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Migros-Magazin-20-2019-d-AA

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«Mit Holzkohle schmeckt’s einfach besser.» Grill-Regel von Miro I.

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«Alles unter 5 cm ist Carpaccio.»

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migrosmagazin.ch | MM20, 13.5.2019

Ist die Liebe ein BuchgefĂźhl? Seite 75

Norbert Bolz: Warum wir die Zukunft kennen wollen Seite 18

Gay Pride: 50 Jahre Kampf im Zeichen des Regenbogens

Sommerzeit: So vermeiden Sie Grillpatzer Bild: Dan Cermak

Seite 33

Schlaflos: Wie Kinder ins Traumland finden S. 56

Seite 12


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6 | 13.5.2019 | MEINE MIGROS

ZITAT DER WOCHE

Florian Teuteberg, CEO der Migros-Tochter Digitec Galaxus, zu den Umsatzzahlen in der Romandie, die im vergangenen Jahr um 28 Prozent gewachsen sind.

Vor 60 Jahren: schnelles Essen Ende der 50er-Jahre begann in der Schweiz der grosse Boom der Imbissecken. Die Leute genossen es regelrecht, sich im Stehen und mitten im Getümmel zu verpflegen. Das Bild zeigt den Migros-Markt Zug, wo es sogar eine Imbisstheke direkt bei der Kasse gab.

1 307 889 Quadratmeter Verkaufsfläche hatten 2018 alle Supermärkte und Fachmärkte der Migros zusammengenommen. Das entspricht rund 183 Fussballfeldern.

LORBEEREN FÜR OLIVENÖL Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften hat zwei Produkte aus dem Migros-Sortiment ausgezeichnet: Monini Nocellara und Monini Frantoio haben je einen «Olive Oil Award – Zurich» in Silber gewonnen. Die Juroren schmeckten im Aroma unter anderem Noten von «Blättern, Kräutern und Nüssen» oder von «Apfel und frisch geschnittenem Gras».

Chips auf der Alp «Nach dem Einräumen der Alpkäserei auf dem Lombach war eine Stärkung willkommen – natürlich mit Chips, die mit Alpensalz gewürzt sind», schreibt Leserin Verena ­Wüthrich zu diesem Foto mit ihrem Mann Heinz. Schicken auch Sie Ihr Migros-Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Teilnahme: www.migmag.ch/blickfang

Bilder: Yoshiko Kusano, MGB Bildarchiv, Getty Images, zVg

«Die Westschweiz ist für Digitec Galaxus wie Liebe auf den zweiten Blick – dennoch eine Amour fou.»


MEINE MIGROS | 13.5.2019 | 7

Shrimps aus der Region

TWEET DER WOCHE Diego Oppenheim entdeckte in der Migros dieses Angebot. Es lässt an ­Computerzubehör denken, das in einer Manufaktur angefertigt wird. In Wahrheit war eine Fleischplatte gemeint.

Für gewöhnlich stammen Shrimps im Schweizer Detail­ handel aus dem fernen Ausland. Doch jetzt bieten die Filialen der Migros Basel und Aare ultrafrische Shrimps aus Rhein­ felden an. Ein innovatives Unternehmen züchtet die Krus­ tentierchen dort unter klima­ tischen Bedingungen wie in der Karibik. Das Wasser wird mit der Abwärme der nahen Saline temperiert und mit deren Salz angereichert.

Wettkampf der starken Talente Warum blickt die junge Frau so alarmiert in die Kamera, und was hat es mit der weissen Puppe auf sich? Solch emotional aufgela­ dene und manchmal rätselhafte Szenen kommen beim öffentlichen Wettbewerb «Premio» auf die Bühne. Tanz- und Theatertalente aus der ganzen Schweiz messen sich am 18. Mai im Lausanner Théâtre Vidy. Mitermöglicht wird der Anlass vom Migros-Kulturprozent. premioschweiz.ch

?

Warum findet sich bei manchen Fruchtsäften der Migros auf der Etikette keine Angabe zum Vitamingehalt? Bei reinen Fruchtsäften unterliegt der Vitamingehalt je nach Ernte, Abfüllung und Lagerdauer Schwankungen. Eine genaue Angabe ist daher oftmals nicht möglich. Der Vitamingehalt von Fruchtsäften wird in der Regel nur deklariert, wenn dem Produkt zusätzlich zu den in den Früchten enthaltenen Stoffen weitere Vitamine zugegeben werden. Dies ist zum Beispiel bei Multivitaminsäften der Fall. Haben Sie eine Frage? Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, ist erreichbar ­unter Tel. 0800 84 0848 oder migros.ch/kundendienst


8 | 13.5.2019 | AUGENBLICK

10:05 Uhr Migros-Moment in den Nilgiri-Bergen (Indien)

Arbeiterinnen der Firma Chamraj Tea Estate pflücken Teeblätter für den «Kult Ice Tea» der Migros. Die Plantage liegt auf rund 2500 Metern Höhe und wird nach­haltig und unter fairen Arbeitsbedingungen bewirtschaftet.


Bild: Véronique Hoegger

AUGENBLICK | 13.5.2019 | 9


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INHALT | 13.5.2019 | 11

INHALT 12  50 Jahre Kampf Die Lesben- und Schwulen­ bewegung feiert Jubiläum – Werner Neth und Carlos Schönhärl marschieren an der «Zurich Pride» mit 16  Menu Casa Statt selber zu kochen, lässt sich Maria Fierz täglich ein Gericht nach Hause liefern

18

18 Interview Je komplexer die Gesellschaft, desto grösser ihr B ­ edarf an Prognosen, sagt der Experte 25  Bänz Friedli 27 Plastiksäckli 28 Zucchetti-Sandwich 30  Küche der Kindheit Jenny Chi bereitet Crevetten auf chinesische Art zu

Wetterbericht und andere Prognosen: Medienwissenschaftler Norbert Bolz über unsere Vorliebe für Vorhersagen

33  Grillieren wie ein Profi 39  Mixed Pickles 40  Süsse Überraschungen Grosse Abenteuer für kleine Geburtstagskinder 55  1, 2 oder 3? 56  Schlaftipps für Kinder 59 Aktiensparen 61  Smarter fotografieren ab 42  Ihre Region Aktionen, Reportagen, News

Bilder: Neumann und Rodtmann, Basil Stücheli, Fotostudio MGB

73  Stadt, Land, Stutz 75  Literarischer Flirt Sag es durch das Buch: Speed-Dating einmal anders 81  Nachhaltige Methode Thunfisch, der mit Angel und Leine gefangen wird

28

Raffiniert eingeklemmt: Sandwiches mit Roggenbrot und Zucchetti-Piccata

83 Glücksgriff 85  Rätsel und Spiele 92  Meine Welt Bachelorette Andrina Santoro

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch

75

Speed-Dating mit Büchern: Sag mir, was du liest ...

Cumulus: Tel. 0848 85 0848 (Normaltarif) oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus


12 | 13.5.2019

Ein Aufstand wird gefeiert In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 widersetzten sich Gäste der New Yorker­ Bar «Stonewall Inn» erst­ mals einer Polizeirazzia. Bis dahin waren Razzien in von ­Lesben, Schwulen und Trans­menschen besuchten Lokalen an der Tagesord­ nung. Dabei w ­ urde die Identität der B ­ esucher ­festgestellt und öffentlich gemacht – es kam zu Ver­ haftungen und An­klagen wegen «anstössigen Ver­ haltens». Der Aufstand, ­der mehrere Tage dauerte und bei dem sich die Gäste der Bar sogar Strassenschlach­ ten mit der Polizei lieferten, gilt als B ­ eginn des modernen gesellschaft ­lichen und ­politischen Kampfs um Gleichberechtigung für LGBTI (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Inter­ menschen). Rund um die Welt wird in vielen Ländern im Sommer an «Gay Pride»-­ Märschen und -Veranstal­ tungen der Ereignisse von damals ­gedacht.

Wo 1969 alles begann: das «Stonewall Inn» an der Christopher Street in New York. Die Bar gibt es noch heute.

50 Jahre Kampf für gleiche Rechte


GLEICHBERECHTIGUNG | 13.5.2019 | 13

Werner Neth und Carlos Schönhärl werden an der «Zurich Pride» im Juni mitmarschieren. Die beiden trennen 50 Jahre – und genauso lange liegt der historische Aufstand von Lesben und Schwulen in New York zurück. Was sich seither getan hat, zeigen die zwei Coming-out-Geschichten. Text: Ralf Kaminski  Bilder: Dan Cermak

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Bild: Diana Davies, copyright owned by New York Public Library

uf den ersten Blick haben sie nichts ­gemeinsam: Werner Neth, der pensio­ nierte Bankangestellte aus ­Zürich, und Carlos Schönhärl, der Konstrukteurslehrling aus Freienbach SZ. Doch es gibt ­etwas Verbindendes: Beide ­ sind schwul und beide waren etwa 13 Jahre alt, als sie das ­ zu ahnen begannen. In den ­ 50 Jahren, die die Männer ­altersmässig trennen, ­hat sich vieles getan, was dem Jüngeren den Umgang damit enorm erleichtert hat. Im Jahr 1969 nämlich begann vor einer unscheinbaren Bar in New York der Kampf von Les­ ben, Schwulen und Transmen­ schen um A ­ kzeptanz und Gleichberechtigung: Als in der Nacht auf den 2 ­ 8. Juni wieder einmal eine Polizeirazzia im ­«Stonewall Inn» an der Chris­ topher Street stattfinden sollte, wehrten sich die Gäste erstmals physisch und lieferten sich ­stundenlange Strassenschlach­ ten mit den Cops. Dieses Jahr feiern Lesben, Schwule, Bi­sexuelle, Trans- und Inter­ menschen, kurz: LGBTI, welt­ weit das Jubi­läum der Geburts­ stunde ­dieses Kampfs – auch in der Schweiz (siehe Seite 14). Positive Reaktionen im Umfeld Werner Neth (68) und Carlos Schönhärl (18) werden dabei

sein. Beide engagieren sich ­ beim Zurich Pride Festival, dem ­jährlichen Event zur Feier des «Stonewall»-Aufstands; sie ­helfen mit, die Jubiläumsver­ anstaltungen im Juni auf die Beine zu stellen. Was sich für Lesben und Schwule seit jener Nacht in New York alles verän­ dert hat, lässt sich a­ nhand ihrer Lebensgeschichten gut nach­ zeichnen.

Zwar hat auch Carlos Schönhärl ­zunächst etwas gerungen mit seiner sexuellen Orientierung. «Ich wollte es erst nicht wahr­ haben und versuchte, mich für Mädchen zu interessieren», er­ zählt er. «Aber es funktio­nierte einfach nicht.» Als er mit 16 die Online-Schwulenkontaktbörse Grindr entdeckte, gestand er sich jedoch ein, dass er wohl wirklich auf Männer steht. Warum das so lange dauerte, kann er nicht wirklich erklären. «Meine Familie stammt ur­ sprünglich aus einer katholi­ schen Ecke in Bayern, aber mein Vater ist früh weggezogen, und meine Mutter ist eh liberal auf­ gewachsen.» Dennoch hatte er etwas Angst, es seinen Eltern zu erzählen. Das tat 2017 schliess­ lich der Vater eines Freundes, dem er sich anvertraut hatte. Denn der ging davon aus, dass Carlos’ Eltern es sehr entspannt aufnehmen würden. Zu Recht: Sie werden am 15. Juni sogar am Zürcher «Pride»-Umzug teil­ nehmen. Anders als Schönhärl offen­ barte sich Werner Neth den ­Eltern erst mit 27 Jahren. Weil er selbst gerade erst, und nach ei­ ner zweijährigen Psychoanalyse, ­akzeptiert hatte, dass er auf Männer steht – obwohl es ihm eigentlich längst klar war und ­

«Homosexualität ­ war damals einfach kein Thema, und so habe ich es so lange wie möglich verdrängt.» Werner Neth Schwulenaktivist

es im Teenageralter in Ski- und Pfadfinderlagern auch schon ­ zu ersten sexuellen Spielereien mit Jungs gekommen war. «Aber Homosexualität war da­ mals einfach kein Thema, u ­ nd so habe ich es so lange wie möglich verdrängt.» Auch Neths Eltern nahmen das Coming-out ihres Sohns 1977 locker auf, womit nicht unbe­ dingt zu rechnen war. «Ich dachte mir damals: Wenn sie mich raus­ schmeissen und mich nie wieder­ sehen wollen, ist es halt so. Aber meine Mutter sagte nur, dass sie es bereits geahnt hätte.» Ein vorbildlicher Arbeitgeber Nach dem Studium zog er 1977

von St. Gallen nach Zürich, trat dort seine erste Arbeitsstelle an und begann, die aufblühende Schwulen-Subkultur der Stadt zu geniessen. Es folgte ein gut einjähriger Einsatz als Oberleut­ nant an der Grenze zwischen Süd- und Nordkorea, dann fing er 1981 bei der Schweizerischen Bankgesellschaft (heute UBS) im Rechnungswesen an. Nach und nach erfuhr sein ganzes Umfeld, dass er schwul ist. «Es gab nie Probleme, auch bei der Arbeit nicht.» Neth gehört zu den Gründungsmitgliedern der ­Arbeitsgruppe «Pride@UBS», mit der die Bank sich früher als viele andere Unternehmen auch öffentlich exponierte. Auch Carlos Schönhärls ge­ samtes Umfeld erfuhr es nach und nach. «Ein Kollege aus der Sekundarschule brach den Kon­ takt ab, ansonsten lief alles recht locker, sogar bei Oma und Opa.» Nicht nur sein Coming-out fand deutlich früher statt als bei Wer­ ner Neth, sondern auch der erste Kontakt mit anderen Schwulen, die erste Beziehung, der erste Besuch eines Schwulenlokals, die erste «Pride». Seite 15


14 | 13.5.2019 | GLEICHBERECHTIGUNG

Wegmarken ­ ank der gesellschaftlichen Errungenschaften ­ D hat Carlos Schönhärl vieles deutlich früher erlebt ­ als Werner Neth. Stationen ihres Coming-outs ­ und Beziehungslebens.

Carlos (*2000)

25 Jahre «Zurich Pride» Auch hierzulande dauert der Kampf für gleiche Rechte schon lange: Diesen Sommer demonstrieren LGBTI-Menschen bereits zum 25. Mal in Zürich. Das Jubiläum wird promi­ nent auf dem Sechse­ läutenplatz und der Stadt­ hausanlage hinter dem Bürkliplatz gefeiert. Vom 1. bis 16. Juni bietet der­ Verein Zurich Pride Festival in Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen Grup­ pierungen eine vielfältige Palette an Veranstaltungen. Höhepunkt ist wie üblich der Demonstrationsumzug durch die Zürcher Innen­ stadt am 15. Juni. 2018 ­haben 42 000 Menschen das Festival besucht. Gefeiert wird auch noch andern­orts: In Basel findet am 29. Juni ein «Remember Stonewall»-Marsch statt, der «Pride»-Event in Genf dauert vom 29. Juni bis 7. Juli. Infos: zurichpridefestival.ch, habs.ch, genevapride.ch

10–15

21–25

26–30

31–35

36–40

Erstes Geständnis des Schwulseins mit 16 (2016); gegenüber einer Freundin mit 27 (1977); gegenüber den Eltern Geständnis gegenüber den Eltern und Grosseltern

indirekt mit 17 (2017); mit 17 (2018)

mit 27 (1977); nie

mit 17 (2017)

mit 30 (1981)

mit 18 (2018)

mit 34 (1985)

mit 17 (2017): Yannik

mit 30 (1981): Hans

mit 17 (2017), Kontakt via Online-Kontaktplattform Grindr

mit 15 (1966), im Ski- oder Pfadfinderlager

mit 17 (2018)

mit 27 (1978)

Coming-out in Schule/Job Offenes Schwulsein Erste Liebe

Erste sexuelle Erfahrung

Erste Beziehung Erste Trennung noch nie mit 28 (1979) Erster «schwuler Ausgang» mit 16 (2017), an der «Zurich Pride»

mit 26 (1977), im «Barfüsser», Zürich

Erstmals öffentlich mit Partner Hand in Hand

mit 17 (2018)

noch nie

Erste Konfrontation mit homophoben Aggressionen

nie wirklich, ab und zu Sprüche

nie wirklich

Erster Urlaub an einer «Schwulendestination» Erste Teilnahme an einem «Pride Festival»

Seit 25 Jahren solidarisch auf der Strasse: Aufmarsch an der «Zurich Pride» (Bild von 2012)

16–20

Werner (*1951)

noch nie mit 33 (1984) in Key West (USA) mit 16 (2017)

mit 49 (2000)

mit 17 (2018), an der «Zurich Pride»

mit 51 (2002), Mitgründer der «Pride»-Gruppe bei der UBS

Erstes Engagement als Aktivist


«Wir Jungen profitieren heute vom Kampf, den die ältere Ge­ neration begonnen hat», sagt Carlos. Neth aber konnte sich nur kurz an der neuen Freiheit in den 1980er-Jahren erfreuen. Denn um ihn herum begannen Freun­ de und Bekannte an einer neuen Krankheit zu sterben – 1986 er­ hielt auch er die Diagnose: HIVpositiv. «Das war damals de facto ein Todesurteil», sagt Neth. «Es gab noch keine wirksamen Me­ dikamente, die meisten Betroffe­ nen starben innert eines Jahrs nach Ausbruch der Krankheit.» Sein damaliger Lebenspart­ ner hatte sich ebenfalls ange­ steckt. Doch Neth liess sich nicht unterkriegen, machte wei­ ter, als wäre nichts geschehen. Und als 1995 eine Lungenkrank­ heit bei ihm ausbrach, gab es

neue Medikamente, die ihn ­wieder heilten und das HI-Virus seither in Schach halten. «Die Ärzte sagten mir, dass ich nicht überlebt hätte, wenn die Krank­ heit zwei Jahre früher ausge­ brochen wäre.» Auch sein Part­ ner hatte Glück. Fortschritt ist nicht garantiert

Neth hatte bisher fünf Bezie­ hungen; mit seinem jetzigen Partner lebt er in eingetragener Partnerschaft. Carlos Schönhärl erlebt gerade seine erste richtige Liebe. Kennengelernt hat er Yannik (19) in den Italien-Ferien 2017, seit Anfang 2018 führt er eine Fernbeziehung mit dem Studenten aus Hamburg. «Wir sehen uns täglich über Facetime und Whatsapp und besuchen ­einander jedes zweites Wochen­ ende.» Ob daraus die Beziehung

«Wir Jungen profitieren heute vom Kampf, den die ältere Generation begonnen hat.» Carlos Schönhärl Schwulenaktivist

seines Lebens wird oder es nur der erste Freund ist, an den er sich immer erinnern wird, ist noch offen. Fest steht: Im Gegensatz zu vielen anderen seiner Gene­ ration ist es ihm wichtig, sich zu engagieren. «Ich habe von der ‹Pride› enorm profitiert und

möchte etwas davon zurück­ geben», sagt er. Ausserdem gebe es trotz der positiven Entwick­ lungen in den vergangenen ­Jahren auch in der Schweiz n ­ och immer Baustellen: «Ehe für alle inklusive Adoptionsrecht, Zu­ gang zur Fortpflanzungsmedizin, Antidiskriminierungsregelungen für alle.» Insgesamt seien ­LGBTI-Menschen in der Schweiz jedoch gesellschaftlich ver­ gleichsweise gut akzeptiert. «Dennoch müssen wir uns be­ wusst sein, dass der Fortschritt nicht einfach so erhalten bleibt», ergänzt Neth. «Der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien und Regierungschefs in unseren Nachbarländern oder in den USA und in Brasilien zeigt, wie fragil diese Erfolge sind. Auch darum braucht es weiterhin Veranstal­ tungen wie die ‹Pride›.» MM

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GLEICHBERECHTIGUNG | 13.5.2019 | 15

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16 | 13.5.2019 | ALTER

Menu Casa – einfach zu Hause geniessen Vom Frühstück bis zum Abendessen: Menu Casa ­bietet täglich ausgewogene Mahlzeiten fürs Geniessen daheim. Über 40 Menüs ­stehen zur Auswahl. Sie werden per Post bequem nach Hause geliefert. Die Menüs der Migros-Tochter Bischofszell Nahrungsmittel AG ­werden frisch vorbereitet und auf Tellern angerichtet. Sie brauchen nur noch im Ofen oder in der Mikrowelle erhitzt zu werden. Mehr Infos: menu-casa.ch

Die Mahlzeiten von Menu Casa kommen per Post; ­eiskaltes Mineralwasser hält die Speisen kühl. ­ Walter Fierz (rechts) freut sich, dass das Essen seiner Mutter schmeckt.


ALTER | 13.5.2019 | 17

Walter weiss, was Mutter schmeckt Die 89-jährige Maria Fierz hat ihr Leben lang für ihre Familie gekocht. Heute lässt sie sich von der Familie bekochen. Oder ihr Sohn Walter bestellt ihr ein Gericht beim Mahlzeitendienst Menu Casa. Die Rentnerin probiert sich durch das kulinarische Angebot. Text: Roland Schäfli  Bilder: Paolo Dutto

E

s ist in Bauernfamilien Tradition, den alt ­gewordenen Eltern ein «Stöckli» zu über­ lassen, in dem sie der Familie nahe bleiben. So ist es auch mit Maria Fierz. Die 89-Jährige wohnt in einem Alterssitz im umgebauten Dachgeschoss d ­ er früheren Scheune. Sie hat ihr ganzes Leben in der Gemeinde im Knonauer Amt ZH ver­ bracht. Und sie käme nicht auf die Idee, von diesem Ort weg­ zuziehen. «Anfangs vermochte ich alles noch selbst zu machen», sagt sie. Als ihre Kräfte all­ mählich nachliessen, unter­ stützte die Spitex die Familie. Alle arbeiten zusammen, ­damit die Mutter und Gross­ mutter so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden blei­ ben kann. Sie zeigt auf die Not­ ruftaste an ihrem Handgelenk: Ab und zu verliert sie das Gleichgewicht. Das Alter eben. Abschied vom Kochen

Lange hat Maria Fierz in ihrer Küche selbst alle Mahlzeiten zubereitet. Alle wünschten sich ihr feines Sauerkraut mit Speck. «Ihre Bratkartoffeln waren legendär», erinnert sich Sohn Walter Fierz (61). Natür­ lich kam das Gemüse und ­vielfach auch das Fleisch vom eigenen Hof. Irgendwann ­wurde Maria Fierz das Kochen aber zu beschwerlich. Im Herbst des vergangenen Jah­ res fand sie: «Es geht mir zu

lange, bis die Teigwaren lind sind.» Nun solle mal jemand anders den Kochlöffel schwin­ gen. Nur wer? Die Familie ­bewirtschaftet den ehemaligen Bauernhof nicht mehr. Fierz’ Sohn wohnt im Nachbardorf, ist beruflich als Projektingeni­ eur oft im Ausland unterwegs. Marias Hauptmahlzeit ist das Mittagessen – um diese Zeit ist kein Verwandter in der Nähe von ­Rifferswil. Aber Schwiegertochter Ka. tharina Fierz informiert sich als Leiterin «Hilfen zu Hause» der Pro Senectute in Zug lau­ fend über Hilfeleistungen für be­tagte Menschen. Als sie auf das Angebot Menu Casa stiess, war Maria Fierz schnell von ei­ nem Testlauf zu überzeugen. Tatsächlich gehört die Familie nun zu den Pionieren dieses Mahlzeitendienstes: Als einer der ersten Kunden probierten sie die Dienstleistung aus. «Anfangs war ich schon ein bisschen miss­trauisch», gesteht Maria Fierz. Das Misstrauen ist verflo­ gen. Unterdessen findet der Pöstler auf Anhieb den Ein­ gang durch die frühere Scheu­ ne. Er trägt nicht nur die ­Lieferung nach oben, sondern nimmt die Kühltaschen beim folgenden Mal gleich wieder mit. Als Kühlelement liegen der Lieferung eiskalte Pet-­ Flaschen bei. Dieses Gratis-­ Mineralwasser ist bei Kunden sehr geschätzt. Entsprechend energisch protestierte Maria

Fierz, als der Pöstler einmal auch die Wasserflaschen ­versehentlich mit einpackte. Bodenständiges Essen

Die Kinder kennen die Vor­ lieben der Mutter – schlichte, ländliche Küche – und bestel­ len entsprechend. Doch Sohn Walter lotet Mamas Appetit mit Angeboten aus, die früher nicht auf ihrem Speiseplan standen. Fast täglich teilt sie ihm mit, welche Gerichte ihr besonders schmecken. Die kulinarischen Experi­ mente bringen Abwechslung in ihren kleinen Haushalt. Der Riz Casimir, der aktuellste ­Versuch, etwas Neues auf den Tisch zu bringen, kam gut an. Meist bestellt Walter Fierz am Montagmorgen gleich fünf Menüs für alle Wochentage. Dank der Sammelbestellung ist die Lieferung kostenlos. An den Wochenenden kümmert sich die Familie selbst um das Essen. Wie ­früher sitzt man gemein­samen am Tisch. Ob die rüstige Rent­ nerin das Kochen ver­misse? Die bald 90-Jährige gibt es ni­ ckend zu. Doch die Umstellung fiel ihr leicht, weil «die Kin­ der» ihr eine einfach zu ­bedienende Mikrowelle ­besorgten. Ein guter Braten wäre nicht zu verachten, rät sie dem Team von Menu Casa, ihre Leibspeise in die An­ gebotsliste aufzunehmen. «Mit Rüebli!», ergänzt sie noch. Ist vermerkt! MM


Der Berliner­ ­Medienwissenschaftler Norbert Bolz verlässt sich eigentlich nicht auf Prognosen. Eine Schwäche hat allerdings auch er: die ­Wettervorhersage.

«Es gibt nur wenige Leute, die Spass am Unvorhergesehenen haben»


PROGNOSEN | 13.5.2019 | 19

Wettervorhersage, Wirtschaftsszenario, Horoskop: Wir lieben Prognosen. Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz, der im Juni am Gottlieb-­Duttweiler-Institut auftreten wird, sucht nach Erklärungen. Ein Gespräch über «schwarze Schwäne», Scharlatane und die Chancen der künstlichen Intelligenz. Text: Ralf Kaminski Bild: Neumann und Rodtmann

P

rognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen.» Es ist umstritten, von wem genau dieses Bonmot stammt, aber es ist schon recht treffend, oder? Auf jeden Fall. Selbst so etwas Konkretes wie das Wetter in einer Woche lässt sich noch nicht mit Sicherheit prognostizieren. Und dies gilt auch für Voraussagen bei vielen ­anderen komplexen Systemen. Obwohl wir also eigentlich wissen, wie unzuverlässig viele Prognosen sind, lassen wir uns stets erneut auf sie ein. Weshalb? Es gibt eine schöne Geschichte über den dänischen Physik-Nobelpreisträger Niels Bohr, der etwas abgelegen in einer Hütte lebte. Eines Tages bekam er Besuch von ­einem anderen Nobelpreisträger, der sich über das Hufeisen wunderte, das als Glücksbringer über dem Eingang der Hütte hing. Wie könne Bohr als berühmter Natur­ wissenschaftler an so was glauben? Dieser sagte: «Wissen Sie, ich habe gehört, das wirkt auch, wenn man nicht daran glaubt.» Dieser ­Mechanismus spielt bei vielen ­Menschen: Die meisten wissen, dass die Chance minimal ist, beim Lotto zu gewinnen, dennoch spielen Millionen jede Woche. Prognosen von unwahrscheinlichen Ereignissen fas­zinieren – denn ganz ausschliessen lassen sie sich ja doch nicht. Woher kommt das Bedürfnis, Dinge vorauszusehen und sich auf künftige Ereignisse einzustellen?


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PROGNOSEN | 13.5.2019 | 21

Das entsteht aus einem Unsicherheitsgefühl heraus, denn eine vollkommen unsichere Zukunft wirkt bedrohlich. Es gibt nur wenige Leute, die Spass am Unvorhergesehen haben. Und je moderner und komplexer die Gesell­ schaft wird, desto unvorhersehbarer ist ihre Entwicklung. Deshalb wächst der Bedarf nach Orientierung und Prognosen. Hinzu kommt, dass Religionen oder politische Ideologien, die früher oft Halt und Zuversicht boten, bei vielen nicht mehr funktionieren. Der Wunsch nach wissenschaftlichen Prog­ nosen ist entsprechend gewachsen. Ganze Industrien leben von dieser Sehnsucht, darunter auch jede Menge Scharlatane. Man geht zu Astrologen, lässt sich die Zukunft aus der Hand lesen, glaubt an Weltuntergangstermine und bezahlt für all das auch noch Geld. Wie kommt es, dass Menschen an so etwas glauben können?

«Eine gewisse Form des Aberglaubens findet sich in jedem Menschen.» Eine gewisse Form des Aberglaubens findet sich in jedem Menschen. Und vielen sind die wissenschaftlichen Prognosen nicht befrie­ digend genug, weil das immer nur Szenarien sind: Es könnte so passieren, muss aber nicht. Man will aber eben genau wissen, was läuft, und das macht die auf Aberglauben basie­ renden Prognosen so attraktiv. Scharlatane haben also weiterhin ihren Markt? Und das wird auch immer so bleiben. Die Menschen wollen betrogen werden, das sagte schon der Kulturhistoriker Johan Huizinga. Deshalb kann man auch intelligenten, gebil­ deten Leuten Salben für straffe Haut oder Tinkturen gegen ausfallende Kopfhaare ver­ kaufen, die natürlich rein gar nichts bewir­ ken. Sie wissen das auch und kaufen sie trotz­ dem, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Sogar die Perspektive des baldigen Weltuntergangs kann man geniessen, weil es einem die Tiefe des eigenen Glaubens bestätigt, in der man sich dann sonnen kann. Dass Astrologen oder Weltuntergangspropheten bei Voraussagen falsch liegen, ist das eine, aber auch seriöse Ökonomen

scheinen nicht viel besser. Die grosse Finanzkrise 2008 hat die meisten zum Beispiel völlig unerwartet getroffen. Ja, das war ein klassischer «schwarzer Schwan», ein Ereignis, mit dem niemand rechnet, das aber in der Realität dann doch eintrifft. Viele grosse Ereignisse der Geschichte waren «schwarze Schwäne»: Niemand hat den Fall der Berliner Mauer ­vorausgesehen oder den Anschlag auf das World Trade Center in New York, nicht mal eine solche Kleinigkeit wie den Brexit. Im Nachhinein lässt sich dann immer erklären, weshalb der «schwarze Schwan» unvermeid­ lich war, aber kommen sehen hat ihn nie­ mand. Doch gerade diese Ereignisse prägen die Welt oft stärker als alle anderen. Weil sie sie so unvorbereitet treffen? Ja, weil Prognosen in diesem Fall nicht funktionieren. Aber man kann lernen, mit Robustheit und Widerstandskraft darauf zu reagieren, sich also durch unvorherge­ sehene Ereignisse nicht so leicht aus der Bahn werfen zu lassen. Investoren zählen sogar manchmal auf «schwarze Schwäne», weil sich richtig ­ viel Geld machen lässt, wenn man auf ein Szenario setzt, mit dem sonst niemand rechnet. Genau. Es gibt Hedgefonds-Manager, die bewusst gegen den gesunden Menschenver­ stand spekulieren – und damit ab und zu ins Schwarze treffen. Aber eben: je komplexer das System, desto schwieriger die Prognose. Gerade auch wenn man sich bewusst über­ legt, was alles schieflaufen könnte, um Gegenmassnahmen zu entwickeln, wird man genau das nicht vorhersehen, was dann tat­ sächlich passiert. Aber von diesen «schwarzen Schwänen» mal abgesehen, hat sich die wissenschaft­ liche Prognosefähigkeit dank künstlicher Intelligenz deutlich verbessert? Enorm. Man kann die Zukunft zwar weiter­ hin nicht voraussagen, aber mithilfe statis­ tischer Wahrscheinlichkeiten Szenarien ­entwerfen, in welche Richtung es gehen könnte. So erhalten wir heute dank Com­ putern ein recht zuverlässiges Bild für eine grundsätzliche Einschätzung. Auch wenn ­ der konkrete Fall dann immer noch ein wenig ­anders liegen kann. Sie sind Anfang Juni als Referent zu diesem Thema am Gottlieb-Duttweiler-Institut. In welchen Bereichen wird sich die künstliche Intelligenz besonders stark auswirken? Körper und Seele können immer besser an Algorithmen angeschlossen werden. Fitness, Gesundheit und generelle körperliche und psychische Zustände des Menschen werden noch besser und zuverlässiger vermessen.

Die eigenen Körperfunktionen können ohne grossen Aufwand permanent überwacht ­werden; aus diesen Daten lassen sich dann Empfehlungen für ein optimaleres Bewe­ gungs- und Essverhalten ableiten. Generell werden Alltagstätigkeiten stärker vernetzt und besser gespeichert werden – daraus las­ sen sich Korrelationen herstellen, aus denen Computer Prognosen ableiten können. Im Spielberg-Film «Minority Report» aus dem Jahr 2002 geht das so weit, dass die Polizei aufgrund solcher Prognosen Leute präventiv verhaftet, bevor sie ein Verbrechen begehen. Das ist eine sehr negative Zukunftsfantasie, bei der dem Computer Fähigkeiten zugetraut werden, die nicht realistisch sind. Aber schon heute nutzt die Polizei in einigen Städten der USA ein Verfahren, bei dem man aufgrund statistischer Daten und Algorithmen heraus­ zufinden versucht, in welchen Gegenden zu welchen Zeiten eine erhöhte Wahrschein­ lichkeit von kriminellen Handlungen besteht. So kann man die Täter quasi auf frischer Tat ertappen, was auch recht gut funktioniert. Dies trägt zu einer höheren Sicherheit bei, wie übrigens generell die künftigen Prognose­ möglichkeiten durch künstliche Intelligenz. Deshalb denke ich, dass die meisten Men­ schen diese Entwicklungen auch gut finden werden.

«Für die Jungen ist die digitalisierte Kultur längst zur zweiten Natur geworden.» Während man früher den technologischen Fortschritt grundsätzlich positiv sah, gibt es heute viele Ängste vor künstlicher Intelligenz, von Jobverlust bis zu Weltherrschaftsbefürchtungen. Erschwert das nicht die Akzeptanz solcher Technologien im Alltag? Solche Ängste treiben vor allem ältere Men­ schen um. Digital Natives können das schlicht nicht nachvollziehen, das erlebe ich bei meinen Studenten und meinen eigenen Kindern. Für sie ist die digitalisierte Kultur längst zur zweiten Natur geworden. Und auch die Älteren profitieren letztlich, gerade in der Medizin. Da hat diese Art Kulturpessimismus keine Chance.


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PROGNOSEN | 13.5.2019 | 23

Medienwissenschaftler zu Gast am GDI Norbert Bolz (66) ist emeri­

Sie sehen gar keine negativen Effekte? Allenfalls besteht das Risiko, dass sich die Menschen wegen der immer leistungs­ fähigeren Prognosemöglichkeiten zu sicher fühlen. Und sich deshalb weniger Wider­ standskraft aneignen, um mit «schwarzen Schwänen» umzugehen, die es auch weiter­ hin geben wird. Sie sind immer wieder mal am GottliebDuttweiler-Institut (GDI) zu Gast – ist es eine speziell attraktive Plattform? Für mich ist es seit vielen Jahren der absolu­ te Höhepunkt meiner Vortragstätigkeit. Ich gestehe offen, dass ich an anderen Orten oft Vorträge wiederhole, für das GDI lasse ich mir immer etwas Neues einfallen. Einerseits bin ich mit dem Leiter David Bosshart schon seit vielen Jahren befreundet, andererseits sind am GDI immer die intelligentesten, auf­ gewecktesten Leute versammelt – unter den Referenten und im Publikum. Qualitativ ist das mit nichts anderem vergleichbar.

Gibt es irgendwelche Prognosen, auf die Sie sich verlassen? Nein, auf keine ernsthaft. Ich bin jedoch abergläubisch genug, immer wieder die Wettervorhersage für die nächsten 16 Tage anzuschauen, obwohl ich genau weiss, dass schon übermorgen die Unsicherheit der Prognose so enorm ist, dass es völliger ­Unsinn ist, noch weiter vorauszuschauen. ­Ansonsten höre ich mir Prognosen natürlich gerne an, verlasse mich aber weder darauf, dass sie so eintreffen, noch richte ich mein Leben danach aus. Und haben Sie je irgendwas Esoterisches ausprobiert? Als Jugendsünde vielleicht? (lacht) Ja, ich habe mal an die kritische Theorie der Frankfurter Schule geglaubt (eine kritische Analyse der Herrschaftsme­ chanismen der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, Anm. der Red.). Das war wohl das Esoterischste, was ich ausprobiert habe, aber das hat auch nicht geklappt. MM

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tierter Professor für Medienwis­ senschaften an der Technischen ­Universität Berlin. Als Autor ­beschäftigt er sich immer wieder mit den Veränderungen der ­modernen Gesellschaft. Bolz ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Berlin. Am 4. Juni wird er am Gottlieb-

Duttweiler-Institut auf­t reten. In «The Power of Pre­dictions» ­beschäftigen sich hochkarätige Referentinnen und Referenten mit der Frage, wie die Pro­ gnosefähigkeiten intelligenter Maschinen Entscheide beein­ flussen werden – und wie ­ sich dadurch nicht nur einige ­Branchen, ­sondern das ganze Leben verändern wird. Infos und Anmeldung: gdi.ch/de/­ veranstaltungen/power-predictions


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BÄNZ FRIEDLI | 13.5.2019 | 25

Brief an die Enkelin

Bild: Vera Hartmann

Liebe Enkelin, ich stelle mir vor, dass du Lina heissen wirst oder Frances oder Karla, mit K. Aber bestimmt wird es ganz anders. Und vielleicht bist du ja ein Enkel namens Eugen. Jedenfalls wünsche ich mir, dass ich dich kennenlernen darf. Aber deine Eltern müssen wissen, wann die Zeit reif ist, damit du zur Welt kommen kannst. Und wer weiss, ob ich dann noch lebe? Mein Vater hat seine Enkel nicht kennengelernt, sie demnach auch ihn nicht. Er bedeutet für sie ein vergilbtes Schwarz-Weiss-Foto, dazu vielleicht ein paar Sprüche, die ich von ihm übernommen habe, mehr nicht. Schade.

Bänz Friedli (54) blickt in die Zukunft.

Und wenn ich dich denn kennenlernen dürfte, ich könnte dir nicht viel sagen über das Leben. Ich weiss nur, dass du es gut ­machen wirst, bestimmt besser als ich. ­Erziehung, hat der Musiker Jovanotti mal zu mir gesagt, werde überschätzt. «Man muss sie nicht erziehen, nur gern haben. Ganz fest gern haben», sagte er. Ich weiss, dass er es mit seiner Tochter Teresa genau so gehalten hat und dass es gut herausge­ kommen ist. Und ich hoffe, dass es auch uns mit unseren Kindern gelungen ist. Das meiste, was mir heute wichtig ist, habe ich von ihnen gelernt: Neugierde, Offenheit und das Jungbleiben im Kopf. Kindlich bleiben, nicht kindisch, aber kindlich: begeisterungsfähig, unerschrocken, übermütig und lebensfroh. Lachen ist wichtig. Achten auf das

­ nscheinbare. Diskutieren. Streiten. Ja, U auch dies habe ich erst von ihnen gelernt: streiten – und vergeben. Wichtig ist, Respekt zu haben vor der Natur und all jenen Menschen, die ihn verdient ­haben. Das müssen keine «grossen» Menschen sein, im Gegenteil: Respektlosigkeit am richtigen Ort ist genauso wichtig, gerade gegenüber denen, die zwar einen hohen Titel tragen, einen wichtigen Rang bekleiden, ­deine Ehrfurcht aber nicht verdienen. Und schon gar nicht deine Furcht. Lass dir nichts vorgeben, keine Rolle, keinen Beruf, keinen Weg. Werde hellhörig, wenn man dir sagt, dass etwas «typisch Bub» oder «typisch Mädchen» sei. Finde stattdessen heraus, was dir Freude bereitet, was dich erfüllt und worin ­ du besonders gut bist. Versuche, die Welt als einen besseren Platz zu verlassen, als du sie vorgefunden hast. (Aber das ist schon wieder etwas, was ich von meinem Sohn, dem Pfadfinder, gelernt habe und nicht er von mir.) Er wird dein Vater sein. Vielleicht wird auch seine Schwester deine Mutter sein. Ich wünsche mir jedenfalls ganz fest, dass es dich dereinst gibt – und ich freue mich ­darauf, dass du mich an der Hand nimmst und mir die Welt zeigst. In Liebe und Zuversicht, dein Grossvater MM Bänz Friedli live: 16. 5. Widnau SG, 18. 5. Mühlethurnen BE, 22. 5. Solothurn

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11. Tag Cho Lach Island–Ben Tre Halt in Cho Lach Island. Schifffahrt nach Ben Tre. Fahrt mit Boot durch Mangroven- und Bambuswald zu Obstplantagen. Coconut Workshop, Einführung in die Bienenindustrie. 12. Tag My Tho–Saigon Schifffahrt nach My Tho. Ausschiffung und Bustransfer nach Saigon. Stadtrundfahrt mit chinesischem Viertel und Hauptpost. 13. Tag Saigon Besuch des Ben Thanh Marktes. Kochkurs. Mittagessen der selbst gekochten Gerichte. 14. Tag Saigon–Bangkok Freie Zeit. Nach dem Mittagessen Weiterreise gemäss Verlängerungsprogramm oder Besuch des Künstlerdorfs Ky Long Art. Transfer zum Flughafen und Flug nach Bangkok am Abend. 15. Tag Bangkok–Zürich Abflug nach Mitternacht. Ankunft in Zürich am frühen Morgen. Ind. Heimreise.

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PLASTIKSÄCKLEIN | 13.5.2019 | 27

Kleiner Preis mit grosser Wirkung Seit November 2016 sind die Plastiksäcklein an der Migros-Kasse nicht mehr gratis, sondern kosten der Umwelt zuliebe 5 Rappen. Sechs Fragen und Antworten zu den Raschelbeuteln. Text: Michael West

Was hat es bisher gebracht, einen Preis für die Säcklein zu verlangen?

Weshalb werden die Plastiksäcklein nicht ganz abgeschafft?

Das würde der Umwelt vermutlich eher schaden als nützen. Kalifor­ nien hat Wegwerfsäcklein 2016 ­vollständig aus dem Detailhandel verbannt. Laut einer Studie der australischen Ökonomin Rebecca Taylor war das aber kontrapro­ duktiv: Viele Leute nutzen die hauchdünnen Säcklein nämlich noch einmal – etwa um Gemüse aufzubewahren oder ­Abfälle ge­ ruchsdicht zu verpacken. Nach dem Verbot wichen die Konsu­ menten stattdessen auf Beutel aus dickerem Kunststoff aus – der Plastikverbrauch nahm in ­Kalifornien ­sogar zu.

Die 5 Rappen klingen zwar nach sehr wenig. Doch die Kostenpflicht hat bereits eine grosse Wirkung erzielt: Seit ihrer Einführung ist der Verbrauch der Raschelbeutel um 83 ­Prozent zurück­ gegangen.

Wie viel Geld verdient die Migros mit den Plastiksäcklein?

Sie macht damit k ­ einen Gewinn. Was nach Abzug der Selbstkosten übrig bleibt, fliesst in Umwelt­ projekte in der Schweiz.

Warum bietet die Migros keine Beutel aus Biokunststoff an?

Aufruf Jetzt können sich gemein­ nützige Organisationen, die sich im Inland für die Umwelt ­engagieren, um eine Spende aus dem Erlös des Säcklein­ verkaufs bewerben: generation-m.ch/ plastiksaeckli-spende

Bild: zVg

Die Säcklein bestehen zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial. Woher kommt der Kunststoff, aus dem sie hergestellt werden? Mit sogenannter Stretchfolie ­umwickelt die Migros-Industrie auf

Paletten aufgestapelte Produkte, die transportiert werden sollen – von Kosmetikartikeln bis zu tief­ gekühlten Lebensmitteln. Beim Auspacken der Artikel wird die ­Folie zerschnitten. Eine speziali­ sierte ­Firma reinigt anschliessend die ­Folienfetzen mit Regenwasser, schmilzt sie ein und verarbeitet sie zu Säckleinrollen.

Lassen sich die Säcklein kompostieren?

Nein, und darum gehören sie nicht in den Grünabfall. Wer keine Verwendung mehr dafür hat, muss sie im normalen Kehricht entsorgen. Dennoch ist Recycling­ plastik für Wegwerfsäcklein das Material mit der besten Öko­ bilanz.

Die Umweltbelastung bei der ­Herstellung von Bioplastik ist in der Regel viel höher: Der Anbau der ­Rohstoffe – in der Regel Mais oder Zuckerrohr – erzeugt durch den Pestizideinsatz, die Düngung sowie die Bewässerung viel höhere Emis­ sionen. Die Ökobilanz ist damit meist schlechter als bei konventio­ nellem Plastik. Fast noch wichtiger ist aller­ dings, dass der Anbau dieser Roh­ stoffe in Konkurrenz zur Nahrungs­mittelproduktion steht, was die Migros als unverant­ wortlich ­erachtet. Bioplastik er­ reicht ­ausserdem bei W ­ eitem nicht ­dieselben Verpackungseigen­ schaften wie konventionelles ­Plastik. Um beispielsweise bei ­einer Tragtasche eine vergleich­ bare Reissfestigkeit zu erreichen, müssen die Bioplastiktaschen rund 30 Prozent dicker sein. MM


28 | 13.5.2019 | GENUSS

In der Klemme

Viele verbinden Wanderungen mit langweilig kombinierten Sandwiches. Doch auf die sommerliche Variante mit Zucchetti-Piccata freuen sich sicher alle. Text: Claudia Schmidt Rezept: Daniel Tinembart

Roggenbrot bewahrt seine Form und Konsistenz auch bei saftigen Füllungen. Ein ideales Gebäck für unterwegs.

Crème fraîche ist eine gute Alterna­ tive zu Butter oder Mayonnaise im Sandwich. Denn selbst die gehaltvollste Variante der Crème fraîche enthält klar weniger Kalorien.

Zucchetti sind eine ungewohnte Zutat im ­Sandwich. Als Piccata – mit Ei-Panade gebraten – kommt ihr Geschmack besonders zum Tragen.


GENUSS | 13.5.2019 | 29

GUT ­EINGEKLEMMT: tolle Sandwiches auf migusto.ch/sandwich

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Kräuter-ZucchettiPiccata-Sandwich

«Zum Knabbern gibt man noch ein paar Radieschen in die Brotdose.»

Zutaten für 4 Personen 2 kleine Zucchetti à ca. 125 g 3 Eier 50 g Käse, etwa Greyerzer Salz Pfeffer 5 EL Mehl 4 EL Sonnenblumenöl 1 Bund gemischte Kräuter, etwa Petersilie, Oregano 200 g Crème fraîche 1 Bund Radieschen 500 g Roggenbrot Zubereitung

Bild: Fotostudio MGB; Styling: Feride Dogum

Servietten halten die Sandwiches perfekt zusammen.

Zucchetti halbieren. Zucchettihälften längs in dünne Scheiben schneiden. Eier in einem tiefen Teller verquirlen. Käse ­dazureiben. Zucchetti mit Salz und Pfeffer würzen. Im Mehl wenden. Überflüssiges Mehl abklopfen. Zucchetti durch die ­Ei-­Käse-Masse ziehen. Öl in einer weiten, ­beschichteten Bratpfanne erhitzen. ­Zucchetti bei mittlerer Hitze beidseitig ca. 3 Minuten goldgelb braten. Piccata ­herausheben und auf Haushaltspapier ­abtropfen lassen. Die Hälfte der Kräuter ­hacken und mit Crème fraîche mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. ­Radieschen in feine Scheiben schneiden. Brot in Scheiben schneiden und mit Crème fraîche, Radieschen, Piccata und restlichen Kräutern füllen. Zubereitung ca. 40 Minuten  Einsteiger Preis: günstig

Pro Person ca. 23g Eiweiss, 36 g Fett, 64 g Kohlenhydrate, 2850 kJ / 700 kcal


30 | 13.5.2019 | GENUSS

Den Aromen der Kindheit auf der Spur

Migros-Mitarbeitende mit Wurzeln im Ausland geben Einblick in kulinarische Traditionen und typische Gerichte. Multimedia-Producerin Jenny Chi entführt mit grossen frittierten Crevetten nach Familienart ins Reich der Mitte. Text: Claudia Schmidt Bilder: Ornella Cacace

V

orsichtig löst Jenny Chi die ­Crevetten aus der Schale. Dann schneidet sie sie auf der Unter­ seite ein, um sie als Nächstes mit ihrem grossen Küchenmesser ein wenig plattzudrücken. Nun gleicht der hintere Teil der Meeresfrucht ein wenig den Schwanzfedern eines Phönix. Die Multi­ media-Producerin in der Kommunikations­ abteilung des Migros-Genossenschafts-­ Bundes bereitet in ihrer Zürcher Wohnung für die Gäste Phönixschwänze zu. Mit «Take Away» in die Ferien

Das Gericht stand schon auf der Speisekarte im Restaurant ihrer Eltern und auch auf der ihrer Grosseltern. Letztere führten bereits in den 1960er-Jahren in L ­ uzern eines der ersten chinesischen Res­taurants in der Schweiz. Knapp 20 Jahre später eröffneten ihre Eltern einen Gastrobetrieb in Zürich, den sie nach einem ­Jahrzehnt aufgaben, weil sich beide ­beruflich neu orientieren wollten. Jenny Chi wuchs mit der chinesischen Küche auf. «Sonntags besuchten wir meine Grosseltern in Luzern, und wenn wir in die Ferien fuhren, bekamen wir meist Take-­ Away-Essen für unterwegs mit.» Dies lange bevor der Begriff «Take Away» hierzulande bekannt war und Restaurants das Essen überhaupt so anboten. Ihre Grosseltern und auch ihre Eltern mussten noch viele Lebens­ mittel aus China importieren und stiessen auf Miss­trauen. «In Luzern wühlte mal ein Journalist im Müllcontainer und fand leere Hundefutterdosen. Die Verbindung zum ­Restaurant war schnell gemacht.» Ein ande­ res Mal ­erhielt ihr Vater einen Anruf vom Zoll: Es sei eine Kiste mit verschimmelten Waren für ihn da. Die würden gegen das ­Lebensmittelgesetz verstossen. «Mein Vater fuhr zum Zollamt und stellte fest, dass es sich um eine einwandfreie Lieferung mit in Salz konservierten Seegurken handelte», ­erzählt Chi heute amüsiert. Vielen war die

Schwarze Tiger­ Crevetten ­gehören zu den beliebtesten ­Crevetten. Jenny Chi ­kaufte sie offen an der Fischtheke der Migros am Limmatplatz.

fremde ­Küche suspekt, doch zugleich lockte das R ­ estaurant mit seinen nordchinesischen Spezialitäten viele Besucher an, die das Exo­ tische liebten und keine Vorurteile hatten. «Die nordchinesische Küche ist anders als die kantonesische», erklärt Jenny Chi. «Wir verwenden oft Essig.» Mit Essig, ­gehacktem Ingwer, etwas ­Zucker und Salz rührt sie eine Dip-Sauce für die Phönix­ schwänze an, die mittlerweile in einer Ma­ rinade Aroma annehmen. Als Essig dient ein M-Budget-Essig. «Den verwende ich gern, denn er ähnelt sehr dem chinesischen Essig, den wir früher verwendeten.» Jenny Chi versucht die Gerichte ihrer Kindheit vom Geschmack her zu rekonstruieren, denn die Rezepte gingen mit der Aufgabe des Restau­ rants verloren – nicht aber ihre Erinnerung an den Geschmack. Der Wok aus dem Restaurant der Eltern

Aus Mehl, Maizena, Eiweiss, Salz, Wasser und etwas Erdnussöl rührt sie danach rasch einen Ausbackteig für die Crevetten an. Sie lässt den Teig kurz ruhen, dann taucht sie die Crevetten in den Teig und lässt sie in das heisse Öl gleiten, das sie in einem Wok bereits erhitzt hat. Der Wok stammt aus dem Restaurant ihrer Eltern. «Den habe ich ­gerettet», sagt Jenny Chi, die privat als Bossa-­ Nova-Sängerin Konzerte gibt. Der Teig plustert sich im heissen Öl herr­ lich auf. Jenny Chi hebt die bereits fertigen Crevetten heraus, um fast gleichzeitig noch mehr Crevetten zu frittieren. Auf Küchen­ papier tropfen die Phönixschwänze ab. Sie sind knusprig, der Teig schön luftig. «Nor­ malerweise», sagt Jenny Chi, «würde eine chinesische Familie viele verschiedene ­Gerichte auftischen. Wir haben auch im ­Restaurant immer mehrere Menüs bestellt, und alle haben von allem gegessen.» Shared Plates, wie das Konzept der geteilten Teller heute heisst, war in Jenny Chis Familie schon immer der Normalfall. MM


GENUSS | 13.5.2019 | 31

Es schmeckt wie damals: Jenny Chi ­serviert die ­Phönixschwänze auf ­Salatblättern.

Kulinarische Welt Bei der Migros arbeiten Menschen aus 154 Nati­onen. Mitarbei­tende mit auslän­ dischen Wurzeln erzäh­ len über ­Traditionen in ihrer Küche.


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GENUSS | 13.5.2019 | 33

Grill-Mythen Soll man den R ­ ost einölen und das Grillgut oft wenden? Der Rezeptautor verrät, an welchen gängigen Mythen etwas dran ist – und würzt mit Tipps für den grossen Grillplausch nach. Text: Claudia Schmidt, Philipp Wagner

Bild: Migusto/Daniel Aeschlimann

Mythos Die Kohlen müssen noch brennen!

Nein, denn bei brennenden Kohlen brennt unter Umständen auch das Grillgut. Am besten beginnt man erst mit Grillieren, wenn die Kohlen von einer leichten, weissen Ascheschicht ­überzogen sind.

Feuer unter dem Fleisch mit Bier löschen verleiht ein tolles Aroma! Man muss den Grillrost einölen! Falsch! Das bringt gar nichts – abgesehen davon, dass Öl in die Glut tropft. Wichtig ist aber, den sauberen Rost gut fünf Minuten auf dem Grill zu erhitzen. Denn nur ein heisser Grill garantiert, dass Grilliertes ohne Zwischenschicht nicht anklebt.

Das ist einer der grössten ­Mythen. Zum einen verdampft das Bier und hinterlässt keinen Geschmack auf dem Fleisch. Zum anderen wäscht man so ­einige Gewürze und Reste der Marinade oder des Rubs ab. Noch schlimmer: Ab­löschen produziert viel Rauch und ­wirbelt Asche auf, die dann ­wiederum am Grillgut klebt. Besser nimmt man das Grillgut aus der heissen Zone heraus.


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GENUSS | 13.5.2019 | 35

Grill Mythen Weitere Grill-Mythen mit Auflösung finden Sie in den ­kommenden Wochen auf der Seite mit den «Wissensbissen».

Fisch & Fleisch muss man häufig wenden!

Ein Grillplausch ohne Fleisch ist kein Grillplausch!

Bilder: Migusto/Lukas Lienhard, Migusto/Tina Sturzenegger, Migusto; Illustration: iStockphoto

Von wegen! Von Antipasti-Spiess­ chen über den exotischen Fruchtsalat bis zu den gefüllten Zucchetti gibt es in der ­Gemüse- und Früchteküche fast nichts, das sich nicht grillieren lässt. Für unsere Vegi-Ideen lässt mancher die Bratwurst gern links liegen: migusto.ch /vegi-grill

GRILLITARIER Damit Sie auch dieses Jahr als Grillmeisterin oder Grillmeister bril­ lieren können, ­fragen Sie den Grillitarier-­ Buddy nach Tipps, Tricks und Rezepten. ­Speichern Sie die ­Web App auf dem Homescreen oder be­suchen sie den Experten auf grillitarier.ch.

Rezeptautor Philipp Wagner

Völlig verkehrt! Wenn etwa Fleisch so lange liegen bleibt, bis es gut ­angebraten ist, lässt es sich ­einfach und ohne Ankleben ­wenden. Beim Fisch kann das häufige Wenden gar dazu führen, dass er auseinanderfällt. Stimmt die ­Temperatur, muss der ganze Fisch bloss ein Mal gewendet werden.


36 | 13.5.2019 | MEINE MIGROS

Sommerzeit ist Grillzeit

Ob Wurst, Fleisch, Fisch oder vegetarisch: In der Migros findet man alles für eine gelungene Grillparty.

An Grillpartys bietet das würzige Käsesteak eine tolle Alternative zu Fleisch. Es ist ­einfach und schnell zubereitet. Grill mi Cheese Steak, 2 x 100 g* Fr. 5.80

Das Spidersteak ist ein mageres, zartes Fleischstück vom Rindsstotzen. Es wird mit einer leicht p ­ ikanten Marinade mit Chili und Paprika angeboten. Grill mi Spidersteak, pro 100 g* Fr. 3.20 Tipp: Der Grillitarier-Buddy macht jeden zum G ­ rillmeister. Mit seinem integrierten Grill-Timer sorgt er dafür, dass das Grillgut auf den Punkt grilliert wird. Einfach die gewünschte Garstufe eingeben, und er verrät die optimale Grillzeit. ­WeitereTipps und inspirierende Rezepte auf grillitarier.ch

Der Mais-Snack mit Paprika-Geschmack ist jetzt auch in Röhrenform erhältlich. Er ist besonders knusprig und ideal zum Dippen. Corn Tubes Paprika, Limited Edition, 140 g* Fr. 2.95

Die Spiessli mit Lachs und Crevetten in Bioqualität sind unmariniert. So können Sie alle nach eigenem Gusto würzen. Bio Lachs-Crevettenspiessli nature, 2 Stück, per 100 g* Fr. 5.90


MEINE MIGROS | 13.5.2019 | 37

Bilder: zVg

Die neuen Farm Chips ­schmecken nach geräuchertem Speck. Die Gewürzmischung mit Alpenchili sorgt für eine angenehme Schärfe. Farm Chips Wave Smoked Bacon, 175 g Fr. 3.60

Der Silserkranz passt perfekt zur Grillade. Das Getreide stammt aus der Schweiz und aus naturnaher Landwirtschaft. Silserkranz TerraSuisse, 300 g Fr. 2.60

Die Bratwurst ist fein gewürzt und besteht zu 100 Prozent aus Schweizer Pouletfleisch – aus besonders t­ ierfreundlicher Haltung.

Der neue Tomatenketchup ist mit würzigem Curry ­verfeinert und deshalb ­intensiver im Geschmack. Ideal zum Grillieren, Kochen, Marinieren und Dippen Bull’s-Eye Spicy Curry, 425 ml* Fr. 4.20

Optigal Poulet-Bratwurst, 2 Stück, 220 g Fr. 3.30 * in grösseren Filialen


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Fast alles fĂźr fast jeden


GENUSS | 13.5.2019 | 39

Wissensbissen Fischfang ohne Netz Die Migros bietet Thunfisch in Dosen seit Neuestem nur noch aus nachhaltiger Pole-Line-Fischerei an. Das Angeln mit Rute und Leine ist die umweltverträglichste Art, Thunfisch zu fangen. Mit dem Verzicht auf Netze verhindern die ­Fischer unerwünschten Beifang. Z ­ udem können so zu junge, kleine Fische schnell zurück ins Meer gegeben werden. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 81.

Der Traum vom ­Garten ist für viele nicht nur eine Frage des Grundstücks. Häufig fehlt die Zeit, um sich um alles zu kümmern. Wie man dieses Problem durch clevere Gartenplanung und die Auswahl geeigneter Pflanzen löst, beschreibt Brunhilde Bross-Burkhardt in ihrem neuen Buch «Viel Garten – wenig Zeit» (bei exlibris.ch).

650

Kilogramm kann ein Roter Thunfisch wiegen – bei einer Länge von bis zu viereinhalb Metern. Damit ist er einer der grössten Knochenfische.

Illustration: Felice Bruno; Bilder: iStock (2), zVg

GARTEN

«Regrow» – weiterwachsen lassen Ein kleiner Schnittlauchtopf ist oft schnell abgeerntet. Damit ist der Rest aber noch lange kein Fall für den Kompost: In frische Erde gepflanzt, treibt der Schnittlauch noch jahrelang weiter aus. Im späten Frühjahr b ­ ildet er meist appetitliche und hübsche Blüten, die man gut über Suppen oder Salate streuen kann.

Pfannenhilfe

Wie bewahre ich ­ den Inhalt von ge­ öffneten Konserven am besten auf? Reste in geöffneten Konserven sollte man am besten gleich nach dem Öffnen umfüllen. Zwar sind viele Dosen innen beschichtet, doch durch das ­Öffnen kann es zu ­Beschädigungen ­kommen. Dann kann Zinn in Verbindung mit Sauerstoff und dem Konserveninhalt ­reagieren und in die Nahrung übergehen. Das gilt besonders für Konserven mit säurehaltigen Inhalten wie beispielsweise Früchten. Bei manchen Konserven kann sich durch die chemische Reaktion auch der Geschmack der Lebensmittel verändern. Solange die Dose geschlossen und unversehrt ist, bleibt er davor gefeit.

Food-Redaktorin Claudia Schmidt


40 | 13.5.2019 | AUSFLUG

Schleckmäuler und Abenteurer Ordentlich auf Entdeckungsreise gehen und dabei noch die Sinne fürs Feine schärfen? Vier Ausflugstipps für Grosse mit zuckersüssen Kleinen. Text: Sabine Lüthi

1

Schoggi und Hotdog

2

Cupcakes und Rutschbahn

Gibt es einen besseren Ort für einen Kindergeburtstag als den, an dem Schokolade fliesst? Bei Chocolat Frey in Buchs AG können Kinder ab 6 (und bis 12) schlecken und kleckern, so viel sie wollen – drei Stunden lang. Jedes Kind darf zwei Tafeln Schokolade giessen, dekorieren, beschriften. Ganz wichtig: die Schoggi immer mal wieder pro­ bieren, denn schliesslich führt nur eine stete Qualitätskontrolle zum gewünschten Erfolg. Dazu gibt es tolle Spiele im deko­ rierten Raum. Auch für Salziges ist gesorgt: Zvieri mit Piz­zette oder Hotdog und Getränke sind inbegriffen. Und das Ge­ burtstagskind darf sich auf eine Über­raschung freuen. Der Spass kostet für drei Stunden und zehn Kinder (eine Begleit­person kostenlos) Fr. 290.–: wünscht man eine Betreuungsperson, kostet dies für drei Stunden Fr. 150.– zusätzlich. Infos: chocolatfrey.ch Bewegung und Kalorien – beides gibt es für das Geburts­ tagskind und seine «Gspänli» im Mühlerama in Zürich. Knapp drei Stunden lang können maxi­ mal 15 Kinder und zwei Begleit­ personen Cupcakes backen und «rutschbähnle». Aus vielen Zu­ taten entsteht ein «gluschtiger» Teig. Während die Cupcakes im Ofen sind, erfahren die Kin­ der, wie die Mühle funktioniert. Dann geht es in den obersten Stock. Auf der Sackrutschbahn

sausen die Kinder die Kurven hinunter. Zurück in der Back­ stube, ist die Zubereitung der Buttercreme dran. Zum Schluss dürfen die Kinder die Cupcakes verzieren. Jedes Kind bearbeitet vier Stück, damit alle noch ­ zwei, drei Exemplare mit nach ­Hause ­nehmen können. In den ­ersten beiden Stunden werden die ­Kinder von der Workshop­ leitung betreut. In dieser Zeit können die Begleitpersonen den Tisch decken. In den letzten 45 Minuten wird Geburtstag ­gefeiert, und die Bäuche werden mit Cupcakes gefüllt. Teller, ­Besteck, Gläser und Servietten stehen zur Verfügung. Für Kinder ab 8 Jahren; Kostenpunkt: Fr. 380.–. Infos: muehlerama.ch

1

3

2

Einen Kindergeburtstag für alle Sinne gibt es ­im Sensorium des Rüttihubelbads in ­Walkringen BE. Die Kinder können an über 50 Erlebnis­stationen mit verschiedenen Gegenständen Töne erzeugen, am Duftbaum riechen und ­versteckte Dinge ertasten. Den Geburtstagskuchen darf man mitbringen – oder ­man bestellt eine süsse Über­raschung aus der hauseigenen Bäckerei.  Infos: ruettihubelbad.ch


AUSFLUG | 13.5.2019 | 41

4

Bilder: PD (2), Martin Stollenwerk/Mühlerama, Sensorium, Courtesy Swiss Science Center Technorama

Ein «cooles» Geburtstagsfest – im wahrsten Sinn des Wortes: In einem Workshop stellen die Kinder Speiseeis aus ­natürlichen Zutaten her und ­ frosten ­es in Nullkommanichts mit ­flüssigem Stickstoff (minus 196 °C!). ­Welches Schleckmaul kann zu einer selbstgemachten Himbeerglace schon Nein sagen? Geeignet ist der Anlass ­­ ­ für (maximal 16) Kinder zwischen 7 und 15 Jahren. Für alle gibt es ein k­ leines Abschiedsgeschenk aus dem Shop. In den Kosten (Fr. 30.– pro Kind; Mindestpauschale Fr. 225.– für Gruppen mit ­weniger als acht Kindern) inbegriffen sind der Ausstellungseintritt und ­die Teilnahme am Workshop für maximal zwei erwachsene Begleitpersonen (ab 16 Jahren). Infos: technorama.ch

5

5

Kuchen und Badeplausch

Einen ganzen Tag puren Spass im Nass: Eine Geburtstagsparty im Bernaqua im Westside in Bern Brünnen beinhaltet einen Tageseintritt ins Erlebnisbad, einen Geburtstagskuchen und ein Menü nach Wahl. Selbstverständlich hat das Geburtstagskind freien Eintritt. Es kann wählen zwischen Schokoladen- und Zitronenkuchen, beim Menü ­

gibt es Varianten: Wer grossen ­ Hunger hat, kann Pommes frites, Hamburger oder Chicken Nuggets wahlweise dazubuchen. Jedes Kind weiss: Baden macht wahnsinnig hungrig! Kostenpunkt pro Kind: Fr. 35.– bis 42.– (je nach Menüwahl). Pro Erwachsenen: Fr. 45.– bis 54.–; das Angebot ist gültig ab fünf zahlenden Personen. Infos: bernaqua.ch  MM

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14/01/2019 11:33


42 | 13.5.2019 | MIGROS NEWS

Der Klassiker einmal anders Seit Januar 2019 dürfen sich die Fans der beliebten Dessert-Preussen oder «Prussiens» über eine leckere Alter­na­tive mit Vanillegeschmack freuen. Das neue Blätterteiggebäck überzeugt mit seinem natürlichen Vanillearoma aus feinster Bourbonvanille und der vom Original gewohnten Knusprigkeit. Damit passt die luftige Kreation aus­gezeichnet zu jeder gemütlichen Kaffee- oder Tee­ runde. Der neuinterpretierte Klassiker ist jetzt in der praktischen Verpackung in den Supermärkten der Migros Aare erhältlich.

Rückruf Die Migros ruft M-Classic Lasagne Fiorentina zurück. In diesem ­Produkt ist aufgrund eines Abpackfehlers Lachs enthalten. Die Artikelnummer lautet 1305.002 und das Verbrauchsdatum 17.5.2019. Kundinnen und Kunden mit ­einer Fisch­ allergie werden gebeten, diese Lasagne nicht zu konsumieren. Wer den Artikel in den Laden zurückbringt, erhält den Verkaufspreis zurückerstattet.

Mehr von der Migros Aare ab Seite 62

Ein Ort für Geschichten Am Fernsehen laufen auf allen Kanälen Talkshows, in denen Prominente aus i­ hrem Leben berichten. Aber auch weniger bekannte Menschen haben Spannendes zu erzählen. Zu Wort kommen sie in den Erzählcafés, einem über­regionalen Netzwerk aus Treffpunkten, an denen fremde Menschen aus verschiedenen Generationen zusammenkommen, um sich zu einem vorge­gebenen Thema auszutauschen. Am 14. Mai berichten beispielsweise in Luzern die Mitglieder einer Runde über Erlebnisse im Sport – sei es in der Frauen­riege oder im Fitnessstudio. Am 16. Mai geht es in Frauenfeld um die Frage, ob die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jemals in einer Fabrik gearbeitet haben. Das Netzwerk der Erzählcafés wird vom Migros-Kulturprozent ermöglicht. Infos: netzwerk-erzaehlcafe.ch

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1, 2 ODER 3? | 13.5.2019 | 55

TOP DREI

In der Wäsche Die drei meistgekauften Migros-Waschmittel im April:

1   «Total 1 for all», 2 Liter 2  «Total Color», 2 Liter 3    «Yvette Care», 2 Liter

Im Kopf

1, 2 ODER 3?

Revier

Monica Müller (44) hat zwei ­Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Im Ohr Die drei meistgestreamten Songs auf Spotify am Montag, 6. Mai:

1   Recht hat er: An meinem nächsten freien Tag gehe ich alleine in den Zoo und

schaue mir für einmal meine Lieblingstiere an.

2   Ich plane mit den Müttern oder Vätern seiner Freunde Ausflüge – das wird den

Grossen motivieren mitzukommen. 3   Ich vertraue dem Grossen einen Hausschlüssel an und mache mich mit dem Kleinen auf die Socken.

Antwort 2: Wenn einige seiner Lieblingsmenschen mit von der Partie sind, wird der Grosse für ziemlich alles zu begeistern sein. Und der Kleine ist immer Feuer und Flamme, wenn er mit dem Grossen unterwegs ist.

Illustration: Lisa Rock; Bild: René Ruis

Als der Grosse (8) noch nicht zur Schule ging, unternahmen wir viel: Wir besuchten Freunde in anderen Städten, beobachteten Tiere im Zoo oder Wildpark, radelten den See entlang. Ab dem Zeitpunkt, als er den Kindergarten besuchte, ist unser Rayon mit jedem Zentimeter geschrumpft, den der Grosse gewachsen ist. Mittlerweile will er sich nur noch zwischen unserer und der ­angrenzenden Siedlung bewegen, denn hier sind alle seine Freunde. Sie spielen «Räuber und Poli», Versteckis, Pingpong, Fussball oder Unihockey. Derweil sitze ich mit dem Kleinen (3) ­ im Sandkasten und träume von mehr. Wenn ich vorschlage, ­ wir könnten doch wieder einmal einen Ausflug wagen – ins ­Sauriermuseum oder auf die Zuschauerterrasse am Flughafen –, antwortet er: Geh doch du alleine, wenn ich in der Schule bin und der Kleine in der Kita ist. – Und jetzt?

Die drei meistgegoogelten Begriffe am Montag, 6. Mai, in der Schweiz: 1   Meghan Markle Endlich ist das royale Baby Sussex da! 2   Met Gala Schaulaufen der Stars an der New Yorker Modeparty 3   Manchester City Das Traumtor von Ver­tei­diger Kompany rettet das Team.

1   «Bad Guy» von Billie Eilish: 34 495 Streams 2   «Ghetto» von Samra: 31 714 Streams 3  «Old Town Road» von Lil Nas X: 30 060 Streams


56 | 13.5.2019 | SCHLAFLOSE KINDER

Schlaf, Kindlein, schlaf!

Auch Kinder und Jugendliche leiden unter Schlafstörungen. Sind Smartphones und Energydrinks dran schuld? Ein Kinderarzt gibt Tipps, wie Eltern für mehr Nachtruhe sorgen. Text: Andrea Söldi

E

s ist ein Elend – anstatt selig zu schlummern, wälzt man sich im Bett hin und her. Un­ ter Schlafstörungen leiden nicht nur Erwachsene, sondern auch viele Minderjährige. Bis zu einem Drittel aller Kinder und Jugendlichen soll davon betroffen sein. Das Prob­ lem sei vor allem unter Babys und Kleinkindern weitverbreitet, sagt Os­ kar Jenni, Entwicklungspädiater am Kinderspital Zürich. Jüngere Primar­ schulkinder dagegen hätten meist ­einen guten Schlaf. Doch im Jugend­ alter, so zwischen 10 und 20 Jahren,

nehmen Schlafstörungen wieder zu. Während bei Kindern unter vier Jah­ ren vor allem Durchschlafstörungen verbreitet sind, hätten Jugendliche meist nur Schwierigkeiten beim Ein­ schlafen, weiss Jenni. «Wenn sie ein­ mal schlafen, dann schlafen sie tief und fest.» Die innere Uhr stabilisieren

Der Hauptgrund für Einschlafstörun­ gen im Jugendalter ist die innere Uhr. Die Wachphase verschiebt sich zuse­ hends in die Nacht hinein, dafür sind die Jugendlichen morgens müde. Zu­

dem lernen sie, Schlafdruck besser auszuhalten. Wenn gerade etwas ­Interessanteres ansteht, als ins Bett zu gehen, sind sie hellwach und fit. So hat auch der Kinderarzt in seinen Sprechstunden die Erfahrung ge­ macht, dass bei manchen Jugend­ lichen der Schlaf-Wach-Rhythmus verschoben ist. Sie schlafen erst spät ein, häufig nach Mitternacht, und sind dann in der Schule übermüdet. Für eine Normalisierung rät Jenni, auf einen strukturierten Tagesablauf mit regelmässigen Mahlzeiten am Fa­ milientisch zu achten sowie auf genü­


SCHLAFLOSE KINDER | 13.5.2019 | 57

Oskar Jenni ist Leiter der Entwicklungspädiatrie am Kinderspital Zürich.

ders durch die blauen Wellenlängen von Bildschirmlicht. Smartphone, ­Tablet und Computer gehören spä­ testens eine Stunde vor der Bettzeit abgeschaltet. «Gamen und Chatten machen munter», stellt Jenni klar. Eltern sollten den Handykonsum ih­ rer Kinder kontrollieren und ihnen das Gerät notfalls über Nacht abneh­ men. Bei Teenagern sei das natürlich schwieriger, ist er sich bewusst. Häu­ fig seien es die Eltern, die sich Sorgen wegen schlechter Noten machten, während der Nachwuchs wenig Ein­ sicht und Leidensdruck zeige. Eine Therapie sei aber nur möglich, wenn die Jugendlichen kooperieren, sagt Jenni. «Man muss das Vertrauen der jungen Menschen gewinnen und sie mit ins Boot holen.»

Bilder: iStockphoto, Universitäts-Kinderspital Zürich

Schule beginnt zu früh

gend Tageslicht im Freien. «Dies sta­ bilisiert die innere Uhr.» Ein verbreiteter Wachmacher sind auch koffeinhaltige Getränke wie Energydrinks. Ab etwa Mitte Nach­ mittag sollte man die Finger davon lassen. Ungünstig wirkt es sich zudem aus, wenn man sich tagsüber und am Abend im Bett ausruht. Das Bett soll­ te nur zum Schlafen gebraucht wer­ den – eine Regel, die für Jugendliche genauso gilt wie für Erwachsene. Der natürliche Prozess der Rhyth­ musverschiebung wird auch durch Lichteinfluss verstärkt, ganz beson­

Hellwach zu später Stunde: Das blaue Licht des Tablets macht munter.

Handlungsbedarf sieht der Kinder­ arzt aber nicht nur im Elternhaus, sondern auch in der Schule. Eben hat eine gross angelegte, noch nicht publizierte Studie des Kinderspitals wieder bestätigt, dass die Mehrheit der Jugendlichen grosse Probleme mit dem frühen Aufstehen hat. Die Wissenschaftler möchten die Unter­ suchungsergebnisse nutzen, um die öffentliche Diskussion über eine Ver­ schiebung des Schulbeginns wieder aufzunehmen. Damit trotz späteren Schulstarts am Nachmittag dennoch Zeit für Sport, Musik und andere sinnvolle Beschäftigungen bleibt, müssten die Mittagspausen verkürzt werden, ­fordert Oskar Jenni, der selber Vater von vier Söhnen im Jugendalter ist. «30 Minuten sollten reichen. Dauert die Pause eine oder gar zwei Stunden, vertrödeln sie die Zeit nur mit Gamen und Filmen.» MM

Hände weg von Tabletten und Schlafsirup Es kann Eltern an den Rand der Verzweiflung bringen: ein Kleinkind, das einfach nicht einschläft oder immer wieder wach wird und dabei die ganze Familie weckt. In solchen Situationen liegt die Versu­ chung nahe, zu den chemi­ schen Helfern zu greifen, die eine schnelle Lösung des Problems versprechen.

Doch was schon bei ­Erwachsenen heikel ist – Schlafmittel können schnell zu einer Abhängig­ keit führen –, ist bei ­Kindern ein absolutes No-Go. Es kann zu schwerwiegenden Neben­ wirkungen kommen, im schlimmsten Fall sogar zum Atemstillstand. Auch rezeptfreie Medika­ mente sind längst nicht immer harmlos. In Län­ dern wie Deutschland und den USA ist die Verabrei­ chung von Schlafmitteln an Kinder anscheinend zu ­einem gravierenden Prob­ lem geworden. In der Schweiz sind bis anhin kaum entsprechende Fälle bekannt.

Tipps für einen guten Schlaf Erfahren Sie mehr: migros-impuls.ch/ schlaf-tipps

iMpuls ist die Gesundheits­ initiative der Migros.


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GELD | 13.5.2019 | 59 Contentpartnerschaft

Langfristig anlegen zahlt sich aus

Thomas Pentsy ist Markt- und ­Produktanalyst bei der Migros Bank.

Viele Haushalte verzichten auf das Aktiensparen. Statt Kapital an der Börse anzulegen, ruht das Geld oft in einem sicheren Hafen wie dem Spar­ konto. Im heutigenTiefzinsumfeld bringt traditionelles und risikoloses Sparen aber kaum mehr Rendite – unter Berücksichtigung der Teuerung verliert das Sparkapital langfristig ­sogar an Kaufkraft. Die Risikoscheu hält etliche Sparer davon ab, mit ­Aktienanlagen die persönliche Vor­ sorge zu ergänzen und so den Lebens­ standard längerfristig zu sichern.

Haltedauer und Verlustwahrscheinlichkeit (in Prozent)

Aktiensparen eignet sich nur für ­Anleger mit etwas Risikobereitschaft und langem Anlagehorizont. Daten zeigen, dass zwischenzeitliche Kurs­ verluste sehr hoch sein können. Es kann lange dauern, bis sie wieder ­ausgeglichen sind. Aber je länger Ihr Anlagehorizont ist, desto stärker sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie am Ende einen Kursverlust erleiden. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie mit grossen oder kleinen Anlagebeträgen operieren. Wichtig ist vor allem, dass Sie das Investieren automatisieren, beispielsweise in Form von regelmäs­ sigen Einzahlungen in einen Fonds­ sparplan der Migros Bank. Für einen

10 Jahre

Beträgt der Anlagehorizont ein Tag, droht zu über 45 Prozent Wahrscheinlichkeit ein Verlust. Beträgt er 20  Jahre, sinkt das Verlustrisiko auf null. (Nach SPI, 1990 –2018) 1 Tag 5 Tage 30 Tage 90 Tage 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre

20 Jahre 0

5

10

15

20

25

30

35

40

45

50

Quelle: Migros Bank, Bloomberg

konstanten Vermögensaufbau eignet sich die Strategie mit regelmässigen Investments, Verzicht auf spekulative Käufe und Verkäufe und einem lang­ fristigen Anlagezeitraum am besten. Obige Grafik basiert auf den Tages­ daten für den Swiss Performance ­Index (SPI) im Zeitraum von 1990 bis Ende 2018 (die Daten sind nicht

teuerungsbereinigt). Wir nehmen an, dass Sie an einem beliebigen Tag in den SPI investiert haben. Je kürzer Ihr Zeithorizont war, desto ­näher kam die Verlustwahrscheinlichkeit an 50 Prozent heran. Bei der Haltedauer von zehn Jahren sank sie b ­ ereits auf 3,1 Prozent, bei einer ­Halteperiode von 20 Jahren haben Anleger be­ stimmt einen Gewinn erzielt. MM

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Elbphilharmonie Plaza ✓ Herrliche Hafenrundfahrt in Hamburg mit der Barkasse ✓ Rundfahrt im Fischereihafen Bremerhaven inkl. Besuch MS Gera ✓ Schifffahrt zu den Seehundsbänken ab Cuxhaven (Gezeitenabhängig) ✓ Ganztagesausflug «Lübeck und seine Seebäder» ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

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Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus nach Hamburg, wo wir mit dem Nachtessen erwartet werden.

Lübeck

MS Gera

Seehunde

Elbphilharmonie

2. Tag – Hamburg - Elbphilharmonie-Plaza & Hafenrundfahrt Nach einer kurzen Stadtrundfahrt geniessen wir von der Plaza der Elbphilharmonie einen atemberaubenden Ausblick auf die moderne Hafencity. Im Anschluss lassen wir uns bei einer herrlichen Hafenrundfahrt die Hamburger Brise um die Nase wehen. Dabei fahren wir je nach Wasserstand durch die Speicherstadt und durch die verschiedenen Schleusen und Hafenbecken. Wir sehen die riesigen Containerschiffe aus nächster Nähe und werfen einen Blick in die Schwimm- und Trockendocks der Firma Blohm Voss. Der Kapitän wird uns dabei allerlei Interessantes und auch die eine oder andere Anekdote erzählen. Der Abend steht zur freien Verfügung. 3. Tag – Ausflug Nordsee Warum wird Bremerhaven die „grösste Kühltruhe Europas“ genannt? Wo wurde der erste deutsche Fischdampfer gebaut und wo werden täglich knapp 10 Millionen Fischstäb-

chen hergestellt? Dies alles und noch viel mehr erfahren wir auf unserer Tour durch den Fischereihafen. Ein Besuch des historischen Fischtrawlers „Gera“ darf dabei natürlich nicht fehlen. Weiter geht die Fahrt nach Cuxhaven. Dort angekommen fahren wir in die einzelnen Hafenanlagen und hinaus auf den Weltschifffahrtsweg Nummer 1, die Elbe. Mit etwas Glück begegnen uns Ozeanriesen, die wir dann grüssen. Als Höhepunkt erwarten uns die Seehundbänke (Gezeitenabhängig). Der Abend bleibt frei. 4. Tag – Lübeck & seine Seebäder Lübeck bietet eine unglaublich schöne, vollständig unter Denkmalschutz stehende Altstadt und gilt auf deutschem Boden als grösstes Flächendenkmal des UNESCO-Welterbes. Der geführte Rundgang durch die Altstadt wird Sie begeistern! Später schnuppern wir im schönen Städtchen Travemünde und am bekannten Timmendorfer Strand Ostseeluft und Ferienstimmung – Zeit zum Geniessen! Zurück in Hamburg laden wir Sie am Abend in ein bekanntes Lokal an der Reeperbahn – der ideale Rahmen, um in guter Gesellschaft auf die schöne Reise anzustossen. 5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

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HANDYBILDER | 13.5.2019 | 61 Contentpartnerschaft

Illustration: Vectorstock; Bild: zVg

Wie gelingen gute Smartphone-Fotos? Den besten Moment der Geburtstagsparty oder den stimmungs­ vollen Sonnenunter­ gang am Meer fest­ halten – und zwar auf Fotos in bester Quali­ tät: Dafür braucht es schon lange keine Spiegelreflexkamera mehr. Heute liefern viele Smartphones ­ tolle Bilder, die man ­direkt via Whatsapp oder ­soziale Medien wie ­Instagram mit Freunden und Be­­­kan­nten teilen kann. Swisscom Academy hat drei Tipps, wie

Smart­phone-Fotos ­gelingen: 1. Reinigung der ­Kameralinse – banal, aber wahr: Vor dem Gebrauch die Linse mit einem Reinigungs­ tuch oder dem T-Shirt von Staub oder Finger­ abdrücken befreien. So gelingen schlieren­ freie Bilder. 2. Gute Lichtverhältnisse nutzen: Wer eine schöne Stim­ mung auf dem Bild vermitteln möchte, ­fotografiert am besten

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bei Sonnenauf- oder untergang – dann ist das Licht besonders interessant. 3. Mit Perspektiven spielen: Fotos müssen nicht immer auf Augen­höhe geschos­ sen werden. Eine ­extreme Frosch- oder Vogelperspektive ­ergibt überraschende Bilder. MM

Anmeldung und Infos auf ­swisscom.ch/migrosmagazin Gratisnummer: 0800 33 55 77

Oliver Hinnen, Trainer Swisscom Academy

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62 | 13.5.2019 | MIGROS AARE

Erfolgreiches Jubiläumsjahr Die Migros Aare feierte 2018 ihr 20-jähriges Bestehen mit Erfolg: Der Umsatz stieg auf 3,4 Mrd. Franken – ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Kundenfrequenz und die Anzahl Genossenschaftsmitglieder sind gestiegen.

G

emeinsam mit Ihnen haben wir gefeiert: Die Migros Aare wurde im vergangenen Geschäfts­ jahr 20 Jahre alt. So lange ist es her, seit sich die beiden Genossenschaften Bern und Aargau/­Solothurn für einen Zusammenschluss entschie­ den haben. 1998 entstand also die Migros Aare. Flavio Cotti war Bundespräsident der Schweiz, Gerhard Schröder wurde zum deutschen Bundeskanzler gewählt. Microsoft ver­­öffentlichte Windows 98, und Japan schickte erstmals eine Raum­ sonde zum Mars. Der Apple iMac kam auf den Markt, und an der Stanford University wurde ein Unternehmen gegründet, das den Namen Google erhielt. Neues Kapitel eröffnet

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Welt markant verändert. Ebenso wie die Migros Aare: Sie ist zu einem der grössten Unternehmen der Schweiz geworden – auch dank Ihnen. Das 20-Jahr-Jubiläum war ein schöner Moment, um zu­ rückzuschauen. Mit unserer neuen Strategie «Polaaris» öffnen wir nun ein neues Kapitel. Wir bedanken uns herzlich, dass Sie uns auf unserer Reise begleiten. Denn allem Wandel zum Trotz bleibt etwas gleich: Unsere Genossenschafterinnen und Genossenschafter bilden das Fundament der Migros Aare,

Anton Gäumann, Geschäftsleiter, und Thomas Aebersold (r.), Präsident der Verwaltung der Migros Aare

und die Mitarbeitenden sind die Garanten dafür, dass wir nie auf­ hören werden, unsere Kundinnen und Kunden ins Zentrum unseres Wirkens zu rücken.

GENOSSENSCHAFT MIGROS AARE

Aufruf zur Abstimmung Liebe Genossenschafterinnen und Genossenschafter

In diesen Tagen erhalten Sie per Post die Stimmkarte für die

Regionale Urabstimmung 2019

mit der Bitte zugestellt, zu folgender Frage Stellung zu nehmen: 1. Genehmigen Sie – unter Entlastung der Verwaltung - die Jahresrechnung 2018 und die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinnes? Erläuterungen zu den Abstimmungsfragen: 1. Genehmigung Jahresrechnung Die Jahresrechnung mit dem Bericht der Revisionsstelle, der Antrag der Verwaltung auf Verwendung des Bilanzgewinnes sowie ein Auszug aus dem Jahresbericht unserer Genossenschaft sind in dieser Ausgabe publiziert. Diese Dokumente liegen ausserdem zusammen mit dem vollständigen Jahres­ bericht am Sitz unserer Genossenschaft in Schönbühl zur Einsichtnahme durch die Mitglieder auf. Die Stimmkarten werden den Stimmberechtigten (gemäss Mitgliedschaftsregister) spätestens zehn Tage vor dem Wahltag (1. Juni 2019) per Post zugestellt. Allfällige Beschwerden über nicht erhaltene oder unrichtige Stimmkarten sind frühestens sechs, spätestens drei Werktage vor dem Urabstimmungstag beim Mitgliederregister unserer Genossenschaft zuhanden des Wahlbüros geltend zu machen. Abstimmungsbüro: Genossenschaft Migros Aare Dienstleistungen Industriestrasse 20 3321 Schönbühl E-Mail: dienstleistungen@migrosaare.ch Die Urabstimmung wird nach den Bestimmungen der Statuten und des Wahlreglements durchgeführt. Die Statuten sind auf der Homepage der Migros Aare einsehbar. Bitte füllen Sie die Stimmkarte so rasch als möglich aus. Wenn Sie sie in die Abstimmungsurne in Ihrer nächsten Migros-­ Filiale legen, helfen Sie mit, Porto einzusparen. Die Urnen sind während der üblichen Verkaufszeiten geöffnet. Sie können die Stimmkarte aber auch in den nächstgelegenen Briefkasten werfen. Das Porto wird von der Migros bezahlt. Spätester Termin für die Rücksendung (oder Rückgabe) der Stimmkarte:

Samstag, 1. Juni 2019

Herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung. Genossenschaft Migros Aare Die Verwaltung


13.5.2019 | 63

os

r ig re M Aa

ÜBERBLICK

Lagebericht und Ausblick Allgemeiner Geschäftsverlauf

Die Migros Aare blickt auf ein äusserst erfolgreiches Jubiläumsjahr zurück. Das 20-jährige Bestehen feierte sie mit vielen Aktionen und Veranstaltungen zusammen mit ihren Genossenschafterinnen und Genossenschaftern, Kundinnen und Kunden. Die Migros Aare erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Nettoumsatz von Fr. 3 404,1 Mio., +2,5% gegenüber Vorjahr. Das Umsatzwachstum wurde hauptsächlich im Detailhandel (+2,6% gegenüber Vorjahr) und Grosshandel (+18,7% gegenüber Vorjahr) erzielt und ist auf die erfolgreiche Marktbearbeitung wie auch auf die Modernisierung und Erweiterung des Verkaufsstellennetzes zurückzuführen. Die Migros Aare konnte damit ihre führende Position im Detailhandelsmarkt des Wirtschaftsgebietes Aargau, Bern und Solothurn erfolgreich ausbauen. Dies trotz eines schwierigen Marktumfeldes mit zunehmender Internationalisierung des Wettbewerbs durch ausländische Anbieter sowohl im stationären als auch im Online-Handel. Die Betriebskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,4% leicht unter dem Umsatzwachstum gestiegen und stehen in direktem Zusammenhang mit der Umsatzsteigerung. Die Migros Aare investierte im Berichtsjahr Fr. 213,3 Mio. in die Modernisierung und Erweiterung ihres Filialnetzes sowie in die neue Logistikplattform am bestehenden Standort in Schönbühl. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) konnte gegenüber dem Vorjahr um Fr. 4,8 Mio. gesteigert werden und beträgt Fr. 36,1 Mio. Dank einer weiteren Senkung der Refinanzierungskosten ist der Finanzaufwand um Fr. 1,2 Mio. gesunken. Der Unternehmensgewinn beträgt Fr. 35,1 Mio. oder 1,0% des Netto­ umsatzes, ein Plus von Fr. 4,6 Mio. oder +15,2% gegenüber Vorjahr. Finanzielle Lage

Mit dem erarbeiteten Cashflow von Fr. 219,0 Mio. konnten die laufenden Inves­titionen in das Verkaufsstellennetz und die neue Logistikplattform vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden. Gleich­zeitig wurde das Fremdkapital um Fr. 7,2 Mio. reduziert und das Eigenkapital um Fr. 35,3 Mio. auf Fr. 476,4 Mio. erhöht. Bestell- und Auftragslage

Im Detailhandel bestehen nur in sehr geringem Ausmass Bestellungen und Aufträge.

Forschungs- und Entwicklungstätigkeit

Die Genossenschaft Migros Aare betreibt als Detailhandelsunternehmen selbst keine Forschung. Aussergewöhnliche Ereignisse

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es in der Migros Aare keine aussergewöhnlichen Ereignisse. Risikobeurteilung

Die Genossenschaft Migros Aare verfügt über ein Risikomanagement. Die Ver­ waltung stellt sicher, dass die Risikobeurteilung zeitgerecht und angemessen erfolgt. Sie wird regelmässig durch die Geschäftsleitung über die Risikositua­ tion des Unternehmens informiert. Anhand einer systematischen Risikoanalyse haben die Verwaltung und die Geschäftsleitung die für die Genossenschaft Migros Aare wesentlichen Risiken identifiziert und hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und finanzieller Auswirkungen bewertet. Mit gezielten, von der Verwaltung beschlossenen Mass­nahmen werden diese Risiken vermieden, vermindert oder überwälzt. Die selbst zu tragenden Risiken werden konsequent überwacht. Die Resultate der Risikobeurteilung berücksichtigt die Verwaltung angemessen in ihrer jährlichen Überprüfung der Geschäftsstrategie. Die Verwaltung hat die letzte Risiko­ beurteilung am 30. Oktober 2018 vor­ genommen und festgestellt, dass die Risiken durch Strategien, Prozesse und Systeme grundsätzlich gut abgedeckt sind.

Wunderbare 20 Jahre …

Zum Abschluss des Jubeljahres wollten wir wissen, wie Mitarbeitende der Migros Aare die vergangenen 20 Jahre persönlich erlebt haben. Wann kamen sie zur Migros, welches waren die grössten Veränderungen, was vermissen sie, und auf welche Neuerungen möchten sie nicht mehr verzichten? Text: Andrea Bauer Bild: Remo Neuhaus

Ausblick

Die Migros Aare ist ein solides, innova­ tives und profitables Unternehmen. Sie wird weiterhin sowohl in den Ausbau als auch in die Modernisierung des Filialnetzes investieren. Das Unternehmen wird Effizienzgewinne und tiefere Beschaffungskosten konsequent in Form von günstigeren Preisen an die Kundschaft weitergeben. Die Migros Aare wird auch künftig alles unternehmen, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. Gleichzeitig tritt sie dafür ein, die wirtschaftliche Leistung sowie ihr soziales und ökologisches Engagement beizubehalten. Dies ganz im Sinne ihrer Leitidee, sich mit Leidenschaft für die Lebensqualität ihrer Genossenschafterinnen und Genossenschafter, Kundinnen und Kunden einzusetzen.

Ernst Ledermann: Verkaufen mit Leidenschaft

«Ich kam 1987 zur Migros in den Holzzuschneide­raum im Do it + Garden in Burgdorf. Inzwischen leite ich die Micasa am Standort Schönbühl. Die markanteste Änderung ist für mich die Beziehung zum Kunden. Heute steht er rundum im Mittelpunkt: Was braucht er? Was könnte ihm gefallen? Diese Fragen sind Ausgangspunkt unserer Anstrengungen. Ausserdem muss alles schneller gehen – niemand hat mehr Zeit. So ist auch unser Job strukturierter geworden. Vieles ist klar geregelt und vorgegeben. Dank des Projekts ‹Verkaufen mit Leidenschaft› haben mein Team und ich mehr Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen. Das gefällt mir und motiviert mich sehr. Jede Zeit hat ihr Gutes. Was ich am meisten vermisse, sind allerdings die stetig wachsenden Umsätze von früher!»


Heimat-Fest 14. – 27. Mai 2019 Susanna Wittwer, Kräuterproduzentin Christian Bitterli, Bigler AG Michael Jaun, Bergkäserei Marbach AG

Alpenkräutersalz

Mozzarella aus Bergmilch

Bureschinken

Wir feiern die Produkte aus unserer Region.

Für Ihren Heimat-Fest-Schmaus finden Sie viele weitere Spezialitäten «Aus der Region. Für die Region.» in den teilnehmenden Supermärkten der Migros Aare. Malwettbewerb Kinder malen uns ein Bild eines Heimat-Festes und können einen FamilienErlebnistag in der Region oder eine Migros-Geschenkkarte gewinnen. Jetzt Malbogen am Migros-Kundendienst abholen oder unter: www.migrosaare.ch/heimatfest herunterladen und ausdrucken.

Gültig: bis 27.5.2019 nur solange Vorrat

1 Sofortpreis bei Abgabe Malbogen

Der bemalte Malbogen bis am 27. Mai 2019 am Kundendienst in einem der teilnehmenden Migros-Supermärkten abgeben. Viel Glück!

Teilnehmende Filialen Baden-City, Bremgarten, Brugg, Centre Brügg, Buchs, Burgdorf, Grenchen, Igelweid-Aarau, Interlaken, Köniz, Langendorf, Lenzburg, Lyss, Marktgasse, Oftringen, Ostermundigen, Reinach, Rheinfelden, SäliparkOlten, Shoppyland, Tivoli, Unterentfelden. Westside, Wettingen, Wohlen, Worb, Zentrum Oberland, Zofingen

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Kinder, die ihren Malbogen in einem der folgenden Migros-Supermärkte abgeben, erhalten gegen Abgabe dieses Bons einen Sofortpreis.


MIGROS AARE | 13.5.2019 | 65

Erfolgsrechnung (in 1'000 Franken) Anmerkung Nettoerlöse Detailhandel Grosshandel Gastronomie/Hotel Freizeit/Fitness Bildung/Kultur Dienstleistungen Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Erträge Andere betriebliche Erträge 1 Total betrieblicher Ertrag Betrieblicher Aufwand Waren- und Dienstleistungsaufwand Personalaufwand 2 Mietaufwand Anlagenunterhalt Energie und Verbrauchsmaterial Werbeaufwand Verwaltungsaufwand Übriger betrieblicher Aufwand 3 Abschreibungen und Wert­ 4 berichtigungen auf Positionen des Anlagevermögens Total betrieblicher Aufwand Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) Finanzergebnis 5 Ausserordentliches, einmaliges 6 oder periodenfremdes Ergebnis Gewinn vor Steuern Direkte Steuern Gewinn

2018

2017

3'029'782 80'755 141'861 29'501 31'643 90'564 3'404'106

2'952'990 68'020 146'007 29'717 33'631 89'127 3'319'491

78'968 3'483'074

79'550 3'399'041

-2'326'605 -581'535 -100'859 -36'419 -63'586 -36'847 -24'646 -88'258 -188'180

-2'259'626 -571'099 -93'730 -36'864 -63'277 -38'902 -27'162 -100'169 -176'826

-3'446'935 36'139

–3'367'656 31’385

-2'481 3'960

-3'680 796

37’619 -2'473 35'146

28’501 2'020 30'521

– Technische Anlagen und Maschinen – Übrige Sachanlagen – Anlagen in Bau Immaterielle Werte Total Anlagevermögen Total Aktiven Passiven Kurzfristiges Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – gegenüber Unternehmen des Konzerns – gegenüber Dritten Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten – gegenüber Unternehmen des Konzerns – M-Partizipationskonten Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten – gegenüber Dritten Passive Rechnungsabgrenzungen 8 Total Kurzfristiges Fremdkapital Langfristiges Fremdkapital Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten – gegenüber Unternehmen des Konzerns – gegenüber Dritten Rückstellungen 9 Total Langfristiges Fremdkapital Total Fremdkapital Eigenkapital Genossenschaftskapital Gesetzliche Gewinnreserve Freiwillige Gewinnreserve Bilanzgewinn Total Eigenkapital Total Passiven

36'000 15 140'593 2 1'240'421 1'482'418

49'599 4'495 143'153 – 1'201'360 1'454'306

31.12.18

31.12.17

4'890 97'091

3'187 136'593

401'472 39'717

618'239 40'714

72'160 62'590 677'921

62'733 67'059 928'525

285'200 30'502 12'412 328'114 1’006’035

55'200 16'657 12'806 84'664 1’013’189

5'184 3'196 432'079 35'926 476'384 1'482'418

5'063 3'196 402'079 30'780 441'117 1’454’306

Bilanz vor Gewinnverwendung (in 1'000 Franken) Aktiven

Anmerkung Umlaufvermögen Flüssige Mittel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – gegenüber Unternehmen des Konzerns – gegenüber Dritten Übrige kurzfristige Forderungen – gegenüber Unternehmen des Konzerns – gegenüber Dritten Vorräte Aktive Rechnungsabgrenzungen 7 Total Umlaufvermögen Anlagevermögen Finanzanlagen – gegenüber Unternehmen des Konzerns – gegenüber Dritten Beteiligungen – an Unternehmen des Konzerns – an Dritten Sachanlagen – Grundstücke und Bauten

31.12.2018

31.12.2017

34'494

60’601

4'631 11'544

1'385 10'917

64'311 11'664 113'000 2'352 241'998

34'681 26'936 118'000 426 252'946

11'549 22'134

13'329 12'532

34'547 548

34'472 566

995'033

943’213

Heidi Arnus: Den Moment geniessen

«1995 habe ich in der Migros Zofingen am Kundendienst begonnen. Es waren für mich sehr schöne, ja, wunderbare 23 Jahre. Nach wie vor macht mir die Arbeit am Kundendienst Freude – die Migros ist noch kulanter geworden. Die Menschen haben sich aber nicht gross verändert – vielleicht hab ich mich auch mit ihnen verändert. Im Jubiläumsjahr fand besonders der 20-fach-Cumulus-Tag viel Anklang. Mich persönlich freute der freie Tag zum Geburtstag: Den habe ich mit meinen Grosskindern verbracht.»


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MIGROS AARE | 13.5.2019 | 67

7 Lilian Hofmann: Immer neugierig

«Im September 1988 begann ich im ‹Snäcky› der Migros im Shoppyland Schönbühl. Inzwischen arbeite ich im Migros-Restaurant im Shoppy dort, wo es mich braucht. Die Abwechslung gefällt mir sehr. An Veränderungen in den 20 Jahren kommen mir als Erstes die Berufskleider in den Sinn: Von Schürzen über Röcke und Hosen habe ich alles erlebt. Und die Kundschaft ist anspruchsvoller und fordernder. Ich versuche, den Moment zu geniessen. Seit mir eine Krankheit fast das Leben gekostet hat, sehe ich vieles gelassener.»

Anmerkungen (in 1'000 Franken) 2018 1

2

3

4

5

6

Andere betriebliche Erträge Aktivierte Eigenleistungen Übrige betriebliche Erträge Personalaufwand Löhne und Gehälter Sozialversicherungen Personalvorsorgeeinrichtungen Übriger Personalaufwand Übriger betrieblicher Aufwand Sonstiger Betriebsaufwand Gebühren und Abgaben Abschreibungen und ­Wertberichtigungen auf Positionen des Anlagevermögens Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Übrige Sachanlagen Immaterielle Werte Finanzanlagen Beteiligungen

Finanzergebnis Kapitalzinsertrag Wertschriftenertrag Beteiligungsertrag Kapitalzinsaufwand

Ausserordentliches, einmaliges oder periodenfremdes Ergebnis Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen Verlust aus Verkauf von Anlagevermögen

2017

2'388 76'579 78'968

1'593 77'957 79'550

-463'852 -46'969 -49'997 -20'718 -581'535

-454'958 -47'691 -48'944 -19'506 -571'099

-78'620 -9'639 -88'258

-90'409 -9'760 -100'169

-56'046 -117'703 -5'733 -2 -8'696 – -188'180

-32'488 -120'607 -12'127 -329 -11'276 – -176’826

964 1 193 -3'638 -2'481

919 1 214 -4'813 -3'680

3'961

796

-1 3'960

– 796

8

9

Aktive Rechnungsabgrenzungen Vorausbezahlte Aufwendungen Übrige Abgrenzungen Passive Rechnungsabgrenzungen Klubschulerträge Freizeitanlagen Mieten Übrige Abgrenzungen

Rückstellungen AHV-Ersatzrente Kulturelles/Personelles Ersatzinvestitionen/Sanierungen

2'273 79 2'352

326 99 426

8'453 7'833 1'189 45'115 62'590

8'789 7'583 1'927 48'760 67'059

11'545 577 290 12'412

11'855 662 290 12'806

2018 35'146 188'180

2017 30'521 176'826

-3'961

-796

1

–

-395 218'971 11'398 5'000 -1'926

–1'082 205'469 -2'251 -18'000 614

-28'372 -4'469

7'600 10'118

200'601

203'550

-16'519 -57 -213'309 -4 6'608 -223'280 -29'630 -217'764

-11'600 -8'378 -277'549 -270 14'913 -282'883 -9'744 132'030

243'845 121 -3'428 -26’107

-19'282 11 103'015 23’682

60'601 34'494 -26'107

36'919 60'601 23'682

Geldflussrechnung (in 1'000 Franken) Gewinn Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Positionen des Anlagevermögens Gewinn aus dem Verkauf von Anlagevermögen Verlust aus dem Verkauf von Anlagevermögen Veränderung Rückstellungen Cashflow Veränderung kurzfristige Forderungen Veränderung Vorräte Veränderung aktive Rechnungsabgrenzungen Veränderung kurzfristige Verbindlichkeiten Veränderung passive Rechnungsabgrenzungen Geldfluss aus Geschäftstätigkeit Investitionen – Finanzanlagen – Beteiligungen – Sachanlagen – Immaterielle Werte Desinvestitionen Geldfluss aus Investitionstätigkeit Veränderung kurzfristige Forderungen Veränderung verzinsliche kurzfristige Verbindlichkeiten Veränderung langfristige Verbindlichkeiten Veränderung Genossenschaftskapital Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit Veränderung der Flüssigen Mittel Liquiditätsnachweis: Flüssige Mittel 1. 1.  Flüssige Mittel 31. 12.  Veränderung der Flüssigen Mittel


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MIGROS AARE | 13.5.2019 | 69

Anhang Angaben zu den in der Jahresrechnung angewandten Grundsätzen Die vorliegende Jahresrechnung wurde gemäss den Vorschriften des Schweizer Gesetzes, insbesondere der Artikel über die kaufmännische Buchführung und Rechnungslegung des Obligationenrechts (Art. 957 bis 962), erstellt. Die Rechnungslegung erfordert von der Verwaltung Schätzungen und Beurteilungen, welche die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Eventualverbindlichkeiten im Zeitpunkt der Bilanzierung, aber auch Aufwendungen und Erträge der Berichtsperiode beeinflussen könnten. Die Verwaltung entscheidet dabei jeweils im eigenen Ermessen über die Ausnutzung der bestehenden gesetzlichen Bewertungs- und Bilanzierungsspielräume. Zum Wohle des Unter­ nehmens können dabei im Rahmen des Vorsichtsprinzips Abschreibungen, Wert­ berichtigungen und Rückstellungen über das betriebswirtschaftlich benötigte Ausmass hinaus gebildet werden. Die Genossenschaft Migros Aare publiziert keine konsolidierte Jahresrechnung, weil der Migros-Genossenschafts-Bund eine konsolidierte Jahresrechnung nach einem anerkannten Standard (Swiss GAAP FER) publiziert, die auch die Jahresrechnung der Genossenschaft Migros Aare beinhaltet. Angaben, Aufschlüsselungen und Erläuterungen zu Positionen der Erfolgsrechnung und Bilanz Entsprechende Ausführungen zu einzelnen Positionen der Erfolgsrechnung und Bilanz siehe «Anmerkungen zur Jahresrechnung»

Bedeutende Beteiligungen Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich Kapitalanteil Stimmrechtsanteil FlowerPower Fitness und Wellness AG, Moosseedorf Kapitalanteil Stimmrechtsanteil cha chà AG, Moosseedorf Kapitalanteil Stimmrechtsanteil Shopping-Center Brünnen AG, Bern Kapitalanteil Stimmrechtsanteil LFS AG, Moosseedorf Kapitalanteil Stimmrechtsanteil Voi AG, Moosseedorf Kapitalanteil Stimmrechtsanteil Time-Out AG, Moosseedorf Kapitalanteil Stimmrechtsanteil Shoppyland, Shoppy AG, Moosseedorf Kapitalanteil Stimmrechtsanteil Golf Limpachtal Betriebs- und ­Verwaltungs-AG, Buchegg Kapitalanteil Stimmrechtsanteil Public Golf Bucheggberg AG, Buchegg Kapitalanteil Stimmrechtsanteil Culinart Gastro AG, Moosseedorf Kapitalanteil Stimmrechtsanteil Beef2go AG, Bern Kapitalanteil Stimmrechtsanteil BOOTCAMPER.ch AG, Moosseedorf Kapitalanteil Stimmrechtsanteil

31.12.2018

31.12.2017

19,70% 16,22%

19,70% 16,22%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

54,40% 91,72%

54,40% 91,72%

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

50,00% 50,00%

50,00% 50,00%

0,00% 0,00%

100,00% 100,00%

Casa Interio AG, Moosseedorf Kapitalanteil Stimmrechtsanteil

100,00% 100,00%

100,00% 100,00%

Indirekte Beteiligungen werden in der Jahresrechnung des Migros-Genossenschafts-­ Bunds ausgewiesen.

31.12.2018 31.12.2017 Weitere Angaben (in 1'000 Franken) Nicht bilanzierte Miet- und Leasingverbind766'600 585'935 lichkeiten mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 244 244 Nicht bilanzierte Mietzinsgarantie, Moosstrasse 11, Urtenen-Schönbühl Gesamtbetrag der für Verbindlichkeiten 37'209 36'365 Dritter bestellten Sicherheiten Gesamtbetrag der zur Sicherung eigener 47'836 10'729 Verbindlichkeiten verwendeten Aktiven Fristigkeiten der langfristigen ­verzinslichen Verbindlichkeiten fällig innerhalb 1 bis 5 Jahre 285'000 55'000 200 200 fällig nach 5 Jahren Personalbestand (Jahresdurchschnitt) Festangestellte 8'343 8'179 Teilzeitangestellte im Stundenlohn 3'531 3'521 Total Personalbestand 11'874 11'700 Vollzeitstellen ­ 7'802 7'637 660 618 Lernende Honorar der Revisionsstelle 29 32 Revisionsdienstleistungen* 108 34 Andere Dienstleistungen *Die interne Revision leistet jährlich einen wesentlichen Beitrag an die Prüfung der Jahresrechnung. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag und bis zur Beschlussfassung der s­ tatutarischen Jahresrechnung durch die Verwaltung der Genossenschaft Migros Aare fanden keine wesentlichen Ereignisse statt. Es bestehen keine weiteren nach Art. 959c OR ausweispflichtigen Sachverhalte.

Verwendung des Bilanzgewinns (in 1'000 Franken) Gewinnvortrag Gewinn laufendes Jahr Bilanzgewinn Auflösung/(Zuweisung) Kulturprozent Freier Bilanzgewinn zur Verfügung der Urabstimmung Zuweisung an Freiwillige Gewinnreserve Vortrag auf neue Rechnung

2018 780 35'146 35'926 35'926

2017 259 30'521 30'780 30'780

-35'000 926

-30'000 780

Aufwendungen des Kulturprozents (in 1'000 Franken) Kulturelles Bildung Soziales Freizeit und Sport Wirtschaftspolitik Anteilmässige Verwaltungskosten/ Rückstellungen Total 0,5 % des massgebenden Umsatzes Auflösung/(Zuweisung) Reserve Kulturprozent Vortrag aus Vorperioden Reserve Kulturprozent nach Gewinnverwendung

2'303 10'482 513 523 941 1'203

2'134 10'077 979 2'757 250 810

15'965 15'875 –

17'007 15'496 –

– –

– –


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MIGROS AARE | 13.5.2019 | 71

JAHRESRECHNUNG 2018

Bericht der Revisionsstelle Als Revisionsstelle haben wir die beiliegende Jahresrechnung der Genossenschaft Migros Aare bestehend aus Erfolgsrechnung, Bilanz, Geldflussrechnung und Anhang für das am 31. Dezember 2018 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung der Verwaltung Die Verwaltung ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist die Verwaltung für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontroll­ system, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rech­ nungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2018 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 906 OR in Verbindung mit Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 906 OR in Verbindung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben der Verwaltung ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahres­ rechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht, und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

«Am 2. August 1995 begann ich die Lehre bei der dama­ ligen Migros Aargau/Solothurn im Bereich Consumer Electronics. Nach der Fusion wurde ich stellvertretender Fachmarktleiter im Melectronics Olten Freizeitland, heute Sälipark. 2008 suchte die IT-Abteilung einen Service-­ Desk-Mitarbeiter. Noch während ich meine Bewerbungs­ unterlagen ausdruckte, kam ein Anruf aus der IT: Ob ich Interesse an diesem Job hätte? Huch, dachte ich, gibts im Kopierer versteckte Kameras? Es war Zufall. Ich habe spä­ ter den Bereich ‹Mobile Geräte› übernommen. Manchmal vermisse ich den direkten Kundenkontakt. Den Röhren­ monitoren trauere ich aber definitiv nicht nach!»

Moritz Gyr: Ein Berufsleben für die Migros

«Ich habe im Sommer 1975 als Aushilfe, ein Jahr später mit der Lehre als Lebensmittelverkäufer in der Migros begonnen. Die Fusion 1998 war eine spannende Zeit, als aus den ‹Fremden aus Bern› plötzlich Kollegen wurden. In den 20 Jahren haben sich vor allem das Sortiment in seiner Fülle und die Öffnungszeiten in ihrer Länge ver­ ändert. Professionalisiert wurde auch die Mitarbeiter­ förderung und -ausbildung. Aber immer habe ich die Migros Aare als faires Unternehmen wahrgenommen. Seit Ende 2018 geniesse ich nun meine Pensionierung.»

Geschäftsbericht der Migros Aare

Bern, 25. Februar 2019 PricewaterhouseCoopers AG Rodolfo Gerber Revisionsexperte Leitender Revisor

Jeoffrey Burry: Vom Melectronics in die IT

Marc Zurflüh Revisionsexperte

Der Geschäftsbericht der Migros Aare ist ab sofort auf migrosaare.ch/unternehmen zu finden oder kann als Druckexemplar per E-Mail auf media@migrosaare.ch oder via Tel. 058 565 87 08 bestellt werden.


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STADT, LAND, STUTZ | 13.5.2019 | 73

Die Wandergruppe

Illustration: Rinah Lang

Als dienstagmorgens um 7.57 Uhr der Zug in meinem Bahnhof einfährt, ahne ich noch nichts. Eigentlich liegt es auf der Hand, der Wetterbericht hat einen schönen Frühlings­ tag prophezeit. Doch ich steige ein und be­ wege mich naiv in Richtung Sitzabteile im oberen Stock. Auf einen Schlag setzt sich die Realität wie ein Puzzle vor meinen Augen zusammen: Wanderstöcke, karierte Hemden, graue Haare, fröhliches Geplapper – eine Wandergruppe hat sich ausgebreitet.

Lisa Stutz (24) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.

Ich verstehe ja nicht ganz, warum sich Wan­ dergruppen zuverlässig den eh schon vollsten Pendlerzug für ihre Reisli heraussuchen. Da hat wahrscheinlich der Seiler Peter vor einer Woche den Hugentobler Fritz angerufen und gefragt: «Was meinsch, nähmed mer am Zischtig de Zäh-vor-Achti-Zog?» Und der ­Hugentobler Fritz hat nicht an die vielen Be­ rufspendler gedacht und erwidert: «Ja dasch

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doch prima, de semmer gnueg früeh ufem Hoger!» Und so stehe ich nun im Gang zwi­ schen dem Seiler Peter, dem Hugentobler Fritz, deren Frauen und «Wandergspändli». Andererseits muss ich zugeben: Wenn ich Rentnerin wäre, würde ich mich auch nicht um 6 Uhr auf den Zug quälen, nur um dem Pendlerstrom zuvorzukommen. Und erst um 9 Uhr losfahren würde ich nicht wollen – kaum ist man auf dem «Hoger», gibts ja schon Zmittag. Wenn sie nur nicht so verdammt fröhlich wären. Wenn sie nur nicht so viele Opa-Witze über die Abteile hinweg «hepen» würden. Wenn nur ihre Wanderstöcke nicht überall herumlägen. Wenn sie nur nicht so viele Sitzplätze besetzen würden. Wenn ich nur ebenfalls sitzen könnte. Wenn ich mich nur auch freiwillig für den «Zäh-vor-AchtiZog» entschieden hätte. Wenn ich nur auch den sonnigen Tag geniessen könnte … MM


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Schnell ausgelesen Liebe via Literatur? Der Buchhändler- und Verleger-Verband wollte es wissen und lud zum Speed-Dating. Ein Flirtexperiment mit Buch – und der Aussicht auf eine Fortsetzungsgeschichte. Text: Benny Epstein  Bilder: Basil Stücheli

Haben sich über «Das letzte Testament» kennengelernt: Denise und Sean beim literarischen Speed-Dating


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DATING | 13.5.2019 | 77

Welcher Mann steckt hinter welchem Buch? Chris (oben) hat den «Sturm im Goldfischglas» zum Dating-Anlass mitgebracht.

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udi Dutschke? Muss ich den kennen?» – «Nein, nein.» – «Schauspieler? Politiker?» – «68er.» – «Okay. Das ist aber gar nicht deine Zeit.» – «Nein, ehrlich gesagt ist seine Biografie ­ das einzige Buch, das ich zu Hause habe.» Sven (38)* und Claudia (41)* lachen. Sein ­Geständnis bringt das Eis zum Brechen. ­ Zum Glück, denn sie haben nur sieben ­Minuten Zeit, sich ­auszutauschen. Dann ­bimmelt es, und die Frauen rutschen einen Platz weiter. Speed-­Dating eben. «Men Without Women» und andere Storys

Es kommt wohl nicht oft vor, dass bei einem Speed-Dating über den deutschen Studentenführer Rudi Dutschke gesprochen wird. ­ An diesem Abend im Papiersaal der Zürcher Sihlcity aber schon. 31 Männer und ebenso viele Frauen sind dem Ruf «Sag’s mit einem Buch» gefolgt. Eingeladen hat der Schweizer Buchhändler- und Verleger-­Verband (SBVV). * Vollständiger Name ist der Redaktion bekannt.

«Wir alle kennen doch die Situation, wenn wir im Tram oder Zug auf einen Buchrücken blicken und uns Gedanken über die Person gegenüber machen.» Dani Landolf Gastgeber des Speed-Datings mit Buch

Für einmal soll ein Buch als Gesprächsgrundlage dienen: Den ersten Kontakt sollen die Frauen anhand eines der Titel wählen, die ­ die Männer mitgebracht haben: Wie alt ist ­ der Herr, der «Das letzte Testament» mit­ gebracht hat? Wie sieht der Typ aus, der ­ «The Naked Ape» mitgenommen hat? Was will einer mit «Men Without Women» an ­einem Speed-Dating? Und wie tickt einer, der mit dem «Guinness-Buch der Rekorde» aufgetaucht ist? «Bücher sagen viel über ihren Leser aus», meint SBVV-Geschäftsführer Dani Land­olf (51). «Wir alle kennen doch die Situation, wenn wir im Tram oder Zug auf einen

Buchrücken blicken und uns Gedanken über die Person gegenüber machen.» Anfänger im Speed-Dating

«Dein einziges Buch? Das ist sehr ehrlich», findet Claudia. «Dann musstest du wenigstens nicht lange überlegen.» – «Ja, ich lese lieber Zeitungen», erklärt Sven. «Für Bücher nehme ich mir zu wenig Zeit. Über Rudi Dutschke habe ich damals meine Maturarbeit geschrieben.» Sven und Claudia waren noch nie an einem Speed-Dating – das behaupten sie zumindest. Sven: «Würde ich e­ igentlich auch nie machen. Aber mit diesem Hintergrund fand ich es spannend. Da weiss man, dass man Leute trifft, die lesen, die ­Tiefgang haben, sich mit dem Leben be­schäftigen. Nicht die Leute, die ständig auf Instagram sind und jedes Wochenende in drei Clubs abhängen.» Claudia stimmt zu. Es sind unter anderem Lehrer, Dozenten, Anwältinnen oder Zahnärzte, die sich zum schnellen Kennenlernen am Welttag des ­Buchs an­gemeldet ­haben, auf der Suche nach


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Barcelona Liebe, Freundschaft und interessanten Gesprächen. Claudias Buch handelt von Argentinien. «Warst du schon mal da?», will Sven wissen. «Ja, drei Mal. Ich war ab und zu als Pianistin auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs, und in Buenos Aires befindet sich der Umschlagplatz für Schiffe auf dem Weg in die Antarktis. Was machst ­ du in deinem Leben?» Sven arbeitet bei ­einer Bank. «Da bin ich als Datenanalyst tätig. Die Arbeit ist sehr komplex, das mag ich», erklärt er, «vielleicht wie ­Bücher zu verkaufen, vielleicht wäre das auch was für mich.» Claudia widerspricht lachend: «Dafür müsstest du aber Bücher lesen.» Jetzt lachen wieder beide. Ein Kreuzchen für «Gefällt mir»

Blumen und Kerzen schmücken die Tischlein im Papiersaal. Es ist laut. Dating-Atmosphäre? Na ja. Aber an keinem Tisch stockt das Gespräch. Auch da nicht, wo sich ein 35-Jähriger und eine 63-Jährige gegenübersitzen. Bei den ­einen bietet das Buch die Startrampe ­ für ein persönliches Gespräch. Bei den anderen hilft es aus der Not heraus. «Und du arbeitest als Pianistin?», fragt Sven. «Ja, an der Hochschule und am Theater. Ach, jetzt ist die Zeit leider schon um. Wir müssen ein Kreuzchen machen. Nicht schauen!» Ja oder nein? Soll der Kontakt vertieft werden, oder war Rudi Dutschke doch die falsche Wahl? Tags darauf erfahren alle online, ob sich ein Match ergeben hat. Im positiven Fall können sie dann Kontakt aufnehmen. Und an einer gemeinsamen Geschichte weiterschreiben. MM Infos zu Speed-Dating-Events: speeddating.ch

Der Ort des Geschehens: ­ Der Papiersaal in Zürich lieferte die Bühne für einen Auftritt mit Buch.

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NACHHALTIGER FISCHFANG | 13.5.2019 | 81

Angel statt Netz

E

s ist eine gnadenlose Jagd: Wenn modern aus­ gerüstete Fischer in den Gewässern vor Indone­ sien Thunfische fangen, arbeiten sie mit riesigen Ringnetzen. Ganze Fischschwärme gehen so in die Falle. Ausserdem gibt es immer wieder sogenannten Bei­ fang. «Haie, Rochen, Del­fine und Schildkröten landen ebenfalls im Netz», erklärt die Meeres­ biologin Sandra Hinni, die als Spezialistin für Nachhaltigkeit beim Migros-Genossenschafts-­ Bund (MGB) arbeitet. Ganz anders geht die Ver­ einigung aus 750 Fischern vor, mit denen die Migros nun eine Partnerschaft aufbaut. Die Män­ ner haben ihren Heimathafen in der Stadt Sorong an der Küste des indonesischen Inselteils von Neuguinea. Sie verfügen über 35 Boote und setzen auf eine alt­ bewährte Methode – den Thun­ fischfang mit Angel und Leine. «Die Ausbeute ist so kleiner, doch es werden praktisch nur Thunfische gefangen und andere Meeresbewohner verschont», sagt Hinni. Grosse Angelhaken sorgen ausserdem dafür, dass keine Jungfische anbeissen.

Die Migros tut etwas gegen die Plünderung der Meere: Auf den Malediven und neu in Indonesien unterstützt sie Fischer, die ökologisch arbeiten. Im Konservensortiment bietet die Detailhändlerin nur Thunfisch an, der mit der Angel gefangen wurde. Text: Michael West

Zum Schutz der Meere Als grosse Fisch­ verkäuferin trägt die ­Migros eine beson­ dere Verantwortung für das Wohl der Meere. Beispielsweise stammt die Hälfte ­aller Thunfischdosen, die in der Schweiz verkauft werden, von der Detailhändlerin mit dem orangen M. Die Migros bietet ­generell nur noch ­Fische aus nach­­hal­tigen Quellen an. Alle ­Fischprodukte im Sortiment haben eine Herkunft, die der WWF als empfehlenswert oder akzeptabel bewertet.

Bilder: Warren Smart/Green Renaissance/IPNLF

Auch Arbeitsplätze werden geschützt

Diese «Pole and Line»-Fang­ methode bietet aber nicht nur ökologische, sondern auch ­soziale Vorteile: Im Unterschied zur industriellen Fischerei sind hier im Verhältnis mehr Men­ schen im Einsatz; es werden also ­Arbeitsplätze geschaffen. Die Fischer aus Sorong er­ halten nun das Zertifikat der Meeres­schutzorganisation MSC. Und die Migros kauft ihnen Thunfisch für ihre Konserven ab. «Unsere Abnahmegarantie gibt den Fischern eine neue Per­ spektive», sagt Adrian Lehmann, Einkäufer beim MGB. «Und sie trägt dazu bei, dass die Fisch­ bestände geschont ­werden.» Ein grosses «Pole and Line»Projekt unterstützt die Migros

bereits seit 2013 auf den Male­ diven: Auch dort unterhält die Detailhändlerin eine Partner­ schaft mit Fischern, die auf tra­ ditionelle Art Thunfisch fangen. Dank des neuen Engagements auf I­ ndonesien wurde nun ein ehrgeiziges Ziel erreicht: Die ­Migros bietet in ihrem Konser­ vensortiment nur noch Thun­ fisch an, der mit der Angelrute gefangen wurde. Sogar Katzen­ futter mit «Pole and Line»Thunfisch ist erhältlich: Hätten Stubentiger ein Umweltgewis­ sen, könnten sie diesen Lecker­ bissen doppelt geniessen. MM

Diese indonesischen Fischer fangen Thunfische mit der Angel. Das ist arbeitsintensiv, aber ökologisch.


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Verlosung Der Fünf-Sterne-Camping Campofelice in T ­ enero (oben) dient als idealer Ausgangspunkt für den Ausflug auf den Monte Generoso.

Preisfrage: Seit wie vielen Jahren fährt die Zahnradbahn auf den Monte Generoso?

So machen Sie mit

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Spektakuläre Kulisse auf 1704 Metern Höhe Der Monte Generoso mit der imposanten Anlage «Fiore di pietra» von Mario Botta ist das neue Wahrzeichen des Tessins. Die Zahnradbahn fährt seit mehr als 125 Jahren von Capolago am Luganersee über eine Strecke von neun Kilometern durch die zauberhafte Berglandschaft des Naturschutzgebiets auf den 1704 Meter hohen Gipfel. Im Gourmet- wie auch im Self-Ser­ vice-­Restaurant können Sie das Beste der Tessiner Küche kosten. Vor allem lassen Sie sich von der atemberaubenden 360-Grad-­

Aussicht verzaubern. Geeigneter Ausgangspunkt für den Ausflug ist das mehrfach ausgezei­chnete «Fünf-Sterne Campo­felice Camping Village» direkt am Lago Mag­ giore mit dem privaten Sandstrand von 400 Metern und der neuen Pool- und Wellnesslandschaft. Der Preis umfasst neben vier Hinund Retourfahrten auf den Monte Generoso zwei Übernachtungen für vier Personen auf dem Campingplatz Campofelice Village. MM montegeneroso.ch; campofelice.ch

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2. Wenn Ärger droht, ist ein Gewitter … O im Pyjama

U im Bademantel

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im Anzug

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5G

S

1000

3. Welcher Begriff hat etwas mit dem Mobilfunk zu tun? M 2Z

T

3H

Teilnahmeschluss: Sonntag, 19.5.2019, 24 Uhr

4. Das Fürstentum Liechtenstein feiert 2019 das … Jahr-Jubiläum. G 300

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5. Wie viele Zähne hat ein ausgewachsener Hund in der Regel? A 36

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6. Wie hiess ein Propagandasender der DDR? D Radio Eriwan

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Auflösung Nr. 19:

7. Welches Schweizer Mundartlied stammt aus Adelboden? A S Träumli

H S Margritli

I

S Vogellisi

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Argentinien

8. Welches Land gehört nicht zu den ABC-Staaten? N Bolivien

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RUCKSACK Gewinner Nr. 18: Elsa Fehr, Winterthur ZH; Agnes Roth, Bern

Lösungswort : 1

2

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Paroli

2 × 100 Franken zu gewinnen

Tragen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5:

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD3 OSTEN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 19.5.2019, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Lösungswort : 1

2

3

4

5

Auflösung Nr. 19: HOTEL

Gewinner Nr. 18: Astrid Oppliger, Kölliken AG; Heidi Schneider, Thun BE


VON EUROPA IN DIE KARIBIK

Von Savona in die Dominikanische Republik

Von Savona aus bringt Sie die Costa Favolosa zunächst zu den pulsierenden Städte Marseille, und Barcelona, bevor Sie die Teneriffa farbenfroh in Richtung Sonne verabschiedet. Ab jetzt erwarten Sie entspannte Tage auf See, die Sie nach Herzenslust gestalten können. Freuen Sie sich derweil auf die bezaubernden karibischen Inselperlen, die Sie mit freundlichen Menschen, endlos langen Stränden, türkisfarbenem Meer und sommerlichen Temperaturen empfangen. Von der Dominikanischen Republik aus geht es schliesslich zurück in die Schweiz. Buchen Sie jetzt zum exklusiven Aktionspreis – nur bei onlinetours.ch!

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Reisedatum und Programm 30.11.2019 bis 17.12.2019

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CHF 560.-

Di, 17.12.19

30.11.19 01.12.19 02.12.19 05.12.19 12.12.19 13.12.19 14.12.19 16.12.19

Busfahrt nach Savona, Einschiffung Marseille, Frankreich Barcelona, Spanien Teneriffa, Spanien Bridgetown, Barbados Fort de France, Martinique Point-à-Pitre, Guadeloupe La Romana, Dom.Republik, Ausschiffung, Rückflug Am Nachmitttag Ankunft in Zürich

Nicht erwähnte Tage sind Seetage

So viel ist inbegriffen: • Busanreise Schweiz – Savona • Erlebnis-Kreuzfahrt • deutschsprachige Bordhostess • Vollpension an Bord • Unterhaltungsprogramm • Linienflug via Deutschland oder Madrid nach Zürich • Alle Hafen-/Flughafentaxen • Trinkgelder im Wert von CHF 208.-.

Badeverlängerung am Traumstrand 5 Tage/4 Nächte nur Fr. 795.– Erstklasshotel Dreams Palm Beach**** in Punta Cana, pro Person im Doppelzimmer „all inclusive“

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RÄTSEL | 13.5.2019 | 89

Gewinnen Sie eine von 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Sudoku

7

5 9 4 2 9 5 7 8 4 3 7 5 8 2 9 1 6 6 3 4 6 5 3 8 4 1 9 6 1 2 4

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den blauen Feldern von links nach rechts.

×2

2 × 100 Franken zu gewinnen

Auflösung Nr. 19: 731

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe

Gewinner Nr. 18: Vera Schürch, Bern; Maria Ulbricht, Romont FR

Teilnahmeschluss: Sonntag, 19.5.2019, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

raetsel.ch 401436

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken und 3 3 3 3 mehr als zwei Linien

1 2 5

2

0 0

Auflösung Nr. 19:

3

4

3 1

3

1 4 1

3

2

2

2

0

1

6

1

2

4

2

3

3 3 3

3 1 3

2

1 2 4

3

2

2

2

4

2

4 4

2

5 4

2 Auflösung Nr. 19: 4

3 2

4

4 1

5 4

1 4

1

5

4 3 4

3

5 2 2 3

2 4 3

4 4

1 2

1 3 3 2 2

© raetsel.ch 1344

raetsel.ch 392940

© raetsel.ch 1345

raetsel.ch 392941

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 558 711 Ex. (WEMF 2018) Leserschaft: 2 348 000 (WEMF, MACH Basic 2019-1)

Adresse Redaktion und Business Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848 Kontakt: www.migmag.ch/leser

Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund

Chefredaktion Franz Ermel

Leitung Ressort Food Roberto Zimmermann

Blattmacher Steve Gaspoz

Leitung Ressort Health & Beauty Rüdi Steiner

Leitung Ressort ­Migros & Gesellschaft Kian Ramezani

Leitung Layout Pablo Tys

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Leitung Bild Olivier Paky Leitung Produktion Roland Linder

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92 | 13.5.2019 | MEINE WELT

Mein Lieblingsprodukt «Jeden Abend vor dem Schlafengehen esse ich diesen Magerquark – mit Früchten, Müesli und Proteinpulver.»

Als Bachelorette sucht Andrina Santoro derzeit im Fernsehen nach der grossen Liebe. Zu Hause in Zürich-Oerlikon erfreut sie sich an ihrer Schuhsammlung, den Neffen und dem Armband ihres Auserwählten. Text: Lisa Stutz Bilder: Désirée Good 1

Bilder: 3plus, zVg

«Ich kann gut mit Kritik umgehen»


MEINE WELT | 13.5.2019 | 93

3

1 Mein Versteck «Ich wohne in einer 1 ½-Zimmer-Wohnung in Zürich-­ Oerlikon. Eigentlich war sie nur als Übergangslösung gedacht, aber mir gefällt es hier. Trotz weniger Quadratmeter habe ich Platz für viele Schuhe.»

2

4

2 Mein Hobby «Ich habe zehn Jahre lang Ballett getanzt. Auch Jazz, Hip-Hop und Salsa habe ich drauf. Heute tanze ich nur noch, wenn ich ausgehe – oder zu Hause vor dem Spiegel.» 3 Meine Pause «Ich schaue gerne Filme und Serien. ‹Avatar› ist definitiv einer meiner Favoriten.» 4 Mein Hometrainer «Ich versuche, jeden Tag auf den Hometrainer zu steigen. Meist schon frühmorgens. Zusätzlich gehe ich ins Gym oder besuche Bootcamps. Ich mache Sport, um mich gut zu fühlen.»

5

7

Name Andrina Santoro (26) Wohnort Zürich Das läuft bei mir «Gerade ist ziemlich viel los – ich gebe Interviews und werde auf der Strasse erkannt. Trotz­ dem habe ich keine Angst abzuheben. Auch mit der Kritik, die ich als Bache­ lorette zu hören kriege, kann ich gut umgehen. Ich bin in Oberglatt ZH und Bülach ZH auf­gewachsen und hatte eine schöne Kindheit. Nach der Schule habe ich eine KV-Lehre mit Berufs­ matur absolviert. Mit 20 habe ich mit Fitness­training begonnen und meine Trainingserfolge auf Instagram geteilt. Damals bewegte ich mich in der Bodybuilder­szene. Nachdem ich mich für einen Wettkampf herunter­ ge­hungert hatte, was sich auf meine Gesundheit auswirkte, stieg ich aus. Heute halte ich mich ganz ver­nünftig fit und kann meine Follower ebenfalls dazu motivieren. Als mich der Sender 3+ für ‹Die Bachelorette› anfragte, war ich überrascht. Ich bin froh, die Chance gepackt zu haben.»

6

5 Meine Männer «In Südafrika kämpften diese 21 Männer um mein Herz. Woche für Woche musste ich jedoch einen nach Hause schicken. Wer wie weit kommt, kann man jeden Montag im Fernsehen sehen.» 6 Mein Auserwählter «Für wen ich mich entschieden habe, darf ich nicht verraten. Nur so viel: Dieses Armbändeli hat er mir nach abgeschlossenen Dreharbeiten geschenkt. So herzig! Ich trage es immer am Handgelenk.» 7 Mein Park «Auf Instagram habe ich fast 300 000 Follower. Ich poste täglich Bilder von mir. Zum Fotografieren brauche ich natürlich eine gute Location. Hier im Glattpark finde ich immer einen passenden Hintergrund.»

8

8 Meine Neffen «Gabriel und Leonardo (beide 2) sind die Söhne meines Bruders. Sie sind zwei richtige Schnügel, strahlen immer und sind glücklich. Ich verbringe so viel Zeit mit ihnen, wie ich nur kann.»  MM


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