Ausgabe Ostschweiz, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent.bez.A 44631
MM17, 24.4.2017 | www.migrosmagazin.ch
Trendschuhe
Verrückt nach Sneakers: Bettina Studer Seite 10
Bild: Michael Sieber
Wie Lärm krank macht Seite 8 Christoph Blocher und Flavia Kleiner im ersten Clinch Seite 28 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 0041(0)71 – 493 24 51, E-Mail: mireg@gmos.ch
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110
E Editorial
Der EWRKater hält an Es war ein trockener, schöner Sonntag, dieser 6. Dezember 1992. Die Temperaturen waren in der Nacht zuvor deutlich gefallen. Wir bereiteten uns bei Freunden auf eine Abstimmungsparty vor. Schliesslich würde die Schweiz, nach einem aussergewöhnlich emotionalen Abstimmungskampf, heute den EWR-Vertrag gutheissen. Unter dem Eindruck der Resultate sank die Partylaune aber etwa so schnell wie am Vorabend das Thermometer. Nein, das Ergebnis der Abstimmung entsprach nicht unseren Vorstellungen …
25 Jahre sind seither vergangen. Bei einigen wirkt der Kater noch heute nach, andere sind sicher, dass wir schon längstens in die EU integriert wären ohne das Resultat des 6. Dezembers. Fakt ist aber: Seit die Schweiz sich mit den EU-Staaten auf bilaterale Verträge geeinigt hat, ist sie nach Jahren der wirtschaftlichen Stagnation kräftig gewachsen. Welchen Preis wir dafür bezahlt haben, bleibe mal dahingestellt.
Das Migros-Magazin hat, ein Vierteljahrhundert danach, zwei Personen zur historischen Analyse über die EWR-Abstimmung eingeladen. Einerseits den wichtigsten Kämpfer für den Schweizer Alleingang Christoph Blocher. Anderseits eine junge, engagierte Frau, die zum Zeitpunkt der Abstimmung noch ein Kleinkind
28
Kreuzen erstmals die Klingen Flavia Kleiner von der Operation Libero und SVP-Chefstratege Christoph Blocher
Haben sich noch nie getroffen: Flavia Kleiner und Christoph Blocher – mit Ralf Kaminski und Hans Schneeberger vom Migros-Magazin (von rechts)
war: Flavia Kleiner, das Gesicht der Politorganisation Operation Libero. Libero hat zwar in den letzten drei Jahren des Öftern politische Auseinandersetzungen mit der SVP ausgetragen. Begegnet sind sich der Polithaudegen und der Jungstar aber noch nie. Diese Gelegenheit bieten wir gern (Seite 28). Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch
MM17, 24.4.2017 | 5
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Menschen 8 Diese Woche
Wie krank macht Lärm? Und wie kann man sich schützen? 10 Ein Leben für Turnschuhe
66 Star der Woche
Im Rampenlicht: Sun Look 71 Nachhaltiges WC-Papier 73 Masken für frischen Teint 75 Frühling im Büro 78 Lockruf des Sommers
19 Bänz Friedli Von Donalds und Bänzen
81 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und News aus den Regionen
22 Und sie spinnen weiter
Der Globalisierung zum Trotz: Einige Schweizer Spinnereien fliegen auf einer Erfolgswelle. Ein paar Beispiele 27 Leserforum 28 Blocher vs. Kleiner
Flavia Kleiner von der Operation Libero und SVP-Urgestein Christoph Blocher über das Chancenland Schweiz, Europa und die Macht der Populisten
Migros-Welt 38 Open-Air-Saison
Holen Sie sich mit Cumulus bis zu 25 Prozent Rabatt auf Festivaltickets 41 Feuer frei mit Oliven
Es muss nicht immer Kohle sein: Grillbriketts aus griechischen Olivenkernen 42 Frage der Woche 43 Migros-Pioniere 44 Pizza goes vegan Bilder: Daniel Winkler (3), Désirée Good, Daniel Aeschlimann
So duftet der Frühling: Schritt für Schritt zum Rhabarber-Pie
Sammlerobjekt, Statussymbol, Fetisch: Drei Sneakerfans erklären ihre Faszination für den Lifestyle-Turnschuh
20 Preisgekrönte Jungtüftler «Tech-Schutzengeli» nennen die Riley-Brüder ihre Erfindung. Das Armband soll das Leben von Kindern sicherer machen
47
47 Migusto
Neue Kuchen- und Pizzateige für Veganer
Leben 87 Kolumne «1, 2 oder 3?»
Von Mäusen und anderen Wildtieren
88 Beim Pferdezahnarzt
Beatus Bächi hilft Rössern bei Zahn- und Maulproblemen 95 Brave New Girl Anne-Sophie Keller hat Muttergefühle 96 Gesundheit
So pflegt man kleine Wunden – die besten Pflastertricks 98 Kinder Der 13-jährige Andrés
hat schon viel von der Welt gesehen. Momentan lebt er in Frankfurt 101 Glücksgriff
Gewinnen Sie Reisegutscheine von Hotelplan 103 Leserangebot 104 Rätsel/Impressum 108 Cumulus 110 Meine Welt
Wie sich die Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer in Zürich auf ihre Konzerte vorbereitet
M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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Menschen MM17
Darauf freuen wir uns Pink Apple Das schwullesbische Filmfestival zeigt ab 26.4. in Zürich
erstmals auch Kinderfilme, da es immer mehr Kids gibt, die in Regenbogenfamilien aufwachsen. Zucchero auf der Piste Der
italienische Superstar (Bild) spielt am Samstag, 29.4., live auf der Idalp im Skigebiet Samnaun/Ischgl.
Unnützes Wissen
Von Ängsten und Phobien
«Faszinierend, die Kommunikation zwischen Mensch und Hund auf diesem Bild: Gesten genügen hier wohl, vielleicht Blicke oder gar nur Stimmungen. Was zwischen vielen Hundehaltern und ihren Tieren zu spüren ist, hat sich bei diesem Paar besonders gut eingespielt. Denn bei ihnen geht es im Ernstfall um die Suche nach vermissten Personen, teils auch nach Einbrechern. Polizeihunde durchlaufen eine gut zweijährige Ausbildung. Zusammen mit 44 weiteren Teams hat sich die Solothurner Polizistin Flavia Bläsi (29) mit ihrem belgischen Schäfer Benjo (6) für die diesjährigen Schweizer Meisterschaften der Polizeihunde qualifiziert. Wahre Freunde und Helfer in der Not – noch dazu im Doppelpack!» Mein Bild der Woche
Pascale Bruderer Wyss (39) ist
Ständerätin des Kantons Aargau.
Hörprobe
Stephanie Matti (26), Reiseberaterin, Bern
a) BollywoodMusik b) Hörbuch: «Spanisch für Anfänger» c) Radio RaBe
Auflösung: a) «Diese Musik ist fröhlich!»
Bilder: Zucchero, Thomas Ulrich, Marco Zanoni
Entschuldigung, was hören Sie gerade?
Arnold Schönberg, der Erfinder der Zwölftonmusik, litt unter Triskaidekaphobie, das heisst, er hatte panische Angst vor der Zahl 13. Er starb am Freitag, 13. Juli 1951. Wer auf öffent lichen Toiletten nicht pinkeln kann, leidet unter Paruresis, auch «schüchterne Blase» genannt. Beim CapgrasSyndrom denkt jemand, dass ein naher Verwandter oder Freund durch einen Doppelgänger ersetzt wurde. Menschen, die Angst vor einfach allem haben, heissen Panphobiker. Quelle: Stern/Neon
8 | MM17, 24.4.2017 | MENSCHEN
Unter welchem Lärm leiden Sie am meisten? www.migmag.ch/ umfrage
Umfrage Letzte Woche haben wir gefragt:
Diese Woche
Lärm kostet zu viel: eine Million Lebensjahre Jeder Fünfte in der Schweiz ist Lärmpegeln ausgesetzt, die gesundheitsschädlich, sogar lebensverkürzend sind. Die Ärztin Ottilia Lütolf Elsener erklärt anlässlich des internationalen «Tags des Lärms» vom 26. April, was Krach im Körper auslöst – und wie man sich schützt. Text: Andrea Freiermuth
Wie lang ist Ihr Arbeitsweg? 20% Es gibt keinen: Ich arbeite zu Hause (oder bin nicht erwerbstätig). 16% Kürzer als drei Kilometer – ich kann zu Fuss zur Arbeit gehen. 46% Es ist in derselben Agglomeration/Region: maximal 30 km mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Auto. 18% Es sind über 30 km.
Zahlen und Fakten
1,9
Milliarden Franken kostet die Lärmbelastung pro Jahr in der Schweiz. 82 Prozent davon wird für den Strassenverkehr aufgewendet.
Prozent der Schweizer Bevölkerung ist tagsüber am Wohnort zu viel Strassenlärm ausgesetzt.
60
Dezibel (dB) laut ist ein Gespräch, 70 dB der Strassenverkehr im Nahbereich. 10 dB mehr entsprechen einer Verdoppelung der empfundenen Lautstärke. Quelle: Bundesamt für Umwelt
M
otorenlärm, Handyklingeln, Radiogedudel, Gesprächsfetzen: Ständig sind wir von einer Geräuschkulisse umgeben. Lärm kann auf Dauer krank machen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass in Westeuropa jährlich eine Million Lebensjahre durch Umgebungslärm ausgelöscht werden. Eine bemerkenswerte Zahl. Bezogen auf die Schweizer Wohnbevölkerung verkürzt gesundheitsschädigender Lärm ihr Leben um insgesamt 46 400 Jahre. In den vergangenen 30 Jahren hat die
Schweiz rund 6 Milliarden Franken in Lärmschutzsanierung investiert. Seit diesem Jahr sind ausserdem Klappenauspuffe bei neu importierten Autos und Motorrädern verboten. Damit konnten die Fans von lauten Motoren die Grenzwerte beim Testlauf zwar einhalten, aber beim Gasgeben auf der Strasse doch noch tüchtig lärmen. Es wird trotzdem etwas dauern, bis das neue Gesetz den Lärmpegel auf der Strasse tatsächlich verringert, denn die vor 2017 zugelassenen Fahrzeuge müssen nicht umgerüstet werden. Da der Lärmpegel
um drei Dezibel zunimmt, wenn zwei gleich laute Lärmquellen zusammenkommen und die Mobilität in der Schweiz weiterhin steigt, wird sich die Situation allerdings auch langfristig nicht bessern. Um auf die Folgen von Lärm aufmerksam zu machen, nimmt die Schweiz seit 2005 am «Tag gegen den Lärm» teil, der Ende April stattfindet. Dieses Jahr wird unter dem Motto «Ruhe fördert» auf die Auswirkung von Lärm auf Kinder aufmerksam gemacht. MM Informationen: www.laerm.ch
Bilder: Fotolia, zVg
21
Kinder leiden besonders unter Lärmbelästigung. Der «Tag des Lärms» 2017 setzt den Fokus deshalb auf dieses Thema.
MENSCHEN | MM17, 24.4.2017 | 9
Strassenumfrage
Ottilia Lütolf Elsener
«Dem Körper ist es egal, ob es sich um Popmusik oder Motorräder handelt» Rund eine Million Lebensjahre gehen in Westeuropa jährlich durch Umgebungslärm verloren. Warum verkürzt Lärm das Leben? Unser Körper ist noch auf Steinzeit programmiert. Lärm bedeutet für ihn Gefahr beziehungsweise Stress. Das lässt den Körper Hormone aus schütten, die den Herzschlag be schleunigen und die Beine schneller machen, damit wir bereit sind für eine allfällige Flucht.
und Diabetes, aber auch zu Verhaltens auffälligkeiten führen.
Und warum ist das so ungesund? Die Stresshormone Adrenalin und Cortisol lassen den Blutdruck in die Höhe schiessen. Passiert dies immer wieder, entstehen in den Gefäss wänden Mikronarben, auf denen sich Ablagerungen bilden. Die Gefässe werden enger, wodurch der Druck weiter ansteigt, was Herzinfarkt oder Hirnschlag auslösen kann.
In Südamerika dröhnt ständig Salsa aus irgendeiner Box, und der Fernseher läuft permanent. Sind wir hierzulande nicht einfach etwas zu empfindlich? Das Argument, dass man sich an einen gewissen Lärmpegel gewöhnen könne, kommt immer wieder. Aber das ist ein Mythos: Studien aus euro päischen Ländern zeigen, dass die Stresshormone auch dann aus geschüttet werden, wenn es sich um bekannte und subjektiv als angenehm empfundene Geräusche handelt. Es gibt für mich keinen Grund, weshalb der menschliche Organismus in einem anderen Land anders funk tionieren sollte – auch wenn ich dazu keine Studie kenne.
Welche Art von Lärm ist besonders gefährlich? Es gibt keinen Unterschied zwischen den Lärmquellen – dem Körper ist es egal, ob es sich um Popmusik oder Motorräder handelt. Die relevanten Faktoren sind die Lautstärke und die Lärmdauer. Einen Unterschied gibt es aber zwischen Lärm, dem Sie sich freiwillig und vorbereitet aussetzen, und Lärm, der Ihnen aufgezwungen wird und den Sie nicht beeinflussen können. Die diesjährige Kampagne stellt die Auswirkungen von Lärm auf Kinder ins Zentrum. Warum? Kinder sind sich nicht bewusst, dass Lärm krank machen kann, und schüt zen sich deshalb auch nicht. Studien zeigen, dass Kinder in fluglärmbelas teten Schulen weniger schnell lesen lernen als solche in ruhigeren Umge bungen. Diesen Rückstand nehmen die Kinder in die nächsten Schul stufen mit, was Auswirkungen auf ihren ganzen Werdegang haben kann. Zudem leidet auch ihre Gesundheit: Schlafstörungen und Stress durch Strassenlärm und laute Hintergrund geräusche können zu Übergewicht
Was können Eltern tun, damit ihre Kinder mehr Ruhe bekommen? Radio und TV nicht ständig und nicht laut laufen lassen. Das Kinderzimmer wenn möglich auf der strassenab gewandten Seite einrichten. Kinder ohren bei lauten Veranstaltungen im Freien schützen. Und den Kindern Ruhepausen gönnen.
Und wie steht es mit der Lärm belästigung am Arbeitsplatz? Ich habe seit Jahren keinen Arbeiter mehr mit Hörschaden gesehen. Da hat die Suva mit ihren Präventions massnahmen einen sehr guten Job gemacht. Ein Rückschritt sind hingegen die Grossraumbüros. Während ich mit Ihnen telefoniere, höre ich Ihre Nachbarin sprechen. Das beeinträchtigt die Konzentra tionsfähigkeit massiv, vor allem wenn das den ganzen Tag so geht. Wie und wo finden Sie selber Ruhe? In meiner Praxis gibt es keine Musik im Wartezimmer. In meiner Freizeit suche ich vor allem in der Natur nach Ruhe. Und ich achte darauf, wenig Lärm zu erzeugen, indem ich zu Fuss, mit dem ÖV oder mit meinem EMobil unterwegs bin. MM
Leiden Sie unter Lärm in Ihrer Umgebung?
Die Ärztin Ottilia Lütolf Elsener (66) ist Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Lärmbekämpfung.
Juliana Burger (22), Malerin, Koblenz AG «Nein, ich wohne zum
Glück etwas abseits. Lärm empfinde ich als sehr störend. Wenn ich zaubern könnte, würde ich die Autos beseitigen und mit Gondeln ersetzen.»
Carlos Soutullo (50), Informatiker, Jona SG «Nein, ich wohne am Wald-
rand. Aber ich finde, Lärm ist sowieso abhängig von der Einstellung: Man kann ihn als Krach empfinden oder auch als Musik.»
Dunya Bajawri (30), Studentin, Zürich «Sehr. Dort, wo ich wohne, hat
es Autos, Züge und dann auch noch Kirchenglocken. Der Lärm stört mich beim Schlafen. Auch unsere beiden Kinder schlafen deshalb schlecht.»
10 | MM17, 24.4.2017 | MENSCHEN
über 100
Sneakers
Lifestyle an den Füssen Sneakers sind mehr als nur schöne Turnschuhe. Manche Sammler besitzen Hunderte von Paaren in allen Variationen. Drei Sneakerheads erklären, warum sie von diesem Schuhwerk so fasziniert sind. Text: Andreas Bättig
E
s gab eine Zeit, da kam keiner mit Turnschuhen am Tür steher eines angesagten Nachtclubs vorbei. Das ist lange her. Sneakers, die stylische Ver sion von Turnschuhen – häufig un geeignet für den Sport – werden nicht nur von grimmigen Türstehern akzep tiert. Sie sind inzwischen zu Kult objekten geworden, die weltweit das Erscheinungsbild der Strassen prägen. Angefangen hat alles vor ungefähr 150 Jahren. Damals tauchte in den USA das Wort Sneaker zum ersten Mal auf. Es geht auf «to sneak up on» zurück, zu Deutsch sich an jemanden heranschleichen. Kinder nannten ihre Schuhe wegen der Gummisohlen Sneakers, eben, weil sie damit gut schleichen konnten. Das kann man heute zwar immer noch, aber die anhaltende Begeisterung für das Schuhwerk hat ganz andere Gründe. Stars aus der internationalen Sport und Musikszene haben Snea kers salonfähig und begehrenswert gemacht. Marken wie Nike, Adidas oder Asics bringen Modelle mit den Namen der Berühmtheiten heraus oder lassen welche von ihnen entwer fen. Facebook und Instagram befeuern den Hype. Auch die Schweiz hat eine
Bilder: Michael Sieber
lebendige SneakerSzene. Viele der Fans hier können sich teure, angesagte Modelle leisten. Manche von ihnen besitzen gleich mehrere hundert Paare der bunten Schuhe. Zwei Sammler und eine Sammlerin, sogenannte Sneakerheads, haben dem Migros Magazin ihre Sneakers gezeigt und er klärt, was sie daran so fasziniert.
Glossar
Sprechen Sie «Sneaker?» Holy Grail: der absolute Lieblingsschuh der Sammlung (das muss nicht der teuerste sein) Dead Stock: Schuhe, die gelagert aber nicht angezogen werden. Ungetragene Sneaker in ihren originalen Boxen inklusive aller Tags, Schuhbänder etc. Beater: Sneaker, der täglich getragen wird Last Pick Up: letztes gekauftes Paar Sneakers Original: die Farbkombination, in der ein Modell zuerst auf den Markt kam Quickstrike: limitierte Auflage eines Modells Sample: unverkäuflicher Prototyp
Paar Sneakers gehören Francisco Garcia. «Ich bringe meine Augen einfach nicht von den Schuhen weg», sagt er. «Es ist ein Lebensstil.»
MENSCHEN | MM17, 24.4.2017 | 11
Francisco Garcia
Ein Tick Das Wohnzimmer des 39-jährigen Dübendorfers könnte ein gemütlicher Sneakerladen sein. In zwei Regalen stehen Dutzende von Paaren, am Boden türmen sich Schuhschachteln. Über 100 Paare besitzt er zurzeit. Über 150 hat er kürzlich verkauft. «Es gab ein Platzproblem», sagt Garcia. Auch seine Freundin besitzt knapp 100 Paare. Es war der Basketballspieler Michael Air Jordan, der Garcias
Leidenschaft entfachte. Garcia war 13 Jahre alt als Jordan 1991 die «6er Jordan Maroon» von Nike trug. Basketballfan Garcia war elektrisiert, und wollte die Schuhe haben. Doch «man bekam sie in Zürich nicht». Garcia hatte Glück. In den Ferien in Spanien entdeckte er die «6er Jordan». Seither kamen Jahr für Jahr neue dazu. Garcia sagt: «Es ist ein Tick. Ein Lebensstil. Die Materialien, die Farbkombinationen. Sneakers kannst du perfekt kombinieren.»
Marken: Nike, Adidas, New Balance Schuhgrösse: 43/44 Erstes Paar: Nike Airforce One Wertvollstes Paar: Nike Airmax 1 Patta Holy grail: Nike Oceania ll 1986 Instagram: elzapatillaztio
Garcia besitzt vor allem Paare von Nike, Adidas und Asics. «Schön ist, dass sie nicht an Wert verlieren. Wenn du sie heute für 200 Franken kaufst und pflegst, kannst du sie in vier Jahren wieder für den gleichen Preis verkaufen», sagt Garcia. Er präsentiert seine Sammlung auf Instagram. Rund 20 000 Fans folgen ihm. Deshalb ist er auch für Hersteller interessant. «Manche schicken mir Sneakers und fragen, ob ich sie tragen und fotografieren könne», sagt Garcia. Das macht er gern, bleibt dabei seinem Geschmack aber treu.
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Bis
MENSCHEN | MM17, 24.4.2017 | 13
Bettina Studer
Fast eine Sucht Ihre Liebe zu Sneakers könnte die 31-jährige Zürcherin irgendwann das Leben kosten. Dann, wenn es in ihrer Wohnung mal brennt. «Ich könnte mich nicht entscheiden, welche Sneakers ich retten möchte, und würde wohl an einer Rauchvergiftung sterben», sagt sie und lacht. Etwa 200 Paare besitzt sie. In ihrem begehbaren SneakerZimmer stapeln sich Schuhkartons, die Lieblingsmodelle stehen auf einem Regal. «Freunde haben mich schon gefragt, ob ich süchtig sei.»
Sammel-Spezialgebiet: Vintage und Limited Editions Lieblingsmarken: Nike, Asics Schuhgrösse: 37,5 Erster Sneaker: Adidas Superstar Wertvollstes Paar: Ronnie Fieg x Asics Gel Lyte III «Flamingo» Holy Grail: Air Skylon II Instagram: tiizh
Ein Sneaker-Junkie sei sie nicht, ein Sneaker-
head schon. «Ich kaufe nicht dauernd neue Schuhe. Ein Preis von über 500 Franken ist für mich ein No-Go», sagt Studer. Sie stöbere lieber im Internet und nutze ihre Kontakte. Die Schrift- und Reklamegestalterin hat sich auf Vintage-Modelle, also ältere Turnschuhe, spezialisiert: «Mich fasziniert, dass sie eine Geschichte haben.»
Studers Leidenschaft begann mit 15, als sie sich das erste Paar «Adidas Superstar» kaufte. «Ich war und bin Teil der Hip-Hop-Kultur. Da gehören Sneakers einfach dazu, sie trage fast ausnahmslos welche. Das letzte Mal, dass sie High Heels anhatte, war an einer Hochzeit. Als Frau sei es mit ihrer Schuhgrösse nicht immer einfach, passende Sneakers zu finden. «Die Sneakerwelt wird schon von Männern dominiert. Es kommen aber immer mehr Frauen dazu. Mittlerweile kenne ich Sammlerinnen aus ganz Europa, mit denen ich mich austausche.»
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Paar Sneakers besitzt Bettina Studer. «Manchmal kaufe ich sechs Paare in vier Wochen, dann ein paar Monate gar keine.» Bei einem Mann schaut sie übrigens auch zuerst auf die Schuhe.
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MENSCHEN | MM17, 24.4.2017 | 15
Claudio Fuchs
Wahre Liebe Die Sammelleidenschaft des 24-jährigen
Zürchers nahm im Militär Fahrt auf. «Ich war Durchdiener, hatte Zeit und genug Geld, im Internet seltene Sneakers zu suchen.» Fuchs bestellte sie direkt in die Kaserne. «Das kam beim Kommandanten nicht so gut an.» Mittlerweile werden die Schuhe zu ihm nach Hause geliefert. Der junge Mann besitzt 200 Paare. Die schönsten Exemplare stehen auf einem Regal über seinem Bett. «Mir geht es beim Sammeln nicht darum, zehn krass teure Paare zu besitzen, sondern um den emotionalen Wert», sagt Fuchs. Leider sei der Trend, limitierte Sneakers wie die des Rappers Kanye West zu kaufen und sie mit Gewinn weiterzuverkaufen.
200
Paar Sneakers hat Claudio Fuchs gesammelt. Ihm geht es um den emotionalen Wert. «Deshalb werde ich nie verkaufen», sagt er.
Sammel-Spezialgebiet: ausgefallene Paare, Vintage-Schuhe Lieblingsmarken: Nike, Adidas, Reebok Schuhgrösse: 42,5 Erster Sneaker: Nike Air Force One Safari 08 Wertvollstes Paar: Nike Mayfly Marketing 1 of 4 Sample Holy Grail: Nike Outburst Instagram: needlehorse
Fotograf Michael Sieber hat sich fürs Foto ein Paar Treter von Claudio Fuchs ausgeliehen.
«Mein Lieblingssneaker, der Nike Women Outburst, hat mich schon um die halbe Welt begleitet. Es ist mein schönstes Vintage-Paar, und schwer zu finden, da es ein Damenmodell ist, das kaum in grossen Grössen produziert wird. Obwohl es bald 30 Jahre alt ist, hält es noch immer. Es ist eines meiner bequemsten Paare und ich werde es nie verkaufen.» Für andere Paare könnte Fuchs 600 bis 700 Franken verlangen. «Aber ich will damit kein Geschäft machen.» Sein Geld verdient Fuchs als Rezeptionist in einem Hotel. Seine Modelle zeigt er auf Instagram, wo ihm über 30000 Fans folgen. Deshalb schicken Firmen ihm ihre neuen Modelle gratis, damit er sie fotografiert und teilt. Das macht er. Danach trägt oder verschenkt er sie. «Sneakers gehören auf die Strasse und nicht in einen Schrank.»
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MENSCHEN | MM17, 24.4.2017 | 17
Sergio Muster
«Sneakers sollten nicht abgelatscht sein»
Sneaker-Sammler Sergio Muster kennt sich mit Turnschuhen aus. Vor zehn Jahren gründete er «Sneakerness», die grösste Sneakermesse der Schweiz. Hierher kommen eingefleischte Sammler, aber auch ganz normale Kunden .
Sergio Muster (35), Mitgründer
der «Sneakerness»
Ist die Schweiz ein Sneakerverrücktes Land? Der Vorteil der Schweiz ist die grosse Kaufkraft. Hierzulande können sich viele mehr als ein Paar Sneakers leisten, das ist im Vergleich zu ande ren Ländern purer Luxus. Deshalb ist die Schweizer Szene eine sehr lebendige, in der auch teure Modelle gekauft werden. Welche Sneakers sind zurzeit besonders angesagt? Sicher die Modelle aus der Zusammen arbeit einer grossen Marke wie Nike oder Adidas mit einer Berühmtheit. Für die limitierten Sneakers solcher Kollaborationen campieren die Fans schon mal vor einem Laden. Sehr angesagt ist der «Yeezy Boost» des Rappers Kanye West.
Sie sind Co-Gründer der «Sneakerness», der grössten Sneakermesse Europas. Was erwartet einen dort? Zur «Sneakerness» kommen ein gefleischte Sammler und ganz normale Leute. Vom Schnäppli bis zum teuren Sammlerschuh findet sich alles. Wir wollen auch die Kultur zeigen, in der Sneakers eine Rolle spielen – in Musik, Kunst oder Sport. Dieses Jahr findet unter anderem ein Streetsoccer Turnier statt. Gibt es eigentlich beim Tragen von Sneakers No-Gos? Ja. Sie sollten nicht zu abgelatscht sein. So, dass man davon fast XBeine be kommt. Jeder sollte gepflegte Sneakers haben. Die müssen nicht teuer sein. MM Mehr Informationen: www.sneakerness.com
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Verlosung
Besuch der grössten Sneakermesse Am 6. und 7. Mai findet in der Halle 622 an der Binzmühle strasse 85 in Zürich Oerlikon die Messe «Sneakerness» statt. Das MigrosMagazin verlost 20 × 2 Tagespässe im Wert von je 18 Franken. Teilnahme und Bedingungen auf www.migros magazin.ch/gluecksgriff Teilnahmeschluss: 26.April 2017, 24 Uhr
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Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, Donnerstag – Anreise in die Südtoskana Fahrt im komfortablen Extrabus in die Südtoskana, wo wir in unserem Hotel mit dem Nachtessen erwartet werden. 2. Tag, Freitag – Elba Durch schöne Landschaften fahren wir heute morgen nach Piombino, wo uns unser Fährschiff für die kurze Überfahrt nach Elba erwartet. Bei einer beeindruckenden Insel-Rundfahrt zeigen wir Ihnen dann die Vielfältigkeit des kleinen Juwels im Mittelmeer. Erfahren Sie dabei allerlei aus der bewegten Geschichte und freuen Sie sich auf ein wunderschönes Naturparadies mit farbenprächtigen Blumen und Pflanzen, glasklarem Wasser, bizarren Felsenklippen und wildromantischen Buchten. Am Abend Fährüberfahrt zurück aufs Festland und Rückfahrt ins Hotel.
Feines Mittagessen in Frascati
xy Malerisches Capolivieri - Elba
3. Tag, Samstag – Albaner Berge & Frascati Auf unserem Weg Richtung Golf von Gaeta passieren wir die Albaner Berge. Die südöstlich von Rom gelegene Gegend ist bekannt für ihren Wein (Frascati) und dient vielen Römern als Naherholungsgebiet. In Frascati bietet sich uns ein atemberaubender Blick auf Rom. In einer typischen Cantina werden wir hier zu einem feinen Mittagessen erwartet. Danach Weiterfahrt zum Golf von Gaeta, unserem idealen Ausgangsort für die nächsten Tage. 4. Tag, Sonntag – Capri Halten Sie Ihren Fotoapparat bereit – mit Capri erwartet uns heute eine der schönsten Inseln der Welt! Schon die Einfahrt in den Hafen mit den pittoresken, bunten Häusern wird Sie begeistern. Wir beobachten
das mondäne Leben auf der weltberühmten Piazzetta, spazieren zu den wunderschönen Augustus Gärten (Eintritt inkludiert) und geniessen die traumhafte Aussicht auf die Faraglioni-Felsen – fantastisch! Am späten Nachmittag Rückfahrt mit dem Schiff nach Neapel und von da mit dem Bus ins Hotel. 5. Tag, Montag - Ischia Nach dem Frühstück fahren wir zum Hafen von Pozzuoli, von wo aus wir mit dem Schiff auf Ischia übersetzen. Bei einer herrlichen Rundfahrt lernen wir dann die dritte Inselperle unserer Reise kennen. Hinter bizarren Steilküsten und kleinen Sandbuchten tauchen Weingärten und kleine Dörfer mit ineinander verschachtelten Häusern auf. Neben atemberaubenden Landschaftsbildern sehen wir unter anderem die alte Seefahrerkirche Socorso und das malerische St. Angelo, wo genügend Zeit zum Verweilen bleibt. Am späten Nachmittag Rückfahrt per Schiff und Bus zu unserem Hotel. 6. Tag, Dienstag – Montepulciano & der Wein Auf unserer Rückfahrt streifen wir heute die wunderschöne Gegend von Montepulciano und damit die unbestrittene Weinhochburg der Toskana. Bei unserem Besuch auf einem bekannten Weingut erfahren wir viel Wissenswertes rund um die Spitzenweine, welche wir selbstverständlich auch verkosten werden. Gleichzeitig geniessen wir einen kleinen Imbiss mit Spezialitäten aus der Region! Danach Weiterfahrt in den Raum Gardasee und Nachtessen im Hotel. 7. Tag, Mittwoch – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.
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MENSCHEN | MM17, 24.4.2017 | 19
Bänz Friedli
Von Donalds und Bänzen
Pfarrer, Rechtsanwalt, Gartengerätehändler, Hotelier, Arzt, Maler, Englischlehrer … Sie haben die unterschiedlichsten Berufe, wurden aber gleich getauft: 191 Personen ver zeichnet das elektronische Telefonbuch für die Schweiz mit dem Vornamen Donald. Sie tun mir leid. Wetten, dass sie Stirnrunzeln ernten, wann immer sie derzeit ihren Namen nennen? Und dazu gibts bestimmt dumme Kommentare. Gut, sie hatten es womöglich noch nie leicht: Sprüche mussten sie sich wohl schon anhören, ehe in den USA ein Namensvetter zum Präsidenten gewählt wurde. Doch der andere berühmte Donald, derjenige aus Entenhausen, ist wenigstens ein liebenswerter Schussel.
Bänz Friedli (52) konnte es
Bild: Vera Hartmann
wieder nicht lassen.
bäck meines Namens gerade Saison hat. Ihnen ist in dem Moment, da sie ihre An spielung auf den Grittibänz machen, ja nicht bewusst, dass ich mir solcherlei Scherze anhören muss, seit ich mich erinnen kann. Aber mir! Mir ist es bewusst: dass man Leute nie mit ihrem Namen ärgern sollte, ob sie nun Hillary heissen – davon hätte es in der Schweiz nur ganze drei gegeben – oder Elvis oder Ueli. Wie der Knecht, der Pächter, der Bundesrat. O ja, ich weiss, dass solche Sprüche zu unterlassen sind!
Aber ich kenne das: wenn der eigene Name für Heiterkeit sorgt. Seit ein Berner namens Yves unter dem Markennamen «Bänz» Fruchtsäfte vertreibt, vergeht kaum eine Woche, in der mich nicht ein lieber Bekannter auf die «Neuheit» aufmerksam machen würde, indem er mir das Bild eines Fläschchens whatsappt, garniert mit der Frage: «So, so, jetzt auch noch ins Getränkebusiness eingestiegen?» Regelmässig werde ich auch damit beschenkt. Und gegen den Saft ist rein gar nichts ein zuwenden, nur gegen die Häufigkeit.
Doch dann lerne ich vorige Woche diese Romina kennen. Und wäre es Ihnen nicht auch rausgerutscht? «Du hast aber nicht einen Bruder namens …» Sie, dezidiert: «Nein, und mein Freund heisst auch nicht Albano.» Spätestens jetzt hätte ich merken müssen: Sie ist es leid, darauf angesprochen zu werden. Stattdessen insistiere ich, ob denn ihre Eltern seinerzeit Fans gewesen seien? Und erfahre: Sie waren. Ein Wunder, dass ich nicht noch die Schnulze «Felicità» zu säuseln beginne. Arme Romina. Gerade ist vom einstigen Traumpaar wieder überall zu lesen: Albano und Romina können sich längst nicht mehr leiden, dennoch treten die geschiedenen Ehe leute wieder zusammen auf, des Geldes wegen.
Sie meinen es ja alle nur gut … Wie sich auch all jene nichts Böses denken, die mich Anfang Advent jovial darauf hinweisen, dass ein Ge
Was übrigens Donald betrifft, der Name stammt aus dem Gälischen. Und bedeutet dort: Weltherrscher. MM
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Wenn Armut ihr Gesicht zeigt Erfahren Sie mehr über Ali und seine Familie: www.dasrichtigetun.caritas.ch
Ali Al-Ahmad (49), Syrien Hat seinen Sohn im Krieg verloren
So funktioniert das HightechArmband:
20 | MM17, 24.4.2017 | MENSCHEN
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Junge Erfinder
Schutzengel am Handgelenk Scott und John Riley sind erst zehn und acht Jahre alt –
und trotzdem schon zwei preisgekrönte Erfindernasen: Die Brüder aus Luzern haben ein spezielles Hightech-Armband entwickelt, um das Leben von Kindern sicherer zu machen. Text: Andreas Bättig
N
icht alle Kinder wachsen so behütet auf wie Mädchen und Buben in der Schweiz. Das merkten die Brüder Scott (10) und John (8) Riley früh. Bis zu ihrem 6. respektive 4. Lebensjahr wohnten die beiden in der Grossstadt London. Allein zur Schule gehen können viele Kids dort nicht. Zu gefährlich ist der Verkehr, zu viel kann passieren. Deshalb begleiten die Eltern ihren Nachwuchs von der Haustür bis zum Pausenplatz. Als Familie Riley nach Luzern zog, änderte sich das. Auf einmal konnten Scott und John ihrer Mutter bereits zu Hause Tschüss sagen
Ein Druck auf den Knopf – und Hilfe kommt.
Bilder: Daniel Winkler
und sich dann gemütlich zu Fuss oder mit dem Velo auf den Schulweg begeben. Dass Kinder nicht überall allein zur Schule gehen können, fanden die Brüder schade. Mithilfe ihres Wissens über Computer und Technik wollten sie das ändern. Programmieren als Hobby
Scott und John haben für Primarschüler ein eher aussergewöhnliches Hobby: Sie programmieren gern. Das heisst, sie schreiben kleine Computerprogramme, mit denen sie zum Beispiel die Lichter im Haus mit einer App auf dem Mobiltelefon steuern können. Hilfe bekommen sie dabei von ihrem Vater, einem ausgebildeten Mathematiker und Programmierer, sowie einem befreundeten Informatiker. Dank ihrer Fähigkeiten haben sie auch das «Tech-Schutzengeli» erfunden. «Wir wollten, dass Kinder schnell Hilfe holen können, wenn sie in Schwierigkeiten sind», sagt John Riley. Das «Tech-Schutzengeli» funktioniert folgendermassen: Wenn ein Kind in eine Notsituation gerät, kann es auf einen Knopf drücken, der sich auf einem Armband am Handgelenk befindet. Dadurch wird ein Signal an zehn Erwachsene gesendet, die eine spezielle App auf ihrem Smartphone installiert haben. Diese zeigt den genauen Standort des Kinds auf einer Karte an. Reagiert keiner der zehn alarmierten
Personen, die sich in unmittelbarer Nähe des Kinds aufhalten, wird das Signal automatisch an zehn weitere Erwachsene gesendet. Scott hat eine solche Notsituation schon am eigenen Leib erfahren müssen. Er stürzte auf dem Schulweg mit dem Velo. Dabei fiel er so unglücklich auf den Rücken, dass sein kleines Handy, mit dem er in solchen Fällen seine Mutter anrufen kann, kaputtging. Scott verletzte sich beim Sturz zwar nicht schwer, musste aber allein nach Hause humpeln. «Genau dafür ist der Knopf auf dem Armband gedacht. Er kann auch dann gedrückt werden, wenn man verletzt ist», sagt er. Nicht nur bei Unfällen, sondern auch bei Mobbing könne ihre Erfindung zum Einsatz kommen. «Erstklässler drücken einfach auf den Knopf, falls Sechstklässler sie ärgern», sagt John. Mit ihrer Erfindung nahmen die RileyBrüder an einem Wettbewerb von «Dein Spiegel», der Kinderausgabe des renommierten deutschen Nachrichtenmagazins «Der Spiegel», teil – und holten in der Altersklasse 8 bis 11 Jahre gleich den Hauptpreis von 1500 Franken. «Als sie uns am Telefon sagten, dass wir gewonnen haben, sind wir vor Freude einmal ums Haus gerannt», sagt Scott. Für das Preisgeld haben die kleinen Erfinder bereits grosse Pläne: Als riesige «Star-Wars»-Fans wollen Scott
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Visionäre Jungs: John (links) und Scott Riley wollen mit dem gewonnenen Preisgeld Disney-Aktien kaufen.
und John «einen Teil von Walt Disney» kaufen, wie sie sagen. Denn Walt Disney hält die Rechte an den «Star-Wars»-Filmen, und mit «einen Teil» meinen die Brüder Aktien. «So können wir bei Walt Disney mitreden», sagt John. Ausserdem möchten sich die Rileys mit dem Gewinn Spielzeuggewehre, sogenannte Nerf Guns, kaufen. Und der Rest soll gespart werden. Von A bis Z alles allein ausgetüftelt
Dass ihre Söhne mit ihrer Erfindung gleich den Hauptgewinn geholt haben, darauf ist
die Mutter von Scott und John, Nicola Riley, stolz. «Sie haben das ‹Tech-Schutzengeli› wirklich komplett allein ausgetüftelt. Wir haben bewusst nicht geholfen», sagt sie. «Wenn Kinder etwas wirklich wollen, sollen sie auch Arbeit reinstecken. Erst dann können sie das Ergebnis wertschätzen.» Die Idee von Scott und John findet sie toll, gibt aber zu bedenken: «Man darf als Eltern auch nicht zu übervorsichtig und hysterisch sein.» Wenn durch das «Tech-Schutzengeli» Eltern davon überzeugt werden können, ihre Kinder nicht mehr zur Schule zu fahren,
sei das doch etwas Gutes – auch für die Umwelt. Noch gibt es das «Tech-Schutzengeli» nur als Idee. Das Armband besteht als Prototyp aus Papier, die App muss noch programmiert werden. Doch beides wollen die Brüder in Angriff nehmen. «Das Armband könnte aus Plastik oder Stoff sein», sagt John. «Die App soll auf allen Smartphones laufen», ergänzt Scott. Wichtig sei, dass das Schutzengeli nicht zu viel koste. So könnte der Kanton Luzern zu Schulbeginn jedem Erstklässler ein Armband schenken. MM
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Schweizer Spinnereien
Auf diesem Garn sitzt Donald Trump
In einem Dossier zur Globalisierung berichteten wir kürzlich vom Ende der letzten Baumwollspinnerei der Schweiz. Ein paar andere spezialisierte Firmen haben überlebt. Etwa die Lantal in Langenthal: Sie produziert Teppiche und Sitzbezüge für Flugzeuge in aller Welt – sogar für die Air Force One des US-Präsidenten. Text: Ralf Kaminski Bilder: Mischa Christen
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as haben Donald Trump, Barack Obama und sämtliche Swiss-Passagiere gemeinsam? Sie sitzen beziehungsweise sassen auf Produkten der Lantal Textiles AG. Das KMU in Langenthal BE produziert unter anderem Teppiche, Sitzgarnituren und Vorhänge für 70 Prozent aller Fluggesellschaften weltweit. Und auch für die Privatjets von VIPs wie etwa die Air Force One des amerikanischen Präsidenten. «In diesem Bereich sind wir Weltmarktführer», sagt Andreas Christen (39), Leiter Technik von Lantal sowie Präsident Arbeitskreis Garne, Zwirne und Bänder von Swiss Textiles. Christen bekam Anfang Jahr besorgte Anrufe, als in einem Dossier des
Migros-Magazins zum Thema Globalisierung (20. Februar) stand, die letzte Schweizer Spinnerei sei geschlossen worden. Tatsächlich war die Hermann Bühler AG in Winterthur die letzte Baumwollspinnerei des Landes, die letzte Vertreterin der Industrie, die einst den Wohlstand der Schweiz mitbegründet hat. Doch rund ein halbes Dutzend auf bestimmte Nischen spezialisierte Spinnereien gibt es auch heute noch – darunter die Wollspinnerei Huttwil, die zu Lantal gehört. Dort rattern teils über 60 Jahre alte Maschinen, um die gefärbte Wolle von Tausenden von Schafen aus Neuseeland, Skandinavien und Grossbritannien zu Garnen zu spinnen, die anschliessend in einem weiteren Werk in Melchnau unter
anderem zu Flugzeugteppichen gewebt werden. «Wenn an diesen Maschinen irgendwas kaputtgeht, müssen wir es selbst reparieren», sagt Christen. «Den Hersteller gibt es schon lange nicht mehr.» Besonders stolz ist Christen darauf, dass praktisch sämtliche Arbeitsschritte auf dem Weg zum fertigen Produkt in der Schweiz vollzogen werden. Lediglich die Produktion der Wolle selbst passiert im Ausland. In Huttwil stapelt sich die Jahreswollproduktion von 200 000 Schafen. «Mit dieser Menge wären die Schweizer Schafe hoffnungslos überfordert», sagt Christen und lacht. Dass sich die 1886 gegründete Firma in den 50er-Jahren auf die Innenausstattung von Flugzeugen speziali-
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Maschinen, die teils noch aus den 60er-Jahren stammen, verarbeiten Wolle und Garne – später entstehen daraus Teppiche und Vorhänge für Fluggesellschaften (links und rechts).
Der technische Leiter Andreas Christen weiss alles über die alten Spinnmaschinen (unten).
sierte, ist der KLM und einem weitsichtigen Chef zu verdanken. Damals unterbreitete Lantal der niederländischen Airline ein Angebot für Büromöbelbezüge. Dieses lehnte die KLM ab, fragte jedoch, ob man auch Bezüge für Flugzeugsitze herstellen könne. Lantal machte sich ans Werk und gewann dank Innovationen und technologischen Weiterentwicklungen immer mehr Kunden – später auch für die Innenausstattung von Bahnen und Bussen. Dank dieser spezialisierten Nische konnte selbst die Globalisierung Lantal nichts anhaben. «Wir haben natürlich Konkurrenten», sagt Christen, «aber niemand ist so lange in diesem Geschäft wie wir, und niemand bietet so viele Arbeitsschritte aus einer Hand.»
Lantal betreibt in Langenthal sogar ein Labor, in dem es die Feuerfestigkeit der Sitzbezüge und die Giftigkeit des dabei entstehenden Rauchs testet. Selbst Produkte der Konkurrenz werden hier zertifiziert. Qualität, Design, Virtual Reality
Laut Andreas Christen hat Lantal den Mitbewerbern noch andere Dinge voraus: eine intensive Beschäftigung mit dem Design von Stoffen und Sitzen sowie Virtual-Reality-Brillen. Mit diesen können die Kunden virtuell durch fertig designte Flugzeuge spazieren, um den Look der Produkte quasi «in echt» zu erleben. «Zuverlässigkeit, Qualität, Erfahrung und stetige Weiterentwicklung machen es aus, dass unsere Kunden bereit sind,
unsere höheren Preise zu bezahlen», sagt der ETH-Ingenieur. Trotzdem stand auch das Management der Lantal unter Schock, als die Schweizerische Nationalbank im Januar 2015 die Untergrenze zum Euro aufhob. «Wir setzten uns sofort zusammen und machten das ganze Budget neu.» Jeder Posten wurde angeschaut: Bringt das dem Produkt und dem Kunden etwas? «Wenn nicht, wurde er gestrichen – dazu gehörten auch die Renovation der Aussenfassade eines alten Gebäudes sowie Business-Class-Flüge auf Geschäftsreisen.» Dank solcher Massnahmen kam es weder zu einem Stellenabbau noch zu einem grösseren Einbruch. Letztes Jahr machte Lantal 103 Millionen Franken Umsatz und
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Spinnereien und Garnhersteller
Wer sonst noch in der Schweiz produziert Monosuisse AG, Emmenbrücke LU: Gehört weltweit
Lehrling Dean Gligorevic ist auf die Veredelung von Textilien spezialisiert. Hier arbeitet er an einer Maschine, mit der Garne gefärbt werden.
kaufte im Ausland Firmen dazu. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 605 Mitarbeiter, in der Schweiz sind es 316 aus 17 Nationen. Weil einige der Jobs so selten geworden sind, muss Lantal viele Mitarbeiter selbst ausbilden. Dazu gehören auch ein gutes Dutzend Lehrlinge. «Mir gefällt die Arbeit sehr», sagt Dean Gligorevic (17), der seit 2015 zum Textiltechnologen Fachrichtung Veredelung aus gebildet wird. Er beschäftigt sich unter anderem mit dem Färben von Fasern und Stoffen und findet es sehr interessant, mit den chemischen Prozessen zu experimentieren. Gligorevic kam über seinen Bruder zu Lantal und war sich damals nicht bewusst, dass die Textilindustrie in der Schweiz derart unter Druck steht. «Viele Jobs in diesem Bereich werden in 20 Jahren wohl automatisiert sein», sagt der junge Mann, der dazu gerade für die Schule eine Arbeit schreibt. Über seine Zukunft macht er sich jedoch keine grossen Sorgen. «Ich be komme hier eine gute Basis, mich später auch in andere Rich tungen entwickeln zu können.» Auch für Lehrlinge attraktiv
Laut Andreas Christen ist es nicht immer leicht, für den Textilbereich Lehrlinge zu ge winnen. Die Spezialisierung auf die Luftfahrtbranche sei jedoch für viele attraktiv. «Wo sonst kommt man fast täglich mit Menschen aus aller Welt in Kon takt?» Der ETHIngenieur lernte Lantal als Student bei einer Be triebsbesichtigung kennen und
fiel dabei dem technischen Leiter auf, dessen Nachfolge er inzwi schen angetreten hat. «Er schlug über meinen Professor vor, dass ich meine Semesterarbeit bei Lantal schreibe, und so bin ich dann hängen geblieben», erzählt Christen, der mit Leiden schaft und grossem Fachwissen über die Verarbeitungsprozesse in der Spinnerei referiert. Flexibilität und Innovation
Was braucht es, damit die Firma trotz aller Herausforderungen der Globalisierung und Digita lisierung eine Zukunft hat? «Flexibilität und stetige Weiter entwicklung – das gilt für das Management ebenso wie für die Mitarbeiter.» So hat Lantal etwa pneumatische Sitze für Busi ness und FirstClassKabinen entwickelt, Sitze aus Luftkissen, die der Passagier selbst einstel len kann. Sie sind nicht nur bequemer für den Gast, sondern auch leichter als die bisherigen aus Schaumstoff, was den Air lines hilft, Kerosin einzusparen, Kosten zu senken und ihre Umweltbilanz zu verbessern. In der Schweiz dürfe man sich als Unternehmen nie auf den Lorbeeren ausruhen, sondern müsse immer vorwärtsschauen. «Nur so können wir den Quali tätsvorsprung gegenüber anderen Ländern halten und die höheren Preise rechtfertigen», sagt Andreas Christen. «Ich bin sicher, dass es Lantal auch in 40 Jahren noch gibt, allerdings wird die Firma dann vermutlich ganz anders aussehen.» MM Mehr Infos: www.lantal.com
zu den führenden Herstellern unterschiedlichster Kunststoff-Monofilamenten für industrielle Einsätze. Diese braucht es zur Produktion von Siebdruck- und Filtrationsgeweben, Transportbändern, Abstandstextilien, Geflechten und Schmalgeweben sowie für Papiermaschinenbespannungen. www.monosuisse.ch
Spoerry 1866 AG, Flums SG: Beschafft und selektio-
niert bereits in der fünften Generation Rohmaterialien und unterhält sogar eine eigene Plantage in der Karibik. Dort werden – streng limitiert – nur die besten der besten Baumwollfasern angebaut. Diese auserlesenen Rohstoffe und technologisch innovativen Spinnverfahren bilden die Basis für Qualitätsgarne, die teilweise im Kanton Glarus gesponnen werden. Verwendet werden sie für edle Hemden und Blusen, seidenweiche Unterwäsche, feinste Strickkreationen oder luxuriöse Bettwäsche. www.spoerry1866textiles.ch
Camenzind + Co. AG, Gersau SZ: Spinnt seit 125 Jahren Seidengarne.
Diese finden Verwendung in der Weberei (Bekleidungsstoffe, Möbelbezugsstoffe, Paramente) und in der Strickerei (Pullover, Wäsche, Socken, Strumpfosen etc.) – insbesondere für die Luxusgüterindustrie sowie im Handel für Handstrick-, Handweb-, Handstickgarne und in der Mercerie (Nähfäden). www.swissmountainsilk.swiss
Flasa, Alle JU: Spinnt
langstapelige Fasern und färbt textiles Rohmaterial. Ursprünglich fand das Know-how des Unternehmens vor allem Anwendung im Bereich der Wollfasern.
Diese Erfahrung fliesst heute ein bei veredelten Garnen für Schutzbekleidung und in anderen technischen Bereichen. www.flasa.ch
Serge Ferrari Tersuisse AG, Eglisau ZH / Emmenbrücke LU: Entwickelt und produ-
ziert synthetische Endlosfilamente als innovative Materialien für die Architektur (Leichtbauweise, bioklimatische Fassaden, Sonnenschutz und akustische Lösungen), die etwa beim Neubau der WTO in Genf oder dem neuen Fussballstadion von Lyon (F) eingesetzt werden. www.sergeferrari.com
Empa, St. Gallen: Die
Abteilung Advanced Fibers entwickelt und untersucht schmelzgesponnene Multikomponentenfasern für technische und medizinische Anwendungen; dazu gehören etwa flüssigkeitgefüllte oder flammgeschützte Fasern. Das Labor verfügt über entsprechende Pilotanlagen. www.empa.ch
Wollspinnerei Vetsch, Pragg-Jenaz GR: Ein kleines,
hochspezialisiertes Familienunternehmen im Bereich der Verarbeitung von Wolle und anderen Naturfasern mit Schweizer Herkunft. Die Garne kommen vor allem als Handstrickgarne oder in Geweben für Heimtextilien zum Einsatz. Daneben bietet die Firma eine breite Palette an Wolle zum Filzen für den Endkonsumenten. www.wollspinnerei.ch
Toggenburger & Co. AG, Marthalen ZH: Die einzige
Rosshaarspinnerei der Schweiz. Sie produziert seit 1843 in sechster Generation Pferdeschweifaare in höchster Qualität – die Produkte werden für Matratzen und Bettwaren eingesetzt. www.toggenburger.com
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MENSCHEN | MM17, 24.4.2017 | 27
Leserforum MM16: Reife Frau, junger Mann Wenn die Liebe kein Alter kennt
«Sie und er halten heute noch Händchen – das ist Liebe pur» Eine Frau, die sich einen jüngeren Partner nimmt, muss niemandem etwas beweisen. Das sage ich aus eigener Erfahrung. Ich bin elf Jahre älter als mein Partner, und wir sind seit 18 Jahren zusammen. Wie es im hohen Alter einmal sein wird, kann niemand sagen. Aber das kann man auch bei gleich altrigen Paaren nicht. Geniesst einfach das Leben. Nehmt alles, was ihr be kommt, und macht euch keine unnötigen Gedanken.
Seit 26 Jahren glücklich liiert: Lisa Schmid (76) und Matthias Flückiger (52)
Ursula Nyffenegger, via www.migrosmagazin.ch
Ich kenne ein Ehepaar, das schon seit 1962 zusammen ist. Sie ist mittlerweile 90 Jahre alt, er 75. Wie die beiden heute noch Händchen haltend spazieren gehen – das ist Liebe pur! Daniel Zollinger, via www.migrosmedien.ch Mit 57 Jahren traf ich einen 42-jährigen Mann, in den ich mich so heftig verliebte wie nie zuvor. Aus Verliebtheit wurde Liebe, wir wurden ein Paar, nach fünf Jahren heirateten wir. Das was 2004. Seither freuen wir uns jeden Tag über unser Glück. Am Altersunterschied haben wir uns nie gestört, ebenso wenig wie unsere Familien und unser Freundeskreis. Brigitte Fischer, via www.migrosmagazin.ch MM15: Menschen Ruedi Tobler
Bilder: Basil Stücheli
– Widerstand als Lebensaufgabe
«Kaum jemand geht so gradlinig Richtung Frieden» Seit 30 Jahren kenne und schätze ich Ruedi Tobler als engagierten Aktivisten für den
Frieden. Es gibt wohl selten jemanden, der so gradlinig seinen Weg Richtung Frieden geht und sich durch keinerlei staatliche Widrigkeiten beein flussen lässt. Theodor Frey, Walzenhausen AR
deswegen zu verteufeln, ist zwar der wohl einfachere, aber sicher nicht der richtige Weg. Peter Zurbuchen, via www.migrosmagazin.ch
Ich finde Ihre Reportage super – ein Vorbild für jeden klugen und verantwortungsvollen Mann. Monika Wenger, via www.migrosmagazin.ch
Wer den Militärdienst aus Gewissensgründen verweigert, soll das dürfen. Wer hingegen den Zivildienst auch noch verweigert, ist ein Mensch ohne Charakter. Olympe de Gouges, via www.migrosmagazin.ch
MM15: Gesundheit Vasektomie – Schnitt ohne Einschnitt
«Vorbild für jeden klugen Mann»
Ich habe den Eingriff bereits vor 38 Jahren machen lassen – und es nie bereut! Alles verlief total problemlos. Kann es jedem Mann, der keine Kinder mehr will, nur empfehlen. Pierre Oettli, via www.migrosmagazin.ch
Auch die Männer müssen endlich Verantwortung in Sachen sichere Verhütung übernehmen.
Die Verweigerung der DienstErsatzleistung ist wahrlich kein Ruhmesblatt. Das soll nicht heissen, dass es nicht noch bessere Lösungen geben kann, indem etwa dem Zivildienst vermehrt Aufgaben für einen umfassenden Schutz der Zivil bevölkerung zugewiesen wer den. Aber die Lasten unserer Demokratie müssen gleich wertig verteilt werden. Peter Natz, Birmensdorf ZH Wenn man mehr Leute für die Armee braucht, müssen positive Anreize gesetzt werden. Die sinn vollen Einsätze im Zivildienst
Reto Vogt, Online-Chef des MigrosMagazins, hat sich unterbinden lassen.
Dass sich Männer im zeugungsfähigen Alter unterbin den lassen, sollte nicht zur Modeerscheinung werden. Denn in der heutigen Zeit tren nen sich rund 50 Prozent der Paare. Die Kinder aus erster Ehe sind da. Der Mann ist unterbun den. Nun lernt man einen neuen Partner kennen, und es kommt nochmals der Wunsch auf, ein gemeinsames Kind zu haben. Was dies für ein Paar bedeuten kann, erfahre ich gerade am eigenen Leib: Mein neuer Part ner ist unterbunden, und unsere noch frische Liebe leidet sehr darunter. Beatrice Keller, via www.migrosmagazin.ch
28 | MM17, 24.4.2017 | MENSCHEN
Christoph Blocher vs. Flavia Kleiner
«Niederlagen sind mindestens so wichtig wie Siege» Als Christoph Blocher vor 25 Jahren den Beitritt der Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum bodigte, lag Flavia Kleiner noch in den Windeln. Nun kreuzen der altgediente SVP-Haudegen und der junge Politstar von Operation Libero erstmals die Klingen. Ein Streitgespräch über das Chancenland Schweiz, das Verhältnis zu Europa und die Macht der Populisten. Text: Ralf Kaminski, Hans Schneeberger Bilder: Daniel Winkler
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Plädiert für Weltoffenheit ausserhalb der EU: Christoph Blocher
Möchte endlich ein vernünftig geregeltes Verhältnis mit dem Umland: Flavia Kleiner
30 | MM17, 24.4.2017 | MENSCHEN
Christoph Blocher, Operation Libero hat in letzter Zeit bei Abstimmungen mehrmals gegen Sie gewonnen, etwa bei der Durchsetzungsinitiative oder der erleichterten Einbürgerung der dritten Generation. Waren die Burkaplakate vielleicht doch keine gute Idee? Christoph Blocher: Die stammten nicht von der SVP, sondern von einem Abstimmungskomitee, in dem auch ein paar Leute von uns sassen. Aber ja, Libero ist ziemlich gut im Einheimsen von Abstimmungssiegen. Flavia Kleiner: War das ein Kompliment? Blocher: Abstimmungserfolge, bei denen fast alle gegen die SVP waren, sind leicht zu erzielen. Allein mussten Sie noch nie gewinnen. Die SVP schon. Aber ich lasse Ihnen die Freude. Niederlagen sind allerdings mindestens so wichtig wie Siege, das müssen Sie wissen. Und oft ist Libero einfach ein Arm der Wirtschaft – mindestens teilweise kam auch Geld von dort. Kleiner: Von der Wirtschaft hat uns niemand was bezahlt. Blocher: Ich habe andere Informationen. Sie haben von Wirtschaftsverbänden Geld bekommen. Geben Sies doch zu! Kleiner: Nein, echt nicht. Wollen Sie sich unsere Abrechnung anschauen? (greift zum Computer und schaltet ihn an) Blocher: Schon gut, kommen wir zur Sache. Sehen Sie Operation Libero als neue Kraft, die der SVP gefährlich werden könnte? Blocher: Nein, eine Gruppe mehr, die die gängigen Positionen der Gegenseite vertritt. Ihre Stärke ist vielleicht das Internet. Hier sind sie sicher besser aufgestellt. Zumindest besser als ich, der ich ja nicht mal eine Rechenmaschine bedienen kann. ( lacht) Aber immerhin haben wir bei den letzten Wahlen ein Filmli gemacht, in dem sich jeder über sich selbst lustig machte. Das war ein Riesenhit, aber kaum wahlentscheidend. Frau Kleiner, was macht es aus, dass Sie mehrmals gewonnen haben? Kleiner: Wir versuchen, zum Kern einer Abstimmung vorzustossen und das dann ganz klar auf den Punkt zu bringen, in einer einfachen und populären Sprache. Dazu kommt die Leidenschaft für die Sache. Zudem haben wir ein starkes Ziel, das gerade Junge anspricht: Wir wollen die Schweiz zu einem Chancenland machen, nicht zu einem Freilichtmuseum. Wir möchten optimistisch in die Zukunft gehen, während Herr Blocher der Bewahrer ist, der eine Schweiz verteidigt, die es so gar nie gegeben hat. Aber Sie brauchen doch auch inhaltliche Antworten. In ganz Europa beschäftigt vor allem ein Thema: die Zuwanderung. Kleiner: 81 Prozent aller EU-Zuwanderer in der Schweiz sind erwerbstätig, wer nach
Zu den Personen
SVP-Chefstratege und Alt-Bundesrat Christoph Blocher (76) ist SVP-Chefstratege
und Milliardär, zuvor war er Exportunternehmer, National- und Bundesrat. Er wohnt mit seiner Frau in Herrliberg ZH; die beiden haben vier erwachsene Kinder und bald zwölf Enkelkinder. www.svp.ch
einem halben Jahr keinen Job findet, muss wieder gehen. Und: Sie zahlen Steuern und AHV – ohne Zuwanderung könnten wir doch unsere Sozialsysteme gar nicht mehr finanzieren. Die Zuwanderung ist eine natürliche Bewegung, die es schon immer gegeben hat. Und trotz anfänglicher Skepsis hat die Integration in der Schweiz immer gut funktioniert. Es braucht also einfach etwas Zeit und Geduld. Ich weiss, dass das schwierig zu vermitteln ist, aber das ist die Herausforderung. Da helfen rechtspopulistische Tiraden und verachtende Darstellungen natürlich nicht. Blocher: Gegen massvolle Zuwanderung ist niemand, aber die Masseneinwanderung bringt grosse Probleme, trotz Ihrer verharmlosenden Darstellung. Wer da nicht begrenzt, verachtet die Menschen! Masshalten auch in dieser Beziehung führt zu einer sicheren Zukunft in Freiheit. Um diese Zukunft ging es auch vor 25 Jahren bei der Abstimmung zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Wie hätten Sie damals gestimmt, Frau Kleiner? Kleiner: Ich hätte dem Beitritt zugestimmt. Auch im Wissen um den heutigen, schwierigen Zustand der EU? Kleiner: Der EWR ist ja nicht die EU. Und ich denke, dass es die Offenheit ist, die den Erfolg der Schweiz überhaupt möglich gemacht hat – das Nein war ein Schritt in die Gegenrichtung. Bundesrat Delamuraz sagte nach der Abstimmung, dies sei ein schwerer Tag für die Wirtschaft und die Jugend. Tatsächlich erlebte die Schweiz in den 90er-Jahren eine Rezession. Gebessert
hat sich die Lage erst, als die bilateralen Verträge mit der EU in Kraft traten. Blocher: Ich nehme an, Sie waren 1992 noch nicht dabei. Die Rezession der 90er-Jahre hatte nichts mit Europa oder dem Nein zum EWR zu tun, sie war eine Folge der enorm überhitzten Konjunktur. Und sie endete 1997, also deutlich vor den bilateralen Verträgen, die erst 2002 in Kraft traten. Im EWR hätte die Schweiz aktuelle und künftige Gesetze der EU übernehmen müssen, ohne dass wir hätten mitbestimmen können. Heute wie damals gilt: Der wichtigste Vorteil der Schweiz ist ihre besondere Staatsform: die direkte Demokratie, die Neutralität, die Weltoffenheit. All dies würde bei einem EU-Beitritt preisgegeben. Zudem haben die Untergangsszenarien der Befürworter sich nicht bewahrheitet, im Gegenteil. Kleiner: Dennoch war es ein starkes Signal gegen die Offenheit. Die Schweiz war früher mal ein mausarmes Land, heute geniesst sie enormen Wohlstand, den viele als gottgegeben betrachten. Aber wie ist es dazu gekommen? Entscheidende Faktoren waren unsere Offenheit und unsere grosse Toleranz gegenüber Minderheiten, gegenüber Einwanderern. Die SVP stellt sich wieder und wieder gegen diese Offenheit und gegen die Einwanderung – da stellt sich schon die Frage, ob das wirklich so patriotisch ist. Weniger Offenheit schadet am Ende allen. Aber die Schweiz ist ja auch ohne EWR sehr international ausgerichtet. Kleiner: Dank der Bilateralen. Aber wollten Sie die denn damals überhaupt, Herr Blocher? Im Grunde haben Sie doch wie ein
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Über Trump, Planwirtschaft und mehr: www.migmag.ch/ svp-libero
Zu den Personen
Co-Präsidentin Operation Libero Flavia Kleiner (26)
ist Co-Präsidentin der liberalen politischen Bewegung Operation Libero und Geschichtsstudentin an der Universität Freiburg. Sie wohnt in Zürich und hat einen Göttibueb. www.operation-libero.ch
Elefant im Porzellanladen erst mal alles zer trümmert und dann andere die Reparatur arbeiten machen lassen. Daraus entstanden die bilateralen Verträge, die Sie ja eigentlich am liebsten kündigen würden. Blocher: Sie gestatten, dass ich nicht auf Ihre Unterstellungen und Pöbeleien eingehe. Unsere weltweite Offenheit haben wir, weil sich die Schweiz eben nicht in der ab gekapselten EU befindet. Sie verhandelt mit allen Ländern und schliesst wenn nötig Verträge – aber ohne die Selbstbestimmung aus der Hand zu geben. Offenheit und Selbst bestimmung müssen keine Widersprüche sein. Stichwort Zuwanderung: Für ausländi sche Beschäftigte, die wir benötigen und in der Schweiz nicht finden, und solche, die an Leib und Leben wirklich bedroht sind, treten wir ein. Das schafft auch keine Probleme. Was erfreulich ist: Kaum jemand gibt heute noch zu, dass er die Schweiz in der EU haben möchte. Vermutlich nicht mal Sie, oder? Kleiner: Das ist auch immer die erste Frage der Journalisten an mich …
Diesmal nicht, Herr Blocher hat gefragt. Blocher: Das ist doch die Frage. Kleiner: Nein. Die Fixierung auf die Frage Ja/Nein zum EUBeitritt lähmt uns. Eine gescheite Europadiskussion sollte sich nicht am Format unserer Zusammenarbeit mit Europa orientieren. Für uns ist die Fra ge, wie wir als kleines Land unsere Interes sen in der internationalen Zusammenarbeit am besten vertreten. Und dazu brauchen wir den Anschluss an den EUBinnenmarkt, Rechtssicherheit durch einen gemeinsamen Weg, um Streitigkeiten zu beheben, und eine Möglichkeit, bei den Themen mitzu bestimmen, die uns betreffen. Blocher: Wir wollen keinen Anschluss, sondern einen Zugang. Wären wir in der EU oder im Binnenmarkt, hätten wir dort einen äusserst geringen Einfluss und müssten die Selbstbestimmung und die Standortvorteile im eigenen Land weitestgehend preisgeben. Das EWR-Nein war der Startschuss zum Aufstieg der SVP. Was hat ihn ermöglicht?
Blocher: Alles, was Rang und Namen hatte, darunter sämtliche Regierungsparteien, waren in den 90erJahren für den EU Beitritt – ausser die SVP. Dies führte uns viele neue Wähler zu. Zahlreiche neue SVP Sektionen entstanden. Letztlich ging es immer um die Wahrung der Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und direkte Demokratie. Sie erkannten quasi eine Marktlücke? Blocher: Wir dachten nie marktmässig. Wir behielten einfach unsere Überzeugung – und standen plötzlich alleine damit da. Kleiner: Ein wichtiger Grund für den Erfolg der SVP war, dass sie als einzige Partei begriffen hat, wie man Politik in einer Mediengesellschaft machen muss. Sie arbeitete mit simpler Sprache, verein fachten Argumenten, Schlagwörtern – dazu markige Bilder, die provozierten. Heute ist das Alltag, die SVP hat damit schon sehr früh angefangen, andere Parteien sind noch immer nicht dort angekommen. Blocher: Das ist ja schön, dass Sie unserer altmodischen Partei wenigstens ein moder nes Marketing zusprechen. ( lacht) Letztlich lief die Sache genau umgekehrt. Als ich 1977 das Präsidium der SVP Zürich übernahm, stand die SVP kurz vor dem Untergang. Nur deshalb wurde jemand mit Ecken und Kanten wie ich zum Präsidenten gewählt. Als Erstes erarbeiteten wir Inhalte und eine Strategie. Dann galt es, dies klar und auch etwas provozierend zu verkünden. Die Botschaft ist angekommen. Und Sie, Frau Kleiner, versuchen es ja ähnlich zu machen. Aber man darf die Stimmbürger nicht unterschätzen: Am Ende ist die politische Ausrichtung entscheidend, nicht der Stil. Kleiner: Einverstanden. Ich denke aber auch, dass Sie bewusst auf Themen fokus siert haben, die so besonders gut ziehen. Blocher: Seit Jahrzehnten kümmern wir uns um die wesentlichste Frage: Sollen Un abhängigkeit und Selbstbestimmung preis gegeben werden? Deshalb nehme ich auch den Vorwurf nicht ernst, ich sei ein Populist, einer, der dauernd die Meinung ändert. Kleiner: Das ist eher ein Opportunist. Ein Populist ist einer, der behauptet, er und nur er vertrete das wahre Volk.
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Blocher: Also dann sind wir keine Populisten. Kleiner: Auf Ihren Plakaten steht aber: «Schweizer wählen SVP». Bin ich keine Schweizerin, wenn ich Sie nicht wähle? Blocher: Na, jedenfalls keine gute! Kleiner: Aha!
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Sie sagen das mit einem breiten Lachen, Herr Blocher. Blocher: Natürlich. Das ist eine typische, auf den Punkt gebrachte Werbeaussage. Und wir finden ja auch nicht, man müsse jeden ausbürgern, der nicht SVP wählt. Aber ich bin überzeugt, dass der Weg der Personenfreizügigkeit in eine schlechte Zukunft führt. In der EU ist die Personenfreizügigkeit das grosse Problem. Ohne sie gäbe es keinen Brexit, keinen Beppe Grillo in Italien und keine Marine Le Pen in Frankreich. Sie alle sind die Folge dieses unbewältigten Problems. Wer weiss, wohin das noch führt. Viele dieser rechtspopulistischen Parteien nennen die SVP als Vorbild. Wie grenzen Sie sich da ab? Blocher: Inhaltliche Übereinstimmungen haben wir nur bei der Skepsis gegenüber der unverantwortlichen Zuwanderung und der EU-Konstruktion. Aber mit keiner dieser Parteien haben wir Beziehungen. Sie mögen bewundern, dass die SVP die grösste Partei geworden ist, dass sie in den Regierungen vertreten ist und dass die Schweiz dank der SVP nicht in der EU ist. Aber die Unterschiede sind beträchtlich. Der Front National etwa ist wirtschaftlich eine Linkspartei; er besteht aus Sozialisten und Nationalisten – eine ungute Verbindung. Le Pen ist zudem «pour la Grande Nation – la France». Mit solchen Ideen können wir nichts anfangen. Nehmen Sie diese Unterschiede auch so wahr, Frau Kleiner? Kleiner: Wie bei anderen Rechtspopulisten spielen auch bei Ihnen starke Männer eine wichtige Rolle. Und der kürzlich abgewählte Walliser SVP-Staatsrat Oskar Freysinger sagte sogar mal auf dem Roten Platz in Moskau in die TV-Kameras des Schweizer Fernsehens, er fühle sich dort sicherer als überall sonst in Europa – und auch freier. Blocher: Das müssen sie mit Freysinger selbst besprechen. Aber als er SVP-Vizepräsident wurde, habe ich ihm gesagt, dass er nun nicht mehr einfach alles machen kann, was er will. Von da an hat er sich auch zurückgehalten. Die SVP hält jedenfalls bewusst keine Beziehungen zu diesen Parteien. Kleiner: Ich sehe einfach, dass Leute wie Geert Wilders oder Marine Le Pen sich dauernd auf die SVP berufen. Und das hat sehr wohl auch mit den Inhalten zu tun. Blocher: Wenn diese uns nachahmen, haben wir nichts dagegen. Bis jetzt merke ich davon allerdings wenig. Zwischen Ihnen liegen 50 Jahre Altersunterschied: Herr Blocher, was ist das Schönste in Ihrem Alter, was vermissen Sie aus Ihren 20ern? Frau Kleiner, was ist das Schönste in Ihrem Alter, was erhoffen Sie sich für Ihre 70er? Blocher: Ich habe heute deutlich weniger Verpflichtungen: Meine Unternehmen gehören den Kindern, das Nationalratsmandat habe ich niedergelegt. Das ist eine Befreiung, die ich geniesse. Trotz ärmlicher Verhältnisse hatte ich eine glückliche Jugend. Zwar musste ich als Student immer arbeiten und bis morgens um zwei in der Sihlpost schwere Zeitungssäcke schleppen – damals hätte ich lieber etwas mehr Freiheit an der Uni gehabt. Dafür habe ich arbeiten gelernt. Kleiner: Das Schönste finde ich, dass ich noch alles vor mir habe und mich auf ein Leben im Chancenland freuen kann. (lacht) Und im Alter hoffe ich auf viel Zeit und Freiheit, zum Beispiel zur Weiterbildung und zum Lesen. Blocher: Sieh an, da treffen wir uns. Lesen in der Schweiz – im Land der Chancen. MM
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Flink mit den Messern Nemanja Rasevic (18) absolviert das erste Lehrjahr zum Fleischfachassistenten bei der Genossenschaft Migros Luzern.
«In der Grobzerlegerei arbeite ich besonders gern. Hier beinen wir Fleischstücke mit kleinen, biegsamen Messern aus.»
Fachmärkte
Bild: Daniel Kellenberger
Frühlingsgefühle in Winterthur Der Frühling ist da, und das muss gefeiert werden! Drei Tage lang, vom 27. bis 29. April, gibt es am Frühlingsfest im Fachmarktzentrum Grüzepark in Winterthur allerlei zu erleben. Beispielsweise kann man eine Bratwurst vom Grill mit Bürli und Mineral für nur Fr. 2.50 geniessen. Die kleinen Kunden haben am Samstag von 11 bis 15 Uhr die Möglichkeit, Ponys beim Putzen,
Streicheln und Kutschefahren von ganz nah zu erleben. Ebenso steht samstags eine Fotobox für lustige Bilder zum Andenken bereit. Beim «Scan-and-Win»-Spiel kann man GrüzeparkGutscheine oder andere tolle Preise gewinnen. Mehr von der Migros Ostschweiz ab Seite 81
36 | MM17, 24.4.2017 | MIGROS-WELT
Franz Hohler wird an den Oltner Kabarett-Tagen eine eigenwillige Rede halten.
Bienenhaltung
Imkerausbildung jetzt auch in der Romandie
M-Infoline
Auf Draht Die Fachzeitschrift «Contact Management Magazine» hat die Kunden-Hotlines im Schweizer Detailhandel getestet. Die Migros kam dabei auf den ersten Platz. Das Magazin schreibt dazu: «Ein M besser als die Marktbegleiter schnitt die M-Infoline der Migros ab: Herzlichen, freundlichen und kompetenten Mitarbeitern gelang es, das positive Image des Marktführers auch am Telefon zu transportieren.»
Die Migros weitet ihren Einsatz für die Bienenhaltung aus. Seit 2014 unterstützt der Förderfonds Engagement Migros die Weiterbildung von Imkerinnen und Imkern in der deutschen und rätoromanischen Schweiz. Neu kommen auch Bienenhalter in der Romandie und im Tessin zum Zug. Ende März haben 24 Personen an der Berufsschule für Landwirtschaft und Weinbau des Kantons Waadt oberhalb Morges den Studiengang begonnen.
Er umfasst fünf Module verteilt auf drei Jahre und wird mit einem eidgenössischen Fachausweis abgeschlossen. Ziel ist, das Niveau der Imkerpraxis in der Schweiz zu steigern und so die Betreuung der Bienenvölker zu optimieren. Mehr Infos: www.bienen.ch
Digitec-Galaxus
Belohnung für aktive Nutzer
Die Tester beurteilten unter anderem die Wartezeit bis zur Entgegennahme des Anrufs sowie die Fähigkeit der Berater, die Bedürfnisse und auch allfällige versteckte Anliegen der Kunden zu erkennen. Die Dynamik und Deutlichkeit der Stimme spielten ebenfalls eine Rolle. Hotelplan Suisse
Haben Sie eine Frage?
Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
Wie reisen Singles? Wohin reisen Alleinstehende besonders gerne? Der Ferien-Barometer von Hotelplan Suisse weiss es. Bei den Single-Frauen ist Griechenland die beliebteste Destination, gefolgt von Spanien und Tunesien. Spanien und Griechenland belegen mit Rang 1 und 3 auch bei den
Männern Podestplätze. Platz zwei geht an die USA. Im Durchschnitt geben Singlefrauen für ihre Ferien 1471 Franken aus, Männer 230 Franken weniger. Am meisten Alleinreisende gibt es mit rund 26 Prozent in der Alterskategorie der 46- bis 55-Jährigen.
Die beiden Onlineshops Digitec und Galaxus lancieren unter dem Namen «DG Play» ein neues Treueprogramm: Kundinnen und Kunden verdienen virtuelle Punkte und Auszeichnungen, wenn sie besonders aktiv sind. Dabei geht es nicht nur um häufige Einkäufe, sondern auch um Produktbewertungen und den Austausch mit anderen Kunden. Digitec und Galaxus verfügen über eine besonders aktive Community. Auf den Websites ihrer Shops lassen sich 170 000 lobende und kritische Bewertungen zu Produkten abrufen. Das ist ein Rekord im Schweizer Onlinehandel. Mehr Infos: www.digitec.ch; www.galaxus.ch
MIGROS-WELT | MM17, 24.4.2017 | 37
Kabarett Er lässt sich in keine
Schublade stecken: Franz Hohler (74) ist der Altmeister des Schweizer Kabaretts und dazu noch ein Liedermacher und Literat. Bei den Oltner Kabarett-Tagen vom 10. bis 20. Mai wird er sich mit einer Rede vom Balkon des Ildefonsturms ans Publikum wenden. Zu erwarten ist eine humorvolle und hintersinnige Ansprache, in der Hohler auch Bezug nimmt auf seine Kindheit in Olten. Zu den weiteren Highlights zählen Auftritte von Massimo Rocchi und Joachim Rittmeyer. Das Duo «schön&gut» wird in seinem Programm die Besonderheiten des Schweizer Einbürgerungsprozesses auf die Spitze treiben. Das MigrosKulturprozent unterstützt die Oltner Kabarett-Tage. Mehr Infos: www.kabarett.ch
Blickfang
Bilder: Dominique Smaz; Daniel Winkler, Keystone; Getty Imags (2), zVg
Taschen-Sammlerin «Als Hobby- und Genussjoggerin nehme ich mehrmals jährlich an Laufveranstaltungen teil. Die Migros tritt dort häufig als Sponsorin auf und verteilt Verpflegung und kleine Werbegeschenke. Die Goodie-Bags sammle ich und werde regelmässig darum beneidet. Und das Engagement der Migros für den Breitensport beeindruckt mich immer wieder aufs Neue.» Beate Millius, Mörschwil SG
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Klipp und klar
«Die Zutaten sind rein vegetarisch»
Sandro Bedin, Leiter Gastronomie, Migros-Genossenschafts-Bund
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Die Migros-Restaurants bieten neu täglich vegetarische Gerichte an. Und das bei gerade mal elf Prozent Vegetariern in der Schweiz? Das sind nicht wenige, oder? Zudem gibt es immer mehr Men schen, die selektiv Fleisch essen und sich sonst gezielt vege tarisch ernähren. Wir bieten nicht ein fach fleischlose Ge richte an, sondern achten bei den Zu taten darauf, dass sie ausgewogen und vegetarisch sind.
2
Gab es bisher zu wenige vegetarische Menüs? Insgesamt haben wir bisher in der MigrosGastronomie viele fleischlose Gerichte und Salate angeboten, aber eben nicht rein vegetarische Speisen. Ein Curry konnte auch Fisch sauce enthalten.
3
Wird es auch vegane Angebote geben? Ja, die wird es auch geben. Allerdings arbeiten wir nicht gezielt darauf hin. Es gibt aber einige Gerichte unter unseren vegetarischen Angeboten, die auch vegan sind.
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Festivals
Der Himmel als Dach Statistik
Zahlen zur Open-Air-Saison
Bald beginnt die Open-Air-Saison. Im Cumulus-Ticketshop gibt es bis zu 25 Prozent Rabatt auf Festivaltickets. Text: Michael West
923 000
Besucher erlebten im letzten Sommer die Festivals, bei denen die Migros Sponsorin ist.
3600 Musikfans reisten 2016 in M-Budget-Extrazügen zu einzelnen Open Airs.
9.90
1.90 Franken kostet an der M-Budget-Festivalbar das günstigste Getränk, ein Becher Sirup.
15 Festivals unterstützt die Migros in diesem Sommer als Sponsorin; vergangenes Jahr waren es 14. Neu hinzugekommen ist das Seaside Festival Spiez.
17 Jahre lang unterstützt die Migros auf nationaler Ebene bereits die grössten Open Airs.
D
er achtzehnjährige Bieler Mundart-Rapper Nemo singt im Hit «Himalaya» von schwerelosen Glücksgefühlen und jugendlichem Übermut. Dem Düsseldorfer Punkrocker Campino (55) und seiner Band «Die Toten Hosen» geht es dagegen um Politik: Ihr neuster Song «Unter den Wolken» handelt von bedrohter Freiheit und bröckelnder Demokratie. So verschieden Nemo und Campino auch sind – etwas haben sie gemeinsam: Sie treten diesen Sommer an Open Airs auf, die von der Migros unterstützt werden. Sie ist als Sponsorin bei insgesamt 15 Festivals mit dabei. Die Reihe der Events beginnt Mitte Juni mit den Stars of Sounds Aarberg und endet im August mit dem Seaside Festival Spiez. Dazwischen liegen Grossanlässe wie das Openair Frauenfeld, das Paléo Festival Nyon und das Gurtenfestival. Auf den Bühnen unter
freiem Himmel treten zum Beispiel die Indie-Rockband Imagine Dragons aus Las Vegas auf, die neuseeländische Popsängerin Lorde oder die MundartRockkönige von Züri West. Tickets für ausverkaufte Festivals
Die Migros macht den Festivalsommer günstiger: Im Cumulus-Ticketshop gibt es bis zu 25 Prozent Rabatt auf Eintritte (siehe Box). Und dort lassen sich sogar Karten für bereits ausverkaufte Open Airs ergattern. Das ist ein grosser Vorteil, weil den Veranstaltern die Festivalpässe oft buchstäblich aus den Händen gerissen werden und manche Events wie das Paléo Festival Nyon oder das Gurtenfestival bereits ausverkauft sind. Ausserdem bringt die Migros Musikfans in Fahrt: Zum Openair Frauenfeld und Open Air Gampel können sie umweltfreundlich im M-Budget-Extrazug anreisen. MM
BIlder: Manuel Lopez/Keystone, Gregor Fischer/DPA/Keystone, Maximilian Lederer, Andrew Whitton
Franken kostet auch diesen Sommer eine Fahrt im M-Budget-Extrazug zu den Open Airs in Frauenfeld und Gampel.
MIGROS-WELT | MM17, 24.4.2017 | 39
Cumulus-Ticketshop
Günstige Festivalpässe Im Cumulus-Ticketshop gibt es Tickets für die 15 von der Migros unterstützten Festivals mit 20 bis 25 Prozent Rabatt für CumulusKarten-Besitzer. Der Vorverkauf beginnt dort am 3. Mai um 8 Uhr. Mehr Infos: www.cumulus-ticketshop.ch
Daten und Orte
Hier rockt die Migros Diese Festivals unterstützt die Migros als Sponsorin:
1
1 Rock in den
Bergen: das Open Air Gampel ist eines von vielen Festivals, die von der Migros unterstützt werden.
3
2 Die Toten Hosen kommen in die Schweiz. 3 Mundart-Rapper
Nemo sorgt während dieses Festivalsommers für gute Laune. 4 Auch die Pop-
2
4
Senkrechtstarterin Lorde aus Neuseeland geht hierzulande auf Tournee.
• Stars of Sounds Aarberg, 16.–17.6. • Rock the Ring Hinwil, 23.–25.6. • Open Air St. Gallen, 29.6.–2.7. • Summerstage Basel, 6.–8.7. • Stars of Sound Murten, 7.–8.7. • Openair Frauenfeld, 6.–8.7. • Gurtenfestival Bern, 12.–15.7. • Moon & Stars Locarno, 14.–22.7. • Open Air Val Lumnezia, 20.–22.7. • Paléo Festival Nyon, 18.–23.7. • Stars in Town Schaffhausen, 8.–12.8. • Heitere Open Air Zofingen, 11.–13.8. • Open Air Gampel, 17.–20.8. • Summer Days Festival Arborn, 25.–26.8. • Seaside Festival Spiez, 25.–26.8. Sponsoring by
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MIGROS-WELT | MM17, 24.4.2017 | 41
Sandro Glanzmann ist Fachspezialist Nachhaltigkeit bei der Migros. Sandro Glanzmann
«Es werden die Reste der Reste verwendet»
Nicht mehr die jüngste, aber gut: Diese Maschine im griechischen Kalamata presst Olivenreste zu Grillbriketts. Ökologische Variante
Grillbriketts aus Oliven Neu in der Migros: Grillkohle ohne Holz, dafür mit jeder Menge Olivenkernen. Ein griechischer Familienbetrieb veredelt das Abfallprodukt aus der Ölpressung zu umweltschonenden Olivoketts. Text: Kian Ramezani
Bilder: Nik Hunger, Martin Egbert
E
ingefleischte Grillfans schwören auf Holzkohle, die Würsten, Fisch, aber auch Gemüse einen unverwechselbaren Geschmack verleihen. Die wenigsten dürften wissen, dass es eine interessante und sehr ökologische Alternative gibt: Briketts aus Olivenkernen. Diese fallen im Süden Griechenlands bei der Olivenölpressung zu Hunderttausenden Tonnen an. Hier auf der Halbinsel Peloponnes liegt Europas grösstes zusammenhängendes Anbaugebiet dieser uralten Kulturfrucht. Der Weg von der Olive zum Brikett verläuft über mehrere Stufen: Nach der Ernte erfolgt zunächst die erste, kalte Pressung zur Gewinnung von nativem (extra vergine) Olivenöl. Bei der zweiten, heissen Pressung entsteht Olivenöl zum Braten und Kochen. Übrig bleibt der sogenannte Oliventrester, auch Olivenkuchen genannt. Damit
wird in einem nächsten Schritt Kalkstein ausgebrannt. Der Kalk kommt anschliessend gemahlen als Dünger auf die Felder oder wird mit Wasser zu Asvesti vermischt, der Aussenwände isoliert und griechischen Häusern deren typische weisse Farbe gibt. Briketts in dritter Generation
Lange Zeit hatten die Ölmühlen die Olivenreste einfach und illegal im Meer versenkt, bis 1967 ein gewisser Klimis Klimentidis die Idee mit der Kalkbrennerei hatte. Dem Flüchtling aus der Türkei war es nach einigem Tüfteln gelungen, den Trester bei sehr hohen Temperaturen zu verbrennen. Damals wie heute bleibt ein schwarzes, verkoktes Material zurück. Unter Beimischung von pflanzlicher Stärke und Wasser werden daraus die Grillbriketts gepresst. Sie werden inzwischen von zwei Enkelinnen des Erfinders in der
Stadt Kalamata im südlichen Peloponnes hergestellt. Der mehrfach ausgezeichnete Familienbetrieb erhielt dafür zuletzt den Emas-Innovationspreis der Europäischen Union in der Kategorie Kleinstunternehmen. Die sogenannten Olivoketts sind aber nicht nur umweltfreundlich, sondern haben auch gute Grilleigenschaften, die insbesondere «Balkonanwender» aufhorchen lassen: kaum Qualm beim Anzünden, kein unangenehmer Geruch und kein Funkenflug; dafür leicht entzündbar, mit langer Brenndauer und sehr hohen Temperaturen. Grundsätzlich funktionieren Olivoketts wie herkömmliche Holzkohle, mit einem Unterschied: Die verbrannten Briketts zerfallen nicht, sondern behalten ihre Form nahezu. Die Olivoketts sind ab sofort bis KW 35 in grösseren Migros-Filialen erhältlich (solange Vorrat). Preis: Fr. 6.90 (1,5 kg)
Weshalb nimmt die Migros Olivoketts ins Sortiment auf? Olivoketts sind eine sehr gute Alternative zu herkömmlichen Briketts oder Kohle aus Holz. Uns hat überzeugt, dass dafür ein Abfallprodukt aus der Olivenölproduktion einer weiteren Nutzung zugeführt wird. Es werden sozusagen die Reste der Reste nochmals verwendet, und dies passiert in einer umweltschonenden Produktion. Zudem hat uns natürlich auch die Qualität des Produkts überzeugt: gutes Wärmeverhalten, kein Geruch, weniger Rauchentwicklung und kein Funkenflug. Stammen die Olivoketts als Abfallprodukte aus der Ölpressung von Olivenöl, das in der Migros verkauft wird? Der Hersteller verwendet die Nebenprodukte aus der Umgebung. Dass dabei Abfälle aus der Ölproduktion für die Migros verwendet werden, wäre reiner Zufall. Unabhängig davon ergibt es aber natürlich Sinn, dass diese Abfälle weiterverwendet werden können. Das Produkt wird bis Ende August im Verkauf sein. Weshalb nicht länger? Die Olivoketts bieten wir zur Hauptgrillsaison in grösseren Migros-Supermarktfilialen an, passend zum Grillsortiment «Outdoor Cooking». Das Angebot ist wie alle saisonal abgestimmten Sortimente zeitlich begrenzt. MM
42 | MM17, 24.4.2017 | MIGROS-WELT
Frage der Woche
Haben Sie eine Frage?
Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr. Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.
Warum nimmt die Migros an ihren Recyclingstationen keine leeren Getränkekartons zurück? Dagegen sprechen logistische Probleme: Die Migros betreibt schon heute das grösste Rücknahmesystem für Verpackungen und Produkte im Schweizer Detailhandel. Eine weitere Sammlung wäre daher nur schwer umsetzbar. Aber auch hygienische Gründe spielen eine Rolle: Viele Getränke kartons sind nicht wiederverschliessbar; darum könnten bei einer Rücknahme in den Sammelstellen unangenehme Gerüche entstehen. Wichtig ist zudem, dass Getränkekartons bereits heute eine gute Umweltbilanz aufweisen. Ein Recycling würde bei diesen Verpackun gen nur einen geringen ökologischen Mehrwert bedeuten. MM
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MIGROS-WELT | MM17, 24.4.2017 | 43
1955 Serie: Migros-Pioniere
Bild: Paolo Dutto
Schon vor 61 Jahren fĂźhrte die Migros die FĂźnf-Tage-Woche ein.
Hans-Rudolf Castell ist stolz darauf, dass die Migros ihren Mitarbeitenden viel bietet.
Hans-Rudolf Castell (61) weiss alles Ăźber die Anstellungsbedingungen der Migros. ÂŤArbeit und Privatleben sollen bei unseren Mitarbeitenden im Gleichgewicht seinÂť, sagt der Leiter HR Management der Migros-Gruppe. So ist das Unternehmen offen fĂźr flexible LĂśsungen, wenn es um Teilzeitpensen und Home-Office-Tage geht. Mit einem 18-wĂśchigen Mutterschaftsurlaub bei voller Bezahlung geht es weit Ăźber
das gesetzlich Verlangte hinaus. Ausserdem ist die Migros mit maximal fĂźnf Wochen Vaterschaftsurlaub im Vergleich zu anderen Arbeitgebern spitze. Die ÂŤWork-Life-BalanceÂť ist der Migros nicht erst heute wichtig: Bereits 1955 fĂźhrte sie die FĂźnfTage-Woche ein und war damit anderen Firmen voraus. MM Ein Teil von
Die Migros ist mit ihrem Engagement fĂźr Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.
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44 | MM17, 24.4.2017 | MIGROS-WELT
Vegetarisch und vegan
Köstlichkeiten, schnell gebacken
Spargel-Pizza mit Räuchertofu Zutaten 100 g geräucherter Tofu 3 EL Wasser 3 EL Olivenöl
½ Bund Bärlauch Salz Pfeffer 1 rund ausgewallter Pizzateig à 260 g 250 g grüne Spargeln 1 rote Zwiebel Zubereitung
Backofen auf 230 °C vorheizen. Tofu mit Wasser, Öl und ¾ des Bärlauchs pürieren. Masse mit Salz und Pfeffer würzen. Auf dem Teig verteilen. Spargeln längs halbieren, Zwiebeln in Schnitzchen schneiden, auf der Pizza verteilen. In der unteren Ofenhälfte ca. 15 Minuten backen. Herausnehmen, mit restlichem Bärlauch garnieren.
Bild und Styling: Veronika Stader Rezeptautorin: Katrin Klaus
Vegane Pizza mit unserem Lieblingsfrühlingsgemüse und einem Gruss aus dem Wald: unten Pizzateig, oben Spargeln sowie geräucherter Tofu und Bärlauch
Feine Kuchen, Pizzen oder Apérohäppchen sind mit veganen Fertigteigen und frischen Zutaten ruckzuck zubereitet. Die Migros bietet in zunehmend grösserer Auswahl vegane Kuchen-, Pizzaund Blätterteige an – auch in Bioqualität. Damit löst sie das Versprechen ein, ihr vegetarisch und vegan zertifiziertes Sortiment bis 2017 um 30 Prozent zu erweitern. Auf der Verpackung findet sich jeweils eine genaue Backanleitung.
Anna’s Best Pizzateig, ausgewallt, eckig, 580 g* Fr. 3.90
M-Classic Blätterteig ausgewallt, 8-eckig, 270 g* Fr. 1.35
Migros-Bio Kuchenteig ausgewallt, 270 g* Fr. 1.90
MIGROS-WELT | MM17, 24.4.2017 | 45
RhabarberMandelkuchen Zutaten
1
Kuchenteigboden in Backschale à 140 g 3 EL weisses Mandelmus 1 dl Sojaline Schlagcreme 250 g Rhabarber 2 EL Rohrzucker Pfefferminze Zubereitung
Backofen und Blech auf 200 °C vorheizen. Teig mit einer Gabel einstechen. Mandelmus und Sojacreme verrühren, auf dem Boden verteilen. Rhabarber in grobe Stücke schneiden, darauf verteilen. Mit Zucker bestreuen. Kuchen auf dem heissen Blech in der Ofenmitte ca. 35 Minuten backen. Auskühlen lassen. In Stücke schneiden, mit Minze garnieren. Dieser Rhabarberkuchen punktet mit weissem Mandelmus, Sojacreme und frischer Minze.
Erbsen-Kräuterschnecken Zutaten 250 g tiefgekühlte Erbsen,
3 EL ½ Bund ½ Bund 1 TL wenig 1
aufgetaut Wasser Pfefferminze Basilikum Salz Pfeffer rechteckig ausgewallter Blätterteig à 320 g
Zubereitung
Wissenswertes
Bereits seit über 30 Jahren führt die Migros vegetarische Produktlinien, seit 1998 unter der Marke Cornatur auch vegane Produkte. 2014 wurde das Lebensmittelangebot zusätzlich mit Bioprodukten von Alnatura ergänzt.
Ein schneller Snack aus dem Ofen, der Frühlingsfrische auf den Teller zaubert: gefüllte Blätterteigschnecken mit Erbsen, Pfefferminze und Basilikum
Backofen auf 200 °C vorheizen. Erbsen, Wasser und Kräuter pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Püree auf den Teig streichen, auf 1 Längsseite einen 4 cm breiten Rand freilassen. Teig von der bestrichenen Seite her aufrollen. In 0,5 cm breite Stücke schneiden. Auf einem mit Backpapier belegten Blech in der Ofenmitte ca. 25 Minuten backen.
Das V-Label der Europäischen Vegetarier-Union (EVU) kennzeichnet Produkte für Vegetarier und Veganer. Sämtliche Zutaten, Zusatz- und Hilfsstoffe sind vegetarisch oder vegan.
M-Classic Kuchenteig ausgewallt, 8-eckig, 270 g* Fr. 1.35
Anna’s Best Pizzateig ausgewallt, rund, 260 g* Fr. 2.40
Migros-Bio Blätterteig ausgewallt, 320 g* Fr. 2.15
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«Ich konnte meine Blutzuckerwerte und mein Gewicht reduzieren» Roger Gnos: «Ich hatte sehr hohe Zuckerwerte und hohen Blutdruck, so dass ich evtl. Insulin hätte spritzen müssen. Also beschloss ich etwas für meine Gesundheit zu tun. Im Fachkurhaus Seeblick konnten meine Blutzuckerwerte stark sinken und ich konnte meine Blutdrucksenker auf eine halbe Tablette reduzieren. Ausserdem habe ich in einer Woche 4 kg abgenommen.» Ich interessiere mich für eine Intensiv-Kur(s)woche Sa. 29.04. – Fr. 05.05.2017 Sa. 06.05. – Fr. 12.05.2017 Sa. 13.05. – Fr. 19.05.2017 Sa. 20.05. – Fr. 26.05.2017 Sa. 27.05. – Fr. 02.06.2017 Sa. 03.06. – Fr. 09.06.2017 Wunschtermin
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MIGROS-WELT | MM17, 24.4.2017 | 47
Migusto
Frühlingskuchen
Erntefrischen Rhabarber gibt es nur für kurze Zeit, und zwar ab jetzt! Darum lohnt es sich, den saisonalen Speiseplan öfter mal mit einem feinen Rhabarber-Pie anzureichern. Wir zeigen die Zubereitung Schritt für Schritt. Text: Andrea Pistorius Bilder: Daniel Aeschlimann
Herausnehmen und sammeln!
STEP-BY-STEP ZUM KOCH-PROFI WERDEN! Tolle Kochtutorials auf migusto.ch
Mit seiner säuerlichen Note harmoniert Rhabarber sehr gut mit der fruchtigen Süsse der Erdbeeren.
48 | MM17, 24.4.2017 | MIGROS-WELT
Schritt für Schritt
So gelingt der Rhabarber-Pie 1
2
3
Einfach
Für den Mürbeteig Mehl, Zucker, Salz und
Zitronenschale mischen. Butter in kleinen Stücken dazugeben. Alles zwischen kalten Händen krümelig reiben.
5
Teigboden mit Mandeln bestreuen, Rhabarberfüllung darauf verteilen. Auch restliche Teigkugel zwischen Backpapier auswallen und in der Mitte ein Kreuz einschneiden. Teig mithilfe des Backpapiers auf die Rhabarberfüllung legen.
Ei verquirlen, dazugeben. Alles schnell zu einem Teig zusammenfügen. Teig zu zwei leicht verschieden grossen Kugeln formen. In Klarsichtfolie verpackt ca. 30 Minuten kühl stellen.
6
Teigrand mit den Fingern rundum mehrmals zusammendrücken. Eigelb mit wenig Wasser verquirlen. Pie-Deckel damit bepinseln. In der unteren Ofenhälfte ca. 40 Minuten backen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren.
Die grössere Teigkugel zwischen zwei Back-
papieren auswallen. Mitsamt einem Backpapier in die Form legen und den Teigrand etwas hochdrücken, überstehendes Papier abschneiden.
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MIGROS-WELT | MM17, 24.4.2017 | 65
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Mürbeteig 250 g Weissmehl 100 g Zucker 1 Prise Salz ½ TL abgeriebene Zitronenschale 125 g Butter, kalt 1 Ei
Rhabarber schälen und mit den Erdbeeren in 1 cm grosse Stücke schneiden. Mit Zucker,
Vanillepaste und Zimt mischen. Backofen auf 180 °C vorheizen.
Mürbeteig hat einen sehr hohen Fettanteil, der dafür sorgt, dass der Teig wie gewünscht in mürbe Krümel zerfällt, wenn man ihn isst. Andererseits erschwert das Fett aber dessen Verarbeitung – es sei denn, der Teig ist dafür gut gekühlt. Eine gute Empfehlung ist auf jeden Fall das Auswallen zwischen Klarsichtfolie oder Backpapier.
Andrea Pistorius,
Rezeptautorin
Die meisten von uns kennen den zum Stielgemüse zählenden Rhabarber nur als Süssspeise. Dabei lässt er sich auf vielfältige Art zubereiten – zum Beispiel als Chutney, das als säuerlicher, fruchtiger Begleiter Fleisch- oder Fischspeisen eine spezielle Geschmacksnote verleiht. Allerdings ist das kulinarische Vergnügen, das uns das vitamin- und mineralstoffreiche Gemüse erntefrisch beschert, nur von kurzer Dauer: Seine Ernte beginnt im April und endet schon wieder nach dem Johannistag (24. Juni). Ab diesem Zeitpunkt soll sich die mehrjährige Pflanze erholen, wobei der Oxalsäuregehalt in den Stängeln steigt. Oxalsäure ist auch der Grund, warum man grundsätzlich das grüne Blatt nicht mitverwenden und die Stängel nicht roh verzehren soll. Deshalb gilt: Rhabarber stets nur geschält und gegart verwenden. Dies reduziert nicht nur den Oxalsäuregehalt, sondern macht die fruchtigen Stangen auch bekömmlicher. MM
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66 | MM17, 24.4.2017 | MIGROS-WELT
Von uns. Von hier.
Weltweit wirksam Sun-Look-Produkte sind fester Bestandteil des Migros-Sortiments und
bewährte Begleiter auf Reisen. Wie der Sonnenschutz wirkt und was der «Star der Woche» damit zu tun hat, erklärt Produktentwicklerin Nina Wanek vom Migros-Betrieb Mibelle Group. Text: Thomas Tobler
Bilder: Paolo Dutto
Christoph Kehl, Kradolf TG So richtig mochte sich Christoph Kehl nie mit Sonnencreme anfreunden. Das mühselige Eincremen, die klebrige Haut danach ... So verzichtete er lieber und nahm einen leichten Sonnenbrand in Kauf. Bis vor drei Jahren die Flitterwochen kamen. Zuerst Mauritius, dann Dubai mit 45 Grad im Schatten. «Meine Frau reichte mir einen Sun-LookSpray und befahl mir sozusagen, mich damit einzureiben», erinnert sich Christoph Kehl. Und zu seinem Erstaunen passte ihm dieser Sonnenschutz – sprich: Dank dem Sprayeffekt liess sich die Sonnencreme gleichmässig auftragen und fühlte sich auf der Haut gut an. «Seither benütze ich den Spray regelmässig, und meine Sonnenbrände gehören der Vergangenheit an.»
Désirée Morton-Stuhler, Los Angeles (USA)
Ursula Zumbühl-Bischof, Aarburg AG
Seit zwei Jahren lebt Désirée Morton-Stuhler mit ihrem Mann in Los Angeles. «Das Leben hier gefällt uns sehr gut. Aber es dauerte eine Zeit, bis wir uns eingewöhnt hatten und mit allem vertraut waren», erzählt Désirée. Als Migros-Kind aufgewachsen, vermisst die Davoserin trotz des riesigen Warenangebots in den USA einige Produkte aus der Migros. «Wir haben zum Beispiel stets einen Vorrat an Sonnenmilch von Sun Look zu Hause. Sun Look darf auf keinen Fall ausgehen, denn es ist die einzige Sonnencreme, die ich vertrage. Auf die verschiedenen Marken von hier bin ich allergisch.» Wenn sich ein Besucher aus der Schweiz ankündigt, schicken Désirée und ihr Mann ihn zuvor zum Grosseinkauf in die Migros: «Wir stellen ihm dafür dann eine lange Liste mit Migros-Produkten zusammen. Da stehen dann nebst Sun Look auch Candida-Zahnpasta, Tee und viel Schoggi drauf. Die Produkte aus der Migros sind eben nicht nur fein und – wie im Fall von Sun Look – wichtig für die Gesundheit, sondern auch eine Erinnerung an die Schweiz.»
In Bali zählt ein guter Sonnenschutz wie Sun Look zur Grundausstattung jedes europäischen Touristen. Auf ihrer Reise über die Insel im Indischen Ozean merkte Ursula ZumbühlBischof, dass sich selbst Inselbewohner mit dem Migros-Sonnenschutz eindecken. «Mitten in der Pampa, umgeben von Urwald, machten wir einen Stopp in einer kleinen Bar. Ich ging zum Tresen, um uns etwas zu bestellen, und entdeckte hinter der Theke einen Kühlschrank, gefüllt mit Sun-Look-Flaschen», erzählt Ursula Zumbühl-Bischof. Wie sich herausstellte, gehörte die kleine Bar einer Schweizerin, die in ihrem Kühlschrank Sun-Look-Sonnencreme für ein ganzes Jahr lagerte. Immer wenn die Barbesitzerin in die Schweiz zurückkehrt, nimmt sie einen mit Sun-Look-Flaschen gefüllten Koffer mit zurück nach Bali, weil es dort keinen guten Sonnenschutz gibt. «Wenn ich heute eine Sun-Look- Sonnencreme sehe, erinnert sie mich immer an diesen Kühlschrank auf Bali. Das ist für mich eine wunderbare Ferienerinnerung», sagt Ursula Zumbühl-Bischof.
MIGROS-WELT | MM17, 24.4.2017 | 67
Nina Wanek
«Ein Teil der Strahlung kommt immer auf die Haut» Wie funktioniert der Schutzmechanismus bei einem Sonnenspray? Die entscheidenden Wirkstoffe in der Sonnencreme oder im Sonnenspray sind die UV-Filter. Es gibt die sogenannten chemischen und die pigmentären Filter. Ein Molekül der chemischen Filter ist so aufgebaut, dass es die Energie der Sonnenstrahlen herabsetzt und in einer für die Haut ungefährlichen Wärmestrahlung wieder abgibt. Star der Woche
Und die pigmentären Filter? Sie liegen wie winzige Spiegel auf der Haut und reflektieren einen Grossteil der Sonneneinstrahlung auf der Haut. Beide Filtergruppen haben das Ziel, die für die Haut schädliche hohe Strahlung abzufangen und in eine harmlose Strahlungsart umzuwandeln oder an die Umgebung zu reflektieren. Nach welchen Kriterien werden Sonnenschutzfilter für die Produkte ausgesucht? Wesentlich für einen optimierten Schutz der Haut vor den negativen Effekten der Sonnenstrahlen ist eine fotostabile Kombination – das heisst: eine Zusammensetzung aus UVA- und UVBSchutzfiltern, die nicht in der Sonne verfällt. Angepasst an die Produktanforderungen werden hierzu die idealen UV-FilterKombinationen zusammengestellt, um die Haut bestmöglich zu schützen. Was bedeutet «bestmöglich»? Es ist wichtig zu wissen, dass ein Sonnenschutzmittel nie einen hundertprozentigen Schutz vor Sonnenstrahlen bietet. Egal, wie gut und wie oft man sich damit eincremt oder einsprayt, ein Teil der Strahlung kommt immer auf die Haut. Aber es hilft, wenn man Lichtschutzfaktor 30 anstatt 10 verwendet?
Zuverlässiger Schutzpatron Seit Jahrzehnten gibt es die Sonnenpflegelinie Sun Look in der Migros. Neu gehört auch der «Star der Woche», der Sun Spray Sport protect, zum umfassenden Sortiment. Der Neuling im MigrosRegal ist der perfekte Begleiter für unterwegs und für sportliche Aktivitäten an sonnigen Tagen im Hochsommer. Bilderrätsel
Nina Wanek entwickelt den Sonnenschutz nicht nur, sondern sie benutzt ihn auch für sich selbst.
Ja, mit einem steigenden Faktor steigt auch der Schutz. Beim niedrigsten Lichtschutzfaktor 6 werden ungefähr 83 Prozent der ankommenden Sonnenstrahlen abgehalten, beim Faktor 30 sind es 97 Prozent. Wichtig ist zudem, sich ungefähr alle zwei Stunden wieder einzucremen, da der Schutzfilm auf der Haut zum Beispiel durch das Abtrocknen nach dem Schwimmen oder körperliche Betätigung ständig abgetragen wird. Was unterscheidet den neuen Sun Spray Sport protect von an-
deren Produkten der Sun-LookLinie? Er wurde extra für Sportler entwickelt. Das Filtersystem schützt beim Sport sofort und zuverlässig vor Sonnenbrand und vorzeitiger lichtbedingter Hautalterung. Die extrawasserfeste Milk lässt sich mit dem Spray leicht verteilen, zieht sofort ein und verleiht ein samtiges Hautgefühl. Der Spray hat zudem ein ideales Format und findet in jeder Sporttasche Platz. Er liegt gut in der Hand und erleichtert es, schwierige Stellen wie zum Beispiel den Rücken zu erreichen. MM
Vier Unterschiede finden sich im Sun-Look-Bilderrätsel auf www.vonunsvonhier.ch/sunlooksportsunspray. Suchen Sie diese Unterschiede und gewinnen Sie eine Migros-Geschenkkarte. Es werden Geschenkkarten im Gesamtwert von 150 Franken verlost.
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch der Sun Spray Sport protect von Sun Look.
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MIGROS-WELT | MM17, 24.4.2017 | 73
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L’Oréal Paris Tonerde Maske Eukalyptus, klärend, 50 ml* Fr. 13.80
Je nach Bedarf kombinierbar Das Besondere an den drei Tonerde-Masken: Sie lassen sich individuell kombinieren. Denn die verschiedenen Gesichtspartien haben häufig unterschiedliche Bedürfnisse. So ist die sogenannte T-Zone (Nase, Kinn) oft fettiger und glänzt stärker als Stirn und Wange. Um für den Ausgang besonders frisch auszusehen, hilft eine Maske mit Eukalyptus vorab. Nach einer langen Partynacht hingegen reinigt und entgiftet die Maske mit Aktivkohle den Teint.
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Klubschule
Für einen starken Rücken Claudia Schafflützel leitet Rückentraining und Pilates für Senio ren an der Klubschule Migros St. Gallen. «Am schönsten ist es für mich, wenn die Teilnehmenden die gelernten Übungen im Alltag einsetzen, mir das freudestrah lend erzählen und dann noch die Fort schritte sichtbar sind», sagt sie.
Auch Brotbacken gehört zu den Aufgaben in der Mini-Migros.
Mini-Migros
Migros für die Kleinen Vom 24. April bis 6. Mai gastiert der grösste Verkäuferliladen der Schweiz im Einkaufszentrum Rheinpark. In der 100 Quadratmeter grossen Mini-Migros können die Kleinen in ihre eigene aufregende Einkaufswelt eintauchen. Text: Christian Possa
Bild: zVg
V
erkäuferlis spielen wie in echt, das geht nur in der Mini-Migros Spielfiliale. Hier können Kinder in die Rollen von Filialmitarbeitern, Kunden oder Logistikern schlüpfen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Einkaufswagen bis zum Bersten füllen, Produkte transportieren oder Gestelle einräumen – alles, wie es ihnen beliebt. Die Spielfiliale ist darauf ausgelegt, dass die Kleinen ohne Anleitungen und Animationen
spielen können. «So haben sie nicht nur mehr Spass, sie lernen auch viel, etwa beim Zählen, Stapeln, Tauschen oder Verhandeln», sagt Marius Tschirky von der Agentur Hotz’n’Plotz, der das Konzept mitentwickelt hat. Eltern bleiben draussen
Die Mini-Migros ist für Erwachsene tabu. Durch Wände aus Plexiglas können sie ihrem Nachwuchs aber jederzeit zuschauen. Die einzigen
Erwachsenen in der Spielfiliale halten sich als Kundendienst-Mitarbeiter und Filialleiter bewusst im Hintergrund. Alle Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren sind willkommen. Der Eintritt ist gratis. Die Mini-Migros macht vom 24. April bis 6. Mai im Einkaufszentrum Rheinpark halt und ist von Montag bis Samstag von 10 bis 19 Uhr geöffnet. MM Infos: www.vonunsvonhier.ch/minimigros
Fehlbelastungen des Rückens im Alltag und daraus resultierende Beschwerden sind verbreitet. Rückentraining beugt Fehlhaltungen und Überbelastungen der Rückenmuskulatur vor. In diesem altersangepassten Training steht die Mobilisation und Stär kung des Rumpfs im Mittelpunkt. Die Teil nehmenden lernen, den Alltag rücken gerecht zu gestalten. Infos:
www.klubschule.ch
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Wäscherei
Vom Regen in die Wäsche Wer Zeit sparen will, lässt waschen. Komfort ist aber bei Weitem nicht der einzige Vorteil, den Textilfresh, der Wäschereiservice der Migros Ostschweiz, bietet. Ein Besuch in Gossau zeigt: Hier wird umweltbewusst gewaschen. Text und Bilder: Nico Canori
A
llein in deutscher Sprache finden sich auf Youtube Tausende von Videos über das Bügeln von Hemden. Das Themenspektrum reicht vom Hausfrauentipp über Lifehacks bis zum Einsatz futuristischer Gerätschaften. Eines scheinen alle Anleitungen aber gemein zu haben. Das Bügeln soll mit mög lichst wenig Aufwand und mini malem Zeiteinsatz verknüpft sein. Kein Wunder, denn für die meisten ist Hemdenbügeln ein Graus. Schön, dass es Zoran Rozman gibt. Der Wäscherei leiter der Migros Ostschweiz und sein Team übernehmen diese leidige Tätigkeit gerne und legen dabei ein besonderes Augenmerk auf die Nachhaltigkeit. Abgabe in Filialen
In 35 Filialen der Migros Ost schweiz können Kleidungs stücke zur Reinigung abgegeben werden. Von dort aus gelangen sie mit den Warenretouren nach Gossau. Im Untergeschoss der Betriebszentrale der Migros Ostschweiz befindet sich die Kleiderreinigung. Nach der Ein gangskontrolle erhält jedes Hemd ein Etikett mit Code, der sicherstellt, dass das Kleidungs stück am Ende wieder beim richtigen Empfänger landet. Das anschliessende Sortieren nach Farbe und Waschtemperatur
trägt in mehrfacher Hinsicht zur Schonung der Umwelt bei, wie Zoran Rozman beschreibt: «Weil wir sortenrein waschen, können wir das Waschmittel aufs Milligramm genau dosie ren. Auch die Dauer des Wasch gangs und das Schleudern pas sen wir exakt auf die Kleidungs stücke an.» Das schont nicht nur die Ressourcen, sondern verlängert auch die Lebens dauer der Textilien. Bevor es in die Maschine geht, erhalten Verfärbungen an Hemdkrägen und Manschetten eine Sonder behandlung mit der Bürste. Bei der sogenannten Detachur geht es auch hartnäckigen Flecken an den Kragen. Rot wein, Beeren oder Lippenstift: Es gibt kaum eine Verfärbung, die das TextilfreshTeam nicht entfernen könnte. Der Regen wäscht vor
Zoran Rozman gehört nicht zu den Ostschweizern, die mit dem regenreichen Wetter zwischen Säntis und Bodensee hadern. Denn je mehr es giesst, desto mehr Wasser spart er beim Waschen. «Bei uns fliesst das Regenwasser von den Dächern in einen unterirdischen Tank. Von dort aus pumpen wir es für den Vorwaschgang in unsere Maschinen», erklärt der Wäschereileiter. Dank des modernen Maschinenparks
verbringen die Hemden nur kurze Zeit in der Trommel. Beim Vortrocknen im Tumbler kommt Gas statt Wasserdampf zum Einsatz. Dieses lässt sich schneller und somit energie effizienter auf die gewünschte Temperatur bringen. Aus der Trommel auf die Puppe
Beim Leeren der Waschtrommel ist für einmal kein Unterschied zur heimischen Waschküche erkennbar. Auch in einer moder nen Wäscherei kommen die Hemden zerknittert aus der Maschine. Die Aufbereitung geht aber um ein Vielfaches schneller als bei jeder noch so raffinierten YoutubeAnleitung. Kragen und Manschetten werden in einer eigens dafür vorgesehenen Presse mit Dampf geglättet. Gleich da nach zieht eine Mitarbeiterin das Hemd einer Bügelpuppe über, die es für wenige Sekunden mit Dampf aufbläst. Mit dem Dampf entweicht auch das letzte biss chen Feuchtigkeit aus dem Textil. Sollten dem wachsamen Auge der zuständigen Wäschereimit arbeiterin noch letzte Falten auf fallen, kommt fürs Finish ein herkömmliches Bügeleisen zum Einsatz. Kurz darauf macht sich das Hemd schon wieder auf den Weg zu seinem Aufgabeort und kann – keine 48 Stunden später – sauber und frei von Knitterfalten abgeholt werden. MM
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Wäscheservice
Textilfresh
7
1 Beim Eingang wird
jedes Kleidungsstück genau kontrolliert und etikettiert. 2 Das Sortieren der Wäsche schont Textilien und Umwelt. 3 Bei der Detachur werden Flecken vor behandelt. 5 4 Die modernen
Maschinen lassen sich exakt justieren. 5 Auch beim Bügeln bekommen Kragen und Manschetten eine Sonderbehandlung. 6 Die Hemden ver lassen fast faltenfrei die Bügelpuppe. 7 Zoran Rozman, Leiter Wäscherei
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84 | MM17, 24.4.2017 | MIGROSWELT
Organisator Clemens Wäger am Hafen in Romans horn, einem der Zentren des SlowUps Bodensee Schweiz.
Bewegungstag
«Der SlowUp ist wie ein Virus» Mit der Expo 02 entstand in der Schweiz die SlowUp-Idee. Der autofreie Erlebnistag erfreut sich noch heute grosser Beliebtheit. Clemens Wäger ist als Organisator des SlowUps Bodensee Schweiz seit der ersten Stunde mit dabei. Text und Bild: Natalie Brägger
Clemens Wäger, Sie sind seit 17 Jahren Geschäftsführer des SlowUps Bodensee Schweiz. Wie entstand dieser Anlass? Im Rahmen der Expo 02 wurde der erste SlowUp durchgeführt, um auf den Langsamverkehr und die Mobilität durch Muskelkraft aufmerksam zu machen. Ostschweiz Tourismus ist dann auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob wir so etwas nicht auch in der Ostschweiz durchführen könnten. Am Anfang mussten wir noch allen erklären, was ein SlowUp überhaupt ist. Heute ist der Anlass hier in der Bodenseeregion längst etabliert.
Dieser Anteil ist zurückgegangen, dafür hat der Anteil E-Bikes massiv zugenommen. Der Grossteil der Teilnehmer sind noch immer Familien, aber mit den E-Bike-Fahrern ist der Altersdurchschnitt gestiegen.
einzelnen Gemeinden werden lokale Organisationskomitees gebildet, die sich darum kümmern, dass auf «ihren» Streckenabschnitten alles rundläuft und die Teilnehmer ein gutes Rahmenprogramm geniessen können.
Haben Sie selbst auch Zeit, sich unter die rund 40 000 Radfahrer, Wanderer und Inlineskater zu mischen, die sich auf der Strecke tummeln? Ja, bis jetzt habe ich es immer geschafft, die ganze Strecke abzufahren. Aber natürlich immer wieder mit Pausen, um da und dort etwas zu besprechen.
Was hat sich ausser der Bekanntheit sonst noch verändert? Bei den ersten Austragungen waren sehr viele Inlineskater dabei, das war um die Jahrtausendwende ein starker Trend.
Wie viele Helfer sind im Einsatz, damit ein solcher Grossanlass durchgeführt werden kann? Insgesamt engagieren sich jedes Jahr rund 300 Helferinnen und Helfer für den SlowUp. In den
Was fasziniert Sie persönlich am SlowUp, dass Sie sich schon seit 15 Jahren engagieren? Ich bin gelernter Kartograf und entwickle mit meiner Firma verschiedene Karten und Erlebniswege für den Langsamverkehr. Events organisiere ich eigentlich keine. Aber der SlowUp ist wie ein Virus. Ich mache es einfach und habe Spass dabei! Und schliesslich möchte ich damit auch dazu beitragen, jedes Jahr wieder auf den Langsamverkehr und die ökologische Variante der Fortbewegung aufmerksam zu machen. MM
SlowUp
In der Ostschweiz In der Schweiz finden
SlowUps in 19 Regionen
statt. Dafür wird eine Strecke von rund 30 Kilometern für den motorisierten Verkehr gesperrt, damit Velofahrerinnen, E-Biker und Inlineskater ungestört den Tag geniessen können.
Entlang der Strecke wird ein vielseitiges Rahmenprogramm geboten, an dem sich auch die Migros und SportXX als Haupt sponsoren beteiligen. In den SportXXGaragen beheben Profis Pannen
an Velos, Bikes, Anhängern und Inlineskates. SlowUpTermine in der Ostschweiz: 7.5. Werdenberg– Liechtenstein 21.5. Schaffhausen–Hegau 27.8. Bodensee Schweiz 3.9. Mountain Albula Mehr Infos: www.slowup.ch
Sponsoring by
Geniessen Sie Mittags vegetarische Gerichte Montag, 24. April 2017 Spargel-Lasagne
Montag, 1. Mai 2017 Penne mit Basilikum Pesto
Dienstag, 25. April 2017 Reispfanne Shanghai mit Gemüse und Kokosflocken
Dienstag, 2. Mai 2017 Champignon-Gemüseragout mit Couscous dazu Erdbeercrème
9.80
9.80
9.50
11.00
Mittwoch, 26. April 2017 Älpler Magronen mit Röstzwiebeln dazu ein Apfelmus
Mittwoch, 3. Mai 2017 Früchtecurry mit frischen Früchten im Reisring
10.50
9.50
Donnerstag, 4. Mai 2017 Pilzstroganoff im Blätterteigpastetli und Erbsengemüse
Donnerstag, 27. April 2017 Ravioli Verdura an Kräuterrahmsauce
9.50
12.80
Freitag, 28. April 2017 Geschnetzeltes Zürcher Art mit Quorn und Spätzli
Freitag, 5. Mai 2017 Crèmige Polenta mit Spargelragout
12.80
Samstag, 29. April 2017 Auberginen Involtini auf Tomatensauce mit Spaghetti
12.80
10.50
Samstag, 6. Mai 2017 Tofu an Ingwer-Limonensauce mit Reis dazu ein Mischsalat
12.80
Solange Vorrat.
Genossenschaft Migros Ostschweiz
KNACKIGES ZUM TIEFPREIS. M-BUDGET PEPERONI, SPANIEN, Netz, 500 g
1.50 M-BUDGET ZUCCHETTI, SPANIEN, Netz, 1 kg
1.80
M-BUDGET CHERRYTOMATEN, SPANIEN, Schale, 500 g
M-BUDGET KAROTTEN, SCHWEIZ, Tragtasche, 2,5 kg
3.15
migros.ch/m-budget
M-BUDGET TOMATEN, SPANIEN, Netz, 1 kg
1.50
1.80
Leben MM17
75%
Familienumfrage
Wie oft dürfen Ihre Kinder Süssigkeiten naschen? 1 Wir sind Schleckmäuler und essen wohl etwas gar viel Süsses … 13% 2 Zum Dessert oder auch mal zum Zvieri. Aber nicht im Übermass. 75% 3 Recht selten, wir sind diesbezüglich relativ streng. 9 % 4 Zucker ist Gift. Wir reduzieren den Konsum auf ein absolutes Minimum. 3%
In Zusammenarbeit mit
Richtig oder falsch?
Pflanzen, die auf dem Kiesweg oder zwischen Steinplatten spriessen, beseitigt man am besten mit einem Unkrautvertilgungsmittel.
Wie würden Sie entscheiden? www.migmag.ch/ 12oder3
Falsch! Der Einsatz
1,2 oder 3?
Das Wildtier und wir
hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.
1 2 3
Darum gilt: Bei der
Beseitigung von Unkraut setzen Sie am besten auf Muskel kraft. Das schadet weder Ihnen noch der Umwelt.
Die bräteln wir über dem Feuer – Mausfleisch ist biologisch und regional. Wir rufen den Wildhüter an und fragen, wie wir der Maus helfen können. «Die Maus braucht Ruhe», sage ich. Wir sammeln Nüsse für sie und setzen sie aus.
Antwort 3: Ich weiss wenig über Mäuse. Aber ich bin sicher, die Maus schätzt die Distanz zwischen sich und den wilden Jägern. Da diese sich als Helfer wähnen, ist das Sammeln von Nüssen die sicherste Art, die Maus vor den «Rettern» zu retten.
Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis
Monica Müller (42)
Wir ziehen mit Holzpfeilbogen aus früheren Abenteuern los in die Wildnis. Der beste Freund des Grossen (6) ist dabei. Je tiefer wir in den Wald dringen, desto mehr legen wir unser emanzipiertes Verhalten ab. Die Männer kümmern sich ums Feuer, die Frauen um die Brut. Da wir Frauen müde und die Männer munter sind, legen wir uns auf die Picknickdecke. Der Kleine (1) schläft im Kinderwagen. Der Grosse sagt: «Wir gehen eine Maus fangen», und wir murmeln «Ja, ja» und dösen weg. Kurz darauf weckt uns wildes Gebrüll: «Wir haben eine Maus! Sie ist verletzt, wir brauchen einen Tierarzt!» Tatsächlich: In der Dächlikappe des Grossen kauert ein verängstigtes Mäuschen. Und jetzt? 1, 2 oder 3?
von Herbiziden (Unkrautvertilgungs mitteln) ist auf Wegen, Strassen, Plätzen oder auch auf Dächern und Terrassen verboten. Von diesen Flächen fliessen die Unkraut vertilger schnell ab, sickern in den Boden und gelangen ins Grundwasser oder über die Kanalisation in die Gewässer. So verunreinigen sie das Trinkwasser und ge fährden Pflanzen und Tiere. Jäten ist die umweltfreundlichste Methode, um un erwünschte Pflanzen loszuwerden. Regel mässiges Wischen mit einem kräftigen Besen entfernt Humus und Samen und verhindert so das Keimen von neuen Pflanzen.
In Zusammenarbeit mit Pusch – Praktischer Umweltschutz www.pusch.ch
88 | MM17, 24.4.2017 | LEBEN
Pferdezahnarzt
Dem Gaul ins Maul geschaut
Karies, Fehlstellungen, überflüssige Zähne: Pferde leiden unter ähnlichen Zahnproblemen wie wir Menschen. Um diese zu behandeln, braucht es schweres Geschütz – und Beatus Bächi, den Spezialisten für grosse Mäuler. Text: Martina Frei
Bilder: Daniel Winkler
LEBEN | MM17, 24.4.2017 | 89
Bild oben: Der Zahnarzt schleift die Schneidezähne von Chiara gerade. Brav hält sie aber nur deshalb hin, weil sie zuvor Beruhigungsmittel erhalten hat.
Bild links: Die Maulhöhlenkamera überträgt aus dem Pferdemaul. Hier ist ein Backenzahn von oben zu sehen.
E Erster Check: Beatus Bächi begutachtet Zähne und Zahnfleisch der 14-jährigen Stute Chiara.
s ist kalt an diesem Morgen im aargauischen Attelwil. Doch Beatus Bächi (37) hat vorgesorgt: Er trägt beheizte Kniestrümpfe. Kleine Akkus am Knie, ferngesteuert via Smart phone, wärmen seine Fusssohlen. Seit sechs Jahren kümmert sich der Tierarzt um Pferdezähne, im Winterhalb jahr oft in kalten, luftigen Pferdeställen. Zu seinem Instrumentarium zählen 40 Zentimeter lange Bohrer, riesige Zangen, eine Art scharf geschliffener Schrauben zieher zum Heraushebeln von Zähnen und ein Winkelschleifer. Freiwillig sperrt kein Tier das Maul auf, auch nicht Chiara. Bei der braunen, 14jährigen Freibergerstute steht heute der jährliche Zahncheck an. Etwas Beruhigungs
mittel hilft: Chiara schläft im Stehen ein. Jetzt kann der Tierarzt beginnen. Die 44 Zähne sind das Härteste im ganzen Pferdekörper. Beim Kauen können sie an die 200 Kilo Kraft ausüben – da möchte der speziell ausgebildete Pferdezahnarzt seine Finger nicht dazwischenhaben. Und auch nicht seine endoskopische Kamera, mit der er jeden Zahn genau inspiziert. Deshalb legt er Chiara erst das Maulgatter an: ein Halfter mit zwei kräftigen Metall bügeln, die ihr Maul offen halten. Scharfe Kanten, weil das Futter zu zart war
Als der Rosszahnarzt ins Maul greift, ver schwindet fast sein gesamter Unterarm, so tief reicht die Zahnreihe. «Da sind scharfe Kanten», sagt er und zeigt auf hoch stehende
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LEBEN | MM17, 24.4.2017 | 91
Grosses Bild links: Beatus Bächi lockert einen von Chiaras vier Wolfszähnen. Funktion haben sie keine, zudem wackeln sie bei der Stute. Der Veterinär beschliesst, alle zu ziehen. Bild links: Zwei der entnommenen Wolfs zähne, Überbleibsel der Evolution
Ränder an den Backenzähnen, die jeweils wie Mühlsteine das Futter zermahlen. Wo die Reibfläche endet, «wächst» mit der Zeit ein scharfkantiger Rand, der die Schleimhaut oder die Zunge verletzen kann. Bächi deutet auf einen Schnitt in Chiaras Zunge: «Das tut ihr weh.» In der Wildnis hätten Pferde sehr faserund mineralienreiches Futter. «Die heute übliche Fütterung mit zartem Gras und Getreide hat beim Ross die gleichen Folgen, wie wenn wir ständig Hamburger essen würden: Die Zähne werden zu wenig und zu ungleichmässig abrieben», erklärt der Tierarzt. Mit einem diamantbesetzten Schleifkopf beseitigt er die scharfen Kanten – eine Arbeit, die er jährlich rund 1000mal ausführt. Es staubt aus dem Pferdmaul, es stinkt nach verbranntem Horn. Jede Viertelstunde unterbricht er kurz und schliesst das Maulgatter. «Das Pferd soll sich zwischendurch entspannen.» Zuletzt betrachtet der Veterinär die vier Wolfszähne: winzige Backenzähne, ein Überbleibsel der Evolution. «Die würde ich rausnehmen», schlägt er vor. «Sie haben keine Funktion und wackeln.» Chiaras Besitzerin, Gisela Hügli, ist einverstanden. Beatus Bächi spritzt Chiara Betäubungsmittel ins Zahnfleisch und erneut Beruhigungsmittel in eine Vene. Dann lockert er mit einem scharfen Hebel einen Wolfszahn
nach dem anderen. Nach 20 Minuten sind die Zähne draussen. «Jetzt kannst du wieder lachen», scherzt Hügli. Bei der 22-jährigen Clarissa, der anderen Patientin an diesem Morgen, sieht der Tierarzt schwarz: Ein Backenzahn ist von Karies befallen. «Die Frage ist immer: Soll man einen schlechten Zahn ziehen und in Kauf nehmen, dass die Nachbarzähne sich danach womöglich schmerzhaft lockern? Oder ist der kranke Zahn so wertvoll, dass man ihn trotzdem belässt?» Zahnfüllungen seien bei Pferden zwar möglich. «Aber sie halten schlecht.» Bächi rät, Clarissas Zahn im kommenden Jahr kontrollieren zu lassen. Karies, gebrochene Zähne, Fehlbildungen
Karies ist ein häufig auftretendes Problem bei Pferden, nebst gebrochenen Zähnen – meist infolge von Auseinandersetzungen unter Artgenossen – und Entzündungen in Zahnzwischenräumen, hervorgerufen durch Futterreste. Auch «dominante Zähne», wie Bächi es nennt, beschäftigen ihn oft: Fehlt etwa im Unterkiefer ein Zahn, schiebt sich der «gegenspielende» Zahn im Oberkiefer in diese Lücke vor, weil er nicht mehr abgeschliffen wird. Das Schöne an seinem Beruf sei, «dass man die Ordnung wieder herstellt». Fast zwei Stunden braucht er für die Behandlung der zwei Pferde. Danach braust er mit seinem Kleinbus nach Nieder-
Gut zu wissen
Vorsorgen statt bohren • Jungtiere von klein auf daran gewöhnen, dass ihnen jemand ins Maul schaut • Gebiss schon im Fohlenalter kontrollieren, damit Fehl stellungen und -bildungen früh erkannt und behandelt werden können • in der Folge einmal jährlich Zahn- und Maulkontrolle beim Tierarzt • regelmässige Kontrolle des Fress und Trinkverhal tens, bei Auffälligkeiten mit dem Tierarzt Rücksprache nehmen • Fütterung mit artgerechtem Raufutter von guter Qualität • der Anatomie des Mauls angepasste Trense (Gebissstück des Zaumzeugs) verwenden
die Herkunft Menschen
und ihr Handwerk
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Damit ein AOP-Produkt entsteht, braucht es Tradition und Herkunft, Menschen und ihr Handwerk. Nur wenige Schweizer Produkte werden so hergestellt und tragen das geschützte Qualitätszeichen AOP. www.aop-igp.ch
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LEBEN | MM17, 24.4.2017 | 93
Christian Czech
«Pferde zeigen oft keine Symptome» Wie merkt man, dass ein Pferd Zahnweh hat? Pferde zeigen oft keine Symp tome. Oder sie sind unleid lich oder aggressiv. Manchmal haben sie auch Nasenausfluss, denn die Wurzeln einiger Back enzähne reichen bis in die Nasennebenhöhlen. Sind diese faul, kann es auch dort eitern. Im Pferdezahnzentrum in Niederlenz ist man auch für komplizierte Operationen eingerichtet. Hier werden schwierige Fälle behandelt.
lenz ins Pferdezahnzentrum. Sein Dienst beginnt morgens um sieben und dauert oft bis abends um neun. In der Klinik behandelt Beatus Bächi, gemeinsam mit seinem Chef und einem erfahrenen deutschen Kollegen, jeden Mittwochnachmittag die schwierigeren Fälle, rund 200 pro Jahr. «Wenn es zu Komplikatio nen kommt, hat man hier mehr Möglichkeiten.» Rino lebte drei Jahre lang mit einem faulen Zahn
Was die Pferdehalter immer wieder überrasche: dass selbst Tiere mit heftigen Zahnproblemen nur wenige Symptome zeigen. Der 6jährige, gut genährte Rino ist das beste Beispiel. «Ich habe nichts bemerkt, auch beim Reiten nicht», berichtet seine Besitzerin Andrea Höhn. «Rino kann längst nur noch auf einer Seite kauen», sagt Bächi und versucht, Rinos Unterkiefer nach links und rechts zu schieben, doch ein vorstehender Backenzahn im Unter kiefer blockiert die Bewegung. Der Zahn sei seit mindestens drei Jahren faul, stellt Bächis Kollege Frank Schellenberger fest. Nachdem Rino Schmerz und Beruhigungs mittel bekommen hat, drückt Frank Schellen berger die Nachbarzähne mit einem Spreizer etwas weg – der erste Schritt, um den Zahn zu lösen. Nun ist Geduld vonnöten: Etwa 30 Minuten lang bearbeitet der Veterinär den Zahn, bis dieser sich allmählich löst. Rino schwitzt. Dann geht alles ganz schnell, und der Zahn ist draussen. Seine etwa acht Zentimeter lange Wurzel stinkt bestialisch: Sie ist mit verfaultem Futter gefüllt. Rino wird noch ein paar Tage lang Schmerz mittel und ein Antibiotikum bekommen; etwas Gummimasse verschliesst vorübergehend d as entstandene Loch. Jetzt, wo er den Zahn los sei, werde er sich verändern, warnt der Zahn arzt die Besitzerin: «Wappnen Sie sich, damit Sie beim Reiten nicht bald im Dreck landen. Rino wird jetzt mehr Lebensfreude haben.»
Was können Pferdehalter vorbeugend tun? Man sollte Pferden möglichst viel faser und mineralien reiches Raufutter wie Heu und Stroh geben. Wenn ein Pferd Raufutter frisst, braucht es seine Zähne mehr als beim Futtern von Getreide. Die Kauausschläge sind dann viel grösser, und die Zähne nützen sich gleichmässiger ab. Schadet es nicht, wenn der Pferdezahnarzt die Zähne jedes Jahr schleift? Nach 20 bis 30 Jahren sind Pferdezähne so weit abgerie ben, dass nicht mehr viel von ihnen da ist. Wenn man bei jeder Zahnbehandlung zu viel wegschleift, erreicht das Pferd dieses Stadium schon früher. Man sollte die Zähne deshalb immer nur dort abschleifen, wo es sein muss. Wieso narkotisieren Sie die Pferde nicht voll und operieren dann am ruhig liegenden Tier? Jede Narkose birgt ein gewisses Risiko. Vor allem beim Ab legen und beim Aufstehen kann es zu Verletzungen kommen. Wir bevorzugen daher wenn möglich das Operieren am stehend schlafenden Pferd mit der «Schlüssellochtechnik», also minimalinvasiven Metho den. Das hat auch den Vorteil, dass die Pferde nicht komplett narkotisiert sind und uns an zeigen, sobald es ihnen wehtut. Welcher Fall war besonders eindrücklich?
Christian Czech (38) ist Tierarzt am Pferdezahnzentrum im aargauischen Niederlenz.
Kürzlich hatten wir ein Pferd, das lange lahm ging. Trotz gründlichster Untersuchung haben wir am Bein nichts finden können. Aber wir entdeckten ein Zahnproblem. Seit es be hoben ist, läuft dieses Pferd wieder normal. Sie schicken manche Pferde zum Röntgen des Gebisses sogar in den Computertomografen, arbeiten mit dem Endoskop – braucht es so viel Hightech? Auch in der Pferdezahn medizin gibt es einen rasanten Wissens und Technologie zuwachs. Die verfeinerten Untersuchungs und Behand lungsmethoden kommen den Pferden zugute. Die meis ten Eingriffe können heute am stehenden Patienten, mit örtli cher Betäubung minimalinvasiv durchgeführt werden. Bei Standarduntersuchungen und behandlungen kommt keine kostenintensive Gerätemedizin zum Einsatz. Die Verwendung einer Maulhöhlenkamera wie in der Zahnarztpraxis bringt allerdings grosse Vorteile in der täglichen Praxis. MM
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LEBEN | MM17, 24.4.2017 | 95
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Nägel mit Köpfen
Ein gewöhnlicher Samstag im Einkaufs zentrum: endloser Spass und Zeitvertreib irgendwo zwischen Junkfood, Möbelgeruch, Spielautomaten, Duftkerzen, Nagelstudios, unnötigem Konsum und Tagträumen. Gerade Einrichtungshäuser fühlen sich ein bisschen an wie eine Kindertagesstätte für gelangweilte Erwachsene.
Bild: Andrea Monica Hug
Anne-Sophie Keller (27) glaubt
an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.
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Und sie eignen sich hervorragend für Sozialstudien. Als meine neue Mitbewohnerin und ich uns letztes Wochenende ein paar Sachen für die Wohnung holten, merkten wir, wie viele junge Paare in unserem Alter die Welt der Einrichtungsgegenstände bevölkern. Überall laufen sie händchenhaltend durch ausgestellte Wohn- und Kinderzimmer. Der Nachwuchs lärmt im Wagen oder wurde im Spielparadies parkiert. Die Eltern
bewegen sich ziellos durch die Gänge und stellen sich ihr Nest zusammen – Tellerchen für Tellerchen. Es wird geküsst, gestritten, gemessen, gekauft, gerechnet. Ende 20 ist ein schräges Alter. Die eine Hälfte dieser Kohorte heiratet und kriegt Kinder – die andere Hälfte ist zu betrunken, um ihr iPhone zu finden. Als ich die jungen Paare so beobachtete, wurde ich nachdenklich. Was ist der Preis für meine Freiheit? Irgendwie fühlte ich an diesem besagten Samstag, dass es auch in meinem Leben langsam Zeit für ein Commitment war. Dass ich bereit war, für ein anderes Lebewesen Verantwortung zu übernehmen. Dass ich mich wieder auf etwas Längerfristiges einlassen möchte. Also kaufte ich mir einen Bonsai.
MM
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96 | MM17, 24.4.2017 | LEBEN
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D
er Dreck muss raus», sagt Doris von Siebenthal, Co-Präsidentin der Schweizer Gesellschaft für Wundbehandlung. Wunden bluten lassen, dann mit Trinkwasser spülen, rät sie. «Wichtig ist auch, ob die Tetanusimpfung noch wirksam ist.» Blutet es sehr stark, hilft ein Mittel, das schon die Seefahrer kannten: Meeresalgen. Heute werden sie als «blutstillende
Watte» eingesetzt. Diese besteht aus Kalziumalginatfasern. Ein guter Tipp ist Hautklebefolie. Sie kann als Pflaster dienen (siehe rechts) und beugt auch Blasen an den Füssen vor. Bisswunden werden oft unterschätzt, sie können Infektionen auslösen. Am gefährlichsten sind Menschenbisse, gefolgt von Katzenund Hundebissen. Deshalb sollte man umgehend zum Arzt gehen. MM
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Text: Martina Frei
Für die Hausapotheke
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LEBEN | MM17, 24.4.2017 | 97
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Selbsthaftende Fixierbinde zurechtschneiden 1
Beim Aufkleben Ellenbogen in Mittelstellung halten
Obere Pflasterhälfte runterklappen und festkleben
Vorstehende Ecken oben abschneiden
Pflasterstreifen oben quer darüberkleben
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3
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Über die Zehenkuppe klappen, Zehe umwickeln
Vorstehende Ecken oben abschneiden
Mit Pflasterstreifen oben und seitlich zukleben
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Untere «Ärmchen» nach vorn klappen
Bindenstück oben über die Zehenkuppe ziehen
Obere «Ärmchen» fixieren (funktioniert auch am Finger)
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3
4
Blutstillende Watte auf Hautklebefolie legen, aufkleben
Ein Stück Folie überlappend links, eines rechts davon kleben
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1
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98 | MM17, 24.4.2017 | LEBEN
Ausgewandert
Von London via Bäch SZ nach Frankfurt (D) Andrés ist erst 13 Jahre alt und schon ein sprach gewandter Weltbürger:
Er wurde in der Nähe von London geboren, lebte anschliessend zwei Jahre lang in Frankreich und drei Jahre lang in Bäch SZ. Seit 2008 wohnt er mit seinen Eltern und seinen Schwestern Alana (11) und Anna (7) in Hofheim am Taunus in Deutschland. Das liegt ganz in der Nähe von Frankfurt am Main. Seine Mutter, eine schweizerisch-venezolanische Doppelbürgerin, stammt aus Caracas. Sein Vater ist Schweizer und in Meilen ZH aufgewachsen. Andrés besucht die achte Klasse eines öffentlichen Gymnasiums. In seiner
Klasse wird in deutscher und englischer Sprache unterrichtet. Andrés spricht ausserdem noch fliessend Spanisch und Schweizerdeutsch. Aus seiner frühen Kindheit ist ihm auch Französisch ein bisschen vertraut.
Andrés beherrscht mehrere Sprachen inklusive Schweizerdeutsch.
Kinder
«In der Schweiz esse ich jede Menge Birewegge»
Der 13-jährige Andrés lebt seit neun Jahren in Deutschland. Er spricht gleich mehrere Sprachen fliessend. In seiner Freizeit macht er vor allem eins: Sport. Text: Gabriela Bonin Illustration: Olaf Hajek
Neben Schule und Sport brauche ich auch ruhige Momente, darum lese ich viel. Ich liebe Abenteuergeschichten wie zum Beispiel die «Bodyguard»-Serie von Chris Bradford. Ich game auch gern, am meisten spiele ich das Fussballspiel Fifa. Ich verbringe aber nicht dramatisch viel Zeit an der Konsole. Ich glaube, ich bin wohl eher der disziplinierte Typ.
Pro Woche trainiere ich 5½ Stunden Handball in einem Klub, an den Wochenenden gibts Turniere. Zudem gehe ich mit drei Kollegen ins Tennis und spiele oft Fussball mit Kollegen. Das ist toll hier: Es gibt viele öffentliche Sportplätze und zahlreiche Sportvereine.
Mit meinen Schwestern Anna und Alana kaspere ich gern herum. Unsere Familie fährt jedes Jahr nach Churwalden zum Skifahren. Und ich besuche im Sommer regelmässig die Camps der Stiftung für junge Auslandschweizer. Ich liebe die Minipic-Salamis und die Bündner Salsiz. Und wenn ich in der Schweiz bin, esse ich jede Menge Birewegge.
LEBEN | MM17, 24.4.2017 | 99
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Océane (8), Gurmels FR
Jeder Mensch hat in sich drin einen «Bauplan» – da steht alles über deinen Körper «geschrieben»: Zum Beispiel auch die Farbe deiner Augen und deiner Haut. In deinem Vater und deiner Mutter ist auch so ein Plan – du hast von deinen Eltern einen Teil davon übernommen. Du hast das also geerbt. Das ist dein «Erbgut», man sagt auch, dass das deine «Gene» sind. Jeder Mensch besitzt eine Mischung aus Genen von seinem Vater und seiner Mutter. Deshalb hat kein Mensch die gleichen Gene wie ein anderer –
und darum ist jeder einzigartig und sieht auch anders aus. Das ist so bis ins kleinste Detail, zum Beispiel bis zur Form der Zehen. Ausserdem haben wir auch eigene Ideen und unseren persönlichen Geschmack. Deshalb kleiden und frisieren wir uns verschiedenartig. Die einen tragen schicke Kleider, andere mögens bequem. Auch hat jeder Mensch seine einmalige Geschichte, die ebenso einen Einfluss auf sein Aussehen hat: Manchen Leuten hat das
R ätsels pass 1
SUDOKU Fülle die Zahlen von 1 bis 4 in die Felder ein. In allen Reihen (waagrecht, von links nach rechts und senkrecht, von oben nach unten) und allen Kästchen kommt jede Zahl genau ein Mal vor.
Und wie schauen wir die Leute an? Freundlich oder kritisch? Ein Sprichwort sagt: «Die Schönheit liegt in den Augen des Betrachters.» Das heisst: Es hat auch mit deiner Einstellung zu tun, wie du jemanden siehst. Je mehr du jemanden lieb hast, desto mehr siehst du Schönes an ihm. MM *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch
Eine Mutter erklärt die Welt:
Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.
HUGOS LIEBLINGSFACH
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Lösungen:
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Rechne aus, welches Hugos Lieblingsfach ist. Schreibe die Resultate der Rechnungen jeweils als Buchstaben in die Felder.
9+9= 4×6= 15 : 5 = 16 – 7 =
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Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin verlost fünf Reisegutscheine von Hotelplan im Wert von je 1000 Franken. Zusätzlich zum Gutschein gewinnen Sie eine CircleKamera von Logitech im Wert von 229 Franken. Beantworten Sie folgende Frage:
Wie lang dauert die Video-Tageszusammenfassung, die von der Logitech-Circle-Kamera erstellt wird? Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039
(1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS:
Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, der Lösung, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösung, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt
Dank der Logitech-Circle-Kamera werden ungebetene Besucher ertappt, auch wenn niemand zu Hause ist. Glücksgriff
Kamera allein zu Haus Das Migros-Magazin verlost Reisegutscheine und Heimkameras im Doppelpack – damit Sie unbeschwert verreisen können und Ihre vier Wände trotzdem jederzeit im Blick haben.
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acht sich gerade ein ungebetener Gast an der Haustür zu schaffen? Oder spaziert bloss Nachbars Katze über den Fenstersims? Mit der CircleHeimkamera von Logitech behalten Sie Ihr Heim stets im Auge, wo auch immer Sie unterwegs sind. Die Technologie erlernt wiederkehrende Muster der gefilmten Aktivitäten und erkennt wichtige Vorgänge. Die Nutzer werden automatisch über ungewöhnliche Ereignisse informiert und ersparen sich so, unwichtiges Film-
material zu sichten. Ausserdem erstellt die Kamera nach 24 Stunden automatisch eine 30 Sekunden lange Videozusammenfassung der Tagesereignisse. Diese sogenannten Day Briefs können einfach per App abgerufen werden. Bewegt sich da Mensch oder Tier?
Zum Premiumabonnement der Logitech-Circle-Kamera gehören zudem eine intelligente Personenerkennung und die Möglichkeit, bestimmte Bereiche des Hauses als eigene Bewegungszone im Blick zu behalten. Daher erhalten Sie
sofort eine Meldung, wenn die Kamera eine Person im Haus oder in der Wohnung ausmacht. Da das System Personen und Tiere voneinander unterscheiden kann, benachrichtigt es den Nutzer immer nur dann, wenn es wirklich nötig ist. Während daheim die intelligente Kamera aufpasst, können Sie unbeschwert in die Ferien fahren. So gesehen könnte sich die Teilnahme am Gewinnspiel doppelt lohnen, denn zusammen mit der Kamera verlost das Migros-Magazin Reisegutscheine von Hotelplan. MM
Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit der Lösung und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Logitech», Postfach, 8099 Zürich Online: Gratis unter
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Leservorteil
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Reisedaten und Preise: Reise 1: 22. bis 26. 5. Mo–Fr 840.– statt 890.– Reise 2: 4. bis 8. 9. Mo–Fr 890.– statt 940.– Reise 3: 18. bis 22. 9. Mo–Fr 890.– statt 940.– Zuschlag Einzelzimmer Fr. 120.– Auftragspauschale Fr. 20.–
Das ist inbegriffen:
Leserangebot
Lustwandeln hoch über dem Gardasee Mit Imbach-Reisen an den Lago di Garda: Leser des Migros-Magazins erwartet ein kulturell, kulinarisch und landschaftlich abwechslungsreiches Programm am grössten See Italiens.
D
er nördliche Teil gleicht einem tiefen Fjord, der südliche, breite Abschnitt erinnert uns bereits ans Meer: Verbringen Sie fünf unver gessliche Tage am Gardasee, wo das frühlingshafte Grün der Rebberge, die Zypressen und die charakteris tischen Dörfer zu abwechslungs reichen Wanderungen einladen. Organisiert wird der Trip an den grössten See Italiens von Imbach Reisen, dem Spezialisten für beglei tete Wanderreisen mit Schweizer Reiseleitung.
Reiseprogramm 1. Tag: Verona–Gardasee
Im modernen KomfortReisebus fahren Sie via Gotthard nach Verona, wo sich Romeo und Julia
ewige Liebe schworen. Kurzer Stadtrundgang und ein erster Cappuccino. Das Hotel für die nächsten Tage liegt in San Zeno di Montagna, einem Bergdorf über dem Gardasee. 2. Tag: Monte Baldo
Mit einer Seilbahn fahren Sie auf den Monte Baldo (1850 m ü. M.) und geniessen einen wunder schönen Rundblick auf den Garda see und das Etschtal. Auf einer Rundwanderung erleben Sie die seltene Flora des Monte Baldo, wo vor Kurzem auch der Königsadler wieder angesiedelt wurde. Am Mittag Kostprobe der lokalen Wurst und Käse produkte. Wanderzeit: ca. 2 Stunden ( je 100 Höhenmeter auf resp. abwärts)
3. Tag: Rocca di Garda–Bardolino
Diese Tageswanderung führt durch Olivenhaine und Weinberge zum Kloster San Giorgio. Bei Bardolino können Sie in einer Kellerei diesen beliebten Wein probieren. Wanderzeit: ca. 2½ Stunden ( je 300 Höhenmeter auf resp. abwärts) 4. Tag: Valpolicella
Sie wandern durch die Gegend, wo unter anderem die Trauben für den berühmten Amarone wachsen. Weinberge, alte Kirchen und Villen prägen diese wunderschöne Region. Die Wanderung wird mit einer Weinprobe und lokalen Spezialitäten gekrönt. Wanderzeit: ca. 2½ Stunden ( je 150 Höhen meter auf resp. abwärts) 5. Tag: Rückfahrt in die Schweiz
• Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus • Unterkunft im Hotel San Zeno*** • Halbpension, darunter ein Abendessen mit Spezialitäten inkl. Wein, zusätzlich ein Mittagessen in einer Berghütte • Zwei Weindegustationen mit Imbiss • Seilbahnfahrt Malcesine–Monte Baldo • Alle Wanderungen, Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen • Imbach-Reiseleitung u. lokale Wanderführung Abfahrtsorte/-zeiten: Wil SG 6: 10 Burgdorf BE 6:30 Basel 6:35 Zürich-Flughafen 7:00 Aarau 7:20 Baden-Rütihof AG 8:00 Arth-Goldau SZ 8:50 Buchungsadresse Imbach Reisen AG Telefon 041 418 00 00
info@imbach.ch www.imbach.ch
Nennen Sie bei der Buchung das Stichwort Migros-Magazin.
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Kreuzworträtsel
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… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.4.2017, 24 Uhr
BLEIBEN SIE MOBIL! MIT UNS.
HERAG AG Treppenlifte Tramstrasse 46 8707 Uetikon am See info@herag.ch www.herag.ch 044 920 05 04
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.4.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
Auflösung Nr. 16: LEBENSMUT
TreppenlifTe
9620 Lichtensteig teL. 071 987 66 80
w w w. h o e g g l i f t . c h
Gewinner Nr. 15: Gertrud Eidelberger, Basel; Roland Jost, Altendorf SZ; Alma Jenny, Mollis GL; Manfred Werder, Fraubrunnen BE; Ursula Kläger, Zürich Gewinner «Zusatz» Nr. 15: Thomas Linse, Wetzikon ZH; Reinhard Gysel, Winterthur ZH; Anneliese Graus-Walser, Schaanwald FL; Bernadette Ulrich, Unterägeri ZG; Siegi Steinlin, Allschwil BL
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Quiz
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Welchen Bogen tragen wir stets bei uns? T
Ellbogen
B Pfeilbogen
R Kreisbogen
2. Wie werden Falschmeldungen heute bezeichnet? U Leak news
E
Duke news
A Fake news
3. Welche Ortschaft liegt am nächsten bei Chur (Luftlinie)? G Arosa
S
Pontresina
R Davos
So nehmen Sie teil
4. Wann wurde der Spruch «Make love, not war» bekannt? I
2001
L
1992
C Petrichor
Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.4.2017, 24 Uhr
E
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
E
1967
S
Schüler
5. Wer erhielt im 18. Jahrhundert den Laufpass? B Soldaten
K Pferde
6. Über welche Sportart verfasste Wladimir Putin als Co-Autor ein Buch? O Karate
U Judo
N Schiessen
7. Was bezeichnet den Geruch von Regen auf getrockneter Erde? A Creat
I
Rainsy
8. Wie nennt sich ein dünnes, schleierartiges Gewebe aus Seide? N Gabardine
H Georgette
Chintz
Lösungswort: 1
2
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5
6
7
8
Gewinner Nr. 15: Josefine Müller, Zuckenriet SG; Margrit Häusermann-Braun, Bronschhofen SG; Werner Scheidegger, Frauenfeld
Auflösung Nr. 16: GOTTHARD
Paroli
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 4 2 5
L Auflösung Nr. 16: MENGE Gewinner Nr. 15: Jean-Michel Notz, Grenchen SO; Hansjörg Stucki, Egg b. Zürich ZH; Elisabeth Flückiger, Bätterkinden BE
3 1
ARKANS I T C H A R I SMA E I NST I CH ELFERLE I FRACHTEN HAEUSERN KL I SCHEE NEUESTEN SCHNAL L E WI CHTELN
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.4.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Lösungswort: 1
2
3
4
5
SPINAS CIVIL VOICES
Ju gendarbeitslosigkeit mu ss verschwinden. Jeder 11. Jugendliche in der Schweiz ist arbeitslos. Das ist zu viel. Darum schaffen wir mit verschiedensten Angeboten Perspektiven fĂźr Junge, die noch nicht oder nicht mehr in den Arbeitsprozess integriert sind. Danke, dass Sie uns dabei unterstĂźtzen. www.sah-schweiz.ch, PC-Konto 30-241785-6
Arbeit und Integration
LEBEN | MM17, 24.4.2017 | 107
Sudoku
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 16: 785
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.4.2017, 24 Uhr
Gewinner Nr. 15: Serge Decorvet, Aigle VD; Dieter Bucher, Zuchwil SO; Theres Kym, Basel; Jacques Rast, Marly FR; Astrid Wernli, Rombach AG
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 3 4 3 3 miteinander verbunden 1 2 2 sein. Verboten: Kreuzun3 3 2 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.
Auflösung Nr. 16:
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Auflösung Nr. 16: 3
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2
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Reto Meisser
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Meine Welt
«Mein Zuhause ist mein Refugium»
4
Sie hat eine Schwäche für Schokolade, mag das Geräusch vorbeirauschenden Wassers und studiert Partituren am liebsten über den Dächern von Zürich ein: Am 12. Mai schwingt Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer in der St. Galler Tonhalle den Taktstock zu Beethovens 9. Sinfonie. Text: Laila Schläfli Bilder: Désirée Good
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Mein «Oscar» «Anlässlich unserer zehnjährigen Zusammenarbeit verlieh mir der Messias-Chor Zürich diesen schönen Goldjungen.»
LEBEN | MM17, 24.4.2017 | 111
1 Mein Zuhause «Meine Wohnung ist mein Refugium und mein Arbeitsort, die Dachterrasse mein Lieblingsort. Hier geniesse ich die Aussicht oder studiere Partituren.» 2 Meine Grossmutter «Sie ist mein treuster Fan – und umgekehrt. Meine Grossmutter Mimi kommt an fast jedes meiner Konzerte. Wenn wir uns treffen, gehen wir gern spazieren, essen oder Kaffee trinken. Wir reden über Musik oder Gott und die Welt.» 2
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3 Meine Stifte «Blei- und Farbstifte sind neben dem Taktstock meine Name Lena-Lisa Wüstendörfer (33) Sternzeichen Krebs Biografie und Lebenslauf
«Aufgewachsen bin ich in Zürich, wo ich heute noch wohne. Nach der Matura studierte ich an der Musikhochschule Basel Geige. Dann wechselte ich ins Dirigierstudium, das ich 2007 mit einem Master abschloss. Danach war ich ein Jahr lang Assistenzdirigentin von Stardirigent Claudio Abbado, von dem ich sehr viel lernen konnte. 2009 schloss ich mein zweites Masterstudium, Musikwissenschaft, an der Universität Basel ab. Seither arbeitete ich etwa mit dem Zürcher Kammerorchester, dem Luzerner Sinfonieorchester und an der Oper Frankfurt. In St.Gallen gebe ich am 12.Mai mein Debüt – und das gleich mit der grossartigen 9. Sinfonie von Beethoven!» 6
wichtigsten Werkzeuge. Ich mache jeweils farbige Notizen in die Partituren, damit alles schnell ersichtlich ist.» 4 Meine Lektüre «Ich liebe Krimis:
Bild: Denis Nordmann
Entspannung durch Spannung. Es ist wie Ferien, zieht einen aus dem Alltag in eine andere Welt. Am liebsten mag ich solche, die in einer mir vertrauten Gegend spielen.»
Mein Lieblingsprodukt «Diese Schoggi ist mein Energieriegel! Dank Nüssen und Weinbeeren ist sie ein optimaler Kraftspender. Ich nehme zu jedem Konzert eine Tafel mit und putze sie vor dem Auftritt ganz weg.»
5 Mein Lieblingscafé «Diesen Schoggigugelhopf im Café Schober habe ich als Kind schon gegessen. Heute komme ich manchmal zum Partiturstudium her. Auch das Interieur gefällt mir: Die Deko ist eine richtige Wunderwelt.» 6 Meine Pause «An die Limmat komme ich zum Spazieren, um die Aussicht auf die Berge zu geniessen oder dem Wasser zuzuhören. Dieser Ort fühlt sich an wie eine Minioase in der Stadt.»
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Optigal Pouletgeschnetzeltes im 3er-Pack Schweiz, 3 x 222 g
Zutaten: 400 g Broccoli, Salz, 350 g Penne, 6 EL Pinienkerne, 1 Zwiebel, 1 EL Sonnenblumenöl, 400 g Pouletgeschnetzeltes, 2 dl Milch, 2 dl Halbrahm, Pfeffer Zubereitung: 1. Broccoli in kleine Röschen teilen. In reichlich Salzwasser ca. 3 Minuten bissfest garen. Herausheben, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Penne im selben Kochwasser al dente kochen. Abgiessen und abtropfen lassen. Pinienkerne in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett hellbraun rösten. 2. Zwiebel in Ringe schneiden. Im Öl braten. Pouletgeschnetzeltes beifügen und mitbraten. Broccoli und Penne beigeben. Milch und Rahm dazugiessen. Aufkochen, etwas einkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Pinienkernen servieren. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten Pro Person 48 g Eiweiss, 27 g Fett, 72 g Kohlenhydrate, 750 kcal Dieses und weitere Rezepte auf migusto.ch
Bei diesem Angebot sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOT GILT NUR VOM 25.4. BIS 1.5.2017, SOLANGE VORRAT