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Migros-Magazin-21-2026-d-LU

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Gemeinsam essen, gemeinsam feiern. Diese Rezepte bereichern jede Tavolata → Seite 24

Schule: Wenn der Klassenchat aus dem Ruder läuft

→ Seite 20

Geranien: Wie sie jetzt die Schweiz verschönern

→ Seite 10

Mit SommergetränkeBeilage

Intimität: Warum Sex nach 50 spannend bleibt

→ Seite 46

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7 Editorial

Aktuell

Kurz und gut

8 News mit Würze in Kürze

Geranien

10 Eine Ode an unsere liebste Fassadenkletterin

Meinungsfreiheit

14 Wie gefährdet ist sie hierzulande? Zwei Meinungen

Ratgeber

«Mach mit, oder du bisch tot»

20 Was Schulen und Eltern gegen Anfeindungen im Klassenchat tun können

Scheidung und Finanzen

23 Welche Folgen sollte man im Blick behalten?

Genuss

Gemeinsam tafeln

24 Das braucht es für eine gelungene Tavolata

Der Duft des Sommers

28 Diese zehn Kräuter bringen

Würze auf den Teller

Wir bitten zu Tisch mit

30 Autorin Sibylle Berg

Aufs Korn genommen

35 Lustiges und Praktisches

über Quinoa

Das Tarteduell

36 Galette oder Tarte Tatin?

Der grosse Vergleich

Migros-Magazin 20. Mai 2026

Geniale Geranie

Wie die Südafrikanerin die Schweizer Fassaden eroberte – zum Beispiel im Emmental bei Bäuerin Anna Katharina Flükiger.

S. 10

Meine Region

38 Geschäftsbericht 2025

Leben

Keine Lust auf Lust?

46 Von wegen! Warum Sex ab 50 erfüllender ist Happy Birthday!

50 Das Migros Museum für Gegenwartskunst feiert seinen 30.

Der Luxus der Langsamkeit

54 Unsere Autorin schippert auf der Seine von Paris bis in die Normandie

Die dunkle Seite der Sonne

60 Wie du im Sommer Hautkrebs vorbeugen kannst

67 Rätsel

71 Schlussgang

Impressum

MIGROS-MAGAZIN

vormals Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes (MGB)

ONLINE: migros.ch/magazin

ADRESSE: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich

TELEFON: 0800 840 848

KONTAKT: migmag.ch/leser

HERAUSGEBER: MGB

CHEFREDAKTORIN: Sabine Eva Wittwer

AUFLAGE: 1 314 143 Ex. (Wemf, Auflagenbulletin 2025)

LESERSCHAFT: 2 179 000 (Wemf, MACH Basic 2026-1)

ABONNEMENTE: migmag.ch/abo

TELEFON: 058 577 13 00*

Ausführliches Impressum auf migmag.ch/impressum

M-INFOLINE:

TELEFON: 0800 840 848

CUMULUS-INFOLINE:

TELEFON: 0848 850 848*

* 8 Rp./Min. aus dem Schweizer Festnetz

Liebe Leserin, lieber Leser

Es gibt Dinge, die man erst mit den Jahren sieht: die Farbe einer Rosenblüte, das Leuchten einer Geranie im Morgenlicht oder die stolze Haltung einer Sonnenblume. Meine Mutter hatte den Blick dafür. In ihrem Garten blühte es den ganzen Sommer. Bei jedem Besuch fragte sie: «Hast du gesehen, wie schön die Blumen blühen?» Hatte ich nicht –zu beschäftigt mit Arbeit, Familie, Tennisspiel. Heute bin ich selbst so weit. Meine Terrasse ist ein Blumenmeer, und ich nötige meine Söhne, die Pracht zu bewundern. Vergeblich. Wenn ich in die Ferien fahre, vergessen sie prompt das Giessen. Oder sie denken, alle drei Tage reiche völlig. Vor allem bei Geranien, der Lieblingsblume der Schweiz, ist das fatal. Was sie brauchen, damit sie den ganzen Sommer leuchten, weiss Bäuerin Anna Katharina Flükiger aus dem Emmental, deren Bauernhaus für seine Geranienpracht in der ganzen Region bekannt ist. Ihre Tipps finden Sie ab Seite 10.

Apropos Blumen

Muntermacher für Rosen

Die Rose liebt Kaffeesatz als Dünger. Einfach ab und zu um den Stamm streuen.

Weniger ist mehr

Das Geheimnis üppiger Geranien: Verblühtes regelmässig ausbrechen. Das regt die Pflanze an, neue Blüten zu bilden.

Dreht sich nur als Teenie

Junge Sonnenblumen drehen ihren Kopf nach der Sonne. Ausgewachsen blicken sie stur nach Osten.

Kurz und gut

Zeit für

Mocktails

Special in der Heftmitte: Tipps und Rezepte für Drinks ohne Alkohol

Virgin Lillet Wildberry

Lust auf einen erfrischenden Sommerdrink ohne Alkohol?

Dann ist dieser fruchtig-herbe Cocktail genau das Richtige. Er besteht aus einer alkoholfreien Lillet-Alternative, Schweppes Wild Berry, ganzen Himbeeren und Heidelbeeren. Das Rezept dazu findest du im GetränkeSpecial in der Heftmitte dieses Migros-Magazins.

Das ist es: Kapseln mit hochwertigem Delizio-Kaffee aus Costa Rica

Das kann es: Der neue Hochland-ArabicaKaffee hat eine Note von Caramel und Walnuss und eine beerige Säure.

Das ist das Beste daran: Die Bohnen in Fairtrade-Qualität stammen von einer Vater-Sohngeführten Kooperative.

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12 Kapseln Fr. 5.95 Aktion: 20-fach Cumulus-Punkte, vom 20. bis 27. Mai

Förderprogramm Menschen verbinden

Zusammenhalt beginnt im Alltag: Das ist die Idee von «ici. gemeinsam hier.», einem Förderprogramm von Migros-Engagement und der Stiftung für Sprach- und Bildungsförderung. Es unterstützt freiwilliges Engagement, das Menschen mit diversen kulturellen Erfahrungen zusammenbringt. Seit dem Start 2021 sind über 4 Mio. Franken in über 900 Projekte geflossen.

Eine lebenswerte Schweiz für alle

Fotos: Migusto, Nico Grütter, Andreas Busslinger, Adobe Stock, Getty Images

Kurz und gut

Frage & Antwort

Gerüche Erinnerungen aus?

Antwort: Plötzlich Meergefühl zu Hause?

Dann liegts vielleicht am Zedernduft der Seife. Gerüche rufen die stärksten, direktesten Erinnerungen hervor, weil unser Geruchssinn der einzige Sinn ist, der direkt mit dem Emotionszentrum unseres Gehirns verbunden ist. Das hilft, die Erinnerung abzuspeichern und sie abzurufen, sobald der Geruch auftaucht.

I am Frischeseife

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Landschaft des Jahres

Zugs grüne Lunge

Sie ist die grosse Unangepasste im Kanton Zug: die Lorzenebene am Nordufer des Zugersees. Während ringsum gebaut wird, bleibt die zwei Kilometer lange und eineinhalb Kilometer breite Ebene unberührt. Dafür erhält sie von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz die Auszeichnung «Landschaft des Jahres 2026». Der Preis, gesponsert von der Abteilung Wirtschaftspolitik der Migros, würdigt die vorausschauende Raum- und Landschaftsplanung von Kanton, Stadt und drei Gemeinden.

Buchspenden für Kinder

Verschenke Leseglück

Vom 18. bis 27. Mai gibts in allen Filialen von Ex Libris eine Spendenaktion zugunsten von Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen: Kaufe ein Kinder­ oder Jugendbuch im Laden und spende es direkt. Ex Libris verdoppelt die Spende. Partner der Aktion sind Caritas Schweiz und die Schweizerische Stiftung für Kinder und Jugendliche in Not. Infos und Ex-Libris-Standorte:

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Zahl der Woche

Ab wann kann man mit Beikost starten? Ein gesundes Baby braucht gemäss Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen während der ersten sechs Monate nur Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung. Die Behörde empfiehlt, frühestens ab Anfang des fünften, spätestens ab Anfang des siebten Monats mit Beikost zu starten –wann genau, hängt vom Kind ab.

10 AKTUELL

Die Farbenfrohe

Geranien gibt es in Weiss, Rosa, Lachs, Purpur bis fast Schwarz-Rot – aber nicht in Gelb.

Eine Exotin vom Kap

Die Geranie ist eigentlich keine Schweizerin – sie stammt aus Südafrika. 1672 schiffte der Botaniker Paul Hermann während eines Zwischenstopps am Tafelberg erste Wildexemplare in die Niederlande. Ins Emmental kam sie erst, als Bedienstete wohlhabender Städter Stecklinge mit aufs Land brachten –so wurde aus der Exotin die typische Bauernhausblume. Botanisch

Üppige Pracht: Geranien schmücken das Bauernhaus der Flükigers in Röthenbach im Emmental.

Von der Exotin aus Südafrika zur Bauernhausblume: Wie die Geranie Schweizer Fassaden eroberte –und mit wie viel Hingabe eine Emmentaler Bäuerin ihren Blumenschmuck pflegt.

Text: Heidi Bacchilega

Veredlerin von Speisen

Die Blüten und Blätter von Duftgeranien kann man essen. Sie schmecken nach Zitrone, Rose oder Schokolade.

Fotos:

Geranien

Erst war sie eine Städterin

Der Zürcher Stadtarzt Johann von Muralt pflanzte 1715 in seinem Garten erstmals Geranien und löste einen Hype unter wohlhabenden Bürgern aus. Erst als die Pflanze billiger wurde, verbreitete sie sich auch ausserhalb der Stadt.

Zwei Herzen, vier Hände und 400 Geranien

Anna Katharina (l.) und Schwiegermutter Rosmarie Flükiger

Jeden Sommer verwandeln Anna Katharina und Rosmarie Flükiger ihr «Salzhaus» im Emmental in ein Blütenmeer.

Komm doch gleich zum Mittagessen, dann haben wir Zeit, bis die Stallarbeit ruft.» So klingt es, wenn man bei Anna Katharina Flükiger einen Termin abmacht. Keine Floskeln, kein Hin und Her: eine warme Einladung, ein klarer Zeitrahmen und dazwischen das Leben einer Bäuerin, das sich nach den Hofarbeiten richtet.

Bei der Einfahrt ins Dorf Röthenbach im Emmental BE sehe ich sie schon von Weitem leuchten: das dreistöckige Wohnhaus der Familie Flükiger und, gleich daneben, den Spycher – beide in kräftiges Rot getaucht. Abgesehen von Anna Katharina und ihrem Mann Hans wohnt hier in einer Parterrewohnung auch seine Mutter Rosmarie. Das Haus hat Baujahr 1608 und heisst nicht zufällig Salzhaus. Bis 1916 wurde hier aus einem hölzernen Salzbehälter das kostbare weisse Gold verkauft. Heute bewirtschaftet das Paar den Hof in vierter Generation. Und jeden Frühling verwan­

deln Anna Katharina und ihre Schwiegermutter gemeinsam die Fassaden in ein Blütenmeer.

Jahrzehntelange Erfahrung

Rund 400 Geranien braucht es dafür –ein stattlicher Flor, der sich vom Spycher über das Wohnhaus bis hinüber in den Garten der beiden Frauen zieht. Die rüstige Seniorin Rosmarie Flükiger ist täglich zwischen ihren eigenen Beeten anzutreffen und gibt ihr Wissen aus jahrzehntelanger Erfahrung weiter. «Ohne sie ginge es nicht», sagt Anna Katharina Flükiger. Vier Hände, zwei Generationen, ein Ziel: ein einheitliches Bild, hauptsächlich in Rot, ergänzt durch Rosa und Weiss. Gelbe Geranien? «Die gibt es gar nicht.»

Neben den klassischen Hängegeranien auf den Lauben kommen rund um die Fassaden zusätzlich Blumenampeln zum Einsatz – jene hängenden Körbe, die sich

Sommer auf Rhein & Mosel

Zauberhafte Flusslandschaften, historische Städte & genussvolle Augenblicke

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Exklusivreise vom 29. Juli - 5. August 2026

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Wunderschönes Heidelberg

Im goldenen Licht des Sommers entfalten Rhein und Mosel ihren ganzen Zauber. An Bord der eleganten MS Amadeus Star erleben Sie von den Grachten Amsterdams bis zu den Moselweinbergen unvergessliche Höhepunkte – entspannt, genussvoll und voller Vielfalt. Eine sommerliche Auszeit zwischen Riesling, Loreley und rheinischer Lebensfreude.

Ihr tolles Reiseprogramm:

1. Tag, Mittwoch 29. Juli 2026 – Anreise & Einschiffung in Amsterdam

Fahrt im komfortablen Extrabus nach Amsterdam. Einschiffung auf die elegante MS Amadeus Star, Kabinenbezug und entspannter Auftakt an Deck oder in der stilvollen Lounge.

2. Tag, Donnerstag 30. Juli 2026 – Grachtenfahrt Amsterdam

Am Vormittag entdecken wir Amsterdam vom Wasser aus bei einer Grachtenfahrt (*). Historische Häuser, charmante Brücken und prächtige Fassaden ziehen gemächlich vorbei. Freizeit und anschliessende Busfahrt nach Utrecht, wo unser Schiff auf uns wartet.

Unser elegantes 5-Sterne-Schiff – die MS AMADEUS Star

Die MS Amadeus Star begeistert mit lichtdurchfluteten Salons, Panoramarestaurant und grosszügigem Sonnendeck mit Lounge. Alle Kabinen sind Aussenkabinen – auf Ober- und Mitteldeck mit absenkbarer Fensterfront, auf dem Hauptdeck mit Fenstern. Die Suiten verfügen über begehbare Balkone. Zur Ausstattung zählen Dusche/WC, TV, Klimaanlage, Safe & Minibar –ideal für entspannte Tage auf Rhein und Mosel.

3. Tag, Freitag 31. Juli 2026 – Köln – Domstadt mit Kölsch-Charme

Vormittags Ankunft in Köln. Eine PanoramaRundfahrt mit Altstadtspaziergang (*) führt zu Dom, Deutzer Ufer und romanischen Kirchen. Ein Glas Kölsch bildet den genussvollen Abschluss.

4. Tag, Samstag 1. August 2026 – Moselromantik in Cochem Ankunft in Cochem gegen Mittag. Mit dem Mosel-Wein-Express (*) erkunden wir das malerische Städtchen unterhalb der Reichsburg. Anschliessend Weinprobe (*) in den historischen Gewölbekellern der Familie Hieronimi – ein stimmungsvoller Rahmen zum Feiern des Nationalfeiertags.

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Leistungen - Alles schon dabei!

✓ Fahrt im komfortablen Extrabus

✓ Flussreise auf der MS AMADEUS Star***** gemäss Reiseverlauf

✓ 7 Übernachtungen in der gewählten Kabinenkategorie

✓ Vollpension mit täglich 3 Mahlzeiten (Abendessen 1. Tag bis Frühstück 8. Tag), inkl. Kaffee, Tee & Gebäck am Nachmittag (je nach Tagesprogramm), Begrüssungscocktail, Gala-Dinner, täglich Mitternachtssnack

5. Tag, Sonntag 2. August 2026 – Weinbummel in Koblenz & Burgenromantik Genussvoller Weinbummel (*) in Koblenz mit Verkostung dreier regionaler Weine. Danach Fahrt durch das UNESCO-geschützte Mittelrheintal mit seinen Burgen und der sagenumwobenen Loreley bis nach Rüdesheim.

6. Tag, Montag 3. August 2026 – Heidelberg & Speyer Ab Mannheim Ausflug nach Heidelberg mit geführtem Rundgang durch die Altstadt und den Schlossgarten (*) inklusive Blick auf das berühmte grosse Fass. Weiterfahrt nach Speyer und Zeit zur freien Verfügung. Der Abend steht Ihnen offen.

7. Tag, Dienstag 4. August 2026 – Strassburg – französisches Flair am Rhein Entdeckung Strassburgs bei einer kombinierten Stadtrundfahrt und Altstadtführung (*). Europäisches Viertel, «Petite France» und das imposante Münster zählen zu den Höhepunkten. Rückkehr an Bord und festlicher Abschlussabend.

8. Tag, Mittwoch 5. August 2026 – Ausschiffung in Basel & Heimreise Am Morgen erreichen wir Basel. Nach dem Frühstück Ausschiffung und Heimreise mit dem Bus – mit vielen bleibenden Eindrücken im Gepäck.

(*) Ausflüge des Ausflugpakets

✓ Teilnahme am Bordunterhaltungsprogramm & freie Nutzung der Bordeinrichtungen

✓ Gratis WLAN an Bord

✓ Gepäckservice & sämtliche Hafengebühren

✓ Eigene Schweizer car-tours.ch Reiseleitung an Bord

Unsere Aktionspreise für Sie

Alle Preise pro Person in Doppelkabine in Fr. MS AMADEUS Star 8 Tage ab Schweiz Kabinenkategorie Katalogpreis Aktionspreis Hauptdeck hinten 2250.- 1750.Hauptdeck 2380.- 1890.Mitteldeck hinten (fr. Balkon) 2690.- 2190.Mitteldeck (fr. Balkon) 2870.- 2350.Oberdeck (fr. Balkon) 3090.- 2550.Oberdeck Suite (Balkon) 3450.- 2890.-

Zuschlag für Alleinreisende: Hauptdeck Fr. 890.-, Mitteldeck Fr. 1090.-

Ausflugspaket mit 6 Ausflügen: Fr. 225.- p. P.

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Buchungsgebühr Fr. 24.- p.P. (entfällt bei Online-Buchung), Allfälliger Treibstoffzuschlag Ausflüge, Persönliche Auslagen, Getränke & Trinkgelder (empfohlen Euro 7 – 10.- Person/Tag)

Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur, Zürich

Grachtenfahrt in Amsterdam
Köln

Fortsetzung von Seite 11

Parat fürs

zu üppigen Blütenkaskaden entwickeln.

Bestückt werden sie mit Surfinien (Hängepetunien), die in dichten Polstern nach unten wachsen. Wichtig dabei: Surfinien und Geranien gehören strikt getrennt, niemals ins selbe Gefäss. Der Grund ist einfach – Surfinien sind Wasserschlucker und brauchen deutlich mehr Feuchtigkeit als die genügsamen Geranien. Wer beide mischt, ertränkt die einen oder lässt die anderen verdursten.

20 Stunden zum Bepflanzen

Um die benötigte Menge an Geranien sicherzustellen, bestellen die Bauersfrauen bis Ende April die Setzlinge. Rund 20 Stunden Arbeit über eine Woche verteilt stecken im Bepflanzen – ohne den Traktor mit Frontlader für die Kistenlogistik wäre es kaum zu schaffen.

Einpflanzen: Die Setzlinge werden mit dem alten PTT-Wagen zum Zielort gerollt. «Aus der Region»-Geranien

Das Ausputzen verblühter Dolden? «Das mache ich nebenbei beim Giessen. Bei der Menge bleibt gar keine Zeit für mehr», sagt Anna Katharina Flükiger. Die Blüten hängen meist bis zum ersten Frost im November. Überwintert wird nichts – der Platz reicht nicht. Im Mai beginnt alles von vorn. Am grossen Holztisch ist das Mittagessen inzwischen abgeräumt. Pünktlich zur Stallzeit steht Anna Katharina Flükiger auf – vor dem Abschied zeigt sie mir aber noch ihre Lieblingskuh «Nectarine».

Kante kippen. Denn wenn die Pflanzen im Sommer voll im Saft stehen, werden sie schwer. Erde gut, alles gut

Selbst gestochene Erde hat sich nicht bewährt, vorzuziehen ist hochwertiger Humus aus dem Fachhandel.

Zweifach düngen

Hornspäne in die Erde, zusätzlich zweimal pro Woche flüssig nachdüngen.

Abstand halten

Vier Geranien in eine 80 ­ cm­Kiste, drei in die 60er­Kiste pflanzen – rund 20 cm Abstand.

Geranien in Zahlen

17 000

Garden Balkon- und Geranienerde torffrei

So viele Geraniensorten gibt es weltweit. Sie sind alle im internationalen PelargoniumRegister erfasst.

500 Mio.

So viele Geranien werden pro Jahr in Europa verkauft.

Nicht winterhart

Geranien sind nicht winterhart. Sie dürfen erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) nach draussen.
Fürs Blütenmeer auf dem Balkon
Geranien

Meinungsfreiheit

Damit Meinungen frei bleiben

Die Meinungsfreiheit haben wir uns in der Schweiz hart erkämpft. Doch sie kann ins Wanken geraten, wie man gerade in den USA sieht. Wie sich dieses Menschenrecht schützen lässt.

Text: Michael West

Meinungsfreiheit

Der Satiriker Gabriel Vetter haut gern die Mächtigen der Schweiz in die Pfanne – und das ist ganz wörtlich zu verstehen: In seiner «Sendung des Monats» auf Fernsehen SRF lief ein Trickfilm, in dem man Bundesrat Albert Rösti als schimpfendes Kartoffelgericht sah. Vetter kann vor laufender Kamera angstfrei gegen Rösti austeilen, denn die Meinungsfreiheit ist in der Bundesverfassung verankert. Niemand muss die Rache der Regierung fürchten, wenn er sie öffentlich kritisiert.

«Zum Glück ist das bei uns anders als in den USA», sagt Vetter. «Dort setzen TV-Sender auf Druck des Präsidenten inzwischen sogar unbequeme Shows ab.» Im politischen System der Schweiz sei so etwas undenkbar. Die Macht der Regierung sei auf vielfache Art eingeschränkt, die Gewaltenteilung funktioniere.

Aber was ist mit den sozialen Medien? Muss man heute als Satiriker nicht dauernd Angst vor dem nächsten Shitstorm haben? Vetter versichert, er habe keine Zensurschere im Kopf. «Ich stehe seit 22 Jahren regelmässig auf der Bühne», erzählt der Schaffhauser. «Angefangen habe ich im Poetry-Slam, wo man sich sehr offen mit dem Publikum austauscht und sofort merkt, welche Passagen irritieren oder verärgern. Ich finde Widerspruch und Kritik nicht unangenehm, sondern vitalisierend.» Er wisse, dass es besonders empfindliche Gruppen gebe. «Meine Erfahrung zeigt: Man kann sich hierzulande kurioserweise eher über Religion lustig machen als über Haustierbesitzer. In Indien gibt es heilige Kühe und bei uns heilige Golden Retriever.» Aber von Tabus habe er sich nie ausbremsen lassen: «Ich sehe Satire als elementare Care-Arbeit für die Gesellschaft. Darum teile ich gegen Rechts und Links gleichermassen aus. Meine Arbeit ist dann erledigt, wenn sich wirklich alle aufregen.» Trotzdem habe er noch nie eine hasserfüllte Kampagne gegen seine Person erlebt.

«Ich finde Widerspruch und Kritik nicht unangenehm, sondern vitalisierend.»
Gabriel Vetter, Kabarettist

Er hatte die Idee, dass es mehr als zwei Geschlechter gebe, als Wahnsinn bezeichnet und bekam dafür 500 Franken Busse. Statt zu bezahlen, ging er lieber zehn Tage ins Gefängnis. In ihren Beiträgen im «Tages-Anzeiger» eckt Michèle Binswanger mit pointierten Positionen oft an. «Die Texte bespreche ich vorher immer sehr gründlich mit der Redaktion», sagt sie. Obwohl jeder Satz wohlüberlegt sei, werde sie manchmal von den heftigen Reaktionen in den sozialen Medien überrascht: «Als ich mich einmal in einer Kolumne ganz arglos über einen Bilderbuchsommer freute, hiess es sofort, ich mache mich über die Opfer des Klimawandels lustig.» Die Journalistin beobachtet eine wachsende Intoleranz: «In den sozialen Medien kann man sehr leicht einen Mob organisieren, um nicht opportune Meinungen zu diskreditieren. Für die angegriffene Person kann das sehr belastend sein – so wird echter Schaden angerichtet.»

Kein Vergleich zu früheren Epochen Was immer Schweizer Autorinnen oder Satiriker heute erdulden müssen – es wirkt harmlos im Vergleich zu früheren Epochen: Jahrhundertelang gab es bei uns keinen Hauch von Meinungsfreiheit. «Damals lebte man gefährlich, wenn man die Obrigkeit kritisierte oder die Dogmen der Kirche anzweifelte», erklärt der Historiker André Holenstein von der Universität Bern. «Es gab zwar keine lückenlose Hightechüberwachung wie in modernen Diktaturen. Aber die soziale Kontrolle in den Dörfern und kleinen Städten funktionierte auch sehr gut.»

Dass es heute anders ist, verdanken wir vor allem der Aufklärung. Sie begann Ende des 17. Jahrhunderts in England und den Niederlanden und wurde im Frankreich des 18. Jahrhunderts zu einer breiten Bewegung. Denker wie John Locke, Voltaire oder Rousseau erklärten die Meinungsfreiheit zum Menschenrecht. Sie sagten auch, dass kein Fortschritt möglich sei, wenn man überlieferte Dogmen nicht infrage stellen dürfe.

Unter dem Einfluss des revolutionären Frankreichs entstand 1798 die Helvetische Republik, ein stark zentralisierter Staat, in dem offiziell Pressefreiheit galt. Schon nach fünf Jahren beendete Napoleon das Experiment und

Weniger optimistisch sieht die Situation die Autorin und «Tamedia»-Journalistin Michèle Binswanger. Sie findet, die Redefreiheit sei von verschiedenen Seiten unter Druck: «So ist die Antirassismus-Strafnorm ein Instrument, mit dem man diese Freiheit einzuschränken versucht.» Binswanger erinnert an den Fall eines Mannes aus Burgdorf BE, der wegen eines Facebook-Kommentars hinter Gittern landete: Fortsetzung auf Seite 17

in 31 filialen und auf micasa.ch

Meinungsfreiheit

Fortsetzung von Seite 15

«Will man andere in einer Diskussion überzeugen, muss man ihnen erst einmal zuhören.»

machte aus der Schweiz wieder einen lockeren Bund aus 19 Kantonen. Erst mit der Gründung des Schweizer Bundesstaats im Jahr 1848 wurde die Pressefreiheit dauerhaft in unserer Verfassung verankert. Doch galt deshalb auch eine umfassende Meinungsfreiheit? Davon sei man damals noch weit entfernt gewesen, schreibt die Juristin Vanessa Rüegger im Blog des Nationalmuseums. Die Verfassung schützte am Anfang nur Druckerzeugnisse. Die Freiheit galt zum Beispiel nicht für die Kunst. Als Ferdinand Hodler 1891 in Genf sein monumentales Gemälde «Die Nacht» ausstellte, wurde es auf Befehl der Behörden sofort verhüllt und entfernt, weil es nackte Menschen zeigte. Laut Rüegger wurden die Kommunikationsrechte in kleinen Schritten allmählich ausgeweitet – «im Dialog zwischen Zivilgesellschaft, Gerichten und Rechtslehre». Erst seit 1999 ist eine umfassende Meinungsfreiheit in der Bundesverfassung verankert. Sie schliesst nicht nur die Medien ein, sondern auch die Kunst und die Wissenschaft. Was können wir heute tun, um dieses zerbrechliche Gut zu schützen? Michèle Binswanger findet es wichtig, sich im realen

Unterschiedliche Meinungen

Michèle Binswanger ist Journalistin beim «Tages-Anzeiger». Ab September arbeitet sie für den «Nebelspalter». Gabriel Vetter ist Kabarettist und Schriftsteller. Er hat beim Fernsehen SRF eine monatliche Satire-Show.

Leben mit Andersdenkenden auszutauschen, so wie das früher bisweilen am Stammtisch geschah. Sie sieht auch die Schulen in der Pflicht: «Es geht aber nicht um Medienerziehung mit erhobenem Zeigefinger. Wichtiger fände ich eine rhetorische Schulung und Debattierklubs. Wenn man andere in einer Diskussion überzeugen will, muss man ihnen erst einmal zuhören und ihre Argumente verstehen.»

Raus aus der eigenen Bubble

Gabriel Vetter findet es entscheidend, «auch mal der eigenen Bubble zu widersprechen». Vor allem plädiert er dafür, so oft wie möglich offline mit Menschen zu reden: «In den sozialen Medien werden Personen auf eine zugespitzte Meinung reduziert. In richtigen Gesprächen merkt man dann, dass Menschen zu vielen Fragen gar keine wirklich festgefahrene oder radikale Meinung haben.»

Michèle Binswanger und Gabriel Vetter sind übrigens ein gutes Beispiel für Dialog: Sie haben zwar politisch das Heu nicht auf der gleichen Bühne. Aber privat kennen und schätzen sie sich.

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Schweiz Passau

Linz

City Art Walk Linz – ein spannender Rundgang.

Nachmittag: Besuch von Stadtjuwel Steyr. 31

Alternativ: Tagestour ins Salzkammergut. 105

Wien

Stadtrundfahrt/-gang Wien.

Nachmittag: Sie bestaunen die kreativen Werke von Friedensreich Hundertwasser. 39

Zeitgleich: Gemütliche Velotour. 85

Abends: Klassisches Konzert im Mozarthaus. 90

Alternativ: Tour auf den Kahlenberg und Sektdegustation in den Schlumberger Kellerwelten. 47

Wien

Bootstour im unterirdischen Labyrinth der Seegrotte Hinterbrühl und Besuch von Sti Heiligenkreuz.

Budapest

Stadtrundfahrt/-gang in Budapest.

63

Ein Nachmittag im Burgviertel. 73

Zeitgleich: Tour zur Margareteninsel. 35 Ungarischer Abend mit Dinner und Tanz. 83

Budapest Esztergom

Tagestour nach Etyek mit Weindegustation. 105

Alternativ: Einkehr im historischen Strudelhaus. 45

Bratislava

Altstadtführung in Bratislava.

Nachmittag: Tour zur Burg Devin. 53

Zeitgleich: Zum Botanischen Garten mit Rosarium und den Tropenhäusern. 39

Krems

Lillis Marillengarten und Rundgang in Krems.

Alternativ: Wanderung durch die Rebberge der Wachau. 39

Passau Schweiz

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FLUSS ’26

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Naturidylle Salzkammergut, schlendern durch Wien – zu Mozart und Hundertwasser. Per Velo zur Donauinsel, per pedes durch die Wachau, in Lillis Marillengarten, ins Budapester Strudelhaus, zu den Rosen von Bratislava – und überall kosten Sie die typischen regionalen Köstlichkeiten.

SALZKAMMERGUT

Bildschön und klimatisch begünstigt: Am Nordrand der Alpen liegt das berühmte Salzkammergut – ein landschaftlich und historisch so unverwechselbarer Kulturraum, dass die Region zuweilen als «zehntes Bundesland Österreichs» gilt.

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Medien und Jugend

Eskalation im Klassenchat

Beleidigungen, Druck und Mobbing verbreiten sich im Klassenchat oft rasend schnell. Warum das so ist – und wie Eltern und Schulen Kinder und Jugendliche besser schützen können.

Text: Christina Noli

Wenn er nöd mitmacht isch er tot » – «Mir hend stress gmacht. die blödi bitch macht das nie wieder» – «Hey du lauch du bisch echt en fehler uf dere welt » Die Sprache ist rau, Schulschluss und Aufsicht gibt es nicht. Klassenchats sind sozialer Raum für Kinder und Jugendliche –und sie kippen immer wieder. Cybermobbing, Pornografie, Rassismus. Gerüchte, Bilder, Privates. In Sekunden verbreitet. Viele, die mitlesen, aber nicht eingreifen,

Medien und Jugend

Rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz erlebt digitale Anfeindungen.

aus Angst, selbst zur Zielscheibe zu werden. Klassenchats, meist auf Whatsapp für Austausch und Organisation gedacht, werden oft zu Brandbeschleunigern für Konflikte. Für viele Kinder sind sie spätestens ab dem ersten Smartphone sozial unverzichtbar. Gleichzeitig gibt es keine Pause mehr: Konflikte enden nicht nach der Schule, sondern laufen weiter, abends, nachts, am Wochenende. Studien zeigen: Rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz erlebt digitale Anfeindungen –mit Folgen von psychischer Belastung über Schlafstörungen bis hin zu Schulverweigerung oder Suizidgedanken.

Wenn der Chat zur Bühne wird Konflikte aus dem Schulalltag werden im digitalen Raum schneller, sichtbarer und unkontrollierter. «Mobbing und Cybermobbing lassen sich heute kaum mehr trennen», sagt Christelle Schläpfer, die Schulen und Familien zu Mobbingprävention schult. Als Hauptgrund nennt sie die tiefere Hemmschwelle in der digitalen Kommunikation. Weil nonverbale Signale fehlen, sinkt die Empathie. Kinder und Jugendliche reagieren impulsiv, oft ohne die Konsequenzen abzuschätzen. Was im direkten Gespräch unausgesprochen bliebe, wird in den Chat geschrieben – sichtbar für alle. Zudem, so erklärt Christiane Willemeit, Expertin für Medienkompetenz bei Pro Juventute: «Die mobbenden Personen suchen das Publikum – sie brauchen die Resonanz.» Damit rückt sie die Rolle der Mitlesenden in den Fokus: Wer nichts sagt, verstärkt die Dynamik. «Dulden heisst billigen», bringt es Christelle Schläpfer auf den Punkt. Dabei beginnt Mobbing meist mit kleinen Grenzüberschreitungen – ein Kommentar, ein Witz. Werden sie nicht gestoppt, verstärken sie sich, denn je länger eine Situation läuft, desto schwieriger wird es, sie zu durchbrechen.

Ein weiteres Thema, das Eltern umtreibt, sind problematische Botschaften, auf die viele Kinder in Klassenchats erstmals unvorbereitet treffen. Gewaltvideos, sexua­

lisierte Darstellungen oder rassistische Inhalte. Vieles davon stammt von Plattformen wie Tiktok oder Instagram, wird weitergeleitet und erreicht auch Kinder, die diese Apps gar nicht nutzen.

Zwischen Schule und Freizeit Eigentlich kein Teil des Unterrichts, landen diese Chats immer wieder im Klassenzimmer. «Die Schule ist der Ort, wo Kinder zusammenkommen – darum macht es Sinn, es dort aufzugreifen», sagt Lena Fleisch, Präsidentin des Zürcher Lehrerinnen­ und Lehrerverbands. Gemeinsame Regeln zu definieren, sei zentral. Wie kommuniziert man? Was ist akzeptabel? Was nicht? Das braucht Begleitung, weshalb Lehrpersonen zu Vermittelnden und Vertrauenspersonen werden – und sich selbst oft in einer rechtlichen Grauzone bewegen, weil Chats Privatsache sind. Digitale Sprechstunden an Schulen, so wie Christelle Schläpfer sie vorschlägt, könnten helfen und Kindern einen Ort bieten, wo sie ohne Angst vor Strafe über Verstörendes oder Mobbingerfahrungen sprechen könnten.

Denn der digitale Raum sei längst Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen, betont Christiane Willemeit. Das stelle auch Eltern vor Herausforderungen, denn diese sollten Kinder begleiten – in Dingen, die sie selbst oft nur teilweise verstünden. Doch Erwachsene müssen sich für die Themen der Kinder interessieren und im Austausch bleiben, damit die junge Generation weiss, dass sie sich an Vertrauenspersonen wenden kann – egal ob als Betroffene oder als Mitwissende.

Beleidigungen im Netz sind jedoch kein Kinderphänomen. Wenn Erwachsene ungefiltert ihren Frust in die digitale Welt schreiben, überrascht es wenig, dass es in Klassenchats ähnlich klingt. Was also hilft? Früh anfangen, Medienkompetenz aufbauen, Regeln definieren und immer wieder darüber reden. Und vor allem gilt: Hilfe zu holen, sei keine Schwäche, sondern eine Stärke, betonen die Expertinnen. Denn sonst werden aus Chats schnell Orte, an denen sich Enthemmung, Angst und Gewalt normalisieren.

Wenn der Chat kippt: Was Eltern tun können

• Interesse zeigen und im Gespräch bleiben – ohne zu bewerten

• Gemeinsam klare Regeln definieren

• Mobbingthemen und Rolle der Mitlesenden regelmässig thematisieren

• Früh reagieren und nicht abwarten

• Kein Alleingang: Lehrpersonen, Schule und andere Eltern miteinbeziehen

• Im Ernstfall Screenshots sichern. Beweise helfen, Vorfälle einzuordnen

• Automatisches Speichern von Whatsapp-Inhalten deaktivieren. Der Besitz von Kinderund Jugendpornografie ist strafbar – auch wenn das Bild unverlangt zugesandt wurde.

• Altersgerecht über Straftatbestand aufklären: Kinder ab 10 Jahren fallen unter den Geltungsbereich des Jugendstrafrechts. So sind ehrverletzende oder rassistische Aussagen im Klassenchat oder das Weiterverbreiten von pornografischen Bildern an Personen unter 16 Jahren strafbar.

• Hilfe holen: Pro Juventute (058 261 61 61) oder Elternnotruf (0848 354 555) bieten Unterstützung.

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Finanzen

Scheidung und Finanzen:

Welche Folgen sollte ich im Blick behalten?

rungenschaftsbeteiligung. Diese gilt automatisch mit der Eheschliessung, sofern die Eheleute keinen Ehevertrag abgeschlossen haben. Im Scheidungsfall wird das während der Ehe erwirtschaftete Vermögen, die sogenannte Errungenschaft, zu gleichen Teilen aufgeteilt – unabhängig davon, wer wie viel Geld verdient hat.

Davon zu unterscheiden ist das Eigengut: Vermögenswerte, die die Eheleute in die Ehe eingebracht oder später noch durch Erbschaft erworben haben. Das Eigengut bleibt auch im Scheidungsfall vollständig im Eigentum des jeweiligen Ehegatten.

Von einer Scheidung betroffen sind im Regelfall auch die Vorsorgeersparnisse. Bei der Aufteilung gibt es aber Unterschiede zwischen den Säulen: AHV (1. Säule) und Pensionskasse (2. Säule) gehören zur obligatorischen Vorsorge. Hier gilt immer der gesetzliche Vorsorgeausgleich. Das heisst: Die während der Ehe angesammelten Ersparnisse müssen zwingend 50:50 gesplittet werden – daran ändert auch ein Ehevertrag nichts.

Dagegen gehört die 3. Säule zur privaten Vorsorge. Diese unterliegt bei einer Scheidung dem Güterrecht. Haben die Eheleute eine Gütertrennung vereinbart, wird das 3a­ Guthaben normalerweise nicht aufgeteilt. Der Ehevertrag, der die Voraussetzung für eine Gütertrennung bildet, kann aber auch eine andere Lösung vorsehen. Wer sein Einkommen und Vermögen auch im Scheidungsfall allein für sich beanspruchen will oder ganz anders aufteilen will, kann dies in einem Ehevertrag regeln. Tipp: Es ist ratsam, auch während der Ehe eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren. Wer ganz aus dem Erwerbsleben aussteigt, steht nach einer Scheidung oft vor einem schwierigen Wiedereinstieg. Ein eigenes Einkommen – auch in reduziertem Pensum – hilft.

Solange der Himmel voller Geigen hängt, schieben viele Ehepaare den Gedanken an eine Trennung weit von sich weg. Die nüchterne Realität sieht jedoch anders aus: Zwei von fünf Ehen in der Schweiz werden geschieden.

Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig mit den finanziellen Folgen einer Scheidung zu befassen. Dadurch ergeben sich Spielräume, um die eigene finanzielle Existenz zu sichern. Nur wer sich aktiv für die gemeinsamen Finanzen und güterrechtliche Fragen interessiert, behält den Überblick. Sauber getrennte Konten für persönliche Ausgaben und ein gemeinsamen Konto für Fixkosten gehören dazu.

Was bei einer Scheidung mit dem persönlichen Vermögen geschieht, hängt vom Güterstand ab. Am häufigsten ist die Er­

Finanzplanung vereinbaren Infos zur individuellen und persönlichen Beratung bei der Migros Bank:

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Antwort

Mmh … mehr!

Es ist angerichtet

Ein grosser Tisch und gluschtig gefüllte Schüsseln: Das braucht es für eine Tavolata. Wir hätten da ein paar Ideen, wie die sommerliche Tafelrunde für alle zum Hit wird.

Text: Angela Obrist
Tavolata

Crevettenspiesse mit KnoblauchVinaigrette

Hauptgericht für 4 Personen

500 g Crevetten Salz Pfeffer

6 EL Olivenöl

2 Knoblauchzehen

2 TL Kapern

½ Zitrone

4 Zweige Dill

Utensilien

4 grosse Spiesse, z. B. Metallspiesse

1. Crevetten auf Spiesse stecken. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Öl bepinseln.

2. Für die Vinaigrette Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. In etwas Öl kurz anbraten. Pfanne vom Herd nehmen und restliches Öl und Kapern beigeben. Etwas Zitronenschale fein dazureiben. Zitrone auspressen und ca. 1 EL beigeben. Vinaigrette mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Grill auf 230 °C vorheizen. Crevettenspiesse bei mittlerer bis grosser Hitze beidseitig ca. 2 Minuten grillieren. Mit Vinaigrette und Dill servieren.

TIPP Grosse Hitze (ab 220 bis 280 °C) eignet sich zum Anbraten bzw. direktem Grillieren; das Gargut wird direkt über der Glut auf dem Rost platziert. Bei mittlerer Hitze (180 bis 220 °C) grilliert oder brät man indirekt; das Gargut liegt nicht direkt über der Glut, und der Grill wird zugedeckt.

Hier kannst du die MigustoApp herunterladen.

GENUSS

Überbackene

Käse-Zucchetti

Rezept für überbackene Zucchetti mit Ajvar: Gebratene Zucchetti werden mit Feta, Parmesan und Thymian im Ofen gratiniert – einfach und mediterran.

Kräuterkartoffeln mit Tomaten

Einfaches Rezept für Kräuterkartoffeln aus dem Ofen: Kleine Kartoffeln werden mit Tomaten und Knoblauch im Ofen gebacken. Mit Basilikum und Petersilie servieren.

Blattsalat mit Himbeersauce

Ein Kopfsalat mit fruchtigem Dressing aus Himbeeren, Himbeeressig und Rapsöl – das Rezept für einen herrlich sommerlichen Salat.

Mehr Rezepte und Tipps auf Seite 27

Tavolata

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Fortsetzung von Seite 25

Butterzarter Grillklassiker

Tipps für die Tavolata

Was kommt auf den Tisch, wie viel darfs sein, und wie klappt das alles ohne Stress?

Woher kommt sie?

Aus Italien. Tavolata bedeutet Tafelrunde. Dabei kommen unterschiedliche Gerichte zum Schöpfen und Teilen auf den Tisch. Das Konzept funktioniert nicht nur mit italienischem Essen, sondern auch mit Schweizer Klassikern und orientalischen oder asiatischen Speisen.

Welche Gerichte passen?

Bei einer Tavolata kommt es auf einen guten Mix an. Auf den Tisch kommen leichte Salate, währschafte Fleischgerichte, knackiges Gemüse, knuspriges Brot und cremige Dips.

Wie viele Gerichte braucht es?

Für eine Tavolata mit acht bis zehn Personen etwa zwei Hauptgerichte und drei bis vier Beilagen zubereiten.

Wie gelingt das Essen ohne Zeitdruck?

Gerichte, die schnell gemacht sind, am Vortag vorbereitet werden können, kalt auf den Tisch kommen oder über längere Zeit schmoren, tragen zu einer stressfreien Vorbereitung bei. Vor dem Kochen einen groben Zeitplan erstellen, wann was im Topf, Ofen oder auf dem Grill sein muss. Tavolata kann auch bedeuten, dass jeder Gast ein Gericht mitbringt und so eine bunt gemischte Mahlzeit entsteht.

Wie servieren?

Das Essen kommt unkompliziert auf Platten, in Schüsseln oder Töpfen in die Tischmitte. Jede Person schöpft selbst und kann sich nach Lust und Laune einen Nachschlag nehmen.

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Spareribs mit Bier-Senf-Marinade

Hauptgericht für 4 Personen

1 dl Bier

1 EL grobkörniger Senf

1 EL milder Senf

2 EL Ketchup

2 EL Sojasauce

2 kg Spareribs

4 Zweige Rosmarin

1. Bier, beide Senfsorten, Ketchup und Sojasauce zu einer Marinade verrühren. Spareribs mit Marinade bestreichen, ca. 30 Minuten ziehen lassen. Marinade abstreifen und auffangen.

2. Grill auf 160 °C vorheizen. Spareribs auf den Grill legen. Indirekt ca. 90 Minuten rundum grillieren. Gelegentlich wenden. Während der letzten 30 Minuten ab und zu mit der abgestreiften Marinade bepinseln. Zum Schluss Ribs mit Rosmarin belegen und fertig grillieren.

TIPP Spareribs im Steamer bei 100 °C 50 Minuten vorgaren. Auf dem Grill bei 160 °C 20 bis 30 Minuten rundum glasieren.

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Das brauchts
Tavolata

Gewürze

Kräuter für die Sommerküche

Sie wachsen in der Sonne und duften schon beim

Anfassen: Kräuter krönen jedes Gericht.

Text: Claudia Schmidt

Illustrationen: Gabi Kopp

1

Thymian

Seine Paraderolle hat Thymian im Gemüse gericht Ratatouille. Aber auch beim argen tinischen Grillplausch verzichtet man ungern auf sein Aroma. Thymian übersteht langes Kochen und eignet sich auch zum Trocknen. Er hält sich am besten in ein feuchtes Tuch eingewickelt im Kühlschrank. Im Garten mag die Pflanze ein sonniges Plätzchen. Durch Zurückschneiden der grünen Zweige im Frühjahr treibt sie immer wieder aus.

2

Salbei

Schnittlauch

Petersilie

Petersilienblätter verfeinern so ziemlich alles. Ohne Petersilie wären Salsa verde, der orientalische Salat Taboulé oder eine Kräuteromelette undenkbar. Petersilie hält gut ein paar Tage, wenn man die Stängel in Wasser stellt. Wer viel Petersilie verwendet, kann sie in Balkonkästen aussäen. Wichtig ist dabei, die Erde stets feucht zu halten.

Das bitterherbe Aroma der pelzigen Blätter passt zusammen mit Butter zu Pasta und Gnocchi. Perfekt auch zu Kalbfleisch, etwa zu Saltimbocca, den italienischen Kalbsschnitzeln. Die Blätter sparsam einsetzen, denn ihr Aroma ist intensiv. Das Kraut hält sich feucht eingewickelt und gekühlt einige Tage. Auf dem Balkon kann man Salbei mit Thymian, Rosmarin und Oregano in grosse Kübel pflanzen. Sie kommen mit wenig Wasser klar, benötigen aber ein sonniges Plätzchen.

4

Oregano

Oreganoblätter verfeinern Tomatensauce, Grillfleisch und Gemüse. Getrocknet ist das Aroma sogar noch intensiver – perfekt zum langen Köcheln. Frischer Oregano hält gut einige Tage, wenn man ihn – feucht eingewickelt – kühl lagert. Auf dem Balkon mag Oregano es sonnig und ist sonst anspruchslos. Im frostfreien Frühjahr schneidet man ihn zurück.

Koriander

5

Schnittlauch

Schnittlauch bringt die Frische von Zwiebeln ohne deren Schärfe. Die hohlen Röhrenblätter schneidet man in Ringe, sie werden nicht gehackt. Schnittlauch eignet sich frisch für Kräuterquark, Suppen und Butterbrote. Die Pflanze gedeiht auf dem Balkon und kann bei Bedarf geschnitten werden; sie wächst dann wieder nach und treibt auch nach dem Winter wieder aus. Abgeschnittene Röhren in feuchtes Küchenpapier wickeln und in einem Zip-Beutel kühl aufbewahren.

6

Dill

Die federartigen Blätter des Dills passen perfekt zu Gurken, Lachs und Kartoffeln und haben ihre Heimat in der nordischen und osteuropäischen Küche. Dill lagert man am besten kühl in feuchtes Küchenpapier eingewickelt für maximal drei Tage. Im Pflanzentopf muss man Dill feucht halten, Trockenheit bekommt ihm nicht – ebenso wenig Staunässe. Deshalb auf Löcher im Topf achten, damit Wasser abfliessen kann.

7

Minze

Im Mojito, in Taboulé oder als Tee: Minze ist erfrischend vielseitig. Im Garten und auf dem Balkon ist sie sehr wuchsfreudig. Um Minze in Schach zu halten, pflanzt man sie in einen Topf, so breitet sie sich nicht weiter aus. Sie treibt im Frühjahr wieder aus. Die Stängel halten in Wasser gestellt einige Tage.

8

Koriander

Man mag ihn oder man mag ihn nicht, den gewöhnungsbedürftigen Geschmack des Korianders. Wer Koriander liebt, gibt ihn über orientalische und asiatische Gerichte – am besten kurz vor dem Servieren, denn beim Kochen verliert er an Geschmack. Korianderstiele in ein Glas mit Wasser stellen und eine Plastiktüte überstülpen, damit die Blätter nicht austrocknen. Im Pflanzentopf benötigt Koriander kontinuierlich Wasser, mag aber keine Staunässe.

9

Basilikum

Sein pfeffrig-süsses Aroma adelt die Tomate im Insalata Caprese, im Pesto wird Basilikum zum Star. Gekaufte Töpfe enthalten mehrere Basilikumpflanzen, die man auf mehrere Töpfe verteilen kann. So können die einzelnen Pflanzen kräftiger wachsen. Darauf achten, Basilikum immer von unten zu wässern. Dazu den Topf in ein Gefäss mit Wasser stellen. Frische Zweige stellt man in Wasser, sie halten so einige Tage. 10

Rosmarin

Mit leicht harzigem Waldduft verfeinern Rosmarinnadeln Lammfleisch, Ofengemüse und Fladenbrote. Die Pflanze liebt Hitze und benötigt wenig Wasser – perfekt für ein langes Leben im Kübel auf dem Balkon. Im April die grünen Triebe zurückschneiden, aber nie verholzte Zweige kappen. In der Grillsaison eignen sich die Zweige als aromatische Pinsel zum Bestreichen von Fleisch und Gemüse. Rosmarin darf gekocht werden. Frische Zweige in feuchtem Küchenpapier im Kühlschrank lagern.

Z u Tisch mit … Sibylle Berg

Aufgedeckt

«Ich habe keine Ahnung, was ich essen soll»

Autorin Sibylle Berg verrät, welche Früchte sie liebt, was sie als Kind auf dem Ofen gekocht hat und warum es Gastgeber mit ihr schwer haben.

Text: Edita Dizdar

Sibylle Berg, was frühstücken Sie?

Ich stehe um sechs Uhr auf, trinke erst einen sehr dünnen Kaffee mit viel heisser Hafermilch und esse danach Porridge mit Wasser, Agavensirup und Salz.

Wie kaufen Sie für die Woche ein? Panisch. Ich habe keine Ahnung, was ich essen soll, also kaufe ich fast immer dasselbe: Kartoffeln, Obst, Gemüse und so viel Hafermilch, wie ich schleppen kann. Wenn alles aufgegessen ist, beginne ich von vorn. Ich hoffe immer auf eine Eingebung, ein Kochtalent über Nacht, aber das kommt nicht.

Was naschen und trinken Sie beim Schreiben?

Ich trinke literweise Oolong-Tee. Naschen ist nichts für mich. Ab und zu esse ich lustlos einen Apfel, aber die schmecken alle gleich.

Welches ist denn Ihr Lieblingsapfel?

Die kleinen Augustäpfel, die es nie im Supermarkt gibt, diese seltsamen alten Sorten, die nach Apfel schmecken.

Worauf haben Sie Heisshunger?

Auf alte Apfelsorten. Oder Gurken mit Kernen, die es auch nicht mehr gibt, oder Wassermelonen, die es nur in Italien gibt, im Sommer. Ich glaube, ich habe Heisshunger auf Sommer und Tonnen von Beeren und Nektarinen.

Welches ist Ihr liebstes Familienrezept?

Das familiäre Kochen in meiner Kindheit war ein Trauerspiel. Ich habe meistens selbst gekocht, damals in Ostdeutschland. Das war auf dem Ofen angeschmortes Mischbrot mit Tomatenmark. Oder Kartoffeln und Quark. Grosse Kulinarik!

Spielt Essen in Ihren Büchern eine Rolle?

Nein. Ich schreibe selten von Dingen, von denen ich wenig Ahnung habe.

Was kochen Sie, wenn Sie Gäste empfangen?

Dann bestelle ich etwas. Oder ich mache ein Curry mit viel Chili, das kann ich.

Von wem lassen Sie sich gern bekochen?

Von asiatischen Köchen und Köchinnen, leider tun sie das nicht umsonst. Mein Freund Paul kann auch gut kochen, er macht uns immer hervorragendes Vegizeug.

An welches Fooderlebnis erinnern Sie sich gern?

Ich war in Japan auf dem Land in einem Gästehaus ohne Touristen. In mein Zimmer kam morgens immer eine Dame und brachte ein Tablett mit vielen kleinen Gerichten. Es war traumhaft – auf dem Boden sitzen mit diesem erlesenen Essen, den Blick in den Garten.

Aufgedeckt
«Ich glaube, für Menschen, die mich einladen wollen, bin ich schwierig.»

Haben sich Ihre Essgewohnheiten über die Jahre verändert?

Nicht wesentlich. Vielleicht bestelle ich öfter Essen, was es in Zürich früher kaum gab und weil ich heute besser verdiene. Und weil ich seit über 20 Jahren nicht mehr allein bin und Toastbrot mit Tomatenmark keine Option mehr ist.

Haben Sie ein Lieblingskochbuch?

Ich verstehe Kochbücher nicht. Allerdings habe ich einen Freund, Pablo Vögtli, er ist, glaube ich, der beste Koch der Welt. Ab und zu verrät er mir meinem Niveau angemessene Rezepte.

Welches Küchengerät ist Ihr Favorit?

Ich finde Pfannen ganz prima. Man kann Eier in ihnen braten und Glasnudeln und Tofu.

Mögen Sie es lieber salzig oder süss? Beides nicht. Dafür Chili.

Welches Schweizer Gericht ist Ihrer Meinung nach überbewertet?

Fondue. Klebrig, stinkig, und nach einem Brotstück ist man voll und hat eine leichte Übelkeit.

Sibylle Berg

ist Schriftstellerin und Dramatikerin. Seit 2024 ist sie zudem Mitglied des Europäischen Parlaments in Strassburg. Ihr aktuelles Buch «PNR: La Bella Vita» erschien 2025. Sie wurde in der ehemaligen DDR geboren und lebt seit über 30 Jahren in Zürich.

Welches Schweizer Gericht essen Sie am liebsten?

Kartoffelstock, nicht zwingend schweizerisch, aber super.

Achten Sie auf Ihre Ernährung? Eigentlich nicht bewusst, ich esse einfach keinen Mist.

Wie meinen Sie das?

Ich esse kein Fleisch, fast keinen Fisch, keine Pizzas, keine Fertiggerichte; ich hasse alles, was süss ist. Italienische Nudeln sind auch nicht meins. Ich glaube, für Menschen, die mich einladen wollen, bin ich schwierig.

25 Jahre Medbase an Ihrer Seite

Seit 25 Jahren engagiert sich Medbase für eine ganzheitliche Gesundheitsversorgung. Zum Jubiläum zeigen wir 25 prägende Momente einer dynamischen Entwicklung – und stellen Ihnen hier sechs davon vor.

3

Von 3 auf über 4400

Seit der Gründung im Jahr 2001 sind laufend neue Geschäftsbereiche dazugekommen und die Zahl der Mitarbeitenden ist rasant gewachsen.

4

Eine 360°-Betreuung ist unser Ziel

Heute umfasst Medbase die Bereiche Medizin, Physiotherapie, Psychotherapie, Pharmazie, Zahnmedizin, Grosshandel für Arztpraxen und Onlineservices.

Lernen Sie die anderen 19 Highlights aus 25 Jahren Medbase kennen.

Mit der Integration in die Migros Gruppe setzte Medbase 2011 einen wichtigen strategischen Meilenstein. Der Schritt stärkte die langfristige Ausrichtung sowie die Perspektiven für Wachstum und Vernetzung.

23 Nachwuchsförderung

Medbase engagiert sich als Lehrbetrieb und bietet jedes Jahr über 100 jungen Menschen einen Ausbildungsplatz. Derzeit werden 433 Lernende in den Bereichen Dentalassistenz, Medizinische Praxisassistenz, Fachperson Apotheke, Fachperson ICT sowie in kaufmännischen Berufsfeldern und in der Logistik ausgebildet.

25

Soziale Verantwortung

Dank Partnerschaften mit Versicherern im Bereich der integrierten Gesundheitsversorgung profitieren in der Schweiz rund 290’000 Menschen, die ein alternatives Versicherungsmodell (AVM) mit einem Medbase Medical Center als erste Anlaufstelle gewählt haben, von einer hohen Behandlungsqualität und günstigeren Prämien. 2025 sparten AVM­Versicherte dank Medbase insgesamt rund

260 Millionen Franken an Krankenkassenprämien.

Medbase hat sich mit 12 spezialisierten Medical Centern zur

grössten ambulanten

Anbieterin für Sportmedizin in der Schweiz entwickelt. Sieben Standorte tragen heute ein Swiss­Olympic­Label. Sie betreuen auch Spitzensportlerinnen und ­sportler – darunter Olympia­Delegationen – und internationale Top­Events wie Weltklasse Zürich. spezia ein Swiss Olympia Top

GENUSS

Wie verwende ich Quinoa?

Quinoa schmeckt als Beilage, in Salaten, Eintöpfen und vielen weiteren Gerichten.

Text: Angela Obrist

Was kann man damit kochen?

Quinoa kann man in der Küche ähnlich wie Reis oder Couscous verwenden. Die kleinen Körner schmecken als Beilage, in Eintöpfen, Aufläufen, zu Tätschli geformt, und sie bereichern Salate oder Bowls – sogar süsse, etwa mit Schoggi. Im Supermarkt gibt es zudem gepuffte Quinoa; die knusprigen Körner passen gut ins Müesli oder zum Joghurt.

Das Rezept

Schmackhafte One-Pot-Quinoa mit Champignons, Zucchetti, Tomaten und Spinat ist eine ausgewogene und sättigende vegane Mahlzeit. Gut geeignet zum Mitnehmen.

Zum Migusto-Rezept:

Was steckt drin?

Quinoa ist ein getreideähnliches Superfood. Es ist glutenfrei und eine Quelle für wertvolle Nährstoffe, zum Beispiel Eiweiss (ca. 4,4 g pro 100 g gekochte Quinoa), Eisen (ca. 3,6 mg) und Zink (ca. 2,6 mg). Quinoa ist ausserdem reich an Magnesium (ca. 160 mg pro 100 g) sowie Vitamin B1 (ca. 0,4 mg).

Produkte aus der Migros

Bio aha!

Quinoa tricolore 400 g Fr. 4.95

Bio aha! Quinoa gepufft 125 g Fr. 3.95

Woher kommt sie?

In der Andenregion in Südamerika wird Quinoa seit rund 5000 Jahren angebaut und war dort lange Hauptnahrungsmittel. In Europa wurde das «Anden-Korn» bekannt, als es die US-Raumfahrtbehörde Nasa in den 90er-Jahren auf den Speiseplan für Missionen ins All setzte. Heute wächst Quinoa auch auf europäischen Böden – Schweiz inklusive.

Als Beilage

Quinoa statt in Salzwasser in Bouillon kochen, das verleiht ihr Würze. Für Cremigkeit die Hälfte der Bouillon durch Kokosmilch ersetzen.

Im Salat

Gekochte Quinoa mit mundgerecht geschnittenem Saisongemüse und einer Salatsauce mischen. Bei grösserem Hunger Thunfisch, Burrata oder hart gekochte Eier dazugeben.

Zum Brunch

Für eine süsse Zmorge-Bowl Quinoa mit Milch oder Pflanzendrink kochen, mit Zimt oder Schokoladenpulver würzen und mit Früchten und gerösteten Nüssen toppen.

Als Tätschli Aus Quinoa lassen sich Tätschli formen. Dazu gekochte Quinoa mit Eiern und Paniermehl mischen, Masse zu Tätschli formen und in einer Pfanne beidseitig in Öl anbraten. Zu Salat servieren.

Tipps fürs Kochen mit Quinoa
Warenkunde

Tarte Tatin

Die Diva Der Vergleich ist eigentlich unfair, denn die Tarte Tatin ist technisch anspruchsvoller als die Galette. Zuerst wird Zucker mit Butter in einer ofenfesten Form auf dem Herd caramelisiert, dazu kommen die Früchte und darauf der Teig – entweder ein Blätter- oder ein Mürbeteig. Nach dem Backen darf die Tarte nicht zu lange stehen, sonst wird das Caramel hart, und die Tarte lässt sich nicht stürzen.

Der Zufall half mit Die Tarte Tatin soll der Legende nach von den französischen Schwestern Stéphanie und Caroline Tatin aus der Not geboren sein – praktisch ein Küchenunfall, bei dem wahlweise die Äpfel auf dem Herd vergessen wurden oder die Tarte auf den Boden fiel und kurzerhand einen neuen Boden bekam. Wahrscheinlicher ist die Version, dass eine Bekannte der Schwestern für das Rezept verantwortlich war –den Ruhm heimsten hingegen die Schwestern Tatin posthum ein.

Pfirsich-Tarte-Tatin

Abgewandelter Traditionskuchen: Statt Äpfeln werden für diese Tarte Tatin Pfirsiche in Caramelbutter mit dem Kuchenteig belegt und gebacken.

Zum Migusto-Rezept:

Gebäcke

Das Duell der Tartes

Was unterscheidet die Tarte Tatin von der Galette?

Eine Gegenüberstellung mit zwei köstlichen Rezepten, die das Beste aus den Steinfrüchten herausholen.

Text: Claudia Schmidt

Tarte Tatin VS.

GENUSS

Galette

Aprikosen-Galette

Von der bretonischen Spezialität inspiriert: Galette aus Kuchenteig, gefüllt mit Kondensmilch und Aprikosen, serviert mit Pistazien und Puderzucker.

Zum Migusto-Rezept:

Formlos schön

Ein ausgewallter Teig, die Füllung mittig platziert, die Ränder grob nach innen eingeschlagen – fertig ist die Tarte. Die rustikale Galette kommt ohne Form oder Backring aus. Die frei geformte Köstlichkeit trägt Risse und Falten ganz selbstbewusst zur Schau.

Früchte mit Starappeal

Der Galetteteig wird aus einem Mürbeteig oder einem fixfertigen, bereits ausgewallten Kuchenteig zubereitet. Dazu sonnengereifte Früchte, ein paar gehackte Nüsse, etwas Mehl und Kondensmilch zum Bestreichen: Die Früchte sind der Star und brauchen keine grosse Unterstützung.

Improvisiere!

Die Galette verzeiht Improvisation und belohnt gute Zutaten. Sie ist damit der wohl ehrlichste Kuchen im Repertoire eines Hobbybäckers.

Nicht verwechseln

In der französischen Bretagne werden auch Buchweizen­ Crêpes als Galette bezeichnet.

Galette

38 MEINE REGION

Migros Luzern

Geschäftsbericht 2025

Auch die Mitarbeitenden der Migros Luzern haben im Geschäftsjahr 2025 profitiert.

Ein erfolgreiches 2025

Die Genossenschaft Migros Luzern schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von 1484 Mio. Franken und einem Betriebsgewinn (EBIT) von 32,5 Mio. Franken ab.

Der Nettoverkaufserlös 2025, ohne veräusserte Fachmarktformate, legte um 37,8 Mio. Franken (+2,7 %) zu. Nominal verringerte sich der Nettoumsatz zwar um 0,9 %, doch das Wachstum im Supermarktgeschäft, Grosshandel und der Gastronomie kompensierte den Abgang der Fachmärkte fast vollständig. Der operative Betriebsgewinn stieg auf 32,5 Mio. Franken (+38 %). Mit einem Investitionsvolumen von 67 Mio. Franken wurde das Filialnetz gestärkt und der Standort Dierikon für eine zukunftsgerichtete Logistik ausgebaut. Die Bilanz der Genossenschaft Migros Luzern ist mit einer hohen Eigenkapitalquote von 91 % kerngesund.

Text: Rahel Kissel

Das Jahr in Zahlen

40 147 925

Über 40,1 Mio. Kundinnen und Kunden besuchten im Jahr 2025 ein Format der Migros – 1 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

99

Ende 2025 zählte die Migros Luzern insgesamt 99 Standorte.

5 860 000

2025 unterstützte das Kulturprozent der Migros Luzern über 1000 Projekte mit insgesamt 5,86 Mio. Franken.

Supermärkte legen zu Durch die Tiefpreisoffensive im Supermarkt konnte das Sortiment spürbar vergünstigt werden. Die Kundenfrequenzen wurden gesteigert (+4,3%), was zu einem erfreulichen Umsatzwachstum (+1 %) führte. In Bertiswil Rothenburg wurde eine neue Supermarktfiliale eröffnet, die Filialen Urnertor Bürglen, Rain und Zell wurden modernisiert. Das Geschäft der Migros­ Gastronomie inklusive Catering Services verlief positiv (+1 %).

Prämien für Mitarbeitende 2025 zählte die Genossenschaft Migros Luzern im Jahresdurchschnitt 4797 Mitarbeitende. Im Sommer schlossen 65 Lernende ihre Grundbildung in acht Berufen erfolgreich ab. Anlässlich des 100 ­Jahr­Jubiläums der Migros waren Anfang September 2025 alle Mitarbeitenden zum grossen Personalfest in Mollis eingeladen und profitierten von einer Dankeschönprämie.

MEINE REGION

Zudem konnte eine Erfolgsbeteiligung ausbezahlt werden. Insgesamt profitierten die Mitarbeitenden zusätzlich im Umfang von fast 3,5 Mio. Franken. Per Anfang 2026 wurde die Bruttolohnsumme um 0,4 % erhöht.

Das Wichtigste auf einen Blick

Umsatz CHF 1484 Mio.

Aufruf zur Urabstimmung

Liebe Mitglieder

In diesen Tagen erhalten Sie die Stimmkarte für die regionale Urabstimmung 2026 mit der Bitte, zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen:

1. Genehmigen Sie die Jahresrechnung 2025?

2. Genehmigen Sie die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinnes?

3. Genehmigen Sie die Entlastung der Verwaltung?

Erläuterungen zu den Abstimmungsfragen

Die Jahresrechnung mit dem Bericht der Revisionsstelle, dem Antrag der Verwaltung auf Verwendung des Bilanzgewinnes und ein Auszug aus dem Jahresbericht unserer Genossenschaft sind auf migrosluzern.ch/urabstimmung einsehbar. Diese Dokumente liegen ausserdem zusammen mit dem vollständigen Jahresbericht am Sitz unserer Genossenschaft, Geschäftssitz Dierikon, Industriestrasse 2, 6036 Dierikon, zur Einsichtnahme durch die Mitglieder auf.

Abstimmungsunterlagen

Die Stimmkarten werden den Stimmberechtigten (gemäss Mitgliedschaftsregister) spätestens zehn Tage vor dem Wahltag (6. Juni 2026) per Post zugestellt. Allfällige Beschwerden über nicht erhaltene oder unrichtige Stimmkarten sind frühestens sechs, spätestens drei Werktage vor dem Urabstimmungstag beim Mitgliederregister unserer Genossenschaft zuhanden des Wahlbüros unter 041 455 70 38 oder genossenschaftsregister@migrosluzern.ch geltend zu machen.

Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter, die sich für das E-Voting registriert haben (Anmeldefrist: 28. Februar 2026), erhalten bis 21. Mai 2026 per E-Mail eine Einladung zur elektronischen Stimmabgabe.

Wahlbüro

Gabler Beat (Präsident), Amrhyn Helen, Duss-Emmenegger Anita, Imfeld Monica

Korrespondenzadresse Genossenschaft Migros Luzern, Wahlbüro, Postfach, 6031 Ebikon

Spätester Termin für die Retournierung Ihrer Stimmkarte ist der Samstag, 6. Juni 2026 (Abgabe in der Filiale via Wahlurne oder Poststempel). Derselbe Termin gilt für die Stimmabgabe per E-Voting.

Herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung.

Genossenschaft

Migros Luzern

Die Verwaltung

Mehr zur Urabstimmung via QR­ Code:

CHF 34,6 Mio.

EBIT CHF 32,5 Mio. Freier Bilanzgewinn (zur Zuweisung an freiwillige Gewinnreserve)

Investitionen CHF 67 Mio.

Die Urabstimmung wird nach den Bestimmungen der Statuten und des Wahlreglements durchgeführt. Diese Dokumente sind auch auf migrosluzern.ch/ urabstimmung abrufbar oder können von den Mitgliedern gegen Vorweisung des Anteilscheins/Mitgliederausweises in unseren Verkaufsstellen und am Sitz der Genossenschaft in Dierikon eingesehen werden.

Wenn Sie Ihre Stimmkarte in einer Filiale unserer Genossenschaft vorweisen und in die Urne werfen oder via E-Voting abstimmen, erhalten Sie als Dankeschön eine Tafel Schokolade. Die Urnen sind während der üblichen Verkaufszeiten geöffnet. Sie können die Stimmkarte auch bequem in einen nahegelegenen Briefkasten einwerfen. Das Porto wird von der Migros übernommen.

Geschäftsbericht online

Weitere Zahlen und Fakten, inkl. detailliertem Finanzbericht zum Geschäftsjahr 2025 der Genossenschaft Migros Luzern gibts online

Mehr erfahren

Sonder-

ÖFFNUNGSZEITEN am Pfingstmontag

Montag, 25. Mai

Folgende Migros-Filialen sind für Sie geöffnet:

Ebikon Mall of Switzerland

9.00 bis 19.00 Uhr

Emmen Wohncenter

9.00 bis 17.00 Uhr

Engelberg Stans Länderpark

10.00 bis 18.00 Uhr

www.migrosluzern.ch/pfingsten

Luzern Bahnhof

Luzern Bahnhof Migros Daily

6.00 bis 22.00 Uhr

Alle übrigen Filialen sind geschlossen.

Gewerbeschau

Der grösste Markt der Zentralschweiz

Eine ganze Meile voller Marktständen, regionalen Produkten und unvergesslichen Begegnungen.

Entdecken. Schlendern. Geniessen.

Organisation:

Alle Infos unter: marktmeile.ch

K u nst&Frischmarkt

Warenmarkt

Medienpartner:

MEINE REGION

«Die Betscharts» begrüssen ab 21. Mai im Migros-Partner.

Kultur

Kalender

Veranstaltungen

im Mai und Juni

Das Migros-Kulturprozent unterstützt Veranstaltungen in deiner Region

Musik

30. Mai

45 Jahre Sedel Kapellplatz, Luzern

Film

3.–7. Juni

Von den Plättli zum Lädeli

Karin und Manfred Betschart eröffnen am 21. Mai einen Migros-Partner in Muotathal.

Sie sind in Muotathal zu Hause und kennen sich seit Kindertagen. Karin und Manfred Betschart sind ursprünglich keine klassischen Verkäufer: Manfred ist diplomierter Plattenlegermeister und Ofenbauer, zusammen führten sie ein eigenes Geschäft. Zum Detailhandel kamen sie über Manfreds Eltern, die in Muotathal viele Jahre einen Spar betrieben und ihre Erfahrung an die nächste Generation weitergaben.

Neuer Auftritt, gleiche Nähe 2018 zog der Spar an den heutigen Standort, dort übernahmen die jungen Betscharts. «Wir haben schnell gemerkt: Wir sind echte ‹Lädeler›», schmunzelt Karin. Manfred ist täglich an der Front, während sie im Büro dafür sorgt, dass alles rundläuft. Beide schätzen den Kontakt zu den Menschen –viele Kundinnen und Kunden kennen sie persönlich. Nun startet für sie eine neue Ära

als Migros-Partner: «Wir bleiben der Dorfladen für Muotathal – persönlich, nahbar und mit viel Herz. Die Migros-Partnerschaft stärkt genau das», sagt Manfred Betschart.

Einkaufen, punkten, geniessen Auf 425 Quadratmetern wartet ein breites Sortiment an frischen Lebensmitteln und Migros-Produkten, ergänzt durch regionale Produkte und das bestehende Kiosk-, Tabakund Getränkesortiment. Neu kann die Kundschaft Cumulus-Punkte auf Migros-Artikel sammeln. Zur Eröffnung vom 21. bis 23. Mai gibts ein Gewinnspiel und Überraschungen.

Migros-Partner Muotathal, Hauptstrasse 97a, 6436 Muotathal

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7–11.45 Uhr, 13–18.30 Uhr Samstag 7–16 Uhr

Bergwelten Filmfestival diverse Locations, Stans

Sport

12.–14. Juni Zentralschweizer Sportfest

Sarnen und Kerns

Freizeit

13.Juni

Kinder- & Jugendfest Areal Seeplatz, Küssnacht am Rigi

Musik

13. Juni

Jugendmusik Altdorf jung, fätzig, URchig Aula, Bürglen

Soziales

13. Juni

50 Jahre Brocki Zug Burgbachsaal & -platz, Zug

Migros-Kulturprozent

Migros Luzern
Muotathal

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Pause von alltag, Familie, Job oder PartnerschaF t?

tanke neue energie und lebensF reude im einzigen erholungshotel F ür Frauen in der schweiz.

Viele Frauen wünschen sich eine Pause von ihrem Alltag, der Familie, vom Job oder der Partnerschaft. Hier setzt das schweizweit einzigartige Revital Konzept an: Es bietet Frauen die Möglichkeit, sich eine Woche lang zurückzuziehen und sich nur um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern. Nach einer Woche auf dem Balcon du Jura kehren sie vollständig erholt und gut gelaunt in den Alltag zurück.

Der Alltag vieler Frauen ist eng getaktet: Sie kümmern sich um die Familie, den Haushalt und die Pflege von Angehörigen. Dazu kommen die Herausforderungen, die der Job mit sich bringt. Der eigene Perfektionismus und der Anspruch, alles unter einen Hut bringen zu müssen, machen die Sache auch nicht besser. Im Gegenteil: Sie erhöhen das Stresslevel zusätzlich. Als Folge nimmt die Lebensfreude immer weiter ab und die Erschöpfung immer weiter zu. Die gute Nachricht: Energie und Lebensfreude sind keine verlorenen Ressourcen – sie können zurückgewonnen werden! Gefragt ist nicht noch mehr Anstrengung. Sondern echte Regeneration. Hier setzt das Revital mit seinem einzigartigen Revitalisierungskonzept an. Es umgibt die Gäste wie ein Cocon. Sie können sich von der ersten Minute an fallen lassen und werden von den Köchinnen, den Kosmetikerinnen und den Therapeutinnen eine Woche lang nach Strich und Faden verwöhnt. Auch der Kleiderund Make-Up-Stress fällt weg: Während einer Revital Verwöhnwoche kann die Schminke bis zum Gala-Dinner am Freitag getrost im Necessaire bleiben.

Und statt modisch durchgestylt, flenzen sich die Gäste im bequemen Relaxed-Look in den Hängekörben im Wintergarten oder auf den Liegestühlen im Garten.

Hochkarätige Therapien

Im Revital arbeiten ausschliesslich hochqualifizierte Therapeutinnen und Therapeuten. Im Pauschalpreis sind vier Behandlungen inbegriffen. Zum Beispiel Fussreflexologie, Körpermassage, Lymphdrainage, Ortho-Bionomy®, Reiki und Shiatsu. Weitere Behandlungen können dazu gebucht werden. Dazu gehören: Breuss, Hot Stone Massage, Lomi Lomi Tempelmassage, manuelle Lymphdrainage, Myo-Faszia Massage, Narbenentstörung, Rolfing sowie Schock- und Traumatherapie.

Ebenfalls inbegriffen sind drei kosmetische Behandlungen: Gesichtsbehandlung, Ganzkörperpeeling und Leberwickel mit Hopi-Kerzen. Auf Wunsch können viele weitere Behandlungen wie Bambusmassage, Gesichtslifting und Ganzkörper Meerschlammpackung dazugebucht werden.

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«Eine Woche Revital ist wie drei Wochen Ferien.»

• 6 Übernachtungen im Einzel- oder Doppelzimmer

• 4 Körpertherapien (z.B. Lymphdrainage, Fussreflexologie, Ortho-Bionomy®, Reiki und Shiatsu)

• 3 Kosmetik-Treatments (Gesichtsbehandlung, Ganzkörperpeeling, Leberwickel mit Hopi-Kerzen)

• Welcome Apéro

• Alle Getränke, Mahlzeiten und Zwischenverpflegungen

• Aromabäder

• Bio-Sauna

• Hallenbad (im nahen Grand Hotel)

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• Transfer vom und zum Bahnhof Yverdon-les-Bains

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Sous Bois 5 CH - 1452 Les Rasses +41 24 455 44 44 info@revital.ch

Gondolieri , Palazzi und viel Charme: Die Lagunenstadt Venedig ist ein beliebtes Reiseziel in Italien.

Die Schätze Venetiens

Das Angebot für die Migros-Leserschaft führt über die malerische Proseccostrasse nach Venedig, Treviso und Padua.

Verlängern Sie mit EUROBUS Ihren Sommer an der glitzernden Adria! Geniessen Sie erstklassigen Komfort im vorzüglichen Viersternehotel Le Soleil in Lido di Jesolo mit direktem Zugang zum Strand. Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm voller Höhepunkte, das Erholung, Genuss und Ausflüge perfekt vereint. Sie besuchen die immer wieder sehenswerte Lagunenstadt Venedig. Es locken schmucke Stadtpaläste und Plätze, von Wasserstrassen und Kanälen durchzogen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie Canale Grande, Rialtobrücke, Markusplatz oder Markuskirche dürfen

natürlich nicht fehlen. Bewundern Sie die charmante Stadt Treviso. Wer durch die Gassen schlendert, spürt an jeder Ecke die stille, fast klösterliche Atmosphäre der Altstadt. Sie folgen der bekannten Proseccostrasse und werden mit einer prickelnden Degustation verwöhnt. Ein Aufenthalt in Padua und eine Fahrt zu den Euganeischen Hügeln runden diese Reise ab.

Erholung auf Italienisch

Reisedatum 7.–11. 10. 2026

Migros-Leserangebot DZ Fr. 649.–

Einzelzimmerzuschlag: Fr. 150.–Preise pro Person

Inbegriffen

• Fahrt im Comfort-Bus

• Unterkunft im 4*-Hotel, Basis Doppelzimmer

• 4 × HP (Nachtessen/ Frühstücksbuffet)

• Schifffahrt Venedig

• Prosecco-Verkostung mit Imbiss

• Stadtführungen Venedig, Treviso und Padua

• Lokale, deutschsprachige Reiseleitung vom 2. bis 4. Tag

• Begleitung durch das EUROBUS-Team

• EUROBUS-Audiosystem Hotel

Das 4*-Hotel Le Soleil (offiz. Landeskategorie) bietet die folgenden Annehmlichkeiten:

• Direkte Lage am Meer

• Wenige Minuten von der Fussgängerzone von Lido di Jesolo entfernt

• Restaurant mit erstklassigen lokalen und internationalen Spezialitäten

• Lounge Bar

• Zwei Swimmingpools

• Wellnesscenter

• Gratis-WLAN

Gleichwertiges Hotel bei Nichtverfügbarkeit

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Telefon: 056 461 63 63 www.eurobus.ch

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Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.

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Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage. Merz Pharma (Schweiz) AG

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«Nach 50 wird Sex interessanter»

Die Gynäkologin Sheila de Liz schrieb einen Bestseller über die Wechseljahre. Jetzt legt sie mit einem weiteren Buch zu einem Tabuthema nach: Intimität im mittleren Alter.

Text: Karen Schärer

«Sex als Punkt auf der To-do-Liste: Das kann nur schiefgehen», sagt Sheila de Liz.

Sheila de Liz, Ihr neues Buch thematisiert Sexualität über 50. Warum ist das ein wichtiges Thema?

Die Vorstellung hält sich, dass Frauen in den Wechseljahren sexuell desinteressierter werden, Männer irgendwann Erektionsprobleme bekommen und das Ganze irgendwann mal einschläft.

Tut es nicht?

Nein! Dieses Narrativ über Sex ist falsch. Das stelle ich in meinem täglichen Umgang mit Patientinnen fest. Ich wusste schon lange, dass es wichtig ist für die Gesundheit, die Sexualität zu erhalten. Mein Buch soll erklären, wie das gelingen kann, wenn man Wert darauf legt. Und das tun deutlich mehr Menschen, als gemeinhin angenommen.

Sie schreiben: Die besten Sexjahre kommen nach 50. Das ist doch überraschend?

Ja, es ist total irre!

Was macht denn Sex nach 50 so grossartig?

Die hormonelle Verschiebung macht etwas mit der Psyche der Frauen. Sie verlieren Ängste, und sie wissen klarer, was sie wollen. Es wird noch mal interessanter, was das sexuelle Erleben, die sexuelle Freiheit und die Intensität der sexuellen Begegnung anbelangt.

Was macht guten Sex aus?

Guter Sex ist nicht dasselbe wie Genitalien, die funktionieren. Grossartige Liebende sind mutig genug, sich beim Sex auf einen anderen Menschen und auf sich selbst einzulassen. Man begegnet dem anderen auf Seelenebene im sexuellen Raum.

Bei vielen Frauen im mittleren Alter steht Sex weit hinten auf der To ­ do ­Liste.

Das liegt daran, dass Frauen einfach erschöpft sind und sich sexuell nicht gesehen fühlen. Ich wäre auch sauer, wenn mein Partner meint, wenn er ein bisschen an der Brust rumfummelt, dass dann etwas dabei passiert – fast so wie bei einem Getränkeautomaten.

Wie wäre es besser?

Es geht darum, dass man die Bereitschaft hat, Sex und die Beziehung zu priorisieren. Das fängt damit an, dass man die Frau ent-

Sexualität

Sheila de Liz (56) wurde in den USA geboren und lebt seit Teenageralter in Deutschland. Sie ist die bekannteste Gynäkologin im deutschsprachigen Raum und hat mehrere Bestseller geschrieben, darunter «Woman on Fire» über die Wechseljahre. Ihr neues Buch «Light my Fire» ist eben erschienen.

lastet. Sex als Punkt auf der To-do-Liste: Das kann nur schiefgehen. Sex hat nichts mit Müssen zu tun, aber alles mit Wollen.

Trotzdem: Sie schreiben, es sei wichtig für die Gesundheit, Sex zu haben. Wir wissen, dass Menschen, die sexuell aktiv sind, eher bessere Blutzucker- und Blutdruckwerte haben und weniger Entzündungszeichen wie veränderte Blutwerte oder Schmerzen und dass sie eher auf ihre Gesundheit achten. Mediziner sollten daher alles daran setzen, die Sexualität beim Menschen auch jenseits der 50 zu erhalten.

Das bedeutet?

Aktiv nachzufragen und aktiv Hilfestellung anzubieten, falls es Probleme gibt. Und das sexuelle Verlangen nicht zu belächeln. Patientinnen berichten mir von Aussagen von Medizinern nach dem Motto: Sie sind kein Teenie mehr, lassen Sie das lieber. Oder: Sie können mit Ihrem Mann auf der Couch kuscheln, ist doch auch schön.

Oder: Sie haben doch schon Kinder, warum wollen Sie noch Sex haben.

Solche Aussagen kommen, wenn eine Frau zum Beispiel von Schmerzen beim Sex berichtet?

Schmerzen beim Sex können Thema sein oder wiederholte Vaginalinfektionen, bei vielen ist es der Libidoverlust.

Sie beschreiben die Östrogensalbe für die Vagina als die «neue Zahnseide» –etwas, das jede Frau ab den Wechseljahren nutzen sollte. Ja, bitte, bitte! Östrogenmangel kann beträchtliche Schäden an unserer vaginalen Haut anrichten, die Vagina verklebt, schrumpft, man hat Schmerzen beim Sex. Hinzu kommen Schäden an der Harnblase: Man wird inkontinent, muss nachts oft aufstehen. Dieser ganze Komplex ist vermeidbar. Es ist irre, was Östrogen alles kann, und es ist irritierend, dass das so lange von der Medizin ignoriert wurde.

Ein Beispiel eines grösseren Themas, gegen das Sie mit Ihren Büchern und auf Social Media anschreiben. Das grosse Systemversagen. Genau. Wenn der Penis schrumpfen würde, wenn er so

Sheila de Liz: «Light my Fire. Für den Sex deines Lebens», Rowohlt, 256 Seiten, Fr. 22.40 bei exlibris.ch

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Sexualität

Fortsetzung von Seite 47

«Mediziner sollten alles daran setzen, Sexualität beim Menschen auch jenseits der 50 zu erhalten.»

schmerzen würde, dass der Mann gar nicht mehr eine Unterhose anziehen kann, dass er schon ab Mitte 40 inkontinent wird, dann könnte man die Salbe überall, selbst im Supermarkt, kaufen. Bei Frauen hat man das irgendwie so hingenommen.

Wenn wir sagen, Sexualität ist wichtig für die Gesundheit, was bedeutet das für Menschen, die nicht in einer Beziehung sind?

Möchte man nicht in einer Beziehung sein, finde ich, das ist fein – wenn das Zwischenmenschliche im Leben nicht fehlt.

Aber?

Ich finde es wichtig zu schauen, ob man sexuell interessiert bleiben möchte. Wenn ich zum Beispiel nicht sexuell interessiert bin,

weil mir die Vagina weh tut, kann man darüber diskutieren, ob man nicht die vaginale Gesundheit erhalten soll. Wenn das sexuelle Interesse fehlt, weil der Testosteronspiegel im Keller ist, kann man dort ansetzen. Ein guter Testosteronspiegel dient übrigens nicht nur als Kaminanzünder für die Libido, sondern auch als Demenzschutz, ist gut für die Knochen und um die Muskulatur zu erhalten im Alter.

Ist Solosex eine gleich gute Option wie Paarsex?

Ich weiss nicht, ob es gleich gut ist, weil natürlich die seelische Komponente fehlt und das Zwischenmenschliche wegfällt. Aber wenn man Spass hat an der Selbstbefriedigung: warum nicht – bis ins hohe Alter!

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Angenommen, ein Paar im mittleren Alter möchte seine gemeinsame Sexualität wiederbeleben. Wie gelingt das?

Sehr gut sind die sogenannten SensateTouch­Übungen, um sich als Paar körperlich wieder anzunähern.

Wie funktioniert das?

Man trifft sich nackt oder wenig bekleidet im Schlafzimmer, einer fasst den anderen an, die Genitalien müssen ausgelassen werden. Man berührt und guckt, wie sich das anfühlt. Man lässt sich Zeit, trifft sich immer wieder. Ich nenne das: berühren ohne Leistungsauftrag. Man nähert sich Schritt für Schritt. Für viele Paare ist das eine Art, ohne Druck in das Ganze wieder einzusteigen.

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Die jüngsten Besucher

An den Familiennachmittagen des Migros Museums in Zürich (Limmatstrasse 270) nehmen regelmässig auch dreijährige Kinder teil. Sie erleben nicht nur Kunst, sondern gestalten selbst kleine Werke aus Stoff oder Salzteig. Auch viele Klassen – vom Kindergarten bis zur Mittelstufe – nehmen an Museums-Workshops teil. Allein im vergangenen Jahr waren rund 2000 Schülerinnen und Schüler auf Besuch.

Der grösste Erfolg

Die Videoinstallation «The Visitors» des isländischen Künstlers Ragnar Kjartansson war im Museum gleich zweimal zu sehen – 2012 und 2022. Das erste Mal kamen 13 000 Besucherinnen und Besucher, beim zweiten Mal sogar 23 000. Die Schlange der Kunstfans fand auf dem Zürcher Löwenbräuareal keinen Platz mehr und staute sich bis auf die Limmatstrasse. Das Werk zeigt auf neun Leinwänden Menschen, die in einer alten Villa einen schwermütigen Gospel singen und spielen. Dabei sitzen sie auf antiken Sofas, auf der Veranda, und jemand musiziert in der Badewanne. Der Sound und die Bilder entwickeln einen unwiderstehlichen Sog.

Ein Ort

zum Staunen und Naserümpfen

Seit 30 Jahren gibts das Migros Museum für Gegenwartskunst. Was beim Publikum besonders gut ankam, welche Ausstellung schrecklich stank

und warum der Eintritt gratis ist.

Text: Michael West

Migros Museum

Die heftigste Provokation

Die 2001 gezeigte Maschine «Cloaca» des belgischen Künstlers Wim Delvoye machte ihrem Namen alle Ehre: Die Installation aus Glaskolben und Schläuchen verdaute Essen fachgerecht zu Exkrementen. Entsprechend streng war der Geruch im Museum. Gefüttert wurde «Cloaca» mit Mahlzeiten, die aus dem Migros-Personalrestaurant Guggi am Zürcher Limmatplatz stammten.

Das fragilste Werk

Das ist die Skulptur «Hautraum» der 1993 verstorbenen Künstlerin Heidi Bucher: Sie überzog das Innere eines Zimmers in ihrem Winterthurer Elternhaus mit Latex. Anschliessend wurde der Raum quasi gehäutet – es entstand ein Abbild, das seltsam lebendig wirkt. Weil Latex äusserst heikel ist und sich auf die Dauer zersetzt, wurde das Werk 2024 aufwendig restauriert.

Die Anfänge des Museums

Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler war ein passionierter Kunstsammler. Er kaufte etwa Gemälde von Ferdinand Hodler, Ernst Ludwig Kirchner oder Cuno Amiet. Nach seinem Tod 1962 baute die Migros seine Sammlung weiter aus. Durch die Gründung des Migros Museums wurden die Schätze 1996 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das wäre ganz in Duttis Sinn gewesen, er wollte immer, dass möglichst viele Menschen Kultur geniessen können.

Die nächste Ausstellung im Migros

Ab 13. Juni ist die Ausstellung «Pour Noubia» des Künstlers Mohamed Bourouissa zu sehen: Mit Filmen, Fotografien, KI und Objekten erzählt er die Geschichten von Menschen, die in der offiziellen Geschichtsschreibung oft vergessen gehen.

→ migrosmuseum.ch

Voller Leben: Familiennachmittag im Migros Museum in Zürich
Museum
Migros Museum

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FOLGE DEN MINIPIC ATHLETINNEN UND ATHLETEN IN DIE BERGE

Ob beim Training in der Natur oder bei einer entspannten Wanderung in den Bergen: Die minipic Athletinnen und Athleten sind viel draussen unterwegs und kennen einige der schönsten Wege der Schweiz. Die minipic Favoriten:

Bisse du Ro (Crans-Montana VS): In der Heimat von Ruderin Sofia Meakin führt der Wanderweg entlang plätschernder Wasserläufe, sonniger Hänge und durch Wälder. Diese gemütliche Wanderung ist ideal, um abzuschalten.

Gäbrisseeli–Berggasthaus Unterer Gäbris (ab Gais AR): Weiche Hügel, saftige Wiesen und den Blick auf den Alpstein – das kann Leichtathletin Salomé Kora nur empfehlen. Die Wanderung zeigt das Appenzellerland von seiner schönsten Seite.

Lac Retaud–La Marnèche (Les Diablerets VD): Ein klarer Bergsee, frische Höhenluft und eine Strecke, die immer neue Perspektiven eröffnet. Diese Wanderung ist der Favorit von BMXRennfahrerin Zoé Claessens.

Rotenflue–Grosser Mythen (Mythenregion SZ): Wer früh startet, wird auf der Lieblingswanderung von Snowboarder Nicolas Huber in der Zentralschweiz mit einem warmen Sonnenaufgang belohnt. Der steil abfallende, alpine Weg besticht durch sein beeindruckendes Panorama.

Leysin VD–Panoramaweg «Entre les 3 tours»: Für Freestyle-Skierin Sarah Höfflin ist diese Wanderung die perfekte Mischung aus Herausforderung und Genuss mit tollem Ausblick auf Genfersee, Montblanc und Les Diablerets.

Willst du mehr Inspiration für deine nächste Wandertour? Dann folge minipic auf Social Media.

Instagram: @minipic.original Facebook: minipic

Langsam, aber nie langweilig

Unsere Autorin wagt sich zum ersten Mal auf eine Flusskreuzfahrt –von Paris bis in die Normandie. Was sie zwischen van Goghs Kornfeldern, französischem Streik und Schweizer Reisegefährten erlebt hat.

Auf gehts! Die MS Swiss Pearl startet auf der Seine in Paris ihre Reise in die Normandie.
Text: Heidi Bacchilega Fotos: Emmanuel Fradin

Flussreise

Gediegene Schlichtheit: Doppelkabine auf der MS Swiss Pearl

Zugegeben: Als ich für diese Reportage angefragt wurde, war ich skeptisch. Die Begründung –ich passe «zur Zielgruppe» –hat mich mit meinen 58 Jahren eher irritiert. Aha, bin ich also schon so weit … Mein erster Gedanke: Werde ich mich auf der Flusskreuzfahrt auf der Seine nicht langweilen? Schliesslich liebe ich Action und Bewegung. Mein zweiter: Werde ich zunehmen? Denn das Essen soll gut sein. Ernst (79) und Esther (69) lerne ich schon im Zug nach Paris kennen, das die Kulisse für Start- und Endpunkt der einwöchigen Flusskreuzfahrt ist. Ein eingespieltes Ehepaar, erfahrene Flussreisende. Dieses Mal haben sie zwei Einzelkabinen gebucht –«zu Hause haben wir auch jeder unser Zimmer, so schlafen wir einfach besser». Die MS Swiss Pearl ist eines der wenigen Schiffe, das über Einzelkabinen verfügt, immerhin sieben davon. Ernst bringt auf den Punkt, was nach zwei Tagen auch für mich stimmen wird: «Wenn man auf dem Schiff angekommen ist, fühlt man sich zu Hause.» Die Gäste sind mehrheitlich Schweizer, wenige Österreicher. Aber was für eine Mischung. Da ist eine Gruppe Frauen, die man tagsüber kaum hört – die aber abends auf der Tanzfläche ausgelassen tanzt, als gäbe es kein Morgen. Da ist eine blinde Dame, die diskret einen kleinen Sticker an der Klei-

wie kurzweilig langsames Reisen sein kann.

Ein Glas Weisswein am Vieux Bassin, und ich verstehe, warum die Impressionisten in Honfleur malten.

dung trägt, damit Crew und Mitreisende auf einen Blick Bescheid wissen. Im Salon wird gestrickt, an anderen Tischen gejasst. Und dann ist da der Typ Lehrer. Im Bus zum Ausflug beuge ich mich kurz zu meinem Sitznachbarn, um etwas zu fragen – zack, von hinten ein scharfes «Psst! Hier hört man dem Guide zu und spricht nicht». Ich verkneife mir ein Lachen. Schule, Klassenfahrt, Normandie 2026. Man trifft alle wieder.

Auf den Spuren der Impressionisten

Der erste Ausflug auf der Fahrt Richtung Norden führt ins Künstlerdorf Auvers-sur-Oise. Hier verbrachte Vincent van Gogh seine letzten 70 Tage. In dieser Zeit schuf er fieberhaft 74 Gemälde – mehr als eins pro Tag. Dort zu stehen, wo er war, als er seine grössten Werke malte, berührt mich unerwartet. Ich gehe durch die Kornfelder, in denen er sich am 27. Juli 1890 in die Brust schoss. Ich stehe vor der Kirche Notre-Dame-del’Assomption, die er mit düsterem, brodelndem Himmel gemalt hat. Zum Schluss besuche ich sein Grab auf dem Dorffriedhof, schlicht, neben dem seines Bruders Theo. Rouen ist die «Stadt der hundert Kirchtürme» – so hat sie zumindest der grosse französische Schriftsteller Victor Hugo be -

Fortsetzung auf Seite 57

Autorin Heidi Bacchilega erlebt,

Flussreise

Fortsetzung von Seite 55

zeichnet. Von hier soll uns das Schiff weiter Richtung Le Havre bringen. Dann die Nachricht: Streik an den zwei letzten Schleusen vor dem Meer. Frankreich kann das. Aber Thurgau Travel auch. Über Nacht wird umgeplant, morgens warten die Busse. Statt Flussrauschen Motorenbrummen – und ehrlich gesagt ist der Blick auf die vorbeiziehende Normandie vom Busfenster aus auch nicht übel. Dann taucht Honfleur auf –und alles andere verblasst. Fachwerkhäuser spiegeln sich im Hafenbecken, es riecht nach Crêpes und Meer. Ein Glas Weisswein am Vieux Bassin, und ich verstehe, warum die Impressionisten hier malten.

Die Frau, die alles zusammenhält Dass so ein Programm gelingt – mit Streik, Programmänderungen und trotzdem zufriedenen Gästen –, ist kein Zufall. Ich treffe

Daniela Oitzinger, Crew Director von Thurgau Travel, an Bord zum Gespräch. 17 Jahre ist sie im Geschäft, 4 davon auf dieser SeineRoute. «Von allen Flüssen Europas ist das meine Lieblingsreise», sagt sie.

Daniela Oitzinger reist mit den Schweizer Gästen mit. Das Schiff selbst gehört nicht Thurgau Travel, sondern wird gechartert, ebenso die 41­köpfige Crew aus 13 Nationen, die dauerhaft an Bord bleibt. Oitzingers Aufgabe beginnt in dem Moment, in dem die Gäste das Schiff betreten: Ab dann muss der

In Auvers-sur-Oise schuf Vincent van Gogh seine letzten Gemälde: Grab des grossen Malers auf dem Dorffriedhof.

Thurgau­Travel­Standard stimmen. Und zu den Reklamationen: «Schweizer beschweren sich nie grundlos. Wenn einer sagt, die Teigwaren waren zu weich, dann waren sie ziemlich sicher zu weich.»

Fazit einer Erstfahrerin

Dort zu stehen, wo Vincent van Gogh war, als er seine grössten Werke malte, berührt mich unerwartet.

Den Weg zurück nach Paris macht das Boot ohne mich: Mich ruft der Alltag wieder. Ich verlasse meine Kabine, die MS Swiss Pearl und meine Mitreisenden etwas wehmütig. Meine Vorurteile gegenüber Flussfahrten? Widerlegt. Ich habe auf der Seine etwas gelernt, was mich selbst überrascht: dass Langsamkeit kein Mangel ist, sondern ein Luxus. Wenn die Landschaft draussen vorbeizieht, die Pappeln, die Kühe auf den Weiden der Normandie, und man plötzlich Zeit hat für sich und seine Gedanken, dann versteht man, warum Menschen die Langsamkeit lieben. Gelernt habe ich auch, dass man Menschen erst richtig kennenlernt, wenn niemand es eilig hat. Und zugenommen habe ich auch nicht, weil das Essen zwar fein ist, die Portionen aber deutlich kleiner sind als an meinem eigenen Tisch. Und dass der Satz «Du passt am ehesten zur Zielgruppe» vielleicht doch nicht so schlimm war. Würde ich wieder mitreisen? Unbedingt!

Diese Reportage ist in Zusammenarbeit mit Thurgau Travel entstanden.

Hier riecht es nach Crêpes und Meer: Fischerdörfchen Honfleur in der Normandie.

Die neuen Periodenslips

Auslaufsicher bis zu 12 Stunden

Menstruation ist so individuell wie jede Person, die sie erlebt. Um den wachsenden Wünschen nach Flexibilität, Nachhaltigkeit und mehr Auswahl gerecht zu werden, präsentiert o.b.® stolz seine neueste Innovation: den Periodenslip. Dieser Slip ist nicht nur ein Add-On zum gewohnten Tampon, sondern bietet auch das vertraute Schutzgefühl, auf das Frauen seit Jahrzehnten zählen.

Die Periodenunterwäsche von o.b.® ermöglicht bis zu 12 Stunden Auslaufschutz dank einer ausgeklügelten 3-Lagen-Technologie, die bis zu doppelt so viel Blut absorbiert wie herkömmliche Periodenslips. Hygiene wird großgeschrieben: Die Unterwäsche ist bei 60°C maschinenwaschbar, enthält keine schädlichen Biozide und ist OEKO-TEX® geprüft. Damit vereint sie Umweltschutz mit einem hohen Tragekomfort, denn die FormFlex™ Technologie sorgt dafür, dass sich der Slip jeder Körperform perfekt anpasst.

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Mit einer hautfreundlichen Schicht aus 100 % Bio-Baumwolle, die weich und atmungsaktiv ist, bietet der Periodenslip nicht nur einen zuverlässigen Schutz, sondern auch ein angenehmes Tragegefühl – ideal für die warmen Sommermonate. Darüber hinaus zeichnet sich die Unterwäsche durch ihre Langlebigkeit aus: Sie hält bis zu 4 Jahre und reduziert den Kunststoffabfall in der Damenhygiene um durchschnittlich 85 %.

Der innere Zwickel des Slips verleiht der Unterwäsche ihre Funktionalität. Mit einem klassischen Schnitt, hochabsorbierenden Schichten für starken Fluss und einer atmungsaktiven, wasserdichten Schicht wird jeder Tag der Periode zu einem guten Tag. o.b.® setzt mit dieser Erweiterung des Sortiments ein Zeichen für mehr Auswahl und ein gutes Gefühl an jedem Tag – ganz im Sinne der modernen Frau.

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Langanhaltende Trockenheit

Passt sich an jeden Körper an

Gesundheit

Hautkrebs früh erkennen

25 000 Menschen erkranken jährlich an Hautkrebs. Dermatologin Egle Ramelyte erklärt, warum schon ein einmaliger Sonnenbrand Risiken birgt.

Text: Barbara Scherer

Egle Ramelyte, was sind die ersten Symptome von Hautkrebs?

Wenn ein Muttermal plötzlich die Farbe ändert oder eine neue, insbesondere blutende, Hautveränderung entsteht, ist das ein Anzeichen, dass etwas nicht stimmt.

Es gibt schwarzen und weissen Hautkrebs. Sind sie beide gleich gefährlich? Nein. Weisser Hautkrebs ist ein Sammelbegriff für alle Hautkrebsarten, die kein gefährliches Muttermal oder dunklen Pigmentfleck umfassen. Schwarzer Hautkrebs, auch Melanom genannt, ist ein bösartiger Tumor, der in den allermeisten Fällen eine schwarze Verfärbung auf der Haut bildet. Dieser Krebs ist sehr aggressiv und kann früh Metastasen über Blut- oder Lymphbahnen bilden. Weisser Hautkrebs ist im Ver-

Egle Ramelyte ist Leitende Oberärztin, Dermatologische Klinik am Unispital Zürich.

gleich weniger gefährlich. Dabei bilden sich zu 95 Prozent helle Hautveränderungen. Die häufigsten Arten des weissen Hautkrebses sind Basaliome, meist glatte Hautveränderungen, und Spinaliome, die oft schuppen oder eine Kruste bilden.

Kann ich Hautkrebs selbst erkennen? Zur Selbsterkennung hilft beim schwarzen Hautkrebs die ABCD-Regel: Der Pigmentfleck oder das Muttermal ist auffällig aufgrund von Asymmetrie, fehlender klarer Begrenzung, uneinheitlicher Farbe (Color) oder verändertem Durchmesser.

Wie sollen Menschen mit vielen Muttermalen den Überblick behalten? Neben der ABCD-Regel sollten Betroffene auf das sogenannte «Hässliche-Entlein-Prin-

UV-Strahlung: Zwischen 11 und 15 Uhr ist sie am stärksten.

Was löst Hautkrebs aus?

Der Hauptfaktor ist die UV-Strahlung, egal ob im Solarium oder durch die Sonne.

Das heisst: raus aus der Sonne?

Genau. Am besten bewegt man sich zwischen 11 und 15 Uhr nicht an der Sonne, weil die UV-Strahlung dann am stärksten ist. Wer draussen sein muss, sollte sich gut schützen. Also jeden Tag Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 auftragen. Wer helle Haut hat, wählt besser 50. Beim Eincremen Ohren, Lippen und Glatze nicht vergessen. Wer an der Sonne ist, sollte alle zwei Stunden nachcremen. Zudem sollte man auch Hüte und lange Kleidung tragen.

Ist es denn so schlimm, wenn ich einmal einen Sonnenbrand habe?

Tatsächlich kann Hautkrebs bereits nach einer Verbrennung der Haut entstehen. Je öfter sich eine Person verbrennt, desto höher ist das Risiko, Hautkrebs zu bekommen.

Auch bei sehr jungen Menschen?

Ja. Ich habe bereits Studenten mit schwarzem Hautkrebs in Behandlung. Allerdings ist es so, dass das Risiko im Alter zunimmt, insbesondere für weissen Hautkrebs.

Haben Tätowierungen einen Einfluss?

Nein. Allerdings kann es die Erkennung erschweren: Befindet sich die Pigmentveränderung unter der Tätowierung, können wir sie bei der Untersuchung nicht sehen.

Wie genau sieht denn so eine Untersuchung aus?

zip» setzen. Das heisst: nach den auffälligen Aussenseitern auf der Haut suchen. Bei Unsicherheiten sollten sich Betroffene immer an einen Arzt wenden. Es gibt auch Onlinesprechstunden. Dort können Fotos von auffälligen Hautveränderungen eingeschickt werden, und eine Fachperson schätzt ein, ob und wie dringend die Betroffenen zum Arzt sollten.

Und wie erkennen Personen mit dunkler Haut etwas?

Menschen mit dunkler Haut entwickeln weniger häufig Hautkrebs. Wenn Hautkrebs entsteht, sieht er ähnlich aus wie auf heller Haut. Allerdings entsteht der schwarze Hautkrebs bei Personen mit dunkler Haut häufiger an Händen und Füssen als im Gesicht oder am Rumpf.

Als Erstes macht sich die Dermatologin oder der Dermatologe ein Bild der gesamten Haut. Fällt etwas auf, wird ein Auflichtmikroskop aufgelegt für einen genaueren Blick. Hat jemand sehr viele Muttermale, haben wir im Unispital Zürich einen 3D-Körperscanner. Mithilfe von künstlicher Intelligenz analysieren wir dann Veränderungen.

Ab wann sollte ich eine Vorsorgeuntersuchung machen?

Ab etwa 35 Jahren sollten alle Menschen einmal zum Dermatologen gehen. Dort kann abgeklärt werden, ob man regelmässig zur Nachkontrolle gehen muss und wie oft.

Und wenn Hautkrebs festgestellt wird, was passiert dann?

Das hängt vom Krebstyp und dem Fortschritt ab. Weisser Hautkrebs kann in der Regel operiert werden und ist damit geheilt. Schwarzer Hautkrebs wird ebenfalls operiert, und je nach Stadium folgt meist eine zielgerichtete Immuntherapie.

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Schutz vor der Sonne

Hüttenkäse –das Eiweisswunder

Ob süss mit Beeren oder pikant mit Kräutern: Hüttenkäse ist ein Multitalent – reich an Proteinen und Kalzium. Lust auf mehr? Brunchrezept ausprobieren und beim Wettbewerb mitmachen!

Fotos und Rezept: © Claudia Schilling

Hüttenkäse ist ein echtes Chamäleon in der Küche. Mit seiner dezenten Säure eignet er sich als Zutat sowohl für süsse Frühstücksbowls mit Beeren als auch für herzhafte Aufstriche mit Frühlingskräutern. Zudem ist Hüttenkäse eine ideale Ergänzung beim Backen, etwa in luftigen Waffeln, in selbst gemachten Wraps oder im Fladenbrot. Was Hüttenkäse unter Sportskanonen so beliebt macht: Seine Kombination aus viel Protein und wenig Fett ist unschlagbar. Das macht ihn zum Powersnack für alle, die genussvoll satt werden wollen – nicht nur beim Brunch.

Was ist dran am Proteintrend?

Unser Körper braucht Proteine, um Muskeln zu erhalten oder Enzyme zu erneuern und baut Proteine ständig um und ab. Es ist daher nicht nur trendy, sondern absolut vernünftig, auf eine ordentliche Proteinzufuhr zu achten. Die gute Nachricht: Das ist leicht möglich, ohne dass man zu hoch verarbeiteten und teuren High­Protein­Riegeln oder gar zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen muss. Gesunde Proteine aus Schweizer Landwirtschaft stecken beispielsweise in Fleisch, Eiern und Milchprodukten.

Grosse Vielfalt

Gerade Milchprodukte bieten nicht nur Proteine, sondern enthalten auch viel Kalzium –beides ist wichtig für Knochen und Muskeln. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen empfiehlt, täglich zwei bis drei Portionen ungezuckerte Milchprodukte zu essen. Eine Portion entspricht etwa 2 Dezilitern Milch, 150 bis 200 Gramm Quark oder Hüttenkäse oder 30 Gramm Hartkäse. Wer zu den Mahlzeiten eine Proteinquelle auf Milchbasis einbaut, geht auf Nummer sicher und hat erst noch eine grosse Auswahl: Skyr, Kefir, Hüttenkäse, Joghurt, Käse – die Bandbreite ist riesig.

Bio-Protein-Naan mit Ofen-Rüebli

Zubereitungszeit

Zubereiten: ca. 30 Minuten

Backen/Braten: ca. 25 Minuten

Zutaten für 4 Personen

Protein-Naan

400 g Bio-Hüttenkäse

4 Bio-Eier

250 g Bio-Mehl

1 TL Salz

1 TL Bio-Backpulver

Knoblauch-Kräuterbutter

40 g Bio-Butter, weich

1 Bio-Knoblauchzehe, gepresst

1–2 EL fein gehackte Bio-Petersilie wenig Salz

Ofen-Rüebli

600 g kleine Bio-Rüebli mit Grün

1–2 EL Bio-Honig

1–2 EL Bio-Olivenöl Salz, Pfeffer

Hier gehts zur Zubereitung:

Bio Cottage Cheese

200 g Fr. 2.20

Bio ist besser Tierwohl

Nur glückliche Kühe geben gute Bio­Milch für besten Bio­Hüttenkäse. Die Knospe garantiert eine artgerechte Haltung. Die strengen Richtlinien respektieren die natürlichen Bedürfnisse der Tiere.

Viel Auslauf Knospe­Kühe verbringen die meiste Zeit des Jahres im Freien. Während der Weidesaison von Frühling bis Herbst geniessen sie mindestens 26 Tage pro Monat an der frischen Luft, im Winter sind es mindestens 13 Tage.

Nur Bio-Futter aus der Schweiz

Bio­Kühe bekommen wenig Kraftfutter. Das entspricht den natürlichen Bedürfnissen der Tiere und dem Engagement von Bio Suisse für eine nachhaltige Ernährung: Diese soll möglichst standortgerecht und ressourcenschonend sein. Deswegen stammt das Futter soweit möglich vom eigenen Hof.

Wettbewerb

Na, alles aufmerksam gelesen? Dann beweisen Sie jetzt Ihr Wissen bei unserem Milch­Wettbewerb. Einfach drei Fragen beantworten und ein Wochenende im Hotel Valsana in Arosa GR gewinnen. Scannen und gewinnen:

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Gewinnspiele: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, die das 18. Altersjahr vollendet haben. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeitenden des Gewinnspielveranstalters sowie Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste und weitere professionalisierte/gewerbliche Teilnehmende. Gewinner/-innen werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Seit September 2023 ist die kostenlose Teilnahme an Verlosungen ausschliesslich online möglich.

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