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Migros magazin 19 2018 d os

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MM19, 7.5.2018 www.migrosmagazin.ch

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Gesundheit Tabuzone Unterleib: Schamgefühle sind fehl am Platz Seite 3

Glück ist lernbar

Royal Wedding: Der Reiz des königlichen Klatschs

Seite 22

MoskitoSchutzkleidung im SportXX Seite 27

Bild: Franziska Frutiger

Humortherapie

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Seite 10

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Gesundheit Lachen ist gesund, Glück lernbar. Und: Was bei ­Blasenschwäche und ­Erektionsstörungen hilft.

Seite 21

Flirten und küssen: Was ist los mit den Politikern?

Bei Salome Guggisberg lachen sich Menschen gesund

28 Seiten Infos und Tipps

Muttertagsgespräche

Lustig oder lästig: Mamas guter Rat Seite 12


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MM19, 7.5.2018  7

M Editorial

Mami, i ha di gärn

Mit sechs Jahren wollte ich unbedingt mit ins Turnlager. Meine grosse Schwester Eveline war schon angemeldet, und ich befand: Dafür bin ich auch längst alt genug! Mami zweifelte nicht daran und versprach den Betreuern, im Fall von Heimweh werde sie das Küken abholen. So reiste ich mit und fand das Brennballspielen in der aufblasbaren Halle von Sarnen total cool, obwohl mich als kleinster Furz natürlich niemand freiwillig ins Team wählte. Abends guckte ich in der Zivilschutzanlage im Kerzenschein dem Flaschendrehen der Grossen zu und hoffte immer fest, dass meine Schwester kein grusiges Müntschi bekommen würde.

Bilder: Jorma Müller, Getty Images

Zum Muttertag erzählen meine Kolleginnen und Kollegen in dieser Ausgabe, welchen Rat sie von ­ihrer Mutter mit auf den Weg bekommen haben. Die persönlichen Einblicke zeigen: Jedes Mami hat seine eigene Strategie, das Kind vor den grössten Gefahren zu bewahren. Nach dem Turnlager erwartete Mami uns am Bahnhof – Eveline, gottlob ungeküsst, ich in einem hygienischen Ausnahme­ zustand, über den Mami bis heute Tränen lachen kann. Mein allerliebs­ tes Minnie-Mouse-T-Shirt hatte ich nämlich die ganze Woche nicht mal zum Schlafen ausgezogen. Liebes Mami, ich danke dir, dass du mir immer fast alles zugetraut hast. Hoffentlich werde ich mei­ nem kleinen Sohn mit derselben Zuversicht und demselben Vertrauen zuschauen können, wie er immer selbständiger wird.

Inhalt

21

Menschen 10  Diese Woche

Politiker auf Kuschelkurs – wie echt sind die grossen Gefühle?

12  Mamis gute Ratschläge

Mütter können nerven. Doch am Muttertag sei ihnen verziehen

19  Bänz Friedli 21  Königliche Hochzeit

Auch Schweizer begeistern sich für den britischen Hochadel

27 Jaël 30  ETH-Serie – Climeworks

Wie zwei ETH-­Absolventen CO2 aus der Atmosphäre saugen

34 Leserforum

Migros-Welt 42 Migros-Fitness

Mit den Promis in der Muckibude

46  Unterirdische Transporte 49 Migusto Pralinés fürs Mami – kinderleicht zubereitet

65  Das Cappuccino-Joghurt 66 Migipedia 69  Der perfekte Risotto 70  Alles für Tennisfans

Yvonne Zurbrügg, Redaktions­ leiterin Migros-Magazin yvonne.zurbruegg@migrosmedien.ch

72  Neues aus Ihrer Region

Aktionen, Reportagen, News

Leben 81  1, 2 oder 3? 82 Familie

Bibliotheken wollen früh die Lust am Lesen fördern

88  Wilds Welt: Libanon 91  Stadt, Land, Stutz 93  Gesundheit: Tinnitus 95  Kinder: Ausgewandert 99 Glücksgriff 101 Rätsel 105 Impressum 106 Cumulus 108  Meine Welt

Das Duo Zibbz vertritt die Schweiz am Eurovision Song Contest

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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PUNKTE


Menschen

Darauf freuen wir uns Sam Smith Am 9. Mai bringt der britische Singer-­Songwriter seine Fans im Hallenstadion Zürich z­ um Schwelgen.

MM19

Fantasy Basel Ab 10. Mai sind die Messehallen am Rheinknie wieder Treffpunkt für Fans von Sci-Fi- und Fantasyfilmen, Comics, Games und Cosplay.

Unnützes Wissen

Und ewig rollt der Rasenmäher Das gefähr­lichste Utensil im Garten ist der Rasen­ mäher. Das zweitgefährlichste: der Blumentopf.

«Holzlättli, Schrauben und tausend unterschiedliche Ideen: Nirgends auf der Welt wird derart obsessiv dafür gesorgt, dass sich Katzen möglichst barrierefrei zwischen Stube und Welt bewegen können, wie in der Schweiz. Das hat auch die Fotografin Brigitte Schuster bemerkt, von der dieses Bild stammt. Schuster widmet nun ein ganzes Buch dem skurrilen Thema ‹Katzenleitern in der Schweiz›, samt wissenschaftlicher Typologie und ­ethnologischer Einordnung. Denn: Eine Katzenleiter ist nicht nur ein kleines Handwerkerprojekt – eine Katzenleiter bedeutet auch Architekturkritik, Selbstermächtigung und Demokratisierung des Wohnraums. Miau!» Mein Bild der Woche

Bilder: Marco Zanoni, Brigitte Schuster; Illustration: Enrico Marini / DC Comics

Gabriel Vetter (35) ist Satiriker und Träger des Salzburger Stiers. 2017 ist er zum zweiten Mal Vater geworden.

zweipunktnull

Entschuldigung, wie digital sind Sie?

Liebste App: WhatsApp

Nicole Merlo (30) Lehrerin, Bern So informiere ich mich: «Mit Zeitung, Radio und Internet» Dafür bin ich zu alt: «Instagram» Da bin ich analog: «Ich lese gebundene Bücher.»

Der Park beim Schloss Bellevue in Berlin ist so gross, dass auf dem Gelände eigens eine Zapfsäule für die Rasenmäher montiert wurde. Der Erfinder des Rasenmähers, ­Edwin Beard ­Budding, testete seine Maschine nur nachts, damit die Leute nicht dachten, er sei verrückt.

Am 7. April 2018 fand in Nieder­glatt ZH zum zweiten Mal ein internationales RasenmäherRennen statt. Eine Fortsetzung ist geplant. Quelle: Neon/Stern, «Zürcher Unterländer»


10  MM19, 7.5.2018 | MENSCHEN

1

Zahlen und Fakten

⅔

Diese Woche

Schmusekurs auf der Politbühne

der Menschen neigen den Kopf beim Küssen nach rechts.

11000

In jüngster Zeit mehren sich Szenen von händchenhaltenden und sich küssenden Politikern. Ein Zeichen der Annäherung in der Weltpolitik? Oder geht es um einen Wandel im Umgang mit Bildern?

Hände schüttelte USPolitiker Joseph Lazarow 1977 für einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde an einem Tag.

25

Sekunden dauerte der Handschlag zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron am französischen Nationalfeiertag 2017. Quellen: Universität Bochum, BBC, Guinness-Buch der Rekorde

Text: Andrea Freiermuth

S

ie küssen Wangen und halten Händchen. Oder einer wischt dem anderen vor laufender Kamera die Schuppen vom Jackett. So geschehen beim Staatstreffen zwischen dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und seinem US-Kollegen Donald Trump.

Es dauerte nicht lange, und das Bild machte die Runde in den sozialen Medien, unterlegt mit romantischen Klängen. Auch die Präsidenten von Nord- und Südkorea halten bei ihrem histo­rischen Treffen Händchen, während sie gemeinsam die Grenze überschreiten.

Zeichnet sich ein neuer Kurs in der Weltpolitik ab? «Nein, diese Gesten gab es auch früher schon. Neu ist, was das Publikum mit den Bildern macht», sagt Katja Rost (42), Professorin für Sozio­logie an der Universität Zürich. Früher habe man das abends in der «Tagesschau» ­gesehen und am folgenden Tag


MENSCHEN | MM19, 7.5.2018  11

Strassenumfrage

Welchem Politiker würden Sie die Wange küssen?

2

3

1 An die Hand genommen: Donald Trump zeigt dem französischen Staats­präsidenten Emmanuel Macron bei dessen Besuch in Washington, wer der Herr im Haus ist.

4

vielleicht noch in der Zeitung. Und dabei sei es dann in der Regel ge­ blieben. «Heute bemächtigen sich die Zuschauer der Bilder: Sie schneiden sie neu, untermalen sie akustisch und speisen damit die sozialen Medien. Dort drehen die Bilder in der Endlosschlaufe.» So entstehe der Eindruck, auf dem Roten Teppich würden heute viel häufiger Hände geschüttelt und werde öfter geküsst als früher.

Bilder: Keystone (2), Getty Images, Reuters

Naturell versus Inszenierung

Eine Veränderung im Verhalten der Politiker erkennt die auf das Thema Macht spezialisierte Soziologin dennoch: «Das Protokoll hat sich gelockert, was zuweilen genutzt wird, um Macht zu demonstrieren.» In diesem Sinn bewertet sie Trumps Verhalten gegenüber Macron als bewusstes Grenzüberschreiten. Den Begrüssungskuss, den Simo­ netta Sommaruga vor rund drei ­Jahren von Jean-Claude Juncker bei einem Treffen in Brüssel erhielt, würde Katja Rost aber nicht als

Machtdemonstration deuten, auch wenn die SVP den Schnappschuss politisch instrumentalisierte: ­«Juncker ist berühmt für seine Küs­ se, das ist einfach seine Art.» Dmitri Zakharine (50), Kultur­soziologe und Dozent an der Uni Konstanz, glaubt hin­gegen, dass Juncker die Bundes­präsidentin küsste, um der Schweiz symbolisch den Anschluss an die EU-Familie anzubieten. Auch die neuesten Bilder aus der Weltpolitik beurteilt er anders. Dass die beiden Koreaner beim gemein­ samen Überschreiten der Demar­ kationslinie etwas unbeholfen wirk­ ten, komme nicht von ungefähr: «Die Gesten waren aufgesetzt, da sie für die westlichen Medien inszeniert wurden. Im Fernen Osten ist der Händedruck weniger üblich als im Westen. Die traditionelle Verbeu­ gung ist authentischer.» Zakharines Deutung: «Die Welt ist zerstritten, und die Politiker versuchen, der allgemeinen Verunsicherung mit der Demonstration von körperlicher Nähe entgegenzuwirken.» MM

Najah Ali (42), Lehrerin, Syrien «Donald Trump. Ich hoffe, er wird meinem Land helfen. Von den Russen erwarte ich nichts Gutes. Sie unterstützen Baschar al-Assad, und der zerstört alles.»

2 Inszeniert für den Westen: Kim Jong-Un und Moon Jae-in wirken beim Überschreiten der Grenz­ linie zwischen Nordund Südkorea wie Frischverliebte. 3 Auf Tuchfühlung: EU-Kommissions­ präsident Jean-Claude Juncker ist für seine Küsse berüchtigt. 2015 knutschte er die damalige Bundes­ präsidentin Simonetta Sommaruga ab. 4 Legendärer Akt: Der sozialistische Bruderkuss zwischen dem sowjetischen Staats­chef Leonid Breschnew und seinem DDR-Kollegen Erich Honecker 1979. Das Motiv wurde als Kunstwerk an der­ ­Berliner Mauer reproduziert.

Yves Güdemann (38), PC-Supporter, Zürich «Also wenn schon, dann eher eine Politikerin. Aber da fällt mir ­gerade kein Name ein. Es gibt ja leider auch nicht so viele Frauen in der ­Politik. Das ist schade.»

Selina Stebler (23), Augen­optikerin, Zürich «Keinem. Ich wüsste nicht, welchem. Politik interessiert mich nicht besonders – darum habe ich auch kein Interesse an den Menschen, die sich dafür engagieren.»


12  MM19, 7.5.2018 | MENSCHEN

Drei Ideen für Muttertagskarten

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Guter Rat ist … Muttertag

… lustig – oder lästig. In unserer Redaktion sind die mütterlichen Ratschläge Dauerthema. Die besten haben wir eingesammelt und stellen die Mütter gleich mit vor. Fürs Foto mussten sie uns helfen – das haben sie nun davon, wenn sie gute Ratschläge erteilen. Text: Dinah Leuenberger Bilder: Basil Stücheli

Reto E. Wild (49), Redaktor Migros-­ Magazin: «Meine Mutter Margrit (76) hat mich vor vielen Dingen gewarnt. Ihr ‹Pass uf!› höre ich noch heute. Als Reiseredaktor bin ich ständig unterwegs, und vor jeder Reise ermahnt mich meine Mutter wieder, immer schön vorsichtig zu sein. Heute ak­zeptiere ich das, aber als Kind war es manchmal etwas schwierig. Wenn alle anderen in den Fussball­klub durften, wurde mir das verboten. Denn es sei ein viel zu einseitiger Sport, mit ­hoher Verletzungsgefahr. Viel zu gefährlich! Heute bin ich fast froh darüber, denn viele meiner dama­ligen Freunde ­hatten tatsächlich Verletzungen. Ich hingegen wurde leidenschaftlicher Läufer. Aber auch dazu sagt meine Mutter ‹Pass uf!›.»


MENSCHEN | MM19, 7.5.2018  13

Die Mutter ­ argrit Wild M ­ermahnt ihren Sohn Reto auch heute noch, vorsichtig zu sein.


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MENSCHEN | MM19, 7.5.2018  15

Wenn Andreas Dürrenberger mal wieder zu hoch geklettert war, kam seine Mutter Ursula mit der Baum-Grenze.

Dinah Leuenberger (28), Volontärin Migros-Magazin: «Mein Mami Ursula (56) ist immer die Erste, die friert. Egal ob im Winter oder im Hochsommer: Immer zieht es irgendwo. Aber meine Mutter wäre nicht meine Mutter, wenn sie nicht die ­notwendigen Waffen gegen den ständig drohenden Kälte­ einbruch parat hätte: Hier ein Halstüchlein, da ein Jäckchen, um vor dem markerschütternden Zittern geschützt zu sein. Natürlich wollte sie auch mir d ­ iese nütz­lichen Accessoires schmackhaft machen, denn wenn sie friert, ist mir mit Sicherheit auch kalt. Also hiess es früher, aber auch heute noch, immer wenn ich das Haus verlasse: ‹Hesch de gnue warm so?›, gefolgt von einem prüfenden Outfitcheck. ‹Wetsch nid no es Haustuech alege?› Zur Feier des Muttertags tue ich darum ­genau das und trage alle Hals­ tücher, die sich in meiner Wohnung finden lassen. So ist mir dann bestimmt nicht zu kalt.»

Andreas Dürrenberger (37), Redaktor Migros-Magazin: «Meine ­Eltern liessen mir früher relativ ­viele Freiheiten, denn ich habe die Grenzen eigentlich nie überschritten. An eine kann ich mich dennoch er­innern: die Baum-Grenze. Ich bin liebend gern auf Bäume g­ eklettert. Ein Mal hat mich meine Mutter Ursula (65) im Garten g­ esucht, aber nirgends gefunden. Als sie nach mir rief, tönte es aus dem nahen Wald. Ich sass irgendwo in einer Krone. Ab da stellten meine Eltern ­fol­gende Regel auf: Ich durfte nur bei trockenem Wetter und in den Mona­ ten ohne R auf Bäume ­klettern und nur auf Äste, die mindestens so dick waren wie mein Hand­gelenk. Das hat eigentlich gut funktioniert, ich habe mich nie verletzt und musste nur ein einziges Mal gerettet werden, weil ich selbst nicht mehr hinunterkam.»

Bei Ursula Leuenberger darf das ­Hals­tuch nicht fehlen. Das bekommt Tochter Dinah immer noch zu spüren.


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MENSCHEN | MM19, 7.5.2018  17

Monica Müller (43), Redaktorin Migros-Magazin: «Meine Mutter Heidi (74) ist eine Lady in Red. Sie liebt Rot und trägt Rot. Manchmal ein bisschen viel, sie trägt jetzt sogar eine rote Brille. Aber die Farbe steht ihr gut, keine Frage. Sie sagt, Rot mache gute Laune und sei schön frisch. Und immer wieder hörte und höre ich von ihr, wie gut auch mir Rot stehen würde. Sie kam mal mit einem roten Schal, den sie mir andrehen wollte, aber ansonsten hat sie mir zum Glück ­keine roten Kleider geschenkt. Als Teenie hatte ich dann eine Phase, in der ich Leuchtfarben mochte, die war aber rasch beendet. Seither bevorzuge ich Erdtöne und Basics, alles, nur kein Rot. Die Farbe gefällt mir an mir nicht, und ich glaube, ich hatte immer zu viel davon in meinem Umfeld. Jetzt beim Fotoshooting habe ich bei meiner Mutter allerdings ein rotes Oberteil mit einem sehr schönen Schnitt entdeckt. Vielleicht stibitze ich ihr das doch mal.»

Monica Müller fühlt sich in Rot nicht ganz so wohl wie ihre Mutter Heidi Müller-Rüegg.

Heute wäre Lisa Stutz froh, sie hätte genügend Zeit zum ­‹Gruie›, am besten mit Mutter Claudia und ­einem erfrischenden Drink.

Lisa Stutz (24), Redaktorin M ­ igros-Magazin: «Wenn ich nach dem Chindsgi oder der Schule nach Hause kam, wollte ich sofort wieder hinaus. Mit Freundinnen spielen, etwas unternehmen. Mein Mami Claudia (54) fand hin­ gegen, ich solle zuerst einmal ankommen und ‹gruie›, zur Ruhe kommen. Das mochte ich gar nicht – so langweilig! Ich weiss nicht mehr, wie lange die Pausen zu dauern hatten, auf jeden Fall zu lange. Das ging so bis ins Teenager­ alter, auch da wäre ich am liebsten jeden Abend aus­ge­ gangen. Aber ich hatte keine C ­ hance. Irgendwann war Mamis ‹Ratschlag› dann kein Befehl mehr. Sie empfahl mir zwar ­weiterhin zu ‹gruien›, aber ich ­ignorierte das gekonnt. Heute muss ich sagen: Ich vermisse das tägliche Ausruhen. Leider fehlt im Alltag oft die Zeit dafür, im Liegestuhl zu fläzen und ­einen Drink zu schlürfen.»


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Plätze der Altstadt werden von prachtvollen Renaissance-Palästen, romanischen und gotischen Kirchen gesäumt. Eine fantastische Stadt gesegnet mit einer reichen Geschichte. Nach der Stadtführung bleibt Ihnen Zeit für eigene Entdeckungstouren und für Einkäufe. Nachtessen und Live-Musikabend im Hotel. 4. Tag – Freizeit Der heutige Tag steht Ihnen zur eigenen Verfügung. Nutzen Sie die Infrastruktur des Hotels, geniessen Sie einen schönen Herbsttag auf der herrlichen Terrasse und bummeln Sie durch das malerische Limone. Nachtessen im Hotel. 5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

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MENSCHEN | MM19, 7.5.2018  19

R Bänz Friedli

«Spinnsch, alüte?!» «Ruf doch rasch an!», fordere ich unsere Kinder, die ja keine Kinder mehr sind, zuweilen auf. Wegen eines Coiffeurtermins, einer Frage an den Physiotherapeuten, eines Pro­blems mit dem Postkonto. «Spinnsch, alüte?!», kommt es dann zurück. Telefonieren ist ihnen fremd. Mehr noch: Sie schrecken davor zurück. Es ist eins dieser Merkmale, die die Generationen unterscheiden. Alte rufen an, Junge schreiben: eine E-Mail, eine Message, einen Post. Sie tippen rasch etwas in einen Chat. Oder sie schicken hurtig eine Sprachnachricht. Und sollten sie wirklich mal mit jemandem sprechen wollen, eins zu eins, dann skypen oder facetimen sie. Weil sie das Gegenüber dann erstens sehen und weil es, zweitens, gratis ist.

Bild: Vera Hartmann

Bänz Friedli (53) greift rasch zum Hörer.

Dabei ist Telefonieren doch das Einfachste der Welt! Vergangene Woche habe ich mit dem Filialleiter einer Buchhandlung hin und her gemailt, und da wir uns missverstanden und es zu kompliziert wurde, dachte ich: Den ruf ich kurz an! «Herzlich willkommen im Kundenserviecenter!», begrüsst mich eine digitale Frauenstimme. «Sie sind ein Privatkunde? Drücken Sie eins. Firmenkunden, Schulen und Bibliotheken wählen die Zwei. For english books, please press three.» Hm. Ich bin eine Privatperson, sollte den Filial­ leiter aber etwas Geschäftliches fragen, zögere also … Schon ertönts von Neuem: «Sie sind ein Privatkunde? Drücken Sie eins.

Firmenkunden, Schulen und …» Ich drücke die Eins. Was kommt? Ein neues Untermenü. «Für Vorbestellungen Taste eins. Für Fragen zu Ihrer Rechnung drücken Sie die Zwei. Für allgemeine Auskünfte …» Und so weiter. Also drück ich halt irgendwas, sonst komme ich ja nicht weiter. Sie ahnen, was folgt: Die weibliche Computerstimme trägt mir eine weitere Auswahl vor. Nach etlichen Minuten des Durch-dieOptionen-Drückens scheine ich endlich verbunden zu werden. Hoffentlich mit einem menschlichen Wesen! Mit einem vom Fach, vielleicht sogar? Mit der Person, die ich wollte? Da kommts: «Leider sind alle unsere Buchhändler momentan besetzt. Bitte schreiben Sie uns eine Mail an …» Und allmählich kann ich die jungen Leute verstehen. Vorigen Mittwoch wollte ich Lina anrufen. Sie wurde achtzig. Doch ich habe sie den ganzen Tag über nicht erreicht. Wo sie denn gewesen sei, fragte ich, als ich sie zwei Tage später endlich dranhatte. Sie sei vor ihrem eigenen runden Geburtstag in den Gasthof zur Sonne geflohen. Es hätten sonst zu viele Gleichaltrige angerufen, und sie mochte nicht siebenundzwanzig Mal am Tag small­ talken – über die Bresten, das Wetter, die Enkel … MM Bänz Friedli live: 11. 5. Bremgarten AG, 13. 5. Solothurner Literaturtage

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MENSCHEN | MM19, 7.5.2018  21

20. November 1947 Elizabeth oo Philip

29. April 2011 Kate oo William 29. Juli 1981 Diana oo Charles

9. April 2005 Camilla oo Charles

19. Mai 2018 Meghan oo Harry

Bilder: Getty Images (10), Dukas (3), Keystone, iStock, Shutterstock

Royal Wedding

Bund mit der Krone Am 19. Mai heiraten Prinz Harry und Meghan Markle – mit Prunk, Prominenz und Puderzucker. Schweizer Royals-Fans erzählen, was sie am britischen Königshaus fasziniert und wie sie dem Hochzeitstermin entgegenfiebern.

Die Lieblinge der Queen: Seit den 1930ern gehören Corgis quasi zur Königsfamilie.


22  MM19, 7.5.2018 | MENSCHEN

Cedric Beeler stöbert lieber in Geschichts­büchern als in Klatschheftli.

Der Genealoge

Königlich belesen Seit der Kindergartenzeit ist Cedric Beeler Royal-Fan. Klatsch und Tratsch interessieren ihn nicht – ihn fesselt die Geschichte der Königshäuser. Text: Andreas Dürrenberger  Bilder: Vera Hartmann

für ihn die Faszination der Mon­ archie aus? «Viele Entscheidun­ gen, die vor 400, 500 Jahren von Monarchen getroffen wurden, und ihr Verhalten als Herrscher wirken bis heute nach. Die Ent­ stehung der englischen Kirche, die Französische Revolution, die Entstehung Schwedens und Norwegens …» Reisen zu den Königsschlössern

In den Ferien besucht der an­ gehende Pflegefachmann gern die Orte, die er aus seinen ­Geschichtsbüchern kennt – er besitzt etwa 60. «Bis auf Andorra war ich schon in jedem euro­ päischen Land, das eine royale Vergangenheit oder Gegenwart hat.» Vor Ort besucht er Schlös­ ser und Museen. Aktuelle Meldungen aus den noch existierenden ­Monar­chien verfolgt er zwar, zieht ­jedoch eine klare Grenze: «Klatsch und Tratsch interes­ sieren mich nicht gross. Ich ­finde es wichtig, dass man die Privatsphäre der Royals respek­ tiert. Sie haben das Recht auf ein ­Familienleben abseits der ­Öffentlichkeit. Schliesslich ist Königin oder König sein auch nur ein Job.» Die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle wird er aber sicher mit­ verfolgen – zu Hause in Zürich. «Ver­mutlich sehe ich sie mir allein an, dann kann ich das Ereignis in Ruhe geniessen», meint er schmunzelnd.

Bilder: Getty Images (2)

A

ngefangen hat für Cedric Beeler (24) ­alles mit dem Zeichen­trickfilm «Anastasia» (1997). Er war sechs Jahre alt, als er den Film über das Leben der russischen Zaren­ tocher zum ersten Mal g­ esehen hat. «Historisch war im Film vieles nicht korrekt, das wusste ich damals aber natürlich noch nicht. Ich war einfach sofort ­fasziniert vom Leben am Hof und was mit der Zarenfamilie geschah, als die Russische Revo­ lution ausbrach», sagt Beeler. Danach wollte er mehr erfah­ ren – wissen, was damals wirk­ lich geschah. «Statt Gutenacht­ geschichten sollte mir meine Mutter nur noch die wahre Ge­ schichte der Romanows erzäh­ len.» Er hatte Glück, denn seine Mutter war historisch immer sehr interessiert und las viele Bücher zur Französischen und Russischen Revolution. «Wenn sie etwas nicht wusste, war ich auch mit dem Vorlesen eines Wikipedia-Eintrags zufrieden.» Nach der Zarenfamilie ­begann er, sich auch mit der Ge­ schichte anderer Königshäuser zu beschäftigen. England, Deutschland, Frankreich, Japan, Hawaii, Äthiopien – Beeler kennt nahezu alle gekrönten Häupter, weiss, was mit ihnen und ihren Königreichen ge­ schah. Stellt man ihm eine Frage dazu, sprudelt das Wissen nur so aus ihm heraus. Aber was macht


MENSCHEN | MM19, 7.5.2018  23

Die Sammlerin

Gepackt vom Diana-Virus Monica Heinz sammelt Andenkenporzellan

des englischen Königshauses. Vor allem Prinzessin Diana hat es ihr angetan. Text: Monica Müller

I

n der Wohnung von Monica Heinz (50) lächelt einen Prin­ ­zessin Diana an – es sind ganz viele Dianas, um genau zu sein. Etwa 70 Dosen, 100 Tassen, Teller und Glocken mit ihrem Konterfei hat sie in den vergange­ nen 20 Jahren gesammelt sowie 450 Bücher über Dianas Leben und das britische Königshaus. Die gelernte Pharmaassisten­ tin besuchte einen Sprachkurs in Edinburgh, kurz nachdem Prinzessin Diana am 31. August 1997 tödlich verunfallt war. Sie erlebte mit, wie ihr Tod die Bevölkerung bewegte – und er bewegte auch sie. Damals kaufte sie sich einen Teller mit dem Konterfei und den Lebensdaten der Prinzessin, das erste Stück in ­ihrer Sammlung. Königshäuser faszinierten Monica Heinz schon als Mäd­ chen. Ihre Grossmutter hatte immer Klatschheftli, in die sie sich vertiefte, wenn sie bei ihr zu Besuch war. Als Diana am 29. Juli 1981 Prinz Charles heira­ tete, schaute sie sich die Zere­ monie zusammen mit ihrer ­Mutter und ihrer Gotte am Fern­ sehen an. Mit dem «England­ virus» angesteckt wurde sie, als

sie nach Abschluss des zehn­ ten Schuljahrs mit ihrer Klasse nach London reiste. «Die Leute, die Landschaft, die Lebensart: Ich fühle mich einfach wohl in England und Schottland.» Monica Heinz absolvierte das Sprachdiplom Proficiency und in einem Fernstudium auch ­einen A-Level in Englischer Sprache und Literatur. Heute führt sie das Sekretariat von vier Professuren an der ETH Zürich. Ihre Sprachkenntnisse kann sie täglich einsetzen. Stöbern auf Flohmärkten

Seit einigen Jahren besitzt sie eine kleine Wohnung in York, wo sie ihre Ferien oder lange Wochenenden verbringt. Oft ­begleiten sie ihre Eltern. Ge­ meinsam s­ töbern sie durch Car Boot Sales, eine Art Flohmärkte, auf denen Engländer direkt aus dem Kofferraum ihrer Autos Dinge verkaufen. Immer dabei hat Monica Heinz ihr Tablet, auf dem Fotos ihrer Sammlung gespeichert sind. Findet sie etwas ­Neues oder Spezielles, hat sie «dä Plausch». Royal Comme­mora­ tives, wie das Andenkenporzel­

Dosen, Tassen, Teller oder Glocken: Wenn Lady Diana drauf ist, kann Monica Heinz nicht widerstehen.

lan heisst, werden auf Flohmärk­ ten für wenige Pfund verkauft. Ganz genau ergründen kann Monica Heinz ihre Faszination nicht. «Es ist einfach so gekom­ men.» An Lady Di einzigartig findet sie, wie sie ohne Berüh­ rungsängste auf die Leute zuging. Ihren Söhnen habe sie ­diese Fähigkeit mitgegeben.

Und so freut sich die Zürcherin über Williams Glück mit Kate und die angehende Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Mark­ le. Ihre Gefühle gegenüber Prinz Charles hingegen sind gemischt: Bei Glocken oder Tellersets hat sie auch schon nur ein Stück ­gekauft – dasjenige mit der Prin­ zessin der Herzen drauf.


N

24  MM19, 7.5.2018 | MENSCHEN

-minu

Nicht eingeladen – shit happens

Ich habe Meghan und Harry eine Tischdecke gestickt. Kreuzstich. Blu­ men. Und das spritzige Bonmot: shit happens. Aber sie wollen als Geschenke nur Bares, um bei den Armen damit Gutes zu tun. Das mag edel sein. Ist aber auch dumm für alle diejenigen, die den beiden bereits einen Toaster gekauft ­haben. Überdies: Die Hochzeit kostet schlappe 40 Millionen Schweizer Franken. Davon dürfte das Paar schon ein paar Rappen abzweigen, um drei, vier Rollatoren oder einen Obdach­ losen­imbiss stiften zu können. Das mit den Kosten hat eh viel Wind gemacht, als bekannt wurde, dass die Bäckerin den Hochzeitskuchen für 61 000 Franken hinbuttern wird, gab es doch einige kritische Stimmen. Man war der Meinung, dass Fruchtsalat ­genüge. Aber das Königshaus hat bissig gekontert: «… und wie sollen die beiden den Fruchtsalat anschneiden, bitte!?»

-minu (70) ist ein Basler Original. Er schreibt ­Kolumnen und aktuell ­einen Roman.

Natürlich sind uns Eidgenossen solche royalen Emotionen fremd. In u ­ nserem Land werden die Pferde von Tierschüt­ zern kontrolliert. Man spannt Gäule nicht einfach vor die Kutsche. Nun gut, wir haben ja auch niemanden, der so eine Droschke würdig ausfüllen könnte. Ich meine: Stellen Sie sich eine daraus winkende Doris Leuthard vor, und schon gehen die Pferde durch. ­Natürlich fehlen uns Eidgenossen auch diese

edlen Schlösser wie Windsor. So etwas braucht es nun mal für eine grosse Fete. Im Esssaal soll eine Tonne Silber auf­ gedeckt werden. Frage in Windsor: «Zwei oder drei Fingerbowlen?». Frage in der Schweiz: «Wer putzt das alles?!» Apropos rausputzen – Harry rüstet sich auf das Fest fitnessmässig rundum auf: fünf Mal Personaltraining in der Woche! Und drei Eier im Glas täglich zum Frühstück. Aber hallo – wenn das keine guten Vorzeichen fürs ­Kinder­zimmer sind. Auch Meghan zeigt ihren guten Willen. Und heute sieht man es bei den Buckinghams nicht mehr so eng, wenn jemand in der königlichen Firma kein adliges Blut zum blauen mitbringt. Oder gar geschieden und aus Amerika ist. Immerhin: Das mit der Taufe hat die Queen dann doch noch durchge­ setzt. Sie ist das Oberhaupt der «Church of England». Das ist ja doch schon fast der Papst von der anderen Seite. Und so wurde Meghan vom Erzbischof um­getauft. Nicht mit der gewöhnlichen Leitungsbrühe – igitt! Man hat das ­Wasser aus dem Jordan geschöpft. Die Welt fiebert schon jetzt diesem ­aussergewöhnlichen 19. Mai und der Hochzeit des Jahrhunderts entgegen. Vergessen sind an diesem Tag die ­Putins, Trumps und Erdogans (sie ­haben übrigens alle drei auch keine ­Einladung bekommen). Die Braut wird beim Essen eine Rede halten – Meghan setzt sich seit vielen Jahren für Frauen und Ausgegrenzte ein … Einige am Hof haben bereits Bauch­ grimmen. Für sie agiert Meghan poli­ tisch zu links. Aber ihr Brautkleid kostet 450 000 Franken, da darf man bestimmt nicht jedes ihrer Worte über Armut und Veränderungen auf die Goldwaage legen … MM Bild: Jürg Waldmeier, Getty Images

Nun ist es offiziell: Ich bin nicht zur Hochzeit des Jahres eingeladen. 2500 Gäste sind dabei. Ich nicht. Seit Wochen habe ich auf den Brief mit dem Gold­rand gewartet. Habe «Gala» gegoogelt und mit der Hilfe meiner Freunde von «Glanz & G ­ loria» schon mal den Dresscode recherchiert – das Einzige, das wir zum o ­ ffiziell ver­ langten «morning dress» heraus­finden konnten: «Bitte nicht ohne Strumpf­ hose kommen!» Und dies im Mai.


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MENSCHEN | MM19, 7.5.2018  27

Jaël

Ferien mit Fluglärm Unser erster Familienurlaub steht an. Nachdem wir jahrelang an exotische, möglichst ­abgelegene Orte backpackten, suchen wir nun das Gegenteil: ab Bern in kurzer Zeit anzufliegen und mit guter medizinischer Versorgung. Die Wahl fällt auf Mallorca.

Bild: Ruben Wyttenbach

Eliah braucht also eine ID. Am Tag, als wir ins Passbüro gehen, lässt er spannende Duftnoten hinter sich; so auch in dem Raum, in dem er liegt, um abgelichtet zu werden. Ich entschuldige mich verlegen für die dicke Luft. Die Beamtin meint salopp: «Das ischt doch der beschte Parr-fumm» und lässt mich aus drei Fotos auswählen. Ich entscheide mich für das, auf dem Buebli am wenigsten aussieht wie ­einer der Panzerknacker.

Sängerin Jaël (38) bekam im Dezember ihr erstes Kind.

Dann kommt der grosse Tag: Eliahs erster Flug. Wacker nuckelt er beim Abheben an ­meinem Finger und hat somit keine Ohrdruck­ probleme. Ein geborener Pilot, denken wir

e­ uphorisch – bis zum Rückflug eine Woche später, auf dem der Begriff «Fluglärm» von ihm neu definiert wird. Der Herr vor uns wechselt freiwillig seinen Platz, und ich bin der Verzweiflung nahe. Endlich aber schläft Eliah erschöpft auf meinem Arm ein. Ich halte ihn eine ­Dreiviertelstunde in der gleichen ­Position, bis meine Arme zittern und mir der Schweiss in Bächen runterläuft. Das ist L ­ iebe – oder so. In der Zeit dazwischen? Wir kennen nun jede Gasse der Altstadt von Palma, wissen, in welcher der Wind bläst, in welcher die Sonne zu arg brennt, wo man am frühesten Zmorge bekommt und welcher Park Schatten bietet. Znacht gab es nicht dort, wo die Karte am spannendsten wirkte, sondern wo wir einen Tisch nahe beim Ausgang bekamen, um rasch mit dem schreienden Kind auf die Gasse hüpfen zu können … Trotzdem: alles in allem ein schöner erster Familienurlaub. MM

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30  MM19, 7.5.2018 | MENSCHEN

ETH-Serie 3/Climeworks

Die Erfinder des CO2-Saugers Die ETH unterstützt ihre Absolventinnen und Absolventen bei der Start-up-Gründung. So können wissenschaftliche Erfolge wirtschaftliche Blüten tragen – wie etwa die Firma Climeworks. Text: Hans Schneeberger  Bilder: Désirée Good  Illustration: Jan Kruse

E

s ist die Billionen-­ Franken-Frage: Will man wirklich jährlich 1000 Milliarden investieren, um die weltweite Kon­ zen­­tration von Kohlendioxid (CO2) auf ein klimaverträg­ liches Niveau zu reduzieren? Der Weltklimarat geht davon aus, dass in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts rund 10 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr der Atmosphäre ent­zogen und irgendwo eingelagert werden müssen. Nur so lässt sich verhindern, dass sich die Temperatur auf der Erde um mehr als zwei Grad erhöht. Doch drehen wir die Uhr etwas zurück. Oktober 2003: Die beiden angehenden ETH-­ Maschinenbauingenieure Jan Wurzbacher und Christoph Gebald lernen sich am ersten Studientag kennen. Bald merken sie, dass sie ganz ähnlich ticken: Beide möchten einmal Unternehmer werden, und beide wollen etwas bewegen.

Sie interessieren sich vor allem für die Frage, wie man der Luft mit technischen Mitteln Kohlendioxid entziehen kann. Der wachsende CO2-Anteil ist der zentrale Treiber der Klima­ erwärmung. Klimaforscher sind sich einig: Pustet die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten CO2 in der gleichen Kadenz wie momentan in die Atmo­ sphäre, werden Klimaschocks nicht zu verhindern sein. Start-up mit globaler Resonanz 2009 gründen Gebald und Wurz-

bacher ihre eigene Firma Climeworks. Das Spin-off-Programm der ETH steht ihnen dabei mit Beratung, Infrastruktur und dem Vermitteln von Kontakten zur Seite. Das ehrgeizige Ziel der beiden Jungunternehmer ist es, eine Maschine serienreif zu bauen, die CO2 aus der Luft absaugen kann. Dies weckt schon bald das weltweite Interesse der Klimatologen und der Medien. Die Öffentlichkeit sehnt sich

nach positiven Nachrichten vom Kampf gegen das Kohlendioxid. 2012 installieren die beiden ETH-Absolventen die erste funktionierende Anlage. Bald ist ihre Erfindung in aller Munde: «Washington Post», ZDF, «Der Spiegel», «The Guardian» – alle wollen wissen, wie diese Climeworks-Anlagen funktionieren und ob sie tatsächlich die Wunderwaffe im Kampf ums Klima sein könnten. Heute sind weltweit zehn dieser CO2-Staubsauger in Betrieb. Eine der Anlagen ist in Hinwil im Einsatz, auf dem Dach der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (Kezo). Dort saugt sie Luft aus der Atmosphäre und entzieht ihr CO2 mithilfe der Abwärmeenergie der Kehrichtverwertung. Bei den benachbarten Gemüseproduzenten Gebrüder Meier wird das gasförmige CO2 dann als Dünger für die Pflanzungen verwendet. Tomaten und Gurken wachsen so viel schneller.


MENSCHEN | MM19, 7.5.2018  31

Erfinder und Unternehmer: Christoph Gebald (35) und Jan Wurzbacher (34, v. l.).


32  MM19, 7.5.2018 | MENSCHEN

1

1 Der CO2-Staubsauger von Climeworks auf dem Dach der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland. 2 Marketing-Chef Valentin Gutknecht mit einem Stück Basalt. Das Gestein bindet Kohlensäure und entzieht es so der Atmosphäre.

CO2-haltige Luft

Climeworks

Konzentriertes CO2

Die CO2-Staubsauger entziehen der Atmosphäre mithilfe von Abwärme Kohlendioxid.

Die Gebrüder Meier wiederum müssen das Gas nicht extra einkaufen und reduzieren so indirekt den CO2-Ausstoss. Die Anlage in Hinwil besteht aus 18 Filtermodulen. Jedes einzelne kann pro Jahr etwa 50 Tonnen Kohlendioxid abschöpfen. Die Kosten pro abgesaugte Tonne CO2 betragen momentan rund 600 Franken. Schon dieser Betrag ist gemäss Einschätzung von Climeworks-Marketingchef Valentin Gutknecht (28) «sensationell niedrig» und wäre «vor wenigen Jahren noch undenkbar» gewesen. 600 Franken sind immer noch sehr viel, die Preise müssen deutlich sinken. Das Kostenziel der Climeworkers liegt bei rund 100 Franken pro Tonne. Dann wird das Geschäft mit den Modulen wirklich spannend, weil man sich damit ungefähr auf der Höhe der international notwendigen CO2-Steuer bewegt, die zur Erreichung des

Klima­abkommens von Paris notwendig ist. Es wäre also für eine Airline interessant, sich solche Module anzuschaffen. So könnte sie die CO2-Steuer umgehen und stattdessen so viel Gas absaugen, wie die Flugzeuge ausstossen. Erste Pläne für CO2-Einlagerung Von 600 auf 100 Franken, ein

gewaltiger Schritt. Doch die Climeworks-Macher sind überzeugt, dass das machbar ist. Gründer Christoph Gebald: «Wir haben 2017 eine erste Anlage in industriellem Massstab gebaut. Unsere Roadmap für sechs weitere Generationen ist bereits im Detail geplant.» Ziel ist ein Kostenlevel, der wett­bewerbsfähig ist gegenüber allen anderen Möglichkeiten, die derzeit vorhanden sind, um den CO2-Gehalt der ­Atmosphäre zu reduzieren. Das abgesaugte CO2 kann ganz unterschiedlich eingesetzt

2

werden. In flüssiger Form dient es als Ausgangsprodukt für fast jede denkbare Form von Erdölprodukten wie Benzin oder Kunststoff. Doch sobald sie verbraucht oder verbrannt werden, ist das CO2 wieder in der Luft, der Nutzen verpufft. Um es wirklich aus der Atmosphäre zu schaffen, muss man es in irgendeiner Form einlagern können. Und auch hier glänzen die Climeworkers mit einer komplett neuen Methode: In Island vermischen sie gemeinsam mit dem EU-Forschungsprojekt «CarbFix» CO2 mit Wasser und pumpen es in 700 Meter Tiefe in unterirdische Basaltstein­ kavernen. Dort setzt sich die Kohlensäure nach einer chemischen Reaktion als Karbonat auf dem Gestein ab. Diese Formationen bleiben über Jahrtau­ sende bis Jahrmillionen stabil. Der betriebliche Erfolg ist nur ein Aspekt des Projekts, die globale Dimension ein weiterer.

Denn das Klimaproblem präsentiert sich so gewaltig, dass einem die Grössenordnungen schier den Atem rauben: 10 Milliarden Tonnen CO2 müssen jedes Jahr aus der Atmosphäre heraus­ gefiltert werden, um nur schon das Ziel von «nur» zwei Grad Tempe­raturerhöhung zu er­ reichen. Das ergibt einen potenziellen Markt von 200 Millionen Climeworks-Modulen. Wie soll das funktionieren? Zürcher als Retter des Planeten?

Christoph Gebald lässt sich davon nicht Bange machen: «Manche Menschen scheitern an der Umsetzung grosser Visionen. Andere packen sie.» An der ETH steht Gebald in prominenter Tradition: «Alfred Escher, der Gründer der ETH, war der Initiant des Gotthardtunnels, Gründer der SwissRe, der SwissLife, der Credit Suisse und anderer.» Da sollte es doch auch möglich sein, dieses Klima-

Bilder: Julian Dunlop/Climeworks

Überschüssige Hitze

CO2-freie Luft


MENSCHEN | MM19, 7.5.2018  33

Sensoren helfen beispielsweise,

Facts & Figures

das Klima im Auto zu regeln.

Die ETH und die Schweiz Jedes Jahr werden rund

25

ETH-Spin-off-Firmen gegründet. 2017 waren es genau 25, besonders viele im Bereich der digitalen Technologien und im Gesundheitsbereich.

Hier ist ETH drin

Sensirion: In jedem fünften Auto präsent

2017 flossen

120

Millionen Franken an Investitionsgelder in die Spin-offs. Allein

dilemma von hier aus zu lösen. Die Zürcher Firma als Mil­liar­ denunter­nehmen, als Retter des Planeten? Eine Vorstellung, die die Climeworks-­Macher offenbar besonders motiviert: «Solange es in der Geschichte Beispiele gibt, die zeigen, dass Visionen von ähn­lichen Dimen­ sionen erfolgreich umgesetzt worden sind, spricht in meinen Augen nichts dagegen, dass man es auch in diesem Fall er­ reichen kann.» MM

Lesen Sie online

Die ganze ETH-Serie jetzt auf der Website Wo steckt überall ETH drin? In fünf Folgen stellen wir ausgewählte Projekte vor. www.migmag.ch/eth

75

Millionen erhielt Get­ YourGuide, ein weltweites Buchungs­ system für Städte­ sehenswürdigkeiten. Seit 1996 wurden

380

Spin-offs in die unternehmerische Unabhängigkeit geführt

92%

der ETH-Spin-offs überstehen die ersten fünf Jahre. Dieser Wert liegt

40% höher als der Schweizer Durchschnitt

Eines der wohl erfolgreichsten ETH-Spin-offs ist seit März an der Börse: Sensirion wurde 1998 von den ETHAbsolventen Felix Mayer und Moritz Lechner gegründet. Die beiden halten auch heute noch die Aktienmehrheit. Das Unternehmen stellt Sensoren für verschiedene Branchen her. So ist beispielsweise jedes fünfte Auto, das heute ­produziert wird, mit Sensoren der Firma aus Stäfa ZH bestückt. Sie helfen, das Klima im Auto zu regeln oder die Emissionen zu verringern. Andere Sensoren werden in der Medizinaltechnik oder Unterhaltungselektronik verwendet. Heute beschäftigt Sensirion 736 Mitarbeiter, davon mehr als 200 Ingenieure und ­Forscher. Der Umsatz liegt zurzeit bei etwa 150 Millionen, knapp ein Viertel davon fliesst in die Forschung und Entwicklung. Um die Basis für das zukünftige Wachstum zu legen, ging Sensirion nun an die Börse. Die Erfolgsstory des Unternehmens soll schliesslich noch lange weitergehen.


34  MM19, 7.5.2018 | MENSCHEN

Leserforum MM18: Diese Woche Der Kampf gegen Armut hat seinen Preis

«Es darf nicht sein, dass in der reichen Schweiz Kinder unter Armut leiden müssen.» Armutszeugnis: ­Viele Menschen in der Schweiz müssen jeden Franken ­zweimal umdrehen.

Natürlich hat Armut viele Gesichter, und ­Jammern auf hohem Niveau ist nicht angesagt – jeden Rappen mehrmals umdrehen zu müssen, ­jedoch auch nicht. Weder an der Sozialhilfe für wirklich bedürftige Menschen noch bei der Bildung ist Sparen angesagt. Und es darf doch nicht sein, dass in der – angeblich – reichen Schweiz vor a­ llem Kinder unter der Armut l­eiden müssen. Rita Frey, via www.migrosmagazin.ch

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Das Schlimmste an der Armut ist, sich immer rechtfertigen zu müssen. Und selbst wenn man «selber schuld» wäre – wer macht keine Fehler? Tiere haben zuweilen mehr Herz als Menschen mit Verstand. Manuela Bregenzer, Rapperswil SG In zwei Jahren können wir ein Parlament haben, das sich für die Armen einsetzt. Aber nur dann, wenn alle, die diese Zeilen lesen, bei den nächsten Wahlen mitmachen. Geeig­nete Parteien gibt es genug, aber sie müssen gewählt werden. Und dafür sind wir zuständig. Franziska Moser, Safnern BE Wenn es die Wirtschaft nicht schafft, Arbeitsplätze mit existenzsichernden Löhnen anzubieten, muss der Staat solche ­Arbeitsplätze schaffen. Es kann doch nicht sein, dass im Niedriglohnbereich der Staat mit der Sozialhilfe einspringen muss, damit das Einkommen zur ­Existenzsicherung reicht. Das ist pure Subventionierung von Niedriglohnbranchen. Sinn­volle Tätigkeiten im öffentlichen Interesse gibt es genügend in den ­Bereichen Bildung, Gesundheit, Sicherheit, Umwelt- und Natur-

30.04.18 10:58

schutz, die einen existenzsichernden Lohn verdienen. Der Staat muss jetzt dafür einen sekundären Arbeitsmarkt aufbauen. Alex Schneider, Küttigen AG Danke für den Artikel zu diesem wichtigen Gesellschaftsthema. Als einziges Land in ­Europa müssen AHV-Rentner in der «reichen» Schweiz die Rente zu 100 Prozent versteuern. ­Keine oder weniger Steuern würden für sie eine grosse ­Erleichterung bedeuten. Unsere Regierung senkt aber lieber die Unternehmenssteuern und schont US-Konzerne wie ­Google, Apple oder Facebook. Weiter will der Bundesrat die fünf Milliarden für neue Flugzeuge – die meist am Boden stehen – langsam aufbauen. Dabei hat gerade das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport seit ­Jahren t­ eure Abgänge und fatale Führungsschwächen. Alles ­bezahlt von der «Unterschicht», die ihr ­Leben lang geschuftet und zum Wohlstand beigetragen hat. Thea M. Hefti, Kloten ZH Ich finde es unverantwortlich, dass arme Schweizer von privaten Organisationen wie Caritas oder Pro Senectute unterstützt


werden müssen, die jeden ­Rappen wiederum bei den pri­ vaten Steuerzahlern eintreiben müssen, die so zweimal zur Kasse kommen. Es ist doch ­prioritäre Aufgabe des Staates, zuerst für seine Bürger zu ­sorgen, wenn diese in Armut geraten – dafür zahlen wir Steuern. Ulrich Siegrist, via www.migrosmagazin.ch

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«Algen helfen bei der Entgiftung»

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Gran Canaria

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Algen sind auf jeden Fall ein sehr effizienter Ansatz, denn sie liefern nicht nur eine Menge Chlorophyll, Mineralstoffe, ­Vitamine und Proteine, sondern ­helfen dabei auch noch, Toxine (Umweltgifte) auszuscheiden. Diese sind mittlerweile ja leider zu un­seren treuen Begleitern geworden. Karuna Risi, via www.migrosmagazin.ch Wir müssten nur massiv ­weniger Tierprodukte essen. ­ Allein mit den Flächen, auf de­ nen weltweit Futtermittel für die Massentierhaltung angebaut werden, könnte man die ganze Menschheit gesund und aus­ gewogen vegan ernähren. Dazu braucht es nicht mal Algen oder Insekten. Alexander Stebler, via www.migrosmagazin.ch MM17: Frühkindliche Sexualität Das schöne Gefühl dabei

«Gute Eltern freuen sich für das Kind» Dieser Artikel berichtet durchaus einnehmend über frühkindliche Sexualität. Mit der Empfehlung jedoch, dem Kind zu erklären, dass sein Verhalten den Erwachse­ nen unangenehm sei, wird im­ pliziert, ein solches Verhalten sei für Erwachsene ganz gene­ rell unangenehm. In Wirklich­ keit freuen sich gute Eltern über so viel Vertrauen und ­natürliche Unbeschwertheit

Unbeschwert und neugierig – so erlebt das Kleinkind die Sexualität.

ihres Kindes. Wer ihm dagegen sagen muss, sein Verhalten sei ihm unangenehm, begüns­ tigt beim Kind ein Für-sich-­ Behalten oder sogar ein Unter­ drücken seiner Gefühle. Alfred Schaub, Küsnacht ZH MM 18: Gesundheit Öl für die Zähne

«Die Schuppenflechte ist weg!» Die positive Wirkung dieser Methode kann ich absolut ­bestätigen. Eine Zeit lang habe ich Ölziehen mit Bio-Sonnen­ blumenöl gemacht und damit meine Schuppenflechte unter den Fingernägeln deutlich ­reduziert. Kein Medikament – und es waren viele – hatte zuvor diese Wirkung erzielt. Und so gehts: Mund zuerst rund eine Minute mit dem Öl spülen, ­ausspucken, das Ganze danach nochmals zwei bis drei Minuten wiederholen. Georg Zerwann, via www.migrosmagazin.ch

Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmat­strasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an: redaktion@migrosmagazin.ch Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.

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Marsa Alam

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Mallorca

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Migros-Welt MM19

30 000 Zahl der Woche

30 000 Krustenkranzbrote verkauft die Migros schweizweit täglich. Rund 900 Bäckerinnen und Bäcker der Hausbäckereien in den Migros-Filialen stellen die Brote von Hand her.

Migros-Besitzerin

«Wir sind alle mit der Migros aufgewachsen» Wie lange sind Sie schon MigrosGenossenschafterin? Schon seit über zehn Jahren. Weshalb sind Sie Migros-Besitzerin? In meiner Familie sind wir alle mit der Migros aufgewachsen. Was gefällt Ihnen denn an der Migros? Sie bietet ein gutes Preis-­LeistungsVerhältnis. Was würden Sie gerne ändern? Ich wünschte mir, dass in der Filiale in Murten die Kasse für Menschen mit Behinderung immer geöffnet wäre. Das wäre einfacher mit dem Kinderwagen. Für mich wird das Problem in einem Jahr erledigt sein, aber nicht für die Rollstuhlfahrer.

Name: Tina Bürgi-Ravenne (38), mit den Zwillingen Lauriane und Aline (2) Wohnhaft: Murten FR Beruf: Direktorin Human Resources Lieblingsprodukt: Kakaogetränk Califora au chocolat

Haben Sie eine besondere Migros-Erinnerung? Davon habe ich viele. Als ich Schülerin war, fand ich beim Essen im Migros-­Restaurant einmal eine kleine Schnecke im Salat. Als ich sie dem Personal zeigte, bot man mir ein kostenloses Dessert an. Das fand ich sehr nett.

Säntis Classic

Bild: René Ruis

Unvergleichliches Veloerlebnis – Startplätze zu gewinnen Auf zum Raderlebnis zwischen Alpstein und Bodensee mit Start in Weinfelden! Hunderte Hobbysportler geniessen an der Säntis Classic die Fahrt durch die Ostschweiz mit Höhepunkt auf der Schwägalp. Hauptsponsorin «Bike World by SportXX» verlost 20 Startplätze für die Säntis Classic (Classic-Tour ohne Trikot in Gruppe Open) vom 3. Juni.

Für die Teilnahme an der Verlosung senden Sie eine E-Mail mit dem Betreff «Säntis Classic», Vorname, Name, Postadresse und Telefon­ nummer an wettbewerb@gmos.ch Einsendeschluss ist der 16. Mai. Mehr von der Migros Ostschweiz ab Seite 72


38  MM19, 7.5.2018 | MIGROS-WELT

Grillsaison

Die #Grillitarier kommen

Carole Meier

«Wir begleiten Talente» Gerade hat das Migros-­ Kulturprozent sieben junge Sängerinnen und Sänger mit insgesamt 100 800 Franken ­gefördert. Wie haben sie sich diese Unter­stützung verdient? Sie haben beim Vorsingen eine Fachjury überzeugt. Dabei ging es um verschiedene Aspekte – die Stimmqualität, das technische Können, die musikalische Gestaltung des ausgewählten Stücks und die Bühnenpräsenz. Am Ende entschied der ­Gesamteindruck. Reicht es, jungen Talenten Fördergeld auszuzahlen, damit sie sich entwickeln können? Die Unterstützung von jungen Künstlern sollte mehr als nur Geld umfassen. Wir begleiten die Talente auf ihrer Laufbahn: Wer zweimal den Studienpreis Gesang gewonnen hat, profitiert von unserer Konzertvermittlung. Wir arbeiten mit rund 200 Veranstaltern ­zusammen, um den Sängern ­Auftritte zu ­ermöglichen. Haben die geförderten Talente eine grosse Chance, später den Durchbruch zu schaffen? Auf jeden Fall. Gute Beispiele sind die Sopranistin Regula Mühlemann und die Mezzo-­ Sopranistin Marina Viotti. Sie wurden früher von uns gefördert und feiern heute grosse Erfolge. Weitere Infos: www.kulturprozent.ch

Die Kampagne informiert laufend über Aktionen und bietet in Zusammenarbeit mit dem Migros-­ Kochclub Migusto kreative Rezepte für Grillfeste. Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen. Die Migros verlost wöchentlich

Gemeinschaftserlebnis: Grillitarier essen selten allein. wechselnde Grillitarier-Packages mit beispielsweise Grillzangen, Schürzen und Gewürzen. Als Hauptpreis gibt es zehn Grillpartys zu gewinnen. Der bekannte Koch und Kochbuchautor David Geisser reist mit dem

Grillitarier-VW-Bus zu den Gewinnern nach Hause und organisiert die Grillade. Jetzt mitmachen und Preise im Gesamtwert von 110 000 Franken gewinnen. Mehr Infos: www.grillitarier.ch

Preisbarometer

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Alnatura Gebratene Nudeln Thai Curry, 125 g

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2.50

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5.00

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Garofalo Tortellini Rohschinken, 250 g

5.60

5.90

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Garofalo Ravioli Ricotta Spinat, 250 g

5.60

5.90

5,4

Garofalo Ravioli Speck, 250 g

5.80

5.90

1,7

Garofalo Ravioli Basilikum Pecorino, 250 g

5.80

5.90

1,7

Garofalo Tagliolini verdi, 250 g

3.50

3.90

11,4

Garofalo Tagliatelle, 250 g

3.50

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Bilder: René Ruis, zVg (2)

Carole Meier ist Projektleiterin ­Talentförderung beim Migros-­ Kulturprozent.

Pünktlich zur Grillsaison lanciert die Migros eine neue Sommerkampagne. Und dafür kreiert sie gleich ein neues Wort: #Grillitarier. Die Wortschöpfung vereint alle Grillbegeisterten der Schweiz. Denn im Sommer werden aus Fleisch, Fisch- oder Gemüseliebhabern ganz einfach Grillfans. Ein Grillitarier isst alles gerne, was den Grill berührt hat. Die Migros bietet alles, was es für einen Grillplausch braucht, vom hochwertigen Fleisch, Fisch und Gemüse bis zu verschiedenen Grillmodellen und passendem Zubehör.


MIGROS-WELT | MM19, 7.5.2018  39

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MIGROS-WELT | MM19, 7.5.2018  41

Haben Sie eine Frage?

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Frage der Woche

Was genau ist homogenisierte Milch? Milch wird homogenisiert, um die natürliche Aufrahmung zu verhindern. Bei naturbelassener Milch trennt sich der Rahm vom Wasser und schwimmt obenauf. Bei der Homogenisation presst hoher Druck die Milch durch winzige Düsen. Der Aufprall auf einem Blech ­zerfetzt die winzigen Fettkügelchen, die in der Milch schwimmen. So wird verhindert, dass sich die Kügelchen miteinander verbinden und es zur Aufrahmung kommt. MM

M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar ­unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr Samstag: 8.30–16.30 Uhr Anrufe auf die oben ­genannte Nummer sind gratis.

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42  MM19, 7.5.2018 | MIGROS-WELT

Migros-Fitness

Wie die Weltmeister Als neuer Official Partner von Swiss Olympic unterstützt Migros-Fitness den Schweizer Spitzensport. Davon profitieren auch die Beachvolleyballer Yves Haussener und Florian Breer.

Trainieren mit Spitzensportlern: Die Beachvolley­ baller Florian Breer und Yves Haussener (v.l.) sind Stamm­ kunden im Fitness­ park Heuwaage der ­Migros.

S

ie sind ein Duo, das es so eigent­lich gar nicht geben dürfte: Yves Haussener (19) ist nur 1,80 Meter gross und Florian Breer (19) bloss zwei Zentimeter grösser. Für ihren Sport sind sie eigentlich zu klein. Trotzdem spielen die beiden Beachvolleyballer auf Weltmeisterniveau: Sie holten an der U17-WM Gold, an der U18-WM Bronze und an der U19-WM Silber. Seit vergangenem Herbst trifft man die beiden Blondschöpfe regel-

mässig im Migros-Fitnesspark Heuwaage in Basel. Nun rücken die U17-­ Weltmeister, die von Swiss Olympic gefördert werden, sogar noch näher zur Migros. Sie unterstützt im Rahmen eines Sponsoringvertrags mit Swiss Olympic die Verbands­ arbeit und damit die Schweizer Spitzensportler. «Das ist eine super Sache», sagt Stammkunde Yves Haussener. Der Migros-Fitnesspark Heuwaage ist zentral gelegen, hat alle Kraftgeräte,

die die beiden Sportler benötigen, und verfügt über ­einen grosszügigen Wellnessbereich. «Kein anderes ­Fitnesszentrum in Basel, bietet so viel», schwärmt Florian Breer. Für ihn war das Kraftraining im vergangenen Winter wichtig, da er am Knie verletzt war, genauer: an der Quadrizepssehne, die bei Volleyballern besonders beansprucht wird: Haussener hatte ein Jahr zuvor genau die gleiche Verletzung. «Der Aufprall nach den Sprüngen ist eine extreme

Bilder: Keystone (3), zVg

Text: Andrea Freiermuth  Bilder: Paolo Dutto


MIGROS-WELT | MM19, 7.5.2018  43

Ralph Stöckli

Freestyler Mischa Gasser (26)

«Das ist ein ganz tolles Angebot»

«Training und Erholung ideal verbinden» «Ich trainiere im ‹FlowerPower› in Solothurn. Dort kann ich Training und Erholung ideal verbinden, da es in dieser Anlage nicht nur einen Kraftraum, sondern auch einen Wellnessbereich gibt.» Hockeyspieler Joël Genazzi (30)

Boarder David Hablützel (22)

«Die Anlage ist gross und topmodern»

«Ich trainiere meinen Rückenpanzer»

«Ich bin mindestens ein Mal pro Woche für eine zusätzliche Trainingseinheit im Fitnesspark Malley, Lausanne, anzutreffen. Für Eishockeyspieler ist das Angebot ideal, da es viele Geräte für die Beine und den Rumpf gibt. Die Anlage ist gross und topmodern. Auch der Wellnessbereich ist grossartig, ich nutze ihn oft und gern.»

«Da ich sehr viel unterwegs bin, ist es für mich ideal, dass ich nun in über 120 Fitnesszentren in der Schweiz trainieren kann. Krafttraining ist für Snowboarder extrem wichtig, denn es schützt vor Verletzungen. Wir haben mit der Rückenmuskulatur alle einen körpereigenen Rückenpanzer ein­ gebaut, aber die Muskeln müssen genügend stark sein.»

Belastung für die Knie, darum müssen wir die Muskeln in diesem ­Bereich besonders trainieren – vor allem an der Beinpresse und mit Kniebeugen mit der Langhantel.» Neben dem Knie sind bei Volleyballern auch der Rücken und die Schulterpartie verletzungsgefährdet. Früher trainierten Spitzensportler vor allem in ihrer Disziplin. ­Heute weiss man: Um Verletzungen und Verschleiss vorzubeugen, sind Krafttraining und Regeneration wichtig. Darum trainieren Profisportler vermehrt an Kraft­geräten und gönnen sich hin und wieder ein Sprudelbad oder ­einen Saunagang. Die Volleyballer Haussener und Breer trainieren 20 Stunden pro Woche, drei Einheiten zu eineinhalb Stunden absolvieren sie im Kraft­ raum. Den Wellnessbereich nutzen sie in der Regel ein Mal pro Woche,

meist am Sonntag: «Man kann nicht immer nur leisten», sagt Haussener, und Breer ergänzt: «Das Ausspannen im Sprudelbad ist ­gerade nach einem harten Training oder Turnier besonders wichtig – und natürlich auch sehr schön.» Mit Spielwitz und Schnellkraft

In der laufenden Saison wird das Duo, das sich bereits seit dem Primarschulalter kennt, sicher noch zusammen spielen. Langfristig werden sie sich wohl trennen: «Bisher konnten wir unser Handicap, die Körpergrösse, mit Spielwitz und Schnellkraft wettmachen», sagt Haussener. Wenn sie aber auch bei den Erwachsenen auf Weltmeister­ nivau spielen möchten, muss sich jeder einen grösseren Partner suchen. ­Zusammen im Kraftraum trainieren wollen sie aber weiterhin. MM

Migros-Fitness

Ein M für Körper und Geist Die Migros leistet mit über 120 Fitnessan­ lagen einen wichti­ gen Beitrag zur Ge­ sundheit der Schwei­ zer Bevölkerung. Mit der Migros Fitness Card für 1420 Franken können Kunden und Kundin­ nen sämtliche An­ lagen in der Schweiz zu einem unschlag­ baren Preis nutzen. www.migros-fitness.ch

Warum ist Migros-Fitness der ideale Partner für Swiss Olympic? Die finanzielle Unterstützung der Migros kommt dem ganzen Schweizer Sport zugute. Unsere Spitzensportler erhalten so die Möglichkeit, in der ganzen Schweiz die F ­ itnessund Wellnessanlagen der Migros zu nutzen. Das ist ein ganz tolles Angebot. Was bietet Swiss Olympic der Migros-Fitness? (schmunzelt) Es ist gut möglich, dass Kunden der MigrosFitnessanlagen ihr Training neben einer Olympiasiegerin oder neben einem Weltmeister absolvieren – oder neben ihnen im Whirlpool sitzen. Nutzen die Athleten das gesamte Angebot der Fitnesszentren? Das ist von Athlet zu Athlet verschieden. Besonders inte­ ressant sind die Angebote in Sachen Wellness und Erholung. Denn die Regeneration ist neben dem harten Training die Basis für Spitzenleistungen. Ein Kraftraum findet sich heute schnell einmal. Schwieriger ist es hingegen, die o ­ ptimale Infrastruktur für die Erholung zu finden. Hier schliessen MigrosFitness und Swiss Olympic mit ihrer Zusammenarbeit eine Lücke zugunsten der Schweizer Topsportler.

Ralph Stöckli (41), Leiter Olympische Missionen bei Swiss Olympic


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46  MM19, 7.5.2018 | MIGROS-WELT

Logistik

Für Güter die U-Bahn

Das visionäre Projekt Cargo sous terrain dient dem Ziel, ab 2030 Güter unterirdisch durch die Schweiz zu transportieren. Die Migros unterstützt das Vorhaben. Acht Punkte, die man über diese Logistikrevolution wissen sollte.

Feinverteilung in die Städte mit Elektrofahrzeugen

Text: Andreas Dürrenberger  Illustration: Patrick Oberholzer

1. Die Idee Mit Cargo sous terrain soll ein kom­ plett neues Logistiksystem entstehen. Es besteht aus drei Teilen: • einem Tunnel für autonom fahrende Transportcontainer; • grossen Logistikzentren, die an Ver­ kehrsknotenpunkten liegen, und stadtnahen, kleineren Logistik­zen­t­ ren, von denen aus Elektrofahr­zeuge die Feinverteilung übernehmen; • einer vollautomatischen digitalen Steuerung, die dafür sorgt, dass die Waren zur richtigen Zeit am rich­ tigen Ort sind.

1

3

plett ausgebaut, wird es 33 Milliarden Franken gekostet haben. Das Gesamt­ netz wird sich zwischen Boden- und Genfersee erstrecken, mit Ablegern nach Basel, Luzern und Thun.

4. Die Macher Hinter dem Projekt steht die Cargo Sous Terrain AG. Diese ist aus einem Förderverein hervorgegangen, in dem 20 Firmen aus der Handels-, ­Logistik-, Energie-, Bau-, IT- und ­Finanzbranche vertreten waren. Die Migros gehörte zu den ersten Mitgliedern.

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2. Die Technik

5. Die Geldgeber

Die technischen Komponenten sind grösstenteils bereits im Einsatz, etwa das Tunnelbauverfahren, Lift­ schächte und selbstfahrende Trans­ portcontainer. Der Vorteil: Die Tech­ nik ist erprobt und zuverlässig. Die grösste Innovation stellt die mass­ geschneiderte digitale Steuerung dar, die die Waren optimal zusammen­ stellen und deren Transport organi­ sieren wird. Eine weitere Innovation sind die City-Hubs, die die nahe ­gelegenen Städte per Elektrofahr­ zeugen mit den Waren versorgt.

Cargo sous terrain wird von der Wirt­ schaft finanziert. Zu den 15 Haupt­ aktionären, die das Projekt in dieser ersten Phase unterstützen, gehören unter anderem Detailhändler wie die Migros, die Post, die Swisscom, das Software-Unternehmen SAP und die Zürcher Kantonalbank. Auch ­Logistik- und Bauunternehmen zäh­ len zu den Aktionären. Somit sind alle Gruppen vertreten, die künftig Cargo sous terrain bauen und nutzen werden. Staatliche Zuschüsse sind nicht vorgesehen.

3. Die Kosten

6. Die Politik

Die erste Etappe wird den Raum Härkingen/Niederbipp mit Zürich verbinden. Die Baukosten für diese Teilstrecke liegen bei 3 Milliarden Franken. Ist das Netz dereinst kom­

Damit Cargo sous terrain gebaut werden kann, braucht es ein Bun­ desgesetz, das den unterirdischen Gütertransport regelt, analog den Gesetzen zu Eisen- und Autobah­

2

5

nen. Die erste Bedingung des Bundesrats hat die Cargo sous terrain AG im Januar erfüllt. Ihre Investoren haben 100 Millionen Franken an Eigenkapital zugesagt und so das Interesse der Wirtschaft an einer Um­ setzung signalisiert. Nun kann der Bund aus Sicht von Cargo sous terrain mit der Ausarbei­ tung des Gesetzes beginnen.

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7. Der Zeitplan

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Läuft alles nach Plan, beginnen 2025 die Tunnelbohrungen für die erste Teilstrecke. Diese wird im Jahr 2030 in Betrieb gehen. Parallel dazu laufen bereits die Planungen für die weiteren Bauetappen. Bis 2045 wird das gesamte Netz in Betrieb sein.

8. Der Nutzen Der unterirdische elektrische Trans­ port von Gütern hat viele Vorteile. Dank der Nutzung erneuerbarer Energien verringert er den CO2-Aus­ stoss und entlastet die Auto­ bahnen und Strassen vom Güterverkehr um bis zu 40 Prozent. Weniger Stau heisst auch eine pünktlichere Lieferung der Waren. Kleinere Transporteinheiten lassen sich effizienter transportieren. Und die Feinverteilung mit Elektro­ fahrzeugen sorgt für eine bessere Lebensqualität in den Städten.

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MIGROS-WELT | MM19, 7.5.2018  47

Basel HärkingenNiederbipp

Zürich Bern

St. Gallen

Luzern

Thun Genf Andreas Münch, Mitglied Ge­ne­ ral­direktion MGB, Leiter Depar­ tement Logistik & Informatik Andreas Münch

«Wir wollen neue Logistiklösungen suchen» Weshalb unterstützt die Migros Cargo sous terrain? Die Migros ist einer der gröss­ ten Logistiker der Schweiz. Wir transportieren und ver­ teilen täglich Tausende von Tonnen Güter auf der Bahn und auf der Strasse zu unse­ ren Läden und Kunden. Die Verkehrsinfrastrukturen sind heute schon ausgelastet und überlastet. Dieses Problem wird sich weiter verschärfen. Deshalb wollen wir gemein­ sam mit anderen Unterneh­ men neue Lösungen für die Logistik suchen.

Anlieferung zu City- und Logistik-Hubs 20 bis 50 Meter Tiefe

Der Aufwand für das Projekt ist enorm. Warum ist er gerechtfertigt? Cargo sous terrain ist eine Logistikrevolution und eröffnet komplett neue Möglichkeiten. Staus können reduziert oder gar eliminiert werden. Die Umwelt wird entlastet und geschützt Ballungs­zen­tren und Städte werden entlastet. Dafür lohnt sich der enorme Auf­ wand sicher.

Ein- und Austritt der Waren Dreispuriger Tunnel, Durchmesser: 6 Meter

Fahrzeuge mit Elektro­ antrieb für zwei Paletten, konstante Geschwindigkeit 30 km/h, 24-h-Betrieb

Bild: Severin Nowacki

Hängebahn für Pakete, 60 km/h

Welche Vorteile bietet Cargo sous terrain für die Migros? Eine pünktliche und zuver­ lässige Lieferung der Ware an die Filialen und an unsere Kunden ist für die Migros von grosser Bedeutung. Dies können wir mit Cargo sous terrain besser garantieren. Mit einer ausgeklügelten City-Logistik können wir unsere Kunden in den Städ­ ten ausserdem noch umwelt­ schonender beliefern. MM


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MIGROS-WELT | MM19, 7.5.2018  49

Pralinen fürs Mami Migusto

Statt vom Konditor gibt es zum Muttertag selbstgemachte Cranberry- und Kokospralinen. Die süssen Kugeln aus Weizen-Knusperscheiben sind kinderleicht zuzubereiten und m ­ achen nicht nur Mamis glücklich. Vom Profi gibts Tipps für Eigenkreationen.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Andrea Pistorius, Melanie Michael Bilder & Styling: Veronika Studer Rezept: Andrea Pistorius

STEP-BY-STEP ZUM KOCH-PROFI WERDEN! Tolle Kochtutorials auf migusto.ch

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Allzu viele Zutaten braucht es nicht, um feine Pralinés selber herzustellen: Weizen-Knusperscheiben, ­weisse ­Schoggi, Cranberrys und Puder­ zucker s­ owie herkömmlichen Zucker.


50  MM19, 7.5.2018 | MIGROS-WELT Step-by-step

Cranberry- und Kokospralinen    1

Für die Cranberrypralinen die Knusperscheiben im Cutter fein mahlen, Cranberrys dazugeben und mithacken.

5

Aus beiden Massen Kugeln formen. Für die ­Cranberrypralinen Zucker mit der Lebens­ mittelfarbe mischen. Hierzu die Farbe am ­besten am Rand eines Schälchens mit dem ­Zucker verstreichen. Anschliessend mit dem Puderzucker mischen.

2

Cranberrysirup leicht erhitzen, Schokolade in kleinen Stücken dazugeben und schmelzen. Knusperscheibenbrösel und Cranberrys unter­ heben und auskühlen lassen. Weiche Butter in die Masse kneten. Bis zum Formen im Kühl­ schrank aufbewahren.

6

Kokoskugeln in Puderzucker, Cranberrykugeln in der roten Puderzuckermischung wenden. Auf einem Teller verteilt im Kühlschrank für ca. 2 Stunden kühl stellen. Die fertigen Pralinen kühl aufbewahren und innert 4 bis 5 Tagen ­geniessen.

3

Für die Kokospralinen Vollrahm in eine kleine Pfanne geben und ein Drittel der Kokosraspel darin einweichen. Inzwischen die Knusper­ scheiben im Cutter fein mahlen.


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MIGROS-WELT | MM19, 7.5.2018  63

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Liebe Kinder,    4

Kokosrahm leicht erhitzen, Schokolade in ­kleinen Stücken dazugeben und schmelzen. Knusperscheibenbrösel und restliche Kokosflocken unterheben und auskühlen lassen. Weiche Butter in die Masse kneten.

Zutaten für ca. 14 Stück je Sorte Cranberrypra­linen 35 g Weizen-­ Knusperscheiben 35 g getrocknete Cranberrys 30 ml Cranberrysirup 50 g weisse Schokolade 20 g Butter, weich 1 EL Zucker zum Wenden 3–4 Tropfen rote Lebens mittelfarbe zum Wenden 30 g Puderzucker zum Wenden Kokospralinen 40 g Kokosraspeln 50 ml Vollrahm 35 g Weizen Knusperscheiben 50 g weisse Schokolade 20 g Butter, weich Puderzucker zum Wenden

Anstatt im Cutter kann man die Weizen-Knusperscheiben in einem Gefrierbeutel mit dem Wallholz ganz fein zerbröseln. ­Cranberrys dann mit einem Messer kleinhacken.

Cranberrymasse vor dem Formen mit roter Lebensmittelfarbe einfärben. Falls kein Cranberrysirup verfügbar ist, stattdessen Himbeersirup verwenden.

mit den hier vorgestellten Rezepten und ein wenig Unter­stützung (Papi hilft bestimmt gern) könnt ihr euer Mami zum Muttertag mit selbstgemachten Pralinen über­ raschen. ­Die Rezepte könnt ihr auch ohne Weiteres etwas abändern und so auch Nuss- oder Schokoladen-­ Pralinen herstellen. Andrea Pistorius, Rezeptautorin

Die Kokospralinen zum Beispiel können mit etwas Kakaopulver verfeinert werden. Oder ihr e­ rsetzt die Kokosflocken durch gemahlene Nüsse oder Mandeln. Bei der Schokoladensorte könnt ihr auch dunkle oder Vollmilchschoggi ­verwenden – je nachdem, welche eure Mama am liebsten mag. Des Weiteren könnt ihr statt Cran­ berrys Sultaninen nehmen. ­Vielleicht müsst ihr je nach Vari­ ante die Mengen leicht anpassen: Ist die Masse zu feucht, gibt man ihr ­etwas mehr gemahlene Weizen-­Knusperscheiben bei; ist sie zu t­ rocken, etwas mehr Butter. Sollte die Masse beim ­Formen mit warmen Händen zu sehr kleben und zu weich sein, so hilft es schon, sie kurz in den Kühlschrank zu legen. MM

Viele weitere kochtipps zum Muttertag jetzt auf migusto.ch Earl-Grey-Scones: www.migusto.ch/earl-grey-scones Kokos-Smoothie-Bowl: www.migusto.ch/smoothie-bowl Brioches: www.migusto.ch/brioches


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MIGROS-WELT | MM19, 7.5.2018  65

Excellence

Che buono! Ob mit oder ohne Schokopulver, mit hübscher ­ Latte-Art v­ erziert oder ganz simpel: Der Cappuccino ist für viele ein t­ äglicher Genuss. Was zum Schlürfen aus ­der Tasse funk­tioniert, klappt neu auch zum Löffeln aus dem ­Becher: Als Special Edition lanciert die Migros ein Excellence-Joghurt mit der ­Geschmacksnote ­Cappuccino. Die cremige Kaffeeschicht v­ ersteckt sich unter leicht säuer­lichem Rahmjoghurt aus Schweizer Milch – che buono! Die Sorte bildet den Start ­einer ­Reihe weiterer Special Editions mit nichtalltäglichen Aromen.

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66  MM19, 7.5.2018 | MIGROS-WELT Migipedia

Bestimmen, was im Regal landet

Von Uns. Von hier.

Mitreden bei der Migros So oft wie Kathrin Michel kommentiert kaum jemand auf Migipedia. Die Veganerin schätzt das Mitspracherecht auf der Plattform – und das als Besitzerin der Migros. Text: Thomas Tobler, Melanie Michael  Bilder: Mischa Christen So funktionierts: Auf der Plattform ­Migipedia entscheiden die Kunden – sie alle sind ja schliesslich Migros-­Besitzer. Seit 2010 können sie ­diverse Migros-­Produkte bewerten, sich als Produkt­tester bewerben und entscheiden, was im ­Regal landet. Auch Ideen für Neues gelangen über Migipedia zur Migros, die viele der Produkte in den eigenen Betrieben gleich selber herstellen kann. 63 137 Produkte sind aktuell auf Migipedia: von der Zahnpasta über Lautsprecherkabel bis zum glutenfreien Laugenbrötchen. 127 000 User zählte die Migipedia-Community Ende März 2018. 69 Produkte wurden bereits gemeinsam mit den Usern entwickelt. Das Erfolgreichste ist das Blévita Gruyère AOP, heute sogar das drittbeliebteste Produkt auf Migipedia. 1214 Ideen für ein neues Blévita-Sandwich konnten am Paléo Festival 2017 in Nyon gesammelt werden. 95 000 Bewertungen wurden insgesamt von den Migipedia-Usern abgegeben. Platz 1 belegt laut ­Bewertungen der ­ Kult-Ice-Tea Zitrone im 1-Liter-Tetrapack.


MIGROS-WELT | MM19, 7.5.2018  67

Star des Monats

S

uper-Autor» steht bei ­Kathrins Profil auf Migipedia. Als die Kundenplattform der Migros im Sommer vor acht Jahren online ging, gehörte sie zu den ersten Nutzerinnen. «Die Migros suchte damals Testpersonen für die Seite. Ich meldete mich an, und seither bin ich dabei», erzählt Kathrin Michel. Migipedia-Kathrin heisst auch in der realen Welt Kathrin. 739 Nachrichten hat sie bisher auf der Plattform verschickt und 372

Likes erhalten. Sie gehört zu den aktivsten Nutzerinnen der Plattform, ein «Super-Autor» eben. «Ich finde es wichtig und sinnvoll, dass man als Migros-­Kunde mitreden und seine Meinung zu Produkten und neuen Angeboten ­öffentlich kundtun kann.» Aus diesen Gründen ist sie seit zehn Jahren auch Genossenschafterin der Migros. «Ich bin ein Migros-Kind und möchte mich einbringen können, wenn ich schon die Möglichkeit dazu

e­ rhalte.» Oft drehen sich Kathrin Michels Migipedia-Beiträge um das Thema «Vegane Ernährung». «Ich verzichte aus Tierrechtsgründen auf tierische Produkte und vertrete meine Ansichten. Andere Leute aufzufordern, es mir gleichzutun, liegt mir aber fern.» Wohl auch, weil sie sich selbst ab und zu eine Ausnahme ge­stattet. Etwa bei Glaces – aber da hat die M ­ igros mit Coco IceLand glück­licherweise eine vegane A ­ lternative im Angebot. MM

Ausgezeichnete Glace Der neue G ­ eheimfavorit aus der Migros-­Kühltruhe ist die vegane und laktosefreie Stän­geli­glace aus Kokos­milch. Midor, die ­Her­stellerin, hat ­dafür und für weitere Produkte der veganen Glace-Linie sogar den «Swiss Vegan Award 2017» gewonnen. Die Cremigkeit der Glace gleicht der ­einer Rahmglace und wurde besonders ­gelobt. Hier leisteten die experimentierfreudigen Profis der Midor ganze ­Arbeit. Die Glace wird von dunkler Schokolade umhüllt und zuletzt mit Kokosraspeln ­bestreut – und ist auf der kompletten Linie vegan und laktosefrei. Wettbewerb Preisfrage: Mit welchem Preis wurde Coco Ice-Land ausgezeichnet?

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MIGROS-WELT | MM19, 7.5.2018  69

Mister Rice

Gute Reise! Man muss nicht extra nach Italien fahren, um süd­ländische Köstlichkeiten zu geniessen. Ein Risotto gelingt auch zu Hause perfetto – vorausgesetzt, die richtige Reissorte kommt in die Pfanne: Carnaroli. Die Konsistenz und der Eigen­geschmack dieses Reises sorgen für einen ­be­sonders cremigen Risotto. Der Carnaroli-­ Reis wird in der Nähe des Piemonts in kontrol­ lierter biologischer Landwirtschaft angebaut. Die ­Migros-Eigenmarke Mister Rice bietet ­neben fünf weiteren Reisprodukten neu auch den Carnaroli und den Quick Rice in Bioqualität an.

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Bild und Styling: Ruth Küng

vom 8. bis 14. 5.

Mit Carnaroli-Reis lässt sich ein cremiger Zitronen­risotto zubereiten. Dazu passen grüne Spargeln. Rezept: www.migusto.ch/zitronenrisotto

Biobauern arbeiten im Einklang mit der Natur. Sie gehen sorgsam um mit Tieren, Pflanzen, Böden und Wasser.

Migusto ist die Koch­plattform der Migros: www.migusto.ch


70  MM19, 7.5.2018 | MIGROS-WELT Tennis

Gerüstet wie Champions Die Tennis-Outdoor-Saison ist gestartet. Diese praktischen Accessoires sorgen für ­gutes Gelingen – auf und neben dem Platz.

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MIGROS-WELT | MM19, 7.5.2018  71

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72  MM19, 7.5.2018 | MIGROS-WELT

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Aus der Region. Für die Region.

Im Blumenmeer

In Illnau ist Jürg Gerber mit seinem Team von der Lamprecht Pflanzen AG schon im Herbst damit beschäftigt, Blühpflanzen für das kommende Jahr zu ziehen. Besonders beliebt sind die Kapkörbchen. Text: Claudia Schmidt  Bilder: Gerber/Lösch; Veronika Studer

Jürg Gerber mit einer Kiste Kapkörbchen


MIGROS-WELT | MM19, 7.5.2018  73

E

milia, Miranda und Sonja sind nur drei der rund 25 Sorten Kapkörbchen, die die Lamprecht Pflanzen AG in Illnau ZH anbietet. Die einjährige Pflanze blüht vom Frühjahr bis in den späten Sommer hinein. Damit eine frühe Blüte möglich ist, beginnen die Gärtner bereits ab November mit dem Anziehen der aus Stecklingen gezogenen Pflanzen. Geschäftsführer Jürg Gerber: «Die Steck­linge kaufen wir ein und setzen sie dann in Töpfe.» Eine Maschine befüllt die Töpfe mit Erde, sodass die Jungpflanze nur

Eine Maschine greift mehrere Pflanzen gleichzeitig und setzt sie auf einer Palette zusammen.

Die leicht verwurzelten Stecklinge werden an der Maschine zügig eingepflanzt.

noch per Hand ein­gesetzt und leicht festgedrückt werden muss. Damit die Pflanzen kräftige Wurzeln aus­bilden, ist ein optimales Klima im Gewächshaus nötig. Hier wachsen die Pflanzen im Winter unter sorgsamer Pflege langsam heran. «Wichtig für die Entwicklung der Blüten ist die richtige Ernährung der Pflanzen», sagt der gelernte Baumschulist und Fachmann für produzierenden Gartenbau. Pflanzen blühen nur dann üppig, wenn die Nährstoffversorgung stimmt. Insgesamt 50 Festangestellte kümmern sich in den Gewächshäusern und hinter den Kulissen um den Gartenbaubetrieb. «Im Frühjahr sind es zeitweise sogar bis zu 85 Leute», sagt Gerber. Rund 80 Pflanzensorten gedeihen im Eigenanbau. Einige davon liefert die Lamprecht Pflanzen AG bereits seit den 50er-Jahren an die Migros. Damals leistete die Gärtnerei Pionierarbeit. Seit einigen Jahren liefert sie auch Pflanzen mit dem Label «Aus der Region. Für die Region.». Kein Wunder, dass auch Jürg Gerber ein Migros-Besitzer ist.

Tipps des Produzenten

Gartenwissen Ob im Kübel, Balkonkasten oder Beet: Das Kapkörbchen (Osteospermum) macht sich überall gut. Jürg Gerber hat Tipps: Tipp 1 Das Kapkörbchen lässt sich besonders gut in Kübeln und Balkonkästen mit hängenden Pflanzen wie etwa Weihrauch oder Petunien kombinieren. Tipp 2 Kapkörbchen sind Pflanzen für draussen. Innenräume sind für sie zu dunkel.

Mit der Hilfe von Nützlingen

Wie überall, wo Pflanzen dicht beisammenstehen, droht Schädlingsbefall. Darum kommen spezielle Sticker zum Einsatz, an denen solche Schädlinge kleben bleiben. Die Gärtner zählen die Insekten aus und beurteilen dann, in­wieweit ein akuter Befall droht. Ist das der Fall, werden Nützlinge, etwa Schwebfliegen, dagegen eingesetzt. Für Phasen ohne Befall stehen für die Nützlinge Töpfe mit Gräsern und reichlich Blattläusen als Futter bereit. «Das ist Gerste. Die Blattläuse sitzen nur auf diesem Gras, bieten aber den Nützlingen Nahrung, wenn sie nicht anderweitig ein­ gesetzt werden können», erklärt Jürg Gerber. So stellt er sicher, dass die Pflanzen in voller Pracht in die Migros gelangen. MM

Tipp 3 Man muss sie beim ­ inpflanzen nicht besonders E tief einsetzen. Anschliessend gut angiessen. Tipp 4 Für die Bildung neuer Blüten die verblühten mit den Fingern abknipsen.

Kapkörbchen, diverse Sorten, Stück Fr. 4.90

Die Migros gehört den Leuten. Deshalb fördert sie die regionale Landwirtschaft wie kein anderer und verkauft in der Migros Ostschweiz rund 1500 regionale Produkte von mehr als 4000 regionalen Produzenten.


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Wissen aus der Region

30

Bis Spargeln 30 cm gross sind, dauert es nach der Einpflanzung der Jungpflanzen zwei Jahre. Die Spargeln, die in der Migros Ostschweiz erhältlich sind, liefern Produzenten aus Rebstein, Gams und Hüttwilen.

Mindestens zwei der insgesamt zwölf Teilstrecken der Winti-SOLA werden von Frauen absolviert.

Laufsport

Rund um Winterthur Am 29. September ist in Winterthur Teamwork Trumpf: Bei der Laufstafette Winti-SOLA absolvieren zwölfköpfige Teams gemeinsam den 84 Kilometer langen Rundweg um die Stadt. Text: Natalie Brägger  Bild: Cécile Gmünder

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interthur ist eine der grössten Städte der Schweiz. Was das heisst, kann man auf dem Rundweg entlang der Stadtgrenze erleben. Der Weg wurde 2014 zum 750-Jahr-Jubiläum des Winterthurer Stadtrechts eröffnet. Einer, der jeden Meter des Wegs kennt, ist Dominik Ramp. Der begeisterte Leichtathlet und Mitarbeiter im Amt für Städtebau war bei der Entwicklung beteiligt und hat die

Stadt «mindestens zwölf Mal» auf dem Weg umrundet. «Wir wollten, dass der Weg nach dem Stadtfest nicht in Vergessenheit gerät. So ist die Winti-SOLA entstanden», erklärt er. Diese Lauf­stafette findet am 29. September zum dritten Mal statt. Zwölfköpfige Teams absolvieren eine Gesamtstrecke von 84 Kilometern, ­jedes Mitglied übernimmt eine Teilstrecke. «Beim Sässel rennen die ­Läufer wie auf einer Krete. Auf der

e­ inen Seite blickt man auf die Stadt und auf der anderen Seite ins Tösstal», nennt Dominik Ramp seinen Lieblingsabschnitt. Er ist am Anlass für die Strecken­ sicherheit mitverantwortlich – zu­sammen mit rund 65 freiwilligen Helfern und 30 Verkehrskadetten. Die Winti-­SOLA ist nur möglich dank des Einsatzes von 350 Frei­ willigen. MM Info und Anmeldung: www.wintisola.ch Anmeldeschluss: 29. Juli 2018

Verlosung

Teamstart gewinnen Die Migros unterstützt die Winti-­ SOLA als Haupt­ sponsorin und verlost zwei Teamstarts. Für die Teilnahme an der Verlosung eine E-Mail mit Betreff «Winti-SOLA» an wettbewerbe@ gmos.ch schreiben. Teilnahmeschluss: 14. Mai.

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76  MM19, 7.5.2018 | MIGROS-WELT Die Pyramiden-­ technik: Inein­ ander gestapelte Töpfe erlauben es, verschiedene Kräuter auf ­engstem Raum zu ziehen.

Basilikum ist ein Säufer, Schnittlauch und Peterli mögen sich nicht, Minze macht sich gerne breit: S ­ elina Halvorsen vom Do it + Garden Wil weiss, wie welche Kräuter am besten gedeihen.

Garten

Hochstapler ernten mehr

Wer gärtnern will, braucht keinen Garten. Frische Kräuter lassen sich auch auf kleiner Fläche ziehen – beispielsweise in ineinander gestapelten Töpfen. Do it + Garden Migros hat alles, was es dazu braucht.

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ineralstoffe, Vita­ mine, wertvolle bioaktive Stoffe und vor allem viel Ge­ schmack: Frische Kräuter be­ reichern Gerichte auf vielfältige Weise und bringen Abwechslung in die Küche. Wer Basilikum, Thymian oder Peterli ­selber zieht, schont nicht nur das ­Portemonnaie, der Anbau macht auch Spass, findet Selina Halvor­ sen vom Do it + Garden Migros Wil: «Es ist schön, das wachsen zu sehen, was man selber ­gepflanzt hat. Ein heimischer ­Kräutergarten ist zudem ein

geeignetes Familienprojekt. Es ist überhaupt nicht schwierig, deshalb können auch kleine Kinder gut mithelfen.» Viel Geschmack auf engem Raum

Kräuter kann jeder pflanzen, ­findet die Expertin, egal, ob man einen grossen Garten hat oder nicht. Ist wenig Platz vorhan­ den, schaffen Hochbeete oder Töpfe Abhilfe. Letztere emp­ fiehlt die Expertin ineinander zu stapeln, und zwar asymmetrisch. Dadurch ergibt sich die meiste Pflanzfläche, und man kann viele Kräuter auf engem Raum anbau­

en. Wer keine Eigenkonstruk­ tion will, kann auch auf fertige Kräuterpyramiden zurück­ greifen. So oder so habe das Pflanzen im Topf viele ­Vorteile, wie Selina Halvorsen erklärt: «Das Schöne ist, dass man nicht jäten muss. Zudem lassen sich die Töpfe so bepflanzen und stellen, dass alle Kräuter einen optimalen Platz bekommen.» Trockenverträgliche Kräuter wie Thymian oder ­Rosmarin, die viel Sonne be­ nötigen, kommen nach oben. ­Basilikum, Schnittlauch und ­Petersilie erhalten weiter

unten ein Plätzchen. Sie brau­ chen mehr Feuchtigkeit und ­gehen auch am Schatten nicht ein. «Wichtig ist einfach, dass man den Kräutern genug Platz gibt. Ein klassischer Anfänger­ fehler ist, dass man die Kräuter zu nahe beieinander pflanzt. So können sie nicht richtig gedei­ hen», sagt die stellvertretende Fachmarktleiterin. Ohnehin gilt es bei der Platz­ wahl einiges zu berücksichtigen. Schnittlauch und Peterli mögen sich nicht, Basilikum ist ein ­Säufer, und Minze macht sich gerne breit – bevor man pflanzt,

Bilder: Nico Canori, Carmen Do it + Garden Blog

Text: Nico Canori


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Workshops

Kostenlos von Profis lernen Do it + Garden Migros bietet an ausgewählten Standorten kosten­lose Workshops zum ­Thema Kräutergarten an. Die Teilnehmenden ­lernen von Profis, wie man Kräuter richtig ­anpflanzt und wie man eine Kräuterspirale im Topf anlegt. Die Workshops finden statt am: • 19. Mai in Buchs SG • 26. Mai in Amriswil TG • 2. Juni in St. Fiden St. Gallen • 2. Juni in Pfungen ZH

Pro Datum und ­Standort finden je drei Workshops statt. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Mehr Infos: www.migros-ostschweiz.ch/ kraeutergarten

Gartenkompetenz

sollte man also einen genauen Plan aufstellen. Denn wer sich frühzeitig Gedanken zu Platz, Sonneneinstrahlung und ­Pflegeaufwand macht, legt den Grundstein dafür, dass die ­Kräuter später bestens gedeihen. Kurz schneiden, gross wachsen

Für die nötigen Nährstoffe beim Wachsen sorgt eine Aussaatund Kräutererde. Sie besteht zu je einem Drittel aus Gartenerde, Sand und Gartenkompost. Die Frage nach dem Was ist laut ­Selina Halvorsen einfacher zu

beantworten, als die nach dem Wie: «Einfach alles pflanzen, was man mag. Man findet schon für alles einen Platz.» Mit dem korrekten Anpflanzen alleine ist es gemäss Selina Halvorsen aber nicht getan: «Für den Wuchs der Kräuter ist es förderlich, wenn man regelmässig erntet. Dabei sollte man nicht nur die Blattspitzen abzupfen, sondern den ganzen Trieb auf einen Drittel kürzen. Am besten erntet man Kräuter am Vormittag, kurz vor ihrer Blütezeit. Dann haben sie am meisten Geschmack.» Werden

all diese Ratschläge berücksichtigt, wird der eigene Kräuter­ garten nur so wuchern. Kann man eine so reiche Ernte überhaupt verwerten? «Das ist kein Problem. Man kann Kräuter ja auch haltbar machen. Sie lassen sich trocknen oder einfrieren. Wer sie zu Pesto, Ge­würzöl oder einer Marinade ­einmacht, hat auch immer ein hervorragendes Gastgeschenk bereitliegen», versichert die begeisterte Hobbygärtnerin. MM Die komplette Anleitung für eine Kräuterpyramide und weitere nützliche Tipps für den Garten auf blog.doitgarden.ch

Ostschweizer Fachmärkte Alles für den heimischen Garten und fachkundige Beratung gibt es nicht nur in Wil. Auch in den Do-it-Fachmärkten in Amriswil, Buchs, Kalchbühl Chur, im Pizolpark Mels, im Rheinpark St. Margrethen, in ­Pfungen, Rüti, St. Fiden St. Gallen und Wetzikon sowie in den OBIs Grüzepark Winterthur und St. Gallen kann man sich bestens auf die Garten­ saison vorbereiten.


78  MM19, 7.5.2018 | MIGROS-WELT

Dieser Ausblick ­bietet sich bald Dave Gahan, ­Martin Gore und Andy Fletcher von ­Depeche Mode. Sie spielen am 30. Juni im Sittertobel.

Festival

All I ever wanted ... Open Air St. Gallen – das sind vier Tage Ausbruch aus dem Alltag, vier Tage voller Musik und Euphorie. Die Migros ist vom 28. Juni bis 1. Juli mit dabei – als Presenting Partner und Nachwuchsförderin. Text: Nico Canori  Bild: Nick Lobeck

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unst, Kulinarik, Zelten, ­Gemeinschaft: Das Open Air St. Gallen ist auf vielen Ebenen ein Erlebnis. Im Zentrum steht aber die M ­ usik. Immer wieder kommt das St. Galler Publikum in den Genuss von grossen Namen der Musikwelt. Mal sind es Bands, die einen kometenhaften Aufstieg hingelegt haben, mal solche, die schon zu den alten Hasen der Szene gehören. Mit der Verpflichtung von De­peche Mode ist den Veranstaltern dieses Jahr ein Coup gelungen. Das Trio aus Essex ist schon seit fast 40 Jahren im ­Geschäft und kommt mit zahl­reichen Welthits im Gepäck. Die ­Ankündigung, dass die Synth-Pop-­ Pioniere ins Sittertobel kommen, hat bei Jung und Alt Begeisterungsstürme ausgelöst. Auch sonst kann sich das Line-up einmal mehr sehen

lassen: Mit Nine Inch Nails, The ­Killers und Editors beehren weitere grosse Namen die Sitterbühne. Wie immer kann man sich am Open Air St. Gallen aber auch auf eine Entdeckungsreise begeben. Neben internationalen Newcomern wie dem französischen Elektro-Duo The Blaze oder dem vielbeachteten Briten Shame liegt ein Schwerpunkt des Festivals auf Schweizer und Ostschweizer Künstlern. Regio-Bühne am Donnerstag

Zum vierten Mal in Folge präsentieren das St. Galler Festival Musig uf de Gass und die Startrampe, das Bandförderprogramm des Migros-­ Kulturprozents, am Donnerstag eine Bühne für Bands aus der Region. In diesem Jahr bespielen dort Ray Drma, Velvet Two Stripes, Kaufmann und Mama Jefferson

das grosse Festivalpublikum. Vielleicht tut es einer von ihnen Crimer gleich. Der Balgacher vermochte 2017 auf selbiger Plattform zu ­begeistern und spielt deshalb in ­diesem Jahr auf der Sternenbühne. Singer/Songwriter aus der ­Region wiederum sind auf der Campfire ­Stage anzutreffen. Während man ­ihren Liedern lauscht, kann man sich am Lagerfeuer gemütlich eine Wurst braten. Ohnehin kommt man am Open Air St. Gallen auch kulinarisch auf seine Kosten. Sei es in Form ­eines Burgers vom Life-Food-Stand der Migros oder von einem der zahlreichen Streetfood-Anbieter im ­Plaza-Quartier. Dort sorgen inter­ nationale Strassenkünstler, junge Designer und Künstler für eine unvergleichliche Stimmung. MM Tickets und Infos zum Festival: www.openairsg.ch

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Leben MM19

Umfrage

Müssen Kinderkleider trendy sein? Ein bis zwei hippe Kleidungsstücke sollten sein. Kombiniert mit zeitlosen Sachen.

51%

1, 2 oder 3?

Monica Müller (43) hat zwei ­Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Seit Tagen versucht der Grosse, sich einen wackelnden Schneidezahn auszureissen. Unverhofft gewinnt er den Kampf gegen den bereits dunkel gefärbten Milchzahn auf dem Heimweg von der Schule. Strahlend steht er im Türrahmen. Mit blutigem Lächeln sagt er: «Ich bin sicher, die Zahnfee freut sich über diesen speziellen Zahn ganz besonders!» Und ja, die Zahnfee freut sich wirklich. Auch weil sie nun den Zahnarzt nicht aufsuchen muss. Am folgenden Morgen wacht sie vor dem Klingeln des Weckers mit dem unguten Gefühl auf, etwas vergessen zu haben. Also schleicht sie ins Kinderzimmer und legt einen Gummi-Burger unters Kissen. Als ich den Grossen später beim Zmorge frage: «Und, ist die Zahnfee gekommen?», schaut er mich nur traurig an. «Tu nicht so geheimnisvoll, das warst doch du. Ich habe dich gesehen!» – Und jetzt? 1   Das ist der Lauf der Dinge – irgendwann ist Schluss mit Zahnfee und Samichlaus. 2   Ich flunkere weiter: «Ich wollte selbst nachschauen, ob die Zahnfee da war.» 3   Ich ignoriere die Bemerkung und mache weiter, wenn der nächste Zahn ausfällt.

34%

Überhaupt nicht. Hoch lebe die Individualität!

8% Aber sicher! Schön, wenn schon die Kleinen einen Sinn für Mode entwickeln.

7% 130 Abstimmende

Eine Umfrage von

Antwort 3: Ich bin noch nicht bereit, meine Rolle als Zahnfee aufzugeben. Und falls der Grosse doch gern noch länger an dieses wundersame Wesen glauben möchte, gebe ich ihm die Chance.

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Fee ade

Nein. Hauptsache, sie sitzen, sind praktisch und bequem.


82  MM19, 7.5.2018 | LEBEN

Familie

Mit Büchern gross werden Die Bibliotheken legen ihr verstaubtes Image ab und öffnen sich für spielerische Aktionen. Das gesamtschweizerische Projekt «Buchstart» soll die frühkindliche Begegnung mit Büchern fördern – und damit auch die Sprachkompetenz. Text: Claudia Weiss  Bilder: Monika Flückiger

W

er sitzt denn da im Holzkasten? Fabienne Wyttenbach öffnet den Deckel, und heraus kommt die Stoffmaus Musette. Gespannt lauschen die Kinder, die meisten sind zwei oder drei Jahre alt, als die 39-jährige Kindergärtnerin Geschichten und Verslein rund um ein Paket erzählt. Nach einer Weile schnappt sich ein Junge eine Spielrübe aus Holz, ein kleines Mädchen mit Schnuller klettert vom Schoss der Mutter und rennt in den Kreis hinein. Pisa-Studie gab den Ausschlag

Es ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, was eine Veranstaltung wie «Lirum Larum» in der Bibliothek Spiez BE zu suchen hat. Mit Lesen und Büchern scheint sie jedenfalls nichts zu tun zu haben. Fabienne Wyttenbach, die den Anlass für das Projekt «Buchstart» leitet, bestätigt lachend: «Es geht hier nicht darum, die ganz Kleinen zum Lesen zu bringen.» Die «Buchstart»Treffs seien ein Angebot, das Eltern dazu inspirieren solle, ihren kleinen Kindern Verslein vorzusagen und damit spielerisch deren Sprachentwicklung zu för-

dern. Zugleich werde so der erste Schritt in die Bibliothek vereinfacht: «Man muss sich nicht anmelden, nichts zahlen, sich nicht verpflichten.» Das Projekt wurde vor zehn Jahren initiiert, kurz nachdem die ersten Pisa-Ergebnisse Schweizer Schülern und Schülerinnen schwache Lesekompetenzen attestiert hatten (siehe auch Box Seite 85). Inzwischen gibt es schweizweit zahlreiche ähnliche Anlässe für Eltern und Kinder: Bibliotheken sollen zeigen, dass sie nicht mehr die verstaubten Räume von einst sind, als nur stille Leserinnen und Leser geduldet waren und schwatzende oder spielende Kleinkinder mit bösen Blicken bestraft wurden. «Heute nimmt man Biblio­ theken zunehmend als öffent­ lichen Raum wahr, in dem Infos und Kontakte vermittelt und interessante Anlässe ange­ boten werden», sagt Franziska Baetcke (49), Direktorin der Stiftung Bibliomedia Schweiz. Für viele Bibliotheksangestellte bedeutet das ein Umdenken: «Gefragt sind heute Krea­ tivität und Freude am Arbeiten mit Menschen», sagt Gisela Jäggli (53). Die Bibliothekarin ver-

antwortet in Spiez die Kinderveranstaltungen: «Lirum Larum» für die ganz Kleinen und «Gschichtezyt» für Kinder bis zur zweiten Primarklasse. Plaudern und Fläzen erlaubt

«Eine Bibliothek muss leben», sagt Gisela Jäggli. Deshalb sind auch Spaziergänger willkommen, die in der «LesBar» eine Pause einlegen und ein wenig plaudern wollen, selbst wenn sie kein Bücherabo lösen. Teenies dürfen sich in der Jugendabteilung zum Lesen sogar ins bequeme Sofa fläzen: Auch für sie soll die Bibliothek attraktiv werden. Eine klare Regel aber gilt nach wie vor: kein Essen bei der Lektüre. Richtig wild oder laut bewegt sich indes nur selten jemand in der Bibliothek, hingegen müssen die Bibliothekarinnen ab und zu darauf hinweisen, dass die Medien sorgfältig behandelt werden sollen. Der «Lirum Larum»-Kindermorgen endet mit einem Lied und einem gemeinsamen Fingervers. Maus Musette verschwindet wieder in der Holzbox, alle Kinder erhalten einen mit ihrem Namen versehenen Brief und ein Hasenverslein mit


LEBEN | MM19, 7.5.2018  83

«Lirum Larum»

So kommt es bei Besuchern an Martin Geissbühler (31), Tochter Alina (3½) «Seit einem Jahr kommen wir regelmässig hierher, meist geht meine Frau mit. Für mich ist es eine coole Abwechslung: Wir treffen hier andere Kinder und lernen Lieder und Versli, die wir dann zu Hause zusammen singen. Und wir finden immer viele Bilderbücher zum Erzählen.»

1

Michael Stettler (41), Tochter Ursina (4) «Ich bin jetzt zum zweiten Mal dabei, meist geht die Grossmutter mit. Zuerst sind wir eher aus Neugier hierhergekommen, aber Ursina hat schnell Gefallen daran gefunden. Die Bibliothek nutzen wir ohnehin schon seit Jahren: Wir finden immer Bücher, die uns allen gefallen.»

2

Positives Echo: fünf erwachsene Besucher und ihre kleinen Begleiter am «Lirum Larum»-Tag (Fortsetzung: Seite 87) 1

2

3

4

Erika Amacher (68), Enkel Yanis Josi (9 Monate) «Heute ist mein Hütetag, deshalb bin ich mit Yanis hier. Ich bin erstaunt, wie interessiert er alles mitverfolgt. Es ist auch für mich ganz lustig: Ich fühle mich irgendwie in meine Zeit als junge Mutter zurückversetzt, wenn ich da so mit den anderen Eltern zusammensitze.»

3

Eliane Nef (34), Sohn Robin (2) «Für Robin ist es ein guter Einstieg in die Gemeinschaft mit anderen Kindern. Daheim singen wir auch viel, aber hier freut sich Robin immer besonders auf die Bücher. Am liebsten mag er die bunten Wimmelbücher. Den Anlass ‹Lirum Larum› schreiben wir uns immer in die Agenda.»

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LEBEN | MM19, 7.5.2018  85

Bei Gisela Jäggli in der Bibliothek Spiez sind auch kleine Kinder herzlich willkommen.

Welches ist Ihre liebste Bibliothek und warum?

«Lirum Larum» in der Bibliothek Spiez: Kinder­ gärtnerin Fabienne Wyttenbach unter­ hält ihre Zöglinge mit Geschichten und Versen.

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Zahlen und Fakten

Sprachförderung mit «Buchstart»

20

Prozent der Schülerin­ nen und Schüler in der Schweiz konnten vor rund 20 Jahren gegen Ende der obligatori­ schen Schulzeit höchs­ tens einen ganz ein­ fachen Text verstehen und interpretieren. Das hat die erste Pisa-Studie im Jahr 2000 gezeigt.

10 auf den Weg. Die meisten Eltern setzen sich mit dem Nachwuchs in die Bücherecke und wählen mit ihm die Lektüre zum Ausleihen aus, andere machen es sich in der «LesBar» gemütlich. Am Nachmittag ist die Bibliothek auch für andere Besucher geöffnet. Dazu zählt Danja Baumer (36) mit ihrer viereinhalbjährigen Tochter Elena. Sie suchen sich die maximal erlaubte Zahl Bücher – sechs Stück – aus. Die Gutenachtgeschichte sei bei ihnen ein Ritual. «Vorlesen zählt für uns zu den schönsten gemeinsamen Momenten.» Genau das empfehlen Experten: «Regelmässiges Vorlesen schafft nicht nur Nähe, sondern unterstützt Kinder auch in ihrer Entwicklung», lautet die Botschaft des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien. Es hat deshalb den Schweizer Vorlesetag lanciert, der am 23. Mai erstmals stattfindet: Bibliotheken, Schulen

und Vereine organisieren Vorleseveranstaltungen – auch mit der Idee, dass möglichst viele Menschen im privaten Bereich das Vorlesen entdecken. Auch die Jugend soll profitieren

Die Spiezer Bibliothek ist für die Schülerinnen und Schüler aus dem Oberstufenzentrum nebenan auch Schulbibliothek: An diesem Nachmittag haben die Jugendlichen in der Deutschstunde den Auftrag erhalten, sich hier ein Buch auszusuchen. Michelle (15), Anja (15) und Joana (14) wählen dicke Exemplare der Abenteuerserie «Haus Anubis», während Lenny (16) und Lian (15) sich für die «Die drei ??? Kids» entscheiden. Lian mag dünne Bücher: «Dicke Wälzer schrecken mich ab.» Experten sind sich einig: Teenager sind am schwersten zu begeistern, denn sie haben anderes auf dem Programm und im Kopf. Des-

halb ruft die Spiezer Bibliothek jetzt ein neues Projekt ins Leben – die «Skillbörse». Hier können Jugendliche anderen Jugendlichen ihre Hobbys und Fähigkeiten präsentieren. Nicht alle Bibliotheken seien so innovativ wie die in Spiez, sagt Bibliomedia-Direktorin Franziska Baetcke: «Vielen fehlen die Ressourcen und der Rückhalt in der Gemeindepolitik.» Die Spiezer Bibliothek leert sich: Die Jugendlichen ziehen mit ihren Büchern davon, zwei Frauen verlassen das Haus mit vollen Büchertaschen. In der Kinderecke packt eine Mutter mit ihren Kindern einen Stapel «Petzi»- und «Globi»Bücher ein. Viele Eltern haben sich gleich das Datum des nächsten Buchstart-Anlasses notiert. Infos zum ersten Schweizer Vorlesetag: www.schweizervorlesetag.ch

Interview und Bibliotheken­porträts: Seite 87

Jahre ist es her, dass das Projekt «Buchstart» ins Leben gerufen wurde. Seither erhalten Eltern von Neugeborenen über Kinderärzte oder Mütterberaterinnen «Buchstart»-Pakete.

50

Prozent aller Kinder, die in der Schweiz zur Welt kommen, erhalten im ersten Lebensjahr ein «Buchstart»-Paket.

25

Prozent aller Kinder besitzen heute schon vor dem Kindergarten­ alter eine Ausleihkarte einer Bibliothek. www.buchstart.ch


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Die Costa Fortuna verbindet das nostalgische Flair längst vergangener Tage mit Komfort und moderner Ausstattung. Als Hommage an frühere italienische Ozeanriesen sind auf den Decks Modelle und Bilder aus den Pioniertagen der Passagierschifffahrt zu sehen. Alle Kabinen haben ein eigenes Bad mit Dusche und WC, individuell regulierbare Klimaanlage, Satelliten-TV, Telefon, Minibar, Safe, Föhn und Radio.

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Entdecken Sie Form und Design der Costa Deliziosa. Im Atrium begrüsst Sie eine Skulptur, die der Künstler Arnaldo Pomodoro exklusiv für Costa geschaffen hat. Alle Kabinen haben ein Bad mit Dusche und WC, Klimaanlage, Satelliten-TV, Telefon, Minibar, Safe, Föhn und Radio.

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Ihr Kreuzfahrtschiff – Costa Pacifica****+ Von Musik inspiriert, bestimmt das lebendige Dekor mit Musiknoten das Ambiente an Bord der Costa Pacifica. In fünf verschiedenen Restaurants werden Sie kulinarisch verwöhnt. Alle Kabinen haben ein Bad mit Dusche und WC, individuell regulierbare Klimaanlage, Satelliten-TV, Telefon, Minibar, Safe, Föhn und Radio.

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Zuschläge: Abreise 01.02., 11.02., 21.02. 95.–

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LEBEN | MM19, 7.5.2018  87

Innovative Bibliotheken

«Lirum Larum» Eve-Marie Kuhs (29) mit Carl (4), Luisa und Elena (2) «Der Anlass ist vor allem für Carl anregend; meist darf er mit einer Freundin mitgehen. Die Zwillinge sind heute zum ersten Mal dabei: Sie sind noch fast zu klein und haben einen enormen Bewegungsbedarf. Carl liebt Bücher über Tiere, Autos und Bagger. Ich achte aber darauf, dass er keine Comics für Ältere liest.»

Stadtbibliothek Aarau Die Aarauer Stadtbibliothek ist im Winter sonntags geöffnet und zieht mit Veranstaltungen wie «Fernweh am Sonntag» (in Kooperation mit dem Radio Kanal K) viele Gäste an. Im Sommer gibt es die Badi-Bibliothek, die mit rund 800 Büchern, vor allem aktuellen Bestsellern, und einer täglichen Geschichtenstunde für Badi-Highlights sorgt. LivrEchange Fribourg Die interkulturelle Bibliothek bietet Bücher in 240 Sprachen von Afar bis Zulu an und führt fünfmal wöchentlich Plauderstunden auf Deutsch und Französisch durch. Bibliothek Landquart Die öffentliche Bibliothek in Landquart GR dient zugleich als Kinderlabor und Büro für Altersfragen.

«Kinder lesen»: Der Schriftzug ist Programm – die Bibliothek in Spiez schafft (Spiel-)Raum für kleine Besucher.

Barbara Jakob

«Wir wollen keine Frühleser heranzüchten»

Bild: zVg

Barbara Jakob (51) ist beim Schwei­ zerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien (Sikjm) zuständig für Leseförderung im Frühbereich.

Barbara Jakob, welche Idee steckt hinter dem Projekt «Buchstart»? Wir haben «Buchstart» gemeinsam mit der Stiftung Bibliomedia lanciert. Zum einen wollen wir die Eltern dazu animieren, ihren Kin­ dern Verse und Geschichten zu erzählen und früh auf spielerische Weise deren sprachlichen Fähigkeiten zu fördern. Zum anderen haben wir zu Anlässen angeregt, die den Kleinsten die Bibliothek zugänglich machen. Früher galten Bibliotheken als Orte der Stille und Konzentration. Ja, deshalb stiessen wir mit unserem Projekt anfangs

auf Widerstand: Viele Bib­ liothekarinnen sprachen sich heftig dagegen aus, stö­ rende laute «Windelfudis» in ihre Räume zu lassen. In den vergangenen zehn Jahren sich aber viel getan: Inzwischen sind auch die Allerkleinsten in den meisten Bibliotheken willkommen. Vor manchen Biblio­ theken steht ein ganzer Kin­ derwagenpark – das hätte viel Stirnrunzeln ausgelöst. Wollen Sie auch die Kleinsten aufs Lesen trimmen? Nein, wir wollen auf keinen Fall zweijährige Frühleser heranzüchten. Dennoch: Bildung fängt nicht erst am ersten Schultag an, sondern

schon vorher im familiären Umfeld. Wir hoffen, Eltern Freude vermitteln zu kön­ nen, mit ihren Kleinen spielerisch Sprache zu er­ leben. Sie sollen dadurch schon früh erfahren, dass zwischen den Buchdeckeln viel Spass stecken kann. Stellen Sie Erfolge fest? Ob die Kinder durch «Buchstart» sprachlich gewandter werden, ist schwer messbar. Aber diverse Evaluationen zeigen eine deutliche Veränderung in der Haltung der Eltern: Unsere Anlässe zeigen ihnen, dass die Bibliothek ein Ort ist, wo sie mit ihren Kindern sein dürfen. MM

Bibliothek RorschachRorschacherberg Die regionale Bibliothek Rorschach-Rorschacherberg versteht sich als «Bibliothek der Möglichkeiten» und setzt auf Einbeziehung und Partizipation: So ist sie zum Beispiel barrierefrei zugänglich und bietet grosse Bestände in leichter Sprache an. Stadtbibliothek Zug Die Bibliothek folgt mit dem Konzept «Living Library» einem neuen Trend und lässt Menschen in persönlichen, 30-minütigen Gesprächen aus ihrem bewegten Leben erzählen. Weitere Bibliothekstipps: www.migmag.ch/biblio-hits www.bibliomedia.ch


88  MM19, 7.5.2018 | LEBEN

Mehr ­Bilder und Informationen: www.migmag.ch/ libanon

1

Wilds Welt

Der Libanon lockt mit 3 B

Es gibt wieder Direktflüge in die libanesische Hauptstadt: Ein weiterer Grund, den Staat in Vorderasien zu besuchen. Hauptattraktionen sind die drei Bs: Beirut, Byblos und Baalbek.

1

Übernachten: Das MövenpickHotel (292 Zimmer ab 200 Franken, Innen- und Aussenpool, Spa, schönes Frühstücksbuffet und libanesisches ­Restaurant) befindet sich am Rand des

Stadtzentrums von Beirut, an einer ruhigen Bucht und in der Nähe der 60 Meter hohen Taubenfelsen.

2

Beirut: Die Zwei-Millionen-Stadt boomt und fällt durch ihre enormen Kontraste auf: Luxuskarossen brausen die Mittelmeerküste entlang, während syrische Flüchtlinge auf der Suche nach Gelegenheitsjobs sind. Bürgerkriegs­ ruinen kontrastieren mit Hochhäusern aus Glas und Stahl, etwa an der Zaitunay Bay mit Jachthafen, neuen Läden, Cafés und Restaurants. Kontraste zeigen sich auch am Souk el Tayeb. Samstags gibt es dort in der Trablos-Strasse von 9 bis 14 Uhr einen Bauernmarkt mit lokalen

Produkten. Sehenswert sind auch der Nijmeh-Platz in einer Fussgängerzone und, gleich daneben, die griechisch-­ orthodoxe Kathedrale Sankt Georg und die Moschee Mohammed al-Amin. So kann es sein, dass man Muezzinrufe hört, während gleichzeitig christliche Messen auf Arabisch stattfinden. Im Libanon leben noch 36 Prozent Christen.

3

Byblos: Eine Stunde nördlich von Beirut (mit Uber-Taxi 37 Dollar) befindet sich diese 4800 Jahre alte Hafenstadt. Von Burg Gibelet hat man eine schöne Sicht auf die Bucht. Einen Besuch wert: der Hafen, der alte Souk und das «Locanda a la Granda» mit libanesischer Küche.

Bilder: Reto E. Wild

Reto E. Wild (49) ist Tourismus­ experte und ­Redaktor beim Migros-­Magazin.

Die Fluggesellschaft Germania fliegt seit eineinhalb Jahren zwei- bis dreimal wöchentlich Zürich–Beirut in rund vier Stunden: Retourbillette ab 200 Franken, www.germania.ch. Achtung: Schweizer Bürger dürfen im Reisepass keine Stempel aus Israel haben. Vom Flughafen in die Hauptstadt Beirut fährt man am besten mit einem Uber-Taxi (10 Dollar, 15 Minuten). Die Fahrt mit einem herkömmlichen Taxi ist bis zu viermal teurer.


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LEBEN | MM19, 7.5.2018  89

Jetzt geniessen: Tomaten in allen Variationen Viele Tomatensorten in der Migros sind in Bio-Qualität erhältlich und stammen ab Mai mehrheitlich aus der Schweiz oder sogar «Aus der Region». 2

Tomaten San Marzano sind intensiv fruchtig und eignen sich besonders für einen perfekten Sugo, so wie ihn die Nonna zubereiten würde.

Bio-Datteltomaten sind klein und süss. Deshalb mögen Kinder sie besonders. Ideal als Snack, zum Apéro oder zum Garnieren.

Sélection Marsanino 3

4

Baalbek: Einen Tag sollte man für einen Ausflug in die Bekaa-Ebene und die Tempelanlagen von Baalbek einplanen. Sie zählen zum Unesco-Welt­ erbe und den am besten erhaltenen Beispielen römischer Architektur im Nahen Osten. Die Säulen des Jupitertempels sind 20 Meter hoch. Die syrische Grenze befindet sich nur ein paar Kilometer von der Ruinenstadt entfernt. Trotzdem ist der Libanon für Reisende derzeit sicher. Tipp: den Ausflug mit dem Besuch eines Weinguts kombinieren, beispielsweise dem von Château Ksara.

1 Die Taubenfelsen (am linken Bildrand) gehören zu den wichtigsten Wahrzeichen von Beirut.

ist geschmacklich ein Highlight. Im Abgang süsslich und gleichzeitig angenehm säuerlich. Ein Genuss als Snack oder im Salat.

Fleischtomaten

2 Frisch renoviert: Am Nijmeh-Platz sind die Spuren des Bürgerkriegs verschwunden.

enthalten wenig Fruchtsäure und eignen sich zum Kochen, Grillieren oder für kalte Gerichte.

3 Die Tempelan­lagen von Baalbek sind Teil des UnescoWelterbes.

5

Essen in Beirut: Das beste libane­ sische Lokal der Welt ist das Restaurant Em Sherif. Es lohnt sich, den ganzen Tag nichts zu essen, denn am Abend wird über zwei Stunden lang ein einheitliches Menü mit gut 30 verschiedenen Speisen zelebriert – für 65 Dollar ohne Getränke. Preiswerter gibt es das einfachere libanesische Essen im Enab an der Rue d’Arménie, wo Einheimische gern eine Wasserpfeife rauchen (in beiden Restaurants unbedingt reservieren). Das dortige Quartier Mar Mikael eignet sich zum Ausgehen.  MM

Weitere Infos auf migros.ch/ fruechte-gemuese


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B

LEBEN | MM19, 7.5.2018  91

Stadt, Land, Stutz

Überbrücken auch Sie?

Illustration: Rinah Lang

Brücken sind voll mein Ding. Die weltbekannte Golden Gate Bridge etwa, über die ich mit dem Velo gefahren bin. Aber auch das unbekannte Brückchen über unseren Dorfbach, auf dem wir früher heimlich knutschten. Auf Brücken ist der Weg ganz klar. Es gibt kein Links oder Rechts, keine Abbiegungen oder Umwege – es geht einfach geradeaus.

Lisa Stutz (24) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.

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Dass dieses Magazin früher «Brückenbauer» hiess, hat seinen Sinn. Brücken verbinden. Menschen, Völker, Länder – und freie Tage. Ja, ich liebe sogenannte Brückentage. In der Schule war es das Tollste, wenn die Lehrerin verkündete: «Mer möched d Brugg!» Im Moment sind wir in einer Brückenzeit. Am vergangenen Dienstag war 1. Mai, und wir in Zürich hatten frei. Das verleitete viele dazu, die Brücke zu machen und den Montag gleich dazuzunehmen. (Sorry, liebe Mit-

! i m a M e k n Da AM 13. MAI IST MUTTERTAG

Aargauerinnen und Mit-Aargauer, die Ihr nicht frei habt am Tag der Arbeit. Aber einen Vorteil muss eine Pendlerin wie ich ja haben.) Dafür ist diesen Donnerstag Auffahrt. Einmal Hand hoch, wer am Freitag ausschlafen kann! Brückentage sind wie 4-für-1-Angebote im Supermarkt. Ich zahle einen Ferientag und bekomme vier. Da locken viele Reiseziele der Welt. Ein Städtetrip nach Barcelona? Ein Wellnessurlaub im Schwarzwald? Oder sogar zur Golden Gate Bridge? Eine andere weit entfernte Destination ist der Grund, weshalb ich heuer leider keine Brücken mache. Ich will Ende Jahr vier Wochen nach Australien, bis dann sind Ferientage ein rares Gut. Sie sagen, ich solle doch einfach in der Schweiz bleiben, Sie wüssten auch schon, wo? Sie haben ja recht – aber Brugg ist dann doch nicht so meine Stadt. MM

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LEBEN | MM19, 7.5.2018  93

Tipps

So schützen Sie das Gehör In lärmiger Umgebung einen Gehörschutz tra­ gen. Je mehr Lärm, desto weniger lang darf man sich ihm aussetzen. Wenn sich in nächster Nähe eine Explosion ereignen könnte (etwa bei einem Feuerwerk): die Ohren schützen. Das Gehör ­entlasten, indem man sich Stille gönnt. Geschlossene lärmige Räume meiden und sich nicht zu nahe bei Lautsprechern aufhalten, vor allem, wenn man Alkohol getrunken hat – er wirkt betäubend und hemmt die nor­malen Schutz­ reaktionen. Auf Tabak verzichten, denn er behindert die Sauerstoffver­ sorgung des Ohrs.

Gesundheit

Störgeräusche im Ohr Einen vom eigenen Ohr erzeugten Ton zu hören, ist ein merkwürdiges, aber sehr reales Gefühl: 20 Prozent der Bevölkerung haben schon mal einen Tinnitus erlitten. Text: Christoph Seitler

S

ummen, Pfeifen, Sausen: Der Tinnitus wird als akustisches Signal wahrgenommen, hat seinen Ursprung aber nicht in einem von aussen erzeugten Ton. Die Geräusche sind unter­schied­lich, anhaltend oder unterbrochen – ent­ weder auf einem Ohr oder auf beiden Seiten. Häufig werden diese Geräu­ sche von Konzentrationsproblemen, Schlafstörungen, Angstgefühlen oder ­depressiven Phasen begleitet.

Bei einem Tinnitus könnten die Haar­ zellen des Innenohrs geschädigt sein.

Die Ursachen von Tinnitus sind ­vielfältig: Sie können mit dem Alterungs­prozess, mit Infektions­ krankheiten oder dem Gebrauch von Medikamenten zusammenhängen, die für das Ohr toxisch wirken. Eine weitere Ursache: die einmalige oder wiederholte Einwirkung von hohem Schalldruck, etwa durch eine Ex­ plosion oder ex­trem laute Musik. In den meisten Fällen entsteht der Tinnitus durch eine Funktions­

störung des Innenohrs, insbeson­ dere durch dessen Haarzellen. Diese Zellen sind für die Umwand­ lung der Töne in elektrische Impulse zuständig. Sie geben dann von selbst elek­trische Impulse ab und täuschen dem Hirn vor, es handle sich um einen echten Ton. Bewältigung des Alltags In 80 Prozent der Fälle verschwindet ein Tinnitus innert dreier Monate von selbst. In gewissen Fällen wird er chronisch; dann ist es fast unmög­ lich, ihn ganz zum Verschwinden zu bringen – ein langer Gewöhnungsprozess beginnt: Man muss lernen, mit dem Tinnitus zu leben. Zum Beispiel indem man versucht, die Aufmerksamkeit nicht auf das Störgeräusch zu richten. Kognitive Therapien können helfen, nicht mehr daran zu denken. Auch von einer Retraining-Therapie sind gute Resultate zu erwarten. Unter ande­ rem werden dabei Rauschgeräte eingesetzt, die Tongeneratoren gleichen: Sie erzeugen ein für das Ohr angenehmes Geräusch, das das Phantomgeräusch übertönt. In gewissen Fällen schliesslich, bei gleichzeitigem Vorliegen einer schweren Innenohrschwerhörigkeit, lässt sich der Tinnitus mithilfe ­ eines Cochlea-Implantats zum ­Verschwinden bringen. MM

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Bilder: Getty Images, PD

Fragen? Unser Ärzteteam antwortet Dr. med. Christoph Seitler Facharzt für All­ gemeine Innere Medizin FMH, Medbase Weinfelden In Zusammenarbeit mit

• Discover in der Migros-App öffnen • Diese Seite scannen • Mehr erfahren www.migros-impuls.ch/expert

iMpuls ist die Gesundheits­ initiative der Migros.


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LEBEN | MM19, 7.5.2018  95

Ausgewandert

Von Zürich nach Singapur

Kinder

«Ich vermisse den Schnee und das Skifahren»

Die elfjährige Lucie ist Ende 2015 mit ihrer Familie nach Singapur umgezogen. Sie geniesst das Abenteuer und kann sich vorstellen, noch länger dort zu leben. Text: Tania Araman Bild: Olaf Hajek

«Als ich in Singapur aus dem Flugzeug stieg, haute mich die Hitze fast um – die Luftfeuchtigkeit auch. Aber ich habe mich rasch an beides gewöhnt. Zwischendurch vermisse ich den Schnee und das Skifahren. Dank des warmen Klimas kann ich jeden Tag ins Schwimmbad gehen - wir haben gar eines an der Schweizer Schule. Schwimmen ist mein Lieblingssport. Hier habe ich aber auch mit Basketball und Tennis angefangen.»

«Wir wohnen nicht weit weg vom Urwald und begegnen oft Affen, Echsen und manchmal auch Schlangen. Wenn der Ball beim Spielen in die Büsche rollt, ist es besser, ihn nicht zu holen. Im botanischen Garten habe ich eine frei lebende Kobra gesehen. Da habe ich mich etwas gefürchtet. Ich möchte keine daheim antreffen.»

«Seitdem wir hier leben, haben wir auch andere Länder in Asien besucht, zum Beispiel Malaysia und Kambodscha. Wir waren auch in Australien. Dort haben wir viele Tiere gesehen, die es in der Schweiz nicht gibt, zum Beispiel Kängurus, Koalas und Wallabys. Und weil in Singapur ganz viele verschiedene Kulturen leben, habe ich auch die malaysische, indische, chinesische und indonesische Küche entdeckt!»  MM

Lucie und ihr kleiner Bruder lebten mit ihrem französischen Vater und ihrer Westschweizer Mutter in Zürich, als die Eltern Ende November 2015 den Umzug nach Singapur beschlossen. Die Arbeit des Vaters führte die Familie dorthin. Die Reise ans andere Ende der Welt bereitete der damals neunjährigen Lucie anfänglich Kopfzerbrechen: «Ich war zwar sehr aufgeregt, hatte gleichzeitig aber auch ein wenig Angst, meine Freunde zu vermissen. Aber dann habe ich beschlossen, das Abenteuer zu geniessen.» Zwei Jahre später ist Lucie begeistert von ihrem Wohnort und hat keine Lust, Asien wieder zu verlassen. «Ich habe mich an das Leben hier bestens gewöhnt», sagt sie. Zum Glück für sie haben die Eltern vor, ihren Aufenthalt zu verlängern. Ursprünglich wollten sie nur zweieinhalb Jahre bleiben.

Lucie vor dem City Center in Singapur


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LEBEN | MM19, 7.5.2018  97

So entsteht eine Zeitung: www.migmag.ch/ zeitung

Milka (8), Landquart GR

Löcher? Wo denn?! Du hast uns ertappt: Weder ich noch meine Kollegen in der Redaktion wussten genau, wo diese Löcher sind und was es mit ihnen auf sich hat. Ich habe mich also bis zur Druckerei durchgefragt.

Risse – Löcher eben. Sie entstehen in der Druckerei. Unser Magazin wird mit grossen Maschinen auf Papier gedruckt. Das Papier wird auf tonnenschwere Rollen gewickelt und in sogenannte Rollenwechsler eingespannt. Diese stellst du dir am besten wie riesengrosse WC-Rollen-Halter vor.

Toll, dass du noch diesen Blick hast, der Kindern eigen ist, diese neugierige Sicht auf alles, was ihr seht. Ihr Kinder lehrt uns Erwachsene, genauer hinzuschauen. Tatsächlich hat es auf der Rückseite unseres Magazins so was wie kleine

nicht verrutschen. Darum wird es von sogenannten Punkturen auf­ gespiesst. Die sehen aus wie Nägel. Sie «greifen» sich den Papierbogen, indem sie reinstechen, und transportieren ihn weiter. Die Druckerei hat mir dazu ein Video geschickt, das du auf migmag.ch/zeitung anschauen kannst. Dank deiner Frage wissen auch wir in der Redaktion jetzt genau, welche Funktion diese kleinen Löcher erfüllen.  MM

Es gibt aber nicht nur einen Rollenwechsler, sondern mehrere. Da schlängelt sich das Papier hindurch und wird dabei bedruckt, gefalzt und zugeschnitten. Dabei darf es

* Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an kinderfragen@migrosmedien.ch

Eine Mutter erklärt die Welt: Journalistin ­Gabriela Bonin (50) beantwortet ­Kinderfragen.

TOBIS TIERRÄTSEL

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leider Wie du sicher weisst, kann Tobi mit Tieren sprechen. Aber m welche zu hat er schon wieder vergessen, welche Eigenschaft Tier gehört. Kannst du ihm weiterhelfen?

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HUGOS BLUMEN-SUDOKU

Hugo hat vier Blumenbeete. In jedem der Beete müssen die vier verschiedenfarbigen Blumen mindestens einmal vertreten sein, aber auch einmal in jeder senkrechten und jeder waagrechten Reihe. Kannst du Hugo helfen und die Blumen richtig ausmalen? Tipp: Wenn du keine Farbstifte hast, kannst du den einzelnen Blumen auch Zahlen zuordnen.

«Ich ka nn s e h r alt we Aber ic rde n . h brauc h e au c viel Ze h it für a lles.»

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Verlosung

Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin und das Kurhaus Seeblick ­verlosen zwei Intensivwochen für eine Person im Wert von je 2000 Franken. Das Behandlungs­ paket umfasst unter ­anderem eine Sauerstoff-­ Therapie, eine Sequex-­ Magnetfeldtherapie, ein Ganzkörperpeeling und eine Lymphdrainage.

Preisfrage Wo befindet sich das ­Kurhaus Seeblick?

Teilnahme

Das Migros-Magazin verlost 2 Intensiv-­ Kur(s)wochen im Wert von je 2000 Franken im Kurhaus Seeblick in Berlingen.

Glücksgriff

Glücksgriff

Bringen Sie Körper und Geist wieder in Balance Bei Übergewicht, Bluthochdruck oder anhaltendem Stress: Seit 27 Jahren profitieren Gäste des Kurhauses Seeblick von der hauseigenen Ernährungs- und Stoffwechseltherapie. Eine ­Intensiv-Kur(s)woche sorgt für lang­fristige und nachhaltige Erfolge bei verschiedenen gesundheit­ lichen Herausforderungen:

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Mit dem Ernährungsprogramm regen die Gäste im «Seeblick» in Berlingen TG am Bodensee ihren Stoffwechsel an und bringen ihn wieder in Balance. Die Behandlung kann durch Mikronährstoffe unterstützt werden, die je nach Bedarf individuell verabreicht werden. Die Behandlung von Stoff­ wechselstörungen hilft gegen vielfältige Symptome: Schlaf­ störungen, ungünstige Blutwerte, Verdauungsprobleme, Erschöpfungszustände oder rheumatische Beschwerden sind nur ein paar ­Beispiele. Nach dem Grundsatz «Vorbeugen ist besser als heilen» hilft es, dem Körper eine Auszeit zu gönnen.  MM www.seeblick-berlingen.ch

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LEBEN | MM19, 7.5.2018  101

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So nehmen Sie teil: Hauptpreis (blaues Lösungswort) Tel: 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD1 SOMMER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Zusatzpreis (grünes Wort) Tel: 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Bsp.: MMD5 WINTER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Chancengleiche WAP -Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 13.5.2018, 24 Uhr

Auflösung Nr. 18

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Gewinner Nr. 17 Hauptpreis: Irmgard Käch, Trüllikon ZH; Ulrich Fuchs, Kerzers FR; Beat Schmutz, Düdingen FR; Yolanda Hassler, Kaiseraugst AG; Annelise Stucki, Thun BE Zusatzpreis: Rudolf Bärtschi, Lenzburg AG; Ruth Hug, Schwanden GL; Uschi Birk, Zürich; Marta Fleischlin, Waltenschwil AG; Thea Gysel, Winterthur ZH

Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


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LEBEN | MM19, 7.5.2018  103

Gewinnen Sie eine von 6 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

Quiz & Paroli

Quiz Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort.

3 × 100 Franken zu gewinnen

So nehmen Sie teil:

Tel: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 TASTSINN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe

1. Wenn man ein Buch öffnet, … man es auf. Z

S

schlägt

M haut

prügelt

2. Was kann man bei einer leeren Autobatterie tun? A untertunneln

U überbrücken

E

abdämmen

3. Wie viele Schweizer Kantone grenzen an das Fürstentum Liechtenstein? G 2

H 3

C 5

4. Welcher Fisch schwimmt in unseren Gewässern umher? T Sattler

I

E

Bäcker

Schneider

Teilnahmeschluss: Sonntag, 13.5.2018, 24 Uhr

5. Womit sorgt der kanadische Premierminister Trudeau gelegentlich für Aufsehen? B Hosen

R Socken

G Hüte

U Edelsteine

S

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

6. Was sind Abalonen? I

Volksgruppe

Schnecken

7. Wie nennt sich die Sportart, die Jogging und Abfall einsammeln vereint? C Unradeln

L

E

Rubbishing

Auflösung Nr. 18: GLADIOLE

Plogging

8. Wo kann die Maillard-Reaktion auftreten? E

D Gänsehaut

Steak anbraten

Gewinner Nr. 17: Theresia Holdener, Solothurn; Cindy Haas, Kleingurmels FR; Veronika Gradwohl, Hägendorf SO

H Blutvergiftung

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Die Lösung ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1-5.

ABR I NNEN A BWE R T E N AR N B die R E N Sie BFüllen T R OM B B SWörter Ezehn in R I ELA A BRätselgitter Gdas I NNER E WDas Gein. UKLEASE NLösungswort I G E L aus U N Z sich Rergibt den Buchstaben UNBEBAUT I BEL S S Feldern ZinE den 1 bis 5:

Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Die Lösung ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1-5.

Paroli

1 4 2 5 3

Lösungswort: Lösung: 1

2 1

2

3 3

4 4

Auflösung Nr. 18: AKTIE

5 5

N

ABR I NNEN A BWE R T E N BRENNBAR E B B S T R OM GABR I E LA G EW I NN E R NUKLEASE RUNZEL I G UNBEBAUT ZESS I BEL

Tel: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer 1 Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 OSTEN. Hans Muster, 4 Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post):2 Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich 5 Internet www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe N 3

Lösung:

Teilnahmeschluss: Sonntag, 13.5.2018, 24 Uhr

2 3 1 Gewinner Nr. 17: Ursula Hedinger, Bad Zurzach AG; Matthias Auer, Belp BE; Martin Frei, Muttenz BL

4

3 × 100 Franken zu gewinnen

So nehmen Sie teil:

5

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite


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LEBEN | MM19, 7.5.2018  105

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So nehmen Sie teil:

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Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den blauen Feldern von links nach rechts.

Sudoku

Gewinner Nr. 17: Ursula Fankhauser, Langnau im Emmental BE; Jean-Claude Maurin, Peseux NE; Irma Eibisch, Wil SG; Judith Scheidegger, Turgi AG; Catherine Zellweger, Sion

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Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 3 3 3 2 miteinander verbunden 3 3 2 2 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken und 1 3 1 mehr als zwei Linien.

Auflösung Nr. 18:

3 4 2

3

4 2

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2

2

2

2

2

3

4

2

4

2

4 2

2

1

3

Auflösung Nr. 18: 1

3

3

2

3

5

2 3

1 2

2

2 1

4

4 2

2 2

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3 1

3 2

2 4 4 3

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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 554 258 Ex. (WEMF 2017) Leserschaft: 2 358 000 (WEMF, MACH Basic 2018-1)

Adresse Redaktion und Business Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund

Leitung Direktion Migros-Medien Lorenz Bruegger Leitung Redaktionen Migros-Medien Franz Ermel

Leitung Ressort Gesellschaft & Familie Sabine Lüthi a.i., Daniel Sidler a.i., Reto Vogt a.i. Leitung Ressort Health & Beauty Susanne Schmid Lopardo Leitung Ressort Food Roberto Zimmermann Leitung Produktion Remo Leupin

Leitung Business Rolf Hauser Leitung Beratung & Verkauf Thomas Brügger Abonnemente: Sonja Frick abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: NZZ Media Services AG, Tagblatt Print


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108  MM19, 7.5.2018 | LEBEN Unsere Welt

«In L.A. sind Türen schneller offen» Die Geschwister Corinne «Co» und Stefan «Stee» Gfeller vertreten die Schweiz als Zibbz am Eurovision Song Contest. Damit haben sie zwar so oder so gewonnen, aber ihr Ziel ist das Finale. Text: Dinah Leuenberger Bilder: Daniel Winkler

Unsere Glücksbringer Stee: «Den Quarz habe ich von meiner Freundin, er soll alles Böse abwehren. Co trägt einen Hut und eine Kette mit einer indischen Kriegerin. Bis jetzt haben die Glücksbringer funktioniert – hoffentlich tun sie es auch am ESC.»

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Unser Lieblingsprodukt Co: «Hier gehen unsere Meinungen auseinander. Ich liebe das Mango-Sojajoghurt von ‹aha!›, weil ich eine Laktoseintoleranz habe.» Stee: «Und mein Favorit ist Mirador. Meine Oma sagte immer, Glutamat mache vergesslich, aber das bin ich eh schon.»


LEBEN | MM19, 7.5.2018  109

1 Unser Lieblingsort «Unsere Gross­ eltern hatten ein Boot, und wir wollten jeden Sonntag auf den Zürichsee. Heute sind wir hier, um mit unserer Hündin Chili einen Spaziergang zu machen.» 2 Unser Bistro «Die Schwester von Stees Freundin, Melanie, ist Pächterin vom ‹Chez Marion›. Seit wir sie kennen, sind wir oft hier. Der Brunch ist so gut.»

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3 Unsere Hündin «Chili haben wir seit sechs Jahren, sie ist mega unkompliziert: Den langen Flug von L.A. in die Schweiz macht sie super mit – sie schläft zehn Stunden durch.»

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Name Corinne Co Gfeller (32) und Stefan Stee Gfeller (31) Sternzeichen Zwilling (Co), Skorpion (Ste) Lebenslauf «Die Schweizer Musik­ szene ist klein, gerade wenn man ­englisch singt. Darum sind wir nach L.A. gezogen. Die Stadt ist das Labor, in dem unsere Musik entsteht, die Schweiz unsere Bühne, hier verdie­ nen wir das Geld. In L.A. sind Türen schneller offen, man kommt leicht mit anderen Musikern in Kontakt. Wir haben auch mal mit Prince gejammt. Am ESC treten wir am 8. Mai im Halb­ finale auf, aber unser Ziel ist das Finale vom 12. Mai. SRF 1 überträgt beide Shows. Wir haben uns vorgenommen, das zu tun, was wir immer tun, so können wir eigentlich nicht verlieren. Wir wollen unser Leben lang auf diese Performance stolz sein können.»

Bider: Mirco Rederlechner/SRF, Migros Genossenschafts-Bund (2), zVg

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4 Unsere Partner Co: «Ich bin seit 13 Jahren mit Yves (36) zusammen, im vergangenen Jahr haben wir in Mexiko geheiratet. Stee und Sabrina (29) sind seit etwa zwei Jahren zusammen. In L.A. leben wir alle in einer WG, noch mit einem fünften Schweizer, der Schlagzeuger ist.» 5 Unser Album «Nachdem wir das erste Album mit einer Plattenfirma gemacht haben, waren wir bei dieser CD unabhän­ gig. Das Geld dafür haben wir mit einer Kick­starter-Campaign gesammelt. Wir haben alles selbst geschrieben, produziert und ab­gemischt, zu Hause in L.A. in unserem kleinen Homestudio. Darum bedeutet diese Scheibe für uns Freiheit.» 6 Unsere Schwester «Wir drei als Kinder: ganz rechts unsere kleine Schwester Eliane. Sie lebt in Luzern und arbeitet als Heil­ pädagogin. Sie ist eher froh, nicht mit uns in der Band zu sein. Eifersüchtig ist sie nicht.»


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reisen beim Grillieren durch die Schweiz. Möglich macht’s das vielfäl tige Wurstsortiment der Migros: Von der Cervelat über das Appenzellerli bis hin zu vielen regionalen Wurstspezia litäten führt die Grillreise durchs ganze Land. Und darüber hinaus: Mit internationalen Wurstklassikern wie der Salchicha Pata Negra geht’s weiter in den Süden.


Jeden Tag eine gute Glut. Auch Gemüse grillieren. edium rare grilli mediumGarstufen gibt es so viele wie Zubereitungsarten. Jeder Grillitarier hat seine eigenen Vorlieben, die den Grilladen die persönliche Note verleihen. Und das gilt natürlich auch für das Grillieren von Gemüse.

Vor dem Essen eine Massage. Mit Grilladen gehen Grillitarier äusserst liebevoll um. Und das schon vor dem Grillieren: Würzige, pikante oder exotische Marinaden werden gründlich einmassiert. Als Belohnung gibt’s besten Geschmack.

Bei uns tragen auch Männer Rosa. Jetzt trifft man sie wieder überall: Grillitarier, die von Rosa schwärmen. Auch der Migros Chefmetzger gehört dazu, denn es ist die Farbe, die zu perfek t grilliertem, saftigem Fleisch gehört.

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Migros magazin 19 2018 d os by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu