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Migros magazin 16 2017 d vs

Page 1

Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

MM16, 18.4.2017 | www.migrosmagazin.ch

Wandern in der Bretagne Seite 68

Verteidigungsminister Guy Parmelin:

Bild: Marco Zanoni

«Meine Vision ist eine Schweizer Armee, die ernst genommen wird» Seite 16 Ältere Frau mit jüngerem Partner: Drei Paare erzählen Seite 8 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 - 720 42 59


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MM16, 18.4.2017 | 3

D Editorial

Kein Verfallsdatum

Die Luft wird dünner für die Schweizer Medien. Viele Zeitungen und Zeitschriften haben im letzten halben Jahr Leserinnen und Leser verloren. Einige konnten dies zwar online kompensieren, doch auch im Netz nimmt der Schwung ab. Dies zeigt die neuste Erhebung der Leserzahlen durch die AG für Werbemittelforschung (Wemf ). Um 1,7 Prozent konnte das MigrosMagazin die Zahl der Leser/-innen im letzten Halbjahr steigern. Der Mix aus seriösem Journalismus und verständlich aufgemachten MigrosInformationen hat offenbar kein Verfallsdatum. Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, danke ich für Ihre Treue.

Bild: Basil Stücheli

Hans Schneeberger, Chefredaktor hans. schneeberger@ migrosmedien.ch

6 Diese Woche Immer längere Arbeitswege: Macht Pendeln wirklich krank? 8 Reife Frau, junger Mann

Drei unkonventionelle Paare erzählen von ihrer Liebe, die keine Altergrenzen kennt 15 Bänz Friedli 16 Interview Wie Verteidigungsminister Guy Parmelin jungen Menschen die Armee wieder schmackhaft machen will

Migros-Welt 27 Aprikosenkonfitüre

So kommt die geliebte Süsse aus dem Wallis ins Glas 32 Knusprige Brote

Gut Teig will Weile haben 36 Kaffeezubreitung

Nützliche Tipps vom Champion

Leserzahlen MACH Basic 2017–1 Titel

Menschen

2017–1 in 1000

16–2/17–1 +/–

Migros-Magazin

2374

1,7%

Coop-Zeitung

2636

0,2%

20 Minuten D-CH

1356

–0,6%

Beobachter

860

1,5%

Schweizer Illustrierte

634

0,3%

SonntagsZeitung

628

0,6%

Schweizer Familie

620

–4,0%

Blick am Abend

592

–5,0%

SonntagsBlick

588

0,3%

Blick

507

–3,6%

Tages-Anzeiger

461

0,2%

Berner Zeitung BZ/Bund

341

0,6%

Neue Zürcher Zeitung

259

4,4%

Die Weltwoche

191

–15,1%

Basler Zeitung

104

–3,7%

39 Migusto

Sprossen und Keimlinge ziehen: So einfach gehts 54 Freude am Geschmack 57 Spaghetti neu verpackt 58 Bereit für den Sommer

61 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

8

Leben 67 Kolumne «1, 2 oder 3?»

In der Schuldenfalle 68 Reisen

Raue Idylle: Auf Wanderwegen durch die südliche Bretagne 72 Gesundheit

Mit Osteopathie das Gefühl für den Körper finden 75 Brave New Girl 76 Glücksgriff 77 Migros Bank 78 Kinder: Bitterling 80 Rätsel/Impressum 84 Cumulus 86 Meine Welt SRF-Korrespondentin Barbara Lüthi zeigt ihr Zuhause vor den Toren Hongkongs

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Stift Heiligenkreuz und über Mayerling nach Baden. Nach einer kurzen Stadtführung in Baden stärken wir uns mit einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee. 4. Tag: Wien, Ausflug Wachau. Wir fahren nach Melk, im Herzen der Wachau. Kurzer individueller Aufenthalt und danach Schifffahrt durch die Wachau bis nach Dürnstein. Wir sehen das Weltkulturerbe Wachau mit mittelalterlichen Burgruinen und wildromantischen Weingärten. Freie Zeit für eine individuelle Mittagspause in Dürnstein. Anschliessend fahren wir zu einem Weingut, wo wir lokale Weine probieren und nebenbei einiges über die hiesigen Weine und deren Produktion erfahren. 5. Tag: Wien–Burgenland–Villach. Das Burgenland weicht von der üblichen Vorstellung Österreichs grundlegend ab. Berge sucht man hier vergebens. Weite Ebenen, der östlichste Steppensee Mitteleuropas, rollende Hügel, Wald- und Aulandschaften und unüberschaubare Weinflure prägen das Landschaftsbild. Wir unternehmen eine Kutschenfahrt ab Illmitz in die weite Landschaft des Nationalparks Neusiedler See–Seewinkel und erhalten einen Eindruck der reichen Flora und Fauna im Biosphärenpark. Danach geniessen wir eine Jause mit einem Glas Wein beim Heurigen am Kutschenhof. Weiterfahrt nach Villach. 6. Tag: Villach–Schweiz. Rückreise über die Gerlos Alpenstrasse in die Schweiz.

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Menschen MM16

Darauf freuen wir uns Earth Day Der Tag der Erde findet am 22. April. statt. Damit

soll die Wertschätzung für die Umwelt gestärkt und die Art des Konsums hinterfragt werden. Kinderumzug Sechseläuten in

Zürich – ein zünftiges Frühlingsfest auch für Kinder von 5 bis 15, am Sonntagnachmittag, 23. April.

Unnützes Wissen

Immer diese Promis!

«Dieses Bild könnte das Gemälde eines expressionistischen Künstlers sein oder eine Installation von Fischli/Weiss. Es könnte aber auch ein Stück Broccoli neben einem abgebrochenen Plastikteil auf den Fussboden gefallen sein. Oder ist es das Hirn eines Marsmenschen auf dem Seziertisch? Was uns auf den ersten Blick wie ein poetisches oder verspieltes Bild anmutet, bedeutet für Hunderte von Menschen Verlust, harte Arbeit und einen unfreiwilligen Neuanfang: Ein Baum und der Rest eines Daches ragen aus den Fluten eines über die Ufer getretenen Flusses, nachdem der Zyklon Debbie im australischen Lismore riesige Überschwemmungen ausgelöst hat.» Mein Bild der Woche

Bilder: Alessandro della Bella/Keystone,Tracey Nearmy/EPA/Keystone, Marco Zanoni

und Regisseurin von erfolgreichen Filmen wie «Die Herbstzeitlosen», «Tannöd» und «Lovely Louise».

Hörprobe

Entschuldigung, was hören Sie gerade? Roberta Lauro (19), Coiffeuse, Bümpliz BE

a) «Money» von Foxes b) «Cheap Thrills» von Sia c) «Don’t Let Me Down» von The Chainsmokers

Auflösung: a) «Die Melodie macht gute Stimmung.»

Bettina Oberli (44) ist Autorin

US-Regisseur Steven Spielberg wollte für seine Arbeit an «Schindlers Liste» kein Geld. Seine Begründung: «An dem Geld klebte Blut.»

Mit Gustav Klimt, Otto Wagner und Egon Schiele starben gleich drei berühmte Wiener Kunst- und Kulturschaffende 1918. Im Kokainrausch machte sich Filmschauspieler Helmut Berger bei einem Ball der Fürstenfamilie in Monaco in die Hose. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hatte 2010 ein Einkommen von 1,7 Millionen Dollar. Seine Sekretärin verdiente 60 000 Dollar pro Jahr. Quellen: Stern/Neon, Unnützes WienWissen


6 | MM16, 18.4.2017 | MENSCHEN

Wie lang ist Ihr Arbeitsweg? www.migmag.ch/ umfrage

Umfrage Letzte Woche haben wir gefragt:

Diese Woche

Pendeln macht krank? Ach was! Arbeitswege werden immer länger und die Pendlerströme haben sich in den letzten 25 Jahren massiv verlagert. Doch Wirtschaftspsychologe Christian Fichter hält nichts von der Behauptung, dass Pendeln krank macht – ganz im Gegenteil. Text: Reto E. Wild

Worauf freuen Sie sich an Ostern? 46% Eiersuche, Feiern und Essen mit Familie 20% Ausruhen 13% Sport und Bewe­ gung an der frischen Luft 8% Eine Städte­ oder andere Reise 7% Auf nichts Spezielles oder etwas anderes 6% Auf den Besuch der Messe, die religiöse Bedeutung des Fests

Zahlen und Fakten

3,9

Millionen Menschen pendelten 2015 in der Schweiz. Sie müssen zum Erreichen des Arbeitsplatzes das Wohngebäude verlassen.

Kilometer beträgt die mittlere Länge des Ar­ beitswegs (nur Hinweg). Das ist ein Plus von zwölf Prozent gegenüber 2010.

52

Prozent pendelten mit dem Auto, 30 % mit den ÖV, 16 % waren zu Fuss oder mit dem Velo unter­ wegs und 2 % mit moto­ risierten Zweirädern. Quelle: Bundesamt für Statistik

Von 1990 bis 2015 hat die Zahl der Bahnpendler von 11 auf 17 Prozent zugenommen. 52 Prozent benützen das Auto.

N

eun von zehn Erwerbs­ tätigen in der Schweiz sind 2015 gependelt. Durchschnittlich benötig­ ten sie pro Weg 30 Minuten. Dies zeigen die neusten Zahlen des Bun­ desamts für Statistik: Die Zahl der Personen, die innerhalb des Wohn­ orts zur Arbeit reisten, nahm zwi­ schen 1990 und 2015 um 11 Prozent ab. Gleichzeitig nahmen die Pendler, die den Wohnkanton für die Arbeit verlassen mussten, von 12 auf 20 Prozent zu. Im glei­ chen Zeitraum hat sich die Zahl der Pendler von 2,9 auf 3,9 Millionen

erhöht. Letzteres ist allerdings wenig überraschend, hat doch die Einwohnerzahl in der Schweiz von 6,7 Millionen auf 8,4 Millionen zugenommen. Gesundheitliche Schäden?

Diese Werte lösten Schlagzeilen aus: «Ab 50 Minuten macht Pen­ deln krank» zitierte«20 Minuten» Ökonom Bruno S. Frey (75). Der deutsche Soziologe Norbert F. Schneider (61) sagt im «Spiegel»: «Wir wissen, dass eine Fahrtdauer von mindestens 45 Minuten so belastend ist, dass die Gefahr

gesundheitlicher Schäden deutlich zunimmt. Schon ab einer halben Stunde Fahrzeit kann es öfters stressig werden.» Dem widerspricht Wirtschafts­ psychologe Christian Fichter (46). Er behauptet, dass die Bereitschaft zu einem längeren Arbeitsweg den Traum vom Eigenheim eher ermög­ licht, was wiederum zum Glücklich­ sein beitragen kann. Entscheidend fürs Wohlbefinden sei, dass man seine Pendlersituation akzeptiere. Doch wenn einem diese missfalle, müsse man etwas ändern – falls dies die Arbeitssituation zulasse. MM

Bilder: Gaetan Bally/Keystone zVg

14,5


MENSCHEN | MM16, 18.4.2017 | 7

Strassenumfrage

Christian Fichter

«Pendeln ermöglicht es, die günstige Wohnung mit dem Traumjob zu kombinieren» In der Schweiz pendeln 3,9 Millionen Menschen. Jeder Zehnte nimmt einen Arbeitsweg von über einer Stunde auf sich. Macht das krank? Es wird immer wieder behauptet, dass Pendeln stresst, krank macht und das Sozialleben belastet. Diese Behauptungen sind statistisch schlecht gestützt: Es gibt zwar solche Zusammenhänge, aber keine Kausalität. Anders gesagt: Die höheren Krankheitszahlen oder Scheidungsraten haben nicht mit dem Pendeln zu tun, sondern mit der Berufstätigkeit an sich. Pendeln ist also kein Problem? Im Gegenteil: Wer einen längeren Arbeitsweg in Kauf nimmt, kommt dem Traum vom preiswerteren Eigenheim oder vom Superjob näher, hat deshalb mehr Geld und kann sich besser erholen. Natürlich ist das nicht bei allen Pendlern so. Aber wer das für sich so umsetzen kann, ist viel lockerer unterwegs. Wem das zu nervig ist, der sollte versuchen, Job oder Wohnung zu wechseln. In der Schweiz sind immer mehr Pendler immer länger unterwegs. Weshalb? Viele finden in den Städten keine befriedigende Wohnsituation mehr – und umgekehrt auf dem Land keinen Traumjob. Eine florierende Wirtschaft beeinflusst die Preise im Immobilienmarkt. Diese Entwicklung muss man mit einer gewissen Sorge beobachten. Wieso? Weil die Pendelzeiten tendenziell steigen. In unserer Studie, bei der wir in Zusammenarbeit mit der SRF-Sendung «Einstein» 1600 Pendler befragt haben, stellten wir fest, dass ab einer Pendelzeit von 50 Minuten die Zufriedenheit sinkt. Wobei 45 Minuten im Stau mit dem Auto schlechter beurteilt werden, als wenn wir 90 Minuten produktiv im Zug arbeiten. Eine Lösung wäre das Homeoffice. Ja und Nein. Ein oder zwei Tage pro Woche von zu Hause aus zu arbeiten, ist gut. Aber es gibt auch eine negative

Pendeln Sie zur Arbeit?

Komponente: Man verliert den Kontakt zu den Kollegen. Virtuelle Präsenz, beispielsweise mit Skype, kann nicht die physische ersetzen. Die Ökonomen Bruno S. Frey und Alois Stutzer glauben, dass Pendeln ein Glückskiller ist. Personen mit einem Arbeitsweg von einer Stunde müssen 40 Prozent mehr verdienen, um den Glücksverlust zu kompensieren. Teilen Sie diese Theorie? Nein. Ich schätze meine Kollegen Frey und Stutzer. Aber erstens kann man diesen angeblichen Glücksverlust nicht mit Geld aufrechnen, und zweitens ist es ja so, dass durch das Pendeln die günstige Wohnung und der gutbezahlte Job erst kombiniert werden können. Unsere Befragten waren ausserdem weniger zufrieden, wenn sie finanziell für das Pendeln entschädigt worden sind, weil sie das Pendeln erst durch die Kompensation als Nachteil empfunden haben. Klagen wir nicht auf sehr hohem Niveau? In Asien oder in Nord- und Südamerika müssen viele stundenlange Anfahrten in Kauf nehmen. Es geht uns tatsächlich sehr gut. Doch im Vergleich zu vor 30 Jahren haben wir längere Arbeitswege. Trotzdem sind in der Schweiz wahrscheinlich über 50 Prozent der Pendler zufrieden – sie schätzen vielleicht nicht das Pendeln selbst, aber die Kombination von Traumhaus und Traumjob.

Christian Fichter (46) ist Wirt-

schaftspsychologe und Forschungsleiter der Kalaidos Fachhochschule Schweiz in Zürich.

Anna-Lea Graber (32), PR-Beraterin, Zürich: «Ich fahre

jeden Tag innerhalb der Stadt Zürich mit dem Tram und zwei Buslinien zur Arbeit und benötige während der Stosszeiten bis zu 40 Minuten.»

Cristiano Ferreira (28), Fotograf in Ausbildung, Chur: «Ja, aber ich habe

einen Arbeitsweg von gerade mal fünf Minuten zu Fuss – jeweils von Felsberg GR zu meinem Studio, das sich in Chur befindet.»

Was belastet stärker: die Anreise mit der Bahn oder mit dem Auto? Am zufriedensten sind die Velofahrer. Vermutlich, weil sie am meisten Kontrolle über ihre Situation haben. Wer mit dem Auto im Stau steckt, kann daran fast nichts ändern. Was raten Sie in diesem Fall? Sich in Gelassenheit üben. Laut Forschungen ärgert man sich mit Heavy Metal im Stau mehr als etwa mit Klassik. Im Zug lohnt es sich, mal aus dem Fenster zu schauen, mit Mitreisenden zu reden oder zu arbeiten, statt ständig aufs Smartphone zu blicken. MM

Andreia Tiago (40), Bloggerin und Modedesignerin, Uster ZH: «Ja, ich

fahre mit dem Auto ins Glattzentrum. Am Morgen stehe ich regelmässig im Stau. Mit dem ÖV wäre ich aber noch viel länger unterwegs.»


8 | MM16, 18.4.2017 | MENSCHEN

Steckbief

Lisa Schmid und Matthias Flückiger Sie: 76, ehemalige Bal­

lerina, heute Malerin und Künstlerin Er: 52, Schau­ spieler und freischaffender Regisseur; seit 26 Jahren ein Paar, wohnen in St. Gallen Matthias über Lisa: «Ich denke ungern daran, dass Lisa einmal nicht mehr da sein könnte.» Lisa über Matthias: «Ich habe die Liebe zu Matthias nicht gesucht. Sie kam.»


MENSCHEN | MM16, 18.4.2017 | 9

Reife Frau, junger Mann

Wenn die Liebe kein Alter kennt

Der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron und seine 24 Jahre ältere Frau Brigitte Trogneux begeistern gerade Frankreich. Sie wirken cool und entspannt – trotz des grossen Altersunterschieds. Was ist der Reiz an dieser unkonventionellen Konstellation? Wie sind die Reaktionen darauf? Und hat sie Bestand? Drei Paare berichten. Text: Erika Burri

Bilder: Basil Stücheli

Bild: Christophe Petit Tesson/Pool/AP/Keystone

M

atthias Flückiger reagiert um­ gehend auf unsere Mailanfrage und schreibt amüsiert: Er und Lisa hätten genau denselben Altersunterschied wie Madame und Mon­ sieur, also 24 Jahre. Nur seien sie schon seit 26 Jahren zusammen, ohne dass einer von ihnen je Präsidentschaftskandidat war. Und klar würden sie über ihre Liebe reden, die doch ziemlich ungewöhnlich sei: Matthias ist 52, Lisa 76 Jahre alt. Mit Madame und Monsieur meint er Emmanuel Macron und Brigitte Trogneux. Er, 39, linksliberaler Präsidentschaftskan­ didat in Frankreich, parteilos. Sie, 63, ehe­ malige Latein­ und Französischlehrerin am Gymnasium in der nordfranzösischen Stadt Amiens, wo Macron einst zur Schule ging. Mit 17, heisst es, habe er sich in die damals 41­jährige Trogneux verliebt. Die Liebe durfte nicht gelebt werden, noch nicht. Erst nach dem Studium machte Macron seiner ehemaligen Lehrerin einen Heiratsantrag. In der Schweiz ist bei nur einem von 100 Paaren die Frau zehn oder mehr Jahre älter als ihr Partner. Die umgekehrte Konstel­ lation, bei welcher der Mann eine halbe bis eine ganze Generation älter ist, trifft man dagegen zehnmal häufiger an. Man kennt das

Zwei Generationen, eine Liebe: der französische Politiker Emmanuel Macron mit Ehefrau Brigitte

Bild: er schon etwas in die Jahre gekommen, sie noch jugendlich. Und viele denken sich – nicht ganz vorurteilsfrei – das ihre dazu. Ist die Frau zehn, zwanzig oder gar dreissig Jahre älter, sorgt das erst mal für Verblüffung. Im Fall von Emmanuel Macron und Brigitte Trogneux dann aber auch für eine derartige Begeisterung, dass die franzö­ sischen People­Magazine keine Gelegen­ heit auslassen, dieses Paar und seine Liebe zu zelebrieren. Matthias Flückiger und Lisa Schmid haben ihren Altersunterschied so gut wie

vergessen. Er war am Anfang ihrer Bezie­ hung Thema – damals, er 26, sie 50 –, als sie zusammen an einem Theaterstück arbeiteten. Matthias als Schauspieler, Lisa machte das Plakat. Matthias dachte sich: eine tolle Frau, sicher vergeben. Lisa suchte nicht die grosse Liebe in einem Mann, der nur vier Jahre älter ist als ihr Sohn. Doch Lisa war damals schon klar: Alter hat keinen Einfluss auf eine gute Beziehung. Ihr Ex­Mann hatte Jahrgang 1914, war also 27 Jahre älter als sie. Für Lisa und Matthias begann eine Reise, wie sie nur von zwei Menschen begangen werden kann, die sich richtig aufeinander einlassen. Matthias sagt, mit Lisa hätte für ihn ein Lebensabschnitt begonnen, auf den er insgeheim schon lange gewartet habe. Lisa kommt anders als Matthias aus einem intellektuellen Elternhaus. Matthias fand in ihr nicht nur eine Geliebte, sondern eine Gesprächspartnerin für die Dinge, die ihn umtrieben: Bücher, Kunst, klassische Musik, Theater natürlich. Für Lisa bringt Matthias Lebendigkeit ins Leben. Zwei Generationen treffen sich, tauschen sich aus, bereichern einander. Matthias zog nach kurzer Zeit bei Lisa ein. Natürlich gab das zu reden. Matthias sagt:


10 | MM16, 18.4.2017 | MENSCHEN

«Bei einer Frau, die einen jungen Liebhaber hat, denkt man sofort: Das ist eine Nymphomanin. Und der jüngere Mann hat sicher definitiv einen Ödipuskomplex.» Beide lachen, als wollten sie damit sagen, dass diese Vermutung auf sie nicht zutrifft oder sie nicht kümmert. Mühe hatten vor allem ältere Männer mit ihrer Beziehung: Lisas gleichaltrige Freunde und Matthias’ Vater. Die einen ignorierten Matthias während zweier Jahre, der andere verweigerte seinem Sohn das Gespräch. Und als er wieder redete, sagte er, das könne nicht sein. Sie hätte gemerkt, analysiert Lisa, dass sich die Männer von der Tatsache bedroht fühlten, dass die Frauen in ihrem Alter sich nach unten orientierten. Zur Emanzipation gehören jüngere Männer

Annelise Leu (84), Hotelpionierin in Arosa GR, erstaunt das nicht. Sie, die jahrelang darum gekämpft hatte, als eigenständige Hotelière und nicht einfach nur als die Frau

Steckbrief

Nicole Schmid und Marco Krepelka Sie: 41, Coiffeuse, zwei Kinder (17 und 13), wohnt in Adliswil ZH Er: 26, Informatiker­ ausbildner, wohnt in Rudolfstetten AG;

seit 3 Jahren ein Paar Nicole über Marco: «Bei Beziehungen zu gleichaltrigen Männern bin ich bisher gescheitert. Ein Jüngerer hat eine Chance verdient.» Marco über Nicole: «Ich bin eher ein ruhiger Typ. Nicole holt mich aus dem Busch. Wir leben im Moment.»

von Direktor Hans C. Leu wahrgenommen zu werden, sagt es noch klarer: Im Patriarchat ist es nicht vorgesehen, dass eine Frau sich mit einem jüngeren Mann zusammentut. «Im Patriarchat ist die Frau jünger, dümmer und gefügig.» Aber das Patriarchat sei am Aufbrechen. Zur Emanzipation gehöre eben auch, dass erfolgreiche Frauen jüngere Männer haben. Sie sagt: «Seien wir ehrlich, ein jüngerer Mann ist einfach attraktiver.» Und darin schwingt auch mit: sexuell aktiver. Als sich Annelise Leu mit Anfang 60 von ihrem Mann scheiden liess, kam auf einmal der 34-jährige Cosimo Citino in ihr Leben, ein italienischer Koch, der an der Garderobe ihres Hotels arbeitete. Sie kämpfte mit sich und überwand die Blockade, die sie in ihrem Kopf hatte. Die italienische Familie nahm 1994 beide freudig auf. Auch ihre Kinder hatten kein Problem mit ihrer Liebe. Ihre Freunde hingegen waren gehemmt. Annelise Leu stellt jedoch auch fest: Die Leute reagieren heute viel weniger heftig als noch 1994.

Vielleicht sind Paare, bei denen die Frau bedeutend älter ist, den anderen Paaren einen Schritt voraus: Sie haben begriffen, dass sie im Hier und Jetzt leben. Lisa und Matthias haben nie damit gerechnet, dass sie so lange zusammensein würden, genauso wenig wie Annelise Leu und ihr Partner. Er hielt sie für 28 – sie war 38

Würde Marco Krepelka (26) sein Leben einzig nach seinen Zukunftsvorstellungen ausrichten, wären er und Nicole Schmid (41, nicht mit Lisa Schmid verwandt) vermutlich nie ein Paar geworden. Marco hat sich sein Leben so vorgestellt: ein guter Job, irgendwann eine Frau, mit der er eine eigene Familie gründet. Und dann tanzt er in der Disco Nicole an. Das war vor drei Jahren. Marco dachte sich schon, dass Nicole ein paar Jahre älter sei als er. Er schätzte sie damals auf 28. Nicole amüsierte das, doch hat sie in ihrem Leben zu viel erlebt, als dass sie sich von Schmeicheleien zu sehr beein-


MENSCHEN | MM16, 18.4.2017 | 11

drucken liesse. Sie hat schliesslich zwei Teenager zu Hause, ging durch eine Ehe, in der die Liebe bald Schlägen wich. Nicole redete mit Marco schnell Klartext, und sie redeten viel. Trotz des Altersunterschieds wurden sie nach wenigen Wochen ein Paar. Nicole dachte sich: Mit den Gleichaltrigen hat es nicht geklappt. Vielleicht finde ich mit einem Jüngeren mein Glück. Und Marco meinte: «Es passt, lass es uns versuchen, im Hier und Jetzt.» Nicoles Eltern waren am Anfang nicht sonderlich begeistert. Sie wünschten sich für ihre Tochter endlich einen Mann, der im Leben angekommen ist. Sie merkten erst später, dass Marco einer ist, der selber waschen, kochen und für sich sorgen kann – und gleichzeitig auch noch für Nicole, wenn sie ihn braucht. Für Nicole war das neu. Sie war immer diejenige, die den Karren zog. Dann kommt ein fast 15 Jahre jüngerer Mann, und zum ersten Mal kann sie sich auch einmal fallen lassen.

Wie wird es weitergehen? «Keine Ahnung», sagen beide. Sie sind glücklich. Jetzt. Nur das zählt. Nicole kann keine Kinder mehr haben. Manchmal fürchtet sie sich davor, dass Marco sich deshalb irgendwann entliebt. Sie wird älter, die Haut wird runzliger und die Kilos um Hüfte und Bauch unkontrollierbarer. Marco sagt, das sehe er nicht. Ihm gefalle Nicole. Am Traum der Familie halte er jedoch fest. Vielleicht wird es irgendwann eine eigene sein. Doch schon jetzt ist er Teil von Nicole und ihren Kindern. Er will ein Teil von ihnen bleiben, falls sich die Liebe mal verabschieden sollte. Matthias verdrängt den Gedanken, dass Lisa einmal nicht mehr da sein wird. Geht es nach der Statistik, wird er irgendwann ihre Hand loslassen müssen. Doch er wird zurückschauen auf eine Reise, die nicht immer einfach war, aber die sich gelohnt hat anzutreten. MM

Grosser Alters­ unterschied: Welche Chancen hat diese Liebe? www.migmag.ch/ aeltere­frau

Das Interview zum Thema auf Seite 13

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MENSCHEN | MM16, 18.4.2017 | 13

Maggie Tapert

«Wir brauchen neue Definitionen von Liebe und Beziehung»

In einer Zeit, in der viele Paare an den hohen Erwartungen scheitern, sollten wir uns von Konventionen befreien und die Liebe neu denken, sagt Sexberaterin Maggie Tapert. Text: Erika Burri

Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron und seine 24 Jahre ältere Frau begeistern als Paar Frankreich. Was lesen Sie aus dieser Begeisterung? Sie bestätigt mir, was ich schon länger be­ obachte: Wir sind in einer Zeit der Verände­ rung, was Liebe und Sexualität betrifft. Inwiefern? Unsere Vorstellung von Paarbeziehung war jahrhundertelang stark von patriarchalen Vorstellungen geprägt. Der Mann dominiert, die Frau hat das Gefühl, sie müsse alles tun, um dem Mann zu gefallen. Schauen Sie sich Donald Trump an: Das ist so ein Patriarch. Er ist auf einen Lebensstil fixiert. Und ich muss sagen, er wirkt ziemlich ausgebrannt. Er und seine Partnerin versprühen keine Lust.

Vorstellung zu lösen, dass es beim Sex nur um Penetration geht. Ich stelle bei den Männern ab einem gewissen Alter fest, dass sie nicht mehr flexibel sind, was ihre Vor­ stellungen betrifft. Auch deshalb sind reife Frauen bei jüngeren Männern besser aufgehoben. Jüngere Männer sind offener und, ja, standfest. Jetzt reden wir nur von Sex. Eine sexuelle Identität entfalten und leben ist wichtig. Mit wem man dies tut, spielt überhaupt keine Rolle. Eine eigene sexuelle Identität bedeutet aber auch, dass

man bereit ist, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Dies hat Auswirkun­ gen darauf, wie man eine Beziehung lebt. In einer Zeit, in der immer mehr Frauen ein unabhängiges Leben führen, müssen wir Liebe und Beziehung neu definieren. Wie denn? Um Kinder zu haben und grosszuziehen, ergibt es unter Umständen tatsächlich Sinn, einen ungefähr gleichaltrigen Partner für dieses Projekt zu haben. Aber wir sollten uns von der Vorstellung lösen, dass uns dieser Mensch alles geben muss. MM

Im Gegensatz zu Emmanuel Macron und Brigitte Trogneux. Franzosen haben ein Flair für Leidenschaft und Sexualität. Macrons Frau ist eine reife Frau. Sie ist attraktiv, hat ein ausgefülltes Leben und weiss, was sie will. Sie wirkt befreit. Das zu sehen, ist etwas Schönes. Und das begeistert.

Bild: Désirée Good/13 Photo

Hat Reife denn überhaupt etwas mit dem Alter zu tun? Sagen wir es mal so: Sich sexuell zu entwickeln und sich von konventionellen Vorstellungen zu befreien braucht Zeit und Erfahrung. Was heisst denn, sich sexuell zu ent­ wickeln? Für Frauen bedeutet das, ihr Prinzessinnen­ verhalten abzulegen. Sie müssen nicht gefallen, sondern sollen sagen, was ihnen gefällt, und dies von ihrem Partner einfor­ dern. Bei Männern heisst das, sich von der

Maggie Tapert (70), zweifache Mutter, lebt polyamourös, ihr Lieblingslover ist 25 Jahre jünger.


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Ihr Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus nach Monclassico, ein wunderschönes Bergdorf im zauberhaften Val di Sole.

Malghettesee

Molveno

Val di Rabbi

Salamiverkostung

2. Tag – Wanderung zum Lago delle Malghette Geniessen Sie ein herrliches Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen lässt. Unsere leichte Wanderung führt uns heute zum malerischen Malghette-See auf 1890 Meter. Wir durchqueren lauschige, unberührte Wälder und haben immer wieder einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge der nördlichen Brenta Dolomiten, die sich im klaren Wasser des zauberhaften Sees spiegeln. Zurück im Hotel bleibt bis zum Nachtessen noch genügend Zeit zum Entspannen und Geniessen. (Gesamtgehzeit ca. 3h) 3. Tag - Brenta Dolomiten, Molvenosee & Salamiverkostung Nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet unternehmen wir heute eine herrliche Panoramarundfahrt rund um die legendären Brenta Dolomiten. Die mächtige Felsformation ist das Prunkstück des Trentinos und gilt für viele als schönstes Bergpanorama überhaupt. Wir fahren über Mezzolombardo und Fai nach Molveno und geniessen bei einer kleinen Pause die beeindruckende Natur am wunderschönen Molvenosee. Zum

Abschluss des Tages besichtigen wir eine typische Salamifabrik – wir erfahren viel Wissenswertes und werden die feinen Erzeugnisse natülich auch verkosten. 4. Tag – Unterwegs im Nationalpark Stilfser Joch Ein wunderbarer Tag erwartet uns. Der Nationalpark Stilfser Joch ist der grösste Naturpark im alpinen Raum und erstreckt sich von Südtirol bis ins Engadin, in die Lombardei und ins Trentino. Das Gebiet beim Val di Sole umfasst die zwei Nebentäler Val di Pejo und Val di Rabbi, das wir heute bei einer gemütlichen Wanderung erkunden werden. Zahlreiche Tierarten sind in den Wäldern und Bergen des Tals heimisch, ebenso eine grosse Vielfalt an Pflanzen, Blumen und Mineralien. Nach den herrlichen Stunden inmitten der herrlichen Naturlandschaften, werden wir am Abend im Hotel mit einem Galadinner bei Kerzenschein verwöhnt. (Gesamtgehzeit ca. 4h) 5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an Alle Wanderungen sind durch erfahrene Wanderführer geführt.

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Tel. 0848 00 77 88 Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf

Wählen Sie Ihr Reisedatum: Reise a:

17. - 21. Juni 2017

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1. - 5. Juli 2017

Reise c:

2. - 6. September 2017

Reise d:

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MENSCHEN | MM16, 18.4.2017 | 15

Bänz Friedli

Wann war vorgestern?

Ob das meine Tochter sei, fragt Christof. Eine flüchtige Begegnung am Bahnhof nur, er eilt auf den Zug. Wir, meine Tochter und ich, kommen gerade vom Perron, sie ist von einem siebenmonatigen Welschland­ aufenthalt heimgekehrt. «Ja, das ist sie», antworte ich und schaue seitlich an ihr hoch: eine junge Frau, längst grösser als ich. «Meine ist noch so …», sagt Christof und deutet mit einer Wiegebewegung an, dass seine Tochter kaum länger als sein Unterarm ist.

Bild: Vera Hartmann

Seine Ella kam vor wenigen Wochen erst zur Welt. «Sie war vorgestern ‹so›», sage ich, auf Tochter Anna Luna deutend, und mache nun meinerseits die Wiege­ bewegung, wie sie Fussballer zuweilen nach einem Torerfolg machen, um ihre schwangere Freundin zu grüssen, «mir ist, sie sei vorgestern noch ein Bébélein gewesen …» Worauf Christof sich an sie wendet: «Diese Sprüche magst du, gäu?»

Bänz Friedli (52) hätte beinahe Ratschläge erteilt.

Und ich weiss: Mein Satz war doppelt dumm. Ihm gegenüber, weil junge Eltern nicht dauernd hören wollen, wie schnell es dann gehe, womöglich mit der Bemer­ kung garniert: «Geniess die kurze Zeit!». Ihr gegenüber, weil eine junge Frau ungern vor anderen Leuten daran erinnert wird, dass sie «eben noch» in den Windeln lag. Christof hat recht, meine wohlmeinenden Ratschläge sind überflüssig.

Und doch hätte ich ihm just dies gern ge­ sagt, er solle es geniessen. Doch dazu war die Begegnung zu kurz, wir haben uns bloss gekreuzt, ohne richtig stehen zu bleiben. Er solle seiner Tochter beim Nichtstun zu­ schauen, hätte ich ihm gesasgt, solle sich mit ihr in Bilderbücher vertiefen, Lego­Steine zusammensetzen und es als Gnade betrach­ ten, wenn der Weg zum 70 Meter entfernten Einkaufsladen eine Stunde dauere, weil die Tochter jedes Steinchen umdrehe, an jedem Grashalm rieche. Er solle sich seine beruf­ lichen Ziele nicht jetzt, sondern in 15 Jahren wieder setzen, hätte ich ihm gesagt. Er solle der Beziehung zu seinem Kind Raum geben. Unsere Tochter dünkt es nicht, sie sei eben noch klein gewesen – es war ja ihr ganzes Leben. Für mich hingegen war ihr Heran­ wachsen rasch. Freilich hätte ich Christof auch gesagt, wie grossartig es ist, erwachsene Kinder zu haben, mit ihnen über Kinofilme wie «Die göttliche Ordnung» diskutieren zu können, über Putin, Trump und Erdogan, das Referendum gegen die Energiestrategie und den neuen Song der Toten Hosen. Doch zum Glück blieb all dies unausge­ sprochen. Denn Christof wird es selbst merken. Und er wird, ehe er sichs versieht, einem jüngeren Kollegen raten: «Geniess es, meine Tochter war eben noch ‹so›» – und wird dazu eine Wiegebewegung machen. MM

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Ali Al-Ahmad (49), Syrien Hat seinen Sohn im Krieg verloren


16 | MM16, 18.4.2017 | MENSCHEN

Guy Parmelin

«Frauen sind die Zukunft unseres Landes» In der Schweizer Armee herrscht Nachwuchsmangel. Verteidigungsminister Guy Parmelin verrät, wie er mehr junge Menschen für das Militär begeistern will, Frauen inklusive. Und weshalb er selbst bloss den bescheidenen Rang eines Korporals erreicht hat. Interview: Nadia Barth, Andrea Freiermuth Bilder: Marco Zanoni


MENSCHEN | MM16, 18.4.2017 | 17

Verteidigungsminister Guy Parmelin greift zu bewährten Schweizer Waffen, um wieder mehr junge Menschen ins Armeeboot zu holen.


18 | MM16, 18.4.2017 | MENSCHEN

Guy Parmelin, als Korporal haben Sie einen bescheidenen Militärrang. Warum haben Sie seinerzeit nicht weiterge­ macht? Nach dem Gymnasium liess ich mich zum Landwirt und Winzer ausbilden. Mein Vater war allein auf dem Hof, und mein Grossvater hatte grosse Rückenprobleme. So entschied ich mich, den Betrieb weiterzuführen. Zudem leistet man als Landwirt auch einen wichtigen Beitrag zur Verteidigung des Landes, indem man die Versorgung der Bevölkerung sicherstellt. Bereuen Sie es heute, nicht eine Offiziers­ laufbahn eingeschlagen zu haben? Nein, bereits die Unteroffiziersschule hat mir viel gebracht. Ich habe dort früh gelernt, zu führen und Entscheide zu treffen. Hätte ich weitergemacht, wäre ich möglicherweise Oberst geworden. Doch dann wäre ich heute vielleicht nicht Bundesrat. Heute bringt das Weitermachen den Jun­ gen nicht mehr so viel. Die Hierarchien in der Privatwirtschaft sind häufig flacher. Ich bin mir nicht sicher, ob das eine gute Entwicklung ist. In der Armee übernehmen junge Leute sehr früh Führungsaufgaben und erlangen Fach- und Sozialkompetenz. All diese Fähigkeiten können sie später auch im Beruf anwenden. Es bleibt jedoch klar eine wichtige Aufgabe der Armee, die Leute ins Boot zu holen, sie zu begeistern. Aber mit langen Diskussionen verliert

«Wenn die Armee ihren Truppenstand nicht erneuern kann, haben wir ein enormes Sicherheitsproblem.»

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MENSCHEN | MM16, 18.4.2017 | 19

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man auch viel Zeit. Ab einem gewissen Punkt braucht es jemanden, der ent­ scheidet. Zudem muss einer die Verant­ wortung tragen. Die Armee ist derzeit für viele nicht attraktiv. Was tun Sie, um dies zu ändern? Auf meinen Truppenbesuchen erlebe ich junge Soldaten, die sehr motiviert sind. Aber es gibt sicher noch einige Dinge, die wir verändern möchten. So streben wir etwa Kooperationen mit den Hochschulen an, um mehr Studenten für die Armee zu begeistern. Wie soll diese Kooperation aussehen? Es braucht zuerst einmal eine bessere Koordination, damit die künftigen Soldaten keinen Nachteil haben, wenn sie in ge­ wissen Vorlesungen fehlen. Bei manchen Fachgebieten wie etwa der Informatik kommt vielleicht sogar das israelische Modell infrage: In Israel lassen sich junge Männer und Frauen bei der Armee in diesem Bereich ausbilden, sind dort eine gewisse Zeit tätig und wechseln dann in die Privatwirtschaft. Statt für eine Militärkarriere entscheiden sich heute immer mehr junge Männer für den Zivildienst. Auch hier ist eine gute Zusammenarbeit wichtig. Im Fall der Zivildienstleistenden zum Beispiel mit dem Wirtschaftsdeparte­ ment, wo der Zivildienst angegliedert ist. Dort gibt es auch politischen Druck: Gerade

hat der Nationalrat eine Motion angenom­ men, die verlangt, dass der Zivildienst dem Verteidigungsdepartement zugeordnet wird. Und dann ist da die Studiengruppe unter der Leitung von Alt­Nationalrat Arthur Loepfe, die ein Dienstpflichtmodell favorisiert, wie man es in Norwegen kennt. Dort müssen Männer und Frauen Wehr­ dienst leisten – und wer kneift, muss zahlen. Armeechef Philippe Rebord ist der Meinung, der Zivildienst sei zu attraktiv. Die Zahl der Zivildienstleistenden ist in den vergangenen Jahren tatsächlich stark gestiegen. Aber es ist nicht nur so, dass viele keinen Militärdienst leisten wollen; einige können aus gesundheitlichen Gründen nicht. Fest steht: Wenn die Armee weiterhin Schwierigkeiten hat, ihren Truppenbestand zu erneuern, haben wir ein enormes Sicherheitsproblem. Sie würden gern die Wehrpflicht für Frauen einführen. Als ich vorgeschlagen habe, dass der Infor­ mationstag für Frauen obligatorisch wird, hat die Presse sofort getitelt: «Parmelin will, dass die Frauen ins Militär gehen müssen!» Dem ist nicht so. Die Idee war, dass sie dieselben Informationen erhalten wie die Männer. Mich erreichen Briefe von jungen, wütenden Frauen. Sie beklagen sich, dass sie nicht informiert worden seien, und schreiben: «Ich hätte das gern gemacht, aber jetzt sagt man mir, ich sei zu spät dran.»

Es ist überraschend, dass Sie die Frauen ins Militär holen wollen. Ihr Platz ist für Konservative doch normalerweise im Haus und nicht in der Armee. Frauen sind die Zukunft des Landes. Schon heute übernehmen sie wichtige Aufgaben in der Armee. Das Ziel ist nicht, dass alle Frauen Militärdienst leisten. Sicher nicht. Aber die Frauen, die sich das wünschen, sollten der Armee ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen dürfen. Seit Ihrem Antritt hat sich viel verändert: Sie haben wichtige Posten wie etwa denjenigen des Armeechefs neu besetzt. Warum? Es handelt sich um eine natürliche Entwick­ lung. Der Rücktritt von Armeechef Blatt­ mann, ein Jahr vor dessen Pensionierung, ist völlig logisch. Ich wollte jemanden, der die Reform, die vier Jahre in Anspruch nimmt, von Anfang bis Ende begleitet. Einige Entscheidungen haben Sie so schnell getroffen, dass man Ihnen inzwischen den Spitznamen «Monsieur Schnellschuss» verpasst hat. Es gibt Dinge, die unabhängig von meinem Willen sind. Im Zusammenhang mit dem Oberfeldarzt laufen derzeit Untersuchungen. Er wurde, wie in solchen Fällen üblich, vorläufig freigestellt. Befürchten Sie, wie Samuel Schmid als «halber Bundesrat» bezeichnet zu werden?

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MENSCHEN | MM16, 18.4.2017 | 21

Nein, überhaupt nicht, ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Partei und zu meinem Vorgänger Ueli Maurer.

Spannung, etwa in den Staaten von Ex­ Jugoslawien, nur ein paar Stunden von der Schweiz entfernt.

Sie haben viele wichtige Posten an West­ schweizer vergeben. Wie kommt das? Gemäss informellen Regeln sollten gewisse Proportionen eingehalten werden. Die Westschweiz stellt nur einen Fünftel der Bevölkerung, und doch sind wir heute drei Romands im Bundesrat. Damit hat das Parlament viel Offenheit gegenüber der lateinischen Minderheit bewiesen. Was mein Departement betrifft, orientiere ich mich an den Fähigkeiten der Leute. Im Fall von Philippe Rebord etwa gab es eine Fin­ dungskommission und einen klaren Ablauf.

Wird der Krieg der Zukunft nicht eher mit Drohnen und Computern geführt als mit Panzern, Bomben und Kampf­ flugzeugen? Man kann einen Krieg nicht nur mit Droh­ nen oder mit IT­Spezialisten führen. In Syrien etwa wird derzeit mit schwerem Geschütz gekämpft. Aber ich gebe Ihnen recht: Man muss entscheiden, was die Prioritäten sind, und glaubwürdig bleiben.

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) leitet traditionsgemäss ein Vertreter der SVP. Warum eigentlich? Da müsste man meine Vorgänger fragen. Als ich Bundesrat wurde, war nur noch das Verteidigungsdepartement frei. Für welches Departement hätten Sie sich denn entschieden? Diese Frage stelle ich mir nicht. Was fest steht: Das VBS ist ein unglaublich wichtiges und spannendes Departement. Und es stehen grosse Herausforderungen an: die Armeereform, der Terrorismus, die Cyber­ abwehr. Vieles, das früher nicht so wichtig war, wie etwa die Kooperation bei der Ausbildung oder Luftraumüberwachung, gewinnt an Bedeutung. Die globale Lage ist angespannt. Viele Staaten erhöhen derzeit ihre Armee­ ausgaben. Werden wir künftig mehr für das Militär ausgeben? Die Spannungen sind real. Aber die Schweiz lässt sich nicht mit anderen Län­ dern vergleichen. Wir investieren gegen­ wärtig 0,8 Prozent des Bruttoinland­ produkts in die Verteidigung und sind damit weit entfernt vom 2­Prozent­Ziel der Nato­Mitgliedstaaten. Wir haben eine Milizarmee, andere haben eine Berufs­ armee, die Löhne und Pension bezahlen muss. Das Parlament hat ein Budget von 20 Milliarden für die nächsten vier Jahre gesprochen. Damit müssen wir die Reform realisieren, die laufenden Ausgaben decken und die erkannten Lücken in der Ausrüstung stopfen. Ich finde es sinn­ voll, dass man mehr investiert, wenn es nötig ist. Nicht sinnvoll ist Geld, das man einfach ausgibt, damit man das Budget ausgereizt hat. Sie haben 156 Millionen mehr beantragt, um zusätzliche Munition zu kaufen. Weshalb diese Investition?

Mehr Personal, mehr Kampfflugzeuge, mehr Kooperationen: Guy Parmelin will für alle Herausforderungen gerüstet sein.

Wir bereiten uns auf alle Fälle vor. Wenn man 35 000 Soldaten innerhalb von zehn Tagen mobilisieren will, müssen sie ausgerüstet sein. Wenn die Truppe nach zwei Tagen keine Munition mehr hat, ist sie einfach nicht glaubwürdig. Und im Vergleich zum Ausland sind unsere Vorräte immer noch relativ bescheiden. Die höhere Bereitschaft und vollständige Ausrüstung sind zwei wichtige Kernziele der Armeereform. Wieso? Wenn wir eine Krise haben, etwa einen terroristischen Ernstfall, muss man extrem schnell reagieren können. Wer ist heute der Feind? Man muss auf alles gefasst sein. Nach 1989 hatte man das Gefühl, der Krieg sei für immer vorbei. Heute weiss man es besser. Den Krieg in der Ukraine etwa hat niemand vorhergesehen. Und es gibt derzeit viel

Zur Person

Vom Bauern zum Bundesrat Guy Parmelin (57) wurde 2015 als Nachfolger von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in den Bundesrat gewählt. Zuvor sass der SVP-Politiker während zwölf Jahren im Nationalrat und machte sich als Präsident der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) einen Namen. Parmelin ist als Sohn eines Bauern im waadtländischen Bursins aufgewachsen. Bis zu seiner Wahl in den Bundesrat führte er zusammen mit seinem Bruder den väterlichen Hof. Er ist verheiratet.

Welche Priorität hat die Cybersicherheit? Wenn wir unser Übermittlungssystem unter einer Attacke nicht schützen können, haben wir ein grosses Problem. Dann nützen uns auch Panzer nichts, weil wir dann ein­ fach gelähmt sind. Auch darum hat man 2012 eine nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken vereinbart. Noch immer steht der Kauf von neuen Kampfflugzeugen im Raum. Was machen Sie, um die Bevölkerung davon zu überzeugen? Wir möchten dieses Projekt mit möglichst vielen offenen Karten auf dem Tisch weiter­ führen. Klar wird es immer ein paar Leute geben, die partout keine neuen Flugzeuge wollen. Momentan ist eine Expertengruppe damit beauftragt, unsere Bedürfnisse zu analysieren. Die Gruppe wird den Bericht Ende Mai einreichen – und dann werden wir im Bundesrat darüber diskutieren. Sie haben zuvor von Kooperationen bei der Überwachung des Luftraums ge­ sprochen. Brauchen wir überhaupt noch neue Kampfflugzeuge? Eine Kooperation bedeutet, dass beide Parteien etwas beisteuern. Man kann nicht nur profitieren. Könnte man in Zukunft die Arbeit nicht etwas verteilen? Etwa, indem die Schweiz sich in der Cyberverteidigung fit macht und unsere Nachbarn die Luft übernehmen? Nein, ganz klar nicht. Wir haben einiges an kritischer Infrastruktur. Denken Sie an die Staumauern, die Stromleitungen, die Kraftwerke. Den Schutz solcher Ein­ richtungen hat man in den letzten Jahren unterschätzt. Ueli Maurer wollte die beste Armee der Welt. Welche Vision haben Sie? Meine Vision ist eine Armee, die ernst genommen wird und glaubwürdig ist. Das sind wir heute. Damit wir es auch in Zukunft bleiben, braucht es eine gelungene Reform – und neue Kampfflugzeuge. MM


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1. Tag Zürich/St.Margrethen–Passau Busfahrt. Einschiffung. «Leinen los!» 2. Tag Wien Stadtrundfahrt/-gang.* 3. Tag Ordas Puszta-Ausflug* mit Reitvorführung. 4. Tag Belgrad Rundfahrt* mit Festung Kalemegdan. 5. Tag Eisernes Tor Erholung an Bord. 6. Tag Bukarest Stadtrundfahrt/-gang.* 7. Tag Donaudelta Rundfahrt* mit Ausflugsbooten oder optional Delta intensiv.° Ausflug+ Schwarzes Meer, Stadtrundgang Constanta. 8. Tag Rousse Stadtrundfahrt/-gang.* 9. Tag Eisernes Tor Passage 10. Tag Belgrad–Novi Sad Rundfahrt/-gang.* 11. Tag Mohács Ausflug* Pécs. 12. Tag Budapest Stadtrundfahrt/-gang.* 13. Tag Bratislava Rundfahrt/-gang.* 14. Tag Weissenkirchen Ausflug Kloster Melk* und Burgruine Aggstein.• 15. Tag Passau–St. Margrethen/Zürich Ausschiffung, Busfahrt nach St.Margrethen/Zürich und individuelle Heimreise.

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* Im Ausflugspaket enthalten (Fr. 340.–), vorab buchbar + Fak. Ausflug (Fr. 55.–) vorab und an Bord buchbar • Alternativer Ausflug an Bord wählbar ° Gegen Aufpreis (Fr. 40.–) zum Ausflugspaket vorab buchbar Programmänderungen vorbehalten

St. Margrethen. Einschiffung und um 18.00 Uhr heisst es«Leinen los!». 2. Tag Melk–Wien Ausflug* zum Benediktinerkloster Stift Melk (UNESCO-Weltkulturerbe). Abends in Wien freie Zeit. 3. Tag Wien Stadtrundfahrt/-gang* durch die Hauptstadt Österreichs. Ausflug+ zum Barockschloss Schönbrunn. 4. Tag Budapest Rundfahrt/-gang.* Ausflug+ zum Opernhaus und zur betriebsamen Markthalle. Lichterrundfahrt.+ 5. Tag Budapest–Visegrád Ausflug* in die Puszta mit traditioneller Reitvorführung. Ausflug+ nach Esztergom. 6. Tag Bratislava Stadtrundfahrt/-gang.* Fahrt zur imposanten Burg, Altstadtrundgang. Ausflug+ zum Schloss Hof. 7. Tag Dürnstein Rundgang* mit Weinverkostung. 8. Tag Passau–St. Margrethen/Zürich Ausschiffung und Busfahrt nach St. Margrethen/Zürich. Individuelle Heimreise.

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Migros-Welt MM16

Zahl der Woche

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Fünf Millionen Schoggi-Osterhasen hat der M-Industriebetrieb Chocolat Frey dieses Jahr für die Migros produziert.

Migros-Lehrberufe

Kompetente Ratgeberin Aline Bisang (16) absolviert das erste Lehrjahr zur Detailhandelsfachfrau Consumer Electronics im Melectronics Surseepark LU.

Bild: Daniel Kellenberger

«Am liebsten berate ich Kunden beim Kamerakauf. Da kommt meine Leidenschaft fürs Fotografieren zum Tragen.»


24 | MM16, 18.4.2017 | MIGROS-WELT

Sommerlager

Spielerisch lernen Die Initiative «digitalswitzerland» will die Schweiz zu einem Ort digitaler Innovationen machen. Den Anfang machen Sommerlager, bei denen Kinder und Jugendliche technische Fertigkeiten spielerisch einüben. Die Camps richten sich an Fünf- bis Neunzehnjährige, die erste Erfahrungen mit Programmieren und Robotik sammeln wollen. Die Jugendlichen beschäftigen sich auch mit digitalem Unternehmertum. Die Camps finden in Zürich, St.Gallen, Dübendorf und Lausanne statt. Die Migros unterstützt die Initiative «digitalswitzerland». Infos zu den Sommerlagern: www.digitalswitzerland.com/ nextgeneration

Riseria Die grösste Reismühle der Schweiz feierte auf dem Monte Generoso ihr

60-Jahre-Jubiläum. Der M-Industriebetrieb Riseria Taverne SA lud 70 Gäste ins neue Restaurant auf dem berühmten Tessiner Berggipfel ein. Die Monte-Generoso-Bahn beförderte ausser der Festgesellschaft auch das sogenannte Risomobil zum 1704 Meter hohen Aussichtspunkt. Das dreirädrige Vehikel hatte eine mobile Küche im Gepäck, sodass die Gäste Spargelrisotto und andere lokale Spezialitäten geniessen konnten. www.riseria.ch

Überraschungspakete

Rechtzeitig profitieren Wer bis 18. April in seiner Migros-

Filiale kein Überraschungspaket erhalten hat, kann das Sammelheft mit 20 eingeklebten Originalstickern an die Migros einsenden (Einsendeschluss gemäss Poststempel: 13. Mai). Die Migros verschickt innerhalb von sechs Wochen nach Ankunft des Sammelhefts ein Überraschungspaket. Sammelhefte, die nach Einsendeschluss eintreffen, können nicht mehr berücksichtigt werden. Die Aktion gilt, solange Pakete vorrätig sind. Eine Barauszahlung oder Rückerstattung ist nicht möglich. Alle Informationen sowie die Postanschrift: www.migros.ch/promotion

Begehrte Über­ raschungspakete: In einigen Filialen sind sie vergriffen.


MIGROS-WELT | MM16, 18.4.2017 | 25

Klassik

A vs. B

Klipp und klar

Piano-Feuerwerk

Wettkampf der Farm Chips

Unwetter verteuern Vanille

Die Migros startet eine neue Runde ihres Produktewettkampfs «A vs. B». Dieses Mal steigen zwei neue Sorten Farm Chips in den Ring: Schweizer Paprika gegen Alpenbasilikum. Beide Produkte gibts ab sofort im Migros-Sortiment. Welches dauerhaft darin bleibt, bestimmen die Kundinnen und Kunden.

Die chinesische Pianistin Yuja Wang (Bild) gehört zu den Stars in der Saison 2016/2017 der Konzert-

reihe Migros-KulturprozentClassics. Die 30-Jährige begeistert das Publikum regelmässig mit ihrer perfekten Technik. Ihre Interpretationen von Klavierkonzerten russischer Komponisten sind herausragend. Als Kind eines Künstlerpaars ist sie in Peking mit den Stücken Tschaikowskis aufgewachsen. Nun wird sie sein Konzert in b-Moll vortragen, zusammen mit dem römischen Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Zu erleben ist das musikalische Feuerwerk am 2. Mai in Zürich, am 3. Mai in Bern, am 4. Mai in Genf und am 5. Mai in Luzern.

Abstimmen kann man bis am 28. Mai auf der Website, bei den Degustationsständen in den Migros-Filialen oder durch den Kauf des Produkts. Wer online abstimmt, hat die Chance, Migros-Geschenkkarten im Wert von 20 oder 100 Franken zu gewinnen. Für Spielfans gibt es online und in der Migros-App zudem ein «A vs. B Labyrinth», bei dem weitere tolle Preise verlost werden.

www.migros-kulturprozent-classics.ch

Abstimmung und Wettbewerb: www.migros.ch/avsb

Veggie Bag

Schicken Sie uns

Bilder: Stefano Spinelli, zVg

Praktische Beutel Ab sofort gibt es in allen MigrosFilialen wiederverwendbare Beutel zum Abpacken von Früchten und Gemüse im Offenverkauf. Veggie Bags sind eine umweltfreundliche Alternative zu den Einweg-Plastiksäcklein. Die neuen Beutel sind im Viererpack für 6.90 Franken erhältlich und bestehen aus schadstofffreiem Polyester. Die Kunden können sie mit Früchten oder Gemüse füllen und die Preisetikette auf den angenähten Stoff an den Säcklein kleben. Veggie Bags lassen sich bei Bedarf bei 30 Grad in der Maschine waschen.

Blickfang

Riesenosterhase «Letztes Jahr an Ostermontag stand plötzlich ein grosser, greller Frey-Osterhase vor unserem Haus. Als unser dreijähriger Simon ihn sah, hatte er eine Riesenfreude. Sein Götti fragte damals bei der Migrol-Tankstelle, ob er auch den grössten Hasen, halt ohne Schokoladenfüllung, kaufen könne. Wir werden ihn ganz bestimmt auch dieses Jahr an Ostern wieder in unseren Garten stellen.» Eveline Raschle-Egli

Ihr Migros-Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Wenn auf Ihrem Foto ein MigrosZusammenhang zu erkennen ist, sind Sie dabei.

Hochladen: www. migmag.ch/blickfang

Daniel Renggli,

Category Manager Tiefkühl bei der Migros.

1

Die Migros hat die Preise bei verschiedenen Vanille-Glaces erhöht. Weshalb? Der Handel mit Vanille ist geprägt durch nie dagewesene Höchstpreise. Hauptgrund sind starke Unwetter auf Madagaskar, die die Vanille-Ernte im vergangenen Jahr stark beeinträchtigt haben. Da wir in unseren Glaces keine künstlichen Vanille-Aromen verwenden, mussten wir einen Teil der Kosten auf den Verkaufspreis schlagen.

2

Werden die Preise bis im Sommer wieder sinken? Zurzeit ist keine Beruhigung des VanilleRohstoffmarkts in Sicht. Mit einer geschickten Einkaufsstrategie versuchen wir, die Differenzen aufzufangen, oder tragen die Mehrkosten wo immer möglich selber.

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Sind alle Vanilleprodukte der Migros von steigenden Preisen betroffen? Grundsätzlich können alle Produkte aus natürlicher Vanille im Migros-Sortiment davon betroffen sein.


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MIGROS­WELT | MM16, 18.4.2017 | 27

Star der Woche

Die Fruchtige in praktischer Verpackung 1945 übernahm die Migros die Bischofszell Nahrungsmittel AG, kurz Bina genannt. Seither produziert sie dort ihre Konfitüren. Nach Süssmost ist Aprikosenkonfitüre das zweite Produkt überhaupt, das die Migros in Eigenproduktion herstellt. Der Star dieser Woche, die Favorit-Konfitüre Aprikose, zählt heute zu den beliebtesten Sorten des Landes. Die Verpackung der MigrosKonfitüren hat sich im Lauf der Jahre stetig weiter­ entwickelt, auch dank entsprechender Hinweise der Kunden. Weil Kinder und Senioren oft nicht so viel Kraft in den Händen haben, um das Konfitüreglas problemlos zu öffnen, hat die Migros einen Deckel mit Easy­open­Verschluss eingeführt. Dank des zweistufigen Drehs lässt sich das Glas ohne Hilfsmittel öffnen, der benötigte Kraftaufwand halbiert sich.

Von uns. Von hier.

Geliebter Favorit Seit 2011 wird die Favorit-Konfitüre Aprikose vom Migros-Industriebetrieb Bischofszell Nahrungsmittel AG, kurz Bina, hergestellt. Nach einem traditionellen Rezept und mit Aprikosen aus dem Wallis.

Weitere Infos zur FavoritAprikosenkonfitüre: www.vonuns-vonhier.ch Star­Rätsel Aus welchem Kanton stammen die Aprikosen der Favorit­Konfitüre? Beantworten Sie die Frage zum «Star der Woche» auf www.vonuns-vonhier.ch/ favoritkonfituereaprikosen und gewinnen Sie eine Migros­Geschenkkarte. Es werden Geschenkkarten im Gesamtwert von Fr. 150 .– verlost.

Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehört auch die Favorit-Konfitüre Aprikose.


28 | MM16, 18.4.2017 | MIGROS-WELT

Aprikosen

Das Gold der Walliser Hänge Aprikosen sind seine Leidenschaft, sagt Christian Studer. Der Geschäftsleiter der Pitteloud Fruits SA in Sitten ist verantwortlich für die Produktion der Früchte. Seit Jahrzehnten beliefert seine Firma den MigrosIndustriebetrieb Bina mit Aprikosen zur Konfitürenherstellung.

Text: Estelle Dorsaz

V

Bilder: Jeremy Bierer; Paolo Dutto

on der Verteilzentrale der Pitte­ loud Fruits SA in Sitten VS aus, mitten in der Rhoneebene, kann man die Bäume von Christian Studer gut sehen: Sie sind über und über mit kleinen weissen Blüten bedeckt und ziehen sich als helle Streifen über den Hang. «Wir produzieren hier hauptsächlich Berg­ aprikosen», erklärt der Geschäftsleiter. Die Aprikosenkultur ist seine Leiden­ schaft, und er kennt sich bestens mit den orangen Früchten aus. So lässt er sich nicht lange bitten und erzählt viel Wissenswertes über diese Frucht: ihren Anbau, ihre Feinde, ihre Herkunft und die zum Teil wechselvolle Geschichte der Walliser Aprikosen. Man er­ fährt, dass die seit 2000 Jahren in China an­ gebaute Aprikose über die Salzstrasse in den Mittelmeerraum gelangte. Im Wallis wurde die «prunus armeniaca» Ende des 19. Jahr­ hunderts eingeführt. Ein sandiger Boden, ein eher trockenes und sonniges Klima so­

wie die enthusiastische Aufnahme der neu­ en Fruchtart durch die bäuerliche Bevölke­ rung boten günstige Rahmenbedingungen für den Anbau von Aprikosenbäumen. Handarbeit ist gefragt

Trotz idealer Bedingungen im Wallis ist der Anbau von Aprikosen ziemlich heikel, da sie sehr anfällig gegenüber Natureinflüssen wie Regen, Frost oder Hagel sind. «Feuchtig­ keit ist der grösste Feind dieser empfindli­ chen Früchte», sagt Studer, «sie begünstigt Bakterien, Pilze und sämtliche Parasiten.» Daher müssen die Bäume ab der Blütezeit sehr sorgfältig überwacht werden, und das bis zum Zeitpunkt der Ernte. Diese beginnt etwa Mitte Juni, erreicht ihren Höhepunkt um den 10. Juli und zieht sich bei den spä­ testen Sorten bis Ende September hin. Vom Schnitt bis zum Pflücken der Apri­ kosen werden alle Arbeiten von Hand aus­ geführt. Während der Ernte wird die Frucht

auch befühlt, um ihre Qualität zu bestim­ men. Studer: «Zwei Kriterien sind aus­ schlaggebend für die Ernte: einerseits die Festigkeit der Frucht und andererseits ihre Farbe, wobei jede Sorte im Reifezu­ stand einen anderen Farbton aufweist.» Insgesamt sind fünf bis sieben Pflückdurch­ gänge erforderlich, um die bestmögliche Qualität zu gewährleisten. Langjährige Zusammenarbeit

Seit den 1970er­Jahren arbeitet die Pitte­ loud Fruits SA mit der Migros zusammen. Studer ist vor etwa 20 Jahren dazugekom­ men. Eigentlich ist er gelernter Buchhalter, aber mittlerweile Unternehmer mit Leib und Seele. Der Hobby­Obstbauer – so nennt er sich selbst – hat seine Tätigkeit längst professionalisiert und das von seinen Gross­ eltern geerbte Anbaugebiet zu einem Apri­ kosen­Imperium ausgedehnt. Die Anbau­ fläche ist heute 50­mal grösser als das einst


MIGROS-WELT | MM16, 18.4.2017 | 29

Sarah Berkinshaw

«Konfitüren aus einheimischen Früchten sind gefragt» Sie degustieren und testen täglich zig verschiedene Konfitüren. Welche schmeckt Ihnen am besten? Ich mag viele verschiedene Konfitüren. Am liebsten habe ich aber die HolunderZwetschgen-Konfitüre. Weshalb? Sie weckt Erinnerungen. Als Kinder haben wir mit meinem Grosi immer Holunderkonfitüre gemacht. Wir durften die Beeren von der Staude ablesen, sie in der Küche meiner Grossmutter einkochen und danach natürlich essen. Wir haben aber immer so viel gemacht, dass es für die ganze Verwandtschaft gereicht hat ( lacht).

von seinen Grosseltern bewirtschaftete Stück Land. Es umfasst 50 Hektaren im Eigenanbau, und die Produktion beschäftigt ganzjährig etwa 20 Personen. Zur Erntezeit steigt die Anzahl der Mitarbeitenden gar auf bis zu 80 Personen. Sie pflücken die etwa 1000 Tonnen Aprikosen der rund 30 verschiedenen Sorten, mit denen auch der MigrosBetrieb Bina beliefert wird. Und wenn man Christian Studer fragt, wie er seine Aprikosenkonfitüre am liebsten mag, zeigt er seine Begeisterung: «Auf alle möglichen Arten. Aprikosenkonfitüre ist ein einfaches und bewährtes Produkt. Morgens zum Frühstück als Brotaufstrich – das ist die köstlichste Tradition, die es gibt.» MM

Mittlerweile haben Sie beruflich mit der Herstellung von Konfitüren zu tun. Ist bei der Produktion der Aprikosenkonfitüre auch noch Handarbeit gefragt? Wir produzieren heute Mengen, die eine Herstellung von Hand eigentlich verunmöglichen. Konkret heisst das, 30 Tonnen Konfitüre pro Schicht – und eine Schicht dauert ungefähr acht Stunden. Aber der Ablauf ist heute grundsätzlich noch immer der gleiche wie früher in Grossmutters Küche.

Gibt es Unterschiede in der Herstellung der verschiedenen Konfitüren? Die Abläufe sind stets die gleichen. Jedoch variiert je nach Konfitürensorte nebst dem Zuckergehalt auch die Pektinart. Die Festigkeit der Konfi muss optimal sein, und je nach Frucht eignet sich dafür das eine Pektin besser als das andere. Die Aprikosenkonfitüre ist die beliebteste Migros-Konfitüre. Welche neuen Sorten könnten ihr diesen Rang streitig machen? Nun, Konfitüre ist ein eher konservatives Produkt. Ich denke, die Aprikosen werden deshalb nicht so schnell von Platz eins verdrängt werden. Was allerdings zusehends gefragt ist, sind Konfitüren aus einheimischen Früchten. Die Favorit-Konfitüre Aprikosen ist das beste Beispiel für diesen Trend. Daher versuchen wir bei der Bina, möglichst viele Konfitüren aus Schweizer Früchten herzustellen. MM

Das heisst? Um bei der Aprikosenkonfi zu bleiben: Die Aprikosen kommen in die Warenannahme. Dort werden sie kontrolliert und gelangen in die Kocherei. Dort werden sie geschnitten und landen in einem grossen, geschlossenen Kessel. Zucker wird dazugegeben und die Pektinlösung vorbereitet. Pektin ist das Geliermittel in der Konfitüre? Genau. Die Pektinlösung wird dazugegeben, nachdem die Aprikosen in einem Vakuum zwischen 10 und 15 Minuten lang eingedampft wurden. Dieser Prozess schont – im Vergleich zu früher – den Geschmack und die Inhaltsstoffe der Aprikosen. Zum Schluss kommt als Ausgleich zum Zucker noch Säure dazu. Wenn dann die Qualität stimmt, wird die Konfitüre abgefüllt.

Sarah Berkinshaw ist Produktentwicklerin für Konfitüren bei der Bischofszell Nahrungsmittel AG, kurz Bina.


30 | MM16, 18.4.2017 | MIGROS-WELT

Von uns. Von hier.

Stars, hergestellt in der Schweiz

Die Aprikosenkonfitüre von Favorit steht diese Woche im Rampenlicht. Viele andere beliebte Produkte aus der Migros-Eigenindustrie strahlen mit ihr.

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32 | MM16, 18.4.2017 | MIGROS-WELT

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Die Brote der Linie Pain Création sind hochwertige Produkte traditionellen Bäckerhandwerks.

Mit einem Anteil von über 20 Prozent machen HojiblancaOliven aus dem aromatischen Olivenbaguette einen idealen Begleiter für mediterrane Salate.

Roggen, Weizen, Sonnenblumenkerne und Leinsamen verleihen dem Rusticobrot seinen kräftigen Geschmack.


MIGROS-WELT | MM16, 18.4.2017 | 33

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MIGROS-WELT | MM16, 18.4.2017 | 37

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Pfiffige Spriesser

Sprossen und Keimlinge sind zuverlässige Vitaminlieferanten und sorgen für Raffinesse auf dem Teller – optisch und geschmacklich. Was sie besonders sympathisch macht: Jeder kann sie zu Hause selbst ziehen. Wir zeigen, worauf es dabei ankommt. Bilder: Christine Benz Rezept: Annina Ciocco

Herausnehmen und sammeln!

Text: Sonja Leissing

STEP-BY-STEP ZUM KOCH-PROFI WERDEN! Tolle Kochtutorials auf migusto.ch

Keimlinge aus Rettichsamen, Weizenkörnern und Mungo­ bohnen sind schnell gezogen und verleihen Gerichten einen frischen Kick.


38 | MM16, 18.4.2017 | MIGROS-WELT

Gewusst, wie

Sprossen selbst ziehen

Einweichzeit

Verwendung

Tipp: Verschliessen Sie

Tipp: Damit sie nicht weiterwachsen und Blätter ausbilden, bewahrt man Sprossen in einem Frischhalte­ beutel im Kühlschrank auf. So bleiben sie zwei bis drei Tage lang frisch.

Waschen Sie die Sprossen sorgfältig und lassen Sie sie gut abtropfen – am besten auf einem Haushaltspapier.

Je nach Samen sind die Ein­ weichzeiten unterschiedlich. Getrocknete Mungobohnen, Linsen und Zwiebelsprossen benötigen circa zwölf Stunden. Radieschensprossen brauchen dagegen nur sechs Stunden, und Alfalfasprossen muss man gar nicht einweichen. die Gläser mit einem Stück Gaze. So kann die Luft gut zirkulieren und das Wasser bequem abgegossen werden.

Keimzeit Auswahl Aus getrockneten Mungo­ bohnen, Alfalfasamen, Weizenkörnern und Linsen sowie einigen Gemüse­ samen lassen sich das ganze Jahr über Sprossen ziehen. Tipp: Geben Sie nicht mehr

als zwei Esslöffel der aus­ gewählten Bohnen, Körner oder Samen in einen Keim­ apparat oder in ein Konfiglas.

Mungobohnen brauchen drei bis sechs Tage, andere, wie Alfalfa­ oder Linsen­ sprossen, nur zwei bis vier. Wer verschiedene Sprossen­ arten kombiniert, profitiert von einem echten Vitamin­ und Mineralstoffcocktail. Tipp: Ziehen Sie die Keim­

linge an einem hellen Ort bei Zimmertemperatur. Direkte Sonnenstrahlen sind zu vermeiden.


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Frischfleisch, Fisch, Charcuterie, Geflügel.

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Raclette Raccard, Gruyère AOP, Appenzeller, Fondue. Biscuits, Blévita, Glace, Dessertpulver, Fasnachtschüechli, Apérogebäcke.

Mineralwasser, Sirup, Fruchtsäfte.

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Trockenreis, Risottoreis, Milchreis, Spezialitätenreis.

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MIGROS-WELT | MM16, 18.4.2017 | 51

Profi-Tipp

Licht, Luft und Wasser

Sonja Leissing (53),

Foodjournalistin

Vorspeise ohne Fleisch

Randencarpaccio mit Sprossen Zutaten für 4 Personen 1 EL Zucker 1 TL Salz 2 EL Honig 2 Zweige Rosmarin 1 dl Apfelessig 800 g rohe Randen 6 EL Sonnenblumenöl Pfeffer 150 g Schnittsalat 50 g Sprossen, z. B. von Mungobohnen und Alfalfa 200 g Ziegenfrischkäse

Für Sprossen hebt sich der Vorhang in der Küche, lange bevor das erste Frühlingsgemüse erntereif ist. Ob Linsen-, Alfalfaoder Radieschensprossen – sie alle benötigen lediglich Licht, Luft und Wasser, um schon nach wenigen Tagen ihren kulinarischen Zauber zu entfalten. Bei liebevoller Pflege das ganze Jahr über. Praktisch alle Winzlinge sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitamin C, Mineralien und Protein. Durch sie werden Salate, Wraps oder Wok-Gerichte erst richtig interessant, doch sie können noch viel, viel mehr. Probieren Sie anstatt Senf aus der Tube ruhig mal die pikanten Rettichsprossen als Brotbelag. Für eine selbst kombinierte Sprossenmischung müssen Sie beachten, dass diverse Sorten eine längere Einweich- und Keimzeit brauchen als andere. Ich empfehle, jede Sorte in einem separaten Gefäss zu ziehen. Denn auch der Standort kann die Keimdauer beschleunigen oder verzögern. MM

Zubereitung

1. Zucker, Salz, Honig und Rosmarin zum Essig geben und aufkochen. Randen schälen und in dünne Scheiben hobeln. Heissen Essigsud dazugiessen. Randen zugedeckt bei Raumtemperatur mindestens 4 Stunden ziehen lassen. 2. Randen aus dem Sud heben und abtropfen. Sud zur Hälfte einkochen und abkühlen lassen. Öl beigeben, verrühren. Dressing mit Pfeffer würzen. Randen, Salat und Sprossen anrichten. Ziegenfrischkäse darüberbröckeln. Dressing über das Carpaccio träufeln. Zubereitungszeit

ca. 30 Minuten + mindestens 4 Stunden ziehen lassen

Viele weitere kochtipps mit Sprossen

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migusto.ch Sprossenbrot: www.migusto.ch/sprossenbrot Vollkorntortilla mit Spiegelei und Sprossen: www.migusto.ch/tortillamitsprossen Tuna-Burger: www.migusto.ch/tunaburger


52 | MM16, 18.4.2017 | MIGROS-WELT

Kaffee

Kaffee wie vom Profi Delica-Mitarbeiter Kevin Mohler gewann die Swiss-SCAE Cup Tasters Championship 2016, bei der Kaffeeprofis zeigen, wie gut und schnell sie feine Nuancen im Kaffee herausschmecken. Hier gibt der Champion praktische Tipps für unterschiedliche Zubereitungsarten. Text: Claudia Schmidt

Bilder: Christian Schnur

* Aktion 30% auf alle Kaffeebohnen und gemahlene Kaffees vom 18. 4. bis 1. 5.

Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehört auch der Kaffee der Delica.


MIGROS-WELT | MM16, 18.4.2017 | 53

Kevin Mohler

1 Filterkaffee Mittelgrob gemahlenes Kaffee­ pulver (6 Gramm pro Deziliter) mit 94 Grad heissem Wasser im Filter überbrühen, das Kaffee­ pulver dabei gleichmässig mit Wasser begiessen. Circa eine halbe Minute warten, dann das restliche Wasser nachgiessen. Der Kaffee sollte nach maximal drei Minuten durchgelaufen sein.

Kaffee in der French-Press Mittelgrob gemahlenen Kaffee (6 Gramm pro Deziliter) in die Kanne geben. Mit 94 Grad heissem Wasser übergiessen, drei Minuten ziehen lassen. Einmal umrühren, eine weitere Minute warten. Andrücken und noch­ mals eine Minute warten, dann den Stempel ganz hinunterdrücken.

Espresso Classico, Bohnen, 500 g Fr. 5.85* statt 8.40

In grösseren Filialen

In grösseren Filialen

Als gelernter Koch hat Kevin Mohler (25) aus Möhlin AG seine Liebe zum Kaffee entdeckt. Er ging an die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und erwarb eine Lizenz in Sensorik. Bei der Delica, der Kaffeerösterei der Migros, arbeitet er in der Inhalts- und Kapselentwicklung. Kaffeeliebhaber rüsten auf. Sie kaufen nebst Kaffeemühle und Wasserkocher selbst für Filterkaffee spezielle Waagen. Ist das nötig? Wenn ich guten Kaffee zubereiten will, ist eine Waage sinnvoll. Bei modernen Wasserkochern lässt sich die Temperatur genau einstellen. Das Wasser muss nicht immer kochen. Wir reden hier vom Geschmack. Wenn man sich an die Mengen und Vorgaben hält, lässt sich konstant ein besserer Kaffee zubereiten. Ich wiege nicht nur das Kaffeepulver ab, sondern auch das Wasser.

2

Ein Kaffeeautomat mahlt den Kaffee und dosiert alles nach den Vorgaben. Welcher Kaffee eignet sich dafür? Beim Caruso Oro handelt es sich um eine Schweizer Röstung. Sie ist eine runde Mischung für Vollautomaten.

3

Espresso im Siebträger Der Kaffee (9–10 Gramm für 25 g Wasser) sollte fein gemahlen

Caruso Oro, gemahlen, 500 g Fr. 6.65* statt 9.50

«Jeder muss selbst probieren»

sein. Eine gute Mühle sorgt dafür, dass die Kaffeepartikel gleich gross sind. Man nimmt mehr Kaffee, weil das Pulver nur kurz mit dem Wasser in Berührung kommt. Um das Wasser gleichmässig durch das Kaffeepulver zu drücken, ist das «Tampen», das Verteilen des Kaffees mit etwas Druck, wichtig.

Der Espresso Classico ist demnach eher italienisch … Ja, mit ihm gelingt typisch italienischer Espresso. Er eignet sich gut für Siebträgermaschinen oder für die Zubereitung in der Bialetti. Übrigens: Diese und nächste Woche können verschiedene italienische Kaffeesorten in vielen Migros-Filialen probiert werden. Beim Espresso werden italienische Standards mit 25 bis 30 Sekunden als Durchlaufzeit angegeben. Ist das das Mass aller Dinge? Das ist ein Richtwert. Jeder muss selbst probieren. Wenn der Kaffee schon nach 23 Sekunden schmeckt, würde ich ihn auch nicht länger extrahieren. MM


54 | MM16, 18.4.2017 | MIGROS-WELT

Freude am Geschmack

Zwei, die sich mögen Rohschinken und Lachs sind jeder für sich allein schon eine Delikatesse. In Kombination mit grünem Spargel jedoch bieten beide ein Geschmackserlebnis der besonderen Art. Eine vorzügliche Empfehlung für den Apéro der gehobenen Klasse. Text: Sonja Leissing

Bilder: Veronika Studer

Rezept: Katrin Klaus

Serviertipp

Grüne Spargeln mit Rohschinken Blanchierte Spargeln mit Rohschinken oder Lachstranchen umwickeln, mit etwas Olivenöl beträufeln, mit Meersalz würzen und zum Apéro servieren. Das Spargeltatar (Rezept rechts) lässt sich anstatt mit Lachs auch mit Rohschinken belegen.

Die Kombination von knackigen Spargeln und dünn aufgeschnittenem, würzigem Rohschinken ist ein kulinarisches Gedicht. Sein einzigartiges Bouquet erhält Rohschinken durch sein langes Reifen während der Lufttrocknung. Mit Spargel serviert, kommt es noch intensiver zur Geltung. Mit dem Rauchlachs verhält es sich ähnlich: Sein rauchiges Aroma und sein zartes Fleisch sind als Belag auf einem Spargeltatar kaum zu toppen. Weitere Infos: www.freude-am-geschmack.ch

* in grösseren Filialen

Gusto del sol JamÓn Serrano, Spanien*, pro 100 g Fr. 3.85 statt 4.85 Aktion 20% vom 18. bis 24. 4.

Bündner Rohschinken, hauchdünn, Schweiz*, 97 g Fr. 4.90

Migros-Bio Walliser Rohschinken IGP, Schweiz*, pro 100 g Fr. 9.–


MIGROS-WELT | MM16, 18.4.2017 | 55

Apéro-Häppchen

Lachs mit Spargeltatar Apéro für 6 Personen 10 grüne Spargeln

½ 4 EL 1 TL

Zitrone Olivenöl Senf mit Honig Salz, Pfeffer ½ Bund Basilikum, 12 Scheiben Brot à ca. 20 g, z. B. Baguette 6 Tranchen Rauchlachs Zubereitung

Spargeln im unteren Drittel schälen, Enden frisch anschneiden. Spargelspitzen abschneiden. Stangen in Würfelchen schneiden. Zitrone auspressen, mit Öl und Senf verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Einige Blätter Basilikum beiseitelegen, Rest fein schneiden, mit Spargelwürfeln zur Sauce geben. Brotscheiben im Toaster rösten. Brot mit Spargeltatar und Spargelspitzen belegen. Rauchlachs aufrollen und auf die Brote legen. Mit restlichem Basilikum garnieren und servieren. Zubereitungszeit

ca. 25 Minuten

Rapelli Prosciutto Crudo, San Pietro, Schweiz, pro 100 g Fr. 7.45

Atlantik Rauchlachs, Zucht aus Schottland*, 100 g Fr. 6.50

MSC Alaska Wildlachs Sockeye, Wildfang aus Alaska, 100 g Fr. 6.80

MSC Sélection Graved Wildlachs, Wildfang aus Alaska*, 100 g Fr. 9.90

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MIGROS-WELT | MM16, 18.4.2017 | 57

M-Classic

Alles bestens eingetütet

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Bild: Christine Benz Styling: Vera Guala

vom 18. bis 24. 4.

Die Spaghetti und die etwas dünneren Spaghettini von M-Classic gehören in den meisten Familien zum Grundvorrat. So wie sie bisher verpackt waren, rutschten einzelne Teigwaren im Schrank gern mal heraus, nachdem die Folie einmal geöffnet war. Damit dies nicht mehr passiert, hat die Folie jetzt eine wiederverschliessbare Aufreisslasche. Die Qualität der Pasta ist die gleiche. Nach wie vor werden die Eierteigwaren aus Hartweizengriess in der Schweiz hergestellt, die Eier stammen aus Freilandhaltung.

M-Classic Spaghetti, 750 g Fr. 1.70* statt 2.15

M-Classic Spaghettini, 750 g Fr. 1.70* statt 2.15

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Teigwaren von M-Classic.


58 | MM16, 18.4.2017 | MIGROS-WELT

Dies & das

Der Sommer naht

Alles neu macht der Frühling, mancherorts schon im April. Zum Beispiel in der Migros, die mit zahlreichen Neuheiten auf den Sommer einstimmt. Hier eine kleine Auswahl.

Eiskönigin Elsa geht auf leisen Sohlen

Mit den hübschen Flipflops lässt es sich unbemerkt an den Guetslischrank schleichen. Frozen Flip Flop, Gr. 24/25–30/31 Fr. 14.80

Achtung, fertig, flieg!

Fragt man kleine Jungs nach ihrem Traumberuf, ist der Pilot garantiert immer mit dabei. Knaben Shorty, Gr. 98/104–122/128 Fr. 18.–

Ungetrübter Badespass

Schützt zarte Kinderfüsse beim Planschen vor Steinen, Muschelsplittern und sonstigen scharfkantigen Dingen. Badeschuh Mädchen/Knaben, Gr. 22–27 Fr. 17.80

Luftig und leicht Nur schon der Anblick stimmt fröhlich: Schwebend und wippend sich dem Himmel nähern schüttet Glückshormone aus. Mädchen Shorty, Gr. 98/104–122/128 Fr. 18.–

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MIGROS-WELT | MM16, 18.4.2017 | 59

Welcome Sunshine Damit Frau Sonne nicht das einzige strahlend schöne Gesicht des Tages bleibt. Zoé Sun Face Fluid, SPF 30, 30 ml * Fr. 10.50

Platz für zwei Warum immer nur im Bett oder auf dem Sofa kuscheln? Geht auch wunderbar in der Badi oder am See! Strandtuch, blau, türkis, pink, 160 × 90 cm* Fr. 19.80

Schon Schriftstellerin Virginia Woolf wusste:

«Man kann nicht gut denken, gut lieben, gut schlafen, wenn man nicht gut gefrühstückt hat.» Frühlingskonfitüre Rhabarber-Maracuja, 350 g Fr. 2.90

Davon bekommen die meisten nie genug

Verschenken Sie als kleines Dankeschön, zum Geburtstag oder einfach so eine persönliche Botschaft aus Schokolade. Frey Message for you, 72 g Fr. 4.50

Grüner Klassiker

Nicht nur manche Mönche mögen Matcha: Auch Jungs und Mädels schwören auf den Energiebooster. Kult Ice Tea Jasmin-Matcha, 50 cl* Fr. 1.10


60 | MM16, 18.4.2017 | MIGROS-WELT

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Wallis

Vergünstigung

Senioren im Mittelpunkt

Wer 60 oder älter ist, kann dieses Jahr mit der Seniorenkarte der Migros Wallis von diversen Vergünstigungen profitieren. Damit kommt nun jede Generation in den Genuss von passenden Angeboten. Text: Mélanie Zuber

Bild: Didier Bérard

Mit dem neuen Angebot kommen Seniorinnen

D

ie Gesellschaft hat sich gewandelt: Heutzutage kann sich auch, wer graue Haare hat, in der Blüte seiner Jahre fühlen. Die Schwelle zum Altsein verschiebt sich immer weiter nach hinten, sodass 60-Jährige biologisch betrachtet noch als jung gelten. Jung und gleichzeitig Senior – unsere Sprache kennt noch keinen Begriff, der alle Aspekte dieser Entwicklung einschliesst. Eines steht für die Migros Wallis jedoch fest: Egal wie alt man ist, sparen kann jeder. Darum bietet sie dieses Jahr allen ab 60 eine Seniorenkarte an, die zu diversen Vergünstigungen berechtigt.

Sylvie Bonvin, verantwortlich für die Kundenpflege bei Migros Wallis, erklärt die Hintergründe dieses Projekts: «Die Migros bietet Sammelfiguren für Kinder, die M-BudgetPalette mit Produkten und Dienstleistungen für Jugendliche und junge Erwachsene sowie Famigros für Familien an. Bis jetzt gab es für Menschen ab 60 kein spezielles Angebot. Diese Lücke wollen wir mit der Seniorenkarte füllen.» Mit dem neuen Angebot kommen Seniorinnen und Senioren in den Genuss von interessanten Vergünstigungen in diversen Migros-Einkaufsläden im Kanton. Jeden Dienstag vom 18. April bis 23. Mai profitieren die

Karteninhaberinnen und -inhaber von zehn Prozent Rabatt auf ihren Einkauf. Dass es ausgerechnet der Dienstag ist, hat seinen Grund: An diesem Tag sind die Geschäfte in der Regel deutlich weniger besucht. Um den Einkauf noch angenehmer zu machen, plant die Migros Wallis, das Ladenpersonal aufzustocken. «Wir wollen den Dienstag zum Tag für Senioren machen», erklärt Sylvie Bonvin. Nicht nur im Supermarkt

Auch die Fachmärkte und anderen Unternehmen der Migros nehmen an der Aktion teil. In Migros-PartnerLäden sowie Migros-Restaurants und


MIGROS-WELT | MM16, 18.4.2017 | 61

und Senioren in den Genuss von interessanten Vergünstigungen.

-Take-aways gibt es ebenfalls zehn Prozent Rabatt. Bei Melectronics, SportXX, Micasa und Do it + Garden können jeweils zwei Rabattgutscheine eingelöst werden. Passend für die ältere Generation

Zudem bietet die Klubschule Vergünstigungen für bestimmte Kurse an, die speziell auf diese Altersgruppe zugeschnitten sind. Zum Beispiel Android-Tablets-Einsteigerkurse oder einen Workshop «Ich bin pensioniert, und jetzt?». Im Verlauf des Jahres ist eine zweite Phase mit Sonderangeboten vorgesehen. Die Karteninhaberinnen und -inhaber werden zu gegebe-

ner Zeit per Post über die neuen Aktionen informiert. Die Migros Wallis offeriert ihrer Ü60-Kundschaft nicht nur Sparangebote, sondern kümmert sich auch um deren Anliegen und Erwartungen. So ist die Genossenschaft Partnerin des «Senior Living Lab». Das Projekt, das Forscher von vier Westschweizer Hochschulen entwickelt haben, bietet eine Plattform für Fragen rund um die Lebensqualität und das Wohlbefinden im Seniorenalter. Diese Partnerschaft ermöglicht es der Migros, die Anliegen der älteren Generation besser zu verstehen und Lösungen zu entwickeln, die gezielt darauf eingehen. MM

Teilnahmebedingungen

Wie erhalte ich die Seniorenkarte? Wenn Sie Cumulus-Mitglied sind und sich bei der Anmeldung damit einverstanden erklärt haben, ab und zu Angebote und

Informationen zu bekommen, wird Ihnen die Seniorenkarte automatisch zugestellt. Wenn dies nicht der Fall ist, wenden Sie sich einfach an den Kundendienst oder die Hauptkasse Ihres Einkaufsladens. Dort werden Sie registriert und können sofort von den Vergünstigungen profitieren. Anmelden können Sie sich auch auf www.migroswallis.ch. Bedingung ist, dass Sie mindestens 60 Jahre alt sind. Eine Cumulus-Mitgliedschaft ist nicht nötig.


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vom 18. April bis 23. Mai 2017

Anmeldung und Informationen bei ihrem Kundendienst oder auf www.migroswallis.ch *Gültig in den Supermärkten, Restaurants, Take Away und bei den Migros Partnern der Genossenschaft Migros Wallis für alle Personen ab 60 Jahren.


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Aktion

Fünffache Cumulus-Punkte Für die Kundinnen und Kunden gibt es am kommenden Freitag ab 18.30 Uhr bis Ladenschluss eine attraktive Cumulus-Aktion:

Beim Einkauf in einem beliebigen Supermarkt im Kanton können sie ihre Cumulus-Punkte verfünffachen.

Bild: Carola Schubbel | 123rf.com

Garten

Kostenlose Umtopfaktion

Ist Ihr Balkon bereit für den Sommer? Diese Woche bietet das Do it + Garden in Martigny (Quartz Center) eine kostenlose Umtopfaktion an: Beim Kauf einer Pflanze oder eines Setzlings kümmern sich die Gartenprofis im Geschäft ums Umtopfen, und die Erde gibt es ebenfalls umsonst. Der Fachmarkt bietet gegenwärtig eine grosse Auswahl an Saisonpflanzen an, darunter beispielsweise Geranien, Petunien, Tagetes und Verbena.


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Weisse Champignons «Aus der Region.» Schale 250 g, per kg

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3. Tag: Durch Heideland zu den Möwen Ziel unserer heutigen Wanderung ist das Cap Fréhel, ein bekannter Ort für Vogelkundler. Der attraktive Küstenpfad beginnt in einer schmalen Bucht und führt vorbei an einer romantischen Burg, auf der schon viele Filme gedreht wurden. 4. Tag: Menhir und Vogelinseln Die heutige Wanderung führt uns zu einer verträumten Halbinsel, wo wir auf einen eindrücklichen Menhir stossen. Bei gutem Wetter besteht die Möglichkeit, einen Ausflug zu den Vogelinseln zu unternehmen. 5. Tag: Enclos Paroissiaux und Calvaires In St-Thégonnec besichtigen wir den Pfarrbezirkes mit seinem Calvaire und wandern durch den Märchenwald von Huelgoat. Mittagshalt in einer Crêperie. 6. Tag: Die Wellen des weiten Atlantiks Auf dem Küstenpfad der Nordküste wandern wir zu einer sandigen Badebucht, wo wir unser Picknick einnehmen und den brechenden Wellen des Atlantiks zuschauen können. 7. Tag: Mediterrane Bretagne Wir wandern auf einem schmalen Küstenpfad vorbei an Grotten und Klippen, zu einer Badegelegenheit. Nach einer Erfrischung in Camaret lohnt sich ein kurzer Abstecher zu den sagenhaften Klippen der Pointe du Penhir.

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Für eine gerechtere Welt. Spendenkonto 40-984-9

Wanderungen Auf Küstenwege sind auch einige Auf- und Abstiege zu überwinden, die Trittsicherheit erfordern. Wanderungen zwischen 1,5 und 3,5 Std.

«Vieles ist wieder möglich nach einer Hirnverletzung. Wichtig ist der Support.»

Unterkunft In St. Malo logieren wir im Hotel La Maison des Armateurs mitten in der Altstadt Im Parkhotel Bellevue in Trégastel liegt uns die rosa Granitküste zu unseren Füssen. In Douarnenez übernachten wir im geschmackvoll eingerichteten Hotel Le Clos de Vallombreuse, mit einer wunderschönen Gartenanlage mit Swimmingpool. Alle Zimmer sind mit Bad oder Dusche/WC, Föhn und TV ausgestattet.

Daniel Albrecht, Ex-Skirennfahrer

Hirnschlag, Schädel-Hirn-Trauma, Hirntumor: Hirnverletzungen können alle treffen. Hilfe für Menschen mit Hirnverletzung und Angehörige. Helfen auch Sie! PC 80-10132-0

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Flug inkl. Taxen und Gebühren Begleitbus für Ausflüge und Transfers Unterkunft in ausgesuchten Hotels Halbpension, zusätzlich 1 Mahlzeit plus 2 Lunchpakete Alle aufgeführten Wanderungen, Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung durch François Büchi

© ron Haviv / Vii

2. Tag: Austern und Sandstrand Wir wandern von der Austernhauptstadt Cancale der Küste entlang bis zu einem verlassenen Sandstrand.

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1. Tag: Hinflug Basel–St. Malo Flug mit EASYJET von Basel nach Nantes und Busfahrt bis nach St. Malo. Wir wohnen mitten in den der Altstadt dieser attraktiven Hafenstadt.

Mobilität ist teilbar!

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Spendenkonto PC 60-19191-7

Die Wellen des Atlantik branden an die wilde, von Möwen umschwärmte Küste, der wir entlang wandern und dabei auch auf feinsandige Buchten stossen. Das Landesinnere hingegen begeistert mit seiner Geschichte, Menhiren, keltischen Kirchen und Burgen.

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8. Tag: Rückflug Nantes–Basel Die Rückfahrt nach Nantes unterbrechen wir, um die eindrücklichen Felder von Carnac mit ihren rund 3000 Menhiren zu bestaunen. Rückflug mit EASYJET.

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Leben MM16

Familienumfrage Wie gestalten Sie die Freizeit mit Ihrer Familie am liebsten? 1 Wenn immer möglich machen wir einen Ausflug 69% 2 Mit Schwimmen, Joggen, Tennis, Skifahren 12% 3 Basteln, Malen, Kreieren – diese Aktivitäten stehen bei uns ganz oben auf der Liste 5% 4 Am liebsten spielen wir zusammen etwas 10% 5 Freizeit? Haben wir kaum 5%

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1, 2 oder 3?

Die Schuldenfalle

Aus PET-Getränkeflaschen entstehen beim Rezyklieren nur minderwertige Produkte.

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hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Falsch! Das PET-Recycling in

Der Kleine (1) trainiert seine Fingerfertigkeit überall: Er steckt Salzstängeli zwischen Bücher, öffnet Kindersicherungen und lässt beim «Vier gewinnt» die Spielsteine in die Spalten fallen. Da das höchste Konzentration erfordert, sieht er aus, als würde er vor jedem Zug eine ausgeklügelte Strategie durchdenken. Mein Mann spielt lange mit ihm und sagt dann, sie hätten um Geld gezockt. Der Kleine schulde ihm jetzt 150 Franken. Der Grosse (6) nimmt den Scherz ernst und erzählt im Bus wildfremden Leuten: «Mein armer kleiner Bruder ist erst ein Jahr alt und schuldet dem Papi 150 Franken, weil er beim ‹Vier gewinnt› gegen ihn immer verliert.» Vier Eltern schauen mich entgeistert an. Und jetzt? 1, 2 oder 3? 1 2 3

der Schweiz bildet einen nahezu geschlossenen Flaschenkreislauf. Aus rund 60 Prozent der gesammelten PET-Getränkeflaschen entstehen wieder neue. Weil PET beim Recycling seine Eigenschaften grundsätzlich nicht verliert, lässt es sich theoretisch zu 100 Prozent wiederverwenden und mehrmals zu Flaschen verarbeiten. Das restliche PET-Rezyklat wird zu Verpackungsmaterial, Textilien wie FleecePullis oder Füllstoff für Kissen. Wirft man die PET-Flasche aber in den normalen Abfallsack, wird sie verbrannt und geht für den PET-Kreislauf verloren. Darum gilt: Leere PET-Getränkeflaschen

in den dafür vorgesehenen Sammelbehälter werfen, damit das PET-Material für den Flaschenkreislauf erhalten bleibt und aus den gebrauchten Flaschen neue entstehen.

«Das hat der Papi nicht ernst gemeint», sage ich und lächle freundlich. «Wir erziehen unsere Kinder zu Selbstverantwortung», sage ich, «sie sollen schon früh den richtigen Umgang mit Geld lernen». «Heute Abend pokern wir und gewinnen das Geld wieder zurück!», sage ich.

Antwort 2: Ein verpasster Witz ist verloren. Spontan empörte Menschen reizen mich eher, eins draufzugeben. Und Selbstverantwortung ist doch wirklich wichtig.

Illustration: Lisa Rock, Corina Vögele; Bild: René Ruis

Monica Müller (42)

Richtig oder falsch?

In Zusammenarbeit mit Pusch – Praktischer Umweltschutz www.pusch.ch


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Reisen

Wilde Schönheit

An der zerklüfteten Küste der Belle-Île-en-Mer in der südlichen Bretagne führen viele Wanderwege durch eine raue Idylle. Das Leben auf der windumtosten Insel ist einfach und ruhig, aber ihre Bewohner lieben sie gerade deswegen. Text: Claudia Langenegger Bilder: Kostas Maros


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2 3

1

4

1 Schmucke Leuchttürme

empfangen die Besucher am Hafen in Le Palais.

2 Wanderpfade führen weit durch die breto­ nische Küstenlandschaft. 3 Die Waadtländerin Muriel Gautier führt seit 15 Jahren ihre Bäckerei auf der Belle­Île. 4 Auf dem Festland

gegenüber der Belle­Île liegt die Halbinsel Rhuys. Sie lässt sich gut mit dem Velo erkunden.

D

er Regen peitscht über die grünbraune Klippenlandschaft, der Wind weht laut, und man muss sich gegen ihn stemmen, um vorwärtszukommen. Die Kleider sind durchnässt, an den Ohren ist es kalt – egal. Zu schön ist der Moment, die Landschaft ist schlicht atemberaubend. Felsnadeln strecken ihre schroffen Kanten aus dem Meer, Wellen peitschen, die Gischt spritzt hoch. Eine Schönheit, wie sie nur die Natur schaffen kann. So kam dieser Flecken Erde in der südlichen Bretagne auch zu seinem Namen: Belle-Île-en-Mer – schöne Insel im Meer. Sie ist nach Korsika die grösste Insel Frankreichs und liegt 14 Kilometer vor dem Festland. Zwei Supermärkte, eine Brauerei

Dieser idyllische Ort zieht immer wieder Auswärtige an. Zum Beispiel Muriel Gautier (52), die seit 15 Jahren auf der 84 Quadratkilometer grossen Insel wohnt. Die Waadtländerin führt die Bäckerei «Les Gourmandises» im Hauptort Le Palais. Dort, wo die Fähre ankommt, wo sich die meisten Hotels, Läden, Bars und Restaurants befinden und sich die Mehrheit der Insulaner niedergelassen hat. Muriel Gautiers Mann war auf Belle-Île auf-

gewachsen. Der gelernte Pâtissier hatte lange in Paris und der Romandie gearbeitet. Es war sein Lebenstraum gewesen, in seiner Heimat ein eigenes Geschäft zu eröffnen. «Ich kannte die Insel von den gemeinsamen Ferien und fand es wunderschön», erinnert sich Muriel Gautier. «Der Umzug hierher war aber schon eine ziemliche Veränderung», fügt die 52-jährige Schweizerin lachend hinzu. «Ich habe immer in urbanen Gegenden gelebt, meist in Vevey.» Die Belle-Île hingegen hat gerade mal 5000 Einwohner. Sie ist neun Kilometer breit, 20 Kilometer lang und hat insgesamt zwei Supermärkte, eine Brauerei und drei Käsereien. Im Winter herrscht tote Hose, im Juli und August steigt die Population auf das Zehnfache an: Wer hier wohnt, lebt vom Tourismus. Das Ehepaar Gautier hatte zwei Bäckereien und einen Imbiss, es lief gut. Doch vor neun Jahren geschah das Unglück: «Mein Mann starb ganz plötzlich an einem Herzinfarkt.» Für das Trauern blieb nicht viel Zeit, es musste weitergehen, und Muriel Gautier musste vollen Einsatz leisten. Heute hat sie ihre Tätigkeit auf die Boulangerie Gourmandises reduziert. Wenn sie nicht selbst in der Backstube


70 | MM16, 18.4.2017 | LEBEN

Sightseeing, Kulinarik, Hotels: unsere Tipps www.migmag.ch/ bretagne

GB 1

Bretonische Sonnenstube

Bretagne Nantes F

Tipps Carnac

So kommt man bequem von A nach B

Quiberon

Anreise:

von Basel/Genf täglich mit Easyjet nach Nantes Halbinsel Presqu’Île de Rhuys:

mit dem Mietwagen nach Sarzeau/Arzon (ca. 1 Std.) www.rhuys.com Velomiete: www.cycles-ocean.com Belle-Île-en-Mer:

mit dem Mietwagen nach Quiberon (ca. 2 Std.), von dort mit der Fähre auf die Belle-Île. Fähre: www.compagnie-oceane.fr Insel: www.belle-ile.com Velo: www.velobelleile.fr Beste Reisezeit:

Frühling und Herbst. Juli und August ist die touristische Hochsaison, ab September hat man die Insel fast für sich allein, und die Temperaturen sind angenehm. Im Frühling gibt es ebenfalls nur wenige Touristen.

Die Reise für diese Reportage wurde unterstützt von Atout France.

Arzon Prè squ île d e

Rhuys

Velogebiet

Pointe Poulain

Wandergebiet

Sauzon Le Palais

Be

Sarzeau

lle Port Coton -Île -en -M er

steht, dann tut es ihr Sohn Eric (22), ein ausgebildeter Bäcker. Neben Brioches, Croissants und Baguettes stellen sie natürlich auch die buttrigschweren typischen Spezialitäten wie den Kouign-amann, das Far breton und den bretonischen Kuchen her. «Die Lebensqualität hier ist einmalig, es ist sehr friedlich. Wir haben die Natur vor der Haustür, überall», schwärmt Muriel Gautier. «Wir sind etwas geschützt und haben die Probleme der Grossstädte nicht. Aber auch nicht deren Vorteile.» Bei aller Schönheit ist das tägliche Inselleben streng. «In zwei bis vier Monaten muss man den Jahresverdienst einbringen», erklärt die sympathische Waadtländerin. Dann, wenn sie die Insel geniessen könnte, muss sie arbeiten. In der freien Zeit im Winter

Autoroute Fähre 5 km

ist es meist kalt und grau, und die Fähre aufs Festland fällt wegen Sturms regelmässig aus. «Man ist hier ziemlich isoliert.» Windige Inselidylle

Wenn Muriel Gautier aber Zeit hat, sucht sie die wirklich schönen Ecken der Insel auf. Wie die Felsen von «Port-Coton» – zu Deutsch etwa «Hafen der Baumwolle». Hier spritzt die Gischt oft so weiss und dicht empor, dass sie aussieht wie flaumige Baumwolle. Auch die Pointe des Poulains im Nordwesten ist eine äusserst reizvolle Landschaft. Im alten Fort auf der windigen Inselspitze hatte sich Ende des 19. Jahrhunderts die berühmte französische Schauspielerin Sarah Bernardt niedergelassen. Malerisch ragt der Leuchtturm von Poulain auf dem ockerbraunen Felsen in die Höhe.

2

Der Himmel leuchtet stahlblau, Wolkentürme ziehen fotogen vorbei, als Pierre Briolet (33) vom lokalen Tourismusbüro uns hierher führt. «Im Frühling ist alles farbig übersät mit rosa Blüten», sagt er begeistert. Auch er ist ein Zugezogener. Von klein auf ist er hierher in die Ferien gekommen. Auf der Insel zu wohnen, ist sein Lebenstraum. «Es gibt ebenso viele Sonnentage wie in Nizza», schwärmt er. Bloss die Tage sind windiger, die Temperaturen etwas tiefer, und statt der satten Eleganz des Südens hat man raue Idylle. Wie in Sauzon, einem lauschigen Hafenstädtchen, wo die Ebbe zweimal am Tag unter den ankernden Booten das Wasser wegzieht. Ob Ebbe oder Flut, eins geht immer: wandern. Die Belle-Île besitzt fast über die gesamte Küstenlänge einen Wanderpfad. Für uns beginnt die «Ballade» in der windgeschützten Bucht von Kérel. Der Sandstrand ist von Gebüsch und hohen Gräsern umgeben, Ausflügler picknicken, es gibt eine Feuerstelle, im türkisblauen Wasser wiegen sich kleine Boote. Ein schmaler, verschlungener Pfad führt


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LEBEN | MM16, 18.4.2017 | 71

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der Belle-Île: Einst ein Fischerhafen, tummeln sich hier heute fast nur noch Touristenboote. 2 Schiffe sind sein

Leben: Jean-Marie ist einer der vielen Zugezogenen, die sich in die bretonische Insel verliebt haben.

über dicht bewachsene Felsen hinauf. Die Sicht geht bald weit übers Meer, ein Wohnhaus steht einsam auf einem Vorsprung, im Gegenlicht zeichnen sich dunkel die Klippen ab. Nur eine Windung, und da ist er wieder, plötzlich und heftig: der Wind. Das Tosen ist laut, die Wellen brechen. Man muss sogar das Handy gut festhalten, damit es nicht davonfliegt. Glücklicherweise bläst es stets vom Meer her. Liebe auf den ersten Blick

Nur ein kurzes Stück Weg, und schon ist man wieder im ruhigen Windschatten, Wasser plätschert friedlich um Bootsplanken, Möwen kreischen. Kein Wunder, dass sich von dieser Landschaft zahllose Künstler inspirieren liessen. Der bekannteste ist Claude Monet, der 1886 für zwei Wochen hierher reiste und schliesslich drei Monate blieb, so sehr fesselte ihn, was er hier sah. «Es war ein coup de cœur, Liebe auf den ersten Blick», erinnert sich Jean-Marie (74) über die Belle-Île. In den 1960er-Jahren kam der Nordfranzose erstmals auf die Insel, vor drei Jahrzehnten liess er

sich hier nieder. Mit seiner Mütze sieht Jean-Marie, der seinen Nachnamen nicht nennen mag, aus wie ein waschechter Bretone. Im Herzen ist er einer: Er liebt das Meer, das Segeln und das einfache Leben. Er arbeitete als Handelsreisender, ist Lebenskünstler und liebt Schiffe. Sein halbes Leben handelte er mit nautischen Objekten, sein Haus ist von oben bis unten voll davon. «Auf der Belle-Île scheint die Zeit stillzustehen», schwärmt Jean-Marie. «Hier muss man geniessen können, was da ist: Landschaft, Natur, Einfachheit. Du findest Ruhe und hast nicht ständig das Gefühl, noch irgendetwas erledigen, erleben oder verwirklichen zu müssen.» Ausflugsziel Halbinsel Rhuys

Entspanntes Leben findet man auch auf dem nahegelegenen Festland, auf der Halbinsel von Rhuys. Auf der einen Seite vom Atlantik, auf der anderen Seite vom Wasser des Golfs von Morbihan umgeben, findet man ein Segelboot- und Austernparadies und dazu noch eine ideale Wander- und Fahrradlandschaft. Auch hier führen Fusswege fast der gesamten

Küste entlang. Velofahrer werden auf zahllosen Strecken über die beschauliche Halbinsel gelotst. Am gemütlichsten geht es mit dem E-Bike. Idealer Ausgangspunkt für einen Ausflug ist Arzon an der Inselspitze. In dem früheren Hafenstädtchen leben 13 000 Einwohner, im Hochsommer zehnmal mehr. Der moderne Jachthafen beeindruckt mit endlos vielen Booten. Es gibt aber auch schnucklige Hafenquais, herzige Bretonenhäuschen, verwinkelte Küstenabschnitte, Menhire und Dolmen. Das sind steinerne Überreste aus der Zeit der Kelten. In den flachen Buchten sammeln Einheimische bei Ebbe Krustentiere. Auf dem windigen Aussichtspunkt der «Pointe de Bilgroix» blickt man auf die Inselchen des Golfs von Morbihan und entdeckt Austernzuchten, wo die Muscheln über einen Zeitraum von drei Jahre heranwachsen, bevor sie in einem der vielen Hafenrestaurants frisch aus dem Meer serviert werden. Und zum Trinken gibt es natürlich bretonischen Cidre. So schnell möchte man hier nicht mehr weg. MM

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Bretagne Die Bretagne, eine der schönsten und geschichtsträchtigsten Landschaften Frankreichs, lockt mit ebenso wilden wie auch malerischen Küstenlandschaften und bietet im Landesinnern eine kulturelle Vielfalt, die ihres­ gleichen sucht. Überall stösst man auf die keltische Vergangen­ heit dieser mythischen fran­ zösischen Region. Nantes, die Metropole an der Loire glänzt mit viel Charme und Innovation und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt zum Ent­ decken der Bretagne, mit Direkt­ flügen ab Genf und Basel.

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Gut zu wissen

Craniosacraltherapie Die Craniosacraltherapie ist eine alternativmedizinischeBehandlungsform,

die sich aus der Osteopathie entwickelt hat. Es ist ein manuelles Verfahren, bei dem Handgriffe vorwiegend am Schädel (Cranium), Zungenbein, Nacken, Zwerchfell, Brustkorb, Becken und Kreuzbein (Sacrum) sowie an der Wirbelsäule und den Füssen ausgeführt werden.

Craniosacraltherapie ist eine Körperarbeit, bei der dem Menschen mit grosser Sorgfalt und Achtsamkeit begegnet wird. Die Therapieform kann bei Personen jeden Alters angewendet werden. Weitere Informationen www.osteopathiestgallen.ch www.fso-svo.ch www.medbase.ch

Gesundheit

Das Gefühl für den Körper finden Osteopathische Behandlungen sind sehr vielfältig und grundsätzlich für alle

geeignet. Auch Spitzensportler vertrauen darauf. Impuls-Tipp

Medizinische Wissensbisse Was interessiert die Forschung? Wie beugt

man Krankheiten und Verletzungen vor? Wie funktionieren wir? Machen Sie sich schlau auf der Plattform Migros-Impuls: www.migros-impuls.ch

Impuls ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.

Text: Sven Wagner, Susanne Pflügler

R

ad-Profi Stephan Küng geht seit fünf Jahren regelmässig zum Osteopathen. «Osteopathie ist für mich wie eine Garage für das Auto. Ist alles in Ordnung, fährt man ohne darüber nachzudenken. Entsteht aber eine Beule, geht man zur Reparatur. Und selbst wenn man ein Jahr ohne Zwischenfall fährt, muss das Auto jährlich in den Service.» Stürzt er oder spürt er eine Fehlbelastung, lässt er sich vom Osteopathen behandeln. Ansonsten geht er nur hin und wieder zur Kontrolle, auch zur Vorbeugung von Problemen.

Die Osteopathie wurde 1890 vom US-Arzt Andrew Taylor Still begründet und umfasst drei Teilbereiche: das Muskel- und Skelettsystem, das craniosacrale System (Schädel, Nervensystem, Zirkulation der Hirnflüssigkeit) und das viscerale System (Verdauung, Stoffwechsel, Atmung, Gefässe und Hormone etc). Emotionale und psychosomatische Aspekte sind ebenfalls Bestandteil jeder Behandlung. Auf Basis einer Befragung und Untersuchung werden Funktionsstörungen durch manuelle Techniken reguliert und in ein Gleichgewicht gebracht.

Sven Wagner,

Osteopathie, Medbase St. Gallen

Susanne Pflügler,

Osteopathie und Craniosacraltherapie (Methode der Osteopathie), Medbase Winterthur


LEBEN | MM16, 18.4.2017 | 73

rungen. Der überwiegende Teil dieser Techniken ist sehr sanft und eignet sich auch für Säug­ linge, Kinder, Schwangere und ältere Personen. Probleme ganzheitlich angehen

Bilder: Getty Images (2)

Gerade für Babys, die häufig schreien, haben sich osteopathische Behandlungen bewährt.

Die zentrale Fragestellung ist weniger die Entstehung eines Problems, als vielmehr die Suche nach dem Grund, der ei­ ner Gesundung im Weg steht. Die Osteopathie behandelt keine Diagnosen, sondern stets den Menschen als Einheit. Die Basis dafür bilden fundierte Kenntnisse der Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers und die Analyse belas­ tender Faktoren (Stress, Ernäh­ rung, Bewegungsmangel). Ein breites Spektrum an manuellen Techniken ermög­ licht die gezielte Behandlung aufgefundener Funktionsstö­

Osteopathische Behandlungen bieten viele Unterstützungs­ möglichkeiten, zum Beispiel bei Rücken­ und Gelenksbeschwer­ den, Reizdarm, Sodbrennen, Asthma, Kopfweh, Migräne, Kieferknirschen sowie in der Kinder­ und Frauenheilkunde. Viele Leute denken, es gehe bei der Osteopathie vor allem um das «Richten» des Körpers. Dass viel mehr dahintersteckt, wurde Silvan Dillier, Teamkolle­ ge von Stephan Küng, erst mit der Zeit bewusst: «Inzwischen weiss ich, dass der Körper als Ganzes betrachtet wird und man nicht versucht, das Problem nur lokal zu lösen.» Osteopathie setzt ein gutes Körpergefühl voraus. Man sollte nicht denken, der Osteopath renkt einen wieder ein. Viel­ mehr geht es darum, das Gefühl für den eigenen Körper zu fin­ den, damit er richtig und leis­ tungsfähig funktionieren kann. Die Kosten werden ganz oder anteilig von der Zusatzversiche­ rung übernommen. Eine vorgän­ gige Abklärung bei der Kranken­ kasse ist sinnvoll. Auch die Un­ fallversicherungen tragen oft die osteopathischen Behandlungs­ kosten. Eine Überweisung von ärztlicher Seite ist nicht notwen­ dig, wobei eine möglichst enge Zusammenarbeit mit dem be­ handelnden Arzt von Vorteil ist. In der Regel finden drei bis fünf Sitzungen à 30 bis 60 Minuten im zwei­ bis dreiwöchigen Abstand statt. Über den Berufsverband findet man qualitativ hochwertig ausgebildete Osteopathen. MM Osteopathie und Craniosacraltherapie werden an den Medbase- und SantémedStandorten in Greifensee ZH, Gossau SG, Kloten ZH, St. Gallen, Wil SG, Winterthur, Zug, Bern und Zürich angeboten.

In Zusammenarbeit mit

Vollkornprodukte passieren den Darm schneller. Das spart Kalorien.

News

Vollkorn essen statt Sport treiben Sechs Wochen lang etwa 210 Gramm Vollkorn plus 40 Gramm Ballaststoffe pro Tag essen spart täglich 92 Kilokalorien. Weil diese Nahrung schneller durch den Darm wandert, werden weniger Kalorien aufgenommen. Etwa die gleiche Menge an Kalorien verbrennt man mit 15 Minuten Walking. Quelle: «American Journal of Clinical Nutrition», 2017 Link zur Studie: www.migmag.ch/vollkorn

Weniger Salz, besserer Schlaf

Wer nachts oft auf muss, um Wasser zu lösen, kann es mit einem Trick versuchen, der bei über 200 Personen in Japan funktioniert hat. Sie reduzierten ihren hohen Salzkonsum von durchschnittlich 10,7 auf 8 Gramm pro Tag – und mussten nachts nur noch halb so oft aufs WC. Quelle: «European Association of Urology Conference», 2017 Link zur Zusammenfassung: www.migmag.ch/salz

Bei Blinddarmentzündung Antibiotikum

Seit 1889 werden entzündete Blinddärme operiert. Oft könnten aber auch Antibiotika helfen. Bei Kindern mit Blinddarmentzündung nützen sie in drei von vier Fällen, ergab die Analyse von

fünf Studien an 5- bis 15-Jährigen. Voraussetzung ist, dass keine Komplikation vorliegt und kein Kotstein im Blinddarm steckt. Quelle: «Jama Pediatrics», 2017 Link zur Studie: www.migmag.ch/blinddarm

Riskanter Alkohol-Energy-Mix

Alkohol plus koffeinhaltige Energydrinks ergibt mehr Verletzungen durch Schlägereien und Unfälle – sagen kanadische Suchtforscher. Das stimulierend wirkende Koffein kaschiere die schläfrig machende Wirkung des Alkohols. Die Folgen: Man bleibe länger wach, trinke mehr, unterschätze, wie betrunken man sei, und riskiere mehr. Quelle: «Journal of Studies on Alcohol and Drugs», 2017 Link zur Studie: www.migmag.ch/alkohol


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Schmerzen an den Füssen gehören zu den häufigsten Problemen und ihre Ursachen können vielfältig sein SCHON AB (Alter, Verletzung, Übergewicht, zu enge Schuhe, etc.). Dies da Füsse immer Fr. 9.80 PRO PAAR belastet durch die stehende Wirksame Position und durch das Laufen sind. Linderung und Deshalb wenn auch Sie unter Schmerzen leiden, profitieren Verringerung der Sie von diesem sensationellen Angebot und schenken Sie Schmerzen beim Ihren Füssen und Zehen eine wirksame Behandlung! Soft Gel Gehen. Revolution® Socken pflegen Ihre Füsse und sorgen für eine sofortige Linderung. Aus weicher Baumwolle. Das Geheimnis von Soft Gel Revolution® Socken ist ein Gel, Mit Gel-Belag. das sich perfekt der Form des Fusses anpasst. Er umhüllt Universal-Grösse (Gr. 36-42). jeden Zeh, unterstützt die Fusssohlen und schützt den Rist des Fusses. Ihre Füsse sind wie gepolstert und werden beim Das Geheimnis von Soft Gel Revolution ® Socken Laufen perfekt geschützt. Die Zehen werden gerichtet und verbirgt sich im Innern. Ihre ganze Haltung wird dadurch verbessert. Probieren Sie Hier in diesem Querjetzt Soft Gel Revolution® Socken und gewinnen Sie Ihr schnitt können Sie es Wohlbefinden zurück! Soft Gel Revolution® Socken sind sehen. exklusiv im Versandhandel erhältlich.

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LEBEN | MM16, 18.4.2017 | 75

D Brave New Girl

Bünzli

Drei Sparschäler. Meine neue Mitbewoh­ nerin und ich besitzen kumuliert drei Sparschäler. Sie ist vergangene Woche eingezogen, und als wir unsere beiden Ikea­Haushalte zusammenlegten, dämmerte es uns: Wir sind so bünzlig.

Bild: Andrea Monica Hug

Anne-Sophie Keller (27) glaubt

an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.

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Wir trocknen unser Brünneli mit einem Mikrofasertuch ab. Wir (und wie ein nächtlicher Spaziergang zeigte: auch die ganze Strasse) bündeln unser Papier so ordentlich, als gäbe es einen Ehrenbürger­ preis dafür. Unsere Wohnungsschlüssel haben einen eigens dafür vorgesehenen Platz auf dem Gangschrank. Unsere Schuhe stehen geradezu militärisch und – mit der Ferse an die Wand gerichtet – nebeneinander.

Unsere Schlafzimmer haben Klötzli­ parkett, und wir haben aufgehört, diese architektonische Monstrosität zu hinter­

fragen. Die Blumenbandeli – meine Zürcher Mitbewohnerin nennt sie Blumenbeete – vor unserem Wohnzimmerfenster könnten aus einem Gartenkatalog stammen, und wir finden ihre ordentliche Aufmachung auf eine schräge Art und Weise beruhigend. Mülltrennung ist unser Hochleistungssport. Doch das alles passt eigentlich gar nicht zu uns. Wir sind zwei Digital Natives, die «irgendwas mit Medien» machen. Wir haben «Refugees Welcome»­Flaggen, einen bunten Freundeskreis, ein moralisch nicht immer korrektes Datingleben, eine Aversion gegen regressive Denkmuster und das Spiessertum. Womöglich ist unsere kleine Bünzli­WG Ausdruck einer Art Überkompensation: Ein streng geregelter Waschplan gibt einem in einer Welt voller Chaos ein Gefühl von Kontrolle. MM

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76 | MM16, 18.4.2017 | LEBEN

Wettbewerb

Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin und Melectronics verlosen ein Tumi-Kofferset im Wert von 3000 Franken sowie 40 Taschenbücher «Die Sturmschwester» von Lucinda Riley. Beantworten Sie folgende Frage:

Wie lautet der Vorname der Hauptfigur in Lucinda Rileys neuem Roman «Die Sturmschwester»?

Zu gewinnen 40 Taschenbücher «Die Sturmschwester» oder dieses Kofferset von Tumi im Wert von Fr. 3000.–

Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039

(1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS:

Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt.

Lucinda Rileys neuer Roman «Die Sturmschwester» entführt die Leser nach Norwegen.

Per Postkarte:

Online: Gratis unter

www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 23. 4. 2017 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.

Glücksgriff

Wie wärs mit Norwegen? Der Roman «Die Sturmschwester» macht Lust auf eine Reise nach Norwegen. Warum nicht gleich mit einem neuen Kofferset? Beim «Glücksgriff» gibt es beides zu gewinnen.

L

ucinda Rileys Bücher begeis­ tern Millionen von Leserin­ nen und Lesern. Die gebür­ tige Irländerin, die als Kind mehrere Jahre in Bangkok lebte und mit ihren Eltern viel in Asien unterwegs war, liebt das Reisen. Und es verwundert nicht, dass dabei die Originalschauplätze ihrer Geschichten zu den bevorzugten Zielen gehören. So auch Rio de Janeiro, wo Rileys erster Roman der Reihe «Die sieben Schwestern» spielt, und natürlich Norwegen, wo sich die 46­jährige Bestseller­ autorin für den zweiten Band mit

dem Titel «Die Sturmschwester» inspirieren liess. Welche Rolle spielt Edvard Grieg?

«Viele Eindrücke meiner Heldin Ally auf ihrer Reise in die Vergangenheit decken sich mit meinen Erlebnissen in Norwegen», sagt Riley. Tatsächlich überrascht ihr neuer Roman, der in der Migros erhältlich ist, mit geografischen Details und historischen Fakten zu berühmten Persönlichkeiten Norwegens wie dem Komponisten Edvard Grieg und dem Lyriker Henrik Ibsen.

Wer das Buch lesen und sich wie die Autorin persönlich auf die Spuren der Hauptfigur der Story, Ally d’Aplièse, begeben möchte, sollte bei diesem «Glücksgriff» unbedingt mitmachen. Denn das Migros­Magazin und Melectronics verlosen nicht nur 40 Exemplare des Romans «Die Sturmschwester» im handlichen Taschenbuch­ format, sondern – als Hauptpreis für eine komfortable Reise, zum Beispiel nach Skandinavien – auch ein schickes vierteiliges Kofferset von Tumi im Wert von 3000 Franken. MM

Bild: iStockphoto

Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Die Sturmschwester», Postfach, 8099 Zürich


LEBEN | MM16, 18.4.2017 | 77

Migros-Bank-Ratgeber

Die Wahlen in Frankreich überschatten den wirtschaftlichen Aufschwung in Europa

Christoph Sax (40) ist Chefökonom der Migros Bank.

Umfragen zufolge kann Marine Le Pen im ersten Wahlgang am 23. April mit ähnlich vielen Stimmen rechnen wie der gegenwärtige Favorit Emmanuel Macron. In den Prognosen für die Stichwahl vom 7. Mai liegt sie jedoch deutlich hinter ihm, weil die Wähler der ausschei­ denden Kandidaten hauptsächlich Macron unterstützen würden. Selbst im Fall eines Wahlsiegs Le Pens erscheint es alles andere als klar, ob Frankreich aus der EU austreten würde. Die EU­Mitgliedschaft Frank­

So gut in Fahrt wie seit sechs Jahren nicht mehr Verbesserung der Konjunkturlage in der Eurozone 120

110

100

90

■ Industrieproduktion Eurozone * ■ Einzelhandelsumsätze Eurozone * * Indexiert, 2010 = 100

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2 201 3 201 4 201 5 201 6 201 7

201

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4 200 5 200 6 200 7 200 8 200 9 201 0

3

200

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0 200 1 200 2

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Höhere Bestelleingänge, verbesserte Umsatz- und Gewinnaussichten und sinkende Arbeitslosigkeit: Euro­ päische Unternehmen schauen so zuversichtlich in die Zukunft wie seit sechs Jahren nicht mehr. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den meisten übrigen Mitgliedstaaten der EU ist ein Aufschwung im Gang. Die Börse und der Aussenwert des Euro tragen dieser Entwicklung aller­ dings noch nicht vollumfänglich Rechnung. Hauptgrund ist die Präsidentschaftswahl in Frankreich. Die Rechtspopulistin Marine Le Pen will im Fall eines Wahlsiegs eine Volksabstimmung über den Verbleib Frankreichs in der EU abhalten. Sollte sie zur Präsidentin gewählt werden, wäre mit einer stark nega­ tiven Reaktion der Finanzmärkte zu rechnen. Der Euro würde wohl eben­ falls erheblich unter Druck geraten.

Quelle: EU-Kommission

reichs ist in der Verfassung verankert. Le Pen müsste vor dem Referendum somit vermutlich die Verfassung ändern. Dazu bedarf es jedoch der Zustimmung des Parlaments. Falls die Nationalversammlung die Verfas­ sungsänderung wider Erwarten zu­ liesse, würde die Vorlage womöglich an der Urne scheitern.

Die Wahrscheinlichkeit eines EUAustritts Frankreichs erscheint somit relativ gering. Wenn es trotzdem so weit käme, wäre der potenzielle Scha­ den für den Euro und für die euro­ päische Wirtschaft allerdings umso grösser. Aus diesem Grund raten wir trotz der guten Konjunkturlage mo­ mentan von Aktienzukäufen ab. MM

Am Ende der Welt fehlt es an allem.

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78 | MM16, 18.4.2017 | LEBEN

Kinder

Cleveres Fischlein Der Bitterling ist klein, liebt schlammigen Grund und braucht Muscheln, um sich fortzupflanzen. Seinen Namen hat er vom Geschmack seines Fleisches. Essen sollte man die bedrohte Art sowieso nicht. Text: Andrea Fischer

Bilder: Bunterhund.ch

Feinde des Bitterlings:

Raubfische wie Hecht und Barsch, Zander und Wels.

Grosse Karpfenfische – obwohl der Bitterling

selbst zur kleinsten Karpfenart gehört.

Wenn der Mensch

Gewässer so verändert, dass es keine Pflanzen und weiteres Boden­ material mehr hat, können auch keine grossen Muscheln mehr dort leben. Bitterlinge gehören in der Schweiz zu den bedrohten Arten.

Der Süsswasserfisch lebt dort, wo auch grosse Muscheln daheim sind. Sie bilden ein perfektes Team.

Der Bitterling ist ein kleiner Fisch mit silbernen Schuppen und einem

blaugrünen Streifen an der Seite. Er lebt in Flüssen und Seen, wo der Boden mit Pflanzen und Schlamm bedeckt ist. Das Fischlein ist sehr speziell: Um sich zu vermehren, spannt es mit grossen Teich­ und Malermuscheln zusammen. Zur Paarungszeit im Frühling sucht das

Männchen Muscheln, die es gegen andere Bitterlinge verteidigt. Gleich­ zeitig wächst beim Weibchen am Bauch ein rosarotes Legeröhrchen. Das Männchen lockt dann die Aus­ erwählte zu seinen Muscheln. Dort schiebt das Weibchen sein Röhrchen in die Muschel und legt die Eier ab. Nun kommt das Männchen und gibt seinen Samen darüber, und die

Muschel saugt sie mit dem Atem­ wasser ein. Im Innern der Muscheln werden die Eier befruchtet und wachsen zu Bitterlingbabys heran. Nach zwei bis vier Wochen schwim­ men sie heraus. Übrigens hat auch die Muschel etwas davon: Ihre Larven kleben an den kleinen Fischen und werden so verbreitet. Diese Zusam­ menarbeit nennt man Symbiose. MM


LEBEN | MM16, 18.4.2017 | 79

Fragen und gewinnen! Schreibt uns. Für jede

publizierte Frage gibts einen 20-Franken-

Gutschein.*

Vincent (6), Gunzwil LU

Sie machen sich einen Spass auf Kosten anderer: Dazu tragen sie Clownkostüme und gruselige Masken. Dann bedrohen und erschrecken sie andere Leute und filmen, wie diese in Panik geraten. Die Idee des bösen Clowns haben die Angreifer aus einem ameri­ kanischen Horrorfilm. Die Killer-Clowns finden es lustig, ihre Opfer leiden zu sehen. Sie brechen eine goldene Regel, die uns Menschen hilft, gut miteinan­ der auszukommen: «Was du nicht

willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu». . Mach dir keine Sorgen: Es gab im Ausland zwar einige wenige Knül­ che, die ihre Opfer auch körperlich angegriffen haben, aber die meis­ ten Killer­Clowns tun einem nicht weh. Du wirst ziemlich sicher nie einem «echten» Killer­Clown begegnen. Aber du wirst vielleicht Kopien davon an der Fasnacht oder an Halloween antreffen. Falls dich da

mal einer erschrecken will, dann überlege rasch: Ist er grösser und stärker als du? Dann renne ihm davon. Ist er so gross wie du? Dann spiel mit ihm! Zücke ein Laserschwert oder schwinge einen Zauberstab. Den Mut dazu bekommst du, wenn du dir vor­ stellst, dass sich unter der Maske bloss ein Narr versteckt. Lache darüber. Und dann lacht ihr vielleicht beide. MM *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

Eine Mutter erklärt die Welt:

Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.

Die Sonne steht hoch am Himmel, und alles am Boden wirft Schatten. Welcher Schatten gehört zu was? Verbinde. Achtung, die Schatten sind teilweise verzerrt, und es wurde auch mit der Grösse geschummelt!

Räts elspas s

1

TOBIS BLUMEN-SUDOKU

Tobi hat vier Blumenbeete. In jedem der Beete müssen die vier verschiedenfarbigen Blumen mindestens ein Mal vertreten sein, aber auch ein Mal in jeder senkrechten (von oben nach unten) und jeder waagrechten (von links nach rechts) Reihe. Kannst du Tobi helfen und die Blumen richtig ausmalen? Tipp: Wenn du keine Farbstifte hast, kannst du den einzelnen Blumen auch Zahlen zuordnen.

a

2

b 3

Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs

c 4 Lösung:

www.lilibiggs.ch

d Lösung: 1c, 2b, 3d, 4a.

Hier erwarten dich: • lustige Spiele • tolle Basteltipps & Malvorlagen • spannende Geschichten und vieles mehr ...


80 | MM16, 18.4.2017 | LEBEN

Kreuzworträtsel

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken …

Gesamtwert 750 Franken!

… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.4.2017, 24 Uhr

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.4.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Auflösung Nr. 15: AUFERSTEHUNG

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Gewinner Nr. 14: Alex Fehr, Flawil SG; Werner Huber, Wohlen AG; Veronika Pradervand, Birchwil ZH; Corinne Sennrich, Wohlen AG; Michèle Bucher, Appenzell Gewinner «Zusatz» Nr. 14: Belinda Egger, Dornach SO; Jacqueline Sollberger, Magden AG; Manuela Schärer, Gasel BE; Chantal Iff, Rüfenacht BE; Hans Lüthy, Reiden LU


LEBEN | MM16, 18.4.2017 | 81

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. In welchem dieser Worte steckt ein Tier? M Festtag

G Klientel

D Rausch

I

O Baum

2. Ein Kerl wie ein …? R Stamm

Ast

3. Welche Bezeichnung steht für einen Bleistift-Härtegrad? S

0A

E

1K

T

2B

L

BE/LU

So nehmen Sie teil

4. In welchen Kantonen liegt das Seetal? T

AG/LU

H LU/ZH

C Virtyman

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.4.2017, 24 Uhr

S

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

5. Von wo führt eine Gondelbahn zu den Flumserbergen? Z

Quinten

H Unterterzen

B Walenstadt

6. Wer war kein Reformator der Eidgenossenschaft? I

Heinrich Bullinger

U Ulrich Zwingli

A Johann Hess

7. Wie heisst ein im 2009 erfundenes fiktives Wesen im Internet? N Clayderman

R Slenderman

8. Wo fand einst der «Fahnenmastkrieg» statt? D Neuseeland

H Australien

Indonesien

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 14: Gertrud Ammann, Rekingen AG; Helga Gsottberger, Oberengstringen ZH; Katharina Lusti, Busswil BE

Auflösung Nr. 15: VERSTECK

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1 3 2 5

Auflösung Nr. 15: ORDEN Gewinner Nr. 14: Andreas Rathausky, Zürich; Severine Cotti, Muttenz BL; Susanna Obrecht, Zürich

4

N

E I N I GELN G A N G L I OM HORNKL E E IMI TAT I V MA R K A S I T MA S S A G E N SPE I SUNG TARANT E L TELEGRAF URE L T ERN

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.4.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

2

3

4

5


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LEBEN | MM16, 18.4.2017 | 83

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 15: 758

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.4.2017, 24 Uhr

Gewinner Nr. 14: Heinz Klöti, Schaffhausen; Jolanda Kechagias, Solothurn; Sepp Hälg, Neu St. Johann SG; Dennis Furrer, Volketswil ZH; Monique Frei, Lausanne

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 3 2 3 3 1 miteinander verbunden 2 3 2 sein. Verboten: Kreuzun1 2 2 2 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.

Auflösung Nr. 15:

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Auflösung Nr. 15: 3 2

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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Reto Meisser

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Kian Ramezani, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Alina Bühler, Rea Tschumi

Layout: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Werner Gämperli, Saskia Goslings, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Stefania Nicolini Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Laetitia Dürst, Aisha Kaufmann Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: DZB Druckzentrum Bern AG


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Bibi Blocksberg landet mit ihrem Besen wieder in der Schweiz.

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Willkommen zur weltweit grössten Show für LEGO-Fans.

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SUPERSTARS DES MUSICALS

THE DANCE 2017

Fünf der grössten Musicalstars entführen das Publikum in die Welt des Films.

© Sound of Music GmbH

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presents the Dance

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Datum: 20.5.2017 Ort: Zürich Preis: Fr. 46.40 bis Fr. 102.40 (statt Fr. 58.– bis Fr. 128.–), je nach Kategorie 2 20 0. M 17 A I

Datum: 23.9.2017 Ort: Zürich Preis: Fr. 40.– bis Fr. 88.– (statt Fr. 50.– bis Fr. 110.–), je nach Ort und Kategorie

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SYMPHONIACS

Die längste Urban Dance Competition der Schweiz geht in die zweite Runde.

YAKARI LIVE Symphoniacs touren mit ihrem mitreissenden Mix aus Klassik und Electro. Datum: 12.5.2017 Ort: Zürich Preis: Fr. 60.10 bis Fr. 75.– (statt Fr. 75.15 bis Fr. 93.75.–), je nach Kategorie

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Yakari bringt die Augen von Gross und Klein zum Leuchten. Datum: bis 3.5.2017 Ort: Basel und Zürich Preis: Fr. 31.20 bis Fr. 55.20 (statt Fr. 39.– bis Fr. 69.–), je nach Kategorie

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Meine Welt

«Kinder zu haben, ist das Beste»

Seit zehn Jahren lebt Barbara Lüthi in China. Die Südostasien-Korrespondentin des Schweizer Fernsehens plant nun, mit ihren Kindern in die Schweiz zurückzukehren, wo sie weiterhin fürs SRF arbeiten wird. Wir haben die Zürcherin in Hongkong besucht. Text: Reto E. Wild

Bilder: Philipp Engelhorn


LEBEN | MM16, 18.4.2017 | 87

1 Mein Zuhause «Wir wohnen seit 2014

in einer 3½-Zimmer-Wohnung. Meine Kinder sind die interessantesten, liebsten, warmherzigsten, bereicherndsten und coolsten Menschen, die ich kenne. Kinder zu haben, ist das Beste, was ich in meinem Leben gemacht habe.» 2 Mein Lieblingsmarkt «Ich liebe es, in Märkte unter freiem Himmel einzutauchen. Der Graham Street Market auf Hong Kong Island hat eine riesige Auswahl an Früchten, Gemüse, Tofu, Nüssen.» 3 Meine Erinnerungen «Auf meinen Asienreisen kaufte ich an Orten oder von

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Name Barbara Lüthi (43) Wohnort Tuen Mun (New Territories), 40 Minuten vom Stadtzentrum von

Hongkong entfernt Lebenslauf «Nach der Matura, der Wirtefachschule in Zürich und einem Sprachaufenthalt in Sydney arbeitete ich ab 2001 für die ‹Rundschau›. Von 2006 bis 2014 berichtete ich als SRF-Korrespondentin über China, seit 2014 über ganz Südostasien und Indien. 2010 zog ich von Peking nach Hongkong. Vier Jahre später wurde mein Buch ‹Live aus China› publiziert. Für eine Reportage über chinesische Landenteignungen zeichnete mich CNN 2008 als ‹Journalistin des Jahres› im deutschsprachigen Raum aus. Heute lebe ich mit meinen Kindern Lara (8) und Dylan (4) nahe der Grenze zu China und plane, wieder in die Schweiz zurückzukehren.»

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Menschen, die mich berührten, Dinge wie eine Heiligenfigur aus Bohol, Mönchsstatuen aus Burma, Buddhas aus Bali.» 4 Meine Passion «Mein Leben dreht

sich ums Essen. In Hongkong gibt es zwei Extreme: trendige Restaurants wie das Yard Bird oder das Sevva. Oder Street Food an der Stanley Street im Stadtteil Central. Ich mag die Gegensätze. Der Mittelweg reizt mich nicht.»

Mein Lieblingsprodukt

«Mit dem stichfesten Ahornsirup-Joghurt bin ich aufgewachsen. Ich habe es immer auf dem Schulweg in der Migros Thalwil gekauft.»

5 Meine Energiequelle «Meist denke ich gleichzeitig an mehrere Dinge. Wenn ich aber morgens um 7.15 Uhr eine Vinyasa-Yogastunde besuche, wird es ein guter Tag.» 6 Mein Fluchtort «Der Man-Mo-Tempel

auf Hong Kong Island ist mein Ruheort vor grossen Entscheidungen. Lara möchte dort an ihrem Geburtstag Räucherstäbchen anzünden, um Glück zu wünschen.»


Fruchtig, frisch und fein.

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Valflora Vollmilch UHT im 12er-Pack 12 x 1 Liter

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Kirschen-Frappé

Schnelle Erfrischung für zwischendurch Für 4 Personen

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Zutaten: 4 dl Milch, 40 g M-Dessert (Sauermilch), 120 g gefrorene, entsteinte Kirschen, 1 Msp. Zimt, nach Belieben Honig oder Agavensirup zum Süssen Zubereitung: Milch mit M-Dessert, Kirschen und Zimt in ein hohes Gefäss à mindestens 1,5 l Inhalt geben. Mit dem Stabmixer ca. 2 Minuten fein pürieren und dabei aufschäumen. Probieren und nach Belieben mit wenig Honig süssen. Sofort in Gläser füllen und mit bunten Röhrli servieren. Zubereitungszeit ca. 10 Minuten Pro Person 5 g Eiweiss, 5 g Fett, 12 g Kohlenhydrate, 110 kcal Dieses und weitere Rezepte auf migusto.ch

Bei diesem Angebot sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOT GILT NUR VOM 18.4. BIS 24.4.2017, SOLANGE VORRAT


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