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Migros magazin 21 2015 d ne

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Ausgabe Neuenburg-Freiburg, AZA 2074 Marin

MM21, 18.5.2015 | www.migrosmagazin.ch

Zum Ausschneiden: Gutscheine für die Parks «Im Grünen» Seite 53

Das perfekte Brautkleid

Regula Schüpbach hat den schönsten Tag vor Augen.

Bild: Vera Hartmann

Seite 10

Adressänderungen bitte der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst, Tel: 058 574 83 37, an den Nachmittagen von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr, oder per Mail: registre.mnf@gmnefr.migros.ch


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4 | MM21, 18.5.2015

53

K Editorial

Dichtestress oder was?

Kennen Sie Chongking? Nicht? Sollten Sie aber. Chongking ist mit 28,8 Millionen Ein­ wohnern momentan eine der grössten Städte der Welt. In ihrem Zentrum explodiert sie förmlich. Bis zu einer halben Million Men­ schen wandern pro Jahr ins Stadtzentrum, werden in die in aller Eile hochgezogenen Hochhäuser gepfercht. Dort versuchen sie, so schnell wie möglich Arbeit zu finden, hadern mit der nicht existierenden Infrastruktur und versuchen, irgendwie zu überleben. Hitze, Abgase, Abwasserprobleme, Verkehrskollaps – Chongking bietet alles und mehr.

Megacitys wie Chongking, wie Mumbai, Manila oder Mexico-City sind eine der gröss­ ten Herausforderungen der Zivilisation. Sie wuchern an allen Enden, lassen sich schlecht führen, fast nicht planen. Wohin fliessen die Milliarden von Litern Abwasser, woher er­ halten sie Strom, Gas, frisches Wasser? Wohin mit dem überbordenden Privatverkehr? Allein in China werden bis 2030 zusätzliche 370 Mil­ lionen Autos auf die Strassen drängen. Ja, welche Strassen eigentlich? An denen mangelt es nämlich auch. Irgendwann werden auch die neuen Industrienationen realisieren, dass nicht der Besitz von Waren Reichtum definiert, sondern das Funktionieren der Infrastruktur. Dass es viel aufwendiger ist, ein Hochhaus mit dem Leben zu verbinden, als es hochzuziehen. Es helfen keine Goldhahnen, wenn das Wasser nicht fliesst. Ferraris sind sinnlos, wenn sie in Schlag­ löchern stecken bleiben. Vor einem Jahr war der Begriff «Dichtestress» in aller Munde. Unterdessen hat sich die Diskussion etwas entspannt. So oder so: Wir werden lernen müssen, uns in einer verdich­ teten Welt behaglich einzu­ richten. Denn der Boden ist endlich. Die 41 285 Quadrat­ kilometer Schweiz lassen sich nicht steigern, sie müssen reichen. Wie wir das schaffen, darüber hat sich das Migros­ Magazin mit einem der wich­ tigsten Stadtplaner Europas, ETH­Professor Kees Christiaanse, unterhalten (Seite 28). Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

59


MM21, 18.5.2015 | 5

94

Menschen

59 Saisonküche

8 Diese Woche

71 Ein Poulet für alle Grills 72 Zu Besuch in der Region Luzern 74 Lilibiggs-Kinder-Festival 77 Die Tafelparade von Frey 79 Frage der Woche 81 Anna’s beste Vegilunchs 82 Alles für Wasserratten

Sollen künftig alle Haushalte Radio- und Fernsehgebühren zahlen müssen? 10 Reportage

Brautkleidstyling-Gewinnerin Regula Schüpbach findet ihr Kleid für den schönsten Tag. 16 Illustration

Zahlen und Fakten zum Traum in Weiss. 18 Porträt

«Zusätzliche Wohnfläche wird fast nur durch die Verdichtung geschaffen.» 28

82

84 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften.

Felix Schleuniger – unterwegs für den guten Zweck.

Leben

21 Porträt

93 Ernährung Suppen – die neuen Stars im Fast Food-Angebot.

Sepp Blatter, Toni Bortoluzzi oder Klaus Schwab: Vor- und Nachteile von Dauerbrennern. 25 Bänz Friedli 26 Porträt

Neuer Trend aus den USA: Der Ahnentourismus führt Laurie und Sue ins Bündnerland.

94 Familie Seifenkistenrennen sind das gemeinsame Hobby der Familie Kressebuch. 99 Zootierärztin 101 Gesundheit

28 Interview Professor Kees Christiaanse über verdichtetes Wohnen.

103 Beauty Wenn Teenies sich schminken .

36 Leserforum

104 Migros-Bank-Ratgeber 107 Digital

Migros-Welt

109 Garten

42 Sommer

Originelle und köstliche Tipps für den Grill – aus unserem Sommerbuch «100 Ideen». 48 Sommerwettbewerb 50 Kalbsbratwurst Bilder: Mirko Ries, Samuel Trümpy, Gian Paul Lozza /13 Photo, Christine Benz

Feine Spargelrezepte.

Aus dem aha!-Sortiment: die laktosefreie Kalbsbratwurst. 53 Park «Im Grünen» Mitarbeiter berichten aus den verschiedenen Naturparks.

Jahreszeiten im Gartenblog. 110 Kinder Der 13-jährige Kimo ist nach

Kambodscha ausgewandert. 113 Bitte melde dich 115 Glücksgriff 119 Rätsel/Impressum 124 Cumulus 126 Meine Welt

Radrennfahrer Martin Elmiger mag Kinder, Kühe und Guetsli.

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus

21

Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


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Menschen MM21

Darauf freuen wir uns Herbert Grönemeyer: Der deutsche Sänger tritt am 19. Mai um 20 Uhr im Hallenstadion

in Zürich auf. Tickets sind ab 139 Franken erhältlich.

25 Jahre Afro-Pfingsten in Winterthur ZH: Vom 19. bis 24. Mai feiert das Afrika- und

Weltmusik-Festival sein Jubiläum.

«Das gute, alte Zürich. Da denkt man, schon alles gesehen zu haben. Und entdeckt unverhofft neue Perspektiven: Diesen steil abfallenden Panoramaweg mit seinem spektakulären Ausblick wanderte ich ja noch nie! Den habe ich schlichtweg verpasst. Meine Freundin geht – seit wir beide zwölf Jahre alt sind – immer andere Wege im Leben als ich und ist mir doch sehr nah. Weil ich ihr an diesem wunderschönen Frühlingsabend auf ihrem Weg gefolgt bin, hab ich gleich doppelt gewonnen. Neben der Bestätigung, dass Zürich einfach eine der schönsten Städte ist, die Erkenntnis, dass es sich wirklich lohnen kann, jemand anderem nachzulaufen. Man sieht die eigene Welt völlig neu.» Mein Bild der Woche

Bilder: Kelechi Amadi-Obi, Regula Bührer Fecker, Ueli Christoffel

Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommunikation und zweifache Mutter.

Leseprobe

Entschuldigen Sie, was lesen Sie gerade? Sabina Ruff (50), Kaderangestellte beim Kanton, aus St. Gallen a) E-Book «Leopard» von Krimiautor Jo Nesbo b) Börsennews c) Tagesanzeiger-App

Auflösung: c) «Weil ich gern die Tagi-Blogs lese und mich als ehemalige Zürcherin für das Geschehen in Zürich interessiere.»

Regula Bührer Fecker (37) ist

Unnützes Wissen

Umgang mit Alkohol Der durchschnittliche Engländer trinkt in den Ferien acht alkoholische Getränke am Tag. Der «Bierbauch» wurde erstmals in Köln im 12. Jahrhundert nachgewiesen – als Beiname «Birbuc». 4,3 Millionen Deutsche trinken Alkohol am Arbeitsplatz. Coca-Cola wurde ursprünglich als eine alkoholfreie Alternative zum Vin Mariani entwickelt. Rund einem Drittel der Südostasiaten fehlt ein Enzym, das zum Alkoholabbau beiträgt. Wenn sie trinken, sammelt sich deshalb bei ihnen toxisches Acetaldehyd an, das zum Erröten führt. Quelle: Neon/Stern


8 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN

Soll künftig jeder Haushalt zahlen? Ihre Meinung. Migrosmagazin.ch

Diese Woche

Neue TV-Gebühr für alle wegen Online-Nutzung? Am 14. Juni stimmen die Schweizer über die Revision des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) ab. Wird die Vorlage angenommen, müssen sämtliche Haushalte Billag-Gebühren bezahlen. Diese würden auf 400 Franken sinken. Texte: Reto E. Wild

Medienkonsum

85,8%

aller Haushalte zahlen heute Radio- und TV-Gebühren. 4,8 % sind nicht gemeldet, weil sie keine Geräte haben oder schwarzsehen. 9,4 % sind befreit.

451

Franken an BillagGebühren bezahlt die Schweizer Bevölkerung pro Haushalt und Jahr. 1990 betrugen die Gebühren 279 Franken.

1,65

Mrd. Franken betrug das SRG-Budget 2014. 73 % der Einnahmen stammen aus Empfangsgebühren, der Rest vorwiegend aus kommerziellen Einnahmen. Quellen: Bakom, Billag und SRG SSR

Letzte Woche:

Haben Sie eine Stammbadi? 49% Ich wähle wegen der Nähe meist dieselbe. 26% Nein, da langweilt man sich zu Tode. 25% Ja, weil ich dort viele kenne und treffe.

S

agt das Volk Ja zum neuen Finanzierungsmodell für Radio- und TV-Gebühren, müssen künftig alle Haushalte eine Abgabe bezahlen. Egal, ob man ein Radio- oder TV-Gerät besitzt oder nicht. Ausgenommen sind nur Einwohner, die Ergänzungsleistungen beziehen. Hintergrund des Systemwechsels ist die Tatsache, dass Radio- und TVSendungen heute auch auf Computern, Tablets oder Smartphones konsumiert werden können. Wenn alle bezahlen, sinkt die Gebühr pro Haushalt auf 400 Franken.

Hans-Ulrich Bigler (57), Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, bekämpft die Vorlage: «1990 kassierte die SRG pro Haushalt 279 Franken BillagGebühren. Heute sind es 451.10. Das ist eine Steigerung von gut 61 Prozent. Schon in wenigen Jahren werden jährlich 1000 Franken Billag-Mediensteuer traurige Realität sein.» Was Bundesrätin Doris Leuthard im Interview (siehe rechts) als «böswillige Behauptung» bezeichnet, begründet Bigler damit, dass das Budget der SRG von 500 Mil-

lionen (1984) auf inzwischen über 1,6 Milliarden Franken angewachsen sei. Die SRG finanziert sich zu drei Vierteln über Gebühren, die 1,2 Milliarden Franken einbringen. Kritisiert wird, dass die SRG 17 Radio- und 7 TV- Programme unterhält, was sie laut Gewerbeverband zum «mit Abstand teuersten Staatssender Europas» macht. Ende April hat das Bundesgericht entschieden, dass Empfangsgebühren der Mehrwertsteuer nicht unterstehen. Deshalb sinken die Gebühren ab Mai um 11.30 auf jährlich 439.80 Franken. MM


MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 9

Strassenumfrage

Interview

«Mit dem Gesetz können wir die Billag-Kontrolleure abschaffen» Frau Bundesrätin Leuthard, ist es gerecht, wenn künftig auch Nichtkonsumenten eine Billag-Mediensteuer bezahlen müssen? Die meisten Haushalte besitzen ein Radio- oder TV-Gerät und bezahlen darum schon heute die Gebühr. Leute, die Ergänzungsleistungen beziehen, sind davon ausgenommen – heute und in Zukunft. Wenn die neue Regelung 2018 eingeführt wird, gibt es überdies eine Übergangsfrist von fünf Jahren für jene, die auf Radio und TV verzichten.

Bilder: Keystone/Gaetan Bally, Vanina Moreillon

Ist eine Abgabe für alle rechtens? Ja, denn Radio und Fernsehen haben gemäss Verfassung den Auftrag, unabhängig über politische, kulturelle und ökonomische Themen zu berichten. Die Abgabe dient wie heute dazu, dies in allen Landesteilen zu finanzieren. Werbung allein würde dafür nicht ausreichen. Diese sprachregionale Verankerung fördert letztlich den Zusammenhalt im Land. Jene, die nun argumentieren, sie wollen nur noch für das bezahlen, was sie auch wirklich konsumieren, sollen mit Deutschland vergleichen: Dort kostet ein Pay-TV-Abo für die Bundesliga-Spiele über 600 Franken pro Jahr. Die RTVG-Gegner sagen voraus, dass die Mediensteuer in Zukunft noch teurer wird. Sie argumentieren mit dem Budget der SRG, das sich seit 1984 verdreifacht hat, sowie mit Eigenproduktionen, deren Anteil von heute 20 auf 60 Prozent angehoben werden soll. Für solch eine böswillige Behauptung gibt es überhaupt keine Grundlage. Die SRG investiert schon heute in Eigenproduktionen wie den «Be-

Doris Leuthard (52) ist seit 2006

Bundesrätin. Als Uvek-Vorsteherin ist sie auch Medienministerin.

statter». Wenn sie dies forciert, schichtet sie intern Mittel um. Aber deswegen erhält die SRG nicht mehr Geld als die 1,2 Milliarden Franken an Gebühren, obwohl der Bundesrat diese jederzeit anpassen könnte. Mit dem neuen Gesetz können wir jedoch die Bürokratie stark abbauen, weil die Billag-Kontrolleure abgeschafft werden. Wichtig zudem: Da alle ihren Beitrag leisten, reduziert sich die Gebühr von 451 auf rund 400 Franken pro Haushalt. Können Sie als Medienministerin versprechen, dass die Mediensteuer, sagen wir mal bis 2020, nicht erhöht wird? Ja. Mit der Revision sinkt sie ja auf 400 Franken. Wäre es nicht an der Zeit, den Service public als Verfassungsauftrag gesetzlich neu zu definieren? Dazu erstellt der Bundesrat einen Bericht. Diese Diskussion kann man führen, sie ist aber nicht neu. Wenn man beispielsweise den Sport und die Unterhaltung aus dem Service

public streichen will, sinkt die Gebühr. Dabei darf man allerdings nicht vergessen: Wenn private TV-Stationen sagen, sie würden beispielsweise die Sportberichterstattung übernehmen, gibt es nachher fast nur noch Fussball zu sehen, und dabei fast ausschliesslich Champions League und Super League. Randsportarten wie Gymnastik, das Schwingfest oder die Tour de Romandie würden von der Bildfläche verschwinden, weil dies mit Werbung allein kaum finanziert werden könnte. Für Berichte über Schweizer Politik, Kultur oder Wirtschaft gilt dasselbe. Was ist für Sie Service public? Hört er bei ausländischen Spielfilmen auf? In der Verfassung ist die Unterhaltung ausdrücklich erwähnt, und daran muss ich mich halten. Viele Leute sehen sich gern einen amerikanischen Spielfilm an. Das gehört zur Unterhaltung und soll ebenso Platz haben wie ein Jassabend. Die SRG bestimmt den Themenmix, die Politik mischt sich nicht in die Programmgestaltung ein. Die Geschmäcker sind verschieden. Welche Sendungen schauen oder hören Sie selbst gern? Ich schaue mir meist die «Tagesschau» und «10 vor 10» an, und ich höre das «Echo der Zeit». Am Sonntagabend schaue ich gern einen Spielfilm, und ich mag Sport, weil ich früher selber geturnt habe. Auf einem Bezahlsender finde ich das nicht. Meine Mutter interessiert sich für «Kampf der Chöre», was ich nie schaue. Ich fühle mich auch verantwortlich für die Romandie und das Tessin und schätze die Sender aus diesen Regionen. Wir sind ein Land mit vier Sprachen – das kostet etwas. MM

Sollen alle Gebühren bezahlen müssen?

Géraldine Bollmann (30), NGO-Mitarbeiterin aus Bern:

«Ganz klar nein. Ich finde das unfair. Ich habe weder einen TV noch ein Radio zu Hause und sehe nicht ein, weshalb ich bezahlen sollte.»

Marie Stoepfer (26), Studentin aus La Neuveville BE: «Fast alle haben

einen Computer und können darauf TV-Sendungen anschauen. Aber jene, die keine Geräte besitzen, sollen nicht bezahlen müssen.»

Bruno Kaeser (51), technischer Sachbearbeiter aus Bösingen FR:

«Ich bin dagegen. Wer kein Gerät hat, soll nicht bezahlen müssen. Was ich nicht nütze, will ich nicht zahlen.»


10 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN

Die Videos und die Bild­ strecke zur Brautkleid­ suche.

Migrosmagazin.ch

Regula Schüpbach ist entzückt vom Seidenkleid Sophia bei Mery’s Couture.


MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 11

Bei Mery’s Couture drapiert die Verkäuferin ein kurzes Kleid – das der Braut für den grossen Tag doch etwas zu gewagt ist. Lieber möchte sie lang tragen.

Brautkleider

Und was trägt die Braut?

Einen halben Monatslohn gibt eine Braut für ihr Brautkleid aus. Dafür muss alles perfekt sein. So auch bei Regula Schüpbach. Wir haben sie bei der Suche begleitet. Text: Yvette Hettinger Bilder: Vera Hartmann


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MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 13

W

er im Internet auf einschlägigen Sites zu Brautkleidern surft, stösst erstaunlich oft auf die Begriffe «Hilfe» (gefolgt von einem Ausrufezeichen), «Traum», «Prinzessin», «weiss», «Katastrophe» und «märchenhaft». Seltener fallen die Wörter «Budget», «Farbe», «Bräutigam», «modisch» und «Freude». Das Wort «verliebt» kommt praktisch nur im gleichen Satz wie «Kleid» vor. Diese nicht repräsentative Erhebung lässt ahnen: Heiratet eine Frau, gibt es kaum Wichtigeres als das Kleid. Für manche aber auch nichts Schlimmeres, nichts Teureres oder nichts Enttäuschenderes. Antrag in Kanada, Hochzeit am Bielersee

Für Regula Schüpbach (30) hingegen verläuft die Brautkleidsuche gerade sehr entspannt. Sie ist seit ein paar Stunden in Zürich unterwegs, um verschiedene Modelle anzuprobieren. Die schlanke, 1,73 Meter grosse Stadtbernerin mit Konfektionsgrösse 36/38 ist die Gewinnerin des BrautkleidStylings, welches das Migros-Magazin verlost hat. Sie ist Pflegefachfrau und Fotografin für Babys und Familien und traut sich noch dieses Jahr: Im September heiratet sie ihren langjährigen Freund Daniel Corner (32) im Von-Rütte-Gut am Bielersee. Rowena Downing (36), Stylistin und Personal Shopper aus Zürich, steht Regula Schüpbach zur Seite und hilft ihr, aus der Masse von Kleidern ein passendes auszuwählen. Nun stehen die beiden in der Boutique Little Black Dress an der Josefstrasse in Zürich vor dem Spiegel. Die Stimmung ist heiter und entspannt. Regula Schüpbach hat Jeans, T-Shirt und Turnschuhe abgestreift, ist ins Cocktailkleid Fernando (1200 Franken) gestiegen und stellt überrascht fest, wie gut ihr das beige, schlichte Teil mit der goldenen französischen Spitze und Seidenchiffon steht. «Ich selber hätte dieses Kleid niemals in Betracht gezogen», sagt sie. Boutiquebesitzerin Eliane Diethelm (32) kennt das. Sie hat schon Bräute bedient, die einen Hosenanzug wünschten und den Laden mit einem bodenlangen romantischen Kleid verliessen. Nichts geht nun mal übers Anprobieren, und so schlüpft Regula Schüpbach als Nächstes in «Graham», ein glamouröses Abendkleid für 2200 Franken mit einem Oberteil aus paillettenbesetztem Jakob-Schläpfer-Stoff. Und schliesslich trägt sie ein asymmetrisches Seidenkleid, das 1390 Franken kostet und über und über mit Blütenmuster bestickt ist. Regula Schüpbachs Fazit: Alles sehr schöne Kleider, die sie sofort an einer Gala tragen würde. Aber nicht an ihrer Hochzeit. Für den grossen Tag sucht sie ein Kleid, das «schlicht und speziell» ist. Und rückenfrei, gemäss dem Wunsch ihres Verlobten. Die beiden haben sich vor zwölf Jahren bei

Wie eine Fee fühlt sich Regula Schüpbach im Seidenchiffon-Kleid von Eclectic für 3900 Franken.

Haarspray hilft: Alberto Barbetti, Boutique Eclectic, und Stylistin Rowena Downing (r.) legen Hand an.


MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 15

Coco lässt grüssen: Chic und schlicht ist das Chanel-Modell, das Rowena Downing für die Braut bei Liluca ausgewählt hat.

einer Theateraufführung kennengelernt und sind nach einigen Jahren WG-Leben im April zusammen in eine Drei-Zimmer-Altbauwohnung im Berner Breitenquartier gezogen. Bereits zwei Mal waren sie gemeinsam auf Weltreise. Bei der letzten führte Daniel seine grosse Liebe im kanadischen Watson Lake in einen Wald aus Zehntausenden von Schildern, die Touristen dort platziert hatten – Ortsschilder, Wegweiser, Autonummern. Dort fand die Bernerin das eine Schild, das für sie bestimmt war. Darauf stand: «Regula, wosch du mi hürate?» Das war im Sommer 2014, die Braut sagte überwältigt Ja, und seither ist das Paar am Planen. 75 Gäste sind eingeladen, die Musiker gebucht, das Menü ausgewählt. Welche Schuhe, welcher Haarschmuck?

Fehlt noch das Brautkleid. Stylistin Rowena Downing gibt der Braut ihren wichtigsten Rat mit auf den Weg: «Wähle ein Kleid, das bequem ist und in dem du dich so glücklich wie nur möglich fühlst.» Dann ziehen die beiden von Geschäft zu Geschäft, um verschiedene Modelle anzuprobieren. Im Brautmodehaus Liluca ist es zunächst eine 4200 Franken teure, pompöse Robe mit einer Unmenge von Seidentüll, kreiert vom Londoner Designer David Fielden. «Hennä schön», findet Schüpbach. Es folgen ein

Bei Little Black Dress kann Regula Schüpbach anprobieren, was sie will – es gefällt und steht ihr einfach alles. Doch für die Hochzeit ist nichts dabei.

schmal geschnittenes Teil aus der Kategorie Meerjungfrau zu 2390 Franken und ein kurzes Modell aus Seidensatin im ChanelChic (1590 Franken). Downing und die Liluca-Beraterin helfen ihr in die Kleider und hinaus, büscheln da eine Schleppe und zupfen dort die Stoffbahnen zurecht. Der Braut gefällts. Ein bisschen wie in einer anderen Welt komme sie sich vor, sagt sie. Tatsächlich ist sie der sportliche Typ und immer in Bewegung. Zwei Mal pro Woche geht sie ins Rope-Training, am Wochenende ist sie mit ihrer Cousine am Klettern, in der Freizeit organisiert sie mit ihrem Partner Open-Air-Filmfestivals. Und dann das: Regula Schüpbach fühlt sich besonders wohl in einem feenhaften zartrosa Teil aus hauchdünnem Seidenchiffon, das die Stylistin in der Boutique Eclectic zum Anprobieren ausgewählt hat. Dazu im Haar ein farblich abgestimmtes Gebilde aus der Hand von Janine Küng von alfonsˇ blumenmarkt. Spätestens jetzt wird klar, dass jedes Kleid weitere Entscheidungen nach sich zieht: Welcher Haarschmuck passt dazu, und welche Frisur zum Haarschmuck? Wie hoch dürfen eigentlich die Schuhe sein? Hält man es einen Tag lang darin aus? Spezialisierte Läden führen natürlich hochzeitstaugliche Schuhe im Sortiment. So auch Mery’s Couture an der Löwenstrasse in

Zürich. Die Beraterin stellt sich als Gabi vor und steht für anderthalb Stunden ganz der Braut zur Verfügung. Sie weiss um die Bedeutung des Hochzeitsoutfits. «Die häufigste Frage nach einer Hochzeit lautet: Und was trug die Braut?», sagt Gabi. Das Traumkleid ist verspielt und elegant

Jemand bringt ein Tablett mit Wassergläser, eine Schneiderin mit Massband um den Hals steht abrufbereit in der Nähe. Die ganze Entourage lässt ein kollektives «Oh!» ertönen, als die Bernerin mit einem frechen kurzen Kleid aus der Kabine tritt. Alle lächeln. Und stecken die Braut ins nächste Modell, ein im hauseigenen Atelier aus Seide und Spitze gefertigten Kleid mit dem Namen Sophia. Sein eng anliegendes Oberteil besteht aus transparenter Spitze, der lange Rock Typ Fishtail fällt in schimmernden Wellen zu Boden. Regula Schüpbach schweigt entzückt. Kostenpunkt für jedes Kleid: rund 3400 Franken. Ein paar Tage später entscheidet sich die Braut für ein schlichtes Kleid, das sie bei Liluca in Bern für 2000 Franken entdeckt hat. Es passe genau zu ihr und sei einzigartig. Gleichzeitig verspielt und elegant, mit etwas Spitze und plissiertem Rock. Und natürlich mit freiem Rücken, für den Bräutigam. Vom Rest will er sich überraschen lassen. MM


16 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN

Zahlen und Fakten

Alles rund ums Brautkleid Illustration: Rahel Nicole Eisenring

Das Weiss des Hochzeitskleids steht für Reinheit und sexuelle Unberührtheit. Deshalb mussten bis weit ins 20. Jahrhundert Schwangere vielerorts in Schwarz heiraten.

Umgerechnet gerade mal 25 Franken kostete das Brautkleid, das die Designerin Katrina Chalifoux aus WC-Papier kreierte und womit sie letzten Sommer am New Yorker Wettbewerb «Brautmode aus WC-Papier» teilgenommen hatte. Sie verwendete 28 normale und 7 übergrosse Rollen Toilettenpapier, ausserdem Leim, Klebeband und Faden.

Quellen: www.weddix.de, www.ma-gazin.de, www.madonna.oe24.at, Guinness-Buch der Rekorde. www.huffingtonpost.com

Spätestens nach der Märchenhochzeit von Prinzessin Elisabeth von Bayern alias Sissi im Jahr 1854 war klar: Die modische Braut trägt Weiss!

Der Realitystar Kim Kardashian heiratete im Mai 2014 Kanye West und trug ein Hochzeitskleid von Riccardo Tisci. Für das Traumkleid gab sie stolze 2,1 Millionen Dollar aus. Damit knackte sie den Rekord für das teuerste Hochzeitskleid, das je von einem Promi getragen wurde.


MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 17

Im Alten Rom, vor über 2000 Jahren, trug die Braut am Tag ihrer Hochzeit eine spezielle Tunika. Die Taille wurde mit einem Gürtel aus Holz betont, der mit einem speziellen Knoten, dem Herkulesknoten, verschlossen war. Der Bräutigam musste sich der Aufgabe stellen, den Herkulesknoten am Hochzeitsgewand zu lösen.

Was die Braut am Tag ihrer Hochzeit alles tragen sollte: 1. Etwas Altes, eventuell ein Familienerbstück. 2. Etwas Neues, zumeist das Brautkleid. 3. Etwas Geliehenes, ein Schmuckstück von einer glücklich verheirateten Freundin etwa, das dem zukünftigen Ehepaar Glück bringen soll. Und 4. etwas Blaues, meist ein blaues Strumpfband. Das Blau steht für Reinheit und Treue.

Die Ausstellung der Brautrobe von Prinz Williams’ Frau, Herzogin Catherine, knackte 2011 mit über 600 000 Besuchern alle Besucherrekorde im Buckingham Palace. Die Bestmarke für eine Ausstellung lag bis dahin bei 420 000 Besuchern. Die Eintritte brachten acht Millionen Pfund ein.

Ohne ein Gramm Stoff kommt das Hochzeitskleid aus, das die Designerin Gail Be in Minnesota (USA) entworfen hat. Es besteht aus elf Metern dünnem Draht, 500 000 Glasperlen und 400 000 Kristallen. Das Modell mit dem Namen «Fantasy» wiegt 172 Kilo und wurde in 20 000 Arbeitsstunden von 21 Näherinnen erschaffen. Den Preis gibt es nur auf Anfrage, und ob das Kleid jemals zu einem Traualtar geführt wurde, ist nicht überliefert.

Die weltlängste Schleppe eines Brautkleids ist 3000 Meter lang. Für dessen Her­ stellung arbeiteten 10 Schneider 100 Tage lang. Verwen­ det wurden 4700 Meter Seidentaft, 4,5 Meter Spitze, 45 Meter Innen­ futter, 1857 Nadeln und 150 Garnrollen.


18 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN

Porträt

Velotour für kranke Kinder

Vor drei Wochen starb das älteste Kind der Familie Poincilit an einer seltenen Stoffwechselkrankheit. Felix Schleuniger, ein Freund der Familie, fährt Tausende Kilometer mit dem Bike quer durch die USA – und will so den Betroffenen helfen. Text: Andreas Bättig

D

ie kommenden zwei Monate werden für Felix Schleuniger (57) ziemlich einsam. 4000 Kilometer liegen vor ihm. 60 Höhenkilometer will er mit seinem Mountainbike samt Anhänger überwinden. Am 31. Mai startet Schleuniger in Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico, am 18. Juli will er in Banff in Kanada ankommen. So will er auf die seltene Stoffwechselkrankheit Niemann Pick C (NP-C) aufmerksam machen. Auf die Idee zu seiner Biketour gebracht hat ihn die Familie Poincilit, die wie er selber in Unterägeri ZG lebt und deren Kinder am seltenen Gendefekt leiden. «Es ist wichtig, dass die Gesellschaft von dieser Krankheit erfährt. Nur so fühlen sich die Betroffenen nicht alleingelassen», sagt Schleuniger. In der Schweiz leiden nur 13 Personen unter NP-C, weltweit sind es mehr als 500 Diagnostizierte. Bei den Betroffenen verschlechtern sich die geistigen und körperlichen Fähigkeiten (siehe Box). Gehörverlust und Depressionen

Bei der Familie Poincilit zeigte sich die Niemann-Pick-Krankheit bei ihren drei Kindern Mathias (35), Alix (32) und Zita (26) in unterschiedlichen Formen. Der älteste Sohn, Mathias, ist zunächst ein normales Kind. Im Teenageralter fällt er öfters hin – zu oft. Doch die Ärzte können bei ihm keine Diagnose stellen. Mit schweren motorischen Störungen muss er bereits als junger Mann in ein betreutes Wohnheim ziehen. Bei Alix verschlechtert sich das Gehör im Alter von neun Jahren. Als Teenager erleidet sie eine schwere Depression. Lange ahnt auch niemand, dass Alix von NP-C betroffen ist. Erst im Jahr 2010 entdecken die Ärzte die Krank-

Bilder: Paolo Dutto

heit bei ihr. Ein schwerer Schlag. Den Eltern Hanny (66) und Christoph (65) wird sofort klar, dass sowohl Mathias als auch Zita an der Krankheit leiden. Tests bestätigen den Verdacht. «Es fühlte sich an, als hätte man uns auf den Mond geschossen. Ein Ausnahmezustand», sagt Hanny Poincilit. Schliesslich ist es höchst unwahrscheinlich, dass gleich drei Fälle in einer Familie auftreten. Vor drei Wochen ist Mathias an den Folgen der Krankheit gestorben. Alix leidet heute an Hörverlust,

Felix Schleuniger mit der Familie Poincilit: Hanny, Alix, Zita und Christoph (von links). Mathias verstarb kürzlich.

Schluckproblemen, und ihre motorischen Fähigkeiten nehmen zunehmend ab. Auch bei Zita haben die kognitiven Fähigkeiten nachgelassen. Doch sie hat Glück. Weil man die Krankheit bei ihr früh erkannte, konnte der Verlauf durch Einnahme von Medikamenten verlangsamt werden. Trotzdem: Heilbar ist NP-C noch immer nicht. Das hat laut Christoph Poincilit auch damit zu tun, dass bei einer so seltenen Krankheit ein Heilmittel für die Pharma­ industrie wenig lukrativ ist und so­ mit die Forschung, wenn überhaupt, nur langsam vorangetrieben wird. Der ETH-Ingenieur steckt jede freie Minute in die Suche nach einem wirksamen Stoff. Er organisiert Tref-

fen mit Wissenschaftlern, kümmert sich um die Vernetzung von betroffenen Familien und versucht, auch mit Aktionen wie jener von Schleuniger, auf die Krankheit aufmerksam zu machen. «Felix wird auf seiner Reise allein sein. Genauso einsam sind die Familien und Betroffenen von NP-C. Sie werden vielfach im Stich gelassen», sagt Poincilit. Freund durch ALS verloren

Dass sich Felix Schleuniger für die Familie einsetzt, hat auch mit seiner eigenen Vergangenheit zu tun. «Ich habe einen Freund durch die Krankheit ALS verloren. Da habe ich hautnah mitbekommen, was es heisst, wenn es mit einem Menschen nur noch bergab geht.» Die Poincilits kenne er durch seine Frau, welche die Familie seit drei Jahren unterstützt. «Ich hatte schnell einen guten Draht zu Alix und Zita. Alix kommt gern mit dem Tandem auf Velotouren mit», sagt Schleuniger, der als Leiter Engineering & Services bei der Genossenschaft Migros Zürich arbeitet. «Dieser ständige Druck, diese ständige Präsenz der Krankheit, das ist für eine Familie alles andere als einfach. Ich habe grossen Respekt.» Er selbst hat eine Patientenverfügung ausgefüllt. «Sollte ich mal einen Unfall haben oder so schwer erkranken, dass ich mich weder bewegen noch kommunizieren kann, dann möchte ich gehen», sagt er. Solange er gesund sei, wolle er die Familie unterstützen. «Sie geben mir auch viel, öffnen meinen Horizont.» Wenn er dann in der nordamerikanischen Pampa allein und abgekämpft unterwegs sei, werde er an Zita, Alix, Hanny, Christoph und auch an Mathias denken. «In Sachen Durchhaltewillen sind sie alle ein Vorbild.» MM


MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 19

Felix Schleuniger ist startklar für seine Spenden-Biketour quer durch die USA.

Information

Eine unheilbare Krankheit Niemann-Pick (NP) ist eine seltene vererbte Stoffwechselkrankheit. Sie unterscheidet

sich in zwei verschie­ dene Typen mit unter­ schiedlichem Verlauf: A und B sind durch den Mangel eines Enzyms, C durch einen mangeln­ den Transport von körpereigenem Choles­ terin bedingt. In der Schweiz gibt es derzeit vermutlich weniger als 30 betroffene Patienten. Genauere Zahlen gibt es beim Typ C. Dort sind es derzeit 13 bestätigte lebende Patienten. Bei Typ A und C zeigen sich vorwiegend neurologische Symptome,

die in der Regel in den ersten drei Lebensdeka­ den (C) beziehungs­ weise in den ersten Le­ bensjahren (A) zum Tod führen. Patienten mit Typ B leiden an organi­ schen Symptomen der Lunge, Leber und Milz. Die Lebenserwartung von B­Patienten ist höher. NP­C ist wenig er­ forscht und nicht heilbar. www.npsuisse.ch Spenden-Biketour von Felix Schleuniger auf Facebook: www.facebook.com/gdmbr


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MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 21

Sepp Blatter 1982 und heute: Der Fifa-Präsident arbeitet bald 40 Jahre für den Weltfussballverband.

Bilder: RDB/Blick Sport/Walter L. Keller, Marc Wetli/13 Photo

Lange im Amt

«Alte Besen wissen besser, wo der Dreck liegt»

Ende Mai stellt sich Fifa-Präsident Joseph S. Blatter zur Wiederwahl. Setzt er sich durch, tritt der Walliser seine fünfte Amtszeit an. Was sind Vor- und Nachteile von Politikern, Wirtschaftskapitänen, Funktionären und Trainern, die lange in ihrem Amt bleiben? Text: Reto E. Wild


In welchen Parteien man am längsten sitzt:

22 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN

Migrosmagazin.ch

Wandel durch Globalisierung

Was heute als aussergewöhnlich gilt, war vor ein, zwei Genera­ tionen normal: Ein Arbeitsplatz beispielsweise bei einer Bank, bei der Post oder bei den SBB war eine sichere Lebensstelle. Oder wie es Headhunter Bjørn Johansson (67) ausdrückt: «Wer Karriere machte, wurde mit 50

Generaldirektor und blieb bis zur Pensionierung in dieser Position.» Die Globalisierung und damit die Internationali­ sierung im Management hätten vor allem in den 90er­Jahren für einen «extremen Wandel» gesorgt. «Heute liegt die durch­ schnittliche Amtszeit für einen CEO in der westlichen Welt bei knapp sechs Jahren. Wir haben eine Revolution erlebt.» Noch Anfang der 90er­Jahre konnte sich ein Konzernchef fast zehn Jahre lang auf seinem Chefsessel halten. Der Konkurrenzdruck durch Kandidaten aus dem Ausland sowie kritischere Aktionäre und Verwaltungsräte haben den Job in den Chefetagen verändert. Sitzt ein Konzernchef trotz­ dem jahrelang auf seinem Sessel, birgt das Gefahren. Gabrielle Wanzenried (45), Professorin an der Hochschule Luzern, sagt in einem Radiointerview mit SRF 1: «Tendenziell hört sich ein neuer CEO anfangs verstärkt im Markt und bei seinen Kunden um. Mit der Zeit bezieht er eher in­ terne Informationsquellen und vernachlässigt den Markt.» Das könne zu schlechteren Leistungen führen und zu Firmenlenkern, die risikoscheu würden und Veränderungen hinauszögerten. Eine Revoluti­

on erlebte die Fifa: Seit Sepp Blatter 1998 zum Präsidenten gewählt wurde, habe er, so Jo­ hansson, die Fifa «zur Geldma­ schine konstruiert. Ohne Blatter wäre der Fussball nicht so global geworden». Ob es nicht dennoch Zeit für den bald 80­Jährigen wäre, den Sessel zu räumen? Johansson entgegnet: «Wenn es zwei, drei brillante Alternativen zu ihm gäbe, würde ich die Frage beja­ hen. Nur kann momentan nie­ mand die Fifa besser führen als Sepp Blatter mit seiner Leader­ ship und den Ergebnissen, die er geliefert hat.» Johansson sagt allerdings auch, dass es bei Fir­ men wie Roche, Novartis, Zurich oder ABB schlicht nicht möglich wäre, dass einer in diesem Alter Verwaltungsratspräsident wäre – nur schon weil das die Statu­ ten teilweise nicht erlaubten. Doch es gibt heute Ausnah­ meerscheinungen von amtieren­ den Lenkern aus der Wirtschaft, die ähnlich alt sind wie Sepp Blatter: Nestlé­Verwaltungsrats­ präsident Peter Brabeck ist 71, WEF­Gründer Klaus Schwab 77, und Klaus­Michael Kühne vom Logistikkonzern Kühne + Nagel wird demnächst 78. In der Schweizer Politik fällt auf, dass unter den 23 Parlamen­ tariern in Bern mit den meisten

Amtsjahren 9 SP­ und 10 SVP­ Vertreter sind. Politikwissen­ schaftler Thomas Milic von der Forschungsstelle Sotomo begründet dies damit, dass es sich dabei auch um die grössten Schweizer Parteien handelt. Doch weshalb haben die Politi­ ker im Durchschnitt mehr Sitz­ leder als Firmenlenker? Milic vermutet, dass die Bindung zur Partei grösser ist als jene von Managern zu Unternehmen. Zu­ dem sei es für langjährige Natio­ nalräte, die je nach Funktion mit über 100 000 Franken entschä­ digt werden, schwierig, ab einem gewissen Alter ins Berufsleben zurückzukehren. Oder anders ausgedrückt: Wer jahrelang im Parlament sitzt, aber keinem anderen Beruf nachgeht, hat in der sich immer schneller verändernden Arbeitswelt keine Chance mehr. «Analysen zeigen jedoch, dass der Stimmenanteil für Kandidaten nach 12 bis 16 Jahren Amtszeit abflacht», sagt Parlamentsforscher Milic. Wer länger Volksvertreter sei, blockiere die Entwicklung von jüngeren Talenten. SP­Politikerin Susanne Leutenegger Oberholzer (67) sass 1987 erstmals im National­ rat. Und sie tritt auch diesen Herbst wieder an. «Ich bin vor allem auch Wirtschaftspoliti­

WEF-Gründer Klaus Schwab 1971 (oben rechts) und heute.

Bilder: World Economic Forum, Keystone/Jean-Christophe Bott

M

aximilian Reimann (73, SVP) und Su­ sanne Leutenegger Oberholzer (67, SP) politisierten schon Mitte der 80er­Jahre im Parlament und sitzen auch nach über 30 Jahren noch in Bern. Die «Polit­ Dinosaurier», wie die «NZZ» sie bezeichnet, haben Pendants in der Wirtschaft und im Sport: Ernst Tanner (68) amtet bereits seit über 20 Jahren als Verwal­ tungsratspräsident von Lindt & Sprüngli, Eishockeytrainer Arno Del Curto (58) feiert 2016 wohl 20 Jahre HC Davos. Und wird Fifa­Präsident Sepp Blatter (79) am 29. Mai für eine fünfte Amtszeit gewählt, kann der Oberwalliser bald ein seltenes Jubiläum feiern: Im November werden es 40 Jahre her sein, seit er zum Weltfussballverband gestossen ist; 2018 könnte er auf zwei Dekaden Fifa­Präsident­ schaft anstossen.


MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 23

kerin. Mit der Unternehmens­ steuerreform, der Weiter­ entwicklung der bilateralen Beziehungen zur EU und dem starken Franken steht die Schweiz gerade jetzt vor grossen Herausforderungen. Ich möchte dazu beitragen, diese zur Siche­ rung der Arbeitsplätze und des Standorts sozial, gerecht und zugleich ökologisch und effizient zu meistern», sagt die Advokatin aus Muttenz BL. SVP­Nationalrat Toni Bortoluzzi (68), seit 1991 im Parlament, tritt nicht mehr an. «Eine durchschnittliche Amts­ zeit im Nationalrat beträgt rund zwölf Jahre. Bei mir ist sie bald doppelt so lange. Das ist auch angesichts meines Alters genug.» Gesundheitspolitiker Bortoluzzi sieht Vorteile seiner Standhaftigkeit: «Bis man beispielsweise bei den Sozial­ versicherungen die Zusammen­ hänge versteht, braucht es ein paar Jahre. Erst nach zwei Amtsdauern ist man in der Lage, den Fachleuten aus der Verwaltung etwas entgegenzusetzen.» Wer neu ins Parlament gewählt werde und in über­ motivierter Art auftrete, werde von den gestandenen Rats­ mitgliedern nicht richtig ernst genommen. «Junge Besen mö­ gen besser kehren. Aber die alten

Arno del Curto 1997 und heute: 2016 feiert der Meistertrainer wohl sein 20-Jahr-Jubiläum beim HCD.

wissen besser, wo der Dreck liegt», sagt der zwölffache Gross­ vater aus dem Zürcher Säuliamt. Er habe deshalb so lange politi­ siert, weil er konsequent um­ setzen wollte, was er in Arbeit genommen hatte. Seine Schrei­ nerei hat er 36 Jahre lang geführt und 2012 wegen Nachfolgeprob­ lemen geschlossen. MM

Susanne Leutenegger Oberholzer 1999 und heute: Sie tritt im Oktober erneut für den Nationalrat an.

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MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 25

Bänz Friedli

Moment mal

Da haben wirs wieder mal: «Gewalt bei jungen Pärchen nimmt zu», titelte der «Blick», «Jeder Zweite leidet unter Cybermobbing», wusste die NZZ zu berichten. Unsere Jugend: versaut, gewalttätig und kriminell. Man weiss es ja. Von diesem «Carlos» ist seit Monaten fast täglich zu lesen, dem jugendlichen Messerstecher aus Zürich, dem offenbar mit keinem noch so teuren «Sondersetting» beizukommen war. Schon betreibt die eine Partei – diejenige, welche «das Volk» im Namen führt – mit seinem Beispiel Wahlkampf: «Keine Steuergelder verschwenden für Carlos und die Sozialindustrie!»

Bänz Friedli (50) über coole Jugendliche.

Moment mal. Was war den Schlagzeilen über die ach so arge Jugend vorausgegangen? Die Meldung, wonach gemäss einer ETH-Studie Gewalt und Verbrechen von Jugendlichen geschwunden seien, und zwar massiv: Rangeleien, Körperverletzungen, Raub, Erpressung und sexuelle Gewalt unter Jungen sind gegenüber 2007 um rund ein Drittel zurückgegangen. Sie trinken weniger, rauchen weniger, kiffen weniger als früher. Tage später, letzte Woche wars, untermauerte eine Polizeistatistik die Ergebnisse der Forscherinnen und Forscher: Unsere Jugendlichen sind brav. Und sie treiben in ihrer Freizeit laut einem Bundesamt im Schnitt täglich eine Stunde Sport, den Schulsport noch nicht mal eingerechnet!

Und was steht in der Zeitung? Wie schlimm es um die Jungen stehe. Nun mag es Aufgabe der Medien sein, das Negative herauszugreifen, auf Missstände hinzuweisen. Warum aber gross auf Gifteleien via Handy, Facebook und Twitter machen, wenn selbst der Studienleiter der ETH davor warnt, dieses sogenannte Cybermobbing zu dramatisieren? Weshalb sexuelle Gewalt unter Jugendlichen herausstreichen, obgleich sie stark rückläufig ist? Mir ist das unerklärlich. Statt des ewigen Bildes einer bewegungsfaulen Jugend, die nur noch an ihren Smartphones und Bildschirmen hängt und angeblich durch Games und Filmchen zu Gewalt angeleitet wird, könnten die Medien von Flavio berichten, dem Landschaftsgärtnerlehrling, der alle seine Ferienwochen – alle! – daran gibt, Pfadilager für jüngere Jugendliche zu leiten. Von Rebecca, der Umweltaktivistin, die neben dem Gymi fast täglich Unterschriften sammelt, Aktionen plant, Podiumsdiskussionen organisiert. Von Ivan, der verrückte Roboter bastelt, trotz der strengen Lehre Unihockeyjuniorinnen trainiert und mit Freunden Raps aufnimmt. Von einer Million hellwacher, engagierter, cooler Jugendlicher wäre zu berichten. Und weil ich mir wünschte, es stünde mal etwas über diejenigen Jugendlichen in der Zeitung, die supergut drauf sind, habe ich ihnen hier eine Seite gewidmet. Bänz Friedli live: 20. 5. Heerbrugg SG, 21. 5. Zofingen AG, 22. 5. Deitingen SO.

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26 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN

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Porträt

Rendez-vous mit der Vergangenheit

Ahnentourismus liegt im Trend. Auch die Amerikanerinnen Laurie Burke und Sue Voss wollen die Heimat ihrer Vorfahren kennenlernen. Im Bündner Bergdorf Mathon treffen sie auf die Geschwister Peter und Susanna Janett, mit denen sie über viele Ecken verwandt sind. Text: Andrea Freiermuth

L

aurie Burke (62) atmet tief durch. Sie drückt auf die Klingel und tritt ein paar Schritte zurück. Gemeinsam mit ihrer Cousine Sue Voss (72) wartet sie darauf, dass sich die Tür öffnet. Die beiden sind voller Vorfreude, aufgeregt – aber auch etwas unsicher. In den letzten fünf Jahren haben die US-Amerikanerinnen auf diesen Moment hingearbeitet. Sie haben die Tagebücher ihrer Vorfahren entziffert, Passagierdaten von Überseeschiffen durchforstet und in Gemeindearchiven gestöbert. So fanden sie heraus, dass ihre Ur-Ur-Urgrossmutter Menga Janett hiess, 1860 in Wisconsin heiratete und aus Mathon GR stammte. Nun stehen die Ahnenforscherinnen in eigener Sache vor dem Haus von Peter Janett (60), einem entfernten Verwandten. «Als wir den Flug buchten, wussten wir noch nichts von Peter. Wir dachten, wir würden einfach in die Schweiz kommen, das Dorf besuchen und so auf den Spuren unserer Vorfahren wandeln», erzählt Laurie.

Bild: Samuel Trümpy

Dann aber seien sie bei einer Google-Suche auf Erwin Fässler (55) gestossen, der sich mit seiner Firma Erwin Tours of Switzerland auf personalisierte Touren für ausländische Gäste spezialisiert hat. «Ich war gleich begeistert von diesem Auftrag», sagt Tourguide Fässler. Er sei nach Mathon gereist, habe im Schamser 51-Seelen-Dorf nach Leuten mit dem Nachnamen Janett gefragt – und wurde an Peter Janett verwiesen. Small Talk statt Emotionen

Die Tür geht auf. Ins Freie tritt jener Mann, den sich Laurie und Sue immer wieder vorzustellen versuchten, seit sie von seiner Existenz erfahren hatten. Ihr Cousin entfernten Grades hat raspelkurze Haare, ein sonnengegerbtes Gesicht und stahlblaue Augen. Ihm zur Seite steht seine Schwester Susanna (52), die extra aus Biel BE angereist ist, um beim Treffen dabei zu sein. Man gibt sich die Hand, stellt sich vor. Alle lächeln. Susanna erkundigt sich, wie die

Reise war, die Cousinen schwärmen von der Landschaft, und schon bald spricht man über das Wetter. Es wird noch eine Weile dauern, bis die beiden Parteien warm miteinander werden. Menga Janett verliess die Schweiz 1857 im Alter von 28 Jahren. In Le Havre bestieg sie das Segelschiff «William Frothingham». Und zwar gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter in spe und deren Töchtern. Ihr zukünftiger Mann, Johann Anton Brem, der aus Thusis GR stammte, war schon drei Jahre zuvor ausgewandert. Diese Hintergründe, die darauf schliessen lassen, dass die Eheleute sich schon vor ihrer Heirat in der neuen Heimat gekannt hatten, erfuhren die beiden Cousinen erst in der Schweiz. Erwin Fässler entdeckte während seiner Recherche das Buch «Hier hört man keine Glocken. Geschichte der Schamser Auswanderung nach Amerika und Australien» von Peter Michael-Caflisch. Darin wird Menga Janett als Nummer 348 im Anhang aufgeführt.


MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 27

1 Sue Voss (links) und Laurie

Burke treffen in Mathon ein, wo ihre Ahnen aufgewachsen sind.

2 Der Gang durchs Dorf ist auch ein Gang durch die eigene Vergangenheit. 3 Der ersehnte Moment:

Die Cousinen Laurie Burke und Sue Voss aus den USA lernen ihre Verwandten in der Schweiz kennen. 4 Das Grab ihrer Urahnen, der Janetts, wird fürs Familienalbum fotografiert. 2

5 Auch die Umgebung muss

für die Nachwelt festgehalten werden.

3

4

5

1

Warum die Verlobten auswandern wollten, bleibt unklar. Vielleicht war es wirtschaftli­ che Not. Die kleine Eiszeit endete erst Mitte des 19. Jahrhunderts. In den Bergen lebte man in ständiger Sorge vor schlechten Som­ mern und wachsenden Gletschern. Gleich­ zeitig bauten immer mehr Bauern aus Ame­ rika importierte Kartoffeln an, wodurch ver­ mutlich mehr Kinder überlebten, für die es nach der Erbteilung wiederum zu wenig Land gab. Eine andere These ist, dass die Erfolgs­ geschichten aus der Neuen Welt Nachahmer anlockten. Zwischen 1845 und 1930 sind laut Ahnenforscher und Autor Michael­Caflisch über 843 Schamser in die USA und nach Australien ausgewandert. Gesamtschweize­ risch geht man in diesem Zeitraum von rund einer Viertelmillion Emigranten aus. Zah­ len, die Jungunternehmer Fässler als gros­ ses Potenzial betrachtet, sowohl für sein Ge­ schäft wie auch für den Schweizer Touris­ mus im Allgemeinen: «All diese Leute haben Nachfahren – und viele davon wollen ihre

Wurzeln und wenn möglich ihre Verwand­ ten in der alten Welt kennenlernen.» Ahnenforschung kann süchtig machen

Das glauben auch seine ersten Kunden in Sa­ chen Ahnentourismus: «Genealogie ist ein grosses Ding in den USA. Auf mehreren TVSendern laufen Formate, bei denen Prominente auf der Ahnensuche mit der Kamera begleitet werden», sagt Sue. Das mache neu­ gierig auf die eigene Familiengeschichte. Zudem seien heute mit dem Internet Recher­ chen möglich, die früher mit grossem Auf­ wand verbunden waren. «Viele Archive sind in den letzten Jahren digitalisiert worden. Statt Flugkilometer und Bibliotheksbesuche benötigt man nur noch ein paar Klicks, um an neue Informationen zu kommen.» Laurie ergänzt: «Ahnenforschung kann süchtig machen. Wir haben Sudoku aufgegeben.» In Mathon haben die Amerikanerinnen mit ihrer Begeisterung für die Ahnenfor­ schung auch einen Draht zu ihren Schweizer Verwandten gefunden: Schon der in­

zwischen verstorbene Vater von Peter und Susanna hatte sich für seine Vorfahren interessiert und einen Stammbaum bis zu­ rück ins 16. Jahrhundert zusammengestellt. Darauf taucht auch die Ur­Ur­Urgrossmut­ ter von Laurie und Sue auf. Auf dem Gang durch das Dorf zum Familiengrab der Janetts entdecken die ungleichen Paare noch eine weitere Parallele: Susannas und Peters Eltern führten eine Apotheke, Laurie hat Pharmazie studiert und arbeitet heute in der Forschung. Spätestens beim Mittagessen in Peters Haus, in dem einst vielleicht auch Menga Janett ein und aus ging, ist die Stimmung entspannt. Die Amerikanerinnen kosten genüsslich vom für sie ungewohnt rezenten Käse, loben das Bündnerfleisch und erzäh­ len von ihrer Familiengeschichte. Laurie hat nach einem Glas Wein sogar Tränen in den Augen und sagt mit gebrochener Stimme: «Ich habe das Gefühl, Menga schaut zu mir hinunter – und freut sich, dass wir uns gefunden haben.» MM


28 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN

Interview

«Meist sind es Leute auf dem Land, die sich über Dichtestress beklagen» Der niederländische ETH-Professor Kees Christiaanse ist einer der weltweit führenden Experten für Städtebau. Er erklärt, was in Schweizer Städten gut funktioniert, wo es harzt und wie man auch ohne Hochhäuser verdichtet bauen kann. Text: Reto E. Wild, Andrea Freiermuth Bilder: Gian Marco Castelberg


MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 29

Typisch Niederl채nder: Kees Christiaanse f채hrt mit dem Velo ins Atelier.


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MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 31

Kees Christiaanse, Sie wohnen im Stadtzürcher Quartier Oberstrass, in der Nähe der Universität Zürich und der ETH. Wie beurteilen Sie Ihre Wohnqualität? Unser Quartier ist grün und gleichzeitig urban. Wir sind zu Fuss in zehn Minuten im Wald oder am Hauptbahnhof. Das ist einzigartig. Was macht gute Wohnqualität für Sie aus? Man muss für sich genügend Raum haben. Sehr wichtig finde ich die Art, wie die Gebäude städtebaulich zueinander stehen, damit ein guter sozialer Austausch entsteht. Was heisst das konkret? Es braucht viele Kontaktflächen zwischen den Gebäuden und dem öffentlichen Raum, also Türen und Eingänge. Auch Übergangsräume mit Treppen und Vorgärten sind wichtig. Und im Parterre brauchts Klein­ gewerbe und Einzelhandel. So begegnen sich die Bewohner und kommunizieren miteinander. Sie fahren mit dem Velo in Ihr Atelier an der Limmat. Abends müssen Sie jeweils den Berg hoch. Ja, das ist meine tägliche Joggingübung. (lacht) Ich fahre Fahrrad, weil es schneller geht und man dabei fit bleibt. Ich bin kein Jogger. Das halte ich für Zeitverschwendung. Was halten Sie als Nieder­ länder von unserem Radnetz? Es ist unterentwickelt. Und die Sicherheit für Radfahrer ist in der Schweiz katastrophal. Wenn ich hier auf dem Trottoir fahre, ist das normal. In den Niederlanden er­ halte ich dafür sofort einen Straf­ zettel. Der aktuelle E­Bike­Boom rechtfertigt nun definitiv keine Ausreden mehr, in den Schweizer Städten nicht auch durchgehend Velowege zu schaffen. Sie lebten in den Niederlanden, in Deutschland, sind beruflich aber auch in Singapur unter­ wegs. Welche Stadt hat Sie am meisten beeindruckt? Jemand wie ich kann an vielen Orten leben. Klar, für immer

möchte ich nicht in Asien woh­ nen, weil die Lebensqualität in Europa und der Schweiz besser ist. Wer in Asien qualitativ gut leben möchte, braucht viel Geld. Sie loben die Schweiz. Nur: Vor der Masseneinwanderungs­ initiative war hier von «Dichte­ stress» die Rede. Reagieren die Einwohner übersensibel? Meist sind es Leute auf dem Land, die sich über Dichtestress beklagen, nicht die Städter. Es kommt zu Vorurteilen, die nicht mit der Realität überein­ stimmen. Das Schweizer Mittel­ land etwa ist im Vergleich mit dem Ruhrgebiet oder dem Westen Hollands weniger als halb so dicht besiedelt. Für mich als Städtebauer ist die Situation in der Schweiz überhaupt nicht kritisch.

Aber das Landschaftsbild leidet unter der Zersiedelung? Ja, die Schweizer verhalten sich nicht besser als andere Na­ tionen. Auch sie bauen auf dem Land riesige Mengen an Einfamilienhäusern und gros­ sen Einkaufszentren. Das bewirkt die Zersiedelung. Für die Zukunft verfügt die Schweiz aber über eine sehr gute Raum­ politik. Und mit den kantonalen Richtplänen sowie der Kultur­ landinitiative über die richtigen Instrumente, um die weitere Entwicklung zu kontrollieren. Der Kanton Zürich beispiels­ weise hat fast keine neuen Einzonungen mehr. Zusätzliche Wohnfläche wird fast nur durch die Verdichtung geschaffen. ETH­Stadtsoziologe Christian Schmid schlug in einem Inter­ view mit dem Migros­Magazin

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MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 33

Appartementgebäude und an der Ecke Türme mit 15 Stockwerken. Diese Kombination ermöglicht dichtes Wohnen. Eine Alternative zu dieser durchmischten Wohnform zeigt das Beispiel Holland: Dort leben 60 Prozent der Bevölkerung in einem Reihenhaus mit Garten, wobei die monatliche Hypothek gleich hoch wie eine Miete ist.

Kees Christiaanse: «Reiheneinfamilienhäuser sind eine Marktlücke, die man in der Schweiz noch nicht richtig entdeckt hat.»

Was spricht architektonisch für Reiheneinfamilienhäuser? Damit kann man mehr Wohnungen auf kleineren Grundstücken bauen. Sie sind energetisch günstiger, weil sie die Mauern mit den Nachbarn teilen. Wir haben in Holland mit vier- bis fünfstöckigen Gebäuden experimentiert. Die lassen sich in zwei Maisonettewohnungen aufteilen. Oder in eine Praxis und eine Wohnung, in vier Alterswohnungen und so weiter. Das schafft urbane Flexibilität. Viele träumen jedoch vom Einfamilienhaus im Grünen. Wie macht man den Leuten neue Wohnformen schmackhaft? Das ist eine Marktlücke, die man in der Schweiz noch nicht richtig entdeckt hat, obwohl es auch hier Reihenhäuser gibt. In der Schweiz kann man übrigens mitten in den grössten Städten wohnen, 20 Minuten zu Fuss gehen – und schon ist man draussen in der Natur.

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Aber in der Stadt können sich Kinder nicht gleich frei bewegen wie im Dorf. In unserem Quartier kann man das sehr wohl. Es hängt von den einzelnen Vierteln ab. Das eigentliche Problem in der Schweiz sind die extrem hohen Wohnkosten. Wie sieht es in den Schweizer Städten in 20 Jahren aus? Das Gute an der Schweiz ist, dass sie sich nicht so schnell verändert. ( lacht) Wieso? Weil der Grundbesitz in der Schweiz zerstückelt ist und weil man gute Zonen- und Richtpläne hat. Deshalb sind grossflächige Veränderungen nicht so einfach umzusetzen. Wenn wir beispielsweise in den Niederlanden im Meer vor der Küste Land

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MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 35

gewinnen, können wir auf einen Schlag eine neue Stadt bauen. Als ich geboren wurde, gab es Almere nicht. Heute ist sie mit fast 200 000 Einwohnern die siebtgrösste Stadt des Landes. In der Schweiz kann man fast nur noch umnutzen. Was muss beim Städtebau in der Schweiz besser werden? Bei der Planung von Wohnungen sollte man erstens vermehrt auf vermischte Gebäudetypologien setzen. Das ist in vielen Schweizer Agglomerationsgemeinden nicht der Fall. Auch in ZürichWest baut man Siedlungskomplexe, die überwiegend aus Wohnungen bestehen. Zweitens haben unsere Städtebauentwerfer zu wenig Einfluss auf die Verlegung der Bahn- und Strasseninfrastruktur, die das Landschaftsbild am meisten prägt. Was meinen Sie damit? Ein Beispiel: Unser Institut arbeitet in Buchs und Dällikon. Die benachbarten Dörfer im Zürcher Furttal hatten früher beide einen Dorfkern mit Läden. Dann wurde ausserhalb ein Gewerbegebiet gebaut. Jetzt ist der gemeinsame Bahnhof das Zentrum und nicht mehr die Dorfplätze. Wir versuchen nun, mit Studenten eine Strategie zu entwickeln, wie wir die Dorfkerne wieder aufwerten können – eben mit neuen Wohnformen. Ein weiteres Beispiel: Gebäude wie die Outletläden in Landquart GR sollte man nicht akzeptieren. Sie stehen zwar neben dem Bahnhof, aber die Kunden reisen nur mit dem Auto an. So wird die Einzelhandelsaktivität im Stadtkern verdrängt. Vor fünf Jahren haben Sie und Ihr ETH-Team in Singapur «Future Cities Laboratory» gegründet. Sie untersuchen weltweit Urbanisierungsprozesse. In Südostasien und damit Städten wie Hongkong, Bangkok, Kuala Lumpur, Jakarta, Dhaka oder Kolkata findet derzeit der schnellste Urbanisierungsprozess in der Geschichte der Menschheit statt. Wir sind vor Ort, um die Probleme aufzuzeichnen. Diese Erfahrungen tragen zu unserem Wissen über

Urbanisierungsprozesse bei und helfen uns bei der Planung anderswo. Gleichzeitig nützt unser Know-how den Asiaten beim Städtebau. Welches sind dort die wesentlichsten Probleme? Abwasser, Müllentsorgung, Mangel an gut funktionierenden Mobilitätssystemen. Und das grösste Problem: die enorme Zuwanderung aus ländlichen Gebieten. So entstehen Megastädte, was wiederum Schwierigkeiten mit Slums und eine katastrophale Verkehrslage verursacht. Wie kann Ihr Team da helfen? Wir sind keine Zauberer. Wir Städtebauer können nur kleine Schritte machen. Die beste Technologie nützt nichts, wenn sich die Menschen selbst nicht nachhaltig verhalten.

Trotzdem erwartet man von der ETH Lösungen. Wir unterrichten und bilden lokale Experten darin aus, wie man nachhaltig plant. In Entwicklungsländern bauen wir Quartiere mit günstigen, erweiterbaren Wohnungen. Einheimische bekommen eine Infrastruktur mit Wasseranschluss. In manchen Quartieren wird Bambus angebaut, den man als Konstruktionsmaterial einsetzen kann. Viele Menschen in Schwellenländern müssen ansonsten mit einer unglaublich unnachhaltigen Infrastruktur leben: Die Fäkalien gehen ungefiltert ins Wasser, Abfall landet am Boden. Aber pro Kopf verbraucht eine durchschnittliche indonesische Stadt immer noch weniger CO2 als eine Stadt in der westlichen Welt – weil sie weniger industrialisiert ist. MM

Zur Person

Städtebauspezialist Kees Christiaanse (62) ist seit 2003 ordentlicher Professor für Architektur und Städtebau am Institut für Städtebau der ETH Zürich. Er leitet die For­ schungsgruppe mit Schwer­ punkt Zeitgenössische Entwurfsstrategien. Zuvor war er Professor an der TU Berlin. Zudem ist der Niederländer Gründer und Partner des Architektur­ und Planungsbüros KCAP mit Ablegern in Rotterdam, Zürich und Schanghai. Christiaanse lebt zusammen mit seiner Frau und drei Kindern in einem 5­Zimmer­ Haus in Zürich­Oberstrass.

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36 | MM21, 18.5.2015 | MENSCHEN

Leserforum MM20: Streitgespräch zwischen SP-Nationalrätin Jacqueline Badran und FDP-Parteipräsident Philipp Müller zur Abstimmung über die Erbschaftssteuer

«Lieber ehrliche Arbeit besteuern, statt faules Kapital?» Warum ereifert sich FDP-Präsident und Vordenker Philipp Müller nicht auch, wenn es um die Gegenfinanzierung der Unternehmenssteuerreform III geht, die Bund und Kantonen Verluste in Milliardenhöhe verursacht? Warum bricht er nur dann eine Lanze für die Kantonsfinanzen, wenn es um eine bescheidene Erbschaftssteuer geht, die niemandem wirklich wehtut und nicht nur den gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung trägt (warum soll ein Lebenspartner bis zu 46 Prozent Steuern bezahlen, der überlebende Ehegatte dagegen steuerfrei ausgehen?), sondern auch die vermeintlichen Nöte des Gewerbes berücksichtigt und letztlich gar der Stärkung der AHV dient? Die neuen Milliardengeschenke an Unternehmer und Kapitaleigner rufen doch geradezu nach vollständigen Kompensationen. Die vom Bundesrat zum Ausgleich vorgeschlagene Kapitalgewinnsteuer wird jedoch von der FDP (wie übrigens auch von den an-

das Steuerwesen erlaubt, dass privat ge- oder missbrauchte Schulden steuerlich geltend gemacht werden können, in dem die Menschen nicht zwischen Fremd- und Eigenkapital unterscheiden können, es schon zum guten Ton gehört, dass eine Liegenschaft mit Hypotheken (die es in der Schweiz so gar nicht gibt!!) belastet ist und man fast vergessen hat, dass eine Liegenschaft auch aus 100 Prozent Eigenkapital gekauft werden kann, ist es für mich nicht vorstellbar, dass die Eigenkapitalquote, also das Reinvermögen, grösser sein kann als in Deutschland. Dr. iur. utr. Udo Adrian Essers, 8700 Küsnacht

Engagiert: Philipp Müller und Jacqueline Badran vertreten ihre diametral verschiedenen Standpunkte auf der Redaktion des Migros-Magazins.

deren bürgerlichen Parteien) in Bausch und Bogen geschlagen, getreu dem Motto «Lieber ehrliche Arbeit besteuern, statt faules Kapital». Erich Michel, 8800 Thalwil Ich habe jahrzehntelange Erfahrung im Bankensektor in Deutschland und beschäftige

mich seit vielen Jahren mit dem Thema Erbrecht für Behinderte nach schweizerischem und auch nach deutschem Recht. Aufgrund meines Wissens und meiner Erfahrung gehe ich davon aus, dass die Zahlen zu Erbschaften in der Schweiz nicht höher sind als in Deutschland. Im Gegenteil! In einem Land, in dem

Anscheinend gibt es eine steuerliche Entlastung, wenn die Erbschaftssteuer eingeführt wird. Wo? Ah, bei der Mehrwertsteuer? Wir in der Schweiz haben die niedrigste Mehrwertsteuer in ganz Europa, und die soll noch gesenkt werden? Was für eine Farce. Gisela Hüppi, per E-Mail

MM20: Reportage «Und es knattert noch immer» – Bericht über Fans des kultigen Velosolex

Ivo Fuhrimann aus Biel BE hat uns ein Bild vom Start zum Tessenbergrennen geschickt, das dieses Jahr sein 10. Jubiläum feiert. Am Tessenberg, 400 Meter über dem Bielersee gelegen, treten jedes Jahr über 20 Teams à drei bis acht Teilnehmer zum sechsstündigen Solexrennen an. Die Jubiläumswettfahrt findet am Samstag, 4. Juli, statt. www.tessenbergrennen.ch


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MENSCHEN | MM21, 18.5.2015 | 37

MM20: Familie «Damit die Schule

im Dorf bleibt»

«Mehrjahrgangsklassen bringen Unordnung in die Schulordnung und ins Klassenzimmer» Im kleinen Schwellbrunn, wo sich ohnehin die Kinder schon kennen, können Mehr­ jahrgangsklassen tatsächlich geeignet sein, um die Schule zu retten. Sonst aber sind sie entgegen der Meinung des «Experten» überhaupt kein Fortschritt, sondern sie brin­ gen nur Unruhe in Schulorga­ nisation und Klassenzimmer. Dass die älteren Kinder ver­ fügbare Zeit benützen, um den jüngeren zu helfen, mag ganz nett sein; die Eltern wollen aber begreiflicherweise, dass auch die älteren optimal geför­ dert werden und nicht Nach­ hilfestunden oder Privatinsti­ tute nötig werden, um die An­ schlussschulen zu erreichen. Hans-Peter Köhli, 8000 Zürich Mehrjahrgangsklassen (Altersdurchmischtes Lernen, AdL) haben sich nicht bewährt. In verschiedenen Gemeinden (Zumikon, Obfel­ den usw.) sind die Eltern auf die Barrikaden gegangen, weil sie am Ende der Schulzeit feststellen mussten, dass ihre Kinder mit dem «selbstgesteu­ erten» Lernen nichts gelernt hatten. Das wundert nicht: Die Lehrer werden beim AdL nach den «vier Urbitten» des Thurgauer Bildungsunterneh­ mers Fratton zu blossen Lern­ begleitern ausgebildet: «Bringe mir nichts bei», «Erkläre mir nicht», «Erziehe mich nicht» und «Motiviere mich nicht». Peter Aebersold, 8047 Zürich Die Altersdurchmischung wirkt sich in der Praxis zuungunsten der begabten Kinder aus. Ausser in kleinen Dorfschulen müssen sich Eltern gegen dieses System zur Wehr setzen. Die Lern­ forschung stellt fest: Optimale Begabtenförderung an Schulen geschieht in Klassen von

ungefähr Gleichaltrigen bei ungefähr gleichem Leistungs­ niveau. In der Erwachsenen­ bildung ist das Alter weniger wichtig, aber ohne Zuteilung zu einem bestimmten Leis­ tungsniveau sind zum Beispiel im Fremdsprachenunterricht keine Fortschritte möglich. Roland Popert, 8475 Ossingen Unsere Kinder gehen auch in eine altersdurchmischte Schule. Sie wurde nicht aus der Not geboren. Diese Form wurde bewusst, vor etwas mehr als 20 Jahren, inmitten der Grossstadt von sehr engagier­ ten Lehrpersonen gewählt und aufgebaut. Es gibt viele positive Aspekte, vor allem eine starke soziale Kompetenz der Kinder, Neugierde beim Lernen und Arbeiten im eigenen Tempo. Susanne Schönholzer, online Unser Sohn ist in einer Mischklasse, kann aber leider nicht von deren Vorzügen profitieren, weil es die Lehrperson nicht schafft, mit der Schulform sinnvoll um­ zugehen. Das schadet den Kindern und auch dem Ruf der Mischklasse. Es gibt Eltern, die wollen nicht, dass ihr Kind zu dieser Lehrperson kommt, und wehren sich dann gegen die Mischklasse. Frieda Sutter, online Auch unser Sohn geht seit letztem Sommer in eine Mischklasse, und wir können nur positiv darüber berichten. Frau Barbara Brandenbergs Aussage «Damit alle von dieser Schulform profitieren können, müssen die Lehrpersonen viel Engagement und Motiva­ tion mitbringen» ist sehr tref­ fend. An dieser Stelle: Danke, Patricia, für dein Engagement und deine Motivation! Karin Schleiss, per E-Mail

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Irland – Jubiläumsreise Besuch von Dublin mit dem legendären „Book of Kells“ im Trinity College, der St. Patrick's Kathedrale und der legendären Ha-Penny Bridge. Felsenburg Cashel. Panoramastrasse Ring of Kerry und Killarney Nationalpark im Süden. Die hohen Klippen von Moher. Viktorianische Kylemore Abtei und das womöglich bedeutendste Kloster des Landes, Clonmacnoise am Fluss Shannon. Kilbeggan – älteste Whiskey Brennerei Irlands. Alles Teile der grossartigen Kultur, die man während einer umfassenden Irland Reise einfach gesehen haben muss. Zudem - Landschaften von erhabener Schönheit auf Schritt und Tritt.

Reisedaten 2015 jeweils Sa - Sa 5.–12.9. / 12.–19.9. / 19.–26.9. Sa: Nachmittagsflug Zürich – Dublin. 2 Übernachtungen im County Dublin. So: Dublin Stadtaufenthalt. Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Mo: Fahrt Richtung Süden. Am Weg liegt die riesige Burganlage Cashel. Auf einer Erhebung thronend wird sie oft als die Akropolis Irlands bezeichnet. 2 Übernachtungen im County Kerry. Di: Der „Ring of Kerry“ ist eine 170 km lange Panorama Strasse rund um die Halbinsel Iveragh. Dabei durchqueren wir auch den Killarney Nationalpark. Schmucke Küstendörfer, Herrschaftshäuser und prächtige Parkanlagen. Mi: Die legendären, steil abfallenden, über 200m hohen Klippen von Moher

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Derry Belfast

Omagh Ballycastle

Ballina

Sligo

Enniskillen Newry

Castlebar Longford

Athlone Galway Ballinasloe Tullamore Portlaoise Ennis Shannon Limerick Kilkenny

Aran Islands

Tralee Killarney

Dublin

Wexford Waterford Cork

erstrecken sich über 8 km entlang der felsigen atlantischen Küste. Der Burren ist ein karges Kalksteinplateau mit stillen Tälern und sanften Flüssen. Hier gefundene megalithische Gräber sind älter als die ägyptischen Pyramiden. 2 Übernachtungen im County Galway. Do: Die Region Connemara mit den imposanten Bergen Twelfe Bens, einer zerklüfteten Küste, vielen Seen und Flüssen ist gleichermassen das Herz der irischen Sprache, des keltischen Erbes, auch Gälisch genannt. Nach alter Tradition wird Torf gestochen. Fr: In Kilbeggan wird seit 1757 das „Wasser des Lebens“, eben der Kilbeggan Whiskey gebrannt. Die alte, malerisch am Shannon Fluss gelegene Klosteranlage Clonmacnoise aus dem 6. Jh. gilt als wichtiger Zeitzeuge des mittelalterlichen Irlands. Übernachtung im County Dublin. Sa: Am Mittag Rückflug nach Zürich.

Pauschalpreis pro Person in CHF Doppelzimmer 1490 Einzelzimmerzuschlag 325 Annullations- und Extrarückreise Versi. falls keine eigene vorhanden 70 Teilnehmerzahl: min 20, max 25 All das ist inbegriffen – Aer Lingus Linienflüge Zürich – Dublin retour inkl. Flughafentaxen und 20 kg Freigepäck.. Deutschsprechende Reiseleitung ab/bis Dublin Flughafen. 7 Übernachtungen in guten Mittelklass-Hotels, Basis Doppelzimmer Du/WC mit irischem Frühstücksbuffet und Abendessen. Komfortabler Reisebus. Alle im Programm erwähnten Besichtigungen und Eintritte. Ausführliche Reiseunterlagen.

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Migros-Welt MM21

Zitat der Woche

«Mein Highlight war der koreanische Pavillon. Das Künstlerduo Moon & Jeon, das ihn gestaltet hat, kommt im August mit einer grossen Ausstellung ins Migros­Museum.» Heike Munder, Chefin des Migros-Museums für Gegenwartskunst, anlässlich der Eröffnung der Biennale am 7. Mai.

Senden Sie uns ein Video oder ein Bild von Ihrem Lieblingsprodukt! Migrosmagazin.ch

Adrian Catakovic (28), Verkäufer aus Bern, schwärmt für den Migros-Lachs.

Bilder: Gian-Marco Castelberg, Mirko Ries, Getty Images

Eingekauft *

Wettbewerb

Migros lanciert neuen Umweltpreis Wer als Studierender clevere Ideen hat, kann jetzt

nicht nur gute Noten, sondern auch einen Preis der Migros gewinnen. Gesucht sind Bachelor- und Masterarbeiten zum Thema Umwelt- und Klimaschutz. Die Teilnehmer

müssen ihre Arbeiten an einer Schweizer Uni oder Fachhochschule abgeschlossen haben. Der Hauptpreis ist mit 10 000 Franken dotiert. Einsendeschluss: 28. September 2015. Weitere Infos: Generation-m.ch/umweltpreis

Ein Teil von

Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros.

«Ob ge­ räuchert oder gebraten, als Sonntags­ brunch oder zum Znacht: Ich liebe Lachs in allen Varia­ tionen und Zubereitungs­ arten. Der Fisch schmeckt aber nicht nur fein, er ist vor allem auch gesund. Früher war mir das nicht so wichtig – doch seit ich be­ gonnen habe, mehrmals pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen, schaue ich viel gründlicher auf meine Ernährung.» * In der Migros-Filiale Marktgasse in Bern


40 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS­WELT

0,2 mg Fett 1,7 mg Vitamin E 1,1 mg Niacin 269 mg Kalium

ca. 27 kcal pro 100 g

Entwässernd

Umweltpreis für Grossanlass Beim Grand Prix Bern kamen kürzlich über 31 000 Läuferinnen und Läufer auf Trab. Eine solche Massen­ bewegung ist eine Wohltat für die Volks­ gesundheit, nicht aber automatisch auch ein Segen für die Umwelt. Die Veranstalter des GP Bern sorgten unter anderem mit einem durchdachten Abfall­ konzept und der Verwendung von Mehr­ weggeschirr für einen möglichst umwelt­ freundlichen Gross­ anlass. Dafür bekam der Sportevent eine Auszeichnung von Ecosport.ch, der Umweltplattform von Swiss Olympic. Der Grand Prix Bern wird wie fast alle wich­ tigen Volksläufe der Schweiz von der Migros als Sponsorin gefördert. Die Detail­ händlerin hilft dabei, diese Events nachhaltig zu gestalten. So hat sie eine umfassende Onlineplattform für nachhaltiges Event­ management aufgebaut, und sie stellt den Veranstaltern unter anderem ein System für die getrennte Entsor­ gung unterschiedlicher Abfälle zur Verfügung. www.nachhaltige­events.ch

Preisvergleich

Schlanke Figur Mit 92 Prozent enthalten Spargeln genauso viel Wasser wie Wassermelonen. Und sogar etwas weniger Fett als die Früchte.

«Kirschen rot, Spargel tot» – so lautet eine alte Bauernregel. Wenn gegen Ende Juni die ersten Kirschen reifen, geht die knapp zehn­ wöchige Spargelzeit zu Ende. Geniessen Sie die langen Stangen deshalb jetzt und probieren Sie unsere Rezepte abseits der Sauce hollandaise aus. Rezepte ab Seite 59

Büromaterial bei der Migros am günstigsten Ein Beitrag der Konsumenten­ zeitschrift «Saldo» zeigt: Wer Schreibwaren und anderes Büromaterial einkauft, bekommt bei der Migros am meisten für sein Geld. Die Zeitschrift hat die Preise gängiger Papeterieartikel bei sechs Grossverteilern und dem Postshop verglichen. Das Fazit des Preisvergleichs: «22 Produkte waren in allen Läden erhältlich. Sie kosteten in der Migros mit Fr. 61.15 am wenigsten.» Der Migros­Hauptkonkurrent war in dem Vergleich am zweitgüns­ tigsten. Bei einzelnen Produkten ist die Preisdifferenz zwischen den beiden Detailhändlern aller­ dings beträchtlich. So verlangt die Migros beispielsweise bei Post­it­Zetteln, Klarsichtmappen, Druckbleistiften oder Scheren nur etwa die Hälfte.

Werbung

Im Auftrag von M Popstar Robbie Williams ist der neue Werbebotschafter von Café Royal. In witzigen

Werbespots mimt er einen coolen Geheimagenten, der stark an James Bond erinnert, in dessen Aston Martin aber statt Ma­ schinengewehren eine Kaffee­ maschine eingebaut ist. In einer Videobotschaft an die Schweiz enthüllte Williams, wer sein Chef ist: «Ich handle im Auftrag von M.» Allerdings meint er damit nicht Bonds ergrauten Boss, sondern das orange M für Migros.

Mags gekocht, nicht gerührt: Kaffeeagent Robbie Williams.

Bilder: iStockphoto (2), swiss­image.ch/Andy Mettler

Volksläufe

Der Spargel ist nicht nur wegen seines niedrigen Energiewerts bei Abnehmwilli­ gen beliebt. Das Gemüse wirkt auch entwässernd und kann so dabei helfen, Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen.


MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 41

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Die Migros senkt die Preise diverser Produkte. Vergünstigt werden unter anderem viele Artikel der Eigenmarken I am, Total, Linsoft und M-Classic.

Ausgewählte Beispiele

Preis alt *

Preis neu *

in %

Tea Time Fantastic Berries, 50 Beutel

2.45

2.25

–8,2

M-Classic Magdalena Citron, 225 g

2.30

2.10

–8,7

M-Classic Frelitta, 400 g

2.45

2.20

–10,2

Sirup Tutti Frutti, 75 cl

3.90

3.75

–3,8

Katzenstreu Fatto Forest, 10 l, klumpend

8.90

8.00

–10,1

Asco Sensitive Terrine mit Truthahn, 4 x 150 g

3.95

3.75

–5,1

Total Oxi Booster Color, 1 kg

13.90

12.90

–7,2

Yvette Black, 2 l

11.20

9.80

–12,5

Hygo WC Fresh Stick Lemon, 2 Stück

2.90

2.60

–10,3

I am Hair Styling Creme Wax Dynamic, 75 ml

4.60

3.60

–21,7

I am Dusch Milk & Honey, 500 ml, Nachfüllbeutel

4.00

3.80

–5,0

10.80

9.80

–9,2

I am Natural Deo Zerstäuber Limette Salbei, 75 ml

7.90

6.90

–12,7

Linsoft Taschentücher Classic, 15 x 10 Stück

1.90

1.75

–7,8

pH Balance Duschgel, 250 ml

3.80

3.60

–5,3

Belle Color permanente Coloration 5 Dunkelblond, 1 Stück

8.10

7.50

–7,4

Fructis Shampoo Fresh, 300 ml

4.50

4.30

–4,4

I am men Q10 Cream, 50 ml

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42 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT

100 neue Ideen: Ob himmelblau oder regengrau, mit der passenden Idee aus dem Sommerbuch kommt keine Langeweile auf.

Edelgrill f端r Geniesser


MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 43

Steaks und Würste sind die Grillklassiker. Doch warum nicht einmal etwas Spezielles auf den Rost legen? Ausgewählte Fleischstücke vom Lamm, Schwein oder Rind und hochwertige Meeresfrüchte wie Jakobsmuscheln machen das Buffet noch attraktiver. Wer zu den Grilladen und Beilagen Selbstgemachtes wie einen erfrischenden Dip reicht, sammelt weitere Pluspunkte. Mit einer Marinade aus Soja, Knoblauch oder Kokos erhält das Grillgut eine spezielle Note. Texte: Sonja Leissing Bilder: Daniel Ammann Styling: Mira Gisler


44 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT

Jakobsmuscheln und Crevetten mit Wasabi-Dip Zutaten für 4 Personen 5 EL Crème fraîche 1 ½ EL Wasabi

12 16 6 EL 3 EL

Salz, Pfeffer, z. B. Blumenpfeffer* Jakobsmuscheln Riesencrevetten in der Schale Honig, z. B. Orangenblütenhonig* Sojasauce

Zubereitung

Pro Person ca. 19 g Eiweiss, 13 g Fett, 21 g Kohlenhydrate, 1170 kJ/280 kcal

Lammnierstück mit Joghurt-Curry-Sauce

1. Für den Dip Crème fraîche und Wasabi mischen, salzen und pfeffern. 2. Muscheln und Crevetten trocken tupfen. Honig und Sojasauce verrühren, pfeffern. Muscheln und Crevetten durch die Marinade ziehen. 3. Crevetten bei mittlerer Hitze beidseitig je ca. 3 Minuten, Jakobsmuscheln rundum ca. 1 Minute grillieren. Meeresfrüchte anrichten. Dip dazuservieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten * in Sélection-Qualität erhältlich

Zubereitungszeit ca. 25 Minuten + ca. 3 Stunden marinieren

Zutaten für 4 Personen 2 Knoblauchzehen 1 Stängel Zitronengras 5 EL HOLL-Rapsöl 3 EL Curry, z. B. Indian Madras Curry* Salz 4 Lammnierstücke à 160 g Sauce 2 cm Ingwer ¼ Bund Koriander ¼ Zitrone 180 g Joghurt nature Cayennepfeffer Zubereitung

1. Knoblauch und Zitronengras fein hacken. Mit Öl mischen. ⅔ des Currys dazugeben. Lamm damit bestreichen und ca. 3 Stunden im Kühlschrank marinieren. 2. Für die Sauce Ingwer fein reiben. Koriander fein hacken. Zitronenschale fein abreiben. Alles mit Joghurt und restlichem Curry mischen. Mit Cayennepfeffer und Salz abschmecken. Marinade vom Fleisch abstreifen. Fleisch salzen. Auf dem Grill bei mittlerer Hitze beidseitig je ca. 4 Minuten rosa grillieren. Lammfilet tranchieren. Sauce separat dazu anrichten. * in Sélection-Qualität erhältlich

Pro Person ca. 32 g Eiweiss, 23 g Fett, 4 g Kohlenhydrate, 1470 kJ/350 kcal


MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 45

Tipps für die Edelgrillparty

Einfach, aber genial

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Das Buch mit 100 neuen Ideen für jedes Sommerwetter gibt es für Fr. 7.70 nur in der Migros. Laden Sie Ihre eigene Idee auf www.100ideen.ch hoch und nutzen Sie die Chance, jede Woche eine Geschenkkarte im Wert von 1000 Franken zu gewinnen.

1 Ein Sommersalat ist schnell gepimpt, indem man ihn mit essbaren Blüten schmückt. 2 Einfach zubereitet ist Gemüse nach Wahl. Alles in eine Grillschale geben, mit Olivenöl bepinseln und mit Salz und Pfeffer würzen. 3 Crevetten und Muscheln verderben rasch. Deshalb sollte man sie bis kurz vor dem Grillieren kühl lagern.

4 Marinierte Fleischstücke 1–2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Dadurch enfaltet das Fleisch beim Braten mehr Aroma.

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46 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT

100 neue Ideen: Ob regengrau oder himmelblau, mit der passenden Idee aus dem Sommerbuch kommt keine Langeweile auf.

Ein Stäbchen gewinnt immer

Mikado-Znacht. Hat sich der Stapel hölzerner Stäbchen erst einmal in einen chaotischen Haufen auf dem Tisch verwandelt, kann es losgehen. Die Spielregeln sind die üblichen, jedoch mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: Wer ein Spiessli ohne Berührung eines anderen geangelt hat, wird sofort dafür belohnt: mit einem Grissini, das mit allerlei schmackhaften Ingredienzen geschmückt ist. Spielregeln unter www.100ideen.ch


MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 47

Fürs Edelgrillfest oder das Mikado-Znacht

Anna’s Best Oliven mit Weichkäse Fr. 4.50

Riesencrevetten mit Schale, Bangladesh, per 100 g Aktueller Tagespreis

MSC Jakobsmuschelspiess, Nordwestatlantik, per 100 g Fr. 5.40

In grösseren Filialen an der Fischtheke

Sbrinz Innerschweiz, gehobelt Fr. 4.55

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Heidelbeeren, Schale à 500 g Aktueller Tagespreis

Alfredo Mozzarelline, 160 g Fr. 2.50

Cherrytomaten am Zweig, Schweiz/Italien, Schale à 500 g Aktueller Tagespreis

Lammnierstück, Neuseeland/Australien Aktion 30% Fr. 3.75* statt 5.40 per 100 g * vom 19.–25. 5., solange Vorrat

Optigal Pouletschenkel gewürzt, Schweiz, 2 Stück, per kg Fr. 14.–

Servietten, 33 x 33 cm, Vichy in Rotweiss, 20 Stück Fr. 4.35 In grösseren Filialen


Machen Sie mit und senden Sie uns Ihr Bild!

48 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT

Migrosmagazin.ch

Wettbewerb

Ab aufs Surfbrett!

Während sechs Wochen sucht das Migros-Magazin die besten Sommerbilder. Setzen Sie eine der drei aufgeführten Ideen um und gewinnen Sie tolle Preise. Mitmachen lohnt sich: Setzen Sie eine der vorgeschlagenen Ideen aus dem neuen Buch «100 neue Ideen für jedes Sommerwetter» um. Jede Woche gewinnen die drei Leser mit den originellsten Bildern einen Preis. Zudem wird nach sechs Wochen ein Hauptgewinner gewählt. Dieser gewinnt Ferien im Wert von 1500 Franken. Weitere Infos zur Teilnahme finden Sie auf Migrosmagazin.ch.

Mitmachen und Preise gewinnen!

Wochenpreis

Erholen und Spass haben im Erlebnisbad Bernaqua – diese Woche verlosen wir 3 x 2 Tageseintritte im Wert von je 45 Franken. www.bernaqua.ch

Hauptpreis

Gewinnen Sie 6 Übernachtungen für 2 Personen inklusive Halb­ pension im ViersterneSuperior-Hotel Schwarzbrunn im Tirol im Wert von 1500 Fran­ ken und verbringen Sie erholsame Stunden am Aussenpool. Bei Schlechtwetter genies­ sen Sie «Wellness, die erdet» – schliesslich befindet sich das Hotel an einem echten Kraft­ platz: In Stans, am Fuss des mächtigen Karwen­ del, unweit der (be)rau­ schenden Wolfsklamm und des ältesten Wallfahrtsorts Tirols. www.schwarzbrunn.at

Schönwetter-Idee «SUP» nennt man «Stand Up Paddling» kurz. Die Sportart sorgt für Abkühlung und ist eine gute Ganzkörpertrainingsmethode. Man braucht dazu ein Surfbrett, ein Paddle und einen See oder Fluss.

Teilnahmebedingungen Schlechtwetter-Idee

Die alten Möbel mit frischen Farben bemalen fördert nicht nur die Kreati­ vität, sondern ist auch eine passende Beschäftigung an regnerischen Tagen – also Farben kaufen und los!

Schönwetter-Idee

Statt Farbe und Pinsel verwendet man für diese Kunstform eine Lupe und die Strahlen der Sonne. Gezeichnet wird auf einem Stück Holz: die Lupe so über das Brett halten, dass ein kleiner Sonnenpunkt auf dem Holz zu sehen ist. Je kleiner der Punkt, desto höher die Brennintensität und umso intensiver die Färbung.

Teilnahmeschluss ist jeweils am Sonntag um Mitternacht. Weitere Teilnahmebedingungen und Infos online auf: Migrosmagazin.ch


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50 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT

aha!

Unbeschwert geniessen Viele Wurst- und Fleischwaren enthalten Milch. Damit auch diejenigen, die auf laktosefrei setzen oder an einer Milchallergie leiden, genussvoll in eine Wurst beissen können, gibt es die milchund laktosefreie aha!-Kalbsbratwurst jetzt neu schweizweit zu kaufen. Gleichzeitig wurde die Rezeptur verbessert. Für einen weiteren Mehrwert steht das TerraSuisse-Logo. Es garantiert, dass das Fleisch aus tierfreundlicher Schweizer Haltung stammt. Wer bewusst auf Laktose, Gluten oder andere Inhaltsstoffe verzichten möchte, findet bei aha! eine ständig wachsende Palette von Lebensmitteln, die diesem Bedürfnis Rechnung tragen.

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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 51

Das aha!-Sortiment

Gut zu wissen Allergien und Intoleranzen sind auf dem Vormarsch. Deshalb

kooperiert die Migros seit 2008 mit der Stiftung aha! Allergiezentrum Schweiz.

Das aha!-Label kenn-

zeichnet Produkte, die für Personen, die unter Unverträglichkeiten leiden, besonders geeignet sind. Das aha!Sortiment der Migros umfasst eine Reihe von Lebensmitteln und Kosmetika. Alle diese Produkte werden durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle geprüft und regelmässig kontrolliert. aha!-Verpackungen

bieten eine schnelle Orientierungshilfe und somit Sicherheit für die Konsumenten. Farbige Häkchen beim grünen aha!-Logo zeigen leicht verständlich, welche Auslöser von Allergien oder Intoleranzen im Produkt nicht enthalten sind. Eine Degustation von laktosefreien aha!Produkten findet vom 21. bis 23. Mai in aus-

gewählten grösseren Filialen statt.

Mit laktosefreien Produkten von aha! wird das Grillbuffet zum unbeschwerten Vergnügen.

Empfohlen durch Recommandé par Raccomandato da Service Allergie

aha! Frischback-Ciabatta rustica*, glutenfrei, ohne Weizen, laktosefrei, ohne Nüsse, 140 g Fr. 2.70

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Das Gütesiegel von aha! kennzeichnet Produkte, die auch bei einer Allergie oder Intoleranz besonders verträglich sind.


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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 53

Parks «Im Grünen»

Arbeiten im Paradies

Das Migros-Kulturprozent betreibt vier Parks «Im Grünen». Dem Angebot entsprechend, ist die Arbeit in den Parks überaus abwechslungsreich. Vier Parkmitarbeiter erzählen von ihrem Alltag zwischen Blumenpflanzen und Eselritten. Dazu gibt es exklusive Lesergutscheine. Texte: Rolf Zenklusen, Laila Schläfli, Anne-Isabelle Aebli

Bilder: Mirko Ries, Jérémy Bierer

Münchenstein: Natur und Mensch im Zusammenspiel

Eric Ribstein ist Leiter Park und Unterhalt in Münchenstein.

Münchenstein

Der Park «Im Grünen» in Münchenstein BL besteht aus drei Teilen: Neben dem Naturpark mit Weihern, Grün- und Grillflächen gibt es den Kulturpark und den Kinderpark. Im Kulturpark werden auch Open-AirKonzerte durchgeführt. Der Kinderpark hält Kletterburgen, eine Minigolfanlage und ein Karussell bereit. Das Selbstbedienungsrestaurant ist von April bis Mai täglich zwischen 9 bis 20 Uhr geöffnet – das Á- la-carte-Restaurant Seegarten täglich von 11 bis 23 Uhr. www.seegarten-gruen80.ch

Gutschein Münchenstein: Pro Familie können bis drei Kinder im Á-la-carte- Restaurant von der Kinderkarte gratis essen. Pro Kind gibt es eine Karussell-Freikarte. Gültig für Kinder bis 12 Jahre in Begleitung der erziehungsberechtigten Personen. Die Karussellfahrt ist wetterabhängig und wird nicht garantiert. Dieser Gutschein ist nur ein Mal gültig und einlösbar bis zum 30. 9. 2015. Kein Umtausch.

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Vögel zwitschern, eine Ente macht sich mit einem Schnattern bemerk­ bar. Sonst hört man keinen Laut im Park. «Diese idyllische Ruhe am frühen Morgen ist wunderbar», erzählt Eric Ribstein (50) auf seinem ersten Rundgang um 6.30 Uhr in der Früh. Seit 1987 arbeitet der gelernte Gärtner im Park in Münchenstein bei Basel. Anfang März hat er mit seinen Kollegen im Park rund 6000 frische Blumen gesetzt. Tulpen, Narzissen, Stiefmütterchen und andere Blumen erfreuen seitdem die Besucher. «Im Frühling spüren wir das Bedürfnis der Leute besonders, sich draussen in der Natur zu erholen», sagt Ribstein. Wie er die Blumenrabatten gestaltet, ist ihm überlassen. «Von Jahr zu Jahr ändern wir die farblichen Harmonien.» Diese Freiheiten schätzt er. Ebenso wie die Beziehung zur Natur, die Ribstein von Kindsbeinen an prägt. «Ich bin auf einem Bauernhof auf­ gewachsen und wohne noch heute im Grünen.» Der Park in Münchenstein nimmt eine Fläche von 13 Hektaren ein, was in etwa 12 Fussballfeldern entspricht. Der Teil des Parks in der Nähe des Restaurants wird eher intensiv gepflegt, während der Rest mehr der Natur überlassen wird. «Wichtig ist, dass das Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur möglichst gut funktioniert», sagt Ribstein. Die Gärtner räumen Abfall weg und halten den Kinderspielplatz, das Karussell und die Minigolfanlage in Schuss. Inzwischen steht die Sonne hoch am Himmel, langsam füllt sich der Park «Im Grünen» in Münchenstein mit Menschen. Darüber freut sich Eric Ribstein: «An schönen Tagen haben wir hier über 10 000 Besucher. Der Park ist eine wunderbare Oase mitten in der Agglomeration.»


54 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT

Rüschlikon: Mit Haustieren im Parkteich

Christian Steiger ist der Parkchef in Rüschlikon.

Der Park «Im Grüene» in Rüschlikon ZH­ verfügt über ausgedehnte Rasenflächen und einen grossen Spielplatz. Mittwochs und sonntags gibt der Kasperli eine Vorstellung, und die Kinder können Esel reiten und Bähnli fahren. Park und Restaurant sind bis auf wenige Ausnahmen das ganze Jahr von Montag bis Sonntag geöffnet. Die Aktivi­ täten finden jeweils während der Sommer­ saison von Ende März bis Ende Oktober statt. Der Park hat von 8 bis 20 Uhr geöffnet. www.parkimgruene.ch

Gutschein Rüschlikon: 50 Prozent Ermässigung auf einen Kinderteller plus einen Jeton zur Benutzung der Eisenbahn oder Eselreiten. Gültig für Kinder bis 12 Jahre in Begleitung der erziehungsberechtigten Personen. Dieser Gutschein ist nur ein Mal gültig und einlösbar bis zum 12. 7. 2015. Kein Umtausch.

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Rüschlikon

Eselrunde oder Abfalleimer leeren und sauber machen – zwei Parkmitarbeiter teilen sich die Frühschicht um sieben. Christian Steigers (49) Präferenz ist klar; der Chef des Parkteams hat ein Herz für Tiere. Zur Fütterung der Esel karrt er Heu aus Magerwiesen ins Gehege, bürstet jedes der sechs Tiere und kratzt ihnen die Hufe aus. Der gelernte Landschafts­ gärtner ist seit sieben Jahren im Park «Im Grüene» in Rüschlikon. Hier gefällt ihm die Entwicklung, die er sieht. «Mein Park – mein Stolz», wie er sagt. Zudem sei hier die Arbeit durch die Tiere und diverse Un­ terhaltsarbeiten vielseitig. Das Eselrei­ ten ist einer der Höhepunkte des Parks, neben dem Kasperlitheater und dem Panorama. Viel Zeit dieses zu geniessen hat der Parkchef aber nicht. «Die Arbeit geht uns nicht aus.» Plat­ ten zuschneiden, Bäume stutzen, Liegestühle und Bänke instand halten, Schnee räumen, Rasen mähen oder Esel misten – viel körperliche Arbeit. Manchmal schmerzt abends der Rücken. Doch Christian Steiger gefällt der Freiraum, den er punkto Gestal­ tung hat – und die Selbständigkeit, mit der er seinen Tagesablauf grösstenteils selber einteilen kann. Als Chef des Parkteams verteilt er zudem Aufträge und organisiert die Arbeitspläne. Die Gärtnerhosen und Sicherheits­ schuhe zieht er nur aus, wenn er Schilf zurückschneiden muss. Dann steigt er in die schulterhohen Fischerstiefel und watet in den Teich. Tiere wurden hier zwar keine angesiedelt. Neben Enten schwimmen aber Kois, Goldfische und sechs Wasserschild­ kröten herum – alles ausgesetzte Haustiere. Deshalb ist der Parkchef nicht ganz unglücklich, wenn sich der Fischreiher zwischendurch einige Fische holt. Die vermehren sich dank der Fütterung durch die Parkbesucher rege. «Ich habe es aufgegeben, die Leute zu erziehen», so der Parkchef. Ab und zu schimpft er aber doch: Wenn Eltern mit dem iPhone spielen, statt ihren Nachwuchs zu beaufsichtigen. An einem Hang, wo Kinder gern hinunterrutschen, pflanzte er stachelige Berberitzen. «Damit sollte das Problem erledigt sein.» Kreativ und flexibel agieren, das ist seine tägliche Arbeit. «Man weiss nie, was einen an einem Tag erwartet», sagt er und lächelt.


MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 55

Gurten: Der Herr der Spiele

Jürg Leuthold leitet den Spielpark auf dem Gurten.

Auf 864 Meter über Meer liegt der «Gurten – Park «Im Grünen». Wanderer und Spazier­ gänger finden auf dem autofreien Gurten ein vielfältiges Angebot. Im Restaurant «Bel Etage» können Feinschmecker die Panoramaaussicht und die Gastronomie geniessen. Für Kinder gibt es den Spielpark mit der Kleineisenbahn. Dazu finden re­ gelmässig Veranstaltungen im Park statt. Das Restaurant ist ab dem 1. April bis 11. Oktober 2015 täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. www.gurtenpark.ch

Gutschein Gurten: Ein Kinderteller im Selbstwahlrestaurant «Tapis Rouge» und eine Freikarte für die Kleineisenbahn. Gültig für Kinder bis 14 Jahre in Begleitung der erziehungsberechtigten Personen. Dieser Gutschein ist nur einmal gültig und einlösbar bis zum 31.10.15. Kein Umtausch.

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Gurten

Kugelibahn testen, Miniaturloko­ motive fahren, durch Kletternetze hangeln – man könnte meinen, Jürg Leuthold (46) werde fürs Spielen bezahlt. Doch das ist nur ein Teil seiner Arbeit als Spielparkleiter auf dem Berner Hausberg Gurten. Daneben ist Leuthold Mechaniker, Spielplatzreiniger, Kassier, Chef des achtköpfigen Spielparkteams und Pädagoge der jungen Helfer. Genau diese Abwechslung gefällt ihm: «Jeder Tag ist anders.» Voraussetzung für seine Arbeit ist vor allem technisches Flair. Dies bringt der gelernte Lastwagenmechaniker mit. 13 Jahre arbeitete er auf seinem Beruf, bevor er 2001 in den Spielpark auf dem Gurten gewechselt hatte. Was ihm hier besser gefällt, ist die Arbeit an der frischen Luft sowie der Kontakt mit Menschen. Den hat er vor allem am Miniaturbahnhof Gurten Kulm, wenn er Tickets verkauft oder die Minilokomotive bedient. «Alles ist wie echt hier», sagt er. «Nur eben kleiner.» Sein Tag im Spielpark beginnt um 8.45 Uhr mit dem Leeren von Abfalleimern, und dem Kontrollieren von Gitterstäben und sonstigen Sicherheitsvorkehrungen beim Spielund Kletterturm. Dann hat Leuthold Zeit für Technisches und Handwerkliches. Lokomotive überprüfen, allfällige Schäden bei der metallenen Kugelibahn, der holzigen Spielanlage oder bei der Lok reparieren. Konkret heisst das: selber spielen. Am Wochenende bedient Leuthold schon mal die Stellwerkzentrale im Bahnhofshäuschen – bei gutem Wetter verkehren hier eine Zahnrad-, eine Dampf- und eine Elektrobahn. Sechs Lokomotiven besitzt der Spielpark. «Viele kommen extra wegen der Bahn hierher.» Auch für Leuthold ist das Lokfahren der schönste Teil seiner Arbeit. «Lieber Dampf als Akku – man muss mehr machen», sagt er und strahlt. Zudem mag er seinen Arbeitsort, den Gurten mit seiner Aussicht. «Ich arbeite am schönsten Ort von Bern», sagt er. Sogar in seiner Freizeit fährt er mit dem Bike hoch oder kommt zum Sonntagsbrunch. «Der Gurten ist ein Generationenberg», erklärt er. «Als Kind kommt man mit den Eltern hierher, als Jugendlicher besucht man das Gurtenfestival, später spaziert man hier mit der Freundin, dann mit Kindern oder Enkelkindern.»


56 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT

Signal de Bougy: Treffpunkt für Generationen

Filomena Nunes ist stellvertretende Leiterin des Restaurants.

Der zwischen Lausanne und Genf gelegene «Pré vert du Signal de Bougy» ist einer der schönsten Aussichtspunkte der Region. Im Park gibt es auch regelmässige Veranstal­ tungen wie Tanztees, Pizza­ oder Bäckerei­ Workshops für Kinder. Im neuen Restaurant gibt es ein warmes und ein kaltes Buffet sowie einen Loungebereich. Ausserdem bieten der nahe gelegene Migros­Golfpark sowie der Hochseilgarten «Parc Aventure» Aktivitäten für jeden Geschmack. www.signaldebougy.ch

Gutschein Signal de Bougy: Ein Gratis-Kinderteller und ein Mal gratis Minigolf. Gültig für Kinder bis 12 Jahre in Begleitung der erziehungsberechtigten Personen. Dieser Gutschein ist nur ein Mal gültig und einlösbar bis zum 31. 10. 2015. Kein Umtausch.

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Signal de Bougy

Filomena Nunes (54) hatte schon immer ein Faible für den Signal de Bougy, seinen Park und sein Restaurant. Zunächst ging sie mit ihren Kindern hier spazieren, als diese noch klein waren. «Eines Tages hörte ich, dass man hier am Wochenende einige Stunden arbeiten kann. Ich wollte meine Kinder zwar nicht allein lassen, aber ich brauchte den Kontakt mit anderen Menschen.» Mit der Unterstützung ihres Mannes, der sich während ihrer Abwesenheit um die Kinder kümmerte, begann sie 1993, einige Stunden an der Kasse zu arbei­ ten. Aus den Stunden wurden ganze Wochenenden. Im Laufe der Zeit besuchte Nunes Weiterbildungskurse und wurde vor 15 Jahren zur stellvertretenden Leite­ rin des Restaurants ernannt. «Damals begann ich, ganztags zu arbeiten. Die Arbeit hier hat mir immer Freude bereitet und tut es noch heute. Der Ort ist wunderschön, ich verstehe mich mit allen sehr gut, und mir ist alles sehr ans Herz gewachsen», erzählt sie. Filomena Nunes ist für alles ausser der warmen Küche verantwortlich: für das Buffet, den Speisesaal und die Bedienung der Gäste. Mal grüsst sie ein älteres Paar, das hier regelmässig Tee trinkt, dann verschwindet sie kurz, um ein Problem bezüglich der zwei Geburtstagsfeste im Restaurant zu klären. Schliesslich bittet sie einen Kollegen, eine Waren­ lieferung entgegenzunehmen. Zu ihren täglichen Aufgaben zählen die Bestellungen, die Vorbereitung der verschiedenen Buffets und das Mana­ gement des Teams. Dabei zögert sie nie, selbst Hand anzulegen. «Ich finde es wichtig, entgegenkommend zu sein, denn ich verlange viel von meinem Team, das mir aber nie eine Bitte abschlägt. Unsere Aufgaben sind sehr vielseitig und genau das liebe ich.» Filomena Nunes hat miterlebt, wie sich der Park im Laufe der letzten Jah­ re verändert hat, wie neue Aktivitäten angeboten wurden und wie das Restaurant umgebaut wurde. Heute sieht sie die Gäste, die früher als junge Eltern kamen, mit ihren Enkelkindern im Park spielen. MM


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Nahrungsmittelintoleranz Unangenehm – aber kein Drama

Du bist, was du isst – oder nicht isst. Verzichten ist en vogue, jedoch nur selten notwendig. Denn: Viele eingebildete Lebensmittelallergien sind eigentlich Unverträglichkeiten. Weil sich die Symptome oftmals gleichen, werden sie häufig verwechselt. Die Diagnose beim Arzt schafft Klarheit und lässt sie wieder geniessen. schiede zu den Lebensmittelallergien. Er ermittelt die Unverträglichkeiten mit einer Anamnese und speziellen Tests – die mit einem Allergietest nichts gemeinsam haben. Sind die Nahrungsmittel oder Stoffe bestimmt, die auf den Darm schlagen, hilft nur eins: Sie reduzieren. Der komplette Verzicht ist – das zeigt das Beispiel von Sarah – bei Unverträglichkeiten aber meistens unnötig.

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«Sind da Nüsse drin? Die darf ich nicht essen, ich bin allergisch», betont Gian in der Bäckerei vor dem Tresen. Im Café nebenan bestellt Sarah ihren Cappuccino so: «Für mich gerne mit laktosefreier Milch, sonst bekomme ich Bauchweh.» Aussagen wie diese hört man immer öfter. Doch: Was ist eine Unverträglichkeit? Wie unterscheidet sie sich von einer Allergie? Und weshalb werden die beiden Reaktionen auf Lebensmittel viel zu oft miteinander verwechselt? Möchte Gian einen nussfreien Kuchen kaufen, dann deshalb, weil er unter einer Nahrungsmittelallergie leidet. Sein Körper reagiert heftig auf normalerweise harmlose pflanzliche Eiweisse: Antikörper lösen bereits bei kleinsten Mengen von Nüssen Ausschläge oder gar Kreislaufschocks aus. Sein Verzicht ist Pflicht. Die Zahl der Lebensmittelallergiker im Erwachsenenalter ist mit vier bis acht Prozent zum Glück gering. Kinder hingegen leiden etwas häufiger unter Allergien, die sich aber bis zum Schuleintritt meist auswachsen. Kleine Mengen sind verträglich Anders schaut es bei Sarah aus: Sie leidet an Laktoseintoleranz, verträgt also den Milchzucker nicht. Ihr Körper reagiert auf

die Milch im Cappuccino unmittelbar mit Bauchweh, denn Sarah kann den Milchzucker nicht verdauen. Sie hat es im Vergleich zu Gian leichter, weil sie immer noch eine individuell dosierte Menge Laktose zu sich nehmen kann, ohne dabei unter Symptomen zu leiden. Wenn Sarah aber grössere Mengen ihres geliebten Cappuccinos mit normaler Milch trinkt, meldet sich ihr Körper mit Bauchschmerzen, Blähungen und Verdauungsproblemen. Trinkt sie einen kleinen Cappuccino zum Mittagessen oder isst einen Jogurt als Dessert, passiert nichts. <wm>10CFXKIQ6AMAwF0BN1-e1a2lFJ5giC4GcImvsrAg7x3FvXtILP0rej78lgVaoBaZbWpKhyBryEa8K4CthmuARHC_99UnWuwHgPwYjrgJM46TQcVu7zegCy0qS1cgAAAA==</wm>

«Wer vermutet, ein Nahrungsmittel nicht zu vertragen, sollte seine Ärztin/seinen Arzt um Rat fragen. Abklärungen helfen, unnötige Diäten zu vermeiden.» Prof. Dr. med. Roger Lauener, Chefarzt Ostschweizer Kinderspital St. Gallen. Verzicht ist unnötig Von einer Nahrungsmittelintoleranz sind in der Schweiz rund 20% der Bevölkerung betroffen. Der Arzt erkennt die Unter-

? Laktoseintoleranz: Was passiert da eigentlich? Bei gesunden Menschen wird beim Verdauungsprozess das Enzym Laktase gebildet. Dieses spaltet den Milchzucker in Glukose und Galaktose auf, die so über den Darm aufgenommen werden können. Menschen mit Laktoseintoleranz können den Milchzucker nicht verdauen, weil ihre Dünndarmschleimhaut wenig oder keine Laktase produziert. So gelangt der Milchzucker unverdaut in den Dickdarm. Dies führt zu Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Durchfall – aber auch zu vermeintlichen Allergiereaktionen wie Hautausschlägen oder Kopfschmerzen. Wissenswertes Mehr Informationen zu Unverträglichkeiten unter www.swissmilk.ch/irrtum


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MIGROS-MEDIEN | MM21, 18.5.2015 | 59

Saisonküche

Kochen mit Köpfchen

Weisse Spargeln wachsen unterirdisch, grüne werden von der Sonne verwöhnt. Für alle Spargeln gilt: je frischer, desto knackiger. Und das Feinste an den Stangen sind ihre Köpfe.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Claudia Schmidt Bilder und Styling: Christine Benz Rezepte: Annina Ciocco

Der italienische Soulfood-Klassiker in einer Frühlingsvariante: mit grünen Spargeln.

Aufwand 40 Minuten + 40 Minuten im Ofen für 6 Personen

Noch mehr Rezepte

Die Saisonküche gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch


60 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT

Spargel-Crostini

Weisse Spargeln mit Rohschinken und Fisch

Spargellasagne

Aufwand 20 Minuten Für 4 Personen

Aufwand

Aufwand

30 Minuten

40 Minuten + 40 Minuten im Ofen

Für 4 Personen

Vorspeise für 4 Personen 500 g grüne Spargeln 2 EL Olivenöl 60 g getrocknete Tomaten Salz, Pfeffer 12 Brotscheiben à ca. 10 g, z. B. Steinofenbaguette ½ Knoblauchzehe Zubereitung

Spargeln im unteren Drittel schälen. Harte Enden wegschneiden. Spargelspitzen ca. 5 cm lang abschneiden. Restliche Spargeln in kleine Stücke schneiden. Alles im Öl ca. 4 Minuten bissfest braten. Tomaten in dünne Streifen schneiden und beigeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Inzwischen Brotscheiben auf beiden Seiten rösten. Auf einer Seite mit Knoblauch einreiben und mit der Spargel-Tomaten-Mischung belegen. Dabei pro Brot eine Spargelspitze auf die Mischung legen. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

Pro Person ca. 6 g Eiweiss, 6 g Fett, 20 g Kohlenhydrate, 650 kJ/160 kcal

Zutaten für 4 Personen 500 g weisse Spargeln 1 TL Zucker Salz 400 g Zanderfilet ohne Haut Pfeffer 2 EL Butter 50 g Rohschinken ½ Bund gemischte Kräuter, z. B. Dill und Kerbel Zubereitung

1. Spargeln vom Köpfchen weg schälen. Harte Enden wegschneiden. Reichlich Wasser mit Zucker und Salz aufkochen. Spargeln darin 12–15 Minuten knapp weich kochen. Mit einer Lochkelle aus dem Wasser heben. Gut abtropfen lassen. 2. Zander in Streifen schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen und in der Bratpfanne mit Butter 2–3 Minuten braten. Spargeln beigeben und kurz mitbraten. Anrichten und Rohschinken und Kräuter dazuzupfen. Dazu passt Reis. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Pro Person ca. 25 g Eiweiss, 7 g Fett, 4 g Kohlenhydrate, 750 kJ/180 kcal

Zutaten für 6 Personen Für 6 Personen 1 kg grüne Spargeln 1 TL Zucker, Salz 1 Zwiebel 1 EL Olivenöl 700 g Passato di pomodoro 150 g weisse Lasagneblätter 40 g Reibkäse, z. B. Parmesan Béchamelsauce: 20 g Butter 30 g Mehl

5 dl

Milch Muskatnuss, Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Spargeln im unteren Drittel schälen. Harte Enden wegschneiden. Spargeln in reichlich Wasser mit Zucker und Salz 8–10 Minuten kochen. Aus dem Wasser heben. Gut abtropfen lassen. Einige Spargeln beiseitestellen. Rest in mundgerechte Stücke schneiden. 2. Für die Béchamelsauce Butter bei kleiner Hitze schmelzen. Mehl darunterrühren. Milch dazugeben. Unter Rühren aufkochen, unter gelegentlichem Rühren ca. 10 Minuten köcheln lassen. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Für die Tomatensauce Zwiebel fein hacken. In Öl dünsten. Passato dazugeben, ca. 5 Minuten kochen. Spargelstücke dazugeben. 3. Backofen auf 180 °C vorheizen. Lasagneblätter und Tomatensauce mit Spargeln abwechslnd in die Gratinform schichten. Mit Lasagneblättern abschliessen. Béchamelsauce darübergiessen. Mit Käse bestreuen. Beiseitegestellte Spargeln darauflegen. In der Ofenmitte ca. 40 Minuten gratinieren. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + ca. 40 Minuten gratinieren

Pro Person ca. 14 g Eiweiss, 8 g Fett, 37 g Kohlenhydrate, 1150 kJ/270 kcal


H C S I R F T K R MA

M-TIPP Mit einer Kalbsbratwurst und Gemüse vom Grill steht Ihrem Sommergenuss nichts mehr im Wege. Das Rezept finden Sie auf www.saison.ch/de/m-tipp und alle Zutaten frisch in Ihrer Migros.

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Armando de Angelis Pasta im Duo-Pack 20% günstiger, z.B. Tortellini al prosciutto crudo, 2 x 250 g

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Schweinsbraten und Schweinsnierstück frisch, Schweiz, in Selbstbedienung, per 100 g, z.B. Schweinsnierstück-Tranchen mariniert


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Potz Reinigungsmittel im Duo-Pack 1.50 günstiger, z.B. Cremereiniger, 2 x 500 ml, gültig bis 1.6.2015

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Herren-Sportsocken im 3er-Pack erhältlich in den Grössen 39–42 oder 43–46, z.B. Sport-Kurzsocken im 3er-Pack, Gr. 43–46, gültig bis 1.6.2015

Diverse Damen-Sportsocken im 3er-Pack erhältlich in den Grössen 35–38 oder 39–42, z.B. Damen-Sneaker-Socken, himbeer, Gr. 35–38, gültig bis 1.6.2015


WEITERE ANGEBOTE. FRÜCHTE & GEMÜSE Anna’s Best Nüsslisalat im Duo-Pack, 2 x 100 g 5.40 statt 6.80 20% Peperoni gemischt, Niederlande/ Spanien, 500 g 2.40 statt 3.60 33% Chiquita Bananen, Panama, per kg 1.80 statt 2.60 30% Anna’s Best Jungblattsalat, Beutel à 100 g 2.80 statt 3.50 20% Batavia, Bio, «Aus der Region.», Seeland, pro Stück 1.60 statt 2.40 33% Cherry-Tomaten-Mix, Spanien, Schale à 750 g 3.90 Spargeln grün, Spanien, Bund à 1 kg 4.70 statt 6.80 30% Artischocken, Frankreich, pro Stück 1.30 statt 2.20 40% Äpfel Goldkiss, Schweiz, per kg 2.90 statt 4.60 33% Nektarinen gelbfleischig, Spanien, per kg 3.90 statt 6.50 40% Extra Kirschen, Frankreich/Spanien, per kg 10.– statt 17.– 40% Heidelbeeren, Schweiz, Schale à 500 g 4.90

Für Ihren Einkauf hier ausschneiden.

FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL M-Classic Lammnierstück, Neuseeland/Australien, per 100 g 3.75 statt 5.40 30% M-Classic Kalbsbratwurst im 3er-Pack, Schweiz, 3 x 2 Stück, 840 g 7.80 statt 15.60 50% M-Classic Trutenbrust, hauchdünn geschnitten, oder Trutenmöckli im Duo-Pack, z.B. M-Classic Trutenbrust, hauchdünn geschnitten, Brasilien/Frankreich, 2 x 144 g 4.90 statt 7.– 30% Rohschinken Gruyère im Duo-Pack, Schweiz, per 100 g 5.05 statt 6.35 20% Optigal Pouletschnitzel, Schweiz, per 100 g 2.80 statt 3.30 15% Ausgewählte Fisch-Grillspiessli, z.B. Crevetten-Spiess mariniert, Zucht aus Ecuador, Bio, per 100 g 3.85 statt 5.55 30% * Rapelli Mousse de Canard Terrinette, Schweiz, Packung à 140 g 5.50 statt 6.90 20% Pikante Merguez, Schweiz und Import, Packung à 7 und 20 Stück, per 100 g 1.75 statt 2.50 30% Appenzeller Bratwurst, Schweiz, Packung à 2 x 130 g 3.90 statt 5.70 30% Appenzellerli, Schweiz, Packung à 5 Stück 4.40 statt 6.30 30% * Wienerli, TerraSuisse, Packung à 3 x 2 Stück 6.30 statt 9.– 30% Bratspeck, TerraSuisse, geschnitten, per 100 g 1.60 statt 2.30 30% Pfingstpastete, Schweiz, Packung à 500 g 9.50 statt 19.– 50% Neuenburger Saucisson, «Aus der Region.», Packung à ca. 390 g, per 100 g 1.85 statt 2.35 20% *Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.

Rapelli Salami Nostranella, Schweiz, Packung à 2 x 150 g 8.50 statt 12.45 30% Rindsentrecôte, frisch, Brasilien/ Uruguay, per 100 g 4.90 statt 7.10 30% Schweinsbraten und Schweinsnierstück, frisch, Schweiz, in der Selbstbedienung, per 100 g, z.B. Schweinsnierstück-Tranchen mariniert 2.40 statt 4.– 40% Alle Pouletschenkel, «Aus der Region.», frisch, z.B. ganz, per 100 g 1.– statt 1.30 20% Poulet-Ribs Tex-Mex, Frankreich, per 100 g 1.85 statt 2.35 20% * Pouletsticks mariniert, mit Bambuszange, Schweiz, Packung à ca. 400 g, per kg 9.50 statt 14.– 30% Pouletschnitzel mariniert, nicht zum Tiefkühlen, Schweiz, per 100 g 2.80 statt 3.40 Optigal Pouletschenkel Paprika, Schweiz, Packung à 4 Stück, per 100 g 1.10 statt 1.40 20% Kabeljaufilet, MSC, frisch, Nordostatlantik, per 100 g 2.30 statt 2.90 20% Crevettenspiessli mariniert mit Knoblauch, nicht zum Tiefkühlen, Vietnam, Packung à ca. 160 g, per 100 g 3.65 statt 4.60 20% Crevetten Tail-on, nicht zum Tiefkühlen, Vietnam, Packung à 500 g 19.90 statt 28.50 30% Forelle, frisch, Zucht aus Italien, per 100 g 1.15 statt 2.30 50%

BROT UND MILCHPRODUKTE M-Classic Silser Sandwiches mit Saaten, 300 g 3.50 NEU *,** 20x M-Classic Mini-Sandwiches oder Weggli, –.40 günstiger, z.B. MiniSandwiches, 300 g 2.15 statt 2.55 Die Butter, –.20 günstiger, Mödeli à 250 g 2.85 statt 3.05 Gesamtes aha! Sortiment, z.B. Sanissa Classic, 400 g 20x 2.95 20x PUNKTE Alle Farmer Joghurt 225 g, z.B. Schokolade 1.55 statt 1.95 20% Bifidus Joghurt Erdbeere 4 x 150 g 2.70 statt 3.40 20% Le Gruyère Surchoix, per 100 g 1.60 statt 2.– 20% Le Gruyère gerieben im Duo-Pack, 2 x 120 g 3.65 statt 4.60 20% Caprice des Dieux, 330 g 4.60 statt 5.75 20% Krustenkranz, Stück à 300 g 1.60 statt 2.– 20% Tête de Moine, Schweiz, z.B. Packung à ca. 600 g, per 100 g 1.65 statt 2.10 20% Raccard Tradition, Schweiz, z.B. Packung à ca. 400 g, per 100 g 1.75 statt 2.20 20%

BLUMEN & PFLANZEN Rosenzauber, Stiellänge 40 cm, Bund à 30 Stück 13.50

Pfingstrosenstrauss Gloria, pro Strauss 17.90 Phalaenopsis Multiflora mit 2 Rispen, im 12-cm-Topf, pro Pflanze 16.90 Strauss rund mit Vase, pro Stück 19.90 statt 22.90 Tellerhortensie, «Aus der Region.», rot, rosa, blau, weiss, im 14-cm-Topf 14.90 statt 17.90 Confetti, «Aus der Region.», 3 verschiedene Pflanzen pro Topf, im 12-cm-Topf 4.20 statt 5.30

WEITERE LEBENSMITTEL Frey Branches Classic, Noir, Bicolor oder Eimalzin im 30er-Pack, UTZ, z.B. Eimalzin, 30 Stück 11.50 Frey Adoro Kugeln Milch 200 g oder 500 g, UTZ, z.B. 200 g 6.55 statt 8.20 20% ** Frey Truffes Fraises, UTZ, Limited Edition, 140 g 20x 10.30 NEU *,** Alle Frey Tafelschokoladen à 100 g im 4er-Pack, UTZ, z.B. Milch extrafein, 4 x 100 g 6.– statt 8.– 25% Yummie Gemüsestäbchen im Duo-Pack, tiefgekühlt, 2 x 426 g 5.45 statt 7.80 30% Fruit Ice Erdbeere in Mehrfachpackung, 6 Stück 20x 5.50 NEU *,** Fruit Ice Mango in Mehrfachpackung, 6 Stück 5.50 NEU *,** 20x Alle Rivella im 6er-Pack, z.B. Rivella rot, 6 x 1,5 Liter 11.50 statt 14.40 20% Alle Passaia im 6er-Pack, z.B. Regular, 6 x 1,5 Liter 10.05 statt 12.60 20% Alle alkoholfreien Biere, z.B. Feldschlösschen, 10 x 33 cl 7.60 statt 10.90 30% Gold Säfte, Fairtrade, z.B. Multivitamin, 1 Liter 20x 1.95 NEU *,** Alle Garofalo Teigwaren, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.50 günstiger, z.B. Rigatoni, 500 g 2.– statt 2.50 Alle Thomy Mayonnaise, Thomynaise oder Senf mild im Duo-Pack, z.B. Mayonnaise à la française, 2 x 265 g 4.– statt 5.– 20% Alle Condy Maiskölbchen, z.B. 190 g 1.50 statt 3.– 50% Aglio & Olio Peperoncino, 20x 95 g 3.50 NEU *,** Alle Thomy oder Bon Chef Flüssigsaucen in Kartonverpackungen, z.B. Thomy Sauce Champignons, 250 ml 2.80 statt 3.50 20% Bon Chef Gemüsebouillon 20x fettfrei, 230 g 5.40 NEU *,** Alle Brotaufstriche im Duo-Pack, z.B. Crème Sandwich, 2 x 200 g 4.90 statt 6.20 20% Party Sandwich Crackers, z.B. Kräuter, 128 g 2.90 NEU *,** 20x Alle Anna’s Best Wähen, z.B. Aprikosenwähe, 215 g 2.30 statt 2.90 20% Anna’s Best Dip, 4 x 125 g 4.20 statt 5.60 25% Armando de Angelis Pasta im Duo-Pack, z.B. Tortellini al prosciutto crudo, 2 x 250 g 8.60 statt 10.80 20%

**Gültig bis 1.6. Genossenschaft Migros Neuenburg/Freiburg

ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 19.5. BIS 25.5.2015, SOLANGE VORRAT

La Pizza Prosciutto Mascar20x pone, 510 g 7.40 NEU *,** M-Classic Pizza im 4er-Pack, z.B. del Padrone, 4 x 370 g 11.50 statt 19.20 40% Alle portugiesischen Artikel, z.B. Biscuits Maria Nacional, Packung à 200 g 1.– statt 1.30 20%

NEAR-/NON-FOOD Gesamtes Exelcat TrockenfutterSortiment, z.B. Sterile 1+ Years mit Lachs 950 g 5.20 NEU *,** 20x Gourmet Perle Duetto di Carne, 4 x 85 g 4.75 NEU *,** 20x Gourmet Mon Petit, z.B. Geflügel, 6 x 50 g 4.40 20x NEU *,** Exelcat Kleine Menus, z.B. Geflügel, 12 x 50 g 5.40 20x NEU *,** Alle Asco oder Max Snacks im 3er- oder 5er-Pack, z.B. Asco A’Petito Rind im 5er-Pack, 5 x 50 g 5.80 statt 7.25 20% Covergirl Outlast Stay Brilliant Nail Gloss Nagellacke, z.B. Color 240, 11 ml 8.90 NEU ** 20x Alle Essence Ultîme oder Gliss Kur Haarprodukte (ohne Gliss Kur Miniprodukte, Gliss Kur SoforthilfeKuren oder Gliss Kur Mehrfachpackungen), beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 1.50 günstiger, z.B. Total Repair Shampoo, 250 ml 2.50 statt 4.– ** I am Haircare oder Stylingprodukte in Mehrfachpackungen, z.B. Ultra Strong Mousse, 2 x 150 ml 6.20 statt 7.80 20%** Garnier Gesichts-, Körper-, Handpflegeprodukte oder Deos im Duo-Pack, z.B. GesichtsReinigungstücher sensible Haut, Packung à 25 Stück 7.80 statt 9.80 20%** Gesamtes Bic Damen- oder Herrenrasierer-Sortiment (ohne Mehrfachpackungen), z.B. Sensitive 2 Einwegrasierer, 10 Stück 2.20 statt 4.40 50%** Candida Pomegranate oder Vital Zahnpasta oder Ultra Strong Mundspülung, z.B. Pomegranate Zahnpasta, Limited Edition, 20x 75 ml 3.60 NEU ** Listerine Produkte in Mehrfachpackungen, z.B. Zahn, & ZahnfleischSchutz im Duo-Pack, 2 x 500 ml 9.25 statt 11.60 20% ** I am Sensitive Care Pflegedusche, 250 ml 2.10 NEU *,** 20x I am Red Summer Frischeseife Dispenser oder Nachfüllbeutel, Limited Edition, z.B. Dispenser, 20x 300 ml 3.20 NEU *,** Nivea Travelsets for Men oder Women, z.B. for Women, pro Set 7.90 Gültig bis 27.7.2015 Gesamtes Ellen Amber oder Lilly Lane Damen-Tagoder Nachtwäsche-Sortiment, z.B. Ellen Amber Slip Maxi, weiss, Gr. 38–50 7.65 statt 12.80 40% Total Waschmittel in 5-Liter-Flaschen, z.B. Aloe Vera, 19.75 statt 39.50 50% ** Gesamtes Le petit Marseillais Sortiment (ohne Mehrfachpackungen), z.B. Hypoallergenique Duschcreme Mandelblüten, 400 ml 5.25 statt 6.20 15% **


NEU IN IHRER MIGROS. NEU

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3.50

10.30

M-Classic Silser Sandwiches mit Saaten 300 g

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5.50

Fruit Ice Mango in Mehrfachpackung 6 Stück

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La Pizza Prosciutto Mascarpone 510 g

Frey Truffes Fraises, UTZ Limited Edition, 140 g

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Fruit Ice Erdbeere in Mehrfachpackung 6 Stück

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Party Sandwich Crackers z.B. Kräuter, 128 g

Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 19.5. BIS 1.6.2015, SOLANGE VORRAT

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Gold Säfte, Fairtrade z.B. Multivitamin, 1 Liter


MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 69

Wissenswertes

Rund um die Spargeln Frische

Ist der Anschnitt noch feucht, wurden die Stangen frisch geerntet. Ein weiteres Indiz für Frische: Die Stangen quietschen, wenn man sie aneinanderreibt. Zudem brechen frische Spargeln leicht.

Gemüse royal Mit weissen Spargeln, die gemeinhin als Königinnen unter den Gemüsen gelten, verhält es sich wie mit allen anderen Spargelsorten: Wenn die Kirschen reifen, ist ihre Erntezeit vorbei. Nutzen wir also die Saison bis zum 24. Juni, denn vor allem frisch sind Spargeln ein Hochgenuss.

Mehr Rezepte unter www.saison.ch

Einfrieren

Spargeln lassen sich gut tiefkühlen. Wichtig: Weisse Spargeln sollte man vor dem Einfrieren schälen, damit sie später für die Zubereitung noch gefroren ins kochende Wasser gegeben werden können. Und Achtung: Auf keinen Fall blanchie­ ren, denn dabei verlieren die Spargeln den Biss. Roh oder gekocht? Das gewohnte Spargel­ aroma entfaltet sich beim Kochen, doch auch roh sind Spargeln ein Genuss. So kann man sie nach dem üblichen Schälen mit einem Spar­ schäler in feine Streifen hobeln, marinieren und mit Salat kombinieren. Giftige Beeren Wir essen die dicken Spargeltriebe. Wenn der Spargel später im Jahr ins Kraut schiessen darf, entwickelt er nach der Blüte rote Beeren. Diese sind giftig und können Bauchschmerzen und Übelkeit verursachen.

Bild: Saisonküche

Handarbeit Zwar gibt es Spargel­ erntemaschinen, doch einen wirklichen Preis­ oder Qualitätsvorteil bieten sie kaum. Daher wird nach wie vor meist jede einzelne Stange von Hand geerntet. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Wildspargeln*

Weisse Spargeln

Violette Spargeln*

Grüne Spargeln

Wildspargeln, die wir kaufen, sind meistens die Sprosse vom Pyrenäen­Milchstern – einem Gewächs, das Botaniker lange zu den Lilien zählten, das heute aber in der Familie der Spargel­ gewächse gelistet ist. Wildspargeln sind sehr zart und müssen nicht geschält werden.

Die Färbung der Spargeln lässt sich nicht am Sorten­ namen erkennen, sondern an unter­ schiedlichen Anbau­ arten. Die weissen Spargelstangen sehen kein Licht und wachsen in aufgehäufelten Erd­ hügeln. Sie gelten als Königinnen unter den Gemüsen.

Komplett violette Spargeln sind eine Sonderzüchtung, die sich besonders zum Rohessen eignet. Wie ihre grünen Ver­ wandten wachsen die violetten Stangen oberirdisch. Sie enthal­ ten rund 20 Prozent mehr Zucker als die grünen. Wenn man sie kocht, werden sie grün.

Grüne Spargeln wachsen überirdisch. Das Sonnenlicht löst die Photosynthese und damit die Grün­ färbung aus. Auch sorgt der Einfluss des Sonnenlichts dafür, dass grüne Spargeln im Vergleich zu weissen mehr Vitamin C und Betacarotin produzieren.

* Wildspargeln sind in der Migros nicht erhältlich.

* Violette Spargeln sind vereinzelt regional in grösseren Filialen erhältlich.


NEU IN IHRER MIGROS. NEU

5.40

Exelcat Kleine Menus z.B. Geflügel, 12 x 50 g

NEU

4.40

Gourmet Mon Petit z.B. Geflügel, 6 x 50 g

NEU

5.20

Gesamtes Exelcat Trockenfutter-Sortiment z.B. Sterile 1+ Years mit Lachs, 950 g

NEU

4.75

Gourmet Perle Duetto di Carne 4 x 85 g

NEU

2.10

I am Sensitive Care Pflegedusche 250 ml

NEU

NEU

5.40

Bon Chef Gemüsebouillon fettfrei 230 g

NEU

3.50

Aglio & Olio Peperoncino 95 g

Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 19.5. BIS 1.6.2015, SOLANGE VORRAT

3.20

I am Red Summer Frischeseife Dispenser oder Nachfüllbeutel Limited Edition, z.B. Dispenser, 300 ml


MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 71

Optigal

Das Grillfest kann beginnen Auspacken, auflegen, geniessen: So unkompliziert verläuft der Grillplausch mit dem fixfertig marinierten Poulet von Optigal. Das Geflügel der Migros-Qualitätsmarke stammt aus Schweizer Produktion, ist fettarm und eine leichte Alternative zu Steaks und Wurst. Aber aufgepasst: Damit das Poulet innen zart und saftig bleibt, nimmt man es eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank. Die Garzeit variiert je nach Geflügelteil. Spiessli und Schnitzel brauchen 10 Minuten, Flügeli und Unterschenkel 15 bis 20 Minuten.

Optigal Poulet Paprika*, per kg Fr. 10.20

Optigal Poulet­ schnitzel, mariniert*, per 100 g Fr. 3.40

Bild und Styling: Ruth Küng

Optigal Poulet Unterschenkel Curry auf Grillschale*, per 100 g Fr. 1.70

Kinder lieben Pouletschenkel. Damit sie nicht auf dem heissen Rost kleben bleiben, braucht es eine Aluschale.

Optigal Poulet Innenfiletspiessli*, per 100 g Fr. 3.75 * in grösseren Filialen


72 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT

Zur Genossenschaft Luzern gehören

Migros-Filialen in den Kantonen Luzern, Zug, Ob- und Nidwalden sowie Uri und Schwyz. Fotorätsel

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«Aus der Region. Für die Region.» ist das Versprechen der Migros, in jeder Region eine grosse Vielfalt an Produkten anzubieten, die in der Region hergestellt werden und auch nur in der Region erhältlich sind. Dank jahrzehntelangem Engagement umfasst das Migros-Sortiment heute rund 8000 regionale Produkte.

Geisskäse mit Honig und Erdbeeren: Die Migros-Mitarbeitenden Eldin Kukavica (links) und Stefan Zurkirchen und geniessen ihren Snack an der Schiffände in Meggen LU.


MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 73

Aus der Region. Für die Region.

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Auf nach Luzern!

Migros-Mitarbeitende zu Besuch in einer anderen Region: Nach dem Relaxen in Meggen am See geht es nach Dallenwil NW in die Käserei Odermatt zum Arbeiten. Text: Claudia Schmidt

D

ie Migros-Mitarbeitenden kennen sich in der Produktewelt ihrer eigenen Genossenschaft sehr gut aus. Doch die Produkte des Labels «Aus der Region. Für die Region.» sind in jeder Migros-Genossenschaft verschieden. Um andere Regionen und deren Produkte kennen­ zulernen, besuchen sich ab jetzt neun Mitarbeitende gegenseitig. Stefan Zurkirchen aus Meggen LU lädt seinen Kollegen Eldin Kukavica aus Derendingen SO ein. Gemeinsam fahren sie zur Schifflände Meggen. Von der Anlegestelle hat man einen tollen Blick auf den Pilatus, das Wahrzeichen der Region Luzern. Hier kann man die Seele baumeln lassen. Als Snack hat Stefan Zurkirchen einen Geissfrischkäse aus der Region Luzern dabei. «Perfekt mit Honig und Erdbeeren», findet er. Dann geht es in die Käserei Odermatt im nidwaldischen Dallenwil, wo der Geisskäse herkommt.

Bilder: Anne Gabriel-Jürgens

Stefan Zurkirchen, Fachleiter Früchte und

Gemüse Migros Zugerland, liebt seine

Region und seinen Wohnort Meggen. Klar, dass er seinen Kollegen aus der Region Aare an seinen Lieblingsort, die Schifflände Meggen, einlädt.

Viel Arbeit für einen kleinen Käse

In der Käserei ziehen sich Eldin Kukavica und Stefan Zurkirchen erst einmal weisse Hygieneanzüge an. Käsermeister Patrick Odermatt zeigt, wie eine Maschine den abgetropften Käse in lange, dicke Rollen presst. Jetzt ist Handarbeit gefragt: Die beiden «Lernenden» schneiden den Geisskäse in Portionen. Ganz so schnell wie der Meister sind sie nicht. Jede Portion verpacken und etikettieren sie anschliessend von Hand. Pro Woche werden so mehrere Tausend Käse hergestellt. MM

Eldin Kukavica ist Filialleiter der Migros Derendingen. Er besucht die Genossenschaft Luzern.

Käserei Odermatt In seinem Kleinbetrieb

in Dallenwil NW produziert Patrick Odermatt (Bild oben) pro Woche rund 9000 Geisskäse in verschiedenen Grössen. Dafür werden zwischen 10 000 und 15 000 Liter Milch benötigt, die er von 34 Ziegenhaltern bezieht.


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Kinder-Festivals

Legende spielt für Familien Am 6. Juni starten die Lilibiggs-Kinder-Festivals mit Konzerten, Zaubershows und Familiencamping. Erstmals steht auch Big-Band-Star Pepe Lienhard auf der Bühne. Text: Michael West

Kinder-Festivals auf der Bühne stehen. «Ich freue mich darauf, für ein ganz neues Publikum zu spielen», sagt der Altstar. «Vielleicht gelingt es mir ja, die jüngste Generation für Big-BandSounds zu begeistern.» Vom 6. Juni bis am 27. September finden die Festivals in der Deutschschweiz und der Romandie statt. Zu den Events gehören wie jedes Jahr

die Open-Air-Auftritte von Bands wie Schtärneföifi oder Silberbüx, deren Lieder die Familien oftmals auswendig mitsingen können. Aber die Festivals bieten mehr als Livemusik: Das Zauberduolino Domenico, Gewinner des Swiss Talent Awards, zeigt eine Zaubershow für Kinder. Auch Clown Pepe vom Circus Balloni und Märchenerzählerin Jolanda Steiner sind mit

Bilder: PD

D

er Bandleader, Saxofonist und Arrangeur hat Schweizer Showgeschichte geschrieben. Jetzt tritt Pepe Lienhard überraschend vor einem für ihn ungewohnten Publikum auf: Zusammen mit der beliebten Kindermusik-Combo Marius und die Jagdkapelle werden Lienhard und einige seiner Bläser bei 8 der insgesamt 12 Lilibiggs-

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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 75

Beliebt: Im letzten Jahr besuchten insgesamt 18 000 Menschen die Lilibiggs-Kinder-Festivals.

Pepe Lienhard (links im Bild) tritt mit der Band Marius und die Jagdkapelle auf.

von der Partie. Noch intensiver wird das Erlebnis, wenn Eltern und Kinder am Familiencamping teilnehmen, das neu an sechs Orten angeboten wird: auf dem Gurten, dem Zugerberg, dem Allmendhubel in Mürren, in Signal de Bougy, Grüningen und Zürich-Wollishofen. Zum Rahmenprogramm des Campings gehört der Chaplin-Film «The Kid» auf Grossleinwand. MM

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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 77

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MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 81

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Anna’s Best

Vegi-Date im Freien

Bild und Styling: Claudia Linsi; Illustration: Mira Gisler

Endlich, die Frühlingssonne lädt wieder zum Open-Air-Lunchen ein. Anna’s Best bietet viele frische vegetarische Sandwiches und Salate an, die sich als Take-away für die Mittagspause eignen. Ob feiner Eblysalat aus Hartweizen, Focaccia Caprese oder ein Sandwich mit Gurke und Tomate oder Ei: Alle Produkte werden in der Schweiz hergestellt und tragen das Label der Europäischen Vegetarier-Union.

Anna’s Best Vegi Sandwich Gurke & Tomate*, 185 g Fr. 3.90

Anna’s Best Vegi Focaccia Caprese, 200 g Fr. 5.60

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82 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT

Outdoor

Nix wie raus und ab an den See

Nützliche Begleiter: Linsoft Magic Erfrischungstücher, 10 Stück Fr. 2.90 In grösseren Filialen

Der Sommer rückt näher und lockt uns hinaus in die Natur. Beschwingt schlüpfen wir in die Outdoor-Sandalen, schnappen uns das nagelneue StandUp-Paddleboard, und schon sind wir draussen. Der nächste See ist nicht weit, und vielleicht wirds heute ja schon so richtig heiss und verführt uns zu einem ersten Härtetest im kühlen Nass. Das Badetuch ist jedenfalls mit von der Partie, ebenso der Campinghocker (vielleicht wollen wir doch bloss angeln), der Regenschirm (man weiss ja nie) und natürlich Verpflegung. Der kleine Hunger meldet sich schliesslich zu jeder Jahreszeit.

Für Surfer und Badenixen: Strandtuch Santiago Fr. 29.90

Total im Trend: Stand Up Paddleboard, inklusive Pumpe und Paddel Fr. 399.– Im SportXX, Do it + Garden (grössere Filialen) sowie in grösseren Migros-Filialen oder unter www.sportxx.ch

Bild: Keystone/Gallery Stock/Guillaume Lechat

In der Micasa


MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 83

Immer dabei: Regenschirm, leicht und kompakt Fr. 14.80

Weich und bequem: Damen-Sandalen Fr. 39.90 In grösseren Filialen

Luftig und trotzdem robust: Outdoor-Sandalen für Herren Fr. 39.90 In grösseren Filialen

Süsse Stärkung: Frey Les Délices Blanc Croquant Fr. 2.20

Funktional und schick: Polaroid-Sonnenbrille Fr. 49.90

Mobile Sitzgelegenheit: Campinghocker Fr. 9.95 In der Micasa und im Do it + Garden


84 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT

GeScHäFtSbericHt 2014 Ihre Region

Neues aus der Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg

Im Stadtkern M ExprEss BullE

Sehr geehrte Damen und Herren Sehr geehrte Genossenschafterinnen und Genossenschafter Unternehmen sehen sich mit Herausforderungen konfrontiert, und die Migros Neuenburg-Freiburg bildet hier keine Ausnahme. Trotz einer stetig wachsenden Konkurrenz im Detailhandelsgeschäft hat unsere Genossenschaft es geschafft, ihren Gesamtumsatz 2014 um 1,65% zu steigern. Die solide Kapitalbasis des Unternehmens erlaubt es uns überdies, in unserer Branche weiterhin eine wichtige wirtschaftliche Rolle zu spielen und eine ehrgeizige Investitionspolitik zu betreiben. Fortlaufender Ausbau des Verkaufsnetzes Ein Höhepunkt in unserem Verkaufsstellenexpansions- und -modernisierungsprogramm war die Eröffnung mehrerer neuer Verkaufsstellen in Le Landeron, Belfaux und Boudry. Im Rampenlicht stand dieses Jahr die Stadt Bulle mit der Einweihung des neuen MMM Gruyère Centre im April. Nach mehrmonatigen Renovationsarbeiten verfügt das Geschäft heute über die neusten Standards in Sachen Energieeinsparung. Wenige Tage vor Weihnachten lud der erste M Express unserer Genossenschaft die Kundschaft zu einer Entdeckungsreise auf 178 m2 Verkaufsfläche mitten im Bahnhof von Bulle ein. Im neuen M Express finden Sie sämtliche Grundbedarfsartikel – und einige mehr. Mit dieser neusten Errungenschaft zählt unsere Genossenschaft nunmehr stolze 41 Verkaufsstellen. GeScHäFtSGAnG 19,5 Millionen Kunden passierten 2014 die Kassen unserer Verkaufsstellen. Dies entspricht einer Steigerung um 1,5%. Die Produkte mit den Labels «Bio», «Aus der Region. Für die Region» und «Terra Suisse» konnten im Berichtsjahr stark zulegen.

Bei den Frischprodukten, speziell bei Früchten und Gemüse, verzeichnen wir dieses Jahr trotz schwieriger meteorologischer Bedingungen höchst erfreuliche Ergebnisse. Der Gastronomiesektor hat insbesondere mit der Eröffnung des Restaurants L'Oliva in Marin Centre seine positive Entwicklung fortgesetzt. Die Gerichte aus der «Délifit»-Reihe setzen sowohl in unseren Restaurants als auch in unseren Take-aways ihren Höhenflug fort. Unsere 4 Klubschulen, die den Leitgedanken «Bildung für alle zu moderaten Kosten» verfolgen, vermeldeten sehr gute Ergebnisse aus allen Regionen. Die beliebtesten Kurse waren dieses Jahr Sprachen, Management und Betriebswirtschaft und Sport. Im Bereich Kultur und Kreativität wurden verschiedene Events und Sonderangebote lanciert. Rund 20'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten die 421 Kurse, die im vergangenen Jahr auf dem Programm standen. Die Genossenschaft Die Förderung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sind ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Um unsere Ziele zu erreichen, sind wir auch bereit, einiges zu investieren. So werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Fragen der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sensibilisiert und ausgebildet. In unserem Betriebszentrum in Marin wurden grosse Umbauarbeiten in Angriff genommen. 2015 soll es ein «Business Center» mit einem neuen Restaurant, einem Fitnesscenter und einer Infrastruktur mit Konferenzräumen beherbergen. Die erfreuliche Entwicklung unserer Genossenschaft geht Hand in Hand mit einer ständig wachsenden Anzahl an Genossenschafterinnen und Genossenschaftern. Am 31. Dezember 2014 waren 121'659 Personen im Genossenschafterregister eingetragen.

Kultureller und sozialer einfluss und nachhaltige entwicklung Getreu ihren Grundsätzen hat die Migros NeuenburgFreiburg unzählige kulturelle und soziale Veranstaltungen in unserer Region unterstützt. Der Grand Prix Culturel Migros Neuenburg-Freiburg wurde dieses Jahr für bildende Kunst an Frau Geneviève Petermann für eines ihrer Werke vergeben, welches einen Treppenaufgang im Rathaus Neuenburg schmücken soll. Unsere Genossenschaft legt grossen Wert darauf, dass ihre wirtschaftliche Entwicklung in eine vorbildliche Nachhaltigkeitspolitik eingebunden ist. Die grösste Solarenergieanlage im Kanton Neuenburg befindet sich neuerdings auf dem Dach von Marin Centre, wo sie eine Strommenge produziert, die dem jährlichen Verbrauch von zweihundert Haushalten entspricht. Dankesworte Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Genossenschafterinnen und Genossenschafter, wir danken Ihnen herzlich für Ihre Treue und für das Vertrauen, das Sie unserem Unternehmen entgegenbringen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich darauf, Sie Tag für Tag in unseren Geschäften, Restaurants und Klubschulen zu begrüssen. Sie werden Ihnen einen herzlichen Empfang bereiten und die Qualität unseres Angebots mit kompetentem Service ergänzen. Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg Damien Piller Verwaltungspräsident Marcelle Junod Geschäftsleiterin


MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 85

ALLGeMeiner GeScHäFtSGAnG Mit einem Nettoumsatz von CHF 769,5 Millionen verzeichnet die Genossenschaft Migros NeuenburgFreiburg im Geschäftsjahr 2014 einen Rückgang von 0,2% (CHF -1,3 Millionen im Vergleich zum Vorjahr). Der entscheidende Negativfaktor für diese Entwicklung ist der tiefere Umsatzerlös aus Dienstleistungen, da über CHF 10,8 Mio. Mieteinnahmen auf Avry Centre SA übertragen wurden.. Der Ausbau des Verkaufsnetzes im Detailhandel und eine leichte Inflation der Migros Preise um + 0,4% haben diese ausgeprägte Negativentwicklung jedoch beinahe vollständig kompensiert. Die Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg konnte 2014 ihren Marktanteil im Detailhandel im Vergleich zu ihren wichtigsten Konkurrenten um 0,4 Prozentpunkte auf 43,0% erhöhen. Der Schweizer Detailhandel dürfte wegen des anhaltend starken Schweizer Frankens weiter unter Druck bleiben, sodass sich der verzeichnete Rückgang an einem bestimmten Punkt nicht mehr kompensieren lässt. Die Betriebskosten in CHF sind infolge unserer Expansion gestiegen (insbesondere der Personalaufwand und der übrige Betriebsaufwand). Dagegen konnten die Gemeinkostenquoten in % des Umsatzes dank eines strikten und effizienten Managements auf einem sehr guten Niveau gehalten werden. Die Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg gehört auf diesem Gebiet weiterhin zu den Spitzenreitern unter den Migros-Einheiten. Der Transfer der Liegenschaftsverwaltung von Avry Centre auf die gleichnamige Immobiliengesellschaft hatte für die Genossenschaft 2014 einen Rückgang des EBIT um rund CHF 4,9 Mio. zur Folge. Diese Entwicklung dürfte jedoch bereits 2015 durch den Eingang von erheblichen Dividenden kompensiert werden. Mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 12,4 Millionen schliesst unsere Genossenschaft ein ausgezeichnetes Geschäftsjahr ab. Finanzielle Lage Mit einem Cashflow von CHF 46,8 Mio. (Vorjahr: CHF 54,7 Mio.) konnten die Nettoinvestitionen in Höhe von CHF 35,8 Mio. (Vorjahr: CHF 101,6 Mio.) vollumfänglich durch die Tätigkeit der Genossenschaft finanziert werden. Das Eigenkapital ist noch weiter gewachsen und beläuft sich per 31. Dezember 2014 mit CHF 204,8 Mio. auf 47,2% der Bilanz (Vorjahr: CHF 189,0 Mio. resp. 43,4%).

Risikobeurteilung Die Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg verfügt über ein Risikomanagementverfahren. Die Verwaltung stellt sicher, dass die Risikobeurteilung zeitgerecht und angemessen erfolgt. Sie wird regelmässig durch die Geschäftsleitung über die Risikolage des Unternehmens informiert. Anhand einer systematischen Risikoanalyse haben die Verwaltung und die Geschäftsleitung die für die Genossenschaft wesentlichen Risiken identifiziert und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und finanziellen Auswirkungen bewertet. Mit geeigneten, von der Verwaltung beschlossenen Massnahmen werden diese Risiken vermieden, gemindert oder an Dritte übertragen. Die selbst zu tragenden Risiken werden konsequent überwacht. Die Resultate der Risikobeurteilung werden von der Verwaltung bei ihrer jährlichen Überprüfung der Geschäftsstrategie angemessen berücksichtigt. Die Verwaltung hat die letzte Risikobeurteilung am 19.11.2014 vorgenommen und festgestellt, dass die Risiken durch Strategien, Prozesse und Systeme grundsätzlich gut abgedeckt sind. ausblick Die Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg ist ein kerngesundes, innovatives und rentables Unternehmen, das sich allgemeiner Beliebtheit erfreut und das Vertrauen der Bevölkerung geniesst. In guten Zeiten löst sie ihre Versprechen ein, in schwierigen Zeiten verhält sie sich verantwortungsbewusst. Auch in Zukunft werden sich Produktivitätssteigerungen und Beschaffungskostensenkungen direkt auf die Verkaufspreise auswirken. Die Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg wird ihr Verkaufsnetz weiterhin mit Nahversorgungsläden ausbauen und verpflichtet sich, alles zu tun, um das beste PreisLeistungsverhältnis anzubieten. Parallel zur Stärkung ihrer wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit verspricht die Migros Neuenburg-Freiburg, ihr soziales und umweltfreundliches Engagement fortzuführen und ihrem Leitprinzip treu zu bleiben: sich stets mit Leidenschaft für die Lebensqualität ihrer Genossenschafterinnen und Genossenschafter, ihrer Kundinnen und Kunden einzusetzen. Marcelle Junod Geschäftsleiterin

Jean-Yves Frutiger Leiter Finanzen

reGiOnALe UrAbStiMMUnG GEnossEnschaft MiGros nEuEnBurG-frEiBurG Liebe Mitglieder In diesen Tagen erhalten Sie per Post die Stimmkarte für die

RegionaLe URabStiMMUng 2015 zugestellt mit der Bitte, zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen: 1. Genehmigen Sie die Jahresrechnung 2014 und die vorgeschlagene Verwendung des Reinertrages? 2. Geben Sie Entlastung der Verwaltung ? Die Jahresrechnung mit dem Bericht der Revisionsstelle, der Antrag der Verwaltung auf Verwendung des Bilanzgewinnes sowie ein Auszug aus dem Jahresbericht unserer Genossenschaft sind in dieser Ausgabe publiziert. Diese Dokumente liegen ausserdem zusammen mit dem vollständigen Jahresbericht am Sitz unserer Genossenschaft, route des Perveuils 2, 2074 Marin-Epagnier, zur Einsichtnahme durch die Mitglieder auf. Die Stimmkarten werden den Stimmberechtigten (gemäss Mitgliedschaftsregister) spätestens zehn Tage vor dem Wahltag (6. Juni 2015) per Post zugestellt. Allfällige Beschwerden über nicht erhaltene oder unrichtige Stimmkarten sind frühestens sechs, spätestens drei Werktage vor dem Urabstimmungstag beim Mitgliederregister unserer Genossenschaft zuhanden des Wahlbüros geltend zu machen. Wahlbüro: route des Perveuils 2, 2074 Marin-Epagnier. Die Urabstimmung wird nach den Bestimmungen der Statuten und des Wahlreglements durchgeführt. Diese Dokumente können von den Mitgliedern gegen Vorweisung des Anteilscheines / Mitgliederausweises in unseren Verkaufsstellen sowie am Sitz der Genossenschaft in Marin-Epagnier eingesehen werden. Bitte füllen Sie die Stimmkarte so rasch als möglich aus. Wenn Sie sie in die Abstimmungsurne in Ihrer nächsten Migros-Filiale legen, helfen Sie mit, Porto einzusparen. Die Urnen sind während den üblichen Verkaufszeiten geöffnet. Sie können die Stimmkarte aber auch in den nächst gelegenen Briefkasten werfen. Das Porto wird von der Migros bezahlt.

auftragsbestand und Mandate Im Detailhandel gibt es nur sehr wenig Aufträge und Mandate.

Spätester termin für die Rücksendung (oder Rückgabe) der Stimmkarte:

Forschung und entwicklung Die Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg ist ein Detailhandelsunternehmen und betreibt daher keine Forschung und Entwicklung.

Herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung.

SaMStag, 6. JUni 2015

genossenschaft Migros neuenburg-Freiburg Die Verwaltung 18. Mai 2015


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AnMerKUnGen (IN TAUSEND CHF)

JAHreSrecHnUnG per 31. DezeMber 2014

erFOLGSrecHnUnG (IN TAUSEND CHF)

Anmerkung

nEttoErlösE Detailhandel Grosshandel Gastronomie Bildung/Kultur Dienstleistungen nettoerlöse aus Lieferungen und Dienstleistungen ANDERE ERLöSE Andere betriebliche Erträge total betrieblicher ertrag BETRIEBLICHER AUFWAND Waren- und Dienstleistungsaufwand Personalaufwand Mieten Anlagenunterhalt Energie und Verbrauchsmaterial Werbung Verwaltung Übriger Betriebsaufwand Abschreibungen und Wertberichtigungen Sachanlagevermögen total betrieblicher aufwand

1

2

3 4

ergebnis vor Zinsen und Steuern (ebit) Finanzergebnis Ausserordentliches Ergebnis, einmalig oder ausserhalb der Berichtsperiode gewinn vor Steuern Direkte Steuern gewinn

2014

2013

727’271 4’329 21’331 6’404 10’144 769’479

715’456 6’503 21’378 6’540 20’905 770’782

8’375 777’854

7’695 778’477

-544’194 -119’513 -18’117 -17’233 -9’771 -5’988 -4’934 -15’628

-536’390 -117’980 -21’908 -17’903 -9’916 -5’783 -4’728 -14’866

-30’035 -28’978 -765’413 - 758’452 12’441

20’025

5

-482

-1’810

6

7’565 19’524

46 18’261

-3’769 15’755

-3’666 14’595

1 andere betriebliche erträge Aktivierte Eigenleistungen Andere betriebliche Erträge 2 Personalaufwand Löhne und Gehälter Sozialversicherungen Personalvorsorgeeinrichtungen Sonstiger Personalaufwand 3 Übriger betriebsaufwand Übriger betrieblicher Aufwand Gebühren und Abgaben 4 abschreibungen und Wertberichtigungen Sachanlagevermögen Grundstücke und Bauten Technische Installationen und Maschinen Übrige Sachanlagen 5 Finanzergebnis Zinsertrag Beteiligungsertrag Zinsaufwand 6 ausserordentliches ergebnis, einmalig oder ausserhalb der berichtsperiode Gewinn aus Veräusserung von Anlagevermögen Verlust aus Veräusserung von Anlagevermögen

reViSiOnSSteLLe

HIerbeI M BOUDRY

2014

2013

133 8’242 8’375

138 7’557 7’695

-94’648 -9’578 -10’418 -4’869 -119’513

-92’379 -11’255 -10’326 -4’020 -117’980

-13’910 -1’718 -15’628

-13’083 -1’783 -14’866

-6’465 -18’768 -4’802 -30’035

-8’534 -16’146 -4’298 -28’978

1’406 1’532 -3’420 -482

1’579 156 -3’545 -1’810

7’579 -14 7’565

62 -16 46


MIGROS-WELT | MM21, 18.5.2015 | 87

biLAnz PER 31. DEZEMBER 2014 vor Gewinnverwendung

aktiven

Anmerkung

UMLaUFveRMÖgen Flüssige Mittel und börsenkotierte Anlageinstrumente mit kurzer Laufzeit Forderungen aus Lieferungen und Dienstleistungen - gegenüber Konzernunternehmungen - gegenüber Dritten Sonstige kurzfristigen Forderungen - gegenüber Dritten Warenvorräte Aktive Rechnungsabgrenzung totaL UMLaUFveRMÖgen

7

8

anLageveRMÖgen Finanzanlagen - Forderungen gegenüber Konzernunternehmungen - Forderungen gegenüber Dritten Beteiligungen - an Konzernunternehmungen - an Dritten Sachanlagen - Grundstücke und Bauten - Technische Installationen und Maschinen - Übrige Sachanlagen - Anlagen im Bau totaL anLageveRMÖgen biLanZSUMMe

2014

2013

12’580

11’899

1’409 1’600

578 1’760

2’276 27’141 45’006

1’857 26’506 587 43’187

70’000 140

70’000 150

83’005 -

83’005 -

166’289 44’943 8’421 15’980 388’778 433’784

172’832 47’408 9’296 9’448 392’139 435’326

AnMerKUnGen (IN TAUSEND CHF) 7 Flüssige Mittel und börsenkotierte anlageinstrumente mit kurzer Laufzeit Flüssige Mittel 8 aktive Rechnungsabgrenzung Vorausbezahlte Aufwendungen 9 Sonstige kurzfristige verbindlichkeiten gegenüber Pensionskassen gegenüber Dritten 10 kurzfristige Rückstellungen Gebäudeunterhalt * 11 Langfristige Rückstellungen Klubschulerträge Sonstiges 12 Langfristige Rückstellungen AHV-Ersatzrenten Gebäuderenovierung Garantien Gebäudeunterhalt * Sonstige langfristige Rückstellungen * Stand Rückstellung Gebäudewertanpassung am 1.1 Zuweisung an die Rückstellung Gebäudewertanpassung Entnahme aus der Rückstellung Gebäudewertanpassung Auflösung der Rückstellung Gebäudewertanpassung * Stand Rückstellung Gebäudewertanpassung am 31.12. 13 Freiwillige gewinnreserven Freiwillige Reserven

PaSSiven

2014

2013

3’162 20’306

2’914 19’464

42’928 9’364

34’410 10’256

14’163 1’200 5’369 96’492

13’053 16’200 5’083 101’380

105’000 27’516 132’516

125’000 19’930 144’930

totaL FReMDkaPitaL

229’008

246’310

eigenkaPitaL Genossenschaftskapital Gesetzliche Gewinnreserve Freiwillige Gewinnreserve Bilanzgewinn totaL eigenkaPitaL biLanZSUMMe

1’217 900 186’840 15’819 204’776 433’784

1’211 900 172’240 14’665 189’016 435’326

2014

2013

15’755 30’035 -7’579 14 8’527 46’752 -1’091 -635 587 -9’283 287 36’617

14’595 28’979 -62 16 11’130 54’658 25’149 -546 -561 36’624 854 116’178

-45’543

-73’500 -31’607

10 10’484 -35’049

10 3’561 -101’536

-892 5 -887

-14’616 12 -14’604

681

38

11’899

11’861

12’580

11’899

681

38

Anmerkung

kURZFRiStigeS FReMDkaPitaL Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Dienstleistungen - Forderungen gegenüber Konzernunternehmungen - Forderungen gegenüber Dritten Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten - Forderungen gegenüber Konzernunternehmungen - M-Partizipations-Konten Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten - Forderungen gegenüber Dritten Kurzfristige Rückstellungen Passive Rechnungsabgrenzung totaL kURZFRiStigeS FReMDkaPitaL LangFRiStigeS FReMDkaPitaL Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten - Forderungen gegenüber Konzernunternehmungen Langfristige Rückstellungen totaL LangFRiStigeS FReMDkaPitaL

9 10 11

12

13

KApitALFLUSSrecHnUnG (IN TAUSEND CHF) 2014

2013

12’580 12’580

11’899 11’899

-

587

2’145 12’018 14’163

2’198 10’855 13’053

1’200 1’200

16’200 16’200

1’647 3’722 5’369

1’490 3’593 5’083

3’466 1’000 750 20’400 1’900 27’516

5’980 1’000 750 10’300 1’900 19’930

26’500 11’300 -15’941 -259 21’600

15’000 12’000 -500 26’500

186’840 186’840

172’240 172’240

gewinn Abschreibungen und Wertberichtigungen Sachanlagevermögen Gewinn aus Anlageveräusserungen Verlust aus Anlageveräusserungen Änderung der Rückstellungen Cashflow Änderung der kurzfristigen Forderungen Änderung im Lagerbestand und nicht berechnete Dienstleistungen Änderung der aktiven Rechnungsabgrenzung Änderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten Änderung der passiven Rechnungsabgrenzung Cashflow aus betriebstätigkeit Cashflow aus investitionstätigkeit Investitionen - Beteiligungen - Sachanlagen Desinvestitionen - Finanzanlagen - Sachanlagen Cashflow aus investitionstätigkeit Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Änderung der kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten Änderungen des Genossenschaftskapitals Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Änderung der flüssigen Mittel und der börsenkotierten anlageinstrumente mit kurzer Laufzeit geldflussnachweis Flüssige Mittel und börsenkotierte Anlageinstrumente mit kurzer Laufzeit am 1.1. Flüssige Mittel und börsenkotierte Anlageinstrumente mit kurzer Laufzeit am 31.12. Änderung der flüssigen Mittel und der börsenkotierten anlageinstrumente mit kurzer Laufzeit


88 | MM21, 18.5.2015 | MIGROS-WELT

AnHAnG (IN TAUSEND CHF) informationen zu den Rechnungslegungsgrundsätzen zum erstellen der Jahresrechnung Die vorliegende Jahresrechnung wurde nach Massgabe der Schweizer Gesetzgebung erstellt, insbesondere der Artikel 957 bis 962 des Obligationenrechts zur kaufmännischen Buchführung und Rechnungslegung. Die Rechnungslegung verlangt von der Verwaltung Schätzungen und Beurteilungen, die den Ausweis von Aktiva und Passiva beeinflussen können, sowie von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode. Die Verwaltung entscheidet nach eigenem Ermessen über die Nutzung der bestehenden gesetzlichen Spielräume im Zusammenhang mit Bewertung und Bilanzierung. Zum Wohl des Unternehmens und zur Einhaltung des Vorsichtsprinzips können Abschreibungen und Wertberichtigungen vorgenommen oder Rückstellungen gebildet werden, die über den Rahmen des Wirtschaftsplans hinausgehen. Die Jahresrechnung 2014 ist unsere erste gemäss den neuen Vorgaben des Obligationenrechts zur Rechnungslegung erstellte Jahresrechnung. Die Struktur der Vorjahreszahlen wurde auf freiwilliger Basis den neuen Bestimmungen angepasst. Beurteilungsanpassungen wurden nicht vorgenommen. informationen, detaillierte Struktur und anmerkungen zu bestimmten Posten der ertragsrechnung und der bilanz Die Informationen zu den verschiedenen Posten der Ertragsrechnung und der Bilanz sind unter «Anmerkungen zur Jahresrechnung» aufgeführt.

Massgebliche beteiligungen Migros Genossenschaftsbund, Zürich Genossenschaftskapital CHF 15'000'000 Kapitalanteil Stimmrechtsanteil

2014

2013

4.40% 8.18%

4.40% 8.18%

AVRY CENTRE SA, AVRY, Genossenschaftskapital CHF 2'000'000.00 Kapitalanteil Stimmrechtsanteil

50.00% 50.00%

50.00% 50.00%

MARIN CENTRE SA, MARIN-EPAGNIER, Genossenschaftskapital CHF 17'300'000.00 Kapitalanteil Stimmrechtsanteil

50.00% 50.00%

50.00% 50.00%

100.00% 100.00%

100.00% 100.00%

STREGA SA, MARIN-EPAGNIER, Genossenschaftskapital CHF 100’000.00 Kapitalanteil Stimmrechtsanteil

Die indirekten Beteiligungen sind in der Jahresrechnung des Migros Genossenschaftsbunds aufgeführt.

eventualverbindlichkeiten Die Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg ist im Rahmen ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit an Rechtsstreitigkeiten beteiligt. Der Ausgang dieser Angelegenheiten lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht voraussagen, aber die Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg geht davon aus, dass keine grösseren negativen Auswirkungen auf ihre Handelstätigkeit oder ihre finanzielle Situation zu erwarten sind. Die erwarteten Auszahlungen sind durch angemessene Rückstellungen abgesichert.

AnHAnG (IN TAUSEND CHF) Weitere informationen Verbindlichkeiten aus nicht bilanzierten Leasingverträgen mit einer Fälligkeit von > 1 Jahr

2014

2013

184’810

222’552

Forderungen und verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Parteien Zum Bilanzstichtag existieren weder Forderungen noch Verbindlichkeiten gegenüber Genossenschaftsorganen oder verbundenen Unternehmen. Fälligkeit der langfristigen verzinslichen verbindlichkeiten Fälligkeit 1 bis 5 Jahre Fälligkeit mehr als 5 Jahre

85’000 20’000

125’000 -

Personalbestand Festangestellte Lehrlinge Teilzeitangestellte im Stundenlohn total arbeitsplätze Vollzeitäquivalent am 31. Dezember

1’806 81 636 2’523 1’698

1’832 89 646 2’567 1’738

129 9

132 -

Zahlungen an Revisionsstelle Revisionsdienstleistungen andere Dienstleistungen Wichtige ereignisse nach dem bilanzstichtag

Am 15. Januar 2015 hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) beschlossen, den Mindestkurs von CHF 1.20 für 1 Euro aufzuheben. In der Folge ist der Kurs bis auf CHF 1.00 gefallen. Würden alle am 31.12.2014 in Euro gehaltenen Positionen der Bilanz der Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg zu einem Kurs von CHF 1.10 statt 1.20 umgerechnet, wären die Auswirkungen auf die Jahresrechnung gering. Es bestehen keine weiteren nach OR 959b ausweispflichtigen Sachverhalte.

veRWenDUng DeS biLanZgeWinnS Gewinnvortrag vom Vorjahr Gewinn des laufenden Jahres bilanzgewinn Auflösung/(Verwendung) für das Kulturprozent bilanzgewinn (zur Verfügung der Urabstimmung) Zuweisung an freiwillige Gewinnreserven vortrag auf die neue Rechnung aUFWanD FÜR DaS kULtURPRoZent Kulturelle Ziele Schulung Soziale Ziele Freizeit & Sport Ziele der Wirtschaftspolitik Anteil Verwaltungskosten / Rückstellungen total 0,5 % des massgebenden Jahresumsatzes

2014

2013

CHF 64’569 15’754’830 15’819’399 -

CHF 69’299 14’595’270 14’664’569 -

15’819’399 -15’800’000 19’399

14’664’569 -14’600’000 64’569

MCHF 459 2’791 122 312 30 75 3’789 3’743

MCHF 587 2’576 126 284 24 178 3’775 3’684


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Leben

MM21

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Knigge reloaded

Gibt es eine Etikette für den Supermarkt? Schnuppern Sie an einer Creme, bevor Sie sie kaufen?

Richtig oder falsch

Baumwollpflanzen werden pro Saison 25 Mal mit Acker­ giften besprüht.

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Richtig! Baum­

Illustrationen: Andreas Klammt, Muxxi/die Illustratoren; Bild: Stefan Sulzer

wolle ist eine hoch­ entwickelte Kultur­ pflanze und anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Deshalb werden im konventionellen Baumwollanbau mehr Insektizide und Pestizide eingesetzt als für jede andere Pflanze. Das hat Folgen für Mensch, Tier und Umwelt. Nach Schätzungen der Weltgesund­ heitsorganisation (WHO) sterben pro Jahr weltweit etwa 20 000 Menschen an einer Pestizid­ vergiftung beim Baumwollanbau.

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Neulich sah ich beim Einkaufen im Supermarkt, wie eine Dame bei den Duschgels ein paar Tuben öffnete und deren Inhalt beschnupperte. Das ist zulässig. Die Ware darf ausprobiert werden, sofern sie dadurch nicht unverkäuflich oder entwertet wird (falls die Tuben also nicht eingeschweisst sind, zum Beispiel). Aber ist es auch manierlich? Ich kann nichts Schlimmes daran finden. Aber ich bin ja auch der Meinung, dass man im Super­ markt eine Flasche Wasser, die man kaufen will, schon vor der Kasse trinken kann, wenn man anschliessend die leere Flasche aufs Band legt zwecks Bezahlung. Streng genommen ist das Diebstahl, denn zum Eigentumserwerb kommt es erst nach dem Passieren der Kasse. Vernünftigerweise wird hier Kulanz geübt. Ein schönes Beispiel dafür, wie sich der Umgang miteinander dar­ an ausrichten sollte, sich das Leben zu erleichtern.» MM

Darum gilt:

Baumwollprodukte mit Biolabel bevor­ zugen und neue Kleidung vor dem Tragen immer gut waschen!

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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 93

So i(s)st die Jugend

B Blog kocht vor

Ernährung

Löffeln ist gesund Heiss begehrt: Suppen sind die neuen Stars im Fast Food. Zu Recht, denn sie tun Körper und Seele gut. Text: Marianne Botta Diener

Alles drin: Suppen liefern Vitamine und Mineralstoffe – sowie Proteine, wenn mit Fleisch oder Fisch zube­ reitet.

Hier schreiben die Vivai-Experten über Ernährungsfragen. Dieses Mal die Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta Diener.

Bild: StockFood

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Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.

M

ein Schwiegervater, ein Bauer, besteht auf seiner Suppe vor dem Hauptgericht. Ohne sie, sagt er, habe er nicht richtig gegessen und werde nicht satt. Verstanden hat ihn wohl niemand so richtig – bis jetzt. Denn heute erlebt die einstige ArmeLeute-Speise ein Revival. Spitzenköche beschäftigen sich mit ihr, und auch die Trendgastronomie hat sie neu entdeckt. In Amerika, England, aber auch in Europa schiessen Suppenbars wie Pilze aus dem Boden. Vom Alltagsstress müde Leute strömen in die «Soup bars» und treten frisch gestärkt zurück auf die Strasse. Die flüssigen Glücklichmacher sind mit frischem oder tiefgekühltem Gemüse auch zu Hause rasch zubereitet. Die Suppen von Anna’s Best im Becherformat lassen sich in Sekundenschnelle in der Mikrowelle aufwärmen und eignen sich optimal als Büromahlzeit. Auch die Beutelsuppen werden von den Schweizern heiss geliebt: Letztes Jahr wurden über 940 000 Liter Convenience-Suppe konsumiert. Der Erfolg der Suppe hat verschiedene Gründe. Mit den richtigen Zutaten zu­ bereitete Suppen versorgen den Körper mit allen nötigen Nährstoffen. Sie enthalten Gemüse und sind vitamin- und mineralstoffreich. Beim Kochen werden die Gemüsestücke zwar ausgelaugt, und

die Mineralstoffe gehen ins Wasser über, aber dieses wird ja mitgegessen. Der Nahrungsfasergehalt ist ebenfalls hoch, trotzdem sind Suppen leicht verdaulich und meist fettarm. Mit Fleisch, Hülsenfrüchten oder Fisch zubereitet, liefern sie wertvolle Proteine. Suppen helfen beim Abnehmen

Doch das Hauptargument für den Siegeszug der Suppe: Sie ist die Nummer 1, wenns ums Abnehmen und Schlankbleiben geht. Eine französische Studie zeigte bereits 2001, dass eine Suppe mit Gemüsestücken länger sättigt als die gleiche Menge des gekochten Gemüses mit einem Glas Wasser. Der Grund: Die gröberen Gemüsestücke dehnen den Magen mehr aus, und die mineralstoffreiche Gemüsebouillon verzögert seine Entleerung. Ist noch etwas Fleisch oder Fisch in der Suppe, hält die Sättigung noch länger an. Eine Studie der Pennsylvania State University aus dem Jahr 2007 konnte nachweisen, dass die Studienteilnehmer nach einer Suppe als Vorspeise in der gesamten Mahlzeit rund 20 Prozent weniger Kalorien aufnahmen als ohne Suppe. Diese macht, vorweg genossen, erst mal schnell satt. Und der Appetit hält sich beim Hauptgang im Rahmen. Mein Schwiegervater hat mal wieder recht. MM

Kochbücher der alten Schule sind out – Foodblogs sind die neuen Enzyklopädien, wenn neue und originelle Kochanleitungen gefragt sind! Im Internet fühlen sich viele Jugendliche heimisch. Naheliegend also, dass dort auch die Küche ihren Platz findet. Die meisten Foodblogs werden von Frauen verfasst. Jung, hübsch und aktiv geben sich die Rezeptentwicklerinnen. Und so kommen auch ihre Blogs daher: Reich bebildert und vollgestopft mit appetitanregenden Köstlichkeiten.

Viele dieser Internet­ seiten beschäftigen sich mit «gesundem» Essen. Zuckerfrei, weizenfrei, glutenfrei, fettfrei … Je vollgestopfter ein Rezept mit diesen Attributen, desto besser. Das scheint das Credo vieler weiblicher Foodblogger zu sein. Es geht gar nicht um Genuss, sondern um Verzicht. Ich glaube, diese Fixierung auf den Verzicht kann – besonders bei Jungen – zu einer Obsession werden. Trotzdem: Foodblogs motivieren junge Leute wie mich, selber den Kochlöffel zu schwingen.

Flavia von Gunten (17),

Gymnasiastin aus Steffisburg BE.


94 | MM21, 18.5.2015 | LEBEN

Familie

Ohne Motor ins Glück Hobbys bereichern den Alltag. Vor allem, wenn sie so intensiv betrieben werden, wie das die Thurgauer Familie Kressebuch mit ihren Seifenkistenrennen macht. Texte: Thomas Vogel

S

Bilder: Samuel Trümpy

prechen Desirée (13), Jenny (11) sowie die neunjährigen Zwillinge Jeremy und Vanessa von ihrem Hobby, bekommen sie glänzende Augen. Sie sprechen von Geschwindigkeit, von Siegen und Platzierungen, beiläufig auch von Niederlagen. Ihre Leidenschaft gilt seit fünf Jahren dem Seifenkistenrennen. Auf vier hauchdünnen Rädern sausen sie die Hänge hinunter und kämpfen um Punkte und Trophäen. «Einmal bekamen wir als Prämie zwei Pakete Hörnli», lacht Jenny. «Eines fürs Mami und eines zum roh essen.» Seifenkistenrennen sind ein Hobby,

das die Geschwister Kressebuch aus dem thurgauischen Ermatingen mit ihren Eltern teilen. «Ich bin an Renntagen immer etwas am Werkeln und habe so jeweils einen ganzen Tag Zeit für die Kinder», sagt der 43-jährige Automobildiagnostiker Thomas Kressebuch, der diese Familientage sehr geniesst. «Und», wirft Mutter Franziska (43) ein, «wir lernen so die Schweiz kennen.» Die 15 bis 20 Rennen pro Jahr, welche die Kressebuchs fahren, sind im ganzen Land verteilt. Ein kostspieliges Hobby also. Neben der Startinvestition von mehreren 1000 Franken

für zwei professionelle Seifenkisten müssen sie pro Rennen und Person 25 Franken Startgeld bezahlen. Oft übernachten sie auch gleich vor Ort. Ohne Durchhaltewille gehts nicht

Das Geld war auch Grund dafür, dass sich Thomas und Franziska Kressebuch nicht gleich zum Kauf einer eigenen Seifenkiste entschlossen. «Wir wollten sicher sein, dass die Leidenschaft nicht nach zwei, drei Rennen ohne Sieg erlöscht.» Sie liehen sich deshalb für das Training und die ersten paar Rennen eine Kiste aus und kauften erst danach eine eigene.


LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 95

Oben: Seit vier Jahren fährt Jenny Seifenkistenrennen. Links: Familie «Seifenkiste» (von links): Desirée, Vanessa, Franziska, Jeremy, Thomas und Jenny Kressebuch.

Desirée war neun und Jenny sieben Jahre alt, als sie ihre Rennfahrer­ karriere starteten. «Noch jung, um sich auf ein bestimmtes Hobby festzulegen – und dabei zu bleiben», betont der Kinder­ und Jugend­ psychologe Urs Kiener: «Im Vorschulalter ist die Willenskraft noch wenig ausgeprägt.» Es sei deshalb sinnvoll, dass Eltern auch bei der Freizeitgestaltung die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder berücksichtigen. «Dann ist die Frustration auch weniger gross, wenn der sechsjährige Spross den Chinesischkurs nach drei Lektionen wieder hinschmeisst.»

Ein Erlebnis, das die Kressebuchs zumindest beim Seifenkistenfahren nie hatten. «Alle waren von Anfang an begeistert dabei. Keinem kam es je in den Sinn aufzuhören», freut sich die Sozialpädagogin Franziska Kressebuch. Kein Wunder, haben sie in der Seifenkistenszene, die wie eine grosse Familie funktioniere, viele Freunde gefunden. Zeit fürs Nichtstun einplanen

Kommt dazu: Hobbys können Zeit­ vertreib, Leidenschaft, aber auch Stress für Kinder sein. Ein ver­ ordnetes Hobby, das keine Freude bereitet, kann zu Stress führen.


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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 97

Welches Hobby passt zu Ihrer Familie?

Wasserbauch

Experteninterview

«Druck ist keine Lösung»

Desirée und Thomas Kressebuch werken an ihrem Rennauto.

Auch zu viele Hobbys schaden mehr, als sie nützen. «Es braucht Zeit für die Schule und die Hausaufgaben, für Familie und Freunde, für Face­ book und Games, fürs Nichtstun, Schlafen und für vieles andere», so Kiener. Die Anzahl und Art der Hobbys dürfe keine Nachteile für das Kind zur Folge haben. «Wie viele Hobbys für jemanden Sinn machen, ist sehr individuell.» Bei den Kressebuchs stehen neben den rasanten Talfahrten in der Seifenkiste auch Volleyball, Trompete, Klavier und Fussball auf dem Programm. Einzig beim Klavierspielen benötigte es laut Mutter Franziska hin und wieder etwas gutes Zureden. «Aber alles andere machen unsere Kinder mit grosser Begeisterung.» Tipps

Wie finden Kinder das richtige Hobby? Das Hobby muss altersgerecht sein. Es sollte keine Nachteile

für andere Verpflichtungen des Kindes zur Folge haben, Spass machen und keine Pflicht sein.

Die Eltern können das Kind am besten bei der Wahl seines

Hobbys unterstützen, indem sie mit ihm die Zukunft durchgehen und sich über Konsequenzen klar werden. So können Entscheide einfacher gefällt werden. Zudem sollten sie Interesse am Hobby des Kindes zeigen und es für gute Leistungen loben. Im Vorfeld ist zudem der Besuch eines Schnupperkurses oder ein Probetag empfehlenswert.

K Mamma mia

Migrosmagazin.ch

Was tun, damit Kinder am Hobby dranbleiben? Der Kinder- und Jugendpsychologe Urs Kiener gibt Tipps.

Urs Kiener, wie weit durchspielt und ande­ sollen Eltern die re Wege aufzeigt, statt Hobbywahl steuern? das Hobby einfach an Kinder kommen nicht den Nagel zu hängen. auf die Welt, um die Welche Tipps haben Erwartungen der El­ Sie für Eltern bezüg­ tern zu erfüllen. Weder lich Hobbys mit im Beruf noch beim Urs Kiener (56) grossem Investitions­ Hobby. Eltern sollten ist Kinder- und bedarf an Geld und deshalb ihren Kindern helfen, das Richtige zu Jugendpsychologe Zeit? bei Pro Juventute. Ein Hobby muss finden, sie aber nicht zweifelsohne zum steuern. Gerade bei Familienbudget Freizeitaktivitäten können Kinder schon recht früh passen. Wenn die Investitionen, seien es Geld oder Zeit, die erkennen, dass sie Wahlmög­ Möglichkeiten der Familie zu lichkeiten haben. Und dass jede sehr strapazieren, sind Stress, Wahl auch Konsequenzen hat. Frustration und Konflikte vorprogrammiert. Pro Juventu­ Wie kann ich mein Kind am besten animieren, damit es ein te empfiehlt, ab dem 12. Lebens­ jahr einen Jugendlohn zu einmal angefangenes Hobby vereinbaren. Der Bereich auch wirklich durchzieht? Hobby und Freizeitgestaltung Leben Sie dem Kind vor, was Sie in Bezug auf die Freizeit­ kann sehr gut in diesen gestaltung von ihrem Sprössling Jugendlohn integriert und entsprechend vom Jugend­ erwarten. Eltern, die sich lichen selbständig verantwortet zu Neujahr den Vorsatz fassen, etwas für ihre Gesundheit zu werden. tun, und ihr Fitnessabo bereits Ist es sinnvoll, dass Kinder im Februar wieder sistieren, dieselben Hobbys wie ihre haben schlechte Karten. Solche Eltern können bei ihren Kin­ Eltern respektive Elternteile haben? dern kaum ein diszipliniertes Ein Hobby soll grundsätzlich Durchziehen von etwas mit positiven Erfahrungen und Angefangenem einfordern. Gefühlen verbunden sein. Ich finde es toll, wenn sich Kinder Wie weit sollen Eltern Druck zu Hause wohlfühlen und sich ausüben, damit sich Kinder von einer Leidenschaft der bei ihrem Hobby «durch­ Eltern anstecken lassen und ein beissen»? Hobby gemeinsam ausführen. Wenn das Kind gestresst ist In der Pubertät – wenn es dar­ oder sich schlecht fühlt, kann um geht, sich schrittweise vom die Motivation, sich für ein Hobby zu engagieren, rasch ver­ Elternhaus zu lösen – fühlen fliegen. Druck ausüben ist keine sich aber viele Jugendliche Lösung. Man sollte das Problem ausserhalb des Elternhauses wohler. Dann ist es normal, dass mit dem Kind zusammen lösen. sie sich ihre Hobbys ausserhalb Beispielsweise indem man mit der Familie suchen. MM ihm alternative Szenarien

Kennen Sie diese Babypuppen, die pinkeln können? Oben füllt man Wasser ein – unten kommt es mit Plastikgeschmack versetzt wieder raus. Angeblich muss man das Bäbi dazu einfach nur aufrecht hin­ setzen. Stimmt aber nicht. Evas Bäbi leidet seit Tagen an Niereninsuffizienz. Es hat locker zwei Liter Wasser intus. Fragen Sie nicht. Vermutlich hat Eva die Puppe beim Baden laaaange untergetaucht. Gluck­ gluckgluck … Was nun? Ich habe keine Lust auf eine stinkende Bakterien­ brühe im Puppen­ bauch. Her mit dem Bäbi! Ich versuche es erst mit Schütteln. (Gott sei Dank guckt niemand vom Kinder­ schutz zu.) Die Puppe verklemmt weiter. Dann eben rabiater. Ich verrenke ihre Beine, bis es knackt. Arghh! Weitere Optio­ nen: 1. Blasenkatheter (Röhrli?), 2. minimal­ invasive OP im Unter­ bauch (Korken­ zieher?) – oder 3. die Patientin weiter beobachten. Meine Töchter sind gegen Eingriffe jeder Art. Also auf die Sintflut warten. Bis dahin darf das Bäbi nicht mehr baden. Strafe muss sein. MM

Bettina Leinenbach (38) ist

Journalistin und zweifache Mutter.


LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 99

Grosses Bild: Mit einem Fangsack wird das Parma-Wallaby eingefangen. Kleines Bild: Das Neugeborene im Beutel der Mutter.

Zootierärztin

Es regt sich was im Beutel Bei den Parma-Wallabys steht der routinemässige Gesundheits-Check an. Als ich aus der Ferne bei einem Weibchen einen etwas gewölbten Beutel sehe, habe ich sofort eine freudige Vorahnung. Text: Karin Federer

Bilder: Walter Zoo

P

Karin Federer (29) ist Tierärztin

und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.

arma-Wallabys gehören zu den kleinsten Känguruarten. Bei uns lebt eine elfköpfige Gruppe. Wie bei allen unseren Zootieren wird auch ihr Gesundheitszustand regelmässig kontrolliert. Leider gehören auch Magen-Darm-Parasiten zu den ständigen «Mitbewohnern» der Wallabys, was das Entwurmen jedes einzelnen Tiers erfordert. Zudem gilt es, die Zähne zu kontrollieren. Früher hatten Wallabys oft Zahnfleischprobleme und damit verbunden Veränderungen der Zähne selbst. Die Fütterung spielte damals eine grosse Rolle. Das Zahnfleisch, so weiss man heute, wird durch die Verfütterung vieler Früchte weicher, und es kann sich durch das Kauen von rauem Heu entzünden. Heute füttern wir unseren Wallabys vermehrt Kräuter und feines Heu, was das Entzündungsrisiko mindert. Die ersten 30 Lebenswochen im Beutel

Das Känguru fangen wir mit einem Fangsack ein. Bei der Fixation des Tiers habe ich gleich auch die Möglichkeit, in den leicht

gewölbten Beutel hineinzusehen. Die Freude ist riesig, als ich darin ein Junges entdecke. Wallabybabys kommen blind als Embryos zur Welt, klettern dann selbständig in den Beutel der Mutter und saugen sich an der Zitze fest. Dort verbringen sie die ersten 30 Lebenswochen. Eine Spielart der Natur, die mich ausserordentlich fasziniert. Nach einer kurzen Kontrolle stelle ich fest, dass das Kleine wohlauf ist, und auch der Mutter geht es blendend. Sie wird entwurmt, die Zähne werden kontrolliert, und kurz darauf können wir sie wieder zur Gruppe zurück lassen. Wallabys galten früher mal als ausgestorben

Ich bin erleichtert, dass all unsere ParmaWallabys – die Tierart galt früher einmal als ausgestorben − gesund sind. Natürlich werde ich das Weibchen mit dem Neugeborenen in den nächsten Wochen vermehrt beobachten und freue mich darauf, wenn der Nachwuchs zum ersten Mal den Kopf zum Beutel hinausstreckt und schliesslich dann auch mal auf der Wiese herumhoppelt. MM

Tipps

Das gilt für Haustiere 1. Auch Haustiere müssen regelmässig entwurmt werden. 2. Da die ausge­ schiedenen Parasi­ teneier im Kot nicht von Auge sichtbar sind, sollte der Kot an ein spezialisier­ tes Labor einge­ sendet werden. 3. Die Kotprobe kann nicht nur Information über eine mögliche Ver­ wurmung liefern, sondern auch dar­ über, gegen welche Parasiten behan­ delt werden muss. 4. Je nach Befund müssen unter­ schiedliche Entwurmungs­ mittel verwendet werden.


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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 101

Hilft in der Not: Ein Asthmaspray kann aber auch vorbeugend inhaliert werden.

Haben Sie eine Frage zum Thema? Kontaktieren Sie uns gesundheit@ migrosmedien.ch

Sport hilft bei Asthma Asthma und Sport ist kein Widerspruch, im Gegenteil. Sportliche Betätigung ist für jeden Asthmatiker wichtig und Bestandteil der Asthmatherapie. Text: Alexandra Kronenberg

A

Bild: Getty Images

Dr. med. Alexandra Kronenberg,

Fachärztin Allgemeine Innere Medizin und Sportmedizin, Medbase Thun

Welche Sportarten sind geeignet? Eine gute Kondition erhöht die Leistungs­ reserven und die Leistungsfähigkeit der Lunge, unter anderem durch die Stärkung der Atemmuskulatur.

Gesundheit

sthma bronchiale ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, charakterisiert durch bronchiale Überemp­ findlichkeit und variable Verengung der Atemwege, die teilweise rückbildungs­ fähig ist. Die Beschwerden machen sich mit anfalls­ weiser Atemnot bemerkbar, die entweder spontan oder durch die Inhalation von Medikamenten («Asthma­ spray») wieder abklingt. Die Entzündung ver­ ursacht eine Zunahme der Empfindlichkeit der Atem­ wege auf eine Vielzahl von Reizen wie Kälte, Staub, Ozon oder körperliche Anstrengung. Rund fünf Prozent der Erwachsenen und bis zehn Prozent der Kinder sind betroffen, Män­ ner doppelt so häufig wie Frauen. Dabei unterschei­ det man das allergische vom nicht allergischen Asthma, wobei häufig Mischformen beobachtet werden.

Tipps

Allergisches Asthma …

… wird verursacht durch Allergene wie Pollen, Haus­ staubmilben, Insektengift oder Tierhaare. Nicht-allergisches Asthma …

… wird ausgelöst durch Atemwegsinfektionen, aber auch durch Überempfind­ lichkeit gegen Medikamente oder toxische Reize (Chemi­ kalien). Eine Sonderform ist das sogenannte Anstren­ gungs­ oder auch Kälte­ asthma, das auf einer chro­ nischen Entzündung der Bronchien, ausgelöst durch intensive sportliche Betäti­ gung in der Kälte, beruht. Was kann man tun?

Wenn man allergisch auf ge­ wisse Substanzen reagiert, sollte man diese meiden. Dies ist jedoch nicht immer möglich (zum Beispiel bei Pollen). Eine Variante ist in diesem Fall die Durch­ führung einer Desensibi­ lisierung, die in manchen Fällen vorbeugend gegen

eine Verschlimmerung hin zu einem Asthma bronchiale wirken kann. Die Asthmatherapie be­ ruht in erster Linie auf einer Basis­ und Bedarfstherapie mit entzündungshemmen­ den sowie Bronchien er­ weiternden Medikamenten zur Inhalation. Zusätzlich können antiallergische und entzündungshemmende Medikamente in Tabletten­ form eingesetzt werden. Bei einem infektbeding­ ten Asthma muss der Infekt behandelt werden, eventu­ ell mit Antibiotika. Bei An­ strengungs­ und Kälteasth­ ma hilft therapeutisch ein Bronchus­erweiternder Asthmaspray vor dem Sport. Betroffene können mit ihrem Arzt die Führung eines Asthmatagebuchs (auf Papier oder per Mobile App) besprechen. Dies erleichtert falls nötig die gezielte Anpassung der Therapie. Weiterführende Informationen zu Asthma finden Sie z. B. unter www.lungenliga.ch, www.aha.ch

Ideale Sportarten sind solche mit gleichblei­ bender Belastung und Wassersportarten, die kaum eine Austrock­ nung der Atemwege verursachen. Aber grundsätzlich darf jeder Sport ausgeübt werden. Einzig auf Sport ver­ zichten sollte man bei einem akuten Asthma­ anfall. Bei hoher Luft­ verschmutzung (Ozon, Smog) und/oder Kälte (–8°C und mehr) sollten Asthmatiker auf Sport im Freien verzichten.

Wann sollte man zum Arzt gehen? Bei Asthmaverdacht

ist die Klärung der Ur­ sache (z. B. Allergietest, Lungenfunktions­ prüfung, Laufbandtest bei Anstrengungs­ asthma) wichtig, damit eine passende Therapie eingeleitet werden kann. Typische Symptome

sind nächtlicher/früh­ morgendlicher Husten, frühmorgendliches Engegefühl in der Brust, anstrengungsabhän­ giger Husten (z. B. auch nach Sport in der Kälte) und vor allem an­ strengungsabhängiges Druckgefühl in der Brust oder Atemnot sowie Auftreten einer pfeifenden Atmung. Eine ärztliche Abklärung ist dann immer indiziert. In Zusammenarbeit mit


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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 103

Als gäbe es jeden Tag einen Preis zu gewinnen: Schminken ist für viele Pubertie­ rende selbst­ verständlich.

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Teenies mögens schrill Wenn Mädchen sich schminken – oder wie man einem Backfisch guten Stil erklärt. Pamphlet einer Mutter für beherztes Einschreiten. Text: Martina Bortolani

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nd plötzlich steht das Kind, dem man eben noch mit der Milette-Creme die Babystupsnase eingeschmiert hat, im Badezimmer und fragt: «Mama, darf ich bitte deinen roten Lippenstift ausleihen?» Der rote Lippenstift und die vorpubertierende Tochter? Finde den Fehler! Für meine Erstgeborene scheint es allerdings das Selbstverständlichste von der Welt zu sein, sich zu schminken. Schminken zu dürfen. Und sich so zu kleiden, als gäbe es jeden Tag einen Preis für die schrillste Garderobe zu gewinnen. Für mich ist es hingegen das Selbstverständlichste von der Welt, dass ich ihr Lippenstift, Wimperntusche und schulterfreie Oberteile verbiete. Rigoros und auf das vernachlässigbare Risiko hin, als Spielverderber-Mutter dazustehen. Die Vorbilder der Generation 2.0 bewegen sich zwischen einer glänzend polierten Ariana Grande, einer extrem wimpergetuschten Selena Gomez und der bonbonesken Meghan

Trainor. Stilvoll ist anders. Ist «ordinär» etwa das neue «cool»? Ich halte dagegen. Weil ich die Looks der Stunde mit ihren mangaartigen Make-ups, den angeklebten Wimpern und den entenartig geschürzten Lippen alles andere als nachahmenswert empfinde. Sie transportieren heranwachsenden Mädchen höchstens die Botschaft, dass Frauen vor allem eins sind: ausschliesslich mit ihrem Aussehen beschäftigt. Von wegen! Doch wie erklärt man nun einem pubertierenden Mädchen den schmalen Grat zwischen aufreizend und anmutig? Eine solche Diskussion fruchtet nur, wenn man es dem Kind vorlebt, indem man strikt korrigiert und liebevoll berät und nicht zuletzt auch als Mutter auf ein altersgerechtes Make-up und Styling achtet. Mitunter ein Grund, warum ich mit 38 nie mehr bauchfrei trage und seit jeher den gleichen Lippenstift kaufe – den Super Stay 720 von Maybelline, matt, versteht sich. MM

Bei den Haarstylingprodukten der Migros gelten für männliche Teenager andere Leistungskriterien als in der Schule: Nicht die 6, sondern die 8 erhält beim Gel, der Paste oder dem Spray die Bestnote. Alle Produkte der I-am-Linie für TeenieHaare sind mit einem Wert zwischen 1 und 8 versehen. Diese kann der Kunde als Parameter in Sachen unzerstörbare Frisur betrachten. Neu und schon sehr beliebt ist das jüngste Produkt für junge Styler: die «Dynamic Strong Matt Paste» von I am. Der Matt-Faktor ist ein wichtiges Kaufargument. Denn glänzen wollen die Jungs von heute nicht mehr mit ihrer Frisur, sondern mit ihrem Stil.

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104 | MM21, 18.5.2015 | LEBEN

Migros-Bank-Ratgeber

Wie gut eignet sich Wohneigentum als Vermögensanlage? Kann ich damit die schrumpfenden Zinserträge kompensieren? So stark haben sich die Landpreise verteuert 1000

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Entwicklung Vermögenspreise seit 1978 (indexiert): Schweizer Aktien liegen weit voraus. Die Landpreise schneiden fast so gut ab wie Schweizer Obligationen.

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Zum andern aber hat eine Immobilie, die ich selber bewohne, auch den Charak­ ter eines Investitionsguts.

Inflation

1978

Albert Steck ist verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.

Wohneigentum ist ein ganz besonderes Gut: Zum einen erbringt es direkt einen Konsumnutzen, indem ich darin leben kann. Wie jeder Gebrauchsgegenstand ver­ liert ein Haus mit der Zeit an Wert, nur etwas lang­ samer als zum Beispiel ein Auto. Als Faustregel gilt, dass innerhalb von 40 Jah­ ren eine Wertminderung von rund 40 Prozent eintritt – sofern keine umfassenden Renovationen erfolgen.


LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 105

Der wichtigste Faktor für die Wertentwicklung ist dabei der Landpreis, der im Gegensatz zum Gebäude keiner Altersentwertung unterworfen ist. Somit stellt sich für jeden Wohneigen­ tümer die Frage, wie sehr sich der Grundstückbesitz als Vermögensanlage eignet. Die Grafik liefert Ihnen dazu eine gute Übersicht: Seit 1978 haben sich die Landpreise in der Schweiz mehr als vervierfacht. Das sieht zunächst nach einer horrenden Preis­ steigerung aus. Doch aufs Jahr umgerechnet beträgt

der Zuwachs lediglich knapp vier Prozent. Und der reale Preisanstieg, unter Berücksichtigung der Inflation, erreicht gerade noch zwei Prozent. Vergleichen wir diese Wertentwicklung nun mit den wichtigsten anderen Anlagekategorien: Schlech­ ter abgeschnitten als Land hat das Gold. Negativ fallen zudem die starken Wertschwankungen des Edelmetalls ins Gewicht. Eine wunderbar konstante Rendite haben Obligatio­ nen erzielt. Eine Anlage im Jahr 1978 hat ihren Wert

glatt verfünffacht – und dies notabene ohne nennens­ werte Rückschläge. Doch wegen der historisch tiefen Zinsen werden Obligationen in den kommenden Jahren nur noch sehr bescheidene Erträge abliefern. Der klare Gewinner in diesem Performance­ vergleich sind die Aktien: Pro Jahr haben die Schwei­ zer Börsenkurse mehr als sechs Prozent zugelegt. Wie die Grafik zeigt, waren die beiden letzten Börsenkrisen zwar heftiger als der Ein­ bruch bei den Landpreisen in den 90er­Jahren. Dafür

aber haben die Aktien ihre Verluste deutlich schneller wieder aufgeholt. Fazit: Nimmt man die historische Entwicklung zum Massstab, so ist die Wertsteigerung von Land durchaus attraktiv. Und solange der Boden ein knappes Gut bleibt, werden die Wohneigentümer auch künftig von steigenden Landpreisen profitieren können. MM Aktuell auf Blog.migrosbank.ch: So beeinflusst der Landwertanteil Ihr künftiges Immobilienvermögen. Und deshalb hat die Grafik mit dem Landpreis eine logarithmische Skala.

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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Clermont-Ferrand. Bus-Anreise. 2. Tag: Clermont-Ferrand–Bordeaux. Weiterfahrt nach Bordeaux. Stadtrundfahrt (inkl.). Einschiffung. 3. Tag: Bordeaux–Pauillac (Cognac). Ausflug nach Cognac mit seinen historischen Herrenhäusern (*). 4. Tag: Pauillac–Blaye (Médoc, Gironde-Mündung). Ausflug ins Médoc (*)mit den Schlössern Lafite-Rothschild, Latour, Mouton-Rothschild. 5. Tag: Blaye–Libourne–(St.-Émilion). Ausflug (*) ins reizende Saint-Emilion. 6. Tag: Libourne–Bordeaux–(Périgord). Ausflug ins Périgord (Fr. 45.–). 7. Tag: Bordeaux–Cadillac–(Arcachon). Ganztagesausflug nach Arcachon (Fr. 85.–). 8. Tag: Bordeaux–Orléans. Ausschiffung Fahrt nach Orléans. Mittagessen. Hotelübernachtung. 9. Tag: Orléans–Schweiz. Rückreise.

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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 107

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Das Surface 3 im Videotest: Migrosmagazin.ch

Ratgeber

Passwortschutz Surface 3: Hat das Zeug zum vollwertigen Computer. Aber nur mit Zubehör.

«Kann ich eine externe Festplatte mit einem Passwort schützen? Und reicht das, um unerwünschte Zugriffe zu vermeiden?» Franz Kettl

Preise Digital

Weniger als ein Notebook

Surface 3 mit 64 GB / 128 GB: 580 Franken / 700 Franken. Notwendige Speicherkarte mit 128 GB: 90 Franken. Tastatur: 150 Franken. Stift: 50 Franken. OfficeLizenz nach einem Jahr: 70 Franken. Total: 940 Franken / 1060 Franken

Microsoft spendiert seinem Surface-Tablet endlich ein vollwertiges Betriebssystem. Ein Schritt in die richtige Richtung, das Gerät braucht aber immer noch massig Zubehör. Text: Reto Vogt

W

er Microsofts neus­ tes Tablet namens Surface 3 aus der Schachtel raus­ genommen hat, sieht darin nur noch einen SD­Stromstecker und eine kurze Anleitung rumliegen. Das ist jedoch mehr, als wonach es aussieht. Hinter dem Bildschirm, der kleiner als eine A4­Seite und nur acht Millimeter dick ist, steckt ein vollwertiger Computer. Im Gegensatz zu einem Konkurrenztablet wie etwa dem iPad Air 2 kann man beim Surface 3 jede beliebige Software aus dem Internet herunterladen und installieren. Ebenso lassen sich externe Geräte wie Drucker, Maus oder DVD­Laufwerk per USB­ Kabel anschliessen – zwar nur eins auf einmal, aber immerhin. Bitter nötig ist die Möglichkeit, die verfügbare Speicherkapazität von 64 GB beziehungsweise 128 GB per Micro­SD­Karte zu erweitern. Von Haus aus sind nämlich rund

30 GB durch das Betriebssystem Windows 8.1 belegt. Im Test gefällt dafür der in die Rückseite fest integrierte Klapp­ ständer, womit sich das Gerät auf einer flachen Ablage hinstellen lässt. Zwar ist das verglichen mit dem Vorgänger Surface 2 nicht mehr stufenlos möglich, sondern nur noch in drei Einstellungen. Aber das genügt. Das Tablet eignet sich in erster Linie zum Schauen von Videos und Surfen. Ebenso ist es möglich, über die einblendbare Tastatur einen kurzen Text zu tippen. Produktiv arbeiten lässt sich jedoch nicht. Denn alles, was darüber hinaus­ geht – Briefe schreiben, Fotos bearbeiten, Buchhaltung machen – klappt nicht ohne Zubehör. Zusatzkosten für Surface-3-Besitzer

Eine sinnvolle Ergänzung des Surface­3­Tablets ist darum das sogenannte Type Cover. Dieses wird per Magnetverbindung an

den Bildschirm gedockt. Gelungen: Weil es über diese Schnittstelle gleichzeitig Strom bezieht, ent­ steht kein Kabelwirrwarr. Ausser­ dem besitzen die Tasten einen angenehmen Druckpunkt, was flüssiges Schreiben ermöglicht. Wer nicht zuletzt die wirklich gelungene Handschrifterkennung nutzen will, braucht auch noch den Surface­Stift. Im Test funktioniert sie trotz der unleserlichen Klaue des Autors überraschend gut. Leider ist das dafür nötige Pro­ gramm OneNote genau so wie Word, Excel, PowerPoint und Outlook nur für ein Jahr im Preis inbegriffen. Anschliessend kostet die Nutzung der gesamten Office­ Suite jährlich 70 Franken. Auf den zweiten Blick gibts also einiges zu entdecken, das in der Schachtel fehlt oder den attrak­ tiven Kaufpreis von mindestens 580 Franken um 360 Franken erhöht. Das macht Surface 3 nicht schlechter, aber teurer. MM

Bei manchen Festplat­ ten oder USB­Sticks gehört die nötige Soft­ ware zur Erstellung eines Passworts zum Lieferumfang. Diese ist in den meisten Fällen einfach zu bedienen und bietet grundlegen­ den Schutz. Allerdings lässt sich ein Kennwort mit wenig Know­how aushebeln. Richtigen Schutz bieten nur Verschlüsselungsprogramme wie das kostenlose Cloudfogger (Cloudfogger.com). Nach der Installation lassen sich über das Kontextmenü von Windows per Rechts­ klick einzelne Dateien verschlüsseln und auf externe Datenträger verschieben. Um Datenverluste zu ver­ meiden, sperren un­ erfahrene Nutzer ihre externen Laufwerke jedoch gescheiter in einen Tresor. Das bietet immer noch den bestmöglichen Schutz.

Reto Vogt (30),

Onlineredaktor Migros-Magazin @revogt


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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 109

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Es grünt im Zeitraffer Drei Hobbygärtner präsentieren ihre Paradiese Woche für Woche im Gartenblog. Begleiten Sie sie durch die Jahreszeiten. Text: Almut Berger

W

as haben Christoph Kehl (36) aus Kradolf TG, Nathalie Himmelrich (46) aus Erlenbach ZH und Sibylle Marion Zust (41) aus Alberswil LU gemeinsam? Alle drei sind leidenschaft­ liche Gärtner. Und alle drei veröffentlichen seit dem 1. März auf «Bohne, Blu­ escht & Berger» regelmäs­ sig Fotos von ihrem Garten­ paradies. Da die Bilder immer vom exakt gleichen Standort aus gemacht werden, hat die Garten­ community die Möglich­ keit, die Entwicklung der drei Gärten sozusagen im Zeitraffer mitzuverfolgen. Christoph Kehl bei­ spielsweise zieht auf zehn Gemüsebeeten alles, was ihm Spass macht und seiner Familie schmeckt. Diese Saison will er erstmals Chi­ corée probieren. Nathalie Himmelrichs «Paradies­ gärtli» bietet Schutz für viele Vögel und sogar einen Fuchs. Ein Pavillon sorgt für Schatten, und ein Brun­ nen lädt die dreijährige Tochter zum «Götschen» ein. Und Sibylle Marion Zust legt zurzeit einen Blu­ men­, Kräuter­ und Heil­ pflanzen­Garten an. MM

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Gartenblog

Praktisch = schön? Schön wärs! Die «Bohne, Bluescht & Berger»-Autorin

hadert mit einem Gartenhag, der zwar gäbig, aber optisch definitiv kein Highlight ist. Migrosmagazin.ch/garten

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Magnolien, Tulpen, Pfingstrosen: Im Garten von Nathalie Himmelrich ist der Frühling Schritt für Schritt eingezogen. Bald schon wird auch der Sommerflor blühen.


110 | MM21, 18.5.2015 | LEBEN

Ausgewandert

Von Zürich nach Siem Reap in Kambodscha Meine Mutter wurde von Schweizer Eltern adoptiert. Sie war ein kambodschanisches Findelkind und wuchs in Eglisau ZH auf. 2010 fuhren meine Eltern mit meiner Schwester Noa­Noemi (14) und mir zum ersten Mal nach Kambodscha in die Ferien. Da merkte meine Mutter, dass sie den Menschen hier etwas von dem Glück weiter­ geben wollte, das sie in ihrem Leben empfangen hat. Meine Eltern beschlossen, in Siem Reap eine Kirche und ein Hilfswerk zu gründen. Deswegen sind wir vor knapp zwei Jahren ausgewandert. Wir haben in der Schweiz alles verkauft: Möbel, Kleider, Spiel­ sachen. Ich durfte nur zwei Koffer mit meinen Sachen mitnehmen. Das finde ich in Ord­ nung, weil ich vom Typ her immer offen bin für neue Dinge. Ich war aber sehr traurig, als ich mich von meinen Grosseltern und von meinem besten Freund verabschieden musste. Und natürlich vermisse ich den Schweizer Käse, zum Beispiel Emmentaler oder Gruyère.

Am Sonntag ist Kimo DJ in der ICF­Kirche, die seine Eltern aufbauen.

Kinder

«Ich liebe mein BMX-Bike»

Kimo (13) ist vor zwei Jahren nach Kambodscha ausgewandert. In seiner neuen Heimat musste der Zürcher gleich zwei neue Sprachen lernen. Illustration: Olaf Hajek

In der Schweiz habe ich die 4. Pri­ marklasse beendet und besuche nun die 6. an der International School Siem Reap. Früher fuhr ich mit dem Velo zur Schule, jetzt muss ich eine halbe Stunde mit dem Schulbus fahren. In meiner Klasse sind Kinder aus vielen Nationen. Meine besten Freunde sind aus Korea, den USA und einer aus der Westschweiz. In der Schule sprechen wir alle Englisch, mit meinen lokalen Freunden reden wir hingegen Khmer. Darum musste ich hier zwei neue Sprachen lernen.

Kürzlich wurde mein grösster Wunsch erfüllt: Ich bekam zum 13. Geburtstag ein eigenes BMXBike geschenkt. Bald wird der Race Track fertig, den meine Eltern hier im Rahmen ihres Hilfswerks Ele­ vate Campus aufbauen. Kambod­ scha ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Leute haben fast keine Möglichkeit, um eine Sportart

zu betreiben. Darum hängen viele Jugendliche einfach rum und kommen auf dumme Gedanken. Unser Hilfswerk verleiht Mountain­ bikes, damit wir Kids uns auf dem Pump Track austoben können. Mit meinen Khmer-Freunden verbringe ich fast jede freie Minute auf dem Velo. Jedes Jahr reisen etwa drei Millionen Touristen nach Siem Reap, weil ganz in der Nähe die weltberühmte Tempel­ landschaft von Angkor Wat liegt.


LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 111

Keiner weiss es genau. Sie sind kleiner als du und sehen aus wie gelbe Eierköpfe. Sie reden eine Sprache, die keiner versteht. Das Wort «minion» ist Englisch und bedeutet «Lieblingsdiener». Ich hätte auch gern ein paar davon: Minions tun für ihren Meister alles, was er von ihnen verlangt. Sie motzen nie und stürzen sich gut gelaunt in jede Arbeit. Leider gibt es sie in Wirklichkeit nicht, sondern nur im Trickfilm. Ihre Erfinder haben mit ihnen so viel Geld verdient wie mit keinem

anderen Film: «Ich, einfach unverbesserlich» der Universal Studios in Amerika war ein Riesenerfolg – vor allem wegen der Minions.

Humor. Ihre Erfinder gaben ihnen deshalb im Film immer mehr Platz. Im zweiten Film waren sie bereits so wichtig wie ihr Meister. Diesen Sommer kommt nun ein Kinofilm, in dem sie allein die Stars sind.

Millionen von Menschen finden sie herzig. Auf Facebook haben sie mehr Fans als Barbie und die Schlümpfe zusammen: Fast 30 Millionen! Das sind etwa vier Mal so viele Menschen, wie es Einwohner in der Schweiz gibt. Zuerst sollten die Minions im Film nur nebensächliche Dinge tun. Aber je länger, je lieber zeigten sie viel Herz und

Der Witz dabei ist: Sie sind Dummerchen. Sie machen Fehler und sind ungeschickt. Aber wenn sie gemeinsam eine Aufgabe anpacken, dann erreichen sie ihr Ziel meist doch noch. Das alles macht sie menschlich. Gerade weil sie nicht perfekt sind, liebt man sie. MM

Gabriela Bonin (47) beantwortet

die Fragen ihrer Töchter (14, 9, 7).

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Rä tselsp ass HUGOS KOPFRECHNEN «Wie sehr ich Mathe-Denksportaufgaben mag! Die machen so richtig Spass», sagt Hugo und vertieft sich wieder in seine Rechnungsreihe. «Also, fünf minus eins mal drei minus sieben...» Hugo hat dir auch einige Zahlenreihen mitgebracht. Findest du die fehlende Zahl heraus?

1 2 3

2

4

TOBIS TIERRÄTSEL Wie du sicher weisst, kann Tobi mit Tieren sprechen. Aber weil er leider kein Gedächtnis wie ein Elefant besitzt, hat er schon wieder vergessen, welche Eigenschaft zu welchem Tier gehört. Kannst du die Verbindung machen?

1 «Ich bin ein Grossm aul und kann ganz sc hnell schwimmen.»

2

8 16 32 ?

57 53 49 45 41 37 33 29 ? 1

2

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5

8 13 21 34 ?

1. Die gesuchte Zahl lautet 64. Es ist immer die jeweilige Zahl mal 2. 2. Die gesuchte Zahl lautet 25. Es ist immer die jeweilige Zahl minus 4. Also: 57 - 4 = 53, 53 - 4 = 49, 49 - 4 = 45 usw. 3. Die gesuchte Zahl lautet 55. So geht es: 1 + 2 = 3, 2 + 3 = 5, 3 + 5 = 8, 5 + 8 = 13 ... 21 + 34 = 55

t, da ör ist so gu «Mein Geh n n e w orche, sogar aufh » ustet. ein Floh h

3

«Wer meint, ich könne nicht fliegen, hat einen Vogel.»

4

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«Ich kann sehr alt werden. Aber ich brauche auch viel Zeit für alles.»

Lösung: 1. Hai, 2. Katze, 3. Schwan, 4. Schildkröte

Bild: Universal

Levana (7)


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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 113

Bitte melde dich

Wo sind die Roschli-Frauen? Gesucht werden: Roschli-Mitschülerinnen, Jahrgänge 1978 und 1979, St-Légier bei Vevey.

Ich suche für ein Treffen noch folgende Mitschülerinnen (ledige Namen) aus der École Ménagère Les Roches Grises in St-Légier bei Vevey: Elisabeth Augstburger Barbara Blaser Rosmarie Flückiger Carmen Guidon Christine Vogel Wer kann mir weiterhelfen bei den Adressen/Mailadressen der ehemaligen Mitschülerinnen? Herzlichen Dank für die Mithilfe. E-Mail: doris.irion@bluewin.ch oder doris.irion@win.ch

Gesucht wird: Roman Fässler, Jahrgang 1970, ganze Schweiz eventuell Ausland, ca. 1972. Roman Fässler war während meines Geografiestudiums in Bern ein spassiger Mitstudent aus Kreuzlingen TG,

den ich gern wiedersehen möchte. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir nächtliche Eskapaden anlässlich einer mehrtägigen Geologieexkursion im Wallis («Schwanenwirt») und andere spassige Momente («Latüecheni»). Mich kennst du, Roman, vermutlich noch als «Pesche». Melde dich doch bitte bei mir! E-Mail: p.kueng@gmx.ch

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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 115

Glücksgriff

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Mitmachen und gewinnen! Das Migros-Magazin und Sunstar verlosen zwei Wandertouren für zwei Personen im Gesamtwert von 3060 Franken. Beantworten Sie folgende Frage: Wie viele Hotels gehören zur Sunstar-Kette?

Wettbewerbs­ frage:

Wie viele Hotels gehören zur Sunstar­ Kette?

Auf den gut ausgebauten Wegen geniessen Sie ein eindrückliches Bergpanorama.

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ernen Sie drei Sunstar Alpine Hotels in Arosa, Davos und Lenzerheide kennen und gewinnen Sie eine von zwei Wandertouren in Graubünden für zwei Personen. Das Schweizer Traditionsunter­ nehmen Sunstar Hotels repräsen­ tiert drei Hotellinien mit insgesamt zwölf Ferienhotels in den schöns­ ten Orten der Schweizer Alpen, im Tessin (Brissago) und im italie­ nischen Piemont (Isola d’Asti). Das Migros-Magazin und Sunstar verlosen unter allen Leserinnen und Lesern zwei Wandertouren im Wert von 3060 Franken. Im Preis inbe­ griffen sind vier Übernachtungen im Doppelzimmer Superior, ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, ein 5­Gang­Abendessen nach Wahl, die Fahrten mit den Berg­

bahnen, der Gepäcktransport, ein Begrüssungsapéro im ersten Hotel, die SBB­Bahntickets für die Hin­ und Rückreise in der zweiten Klas­ se bis zu ihrem Schweizer Wohnort oder an die Schweizer Grenze so­ wie die Reisedokumentation. Die Anreisetage sind jeweils an einem Mittwoch oder Freitag zwischen dem 26. Juni und 13. Oktober 2015. Ihr Aufenthalt

Am Anreisetag beziehen Sie Ihr Hotel in Davos. Anschliessend haben Sie die Gelegenheit, sich in der Wellnessoase des Hotels zu entspannen und sich in ruhiger Atmosphäre auf den Aufenthalt einzustimmen. Am nächsten Tag beginnt das Abenteuer: Sie wan­ dern über den Strelapass durch das wildromantische Sapüntal nach Arosa. Das Panorama und die

Natur sind einzigartig. Die Wande­ rung dauert je nach Route vier bis sechs Stunden. Ihr Gepäck reist separat mit. Am dritten Tag stehen Ihnen unzählige Möglichkeiten zur Wahl: Erholen Sie sich in der Well­ nessoase des Sunstar Alpine Hotel Arosa, an den vielen Seen oder aktiv auf Spazier­ und Wander­ wegen. Tags darauf wandern Sie durch das Urdenfürggli und geniessen die Aussichten von den Gipfeln des Weisshorns und des Hörnlis. Nach einer Wanderung erreichen Sie das Sunstar Alpine Hotel Lenzerheide. Den letzten Tag lassen Sie mit den Erinnerungen Ihrer Wandertouren ausklingen und reisen dann nach Hause. Sie können Ihren Aufenthalt natürlich auch verlängern. MM www.sunstar.ch/angebote/rundreisen

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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 119

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LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 121

Quiz

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Farbe

H Stil

G Glaube

2. Wie nennt man jemanden, der einen Laufwettbewerb erfolgreich beendet hat? E

Usher

O Publisher

A Finisher

3. Was ergibt die Differenz von Brutto- und Nettogewicht? U Tara

S

Trara

C Targo

So nehmen Sie teil

4. Wo entstanden angeblich 1934 die ersten Ludotheken? H Griechenland

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P Indien

5. Wo ist die Nordmann-Tanne heimisch? E

Schweden

A Grönland

W Kaukasus

6. Welcher Regisseur setzt oft den «überlappenden Dialog» ein? A R. Altmann

N M. Scorsese

S

S. Kubrick

7. Mit was werden die Rosshaare der Geigenbögen eingerieben? S

Magnesium

L

Kolophonium

U Silikon

8. Wie waren die im Mittelalter lebenden Assassinen organisiert? N Nomaden

T

Tempelritter

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

D Geheimbund

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 18: Käthi Küng, Glarus; Louis Brändle, Wollerau SZ; Margrit Eberhart, Amriswil TG

Auflösung Nr. 19: ROHSTOFF

Paroli

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E

3 1

Auflösung Nr. 20: TANNE Gewinner Nr. 19: Nicole Erdinger-Furrer, Saas-Grund VS; Anna Schlanser, Bühler AR; Christine Auderset, Niederscherli BE

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AL I MENT E AST ER I SK EDEL FRAU EF F EKT EN KN I ET I E F MEERENGE NE I D I SCH REDSEL I G RESTLESS STAEDT ER 1

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Montag, 25.5.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

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SPINAS CIVIL VOICES

«Fühlen Sie sich einsam? Die beiden Mittelsätze aus Tschaikowskys Vierter Sinfonie spenden Trost. Probieren Sie’s aus.» Ein Tipp von Elisabeth K., blind

Wir Blinden helfen gerne, wenn wir können. Bitte helfen Sie uns auch. www.szb.ch Spenden: PK 90-1170-7


LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 123

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

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5 1

6 5 9 7

2 6

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Auflösung Nr. 20: 843

9 8 3

8 9

5 3 6 2

4 3 6

6

3 9 4 2 5 8 6 7 1

2

4 8 3

7 6 8 3 1 4 2 5 9

1 2 5 7 6 9 4 8 3

6 5 3 1 8 2 9 4 7

9 8 1 5 4 7 3 6 2

2 4 7 9 3 6 5 1 8

8 1 9 6 2 5 7 3 4

4 7 6 8 9 3 1 2 5

5 3 2 4 7 1 8 9 6

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Montag, 25.5.2015, 24 Uhr

Gewinner Nr. 19: Esther Matter, Kölliken AG; Martine Huguelet, Vauffelin BE; Alice Mischler, Unterseen BE; Theo Stauffer, Brügg BE; Marie-Louise Brülhart, Freiburg

1

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 3 3 2 1 miteinander verbunden 1 2 3 2 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 4 3 3 1 und mehr als zwei Linien.

2 0 1 2 0 2

Auflösung Nr. 20:

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2 4

3

2 4

0

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1

1

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4 1 2

1 2

6 2 4

1 2 3

4

2

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Auflösung Nr. 20: 2

2 2

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2 3

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2

3 3

1 2

3 3 3

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6

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3 3 4 2 3

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2 4 2 3

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 391 000 (WEMF, MACH Basic 2015-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Migros-Welt: Ressort M-Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West

Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, AnnaKatharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia Online: anzeigen@migrosmagazin.ch Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Innendienst: Nicole Thalmann Catovic Simone, Nicolette Trindler (Leitung), Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Honorarwesen: Janine Meyer, Jasmine Steinmann Verena Hochstrasser

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Nathalie Deutsch, Laila Müller Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: DZB Druckzentrum Bern AG


PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN.

EXPO MAILAND ZUM VORZUGSPREIS Die Expo Milano widmet sich unterschiedlichen Aspekten der Ernährung und Energie zum Leben. Auf den Schweizer Ausstellungs-Pavillon darf man besonders gespannt sein. Dank der Nähe zum Tessin lässt sich der Besuch der Expo perfekt mit einem Aufenthalt in der Sonnenstube der Schweiz verbinden. Wie wär’s zum Beispiel mit einer «Expedition» nach Chiasso im südlichsten Zipfel unseres Landes oder nach Lugano – der Stadt der Parks und Blumen?

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Aktionsdauer: bis 31. Oktober 2015 Profitieren: Sie erhalten 10 Prozent Ermässigung auf das Pauschalangebot: – Zugfahrt von Ihrem Wohnort in der Schweiz zu Ihrem Hotel und zurück – Zugfahrt vom Hotel nach Rho Fiera Milano an die Expo und zurück – 1 Expo-Tageseintritt für Erwachsene, gültig am zweiten Tag – 2 Übernachtungen inkl. Frühstück im ausgewählten Hotel Preis: Beispiele pro Person im Doppelzimmer (Basis 2. Kl. / Halbtax) Bereits ermässigter Pauschalpreis pro Hotel Mövenpick Albergo Touring***, Chiasso

Fr. 269.10

Hotel Coronado****S, Mendrisio

Fr. 345.60

Hotel International au Lac***S, Lugano

Fr. 355.50

Hotel De La Paix****, Lugano

Fr. 422.10

Rundungsdifferenzen möglich. Es gelten die AVRB von STC Switzerland Travel Centre AG (Veranstalter). Preis- und Programmänderungen vorbehalten. Einmalige Buchungsgebühr Fr. 25.–.

© Expo 2015 S.p.A. Hotel Coronado, Mendrisio

Hinweis: Nur in Kombination mit der ÖV-Fahrt gültig und nur online buchbar. Weitere Informationen und Buchung: www.migros.ch/cumulus/expomilano


MEHR CUMULUS-VORTEILE: www.migros.ch/cumulus

DAS APPENZELLERLAND ERKUNDEN

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Entdecken Sie das Appenzellerland im Frühling und erleben Sie einen Tag voller Natur und Kultur. Sie fahren mit der Luftseilbahn wahlweise auf die Ebenalp, den Hohen Kasten oder den Kronberg und geniessen ein typisches Appenzeller Menü. Im Anschluss besuchen Sie in Appenzell ein Museum Ihrer Wahl und lassen den Tag mit einem Kaffee und einer Hausspezialität in einem der Cafés in der malerischen Hauptgasse von Appenzell ausklingen.

Aktionsdauer: bis 30. Juni 2015 Preis: Erwachsene: Fr. 47.– statt Fr. 67.50 Erwachsene mit Halbtax oder GA: Fr. 39.50 statt Fr. 53.– Kinder (6 –16 Jahre): Fr. 30.– statt Fr. 42.– Kinder (6 –16 Jahre) mit Juniorcard: Fr. 23.– statt Fr. 31.– Profitieren: Weisen Sie Ihre CumulusKarte an der Kasse der Bergbahn

Ebenalp, Hoher Kasten oder Kronberg vor und profitieren Sie vom attraktiven Cumulus-Vorteil. Weitere Informationen: www.appenzell.ch/cumulus

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BEI FRAGEN RUND UM CUMULUS: CUMULUS-INFOLINE 0848 85 0848


126 | MM21, 18.5.2015 | LEBEN

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Meine Welt

Radrennfahrer Martin Elmiger ist vierfacher Schweizer Meister. Der Zuger mag Kühe, Guetsli und seine Familie. Allen voran Tochter Julia, die schon heute am liebsten auf Rädern unterwegs ist. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Paolo Dutto

Bild: Keystone

«Ich mache keinen Kult ums Velo»


LEBEN | MM21, 18.5.2015 | 127

1 Meine Familie «Seit zwei Jahren bin ich mit Monika (36) verheiratet. Kennen­ gelernt haben wir uns aber bereits 2001. Seit 23 Monaten sind wir zu dritt. Julia ist

ein Wirbelwind und schon jetzt am liebs­ ten auf Rädern unterwegs.» 2 Meine Hausrunde «Die 2. Etappe der

diesjärigen Tour de Suisse ist ein Heim­ spiel und führt in Zug vorbei. Besonders freut mich, dass diese Etappe am 14. Juni als Jedermannrennen auch für Amateure und Hobbyfahrer offen ist.» 4

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3 Meine Sammlung «Ich mache keinen

Kult ums Velo. Meine Pokale und Medail­ Name: Martin Elmiger (36) Sternzeichen: Jungfrau Beruf und Lebenslauf: Meine Eltern

schenkten mir mit zwölf Jahren ein Rennvelo, und ich wurde Mitglied beim RMV Cham­Hagendorn. Nach der Sekundarschule entschied ich mich für eine Lehre als Tiefbauzeich­ ner – unter anderem, weil mein Lehr­ meister auch im Klub war, er damit Verständnis für meinen Sport hatte und mir flexible Arbeitszeiten erlaub­ te. Meine Profi­Zeit begann 2001 im Swiss Post Team. Heute fahre ich für IAM. Als Nächstes stehen Ende Mai die Belgien­Rundfahrt und Mitte Juni die Tour de Suisse an. Meine Erfolge: Ich wurde in meiner Karriere schon vier Mal Schweizer Meister (Bild 2014). Stolz bin ich auch auf den Gesamtsieg der Tour Down Under 2007.

5 6

len stehen auf einem Regal im Gang des Obergeschosses unserer Maisonette­ Wohnung, zusammen mit Geschenken rund ums Velo, die sich über die Jahre angesammelt haben.» 4 Mein Lieblingstier «Ich mag Kühe. Sie

schauen immer so neugierig und freund­ lich, wenn ich mich mit dem Velo einen Pass hochkämpfe.» 5 Meine Reisen «Bevor Julia da war, ha­

Mein Lieblingsprodukt «Von den

Tradition­Guetsli könnte ich jeden Tag essen. Aber auch Velofahrer dürfen nicht ein­ fach futtern.»

ben wir meine Trainingspause im Herbst immer für mehrwöchige Reisen genutzt. Dieses Souvenir stammt aus Kapstadt.» 6 Unsere Firma «Monika und ich haben

vor sechs Jahren die Firma Neoprop für Lichtwerbung übernommen. Wir kreieren und installieren leuchtende Schriftzüge. Derzeit mache ich allerdings weniger als der Stift – schliesslich muss ich mich aufs Velo konzentrieren.»


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Gratisteilnahme und Teilnahmebedingungen auf www.migros.ch/megawin

E S I E R M U A TR


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