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Migros magazin 17 2016 d os

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Ausgabe Ostschweiz, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent.bez.A 44631

MM17, 25.4.2016 | www.migrosmagazin.ch

Kinder? Nein, danke! Die Soziologin Orna Donath im Interview Seite 36

Ab ins Beet: So geht die Saat auf Seite 100

Open-Air-Sommer 2016

Bild: Matthias Willi

Anna Rossinelli über ihr Lieblingsfestival, Sonnenbrand und einen ganz besonderen Glücksbringer Seite 8

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 0041(0)71 – 493 24 51, E-Mail: mireg@gmos.ch


2 | MM17, 25.4.2016

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Editorial

«Ach, keine Kinder?»

M Man kennt diesen Blick. Die hochgezogene Augenbraue. Den teils bemitleidenden, teils misstrauischen Ausdruck: «Ach, du hast keine Kinder?», gefolgt von einem hastigen «Aber das ist heute ja kein Thema mehr», das genau das Gegenteil aussagt, nämlich, dass die betreffende Frau ihrer Bestimmung nicht gerecht wurde.

Gewollte Kinderlosigkeit ist auch hierzulande in weiten Kreisen immer noch ein Makel. Natürlich, gesamtgesellschaftlich ist der freiwillige Verzicht aufs Mutterglück toleriert (wobei interessanterweise das Vatersein moralisch weniger eingefordert wird). Wie sollte es auch anders sein, bleiben laut einer Statistik des Bundes doch schon heute etwa 30 Prozent der Akademikerinnen ohne Kind. Trotzdem müssen sich Frauen auch heute noch oft erklären und rechtfertigen. Eine Frau, die Karriere vor Kind setzt, die Selbstentfaltung der Mutterschaft vorzieht, die nicht spätestens mit 35 noch in die Mutterkurve einbiegt, sollte sich ein gutes Argumentarium zurechtlegen. Und eine dicke Haut. Orna Donath (40) hat das alles auch erlebt: eine Mutter, die sich mit der Kinderlosigkeit der Tochter nicht abfinden wollte, die scheelen Blicke der Bekannten, das Tuscheln. Die israelische Soziologin hatte sich schon mit 16 entschieden, nie Kinder zu bekommen. Schlimmer noch: Sie hat sich der Kinderlosigkeit und dem anderen tabubehafteten Thema, dem Bereuen der Mutterschaft, wissenschaftlich verschrieben. Ihre Studie «Regretting Motherhood» hat eine riesige Kontroverse über den Wert der Mutterschaft ausgelöst. Sie ist unterdessen unter dem gleichnamigen Titel auf Deutsch erschienen und hat die Diskussion noch einmal kräftig angeheizt. Darf man das: bereuen, dass man je Mutter geworden ist? Eine Frau muss doch a) erst einmal Mutter werden und b) dann aufopfernd, ohne Klagen ihre Rolle annehmen und bis zum Erwachsenenalter der Kinder voll ausfüllen. Dass die Antwort vielleicht nicht so einfach ist, vor allem nicht für jede Frau, zeigt das Gespräch, das meine Kolleginnen Andrea Freiermuth und Yvette Hettinger mit Orna Donath geführt haben. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

104


MM17, 25.4.2016 | 3

20

Menschen 6 Diese Woche Kinderschutz: Soll künftig die Meldepflicht verschärft werden? 8 Bühne frei

Bald startet die Festivalzeit: Geheimtipps von Anna Rossinelli, Baschi und Manillio 19 Bänz Friedli 20 Hilfe für Nepal

Ein Jahr nach dem schlimmen Erdbeben ist die Lage in Nepal noch immer prekär: Schweizer helfen mit dem Nötigsten 28 Bierschwemme

36

Noch nie gab es in der Schweiz so viele Brauereien wie heute 35 Leserforum

«Der Mythos Mutter kreiert viel Frust und Selbsthass.» Orna Donath

Soziologin

36 Interview

Die Soziologin Orna Donath provoziert mit ihrer Studie über «bereuende Mütter»

Migros-Welt 48 Von uns. Von hier.

Migros-Produkte, die eine Geschichte wert sind

Bilder: Holger Salach, Fabio Blaser, Manuela Eberhard, Daniel Aeschlimann

51 Joghurts: bunte Vielfalt 52 Flammkuchen-Varianten 54 Proteine für Geniesser

80 Ellen Amber: gut fürs Bein 85 Exelia: intensive Düfte 86 Raus mit dem Baby 88 Schöner Kindergeburtstag

Leben 99 Familie

Sommerlager: Was können Eltern tun, wenn das Kind unter Heimweh leidet? 100 Garten

Die Frühlingssonne weckt die Gärtnerlust. Aber aufgepasst: Für einige Pflanzen kommt die Aussaat zu früh 104 Reisen

Rio de Janeiro ist mehr als Copacabana und Zuckerhut – die «wunderbare Stadt» ist auch reich an Kultur 109 Digital

Sicherheits-Updates legen manchmal das System lahm. So löst man das Problem 111 Ernährung

Kräuter veredeln nicht nur Speisen – sie sind auch gut für die Gesundheit 113 Schwindel

Bei plötzlichem Schwindel sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen 114 Kinder

57 Saisonküche

Idealer Scharfmacher: Rucola

Minitrucks: Séverin baut grosse Brummer im Kleinformat

91 Neues aus der Region Aktionen, Reportagen und Neuigkeiten aus Ihrer Migros-Genossenschaft

117 Glücksgriff 119 Bitte melde dich 123 Rätsel/Impressum 124 Cumulus

73 Ein Muss: Käse als Mousse 75 Petit Beurre, der Klassiker 77 Skai: mehr zum Kauen 79 Sponser: Kraftdrinks

126 Meine Welt

Bachelorette Zaklina Djuricic über Traummänner und starke Frauen

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus

57

Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


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Menschen MM17

Darauf freuen wir uns João Maria Gusmão and Pedro Paiva Das portugiesische Künst­

lerduo stellt ab Samstag im Aargauer Kunsthaus in Aarau aus.

Bärn rappt Nativ, B.I.B, Ben

Whaler bringen am Freitag den Gaskessel in Bern zum Kochen.

Unnützes Wissen

Delikates aus dem Tierreich

Mein Bild der Woche «Es ist Frühling: Lasst Blumen sprechen! Rote Rosen für die

Bettina Oberli (43) ist Autorin

und Regisseurin von erfolgreichen Filmen wie «Die Herbstzeitlosen», «Tannöd» und «Lovely Louise».

Liebe, weisse Nelken für die Freundschaft, gelbe Tulpen zur Geburt. Die Blumen­ sprache mit ihren Codes wurde nicht von hiesigen Floristen erfunden, sondern im antiken Persien entwickelt. Der rosa Schlafmohn allerdings steht ganz konkret für den Motor des wichtigsten Wirtschaftszweigs Afghanistans, das seine Wurzeln auch im persischen Reich hat. Das Bild zeigt das Anritzen der Blumen in Kandahar zur Gewinnung von Rohopium. Jährlich werden Mohnfelder in der zweifachen Fläche Berlins angebaut, das Land produziert 80 Prozent des weltweiten Konsums von Opium und Heroin. Harte Fakten, ganz unverblümt.»

Entschuldigen Sie, was lesen Sie gerade? Marco Burdino (33), Tätowierer, Luzern a) «Kingdom Of Rain» von Eckel b) «Line Book 2016» von Gary Koblis und Ben Karnofsky c) «Ivan» von Kofuu Senju Publications

Antwort a): Eckel gehört zu meinen Lieblingskünstlern, bei ihm finde ich immer Inspiration.

Bilder: Jawed Tanveer/AFP PHOTO, Salvatore Vinci, PD

Leseprobe

Australische Mee­ resstrudelwürmer duellieren sich mit ihren Penissen. Dabei ver­ sucht jedes der doppelgeschlecht­ lichen Geschöpfe, Vater zu werden und das andere zur Mutter zu machen. Die männliche australische Grille Ornebius aperta kann innerhalb von drei bis vier Stunden häufiger als 50-mal Sex haben – mit der­ selben Partnerin. Wenn männliche Fruchtfliegen keinen Erfolg bei Weibchen haben, trinken sie mehr Alkohol. Schuld ist ein Neuropeptid im Gehirn. Menschen haben ähnliche Gehirn­ strukturen. Quelle: Neon/Stern


6 | MM17, 25.4.2016 | MENSCHEN

Gewalt an Kindern: Ab wann würden Sie eingreifen? www.migmag.ch/ umfrage

Diese Woche

Streit ums Kindeswohl Um Kinder besser vor Misshandlungen und sexuellem Missbrauch zu schützen, will der Bundesrat die Meldepflicht ausweiten. Die Vorlage ist umstritten. Aus Sorge vor falschen Interventionen vertraut man auf die Verantwortung der bisher zuständigen Amtsträger. Text: Andrea Freiermuth

Umfrage Letzte Woche haben wir gefragt:

Verspüren Sie auch Frühlingsgefühle? 33% Nein, ich lasse

mich von Jahreszeiten und Wetter nicht beeinflussen. 45% Ja, im Frühling spriessen bei mir Gefühle wie Blumen. 22% Im Frühling leide ich vor allem an Frühjahrsmüdigkeit.

Zahlen und Fakten

21

1405

Fälle haben die Ärzte dieser Kliniken ins­ gesamt protokolliert.

3

Kinder starben 2014 infolge einer Misshand­ lung. Alle waren jünger als zwei Jahre. Quelle: Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie

Wie viel Schutz brauchen Kinder? Eine Ausweitung der Meldepflicht könne zu fatalen Fehlern führen, warnen Kritiker.

D

ie Ausweitung der Meldepflicht bei Verdacht auf Kindsmisshandlung oder -missbrauch steht in diesen Tagen im Nationalrat zur Debatte. Derzeit sind in den meisten Kantonen nur Amtsträger wie Sozialarbeiter und allenfalls Lehrer verpflichtet, Verdachtsfälle an die Behörden zu melden. Nun will man alle Personen in die Pflicht nehmen, die beruflich mit Kindern zu tun haben – etwa im Hort, im Spital oder in der Kirche. Die Vorlage geht auf die inzwischen zurückgetretene SP-Natio-

nalrätin Josiane Aubert (69) zurück. Beim Bundesrat stiess der Vorstoss der Waadtländerin auf offene Ohren. Aber anders als Aubert will die Regierung ehrenamtlich tätige Personen von der Meldepflicht ausschliessen, etwa Trainer von Sportvereinen. Trotzdem lehnte die Kommission für Rechtsfragen die Vorlage mit zwölf zu zehn Stimmen ab. «Wird die Meldepflicht ausgeweitet, steigt das Risiko für Fehler», ist SVP-Kommissionsmitglied Pirmin Schwander (54) überzeugt. Schon heute würden die Kinder-

schutzbehörden (KESB) mit Gefährdungsmeldungen überhäuft. Dabei sei zu beachten: «Eine falsche Intervention kann eine Familie über Jahre traumatisieren.» Auch betroffene Berufsgruppen äussern Einwände: «Wir begrüssen die Suche nach einer landesweiten Regelung, aber eine Meldung an die KESB ist nicht in jedem Fall die geeignete Massnahme», sagt etwa Andrea Hohl-Seiler (49), Co-Präsidentin des Verbands Kinderärzte Schweiz. Dadurch würden andere, niederschwellige Lösungsansätze allenfalls verhindert. MM

Bilder: Roos Koole/ANP/KEYSTONE, zVg

von 26 Schweizer Kinderkliniken haben sich im Jahr 2014 beim Erfassen von Kindsmiss­ handlungen beteiligt.


MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 7

Strassenumfrage

Yvonne Feri

«Nehmen wir mehr Leute in die Pflicht, können wir tragische Schicksale verhindern» Yvonne Feri, bisher gilt die Melde­ pflicht für Sozialarbeiter und andere Amtsträger. Die Stiftung Kinderschutz Schweiz unterstützt die Ausweitung auf weitere Personenkreise. Was spricht dafür? Die ausgeweitete Meldepflicht kann den Fachleuten Orientierung bieten. Heute gibt es viele Unsicherheiten beim Vorgehen, etwa bezüglich des Datenschutzes oder des Berufsgeheimnisses – zumal in jedem Kanton wieder etwas anderes gilt.

sind, später selber zu Tätern werden. Umso wichtiger ist es zu handeln.

Aber schon heute kann jeder, selbst Nachbarn oder Bekannte von be­ troffenen Kindern, einen Verdacht an die Behörden melden. Warum braucht es eine Meldepflicht? Damit man nicht einfach wegschauen kann. Eine Meldung braucht unter Umständen Mut. Wenn eine Meldepflicht besteht, handelt man eher. Zudem weiss man: Bereits ein Ge­ setzesartikel, etwa zur gewaltfreien Erziehung, wie sie in nordischen Ländern vorgeschrieben ist, kann viel bewirken.

Ist eine Meldung in jedem Fall die geeignete Massnahme? Werden dadurch nicht alternative Lösungs­ ansätze verhindert? Personen, die dem Berufsgeheimnis unterstehen, sollen gemäss der Vorlage nicht verpflichtet, aber berechtigt werden, eine Meldung zu machen. Das heisst, Ärzte oder Therapeuten können nach wie vor das Gespräch mit den Eltern suchen – und sie etwa davon überzeugen, Unterstützung anzunehmen.

Orientierung und Sensibilisierung könnte man auch schaffen, indem man die betroffenen Fachleute weiterbildet. Die Weiterbildung in Sachen Misshandlung und sexueller Missbrauch ist heute bei vielen Berufsgruppen eine freiwillige Sache. Die Meldepflicht müsste zwingend von einer besseren Schulung begleitet werden. Gegner der Vorlage befürchten unter anderem die Zunahme von Falschmeldungen. Im Kanton Waadt, in dem bereits heute eine ausgeweitete Meldepflicht besteht, kennt man keine solchen Probleme. Man darf nicht vergessen: Hier geht es um den Schutz von Kindern. Sie können sich nicht selber wehren. Nehmen wir mehr Leute in die Pflicht, können wir tragische Schicksale und lebenslanges Leiden verhindern. Zudem weiss man, dass viele, die im Kindesalter misshandelt oder sexuell missbraucht worden

Wann genau ist Handeln angesagt: Reicht schon eine Ohrfeige? Das genau zu definieren, ist tatsächlich schwierig. Schnell ist man bereit zu sagen: Wenn einmal die Hand ausrutscht, ist das nicht so schlimm, aber je nachdem, wie stark der Schlag war und in welchem Kontext er stand, kann auch eine Ohrfeige schlimme Folgen haben.

Wie steht es mit dem Vertrauens­ verhältnis gegenüber dem Kind, das unter Umständen leidet, wenn die erwachsene Bezugsperson zu einer Meldung verpflichtet wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Vertrauen durch die Meldepflicht nachhaltig zerstört wird. Man handelt schliesslich zum Wohl des Kindes und kann dadurch seine Situation langfristig verbessern. Die Folgen einer unterlassenen Meldung bleiben unklar und können kaum sanktioniert werden. Besteht nicht die Gefahr, dass man da einen Papiertiger kreiert? Im Moment hat man bewusst auf Bussen verzichtet. Wenn es aber einmal zu einer Klage kommen würde, kann sich das durch einen Gerichtsentscheid auch ändern. Was raten Sie Laien, die einen Verdacht hegen? Unbedingt hinschauen, beobachten und im Zweifelsfall melden. MM

Muss die Meldepflicht ausgeweitet werden?

Yvonne Feri (50) ist SP-National-

rätin und Präsidentin der Stiftung Kinderschutz Schweiz.

Veronica Alvarado (38), Verkäuferin, Zürich: «Es ist gut, die Melde-

pflicht auf alle Personen auszuweiten, die mit Kindern arbeiten. Sie sind nahe beim Kind und nehmen Dinge wahr, die andere vielleicht übersehen.»

Nicolas Vermot-Petit-Outhenin (39), Künstler, Zürich: «Ob die

Meldepflicht die richtige Massnahme ist? So delegiert man das Ganze. Dabei sollte sich jeder verantwortlich fühlen, wenn etwas nicht stimmt.»

Julia Brandstätter (36), Werbetexterin, Zürich: «Alles, was einen

Beitrag zum Schutz von Kindern leistet, ist zu unterstützen. Aber Meldepflicht hin oder her: Verantwortung müssen letztlich alle tragen.»


Anna Rossinelli, Manillio und Baschi im Video

8 | MM17, 25.4.2016 | MENSCHEN

D

Was nimmst du ans Festival mit? Meine ausgedruckten Texte.

as beste Mittel, um das wechselhafte Aprilwetter zu über­ stehen? In Vorfreude auf den kommenden Festival­ sommer schwelgen. Tauchen Sie ein in die Welt von schlaf­ losen Festivalnächten, Abenden am Feuer und Tagen mit dem Sound von Chartstürmern und Evergreens. Anna Rossinelli, Baschi und Manillio geben auf den folgen­ den Seiten ihre ganz persön­ lichen Festivaltipps, erzählen Anekdoten über vergangene Konzerte und verraten, worauf sie sich diesen Sommer am meisten freuen. Damit auch Sie für Ihr Lieb­ lingsfestival bestens gerüstet sind, haben wir eine Packliste zusammengestellt. Sie be­ inhaltet alles, was Partytiger, Luxusmenschen und Tag­ träumer für den perfekten Musiksommer brauchen: von Ohropax und Kühlbox bis hin zu Seifenblasen und der Zeltfinder­App.

Manchmal hat man ein Blackout – dann kann ich nachschauen.

Hast du einen Glücksbringer für die Bühne?

Meistens ziehe ich auf der Bühne die Schuhe aus. Schicke Schuhe sind toll, aber barfuss zu sein, fühlt sich so frei an.

Günstige Tickets

Als Sponsorin von insgesamt 14 Festivals ist die Migros auch dieses Jahr wieder ganz vorne dabei: Mit den vergünstigten Tickets aus dem CumulusTicketshop ergattern Sie sogar ein Ticket für bereits ausverkaufte Festivals. Und mit den M­Budget­Extrazügen beginnt das Erlebnis bei aus­ gewählten Festivals bereits am Bahnhof (Seite 13). Was Sie jetzt noch brauchen? Die Timeline ab Seite 12 und einen Kalender, um die Tage zu zählen, bis es so weit ist. MM So freuen sich Baschi und Manillio, Seite 10

Wo spielt dein Lieblings-Act? Die Festival-Timeline hilft weiter, ab Seite 12. Was man auf keinen Fall vergessen darf – die FestivalPackliste, Seite 17

Bilder: Paolo Dutto/13 Photo, Istockphoto (2), Keystone, zVg (6)

Text: Anne-Sophie Keller

erzählen die drei über ihre neuen Alben, ihr persönliches Festivalhighlight – und ihre Glücksbringer.

Anna Rossinelli, Baschi und Manillio rocken diesen Sommer die Festivalbühnen. Zur Einstimmung

Musiksommer 2016

Stars im Festivalfieber

www.migmag.ch/ festival


MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 9

Anna Rossinelli (29) ist mit ihrem aktuellen Album «Takes Two To Tango» unterwegs. Die Baslerin spielt am Samstag, 16. Juli, in ihrer Heimatstadt am Summerstage­ Festival. Was macht Summerstage für dich speziell?

Die Location! Ich war als Kind viel im München­ steiner Park im Grünen (ehemals Grün 80). Der Dinosaurier hat mich immer faszi­ niert. Kindheits­ erinnerungen!

Was bedeutet deine Heimat Basel für dich?

Hier bin ich aufgewach­ sen, hier wohnt meine Familie. Ich komme im­ mer wieder gerne nach Hause. Basel ist gemüt­ lich. Man kann im Rhein baden, viel unternehmen und fühlt sich trotzdem wie in einem Dörfchen.

Unbedingt mitneh­ men? Sonnenbrille,

Hut, Sonnencreme. Es ist furchtbar, wenn die Hälfte des Publikums am zweiten Festival­ tag mit roten Gesich­ tern rumläuft.

Dein Festivalhigh­ light? Eine schwierige Wie würdest du deine Musik beschreiben? Die

Themen Sehnsucht und Weite sind zwei grosse Themen. Sehr viele Songs sind für mich Autofahr­ lieder, also der Sound­ track für einen Roadtrip.

Entscheidung. Am Heitere Open Air 2015 haben wir mit den The Rumours ge­ spielt. Das war super, weil es in diesem Sommer so irre heiss war. Und wir wurden sogar massiert.


10 | MM17, 25.4.2016 | MENSCHEN

Was bedeutet das Openair Frauenfeld für dich? Am OAF hatte ich 2008 meinen ersten Festivalauftritt.

Und ich bin in Frauenfeld geboren, was eine gewisse Verbundenheit schafft.

Welchen Act möchtest du selber sehen? Young Thug,

Future und Action Bronson.

Hast du ein Ritual vor dem Auftritt? Wir schreien uns gegenseitig an,

um uns zu motivieren. Die Sprüche sind aber nicht jugendfrei genug fürs MigrosMagazin.

Welches ist dein Lieblingslied auf deiner neuen Platte «Kryptonit» und warum? Im Moment ist es

das Lied «<3» mit Leduc von Lo & Leduc. Das wechselt aber immer.

Welche Person unterstützt dich in deiner Karriere am meisten?

Der Solothurner Künstler Onur ist ein guter Freund von mir. Er war immer die erste Person, die meine Musik hörte. Leider ist er heute viel auf Reisen, aber er fiebert noch immer mit.

Bilder: zVg (11), Istockphoto (2), Keystone

Manillio (28) spielt am Freitag, 8. Juli, am Openair Frauenfeld in allerbester Rap-Gesellschaft.


MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 11

Welcher ist dein lustigster Merchandise-Artikel? Es gibt Jutebeutel, auf dem ein Bild

Baschi (29) rockt am Samstag, 27. August, das Summerdays in Arbon TG – mit einer neuen Band, neuem Sound und dem neuen Album «Zwüsche dir und mir».

Gehst du selber auch zelten, oder findet man dich im VIPBereich? So lange

das Konzert geil ist, ist mir egal, wo ich bin.

von mir aufgedruckt ist. Darauf trage ich ein Tigerhöschen. Der Look war natürlich nicht ernst gemeint. Ich hoffe, ich sehe mal irgendwo einen Fan mit dieser Tasche. Ich würde durchdrehen. 2015 erschien dein siebtes Studioalbum «Zwüsche dir und mir». Was ist prägend für das Album?

Mein Gitarrist und ich haben dafür ein eigenes Tonstudio gebaut. Zudem haben wir sehr klar definiert, dass es ein PopAlbum ist.

Was macht das Summerdays für dich speziell? Man sieht von der Bühne aus direkt auf den See,

auf dem Leute in Booten die Konzerte hören. Die Lage ist wirklich schön, ich freue mich extrem, dass ich dort spielen kann.

Was sollte man an einem Festival nicht vergessen? Seine Band. Welche ist deine verrückteste Festivalerinnerung? Mit 14 be-

suchte ich am Waldenburger Openair das Konzert von Patent Ochsner. Ich bin ein Fan von Büne Huber. Also habe ich ihm einen Joint auf die Bühne geworfen. Leider war er von der Geste wenig beeindruckt.

Was wär aus dir geworden, wenn Musik keine Option gewesen wäre? Kochen ist meine grösste

Leidenschaft und nicht nur ein Plan B. Ich überlege mir derzeit, noch eine Kochlehre zu machen.


14–16 30–3 17–19 2–4

Juni

Juni

Juni/Juli

Juli

Radiohead

Queen

Patent Ochsner

Park im Grünen summerstage.ch

Summer- Cro stage Basel

Sittertobel SG openairsg.ch

OpenAir St. Gallen

Hinwil ZH rockthering.ch

Rock the Ring

Murten BE starsofsounds.ch

Stars of Sounds

77 Bombay Street

Mumford & Sons

Iggy Pop

Hurts

Nichts verpassen: Alle von der Migros gesponserten 14 Festivals im Überblick

Der Festivalkalender

Musiksommer 2016

Der Vorverkauf der vergünstigten CumulusTickets startet am 3. Mai 2016 um 8 Uhr exklusiv auf: www.cumulus-ticketshop.ch

Je nach Festival können bis zu vier Tickets pro Cumulus-Karte bestellt werden. Es hat, solange es hat. Die Migros ist die grösste Unterstützerin in der Schweizer Festivalszene und hat im vergangenen Jahr ihre Sponsoringverträge bis 2017 verlängert.

Sie haben kein Ticket? Es besteht Hoffnung: Als grösste Partnerin im Festivalbereich bietet Ihnen die Migros weitere Tickets von 14 Festivals an – und zwar mit einem Cumulus-Rabatt von 20 bis 25 Prozent.

Freunde, Sonne, Musik: Die Vorfreude auf den diesjährigen Festivalsommer ist riesig. Seit Monaten sind die ersten Festivals ausgebucht.

Kein Ticket? Cumulus hilft weiter

Bestellen

12 | MM17, 25.4.2016 | MENSCHEN


7–9

Juli

8–17

Juli

19–24 14–17 8–9

Juli

Juli

Juli

Nyon VD paleo.ch

Paléo Festival

Wabern b. Bern gurtenfestival.ch

Gurtenfestival

Aarberg BE moonandstars.ch

Stars of Sounds

Locarno TI moonandstars.ch

Moon and Stars

Massive Attack

Muse

Unheilig

Lana Del Rey

Macklemore Openair Frauenfeld & Frauenfeld TG Ryan Lewis openair-frauenfeld.ch

Iron Maiden

Paul Kalkbrenner

Lo & Leduc

Ellie Goulding

Major Lazer

Weitere Infos: www.m-budget.ch

Die Züge halten auf dem Weg zum Open Air an allen grösseren Bahnhöfen der Schweiz. Vom Endbahnhof aus fahren die Shuttlebusse direkt zum Festivalgelände. Die Extrazüge fürs OpenAir St. Gallen fahren ab Donnerstag, 30. Juni, die fürs Openair Frauenfeld ab Mittwoch, 6. Juli, und die fürs Open Air Gampel ab Donnerstag, 18. August. Die perfekte Verbindung gibt es für nur 9.90 Franken pro Weg.

Natürlich fehlt auch die musikalische Unterhaltung nicht. Lassen Sie sich überraschen. Zudem werden die Reisenden während der Fahrt mit GoodieBags von M-Budget versorgt.

Mit den M-BudgetExtrazügen startet das Festivalerlebnis bereits bei der Anreise: Die Züge sind mit einer M-Budget-Minibar sowie einem Glücksrad, bei dem man tolle Preise gewinnen kann, ausgestattet.

Das Festivalerlebnis beginnt bereits am Bahnhof

M-Budget-Extrazüge

MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 13


26–27 18–21 12–14 9–13 21–23

Juli

August

August

August

August

Arbon TG, summerdays.ch

Summer Days Festival

Gampel VS gurtenfestival.ch

Open Air Gampel

Zofingen AG heitere.ch

Heitere Open Air

Schaffhausen starsintown.ch

Stars in Town

Vella GR openair-lumnezia.ch

Open Air Lumnezia

Der Festival Kalender

Parov Stelar

Biffy Clyro

Faithless

Skunk Anansie

Joss Stone

Simply Red

James Morrison

The Kooks

ZAZ

Scooter

Weitere Infos: www.sbb.ch/festivals

Sie wollen ans Moon and Stars und am selben Abend wieder nach Hause? Kein Problem: Erstmals fahren dieses Jahr Extrazüge um 23 Uhr und um Mitternacht ab Locarno in Richtung Bern und Zürich. Seit dem 1. April ist zudem ein KombiAngebot buchbar: Reisende können mit dem ÖV nach Locarno von 20 Prozent Rabatt auf ihren Billettpreis sowie von einem Getränkegutschein, am Konzertort einzulösen, profitieren.

Vom Moon and Stars nach Hause

Kombi-Angebot

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Bilder: Istockphoto (4), PD

Text: Anne-Sophie Keller

Sonnencreme, Ohrenstöpsel, Korkenzieher… Alles dabei? Dank dieser Packliste kann nichts mehr schiefgehen.

Facebook.com/ MigrosMagazin

Die Must-haves fürs Gelände

Schon mal was vergessen? Posten und Festivalpässe gewinnen:

Festival-Packliste

MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 17

•Festivalticket •Portemonnaie •Identitätskarte •Handy und Ladegerät •Zelt und Pavillon •Isomatte und Schlafsack •Genug Kleider zum Wechseln •Warme Kleidung für die Nacht •Feuer- und Kochzeug •Campinggeschirr •Korkenzieher und Dosenöffner •Sonnencreme und Sonnenhut •Duschzeug und Kosmetikartikel •Verhütungsmittel •Gummistiefel und Regenjacke •Seifenblasen •Instrumente •Bücher •Kamera •Ohrenstöpsel •Nothilfeset •Timetable zu den Partys •Zeltfinder-App •Taschenlampe •Aspirin für den Morgen danach


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D Bänz Friedli

Wahre Grösse

Den grossen Luís Figo durfte ich mal treffen. Den portugiesischen Fussballer, der die Nummer 7 mit Eleganz trug, ehe sein Landsmann Ronaldo, der Geck, sie zu seinem Markenzeichen machte. Ronaldo hält sich bekanntlich für «den besten, zweit­ besten und drittbesten Spieler der Welt» – Figo, der einst Medizin studierte, lobte statt seiner selbst andere und sprach lieber über seine drei Töchter als über sein Können. Dabei war er das Genie des letzten Zuspiels: Keiner bereitete Tore schöner vor als er.

Aber, keine Angst! Dies soll keine Fussballkolumne werden. Ich war also mit Figo verabredet, in Schaffhausen wars, und fragte nach dem Weg. «Eine gute Viertelstunde zu Fuss», beschied mir ein freundlicher Pas­ sant. Doch nach einem Spaziergang von zweieinhalb Minuten war ich am Ziel. Wo­ chen später erkundigte ich mich in Mailand bei einer jungen Frau, wo es denn zum Dom gehe. Sie wies mir die Richtung: «Cinque, sei minuti in questa direzione.» Ich würde in fünf, sechs Minuten dort sein. Mir aber taten nach 45 Minuten Marsch die Füsse weh – und ich hatte mich nicht verlaufen.

Bänz Friedli (51) war ein Fan von Luís Figo.

Eigenartig: Kleinstädtern erscheint ihr Wohnort offenbar grösser, als er ist. Die Grossstädterin dagegen nimmt das riesige Mailand als Dorf wahr. Woher das rührt? Keine Ahnung. Aber versuchen Sie es selbst!

Fragen Sie in Ballwil LU und New York nach dem Weg! Sie werden falsche Einschätzun­ gen erhalten. Der «short walk, three or four blocks» wird Stunden dauern. Vielleicht, weil Metropolenmenschen ihre Stadt in Gedanken zum behaglichen Ort verkleinern, derweil Dörfler von Grösse träumen. Figo? Plötzlich stand der Mann, den ich als besten Spieler seiner Generation verehrte, vor mir: das Kinn unrasiert, die Koteletten buschig, das rabenschwarze Haar lässig nach hinten gestrichen. Die waagrechte Stirnfurche liess ihn nachdenklich und älter erscheinen. Wir unterhielten uns auf Italie­ nisch, Figo hatte bei Inter Mailand gespielt und sprach es fast fehlerfrei. Falls er überhaupt etwas sagte. Denn wo der andere, Ronaldo, ein Grossmaul ist, war er kleinlaut. Darauf angesprochen, dass sein Name im Italienischen «gut aussehend» und «geil» bedeutet, schmunzelte er und befand: «Da­ vid Beckham ist doch viel schöner als ich.» Es war wie mit so vielem, das einem von fern gross und wunderbar erscheint. Von nahem besehen, war der Überirdische ganz normal. Denn je näher wir jemandem kommen, desto mehr müssen wir von unseren eigenen Vorstellungen Abschied nehmen, seien es Vorurteile oder Verherrlichungen. Figo erwies sich als Scheinriese. Aber eigentlich fand ich das ganz sympathisch. MM

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20 | MM17, 25.4.2016 | MENSCHEN

Spenden

3,9 Milliarden für Nepal Die weltweite Soli­ darität mit den nepa-

lesischen Erdbebenopfern ist weiterhin gross. Die internationale Gemeinschaft hat rund 3,9 Milliarden Franken für den Wiederaufbau zerstörter Gebiete gesprochen. Auch in der Schweiz kommt einiges an Spenden zusammen. Die Glückskette zum Beispiel, die mit zehn Partnerhilfswerken zusammenarbeitet, hat bereits 32 Millionen Franken gesammelt. Und in der bisher einmaligen Kooperation von Caritas, Helvetas und Solidar Suisse werden 11 Millionen Franken Eigenmittel eingesetzt. Weltweit hat die Organisation Save the Children über 50 Millionen Franken für Nepal aufgebracht, davon 670 000 in der Schweiz, und bei World Vision kommt gut 1 von 33 Millionen Franken von heimischen Gebern.

Allmählich funktioniert auch die Verteilung der Gelder der internationalen Gemeinschaft. Eine von der nepalesischen Regierung neu geschaffene Stelle hat laut Schätzung vieler Hilfswerke bis vor Kurzem erst 5 Prozent weitergeleitet. «Das ist ärgerlich, aber in vielen anderen Krisengebieten nicht anders», sagt Roland Diethelm von World Vision. Druck machen? «Das wäre kontraproduktiv. Um ihre Missionen nicht zu gefährden, setzen die Akteure vor Ort auf bestmögliche Diplomatie.»


MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 21

CHINA NEPAL

Kathmandu

Beben vom 25.4.15 Stärke 7,8

Beben vom 12.5.15 Stärke 7,3

Lalitpur

INDIEN

Bei den beiden kurz aufeinanderfolgenden Beben im Frühjahr 2015 starben Tausende von Menschen; rund eine halbe Million Häuser wurde zerstört.

Erdbeben in Nepal

«Ungewissheit ist die einzige Gewissheit»

Die Schweizer Roland Diethelm und Daniel Juzi helfen den Erdbebenopfern in Nepal mit dem Allernötigsten. Ein Jahr nach der Katastrophe ist die Lage noch immer prekär: Viele Überlebende haben nur eine Notunterkunft. Text: Roland Falk

N Das Bergdorf Langtang wurde beim Beben durch Erdrutsche fast ganz verwüstet.

ichts geht mehr. Das Geländefahrzeug steckt ein Meter tief in schlam­ miger Unwegsamkeit, fünf Fahrstunden von Kathmandu entfernt. «Wer Nepal nicht kennt, weiss nicht, was ein Schlagloch ist», sagt Roland Diethelm (52), der für das Kinderhilfswerk World Vision Schweiz auf Inspektions­ tour ist und bereits im vergange­ nen Jahr, nur wenige Tage nach dem verheerenden Erdbeben vom 25. April, im Land war. «Damals gabs fast nirgendwo mehr ein Durchkommen», sagt der Hüne aus Lufingen ZH, Vater einer Adoptivtochter und eines Adoptivsohns aus Kenia. Überall türmten sich Trümmerberge, 602 000 Häuser waren zerstört, «im Land herrscht noch immer ein fast apokalyptisches Chaos».

Bilder: Manuela Eberhard

Die Wucht des Bebens, bei dem rund 9000 Menschen starben, wurde mit 7,8 auf der Richterskala gemessen. Und am 12. Mai erschüt­ terte ein zweites Beben 14 von 75 Distrikten mit der Stärke von 7,3. Mittlerweile verbessere sich die Lage für die betroffene Bevölke­ rung zunehmend, sagt Diethelm, «aber es wird noch Jahre dauern, bis Nepal zu einer gewissen Normalität zurückfindet.» Rund 80 internationale Nicht­ regierungsorganisationen agierten in der Akutphase vor Ort, davon fast ein Dutzend aus der Schweiz. Im Einsatz war zudem ein Heer von privaten Idealisten, das mit­ half, Notunterkünfte zu bauen, verschüttete Trinkwasserquellen wieder zugänglich zu machen und provisorische Schulzimmer einzu­ richten. «Die Zusammenarbeit ist

bis heute beispielhaft. Alle Betei­ ligten wissen: Allein wäre man in vielen Belangen vielleicht schnel­ ler, aber nur gemeinsam kommt man effizient weiter. Zudem», sagt Diethelm, «erwarten die Spender im Westen, dass alle Synergien optimal genutzt werden.» Mann für alle Katastrophenfälle

Diethelm gehört zu den Erfah­ renen in Katastrophengebieten. Der gelernte Elektromonteur ist «seit Ewigkeiten» Pilot und hat für humanitäre Einsätze schon über 6000 Stunden in der Luft ver­ bracht. Unter anderem flog er während des Bürgerkriegs im Süd­ sudan, der von 1987 bis 2005 tobte. «Nicht ganz ungefährliche Mo­ mente» erlebte er auch in Kenia und in der Mongolei, wo er einen eigenen Flugdienst gründete.


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MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 23

1

1 Roland Diethelm in der zerstörten Stadt Lalitpur.

Einheimische räumen Schutt und Trümmer weg.

2 Alltag in der beschädigten Stadt:

3 Das Erdbeben

machte auch die

Gebäude auf dem Durbar Square dem Erdboden gleich, der Teil des UnescoWeltkulturerbes «Kathmandutal» ist.

2

Die meisten Missionen unternahm er für das weltweit tätige aviatische Hilfswerk Mission Aviation Fellow­ ship (MAF), dessen Stützpunkt in Kathmandu von einem Kollegen, dem Zürcher Daniel Juzi (47), gelei­ tet wird. «Ohne die MAF­Helikopter wären zahlreiche Hilfsbedürftige in der zerklüfteten Bergwelt völlig auf sich allein gestellt», sagt der Pilot, der bei seiner bisherigen Arbeit «nebst viel Elend auch einmal die Rolling Stones angetroffen» hat. Dhanyabad – Danke!

Für Nepal leistet Diethelm Boden­ ständiges. «Ich suche im Auftrag von World Vision Schweiz nach Koopera­ tionen und Geldgebern», sagt er, der im gebeutelten Land bis vor Kurzem der Hauptverantwortliche des Kinder­ hilfswerks war, das sich seit 15 Jahren in Nepal engagiert. Rund 400 000 Be­

3

dürftige im 33­Millionen­Volk hat dieses bisher mit dem Allernötigsten unterstützt. Mit vielen Einwohnern hat der Entwicklungshelfer innige Kontakte geknüpft. «Dhanyabad», hört er, wo immer er auftaucht: «Danke.» Und das, sagt Diethelm, sei das schönste Geschenk in einer Gegend, in der das durchschnittliche Jahreseinkommen bei nicht einmal 600 Franken pro Kopf liegt.» Unser Fahrzeug ist nach Stunden wieder flott, wir erreichen den kleinen Fleck Kubinde im Distrikt Sindhupal­ chok, wo die Beben fast alles dem Erdboden gleichgemacht haben. Tonnen von Material hat Diethelms Organisation in diese Gegend gelie­ fert, Wellblech für Unterkünfte, hygienische Artikel, aber auch Schul­ material. Vieles im Dorf ist katastro­ phensicher rekonstruiert, und wie überall haben die Bewohner selbst

Hand angelegt: «Die Hilfswerke stellen nichts fertig hin, sondern leisten Hilfe zur Selbsthilfe», sagt Diethelm. Kinder spielen mit jungen Hunden, Händler dösen vor verstaub­ ten Früchten an Wegrändern, nie­ mand zeigt sich verzagt. «Die Leute haben gelernt, die Ungewissheit als einzige Gewissheit zu akzeptieren.» Denn jederzeit kann neues Unheil ausbrechen. Seit Jahres­ beginn gab es bereits wieder 400 Be­ ben, glücklicherweise aber bloss leich­ te um den Wert 3 herum. «Wer hier wohnt, führt ein in beklemmendem Sinn bewegtes Leben», sagt Diethelm. Die Ärmsten triffts am schlimmsten

Eine einzige Fernstrasse bloss führt durch Nepal, das dreimal grösser ist als die Schweiz, Eisenbahnen gibt es nicht und motorisierte Vehikel fast ausschliesslich in Kathmandu, dem


24 | MM17, 25.4.2016 | MENSCHEN

1 Im Flussdorf

Bhimtar prägen noch heute Not­ behausungen das Alltagsbild. 2 Die Pflegerin Parbati Sharma im medizinischen Zentrum Gaikhur: Hier behandelt sie rund 20 Patien­ ten pro Tag.

1

3 Daniel Juzi

instruiert einen Piloten des weltweit tätigen Hilfswerks Mission Aviation Fellowship in Kathmandu.

2

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MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 25

Moloch mit 4,5 Millionen Einwoh­ nern, der unter ständigem Smog liegt. «Die ganze Stadt wurde durch die Erdstösse um fast einen Meter ange­ hoben», erzählt Diethelm. Zahllose Hauptstädter wurden obdachlos, und kurzfristig musste auch die Schweizer Botschaft evakuiert werden. Doch die meisten Schäden trafen die Landbewohner, «die Ärmsten der Armen», ein Volk ohne Versiche­ rungen, das nach den Beben lange vergeblich auf Hilfe vom Staat oder von den Hindugöttern gewartet hatte. Kleine medizinische Zentren wie das von Gaikhur, das World Vision nahe dem Epizentrum errichten liess, sind deshalb wie 54 behelfsmässige Schulhäuser dringliche Investitionen, denn auf 2100 Nepalesen kommt gerade einmal ein Arzt. Die Pflegerin Parbati Sharma (38) behandelt hier täglich rund 20 Pati­ enten, die von Angehörigen vor dem

Bau des Hauses oft tagelang in Tragkörben zum nächsten Spital gebuckelt werden mussten. «Ohne die Hilfe des Auslands wären viele verloren», sagt die gute Seele, die noch nie in ihrem Leben das Dorf verlassen hat. Zerstörungskraft einer Atombombe

Alles um uns ruckelt, wir heben ab mit einem Helikopter, den das MAF von der lokalen Fishtail Air gechartert hat, einer Gesell­ schaft, deren Piloten zum Grossteil von der Air Zermatt ausgebildet wurden. «Rund 1000 Tonnen Material brachten wir seit dem Desaster von 2015 in die Berge», sagt Daniel Juzi, der wie Roland Diethelm schon in den unweg­ samsten und politisch heikelsten Gebieten der Welt unterwegs war und in Nepal die Lufteinsätze des Hilfswerks koordiniert.

Nach 40 Minuten landen wir auf 4000 Meter Höhe im Dorf Langtang, das Erdrutsche «mit der halben Kraft einer Atombombe» verwüstet haben. In diesem Inferno kamen 175 Men­ schen «ohne Hauch einer Chance» um. Und ohne Juzis Männer, die im Land bisher 2500 Stunden Nothilfe leisteten, wären die Überlebenden vermutlich ohne Perspektive. Einer von ihnen, der die halbe Familie verloren hat und noch einige Mitglieder unter dem nahen Schutt­ kegel vermutet, macht uns in einem kleinen Bretterverschlag Tee. Sein «Dhanyabad», spürt man, kommt von Herzen. «Die menschliche Wärme in dieser unsicheren Welt ohne Luxus­ und Labeldenken ist berührend», sagt Daniel Juzi, Vater von zwei Söhnen aus Gossau ZH. «Ich liebe nichts so sehr wie das Licht, das in den Augen derer angeht, denen wir helfen können.» MM

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Tanja Schneider (39) hat diese Gelegenheit bereits genutzt, sich für die Caddy Test Days angemeldet und sich den VW für eine ausgiebige Testfahrt gesichert. «Mir gefiel die schicke Front mit den modernen Leuchten der neusten Caddy-Generation. Zudem wollte ich wissen, ob er wirklich so praktisch und komfortabel ist, wie viele sagen.» Und die zweifache Mutter wurde vom vielseitig einsetzbaren Hochdachkombi, der Platz für zwei bis sieben Personen oder 190 bis 3880 Liter Gepäck bietet, nicht enttäuscht. «Mein Mann hat gestaunt, als ich plötzlich damit vorfuhr! Ich hatte ihm nur verraten, dass wir an diesem Tag einige Ausflüge machen würden, aber nicht mehr», erklärt die 39-Jährige mit schelmischem Lächeln. Vater Patrick (41) nimmts gelassen und die Söhne Eric (8) und Robin (11) sind begeistert von der Idee der Mutter – und rasch auch vom VW. «Cool, das Multime-

Tanja Schneider (39) fühlte sich am Steuer des VW Caddy sofort wohl.

diasystem lässt sich ja locker mit meinem Smartphone vernetzen, dann muss ich nicht nur Radio hören», meint der Fünftklässler keck. Sein kleinerer Bruder kann sich dagegen fürs Navigationssystem und vor allem die höhere Sitzposition begeistern, «so sehe ich viel besser, wo wir gerade hinfahren.» Die hohe Sitzposition und die gute Rundumsicht weiss auch seine Mutter zu schätzen: «Und für kniffligere Parksituationen hat man immer noch die Rückfahrkamera und eine Einparkhilfe, echt cool!»

Eric (8) und Robin (11) genossen die Fahrt zum Klavierunterricht sichtlich.

Die kaufmännische Angestellte fühlte sich am Steuer des VW Caddy auf Anhieb wohl. «Ich bin überrascht von der Laufruhe des Dieselmotors und dank Doppelkupplungsgetriebe samt der Start-Stopp-Automatik, die den Motor vor der Ampel ab- und blitzschnell wieder anschaltet, ist man sehr komfortabel und effizient unterwegs.» Auch Patrick Schneider gefällt der Hochdachkombi, der dank automatischer Distanzregelung ACC, Umfeldbeobachtungssystem «Front Assist» mit City-Notbremsefunktion oder auch praktischer


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* Teilnahmeberechtigt sind alle Personen über 18 Jahre, ausgenommen Mitarbeitende von AMAG Schweiz und Partnerbetrieben. Teilnahme mittels ausgefüllten Bewertungsbogens bei an der Aktion teilnehmenden Volkswagen Nutzfahrzeuge-Partnern. Teilnahmeschluss bei Aktionsende Ende August 2016. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt. Keine Barauszahlung der Wettbewerbspreise. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

MOTOREN: Benzin 84 bis 125 PS, Diesel 75 bis 150 PS, Erdgas 110 PS ANTRIEB: Frontantrieb / Allradantrieb auch in Kombination mit Automatikgetriebe (DSG) VERBRAUCH: 4,2 bis 6,0 l/100 km bzw. 4,1 bis 4,3 kg/100 km, ab 109 bis 146 g/km CO2 MASSE: Länge: 4,41 bis 4,88 m; Breite: 1,79m; Höhe: 1,79 bis 1,90 m, Fahrgast-/Gepäckraum bei 7-/5-/2-Sitzer: 190 bis 3880 l, Wendekreis 11,1 bis 12,2 m SERIENAUSSTATTUNG: Berganfahrassistent, Multikollisionsbremse, City-Notbremsefunktion, ABS und ESP, Klimaanlage, Tempomat, Radio mit DAB+/CD u. a. PREIS: ab 18900 Franken (inkl. MwSt.)

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28 | MM17, 25.4.2016 | MENSCHEN

500 Jahre Reinheitsgebot – eine Ode ans Bier. www.migmag.ch/ bier

Tag des Schweizer Bieres

Braukunst kennt keine Krise

Noch nie gab es so viele Bierbrauereien in der Schweiz. Die meisten der über 600 Betriebe sind Kleinbrauereien – betrieben von innovativen Menschen wie Katie Pietsch, Markus Reutimann oder Jérôme Rebetez. Ein Blick ins Innere der Kessel. Texte: Reto E. Wild

M

agnolien-, Ingwer-, Honig-, Chili-, Holz-, Whiskey- oder Röstaromen wie im Kaffee: Bier ist heute viel mehr als eine «Stange». Bier bedeutet Überraschung, Kreativität, Pioniergeist, Emotionen – und Vielfalt. Diese Vielfalt drückt sich auch in der Zahl der Schweizer Brauereien aus. Gab es 1990 gerade einmal 32 Betriebe, so waren es im vergangenen Jahr über 600.

Wissen, wo die Gerste wächst und wer braut

«Regionalität ist heute stark im Trend», erklärt Markus Reutimann (53) von der kleinsten Schweizer Bierbrauerei Hopfentropfen in Unterstammheim ZH den gegenwärtigen Bierboom. «Die Kunden wollen wissen, woher die Milch kommt, und am liebsten von welcher Kuh. Beim Bier ist das genauso. Sie sind stolz, wenn sie den Braumeister persönlich kennen und wissen, wo die Gerste wächst.» Und Katie Pietsch (32) von der Bier Factory in Rapperswil SG sagt: «Die Konsumenten wollen etwas Neues ausprobieren. Heute haben wir 15 verschiedene Sorten. Als ich im September 2015 als Bierbrauerin anfing, waren es dreimal weniger.» Die Nachfrage nach Bier mit einer regionalen «Handschrift» ist die Antwort auf die Globalisierung, die auch den Schweizer Biermarkt erfasst hat. Laut der «SonntagsZeitung» kommen

Bilder: Holger Salach

die Bierkonzerne Carlsberg und Heineken auf einen Marktanteil von 62 Prozent. Den Rest teilen sich unabhängige Brauereien wie etwa die Bier Factory, Hopfentropfen oder Pilgrim, die die berühmte, 500 Jahre alte Brauordnung bewusst brechen. Damals verfügte der bayerische Herzog Wilhelm IV., dass «zu kainem Pier» anderes verwendet werden darf als «allain Gersten, Hopffen und Wasser». Pilgrim aus Fischingen TG bezeichnet sich als einzige Schweizer Klosterbrauerei und wurde erst vor einem Jahr gegründet. Ihr Motto: «Wenige, dafür besondere Biere nach alten Rezepten». Damit trägt die Brauerei zum Erhalt des Barockklosters Fischingen aus dem Mittelalter bei. In St. Gallen wurden damals übrigens «Bierhexen» verbrannt, wenn das Bier nicht nach Wunsch schmeckte. Das Bierbrauen war in jener Zeit reine Frauenarbeit. Am «Tag des Schweizer Bieres», der am 29. April begangen wird, werden das histo­ rische Handwerk der Braukunst und das Bier in seiner Vielfalt als Kulturgut zelebriert. Die Brauerei Hopfentropfen lanciert aus diesem Anlass erstmals eine Plauschaktie zu 1000 Franken und zusätzlich die Möglichkeit, Götti eines Hopfenstocks zu werden. MM «Tag des Schweizer Bieres»: www.bier.ch


MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 29

Die Bier Factory braute im ver­ gangenen Jahr 400 Hektoliter Bier. Braumeisterin Katie Pietsch hat das Angebot von 5 auf 15 Sorten erweitert. Ihr Favo­ rit ist das leicht bittere XXA India Pale Ale.

Katie Pietsch, Bier Factory in Rapperswil-Jona SG

«Bier steht für unzählige Zutaten» Katie Pietsch (32) ist 2010 von Minnesota nach Zürich gezogen, um an der ETH ein Doktorat in Toxikologie abzuschliessen. «Damals fand ich das Bier, das ich gern trinke, in der Schweiz nicht. Deshalb begann ich, zu Hause mein eigenes Bier zu brauen.» Nach ihrem PhD-Abschluss erhielt die Amerikanerin von ihren Arbeitskollegen ein Bierabo der Bier Factory in Rapperswil SG. Sie fand heraus, dass der Firmengründer ebenfalls Amerikaner ist: Seit Ende 2014 arbeitet sie am Oberen Zürichsee, seit sieben Monaten als Bierbrauerin. Eine Aus­ bildung dafür hat die Wissen­ schaftlerin nicht; sie hat sich das Wissen während der Arbeit selbst beigebracht.

Schon auf dem College trank Katie Pietsch Bier, «weil wir Studenten kaum Geld hatten». Damals begnügte sie sich mit Lager, erst später entwickelte sie eine Vorliebe für bittere Noten. «Bier steht eben auch für unzählige Zutaten. So gibt es Hunderte von Malzarten und somit unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten.» Die Amerikanerin musste sich auch schon anhören, dass Frauen keine Ahnung vom Brauen hätten. Oder wenn sie mit ihrem Chef an Festivals geht, glauben die Leute, er mache das Bier, sie sei nur seine Begleiterin. Das ignoriere sie einfach, sagt Pietsch, im Wissen, dass Frauen über ein viel sensibleres Geschmacksempfinden verfügen als Männer.


30 | MM17, 25.4.2016 | MENSCHEN

Markus Reutimann, Hopfentropfen

Brauen mit Gästen Die Reutimanns aus Stammheim im nordöstlichsten Zipfel des Kantons Zürich betreiben in dritter Genera­ tion Hopfenbau. Als die Marktpreise vor gut 25 Jahren zusammenbrachen, stand der Bauernbetrieb vor der Wahl, aufzugeben oder sich anders zu vermarkten. «Wir legten einen Lehrpfad an und begannen, interessierte Gruppen durch den Hopfengarten zu führen», erinnert sich Markus Reutimann (53). Heute stellt die kleinste Brauerei der Schweiz mit ihrer 50­Liter­An­ lage fast täglich Bier mit Gästen her und lebt vor allem von den jährlich rund 12 000 Besuchern aus der gan­ zen Schweiz, Süddeutschland und Grossbritannien, die auf dem Hof der Familie Reutimann die Bierbrau­ kunst erlernen wollen. In der Schaubrauerei müssen die Gäste das Gerstenmalz abwägen, schroten und es mit Wasser vermi­ schen. «Dank unserer Schnapsidee ist für uns Hopfen und Malz nicht verlo­ ren», sagt Reutimann, der immer wei­ ter diversifiziert. Im Hofaden kön­ nen die Besucher inzwischen neben Bier auch Schnaps, Kräutertee, Prali­ nen, Kosmetik und sogar Schnupf­ tabak aus Hopfen kaufen. Seit 2006 pfanzt der Betrieb die Braugerste für das Bier selber an – und produziert einen eigenen Single­Malt­Whiskey.

«Dank unserer Schnapsidee ist für uns Hopfen und Malz nicht verloren»: Markus Reutimann öffnete die Brauerei fürs Publikum und stellt mit seinen Gästen 300 bis 400 Liter Bier pro Woche her. Der Hofaden führt allerlei Produkte aus Hopfen: Neben Bier gibt es Tee, Pralinen, Essig, Sirup und sogar Schnupftabak.


MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 31

Beim Brauen richtet sich Jérôme Rebetez an keine Gebote – mit Bier müsse man spielen, sagt der erfolgreiche Brauer. Die «New York Times» hat das «Abbaye de Saint Bon-Chien» aus seiner Brasserie als bestes Malz- und Hopfengetränk der Welt bezeichnet.

Jérôme Rebetez, Brasserie des Franches-Montagnes (BFM), Saignelégier JU

«Meine Idee war, ein untypisches und eigensinniges Bier zu kreieren» Kein geringeres Blatt als die renommierte «New York Times» bezeichnete das Bier «Abbaye de Saint BonChien» der BFM aus dem Jura als bestes Malz- und Hopfengetränk der Welt. «Ach, was ist schon die Meinung einer Regionalzeitung wert», sagt Jérôme Rebetez (42) und lacht. Er ist seit 1997 «Directeur artistique», wie auf seiner Visitenkarte steht, und mit seiner Brauerei auf der Überholspur. «Meine Idee war, ein untypisches und eigensinniges Bier mit einem ausgesprochen komplexen Bouquet zu kreieren, das reich im Gaumen ist und sich mit den edelsten Weinen messen kann», sagt der Jurassier. Beim Brauen brauche er keine Gebote. Mit Bier solle man spielen. Der Erfolg gibt ihm recht: Wurden 1998 noch rund 120 000

Flaschen abgefüllt, ist die BFM heute bei über einer halben Million angelangt. Und nicht nur das: 23 Biere aus Saignelégier sind laut Rebetez sogar im New Yorker Gourmettempel Eleven Madison Park des Schweizer Starkochs Daniel Humm auf der Karte. Für den Freiberger Bierbrauer passt ein geräuchertes Bier hervorragend zu Jakobsmuscheln. Rebetez kennt sich mit Kombinationen von Getränken und Essen bestens aus, arbeitete der ehemalige Winzer doch an vielen Orten: im Tessin, in Sierre VS, am Bielersee, in Bordeaux (F) sowie im spanischen Priorat. Der Jurassier glaubt, dass die Schweizer Mikrobrauereien erst am Anfang ihrer Entwicklung stehen. In den USA hätten diese einen Marktanteil von 12 Prozent, in der Schweiz läge er erst bei 3.

Schweizer Bier in Zahlen, auf Seite 33


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MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 33

Bier in Zahlen

3,44 Mio.

Hektoliter Bier haben die schweize­ rischen Brauereien 2015 insgesamt hergestellt. Zum Vergleich: In Deutsch­ land, dem grössten Bierproduzenten Europas, werden jährlich gut 95 Millio­ nen Hektoliter Bier gebraut.

L tzt profitiere Je

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612 Bierbrauereien gibt es in der Schweiz. 1883 waren es 423, 1911 noch 138. Der Tiefpunkt wurde 1990 mit nur noch 32 Brauereien erreicht – kurz nach dem Zusammenbruch des Bierkartells.

Rhodos

beträgt der Pro­Kopf­Bierkonsum in der Schweiz. Bis Anfang der 1990er­Jahren lag er noch bei 70 Litern, weil die grossen Brauereien Verträge mit Baufirmen besassen, um in der Znünipause die Baustellen zu versorgen.

320 Mio. Franken Steuern pro Jahr bezahlen Bierkonsumenten an den Bund. Quellen: Schweizer Brauerei­Verband, Eidge­ nössische Zollverwaltung, «SonntagsZeitung»

Rezept

Bier brauen – so wirds gemacht Zutaten, die es für das eigene Bier braucht:

1 Liter weiches Wasser, je nach Biersorte 150 bis 180 Gramm Gerstenmalz, je nach Biersorte 1,5 bis 5 Gramm Hopfen, 1 Gramm Bierhefe trocken Zubereitung:

Man nehme nicht zu feines Gerstenmalz und mische es ins Wasser. Danach das Gebräu stufenweise erhitzen. Anschliessend die festen Bestandteile heraussieben, mit Hopfen würzen und aufwallen lassen. Die Brühe auskühlen lassen, Hefe beigeben und das Ganze in einem offenen Gefäss einige Tage bei tiefer Temperatur stehen lassen, bevor man das junge Bier in ein geschlossenes Lagergefäss abfüllt, wo es noch einige Wochen reift. Vor dem Trinken müssen die letzten Rückstände herausgefiltert werden. Buchtipp: «Bier und wir – Geschichte der Brauereien und des Bierkonsums in der Schweiz» von Matthias Wiesmann, bei Ex Libris für 48 Franken erhält­ lich (das Rezept wurde teilweise diesem Buch entnommen)

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MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 35

Leserforum MM16: Dossier «Digitale Revolution» – Theo Wehner: «Wir brauchen wieder Utopien»

«Weltfremde professorale Utopisten» Schon wieder lässt das MigrosMagazin einen alten Professor (Propheten) zu Wort kommen, der linke Utopien propagieren darf und zu allem Elend auch noch bei der Initiative «für ein bedingungsloses Grundeinkommen» ein Ja in die Urne legen würde. Interviewen Sie bitte in wichtigen Menschheitsfragen Realisten mit echter Arbeitserfahrung, gewöhnliche Menschen, die schon mal eine Schaufel in der Hand hatten, und nicht solche weltfremden professoralen Utopisten, die nur für Ver(w)irrungen des normal arbeitenden und denkenden Bürgers sorgen. Peter Herrmann, Tuttwil TG

MM16: TerraSuisse Viel Frischluft für Kälber

«Reduziert diesen unethischen Schwachsinn» Ich fühle mich komplett verschaukelt und werde «hässig», wenn ich sehe, was Sie skanda­ löser­ und zynischerweise als tierfreundlich (TerraSuisse) anpreisen! Konsumentinnen, vergesst Dumpingpreise, zahlt doch einen fairen Preis für Fleisch von wirklich tiergerecht

gehaltenen, gesunden Tieren mit etwas mehr Lebensqualität! Oder noch besser: Verzichtet so oft wie möglich und reduziert dadurch diesen unethischen Schwachsinn. Rosmarie Bühler, Thun BE MM15: Gesundheit Zehn Betten

im hintersten Winkel der Schweiz

«Es gibt noch eine andere Welt» Schön, dass es so etwas doch noch gibt. Schade finde ich, dass einmal mehr nur Personen der

Pflege, der Ärzteschaft und die Direktorin in Bildern porträtiert wurden. Es gibt noch eine andere Welt im Spital: der Haus­ techniker, die Mitarbeiter der Hauswirtschaft, der Küche und der Gastronomie – ich weiss, völlig unwichtig. Aber genau diese Leute auf der untersten Lohnstufe lösen einen ganzen Berg von Problemen, die von Leuten mit der höchsten Lohn­ stufe verursacht werden. Dies nur so nebenbei ... Ansonsten im Grundsatz ein wirklich ge­ lungener Bericht. Danke dafür! Jan Zinsel, via www.migrosmagazin.ch

MM15: Diese Woche Grünes Licht

für den neuen Schein

«Biedere Banknotenserie» Neu gestaltete Rekachecks! Soll diese biedere Banknotenserie die Visitenkarte der modernen, visionären Schweiz sein? Dann hätte man auch die Hans­Erni­ Entwürfe zur Serie 1938 drucken können. Sie signalisieren noch heute mehr Innovationskraft als das, was uns die SNB jetzt ins Portemonnaie legt. Manfred V. Urech, St. Erhard LU

Online

Bilder: Nelly Rodriguez, zVg

Paddelmarathon von Meer zu Meer Micheline Hauchecorne (siehe Porträt in MM14) berichtet täglich per Video von ihrer 400-Kilometer-Tour auf dem Canal des Deux Mers und ihrem ehrgeizigen Ziel: in 17 Tagen vom Mittelmeer an den Atlantik paddeln. Micheline Hauchecornes Video-Tagebuch: www.migmag.ch/passepartout


36 | MM17, 25.4.2016 | MENSCHEN

Orna Donath

«Keine Kinder zu haben, ist Teil meiner Identität» Mit ihrer Studie «Wenn Mütter bereuen» hat die israelische Soziologin Orna Donath eine kontroverse Debatte ausgelöst – auch in der Schweiz. Die Mutterschaft werde wie eine Waffe gegen die Frauen verwendet, sagt die 40-Jährige: Wer sich gegen Kinder entscheide, sei heftigem gesellschaftlichem Druck ausgesetzt. Text: Andrea Freiermuth und Yvette Hettinger Bilder: Peter Granser


MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 37

«Eine Mutter wird als etwas Besseres betrachtet als eine kinderlose Frau»: Orna Donath über den «politischen Gebrauch» von Gefühlen


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MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 39

Orna Donath, Sie wollten mit Ihrem Buch «Wenn Mütter bereuen» bewusst ein Tabu brechen. Warum? Mutterschaft wird wie eine Waffe gegen Frauen gerichtet, zumindest in meiner Heimat. Eine Israelin, die keine Kinder will, bekommt zu hören, dass sie diese Entschei­ dung garantiert bereuen wird. Ich kenne Frauen, die wider Willen Mutter werden, weil sie wirklich glauben, was man ihnen sagt: Dass sie durch Kinder ihre weibliche Bestimmung erfüllen. Dass sie ohne Kinder im Alter sehr einsam sein werden. Es ist ein politischer Gebrauch der Gefühle, um Frauen auf Kurs zu bringen. Sie wollen keine Kinder. Warum können Sie diesem Druck widerstehen, während so viele andere Israelinnen sich ihm beugen? Ich wusste seit dem 16. Lebensjahr, dass ich keine Kinder will. Ich dachte nicht lange nach, sondern sagte zu mir und meiner Familie: Ich will nicht Mutter werden. Was sagte Ihre Mutter? Etwa bis ich Mitte 30 war, hoffte sie, dass sich das mit fortschreitendem Alter ein­ renken würde. So wie man einen Computer repariert, der ein Virus hat. Als sie erkann­ te, dass es mir ernst war, war sie ein wenig traurig, weil sie so gerne Mutter ist und mir die gleiche schöne Erfahrung wünschte. Aber sie akzeptiert, dass ich ein eigenständiger Mensch bin. Mittler­ weile bin ich in Israel anerkannt als Ver­ treterin jener Frauen, die keine Kinder wollen. Dafür erhalte ich böse Mails. Meine Mutter ist übrigens trotzdem Gross­ mutter, denn meine Schwester hat drei Töchter. Also ist alles okay. Auch in den Sozialen Medien wurde Ihre Studie heftig diskutiert – besonders im deutschsprachigen Raum. Ja, wobei das Spektrum das gleiche ist wie in Israel. Es reicht von Zustimmung über Wut, Hass und Darüber­reden­wollen bis zur Wertschätzung, dass es die Studie und jetzt das Buch gibt. Manche sagen, Sie hätten die Studie ge­ macht, um Ihren eigenen Lebensstil zu bestätigen und zu legitimieren. Das ist eine sehr enttäuschende und traurige Missdeutung meiner Studie. Nur weil die Gesellschaft nicht weiss, was sie mit meiner Studie anfangen soll, interpretiert sie sie als Rechtfertigung. Aber ich habe niemals versucht herauszufinden, was bei mir falsch lief. Ich habe kein Problem mit meiner Entscheidung, also brauche ich keine Recht­ fertigung. Keine Kinder zu haben, ist Teil meiner Persönlichkeit und Identität. Eine ganz natürliche Sache.

Was macht Sie so sicher, dass Sie Ihre Kinderlosigkeit nicht doch eines Tages bereuen? Ich bin gar nicht sicher, ich glaube es einfach. Aber falls ich es bereue, werde ich damit leben. Bereuen ist eine ganz normale menschliche Emotion. Es ist normal, Entscheidungen zu hinterfragen und darüber nachzudenken, wie es anders hätte sein können. Aber ich will mich heute nicht gegen meinen Willen für Kinder entscheiden, nur weil ich später – vielleicht, vielleicht – bereuen werde, keine zu haben.

Einige der Mütter sagten, sie hätten schon immer gewusst, dass sie keine Kinder wollten. Dennoch bekamen sie ein zweites, drittes oder gar viertes Kind. Es steckt eine gewisse Logik darin, die nicht einfach zu verstehen ist. In Israel ist es in­ akzeptabel, ein einziges Kind zu haben. Man sagt, das schade dem Einzelkind, es würde verwöhnt und soziale wie kognitive Schwie­ rigkeiten bekommen. Also dachten einige der Mütter nach dem ersten Kind: Jetzt ist mein Leben sowieso schon futsch, also erfülle ich die Mutterrolle halt so gut wie möglich – und dazu gehören Geschwister.

Sie haben mit 23 Müttern gesprochen. Was macht Sie so sicher, dass es sich bei den Befragten nicht nur um ein paar Frauen mit ganz spezifischen psychischen Problemen handelt? Ich behaupte ja nicht, dass es den meisten Müttern so geht. Ich weiss nicht, wie viele es wirklich sind. Und mich als Soziologin küm­ mert diese Frage auch nicht. Mich interes­ sieren diese Einzelfälle als Stimmen für etwas, das diskutiert werden will.

Einige der Mütter haben sich sogar einer künstlichen Befruchtung unter­ zogen. Sie wollten also wirklich Kinder haben, sehr sogar. Um das zu verstehen, muss man wissen, was künstliche Befruchtung mit einem macht. Wenn man mal damit angefangen hat, kommt man in eine Art Prozess, in dem man nur noch an die Eizelle und das Sper­ mium denkt. Manchmal verlieren die Frau­ en dabei die Sicht auf die Konsequenzen. Es ist wie eine Sucht. Man versucht und versucht und kann nicht aufhören. In Israel kommt dazu, dass es als Versagen gilt, wenn man nicht Mutter werden kann.

Gibt es unter den bereuenden Müttern ein Muster, eine Gemeinsamkeit wie eine schwierige Kindheit oder Ähnliches? Ich weiss, worauf Sie hinauswollen, aber ich bin keine Psychologin. Und selbst wenn alle eine traumatische Kindheit gehabt hätten, hätte ich dieses Buch geschrieben, weil man noch nie über das Bereuen der Mutterschaft gesprochen hat.

Orna Donath

Soziologin und Feministin «Kinder sind eine Zeitverschwendung», «Mutterschaft ist Versklavung»: Diese Zitate stammen aus einer Studie der israeli­ schen Soziologin Orna Donath. Sie sprach mit 23 Frauen in ihrer Heimat, die es be­ reuen, Kinder zur Welt gebracht zu haben. Donath hat damit eine heftige Online­ debatte ausgelöst (#regrettingmotherhood). Inzwischen wurde die Studie unter dem Titel «#regretting motherhood – Wenn Mütter bereuen» als Buch veröffentlicht. Es wurde auch auf Deutsch übersetzt, da die Diskussion im deutschsprachigen Raum besonders intensiv war (Knaus, 2016; erhältlich bei Ex Libris, Fr. 19.10). Orna Donath, 1976 geboren, lebt mit ihrem Partner in der Nähe von Tel Aviv und er­ forscht an der Ben-Gurion-Universität des Negev in Be’er Sheva die gesellschaft­ liche Situation der Frau.

Hierzulande gibt es diese Versagensängste und den gesellschaftlichen Druck so nicht. Dennoch haben auch bei uns Frauen ge­ sagt, sie bereuten das Muttersein. Sie irren sich. Auch in Europa gibt es einen gewissen Druck, auch wenn man sich dessen nicht so bewusst ist wie in Israel. Eine Mutter wird doch irgendwie als etwas Wichtigeres, Besseres betrachtet als eine kinderlose Frau. Kommt dazu: Selbst wenn man sich ohne Druck für Kinder entscheidet, ist es ein Glücksspiel. Man weiss nicht, was auf einen zukommt: Was für ein Mensch wird das sein? Wie wird sich die Beziehung zu ihm gestalten? Wie wird man als Paar auf die neue Situation reagieren? Aber heutzutage kann man sich fast lückenlos darüber informieren, wie es ist, ein Kind zu haben. Vom Schwangerwerden über die Geburt bis zum heranwachsen­ den Kind: Es gibt eine Fülle von Informa­ tionen. Viele sagen: «Ich wusste, es würde hart werden, aber nicht, wie hart.» Oder: «Ich hörte von anderen Müttern, es sei schwierig, aber ich glaubte nicht, dass es für mich so werden würde.» Damit haben die Frauen sich selber davon überzeugt, das es gut sei, Kinder zu haben. Denn wenn man in einer Gesellschaft wie in Israel lebt, muss man Mutter sein, man muss! Und mit dieser Selbstüberzeugung löst man den Konflikt zwischen Müssen und Nichtwollen.


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Was nervt Sie am Elternsein? Reden Sie mit.

MENSCHEN | MM17, 25.4.2016 | 41

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Es gibt Frauen, die Kinder wollen, aber nicht bekommen können. Verstehen Sie deren Empörung, wenn sie von Müttern hören, die ihre Kinder gar nicht wollten? Es ist schmerzhaft, das verstehe ich. Aber die Verknüpfung ist unlogisch, ja irrational. Es gibt keinen Zusammenhang: Eine nicht bereuende Mutter macht eine unfruchtbare Frau, die gerne Kinder hätte, nicht glücklicher.

Orna Donath: «Wir Frauen stehen unter Druck. Wir sollten einander helfen und uns verbünden.»

Manche Frauen wechseln von ihrem erlernten Beruf zum Muttersein und stellen dann fest, dass Mutterschaft auch ein harter Job ist. Ich würde Mutterschaft eher als Beziehung definieren und nicht als Job. Beziehungen sind lebendig und wechselhaft. Deshalb kann man sie eines Tages bereuen. In Israel kommt ein Vorurteil hinzu: Wenn du keine Kinder willst, bist du eine «Karrierefrau». Nach dem Motto: Entweder du bist perfekt und wirst Mutter. Oder du bist wie ein Mann und willst beruflich vorwärtskommen. Ich lehne diese Auswahl ab. Damit lassen wir weitere mögliche weibliche Identitäten einfach aussen vor. Beim Lesen Ihres Buchs kann schon mal der Gedanke aufkommen, einige dieser Mütter sollten einen entspannteren Weg finden, Mutter zu sein. Viele wollen einfach zu perfekt sein. Das ist gut möglich. Der Mythos Mutter kreiert viel Frust und Selbsthass. Zudem sollten wir bedenken: Nicht alle sind geeignet, Mutter zu sein. Und auch nicht willens. Ich kann über mich selber und weitere Frauen in Israel sagen: Selbst wenn ich alles hätte, das es für eine entspannte Mutterschaft braucht – Geld, Zeit, Hilfe, ein ganzes Dorf, das mein Kind aufzieht –, würde ich dennoch nicht Mutter sein wollen. Es ist ein Leben, das man nicht will. Eine Beziehung, die man nicht will. Sie haben viel Verständnis für die Klagen der Mütter, die Sie interviewt haben. Kamen Sie nie an einen Punkt, wo Sie sagen mussten: Das kann ich nun wirklich nicht mehr verstehen? Als Soziologin und Feministin versuche ich, nicht zu urteilen. Ich höre den Menschen zu und versuche das Gehörte zu verorten, als Mikrobild der Gesellschaft. Ich tue das nicht als Gejammer ab. Denn sonst könnten wir heute nicht hier sitzen und darüber sprechen, wie diese Frauen fühlen. Und diese Frauen könnten nicht sagen, was sie wollten, was sie glaubten und fühlten. Finden Sie es auch nicht grausam, Kindern zu sagen, dass man sie gar nicht will?

Nein. Schliesslich hat keine der Frauen erzählt, dass sie am Tisch beim Nachtessen sass und zu ihrem Kind sagte: «Gib mir bitte die Kartoffeln und übrigens: Ich bereue es sehr, dass es dich gibt, du bist ein schreckliches, hässliches Kind. Geh bitte.» Wenn jemand so vorgehen würde, würde ich sagen: Sorry, Sie können nicht Ihrem Kind die Schuld geben. Es hat sich nicht dafür entschieden, zur Welt zu kommen. Man sollte den Kindern also nicht sagen, dass man sie bereut? Jedenfalls nicht auf die Art und Weise wie vorhin beschrieben. Aber wenn ein Kind grösser ist, finde ich es okay, ihm zu sagen: «Mutterschaft ist nicht die einzige Option für eine Frau. Es ist auch nicht die vergnüglichste Sache der Welt.» Wenn man einem Kind auf diese Weise weitere Optionen eröffnet, hat es Glück. Das Klügste, was eine der Mütter in der Studie sagte, war: «Wenn man über gute Mütter spricht, frage ich mich immer: Was für eine Mutter bin ich, wenn ich meine Kinder anlüge, indem ich behaupte, Kinder zu haben, sei das Grösste, das es gibt? Wenn es doch für mich nicht stimmt.» Eine der Mütter sagte, sie habe darüber nachgedacht, ihr Kind zu töten. Natürlich war das nur eine Fantasie, aber trotzdem … Ich wette, dass es sehr viele Frauen gibt, die manchmal sagen: «Ich wünschte, ich könnte die Kinder umbringen.» Oder: «Am liebsten würde ich sie auf den Mond schiessen.» Sie alle kennen diese schwierigen Momente im

Alltag mit Kindern. Aber zum Glück bleibt es in der Regel bei der Fantasie. Nicht bereuende Müttern werfen den bereuenden vor, sie würden ihre Verantwortung für die Kinder nicht wahrnehmen. Das hat mich sehr geärgert. Denn keine der interviewten Mütter drückt sich vor ihrer Verantwortung. Im Gegenteil, da die Kinder nun mal da sind, setzen sie alles daran, eine möglichst gute Mutter zu sein, auch wenn sie sich wünschen, die Zeit zurückdrehen zu können. Aber weil sie realistisch sind, machen sie das Beste draus. Sie möchten, dass man über das Thema spricht. Aber die Diskussion hat einen Graben geöffnet zwischen bereuenden und nicht bereuenden Müttern. Das war überhaupt nicht meine Absicht. Mein Motiv war, etwas gegen das gegenseitige Verurteilen zu tun. Wir sollten einander zuhören. Wir Frauen haben so viel gemeinsam. Egal, ob wir keine, eines oder mehrere Kinder haben: Wir stehen alle unter Druck. Wir sollten einander helfen und uns verbünden. Wie können wir das erreichen? Wir sollten uns bewusst machen, dass wir uns schwächen, wenn wir uns gegenseitig bekämpfen. Es mag naiv klingen. So im Stil von: Lasst uns nett zueinander sein und gemeinsam Blumen pflücken und Schmetterlinge fangen. Aber das ist ein politisches feministisches Statement: Nur gemeinsam sind wir stark. MM


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Migros-Welt MM17

Zahl der Woche

705

705 Musikaufnahmen wurden für die «Demotape Clinic 2016» insgesamt eingereicht. Das «Demo of the Year 2016» ging an die Thuner Sängerin Veronica Fusaro (18). Der Wettbewerb für den Schweizer Popnachwuchs wird vom Migros-Kulturprozent organisiert.

Seine regionalen Produkte gibt es seit 17 Jahren bei der Migros: Gemüsegärtner Hans Blaser aus Ruswil.

Aus der Region

Vor 17 Jahren begann die Migros Luzern, regionale Produkte mit dem Label «Aus der Region. Für die Region» zu kennzeichnen. Pionier der ersten Stunde war Gemüsegärtner Hans Blaser aus Ruswil LU. «Keiner konnte damals abschätzen, welch grosse Bedeutung das Label erlangen wird», sagt er rückblickend. Längst gibt es die AdR-Produktelinie in allen Migros-Genossenschaften des Landes, hergestellt von über 7500 Produzenten aus allen Teilen der Schweiz. Hans Blaser ist noch immer einer von ihnen.

Jubiläum

Bild: Herbert Zimmermann

Feier zum Vierteljahrhundert Die Migros Degersheim feiert vom 28. bis 30. April ihr 25-jähriges Bestehen. Die Filiale, die sich seit November 2014 am neuen Standort an der Hauptstrasse befindet, ist ein typischer Dorfladen: Filialleiter Raphael Bischof, sein Stellvertreter Migjen Amurllahi (Bild) und das ganze Team kennen viele Stammkunden persönlich. Zum Jubiläum gibt es 5-fache

Cumulus-Punkte und jeweils ab 10.30 Uhr eine Bratwurst mit Bürli und einem halben Liter Mineralwasser für nur Fr. 2.50. Zudem darf sich die Kundschaft auf eine süsse Überraschung freuen. Mehr von der Migros Ostschweiz ab Seite 91


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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 45

Panini-Sammelalbum schon komplett?

Für alle Fussballfans gibt es dieses Jahr mit den «Panini Superstars of Football 3-D-Figuren» eine zusätzliche Möglichkeit, sich dem Sammelfieber hinzugeben. Neu sind 24 der grössten Fussballstars der Europameisterschaft als Sammelfiguren im Kleinformat erhältlich. Von jedem EM-Team gibt es jeweils eine Figur. Torhüterlegende Petr Čech repräsentiert zum Beispiel Tschechien, die Schweiz ist durch ihren ehemaligen Captain Gökhan Inler vertreten. Die Sammelfiguren sind ab sofort in der Migros zum Preis von 3.90 Franken pro Stück erhältlich.

Vergleich

Testsieger Bio-Olivenöl Das Konsumentenmagazin «K-Tipp» hat die 16 meistverkauften

Olivenöle der Schweiz getestet. Untersucht wurden nur Öle in der höchsten Güteklasse «extra vergine». Am besten schnitt dabei das Migros-Bio-Olivenöl aus Griechenland ab. Alle Öle wurden auf problematische Stoffe wie Weichmacher und Pestizide getestet. Das Bio-Olivenöl der Migros erhielt die Gesamtnote 5,3 und liegt damit 0,3 Zähler vor den zweitplatzierten Ölen. Handy

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Grosse Fussballstars ganz klein: Zu den 24 PaniniSammelfiguren gehören auch Gökhan Inler und Petr Čech.

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Die Migros senkt die

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Artikeln. Verschiedene Herrenkosmetik- und Damenrasurprodukte werden im Schnitt 15 Prozent günstiger. Weniger kosten auch die Saucen Salsa all’Italiana Arrabbiata und Basilico. Hier gibt die Migros günstigere Beschaffungspreise an ihre Kunden weiter.

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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 47

Tipps

Grundregeln Küchenhygiene 1. Richtig waschen

Die Hände sowie Küchenuten­ silien vor und nach der Zubereitung von Speisen gründlich mit heissem Wasser und Seife waschen – besonders nach dem Kontakt mit rohem Fleisch, Geflügel, Fisch oder Meeres­ früchten.

2. Richtig trennen

Für Lebens­ mittel, die gekocht werden, und für sol­ che, die roh gegessen werden, sind immer separate Schneid­ bretter und sonstige Küchenutensilien wie Teller zu benutzen.

3. Richtig erhitzen

Fleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte sowie bereits gekochte Lebensmittel vor dem Genuss auf mindes­ tens 70 °C erhitzen.

Bild: Alamy

4. Richtig kühlen

Fleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte sowie bereits gekochte und verderbliche Lebensmittel immer im Kühlschrank bei einer Temperatur unter 5 °C lagern.

Besonders beim Geflügel ist es wichtig, das Fleisch richtig durchzubraten, um Erkrankungen zu vermeiden. Küchenhygiene

Sauber kochen für den sorglosen Genuss Der Bund lanciert eine Informationskampagne zum Thema Küchenhygiene. Vier einfache Regeln im Umgang mit rohen Lebensmitteln sollen helfen, Lebensmittelinfektionen vorzubeugen. Die Migros unterstützt die Kampagne. Text: Andreas Dürrenberger

R

ohe Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte, aber auch Eier und Gemüse können von Natur aus mit Keimen belastet sein. Die unsachgemässe Lagerung und Zubereitung der Speisen kann deshalb zu Erkrankungen wie Durchfall oder Übelkeit führen. Wer einfache Grundregeln zur Küchenhygiene befolgt, kann dies vermeiden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) lanciert dazu eine Informationskampagne

mit dem Titel «Richtig zubereiten – sicher geniessen». «Mit der Kampagne wollen wir den Leuten einfache Hygieneregeln für die Küche in Erinnerung rufen», sagt Michael Beer, Leiter Abteilung Lebensmittel und Ernährung beim BLV. «Eine Studie der ETH zeigt, dass vor allem junge Männer die Regeln zu wenig kennen oder nicht ernst nehmen. Auch der zunehmende Zeitdruck im Alltag führt dazu, dass wir nachlässig werden und zum Beispiel Poulet nicht richtig durchbraten», so Beer weiter.

Die Migros ist Partner der BLV-Kampagne. Bereits heute deklariert sie Hygienehinweise auf einigen ihrer Produkte. Bei Geflügelprodukten findet man entsprechende Informationen über die sachgemässe Zubereitung auf der Rückseite der Etikette, beim Fleisch für das Fondue Chinoise und beim Tischgrillgeflügel wird alles Wissenswerte mit einem Zusatzaufkleber auf der Vorderseite der Verpackung kommuniziert. MM Alle Informationen: www.sichergeniessen.ch


48 | MM17, 25.4.2016 | MIGROS-WELT

Aus der Region. Für die Region.

Mit viel Herzblut Vom Büffelmozzarella bis zum Ziger stellen regionale Produzenten hochwertige Lebensmittel für das Label «Aus der Region. Für die Region.» her. Neun von ihnen präsentieren ihre Favoriten stellvertretend für die rund 8000 zertifizierten Produkte, die es in der Migros zu kaufen gibt. Text: Claudia Schmidt Bilder: Marvin Zilm

Illustrationen: Flavia Travaglini

Migros Basel:

Remo Sutters Firma Pastavanti in Böckten BL produziert die feinen Urdinkel-Safran-Tagliatelle.

Migros NeuenburgFreiburg:

Philippe und Paloma Wolf aus Chevroux VD stellen in ihrem Familienbetrieb die geräucherten Forellenfilets her.

Migros Genf:

Hans-Ruedi Roder aus Versoix GE baut in der Region grüne Linsen an.

Migros Waadt:

Gildo Martinelli backt mit seinem Team der Firma Afiro in Ecublens VD die buttrigen Bâtonnets Vaudois Croustillants.

Migros Luzern: Benedikt Lustenberger stellt in Menznau LU seine NapfGoldwäscher-Wurst her.


MIGROS­WELT | MM17, 25.4.2016 | 49

Migros Zürich:

Christian Bruhin produziert in Wädenswil ZH die Maischips. Der Mais dafür wächst im Zürcher Oberland.

Migros Ostschweiz:

Bruno und Ramona Sonderegger aus St. Margrethen SG bauen den Mais an, der zum Rheintaler Ribel wird.

Richtlinien

Wussten Sie schon … … dass Produkte wie Milch, Mehl, Gemüse, Fleisch und Fisch, die nicht weiter verarbeitet sind, zu 100 Pro-

zent aus der jeweiligen Region stammen müssen? Nur dann dürfen sie das Label «Aus der Region. Für die Region.» tragen. … dass bei verarbei­ teten Produkten wie Wurst die Hauptzutat

Migros Wallis: Arnold Walker stellt in seiner Molkerei in Bitsch VS den Ziger Sérac de montagne her. Migros Aare: Michael Jaun aus MarbachSchangnau BE verarbeitet Milch zu Büffelmozzarelline. Die Wasserbüffel geben ihre Milch dafür in der Region.

– also das Fleisch – zu 100 Prozent aus der Region kommen muss, um das Label «Aus der Region. Für die Region.» tragen zu dürfen?

Dank jahrzehntelangem Engagement finden Sie heute rund 8000 Produkte von regionalen Produzenten in Ihrer Migros.


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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 51

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Fruchtige Vielfalt Kiwi und Melone sind die Neuheiten der Joghurt-Linie Passion. Jeden Frühling und Herbst erscheinen zwei neue, jeweils nur saisonal erhältliche Kreationen. Heuer wirds exotisch: Die angenehme Säure der Kiwi und das süsse Aroma der Melone sind besonders erfrischend. Alle acht Sorten der PassionJoghurt-Linie sind nun dank optimierter Rezeptur noch cremiger und dank eines höheren Fruchtanteils mit kleinen Stücken noch intensiver im Geschmack. Alle PassionJoghurts werden aus Schweizer Kuhmilch hergestellt und in der Schweiz produziert.

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Dank neuer Rezeptur sind alle Passion-Joghurts noch cremiger und fruchtiger als bisher.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Passion-Joghurts.


52 | MM17, 25.4.2016 | MIGROS-WELT

Sun Queen

Fein und wandelbar Flammkuchen drei Mal anders: Die Trockenfrüchte, Nüsse, Konserven und ApéroMischungen von Sun Queen lassen sich auch in der warmen Küche kreativ einsetzen. Dank einer schonenden Weiterverarbeitung der hochwertigen Rohstoffe bleiben Vitamine, Nährstoffe und der intensive Geschmack erhalten. Text: Dora Horvath

Bilder & Styling: Veronika Studer

Exotischer Flammkuchen Flammkuchenteig mit Crème fraîche und Aprikosenkonfitüre bestreichen. Ananaswürfel und Schinken darauf­ legen. Cashewkerne hacken und darüberstreuen, würzen, backen.

Tipp Birnen- und Ananassaft

durch ein Sieb geben und mit Mineralwasser zu einer Schorle aufgiessen. Nach Belieben mit Eiswürfeln servieren.

Birnen-KäseFlammkuchen Flammkuchenteig mit Crème fraîche bestreichen. Gorgonzola, Baumnüsse und Birnenschnitzchen gleichmässig darauf verteilen, würzen, backen.


MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 53

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Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch Sun Queen.

In Zusammenarbeit mit www.saison.ch


54 | MM17, 25.4.2016 | MIGROS-WELT

Fisch- und Geflügelprodukte

Proteine für Geniesser Für sportliche, linienbewusste und ältere Menschen ist eiweissreiche Ernährung unentbehrlich. Absolut zuverlässige Proteinlieferanten sind Poulet und Fisch. Sie lassen sich fantasievoll zubereiten, zum Beispiel als Spiesschen. Text: Sonja Leissing

Bilder & Styling: Veronika Studer

Unser Körper braucht Eiweiss für den Aufbau und Unterhalt von Muskeln und Knochen. Es ist deshalb wichtig, dass wir täglich genügend davon zu uns nehmen. Ergiebige Eiweissquellen wie Poulet und Speisefische wie Rotzunge, Kabeljau oder Goldbutt sind eine gute Empfehlung, vor allem für ernährungs­ bewusste Menschen, die Mahlzeiten in kleineren Portionen bevorzugen. Je nach Gericht kann der Fisch durch Poulet ersetzt werden – oder umgekehrt. Ideal ist die Kombination mit Gemüse oder frischen Salaten. Es lohnt sich also nicht nur aus Ernährungssicht, sondern auch kulinarisch, mindestens ein Mal pro Woche Fisch und ein Mal Poulet zu geniessen. Zusammen mit ausreichend Bewegung fördert man so das körper­ liche Wohlbefinden. MM

Fisch am Spiesschen schmeckt gebraten oder grilliert. Noch bekömmlicher wird der Genuss, wenn man den Fisch schonend in Backpapier dämpft. MSC steht für eine zertifizierte, nachhaltige Fischerei. Die Fische und Meeresfrüchte stammen immer aus Wildfang.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch diverse MSC-Fischprodukte und die Geflügel von Optigal. Rezept www.saison.ch

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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 55

Gemüsesalat mit Fischoder Pouletspiesschen Zutaten für 4 Personen 250 g Rotkabis 300 g Rüebli 1 Kohlrabi 1 Frühlingszwiebel 1 EL milder Senf 2 EL Joghurt, nature 3 TL Akazienhonig 6 EL Rapsöl 2 EL Kräuteressig Salz, Pfeffer 1 Bund Basilikum 1 Knoblauchzehe 1 TL Sambal Oelek 600 g gemischte Fischfilets, z. B. Kabeljau, Goldbutt und Rotzunge oder 600 g Poulet-Minifilets 8 Holzspiesschen Zubereitung

1. Für den Salat Kabis fein hobeln. Rüebli und Kohlrabi fein raffeln. Frühlingszwiebel samt Grün in feine Scheiben schneiden. Senf, Joghurt, 1 TL Honig, 4 EL Öl und Essig gut verrühren und mit dem Gemüse mischen. Salat mit Salz und Pfeffer ab­ schmecken. Ca. 15 Minuten ziehen lassen. ⅔ des Basilikums in Streifen schneiden, daruntermischen. Für die Spiesschen Knoblauch pressen, mit Sambal Oelek, restlichem Öl und Honig gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Pouletbrust enthält viel Protein. Weil sie fettarm ist und gut sättigt, rangiert sie bei den Fans der leichten Küche ganz weit oben auf der Favoritenliste.

Fisch: Kabeljau in Würfel schneiden, Goldbutt halbieren, Rotzunge aufrollen. Fischstücke abwechselnd auf die Spiess­ chen stecken und mit der Marinade bestreichen. Spiesschen ohne Öl in einer beschichteten Brat­ oder Grillpfanne 6–8 Minuten beidseitig braten. Pro Person ca. 31 g Eiweiss, 15 g Fett, 21 g Kohlenhydrate, 1430 kJ/350 kcal

Poulet: Minifilets wellenförmig auf die Spiesschen stecken. Mit der Marinade bestreichen. Spiesschen ohne Öl in einer beschichteten Brat­ oder Grillpfanne 6–8 Minuten beidseitig braten. Pro Person ca. 35 g Eiweiss, 22 g Fett, 21 g Kohlenhydrate, 1800kJ/420 kcal

Salat und Spiesschen auf Tellern anrichten, mit restlichem Basilikum garnieren. Optigal Pouletbrust 2 Stück, per 100 g Fr. 3.30

Optigal Poulet Minifilet ca. 300 g, per 100 g Fr. 3.65

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Zubereitungszeit ca. 35 Minuten


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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 57

Saisonküche

Scharfmacherin

Rucola gilt als eine der beliebtesten Salatpflanzen in der mediterranen Küche. Mit ihrer dezenten Schärfe und ihrem leicht bitteren Aroma setzt sie aber auch in Hauptgerichten Akzente. Text: Anna-Katharina Ris

Bilder & Styling: Daniel Aeschlimann Rezepte: Annina Ciocco

Mit Fleisch Herausnehmen und sammeln!

Hauptgericht für 4 Personen

Noch mehr Rezepte Rucolablätter verleihen dem Kalbs­ geschnetzelten eine angenehme Schärfe.

Die Saisonküche gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch/abo


58 | MM17, 25.4.2016 | MIGROS-WELT

Rettich-Carpaccio mit Rucola-Pesto

Rollgerstensalat mit Rucola

Kalbsgeschnetzeltes mit Rucola

Vegan Für 4 Personen

Mit Fleisch

Vegetarisch

Für 4 Personen

Für 4 Personen

Zutaten 60 g Sonnenblumenkerne 50 g Rucola

2 1 dl

400 g 1 2 EL

Knoblauchzehen Olivenöl Salz, Pfeffer Rettich säuerlicher Apfel, z. B. Braeburn Zitronensaft

Zubereitung

1. Sonnenblumenkerne in einer Bratpfanne ohne Fett rösten, bis sie Farbe annehmen. Vom Rucola wenig für die Garnitur beiseite­ stellen. Restlichen Rucola grob hacken, Knoblauch dazupressen und gut die Hälfte der Sonnblumenkerne beigeben. Mit dem Öl kurz pürieren. Mit Salz und Pfeffer ab­ schmecken. 2. Rettich in dünne Scheiben hobeln. Apfel halbieren, entkernen und dazuhobeln. Mit Zitronensaft mischen und leicht salzen. Auf Teller verteilen und mit Rucola­Pesto, beiseitegestelltem Rucola und restlichen Kernen servieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

Pro Person ca. 5 g Eiweiss, 33 g Fett, 10 g Kohlenhydrate, 1750 kJ/410 kcal

Zutaten 300 g Rollgerste

5 EL 1 dl 2 EL 100 g 50 g 100 g

Salz Aceto balsamico Olivenöl milder Senf Pfeffer Rucola Schnittsalat Pecorino oder Parmesan

Zubereitung

Rollgerste in reichlich Salzwasser ca. 30 Mi­ nuten weich kochen. Abgiessen, abtropfen und auskühlen lassen. Balsamico, Öl und Senf mit einem Schwingbesen mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Rucola und Schnittsalat in mundgerechte Stücke zupfen. Mit der Rollgerste anrichten. Sauce darüber­ geben und Pecorino darüberhobeln. Zubereitungszeit ca. 10 Minuten + ca. 30 Minuten weich kochen

+ auskühlen lassen

Pro Person ca. 17 g Eiweiss, 35 g Fett, 57 g Kohlenhydrate, 2500 kJ/600 kcal

Zutaten

1 250 g 600 g 2 EL 1 dl 2 dl 2 dl 100 g

Zwiebel weisse Champignons Kalbsgeschnetzeltes Salz, Pfeffer HOLL-Rapsöl alkoholfreier Apfelwein gebundene Bratensauce Vollrahm Rucola

Zubereitung

1. Zwiebel fein hacken. Pilze je nach Grösse vierteln oder sechsteln. Geschnetzeltes mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Fleisch darin portionen­ weise anbraten, herausheben und warm halten. 2. Zwiebel und Pilze in derselben Pfanne im restlichen Öl dünsten. Herausheben, ebenfalls warm halten. Bratsatz mit Apfel­ wein ablöschen und mit Bratensauce ca. 5 Minuten köcheln lassen. Rahm beigeben, alles zu einer sämigen Sauce einkochen. Fleisch samt entstandenem Saft, Zwiebel und Pilzen dazumischen. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Rucola grob hacken, daruntermischen. Sofort servieren. Dazu passt Rösti oder Brot. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

Pro Person ca. 34 g Eiweiss, 32 g Fett, 7 g Kohlenhydrate, 1900 kJ/450 kcal


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Duo-Pack-Aktion Thomy-Mayonnaise, -Thomynaise oder -Senf mild im Duo-Pack z.B. Mayonnaise à la française, 2 x 265 g, 4.– statt 5.–

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Weitere Angebote. Früchte und Gemüse

Blumen und Pflanzen

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Ellen Amber Damen-Socken im 3er-Pack, Bio Cotton, erhältlich in diversen Farben und Grössen, z.B. sand, Gr. 35–38, pro Stück, 9.90

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Neuheiten

Evian in Mehrfachpackungen, z.B. 6 x 1.5 Liter, 4.55 statt 5.70 20%

Kopfsalat grün, pro Stück, 1.50 statt 2.20 30%

Fisch, Fleisch und Geflügel Schüfeli gekocht, geräuchert, Schweiz, per 100 g, 1.40 statt 2.40 40% Ofenschinken «Aus der Region.», in der Fresh-Schale, per 100 g, 3.05 statt 3.85 20%

Phalaenopsis 2 Rispen, im 15-cm-Topf, z.B. pink, pro Pflanze, 23.40 statt 39.– 40% Nelken «Aus der Region.», in verschiedenen Farben, im 10.5-cm-Topf, pro Pflanze, 3.90 statt 4.90 20%

Weitere Lebensmittel

Lachsfilet, Zucht aus Norwegen, per 100 g, 3.35 statt 4.20 20% Rohschinken Emilia Romagna, Italien, per 100 g, 5.35 statt 6.70 20%

Poulet-Knusperspiessli «Aus der Region.», per 100 g, 2.80 statt 3.35 15%

Brot und Milchprodukte

Alle Ice Tea Pulver, z.B. Classic, 700 g, 4.– statt 5.– 20%

Near-/Non-Food

Hängepetunien grossblumig oder kleinblumig, im 10.5-cm-Topf, z.B. grossblumig, pro Pflanze, 3.90 statt 4.90 20%

TerraSuisse Schweinskotelett, per 100 g, 1.75 statt 2.20 20%

Rinds-Stroganoff, Schweiz, per 100 g, 2.95 statt 3.60 15%

Alle Agnesi Passione Saucen, z.B. Sugo al Basilico, 280 g, 2.80 statt 3.50 20%

Frey Napolitains Selection im 1-kg-Beutel, UTZ, assortiert, 15.– statt 30.10 50% Buon Gusto-Lasagne Bolognese oder -Cannelloni Fiorentina im Duo-Pack, tiefgekühlt, z.B. Cannelloni Fiorentina, 2 x 360 g, 4.05 statt 6.80 40% ChocMidor Konfektwaffeln im 3er-Pack, Classico, Noir oder Diplomat, z.B. Classico, 3 x 165 g, 5.70 statt 8.55 33%

Armando de Angelis Tortellini, 1-kg-Schale, z.B. Prosciutto crudo, 12.90 statt 21.60 40%

Pelican Fischstäbchen Hoki im 3er-Pack, MSC, tiefgekühlt, 3 x 450 g, 8.80 statt 13.20 33%

M-Classic Pizza im 4er-Pack, z.B. Padrone, 4 x 370 g, 11.50 statt 19.20 40%

Gesamtes Exelcat Sortiment, z.B. Snackies mit Huhn, 60 g, 1.60 statt 2.35 30%

Alle Frifrench Salatsaucen, z.B. French, 0.5 Liter, 4.05 statt 5.10 20%

Frey Tafelschokoladen à 100 g im 10er-Pack, UTZ, assortiert, 14.90 statt 21.30 30%

Sélection-Himbeer Tiramisù oder -Crème Citron, z.B. Himbeer Tiramisù, 2 x 100 g, 3.40 NEU ** Soft Color Toilettenpapier, FSC, 12 Rollen, 7.10 NEU ** Garnier Colorationen, z.B. Garnier Nutrisse 70 Mittelblond Toffee, 1 Stück, 6.30 NEU ** Aproz Lemon, 1 Liter oder 6 x 1 Liter, z.B. 1 Liter, 1.20 NEU ** Sponser Protein Smoothie Tropic Mango, 330 ml, 3.20 NEU **

John Adams Herren-BusinessSocken im 3er-Pack, erhältlich in Anthrazit oder Schwarz und in diversen Grössen, z.B. anthrazit, Gr. 43–46, 9.90 Alle Manhattan Super Gel Nagellacke, z.B. Nail Polish 625 Devious Red, 12 ml, 6.90 Neu ** Cucina & Tavola Tricolore-Acquaoder -Longdrink-Gläser im DuoPack, z.B. Acqua-Gläser, 28 cl, 2 x 3 Stück, 6.90 statt 13.80 2 für 1 Gesamtes Portemonnaie-Sortiment, z.B. Damenbörse aus Echtleder, petrol, pro Stück, 34.85 statt 49.80 30% Gesamtes Garnier-Gesichts- oder -Körperpflege-Sortiment, z.B. Ultra Lift Complete Beauty Tagescreme, 50 ml, 13.10 statt 16.40 20% Gesamtes Damen-StrumpfwarenSortiment (ohne Dim), erhältlich in diversen Farben und Grössen, z.B. Ellen Amber Compact Strumpfhose, terre, Gr. L, pro Stück, 11.20 statt 14.– 20%

Sarasay Fruit & Veggie, z.B. TraubeHimbeere, 75 cl, 2.60 NEU ** Red Bull Summer Edition, KiwiApfel, 250 ml, 1.65 NEU ** Dancing Cow Cake Bar Cocoa, 10 x 42 g, 4.50 Neu **

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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 71

Wissenswertes Hintergrund

Rund um Rucola Saison

Im Handel ist Rucola das ganze Jahr über erhältlich, die hiesige Saison mit kurzen Transportwegen dauert von Februar bis Oktober.

Mehr Rezepte unter www.saison.ch

Neu entdeckt In den 80er-Jahren galt Rucola noch als lästiges Unkraut. Heute ist das grüne Blattgemüse als Würzkraut sehr beliebt und aus Salaten, aus dem Pesto und von der Pizza nicht mehr wegzudenken.

Ideal für Salatgerichte Rucola wird selten pur genossen, sondern bevorzugt in Kombination mit weniger dominanten Speisen. Gerade mit weniger aromatischen Salatsorten wie Kopfoder Eichblattsalat verleiht er dem Salatgericht eine angenehme Schärfe. Hervorragend harmoniert Rucola auch mit Tomaten und Mozzarella oder Rindscarpaccio. Nur nicht mitkochen!

Über die Pizza oder ein Birnen-GorgonzolaRisotto gestreut, aber auch zusammen mit vielen Varianten von Spaghettisaucen sorgt Rucola für ordentlich Pepp. Aber Achtung: die grünen Blätter nicht mitkochen, sondern erst kurz vor dem Servieren darübergeben. Einfacher Selbstanbau

Bild: Getty Images

Da Rucola als Würzkraut verwendet wird, ist es praktisch, immer eine Handvoll im Garten oder auf dem Balkon griffbereit zu haben. Der Anbau ist relativ einfach. Voraussetzung ist eine sonnige bis halbschattige Lage. Die Aussaat erfolgt von März bis September. Die Keimzeit beträgt zwischen 5 und 15 Tagen, die erste Ernte erfolgt nach 3 bis 6 Wochen. Wenn man die Blätter nicht zu weit unten abschneidet, kann man von einer Pflanze bis zu drei Mal ernten. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Rucola war im Mittelalter ein beliebtes Mittel zur Entwäs­ serung des Körpers und zur Förderung der Verdauung. Die Germanen sagten dem würzigen Blattgemüse gar potenzfördernde Wirkung nach.

Rucola stammt aus Südeuropa und wird heute hauptsächlich in Italien angebaut. Auch Rauke genannt, ist das Blattgemüse ein Kreuz­ blütler und somit mit verschiedenen Kohl­ arten verwandt.

Mit bis zu 60 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm kann es Rucola bezüglich gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe mit so mancher Zitrusfrucht aufnehmen. Auch eine beachtliche Menge Folsäure steckt im Kraut, ebenso Eisen und Kalzium.


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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 73

Philadelphia

Ideal zum Apéro

Bild und Styling: Ruth Küng

Die neue Philadelphia-Linie «Luftig & Lecker» bietet einen geschäumten Frischkäse mit der Konsistenz einer Mousse, der förmlich auf der Zunge zergeht. Damit lassen sich nicht nur feine Sandwiches oder Apéro-Canapés kreieren: Der praktische 140-Gramm-Becher lädt auch direkt zum Dippen ein, zum Beispiel mit Grissini oder Gemüsesticks. Verschiedene mit dem Frischkäse gefüllte Gemüsestücke verwöhnen auf erfrischende Art den Gaumen und sind auch optisch ein Genuss. In ausgewählten Filialen ist der neue Philadelphia zusätzlich in den würzigen Varianten Kräuter oder Oliven erhältlich.

Der geschäumte Frischkäse der neuen PhiladelphiaLinie «Luftig & Lecker» lässt sich auf vielfältige Weise zum Apéro kredenzen.

Philadelphia Luftig & Lecker, Nature, 140 g Fr. 2.50


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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 75

Petit Beurre

Klassiker neu erfunden Petit Beurre sind ein echter MigrosKlassiker. Jetzt bereichert die limitierte Sommeredition «fraise» das Sortiment, das mehrere Variationen in Geschmack und Grössen umfasst. Bei den Petit Beurre fraise krönt ein Täfelchen aus Erdbeerschokolade das knusprige Biskuit. Der Sommeredition werden weitere Neukreationen folgen; die nächste darf im Herbst erwartet werden.

Bild und Styling: Christine Benz

Petit Beurre fraise, Limited Edition, 150 g Fr. 2.80

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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 77

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1. Tag: Hinfahrt via Ulm, Nürnberg und Chemnitz bis zur Elbmetropole Dresden. 2. Tag: Den heutigen Tag beginnen wir mit einer Stadtrundfahrt, auf der wir einen allgemeinen Eindruck von Dresden erhalten. Der Nachmittag steht für eigene Erkundungen zur freien Verfügung. 3. Tag: Fak. Ausflug Lausitz.* Wir besuchen unter anderem die Städte Görlitz, Zgorzelec (Polen) und Bautzen. 4. Tag: Fak. Ausflug Erzgebirge.* Fahrt zum Frohnauer Hammer für eine Führung. Nach einer individuellen Mittagspause in Annaberg-Buchholz geht es weiter nach Seiffen wo wir das Spielzeugmuseum besuchen. 5. Tag: Fahrt via Nürnberg und Ulm in die Schweiz zu den Einsteigeorten. *Das Ausflugspaket mit zwei Ausflügen im Voraus buchbar. Sie sparen mind. 10 %. Einzelbuchungen vor Ort möglich. Pro Person in Fr. Katalog-Preis Sofort-Preis* 475.– 5 Tage gemäss Programm 425.– Reduktion Reise 2 – 30.– Daten 2016 (So – Do) 1: 24.07.–28.07. 2: 07.08.–11.08. 3: 21.08.–25.08.

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1. Tag: Hinreise über Sterzing mit seinen prächtigen Bürgerhäusern ins Pustertal. 2. Tag: Wir unternehmen eine Grosse Dolomiten-Rundfahrt vorbei an den bemerkenswerten Dolomitengipfeln und dem bekannten Wintersportort Cortina d‘Ampezzo. 3. Tag: Am Morgen Zeit zur freien Verfügung im schmucken Städtchen Brixen. Am Nachmittag lernen wir das Kloster Neustift kennen. Wir sehen die Basilika und Klosterbibliothek und geniessen eine Weinverkostung. 4. Tag: Fakultativer Ausflug: Besuch des Wochenmarktes in Bruneck und Bummel durch die malerische Stadtgasse. Am Nachmittag freie Zeit am herrlichen Pragser Wildsee und Möglichkeit für eine Rundwanderung um den See. 5. Tag: Individueller Aufenthalt in der Kurstadt Meran. Rückreise über den Reschenpass. Pro Person in Fr. Katalog-Preis Sofort-Preis* 530.– 5 Tage inklusive Halbpension 475.– Reduktion Reise 6 – 30.– Daten 2016 (So – Do) 1: 04.09.–08.09. 3: 18.09.–22.09. 5: 02.10.–06.10. 2: 11.09.–15.09. 4: 25.09.–29.09. 6: 09.10.–13.10.

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1. Tag: Fahrt in die Wachau mit Abendessen an der Donau. Weiterreise nach Bratislava in der Slowakei, wo wir drei Nächte wohnen. 2. Tag: Geführte Stadtbesichtigung in Bratislava sowie Zeit zur freien Verfügung. 3. Tag: Fakultativer Ausflug nach Györ, der Stadt der Flüsse. Später lernen wir Esztergom kennen. Wir sehen unter anderem die grösste Kirche Ungarns mit ihrer Schatzkammer. 4. Tag: Heute geht es weiter nach Wien und wir entdecken die Hauptstadt Österreichs. Geführte Besichtigung der Wiener Innenstadt sowie Fahrt entlang der Ringstrasse. Abends Ankunft in St. Pölten. 5. Tag: Rückreise in die Schweiz zu den Einsteigeorten. Pro Person in Fr. Katalog-Preis Sofort-Preis* 495.– 5 Tage gemäss Programm 445.– Reduktion Reise 2 und 3 – 50.– Daten 2016 (So – Do) 1: 10.07.–14.07. 2: 31.07.–04.08. 3: 07.08.–11.08. 4: 21.08.–25.08.

1. Tag: Hinfahrt via Kitzbühel und Villach zum bekannten Alpensportort Kranjska Gora. 2. Tag: Ausflug in die liebliche Seenlandschaft Kärntens. Besuch des eleganten Kurorts Velden sowie von Maria Wörth. Auf dem Pyramidenkogel geniessen wir einen einzigartigen Rundblick über Kärnten und seine schöne Seenlandschaft. 3. Tag: Heute besuchen wir das Bohinj Tal für eine Bootsfahrt und die Besichtigung der Kirche «Hl. Johannes der Täufer». Nachmittags fahren wir weiter nach Bled und geniessen den zauberhaften Ausblick von der Bleder Burg. Am Abend erleben wir einen slowenischen Spezialitätenabend mit musikalischer Unterhaltung eines Oberkrainer Quartetts im Hotel. 4. Tag: Fakultativer Ausflug nach Ljubljana für eine interessante Stadtbesichtigung. Danach Zeit für einen individuellen Bummel entlang dem alten Marktplatz und durch die engen Gassen. Auf der Rückfahrt zum Hotel besuchen wir die Wallfahrtskirche Maria Hilf in Brezje. 5. Tag: Heimfahrt via Villach und dem Arlbergpass zurück zu den Einsteigeorten. Pro Person in Fr. Katalog-Preis Sofort-Preis* 550.– 5 Tage inklusive Halbpension 495.– Daten 2016 (So – Do) 1: 28.08.–01.09. 3: 18.09.–22.09. 5: 02.10.–06.10. 2: 11.09.–15.09. 4: 25.09.–29.09.

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Beine dürfen in diesem Sommer bunt bekleidet sein. Leggins in der Farbe Fuchsia harmonieren mit dem senffarbenen Rock.

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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 81

Tipps und Tricks

Vorbeugende Massnahmen gegen Cellulite Bewegung

Sport stärkt die Muskeln, verbessert die Durchblutung und verhindert Wassereinlagerungen. Ein hoher Anteil Muskelmasse korreliert mit einem niedrigen Grad an Cellulite. Am besten ist ein Mix aus Ausdauersport und Krafttraining. Ernährung

Sparsamkeit beim Verwenden von Salz mindert Wassereinlagerungen. Eiweiss ist gut für den Aufbau kollagener, straffender Fasern in der Haut. Nikotin lässt Gewebe erschlaffen. Pflege

Text: Anette Wolffram-Eugster Bilder: Mirjam Kluka Styling: Oriana Tundo

Sommerlich und frisch wirken gelbe Leggins zu Röcken. High Heels, aber auch Sportschuhe passen gut zum Outfit.

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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 83

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Endlich die passende Farbe Rot, Blond, Braun oder Schwarz? Die Vielfalt an Haarfarben ist gross und die richtige Wahl oft schwierig. Wer seinen Look verändern will, sollte eine Farbe wählen, die zum Hautton und zur Augenfarbe passt. Blonde Haare verleihen einen frischen jugendlichen Look. Ein Braunton passt zu jedem Hauttyp, und Schwarz steht Frauen mit einem leicht gebräunten Teint besonders gut. Wer mutig ist und neuen Farbtrends folgen möchte, wählt Pink, Blau oder Grau.

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Haut und Haare sind massgebend für den ersten Eindruck.

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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 85

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Duft und Pflege Besonders intensive Düfte sind das Markenzeichen der Weichspüler von Exelia. Die Sorte Orchid weckt die Sinne

mit einem frischen, frühlingshaften Blütenduft. Integrierte Frischekapseln, die bei Reibung oder Berührung platzen, sorgen dafür, dass der Duft lange in den Textilien bleibt. Exelia macht die Wäsche flauschig weich, pflegt die Fasern und schützt sie vor Abnutzung. Zudem verhindert es die elektrostatische Aufladung. Alle Weichspüler von Exelia sind dermatologisch getestet und bio­ logisch gut abbaubar. Der 1,5­Liter­Nach­ füllbeutel ist sowohl handlich als auch umweltfreundlich, denn wer ihn kauft, verursacht weniger Abfall.

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86 | MM17, 25.4.2016 | MIGROS-WELT

Babysortiment

Ab an die frische Luft Wenn die Frühlingssonne nach draussen lockt, lassen wir uns nicht zweimal bitten. Damit auch der jüngste Nachwuchs die Stunden unter freiem Himmel unbeschwert geniessen kann, wird sorgfältig gepackt. Auf keinen Fall darf die Sonnencreme fehlen. Text: Anette Wolffram Eugster

Milette Baby Sonnencreme Fr. 9.30 Saisonal erhältlich

Milette Baby Soft Face & Hands, Feuchttücher Fr. 1.95

Baby Boys T-Shirt, Grössen 68–98 Fr. 9.–

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Bild: Sonja Ruckstuhl Styling: Mirjam Käser

Illustrationen: Andrea Caprez

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Mondo Buntbälle, Ø 14 cm Fr. 3.90 Saisonal erhältlich

Entwicklung der Beweglichkeit

3

Mte

Das Baby kann seinen Kopf selbst aufrecht halten, wenn es auf dem Bauch liegt.

3–7 Mte

Beginn der eigenständigen Drehung. Erst zur Seite, dann vom Bauch auf den Rücken.

7–10 Mte

Beginn der Fortbewegung: robbend, schlängelnd, auf allen vieren kriechend.


MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 87

Tipps

Sonnenschutz für Kinder

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Hautärzte empfehlen, Babys und Kinder bis zum zweiten Lebensjahr nicht direkt der Sonne auszusetzen. Für Kinder ab zwei Jahren gilt:

Zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten oder im Haus bleiben und direkte Sonneneinstrahlung vollständig meiden.

Baby Girls Ensemble, Grössen 68–98 Fr. 17.–

10

Mte

Das Kind kann frei sitzen.

Leichte, weite Kleidung und Hut mit breiter Krempe tragen. Mehr als Arme und Beine sollten der Sonne nicht ausgesetzt werden.

Dunkle Kleidung bietet

mehr Schutz als helle. Baumwolle schützt besser als Kunstfasern, trockenes Gewebe mehr als nasses. Die gefährdeten Fuss­ rücken durch geschlossene Schuhe schützen.

9–15

Augen mit einer Sonnenbrille schützen. Auch ein Sonnenhut oder eine Mütze mit breitem Schirm schützt die Augen vor zu viel Sonne.

Achtung: Wind und Wasser kühlen zwar, vermindern aber die UV-Strahlung nicht. Nur eine stärkere Bewölkung reduziert die Sonneneinstrahlung.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft spezielle UV-Schutzkleidung mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30.

Mte

Das Kind beginnt zu laufen.

Auch im Schatten Sonnenschutz auftragen. UV­Licht kommt nicht nur von oben, sondern reflek­ tiert in alle Richtungen, insbesondere am Wasser oder bei Schnee.


88 | MM17, 25.4.2016 | MIGROS-WELT

Kindergeburtstag

Happy Birthday, Schätzchen!

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Für ein Kind ist der Geburtstag der Höhepunkt des Jahres. Schon lange zuvor zählt es die Tage und überlegt sich, welche Gschpänli es einladen möchte, während Mami noch plant. Denn eines ist gewiss: Ist ein Fest gut vorbereitet, gelingt es bestimmt. Bunte Luftballons und Girlanden schaffen eine fröhliche Atmosphäre und coole Spiele sorgen für ausge­ lassene Stimmung. Fehlen nur noch die obligatorische Torte mit den Geburtstagskerzen und der Foto­ apparat für bleibende Erinnerungen.

Jede Flasche enthält ein Überraschungsgeschenk: Surprise Cars oder Frozen, 330 ml Fr. 1.70 In grösseren Filialen

Lustige Spiele für den ganzen Sommer: Outdoor Sportsack Fr. 36.80 In Migros-Filialen sowie auf www.melectronics.ch

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Festlich, fein und fruchtig: Erdbeertorte, 550 g Fr. 9.90


MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 89

Botschafter der guten Laune: Ballone Smiley, 16 Stück Fr. 5.40 Dürfen auf keiner Torte fehlen: Geburtstagskerzen Fr. 3.35

Schnelles Spiel für clevere Kids: Uno Kartenspiel Fr. 11.80 In Migros-Filialen sowie auf www.melectronics.ch

Für die PyjamapartyPrinzessin: Nachthemd «Ariel», Grössen 98/104–122/128 Fr. 18.–

Bild: Getty Images

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Deko, die Atmosphäre schafft: Paperballs in 6 Farben, 5 Stück Fr. 12.80 Im Do it + Garden


Zeit zum Geniessen. Der Nachmittag bei uns.

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MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 91

120

Wissen aus der Region

Nach dem Säen brauchen die Bundzwiebeln 120 Tage, bis sie erntereif sind. Die AdR-Bundzwiebeln werden vom Gemüsebau Hans Ott in Basadingen von Hand geerntet. Sie sind von April bis November in den Migros-Filialen erhältlich. Ihre Region

Neues aus der Genossenschaft Migros Ostschweiz

Klubschultipp

App für den Notfall «Da bei einem medizinischen Notfall eine schnelle Alarmierung und Beschreibung des genauen Standorts sehr wichtig sind, um Zeit zu gewinnen, empfehle ich, vor der nächsten Bergtour die Rega-App zu installieren. Damit ist eine rasche Anwahl der Notfallnummer und Ortung des Standorts möglich.» Tipp von Patrizia Pfeifer, Leiterin Nothilfekurs an der Klubschule Migros St. Gallen. Der Besuch eines Nothilfekurses ist obligatorisch für

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Erlebnistage Die Schweiz schaltet einen Gang runter. Beim SlowUp stehen die schönsten Routen allein den Velofahrerinnen, Inlineskatern und Fussgängern zur Verfügung. Migros und SportXX sind bei allen SlowUp-Events anzutreffen. In den Famigros-Zonen können sich die Teilnehmenden unter anderem auf der Riesenrutschbahn oder bei einem der Geschicklichkeitsspiele vergnügen. In der Generation-M-Zone dreht sich bei Spielen und einem Wettbewerb alles ums Thema Nachhaltigkeit. Die SportXX-ServiceGaragen gehören auch in diesem Jahr an allen SlowUp-Tagen zum Strassenbild. An vier bis fünf Standorten werden Räder und Rollen repariert. In der Ostschweiz finden vier SlowUp-Events statt: 1. Mai, Werdenberg-Liechtenstein; 22. Mai, Schaffhausen-Hegau; 28. August, Bodensee; 4. September, Albula. Weitere Infos: www.slowup.ch

die Anmeldung zur theoretischen Führerprüfung. Im Kurs lernen und üben die Teilnehmenden die lebensrettenden Sofortmassnahmen nach einem Unfall. Nothilfekurse werden an den Klubschulen Arbon, St. Gallen und Winterthur angeboten. Weitere Informationen: www.klubschule.ch


92 | MM17, 25.4.2016 | MIGROS-WELT

Aus der Region

Der Klassiker mit Nase

In der Hausbäckerei in Buchs bereichern über 20 Brotsorten das Sortiment. Bäckereileiter Marco Kengelbacher zählt das St. Gallerbrot zu seinen Favoriten. Text und Bilder: Christian Possa

U

m einen mit Mehl bestäubten Chromstahltisch der MigrosHausbäckerei in Buchs stehen vier Bäckerinnen und Bäcker mit weissen Hemden, Mützen und dunkelroten Kochschürzen. Während sie miteinander reden, witzeln und zwischendurch lachen, fliegen ihre Hände über den Tisch und formen Teigklumpen zu faustgrossen Kugeln. Diese landen auf einem grossen Blech und wenig später bei rund zwei Grad in der Rückholzelle, wo sie bis zum nächsten Morgen ruhen. So bilden sich erste Brotaromastoffe sowie Milch- und Essigsäure aus, die das Frischhaltevermögen des Brots positiv beeinflussen. Laut Bäckereileiter Marco Kengelbacher gilt die Faustregel, dass «das Brot reicher im Geschmack wird, je länger der Teig liegt». Unkompliziert und gut

Das dunkle AdR-St.-Gallerbrot besteht aus Ruchmehl, Wasser, Hefe und Salz. Vielleicht ist es gerade dieses unkomplizierte Grundrezept, das den Charakter des St. Gallerbrots ausmacht. Für Marco Kengelbacher, der in Rheineck aufgewachsen ist, ist dunkles Brot ein Stück Kindheitserinnerung: «Ich mag den Geschmack von dunklem Brot. Das war früher schon so und ist bis heute so geblieben.» Damit aus den vorgeformten Teigen aus der Rückholzelle echte AdR-St.-Gallerbrote wer-

den können, brauchen sie die für sie typische Nase. Übung und Fingerspitzengefühl sind nötig, um den Teig zu formen. In der Hausbäckerei in Buchs, wo jeden Tag 150 bis 200 St. Gallerbrote produziert werden, sitzen diese Handgriffe. Zu Beginn drückt der Bäcker die eine Hälfte des runden Teigballens flach und klappt sie über die andere Hälfte, sodass ein Halbrund entsteht. Die beiden Zipfel zieht er zur Mitte der anderen Seite und klopft sie leicht an. Hinten in der Mitte zeichnet sich bereits die Nase ab, die nun nach vorn geklappt und mit den beiden Ecken verschlossen wird. Ein finaler Schnitt unter der Nase sorgt dafür, dass das St. Gallerbrot beim Backen aufreisst und die beliebte Kruste bildet. Vom Ofen zur Kundschaft

In der Hausbäckerei in Buchs herrscht reges Treiben. Im Etagenofen schiessen zwei Bäcker im Eiltempo die aufbereiteten Brote ein. Der Bäckereileiter erklärt: «Einschiessen bedeutet nichts anderes, als dass die Brote auf Backbrettern in den Ofen geschoben werden. Werden die Backbretter ruckartig zurückgezogen, bleiben die Teiglinge am gewünschten Ort und im richtigen Abstand zueinander im Ofen liegen.» Am grossen Rührgerät mengt ein Mitarbeiter die Zutaten für die nächste Brotsorte zusammen. Allein die grossen Butterklötze erinnern daran, dass hier im grossen Stil

gebacken wird. «3000 bis 4000 Brote sind es an einem Samstag», schätzt der Bäckereileiter. Die Frische fühlen

In den 60 Minuten im Backofen sind die AdR-St.-Gallerbrote um mehr als das Doppelte gewachsen und haben eine goldbraune Kruste bekommen. Mit einer grossen Backschaufel aus Holz hebt Marco Kengelbacher die knusprigen Brotlaibe aus dem Ofen und bettet sie zum Auskühlen auf einen Gitterrost. Sobald die Temperatur auf ein mildes Lauwarm gesunken ist, landen die St. Gallerbrote im Regal von Supermarkt und Backwarenstand. «Unsere Kundinnen und Kunden können die Frische der Brote nicht nur schmecken, sondern auch fühlen», fügt der gelernte Bäcker-Konditor hinzu. Die in die Supermärkte integrierten Hausbäckereien haben für die Kundschaft den Vorteil, dass diese bis Ladenschluss ofenfrisches Brot beziehen kann. Hausbäckereien schlagen aber auch eine Brücke zwischen Produzent und Konsument und fördern den Austausch. Regelmässig stellen Supermarktkunden den Bäckereimitarbeitenden Fragen oder heben ihre Kinder hoch, damit diese das emsige Treiben in der Backstube beobachten können. Für Marco Kengelbacher ein wichtiger Aspekt: «So sieht man nicht nur das Brot, sondern auch die Menschen dahinter, die es herstellen.» MM


MIGROS-WELT | MM17, 25.4.2016 | 93

1 Marco Kengelbacher,

Leiter Hausbäckerei Buchs: «Das AdRSt.-Gallerbrot ist ein Klassiker, von den Zutaten her simpel, jedoch sehr schmackhaft.» 2 Brotbacken mit

Elan: Im Team der Hausbäckerei herrscht gute Stimmung. 3 Bei der Kundschaft

ist das dunkle St. Gallerbrot beliebt. Aus der Region

Über 1500 regionale Produkte

1 2

3

Das Label «Aus der Region. Für die Region.» wurde 1999 von der Genossenschaft Migros Luzern lanciert. Seit 2003 finden AdR-Produkte auch bei MigrosKunden in der Ostschweiz stetig wachsenden Anklang. Basis für den Erfolg des Labels bilden die über 1500 AdR-Produkte und damit die mehr als 3500 Bauernfamilien, Produzenten und Lieferanten aus der Region, die mit Leib und Seele hinter diesen Produkten stehen. www.ausderregion.ch


94 | MM17, 25.4.2016 | MIGROS-WELT

Strassenfestivals

Buntes Programm 6./7. Mai: Aufgetischt St. Gallen 35 verschiedene Formationen

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aus aller Welt treten im Klosterviertel in St. Gallen auf. Das Programm reicht von Musik, Artistik, Comedy, Magie, Tanz über Theater bis hin zur Malerei. Ein vielfältiges kulinarisches Angebot rundet das Festival ab. www.aufgetischt.sg

Strassenkünstler aus aller Welt treten am Aufgetischt St. Gallen und am Buskers Chur auf. Auch Comedy-Jongleur Kaspar Tribelhorn ist mit von der Partie.

3./4. Juni: Buskers Chur 70 Künstler von nah und fern

Fesselt das Publikum mit Witz, Charme und erstklassigen Jongliertricks: Kaspar Tribelhorn

«Wir leben vom Hutgeld» Text: Natalie Brägger Bild: Adrian Flütsch

D

er Aargauer Kaspar Tribelhorn hat eine spezielle Berufs­ bezeichnung: Comedy­ Jongleur und Feuerkünstler. Mit seiner Strassenshow tritt er in der Schweiz und in ganz Europa auf. Am 6. und 7. Mai ist er am Aufgetischt in St. Gal­ len zu bewundern.

Kaspar Tribelhorn, Sie haben viele verschiedene Talente – Jonglage, Comedy, Feuerkunst. Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen? Jonglieren war jahrelang ein Hobby von mir. Vor rund fünf Jahren beschloss ich, mich drei Monate in einen Proberaum zu­ rückzuziehen, um ein Programm zu entwickeln. Nach zwei Jahren

bei einem Zirkus habe ich an­ schliessend meine erste Stras­ sentournee gestartet. Lief von Anfang an alles gut? Nein, bei der ersten Show ist niemand stehen geblieben. Ich habe viel dazugelernt. Für Stras­ senkünstler ist der erste Schritt der schwierigste: Man muss die Aufmerksamkeit der Zuschauer wecken! Ausserdem muss man den Spannungsbogen der Show auch so gestalten, dass die Leute bis zum Schluss bleiben und etwas in den Hut werfen. Genau, an Festivals wie dem Aufgetischt St. Gallen ist das Hutgeld des Publikums Ihre Gage. Gibt das Rückenschmerzen vom Münzenschleppen

oder eher Kummer darüber, wie man finanziell über die Runden kommt? Es ist immer noch beides. An Festivals sind die Zuschauer meist sehr wohlwollend, weil sie wissen, dass wir vom Hutgeld leben. Aber als Künstler tragen wir an solchen Veranstaltungen natürlich auch das Wetterrisiko. Sie treten dieses Jahr zum ersten Mal am Aufgetischt in St. Gallen auf. Mit welchen Gefühlen kommen Sie in die Ostschweiz? Ich freue mich! Das Aufgetischt St. Gallen hat in unserer Szene einen guten Ruf, und ich finde es immer lässig, andere Künstler zu treffen und die Festival­ atmosphäre aufzusaugen. MM

bespielen die Churer Altstadt. Nicht nur wegen der Strassenkunst, sondern auch wegen des gastronomischen Angebots lohnt sich ein Besuch. www.buskers-chur.ch Auftrittszeiten

freitags jeweils von 14.45 bis 23.45 Uhr, samstags von 13 bis 23.45 Uhr Eintritt Festivalarmband 10 Franken (freiwillig), Hutgeld für Künstler Helfer Beide Festivals suchen noch freiwillige Helfer. Infos auf den jeweiligen Websites. Die Strassenfestivals dürfen auf die Förderung des MigrosKulturprozents zählen.


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Leben MM17

Familienumfrage Was ist Ihre Taktik bezüglich Ballast in der Wohnung? 1 Wir entrümpeln ein- oder mehrmals im Jahr. 61% 2 Wir glauben fest daran, dass die angehäuften Sachen irgendwann zum Einsatz kommen. 16% 3 Wir häufen keine Güter an, die nicht gebraucht werden. 12% 4 Wir häufen zwar Ballast an, schenken ihn aber regelmässig weiter. 11%

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Was verrät Ihr Mobiltelefon über Sie? Richtig oder falsch?

Ferien in der Schweiz sind gleich umweltschädlich wie Ferien im Ausland. Falsch!

Illustrationen: Andreas Klammt, Alice Kolb; Bild: Stefan Sulzer

Ferien in der Schweiz und im nahen Ausland verursachen deutlich weniger Umweltbelastung als Ferien im übrigen Europa oder gar in Übersee. Denn gerade die An- und Rückreise trägt zu einem wesentlichen Teil zu den Umweltbelastungen bei. Wichtig ist auch ein angemessenes Verhältnis zwischen Reisedauer und Reiseweg, das heisst, je weiter weg es auf die Reise geht, desto länger sollten die Ferien dauern. Wer aufs Fliegen nicht verzichten will, kann die verursachten Treibhausgase zum Beispiel auf www.myclimate.ch kompensieren.

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Nichts ist bloss äusserlich, erkannte der Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal. Es sind nun oft die kleineren Äusserlichkeiten und Nachlässigkeiten, die am lautesten sprechen; jene Phänomene, von denen Menschen seltsamerweise glauben, dass ihre Mitwelt sie nicht sähe, zum Beispiel schlecht besohlte Schuhe oder reparaturbedürftige Zähne. Und auch Ihr Mobiltelefon ist ein Ding, das spricht. Also: eine Visitenkarte. Ein angeschlagenes Display wirkt verwahrlost wie ungepflegte Schuhe. Ein uraltes Modell gilt in gewissen Kreisen geradezu als Statussymbol der Technikverweigerung, was ein bisschen albern ist; ein Mobiltelefon ist ein Gebrauchsgegenstand, und der Gebrauchsnutzen ist bei neueren Modellen in der Regel drastisch höher. Eine Hülle mit Rheinkieselbesatz oder Häschenohren passt hingegen immer. Sofern Sie ein Mitglied der Kardashians sind.»

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LEBEN | MM17, 25.4.2016 | 99

Schwere Momente im Ferienlager: In den ersten Tagen leidet manches Kind an Heimweh.

Mamma mia

M Ordentlich punkten

Meine Kinder sind total unordentlich. Neulich wollte ich die beiden schon aussetzen. Freundin Ursi hatte eine rettende Idee: «Ihr braucht Punktesammelmaschinen.» Sie hatte solche Dinger für ihre Bande angeschafft, und da sie so schwärmte, bestellte ich zwei.

Tipps

Rezepte gegen das Heimweh Bereiten Sie Ihr Kind langsam auf ein Ferienlager vor und bauen Sie Vorfreude auf. Interessieren Sie sich für die Um­ gebung des Ferien­ ausflugs und ver­ mitteln Sie Ihrem Kind, wie toll es dort ist und was es alles gibt. Nehmen Sie eine positive und er­ mutigende Haltung ein, damit Ihr Kind spürt, dass man ihm die Trennung zutraut. Besprechen Sie mit Ihrem Kind Taktiken wie Musik hören, mit der Lagerleitung reden, sich selber gut zureden, wie es mit einer Heimwehattacke umgehen kann. Machen Sie Abschiede nicht zu dramatisch, son­ dern besser kurz und liebevoll, und betonen Sie das Positive der an­ stehenden Reise. Proben Sie im Voraus, indem das

Bild: Getty Images

Kind zuerst einmal bei einem Freund oder den Gross­ eltern übernachtet. Besuchen Sie Ihr Kind nur im Rah­

men allgemeiner Besuchstage, wenn auch andere Eltern kommen.

Wie gehen Sie mit dem Heimweh Ihrer Kinder um?

Familie

Tränen im Sommercamp

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Heimweh ist eine normale kindliche Reaktion. Eltern verstärken den

Trennungsschmerz, wenn sie selber nervös und ängstlich agieren. Text: Thomas Vogel

D

er erste Tag im Ferienlager war für klein Thomas immer der Schlimmste. Heimweh plagte ihn jeweils schon bei der Abfahrt im Bus, als die winkende Mama langsam verschwand. Auch im Lager liess ihn das Gefühl noch einige Tage lang nicht los. Heimweh sollte nie ein Grund sein, einem Kind ein Lager vorzu­ enthalten, sagt Susanne Kurz (27), Psychologin am Institut für Familienforschung und -beratung der Universität Freiburg. Heimweh zu verspüren, sei ein wichtiger Entwicklungsschritt hin zu einer selbständigen Person.

Heimweh ist nichts Ungewöhnliches und benötigt in der Regel keine Behandlung. Bis zu 90 Prozent aller Menschen erleben laut Studien Heimwehgefühle, wenn sie von zu Hause weg sind. Körperliche Beschwerden

«Kinder sind häufiger betroffen», sagt Kurz. Bei ungefähr einem von zwanzig Betroffenen führt Heimweh zu Bauch- oder Kopfschmerzen. Deshalb ist Heimweh in den ersten paar Sommerlagertagen, bei Kindern in Internaten oder im Spital eine häufige Quelle für Stress und Unwohlsein. Die Erfahrungen von Susanne Kurz zei-

gen, dass die Eltern oft eine wichtige Rolle beim Heimweh spielen: «Wenn Eltern ängstlich reagieren und dem Kind keine Sicherheit bezüglich der Trennung vermitteln können, führt das öfter zu Heimweh.» Auch Mitleid sei fehl am Platz. Ein wichtiger Faktor beim Heimweh ist die Erfahrung. «Je mehr die Kinder daran gewöhnt sind, von zu Hause weg zu sein, desto weniger haben sie Heimweh», sagt die Fachfrau. Das zeigt sich auch beim inzwischen erwachsenen Thomas, der heute als Weltenbummler um die Erde reist – ohne Heimweh. MM

Seither ist alles besser. Haben meine Töchter kleinere Jobs ordentlich ausgeführt, drücken sie einen Knopf. Dann verwandelt sich das Maschinchen in eine Las-VegasLeuchtreklame, klingelt und leuchtet. Die Punkte werden addiert, und ist ein «Quartalsziel» erreicht, werden «Boni» ausgeschüttet. Da wir materielle Belohnung doof finden, sammelt Ida für einen Ausflug zur Sommerrodelbahn und Eva für einen Kinobesuch. Cool ist der Joker: Manchmal gibts Zusatzpunkte. Ich überlege, wie man das Belohnungssystem auf andere Bereiche übertragen könnte. Vielleicht schenke ich dem Typen, der «Wir kaufen jeder Auto von Ihren!»-Kärtli in den Briefkasten stopft, auch eine Maschine.

Bettina Leinenbach (39)

ist Journalistin und zweifache Mutter.


100 | MM17, 25.4.2016 | LEBEN

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Ran an den Spaten

Je länger die Tage werden, desto mehr wächst das Verlangen, wieder Erde zwischen den Fingern zu spüren. Doch Vorsicht: Voraussetzung für einen fruchtbaren Saisonstart sind frostfreie und trockene Böden. Text und Bilder: Almut Berger

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er frühe Vogel fängt den Wurm: Diese Redensart gilt nicht zwingend für den Hobbygärtner, mag ihn der grüne Daumen noch so jucken. Der beste Zeitpunkt, in die Gummistiefel zu steigen und die Beete vorzubereiten, ist dann, wenn die Gartenerde nicht mehr an den Sohlen klebt. «Frostfrei und trocken» lautet die Devise. Eine gute Orientierungshilfe bietet dabei der sogenannte phänologische Kalender: Er richtet sich nicht nach den klassischen Jahreszeiten, sondern nach den Entwicklungsschritten bestimmter Pflanzen. Für Selbstversorger geht es so richtig los mit dem Erstfrühling, den die Blüte der Forsythien einläutet. Neben Erbsen, Rüebli, Radieschen, Rettich, Spinat kann man ab diesem Zeitpunkt auch Chicorée, Mangold, Randen, Zuckererbsen und Zwiebeln säen. Wer lieber gleich zum Setzling greift, ist mit Fenchel, Kohlrabi und Kopfsalat gut bedient. Es empfiehlt sich, ein Folienvlies bereitzuhalten für den Fall, dass der Winter ein frostiges Comeback gibt. Mit dem Spaten Mehrjähriges verjüngen

Auf dem Fensterbrett keimen bereits diverse einjährige Sommerblumen wie Löwenmäulchen, Lobelien und Sommerastern. Auch für Tomaten, Gurken, Kürbisse, Melonen, Zucchini, Peperoni und Chili ist es nun an der Zeit. Dazu verwendet man Ansaaterde: Sie ist mit Sicherheit frei von Schädlingen und Krankheitskeimen, dazu leicht und gut belüftet. Ist der letzte Frost vorbei, können die Schützlinge – inzwischen kräftig entwickelte Pflanzen – ins Freiland umziehen.

Kübelpflanzen aus dem Mittelmeerraum, etwa Lorbeer und Oleander, möchten nach der Überwinterung möglichst früh raus – bei frostfreiem Wetter an einen schattigen, windgeschützten Platz, beispielsweise an die Hausfassade. Der Schatten ist nötig, weil diese Pflanzen sich – wie Hobbygärtner übrigens auch – mit den immer kräftiger werdenden Sonnenstrahlen gern einen ersten Sonnenbrand einfangen. Auch hier gilt es, bei drohendem Nachtfrost zum Folienvlies oder alternativ zu einem alten Betttuch zu greifen. Weichblättrige Kübelbewohner wie etwa die Engelstrompete bleiben mit Vorteil noch im Haus. Teilen und verpflanzen lassen sich jetzt mehrjährige Sommer- und Herbstblüher wie Phlox, Aster, Taglilie, Anemone, Staudenmargerite. Am einfachsten geht das mit der scharfen Kante eines Spatens. Die Verjüngung funktioniert übrigens auch bei horstartigen Kräutern wie Estragon, Schnittlauch, Petersilie, Pfefferminze oder Liebstöckel, sprich: Maggikraut. Lavendel schneidet man mindestens um ein Drittel bis zur Hälfte zurück, um dem Verkahlen vorzubeugen. Zurückgeschnitten werden jetzt auch die Rosen. Für Hecken und Büsche hingegen ist es bereits zu spät: Sie dienen den Vögeln bis in den Sommer hinein als Kinderstube. Mit dem Vertikutierer entfilzen

Wer den Rasen der Naturwiese vorzieht, greift zum Vertikutierer. Mit seinen Messern ritzt er die Grasnarbe an, entfernt Rasenfilz und Moos und fördert die Belüftung des Bodens. Kleinere


LEBEN | MM17, 25.4.2016 | 101

Tipps

Eine gute Basis legen Nicht jeder Garten ist mit einem guten Boden gesegnet. Fleiss, Sand und Kompost ermöglichen aber auch in vermeintlich hoffnungslosen Fällen eine erhebliche Bodenverbesserung. Lockern Sie den Boden mit

Kultivator, Sauzahn oder Harke und klauben Sie grössere Steine und verbliebene Unkraut- oder Erntereste heraus. Allfällige Gründüngung unterhacken. Tiefes Umgraben sollte man

vermeiden, weil dadurch die Bodenschichten und damit die Bodenbewohner durcheinandergeraten. Als erstes Doping eignen sich

reifer Kompost, abgelagerter Mist, Hornspäne oder ein anderer organischer Dünger. Knapp unterhalb der Bodenoberfläche einarbeiten.

Leichter, sandiger Boden neigt

dazu, auszutrocknen. Reifer Kompost verbessert seine Fähigkeit, Wasser und Nährstoffe zu speichern. Im Sommer bewährt sich eine Mulchschicht. Schwere Lehm- oder Tonböden neigen zu Staunässe und

Luftmangel. Im Frühjahr bleiben sie lange kalt, was das Pflanzenwachstum verzögert. Hilfreich ist eine Sandgabe: Eine rund fünf Zentimeter dicke Schicht sinkt langsam in den Boden ein und macht ihn durchlässiger. Bei zu niedrigem pH-Wert

des Bodens: Kalk ausbringen. Ein im Fachhandel erhältlicher Schnelltest gibt Auskunft. Ständige Bodenlockerung

macht die Erde feinkrümelig, hält das Unkraut zurück und sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit im Boden bleibt. Und: Schnecken und Erdflöhen wird es nicht zu gemütlich.

Die Frühlingssonne weckt die Gärtnerslust. Doch Vorsorge ist angesagt: Noch sind die Eisheiligen und damit die mit dem Nachtfrost verbundenen Gefahren nicht vorbei.

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LEBEN | MM17, 25.4.2016 | 103

Gartenblog

Flächen kann man auch mit einem stabilen engzinkigen Rechen belüften. Eine erste Gabe Rasendünger (Packungsbeilage lesen!) dient als Wachstumstreiber. Mit den steigenden Temperaturen wächst auch das Unkraut besonders gut: Wer das Problem jetzt bei der – wortwörtlichen – Wurzel packt, erspart sich viel lästiges Jäten. Gegen nachwachsendes Unkraut in den Beeten hilft eine Mulchschicht, beispielsweise aus Rasenschnitt. Die Frühlingssonne lockt bereits erste gefrässige Schädlinge wie Blattläuse oder Nacktschnecken ans Tageslicht und damit an die Jungpflanzen. Auch hier gilt: Je früher der Gärtner mit Abstreifen respektive Einsammeln reagiert, desto geringer fallen die Schäden später aus. Oder, um den Bogen zu schliessen: Der frühe Gärtner konzentriert sich auf Unkraut, Schnecken und Co. – und überlässt den Wurm dem frühen Vogel. MM

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Ein Rasen muss einiges aushalten – besonders dann, wenn er auch eine Spielwiese ist. Entsprechend wichtig ist eine sorgfältige Pflege.

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104 | MM17, 25.4.2016 | LEBEN

2

Die Aussicht vom rund 700 Meter hohen Corcovado (kl. Bild: die ber端hmte Christusstatue, darauf ein Restaurator bei der Arbeit) ist atemberaubend, besonders morgens.

Foto: Fabio Blaser

1


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1 Der Stadtteil Santa

Teresa ist für seine Graffitis bekannt. Die Strassenbahn fährt inzwischen nicht mehr. 2 Fussball spielen an der Copacabana, im Rücken die Hochhauskulisse und der Zuckerhut. 3 Santiago Calatravas grosser Wurf: das Museu do Amanhã

3

Reisen

Die wunderbare Metropole Die «Cidade maravilhosa», wie die Einheimischen ihre Stadt nennen, lockt mit neuen Attraktionen wie dem Museu do Amanhã. Trotz gewisser Sicherheitsrisiken: Rio de Janeiro ist eine Reise wert – auch dank des starken Frankens. Texte und Bilder: Reto E. Wild

G

eradezu überwältigt von der Schönheit der Landschaft fühlt man sich, wenn man auf dem Corcovado steht: Auf dem Hausberg der Millionenstadt Rio de Janeiro liegen einem der Regenwald, der Zuckerhut, das Häusermeer, Sandstrände und der Atlantik zu Füssen. Spätes­ tens jetzt versteht man, weshalb die Einheimischen von der «Cidade maravilhosa», von der wunderschönen Stadt, sprechen. Auch der Bieler Fabio Blaser (27), der seit Sommer 2011 in der zweitgrössten Stadt Brasiliens lebt, schwärmt: «Rio befindet sich in einer dramatisch schö­

nen Szenerie und gehört zu den attraktivsten Städten der Welt. Sieben Prozent der Stadtfläche besteht aus Wald, teilweise befindet er sich mitten im Zentrum.» Deshalb fühle er sich nicht so verloren im Dschungel aus Beton und Stahl. Eine Attraktion seien auch die Strände und das Meer: «Wenn ich im Stau stehe – was wegen der Bauarbeiten für die Olympischen Spiele oft der Fall ist –, geniesse ich fast immer eine schöne Aussicht.» Fabio Blaser studierte Foto­ grafie in Südwestengland, wo er seine heutige Frau Clarissa (32) kennenlernte – eine Carioca, wie

die Bewohner von Rio heissen. Die Ozeanografin und der Foto­ graf beschlossen, die Zelte dort aufzuschlagen, wo einer der beiden zuerst einen Job finden würde – 2011 erhielt Clarissa eine Anstellung als Umweltana­ lystin in Rio; Fabio arbeitet für Firmen und Privatkunden, er knipst Bilder von Anlässen, Restaurants, Models oder Luxus­ apartments und zählt zu den rund 6500 Schweizern, die in der Region leben. Das Paar wohnt in einer klei­ nen Dreizimmerwohnung im 13. Stockwerk in der Nähe des Stadtteils Santa Teresa – inzwi­ schen mit Pedro, der im Septem­


106 | MM17, 25.4.2016 | LEBEN

Über vier Kilometer Sandstrand: an der weltberühmten Copacabana

Der Schweizer Fabio Blaser wohnt mit seiner Frau Clarissa und Sohn Pedro in der Nähe von Santa Teresa.

Eine Frage der Sicherheit

Als Oase entpuppt sich das zur Hotelvereinigung Relais & Châteaux gehörende Fünf-SterneBoutiquehotel Santa Teresa. Vor Jahren geriet es in die Schlagzeilen: Bewaffnete hatten mitten in der Nacht die Aussenmauern überwunden, sich Zutritt zu mehreren Gästezimmern verschafft und Geld, Wertgegenstände und Pässe gestohlen. Auch Fabio wurde beinahe Opfer eines Überfalls: Er war beruflich zu Fuss unterwegs auf einem Radweg des FlamengoParks, wo die Aussicht auf den

Rio de Janeiro

3000 km

Zuckerhut besonders schön ist und die Bewohner Sport treiben. An einem Morgen um zehn Uhr kamen zwei Männer auf ihn zu – einer von vorne, einer von hinten: Sie hatten es auf seine Kamera abgesehen. Fabio konnte nicht mehr ausweichen und fragte deshalb im breitesten Dialekt der Cariocas, was die Gestalten von ihm wollten. Die Männer waren perplex, dachten, der Bieler sei ebenfalls ein Einheimischer – und zogen weiter. «Meine Frau wurde schon mehrmals überfallen. Auf den Strassen im Stadtzentrum telefoniert sie nicht mehr, weil sie Angst hat, Taschendiebe könnten ihr das Handy entreissen.» Die Wirtschaftskrise in Brasilien bei einer Inflation von

knapp elf Prozent fördert solche Entwicklungen. In Fabio Blasers Wohnviertel werden vermehrt Autos gestohlen und Passanten überfallen. Schiessereien hingegen hört der Schweizer selten. Schon immer war die Kluft zwischen Arm und Reich im Land der politisch angeschlagenen Präsidentin Dilma Rousseff enorm: am Strand der Copacabana die Geschäfte des Luxusjuweliers H. Stern, im Süden von Rio die Favela Rocinha mit rund 250 000 Einwohnern – die grösste Armensiedlung Brasiliens. Die Sicherheit sei allerdings je nach Gebiet sehr unterschiedlich, räumt Fabio Blaser ein. «Ich wohne in einer Gegend, die nicht touristisch ist und deshalb für die Polizei auch nicht erste Priorität hat.» Mit anderen Worten: Wer tagsüber als Tourist die Sehenswürdigkeiten besucht, hat nicht mehr zu befürchten als in vielen anderen Metropolen der Welt. Und wenn am 5. August 2016 die Olympischen Sommerspiele in Rio feierlich eröffnet werden, dürfte sie dank des Einsatzes der Polizei und der Armee zu den sichersten Metropolen zählen – so war es zumindest bei der Austragung der Fussball-WM. Aber selbst während des Grossereignisses sollte man immer nur das

Nötigste dabeihaben, rät Fabio. Also keine teuren Uhren, keinen Goldschmuck und nur wenig Bargeld. Die Kamera trägt man mit Vorteil nicht zur Schau. Imposante Ein- und Aussichten

Zum Einsatz kommt der Fotoapparat, wenn es um die Sehenswürdigkeiten der Stadt geht: Fabio liebt die verwinkelten Gässchen von Santa Teresa mit den historischen Häuserzeilen. Im Juni ist Tag der offenen Tür; dann zeigen die Künstler ihre Ateliers. Der Stadtteil ist zudem bekannt für seine Graffitis – was nicht in jedem Reiseführer steht. Vom Mirante Dona Marta aus geniesst man eine überwältigende Aussicht auf Rio, den Corcovado und die Lagune. Im touristischen Strandviertel Ipanema, das südwestlich an die Copacabana anschliesst, lädt das Meer zum Bade – im Gegensatz zu den Buchten von Flamengo, Botafogo, Urca und Guanabara, wo das Meer durch stinkende Abwässer verschmutzt ist. In Guanabara finden die olympischen Segelwettbewerbe statt. Die eigentlich traumhaft schöne Bucht von Urca, gleich neben dem Zuckerhut, sei bekannt für ihre Bars, Imbissbuden und romantischen Sonnenuntergänge, verrät Fabio.

Bild: Fabio Blaser

ber 2015 auf die Welt gekommen ist. Vom Fenster in ihrer Wohnung aus blickt man auf eine vierspurige Strasse und den grünen Rio Comprido, der sich wie ein kleines Tal ausbreitet. Lehnt man sich weiter hinaus, zeigt sich Rios Wahrzeichen, die fast 40 Meter hohe Jesusstatue auf dem Corcovado. Das Herz oder vielmehr die Pulsschlagader von Santa Teresa bildet die Rua Almirante Alexandrino: Die oberhalb der Küste thronende kurvige Strasse, auf der einst eine klapprige Strassenbahn fuhr, ist verkehrsarm und gesäumt von Kunsthandwerkläden, Bars und Restaurants.


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Reisetipps

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Geschichtsträchtig: das Café Confeitaria Colombo im Stadtteil Centro

Zu den neuesten Attraktionen zählt das Museu do Amanhã. Der spektakuläre Bau des «Museums von morgen» ist das neue Wahrzeichen des Hafenareals Porto Maravilha. Entworfen hat es der spanisch-schweizerische Stararchitekt Santiago Calatrava – gekostet hat es über 50 Millionen Franken. Ein so aufsehenerregendes Gebäude ist für Rio keine Ausnahme: Wie ein Ufo erhebt sich das Museu de Arte Contemporânea auf einem Felsvorsprung an der Küste in Niterói ausserhalb der Stadt. Kulturstätten und Nachtleben

Unbedingt einen Besuch wert ist der Stadtteil Centro: Hier lassen sich diverse historische Bauten bestaunen: Gotteshäuser, die Oper, die Nationalbibliothek oder das über 120 Jahre alte Café Confeitaria Colombo – alles rund um die Avenida Rio Branco. Am besten setzt man sich in ein Taxi und fährt von der Copacabana via Stadtteil Flamengo und den erwähnten Park, der von Joggern und Bikern eingenommen wird. Die Altstadt kombiniert man mit dem Stadtteil Lapa, wo sich das Epizentrum des vibrierenden Nachtlebens befindet, genauer: an der Kreuzung der Rua do Lavradio und der Avenida Mem de Sá (siehe auch Tipp).

«Lapa ist der Partyort, weniger geeignet in Sachen Restaurants, aber ideal für Bar- und Discobesuche», sagt Fabio. Nach dem Einnachten sollte man keine öffentlichen Busse mehr benutzen. Die 15-minütige Taxifahrt zurück zur Copacabana kostet knapp 30 Real, umgerechnet also weniger als 10 Franken. Der Wert des Fran­ kens gegenüber der einhei­ mischen Währung hat sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt, was den Aufenthalt für Besucher zurzeit besonders attraktiv macht. Eine Attraktion sind auch die Cariocas, die zwar meist keine Ahnung von Samba haben, dafür ein entspanntes Flipflop-Lebensgefühl ausstrahlen. «Mir gefällt, wie herzlich die Einwohner sind. Ich lerne hier sehr schnell Menschen kennen», sagt Fabio Blaser. Vielleicht zeigt sich die Lebensfreude der Cariocas am besten sonntags, wenn der Verkehr entlang der Copacabana gesperrt ist und der Strand überfüllt mit Sonnenanbetern, Fussball- und Volleyballspielern. Wer dann bei einem Saft der Açai-Superbeere aus dem Amazonas entspannt, vergisst für einen Moment die Sorge um die Sicherheit und träumt von der Weite des Ozeans. MM

• Sobrenatural: Stadtteil Santa Teresa, Rua Almirante Alexandrino 432. Besonders zu empfehlen: Fisch und Meeresfrüchte, Hummer und Palmito-Salat! • Mangue Seco: Stadtteil Lapa, Rua do Lavradio 23. Über 100 Sorten Zuckerrohrschnaps; Crevettensuppe «Bobó de Camarão» bestellen! • Marius Degustare: Leme, Av. Atlântica 290. Direkt an der Copacabana; Fleisch und Fisch à discrétion (leicht überteuert). Mitbringsel

Cachaça heisst das Nationalgetränk aus Zuckerrohrsaft. Grosse

Auswahl an der Avenida Armazém 331 (Bild) in der Nähe des Hotels Copacabana Palace.

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Sehenswürdigkeit

Morgens um 8 Uhr mit dem Minivan für 53 Real (14 Franken) auf den Hausberg Corcovado fahren und von dort die Aussicht auf Rio geniessen. Tickets gibt es in der Nähe des «Copacabana Palace» oder auf www.paineirascorcovado. com.br Weitere Infos zu Rio de Janeiro mit Adressen und Bildern: www.migmag.ch/rio

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LEBEN | MM17, 25.4.2016 | 109

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Digital

Nervende Updates Von allen Seiten wird einem eingetrichtert, dass regelmässige Updates für Sicherheit sorgen. Das stimmt. Was aber, wenn nach deren Installation nichts mehr funktioniert? Text: Reto Vogt

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Bild: iStockphoto

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4. Was gilt für Smartphones oder Tablets? Ohne Umwege lassen sich weder bei Android noch bei Apple frühere Versionen des Betriebs­ systems wiederherstellen. Auch bei einzelnen Apps verhält es sich so. Bei Smartphones und Tablets bleibt Ihnen somit nichts ande­ res übrig, als ein Back­up ein­ zuspielen und es so zu retten.

Ratgeber

I

Update auf Windows 10

Windows 7 wird bis Januar 2020 mit Updates versorgt – Windows 8 noch drei Jahre länger. Wenn Sie mit Ihrem System zu­ frieden sind, gibts keinen Grund, heute etwas daran zu ändern.

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3. Kann ich möglichen Problemen vorbeugen? Ärger mit Updates lässt sich selten voraussagen – zumal Aktu­ alisierungen nicht auf jedem Sys­ tem dieselben Auswirkungen ha­ ben. Die beste Vorsorge sind des­ halb regelmässige Back­ups Ihrer wichtigsten Daten. Optimaler Zeitpunkt: Spätestens vor der In­ stallation des Updates. Empfeh­ lenswert ist darüber hinaus eine Google­Recherche, wie sich die neue Version mit ihrem Gerät verträgt oder ob Kinderkrank­ heiten bekannt sind.

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Ich nutze Windows 7. Seit Kurzem erhalte ich den Hinweis, Windows 10 zu installieren. Soll ich? Jacqueline Dutli

1. Müssen Updates immer installiert werden? Nur aktuell gehaltene Smart­ phones und PCs sind vor den gängigsten Gefahren geschützt. Dementsprechend ist es wichtig, stets alle verfügbaren Updates zu installieren – und zwar für Betriebssystem, Software und Treiber. 2. Gibt es Ausnahmen? Der Verzicht auf ein Update ist ein Kompromiss. Bei älteren Smartphones oder Tablets kann es sich tatsächlich lohnen, ein Betriebssystem­Update nicht zu installieren, da neuere Software zum Teil negative Einbussen auf die Performance der Geräte haben kann. Aber damit einher geht immer der Verlust an Sicherheit.

Zwang zu Windows 10? Wehren Sie sich.

reto.vogt@ migrosmedien.ch

Wenn nach dem Update nichts mehr geht: Nur nicht die Nerven verlieren.

5. Was tun, wenn der PC oder Mac zickt? Windows: Updates kön­ nen via Systemsteuerung/ Programme angezeigt und gelöscht werden. Oder Windows unter Systemsteuerung/Com­ puterschutz über einen zuvor erstellten Wieder­ herstellungspunkt auf einen funktionierenden Zustand zurücksetzen. Mac OS: Rettung ist nur bei aktivierter «Time Machine» mög­ lich. Ist das der Fall, drücken Sie beim Gerätestart die Alt­ Taste und wählen unter «Recovery» ein vorhan­ denes Back­up aus.

5

Rein funktionell pro­ fitieren Windows­7­ Nutzer kaum vom Update – die Verbesse­ rungen sind marginal. Anders sieht es bei Windows 8 aus: Das Update trennt die Ka­ cheloberfläche vom klassischen Desktop – das vereinfacht die Bedienung. Wer updaten will, tut dies bis am 29. Juli 2016 gratis. Es ist emp­ fohlen, vorher ein Daten­Back­up anzu­ legen. Bis zu 30 Tage später kann das Update rückgängig gemacht werden. Weitere Infos:

www.migmag.ch/win10

Reto Vogt (31),

Ressortleiter Online Migros-Magazin @revogt


LEBEN | MM17, 25.4.2016 | 111

Tipps

So is(s)t die Jugend

D

Hungrig und hässig

So wirken Kräuter

«Du bist nicht du, wenn du hungrig bist», lautet ein be­ rühmter Werbespruch für einen Schoko­ riegel. Ein Slogan, der mitten ins Schwarze trifft. Junge Leute sprechen in dieser Situation oft von «hangry», also «angry» und «hungry» zur glei­ chen Zeit. Die weniger englisch­affinen Leute können wohl mit «hässig vor Hunger» mehr anfangen.

• Basilikum:

Wirkt beruhigend, verdauungsfördernd, krampflösend und appetitanregend. • Petersilie:

Regt die Nieren und Verdauungsorgane an, verbessert den Atem und wirkt desinfizierend.

Beliebte Küchenkräuter: Thai-Basilikum, Thymian und Zitronenmelisse (obere Reihe, v.l.); Peterli, Rosmarin und Dill (untere Reihe, v.l.)

• Schnittlauch: Enthält Senföle, die appetitanregend sind und die Gallen- und Lebertätigkeit unterstützen. Eisenund Vitamin-Creich. Leicht blutdrucksenkend. • Koriander:

Unterstützt die Verdauung, fördert den Appetit, beruhigt den Magen-Darm-Trakt.

Ernährung

Würzige Kraftpakete Kräuter helfen, Salz einzusparen, regen die Verdauung an und beugen Entzündungen vor. Gehen Sie auf Entdeckungstour – es lohnt sich.

• Pfefferminze:

Krampflösend, hilft bei Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen. Wirkt desinfizierend und schleimlösend.

Bilder: Getty Images, zVg

Hier schreiben die VivaiExperten über Ernährungsfragen. Dieses Mal die Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta. In Zusammenarbeit mit

Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.

Text: Marianne Botta

B

asilikum ist das mit Abstand meistver­ kaufte Kraut bei der Migros, dicht ge­ folgt von Petersilie, Schnitt­ lauch und Koriander. Dabei führen die meisten Filialen weit mehr Kräuter im Sor­ timent: Maggikraut zum Beispiel, Melisse, Minze, Dill und Estragon. Die grü­ nen Kraftpakete werden seit Jahrtausenden als Heil­ mittel eingesetzt. Verschie­ dene Aroma­, Bitter­ und Scharfstoffe regen die Ver­ dauung an und helfen, Salz einzusparen. Und Kräuter enthalten Vitamin C und Mineralstoffe wie Eisen. Der grüne Pflanzenfarb­ stoff Chlorophyll senkt Blutdruck und Choleste­ rinspiegel, wirkt gegen

Entzündungen und hemmt Bakterien im Wachstum. Natürlich kann man die Kräuter auch selber ziehen im Garten oder auf dem Balkon. Sie haben eine höhere Konzentration an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen als die aus dem Gewächshaus. Es lohnt sich, die Kräuter erst un­ mittelbar vor der Verwen­ dung zu pflücken. Dann ist deren Gehalt an Vitamin C und Folsäure noch höher. Bei der Ernte sollte man zudem auf die Farbe achten: Je dunkelgrüner ein Kraut, desto grösser ist sein Ge­ halt an wertvollen Inhalts­ stoffen. Auch für Grillfans sind Kräuter ein Muss: Der Lebensmittelchemiker

Scott Smith von der Kansas State University wies nach, dass eine Marinade mit Rosmarin und Thymian die Entstehung krebserregender Inhaltsstoffe beim Grillieren vermindert, und zwar um fast 90 Prozent. Doch Küchenkräuter können in zu grosser Menge auch ungünstige Nebenwirkungen haben. Apiol in Petersilie kann Erbrechen verursachen, und Salbei gilt wegen des darin enthaltenen Ner­ vengifts Thujon in grossen Mengen als gesundheits­ schädlich. Ratsam ist viel Abwechslung im Umgang mit den kleinen Grünen. So hält sich das Risiko in Grenzen. MM

Auch ich werde unausstehlich, wenn ich meinem Körper zu lange keine Nährstoffe zuführe. Leider gehöre ich auch zu denjeni­ gen, die beim blossen Anschauen von Scho­ koriegeln und anderen süssen Snacks schon Speck an den Hüften ansetzen. Studentenfutter ist für mich eine gute Alternative. Leider ver­ hält es sich dabei wie mit Chips: Ist die Tüte einmal offen, wird sie leer gegessen. Um mich vor mir selbst zu schüt­ zen, rationiere ich die Portionen und fülle die Nüsse und Trocken­ früchte in winzige Tupperwares ab. Täg­ lich kommt eines davon in meinen Rucksack. So bin ich gut gewapp­ net, falls ich tagsüber «hangry» werden sollte.

Annina Brühwiler (24)

Studentin aus Winterthur


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LEBEN | MM17, 25.4.2016 | 113

Tipps

Schwindel richtig therapieren Die Behandlung des Schwindels richtet sich nach der Ursache. Bei Störungen der Sensoren in der Halswirbelsäule, also bei Verspan­ nungen des obe­ ren Nackens: Gezielte manuelle Therapien durch eine gut ausgebil­ dete Fachperson (Arzt, Chiroprakti­ ker, Physiothera­ peut, Osteopath).

Gesundheit

Karussell im Kopf? Sofort handeln Die Ursache von Schwindelattacken ist in den meisten Fällen nicht besorgniserregend. Trotzdem sollte man sich bei plötzlichem Schwindel von einem Arzt untersuchen lassen. Text: Eva Engler

S

Bei Störungen des Gefühls oder der Lagesensoren der Füsse und der Beingelenke: Gleichgewichts­ training, passen­ des Schuhwerk, keine Stolperfallen im Haus. Bei Störungen des Sehsinns: Richtige Korrektur des Sehvermögens (insbesondere bei Gleitsichtbrillen).

Illustration: Jörg Block

chwindel ist nicht gleich Schwindel. In der Regel unterscheidet man zwischen dem «ungerichteten» Schwindel, der einem Unsicherheits- oder kurzen Schwächegefühl entspricht, und dem «gerichteten» Dreh- oder Schwankschwindel. In jedem Fall handelt es sich um ein Missverhältnis zwischen den Informationen, die im Hirn zur Lage und Bewegung des Körpers im Raum verarbeitet werden. Die Informationen bezieht der Körper einerseits über Sensoren im Innenohr, in der Halswirbelsäule und in den Lagemeldern in Gelenken. Andererseits über die Sensibilität, etwa der Fusssohlen, sowie über den Sehsinn. Entsprechend können Störungen all dieser betei-

ligten Informationssysteme zu Schwindel führen. Gerade im Alter kommt es vor, dass verschiedene Ursachen im Spiel sind. Den Ursachen auf den Grund gehen

Am häufigsten kommt der gutartige Lagerungsschwindel vor, der plötzlich auftritt und durch eine bestimmte Bewegung des Kopfs ausgelöst wird. Diese führt zu einer Störung im Innenohr. Diese Art von Schwindel kann durch die Wiederholung der genau gleichen Bewegung des Kopfes «trainiert» und abgeschwächt werden. Da­ neben gibt es andere Störungen des Innenohrs, die über Minuten bis Tage anhalten und oft von einer Fallneigung, Übelkeit oder einem Tinnitus begleitet sind.

Schwindelgefühle können zudem bei Herz-Kreislauf-Problemen auftreten, bei Herzrhythmusstörungen mit sehr hohem oder sehr tiefem Puls, sehr tiefem Blutdruck oder tiefem Blutzucker. Schwindel kann auch psychische Ursachen haben, wie zum Beispiel Panikattacken oder «Höhenangst». Bei Schwindelattacken ist es wichtig, der Ursache auf den Grund zu gehen, um gefährliche Krankheiten wie etwa eine Durchblutungsstörung des Gehirns ausschliessen zu können. Besonders alarmierend ist, wenn der Schwindel begleitet wird von starken Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Sprachstörungen oder Lähmungen. MM Broschüre des Unispitals Zürich zum harm­ losen Schwindel: www.migmag.ch/schwindel

Dr. med. Eva Engler, Fachärztin FMH für Allgemei­

ne Innere Medizin, Physikalische Medizin und Rehabilitation, Medbase Thun In Zusammenarbeit mit


114 | MM17, 25.4.2016 | LEBEN

Ich heisse Séverin und bin zwölf Jahre alt. Ich mache viele Sachen sehr gern: Turnen, Biken, Fussballspielen und Kollegen treffen. Zudem spiele ich Posaune in der Jugendmusik Sargans. Aber ein Hobby bedeutet mir besonders viel: Minitrucker bauen. Seit 2011 bin ich Mitglied beim Verein Minitrucker Rheintal. Auch meine siebenjährige Schwester Leonie hat schon mit Hilfe einen eigenen kleinen Laster gebaut.

Kinder

Grosse Brummer im Kleinformat

Nach einem Unfall begannen Séverin und sein Vater, Minitrucks zu bauen. Heute ist der 12-Jährige das jüngste Mitglied im Verein Minitrucker Rheintal. Er hofft, dass noch weitere Jugendliche dazustossen. Text: Andrea Fischer-Schulthess

Mein Hobby «Modellbauen verlangt recht viel Geduld. Man muss gern tüfteln und mit den Händen geschickt sein. Ein Bausatz ist recht teuer, er kostet etwa 600 Franken. Man hat aber lange etwas davon: Das Zusammenbauen dauert gut fünf bis sieben Tage. Danach kann man das Gefährt stolz beim Schaufahren vorführen.»

Bilder: Gabi Vogt

«Minitrucks sind Modelle von grossen Lastautos, die ich originalgetreu im Massstab 1 zu 14 nachbaue, mit echten Lichtern und allem. Dafür kaufen mein Vater und ich Bausätze. Die Minitrucks sind unser gemeinsames Hobby. Wir haben es vor vier Jahren entdeckt, als wir einen Unfall hatten: Beim Anzünden eines Holzstapels am 1. August erlitten wir Verbrennungen

Mein Klub «Mein Vater und ich sind Mitglieder beim Verein Minitrucker Rheintal. Dort trifft man sich zu Klubhöcks und zum Schaufahren, bespricht technische Probleme oder andere Fragen. Unsere Modelle können wir auf der eigenen kleinen Piste fahren lassen.» Weitere Informationen: www.minitrucker-rheintal.ch

und durften drei Wochen lang nicht nach draussen. Aus Langeweile kauften wir einen Truckerbausatz. Seither haben wir schon sieben Modelle zusammengebaut, lackiert und die Kleber draufgemacht. Über Bekannte kamen wir zu den Minitruckern Rheintal. Im Verein zu bauen, ist viel lustiger als allein.

Es gibt auch Schaufahren, wo man seine Modelle zeigen und Preise gewinnen kann. Mir macht das alles Spass, auch wenn ich bis jetzt der einzige Jugendliche im Klub bin. Vielleicht kommen ja noch ein paar weitere hinzu, das wäre cool. Bei den Miniaturautos muss man auch Kabel einbauen und Dichtungen anbringen. Mich interessiert das sehr. Wenn ich gross bin, möchte ich selber mal Truckerfahrer werden, so wie mein Vater es früher war.» MM


LEBEN | MM17, 25.4.2016 | 115

Kevin (7), Basel

Du sprichst ein Thema an, das vielen Leuten Kummer macht. Jetzt im Frühling noch mehr als sonst, weil die Sonne wieder öfter scheint. Viele Tiere verlieren nun ihr Winterfell. Es gibt auch Men­ schen, die in den sonnigen Mo­ naten mehr Haare verlieren. Nor­ malerweise fallen uns etwa 70 bis 100 Kopfhaare pro Tag aus. Kein Problem: Sie wachsen wieder nach. Wenn jemand eine Krankheit hat oder starke Medikamente nimmt,

kann auch das zu Haarausfall füh­ ren. Deswegen können sogar Kinder eine Glatze bekommen. Zum Beis­ piel, wenn sie krebskrank sind. Man kann selbst im grössten Glück Haare verlieren: Wenn eine Mutter ein Baby geboren hat, fallen ihr für eine Weile mehr Kopfhaare aus als sonst. Auch diese wachsen wieder nach.

bei Frauen. Schuld daran sind gewis­ se Hormone: Das sind eine Art Winz­ linge im Körper, die wie Pöstler In­ formationen hin und her tragen und dem Körper sagen, was er zu tun hat. Heutzutage leiden auch viele Menschen unter Stress, der eben­ falls zu dauerhaftem Haarausfall führen kann. Dichtes Haar gilt als Zeichen von Stärke und Schönheit. Wäre es daher nicht stark und schön, wenn sich die Leute weniger stressen lassen würden? MM

Es ist zudem normal, dass einem mit zunehmendem Alter die Kopf­ haare ganz ausfallen. Das kommt bei Männern häufiger und früher vor als

Gabriela Bonin (48) beantwortet

Kinderfragen zu aktuellen Themen.

Oh, wie süss! Schaul mal, im Frühling gibt es viele neue Tierbabys. Welches Tierbaby gehört zu welchem ausgewachsenen Tier? Verbinde sie!

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Perlen des Nordens Kopenhagen – Helsinki – Stockholm – Oslo. Das grosse Sommererlebnis.

8 Tage Fr. 995.– 1. Tag Schweiz – Hannover Fahrt entlang dem Rhein und durch Hessen nach Hannover. 2. Tag Hannover – Kopenhagen – Malmö Durch die Lüneburger Heide und vorbei an Hamburg erreichen Sie Puttgarden zur Überfahrt nach Dänemark. Durch Lolland und Falster gelangen Sie nach Kopenhagen. Während einer Stadtrundfahrt lernen Sie die Sehenswürdigkeiten der dänischen Hauptstadt näher kennen. Am Abend erleben Sie die spektakuläre Fahrt über die Oeresundbrücke nach Malmö. 3. Tag Malmö – Stockholm Sie durchfahren das von vielen Seen geschmückte Südschweden. Über Linköping erreichen Sie Stockholm, wo Sie Ihre Kabinen auf einem Fährschiff beziehen. Danach geniessen Sie die einmaligen Ausblicke auf die unzähligen Inseln, die der Küste vorgelagert sind. 4. Tag Turku – Helsinki Am Morgen legt das Schiff in Turku an. Nach einer kurzweiligen Fahrt durch Südfinnland erreichen Sie Helsinki. Auf einer geführten Stadtrundfahrt zeigt man Ihnen die Sehenswürdigkeiten der finnischen Hauptstadt. Danach haben Sie noch genügend Zeit, sich auf eigene Faust umzusehen, bevor Sie wiederum Ihre Kabinen auf einem modernen Fährschiff beziehen und das grandiose Schauspiel beim Auslaufen des Schiffs aus dem Hafen vom Deck aus verfolgen. 5. Tag Stockholm – Karlstad Am Morgen läuft das Schiff in Stockholm ein, wo Sie zur Stadtrundfahrt durch die grösste nordeuropäische Stadt erwartet werden. Neben allen anderen Sehenswürdigkeiten, werden Sie vor allem natürlich die Gamla stan, die Altstadt, die «Stadt zwischen den Brücken» besuchen. Über die Mittagszeit geniessen Sie den freien Aufenthalt, bevor Sie Ihre Fahrt fortsetzen. Durch das Södermanland führt der Weg Richtung Westen an die Ufer des Vänernsees nach Karlstad. 6. Tag Karlstad – Oslo Im Verlaufe des Vormittags erreichen Sie die norwegische Hauptstadt Oslo. Nach einem freien Aufenthalt werden Sie zur Stadtrundfahrt erwartet. Natürlich darf ein Besuch des Holmenkollen-Gebiets ebensowenig fehlen, wie ein Spaziergang durch den berühmten Vigelandspark. Gegen Abend beziehen Sie Ihre Kabinen auf einem Fährschiff und geniessen anschliessend die Fahrt durch den grandiosen Oslo-Fjord. 7. Tag Frederikshavn – Hannover Am Morgen legt Ihr Schiff in Frederikshavn an. Sie durchfahren die Halbinsel Jütland und erreichen Schleswig Holstein und am Abend Hannover. 8. Tag Hannover – Schweiz Durch das Weserbergland gelangen Sie wieder nach Hessen. Über die Hügelzüge des Taunus und entlang dem Rhein erreichen Sie wieder die Schweiz.

Reisedaten 2016 10. – 17. Juli 23. – 30. Juli 07. – 14. August

Abfahrtsorte Zürich, Bern, Olten, Basel, Luzern

Das ist alles dabei...

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8-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage

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3 Übernachtungen auf modernen Fähren in Doppelkabinen innen mit Dusche/WC

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4 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels

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Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC

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Halbpension in den Hotels (während der Fährüberfahrten ist das Skandinavische Frühstücksbuffet inbegriffen)

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Geführte Stadtbesichtigungen in Kopenhagen, Helsinki, Stockholm und Oslo

Nicht inbegriffen:

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Annullationsschutz Fr. 32.– Aussenkabine Fr. 105.– Einzelzimmerzuschlag Fr. 190.– (nur Hotel)

Reisedokumente Schweizer Bürger benötigen einen gültigen Reisepass oder eine gültige Identitätskarte.

Fremdwährungen Euro, Dänische, Schwedische und Norwegische und Krone

Schaffhauserstrasse 44, 8152 Glattbrugg www.bossartreisen.ch

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LEBEN | MM17, 25.4.2016 | 117

3 x 1 Gutschein für einen Sunita­ Suits­Anzug und einen Gillette­ProShield­ Rasierer.

Wettbewerb

Mitmachen und gewinnen Für ein erstklassiges Rasurergebnis sowie ein Topstyling verlosen das Migros-Magazin und Gillette 3 x 1 Gut­ schein für einen mass­ geschneiderten Anzug von Sunita Suits sowie den neuen Gillette ProShield im Wert von 1000 Franken. Im Preis enthalten sind: • ein Hemd • ein Anzug • eine Krawatte Wettbewerbsfrage: Wie viele mass­ geschneiderte Anzüge werden verlost? So machen Sie mit: Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039

Perfekt von Kopf bis Fuss: mit einem Anzug von Sunita Suits, nach einer Rasur mit dem Gillette ProShield Glücksgriff

Geschmeidige Eleganz Das Migros-Magazin und Gillette verlosen 3 x 1 Gutschein für einen massgeschneiderten Anzug von Sunita Suits und einen Gillette ProShield für das passende Bartstyling.

F

ür den stilsicheren Auftritt muss alles stimmen: Ein eleganter Anzug gehört ebenso dazu wie ein gepflegtes Gesicht. Doch einen Anzug zu finden, der wirklich sitzt, ist nicht ganz einfach. Manchmal sind die Schultern zu breit, die Hosenbeine zu lang … Das Migros-Magazin und Gillette ermöglichen drei Lesern, den ganz persönlichen Look zu gestalten. Mit den massgeschneiderten Anzügen von Sunita Suits findet jeder Mann die Kombination, die perfekt zu ihm passt. Um den optimalen Look zu kreieren, nimmt Sunita Suits als

Erstes eine Typanalyse vor – Farbton, Material und Design, alles muss harmonisch abgestimmt sein. Die Kunden können alle Details, von der Stoffauswahl bis zur Anzahl der Knöpfe, selber bestimmen. Dies gilt natürlich auch für die Gewinner der Glücksgriff-Verlosung. Das perfekte Outfit, das die eigene Individualität unterstreicht, ist damit garantiert. Hautschützend und sanft

Zum stylischen Look gehören die richtige Körperpflege und das passende Bartstyling. Der neue Gillette ProShield ermöglicht

nicht nur eine gründliche, sondern auch eine hautschützende Rasur. Das Besondere an ProShield ist der neue zusätzliche Lubrastrip vor den Klingen. Er schützt und pflegt die Haut vor jedem Rasierzug und beugt so Hautirritationen und Rötungen vor. Mit ihren Inhaltsstoffen ermöglichen die Lubrastrips ein noch sanfteres Gleiten der Rasierklingen über die Haut. Das Ergebnis: ein Topstyling von Kopf bis Fuss, dank Gillette ProShield und Sunita Suits. MM Weitere Informationen: www.gillette.de; www.sunitasuits.ch

(1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Per Postkarte: Senden Sie eine Post­ karte (A­Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros­ Magazin, «Gillette», Postfach, 8099 Zürich Online: Gratis unter www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 1.5.2016. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlos­ sen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz ge­ führt. Die Mitarbeitenden der Migros­Medien sind von der Teilnahme ausgeschlos­ sen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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LEBEN | MM17, 25.4.2016 | 119

Bitte melde dich

Lasst uns wiedersehen! Ich suche Barbara Käser. Sie wurde vor zirka 35 Jahren in Bern geboren.

Ich habe Barbara Käser in einem Modegeschäft in Bern kennengelernt (Weilenmann). Danach arbeitete Sie in Genf und zog später nach Zürich. Ihre Eltern leben in der Nähe von Bern. Sie hat noch einen Bruder und eine Schwester.

Wer weiss, wo ich sie finde? Es würde mich sehr freuen, wenn ich Barbara auf diesem Weg finden würde.

Doris Binggeli; E-Mail: dorisbi@bluewin.ch

Wir möchten Anfang Oktober eine Klassenzusammenkunft der 3. Sekundar in Dietikon ZH von 1965 organisieren (Jahrgänge 1949 und 1950). Wir suchen folgende ehemalige Mitschüler: Rita Benerecetti, Hans-Rudolf Bögli, Rolf Daenzer, Erich Hophan, Christine Kunz, Rosmarie Müller, Michèle Badoux, Fritz Maron, Carmen Soltermann, Beatrice Volger, Ulrich Weber und Eva Zimmermann. Albruna Brignoli; E-Mail: albruna@gmx.ch

Für ein Klassentreffen der KV Business School in Zürich (1983–1986) suche ich: Monika Arnold, Okan Bayir, Wolfgang Di Berardino, Urs Eichenberger, Bruno Heine, Thomas Huber, Andrea Sekinger, Karin Schuppisser, Bettina Oes, Karin Stutz und Yolanda Spreiter (alles ledige Namen). Ich freue mich auf jeden Kontakt. Martin Gerster; E-Mail: mdgerster@ziknet.ch

Wer kannte meinen Vater Paul Walter Loosli (10.12.1938 bis 8.3.2014) ?

Mein Vater ist am Jegerlehnerweg in 6010 Kriens aufgewachsen. Ich würde gerne mehr aus seiner Kindheit und seiner Jugendzeit erfahren. Ich bin für jeden Hinweis dankbar. Carmen Zingg; E-Mail: carmenzingg@bluewin.ch

Mitmachen

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120 | MM17, 25.4.2016 | LEBEN

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Gewinner «Zusatz» Nr. 15:

Rudolf Iff, Rüfenacht BE; Kurt Steiner, Pfäffikon ZH; Richard Steiner, Mönchaltorf ZH; Olivier Rusterholz, Lausanne; Helen Wanderon, Luzern


LEBEN | MM17, 25.4.2016 | 121

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wer besteht aus einem Kopf und einem Stiel? M Hammer

H Säge

R Hobel

A gegeben

I

2. Wer hat, dem wird …? E

gestohlen

genommen

3. Wie nennt man jemanden, der sich getarnt in eine Organisation einschleicht? R Blindschleiche

U Maulwurf

O Eidechse

So nehmen Sie teil

4. Welche Ortschaft liegt etwa in der Mitte (Luftlinie) zwischen Zürich und Mailand? S

Zug

N Chiasso

R Nomophobie

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.5.2016, 24 Uhr

S

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

L

Faido

T

Saarland

5. An welches deutsche Gebiet grenzt der Kanton Aargau? W Baden-Württemberg

M Bayern

6. Wo in den USA spielt der Historien-Western-Thriller «The Revenant»? I

Texas

U North Dakota

N Oregon

7. Wie nennt man die Angst, nicht erreichbar zu sein? B Radiophobie

E

Androphobie

8. Auf welchem Staatswappen ist eine Bibel abgebildet? A Belize

F

Dominikanische Republik

Puerto Rico

Lösungswort: 1

2

3

Gewinner Nr. 14:

4

5

6

7

8

Therese Leibundgut, Utzenstorf BE; Regina Felber, St. Erhard LU; Anita Widmer, Koppigen BE

Auflösung Nr. 16: KOENIGIN

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1 4 3

N 5

Auflösung Nr. 16: HENNE Gewinner Nr. 15:

Anna Dobler, Glarus; Silvia Bühler, Hettlingen ZH; Lisbeth Wermelinger, Kriens LU

2

ENKLAVEN GERANGE L H OME P A G E KAENGURU KENNER I N LESELUPE L I NGER I E NEAPELER PANKREAS SCHENKEL

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.5.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

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3

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LEBEN | MM17, 25.4.2016 | 123

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

9 2

7

7 3

6 8

7 8 5 6

6

1

9

2 1

4 5

1 2

Auflösung Nr. 16: 798

6 3

9

7 1

1

6 3

9 1 8 7 3 6 4 2 5

4 5 2 8 1 9 3 6 7

6 7 3 5 2 4 1 8 9

3 2 5 9 6 8 7 1 4

8 4 6 1 7 3 9 5 2

1 9 7 4 5 2 8 3 6

7 8 1 6 4 5 2 9 3

2 6 9 3 8 7 5 4 1

5 3 4 2 9 1 6 7 8

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.5.2016, 24 Uhr

Gewinner Nr. 15:

Hans Arnold, Emmen LU; Ursula Gallati, Hombrechtikon ZH; André Franzetti, Riden VS; Nadine Ducraux, St-Légier-La Chiésaz VD; Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite Pascal Grütter, Uttigen BE

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 3 2 4 3 1 miteinander verbunden 2 1 2 4 3 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 3 2 7 3 1 und mehr als zwei Linien.

6 0 2 1 1 1

Auflösung Nr. 16:

0

3 3

2 2 5 1

6

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1

2

2

0

2

2

1

3

1 3 2

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3 1

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2 3 3 2

3 4 2

1 2 4

3 3

Auflösung Nr. 16: 2

3

2

3

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6

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3

4

3

2

1

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2 2

2 2

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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 386 000 (WEMF, MACH Basic 2016-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Reto Meisser

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Sonja, Leissing, Anna Meister, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West, Anette Wolffram

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Verlag: Layout: Doris Oberneder (Creative Director), Rolf Hauser (Leitung), Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Werner Gämperli, Nicole Gut, Tel.: 058 577 13 70, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara Fax: 058 577 13 71

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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126 | MM17, 25.4.2016 | LEBEN

Meine Welt

«Es war nicht Liebe auf den ersten Blick» Im Fernsehen sucht sie ihren Traummann, privat bewundert sie starke Frauen. Ihren Prinzen hat die neue Bachelorette Zaklina Djuricic tatsächlich unter den 19 Kandidaten gefunden. Wer der Glückliche ist, gibt sie erst in der Sendung am 6. Juni preis.

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Text: Laila Schläfli Bilder: Daniel Winkler

Mein Lieblings­ produkt

«Ich liebe AlnaturaSachen. Das Kokoswasser gebe ich als Basis zu meinen Smoothies, die ich mir jeden Morgen selber mixe.»

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LEBEN | MM17, 25.4.2016 | 127

1 Mein Zuhause «Ich lebe in einer WG in Urdorf ZH. Das Himmelbett war ein Mädchentraum von mir. Ich lese oft im Bett, meistens mehrere Bücher parallel.» 2 Mein Tick «Taschen und Hüte:

Letztere vor allem, wenn ich einen Bad-Hair-Day habe.» 3 Mein Rückzugsort «Etwa viermal pro Woche gehe ich im Wald über Urdorf joggen. In der Natur fühle ich mich freier als in einem Fitnesscenter.» 3

4 Meine Katzen «In Serbien gibt es ja viele Strassenkatzen. Als Kind wollte ich

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Name: Zaklina Djuricic (29) Sternzeichen: Widder Biografie und Lebenslauf:

Nach der Schule wollte ich Krankenschwester werden und absolvierte bis 18 Praktika. 2006 nahm ich am «Elite Model Look»-Wettbewerb teil und kam in den Final. Ich modelte ein Jahr, bis ich mit 21 Leandro (7) zur Welt brachte. Danach machte ich das KV. Mit dem Vater meines Sohns bin ich nicht mehr zusammen. Zur «Bachelorette» kam ich über meine Vorgängerin Frieda, die ich vom Modeln her kannte. Sie schlug mich dem Sender vor. Ich glaube, meine natürliche Art sowie meine emotionale Seite haben überzeugt. Im Moment bin ich Vollzeitmodel. Was mich noch reizt, ist die Schauspielerei. «Die Bachelorette», 3+, jeweils am Montag um 20.15 Uhr

immer alle mitnehmen. Nun habe ich selber zwei Katzen und bald eine dritte: Die graue Nachbarskatze ‹JJ› wohnt mittlerweile auch fast bei mir.»

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5 Meine beste Freundin «Mit meiner Nachbarin Tanja Kuriger (37) hat es grad gefunkt, wir verstanden uns auf Anhieb. Wir sind beide alleinerziehend und unternehmen viel mit den Kindern.» 6 Mein Traummann «Diese Kette

schenkte mir mein Freund. Ohne die Show hätte ich ihn vermutlich nie getroffen. Es war nicht Liebe auf den ersten Blick. Doch in fünf Wochen hat man Zeit, jemanden kennenzulernen.»

Foto: 3plus

7 Meine Faszination «Romy Schneider

5

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ist die schönste Frau, die es je gab: so eine zerbrechliche Schönheit. Sie fasziniert mich. Sie lebte, wie sie wollte, und machte, was sie wollte – sehr rebellisch.»


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