Ausgabe Ostschweiz, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent.bez.A 44631
MM21, 18.5.2015 | www.migrosmagazin.ch
Zum Ausschneiden: Gutscheine für die Parks «Im Grünen» Seite 53
Das perfekte Brautkleid
Regula Schüpbach hat den schönsten Tag vor Augen.
Bild: Vera Hartmann
Seite 10
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4 | MM21, 18.5.2015
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K Editorial
Dichtestress oder was?
Kennen Sie Chongking? Nicht? Sollten Sie aber. Chongking ist mit 28,8 Millionen Ein wohnern momentan eine der grössten Städte der Welt. In ihrem Zentrum explodiert sie förmlich. Bis zu einer halben Million Men schen wandern pro Jahr ins Stadtzentrum, werden in die in aller Eile hochgezogenen Hochhäuser gepfercht. Dort versuchen sie, so schnell wie möglich Arbeit zu finden, hadern mit der nicht existierenden Infrastruktur und versuchen, irgendwie zu überleben. Hitze, Abgase, Abwasserprobleme, Verkehrskollaps – Chongking bietet alles und mehr.
Megacitys wie Chongking, wie Mumbai, Manila oder Mexico-City sind eine der gröss ten Herausforderungen der Zivilisation. Sie wuchern an allen Enden, lassen sich schlecht führen, fast nicht planen. Wohin fliessen die Milliarden von Litern Abwasser, woher er halten sie Strom, Gas, frisches Wasser? Wohin mit dem überbordenden Privatverkehr? Allein in China werden bis 2030 zusätzliche 370 Mil lionen Autos auf die Strassen drängen. Ja, welche Strassen eigentlich? An denen mangelt es nämlich auch. Irgendwann werden auch die neuen Industrienationen realisieren, dass nicht der Besitz von Waren Reichtum definiert, sondern das Funktionieren der Infrastruktur. Dass es viel aufwendiger ist, ein Hochhaus mit dem Leben zu verbinden, als es hochzuziehen. Es helfen keine Goldhahnen, wenn das Wasser nicht fliesst. Ferraris sind sinnlos, wenn sie in Schlag löchern stecken bleiben. Vor einem Jahr war der Begriff «Dichtestress» in aller Munde. Unterdessen hat sich die Diskussion etwas entspannt. So oder so: Wir werden lernen müssen, uns in einer verdich teten Welt behaglich einzu richten. Denn der Boden ist endlich. Die 41 285 Quadrat kilometer Schweiz lassen sich nicht steigern, sie müssen reichen. Wie wir das schaffen, darüber hat sich das Migros Magazin mit einem der wich tigsten Stadtplaner Europas, ETHProfessor Kees Christiaanse, unterhalten (Seite 28). Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch
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MM21, 18.5.2015 | 5
94
Menschen
59 Saisonküche
8 Diese Woche
71 Ein Poulet für alle Grills 72 Zu Besuch in der Region Luzern 74 Lilibiggs-Kinder-Festival 77 Die Tafelparade von Frey 79 Frage der Woche 81 Anna’s beste Vegilunchs 82 Alles für Wasserratten
Sollen künftig alle Haushalte Radio- und Fernsehgebühren zahlen müssen? 10 Reportage
Brautkleidstyling-Gewinnerin Regula Schüpbach findet ihr Kleid für den schönsten Tag. 16 Illustration
Zahlen und Fakten zum Traum in Weiss. 18 Porträt
«Zusätzliche Wohnfläche wird fast nur durch die Verdichtung geschaffen.» 28
82
84 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften.
Felix Schleuniger – unterwegs für den guten Zweck.
Leben
21 Porträt
93 Ernährung Suppen – die neuen Stars im Fast Food-Angebot.
Sepp Blatter, Toni Bortoluzzi oder Klaus Schwab: Vor- und Nachteile von Dauerbrennern. 25 Bänz Friedli 26 Porträt
Neuer Trend aus den USA: Der Ahnentourismus führt Laurie und Sue ins Bündnerland.
94 Familie Seifenkistenrennen sind das gemeinsame Hobby der Familie Kressebuch. 99 Zootierärztin 101 Gesundheit
28 Interview Professor Kees Christiaanse über verdichtetes Wohnen.
103 Beauty Wenn Teenies sich schminken .
36 Leserforum
104 Migros-Bank-Ratgeber 107 Digital
Migros-Welt
109 Garten
42 Sommer
Originelle und köstliche Tipps für den Grill – aus unserem Sommerbuch «100 Ideen». 48 Sommerwettbewerb 50 Kalbsbratwurst Bilder: Mirko Ries, Samuel Trümpy, Gian Paul Lozza /13 Photo, Christine Benz
Feine Spargelrezepte.
Aus dem aha!-Sortiment: die laktosefreie Kalbsbratwurst. 53 Park «Im Grünen» Mitarbeiter berichten aus den verschiedenen Naturparks.
Jahreszeiten im Gartenblog. 110 Kinder Der 13-jährige Kimo ist nach
Kambodscha ausgewandert. 113 Bitte melde dich 115 Glücksgriff 119 Rätsel/Impressum 124 Cumulus 126 Meine Welt
Radrennfahrer Martin Elmiger mag Kinder, Kühe und Guetsli.
M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus
21
Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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Menschen MM21
Darauf freuen wir uns Herbert Grönemeyer: Der deutsche Sänger tritt am 19. Mai um 20 Uhr im Hallenstadion
in Zürich auf. Tickets sind ab 139 Franken erhältlich.
25 Jahre Afro-Pfingsten in Winterthur ZH: Vom 19. bis 24. Mai feiert das Afrika- und
Weltmusik-Festival sein Jubiläum.
«Das gute, alte Zürich. Da denkt man, schon alles gesehen zu haben. Und entdeckt unverhofft neue Perspektiven: Diesen steil abfallenden Panoramaweg mit seinem spektakulären Ausblick wanderte ich ja noch nie! Den habe ich schlichtweg verpasst. Meine Freundin geht – seit wir beide zwölf Jahre alt sind – immer andere Wege im Leben als ich und ist mir doch sehr nah. Weil ich ihr an diesem wunderschönen Frühlingsabend auf ihrem Weg gefolgt bin, hab ich gleich doppelt gewonnen. Neben der Bestätigung, dass Zürich einfach eine der schönsten Städte ist, die Erkenntnis, dass es sich wirklich lohnen kann, jemand anderem nachzulaufen. Man sieht die eigene Welt völlig neu.» Mein Bild der Woche
Bilder: Kelechi Amadi-Obi, Regula Bührer Fecker, Ueli Christoffel
Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommunikation und zweifache Mutter.
Leseprobe
Entschuldigen Sie, was lesen Sie gerade? Sabina Ruff (50), Kaderangestellte beim Kanton, aus St. Gallen a) E-Book «Leopard» von Krimiautor Jo Nesbo b) Börsennews c) Tagesanzeiger-App
Auflösung: c) «Weil ich gern die Tagi-Blogs lese und mich als ehemalige Zürcherin für das Geschehen in Zürich interessiere.»
Regula Bührer Fecker (37) ist
Unnützes Wissen
Umgang mit Alkohol Der durchschnittliche Engländer trinkt in den Ferien acht alkoholische Getränke am Tag. Der «Bierbauch» wurde erstmals in Köln im 12. Jahrhundert nachgewiesen – als Beiname «Birbuc». 4,3 Millionen Deutsche trinken Alkohol am Arbeitsplatz. Coca-Cola wurde ursprünglich als eine alkoholfreie Alternative zum Vin Mariani entwickelt. Rund einem Drittel der Südostasiaten fehlt ein Enzym, das zum Alkoholabbau beiträgt. Wenn sie trinken, sammelt sich deshalb bei ihnen toxisches Acetaldehyd an, das zum Erröten führt. Quelle: Neon/Stern
8 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN
Soll künftig jeder Haushalt zahlen? Ihre Meinung. Migrosmagazin.ch
Diese Woche
Neue TV-Gebühr für alle wegen Online-Nutzung? Am 14. Juni stimmen die Schweizer über die Revision des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) ab. Wird die Vorlage angenommen, müssen sämtliche Haushalte Billag-Gebühren bezahlen. Diese würden auf 400 Franken sinken. Texte: Reto E. Wild
Medienkonsum
85,8%
aller Haushalte zahlen heute Radio- und TV-Gebühren. 4,8 % sind nicht gemeldet, weil sie keine Geräte haben oder schwarzsehen. 9,4 % sind befreit.
451
Franken an BillagGebühren bezahlt die Schweizer Bevölkerung pro Haushalt und Jahr. 1990 betrugen die Gebühren 279 Franken.
1,65
Mrd. Franken betrug das SRG-Budget 2014. 73 % der Einnahmen stammen aus Empfangsgebühren, der Rest vorwiegend aus kommerziellen Einnahmen. Quellen: Bakom, Billag und SRG SSR
Letzte Woche:
Haben Sie eine Stammbadi? 49% Ich wähle wegen der Nähe meist dieselbe. 26% Nein, da langweilt man sich zu Tode. 25% Ja, weil ich dort viele kenne und treffe.
S
agt das Volk Ja zum neuen Finanzierungsmodell für Radio- und TV-Gebühren, müssen künftig alle Haushalte eine Abgabe bezahlen. Egal, ob man ein Radio- oder TV-Gerät besitzt oder nicht. Ausgenommen sind nur Einwohner, die Ergänzungsleistungen beziehen. Hintergrund des Systemwechsels ist die Tatsache, dass Radio- und TVSendungen heute auch auf Computern, Tablets oder Smartphones konsumiert werden können. Wenn alle bezahlen, sinkt die Gebühr pro Haushalt auf 400 Franken.
Hans-Ulrich Bigler (57), Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, bekämpft die Vorlage: «1990 kassierte die SRG pro Haushalt 279 Franken BillagGebühren. Heute sind es 451.10. Das ist eine Steigerung von gut 61 Prozent. Schon in wenigen Jahren werden jährlich 1000 Franken Billag-Mediensteuer traurige Realität sein.» Was Bundesrätin Doris Leuthard im Interview (siehe rechts) als «böswillige Behauptung» bezeichnet, begründet Bigler damit, dass das Budget der SRG von 500 Mil-
lionen (1984) auf inzwischen über 1,6 Milliarden Franken angewachsen sei. Die SRG finanziert sich zu drei Vierteln über Gebühren, die 1,2 Milliarden Franken einbringen. Kritisiert wird, dass die SRG 17 Radio- und 7 TV- Programme unterhält, was sie laut Gewerbeverband zum «mit Abstand teuersten Staatssender Europas» macht. Ende April hat das Bundesgericht entschieden, dass Empfangsgebühren der Mehrwertsteuer nicht unterstehen. Deshalb sinken die Gebühren ab Mai um 11.30 auf jährlich 439.80 Franken. MM
MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 9
Strassenumfrage
Interview
«Mit dem Gesetz können wir die Billag-Kontrolleure abschaffen» Frau Bundesrätin Leuthard, ist es gerecht, wenn künftig auch Nichtkonsumenten eine Billag-Mediensteuer bezahlen müssen? Die meisten Haushalte besitzen ein Radio- oder TV-Gerät und bezahlen darum schon heute die Gebühr. Leute, die Ergänzungsleistungen beziehen, sind davon ausgenommen – heute und in Zukunft. Wenn die neue Regelung 2018 eingeführt wird, gibt es überdies eine Übergangsfrist von fünf Jahren für jene, die auf Radio und TV verzichten.
Bilder: Keystone/Gaetan Bally, Vanina Moreillon
Ist eine Abgabe für alle rechtens? Ja, denn Radio und Fernsehen haben gemäss Verfassung den Auftrag, unabhängig über politische, kulturelle und ökonomische Themen zu berichten. Die Abgabe dient wie heute dazu, dies in allen Landesteilen zu finanzieren. Werbung allein würde dafür nicht ausreichen. Diese sprachregionale Verankerung fördert letztlich den Zusammenhalt im Land. Jene, die nun argumentieren, sie wollen nur noch für das bezahlen, was sie auch wirklich konsumieren, sollen mit Deutschland vergleichen: Dort kostet ein Pay-TV-Abo für die Bundesliga-Spiele über 600 Franken pro Jahr. Die RTVG-Gegner sagen voraus, dass die Mediensteuer in Zukunft noch teurer wird. Sie argumentieren mit dem Budget der SRG, das sich seit 1984 verdreifacht hat, sowie mit Eigenproduktionen, deren Anteil von heute 20 auf 60 Prozent angehoben werden soll. Für solch eine böswillige Behauptung gibt es überhaupt keine Grundlage. Die SRG investiert schon heute in Eigenproduktionen wie den «Be-
Doris Leuthard (52) ist seit 2006
Bundesrätin. Als Uvek-Vorsteherin ist sie auch Medienministerin.
statter». Wenn sie dies forciert, schichtet sie intern Mittel um. Aber deswegen erhält die SRG nicht mehr Geld als die 1,2 Milliarden Franken an Gebühren, obwohl der Bundesrat diese jederzeit anpassen könnte. Mit dem neuen Gesetz können wir jedoch die Bürokratie stark abbauen, weil die Billag-Kontrolleure abgeschafft werden. Wichtig zudem: Da alle ihren Beitrag leisten, reduziert sich die Gebühr von 451 auf rund 400 Franken pro Haushalt. Können Sie als Medienministerin versprechen, dass die Mediensteuer, sagen wir mal bis 2020, nicht erhöht wird? Ja. Mit der Revision sinkt sie ja auf 400 Franken. Wäre es nicht an der Zeit, den Service public als Verfassungsauftrag gesetzlich neu zu definieren? Dazu erstellt der Bundesrat einen Bericht. Diese Diskussion kann man führen, sie ist aber nicht neu. Wenn man beispielsweise den Sport und die Unterhaltung aus dem Service
public streichen will, sinkt die Gebühr. Dabei darf man allerdings nicht vergessen: Wenn private TV-Stationen sagen, sie würden beispielsweise die Sportberichterstattung übernehmen, gibt es nachher fast nur noch Fussball zu sehen, und dabei fast ausschliesslich Champions League und Super League. Randsportarten wie Gymnastik, das Schwingfest oder die Tour de Romandie würden von der Bildfläche verschwinden, weil dies mit Werbung allein kaum finanziert werden könnte. Für Berichte über Schweizer Politik, Kultur oder Wirtschaft gilt dasselbe. Was ist für Sie Service public? Hört er bei ausländischen Spielfilmen auf? In der Verfassung ist die Unterhaltung ausdrücklich erwähnt, und daran muss ich mich halten. Viele Leute sehen sich gern einen amerikanischen Spielfilm an. Das gehört zur Unterhaltung und soll ebenso Platz haben wie ein Jassabend. Die SRG bestimmt den Themenmix, die Politik mischt sich nicht in die Programmgestaltung ein. Die Geschmäcker sind verschieden. Welche Sendungen schauen oder hören Sie selbst gern? Ich schaue mir meist die «Tagesschau» und «10 vor 10» an, und ich höre das «Echo der Zeit». Am Sonntagabend schaue ich gern einen Spielfilm, und ich mag Sport, weil ich früher selber geturnt habe. Auf einem Bezahlsender finde ich das nicht. Meine Mutter interessiert sich für «Kampf der Chöre», was ich nie schaue. Ich fühle mich auch verantwortlich für die Romandie und das Tessin und schätze die Sender aus diesen Regionen. Wir sind ein Land mit vier Sprachen – das kostet etwas. MM
Sollen alle Gebühren bezahlen müssen?
Géraldine Bollmann (30), NGO-Mitarbeiterin aus Bern:
«Ganz klar nein. Ich finde das unfair. Ich habe weder einen TV noch ein Radio zu Hause und sehe nicht ein, weshalb ich bezahlen sollte.»
Marie Stoepfer (26), Studentin aus La Neuveville BE: «Fast alle haben
einen Computer und können darauf TV-Sendungen anschauen. Aber jene, die keine Geräte besitzen, sollen nicht bezahlen müssen.»
Bruno Kaeser (51), technischer Sachbearbeiter aus Bösingen FR:
«Ich bin dagegen. Wer kein Gerät hat, soll nicht bezahlen müssen. Was ich nicht nütze, will ich nicht zahlen.»
10 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN
Die Videos und die Bild strecke zur Brautkleid suche.
Migrosmagazin.ch
Regula Schüpbach ist entzückt vom Seidenkleid Sophia bei Mery’s Couture.
MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 11
Bei Mery’s Couture drapiert die Verkäuferin ein kurzes Kleid – das der Braut für den grossen Tag doch etwas zu gewagt ist. Lieber möchte sie lang tragen.
Brautkleider
Und was trägt die Braut?
Einen halben Monatslohn gibt eine Braut für ihr Brautkleid aus. Dafür muss alles perfekt sein. So auch bei Regula Schüpbach. Wir haben sie bei der Suche begleitet. Text: Yvette Hettinger Bilder: Vera Hartmann
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MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 13
W
er im Internet auf einschlägigen Sites zu Brautkleidern surft, stösst erstaunlich oft auf die Begriffe «Hilfe» (gefolgt von einem Ausrufezeichen), «Traum», «Prinzessin», «weiss», «Katastrophe» und «märchenhaft». Seltener fallen die Wörter «Budget», «Farbe», «Bräutigam», «modisch» und «Freude». Das Wort «verliebt» kommt praktisch nur im gleichen Satz wie «Kleid» vor. Diese nicht repräsentative Erhebung lässt ahnen: Heiratet eine Frau, gibt es kaum Wichtigeres als das Kleid. Für manche aber auch nichts Schlimmeres, nichts Teureres oder nichts Enttäuschenderes. Antrag in Kanada, Hochzeit am Bielersee
Für Regula Schüpbach (30) hingegen verläuft die Brautkleidsuche gerade sehr entspannt. Sie ist seit ein paar Stunden in Zürich unterwegs, um verschiedene Modelle anzuprobieren. Die schlanke, 1,73 Meter grosse Stadtbernerin mit Konfektionsgrösse 36/38 ist die Gewinnerin des BrautkleidStylings, welches das Migros-Magazin verlost hat. Sie ist Pflegefachfrau und Fotografin für Babys und Familien und traut sich noch dieses Jahr: Im September heiratet sie ihren langjährigen Freund Daniel Corner (32) im Von-Rütte-Gut am Bielersee. Rowena Downing (36), Stylistin und Personal Shopper aus Zürich, steht Regula Schüpbach zur Seite und hilft ihr, aus der Masse von Kleidern ein passendes auszuwählen. Nun stehen die beiden in der Boutique Little Black Dress an der Josefstrasse in Zürich vor dem Spiegel. Die Stimmung ist heiter und entspannt. Regula Schüpbach hat Jeans, T-Shirt und Turnschuhe abgestreift, ist ins Cocktailkleid Fernando (1200 Franken) gestiegen und stellt überrascht fest, wie gut ihr das beige, schlichte Teil mit der goldenen französischen Spitze und Seidenchiffon steht. «Ich selber hätte dieses Kleid niemals in Betracht gezogen», sagt sie. Boutiquebesitzerin Eliane Diethelm (32) kennt das. Sie hat schon Bräute bedient, die einen Hosenanzug wünschten und den Laden mit einem bodenlangen romantischen Kleid verliessen. Nichts geht nun mal übers Anprobieren, und so schlüpft Regula Schüpbach als Nächstes in «Graham», ein glamouröses Abendkleid für 2200 Franken mit einem Oberteil aus paillettenbesetztem Jakob-Schläpfer-Stoff. Und schliesslich trägt sie ein asymmetrisches Seidenkleid, das 1390 Franken kostet und über und über mit Blütenmuster bestickt ist. Regula Schüpbachs Fazit: Alles sehr schöne Kleider, die sie sofort an einer Gala tragen würde. Aber nicht an ihrer Hochzeit. Für den grossen Tag sucht sie ein Kleid, das «schlicht und speziell» ist. Und rückenfrei, gemäss dem Wunsch ihres Verlobten. Die beiden haben sich vor zwölf Jahren bei
Wie eine Fee fühlt sich Regula Schüpbach im Seidenchiffon-Kleid von Eclectic für 3900 Franken.
Haarspray hilft: Alberto Barbetti, Boutique Eclectic, und Stylistin Rowena Downing (r.) legen Hand an.
MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 15
Coco lässt grüssen: Chic und schlicht ist das Chanel-Modell, das Rowena Downing für die Braut bei Liluca ausgewählt hat.
einer Theateraufführung kennengelernt und sind nach einigen Jahren WG-Leben im April zusammen in eine Drei-Zimmer-Altbauwohnung im Berner Breitenquartier gezogen. Bereits zwei Mal waren sie gemeinsam auf Weltreise. Bei der letzten führte Daniel seine grosse Liebe im kanadischen Watson Lake in einen Wald aus Zehntausenden von Schildern, die Touristen dort platziert hatten – Ortsschilder, Wegweiser, Autonummern. Dort fand die Bernerin das eine Schild, das für sie bestimmt war. Darauf stand: «Regula, wosch du mi hürate?» Das war im Sommer 2014, die Braut sagte überwältigt Ja, und seither ist das Paar am Planen. 75 Gäste sind eingeladen, die Musiker gebucht, das Menü ausgewählt. Welche Schuhe, welcher Haarschmuck?
Fehlt noch das Brautkleid. Stylistin Rowena Downing gibt der Braut ihren wichtigsten Rat mit auf den Weg: «Wähle ein Kleid, das bequem ist und in dem du dich so glücklich wie nur möglich fühlst.» Dann ziehen die beiden von Geschäft zu Geschäft, um verschiedene Modelle anzuprobieren. Im Brautmodehaus Liluca ist es zunächst eine 4200 Franken teure, pompöse Robe mit einer Unmenge von Seidentüll, kreiert vom Londoner Designer David Fielden. «Hennä schön», findet Schüpbach. Es folgen ein
Bei Little Black Dress kann Regula Schüpbach anprobieren, was sie will – es gefällt und steht ihr einfach alles. Doch für die Hochzeit ist nichts dabei.
schmal geschnittenes Teil aus der Kategorie Meerjungfrau zu 2390 Franken und ein kurzes Modell aus Seidensatin im ChanelChic (1590 Franken). Downing und die Liluca-Beraterin helfen ihr in die Kleider und hinaus, büscheln da eine Schleppe und zupfen dort die Stoffbahnen zurecht. Der Braut gefällts. Ein bisschen wie in einer anderen Welt komme sie sich vor, sagt sie. Tatsächlich ist sie der sportliche Typ und immer in Bewegung. Zwei Mal pro Woche geht sie ins Rope-Training, am Wochenende ist sie mit ihrer Cousine am Klettern, in der Freizeit organisiert sie mit ihrem Partner Open-Air-Filmfestivals. Und dann das: Regula Schüpbach fühlt sich besonders wohl in einem feenhaften zartrosa Teil aus hauchdünnem Seidenchiffon, das die Stylistin in der Boutique Eclectic zum Anprobieren ausgewählt hat. Dazu im Haar ein farblich abgestimmtes Gebilde aus der Hand von Janine Küng von alfonsˇ blumenmarkt. Spätestens jetzt wird klar, dass jedes Kleid weitere Entscheidungen nach sich zieht: Welcher Haarschmuck passt dazu, und welche Frisur zum Haarschmuck? Wie hoch dürfen eigentlich die Schuhe sein? Hält man es einen Tag lang darin aus? Spezialisierte Läden führen natürlich hochzeitstaugliche Schuhe im Sortiment. So auch Mery’s Couture an der Löwenstrasse in
Zürich. Die Beraterin stellt sich als Gabi vor und steht für anderthalb Stunden ganz der Braut zur Verfügung. Sie weiss um die Bedeutung des Hochzeitsoutfits. «Die häufigste Frage nach einer Hochzeit lautet: Und was trug die Braut?», sagt Gabi. Das Traumkleid ist verspielt und elegant
Jemand bringt ein Tablett mit Wassergläser, eine Schneiderin mit Massband um den Hals steht abrufbereit in der Nähe. Die ganze Entourage lässt ein kollektives «Oh!» ertönen, als die Bernerin mit einem frechen kurzen Kleid aus der Kabine tritt. Alle lächeln. Und stecken die Braut ins nächste Modell, ein im hauseigenen Atelier aus Seide und Spitze gefertigten Kleid mit dem Namen Sophia. Sein eng anliegendes Oberteil besteht aus transparenter Spitze, der lange Rock Typ Fishtail fällt in schimmernden Wellen zu Boden. Regula Schüpbach schweigt entzückt. Kostenpunkt für jedes Kleid: rund 3400 Franken. Ein paar Tage später entscheidet sich die Braut für ein schlichtes Kleid, das sie bei Liluca in Bern für 2000 Franken entdeckt hat. Es passe genau zu ihr und sei einzigartig. Gleichzeitig verspielt und elegant, mit etwas Spitze und plissiertem Rock. Und natürlich mit freiem Rücken, für den Bräutigam. Vom Rest will er sich überraschen lassen. MM
16 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN
Zahlen und Fakten
Alles rund ums Brautkleid Illustration: Rahel Nicole Eisenring
Das Weiss des Hochzeitskleids steht für Reinheit und sexuelle Unberührtheit. Deshalb mussten bis weit ins 20. Jahrhundert Schwangere vielerorts in Schwarz heiraten.
Umgerechnet gerade mal 25 Franken kostete das Brautkleid, das die Designerin Katrina Chalifoux aus WC-Papier kreierte und womit sie letzten Sommer am New Yorker Wettbewerb «Brautmode aus WC-Papier» teilgenommen hatte. Sie verwendete 28 normale und 7 übergrosse Rollen Toilettenpapier, ausserdem Leim, Klebeband und Faden.
Quellen: www.weddix.de, www.ma-gazin.de, www.madonna.oe24.at, Guinness-Buch der Rekorde. www.huffingtonpost.com
Spätestens nach der Märchenhochzeit von Prinzessin Elisabeth von Bayern alias Sissi im Jahr 1854 war klar: Die modische Braut trägt Weiss!
Der Realitystar Kim Kardashian heiratete im Mai 2014 Kanye West und trug ein Hochzeitskleid von Riccardo Tisci. Für das Traumkleid gab sie stolze 2,1 Millionen Dollar aus. Damit knackte sie den Rekord für das teuerste Hochzeitskleid, das je von einem Promi getragen wurde.
MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 17
Im Alten Rom, vor über 2000 Jahren, trug die Braut am Tag ihrer Hochzeit eine spezielle Tunika. Die Taille wurde mit einem Gürtel aus Holz betont, der mit einem speziellen Knoten, dem Herkulesknoten, verschlossen war. Der Bräutigam musste sich der Aufgabe stellen, den Herkulesknoten am Hochzeitsgewand zu lösen.
Was die Braut am Tag ihrer Hochzeit alles tragen sollte: 1. Etwas Altes, eventuell ein Familienerbstück. 2. Etwas Neues, zumeist das Brautkleid. 3. Etwas Geliehenes, ein Schmuckstück von einer glücklich verheirateten Freundin etwa, das dem zukünftigen Ehepaar Glück bringen soll. Und 4. etwas Blaues, meist ein blaues Strumpfband. Das Blau steht für Reinheit und Treue.
Die Ausstellung der Brautrobe von Prinz Williams’ Frau, Herzogin Catherine, knackte 2011 mit über 600 000 Besuchern alle Besucherrekorde im Buckingham Palace. Die Bestmarke für eine Ausstellung lag bis dahin bei 420 000 Besuchern. Die Eintritte brachten acht Millionen Pfund ein.
Ohne ein Gramm Stoff kommt das Hochzeitskleid aus, das die Designerin Gail Be in Minnesota (USA) entworfen hat. Es besteht aus elf Metern dünnem Draht, 500 000 Glasperlen und 400 000 Kristallen. Das Modell mit dem Namen «Fantasy» wiegt 172 Kilo und wurde in 20 000 Arbeitsstunden von 21 Näherinnen erschaffen. Den Preis gibt es nur auf Anfrage, und ob das Kleid jemals zu einem Traualtar geführt wurde, ist nicht überliefert.
Die weltlängste Schleppe eines Brautkleids ist 3000 Meter lang. Für dessen Her stellung arbeiteten 10 Schneider 100 Tage lang. Verwen det wurden 4700 Meter Seidentaft, 4,5 Meter Spitze, 45 Meter Innen futter, 1857 Nadeln und 150 Garnrollen.
18 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN
Porträt
Velotour für kranke Kinder
Vor drei Wochen starb das älteste Kind der Familie Poincilit an einer seltenen Stoffwechselkrankheit. Felix Schleuniger, ein Freund der Familie, fährt Tausende Kilometer mit dem Bike quer durch die USA – und will so den Betroffenen helfen. Text: Andreas Bättig
D
ie kommenden zwei Monate werden für Felix Schleuniger (57) ziemlich einsam. 4000 Kilometer liegen vor ihm. 60 Höhenkilometer will er mit seinem Mountainbike samt Anhänger überwinden. Am 31. Mai startet Schleuniger in Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico, am 18. Juli will er in Banff in Kanada ankommen. So will er auf die seltene Stoffwechselkrankheit Niemann Pick C (NP-C) aufmerksam machen. Auf die Idee zu seiner Biketour gebracht hat ihn die Familie Poincilit, die wie er selber in Unterägeri ZG lebt und deren Kinder am seltenen Gendefekt leiden. «Es ist wichtig, dass die Gesellschaft von dieser Krankheit erfährt. Nur so fühlen sich die Betroffenen nicht alleingelassen», sagt Schleuniger. In der Schweiz leiden nur 13 Personen unter NP-C, weltweit sind es mehr als 500 Diagnostizierte. Bei den Betroffenen verschlechtern sich die geistigen und körperlichen Fähigkeiten (siehe Box). Gehörverlust und Depressionen
Bei der Familie Poincilit zeigte sich die Niemann-Pick-Krankheit bei ihren drei Kindern Mathias (35), Alix (32) und Zita (26) in unterschiedlichen Formen. Der älteste Sohn, Mathias, ist zunächst ein normales Kind. Im Teenageralter fällt er öfters hin – zu oft. Doch die Ärzte können bei ihm keine Diagnose stellen. Mit schweren motorischen Störungen muss er bereits als junger Mann in ein betreutes Wohnheim ziehen. Bei Alix verschlechtert sich das Gehör im Alter von neun Jahren. Als Teenager erleidet sie eine schwere Depression. Lange ahnt auch niemand, dass Alix von NP-C betroffen ist. Erst im Jahr 2010 entdecken die Ärzte die Krank-
Bilder: Paolo Dutto
heit bei ihr. Ein schwerer Schlag. Den Eltern Hanny (66) und Christoph (65) wird sofort klar, dass sowohl Mathias als auch Zita an der Krankheit leiden. Tests bestätigen den Verdacht. «Es fühlte sich an, als hätte man uns auf den Mond geschossen. Ein Ausnahmezustand», sagt Hanny Poincilit. Schliesslich ist es höchst unwahrscheinlich, dass gleich drei Fälle in einer Familie auftreten. Vor drei Wochen ist Mathias an den Folgen der Krankheit gestorben. Alix leidet heute an Hörverlust,
Felix Schleuniger mit der Familie Poincilit: Hanny, Alix, Zita und Christoph (von links). Mathias verstarb kürzlich.
Schluckproblemen, und ihre motorischen Fähigkeiten nehmen zunehmend ab. Auch bei Zita haben die kognitiven Fähigkeiten nachgelassen. Doch sie hat Glück. Weil man die Krankheit bei ihr früh erkannte, konnte der Verlauf durch Einnahme von Medikamenten verlangsamt werden. Trotzdem: Heilbar ist NP-C noch immer nicht. Das hat laut Christoph Poincilit auch damit zu tun, dass bei einer so seltenen Krankheit ein Heilmittel für die Pharma industrie wenig lukrativ ist und so mit die Forschung, wenn überhaupt, nur langsam vorangetrieben wird. Der ETH-Ingenieur steckt jede freie Minute in die Suche nach einem wirksamen Stoff. Er organisiert Tref-
fen mit Wissenschaftlern, kümmert sich um die Vernetzung von betroffenen Familien und versucht, auch mit Aktionen wie jener von Schleuniger, auf die Krankheit aufmerksam zu machen. «Felix wird auf seiner Reise allein sein. Genauso einsam sind die Familien und Betroffenen von NP-C. Sie werden vielfach im Stich gelassen», sagt Poincilit. Freund durch ALS verloren
Dass sich Felix Schleuniger für die Familie einsetzt, hat auch mit seiner eigenen Vergangenheit zu tun. «Ich habe einen Freund durch die Krankheit ALS verloren. Da habe ich hautnah mitbekommen, was es heisst, wenn es mit einem Menschen nur noch bergab geht.» Die Poincilits kenne er durch seine Frau, welche die Familie seit drei Jahren unterstützt. «Ich hatte schnell einen guten Draht zu Alix und Zita. Alix kommt gern mit dem Tandem auf Velotouren mit», sagt Schleuniger, der als Leiter Engineering & Services bei der Genossenschaft Migros Zürich arbeitet. «Dieser ständige Druck, diese ständige Präsenz der Krankheit, das ist für eine Familie alles andere als einfach. Ich habe grossen Respekt.» Er selbst hat eine Patientenverfügung ausgefüllt. «Sollte ich mal einen Unfall haben oder so schwer erkranken, dass ich mich weder bewegen noch kommunizieren kann, dann möchte ich gehen», sagt er. Solange er gesund sei, wolle er die Familie unterstützen. «Sie geben mir auch viel, öffnen meinen Horizont.» Wenn er dann in der nordamerikanischen Pampa allein und abgekämpft unterwegs sei, werde er an Zita, Alix, Hanny, Christoph und auch an Mathias denken. «In Sachen Durchhaltewillen sind sie alle ein Vorbild.» MM
MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 19
Felix Schleuniger ist startklar für seine Spenden-Biketour quer durch die USA.
Information
Eine unheilbare Krankheit Niemann-Pick (NP) ist eine seltene vererbte Stoffwechselkrankheit. Sie unterscheidet
sich in zwei verschie dene Typen mit unter schiedlichem Verlauf: A und B sind durch den Mangel eines Enzyms, C durch einen mangeln den Transport von körpereigenem Choles terin bedingt. In der Schweiz gibt es derzeit vermutlich weniger als 30 betroffene Patienten. Genauere Zahlen gibt es beim Typ C. Dort sind es derzeit 13 bestätigte lebende Patienten. Bei Typ A und C zeigen sich vorwiegend neurologische Symptome,
die in der Regel in den ersten drei Lebensdeka den (C) beziehungs weise in den ersten Le bensjahren (A) zum Tod führen. Patienten mit Typ B leiden an organi schen Symptomen der Lunge, Leber und Milz. Die Lebenserwartung von BPatienten ist höher. NPC ist wenig er forscht und nicht heilbar. www.npsuisse.ch Spenden-Biketour von Felix Schleuniger auf Facebook: www.facebook.com/gdmbr
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MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 21
Sepp Blatter 1982 und heute: Der Fifa-Präsident arbeitet bald 40 Jahre für den Weltfussballverband.
Bilder: RDB/Blick Sport/Walter L. Keller, Marc Wetli/13 Photo
Lange im Amt
«Alte Besen wissen besser, wo der Dreck liegt»
Ende Mai stellt sich Fifa-Präsident Joseph S. Blatter zur Wiederwahl. Setzt er sich durch, tritt der Walliser seine fünfte Amtszeit an. Was sind Vor- und Nachteile von Politikern, Wirtschaftskapitänen, Funktionären und Trainern, die lange in ihrem Amt bleiben? Text: Reto E. Wild
In welchen Parteien man am längsten sitzt:
22 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN
Migrosmagazin.ch
Wandel durch Globalisierung
Was heute als aussergewöhnlich gilt, war vor ein, zwei Genera tionen normal: Ein Arbeitsplatz beispielsweise bei einer Bank, bei der Post oder bei den SBB war eine sichere Lebensstelle. Oder wie es Headhunter Bjørn Johansson (67) ausdrückt: «Wer Karriere machte, wurde mit 50
Generaldirektor und blieb bis zur Pensionierung in dieser Position.» Die Globalisierung und damit die Internationali sierung im Management hätten vor allem in den 90erJahren für einen «extremen Wandel» gesorgt. «Heute liegt die durch schnittliche Amtszeit für einen CEO in der westlichen Welt bei knapp sechs Jahren. Wir haben eine Revolution erlebt.» Noch Anfang der 90erJahre konnte sich ein Konzernchef fast zehn Jahre lang auf seinem Chefsessel halten. Der Konkurrenzdruck durch Kandidaten aus dem Ausland sowie kritischere Aktionäre und Verwaltungsräte haben den Job in den Chefetagen verändert. Sitzt ein Konzernchef trotz dem jahrelang auf seinem Sessel, birgt das Gefahren. Gabrielle Wanzenried (45), Professorin an der Hochschule Luzern, sagt in einem Radiointerview mit SRF 1: «Tendenziell hört sich ein neuer CEO anfangs verstärkt im Markt und bei seinen Kunden um. Mit der Zeit bezieht er eher in terne Informationsquellen und vernachlässigt den Markt.» Das könne zu schlechteren Leistungen führen und zu Firmenlenkern, die risikoscheu würden und Veränderungen hinauszögerten. Eine Revoluti
on erlebte die Fifa: Seit Sepp Blatter 1998 zum Präsidenten gewählt wurde, habe er, so Jo hansson, die Fifa «zur Geldma schine konstruiert. Ohne Blatter wäre der Fussball nicht so global geworden». Ob es nicht dennoch Zeit für den bald 80Jährigen wäre, den Sessel zu räumen? Johansson entgegnet: «Wenn es zwei, drei brillante Alternativen zu ihm gäbe, würde ich die Frage beja hen. Nur kann momentan nie mand die Fifa besser führen als Sepp Blatter mit seiner Leader ship und den Ergebnissen, die er geliefert hat.» Johansson sagt allerdings auch, dass es bei Fir men wie Roche, Novartis, Zurich oder ABB schlicht nicht möglich wäre, dass einer in diesem Alter Verwaltungsratspräsident wäre – nur schon weil das die Statu ten teilweise nicht erlaubten. Doch es gibt heute Ausnah meerscheinungen von amtieren den Lenkern aus der Wirtschaft, die ähnlich alt sind wie Sepp Blatter: NestléVerwaltungsrats präsident Peter Brabeck ist 71, WEFGründer Klaus Schwab 77, und KlausMichael Kühne vom Logistikkonzern Kühne + Nagel wird demnächst 78. In der Schweizer Politik fällt auf, dass unter den 23 Parlamen tariern in Bern mit den meisten
Amtsjahren 9 SP und 10 SVP Vertreter sind. Politikwissen schaftler Thomas Milic von der Forschungsstelle Sotomo begründet dies damit, dass es sich dabei auch um die grössten Schweizer Parteien handelt. Doch weshalb haben die Politi ker im Durchschnitt mehr Sitz leder als Firmenlenker? Milic vermutet, dass die Bindung zur Partei grösser ist als jene von Managern zu Unternehmen. Zu dem sei es für langjährige Natio nalräte, die je nach Funktion mit über 100 000 Franken entschä digt werden, schwierig, ab einem gewissen Alter ins Berufsleben zurückzukehren. Oder anders ausgedrückt: Wer jahrelang im Parlament sitzt, aber keinem anderen Beruf nachgeht, hat in der sich immer schneller verändernden Arbeitswelt keine Chance mehr. «Analysen zeigen jedoch, dass der Stimmenanteil für Kandidaten nach 12 bis 16 Jahren Amtszeit abflacht», sagt Parlamentsforscher Milic. Wer länger Volksvertreter sei, blockiere die Entwicklung von jüngeren Talenten. SPPolitikerin Susanne Leutenegger Oberholzer (67) sass 1987 erstmals im National rat. Und sie tritt auch diesen Herbst wieder an. «Ich bin vor allem auch Wirtschaftspoliti
WEF-Gründer Klaus Schwab 1971 (oben rechts) und heute.
Bilder: World Economic Forum, Keystone/Jean-Christophe Bott
M
aximilian Reimann (73, SVP) und Su sanne Leutenegger Oberholzer (67, SP) politisierten schon Mitte der 80erJahre im Parlament und sitzen auch nach über 30 Jahren noch in Bern. Die «Polit Dinosaurier», wie die «NZZ» sie bezeichnet, haben Pendants in der Wirtschaft und im Sport: Ernst Tanner (68) amtet bereits seit über 20 Jahren als Verwal tungsratspräsident von Lindt & Sprüngli, Eishockeytrainer Arno Del Curto (58) feiert 2016 wohl 20 Jahre HC Davos. Und wird FifaPräsident Sepp Blatter (79) am 29. Mai für eine fünfte Amtszeit gewählt, kann der Oberwalliser bald ein seltenes Jubiläum feiern: Im November werden es 40 Jahre her sein, seit er zum Weltfussballverband gestossen ist; 2018 könnte er auf zwei Dekaden FifaPräsident schaft anstossen.
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kerin. Mit der Unternehmens steuerreform, der Weiter entwicklung der bilateralen Beziehungen zur EU und dem starken Franken steht die Schweiz gerade jetzt vor grossen Herausforderungen. Ich möchte dazu beitragen, diese zur Siche rung der Arbeitsplätze und des Standorts sozial, gerecht und zugleich ökologisch und effizient zu meistern», sagt die Advokatin aus Muttenz BL. SVPNationalrat Toni Bortoluzzi (68), seit 1991 im Parlament, tritt nicht mehr an. «Eine durchschnittliche Amts zeit im Nationalrat beträgt rund zwölf Jahre. Bei mir ist sie bald doppelt so lange. Das ist auch angesichts meines Alters genug.» Gesundheitspolitiker Bortoluzzi sieht Vorteile seiner Standhaftigkeit: «Bis man beispielsweise bei den Sozial versicherungen die Zusammen hänge versteht, braucht es ein paar Jahre. Erst nach zwei Amtsdauern ist man in der Lage, den Fachleuten aus der Verwaltung etwas entgegenzusetzen.» Wer neu ins Parlament gewählt werde und in über motivierter Art auftrete, werde von den gestandenen Rats mitgliedern nicht richtig ernst genommen. «Junge Besen mö gen besser kehren. Aber die alten
Arno del Curto 1997 und heute: 2016 feiert der Meistertrainer wohl sein 20-Jahr-Jubiläum beim HCD.
wissen besser, wo der Dreck liegt», sagt der zwölffache Gross vater aus dem Zürcher Säuliamt. Er habe deshalb so lange politi siert, weil er konsequent um setzen wollte, was er in Arbeit genommen hatte. Seine Schrei nerei hat er 36 Jahre lang geführt und 2012 wegen Nachfolgeprob lemen geschlossen. MM
Susanne Leutenegger Oberholzer 1999 und heute: Sie tritt im Oktober erneut für den Nationalrat an.
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Bänz Friedli
Moment mal
Da haben wirs wieder mal: «Gewalt bei jungen Pärchen nimmt zu», titelte der «Blick», «Jeder Zweite leidet unter Cybermobbing», wusste die NZZ zu berichten. Unsere Jugend: versaut, gewalttätig und kriminell. Man weiss es ja. Von diesem «Carlos» ist seit Monaten fast täglich zu lesen, dem jugendlichen Messerstecher aus Zürich, dem offenbar mit keinem noch so teuren «Sondersetting» beizukommen war. Schon betreibt die eine Partei – diejenige, welche «das Volk» im Namen führt – mit seinem Beispiel Wahlkampf: «Keine Steuergelder verschwenden für Carlos und die Sozialindustrie!»
Bänz Friedli (50) über coole Jugendliche.
Moment mal. Was war den Schlagzeilen über die ach so arge Jugend vorausgegangen? Die Meldung, wonach gemäss einer ETH-Studie Gewalt und Verbrechen von Jugendlichen geschwunden seien, und zwar massiv: Rangeleien, Körperverletzungen, Raub, Erpressung und sexuelle Gewalt unter Jungen sind gegenüber 2007 um rund ein Drittel zurückgegangen. Sie trinken weniger, rauchen weniger, kiffen weniger als früher. Tage später, letzte Woche wars, untermauerte eine Polizeistatistik die Ergebnisse der Forscherinnen und Forscher: Unsere Jugendlichen sind brav. Und sie treiben in ihrer Freizeit laut einem Bundesamt im Schnitt täglich eine Stunde Sport, den Schulsport noch nicht mal eingerechnet!
Und was steht in der Zeitung? Wie schlimm es um die Jungen stehe. Nun mag es Aufgabe der Medien sein, das Negative herauszugreifen, auf Missstände hinzuweisen. Warum aber gross auf Gifteleien via Handy, Facebook und Twitter machen, wenn selbst der Studienleiter der ETH davor warnt, dieses sogenannte Cybermobbing zu dramatisieren? Weshalb sexuelle Gewalt unter Jugendlichen herausstreichen, obgleich sie stark rückläufig ist? Mir ist das unerklärlich. Statt des ewigen Bildes einer bewegungsfaulen Jugend, die nur noch an ihren Smartphones und Bildschirmen hängt und angeblich durch Games und Filmchen zu Gewalt angeleitet wird, könnten die Medien von Flavio berichten, dem Landschaftsgärtnerlehrling, der alle seine Ferienwochen – alle! – daran gibt, Pfadilager für jüngere Jugendliche zu leiten. Von Rebecca, der Umweltaktivistin, die neben dem Gymi fast täglich Unterschriften sammelt, Aktionen plant, Podiumsdiskussionen organisiert. Von Ivan, der verrückte Roboter bastelt, trotz der strengen Lehre Unihockeyjuniorinnen trainiert und mit Freunden Raps aufnimmt. Von einer Million hellwacher, engagierter, cooler Jugendlicher wäre zu berichten. Und weil ich mir wünschte, es stünde mal etwas über diejenigen Jugendlichen in der Zeitung, die supergut drauf sind, habe ich ihnen hier eine Seite gewidmet. Bänz Friedli live: 20. 5. Heerbrugg SG, 21. 5. Zofingen AG, 22. 5. Deitingen SO.
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Patrizia Monier (33), Alleinerziehende in der Schweiz
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26 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN
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Porträt
Rendez-vous mit der Vergangenheit
Ahnentourismus liegt im Trend. Auch die Amerikanerinnen Laurie Burke und Sue Voss wollen die Heimat ihrer Vorfahren kennenlernen. Im Bündner Bergdorf Mathon treffen sie auf die Geschwister Peter und Susanna Janett, mit denen sie über viele Ecken verwandt sind. Text: Andrea Freiermuth
L
aurie Burke (62) atmet tief durch. Sie drückt auf die Klingel und tritt ein paar Schritte zurück. Gemeinsam mit ihrer Cousine Sue Voss (72) wartet sie darauf, dass sich die Tür öffnet. Die beiden sind voller Vorfreude, aufgeregt – aber auch etwas unsicher. In den letzten fünf Jahren haben die US-Amerikanerinnen auf diesen Moment hingearbeitet. Sie haben die Tagebücher ihrer Vorfahren entziffert, Passagierdaten von Überseeschiffen durchforstet und in Gemeindearchiven gestöbert. So fanden sie heraus, dass ihre Ur-Ur-Urgrossmutter Menga Janett hiess, 1860 in Wisconsin heiratete und aus Mathon GR stammte. Nun stehen die Ahnenforscherinnen in eigener Sache vor dem Haus von Peter Janett (60), einem entfernten Verwandten. «Als wir den Flug buchten, wussten wir noch nichts von Peter. Wir dachten, wir würden einfach in die Schweiz kommen, das Dorf besuchen und so auf den Spuren unserer Vorfahren wandeln», erzählt Laurie.
Bild: Samuel Trümpy
Dann aber seien sie bei einer Google-Suche auf Erwin Fässler (55) gestossen, der sich mit seiner Firma Erwin Tours of Switzerland auf personalisierte Touren für ausländische Gäste spezialisiert hat. «Ich war gleich begeistert von diesem Auftrag», sagt Tourguide Fässler. Er sei nach Mathon gereist, habe im Schamser 51-Seelen-Dorf nach Leuten mit dem Nachnamen Janett gefragt – und wurde an Peter Janett verwiesen. Small Talk statt Emotionen
Die Tür geht auf. Ins Freie tritt jener Mann, den sich Laurie und Sue immer wieder vorzustellen versuchten, seit sie von seiner Existenz erfahren hatten. Ihr Cousin entfernten Grades hat raspelkurze Haare, ein sonnengegerbtes Gesicht und stahlblaue Augen. Ihm zur Seite steht seine Schwester Susanna (52), die extra aus Biel BE angereist ist, um beim Treffen dabei zu sein. Man gibt sich die Hand, stellt sich vor. Alle lächeln. Susanna erkundigt sich, wie die
Reise war, die Cousinen schwärmen von der Landschaft, und schon bald spricht man über das Wetter. Es wird noch eine Weile dauern, bis die beiden Parteien warm miteinander werden. Menga Janett verliess die Schweiz 1857 im Alter von 28 Jahren. In Le Havre bestieg sie das Segelschiff «William Frothingham». Und zwar gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter in spe und deren Töchtern. Ihr zukünftiger Mann, Johann Anton Brem, der aus Thusis GR stammte, war schon drei Jahre zuvor ausgewandert. Diese Hintergründe, die darauf schliessen lassen, dass die Eheleute sich schon vor ihrer Heirat in der neuen Heimat gekannt hatten, erfuhren die beiden Cousinen erst in der Schweiz. Erwin Fässler entdeckte während seiner Recherche das Buch «Hier hört man keine Glocken. Geschichte der Schamser Auswanderung nach Amerika und Australien» von Peter Michael-Caflisch. Darin wird Menga Janett als Nummer 348 im Anhang aufgeführt.
MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 27
1 Sue Voss (links) und Laurie
Burke treffen in Mathon ein, wo ihre Ahnen aufgewachsen sind.
2 Der Gang durchs Dorf ist auch ein Gang durch die eigene Vergangenheit. 3 Der ersehnte Moment:
Die Cousinen Laurie Burke und Sue Voss aus den USA lernen ihre Verwandten in der Schweiz kennen. 4 Das Grab ihrer Urahnen, der Janetts, wird fürs Familienalbum fotografiert. 2
5 Auch die Umgebung muss
für die Nachwelt festgehalten werden.
3
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5
1
Warum die Verlobten auswandern wollten, bleibt unklar. Vielleicht war es wirtschaftli che Not. Die kleine Eiszeit endete erst Mitte des 19. Jahrhunderts. In den Bergen lebte man in ständiger Sorge vor schlechten Som mern und wachsenden Gletschern. Gleich zeitig bauten immer mehr Bauern aus Ame rika importierte Kartoffeln an, wodurch ver mutlich mehr Kinder überlebten, für die es nach der Erbteilung wiederum zu wenig Land gab. Eine andere These ist, dass die Erfolgs geschichten aus der Neuen Welt Nachahmer anlockten. Zwischen 1845 und 1930 sind laut Ahnenforscher und Autor MichaelCaflisch über 843 Schamser in die USA und nach Australien ausgewandert. Gesamtschweize risch geht man in diesem Zeitraum von rund einer Viertelmillion Emigranten aus. Zah len, die Jungunternehmer Fässler als gros ses Potenzial betrachtet, sowohl für sein Ge schäft wie auch für den Schweizer Touris mus im Allgemeinen: «All diese Leute haben Nachfahren – und viele davon wollen ihre
Wurzeln und wenn möglich ihre Verwand ten in der alten Welt kennenlernen.» Ahnenforschung kann süchtig machen
Das glauben auch seine ersten Kunden in Sa chen Ahnentourismus: «Genealogie ist ein grosses Ding in den USA. Auf mehreren TVSendern laufen Formate, bei denen Prominente auf der Ahnensuche mit der Kamera begleitet werden», sagt Sue. Das mache neu gierig auf die eigene Familiengeschichte. Zudem seien heute mit dem Internet Recher chen möglich, die früher mit grossem Auf wand verbunden waren. «Viele Archive sind in den letzten Jahren digitalisiert worden. Statt Flugkilometer und Bibliotheksbesuche benötigt man nur noch ein paar Klicks, um an neue Informationen zu kommen.» Laurie ergänzt: «Ahnenforschung kann süchtig machen. Wir haben Sudoku aufgegeben.» In Mathon haben die Amerikanerinnen mit ihrer Begeisterung für die Ahnenfor schung auch einen Draht zu ihren Schweizer Verwandten gefunden: Schon der in
zwischen verstorbene Vater von Peter und Susanna hatte sich für seine Vorfahren interessiert und einen Stammbaum bis zu rück ins 16. Jahrhundert zusammengestellt. Darauf taucht auch die UrUrUrgrossmut ter von Laurie und Sue auf. Auf dem Gang durch das Dorf zum Familiengrab der Janetts entdecken die ungleichen Paare noch eine weitere Parallele: Susannas und Peters Eltern führten eine Apotheke, Laurie hat Pharmazie studiert und arbeitet heute in der Forschung. Spätestens beim Mittagessen in Peters Haus, in dem einst vielleicht auch Menga Janett ein und aus ging, ist die Stimmung entspannt. Die Amerikanerinnen kosten genüsslich vom für sie ungewohnt rezenten Käse, loben das Bündnerfleisch und erzäh len von ihrer Familiengeschichte. Laurie hat nach einem Glas Wein sogar Tränen in den Augen und sagt mit gebrochener Stimme: «Ich habe das Gefühl, Menga schaut zu mir hinunter – und freut sich, dass wir uns gefunden haben.» MM
28 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN
Interview
«Meist sind es Leute auf dem Land, die sich über Dichtestress beklagen» Der niederländische ETH-Professor Kees Christiaanse ist einer der weltweit führenden Experten für Städtebau. Er erklärt, was in Schweizer Städten gut funktioniert, wo es harzt und wie man auch ohne Hochhäuser verdichtet bauen kann. Text: Reto E. Wild, Andrea Freiermuth Bilder: Gian Marco Castelberg
MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 29
Typisch Niederl채nder: Kees Christiaanse f채hrt mit dem Velo ins Atelier.
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MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 31
Kees Christiaanse, Sie wohnen im Stadtzürcher Quartier Oberstrass, in der Nähe der Universität Zürich und der ETH. Wie beurteilen Sie Ihre Wohnqualität? Unser Quartier ist grün und gleichzeitig urban. Wir sind zu Fuss in zehn Minuten im Wald oder am Hauptbahnhof. Das ist einzigartig. Was macht gute Wohnqualität für Sie aus? Man muss für sich genügend Raum haben. Sehr wichtig finde ich die Art, wie die Gebäude städtebaulich zueinander stehen, damit ein guter sozialer Austausch entsteht. Was heisst das konkret? Es braucht viele Kontaktflächen zwischen den Gebäuden und dem öffentlichen Raum, also Türen und Eingänge. Auch Übergangsräume mit Treppen und Vorgärten sind wichtig. Und im Parterre brauchts Klein gewerbe und Einzelhandel. So begegnen sich die Bewohner und kommunizieren miteinander. Sie fahren mit dem Velo in Ihr Atelier an der Limmat. Abends müssen Sie jeweils den Berg hoch. Ja, das ist meine tägliche Joggingübung. (lacht) Ich fahre Fahrrad, weil es schneller geht und man dabei fit bleibt. Ich bin kein Jogger. Das halte ich für Zeitverschwendung. Was halten Sie als Nieder länder von unserem Radnetz? Es ist unterentwickelt. Und die Sicherheit für Radfahrer ist in der Schweiz katastrophal. Wenn ich hier auf dem Trottoir fahre, ist das normal. In den Niederlanden er halte ich dafür sofort einen Straf zettel. Der aktuelle EBikeBoom rechtfertigt nun definitiv keine Ausreden mehr, in den Schweizer Städten nicht auch durchgehend Velowege zu schaffen. Sie lebten in den Niederlanden, in Deutschland, sind beruflich aber auch in Singapur unter wegs. Welche Stadt hat Sie am meisten beeindruckt? Jemand wie ich kann an vielen Orten leben. Klar, für immer
möchte ich nicht in Asien woh nen, weil die Lebensqualität in Europa und der Schweiz besser ist. Wer in Asien qualitativ gut leben möchte, braucht viel Geld. Sie loben die Schweiz. Nur: Vor der Masseneinwanderungs initiative war hier von «Dichte stress» die Rede. Reagieren die Einwohner übersensibel? Meist sind es Leute auf dem Land, die sich über Dichtestress beklagen, nicht die Städter. Es kommt zu Vorurteilen, die nicht mit der Realität überein stimmen. Das Schweizer Mittel land etwa ist im Vergleich mit dem Ruhrgebiet oder dem Westen Hollands weniger als halb so dicht besiedelt. Für mich als Städtebauer ist die Situation in der Schweiz überhaupt nicht kritisch.
Aber das Landschaftsbild leidet unter der Zersiedelung? Ja, die Schweizer verhalten sich nicht besser als andere Na tionen. Auch sie bauen auf dem Land riesige Mengen an Einfamilienhäusern und gros sen Einkaufszentren. Das bewirkt die Zersiedelung. Für die Zukunft verfügt die Schweiz aber über eine sehr gute Raum politik. Und mit den kantonalen Richtplänen sowie der Kultur landinitiative über die richtigen Instrumente, um die weitere Entwicklung zu kontrollieren. Der Kanton Zürich beispiels weise hat fast keine neuen Einzonungen mehr. Zusätzliche Wohnfläche wird fast nur durch die Verdichtung geschaffen. ETHStadtsoziologe Christian Schmid schlug in einem Inter view mit dem MigrosMagazin
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vor, in den Städten gleich einige 100 Wohntürme zu bauen. Was halten Sie davon? Das wäre im quantitativen Sinn nicht notwendig. Man kann auch mit Häusern mit bis zu sieben Stockwerken verdichtet bauen. Aber Hochhäuser haben ideologische und symbolische Bedeutung, es wird sie daher immer geben. Wenn man sie bauen möchte, sollte man gute Hochhausensembles an zentralen Orten entwickeln. Nur sieht das nicht schön aus. Das ist Geschmackssache. In ZürichWest etwa hat es noch mehr Platz für Hochhäuser. Verdichtung an ehemaligen Industriestandorten ist generell sinnvoll. Unser Institut plant Quartiere, die aus einer Mischung bestehen: Reihen häuser, neun Stockwerke hohe
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MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 33
Appartementgebäude und an der Ecke Türme mit 15 Stockwerken. Diese Kombination ermöglicht dichtes Wohnen. Eine Alternative zu dieser durchmischten Wohnform zeigt das Beispiel Holland: Dort leben 60 Prozent der Bevölkerung in einem Reihenhaus mit Garten, wobei die monatliche Hypothek gleich hoch wie eine Miete ist.
Kees Christiaanse: «Reiheneinfamilienhäuser sind eine Marktlücke, die man in der Schweiz noch nicht richtig entdeckt hat.»
Was spricht architektonisch für Reiheneinfamilienhäuser? Damit kann man mehr Wohnungen auf kleineren Grundstücken bauen. Sie sind energetisch günstiger, weil sie die Mauern mit den Nachbarn teilen. Wir haben in Holland mit vier- bis fünfstöckigen Gebäuden experimentiert. Die lassen sich in zwei Maisonettewohnungen aufteilen. Oder in eine Praxis und eine Wohnung, in vier Alterswohnungen und so weiter. Das schafft urbane Flexibilität. Viele träumen jedoch vom Einfamilienhaus im Grünen. Wie macht man den Leuten neue Wohnformen schmackhaft? Das ist eine Marktlücke, die man in der Schweiz noch nicht richtig entdeckt hat, obwohl es auch hier Reihenhäuser gibt. In der Schweiz kann man übrigens mitten in den grössten Städten wohnen, 20 Minuten zu Fuss gehen – und schon ist man draussen in der Natur.
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Aber in der Stadt können sich Kinder nicht gleich frei bewegen wie im Dorf. In unserem Quartier kann man das sehr wohl. Es hängt von den einzelnen Vierteln ab. Das eigentliche Problem in der Schweiz sind die extrem hohen Wohnkosten. Wie sieht es in den Schweizer Städten in 20 Jahren aus? Das Gute an der Schweiz ist, dass sie sich nicht so schnell verändert. ( lacht) Wieso? Weil der Grundbesitz in der Schweiz zerstückelt ist und weil man gute Zonen- und Richtpläne hat. Deshalb sind grossflächige Veränderungen nicht so einfach umzusetzen. Wenn wir beispielsweise in den Niederlanden im Meer vor der Küste Land
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gewinnen, können wir auf einen Schlag eine neue Stadt bauen. Als ich geboren wurde, gab es Almere nicht. Heute ist sie mit fast 200 000 Einwohnern die siebtgrösste Stadt des Landes. In der Schweiz kann man fast nur noch umnutzen. Was muss beim Städtebau in der Schweiz besser werden? Bei der Planung von Wohnungen sollte man erstens vermehrt auf vermischte Gebäudetypologien setzen. Das ist in vielen Schweizer Agglomerationsgemeinden nicht der Fall. Auch in ZürichWest baut man Siedlungskomplexe, die überwiegend aus Wohnungen bestehen. Zweitens haben unsere Städtebauentwerfer zu wenig Einfluss auf die Verlegung der Bahn- und Strasseninfrastruktur, die das Landschaftsbild am meisten prägt. Was meinen Sie damit? Ein Beispiel: Unser Institut arbeitet in Buchs und Dällikon. Die benachbarten Dörfer im Zürcher Furttal hatten früher beide einen Dorfkern mit Läden. Dann wurde ausserhalb ein Gewerbegebiet gebaut. Jetzt ist der gemeinsame Bahnhof das Zentrum und nicht mehr die Dorfplätze. Wir versuchen nun, mit Studenten eine Strategie zu entwickeln, wie wir die Dorfkerne wieder aufwerten können – eben mit neuen Wohnformen. Ein weiteres Beispiel: Gebäude wie die Outletläden in Landquart GR sollte man nicht akzeptieren. Sie stehen zwar neben dem Bahnhof, aber die Kunden reisen nur mit dem Auto an. So wird die Einzelhandelsaktivität im Stadtkern verdrängt. Vor fünf Jahren haben Sie und Ihr ETH-Team in Singapur «Future Cities Laboratory» gegründet. Sie untersuchen weltweit Urbanisierungsprozesse. In Südostasien und damit Städten wie Hongkong, Bangkok, Kuala Lumpur, Jakarta, Dhaka oder Kolkata findet derzeit der schnellste Urbanisierungsprozess in der Geschichte der Menschheit statt. Wir sind vor Ort, um die Probleme aufzuzeichnen. Diese Erfahrungen tragen zu unserem Wissen über
Urbanisierungsprozesse bei und helfen uns bei der Planung anderswo. Gleichzeitig nützt unser Know-how den Asiaten beim Städtebau. Welches sind dort die wesentlichsten Probleme? Abwasser, Müllentsorgung, Mangel an gut funktionierenden Mobilitätssystemen. Und das grösste Problem: die enorme Zuwanderung aus ländlichen Gebieten. So entstehen Megastädte, was wiederum Schwierigkeiten mit Slums und eine katastrophale Verkehrslage verursacht. Wie kann Ihr Team da helfen? Wir sind keine Zauberer. Wir Städtebauer können nur kleine Schritte machen. Die beste Technologie nützt nichts, wenn sich die Menschen selbst nicht nachhaltig verhalten.
Trotzdem erwartet man von der ETH Lösungen. Wir unterrichten und bilden lokale Experten darin aus, wie man nachhaltig plant. In Entwicklungsländern bauen wir Quartiere mit günstigen, erweiterbaren Wohnungen. Einheimische bekommen eine Infrastruktur mit Wasseranschluss. In manchen Quartieren wird Bambus angebaut, den man als Konstruktionsmaterial einsetzen kann. Viele Menschen in Schwellenländern müssen ansonsten mit einer unglaublich unnachhaltigen Infrastruktur leben: Die Fäkalien gehen ungefiltert ins Wasser, Abfall landet am Boden. Aber pro Kopf verbraucht eine durchschnittliche indonesische Stadt immer noch weniger CO2 als eine Stadt in der westlichen Welt – weil sie weniger industrialisiert ist. MM
Zur Person
Städtebauspezialist Kees Christiaanse (62) ist seit 2003 ordentlicher Professor für Architektur und Städtebau am Institut für Städtebau der ETH Zürich. Er leitet die For schungsgruppe mit Schwer punkt Zeitgenössische Entwurfsstrategien. Zuvor war er Professor an der TU Berlin. Zudem ist der Niederländer Gründer und Partner des Architektur und Planungsbüros KCAP mit Ablegern in Rotterdam, Zürich und Schanghai. Christiaanse lebt zusammen mit seiner Frau und drei Kindern in einem 5Zimmer Haus in ZürichOberstrass.
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Leserforum MM20: Streitgespräch zwischen SP-Nationalrätin Jacqueline Badran und FDP-Parteipräsident Philipp Müller zur Abstimmung über die Erbschaftssteuer
«Lieber ehrliche Arbeit besteuern, statt faules Kapital?» Warum ereifert sich FDP-Präsident und Vordenker Philipp Müller nicht auch, wenn es um die Gegenfinanzierung der Unternehmenssteuerreform III geht, die Bund und Kantonen Verluste in Milliardenhöhe verursacht? Warum bricht er nur dann eine Lanze für die Kantonsfinanzen, wenn es um eine bescheidene Erbschaftssteuer geht, die niemandem wirklich wehtut und nicht nur den gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung trägt (warum soll ein Lebenspartner bis zu 46 Prozent Steuern bezahlen, der überlebende Ehegatte dagegen steuerfrei ausgehen?), sondern auch die vermeintlichen Nöte des Gewerbes berücksichtigt und letztlich gar der Stärkung der AHV dient? Die neuen Milliardengeschenke an Unternehmer und Kapitaleigner rufen doch geradezu nach vollständigen Kompensationen. Die vom Bundesrat zum Ausgleich vorgeschlagene Kapitalgewinnsteuer wird jedoch von der FDP (wie übrigens auch von den an-
das Steuerwesen erlaubt, dass privat ge- oder missbrauchte Schulden steuerlich geltend gemacht werden können, in dem die Menschen nicht zwischen Fremd- und Eigenkapital unterscheiden können, es schon zum guten Ton gehört, dass eine Liegenschaft mit Hypotheken (die es in der Schweiz so gar nicht gibt!!) belastet ist und man fast vergessen hat, dass eine Liegenschaft auch aus 100 Prozent Eigenkapital gekauft werden kann, ist es für mich nicht vorstellbar, dass die Eigenkapitalquote, also das Reinvermögen, grösser sein kann als in Deutschland. Dr. iur. utr. Udo Adrian Essers, 8700 Küsnacht
Engagiert: Philipp Müller und Jacqueline Badran vertreten ihre diametral verschiedenen Standpunkte auf der Redaktion des Migros-Magazins.
deren bürgerlichen Parteien) in Bausch und Bogen geschlagen, getreu dem Motto «Lieber ehrliche Arbeit besteuern, statt faules Kapital». Erich Michel, 8800 Thalwil Ich habe jahrzehntelange Erfahrung im Bankensektor in Deutschland und beschäftige
mich seit vielen Jahren mit dem Thema Erbrecht für Behinderte nach schweizerischem und auch nach deutschem Recht. Aufgrund meines Wissens und meiner Erfahrung gehe ich davon aus, dass die Zahlen zu Erbschaften in der Schweiz nicht höher sind als in Deutschland. Im Gegenteil! In einem Land, in dem
Anscheinend gibt es eine steuerliche Entlastung, wenn die Erbschaftssteuer eingeführt wird. Wo? Ah, bei der Mehrwertsteuer? Wir in der Schweiz haben die niedrigste Mehrwertsteuer in ganz Europa, und die soll noch gesenkt werden? Was für eine Farce. Gisela Hüppi, per E-Mail
MM20: Reportage «Und es knattert noch immer» – Bericht über Fans des kultigen Velosolex
Ivo Fuhrimann aus Biel BE hat uns ein Bild vom Start zum Tessenbergrennen geschickt, das dieses Jahr sein 10. Jubiläum feiert. Am Tessenberg, 400 Meter über dem Bielersee gelegen, treten jedes Jahr über 20 Teams à drei bis acht Teilnehmer zum sechsstündigen Solexrennen an. Die Jubiläumswettfahrt findet am Samstag, 4. Juli, statt. www.tessenbergrennen.ch
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MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 37
MM20: Familie «Damit die Schule
im Dorf bleibt»
«Mehrjahrgangsklassen bringen Unordnung in die Schulordnung und ins Klassenzimmer» Im kleinen Schwellbrunn, wo sich ohnehin die Kinder schon kennen, können Mehr jahrgangsklassen tatsächlich geeignet sein, um die Schule zu retten. Sonst aber sind sie entgegen der Meinung des «Experten» überhaupt kein Fortschritt, sondern sie brin gen nur Unruhe in Schulorga nisation und Klassenzimmer. Dass die älteren Kinder ver fügbare Zeit benützen, um den jüngeren zu helfen, mag ganz nett sein; die Eltern wollen aber begreiflicherweise, dass auch die älteren optimal geför dert werden und nicht Nach hilfestunden oder Privatinsti tute nötig werden, um die An schlussschulen zu erreichen. Hans-Peter Köhli, 8000 Zürich Mehrjahrgangsklassen (Altersdurchmischtes Lernen, AdL) haben sich nicht bewährt. In verschiedenen Gemeinden (Zumikon, Obfel den usw.) sind die Eltern auf die Barrikaden gegangen, weil sie am Ende der Schulzeit feststellen mussten, dass ihre Kinder mit dem «selbstgesteu erten» Lernen nichts gelernt hatten. Das wundert nicht: Die Lehrer werden beim AdL nach den «vier Urbitten» des Thurgauer Bildungsunterneh mers Fratton zu blossen Lern begleitern ausgebildet: «Bringe mir nichts bei», «Erkläre mir nicht», «Erziehe mich nicht» und «Motiviere mich nicht». Peter Aebersold, 8047 Zürich Die Altersdurchmischung wirkt sich in der Praxis zuungunsten der begabten Kinder aus. Ausser in kleinen Dorfschulen müssen sich Eltern gegen dieses System zur Wehr setzen. Die Lern forschung stellt fest: Optimale Begabtenförderung an Schulen geschieht in Klassen von
ungefähr Gleichaltrigen bei ungefähr gleichem Leistungs niveau. In der Erwachsenen bildung ist das Alter weniger wichtig, aber ohne Zuteilung zu einem bestimmten Leis tungsniveau sind zum Beispiel im Fremdsprachenunterricht keine Fortschritte möglich. Roland Popert, 8475 Ossingen Unsere Kinder gehen auch in eine altersdurchmischte Schule. Sie wurde nicht aus der Not geboren. Diese Form wurde bewusst, vor etwas mehr als 20 Jahren, inmitten der Grossstadt von sehr engagier ten Lehrpersonen gewählt und aufgebaut. Es gibt viele positive Aspekte, vor allem eine starke soziale Kompetenz der Kinder, Neugierde beim Lernen und Arbeiten im eigenen Tempo. Susanne Schönholzer, online Unser Sohn ist in einer Mischklasse, kann aber leider nicht von deren Vorzügen profitieren, weil es die Lehrperson nicht schafft, mit der Schulform sinnvoll um zugehen. Das schadet den Kindern und auch dem Ruf der Mischklasse. Es gibt Eltern, die wollen nicht, dass ihr Kind zu dieser Lehrperson kommt, und wehren sich dann gegen die Mischklasse. Frieda Sutter, online Auch unser Sohn geht seit letztem Sommer in eine Mischklasse, und wir können nur positiv darüber berichten. Frau Barbara Brandenbergs Aussage «Damit alle von dieser Schulform profitieren können, müssen die Lehrpersonen viel Engagement und Motiva tion mitbringen» ist sehr tref fend. An dieser Stelle: Danke, Patricia, für dein Engagement und deine Motivation! Karin Schleiss, per E-Mail
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erstrecken sich über 8 km entlang der felsigen atlantischen Küste. Der Burren ist ein karges Kalksteinplateau mit stillen Tälern und sanften Flüssen. Hier gefundene megalithische Gräber sind älter als die ägyptischen Pyramiden. 2 Übernachtungen im County Galway. Do: Die Region Connemara mit den imposanten Bergen Twelfe Bens, einer zerklüfteten Küste, vielen Seen und Flüssen ist gleichermassen das Herz der irischen Sprache, des keltischen Erbes, auch Gälisch genannt. Nach alter Tradition wird Torf gestochen. Fr: In Kilbeggan wird seit 1757 das „Wasser des Lebens“, eben der Kilbeggan Whiskey gebrannt. Die alte, malerisch am Shannon Fluss gelegene Klosteranlage Clonmacnoise aus dem 6. Jh. gilt als wichtiger Zeitzeuge des mittelalterlichen Irlands. Übernachtung im County Dublin. Sa: Am Mittag Rückflug nach Zürich.
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Zitat der Woche
«Mein Highlight war der koreanische Pavillon. Das Künstlerduo Moon & Jeon, das ihn gestaltet hat, kommt im August mit einer grossen Ausstellung ins MigrosMuseum.» Heike Munder, Chefin des Migros-Museums für Gegenwartskunst, anlässlich der Eröffnung der Biennale am 7. Mai.
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Adrian Catakovic (28), Verkäufer aus Bern, schwärmt für den Migros-Lachs.
Bilder: Gian-Marco Castelberg, Mirko Ries, Getty Images
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Migros lanciert neuen Umweltpreis Wer als Studierender clevere Ideen hat, kann jetzt
nicht nur gute Noten, sondern auch einen Preis der Migros gewinnen. Gesucht sind Bachelor- und Masterarbeiten zum Thema Umwelt- und Klimaschutz. Die Teilnehmer
müssen ihre Arbeiten an einer Schweizer Uni oder Fachhochschule abgeschlossen haben. Der Hauptpreis ist mit 10 000 Franken dotiert. Einsendeschluss: 28. September 2015. Weitere Infos: Generation-m.ch/umweltpreis
Ein Teil von
Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros.
«Ob ge räuchert oder gebraten, als Sonntags brunch oder zum Znacht: Ich liebe Lachs in allen Varia tionen und Zubereitungs arten. Der Fisch schmeckt aber nicht nur fein, er ist vor allem auch gesund. Früher war mir das nicht so wichtig – doch seit ich be gonnen habe, mehrmals pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen, schaue ich viel gründlicher auf meine Ernährung.» * In der Migros-Filiale Marktgasse in Bern
40 | MM21, 18.5.2015 | MIGROSWELT
0,2 mg Fett 1,7 mg Vitamin E 1,1 mg Niacin 269 mg Kalium
ca. 27 kcal pro 100 g
Entwässernd
Umweltpreis für Grossanlass Beim Grand Prix Bern kamen kürzlich über 31 000 Läuferinnen und Läufer auf Trab. Eine solche Massen bewegung ist eine Wohltat für die Volks gesundheit, nicht aber automatisch auch ein Segen für die Umwelt. Die Veranstalter des GP Bern sorgten unter anderem mit einem durchdachten Abfall konzept und der Verwendung von Mehr weggeschirr für einen möglichst umwelt freundlichen Gross anlass. Dafür bekam der Sportevent eine Auszeichnung von Ecosport.ch, der Umweltplattform von Swiss Olympic. Der Grand Prix Bern wird wie fast alle wich tigen Volksläufe der Schweiz von der Migros als Sponsorin gefördert. Die Detail händlerin hilft dabei, diese Events nachhaltig zu gestalten. So hat sie eine umfassende Onlineplattform für nachhaltiges Event management aufgebaut, und sie stellt den Veranstaltern unter anderem ein System für die getrennte Entsor gung unterschiedlicher Abfälle zur Verfügung. www.nachhaltigeevents.ch
Preisvergleich
Schlanke Figur Mit 92 Prozent enthalten Spargeln genauso viel Wasser wie Wassermelonen. Und sogar etwas weniger Fett als die Früchte.
«Kirschen rot, Spargel tot» – so lautet eine alte Bauernregel. Wenn gegen Ende Juni die ersten Kirschen reifen, geht die knapp zehn wöchige Spargelzeit zu Ende. Geniessen Sie die langen Stangen deshalb jetzt und probieren Sie unsere Rezepte abseits der Sauce hollandaise aus. Rezepte ab Seite 59
Büromaterial bei der Migros am günstigsten Ein Beitrag der Konsumenten zeitschrift «Saldo» zeigt: Wer Schreibwaren und anderes Büromaterial einkauft, bekommt bei der Migros am meisten für sein Geld. Die Zeitschrift hat die Preise gängiger Papeterieartikel bei sechs Grossverteilern und dem Postshop verglichen. Das Fazit des Preisvergleichs: «22 Produkte waren in allen Läden erhältlich. Sie kosteten in der Migros mit Fr. 61.15 am wenigsten.» Der MigrosHauptkonkurrent war in dem Vergleich am zweitgüns tigsten. Bei einzelnen Produkten ist die Preisdifferenz zwischen den beiden Detailhändlern aller dings beträchtlich. So verlangt die Migros beispielsweise bei PostitZetteln, Klarsichtmappen, Druckbleistiften oder Scheren nur etwa die Hälfte.
Werbung
Im Auftrag von M Popstar Robbie Williams ist der neue Werbebotschafter von Café Royal. In witzigen
Werbespots mimt er einen coolen Geheimagenten, der stark an James Bond erinnert, in dessen Aston Martin aber statt Ma schinengewehren eine Kaffee maschine eingebaut ist. In einer Videobotschaft an die Schweiz enthüllte Williams, wer sein Chef ist: «Ich handle im Auftrag von M.» Allerdings meint er damit nicht Bonds ergrauten Boss, sondern das orange M für Migros.
Mags gekocht, nicht gerührt: Kaffeeagent Robbie Williams.
Bilder: iStockphoto (2), swissimage.ch/Andy Mettler
Volksläufe
Der Spargel ist nicht nur wegen seines niedrigen Energiewerts bei Abnehmwilli gen beliebt. Das Gemüse wirkt auch entwässernd und kann so dabei helfen, Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen.
MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 41
Preisbarometer
Aktuelle Preisänderungen Die Migros senkt die Preise diverser Produkte. Vergünstigt werden unter anderem viele Artikel der Eigenmarken I am, Total, Linsoft und M-Classic.
Ausgewählte Beispiele
Preis alt *
Preis neu *
in %
Tea Time Fantastic Berries, 50 Beutel
2.45
2.25
–8,2
M-Classic Magdalena Citron, 225 g
2.30
2.10
–8,7
M-Classic Frelitta, 400 g
2.45
2.20
–10,2
Sirup Tutti Frutti, 75 cl
3.90
3.75
–3,8
Katzenstreu Fatto Forest, 10 l, klumpend
8.90
8.00
–10,1
Asco Sensitive Terrine mit Truthahn, 4 x 150 g
3.95
3.75
–5,1
Total Oxi Booster Color, 1 kg
13.90
12.90
–7,2
Yvette Black, 2 l
11.20
9.80
–12,5
Hygo WC Fresh Stick Lemon, 2 Stück
2.90
2.60
–10,3
I am Hair Styling Creme Wax Dynamic, 75 ml
4.60
3.60
–21,7
I am Dusch Milk & Honey, 500 ml, Nachfüllbeutel
4.00
3.80
–5,0
10.80
9.80
–9,2
I am Natural Deo Zerstäuber Limette Salbei, 75 ml
7.90
6.90
–12,7
Linsoft Taschentücher Classic, 15 x 10 Stück
1.90
1.75
–7,8
pH Balance Duschgel, 250 ml
3.80
3.60
–5,3
Belle Color permanente Coloration 5 Dunkelblond, 1 Stück
8.10
7.50
–7,4
Fructis Shampoo Fresh, 300 ml
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4.30
–4,4
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100 neue Ideen: Ob himmelblau oder regengrau, mit der passenden Idee aus dem Sommerbuch kommt keine Langeweile auf.
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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 43
Steaks und Würste sind die Grillklassiker. Doch warum nicht einmal etwas Spezielles auf den Rost legen? Ausgewählte Fleischstücke vom Lamm, Schwein oder Rind und hochwertige Meeresfrüchte wie Jakobsmuscheln machen das Buffet noch attraktiver. Wer zu den Grilladen und Beilagen Selbstgemachtes wie einen erfrischenden Dip reicht, sammelt weitere Pluspunkte. Mit einer Marinade aus Soja, Knoblauch oder Kokos erhält das Grillgut eine spezielle Note. Texte: Sonja Leissing Bilder: Daniel Ammann Styling: Mira Gisler
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Jakobsmuscheln und Crevetten mit Wasabi-Dip Zutaten für 4 Personen 5 EL Crème fraîche 1 ½ EL Wasabi
12 16 6 EL 3 EL
Salz, Pfeffer, z. B. Blumenpfeffer* Jakobsmuscheln Riesencrevetten in der Schale Honig, z. B. Orangenblütenhonig* Sojasauce
Zubereitung
Pro Person ca. 19 g Eiweiss, 13 g Fett, 21 g Kohlenhydrate, 1170 kJ/280 kcal
Lammnierstück mit Joghurt-Curry-Sauce
1. Für den Dip Crème fraîche und Wasabi mischen, salzen und pfeffern. 2. Muscheln und Crevetten trocken tupfen. Honig und Sojasauce verrühren, pfeffern. Muscheln und Crevetten durch die Marinade ziehen. 3. Crevetten bei mittlerer Hitze beidseitig je ca. 3 Minuten, Jakobsmuscheln rundum ca. 1 Minute grillieren. Meeresfrüchte anrichten. Dip dazuservieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten * in Sélection-Qualität erhältlich
Zubereitungszeit ca. 25 Minuten + ca. 3 Stunden marinieren
Zutaten für 4 Personen 2 Knoblauchzehen 1 Stängel Zitronengras 5 EL HOLL-Rapsöl 3 EL Curry, z. B. Indian Madras Curry* Salz 4 Lammnierstücke à 160 g Sauce 2 cm Ingwer ¼ Bund Koriander ¼ Zitrone 180 g Joghurt nature Cayennepfeffer Zubereitung
1. Knoblauch und Zitronengras fein hacken. Mit Öl mischen. ⅔ des Currys dazugeben. Lamm damit bestreichen und ca. 3 Stunden im Kühlschrank marinieren. 2. Für die Sauce Ingwer fein reiben. Koriander fein hacken. Zitronenschale fein abreiben. Alles mit Joghurt und restlichem Curry mischen. Mit Cayennepfeffer und Salz abschmecken. Marinade vom Fleisch abstreifen. Fleisch salzen. Auf dem Grill bei mittlerer Hitze beidseitig je ca. 4 Minuten rosa grillieren. Lammfilet tranchieren. Sauce separat dazu anrichten. * in Sélection-Qualität erhältlich
Pro Person ca. 32 g Eiweiss, 23 g Fett, 4 g Kohlenhydrate, 1470 kJ/350 kcal
MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 45
Tipps für die Edelgrillparty
Einfach, aber genial
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Das Buch mit 100 neuen Ideen für jedes Sommerwetter gibt es für Fr. 7.70 nur in der Migros. Laden Sie Ihre eigene Idee auf www.100ideen.ch hoch und nutzen Sie die Chance, jede Woche eine Geschenkkarte im Wert von 1000 Franken zu gewinnen.
1 Ein Sommersalat ist schnell gepimpt, indem man ihn mit essbaren Blüten schmückt. 2 Einfach zubereitet ist Gemüse nach Wahl. Alles in eine Grillschale geben, mit Olivenöl bepinseln und mit Salz und Pfeffer würzen. 3 Crevetten und Muscheln verderben rasch. Deshalb sollte man sie bis kurz vor dem Grillieren kühl lagern.
4 Marinierte Fleischstücke 1–2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Dadurch enfaltet das Fleisch beim Braten mehr Aroma.
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100 neue Ideen: Ob regengrau oder himmelblau, mit der passenden Idee aus dem Sommerbuch kommt keine Langeweile auf.
Ein Stäbchen gewinnt immer
Mikado-Znacht. Hat sich der Stapel hölzerner Stäbchen erst einmal in einen chaotischen Haufen auf dem Tisch verwandelt, kann es losgehen. Die Spielregeln sind die üblichen, jedoch mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: Wer ein Spiessli ohne Berührung eines anderen geangelt hat, wird sofort dafür belohnt: mit einem Grissini, das mit allerlei schmackhaften Ingredienzen geschmückt ist. Spielregeln unter www.100ideen.ch
MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 47
Fürs Edelgrillfest oder das Mikado-Znacht
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MSC Jakobsmuschelspiess, Nordwestatlantik, per 100 g Fr. 5.40
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Cherrytomaten am Zweig, Schweiz/Italien, Schale à 500 g Aktueller Tagespreis
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Optigal Pouletschenkel gewürzt, Schweiz, 2 Stück, per kg Fr. 14.–
Servietten, 33 x 33 cm, Vichy in Rotweiss, 20 Stück Fr. 4.35 In grösseren Filialen
Machen Sie mit und senden Sie uns Ihr Bild!
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Migrosmagazin.ch
Wettbewerb
Ab aufs Surfbrett!
Während sechs Wochen sucht das Migros-Magazin die besten Sommerbilder. Setzen Sie eine der drei aufgeführten Ideen um und gewinnen Sie tolle Preise. Mitmachen lohnt sich: Setzen Sie eine der vorgeschlagenen Ideen aus dem neuen Buch «100 neue Ideen für jedes Sommerwetter» um. Jede Woche gewinnen die drei Leser mit den originellsten Bildern einen Preis. Zudem wird nach sechs Wochen ein Hauptgewinner gewählt. Dieser gewinnt Ferien im Wert von 1500 Franken. Weitere Infos zur Teilnahme finden Sie auf Migrosmagazin.ch.
Mitmachen und Preise gewinnen!
Wochenpreis
Erholen und Spass haben im Erlebnisbad Bernaqua – diese Woche verlosen wir 3 x 2 Tageseintritte im Wert von je 45 Franken. www.bernaqua.ch
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Schönwetter-Idee «SUP» nennt man «Stand Up Paddling» kurz. Die Sportart sorgt für Abkühlung und ist eine gute Ganzkörpertrainingsmethode. Man braucht dazu ein Surfbrett, ein Paddle und einen See oder Fluss.
Teilnahmebedingungen Schlechtwetter-Idee
Die alten Möbel mit frischen Farben bemalen fördert nicht nur die Kreati vität, sondern ist auch eine passende Beschäftigung an regnerischen Tagen – also Farben kaufen und los!
Schönwetter-Idee
Statt Farbe und Pinsel verwendet man für diese Kunstform eine Lupe und die Strahlen der Sonne. Gezeichnet wird auf einem Stück Holz: die Lupe so über das Brett halten, dass ein kleiner Sonnenpunkt auf dem Holz zu sehen ist. Je kleiner der Punkt, desto höher die Brennintensität und umso intensiver die Färbung.
Teilnahmeschluss ist jeweils am Sonntag um Mitternacht. Weitere Teilnahmebedingungen und Infos online auf: Migrosmagazin.ch
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50 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT
aha!
Unbeschwert geniessen Viele Wurst- und Fleischwaren enthalten Milch. Damit auch diejenigen, die auf laktosefrei setzen oder an einer Milchallergie leiden, genussvoll in eine Wurst beissen können, gibt es die milchund laktosefreie aha!-Kalbsbratwurst jetzt neu schweizweit zu kaufen. Gleichzeitig wurde die Rezeptur verbessert. Für einen weiteren Mehrwert steht das TerraSuisse-Logo. Es garantiert, dass das Fleisch aus tierfreundlicher Schweizer Haltung stammt. Wer bewusst auf Laktose, Gluten oder andere Inhaltsstoffe verzichten möchte, findet bei aha! eine ständig wachsende Palette von Lebensmitteln, die diesem Bedürfnis Rechnung tragen.
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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 51
Das aha!-Sortiment
Gut zu wissen Allergien und Intoleranzen sind auf dem Vormarsch. Deshalb
kooperiert die Migros seit 2008 mit der Stiftung aha! Allergiezentrum Schweiz.
Das aha!-Label kenn-
zeichnet Produkte, die für Personen, die unter Unverträglichkeiten leiden, besonders geeignet sind. Das aha!Sortiment der Migros umfasst eine Reihe von Lebensmitteln und Kosmetika. Alle diese Produkte werden durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle geprüft und regelmässig kontrolliert. aha!-Verpackungen
bieten eine schnelle Orientierungshilfe und somit Sicherheit für die Konsumenten. Farbige Häkchen beim grünen aha!-Logo zeigen leicht verständlich, welche Auslöser von Allergien oder Intoleranzen im Produkt nicht enthalten sind. Eine Degustation von laktosefreien aha!Produkten findet vom 21. bis 23. Mai in aus-
gewählten grösseren Filialen statt.
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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 53
Parks «Im Grünen»
Arbeiten im Paradies
Das Migros-Kulturprozent betreibt vier Parks «Im Grünen». Dem Angebot entsprechend, ist die Arbeit in den Parks überaus abwechslungsreich. Vier Parkmitarbeiter erzählen von ihrem Alltag zwischen Blumenpflanzen und Eselritten. Dazu gibt es exklusive Lesergutscheine. Texte: Rolf Zenklusen, Laila Schläfli, Anne-Isabelle Aebli
Bilder: Mirko Ries, Jérémy Bierer
Münchenstein: Natur und Mensch im Zusammenspiel
Eric Ribstein ist Leiter Park und Unterhalt in Münchenstein.
Münchenstein
Der Park «Im Grünen» in Münchenstein BL besteht aus drei Teilen: Neben dem Naturpark mit Weihern, Grün- und Grillflächen gibt es den Kulturpark und den Kinderpark. Im Kulturpark werden auch Open-AirKonzerte durchgeführt. Der Kinderpark hält Kletterburgen, eine Minigolfanlage und ein Karussell bereit. Das Selbstbedienungsrestaurant ist von April bis Mai täglich zwischen 9 bis 20 Uhr geöffnet – das Á- la-carte-Restaurant Seegarten täglich von 11 bis 23 Uhr. www.seegarten-gruen80.ch
Gutschein Münchenstein: Pro Familie können bis drei Kinder im Á-la-carte- Restaurant von der Kinderkarte gratis essen. Pro Kind gibt es eine Karussell-Freikarte. Gültig für Kinder bis 12 Jahre in Begleitung der erziehungsberechtigten Personen. Die Karussellfahrt ist wetterabhängig und wird nicht garantiert. Dieser Gutschein ist nur ein Mal gültig und einlösbar bis zum 30. 9. 2015. Kein Umtausch.
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Vögel zwitschern, eine Ente macht sich mit einem Schnattern bemerk bar. Sonst hört man keinen Laut im Park. «Diese idyllische Ruhe am frühen Morgen ist wunderbar», erzählt Eric Ribstein (50) auf seinem ersten Rundgang um 6.30 Uhr in der Früh. Seit 1987 arbeitet der gelernte Gärtner im Park in Münchenstein bei Basel. Anfang März hat er mit seinen Kollegen im Park rund 6000 frische Blumen gesetzt. Tulpen, Narzissen, Stiefmütterchen und andere Blumen erfreuen seitdem die Besucher. «Im Frühling spüren wir das Bedürfnis der Leute besonders, sich draussen in der Natur zu erholen», sagt Ribstein. Wie er die Blumenrabatten gestaltet, ist ihm überlassen. «Von Jahr zu Jahr ändern wir die farblichen Harmonien.» Diese Freiheiten schätzt er. Ebenso wie die Beziehung zur Natur, die Ribstein von Kindsbeinen an prägt. «Ich bin auf einem Bauernhof auf gewachsen und wohne noch heute im Grünen.» Der Park in Münchenstein nimmt eine Fläche von 13 Hektaren ein, was in etwa 12 Fussballfeldern entspricht. Der Teil des Parks in der Nähe des Restaurants wird eher intensiv gepflegt, während der Rest mehr der Natur überlassen wird. «Wichtig ist, dass das Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur möglichst gut funktioniert», sagt Ribstein. Die Gärtner räumen Abfall weg und halten den Kinderspielplatz, das Karussell und die Minigolfanlage in Schuss. Inzwischen steht die Sonne hoch am Himmel, langsam füllt sich der Park «Im Grünen» in Münchenstein mit Menschen. Darüber freut sich Eric Ribstein: «An schönen Tagen haben wir hier über 10 000 Besucher. Der Park ist eine wunderbare Oase mitten in der Agglomeration.»
54 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT
Rüschlikon: Mit Haustieren im Parkteich
Christian Steiger ist der Parkchef in Rüschlikon.
Der Park «Im Grüene» in Rüschlikon ZH verfügt über ausgedehnte Rasenflächen und einen grossen Spielplatz. Mittwochs und sonntags gibt der Kasperli eine Vorstellung, und die Kinder können Esel reiten und Bähnli fahren. Park und Restaurant sind bis auf wenige Ausnahmen das ganze Jahr von Montag bis Sonntag geöffnet. Die Aktivi täten finden jeweils während der Sommer saison von Ende März bis Ende Oktober statt. Der Park hat von 8 bis 20 Uhr geöffnet. www.parkimgruene.ch
Gutschein Rüschlikon: 50 Prozent Ermässigung auf einen Kinderteller plus einen Jeton zur Benutzung der Eisenbahn oder Eselreiten. Gültig für Kinder bis 12 Jahre in Begleitung der erziehungsberechtigten Personen. Dieser Gutschein ist nur ein Mal gültig und einlösbar bis zum 12. 7. 2015. Kein Umtausch.
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Rüschlikon
Eselrunde oder Abfalleimer leeren und sauber machen – zwei Parkmitarbeiter teilen sich die Frühschicht um sieben. Christian Steigers (49) Präferenz ist klar; der Chef des Parkteams hat ein Herz für Tiere. Zur Fütterung der Esel karrt er Heu aus Magerwiesen ins Gehege, bürstet jedes der sechs Tiere und kratzt ihnen die Hufe aus. Der gelernte Landschafts gärtner ist seit sieben Jahren im Park «Im Grüene» in Rüschlikon. Hier gefällt ihm die Entwicklung, die er sieht. «Mein Park – mein Stolz», wie er sagt. Zudem sei hier die Arbeit durch die Tiere und diverse Un terhaltsarbeiten vielseitig. Das Eselrei ten ist einer der Höhepunkte des Parks, neben dem Kasperlitheater und dem Panorama. Viel Zeit dieses zu geniessen hat der Parkchef aber nicht. «Die Arbeit geht uns nicht aus.» Plat ten zuschneiden, Bäume stutzen, Liegestühle und Bänke instand halten, Schnee räumen, Rasen mähen oder Esel misten – viel körperliche Arbeit. Manchmal schmerzt abends der Rücken. Doch Christian Steiger gefällt der Freiraum, den er punkto Gestal tung hat – und die Selbständigkeit, mit der er seinen Tagesablauf grösstenteils selber einteilen kann. Als Chef des Parkteams verteilt er zudem Aufträge und organisiert die Arbeitspläne. Die Gärtnerhosen und Sicherheits schuhe zieht er nur aus, wenn er Schilf zurückschneiden muss. Dann steigt er in die schulterhohen Fischerstiefel und watet in den Teich. Tiere wurden hier zwar keine angesiedelt. Neben Enten schwimmen aber Kois, Goldfische und sechs Wasserschild kröten herum – alles ausgesetzte Haustiere. Deshalb ist der Parkchef nicht ganz unglücklich, wenn sich der Fischreiher zwischendurch einige Fische holt. Die vermehren sich dank der Fütterung durch die Parkbesucher rege. «Ich habe es aufgegeben, die Leute zu erziehen», so der Parkchef. Ab und zu schimpft er aber doch: Wenn Eltern mit dem iPhone spielen, statt ihren Nachwuchs zu beaufsichtigen. An einem Hang, wo Kinder gern hinunterrutschen, pflanzte er stachelige Berberitzen. «Damit sollte das Problem erledigt sein.» Kreativ und flexibel agieren, das ist seine tägliche Arbeit. «Man weiss nie, was einen an einem Tag erwartet», sagt er und lächelt.
MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 55
Gurten: Der Herr der Spiele
Jürg Leuthold leitet den Spielpark auf dem Gurten.
Auf 864 Meter über Meer liegt der «Gurten – Park «Im Grünen». Wanderer und Spazier gänger finden auf dem autofreien Gurten ein vielfältiges Angebot. Im Restaurant «Bel Etage» können Feinschmecker die Panoramaaussicht und die Gastronomie geniessen. Für Kinder gibt es den Spielpark mit der Kleineisenbahn. Dazu finden re gelmässig Veranstaltungen im Park statt. Das Restaurant ist ab dem 1. April bis 11. Oktober 2015 täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. www.gurtenpark.ch
Gutschein Gurten: Ein Kinderteller im Selbstwahlrestaurant «Tapis Rouge» und eine Freikarte für die Kleineisenbahn. Gültig für Kinder bis 14 Jahre in Begleitung der erziehungsberechtigten Personen. Dieser Gutschein ist nur einmal gültig und einlösbar bis zum 31.10.15. Kein Umtausch.
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Gurten
Kugelibahn testen, Miniaturloko motive fahren, durch Kletternetze hangeln – man könnte meinen, Jürg Leuthold (46) werde fürs Spielen bezahlt. Doch das ist nur ein Teil seiner Arbeit als Spielparkleiter auf dem Berner Hausberg Gurten. Daneben ist Leuthold Mechaniker, Spielplatzreiniger, Kassier, Chef des achtköpfigen Spielparkteams und Pädagoge der jungen Helfer. Genau diese Abwechslung gefällt ihm: «Jeder Tag ist anders.» Voraussetzung für seine Arbeit ist vor allem technisches Flair. Dies bringt der gelernte Lastwagenmechaniker mit. 13 Jahre arbeitete er auf seinem Beruf, bevor er 2001 in den Spielpark auf dem Gurten gewechselt hatte. Was ihm hier besser gefällt, ist die Arbeit an der frischen Luft sowie der Kontakt mit Menschen. Den hat er vor allem am Miniaturbahnhof Gurten Kulm, wenn er Tickets verkauft oder die Minilokomotive bedient. «Alles ist wie echt hier», sagt er. «Nur eben kleiner.» Sein Tag im Spielpark beginnt um 8.45 Uhr mit dem Leeren von Abfalleimern, und dem Kontrollieren von Gitterstäben und sonstigen Sicherheitsvorkehrungen beim Spielund Kletterturm. Dann hat Leuthold Zeit für Technisches und Handwerkliches. Lokomotive überprüfen, allfällige Schäden bei der metallenen Kugelibahn, der holzigen Spielanlage oder bei der Lok reparieren. Konkret heisst das: selber spielen. Am Wochenende bedient Leuthold schon mal die Stellwerkzentrale im Bahnhofshäuschen – bei gutem Wetter verkehren hier eine Zahnrad-, eine Dampf- und eine Elektrobahn. Sechs Lokomotiven besitzt der Spielpark. «Viele kommen extra wegen der Bahn hierher.» Auch für Leuthold ist das Lokfahren der schönste Teil seiner Arbeit. «Lieber Dampf als Akku – man muss mehr machen», sagt er und strahlt. Zudem mag er seinen Arbeitsort, den Gurten mit seiner Aussicht. «Ich arbeite am schönsten Ort von Bern», sagt er. Sogar in seiner Freizeit fährt er mit dem Bike hoch oder kommt zum Sonntagsbrunch. «Der Gurten ist ein Generationenberg», erklärt er. «Als Kind kommt man mit den Eltern hierher, als Jugendlicher besucht man das Gurtenfestival, später spaziert man hier mit der Freundin, dann mit Kindern oder Enkelkindern.»
56 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT
Signal de Bougy: Treffpunkt für Generationen
Filomena Nunes ist stellvertretende Leiterin des Restaurants.
Der zwischen Lausanne und Genf gelegene «Pré vert du Signal de Bougy» ist einer der schönsten Aussichtspunkte der Region. Im Park gibt es auch regelmässige Veranstal tungen wie Tanztees, Pizza oder Bäckerei Workshops für Kinder. Im neuen Restaurant gibt es ein warmes und ein kaltes Buffet sowie einen Loungebereich. Ausserdem bieten der nahe gelegene MigrosGolfpark sowie der Hochseilgarten «Parc Aventure» Aktivitäten für jeden Geschmack. www.signaldebougy.ch
Gutschein Signal de Bougy: Ein Gratis-Kinderteller und ein Mal gratis Minigolf. Gültig für Kinder bis 12 Jahre in Begleitung der erziehungsberechtigten Personen. Dieser Gutschein ist nur ein Mal gültig und einlösbar bis zum 31. 10. 2015. Kein Umtausch.
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Signal de Bougy
Filomena Nunes (54) hatte schon immer ein Faible für den Signal de Bougy, seinen Park und sein Restaurant. Zunächst ging sie mit ihren Kindern hier spazieren, als diese noch klein waren. «Eines Tages hörte ich, dass man hier am Wochenende einige Stunden arbeiten kann. Ich wollte meine Kinder zwar nicht allein lassen, aber ich brauchte den Kontakt mit anderen Menschen.» Mit der Unterstützung ihres Mannes, der sich während ihrer Abwesenheit um die Kinder kümmerte, begann sie 1993, einige Stunden an der Kasse zu arbei ten. Aus den Stunden wurden ganze Wochenenden. Im Laufe der Zeit besuchte Nunes Weiterbildungskurse und wurde vor 15 Jahren zur stellvertretenden Leite rin des Restaurants ernannt. «Damals begann ich, ganztags zu arbeiten. Die Arbeit hier hat mir immer Freude bereitet und tut es noch heute. Der Ort ist wunderschön, ich verstehe mich mit allen sehr gut, und mir ist alles sehr ans Herz gewachsen», erzählt sie. Filomena Nunes ist für alles ausser der warmen Küche verantwortlich: für das Buffet, den Speisesaal und die Bedienung der Gäste. Mal grüsst sie ein älteres Paar, das hier regelmässig Tee trinkt, dann verschwindet sie kurz, um ein Problem bezüglich der zwei Geburtstagsfeste im Restaurant zu klären. Schliesslich bittet sie einen Kollegen, eine Waren lieferung entgegenzunehmen. Zu ihren täglichen Aufgaben zählen die Bestellungen, die Vorbereitung der verschiedenen Buffets und das Mana gement des Teams. Dabei zögert sie nie, selbst Hand anzulegen. «Ich finde es wichtig, entgegenkommend zu sein, denn ich verlange viel von meinem Team, das mir aber nie eine Bitte abschlägt. Unsere Aufgaben sind sehr vielseitig und genau das liebe ich.» Filomena Nunes hat miterlebt, wie sich der Park im Laufe der letzten Jah re verändert hat, wie neue Aktivitäten angeboten wurden und wie das Restaurant umgebaut wurde. Heute sieht sie die Gäste, die früher als junge Eltern kamen, mit ihren Enkelkindern im Park spielen. MM
Publireportage
Nahrungsmittelintoleranz Unangenehm – aber kein Drama
Du bist, was du isst – oder nicht isst. Verzichten ist en vogue, jedoch nur selten notwendig. Denn: Viele eingebildete Lebensmittelallergien sind eigentlich Unverträglichkeiten. Weil sich die Symptome oftmals gleichen, werden sie häufig verwechselt. Die Diagnose beim Arzt schafft Klarheit und lässt sie wieder geniessen. schiede zu den Lebensmittelallergien. Er ermittelt die Unverträglichkeiten mit einer Anamnese und speziellen Tests – die mit einem Allergietest nichts gemeinsam haben. Sind die Nahrungsmittel oder Stoffe bestimmt, die auf den Darm schlagen, hilft nur eins: Sie reduzieren. Der komplette Verzicht ist – das zeigt das Beispiel von Sarah – bei Unverträglichkeiten aber meistens unnötig.
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«Sind da Nüsse drin? Die darf ich nicht essen, ich bin allergisch», betont Gian in der Bäckerei vor dem Tresen. Im Café nebenan bestellt Sarah ihren Cappuccino so: «Für mich gerne mit laktosefreier Milch, sonst bekomme ich Bauchweh.» Aussagen wie diese hört man immer öfter. Doch: Was ist eine Unverträglichkeit? Wie unterscheidet sie sich von einer Allergie? Und weshalb werden die beiden Reaktionen auf Lebensmittel viel zu oft miteinander verwechselt? Möchte Gian einen nussfreien Kuchen kaufen, dann deshalb, weil er unter einer Nahrungsmittelallergie leidet. Sein Körper reagiert heftig auf normalerweise harmlose pflanzliche Eiweisse: Antikörper lösen bereits bei kleinsten Mengen von Nüssen Ausschläge oder gar Kreislaufschocks aus. Sein Verzicht ist Pflicht. Die Zahl der Lebensmittelallergiker im Erwachsenenalter ist mit vier bis acht Prozent zum Glück gering. Kinder hingegen leiden etwas häufiger unter Allergien, die sich aber bis zum Schuleintritt meist auswachsen. Kleine Mengen sind verträglich Anders schaut es bei Sarah aus: Sie leidet an Laktoseintoleranz, verträgt also den Milchzucker nicht. Ihr Körper reagiert auf
die Milch im Cappuccino unmittelbar mit Bauchweh, denn Sarah kann den Milchzucker nicht verdauen. Sie hat es im Vergleich zu Gian leichter, weil sie immer noch eine individuell dosierte Menge Laktose zu sich nehmen kann, ohne dabei unter Symptomen zu leiden. Wenn Sarah aber grössere Mengen ihres geliebten Cappuccinos mit normaler Milch trinkt, meldet sich ihr Körper mit Bauchschmerzen, Blähungen und Verdauungsproblemen. Trinkt sie einen kleinen Cappuccino zum Mittagessen oder isst einen Jogurt als Dessert, passiert nichts. <wm>10CFXKIQ6AMAwF0BN1-e1a2lFJ5giC4GcImvsrAg7x3FvXtILP0rej78lgVaoBaZbWpKhyBryEa8K4CthmuARHC_99UnWuwHgPwYjrgJM46TQcVu7zegCy0qS1cgAAAA==</wm>
«Wer vermutet, ein Nahrungsmittel nicht zu vertragen, sollte seine Ärztin/seinen Arzt um Rat fragen. Abklärungen helfen, unnötige Diäten zu vermeiden.» Prof. Dr. med. Roger Lauener, Chefarzt Ostschweizer Kinderspital St. Gallen. Verzicht ist unnötig Von einer Nahrungsmittelintoleranz sind in der Schweiz rund 20% der Bevölkerung betroffen. Der Arzt erkennt die Unter-
? Laktoseintoleranz: Was passiert da eigentlich? Bei gesunden Menschen wird beim Verdauungsprozess das Enzym Laktase gebildet. Dieses spaltet den Milchzucker in Glukose und Galaktose auf, die so über den Darm aufgenommen werden können. Menschen mit Laktoseintoleranz können den Milchzucker nicht verdauen, weil ihre Dünndarmschleimhaut wenig oder keine Laktase produziert. So gelangt der Milchzucker unverdaut in den Dickdarm. Dies führt zu Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Durchfall – aber auch zu vermeintlichen Allergiereaktionen wie Hautausschlägen oder Kopfschmerzen. Wissenswertes Mehr Informationen zu Unverträglichkeiten unter www.swissmilk.ch/irrtum
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MIGROS-MEDIEN | MM21, 18.5.2015 | 59
Saisonküche
Kochen mit Köpfchen
Weisse Spargeln wachsen unterirdisch, grüne werden von der Sonne verwöhnt. Für alle Spargeln gilt: je frischer, desto knackiger. Und das Feinste an den Stangen sind ihre Köpfe.
Herausnehmen und sammeln!
Text: Claudia Schmidt Bilder und Styling: Christine Benz Rezepte: Annina Ciocco
Der italienische Soulfood-Klassiker in einer Frühlingsvariante: mit grünen Spargeln.
Aufwand 40 Minuten + 40 Minuten im Ofen für 6 Personen
Noch mehr Rezepte
Die Saisonküche gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch
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Spargel-Crostini
Weisse Spargeln mit Rohschinken und Fisch
Spargellasagne
Aufwand 20 Minuten Für 4 Personen
Aufwand
Aufwand
30 Minuten
40 Minuten + 40 Minuten im Ofen
Für 4 Personen
Vorspeise für 4 Personen 500 g grüne Spargeln 2 EL Olivenöl 60 g getrocknete Tomaten Salz, Pfeffer 12 Brotscheiben à ca. 10 g, z. B. Steinofenbaguette ½ Knoblauchzehe Zubereitung
Spargeln im unteren Drittel schälen. Harte Enden wegschneiden. Spargelspitzen ca. 5 cm lang abschneiden. Restliche Spargeln in kleine Stücke schneiden. Alles im Öl ca. 4 Minuten bissfest braten. Tomaten in dünne Streifen schneiden und beigeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Inzwischen Brotscheiben auf beiden Seiten rösten. Auf einer Seite mit Knoblauch einreiben und mit der Spargel-Tomaten-Mischung belegen. Dabei pro Brot eine Spargelspitze auf die Mischung legen. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten
Pro Person ca. 6 g Eiweiss, 6 g Fett, 20 g Kohlenhydrate, 650 kJ/160 kcal
Zutaten für 4 Personen 500 g weisse Spargeln 1 TL Zucker Salz 400 g Zanderfilet ohne Haut Pfeffer 2 EL Butter 50 g Rohschinken ½ Bund gemischte Kräuter, z. B. Dill und Kerbel Zubereitung
1. Spargeln vom Köpfchen weg schälen. Harte Enden wegschneiden. Reichlich Wasser mit Zucker und Salz aufkochen. Spargeln darin 12–15 Minuten knapp weich kochen. Mit einer Lochkelle aus dem Wasser heben. Gut abtropfen lassen. 2. Zander in Streifen schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen und in der Bratpfanne mit Butter 2–3 Minuten braten. Spargeln beigeben und kurz mitbraten. Anrichten und Rohschinken und Kräuter dazuzupfen. Dazu passt Reis. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten
Pro Person ca. 25 g Eiweiss, 7 g Fett, 4 g Kohlenhydrate, 750 kJ/180 kcal
Zutaten für 6 Personen Für 6 Personen 1 kg grüne Spargeln 1 TL Zucker, Salz 1 Zwiebel 1 EL Olivenöl 700 g Passato di pomodoro 150 g weisse Lasagneblätter 40 g Reibkäse, z. B. Parmesan Béchamelsauce: 20 g Butter 30 g Mehl
5 dl
Milch Muskatnuss, Salz, Pfeffer
Zubereitung
1. Spargeln im unteren Drittel schälen. Harte Enden wegschneiden. Spargeln in reichlich Wasser mit Zucker und Salz 8–10 Minuten kochen. Aus dem Wasser heben. Gut abtropfen lassen. Einige Spargeln beiseitestellen. Rest in mundgerechte Stücke schneiden. 2. Für die Béchamelsauce Butter bei kleiner Hitze schmelzen. Mehl darunterrühren. Milch dazugeben. Unter Rühren aufkochen, unter gelegentlichem Rühren ca. 10 Minuten köcheln lassen. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Für die Tomatensauce Zwiebel fein hacken. In Öl dünsten. Passato dazugeben, ca. 5 Minuten kochen. Spargelstücke dazugeben. 3. Backofen auf 180 °C vorheizen. Lasagneblätter und Tomatensauce mit Spargeln abwechslnd in die Gratinform schichten. Mit Lasagneblättern abschliessen. Béchamelsauce darübergiessen. Mit Käse bestreuen. Beiseitegestellte Spargeln darauflegen. In der Ofenmitte ca. 40 Minuten gratinieren. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + ca. 40 Minuten gratinieren
Pro Person ca. 14 g Eiweiss, 8 g Fett, 37 g Kohlenhydrate, 1150 kJ/270 kcal
H C S I R F T K R MA
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Eisbergsalat, «Aus der Region.» pro Stück
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Primella Watteprodukte im 3er-Pack Jack Wolfskin Kindersandale grün z.B. Watterondellen, 3 x 80 Stück, gültig bis 1.6.2015 erhältlich in den Grössen 30–37, gültig bis 1.6.2015
Potz Reinigungsmittel im Duo-Pack 1.50 günstiger, z.B. Cremereiniger, 2 x 500 ml, gültig bis 1.6.2015
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Herren-Sportsocken im 3er-Pack erhältlich in den Grössen 39–42 oder 43–46, z.B. Sport-Kurzsocken im 3er-Pack, Gr. 43–46, gültig bis 1.6.2015
Diverse Damen-Sportsocken im 3er-Pack erhältlich in den Grössen 35–38 oder 39–42, z.B. Damen-Sneaker-Socken, himbeer, Gr. 35–38, gültig bis 1.6.2015
WEITERE ANGEBOTE. FRÜCHTE & GEMÜSE Anna’s Best Nüsslisalat im Duo-Pack, 2 x 100 g 5.40 statt 6.80 20% Peperoni gemischt, Niederlande/ Spanien, 500 g 2.40 statt 3.60 33% Chiquita Bananen, Panama, per kg 1.80 statt 2.60 30% Eisbergsalat, «Aus der Region.», pro Stück 1.40 Nektarinen gelbfleischig, Spanien, per kg 4.60 statt 6.20 25% Heidelbeeren, Herkunft siehe Verpackung, Schale à 500 g 4.90 statt 9.– 40%
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FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL M-Classic Lammnierstück, Neuseeland/Australien, per 100 g 3.75 statt 5.40 30% M-Classic Kalbsbratwurst im 3er-Pack, Schweiz, 3 x 2 Stück, 840 g 7.80 statt 15.60 50% M-Classic Trutenbrust, hauchdünn geschnitten, oder Trutenmöckli im Duo-Pack, z.B. M-Classic Trutenbrust, hauchdünn geschnitten, Brasilien/Frankreich, 2 x 144 g 4.90 statt 7.– 30% Appenzeller Mostbröckli hauchdünn, Schweiz, per 100 g 6.80 statt 8.55 20% Optigal Pouletschnitzel, Schweiz, per 100 g 2.80 statt 3.30 15% Ausgewählte Fisch-Grillspiessli, z.B. Crevetten-Spiess mariniert, Zucht aus Ecuador, Bio, per 100 g 3.85 statt 5.55 30% * Grill Cheese Steak im Duo-Pack, 2 x 220 g 9.25 statt 11.60 20% Fleischkäse Portion, Schweiz, per 100 g 1.20 statt 1.50 20% Olma-Griller, Schweiz, 200 g 2.95 statt 3.90 20% Beinschinken geschnitten, Schweiz, per 100 g 2.45 statt 3.10 20% Bratspeck, TerraSuisse, per 100 g 1.80 statt 2.30 20% Pfingst-Kalbspastete, Schweiz, 500 g 9.50 statt 19.– 50% Wander-Knebeli, «Aus der Region.», 180 g 4.30 statt 5.40 20% Beretta Rohschinken Emilia, Italien, per 100 g 5.20 statt 6.50 20% Salami Milano, Bio, Italien, per 100 g 4.– statt 5.– 20% Kalbsplätzli, TerraSuisse, «Aus der Region.», per 100 g 5.80 statt 7.30 20% Schweins-Spareribs mit Raucharoma, Schweiz, per 100 g 1.80 statt 2.30 20% Fackelspiess, Schweiz, per 100 g 1.95 statt 2.90 30% Kalbsgeschnetzeltes, Schweiz, per 100 g 3.80 statt 4.75 20%
*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.
Pouletschenkel gewürzt, Grosspackung, Schweiz, per kg 8.– statt 14.– 40% Lachsfilet, Zucht aus Norwegen, per 100 g 3.– statt 3.80 20% Wildlachs Sockeye, MSC, Wildfang aus Alaska, 280 g 12.40 statt 20.70 40% Forellen, Zucht aus Bosnien-Herzegowina, per 100 g 1.05 statt 2.10 50%
BROT UND MILCHPRODUKTE M-Classic Silser Sandwiches mit Saaten, 300 g 3.50 NEU *,** 20x M-Classic Mini-Sandwiches oder Weggli, –.40 günstiger, z.B. MiniSandwiches, 300 g 2.15 statt 2.55 Die Butter, –.20 günstiger, Mödeli à 250 g 2.85 statt 3.05 Gesamtes aha! Sortiment, z.B. Sanissa Classic, 400 g 20x 2.95 20x PUNKTE Alle Farmer Joghurt 225 g, z.B. Schokolade 1.55 statt 1.95 20% Bifidus Joghurt Erdbeere 4 x 150 g 2.70 statt 3.40 20% Le Gruyère Surchoix, per 100 g 1.60 statt 2.– 20% Le Gruyère gerieben im Duo-Pack, 2 x 120 g 3.65 statt 4.60 20% Caprice des Dieux, 330 g 4.60 statt 5.75 20% Alle Cottage Cheese, «Aus der Region.», –.45 günstiger, z.B. Cottage Cheese Nature, 330 g 2.35 statt 2.80 Luzerner Rahmkäse im Duo-Pack, 2 x 230 g 9.10 statt 11.40
BLUMEN & PFLANZEN Rosenzauber, Stiellänge 40 cm, Bund à 30 Stück 13.50 Calla Mini, im Keramiktopf, pro Stück 9.90 statt 11.90 Tagetes, «Aus der Region.», in verschiedenen Farben, 6 Stück pro Schale 4.90 statt 5.90 Hängepetunien, gross- und kleinblumige Sorten, im 10,5-cm-Topf, pro Pflanze 3.90 statt 4.90 Fuchsien, «Aus der Region.», aufrechte und hängende Sorten, im 12-cm-Topf, pro Pflanze 4.90 statt 5.90 Osteospermum Kapkörbchen, «Aus der Region.», in verschiedenen Farben, im 10,5-cm-Topf, pro Pflanze 3.90 statt 4.90 Sommerflorampeln Spezial, Bio, z.B. Hängepetunia Tricolor, Verbena Vodoo, pro Ampel 19.90 statt 24.90
WEITERE LEBENSMITTEL Frey Adoro Kugeln Milch 200 g oder 500 g, UTZ, z.B. 200 g 6.55 statt 8.20 20% ** Frey Truffes Fraises, UTZ, Limited Edition, 140 g 20x 10.30 NEU *,**
Alle Frey Tafelschokoladen à 100 g im 4er-Pack, UTZ, z.B. Milch extrafein, 4 x 100 g 6.– statt 8.– 25% Yummie Gemüsestäbchen im Duo-Pack, tiefgekühlt, 2 x 426 g 5.45 statt 7.80 30% Fruit Ice Erdbeere in Mehrfachpackung, 6 Stück 20x 5.50 NEU *,** Fruit Ice Mango in Mehrfachpackung, 6 Stück 5.50 NEU *,** 20x Alle Rivella im 6er-Pack, z.B. Rivella rot, 6 x 1,5 Liter 11.50 statt 14.40 20% Alle Passaia im 6er-Pack, z.B. Regular, 6 x 1,5 Liter 10.05 statt 12.60 20% Alle alkoholfreien Biere, z.B. Feldschlösschen, 10 x 33 cl 7.60 statt 10.90 30% Gold Säfte, Fairtrade, z.B. Multivitamin, 1 Liter 20x 1.95 NEU *,** Alle Garofalo Teigwaren, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.50 günstiger, z.B. Rigatoni, 500 g 2.– statt 2.50 Alle Thomy Mayonnaise, Thomynaise oder Senf mild im Duo-Pack, z.B. Mayonnaise à la française, 2 x 265 g 4.– statt 5.– 20% Alle Condy Maiskölbchen, z.B. 190 g 1.50 statt 3.– 50% Aglio & Olio Peperoncino, 20x 95 g 3.50 NEU *,** Alle Thomy oder Bon Chef Flüssigsaucen in Kartonverpackungen, z.B. Thomy Sauce Champignons, 250 ml 2.80 statt 3.50 20% Bon Chef Gemüsebouillon 20x fettfrei, 230 g 5.40 NEU *,** Alle Brotaufstriche im Duo-Pack, z.B. Crème Sandwich, 2 x 200 g 4.90 statt 6.20 20% Party Sandwich Crackers, z.B. Kräuter, 128 g 2.90 NEU *,** 20x Alle Anna’s Best Wähen, z.B. Aprikosenwähe, 215 g 2.30 statt 2.90 20% Anna’s Best Dip, 4 x 125 g 4.20 statt 5.60 25% Armando de Angelis Pasta im Duo-Pack, z.B. Tortellini al prosciutto crudo, 2 x 250 g 8.60 statt 10.80 20% La Pizza Prosciutto Mascar20x pone, 510 g 7.40 NEU *,** M-Classic Pizza im 4er-Pack, z.B. del Padrone, 4 x 370 g 11.50 statt 19.20 40% Alnatura Mango Kokos Stäbchen 100 g oder Limone Mohn weisse Schokolade 50 g NEU ** 20x Alnatura Dinkel Doppelkeks Mini 90 g oder Schoko Dinkel 20x Brezeln 100 g NEU ** Alnatura Frühstücksbrei Basis oder Früchte 500 g, Mais-AmaranthWaffeln 115 g, Chia-Samen 200 g oder Mandel-Drink 20x ungesüsst 1 Liter NEU ** Alnatura Bourbon Vanille gemahlen 5 g oder Kalifornische Pflaumen 20x 200 g NEU ** Alnatura Apfel Johannisbeer Schorle 500 ml oder Alnavit Aronia Muttersaft 20x 330 ml NEU **
**Gültig bis 1.6. Genossenschaft Migros Ostschweiz
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Alnatura Kokosöl nativ 220 ml oder Mini-«Wiener» 20x vegetarisch 170 g NEU ** Alnatura Hühner Brühwürfel 66 g oder Streichcrème Garten20x kräuter 180 g NEU ** Alnatura Taboulé Couscous20x Salat, 200 g 2.50 NEU ** Alnatura Chips im Kessel gebacken, z.B. Rosmarin & Meersalz, 20x 125 g 3.70 NEU ** Basler Leckerli, 1,5 kg 12.70 statt 15.90 20%
NEAR-/NON-FOOD Gesamtes Exelcat TrockenfutterSortiment, z.B. Sterile 1+ Years mit Lachs, 950 g 5.20 NEU *,** 20x Gourmet Perle Duetto di Carne, 4 x 85 g 4.75 NEU *,** 20x Gourmet Mon Petit, z.B. Geflügel, 6 x 50 g 4.40 20x NEU *,** Exelcat Kleine Menus, z.B. Geflügel, 12 x 50 g 5.40 20x NEU *,** Alle Asco oder Max Snacks im 3er- oder 5er-Pack, z.B. Asco A’Petito Rind im 5er-Pack, 5 x 50 g 5.80 statt 7.25 20% Covergirl Outlast Stay Brilliant Nail Gloss Nagellacke, z.B. Color 240, 11 ml 8.90 NEU ** 20x Alle Essence Ultîme oder Gliss Kur Haarprodukte (ohne Gliss Kur Miniprodukte, Gliss Kur SoforthilfeKuren oder Gliss Kur Mehrfachpackungen), beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 1.50 günstiger, z.B. Total Repair Shampoo, 250 ml 2.50 statt 4.– ** I am Haircare oder Stylingprodukte in Mehrfachpackungen, z.B. Ultra Strong Mousse, 2 x 150 ml 6.20 statt 7.80 20%** Garnier Gesichts-, Körper-, Handpflegeprodukte oder Deos im Duo-Pack, z.B. GesichtsReinigungstücher sensible Haut, Packung à 25 Stück 7.80 statt 9.80 20%** Gesamtes Bic Damen- oder Herrenrasierer-Sortiment (ohne Mehrfachpackungen), z.B. Sensitive 2 Einwegrasierer, 10 Stück 2.20 statt 4.40 50%** Candida Pomegranate oder Vital Zahnpasta oder Ultra Strong Mundspülung, z.B. Pomegranate Zahnpasta, Limited Edition, 20x 75 ml 3.60 NEU ** Listerine Produkte in Mehrfachpackungen, z.B. Zahn, & ZahnfleischSchutz im Duo-Pack, 2 x 500 ml 9.25 statt 11.60 20% ** I am Sensitive Care Pflegedusche, 250 ml 2.10 NEU *,** 20x I am Red Summer Frischeseife Dispenser oder Nachfüllbeutel, Limited Edition, z.B. Dispenser, 20x 300 ml 3.20 NEU *,** Nivea Travelsets for Men oder Women, z.B. for Women, pro Set 7.90 Gültig bis 27.7.2015 Gesamtes Ellen Amber oder Lilly Lane Damen-Tagoder Nachtwäsche-Sortiment, z.B. Ellen Amber Slip Maxi, weiss, Gr. 38–50 7.65 statt 12.80 40% Total Waschmittel in 5-Liter-Flaschen, z.B. Aloe Vera, 19.75 statt 39.50 50% **
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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 69
Wissenswertes
Rund um die Spargeln Frische
Ist der Anschnitt noch feucht, wurden die Stangen frisch geerntet. Ein weiteres Indiz für Frische: Die Stangen quietschen, wenn man sie aneinanderreibt. Zudem brechen frische Spargeln leicht.
Gemüse royal Mit weissen Spargeln, die gemeinhin als Königinnen unter den Gemüsen gelten, verhält es sich wie mit allen anderen Spargelsorten: Wenn die Kirschen reifen, ist ihre Erntezeit vorbei. Nutzen wir also die Saison bis zum 24. Juni, denn vor allem frisch sind Spargeln ein Hochgenuss.
Mehr Rezepte unter www.saison.ch
Einfrieren
Spargeln lassen sich gut tiefkühlen. Wichtig: Weisse Spargeln sollte man vor dem Einfrieren schälen, damit sie später für die Zubereitung noch gefroren ins kochende Wasser gegeben werden können. Und Achtung: Auf keinen Fall blanchie ren, denn dabei verlieren die Spargeln den Biss. Roh oder gekocht? Das gewohnte Spargel aroma entfaltet sich beim Kochen, doch auch roh sind Spargeln ein Genuss. So kann man sie nach dem üblichen Schälen mit einem Spar schäler in feine Streifen hobeln, marinieren und mit Salat kombinieren. Giftige Beeren Wir essen die dicken Spargeltriebe. Wenn der Spargel später im Jahr ins Kraut schiessen darf, entwickelt er nach der Blüte rote Beeren. Diese sind giftig und können Bauchschmerzen und Übelkeit verursachen.
Bild: Saisonküche
Handarbeit Zwar gibt es Spargel erntemaschinen, doch einen wirklichen Preis oder Qualitätsvorteil bieten sie kaum. Daher wird nach wie vor meist jede einzelne Stange von Hand geerntet. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch
Wildspargeln*
Weisse Spargeln
Violette Spargeln*
Grüne Spargeln
Wildspargeln, die wir kaufen, sind meistens die Sprosse vom PyrenäenMilchstern – einem Gewächs, das Botaniker lange zu den Lilien zählten, das heute aber in der Familie der Spargel gewächse gelistet ist. Wildspargeln sind sehr zart und müssen nicht geschält werden.
Die Färbung der Spargeln lässt sich nicht am Sorten namen erkennen, sondern an unter schiedlichen Anbau arten. Die weissen Spargelstangen sehen kein Licht und wachsen in aufgehäufelten Erd hügeln. Sie gelten als Königinnen unter den Gemüsen.
Komplett violette Spargeln sind eine Sonderzüchtung, die sich besonders zum Rohessen eignet. Wie ihre grünen Ver wandten wachsen die violetten Stangen oberirdisch. Sie enthal ten rund 20 Prozent mehr Zucker als die grünen. Wenn man sie kocht, werden sie grün.
Grüne Spargeln wachsen überirdisch. Das Sonnenlicht löst die Photosynthese und damit die Grün färbung aus. Auch sorgt der Einfluss des Sonnenlichts dafür, dass grüne Spargeln im Vergleich zu weissen mehr Vitamin C und Betacarotin produzieren.
* Wildspargeln sind in der Migros nicht erhältlich.
* Violette Spargeln sind vereinzelt regional in grösseren Filialen erhältlich.
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Bon Chef Gemüsebouillon fettfrei 230 g
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Aglio & Olio Peperoncino 95 g
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I am Red Summer Frischeseife Dispenser oder Nachfüllbeutel Limited Edition, z.B. Dispenser, 300 ml
MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 71
Optigal
Das Grillfest kann beginnen Auspacken, auflegen, geniessen: So unkompliziert verläuft der Grillplausch mit dem fixfertig marinierten Poulet von Optigal. Das Geflügel der Migros-Qualitätsmarke stammt aus Schweizer Produktion, ist fettarm und eine leichte Alternative zu Steaks und Wurst. Aber aufgepasst: Damit das Poulet innen zart und saftig bleibt, nimmt man es eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank. Die Garzeit variiert je nach Geflügelteil. Spiessli und Schnitzel brauchen 10 Minuten, Flügeli und Unterschenkel 15 bis 20 Minuten.
Optigal Poulet Paprika*, per kg Fr. 10.20
Optigal Poulet schnitzel, mariniert*, per 100 g Fr. 3.40
Bild und Styling: Ruth Küng
Optigal Poulet Unterschenkel Curry auf Grillschale*, per 100 g Fr. 1.70
Kinder lieben Pouletschenkel. Damit sie nicht auf dem heissen Rost kleben bleiben, braucht es eine Aluschale.
Optigal Poulet Innenfiletspiessli*, per 100 g Fr. 3.75 * in grösseren Filialen
72 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT
Zur Genossenschaft Luzern gehören
Migros-Filialen in den Kantonen Luzern, Zug, Ob- und Nidwalden sowie Uri und Schwyz. Fotorätsel
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«Aus der Region. Für die Region.» ist das Versprechen der Migros, in jeder Region eine grosse Vielfalt an Produkten anzubieten, die in der Region hergestellt werden und auch nur in der Region erhältlich sind. Dank jahrzehntelangem Engagement umfasst das Migros-Sortiment heute rund 8000 regionale Produkte.
Geisskäse mit Honig und Erdbeeren: Die Migros-Mitarbeitenden Eldin Kukavica (links) und Stefan Zurkirchen und geniessen ihren Snack an der Schiffände in Meggen LU.
MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 73
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Auf nach Luzern!
Migros-Mitarbeitende zu Besuch in einer anderen Region: Nach dem Relaxen in Meggen am See geht es nach Dallenwil NW in die Käserei Odermatt zum Arbeiten. Text: Claudia Schmidt
D
ie Migros-Mitarbeitenden kennen sich in der Produktewelt ihrer eigenen Genossenschaft sehr gut aus. Doch die Produkte des Labels «Aus der Region. Für die Region.» sind in jeder Migros-Genossenschaft verschieden. Um andere Regionen und deren Produkte kennen zulernen, besuchen sich ab jetzt neun Mitarbeitende gegenseitig. Stefan Zurkirchen aus Meggen LU lädt seinen Kollegen Eldin Kukavica aus Derendingen SO ein. Gemeinsam fahren sie zur Schifflände Meggen. Von der Anlegestelle hat man einen tollen Blick auf den Pilatus, das Wahrzeichen der Region Luzern. Hier kann man die Seele baumeln lassen. Als Snack hat Stefan Zurkirchen einen Geissfrischkäse aus der Region Luzern dabei. «Perfekt mit Honig und Erdbeeren», findet er. Dann geht es in die Käserei Odermatt im nidwaldischen Dallenwil, wo der Geisskäse herkommt.
Bilder: Anne Gabriel-Jürgens
Stefan Zurkirchen, Fachleiter Früchte und
Gemüse Migros Zugerland, liebt seine
Region und seinen Wohnort Meggen. Klar, dass er seinen Kollegen aus der Region Aare an seinen Lieblingsort, die Schifflände Meggen, einlädt.
Viel Arbeit für einen kleinen Käse
In der Käserei ziehen sich Eldin Kukavica und Stefan Zurkirchen erst einmal weisse Hygieneanzüge an. Käsermeister Patrick Odermatt zeigt, wie eine Maschine den abgetropften Käse in lange, dicke Rollen presst. Jetzt ist Handarbeit gefragt: Die beiden «Lernenden» schneiden den Geisskäse in Portionen. Ganz so schnell wie der Meister sind sie nicht. Jede Portion verpacken und etikettieren sie anschliessend von Hand. Pro Woche werden so mehrere Tausend Käse hergestellt. MM
Eldin Kukavica ist Filialleiter der Migros Derendingen. Er besucht die Genossenschaft Luzern.
Käserei Odermatt In seinem Kleinbetrieb
in Dallenwil NW produziert Patrick Odermatt (Bild oben) pro Woche rund 9000 Geisskäse in verschiedenen Grössen. Dafür werden zwischen 10 000 und 15 000 Liter Milch benötigt, die er von 34 Ziegenhaltern bezieht.
74 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT
Kinder-Festivals
Legende spielt für Familien Am 6. Juni starten die Lilibiggs-Kinder-Festivals mit Konzerten, Zaubershows und Familiencamping. Erstmals steht auch Big-Band-Star Pepe Lienhard auf der Bühne. Text: Michael West
Kinder-Festivals auf der Bühne stehen. «Ich freue mich darauf, für ein ganz neues Publikum zu spielen», sagt der Altstar. «Vielleicht gelingt es mir ja, die jüngste Generation für Big-BandSounds zu begeistern.» Vom 6. Juni bis am 27. September finden die Festivals in der Deutschschweiz und der Romandie statt. Zu den Events gehören wie jedes Jahr
die Open-Air-Auftritte von Bands wie Schtärneföifi oder Silberbüx, deren Lieder die Familien oftmals auswendig mitsingen können. Aber die Festivals bieten mehr als Livemusik: Das Zauberduolino Domenico, Gewinner des Swiss Talent Awards, zeigt eine Zaubershow für Kinder. Auch Clown Pepe vom Circus Balloni und Märchenerzählerin Jolanda Steiner sind mit
Bilder: PD
D
er Bandleader, Saxofonist und Arrangeur hat Schweizer Showgeschichte geschrieben. Jetzt tritt Pepe Lienhard überraschend vor einem für ihn ungewohnten Publikum auf: Zusammen mit der beliebten Kindermusik-Combo Marius und die Jagdkapelle werden Lienhard und einige seiner Bläser bei 8 der insgesamt 12 Lilibiggs-
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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 75
Beliebt: Im letzten Jahr besuchten insgesamt 18 000 Menschen die Lilibiggs-Kinder-Festivals.
Pepe Lienhard (links im Bild) tritt mit der Band Marius und die Jagdkapelle auf.
von der Partie. Noch intensiver wird das Erlebnis, wenn Eltern und Kinder am Familiencamping teilnehmen, das neu an sechs Orten angeboten wird: auf dem Gurten, dem Zugerberg, dem Allmendhubel in Mürren, in Signal de Bougy, Grüningen und Zürich-Wollishofen. Zum Rahmenprogramm des Campings gehört der Chaplin-Film «The Kid» auf Grossleinwand. MM
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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 77
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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 79
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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 81
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Endlich, die Frühlingssonne lädt wieder zum Open-Air-Lunchen ein. Anna’s Best bietet viele frische vegetarische Sandwiches und Salate an, die sich als Take-away für die Mittagspause eignen. Ob feiner Eblysalat aus Hartweizen, Focaccia Caprese oder ein Sandwich mit Gurke und Tomate oder Ei: Alle Produkte werden in der Schweiz hergestellt und tragen das Label der Europäischen Vegetarier-Union.
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82 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT
Outdoor
Nix wie raus und ab an den See
Nützliche Begleiter: Linsoft Magic Erfrischungstücher, 10 Stück Fr. 2.90 In grösseren Filialen
Der Sommer rückt näher und lockt uns hinaus in die Natur. Beschwingt schlüpfen wir in die Outdoor-Sandalen, schnappen uns das nagelneue StandUp-Paddleboard, und schon sind wir draussen. Der nächste See ist nicht weit, und vielleicht wirds heute ja schon so richtig heiss und verführt uns zu einem ersten Härtetest im kühlen Nass. Das Badetuch ist jedenfalls mit von der Partie, ebenso der Campinghocker (vielleicht wollen wir doch bloss angeln), der Regenschirm (man weiss ja nie) und natürlich Verpflegung. Der kleine Hunger meldet sich schliesslich zu jeder Jahreszeit.
Für Surfer und Badenixen: Strandtuch Santiago Fr. 29.90
Total im Trend: Stand Up Paddleboard, inklusive Pumpe und Paddel Fr. 399.– Im SportXX, Do it + Garden (grössere Filialen) sowie in grösseren Migros-Filialen oder unter www.sportxx.ch
Bild: Keystone/Gallery Stock/Guillaume Lechat
In der Micasa
MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 83
Immer dabei: Regenschirm, leicht und kompakt Fr. 14.80
Weich und bequem: Damen-Sandalen Fr. 39.90 In grösseren Filialen
Luftig und trotzdem robust: Outdoor-Sandalen für Herren Fr. 39.90 In grösseren Filialen
Süsse Stärkung: Frey Les Délices Blanc Croquant Fr. 2.20
Funktional und schick: Polaroid-Sonnenbrille Fr. 49.90
Mobile Sitzgelegenheit: Campinghocker Fr. 9.95 In der Micasa und im Do it + Garden
84 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT
Ihre Region
Neues aus der Genossenschaft Migros Ostschweiz
Über 500 Lernende absolvieren ihre Ausbildung bei der Migros Ostschweiz. Lagebericht
Blick zurück auf ein erfreuliches Jahr Allgemeiner Geschäftsverlauf Die Migros Ostschweiz blickt auf ein höchst erfreuliches 2014 zurück. Dank konsequenter Ausrichtung auf die Frische und weiterer Investitionen in ein modernes Filialnetz resultierte ein Umsatzplus von 1.5 Prozent bzw. 36 Millionen Franken auf 2.41 Milliarden Franken. Die Supermärkte steigerten den Umsatz um 1.7 Prozent. Besonders erfreulich entwickelten sich die Verkäufe im Bio-Sortiment, die mit einer Steigerung von 26 Prozent die Ziele klar übertroffen haben. Bei den Fachmärkten konnte ein Umsatzzuwachs von 1.8 Prozent erzielt werden, obwohl die Fachmarktsortimente unter erheblichem Preisdruck (Minusteuerung von 2.2 Prozent) litten und die Sparten Do it + Garden sowie SportXX wetterbedingt Umsatzeinbussen hinnehmen mussten. Der Wegfall der M-Partner Triesen und Zuzwil war hauptsächlich für den Umsatzrückgang von 12 Prozent im Grosshandel verantwortlich. Der Bereich Gastronomie/Hotel profitierte von der Wiedereröffnung des Hotel Säntispark sowie von der erfreulichen Entwicklung der Formate Chickeria und Gemeinschaftsgastronomie und konnte insgesamt um 6.3 Prozent zulegen. Eine Umsatzsteigerung von 7.6 Prozent weisen die Freizeitanlagen auf. Dazu haben die MFIT Trainingszentren entscheidend beigetragen. Die Handelsmargen im Detailhandel waren stabil und konnten auf dem Niveau des Vorjahres ge-
halten werden. Die Betriebskosten nahmen moderat um 1.4 Prozent zu, was hauptsächlich auf die gestiegenen Personalkosten zurückzuführen ist. Der EBIT konnte um 3.1 Millionen Franken auf 77.8 Millionen Franken gesteigert werden. Begünstigt durch ausserordentliche Erträge (Liegenschaftsverkäufe) legte der Gewinn um 8.4 Millionen Franken auf 67.2 Millionen Franken zu. Finanzielle Lage Die Investitionen von 133 Millionen Franken konnten problemlos aus dem Cash Flow finanziert werden, welcher sich mit 173 Millionen Franken auf dem Vorjahresniveau befindet. Dank dem Rekordergebnis haben sich die Bilanzrelationen weiter verbessert. Die Eigenkapitalquote von 63 Prozent widerspiegelt die kerngesunde Bilanz. Die Migros Ostschweiz ist schuldenfrei. Bestell- und Auftragslage Im Detailhandel bestehen nur in sehr geringem Ausmasse Bestellungen und Aufträge. Forschungs- und Entwicklungstätigkeit Die Migros Ostschweiz betreibt als Detailhandelsunternehmung selbst keine Forschung. Risikobeurteilung Die Migros Ostschweiz verfügt über ein Risikomanagement. Die Verwaltung stellt sicher, dass die Risikobeurteilung zeitgerecht
und angemessen erfolgt. Sie wird regelmässig durch die Geschäftsleitung über die Risikosituation der Unternehmung informiert. Anhand einer systematischen Risikoanalyse haben die Verwaltung und die Geschäftsleitung die für die Migros Ostschweiz wesentlichen Risiken identifiziert und hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und finanzieller Auswirkungen bewertet. Mit geeigneten, von der Verwaltung beschlossenen Massnahmen werden diese Risiken vermieden, vermindert oder überwälzt. Die selbst zu tragenden Risiken werden konsequent überwacht. Die Resultate der Risikobeurteilung berücksichtigt die Verwaltung angemessen in ihrer jährlichen Überprüfung der Geschäftsstrategie. Die Verwaltung hat die letzte Risikobeurteilung am 5. November 2014 vorgenommen und festgestellt, dass die Risiken durch Strategien, Prozesse und Systeme grundsätzlich gut abgedeckt sind. Ausblick Die Migros Ostschweiz wird verstärkt in den Ausbau des Filialnetzes investieren und gleichzeitig die Modernisierung der bestehenden Standorte vorantreiben. Die Vorteile in der Beschaffung, die sich aufgrund des starken Frankens ergeben, werden konsequent an die Kunden weitergegeben. Die absehbaren Preissenkungen sowie der zu erwartende Anstieg des Einkaufstourismus werden aber die Umsatzentwicklung beeinflussen.
Neue Talente
Geschäftsbericht bestellen Der Geschäftsbericht 2014 der Migros Ostschweiz informiert über die Zahlen und Fakten des Jahres 2014. Zudem rückt er die 515 Lernenden ins Scheinwerferlicht und gibt einen Einblick in die vielfältigen und attraktiven Lehrstellen bei der Migros Ostschweiz. Für die Bestellung des Geschäftsberichts senden Sie bitte eine Postkarte oder eine E-Mail mit der vollständigen Postadresse an: Migros Ostschweiz Kommunikation Industriestrasse 47 9201 Gossau kommunikation@gmos.ch
MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 85
ERFOLGSRECHNUNG (in 1000 CHF) Anmerkung
2014
2013
2’118’020 61’108 121’939 38’140 33’546 40’505 2’413’258
2’083’309 69’454 114’674 35’431 33’314 41’083 2’377’265
1
30’307 2’443’565
30’997 2’408’262
Waren- und Dienstleistungsaufwand Personalaufwand 2 Mietaufwand Anlagenunterhalt Energie und Verbrauchsmaterial Werbeaufwand Verwaltungsaufwand Übriger betrieblicher Aufwand 3 Abschreibungen und Wertberichtigun4 gen auf Positionen des Anlagevermögens Total betrieblicher Aufwand
-1’579’736 -457’786 -69’672 -25’182 -47’716 -19’949 -15’811 -38’028 -111’896
-1’557’928 -445’682 -68’799 -27’983 -48’287 -19’940 -15’539 -36’668 -112’728
Nettoerlöse
Detailhandel Grosshandel Gastronomie/Hotel Freizeit/Fitness Bildung/Kultur Dienstleistungen Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Erträge
Andere betriebliche Erträge
Total betrieblicher Ertrag
Anmerkung 31.12.2014
Umlaufvermögen
Flüssige Mittel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - gegenüber Unternehmen des Konzerns - gegenüber Dritten Übrige kurzfristige Forderungen - gegenüber Unternehmen des Konzerns - gegenüber Dritten Vorräte Aktive Rechnungsabgrenzungen 7 Total Umlaufvermögen
31.12.2013
27’230
26’232
290 11’026
126 9’250
314’626 9’725 68’922 282 432’101
285’095 5’468 67’241 306 393’718
20’280 1’446
22’733 1’446
6’089
6’066
482’970 52’600 6’300 11’307 600 581’592 1’013’693
429’000 67’300 5’220 30’605 1’300 563’670 957’388
65 46’219
57 55’418
45’642
50’420
777 64’185 38’326 195’214
926 59’346 37’442 203’609
176’645 176’645
179’156 179’156
371’859
382’765
4’057 2’000 569’177 66’600 641’834 1’013’693
4’047 2’000 509’647 58’929 574’623 957’388
Anlagevermögen
Betrieblicher Aufwand
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT)
Finanzergebnis Betriebsfremdes Ergebnis Ausserordentliches, einmaliges oder periodenfremdes Ergebnis Gewinn vor Steuern Direkte Steuern Gewinn
BILANZ vor Gewinnverwendung (in 1000 CHF)
AKTIVEN
5 6
-2’365’776 -2’333’554 77’789
74’708
1’888 6’939
1’848 597
86’616 -19’415 67’201
77’153 -18’304 58’849
Finanzanlagen - gegenüber Unternehmen des Konzerns - gegenüber Dritten Beteiligungen - an Unternehmen des Konzerns Sachanlagen - Grundstücke und Bauten - Technische Anlagen und Maschinen - Übrige Sachanlagen - Anlagen in Bau Immaterielle Werte Total Anlagevermögen Bilanzsumme PASSIVEN Kurzfristiges Fremdkapital
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - gegenüber Unternehmen des Konzerns - gegenüber Dritten Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten - M-Partizipationskonten Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten - gegenüber Unternehmen des Konzerns - gegenüber Dritten Passive Rechnungsabgrenzungen 8 Total kurzfristiges Fremdkapital Langfristiges Fremdkapital
Rückstellungen Total langfristiges Fremdkapital
9
Total Fremdkapital Eigenkapital Genossenschaftskapital Gesetzliche Gewinnreserve Freiwillige Gewinnreserve Bilanzgewinn Total Eigenkapital Bilanzsumme
Detailhandelsfachfrau Möbel ist eine der vielen Ausbildungsmöglichkeiten.
10
Anmerkungen zur Jahresrechnung auf Seite 86
86 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT
ANMERKUNGEN
(in 1000 CHF) 1 Andere betriebliche Erträge Aktivierte Eigenleistungen Übrige betriebliche Erträge 2
Personalaufwand
Löhne und Gehälter Sozialversicherungen Personalvorsorgeeinrichtungen Übriger Personalaufwand
3
Übriger betrieblicher Aufwand Sonstiger Betriebsaufwand Gebühren und Abgaben
4
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Positionen des Anlagevermögens
Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Übrige Sachanlagen Immaterielle Werte
5
6
Finanzergebnis Kapitalzinsertrag Beteiligungsertrag Kapitalzinsaufwand Übriger Finanzerfolg Ausserordentliches, einmaliges oder periodenfremdes Ergebnis
Gewinn aus Veräusserung von Anlagevermögen Verlust aus Veräusserung von Anlagevermögen Auflösung/Bildung Rückstellung Ersatzbeschaffung 7
Aktive Rechnungsabgrenzungen Vorausbezahlte Aufwendungen Übrige Abgrenzungen
8
Passive Rechnungsabgrenzungen
9
Klubschulerträge Mieten Übrige Abgrenzungen
Rückstellungen AHV-Ersatzrente Kulturelles/Personelles Warengeschäft Gewährleistung aus Verträgen Umweltschutzmassnahmen Ersatzinvestitionen/Sanierungen Sonstige langfristige Rückstellungen Ersatzbeschaffung
10 Freiwillige Gewinnreserven
Freiwillige Reserven Unterstützungsfonds Reserve Kulturprozent
2014
2013
3’302 27’005 30’307
3’138 27’859 30’997
-350’850 -33’331 -48’428 -25’177 -457’786
-342’535 -37’441 -45’667 -20’039 -445’682
-33’573 -4’455 -38’028
-32’417 -4’251 -36’668
-43’719 -56’933 -10’436 -808 -111’896
-41’849 -59’236 -10’339 -1’304 -112’728
1’518 144 -14 240 1’888
1’381 144 -3 326 1’848
3’703
2’060
-5
-57
3’241
-1’406
6’939
597
272 10 282
201 105 306
8’086 534 29’706 38’326
8’036 1’120 28’286 37’442
16’488 14’780 73’800 13’266 5’500 39’000 13’811 176’645
22’737 14’939 65’800 13’843 5’500 39’000 14’096 3’241 179’156
567’047 1’500 630 569’177
508’147 1’500 509’647
GELDFLUSSRECHNUNG
(in 1000 CHF) Geldfluss aus Geschäftstätigkeit
Gewinn Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Positionen des Anlagevermögens Gewinn aus dem Verkauf von Anlagevermögen Verlust aus dem Verkauf von Anlagevermögen Veränderung Rückstellungen Cash Flow Veränderung kurzfristige Forderungen Veränderung Vorräte Veränderung aktive Rechnungsabgrenzungen Veränderung kurzfristige Verbindlichkeiten Veränderung passive Rechnungsabgrenzungen Geldfluss aus Geschäftstätigkeit Geldfluss aus Investitionstätigkeit Investitionen - Finanzanlagen - Beteiligungen - Sachanlagen - Immaterielle Werte Devestitionen - Finanzanlagen - Sachanlagen Geldfluss aus Investitionstätigkeit Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit Veränderung verzinsliche kurzfristige Verbindlichkeiten Veränderung Genossenschaftskapital Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit Veränderung der Flüssigen Mittel Liquiditätsnachweis: Flüssige Mittel am 1.1. Flüssige Mittel am 31.12. Veränderung der Flüssigen Mittel
2014
2013
67’201 111’896
58’849 112’728
-3’703
-2’060
5
57
-2’511 172’888 -35’728 -1’681 24
4’878 174’452 -79’971 334 6’858
-4’501 884
3’374 2’591
131’886
107’638
-2’547 -24 -132’975 -108
-518 -1 -105’681 -604
5’000 4’534 -126’120
2’453 -104’351
-4’778
-720
10 -4’768 998
38 -682 2’605
26’232 27’230 998
23’627 26’232 2’605
Lehre in der Hausbäckerei: Tägliche Arbeit mit frischen Produkten.
MIGROSWELT | MM21, 18.5.2015 | 87
ANHANG (in 1000 CHF)
Angaben zu den in der Jahresrechnung angewandten Grundsätzen Die vorliegende Jahresrechnung wurde gemäss den Vorschriften des Schweizer Gesetzes, insbesondere der Artikel über die kaufmännische Buchführung und Rechnungslegung des Obligationenrechts (Art. 957 bis 962) erstellt. Die Rechnungslegung erfordert von der Verwaltung Schätzungen und Beurteilungen, welche die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Eventualverbindlichkeiten im Zeitpunkt der Bilanzierung, aber auch Aufwendungen und Erträge der Berichtsperiode beeinflussen könnten. Die Verwaltung entscheidet dabei jeweils im eigenen Ermessen über die Ausnutzung der bestehenden gesetzlichen Bewertungs- und Bilanzierungsspielräume. Zum Wohle des Unternehmens können dabei im Rahmen des Vorsichtsprinzips Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen über das betriebswirtschaftlich benötigte Ausmass hinaus gebildet werden. Der Jahresabschluss 2014 ist der erste nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften des Obligationenrechtes. Dabei wurde die Gliederung der Vorjahreszahlen freiwillig an die neuen Regelungen angepasst. Bewertungsanpassungen fanden keine statt. Angaben, Aufschlüsselungen und Erläuterungen zu Positionen der Erfolgsrechnung und Bilanz: Entsprechende Ausführungen zu einzelnen Positionen der Erfolgsrechnung und Bilanz siehe «Anmerkungen zur Jahresrechnung»
Bedeutende Beteiligungen Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich, Grundkapital CHF 15’000’000 Kapitalanteil Stimmrechtsanteil LFS AG, Moosseedorf, Grundkapital CHF 200’000 Kapitalanteil Stimmrechtsanteil Migros Vita AG, Gossau, Grundkapital CHF 2’400’000 Kapitalanteil Stimmrechtsanteil Randenburg Immobilien AG, Schaffhausen, Grundkapital CHF 400’000 Kapitalanteil Stimmrechtsanteil Parking Wattwil AG, Wattwil, Grundkapital CHF 3’550’000 Kapitalanteil Stimmrechtsanteil
31.12.2014
31.12.2013
11.44% 14.55%
11.44% 14.55%
33.00% 33.00%
33.00% 33.00%
25.00% 25.00%
25.00% 25.00%
78.28% 78.28%
74.58% 74.58%
65.47% 65.47%
65.47% 65.47%
529’520
572’586
173
24
7
5
4’995 518 476 5’988
4’934 516 462 5’912
29 -
29 -
VERWENDUNG des Bilanzgewinnes
(in 1000 CHF) Gewinnvortrag Gewinn laufendes Jahr Bilanzgewinn Zuweisung Kulturprozent Freier Bilanzgewinn zur Verfügung der Urabstimmung Zuweisung an Freiwillige Gewinnreserve Vortrag auf neue Rechnung
2014 29 67’201 67’230 -630 66’600
2013 79 58’849 58’929
-66’500 100
-58’900 29
-
58’929
AUFWENDUNGEN DES KULTURPROZENTES
(in 1000 CHF) Kulturelles Bildung Soziales Freizeit und Sport Wirtschaftspolitik Anteilmässige Verwaltungskosten/ Rückstellungen Total 0.5 % des massgebenden Umsatzes Zuweisung Reserve Kulturprozent Vortrag aus Vorperioden Reserve Kulturprozent nach Gewinnverwendung
1’927 6’888 625 704 144 301
2’024 6’937 489 593 115 335
10’589 11’172 630
10’493 10’973
630
Indirekte Beteiligungen werden in der Jahresrechnung des Migros-Genossenschafts-Bundes ausgewiesen. Eventualverbindlichkeiten Die Genossenschaft Migros Ostschweiz ist im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten involviert. Obwohl der Ausgang der Rechtsfälle im heutigen Zeitpunkt nicht abschliessend vorausgesagt werden kann, geht die Genossenschaft Migros Ostschweiz davon aus, dass keine dieser Rechtsstreitigkeiten wesentliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit beziehungsweise auf die Finanzlage hat. Erwartete Zahlungsausgänge werden entsprechend zurückgestellt.
Weitere Angaben
Nicht bilanzierte Leasingverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr Verbindlichkeiten gegenüber Personalvorsorgeeinrichtungen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Parteien Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber assoziierten Gesellschaften Personalbestand Festangestellte Lernende Teilzeitangestellte im Stundenlohn Total Vollzeitstellen im Jahres durchschnitt Honorar der Revisionsstelle Revisionsdienstleistungen * andere Dienstleistungen
* Die interne Revision leistet jährlich einen wesentlichen Beitrag an die Prüfung der Jahresrechnung. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag und bis zur Freigabe der Veröffentlichung der statutarischen Jahresrechnung durch die Verwaltung der Genossenschaft Migros Ostschweiz fanden keine wesentlichen Ereignisse statt. Es bestehen keine weiteren nach Art. 959c OR ausweispflichtigen Sachverhalte.
Beruf Systemgastronomiefachfrau: Lebensmittel stehen im Zentrum.
88 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT
Revisionsbericht
Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung
Als Revisionsstelle haben wir die beilie gende Jahresrechnung der Genossen schaft Migros Ostschweiz bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung, Geld flussrechnung und Anhang für das am 31. Dezember 2014 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung der Verwaltung
Die Verwaltung ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstim mung mit den gesetzlichen Vorschrif ten und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Auf stellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Anga ben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist die Verwaltung für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rech nungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzun gen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle
Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Überein stimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungs standards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentli chen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchfüh rung von Prüfungshandlungen zur Er langung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher An gaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berück sichtigt der Prüfer das interne Kontroll system, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechen den Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontroll systems abzugeben. Die Prüfung um
Genossenschaft Migros Ostschweiz
Liebe Mitglieder In diesen Tagen erhalten Sie per Post die Stimmkarte für die
fasst zudem die Beurteilung der Ange messenheit der angewandten Rech nungslegungsmethoden, der Plausibi lität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamt darstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.
Regionale Urabstimmung 2015
Prüfungsurteil
Die Jahresrechnung mit dem Bericht der Revisionsstelle, der Antrag der Verwaltung auf Verwendung des Bilanzgewinns sowie ein Auszug aus dem Jahresbericht unserer Genossen schaft sind in dieser Ausgabe publiziert. Diese Dokumente liegen ausserdem zusammen mit dem vollständigen Jahres bericht am Sitz unserer Genossenschaft, Industriestrasse 47, 9200 Gossau, zur Einsichtnahme durch die Mitglieder auf.
Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. De zember 2014 abgeschlossene Ge schäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften
Wir bestätigen, dass wir die gesetzli chen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 906 OR in Verbindung mit Art. 728 OR) er füllen und keine mit unserer Unabhän gigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.
In Übereinstimmung mit Art. 906 OR in Verbindung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstan dard 890 bestätigen wir, dass ein ge mäss den Vorgaben der Verwaltung ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert.
zugestellt mit der Bitte, zur folgenden Frage Stellung zu nehmen: Genehmigen Sie – unter Entlastung der Verwaltung – die Jahresrechnung 2014 und die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns? Erläuterungen zur Abstimmungsfrage: Genehmigung Jahresrechnung
Die Stimmkarten werden den Stimmberechtigten (gemäss Mitgliederregister) spätestens zehn Tage vor dem Wahltag (6. Juni 2015) per Post zugestellt. Allfällige Beschwerden über nicht erhaltene oder unrichtige Stimmkarten sind frühestens sechs, spätestens drei Werktage vor dem Urabstimmungstag bei den Mitgliederdiensten unserer Genossenschaft zuhanden des Wahlbüros geltend zu machen. Wahlbüro:
• Herbert Weber, Präsident, Höhenweg 17, 9200 Gossau • Barbara Danuser, Vizepräsidentin, Büelstrasse 15, 9200 Gossau • Markus Mosbacher, Salstrasse 101, 8400 Winterthur • Gerda Oertle, Luxburg 2, 9203 Niederwil • Marianne Scheiwiller, St. Gallerstrasse 289 a, 9200 Gossau
Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Reinertrages dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu ge nehmigen.
Die Urabstimmung wird nach den Bestimmungen der Statuten und des Wahlreglements durchgeführt. Diese Dokumente können von den Mitgliedern gegen Vorweisung des Anteil scheines / Mitgliederausweises in unseren Verkaufsstellen sowie am Sitz der Genossenschaft in 9200 Gossau eingesehen werden. Ihre Stimme zählt! Wir bitten Sie, die ausgefüllte Urabstim mungskarte an uns zu retournieren. Wenn Sie diese in einer unserer Filialen abgeben, belohnen wir Sie für das eingesparte Porto mit einer feinen Schoggi.
Zürich, 9. Februar 2015 PricewaterhouseCoopers AG
Spätester Termin für die Rücksendung (oder Abgabe) der Stimmkarte:
Aysegül Eyiz Zala Revisionsexpertin Leitende Revisorin
Samstag, 6. Juni 2015
Andreas Hunziker Revisionsexperte
Herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung. Genossenschaft Migros Ostschweiz Die Verwaltung Empfehlung des Genossenschaftsrats Nach eingehender Beratung empfiehlt der Genossenschafts rat den Mitgliedern, die Jahresrechnung 2014 und die vorge schlagene Verwendung des Bilanzgewinns mit einem «Ja» auf der Stimmkarte zu genehmigen.
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Leben
MM21
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Gibt es eine Etikette für den Supermarkt? Schnuppern Sie an einer Creme, bevor Sie sie kaufen?
Richtig oder falsch
Baumwollpflanzen werden pro Saison 25 Mal mit Acker giften besprüht.
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Richtig! Baum
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wolle ist eine hoch entwickelte Kultur pflanze und anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Deshalb werden im konventionellen Baumwollanbau mehr Insektizide und Pestizide eingesetzt als für jede andere Pflanze. Das hat Folgen für Mensch, Tier und Umwelt. Nach Schätzungen der Weltgesund heitsorganisation (WHO) sterben pro Jahr weltweit etwa 20 000 Menschen an einer Pestizid vergiftung beim Baumwollanbau.
Philipp Tingler (44) ist Autor
und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.
«Neulich sah ich beim Einkaufen im Supermarkt, wie eine Dame bei den Duschgels ein paar Tuben öffnete und deren Inhalt beschnupperte. Das ist zulässig. Die Ware darf ausprobiert werden, sofern sie dadurch nicht unverkäuflich oder entwertet wird (falls die Tuben also nicht eingeschweisst sind, zum Beispiel). Aber ist es auch manierlich? Ich kann nichts Schlimmes daran finden. Aber ich bin ja auch der Meinung, dass man im Super markt eine Flasche Wasser, die man kaufen will, schon vor der Kasse trinken kann, wenn man anschliessend die leere Flasche aufs Band legt zwecks Bezahlung. Streng genommen ist das Diebstahl, denn zum Eigentumserwerb kommt es erst nach dem Passieren der Kasse. Vernünftigerweise wird hier Kulanz geübt. Ein schönes Beispiel dafür, wie sich der Umgang miteinander dar an ausrichten sollte, sich das Leben zu erleichtern.» MM
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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 93
So i(s)st die Jugend
B Blog kocht vor
Ernährung
Löffeln ist gesund Heiss begehrt: Suppen sind die neuen Stars im Fast Food. Zu Recht, denn sie tun Körper und Seele gut. Text: Marianne Botta Diener
Alles drin: Suppen liefern Vitamine und Mineralstoffe – sowie Proteine, wenn mit Fleisch oder Fisch zube reitet.
Hier schreiben die Vivai-Experten über Ernährungsfragen. Dieses Mal die Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta Diener.
Bild: StockFood
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Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.
M
ein Schwiegervater, ein Bauer, besteht auf seiner Suppe vor dem Hauptgericht. Ohne sie, sagt er, habe er nicht richtig gegessen und werde nicht satt. Verstanden hat ihn wohl niemand so richtig – bis jetzt. Denn heute erlebt die einstige ArmeLeute-Speise ein Revival. Spitzenköche beschäftigen sich mit ihr, und auch die Trendgastronomie hat sie neu entdeckt. In Amerika, England, aber auch in Europa schiessen Suppenbars wie Pilze aus dem Boden. Vom Alltagsstress müde Leute strömen in die «Soup bars» und treten frisch gestärkt zurück auf die Strasse. Die flüssigen Glücklichmacher sind mit frischem oder tiefgekühltem Gemüse auch zu Hause rasch zubereitet. Die Suppen von Anna’s Best im Becherformat lassen sich in Sekundenschnelle in der Mikrowelle aufwärmen und eignen sich optimal als Büromahlzeit. Auch die Beutelsuppen werden von den Schweizern heiss geliebt: Letztes Jahr wurden über 940 000 Liter Convenience-Suppe konsumiert. Der Erfolg der Suppe hat verschiedene Gründe. Mit den richtigen Zutaten zu bereitete Suppen versorgen den Körper mit allen nötigen Nährstoffen. Sie enthalten Gemüse und sind vitamin- und mineralstoffreich. Beim Kochen werden die Gemüsestücke zwar ausgelaugt, und
die Mineralstoffe gehen ins Wasser über, aber dieses wird ja mitgegessen. Der Nahrungsfasergehalt ist ebenfalls hoch, trotzdem sind Suppen leicht verdaulich und meist fettarm. Mit Fleisch, Hülsenfrüchten oder Fisch zubereitet, liefern sie wertvolle Proteine. Suppen helfen beim Abnehmen
Doch das Hauptargument für den Siegeszug der Suppe: Sie ist die Nummer 1, wenns ums Abnehmen und Schlankbleiben geht. Eine französische Studie zeigte bereits 2001, dass eine Suppe mit Gemüsestücken länger sättigt als die gleiche Menge des gekochten Gemüses mit einem Glas Wasser. Der Grund: Die gröberen Gemüsestücke dehnen den Magen mehr aus, und die mineralstoffreiche Gemüsebouillon verzögert seine Entleerung. Ist noch etwas Fleisch oder Fisch in der Suppe, hält die Sättigung noch länger an. Eine Studie der Pennsylvania State University aus dem Jahr 2007 konnte nachweisen, dass die Studienteilnehmer nach einer Suppe als Vorspeise in der gesamten Mahlzeit rund 20 Prozent weniger Kalorien aufnahmen als ohne Suppe. Diese macht, vorweg genossen, erst mal schnell satt. Und der Appetit hält sich beim Hauptgang im Rahmen. Mein Schwiegervater hat mal wieder recht. MM
Kochbücher der alten Schule sind out – Foodblogs sind die neuen Enzyklopädien, wenn neue und originelle Kochanleitungen gefragt sind! Im Internet fühlen sich viele Jugendliche heimisch. Naheliegend also, dass dort auch die Küche ihren Platz findet. Die meisten Foodblogs werden von Frauen verfasst. Jung, hübsch und aktiv geben sich die Rezeptentwicklerinnen. Und so kommen auch ihre Blogs daher: Reich bebildert und vollgestopft mit appetitanregenden Köstlichkeiten.
Viele dieser Internet seiten beschäftigen sich mit «gesundem» Essen. Zuckerfrei, weizenfrei, glutenfrei, fettfrei … Je vollgestopfter ein Rezept mit diesen Attributen, desto besser. Das scheint das Credo vieler weiblicher Foodblogger zu sein. Es geht gar nicht um Genuss, sondern um Verzicht. Ich glaube, diese Fixierung auf den Verzicht kann – besonders bei Jungen – zu einer Obsession werden. Trotzdem: Foodblogs motivieren junge Leute wie mich, selber den Kochlöffel zu schwingen.
Flavia von Gunten (17),
Gymnasiastin aus Steffisburg BE.
94 | MM21, 18.5.2015 | LEBEN
Familie
Ohne Motor ins Glück Hobbys bereichern den Alltag. Vor allem, wenn sie so intensiv betrieben werden, wie das die Thurgauer Familie Kressebuch mit ihren Seifenkistenrennen macht. Texte: Thomas Vogel
S
Bilder: Samuel Trümpy
prechen Desirée (13), Jenny (11) sowie die neunjährigen Zwillinge Jeremy und Vanessa von ihrem Hobby, bekommen sie glänzende Augen. Sie sprechen von Geschwindigkeit, von Siegen und Platzierungen, beiläufig auch von Niederlagen. Ihre Leidenschaft gilt seit fünf Jahren dem Seifenkistenrennen. Auf vier hauchdünnen Rädern sausen sie die Hänge hinunter und kämpfen um Punkte und Trophäen. «Einmal bekamen wir als Prämie zwei Pakete Hörnli», lacht Jenny. «Eines fürs Mami und eines zum roh essen.» Seifenkistenrennen sind ein Hobby,
das die Geschwister Kressebuch aus dem thurgauischen Ermatingen mit ihren Eltern teilen. «Ich bin an Renntagen immer etwas am Werkeln und habe so jeweils einen ganzen Tag Zeit für die Kinder», sagt der 43-jährige Automobildiagnostiker Thomas Kressebuch, der diese Familientage sehr geniesst. «Und», wirft Mutter Franziska (43) ein, «wir lernen so die Schweiz kennen.» Die 15 bis 20 Rennen pro Jahr, welche die Kressebuchs fahren, sind im ganzen Land verteilt. Ein kostspieliges Hobby also. Neben der Startinvestition von mehreren 1000 Franken
für zwei professionelle Seifenkisten müssen sie pro Rennen und Person 25 Franken Startgeld bezahlen. Oft übernachten sie auch gleich vor Ort. Ohne Durchhaltewille gehts nicht
Das Geld war auch Grund dafür, dass sich Thomas und Franziska Kressebuch nicht gleich zum Kauf einer eigenen Seifenkiste entschlossen. «Wir wollten sicher sein, dass die Leidenschaft nicht nach zwei, drei Rennen ohne Sieg erlöscht.» Sie liehen sich deshalb für das Training und die ersten paar Rennen eine Kiste aus und kauften erst danach eine eigene.
LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 95
Oben: Seit vier Jahren fährt Jenny Seifenkistenrennen. Links: Familie «Seifenkiste» (von links): Desirée, Vanessa, Franziska, Jeremy, Thomas und Jenny Kressebuch.
Desirée war neun und Jenny sieben Jahre alt, als sie ihre Rennfahrer karriere starteten. «Noch jung, um sich auf ein bestimmtes Hobby festzulegen – und dabei zu bleiben», betont der Kinder und Jugend psychologe Urs Kiener: «Im Vorschulalter ist die Willenskraft noch wenig ausgeprägt.» Es sei deshalb sinnvoll, dass Eltern auch bei der Freizeitgestaltung die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder berücksichtigen. «Dann ist die Frustration auch weniger gross, wenn der sechsjährige Spross den Chinesischkurs nach drei Lektionen wieder hinschmeisst.»
Ein Erlebnis, das die Kressebuchs zumindest beim Seifenkistenfahren nie hatten. «Alle waren von Anfang an begeistert dabei. Keinem kam es je in den Sinn aufzuhören», freut sich die Sozialpädagogin Franziska Kressebuch. Kein Wunder, haben sie in der Seifenkistenszene, die wie eine grosse Familie funktioniere, viele Freunde gefunden. Zeit fürs Nichtstun einplanen
Kommt dazu: Hobbys können Zeit vertreib, Leidenschaft, aber auch Stress für Kinder sein. Ein ver ordnetes Hobby, das keine Freude bereitet, kann zu Stress führen.
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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 97
Welches Hobby passt zu Ihrer Familie?
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«Druck ist keine Lösung»
Desirée und Thomas Kressebuch werken an ihrem Rennauto.
Auch zu viele Hobbys schaden mehr, als sie nützen. «Es braucht Zeit für die Schule und die Hausaufgaben, für Familie und Freunde, für Face book und Games, fürs Nichtstun, Schlafen und für vieles andere», so Kiener. Die Anzahl und Art der Hobbys dürfe keine Nachteile für das Kind zur Folge haben. «Wie viele Hobbys für jemanden Sinn machen, ist sehr individuell.» Bei den Kressebuchs stehen neben den rasanten Talfahrten in der Seifenkiste auch Volleyball, Trompete, Klavier und Fussball auf dem Programm. Einzig beim Klavierspielen benötigte es laut Mutter Franziska hin und wieder etwas gutes Zureden. «Aber alles andere machen unsere Kinder mit grosser Begeisterung.» Tipps
Wie finden Kinder das richtige Hobby? Das Hobby muss altersgerecht sein. Es sollte keine Nachteile
für andere Verpflichtungen des Kindes zur Folge haben, Spass machen und keine Pflicht sein.
Die Eltern können das Kind am besten bei der Wahl seines
Hobbys unterstützen, indem sie mit ihm die Zukunft durchgehen und sich über Konsequenzen klar werden. So können Entscheide einfacher gefällt werden. Zudem sollten sie Interesse am Hobby des Kindes zeigen und es für gute Leistungen loben. Im Vorfeld ist zudem der Besuch eines Schnupperkurses oder ein Probetag empfehlenswert.
K Mamma mia
Migrosmagazin.ch
Was tun, damit Kinder am Hobby dranbleiben? Der Kinder- und Jugendpsychologe Urs Kiener gibt Tipps.
Urs Kiener, wie weit durchspielt und ande sollen Eltern die re Wege aufzeigt, statt Hobbywahl steuern? das Hobby einfach an Kinder kommen nicht den Nagel zu hängen. auf die Welt, um die Welche Tipps haben Erwartungen der El Sie für Eltern bezüg tern zu erfüllen. Weder lich Hobbys mit im Beruf noch beim Urs Kiener (56) grossem Investitions Hobby. Eltern sollten ist Kinder- und bedarf an Geld und deshalb ihren Kindern helfen, das Richtige zu Jugendpsychologe Zeit? bei Pro Juventute. Ein Hobby muss finden, sie aber nicht zweifelsohne zum steuern. Gerade bei Familienbudget Freizeitaktivitäten können Kinder schon recht früh passen. Wenn die Investitionen, seien es Geld oder Zeit, die erkennen, dass sie Wahlmög Möglichkeiten der Familie zu lichkeiten haben. Und dass jede sehr strapazieren, sind Stress, Wahl auch Konsequenzen hat. Frustration und Konflikte vorprogrammiert. Pro Juventu Wie kann ich mein Kind am besten animieren, damit es ein te empfiehlt, ab dem 12. Lebens jahr einen Jugendlohn zu einmal angefangenes Hobby vereinbaren. Der Bereich auch wirklich durchzieht? Hobby und Freizeitgestaltung Leben Sie dem Kind vor, was Sie in Bezug auf die Freizeit kann sehr gut in diesen gestaltung von ihrem Sprössling Jugendlohn integriert und entsprechend vom Jugend erwarten. Eltern, die sich lichen selbständig verantwortet zu Neujahr den Vorsatz fassen, etwas für ihre Gesundheit zu werden. tun, und ihr Fitnessabo bereits Ist es sinnvoll, dass Kinder im Februar wieder sistieren, dieselben Hobbys wie ihre haben schlechte Karten. Solche Eltern können bei ihren Kin Eltern respektive Elternteile haben? dern kaum ein diszipliniertes Ein Hobby soll grundsätzlich Durchziehen von etwas mit positiven Erfahrungen und Angefangenem einfordern. Gefühlen verbunden sein. Ich finde es toll, wenn sich Kinder Wie weit sollen Eltern Druck zu Hause wohlfühlen und sich ausüben, damit sich Kinder von einer Leidenschaft der bei ihrem Hobby «durch Eltern anstecken lassen und ein beissen»? Hobby gemeinsam ausführen. Wenn das Kind gestresst ist In der Pubertät – wenn es dar oder sich schlecht fühlt, kann um geht, sich schrittweise vom die Motivation, sich für ein Hobby zu engagieren, rasch ver Elternhaus zu lösen – fühlen fliegen. Druck ausüben ist keine sich aber viele Jugendliche Lösung. Man sollte das Problem ausserhalb des Elternhauses wohler. Dann ist es normal, dass mit dem Kind zusammen lösen. sie sich ihre Hobbys ausserhalb Beispielsweise indem man mit der Familie suchen. MM ihm alternative Szenarien
Kennen Sie diese Babypuppen, die pinkeln können? Oben füllt man Wasser ein – unten kommt es mit Plastikgeschmack versetzt wieder raus. Angeblich muss man das Bäbi dazu einfach nur aufrecht hin setzen. Stimmt aber nicht. Evas Bäbi leidet seit Tagen an Niereninsuffizienz. Es hat locker zwei Liter Wasser intus. Fragen Sie nicht. Vermutlich hat Eva die Puppe beim Baden laaaange untergetaucht. Gluck gluckgluck … Was nun? Ich habe keine Lust auf eine stinkende Bakterien brühe im Puppen bauch. Her mit dem Bäbi! Ich versuche es erst mit Schütteln. (Gott sei Dank guckt niemand vom Kinder schutz zu.) Die Puppe verklemmt weiter. Dann eben rabiater. Ich verrenke ihre Beine, bis es knackt. Arghh! Weitere Optio nen: 1. Blasenkatheter (Röhrli?), 2. minimal invasive OP im Unter bauch (Korken zieher?) – oder 3. die Patientin weiter beobachten. Meine Töchter sind gegen Eingriffe jeder Art. Also auf die Sintflut warten. Bis dahin darf das Bäbi nicht mehr baden. Strafe muss sein. MM
Bettina Leinenbach (38) ist
Journalistin und zweifache Mutter.
LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 99
Grosses Bild: Mit einem Fangsack wird das Parma-Wallaby eingefangen. Kleines Bild: Das Neugeborene im Beutel der Mutter.
Zootierärztin
Es regt sich was im Beutel Bei den Parma-Wallabys steht der routinemässige Gesundheits-Check an. Als ich aus der Ferne bei einem Weibchen einen etwas gewölbten Beutel sehe, habe ich sofort eine freudige Vorahnung. Text: Karin Federer
Bilder: Walter Zoo
P
Karin Federer (29) ist Tierärztin
und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.
arma-Wallabys gehören zu den kleinsten Känguruarten. Bei uns lebt eine elfköpfige Gruppe. Wie bei allen unseren Zootieren wird auch ihr Gesundheitszustand regelmässig kontrolliert. Leider gehören auch Magen-Darm-Parasiten zu den ständigen «Mitbewohnern» der Wallabys, was das Entwurmen jedes einzelnen Tiers erfordert. Zudem gilt es, die Zähne zu kontrollieren. Früher hatten Wallabys oft Zahnfleischprobleme und damit verbunden Veränderungen der Zähne selbst. Die Fütterung spielte damals eine grosse Rolle. Das Zahnfleisch, so weiss man heute, wird durch die Verfütterung vieler Früchte weicher, und es kann sich durch das Kauen von rauem Heu entzünden. Heute füttern wir unseren Wallabys vermehrt Kräuter und feines Heu, was das Entzündungsrisiko mindert. Die ersten 30 Lebenswochen im Beutel
Das Känguru fangen wir mit einem Fangsack ein. Bei der Fixation des Tiers habe ich gleich auch die Möglichkeit, in den leicht
gewölbten Beutel hineinzusehen. Die Freude ist riesig, als ich darin ein Junges entdecke. Wallabybabys kommen blind als Embryos zur Welt, klettern dann selbständig in den Beutel der Mutter und saugen sich an der Zitze fest. Dort verbringen sie die ersten 30 Lebenswochen. Eine Spielart der Natur, die mich ausserordentlich fasziniert. Nach einer kurzen Kontrolle stelle ich fest, dass das Kleine wohlauf ist, und auch der Mutter geht es blendend. Sie wird entwurmt, die Zähne werden kontrolliert, und kurz darauf können wir sie wieder zur Gruppe zurück lassen. Wallabys galten früher mal als ausgestorben
Ich bin erleichtert, dass all unsere ParmaWallabys – die Tierart galt früher einmal als ausgestorben − gesund sind. Natürlich werde ich das Weibchen mit dem Neugeborenen in den nächsten Wochen vermehrt beobachten und freue mich darauf, wenn der Nachwuchs zum ersten Mal den Kopf zum Beutel hinausstreckt und schliesslich dann auch mal auf der Wiese herumhoppelt. MM
Tipps
Das gilt für Haustiere 1. Auch Haustiere müssen regelmässig entwurmt werden. 2. Da die ausge schiedenen Parasi teneier im Kot nicht von Auge sichtbar sind, sollte der Kot an ein spezialisier tes Labor einge sendet werden. 3. Die Kotprobe kann nicht nur Information über eine mögliche Ver wurmung liefern, sondern auch dar über, gegen welche Parasiten behan delt werden muss. 4. Je nach Befund müssen unter schiedliche Entwurmungs mittel verwendet werden.
19. BIS 25. MAI GESAMTES AHA! SORTIMENT durch p Empfohlen Recommandé par Raccomandato da Service Allergie
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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 101
Hilft in der Not: Ein Asthmaspray kann aber auch vorbeugend inhaliert werden.
Haben Sie eine Frage zum Thema? Kontaktieren Sie uns gesundheit@ migrosmedien.ch
Sport hilft bei Asthma Asthma und Sport ist kein Widerspruch, im Gegenteil. Sportliche Betätigung ist für jeden Asthmatiker wichtig und Bestandteil der Asthmatherapie. Text: Alexandra Kronenberg
A
Bild: Getty Images
Dr. med. Alexandra Kronenberg,
Fachärztin Allgemeine Innere Medizin und Sportmedizin, Medbase Thun
Welche Sportarten sind geeignet? Eine gute Kondition erhöht die Leistungs reserven und die Leistungsfähigkeit der Lunge, unter anderem durch die Stärkung der Atemmuskulatur.
Gesundheit
sthma bronchiale ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, charakterisiert durch bronchiale Überemp findlichkeit und variable Verengung der Atemwege, die teilweise rückbildungs fähig ist. Die Beschwerden machen sich mit anfalls weiser Atemnot bemerkbar, die entweder spontan oder durch die Inhalation von Medikamenten («Asthma spray») wieder abklingt. Die Entzündung ver ursacht eine Zunahme der Empfindlichkeit der Atem wege auf eine Vielzahl von Reizen wie Kälte, Staub, Ozon oder körperliche Anstrengung. Rund fünf Prozent der Erwachsenen und bis zehn Prozent der Kinder sind betroffen, Män ner doppelt so häufig wie Frauen. Dabei unterschei det man das allergische vom nicht allergischen Asthma, wobei häufig Mischformen beobachtet werden.
Tipps
Allergisches Asthma …
… wird verursacht durch Allergene wie Pollen, Haus staubmilben, Insektengift oder Tierhaare. Nicht-allergisches Asthma …
… wird ausgelöst durch Atemwegsinfektionen, aber auch durch Überempfind lichkeit gegen Medikamente oder toxische Reize (Chemi kalien). Eine Sonderform ist das sogenannte Anstren gungs oder auch Kälte asthma, das auf einer chro nischen Entzündung der Bronchien, ausgelöst durch intensive sportliche Betäti gung in der Kälte, beruht. Was kann man tun?
Wenn man allergisch auf ge wisse Substanzen reagiert, sollte man diese meiden. Dies ist jedoch nicht immer möglich (zum Beispiel bei Pollen). Eine Variante ist in diesem Fall die Durch führung einer Desensibi lisierung, die in manchen Fällen vorbeugend gegen
eine Verschlimmerung hin zu einem Asthma bronchiale wirken kann. Die Asthmatherapie be ruht in erster Linie auf einer Basis und Bedarfstherapie mit entzündungshemmen den sowie Bronchien er weiternden Medikamenten zur Inhalation. Zusätzlich können antiallergische und entzündungshemmende Medikamente in Tabletten form eingesetzt werden. Bei einem infektbeding ten Asthma muss der Infekt behandelt werden, eventu ell mit Antibiotika. Bei An strengungs und Kälteasth ma hilft therapeutisch ein Bronchuserweiternder Asthmaspray vor dem Sport. Betroffene können mit ihrem Arzt die Führung eines Asthmatagebuchs (auf Papier oder per Mobile App) besprechen. Dies erleichtert falls nötig die gezielte Anpassung der Therapie. Weiterführende Informationen zu Asthma finden Sie z. B. unter www.lungenliga.ch, www.aha.ch
Ideale Sportarten sind solche mit gleichblei bender Belastung und Wassersportarten, die kaum eine Austrock nung der Atemwege verursachen. Aber grundsätzlich darf jeder Sport ausgeübt werden. Einzig auf Sport ver zichten sollte man bei einem akuten Asthma anfall. Bei hoher Luft verschmutzung (Ozon, Smog) und/oder Kälte (–8°C und mehr) sollten Asthmatiker auf Sport im Freien verzichten.
Wann sollte man zum Arzt gehen? Bei Asthmaverdacht
ist die Klärung der Ur sache (z. B. Allergietest, Lungenfunktions prüfung, Laufbandtest bei Anstrengungs asthma) wichtig, damit eine passende Therapie eingeleitet werden kann. Typische Symptome
sind nächtlicher/früh morgendlicher Husten, frühmorgendliches Engegefühl in der Brust, anstrengungsabhän giger Husten (z. B. auch nach Sport in der Kälte) und vor allem an strengungsabhängiges Druckgefühl in der Brust oder Atemnot sowie Auftreten einer pfeifenden Atmung. Eine ärztliche Abklärung ist dann immer indiziert. In Zusammenarbeit mit
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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 103
Als gäbe es jeden Tag einen Preis zu gewinnen: Schminken ist für viele Pubertie rende selbst verständlich.
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Teenies mögens schrill Wenn Mädchen sich schminken – oder wie man einem Backfisch guten Stil erklärt. Pamphlet einer Mutter für beherztes Einschreiten. Text: Martina Bortolani
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nd plötzlich steht das Kind, dem man eben noch mit der Milette-Creme die Babystupsnase eingeschmiert hat, im Badezimmer und fragt: «Mama, darf ich bitte deinen roten Lippenstift ausleihen?» Der rote Lippenstift und die vorpubertierende Tochter? Finde den Fehler! Für meine Erstgeborene scheint es allerdings das Selbstverständlichste von der Welt zu sein, sich zu schminken. Schminken zu dürfen. Und sich so zu kleiden, als gäbe es jeden Tag einen Preis für die schrillste Garderobe zu gewinnen. Für mich ist es hingegen das Selbstverständlichste von der Welt, dass ich ihr Lippenstift, Wimperntusche und schulterfreie Oberteile verbiete. Rigoros und auf das vernachlässigbare Risiko hin, als Spielverderber-Mutter dazustehen. Die Vorbilder der Generation 2.0 bewegen sich zwischen einer glänzend polierten Ariana Grande, einer extrem wimpergetuschten Selena Gomez und der bonbonesken Meghan
Trainor. Stilvoll ist anders. Ist «ordinär» etwa das neue «cool»? Ich halte dagegen. Weil ich die Looks der Stunde mit ihren mangaartigen Make-ups, den angeklebten Wimpern und den entenartig geschürzten Lippen alles andere als nachahmenswert empfinde. Sie transportieren heranwachsenden Mädchen höchstens die Botschaft, dass Frauen vor allem eins sind: ausschliesslich mit ihrem Aussehen beschäftigt. Von wegen! Doch wie erklärt man nun einem pubertierenden Mädchen den schmalen Grat zwischen aufreizend und anmutig? Eine solche Diskussion fruchtet nur, wenn man es dem Kind vorlebt, indem man strikt korrigiert und liebevoll berät und nicht zuletzt auch als Mutter auf ein altersgerechtes Make-up und Styling achtet. Mitunter ein Grund, warum ich mit 38 nie mehr bauchfrei trage und seit jeher den gleichen Lippenstift kaufe – den Super Stay 720 von Maybelline, matt, versteht sich. MM
Bei den Haarstylingprodukten der Migros gelten für männliche Teenager andere Leistungskriterien als in der Schule: Nicht die 6, sondern die 8 erhält beim Gel, der Paste oder dem Spray die Bestnote. Alle Produkte der I-am-Linie für TeenieHaare sind mit einem Wert zwischen 1 und 8 versehen. Diese kann der Kunde als Parameter in Sachen unzerstörbare Frisur betrachten. Neu und schon sehr beliebt ist das jüngste Produkt für junge Styler: die «Dynamic Strong Matt Paste» von I am. Der Matt-Faktor ist ein wichtiges Kaufargument. Denn glänzen wollen die Jungs von heute nicht mehr mit ihrer Frisur, sondern mit ihrem Stil.
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104 | MM21, 18.5.2015 | LEBEN
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Wie gut eignet sich Wohneigentum als Vermögensanlage? Kann ich damit die schrumpfenden Zinserträge kompensieren? So stark haben sich die Landpreise verteuert 1000
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Zum andern aber hat eine Immobilie, die ich selber bewohne, auch den Charak ter eines Investitionsguts.
Inflation
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Albert Steck ist verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.
Wohneigentum ist ein ganz besonderes Gut: Zum einen erbringt es direkt einen Konsumnutzen, indem ich darin leben kann. Wie jeder Gebrauchsgegenstand ver liert ein Haus mit der Zeit an Wert, nur etwas lang samer als zum Beispiel ein Auto. Als Faustregel gilt, dass innerhalb von 40 Jah ren eine Wertminderung von rund 40 Prozent eintritt – sofern keine umfassenden Renovationen erfolgen.
LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 105
Der wichtigste Faktor für die Wertentwicklung ist dabei der Landpreis, der im Gegensatz zum Gebäude keiner Altersentwertung unterworfen ist. Somit stellt sich für jeden Wohneigen tümer die Frage, wie sehr sich der Grundstückbesitz als Vermögensanlage eignet. Die Grafik liefert Ihnen dazu eine gute Übersicht: Seit 1978 haben sich die Landpreise in der Schweiz mehr als vervierfacht. Das sieht zunächst nach einer horrenden Preis steigerung aus. Doch aufs Jahr umgerechnet beträgt
der Zuwachs lediglich knapp vier Prozent. Und der reale Preisanstieg, unter Berücksichtigung der Inflation, erreicht gerade noch zwei Prozent. Vergleichen wir diese Wertentwicklung nun mit den wichtigsten anderen Anlagekategorien: Schlech ter abgeschnitten als Land hat das Gold. Negativ fallen zudem die starken Wertschwankungen des Edelmetalls ins Gewicht. Eine wunderbar konstante Rendite haben Obligatio nen erzielt. Eine Anlage im Jahr 1978 hat ihren Wert
glatt verfünffacht – und dies notabene ohne nennens werte Rückschläge. Doch wegen der historisch tiefen Zinsen werden Obligationen in den kommenden Jahren nur noch sehr bescheidene Erträge abliefern. Der klare Gewinner in diesem Performance vergleich sind die Aktien: Pro Jahr haben die Schwei zer Börsenkurse mehr als sechs Prozent zugelegt. Wie die Grafik zeigt, waren die beiden letzten Börsenkrisen zwar heftiger als der Ein bruch bei den Landpreisen in den 90erJahren. Dafür
aber haben die Aktien ihre Verluste deutlich schneller wieder aufgeholt. Fazit: Nimmt man die historische Entwicklung zum Massstab, so ist die Wertsteigerung von Land durchaus attraktiv. Und solange der Boden ein knappes Gut bleibt, werden die Wohneigentümer auch künftig von steigenden Landpreisen profitieren können. MM Aktuell auf Blog.migrosbank.ch: So beeinflusst der Landwertanteil Ihr künftiges Immobilienvermögen. Und deshalb hat die Grafik mit dem Landpreis eine logarithmische Skala.
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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Clermont-Ferrand. Bus-Anreise. 2. Tag: Clermont-Ferrand–Bordeaux. Weiterfahrt nach Bordeaux. Stadtrundfahrt (inkl.). Einschiffung. 3. Tag: Bordeaux–Pauillac (Cognac). Ausflug nach Cognac mit seinen historischen Herrenhäusern (*). 4. Tag: Pauillac–Blaye (Médoc, Gironde-Mündung). Ausflug ins Médoc (*)mit den Schlössern Lafite-Rothschild, Latour, Mouton-Rothschild. 5. Tag: Blaye–Libourne–(St.-Émilion). Ausflug (*) ins reizende Saint-Emilion. 6. Tag: Libourne–Bordeaux–(Périgord). Ausflug ins Périgord (Fr. 45.–). 7. Tag: Bordeaux–Cadillac–(Arcachon). Ganztagesausflug nach Arcachon (Fr. 85.–). 8. Tag: Bordeaux–Orléans. Ausschiffung Fahrt nach Orléans. Mittagessen. Hotelübernachtung. 9. Tag: Orléans–Schweiz. Rückreise.
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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 107
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Das Surface 3 im Videotest: Migrosmagazin.ch
Ratgeber
Passwortschutz Surface 3: Hat das Zeug zum vollwertigen Computer. Aber nur mit Zubehör.
«Kann ich eine externe Festplatte mit einem Passwort schützen? Und reicht das, um unerwünschte Zugriffe zu vermeiden?» Franz Kettl
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Surface 3 mit 64 GB / 128 GB: 580 Franken / 700 Franken. Notwendige Speicherkarte mit 128 GB: 90 Franken. Tastatur: 150 Franken. Stift: 50 Franken. OfficeLizenz nach einem Jahr: 70 Franken. Total: 940 Franken / 1060 Franken
Microsoft spendiert seinem Surface-Tablet endlich ein vollwertiges Betriebssystem. Ein Schritt in die richtige Richtung, das Gerät braucht aber immer noch massig Zubehör. Text: Reto Vogt
W
er Microsofts neus tes Tablet namens Surface 3 aus der Schachtel raus genommen hat, sieht darin nur noch einen SDStromstecker und eine kurze Anleitung rumliegen. Das ist jedoch mehr, als wonach es aussieht. Hinter dem Bildschirm, der kleiner als eine A4Seite und nur acht Millimeter dick ist, steckt ein vollwertiger Computer. Im Gegensatz zu einem Konkurrenztablet wie etwa dem iPad Air 2 kann man beim Surface 3 jede beliebige Software aus dem Internet herunterladen und installieren. Ebenso lassen sich externe Geräte wie Drucker, Maus oder DVDLaufwerk per USB Kabel anschliessen – zwar nur eins auf einmal, aber immerhin. Bitter nötig ist die Möglichkeit, die verfügbare Speicherkapazität von 64 GB beziehungsweise 128 GB per MicroSDKarte zu erweitern. Von Haus aus sind nämlich rund
30 GB durch das Betriebssystem Windows 8.1 belegt. Im Test gefällt dafür der in die Rückseite fest integrierte Klapp ständer, womit sich das Gerät auf einer flachen Ablage hinstellen lässt. Zwar ist das verglichen mit dem Vorgänger Surface 2 nicht mehr stufenlos möglich, sondern nur noch in drei Einstellungen. Aber das genügt. Das Tablet eignet sich in erster Linie zum Schauen von Videos und Surfen. Ebenso ist es möglich, über die einblendbare Tastatur einen kurzen Text zu tippen. Produktiv arbeiten lässt sich jedoch nicht. Denn alles, was darüber hinaus geht – Briefe schreiben, Fotos bearbeiten, Buchhaltung machen – klappt nicht ohne Zubehör. Zusatzkosten für Surface-3-Besitzer
Eine sinnvolle Ergänzung des Surface3Tablets ist darum das sogenannte Type Cover. Dieses wird per Magnetverbindung an
den Bildschirm gedockt. Gelungen: Weil es über diese Schnittstelle gleichzeitig Strom bezieht, ent steht kein Kabelwirrwarr. Ausser dem besitzen die Tasten einen angenehmen Druckpunkt, was flüssiges Schreiben ermöglicht. Wer nicht zuletzt die wirklich gelungene Handschrifterkennung nutzen will, braucht auch noch den SurfaceStift. Im Test funktioniert sie trotz der unleserlichen Klaue des Autors überraschend gut. Leider ist das dafür nötige Pro gramm OneNote genau so wie Word, Excel, PowerPoint und Outlook nur für ein Jahr im Preis inbegriffen. Anschliessend kostet die Nutzung der gesamten Office Suite jährlich 70 Franken. Auf den zweiten Blick gibts also einiges zu entdecken, das in der Schachtel fehlt oder den attrak tiven Kaufpreis von mindestens 580 Franken um 360 Franken erhöht. Das macht Surface 3 nicht schlechter, aber teurer. MM
Bei manchen Festplat ten oder USBSticks gehört die nötige Soft ware zur Erstellung eines Passworts zum Lieferumfang. Diese ist in den meisten Fällen einfach zu bedienen und bietet grundlegen den Schutz. Allerdings lässt sich ein Kennwort mit wenig Knowhow aushebeln. Richtigen Schutz bieten nur Verschlüsselungsprogramme wie das kostenlose Cloudfogger (Cloudfogger.com). Nach der Installation lassen sich über das Kontextmenü von Windows per Rechts klick einzelne Dateien verschlüsseln und auf externe Datenträger verschieben. Um Datenverluste zu ver meiden, sperren un erfahrene Nutzer ihre externen Laufwerke jedoch gescheiter in einen Tresor. Das bietet immer noch den bestmöglichen Schutz.
Reto Vogt (30),
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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 109
Bestaunen Sie die drei Gärten auf:
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«Bohne, Bluescht & Berger»
Es grünt im Zeitraffer Drei Hobbygärtner präsentieren ihre Paradiese Woche für Woche im Gartenblog. Begleiten Sie sie durch die Jahreszeiten. Text: Almut Berger
W
as haben Christoph Kehl (36) aus Kradolf TG, Nathalie Himmelrich (46) aus Erlenbach ZH und Sibylle Marion Zust (41) aus Alberswil LU gemeinsam? Alle drei sind leidenschaft liche Gärtner. Und alle drei veröffentlichen seit dem 1. März auf «Bohne, Blu escht & Berger» regelmäs sig Fotos von ihrem Garten paradies. Da die Bilder immer vom exakt gleichen Standort aus gemacht werden, hat die Garten community die Möglich keit, die Entwicklung der drei Gärten sozusagen im Zeitraffer mitzuverfolgen. Christoph Kehl bei spielsweise zieht auf zehn Gemüsebeeten alles, was ihm Spass macht und seiner Familie schmeckt. Diese Saison will er erstmals Chi corée probieren. Nathalie Himmelrichs «Paradies gärtli» bietet Schutz für viele Vögel und sogar einen Fuchs. Ein Pavillon sorgt für Schatten, und ein Brun nen lädt die dreijährige Tochter zum «Götschen» ein. Und Sibylle Marion Zust legt zurzeit einen Blu men, Kräuter und Heil pflanzenGarten an. MM
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Praktisch = schön? Schön wärs! Die «Bohne, Bluescht & Berger»-Autorin
hadert mit einem Gartenhag, der zwar gäbig, aber optisch definitiv kein Highlight ist. Migrosmagazin.ch/garten
Do it + Garden ist Sponsor der wöchentlichen Gartenverlosung auf Migrosmagazin.ch/garten
Magnolien, Tulpen, Pfingstrosen: Im Garten von Nathalie Himmelrich ist der Frühling Schritt für Schritt eingezogen. Bald schon wird auch der Sommerflor blühen.
110 | MM21, 18.5.2015 | LEBEN
Ausgewandert
Von Zürich nach Siem Reap in Kambodscha Meine Mutter wurde von Schweizer Eltern adoptiert. Sie war ein kambodschanisches Findelkind und wuchs in Eglisau ZH auf. 2010 fuhren meine Eltern mit meiner Schwester NoaNoemi (14) und mir zum ersten Mal nach Kambodscha in die Ferien. Da merkte meine Mutter, dass sie den Menschen hier etwas von dem Glück weiter geben wollte, das sie in ihrem Leben empfangen hat. Meine Eltern beschlossen, in Siem Reap eine Kirche und ein Hilfswerk zu gründen. Deswegen sind wir vor knapp zwei Jahren ausgewandert. Wir haben in der Schweiz alles verkauft: Möbel, Kleider, Spiel sachen. Ich durfte nur zwei Koffer mit meinen Sachen mitnehmen. Das finde ich in Ord nung, weil ich vom Typ her immer offen bin für neue Dinge. Ich war aber sehr traurig, als ich mich von meinen Grosseltern und von meinem besten Freund verabschieden musste. Und natürlich vermisse ich den Schweizer Käse, zum Beispiel Emmentaler oder Gruyère.
Am Sonntag ist Kimo DJ in der ICFKirche, die seine Eltern aufbauen.
Kinder
«Ich liebe mein BMX-Bike»
Kimo (13) ist vor zwei Jahren nach Kambodscha ausgewandert. In seiner neuen Heimat musste der Zürcher gleich zwei neue Sprachen lernen. Illustration: Olaf Hajek
In der Schweiz habe ich die 4. Pri marklasse beendet und besuche nun die 6. an der International School Siem Reap. Früher fuhr ich mit dem Velo zur Schule, jetzt muss ich eine halbe Stunde mit dem Schulbus fahren. In meiner Klasse sind Kinder aus vielen Nationen. Meine besten Freunde sind aus Korea, den USA und einer aus der Westschweiz. In der Schule sprechen wir alle Englisch, mit meinen lokalen Freunden reden wir hingegen Khmer. Darum musste ich hier zwei neue Sprachen lernen.
Kürzlich wurde mein grösster Wunsch erfüllt: Ich bekam zum 13. Geburtstag ein eigenes BMXBike geschenkt. Bald wird der Race Track fertig, den meine Eltern hier im Rahmen ihres Hilfswerks Ele vate Campus aufbauen. Kambod scha ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Leute haben fast keine Möglichkeit, um eine Sportart
zu betreiben. Darum hängen viele Jugendliche einfach rum und kommen auf dumme Gedanken. Unser Hilfswerk verleiht Mountain bikes, damit wir Kids uns auf dem Pump Track austoben können. Mit meinen Khmer-Freunden verbringe ich fast jede freie Minute auf dem Velo. Jedes Jahr reisen etwa drei Millionen Touristen nach Siem Reap, weil ganz in der Nähe die weltberühmte Tempel landschaft von Angkor Wat liegt.
LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 111
Keiner weiss es genau. Sie sind kleiner als du und sehen aus wie gelbe Eierköpfe. Sie reden eine Sprache, die keiner versteht. Das Wort «minion» ist Englisch und bedeutet «Lieblingsdiener». Ich hätte auch gern ein paar davon: Minions tun für ihren Meister alles, was er von ihnen verlangt. Sie motzen nie und stürzen sich gut gelaunt in jede Arbeit. Leider gibt es sie in Wirklichkeit nicht, sondern nur im Trickfilm. Ihre Erfinder haben mit ihnen so viel Geld verdient wie mit keinem
anderen Film: «Ich, einfach unverbesserlich» der Universal Studios in Amerika war ein Riesenerfolg – vor allem wegen der Minions.
Humor. Ihre Erfinder gaben ihnen deshalb im Film immer mehr Platz. Im zweiten Film waren sie bereits so wichtig wie ihr Meister. Diesen Sommer kommt nun ein Kinofilm, in dem sie allein die Stars sind.
Millionen von Menschen finden sie herzig. Auf Facebook haben sie mehr Fans als Barbie und die Schlümpfe zusammen: Fast 30 Millionen! Das sind etwa vier Mal so viele Menschen, wie es Einwohner in der Schweiz gibt. Zuerst sollten die Minions im Film nur nebensächliche Dinge tun. Aber je länger, je lieber zeigten sie viel Herz und
Der Witz dabei ist: Sie sind Dummerchen. Sie machen Fehler und sind ungeschickt. Aber wenn sie gemeinsam eine Aufgabe anpacken, dann erreichen sie ihr Ziel meist doch noch. Das alles macht sie menschlich. Gerade weil sie nicht perfekt sind, liebt man sie. MM
Gabriela Bonin (47) beantwortet
die Fragen ihrer Töchter (14, 9, 7).
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Rä tselsp ass HUGOS KOPFRECHNEN «Wie sehr ich Mathe-Denksportaufgaben mag! Die machen so richtig Spass», sagt Hugo und vertieft sich wieder in seine Rechnungsreihe. «Also, fünf minus eins mal drei minus sieben...» Hugo hat dir auch einige Zahlenreihen mitgebracht. Findest du die fehlende Zahl heraus?
1 2 3
2
4
TOBIS TIERRÄTSEL Wie du sicher weisst, kann Tobi mit Tieren sprechen. Aber weil er leider kein Gedächtnis wie ein Elefant besitzt, hat er schon wieder vergessen, welche Eigenschaft zu welchem Tier gehört. Kannst du die Verbindung machen?
1 «Ich bin ein Grossm aul und kann ganz sc hnell schwimmen.»
2
8 16 32 ?
57 53 49 45 41 37 33 29 ? 1
2
3
5
8 13 21 34 ?
1. Die gesuchte Zahl lautet 64. Es ist immer die jeweilige Zahl mal 2. 2. Die gesuchte Zahl lautet 25. Es ist immer die jeweilige Zahl minus 4. Also: 57 - 4 = 53, 53 - 4 = 49, 49 - 4 = 45 usw. 3. Die gesuchte Zahl lautet 55. So geht es: 1 + 2 = 3, 2 + 3 = 5, 3 + 5 = 8, 5 + 8 = 13 ... 21 + 34 = 55
t, da ör ist so gu «Mein Geh n n e w orche, sogar aufh » ustet. ein Floh h
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«Wer meint, ich könne nicht fliegen, hat einen Vogel.»
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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 113
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Ich suche für ein Treffen noch folgende Mitschülerinnen (ledige Namen) aus der École Ménagère Les Roches Grises in St-Légier bei Vevey: Elisabeth Augstburger Barbara Blaser Rosmarie Flückiger Carmen Guidon Christine Vogel Wer kann mir weiterhelfen bei den Adressen/Mailadressen der ehemaligen Mitschülerinnen? Herzlichen Dank für die Mithilfe. E-Mail: doris.irion@bluewin.ch oder doris.irion@win.ch
Gesucht wird: Roman Fässler, Jahrgang 1970, ganze Schweiz eventuell Ausland, ca. 1972. Roman Fässler war während meines Geografiestudiums in Bern ein spassiger Mitstudent aus Kreuzlingen TG,
den ich gern wiedersehen möchte. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir nächtliche Eskapaden anlässlich einer mehrtägigen Geologieexkursion im Wallis («Schwanenwirt») und andere spassige Momente («Latüecheni»). Mich kennst du, Roman, vermutlich noch als «Pesche». Melde dich doch bitte bei mir! E-Mail: p.kueng@gmx.ch
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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 115
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bahnen, der Gepäcktransport, ein Begrüssungsapéro im ersten Hotel, die SBBBahntickets für die Hin und Rückreise in der zweiten Klas se bis zu ihrem Schweizer Wohnort oder an die Schweizer Grenze so wie die Reisedokumentation. Die Anreisetage sind jeweils an einem Mittwoch oder Freitag zwischen dem 26. Juni und 13. Oktober 2015. Ihr Aufenthalt
Am Anreisetag beziehen Sie Ihr Hotel in Davos. Anschliessend haben Sie die Gelegenheit, sich in der Wellnessoase des Hotels zu entspannen und sich in ruhiger Atmosphäre auf den Aufenthalt einzustimmen. Am nächsten Tag beginnt das Abenteuer: Sie wan dern über den Strelapass durch das wildromantische Sapüntal nach Arosa. Das Panorama und die
Natur sind einzigartig. Die Wande rung dauert je nach Route vier bis sechs Stunden. Ihr Gepäck reist separat mit. Am dritten Tag stehen Ihnen unzählige Möglichkeiten zur Wahl: Erholen Sie sich in der Well nessoase des Sunstar Alpine Hotel Arosa, an den vielen Seen oder aktiv auf Spazier und Wander wegen. Tags darauf wandern Sie durch das Urdenfürggli und geniessen die Aussichten von den Gipfeln des Weisshorns und des Hörnlis. Nach einer Wanderung erreichen Sie das Sunstar Alpine Hotel Lenzerheide. Den letzten Tag lassen Sie mit den Erinnerungen Ihrer Wandertouren ausklingen und reisen dann nach Hause. Sie können Ihren Aufenthalt natürlich auch verlängern. MM www.sunstar.ch/angebote/rundreisen
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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 119
Kreuzworträtsel
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oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Montag, 25.5.2015, 24 Uhr
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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 121
Quiz
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was bekennt man, wenn man die eigene Ansicht äussert? L
Farbe
H Stil
G Glaube
2. Wie nennt man jemanden, der einen Laufwettbewerb erfolgreich beendet hat? E
Usher
O Publisher
A Finisher
3. Was ergibt die Differenz von Brutto- und Nettogewicht? U Tara
S
Trara
C Targo
So nehmen Sie teil
4. Wo entstanden angeblich 1934 die ersten Ludotheken? H Griechenland
B USA
Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Montag, 25.5.2015, 24 Uhr
P Indien
5. Wo ist die Nordmann-Tanne heimisch? E
Schweden
A Grönland
W Kaukasus
6. Welcher Regisseur setzt oft den «überlappenden Dialog» ein? A R. Altmann
N M. Scorsese
S
S. Kubrick
7. Mit was werden die Rosshaare der Geigenbögen eingerieben? S
Magnesium
L
Kolophonium
U Silikon
8. Wie waren die im Mittelalter lebenden Assassinen organisiert? N Nomaden
T
Tempelritter
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
D Geheimbund
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
Gewinner Nr. 18: Käthi Küng, Glarus; Louis Brändle, Wollerau SZ; Margrit Eberhart, Amriswil TG
Auflösung Nr. 19: ROHSTOFF
Paroli
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 5 2
E
3 1
Auflösung Nr. 20: TANNE Gewinner Nr. 19: Nicole Erdinger-Furrer, Saas-Grund VS; Anna Schlanser, Bühler AR; Christine Auderset, Niederscherli BE
4
AL I MENT E AST ER I SK EDEL FRAU EF F EKT EN KN I ET I E F MEERENGE NE I D I SCH REDSEL I G RESTLESS STAEDT ER 1
2
3
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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Montag, 25.5.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
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5. Tag: Dem Frühstück folgt ein Ausflug in das alpine Hochgebirge Tatra – die Heimat der Goralen. Sie be suchen das Wintersportzentrum Zakopane, die höchst gelegene Stadt Polens. Ausserdem wartet heute noch ein Highlight auf Sie: Die Fahrt mit der Standseilbahn auf den Gubalowka. Zudem wird in Zakopane ein Mit tagessen und eine Kaffeepause eingelegt. Nach einem ereignisreichen Ausflug, kommen Sie am Abend wieder zurück in Ihr Hotel in Krakau.
3. Tag: Ihre Fahrt führt Sie nach Krakau. Auf dem Weg dorthin legen Sie einen Zwischenstopp in Oppeln ein. Im Anschluss geht es nach Tschenstochau. Polens geistliche Hauptstadt ist alljährlich das Ziel von Millionen Pilgern aus aller Welt. Am späten Nachmittag, Ankunft in der Königsstadt Krakau. 4. Tag: Sie verbringen den Vormittag in Krakau. Die alte Hauptstadt Polens ist noch heute das kulturhis torische Zentrum und die schönste Stadt des Landes. Nachmittags besichtigen Sie das Salzbergwerk Wie liczka, welches zum UNESCOWeltkulturerbe zählt und
6. Tag: Auf geht’s in das sagenumwobene Riesenge birge. Die Route führt Sie durch Schlesien in den Raum Hirschberg. 7. Tag: Geniessen Sie den Vormittag in Hirschberg, be vor es heute wieder zurück nach Hause geht. Die Stadt liegt malerisch in einem Talkessel am Bober.
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Sudoku
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.
8
2
5 1
6 5 9 7
2 6
4
Auflösung Nr. 20: 843
9 8 3
8 9
5 3 6 2
4 3 6
6
3 9 4 2 5 8 6 7 1
2
4 8 3
7 6 8 3 1 4 2 5 9
1 2 5 7 6 9 4 8 3
6 5 3 1 8 2 9 4 7
9 8 1 5 4 7 3 6 2
2 4 7 9 3 6 5 1 8
8 1 9 6 2 5 7 3 4
4 7 6 8 9 3 1 2 5
5 3 2 4 7 1 8 9 6
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Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
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Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 3 3 2 1 miteinander verbunden 1 2 3 2 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 4 3 3 1 und mehr als zwei Linien.
2 0 1 2 0 2
Auflösung Nr. 20:
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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 391 000 (WEMF, MACH Basic 2015-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Migros-Welt: Ressort M-Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West
Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, AnnaKatharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber
Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia Online: anzeigen@migrosmagazin.ch Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Innendienst: Nicole Thalmann Catovic Simone, Nicolette Trindler (Leitung), Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Honorarwesen: Janine Meyer, Jasmine Steinmann Verena Hochstrasser
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Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG
PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN.
EXPO MAILAND ZUM VORZUGSPREIS Die Expo Milano widmet sich unterschiedlichen Aspekten der Ernährung und Energie zum Leben. Auf den Schweizer Ausstellungs-Pavillon darf man besonders gespannt sein. Dank der Nähe zum Tessin lässt sich der Besuch der Expo perfekt mit einem Aufenthalt in der Sonnenstube der Schweiz verbinden. Wie wär’s zum Beispiel mit einer «Expedition» nach Chiasso im südlichsten Zipfel unseres Landes oder nach Lugano – der Stadt der Parks und Blumen?
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Aktionsdauer: bis 31. Oktober 2015 Profitieren: Sie erhalten 10 Prozent Ermässigung auf das Pauschalangebot: – Zugfahrt von Ihrem Wohnort in der Schweiz zu Ihrem Hotel und zurück – Zugfahrt vom Hotel nach Rho Fiera Milano an die Expo und zurück – 1 Expo-Tageseintritt für Erwachsene, gültig am zweiten Tag – 2 Übernachtungen inkl. Frühstück im ausgewählten Hotel Preis: Beispiele pro Person im Doppelzimmer (Basis 2. Kl. / Halbtax) Bereits ermässigter Pauschalpreis pro Hotel Mövenpick Albergo Touring***, Chiasso
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Hotel Coronado****S, Mendrisio
Fr. 345.60
Hotel International au Lac***S, Lugano
Fr. 355.50
Hotel De La Paix****, Lugano
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Rundungsdifferenzen möglich. Es gelten die AVRB von STC Switzerland Travel Centre AG (Veranstalter). Preis- und Programmänderungen vorbehalten. Einmalige Buchungsgebühr Fr. 25.–.
© Expo 2015 S.p.A. Hotel Coronado, Mendrisio
Hinweis: Nur in Kombination mit der ÖV-Fahrt gültig und nur online buchbar. Weitere Informationen und Buchung: www.migros.ch/cumulus/expomilano
MEHR CUMULUS-VORTEILE: www.migros.ch/cumulus
DAS APPENZELLERLAND ERKUNDEN
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Entdecken Sie das Appenzellerland im Frühling und erleben Sie einen Tag voller Natur und Kultur. Sie fahren mit der Luftseilbahn wahlweise auf die Ebenalp, den Hohen Kasten oder den Kronberg und geniessen ein typisches Appenzeller Menü. Im Anschluss besuchen Sie in Appenzell ein Museum Ihrer Wahl und lassen den Tag mit einem Kaffee und einer Hausspezialität in einem der Cafés in der malerischen Hauptgasse von Appenzell ausklingen.
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Ebenalp, Hoher Kasten oder Kronberg vor und profitieren Sie vom attraktiven Cumulus-Vorteil. Weitere Informationen: www.appenzell.ch/cumulus
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BEI FRAGEN RUND UM CUMULUS: CUMULUS-INFOLINE 0848 85 0848
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Meine Welt
Radrennfahrer Martin Elmiger ist vierfacher Schweizer Meister. Der Zuger mag Kühe, Guetsli und seine Familie. Allen voran Tochter Julia, die schon heute am liebsten auf Rädern unterwegs ist. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Paolo Dutto
Bild: Keystone
«Ich mache keinen Kult ums Velo»
LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 127
1 Meine Familie «Seit zwei Jahren bin ich mit Monika (36) verheiratet. Kennen gelernt haben wir uns aber bereits 2001. Seit 23 Monaten sind wir zu dritt. Julia ist
ein Wirbelwind und schon jetzt am liebs ten auf Rädern unterwegs.» 2 Meine Hausrunde «Die 2. Etappe der
diesjärigen Tour de Suisse ist ein Heim spiel und führt in Zug vorbei. Besonders freut mich, dass diese Etappe am 14. Juni als Jedermannrennen auch für Amateure und Hobbyfahrer offen ist.» 4
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3 Meine Sammlung «Ich mache keinen
Kult ums Velo. Meine Pokale und Medail Name: Martin Elmiger (36) Sternzeichen: Jungfrau Beruf und Lebenslauf: Meine Eltern
schenkten mir mit zwölf Jahren ein Rennvelo, und ich wurde Mitglied beim RMV ChamHagendorn. Nach der Sekundarschule entschied ich mich für eine Lehre als Tiefbauzeich ner – unter anderem, weil mein Lehr meister auch im Klub war, er damit Verständnis für meinen Sport hatte und mir flexible Arbeitszeiten erlaub te. Meine ProfiZeit begann 2001 im Swiss Post Team. Heute fahre ich für IAM. Als Nächstes stehen Ende Mai die BelgienRundfahrt und Mitte Juni die Tour de Suisse an. Meine Erfolge: Ich wurde in meiner Karriere schon vier Mal Schweizer Meister (Bild 2014). Stolz bin ich auch auf den Gesamtsieg der Tour Down Under 2007.
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len stehen auf einem Regal im Gang des Obergeschosses unserer Maisonette Wohnung, zusammen mit Geschenken rund ums Velo, die sich über die Jahre angesammelt haben.» 4 Mein Lieblingstier «Ich mag Kühe. Sie
schauen immer so neugierig und freund lich, wenn ich mich mit dem Velo einen Pass hochkämpfe.» 5 Meine Reisen «Bevor Julia da war, ha
Mein Lieblingsprodukt «Von den
TraditionGuetsli könnte ich jeden Tag essen. Aber auch Velofahrer dürfen nicht ein fach futtern.»
ben wir meine Trainingspause im Herbst immer für mehrwöchige Reisen genutzt. Dieses Souvenir stammt aus Kapstadt.» 6 Unsere Firma «Monika und ich haben
vor sechs Jahren die Firma Neoprop für Lichtwerbung übernommen. Wir kreieren und installieren leuchtende Schriftzüge. Derzeit mache ich allerdings weniger als der Stift – schliesslich muss ich mich aufs Velo konzentrieren.»
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E S I E R M U A TR