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Über
Sofortpreise800’000und wöchentliche Hauptgewinne
Plastiksammeln: So einfach gehts
→ Seite 23
Da wollen wir hin
Sechs Ferienziele, an denen sich Familien diesen Sommer rundum wohlfühlen
→ Seite 46
Fisch vom Grill: Wie Dorade, Forelle und Co. gelingen
→ Seite 24
Annette Fetscherin: Ihre Food-Rituale vor der Sendung
→ Seite 32
Fürsorge im Stillen: Wenn Männer Angehörige pflegen
→ Seite 52
MEER Geschmack für deinen Sommer
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Menschenmengen sind nicht unbedingt mein Ding. Schlamm an den Füssen, langes Anstehen für eine Grillwurst eher auch nicht. Und ich werde auch nicht gern an Absperrgitter gedrängt. Für Menschen mit Agoraphobie haben Festivals definitiv ihre Tücken.
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Und doch bleiben selbst denen, die sie – wie ich – eher meiden, ein paar Momente unvergesslich: das Gitarrenriff von Deep Purple, das über den Genfersee hallt. Die schillernde Exzentrik von Mika. Die elektrisierende Energie von ZZ Top. Die melancholischen Klänge von Stephan Eicher. Und dieser eine Augenblick, wenn das Licht ausgeht und alle ihre Handytaschenlampen in die Höhe halten.
Genau für diese Momente, in denen wir uns alle zusammen lebendig fühlen und unser Herz bis zum Hals schlägt, komme auch ich immer wieder zurück. Selbst wenn es in Strömen regnet. Mehr zum Festivalsommer ab Seite 14.
Patricia Brambilla Redaktorin
Fast 300 Jedes Jahr finden in der Schweiz fast 300 Musikfestivals statt. Rund ein Dutzend davon werden von der Migros unterstützt.
Der Gigant
Das Paléo Festival Nyon ist das grösste OpenAir-Festival der Schweiz. 2025 gingen 210 000 Tickets in nur 13 Minuten weg –Rekord.
Der Veteran
Das Lucerne Festival für klassische Musik wurde 1938 gegründet und ist möglicherweise das älteste Festival der Schweiz, das noch heute existiert.
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Für eine schöne Glacekugel sollte Eiscreme zuerst etwas antauen. Am besten stellst du den Glacebehälter 10 bis 15 Minuten vor dem Servieren in den Kühlschrank. Zudem hilft es, den Löffel vor dem Formen jeder neuen Kugel in warmes Wasser zu tauchen. Zum Üben gibts in der Migros die Glaceneuheit Creme d’Or Fior di Latte Nocciolata im Kübel mit schokoladig-nussigem Geschmack.
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Frage der Woche
Wie saugen Staubsauger?
Antwort: Der Motor des Staubsaugers bläst die Luft nach draussen und erzeugt im Innern einen Unterdruck. Dieser zieht durchs Rohr Luft an, dabei werden Staub und Schmutz mit eingezogen. Das Wichtigste ist die Saugleistung – je stärker der Luftstrom, desto einfacher verschwinden Staub, Krümel und Haare von Boden und Teppich.
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Farmer mit Pretzel- und Schoggistücken
Das kann es: Knusprig, süss und salzig sein
Das ist das Beste daran: Dieser Farmer vereint drei Snacks in einem: klassischer FarmerRiegel, dazu etwas Schoggi und auch noch Pretzel. Effizient!
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Der Pro-Kopf-Verbrauch von Kaffee lag 2025 in der Schweiz bei neun Kilogramm Kaffee. Umgerechnet in Kaffeekapseln der Café-Royal-Sorte «Espresso» ergibt das rund 1730 Kapseln.
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Schweiz der Zukunft
Die lebenswerte Schweiz von morgen, wie sie wohl aussehen könnte? Das wollte der gemeinnützige Verein Monda Futura wissen und startete 2025 eine grosse Umfrage. Rund 1300 Menschen haben daraufhin ihre schönsten Zukunftsideen geteilt. Daraus sind 40 konkrete Zukunftsszenarien entstanden, die du jetzt bewerten kannst. Das Abstimmungsergebnis soll der Startschuss für diverse Projekte sein, um eine gemeinsame Zukunft zu gestalten. Monda Futura wird unterstützt vom MigrosPionierfonds.
Hier gehts zur Abstimmung:
Exklusivreise vom 16. November - 1. Dezember 2026
Flugreise
ShinkansenHochgeschwindigkeitszug
Faszination Japan
Neu: Tempel, Metropolen und das Staunen dazwischen
Japan überrascht leise – und bleibt lange. Zwischen futuristischen Metropolen, jahrhundertealten Tempeln und stillen Gärten erleben wir eine faszinierende Kultur voller Kontraste. Auf dieser sorgfältig komponierten Rundreise entdecken wir das Land der aufgehenden Sonne von Tokio über den Mount Fuji bis nach Hiroshima – abwechslungsreich, gut geführt und im angenehmen Rhythmus. Besondere Erlebnisse wie die Fahrt im Shinkansen und eine Übernachtung im traditionellen Ryokan machen diese Reise unvergesslich.
Ihr tolles Reiseprogramm:
1. Tag, 16.11.26 – Am Mittag Linienflug mit SWISS von Zürich nach Tokio. Während wir Richtung Fernost gleiten, beginnt ein besonderes Reiseabenteuer.
2. Tag, 17.11.26 – Ankunft in Tokio und Transfer ins Hotel. Bei einem ersten Spaziergang tauchen wir in den Alltag dieser faszinierenden Metropole ein. Am Abend gemeinsames Welcome Dinner. 4 Übernachtungen Tokio.
3. Tag, 18.11.26 – Im historischen Asakusa begegnen wir dem ältesten Tempel der Stadt. Im Meiji-Schrein spüren wir die ruhige, spirituelle Seite Tokios, bevor wir in Shibuya das pulsierende Herz der Metropole erleben.
4. Tag, 19.11.26 – Bootsfahrt auf dem Sumida-Fluss, Spaziergang durch den Hamarikyu-Garten und Fahrt nach Odaiba. Am Abend ein eindrücklicher Blick auf das funkelnde Lichtermeer – ein stiller Wow-Moment.
5. Tag, 20.11.26 – Ausflug nach Kamakura mit dem berühmten Grossen Buddha. Zwischen Tempeln, Gärten und kleinen Gassen zeigt sich Japan von seiner gelassenen, entschleunigten Seite.
6. Tag, 21.11.26 – Fahrt in die Region des Mount Fuji. Mit etwas Glück zeigt sich der heilige Berg von seiner schönsten Seite. Übernachtung in einem traditionellen Ryokan – mit Onsen-Bad und feinem japanischen Abendessen ein ganz besonderes Erlebnis.
7. Tag, 22.11.26 – Fahrt mit dem Shinkansen nach Hiroshima. Besuch des Friedensparks und Museums – bewegend und nachdenklich. 2 Übernachtungen Hiroshima.
8. Tag, 23.11.26 – Fährfahrt zur heiligen Insel Miyajima. Der Itsukushima-Schrein scheint bei Flut im Wasser zu schweben – einer der schönsten Anblicke Japans. Zeit für eigene Entdeckungen.
9. Tag, 24.11.26 – Besuch der eindrucksvollen Burg Himeji (UNESCO), Japans wohl schönste Samurai-Burg. Spaziergang durch die Gartenanlagen. Übernachtung in Himeji.
10. Tag, 25.11.26 – Fahrt auf den heiligen Berg Koyasan. Beim Spaziergang durch den mystischen Friedhof Okunoin erleben wir eine ganz besondere Atmosphäre. Weiterfahrt nach Osaka mit Zeit für das lebendige Viertel Dotonbori. 2 Übernachtungen Osaka.
11. Tag, 26.11.26 – Ausflug nach Nara mit Besuch des Todai-ji-Tempels und des grossen Bronze-Buddha. Zurück in Osaka bleibt Zeit für eigene Entdeckungen.
12. Tag, 27.11.26 – Fahrt nach Kyoto. Besuch des Goldenen Pavillons und erster Streifzug durch die traditionsreiche Kaiserstadt. 4 Übernachtungen Kyoto.
13. Tag, 28.11.26 – Spaziergang durch die unzähligen roten Torii-Tore des Fushimi-Inari-Schreins – ein unvergessliches Erlebnis. Danach Zeit für eigene Entdeckungen.
14. Tag, 29.11.26 – Wir folgen dem Philosophenweg und besuchen den Silbernen Pavillon sowie weitere Tempel und Gärten. Am Nachmittag bleibt bewusst Freiraum zum Geniessen.
15. Tag, 30.11.26 – Im Bambuswald von Arashiyama erleben wir ein fast unwirkliches Naturschauspiel. Im Tenryu-ji-Tempel nochmals Ruhe und Harmonie – ein stimmungsvoller Abschluss.
16. Tag, 01.12.26 – Frühmorgens Transfer zum Flughafen Osaka-Kansai. Rückflug mit SWISS via München nach Zürich. Ankunft am Abend.
✓ 14 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels gemäss Programm
✓ 14 x Frühstück
✓ Welcome Dinner in Tokio
✓ Traditionelles Abendessen im Ryokan
✓ Japanisches Abendessen in Hiroshima
✓ Abschiedsessen in Kyoto
✓ Alle Transfers und Rundfahrten gemäss Programm in modernen, klimatisierten Reisebussen
✓ Fahrt mit dem Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug (Fuji-/Hakone-Region –Hiroshima)
✓ Fährfahrt zur Insel Miyajima
✓ Alle im Programm erwähnten Ausflüge, Besichtigungen und Eintritte, u. a.:
- Tempel und Schreine in Tokio
- Kamakura, Kyoto und Nara
- Friedenspark und Museum in Hiroshima
- Burg Himeji (UNESCO)
- Miho Museum (oder gleichwertige Alternative bei Schliessung)
- Bambuswald Arashiyama und Tenryu-ji-Tempel (UNESCO)
✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise
Preis pro Person im Doppelzimmer in guten Mittelklassehotels Fr. 5999.-
Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag Rundreise: Fr. 1150.Buchungsgebühr: Fr. 24.- pro Person (entfällt bei Online-Buchung)
Einfaches Reisen: Schweizer Bürger benötigen einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss.
Flüge: ab/bis Zürich (Rückflug via München)
Hiroshima Himeji Osaka Nara
Kyoto Kamakura
Japanisches Meer
Pazif i scher Ozean Fuji-Hakone-Nationalpark
Miyajima
Itsukushima-Schreinin Miyajima
Sensoji Tempel im Viertel Asakusa
Grosser Buddha in Kamakura
Viel Stoff für Diskussionen: Das Podium hatte vier prominente
Gäste, darunter Preisüberwacher Stefan Meierhans (unten rechts).
Konsumententagung
Fünf Momente, die nachhallen
«Der Preis ist heiss –und der Markt mächtig?» Unter diesem Titel lud die Migros zur Konsumententagung. Auf dem Podium ging es hitzig her.
Text: Jörg Marquardt
Steigende Kosten, preissensible Kundschaft und wachsender Druck auf Produzenten: An der 16. Konsumententagung des Migros-Genossenschafts-Bundes wurde deutlich, wie komplex die Frage nach dem «richtigen» Preis geworden ist. Auf dem Podium trafen Grünen-Nationalrätin Christine Badertscher, Preisüberwacher Stefan Meierhans, Fleischunternehmer Markus Bigler und Migros-Chef Mario Irminger aufeinander.
1 Falsches Vorbild Burkina Faso
Preisüberwacher Stefan Meierhans gab eine Reiseanekdote zum Besten: Bei einem Marktbesuch in Burkina Faso hätten sich die Händler immer wieder die gleiche Phrase zugerufen – ein Hinweis, dass ein
Europäer im Anmarsch sei, wie er herausfand. «Daraufhin verdoppelten sie sofort ihre Preise.» Bei reichen Touristen in Westafrika hat Meierhans Verständnis für die Kaufkraftabschöpfung – nicht aber, wenn internationale Konzerne in der Schweiz ihre Ware überteuert verkaufen.
2 Waschmittel aus Bulgarien
Migros-Chef Mario Irminger sprach über die niedrigen Margen im Detailhandel: An einem Warenkorb von 100 Franken verdiene die Migros nur rund 1.50 Franken. «Globale Konsumgüterkonzerne erreichen teilweise Margen von 15 bis 20 Prozent – oft ohne in der Schweiz zu produzieren.» Werde zum Beispiel ein Waschmittel in einer bulgarischen Fabrik hergestellt, sei es inakzeptabel, dass der Hersteller dasselbe Waschmittel in der Schweiz viel teurer verkaufe als im übrigen Europa. «Er hat keinen Mehraufwand, und wir holen das Waschmittel auch in Bulgarien ab», sagte Irminger. Gegen eine solche Preisabschöpfung gehe die Migros jetzt in harten Preisverhandlungen vor.
3
Eine Lupe für den Preis
Eine ältere Besucherin der Tagung störte sich an der Auszeichnung der Waren in der Migros. «Mal wiegt ein Früchtekörbchen 500 Gramm, dann 250 und später wieder 750 Gramm – wie soll man da die Preise nachvollziehen?» Zudem benötige sie fast eine Lupe, um die Preisanschriften lesen zu können. Migros-Chef Irminger versprach, ihre Kritik mitzunehmen und zu prüfen.
4
Von wegen hohe Preise!
Für Nationalrätin Christine Badertscher (Grüne) sind die Lebensmittelpreise nicht zu hoch: «Es ärgert mich, wenn den Leuten ständig eingeredet wird, sie würden zu viel bezahlen – denn das ist Blödsinn.»
Schweizer Haushalte würden nur sieben Prozent ihres Bruttoeinkommens für Nahrung ausgeben, deutlich weniger als anderswo. «Wer ständig auf den Lebensmittelpreisen herumreitet, erhöht den Druck auf Schweizer Landwirte.» Das gehe auch zulasten der Nachhaltigkeit.
5
Lebensmittel für Landesverteidigung
Während Stefan Meierhans Direktzahlungen an die Schweizer Landwirtschaft und Zölle als mögliche Preistreiber sieht, halten Politikerin Badertscher und Fleischproduzent Markus Bigler diese für notwendig, um den aktuellen Selbstversorgungsgrad der Schweiz von knapp 50 Prozent zu sichern. «Das ist auch ein Beitrag zur Landesverteidigung», gab sich Bigler kämpferisch.
14 AKTUELL
«So leidenschaftlich dabei wie ich»: Camille Destraz mit ihrer Tochter
Forever young
Der Open-Air-Sommer naht. Für manche Musikfans ist der Besuch eines bestimmten Festivals Tradition –teils seit Jahrzehnten. Drei Begegnungen.
Camille Destraz (l.) und Vater Henri Dès, der 1994 am Paléo auftrat.
Festivals
Paléo
«Paléo – das ist mein Festival»
Camille Destraz (50) erlebte das Paléo vor, hinter und einmal sogar auf der Bühne.
«Mein erstes Paléo war 1986 mit elf Jahren. Ich ging mit meinem Vater hin, um Nina Hagen zu sehen. Wir standen weit vorn. Ich erinnere mich an die Menschenmenge und daran, dass ich den Boden unter meinen Füssen nicht mehr gespürt habe. Papa bekam Angst um mich, und wir mussten weiter nach hinten gehen. Später begann ich, mit Freunden hinzugehen. Mein Traum war es, einmal dort zu arbeiten. Er ging 1992 in Erfüllung: Ich wurde als Beleuchterin engagiert und habe sieben Jahre als Freiwillige gearbeitet. 1994 habe ich das Licht für ein Konzert meines Vaters gemacht, das war bewegend. 1995 stand ich als Musikerin auf der Bühne, mit der Rockband Diancandor. Bis heute habe ich fast keine Ausgabe des Paléo verpasst, nur 2005, als mein Sohn zur Welt kam. Während der beiden Coronajahre ohne Festival waren wir so traurig, dass wir mit Freunden ein Fondue mitten auf dem Gelände gemacht haben! Ich bin süchtig nach Konzerten, aber beim Paléo fühle ich mich wie zu Hause. Am liebsten gehe ich allein hin und entdecke neue Künstlerinnen und Künstler. Ich erinnere mich an ein Konzert von Mano Negra, das ich mit 15 gesehen habe. Es war explosiv, mit Manu Chao, der in alle Richtungen gesprungen ist.
Heute sind meine beiden Kinder so leidenschaftlich dabei wie ich. Wir haben zusammen Kiss, Stromae und Orelsan gesehen. Ich konnte sie sogar mit hinter die Bühne nehmen. Mein Sohn arbeitet dieses Jahr die ganze Woche dort. Ich gehe hin, egal wie das Programm aussieht und wie das Wetter ist. Ich bin gut ausgerüstet mit Regenmantel, Stiefeln und Regenhut. Paléo, das ist mein Festival. Ausserdem sind wir fast gleich alt: Ich bin 1975 geboren, nur ein Jahr vor ihm.»
Gurtenfestival
Bereits bei der Gründung 1977 dabei: Fredi und Kathrin Hallauer
«Auch
die Enkel kommen mit»
Im Juli werden Fredi (75) und Kathrin (72) Hallauer zum 39. Mal auf den Berner Hausberg Gurten pilgern. Mit dabei haben sie stets Neugier und einen warmen Pulli.
Bei der allerersten Ausgabe 1977 war er als eines von sechs Gründungsmitgliedern dabei, sie betreute die Musiker. Obwohl voll berufstätig, engagierten sich beide für das Festival. Etwas mehr als 7000 Leute kamen damals, es gab ein Karussell und vier Bühnen. «Ich vergass, dort das Licht zu organisieren. Als es dunkel wurde, sammelten wir an den Ständen Lichterketten ein und hängten sie auf. Niemand bemerkte etwas!», sagt Fredi Hallauer mit einem Schmunzeln. «Der damalige Headliner Ralph McTell spielte seinen Hit ‹ Streets of London› – das war einmalig schön», erinnert sich Kathrin Hallauer.
Natürlich sei damals alles improvisierter gewesen, der Gewinn sei gespendet worden – aber der Spirit des Gurten sei bis heute gleich: «Love, Piece und Happiness. Man geht respektvoll miteinander um, auch als ältere Personen fühlen wir uns extrem wohl», sagt sie. «Uns gefällt vor allem die Waldbühne. Weil wir dort jedes Jahr viele neue Schweizer Musiker aus allen Richtungen entdecken.»
Die Hallauers sind heute nicht mehr in die Organisation involviert, aber dürfen im Backstage Schweizer Künstler für die Plattform «MusikCH» interviewen. «Inzwischen kommen unsere Enkel mit. Der Jüngere stellt die Fragen, der Ältere fotografiert», sagt er.
Nur ein einziges Festival verpassten sie: «Das war 2009, damals reisten wir durch Australien. Aber es war nicht so schlimm: Es schiffte nämlich während des ganzen Festivals», erinnert sich Fredi Hallauer. Und hat auch gleich einen Tipp für alle neuen Gurtengänger: «Auf dem Berg ist es nachts kühler. Ein warmer Pulli und ein Regenschutz müssen darum immer mit. Und: neugierig bleiben, sich auch Bands anhören, die man noch nicht kennt.»
«Auch als ältere Personen fühlen wir uns auf dem Gurten extrem wohl», sagt Kathrin Hallauer.
«Beim Paléo fühle ich mich wie zu Hause», sagt Camille Destraz.
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Fortsetzung von Seite 15
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Moon+Stars
Golden-Circle-Bändeli:
Bruno Geisenhof und Petra Kaufmann sind in Locarno in der ersten Reihe dabei.
«Bei uns gibts Camping, See und Livemusik»
Andere buchen Sommerferien, Bruno Geisenhof (63) und Petra Kaufmann (57) aus Luzern buchen Moon+Stars. Das Paar reist seit sieben Jahren nach Locarno.
Bruno, du bist leidenschaftlicher Musikfan. Erzähl!
Bruno: Ich war schon als junger Mann Musikfan und habe in den 80er-Jahren in einem Schallplattengeschäft gearbeitet. Da besuchte ich viele Konzerte, und so lernte ich auch Bob Marley kennen. Wir haben uns länger unterhalten – das war schon eindrücklich. Musik liegt mir einfach im Blut. Heute mache ich mit meiner Frau eine Jahresplanung, sobald die Festivaltermine rauskommen, um nichts zu verpassen.
Und dazu gehört auch das Moon+Stars?
Petra: Ja, das ist unser Highlight. Wir verbinden das Festival mit Ferien im Tessin und bleiben gleich die ganzen zehn Tage.
Also eher Ferien mit Soundtrack als klassischer Festivalstress?
Bruno: Genau. Wir müssen nicht im Schlamm zelten oder in gruseligen Duschen
anstehen. Bei uns gibt es Campingplatz, See und am Abend Livemusik.
Was ist am Moon+Stars anders als anderswo?
Petra: Die Piazza Grande hat einfach Magie. Sobald du dort stehst, ist die Stimmung da. Und mit unseren Tickets haben wir Zugang zum Golden-Circle-Bereich direkt vor der Bühne – da bist du so nah dran, dass du fast jede Falte der Künstler siehst.
Romantisch oder eher Rock’n’Roll?
Petra: Beides. Wir ticken gleich, das macht es einfach.
Gibt es einen Auftritt, den ihr nie vergesst?
Bruno: Die Fantastischen Vier vor zwei Jahren. Riesenenergie, riesige Show. Und wir waren hautnah dran. Dieses Jahr freuen wir uns aber besonders auf Jamiroquai.
«Die Piazza Grande hat einfach Magie», sagt Petra Kaufmann.
18 AKTUELL
Abstimmung
Damit der Alltag in den Migros-Läden funktioniert, sind Mitarbeitende ausländischer Nationalität zentral – sie machen mehr als ein Drittel der Belegschaft aus.
«Wir müssten
unser Angebot einschränken»
Mario Irminger, am 14. Juni stimmt das Volk über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» ab. Welchen Ausgang erhoffen Sie sich?
Migros-Chef Mario Irminger sagt, welche Folgen ein Ja zur «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative für Personal, Angebot und den Detailhandel hätte.
Text: Jörg Marquardt
Ich hoffe, dass eine Mehrheit der Bevölkerung die Initiative ablehnt. Als Präsident des Migros-Genossenschafts-Bundes und der IG Detailhandel ist es mir wichtig aufzuzeigen, welche Folgen ein Ja für unsere Branche und damit für unsere Kundinnen und Kunden hätte.
Welche denn?
Für die Migros als Grundversorgerin und den Detailhandel insgesamt steht viel auf dem Spiel. Rund 35 Prozent aller Beschäftigten der Migros-Gruppe haben eine ausländische Nationalität. Bei unserem Fleischverarbeiter Micarna sind es sogar 60 Prozent. Es gibt Bereiche, wo wir schlicht nicht genug Schweizer Arbeitskräfte finden. Bei Coop und Denner, die auch der IG Detailhandel angehören, sieht es ähnlich aus. In unserem Branchenverband kommen von 144 000 Mitarbeitenden rund 56 000 ursprünglich aus dem Ausland. Ein Bevölkerungsdeckel würde die Stellenbesetzung weiter erschweren.
Weil sich Schweizerinnen und Schweizer für gewisse Jobs zu schade sind? Es gibt Tätigkeiten, für die wir kaum einheimische Arbeitskräfte finden, etwa in der Fleischverarbeitung: Dort, wo das Tier zerlegt und ausgebeint wird, arbeiten zu 90 Prozent ausländische Beschäftigte und dies trotz fairer Löhne und attraktiver Sozialleistungen. Das Hauptproblem beim Personalmangel ist letztlich der demografische Wandel.
Inwiefern?
Auf uns rollt eine Pensionierungswelle zu, weil die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter kommen. Wenn wir die frei werdenden Stellen nicht besetzen können, drohen Einschränkungen im Betrieb. Es ist bereits heute schwierig, alle freien Stellen zu besetzen. Falls Stellen in grosser Zahl offen bleiben, müssen wir zum Beispiel Öffnungszeiten reduzieren und das Angebot einschränken. Unsere Industriebetriebe hätten weniger Kapazitäten, um die Produkte aus der Schweizer Landwirtschaft zu verarbeiten.
Dann könnte die Migros einfach mehr importieren.
Und was passiert dann mit den Produkten der Schweizer Landwirtschaft? Diese müssen verarbeitet werden, und es ist im Interesse des Landes, dass wir weiterhin eine starke Landwirtschaft haben. Abgesehen davon stellen wir fest, dass ein Grossteil unserer Kundinnen und Kunden Schweizer Lebensmittel kaufen will. Zudem steht das wichtige Agrarabkommen zwischen der Schweiz und der EU auf dem Spiel, wenn die Schweiz den bilateralen Weg verlässt. Dies hätte gravierende Folgen für den Import und den Export von Lebensmitteln aus der und in die EU.
Abstimmung
«Verlässt die Schweiz den bilateralen Weg, steht das wichtige Agrarabkommen mit der EU auf dem Spiel. Das hätte gravierende Folgen.»
Mario Irminger (61) ist seit Mai 2023 Präsident der Generaldirektion des MigrosGenossenschafts-Bundes. Zuvor war er zwölf Jahre lang CEO der Denner AG, die ebenfalls zur Migros-Gruppe gehört. Er ist in Zürich aufgewachsen und hat seine Karriere mit einer KV-Lehre begonnen.
Warum positioniert sich die Migros in einer so umstrittenen Vorlage?
Jede Schweizerin und jeder Schweizer soll selbstverständlich so abstimmen, wie sie oder er es für richtig hält. Jetzt sind wir im Meinungsbildungsprozess, und da sollen und dürfen alle ihre Argumente einbringen – auch die Migros.
Mehr Bevölkerung heisst mehr Kundschaft. Ist das der wahre Grund für die Position der Migros?
Nein. Die Migros ist eine Konsumentengenossenschaft. Unser Ziel ist, gute Qualität zu fairen Preisen anzubieten. Wir sind nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet und zahlen weder Dividenden noch Boni. Was wir verdienen, investieren wir wieder ins Unternehmen. Das gehört zu unserer DNA.
Haben Sie Verständnis für die Ängste und Sorgen rund um die Zuwanderung?
Absolut, denn die Schattenseiten sind im Alltag spürbar. Es gibt offensichtlich Handlungsbedarf. Teilweise liegen die Ursachen aber in Planungs-, Bau- und Investitionsproblemen. Diese würden durch die Vorlage nicht beseitigt. Stattdessen gefährdet sie unseren Wohlstand.
Das müssen Sie erklären.
Die Schweiz verdankt ihren Wohlstand zu einem wesentlichen Teil der Zuwanderung. Würde der Zugang zu ausländischen Arbeitskräften stark eingeschränkt, hätten Unternehmen weniger Spielraum für Wachstum. Einige dürften abwandern, Innovationskraft und Serviceangebot würden schwinden, Engpässe – etwa beim Personal in der Pflege – noch grösser. Viele Annehmlichkeiten, die wir heute für selbstverständlich halten, stünden zur Disposition.
Sie wollen keinen Bevölkerungsdeckel. Was schlagen Sie vor?
Ich bin kein Politiker, aber aus meiner Sicht liegt der grösste Hebel im gezielten Ausbau der Infrastruktur. Gleichzeitig gibt es mit den Bilateralen III eine Art Notbremse: die sogenannte Schutzklausel. Sie erlaubt es der Schweiz, die Zuwanderung vorübergehend zu begrenzen, wenn dadurch nachweislich ernsthafte Probleme entstehen.
Was macht die Migros, wenn die Vorlage angenommen wird?
Dann akzeptieren wir den Entscheid – das ist gelebte Demokratie!
Jetzt probieren: Der erste Mozzarella mit Basilikum-Geschmack!
Mit natürlichem BasilikumExtrakt
1
Regenbogenfahne
Frieden herrscht, wenn das Symbol von Akzeptanz für verschiede Lebensformen im Innenbereich des Balkons oder am Fenster hängt. Problematisch wird es, wenn die Regenbogenfahne an der Aussenseite des Balkons weht. Das kann der Vermieter verbieten. Der Grund: «Die Balkonaussenbrüstung gehört, anders als der Innenbereich, nicht direkt zur Wohnung und kann den optischen Gesamteindruck des Hauses beeinträchtigen», sagt Juristin Stéphanie Bartholdi vom Hauseigentümerverband Schweiz.
2
Grillieren
Wer mit einem Elektro oder Gasgrill sein Fleisch oder Gemüse zubereitet, ist auf der sicheren Seite. Denn beide Geräte verursachen keinen Rauch. Anders der Holzkohlegrill, der mit seinem Rauch oder Geruch Nachbarn belästigen kann. Diesen Grill kann die Hausordnung verbieten (Art. 684 ZGB).
3
Nackt sünnele
Nacktsein auf dem eigenen Balkon ist grundsätzlich erlaubt, falls er abgeschirmt ist. Wenn er von öffentlichen Wegen oder anderen Wohnungen stark einsehbar ist, sollte man aus Rücksicht auf die Nachbarn auf FKK verzichten. Leute, die sich gestört fühlen, können eine Anzeige wegen Exhibitionismus oder unsittlichen Verhaltens in die Wege leiten.
6
Rauchen
Rauchen auf dem Balkon ist kein Problem. Fühlen sich Nachbarn gestört, lohnt sich ein klärendes Gespräch, falls nötig mit Unterstützung der Verwaltung.
7
Satellitenschüssel
ist erlaubt?
Mein Balkon: Was
Viele lieben ihren Balkon im Sommer als zusätzliches Zimmer. Doch darf man da tun und lassen, was man will? Acht Knackpunkte.
4
Blumenkisten
Da lohnt sich ein Blick an die eigene Hausfassade: Sind Blumenkästen aussen an Balkonen angebracht, toleriert dies der Eigentümer vermutlich. Ansonsten auf der Innenseite befestigen, das ist erlaubt, sofern im Mietvertrag nichts anderes steht.
5
Musik, Geplauder, Lachen Ab 22 Uhr gilt Zimmerlautstärke auf dem Balkon, ausser Hausordnung oder Mietvertrag enthalten zusätzliche Einschränkungen. Trifft die Polizei wegen Nachtruhestörung ein, gibt es zuerst eine Verwarnung. Beim zweiten Mal droht den Lärmenden eine Ordnungsbusse.
Wenn die Nachbarn und weitere Leute im Quartier eine Schüssel montiert haben, steht einem Empfänger im Innenbereich des Balkons nichts im Weg.
8
Katzenleiter
Das Büsi darf nur via Katzenleiter raus, wenn der Vermieter oder die Stockwerkeigentümer ihr Ja dazu gegeben haben. Fehlt die Erlaubnis, riskiert man ernsthafte Probleme bis hin zur Kündigung.
Text: Silvia Schütz
Wohnen
Allegra
Inklusive
Gerne entführen wir dich ins schöne Engadin nach Silvaplana. Freue dich auf vielfältige Wander- und Ausflugstouren für jedes Wanderniveau. Entdecke dabei die Vielfalt der Engadiner Landschaft und geniesse regionale Spezialitäten.
• Willkommensapéro & Willkommensgeschenk
• 4 oder 7 Übernachtungen inkl. Halbpension in dem von dir ausgewähltem Hotel in Silvaplana
• Kulinarische Erlebnisse
• Frühstücksbrunch auf der Diavolezza
• Täglich Lunchpakete und ein Mittagessen in einem Bergrestaurant
• Täglich geführte Wanderungen
• Gratisbenützung der öffentlichen Verkehrsmittel und Bergbahnen (Oberengadin)
13. – 20. SEP
Jetzt buchen! silvaplana.ch/wanderwochen
Darf die Sonnencremetube in den Recybag?
Ja, sie darf. Generell gilt: Becher und Schalen von Joghurts, Hackfleisch, Guetzli oder Beeren sowie Tuben von Zahnpasta oder Kosmetikartikeln sind ein Fall für den Recybag.
Was ist mit Chipstüten?
Auch sie dürfen rein. Gleiches gilt für Kaffeesäcke, Toastbrothüllen, Schutzverpackungen (Luftpolster, Klarsichtfolie) und Raschelsäckli.
Und Tetra Paks?
Ja, Getränkekartons von Milch und Fruchtsäften beispielsweise kann man in den Sack geben. Genauso wie Plastikflaschen von zum Beispiel Waschmitteln, Shampoos, Saucen, Essig und Öl.
Was ist mit PETGetränkeflaschen?
In den Plastiksammelsack damit?
Nein. PET Getränkeflaschen müssen separat gesammelt werden, weil sie Teil eines eigenen, hochwertigen Kreislaufs sind. Aus PETFlaschen entstehen neue PETFlaschen.
Wie steht es um Plastikgeräte, die Elektronik enthalten?
Elektronik und Elektrogeräte nehmen die Fachgeschäfte zurück – auch wenn deren Hülle teils aus Plastik ist. Sie enthalten zum Teil wertvolle Rohstoffe wie Metalle, die separat gesammelt werden, manchmal aber auch Schadstoffe, die den Kunststoff verunreinigen würden.
Darf man Becher ineinanderstapeln?
Nein. Ineinandergestapelte Becher könnten von der Maschine nicht richtig erkannt und folglich falsch sortiert werden. So entsteht Verlust beim gesammelten Material.
Plastiksammeln
Warum darf der Kunststoff Styropor nicht in den Sammelsack?
Im Kunststoffsammelsack würde das leichte und oft statisch geladene Styropor die Sortieranlagen stören, da es sich schwer von anderen Kunststoffen trennen lässt. Es wird separat entsorgt.
Was ist mit Spielsachen?
Spielsachen wie Bälle, Gummienten oder Schlauchboote bestehen oft aus weichem PVC (Polyvinylchlorid) oder Gummi. Diese Materialien haben andere Schmelzpunkte und chemische Eigenschaften als Plastikverpackungen und verunreinigen den Recyclingprozess. Sie müssen im Kehricht entsorgt werden. Ebenso Küchenschwämme, weil sie einerseits keine Plastikverpackungen sind und andererseits oft aus einem Materialgemisch bestehen, das nicht sortenrein getrennt werden kann.
leicht gemacht
Kunststoff zu recyceln, verursacht rund ein Drittel weniger CO₂, als ihn im Kehricht zu verbrennen. Sammeln lohnt sich also – und ist unkomplizierter, als viele denken.
Text: Nina Huber
Muss ich verschmutzte Behälter ausspülen?
Nein. Es reicht, wenn sie gut geleert sind.
Wo finde ich die nächste Sammelstelle?
Die Migros unterstützt aktuell verschiedene Sammelsacksysteme für Kunststoffrecycling. Eine davon ist die Organisation Recypac. Eine Übersicht über sämtliche Verkaufs und Sammelstellen der Organisation Recypac in und ausserhalb der Migros findest du auf recybag.ch. Im MigrosFilialfinder kannst du unter der Filterfunktion «Service und Dienstleistungen» den Punkt «Rücknahme Sammelsack» auswählen, um alle Sammelstellen der Migros zu finden.
Hier gehts zu den Adressen:
Fischers Fritz grilliert
Flamme frei für Fisch
Ob Dorade, Lachs oder Forelle: Hier findest du Rezepte und Profitipps für Fisch und Meeresfrüchte, die auf dem Grill besonders aromatisch werden.
Text: Claudia Schmidt
Rezepte und Fotos: Migusto
Grilllachs auf Tomaten
Hauptgericht für 4 Personen
4 Lachsfilets mit Haut
à ca. 200 g
4 EL Olivenöl
4 Tomaten
1 rote Zwiebel
2 EL Essig
1 Limette
Salz, Pfeffer
1 Bund Koriander
1. Grill auf 220 °C vorheizen. Lachs mit etwas Öl einpinseln.
2. Wasser aufkochen. Tomaten auf der Oberseite übers Kreuz einschneiden. Ca. 1 Minute im Wasser köcheln. Mit einer Lochkelle aus dem Wasser heben und mit kaltem Wasser abschrecken. Tomatenschale abziehen.
3. Tomaten in dünne Scheiben, Zwiebel in feine Schnitze schneiden. Restliches Öl und Essig mischen. Limette in Schnitze schneiden.
4. Lachs mit Salz und Pfeffer würzen und auf der Hautseite ca. 5 Minuten bei direkter Hitze grillieren. Bei indirekter Hitze ca. 6 Minuten fertig grillieren. Der Lachs darf in der Mitte noch glasig sein.
5. Tomatenscheiben auf Tellern auslegen. Mit Öl-Dressing beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Lachs und Limetten darauf anrichten. Koriander darüberzupfen und servieren.
Hier kannst du die Mi gustoApp herunterladen.
Migros Lachstranche mit Rosmarin
100 g Fr. 3.–
Peperonata mit grilliertem Thunfisch
Leicht, aromatisch und sommerlich: Grillierte Thunfischmedaillons treffen auf eine würzige Peperonata aus bunten Peperoni.
Lachstranche mit Sesammarinade
Ein Sesamtopping mit gerösteten Sesamsamen, Frühlingszwiebeln und Zitrone verleiht den Lachstranchen eine frische, nussige Note.
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Fortsetzung von Seite 25
LachsCrevetten-Spiessli
Im Frühling aus der Pfanne, im Sommer vom Grill: LachsCrevetten-Spiessli mit Avocado schmecken nach Meer und erinnern an Ferien in Spanien.
«Forellen
und Doraden eignen sich gut für den Grill»
Wie gelingt Fisch vom Feuer? Ekkaphan «Beng» Thaokruamat (36) von der Migros-Fischtheke am Limmatplatz in Zürich gibt Tipps zu Auswahl, Zubereitung und Menge.
Forelle
1 Stück Tagespreis
Kräuterforelle mit Speck
Die Forelle mit mediterraner Marinade verfeinern, mit Peterli, Thymian, Zitrone und Knoblauch füllen und mit Speck umwickelt grillieren.
Ekkaphan Thaokruamat, welche Fische eignen sich besonders zum Grillieren? Bei den ganzen Fischen eignen sich besonders gut Doraden und Forellen. Die bieten wir – wie auch alle anderen Fische – küchenfertig an: geschuppt und ausgenommen.
Und bei den Filets und Meeresfrüchten?
Man sollte nur Fischfilets mit Haut verwenden und sie auf der Hautseite grillieren. Und auf keinen Fall wenden. Gut eignet sich zum Beispiel Lachs. Filets ohne Haut kleben leicht an und fallen dann auseinander. Wenn man solche Filets auf den Grill legen möchte, kommt man um eine Folie nicht herum. Bei den Meeresfrüchten eignen sich Crevetten in der Schale gut – oder Pulpo oder Jakobsnüsse. Aber natürlich geht auch ein Crevettenspiess mit geschälten Crevetten – die machen wir hier oft selbst.
Wie viel Fisch rechne ich bei einem Grillplausch pro Person?
Rund 180 bis 200 Gramm pro Person, wenn es sich um Filets oder Meeresfrüchte handelt. Bei ganzen Fischen wie einer Dorade muss man immer den Kopf und die Schwanzflosse abrechnen. Ich würde bei Doraden einen Fisch pro Person rechnen.
Was ist bei Ihren Kundinnen und Kunden besonders beliebt?
Unsere vier Marinaden, zum Beispiel mit Knobli oder Zitronenpfeffer, sind sehr beliebt. Auf Wunsch marinieren wir Fisch; das gehört zu unseren häufigsten Services.
Kann ich auch grössere Mengen Fisch kaufen, wenn ich eine Party plane?
Ja, aber bei grösseren Mengen sollte man zwei Tage vorher an der Theke vorbestellen. Gleiches gilt vor Feiertagen oder wenn man einen grösseren Fisch benötigt.
Die bunte Welt des Currys
Ob Norden, Süden oder Küste: Currys unterscheiden sich in Indien stark. Die Gastronomen Shellika Seth und Tarun Jadon geben Einblick in Zutaten, Aromen und Kochtraditionen.
Text: Edita Dizdar
TomatenKokos-Dal mit roten Linsen und Kokosflocken ist schnell gemacht und eine vegane Delikatesse.
Zum MigustoRezept:
Shellika Seth, Taron Jadon, Curry ist nicht gleich Curry. Sagen Sie uns, was Curry wirklich ist?
Tarun Jadon: Es handelt sich um verschiedene indische Gerichte. Das Wort Curry stammt vom Begriff Kari ab, was als Sauce oder Eintopf übersetzt werden kann. Viele Speisen haben aber das Curry nicht im Namen, sondern eigene Bezeichnungen, zum Beispiel Palak Paneer, das Spinatcurry mit Frischkäsewürfeln.
Welche Rolle spielen die Regionen Indiens bei den verschiedenen Currygerichten?
Jadon: Indien ist ein grosses Land mit verschiedenen Traditionen, Religionen, Vegetationszonen. Im Norden, aus dem wir beide stammen, verwenden wir oft Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Ingwer und Milchprodukte wie Joghurt, Frischkäse, Rahm und Milch für unsere Rezepte.
Shellika Seth: Im Süden hingegen kommen kaum Milchprodukte in den Gerichten vor, weil Weideland für Tiere knapp ist. Je südlicher, desto schärfer sind auch die Chilis und dementsprechend die Gerichte. An der West und Ostküste wachsen Kokospalmen, deshalb ist Kokosmilch da eine wichtige Zutat. Auch Fischgerichte findet man vor allem in Küstengebieten. Je nach Region werden zudem andere Gewürze verwendet.
Welche Komponenten sind essenziell für ein Curry?
Jadon: Es gibt für jedes Gericht eine Basis. Diese sind immer Zwiebeln oder Tomaten oder beides in Kombination. Dann kann man variieren mit Joghurt, Rahm, Kokosmilch und verschiedenen Gewürzen. Hat man diese Komponenten, kann man weiter variieren mit Nusspasten, Fleisch, Fisch, Tofu, Gemüse, Linsen. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.
Im Curry spielen Gewürze eine grosse Rolle. Welche sind am wichtigsten?
Seth: Wir haben 52 Gewürze in Indien. Je nach Region wachsen andere Pflanzen, was die jeweiligen Spezialitäten stark beeinflusst. Natürlich brauchen wir nie alle Gewürze für ein Gericht. Man kann aber von fünf essenziellen Gewürzen sprechen. Das sind Kurkuma, rote Chili, Koriandersamen, Kümmelsamen und Garam Masala.
Was ist Garam Masala?
Seth: Garam Masala ist eine Gewürzmischung aus Kardamom, Nelken, Zimt,
Die CurryProfis
Shellika Seth (rechts) und Tarun Jadon stammen beide aus Nordindien. Während sie in der IT arbeitete und später ein Catering betrieb, kocht er schon über 20 Jahre beruflich. In Zug und Zürich führen sie zwei Restaurants.
Weitere Infos: → oohcurry.ch
Sternanis und Lorbeerblättern. Je nach Region gibt es auch hier wieder Unterschiede. Garam bedeutet warm, heiss oder intensiv und Masala Gewürzmischung.
In welchem Verhältnis sollte man die Gewürze verwenden?
Jadon: Vom Korianderpulver braucht man die grösste Menge, jeweils die Hälfte davon von Kurkuma, Chili und Kümmel und ein Viertel Garam Masala. Allgemein gilt: Für Gerichte mit rotem Fleisch braucht man mehr Gewürze als für Poulet oder Fisch. Für vegetarische Gerichte mit Tofu und Gemüse ist es noch weniger.
Stimmt es, dass man die Gewürze vor dem Kochen erst rösten soll?
Jadon: Wenn man seine eigene Gewürzmischung macht, sei es Garam Masala oder eine andere, kann man die Gewürze als Ganzes erst ohne Öl langsam rösten, bis sich ihr Geschmack entfaltet, dann abkühlen lassen und anschliessend zu Pulver zermahlen. Pulver rösten wir aber nicht.
Können Sie die fertigen Currygewürzmischungen empfehlen?
Seth: Wir persönlich brauchen sie nicht, wir stellen unsere eigenen Mischungen her. Wer aber erst anfängt, indisch zu kochen, kann gut mit einer fertigen Mischung starten.
Welches Öl verwenden Sie in Ihren Restaurants?
Jadon: Je nach Gericht und Geschmack Sonnenblumen, Raps, Sesamsamen oder Kokosöl und Ghee, die indische Butter.
Gibt es Speisen, die authentisch indisch sind und schnell gekocht werden können?
Seth: Ja, besonders ein LinsenDal kann in etwa einer halben Stunde zubereitet werden. Dafür muss man dann gelbe Linsen verwenden, die sind schnell gekocht.
Sollte man alle Linsen vor dem Kochen einweichen?
Seth: Ja, das kann die Verdauung unterstützen. Linsen, die schnell kochen, gelbe oder rote zum Beispiel, kann man für eine Stunde einweichen. Grüne oder schwarze Linsen am besten über Nacht. Das Wasser abgiessen und gut ausspülen nicht vergessen.
Ist Riz Casimir Ihrer Meinung nach ein Curry?
Seth: Höchstens ein Curry der westlichen Welt (beide lachen).
Wenn es schnell gehen muss
Namaste India
Tikka Masala Curry Sauce 350 g Fr. 4.10
Ein Tag Ferien mit
Mit Volldampf ins Wallis
Nach der Fahrt nach Realp geniessen wir einen geselligen Älplermagronen-Plausch im urigen Restaurant. Anschliessend erleben wir eine nostalgische Dampffahrt über die Furka bis nach Gletsch – begleitet vom rhythmischen Schnaufen der historischen Lokomotive. Rückfahrt über den Grimselpass zu Ihrem Einsteigeort.
Leistungen - Alles schon dabei!
pro Buchung Fr. 30.- Reisegutschein!
* Fahrt im komfortablen Extrabus * Älplermagronen Plausch im urchigen Restaurant in Realp inkl. Salatbuffet & Getränken (Mineral) * Unvergessliche Fahrt mit der Furka-Dampfbahn (Realp - Gletsch) * Pässefahrt über den Grimselpass * Eigene Schweizer Reiseleitung * Geschenk: Gutschein Fr. 30.- pro Buchung, für eine künftige Mehrtagesreise von car-tours.ch
Auf dem Doubs zum geheimnisvollen Wasserfall
Naturerlebnis Jura
Tagesausflug inkl. Mittagessen nur Fr. 109.-
TAGTRAUM NR. 10
Einsteigeorte & Daten:
St. Gallen - Wil SG - Winterthur - Zürich Flughafen: 4. Juli | 26. Juli | 5. September
Aarau - Zürich Sihlquai - Affoltern a. A.: 10. Juli | 15. August | 28. August
Sargans - Pfäffikon SZ - Zug - Luzern: 16. Juli |
Vorbei an La Chaux-de-Fonds erreichen wir das malerische Les Brenets. Nach dem Mittagessen geniessen wir eine romantische Schifffahrt auf dem Doubs und entdecken bei einem kurzen Spaziergang den spektakulären Wasserfall des Saut du Doubs, der 27 Meter tief in den Lac de Moron stürzt.
Tagesausflug inkl. Mittagessen
Leistungen - Alles schon dabei!
* Fahrt im komfortablen Extrabus * Feines 3-Gang-Mittagessen * Romantische Schifffahrt auf dem Doubs * Geführter Spaziergang zum Wasserfall * Eigene Schweizer Reiseleitung * Geschenk: Gutschein Fr. 30.- pro Buchung, für eine künftige Mehrtagesreise von car-tours.ch
Nicht inbegriffen: Allfälliger Treibstoffzuschlag
Einsteigeorte & Daten:
Nicht inbegriffen: Allfälliger Treibstoffzuschlag
St. Gallen - Wil SG - Winterthur - Zürich Flughafen: 5. Juli | 27. Juli | 16. August
Zürich Sihlquai - Aarau - Burgdorf: 7. Juli | 3. August | 23. August
Sargans - Pfäffikon SZ - Wädenswil - Urdorf: 14. Juli | 1. September
Basel - Liestal - Egerkingen - Solothurn: 20. Juli | 25. August
Luzern - Sarnen - Thun - Bern: 5. August | 2. September
TAGTRAUM NR. 6
Begleiten Sie uns zu einem der schönsten Naturwunder der Schweiz. In der eindrucksvollen Aareschlucht erleben wir tosende Wassermassen, steile Felswände und faszinierende Lichtspiele hautnah. Ein feines Mittagessen am Brienzersee rundet diesen erlebnisreichen Tag perfekt ab.
Leistungen - Alles schon dabei!
* Fahrt im komfortablen Extrabus * Feines 3-Gang-Mittagsessen im Restaurant am Brienzersee * Eintritt in die Aareschlucht * Eigene Schweizer Reiseleitung * Geschenk: Gutschein Fr. 30.- pro Buchung, für eine künftige Mehrtagesreise von car-tours.ch
Nicht inbegriffen: Allfälliger Treibstoffzuschlag
Einsteigeorte & Daten:
St. Gallen - Wil SG - Winterthur - Zürich Flughafen: 1. Juli | 28. Juli | 17. August
Zürich Sihlquai - Aarau - Burgdorf - Bern: 8. Juli | 4. August | 22. August
Sargans - Pfäffikon SZ - Wädenswil -Luzern: 12. Juli | 31. Juli | 18. August
Basel - Liestal - Egerkingen - Solothurn: 6. August | 14. August
Feuriger Alleskönner
Das Chiliöl mit knusprigem Knoblauch veredelt asiatische Gerichte – und noch vieles mehr.
Text: Angela Obrist
So schmeckt es Das Öl ist mit Chili aromatisiert und enthält frittierten Knoblauch. Es schmeckt würzig-scharf, der Knoblauch sorgt zudem für einen knusprigen Biss.
hund C hili-Cru
Fixfertig aus der Migros
Wan Tan, Ravioli auf asiatische Art, werden mit Hackfleisch gefüllt und mit pikantem Gewürzöl serviert. Mit fixfertigem Crunchy Garlic in Chiliöl aus der Migros ist das Gericht schneller parat.
Zum Migusto-Rezept:
Würziges i-Tüpfli Werden asiatische Bowls, Nudel- oder Reisgerichte serviert, ein Schälchen mit dem Öl zum Nachwürzen auf den Tisch stellen.
So verwendet man es Das Chiliöl wird traditionell als Würzmittel für fertige Gerichte verwendet und nicht als Zutat mitgekocht. Einfach nach Geschmack darüberträufeln.
Zu Teigtaschen
Das Würzöl auf asiatischen Dumplings wie Gyoza, Dim Sum oder Momos sorgt für einen Knuspereffekt.
g Fr. 2.90
Hier kommt es her Scharfes Öl mit knusprigen Zutaten hat eine lange Tradition in regionalen Küchen Chinas. Auch in japanischen und südostasiatischen Küchen schätzt man solche Würzöle. Dabei nutzt man je nach Region andere Rezepturen und Zutaten. Chiliflocken sind ein Muss, für die Knusprigkeit sorgen etwa Erdnüsse oder
Multitalent
Ein Klecks peppt auch Burger, mexikanische Tortillas und Spiegeleier auf. Oder wie wäre es mit einer würzig-knusprigen Salatsauce?
In der Suppe Mit dem Chiliöl können alle am Tisch ihre Udonoder Ramen-Nudelsuppe nach Gusto abschmecken.
Tiger Kitchen Crunchy Garlic in Chiliöl 55
Tipps fürs Kochen mit Crunchy Garlic in Chiliöl
Warenkunde
32 GENUSS
Aufgedeckt
Z u Tisch mit … Annette Fetscherin
Challenge nie hungrig an»
Wenn sie Zeit hat, kocht Moderatorin
Annette Fetscherin mit frischen Lebensmitteln. Was bei ihr zu Hause nie fehlen darf: Pasta und dunkle Schokolade.
Text: Silvia Schütz
Annette Fetscherin, essen Sie heute anders als in Ihren Zwanzigern?
Ich achte heute mehr als früher darauf, mich gesund zu ernähren. Wenn ich Zeit habe, mir etwas zu kochen, mache ich das mit frischen Lebensmitteln, Salat und Gemüse. Ein No-Go sind eigentlich Sandwiches vom Tankstellenshop. Das ist allerdings nicht immer praktikabel.
Was machen Sie, wenns beim Essen schnell gehen muss?
Wenn ich zu Hause bin: Salat, Ei, Käse und ein Vegischnitzel, das ich fix zubereiten kann. Unterwegs lande ich leider ab und zu wieder beim Tankstellenshop.
Was essen Sie auf keinen Fall?
Bei Fleisch bin ich generell zurückhaltend. Pferdefleisch landet aus Prinzip nicht auf meinem Teller, weil ich diese Tiere liebe. Meeresfrüchte schmecken mir nicht, und gar nie essen würde ich Schnecken und Frösche.
Was haben Sie immer im Kühlschrank?
Salat, Tomaten, Gurken, Eier, Käse und Hafermilch – damit schmeckt der Kaffee am besten.
Und was essen Sie im Restaurant?
Asiatisch querbeet: Sushi, Thai and more. Die Alternative ist Pasta.
Haben Sie ein Guilty Pleasure?
Ja, Schoggi – ohne etwas dazu. Milchschoggi, schwarze Schoggi, weisse Schoggi. Nussschokolade mag ich weniger.
Bananensplit oder Coupe Dänemark? Coupe Dänemark – natürlich mit viel Schoggisauce.
Welche Mahlzeit aus dem Ausland ist Ihnen ans Herz gewachsen ? Ich war schon einige Male in Asien – auch in Japan. Dort lernte ich Udon kennen und lieben. Das sind dicke Nudeln. Vor allem die Udonsuppe hat es mir angetan.
Wie belohnen Sie sich nach einem herausfordernden, gelungenen Tag? Mit Schoggi …
… und darf ich raten? Pasta! Volltreffer! Wahrscheinlich inspiriert mein Essverhalten die gehobene Kulinarik nicht nachhaltig (lacht).
Sie moderieren die Eishockey-WM, die jetzt in der Schweiz läuft. Was haben Sie Eishockeyspielern punkto Ernährung abgeschaut?
Immer mit genug Energie ins Spiel oder in den Tag zu starten – und nie mit Hunger eine Challenge anzugehen. Nach dem Sport ist Protein gut.
Was essen Sie vor einer Moderation? Kohlenhydrate. Vor einer Sendung schlage ich mir nicht den Bauch voll, sondern esse etwas Energiespendendes wie schwarze Schoggi.
Was ist das schlimmste Esserlebnis Ihrer Kindheit?
Aufgedeckt
«Der Znacht ist meine Lieblingsmahlzeit –dann habe ich Zeit, mich hinzusetzen und zu geniessen.»
Ich habe mal viel zu viele Pilze gegessen, davon wurde mir grausam schlecht. Danach konnte ich jahrelang keine Pilze essen, inzwischen habe ich sie wieder gern.
Wer kocht bei Ihnen zu Hause, wenn überhaupt?
Ich koche selbst, denn ich wohne allein.
Welche Mahlzeit ist Ihnen emotional wichtig?
Der Znacht – dann habe ich Zeit, mich hinzusetzen und zu geniessen.
Zählen Sie Kalorien?
Nein. Aber ich schaue, dass ich gesund esse und verlasse mich dabei sehr auf mein Gefühl.
Wer kocht in Ihrem Umfeld am besten?
Mein Vater. Ich gehe häufig zu ihm, und wir kochen zusammen. Das sind jeweils sehr schöne Besuche.
Nichts zu Hause – was essen Sie dann? Ich bestelle etwas beim Lieferdienst.
In welchem Land isst man am besten? In Italien. Wegen Pasta, Pizza und mediterranem Gemüse.
Was gehört für Sie auf die Pizza? Tomaten, Mozzarella, Mascarpone und Rohschinken.
Was kommt bei Ihnen auf den Grill? Bratwurst – als Ostschweizerin wähle ich natürlich St. Galler Kalbsbratwurst.
Annette Fetscherin (42) ist Moderatorin, Sportjournalistin und seit neun Jahren für SRF im Einsatz. Aktuell moderiert sie die Eishockey-WM in der Schweiz. Sie wohnt in Winterthur.
Wie oft gehen Sie ins Restaurant? Ungefähr alle zwei Wochen, wenn ich mich mit Freunden treffe. Früher gingen wir in den Ausgang, jetzt treffen wir uns im Restaurant.
Was trinken Sie zum Essen? Mineral mit. Und zu einem feinen Znacht ein Glas Weisswein.
Was ist das Beste, das man aus einer Kartoffel machen kann?
Chips – die mache ich nicht selbst, aber Paprikachips aus der Packung sind perfekt. Davon esse ich stets zu viel. Kartoffeln habe ich ansonsten nicht gern.
Ihr wichtigstes Küchengerät? Der Smoothie Mixer.
NEUSTE ZWEIFEL KREATIONEN
3.60
Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten vom 28.5. bis 10.6.2026, solange Vorrat.
Migros Basel
In «Human Mask» bewegt sich ein Affe, der eine menschliche Maske trägt, durch die atomare Sperrzone um Fukushima.
Jenseits von Raum und Zeit
Die Fondation Beyeler zeigt noch bis 12. September als erstes Museum in der Schweiz eine umfassende Einzelausstellung von Pierre Huyghe –einem der innovativsten Künstler der Gegenwart.
In der Fondation Beyeler in Riehen wird dieser Sommer ungewöhnlich: Als erstes Museum in der Schweiz widmet sie dem in Frankreich geborenen Künstler Pierre Huyghe eine umfassende Einzelausstellung. Huyghe gilt als einer der spannendsten Gegenwartskünstler – und als einer, der mit seinen Werken immer wieder neue Wirklichkeiten entwirft.
Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Film, Technologie, digitalen Welten und biologischen Prozessen. Dabei entstehen Werke, die nicht einfach betrachtet, sondern erlebt werden wollen. Sie machen spürbar, wie sehr sich unsere Vorstellung von Realität verändert – gerade in einer Zeit, in der auch intelligente Systeme und nichtmenschliche Akteure unsere Welt mitprägen.
Atmen unter Wasser
Für die Ausstellung in Riehen hat Huyghe neue Werke geschaffen, dazu kommen aktuelle Filme und wichtige Arbeiten aus
Verlosung
Ticketverlosung
Teilnahme: E-Mail mit Name, Adresse und Stichwort «Huyghe» senden an: verlosung@migrosbasel.ch
den vergangenen Jahren. Den Takt gibt «Apnea, 2026» vor: ein künstliches Atmungsorgan unter Wasser, dessen Bewegungen, Geräusche und feine Vibrationen die Räume durchziehen wie ein eigenes, lebendiges System.
Geheimnisvoll und poetisch
Auch der Film «Liminals» führt in eine entrückte Welt: Eine gesichtslose, menschenähnliche Figur bewegt sich in einer Sphäre jenseits von Raum und Zeit. Es sind Werke wie diese, die Huyghes Kunst so besonders machen – geheimnisvoll, poetisch und zugleich herausfordernd. Wer sich auf diese Ausstellung einlässt, betritt kein klassisches Museumserlebnis, sondern ein Universum im Wandel. Die Migros Basel verlost 5 × 2 Tickets.
Text: Luzia Schmid-Zuberbühler
Herzhafter Genuss aus deiner REGION
Jean-Philippe Tourmin Fromagerie des Franches-Montagnes aus Le Noirmont
«Aus der Region.»
Roc-Montès per 100 g, an der Theke, zum aktuellen Tagespreis
Genossenschaft Migros Basel Angebot gilt solange Vorrat.
Migros Basel
Vom Blumenbetrieb
zum Kräuterparadies
Wo einst Blumen für die Migros Basel blühten, wachsen heute Dill, Peterli, Salbei und Co. Marco Pfaff hat den traditionsreichen Betrieb in Augst in kurzer Zeit in eine Biokräutergärtnerei verwandelt.
Text: Luzia Schmid-Zuberbühler Fotos: Barbara Sorg
Auf dem Feld unweit von Augusta Raurica gedeihen seit einem Jahr anstatt Blumen Dill, Koriander und Schnittlauch – und wenn man die Gewächshäuser betritt, riecht es wunderbar nach Pfefferminze, Basilikum oder Thymian. Aber auch Peterli, Salbei, Oregano, Rosmarin und Estragon gedeihen in den Böden. «Dieses Jahr können wir erstmals richtig ernten», freut sich Marco Pfaff, der den Betrieb im Frühling 2025 von Martin und Priska Wyttenbach übernahm. Das Ehepaar hatte dort über 40 Jahre lang Blumen für die Migros Basel angebaut. Der Kräuterproduzent übernahm ihre Pfingstrosen und liefert diese weiterhin unter dem Label «Aus der Region. Für die Region» an die Migros Basel. Den Rest der Flächen stellte er auf Kräuter um.
Mitte April bis Oktober ist Erntezeit: Marco Pfaff beliefert die Migros Basel mit frischen Biokräutern.
Jedes brauchtKrautetwas anderes
Der Weg dahin war wortwörtlich etwas steinig. Da in den Gewächshäusern Blumen in Töpfen und nicht in der Erde angepflanzt wurden, war der Boden hart, trocken und zudem salzhaltig. Für Marco Pfaff, der seine Kräuter zuvor im grenznahen Markgräflerland angebaut hatte, hiess das: Boden auflockern, bearbeiten und Folien auslegen. Weil er auf Bio umstellen wollte, liess er alles auf Schadstoffe untersuchen. «Es gab keine Beanstandung, also konnten wir sofort loslegen.»
Wurzeln lockern den Boden
Die Mühen haben sich gelohnt: Estragon gedieh prächtig, wohl auch, weil er weniger empfindlich auf den salzhaltigen Boden reagiert. Auch Pfefferminze und Oregano
Frische aus deiner REGION
Marco Pfaff Pfaff Bio Kräuter aus Augst
Genossenschaft Migros Basel Angebot gilt solange Vorrat.
Migros Bio «Aus der Region.» Koriander
Beutel, 20 g, zum aktuellen Tagespreis
MEINE REGION
Migros Basel
Im Gewächshaus
entwickelten sich hervorragend. Selbst der Salbei, von dem am Anfang viel verloren ging, wächst inzwischen dicht und kräftig. Die mehrjährigen Kräuter tragen mit ihren Wurzeln zur Lockerung des Bodens bei und f ördern so ein nachhaltiges Wachstum. Zudem tummeln sich in den Gewächshäusern zahlreiche Eidechsen, die als natürliche Schädlingsbekämpfer zum biologischen Gleichgewicht beitragen.
Mit Leidenschaft und Sorgfalt
Wenn Marco Pfaff über die Felder und durch seine Gewächshäuser geht, spürt man seine Leidenschaft. Hier zupft er ein Unkraut aus, dort begutachtet er Blätter, immer wieder streicht er über den grünen Teppich. «Jedes Kraut hat andere Eigenschaften. Manche wachsen rascher, andere brauchen länger, manche sind empfindlicher, andere robust», sagt er. Entsprechend versucht er, jedem Pflänzchen das zu geben, was es braucht. «Ich möchte so viel wie möglich selbst machen», betont er. In einem der Gewächshäuser zieht er deshalb die kleinen Setzlinge sorgfältig auf, bevor sie in den Boden kommen. Und er probiert immer wieder Neues aus – etwa eine wilde Pfefferminze aus Sardinien, die er hier kultivieren möchte. Etwas mehr als ein Jahr nach der Übernahme reichen die Mengen aus, um die Filialen der Genossenschaft Migros Basel von Mitte April bis Oktober mit frischen Kräutern zu versorgen. Für Rosmarin und
«Ich möchte so viel wie möglich selbst machen.»
Marco
Pfaff, Kräuterproduzent
Thymian gibt es sogar Pläne für eine ganzjährige Lieferung, indem im Sommer zusätzlich angepflanzt wird, um eine Winterernte zu sichern. Diese beiden Kräuter sind am wenigsten empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen.
Die Arbeit auf dem Hof ist geprägt von Handarbeit und Sorgfalt. Täglich werden erntereife Kräuter geschnitten, ab 10 Uhr verpackt, damit sie am nächsten Tag in den Filialen erhältlich sind. Im Sommer wird frühmorgens geerntet, um die Frische zu bewahren. Das regelmässige Schneiden fördert zudem Wachstum und Ertrag. Marco Pfaff führt eine Familientradition fort, die seine Urgrosseltern begannen, als sie ihr Gemüse auf dem Basler Marktplatz verkauften.
Heute ermöglicht die Zusammenarbeit mit der Migros Basel frische Biokräuter direkt aus der Region – und der Betrieb in Augst hat sich zu einem duftenden Kräuterparadies entwickelt.
Filiale Wasgenring
Migros-Partner wird umgebaut
Moderner, heller, freundlicher: Der Migros-Partner Wasgenring wird diesen Sommer totalsaniert. Lüftung, Elektronik, Kühlräume, sanitäre Anlagen –alles wird neu. Der Samstag, 6. Juni, ist der letzte Verkaufstag, bevor die Filiale bis und mit 2. September schliesst. «Endlich», freut sich Standortleiter Roger Lutz, «unsere Einrichtung ist ziemlich veraltet.» Der Laden wurde 1978 als Migros-Filiale eröffnet, 2014 von der Gesellschaft für Arbeit und Wohnen (GAW) übernommen und als MigrosPartner weitergeführt. Junge Menschen mit Leistungseinschränkungen können dort eine Ausbildung absolvieren oder im begleiteten Rahmen wieder an die Arbeitswelt herangeführt werden. Von rund 40 Mitarbeitenden sind 16 Lernende; für alle wurden Übergangslösungen gefunden.
«Wir freuen uns, unsere Kundschaft im September in den neuen Räumen wieder zu begrüssen», sagt Lutz. Kundinnen und Kunden können in die Migros Burgfelder oder die Migros-Partner Lachenstrasse und Lindenplatz ausweichen.
Das Team des Migros-Partners Wasgenring
zieht Marco Pfaff alle Kräuter selbst –wie hier Thymian und Salbei.
Spielfreude aus Holz.
«Migros Toys» ist unsere neue HolzspielwarenEigenmarke.
Alle Spielzeuge sindFSC-zertifiziert. Das Label steht für Holzprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.
PUBLIREPORTAGE – SERVICELEISTUNGEN DER ROTPUNKT APOTHEKEN
ZECKENIMPFUNG: WARUM?
In dem Moment, in dem die infizierte Zecke zusticht, überträgt sie das FSME-Virus über ihre Speicheldrüsen ins Blut des Menschen. Eine ursächliche Behandlung der FrühsommerMeningoenzephalitis (FSME) ist nicht möglich.
Dominik Schnell, Inhaber der Sternen-Apotheke in Altstätten
Von März bis November haben sie Hochsaison. «Am Kopf sticht die Zecke gerne hinter den Ohren und am Haaransatz zu. Auf der Höhe des Oberkörpers bevorzugt sie die Ellenbeuge und den Bauchnabel, darunter die Kniekehle und den Genitalbereich.» Nach einem Ausflug in den Wald oder über die Wiese empfiehlt Apotheker Dominik Schnell, Inhaber der Sternen-Apotheke Altstätten, daher den Körper nach Zecken abzusuchen.
Um das Risiko eines Zeckenstichs zu reduzieren, lohnt es sich, helle, körperbedeckende Kleidung zu tragen, da auf ihr die Zecke besser sichtbar ist.
«Sticht eine infizierte Zecke zu, überträgt sie das FSME-Virus über ihre Speicheldrüsen ins Blut des Menschen», erklärt Apotheker Schnell. Eine ursächliche Behandlung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) nach einer Ansteckung ist nicht möglich. Es können einzig die Symptome der Krankheit bekämpft werden. Die dreistufige Zeckenimpfung bietet daher den einzigen verlässlichen Schutz.
Die ganze Schweiz wurde vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) als Risikogebiet eingestuft, mit Ausnahme des Kantons Tessin. Das BAG empfiehlt die Impfung im Allgemeinen ab sechs Jahren. Für einen vollständigen Schutz sind drei Impfdosen erforderlich. «Ein begrenzter Schutz besteht schon nach zwei Dosen, diese werden im Abstand von einem Monat verabreicht. Die dritte Impfung erfolgt fünf bis zwölf Monate später und verleiht einen kompletten Impfschutz für mindestens zehn Jahre. Für eine Auffrischung ist danach nur noch jeweils eine Impfdosis notwendig», erklärt Schnell.
Anders verhält es sich bei einer mit Borreliose infizierten Zecke. Hier findet die Übertragung in der Regel in den ersten 12 bis 24 Stunden nach dem Stich statt. Die Zecke sondert dabei Borrelien aus ihrem Darm in den Blutkreislauf des Gestochenen ab.
Haben Sie eine Zecke entdeckt, sollten Sie diese daher so rasch wie möglich entfernen, beispielsweise mit einer Pinzette oder Zeckenkarte. Anschliessend gilt es, die betroffene Stelle zu desinfizieren und zu beobachten, ob eine Rötung auftritt. Gerne entfernen wir die Zecke fachgerecht, ohne Voranmeldung im separaten Sprechzimmer.
In der Apotheke gegen FSME impfen Geimpft werden gesunde Personen ab 16 Jahren. In den Rotpunkt Apotheken steht ein abgetrenntes Sprechzimmer zur Verfügung, und die Impfung wird von Fachpersonen mit dem Fähigkeitsausweis «Impfen und Blutentnahme» vorgenommen.
Buchen Sie hier unkompliziert Ihren Termin online: www.rotpunkt-apotheken.ch/ zeckenimpfung Zeckenimpfung Ihr Zeitaufwand: 15 Minuten
42 LEBEN
Psychologie
«Der Druck auf Jugendliche ist enorm»
Psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen nehmen zu. Psychotherapeutin Marianne Bolliger-Crittin erklärt, welche Warnzeichen Eltern ernst nehmen sollten und wie sie Halt geben können.
Text: Jörg Marquardt
In der Pubertät können Ängste, Druck und Sorgen schnell übergross wirken.
Psychologie
«Zieht sich ein geselliges Kind zurück und zeigt es kaum noch Freude, ist das ein Grund zur Sorge.»
Marianne Bolliger-Crittin, Psychotherapeutin
Marianne Bolliger-Crittin, gemäss Unicef leidet ein Drittel der 14- bis 19-Jährigen in der Schweiz unter psychischen Belastungen, Tendenz steigend. Woran liegt das?
Der wachsende Leistungsdruck scheint mir der Haupttreiber zu sein, und zwar auf allen Ebenen: von der Schule bis ins Berufsleben. Unter diesem Druck geraten Familien schneller an die Belastungsgrenze und können oft nicht mehr der sichere Hafen sein, den Kinder eigentlich brauchen. Dazu kommen diffuse Zukunftsängste, die mit globalen Krisen zusammenhängen.
Welche Rolle spielen soziale Medien?
Sie befeuern unrealistische Körperbilder und Erwartungen an das eigene Leben. Ihr Suchtpotenzial ist hoch, weil sie das Belohnungssystem im Gehirn aktivieren. Andere Beschäftigungen treten in den Hintergrund, echte Begegnungen werden weniger.
Mit welchen Problemen kommen Kinder und Jugendliche in Ihre Praxis? Am häufigsten mit depressiven Symptomen und Angststörungen. Viele Kinder zweifeln an sich selbst und leiden unter starken Versagensängsten.
Welche Warnzeichen für eine psychische Erkrankung gibt es bei Kindern und Jugendlichen?
Ein einzelnes Symptom macht noch keine Erkrankung. Grund zur Sorge sind deutliche, anhaltende Verhaltensänderungen, die den Alltag belasten. Wenn sich ein kontaktfreudiges Kind plötzlich zurückzieht. Oder wenn es kaum noch Freude zeigt. Starke Stimmungsschwankungen und Schlafprobleme können ebenfalls ein Warnzeichen sein. Aktuell beobachte ich vermehrt psychosomatische Bauchoder Kopfschmerzen.
Was steckt hinter solchen körperlichen Beschwerden?
Häufig stehen sie im Zusammenhang mit Stress – etwa durch schulischen Druck, soziale Konflikte oder Ängste. Kinder erleben Belastung oft körperlich, weil ihnen noch die Sprache oder das Bewusstsein fehlt, um Gefühle klar einzuordnen. Meistens sind die Beschwerden echt, auch wenn keine körperliche Ursache gefunden wird.
Gibt es eine Lebensphase, in der Kinder besonders gefährdet sind?
Die Pubertät ist eine wahnsinnig sensible Phase. In dieser Zeit ist die Ablösung vom Elternhaus, dem sicheren Hafen, ein zentraler Entwicklungsprozess. Das Kind beginnt, sich neu zu orientieren: Wer bin ich eigentlich? Zu all den körperlichen Veränderungen kommt der soziale Druck, Teil einer Gruppe zu sein. Das Risiko für psychische Belastungen nimmt in der Pubertät zu.
Ist die Pubertät heute schwieriger als früher?
Viele Jugendliche in unserer Praxis haben grosse Zukunftsängste, vor allem bezüglich Berufswahl. Das Thema künstliche Intelligenz dürfte den Druck künftig weiter erhöhen.
Unterschätzen Eltern diese Belastung?
Viele Eltern stehen oft selbst stark unter Druck: Sie wollen alles richtig machen und möglichst nichts dem Zufall überlassen. Dabei neigen sie dazu, ihren Kindern Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. Für eine gesunde Entwicklung ist es jedoch wichtig, dass Kinder lernen, mit Schwierigkeiten umzugehen und Konflikte selbst zu bewältigen. Frustration und Enttäuschung gehören dazu. Entscheidend ist die Botschaft: «Ich
Tipps, wie Eltern ihren Kindern in schwierigen
Phasen Sicherheit geben können
1 Aufmerksam zuhören
Nehmen Sie sich regelmässig Zeit für Gespräche, etwa beim Abendessen oder vor dem Schlafengehen. Dabei das Handy weglegen und zuhören, ohne zu bewerten oder Lösungen anzubieten. Stattdessen zurückspiegeln, was man verstanden hat («Das hat dich heute richtig geärgert»). So erlebt das Kind: Meine Gefühle zählen. Das stärkt das Selbstwertgefühl.
2
Verlässliche Routinen schaffen
Klare Tagesstrukturen – vom Aufstehen über Essen und Lernen bis zum Schlafengehen – geben Orientierung und Sicherheit. Sie machen den Alltag vorher sehbar, reduzieren Stress und wirken besonders in belastenden Phasen stabilisierend.
3 Sozialen Austausch fördern
Interessieren Sie sich aktiv für die Freunde Ihres Kindes. Erkundigen Sie sich nach Namen oder fragen Sie nach Erlebnissen und Gefühlen –ohne zu kontrollieren oder zu werten. Ebenfalls sinnvoll: Zeit, Raum oder kleine Hilfen für Treffen anbieten, etwa Fahrdienste oder ein offenes Zuhause.
Fortsetzung von Seite 43
traue dir das zu. Aber ich bin da, wenn du mich brauchst.»
Welche Rolle spielen Eltern in der Therapie?
Bei kleinen Kindern arbeite ich eng mit den Eltern zusammen. Oft geht es darum, Muster zu hinterfragen. Glaubenssätze wie «Ohne mich geht es nicht» können das Handeln unbewusst prägen und die Entwicklung des Kindes hemmen. Bei Jugendlichen ist ein geschützter Rahmen wichtig. Dort sollen sie offen über alles sprechen können – auch über Dinge, die sie den Eltern nicht anvertrauen wollen. Je nach Situation hole ich die Eltern aber gezielt dazu.
In der Schweiz beträgt die Wartezeit auf einen Therapieplatz für Kinder und
Psychologie
Marianne Bolliger-Crittin
ist Psychotherapeutin und klinische Psychologin mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychologie. Sie arbeitet für Wepractice, die ambulante Praxisgruppe der Medbase-Gruppe der Migros. Seit Anfang Mai gibt es am Zürcher Bahnhof Stadelhofen eine neue Wepractice-Praxis exklusiv für Kinder und Jugendliche.
Mehr Infos: → wepractice.ch
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Jugendliche im Schnitt rund elf Wochen. Ist das ein Problem?
Die Situation ist extrem angespannt. Es fehlt überall an psychotherapeutischen Fachkräften. Viele Betroffene erhalten Hilfe erst dann, wenn sich die Belastungen bereits verfestigt haben. Wir bei Wepractice schaffen deswegen Ausbildungsplätze und entlasten unsere Therapeutinnen und Therapeuten im Berufsalltag – damit mehr Zeit für die eigentliche Therapie bleibt.
Wie bringen Sie die Kinder und Jugendlichen zum Reden?
Jüngere Kinder haben oft noch keine Sprache für ihre Gefühle. Daher gestalte ich die Therapie spielerisch, etwa mit Basteln oder Zeichnen. So fällt es ihnen leichter, sich auszudrücken. Bei Jugendlichen kommt
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Offizieller Partner der
Psychologie
«Humor hilft, aus der Problemfixierung herauszukommen. Lachen öffnet einen Zugang zu den eigenen Ressourcen.»
es auf die richtige Haltung und Sprache an. Als Therapeutin darf ich nicht belehrend und distanziert tönen, aber auch nicht anbiedernd. Nur so entsteht Vertrauen. Ganz wichtig ist mir Humor, egal wie alt die Kinder sind. Wir lachen viel zusammen.
Warum ist Humor so wichtig?
Er hilft, aus der Problemfixierung herauszukommen. Ich habe einen Buben in der Therapie, der leidenschaftlich reimt. Gemeinsam spinnen wir diese Reime weiter, bis sie irgendwann nicht mehr aufgehen – und wir beide in Gelächter ausbrechen. Lachen öffnet einen Zugang zu den eigenen Ressourcen. Im Grunde tragen wir vieles, was wir zur Bewältigung psychischer Schwierigkeiten brauchen, bereits in uns.
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Die NaturGenussfraktion
Diese Familie ist gern unter sich, liebt Lagerfeuer und fotogene Unterkünfte. Aber bitte nur in Kombination mit heisser Dusche, gutem Essen und Wellnessoption. Für die Natur Genussfraktion ist Betzigau im Allgäu in Deutschland ein Volltreffer. Sie schläft dort im Baumhaushotel Allgäu zwischen Baumwipfeln, frühstückt aus dem Picknickkorb mit regionalen Produkten und lebt ohne To
do
Liste in den Tag hinein. Die Kinder striegeln Ponys, die Eltern entspannen sich in der privaten Waldsauna. Zur Abwechslung be suchen sie das Märchenschloss Neuschwanstein oder bummeln durch Kempten, wo Läden, Cafés und süddeutsche Spezialitäten warten.
→ baumhaushotel-allgaeu.de
Ausflüge
Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen: das Baumhaushotel in Betzigau
Für kleine und grosse Abenteuer
Jede Familie reist anders. Die einen wollen Tiere sehen, andere Wellenreiten. Manche brauchen von früh bis spät Programm, andere lieber gar keines. Sechs Familientypen, sechs Ferienziele.
Text: Claudia Jucker
Fotos: Ferienhof und Baumhaushotel Allgäu, Der Stern/In the headroom, Parc Animalier de SainteCroix
t ruppe
Auge in Auge mit den Wölfen: Von den Lodges im Tierpark in Rhodes hat man freie Sicht aufs Gehege.
Die Mehrgenerationen-
Bei dieser Reise im Multivan sind auch die Grosseltern dabei. Sie alle wollen eine Woche Ferien machen, bei der sie sich um nichts mehr kümmern müssen. Sie brauchen viel Raum und Ruheinseln und schätzen ein Aktivprogramm für die Kinder genauso wie ein ausgedehntes Essen mit der ganzen Familie. Sie sind dankbar, wenn die Unterkunft auf Nachhaltigkeit setzt und diese spürbar ist. Schöne Natur, Gastfreundschaft und ungezwungene «Ferien auf dem Bauernhof»-Stimmung finden sie in Obsteig in Tirol in Österreich auf dem Mieminger Plateau im Hotel Der Stern.
→ hotelstern.at Ausflüge
Auf Tauchstation im hoteleigenen Swimmingpool in Obsteig
Die Tier- und Spurenleser
Diese Familie schätzt überschaubare und sichere Safari-Momente und sammelt Wissen wie Muscheln. Fernglas, Lupe und Taschenmesser hat sie immer dabei. Im Parc Animalier de Sainte-Croix in Rhodes am Rand der Vogesen in Frankreich, wo 1500 Tiere in naturnaher Haltung leben, kommt sie in Abenteuerstimmung. Vor allem dann, wenn die Tagesgäste abgereist sind und nur noch die Geräusche der Tiere zu hören sind. Die Naturlodges haben zum Teil Panoramafenster, von denen man direkt in die Tiergehege blickt. Mit etwas Glück kann die Familie die Wölfe vom Zimmer aus beobachten.
→ parcsaintecroix.com
Fortsetzung
Fortsetzung von Seite 47
Die City-Crew
Nachhaltig zu reisen, ist dieser Familie wichtig, und die Lust auf Kultur, Instagram-Hotspots, Streetart und Vinyl gross. Als Basis dient ihr eine Wohnung oder ein angesagtes Hostel mit «Late Check-out»-Option. Hamburg machts leicht: im neuen Nightjet ankommen, Franzbrötchen und frischen Kaffee in die Hand, dann Hafencity und ein Spaziergang durch die Speicherstadt. Nachmittags rauf auf den Bunker in St. Pauli, abends Streetfood in der Schanze oder ein Musical. Zentral, bezahlbar und mit Mehrbettzimmern ist die Superbude in St. Pauli. Selbst gebackene Waffeln gehören hier beim regionalen Frühstücksbuffet dazu. → migmag.ch/superbude-hamburg
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Die AdrenalinAllstars
Für jede Sportart hat diese Familie das passende Outfit dabei. Ihre gemeinsame Währung ist der Puls, und die Familienmitglieder lieben es, Neues auszuprobieren. Ihre Tage sind voll mit Programm, und wenn das Wetter umschlägt, haben sie einen Plan B. Die Adrenalin-Allstars buchen sich im Swiss Holiday Park in Morschach SZ, dem grössten Ferien- und Freizeitresort der Schweiz, ein. Der Superdome, ein Indoorbewegungspark, bietet Action auf 1300 Quadratmetern. Zur Ruhe kommen sie beim Wellnessen oder in einem der Aussen- und Innenpools. Babys werden ab sechs Monaten betreut, Kinder ab zwei dürfen in den Tom’s Kids Club.
→ reka.ch/shp
Ausflüge
Im TCS Camping in Sion lässt sichs spielen, relaxen und in der Lagune nebenan surfen.
Die Wellenreiter
Diese Familie könnte das ganze Jahr in Flipflops, im FrotteePoncho und mit Surfboards auf dem Autodach unterwegs sein. Eltern und Kinder reisen im VWBus, dem sie einen eigenen Namen gegeben haben und den sie als Familienmitglied betrachten. Weil die Benzinpreise dieses Jahr besonders hoch sind, reisen sie ins sonnenverwöhnte Wallis statt an die Atlantikküste. Auf dem TCS Camping in Sion VS freuen sie sich über den Pool und den Badesee, aber auch auf die Möglichkeit, einzelne Surfsessions in der Surflagune Alaïa Bay zu buchen, die gleich neben dem Camping liegt. Abends kochen sie im Freien und sind stolz auf ihren Muskelkater.
→ migmag.ch/camping-sion
Reisespiele für unterwegs
Rutschspass für die Kleinen im Swiss Holiday Park in Morschach
Man sieht es nicht, man riecht es nicht: Das radioaktive Radon ist nur durch Messung feststellbar.
Radioaktivität
Die Gefahr aus dem Boden
Es ist unsichtbar, geruchlos – und krebserregend. Das radioaktive Gas Radon gelangt durch rissige Böden in Häuser in der ganzen Schweiz. Welche Massnahmen wirklich helfen.
Text: Pierre Wuthrich
Was ist Radon?
Radon ist ein radioaktives Gas, das man weder sehen, riechen noch schmecken kann. Beim Einatmen schädigt es die Atemwege. «Radon ist radioaktiv und wurde schon 1987 als definitiv krebserregend eingestuft. Es ist nach dem Rauchen eine der Hauptursachen für Lungenkrebs», sagt Joëlle Goyette Pernot, Direktorin des Croqair, Zentrum für Raumluft in Freiburg.
Kommt Radon in der ganzen
Schweiz vor?
«Ja, die ganze Schweiz muss als Risikogebiet betrachtet werden», sagt die Expertin. Der
Bund hat eine interaktive Radonkarte erstellt, wo man das Risiko für jede Adresse überprüfen kann (siehe Karte rechts).
Wie gelangt Radon in Wohnungen?
Das Gas dringt über undichte Stellen im Erdgeschoss ein, etwa über einen Lehmkeller oder eine rissige Bodenplatte. Wenn das Gas erst einmal im Haus ist, steigt es leicht über ein offenes Treppenhaus oder einen Wäscheschacht in höhere Stockwerke auf. «Radon verdünnt sich jedoch in der Luft, und seine Konzentration nimmt mit zunehmender Höhe ab», sagt die Expertin.
Wie stellt man eine Radonbelastung fest?
Radon ist geruch- und farblos und verursacht keine Beschwerden, wie etwa Kopfweh. Das einzige Mittel zur Erkennung ist eine Messung. Dafür gibt es Geräte, sogenannte Dosimeter, die man ein Jahr lang in der Wohnung aufstellt. Pro Dosimeter muss man mit etwa 100 Franken rechnen.
Ab welchem Wert besteht Gefahr?
In der Strahlenschutzverordnung wurde der Referenzwert für Gebäude auf 300 Becquerel pro Kubikmeter festgelegt. Oberhalb dieser Konzentration sind Sanierungsarbeiten erforderlich. Denn in einer Wohnung zu leben, die diesen Wert überschreitet, ist gefährlich. Deshalb empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit, den Radonpegel in Räumen, die mindestens 15 Stunden pro Woche genutzt werden, so niedrig wie möglich zu halten.
Reicht es, die Wohnung zu lüften, um die Radonbelastung zu senken?
Lüften wirkt kurzfristig. Ist das Fenster wieder geschlossen, ist die Radonkonzentration nach einigen Stunden wieder gleich hoch.
Wie lässt sich Radon dauerhaft beseitigen?
«Man kann eine selbstschliessende, dichte Kellertür einbauen oder eine Drainage unterhalb des Fundaments verlegen, die die radonhaltige Bodenluft absaugt und über das Dach ableitet», so Joëlle Goyette Pernot.
Kommt Radon in Neubauten vor?
In der Regel nicht, da Architekten nach den Normen des Schweizerischen Ingenieurund Architektenvereins (SIA) bauen müssen. Diese schreiben vor, dass Gebäude gegen unten abgedichtet werden müssen, um sie
Radioaktivität
Die ganze Schweiz ist Risikogebiet
Wo die Wahrscheinlichkeit am grössten ist, die Radon-Grenzwerte zu überschreiten.
Hier die Radonwerte für die eigene Adresse ermitteln: → migmag.ch/radonkarte
vor Feuchtigkeit und Schadstoffen in der Luft, darunter Radon, zu schützen. «In geologisch gefährdeten Gebieten oder bei Wohnräumen, die in direktem Kontakt mit dem Erdreich stehen, werden weitere Schutzmassnahmen empfohlen», sagt die Expertin.
Werden die Gebäude von den Behörden kontrolliert?
Seit 2006 werden Kindergärten und Schulen kontrolliert. Wird der Referenzwert überschritten, müssen die Gebäude von den Kantonen saniert werden. Einfamilienhäuser fallen hingegen in den Zuständigkeitsbereich der Eigentümer.
Warum wird nicht mehr unternommen?
«Das Schweizer Mittelland galt historisch nicht als Hochrisikogebiet. Bis 2018 bestand ein höherer Grenzwert. Heute ist die ganze Schweiz betroffen», so die Expertin. Schätzungen zufolge überschreiten heute fast 10 Prozent der Gebäude diesen neuen
«Radon ist nach dem Rauchen eine der Hauptursachen für Lungenkrebs.»
Joëlle Goyette Pernot, Direktorin Croqair, Zentrum für Raumluft
Referenzwert. Die Strategie des Bundes ist es, das Problem im Rahmen der Erneuerung des Gebäudebestands schrittweise zu lösen.
Kann ich meinen Vermieter dazu verpflichten, die Radonkonzentration zu messen?
Laut Lausanner Anwalt Xavier Rubli, der auf Mietrecht spezialisiert ist, hätte ein solcher Antrag kaum Aussicht auf Erfolg. Ein Mieter kann jedoch auf eigene Kosten Messungen in seiner Wohnung durchführen lassen – idealerweise von einer vom BAG anerkannten, rechtsverbindlichen Stelle.
Muss der Vermieter die Wohnung sanieren, wenn die Radonkonzentration zu hoch ist?
Ja. «Der Vermieter ist verpflichtet, dem Mieter eine mängelfreie Wohnung zur Verfügung zu stellen. Eine Überschreitung des Grenzwerts von 300 Bq gilt als Mangel. Zusätzlich zu den Sanierungsarbeiten kann der Mieter eine Mietminderung für die Dauer des Mangels verlangen», erklärt Anwalt Rubli.
Was tun, wenn der Vermieter sich weigert, zu sanieren?
Der Mieter kann mit der Androhung der Mietzinshinterlegung Druck ausüben. Wird nicht innert festgelegter Frist saniert, werden die Mieten bei einer Bank hinterlegt, und der Fall muss vor Gericht. «Wenn ein Richter die Arbeiten anordnet und der Vermieter dieser Anordnung nicht nachkommt, kann der Mieter die Zwangsvollstreckung dieser Entscheidung beantragen», so der Anwalt.
Mehr zum Thema und eine Liste anerkannter Radonmessstellen: → ch-radon.ch
Pflegen heisst auch trösten: André Gilgen mit seiner Frau Rose-Marie, die an Fibromyalgie leidet.
Aus Liebe – und oft am Limit
Sie kochen, waschen, verabreichen Medikamente und sind immer da: Rund ein Drittel der pflegenden Angehörigen sind Männer. Doch ihre Belastung bleibt oft unsichtbar.
Text: Pierre Wuthrich Fotos: Jeremy Bierer
«Solange ich mich um meine Frau kümmern kann, möchte ich nicht, dass jemand anderes das macht. Ich liebe sie, und ich sehe es als meine Aufgabe, ihr zu helfen», sagt André Gilgen. Seit über 15 Jahren pflegt der 78jährige pensionierte Elektriker seine Frau. Sie leidet an Fibromyalgie, einer Krankheit, die sie fast ständig ans Bett fesselt. «Ich koche alle Mahlzeiten, kümmere mich um die Wäsche und mache den Haushalt. Ich bereite auch die Medikamente vor und verabreiche ihr Morphin, damit sie weniger Schmerzen hat. Und ich wasche ihr die
Pflege
Pflege
«Ich liebe meine Frau und sehe es als meine Aufgabe, ihr zu helfen.»
André Gilgen
Haare.» Trotz fehlender externer Hilfe sagt der Rentner aus einem Lausanner Vorort, dass er mit der Situation zurechtkomme und sich gern nützlich fühle. Nur das Bügeln bereite ihm Mühe, weshalb er es oft aufschiebe.
3 Millionen Menschen pflegen Angehörige Zwar sind Männer, die ihre Frauen oder Mütter pflegen, noch immer eine Minderheit, aber längst keine Ausnahmen mehr. Laut Bundesamt für Statistik pflegen drei Millionen Menschen in der Schweiz mindestens einmal pro Woche einen Angehörigen oder eine Angehörige. Ein Drittel davon sind Männer. Laut einer Erhebung der Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung (IGAB) entlasten diese Menschen das Schweizer Gesundheitssystem um fast vier Milliarden Franken pro Jahr. Trotzdem erhalten sie häufig keine Hilfe oder finanzielle Unterstützung. «Viele pflegende Angehörige trauen sich nicht, um Hilfe zu bitten, weil sie es als ihre Pflicht ansehen, einem Familienmitglied zu helfen», sagt Pasqua Semeraro, Co Direktorin von «MindUpNet», einem auf Gesundheit und Psychologie spezialisierten Ausbildungszentrum, und Dozentin an der Klubschule Migros (siehe Box).
Die Schweiz hat die Bedeutung pflegender Angehöriger erst vor rund zehn Jahren erkannt – mit grossen Unterschieden zwischen den Kantonen. «Heute haben wir 26 Definitionen und ebenso viele Systeme. Das macht es sehr kompliziert», sagt Valérie Borioli Sandoz, Direktorin der Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung. Sie fordert eine nationale Strategie mit einheitlichen Entlastungsangeboten sowie die Möglichkeit, pflegende Angehörige überall zu gleichen Bedingungen über die Spitex anzustellen.
Die Zeit drängt. Der Bundesbericht bleibt bei Empfehlungen, während das Problem wächst: Die Bevölkerung altert, Pflegepersonal fehlt – und viele Angehörige riskieren finanzielle Einbussen. «Wer weniger arbeitet oder ganz aussteigt, hat später oft eine kleine Rente», sagt Borioli Sandoz. «Die Schweiz muss jetzt investieren, um später höhere Kosten zu vermeiden.»
Kochen, waschen, putzen – für André Gilgen alles selbstverständlich
Kurse für Angehörige
Selbstfürsorge lernen
Die Klubschule Migros bietet neu in Zusammenarbeit mit «MindUpNet» Onlinekurse zum Thema «Pflegende Angehörige» an. Das Angebot steht sowohl Männern als auch Frauen offen und besteht aus verschiedenen, voneinander unabhängigen Modulen. Schwerpunkte sind der Rollenwechsel und die Selbstfürsorge pflegender Angehöriger. Weitere Infos:
Manche Menschen werden schon sehr viel früher als erhofft zu pflegenden Angehörigen. Etwa der heute 48jährige Alexandre Vuagniaux. Er war erst 28 Jahre alt, als seine Freundin einen Schlaganfall erlitt, der sie teilweise lähmte. «Für mich war es selbstverständlich, dafür zu sorgen, dass sie so selbständig wie möglich bleiben kann.» Nach dem Schlaganfall zog er bei seiner Freundin ein. Seit 20 Jahren kümmert er sich um den Haushalt und alles Administrative – trotz der Schmerzen, die ihm aktuell ein Bandscheibenvorfall bereitet.
«Ich gehöre zu einer Generation, in der sich Frau und Mann viele Aufgaben teilen. Deshalb fiel es mir nicht schwer, den Haushalt allein zu übernehmen», sagt er.
Für den Waadtländer ist es weniger die körperliche als die seelische Last, die zehrt –die ständige Präsenz und Verantwortung, die sich leise aufstauen und nicht nachlassen. «Meine Leidenschaft für Fussball hält mich über Wasser», sagt er. Als einer der Trainer der zweiten Mannschaft seines Dorfs findet er im Verein Halt. Doch manchmal reicht selbst das nicht mehr.
«Letztes Jahr musste ich gehen, um nicht daran zu zerbrechen.» Er verliess die gemeinsame Wohnung, liess seiner Freundin einen Zettel zurück – drei Tage, schrieb er, dann komme er wieder. Er wusste, dass sie diese Zeit allein überstehen würde. Und er wusste, dass er sich diese Auszeit nehmen musste, um selbst nicht unterzugehen.
Eine Aufgabe, die keine Pausen kennt «Die emotionale Belastung für pflegende Angehörige ist enorm», sagt Pasqua Semeraro. Oft gehe es darum, einen geliebten Menschen auf völlig neue Weise zu erreichen –in einer Beziehung, die sich leise, aber grundlegend verändere. Rollen verschieben sich, Grenzen werden neu gezogen: zwischen Partnern ebenso wie zwischen Eltern und Kindern. Die Aufgabe von pflegenden Angehörigen wiegt umso schwerer, als sie selten Pausen kennt: sieben Tage die Woche, oft über Jahre
Fortsetzung auf Seite 55
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Fortsetzung von Seite 53
«Ich wollte dafür sorgen, dass meine Freundin so selbständig wie möglich bleiben kann.»
Alexandre Vuagniaux
Seit 20 Jahren kümmert sich
Alexandre Vuagniaux um den Haushalt und alles Administrative.
hinweg – und begleitet von der Sorge, was die Zukunft bringen wird. «Ich trage eine Karte für pflegende Angehörige bei mir», sagt Alexandre Vuagniaux. «Dort ist genau festgehalten, was ich alles für meine Freundin mache. Falls mir etwas passiert, kann jemand schneller einspringen.» Einmal im Monat sucht der 48-Jährige den Austausch in einer Gesprächsgruppe des Vereins für pflegende Angehörige – ein Ort, an dem Erfahrungen geteilt und Sorgen zumindest für einen Moment leichter werden.
Auch der 78-jährige André Gilgen blickt nach vorn – nicht ohne Sorge. «Solange ich kann, mache ich weiter. Aber ich hatte bereits eine dreifache Bypass-Operation, und mein Herz arbeitet nicht mehr zu hundert Prozent.»
Gemeinsam mit seiner Frau denkt er deshalb über einen Umzug in eine Pflegewohnung nach – ein Schritt, der ihn entlasten würde. Bis dahin hat er seinen eigenen Weg gefunden, mit Erschöpfung und dunkleren Momenten umzugehen: «Ich lege mich neben meine Frau, und wir verbringen einen Augenblick zusammen. Sie gibt mir die Energie zurück, die ich brauche.»
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Und der Morgen läuft wie geschmiert.
Weniger Zucker
Kolumne
Allesnur einePhase
Ressortleiterin Katja Fischer De Santi schreibt jede zweite Woche über das chaotische, schöne Leben als mittelalte Frau und Mutter von Teenagersöhnen. Sie lebt am Bodensee und arbeitet in Zürich.
Vom Umtausch ausgeschlossen
Ich finde mein Leben mit zwei heranwachsenden Buben wahrlich nicht immer einfach. Aber jedes Mal, wenn ich mir wünschte, ich hätte Mädchen geboren, treffe ich Mark auf einen Kaffee. Mark ist Vater von zwei Töchtern im besten aller Alter: 13 und 18 Jahre. «Und?», frage ich. «Wie war dein Wochenende?» Er seufzt. «Ich habe schon vor dem Frühstück alles falsch gemacht. Ich sagte, die neue Hose sähe ‹hübsch› aus. Das war das Todesurteil für das Kleidungsstück. Wenn es mir gefällt, ist es laut meiner älteren Tochter offiziell ‹Mainstream› und somit unerträglich. Sie hat sie direkt wieder ausgezogen und ist in einem Teil, das ich als Oversize-Pyjama bezeichnen würde, zur Schule.»
Ich nicke wenig mitleidig: «Wenigstens führen deine Töchter nicht ihre Zahnpastaflecken auf Pullis spazieren, als wären es Markenlogos.» «Warte, es kommt noch schlimmer», sagt Mark. «Mein Urteil ist zwar völlig
wertlos, aber die Meinung der restlichen Welt scheint alles zu sein. Sie verbringt drei Stunden vor dem Spiegel, um sich für ein 15-sekündiges Tiktok-Video zu stylen. Die Selbstoptimierung meiner 13-Jährigen läuft jetzt schon auf Hochtouren.»
«Wenigstens wird bei dir kommuniziert», sage ich und deute auf mein Handy. «Meine Jungs antworten auf meine Nachrichten im besten Fall mit ‹Ok› – meistens gar nicht. Ich lebe in einer WG mit zwei Höhlenbewohnern, die ihre Gefühle ausschliesslich über die LEDFarblichtskala in ihren Zimmern ausdrücken.»
«Diese Ruhe würde ich mir wünschen», sagt Mark. «Bei uns ist schon morgens Weltuntergang, weil der einzig tragbare Pulli in der Wäsche ist. Es regiert die Hormonschwankung. Tränen, Türenknallen, Versöhnung und wieder von vorn, weil der Pulli jetzt ‹out› ist.»
«Dafür duftet es bei dir nach Vanille», halte ich dagegen. «Kürzlich fragte mein Älterer im Ernst, warum es in all unseren Zimmern Fenster gebe. Er sieht keinen Sinn in Licht und frischer Luft.»
Mark nippt an seinem Kaffee. «Tauschen?» «Niemals!» Ich habe selbst genug Hormonschwankungen für ein ganzes Dorf. Und meine Schminke will ich für mich allein.
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englisch: Ameise
Arbeitsentgelte
Teil der Karpaten (Hohe ...)
sehr kleine Rinderart
Initialen d. phant. Malers Giger †
Hauptstadt von Dominica
rundherum
Buch der Bibel
Pappel mit fast runden Blättern
relig. Gebäudekomplex in Laos
zeitlich begrenzt verwirrt
Insel in der Irischen See schweiz. Kantonshauptstadt
altrömischer Kaiser (Mark)
finnisches Schwitzbad
lateinamerikanischer Tanz
alberner Streich
Selbstgespräch
englisch: uns
Bedürfnis mit geringer Kraft
freisinnig, tolerant
Fremdwortteil: falsch
bankrott
Computertaste
Fakultätsvorsteher (Mz.)
albanische Währung
M. Jacksons Album von 1972
kampfunfähig (Abk.)
Faktor, Hilfsgrösse
alkoholisiert
verschwunden
japanisches Theaterspiel
SR_22_2026_DE
Teilnahme unter: www.migmag.ch/raetsel
Teilnahmebedingungen Gewinnspiele: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, die das 18. Altersjahr vollendet haben. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeitenden des Gewinnspielveranstalters sowie Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste und weitere professionalisierte/gewerbliche Teilnehmende. Gewinner/-innen werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Seit September 2023 ist die kostenlose Teilnahme an Verlosungen ausschliesslich online möglich.
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Trage die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. www.migmag.ch/paroli
Rätsel online lösen & kostenlos teilnehmen: www.migmag.ch Teilnahmeschluss ist der Dienstag, 2.6.2026, um 24 Uhr. Die Teilnahmebedingungen findest du auf der ersten Rätselseite. Lösungen & Gewinner früherer Ausgaben: www.migmag.ch/raetsel
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