zehn Wochen zu früh zur Welt und verbrachten die ersten zwei Monate ihres Lebens ver­ kabelt im Brutkasten. In der Zeit nach der Geburt, als unklar war, ob die Zwillinge überleben würden, fragte sich Barbara Reifler immer wieder: «Haben wir unseren Kinder­ wunsch über alles gestellt? War es richtig, diesen Weg zu

gehen?» Heute ist sie überglück­ lich, dass sich ihr Herzens­ wunsch erfüllt hat. Nick und Nora sind gesund und kleine Kämpfer, wie die Eltern glauben. Für lockerere Regelungen

Barbara Reifler wird Ja stimmen zur Verfassungsänderung, welche die Möglichkeiten der künstlichen Fortpflanzung erweitert. Vieles, was sie erlebt habe, wäre unter dem neu formulierten Gesetz weniger aufreibend. «Will ein Paar die emotionalen und körperlichen Strapazen einer künstlichen Befruchtung auf sich nehmen, sollten wenigstens die vermeid­ baren Hürden aus dem Weg geschafft sein», sagt sie. Mit der PID könnte man statt drei zwölf befruchtete Eizellen pro

Zyklus bis Tag 5 entwickeln und diese anschliessend auf ihre Überlebensfähigkeit unter­ suchen. Neu dürfte man auch überzählige Embryonen tiefkühlen und bei einer späteren Behandlung einsetzen. Weniger Eingriffe wären nötig, die Er­ folgschancen höher. In ihren Augen geht es bei der Verfas­ sungsänderung nicht darum, behindertes Leben auszu­ schliessen. Eine mögliche Behin­ derung könne man heute bereits mit einem Bluttest gegen Ende des ersten Trimesters erkennen und entsprechend handeln. Barbara Reifler glaubt, dass gerade ein Kinderwunsch­Paar wie sie und ihr Partner grund­ sätzlich anders denkt. «Für uns wäre ein Schwangerschaftsab­ bruch nicht infrage gekommen.»


MENSCHEN | MM23, 1.6.2015 | 13

Christian Lohr – kontra Präimplantationsdiagnostik

Leben mit Behinderung

Als Christian Lohrs Mutter mit ihm schwanger war, wurde ihr vom Hausarzt das Medikament Peracon Expectorans gegen Keuchhusten verschrieben. Es enthielt Thalidomid, denselben Wirkstoff wie das Beruhigungs- und Schlafmittel Contergan, das damals explizit für Schwangere empfohlen wurde. Doch es führte bei Föten zu Missbildungen. Weltweit waren rund 10 000 Babys betroffen, in der Schweiz kamen 9 Kinder thalidomidgeschädigt zur Welt. Christian Lohr (heute 53) ist ohne Arme und mit fehlgebildeten Beinen geboren worden. Verbittert ist Lohr dennoch nicht: «Ich habe gelernt, das Leben anzunehmen, den Alltag zu bestreiten und die Chancen zu erkennen», sagt der CVPNationalrat, der seit vier Jahren in Bern politisiert. Er sitzt am Tisch im Wohnzimmer seiner gemütlich eingerichteten Wohnung in Kreuzlingen TG. Juckt ihn die Nase, kratzt er sich mit dem rechten Fuss. Fühlt er sich von der Journalistin in eine Ecke gedrängt, kontert er erst mit Charme, dann mit Argumenten. Und immer wieder lacht er herzhaft.

Von Verbitterung keine Spur: Christian Lohr in seinem Wohnzimmer in Kreuzlingen TG.

Ein vielbeschäftigter Mann

15 Jahre lang war Lohr Präsident von PluSport Behindertensport Schweiz, er war Gemeinderat und Grossratspräsident im Kanton Thurgau, Medienchef der Schweizer Paralympics-Delegationen in Atlanta und in Nagano. Neben seinem Engagement als Nationalrat waltet er als Vorstandsmitglied von Pro Infirmis, doziert an Bildungsinstituten und moderiert zahlreiche Sportveranstaltungen. Nun engagiert er sich im überparteilichen Komitee «Nein zur PID». Zwei Dinge klärt er gleich vorab: Er werde nicht von Designerbabys sprechen – denn das sei plakativ. Und er habe vollstes Verständnis für den Wunsch nach einem gesunden Kind. Dennoch bereite ihm die Richtung, in die sich unsere Gesellschaft entwickle, Sorgen. Alles strebe nach Planbarkeit, die Leute hätten immer mehr Mühe, Unliebsames anzunehmen.

«Aber es gibt kein Recht auf ein gesundes Kind.» Für Christian Lohr beinhaltet die Präimplantationsdiagnostik ein Selektionsdenken. «Wollen wir als Gesellschaft entscheiden, was lebenswertes Leben ist und was nicht?» Er fürchtet, Menschen mit Behinderung könnten künftig als unerwünschte und vermeidbare Risiken und als Belastung betrachtet werden. Die Zulassung der PID würde Eltern unter Druck setzen, behindertes Leben zu verhindern. Dass werdende Eltern bereits heute Schwangerschaften oft abbrechen, wenn Untersuchungen auf schwere Krankheiten hinweisen, lässt er als Argument nicht gelten. «Man muss weiterdenken», sagt er. Die Vorlage

betreffe nicht bloss Paare, die Träger von schweren Erbkrankheiten sind, und solche, die auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen können. «Diese Diskussion betrifft uns alle.» Es gehe um die Welt von morgen, unsere Werte. «Das Leben ist etwas Wertvolles – in jeder Form.» Die Familie trägt ihn

Die Formulierung im Verfassungstext, dass die PID nicht erlaubt sei, um bei einem Kind bestimmte Eigenschaften herbeizuführen, beruhigt Lohr nicht. Er ist überzeugt, dass man eines Tages auch in der Schweiz weitergehen würde. «Die Reproduktionsmedizin ist auch eine finanzielle Forschungsindustrie.»

Christian Lohr war das Glück einer eigenen Familie nicht beschieden, wie er es formuliert. Er habe dennoch eine «grosse Familie», da er auch Freunde und Bekannte dazuzählt. «Sie alle tragen mich mit.» Sein vier Jahre älterer Bruder Markus nahm ihn schon als Kind zu Sportveranstaltungen mit, sein Neffe Andy begleitet ihn immer wieder an offizielle Anlässe, und ein Kreis von fünf aktiven Senioren unterstützt ihn seit drei Jahren bei Dienstreisen ins Bundeshaus. Mit Freunden fliegt er ins Ausland, um neue Kulturen kennenzulernen. Was er im Kleinen täglich erlebt hat und erlebt, wünscht sich Lohr auch im Grossen. «Es ist Aufgabe der Gesellschaft, die Schwächeren zu integrieren.» MM


14 | MM23, 1.6.2015 | MENSCHEN

Zahlen & Fakten

Babys aus dem Reagenzglas Wie verändert sich der künstliche Fortpflanzungsprozess durch die Präimplantationsdiagnostik? Wer beansprucht ihn und warum? Und wie erfolgsversprechend ist das Verfahren? Ein Überblick. Text: Monica Müller

Eizelle mit Spermien

Infografik: Daniel Röttele

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Petri­ schale

1 Künstliche Befruchtung mit und ohne PID

ma x.

12

1985 wurde das erste Schweizer «Retortenbaby» geboren. Damals waren Befruchtungen im Reagenzglas noch eine Seltenheit. Heute führen sie zu knapp zwei Prozent aller Geburten. Am 14. Juni stimmt die Schweiz über die Einführung der Präimplantations­ diagnostik (PID) ab. Wird die dazu notwendige Verfassungsänderung angenommen, dürfen statt drei zwölf befruchtete Eizellen weiterentwickelt werden. Diese können im Labor genetisch untersucht werden. Einer der unauffälligen Embryonen wird in die Gebärmutter eingepflanzt, die restlichen können für spätere Trans­ fers eingefroren werden. Heute dürfen keine Embryonen konserviert werden.

Eierstock Hohl­ nadel

Punktion und Samenspende

Nach einer Stimulation mit Hormon­ spritzen werden der Frau mit einer Hohl­ nadel ein Ei ums andere entnommen (Punktion). Der Mann liefert die Spermien.

Befruchtung

Die Ei­ und Samenzellen werden ausserhalb des Körpers zusammengeführt.

2 Künstliche Befruchtung: Behandlungen …

… Schwangerschaften …

… und Geburten

Anzahl Frauen in der Schweiz, die sich einer medizinisch unterstützten Fortpflanzung unterzogen haben, sowie Anteil der Behandlungen, der zu einer Schwangerschaft geführt hat

Ausgang der Schwangerschaften nach einer künstlichen Befruch­ tung im Jahr 2013

Entbindungen mit Einlingen und Mehr­ lingen im Jahr 2013 84,6% ein Kind

5000 Anteil der Behandlungen, der zu einer Schwangerschaft geführt hat (ø 36%)

4000 3000

73% Geburt

1640 Geburten

6000

2000 1000

3 201

2 201

1 201

0 201

200 9

8 200

7 200

6 200

5 200

200

4

0

27% keine Geburt (Abbruch oder Abort)

15,2% Zwillinge 0,2% Drillinge


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Verfahren heute (ohne PID) Weiterentwickeln

Vorbereiten

Befruchtete Eizellen

Embryonen, fünf Tage nach der Befruchtung

Eine bis maximal drei Eizellen dürfen weiterentwickelt werden.

Transfer

Nach fünf Tagen sind die Embryonen bereit für den Transfer in die Gebärmutter. Sie dürfen zu diesem Zeitpunkt nicht auf Gendefekte und Erbkrankheiten untersucht werden.

Die entwickelten Embryonen müssen in die Gebärmutter übertragen werden.

Gebärmutter Katheter

Verfahren nach Annahme der Vorlage (mit PID) Präimplantationsdiagnostik (PID)

Weiterentwickeln

Transfer

Nach fünf Tagen entnimmt man den Embryonen einige Zellen. Diese werden auf Erbkrankheiten und Gendefekte untersucht. Genetisch unauffällige Embryonen behält man − sie können eingefroren werden. Genetisch kranke Embryonen lässt man absterben.

Maximal zwölf Eizellen dürfen weiterentwickelt werden.

Mit einem Katheter wird einer der untersuchten, unauffälligen Embryonen in die Gebärmutter übertragen.

Gefriertank

Gebärmutter Katheter

Quellen: Dr. B. Imthurn, Dr. F. Häberlin, Beobachter (1), Bundesamt für Statistik (2, 3, 4), Fortpflanzungsmedizin-ja.ch (5)

3 Alter

4 Gründe

5 PID: Situation in Europa

Alter der Frauen und Männer, die eine künstliche Befruchtung begonnen haben, Jahr 2013

Gründe für eine künstliche Befruchtung bei Paaren, Erstbehandlung im Jahr 2013

PID bei schweren Erbkrankheiten erlaubt verboten erlaubt, aber N nicht praktiziert

39,5% Sterilität des Mannes

niedrigstes Alter

Durchschnittsalter

höchstes Alter

Frauen

Männer

20

22

36,2

51

GB

30,8% Sterilität beider Partner

13,1% unklar

EST LV LT

NL B F

D

L CH

PL CZ A

SK H

RO

SLO HR

39,4

65

S

DK

IRL

16,6% Sterilität der Frau

FIN

P

BG

I

E

GR M


16 | MM23, 1.6.2015 | MENSCHEN

V

Bänz Friedli blickt in einem neuen Buch zurück

Zehn kurze Jahre Vor zehn Jahren, 2005, war die allererste Leserinnen­ zuschrift wenig erbaulich: «Ihrer Zeitung steht eine so primitive Kolumne nicht gut an», beschied eine Frau Hecker aus Egg dem Chefredaktor. «Der offensichtlich nicht mehr ganz junge Schreiber biedert sich mit seinem pubertären Vokabular peinlich einer hoffentlich nicht vorhandenen jugendlichen Klientel an.» Die Brüskierte war gemäss Mailabsender bei der Novartis Pharma AG beschäftigt, doch der angesprochene Chefredaktor zeigte sich unbeeindruckt und hielt, zumal bald haufenweise aufmunternde Post eintraf, am nicht mehr ganz jungen Primitivling Friedli fest. Die Kolumne «Der Hausmann» war geboren. 2006 wurden wir Weltmeister. Also, «wir» … Das sagt sich so leicht. Aber ich darf das sagen, ich leide mit den Azzurri, seit ich denken kann. 2006 nun prophezeite ich – wobei der Wunsch Vater des Gedankens war – in die­ ser Zeitung locker, Italien würde Fussballweltmeister. In der Finalnacht holte ich dann, um es nicht ganz allein erleben zu müssen, fürs Penaltyschiessen meine Toch­ ter aus dem Bett, die Erstklässlerin, und wir wurden zusammen Weltmeister. «Also diese Zeitlupen sind das Allerallerschwierigste an der WM», befand sie damals, «da müssen sie immer alles noch mal genau gleich spielen, die Schütteler.»

2007 hörte ich, es gebe bei Bern ein Mädchen, das auf die zahlreichen und aussergewöhnlichen Namen Lycra Nike Stella Cosma Caterpillar getauft sei. «Kann das sein?», fragte ich in der Kolumne, und noch gleichen­ tags meldete sich selbige Lycra: «Es kann!» Jahre später würde ich ihr in Zürich zufällig begegnen. Und, hey, sie

sieht genau so aus wie eine Lycra Nike Stella Cosma Caterpillar aussehen muss! 2008 hatte die Redaktion eine sauglatte Idee: «Der Haus­ mann kommt Ihre Fenster putzen!» Einige tausend Bewer­ bungen gingen ein, ausgelost wurde eine Andrea in Muota­ thal, die mir schon im Vorfeld beschied, ihr Haus habe dann im Fall 26 Fenster. Sechs­und­zwanzig! Doch zu meinem Frust waren die alle schon sauber, und es wollte sich trotz Krampfens und Polierens kein Putzgefühl einstellen. Nach fünf Stunden sagte Andrea: «Fertig.» – «Aber ich hab doch erst 23 Fenster geputzt», reklamierte ich; hatte sie eigens gezählt. Sie: «Nein, nein, ist okay.» Da platzte ihr Töchter­ chen heraus: «Maa, i dä Wöschchuchi! Und i dä Garaasch!» Diese drei Fenster hatte Andrea unterschlagen wollen: Staubfäden am Rahmen, Spinnweben am Glas, dreckstar­ rende Scheiben … Welch Putzgenuss, welche Befriedigung!

2009 lernte ich von der Landfrau Margreth an der Zürcher Herbstmesse Züspa das Züpfebacken. Auf einmal ging mein Butterzopf wunderbar auf und sah ansehnlich aus! Betonung auf ein Mal. Daheim habe ich die Züpfe kein zweites Mal so schön hinbekommen … 2010 gestand ich, ich hätte «Chleck» an den Fingern, diese kleinen, saumässig schmerzhaften Hautrisse. Hätte ich besser nicht getan! Noch Jahre später treffen Salben und Pasten ein, und die Tipps, wie den Rissen beizukommen sei, reichen vom Melkfett über eine Brustwarzensalbe bis zum Sekundenkleber. 2011 hörte ich von dem Bub im Emmental, der im Restaurant laut ausrief: «Lueg, Mama! Sperma ufem

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Suheil Semdan (6), Flüchtlingskind aus Syrien


MENSCHEN | MM23, 1.6.2015 | 17

Batzeli!» Sperma, auf dem Zweifränkler?! Je mehr die Mutter den Bub zu beschwichtigen suchte, desto lauter protestierte er: «Doch, lueg! Sperma!» Bis sich herausstellte: Einen «Sper-Maa» hatte er erspäht, einen Mann mit Speer. Der in Wahrheit aber eine Frau war: Helvetia. 2012 war ein Herr Schnyder in Bottmingen stink­ sauer. «Was dieser Friedli der Leserschaft zu vermitteln versucht, ist unter aller Menschenwürde, unter der Gürtellinie und schlicht ekelhaft!», wetterte der Leserbriefschreiber. Er hatte recht: Die Kolumne darüber, welches Gemüse die meisten Fürze zur Folge habe, hatte buchstäblich unter der Gürtellinie gehandelt. «Man darf nur hoffen, dass Friedlis Kinder bald diesen Haushalt verlassen!», schrieb der Empörte. Doch sie blieben.

Bild: Vera Hartmann

Und sie beschlossen 2013, ihre Handys nicht mit in die Sommerferien zu nehmen. Derjenige, der sich dann in Frankreich jeweils mit seinem Handy ins Gestrüpp schlich, um YB-Resultate zu checken, war der Vater. 2014 hatte unsere Tochter in den USA herzensgute Gasteltern. Aber ich musste aufpassen, was ich schrieb, denn sie gaben meine Kolumnen in ein Übersetzungsprogramm ein, und dass die lesbische Musikerin Amy Ray, die ich überaus verehre, zusammen mit ihrer Frau gerade Mutter geworden war oder Vaterin oder wie auch immer … Das entsprach nicht dem Weltbild dieser frommen Leute in Kentucky. 2015 erschien die letzte Kolumne unter dem Titel «Der Hausmann». Ob ich seither eine Putzfrau habe? Aber nein doch.

Neu

Mitmachen und gewinnen! Das Migros-Magazin verlost 50 signierte Bücher von Bänz Friedli. Teilnahme bis 7. 6. auf Migrosmagazin.ch/glücksgriff Ab sofort ist Bänz Friedlis vierter und letzter Band mit «Hausmann»-Texten bei Ex Libris erhältlich. «Es gibt Tage, da sind alle Menschen blau und sprechen Chinesisch» (Hagenbuch bei Knapp) vereinigt die Kolumnen der Jahre 2011 bis 2015. An der Buchpremiere wird Bänz Friedli von Marco Fritsche befragt und liest aus dem neuen Buch: 9. Juni Zürich, «Kaufleuten», 20 Uhr.

Hausmann der Nation und Liebling der Schwiegermütter 2011 live in Glarus: Bänz Friedli schreibt seit zehn Jahren für das Migros-Magazin.


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Essay

Heim-EM Fechten

«Der Fechter ist ein stolzer Mensch»

Titelanwärter An der Fecht­EM in Montreux VD vom 5. bis 11. Juni duellieren sich die Athleten in den Kategorien Degen, Flo­ rett und Säbel – jeweils im Einzel­ und im Mann­ schaftswettbewerb. Dort sind die Schweizer mit Max Heinzer (27), Fabian Kauter (29), Benjamin Steffen (33) und Peer Borsky (24) Titelverteidiger.

Im Juni trifft sich die europäische Elite des Fechtsports in Montreux. Zu den Favoriten zählen auch die Schweizer. Wieso bringt unser Land immer wieder starke Fechter hervor? Ein Essay von Sportpsychologe Jörg Wetzel.

E

Der Beste aus dem Quartett ist momentan der Schwyzer Max Heinzer (links im Bild), die aktuelle Nummer 4 der Weltrangliste, der im Einzel und in der Mannschaft schon 14 Weltcupsiege feiern konnte. Auf dem glei­ chen Niveau kämpft der Berner Degenfechter Fabian Kauter (rechts im Bild), der unter seinem Künstlernamen Yuri auch als Musiker arbeitet. «Rappen ist für mich wie Golfen, ein schöner Ausgleich zum Fechten», sagt der ehe­ malige Ranglistenerste. Gymnasiallehrer

Beni Steffen strebt in

Montreux eine Team­ Goldmedaille an und will nächstes Jahr in Bra­ silien sowohl im Einzel als auch mit der Mann­ schaft Edelmetall holen. Der Zürcher Oberländer Peer Borsky ist mit 192 Zentimetern der Grösste und verblüffte vor einem halben Jahr am Grand Prix der Degenfechter in Katar mit dem zweiten Platz. Reto E. Wild www.fencingeuro2015.com

Es ist ein Schweizer Degenfechter, der in einem hochdramatischen Finish zum letzten Angriff ansetzt und den Final dieses Weltcupturniers gewinnt: Er springt fluchtartig von der 14 Meter langen Piste, auch Planche genannt, um sich vor dem frenetisch jubelnden Publikum zu krümmen und all die Anspannung aus sich herauszuschreien. Die Halle bebt, und man fühlt diese intensiven Emotionen. Als Aussen­ betrachter könnte man von dieser Geste verunsichert sein. Authentisch? Max Heinzer wiederholt diese emotionale Entladung immer wieder. Geschehen am Weltcup im deutschen Heidenheim im Januar dieses Jahres, die gleiche Szene wiederholt sich gar – und das ist atypisch im Fechtsport – einen Monat später in Vancouver, Kanada.

Kein Sieg ohne Niederlage. Man muss einstecken können. Der Fechter steht allein auf der Piste und trägt die volle Verantwortung. Er duelliert sich mit dem Gegenüber, muss blitzschnell Entscheidungen treffen, Niederlagen positiv verarbeiten, daraus lernen, um wieder erfolgreich angreifen zu können. Dazu benötigt er eine grosse Portion Selbstbewusstsein, mentale Stärke und Auftrittskompetenz – einst auch Ritterlichkeit genannt. Im Kampf fordert man dem Konkurrenten bis an die Grenze der Legalität alles ab, um ihm und seinem Trainer (Maître) nach einem zermürbenden Kampf die Hand zu geben und damit Respekt zu zollen. Es gehört sich nicht zu hadern, denn der Fechter ist ein stolzer Mensch, der die Contenance zu bewahren weiss.

Jörg Wetzel (46)

Die Schweizer Degenfechter mit den Zugpferden Max Heinzer und Fabian Kauter sind die grossen Aushänge­ schilder neben Benjamin Steffen und Peer Borsky, die das Team ergänzen. Wenn man die letzten Jahre betrachtet, so kann die Schweiz sehr stolz auf diese Athleten sein: Kauter und Heinzer befinden sich konstant in den Top Ten der Weltrangliste und führten das Klassement gar schon an – die Schweiz ist demnach wahrlich eine Fechtnation.

Buch: «Gold – mental stark zur Bestleistung», www.joergwetzel.ch

Wie kommt es dazu, dass die Schweiz immer wieder erfolgreiche Fecht­ karrieren hervorbringt? Die Sportart als solche prägt die notwendigen Eigenheiten eines Fechters. Einst aus kriegerischer Notwendigkeit ent­ standen, ist die Fechtlehre im euro­ päischen Raum mit der asiatischen Kampf­ und Lebensschule vergleichbar.

Nur wenige andere Sportler weisen diese Eigenschaften auf und wissen dementsprechend zu faszinieren. Es ist die hohe Kunst des Angreifens und Loslassens, des Gewinnenwollens und Niederlageneinsteckens; eben nicht kopflos, sondern mit klarer Strategie oder Intuition. Der Fechter scheint mir intelligent, clever, konsequent, machtorientiert, angriffslustig und mental stark zu sein. Er ist manchmal Tänzer und Stilist, manchmal auch ein Bluffer und Gambler, um dann wieder ein Duellant und Stratege zu sein.

ist Sportpsycho­ loge, sechsfacher Schweizer Meister im militärischen Fünfkampf und ausgebildeter Sportlehrer.

Wenn es innen stimmt, dann zeigt es sich auch gegen aussen. Wir reden dann von authentischem Verhalten – auch dann, wenn sich der Fechtsportler, wie im Fall von Max Heinzer, vor der Menge krümmt, um all seinen aufgestauten Emotionen freien Lauf zu lassen.» MM

Bilder: Keystone, PD

Illustration: Tina Berning/2agenten


MENSCHEN | MM23, 1.6.2015 | 19

Fechter sind laut JÜrg Wetzel intelligent, clever, stolz, konsequent, macht­ orientiert, angriffslustig und mental stark.


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Gesprächsrunde

«Man sollte sich für sein Gewicht nicht schämen müssen» Der neue Kinofilm «Bouboule» zeigt: Stark übergewichtige Jugendliche haben es schwer im Leben. René, Jasmin und Samuel über den ewigen Kampf gegen kulinarische Verführungen, Ausgrenzungen im Alltag und ihre Zukunftshoffnungen. Text: Ralf Kaminski, Yvette Hettinger Bilder: Basil Stücheli


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Lassen sich nicht unter­ kriegen: René Blum (oben Mitte), Jasmin Aregger und Samuel Wanner.


Das ganze Gespräch plus ein Experteninterview:

22 | MM23, 1.6.2015 | MENSCHEN

Migrosmagazin.ch

René, Jasmin, Samuel, könnt ihr euch er­ innern, wann euch zum ersten Mal bewusst geworden ist, dass ihr übergewichtig seid und dass das als nicht gut und unattraktiv gilt? René: Das war in der 6. Klasse der Primarschu­ le. Ich war nie dünn, auch immer etwas grösser als die meisten, aber ich war lange sehr sportlich. Des­ halb haben mich frühere Hänseleien auch nicht so gestört. Aber plötzlich wurde ich das grösste Mobbingopfer, war nicht mehr Teil der Klasse. Aus heiterem Himmel? René: Ja, sie liessen mich einfach nirgends mehr mitmachen. Das war hart, denn ich kannte die meisten schon seit dem Kindergarten. Jasmin: Bei mir fing es schon im Kindergarten an. Einmal haben sie mich deswegen sogar an einen Baum gefesselt. Im Sport konnte ich oft nicht richtig mitmachen und wurde immer als Letzte in Mannschaften gewählt. In der Oberstufe wurde es noch schlimmer. Ich habe viele Kollegen und Kolle­ ginnen verloren, die fanden: Du passt nicht zu uns. Aber ich hatte auch Kolleginnen, die zu mir hielten. Samuel: Ich war neun oder zehn, als ich gemerkt habe, dass die andern anders aussehen. Ging es um Fussball oder ums Gruppenwählen, hiess es: Den kann man nicht brauchen. Aber ich bin zum Glück in einer guten Klasse mit einem guten Zusammenhalt, und da gehöre ich dazu. Wie ist das, wenn man merkt, dass man ausgegrenzt wird? René: Man versucht zu kompensieren. Fühlte ich mich mies, habe ich Chips und Süssigkeiten

eingeworfen – ich habe mich fröhlich gegessen. Gleichzeitig habe ich mit Sport aufgehört. Inner­ halb von zwei Jahren habe ich von 90 auf 140 Kilo zugelegt. Und ich bin einfach nicht mehr zur Schule gegangen, musste Klassen wiederholen. Meine Eltern waren ver­ zweifelt. Erst als wir vor zwei Jahren von den Phi­ lippinen in die Schweiz gezogen sind, bin ich wie­ der zur Schule gegangen. Samuel: Obwohl ich nicht so stark ausgegrenzt wor­

zehn Kilo zugenommen. Auch andere Programme haben nichts gebracht. Schliesslich hörte ich von der Möglichkeit einer Magenbypassoperation und machte selbst einen Termin bei einem Chir­ urgen ab. Wann hat das mit dem Übergewicht über­ haupt angefangen? Schon von klein auf? Samuel: Nein, erst ab der 4. Klasse hat es so richtig angefangen – keine Ahnung, warum. Ich habe

Anlässen gehörte es ein­ fach dazu, viel zu essen. Hinzu kommt aber, dass ich ein Hormonproblem hatte: Ich verspürte des­ wegen kein Sättigungs­ gefühl. Diese Diagnose hat mich eher deprimiert. Kein Wunder, hat nichts beim Abnehmen gehol­ fen. Durch die Operation haben sich die Hormone nun eingependelt. René: Mein System hat sich so eingestellt, dass Abnehmen viel schwie­ riger geworden ist. Dazu kommen eine erhöhte

Im Alltag dreht sich fast alles ums Gewicht und das richtige Essen: Samuel Wanner, René Blum und Jasmin Aregger (von links).

den bin, habe ich mich am Anfang auch zurück­ gezogen, sass nur noch zu Hause, ging höchstens in den Dorfladen, um Cola, Eistee oder Schokoriegel zu kaufen. Aber ich habe das nur aus Frust gegessen, das war kein Genuss mehr, fast schon eine Sucht. Jasmin: Auch ich habe mich stark zurück­ gezogen und umso mehr gegessen, habe aber gemerkt, dass das nichts bringt. 2010 habe ich dann auf Anraten eines Arztes bei einem Programm mitgemacht. Da ging es um bessere Ernährung und mehr Sport. Ich habe die ganze Freizeit investiert – und

schon etwas mehr ge­ gessen als vorher, vor allem mehr Süssigkeiten. Aber auch mit dem Arzt zusammen haben wir nicht herausgefunden, wieso es zu einer so starken Gewichtszunah­ me gekommen ist. René: Bei uns liegt das Übergewicht in der Familie: Mein Vater und mein Onkel sind auch zu schwer. Zu Hause kam auch immer viel Essen auf den Tisch. Mein Vater brachte oft Speisen aus Europa mit, das war etwas Besonderes, und es wurde noch mehr gegessen. Jasmin: Auch bei mir sind viele in der Familie ten­ denziell übergewichtig. Besonders zu speziellen

Insulinresistenz und eine verlangsamte Verdauung – dadurch nimmt der Körper mehr aus der Nahrung auf, als gut ist. Wie geht ihr im Alltag damit um? Wie sehr achtet ihr aufs Essen? René: Sehr. Ich versuche, jeden Tag etwas weniger zu mir zu nehmen, als ich benötige. Ausserdem trinke ich viel Wasser. Besonders schwer fällt es mir, auf Süssigkeiten zu verzichten. Ein oder zwei Mal pro Woche erlaube ich mir was Kleines. Aber es ist ein tägliches Ringen. Jasmin: Essen ist immer ein Thema. Jedes Mal überlege ich: Ist das jetzt

gut? Ist es das Richtige? Am meisten stört mich, dass ich nicht einfach mit Freunden irgendwo was essen gehen kann. Es ist nie unkompliziert, damit muss ich mich abfinden. Samuel: Es ist jeden Tag ein Kampf. Und dann heisst es oft: Mach doch mehr Sport, dann könn­ test du auch mehr essen. Aber Sport ist nicht mein Ding. Erlebt ihr Nachteile wegen eures Gewichts? René: Ich habe das Glück, dass man mir dank meiner Grösse nicht so­ fort ansieht, wie schwer ich bin. Trotzdem gab es Kollegen, die damit Prob­ leme hatten. Mit denen will ich nichts mehr zu tun haben. Und im Adi­ positaszentrum haben sie mich schon gewarnt, es sei schwieriger, einen Job zu finden, als wenn man normalgewichtig ist. Jasmin: Bei mir sind auch ein paar Freundschaften deswegen zu Bruch gegangen. Wirklich ge­ merkt habe ich es aber bei der Lehrstellensuche: 50 Bewerbungen, nur Absagen. Auch wenn ich mal schnuppern gehen konnte. Sie haben zwar nie direkt gesagt, dass es wegen des Gewichts ist, aber natürlich war es deswegen. Einmal gings darum, ob ich oder eine schlankere Kollegin die Lehrstelle bekommt. Die Entscheidung fiel auf sie, obwohl sie in der Schule schlechter war als ich. Samuel: Der Beruf ist bei mir noch kein Thema. Schlimm ist, wenn ich eine neue Skihose oder ­jacke brauche … und nichts passt … Jasmin: Das ist der Tod … René: Kleiderkaufen ist wirklich das Schlimmste. Jasmin: Es ist soooo de­ primierend, wenn zwei Kolleginnen sich ein hübsches Kleid kaufen, und ich kanns als Einzige


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nicht tragen. Es ist schwierig: Man kann praktisch nichts ab der Stange kaufen. René: Wenn einem das XXL nicht passt und man nach dem XXXL fragen muss, ist das so peinlich. Und sie haben es auch nicht immer. Gibt es noch andere schwierige Momente? René: Busfahren. Ich brauche halt viel Platz, und wenn der Bus voll ist, kann das schwierig werden. Wenn mir dann jemand einen bösen Blick zuwirft, obwohl ich mich schon total klein und schmal mache, regt mich das auf. Ich mache mich ja nicht mit Absicht so gross und breit. Schlimmer ist es nur im Flugzeug: zehn Stunden auf einem kleinen Sitz, die Beine immer angezogen, schrecklich! Was lösen solche Erfahrungen bei euch aus? Legt man sich da mit der Zeit einen Panzer zu? Jasmin: Man fühlt sich nicht gut, denkt, es könnte doch auch anders sein. Aber die Leute verurteilen einen sofort, obwohl sie die Geschichte dahinter gar nicht kennen. René: Was ich am meisten hasse – wenn ich Sport mache und dann höre: Hey, Fettsack, das bringt ja gar nichts. Die Leute machen blöde Sprüche, statt einen zu motivieren und zu ermutigen. Das macht es einem noch schwerer. Jasmin: Das ist wirklich enorm verletzend. Man macht Sport, und die Leute sagen, iss doch einfach weniger. Oder mach doch einfach mehr Sport. Dann würde ich am liebsten sagen: Nimm doch du mal 40 Kilo Huckepack und mach das, was ich den ganzen Tag mache. Mal sehen, ob du das schaffst.

René: Man steht dauernd unter Beobachtung. Wenn man weniger isst, fragen sie: Bist du auf Diät? Liegt man rum, sagen sie: Du bist faul. Macht man Sport, heisst es: Das bringt ja doch nichts. Da frag ich mich: Was soll ich denn tun? Jasmin: Genau. Man kann machen, was man will, es ist nicht recht. Und wie sieht es aus mit einer Freundin oder einem Freund? Ist das schwierig? René: Sehr schwierig. Ich bin für viele Mädchen der beste Kollege. Das ist okay, so lange ich nicht mehr will. Das Problem ist, dass Mädchen mich mehr so als herzigen Teddybären sehen. Da erzählt mir eine Kollegin, dass sie einen Typen sucht, der nett ist und zuhört, der dies und das ist. Und ich merke, das entspricht ziemlich genau mir! Also frage ich sie, ob wir zusammen ausgehen wollen. Aber sie sagt Nein, sie wolle unsere Freundschaft nicht ruinieren. Das ärgert mich. Es wäre mir lieber, sie würde sagen, dass es an meinem Aussehen liegt. Hattest du schon mal eine Freundin? René: Ja, ein Mal. Als ich jünger und dünner und sportlicher war. Aber sie ist dann nach Deutschland weggezogen. Und jetzt habe ich dieses Teddybärimage. Samuel: Bei mir ist das noch nicht so ein Thema. Jasmin: Bei mir hatten auch plötzlich alle Kolleginnen einen Freund, nur ich nicht. Natürlich habe ich mich auch verliebt, aber daraus wurde nie etwas. Jetzt, nach der Operation, ist plötzlich ein Junge auf mich zugekommen – der arbeitet vis-à-vis von mir in Luzern, und nun sind wir

seit vier Monaten ein Paar. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich auf so etwas einlassen könnte. Aber er nimmt mich so, wie ich bin, und will mich nicht verändern. In den USA gibt es eine Fat-Pride-Bewegung. Das sind stark übergewichtige Menschen, die sagen, sie seien stolz so, wie sie sind. Die wollen gar nicht abnehmen. Könnt ihr euch so was für euch vorstellen? Samuel: Ich glaube nicht, dass auch nur ein einziger Übergewichtiger lieber dick ist, wenn er auch dünner sein könnte. Das ist bei mir ja auch so. Jeder Übergewichtige hat einen kleinen inneren Schmerz wegen seiner Figur. Wenn er sagt, es sei ihm egal, glaube ich ihm das nicht. René: Wenn jemand zufrieden ist, wie er ist, okay, super! Aber diese Fat-Pride-Menschen sind nicht einfach pummelig, sondern übergewichtig. Die spielen extrem mit ihrer Gesundheit. Jasmin: Klar kann es einem egal sein, was andere sagen und denken. Aber man kann doch nicht stolz darauf sein, dass man zum Beispiel 170 Kilo schwer ist und kaum mehr etwas machen kann. Ich finde schon, man sollte Übergewichtige respektieren und unterstützen. Aber spezielle Hotels und Kreuzfahrten wie in den USA, das ist übertrieben. René: Man muss nicht stolz sein auf sein Gewicht, aber man soll sich nicht schämen müssen. Jasmin, weshalb hast du dich trotz gewisser Risiken für eine Operation entschieden? Jasmin: Klar gibt es Risiken: die Narkose, ein falscher Schnitt. Es kann auch sein, dass man da-

nach doch nicht so stark abnimmt wie erhofft oder Nachbeschwerden bekommt. Und man muss wissen, dass man nach der Operation nur noch eingeschränkt essen kann. Deshalb kann es zu einer Mangelernährung kommen, doch dagegen gibt es Vitamintabletten. Aber bei mir lief alles gut. Mein Magen ist jetzt nur noch etwa so gross wie eine Banane. Und der Eingriff hat meinen Hormonhaushalt verändert, sodass ich nun ein Sättigungsgefühl spüre, wenn ich etwas esse. Wo seht ihr euch in zehn Jahren? René: Vielleicht wiege ich bis dann nur noch 100 Kilo, das sollte möglich sein, mit guter Ernährung und Sport. Ich muss einfach dranbleiben. Ich möchte Psychologie studieren und werde vielleicht die Uni hinter mir haben. Mit weniger Gewicht werde ich hoffentlich leichter akzeptiert und habe ein besseres Selbstwertgefühl. Jasmin: Bis dahin bin ich noch etwas dünner als heute, auf meinem Wunschgewicht – und fit. Ich kann mir vorstellen, beruflich noch einen neuen Weg einzuschlagen. Jetzt habe ich vielleicht auch Chancen in anderen Bereichen und werde nicht mehr so schnell abgewiesen. Samuel: Ich wollte lange Polizist werden, aber das wird wohl nichts. Jetzt möchte ich Koch werden. Ausserdem hoffe ich sehr, bis in zehn Jahren mein Normalgewicht erreicht zu haben. Andere schaffen das, also kann ich es auch. Im Alltag wird es dann keine seltsamen Blicke mehr geben. Heute fühlt es sich an, als ob ich im Gefängnis bin – in zehn Jahren werde ich frei sein. MM

Zu den Personen René Blum (18), Gymi­

schüler aus Beromüns­ ter LU. Auf den Philip­ pinen aufgewachsen als Sohn eines Schweizers und einer Philippinin, seit zwei Jahren in der Schweiz. 1,83 m gross, 139 kg schwer, seit zwei Jahren in Behandlung. Jasmin Aregger (17), Lehre als Detailhandels­ fachfrau in einer Con­ fiserie, aus Buttisholz LU. 1,63 m gross, 77 kg schwer (vor der Opera­ tion 110 kg), seit zwei Jahren in Behandlung. Samuel Wanner (13),

Sekundarschüler aus Niederhelfenschwil SG. 1,60 m gross, 90 kg schwer, seit über drei Jahren in Behandlung.

Film und Verlosung

Kinotickets für Schulklassen Der zwölfjährige Kevin, auch Bouboule (Kugel) genannt, wiegt 100 Kilo und hat keine grossarti­ gen Zukunftsaussichten. Dann lernt er den jun­ gen, coolen Wachmann Patrick mit seinem Hund kennen – und plötzlich ändert sich sein Leben. Das Migros­Magazin verlost 2 x 25 Tickets für die schweizerisch­ belgische Koproduktion «Bouboule». Es handelt sich um Spezial­ vorführungen für zwei Schulklassen. Details: Migrosmagazin.ch «Bouboule» startet am 4. Juni in den Kinos.


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in dem gleichnamigen Buch, das im Februar 2016 in den Verkauf geht. Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche der Jahrgänge 1996 bis 2006 aus der Region Basel. Weitere Informationen auf www.baslereule.ch

Mehr von der Migros Basel ab Seite 77

«Ich mag es gern bunt und vielfältig, auch in der Küche. Deshalb kaufe ich nie nur eine Frucht, sondern immer verschiedene Sorten. Wo die Früchte herkommen und ob sie gerade Saison haben, ist mir nicht so wichtig. Sehen die Produkte gut und frisch aus, kommen sie in den Einkaufskorb. Meine Lieblingsfrucht? Wassermelonen! Leider schmecken diese jedoch nirgendwo so gut wie in Italien.»

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28 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS­WELT

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Bericht und Jahresrechnung werden Ihnen von der regionalen Verwaltung sowie dem regionalen Genossenschaftsrat zur An­ nahme empfohlen. Nehmen Sie Ihr Recht zur Urabstimmung wahr! Wir freuen uns über Ihre Beteiligung. Ihre Migros

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Umfrage

Wie finden sich sehbehinderte Menschen in der Migros zurecht? Darum geht es in einer Umfrage,

die der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen (SZB) und die Detailhändlerin gemeinsam durchführen. Der Fragebogen, der bis 10. Juli online ausgefüllt werden kann, richtet sich an ältere Menschen mit Sehproblemen wie auch an sehbehinderte und blinde Kundinnen und

Auch wenn er nicht gerade einen Gesund­ heitspreis bekommt und viel Fett aufweist – der Cervelat begleitet uns von Kindsbeinen an. Kein 1. August ohne ihn, kein Grillfest und keine Schulreise ohne die Nationalwurst. Er hat viele Namen und ist in unzähligen Gerichten der Star. Kalt, warm, gebraten, grilliert, umwickelt oder gefüllt: Cervelat, wir lieben dich.

Kunden. Es geht unter anderem um die Auffindbarkeit von Produkten im Laden oder um die Beschriftung von Verpackungen. Auch Einkäufe im Online-Supermarkt LeShop sind ein Thema. Das Ziel der Umfrage ist, die Einkaufsbedingungen in der Migros zu optimieren. Denn die Filialen sollen für alle Kundengruppen

13,4 g Eiweiss 21,5 g Fett 0,5 g Kohlenhydrate

ca. 249 kcal pro 100 g

benutzerfreundlich sein. Es ist wichtig, dass möglichst viele Personen mitmachen. Das Migros-Magazin bittet aus diesem Grund seine Leserinnen und Leser, Bekannte mit Sehbehinderung auf die Umfrage aufmerksam zu machen. Der Fragebogen findet sich unter: www.szb-umfrage2015.ch

Der Cervelat ist kurz, dick und besteht in der Regel aus 27% Rindfleisch, 23% Eiswasser, 20% Wurstspeck, 15% Schweinefleisch und 15% Schwartenblock. Rezepte ab Seite 55

Bild: Kurzschuss photography gmbh/Damian Imhof

persönliche Stimmkarte für die Urabstimmung 2015 in den letzten Tagen erhalten.


Zahl der Woche

Anzeige

MIGROS­WELT | MM23, 1.6.2015 | 29

alles für ihre Gesundheit.

30 000 000

erste Hilfe bei Verletzungen und erkrankungen

So viele Glacelutscher wird der M-Industriebetrieb Midor voraussichtlich dieses Jahr produzieren.

amavita – Sich einfach besser fühlen.

% 0 –2 Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Die Migros gibt Einsparungen bei Molkereiprodukten vollumfänglich an ihre Kunden weiter. Das Unternehmen senkt deshalb die Preise auf verschiedenen Artikeln. Aufgrund schlechter Ernteerträge steigen hingegen die Haselnuss­ preise, was bei einigen M-Classic-Müesli und Farmer-Joghurts eine Preiserhöhung zur Folge hat. Ebenfalls von Ernteausfällen betroffen sind verschiedene Marroniprodukte. Hauptgründe dafür sind der Befall der Kastanienbäume durch Gallwespen und die nasse Witterung.

Ausgewählte Beispiele

Preis alt*

Preis neu*

in %

M-Budget Flûtes Mini, 200 g

2.00

1.95

–2,5%

M-Budget Feta, 250 g

2.65

2.50

–5,7%

M-Budget Scheibenkäse, 370 g

3.70

2.95

-20,3%

Appenzeller mild, per kg

16.50

16.00

–3,0%

Slimline Blanc Battu Himbeer, 150 g

1.10

1.05

–4,5%

M-Classic Choco Drink, 1 l

1.45

1.40

–3,4%

Banago Choco Drink, 250 ml

0.95

0.90

–5,3%

M-Classic Ice Coffee, 1 l

1.55

1.50

–3,2%

Léger Joghurt Drink Himbeere, 500 ml

1.65

1.60

–3,0%

Yogos Nature, 500 g

2.30

2.10

–8,7%

M-Classic Müesli Truffes, 150 g

0.85

0.90

5,9%

Farmer Joghurt Schokolade, 225 g

1.95

2.00

2,6%

M-Classic Marroni ganz, 500 g

6.00

6.60

10,0%

Bio Marroni Purée, 250 g

2.40

2.60

8,3%

M-Classic Vermicelles, fixfertig 3 x 200 g

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5.70

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30 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

100 neue Ideen: Ob himmelblau oder regengrau, mit der passenden Idee aus dem Sommerbuch kommt keine Langeweile auf.

Gut verpackt und satt gewickelt

Auf der Glut kochen. Grillmeister, die grosse Fleischstücke in Zeitungs­ papier oder Baumwolltücher wickeln und in glutroter Holzkohle garen, sind vor allem in Südamerika anzutreffen. Wir haben verschiedene Ver­ packungen für das Grillgut ausprobiert. Es funktioniert mit Bananen­ blättern, Alufolie – und tatsächlich auch mit Zeitungspapier. Tipp: Damit das Fleischstück gleichmässig gart, sollte es immer mit reichlich glühender Holzkohle bedeckt sein. Texte: Sonja Leissing; Bilder: Daniel Ammann; Styling: Mira Gisler; Rezepte: Kathrin Klaus


MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 31

Grillierempfehlung

Journalistenbraten

Zutaten für 4 Personen 900 g Schweinshalsbraten 3 EL Senf 2 EL HOLL-Rapsöl 1 TL Paprika 1 TL Salz, wenig Pfeffer

2 Bund Thymian 1 Bund Rosmarin Backpapier zum Einwickeln 2 Zeitungen (Schwarz-weiss-Druck) Küchenschnur Zubereitung

1. Reichlich graue Glut vorbereiten, darin wird dann das Fleisch gegart. Schweinshals trocken tupfen. Senf mit Öl, Paprika, Salz und Pfeffer verrühren. Fleisch damit bestreichen. Die Hälfte der Kräuter auf ein grosses Stück Backpapier geben. Fleisch auf die Kräuter legen, mit restlichen Kräutern bedecken.

Fleisch erst in Backpapier einwickeln wegen der Druckerschwärze. Zeitungen ausbreiten und lagenweise mit Wasser anfeuchten. Fleisch im Backpapier mit Zeitungspapier satt umwickeln. Zum Paket verschnüren. 2. Die Hälfte der Glut herausheben. Braten im nassen Zeitungspapier auf die Glut legen und mit der herausgenommenen Glut bedecken. Braten ca. 2 Stunden garen. Braten aus der Asche heben. Papier entfernen. Fleisch in Tranchen schneiden. Dazu passen Folienkartoffeln und Maiskolben.

1. Grillieren im Zeitungspapier Zugegeben, diese Variante mag ein bisschen ausgefallen klingen. Aber sie funktioniert wunderbar (siehe Rezept). Beim Grillieren in Zeitungspapier verbrennen nur die äussersten Schichten, die inneren bleiben intakt. Die Methode eignet sich gut für grosse Fleischstücke.

Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

+ ca. 2 Stunden in der Glut grillieren

Pro Person ca. 39 g Eiweiss, 25 g Fett, 2 g Kohlenhydrate, 1600 kJ/400 kcal

2. Dämpfen in der Alufolie Die Alufolie ist der Klassiker. Mit ihr gelingt praktisch alles. Gemüse bleibt knackig und saftig, auch Kartoffeln bekommen den gewünschten Biss. Die Alufolie schützt die Aromastoffe. Und beim Öffnen entströmt jedem Päckchen ein köstlicher Duft.

3. Schmoren im Bananenblatt

Bananenblätter (z. B. vom Asia-Shop) sind ideal für auf den Grill. Sie schützen Fleisch oder Fisch vor dem Austrocknen und Anbrennen. Noch ein Pluspunkt: Man kann das Grillierte gleich auf dem Blatt servieren. Vor Gebrauch müssen die Bananenblätter gewaschen werden.

Das Buch mit 100 neuen Ideen für jedes Sommerwetter gibt es für Fr. 7.70 nur in der Migros. Laden Sie Ihre eigene Idee auf www.100ideen.ch hoch und nutzen Sie die Chance, jede Woche eine Geschenkkarte im Wert von 1000 Franken zu gewinnen.


32 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

100 neue Ideen: Ob regengrau oder himmelblau, mit der passenden Idee aus dem Sommerbuch kommt keine Langeweile auf.

Brunch aus dem Ofen

Zutaten: 8 Cherrytomaten, 200 g Luzerner Rahmkäse, 6 Tranchen Bratspeck, 1 Focaccia mit Kräutern à 240 g, 2 Zweige Petersilie. Zubereitung: Backofen auf 210 °C vorheizen. Tomaten in Scheiben schneiden. Käse würfeln. Specktranchen halbieren. Alles auf der Focaccia verteilen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Im Ofen 8–10 Minuten backen. Petersilie grob hacken und darüberstreuen. Zum Servieren in Stücke schneiden.


MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 33

Produkte

Fürs Brunchen und Grillieren

Chavroux Fr. 3.20

TerraSuisse Bratspeck, Midi-Schale, per 100 g Fr. 2.30

Kräuter-Butter, 100 g Fr. 2.70

TerraSuisse Schweinskotelett Aktueller Tagespreis

Zweifel XXL Chips Paprika Aktion 20% Fr. 5.95* statt 7.60

Tangan No 33 Backtrennpapier Fr. 2.50

* vom 2. bis 8. 6., solange Vorrat

Focaccia mit Kräutern Fr. 3.– ASC Pangasiusspiess, mariniert, Vietnam, per 100 g Fr. 2.70

Lachsspiess Margherita, Norwegen, per 100 g Fr. 4.60

Holzkohle FSC, 5 kg Fr. 7.95


Christa Rigozzi Botschafterin für Excellence Flussreisen

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Die Excellence Rhône fährt auf den Gewässern der Rhône und Saône und dies unter Schweizer Flagge! Die Kabinen auf dem Mittel- und Oberdeck, gefertigt aus edelsten Materialen, sind 16 m2 gross mit französischem Balkon, ausgestattet mit Dusche/WC, Föhn, Klimaanlage, Minibar, Safe, Telefon.

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Ihr Reiseprogramm – Route 1 1. Tag: Schweiz–Avignon. Busanreise nach Avignon. 2. Tag: Arles–Port St. Louis. Stadtrundgang in Arles (*) und Ausflug in die Camargue (*). 3. Tag: Avignon. Besichtigung Papstpalast (*). 4. Tag: Viviers–La Voulte. Ausflug (*) Schluchten der Ardèche (*). Flussfahrt nachmittags. 5. Tag: Lyon–Trévoux. Stadtbesichtigung Lyon (*) und Beaujolais (Fr. 40.–). 6. Tag: Mâcon–(Cluny)–Chalon-sur-Saône. Ausflug zu den Burgen und Schlössern mit Cluny (*). 7. Tag: Chalon–St. Jean de Losne. Ausflug (*) durch das Burgund mit Besichtigung von Beaune. 8. Tag: St. Jean de Losne–Schweiz. Ausschiffung mit Besichtigung von Dijon (inkl.) Busrückreise. St. Jean de Losne–Avignon – Route 2 Reise in umgekehrter Richtung. Details auf Anfrage.

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MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 35

Machen Sie mit und senden Sie uns Ihr Bild! Migrosmagazin.ch

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Frühstück vom Grill

Mitmachen und Preise gewinnen!

Das Migros-Magazin sucht die besten Sommerbilder. Schicken Sie uns Fotos Ihrer Sommeraktivitäten und gewinnen Sie tolle Preise. Passende Inspirationen finden Sie zum Beispiel im Migros-Buch «100 neue Ideen für jedes Sommerwetter».

Jetzt mitmachen: Realisieren Sie Ihre Sommerideen, machen Sie ein Foto davon und laden Sie dieses auf Migrosmagazin.ch hoch. Drei Ideen finden Sie jeweils im Migros-Magazin, weitere Vorschläge auf 100Ideen.ch sowie im Buch «100 neue Ideen für jedes Sommerwetter». Jede Woche gewinnen die drei Leser mit den originellsten Bildern einen Preis. Zudem wird nach sechs Wochen ein Hauptgewinner gewählt. Dieser gewinnt Ferien im Wert von 1500 Franken.

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Schlechtwetter-Idee Wenn abends die Lichter ausgehen und es dunkel wird, werden die Schattentiere aktiv. Ob Elefant, Raubvogel oder Krokodil – die Wildnis kann man sich mit einer Taschenlampe und einem Leintuch in jedes Kinderzimmer holen.

Schönwetter-Idee Nicht nur abends lohnt es sich, den Grill anzuwerfen. Auch zum Frühstück schmeckt ein Spiegelei vom Grill ausgezeichnet. Empfehlenswert ist auch die Zubereitung des typischen «English Breakfast» mit Speck, Chipolata und Eiern.

Schlechtwetter-Idee Das Chriesistei­Säckli funktioniert wie eine kleine, natürliche Klimaanlage. Erwärmt werden sie in einer Mikrowelle – eine Minute bei 800 Watt. Zum Kühlen gehts ins Gefrierfach. Für ein Kirschsteinkissen braucht es 400 Gramm Kirschkerne, die in eine Stofftasche aus Baum­ wolle gefüllt werden.

Gewinnen Sie 6 Übernachtungen für 2 Personen inklusive Halbpension im Viersterne-SuperiorHotel Schwarzbrunn im Tirol im Wert von 1500 Franken und ver­ bringen Sie erholsame Stunden am Aussen­ pool. Bei Schlechtwetter geniessen Sie «Wellness, die erdet» – schliesslich befindet sich das Hotel an einem echten Kraft­ platz: in Stans, am Fuss des mächtigen Kar­ wendel, unweit der (be­) rauschenden Wolfs­ klamm und des ältesten Wallfahrtsorts in Tirol. www.schwarzbrunn.at Teilnahmebedingungen

Teilnahmeschluss ist jeweils am Sonntag um Mitternacht. Weitere Teilnahmebedingungen und Infos online auf: Migrosmagazin.ch


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Mini-Windrad pro Stück

1.90

Kerze im Glas erhältlich in diversen Farben, pro Stück

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Migros Ambiance Duftkerze mit Farbwechsel z.B. Tropical, pro Stück

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Steakmesser im 6er-Pack

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Cucina & Tavola Becher 2 dl gemischte Farben mit Netzmuster, 30 Stück

4.90

Rotho Wave Eis am Stiel im 4er-Pack

Erhältlich in grösseren Migros-Filialen, solange Vorrat.


MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 37

Rotes Kreuz

Helfer in grösster Not Migros-Mitarbeiter Marcel Ducceschi ist als Logistiker im nepalesischen Erdbebengebiet im Einsatz. Er hat in Kathmandu ein Verteilzentrum für dringend benötigte Hilfsgüter aufgebaut. Text: Michael West

Bilder: Marco Ducceschi

Oben: Marcel Ducceschi (rechts) in einer Zelthalle mit Hilfsgütern.

A

us den Schlagzeilen ist das Erd­ beben von Nepal fast völlig verschwunden. Vor Ort ist die Not noch immer gross. Über 8600 Menschen sind bei der Katastrophe ums Leben gekommen, ganze Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht. Die vielen Obdachlosen benötigen dringend Hilfsgüter. Die internationalen Helfer im Erdbeben­ gebiet sind unter Zeitdruck: In wenigen Wochen beginnt der Monsun; heftiger Regen macht dann viele Strassen unpassier­ bar, und die Hilfslieferungen in die abgele­ genen Orte werden zusätzlich erschwert. Marcel Ducceschi (52) gehört zu einem sechsköpfigen Logistikteam des Schwei­ zerischen Roten Kreuzes, das in der Haupt­ stadt Kathmandu stationiert ist. Von seinem Arbeitgeber, dem Migros­Genossenschafts­ Bund (MGB), hat er einen fünfwöchigen unbezahlten Urlaub für seinen freiwilligen Hilfseinsatz bekommen und in Kathmandu nun ein Verteilzentrum für Non­Food­ Hilfsgüter aufgebaut: In grossen Zelthallen lagern − vor der Witterung geschützt − unter anderem Wolldecken, Planen, Werkzeuge, Hygiene­ und Küchenartikel. Aus diesem Arsenal werden die verwüsteten Dörfer ver­ sorgt: Helikopter und Lastwagen, aber auch Eselskarren und Yaks befördern die Güter in die zerstörten Ortschaften. Mit Waren­ strömen kennt sich Ducceschi aus: Für den

Links: Rot-KreuzMitarbeiter beladen einen Lastwagen, der seine Fracht in zerstörte Dörfer bringen wird.

MGB optimiert er die Lieferprozesse vom Hersteller über Migros­Verteilzentren bis in die Supermärkte. Als Leiter «Supplier Sys­ tems» führt er ein 30­köpfiges Team, das die Unternehmen der Migros berät und unter­ stützt. Bis zu 15 Stunden am Tag im Einsatz

Jetzt nützt ihm sein Fachwissen aus dem Migros­Alltag unter extremen Bedingungen: Rund 100 Paletten Hilfsgüter verlassen täglich das Zwischenlager; bis zu 15 Stun­ den täglich arbeiten Ducceschi und die an­ deren Rot­Kreuz­Logistiker. Hinzu kommt, dass auch die Lage in der Hauptstadt nicht

ungefährlich ist: Hier gibt es ebenfalls viele Schäden. Manche Häuser sind in Schieflage und werden nur noch von Nachbargebäuden gestützt. Bei einem Nachbeben könnten die beschädigten Bauten einstürzen. Zur Sicher­ heit schlafen die meisten Helfer darum in Zelten. Ein Kollege hat Ducceschi kürzlich am Telefon gesagt, er halte ihn für einen Helden. «Das bin ich nicht», sagt der Migros­Mann mit Nachdruck. «Ich habe meine Schweizer Komfortzone ja nur für fünf Wochen ver­ lassen. Helden sind für mich die Einheimi­ schen, die der Not mutig und mit erstaunlich viel Optimismus trotzen.» MM


38 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

Haben Sie eine Frage?

Frage der Woche

«Werden für die Pflegeprodukte der Mibelle Tierversuche durchgeführt?»

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0848 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Der M-Industriebetrieb Mibelle AG Cosmetics hat seit seinem Bestehen noch nie Tierversuche durchgeführt oder in Auftrag gegeben.

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–17.00 Uhr, 8 Rp./Min.* Samstag: 8.30–12.30 Uhr, 4 Rp./Min.*

Neue Pflegeprodukte der Mibelle werden, nachdem die Unschädlichkeit der Rohstoffe geklärt ist, an freiwilligen Testpersonen auf ihre Wirkung und auch auf die Verträglichkeit geprüft.

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MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 39

Garten

Sorgenfrei gegen Unkraut Unkrautvertilger mit Glyphosat sind umstritten. Vorsorglich hat die Migros Produkte mit diesem Wirkstoff aus dem Sortiment genommen. Eine Gefahr für die Kunden bestand zu keiner Zeit. Text: Sabine Müller

D

er Wirkstoff Glyphosat, der in vielen Unkrautvertilgern oder Herbiziden enthalten ist, steht seit einiger Zeit in der Kritik. Glyphosat ist ein seit 1975 zugelassenes, in der Schweiz häufig eingesetztes Herbizid. Auch Hobbygärtner konnten sich bisher damit versorgen, um ihre Gärten ohne Handarbeit von Unkraut zu befreien. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Welt­ gesundheitsorganisation (WHO) hat Glyphosat als «wahrscheinlich krebs­ erregend» eingestuft. Das Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft be­ urteilt Glyphosat dagegen weiterhin

als gesundheitlich unbedenklich und sieht im Moment keinen Anlass, die Zulassung einzuschränken. Dennoch hat die Migros vorsorglich den Unkrautvertilgerspray und das Unkrautvertilgerkonzentrat ihrer Eigenmarke Mioplant schon letztes Jahr auf Pelargonsäure umgestellt. Dieser Wirkstoff kommt in natürlichen Ölen und in Storch­ schnabelgewächsen vor. Auch die Fremdmarken im Sortiment sind frei von Glyphosat

Pelargonsäure ist biologisch abbaubar und umweltschonend. Die Unkrautvernichtungsmittel der in der Migros erhältlichen Marke Neu­ dorff enthalten grundsätzlich kein

Glyphosat, und von der Marke Gesal wurde von Anfang an ausschliesslich die Produktreihe mit Pelargonsäure verkauft. Zuletzt hatte die Migros nur noch zwei Produkte des Her­ stellers Maag mit dem Wirkstoff Glyphosat im Sortiment, diese sind nun seit dem 26. Mai nicht mehr im Verkauf. Marianne Künzle, Landwirtschafts­ expertin von Greenpeace Schweiz, begrüsst es, «dass der Markt mit gutem Beispiel vorangeht und die Migros die Verantwortung über­ nimmt, Hobbygärtner aufzuklären und generell die Kunden in Bezug auf die Verwendung von Pestiziden zu sensibilisieren.» Jeder noch so kleine Schritt sei wichtig. MM

Diese beiden Produkte sind in der Migros nicht mehr erhältlich.

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Alle Optionen und Details: M-Budget-Produkte sind erhältlich bei:

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40 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

Jarimba

Fröhliches Trio Die Limonaden von Jarimba präsentieren sich ab sofort im neuen Outfit. Jedes der drei Süssgetränke trägt ein tierisches Maskottchen auf dem knallbunten Etikett. Und die Himbeerfans feiern ein Wiedersehen mit dem Himbo-Nilpferd.

Aktion 33 % auf alle Jarimba-Limonaden im 6er-Pack à 1,5 l vom 2. bis 8. 6.

Die M-Industrie stellt viele beliebte MigrosProdukte her. Dazu gehören auch die Jarimba-Limonaden.

Die Beerige

Die Exotische

Die Süssherbe

Himbo mit Himbeergeschmack gibt es bereits seit 1996 in der Migros, seit 2007 unter der Marke Jarimba und seit Kurzem wieder mit dem rosa Nilpferd als Maskottchen.

Die Kombination aus Orange und Mango hat einen Fruchtsaftanteil von vier Prozent. Vom neu gestalteten Etikett grüsst ein fröhliches Äffchen.

Ein grüner Lemur ist das Markenzeichen der neuen Jarimba-Limonade. Sie überrascht mit dem süssherben Geschmack von Zitrone und Holunderblüte.

Jarimba Orange-Mango, 1,5 l* Fr. 1.65

Neu Jarimba Zitrone-

Jarimba Himbo, 1,5 l* Fr. 1.65

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42 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

Der Chefmetzger empfiehlt

Steaks vom Feinsten «Das Rindshohrückensteak ist aufgrund der gleichmässigen Maserung zart im Biss und perfekt für den Grill. Servieren Sie dazu eine Knoblauchsauce. Oder probieren Sie Chimichurri aus, eine würzige, leicht säuerliche Kräutersauce, die in Argentinien zu Gegrilltem gegessen wird.» Rindshohrückensteak, per 100 g

Aktueller Tagespreis

«Wenden Sie das Steak vom Schweinsnierstück immer mit einer Grillzange und nicht mit einer Gabel, sonst läuft der Fleischsaft aus, und das Steak wird trocken. Dazu passen Kräuterkartoffeln oder Baked Potatoes.»

Bild und Styling: Christine Benz

Schweinsnierstück, per 100 g Aktueller Tagespreis


MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 43

«Wir bieten hohe Qualität und gute Beratung an und vermitteln alles Wissenswerte über Steaks.»

Chefmetzger Jakob Reinhard, Migros-Filiale Schönthal in Füllinsdorf BL.

Die grosse Auswahl an der Theke bietet jedem das passende Stück Fleisch.

Noch Fragen oder Wünsche? «Nehmen Sie das T-Bone-Steak eine halbe Stunde vor dem Grillieren aus dem Kühlschrank. Das T-Bone-Steak vereint ein Entrecôte und ein Stück Filet. Durch den T-förmigen Knochen in der Mitte erhält das Fleisch einen ausgezeichneten Eigengeschmack.» T-Bone-Steak, per 100 g Aktueller Tagespreis

An den Frischetheken für Fleisch

beantworten die fachkundigen Metzger Fragen aller Art, zum Beispiel zur Qualität und Herkunft der Produkte, deren Lagerung oder Zubereitung. Häufig besteht Informationsbedarf darüber, welche Menge pro Person benötigt wird, wie ein Steak beim Grillieren saftig bleibt oder wie man ganze Stücke im Ofen schmort. Auch zum Thema Tierhaltung kann das bestens geschulte Fachpersonal an der Frischetheke Auskunft geben. Für Kleinhaushalte ist die bediente Theke perfekt: Hier wird auch ein noch so kleiner Fleischeinkauf geschnitten, gerollt oder geklopft. Und wer nicht so oft zum Posten kommt, kann sich die Fleischstücke auf Vorrat auch in Vakuum packen lassen.

Gut zu wissen

280

Frischetheken gibt es in den Migros-Filialen.

1400

Metzger sind an den Migros-Frischetheken im Einsatz, um kompetent zu beraten und spezielle Wünsche zu erfüllen.

3

Wochen werden Steaks mindestens gelagert, damit sie die gewünschte Zartheit erlangen.


44 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

Anna’s Best

Zum Dippen und Naschen

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Ausgedehnte Apéros im Freien gehören zu den zahlreichen Vorzügen,

die der Sommer mit sich bringt. Da können Antipasti auch mal zur Hauptspeise werden. Das Sortiment von Anna’s Best bietet eine reiche Auswahl an feinen Dips und Häppchen, von denen viele vegetarisch sind. Neben Klassikern wie getrockneten Tomaten oder Oliven findet man diverse Humusvarianten und eine cremige Guacamole aus Avocadomus, Zwiebeln und Tomaten.

Neu Anna’s Best Vegi Humus Nature, 175 g Fr. 2.70 statt 3.40

Anna’s Best Vegi Humus Trio Curry, Olive, Pomodori, 210 g* Fr. 3.60 statt 4.50 * in grösseren Filialen

Anna’s Best Vegi Guacamole Mexican Style, 200 g* Fr. 2.95 statt 3.70

Anna’s Best Oliven mit Weichkäse, 150 g Fr. 3.60 statt 4.50

Bild und Styling: Claudia Linsi; Illustration: Mira Gisler

Die Antipasti von Anna’s Best eignen sich ausgezeichnet als Apérobeilage.

Aktion: 20% auf alle Antipasti von Anna’s Best vom 2. bis 8. 6.


MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 45

aha!

Pastagenuss ohne Reue Eine typische Schweizer Spezialität komplettiert das aha!-Sortiment: Neu gibt es Hörnli ohne Gluten, Weizen und Eier. Somit kommen auch alle Pastafans, die gluten- oder weizenfreie Nahrungsmittel bevorzugen, in den Genuss der beliebten Teigwaren. Für die Herstellung werden ausschliesslich Maismehl und Maisstärke verwendet. Gleiches gilt für die Penne und Spaghetti in aha!-Qualität, die dank überarbeiteter Rezeptur geschmacklich keinen Vergleich scheuen müssen.

Hörnli mit Gemüseragout Zutaten für 4 Personen 200 g Kefen

2 Bund Radieschen 200 g Champignons 500 g Hörnli* Salz 1 EL Olivenöl 1 dl Gemüsebouillon* 1 dl Rahm* ½ Zitrone 1 Bund Basilikum Pfeffer Zubereitung

1. Kefen und Radieschen halbieren, Champignons vierteln. Hörnli in reichlich Salzwasser al dente kochen. Abgiessen und abtropfen lassen. 2. Öl in einer Pfanne erhitzen. Kefen und Pilze darin unter gelegentlichem Schwenken 2–3 Minuten dünsten. Radieschen beigeben und kurz mitdünsten. Bouillon und Rahm beigeben. Ca. 1 Minute köcheln lassen. Zitronenschale fein dazureiben. Basilikum dazuzupfen. Mit Salz, Pfeffer und wenig Zitronensaft abschmecken. Mit den Hörnli servieren.

Hörnli mit Gemüseragout sind für Personen, die an einer Unverträglichkeit leiden, kein Tabu mehr. Denn Hörnli gibt es jetzt auch in aha!-Qualität.

Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Bild und Styling: Claudia Linsi

Empfohlen durch Recommandé par Raccomandato da Service Allergie

Pro Person ca. 13 g Eiweiss, 13 g Fett, 106 g Kohlenhydrate, 2600 kJ/620 kcal

Das Gütesiegel von aha! kennzeichnet Produkte, die auch bei einer Allergie oder Intoleranz besonders verträglich sind. Sie sind frei von Inhaltsstoffen wie Laktose oder Gluten.

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Rezept www.saison.ch


46 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

Zur MigrosGenossenschaft Wallis gehören

Filialen im franzö­ sisch­ und deutsch­ sprachigen Wallis.

Migros-Mitarbeiter Gregory Roten fischt eine Regenbogenforelle aus dem Teich, Kollegin Patricia Mejuto Seijo hilft ihm dabei.

Fotorätsel

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«Aus der Region. Für die Region.» ist das Versprechen der Migros, in jeder Region eine grosse Vielfalt an Produkten anzubieten, die in der Region her­ gestellt werden und auch nur in der Region erhältlich sind. Dank jahrzehntelangem Engagement umfasst das Migros­Sortiment heute rund 8000 regionale Produkte.

Geisskäse mit Honig und Erdbeeren: Die beiden MigrosMitarbeitenden geniessen ihren Snack an der Schifflände in Meggen LU.

Schauen Sie den RegionenVertretern beim Wursten zu. Ausderregion.ch


MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 47

Aus der Region. Für die Region.

Auf ins Wallis!

Migros-Mitarbeitende zu Besuch in einer anderen Region: Nach dem Fischen am Étang des Rochers geht es nach Granges VS in die Wursterei. Text: Claudia Schmidt Bilder: Anne Gabriel-Jürgens Illustration: Noel Fischer

A

m Étang des Rochers, einem Teich oberhalb von Sitten – ist Gregory Roten ganz in seinem Element. Der Fachleiter Metzgerei der Migros Sierre fischt leidenschaftlich gern. Dass er seinem Hobby heute in Gesellschaft der Migros-Kollegin Patricia Mejuto Seijo aus Lausanne VD frönt, hat einen Grund: Migros-Mitarbeitende laden sich gegenseitig ein, um einen Einblick in andere Regionen zu bekommen und Produkte des Labels «Aus der Region. Für die Region.» direkt vor Ort kennenzulernen. Kaum hat Gregory Roten seine Angel ausgeworfen, hängt eine Forelle dran. Das motiviert Patricia Mejuto Seijo, und schon greift die Fachverkäuferin für Back- und Bäckereiwaren aus der Migros Romanel selbst zur Rute – und macht dabei für eine Anfängerin durchaus eine gute Figur. Anschliessend stärken sich die beiden mit zwei typisch regionalen Spezialitäten: Trockenwurst und Walliser Roggenbrot. Nach dem Ausflug ans Wasser geht es nach Granges zu Gérald und Daniella Couturier, den Produzenten der köstlichen Wurst. Dort krempeln sie die Ärmel hoch und helfen mit, die Wurstmischung zu Würsten zu verarbeiten.

Gregory Roten ist Leiter der Metzgerei­

abteilung der Migros in Sierre VS. In seiner Freizeit greift er am liebsten zur Angel. Sein Lieblingsort ist deshalb ein kleiner, malerisch gelegener Fisch­ teich oberhalb von Sitten.

Wursten will gelernt sein

Was bei Gérald Couturier einfach aussieht, ist für den Laien eine Herausforderung. Prompt gerät die erste Wurst, welche die beiden «Lernenden» produzieren, mehrere Meter lang. Meister Couturier schmunzelt und hilft, sodass schon der nächste Versuch erfolgreicher verläuft. Als Patricia Mejuto Seijo und Kollege Gregory Roten ihre Eigenproduktion schliesslich zum Trocknen aufhängen dürfen, ist ihnen der Beifall vom Profi gewiss.

Patricia Mejuto Seijo ist Fachangestellte für Back- und Bäckereiwaren in der Migros Romanel in Lausanne VD. Sie besucht die Region Wallis.

Trockenwürste «Le Montagnard»

Seit 20 Jahren produzieren Gérald und Daniella Couturier Trockenwürste. Bis zu 20 Sorten reifen in ihrem Betrieb in Granges VS jeweils vier Wochen lang und verlieren dabei bis zu 45 Prozent ihres ursprünglichen Gewichts.


48 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

Blévita

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Denn das knusprige Mehrkorngebäck ist der ideale Snack für unterwegs. Wer die Abwechslung liebt und mehr als nur eine Sorte bevorzugt, hat die willkommene Qual der Wahl, denn Blévita empfiehlt sich in Geschmacksrichtungen vielfältiger Art. Damit der

kostbare Pausensnack den Transport in Rucksäcken und Znünitaschen unbeschadet übersteht, gibt es jetzt zu den vier beliebtesten Sorten im Duopack gratis eine Aufbewahrungsbox dazu. Sie hat einen praktischen Clipverschluss, besteht aus lebensmittelechtem Material und kann in der Spülmaschine gereinigt werden.

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehört auch Blévita.

Bild: Lucas Peters; Styling: Mirjam Käser

Meldet sich der kleine Hunger, ist Blévita-Zeit.

Blévita Thymian-Meersalz, Duopack mit GratisAufbewahrungsbox, 2 x 228 g Fr. 6.– statt 7.10


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50 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS­WELT

Handymatic

Blitzblankes Geschirr Das Handymatic-Sortiment erscheint in neuem Glanz. Neben dem Design ist auch die Leistung verbessert worden. Damit wird das Geschirr noch effizienter gereinigt und gleichzeitig ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet, denn alle Rezepturen sind phosphatfrei. Handymatic gibt es als Pulver, Tab und Gel.

Löst mit Hilfe des Reinigungs­ verstärkers selbst hartnäckige Verschmutzungen, schützt Gläser

und Dekor und verleiht dem Geschirr dank Brilliant­Shine­Funktion aussergewöhnlichen Glanz. Handymatic Supreme Ultra Brilliant Shine All in 1 Tab, 32 Tabs, 640 g Fr. 12.50 Reinigt kraftvoll dank spezieller Einweichstoffe und entfaltet in Kombination mit dem Spülglanz und Regeneriersalz von Handymatic optimale Wirkung.

Entfernt Fett- und Kalkrückstände in der Maschine und optimiert die Reinigung.

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Handymatic Supreme Maschinenpfleger, 250 ml Fr. 7.20

Überzeugt mit den gleichen Eigenschaften wie das Classic Powder, ist als Tab in wasserlöslicher Folie jedoch eine praktische Alternative für alle, die nicht selber dosieren wollen. Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Produkte von Handymatic.

Handymatic Classic Tabs, 44 Tabs, 660 g Fr. 8.50

Schützt Gläser und Dekor und lässt das Besteck glänzen. Spezielle Reinigungsverstärker machen selbst stärksten Verschmutzungen wie eingebrannten Resten in Töpfen und Pfannen den Garaus. Wer selber dosieren möchte, verwendet das Pulver. Handymatic Supreme All in 1 Tab, 44 Tabs, 792 g Fr. 14.80 Handymatic All in 1 Powder, 1 kg Fr. 7.90


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MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 53

L’Oréal Paris

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MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 55

Saisonküche

So was von Wurst!

Der Cervelat gehört zur Schweiz wie Schoggi und Käse. Ob heiss oder kalt serviert – für die Zubereitung der Nationalwurst gibt es originelle Arten wie Züri-Chräbs oder Ragout. Text: Sonja Leissing Bilder: Christine Benz Rezepte: Annina Ciocco

Herausnehmen und sammeln!

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56 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

Polentaschnitten mit Cervelatragout Zutaten für 4 Personen

5 dl 8 dl 1 EL 250 g

Milch Wasser Salz feiner Maisgriess Salz Pfeffer aus der Mühle Muskatnuss, frisch gerieben Olivenöl zum Braten

Ragout: 4 2 2 EL 2 4 dl ¼ Bund

Cervelats rote Peperoni Olivenöl Knoblauchzehen Passata di pomodoro Thymian Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Milch und Wasser aufkochen, salzen und Maisgriess einrühren. Ca. 2 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Polentamasse auf ein mit Backpapier belegtes Blech im Rechteck aus­ streichen und abkühlen lassen. 2. Für das Ragout Cervelats schälen, längs vierteln und in Würfel schnei­ den. Peperoni in kleine Würfel schneiden. Im Öl dünsten. Knoblauch dazupressen. Cervelatwürfel und Passata dazugeben. Thymianblätter dazuzupfen und ca. 8 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 3. Polenta in rechteckige Schnitten schneiden. Olivenöl in einer be­ schichteten Bratpfanne erhitzen. Polentaschnitten portionenweise beidseitig ca. 3 Minuten goldbraun braten. Herausnehmen und mit dem Cervelatragout servieren. Zubereitungszeit ca. 45 Minuten

Pro Person ca. 25 g Eiweiss, 31 g Fett, 61 g Kohlenhydrate, 2600 kJ/620 kcal

Aufwand 45 Minuten für 4 Personen


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Alle Gelierzucker oder Geliermittel 20% günstiger, z.B. Gelvite Gelierzucker, 1 kg


GLICHKEITEN. 3.60 statt 4.55

Alle Mifloc Kartoffelstock 20% günstiger, z.B. Kartoffelstock, 4 x 95 g

30%

27.85 statt 39.80

Gesamtes Herren-Nachtwäsche-Sortiment Gr. S–XL, z.B. John Adams Pyjama, marine, Bio Cotton, Gr. M

9.90

Schuhe für den Sommer z.B. Knaben-Flipflop, blau, Gr. 30/31, gültig bis 15.6.2015

20%

8.40 statt 10.50

Alle Nivea Visage, Body, Hand oder Soft Produkte in Mehrfachpackungen z.B. Body Milk im Duo-Pack, 2 x 400 ml, gültig bis 15.6.2015

9.90

Diverse Baby- oder Kinder-Wäsche z.B. Mädchen-Shorty, türkis, Gr. 164, gültig bis 15.6.2015

30%

62.30 statt 89.–

Gesamtes Reisegepäck- oder TravelshopSortiment z.B. Reisetrolley Nuage, 50 cm, 4-Rad, gültig bis 15.6.2015

50%

23.10 statt 46.30

Elan Waschmittel im XXL-Sparpack 7,5 kg z.B. Power Fresh Color, gültig bis 15.6.2015

50%

17.40 statt 34.80

Gastro oder Prima Kochgeschirr-Serien z.B. Gastro Bratpfanne, Ø 24 cm, flach, aus Edelstahl, auch für Induktion geeignet, pro Stück, gültig bis 15.6.2015

30%

17.50 statt 25.05

Hakle Toilettenpapier in Mehrfachpackungen z.B. Quilts, 24 Rollen, gültig bis 15.6.2015


Zweifel Chips im XXL-Beutel, Nature, Paprika oder Salt & Vinegar, z.B. Paprika, 380 g 5.95 statt 7.75 20%

WEITERE ANGEBOTE.

Migros-Bio Chips, 140 g, z.B. Nature 2.10 statt 2.65 20%

Alle Migros-Bio oder Walkers Bio Biscuits, z.B. Dinkelgebäck Rosinen, 260 g 2.75 statt 3.45 20%

FRÜCHTE & GEMÜSE Kopfsalat grün und rot, «Aus der Region.», pro Stück, z.B. grün 1.10 statt 1.40 20% Blumenkohl, «Aus der Region.», per kg 3.30 statt 4.20 20% Pfirsiche flach, Spanien, per kg 4.40 statt 5.50 20% Erdbeeren, Schweiz, Schale à 500 g 4.– statt 5.40 25% Eisbergsalat, Bio, Schweiz, pro Stück 1.85 statt 2.80 33% Heidelbeeren, Bio, Spanien/Italien, Schale à 250 g 4.40 statt 6.40 30%

FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Bratwurst, Bio, oder Bündnerfleisch, Bio*, Schweiz, z.B. Bratwurst, 2 x 140 g 4.55 statt 5.70 20% * Cervelas im 5er-Pack, TerraSuisse, 5 x 2 Stück, 1 kg 5.85 statt 11.75 50%

Blévita im Duo-Pack, Gruyère, Thymian/Meersalz, Sesam oder Tomaten/Basilikum mit GratisAufbewahrungsbox, z.B. Sesam, 2 x 228 g 5.65 statt 6.70 15% Alle Migros-Bio, Bio Klostergarten, Bio Swiss Alpine Herbs oder Bio Yogi Tees, z.B. Klostergarten Fenchelfrüchte, 20 Beutel 1.20 statt 1.55 20% Alle Migros-Bio Konfitüren oder Honige, z.B. Heidelbeerkonfitüre, 350 g 2.35 statt 2.95 20% Migros-Bio Kürbiskerne, MigrosBio Sonnenblumenkerne oder Kernen-Nuss-Mix, z.B. Kürbiskerne, 400 g 4.95 statt 6.20 20% Alle Farmer Getreidestängel, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.80 günstiger, z.B. Soft Choc Apfel, 290 g 3.70 statt 4.50

Fürstenschinken, hergestellt in Liechtenstein mit Fleisch aus der Schweiz, per 100 g 3.60 statt 4.55 20%

Alle Migros-Bio Trockenfrüchte, z.B. Mangoschnitze, 100 g 2.55 statt 3.20 20%

M-Classic Pouletschnitzel, Import, per 100 g 1.50 statt 1.90 20%

M-Classic Pouletschnitzel mariniert im 1-kg-Beutel, tiefgekühlt 9.50 statt 13.60 30%

Tradition Schweinsbratwurst, Schweiz, per 100 g 1.30 statt 2.20 40% Schweinsplätzli vom Stotzen, TerraSuisse, per 100 g 2.15 statt 2.70 20% Dorade Royal, Zucht aus Griechenland, per 100 g 1.25 statt 2.50 50% *

Alle Bio Tiefkühl-Produkte, z.B. Glace Vanille, 1000 ml 6.80 statt 8.50 20% Alle Jarimba Süssgetränke im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter, z.B. Himbo 6.60 statt 9.90 33% Aproz Schorle AnanasGuave, 50 cl 1.40 NEU **

BROT UND MILCHPRODUKTE Alle Pain Création Brote (ohne Kleinbrote in Selbstwahl), –.40 günstiger, z.B. Olivenbaguette, 380 g 3.50 statt 3.90 Alle Bio Joghurt (ohne Schafmilchjoghurt), z.B. Zitrone, 180 g –.60 statt –.75 20% Mini Mozzarella di latte di bufala, 125 g 3.20 NEU *,**

20x

Gruyère Surchoix gerieben, Bio, 120 g 3.20 NEU *,**

20x

Gruyère mi-salé, Bio, per 100 g 1.80 statt 2.25 20% Appenzeller Surchoix, Bio, per 100 g 1.90 statt 2.40 20%

WEITERE LEBENSMITTEL

20x

Alle Migros-Bio Getreidekörner, Hülsenfrüchte oder Quinoa, z.B. Quinoa weiss, Fairtrade, 400 g 4.45 statt 5.60 20% Alle Migros-Bio Mifloc oder Rösti, z.B. Rösti, 500 g 1.95 statt 2.45 20% Alle Migros-Bio Trockenreis 1 kg, z.B. Vollreis Natura 2.60 statt 3.30 20% Garofalo Linguine, 500 g 2.50 NEU *,**

20x

Alle Migros-Bio Teigwaren, Pastasaucen oder Tomatenkonserven, z.B. gehackte geschälte Tomaten, 280 g 1.05 statt 1.35 20% Alle Migros-Bio Essige oder Öle, z.B. Apfelessig, 500 ml 1.75 statt 2.20 20% Alle Migros-Bio Oliven, z.B. Kalamata, 150 g 1.85 statt 2.35 20%

Alle Migros-Bio Tafelschokoladen, Pralinen, Branches, Bonbons oder Gummibärli, z.B. Branches Milch, Fairtrade, 115 g 2.95 statt 3.50 15%

Penne, aha!, 500 g 3.90 NEU *,**

20x

Hörnli, aha!, 500 g 3.90 NEU *,**

20x

Alle Giotto oder Raffaello Pralinen, z.B. Raffaello, 230 g 3.55 statt 4.20 15%

Spaghetti, aha!, 500 g 4.10 NEU *,**

20x

Farm Chips Rosmarin, 150 g 2.80 NEU *,**

20x

Toffifee, 375 g 5.60 statt 6.30 10%

Frischbiscuit Vogelnestli, Haselnussmakronen oder Spitzbuben im Duo-Pack, z.B. HaselnussVogelnestli, 2 x 216 g 4.10 statt 6.20 33% Alle Anna’s Best Frischsäfte, z.B. Orangensaft, 75 cl 2.40 statt 3.– 20% Alle Anna’s Best und Bio Antipasti, z.B. Anna’s Best Oliven Weichkäse, 150 g 3.60 statt 4.50 20% Anna’s Best Agnolotti Poulet, 250 g 4.90 NEU **

20x

Anna’s Best Saison Fiori Verdure, 250 g 4.90 NEU **

20x

Anna’s Best Fettuccine im 3er-Pack oder Gnocchi im Duo-Pack, z.B. Fettuccine, 3 x 250 g 6.– statt 7.50 20% Anna’s Best Pizza Verdure del sole, 430 g 6.90 NEU **

20x

Anna’s Best Pizza Lunga im 3er-Pack, z.B. Pesto, 3 x 205 g 11.70 statt 14.70 20%

NEAR-/NON-FOOD

NEU

4.90

Anna’s Best Saison Fiori Verdure 250 g

Gesamtes Cesar HundefutterSortiment, z.B. Landküche MiniFilets, 4 x 150 g 3.30 statt 4.15 20% Gesamtes Nivea Sortiment (ohne Deos, Duschen oder Mehrfachpackungen), z.B. Sun Kids, LSF 30, 200 ml 13.40 statt 16.80 20% ** Candida Protect Professional Zahnpasta, 75 ml 5.40 NEU *,**

20x

Syoss Renew 7 Linie, z.B. Shampoo, 500 ml 6.10 NEU **

20x

Sanactiv Hustensirup, 200 ml 8.50 NEU *,**

20x

Gliss Kur Serum Deep Repair Linie, z.B. Deep Repair Shampoo, 250 ml 4.– NEU ** 20x Nivea Duschen, Deos oder Shampoos in Mehrfachpackungen, 20% Duo-Pack, 33% 3er-Pack, z.B. Cremedusche Creme Soft im 3er-Pack, 3 x 250 ml 6.45 statt 8.10 ** Kneipp Shampoo Orange, Schaumdusche Glücksmoment, Dusche Muntermacher oder leichte Körperlotion Mandelblüten, z.B. Schaumdusche Glücksmoment, 200 ml 20x 6.90 NEU **

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4.90

Anna’s Best Agnolotti Poulet 250 g

Baby-Ensemble, Gr. 68–98, z.B. Knaben-Ensemble, gelb, Gr. 68 12.90 ** Diverse Kinder-Bekleidung, z.B. Mädchen-Top, gestreift weiss/ marine, Gr. 140 7.90 ** Elan Waschmittel im Duo-Pack, z.B. Summer Breeze, 2 x 2 Liter 22.20 statt 27.80 20% ** Total Waschhilfsmittel oder Wasserenthärter im Duo- oder Spar-Pack, z.B. Oxi Booster Color im Spar-Pack, 1,5 kg 12.90 statt 19.35 30% ** Alle Tangan Produkte, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.50 günstiger, z.B. N° 11 Frischhalte- und Mikrowellenfolie, 36 m x 29 cm, pro Stück 2.45 statt 2.95 **

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 15.6. Genossenschaft Migros Basel ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 2.6. BIS 8.6.2015, SOLANGE VORRAT

NEU

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6.90

Anna’s Best Pizza Verdure del sole 430 g


NEU IN IHRER MIGROS. NEU

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Sanactiv Hustensirup 200 ml

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Candida Protect Professional Zahnpasta 75 ml

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Mini Mozzarella di latte di bufala 125 g

NEU

3.90 Penne, aha! 500 g

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3.90 Hörnli, aha! 500 g

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3.20

Gruyère Surchoix gerieben, Bio 120 g

Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 2.6. BIS 15.6.2015, SOLANGE VORRAT

NEU

2.50

Garofalo Linguine 500 g

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4.10

Spaghetti, aha! 500 g

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2.80

Farm Chips Rosmarin 150 g


20% GÜNSTIGER

11.70 statt 14.70

Anna’s Best Pizza Lunga im 3er-Pack 20% günstiger, z.B. Pesto, 3 x 205 g

3.25 statt 4.10

Alle Anna’s Best und Bio Antipasti 20% günstiger, z.B. Anna’s Best Tomaten getrocknet, 100 g

6.– statt 7.50

Anna’s Best Fettuccine im 3er-Pack oder Gnocchi im Duo-Pack 20% günstiger, z.B. Fettuccine, 3 x 250 g

3.60 statt 4.50

Alle Anna’s Best und Bio Antipasti 20% günstiger, z.B. Anna’s Best Oliven Weichkäse, 150 g

ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 2.6. BIS 8.6.2015, SOLANGE VORRAT

2.40 statt 3.–

Alle Anna’s Best Frischsäfte 20% günstiger, z.B. Orangensaft, 75 cl


MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 65

Züri-Chräbs mit Frucht-Ketchup

Wurstsalat mit Kräutervinaigrette

Wissenswertes

Mehr Rezepte unter www.saison.ch

Aufwand

Aufwand

35 Minuten

20 Minuten

für 4 Personen

für 4 Personen

Zutaten für 4 Personen

Ergibt 2 Flaschen à ca. 6 dl 4 Cervelats Ketchup: 3 Äpfel, z. B. Gala 800 g vollreife Fleischtomaten 1 Zwiebel 100 g Himbeeren 1 dl Rotweinessig 50 g Zucker 20 g Salz 2 Chilischoten 10 g Geliermittel für Konfitüre und Gelee Salz, Pfeffer Zubereitung

1. Für den Ketchup ungeschälte Äpfel und Tomaten würfeln. Zwiebel hacken. Alles mit Himbeeren, Essig, Zucker, Salz aufkochen. Chilis dazugeben. Bei kleiner Hitze ca. 1 Stun­ de zugedeckt köcheln lassen. Chilis entfernen. Mit dem Stabmixer pürieren. Durch ein Sieb streichen. In die Pfanne zurückgeben. Geliermittel dazugeben und unter Rühren aufkochen. 3 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ketchup in heiss ausgespülte Flaschen füllen und sofort verschliessen. Auskühlen lassen. Hält nach dem Öffnen im Kühlschrank 3 Wochen. 2. Für die Züri­Chräbse Cervelats an den Enden über Kreuz einschneiden. Über dem Feuer oder im Backofen bei 200 °C ca. 20 Minuten braten. Ketchup dazu­ servieren. Zubereitungszeit ca. 35 Minuten + ca. 1 Stunde köcheln lassen

Pro Person mit ca. 0,5 dl Ketchup, 14 g Eiweiss, 23 g Fett, 10 g Kohlenhydrate, 1300 kJ/310 kcal

Zutaten für 4 Personen 6 Cervelats 2 rote Zwiebeln 2 Zitronen 4 EL Rotweinessig 1 dl Sonnenblumenöl 2 EL grobkörniger Senf 2 Bund gemischte Kräuter, z. B. Kerbel, Petersilie, Schnittlauch Salz, Pfeffer aus der Mühle Zubereitung

Cervelats schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Für die Vinaigrette Zitronen auspressen. Mit Essig, Öl und Senf verrühren. Kräuter hacken. Mit der Sauce mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wurst und Zwiebeln mit der Vinaigrette mischen. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

Pro Person ca. 21 g Eiweiss, 58 g Fett, 5 g Kohlenhydrate, 2600 kJ/620 kcal

Hier gehts um die Wurst Der Cervelat gehört zum kulinarischen Erbe der Schweiz. So ist es nicht verwunderlich, dass pro Jahr mehr als 160 Millionen Stück der beliebten Wurst pro­ duziert werden – An­ gehörige der Schweizer Cervelatprominenz nicht mitgezählt. Dabei hat der Cervelat viele Namen, unter anderem nennt man ihn mehr oder weniger liebevoll Arbeiterforelle, Kotelett des armen Mannes oder Proletenfilet. Einen Cervelat konnten sich zu allen Zeiten alle leisten. Und das ist bis heute so geblieben. Ganz nach Geschmack Man kann den Cervelat auf den Grill legen, an beiden Enden zwei Mal einschneiden, auf einen zugespitzten Hasel­ zweig spiessen und über dem offenen Feuer braten. Er lässt sich mit Käse füllen, mit Speck umwickeln, im Teig backen oder als Arbeiter­ Cordon­bleu zubereiten. Er schmeckt im sieden­ den Wasser gekocht (als Arbeiterforelle) genauso gut wie lauwarm oder kalt und geschnitten im Wurst­Käse­Salat. Die Nationalwurst fehlt natürlich an keiner 1.­August­Feier. Doch am beliebtesten ist er nach wie vor als schlich­ tes Waldfest: kalt mit Senf und Brot. Grilliertipp Den Cervelat auf dem Grill sollte man immer mit einer Zange, nicht mit einer Gabel wenden. So bleibt die Wursthaut unversehrt und der Saft in der Wurst. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch


66 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

Bio Cotton

Kinder wollen spielen – und das am liebsten in kuschligen, feinen Stoffen.

Gut zur Haut, gut fürs Gewissen Kinderhaut ist empfindlich. Und je kleiner die Kinder sind, desto weniger gut können sie ihre Körperwärme selber regulieren. Darum ist es wichtig, dass ihre Haut nur mit natürlichen Materialien wie Baumwolle, Seide oder Wolle in Berührung kommt. Die exklusive Kinderkollektion Globi umfasst ausschliesslich Kleidungsstücke aus Biobaumwolle, die aus kontrolliertem Anbau und einer konsequent ökologischen Produktion stammt.

Bio Cotton garantiert den kontrolliert biologischen Anbau mit Respekt vor Mensch und Umwelt. Zudem werden die Textilien gemäss den Eco-Richtlinien über die gesamte Wertschöpfungskette sauber und schadstofffrei produziert.

Ein Teil von

Bio Cotton Globi Baby-Body, ohne Arm, türkis, Gr. 50/56–98* Fr. 9.90

Bio Cotton Globi Baby-Body, ohne Arm, orange, Gr. 50/56–98* Fr. 9.90

Bio Cotton Globi Baby-Pyjama, zweiteilig, türkis, Gr. 68–98* Fr. 14.90

Bio Cotton Globi Baby-Pyjama, zweiteilig, orange, Gr. 68–98* Fr. 14.90

* in grösseren Filialen

Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros.

Bild: Christian Dietrich; Styling: Mirjam Käser

Bio Cotton Globi Kinder-Pyjama, zweiteilig, türkis und orange, Gr. 98–128* Fr. 17.90


MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 67

Total

Schützt die Maschine und die Wäsche Hartes Wasser ist zwar reich an Mineralstoffen, diese setzen sich aber beim Waschen auf Heizstab und Wäschetrommel ab. Diese Verkalkung kann an der Maschine erheblichen Schaden anrichten. Auch die Wäsche ist von kalkhaltigem Wasser betroffen; die Fasern werden steif und spröde. Das Rezept dagegen: regelmässig TotalWasserenthärter dem Waschgang beifügen. Das verlängert die Lebensdauer der Maschine, spart Waschmittel, und die Fasern der Kleider bleiben geschmeidig.

So hart ist Schweizer Wasser

In Regionen mit mittelhartem bis hartem Wasser wird empfohlen, der Waschmaschine zuliebe Wasserenthärter zu benützen. Sehr weiches Wasser Mittelhartes Wasser Hartes Wasser

Bild: Yves Roth; Styling: Karin Aregger

Gut zur Maschine: Total Wasserenthärter Tabs, 45 Stück Fr. 14.70 Pulver, 1,5 kg Fr. 14.70 Gel, 1,5 l Fr. 12.80

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Wasserenthärter von Total.


68 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

25 Jahre PET-Recycling

Schweizer Meister im Sammeln Seit 1990 sammelt man in der Schweiz systematisch PET. Das grösste Rücknahmesystem der Schweiz hat die Migros. Sie nimmt mehr PET-Flaschen zurück als jedes andere Unternehmen. Als der Verein PET-Recycling Schweiz vor 25 Jahren gegründet wurde, war die Migros dabei. Text: Dora Horvath

Illustration: Martin Haake

Die Migros sammelt jährlich 9300 Tonnen PET-Flaschen. Das entspricht dem Gesamtgewicht von 129 000 Schweizern, wenn man von durchschnittlich 72 Kilo pro Person ausgeht.

Seit 2014 werden die AprozMineralwasserflaschen mit 10 Prozent weniger PET hergestellt, womit pro Jahr 82,2 Tonnen PET eingespart werden. Rechnet man das bei der Herstellung eingesparte Rohöl in Heizöl um, könnte man damit 92 Einfamilienhäuser ein Jahr lang heizen.

Die Migros sammelt jährlich

240 Millionen PET-Flaschen.

Stehend aneinandergereiht könnte man mit ihnen 11 Mal die Schweiz umrunden.

Mit der gesparten Energie von

12 rezyklierten PET-Getränkeflaschen könnte man 9 Kilometer CO2-neutral Auto fahren, 19 Stunden fernsehen oder 64 Stunden mit dem Laptop arbeiten.


MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 69

2014 hat die M-Industrie über 1800 Tonnen PET-Rezyklat eingesetzt. Das entspricht dem Gesamtgewicht von 360 Afrikanischen Elefantenbullen, die durchschnittlich 5 Tonnen wiegen.

In der Schweiz gibt es

42 000 PET-Sammelstellen – mehr als doppelt

so viele wie Postbriefkästen und anderthalb Mal so viele wie ÖV-Haltestellen.

Aus rezykliertem PET entstehen zum Beispiel Outdoor-Jacken, Rucksäcke, Zelte, Sofafüllungen oder reissfeste Verpackungsbänder.


Feldschlösschen verbindet Grillfreunde

Feldschlösschen verbindet die Schweiz Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.

Feldschlösschen Alkoholfrei gibts in Ihrer Migros


MIGROS­WELT | MM23, 1.6.2015 | 71

Mega Win

Jeder kann gewinnen Das Gewinnspiel Mega Win ist in vollem Gange. Täglich gibt es Reisen und Sofortpreise im Gesamtwert von 800 000 Franken zu gewinnen. Drei Migros-Kundinnen haben schon tüchtig abgesahnt: eine Reise ins Tessin, eine Apple Watch und einen Laptop. Monica W. (42) mit Familie

Hausfrau und kaufmän­ nische Angestellte aus Dübendorf ZH Gewinn: ein Wochen­ ende im Tessin im Wert von Fr. 1000.– «Bei den letzten Mega-WinWettbewerben hatte uns immer ein Sticker gefehlt. Aber jetzt haben wir Glück gehabt: Beim Einkauf in der Migros Dübendorf bekamen wir den letzten Sticker für den Tessin-Koffer. Wir sind schon einige Male im Tessin gewesen und freuen uns sehr auf das südländische Flair, das Glace, das feine Essen und das Gefühl, fast am Meer zu sein.»

Arlette A. (51) Hausfrau und Religionslehrerin aus Waldstatt AR Gewinn: Laptop HP Pavilion im Wert von ca. Fr. 399.–

«Das Einkleben der Sticker übernahm mein Mann, und ich gab die Codes ein. Und siehe da: Statt eines Schoggistängelis gewann ich einen Laptop! Meine Söhne spekulierten schon darauf, aber diesen praktischen Gewinn behalte ich für mich.»

Bilder: Kaspar Isler, zVg

Sara W. (33) Sennerin und Hausfrau aus Eigenthal LU Gewinn: Apple Watch im Wert von ca. Fr. 829.–

«Die Sticker habe ich in der MigrosFiliale in Malters LU erhalten, wo ich

immer einkaufe. Ich freue mich riesig, dass ich etwas gewonnen habe, auch wenn ich noch gar nicht weiss, welche Möglichkeiten eine Apple Watch überhaupt bietet. Ganz sicher wird sich mein Mann über alle Funktionen sehr freuen.»

So machen Sie mit Einmal um die Welt reisen, New York ent-

decken, ein Wochenende im Tessin oder Badeferien mit der Familie geniessen: Bei Mega Win gibt es 122 Traumreisen sowie 3000 Sofortpreise im Gesamtwert von 800 000 Franken zu gewinnen. Bis zum 29. Juni erhalten Sie an der Kasse bei jedem Einkauf pro 20 Franken Einkaufswert ein StickerSet* mit je zwei Stickern und einem Win Code.

•Kleben Sie die Sticker auf die passenden Symbole der Koffer im Teilnahmesammelheft, das ebenfalls an der Kasse erhältlich ist. Sind alle Symbole eines Koffers richtig beklebt, haben Sie die dazu ausgelobte Reise gewonnen. •Geben Sie den Win Code auf Migros.ch/ megawin oder in der Gratis-Migros-App ein und erfahren Sie, ob Sie einen von 3000 Preisen aus der Migros und ihren Fachmärkten gewonnen haben. Weitere Informationen und kostenlose StickerSets gibt es auf Migros.ch/megawin Alle bisherigen Gewinner finden Sie ebenfalls auf Migros.ch/megawin * maximal 10 Sticker-Sets pro Einkauf, solange Vorrat


72 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

Sommer-Accessoires

Mein Glas, dein Glas? Weinglasmarker, 6 Stück Fr. 4.90

Have fun in the sun

In grösseren Filialen

Wenn das Thermometer nach oben ausschlägt und die Sonne unverschämt vom Himmel strahlt, ist es an der Zeit, sich und sein Drumherum auf den Sommer einzustimmen. Im Trend liegen in diesem Jahr Signalfarben und Metallic Tattoos. Die schmucken Körperbilder machen sich auf leicht gebräunter Haut besonders gut. Da braucht es für den coolen Sommerstyle eigentlich nur noch einen Lolly im Mund.

Süsse Verführer mit Vitamin C: M-Classic Lollipop Mix, 10 Stück Fr. 2.50

Erste Hilfe: Tattoopflaster mit Tiermotiven, 12 Stück Fr. 3.70

Hält schön kühl: Lunch bag, Neopren Fr. 9.80 In grösseren Filialen

Bild: Getty Images

In grösseren Filialen


MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 73

Rotierende Pünktchen: Miniwindrad, in diversen Farben Fr. 1.90

Dschungelfieber: Zylinderkerze Papagei, 7 x 9 cm Fr. 6.90

In grösseren Filialen

In der Micasa

Für coole Jungs: Knaben-T-Shirt, Grössen 68–98 Fr. 7.– In grösseren Filialen

Schick und wasserdicht: Wickelfisch, in zwei Grössen und diversen Farben, ab Fr. 19.90 In ausgewählten SportXX-Filialen sowie unter www.sportxx.ch

Für Durstlöscher: Plastikkrug Flower, 1,85 l Fr. 12.80

Total hipp: Metallic Tattoos Fr. 4.80

In grösseren Filialen

Im Do it + Garden


DIE NATUR WEISS, WAS

1.75 statt 2.20

Alle Migros-Bio Essige oder Öle 20% günstiger, z.B. Apfelessig, 500 ml

4.95 statt 6.20

Migros-Bio Kürbiskerne, Migros-Bio Sonnenblumenkerne oder Kernen-Nuss-Mix 20% günstiger, z.B. Kürbiskerne, 400 g

2.95 statt 3.50

Alle Migros-Bio Tafelschokoladen, Pralinen, Branches, Bonbons oder Gummibärli 15% günstiger, z.B. Branches Milch, Fairtrade, 115 g

* Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 2.6. BIS 8.6.2015, SOLANGE VORRAT

1.20 statt 1.55

Alle Migros-Bio, Bio Klostergarten, Bio Swiss Alpine Herbs oder Bio Yogi Tees 20% günstiger, z.B. Klostergarten Fenchelfrüchte, 20 Beutel


GUT IST.

4.55 statt 5.70

2.60 statt 3.30

Bratwurst, Bio, oder Bündnerfleisch, Bio* Schweiz, 20% günstiger, z.B. Bratwurst, 2 x 140 g

3.80 statt 4.80

Alle Bio Tiefkühl-Produkte 20% günstiger, z.B. Hamburger Rind, 2 x 100 g

Alle Migros-Bio Trockenreis 1 kg 20% günstiger, z.B. Vollreis Natura

6.80 statt 8.50

Alle Bio Tiefkühl-Produkte 20% günstiger, z.B. Glace Vanille, 1000 ml

1.85 statt 2.35

Alle Migros-Bio Oliven 20% günstiger, z.B. Kalamata, 150 g

2.75 statt 3.45

Alle Migros-Bio oder Walkers Bio Biscuits 20% günstiger, z.B. Dinkelgebäck Rosinen, 260 g

2.35 statt 2.95

Alle Migros-Bio Konfitüren oder Honige 20% günstiger, z.B. Heidelbeerkonfitüre, 350 g

1.05 statt 1.35

Alle Migros-Bio Teigwaren, Pastasaucen oder Tomatenkonserven 20% günstiger, z.B. gehackte geschälte Tomaten, 280 g


FRISCHE BIO BEEREN.

30%

4.40 statt 6.40

Heidelbeeren, Bio Spanien, Schale à 250 g

2.95

Himbeeren, Bio Spanien, Schale à 125 g

Genossenschaft Migros Basel ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 2.6. BIS 8.6.2015, SOLANGE VORRAT

5.90

Brombeeren, Bio Spanien, Schale à 250 g


MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 77

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Basel

Darbietungen ohne Netz und doppelten Boden des Variété Pavé begeistern das Publikum.

Varietétheater

Magie, Komik und Luftspiele Unter dem Titel «Die Ring Ring Brüder» präsentiert das beliebte Variété Pavé ein Stück voller Artistik, Witz und Spannung. Text: Moritz Weisskopf

E

in kleines Variété, frisch und proper steht es auf dem Platz. Es ist kurz vor halb neun abends. Ein junger Mann schrubbt die Bretter, die die Welt bedeuten! Alles glänzt. Ein lauer Sommerwind bläst und lässt den roten drapierten Samtvorhang wehen. Dies gewährt für kurze Momente Einsicht in den Raum hinter der Bühne. Dort sitzt ein älterer Mann vor einem Spiegel und macht sich bereit für die Show.

Er kontrolliert den schwarz glänzenden Frack und wirft einen letzten Blick auf seine blitzblanken Schuhe. Er rückt den Zylinder zurecht und lächelt seinem Spiegelbild zu. Die Show kann beginnen! Nostalgische Wanderbühne in der Region Basel

Für die Daheimgebliebenen bleibt die Unterhaltung diesen Sommer nicht aus: Das Ensemble des Variété Pavé gastiert im Juni und Juli mit seiner

nostalgischen Wanderbühne in der Region Basel und präsentiert am Abend jeweils das einstündige Freiluftspektakel «Die Ring Ring Brüder». Das vielseitige Artistentrio zeigt sich mit von Jules Verne inspirierten Kostümen und nostalgischen Touch auf der kleinen, schicken Bühne unter freiem Himmel. MM Das Variété Pavé ist an diesen Daten zu sehen: 19. – 20. Juni, Kiesplatz Allee, Liestal; 1. – 5. Juli, Petersplatz, Basel; 1. – 3. September, Walzwerk/ FahrBar, Münchenstein. www.variete-pave.ch.


78 | MM23, 1.6.2015 | MIGROS-WELT

Ausstellung

Gross, grösser, MEGA

Mehr Wissen! Im Jahr 1226 wurde Sissach als «Sissaho» erstmals urkundlich erwähnt.

Vom 5. bis 7. Juni findet in Sissach zum zweiten Mal die grösste Gewerbeausstellung des oberen Baselbiets statt. Mit dabei die Migros Basel als Hauptsponsorin. Text: Moritz Weisskopf

A

ls am 12. März die neue Migros Sissach eröffnet wurde, ging für die Sissacherinnen und Sissacher eine lange Wartezeit vorüber. Rund zwei Jahre mussten sie in einem Provisorium einkaufen, ehe die neue, hochmoderne Filiale eröffnet wurde. Als Dank an die Kundschaft für ihre Geduld und an das Gewerbe und die Anwohner für die gute Zusammenarbeit, entschloss sich die Migros Basel als Hauptsponsorin zum erfolgreichen Gelingen der «Mega Sissach 2015» beizutragen. Mit rund 150 Teilnehmern verteilt auf über 600 Meter ist die diesjährige Ausstellung deutlich grösser, als sie es bei ihrer letzten Durchführung im Jahr 2010 noch war. Ein Rahmenprogramm für Augen und Ohren

Der Stand der Migros steht ganz im Zeichen von «Aus der Region. Für die Region.». Die Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit eine Palette voll regionaler Produkte zu degustieren. Wer beim grossen Wettbewerb mitmacht und etwas Glück hat, kann hoch hinaus. Denn als Hauptpreis winkt eine Heissluftballonfahrt mit dem «Aus der Region. Für die Region.»Heissluftballon für bis maximal vier Personen. Aber auch die Kleinen kommen auf ihre Kosten. Famigros stellt eine Rutschbahn sowie ein Glücksrad und

weitere Spiele zur Verfügung. Die urige Alphorngruppe «Enzian» und das traditionsreiche Schwyzerörgeli-Trio «Sternenberg» werden dafür sorgen, dass nicht nur die Augen, sondern auch die Ohren staunen können. Bei dem ganzen Rahmenprogramm wird einem schnell klar warum die Gewerbeausstellung den Namen «Mega» hat, denn sie ist wahrlich «Mehr als eine Gewerbeausstellung». MM www.mega-sissach.ch

Öffnungszeiten

Alles fürs Mega-Shopping Während der Gewerbeausstellung kommt die Kundschaft der Migros Sissach in den Genuss von verlängerten Öffnungszeiten. Freitag, 5. Juni, 8 – 21 Uhr Samstag, 6. Juni, 7.30 – 20 Uhr Sonntag, 7. Juni, 10 – 17 Uhr


MIGROS-WELT | MM23, 1.6.2015 | 79

Das Mega-Gelände erstreckt sich vom Gemeindehaus bis zur neuen Migros Sissach.

Neuheit

Bild: Robert Bösiger/Volksstimme

Voilà «Le Loop»! «Was willst du heute essen?» – «Bagel oder Croissant… Ich kann mich nicht entscheiden» – «Warum nicht beides?». So oder ähnlich könnte die Idee zu «Le Loop» entstanden sein. Man nehme also den knusprigen Teig des Croissants, bringt ihn die Form eines Bagels und kombiniert das Ganze mit überraschenden, internationalen Füllungen. Um zu gewährleisten, dass es keine 0815-Einlagen, sondern überraschende Kombinationen gibt, wurden Fachpersonen zu Rate gezogen. In Zusammenarbeit mit dem Kochmagazin «Saisonküche» wurden die Rezepte für die vier Kreationen Greek, Italian, French und Swedish entwickelt. Und wie schmeckt dieser «Le Loop»? Wer es herausfinden will, kann ihn ab sofort in den Migros Filialen Bahnhof, Claramarkt und Drachen probieren.


Migros-Öffnungszeiten während der «Mega Sissach» Freitag, 5. Juni

8 bis 21 Uhr Samstag, 6. Juni

7.30 bis 20 Uhr Sonntag, 7. Juni

10 bis 17 Uhr

an der Hauptstrasse 17

Spezial-Angebot

} Grosser «Aus der Region»Wettbewerb } «Aus der Region»-Produkte gratis degustieren } Famigros-Rutschbahn für Kinder } Gratis-Ballone für Kinder } Weitere Überraschungen

«Aus der Region»-Sandwich mit Sissacher Knusperstange dazu 0.5 l «Aus der Region»Apfelschorle Für nur

Grosses Migros-Mega Sissach Programm für die ganze Familie

5.– Franken

Sissach Hauptstrasse 17 | 4450 Sissach | Montag bis Freitag: 8 bis 20 Uhr | Samstag: 7.30 bis 18 Uhr


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Leben

MM23

Familienumfrage Eltern vertrauen bei Gesundheitsfragen: 1. dem Arzt (85%) 2. den eigenen Eltern (65%) 3. dem Internet (25%)

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Kochkünste

Knigge reloaded

Wie mogeln Sie sich aus unangenehmen Situationen heraus?

Darf man ein Gespräch auf dem Handy simulieren?

Illustrationen: Andreas Klammt, Alice Kolb; Bild: Stefan Sulzer

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Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Jedes Manöver, das Sie ohne Schaden für sich und andere aus gesellschaftlichen Unannehmlichkeiten rausbringt, ist zulässig. Es ist also grundsätzlich legitim, wenn Sie einen Anruf auf Ihr Mobiltelefon simulieren, um einen endlosen Small Talk abzukürzen oder die Zeit zu überbrücken, während der Sie auf einer Party allein dastehen. Achtung: Die Simulation eines Telefonge­ sprächs ist aber Übungssache und vielleicht anspruchs­ voller, als Sie denken. Auf jeden Fall sollten Sie vorher den Klingelton abstellen. Und falls Sie merken, dass Sie gewohnheitsmässig Telefonate vortäuschen, um sich nicht im wirklichen Leben unterhalten zu müssen, kann das ein Zeichen für eine ungute Smartphone­ fixierung sein.»

Herr Leinenbach ist nicht nur klug, stark und reich, er kann auch kochen. Ich hingegen habe es nicht so mit dem liebevollen Zubereiten der Speisen. (Böse Zungen behaupten, unsere Kinder gedeihen nur so prächtig, weil sich der Papi öfter die Schürze umbindet.) Wäre die Küche ein Kontinent, dann wäre der Herd das Land meiner Albträume. Ich kapiere nicht, wie man das Teufelsding bedient. Beim Anbraten von Pouletbrüstchen zum Beispiel: Gebe ich zu wenig Gas, bleibt das Fleisch rosa. Drücke ich auf die Tube, damit auch die letzte fiese Salmonelle verendet, produziere ich garantiert Braunkohle. Okay, seit wir Rauchmelder haben, strenge ich mich mehr an, aber man schmeckt, dass ich nicht gern koche. Neulich wünschte sich Ida ein Spiegelei. Das liebe Kind ass meine Kreation brav auf. Danach kam der Hammer doch noch: «Mami, beim Papi schmeckt das besser. Kann er dir nicht mal sein Spiegeleirezept geben?» Bettina Leinenbach (38) ist Journalistin

und zweifache Mutter.


88 | MM23, 1.6.2015 | LEBEN

Genussrouten und Gourmet­ tempel –Tipps für Asturien: Migrosmagazin.ch

Beliebtes Reiseziel für Einheimische: Die Strände Asturiens profitieren vom gemässigten Klima.

Reisen

Spanien für Geniesser


LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 89

La Sidra, Apfelwein und Nationalgetränk aus Asturien, wird aus zwei Meter Höhe eingeschenkt.

Eine herrliche Landschaft, ein gemässigtes Klima und die vorzügliche Küche machen Asturien an der Nordwestküste von Spanien zum Geheimtipp. Die Region am Jakobsweg bietet viel für wenig Geld. Text: Andrea Freiermuth

Bilder: Roger Wehrli


90 | MM23, 1.6.2015 | LEBEN

Arguëro Navia

Avilés

Madrid

Gijòn Cangas de Onis

Oviedo ASTURIEN

Pola de Lena

Sotres KANTABRIEN

GALIZIEN KASTILIEN UND LEÓN

R

amón Celorio Labra (47) wischt sich die Schweissperlen von der Glatze. In der Showküche des Restaurants Los Arcos dampfen die Töpfe, die umliegenden Tische sind gut besetzt. Die Gaststätte in Cangas de Onís ist beliebt. Sie ist bekannt für traditionelle asturische Küche mit einer Prise Exotik. «Traditionelle Gerichte sind relativ schwer. Ich setze etwas mehr Gemüse und weniger Fett ein. Gern verwende ich auch mal eine exotische Zutat wie Mango oder Limette, wobei ich wo immer möglich lokale Produkte von erstklassiger Qualität bevor­ zuge», erklärt der preisgekrönte Koch seine Philosophie. In Asturien könne er sich dies­ bezüglich sehr glücklich schätzen: «Unsere Region ist eine Schatzkammer. Wir haben alles, was es braucht, für eine grosse Auswahl an Zutaten – Berge, Täler und das Meer.» Asturien liegt im nordwestlichen Zipfel von Spanien, zwischen den Pyrenäen und der Pilgerstadt Santiago de Compostela. Die Region ist ein beliebtes Reiseziel für Spa­ nier: 90 Prozent aller Touristen stammen aus dem Inland. Sie kommen vor allem in den Sommermonaten, wenn die Mittelmeer­ strände von ausländischen Touristen überflutet sind, die Hitze im Landesinnern unerträglich wird und das gemässigte Klima an der Atlantikküste Abkühlung verspricht. Spektakuläre Bauten, schöne Sandstrände und rauschende Feste

Die meisten Schweizer, die sich nach Asturi­ en verirren, wollen den Jakobsweg begehen. Dabei hätte dieser abgelegene Winkel Spa­ niens nicht nur Pilgern, sondern auch Naturliebhabern, Kulturinteressierten und Badegästen viel zu bieten: Es gibt regionale Naturpärke in zerklüfteten Felslandschaf­ ten, spektakuläre Bauten, rauschende Feste sowie unzählige schöne Sandstrände. Fast schon ein Muss ist die nordspanische Provinz für Feinschmecker. In der Küsten­ stadt Gijón, die sich gern als spanische Hauptstadt der Süssigkeiten bezeichnet, finden Gourmets über 60 Konditoreien. In den Auslagen liegen verführerische Lecke­

Asturien liegt im nordwestlichen Zipfel von Spanien.

reien – mit Schokolade glasierte Bonbons aus Ziegenkäse, caramelisierte Milchreis­ schnittchen auf Mürbeteig oder knusprige Waffeln, gefüllt mit Nüssen und Feigen. Mit dem im Tourismusbüro und Internet erhält­ lichen Voucher «Sweet Toothed Gijón» können Schleckmäuler in 16 verschiedenen Betrieben zuschlagen, wahlweise 5 Mal für 7 Euro oder 10 Mal für 13 Euro. Überhaupt, die Preise: Während für Spanier Ferien in Asturien eher teuer sind, wirken sie für Schweizer wie ein Schnäpp­ chen. Im Restaurant Casa Fermín in Oviedo, wo auch schon König Juan Carlos zu Gast war, kann man für 50 Euro einen Achtgänger bestellen. Und in der Nebensaison gibt es das Doppelzimmer im 5 Sterne­Hotel auch schon mal für 90 Euro. Wer sich allerdings nur an Sternen und Punkten orientiert, verpasst etwas. In Asturien gibt es viele kleine Hotels, deren Besitzer aufgrund der spanischen Wirt­ schaftskrise um die Existenz kämpfen – und folglich ihre Gäste maximal verwöhnen. Auf dass sie wiederkommen oder Freunde vorbeischicken. Von der Krise betroffen ist auch Danièle Schmid (55) aus Argüero. Die Walliserin lebt seit rund 30 Jahren in Asturien. Die ehema­ lige Bankangestellte betreibt gemeinsam mit ihrem Mann, der zwar in der Schweiz auf­ gewachsen ist, aber asturische Wurzeln hat, das ökozertifizierte «Agriturismo Quintana de la Foncalada». Neben Kost und Logis auf dem Bauernhof bietet das Ehepaar auch Töpferkurse an und führt ein Museum, das dem Asturcon­Pony gewidmet ist. «Ich habe mich hier von Anfang an zu Hause gefühlt. Es gibt Berge wie in der Schweiz, und sogar die Getreidespeicher sehen fast so aus wie jene im Wallis», schwärmt Danièle. Der kleine, aber beste­ chende Unterschied sei, dass sie auf ihrem Hof bloss zehn Gehminuten vom Meer entfernt lebe. Wie im Gourmettempel von Ramón Celo­ rio Labra kommen selbstverständlich auch bei Danièle vor allem lokale Produkte auf den Tisch: Fleisch von einheimischen Schweinerassen, Gemüse aus dem eigenen

Garten und natürlich der allgegenwärtige Apfelwein. Die besten Käse reifen in abgelegenen Naturhöhlen

La Sidra ist in Asturien das, was in München das Bier oder im Wallis der Wein ist. In der Region gibt es rund 100 verschiedene Produ­ zenten, und an jeder Ecke sitzen Leute zusammen und öffnen gemeinsam eine Flasche. Das Spezielle dabei: Alle trinken aus demselben Glas, und der Kellner schenkt vor jeder neuen Runde nach – aus zwei Meter Höhe. Auf dem Weg von der Flasche ins Glas geraten Luftblasen in das Getränk, wodurch es auf der Zunge prickelt und seinen Geschmack besser entfalten kann. So schnell wie die Blasen drin sind, sind sie auch wieder draussen. Deshalb schmeckt das Getränk kurz nach dem Einschenken am besten. Besonders zu einem traditionellen Gericht mag Danièle den sauren Most in­


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LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 91

MÁLAGA KULTURELLE VIELFALT UND EINE LANDSCHAFT VOLLER GEGENSÄTZE. Nirgends zeigt sich Spaniens Vielfalt eindrucksvoller als in Andalusien. Sie bewegt sich zwischen allgegenwärtiger Geschichte, lebendigen Traditionen und modernem Zeitgeist.

3

1 Filipe Lopez besitzt in der Region von Sotres drei Grotten, in denen er seinen preisgekrönten Blauschimmelkäse reifen lässt. 2 Frischer Fisch direkt aus dem Atlantischen Ozean – die asturische Küche bietet viel Abwechslung. 3 Ramón Celorio Labra verwöhnt Gäste in seinem Restaurant unter anderem mit Käsespezialitäten.

Für viele ist Málaga nur Durchgangsort auf der Reise an die Costa del Sol oder ins Hinterland. Schade! Die Stadt hat vieles zu bieten: Kunstliebhaber pilgern zum Geburtshaus von Pablo Picasso und ins PicassoMuseum; architektonisch Interessierte bewundern historische Bauten; alle loben die herrliche Umgebung, flanieren durch die Altstadt und lassen sich bezaubern. Mehr Informationen: www.migros-ferien.ch/d-260 SEVILLA CADIZ

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ANDALUSIEN MALAGA

RONDA

MARBELLA

MAROKKO

MITTELMEER

4

UNSERE EMPFEHLUNG 4 Die Walliserin

2

Danièle Schmid mit einem ihrer Schweine. 5 Gourmetküche zu Schnäppchenpreisen: Auch das ist Asturien.

zwischen lieber als Wein. Sie bevorzugt die naturtrüben Sorten von kleinen Biobetrieben: «Sie enthalten mehr Rest­ süsse und riechen noch stärker nach Apfel.» Besonders gut passt der Most zu einer der rund 42 einheimischen Käsesorten. Asturien gilt als die Region mit der grössten Käsevielfalt innerhalb der Europäischen Union. Unbedingt probieren sollte man den Cabrales. Ein in Höhlen gereifter Blauschimmelkäse, der aus der Milch von Kuh, Schaf und Ziege hergestellt wird. In der Nase ist er ein echter Stinker, auf der Zunge jedoch eine scharf­saure Offenbarung mit sanft­weichem Abgang. Filipe Lopez (56), der im Bergdorf Sotres gemeinsam mit seiner Tochter Jessica eine Käserei betreibt, hat bereits mehrere Preise für seinen Käse abgeräumt. Sein Geheimnis sind seine drei Keller, allesamt Naturhöhlen. Die beste ist nur auf einem rund stündigen Fussmarsch erreichbar, die zweitbeste im­ merhin mit dem Pferd.

MS CALAMIJAS DDDD TripAdvisor Bewertung (184)

GEPFLEGTE HOTELANLAGE DER GEHOBENEN MITTELKLASSE UND RUND 500 M VOM SANDSTRAND ENTFERNT.

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«Eine gute Höhle ist Gold wert, auch wenn sie abgelegen liegt», erklärt Filipe den Auf­ wand. Gut sei eine Höhle, wenn die Tempe­ ratur konstant tief und die Luftfeuchtigkeit hoch sei. Ist der Käse im Berg, wo er bis zu elf Monaten bleibt, muss er jede Woche ein Mal gewaschen werden. Alles andere macht die Natur. Das heisst, der Blauschimmel wird nicht etwa in die Laibe geimpft, sondern bildet sich selbständig – aus Sporen, die natürlich in der Höhle vorkommen. Auch Spitzenkoch Ramón Celorio Labra tischt in seinem Restaurant gern Blau­ schimmelkäse zum Nachtisch auf. Probieren muss man, auch wenn im Bauch längst kein Platz mehr ist. Aber abzulehnen, wäre eine Beleidigung. Denn der Ramoneu ist nicht irgendein Käse. Ramón produziert ihn selber, mit der Milch der eigenen Kühe, die er nach Biorichtlinien hält. Auch das ist Spanien zum Geniessen. MM Die Recherche dieser Reise wurde unterstützt vom Spanischen Fremdenverkehrsamt Zürich, www.spain.info

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Eine Kampagne zum verantwortungsvollen Umgang mit chemischen Produkten im Alltag.

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LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 93

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Familie

«Iiiii, Mami, lass mich in Ruhe!» Auch wenn sie zu Hause viel Mutterliebe brauchen: Für Buben sind öffentliche Zärtlichkeiten der Mutter äusserst beschämend. Und das ist gut so, meint der Experte. Text: Andrea Fischer Schulthess

Bild: Birgid Allig/Getty Images

M

anchmal, aber nur manchmal, wäre es schon schön, wenn der dreijährige Samuel den Rockschoss seiner Mama mal loslassen würde, denkt sie sich. Doch dann sagt der Kleine Sätze wie: «Wenn ich mal gross bin, heirate ich dich, Mama.» Und schon könnte sie ihn wieder fressen, so süss ist er. Trotzdem ist es damit irgendwann vorbei, und ihr Wunsch nach mehr Freiraum wird schneller wahr, als sie es sich je vorgestellt hat. Tatsächlich ist die Beziehung von Müttern und Söhnen aus einem ganz besonderen Stoff. Henri Guttmann (60), Paar- und Familientherapeut aus Winterthur ZH, erklärt, woran das liegt:

«Viele Mütter sind bei der Geburt eines kleinen Sohns total entzückt und gerührt, insbesondere von der Vorstellung, dass in ihrem Bauch ein kleiner Mann herangewachsen ist.» Die Mutter wiederum ist seine erste grosse Liebe. Doch diese Beziehung verändert sich ständig – und muss das auch tun, soll sich der Junge gesund entwickeln. «Mit etwa drei bis vier Jahren entdeckt ein Junge bewusst seinen Penis und begreift, dass er später mal ein grosser, starker Mann sein wird. Wie Papa. Das ist der Beginn der sogenannten sexuellen Identität», sagt Guttmann. «In dieser sehr wichtigen Phase möchte der Junge seine Mutter ganz für sich allein haben. Es ist aber wichtig für ihn zu realisieren, dass die geliebte Mama schliesslich halt doch mit Papa verheiratet ist und nicht mit ihm.» Dieser Bruch ist wichtig, damit sich ein Sohn natürlich entwickeln kann. In der Vorpubertät, also zwischen zehn und zwölf Jahren, kommt dann der Moment, in dem Söhne daheim zwar noch ganz viel mütterliche Liebe brauchen. Sie müssen sich geborgen fühlen. Aber, und dieses Aber ist ganz

zentral: nur daheim. «Sobald die Jungs draussen sind, in der Schule, auf der Strasse oder bei Freunden, ist jegliche Zärtlichkeit der Mutter ein absolutes No-Go und voll peinlich. Auch das ist wichtig und gesund», sagt der Experte. Und auch hier dürfen Mütter der Entwicklung nicht ins Handwerk pfuschen, so weh es ihnen auch tut. Scham und Peinlichkeit sind sehr schlimme Gefühle in diesem Alter. «In dieser Phase wird die Akzeptanz durch Gleichaltrige immer wichtiger. Und da gilt: gross, stark, schnell, Schluss mit Bubikram!», sagt Guttmann. Darum empfiehlt er Müttern, ihre Buben wie Katzen zu sehen: Wenn sie schmusen wollen, kommen sie. Fasst man sie hingegen gegen ihren Willen an, kratzen sie. Diese Zwiespältigkeit ist gesund und richtig. Denn nur so können sich Jungs ablösen, sich ausserhalb der Familie Sexualpartner suchen und später unabhängige Männer werden. Dass die Buben in diesem Alter rotzfrech sind, hilft ihnen dabei. MM Buchtipp Tomi Ungerer: «Kein Kuss für Mutter – Eine Geschichte über zu viel oder zu wenig Liebe», Diogenes, für Fr. 16.70 bei Exlibris.ch

Tipps

Wünsche des Sohns respektieren Geben Sie Ihrem Sohn Zärtlichkeit, so viel er will. Aber nur, wenn er sie sich selbst holt. Behandeln Sie ihn auf dem Pausenplatz, als ob er das Kind eines entfernten Nachbarn wäre: freundlich und korrekt, aber ohne Überschwänglichkeit oder Berührungen. Respektieren Sie den Wunsch Ihres Sohns nach Distanz, auch wenn es Ihnen vielleicht wehtut. Sie ist sehr wichtig und gesund. Bubenmütter sollen einen ermutigenden Erziehungsstil pflegen, bei dem Nähe und Zärtlichkeit zu Hause stattfinden.


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LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 95

Grosser Ansturm auf wenig Wohnraum: Das dürfte sich in Zukunft etwas zugunsten der Mieter verbessern.

Migros-Bank-Ratgeber

Wenig Auswahl an Wohnungen und hohe Mieten – als Mieter ist die Situation schwierig. Wie beurteilen Sie den Markt? Es hat zwar einiges an Geduld ge­ braucht. Doch nun kommen eindeu­ tig bessere Zeiten auf die Mieter zu. Und zwar nicht nur wegen des Refe­ renzzinssatzes, der kurz nach Er­ scheinen dieser Ausgabe womöglich ein weiteres Mal gesenkt wird. Min­ destens so bedeutsam ist ein zweiter positiver Trend für die Mieter – auch wenn er in der Öffentlichkeit noch kaum wahrgenommen wird: Der Neubau an Mietwohnungen hat sich in wenigen Jahren verdoppelt.

Bild: Visum

Die Grafik verdeutlicht, warum die Mieter sich freuen dürfen: In diesem Jahr übertrifft die Zahl der neu erstellten Mietwohnungen erstmals diejenige der Eigentums­ wohnungen und Einfamilienhäuser. Damit wird die seit Langem andau­ ernde Knappheit beim Angebot end­ lich entschärft, mit günstigen Folgen für die Mietpreisentwicklung.

Albert Steck ist verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.

Der Schweizer Immobilienmarkt hat sich in den letzten zehn Jahren massiv verändert. Ab 2007 kam es zu einem riesigen Anstieg der Nach­ frage. Die Zahl der zusätzlichen Ein­ wohner sprang von unter 50 000 auf über 80 000 pro Jahr. Dagegen blieb das Angebot an neuen Mietwohnun­ gen mit rund 12 000 Einheiten weit zurück. Deutlich besser war die Lage für all jene, die eine Immobilie kau­ fen wollten: Sie profitierten von einem breiten Angebot mit 30 000

Deshalb dürfen sich die Mieter freuen Wohnungen und Häuser 60 000

Einwohner 120 000

50 000

100 000

40 000

80 000

30 000

60 000

20 000

40 000

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20 000

0

2005 2006 2007 2008 2009 Neue Mietwohnungen Zusätzliche Einwohner

2010

2011

2012

2013

2014

2015

0

Neue Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser Schätzung

Die Wohnungsmangel entschärft sich: Dieses Jahr werden mehr neue Mietwohnungen erstellt als Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser.

neuen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern pro Jahr. Im­ mer mehr Mieter wechselten daher auf die Seite der Eigentümer. Doch nun hat sich das Blatt gewen­ det: Während die Bautätigkeit im Eigentumssegment zurückgeht, hat bei den Mietobjekten ein starker Aufschwung eingesetzt. 2015 kom­ men schätzungsweise 24 000 neue Wohnungen auf den Markt. Dass der Wohnungsmangel abnimmt, zeigt auch der steigende Bestand an Leer­ wohnungen, der mit 36 000 den höchsten Wert seit 2001 erreicht hat.

Das bremst den künftigen Preis­ auftrieb. Schon im letzten Jahr sind die Angebotsmieten landesweit nur um 1,7 Prozent gestiegen, gegenüber durchschnittlich 2,9 Prozent in den letzten zehn Jahren. Im laufen­ den Jahr dürften sich die Mieten noch um etwa 0,5 Prozent verteuern. Allerdings: Die regionalen Unter­ schiede sind enorm: In Genf, Zürich oder Zug kostet die gleiche Wohnung doppelt so viel wie zum Beispiel in La Chaux­de­Fonds NE. MM Aktuell auf Blog.migrosbank.ch: Der Mietvergleich nach Stadt oder Kanton.


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LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 97

Vielseitige Ernährung mit Früchten und Gemüse enthält grundsätzlich alles, was wir brauchen.

So is(s)t die Jugend

Fotogenes Essen

A

Tipps Nahrungsergänzungsmittel sind …

… kein Ersatz für eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung. … sinnvoll, wenn ein Mangel vorliegt und es nicht möglich ist, den Bedarf via Ernährung oder Aufenthalt an der Sonne zu decken. … empfehlenswert, wenn genügend wissenschaftliche Evidenz da ist, dass der Nutzen das Risiko überwiegt. … nur so lange und so viel wie nötig einzunehmen. … spezifisch einzusetzen, also einzelne Nährstoffe und nicht nach dem Multivitamin-Giesskannenprinzip.

Bild: Getty Images

In Zusammenarbeit mit

Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.

Ernährung

Wie viele Extras brauchen wir? Nahrungsergänzungsmittel boomen. Fast jeder hat ein Vitaminpräparat im Schrank stehen. Dabei sollte man gut abwägen, was man schluckt. Text: David Fäh

S

chätzungsweise ein Viertel der Schwei­ zer Bevölkerung ergänzt den Speise­ plan regelmässig mit Nähr­ stoffen in Tablettenform. Am häufigsten mit Multi­ vitaminpräparaten, Kal­ zium mit oder ohne Vitamin D und Fischöl. Verständlich: Wir werden immer älter und wollen möglichst lange fit bleiben. Doch brauchen wir diese Pillen und Pülver­ chen wirklich? Im Winter fehlt Vitamin D

Um diese Frage schlüssig zu beantworten, braucht es gute Studien. Doch die sind rar. Und selbst wo vorhanden, zeigen sie oft widersprüchliche Resultate. So bleibt unklar, ob die Einnahme von Vitamin D einen Nutzen bringt, vor allem wenn kein Mangel nachgewiesen worden ist. In der Schweiz scheint ein sol­ cher in den Monaten Januar

bis März bei rund zehn Pro­ zent der Bevölkerung vorzu­ liegen. Etwa die Hälfte hat in diesen Monaten einen unzureichenden VitaminD-Blutspiegel. Sonnen­ schutz ist wichtig für die Gesundheit der Haut. Wer aber konsequent Creme mit Schutzfaktor 30 oder mehr verwendet, produziert kaum mehr Vitamin D in seiner Haut. Diese Eigenproduk­ tion ist die Hauptquelle des Vitamins. Da der Vitamin­ D­Bedarf kaum mit der normalen Ernährung ge­ deckt werden kann, kann es sinnvoll sein, Vitamin D nach Bedarf als Tablette oder Tropfen einzunehmen. In Forscherkreisen hingegen hat sich die Er­ kenntnis durchgesetzt, dass Multivitamin und Vitamin C nicht vor Erkältung oder Grippe schützen. Allenfalls können 75 Milligramm Zink die Erkältungsdauer um einen Tag verkürzen. Über­

haupt sollte man sich im Klaren sein, dass Supple­ mente auch Nebenwir­ kungen haben können. Wir können nicht ausschliessen, dass Vitamin A oder Folsäu­ re als Supplemente das Risi­ ko für gewisse Krebsarten und dass Kalzium und Vita­ min E jenes für Herz­Kreis­ lauf­Krankheiten erhöht. Andererseits kann es Sinn machen, gezielt Nähr­ stoffe einzunehmen, um Mangelerscheinungen, Missbildungen und Krank­ heiten vorzubeugen. Vita­ min B12 beispielsweise kann bei Veganern Blutarmut verhindern. Frauen mit Kinderwunsch können Fol­ säure einnehmen, um einem offenen Rücken beim Kind vorzubeugen. Auch Eisen fehlt häufig bei vielen jun­ gen Frauen, die kein Fleisch essen. Das heisst: Ob man Nahrungsergänzungsmittel einnehmen soll oder nicht, ist höchst individuell. MM

Abendessen mit einer Freundin: Das Gespräch ist gut, der Wein auch, dann kommt das Essen. Sieht gut aus! Wir wünschen uns «e Guete», und ich will gerade die Gabel ansetzen, da zückt sie die Smartphone­ kamera. «Nur noch schnell den Teller fötele …» Und das Foto dann auf Insta oder bei Facebook posten. Oder per WhatsApp weiterverschicken, damit auch wirklich alle sehen, wie toll wir gerade essen.

Das klingt jetzt so, als würde ich nicht viel davon halten. Aber im Ernst, der Satz hätte auch von mir stammen können. Und von vielen anderen Jungen (und nicht mehr so jungen) auch. Weil es Spass macht, einen schönen Moment wie etwa einen gelunge­ nen Restaurantbesuch festzuhalten und sich später wieder an den Genuss zu erinnern. Und zwar ohne sich dabei über die eigene unfotogene Grimasse aufregen zu müssen. Oder weil man stolz ist auf ein aufwendig selbst gekochtes Menü, das ohne Kame­ ra ein vergängliches Kunstwerk ist.

Sarah Diener (19) hat die Matura gemacht und absolviert ein Praktikum im Spital Bern.


98 | MM23, 1.6.2015 | LEBEN

Kinder

Grüner Frühlingssänger Im Frühling beginnt der Kleine Wasserfrosch mit seinem Quakkonzert. Was den Menschen nervt, lockt Frau Frosch an, und bald schon planschen junge Fröschli im Tümpel. Text: Claudia Langenegger

Illustration: bunterhund.ch

Feinde

Es gibt immer weniger Feuchtgebiete in der Schweiz, weil der Mensch immer mehr Platz braucht. Tierische Feinde hat der Kleine Wasserfrosch auch. Raubfische verputzen gern mal ein Fröschchen, und auch die Ringelnatter sagt nie Nein zu einem Froschschenkel. Ebenfalls ein Fressfeind ist der Storch.

Der Kleine Wasserfrosch ernährt sich von Insekten, Regenwürmern und kleinen Amphibien. Manchmal muss sogar eine Schnecke samt Häuschen dran glauben. Man muss ganz genau hinschauen, um den Kleinen Wasserfrosch zu sehen. Die Weibchen werden höchstens sieben Zentimeter gross, die Männchen sogar nur fünf. Der Kleine Wasserfrosch passt sich seiner Umgebung farblich an. Im Frühling ist er bräunlich-grün wie der Grund der Tümpel. Wenn die Natur zu blühen beginnt, verfärbt sich auch

der Kleine Wasserfrosch. Er ist dann grasgrün. Die perfekte Tarnung für einen kleinen Landausflug. Der Kleine Wasserfrosch wird auch Tümpelfrosch genannt und lebt vor allem in kleinen Gewässern. Dort sitzt er gern auf Seerosenblättern oder badet am Ufer. Wenn es wärmer wird, legen die Männchen mit dem Quakkonzert los. Manchmal schlies-

sen sie sich sogar zu einer Quakgruppe zusammen. So locken sie die Weibchen an, um sich zu paaren. Beim Quaken blasen die Männchen ihre elastische Haut in der Mundhöhle auf. Es entstehen seitlich zwei Schallblasen, die wie Kaugummiblasen aussehen. Damit verstärken sie ihre Stimme. Weibchen können das nicht, sie quaken ganz leise. MM


LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 99

Das ist Schatzsuche, Detektiv­ arbeit und Geschichtsunterricht in einem! Es handelt sich dabei um eine wahre Geschichte, die echte Journalisten in diesen Wochen erforschen. Sie suchen ein verschollenes Bild und nennen ihre Suche «Kunstjagd». Dabei geht es auch um Verbrechen, die vor vielen Jahren im Zweiten Weltkrieg in Deutschland geschehen sind: In jener Zeit wurden Millionen von Juden getötet. Einer, der überlebt hat, ist Edward Engelberg (87).

Damals war der Edward neun Jahre alt und lebte in München. Sein Vater wurde verhaftet, obschon er nichts Falsches getan hatte. Seine Mutter begriff sofort, dass die Familie in Gefahr war. Der Junge sah, wie sie ein Kunstbild von zu Hause mitnahm und später mit Visa zurückkehrte. Ein Visum ist eine Erlaubnis, die man braucht, um in ein anderes Land zu reisen. Dank der Visa konnte die Familie in die Schweiz flüchten. Das rettete sie vor dem sicheren Tod.

Wo aber ist das Bild geblieben? Wem hat es die Mutter gegeben, damit sie dafür die Visa ergattern konnte? Edward Engelberg und die Journalisten wollen das auf ihrer Kunstjagd herausfinden. Du kannst ihre Schatzsuche live verfolgen und auch mitsuchen. Die Reporter berichten auf Kommunikationsund Social-Media-Kanälen: Also auf Whatsapp, Facebook, Twitter, Instagram, Soundcloud und Vimeoo – ach ja: Natürlich auch im guten alten Radio. MM

Gabriela Bonin (47) beantwortet

die Fragen ihrer Töchter (14, 9, 7).

DA FEHLT DOCH WAS!

Rä tsels pass

Was hat Tobi vom Tisch genommen?

DER CHEFKOCH EMPFIEHLT ... Den ganzen Tag draussen an der frischen Luft zu sein, braucht viel Energie. Und im Sommer, wenn es heiss ist, sowieso. Gewisse Nahrungsmittel sind so richtige Fitmacher. Weisst du, welche? Mach das Ernährungsquiz und finde es heraus.

Wovon solltest du pro Tag am meisten trinken?

P) Orangensaft

T) Wasser

A) Milch

Wovon solltest du nur wenig essen?

O) Schokolade

R) Brot

S) Salat

Zwischendurch isst du am besten ...?

T) Käse

E) Wurst

N) Glace

Lösungswort: TOBI

Lösungswort:

I) ein Brötchen

Dieses Spiel könnt ihr natürlich auch selber spielen! Einer ist dran, etwas vom Tisch zu nehmen. Währenddessen müssen alle anderen die Augen schliessen und dann raten, welcher Gegenstand fehlt.

B) eine Banane

Zu einem guten Frühstück gehört sicher ...?

U) Torte

TIPP:

Lösung: Salzstreuer

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100 | MM23, 1.6.2015 | LEBEN

Ihre Frage? E-Mail genügt!

reto.vogt@ migrosmedien.ch

Welches Handy ist besser? Das Ergebnis im Video.

Ratgeber

Migrosmagazin.ch

Apple iCloud «Mein iCloud-Speicher ist dauernd voll. Wie kann ich die Belastung ohne Datenverlust verringern?» Christine Rohner

Die derzeit modernsten Smartphones HTC One M9 (links) und Samsungs Galaxy S6 liefern sich einen Zweikampf.

Digital

Duell auf Augenhöhe

D

Die Smartphone-Hersteller HTC und Samsung buhlen mit Topgeräten um die Gunst der Käufer. Der Test zeigt ihre individuellen Stärken auf und kürt einen knappen Sieger. Text: Reto Vogt

G

ute Sprachqualität fürs Telefonieren ist nicht mehr gefragt. Was also muss ein modernes Smartphone stattdessen können? Höchste Priorität geniessen heute ein grosses, messerscharfes Display, starke Fotos, ruckelfreie Games, hohe Soundqualität, schnelles Internet sowie ein umfangreiches App-Angebot. Diese Anforderungen erfüllen heute praktisch alle modernen Smartphones. Auch das HTC One M9 und Samsungs Galaxy S6 – die aktuell besten Geräte. Aber auch sie kämpfen mit zwei Problemen, die kein Hersteller so richtig in den Griff kriegt: knapper Speicherplatz und kurzlebige Akkus. Beide haben für je eines davon eine Lösung in petto. Diejenige von HTC ist nicht neu, aber bei modernen Smartphones zur Seltenheit geworden: Der fixe Speicherplatz von 32 GB lässt sich mit einer externen Micro-SDKarte erweitern. Samsung begeg-

net dafür den ständig leeren Akkus mit einer innovativen Technik und verkürzt ihre Ladezeit dramatisch. Nach nur 15 Minuten an der Steckdose ist die Batterie im Test wieder zu 26 Prozent geladen. Praktisch unentschiedenes Duell

Davon abgesehen gibts kaum Unterschiede. Beide Smartphones besitzen praktisch identische Ausstattungen: Prozessor, Arbeitsspeicher, Schnittstellen und Betriebssystem sind austauschbar. Und sie verfügen über Kameras mit ähnlich guten Blenden, sodass im Test selbst bei schlechtem Licht gute Ergebnisse erzielt werden. Erst der Leistungstest mit der App 3DMark zeigt: Die für Spiele wichtige Grafikleistung bleibt bei Samsung hinter dem HTC One M9 zurück. Grund dafür sind zahlreiche Apps und Dienste, die der Hersteller ab Fabrik auf das Telefon installiert und laufen lässt. Das ist zwar unschön, aber Jammern auf

hohem Niveau. Beim Topspiel «Asphalt 8: Airborne» kurven die Autos trotzdem flüssig durch die Gegend. Dennoch sichert sich das HTC One M9 damit die knappe Führung. Und es baut sie sogar aus, weil die integrierten Lautsprecher besseren Sound liefern. Samsungs Galaxy S6 macht den Rückstand in anderen Bereichen wett. So arbeitet der W-Lan-Chip effizienter, das ermöglicht mehr Tempo beim Surfen und bei Downloads. Und der Bildschirm überzeugt bei Fotos und Videos mit einer schärferen Auflösung. Das letzte Kriterium ist das wichtigste: die Optik. Samsung baut ein dünneres, leichteres Gehäuse mit vorstehender Kamera – das HTC One M9 wirkt dank gebürstetem Aluminium und gebogener Rückseite edler. Deshalb holt es den Sieg in der Nachspielzeit. MM Samsung Galaxy S6, Fr. 699.– bei Digitec.ch HTC One M9, Fr. 619.– bei Melectronics.ch

Die Gratis-iCloud-Kapazität von 5 GB reicht nicht weit. Wenn sie aufgebraucht ist, öffnen Sie auf Ihrem Gerät «Einstellungen/ iCloud» und rufen unter «Speicher/Speicher verwalten» die gespeicherten Daten ab. Tippen Sie zuoberst das Backup Ihres iPhones an und deaktivieren Sie speicherhungrige Posten wie «Aufnahmen», um Platz zu sparen. Beachten: Dieser Schritt macht manuelle Backups unabdingbar. Gehen Sie zurück zu «Speicher verwalten». Dort lassen sich unter «Dokumente und Daten» Dateien löschen, die nicht mehr benötigt werden. Wer die Daten dort entfernt, lässt sie nicht nur aus iCloud, sondern auch von allen gekoppelten Geräten wie iPads und Macbooks verschwinden. Zuletzt definieren Sie unter «Einstellungen/ iCloud» per Schieberegler, was in iCloud gesichert werden soll.

Reto Vogt (30),

Onlineredaktor Migros-Magazin @revogt


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LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 103

Karin Federer (rechts) entfernt mit der Zahnschleifmaschine Ecken und Haken an Saskias Zähnen. Tierpflegerin Cécile Rüegg assistiert.

Zootierärztin

Feinschliff für Saskia Unsere 24-jährige Eselin Saskia hat etwas Mühe beim Fressen. Aus Erfahrung weiss ich, dass ihre Zähne nicht mehr die besten sind. Die jährliche Zahnkontrolle steht an. Text: Karin Federer

Bilder: Walter Zoo

E

Karin Federer (29) ist Tierärztin und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.

sel haben kräftige Backenzähne. Die sind auch notwendig, zer­ mahlen sie doch täglich grosse Mengen an Heu. Was für uns jeweils wie gemütliches Rumkauen erscheint, ist in Tat und Wahrheit ein unglaublich wichtiger Prozess. Gelangt das Heu nämlich nicht fein zermahlt in das Verdauungssystem, besteht die Gefahr einer Verstopfung im Magen oder im Darm. Starke Bauchschmerzen, soge­ nannte Magen­Darm­Koliken, können die Folge sein. Das Heu verhakt sich

Ich beobachte Saskia beim Heukauen und sehe, wie ihr plötzlich kleine Heuballen aus dem Maul fallen. Es wird allerhöchste Zeit für die jährliche Zahnkontrolle. Werden bei Eseln oder Pferden die Backenzähne nicht gleichmässig beansprucht, kommt es zu einer Spitzen-, Haken- oder Wellenbildung. Dadurch kann die Maulschleimhaut leicht verletzt und das Heu nicht mehr richtig

gekaut werden – es fällt teilweise aus dem Maul. Leider ist dies bei Saskia der Fall. Das Schleifen der Zähne ist zum Glück ein Routineeingriff. Aber kaum ein Esel würde sich freiwillig dem Zahnarzt hingeben – daher muss ich das Tier leicht sedieren. Tierpflegerin Cécile Rüegg hilft mir dabei und fixiert Saskias Kopf. Dank der speziellen Pferdezahnschleifmaschine komme ich mit dem Schleifen rasch voran, und nach kurzer Zeit sind alle Haken und Spitzen entfernt. Nach dem kleinen Eingriff behalte ich Saskia noch einige Zeit im Auge. Bei Tieren sind es meist die kleinen, fast versteckten Anzeichen, die über ihr tat­ sächliches Wohlbefinden Auskunft geben. Nach einiger Zeit kaut Saskia ihr Heu wieder seelenruhig und ohne Probleme. Wir alle sind froh, ihr geholfen zu haben. Bei unseren Tieren verhält es sich wie bei uns selbst: Ein Mal im Jahr werden die Zähne eingehend untersucht. Denn Vorsicht ist immer besser als Nach­ sicht. MM

Tipps

Das gilt für Haustiere Auch bei Pferden ist

eine regelmässige Zahnkontrolle wichtig, damit Schäden wie Abnützungen oder Entzündungen frühzeitig behandelt werden können. Gerade bei jungen Pferden ist diese Kont-

rolle unablässig, da im jungen Alter noch einfacher Korrekturen angebracht werden können.

Mindestens ein Mal jährlich sollte eine

Kontrolle durch einen geschulten Tierarzt stattfinden. Typische Anzeichen wie Abmagerung und

aus dem Pferdemaul fallende Heubällchen am Fressplatz sollten für jeden Pferdebesitzer Alarmzeichen sein.


104 | MM23, 1.6.2015 | LEBEN

Auto

Klasse statt nur Mittelklasse

Der Platz «Das Platzangebot hinten ist selbst für Erwachsene regel­ recht feudal. Auch der gewaltige, schön tiefe Laderaum passt. Praktisch: Alle drei Fondsitz­ lehnen lassen sich einzeln um­ klappen.» Claudia Rogenmoser

Der neue VW Passat strebt nach oben, will aber trotzdem ein ganz normaler Familienkombi bleiben. Ob das klappt, testet Familie Hegglin Rogenmoser aus Cham anhand der Kombiversion Variant. Text: Timothy Pfannkuchen

Bilder: Holger Salach

D

er Mittelklassetyp schlechthin will künftig mehr und doch ganz der Alte sein: Beim neuen Passat zielt VW mit viel Luxus und Hightech in Richtung Oberliga. Auf der anderen Seite soll er aber ein erschwing­ licher Familienkombi bleiben. Ob er den Spagat packt, prüft Familie Hegglin Rogenmoser aus Cham ZG. «Aussen wirkt er schlicht», eröffnet Claudia Rogenmoser (37) den Urteilsreigen: Zwar hat der Passat klar an Eleganz zugelegt, bleibt aber markentypisch unspektakulär. Umgekehrt bietet er eben Praxis­ statt Showtalent. «Wir sind sportbegeistert, brauchen unser Auto vor allem in der Frei­ zeit – und eine Menge Platz», sagt die Pri­ marlehrerin und Mutter von Robin (7) und Lia (5): «Der Passat hat genau die richtige Grösse. Einstieg und Übersicht sind prima, und Platz bietet er mehr als genug.» Auch unterwegs ist alles im Lot, berichtet Ehemann und Papi Benno Hegglin (37). «Wir finden ihn zwar recht straff abge­ stimmt, was ihn wirklich sportlich macht», sagt der Informatikingenieur, «doch ist der Komfort trotzdem sehr gut. Einziges Minus: Mit 4,77 Meter Länge ist er schon ziemlich gross.» Gross in Form scheint auch der 150 PS starke Turbodiesel. «Sehr stark, aber leise und sehr sparsam», erklärt Benno Hegglin erfreut: «Auf knapp 400 Testkilometern haben wir in der Testwoche im Schnitt fünfeinhalb Liter Diesel gebraucht.» Hat der (übrigens auch mit Allrad und ab Herbst als Plug­in­Hybrid lieferbare) Passat das Zeug zum Nachfolger des elfjährigen Volvo V50 der Familie? «Mal sehen», resümiert Claudia Rogen­ moser: «Zwar hat er seinen Preis, aber das Preis­Leistungs­Verhältnis stimmt an­ gesichts der gebotenen Qualitäten. Er ist sehr praktisch, und die Assistenzsysteme – wie der Radartempomat – gefallen. Nur wird mir Benno widersprechen: Er findet den Passat zu emotionslos.» MM

Das Infotainment «Die Bedienung über den Touchscreen ist praktisch, erschliesst sich von selbst – und man kann sogar wie bei einem Smartphone wischen und mit gespreizten Fingern die Karte zoomen.» Claudia Rogenmoser


LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 105

Das Cockpit «Qualitativ enorm hochstehend und gerade bei längeren Fahrten angenehm: Im Passat fühlt man sich wohl und fast wie eine Klasse höher untergebracht. Das Styling ist allerdings bieder.» Benno Hegglin

119 g/km CO2

Wohlfühlen im Passat: Familie Hegglin Rogen­ moser aus Cham ZG. Von links: Claudia, Robin, Benno und Lia.

Grenzwert 2015: 130 g/km

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LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 107

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Descombes, Max Furrer, Anne Marie Aegerter, Gottlieb Rüegg, Margrit Vögeli, Vreni Guggisberg, Hans Jucker, Käthi Schlatter, Silvia Turnheer, Harry Schwarz, Thomas Buchegger, Bernadette Heldner, Heidi Manhard, Erika Haller, Irene Bertschi, Rosmarie Binder. Kontakt mit Herrn Ammann-Altorfer, E-Mail: info@bewa-glattbrugg.ch

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LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 109

Wettbewerbsfrage: Welchen Betrag spendet Nivea für jede absolvierte NiveaFamilienwanderung?

Wettbewerb

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Familienfreundliche Wanderwege: Nivea schickt Familien über Stock und Stein. Glücksgriff

Naturnahe Körperpflege Das Migros-Magazin verlost zusammen mit Nivea eine Woche Ferien für die ganze Familie im 4-Sterne-Superiorhotel Schweizerhof, Lenzerheide.

S

eit mehr als 100 Jahren schenken Familien Nivea ihr Vertrauen. Als Dank für die Treue lancierte Nivea letztes Jahr die «Nivea Familienwanderungen». Auf 24 neuen Familienwanderrouten können Eltern und Kinder ge­ meinsam ihrer Wanderlust nach­ gehen und gleichzeitig etwas für sich selber wie auch für den Erhalt der schönen Wandertradition tun. Diese 24 Routen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Verband Schweizer Wanderwege ausgewählt und in einer neuen Broschüre festgehalten. Alle Strecken sind kinderfreundlich und versprechen ein unverges­ senes Naturerlebnis. Über Stock und Stein führen sie zu Wasserschlössern, über Kultur­ landschaften und Wiesen und an Seen vorbei. Begegnungen mit putzigen Nagetieren, unbeschwer­

ter Badespass und aufregende Gondelfahrten sind dabei nur ein paar der Highlights, die Familien bevorstehen. Nivea fördert Wanderwege

Die Zusammenarbeit zwischen dem Verband Schweizer Wander­ wege und Nivea geht noch weiter: Die beiden Organisationen riefen bereits vor zwei Jahren den Nivea­ Förderpreis ins Leben. Attraktive Wanderweg­Projekte mit Finan­ zierungslücken können sich um diesen Förderpreis bewerben. Gefördert werden besonders fami­ lienfreundliche Projekte wie etwa im letzten Jahr der «Alpen­ flora­Erlebnisweg Savognin». Dank der Unterstützung von Nivea wurde der Weg naturnah aus­ gebaut und mit einem Picknick­ platz ausgestattet. Auch dieses Jahr werden mit dem Nivea­Förderpreis wieder

familienfreundliche Wanderweg­ projekte unterstützt, die ohne finanzielle Unterstützung nicht realisiert werden könnten. Damit leistet Nivea einen wichtigen Beitrag, um die Schweizer Wanderwege zu unterhalten und attraktiv zu gestalten. Machen Sie mit und dokumen­ tieren Sie Ihre Wanderung mit der Nivea­Wander­Mobile­App für iOS und Android oder dem Nivea­ Familienwanderpass. Für jede absolvierte Wanderung spendet Nivea fünf Franken an die Schwei­ zer Wanderwege. Zusätzlich er­ halten Sie für jedes Mitwandern als Dankeschön eine kleine Über­ raschung! Unter nachfolgendem Link können Sie kostenlos die Nivea­Wander­Mobil­App herun­ terladen oder die neue Broschüre mit 24 neuen Wanderungen und dem Nivea­Wanderpass bestellen: Nivea.ch/wandern. MM

(1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungszahl, Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrer Lösungszahl und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, Postfach, 8099 Zürich Online: Gratis unter www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: Sonntag, 7. 6. 2015 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 111

Kreuzworträtsel

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

Gesamtwert 750 Franken!

Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.6.2015, 24 Uhr

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.6.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld!

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LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 113

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Für was steht ein Morgenstern nicht? I

Fotomodell

T

Waffe

D Himmelskörper

2. Schneller fahren bedeutet auch …? R Öl pumpen

O Kohle schippen

N Gas geben

L

S

3. Bei welchem Berg liegt Vitznau? E

Bürgenstock

Pilatus

Rigi

So nehmen Sie teil

4. Was trägt man normalerweise am «Digitus anularis»? I

Diadem

E

Ehering

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.6.2015, 24 Uhr

U Krawatte

5. Wann wurde der geographische Südpol zum ersten Mal zu Fuss erreicht? S

1875

R 1899

K 1911

6. Welches Bauwerk zählt nicht zu den 7 Weltwundern der Antike? T

Palast von Sparta

A Pharos von Alexandria

I

Koloss von Rhodos

7. Welche Insel wird aufgeteilt in die Staaten Indonesien, Malaysia und Brunei? N Feuerland

T

Timor

E

Borneo

8. Wie hiess eine der ersten Opern der Musikgeschichte? N Orpheus

L

Die Zauberflöte

R Isis

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Auflösung Nr. 22: TAGEBUCH

Gewinner Nr. 21: Evelyne Neukom, Buchberg SH; Eduard Megert, Embrach ZH; Marguerite Locher, Oberhofen am Thunersee BE

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 5 2 1 3

Auflösung Nr. 22: GEIST Gewinner Nr. 21: Elisabeth Wenger, Heimberg BE; Josef Ebnöther, Herisau; Georg Bitterli, Schöftland AG

4

T

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.6.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

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LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 115

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

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Auflösung Nr. 22: 231

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5 2 9 7 8 1 4 3 6

9 5 2 1 7 4 8 6 3

6 7 3 9 2 8 5 4 1

8 4 1 3 6 5 9 2 7

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1 9 4 8 3 7 6 5 2

7 6 5 4 1 2 3 9 8

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.6.2015, 24 Uhr

Gewinner Nr. 21: Ruth Schmid-Woodtli, Strengelbach AG; Marie-Antoinette Chételat, Courtételle JU; Walter Roth, Fislisbach AG; Rosemarie Beutler, La Chaux-de-Fonds NE; Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite Ruth Rieder, Gränichen AG

7

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 3 2 3 3 3 miteinander verbunden sein. Verboten: Kreuzun6 gen, diagonale Brücken 3 1 4 2 und mehr als zwei Linien.

1 1 2 1 2 1

Auflösung Nr. 22:

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5 3 3

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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 391 000 (WEMF, MACH Basic 2015-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Migros-Welt: Ressort M-Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West

Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, AnnaKatharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia Online: anzeigen@migrosmagazin.ch Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Innendienst: Nicole Thalmann Catovic Simone, Nicolette Trindler (Leitung), Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Honorarwesen: Janine Meyer, Jasmine Steinmann Verena Hochstrasser

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Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG


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Meine Welt

«Auf Kritik reagiere ich oft empfindlich»

Emilie Siegenthaler ist sechsfache Schweizer Meisterin im Downhill-Biken. Abseits der Rennstrecke liebt die Bielerin die Psychologie, ihre Familie – und die Frauen. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Annette Boutellier


LEBEN | MM23, 1.6.2015 | 119

1 Mein Reich «In einem Anbau hinter dem Haus habe ich meine Werkstatt. Ich pflege meine Bikes gern selber. Das Schrauben entspannt mich.» 2 Mein Stolz «Ich bin sechsfache Schweizer Meisterin im Downhillen. Leider nicht in Folge. 2012 war ich verletzt und konnte nicht starten.» 3 Meine Familie «Wir funktionieren wie eine WG und haben alle ein Ämtli. Sind

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alle drei zu Hause, kochen wir oft ge­ meinsam. Meine Mutter Edith (57) ist der Chefkoch, mein Bruder Simon (21) der Bratmeister und ich die Handlangerin.» Name: Emilie Siegenthaler (28) Sternzeichen: Jungfrau Beruf und Lebenslauf: Lange fuhr

ich Cross Country und war auch da recht erfolgreich: Schweizer Meiste­ rin, Europameisterin und Weltcup­ siegerin. Allerdings rebellierte mein Körper gegen die Belastung: 2004 brach bei mir zum zweiten Mal in Folge das Pfeiffersche Drüsenfieber aus. Weil ich weniger Ausdauer trainieren konnte, sattelte ich aufs Downhillen um. Neben dem Sport brauche ich auch was für den Kopf. Ich habe einen Master in Psychologie und möchte im Herbst ein Zusatzstu­ dium in Sportpsychologie beginnen. Mein Charakter: Ich mag Dreck und gebe immer Vollgas. Aber ich habe auch eine sensible Seite: Auf Kritik reagiere ich oft empfindlich, auch, weil ich sehr selbstkritisch bin.

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4 Mein Engagement «Ich liebe Frauen. In meinem Sport war meine sexuelle Orientierung nie ein Problem. Das ist aber leider nicht in allen Disziplinen so. Darum engagierte ich mich im letzten Jahr für die Kampagne ‹Stopp Homo­ phobie im Sport›.» 5 Mein Sport «Downhill­Biken ist wie

Bild: Jens Staudt/4zig.net

Mein Lieblingsprodukt:

«Je tiefer man sticht, desto mehr Kakao gibts. Das macht das M­Classic­ Joghurt unschlagbar.»

Abfahrt­Skifahren: Man fährt mit der Bahn hoch, bremst beim Runterdüsen möglichst wenig und springt möglichst weit. Dieses Bild entstand im vergan­ genen Jahr in Monterey, Kalifornien.» 6 Meine Lebensversicherung «Stürze gehören bei meinem Sport dazu. Ge­ brochen habe ich mir schon das Schlüs­ selbein und das Handgelenk, angerissen das Kreuzbein und gequetscht die Nieren. Helm und Protektoren sind nur ein Teil der Unfallprävention. Ebenso wichtig sind starke Muskeln.»


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