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Migros-Magazin-19-2013-d-VS

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Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

NR. 19 | 6. MAI 2013 www.migrosmagazin.ch

TATTOO-ENTFERNUNG I 24

Jetzt reichts: Das hässliche Ding muss weg! INTERVIEW I 40

Happy Birthday: Literat Urs Widmer wird 75 150 JAHRE ALPEN-CLUB I 104

Popsänger Luca Little hat Grosses vor. Der Winterthurer mit der wilden Frisur ist auf dem besten Weg, mit seinen träumerischen Songs die Herzen der Schweizerinnen zu erobern. I 132

Bild: Jorma Müller

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Diese WoChe 6 |

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inhalt

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NR. 19, 6. MAI 2013 | Migros-Magazin |

eDitorial Hans Schneeberger, Chefredaktor

Das Drama am Everest Mit diesem Ende hatte niemand gerechnet. Sicher, Ueli Stecks Vorhaben war ambitiös. Eine Überschreitung, das heisst ein Auf- und Abstieg auf zwei unterschiedlichen Routen, ist am Everest extrem selten. Aber der Schweizer Bergsteiger hatte höchstens damit gerechnet, dass das Wetter nicht mitspielen könnte oder seine Physis. Aber nicht das. Ein Streit mit den Sherpas mit Todesdrohungen und Schlägen, darauf war der sensible Berner nicht gefasst. Die ganze Medienwelt hat das Drama im Himalaya aufgenommen. Und es war wie so oft: Wenn die Quelle nicht zugänglich ist, wird kopiert. Glücklicherweise konnte unser Redaktor Reto Wild, der die Expedition seit Wochen begleitete, ein Interview mit Steck über Satellitentelefon führen (Seite 18). Liest man Stecks Schilderung der Ereignisse, ist man wenig verwundert, dass der Schweizer — «traurig, schockiert und enttäuscht» — die Expedition abbricht. Doch ob die Sache damit ausgestanden ist? Fakt ist: Am Mount Everest treffen Kulturen aufeinander. Es geht um Ehrgeiz, um Geld, um Ehre und Traditionen. Der Tourismus am Mount Everest ist ein Wirtschaftsfaktor, der auch Stress erzeugt und der jetzt Opfer — die falschen Opfer — gefordert hat. Ueli Steck ist nicht der Einzige, die Sherpas, mindestens die nicht beteiligten, sind es ebenso. Und um hier noch eine letzte schwelende Frage zu klären: Weder die Migros noch das Migros-Magazin haben die Expedition von Ueli Steck gesponsert.

hans.schneeberger@migrosmedien.ch

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/m-infoline; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch; * Normaltarif

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diese woche

MIGROS-MAGAZIN | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

INHALT | 7

38 | menschen Als Kisha wurde Brigitte Kobel über nacht zum Popstar. Dann folgte der Absturz. Dem migros-magazin erzählt die ehemalige sozialhilfeempfängerin, wie sie sich wieder aufgerappelt hat.

18 | menschen Die motivation ist weg: nach dem Angriff der sherpas bricht Bergsteiger Ueli steck seine expedition auf den everest ab.

MIGROS-WOCHE 8 | Aktuelles

GENERATION M

11 | Weg mit den Pfunden Der Club Minu des Migros-Kulturprozents hilft Kindern abzunehmen.

Bilder: Mathieu rod, Marco Zanoni (2)

MENSCHEN

18 | serie: Ueli steck Was am Mount Everest wirklich geschah. 23 | Auf ein Wort 24 | Dossier Die Zahl der Leute, die sich ihre Tattoos entfernen lassen, steigt. Doch warum treffen wir eigentlich Entscheidungen, die wir später bereuen? 37 | Bild der Woche 38 | Porträt Vom Popstar zur Sozialhilfeempfängerin: Wie Kisha ihr Tief überwunden hat. 40 | Interview am 21. Mai feiert Urs Widmer seinen 75. Geburtstag. Der Schriftsteller über seinen neuen roman und das Älterwerden. 47 | Kolumne: Der Hausmann.

AKTUELL

50 | serie: m-Industrie 750 000 Liter Milch werden jeden Tag in der Elsa zu Joghurt und anderen Milchprodukten verarbeitet.

SCHAUFENSTER

56 | «Aus der Region. Für die Region.» Was es braucht, dass ein apfel das Label tragen darf. 59 | 100-prozentige schweizer Konfitüre 61 | Fit und vital mit Balance-margarine 63 | Dessert auf amerikanische Art 64 | Tiefkühlgemüse made in switzerland 75 | Gegen Durst und Tipps um die Wurst 76 | Den Twisties einen Parcours basteln 79 | Orchideen als muttertagsgeschenk 81 | shampoo gegen schuppen 83 | express-Körpermilch 84 | Alles, was das Baby braucht 87 | Die perfekte Körperpflege

SAISONKÜCHE

88 | Bündner spezialität: Plain in Pigna Zu Besuch im Val Müstair, dem ersten hochalpinen Schweizer Unesco-reservat. Das Menü? Bündner Kartoffelkuchen.

IHRE REGION

93 | neues aus Ihrer Genossenschaft

LEBEN

99 | mix 104 | Outdoor Nostalgie inbegriffen: Wanderung zur Walliser rambert-Hütte. 111 | In Form Mit der richtigen Vorbereitung kann jeder gesunde Mensch einen Marathon laufen. 115 | multimedia Smartwatches — infos am Handgelenk. 116 | Auto Neuer Familienfreund: der Skoda rapid.

MEINE WELT

132 | Luca Little Popsänger Luca Little verrät, warum er gerne in Winterthur lebt.

RUBRIKEN 15 | 118 | 121 | 123 | 130 |

Forum: Leserbriefe Bitte melde dich Glücksgriff Rätsel & Impressum cumulus

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Migros-WoChe 8 |

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aktUelles

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NR. 19, 6. MAI 2013 | Migros-Magazin |

Steffi Graf und Gatte Andre Agassi spielen Tennis in Zug.

Das Paar hat Tennisgeschichte geschrieben: Steffi Graf (43) war eine der erfolgreichsten Tennisspielerinnen aller Zeiten, und Tennisrebell Andre Agassi (43) gewann 1996 Olympiagold sowie insgesamt acht Grand-SlamTurniere. Zum ersten Mal spielen sie nun in der Schweiz gegeneinander, und zwar am 22. Juni 2013 in Zug am «1. Tennisshowkampf» in der Bossard-Arena. Der Anlass unterstützt die Stiftung «Children for Tomorrow» von Steffi Graf.

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Bilder: Kieran Doherty/Reuters, Arco Images/picture alliance, Daniel Winkler

Steffi Graf gegen Andre Agassi: Erster Showkampf in der Schweiz

FrisCh in Der Migros

Rezenter Glarner Pur gerieben, ist der hellgrüne Schabziger bei vielen Gerichten das Tüpfelchen auf dem i. Der Magermilchkäse, der seine grüne Farbe vom Schabzigerklee bekommt, feiert dieses Jahr seinen 550. Geburtstag. Ein Klassiker ist die Zigerbutter zu Hörnli. Es gibt sie in der ganzen Deutschschweiz und einigen Teilen der Westschweiz fixfertig in Ihrer Migros.


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MIGROS-WOCHE

Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

aktUelles | 9

Illustre Runde: Andreas Kellerhals, Direktor des Europainstituts, Fabrice Zumbrunnen, Mitglied der Generaldirektion des MGB, Bundesrat Alain Berset, Nationalrätin Ruth Humbel und MigrosChef Herbert Bolliger (von links).

Gesundes Essen soll kein Privileg sein

An der fünften Konsumententagung kamen namhafte Referenten zu Wort: So sprach Bundesrat Alain Berset über die Chancengleichheit bei der Ernährung.

W

ie viel darf das Essen kosten? Soll Ernährung politisch und ökologisch korrekt sein? Darf und kann man heute überhaupt noch lustvoll essen? Diese und andere Fragen beherrschten die fünfte Konsumententagung der Migros und des Europainstituts, die Ende April in Zürich stattfand. Gastreferent Alain Berset hielt fest, dass es gerade beim Thema Ernährung um Chancengleichheit gehe. Besonders Menschen mit niedrigem Bildungsniveau

seien sich der Bedeutung der Ernährung für die Gesundheit zu wenig bewusst. Die Schere zwischen diesem Teil der Bevölkerung und der «Wellness-Elite» gelte es zu verkleinern. Deshalb seien Initiativen wie die «actionsanté», bei denen die Migros zu den «wichtigsten Teilnehmern» gehöre, von grosser Bedeutung. «Sie kann dank ihres Marktanteils in Sachen Fett- und Zuckerreduktion eine grosse Hebelwirkung ausüben», sagte Bundesrat Berset. Weitere

PREISBAROMETER

Gute Neuigkeit für Sparfüchse: Bei fünf M-Budget-Artikeln werden ab sofort und dauerhaft die Preise gesenkt. Artikel M-Budget Rösti, bratfertig, Dose, 840 g M-Budget Weggli mit Thon, 150 g M-Budget Toilettenpapier, 12 Rollen M-Budget Toilettenpapier, 18 Rollen M-Budget Walnusskerne, 200 g * in Franken

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Preis neu * 2.45 2.45 3.60 10.30 3.35

in % –2 –2 –2,7 –1,9 –4,3

Referenten waren unter anderem Michael Siegrist, Professor für Konsumverhalten, der einen kritischen Blick darauf warf, wie wir uns bei der Wahl unseres Essens manipulieren lassen. Fabrice Zumbrunnen, Mitglied der Generaldirektion des MGB, informierte zudem über die vielfältigen Massnahmen der Migros punkto gesunder und nachhaltiger Ernährung. Text: Chris Petermann

Mehr zum Thema ab Seite 11


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generation m

Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

club Minu | 11

Weniger Kalorien und dafür mehr Bewegung: Mit dieser Formel hilft der Club Minu Jugendlichen und Kindern mit Gewichtsproblemen.

Zwanglos zum Normalgewicht

Weg mit den Pfunden! Dank dem Club minu des migros-Kulturprozents lernen Kinder und Jugendliche auf sanfte art abzunehmen.

K

aum ein Thema bewegt die Konsumentinnen und Konsumenten so stark wie die «richtige» Ernährung. Wie ernährt man sich gesund und nachhaltig? Darf man sich ohne schlechtes Gewissen Fleisch oder auch einmal eine Kalorienbombe gönnen? Um diese und andere Fragen ging es an der fünften Konsumententagung der Migros und des Europainstituts, die vergangene Woche in Zürich über die Bühne ging. Die Migros setzt sich auf vielfältige Art für eine gesunde und nachhaltige Ernährung ein — nicht zuletzt auch bei

Kindern und Jugendlichen. Und dies tut Not: «Hierzulande sind rund 200 000 Mädchen und Buben übergewichtig, 50 000 davon stark», sagt Robert Sempach, Ernährungspsychologe und Leiter des Club Minu.

Mit blossem zwang und Verboten erreicht man nichts Der Club Minu des Migros-Kulturprozents hilft Kindern und Teenagern, auf sanfte Art nachhaltig abzunehmen. Im Programm gibt es weder Radikaldiäten noch irgendwelche wundersamen Sub-

stanzen, auch strenge Menüpläne stehen nicht auf dem Programm. «Mit blossem Zwang erreicht man nichts», sagt Sempach. Stattdessen lernen die Kinder, ihr Essverhalten zu ändern und gesund zu kochen. Während des neunmonatigen Programms treffen sich 20 Buben und Mädchen regelmässig mit Ernährungsund Sportexperten. Die Kinder lernen zum Beispiel, dass zu einer gesunden Ernährung viel Obst und Gemüse gehören. Doch wie bringt man Kinder dazu, Gemüse zu mögen? «Geschmack ist er-


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generation M

Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

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club Minu | 13

Das macht die Migros

Das Migros-Kulturprozent setzt sich mit verschiedenen Programmen und Initiativen für eine gesunde Ernährung und einen aktiven Lebensstil ein. n Club Minu: Er richtet sich an Mädchen und Buben im alter von 11 bis 16 Jahren, die unter Übergewicht leiden. Die Krankenkasse trägt die Kosten, die Eltern müssen einen Selbstbehalt von 1000 Franken bezahlen. Die Kurse für 2013 sind ausgebucht. www.minuweb.ch n Kebab+: Das Gesundheitsförderungsprojekt will Jugendliche für eine gesunde Lebensweise und Ernährung sensibilisieren. www.kebabplus.ch n Tavolata: Sie ist die Tischrunde für ältere Menschen. Diese treffen sich regelmässig, um gemeinsam zu kochen, zu essen und sich auszutauschen. www.tavolata.net

Gemeinsam den Kochlöffel schwingen: Im Club Minu lernen die Jugendlichen, sich bewusst zu ernähren.

lernbar», sagt Sempach. Einer möge zum Beispiel Rüebli nicht, komme aber nach mehrmaligen Probieren schliesslich doch noch auf den Geschmack.

Die eltern sind immer mit von der Partie Beim Club Minu geht es ums Überdenken der gesamten Ernährung: Das Ziel ist aber nicht radikaler Verzicht, wohl aber ein bewusster, dosierter Genuss: «Vor allem bei Süssigkeiten und Snacks ist das gesunde Mass entscheidend», erklärt Sempach. Alle paar Tage einmal eine Cola liege durchaus drin. Und ein Totalverbot für Fast Food zu verhängen bringe auch nichts, so Sempach. «Verbotenes ist gerade für Jugendliche besonders reizvoll.» Ein weiterer wichtiger Punkt ist die regelmässige Ernährung: Gerade hier sind auch die Eltern gefragt. «Oftmals sind Kinder heute am Mittag allein daheim, Essen nur einen Snack oder gar nichts», so Sempach. Genau dies führe dann wiederum zu Heisshungerattacken, «und das ist fatal.» Deshalb sind die Eltern beim Club Minu immer mit von der Partie.

«Im Idealfall können die Eltern sogar von ihren Kindern lernen», sagt Sempach. Ein weiteres Hauptziel des Clubs Minu besteht darin, den Kindern und Jugendlichen Freude an Bewegung zu vermitteln. So sind bei den Treffen auch Sportexperten mit von der Partie. Auch hier gilt: kein Drill, keine Kampfbahn. «Ideal ist es, eine Sportart zu finden, die dem Jugendlichen Spass macht», sagt Sempach. «Für den einen kann das Schwimmen sein. Für den anderen ist es Schwingen oder Ringen. Bei solchen Sportarten kann das Körpergewicht sogar ein Vorteil sein.» Beim Club Minu ist «Nachhaltigkeit» kein blosses Schlagwort: Hier sollen die Kinder nicht zuletzt lernen, Selbstvertrauen zu gewinnen. Text: Christoph Petermann

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forum

Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

leserbriefe | 15

mm 18: «Üppig blühen die Neuröschen», Artikel über die Ticks von Schweizer Prominenten.

Die linke Socke zuerst – immer! auch hilfsbereit. Jedoch das mit dem Lift, na ja …» Heidi Bolli, 5035 Unterentfelden mm 18: «In Lima boomt die Gastronomie» reiseartikel von reto Wild zum Thema Peru.

Bild: Dan Cermak

«Ich empfehle, nur Hoteltaxis zu benützen»

TV-Moderatorin Steffi Buchlis Wecker muss immer punkt 7.00 Uhr klingeln.

n Ich bin dabei, mir einen Spleen abzugewöhnen. Nicht ganz einfach. Also: Ich ziehe immer zuerst die linke Socke an. Wenn ich nun beide Socken in der Hand habe und zuerst die rechte erwische, lege ich sie weg und nehme zuerst die linke. Ich könnte ja die rechte anziehen, wenn ich sie schon in der Hand habe, aber eben … Ursula Schmid, 8804 Au n Da kann ich mitreden! Mein Tick Nr.1: Jedesmal, wenn ich meine Brille mit einem Brillenputztüechli gereinigt habe, putze ich immer noch die Knopfbedienerleiste am Steamer und am Backofen! So richtig «zwanghaft», obwohl ich dann stets über mich selbst lache. Aber so schlecht ist es gar nicht, es finden sich nämlich fast immer Fingerabdrücke auf und neben den Bedienerknöpfen. Mein Tick Nr.2: Wenn ich einen Lift betrete, muss ich immer schnell den Schliessknopf drücken, damit keine weitere Person den Lift mitbenützen kann. Wenn es jeweils jemand knapp nicht schafft, den Lift auch noch zu betreten, erfasst mich eine kindlich-fiese Freude beim Hinaufoder Hinunterfahren! Ich möchte hinzufügen, dass ich mich weder als unhöflich noch eigenbrötlerisch einstufe. Ich bin

Schreiben Sie uns

Wir freuen uns über Briefe und E-Mails zu artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die redaktion gekürzt werden. Per Post an redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per E-Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch Und vergessen Sie bitte nicht, ihre adresse und ihre Telefonnummer anzugeben.

n Betreffend Kulinarik ist Peru wirklich unübertrefflich. Aber die Kriminalitätsrate in Lima ist sehr hoch. Ich war 37 Jahre mit einem Peruaner verheiratet und bin regelmässig dort gewesen. Ich wurde in Huacho und Arequipa überfallen, das sind keine Einzelfälle. Deshalb empfehle ich Reisenden, nur noch die Hoteltaxis zu benützen (kugelsichere Scheiben) oder die erste Nacht im Flughafenhotel zu verbringen.

mm 18: «Kinder in der Armutsfalle» Artikel über Schweizer Kinder, die in Armut aufwachsen.

«Wir waren auch ohne teure Schuhe glücklich»

n Viele Leser des Artikels werden wie ich erstaunt feststellen, dass sie offenbar in «Armut» aufgewachsen sind. Kaum zu glauben, dass wir ohne teure Turnschuhe gesund und zufrieden waren. Anstelle der hohlen Hand verdienten wir unser Taschengeld mit kleinen Jobs und lernten Selbstrespekt und Verantwortung. Der Artikel widerspiegelt eine unrealistische, sogenannte Gerechtigkeit, deren Saat wir mit Blick über die Grenze aufgehen sehen: in Form von Schulden und Arbeitslosigkeit.

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FORUM

MIGROS-MAGAZIN | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

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Ungeborene tragen oft alberne provisorische Namen. Während die «Bauchmaus» oder der «Purzel» gedeiht, streiten sich die Eltern über den «echten» Namen. Bettina Leinenbach, Mutter zweier Töchter (2 und 4), schreibt wöchentlich über den alltag in der Familie.

Am Karpfenweg werden die Gläser fleissig erneuert, weil es immer wieder scherbelt. Wirklich Wertvolles bleibt jedoch unangetastet und setzt mit der Zeit Staub an. Die Baslerin Sylvia Frey Werlen berichtet jede Woche darüber, was sie zu Hause mit jungen Untermietern erlebt.

tHe SCReeNSAveRS

Almut Berger wartet auf Ihre Tipps, Tricks und unterhaltsamen Gartenabenteuer.

Bohne, Bluescht & Berger – schon jetzt ein Gartenfeger

Es gibt nicht nur Oscars für Filme, sondern auch Oscars für Kinotrailer. Hans Schneeberger ist in die Welt der Zwei-MinutenFilmchen eingetaucht. Ein Team von redaktoren kritisiert, lobt und analysiert regelmässig das Neuste aus der Kino- und TV-Serien-Welt. Weil das Leben zu kurz für schlechte Filme und Serien ist! migrosmagazin.ch/screensavers Anzeige

Gute Tipps und witzige Kommentare: Almut Bergers Gartenblog steht schon nach einer Woche in voller Blüte.

«Hat jemand einen guten Tipp, wie ich ein grosses Nest von ameisen inklusive ameiseneier aus meinem Garten bekomme?», fragte Daniela Baumgartner. Backpulver, empfahl ihr amizgi Müller. Und almut Berger meinte, ranzige Butter vertreibe die kleinen Plagegeister. Sie rieche ähnlich wie tote ameisen. Neben den kleinen insekten sind auch gewisse Gemüsearten nicht willkommen. Zumindest nicht im Kompost. «Wachsender Zucchetti auf dem Kompost laugt ihn aus und macht ihn für den späteren Gebrauch wertlos!», warnte Beat Sollberger. Das war Hobbygärtnerin almut Berger neu. ihr Kompost hat bisher trotz Zucchetti bestens funktioniert. Vielleicht auch, weil sie den Mist, den die beiden Hasen ihres

Kundenvorteil*

Hans Nötig empfahl Frau Bohne, Bluescht und Berger: «Hinfort mit dem Gemüse!» Früchte seien das neue Gartengold, das Jung und alt bereichere. Vielleicht hat er einen Pakt mit almut Bergers Sohn geschlossen. Der wünscht sich im Garten nämlich Erdbeeri, Meertrübeli (Johannisbeeren) und natürlich Pommes frites. Es gäbe noch viel zu berichten. am besten aber schauen Sie selbst rein und noch besser: Machen Sie mit und helfen Sie almut Berger, den Kompost zu sortieren, den Pommes-frites-Baum zu pflanzen und die Meertrübeli-Sträucher am richtigen Ort einzusetzen.

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Angriff der FKK-Schnecken: Ohne Gift gegen die schleimigen Zeitgenossen zu kämpfen, ist eine Herausforderung. almut Berger, Journalistin, Familienfrau und Hobbygärtnerin, sucht zusammen mit ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, nach antworten auf die grossen Gartenfragen. migrosmagazin.ch/garten

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Ueli steCk

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NR. 19, 6. MAI 2013 | Migros-Magazin |

SERIE: UELI STECK IM HIMALAYA Das abrupte Ende der 16. Himalaya-Expedition Der Weltklassebergsteiger Ueli Steck hat sich entschieden, nach Auseinandersetzungen mit Sherpas seine Himalaya-Expedition abzubrechen, und dürfte in diesen Tagen zurück in die Schweiz fliegen.

«Als Erstes möchte ich nun meine Frau sehen»

Sein Vertrauen und seine Motivation sind weg: Nachdem Sherpas Morddrohungen gegen Ueli Steck ausgesprochen haben, hat sich der Berner Oberländer Bergsteiger entschieden, seine 16. Himalaya-Expedition abzubrechen und in die Schweiz zurückzureisen. Der Karakorum, andere Berge im Himalaya, die Anden oder Alaska: Es gebe für die Zukunft viele Alternativen zum Mount Everest, sagt Steck.

Ueli Steck, wie geht es Ihnen momentan?

Ich bin traurig, schockiert und enttäuscht. Gleichzeitig bin ich aber glücklich, dass wir alle drei (Bergsteigerkollege Simone Moro aus Norditalien, der britische Fotograf und Bergsteiger Jonathan Griffith und Ueli Steck, Anmerkung

der Redaktion) noch am Leben sind. Denn man wollte uns umbringen. Was genau war passiert?

Fakt ist, dass rund 100 Sherpas auf uns losgingen. Ich hatte grosses Glück, dass sich die amerikanische Bergsteigerin

Melissa Arnot zwischen uns und die aufgebrachten Sherpas stellte und so den ersten Angriff abwehrte. Ich hatte die Situation zu wenig schnell richtig eingeschätzt und wurde von einem Stein am Kopf getroffen. Jonathan und Simone rannten los und konnten sich verstecken.


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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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Filmer Hari Thapa: «Ich bin sicher, nächstes Jahr wird niemand mehr über den Zwischenfall reden.»

«Die westlichen Medien übertreiben»

Der Nepalese Hari Thapa (39) ist Filmer und hat mit dem Schweizer Fernsehen die dreiteilige Dokumentation «Sherpas – Die wahren Helden am Everest» produziert. Für die Recherche führte er unzählige Gespräche mit Sherpas. Er lebt in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Hari Thapa, was könnte den Streit zwischen der Crew um Ueli Steck und den Sherpas ausgelöst haben?

Ein anderer Bergsteiger drängte mich ins Zelt, um mich in Sicherheit zu bringen, und stand danach vor dem Zelteingang. Die Sherpas umzingelten das Zelt und sagten, ich soll herausgeholt werden. Sie wollten mich als Ersten umbringen. Dann riefen die Sherpas nach Simone Moro. Er musste sich auf den Knien für die lauten Worte am Berg entschuldigen und erhielt Fusstritte ins Gesicht. Was löste diese Wut aus?

Am 27. April um 9 Uhr starteten Simone, Jonathan und ich vom Camp 2, um unser Zelt beim 7100 Meter hohen Camp 3 zu erreichen. Dort wollten wir übernachten. An diesem Morgen war auch ein Sherpa-Team unterwegs. Es wollte die Route zum Lager 3 mit Fixseilen sichern. Um das Team nicht zu behindern, kletterten wir 50 Meter weiter links in der Lhotse-Flanke bis auf die Höhe unseres Zelts. Den Sherpas passte das nicht. Sie haben per Funk mit ihrem Leader be-

Da war die Welt noch in Ordnung: Simone Moro und Ueli Steck (in der Mitte des Bildes) auf einem Trekking in der Himalaya-Region.

Gemäss meiner Einschätzung begann das Problem damit, dass die beiden Parteien nicht sauber miteinander gesprochen hatten. Am Berg gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Fixieren Sherpas Seile für folgende Expeditionen, lassen sie niemanden nach oben. Und dann mögen sie es nicht, wenn jemand trotzdem hochklettert. Der Vorfall beruht auf einer Art Missverständnis. 60-Jährige klettern mithilfe von Sherpas den Mount Everst hoch. Der höchste Berg der Welt ist zum Ziel der Massen geworden. Trägt das zur Vergiftung des Klimas bei?

Nein. Das ist nicht der Grund. Abgesehen davon gibt es heute sogar 80-Jährige, die den Mount Everest bezwingen wollen. Als wir 2008 die Dokumentation drehten, gab es am Berg insgesamt 42 Expeditionsteams. Wenn jedermann im Team arbeitet, ist das überhaupt kein Problem. Doch auch wir hatten schwierige Momente. Wieso?

Damals hat China keine Erlaubnis erteilt, von der tibetischen Seite her

den Mount Everest hochzuklettern. Ein Mann starb zudem, weil er ohne Sauerstoff unterwegs war. Im Basislager am Fuss des Everest treffen Hunderte Alpinisten aus dem Westen auf die Sherpas: Tut sich da nicht doch ein Kampf der Kulturen auf?

Die westlichen Medien übertreiben. Die Sherpas wissen genau, dass der Mount Everest für ihr tägliches Brot sorgt. In der Regel halten sie sich exakt an die Anweisungen ihres Teamleaders. Die jungen Sherpas sitzen aber nicht mehr immer auf den Mund. Das ist untertrieben. Ueli Steck sagt, er sei mit Morddrohungen konfrontiert worden.

Es ist schwierig, die Situation von Kathmandu aus einzuschätzen. Sicher gibt es Sherpas, die sich von westlichen Alpinisten dominiert fühlen und diese Bergsteiger vielleicht stören wollen. Was heisst das für die Zukunft?

Das Problem ist gelöst. Ich bin sicher, nächstes Jahr wird niemand mehr über den Zwischenfall reden. Die beiden Seiten realisieren jetzt, was wirklich passiert ist. Interview: Reto E. Wild


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Geburtsdatum

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Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

sprochen, dass sie uns stoppen werden, indem sie Eis runterwerfen. Wir waren nur kurze Zeit unter den Seilschaften und querten nach links, sodass wir aus der Schusslinie waren. Wir waren völlig unabhängig voneinander unterwegs.

te umbringen zu wollen, braucht es mehr als nur eine Auseinandersetzung. Zur Hochsaison im Mai finden sich rund 300 Alpinisten aus dem Westen im Himalaya ein. Wie weit ist der kommerzielle Tourismus an den Geschehnissen schuld?

Die Sherpas realisieren, wie viel wir ausgeben, um den Berg zu besteigen. Das führt zu Neid. Es geht um Macht und Geld. Das schafft Probleme. Zudem verdienen viele Sherpas für nepalesische Verhältnisse extrem viel Geld, was ihnen ein gewisses Machtgefühl verleiht. Hier prallen verschiedene Kulturen und Lebenseinstellungen aufeinander.

Und dann?

In anderthalb Stunden waren wir beim Lager 3 und querten zu unserem Zelt. Wir gingen nach rechts zu einem Standplatz, wo wir, ohne nur ein Fixseil zu berühren, ihre Aufstiegslinie querten. Unser Fotograf Jon war der Erste und bereits kurz vor unserem Zelt. Als ich bei den Sherpas eingetroffen war, kam der Leader der Sherpas herunter und schrie mich an. Es war recht kalt und etwas windig. Dass man dann etwas angespannt ist, ist normal. Sherpa Mingma Dorjee beschloss, an diesem Tag keine Seile mehr zu fixieren und abzusteigen. Und Sie haben ihm angeboten, beim Fixieren der Seile zu helfen?

Ja, da es erst 13 Uhr war. Nur machte ihn das noch viel wütender. Simone Moro war in der Zwischenzeit auch bei uns, wobei Mingma gleich mit seinen zwei Eispickeln herumfuchtelte. Simone sprach ein paar Fluchwörter aus. Danach legten alle 17 Sherpas die Seile hin und stiegen ab. Wir warteten, bis die Sherpas unten waren, und danach fixierten Simone und ich die restlichen 260 Meter Fixseile bis auf 7300 Meter. Wir beschlossen, ins Lager 2 abzusteigen, um die Sache zu besprechen — anstatt wie geplant im Lager 3 zu bleiben. Was haben Sie falsch gemacht?

Wir haben am Berg nichts falsch gemacht. In dieser angespannten Situation waren wir ganz einfach zum falschen

Ueli Steck über Melissa Arnot: «Ich hatte grosses Glück, dass sich die amerikanische Bergsteigerin zwischen uns und die aufgebrachten Sherpas stellte.»

Zeitpunkt am falschen Ort. Falls ein Sherpa tatsächlich durch Eisschlag, der von uns losgetreten worden ist, verletzt worden wäre, ist das noch lange kein Grund, uns töten zu wollen. Ich traf auf Sherpas, mit denen ich noch 2012 auf dem Mount Everest war, und ein Jahr später werfen sie Steine nach mir. Ich musste mir anhören, dass wir in einer Stunde weg sein und nie mehr zurückkehren sollen, oder sie würden uns töten. Es haben Gespräche stattgefunden. Und danach wurde eine Vereinbarung unterzeichnet. Welche Bedeutung hat diese in Zukunft?

Es ist ein Schritt vorwärts, aber sicher nicht die Lösung des Problems. Dieser Hass, der sich da innert kürzester Zeit aufgebaut hat, rührt nicht von dieser einzelnen Situation am Berg her. Er hat sich über Jahre aufgestaut. Um drei Leu-

Bergsteigen ist Ihr Beruf.Jetzt reisen Sie in die Schweiz zurück. Sie sagen, Sie hätten kein Bedürfnis, zum Mount Everest zurückzukehren. Was haben Sie in Zukunft für Alternativen?

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«Ich traf auf Sherpas, mit denen ich noch 2012 auf dem Mount Everest war, und ein Jahr später werfen sie Steine nach mir.»

Der Everest ist nur ein Berg unter vielen. Bestiegen habe ich ihn bereits 2012 ohne Sauerstoff. Der Himalaya ist riesig, ausserdem gibt es den Karakorum, die Anden oder Alaska … Wie geht es nun für Sie weiter?

Es gibt für mich nur eine einzige mögliche Konsequenz: abzureisen. Obschon die Shirdars, die Chefs der Sherpas, garantieren, dass so etwas nicht mehr passiert, ist mein Vertrauen vorerst weg. Zusätzlich habe ich nach den Vorkommnissen keine Motivation mehr. Ich möchte jetzt nur noch nach Hause und als Erstes meine Frau sehen. Was bedeutet der Abbruch der Expedition?

Vor allem Enttäuschung und viel Ärger.

Wie gross ist der finanzielle Schaden nach diesem Abbruch? Zu gross! Interview: Reto E. Wild

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Ngim Chhamji Sherpa (stehend) aus Nepal ist erst 17 Jahre alt und trotzdem schon Weltrekordhalterin: am 19. Mai 2012 bestieg sie zusammen mit ihrem Vater als jüngste Frau den Mount Everest. im interview mit www.migrosmagazin.ch spricht die angehende Ärztin über ihre Begegnungen mit Ueli Steck, ihren rekord und die jüngsten auseinandersetzungen auf dem höchsten Berg der Welt. «ausländer sind Gäste in unserem Land und helfen der wirtschaftlichen Entwicklung Nepals. als ich von dem Vorfall hörte, war ich schockiert», sagt die junge Nepalesin.


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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AUF EIN WORT | 23

WELTWEITE KINDERSTERBLICHKEIT

«Einfachste Mittel bringen sehr viel»

Die Millenniumsziele der Uno sehen vor, weltweit die Sterblichkeit von Neugeborenen und Müttern markant zu senken. Das Hilfswerk «Save the Children» erstellt jedes Jahr einen Report über die Situation. Nun erscheint er zum 14. Mal — und zeigt auch Erfreuliches. Jérôme Strijbis, die Sterblichkeit von Neugeborenen ist in den letzten 20 Jahren massiv gesunken. Eine Erfolgsgeschichte?

Das ist es tatsächlich, was erfreulich und beeindruckend ist. Unser Report zeigt, wie schon wenige, einfach machbare Massnahmen grosse Wirkung zeigen. Wie sehen die konkret aus?

Bilder: Save the Children, Peter Kneffel/DPA/Keystone, Christian Dietrich

Jérôme Strijbis (39) ist CEO Schweiz des international tätigen Kinderhilfswerks «Save the Children». In Zusammenarbeit mit Unicef und WHO verfasst das Hilfswerk jedes Jahr den «State of the World’s Mothers»Report.

Es geht vom Grossen ins Kleine. Ganz wichtig ist der politische Wille, grundlegende Massnahmen möglich zu machen. Die wichtigste ist, den ärmsten 20 Prozent der Bevölkerung eines Landes den Zugang zum Gesundheitssystem zu ermöglichen. Und zwar gratis. Nur dann können die Massnahmen auf der praktischen Ebene erst greifen.

Was ist darunter zu verstehen?

Schulbildung für Mädchen gehört dazu. Dabei geht es nicht primär darum, später einen Beruf ausüben zu können. Sie müssen sich Fertigkeiten aneignen, damit sie verstehen können, warum Familienplanung wichtig ist, warum sie nicht zu früh schwanger werden sollten und eine frühe Heirat darum problematisch ist. Ein weiterer Punkt ist das Personal im Gesundheitswesen. Weltweit fehlen fünf Millionen ausgebildete Fachkräfte,

FRAU DER WOCHE

davon eine Million dringend in den Entwicklungsländern für die Betreuung von Müttern und ihren Neugeborenen. Dazu kommen Medikamente und Hygienemassnahmen, welche die Gesundheit der Babys in den ersten Lebensstunden sicherstellen. Haben diese armen Länder überhaupt die finanziellen Mittel dazu?

Die müssen die Regierungen der einzelnen Länder bereitstellen — und ja, das ist ein Problem. Vor allem in den Ländern südlich der Sahara. Viele benötigen finanzielle Unterstützung von Geberorganisationen wie uns. Der Report zeigt, wie Säuglinge mit simplen Mitteln markant öfter überleben. Zum Beispiel durch Desinfizieren der Nabelschnur.

Solch simple Massnahmen kosten in Afrika weniger als ein Dollar pro Kind. Ein weiterer Punkt sind die Frühgeburten, die oft bei sehr jungen Schwangeren auftreten. Man könnte dies relativ einfach mit Wehen stillenden Medikamenten verhindern — oder wenn es sich nicht verhindern lässt, indem man der Mutter Cortison verabreicht, um die Lungenbläschen des Ungeborenen rascher reifen zu lassen.

Es braucht also keine teure Spitzenmedizin?

Nein. Einfachste Mittel bringen schon sehr viel. Aber es braucht eben auch ausgebildetes Personal, das weiss, wann was eingesetzt werden muss. Wo sank die Kindersterblichkeit am meisten?

In den Ländern Asiens konnte sie seit 1990 über 50 Prozent gesenkt werden. In Afrika hingegen verlaufen die Fortschritte bis auf einige wenige Länder sehr schleppend. Die Schweiz liegt auf Platz 12. Warum sterben bei uns jährlich 170 Säuglinge bei der Geburt?

Das überrascht auf den ersten Blick. Verschiedene Faktoren kommen zusammen, unter anderem wird die Erfassung von Geburten von nicht lebensfähigen Kindern nicht in allen Ländern gleich gehandhabt, was die Statistik etwas verzerrt. Hinter den Zahlen steht immer eine Tragödie für die betroffene Mutter — und die Tragödie ist in Afrika leider Alltag. Das muss man sich vorstellen: Unsere beiden Töchter kamen im Spital der Zürcher Gemeinde Zollikerberg auf die Welt. Wäre die Situation dort so wie in Afrika, müssten 16 von 100 Wöchnerinnen ohne ihr Baby nach Hause gehen. Interview: Ruth Brüderlin

MANN DER WOCHE

Junger Exportschlager

Späte Rache

Im Juli geht der Schweizer Jugendsender Joiz in Deutschland auf Sendung. Mit dem Format importiert der grosse Kanton gleich auch die dazugehörende Moderatorin Alexandra Maurer (31). Die Halbjamaikanerin ist denn auch bereits am Packen, um vom trendigen Zürich ins hippe Berlin umzuziehen. Sprachschwierigkeiten erwartet Maurer dort keine, denn die Schweizerin sagt von sich selber, ihr Hochdeutsch sei «recht passabel».

Es ist ihm zu gönnen: Statt seinem Trainer Jupp Heynckes (68) einen würdigen Abgang zu bereiten, engagierte Bayern München mit riesigem Trara Pep Guardiola, Ex-Startrainer des FC Barcelona, als Nachfolger. Und Jupp war abgemeldet. Nun hat sein Bayern Barcelona insgesamt mit 7:0 vom Rasen gefegt und gute Chancen, die Champions League zu gewinnen. Späte Rache für den immer korrekten Handwerker Heynckes und ein heikler Start für seinen Nachfolger.


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NR. 19, 6. MAI 2013 | Migros-Magazin |

Alles mu Bye-bye, A...geweih! Noch nie Körpergemälde auf Nimmerwiedersehen Frauen erzählen, warum sie


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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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Menschen

Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

Alles muss weg N euer Job, neuer Lebensabschnitt, neuer Partner — die Gründe für das Entfernen eines Tattoos sind so vielfältig wie die Anlässe für dessen Entstehung: wilde Jugendjahre, Mutproben, Spontanentscheide aus einer Bierlaune heraus. Patrick Aeberli (33) von der Tattooentfernungspraxis in Dietlikon ZH kennt diese Geschichten. «Manchmal komme ich mir vor wie ein Seelsorger»,

sagt er. Oft fliessen bei seinen Kunden die Tränen, meist Tränen der Erleichterung. Denn mit dem Tattoo lässt so mancher ein Stück Lebensgeschichte los, mit dem er sich nicht mehr identifizieren kann.

Mit jeder Tätowierung geht eine geschichte einher Manchmal geht nicht nur das Tattoo unter die Haut, sondern auch die Ge-

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schichte dazu. Patrick Aeberli erinnert sich an jene Kundin, die er fragte, warum sie den tätowierten Männernamen entfernen lassen wollte. «Daraufhin weinte sie eine Dreiviertelstunde lang», so Aeberli. Der Name, so stellte sich heraus, war derjenige ihres verstorbenen Mannes. Seither stellt Aeberli keine Fragen mehr. Viele Kunden erzählen trotzdem. Während Aeberli in der Dietliker Tattooentfer-

«Bis Ende Jahr ist Johnny Cash weg» Marcel Jetzer (38), Filmemacher, Zürich

Marcel Jetzer unterzieht sich der schmerzhaften Prozedur, seine Tätowierung von Patrick Aeberli weglasern zu lassen. «Wenn ich mit Kunden spreche oder Finanzverhandlungen führe, verdecke ich meine Tattoos immer. Einige passen zudem nicht mehr in mein Leben, die wilden Jahre sind vorbei. Ein neues Tattoo wird auch nie dazukommen. In jungen Jahren habe ich in den USA gelebt, unter anderem in Oakland und San Diego. Es waren tolle, aber auch schwierige Jahre. Das chinesische Zeichen auf dem Rücken steht für Veränderung, das habe ich in einem abgefuckten Harley-Davidson-Schuppen irgendwo in der Wüste von Wyoming spontan machen lassen. Da war ich 24 und mit einer Frau am Trampen, sie hatte ein Tattoo, ich wollte auch eines. Vor fünf Jahren ist in Zürich Elvis dazugekommen, auf dem rechten Oberarm, als Zeichen für meine Verbundenheit zur Musik. Er hat mir eigentlich nie richtig gefallen, aber viele Leute finden ihn cool. Der Vogel mit den Sternen am rechten Oberarm innen steht für Freiheit. Dann habe ich noch einen Ring am Unterarm innen, das ist der NavinRing. Er steht für die Geburt meines Sohns, der vor neun Jahren bei Leermond zur Welt gekommen ist. Über den roten Stern auf dem linken Unterarm spreche ich nicht. Johnny Cash auf der linken Schulter muss jetzt weg. Er ist nicht so schön gestochen, und ich werde zu oft auf ihn angesprochen. Das Weglasern tut ziemlich weh, mehr als das Stechen, und es dauert acht bis zehn Sitzungen. Aber bis Ende Jahr ist Johnny weg.»

Noch ist Countrysänger Johnny Cash verschwommen zu sehen. Er war nicht scharf gestochen, deshalb will ihn Marcel Jetzer loswerden.


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Nr. 19, 6. Mai 2013 | migros-magazin |

Fortsetzung von Seite 27

nungspraxis am Laser sitzt, ist sein Kompagnon Adrian Gsell (44) für Finanzen und Marketing zuständig. Vor eineinhalb Jahren haben die beiden die Praxis gegründet. «Inzwischen», so Gsell, «verfügen wir als erstes Institut der Schweiz über den modernsten Vierwellenlaser, den es gibt.» Der Strahl zerlegt die Farbpigmente des Tattoos innerhalb von Sekundenbruchteilen in mikroskopisch kleine Teile, die danach über das Lymphsystem aus dem Körper ausgeschieden werden. Eine Sitzung dauert zwischen 5 und 20 Minuten. Einen Oberarm blank zu lasern kann bis zu 500 Franken pro Behandlung kosten und bis zu zehn monatliche Sitzungen beanspruchen — jede einzelne sehr schmerzhaft. Auf Wunsch kann deshalb ein Hautkühlsystem zugeschaltet werden. «Es macht das Lasern nahezu schmerzlos», sagt Gsell.

das geschäft läuft und hat grosses Wachstumspotenzial Für diese Tortur pilgern jährlich über 100 Tätowierte regelmässig in die Praxis in Dietlikon, Tendenz steigend. Es sind Frauen, für die der Schriftzug «Welcome to Hell» über dem Intim-

Stefanie Isler will die Blumen­ ranke am Ober­ arm und die Vögeli auf den Füssen weg­ machen lassen.

Auch Cover­ups sind eine Möglichkeit, um ungeliebte Tattoos verschwinden zu lassen. Dabei wird das alte Tattoo überstochen, entweder weil es nicht mehr zeitgemäss oder blass geworden ist. Das neue wird meist grösser.

«Noch 60 Jahre so rumlaufen?»

Stefanie isler (25), kaufmännische angestellte, Zürich «als ich 16 war, habe ich das erste Tattoo machen lassen: eine Sonne am rücken. Meine Mutter gab mir widerwillig die Erlaubnis. Kurz nach dem ersten Stechen bin ich in ein anderes Studio marschiert und wollte ein weiteres Tattoo. als man mich fragte, ob ich schon alt genug sei, zeigte ich meine Sonne und sagte: ‹ich habe schon eines. Du siehst ja, dass ich alt genug bin dafür.› Die fliegenden Vögeli auf den Fussrücken stehen für Freiheit. ich war schon drei Mal mit Freundinnen in Dublin, und als Souvenir haben wir uns alle im Mai letzten Jahres ein Tattoo

machen lassen. Beim Stechen war ich total euphorisch, und einen Monat lang fand ich die Vögeli uu läss. Dann begannen sie mich zu nerven. Die Entscheidung zum Weglasern fiel vor einigen Monaten, als ich mich fragte: Willst du noch 60 Jahre so rumlaufen? ich trenne mich auch von den Blumenranken am linken arm. Mit denen wollte ich vor anderthalb Jahren die Sonne kaschieren, aber das Ergebnis hat mir von anfang an nicht gefallen. Nur die Hibiskusranken am Ellenbogen bleiben. Wenn ich schon regelmässig ins Tattooentfernungsstudio komme, lasse ich auch gleich zwei


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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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«Es regt mich jedes Mal auf»

Martin Wermelinger (33), Aussendienstmitarbeiter, Lenzburg «Mein Tattoo werde ich garantiert nicht vermissen, es regt mich jedes Mal auf, wenn ich es sehe. Deshalb laufe ich nicht mehr in ärmellosen Shirts rum, und bei der Arbeit trage ich Hemden. Da will ich die Dekorationen nicht zeigen, obwohl es mir der Arbeitgeber nicht verboten hat. Alles begann vor 13 Jahren mit einem einfachen Ring um den Oberarm. Ich wünschte mir etwas Ästhetisches und habe mich vor Ort im Studio in Luzern für das Sujet entschieden. Das war so weit okay, aber vor sieben Jahren wollte ich mal was anderes haben und liess den Ring zur Schulter rauf mit einem Maori ergänzen. Ein Jahr später dann das Gleiche runter zum Ellenbogen. Jetzt gefällt mir das Ganze überhaupt nicht mehr: Ich lasse es weglasern. Was bleibt, sind die chinesischen Zeichen für Gesundheit, Liebe und Energie rechts am Oberkörper und der Name meiner Tochter am linken Oberarm innen. Das gleiche Tattoo hat meine Frau. Falls überhaupt, kommt für mich nur ein einziges neues Sujet infrage: der Name eines zweiten Kindes.»

Wegen der auffälligen Tattoos an seinen Armen trägt Martin Wermelinger keine ärmellosen T-Shirts mehr.

«Am gleichen Abend habe ich es bereut» Thomas (52), Angestellter eines Telekom-Unternehmens, Uster

andere Sachen entfernen: das Zeichen für Fische auf dem rechten Handteller und das Zeichen für Wasser am linken Handgelenk. Bald gehe ich nach Hawaii und habe mir überlegt, dort ein Tattoo stechen zu lassen, ein Maori. Aber ich glaube, das lass ich wohl bleiben, wenn ich jetzt schon Tattoos wegmachen lasse. Eines am Rücken würde mir nie verleiden. Und tatsächlich trage ich dort die Sternzeichen all meiner Familienmitglieder. Wenn ich mal Kinder habe, lasse ich mir vielleicht auch deren Sternzeichen tätowieren. Auf den Rücken natürlich.»

Das Ketten-Tattoo will Thomas behalten, die Sonne fällt dem Laser zum Opfer.

«Mein erstes Tattoo habe ich mit 20 stechen lassen: Eine Kette um den rechten Oberarm, dazu gehören die Sonne auf der Schulter und ein kleines Tribal im Kreuz. Alles keltische Symbole für Schutz, das war ein Statement zur damaligen Harley-Szene, der ich angehörte. Ich war in Daytona in Florida, ich ging an Loverides, eine lässige Zeit. Mit einem Tattoo war man speziell, exotisch und irgendwie wild. Inzwischen sind Tattoos Mode geworden, auch Halbstarke tragen sie. Das ist nicht mehr meine Welt. Und ein Tattoo passt nicht mehr so richtig zu meinem heutigen Leben als Familienvater, obwohl die Kinder überhaupt kein Problem damit haben. Ausserdem arbeite ich jetzt an der Kundenfront. Da geht so etwas gar nicht mehr. Die Kette bleibt, aber die Sonne und das Tribal kommen weg, ebenso die riesige Sphinx, die meinen Rücken bedeckt. Die habe ich vor zwei Jahren spontan stechen lassen, nach einem langen Tag an einer Messe. Schon am gleichen Abend habe ich das bereut. Die Sphinx ist nicht besonders gelungen, und meine Frau ist sowieso total gegen Tattoos. Drei Tage lang konnte ich den tätowierten Rücken vor ihr verbergen, dann habe ich gebeichtet. Inzwischen finde ich einen untätowierten Körper auch schöner. Kürzlich habe ich eine ältere Frau mit Tattoos gesehen. Das fand ich irgendwie schlimm – bei Männern übrigens auch. Seit einiger Zeit befasse ich mich intensiv mit den Möglichkeiten, die Tattoos loszuwerden, und bin total froh, dass es nun diese saubere und schnelle Methode der Tattooentfernungspraxis gibt. Das Ganze kostet mich 6000 bis 8000 Franken, das ist es mir wert.»


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bereich irgendwie nicht mehr stimmt, zahlreiche Kunden, die das aus der Mode gekommene Arschgeweih weglasern lassen und ebenso viele, welche ihr Maori nicht mehr wollen, jenes Sujet mit den spiralförmigen Linien, das vor etwa fünf Jahren angesagt war. In zwei, drei Jahren, so prophezeit Adrian Gsell, sind die Verzierungen innen an den Handgelenken fällig, die zurzeit massenhaft gestochen werden. Gsell plant bereits die Expansion der Praxis, denn er sieht ein ordentliches Marktpotenzial: «Jeder zweite Schweizer zwischen 18 und 70 Jahren ist tätowiert», sagt Gsell, «das sind rund 2,5 Millionen Menschen. Ich schätze, dass etwa zehn Prozent von ihnen ihr Tattoo bereuen.»

es reut ihn, die perfekte Tätowierung wegzulasern Die neue, schnelle und saubere Methode hat sich auch schon im Ausland herumgesprochen: So reist eine Kundin jeden Monat einmal aus Wien an, um eine kleine Blume am Bein loszuwerden. Eine andere lässt sich regelmässig aus Köln herchauffieren, um nach einer fünfminütigen Sitzung wieder nach Hause zu fahren. Egal welches Sujet: Wenn der Zustand der Haut es erlaubt, lässt man in Dietlikon jedes Tattoo spurlos verschwinden. Nur hie und da tut Aeberli seine Arbeit zähneknirschend. Zum Beispiel bei der jungen Frau, die ihre Rückendekoration auf Wunsch ihres Partners entfernen lässt. «Ein wunderschönes, perfekt gestochenes Tattoo», sagt Aeberli kopfschüttelnd, «eine Schande, das wegzumachen.»

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«ich sehe ja aus wie ein Terrorist»

Sandro Ferrara (24), kaufmännischer angestellter, Schaffhausen «Meine Mutter Lorena kommt aus algerien, mein Vater antonio aus italien, und auf meiner Brust steht in arabischer Schrift: Liebe, Familie, Lorena, antonio. Meine Eltern waren vor fünf Jahren geschockt, dass ich mich auf der Brust tätowieren lassen wollte. Jetzt bedauern sie, dass der Schriftzug wieder wegkommt. Aber für mich geht das nicht mehr, ich sehe ja aus wie ein Terrorist. Mein erstes Tattoo bleibt aber, das Wort italia innen am rechten Oberarm. Das stammt aus dem Sommer 2006. ich war mit Freunden in rimini, als italien Fussballweltmeister wurde. Das feierten wir bis am Morgen um vier und stolperten dann in ein Tattoostudio, um uns stechen zu lassen. Mein Vorbild in Sachen Tattoos ist David Beckham. Der sieht einfach cool aus. Tattoos am Hals und an den Unterarmen gehen bei mir aber nicht, ich wechsle bald in den aussendienst. Stechen auf der Brust tut tierisch weh, das Weglasern auch, und doch: Wenn ich mal Kinder habe, möchte ich ihre Namen und Fussabdrücke auf die Brust tätowieren lassen.»

zeigen sie online Dieses Tattoo bleibt! auch nach Jahren glücklich mit ihrem Tattoo? Senden Sie uns ein Foto davon, zusammen mit ihrem Namen, Wohnort und dem anlass der Tätowierung an: onlineredaktion@migrosmedien.ch

Sandro Ferrara hat beschlossen: Der arabische Schriftzug auf der Brust muss weg. Italia darf bleiben.

«Die werde ich auf keinen Fall vermissen»

Bonita Marijanovic, Berufsmittelschülerin Gestaltung (26), St. Gallen

Texte: Yvette Hettinger Bilder: Jorma Müller

www.migrosmagazin.ch

Nr. 19, 6. Mai 2013 | migros-magazin |

Bonita Marijanovic störte sich daran, dass die Leute tuschelten, wenn sie im Sommer ihre Tattoos sahen.

«ich habe drei Tattoos, die jeweils aus verschiedenen Elementen bestehen: auf der linken Schulter und dem Oberarm trage ich ein Leopardenmuster, dazu gehören die rose am Ellenbogen, das Frauengesicht am inneren Oberarm und das auge in der armbeuge. ausserdem sind da noch Schmetterlinge und ein Vogel. Das Muster und die Frau sind nicht besonders schön geworden, die Frau ist zudem falsch platziert. Schade, denn es geht um eine Mexikanerin, die den Tag der Toten feiert und sich dafür extra schön gemacht hat. Einen Sommer lang bin ich nur mit langarmigen Teilen rumgelaufen, so sehr haben mich die Tattoos gestört. Dann habe ich sie etwas korrigieren lassen und traute mich immerhin wieder mit Kurzarmshirts unter die Leute. Wenn man die Tattoos sieht, starren die Leute hin und tuscheln, das nervt. Jetzt muss fast alles weg. Das Einzige, das am arm bleibt, ist die rose. ich habe auch noch ein arschgeweih, das ich mit 16 habe machen lassen, zudem eine Katze, die meinen Oberschenkel hinunterspringt sowie auf dem Bauch eine Elfe. Und einen Stern hinter dem Ohr, den haben eine Kollegin und ich vor acht Jahren machen lassen, weil wir zusammen einen total geilen Sommer hatten. Das bleibt alles. Jetzt, wo die störenden Zeichnungen am Oberarm am Verschwinden sind, freue ich mich auf den Sommer. Diese Tattoos werde ich auf keinen Fall vermissen, ich kann den Tag kaum erwarten, an dem sie ganz verschwunden sind. anderseits ist ein neues Sujet auch nicht ausgeschlossen, ein gewisses Suchtpotenzial ist nämlich da.»


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NR. 19, 6. MAI 2013 | migros-magazin |

Heute richtig, morgen falsch

Ob spontan heiraten oder ein Tattoo stechen lassen: Eigentlich sind wir immer davon überzeugt, genau das Richtige zu tun. Jahre später bereuen wir es. Warum lernen wir nicht aus den Fehlern der Vergangenheit?

A

nna betrachtet sich im Spiegel. Das neue Kleid ist furchtbar. Noch heute im Laden hat es ihr perfekt gestanden. Und jetzt? Was für eine Katastrophe. War das wirklich sie, die das Kleid gekauft hat? Das muss jemand anderes gewesen sein. Manchmal treffen wir enthusiastisch Entscheidungen, die wir später bereuen. Und manchmal haben diese Entscheidungen einen grossen Einfluss auf unser späteres Leben. Und wenn wir dann in diesem späteren Leben stecken, sind wir gar nicht mehr begeistert von dem, was wir damals entschieden haben. Frauen in mittleren Jahren lassen sich unter Schmerzen Tattoos entfernen, die sie sich als junge Frauen schmerzhaft haben stechen lassen. Männer im selben Alter wollen sich unbedingt scheiden lassen von Frauen, die sie damals unbedingt heiraten wollten. Und ältere Leute gehen ins Fitnessstudio, um abzutrainieren, was sie sich früher in Restaurants antrainiert haben. Warum entscheiden wir uns nicht von Anfang an richtig? Warum treffen wir Entscheidungen, die wir später bereuen? Warum denkt das Mädchen, das Tattoo auf ihrem Busen sei ewig schön? Warum glaubt der junge Mann, die Liebe halte ewig und der Bauch bleibe ewig flach? Drei Forscher der amerikanischen Harvard-Universität wollten es genauer wissen. Sie haben 19 000 Menschen verschiedenen Alters befragt, um herauszufinden, woran das liegt. «Könnte es sein», fragte Jordi Quoidbach, einer der drei Forscher, «dass wir Menschen ein völlig falsches Bild von unserem zukünftigen Ich haben? Dass wir den Wandel, den wir mit der Zeit durchmachen, vollkommen unterschätzen

und wir uns nicht bewusst sind, wie stark die Zeit uns verändern wird, unsere Vorlieben, unsere Werte, unsere ganze Persönlichkeit?» Sie liessen die Probanden einen psychologischen Fragebogen ausfüllen, und zwar drei Mal. Den ersten aus heutiger Sicht, den zweiten aus der Perspektive, die sie vor zehn Jahren hatten, und den dritten, wie sie ihn ihrer Meinung nach in zehn Jahren beantworten würden. Die Fragen drehten sich um Hobbys, Vorlieben, Ferien, um bestimmte, vergleichbare Persönlichkeitsmerkmale. Das Ergebnis war für alle ernüchternd. Es zeigt: Obwohl wir genau wissen, wie stark wir uns in der Vergangenheit verändert haben, glauben wir kaum, dass wir uns in den nächsten zehn Jahren verändern werden. So stellten die Forscher unter vielen anderen die Frage, wie viel der Proband heute für ein Konzert der Band zahlen würde, die er vor zehn Jahren super fand. Und beim zweiten Durchlauf: Wie viel er in zehn Jahren für ein Konzert seiner heutigen Lieblingsband zahlen würde. Die Antwort war entlarvend. Für ein in zehn Jahren stattfindendes Konzert der heutigen Lieblingsband würde der Durchschnitt 60 Prozent mehr bezahlen als für ein heutiges Konzert der damaligen Lieblingsband. Mit anderen Worten: Den Leuten ist nicht bewusst, dass ihnen die heutige Lieblingsband in zehn Jahren vielleicht nicht mehr gefallen wird.

Wir glauben, dass wir morgen noch dieselbe Person sein werden Die Forscher bezeichnen ihre Resultate als «Die Illusion vom Ende der Geschichte». «Wir Menschen», so vermu-

«Warum denkt das Mädchen, das Tattoo auf ihrem Busen sei ewig schön?»

ten sie, «ob wir nun Teenager sind oder Grosseltern, halten unsere Persönlichkeit für attraktiv, unsere Werte für bewundernswert und unsere Vorlieben für weise. Und da wir nun mal diesen gehobenen Status erreicht haben, stellen wir uns einen weiteren Wandel nur widerwillig vor. Wir glauben, dass wir morgen dieselbe Person sein werden, die wir heute sind.» Der Preis: Wir treffen im Jetzt Entscheide, die wir später — wenn sich unsere Vorlieben doch wieder geändert haben — bereuen. Das Tattoo muss weg, die Partnerin, der Bauch. Nun gibt es dafür ein paar naheliegende Erklärungen: An den bisherigen Lebensweg können wir uns erinnern, den zukünftigen können wir uns nur vorstellen. Auf dem bisherigen Weg hat es vielleicht ein paar einschneidende Ereignisse gegeben, man wurde Mutter oder Vater, es gab eine schwere Krankheit, oder wir haben einen Angehörigen verloren. Solche Ereignisse verändern eine Persönlichkeit nachhaltig, und man erinnert sich daran. Aber sie sind in ihrer Tragweite nicht vorhersehbar, also liegt


Menschen

Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

es nahe, dass das Ich seinen künftigen Wandel nicht voraussehen kann. Aufgrund der Ergebnisse der Harvard-Forscher lassen sich aber auch ein paar weitergehende Vermutungen anstellen, die uns mitten in die Frage katapultieren, welche die Psychologie und die Philosophie seit jeher umtreibt: «Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?» Dieser Spruch, einst von einem Sprayer nachts auf die Berliner Mauer geschmiert, hat mittlerweile als Buchtitel grosse Aufmerksamkeit erregt. Auch wenn der Autor Richard David Precht mit seinem philosophischen Bestseller die Frage nicht wirklich beantwortet, so bleibt sie doch spannend. Wer ist dieses Ich, das sich zwar an den bisherigen Wandel erinnern kann, sich aber nur ungern vorstellt, dass seine Entwicklung in Zukunft weitergeht? Von innen ist ihm nur schwer beizukommen. «Ich denke, also bin ich», hat der französische Philosoph René Descartes im 17. Jahrhundert als Quintessenz seiner Überlegungen zum Thema Zweifel hingeschrieben. Der Satz wurde welt-

berühmt und in der Folge von Generationen anderer Philosophen zerzaust. Wenn ich denke, erlebe ich mich als Ich, das stimmt. Aber wer stellt fest, dass ich denke?

das ich navigiert zwischen dem es und Über-ich Von aussen betrachtet, kommt man dem Phänomen Ich etwas leichter näher. Sigmund Freud, der Wiener Arzt und Begründer der Psychoanalyse, hat vor 100 Jahren beobachtet, dass das Ich aus zumindest drei Teilen besteht, die er als das Es, das Ich und das Über-Ich bezeichnete. Das Ich in der Mitte schien ihm die ausgleichende Instanz zu sein, die sich zwischen dem Es, den Trieben und kindlichen Strömungen des Unbewussten, sowie dem Über-Ich, den von den Eltern übernommenen Anweisungen mehr oder weniger gut behauptet. Das Problem dabei: Kaum ein Ich weiss darüber Bescheid. Wir erleben uns immer als Ich, ob wir nun tief eingeprägten Sichtweisen unserer Eltern nachleben, oder unseren Trieben. Das Ich scheint also etwas

«Wir treffen im Jetzt Entscheide, die wir später – wenn sich unsere Vorlieben geändert haben – bereuen.»

illustration: Corina Vögele

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zu sein, das sich zwar immer gleich anfühlt, aber aus ganz verschiedenen Quellen trinkt. Der amerikanische Psychiater Eric Berne, der Begründer der Transaktionsanalyse, beobachtete Mitte des letzten Jahrhunderts, dass das Ich, wenn es nach aussen kommuniziert, aus diesen drei Ebenen heraus spricht, mal aus der Ebene des Kindes, mal aus der Ebene des Erwachsenen, und dann auch mal aus der Ebene der Eltern — ohne sich darüber im Klaren zu sein. Er begann Menschen darin zu trainieren, bei sich selbst und bei anderen diese Ebenen zu erkennen und bewusst in diesem Feld zu navigieren. Das Seltsame daran ist, dass unser Gehirn uns nicht meldet, wenn wir von einem Ich zum anderen wechseln. Wir merken nicht, wenn wir aus dem Haltungsfeld des «vernünftigen ElternIchs» zum «kindlichen Ich» wechseln, wenn wir dem Mitarbeiter im «ÜberIch-Modus» einen Auftrag erteilen und uns am Abend zu Hause im «Es-Modus» darüber beklagen, dass uns der Partner nie streichelt. Das Faszinierende ist, dass wir diesen dauernden IchWechsel bei uns selbst nicht wahrnehmen, beim Andern jedoch oft haarscharf: Wenn der Chef tobt und «ausser sich» ist, ist uns klar, dass er kindlich reagiert, und wenn er sich wieder beruhigt, sehen wir, dass er wieder im Erwachsenenmodus läuft. Der Chef selber erlebt aber jeden Zustand als Ich.

das ich verteidigt uns gegen Bedrohungen – und den Wandel Die Frage nach dem Ich dürfte die Menschheit noch Jahrhunderte beschäftigen. Die gute Nachricht: Es wird immer spannender. Das Ich, so scheint es heute, ist ein Konstrukt unseres Gehirns, bestehend aus Erfahrungen, Anweisungen, Wünschen, das uns gut gegen alles Bedrohliche verteidigt. Leider auch gegen den Wandel. Aber Konstrukte lassen sich weiterentwickeln. Ein nächster Schritt dahin könnte sein, bei anderen und sich selber zu beobachten, wer jetzt gerade Ich ist: das jammernde kleine Mädchen, der bedürftige kleine Bub, die drohende Mutter, der befehlende Vater oder der Erwachsene? Und wenn man dann merkt, dass man gerade wie ein Kleinkind agiert, kann man mit etwas Übung zum erwachsenen Ich wechseln. Text: Charles Meyer


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Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

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Haben Sie etwas zu verzollen?

Bilder: Lee Jae-Won/rEUTErS, Hans-Bernhard Huber/laif/Keystone

Dürfen die das? Ja, sogar mit dem Segen des Zollbeamten, der dieses Gefährt in der entmilitarisierten Zone in Paju überprüft. 126 Südkoreaner konnten den industriekomplex Kaesong im Grenzgebiet von Nordkorea verlassen, nachdem der Konflikt zwischen Pjöngjang und Seoul wochenlang jegliche aktivität lahmgelegt hatte. Zum

frage Der woche

Woher kommt das Victory-Zeichen? Auseinander gestreckter Zeige- und Mittelfinger bilden ein V. Nicht erst seit Josef Ackermann steht dieses Zeichen für Siegesgewissheit. Bereits im Hundertjährigen Krieg (1337 bis 1453) sollen die englischen Bogenschützen mit dieser Geste ihre französischen Gegner verhöhnt und volle Einsatzbereitschaft demonstriert haben. Zeige- wie Mittelfinger sind nötig, um mit dem Langbogen einen Pfeil abzuschiessen, weshalb man damals Gefangenen diese Finger oft kurzerhand abhackte. Ein Comeback erlebte das Zeichen im Zweiten Weltkrieg, als die BBC ihre «V for Victory»-Kampagne gegen Hitler initiierte. Fortan grüsste selbst der englische Premier Winston Churchill mit dem Victory-Zeichen.

Heimtransport der beweglichen Besitztümer der Firmen setzen die Südkoreaner jedes verfügbare Vehikel ein. Und ja, der Fahrer kann steuern. Wenn auch eingeschränkt. immerhin dachte er trotz der Hektik daran, beim Beladen ein Blickfenster ‒ oder in diesem Fall eher einen Blicktunnel ‒ freizulassen.

zitat Der woche

«Ich schlafe sehr schlecht, schwitze sehr viel in der Nacht.» Mit diesem Statement über seine nächtliche Befindlichkeit spielt Bayern-Manager Uli Hoeness (61) nicht etwa auf seine Beschwerden wegen der Wechseljahre an, sondern auf sein schlechtes Gewissen wegen der Wechselkurse. Beziehungsweise wegen des jahrelangen Verschweigens seines Bankkontos bei der Zürcher Bank Vontobel. immerhin, Steuersünder Hoeness streute sich öffentlich asche aufs Haupt und gelobte Besserung. Da ein reines Gewissen bekanntlich das beste ruhekissen ist, dürfte Herr Hoeness bald schon wieder schlummern wie ein Lämmchen.


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porträt

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Nr. 19, 6. Mai 2013 | migros-magazin |

«Ich bin frisch verliebt»

Mit 17 Jahren war Brigitte Kobel alias Kisha die Popprinzessin der Schweiz. Es folgten der Absturz und der Gang aufs Sozialamt. Heute weiss die Sängerin, dass es im Leben mehr gibt als das schnelllebige Showbusiness. Trotz Comeback zieht sie die Liebe der Musik vor.

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in sonniger Tag auf dem Land im freiburgischen Kleinbösingen. Eine blonde Frau öffnet die Tür, gefolgt von einem jungen Goldenretriver — die neun Monate alte Hundedame hört auf den Namen Amelie. Brigitte Kobel (34), seit fast 20 Jahren besser bekannt als Kisha, lebt alleine in einem Bauernhausteil. Sie sei ein totales Landei, erzählt sie auf der Terrasse. Aufgewachsen in Flamatt FR, hat sie sich für ein Leben in einer noch ruhigeren Gegend entschlossen. «Ich könnte niemals in der Stadt leben. Ich brauche das Grün als Ruhepol und Inspiration.» Im zarten Alter von 17 Jahren wurde das Meitschi vom Land fast über Nacht zur gefeierten Popprinzessin. Ihr Song «Why» war ein Ohrwurm, es folgten Auftritte auf grossen Bühnen und ein Plattenvertrag in Deutschland. «Dort wollte man aus mir eine zweite Britney Spears machen», erinnert sich Kisha. Die Manager sagten ihr, sie solle sich sexy herausputzen mit kurzen Röckchen und Hut, wenn sie vorbeikomme. «Ich erwiderte: ‹Geit s no!› Ich lasse mich nicht verbiegen», erinnert sie sich. Lieber liess sie eine Karriere in Deutschland sausen und setzte auf den heimischen Markt, der ihr gut gesinnt war. «Ich verdiente viel Geld, konnte mir alles leisten», erinnert sie sich. «Da ich nicht um meinen Erfolg kämpfen musste, dachte ich, es werde immer so weitergehen.» Für ein paar Jahre behielt sie recht — doch dann kam 2005 der Absturz. Buchungen blieben aus, die vierte CD war ein Ladenhüter. Und wenn sie Auftritte hatte, spielte sie vor halb leeren Hallen. «Es gibt nichts Schlimme-

res, als auf der Bühne zu stehen und die Ablehnung des Publikums zu spüren», sagt Kisha, die heute lieber Brigitte genannt werden will. «Ich bin Brigä, Kisha denkt und fühlt zwar wie ich, ist aber trotzdem eine andere», sagt sie. Brigitte Kobel zog sich zurück — und hatte keinen Plan B für ihr Leben. «Ich brannte für die Musik, konnte mir etwas anderes als meine Hauptbeschäftigung nicht vorstellen. Und ich nahm den Misserfolg sehr persönlich.» Eine schwierige Zeit, in der auch viele vermeintliche Freunde plötzlich verschwunden waren, die Familie dafür umso wichtiger wurde. «Meine Eltern und meine grössere Schwester waren immer für mich da.» Zudem habe sie zwei langjährige Freundinnen, auf die sie jederzeit zählen konnte.

Vom popstar zur sozialhilfeempfängerin Heute würde sie sich nicht mehr so schnell in das Abenteuer Musikkarriere stürzen, betont sie. «Es heisst nicht umsonst Showbusiness.» Von CastingShows hält sie nicht viel. Sie findet, es gehe dort vielmehr um die Juroren als um die Künstler auf der Bühne. «Nachhaltig Erfolg wird wohl niemand haben.» Nach dem musikalischen Absturz schlug sich Brigitte Kobel mit verschiedenen Jobs durch, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Unter anderem arbeitete sie in einer Druckerei, lag jeden Abend vom schweren Schleppen mit Muskelkater im Bett. «Im selben Gebäude war eine Lokal-TV-Station eingemietet. Ich sah die Journalisten, die

mich noch wenige Zeit vorher interviewt hatten, in der Kantine. Das war mir extrem peinlich.» Als die körperliche Belastung zu viel wurde, musste die Freiburgerin Hilfe beim Sozialamt suchen. «Natürlich erkannten mich alle sofort. Aber man hat mich jederzeit respektvoll behandelt.» Weniger auf der Strasse, nachdem ihr Gang zum Sozialamt in einem Interview bekannt wurde. «Einige Leute beschimpften mich, das tat weh.» Brigitte Kobel nimmt gedankenverloren einen Schluck Wasser und schaut auf die grüne weite Wiese vor ihrem Haus. Dieses hat sie liebevoll eingerichtet. Die Innen-


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dekoration ist eine Mischung aus verspieltem Laura-Ashley- und eher bodenständigerem Landhausstil. «Dekorieren war schon immer mein Hobby. In meiner Freizeit streiche ich auch mal eine Bank neu», erzählt sie. Eigentlich ein Glück, dass sie nach der Arbeitslosigkeit eine Stelle in einem Geschenklädeli fand. Dort arbeitet sie noch heute Teilzeit. «Ich mag den Umgang mit den Kunden», erzählt sie. Aber ihr altes Leben hat Kisha eingeholt. Sie wagte den Schritt auf die Bühne noch einmal — zusammen mit Reto Burrell und Rickenbacher, zwei Schweizer Künstlern, hat sie die Countryband C.H

gegründet, die nach Rickenbachers Weggang zum Duo geschrumpft ist. Die erste CD des Duos ist auf dem Markt, Kisha steht wieder für Konzerte auf der Bühne, wenn auch nur selten. Bis Ende Jahr sind vier öffentliche Konzerte geplant. Vielleicht kommt das Brigitte Knobel aber auch recht. Trotz Comeback hat sie in letzter Zeit das Gefühl, dass Musik nicht mehr ihr Ein und Alles sei. «Ich möchte mich von ihr verabschieden», sagt sie, «mein Traum ist einem anderen gewichen. Ich sehne mich nach einem ruhigen Leben mit einem Mann und Kindern.» Nach fünf Jahren Singleleben ist Kisha frisch ver-

liebt. «Er kam als Kunde ins Geschenklädeli, und wir verliebten uns», sagt sie. Mehr will sie noch nicht verraten. «Die Liebe ist ein zartes Pflänzchen und muss zuerst wachsen.» Text: Barbara Ryter Bild: Marco Zanoni

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hören sie online Kishas Karriere Vom ersten grossen Hit bis zu den heutigen Countryliedern: Klicken Sie sich durch Kishas musikalische Karriere.

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Brigitte Kobel wohnt mit ihrer Hündin Amelie in einem Bauernhaus im freiburgischen Kleinbösingen.


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«Heiterkeit gehört zu meinemGrundcharakter»

Urs Widmer gehört zu den profiliertesten Schriftstellern der Schweiz. Am 21. Mai feiert er seinen 75. Geburtstag. Der Autor über die Handlung seines neuesten Werks, das Altern, die negative Entwicklung der Wirtschaft und den positiven Wandel der Schweiz.

Urs Widmer, am 21. Mai werden Sie 75 Jahre alt. In Ihrem Roman «Herr Adamson» lassen Sie das Ich am 94. Geburtstag im Jahr 2032 versöhnlich sterben. Denken Sie tatsächlich so heiter über den Tod?

Eine gewisse Heiterkeit gehört zu meinem Grundcharakter. In diesem Buch gamble ich mit dem Tod um die Wette. Literatur ist immer ein Spiel. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich ebenfalls an meinem 94. Geburtstag sterben werde.

Am Ende von «Herr Adamson» bricht die Erzählung der Hauptfigur mitten im Satz ab, die Hauptfigur stirbt. Ist unser, ist Ihr Leben eine andere Form von Roman?

«Ich bin der Letzte, der findet, die Jungen von heute seien weniger intelligent als früher.»

Das ist es tatsächlich. Weil mir sozusagen nichts anderes übrig geblieben ist, habe ich Anfang Jahr ein weiteres Buch abgeschlossen. Es ist eine Autobiografie, heisst «Reise an den Rand des Universums» und erscheint im Herbst. Schon bei der ersten geschriebenen Zeile merkte ich, so sehr ich auch authentisch und wahrheitsgetreu sein wollte, dass ich erfinde. Es geht gar nicht anders, als eine Erinnerung so zu gestalten, dass sie zu einer Geschichte mit Form und Struktur wird.

Was erwartet uns in Ihrem neuesten Buch?

«Reise an den Rand des Universums» handelt vor meiner Zeit des Bücherschreibens, von Kindersachen, der Beziehung zu den Eltern, dem Erwachen der Triebe, von der ersten Liebe, der zweiten und dritten. Mein Leben ordnete sich seltsamerweise in 10erBlöcke. 1938 bin ich geboren, 1948 musste ich mein Kindheitsparadies verlassen, im ominösen Jahr 1968 fand ich meine Frau, heiratete, zog nach Frankfurt und schrieb mein erstes Buch «Alois».

Womit sind Sie aktuell beschäftigt?

Ich bin ein Dichter in Rente und habe das Recht, nicht mehr so viel zu arbeiten, habe aber in dieser Zeit immerhin ein Theaterstück geschrieben. Es geht ein letztes Mal um Ökonomie. Aber nun in der Welt der Bücher. Es ist eine Hommage an eine verschwindende Welt.

Meinen Sie damit, dass Bücher bei der jüngsten Generation gar keine Chance mehr haben?

Nein. Ich bin der Letzte, der findet, die Jungen von heute seien weniger intelligent als früher. Aber selbstverständlich haben sich die medialen Möglichkeiten erweitert. Ich arbeitete noch mit Verlegern zusammen, die gleichzeitig Drucker mit schwarzen Händen waren. Das Buch wird aber auch noch die nächste Generation überstehen.

Sie schreiben seit über vier Jahrzehnten. Fällt es Ihnen mit 75 Jahren schwerer als zu Ihren Anfängen?

Ich bin müder geworden. Und wenn man müder ist, schreibt man nicht mehr 17 Stunden pro Tag wie einst. Sonst fällt mir das Schreiben eher leichter. Nur haben Sie immer erst am Mittag mit dem Schreiben angefangen.

Nun, ich schrieb manchmal die Nacht bis morgen um 4.30 Uhr durch. Danach ging ich schlafen. Heute fange ich mittags an und höre um 16, 17 Uhr auf. Sie schauen auf die Uhr?

Nein, überhaupt nicht. Ich achte auf mein Gefühl. Heute habe ich überhaupt keinen Druck. Früher wurde ich von Dämonen gehetzt. Nun bin ich viel gelassener geworden. Und doch: Wenn es um die Wurscht geht, ist jedes Kunstwerk von Neuem schwierig. Ich bin immer wieder ein Anfänger. Gleichzeitig weiss ich, wie der Hase läuft, mache bestimmte Fehler nicht mehr.

Urs Widmer: Lektor, Verlagsgründer, Autor Urs Widmer feiert am 21. Mai seinen 75. Geburtstag. Er lebt und arbeitet als Schriftsteller im Zürcher Stadtteil Hottingen. Aufgewachsen in Basel (sein Vater war Gymnasiallehrer und Literaturkritiker), studierte er Germanistik, Romanistik und Geschichte in Basel, Montpellier und Paris. Nach seiner Promotion arbeitete er als Lektor im Walter Verlag in Olten sowie für den Suhrkamp Verlag in Frankfurt. Ein Streit führte dazu, dass Widmer den Verlag der Autoren mitgründete. Kurz nach der Gründung wurde er mit seinem Erstling «Alois» selbst zum Autor. Seit rund 40 Jahren arbeitet Widmer mit dem Verlag Diogenes zusammen und zügelte 1984 mit seiner Frau und Tochter nach Zürich. Zu seinen grössten Erfolgen zählen die Erzählung «Der blaue Siphon» (1992), das Theaterstück «Top Dogs» (1996) und das Prosawerk «Der Geliebte der Mutter» (2000). Am 23. April 2013 erschienen erstmals in einem Leineneinband alle Erzählungen von Urs Widmer («Gesammelte Erzählungen», bei Ex Libris für 33.50 Franken). An den Solothurner Literaturtagen liest Urs Widmer am 12. Mai 2013 exklusiv aus seiner Autobiografie «Reise an den Rand des Universums», die im September 2013 erscheinen wird.


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Schriftsteller Urs Widmer vor seinem Atelier im Zürcher Stadtteil Hottingen: «Ich schreibe nicht mehr 17 Stunden pro Tag wie einst.»

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«Ich schreibe lange im Kopf und bin der Ansicht, dass das, was vergessen geht, zurecht vergessen geht.»

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Beispielsweise?

Ich bleibe nicht mehr stundenlang vor der Schreibmaschine hocken und denke, dass die Inspiration vielleicht doch noch kommt. Wenn nichts ist, ist nichts. Diese Kunst geschieht, sie lässt sich nicht herbefehlen. Was waren die grössten Fehler, die Sie gemacht haben?

Ich finde, ich habe meinen Weg mit allen Widerständen richtig gemacht und dabei genug Geduld bewiesen, indem ich die Literaturwelt nicht sofort erobern wollte. Meine allerersten Werke rochen deutlich nach Avantgarde. Ich schrieb erst sehr hermetisch. Heute ist meine Sprache geradezu verständlich. Sie haben bewusst unverständlich geschrieben?

Nein, aber ich habe es nicht verhindert. Es war aber auch ein Missverständnis: Wenn man Anfänger ist, denkt man, die Leser verstehen einen bestimmt. Tun sie aber nicht, denn sie ticken

nicht gleich wie ich. Ich nehme heute mehr Rücksicht auf den Leser als früher. Schreiben Sie noch immer auf Ihrer elektrischen Schreibmaschine?

Erstens schreibe ich lange im Kopf und bin noch immer der Ansicht, dass das, was vergessen geht, zu Recht vergessen geht. Meistens weiss ich auch gleich den ersten Satz, den ich bewusst nicht notiere. Wenn mir dieser Satz abhanden kommt, ist dies kein Zufall. Irgendwann folgt dann der Moment, in dem der Innendruck zu gross wird, ich zu viel Stoff habe, der sprudelt. Diesen schreibe ich von Hand mit Filzstift in ein Notizbuch für Aquarellisten. Die Bücher sind schweineteuer, haben aber ein schönes Papier. Erst dann kommt die Maschine an die Reihe. Jede Seite schreibe ich bestimmt nochmals fünf bis zehn Mal ab. Und schreiben Sie auch um?

Selbstverständlich. «Ab» sagte ich, weil es oft passiert, dass ich einen Tipp-

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fehler sehe. Dann schreibe ich den Text nochmals ab, und er wird nochmals kürzer. Benützen Sie für Ihre Arbeit auch das Internet?

Ja, ich lasse meine Tochter nach bestimmten Wikipedia-Begriffen googlen. Das kommt allerdings nicht sehr häufig vor und nur dann, wenn meine immer älter werdenden Lexika versagen. Bei meiner Prosa recherchiere ich jedoch nicht. So hat ein Buch eine ganz andere Entstehungsgeschichte, als wenn es auf dem Computer produziert wird und ganze Textteile herumgeschoben werden. Computer sind eine beachtliche Erfindung. Aber das schnelle Einfügen von Texten halte ich für tödlich. Sie schreiben nicht mehr 17 Stunden. Was machen Sie mit der gewonnenen Zeit?

Müde sein, schlafen, zum Arzt gehen. 75 Jahre sind 75 Jahre. Ich bin kein kranker Mensch. Philip Roth sagte einmal,

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das Altern sei ein Massaker. Das ist zwar eine schön formulierte Koketterie. Nur ist was dran. Komischerweise bleibt meine Seele aber heiter-stabil. Sicher, ich kann nicht mehr «seggle», keine Bergtouren machen und nur noch spazieren. Das sind Verluste. Ihr Nachbar ist der Schriftsteller Charles Lewinsky. Tauschen Sie sich mit ihm aus?

Literarisch nur insofern, als wir unsere Bücher lesen. Wir treffen uns jedoch ab und zu und unterhalten uns über Gott und die Welt, nicht unbedingt über die Literatur. Das ist sehr angenehm und bereichernd. Aber Manuskripte tauschen Sie nicht aus?

Urs Widmer: «Meine Frau ist meine erste Leserin. Sie gibt mir matchentscheidende Tipps.»

Nein, meine Frau ist meine erste Leserin — eine hervorragende dazu. Sie gibt mir matchentscheidende Tipps, die aber nie sprachlicher Natur sind. Sie sagt beispielweise: «Seiten 53 bis 87 sind ein wenig langweilig.» Das ist dann zwar schmerzhaft für mich, weil es mit viel Arbeit verbunden ist. Nur hat sie immer

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recht, und ich streiche dann ganze Passagen. Das heisst, dass ich den Rest nochmals schreiben muss. «Herr Adamson» hat bei diesem Vorgang bestimmt 50 Seiten verloren. Verlassen wir die Literatur: Für den Schriftsteller Paul Nizon war es die Enge der Schweiz, die ihn ins Ausland trieb.War Ihre Zeit in Frankfurt von 1967 bis 1984 nur beruflich bedingt?

Ich wollte damals weg von der Schweiz. Der Zwinglianismus hatte sich ja auch noch nicht in die fast schon mediterrane Heiterkeit von heute verwandelt. Ich war zuerst zwei Jahre in Frankreich, kam zurück in die Schweiz, lachte mir meine Frau an und nahm sie mit nach Frankfurt. Die Zeit im Suhrkamp-Verlag als Lektor für deutsche Literatur war für mich sehr bereichernd. Auf einen Schlag lernte ich die Autoren jener Zeit kennen. Weshalb kamen Sie in die Schweiz zurück?

Anfangs dachte ich: Was für einen Unterschied gibt es für einen Deutschschweizer am Grenzzaun in Basel und

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Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

«Die perverseste Sendung des Schweizer Fernsehens ist jene über die Börse.» einen Deutschen aus Freiburg? Doch mit der Zeit sind die Unterschiede immer deutlicher geworden, und sie lagen selbstverständlich in der unterschiedlichen Geschichte während des Zweiten Weltkriegs. In Deutschland hatte ich keinen einzigen Freund, der nicht unter Ereignissen mit Toten und Verwundeten litt. Das prägt ein Land ungeheuer. Deshalb habe ich grösste Bewunderung für das Nachkriegsdeutschland, wie es sich aus dem faschistischen Sumpf insgesamt tadellos herausgewunden hat. Ich aber fing an zu «fremdele». Dazu kamen praktische Gründe wie die Einschulung unserer Tochter. Weshalb wählten Sie Zürich und nicht Basel als Wohnort?

Weil ich mich in Basel auf den alten Trampelpfaden bewegt hätte. Ich wollte ein eigenes Leben anfangen. Und Zürich kannte ich von der Arbeit am Theater. Meine Frau baute sich hier, in Hottingen, eine Praxis für Psychoanalyse auf, und ich einen Handwerkbetrieb für Dichtungen aller Art. Wie hat sich die Schweiz seit Ihrer Rückkehr verändert?

Sie hat sich ungeheuer positiv entwickelt. Früher war die Schweiz ein verstocktes Land mit Autoritätspersonen in Uniformen wie Hausabwarten und Kondukteuren, die einen in einem Herrscherton zusammengeschissen hatten, dass sogar die Väter Angst bekamen. Summa Summarum ist die Schweiz ein höfliches, fast schon lustiges Land geworden — insbesondere Zürich, wo man noch vor nicht allzu langer Zeit um 23.30 Uhr aus dem Restaurant musste. Sie gelten seit Jahren als Befürworter eines Beitritts zur Europäischen Union. Haben Sie Ihre Meinung etwas geändert seit den grossen Finanzkrisen in Griechenland und Zypern?

Die Länder sind nicht der Grund für meine aktuelle Zurückhaltung. Es sind die Wirtschaftspolitik und die Bürokratisierung: In der EU läuft nicht alles, wie ich es für gut erachte. Der Satz «Die EU soll doch auf die Schweiz achten und es so machen wie unser Land» gefällt mir. Toleranter Föderalismus. Andererseits ist die Idee «Europa» etwas abso-

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lut Fantastisches und hat uns abgesehen vom Balkan während 68 Jahren Frieden gebracht. Das ist eine ungeheure Leistung, haben sich doch die Europäer zuvor während 800 Jahren totgeschlagen. Im Essay «Das Geld, die Arbeit, die Angst, das Glück» greifen Sie virulent die Perversion an, dass die Wirtschaft von der Realität immer stärker abgekoppelt wird. Müsste man die Börsen der Welt glatt verbieten?

Die perverseste Sendung des Schweizer Fernsehens ist jene über die Börse vor der «Tagesschau». Sie tut so, als ob unser aller Schicksal davon abhängt, dass die Roche-Aktie um 0,1 Prozent zugelegt hat. Klar: Die Banken sollen weiterhin existieren, weil der Schraubenhändler um die Ecke, aber auch der Buchhändler irgendwann einmal einen Kredit benötigt. Der spekulative Teil jedoch, wo Geld mit Geld gehandelt wird, der muss ersatzlos gestrichen werden. Niemand weiss, wie viel Geld es gibt, wo es ist und was es macht. Das ist ein Zustand von hoher Perversion. Auf dieser Ebene ist ein ganzer Sektor wahnsinnig geworden, und wenn einmal alle wahnsinnig sind, erkennt man den eigenen Wahnsinn nicht mehr. Glauben Sie, dass sich die Stimmung in der Schweiz mit der Annahme der Abzocker-Initiative gekehrt hat?

Zwei Gruppen von Menschen haben ihre Haltung geändert: Das Volk glaubte jahrelang, solche Managerlöhne seien ganz einfach normal. Verunsichert sind aber auch die Manager selbst. Nur noch der harte Kern versucht, die Löhne durchzudrücken — die eigene Bereicherung ist doch etwas sehr Interessantes.

Sie erhalten im Vorfeld Ihres 75. Geburtstags am 10. Mai an den Solothurner Literaturtagen einen speziellen Auftritt. Fühlen Sie sich als Schriftsteller singulär?

Ja, Ein bisschen schon. Es sollte möglich sein, fünf, sechs Zeilen eines guten Autors zu lesen und sofort sagen zu können: «Das kann nur Walser oder Kafka sein.» Auch mir ist ein eigener Ton zugewachsen. Das ist wunderbar. Und so gesehen bin ich singulär. Das Gleiche gilt auch für Peter Bichsel oder Charles Lewinsky. Wie gut ist es um den Nachwuchs bestellt?

Zur Zeit von Gottfried Keller schrieben einzig er und Jeremias Gotthelf. Die Schweiz hatte nur zwei Dichter. Dann wurden es immer mehr, und heute hat statistisch gesehen jeder Schriftsteller einen Leser. Ich mag Bücher von jungen

Urs Widmer: «Mir ist ein eigener Ton zugewachsen. Das ist wunderbar. So gesehen bin ich als Schriftsteller singulär.»

oder halbjungen Schriftstellern wie Ursula Timea Rossel, Pedro Lenz, Arno Camenisch oder Raphael Urweider. Sucht man allerdings nach Schriftstellern im pathetischen Sinn, die ein Leben lang von ihrem Schreiben leben, sind es plötzlich sehr viel weniger. Der Job ist aber auch huere schwer. Ich bin glücklich über mein erfolgreiches Leben. Das war und ist jedoch eine konstante Anstrengung. Interview: Reto E. Wild, Reto Meisser Bilder: Jorma Müller

www.migrosmagazin.ch

lesen sie online Schreibendes Multitalent Urs Widmer brillierte als Theaterautor, Essayist, zuallererst aber als Erzähler. Migrosmagazin.ch verrät seine ausser­ gewöhnlichsten Werke.

«Niemand weiss, wie viel Geld es gibt, wo es ist und was es macht. Das ist ein Zustand von Perversion.»


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Der haUsMann

Chume nid druus … Bänz Friedli sortiert Wäsche.

«Hast du die Mehrfahrtenkarte dabei, Hans?» — «Ha ke Ahnig!» Die Antwort ist immer dieselbe, seit einigen Wochen kann ich fragen, was ich will: «Anna Luna, hast du dein Turnzeug zur schmutzigen Wäsche gelegt?», «Hans, weisst du, wo ihr euch am Samstag für die Pfadi besammeln müsst?», «Wollt ihr Dessert?» oder auch nur «Was für Ufzgi hast du?» — die Kinder antworten: «Ha ke Ahnig, ha ke Ahnig! Chume, chume nid druus …!», halb im Singsang, halb gerappt. Das erschwert die Kommunikation, aber wie wollte ich ihnen böse sein? Sie zitieren den neusten Hit von Steff la Cheffe, und der hat es mir genauso angetan wie ihnen. Grossartig, wie sie andere blossstellt, indem sie sich selber klein macht. Ironisch, frech, lebensfroh. Und letztlich ist der «Ha ke Ahnig!»Refrain besser als diejenige Steff-Zeile, mit der unsere Tochter vor drei Jahren dauernd durch die Wohnung rannte (und an dieser Stelle bitten wir die geschätzte Leserin Gamber ein letztes Mal um Verzeihung für das ihr missfallende Wort): «Herr Dokter, Herr Dokter, i bruuchen es Schnäbi!» Eben. Ich kann fragen, was ich will. «Sag mal, Anna Luna, wem gehören diese Socken?» — «Ha ke Ahnig, ha ke Ahnig! Chume, chume nid druus …» Es ist so weit, unsere Tochter ist in einem schwierigen Alter. Ich meine jetzt nicht, weil sie vorlaut wäre; das war sie schon immer. Nein, rein vom Wachstum her.

«Und wem gehören welche Socken?» Eben hat sie die Mutter an Körpergrösse überholt. Auch auf mich schaut sie, wenn sie Absätze trägt, bereits herab. Und ihr kleiner Bruder ist alles andere als klein, noch dazu trägt er die Kleider gern «baggy», sprich: bequem gross. Sie ahnen mein Problem: Je grösser die Kinder werden, desto schwieriger das Wäschesortieren. Natürlich weiss ich, wem welches Shirt gehört. Steht «Star Wars» oder «Die Toten Hosen» drauf, kommts auf den Hans-Stapel. Ists ein Teil von Hollister … Halt! Hat Anna Luna dieses Kurzarmshirt nun a) von ihrer Mutter geklaut, b) vorübergehend ausgeliehen oder c) definitiv übernommen? «Sag mal, Anna Luna …» Ach, alles Fragen nützt nichts. Sie antwortet ja doch nur … Erraten.

Genau genommen, sind wir alle vier in einem schwierigen Alter. Allesamt haben wir riesige Füsse und bevorzugen Sportsocken der Marke Nike; der Alte macht kleidermässig noch immer einen auf jugendlich (Was besonders an Schulanlässen extrem peinlich ist, denn wer will schon einen Vater, der dieselben Klamotten trägt wie die Klassenkameraden?); die Mutter pflegt einen Stil, der demjenigen der Tochter nicht unähnlich ist. Wie also bei Slips und Socken den Überblick behalten, in wessen Schublade sie gehören? Wohin mit einer Jeans der Grösse 38? Das weisse Unterleibchen, ein Männer-Small? Könnte genauso gut meines wie dem Hans seines sein. Und wehe, ich sortiere und verräume falsch! Dann ist mir ein von Flüchen begleitetes «Wo sind meine schwarzen Trainerhosen fürs Tanzen?» sicher. Okay, ich weiss nun wenigstens, was ich antworten soll. Ich singe. «Ha ke Ahnig, ha ke Ahnig! Chume, chume nid druus …» Und dann soll noch jemand behaupten, das grösste Problem in einem Haushalt sei, wer den Müll runterbringe. Es wird in Sketchs, Songs und Büchern zum Urkonflikt stilisiert, als wärs die letzte grosse existenzielle Frage. Nein, meine Damen und Herren, das mit dem Kehrichtsack ist das kleinste Problem. Den trage sowieso ich runter. Bänz Friedli live: 14.5. Grafenried BE.

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Daten 2013

Die markanten Kreidefelsen-Küsten der Insel Rügen

Ostseeküste Ostseeküste–Insel – Insel Rügen

1: 14.07.–21.07. So–So 2: 28.07.–04.08. So–So 3: 25.08.–01.09. So–So Unsere Leistungen ■

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Die Hansestädte Wismar, Rostock, Lübeck und Stralsund ■ Drei Nächte auf der malerischen Insel Rügen ■ Fakultativ: Tagesausflug Insel Hiddensee Königsklasse: Audio-System auf Rundgängen ■

Die norddeutsche Landschaft MecklenburgVorpommerns lässt Menschen, die Erholung suchen, aufatmen. Hier finden Sie noch, was andernorts schon die Ausnahme ist: Ein weites, mit viel Blau und Grün durchwebtes Land mit sanften Höhenzügen und weiten Horizonten; Wälder, Auen, Moore, Seen, weite Felder, Hügelketten und natürlich – ganz im Norden – die Ostsee! Dazu besuchen wir die historischen Hansestädte Wismar, Rostock, Lübeck und Stralsund.

Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Hannover. Hinreise via Karlsruhe, Frankfurt und Kassel nach Hannover. 2. Tag: Hannover–Celle–Schwerin– Wismar. Am Morgen Fahrt in die Herzogsstadt Celle am Südrand der Lüneburger Heide. Auf einem individuellen Stadtrundgang erhalten wir einen Überblick der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Weiterfahrt nach Schwerin, Hauptstadt des Bundeslandes MecklenburgVorpommern. Das Wahrzeichen der Stadt ist das ehrwürdige Schloss, welches auf einer In,#"'$ .%))'#"''

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sel im Schweriner See steht und zu den schönsten Bauwerken des 19. Jh. gehört. Nach einem geführten Altstadtspaziergang Zeit zur freien Verfügung. Weiterfahrt nach Wismar. 3. Tag: Wismar und Lübeck. Fahrt nach Lübeck, «Königin der Hansestädte». Eine Stadtbesichtigung bringt uns die vielen Sehenswürdigkeiten näher. Mächtige Backsteinkirchen, geschichtsträchtige Bürgerhäuser und malerische Höfe prägen das Gesicht dieser Stadt. Die Altstadt ist von der Unesco in die Liste des «Kultur- und Naturerbes der Welt» aufgenommen worden. Den Rest des Tages geniessen wir in unserer Gaststadt Wismar. Freie Zeit für einen Bummel durch die mittelalterliche Altstadt und den Hafen der alten Handelsstadt. 4. Tag: Wismar–Rostock–Insel Rügen. Am Morgen fahren wir in die Hansestadt Rostock. Die grösste Hafenstadt Mecklenburgs ist – mit der wieder aufgebauten Altstadt, ihren Kirchen und den zahlreichen historischen Gebäuden am Kröpeliner Boulevard – äusserst sehenswert. Individueller Stadtbummel und Mittagspause in Rostock. Weiterfahrt via Stralsund und über die im Herbst 2007 neu eröffnete Rügenbrücke nach Bergen auf Rügen, wo wir die nächsten drei Nächte wohnen werden. 5. Tag: Insel Rügen. Heute starten wir zu einer Rundfahrt über die Insel Rügen. Sie verzaubert durch ihre einzigartige Landschaft und unverwechselbare Natur auf relativ kleinem Raum. Jeder der sie besucht wird die breiten, feinsandigen Strände, die einmalige Kreideküste, die dichten Wälder und die weiten Felder in bleibender Erinnerung behalten. Wir machen eine Schifffahrt von Sassnitz bis zur Höhe Königstuhl um die Kreidefelsen bewundern zu können (Durchführung Schifffahrt wetterabhängig. Alternativ Besuch des Nationalpark-Zentrum Königstuhl). Zum Schluss der Rundfahrt Besuch eines der schönsten Ostseebäder, welches mit seiner herrlichen Bäderarchitektur und seinem Charme zum individuellen Bummel einlädt. 6. Tag: Insel Rügen, fakultativer Ausflug Insel Hiddensee. Fahrt zur Insel Hiddensee. Auf einem geführten Rundgang mit kleiner Wanderung sehen wir den nostalgischen Ort Kloster, das kulturelle Zentrum auf Hiddensee.

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Wie wilder Wein ziehen sich die Häuser in die Hänge des Dornbuschwaldes. Bildschön das Heimatmuseum, aussergewöhnlich die Atmosphäre des Ortes, der gleichzeitig Seebad, Bauerndorf und Künstlerkolonie sein will. 7. Tag: Insel Rügen–Stralsund–Dessau. Über die dreispurige Hochbrücke geht es zurück aufs Festland, wo wir Stralsund, einer der schönsten Hansestädte, einen Besuch abstatten. Auf einem individuellen Rundgang lernen wir die Altstadt mit zahlreichen Kaufmannshäusern, dem Marktplatz, Rathaus und Marienkirche kennen. Weiter geht es südwärts in das Bundesland Sachsen-Anhalt nach Dessau. 8. Tag: Dessau–Schweiz. Heute treten wir die Heimreise an. Fahrt via Nürnberg, Ulm zu den Einsteigeorten. Ihre Hotels Auf dieser Reise haben wir für Sie folgende oder gleichwertige Hotels reserviert: Hotel

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Einzelzimmerzuschlag Fakultativer Ausflug Hiddensee Annullationsschutz

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aktuell 50 |

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neues aus der migros

Die M-Industrie gehört mit 18 Unternehmen im Inland und 3 Betrieben im Ausland zur Migros-Gruppe. Sie stellt mehr als 20 000 Produkte her: von der Konfitüre bis zum Waschmittel. Mit über 11 000 Mitarbeitenden — darunter 415 Lernende in mehr als 20 Berufen — ist die M-Industrie einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Schweiz

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und zählt weltweit zu den grössten Produzenten von Eigenmarken. Sie beliefert nicht nur die Migros, sondern exportiert Schweizer Qualitätsprodukte in mehr als 50 Länder. In einer losen Serie porträtiert das MigrosMagazin verschiedene Unternehmen der M-Industrie. Weitere Informationen unter: www.mindustry.com

NR. 19, 6. MAI 2013 | migros-magazin |

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Elsa, die grösste Schweizer Molkerei und Spezialistin für Milchprodukte

Joghurt ist mehr als nur saure Milch E

s sind schier unglaubliche Mengen Milch, die täglich in der Estavayer Lait SA, kurz Elsa, verarbeitet werden. «Bei uns liefern Schweizer Bauernbetriebe täglich 750 000 Liter Milch an», sagt Urs Egger (46), Chef der Kommandozentrale der Elsa und verantwortlich für die Verteilung des wertvollen Weiss. Das entspricht rund 30 Lastwagen, deren Lieferungen gleich bei der Ankunft auf ihre Qualität und allfällige Spuren von Hemmstoffen untersucht werden.

sauberkeit und Hygiene haben oberste Priorität

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Gottlieb Duttweiler hat 1955 beim mittelalterlichen Städtchen Estavayer-leLac am Neuenburgersee die Konservenfabrik Conserves Estavayer 2 SA gegründet. Erbsen, Rüebli und Cornichons wurden hier abgefüllt, bis 1960 die Umstellung auf Milchprodukte erfolgte. Noch geblieben aus der Ursprungszeit ist die Produktion von Essig und pikanten Saucen wie Mayonnaise. «Über 95 Prozent unserer heutigen Produktion entfällt aber auf Milchprodukte», erklärt Egger und verweist auf das Rohrsystem, das die Rohmilch in die im Keller stehenden Wägetanks zieht. Von dort wird die mit einer rückverfolgbaren

Nummer versehene Milch ins Produktionssystem gepumpt. Es ist der Beginn einer Reise durch unzählige Meter, wenn nicht gar Kilometer von blitzenden Chromstahlrohren, Kühlbehältern, Tanks und Pumpen. Alles hat seinen Platz. Trotz verschlungener Rohrsysteme herrscht eine asketische Eleganz. Da ist nichts zu viel und nichts zu wenig. «Sämtliche Milch wird als Erstes in einer Zentrifuge in Magermilch und Rahm getrennt», sagt Urs Egger am Steuerpult der Kommandozentrale. Diese beiden Komponenten können nach Wunsch und Fettgehalt wieder zusammengeführt und den entsprechenden Herstellungsverfahren zugeteilt werden. Zu sehen ist davon herzlich wenig. Nach Möglichkeit wird der Luftkontakt vermieden, denn dies bedeutet uner- 3 wünschte Bakterien, und das, obschon die Hygienemassnahmen der eines Spitals gleichen. In die in Weiss gehaltene Produktionsabteilung gelangt man einzig durch eine Schleuse mit weissen Überkleidern, Haarhaube und Stiefeln, die — wie die Hände auch — noch besonders desinfiziert werden. «Produktionsort und die blaue Logistikzone sind streng voneinander getrennt», erklärt Egger. «Es kommen weder Holz noch Karton in den weissen Raum.» Diese

vorbildliche Aufteilung ist das Resultat einer zweistelligen Millioneninvestition in die grösste Schweizer Molkerei an einem Einzelstandort. Wie ein Gürtel säumt das Verpackungsmaterial und die Verteilanlage den Produktionsbereich, bei dem Hygiene oberste Priorität hat.

gerührt oder stichfest und eine grosse auswahl an aromen Aus einem Tank werden der Flüssigkeit verschiedene Zutaten beigemischt, bevor sie zur Pasteurisation gelangt. Dort wird dieser Mix während fünf bis zehn Minuten auf rund 90 Grad erhitzt, was die Struktur des Joghurts erhöht. Die anschliessende Homogenisierung sorgt für eine gleichmässige Konsistenz. Erneut wird die Masse erhitzt, um letzte unerwünschte Erreger zu beseitigen, bevor auf die Reifetemperatur gekühlt wird. «Danach trennen sich die Wege der Joghurtproduktion in stichfeste und gerührte Joghurts», sagt Eric Limat (40), verantwortlich für die Produktion und damit für jedes zweite Joghurt, das in der Schweiz gegessen wird. Bei den Stichfesten — der Name weist auf die festere Konsistenz der Joghurts hin — gelangt die pasteurisierte Masse in sechs Tanks und wird auf die Reifetemperatur erwärmt. Bei diesem Schritt

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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

neUes aUs Der Migros | 51

1) Täglich liefern mehr als 30 Lastwagen frische Milch bei der Elsa an. 2) Zuerst fliesst die Milch in die Wägetanks, wo sie noch einmal gewogen wird. 3) Jede Lieferung wird bei ihrer Ankunft auf Hemmstoffe überprüft.

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WUssten sie, Dass … … jedes zweite in der Schweiz gegessene Joghurt von der Elsa kommt? … die Elsa das erste Schweizer Unternehmen war, das Milch in Tetrapaks abfüllte? … Mokka, Chocolat und Nature die hierzulande meist verkauften stichfesten Joghurts sind?

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4) In riesigen Inoxbehältern stehen die verschiedenen Früchte für die Joghurts bereit. 5) In der Schaltzentrale wird festgelegt, wohin die Milch fliesst: Je nach Produkt nimmt sie einen anderen Weg durch das Rohrsystem.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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NEUES AUS DER MIGROS | 53

BERUFSBILDER

«Ich mag eigentlich alle Joghurts»

7 6) Die gerührten Joghurts werden genussfertig in die dafür vorgesehenen Becher abgefüllt. 7) Unbemannte Transporter verteilen die Palette gemäss den Informationen auf den Chips, die sich in den Paletten befinden.

Anton Stempfel ist gelernter Käser und zuständig für die Qualitätskontrollen.

der ganze Inhalt abgekühlt. Das gereifte Joghurt wird mit den Erdbeerstückchen, die wie alle Früchte in grossen Inoxbehältern bereitstehen, Zucker und Wasser verrührt und in die Becher abgefüllt.

Schon in der Antike war das Joghurt beliebt

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werden Aromen wie Chocolat, Mokka und andere zugefügt oder das Joghurt einfach als Joghurt Nature belassen. «Diese Mischung wird schliesslich mit den Bakterienkulturen geimpft und in die Becher abgefüllt. Die Reifung erfolgt in den kleinen Behältern. Bakterien bauen den Milchzucker in Milchsäure ab, und die Mischung gerinnt», sagt Limat. Für die Messung des Säuregehalts zuständig ist Anton Stempfel (siehe Porträt rechts): «Nach mehreren Stunden ist es so weit», sagt der Joghurtspezialist. Wenn der gewünschte Säuregehalt erreicht ist, wird die Reifung durch Kühlung unterbrochen. Weit aufwendiger als die Stichfesten ist der Produktionsverlauf der Gerührten wie zum Beispiel dem Erdbeerjoghurt. Nach der Pasteurisation wird die milchige Mischung in einem grossen Tank auf Reifetemperatur gebracht und die Bakterienkulturen zugefügt. Mehrere Stunden vergehen, bis der gewünschte Säuregehalt erreicht ist. Danach wird

Von einem solchen Luxusprodukt konnten die Thraker nur träumen. Die Urbevölkerung der Balkanhalbinsel stellte bereits im fünften Jahrhundert vor Christus Joghurt aus Schafmilch her. Aber nicht nur die Haltbarkeit war für die wachsende Beliebtheit der Sauermilch ausschlaggebend. Die darin enthaltenen Bakterien sind gesund und tragen zu einer ausgeglichenen Verdauung bei. So wird der Genuss von probiotischen Joghurts wie Bifidus bei Verstopfung, Durchfall oder bei einer Antibiotikakur empfohlen, um die Darmflora wieder in Gang zu bringen. Schön, wenn der Genuss so gesund sein kann. Bis es so weit ist, muss das fertige Joghurt aber noch den Weg ins Kühlregal der Migros finden. In der Elsa helfen dabei wie von Geisterhand gesteuerte Transporter, die Warntöne piepsend durch die Hallen fahren. Es klingt ein bisschen wie in einer Volière. «Der hohe Automatisierungsgrad trägt auch zur Hygiene bei — je weniger Handarbeit nötig ist, desto besser», sagt Urs Egger, der auch für den Unterhalt der Automatisation im Betrieb verantwortlich zeichnet. Ist die grüne Palette mit der vorgesehenen Anzahl Joghurts

Die Schöpfkelle aus Inox verschwindet in der Tiefe eines Reifetanks. Anton Stempfel (56), Produktionsverantwortlicher Joghurt, nimmt eine Probe und achtet auf die Konsistenz der weissen Masse. Die Prüfung der Beschaffenheit ist reine Übungssache. «Ich bin seit 33 Jahren bei der Elsa dabei», sagt er mit einem sanften Lächeln. «Damals war alles noch kleiner. Mein Wissen ist, wenn man so will, mit dem Betrieb gewachsen. Stempfel ist gelernter Käser, die Herstellung von Joghurt gehörte nicht zu seiner Ausbildung. «Das war damals nicht Teil des Stoffs», erinnert er sich. Vor und nach dem Kühlen, das der Pasteurisation folgt, nimmt der Routinier jeweils eine sterile Probe fürs Labor. «Stimmt der pH-Wert, geben wir das Joghurt frei zum Abfüllen», sagt er. Welches mag er persönlich am liebsten? «Ich mag eigentlich alle Joghurts», sagt Stempfel. Die Qualitätskontrollen, die er in regelmässigen Abständen durchführt, sind wichtig, um ein hochstehendes Produkt zu garantieren. Mit zu seiner Arbeit gehört auch das Überprüfen der Produktionsanlage. «Wenn eine Dichtung oder ein Anschluss spröde ist, kann dies eine Quelle für Verunreinigungen durch Mikroorganismen sein», erklärt der Fachmann für Joghurtherstellung. «Dann muss das defekte Teil umgehend ausgewechselt und ersetzt werden.» Um die externen Verunreinigungsmöglichkeiten zu eliminieren, hilft natürlich auch der hohe Sauberkeitsgrad, der in der gesamten Produktionsabteilung vorherrscht. «Hygiene ist das A und O bei der Joghurtherstellung», sagt Anton Stempfel und koordiniert die entsprechenden Reinigungsabläufe mit seinen Mitarbeitenden.


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aktuell

Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

8) Im vollautomatischen und 30 Meter hohen Hochregallager werden die Milchprodukte für kurze Zeit bei 5 Grad Celsius gelagert. 9) Die Elsa verteilt ihre Produkte sowohl per Bahn als auch per Lastwagen.

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neues aus der Migros | 55

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3 Fragen an

Matthew Robin, Geschäftsleiter der Elsa-/ MifromaGruppe

Qualität trotz hohen Preisdrucks

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Alle Joghurts sind frei von künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen. beladen, sendet die Station ein Signal aus, und einer der Roboter auf Rollen dockt wenig später an. Die Palette, die mit einem Mikrochip ausgerüstet ist, der sämtliche relevanten Produktionsdaten enthält, fährt auf die Ladefläche, und schon geht es weiter.

alle vier tage wird der gesamte lagerbestand umgesetzt Wird die Lieferung nicht gleich in einen gekühlten Last- oder Eisenbahnwagen verladen, kommt das Palett für kurze Zeit ins fünf Grad kalte Hochregallager, das seinen Namen verdient und für alle fertigen Elsa-Produkte reserviert ist. «5500 Palette haben hier Platz», führt

Olivier Emery (35) aus. Der Logistikleiter der Elsa ist stolz auf die 30 Meter hohe Regalanlage, die seit 30 Jahren vollautomatisch und zuverlässig läuft: «Alle vier Tage wird der Lagerbestand voll umgesetzt.» Wenn ein grünes Palett das Lager verlässt, werden die Joghurts auf die üblichen Holzpaletten verladen. «Die Grünen sind immer in einem Topzustand, denn sie werden nie auf Schiffe oder Lastwagen verladen», erklärt Urs Egger. Die Joghurts allerdings sind bereits unterwegs und schon nach wenigen Stunden im Kühlregal der Migros-Filialen. Texte: Marc Bodmer Bilder: Nik Hunger

Matthew Robin, welche Bedeutung hat die Elsa-/Mifroma-Gruppe für den Kanton Freiburg?

Mit rund 800 Mitarbeitenden sind wir einer der bedeutendsten Arbeitgeber. Wir sind eng verbunden mit der Landwirtschaft sowie mit vielen Milchproduzenten in der Region. Wo liegt Ihre grösste Herausforderung?

Der stetige Preisdruck im Detailhandel ist unsere grösste Herausforderung. Einerseits wollen wir einen fairen Milchpreis bezahlen, anderseits sinken die Preise für Milchprodukte. Dies zwingt uns zu kontinuierlichen Effizienzsteigerungen bei gleichbleibend hoher Qualität. Künftige Herausforderungen sind Veränderungen in der Agrarpolitik, etwa eine weitere Öffnung des Milchmarkts. Wo sehen Sie die Elsa-/Mifroma-Gruppe in zehn Jahren?

Wir sind gut positioniert und werden in Zukunft auch im Gastro- und Exportbereich eine wichtige Rolle spielen.


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AUS DER REGION. FÜR DIE REGION.

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NR. 19, 6. MAI 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

Der Apfel fällt nicht weit

«Von hier statt von dort» – Regionalität ist nirgendwo transparenter als beim Label direkt dort verkauft wird, bekommt das begehrte Label. Neben den wirtschaftlichen

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Produktions- und Transportwege bleiben überschaubar Von hier statt von dort — das ist der Stoff, aus dem Regionalität gemacht ist. Eingebettet in die Region stehen die Produzenten voll hinter ihren Produkten — und die Kunden erfahren, wer die Produkte herstellt oder bei wem die Tiere leben, die uns mit Eiern, Milch und Fleisch versorgen. Verschlungene Wege wie bei Produkten, die von vielen Länder aus Europa oder gar von Übersee in die Schweiz kommen, entfallen. So bleiben Produktions- und Transportwege überschaubar. Diese Transparenz ist ganz natürlich und ungezwungen. In neun Regionen gibt es mittlerweile über 8000 regionale Produkte. Das sichert Arbeitsplätze in den Regionen und damit in der Schweiz. So leisten die Produzenten zusammen mit der Migros einen wichigen Beitrag für eine funktionierende Wirtschaft. Regionales Handeln fängt im Kleinen an und ist Voraussetzung für globales Denken. Denn nur, was im Kleinen funktioniert, kann ein Vorbild fürs Grosse sein. Das Heimatgefühl fällt eben auch nicht weit vom Stamm. Text: Claudia Schmidt

Auf dem Obsthof werden die Äpfel geerntet, wenn sie reif sind.

Zeichnung: Nicolas Bischof

Heimat Heimat ist Identität. Heimat verbindet. Ganz besonders prägen Lebensmittel das Heimatgefühl. So steht das Label «Aus der Region. Für die Region.» nicht nur für eine Herkunftsbezeichnung, sondern auch für ein Stück Heimat. Mit mittlerweile mehr als 8000 Produkten ist es ein Bekenntnis der Produzenten zur Regionalität und zur Liebe zu den Produkten.

er Apfel ist für viele von uns schon im Babyalter das erste Obst überhaupt, das mit saftiger Süsse und milder Säure für verzücktes Lächeln sorgt. Später ist der Apfel beim Sport als Snack und zum Zmorge im Müesli unverzichtbare Zutat für nachhaltige Energie. Kurz: Der Apfel ist seit vielen Jahrhunderten ein Stück kulinarische Heimat. Dass das auch so — und nicht nur beim Apfel — bleibt, dafür sorgen die Produzenten aus den Regionen. Am Anfang stand eine kleine Idee in der Migros Luzern. Ausgelöst durch diverse Lebensmittelskandale, sollten regionale Produkte künftig einen Vorteil haben und für den Kunden mit einem Blick erkennbar sein. Seit 14 Jahren füllen die Produzenten mit der Migros diese Idee mit Leben — und vermitteln uns mit ihren Produkten unter dem Label «Aus der Region. Für die Region.» ein Gefühl von Heimat.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 19, 6. MAI 2013 |

AUS DER REGION. FÜR DIE REGION | 57

von der Migros

«Aus der Region. Für die Region.». Nur was in einer von neun Migros-Regionen produziert und Vorteilen für die Regionen sind diese Produkte vor allem eins: ein Stück Heimat.

Kurz nach der Ernte werden die Äpfel via Verteilzentrale zu den Migros-Filialen transportiert.

Schneller gehts nicht: Äpfel aus der Region versüssen die Pause.


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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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humm, mir wänd go Chrieseli günne» — ein wunderschönes Schweizer Kinderlied. Dass man Kirschen besingt, hat seinen Grund. Wir lieben die kleinen, runden Früchte und essen davon durchschnittlich ein Kilo pro Jahr. Kirschen schmecken herrlich frisch ab Baum. Aber auch ein süsser Kirsch-

kuchen hat seine Freunde. Und wer über das ganze Jahr Kirschen geniessen mag, kann die beliebten Schweizer Früchte in Form einer «Chriesikonfi» auf den Frühstückstisch bringen. Diese passt auf Zopf, Bürli, zu Naturjoghurt oder auf ein Müesli. Und für die ganz Mutigen darf die Konfitüre auch mal auf den Käse. Die Bina, ein Nahrungsmittelproduzent der

Migros, verarbeitet die Früchte zu Konfitüre — und ist stolz darauf, denn in der Schweiz gibt es nicht mehr viele grosse Konfitürenhersteller. Und schon gar nicht solche, die auch noch beste Schweizer Früchte verarbeiten. Neben KirschenhabenauchSchweizerAprikosen und Zwetschgen den Weg ins Konfiglas gefunden. Text: Heidi Bacchilega


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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Gut gerüstet in die neue Jahreszeit – mit der Margarine und der Pflanzenölzubereitung von Balance. Beide sind reich an Omega-3Fettsäuren und Vitaminen.

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Bild: Getty Images

ine gesunde Lebensweise ist für Sandra Kägi (43) und Ehemann Reto (45) sehr wichtig. Deshalb treiben sie regelmässig Sport in der Natur und achten auf eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung. So streicht sich das

Paar jeden Morgen die BalanceMargarine aufs Brot. Ausserdem benutzt Sandra Kägi zum Kochen die Pflanzenölzubereitung von Balance. Beide Produkte sind reich an Alpha-Linolensäure, einer lebensnotwendigen Omega-3Fettsäure. Diese trägt zur Stabilisierung eines normalen Cholesterinspiegels bei. Täglich 1 Portion Margarine aufs Brot und 1 Esslöffel Pflanzenölzubereitung zum Kochen genügen, um diese Wirkung zu erzielen.

Auch wissenswert: Das in der Balance-Margarine enthaltene Vitamin A hilft bei der Erhaltung der Sehkraft, das Vitamin E in der Balance-Pflanzenölzubereitung wiederum unterstützt die Zellen beim Schutz vor oxidativem Stress. «Die Balance-Produkte passen zu uns und unserem aktiven Lebensstil», sagt Sandra Kägi und lacht. Für die aktive Sommerzeit sind sie und ihr Mann Reto also gut gerüstet — und stets prima ausbalanciert.

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BALANCE | 61

n Balance Pflanzenölzubereitung, 50 cl, Fr. 5.30 n Balance Margarine, 250 g, Fr. 1.75

Text: Anette Wolffram Eugster

Führen ein aktives Leben in und mit Balance: Sandra und Reto Kägi


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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

sChaUFenster

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aMeriCan FaVorites | 63

Kommen seit Jahrzehnten nicht aus der Mode: Cookie, Club Sandwich und Apple Pie.

n American Favorites Cookie, 76 g, Fr. 1.80

n American Favorites Club Sandwich, 360 g, Fr. 7.80

n American Favorites XL Toast, 365 g, Fr. 1.90 Aktion bis 13.5.: 20-fach Cumulus-Punkte auf das gesamte AmericanFavorites-Sortiment

Bild: Mirjam Graf

n American Favorites Apple Pie, 590 g, Fr. 10.80

America goes Migros

Die Migros bringt mit der neuen Eigenmarke American Favorites den amerikanischen Genuss auf die Schweizer Tische.

A

merika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das gilt auch für die amerikanische Esskultur. Diese wurde geprägt von Gerichten, die Immigranten über die Jahrhunderte in die USA mitgebracht haben. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die eigene, amerikanische Küche mit vielen Spezialitäten, die inzwischen weit über die Landes-

grenzen hinaus bekannt sind. Als typisch amerikanisch gelten bei uns Klassiker wie Muffins, Donuts, Pancakes, Brownies und Apple Pie. In kaum einem anderen Land der Welt gibt es so viele verschiedene Cookies wie in Amerika. Mit der neuen Marke American Favorites bringt die Migros nun den unverkennbaren Geschmack des ameri-

kanischen Lifestyles in die Schweiz. Geniessen Sie eine Vielzahl typisch amerikanischer Brot- und Feinbackwaren sowie Convenience-Produkte wie Bagels, Cheesecake, Pizzas, Caesar Salad und vieles mehr. Den Flug über den Teich können Sie sich sparen, den Weg in die Migros aber nicht. Text: Heidi Bacchilega


SCHAUFENSTER 64 |

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TIEFKÜHLGEMÜSE

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NR. 19, 6. MAI 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

Frisch aus der Schweiz J

e 600 Tonnen Broccoli und Blumenkohl jährlich verarbeitet die Bischofszell Nahrungsmittel AG für die Migros zu Tiefkühlprodukten. Blumenkohl braucht dafür 32 Hektar Anbaufläche, Broccoli 57 Hektar. Damit diese Menge an Schweizer Gemüse garantiert werden kann, sind 22 Landwirte im Einsatz. Bis Ende Mai pflanzen sie jede Woche circa 90 000 Broccoliund 80 000 Blumenkohlsetzlinge.

Blumenkohl und Broccoli lieben das Schweizer Klima Blumenkohl und Broccoli sind für die klimatischen Bedingungen in der Schweiz bestens geeignet. Beide lieben mässig warmes, gleichmässig feuchtes Klima. Beide sind vielseitig verwendbar — und dazu noch gesund. Blumenkohl ist sehr

Broccoliröschen Schweiz, 500 g, Fr. 3.70

gut verdaubar und in der Schon- und Diätkost wichtig. Broccoli schneidet noch besser ab. Sein Gehalt an Vitaminen, Mineral-, Ballast- und sekundären Pflanzenstoffen ist noch höher. Mit den Kohlgemüsen hat die Migros dieses Jahr damit begonnen, weitere Teile ihres Tiefkühlgemüsesortiments auf Schweizer Produktion umzustellen. Dieser Anteil erhöht sich neu um 15% auf 70%. Der Kunde erhält so mehr Gemüse in hochwertiger Schweizer Qualität — alles frischer im Geschmack und zum gleichen Preis wie bisher. Weitere Gemüsesorten aus heimischer Produktion folgen im Sommer und Herbst. Erkennbar sind sie am Schweizerkreuz auf der Verpackung. Bis 13. Mai gibts 20-fache Cumulus-Punkte auf Tiefkühlgemüse. Text: Heidi Bacchilega

Broccoli Schweiz, 750 g, Fr. 4.90

Bild: Ruth Küng

Die Migros hat einen Grossteil ihres Tiefkühlsortiments auf Schweizer Produktion umgestellt. Das Kohlgemüse macht den Anfang.

Blumenkohlröschen Schweiz, 500 g, Fr. 2.90


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Gesamtes M- Classic Öl- und Essig-Sortiment z.B. Sonnenblumenöl, 1 Liter

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Alle M- Classic Beeren tiefgekühlt 20% günst iger z.B. Himbeeren, Schale, 500 g

Alle Léger und Terra Chips 20% günstiger z.B. Terra Chips Paprika, 100 g

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Alle Frey Tafelschokoladen im 6er-Pack z.B. Milch Extra, 6 x 100 g

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ChocMidor Coco oder Carré im 3er-Pack z.B. Carré, 3 x 100 g

4.–

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Thomy Mayonnaise, Thomynaise oder Senf mild im Duo-Pack 20% günst iger z.B. Mayonnaise à la française, 2 x 265 g

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Gesamtes Noblesse Sortiment 20% günst iger z.B. Noblesse Oro, Beutel, 200 g

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Gesamtes Exelcat, Sheba und Catsan Sortiment 20% günst iger z.B. Exelcat GrillFilets Geflügel, 4 x 85 g

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Alle Rivella im 6er-Pack z.B. Rivella rot, 6 x 1,5 Liter

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Alle Potz Reinigungsmittel beim Kauf ab 2 Produk ten, jedes –.70 günst iger z.B. Badreiniger, 500 ml Gültig bis 20.5.

3.800 statt 5.7

Alle Aproz im 6er-Pack z.B. Mineralwasser Classic, 6 x 1,5 Liter

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Gesamtes Gastro, Cupero und Antares Kochgeschirr-Sortiment und Deckel z.B. Gastro Bratpfanne flach, Ø 28 cm Gültig bis 20.5.


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Baby und Kinder Wäsche in Mehrfachpackungen z.B. Knaben Boxershorts im Duo-Pack

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Alle Cucina & Tavola Trinkglas-Serien z.B. Tricolore Longdrink im 3er-Set Gültig bis 20.5.

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Nike Air Retaliate Damen Runningschuh Gr. 36,5–41 Gültig bis 20.5.

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FRÜCHTE & GEMÜSE

Feta, Bio, 150 g 3.40 NEU **

Ananas, Costa Rica/Panama, pro Stück 2.50 statt 4.20 40% Kopfsalat grün, Schweiz, pro Stück 1.65 statt 2.20 25% Anna’s Best Monatssalat, 200 g 3.– statt 3.75 20% Runde Tomaten, Schweiz/Spanien, per kg 2.50 statt 3.40 25% Spargeln weiss, «Aus der Region.», per kg 15.50 Äpfel Braeburn, «Aus der Region.», per kg 2.40 statt 3.50 30% Bananen, Zentralamerika, per kg 2.20 statt 2.80 20%

FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Muttertagspastete, Schweiz, 2 x 300 g 12.20 statt 20.40 40% Muttertags-Rohschinken Surchoix, Schweiz, 160 g 6.90 statt 11.60 40%

20x

Schweinsfilet im Teig, Schweiz, 800 g 22.50 statt 34.– 33% Rindsrumpsteak, Schweiz, per 100 g 5.30 statt 6.70 20% Schweinsbraten Hals, Schweiz, per 100 g 1.90 statt 2.40 20% Pouletspiessli mit Datteln und Speck, Schweiz, per kg 28.40 statt 35.60 20%

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BROT UND MILCHPRODUKTE

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Flan Chocolat, Caramel oder Vanille, Schweiz, 6 x 125 g 2.50 statt 3.–

BLUMEN & PFLANZEN

Pain Création «das Nussige», 320 g 3.90 NEU *,**

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Grill mi Oliven-Ciabatta, 320 g 3.50 NEU *,**

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Cymbidium-Gesteck, pro Gesteck 13.80

Alle Passaia im 6er-Pack, z.B. 6 x 1,5 Liter 8.40 statt 12.60 6 für 4

Phalaenopsis, 3 Rispen, im Glastopf, pro Pflanze 24.80

Alle Aproz im 6er-Pack, z.B. Mineralwasser Classic, 6 x 1,5 Liter 3.80 statt 5.70 33%

Topfrosen, im Keramiktopf, pro Pflanze 9.80

WEITERE LEBENSMITTEL Diverse Ferrero Kinder Artikel in Gross- und Mehrfachpackungen, z.B. Kinder Bueno, 5 Stück 3.45 statt 3.65 Alle Frey Tafelschokoladen im 6er-Pack, z.B. Milch Extra, 6 x 100 g 7.50 statt 10.80 30%

ChocMidor Coco oder Carré im 3er-Pack, z.B. Carré, 3 x 100 g 5.80 statt 8.70 33%

Frischkäse Nature laktosefrei, aha!, 150 g 3.50 NEU **

Migipedia Bon Chef Rote Curryoder Tom-Kha-Suppe, z.B. Rote Curry-Suppe, 50 g 20x 1.60 NEU *,**

Alle Léger und Terra Chips, z.B. Terra Chips Paprika, 100 g 2.20 statt 2.80 20%

Frühlingskonfitüren Rhabarber/ Maracuja und Erdbeere/weisse Schokolade, z.B. Erdbeere/ weisse Schokolade, 345 g 20x 2.70 NEU *,**

Sélection Tocchetti mit Rosmarin, 200 g 3.80 NEU *,**

20x

Sélection Flûtes chèvre et tomates, 100 g 3.30 NEU *,**

20x

Sélection ApfelsüssmostGelée, 250 g 3.95 NEU *,**

Frischbiscuit Vogelnestli, Haselnussmakronen und Spitzbuben, im Duo-Pack, z.B. Vogelnestli, 2 x 430 g 4.– statt 6.–

Alle Favorit und Pure Fruit Konfitüren, z.B. Favorit Aprikosenkonfitüre aus Schweizer Früchten, 350 g 2.80 statt 3.50 20%

M-Classic Cornets assortiert im 16er-Pack, 16 Stück, 2080 ml 6.20 statt 12.40 50%

20x

Thomy Mayonnaise, Thomynaise oder Senf mild im Duo-Pack, z.B. Mayonnaise à la française, 2 x 265 g 4.– statt 5.– 20%

Gesamtes Noblesse Sortiment, z.B. Noblesse Oro, Beutel, 200 g 8.40 statt 10.50 20%

Pelican Pangasius in Zitronenpanade, ASC, im 3er-Pack, tiefgekühlt, 3 x 300 g 10.70 statt 15.30 30%

20x

Gesamtes M-Classic Öl- und EssigSortiment, z.B. Sonnenblumenöl, 1 Liter 3.20 statt 4.05 20%

M-Classic Mischpilze oder Champignons im 3er-Pack, z.B. Mischpilze, 3 x 200 g 9.30 statt 11.70 20%

Sélection Schichtjoghurt, Mango/Himbeere, 150 g 1.40 NEU **

Alfredo Aperolini TomatenKräuter, 175 g 2.90 NEU **

Alle Pastini Teigwaren, z.B. Müscheli, 400 g 2.30 statt 2.90 20%

Alle Ferrero Kinder Biscuits 1.– günstiger, z.B. Kinder Délice, 420 g 4.40 statt 5.40

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Alle Crème d’or Cornet im 6er-Pack und Crème d’or Lychee & Mora de Castilla, z.B. Lychee & Mora de Castilla, Limited Edition, 20x 200 ml 3.50 NEU *,**

Rexona Deodorants in Mehrfachpackungen, z.B. Deo Creme Maximum Protection im Duo-Pack, 2 x 45 ml 11.95 statt 15.– Pedic Protection Hühneraugenpflaster, 12 Stück 4.80 NEU *,**

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Ellen Amber Lifestyle Top im Duo-Pack, Slip Midi Basic und Slip Midi Spitze im Trio-Pack, z.B. Slip Midi Basic im Trio-Pack 9.90 Ellen Amber Fashion Pyjama mit Shorts sowie Pyjama mit 7/8-Hose, z.B. Pyjama mit Shorts, Gr. S–XXL 19.90 Herren Shorts gemustert im Trio-Pack, Gr. S–XXL 14.80 Herren Shorts gemustert und uni im 3er-Pack, Gr. S–XL 14.80 Herren Jersey-Boxer-Shorts im Trio-Pack, Gr. S–XL 14.80 Herren Muskelshirt im Duo-Pack, Gr. S–XL 12.80 Herren Shirt V-Neck im Duo-Pack, Gr. S–XL 14.80 Baby und Kinder Wäsche in Mehrfachpackungen, z.B. Knaben Boxershorts im Duo-Pack 7.90

Cremeschnitten, Packung à 6 Stück, 471 g 5.– statt 6.60 Anna’s Best Rösti, 500 g 4.20 NEU *,**

Gesamtes Exelcat, Sheba und Catsan Sortiment, z.B. Exelcat Grill-Filets Geflügel, 4 x 85 g 2.60 statt 3.30 20%

Ellen Amber Lifestyle Slip Mini im 5er-Pack und Panty im 3er-Pack, z.B. Slip Mini im 5er-Pack 12.90

Mister Rice Carolina, 1 kg 2.45 statt 4.95 50%

Gesamtes Wasa Sortiment, z.B. Sandwich Cream Cheese & Chives, 111 g 2.60 statt 3.25 20%

Asiago, per 100 g 1.15 statt 1.45 20%

Alle M-Classic Beeren, tiefgekühlt, z.B. Himbeeren, Schale, 500 g 6.20 statt 7.80 20% Alle Rivella im 6er-Pack, z.B. Rivella rot, 6 x 1,5 Liter 11.50 statt 14.40 20%

Alle Starbucks Discoveries, z.B. Seattle Latte, 220 ml 1.55 statt 1.95 20%

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Alle Mary Jane’s Glace, 150 ml und 450 ml, z.B. Vanilla Crunch, Dose, 450 ml 5.50 statt 6.90 20% *

Rosen, Fairtrade, 50 cm, Bund à 15 Stück 14.80

Spruso Bonbons im Duo-Pack, z.B. Spruso Bonbons, 2 x 150 g 3.80 statt 4.80 20%

Optigal Muttertags-Poulet im Bratbeutel, Schweiz, per kg 7.20 statt 10.40 30% Sélection Nori Lachs, Zucht aus Norwegen, per 100 g 9.90 NEU **

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Anna’s Best Ravioli im 3er-Pack, z.B. Ravioli Tomaten/Mozzarella, 3 x 250 g 9.80 statt 14.70 33% Anna’s Best Pizza, im Duo-Pack, z.B. Pizza Prosciutto, 2 x 380 g 9.60 statt 13.80 30%

NEAR-/NON-FOOD Vital Balance Sterilcat, Stückchen in Gelée mit Lachs und Karotten, 4 x 85 g 3.90 NEU *,** 20x

Elan Waschmittel Pacific Dream, langanhaltender Duft dank Frischeperlen, 2 Liter 13.90 NEU *,**

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Alle Potz Reinigungsmittel, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.70 günstiger, z.B. Badreiniger, 500 ml 3.20 statt 3.90 ** Grosskunststoff-Boxen, z.B. Roller 6 im 2er-Set, grün 29.– statt 58.– Gesamtes Gastro, Cupero und Antares Kochgeschirr-Sortiment und Deckel, z.B. Gastro Bratpfanne flach, Ø 28 cm 19.90 statt 39.80 50% ** Sitzkissen Susa im Duo-Pack, 40 x 40 cm, 100% Polyester, Flockenfüllung, erhältlich in diversen Farben 12.80 ** Nike Air Retaliate Damen Runningschuh, Gr. 36,5–41 53.90 statt 89.90 40% ** Alle Cucina & Tavola TrinkglasSerien, z.B. Tricolore Longdrink im 3er-Set 3.95 statt 7.90 50% **

Genossenschaft Migros Wallis *Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 20.5. Genauere Informationen zu Preisen, Produkten und Rabatten entnehmen Sie bitte den Preiszetteln der jeweiligen Produkte in diesem Flyer.


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PUNKTE


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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TIEFKÜHLGEMÜSE | 73

«Seit über sechs Jahren produziere ich für die Migros Gemüse – mit viel Freude.» Matthias Schwendener aus Sevelen SG ist einer von 22 Schweizer Landwirten, die für die Migros Gemüse produzieren.

Broccoli, Blumenkohl und Spinat sind beliebte Beilagen. Sie sind schmackhaft, gesund und leicht verdaulich.

Gemüse mit Schweizer Herkunft

Bio Broccoli Schweiz, 500 g, Fr. 3.80

Bio Blumenkohl Schweiz, 500 g, Fr. 4.–

Die Migros stellt einen weiteren Teil ihres Tiefkühlgemüsesortiments auf Schweizer Produkte um. Der Anteil erhöht sich somit um 15% auf 70%. Neben dem Kohlgemüse werden auch sukzessive Erbsen und ein Teil der Gemüsemischungen auf Schweizer Produktion umgestellt. Das Schweizerkreuz auf der Verpackung hilft zu erkennen, ob es sich um heimisches Gemüse handelt. Und die Tiefkühlprodukte haben noch zusätzliche Vorteile: Sie sind lange haltbar, schon geschnitten (kein Rüstabfall), gut im Geschmack, portionierbar, schnell zubereitet und jederzeit zur Hand. Und wer für sich und die Umwelt noch etwas Gutes tun will, kauft das Gemüse in Bioqualität. Rezepte unter: www.m-gemuese.ch


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Bern Sonntag, 9. Juni 2013

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TERRA Chips Reiner Geschmack macht keine grossen Worte. Beste Kartoffeln, schonend zubereitet mit einem Hauch natürlicher Zutaten. Damit das Aroma dort bleibt, wo es hingehört: im Herzen des Chips. Auch erhältlich in den Sorten Paprika, Swiss Roots, Blue und Apple.

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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

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FOOD | 75

GUT & GÜNSTIG

Tagliatelle mit Krautstiel und Alpkäse für circa Fr. 10.10

Nachtessen für 4 Personen ■ 400 g Krautstielstängel in circa 1 cm grosse Stücke schneiden. Krautstielblätter separat fein schneiden. Circa Fr. 3.50 ■ 500 g Tagliatelle nach Packungsanweisung kochen. abgiessen. Krautstielstücke in 5 dl Gemüsebouillon 4 Minuten kochen. Grün beigeben. Weitere 2 Minuten kochen. 4 EL Bouillon zur Pasta geben. Krautstiel mit den Tagliatelle mischen und auf Teller verteilen. Circa Fr. 4.10 ■ Mit gemahlenem Pfeffer und 100 g geriebenem alpkäse bestreuen. Circa Fr. 2.50

Nur drei Zutaten für ein feines Nachtessen: Tagliatelle, Krautstiel und Alpkäse

Nussige Mischung

Trendiger Sportdrink

Cooler Cocktail

Zu einer Bowle oder einem Gläschen Prosecco passt etwas Salziges zum Picken. appetitlich sehen apéronüsse in einer schmalen Karaffe aus. Die beliebte Nussmischung von M-Premium gibts jetzt neu verpackt in gleicher Qualität von Sun Queen. Sun Queen Nussmischung, 170 g, Fr. 3.90

Wer Sport treibt, weiss: Höchstleistung kommt nicht von allein. Die coole Black Edition Pink Grapefruit und das frische Green Lemon von Gatorade versorgen den Körper mit Flüssigkeit, Mineralstoffen und Kohlenhydraten. Die trendige Black Edition gibts nur für kurze Zeit. Gatorade Green Lemon/Pink Grapefruit*, je 75 cl, Fr. 3.20

Einmal mehr haben Migipedia-Fans ein tolles Produkt kreiert: den partytauglichen Fruchtsirup Mojito ohne alkohol mit natürlichen aromen. Die Zubereitung ist einfach: 1 Teil MojitoSirup mit 6 Teilen Wasser mischen – fertig ist der Durstlöscher. Fruchtsirup Mojito*, 75 cl, Fr. 3.50

TIPPS FÜR GRILLFREUNDE

So gelingt die Wurst

Die trendige Tencha Family bekommt Zuwachs: den Trinkgenuss aus weissem Tee mit erfrischenden Holunderblüten – nicht zu süss, ohne Konservierungsund Farbstoffe. Tencha White Tea Holunderblüten, 440 ml, Fr. 1.20

Bild: Stock Food

Weisser Trinkgenuss

Die optimale Bratwurst ist innen schön heiss und aussen gleichmässig goldbraun. Doch nicht jeder Grillmeister kriegt das auf Anhieb so hin. Unser Tipp: Die Würste sollten Zimmertemperatur haben. Gut ist auch, sie für circa eine halbe Stunde in lauwarmes Wasser zu legen. So o verkürzt sich der Garprozess. Grillieren Sie die Bratwürste schön langsam auf kleinem Feuer. Sie können sie auch in eine Aluschale legen. Man verhindert auf diese Weise das Entstehen von Rauch auch durch den Saft, der auf die Kohlen tropft.

ur in grösseren * nur Filialen erhältlich Migros-Filialen


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tWistYMania

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NR. 19, 6. MAI 2013 | Migros-Magazin |

Gib den Twisties einen Playground!

Damit die Twisties sich bei uns wohlfühlen, brauchen sie Seelenfutter, sprich kreative Flächen, um sich auszutoben. Jael (10) hat einen tollen Parcours für ihre Twisties gebastelt.

N

eine reelle Gewinnchance an den Twistygames. Ihre Ehre hängt davon ab, und damit auch deine. Jael ist seit Beginn der Sammelaktion Feuer und Flamme für Twisties und hat von ihnen schon ein ganzes Arsenal zu Hause. In den letzten Tagen hat sie mit Hilfe Ihrer Mutter eine TwistyBahn gebastelt, die sich sehen lassen kann: Eine Rampe gibt den Twisties den nötigen Schwung, damit sie die U-Kurve schaffen und dann im Teich landen. «Es dauerte eine Weile,bis ich heraus-

Bilder: Nik Hunger; Styling: Petra Schlaefle

ormalerweise befinden sie sich Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, in der kunterbunten Galaxie Twistoxia. Und sie sind nimmer endenden Spass gewohnt. Damit die Twisties dem Erdenvolk weiter wohlgesinnt sind, ist jetzt die letzte Gelegenheit, ihnen Dampf unterm Hintern zu machen: Mit kreativen Ideen, farbigen Spielflächen, lustigen Spielen und schmucken Verzierungen gibst du ihnen alles, was sie brauchen. Und somit auch

Joker Fantom Fast durchsichtig ist der Joker, der diesen Mittwoch, 8. Mai, überall erhältlich ist. Deshalb wird er auch «Das Fantom» genannt. Wie seine beiden Joker-Vorgänger ist er magnetisch. Zudem glitzern sowohl er selbst als auch der zugehörige Fantom-Sticker, den man ins Twistymania-Album kleben kann.

gefunden habe, welcher Surrli sich für meine Bahn am besten eignet», erzählt die Schülerin. Den Fluffies und Rondos macht bei diesem Parcours keiner etwas vor. «Das Basteln hat nicht nur mir Spass bereitet. Mami wollte nicht mehr aufhören, neue Tiere und Bäume auf den Karton zu zeichnen», erzählt Jael strahlend. Jetzt surrlt sie mit ihrer kleinen Schwester fast täglich um die Wette — wenn es die Hausaufgaben erlauben. Text: Anna Bürgin


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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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Jael (10) hat mit dicken, farbigen Papieren und Bastelmaterial aus dem Do it + Garden Migros ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Bei Bahnen mit Kurven müssen die Twisties mittels einer «Halfpipe» geführt werden.

Basteltipp

Das mag «Diva»: Verziert mit Glitzersteinchen, glänzt sie beim Drehen wie ein Star. Damit die Steinchen auch halten, verwendet man mit Hilfe eines Erwachsenen Sekundenkleber.


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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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MUttertag | 79

Für die Mama nur das Beste

Eine Orchidee ist das ideale Geschenk zum Muttertag. Behandelt man sie gut, hat man lange Freude an ihr.

N

ächsten Sonntag ist Muttertag. Nun fehlt nur noch das passende Geschenk für die beste Mama der Welt. Wie wärs mit einem Abstecher in die Blumenabteilung der Migros? Hier findet man nebst prächtigen Blumensträussen auch ein grosses Angebot an Orchideen. Die tropischen Schönheiten sind sehr edel und anmutig und bereiten der Beschenkten lange Freude. Bei der Gattung Phalaenopsis findet man ausgefallene Sorten in Schalen oder ganz neue Züchtungen wie die einblütige Singolo in Weiss oder Rosa. Pflegetipps: Die Orchidee fühlt sich am wohlsten an einem hellen Standort, ohne direkte Sonne. Höchstens einmal wöchentlich giessen reicht. Optimal ist ein Wasserbad: kurz in einen Eimer mit Wasser eintauchen. Die Pflanze nicht sofort wieder in den Übertopf stellen, sondern ein paar Minuten abtropfen lassen. Gelegentliches Ansprühen der Blätter mit Wasser mögen Orchideen sehr. Bei Bedarf Orchideendünger verwenden, um verloren gegangene Nährstoffe wieder zuzuführen.

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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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bircal | 81

An der Wurzel gepackt

Fortschreitender Haarausfall und Schuppen – vor allem Männer ab 30 kennen das. Bircal bietet wirksame Hilfe.

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chuppen, Haarausfall, empfindliche Kopfhaut — vor allem Männer leiden darunter. Die Haarpflegelinie Bircal Expertise bietet wirksame Spezialprodukte an, deren Rezeptur genau auf diese Probleme ausgerichtet ist. Das Doppel-EffektShampoo befreit wirkungsvoll von Schuppen und beugt zugleich erblich bedingtem Haarausfall vor. Zwei bekannte Probleme werden mit einer Pflege gelöst: In der ersten Phase befreit der Wirkstoff Octopirox die Kopfhaut gründlich und sanft von Schuppen. In der zweiten Phase stimuliert die innovative Formel mit Koffein und Coenzym Q10 die Wachstumsphasen in der Haarwurzel. Die Produktion der Haarbausteine (Keratine) wird reaktiviert und so gesundes Haarwachstum gefördert (in vitro nachgewiesen). Ergänzt wird das Shampoo durch zwei Tonics und einen Balsam. Die pH-hautneutralen Produkte sind auf trockenem oder feuchtem Haaransatz anwendbar. Das Anti-Schuppen-Tonic beugt der Schuppenbildung vor, beruhigt und befeuchtet die Kopfhaut. Das Anti-Haarausfall-Tonic unterstützt das Wachstum der Haare, indem es die Durchblutung und Zellregeneration anregt. Das BalsamFluid schliesslich ist beruhigend und stellt die natürliche Balance der Kopfhaut wieder her. Text: Dora Horvath

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NR. 19, 6. MAI 2013 | Migros-Magazin |

Rundum gut versorgt

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as ist nun richtig, was falsch? Bei der Frage rund um das Wohl des Babys scheiden sich die Geister: Die Hebamme machts so, die Schwiegermutter weiss es besser, einschlägige Blätter empfehlen etwas ganz anderes — prompt ist bei jungen Eltern die Verwirrung perfekt. Professionelle und verlässliche Hilfe in Sachen Baby-Care und Familiendinge bietet das umfassende Sortiment von Milette. Da ist das Beste bereits für Sie ausgesucht: Ob Ökowindeln, FSC-Feuchttücher oder andere Pflegeartikel für den täglichen Bedarf, Schwangerschaftscremes für die werdende Mama, Lätzchen, Spielsachen oder ein Steckdo-

senschutz — Milette bietet so ziemlich alles an für die grosse Welt der kleinen Flitzer. Nicht mehr im Windelalter steckt bei Milette aber die Nachhaltigkeit: Die BabyNaturkosmetiklinie Milette Naturals bewährt sich bereits seit vier Jahren. Die mit dem Natrue-Label zertifizierte, ökologisch nachhaltige Babypflege kommt ganz ohne Farb- und Konservierungsstoffe aus, ist frei von Inhaltsstoffen auf Mineralölbasis, synthetischen Duftstoffen und Parabenen. Die Rezepturen mit Bio-Jojobaöl und BioMalvenblütenextrakt pflegen die empfindliche Babyhaut, reinigen schonend, wirken rückfettend und schützen sie vor dem Austrocknen.

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sChaUFenster

Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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Milette | 85

Und plötzlich ist man zu dritt – und Milette vereinfacht den Babyalltag.

Weshalb Babyhaut so empfindlich ist Die Haut von Babys ist seidenweich, aber auch sehr empfindlich und häufig trocken. Weil der Säugling im Verhältnis zu seinem Gewicht eine viel grössere Hautoberfläche als ein Erwachsener aufweist, können Babys schneller Flüssigkeit verlieren. Auch negative Umwelteinflüsse haben mehr Angriffsfläche auf der Babyhaut – nicht zuletzt, weil sie rund dreimal dünner ist als die von Erwachsenen. Damit nicht genug: Ab dem Alter von vier Monaten bis zur Pubertät hören die Talgdrüsen fast ganz auf, Talg zu produzieren. Nach jedem Kontakt mit Wasser und Seife dauert es darum etwas länger, bis die Haut wieder eine Schutzschicht aufgebaut hat. Deshalb sollten Babys nicht zu oft gebadet und gewaschen werden. Und wenn, dann nur mit speziellen Babyprodukten, die die Haut nicht zu stark austrocknen. Das sind besonders hautverträgliche und milde Pflegeprodukte, die speziell auf die Bedürfnisse der Babyhaut abgestimmt sind: etwa rückfettende Pflegeprodukte, die den erhöhten Feuchtigkeitsbedarf und die geringere Talgdrüsenproduktion ausgleichen und möglichst wenig Duftstoffe und Konservierungsmittel enthalten. Bei sehr trockener Haut kann zusätzlich Mandelöl oder Weizenkeimöl eingerieben werden.

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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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nonFooD | 87

rappenspalte

Der laufstarke Berner Dennis Hediger (26) ist seit 2010 Mittelfeldspieler beim FC Thun. Auf dem Feld trägt er die Nummer 17. Wie verdienten Sie Ihr erstes Geld?

Als Schüler habe ich in meiner Gemeinde einmal wöchentlich Zeitungen ausgetragen. Was geben Sie auch für viel Geld nicht her?

Meine Freizeit. Für die Lebensqualität ist es sehr wichtig, dass ich mir gewisse Stunden rausnehmen kann, um mich voll und ganz meinen privaten Angelegenheiten zu widmen.

Wofür geben Sie gerne viel Geld aus?

Haare sind out Heutzutage wird praktisch der ganze Körper enthaart. Gründlich rasierte Beine, Arme und Achseln sind schön anzuschauen. Natürlich soll die Enthaarung schnell gehen, schmerzfrei sein und die Haut zusätzlich pflegen. Mit der Enthaarungscreme von I am erhält man streichelzarte Haut in wenigen Minuten. I am Hair Removal Enthaarungscreme Sensitive, 150 ml, Fr. 7.90

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Was ausser Geld befindet sich in Ihrem Portemonnaie?

Kreditkarten und Führerschein — Münzen werden im Sparschwein gesammelt. Haben Sie einen Spartipp für unsere Leser?

Kaufen Sie nie hungrig Lebensmittel ein, man kauft nämlich automatisch mehr, und sparen Sie beim Alkoholkonsum. Welche Sportart oder Kultursparte sollte mit mehr Geld unterstützt werden?

Man sollte allgemein den Breitensport für Jugendliche fördern. Die Kinder müssen sich wieder mehr bewegen. Was kann man für Geld nicht kaufen?

Die richtigen Freunde.

Mit wem würden Sie auf Shoppingtour gehen?

Punkto Stil ganz klar: mit David Beckham. Interview: Jeannine Villiger


SAISONKÜCHE 88 |

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GABRIELLA BINKERT

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NR. 19, 6. MAI 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

Die Herrin im Münstertal

Kaum ist der Winter vorbei, steht der Sommer vor der Tür. Nicht so im Val Müstair. Hier nimmt sich alles Zeit. Der Frühling zum Blühen und die Naturpark-Direktorin Gabriella Binkert zum Kochen.

H

eikel, das finde ich sehr heikel, Plain in Pigna als Bündner Ofenrösti zu bezeichnen», begrüsst die Naturpark-Direktorin Gabriella Binkert «Saisonküche»-Köchin Lina Projer. «Voll im Ofen — so heisst es wörtlich übersetzt — ist natürlich eine eigenartige Bezeichnung für ein Gericht. Belassen wir es doch bei Plain in Pigna», sagt Gabriella Binkert. Im Val Müstair (Münstertal) sprechen die Einheimischen Jauer und schreiben Vallader, zwei rätoromanische Dialekte. Nicht etwa als Sprachkulisse für Touristen, sondern als tief verwurzelte, heimische Kommunikation. Im Abseits steht die Region deswegen nicht. Im Gegenteil. Heute bleiben die Unterländer, auf dem Weg ins Südtirol, oft länger im Tal und lassen sich von den Naturschönheiten und der deftigen Küche verzaubern.

Die Bauern stellen 80 Prozent ihrer Produkte in Bioqualität her «Die hat es tatsächlich in sich», sagt Lina Projer. «Ich habe mich gestern an Trockenfleisch, Alpkäse, Gerstenbrot und Rindsragout mit Polenta gelabt und zum Schluss ein Stück Bündner Nusstorte vertilgt. Mein Magen verdaut immer noch.» — «So schwer war das nun auch wieder nicht, aber sicher gut», erwidert Gabriella Binkert. «Stimmt es eigentlich, dass bei euch 80 Prozent der Bauern ihre Produkte in Bioqualität herstellen, wie den gestern gekauften Bergkäse, den wir für die Plain in Pigna verwenden?», fragt Lina Projer, den Käse raffelnd. «Klar doch, jedes einzelne Prozent stimmt», erwidert die Direktorin. Gabriella Binkert hat den Bekanntheitsgrad des Val Müstair wesentlich gesteigert. Die ideenreiche Weltbürgerin, die Rumantsch, Deutsch, Italienisch, Französisch, Englisch und Spanisch

AUFGETISCHT

Gabriella Binkert Becchetti (53), Naturpark-Direktorin und Politikerin Ihr Vater war Kulturminister von Nigeria und ihre Sanktgaller Rheintaler Mutter begeisterte Motorradfahrerin. Gabriella Binkert ist Naturpark-Direktorin der Biosfera Val Müstair, SVP-Gemeinderätin in Sta. Maria und Unter-

nehmerin. Wöchentlich pendelt sie zwischen ihrem Agriturismo am Gardasee und ihrem Maiensäss im Val Müstair. Dabei hält sie sich an die Tempolimiten, aufs Gaspedal drückt sie erst als Hobby-Rallyefahrerin.

n Was haben Sie auf Vorrat? Heublumensalsiz, Bergkäse, Wein und Schokolade. n Wie oft kochen Sie pro Woche? Einmal im Monat, sonst bin ich der «Casserolier» meines Manns Corrado. n Kochen ist für Sie … … Entspannung und Leidenschaft zugleich. n Was würden Sie nie essen? Ein Ragout von einem Schafsbock, und Milch trinke ich nicht. n Mit wem würden Sie gern mal essen gehen? Mit George Clooney, aber nicht, bevor ich mit ihm vor dem Essen eine Runde mit dem Motorrad gedreht habe.

Wie von Hodler gemalt: die Zutaten zu Plain in Pigna, wohlgeordnet und zum Verarbeiten bereit.


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SAiSonKüCHE

Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

gabriella binkert | 89

Gabriella Binkert und «Saisonküche»-Köchin Lina Projer geniessen beim Kartoffelschälen vor dem Maiensäss hoch über Sta. Maria die ersten wärmenden Lichtblicke des Frühlings.

Die Haut vom Salsiz muss weg, was sich als Tüftelei entpuppt.

Der am Stück gekaufte geräucherte Speck wird in Scheiben, dann in Würfel geschnitten.

Die geschälten Kartoffeln werden mit der Röstiraffel in Form gebracht.

Die Kartoffeln mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Speck, Salsiz, Maisgriess und Mehl vermischen.


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SAISONKÜCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 19, 6. MAI 2013 |

spricht, hat die lokale Handweberei Manufactura Tessanda vor dem Ruin gerettet und das Münstertal als regionalen Naturpark von nationaler Bedeutung international positioniert. Heute hat das Val Müstair den Status des ersten hochalpinen Unesco-Biosphärenreservats der Schweiz. Nachhaltige Entwicklung ist bei ihr kein theoretisches Lippenbekenntnis, sondern realer Alltag. Im Münstertal lebt das Kunsthandwerk, die einmalige Kultur- und Naturlandschaft fasziniert, die gesunden Waldbestände überzeugen, die guten Einstandsgebiete für Wildtiere und die Nachfrage für naturnahen Urlaub erfreuen Fremde und Einheimische gleichermassen. «Ich freue mich auf Frühlingssalat, Apfelmus und die Plain in Pigna», sagt Lina Projer. «Wen freut das nicht?», sagt Gabriella Binkert und beginnt am Tisch über die regionale Ess- und Trinkkultur zu philosophieren und landet, eine Flasche Groppello öffnend, bei ihrem Weingut und Agriturismo L’Unicorno (Einhorn) am Gardasee.

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GABRIELLA BINKERT | 91

Plain in Pigna – Bündner Kartoffelkuchen

Selbstversorger inmitten einer intakten Natur «Mit der Heirat von Corrado Becchetti hat sich mein Leben verändert. Mein Mann ist Ökonom und führt unser Weingut am Gardasee. Den familieneigenen Palazzo haben wir gemeinsam in ein Agriturismo verwandelt», sagt Gabriella Binkert. Sie seien Selbstversorger, inmitten einer intakten Natur, was benötige es mehr für ein gutes Leben, sinniert die Direktorin bei einer zweiten Portion Plain in Pigna. Neue, leisere Töne zum Abschied? Sie werde sicher kürzertreten, noch so lange Naturpark-Direktorin bleiben, bis eine Nachfolge gefunden sei, und in der Zwischenzeit zwischen Gardasee und Val Müstair hin und her pendeln. Sagts und fährt in ihrem alten Austin-Healey Richtung Einhorn davon. Text: Martin Jenni Bilder: Miriam Graf

www.biosfera.ch www.unicorno.eu

ZUTATEN

Butter für die Form 100 g geräuchter Speck am Stück 150 g Salsiz 1,2 kg festkochende Kartoffeln 60 g feiner Maisgriess 1 EL Mehl Salz, Pfeffer, gemahlene Muskatnuss 1 dl Bouillon 3 EL Butter 50 g Bündner Bergkäse

ZUBEREITUNG 1. Backofen auf 180 °C vorheizen. Eine grosse ofenfeste Form oder ein Backblech grosszügig mit Butter bepinseln. Speck in Stäbchen, Salsiz in Scheiben schneiden. Kartoffeln an der Röstiraffel in eine grosse Schüssel reiben. Maisgriess, Mehl, Speck und Salsiz zu den Kartoffeln geben. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Gleichmässig in die Form verteilen. Bouillon darüberträufeln. Butter in Flocken über die Kartoffeln verteilen. Plain in Pigna circa 50 Minuten im Ofen backen. 2. Inzwischen Käse raffeln. Über die heisse Plain in Pigna streuen. Dazu passt Apfelkompott oder Salat.

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ihre region

migros-magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

migros wallis | 93

Kantonaler Jugendmusiktag

wallis

Die Jugendmusik «belalp» Naters führt den diesjährigen Kantonalen Jugendmusiktag durch. am Samstag, 18. Mai, treffen sich die Jugendmusiken von Brig, Glis, Naters, Salgesch/Varen und Visp in Naters. als Gastsektion beehrt sie die Jugendmusik aus Spiez, die von ihrer Tambourengruppe begleitet wird. insgesamt sind es über 300 Jugendliche. Der Kanto-

nale Jugendmusiktag gilt als Hauptprobe für das Schweizer Jugendmusikfest, das im Juni in Zug stattfindet. Die Konzertvorträge wie die Marschparade werden von einer professionellen Jury begutachtet. Programm: 13.30 Uhr Konzertvorträge im Zentrum Missione, 17.30 Uhr Einmarsch vom restaurant Bellevue zum Zentrum Missione, dann offizieller Festakt.

Die Jugendmusik «belalp» Naters.

Mit Wadenkraft durchs Wallis

Am 16. Juni findet der raid évolénard statt. Zur Vorbereitung auf dieses Mountainbike-rennen im eringer Tal bleibt den Bikerinnen und Bikern noch knapp ein Monat.

J

edes Jahr starten etwa 500 Freizeitund Profisportler am Raid évolénard, einem der grössten Mountainbike-Rennen im Wallis. Sie nehmen an einer sportlich herausfordernden Veranstaltung teil, die vor allem wegen der reizvollen Umgebung beliebt ist: Das Eringer Tal bietet nämlich Landschaften von geballter Schönheit.

Fünf strecken, damit jedes niveau abgedeckt ist

Bilder: zVg

Die Teilnehmenden verteilen sich auf zwanzig Kategorien und biken auf einer der fünf unterschiedlichen Strecken des Raids um den Sieg. Je nach sportlicher Form und Trainingsvorbereitung können Erwachsene an einer 54 Kilometer langen Strecke oder an der kurzen 28 Kilometer-Strecke teilnehmen. Der Start ist in Evolène, und die Ziellinie befindet sich in Haudères, nach 1000 Metern Höhenunterschied. Die Bikerinnen und Biker hingegen, die an der langen Strecke teilnehmen, setzen das Rennen auf einer zusätzlichen Schleife über la Forclaz, l'Orvelle, Villaz und la Sage fort. Die jüngsten Teilnehmenden können an einem weniger anstrengenden Rennen starten. Kinder biken auf einer vier oder zehn Kilometer langen Strecke um die Wette, und mutige Jugendliche nehmen die achtzehn Kilometer lange Strecke in Angriff.

angenehme strassen und gut markierte wege Das Bikerennen verdankt seine Beliebtheit nicht nur den fantastischen Panora-

Der Startschuss für das Mountainbike-Rennen Raid évolénard fällt in Evolène.

mas, sondern auch den hervorragenden Bedingungen. Jede Strecke führt über angenehme und gut markierte Alp- und Waldwege. Mountainbike-Fans strömen seit siebzehn Jahren zahlreich an die Bikerally im Eringer Tal. Diese ist so erfolgreich, dass sie eines der Rennen beziehungsweise das vierte Rennen des Garmin Bike Cups ge-

worden ist. Zu diesem Cup zählen elf weitere Bikerennen in der Westschweiz. Text: Mélanie Zuber

sponsoring by Raid évolénard, 16. Juni 2013 Anmeldung auf www.mso-chrono.ch www.raidevolenard.ch


ihre region 94 |

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Migros Wallis

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NR. 19, 6. MAI 2013 | Migros-Magazin |

Sun, Fun – und viel zu Der Sommer ist viel zu schade, um nur auf der faulen Haut zu liegen. Die Klubschule hat spannende Ferien für Kids und Teenies auf Lager. Kein Grund für Erwachsene, neidisch zu werden.

Diesen Sommer können Kinder in märchenhafte Welten reisen: Im Kurs Märchen mit allen Sinnen erleben. Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS WALLIS, 1920 Martigny, Tel. 027 720 42 59.


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Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

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Bilder: ich-und-Du/pixelio.de | Dieter Schütz/pixelio.de | rainer Sturm/pixelio.de

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E-Mail: mitglieder.register@migrosvs.ch www.migroswallis.ch

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in Tag hat 24 Stunden. Bei minus 8 Stunden Schlaf bleiben davon noch 16. Diese fühlen sich im Sommer jedoch viel länger an als sonst im Jahr. Für alles bleibt Zeit – zum Faulenzen auf dem Liegestuhl, zum Träumen in der Abendsonne, zum Grillieren auf dem Balkon. Damit sich bei so viel Musse die Langeweile nicht einschleicht, hat sich die Klubschule in Brig ein frisches Sommerprogramm ausgedacht – von der Reise ins Märchenland über die perfekte Grillade bis hin zum Workshop auf High Heels à la Heidi Klum.

selbst Teil der Geschichte – mit Malen, Basteln, Puppentheater und allerhand Aktivitäten drinnen und draussen. Und weil solch abenteuerliche Reisen hungrig machen, gibt es zu jedem Märchen das passende Mittagsmenü – die kleinen Touristen helfen beim Kochen gleich selbst mit. Nach einem ereignisreichen Nachmittag und einem stärkenden Zvieri geht es wieder heim ins reale Leben – bis die Reise tags darauf schon weitergeht, in die nächste märchenhafte Welt (Märchen mit allen Sinnen erleben, 5. bis 9. August, 9.30 bis 16.10 Uhr).

Märchenhafte Ferienwoche für Kinder

Vorsprung für Teenies in den Fremdsprachen

Eine märchenhafte Ferienwoche können Kinder von sechs bis zehn Jahren erleben. Jeden Tag tauchen sie in die Welt eines anderen Märchens ein: Einmal erwecken sie das Dornröschen zum Leben, ein andermal verwandeln sie den verwunschenen Frosch in einen Prinzen. Eine erfahrene Märchenerzählerin führt die Kinder spielerisch durch die jeweilige Geschichte. Die Kinder lassen sich aber nicht nur berieseln, sondern sind

Für junge Teenies der fünften und sechsten Klasse sind Märchen vielleicht schon Kinderkram. Ihre Klubschul-Ferienwoche wird deshalb abwechslungsreich und cool: Das Köpfchen erhält einen Frischekick in Französisch und Englisch. Ohne Notendruck können die Mädchen und Jungs Gespräche üben und sich so einen Vorsprung aufs neue Schuljahr sichern. Zwischendurch bleibt genügend Zeit, um sich auszutoben – körperlich und auch kreativ. Die nötige Energie tanken die Teenies beim gemeinsamen Mittagessen – es gibt leckere Menüs, kinderleicht gekocht. Alle Erlebnisse (Sommerkurs – Kunterbunt, 5./.6. Klasse, 24. bis 28. Juni von 9.00 bis 16.50 Uhr) können die Teenies sogleich festhalten: Im Informatikteil lernen sie, ein eigenes Tagebuch zu erstellen. Junge Tüftler und Denker ab 14 Jahren können ihre Hirnzellen zusätzlich fordern im Programmierkurs mit Phyton (5. bis 9. August von 8.30 Uhr bis 12.20 Uhr).

abwechslung auch für erwachsene

Das perfekte Grillgut gelingt im Kurs Grillieren.

Fit auf High Heels: Geht nicht nur bei Heidi Klum, sondern auch in der Klubschule.

Bei diesen Angeboten könnte man als Erwachsener glatt neidisch werden. Dazu gibt es jedoch keinen Grund. Das sommerliche Kursprogramm bietet so viel Abwechslung, dass der Sommer beinahe zu kurz ist: Angehende Grillmeister lernen die Kunst der perfekten Grillade, Nachwuchspoeten jonglieren im Lyrikkurs mit Worten, und für Schuhliebhaberinnen geht es im High-HeelsWorkshop à la Heidi Klum hoch hinaus. Text: Denise Jeitziner

Das gesamte Sommerkursprogramm mit diesen und weiteren Kursen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gibt es auf www.klubschule.ch oder 027 720 66 50.


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it’s a wilD worlD

Nichts für Gfrörli

Nostalgie auf dem Nil: Von Kairo nach Assuan

Die Sonne heizt im Frühling bereits kräftig ein. Doch wer sich jetzt ins kühlende Nass wagt, trifft auf frostige Temperaturen.

Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild Nach einer Pause von 18 Jahren werden seit Kurzem wieder Nilkreuzfahrten zwischen der ägyptischen Hauptstadt Kairo, Luxor und Assuan angeboten.

■ Die Mövenpick-«MS Hamees» fährt

Jugendliche am Vierwaldstättersee lassen sich die Badelust vom eiskalten Wasser nicht nehmen.

Bilder : Keystone, PD

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ie wirkt eiskaltes Wasser auf den Körper, und wie gefährlich ist ein Sprung in derzeit noch kalte Seen oder Flüsse? «Wasser entzieht dem Körper die Wärme viel schneller als Luft», erklärt Prisca Wolfensberger (43) von der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft. «Das merkt man, wenn man nass aus der Dusche kommt und anfängt zu frieren. Wenn wir in kaltes Wasser steigen, reagiert der Körper blitzschnell: Blutgefässe und Muskulatur ziehen sich zusammen, die Atmung beschleunigt sich rapide.» Für untrainierte Schwimmer besteht die Gefahr von Muskelkrämpfen und Hyperventilation (Sauerstoffmangel bei schneller, flacher Atmung). Als oberstes Gebot in solchen Situationen gilt: Ruhe bewahren und versuchen, bewusst langsam zu atmen. Prisca Wolfensberger empfiehlt: «Langsam ins Wasser steigen und bedächtig schwimmen, da der Körper die Energie braucht, um sich warm zu halten. In Ufernähe bleiben und mindestens zu zweit sein.» Trotz der angebrachten Vorsicht empfiehlt die Lebensretterin

das kalte Bad wärmstens: «Es ist gesund. Man muss halt einfach trainieren. Dabei hilft auch kaltes Duschen.» Ab 18 Grad Wassertemperatur kann man seinen Kindern das Freibad problemlos zumuten, sagt Prisca Wolfensberger. Aber auch Kinder, die schon bei 16 Grad ins Wasser wollen, können das getrost tun: «Bis 15 Grad gilt die Faustregel: Pro Grad höchstens eine Minute am Stück im Wasser bleiben.» Bei höheren Temperaturen gehört man spätestens dann an die Wärme, wenn man auch innerlich anfängt zu frieren. Übrigens: Es ist wissenschaftlich nicht geklärt, woran es liegt, dass die einen schon bei 15 Grad Badefreuden geniessen, während andere auch 23 Grad warmes Wasser noch als Zumutung empfinden. Text: Andrea Fischer Schulthess

www.migrosmagazin.ch

online-abstiMMung 22 Grad, 18, 14 oder kälter: Ab welcher Temperatur springen Sie ins Wasser?

diese klassische Route in 14 Tagen. Zu sehen gibt es weniger bekannte Monumente und Tempel aus der ägyptischen Antike, darunter die HawaraPyramiden von Amenemhet III., das Mausoleum der Isadora sowie Tell elAmarna, die königliche Stadt, die der Pharao Echnaton kurzzeitig zur Hauptstadt Ägyptens bestimmte. Nächste Abfahrten ab Kairo: 13.5., 8.6., 25.8. und 20.9. respektive ab Assuan am 27.5., 13.8. und am 8.9. (13 Bordtage). ■ Wer im Stil der goldenen Ära der Nilschifffahrt reisen will, sollte die luxuriöse «SS Misr» (Bild) von Mövenpick wählen. 1918 von der British Royal Navy gebaut, hat das nostalgische Dampfschiff heute 16 Kabinen und 8 Suiten: Kairo—Assuan am 20.9. und 16.10. für 14 Nächte, Assuan—Kairo am 8.9. und 4.10. für 12 Nächte. ■ Gut zu wissen: Das EDA in Bern mahnt zur Vorsicht bei Reisen nach Ägypten: auf www.eda.admin.ch im Suchfeld «Ägypten» eingeben. Unbedingt einen Ausflug zu den beiden Felsentempeln von Abu Simbel südlich von Assuan einplanen. Hoteltipp zum Ausspannen nach der Nilkreuzfahrt: das Maritim Jolie Ville Kings Island drei Kilometer von Luxor. Es eignet sich auch für Vogelbeobachtungen.


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MIGROS-BANK-RATGEBER

Ein Drittel weniger Rente Niemand möchte im Alter mit zu wenig Einkommen dastehen. Trotzdem kenne ich viele, die sich kaum je Gedanken über ihr nötiges Alterskapital gemacht haben. Obwohl die gestiegene Lebenserwartung — so erfreulich diese ist — viel Geld kostet. Zudem hat die Finanzkrise unsere Vorsorge auf den Kopf gestellt. Ein Beispiel verdeutlicht, wie fundamental sich die Verhältnisse innerhalb einer Generation geändert haben: Ein Mann, der 1990 in Pension ging, konnte mit einer Lebenserwartung von 82 Jahren rechnen; eine Frau mit gut 86 Jahren. Selbst wenn er sein Alterskapital von 600 000 Franken konservativ anlegte, erzielte er darauf eine fürstliche Jahresrendite von 6 Prozent; eine Bundesobligation zum Beispiel zahlte bis zu 7 Prozent Zins. Der Pensionierte kam also locker auf eine monatliche Rente von 4622 Franken. Eine solch grosszügige Verzinsung ist allerdings die Ausnahme. Historisch betrachtet rentiert ein konservatives Portfolio mit etwa 4 Prozent. Doch gegenwärtig ist auch das zu hoch angesetzt; Schweizer Staatsanleihen zahlen aktuell weniger als 1 Prozent Zins.

Daniel Lang, Leiter Produktmanagement bei der Migros Bank

Die Grafik zeigt zwei Rentenberechnungen: für das Jahr 1990 und heute. Teurer als damals kommt die gestiegene Lebenserwartung bei der Pensionierung (bei Männern sind es im Schnitt bereits 86, bei Frauen 89 Jahre). Stark ins Gewicht fällt zudem die gesunkene Renditeerwartung. Im Beispiel kalkulieren wir, als vorsichtige Annahme, mit 2 Prozent. Bei einem Alterskapital von 600 000 Franken, das bis zum Lebensende aufgebraucht ist, ergibt sich somit eine Monatsrente von 2908 Franken — ein Drittel weniger, als sich der Pensionierte eine Generation früher auszahlen konnte. (Nicht berücksichtigt ist dabei das Einkommen aus der AHV).

Ein Alter von 95 Jahren ist keine Seltenheit mehr Noch tiefer fällt die Rente aus, wenn Sie länger leben als der Durchschnitt. Bei einem Rentnerpaar beträgt die Wahrscheinlichkeit 40 Prozent, dass der Mann oder die Frau mindestens 95 Jahre alt wird. Soll das Vermögen entsprechend für 30 Jahre reichen, sinkt die Rente im Beispiel auf 2200 Franken. Anders ist die Situation als Angehöriger einer Pensionskasse. Hier zählt die durchschnittliche Lebenserwartung aller Versicherten — wer früher stirbt, subventioniert denjenigen mit einer höheren Lebensdauer.

TRICK 77 Das Migros-Magazin präsentiert jede Woche eine Auswahl der besten Hörertipps von Radio SRF.

Bild: Fotolia

Schlechter Geruch im Kühlschrank

Den Kühlschrankgeruch beseitigen «Espresso»-Hörer mit unterschiedlichen Tricks: Man stelle eine kleine Schale in den Kühlschrank, wahlweise gefüllt mit Kaffee, Kaffeesatz, Backpulver oder Natronpulver. Idealerweise wird der Satz des Morgenkaffees eingesetzt. Denn Kaffee verliert nach ein paar Tagen seine Fähigkeit als Geruchsfilter. Back- und Natronpulver hingegen behalten ihre Wirkung über Wochen. Auch Kohlestücke würden schlechte Gerüche neutralisieren. Die Stücke in ein halb

offenes Gefäss legen oder in eine Dose mit Löchern im Deckel und im Kühlschrank platzieren. Entscheidend für ein gutes Kühlschrankklima sind ausserdem die Ordnung des Kühlguts sowie eine regelmässige Reinigung mit Essigwasser oder normalem Spülmittel. Trick 77 im Radio: jeden Freitag um 11.20 Uhr auf SRF Musikwelle und am Samstag um 11.10 Uhr auf Radio SRF 1. Trick-77-Taschenbücher Teil 1 & 2 erhältlich bei: www.exlibris.ch, www.srfshop.ch

Ein langes Leben ist teuer Monatsrente 6500

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Quelle: Migros Bank

Wie viel Geld sollte man bis zur Pensionierung gespart haben? Konkret: Welche Rente kann ich erwarten, wenn ich mit 65 ein Vermögen von 600 000 Franken besitze?

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Die Altersrente ist abhängig von der Lebenserwartung und der Verzinsung des Kapitals. Die Grafik zeigt modellhaft die Entwicklung beider Faktoren, bei einer Pensionierung im Jahr 1990 (rot) sowie heute (grün). Die Zahlen beziehen sich auf ein Alterskapital von 600 000 Franken.

Mit oder ohne Pensionskasse: Es lohnt sich auf jeden Fall, frühzeitig eine Einschätzung der voraussichtlichen Altersrente vorzunehmen. So verhindern Sie eine unliebsame Überraschung im Ruhestand. Reicht Ihr Kapital für den Ruhestand? Diskutieren Sie mit unter: www.facebook.com/migrosbank


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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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Ein Elefant im Netz

Elefantendame Heri muss sich einer Untersuchung des Genitaltrakts stellen. Dabei wird auch gleich ein neues Lagerungsnetz für Elefanten getestet.

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Bilder: Zoo Basel

Zolli-Tierarzt Stefan Hoby (37) berichtet regelmässig aus dem Zoo Basel.

Heri (36) ist die unangefochtene Chefin unserer Elefantenherde. Mit ihrer ruhigen, aber bestimmten Art strahlt sie eine natürliche Autorität aus. Die Tierpfleger schätzen Heri auch wegen ihrer schnellen Auffassungsgabe im täglichen Umgang und beim Training. Wenn der Tierarzt aber mit einer Spritze auftaucht, wird auch die Leitkuh nervös. Heute muss ich gleich mehrere Spritzen verabreichen, denn wir wollen bei Heri eine Fruchtbarkeitsuntersuchung per Ultraschall durchführen.Die Narkosemittel wirken bald. Heri steht mit schläfrigem Blick bewegungslos da und benutzt den Rüssel sozusagen als fünftes Bein. Jetzt können wir das knapp vier Tonnen schwere Tier gefahrlos untersuchen. Heri hatte im Jahr 2004 eine Totgeburt, hat sich davon aber bestens erholt. Wir wissen aufgrund von wöchentlichen Urinuntersuchungen, dass die Leitkuh einen normalen Zyklus hat, der bei Elefantenkühen allerdings gute 16 Wochen dauert. Meine Kollegin Imke Lüders, die auf Fruchtbarkeitsuntersuchungen bei verschiedenen Wildtieren spezialisiert ist, braucht für die Untersuchung des

Praxistest: Nach einer Untersuchung an der Elefantendame Heri überprüft der Grosstier-Rettungsdienst CH/FL ein neues Lagerungsnetz auf seine Tauglichkeit.

gesamten Genitaltrakts nur gerade 20 Minuten. Wir stellen fest, dass Heri leichtgradige, vermutlich altersbedingte Veränderungen an der Gebärmutter aufweist. Die Chance für eine erneute Trächtigkeit könnte damit vermindert sein. Die Veränderungen gefährden die Gesundheit von Heri jedoch nicht. Wie oft bei Untersuchungen von Wildtieren versuchen wir Tierärzte, möglichst viele Informationen zu gewinnen, da wir die Tiere ja häufig nur aus der Distanz beurteilen können. Heute testen wir ein Netz aus, das von Ruedi Keller, dem Leiter des Grosstier-

Rettungsdienstes CH/FL, und seinem Team entwickelt wurde. Das Netz hat sich für den (Helikopter-)Transport von Pferden und Rindern bereits bestens bewährt und soll nun an die Grössenbedürfnisse von Elefanten angepasst werden. Wir wollen unseren Elefanten zwar keinen Helikopterflug ermöglichen. Vielmehr könnte das Netz nützlich sein, um Elefanten in Vollnarkose richtig zu lagern oder fest liegenden Tieren wieder auf die Beine zu helfen. Ruedi Keller hat gute Vorarbeit geleistet: Bei Heri sitzt das Netz wie angegossen!

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Mein garten

In der Nachbarschaft tut sich was

Gartenexpertin Haia Müller wird zur Voyeurin.

Die Freiluftsaison bringt es mit sich, dass sich Privates nach aussen kehrt. Ob man will oder nicht, Ein- und Ausblicke ins Leben der Nachbarn lassen sich nicht vermeiden, man wird zum Voyeur. So lerne ich nach und nach die neu zugezogenen Bewohner kennen. Distanzmässig am nächsten liegt mir ein Pärchen, wobei «liegen» buchstäblich gemeint ist. Viel haben sie noch nicht auf ihrem Sitzplatz, eine Liege genügt ihnen. Die wird dafür ausgiebig genutzt: Die junge Frau sonnt sich stundenlang und hat inzwi-

schen bereits eine Bräune, als ob sie einen Strandurlaub in der Karibik hinter sich hätte. Passend dazu steht noch eine Palme in einem Kübel neben der Liege. Zwei Türen weiter sind Grillfans eingezogen. Egal, ob die Sonne scheint oder es regnet, sie feuern ein und braten ihre Würste. Auch sie haben Palmen aufgestellt, und so geht mein naturnaher Garten mit einheimischem Gewächs optisch nahtlos in die Südsee über. Wie du mir, so ich dir — auch meine Nachbarn werden sich so ihre Gedanken über mich

machen. Mein Lieblingsplatz ist unter der noch jungen Trauerweide. Die überhängenden Zweige werfen schon einen lichten Schatten, unter den ich meinen Korbsessel gestellt habe: der ideale Platz, um zu lesen oder ein Feierabendbier zu geniessen. Der Gärtner, der mir den Baum gepflanzt hatte, schaute zwar etwas skeptisch. Aber seit er weiss, dass ich am Wasser wohne hat er sich mit meiner Wahl versöhnt. «Sonst», so meinte er, «passt eine Trauerweide wirklich nicht.»


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Nr. 19, 6. Mai 2013 | Migros-Magazin |

WEITERE SAC-HÜTTEN-HIGHLIGHTS IM MIGROS-MAGAZIN IN AUSGABE 22: CAPANNA CAMPO TENCIA | AUSGABE 26: TURMANNHÜTTE |

Serie: 150 Jahre SAC

Unterwegs zum Grand Muveran

Von Jorasse, oberhalb von Ovronnaz VS, bis zur Rambert-Hütte, einer der ältesten Hütten des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) in der Westschweiz. Ein Aufstieg in die Stille, bei dem die Zeit zurückgedreht wird.

Bald am Ziel: Bis kurz vor der Ankunft bleibt die Hütte dem Blick der Wanderer verborgen.

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ine Wanderung mit einem angenehmen Auftakt: Der Aufstieg zur Rambert-Hütte beginnt mit einem Abstieg! Man kann sich also vor dem Start ohne Gewissensbisse im Restaurant am Skilift niederlassen und einen Apfelstrudel verschlingen, oder man tritt die Exkursion brav mit leerem Magen an — die erste Stunde ist ein Segen. Warum? Ohne Anstrengung und gleichzeitig mit einem Gefühl von Kühnheit marschiert man mit entspannten Waden in Richtung des Grand Muveran, der, 3051 Meter hoch, die Grenze zwischen den Kantonen Waadt und Wallis bildet. Sich diesem mächtigen Bergmassiv mit solcher Leichtigkeit zu nähern, lässt einen fast ein wenig geringschätzig auf den Muveran herabblicken. Doch Ge-

150 Jahre Schweizer Alpen-Club (SAC) Eine Schweiz ohne alpen-Club? Ebenso undenkbar wie eine Schweiz ohne Berge! auf initiative des Berner Chemikers und Geologen rudolf Theodor Simler wurde der Alpen-Club am 19. April 1863 gegründet. Man wollte den englischen Touristen, die seinerzeit sehr zahlreich die Schweizer Gipfel erklommen, Paroli bieten. im selben Jahr wurde die erste Hütte in den Glarner alpen errichtet – die legendäre, heute geschlossene Grünhornhütte. Viele kennen den SaC durch seine 152 Hütten in den Schweizer Alpen. Dass der alpenClub aber weit mehr zu bieten hat, möchte er mit seinen Jubiläumsaktivitäten unter dem Motto «Mehr als Bergsport» aufzeigen: So ist der SaC mit 140 000 Mitgliedern der fünftgrösste Sportverband der Schweiz, engagiert sich für Natur, Umwelt und Kultur, publiziert Skitouren-, Wander- und Kletterführer, stellt die Nationalmannschaften im Sportklettern und Skitourenrennen und trägt Wettkämpfe aus. Zudem ist der SaC zusammen mit der rega Mitbegründer der Stiftung alpine rettung Schweiz. Einen Überblick zu den wichtigsten Jubiläumsanlässen gibts hier: www.sac-cas.ch/150jahre. Die Migros ist seit Januar 2012 Hauptsponsorin des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) und exklusive Jubiläumspartnerin.


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AuSGAbe 27: WIlDHoRNHütte

Die Wildwesthütte im Wallis

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duld, es kommt noch ganz anders. Zuerst nun aber windet sich der Weg von Jorasse leicht bergab, vorbei an bald blühendem Enzian, an bis zum Hals eingesunkenen Silberdisteln, und an Ebereschen, die im Herbst Trauben von scharlachroten Früchten tragen werden. Die Wegführung wurde 2009 geändert: Statt in das kleine Tal einzutauchen, führt der Pfad am Hang entlang und glättet so das Höhenprofil, ohne die Weglänge zu verkürzen.

gemütliche und steile Passagen wechseln sich ab Der Pfad schlängelt sich vorbei an von vielen Wintern gebeugten Lärchen, bevor er in einen Felsenkessel mündet, einen Riesentrichter, in dem man tief unten

Rustikales Juwel auf 2580 Metern: 1952 wurde die neue Rambert-Hütte etwas unterhalb des Grand Muveran erbaut. Speisesaal und Küche sind über die Jahrzehnte praktisch unverändert geblieben. In den 4 Schlafsälen hat es für insgesamt 40 Personen ein Nachtlager.

ür den Aufstieg von Riddes VS auf den Grand Muveran rechnete man mit neun Stunden in der guten alten Zeit, also im 19.Jahrhundert. Es musste also eine Hütte her. 1895 wurde sie unterhalb des Grats Frête de Saille mit viel Schweiss und zahllosen Aufund Abstiegen gebaut. In der Folge trugen sich in der Hütte regelrechte Tragödien zu — ein Hüttenwart wurde von einem Rivalen erschossen,und ein Gendarm wurde von einem jungen Wilderer niedergestreckt. Zustände wie im Wilden Westen! Da das Gelände zu instabil war, musste die Hütte ein halbes Jahrhundert später an einem günstigeren Standort, unterhalb des Grand Muveran, neu gebaut werden. Seit 1952 ist die Rambert-Hütte, die ihren Namen dem berühmten Waadtländer Schriftsteller

und Naturforscher Eugène Rambert verdankt, so geblieben, wie sie damals gebaut wurde. Rustikal, wuchtig, ohne fliessendes Wasser, mit ihren schönen unverputzten Steinen und den karierten Vorhängen. Im Laufe der Jahre waren hie und da ein paar Instandhaltungsarbeiten nötig, aber keine grossen Renovationen — ausser der Installation von Solarzellen vor zehn Jahren für die Beleuchtung von Küche und Speisesaal. 40 Plätze, verteilt auf 4 Schlafsäle, Toiletten wie früher, draussen, mit biologisch abbaubarem Papier natürlich. Vier Versorgungsflüge mit dem Helikopter bringen Konserven, Getränke, Holz und neun Tonnen Proviant zur Hütte. In der Sommersaison werden in der Hütte bis zu 2000 Übernachtungsgäste gezählt.

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leben

Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

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Der Hüter des Paradieses

das Rauschen der Bäche erahnt. Dann führt der Weg über ein Schieferplateau mit langen, dunklen Platten, die einst von den Flanken des Six Noir heruntergestürzt sind. Mit Beeren prall bestückte Heidelbeerbüsche laden zum Pflücken ein, sie sind hier zum Greifen nah.

in engen serpentinen gehts einem ungestümen bach entlang Der Abstieg ins Tal setzt sich fort und führt kurz darauf über den alten Fussweg unter einem riesigen Fels durch, der einem Dampfschiff gleicht,dessen gigantischer Bug die letzten Weiden zu durchpflügen scheint. Genau hier, unter dem ockerfarbenen Rumpf dieses gewaltigen Felsens, wird es nach einer Stunde des unbekümmerten Schlenderns spannend. Der Pfad wird plötzlich verschlungener, steiler, und steigt in engen Serpentinen einem ungestümen Bachlauf entlang hinauf, bevor man eine erste Ebene erreicht, den Plan Coppet mit seiner Jagdhütte. So wird auch der noch bevorstehende Weg sein — eine Aufeinanderfolge von anstrengenden Aufstiegen und flachen Passagen zum Verschnaufen. Als würde man Etage um Etage aufsteigen, von einem Treppenabsatz zum nächsten, mal in Schweiss gebadet und bald darauf wieder erholt. Lieblich breitet sich der Plan Coppet aus, es geht vorbei an blauroten Eisenhutbüschen und den Überresten einer alten Schäferei. Nebelfetzen wechseln schnell, einem Schal gleich

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«Wie könnte man hier oben unglücklich sein»: Hüttenwart Sébastien Planchamp mag das einfache Leben auf dem Berg.

S

ébastien Planchamp (41), gelernter Schlosser, immer schon sportbegeistert, liess im Alter von 30 Jahren alles hinter sich. Er machte sich auf nach Südamerika. Zurück kam er mit dem Drang, sein Leben völlig umzukrempeln: Er wurde Skilehrer, danach Hilfshüttenwart im Wallis, zuerst in der Cabane des Susanfe bei den Dents du Midi, später in der Sornio-Hütte. «Bis sich eine für mich ideale Hütte anbot, nicht zu gross und mit möglichst rustikalem Ambiente», sagt Sébastien Planchamp. Als die Stelle in der RambertHütte 2008 frei wurde, schnappte er sie sich. Seine Aufgaben? Mahlzeiten zube-

reiten, sauber machen — «und retten, sofern es sich im Rahmen meiner Kompetenzen bewegt, sonst rufe ich die Air Glacier», sagt er. Sébastien Planchamp ist kontaktfreudig, aber er liebt auch die Einsamkeit hier oben und die Gipfel. «Ich mag dieses einfache Leben hier. Mit Regenwasser kann man 2000 Menschen am Leben erhalten, das ist wunderbar», sagt er. Er schwärmt von der Landschaft und der Tierwelt: den Steinböcken, Füchsen, Hasen, Schneehühnern und dem Bartgeier, der mit seiner riesigen Flügelspannweite majestätisch an der Hütte vorbeischwebt. «Wie könnte man hier oben unglücklich sein», sagt Sébastien Planchamp und zeigt auf die grandiose Bergkulisse. Mit einem, mal auch zwei Helfern führt er die Hütte, wäscht die Wäsche von Hand, «wie unsere Grossmütter», kocht Mahlzeiten, je nach Saison Hirschpfeffer, Rösti, Quiche oder gebratenes Poulet für die Kinder. «Den Schülern, welche die Hütte besuchen, berichte ich von meinen Alltag. Sie betrachten mich schon ein bisschen als Neandertaler», lacht Sébastien Planchamp und fügt an: «Das ist ein kleines Paradies hier oben. Eine Wanderin hat einmal gesagt, dass ich nach meinem Tod keinen Anspruch auf das Paradies hätte, weil ich es zu Lebzeiten schon gehabt hätte.»

Meine lieblings-saC-hütte

«Die Cabane d’Orny ist bequem erreichbar»

Bilder: Keystone (2)

Christophe Darbellay, Nationalrat und Präsident der CVP

«ich habe viele Lieblingshütten, aber wenn ich mich für eine allerliebste entscheiden muss, dann ist es die Cabane d’Orny in der Nähe meines Heimatorts Martigny VS. ich war etwa 13 Jahre alt, als ich die 2831 Meter über Meer gelegene Hütte zum ersten Mal besuchte. Seither war ich jedes Jahr ein Mal an diesem idyllisch zwischen zwei kleinen Seen gelegenen Ort. Die Hütte wird immer noch vom gleichen Ehepaar geführt. Sie ist bequem erreichbar in einem rund zweistündigen Fussmarsch. Man hat einen wunderbaren Blick ins Val d’Entremont. auf halber Höhe trifft man auf einen Bergbach. Er heisst Le Darbellay, deshalb fühle ich mich verpflichtet, daraus zu trinken, wann immer ich daran vorbeikomme. Mit 14 Jahren wurde ich Mitglied der SaC-Jugend, wo ich sehr viel gelernt hatte. im alter

von 25 Jahren trat ich dem SaC bei. ich bin dankbar für all die schönen Erlebnisse, die der alpen-Club mir ermöglicht hat. Wir waren eine unzertrennliche Gruppe, die sich jedes Wochenende traf. Zwar gehe ich es heute ruhiger an als damals, doch für dieses Jahr habe ich mir einige schöne Gipfel vorgenommen: den Dôme, l’aguille Noir oder das Bietschhorn.»

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ihr saC-ausflugsziel Welche Hütte ist ihr Favorit, und auf welcher route gelangen Sie dorthin? Schreiben Sie uns auf www.migrosmagazin.ch

Die Cabane d’Orny, in der Nähe von Martigny, liegt auf 2831 Metern idyllisch zwischen zwei kleinen Seen.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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Mit ein bisschen Glück kann man auf dem Grat gegenüber der Hütte ein Rudel Steinböcke beobachten.

umhüllen sie den Gipfel. Von da an ist der Weg für den Wanderer noch lang. Am Ende der Ebene lohnt sich für ihn ein Blick zurück auf das prächtige Netz der in der Sonne silbrig glänzenden Bäche und das atemberaubende Bergmassiv des Grand-Combin, dessen höchster Gipfel mit 4314 Metern zu den höchsten der Alpen gehört. Die nächste Etappe ist eine erneut schweisstreibende Herausforderung in steinigem Gelände. Nach und nach und fast ohne die langsame, aber stetige Veränderung der Umgebung wahrzunehmen, verlässt man die Farben, die Pflanzen und die vertrauten Geräusche. Und plötzlich ist man in einer anderen Welt unterwegs: mondartig, mineralisch, ein grauer und bräunlicher Krater der Stille, von der Vegetation verlassen. Auf dem Plan Salentze, unmittelbar unterhalb der Frête des Saille, wachsen nur noch wenige Disteln, vereinzelte Exemplare, die dem rauen Wind standhalten. Fast schwerelos bewegen sich die Beine in dieser unwirklichen Landschaft, fast wie bei Neil Armstrong, als dessen Fuss zum ersten Mal den Mond berührt hat.

Wie im Märchenbuch duckt sich die Hütte unter den Berg Schliesslich erscheinen die riesigen geriffelten Wände des Grand Muveran — gigantische Falten, als hätte der Berg seinen Kopf verdreht. Aber keine Hütte ist in Sicht. Erst nach der letzten Kurve taucht sie auf. Nach der letzten Anstrengung im Geröll zeigt sich zuerst die Schweizer Fahne, dann das graue Dach und die Steinmauer. Gelegentlich gibts für die Besucher eine reizvolle Überraschung: Immer wieder hält sich dort auf dem Grat gegenüber ein Rudel Steinböcke auf. 30 männliche Tiere, trittsicher im Gestein, die Geweihe gen Himmel gerichtet, sich streckend, vor sich hindösend oder in Duellen ihre Kräfte messend in Vorbereitung auf die Brunftzeit. Ein letzter steiler Grashang, und man erreicht die Hütte, mit der schönen Ter-

Den Grand Muveran im Rücken, geht es über eine riesige Geröllhalde. In diesem Gelände beneidet man die Steinböcke um ihre Trittsicherheit.

Grand Muveran

La Forcla

Haut de Cry

Rambert Hütte (SAC)

Petit Muveran VD

Chamosentse

VS Loutse

Six noir

Ovronnaz Jorasse

TOJ

Morthey 1 km

Gut zu wissen Anfahrt: Autobahn A9, Ausfahrt Riddes. Richtung Ovronnaz fahren und das Auto auf dem (kostenlosen) Parkplatz des Sessellifts abstellen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man mit dem Zug bis nach Sitten fahren und von dort aus bis nach Ovronnaz den Bus nehmen. Den Fahrplan findet man unter: www.postauto.ch Hinweg: Von Ovronnaz mit dem Sessellift nach Jorasse (1940 m), dann dem ausgeschilderten Weg Cabane Rambert (2580 m) folgen (2 Stunden 30 Minuten). Rückweg: Nach Ovronnaz zurück über dieselbe Route (2 Stunden). Oder über eine etwas längere Alternativroute (3 Stunden), die über Les Outannes, Chamosentse und Loutse führt. Dauer: 5½ bis 6 Stunden Höhenunterschied: 640 m. Rambert-Hütte: Sébastien Planchamp, Telefon: 027 207 11 22.

rasse und dem gemütlichen Speisesaal mit Vorhängen wie aus dem Märchen «Hänsel und Gretel» duckt sie sich unter den Kalksteintorso des Grand Muveran. Vor den Augen breitet sich die Alpenkette aus: Matterhorn, Grand Combin, Mont Blanc — die magische Parade der 4000er. Jetzt ist es Zeit für eine Stärkung in der Hütte. Für den Rückweg können Wanderer entweder denselben Weg gehen oder die Schleife über Outannes, Chamosentse und Loutse nehmen, den «Sonntagsspaziergang», wie die Einheimischen sagen. Links um die Pointe de Chemo herum ist der Rückweg etwas länger, bietet aber eine interessante Alternative. Der Weg führt über eine riesige Geröllhalde, durch eine zerklüftete Felslandschaft des Dent de Chamosentse, bei der man bedauert, dass man nicht über die trittsicheren Hufe eines Steinbocks verfügt. Schritt für Schritt nähert man sich wieder der belebten Welt, mit einer ersten Weide, mit Heuschrecken und Kuhglocken. Im Gegenlicht der flach stehenden Sonne wirkt jeder Zweig wie mit dem Stift gezeichnet. Nun hat man wieder festen Boden unter den Füssen. Ein Zwischenhalt in der Buvette de Loutze bietet sich an, bevor man wieder in die Zivilisation zurückkehrt. Texte: Patricia Brambilla Bilder: Mathieu Rod

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leben

Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

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Auch mit Inlineskating, Velofahren oder Schwimmen kann man sich auf die enorme Belastung bei einem Marathon vorbereiten.

Ohne Vorbereitung läuft gar nichts

Jeder, der gesund ist und regelmässig läuft, kann einen Marathon schaffen. Vorausgesetzt, die Vorbereitung stimmt. Das Training umfasst weit mehr als «Gring abe u seckle». Sechs Monate sollte man sich dafür schon Zeit geben.

Bilder: Getty images (3), Keystone (1)

F

ast alle, die gerne laufen, denken irgendwann daran, einen Marathon oder einen Halbmarathon zu bewältigen. Ob man einen klassischen wie Lausanne mit 42,195 oder einen Swissalpine Marathon mit 78 Kilometern ins Auge fasst, ob man 18 oder 80 Jahre alt ist, ambitionierte Läuferin oder Hobbyathlet — jeder laufbegeisterte, gesunde Mensch, der über eine gute Ausdauer verfügt, kann mit dem richtigen Training einen Marathon schaffen. Wie man sich darauf vorbereitet, hängt von den eigenen Voraussetzungen, Zielen und von der Laufstrecke ab. Trainingstipps und -pläne gibt es im Internet, in Büchern, in Laufkursen oder beim persönlichen Coach. Sechs Monate Zeit

sollte man sich für die Vorbereitungen aber sicher geben. Dass Lauftraining nicht nur aus «Gring abe u seckle» besteht, sollte hinlänglich bekannt sein. «Ein Trainingsplan ist ein Gesamtwerk. Er besteht aus Ausdauer, Kraft und Koordination, aus langen Läufen und Laufeinheiten in einem dem eigenen Formzustand entsprechenden Marathontempo», sagt Laufprofi Markus Ryffel (58).

beim skaten oder schwimmen werden die gelenke geschont Man könne, ja man solle einen Teil des Ausdauertrainings auf die Inlineskates, das Bike, das Schwimmen oder Nordic Walking verlegen. So werde das Herz

zwar trotzdem trainiert, Sehnen, Muskeln, Gelenke und Bänder würden aber geschont. Der limitierende Faktor bei der Marathondistanz sei nämlich der Bewegungsapparat. «Um diesen zu schonen, soll man ruhig den Mut haben, fürs Training auf andere Sportarten auszuweichen», rät Ryffel, der Olympiazweite von 1984 über 5000 Meter. Trotzdem muss sich der Körper an die bevorstehende Belastung durch das Laufen gewöhnen. Wer einen Strassenmarathon wie New York oder Lausanne anvisiert, sollte rund 50 Prozent des Lauftrainings auf Asphalt absolvieren, meint Ryffel. «So gewöhnt sich der Körper gut an den harten Untergrund. Immer vorausgesetzt natürlich, man trägt den richtigen Schuh. Für Asphalt wählt man ein im Vor- wie im Rückfuss gedämpftes Modell, fürs Gelände mit vielen Naturwegen ist ein Schuh mit griffiger Trailsohle sinnvoll.» Nicht nur beim Schuh gibt es Unterschiede zwischen Stadt- und Bergmarathon, auch beim Laufen selbst. «Berglauf», schwärmt der ehemalige Bahnspezialist Ryffel, «ist etwas Spezielles. Er kostet viel Substanz, aber oben gibts als Belohnung die tolle Aussicht.» Im Gelände ist man gezwungen, den Laufstil bergauf wie bergab der Neigung


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leben

Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

42,195 Kilometer auf Asphalt: Der Lausanne Marathon.

anzupassen. Je steiler der Anstieg, desto kürzer die Schrittlänge und umso intensiver das Abstossen des Fusses. Das ist ökonomisch, kann aber eine beschleunigte Atmung nicht verhindern. «Niemand soll sich zieren zu marschieren», sagt Markus Ryffel, «denn damit spart man Energie und kommt fast gleich schnell voran wie beim Joggen.» Bergab sollte man mit gedrosseltem Tempo unterwegs sein – marschierend, wenns länger dauert –, um das Bremsen durch die vordere Oberschenkelmuskulatur zu vermeiden, das bei weniger Trainierten zu fürchterlichem Muskelkater führen kann. Immerhin muss die Muskulatur das vier- bis fünffache www.migrosmagazin.ch

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Körpergewicht abbremsen. Daneben gilt es, die Arme recht weit vom Körper entfernt zu führen, damit im unebenen Gelände die Balance besser gehalten werden kann. Der unebene Untergrund beim Berglauf hat auch Vorteile: Die Schweizer Bergläuferin Jasmin Nunige, mehrfache Siegerin des Swissalpine Marathons und Topplatzierte beim Jungfraumarathon, kennt kaum Verletzungen. «Das Tolle am Laufen im Gelände ist, dass man immer eine andere Belastung hat und so das Verletzungs- und Überlastungsrisiko minimiert wird», sagt die 40-jährige Bündnerin. Auch Flachlandbewohner können sich auf das bergige Terrain gut vorbereiten, etwa mit Treppenläufen in der Stadt. «Hinauf joggen und sich beim Hinuntergehen erholen. Acht bis zwölf Mal in Serie», empfiehlt Ryffel. Anstelle einer Treppe eignet sich auch ein Hügel oder das gute alte Seilspringen, das die Muskulatur, die es beim Bergauflaufen braucht, effizient trainiert. «Auch bei mir stehen ein Mal wöchentlich Hügelläufe auf dem Programm», sagt Jasmin Nunige, «sowohl im Sommer wie im Winter.»

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Fit für den Marathon Marathon-Woche, 22.–29.9.2013 Sie suchen eine neue Herausforderung und möchten sich auf die Königsdisziplin im Laufsport vorbereiten? in der Marathon-Woche in St. Moritz gibt ihnen das kompetente ryffel running Team die Grundlagen für ein gezieltes aufbautraining oder verpasst ihnen bei fortgeschrittenem Wissen den letzten Schliff. Profitieren Sie von der grossen Erfahrung von Dr. Thomas Wessinghage, Markus ryffel und dem ryffel running Team. Erleben Sie unvergessliche Sporterlebnisse in einer atemberaubenden Umgebung. Preis pro Person (inkl. MwSt.) Unterkunft im Hotel Waldhaus am See Doppelzimmer 1450 Franken Einzelzimmer 1644 Franken Zuschlag für Zimmer mit Seesicht 100 Franken Buchung und Beratung: www.ryffelrunning.ch, Tel. 031 952 75 52 Anzeige

zwischen Kilometer 28 und 35 droht der «Hammermann» Wer Marathon laufen will, braucht viel Energie und soll darum im Alltag mehr Kohlenhydrate und Flüssigkeit zu sich nehmen. Auch bei Training oder Wettkampf ist eine regelmässige Energieund Flüssigkeitszufuhr wichtig: Ein Riegel, ein Kohlenhydratgel oder eine Banane sowie ein Becher Wasser, Tee oder Bouillon bei jeder Verpflegungsstation im Wettkampf sind sinnvoll. Als Sportbekleidung eignen sich spezielle Funktionsmaterialien, die jedem Wetter gerecht werden. «In einen kleinen Laufrucksack gehören frische Unterwäsche und eine leichte Regenjacke, zum Beispiel aus Softshell», erklärt Markus Ryffel. «Unbedingt mitnehmen zum Bergmarathon sollte man auch Handschuhe und eine Kopfbedeckung.» Und dann läuft man im Marathon über lange Strecken euphorisch vor sich hin — und plötzlich geht gar nichts mehr. Die Energie ist wie weggeblasen, jeder Schritt eine Qual. Meist schlägt der gefürchtete «Hammermann» zwischen Kilometer 28 und 35 zu. Aber es lohnt sich durchzuhalten – im Ziel sind Mühen und Schmerzen bald vergessen. Was bleibt, sind die Glücksgefühle und die schönen Erinnerungen. Text: Caroline Doka

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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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gefällt Mir

aPP Der woche

«Bei Golem gibts top IT-News» Warnung vor Unwettern Die neue App von MeteoSchweiz bietet neben Wetterprognosen auch verschiedene Messdaten an und warnt bei drohenden Unwettern per Pushmeldung. Für jede Schweizer Ortschaft können Prognosen für die folgenden sechs Tage sowie Grafiken zu Temperatur und Niederschlag eingeblendet werden. Dazu gibt es Animationen mit Satelliten- und Niederschlagsradarbildern. Gratis, für iOS und Android

Das Hirn am Handgelenk

Smarte Uhren sind mit dem Handy verbunden. So ist man informiert, ohne ständig das Smartphone zu zücken.

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laubt man den Gerüchten im Internet, entwickelt Apple derzeit mit Hochdruck die sogenannte iWatch — eine smarte Uhr, die mit dem iOS-Betriebssystem läuft und sich mit dem iPhone koppeln kann. Auch andere Hersteller wie Samsung oder Google sollen an ähnlichen Uhren arbeiten. Doch wozu soll man sich eine Computeruhr ans Handgelenk schnallen? Die bereits erhältlichen Modelle Pebble und die SmartWatch von Sony zeigen, wohin die Entwicklung geht: Sie sind per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden und können beispielsweise Termine aus dem Smartphone-Kalender oder einkommende SMS anzeigen, den Musikplayer des Handys steuern oder dem Benutzer melden, wenn neue E-Mails

Das Ding

Gärtners Liebling

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Der Pflanzensensor Koubachi weiss, was Pflanzen brauchen. Wird er neben einer Pflanze in die Erde gesteckt, misst er dort die Bodenfeuchtigkeit, die Temperatur sowie die Lichtintensität und berechnet so die Bedürfnisse der Pflanze. Den circa 18 cm langen Sensor gibt es in einer Version für Zimmerpflanzen und ganz neu auch in einer Outdoor-Version. Dank dazugehörender App wird auf dem Handy angezeigt, ob die Pflanze Wasser, Dünger, mehr Licht oder andere Pflege benötigt. Preis bei Digitec: 119 Franken Outdoor, 99 Franken Indoor.

oder Facebook-Nachrichten ankommen. Wer eine solche Uhr trägt, muss also nicht mehr jedesmal das Smartphone aus der Tasche klauben, um zu kontrollieren, was es Neues gibt. Sehr intelligent sind die aktuell verfügbaren Smartwatches nicht — sie funktionieren eher als eine Fernsteuerung oder als ein zweiter Bildschirm des Smartphones. Zukünftige Uhren könnten jedoch mehr Funktionen bieten. Gemäss Marktforschern werden die smarten Uhren bereits dieses Jahr den Durchbruch schaffen und zu einem neuen Trend werden. Statt ständig am Handy herumzuspielen, könnte es also sein, dass wir künftig ganz diskret nur den Ärmel zur Seite schieben, um die neusten SMS zu lesen. Texte: Felix Raymann

Matthieu Clerc (17), Lernender Mediamatik, Micarna SA, Courtepin FR

n Welches Internetradio ist Ihr Geheimtipp? Radio Fribourg, hier werden die Spiele von Gottéron übertragen. n Welches Musikstück holt Sie aus der Krise? «Under The Bridge» von den Red Hot Chili Peppers. n Meine Lieblingsfernsehserie ist … …«The Big Bang Theory», die geniale Sitcom rund um eine WG junger Physiker. n Welcher Film hat Sie besonders berührt? «Inception», ein Science-Fiction-Film mit Leonardo DiCaprio. n Wo möchten Sie auf keinen Fall von Ihrem Handy gestört werden? Wenn ich schlafe. n Wenn ich 15 Minuten nur für mich habe … …drehe ich die Musik auf und erhole mich. n Ihre genialste App? SBB — den Fahrplan immer dabei. n Mit welchem Game haben Sie bis jetzt am meisten Zeit verbracht? Mit NHL 12/13 — etwa 50 Stunden. n Wo holen Sie sich Ihre News? Bei www.golem.de, top IT-News. n Welches ist Ihre unterhaltsamste Fanseite auf Facebook? … TeamBlackSheep — tolle Flugvideos aus der Cockpitperspektive von Modellflugzeugen. Aufgezeichnet von: Daniel Schifferle

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Nr. 19, 6. Mai 2013 | Migros-Magazin |

news

Ein kleiner Star zum kleinen Preis

Mit dem Space Star bietet Mitsubishi ab sofort einen frischen Kleinwagen an. Der 3,71 Meter kurze Fünftürer verblüfft mit viel Platz und ist bei uns ab 13 999 Franken erhältlich, als Dreizylinderbenziner mit 1,0 oder 1,2 Liter Hubraum und mit 71 oder 80 PS. Der Normverbrauch beginnt ab 4,0 l/100 km (ab 92 g/km CO2, ab Energieeffizienz a).

Autovermieter reduzieren Schadstoffausstoss Der Schweizer autovermieterverband hat sein Ziel erreicht und den CO2 -ausstoss der Flotte letztes Jahr auf 138 g/km gesenkt. Bis 2015 soll er auf 130 g/km reduziert werden. Der Verband verzeichnete letztes Jahr bei etwas weniger Umsatz übrigens 2,2 Prozent mehr Kunden.

Auch Chevrolet lanciert ein Baby-SUV

Tschechisches Sandwichkind

Die Skoda-Familie erhält Zuwachs: Der neue Rapid reiht sich zwischen den kleinen Fabia und den grösseren Octavia ein. Testfamilie Quadri prüft, ob der Fünftürer auch fünf Leute fasst.

Nach dem Mokka von Opel gesellt sich diesen Monat der Bruder von Chevrolet zur Liga der City-SUV. Der nur 4,25 Meter lange Trax mit Front- oder 4x4-antrieb weist Normwerte ab 4,5 l/100 km (ab 120 g/km CO2-austoss, ab Energieeffizienz a) auf und ist als Benziner oder Diesel mit 115 bis 140 PS ab 21 900 Franken zu haben.

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amilienausflug an den Neuenburgersee und mit einer Freundin und drei Teenagern ans Rockkonzert. Gemeinsam mit Ehegatte Carlo (46) und den Töchtern Laura (17), Lisa (15) und Joelle (14) unterzieht Beatrice Quadri (47) aus Lyss BE den neuen Skoda Rapid auf 500 Testkilometern einem echten Härtetest, um zu «erfahren», ob der Tscheche als Nachfolger für einen der bereits

älteren Mitsubishi Galant Kombis der Familie taugt. Auf 4,48 Meter Länge — für einen Kompaktwagen recht üppig — bietet der Rapid, wie Beatrice Quadri lobt, «geniale Beinfreiheit im Fond, etwa für lange Teenagerbeine, und grandios viel Laderaum sowie pfiffige Details». Doch mit fünfköpfiger Besatzung, so ihr Fazit, stösst er an Grenzen. «Für drei fast erwachsene Töchter ist er nicht ideal: Da


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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Geballte Ladung: Die Quadris – Carlo, Beatrice, Laura, Joelle und Lisa (von links) – testen, ob das Gepäck für die Ferien in den geräumigen Rapid passt.

STECKBRIEF

Skoda Rapid 1.2 TSI Antrieb: R4-Turbobenziner, 1197 cm3, 105 PS, 175 Nm bei 1550–4100/min. 6-Gang-Getriebe, Frontantrieb. Fahrleistungen: 0–100 km/h in 10,3 s, Spitze 195 km/h. Abmessungen: L x B x H = 4,48 x 1,71 x 1,46 m, Gewicht 1175 kg, Laderaum 550 bis 1490 l. Verbrauch: 5,1 l/100 km = 118 g/km CO2-Ausstoss (Werksangaben). Energieeffizienz C. Preis: ab 19 650 Franken (Basis, 86 PS, ab 17 490 Franken).

CO2-RICHTWERTE

Skoda Rapid 1.2 TSI 170 160

161 155

150

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140 130

fehlt es an Innenbreite», sagt die Dekorationsgestalterin. Doch überzeugt die Marke die Quadris, sodass sie einen anderen Skoda mit auf die Autowunschliste setzen. «Wohl den Octavia Combi oder den noch grösseren Superb», meint Carlo Quadri. Zurück zum Ausflug an den Neuenburgersee. «Wir fuhren im Test absichtlich auf unterschiedlichen Strassen», berichtet Wirtschaftsinformatiker Carlo Quadri. Dabei überraschte ihn das Durchzugsvermögen des 1,2-Liter-Turbos mit 105 PS: «Er bietet klar mehr Power, als ich erwartet hätte. Trotzdem geht der Testverbrauch von knapp sieben Litern in Ordnung.» Anbei: Obwohl der CO2-Ausstoss laut Norm sehr gute 118 g/km beträgt, hat der Rapid nur Energieeffizienz C: Weil bei deren Bestimmung das Gewicht mitspielt, wird er als leichtes (und auch darum sparsames) Auto hier benachteiligt. Neben dem Verbrauch testet die Familie Quadri auf dem Weg zum

Rockkonzert Soundanlage und Fahrwerk auf Herz und Nieren. Das Resultat: Soundanlage prima; Fahrwerk zwar agil und handlich, aber auf ungepflegten Strassen zu straff. Beatrice Quadri schätzt «die bequemen Sitze», kritisiert aber die schlechte Sicht nach hinten. «Hintere Parksensoren sind quasi Pflicht», sagt sie, «auch wenn diese furchterregend piepsen, obwohl man fast 20 Zentimeter vom Hindernis weg ist.» Kritisiert wird von der Testfamilie die optionale vordere Mittelarmlehne. «Man kann sie zwar hochklappen, aber in Normalstellung behindert sie das Betätigen der Handbremse», sagt Carlo Quadri, «und versteckt zudem den Aux-Anschluss.» Doch letztlich zieht die Familie ein positives Fazit: «Für eine vierköpfige Familie wäre der Rapid mit seinem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis das ideale Auto.» Texte: Raoul Schwinnen Bilder: Nik Hunger

120 110 100

142

Im Jahr 2015 sollen die Neuwagen in der Schweiz im Schnitt nur noch 130 g/km CO2 ausstossen. Geht man von einer kontinuierlichen Senkung des letzten er136 mittelten Werts (2011: 155 g/km) 130 aus, bedeutet das für 2013 118 g/km einen Richtwert von 142 g/km. Der Testwagen liegt mit 118 g/km bereits sehr klar darunter.

90 80 2010 2011 2012 2013 2014 2015

Weitere Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie unter: www.migrosmagazin.ch

EXPERTE

Autohersteller im Öko-Dilemma Die Autohersteller kämpfen mit einem Zielkonflikt: Technologien zur Reduktion giftiger Abgase führen zu mehr Verbrauch und somit CO2-Ausstoss – und umgekehrt. Das neueste Beispiel sind Benziner mit Direkteinspritzung (wie sie etwa auch der Skoda Rapid hat): Die Technik senkt zwar deutlich den Benzinbedarf, führt aber zum Ausstoss ultrafeiner, gesundheitsschädigender Partikel, die gefährlich tief in die Kurt Egli, Lungen gelangen. Ab 1. September 2017 gilt Umweltberater daher für diese Motoren ein strenger Grenzwert. Ironie der Geschichte: Die einst deshalb verrufenen Diesel haben dieses Problem dank Partikelfilter nicht mehr.


bitte MelDe Dich 118 |

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Nr. 19, 6. Mai 2013 | Migros-Magazin |

Landmaschinenmech. «Caribou» an der Ausstellung Garage Nussbaumer.

n Wir organisieren ein Landmaschinenmechaniker-Treffen. Nur du fehlst noch! Weil du einzigartig warst im Sprachjahr 1974, musst du dabei sein. Weil dich welsche Kollegen nur mit dem Übernamen anredeten, bleibt uns nur noch «Caribou». Bitte melde dich bei: Jean-Rodolphe Winkler 2300 La Chaux-de-Fonds Telefon: 079 516 99 85 Mail: jrd.winkler@bluewin.ch

Geschützmechaniker, Thun 1963 n Gesucht werden: Kameraden der Geschützmechaniker-RS Sommer 1963 in Thun. Gesucht werden die auf der Foto eingekreisten ehemaligen Rekruten für ein Treffen im Sommer 2013. 50 Jahre danach gibt es sicher viel zu erzählen und zu lachen. Auf ein Wiedersehen freuen sich die bereits gefun-

denen Kameraden Fritz Leuenberger, Carlo De Maria, Hermann Blank, Willi Würth und Joe Grob sowie die WK-Kameraden Paul Benz und Hans Kistler. Bitte meldet euch bei: Joe Grob Telefon: 056 401 33 89, 076 367 76 35 Mail: j.grob@swissonline.ch

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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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Klassentreffen der Klasse Furer n Wir suchen unsere Schulkollegin Ruth Wicki (Jahrgang 1947) für eine Klassenzusammenkunft der Klasse von Lehrer Furer in der Schönau 1 am Palmsonntag in Steffisburg. Bitte, Ruth, melde dich bei mir. Heidi Schmid-Siegfried 3612 Steffisburg Mail: heidi-schmid@gmx.ch

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Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

badespass | 121

Mitmachen und gewinnen Freizeitvergnügen für die ganze Familie: Das Bernaqua in Bern Brünnen.

Spass und Erholung im Bad

Das Migros-Magazin und Bernaqua verlosen 30 x 2 Tageseintritte ins Bernaqua Erlebnisbad.

D Bilder: © by Marcel Chassot

ie klirrende Kälte der vergangenen Monate ist abgeschüttelt, und die Müdigkeit, die uns die kurzen, dunklen Tage beschert haben, schnell vergessen. Was nun? Sich bewegen und die Lungen mit purer Lebensfreude füllen. Im Bernaqua, das sich im Freizeitund Einkaufszentrum Westside in Bern Brünnen befindet, gibt es für jede Vorliebe das passende Freizeitprogramm.

sprudelndes Vergnügen in der bäderwelt Das Erlebnisbad im Bernaqua verbreitet bei Badegästen jeden Alters Ferienstimmung: Die Kleinen planschen gern im bunten Kinderbereich, wo garantiert keine Langeweile aufkommt. Für den Adrenalinkick sorgen der Wildwasser-

canyon und die verschiedenen Rutschen. Das Wasser im Aussenbecken ist auch an kühleren Tagen wohlig warm, und besondere Erlebnisse versprechen die Dampfgrotte sowie das Solebad, das mit Klang, Farbe und Licht eine himmlische Stimmung aufkommen lässt. Im Mai gibt es ein Spezialangebot für Mutter und Tochter sowie einen Vollmondanlass. Im Juli erhält ein Kind einen Gratiseintritt pro voll zahlende erwachsene Person, und im August wird Geburtstagskindern an ihrem speziellen Tag freier Eintritt gewährt. Wichtig zu wissen: Vom 10. bis 30. Juni ist das Bernaqua geschlossen. In dieser Zeit findet die jährliche Revision statt. www.bernaqua.ch

Das Migros-Magazin und Bernaqua verlosen unter allen Leserinnen und Lesern des Migros-Magazins 30 x 2 Tageseintritte ins Bernaqua Erlebnisbad im Gesamtwert von 2700 Franken. Wettbewerbsfrage: in welchem Kanton liegt das Bernaqua? n Teilnahme per Telefon: rufen Sie 0901 560 039 (1 Fr./anruf ab Festnetz) an und nennen Sie ihre Lösung, ihren Namen und ihre adresse. n Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWiNNEN, dem Lösungswort, ihrem Namen und ihrer adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWiNNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt n Per Internet: Gratis auf: www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff n Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (a-Post) mit ihrem Lösungswort und ihrer adresse an Migros-Magazin, «Bernaqua», Postfach, 8099 Zürich n Einsendeschluss: Sonntag, 12. Mai 2013. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen.


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Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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ZUSÄTZLICH: Eine von 5Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das blau eingefärbte Feld!

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.5.2013, 24 Uhr

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Telefon Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz)

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Auflösung Nr. 18: FERNROHR

So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.5.2013, 24 Uhr Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

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Gewinner Nr. 17: Sabrina Walser, Bühl BE; Erica Hensch, Zürich ZH; René Kellenberger, Grub AR; Heinz Kneubühler, Luzern LU; Nelly von Allmen, Biel BE Gewinner «Zusatz» Nr. 17: Johannes Weidner, Kollbrunn ZH; Urs Sager, Zürich ZH; Margot Gerber, Wittenbach SG; Paul Bernhardsgrütter, Sargans SG; Sabine Lindenhofe, Eglisau ZH


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rätsel & spiele

Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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UnterhaltUng | 125

QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Welche Gemeinde gilt offiziell als zweisprachig? R Bulle

G Murten

K Grenchen

So nehmen Sie teil

2. Wie nennt man die Zeit unmittelbar nach der Hochzeit? L

Gittermonat

A Glittertage

E

Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

Flitterwochen

3. Welches ist die nördlichste dieser Hauptstädte? A Kopenhagen

M Helsinki

D Stockholm

4. Ein beliebtes Tiermotiv in Chagalls Bildern ist der ...? E

Esel

I

Hund

R Kakadu

5. Welche Farbe hat das Hemd der Ausgehuniform der Schweizer Armee? H blau

A dunkelgrün

I

hellgrau

Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.5.2013, 24 Uhr

6. Welches dieser Worte ist kein Oxymoron? T

bittersüss

N spindeldürr

E

Hassliebe

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

7. Woher stammte der erste und einzige König von Korsika (1736)? O Italien

I

Frankreich

D Deutschland

E

Oxytocin

T

8. Was gilt als «Kuschelhormon»? R Insulin

Auflösung Nr. 18: JOCHBEIN

Adrenalin

Gewinner Nr. 17: Jürg Gobeli, Untersiggenthal AG; Claudio Tambini, Zürich ZH; Heidi Beyeler-Bachmann, Biel BE

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

R

5

4 1 2 3

AUSRE I SE AUSSTOSS E H R E N AMT ESST I SCH HARR I SON HERRGOTT HEUGABE L MA N I E R E N U N T E R A RM V I GNE T T E

1

2

3

4

So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 AHESR Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

5

Auflösung Nr. 18: EINER Gewinner Nr. 17: Claudia Fretz, Zürich ZH; Mirella Niemann, Egg ZH; Monika Züger, Laufen BL

Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.5.2013, 24 Uhr Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.


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Basel–Breisach–Strasbourg–Basel Schnupperfahrten durchs Elsass

Basel – Speyer Individuelle Anreise, ab 15.00 Uhr Einschiffung. Um 16.00 Uhr heisst es «Leinen los». 2. Tag Speyer Am Nachmittag Ausflug* nach Heidelberg, eine der schönsten Städte Deutschlands. 3. Tag Speyer – Köln Passage «Romantischer Rhein». Stadtrundgang* in Köln. 4. Tag Rotterdam Ausflug Windmühlen von Kinderdijk.* Nachmittags Stadt-/Hafenrundfahrt* Rotterdam. 5. Tag Amsterdam Schifffahrt. Stadtrundfahrt durch die Metropole am Vormittag.* Grachtenfahrt am Nachmittag.* 6. Tag Düsseldorf Stadtrundfahrt* mit vielen Sehenswürdigkeiten am Nachmittag. 7. Tag Rüdesheim Schifffahrt «Romantischer Rhein» mit sagenumwobene Loreley. Nachmittags Fahrt im Winzerexpress zu Siegfried’s Mechanischem Musikkabinett.* 8. Tag Strasbourg Bootsrundfahrt* durch die Europametropole Strasbourg am Nachmittag. 9. Tag Basel Nach dem Frühstück Ausschiffung und individuelle Heimreise. * Ausflug im Ausflugspaket enthalten

1. Tag Basel – Breisach Individuelle Anreise nach Basel. Einschiffung ab 11.00 Uhr im Hafen St. Johann. Abfahrt um 11.45 Uhr und Mittagessen. Ab 16.00 Uhr Willkommens-Apéro. Gegen 17.00 Uhr Busausflug* zur berühmten Festungsstadt Neuf-Brisach mit Rundgang durch die Anlage. Um 19.30 Uhr Rückkehr zum Schiff und 4-Gang Nachtessen. 2. Tag Breisach – Strasbourg Geniessen Sie von 08.00 bis 11.00 Uhr einen Brunch. In Strasbourg Bustransfer in die City zur 1¼-stündigen Bootsrundfahrt.* Freie Zeit und Rückkehr an Bord. Abfahrt Richtung Basel gegen Abend. Ein Highlight ist das 6-gängige Kapitäns-Dinner und die anschliessende kleine, aber feine Crewshow. 3. Tag Strasbourg – Basel Nach dem Frühstücksbuffet Ankunft in Basel St. Johann um ca. 09.00 Uhr. Ausschiffung und individuelle Heimreise. * Ausflug im Ausflugspaket enthalten, vorab buchbar. Programm- und Menüänderungen vorbehalten. Menü-Karten finden Sie unter www.thurgautravel.ch.

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Unsere Leistungen

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Aussergewöhnliche Reisen zu moderaten Preisen

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rätsel & spiele

Migros-Magazin | NR. 19, 6. MAI 2013 |

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BIMARU

BRÜCKEN

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü3 4 4 3 2 cken und Verbindungen mit mehr 2 als 2 Linien sind nicht erlaubt. 2 2 3 www.raetsel.ch/bruecken

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WAS GEHÖRT NICHT AUF DEN TISCH?

Hugo hat sich einen Spass erlaubt und den Tisch heute ganz besonders gedeckt. Auch mit Dingen, die man zum Essen garantiert nicht braucht. Kreuze die Sachen an, die nicht auf den Esstisch gehören.

Nina kocht sich gerne mal eine Buchstabensuppe. Sie legt die Buchstaben immer in kleinen Gruppen zusammen. Findest du heraus, in welche Reihenfolge sie gehören, damit ein Wort entsteht?

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Lösung: 1. ORANGE, 2. WUNSCH, 3. IGEL, 4. ADLER, 5. APFEL, 6. MUSIK

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KOMM IN DEN LILIBIGGS- CLUB

Für dich gibts Prämien, Spiele, Rätsel, das Club-Magazin und n. Kostenlos anmelden unter: altungen. tolle Veranstaltunge

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Lösung: Taucherbrille, Schaufel, Quietsche-Ente, Socke, Motorsäge, Hase, Schwimmring, Tennisschläger


Ein Inserat lässt Ihnen Zeit zu finden, was Sie suchen. Dieses Inserat macht Werbung für Werbung in Zeitungen und Zeitschriften. Der Verband SCHWEIZER MEDIEN schreibt dazu jedes Jahr einen Wettbewerb für junge Kreative aus. Dabei siegte auch diese Arbeit – kreiert wurde sie von Jacqueline Steiner und Noemi Kandler, Unikat Kommunikationsagentur AG. www.Das-kann-nur-ein-inserat.ch


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rätsel & spiele

Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

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UnterhaltUng | 129

SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 4

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Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.

9 8 So nehmen Sie teil 1 Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) 2 1 6 5 SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans 1 3 6 5 2 Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich 8 2 1 7 Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel 3 6 8 2 6

Auflösung Nr. 18: 231 1 3 6 4 8 5 9 7 2

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Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.5.2013, 24 Uhr

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

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Gewinner Nr. 17: Mary Halbeisen, Entlebuch LU; Barbara Moos, Bütschwil SG; Christiane Nicod, Crissier VD; Margrit Bader, Luterbach SO; Vreni Ledergerber, Altstätten SG

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iMpressUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Beglaubigte Auflage: 1 556 546 Exemplare (WEMF 2012) Leser: 2 384 000 (WEMF, MaCH Basic 2012-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

ruth Brüderlin, Silja Kornacher (Volontärin), Yvette Hettinger, ralf Kaminski, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), reto E. Wild

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Schmid (Leitung), rea Tschumi

Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Béatrice Eigenmann, andreas Dürrenberger, Christoph Petermann, anna Meister, Michael West

Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: andrej abplanalp (Leitung), Philipp Jordan (Chef vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Bettina Bucher (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), almut Berger,

Ressort Shopping & Food: Eveline Schmid (Leitung), Stefan Kummer (Produktionsleiter) Frank Dittersdorf (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, anna-Katharina ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, anette Wolffram

Layout: Daniel Eggspühler (art Director), Marlyse Flückiger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Petra Hennek, Gabriela Masciadri, Tatiana Vergara Lithografie: rené Feller, reto Mainetti Prepress: Peter Bleichenbacher, Marcel Gerber, Felicitas Hering

Spendenkonto PostFinance: 87-755227-6 IBAN Nr.: CH26 0900 0000 8775 52276

Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Nadja Thoma Geschäftsbereich Verlag: rolf Hauser (Leitung), alexa Julier, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Petra Lieberherr (Volontärin), Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Hans reusser, angela Scasascia, Kurt Schmid anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72

New Media: Sarah Ettlinger (Leitung), reto Meisser, reto Vogt, Nicole Demarmels, Pascal Ochsenbein

Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann

Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann Media-Services: Patrick rohner (Leitung), Tabea Burri, Katrin Kappelmüller Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 00 Fax: 058 577 13 01 Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Druck: Büchler Grafino aG, Bern


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MEINE WELT 132 |

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LUCA LITTLE

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NR. 19, 6. MAI 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

«Der Zug ist quasi mein Wohnzimmer»

Der Sänger und Songwriter Luca Little war früher immer der Kleinste. Daran erinnert nur noch sein Künstlername — jetzt will er gross herauskommen. Dafür ist er nonstop unterwegs. Die Popsongs des rastlosen 27-Jährigen erzählen vom Zauber des Alltäglichen, verbinden Melancholie mit Hoffnung.


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meine Welt

Migros-Magazin | Nr. 19, 6. Mai 2013 |

luca little | 133

Wieso leben Sie in Winterthur? Es ist für mich der perfekte Ort, eine Mischung aus Naturnähe, Kultur und Einkaufsmöglichkeiten. Von meinem Schlafzimmer aus höre ich bei geöffnetem Fenster einen Bach rauschen, das gibt mir ein heimeliges Gefühl. Beruf und Lebenslauf: Aufgewachsen in Bassersdorf. Nach einer Informatikerlehre habe ich Name: Psychologie studiert und als BerufsLuca Little (27) schullehrer gearbeitet. Seit zehn Sternzeichen: Jahren spiele ich Gitarre und schreibe Löwe eigene Songs. Mein Debütalbum Wohnort: «Big» kam 2010, zwei Jahre später 8405 Winterthur ZH dann mein zweites Album «Locomotion». Momentan toure ich mit der Autorin Nora Zukker für das Programm «Popmusik meets Popliteratur», im Sommer bin ich auf Festivals unterwegs. Mein Rückzugsort: Mein Zuhause. Ich bin viel unterwegs, da ist Ankommen und Ausschnaufen wichtig. Ab und zu muss ich meinen Ohren eine Pause gönnen, Stille kann sehr befreiend sein. Mein Lieblingsmusiker: John Mayer. Seinen Song «Belief» kann ich rauf und runter hören. Er beherrscht sein Handwerk wirklich. Mein Lebensmotto: Locomotion — es geht immer vorwärts. Ich bin ein unverbesserlicher Optimist. Was ich an mir mag: Dass ich das machen darf, woran ich am meisten Freude habe: Musik. Was ich an mir nicht mag: Manchmal erwarte ich zu viel vom Leben und muss meine Ansprüche runterschrauben. Mein erstes selbst verdientes Geld: Ich habe als Ferienjob Abfallmulden abgeschliffen und grundiert. Meine Eitelkeit: Meine Haare. Sie sind schwer zu bändigen. Mein Tick ist, dass ich ständig durch meine Haare fahre. Um Haarausfall muss ich mir aber keine Sorgen machen: Mein Grossvater besitzt immer noch die volle Haarpracht. Text: Silja Kornacher Bilder: Jorma Müller, Adrian Betscher (1)

Mein lieblingscafé

Meine insPiration

«Beim Zugfahren mache ich mir Notizen, die ich dann zu Songtexten weiterverarbeite. Unterwegs zu sein, Fortbewegung ist mein Thema: Mein album heisst auch ‹Locomotion›. ich bin leider selten zu Hause. Der Zug ist also quasi mein Wohnzimmer.»

«ins Café Cappuccino in der Winterthurer altstadt komme ich gerne. Es ist ein kleiner, sympathischer Ort mit hervorragendem Kaffee. im Sommer kann man auch schön draussen sitzen.»

Meine lektüre

«ich mag Markus Werners zynische Sprache. ich lese gerne, komme aber leider selten dazu. Meistens lese ich unterwegs oder am abend vor dem Einschlafen. Momentan liegt ‹Die Kunst des klugen Handelns› von rolf Dobelli auf meinem Nachttisch.»

Mein saMMlerstück

«Dieses coole radio habe ich von meiner Vormieterin übernommen. ich höre jeden Morgen radio, meistens SrF3.»

Mein lieblingsProdukt

«Der Orangensaft von M-Budget ist mein Energielieferant. Es dauert oft nicht lange, bis der weggetrunken ist. ich bin ein Zmorgä-Typ, ich setze mich morgens gerne hin, um in ruhe was zu essen, sonst bin ich tagsüber nicht zu gebrauchen.»

Meine lieblingsPflanze

«Dieser kleine Kaktus ist vier Jahre alt. Er ist die einzige Pflanze, die so lange bei mir überlebt hat. Kakteen sind sehr geduldige Pflanzen. Zum Glück, denn ich bin nicht der beste Gärtner.»


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