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Migros-Magazin-18-2026-d-VS

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Migros-Magazin # 18 | migros.ch/magazin | 29. April 2026

Fünf grandiose Hängebrücken

→ Seite 44

Covergirl Pamela

Die Kuh aus dem Baselbiet ziert die Plakate der neuen Tierwohl-Kampagne der Migros. Ein Hofbesuch → Seite 10

Kohlrabi: Was die tolle Knolle in der Küche alles kann

→ Seite 24

Erziehung: Wie Kinder mit Geld umgehen lernen

→ Seite 18

Softdrinks: Warum sie seit der Steinzeit beliebt sind

→ Seite 30

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Migros-Magazin

7 Editorial

Aktuell

Kurz und gut

8 News mit Würze in Kürze

A star is born

10 Dürfen wir vorstellen?

Pamela, unser Cowgirl im Einsatz fürs Tierwohl

Wo setzen wir die Grenze?

14 Alles über die «Keine 10-Millionen-Schweiz!»Initiative der SVP

Wenn KI die Rezepte macht

17 Koch Buli Thaqi holt sich Inspirationen bei Chatbots

Ratgeber

En Füfer fürs Kässeli

18 Wie dein Kind lernt, mit (Sack-)Geld umzugehen

Spazieren als Training

21 So geht Japanese Walking

App in den Supermarkt!

22 Mit der digitalen Postiliste kaufst du stressfreier ein

Jetzt räblets!

Lust auf was Knackiges? Dann wäre Kohlrabi genau das Richtige. In Suppen, Salaten oder Gratins: Die Frühlingsknolle verleiht jedem Gericht ordentlich Biss.

S. 24

Genuss

Kohle her!

28 Unsere Foodies sind bereit für die Grillsaison

Von Cola bis Rivella

30 Die prickelnde Geschichte der Softdrinks

Meine Region

33 Aktionen, Storys, News

Leben

Lass es einfach blühen

40 Chaos Gardening heisst der neue Gartentrend

Weich und glatt soll es sein

43 Pflegetipps fürs Ledersofa

Wir hangeln uns durch

44 Fünf Ausflüge zu spektakulären Hängebrücken

Viel fürs Leben gelernt

48 Andrea Kofmel über ihren Dienst bei der Feuerwehr

Kolumne

51 Katja Fischer De Santi und die XXL-Burger

Schlussgang

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Impressum

MIGROS-MAGAZIN

vormals Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes (MGB)

ONLINE: migros.ch/magazin

ADRESSE: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich

TELEFON: 0800 840 848

KONTAKT: migmag.ch/leser

HERAUSGEBER: MGB

CHEFREDAKTORIN: Sabine Eva Wittwer

AUFLAGE: 1 314 143 Ex. (Wemf, Auflagenbulletin 2025)

LESERSCHAFT: 2 179 000 (Wemf, MACH Basic 2026-1)

ABONNEMENTE: migmag.ch/abo

TELEFON: 058 577 13 00*

Ausführliches Impressum auf migmag.ch/impressum

M-INFOLINE:

TELEFON: 0800 840 848

CUMULUS-INFOLINE:

TELEFON: 0848 850 848*

* 8 Rp./Min. aus dem Schweizer Festnetz

Liebe Leserin, lieber Leser

Dank meines Jobs lerne ich Ecken der Schweiz kennen, die ich sonst verpassen würde. So fuhr ich kürzlich im Postauto durch das hügelige Baselbiet nach Bretzwil – dort, wo die Häuser noch Giebeldächer haben und gerade Kirschbäume blühten.

Mit Milchbauer Michael Sutter kamen wir schnell auf unsere Kinder zu sprechen. Was tun mit ihnen während der Frühlingsferien? Wir sind uns einig, dass Betreuung durch die Grosseltern ein Riesenprivileg ist. Später unterhielten wir uns auch über Burn­ outs und was es braucht für eine gesunde Work­Life ­Balance. Und ich merkte, dass wir uns trotz unterschiedlicher Lebenswelten mit vielen gleichen Themen herumschlagen.

Der eigentliche Grund meines Ausflugs nach Bretzwil aber ist Covergirl Pamela. Sie ist der Star der neuen Migros­Werbung für Nachhaltigkeit und Michaels Lieblingskuh (ab Seite 10). Sollte ich im nächsten Leben eine Kuh werden, hoffe ich auf so saftige Weiden wie die auf dem Hofgut Hinterberg.

Apropos Milchkuh

Wie viele Milchkühe gibt es?

In der Schweiz leben 525 500 Milchkühe, verteilt auf 17 000 Betriebe.

Wie viel Milch wird produziert?

Pro Tag gibt eine Schweizer Kuh zwischen 20 und 35 Liter Milch. Insgesamt bringen die Milchbetriebe pro Jahr 3,31 Millionen Tonnen Milch auf den Markt.

Und wie viel Milch konsumieren wir?

Schweizerinnen und Schweizer essen pro Kopf und Jahr 290 Kilogramm Milchprodukte – etwas mehr als der europäische Durchschnitt von 286 Kilogramm.

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In drei Schritten

Runterfahren

im Alltag

1

Atem zählen: ruhig ein- und ausatmen, bei jeder Ausatmung im Kopf mitzählen. «Einatmen … ausatmen – eins. Einatmen … ausatmen – zwei …», bis zehn. Das beruhigt den Geist.

2

Körper spüren: Beide Füsse fest auf den Boden stellen und 20, 30 Sekunden lang den Druck in Fersen, Ballen, Zehen wahrnehmen. Das fördert die Achtsamkeit.

3

Bewegen: Ein kurzer Spaziergang lockert Verspannungen, hebt die Stimmung und reduziert Stress.

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Landwirtschaft

Zu Besuch bei Kuh-Model Pamela

Auf Migros-Plakaten ist sie der Star, auf dem Hofgut Hinterberg im Baselbiet einfach Pamela. Wie Tierwohl das Leben von Kuh und Bauer Michael Sutter erleichtert.

Text: Nina Huber Fotos: Christian Aeberhard

Der Bauer und sein Model: Michael Sutter und Kuh Pamela im Baselbieter Jura

Landwirtschaft

Das Hofgut Hinterberg in Bretzwil ist von viel saftigem Weideland umgeben.

Für die einen bedeutet das Rauschen der Wellen Entspannung. Für Michael Sutter sind es seine weidenden Kühe. Das gleichmässige Rupfen, wenn sie das Gras fressen, beruhigt ihn. «Am liebsten würde ich mich in die Wiese legen und stundenlang zuhören», sagt er. Das milde Wetter der vergangenen Tage hat die Kirsch­ und Zwetschgenbäume in Bretzwil BL zum Blühen gebracht, und das Gras ist kräftig gewachsen. Auf dem Hofgut Hinterberg verbringen die Kühe bereits seit Anfang März jeden Tag draussen auf den hügeligen Weiden. Landwirt Sutter geht an Pedrosa vorbei, tätschelt kurz Pistache und findet in der grossen Herde zielsicher Pamela. Sie ziert aktuell die Werbeplakate der Migros­Nachhaltigkeitskampagne.

Von seinen 73 Kühen der Rasse Swiss Fleckvieh kennt der 39 ­Jährige jede beim Namen. Nur bei den zwölf Jüngsten fällt es ihm noch nicht leicht, sie sofort auseinanderzuhalten. Kälber der gleichen Kuh tragen Namen, die alle mit dem gleichen Buchstaben beginnen. Pamela streckt den Kopf in seine Richtung, und der Landwirt krault ihr Fell. «Sie hat eine ruhige, sanfte Art», sagt er. Er mag alle seine Tiere, aber Pamelas Charakter gefällt ihm besonders. Nur mit ein paar wenigen habe er das Heu nicht ganz auf der gleichen Bühne.

«Das erste Gras im Frühling ist besonders nährstoffreich», sagt Sutter. Er merke es der Rohmilch an, ob die Kühe trockenes Heu oder frisches Gras gefressen hätten. Die Kunst sei es, als Landwirt dafür zu sorgen, dass die Weide gleichmässig nachwächst. Die Kühe fressen immer zuerst das hohe, frische Gras. Damit es wieder mit

«Ich mag alle meine Tiere, aber Pamelas ruhige, sanfte Art besonders.»
Michael

Sutter, Milchproduzent

Kuh Pamela ist die Werbeträgerin der MigrosTierwohl-Kampagne.

einem möglichst hohen Nährstoffgehalt nachwächst, müssen sie es bis ganz nach unten abfressen. Wenn es so weit ist, bekommt die Wiese drei Wochen Pause, bevor die Kühe wieder auf die Fläche dürfen.

Das Hofgut Hinterberg umfasst 30 Hektaren Grasland. Eineinhalb Hektaren davon sind für die Kühe aber tabu. Dort lässt der Bauer die Wiese bis im Sommer stehen, das ist wichtig für die Biodiversität. Im Moment blühen dort gerade Schlüsselblümchen, im Sommer dann Flockenblumen, Wiesensalbei und Feld­Thymian.

Gras ist das beste Futter

Sutter, der den Hof zusammen mit seinem Vater führt, produziert nach den Standards von IP­Suisse. Das bedeutet unter anderem, dass seine Kühe von März bis November täglich auf der Weide sind und frisches Gras fressen. Er ist überzeugt, dass Gras für die Tiere das beste Futter ist. Ausserdem gehe es ihnen gut, wenn sie sich frei bewegen könnten, fressen dürften, wann sie wollten, und liegen, wenn es ihnen danach ist.

Von dieser Art der Tierhaltung profitieren nicht nur die Kühe, sie bringt auch dem Landwirt mehr Lebensqualität. Von Juli bis September beschränke sich die Stallarbeit fast nur noch aufs Melken. «Die Kühe erledigen den Rest gleich selbst», erklärt er. Sie fressen das Gras, also erübrigen sich das Füttern und Mähen. Zudem bringen sie den Dünger selbst aus, weil sie Tag und Nacht auf den Weiden sind und kein Stall gemistet werden muss.

Was die Kühe aber draussen brauchen, ist Wasser. Eine Menge Wasser: Seine Herde

Fortsetzung auf Seite 13

Indian Summer & Polarlichtzauber

Ein herbstliches Naturspektakel an Norwegens Fjorden

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Der Indian Summer verwandelt die Ufer an Norwegens Küste in eine einzigartige Farbenpracht. Die Birkenwälder leuchten in flammendem Rot und Gold, und malerische Seen inmitten mächtiger Gebirge und Gletscher strahlen mit der Sonne um die Wette. Ein herbstliches Naturspektakel, an dem man sich kaum satt sehen kann. Tagsüber erkunden wir einige der schönsten Küstenstädte Norwegens, und nachts lockt uns mit etwas Glück die Aussicht auf die Polarlichter aus unserer Kabine in die angenehme Stille der Dunkelheit. Lassen Sie sich von diesem farbenprächtigen Himmelsschauspiel verzaubern!

Ihr tolles Reiseprogramm:

13.09.26 – Zürich – Hamburg

Abflug am Morgen mit SWISS nach Hamburg. Auf der Stadtrundfahrt besuchen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hansestadt Hamburg. Anschliessend Transfer zum Hafen und Einschiffung. Um 19 Uhr sticht die MSC Preziosa in See.

14.09.26 – Auf See

15.09.26 – Bergen/By-Fjord Bergen ist bekannter Ausgangspunkt der Postschiffe der Hurtigruten. Unternehmen Sie einen Bummel an der Hafenpromenade durch das typische Stadtviertel Bryggen mit den charakteristischen bunten Häusern.

16.09.26 – Molde/Moldefjord

Die kleine Küstenstadt Molde – die Stadt der Rosen – lädt zum Flanieren ein. Besonders eindrücklich ist der Ausblick vom Varden, von welchem mehr als 200 Gipfel gleichzeitig sichtbar sind.

17.09.26 – Trondheim/Trondheimfjord

Schon von weitem können Sie die Nidaros-Kathedrale sehen. Es ist das grösste Kir-

chengebäude Skandinaviens und das besterhaltene gotische Baudenkmal Nordeuropas.

18.09.26 – Ålesund Ålesund liegt auf drei kleinen Inseln, die durch Brücken und Tunnels miteinander verbunden sind. Die Fischereistadt ist eine der noch wenigen erhaltenen Jugendstilstädte in Europa. Dank ihrer Lage stehen die Chancen gut, hier die faszinierenden Polarlichter zu beobachten – ein spektakuläres Naturschauspiel, das bei klarem Himmel von September bis April sichtbar ist.

19.09.26 – Vik/Sognefjord Vik liegt an der Südseite des Sognefjords, der mit seinen 205 km Länge und bis zu 1303 m Tiefe der längste und tiefste Fjord Europas ist. Vom Aussichtspunkt Kvitenjuk haben Sie eine atemberaubende Sicht über Vik und die Berge jenseits des Fjords.

20.09.26 – Stavanger Stavanger gilt als Pforte zu den norwegischen Fjorden. Sehenswert sind die restaurierten Holzbauten in den engen, steilen Gassen.

21.09.26 – Auf See

22.09.26 – Oslo

Die norwegische Hauptstadt liegt sehr schön am Oslofjord, umgeben von bewaldeten Höhen in leuchtenden Herbstfarben. Bekannte Sehenswürdigkeiten sind die Festung von Akershus, der Vigeland-Skulpturenpark oder das Wikinger-Schiff-Museum.

23.09.26 – Auf See

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Indian Summer in Trondheim
Hamburg Bergen Molde Vik Oslo Ålesund Trondheim Stavanger No rw egische Se e
Stavanger
Polarlichter über Ålesund
MSC Preziosa
Bergen
Cruise s

Fortsetzung von Seite 11

Weil die Kühe im Freien viel Wasser brauchen, hat Bauer Sutter für sie ein neues Brunnensystem gebaut.

Landwirtschaft

trinkt täglich mindestens 4500 Liter. Der Landwirt hat darum viel in ein neues Brunnensystem investiert. Die neue Anlage mit Leitungen und Pumpen, die das Wasser auch auf die Brunnen oben am Hang bringen, kostete ihn einen sechsstelligen Betrag.

Sutter ist überzeugt, dass in der Schweiz, deren Fläche zu 30 Prozent aus Grasland besteht, die Milchproduktion sinnvoll ist. Für künftige Landwirte gebe es aber zu wenige attraktive Betriebsmodelle. «Wenn man 365 Tage auf dem Hof arbeitet, bewegt man sich in einem Hamsterrad und laugt aus», sagt er. Er hat für sich eine Möglichkeit gefunden, Zeit freizuschaufeln, um auch anderen Tätigkeiten nachgehen zu können. Mittwochs schaut er zu den Kindern, 4 und 6, donnerstags kommt er anderen Verpflichtungen nach. Häufig ist er als Vorstandsmitglied von IP-Suisse an Sitzungen. An diesen Tagen führt der Vater den Betrieb, ebenso an einem Wochenende pro Monat. Ausserdem arbeiten noch zwei Lernende auf dem Hof. Michaels Frau Andrea ist selbständige Ernährungsberaterin und Geschäftsführerin einer Fachstelle für Ernährung in Bern.

Zeit und Raum für neue Ideen

Die Auszeiten von der Hofarbeit geben Michael Sutter die Möglichkeit, Dinge zu hinterfragen und auf neue Ideen zu kommen. So hat er 2012 zusammen mit seinem Vater, als er nach seinem Agronomiestudium im Betrieb einstieg, einen grossen Laufstall gebaut, der seitlich offen ist. Damit sind die Kühe auch im Winter an der frischen Luft. Unter der Melkstation errichtete er einen grossen Regenwassertank. Das ergibt ausreichend Wasser für die Reinigung der Ställe. Der Baselbieter macht sich auch Gedanken, wie er seinen Hof noch mehr diversifizieren kann. Vor zehn Jahren liess er das Giebeldach des Bauernhauses komplett mit

Von März bis November führt

Michael Sutter seine 73 Swiss-Fleckvieh-Kühe täglich auf die Weide.

«Ich tue alles, um meinen Kühen ein möglichst schönes Leben zu ermöglichen.»

Michael Sutter, Milchproduzent

Solarpanels decken. Den Strom, der für rund 30 Haushalte reicht, verkauft er ans Elektrizitätswerk, das sorgt für ein wichtiges zusätzliches Einkommen.

Pamela hat inzwischen genug von den Streicheleinheiten und widmet sich wieder dem Fressen. Über der Herde kreist ein Turmfalkenpaar. Michael Sutter hat an verschiedenen Orten Nistkästen aufgestellt. Seit er damit begonnen hat, sind die Vögel wieder zurückgekehrt. Er zeigt auf eine Kuh, die entspannt am Boden liegt und langsam ihren Unterkiefer bewegt. «Solange die Kühe wiederkäuen, geht es ihnen gut», sagt er. Es gibt aber Anzeichen, die darauf hindeuten, dass eine Kuh krank ist, wie ein eingefallener Bauch oder eine trockene Nase.

Sutter verlässt sich jedoch nicht allein auf sein Auge, sondern auch auf modernste Technik. Jede Kuh trägt einen Sensor, der die Körpertemperatur misst. Ist sie erhöht, kann das auf eine Entzündung hinweisen. Sinkt die Temperatur um ein halbes Grad, kündigt sich bei trächtigen Tieren das Kalben an. So gewinnt Sutter Zeit und kann bei Auffälligkeiten schneller reagieren. Geht es seinen Kühen und Kälbern gut, merkt man das auch den Produkten an, ist Sutter überzeugt. Einen Teil der eigenen Kälber mästet er selbst für die Kalbfleischproduktion. «Die Kuh ist ein Nutztier, kein Haustier», sagt Sutter. Auch seine Kinder wüssten, dass jedes Fleischstück auf ihrem Teller ein Lebewesen war. «Wir essen in unserer Familie sehr bewusst Fleisch», sagt er. Im Frühling mietet Sutter jeweils für zwei Monate einen Stier. Kühe, die danach kein Kalb tragen, werden Ende Jahr geschlachtet. «Wenn ich mir vorstelle, dass es Pamela treffen würde, ginge das nicht ohne Emotionen», gesteht er. «Gleichzeitig weiss ich, dass ich alles getan habe, um meinen Kühen ein möglichst schönes Leben zu ermöglichen.»

Michael Sutter nimmt sich Zeit für Streicheleinheiten mit einem seiner jüngsten Kälbchen.

Abstimmung

Wie viele Menschen sollen in der Schweiz leben?

Die SVP-Initiative kommt im Juni zur Abstimmung. Was dafür spricht, was dagegen –und was die Migros davon hält.

Text: Jörg Marquardt

Es ist eine der wichtigsten Abstimmungen in diesem Jahr – mit potenziell weitreichenden Folgen für den Arbeitsmarkt, die Sozialwerke und das Verhältnis der Schweiz zur EU: Am 14. Juni entscheidet die Stimmbevölkerung über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)», lanciert von der SVP.

Darum gehts

Die Bevölkerung der Schweiz ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsen: von 6,3 Millionen im Jahr 1980 auf derzeit 9,1 Millionen, angetrieben durch den Zuzug aus dem Ausland.

Für die Initianten ist dieser Anstieg ein Warnsignal. Sie sehen Wohnungsmarkt, Infrastruktur und Umwelt überlastet und verlangen eine Obergrenze: Bis 2050 sollen

Abstimmung

höchstens zehn Millionen Menschen dauerhaft in der Schweiz leben. Überschreitet die ständige Wohnbevölkerung die Marke von 9,5 Millionen, müssten Bundesrat und Parlament im Asylbereich und beim Familiennachzug gegensteuern. Internationale Abkommen, die zum Bevölkerungswachstum beitragen, sollen mit Schutzklauseln versehen oder neu verhandelt werden. Wird die 10 ­Millionen­Marke vor 2050 überschritten, wären diese Abkommen zu kündigen. Dies beträfe im äussersten Fall auch die Personenfreizügigkeit mit der EU.

Das sagen die Befürworter Aus ihrer Sicht gibt es seit 2007 eine unkontrollierte Zuwanderung. In jenem Jahr führte die Schweiz die volle Personenfreizügigkeit mit den alten EU­Staaten ein, das heisst, dass alle Bürgerinnen und Bürger der

Die Initiative schafft laut Gegnern Unsicherheiten für die Wirtschaft und gefährdet Handelsbeziehungen.

EU mit ihren Familien in die Schweiz ziehen dürfen, wenn sie eine Stelle finden. Fakt ist: Kein anderes Land ausser dem kleinen Luxemburg hat auch nur annähernd so viel Zuwanderung wie die Schweiz. Die Initiative soll Leitplanken setzen, um das Bevölkerungswachstum zu bremsen. Davon versprechen sie sich eine Entlastung auf mehreren Ebenen: Wohnungsmarkt: Laut den Initianten treibt die Zuwanderung die Mieten in die Höhe und verschärft die Wohnungsknappheit. Derzeit hält die Neubautätigkeit nicht mit dem Bevölkerungswachstum Schritt. Eine Begrenzung würde den «Dichtestress» verringern.

Infrastruktur: Strassen, öffentlicher Verkehr, Schulen und Spitäler sind bereits stark beansprucht. Ohne Begrenzung drohen mehr Staus, überfüllte Züge und Qualitätsverluste im Service public.

Umwelt und Landschaft: Das Bevölkerungswachstum treibt gemäss den Initianten die Zersiedelung voran, erhöht den Ressourcenverbrauch und lässt immer mehr Grünflächen verschwinden. Die Initiative soll Umwelt und Landschaft schützen und die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren.

Migration: Wegen des Abkommens zur Personenfreizügigkeit mit der EU kann die Schweiz die Zuwanderung nicht mehr völlig unabhängig steuern. Die Initiative eröffnet die Möglichkeit, selbst festzulegen, wie viele Menschen jährlich einwandern dürfen.

Das sagen die Gegner

Der Bundesrat, das Parlament sowie alle Parteien ausser SVP und EDU empfehlen die Initiative zur Ablehnung. Auch Wirtschafts­, Sozial­, Umwelt­ und Flüchtlingsorganisationen sind dagegen. Sie alle sehen den Standort Schweiz und die Beziehungen zur EU gefährdet. Dafür nennen sie mehrere Gründe: Wirtschaftliche Risiken: Die Schweiz ist in Pflege, Bau, Industrie, Forschung, Tourismus und Gastronomie auf Zuwanderung angewiesen. Beispiel: Aktuell haben 33 Prozent aller Pflegefachpersonen ein ausländisches Diplom, wie neue Zahlen des Gesundheitsobservatoriums (Obsan) zeigen; in Grenzkantonen wie Genf, Neuenburg oder Waadt liegt ihr Anteil sogar über 50 Prozent. Eine starre Obergrenze würde den Be ­

trieb von Spitälern und Gesundheitseinrichtungen gefährden. Auch in anderen Bereichen droht eine Verschärfung des Arbeitskräftemangels und eine Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit.

Gefährdung der Bilateralen: Die Initiative könnte zur Kündigung der Personenfreizügigkeit mit der EU führen. Dieses Abkommen ist Teil der Bilateralen Abkommen I, die durch die sogenannte «Guillotine ­Klausel» miteinander verknüpft sind. Das heisst: Fällt ein Abkommen weg, verlieren automatisch auch alle anderen ihre Gültigkeit –etwa jene zu Handel, Forschung oder Landverkehr. Die Initiative gefährdet damit den bewährten bilateralen Weg der Schweiz.

Falscher Ansatz: Überlastungen in den Bereichen Wohnen, Verkehr und Infrastruktur sind real, aber teilweise liegen die Ursachen in Planungs­, Bau­ und Investitionsproblemen. Eine fixe Obergrenze löst keines dieser Probleme, schafft aber viele neue: etwa gestörte Handelsbeziehungen, mehr Bürokratie bei der Rekrutierung von Arbeitskräften aus dem Ausland sowie Wohlstandsverlust wegen sinkender Wirtschaftsleistung. Der einzigartige Wohlstand in der Schweiz wäre ohne Zuwanderung nicht möglich.

Die Position der Migros

Die IG Detailhandel ist die Interes sengemeinschaft der führenden Detailhändler Migros, Denner und Coop. Sie lehnt die Initiative «Keine 10‑Millionen Schweiz!» ab. Diese gefährdet die guten Beziehungen der Schweiz zur EU, ihrem wichtigs ten Handelspartner, und schafft erhebliche Unsicherheiten für die Wirtschaft – etwa durch Investiti onsrisiken, Beschaffungsengpässe, steigende Produktionskosten und Umsatzeinbussen. Zudem würde eine Annahme den Arbeitskräfte mangel weiter verschärfen, auch im Agrar und Lebensmittelsektor, der stark auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen ist.

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Passau

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Wien

Bratislava Budapest Solt K alocsa

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Vukovar Novi Sad Belgrad Eisernes Tor Bukarest

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Schweiz Passau

Wien

Stadtrundfahrt mit Führung Palais Liechtenstein. Friedensreich Hundertwasser Kunsthaus/Stadt.

Abends klassisches Konzert. 60 115

Budapest

Stadtrundfahrt/-gang.

Das House of Music & ethnografische Museum. 75 Vukovar

Tour zum Vucedol Museum in Vukovar. Bootstour auf dem Fluss Bosut. 79

Belgrad

Stadtrundfahrt/-gang.

Kulinarischer Rundgang. 69

Zeitgleich: E-Bike zum Stadtteil Zemun. 85

Passage Eisernes Tor Rousse

Stadtrundfahrt/-gang und Felsenkirchen.

Braila/Donaudelta

Fahrt im Delta mit kleinen Booten.

Fachkundige Führung in die Vogelwelt im Delta. 105

Oltenita (Bukarest) Giurgiu

Stadtrundfahrt/-gang in Bukarest. Kreuzen in der Walachei

Novi Sad

Stadtrundfahrt/-gang mit Festung Petrowardein.

Kalocsa Solt

Besuch Czarda und Paprikamuseum.

Oder Wanderung im Nationalpark Kiskunsági. 75

Bratislava

Rundgang in Kormarno und Altstadtführung.

Krems

Kunstmeile Krems.

Zeitgleich: Weinerlebnis Loisium. 64

Passau Schweiz

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Eine Reise auf dem längsten Fluss Mitteleuropas, vorbei an geschichtsträchtigen

Metropolen und malerischen Landscha en bis zum Donaudelta am Schwarzen Meer. Höhepunkte: das Eiserne Tor und die Kataraktstrecke.

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Der Schriftsteller und Osteuropa-Kenner gastiert für Lesungen und Gespräche an Bord. Daniel Auner verbindet Musik, Wissen und Wiener Lebensgefühl auf heitere und tiefgündige Weise.

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Luxus, Kulinarik und Gastlichkeit für das Hier und Jetzt. Wohlfühlorte für besondere Momente. Umwelttechnik für die Zukunft.

REISEDATEN 2026

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FLUSS
Beste zwischen Quelle und Mündung

Wenn die KI Rezepte macht

Der gelernte Koch Buli Thaqi entwickelt für Migrolino Sandwiches, Bowls und andere frische Produkte. Dafür nutzt er auch KI. Wir haben ihn gefragt, warum er das tut.

Text: Michael West Foto: Paolo Dutto

In der Probeküche der Migrolino-Zentrale in Suhr AG tüftelt Buli Thaqi nicht nur mit Induktionsherd und Steamer, sondern auch mit dem Laptop. Der gelernte Koch und Produktmanager nutzt KI seit Herbst 2023: Er lässt sich originelle Rezepte für das Foodto-Go-Sortiment vorschlagen, testet und verfeinert sie.

«Die Ratschläge der Chatbots sind bei der Rezeptentwicklung nützlich», sagt er. «Sie gehen oft in eine überraschende Richtung. Doch das Wissen eines erfahrenen Kochs können sie nicht ersetzen.» Schliesslich habe die KI keine Geschmacksnerven. Ihre Rezepte müssten in vielen Degustationsrunden überprüft und anschliessend verfeinert werden. «Die Entwicklungszeit wird durch die KI nicht abgekürzt», so Thaqi. «Sie war beim ersten KI-Sandwich sogar länger.»

Aufregung um das KI-Sandwich So entstand zuerst ein von New Yorker Delikatessenläden inspiriertes Pastrami-Sandwich für die Eigenmarke Truly Good. Es war das erste von mittlerweile drei Produkten, die Buli Thaqi beim Experimentieren mit KI entwickelt hat. Später folgte ein Sandwich mit Chicken, Hummus und Granatapfelkernen. Dass auf der Verpackung beider Krea-

Künstliche Intelligenz

«Sie gehen oft in eine überraschende Richtung»: Foodtüftler Buli Thaqi über die Rezeptvorschläge der Chatbots.

Truly Good Salmon-Shrimp-Bowl

380 g Fr. 12.90

In grösseren

Migrolino-Shops erhältlich

tionen prominent «Recipe generated by AI» steht, sorgte in den sozialen Medien für Wirbel: Es hiess, Migrolino wolle die eigenen Produktentwickler überflüssig machen. Dabei entsteht die grosse Mehrheit der täglich frisch zubereiteten Truly-Good-Produkte weiterhin auf konventionellem Weg: Buli Thaqi findet dafür Inspirationen in der realen Welt, etwa auf seinen Reisen.

Das Pastrami-Sandwich gehört heute zu den Topsellern. Nun hofft Thaqi auf den Erfolg der neuesten Co-Produktion von Mensch und Maschine: einer Poké Bowl mit gebeiztem Lachs, Crevetten, Sojabohnen, Sushireis und Kimchi. Auch hier setzt Migrolino auf Transparenz und deklariert die Mitwirkung der Chatbots direkt auf dem Produkt.

Neu bei Migrolino

So lernt mein Kind, gut mit Geld umzugehen

Eltern prägen, wie Kinder Geld sehen und nutzen. Worauf sie bei der Erziehung achten sollten – die passenden Tipps für jede Altersstufe.

Text: Jörg Marquardt

Bis 4 Jahre

In den Einkauf einbeziehen: Kleinkinder nehmen wahr, wie Eltern im Alltag mit Geld umgehen, etwa beim Einkaufen. «Dabei lernen sie, dass Dinge etwas kosten und man dafür Geld benötigt», sagt Olivier Reber von Pro Juventute. Wichtig: aufzeigen, dass ähnliche Produkte unterschiedlich viel kosten, und erklären, warum man sich für die teurere oder günstigere Variante entscheidet.

Öfter Bargeld nutzen: Im Alltag dominieren bargeldlose Zahlungsmethoden –zu abstrakt für kleine Kinder. «Auch wenns mühsam ist, rate ich, öfter mit Bargeld zu zahlen», sagt Olivier Reber. So sehen Kinder direkt, wie viel Geld ausgegeben wird, und lernen, dass es begrenzt ist.

5 bis 9 Jahre

Fixer Sackgeldtag: Das Sackgeld ist ein wichtiges Lerninstrument. In den ersten Jahren empfiehlt sich eine wöchentliche Auszahlung, weil kleine Kinder noch keine längeren Zeiträume überblicken. «Eltern sollten das Geld zuverlässig und unaufgefordert auszahlen», sagt Simone Hoffmann,

Erziehung

die für ihren Sackgeld-Blog bekannt ist. Sinnvoll ist ein fixer Tag für die Auszahlung, zum Beispiel immer sonntags um 12 Uhr. Eine frühzeitige Erinnerung im Handy hilft, stets genug Münz parat zu haben.

Beträge definieren: Die Höhe des Sackgelds hängt vom Alter und Familienbudget ab. 3 bis 5 Franken pro Woche sind ein guter Auftakt. «Wichtiger als der Betrag ist der tägliche Umgang mit dem Geld», so Hoffmann.

Töpfe bilden: Statt nur einer Spardose schlägt Sackgeldexpertin Hoffmann drei Kässeli vor: eins für spontane Ausgaben, eins zum Sparen und eins für Spenden, um Grosszügigkeit einzuüben. «So lernen die

RATGEBER

Erziehung

Kinder, was man mit Geld alles machen kann.» Idealerweise teilen sie das Sackgeld gleich nach der Auszahlung auf! Das Geld sollte nicht hin und her geschoben werden. Tipp: Durchsichtige Spargläser machen das Sparen anschaulicher.

Loslassen lernen: Aus den Kaufentscheidungen ihrer Kinder sollten sich Eltern raushalten. «Das Sackgeld ist ein Übungsfeld, auf dem Fehler passieren dürfen», sagt Olivier Reber von Pro Juventute. Lieber einmal in der Woche gemeinsam Kassensturz machen und besprechen, wohin das Geld geflossen ist. Zu viel Schleckzeug? Dann Alternativen aufzeigen, etwa ein spannendes Heft.

10 bis 11 Jahre

Neuen Turnus wählen: Die Kinder können nun abschätzen, wie lange eine Woche, ein Monat oder ein Jahr dauert. Deshalb das Sackgeld monatlich auszahlen (Richtwert: 20 bis 30 Franken). Das fördert die vorausschauende Planung und Budgetierung. Eltern können diesen Prozess durch Fragen unterstützen: Möchtest du diesen Monat ins Kino gehen? Dann solltest du Geld dafür zurücklegen.

«Stehen grössere Wünsche an, können Kinder durch Ämtli oder Kreativität etwas dazuverdienen.»
Simone Hoffmann, Sackgeldexpertin

Konsequent bleiben: Wenn das Geld aufgebraucht ist, gibts keinen Vorschuss. Dadurch lernen Kinder, ihr Budget einzuhalten. Gleichzeitig rät Olivier Reber von Pro Juventute davon ab, das Sackgeld zu sanktionieren, wenn das Kind etwas ausgefressen hat.

12 bis 15 Jahre

Erstes Konto eröffnen: Ab 12 dürfen Kinder mit Zustimmung der Eltern bei vielen Banken ein Jugendkonto eröffnen – zum Beispiel das Privatkonto Free25 bei der Migros Bank. Neu das Sackgeld darauf überweisen (Richtwert: 40 bis 70 Franken). Jugendkonten sind auf Guthabenbasis – also keine Verschuldungsgefahr. Kinder lernen, Einnahmen und Ausgaben zu überblicken und sicher mit der Debitkarte umzugehen.

Jugendlohn zahlen: Alternativ zum Sackgeld können Eltern einen Jugendlohn zahlen. Die Idee: Kinder erhalten einen fixen monatlichen Betrag, mit dem sie zusätzlich einen Teil ihrer Lebenshaltungskosten bestreiten (Kleider, Coiffeur, Handyabo oder Sportausrüstung) – das fördert die Eigenständigkeit. Vorab schriftlich notieren, welche Ausgaben das Kind übernimmt und welche die Eltern!

Geld dazuverdienen: Werde das Geld knapp oder stünden grössere Wünsche an, könnten Kinder durch Ämtli oder Kreativität etwas dazuverdienen, sagt Simone Hoffmann. Die Finanzexpertin denkt dabei an eigene kleine Dienstleistungen oder Aktionen, etwa einen Kuchenverkauf starten oder eine kleine Velowaschstation im Quartier aufbauen.

Erstmals investieren: Schon 12-Jährige interessieren sich heute dafür, ihr Geld an der Börse zu vermehren. Eltern können den Einstieg fördern, indem sie ein Depot für ihr Kind eröffnen – entweder auf den eigenen Namen oder als Junior-Depot. Sinnvoll ist es, einen fixen monatlichen Betrag aus dem Sparkässeli in Aktien zu investieren. «Idealerweise von Firmen, zu denen das Kind einen Alltagsbezug hat –zum Beispiel aus den Bereichen Kleidung, Unterhaltung oder Maschinen», empfiehlt Hoffmann. Wichtig: den Kindern klarmachen, dass man schon mit regelmässigen kleinen Beträgen über einen längeren Zeitraum Vermögen aufbauen kann, dass es aber kurzfristig auch zu Verlusten kommen kann.

Weitere Infos: → simosackgeld.ch

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten vom 30.4. bis 6.5.2026, solange Vorrat.

Zweifel Snacketti
Cream, Paprika Shells und Bacon Strips

Was ist «Japanisches Gehen»?

Das Japanische Gehen (engl. Japanese Walking) ist eine hoch effektive Gehmethode, auch bekannt als Intervall Walking. Das Besondere: Statt gleichmäs sig ein Tempo zu gehen, gibts einen Wechsel zwischen zügigen und lockeren Gehphasen (Inter vallen). So wird ein normaler Spaziergang zur Trainingsein heit. Die Methode wurde in den frühen 2000er Jahren von japanischen Sportphysiologen entwickelt. Sie wollten älteren Menschen einen Weg aufzeigen, wie sie im Alltag fit bleiben, ihre Muskeln stärken und ihre Aus dauer verbessern können – ohne hohe Belastung oder spezielle Ausrüstung. Japanisches Gehen ist aber in jedem Alter sinnvoll und erlebt gerade einen Boom in den sozialen Medien.

Wie es funktioniert

Eine klassische Trainingseinheit sieht so aus: erst kurz warm laufen, dann drei Minuten flott gehen, und zwar so schnell, dass man nur noch in kurzen Sätzen sprechen kann. Dann drei Mi nuten entspannt gehen und den Puls auf ein normales Niveau sinken lassen. Diesen Wechsel zwischen schnellen und lang samen Phasen vier bis fünfmal wiederholen. So ergibt sich ein Training von 24 bis 30 Minuten. Idealerweise trainiert man vier mal pro Woche.

Wichtig beim Loslegen

Neulinge sollten langsam anfan gen und die Intensität nach und nach steigern. Gute Schuhe, eine möglichst ebene Strecke und ein forderndes, aber gut verträg liches Tempo sind wichtig. Bei Herz Kreislauf Erkrankungen oder anderen Vorerkrankungen vorab ärztlichen Rat einholen.

Spazieren wie die Japaner

Schritte zählen war gestern:

«Japanisches Gehen» verwandelt Spaziergänge in Training – effektiv, zeitsparend und alltagstauglich.

Vorteile für die Gesundheit

Es gibt mehrere Studien, vor allem aus Japan, die positive Effekte auf Gewicht, Blutdruck, Herz‑Kreislauf System und Muskulatur nachweisen. Dem nach arbeiten Herz, Kreislauf und Muskulatur effektiver als bei einem normalen Spazier gang, weil der Körper durch den Wechsel des Tempos immer wie der neu gefordert wird. Auch sollen die schnellen Phasen für einen höheren Kalorienver brauch, die langsamen für die notwendige Entlastung sorgen. Zudem soll der Tempowechsel die Beinmuskulatur stärken.

Warum ist es besser als 10 000 Schritte?

Weil Quantität nicht alles ist. Laut einer neuen Studie, veröf fentlicht im «European Heart Journal», ist der Anteil inten siver Aktivität entscheidend, um das Risiko für acht häufige Krankheiten zu minimieren, darunter Arthritis, Herz Kreis lauf Erkrankungen und De menz. Schon wenige Minuten intensiver Bewegung am Tag helfen. Bei der 10 000 Schritte Regel liegt der Fokus nur auf der Quantität: 10 000 Schritte pro Tag, egal in welchem Tempo. Beim Japanischen Gehen dage gen sorgt der Tempowechsel für einen qualitativen Unterschied und fördert so die Gesundheit.

Text: Jörg Marquardt

Einkäufe

clever planen

Wer sich gut vorbereitet, vermeidet Fehlkäufe, reduziert Food Waste und spart erst noch Geld.

Claudia Schmidt

Planung

Am effektivsten ist es, einmal pro Woche die Gerichte zu planen und all das, was man dazu braucht, in einer Einkaufsliste einzutragen. Wem das schwer fällt, kann Thementage zu Hilfe nehmen: etwa PastaMontag, Suppen-Dienstag oder Wähen-Freitag.

Einkaufszettel

Am effizientesten geht das Einkaufen, wenn man die Lebensmittel auf einer Liste so anordnet, dass man im Laden nicht ständig hin und her laufen muss. Also Gemüse und Früchte, Getränke und andere Produkte nach ihrer Lage im Laden bündeln. Tipp: Die Einkaufsliste in der Migros App übernimmt das ganz automa-

tisch – egal in welcher Reihenfolge man die Artikel eingibt. Praktischerweise lassen sich in der Migros App mehrere Einkaufslisten anlegen, etwa für Geburtstage oder andere wiederkehrende Anlässe.

Vorräte überprüfen

Vorräte sollten regelmässig überprüft werden: Sind Reis, Teigwaren, Hülsenfrüchte, Pelati und Schokolade ausreichend vorhanden? Was demnächst ausgeht, kommt auf die Einkaufsliste. Produkte, die nicht sofort benötigt werden, am besten bei Aktionen kaufen. Gerade bei grossen Mengen, zum Beispiel WC-Papier, lohnt sich das. Das Gleiche gilt für lang haltbare Produkte wie Konserven.

Attraktive Angebote und Erlebnisse

Die ganze Welt von Cumulus finden Sie unter migros.ch/cumulus

Bei Migrol mehrfach profitieren

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Bis zum 12. Mai 2026 erhalten Privatkunden pro Neubestellung* bis 9000 kg 2000 Bonuspunkte gutgeschrieben (zusätzlich zu den üblichen 100 Cumulus-Punkten pro 1000 kg).

Angebot 2: Tankrevision

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* Bestellen Sie jetzt mit Ihrer Cumulus-Nummer unter migrol.ch oder telefonisch unter 0800 222 555 (Gratisnummer).

Weitere Informationen: migrol.ch

Text:
Foto: Daniel Winkler
Einkaufen
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Einkaufen

DankListen geht nichtsvergesse n

Kühlschrank-Foto

Ein schnelles Bild des Kühlschrankinhalts – bei offener Tür und herausgezogenem Gemüsefach – ersetzt die Einkaufsliste, wenn dus mal besonders eilig hast. Ein Blick aufs Foto, und du weisst sofort, welche Joghurtsorte Nachschub braucht und ob der Senf bald alle ist.

Einkaufszeit planen

In den Abendstunden und am Wochenende sind die Läden häufig besonders voll. Wer kann, spart Zeit und Nerven beim Einkauf tagsüber unter der Woche. Idealerweise geht man nicht heisshungrig in den Laden, so fällt es einfacher, sich an die Liste zu halten.

Einkaufsliste teilen

Die Einkaufsliste in der Migros App lässt sich mit anderen teilen. Wer einen Artikel besorgt, streicht ihn direkt von der Liste. Geht jemand einkaufen, können die anderen auch kurzfristig noch Produkte hinzufügen. Dadurch trägt nicht nur eine Person in der Familie oder WG die ganze Einkaufsverantwortung. Ebenfalls praktisch: Zu jedem Artikel auf der Liste kann man Notizen hinzufügen, auch Anweisungen für den Einkauf.

Hier gehts zur Einkaufsliste in der Migros App:

Wandersiter

Tilsiter, der Vielsiter.

Auf alle Tilsiter Käse in Selbstbedienung, per 100g z.B. Tilsiter grün, ca. 230g, per 100g, 1.12 statt 1.40

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Hat den Dreh raus

Kohldampf auf Kohlrabi

Ob in herzhaften Gratins oder frühlingshaften Salaten: Wir zelebrieren die Knolle und ihre Paraderollen.

Text: Angela Obrist
Saisongemüse

Suppe mit Kohlrabi und Hackfleisch

Kleine Mahlzeit für 4 Personen

2 Frühlingszwiebeln

300 g Hackfleisch

4 EL Erdnussöl

2 hart gekochte Eier

1,2 l Rindsbouillon

2 EL Sojasauce

250 g Kohlrabi

Frühlingszwiebelgrün fein schneiden, beiseitestellen. Zwiebeln hacken. Fleisch und Zwiebeln im Öl ca. 5 Minuten braten, beiseitestellen. Eier schälen und halbieren. Bouillon mit Sojasauce aufkochen. Kohlrabi durch den Spiralschneider drehen und in der Suppe ca. 2 Minuten mitköcheln. Suppe mit Fleisch, Ei und beiseitegestelltem Frühlingszwiebelgrün anrichten.

TIPP Für härtere Gemüse wie Karotten, Kohlrabi, Süsskartoffeln oder Randen eignen sich Spiralschneider, in die runde und grössere Stücke eingespannt werden können.

Saisongemüse

Pesto-KohlrabiSalat

Der Salat aus gedämpften Kohlrabischeiben an einem Dressing mit Pesto rosso, Knoblauch, Condimento bianco, Olivenöl und Honig ist eine originelle Vorspeise.

Hier kannst du die MigustoApp herunterladen.

Veganer

KartoffelKohlrabi-Gratin

Vorgekochte Kartoffelund Kohlrabischeiben sowie Zwiebeln werden in einer Sauce aus Haferdrink, SojaCuisine und Knoblauch mit Käseersatz gratiniert.

So nah, so gut

Schöne Naturlandschaften und geschichtsträchtige Orte

Sommer im Altmühltal

Mit dem Komfortklasse-Bus reisen wir ins Fränkische Seenland nach Gunzenhausen.

Natur, Geschichte & fränkischer Genuss: Im Altmühltal entdecken wir eindrucksvolle Felslandschaften, Burgen und charmante Städte wie Weissenburg und Eichstätt mit ihrer barocken Altstadt. Eine Schifffahrt auf dem Brombachsee mit Mittagessen an Bord rundet das Naturerlebnis ab. Das HopfenBierGut bietet spannende Einblicke in die Bierkultur mit Degustation. In Nürnberg* erwarten uns historische Gassen und kulinarische Spezialitäten, während der Donaudurchbruch mit Kloster Weltenburg* und einer Flussfahrt* begeistert. Eine Reise voller Natur, Kultur und genussvoller Momente.

Fünf Nächte im Erstklasshotel Altmühltal (off. Kat. ****) in Gunzenhausen.

Busreise

6 Tage ab CHF

Reisedaten 2026

1: 05.07.–10.07. 2: 19.07.–24.07. 3: 16.08.–21.08.

Pro Person in CHF Katalogpreis Sofortpreis

Kein Einzelzuschlag**

Zuschläge

6 Tage im DZ 1080 970 115 69 89

Danach Einzelzuschlag Ausflug Nürnberg Ausflug Donaudurchbruch und Weltenburg

Buchungscode: halre

Zwischen Gletscherglanz und Bergdörfern

Sommerfrische Engadin

Im Komfortklasse-Bus geht es für uns ins elegante St. Moritz.

Engadiner Bergwelt & Schweizer Vielfalt: In Chur entdecken wir die älteste Stadt der Schweiz, bevor die Fahrt über den Julierpass ins Engadin weitergeht. Der Schweizerische Nationalpark wird mit dem Bummelzug erlebt, ergänzt durch den Besuch des Dorfes Guarda. Ein freier Tag für eigene Entdeckungen oder für einen Ausflug nach Poschiavo* über den Berninapass mit Rückfahrt im Bernina Express* Das Val Roseg begeistert mit einer Fahrt im Pferdeomnibus und eindrucksvollem Gletscherpanorama*. Eine Reise voller Natur und unvergesslicher Ausblicke.

Vier Nächte im Erstklasshotel Laudinella (off. Kat. ****) in St. Moritz.

Busreise

5 Tage ab CHF

Reisedaten 2026

1: 01.07.–05.07. 2: 08.07.–12.07. 3: 22.07.–26.07.

Zwischen Bergen, Seen und Geschichte

Reisehit Tirol

Wir reisen im Komfortklasse-Bus ins idyllische Zillertal nach Hippach.

Tiroler Charme: Vorbei an Innsbruck erreichen wir unser gemütliches Feriendomizil. Am Achensee* geniessen wir bei einer Schiffsrundfahrt die beeindruckende Kulisse des Karwendelgebirges und entdecken im Steinölmuseum ein besonderes Stück Tiroler Geschichte. Nostalgisch wird es mit der Zillertalbahn von Fügen nach Mayrhofen, gefolgt von einer Verkostung in einer Schnaps- und Schaubrennerei. In Kufstein erkunden wir Altstadt und Festung, bevor die Swar ovski Kristallwelten mit funkelnden Eindrücken den Abschluss bilden. Eine Reise voller Natur, Tradition und Genuss.

Vier Nächte im Mittelklasshotel Schwarzer Adler (off. Kat. ***) in Hippach.

Kurzreisen zu Top-Preisen

5 Tage ab CHF

Busreise

Reisedaten 2026

1: 28.06.–02.07. 2: 26.07.–30.07. 3: 30.08.–03.09.

Pro Person in CHF Katalogpreis Sofortpreis

5 Tage im DZ 910 820

Kein Einzelzuschlag**

Zuschläge

Danach Einzelzuschlag

75

Ausflug Pertisau und Achensee 79

Buchungscode: htiro

Bergsommer mit Alpenblick und Altstadtflair

Reisehit Salzburger Land

Unsere Reise führt uns im Komfortklasse-Bus ins idyllische Wagrain.

5 Tage ab CHF

Kein Einzelzimmerzuschlag**

Zuschläge

DZ Alleinbenutzung

Poschiavo & Bernina Express

2. Klasse*

Ausflug Val Roseg

Pro Person in CHF Katalogpreis Sofortpreis 5 Tage im DZ 1080 970 330 129 99

*Hinweis Bernina Express

Reduktion GA & Halbtax auf Anfrage / 1. Klasse nicht möglich

Buchungscode: hensf

Salzburger Lebensgefühl: Wir erreichen über die spektakuläre Grossglockner-Hochalpenstrasse die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit Blick auf den Grossglockner und den Gletscher Pasterze. In Zell am See lädt der türkisfarbene See zum Verweilen ein. Die Mozartstadt Salzburg begeistert mit ihrer barocken Altstadt, verwinkelten Gassen und süssen Spezialitäten. Ein freier Tag bietet Raum für Entdeckungen auf eigene Faust oder für Einblicke in traditionelles Handwerk in der Lodenwelt*, eine gemütliche Jause auf der Schafalm* sowie den Besuch einer Destillerie mit Degustation*. Eine Reise, die noch lange nachklingt.

Busreise

Reisedaten 2026

1: 13.06.–17.06. 2: 20.06.–24.06. 3: 27.06.–01.07.

Pro Person in CHF Katalogpreis Sofortpreis

5 Tage im DZ 885 795

Zuschläge

Einzelzimmer 70

Ausflug Lodenwelt & Destillerie 79

Vier Nächte im Mittelklasshotel Erika (off. Kat. ***), familiengeführt und zentral in Wagrain. 795

Buchungscode: hsala

*Wahlweise fak. Ausflug oder Hotel geniessen. **Limitierte Verfügbarkeit. Abfahrtsorte: Wil, Burgdorf, Buchrain, Winterthur-Wiesendangen, Zürich-Flughafen, Aarau, BadenRütihof, Basel, Arlesheim. Nicht inbegriffen: Annullierungsschutz- & Assistance-Versicherung, Auftragspauschale von CHF 25 (entfällt bei Onlinebuchung). Katalogpreis: Gültig bei starker Nachfrage (ab 50% Belegung) und 1 Monat vor Abreise. Es gelten die Allg. Reise- & Vertragsbedingungen von Twerenbold Reisen AG.

Saisongemüse

Fortsetzung von Seite 25

Fein fülle und Deckeli druf!

So bleibt Kohlrabi knackig

Dank dieser Tipps schmeckt das Gemüse auch Tage nach dem Kauf noch prima.

Wie aufbewahren?

Die Blätter des Kohlrabi entziehen der Knolle Wasser. Falls vorhanden, Blätter nach dem Kauf entfernen und zum Beispiel für ein Pesto verwenden. Die Knolle im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Sie bleibt länger frisch, wenn man sie in ein feuchtes Geschirrtuch gewickelt in den Kühlschrank legt.

Was tun mit «gummigem» Kohlrabi?

Wenn der Kohlrabi im Kühlschrank vergessen ging und

schon etwas gummig ist, Knolle in Würfel schneiden und für einige Minuten in Eiswasser geben. So wird das Gemüse wieder knackig.

Sollte man Kohlrabi schälen? Kleinere, frische Exemplare haben eine feine, dünne Schale und müssen nicht geschält werden. Ist die Schale eher fest und faserig, diese mit einem Sparschäler entfernen.

Kohlrabi pro Stück Tagespreis

Pastetli

mit Brätkügeli und Kohlrabi

Hauptgericht für 4 Personen

2 kleine Kohlrabi

4 Mini­Karotten

1 Zwiebel

4 EL Olivenöl

150 g Erbsen, ausgelöst (frisch oder tiefgekühlt)

1,5 dl alkoholfreier Apfelwein

1 dl Wasser

3 gestrichene TL gekörnte

Gemüsebouillon

150 g Crème fraîche

2 TL Maisstärke

8 Blätterteigpastetli

300 g Brätkügeli

½ Bund Petersilie

Salz

Pfeffer

1. Kohlrabi in kleine Würfel, Karotten in Scheiben schneiden.

2. Zwiebel hacken und in der Hälfte des Öls dünsten. Kohlrabi, Karotten und Erbsen dazugeben und mitdünsten. Mit Apfelwein und Wasser ablöschen. Bouillon dazugeben und alles 10 Minuten zugedeckt dämpfen.

3. Crème fraîche mit Maisstärke verrühren, dazugeben und mit dem Gemüse mischen. Bei kleiner Hitze ca. 2 Minuten köcheln lassen.

4. Inzwischen Pastetlideckel lösen. Pastetli und Deckel auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. In den noch kalten Ofen schieben, Backofen auf auf 180 °C Unter-/Oberhitze einstellen. Pastetli bei aufsteigender Hitze ca. 10 Minuten backen.

5. Brätkügeli im restlichen Öl rundum anbraten.

6. Petersilie fein schneiden und mit den Brätkügeli in die Sauce rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Füllung in die Pastetli verteilen.

Kohlrabi in der Migi

Gemüse vom Feuer

«Ich besitze keinen Grill und suche deshalb jedes Jahr nach Gelegenheiten, meinen Hang zum Zündeln bei Freunden auszuleben – nicht nur für Steaks und Würste, sondern vor allem für Gemüse. Wer den libanesischen Dip Baba Ganoush aus grillierten Auberginen kennt, weiss: geschmacklich eine andere Liga. Gleiches gilt für Ajvar, die pikante Paste aus der Balkanküche mit Peperoni vom Feuer – das rauchige Aroma macht den Unterschied. Schon mal Caesar Salad mit grilliertem Lattich probiert? Grüne Spargeln vom Grill mit Olivenöl und Fleur de sel? Kurz: Das Spiel mit dem Feuer katapultiert Gemüse aufs nächste Level.»

Pascal Ochsenbein, Produzent

Lammnierstück

«Meine Grillsaison startet seit 30 Jahren gleich: Sobald es das Wetter zulässt, wird bei meinen Eltern der Kugelgrill aus dem Keller geholt und darauf ein Lammnierstück gebrutzelt. Mein Stiefvater, der Grillmeister, grilliert es kurz – 5 bis 8 Minuten –bei direkter, grosser Hitze und lässt es dann auf dem höher liegenden Rost für einige Minuten bei indirekter Hitze weiterbräteln. Am Ende ist es aussen schön kross und innen noch rosa. Dazu gibts Salate, knusprige Kartoffeln aus dem Ofen und PeperoniSchiffli, also halbierte, grillierte Peperoni mit Käse gefüllt.»

Dinah Leuenberger, Redaktorin

Juhui, die Grillsaison beginnt! Lass dich von den Tipps unserer Food-Redaktion inspirieren – von saftigem Fleisch bis zu Gemüse mit rauchigem Aroma.

Es brutzeltzischt,und duftet

Grillplausch

Halloumi-Päckli und Peperoni

Grilldogs

«Grillputzen zum Start der Grillsaison? Nicht bei mir! Als WinterGrilliererin bleibt mein Grill stets einsatzbereit. Doch die erste Wurst im Frühling ist trotzdem etwas Besonderes – sie läutet den Sommer ein. Eine Kalbsbratwurst mit schönen Grillstreifen, serviert mit knusprigem Bürli oder saftigem Kartoffelsalat –das ist Genuss pur. Im Lauf der Saison wirds dann abwechslungsreicher: Von Halloumi bis Hohrückensteak kommt alles auf den Grill. Und die Würste? Die bleiben, aber immer wieder neu interpretiert. Mein Favorit: Grilldogs – feines Brötchen, spannende Toppings und eine rassige Wurst. Einfach perfekt.»

Flavia Zarro, Verantwortliche Migusto

«Traditionell starte ich die Grillsaison mit meinem Vater. Auf dem grossen Rost hat alles Platz, was der Familie schmeckt. Ein Dauerbrenner sind unsere Halloumi-Päckli: Stücke davon mit frischen Kräutern, halbierten Cherrytomaten, schwarzen Oliven und Olivenöl in Alufolie wickeln und 5–10 Minuten grillieren. Ein weiterer Vegi-Hit sind Peperoni, die wir so lange grillieren, bis die Haut schwarz ist. Danach schälen und entkernen wir sie, schneiden sie in Spalten und servieren sie mit gehacktem Knoblauch, Basilikum und gutem Olivenöl.» Angela Obrist, Redaktorin

Pulled Pork

«Ich feuere den Grill schon morgens an – nach 10 bis 12 Stunden ist das erste Pulled Pork der Saison fertig. Dank des sogenannten Minion-Rings gelingt das auch im Holzkohle-Kugelgrill: Die Briketts werden in einem Halbkreis lückenlos aufgelegt, ein Ende mit vorgeglühten Briketts angezündet, und die Glut wandert langsam weiter. Der Schweinshals gart eine Etage höher, indirekt über der Glut, bleibt wunderbar saftig und nimmt die Aromen der Gewürzmischung auf. Am Ende wird das Fleisch zerzupft und mit Barbecue-Sauce gemischt, dazu selbst gemachter Cole Slaw – ein Traum!»

Claudia Schmidt, Redaktorin

Auf den Grill damit!

Süssgetränke

Die Geschichte des Softdrinks

Vom römischen Essigwasser bis zu Coca-Cola: Wie Süssgetränke die Welt erobert haben.

11 000 v. Chr.

STEINZEIT

Die Menschen verleihen Wasser mit Früchten und Kräutern mehr Geschmack.

300 v. Chr. 1767

ANTIKES ROM

Römische Legionäre trinken Posca, ein Gemisch aus Wasser und Essig.

ENGLAND

Der Engländer Joseph Priestley erfindet kohlensäurehaltiges Wasser und legt damit den Grundstein für moderne Softdrinks.

AMERIKA

Der Apotheker John S. Pemberton erfindet in Atlanta, USA, Coca-Cola. 1886

Wasser ist lebensnotwendig, doch manchmal ist es als Getränk eintönig. Schon in der Steinzeit suchten Menschen wahrscheinlich nach Möglichkeiten, Wasser geschmackvoller zu machen, etwa durch den Zusatz von Früchten und Kräutern. Zwar fehlen Beweise, doch zahlreiche Hinweise stützen diese Annahme. Archäologen fanden in der Rakefet-Höhle in Israel Spuren, die davon zeugen, dass Menschen bereits vor 11 000 Jahren die erste Form von Bier herstellten, indem sie Wildgetreide vergären liessen. Das ist ein früher Beleg für Experimente mit Geschmack bei Getränken. In Europa entdeckten Forschende Gefässe aus der Jungsteinzeit, 5500 Jahre vor Christus, die auf soziale Trinkrituale hindeuten – wohl mit besonderen Getränkemischungen statt nur Wasser.

Posca stillte im Alten Rom den Durst, und der Essig tötete Bakterien im Wasser ab.

Im Alten Rom entstand dann eine der ersten Formen von Limonade: Posca. Dieses Getränk kombinierte Essig und Wasser – oft ergänzt durch verschiedene Gewürze. Es handelte sich dabei um das alltägliche Getränk der römischen Soldaten. Denn Posca stillte den Durst besser als reines Wasser, und der Essig tötete Bakterien in unsauberem Wasser ab. Das machte die Mischung zu einer sicheren Flüssigkeitsquelle in einer Zeit, in der Trinkwasser vielerorts verschmutzt war. Da verunreinigtes Trinkwasser ein dauerhaftes Problem blieb, griffen die Menschen auch im Mittelalter weiterhin auf Posca zurück. Im 17. Jahrhundert kamen schliesslich die klassischen Limonaden – aus stillem Wasser, Zitronensaft und Zucker oder Honig – in Europa auf. Besonders in Paris stiess das Er-

GENUSS

Süssgetränke

1905

DEUTSCHLAND

1952

SCHWEIZ

Robert Barth entwickelt das Schweizer Nationalgetränk Rivella.

Die Bilz-Brause aus Südfrüchten, ab 1907 Sinalco genannt, wird erfunden. 1981 wird die Marke schweizerisch.

frischungsgetränk auf so grossen Zuspruch, dass sich die Strassenverkäufer 1676 zusammenschlossen und die Vereinigung Compagnie de Limonadiers gründeten. Nur wer bei ihr Mitglied war, durfte Limonade verkaufen.

Am Anfang mit Kokain, später «light» 100 Jahre später legte der Engländer Joseph Priestley den Grundstein für die modernen Softgetränke: Er entwickelte 1767 das erste kohlensäurehaltige Wasser. Diese Erfindung nutzte der Deutsche Jacob Schweppe und gründete kurze Zeit darauf, 1783 in Genf, die Marke Schweppes. Unter der Marke wurde industriell hergestelltes Sodawasser in Flaschen vertrieben.

Daraus entwickelten sich schliesslich die bis heute bekannten Süssgetränke:

Migros lanciert

alternative Eigen marke zu Rivella.

2026

MIGROS

Neu gibts Eistee mit Koffein und Soda mit Ballaststoffen und Bakterienkulturen für die Verdauung.

Kult Energy Pfirsich

330 ml Fr. –.95 Living Things Raspberry Pomegranate 330 ml Fr. 2.40

1984

MIGROS

Nach einer USA-Reise bringt der damalige Migros-Entwicklungsleiter den Kult Ice Tea auf den Markt.

1885 Dr Pepper und nur ein Jahr später Coca-Cola in den USA. Zu Beginn galten beide Getränke als gesundheitsfördernd. Dabei enthielt Coca-Cola Extrakte aus kokainhaltigen Kokablättern. Im Jahr 1904 verschwand das Kokain aus der Rezeptur. Bis 1920 entwickelten sich sowohl Coca-Cola als auch Dr Pepper zu etablierten Softdrinks. Dabei setzte Coca-Cola schon früh auf aggressives Marketing mit grossflächigen Werbekampagnen.

Softdrinks eroberten so weltweit den Getränkemarkt. Als in den frühen 80er-Jahren der Fitness-Boom aufkam, entwickelte Coca-Cola mit Diet Coke das erste erfolgreiche Light-Getränk ohne Kalorien. Heute trinken Menschen in der Schweiz jährlich über 60 Liter Softdrinks pro Kopf.

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Frauen vs. Männer: Wer hat es beim Abnehmen schwerer?

Abnehmen ist für Frauen oft eine grössere Herausforderung als für Männer. Eine Kombination aus hormonellen und stoffwechselbedingten Unterschieden macht das Abnehmen für Frauen schwieriger als für Männer.

Die Hauptgründe im Überblick:

1. Unterschiede im Stoffwechsel

Frauen haben mehr Körperfett und weniger Muskelmasse, das senkt ihren Grundumsatz. Ihr Energieverbrauch liegt im Schnitt fünf bis zehn Prozent unter dem von Männern. Selbst bei gleicher Aktivität, wie Joggen, verbrennen Männer mehr Kalorien.

2. Hormonelle Herausforderungen

Erkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder das PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) erschweren die Gewichtsabnahme. Hinzu kommen natürliche Veränderungen wie Menopause, Schwangerschaft oder Stillzeit, die den Hormonhaushalt und den Stoffwechsel beeinflussen und oft zu einer Gewichtszunahme führen.

3. Stärkerer Heisshunger und Appetit

Frauen reagieren stärker auf Essensreize im Gehirn, vor allem in den Bereichen, die Hunger, Belohnung und Heisshunger steuern. Stress oder emotionale Belastungen führen bei Frauen häufiger dazu, dass sie mit Essen reagieren. Männer greifen in solchen Situationen oft zu anderen Bewältigungsstrategien.

Welche Hormone beeinflussen unser Gewicht?

Mit welchen Tipps klappt die Gewichtsabnahme?

Alles über die wichtigsten Hormone – von Insulin bis Testosteron – und was wirklich hinter dem Hormonbauch steckt.

Plus: praktische Tipps, wie man trotz hormoneller Veränderungen sein Wunschgewicht erreicht.

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Die Kämpfe der Eringer Königinnen liefern Momente spektakulärer Intensität.

Die Königinnen sind bereit für das grosse Finale

Am nationalen Finale der Eringerrasse Tour am 9. und 10. Mai wird die Königin der Königinnen gesucht. Ein lebendiges Kulturerbe, unterstützt vom Migros-Kulturprozent.

Jedes Jahr bringt die Eringerrasse Tour Fans einer uralten Tradition zusammen, bei der Emotionen, Kampfgeist und die Region eine wichtige Rolle spielen: der Kuhkämpfe, eines Wahrzeichens der Walliser Kultur.

Die Eringerrasse Tour beginnt jeweils im Herbst mit Kämpfen, bei denen sich nur die besten Kühe für die kommenden Turniere qualifizieren. Darauf folgen von März bis April die Frühjahrskämpfe und schliesslich das grosse nationale Finale. Dieses Highlight findet heuer am 9. und 10. Mai in der Arena von Pra Bardy in Sitten statt, wo voraussichtlich über 12 000 Zuschauerinnen und Zuschauer bei der Krönung der «Königin der Königinnen» dabei sein werden.

Traditionen und lokale Spezialitäten Abgesehen von den spektakulären Kuhkämpfen ist der Event auch ein Schaufenster für lokales Handwerk und regionale Produkte, die man im

rund um die Arena angelegten Festdorf findet.

Die Ausrichtung des nationalen Finales ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen den sieben Zuchtgenossenschaften der Eringerrasse im Oberwallis, die ihre Kräfte gebündelt haben, um diese Veranstaltung zu verwirklichen. «Es war eine echte Herausforderung, aber die gemeinsame Leidenschaft für die Eringerrasse und ihre Traditionen hat uns zusammengebracht», sagt Aron Pfammatter, Präsident des Organisationskomitees. «Diese Zusammenarbeit ist ein Zeichen der Solidarität und des Stolzes für die gesamte Region.»

Die Veranstaltung bietet jedoch weit mehr als traditionelle Kämpfe. Die diesjährige Ausgabe ist Teil einer Initiative zur Unterstützung und Förderung des Baus einer neuen Arena im

Aron Pfammatter, Präsident des Organisationskomitees

Oberwallis, einem wichtigen Projekt, um das regionale Kulturerbe zu erhalten und zu modernisieren. «Die neue Arena soll ein Ort der Zusammenkunft für künftige Generationen sein und gleichzeitig den Fortbestand unserer Traditionen sichern. Sie soll nicht nur für Kuhkämpfe genutzt werden, sondern auch für andere landwirtschaftliche und kulturelle Veranstaltungen, sowohl im Oberwallis als auch im Unterwallis», fügt Pfammatter hinzu.

Unterstützung durch das Kulturprozent

Das Finale der wird vom Migros-Kulturprozent unterstützt, das sich aktiv für die Förderung der Schweizer Traditionen und des kulturellen Erbes einsetzt. Diese Partnerschaft symbolisiert den gemeinsamen Wunsch, Veranstaltungen zu fördern, die Menschen zusammenzubringen und den lokalen kulturellen Reichtum zu feiern.

Tickets und Infos: → finalenationale.ch

Migros Wallis

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Genossenschaft

Migros Wallis

Forum elle –wo sich Frauen austauschen

Im Wallis belebt Forum elle, die vom Kulturprozent unterstützte Frauenorganisation der Migros, das lokale Leben. Sie organisiert Veranstaltungen für Frauen jeden Alters und jeder Herkunft.

Im Wallis gliedert sich das Forum in zwei Sektionen: Oberwallis und Valais romand. Die Organisation möchte den Alltag von Frauen jeden Alters, jeder Herkunft und aus allen Berufsgruppen bereichern und ihnen die Möglichkeit geben, Kontakte zu knüpfen, neue Erfahrungen zu machen und kulturell etwas dazuzulernen –ganz im Sinn der Werte der Migros.

Das Vermächtnis von Gottlieb Duttweiler

Dieser Ansatz steht ganz im Zeichen der Vision von Gottlieb Duttweiler, dem Gründer der Migros, der 1957 die Gründung des «Schweizerischen Bunds der Migros-Genossenschafterinnen» unterstützte, aus dem später das Forum elle hervorging. So sagte er: «Die grosse und besondere Aufgabe der Frau ist es, neben dem Geschäftlichen auch das Kulturelle zu pflegen.»

Vielfältige Veranstaltungen

Forum elle organisiert in der ganzen Schweiz Veranstaltungen, die sich sowohl mit gesell-

schaftlichen Entwicklungen als auch mit Themen rund um verantwortungsbewussten Konsum auseinandersetzen.

In diesem Zusammenhang organisiert die Sektion Valais romand unter dem Präsidium von Pauline Gigandet am 27. Mai in Martigny eine Veranstaltung zum Thema «Ernährung im Alter – … essen, um fit zu bleiben» an, die von der Ernährungsberaterin Pauline Solioz von der Stiftung Senso5 durchgeführt wird. Sie wird insbesondere auf zwei ab dem 60. Lebensjahr besonders wichtige Aspekte eingehen, die oft unterschätzt werden: Flüssigkeits- und Eiweisszufuhr. Denn das Durstgefühl lässt im Alter nach, und die Muskelmasse muss erhalten

bleiben. Ein weiteres Thema wird die Bedeutung der Freude am Essen durch abwechslungsreiche, farbenfrohe Mahlzeiten sein, die gemeinsam mit der Familie oder Freunden eingenommen werden und sowohl den Körper als auch die Seele stärken.

Auf dem Programm sind weiter konkrete Tipps zum Einkaufen, Zubereiten und Aufbewahren von Mahlzeiten im Alltag sowie eine sensorische Aktivität, um den Nachmittag auf spielerische und interaktive Weise ausklingen zu lassen.

Treffpunkt am 27. Mai, 14.30 Uhr, in der Zentrale der Migros Wallis, Rue des Finettes 45, Martigny Anmeldung bis 15. Mai auf:

Weitere Infos zu Veranstaltungen: → forum-elle.ch

Sektion Oberwallis

Bitte im Kalender vormerken!

4. Mai

Neumitgliedertreff 2026, Sektion Oberwallis

2., 8. und 11. Juni

Ausflug zum Lac d’ Emosson, Sektion Oberwallis

Pauline Solioz, Ernährungsberaterin
Forum elle bietet Frauen, die sich für die Entwicklung unserer Gesellschaft interessieren, einen Ort der Begegnung.
Pauline Gigandet, Präsidentin Forum elle Valais romand
Migros Wallis

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Genossenschaft Migros Wallis gibt es auch bei Spargel, Eiern, Lachs und Crevetten

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Genossenschaft Migros Wallis

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Chaos Gardening ist die Lösung für ungeübte Gartenfans. Die Natur übernimmt die Arbeit, während der Mensch zuschaut – und erst noch die Artenvielfalt fördert.

Text: Silvia Schütz

Jööö Nööö

LEBEN

Der bärtige James Weston steht in Gummistiefeln auf der Erde und wirft mit Schwung Sonnenblumenkerne über eine brachliegende Fläche. Zum Schluss schleudert er eine Samenbombe in eine abgelegene Ecke. Fertig ist die Aussaat. «Gärtnern ist leicht und braucht keine Zeit», verkündet er auf seinem Instagram-Account @farmboyjames528. Was der US-Amerikaner macht, nennt sich Chaos Gardening. Die weltweit angesehene britische Royal Horticultural Society RHS hat Chaos Gardening vor zwei Jahren zum Trend erklärt.

Die Methode gilt als Gärtnern für Faule –mit grossem Nutzen für die Natur. Denn es ist naturnahes Gärtnern mit minimaler Planung, minimalem Aufwand, aber maximaler Biodiversität. Das Konzept entwickelte sich

aus dem Guerilla Gardening in Städten. Dabei sorgen Einzelpersonen seit den 1970erJahren – zuerst in New York – mit Samenbomben für mehr Pflanzenvielfalt. Die selbst ernannten «Krieger» platzieren sie meist auf öffentlichen Flächen, in der Schweiz etwa bei Stadtbäumen oder auf Verkehrsinseln.

Lebensraum für Tiere

«Chaos Gardening unterscheidet sich primär von anderen Formen des Gärtnerns, indem auf eine Planung verzichtet wird. Es werden Samen ausgebracht. Danach wird es der Natur überlassen, welche Arten sich wo durchsetzen», sagt Jonas Schmid von WWF Schweiz. Für die Biodiversität sei dies positiv, sofern beim Saatgut darauf geachtet werde, keine invasiven oder giftigen Pflanzen zu verwenden. Insekten wie Schmetterlinge,

Start ins Chaos Gardening

1

Gras entfernen, Erde leicht auflockern und Pflanzensamen ausbringen.

2

Nach der Aussaat Erde über die Samen streuen, damit schützt du sie vor Vögeln. Bei extremer Trockenheit Pflanzen giessen.

3

Eine Auswahl geeigneter Pflanzen: Kornblume, Ringelblume, Klatschmohn, Sonnenblume (kleine Sorten für Balkon), Margeriten, Gemüse und Kräuter wie Thymian oder Radieschen.

4

Es gilt: die Natur arbeiten lassen. Kaum bis kein Jäten ist notwendig.

Bienen, Hummeln, Käfer, aber auch Spinnen profitieren vom naturnahen Lebensraum.

Mehr Natur einladen

«Keine Fläche ist zu klein, um Tieren Nahrung und einen Unterschlupf zu bieten», sagt Nathalie Leutenegger von Pro Natura. «Auf dem Balkon, der Terrasse oder dem Fenstersims kann man mehr Natur einladen.» In Töpfen können verschiedene Wildpflanzen gedeihen, auch eine «Blumenwiese» en miniature oder ein Miniteich ist möglich. Das kann im Stil von Chaos Gardening geschehen, aber auch geplanter. Im Rahmen des Projekts «Bonjour Nature» bietet Pro Natura seit diesem Jahr kostenlose Gartenberatungen an. Leutenegger sagt: «Wir hoffen, dass dies Menschen inspiriert, sich aktiv für die Biodiversität einzusetzen.»

Garten

Neuer Star auf dem Grill: planted.steak Paprika

Das neue planted.steak Paprika bringt BBQ-Genuss auf den Grill. Nach der erfolgreichen Lancierung des planted.steak im letzten Jahr setzt Planted mit der Paprika-Variante einen weiteren Akzent für diesen Sommer. Die herzhafte Paprika-Kräuter-Marinade, ein dünner Schnitt und Planteds innovative Fermentationstechnologie sorgen für eine saftige Konsistenz und intensiven Geschmack. Das Steak ist in nur vier Minuten genussbereit. Ganz ohne Zusatzstoffe und ausschliesslich aus natürlichen Zutaten wie Soja, Rapsöl sowie Reismehl hergestellt, passt das planted.steak Paprika genauso gut zu bewusstem Essen wie zu entspannten Grillabenden. Kurz gesagt: saftig, pflanzlich und richtig gut. Jetzt neu in deiner Migros.

Aktion: 20-fach Cumulus-Punkte auf das planted.steak Paprika (2 × 80 g für Fr. 7.95, gültig vom 30. 4. bis 13. 5.). Erhältlich auf Migros Online und in ausgewählten Filialen.

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1

Abstauben

Als Erstes muss das Sofa mit einem weichen Staubsaugeraufsatz oder einem trockenen Mikrofasertuch abgestaubt werden. Dabei nicht vergessen, die Spalten oder Zwischenräume zu reinigen.

2

Abwischen

Ein weiches Tuch mit lauwarmem Wasser anfeuchten und die Oberfläche vorsichtig abwischen. «Das Leder darf dabei nie nass werden», erklärt Tim Lang, Qualitätsmanager bei Micasa. Diese leichte Reinigung sollte alle ein bis zwei Wochen erfolgen. Besonders bei hellem Leder ist eine regelmässige Pflege wichtig, denn es ist empfindlicher gegenüber Verfärbungen, zum Beispiel von dunklen Jeans, als dunkles Leder.

3

Reinigen

Alle drei bis sechs Monate oder bei stärkeren Verschmutzungen sollte ein speziell für Möbelleder entwickelter Reiniger, der im Fachhandel erhältlich ist, zum Einsatz kommen. Diesen immer zuerst an einer unauffälligen Stelle testen, um sicherzugehen, dass er keine Flecken verursacht. Glattleder ist am pflegeleichtesten: regelmässiges Abwischen und gelegentliche Pflege reichen meist aus. «Für sehr weiches Leder wie Anilinund Semianilinleder nur spezielle Produkte verwenden und möglichst wenig Feuchtigkeit», sagt Lang. Bei Büffel- oder Vintage-Leder werden rückfettende Pflegeprodukte empfohlen.

So

bleibt dein

Ledersofa lange schön

Ein Ledersofa sollte glatt und weich sein. Dafür braucht es aber regelmässig Pflege. Die Tipps.

6

Flecken entfernen

Bei frischen Flecken sofort reagieren und die Flüssigkeit mit einem saugkräftigen Tuch abtupfen – nicht reiben. Je schneller gehandelt wird, desto grösser ist die Chance, dass der Fleck keine Spuren hinterlässt. Handelt es sich um Fett- oder Farbflecken, sollte auf Hausmittel verzichtet werden. «Besser ein geeignetes LederReinigungsprodukt nutzen oder eine Fachberatung aufsuchen», so Lang. Bei tiefen, alten Flecken braucht es einen Experten.

Text: Barbara Scherer

4

Trocknen lassen

Nach einer Tiefenreinigung das Ledersofa trocknen lassen. Dabei das Möbel nicht föhnen und es nicht direkt an die Sonne oder vor die Heizung stellen. Sonst kann das Leder spröde, brüchig und rissig werden. Hat das Sofa bereits Risse oder Anzeichen von Sprödheit, braucht es einen Experten.

5

Pflege auftragen

Nach der Reinigung ein Lederpflegemittel oder eine -creme dünn auftragen, um das Material geschmeidig zu halten. Auf den Einsatz von Pflanzenöl solltest du verzichten: «Pflanzenöle dringen unkontrolliert ins Leder ein, können ranzig werden, dunkle Flecken verursachen und die Oberfläche langfristig schädigen», erklärt Lang.

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Haushalt

Triftbrücke BE – das spektakuläre Original

Eine der eindrücklichsten Hängebrücken der Schweiz: 170 Meter lang, 100 Meter hoch – und mitten im Gadmental. Optional mit Übernachtung in der Windegghütte, aber auch als Tagesausflug machbar.

Anreise: Mit dem ÖV via Meiringen nach Innertkirchen, weiter per Postauto zur Haltestelle Nessental, Triftbahn Talstation; Auto: Parkplätze an der Talstation; Bergbahn: mit der Triftbahn zur Bergstation (online reservieren)

Dauer: 3 Std. (4 Std. mit Windegghütte); mittel bis anspruchsvoll

Besonderes: Rundwanderung möglich

Drei-HängebrückenRundtour Klosters GR –wenns etwas mehr sein dar f

Die 15-Kilometer-Runde verbindet die Hängebrücken Sagenbord, Schlappintobel und Riva. Sie führt teils über die bekannten Themenwanderwege Zwergen- und Gadäweg. Wer noch nicht genug hat, verlängert die Route um eine vierte Hängebrücke – den Rütlandsteg – auf 24 Kilometer.

Anreise: Mit dem ÖV bis Klosters Dorf/ Platz; Auto: Parkplätze in Klosters Dorf und Platz vorhanden, schmale Bergstrasse Dauer: 4–4 ½ Std.; leicht

Besonderes: familienfreundliche Rundtour

Ausflüge

Über diese Brücken

Hoch oben und leicht schwankend: Wer eine Hängebrücke überquert, sieht die Schweiz aus einer unvergesslichen Perspektive. Fünf Brücken, die einen Ausflug wert sind.

Text: Heidi Bacchilega

Ausflüge

Charles Kuonen Hängebrücke VS –die Längste der Schweiz

494 Meter lang, 85 Meter über dem Abgrund: Die längste Fussgänger-Hängebrücke der Alpen ist ein Hit. Start beim Bahnhof Randa, Aufstieg durch Lärchenwälder bis zum Aussichtspunkt «Hohtschugga». Die Überquerung dauert rund 10 Minuten, mit Pausen zum Staunen gern länger.

Anreise: Mit dem ÖV Matterhorn-Gotthard-Bahn bis Randa –Wanderweg beginnt direkt beim Bahnhof; Auto: Parkmöglichkeiten im Dorf Randa und bei den Wanderparkplätzen

Dauer: 3–4 Std.; anspruchsvoll

Besonderes: für Familien geeignet, setzt aber Schwindelfreiheit voraus

Spektakulär: die Triftbrücke über dem gleichnamigen See im Gadmental

Skywalk Mythen SZ –Panorama pur

Eine herrliche Höhenwanderung am Fuss der beiden Mythen: Vom Mythenklassiker Holzegg führt der Weg über die Haggenegg und Banegg bis nach Mostelberg – inklusive Überquerung der 374 Meter langen und 56 Meter hohen Hängebrücke Skywalk. Weite Blicke ins Alpthal und Richtung Schwyz sowie mehrere Einkehrmöglichkeiten machen diese Tour zu einem idealen Tagesausflug.

Anreise: Mit Bahn/Bus via Einsiedeln oder Schwyz nach Brunni, weiter mit der Luftseilbahn Brunni–Holzegg zum Startpunkt; Auto: Parkplätze bei der Talstation Brunni; Bergbahn: Start Luftseilbahn Brunni–Holzegg, Ende Gondelbahn Mostelberg–Sattel Dauer: 3 ¼ Std.; mittel

Goms Bridge VS – eine für alle

Die Hängebrücke über die Lamaschlucht verbindet Bellwald mit Ernen und bietet einen weiten Blick ins Goms. Mit 280 Metern Länge und 92 Metern Höhe ist sie ein familienfreundliches Erlebnis.

Anreise: Mit dem ÖV Matterhorn-Gotthard-Bahn bis Fürgangen-Bellwald Talstation, 10–15 Gehminuten zur Brücke oder Start in Bellwald; Auto: Parkplätze bei der Talstation Bellwald oder in Ernen

Dauer: 2–3 Std.; mittel

Besonderes: Familienfreundlich, viele Rastplätze, Rundwanderung möglich

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Andrea Kofmel: vor 17 Jahren rekrutiert, heute stellvertretende Kommandantin

Feuerwehr

«Ich treffe heute viel schneller

Entscheidungen»

Andrea Kofmel leistet unzählige Stunden Dienst bei einer Milizfeuerwehr. Sie hat dort viel fürs Leben gelernt.

Text: Nina Huber Foto: Franziska Frutiger

Feuerwehr

«Ich wollte unbedingt zur Feuerwehr.»

Andrea Kofmel, Projektleiterin aus Deitingen SO

Nur eine Handbreite hat Platz zwischen der Hauswand und der linken Front des Feuerwehrautos. Souverän manövriert die Frau am Steuer das voluminöse Fahrzeug rückwärts in die Garage des Feuerwehrmagazins Deitingen SO. Dann steigt sie aus. Andrea Kofmel ist gross gewachsen, eine sportliche Erscheinung. Konzentriert verräumt sie Schläuche, Feuerlöscher und Atemschutzgeräte an ihren Platz. Dabei ist sie die Ruhe selbst. Das höre sie oft, sagt sie, selbst wenn bei einem Ernstfall auch bei ihr das Adrenalin hochschnelle. Sie zieht Helm und Brandschutzjacke aus. «Im Winter ist die Jacke ein Segen, aber im Sommer herrscht darunter Sauna», sagt die Solothurnerin und schreitet ins geheizte Sitzungszimmer voran, das an diesem Mittag unbesetzt ist. «Ich wollte unbedingt zur Feuerwehr», erzählt sie. Am Rekrutierungsabend sei sie nervös gewesen. Aber nicht wie die meisten anderen, die sich davor fürchteten, aufgeboten zu werden.

Dieser Montag im November liegt 17 Jahre zurück. Heute hat die 37-Jährige als stellvertretende Kommandantin die zweithöchste Position bei der Milizfeuerwehr inne. Damals waren sie nur zwei Frauen. Heute sind es 7 bei 37 Männern. Schweizweit liegt der Anteil der Feuerwehrfrauen bei 12 Prozent. Im Kanton Solothurn ist der Feuerwehrdienst Pflicht. Wer nicht mitmacht, zahlt eine Ersatzabgabe zwischen 40 und 800 Franken. Andrea Kofmel leistet ihren Dienst in Deitingen und zusätzlich bei der Feuerwehr Subingen, wo sie als Projektleiterin in einem Architekturbüro arbeitet. Bei Alarm muss sie innerhalb von zehn Minuten umgezogen und am Einsatzort sein.

Milizfeuerwehr im Vorteil Es gibt Wochen, da rückt sie zwei- bis dreimal aus. Denn die Feuerwehr wird nicht nur bei Bränden, sondern auch bei Hochwasser und Unfällen gerufen. Ihr Arbeitgeber sei kulant, und ihr Freund verzichte oft auf gemeinsam verbrachte Zeit. «Ich bin sehr dankbar für das Verständnis», sagt sie. Jährlich engagiert sie sich an rund 40 Abenden für Übungen und Sitzungen, wobei für Übungen immerhin ein Sold ausbezahlt wird. Dazu kommen 15 Arbeitstage,

an denen sie als Instruktorin im Nebenamt Feuerwehrangehörige ausbildet. «Ich habe wohl ein Helfersyndrom», sagt Kofmel. Früher wollte sie zur Polizei, aber nach der Lehre als Hochbauzeichnerin mit Berufsmatur blieb sie der Architektur treu und fand ihren Platz in der Feuerwehr. Persönlich habe sie viel profitiert, die Feuerwehr habe ihren Charakter gefestigt. «Ich habe Selbstvertrauen gewonnen und treffe heute viel schneller Entscheidungen.» Kürzlich konnte sie in einem Restaurant einer Person mit Kreislaufproblemen sofort helfen. Es sei schön gewesen, das Vertrauen der Angehörigen zu spüren.

Die Brandtragödie in Crans-Montana VS Anfang Jahr machte auch die erfahrene Feuerwehrfrau betroffen. «Die Entscheidungen, die der Einsatzleiter in jener Nacht treffen musste –wem und wo zuerst helfen –, sind eine unvorstellbar schwere Last.» Das Ereignis bestärkte sie darin, wie wichtig gutes Training für Extremsituationen ist. Sie glaubt nach wie vor ans Milizsystem: «Ich wüsste nicht, wie wir im Kanton Solothurn im Notfall so schnell einsatzbereit sein könnten, wenn nicht jede Gemeinde ihr Magazin unterhalten würde.»

Ausreiten zum Ausgleich

Fit zu bleiben, ist entscheidend, um die körperlichen Strapazen eines Einsatzes zu überstehen. Früher spielte sie Unihockey und Volleyball, heute macht sie Krafttraining und reitet täglich mit ihrem Pferd Vico aus. «Er erdet mich», sagt sie. Das Tier spüre lange vor jedem Menschen, wenn es ihr nicht gut gehe. Dann suche er ihre Nähe und sei viel sanfter als sonst.

Manchmal gehen ihr Einsätze nah, Bilder verfolgen sie bis in den Schlaf. Auch Gerüche können Erinnerungen wecken. «In meinem Kopf läuft dann ein Film ab.» Sie lässt diese Momente zu, im Wissen, dass die Gedanken vorbeiziehen. Nach schwierigen Erlebnissen können die Feuerwehrleute die Hilfe eines CareTeams in Anspruch nehmen. Miteinander reden sei essenziell. «Wie geht es dir?» Diese Frage könne man gar nicht oft genug stellen, sagt sie. Die Mittagspause ist vorbei, Andrea Kofmel muss zurück ins Büro. Vico will später ausgeritten werden, und am Abend findet die nächste Sitzung der Feuerwehr Deitingen statt.

Zahlen zur Feuerwehr

1108

Feuerwehrorganisationen zählt die Schweiz. Darunter gibt es 17 Berufsfeuerwehren in den grösseren Städte wie Basel, Bern, Genf, Lugano, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Winterthur und Zürich.

76 255

Personen gehören den Feuerwehren an. 1416 Personen arbeiten bei der Berufsfeuerwehr.

12 %

beträgt der Frauenanteil aktuell. Im Jahr 2025 engagierten sich 9694 Frauen bei der Feuerwehr – der höchste Stand seit Messbeginn.

870 475

Einsatzstunden leisteten die Schweizer Feuerwehren (ohne Genf) im Jahr 2025. Insgesamt rückten sie zu 74 497 Einsätzen aus.

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Glück ist ein Kägi.

Kolumne

Allesnur einePhase

Redaktorin Katja Fischer De Santi schreibt jede zweite Woche über das chaotische, schöne Leben als mittelalte Frau und Mutter von Teenagersöhnen. Sie lebt am Bodensee und arbeitet in Zürich.

XXL-Burger mit extra Käse

Meine Söhne kochen nun manchmal selbst. Klingt gut. Ich mag ja kochende Männer. Nur ist meine Küche seither zu einem Ort geworden, an dem die Gesetze der Ernährungswissenschaft nicht nur ignoriert, sondern rituell hingerichtet werden. Dies nach den strengen Weisungen mir völlig unbekannter Youtube-Köche. Die kulinarischen Vorbilder meines jüngeren Sohnes sind Männer, die ohne Sinn für Kalorien, aber mit viel Gespür für geschmolzenen Käse alles panieren, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Es ist ein kulinarischer Abgrund, in den er jauchzend hineinspringt. Sein aktuelles Projekt ist ein XXL-Burger. Ein fleischgewordener Turm, in dessen Fundament eine Portion Pommes und ein halbes Kilo Käse eingebacken werden. Er findet das krass gut und praktisch, mir wird schon beim Anblick dieses «Koch»-Videos anders.

Währenddessen kocht mein älterer Sohn in einer anderen Galaxie: Er ist seit Langem Vegetarier. Die Fleischexzesse seines Bruders kommentiert er mit intensivem Augenverdrehen und dem Hinweis, man möge sein VegiSchnitzel ausserhalb von dessen Fettspritzzone braten. So unterschiedlich ihre kulinarischen Präferenzen sind, in Sachen Gemüseverweigerung bilden sie eine unheilige Allianz gegen mich.

Meine Ausführungen über gesunde Ernährung prallen an der knusprigen Kruste ihrer (Vegi)-SmashBurger ab. Sie behaupten im heiligen Ernst, dass caramelisierte Zwiebeln als Gemüse durchgehen. Und dass ein einsames, unter Chilisauce ersticktes Salatblatt ihre Vitamin-Bilanz rette.

Aber ich muss ehrlich sein: Ich habe noch nie so gute Burger, Tacos und Thai-Nudeln gegessen wie in letzter Zeit. Diese Youtube-Köche haben was drauf, und meine Söhne auch. Ich habe deshalb aufgehört, jedes Zuviel an Ketchup zu ahnden, als wäre ich die Ernährungspolizei. Solange sie selbst in der Küche stehen, ist die kulinarische Welt nicht verloren. Ich lege derweil unkommentiert einige Rüebli und Tomaten auf ihre Teller. Sie essen sie immer auf.

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Kehricht

französisch: Name den Mensch betreffend

Arbeitsumfang franz. Hafenstadt (Le ...)

Toilette, WC

Bierglas

Teil d. Engadiner Seenplatte afrikanisches Trockengebiet

schweiz. Zollausschlussgebiet

Ältestenrat

handschriftl. Namenszug

antike Metropole

Binnengewässer

Ureinwohner Neuseelands

Koseform von Mutter

Stossverletzung

Zürcher Hausberg

Anrichte

Klasse (Abk.)

Sperrvorrichtung

gravierendste Straftaten

Helmschmuck

eh. poln. Lanzenreiter

Swiss Darts Association (Abk.)

australischer Strauss

hoher Marineoffizier

Was koche ich heute? migusto.ch

knapp, wenig Raum lassend Ground Zero (Abk.)

Vorname der Fitzgerald †

besitzanzeigendes Fürwort spanischer Artikel zentraler Punkt

Premiumlinie der Migros

niederländisch: eins

Region zw. Walen- und Zürichsee

Freizeitausflug

Teilnahmebedingungen

Vorbeimarsch

Stadt am Vesuv Farbspiel der Edelsteine

Körperfunktion

Rachenentzündung

musikal.: langsam

Niedertarif (Abk.)

Erbgutträger innerhalb (ugs.)

Windrichtung weit weg gelegene Gegend

eindrücken

chem. Zeichen für Gold

ägyptische Halbinsel

zusammengehörende Teile

bergm.: Kohlenabbaufront

Lehrer an einer Hochschule

Tongeschlecht

konferieren

franz. Autor † (Marquis de ...)

deutsche Vorsilbe

Nadelbaum d. Mittelmeers nicht aussen

Tennisverband (Abk.)

altröm. Göttin der Feldflur

Kurzform: Republik

Teilnahme unter: www.migmag.ch/raetsel

Gewinnspiele: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, die das 18. Altersjahr vollendet haben. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeitenden des Gewinnspielveranstalters sowie Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste und weitere professionalisierte/gewerbliche Teilnehmende. Gewinner/-innen werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Seit September 2023 ist die kostenlose Teilnahme an Verlosungen ausschliesslich online möglich.

durch

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Quiz

Gewinne eine von 6 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

2 × 100 Franken zu gewinnen

Ermittle für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Für das Lösungswort der Reihe nach in die Lösungsfelder eintragen. www.migmag.ch/quiz

2 × 100 Franken zu gewinnen

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Berater Der mit 1729 Quadratkilometern siebtgrösste Kanton der Schweiz ist ...?

J Tessin H Wallis K Zürich

1 2

Welches Lied gilt als der erste Millionenerfolg der Musikgeschichte?

E After the Ball G Born to Be Wild W Rock Around the Clock

Wo wurde das bisher schweizweit grösste Skelett eines Plateosauriers entdeckt?

S Fribourg (FR) P Froideville (VD) T Frick (AG)

Was sind Melanine?

N Alkohole C Pigmente K Vitamine

Wie nennt man ein Bauwerk zum Transport von Wasser?

P Aquarium T Aquarell H Aquädukt

In welcher Band spielte Paul McCartney, nachdem sich die Beatles getrennt hatten?

O The Sweet U Wings R Uriah Heep

Die höchstgelegene Stadt Europas ist …?

P Davos T Dublin R Dresden

Lösungswort

Paroli

Fülle die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. www.migmag.ch/sudoku

2 × 100 Franken zu gewinnen

Trage die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. www.migmag.ch/paroli

Kinderrätsel

In Bild B ist einiges anders – kannst du alle fünf Unterschiede entdecken und einkreisen?

Rätsel online lösen & kostenlos teilnehmen: www.migmag.ch Teilnahmeschluss ist der Dienstag, 5.5.2026, um 24 Uhr. Die Teilnahmebedingungen findest du auf der ersten Rätselseite. Lösungen & Gewinner früherer Ausgaben: www.migmag.ch/raetsel

A B

Die Lösung findest du auf migros.ch/mimigs.

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Einwegrasierer mit ergonomischem Griff, 4 Stück 50%

BIC Comfort 2 2-Klingen Einwegrasierer mit Pflegestreifen, 10 Stück 50%

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Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten vom 30.4. bis 13.5.2026, solange Vorrat.

Gleitstreifen mit Aloe Vera für eine gleitende und komfortable Rasur

Einwegrasierer mit Griff im Blumen-Design, 4 Stück 50%

1.90

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Mit Schwingkopf

1.63 statt 3.25

BIC Miss Soleil* 3-Klingen

BIC Comfort 3 Pivot 3-Klingen Einwegrasierer mit Schwingkopf und Pflegestreifen 6 Stück 50%

*nur in grösseren Migros-Filialen erhältlich.

Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten vom 23.4 bis 6.5.2026, solange Vorrat.

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M-Budget Erbsen tiefgekühlt

800 g Fr. 2.60

SCHLUSSGANG

Zutaten für ein TIEFPREIS Rezept

Radieschen pro Bund Tagespreis

Erbsencreme mit Radieschen

Für 4 Personen

500 g Erbsen in reichlich Salzwasser ca. 3 Minuten bissfest kochen. Abgiessen und gut abtropfen lassen. 1 kleine Knoblauchzehe pressen. Zwei Drittel der Erbsen mit Knoblauch und 100 g griechischem Joghurt mixen. Schale einer Limette fein dazureiben. Limette auspressen. Erbsenpüree mit Limettensaft und Salz abschmecken. 2 Bund Radieschen in dünne Scheiben hobeln. Erbsenpüree mit Radieschen und restlichen Erbsen anrichten. Nach Belieben Kresse darüberstreuen. Dazu passen Crackers.

Mehr Dip-Rezepte auf migusto.ch

Sparen und geniessen! In deiner Migros findest du über 1000 Qualitätsprodukte zum Discountpreis – zum Beispiel die fünf Zutaten für dieses Gericht.

Nature

griechischer Art

500 g Fr. 2.15

Knoblauch pro Stück Tagespreis

Limetten pro Stück Tagespreis

Yogos Joghurt

30. 4. – 6. 5. 2026

Kopfsalat grün Schweiz, pro Stück, verpackt 1.–

12er-Pack 50%

Migros Bio Zucchetti Spanien/Italien, Bund, 500 g, (100 g = 0.20) 1.–

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Kartoffeln Patatli, Fairtrade Ägypten, Schale, 600 g, (100 g = 0.23), gültig vom 30.4. bis 3.5.2026 30%

Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen.

4.90 statt 7.–Cipollata, IP-SUISSE 2 x 8 Stück, 2 x 200 g, (100 g = 1.22), gültig vom 30.4. bis 3.5.2026 Duo-Pack 30%

24er-Pack 50%

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Coca-Cola Classic oder Zero, 24 x 330 ml, (100 ml = 0.17)

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Optigal Pouletflügeli nature und gewürzt, Schweiz, per kg, in Selbstbedienung 30%

3.90

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Migros Chips XXL Paprika oder Nature, in Sonderpackung, 400 g, (100 g = 0.98) 40%

Alle American Favorites Toasts, IP-SUISSE gültig vom 30.4. bis 3.5.2026 30%

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