Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny
MM15, 11.4.2016 | www.migrosmagazin.ch
Facebook nutzen – aber sicher Seite 105
Das kleinste Spital der Schweiz Seite 18
Bild: Dan Cermak; Airbrush Styling: Stephan Beutler
Emojis
Schreiben ohne Smileys? FĂźr Flavio Kindler undenkbar Seite 10
Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 - 720 42 59
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4 | MM15, 11.4.2016
118 Editorial
Hans Schneeberger zul. online heute um 10:42
Ciao Cara, beste Ehefrau von allen . Hör mal, wir machen was über Emojis in der Zeitung . Jetzt sollte ich im Edito 10:36 üü rial noch was dazu schreiben … und dir fällt wieder mal nichts ein 10:36 üü
Hab mir gedacht, ich bring unser Familien beispiel . Cousins in Vancouver , Seattle, Sacramento, Tante in Kapstadt . Da gehts doch immer drunter und drüber und alle schieben Emojis bei allem nach!
,
10:37 üü
Musst du immer die Familie ins Spiel bringen ? Und dann gehts nicht lange, und du und die Cousins diskutieren wieder, was besser ist: oder , und jeder will wieder das bessere haben und die grösseren und mehr ... 10:37 üü Genau! Und Cousin Marcel will mir wieder seine Headbangermusik unterjubeln . Und René schwärmt wieder von , und ich hab wieder ein schlechtes Gewis sen wegen zu viel und so ... 10:37 üü
Und du kannst ja dann erwähnen, dass die Jungen heute gar nicht mehr normale Sätze schreiben. Da heissts nur noch: «Ich so , er so . Dann weish wie , aber alli andere .» 10:38 üü Und im Text könnte ich dann erklären, dass das heute eine Rolle spielt, ob man oder macht. Und dass ich immer überlegen muss, ist jetzt das oder das richtig ... 10:38 üü
. Und dann erwähnst du noch, dass du immer es Durenand mit den Emojis machst. Immer so mit verwechselst. 10:39 üü Und dass ich gewisse Emojis gar nie gecheckt habe. Zum Beispiel, was heisst oder was bedeutet ... 10:39 üü Siehst du: Geht doch! Also mach dir kei nen Stress und komm gut nach Hause. Und nicht wieder im , gell! 10:39 üü
94
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18
Menschen 8 Frisch ab Presse Die neuen 50er-Noten kommen am 12. April in Umlauf 10 Emojis erobern die Welt Piktogramme prägen zunehmend die Kommunikation 17 Bänz Friedli 18 Das kleinste Spital
«Wir müssen den Menschen Wege zeigen, wie sie mit der Natur leben können» Alex Rübel, Direktor des Zoos Zürich
Leben
24 Leserforum
93 Alltagsknigge
26 Zoodirektor Alex Rübel
94 Kinderzirkus Bombonelli Kinder dürfen Artisten sein
Warum Zoos für den Artenschutz immer noch wichtig sind
Der beste Zmorge für Kinder
36 Generation M 20 Versprechen des Migros-
104 Zoodoktor
42 Von uns. Von hier. Bilder: Michael Sieber, Samuel Trümpy, Fabian Unternährer, Christine Benz
101 Leseraktion 103 Ernährung
Migros-Welt 39 Frage der Woche 41 Slowup 19-mal autofreie Strassen
53
87 Neues aus der Region Aktionen, Reportagen und News aus Ihrer Region
Das Gesundheitszentrum im Val Müstair hat nur 10 Betten
Nachhaltigkeitsprogramms.
26
68 Biobrote zum Aufbacken 70 Ohne Koffein: Kaffee Zaun 71 Chocolat Frey Branches 73 Smoothies mit Kiwi 75 Burgerbrot aus Vollkorn 77 Die Pizza als Burger 80 Papeterie zum Basteln 83 I am Naturkosmetik 84 Alles für die Handtasche
Neue Serie: Kunden erzählen von ihren Lieblingsprodukten 48 Spargeln 51 Optigal-Poulet 53 Saisonküche
Rot und rund: Radieschen
Affe vom Affen gebissen 105 Facebook und seine AGB Privatsphäre besser schützen 106 Kinder
Leben in der Wildnis Kanadas
109 Bitte melde dich 111 Glücksgriff 112 Rätsel/Impressum 116 Cumulus 118 Meine Welt
Alpenrocker Marc Trauffer
M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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Menschen MM15
Darauf freuen wir uns Record Store Day Am 16. April
feiern wir die wenigen Läden, in denen man noch echte Schallplatten finden kann. Das Dschungelbuch Der DisneyKlassiker wurde neu verfilmt, mit echten Tieren und Menschen. Ob das funktioniert? Ab 14. April sehen wir es im Kino.
Unnützes Wissen
Erstaunliches aus der Natur
Mein Bild der Woche «Es ist Frühling: Die Blätter spriessen, die Vögel zwitschern –
Bilder: Keystone, Christopher Furlong/Getty Images, Salvatore Vinci
Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommunikation und zweifache Mutter.
Leseprobe
Entschuldigen Sie, was lesen Sie gerade? Domingo Handke (27), Fitnessinstruktor in Zug
a) «Atlas der abgelegenen Inseln» von Judith Schalansky b) «Der Wolkenatlas» von David Mitchell c) «Taschenatlas der Anatomie» von Werner Platzer
Antowrt c): Das Buch brauche ich für meine Weiterbildung.
Regula Bührer Fecker (37) ist
alles deutet auf Jugend. Doch gerade habe ich mich dabei ertappt, dass ich mich uralt fühle. Wieso? Die Hoverboards, Segways, Solo Wheels und Konsorten sind schuld! Sie lösen in mir das Gefühl aus, die Welt nicht mehr zu verstehen. Wann hat sich das Gehen zu einem solchen Stress entwickelt, dass sich gesunde junge Menschen bei ihren paar Schritten entlasten lassen müssen? Wieso haben solche Dinger einen Erfolg in einer Zeit, in der alle immer fitter und schlanker werden wollen? Und wieso werden sie in den Onlineshops unter ‹Sport- und Fitnessgeräte› verkauft? Hm. Nicht nachdenken, ignorieren!»
Am Nordpol dauern Sonnenauf- und -untergang jeweils 32 Stunden und finden nur ein Mal im Jahr statt. Auf dem Gipfel des Huascarán, eines Bergs in Peru, herrscht die geringste Schwerkraft der Erde. Ein Kirschbaum aus einem Kern, der im Weltraum war, blüht früher. Der Klimawandel lässt Frösche höher quaken. Im Death Valley wandern bis zu 350 Kilogramm schwere Felsbrocken umher. Quelle: Neon/Stern
8 | MM15, 11.4.2016 | MENSCHEN
Wann oder wo bezahlen Sie überhaupt noch bar? www.migmag.ch/ umfrage
Umfrage Letzte Woche haben wir gefragt:
Diese Woche
Grünes Licht für den neuen Schein Über zehn Jahre hat es gedauert, jetzt ist es endlich so weit: Die neuen Schweizer Banknoten kommen in Umlauf. Den Anfang macht die 50er-Note, bis 2019 folgen die weiteren Geldscheine. Ihr Design soll die Vielfalt der Schweiz repräsentieren. Text: Ralf Kaminski
Gibt es zu wenig Männer an der Primarschule und im Kindergarten? 33% Ja, den Buben fehlen männliche Identifikationspersonen. 30% Nein, das Geschlecht ist egal. 34% Wünschenswert wären Lehrpersonen beider Geschlechter. 3% Nein, Frauen können einfach besser mit Kindern umgehen.
Zahlen und Fakten
406
Millionen Banknoten sind in der Schweiz im Umlauf und werden nun nach und nach ersetzt.
der in der Schweiz zirkulierenden Banknoten sind 50er-Noten, die nun als Erstes aus dem Verkehr gezogen werden.
209000 500er-Banknoten sind noch immer im Umlauf, obwohl sie seit der Lancierung der bisherigen Notenserie 1995 offiziell gar nicht mehr existieren. Quelle: Schweizerische Nationalbank
Das Farbkonzept bleibt, das Design ist neu: die 50er-Note, entworfen von der Luzerner Grafikerin Manuela Pfrunder
G
eht es um die Erfindung der Banknote, sind die Schweizer nicht die Ersten. Die geht auf das Konto der Chinesen: Schon um das Jahr 650 herum benutzten sie Papiergeld. In Europa wurde es deutlich später, ab 1661, regelmässig eingesetzt. Verzögerungen gab es auch bei der Lancierung der neuen Schweizer Banknotenserie. 2005 fand der Ideenwettbewerb für das Design statt – diese Woche nun bringt die Schweizerische Nationalbank (SNB) die erste Note der neuen
Serie in Umlauf. Eigentlich wäre sie schon 2010 fällig gewesen, doch es gab technische Probleme bei der Entwicklung, unter anderem wegen neuartiger Sicherheitsmerkmale, deren Qualität der SNB zunächst nicht genügte. Das führte zu Verzögerungen bei der Notendruckerei von Orell Füssli. Auch am Design wurde lange gefeilt; seit letzter Woche ist das der 50er-Note bekannt; sie wird am 12. April als Erste lanciert. Die von der Luzerner Grafikerin Manuela Pfrunder (37) entwickelte Serie steht unter dem Motto «vielseitige
Schweiz», jede Note stellt zwei Themen dar: Zeit/Organisation (10er), Licht/Kreativität (20er), Wind/Erlebnis (50er), Wasser/Humanität (100er), Materie/Wissenschaft (200er), Sprache/Kommunikation (1000er). Die Farben der alten Serie bleiben bestehen, das Format wird aber etwas kleiner. Der logistische Kraftakt der Umstellung hat sich in den vergangenen Wochen schon bemerkbar gemacht: Viele Bancomaten gaben keine 50er-Noten mehr heraus, weil die Banken bereits für die neuen Noten umrüsteten. MM
Bilder: Schweizerische Nationalbank 2016, zVg
12%
MENSCHEN | MM15, 11.4.2016 | 9
Strassenumfrage
Beat Grossenbacher
«Neue Noten verschaffen einen Vorsprung gegenüber aktuellen Fälschungstechnologien» Beat Grossenbacher, neue Bank noten sind nötig, weil das Fäl schungsrisiko sich mit der Zeit erhöht. Kürzlich hat aber ein Geld fälscher behauptet, die neuen Noten seien nicht so fälschungssicher, wie sie sein könnten. Dem kann ich mit gutem Gewissen widersprechen. Die Kombination aus komplexer Gestaltung, neuen Mate rialien und Sicherheitsmerkmalen macht eine Fälschung äusserst schwierig. Aber es ist richtig, dass das Risiko sich mit der Zeit erhöht. Bei der bisherigen Serie gab es allerdings vergleichsweise wenig Fälschungen. Dennoch verschaffen neue Noten stets einen Vorsprung gegenüber aktuellen Fälschungstechnologien. Wie frei war die Grafikerin bei der Gestaltung der Motive zur «vielseitigen Schweiz», wie stark hat die SNB mitgeredet? Das Motto haben wir vorgegeben. Gemeinsam mit der Gestalterin haben wir uns aber entschieden, von «weltoffener Schweiz» zu «vielseitige Schweiz» zu wechseln, weil das mehr Gestaltungsmöglichkeiten erlaubt. Auch sonst haben wir ständig zusam mengearbeitet. Die grundsätzlichen Gestaltungsideen kamen von der Designerin, bei der konkreten Um setzung aber hat die SNB, unter Be rücksichtigung aller technischen As pekte, natürlich Einfluss genommen. Die Pusteblume auf der neuen 50erNote hat recht zwiespältige Reaktionen ausgelöst. Mir persönlich gefällt sie, weil sie das Thema Wind sehr schön symbolisiert. Und bei neuen Noten gibt es anfangs immer viel zu diskutieren; das finden wir durchaus positiv. Die neuen Noten sind etwas kleiner als die alten. Warum? Seit etwa 50 Jahren werden die Noten stets etwas kleiner: Sie sind dadurch handlicher im Gebrauch. Geldauto maten lassen sich kompakter bauen, und auch hinsichtlich Herstellung und Transport hat das Vorteile.
Etwa 48 Millionen 50erNoten sind derzeit im Umlauf – wie lange wird es dauern, bis sie alle durch die neuen ersetzt sind? Erfahrungsgemäss fliessen innerhalb eines halben Jahres rund zwei Drittel der alten Banknoten an uns zurück. Eine gewisse Restmenge bleibt aber immer im Umlauf. Die sind dann immer noch gültig? Absolut. Aber wenn 2019 die letzte neue Note in Umlauf gegeben ist, wird die Nationalbank einen Rückruf der Noten aus der bisherigen Serie ankündigen. Ab dann läuft eine Frist von 20 Jahren. Innerhalb dieses Zeitraums nimmt die SNB die Noten zurück und ersetzt den Wert. Danach sind sie nur noch Altpapier und höchstens für Sammler interessant. Wie funktioniert eine solche Umstellung logistisch? Sie ist eine Herausforderung, für die SNB wie für unsere Partner, also Geschäftsbanken, Post, Lieferanten, Transportfirmen. Sie alle werden deshalb so früh wie möglich mitein bezogen. Die Bancomatenhersteller konnten die neuen Noten zum Bei spiel schon längst testen. Der enorme Aufwand ist mit ein Grund, weshalb die Noten über drei Jahre verteilt ausgegeben werden. Ein zweiter Grund ist, dass wir, gestützt auf die Erfahrungen mit der ersten Note, allenfalls bei den übrigen noch kleine Anpassungen vornehmen können. Wie lange gibt es noch Bargeld? Zwar existieren heute viele andere Zahlungsformen, aber bisher konnten sie das Bargeld nirgends verdrängen. In der Schweiz ist es im Alltag sogar sehr populär – tatsächlich ist der Notenumlauf in den vergangenen Jahren stets etwas gestiegen. Ein Ende des Bargelds ist nicht in Sicht. Nutzen Sie selbst es auch noch? Klar, beim Kauf von Lebensmitteln, im Restaurant, in den Ferien. Ich nutze natürlich auch Karten – wichtig ist mir, dass ich die Wahl habe. MM
Benutzen Sie eigentlich noch Bargeld?
Beat Grossen bacher (50)
ist Leiter Bargeld bei der Schweizerischen Nationalbank.
Rahell Dagbatsa Doe (27), Nanny aus Zürich:
«Selten, ich benutze lieber die Kreditkarte. Ich denke, das ist sicherer und bequemer. Mehr als 10 Franken in bar habe ich eigentlich nie dabei.»
Rolf Mäder (76), ehemaliger Gymnasiallehrer aus Bern:
«Ja, sehr regelmässig. Bei kleinen Alltagsausgaben bevorzuge ich Bargeld. Bei grösseren Beträgen hingegen benutze ich fast immer die EC-Karte.»
Alessandro Casari (15), Schüler aus Ebmatingen ZH:
«Ja, meistens Münzen. Bargeld ist auch praktisch zur Kostenkontrolle: Ich nehme mir dann vor, nicht mehr auszugeben, als ich in bar dabeihabe.»
10 | MM15, 11.4.2016 | MENSCHEN
Flavio Kindler (19), Binningen BL, Student «Der nachdenkende Smiley passt irgend-
wie zu allen möglichen Situationen. Ich leiste damit meinen Humorbeitrag, wenn meine Freunde und ich einander schreiben.
Auch das Daumen symbol benutze ich
oft, um den Leuten mitzuteilen, dass etwas okay ist oder schon klappen wird. Oder den Smiley, der Tränen lacht: Er kommt zum Einsatz, wenn wir lustige Videos teilen. Vieles passiert routiniert, unbewusst. Wenn mich jemand fragt, wie es mir gehe, schicke ich automatisch den Lachsmiley, aus Höflichkeit. An Emojis mag ich, dass man kurz und rasch etwas mit teilen oder die Konversation beenden kann, ohne dass das Gespräch in der Stille endet. Meiner Freundin schicke ich oft ein Herz oder den Kuss smiley. Wir wollten mal zum Spass eine Woche lang auf alle Emojis verzichten; für Verstösse gab es Strafpunkte. Sie hatte am Ende der Woche mehr Punkte als ich und musste mich zum Essen einladen.»
MENSCHEN | MM15, 11.4.2016 | 11
Welches ist Ihr LieblingsEmoji? Facebook.com/ MigrosMagazin
Emojis
Smiley, bitte!
Emojis sind nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Die kunterbunten Piktogramme prägen zunehmend unser Schreiben und unsere Beziehungen. Text: Anna Miller
M
Bilder: Dan Cermak
an kann von ihnen halten, was man will. Sicher ist: Emojis, die kleinen Sym bole, die man mittlerweile von jedem Smartphone aus verschi cken kann, prägen unsere Kommu nikation. Sie werden zu jeder Tages und Nachtzeit auf der ganzen Welt verschickt, über Twitter, Facebook, Instagram oder Whatsapp. Sie sind eine neue, universale Sprache. Allein das Herzsymbol wurde 2014 laut Global Language Monitor eine Mil liarde Mal pro Tag verschickt. Rund 800 offizielle Emojis gibt es derzeit, Tendenz steigend. Dabei sind Emojis längst nicht mehr nur in der digitalen Welt anzutreffen: In Zürich wirbt eine Bar in ihrem Namen mit einem gelben Smiley, der die Augen rollt. In Amerika musste sich ein zwölfjähriges Mädchen vor Gericht verantworten, weil es auf Instagram die Symbole einer Bombe, eines Revolvers und eines Messers gepostet hatte. Ganze Bücher werden mit den Piktogrammen geschrieben, es gibt sie als Kuscheltiere oder Eis würfel. Eine Künstlerin ernährte sich im Rahmen eines Tests eine Woche lang nur von Nahrungsmitteln, für die es Emojis gibt: Sie ass dabei viel Reis und Sushi. Denn in den Zeichen widerspiegelt sich noch heute die Heimat der Emojis. Erfinder der kleinen Symbole ist der Japaner Shigetaka Kurita. Für den Mobilfunkanbieter Docomo kreierte er 1999 bunte Symbole. Weil die Bild
Airbrush-Styling: Stephan Beutler
schirme der ersten Mobiltelefone sehr klein waren, hatte Kurita die Idee, die Kommunikation damit ein facher und emotionaler zu gestalten. Da sie nicht als urheberrechtlich schützenswert angesehen wurden, kopierten andere Mobilfunkanbieter die Symbole – und verhalfen ihnen so zu rascher Verbreitung. Der Sprung von Japan in die Welt gelang den Emojis aber erst 2010. Seither verwaltet das weltweit tätige UnicodeKonsortium die Bildchen. Es garantiert eine einheitliche Kodierung und entscheidet laufend über die Aufnahme neuer Emojis. Jeder ist berechtigt, beim Gremium Vorschläge einzureichen; Gottheiten und Logos sind offiziell tabu, nach Möglichkeit wird das Gleichheits prinzip angewendet. Im laufenden Jahr sollen um die 70 neue Emojis dazukommen. Bei der letzten Aktualisierung kam der Stinkefinger dazu – unter den Usern das meist gewünschte Symbol. Pistole in Kanada, Partyhut in Spanien
Emojis haben auch eine politische Strahlkraft: Über sie werden gesell schaftliche Regeln neu ausgehandelt. Apple und Google haben sich erfolg reich für Emojis in verschiedenen Hautfarben eingesetzt, Facebook hat erst kürzlich die Auswahl der «Gefällt mir»Funktion auf sechs verschiede ne Emotionen ausgeweitet. Christina Siever vom Deutschen Seminar an der Universität Zürich
forscht zum Thema Emojis. Sie räumt ein: «Die Bildzeichen sind vieldeutig. Das Emoji eines Schweinchens kann beispielsweise für das Tier, aber auch symbolisch für das Wort Glück stehen.» Das mache eine eindeutige Übersetzung reiner EmojiTexte schwierig. «Emojis können die geschriebene Sprache nur bedingt ersetzen», folgert sie. Auch kulturelle Unterschiede sind auszumachen: Über die Hälfte aller verschickten Emojis in Frankreich sind Herzen, die Kanadier verschi cken Pistolen und Messer, die Aus tralier bevorzugen Alkoholsymbole, die Spanier Partyhüte. «Der Gebrauch von Emojis ist an die gesellschaft lichen Konventionen eines Landes geknüpft», sagt Expertin Siever. Während etwa das AuberginenEmoji in der Schweiz eher auf Einkaufslisten auftaucht, kommt es in Amerika als Phallussymbol zum Einsatz. Emojis würden derzeit noch stark ergänzend verwendet, sagt Christina Siever. Sie sollen die Bedeutung des vorangehenden Satzes entweder verstärken oder abschwächen. So dient beispielsweise ein Zwinker smiley dazu, dem Empfänger Ironie zu signalisieren, während das Herz Liebesworte verstärkt. Der Gebrauch dieser Symbole beschränkt sich heute noch stark auf den privaten Bereich. In der Arbeitswelt seien Emojis kaum anzutreffen. Trotz aller Veränderung bleibt der Mensch bekanntlich ein Gewohn
12 | MM15, 11.4.2016 | MENSCHEN
Nora Zukker (29), Urdorf ZH, Autorin «Ich bin ein theatralischer Mensch. Der Smiley, der den Mund weit aufreisst und schreit, entspricht meiner Persönlichkeit. Ich verwende Emojis sehr spärlich und nur bei ausgewählten Menschen. Ich habe mich lange geweigert, sie überhaupt zu installieren. Wenn ich einen Mann kennenlerne, der ganze Sätze durch Emojis ersetzt, finde ich das eher unattraktiv und vermute, dass wir uns auch offline nicht viel zu sagen hätten. Als Autorin habe ich einen gewissen Anspruch: Ich betrachte Emojis nicht als Ersatz für Sprache. Werden die Symbole aber bewusst eingesetzt, als stilistisches Element, finde ich das ziemlich gut. Als ich erfuhr, dass ein Emoji zum Wort des Jahres gekürt wurde, war ich erst bestürzt. Dann aber realisierte ich: Dieses Visuelle, Unmittelbare gehört zu unserem heutigen Sprachgebrauch mit dazu. Klug eingesetzt, können Emojis faszinierend sein.»
MENSCHEN | MM15, 11.4.2016 | 13
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Welche Stadt ist gemeint?
2
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Erraten Sie den Film?
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Es handelt sich um «Dirty Dancing». (Quelle: «Berner Zeitung»)
Bild: AP/Keystone
ouch
Es gibt nur einen Ort, der Übellaunigkeit, Flughafen und wirtschaftlichen Erfolg so effizient verbindet: Zürich. (Quelle: watson.ch)
Weitere Emoji-Nutzer auf den folgenden Seiten
1
Welcher Star hat diese unendlich lange Emoji-Reihe verwendet?
Mit den Emojis erzählte Roger Federer seinen Followern eine Geschichte – über deren Bedeutung noch immer gerätselt wird …
heitstier. «99 Prozent der verwendeten Emojis sind Smileys», so Siever. Sie sähen einem menschlichen Gesicht am ähnlichsten. Eine Studie des australischen Psychologen Owen Churches zeigt, dass der Mensch auf ein gezeichnetes Gesicht genauso reagiert wie auf ein echtes. Erhalten wir also einen lächelnden Smiley, ist es ein bisschen so, als würde uns jemand in echt anlächeln. Ausserdem gelangen Informationen aus Bildern schneller ins Gehirn als Worte. Das beliebteste Emoji der Welt ist das, das Tränen lacht. Die Oxford Dictionaries wählten es 2015 sogar zum «Wort des Jahres» mit der Begründung, dass es sprachliche Barrieren überwinde. Tatsächlich belegen fröhliche Symbole wie der lächelnde oder küssende Smiley global Spitzenplätze – die Welt verschickt offenbar gern positive Nachrichten. Frauen verwenden durchschnittlich doppelt so viele Emojis wie Männer. Studien zeigen aber auch: Nur weil die Zahl der Emojis steigt, werden nicht automatisch mehr Varianten verwendet – die meisten Emojis kommen kaum je zum Einsatz. Ein paar wenige wie das Herz zirkulieren dafür umso öfter. Neben den vom Unicode-Konsortium auserkorenen Smileys bieten Stars und Sternchen mittlerweile eigene Symbole an. Kim Kardashians «Kimojis» beispielsweise sind für zwei Franken erhältlich. Zum Angebot zählt auch ein Emoji ihres Hinterteils. Den Fans gefällts: Mit 9000 Downloads pro Millisekunde legte Kims Allerwertester beim Launch 2015 kurzerhand den AppStore lahm. Während Finnland inzwischen seine eigenen, landestypischen Symbole herausgebracht hat, lässt die Schweiz damit noch auf sich warten. Sie ist im internationalen Vergleich generell eher arm dran. So gibt es zur Emoji-Nutzung hierzulande noch immer keine Zahlen. Das will die Universität Zürich mit dem Projekt «What’s up, Switzerland?» nun ändern. Unter anderem wird sie sich dabei mit der sozialen Bedeutung der mobilen Kommunikation auseinandersetzen. Erste Ergebnisse sollen 2017 vorliegen. Man darf gespannt sein. MM
Wir verschicken Küsschen mit dem Kusssmiley ... ... der tatsächlich aber gar nicht küsst, sondern pfeift. (Quelle: www.bravo.de)
5
«Emoji Dick» erzählt den Literaturklassiker «Moby Dick» allein durch die Verwendung von Emojis. Der Autor Fred Benenson hat das Werk 2015 geschrieben. (Quelle: www.emojidick.com)
;-)
6
Die Emoticons, die horizontalen Strichgesichter, sind uns in lebendiger Erinnerung. Erfunden hat sie der Informatiker Scott Fahlman 1982. Er ärgerte sich darüber, dass man den Sarkasmus in seinen Nachrichten nicht erkannte. Also stellte er kurzerhand einen Smiley ans Ende des Satzes. Gedruckt erschien das erste Emoticon 1990 in der «New York Times».
14 | MM15, 11.4.2016 | MENSCHEN
Leo Siegenthaler (13), Winterthur, Schüler «Bei Whatsapp haben wir einen Klassenchat, darin schicken wir einander auch Witze. Darauf antworte ich immer mit dem Smiley, der Tränen lacht, um zu zeigen, dass ich den Witz lustig fand. Ich besitze erst seit Kurzem ein Handy; vorher habe ich bei meiner Mutter gesehen, dass sie Emojis benutzt. Ich schicke mindestens bei jeder zweiten Nachricht einen Smiley mit, die anderen Symbole nutze ich nicht. Mit den Smileys ist es, als würde ich einen Gesichtsausdruck mitschicken. Was soll hingegen eine Fahne aussagen? Meine Kollegen verwenden die gleichen Smileys wie ich. Es gibt Unterschiede zwischen Buben und Mädchen: Die Jungs senden eher Daumen, fragende oder lachende Smileys, die Mädchen eher Herzen und küssende Smileys.»
MENSCHEN | MM15, 11.4.2016 | 15
Jolanda Isella (54), Morcote TI, Hausfrau «Ich mag den Kusssmiley sehr, weil er so viel Liebe und Fröhlichkeit ausstrahlt. Ich bin ein optimistischer, fröhlicher Mensch – wenn ich einen Smiley verschicke, transpor tiere ich auch eine Emotion. Schicke ich einen küssenden Smiley, ist es, als würde ich die Person gerade küssen. Ich schicke ihn nur nahe stehenden Menschen, die ich liebe oder sehr mag. Erhalte ich Nachrichten ohne Smileys, fehlt für mich irgendwas. Natürlich ist da der Inhalt, aber irgendwie fehlt die Emotion. Mit Smileys wird jede Nach richt sofort viel fröhlicher. Oder eben einfach emotiona ler: Emojis unterstreichen den Inhalt einer SMS mit Gefühlen. In meinem Freundeskreis kursieren viele Smileys, aber auch andere Symbole wie die Flamencofrau, das Teufelchen oder das Gespenst.»
Sophia Gruissem (26), Lausanne, Studentin «Ich liebe das rote Ballönchen – es erinnert mich an meine Kindheit: Manchmal habe ich das Helium eingeatmet und damit lustige Stimmen nachgeahmt. Ballone sind so fröhlich und frei. Immer wenn ich einen Ballon sehe, weiss ich: Jetzt gibt es was zu feiern. Ich benutze Emojis nach Lust und Laune, fand sie von Anfang an lustig. Damit kann ich auch die Zweideutigkeit in Sätzen abschwächen. Emojis helfen, sich besser zu verständigen. Anhand der Symbole sehen meine Freunde, wie es mir geht. Ein Gefühl hat mehr Gewicht, wenn ich die Worte mit Emojis verbinde. Obwohl natürlich auch die Gefahr besteht, dass die Aussagen irgendwann bedeutungsleer werden. Wenn man beispielsweise zu Beginn einer Beziehung täglich Smileys mit Herz verschickt, verliert die Botschaft an Bedeutung. Man sollte Emojis nicht überstrapazieren.»
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3. Tag, Freitag – Insel Elba Durch schöne Landschaften fahren wir heute morgen in südlicher Richtung bis nach Piombino, wo uns unser Fährschiff für die kurze Überfahrt nach Elba erwartet. Bei einer beeindruckenden Insel-Rundfahrt b i d k d I l R df h t zeigen i
wir Ihnen dann die Vielfältigkeit des kleinen Juwels im Mittelmeer. Erfahren Sie dabei allerlei aus der bewegten Geschichte und freuen Sie sich auf ein wunderschönes Naturparadies mit farbenprächtigen Blumen und Pflanzen, glasklarem Wasser, bizarren Felsenklippen und wildromantische Buchten. Am Abend Fährüberfahrt zurück aufs Festland und Rückfahrt ins Hotel. 4. Tag, Samstag – Cinque Terre Die fünf pastellfarbenen Dörfchen des Unesco-Weltkulturerbe Cinque Terre kleben wie kleine Schwalbennester hoch über dem Meer. Eine Panoramafahrt bringt uns am Vormittag nach Manarola. Entlang der bekannten Via dell’Amore spazieren wir dann nach Riomaggiore. Mit der Bahn geht es danach weiter nach Monterosso – Postkartenidylle pur! Eine Schifffahrt mit atemberaubender Aussicht bringt uns schliesslich von Portovenere nach La Spezia. Nachtessen im Hotel. 5. Tag, Sonntag – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute morgen die Heimreise an.
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E Bänz Friedli
Frühes Frühenglisch
Eltern wissen immer, was für ihre Kinder gut ist. Nur: Die Kinder wissen es selber meist noch besser. «Genau das Richtige für die Kleinen», befanden wir, als die «Ohre würm» aufkamen, diese lustigen Songs zu zeitgemässen Sounds. Vermutlich dachten wir das aber, weil wir Älteren diese Musik von Schtärneföifi, Sina, Kuno Lauener und Kon sorten mochten. Sohn Hans, dreijährig, erkor stattdessen eine ausgeleierte Tonbandkas sette des Interlakner «LöschzugChörlis» zu seiner Lieblingsmusik, und ich weiss nicht, wie oft ich mir «Mir sy vo der Führwehr» mitanhören … ähm … durfte.
Ebly tischten wir auf, die Weizenspeise, damit die Kinder auch mal etwas Gesundes ässen. Und Quinoa aus dem «Weltladen» – das Gänsefussgewächs aus Südamerika war noch nicht so en vogue, damals, aber es er innerte mich an meine WGZeit. Und eben: Es war furchtbar gesund. Denn ginge es nach den Kindern selber, stünden bestimmt jeden Tag Fischstäbchen und Pommes frites auf dem Menüplan. Dachten wir. Doch was schrieb unser Erstklässler im Freundebuch eines Klassenkameraden in die Spalte «Lieb lingsessen»? Krautstiele! Weil er sie fürs Leben gern hatte.
Bänz Friedli (51)
rappt mit.
Mit wie vielen modernen Jugendbüchern wir ihn doch versorgten, in denen pfiffige Heldinnen und tollpatschige, aber liebenswer
te Jungs knifflige Fälle lösten. Allesamt poli tisch korrekt in der Rollenverteilung und ra sant im Tonfall der Jetztzeit erzählt. Er aber, unser Sohn, fand am antiquierten «Doktor Do little» Gefallen, und ehe man noch erläuternd eingreifen konnte, erklärte er schon selbstbe wusst: «Weiss ich denk, dass man heutzutage nicht mehr ‹Neger› sagt! Aber so redeten die halt früher, und das Buch ist ja uralt. Es zeigt uns, wie die Menschen dachten.» Sehen Sie? Man darf getrost darauf vertrauen, dass Kin der selber wissen, was ihnen guttut. Und vor allem: was ihnen gefällt. Und jedes Mal, wenn sie einen mit ihrer eigenen Wahl überraschen, ists eine kleine Übung im Loslassen. Ihren Weg werden sie ohnehin gehen. Ihren und nicht denjenigen, den wir vorgeben. Auch die eigens für Kinder gedachten Songs fanden sie ja ganz okay, unsere Kinder. Für wesentlich prickelnder aber hielten sie die rüden Raps von Eminem, und ich habe ihr «Raundi autsäid, raundi autsäid …!» noch im Ohr: wie sie, zwei und vierjährig, den Vers «Two trailer park grils go ’round the outside …» nachbrabbelten. Ihr erstes Frühenglisch. Wenn Sie Ihren Kleinen also trotz allem etwas schmackhaft machen möchten, ein Buch, ein Joghurt, eine DVD – dann heften Sie doch einen Zettel daran: «Nicht für Kinder geeignet!» MM Bänz Friedli live: 22. und 23. 4., Altstätten SG
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Etwas erhöht über Santa Maria im Val Müstair GR befindet sich das «Center da sandà» mit einem eigenen Helikopterlandeplatz.
MENSCHEN | MM15, 11.4.2016 | 19
Gesundheit
Zehn Betten im hintersten Winkel der Schweiz Jenseits des Ofenpasses im idyllischen Val Müstair steht das das kleinste Spital des Landes. Hier versorgen vier Ärzte rund 160 stationäre Patienten im Jahr. Ein Besuch zeigt, warum Kleinspitäler trotz wirtschaftlicher Bedenken wichtig sind. Text: Reto E. Wild
V
ier ältere Frauen sitzen auf einer Holz bank und geniessen die wärmende Früh lingssonne und die Panorama aussicht auf verschneite Berggipfel. Die Grenze zum italienischen Südtirol befindet sich gerade mal vier Kilometer entfernt. Doch das Frauenquar tett verbringt nicht etwa seine Ferien im hochalpinen Bio sphärenreservat Val Müstair, es wohnt im Pflegeheim des «Center da sandà» (CSVM), des kleinsten Spitals der Schweiz. Das Gesundheitszentrum in Santa Maria im Münstertal GR verfügt nur über zehn Betten. Derzeit beherbergt es 5 Spital patienten und 24 Pflegeheim bewohner. Und zwei Assistenz ärzte sowie je einen Chef und Oberarzt. Sie alle stehen unter der Leitung von Judith Fasser (52), der Direktorin. «Directura» steht auf ihrem Namensschild,
weil im Tal vier von fünf Ein wohnern Romanisch sprechen. Fasser ist in Amden SG auf gewachsen, heiratete einen einheimischen Landwirt und hat drei Töchter und einen Sohn. Seit 30 Jahren arbeitet sie schon für das CSVM: zuerst als Pflegefachfrau, danach für die Spitex. Sie bildete sich zur Ge rontologin weiter, dann zur Institutionsleiterin und führt nun das Gesundheitszentrum seit 2013 als Chefin von über 80 Mitarbeitenden. Und am Samstag hilft sie ihrem Mann auf dem Biohof aus; er kümmert sich dafür unter der Woche ums Mittagessen. Der «Blick» verglich das Spital einst mit einer Buschklinik
Das Münstertal ist nur dank des Ofenpasses mit dem Engadin und damit dem Rest der Schweiz verbunden. Aber Kranke werden dort schon seit 1920 gepflegt. Im
Bilder: Samuel Trümpy
Laufe der Zeit entwickelte sich die Einrichtung zum Spital – allerdings nicht ohne Neben geräusche. 1966 titelte der «Blick»: «Spital Santa Maria ohne Gebärbett und ohne Kana lisation: wie im Urwald.» Und schrieb: «Es ist kaum zu glau ben: Bei uns in der fortschritt lichen, sauberen und reichen Schweiz gibt es noch ein Spital, gegen das auch ein Buschkran kenhaus im tiefen afrikanischen Urwald als moderne Klinik erscheint.» Auch wenn die Berichterstat tung reichlich übertrieben war, entsprachen damals viele Ein richtungen tatsächlich nicht mehr den Anforderungen an Sicherheit und Hygiene. Um die Jahrtausendwende sah ein Projekt vor, für die ungefähr 1600 Einwohner des Tals ein neues und 12,5 Millionen Fran ken teures Spital zu bauen. Laut «NZZ» sicherte der Kanton
Graubünden 7,2 Millionen Fran ken zu, für den Rest sollten die Talgemeinden aufkommen. Denen jedoch fehlte das Geld. Deshalb sammelte Roman Andri (67), der damalige Spitaldirektor und heutige Verwalter des Benediktinerinnenklosters in Müstair, Geld bei vermögenden Gemeinden, Institutionen und Stiftungen. «Wir hatten nur zwei Möglichkeiten: entweder Geld sammeln oder das Spital schliessen», erzählt er. Das Spital habe keine Lüftung gehabt, die Arztpraxis sei viel zu klein gewesen und auch die Viererzimmer im Spital hätten nicht mehr den Anforderungen entsprochen. Andri hatte Erfolg und spricht vom «Wunder von Santa Maria»: Heute ist das Gesundheitszen trum nicht nur das kleinste Spital der Schweiz, sondern auch der grösste Arbeitgeber im Müns tertal. Und es geht sehr familiär
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Spitäler der Schweiz
David und Goliath Das Gesundheitszentrum im Münstertal (CSVM) gilt als kleinstes Spital der Schweiz, das Insel spital in Bern gehört zu den grössten des Landes. Anzahl Betten CVSM: 10 Inselspital: 1018 0
200
400
600
800 1000
Anzahl Mitarbeitende
(davon Ärzte)
CVSM: 83* (4) Inselspital: 8024 ** (1075) 0
2000 4000 6000 8000 10000
Patienten pro Jahr
(stationär, Durchschnitt) CVSM: 160 Inselspital: 40000
0 5000
15000 25000 35000 10000 20000 30000 40000
Betriebsaufwand
(Franken/Jahr)
CHF
7,4 Mio. CSVM
1,43 Mrd.
Inselspital
* inklusive Teilzeitangestellte und sechs KVLehrlinge, ** ohne Praktikanten und Lernende
zu: Patienten und Angestellte kennen sich, die Mitarbeitenden duzen die Direktorin. «Wir überleben dank unserer integrierten Versorgung», sagt CEO Judith Fasser. «Spitex, Pflegeheim, Spital, Arztpraxis und Rettungsdienst mit zwei Fahrzeugen für das Tal befinden sich alle unter einem Dach.» Dazu kommen zwei Physio therapeuten, ein Zahnarzt, eine Psychologin, ein Psychiater und ein Augenarzt, die als Mieter eingezogen sind und so für ein zusätzliches Angebot sorgen. Weniger rüstige Talbewohner können zudem im Gesundheits zentrum via Spitex einen Mahl zeitendienst abonnieren oder die Wäsche reinigen lassen. «Wunder von Santa Maria» hin oder her, es stellt sich die Frage, ob es nicht ein Luxus ist, ein Millionenspital für weniger als 2000 Einwohner zu betrei ben. Schon 2009 konstatierte Thomas Zeltner, der damalige Direktor des Bundesamts für Gesundheit, dass als Folge der Überkapazitäten landesweit 100 Spitäler schliessen sollten. Damals führte die Statistik 313 Spitäler und Krankenhäuser mit ungefähr 40 000 Betten auf. Heute sind es noch immer rund 300 Spitäler mit 37 000 Betten. Die Gesundheitskosten ver schlingen pro Einwohner und Monat über 700 Franken oder 10,9 Prozent des Bruttoinland produkts. Vor 20 Jahren lag dieser Wert noch rund zwei Prozentpunkte tiefer. Trotz hoher Kosten: Schliessung käme nicht billiger
Rudolf Leuthold (53), Leiter des Gesundheitsamts Kanton Grau bünden in Chur, sagt: «Grund sätzlich hat die Bevölkerung jeder Region ein Recht auf eine angemessene Gesundheits versorgung. Wenn der Ofenpass im Winter gesperrt ist, ist das Münstertal von der Schweiz aus nicht zugänglich.» Aber ver schlingt dieses Angebot nicht viel Geld? Leuthold winkt ab: Grosse Spitäler seien tenden ziell teurer als kleine. Wenn man das Gesundheitszentrum im Val Müstair schliessen würde, könnte man letztlich kaum Kosten sparen. Er begründet:
«Man müsste ja die Möglichkeit haben, die Leute zur stationären Behandlung nach Samedan oder Scuol zu transportieren. Des halb müssten die Fachkräfte des Rettungsdienstes quasi warten, bis etwas passiert, statt effizient im Spital zu arbeiten.» Zudem sei der Leistungsauf trag des Gesundheitszentrums Val Müstair eng gefasst. Er be trifft die innere Medizin und einfache Fälle. Wenn man diese verlegen würde, wäre das nicht günstiger. Entscheidend seien bei einem Spital die Erreich barkeit und die Versorgung. «Würde man diese Kriterien im Mittelland anwenden, gäbe es dort viele Spitäler, die über flüssiger sind, weil innerhalb von 30 Fahrminuten Alterna tiven bestehen – im Gegensatz zum Val Müstair», sagt der Leiter des Gesundheitsamts Graubünden. Die nächstgelege nen Schweizer Krankenhäuser befinden sich in Samedan, das gut eine Fahrstunde und viele Kurven entfernt ist, oder in Scuol. Knapp 40 Minuten dauert die Fahrt bis zum Krankenhaus von Schlanders in Südtirol. Für Notfälle gibt es zwar einen Heli kopterlandeplatz, aber der kann wetterbedingt nicht immer an geflogen werden. Zu den lokalen Patienten ge hört auch Daniela D. (50), die an einer chronischen Erkrankung mit Knochen und Muskel schmerzen leidet. «Ich komme seit 33 Jahren in dieses Spital und erlebe nun schon den drit ten Arzt. Ich fühle mich hier wohl und schätze die familiäre Atmosphäre. Die Angestellten nehmen sich Zeit für die Patien ten.» Im Gegensatz zu den gros sen Spitälern habe sie hier nicht das Gefühl, nur eine Nummer zu sein. Sie werde als Mensch angesehen und respektiert. Die Pflegefachfrau Sylvia Kruger Pinggera (53) kennt sie nun seit 24 Jahren. Zwischen der Patien tin und der «Manadra servezza da chüra», wie ihre Aufgabe auf Rätoromanisch heisst, ist eine Freundschaft entstanden. Dann und wann gehen die beiden Frauen in Südtirol gemeinsam auf einen Kaffee. Die Frankfur terin Kruger lebt in Südtirol, arbeitet aber seit 1992 für das
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1
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1 Pflegefachfrau
Sylvia Kruger wohnt im S체dtirol und arbeitet in Santa Maria GR. 2 Der einzige Tropenarzt im Kanton: Theodor von Fellenberg. 3 Patientin Daniela D. sch채tzt die famili채re Atmosph채re im Spital. 4 Direktorin Judith Fasser arbeitet seit 1986 im Gesundheitszentrum.
An der Nord- und Ostseeküste
Nordsee–Hamburg–Nordfriesland Busreise • ✔ Norddeutsche Hansestädte ✔ Naturschutzgebiet Wattenmeer und Insel Sylt ✔ Fakultativ: Ausflug ins Alte Land
Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Hamburg. Hinreise via Frankfurt und Hannover nach Hamburg. 2. Tag: Hamburg. Heute steht die Besichtigung der Hansestadt Hamburg – nach Berlin die grösste Stadt Deutschlands – auf dem Programm. Danach unternehmen wir eine Hafenrundfahrt. Kaum eine andere Stadt der Welt kann einen derart abwechslungsreichen Hafen präsentieren. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. 3. Tag: Hansestadt Lübeck. Ausflug nach Lübeck, der «Königin der Hansestädte». Auf einer geführten Besichtigung lernen wir die «Stadt der sieben Türme» mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten kennen. Am Nachmittag verlassen wir Lübeck auf ungewöhnliche Art: Bei der Moltkebrücke startet die romantische und gemütliche Wakenitz-Schifffahrt bis zum Ratzeburger See. 4. Tag: Nordseeküste und Insel Sylt. Fahrt auf die dänische Insel Römö. Wir fahren mit der Autofähre bis nach Sylt zum Lister-Hafen. Sylt ist die grösste der nordfriesischen Inseln und die höchste Erhebung ist die Uwe-Düne mit 52 Metern. Unter kundiger Führung entdecken wir die Schönheiten der Insel. Mit dem Autozug geht es anschliessend von Westerland über den Hindenburgdamm bis nach Niebüll. Wir durchqueren so das Naturschutzgebiet Nordfriesisches Wattenmeer. Auf der Rückreise geniessen wir ein Nachtessen im lokalen Restaurant. 5. Tag: Fakultativer Ausflug ins Alte Land. Das Alte Land ist heute das grösste geschlossene Obstanbaugebiet Nordeuropas und liegt an der Elbe zwischen Stade und Finkenwerder. In der über 1000 Jahre alten Stadt Stade haben wir nach einer geführten Besichtigung Zeit für einen kleinen Bummel. Fahrt durch die idyllische Landschaft des Alten Landes bis nach Jork. Kaffee und Kuchen auf einem Obsthof. Anschliessend entdecken wir die vielen stattlichen Höfe mit dem Altländer Fachwerk, die Mühlen und die Obstgärten. 6. Tag: Hamburg–Celle–Fulda. Heute verlassen wir Hamburg. Fahrt entlang der typischen Landschaft der Lüneburger Heide. In der Herzogsstadt Celle haben wir Zeit für einen
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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Hannover. 2. Tag: Hannover–Celle–Schwerin–Wismar. Auf einem individuellen Stadtrundgang erhalten wir einen Überblick der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Herzogstadt Celle. Weiterfahrt nach Schwerin. Nach einem geführten Altstadtspaziergang steht uns noch Zeit zur freien Verfügung. Weiterfahrt nach Wismar. 3. Tag: Wismar und Lübeck. Fahrt nach Lübeck. Eine Stadtbesichtigung bringt uns die vielen Sehenswürdigkeiten näher. Den Rest des Tages geniessen wir in unserer Gaststadt Wismar. 4. Tag: Wismar–Rostock–Insel Rügen. Am Morgen fahren wir nach Rostock für einen individuellen Stadtbummel und individuelle Mittagspause. Weiterfahrt über die Rügenbrücke nach Bergen auf Rügen, wo wir die nächsten drei Nächte wohnen werden. 5. Tag: Insel Rügen. Heute starten wir zu einer Rundfahrt über die Insel Rügen. Wir machen eine Schifffahrt von Sassnitz bis zur Höhe Königstuhl (Durchführung Schifffahrt wetterabhängig. Alternativ Besuch des Nationalpark-Zentrums Königstuhl). 6. Tag: Insel Rügen, fak. Ausflug Insel Hiddensee. Fahrt zur Insel Hiddensee. Auf einem geführten Rundgang mit kleiner Wanderung sehen Sie den nostalgischen Ort Kloster, das kulturelle Zentrum auf Hiddensee. 7. Tag: Insel Rügen–Stralsund–Dessau. Heute geht es zurück aufs Festland, wo wir Stralsund einen Besuch abstatten. Auf einem individuellen Rundgang lernen wir die Altstadt kennen. Weiter geht es nach Dessau. 8. Tag: Dessau–Schweiz.
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Reisedaten 2016 (Sa – Sa) 1: 21.05.–28.05. 2: 28.05.–04.06. 3: 11.06.–18.06. 4: 18.06.–25.06. 5: 02.07.–09.07.
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Unsere Leistungen ■
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Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus – Spardatum mit Komfortklasse-Bus Unterkunft in guten Mittel- und Erstklasshotels Mahlzeiten: – 6 x Halbpension – 1 x Frühstücksbuffet (5. Tag) Ausflüge und Besichtigungen gem.Programm (ausg. fak. Ausflug Hiddensee, 6. Tag) Audio-System auf Rundgängen Erfahrener Reisechauffeur
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Einzelzimmerzuschlag Fakultativer Ausflug Hiddensee Annullationsschutz und Assistance-Versicherung Auftragspauschale (entfällt bei Online-Buchung)
130.– 60.– 29.– 20.–
Abfahrtsorte 06:10 Wil 07:20 Aarau 06:30 Burgdorf 08:00 Baden-Rütihof 06:35 Winterthur 09:00 Basel 07:00 Zürich-Flughafen
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MENSCHEN | MM15, 11.4.2016 | 23
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Gesundheitszentrum. Ihren Südtiroler Ehemann hat sie in den Ferien kennengelernt. Die Berufskarriere in der Schweiz startete sie als Kinderkrankenschwester, weil das Spital im Münstertal damals noch Geburten betreute. Obwohl das Angebot für die Patienten verkleinert wurde, gefällt Kruger die Vielseitigkeit ihres Berufs. Der Einsatzbereich reicht vom Säugling mit Magen-Darm-Erkrankung bis zum Herzinfarkt. In ihrer Arbeit kommt es auch immer wieder zu traurigen Begegnungen: Einige der rund zwei Dutzend Pflegeheimbewohner sind beispielsweise dement. Doch die Pflegefachfrau und Mutter eines Sohns sagt: «Ich versuche, diesen Patienten so viel Lebensqualität wie möglich zu geben. Das ist eine schöne Aufgabe.» Und sie schätzt den Teamgeist unter den Mitarbeitenden. Kruger weiss, wovon sie spricht, arbeitete sie doch vorher am Unispital Frankfurt: Dort sei die Anonymität unangenehm gewesen, alles etwas schmuddeliger, das Essen schlecht. In der spitaleigenen Küche hingegen bereitet man täglich 40 bis 50 Mahlzeiten zu – mit Fleisch, Biokartoffeln und Milchprodukten aus dem Val Müstair. Von Biel via Haiti ins abgelegene Münstertal
4
1 Die Aufenthaltsräume in der Pflegeabteilung sind lichtdurchflutet. 2 Das dazugehörende Pflegeheim verfügt vermehrt über Einzelstatt wie früher Vierbettzimmer. 3 Das Gesundheitszentrum betreibt
auch eine Küche für Patienten, Mitarbeitende und Auswärtige.
4 Das Gesundheitszentrum verfügt über eine eigene Wäscherei.
Chefarzt der Klinik ist der Berner Theodor von Fellenberg (52), der mit seiner sechsköpfigen Familie in Santa Maria lebt. Nach diversen Stationen in der Schweiz wechselte er vom Kinderspital Biel nach Haiti in die Karibik und betreute dort 160 Kinder. Seine Frau, eine ausgebildete Krankenschwester, arbeitete mit. «Ich schaute, wo man Leute brauchen konnte. Auf Haiti war man dringend auf Ärzte angewiesen. Der Zustand der Pädiatrie dort war fürchterlich.» Eigentlich wollte von Fellenberg weiter nach Simbabwe.
Aber als der dortige Machthaber Robert Mugabe alle Weissen aus dem Land vertreiben wollte, sah der Berner ein Stelleninserat, in dem ein Arzt für Santa Maria gesucht wurde. «Eine so breite medizinische Versorgung an einem Ort wie hier gibt es in den Schweizer Städten nicht mehr», sagt von Fellenberg. Das sei der Grund, weshalb er im Münstertal arbeite. Und wenn der «Blick» damals vom Urwaldspital geschrieben habe, sei das nicht einmal so abwegig, denn diese Form des medizinischen Angebots gebe es sonst fast nur noch in der Dritten Welt. Allerdings wurden die stationäre Chirurgie und die Geburtshilfe mittlerweile aus Kostengründen geschlossen, MRIUntersuchungen und Computertomografie (CT) sind nur im Oberengadin möglich. Dafür ist das CSVM ein Kompetenzzentrum für Ultraschalldiagnostik, Krampfaderbehandlung und Tropenmedizin. Von Fellenberg ist der einzige Facharzt für Tropen- und Reisemedizin im Kanton Graubünden. Die Zeit ist jedoch auch im Tal hinter dem Ofenpass nicht stehen geblieben. Immer mehr Patienten wollen für weitere Abklärungen zu einem Spezialisten, sagt Theodor von Fellenberg. «Und wir Ärzte werden vermehrt angezweifelt von Patienten, die ihr Halbwissen aus dem Internet oder aus den Medien beziehen.» Auch der Anteil administrativer Arbeit werde immer grösser. Doch von Fellenberg hat bei seinen verschiedenen Auslandeinsätzen, die ihn bis zu den Salomonen in der Südsee führten, viel zu viel Leid gesehen, als dass er sich darüber noch ärgern würde. Er freut sich vielmehr, dass sein Knowhow durchschnittlich 6600 Patienten pro Jahr hilft – darunter auch den vier Frauen auf der Holzbank. MM
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MM14: Worte, die alle verstehen Ralph Jäger ist geistig behindert. Für Pro Infirmis
übersetzt er komplexe in leicht verständliche Texte.
«Sensationell, dass es so etwas gibt» Ich finde es sensationell, dass es so etwas gibt. Ich habe eine Tochter (11), die autistisch ist. Sie ist mathematisch sehr gut, hat aber Mühe, Texte zu verstehen. Deshalb weigert sie sich zu lesen. Autistische Menschen verstehen Sprache oft wortwörtlich. Daher ist es wichtig, klare und kurze Sätze mit einfachen Wörtern zu bilden. Toll wäre es, wenn es z. B. «Die drei ???» in leichter Sprache gäbe. Meine Tochter hat natürlich keine Lust, Bücher für Zweitklässler zu lesen. Yvonne Bosio, Biberist SO
Mein Bild der Woche
«Es ist zufällig, wo man geboren wird» Dieses «Bild der Woche» zeigt eine berührende Situation: ein Neugeborenes, das abgespült wird mit Wasser aus einer Mine ralwasserflasche, da es in dieser Zeltnotunterkunft keine andere Möglichkeit gibt. Der Text unter dem Bild ist absolut passend. Diese Szene aus einem Flücht lingslager zeigt, dass es zufällig ist, wo und wann man geboren wird auf dieser Welt. Das sollten sich alle neid und hasserfüllten Menschen vor Augen halten. Valérie Bolliger-Martin, Basel MM14: Mehr Männer braucht die Schule Primarlehrermangel
«Nein, danke zu mehr männlichen Lehrpersonen!» Diese in letzter Zeit in allen Medien gehörte Klage, dass es zu wenig Männer an den
Schulen hat, hängt mir zum Hals heraus. Angefangen damit hat der Psychologe Allan Guggenbühl, und alle plappern es ihm nach. Es ist wissen schaftlich ja gar nicht bewiesen, dass Kinder einen Schaden davontragen sollen, wenn sie mehr von Frauen als von Männern unterrichtet werden. Ich hatte in meiner Schulzeit vorwiegend Männer als Lehrpersonen, die als sehr jähzornig galten. Also: Nein, danke zu mehr männlichen Lehrpersonen! Esther Kaufmann, Altstätten SG
MM14: Auswanderer
Tschüss, Schweiz
«Image des Reichen bleibt haften» Ich beglückwünsche sie, dass sie ihr Traumland gefunden haben. Sie beklagen sich, dass sie als reich gelten und mehr als Ein heimische z. B. für Dienstleistun gen und Lebensmittel zahlen müssen. Dieses Image bleibt an ihnen haften, solange sie im fran zösischen Restaurant mit Wein dinieren zu einem Preis, der ein Viertel des durchschnittlichen Monatseinkommens im Land beträgt. Sie stehen vor der Wahl «When in Rome, do as the rom ans do», oder sie bleiben eben die «reichen Ausländer». Josephine Bucher, via E-Mail MM12: E-Voting Der lange Weg
zur Online-Demokratie
«Immer zu spät» Das E-Voting ist schon lange überfällig. Ich wohne in Brasi lien und habe das Abstimmungs material bis anhin immer erst kurz vor dem Abstimmungs
termin erhalten. Trotz umgehen der Rücksendung kommen die Unterlagen leider nicht frist gerecht beim Stimmregister an. Wenn ich schon Steuern und Banktransaktionen online machen kann, dann sollte das doch auch beim Abstimmen und Wählen möglich sein. Christoph Barbier, via www.migrosmagazin.ch MM13: Editorial Sozialromantik?
«Untergang unserer Kultur» Über den Satz «Interessanterweise ist es immer die Zahl, vor der wir uns fürchten, nicht vor den einzelnen Flüchtlingen» wundere ich mich sehr. Ein paar Tausend (Wirtschafts)Flüchtlin ge sind bereichernd; jedes Jahr Zehntausende in die Schweiz, Hunderttausende bzw. Millionen nach Europa ist mittelfristig der Untergang unserer Kultur. Be denklich, wenn ein Chefredaktor Paracelsus’ Binsenwahrheit nicht kennt oder vielleicht denkt «après moi le déluge» Hansjoerg Menzi, Unterengstringen ZH
Bilder: Daniel Winkler, Westend61/Keystone, Reto E. Wild
MM12: Bettina Oberli
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MENSCHEN | MM15, 11.4.2016 | 25
Wilds Welt
Geheimtipps für Barcelona-Reisende – Neuheiten aus der Türkei Muss für BarcelonaReisende: die Kirche Sagrada Família
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Unser Reiseredaktor Reto E. Wild war in den vergangenen Wochen zweimal in Barcelona und hat für die Leserinnen und Leser in der katalanischen Stadt am Mittelmeer tolle und vor allem bezahlbare Hotel- und Restaurantadressen aufgespürt. Wie präsentiert sich die Türkei nach verschiedenen Terror anschlägen? Wir berichten aus Istanbul, wiederum mit Tipps zum Übernachten und Essen. Und: In der Ägäis, nördlich von Bodrum, wird am 1. Juli 2016 ein Luxushotel eröffnet, das nicht einfach die Gäste verwöhnen will. Das «Canyon Ranch Wellness Resort» in der neu geschaf-
fenen Destination Kaplankaya möchte mit gesundem Essen und Sport den Lebensstil der Gäste nachhaltig verändern – damit es diesen auch nach den Ferien noch gut geht. Den Kunden stehen 141 Zimmer zur Auswahl, zwei Restaurants, drei Strände sowie ein rund 10 000 Quadratmeter grosses Spa-, Fitness-, Gesundheits- und Heilzentrum mit 40 Behandlungsräumen. Managing Director in der Südtürkei ist der Schweizer Markus Iseli, der in diesen Tagen dafür sorgt, dass die Hoteleröffnung reibungslos abläuft. Adressen, Berichte und Bilder: www.migrosmagazin.ch/wildswelt
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26 | MM15, 11.4.2016 | MENSCHEN
Alex Rübel
«Zoos sind PR-Agenturen für die Erhaltung von Lebensräumen» Zoos sind für Alex Rübel mehr als exotische Erlebniswelten, es sind Orte der Bildung und des Naturschutzes. Ein Gespräch mit dem langjährigen Direktor des Zoos Zürich über Trophäenjagden in Afrika, sich selbst organisierende Elefanten und die neuen Pläne seines Hauses. Text: Ralf Kaminski, Reto E. Wild Bilder: René Ruis
MENSCHEN | MM15, 11.4.2016 | 27
Alex Rübel über die Galápagosschildkröten, den Stolz seines Zoos: «Wir sind europaweit die Einzigen, denen Nachzuchten dieser seltenen Tierart gelungen sind.»
28 | MM15, 11.4.2016 | MENSCHEN
Alex Rübel, was halten Sie davon, wenn Touristen in Afrika zum Vergnügen Löwen und Elefanten abschiessen? Persönlich schockiert es mich, dass man Spass daran haben kann, einen halbnarko tisierten Löwen abzuschiessen. Für die Ent wicklung Afrikas ist aber nicht der Verlust eines einzelnen Tiers das Problem. Ent scheidend ist es, Wege zu finden, wie Mensch und Tier in diesen Ländern zusammenleben können. Die Bevölkerung muss ein Inte resse entwickeln, dass die Tiere dort leben. Abschüsse bringen den Einheimischen bis zu 50 000 Franken pro Tier, auch die Wilderei ist lukrativ. Es braucht finanzielle Alternativen, um die Tiere zu schützen. Gibt es denn Fortschritte? Kaum, der Druck auf die Tiere wird eher grösser, der Mensch besetzt immer mehr Land, was zu mehr Konflikten führt. An eini gen Orten ist der Tiertourismus eine alter native Geldquelle, der die Menschen moti viert, die Tiere zu erhalten. Aber das Prob
lem ist komplex und lässt sich mit emo tionaler Aufwallung über den Abschuss eines Löwen auch nicht lösen. Den Rückgang der Artenvielfalt können alle Zoos der Welt nicht aufhalten. Die Zürcher Masoala-Halle ist zwar ein Erfolg, aber der Regenwald auf Madagaskar wird trotzdem abgeholzt. Das ist so. Gerade beim Rosenholz sind die Profite ähnlich gross wie im Drogenhandel. Gegen dieses Geld kommen wir nicht an, erst recht nicht bei einem relativ korrupten Staat wie Madagaskar. Hingegen konnten wir Brandrodungen in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung von drei auf ein Prozent re duzieren. Wir müssen den Menschen Wege zeigen, wie sie mit der Natur leben können. Aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen. So lange die Bevölkerung auf unserem Planeten wächst, wird der Druck zunehmen. Dennoch bin ich überzeugt, dass sich der Einsatz lohnt. Pessimistischen Aussichten
muss man mit Optimismus begegnen. Es geht ja nicht nur darum, eine Zukunft für die Natur zu gewährleisten, sondern für den Menschen. Und auch wir hier müssen uns verändern, unser ökologischer Fussabdruck ist deutlich zu gross. Der Zoo Zürich ist Mitglied des Weltverbands der Zoologischen Gärten. Was hat dieser erreicht? Er hat die Zoos davon überzeugt, sich für den Naturschutz einzusetzen, so wie wir das in Zürich schon seit einiger Zeit tun. Mitt lerweile haben wir keine Tiere aus der Wildnis mehr in den Zoos, die stammen alle aus Zuchten und werden untereinander ausgetauscht. Aus meiner Sicht müssten die Zoos nun noch einen Schritt weiterge hen: Ich sehe uns als PRAgenturen zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume, denn ohne diese wären keine Auswilderun gen mehr möglich. Es ist nicht sinnvoll, ein Nashorn in Afrika wiederanzusiedeln, wenn es dort sofort gewildert wird.
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MENSCHEN | MM15, 11.4.2016 | 29
Welche Tiere wird es dereinst nur noch im Zoo geben? Schon jetzt gibt es grosse Tierarten, die fast nur noch geschützt in Reservaten leben oder gejagt werden, etwa Nashörner, Grossraubkatzen oder Menschenaffen. Viele stellen sich vor, dass es irgendwo da draussen noch die grosse, unberührte Wildnis gibt. Aber das ist schon lange vorbei. Der Mensch ist überall. 2004 gab es noch 357 Tierarten im Zoo Zürich. Wie sieht es heute aus? Eisbären oder Keas zum Beispiel leben ja schon lange nicht mehr hier. Es sind etwa 10 bis 20 Prozent weniger Arten. Wir wollen nicht mehr alle beher bergen, dafür diejenigen gut halten, die hier sind. Bildung und Naturschutz sind uns genauso wichtig. Die Tiere haben eine Funktion. Wir halten sie, um etwas in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Eisbären zum Beispiel sind sehr attraktiv, aber sie brauchen viel Wasser und Platz.
Dafür leben die Elefanten in einem Park von mehr als 11 000 Quadratmetern, sechsmal mehr Platz als vorher. Fühlen sie sich wohler als vorher? Das Wohlbefinden ist wissenschaftlich schwierig zu definieren. Die grösste Ver änderung war nicht der Platz, sondern dass die Pfleger nicht mehr ins Gehege gehen. Das Alphatier ist nicht mehr der Tierpfleger, sondern eine Elefanten Matriarchin. Sie sagt heute, wo es lang geht. Dadurch hat sich das Verhalten der Gruppe verändert. So durfte etwa der jüngste Nachwuchs lange nicht ins Wasser becken, und dann nur in Begleitung. Die Elefanten laufen auch mehr und haben dabei an Gewicht verloren. Sie haben abgenommen? Ja, unser Bulle hat eine halbe Tonne ver loren, er wiegt jetzt noch rund 5,5 Tonnen. Und doch legen Elefanten in der Wildnis im Schnitt zehn Kilometer pro Tag zurück.
Sogar dieser grosse Park ist doch eigentlich viel zu klein. Auch in der Wildnis laufen die Tiere nicht, damit sie gelaufen sind, es geht dabei meist um Futtersuche. Deshalb ist das Futter im neuen Gehege so verteilt, dass sie mehr laufen müssen. Genaue Zahlen haben wir noch nicht. Wir messen derzeit mit Schrittzählern. Der Circus Knie hat seine Elefanten dressur aufgegeben. Ein guter Entscheid? Ich habe den Eindruck, dass es den Elefan ten im Circus Knie gut gegangen ist. Den noch ist es wohl ein vernünftiger Entscheid, denn die Gesellschaft hat mehr und mehr Mühe mit den Auftritten von Wildtieren. Man möchte sie nicht mehr auf diese Weise vermenschlicht sehen. Aber es ist schon auch schade: Viele Kinder haben über den Zirkus ihre Tierliebe entwickelt. Hat der Zirkus eine Zukunft? Dass die Zirkusse verschwinden, glaube ich nicht. Aber es gibt schon welche, in denen
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Sie den Charme dieser zauberhaften Stadt. Abends Weiterfahrt Richtung Melk. Tag 6 Melk. Besichtigen Sie in Melk das auf einem steilen Bergrücken hoch über der Donau liegende Benediktinerstift*. Die Stiftskirche gilt als die schönste Barockkirche nördlich der Alpen. Tag 7 Passau–Schweiz. Nach dem Frühstück Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. * Ausflugspaket Das Ausflugspaket kann nur im Voraus gebucht werden. Sie sparen mindestens 20%. Buchung einzelner Ausflüge an Bord möglich.
Tag 4 Budapest. Die Hauptstadt Ungarns wird auch «Königin der Donau» genannt. Das malerische Budapest, eine Stadt voller Lebensfreude erleben Sie auf einer Rundfahrt*. Nachmittags Ausflug in die nahe gelegene Apajpuszta auf eine typische ungarische Czarda (Fr. 50).
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MENSCHEN | MM15, 11.4.2016 | 31
und Läden, 25 Prozent aus Subventionen. Neue Anlagen finanzieren wir ausschliess lich mit Geldern, die aus Schenkungen oder Testamenten fliessen. Ohne sie wäre vieles nicht möglich.
die Tiere nicht gut gehalten werden. Mühe macht mir, wenn man glaubt, dass die Lage bei den Haustieren so viel besser sei. Es gibt heute viele naturnahe Anlagen, dennoch müssen die Tiere etwas nicht tun, was in der Natur Alltag ist: um ihr Über leben kämpfen. Wie wirkt sich das aus? Tatsächlich versuchen wir, den Tieren die Nahrungsbeschaffung zu erschweren, in vielen Gehegen müssen sie sich das Futter erarbeiten. Und wir halten auch immer öfter Tiere, die einander gefährlich werden können, in gemeinsamen Gehegen. Bei den Brillenbären etwa sind auch die Nasenbären, und die müssen schon ein bisschen auf passen. Das löst bei ihnen einen gewissen Stress aus, der Teil des natürlichen Lebens in der Wildnis ist. Auch der Brillenbär muss aufpassen, denn wenn ausgewachsene Na senbären als Gruppe daherkommen, sind sie nicht ungefährlich. In der MasoalaHalle befinden sich ebenfalls natürliche Feinde in der gleichen Anlage; da wird ab und zu auch einmal ein Tier gefressen. Natür lich ist es immer noch anders als in freier Wildbahn. Hätte ein Bär, der nur das Zooleben kennt, eine Chance in der Wildnis? Ich denke schon, jedenfalls wenn es ein halbwegs junger Bär ist. Da sind noch alle natürlichen Instinkte vorhanden. Das Hauptproblem beim Auswildern ist, dass die Tiere an Menschen gewöhnt sind und dann in die Dörfer gehen, was zu Konflikten führt. Wie oft töten Sie Zootiere, weil es zu viele hat und Sie diese nicht anderweitig unterbringen können? Das kommt nur noch sehr selten vor. Die Jungenaufzucht gehört zu den wichtigs ten Verhaltensäusserungen vieler Arten. Wir verhindern aber unerwünschte Zeugun gen mit Antibabypillen und Implantaten. Allerdings klappt das nicht immer, etwa bei Antilopen, dann müssen wir ab und zu ein Tier töten. Die meisten Menschen reagieren darauf sehr emotional, aber in der Natur sterben viele Jungtiere, das gehört dazu. Warum ist das dem Publikum so schwer zu vermitteln? Als Zoo nutzt man die Tiere, um Beziehun gen zu schaffen. Wenn ein solches Tier getötet wird, löst das natürlich starke Ge fühle aus, und es tut auch einem selbst weh. Kurz nachdem ich die Direktion des Zoos übernommen hatte, gab es auf der Front seite der «ZüriWoche» vor Ostern eine Story: «Der Zoo verfüttert den Osterhasen», als Bild eine in Tränen aufgelöste Familie. Das gab ziemlich heftige Reaktionen. Wir hatten Kaninchen tot verfüttert – ein Löwe frisst nun mal andere Tiere und
In der MasoalaHalle können auch GruppenEvents stattfinden. Wie wichtig sind solche Anlässe? Sie sind eine Gelegenheit, auch die Erwach senen für unsere Anliegen zu sensibilisieren. Das ist mir fast wichtiger als die finanziellen Einnahmen. Wir organisieren etwa 4000 Führungen pro Jahr, etwa 800 mit Apéro und 200 mit Abendessen. Auch die neuen Übernachtungsmöglichkeiten in der HimalajaAnlage sind sehr populär.
Alex Rübel: «In der Masoala-Halle leben natürliche Feinde in der gleichen Anlage – da wird ab und zu auch einmal ein Tier gefressen.»
kein Fleisch aus der Migros. Vor Kurzem bekam ich einen Brief von jemandem, der uns aufforderte, unseren Raubkatzen Soja zu verfüttern statt Fleisch. Das gehe doch, oder? ( lacht) Möglicherweise ginge das tat sächlich. Aber so würden wir jeden Bezug zur Natur verlieren, und wir müssten den Tieren Zusatzstoffe geben, die in Fabriken hergestellt werden. Züchten Sie hier im Zoo Tiere speziell für die Raubtierfütterung? Wir verfüttern alle Tiere tot, ausser dort, wo es nicht anders geht. Das betrifft einige junge Schlangen und Krötenarten. Für die haben wir eine kleine Mauszucht, damit wir ihnen Babymäuse verfüttern können. Für das restliche Fleisch arbeiten wir mit di versen Schlachthöfen zusammen, die Löwen bekommen zum Beispiel Fleisch von alten Kühen oder Pferden. Wie finanziert sich der Zoo? Zu 50 Prozent aus Eintritten, 25 Prozent der Einnahmen stammen aus Restaurants
Zur Person
Tierarzt und Zoodirektor Alex Rübel (60) ist ursprünglich Tierarzt und seit 1991 Direktor des Zoos Zürich.
Er lebt mit seiner Partnerin in Zürich, hat drei erwachsene Kinder und ein Enkelkind. Weitere Infos: www.zoo.ch
Der Zoo Zürich ist heute 27 Hektar gross, viermal grösser als bei der Gründung 1929. Welche Projekte stehen als Nächstes an? Grösser wollen wir nicht mehr werden, wir möchten ein Tagesausflugsziel bleiben. Aber wir modernisieren unsere Anlagen weiter und stärken die Verbindung mit Natur und Tierschutz. Im Sommer reno vieren wir das Aquarium, dann wandeln wir das Afrika in ein Australienhaus um. Das nächste, richtig grosse Projekt ist die Afrika Savanne neben dem Elefantenpark. Da kommen in rund vier Jahren die Nashörner, Giraffen, Zebras, Strausse und Antilopen rein. Auch die Menschenaffen bekommen eine neue Anlage. Wichtig ist uns ausserdem das Seilbahnprojekt vom Bahnhof Stettbach aus. Wir möchten, dass möglichst viele Be sucherinnen und Besucher mit den öffent lichen Verkehrsmitteln anreisen. Sie sind letztes Jahr 60 geworden und seit 1991 Direktor des Zürcher Zoos. Wie lange bleiben Sie noch? Etwas Neues fange ich nicht mehr an, ich werde wohl bis 65 bleiben. Es ist eine schö ne, vielfältige Arbeit. Die Tiere sind das, was man sieht, aber dahinter steht ein grosser Betrieb. Fundraising und Medienarbeit machen etwa 50 Prozent meiner Arbeit aus. Sie sagten einmal, Sie hätten kein Lieblingstier, stimmt das? Mich interessieren die Zusammenhänge in der Natur mehr als einzelne Tierarten. Aber es gibt schon Tiere, mit denen ich mehr gearbeitet habe, etwa die Galápagosschild kröten. Wir sind europaweit immer noch die Einzigen, denen Nachzuchten dieser seltenen Tierart gelungen sind. Haben Sie Haustiere? Heute nicht mehr. Zu meiner Zeit als Tier arzt hatte ich zweimal einen Papagei, weil die Halter sie nicht mehr wollten, einmal auch Schildkröten, die in einer Schachtel bei mir zu Hause vor der Tür standen. MM
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146 000 Bälle wurden vergangene Woche auf dem beliebtesten Migros-Golfpark bei Otelfingen ZH abgeschlagen. Mit ihren acht Anlagen ist die Migros die grösste Golfanbieterin der Schweiz.
Illustration: Fumetto2016/Joost Holländer
Comicfestival
Vom 16. bis 24. April ist Luzern die Comic-Hauptstadt: Über 200 Zeichner zeigen am Festival Fumetto ihre Werke. Einer von ihnen ist der Holländer Joost Swarte, der in seinen Bildergeschichten Alltagssituationen zuspitzt. So macht er sich etwa in einem Comic mit lateinischen Sprechblasen über den Autokult lustig (links). Seit der Gründung vor 25 Jahren wird das Festival vom MigrosKulturprozent unterstützt. www.fumetto.ch
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Rund 50 000 Franken sind bis heute durch den Verkauf des Delizio-Kaffees aus Nepal zusammengekommen. Für jede verkaufte Packung der limitierten SpezialEdition spendete die Migros einen Teil des Verkaufspreises für den Wiederaufbau der nepalesischen Kaffeeplantage nördlich der Hauptstadt Kathmandu. Nepal
Die Arbeiter verlesen die Kaffeebohnen von Hand.
Migipedia
Ideen für Snacks gesucht Einmal mehr ist die Kreativität der MigrosKunden gefragt: Die Konsumenten-Plattform Migipedia sucht nach Ideen für frische, leichte und bekömm liche Snacks , die an den Migros-Take-Aways angeboten werden. Die Tageszeit, zu der das Essen passen soll, ist nicht festgelegt. Es kann sich also um ein kleines Frühstück, Mittag- oder Nachtessen oder auch um eine Minimahlzeit für zwischendurch handeln. Die MigipediaNutzer mit den besten Einfällen werden mit MigrosGutscheinen im Gesamtwert von 1000 Franken belohnt. Bereits sind bei Migipedia viele Ideen eingegangen: Vorgeschlagen wurden zum Beispiel gefüllte Kartoffeln, vietnamesische Frühlingsrollen, fernöstliche Salate, aber auch die Bündner Spezialität Capuns. Weitere Infos: www.migipedia.ch
Die wieder aufgebauten Häuser bestehen aus stabilen, vorfabrizierten Bauelementen.
Dem heftigen Monsunregen zum Trotz konnten die Aufbauarbeiten mittlerweile fast abgeschlossen werden. Aus lokalen Baumaterialien wie Bambusmatten und Blech haben die Dorfbewohner temporäre Klassenzimmer errichtet, damit die Kinder rasch wieder am Unterricht teilnehmen konnten. Die Häuser auf der Plantage wurden aus erdbeben- und feuersicheren Bauelementen wieder aufgebaut. Auch der Kanal, der die Wasserversorgung der Gemeinschaft sicherstellt und durch das Beben zerstört wurde, ist heute wieder funktionstüchtig.
Preisbarometer
Aktuelle Preisänderungen Die Migros senkt die Preise von diversen Leuchtmitteln der Marke Osram.
Teurer wird dagegen tiefgekühlte Tiernahrung. Dies aufgrund von gestiegenen Rohstoffpreisen. Ausgewählte Beispiele
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14.80
13.80
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Osram LED Superstar Classic A 60 W E27, 1 Stück
16.80
12.80
–23,8
Osram LED Superstar Classic A, klar, 60 W E27, 1 Stück
16.80
12.80
–23,8
Osram LED Superstar Classic A 75 W E27, 1 Stück
17.80
16.80
–5,6
Osram LED Star PAR16 50 W GU10, 1 Stück
9.80
7.90
–19,4
Osram LED Star MR16 35 W GU5.3, 1 Stück
12.80
8.90
–30,5
Osram LED Superstar PAR16 35 W GU10, 1 Stück
9.80
8.90
–9,2
Osram LED Superstar PAR16 50 W GU10, 1 Stück
10.80
9.80
–9,3
Osram LED Star T26 1.4 W E27, 1 Stück
8.90
7.90
–11,2
Tiernahrung 900 g, tiefgekühlt
4.20
4.90
16,7
* in Franken
36 | MM15, 11.4.2016 | MIGROS-WELT
Generation M
Die grüne Bilanz
Die Migros hat im vergangenen Jahr 20 weitere Generation-M-Versprechen abgeschlossen. Drei davon stellen wir hier vor. Text: Michael West
Hauptsponsorin der Projekte hat sich die Detailhändlerin tatkräftig dafür engagiert, unter anderem auch, indem sie die Ferienlager mit Berichten im Migros-Magazin noch bekannter machte. Bis Ende des Jahres 2015 haben nun sogar über 239 000 Kinder und Jugendliche bei den Projekten mitgemacht. Das Versprechen wurde also mehr als erfüllt. Viele Textilien aus Biobaumwolle
Die Migros hat sich 2012 auch verpflichtet, bis Ende 2015 ihr Angebot an Textilien aus nachhaltig hergestellter Baumwolle zu verdoppeln. Dieses ehrgeizige Ziel hat sie ebenfalls erreicht und sogar übertroffen. Teilweise wurden ganze Produktelinien auf Biobaumwolle umgestellt – zum Beispiel die HerrenwäscheSerie Maestro. Die zertifizierte Baumwolle stammt vor allem von Bauern-
Natur wird zum Schulzimmer
Die Kinder- und Jugendprojekte des WWF machen die Natur zum Klassenzimmer. Zusammen mit speziell geschulten WWF-Mitgliedern lesen Mädchen und Jungen zum Beispiel Tierspuren im Schnee, oder sie erkunden in der Rolle von Piraten einen See. Die Migros hat 2012 versprochen, innerhalb von vier Jahren Naturerlebnisse für 200 000 Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Als
Die Migros hat ihr Angebot an Textilien aus Biobaumwolle verdoppelt. Ein Teil von
Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros.
kooperativen in den indischen Bundesstaaten Madhya Pradesh, Maharashtra und Orissa. Die Bauern bekämpfen Schädlinge mit ökologischen Mitteln und verwenden Dünger vom eigenen Hof. Die Textilien werden meist in der südindischen Stadt Tirupur fabriziert. Auch die Arbeiter in den dortigen Fabriken profitieren von der BioZertifizierung, weil zum Beispiel keine gefährlichen Stoffe wie Chlorbleiche zum Einsatz kommen. TV-Technik als Stolperstein
Eines der fünf nicht erreichten Ziele betrifft Elektrogeräte. Die Migros hatte 2012 versprochen, dass bis Ende 2015 mindestens ein Drittel ihrer Geräte den höchsten Effizienzklassen entsprechen würde. Aktuell erfüllen aber nur rund 20 Prozent diese Vorgabe. Zeitweise war dieses Versprechen auf Kurs. Doch ausgerechnet die Weiterentwicklung der TVTechnik machte der Migros einen Strich durch die Rechnung: Die neuesten Fernseher – die 4K- und Oled-Geräte – bieten zwar besonders brillante Bilder, doch sie verbrauchen auch mehr Strom. «Selbst wenn das Versprechen nun offiziell abgeschlossen ist, bleiben wir am Ball», versichert Sandro Glanzmann, Nachhaltigkeitsexperte bei der Migros. «Wir wollen weiterhin möglichst viele energieeffiziente Geräte anbieten, und wir hoffen, dass die Fernsehhersteller auch in dieser Hinsicht bald wieder Fortschritte machen.» MM Weitere Infos: www.generation-m.ch
Bilder: Getty Images, Tom Wüthrich, pictura.ch
W
o ist der Zusammenhang, wenn ein Kunde bei Melectronics einen neuen Fernseher kauft, wenn Arbeiter in der fernen Stadt Tirupur Kleider fabrizieren oder wenn Kinder im Wald nach Tierspuren suchen? Alle drei Aktivitäten haben mit Generation-M-Versprechen zu tun, die neu abgeschlossen wurden. Das Nachhaltigkeitsprogramm der Migros ist enorm vielfältig. Es umfasst 64 verbindliche Zusagen in den Bereichen Konsum, Gesellschaft, Gesundheit, Mitarbeitende und Umwelt. Jeweils zwei Mal jährlich prüft die Migros, wie es um die Umsetzung dieser Versprechen steht, und sie lässt die Ergebnisse von einer unabhängigen Revisionsstelle kontrollieren. Im Lauf des vergangenen Jahres ist viel passiert. Die neusten Resultate sind nun auf der Generation-M-Website nachzulesen: 2015 wurden insgesamt 15 weitere Ziele erreicht und 5 verfehlt. Auf 3 dieser Versprechen gehen wir hier ein.
MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 37
Cornelia Diethelm ist Leiterin Direktion Nachhaltigkeit und Issue Management beim MigrosGenossenschafts-Bund. Cornelia Diethelm
«Das Engagement geht weiter» Cornelia Diethelm, das Programm Generation M läuft seit 2012. Wird es irgendwann enden, weil es seinen Zweck erfüllt hat? Das Programm wird sich in Zukunft sicher verändern und weiterentwickeln; aber ein Endpunkt ist nicht festgelegt. Denn Generation M steht für unser gesellschaftliches Engagement. Und dieses Engagement geht weiter; es hat kein Ablaufdatum. Sind Sie auf eines der erreichten Generation-MZiele besonders stolz? Die Stärke von Generation M ist die Vielfalt. Deshalb möchte ich nicht eine, sondern drei Leistungen erwähnen: Wir konnten unser Biosortiment seit 2012 stark ausbauen. Wir haben sichergestellt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller MigrosGenossenschaften von einem betrieblichen Gesundheitsmanagement profitieren. Und wir konnten zusammen mit dem WWF viele Kinder und Jugendliche für Umweltthemen sensibilisieren.
WWF-Ferienlager: Hier lernen Kinder mit viel Spass die Natur kennen.
Gibt es auf der GenerationM-Landkarte auch noch weisse Flecken, also bisher vernachlässigte Themen? Von weissen Flecken würde ich nicht sprechen, weil das Programm so viele Ziele umfasst. Aber wir wollen uns in den besonders wichtigen Themenfeldern noch stärker engagieren: So werden wir sicher unser Angebot an nachhaltig hergestellten Produkten weiter ausbauen. Und wir wollen uns noch stärker für die Gesundheit der Bevölkerung engagieren. MM
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Festival M4Music
Gratis Konzerte erleben
Beim PopmusikFestival M4Music des Migros-Kulturprozents treten zahlreiche
Die Gratiskonzerte finden am Freitag, 15., und Samstag, 16. April, unter freiem Himmel auf dem Platz vor dem Zürcher Club Exil auf der Showcase-Stage statt. Los gehts jeweils nachmittags um 14.15 Uhr. Zum Beispiel ist aus dem Tessin Andrea Bignasca zu Gast (Bild oben). Er präsentiert kraftvolle Blues-Songs von seinem ersten Album «Gone». Zu hören ist auch der Zürcher Indie-Rocker Rio Wolta, der für den Preis «Best Swiss Video Clip» nominiert ist. Ebenfalls gratis erleben kann man die Demotape Clinic. Bei diesem öffentlichen Nachwuchswettbewerb kommentiert und bewertet eine Jury in Anwesenheit des Künstlers das eingereichte Demotape. Weitere Infos: www.m4music.ch
Von den Kartoffelfeldern Maltas gelangt das Gemüse in die Filialen der Migros. Kartoffeln
Sommerhitze macht Bauern zu schaffen Die Kartoffelernte 2015 fiel dem warmen Sommer zum Opfer. Die Migros importiert in diesem Jahr deshalb mehr aus dem Ausland und sucht gleichzeitig nach neuen Produzenten des beliebten Gemüses. Text: Thomas Tobler
D
er Sommer 2015 war warm und im Vergleich zu anderen Jahren viel trockener. Auswirkungen hatte dieses Wetter auf die einheimische Kartoffelernte. Übersteigt das Thermometer nämlich die 25-Grad-Marke, wird das Wachstum der Kartoffel eingeschränkt. Die Ernte des letzten Jahres fiel deshalb um 25 Prozent kleiner aus als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Zum Vergleich: Im letzten Jahr lag der Anteil an einheimischen Kartoffeln in den Frischeabteilungen der Migros bei über 93 Prozent. In diesem Jahr wird er sich bei 80 Prozent einpendeln. Nach wie vor bezieht die Migros zwar den Grossteil ihrer Kartoffeln von Schweizer Produzenten. Da aber die Bestände an Schweizer Kartoffeln mittlerweile aufgebraucht sind und die
Nachfrage nach dem Lebensmittel ungebrochen hoch ist, führt die Detailhändlerin das Gemüse in grösseren Mengen aus dem Ausland ein als in den vergangenen Jahren. Die Transportwege verkleinern
Zum Saisonbeginn im März wurde noch ausschliesslich aus Ägypten und Israel importiert. Ab April stammen die ImportKartoffeln der Migros auch aus Ländern wie Spanien, Zypern oder Malta. «Die Herkunftsländer Ägypten und Israel sind zu Beginn der Saison unumgänglich, da es in dieser Jahreszeit keine Kartoffelproduzenten in näher gelegenen Regionen mit ähnlichen klimatischen Bedingungen gibt», sagt Linda Marugg, Marketingfachfrau für Gemüse beim Migros-GenossenschaftsBund. Zusammen mit der
Schweizer Kartoffelhändlerin Terralog hat die Migros nun aber ein Projekt ins Leben gerufen, um künftig noch mehr Importkartoffeln aus schweiznahen Herkunftsländern anbieten zu können. «Ziel des Projekts ist es, die Transportwege möglichst kurz zu halten und aus politisch eher heiklen Gebieten wegzukommen», sagt Ernst Arn, CEO von Terralog. Sein Unternehmen ist gemeinsam mit der Migros auf der Suche nach möglichen Alternativen. Fündig wurde man unter anderem in Zypern und Malta. «Die Felder dort sind etwas kleiner, aber die hohen Qualitätsansprüche der Migros an das Produkt und den Produzenten werden absolut erfüllt», sagt Arn. Die ersten Kartoffeln aus Malta und Zypern sind bereits jetzt im April in den Migros-Filialen erhältlich. MM
Bild: zVg
Bands aus dem In- und Ausland auf – von internationalen Stars bis zuSchweizer Nachwuchskünstlern. Einige davon kann man kostenlos live erleben.
MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 39
Frage der Woche
Den Strumpfhosen der Migros-Marke «Ellen Amber» liegt jeweils eine Anleitung bei, wie man sie richtig anzieht. Das weiss doch aber jede Frau – wozu braucht es diese Erklärung?
Haben Sie eine Frage?
Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
Diese Anleitung in Text und Bild soll niemanden ärgern oder bevormunden. Wir möchten lediglich praktische Tipps geben, wie sich Laufmaschen vermeiden lassen. Es kommt nämlich durchaus vor, dass Kundinnen die Strumpfhosen beim Hochziehen mit den Fingernägeln beschädigen. Bisweilen werden solche Strumpfhosen an die Migros zurückgeschickt. Die Käuferinnen nehmen dann an, die Qualität des Produkts sei mangelhaft. Auch aus diesem Grund liegt die Anleitung jeder Packung bei. Übrigens verkaufen viele Markenhersteller ihre Strumpfhosen ebenfalls mit solchen Anziehtipps.
Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr. Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.
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MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 41
SlowUp
Ohne Motor in Fahrt Am 17. April beginnt die Slowup-Serie: Neunzehn Mal können Velofahrer und Skater diesen Sommer auf autofreien Strecken losrollen. Text: Michael West
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ie bewegen sich auf grossen Speichen rädern oder kleinen Hartgummirollen, auf Velos oder Inlineskates. Doch es gibt auch Leute mit Fantasievehikeln, die an überdimensionale Hamster räder oder AlienVelos er innern. Nur eines ist allen SlowupTeilnehmern ge meinsam: Sie nehmen es gemütlich und kommen ohne Motor in Fahrt.
Bilder: Erwin Züger
Eine einfache, gute Idee
Im vergangenen Sommer konnten sich die Organisato ren über einen Rekord freu en: 450 000 Menschen nah men 2015 an den autofreien Erlebnistagen teil – so viele wie nie zuvor. Das liegt viel leicht gerade daran, dass sich die einfache Grundidee seit dem Start der Eventreihe im
Jahr 2000 kaum verändert hat: Routen in schönen Landschaften werden vom motorisierten Verkehr befreit; einen Tag lang gehören die Strassen jungen und alten Leuten, die sich mit Muskelkraft fortbewegen. Dabei geht es um Spass und nicht um Leistung. Keine Anmeldung nötig
Die rollenden Volksfeste sind auch etwas für Kurz entschlossene: Niemand braucht sich anzumelden, und die Teilnahme ist kos tenlos. Diesmal finden die Events vom 17. April bis zum 25. September an 19 Orten in der ganzen Schweiz statt. Wie reizvoll die Routen sind, zeigt schon der Anlass vom 24. April: Auf breiten Kan tonsstrassen geht es rund um den Murtensee. Wer die
32 Kilometer abkürzen möchte, kann zwischen durch eine Schiffsverbin dung wählen. Unterwegs können Fami lien bei den SlowupEvents in den Famigros und Gene rationMZonen ausruhen und spielen. In den SportXX Garagen führen Mechaniker kleine Reparaturarbeiten kostenlos aus; nur das Mate rial wird verrechnet. Auch wenn es bei den Anlässen um die Lust an der Lang samkeit geht, soll doch niemand unfreiwillig zum Stillstand kommen. MM Alle Infos auf: www.slowup.ch
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Letztes Jahr kam es bei der Slowup-Serie zu einem Teilnehmerrekord: 450 000 Kinder und Erwachsene rollten durch schöne Landschaften; manche auf Fantasievehikeln.
42 | MM15, 11.4.2016 | MIGROS-WELT
Leseraktion
Migros-Moment teilen und gewinnen Haben Sie auch ein Lieblingsprodukt aus der Migros, mit dem Sie ein besonderes Erlebnis verbinden? Erzählen Sie uns und anderen Kunden die Geschichte! Mit etwas Glück gewinnen Sie damit einen Preis, denn jede Woche verlosen wir unter allen Teilnehmern zehn MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken. Und so funktionierts: Auf der Website
Schildern Sie Ihren Migros-Moment auf unserer Website und erfreuen Sie sich an den Erinnerungen anderer Kunden: www. migros-momente.ch Über Social Media
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Von uns. Von hier.
Rund 10 000 Produkte stellt die Migros selbst her. Und zu vielen davon gibt es Anekdoten und Kindheitserinnerungen zu erzählen.
Erzählen auch Sie Ihre Geschichte Haben auch Sie das Nussstengeli beim Grosi in die Schoggi getunkt? Oder das Risoletto mit Ihrem Schulschatz geteilt? Immer wieder erzählen uns Kunden lustige Anekdoten und Geschichten aus ihrer Kindheit oder Jugend, in denen ihr Lieblingsprodukt eine besondere Rolle spielt. Im Rahmen unseres neuen Formats «Migros-Momente» haben nun auch Sie Gelegenheit, Ihre persönliche ProduktGeschichte auf der Website zu posten und so mit anderen Kunden zu teilen.
Zwei nicht alltägliche Geschichten aus dem Kundenkreis lesen Sie in diesem Migros-Magazin. Sie stammen von Monica Poretti aus Bellinzona, die berichtet, wie die Seehund-Glace eines Tages unverhofft zu ihrer Familie in die Berge kam (Artikel auf Seite 44), und von Erich Aeschbacher aus Krattigen BE: Der rüstige Senior erzählt, wie er im stolzen Alter von 103 Jahren seine Liebe zu Pralinor täglich aufs Neue entdeckt (Artikel auf Seite 47). MM
MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 43
Wer wo mit Risoletto seine grosse Liebe gefunden hat. Risoletto Classic, 5 Riegel, 210 g Fr. 4.60
Was das Spülmittel mit einer schönen Kindheitserinnerung zu tun hat. Handy, 750 ml Fr. 1.80
Warum Susi die Ferien am liebsten beim Grosi verbrachte. Nuss-Stengeli, 270 g Fr. 2.65
Wie Angela in den siebten Himmel versetzt wurde. Pudding Crème au Chocolat, 300 g Fr. 2.80
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Was Kunden mit ihren Favoriten erlebt haben, erzählen sie auf www.migros-momente.ch
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Späte Liaison für Erich Aeschbacher. Wie der 103-Jährige sie entdeckt hat, erfahren Sie im Artikel auf Seite 47. Frey Pralinor, 100 g Fr. 2.05
Eiskalte Überraschung für die Familie Poretti aus Bellinzona. Die Geschichte dazu lesen Sie auf Seite 44. Rahmglace Vanille, 12 × 57 ml Fr. 7.20
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Monica Poretti, Bellinzona
Als der Seehund in die Berge kam Vor mehr als 40 Jahren verbrachte Monica Poretti mit ihrer Familie die Sommerferien auf einer Tessiner Alp. Geblieben sind die Erinnerungen an Ferien ohne Luxus – und an einen besonders «coolen» Zvieri. Bild: Paolo Dutto
K
urz bevor die Schulen ihre Pforten für die lange Sommerpause schlossen, begann in den 70er-Jahren für viele Tessiner Familien das grosse Packen: Zeit, Kleidung und Nahrung für die Ferien vorzubereiten, um in die einfache Steinhütte auf der Alp zu ziehen. Es herrschte Aufbruchstimmung. Auch Monica Poretti war als junges Mädchen Jahr für Jahr in grosser Aufregung, bevor es endlich losging. Wie viele andere Familien aus der Umgebung von Bellinzona besassen die Porettis eine Alphütte auf dem Pizzo di Claro, auf 1000 Metern, unweit der Kantonshauptstadt. Ferien in den Bergen bedeutete damals jedoch etwas anderes als heute – allein deshalb, weil man die Alphütten auf dem Pizzo di Claro nur zu Fuss erreichte. «Es war eine wunderbare Wanderung. Zu den schönsten Momenten des Aufstiegs zählte die Ankunft beim Kloster Claro, wo wir immer eine Packung Nonnengebäck kauften. Wir hörten zwar die Nonne und versuchten jedes Jahr verzweifelt, einen Blick auf sie zu erhaschen, aber es gelang uns nie», erzählt Monica Poretti, die heute als Kindergärtnerin und stellvertretende Kindergartenleiterin in Bellinzona arbeitet. Kein Komfort, aber jede Menge Spass
Die Alphütte der Familie Poretti bot keinerlei Komfort: Es gab weder fliessend Wasser noch Strom. Trotzdem hat Monica Poretti die Alp als Paradies auf Erden in Erinnerung behalten. Während der langen, heissen Som-
mertage trafen sich die Kinder der nahe gelegenen Alphütten zum Spielen, zwischendurch halfen sie der Mutter im Haushalt. Abends versammelten sich alle auf einer Lichtung – die Mütter zum Plaudern, die Kinder für nächtliche Spiele. Wobei sie ständig auf der Hut sein mussten, um nicht mit einer weidenden Kuh zusammenzustossen oder in einen Kuhfladen zu treten. Die Väter kehrten, nachdem sie ihre Frauen und Kinder in die Berge begleitet hatten, zum Arbeiten ins Tal zurück. Sie wurden während des Sommers zu Wochenendpendlern, die jeweils am Freitagabend, beladen mit Nahrungsmitteln, den Aufstieg zur Alp in Angriff nahmen. Jeden Samstagmorgen um Punkt sieben Uhr wurde Monica Poretti vom Geräusch der Warenseilbahn geweckt. Der sogenannte Ernestin, der Seilbahnverantwortliche, der die Bahn vom Tal aus betrieb, schickte Lebensmittel und Waren zu seinem Pendant am anderen Ende des Seils, dem «Dori». «So war die Seilbahn jeden Samstag bis um elf Uhr ununterbrochen in Betrieb», erzählt Monica Poretti. Das Brot zum Beispiel kam immer noch frisch auf der Alp an. Die Mutter liess ihre Kinder ein Stück davon abbrechen, der Rest wurde in einem Sack in den Keller gehängt, denn er musste für die ganze Woche reichen. Das Ferienleben von Monica Poretti und ihren Spielkameraden verlief jeden Tag in ähnlichen Bahnen. Eine Ausnahme war der Samstagnachmittag im August 1975: Monica, ihr Bruder und vier Freunde sassen am
1
2
1 Damals in den 70ern:
Monica Poretti (Vierte von links) mit ihrer Mutter und Spielkameraden während des Tessin-Urlaubs. 2 Glacegenuss, heute wie damals: Monica Poretti (Zweite von links, sitzend) teilt eine Packung Vanilleglace – und die damit verbundenen Erinnerungen.
Bild:zVg
Text: Simona Sala
MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 45
Tisch und warteten auf ihren Zvieri, als die Seilbahn sich plötzlich in Bewegung setzte. Die sechs Kinder schauten sich verwundert an – nachmittags war die Seilbahn norma lerweise nie in Betrieb. «Die beste Glace der Welt»
Und dann kam der «Dori» ins Zimmer. «Er hielt eine blaue Schachtel in der Hand. Wortlos stellte er sie auf den Tisch und öffnete sie: Vor uns lagen, sorgfältig auf gereiht wie die Soldaten, zehn einladende Vanilleglaces mit einem Seehund auf der Verpackung.» Die Kinder trauten ihren Augen kaum. Denn Glace gab es auf der Alp trotz der Sommerhitze eigentlich nie.
«Nun hielt jeder von uns eine MigrosSeehund-Glace in der Hand. Für uns Kinder war das eine ganz besondere Überraschung.» Sie trommelten die Freunde, die auf der Wiese spielten, zusammen, und gemeinsam verzehrten alle die mit Schokolade umhüllte Vanilleglace am Stiel. «Das Ganze hatte sich schon fast in ein Frappé verwandelt, doch für uns war es die beste Glace der Welt.» Sogar das Verpackungspapier, in dem das Eis geliefert worden war, bewahrten die Kinder auf. Um die Erinnerung an die Über raschung zu erhalten, bastelten sie daraus ein Bild, das noch heute an der Küchenwand der Alphütte auf dem Pizzo di Claro hängt.
Die Geschichte mit der SeehundGlace, die an einem heissen Sommertag mit der Seilbahn auf die Alp gelangte, ist allen Beteiligten noch in lebhafter Erinnerung. Immer wenn die Süssigkeit auf dem Speiseplan ihres Kindergartens steht, erinnert sich Monica Poretti wieder an das Jahr 1975 und an die Sommerferien ohne jeglichen Luxus, dafür mit Vanilleglace. Mit ihrer typischen Fröhlichkeit fügt sie lachend hinzu: «Also wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich gestehen, dass ich heute eher die Schokoladenversion mit dem Bären auf der Verpackung bevorzuge. Aber damals, in meiner Kindheit, mochte ich den Vanille geschmack am liebsten.» MM
Zeit, frühlingshafte Frische zu verbreiten.
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MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 47
Erich Aeschbacher, Krattigen BE
Eine späte, aber süsse Liebe Bis ins hohe Alter gehörte Schokolade für Erich Aeschbacher zum verzichtbaren Luxus. Doch heute, mit 103 Jahren, möchte er seine tägliche Portion Pralinor nicht mehr missen. Text: Jacqueline Vinzelberg
O
hne Schokolade geht Erich Aeschbacher nicht ins Bett. Dabei dauerte es beinahe 90 Jahre, bis er seine süsse Leidenschaft entdeckte. Mit umso mehr Freude und Genuss frönt er heute seiner Vorliebe. Erich Aeschbacher hat im Januar seinen 103. Geburtstag gefeiert. Mit 80 zog der rüstige Pensionierte von Aarau ins Alters- und Pflegeheim Oertlimatt in Krattigen BE. Dort ist er inzwischen nicht nur derjenige, der am längsten im Heim lebt, sondern auch der älteste Einwohner der Gemeinde. Auf die Frage, was denn das Rezept für sein hohes Alter und die gute Gesundheit sei, antwortet er verschmitzt, aber dennoch ernsthaft: «Der Glaube an Gott, mässiges, gesundes Essen, vorzugsweise vegetarisch, kein Alkohol und kein Nikotin.» Die Vorliebe für gute, vegetarische Kost war – wie seine Zugehörigkeit zur protestantischen Freikirche – auch der Hauptgrund dafür, dass er nicht
Bild: Mara Truog
ins Altersheim um die Ecke im Aargau zog, sondern nach Krattigen, wie er sagt. Schokolade indes spielte für den ehemaligen Dekorateur und Polsterer fast sein ganzes Leben lang keine Rolle. Sie gehörte zu der Sorte Luxus, auf die der bescheidene Mann verzichtete. «Von meiner Mutter erhielt ich als Kind schon mal Schoggi, aber das war sehr selten», sagt er rückblickend. Auch im MigrosWagen, der regelmässig an der Strasse hielt, kaufte er nie Schokolade. «Ich war vielleicht in den 80ern – so genau weiss ich das nicht mehr –, als ich beim Einkauf in der Migros erstmals zu Pralinor-Schoggi griff», erzählt er schmunzelnd. «Die schmeckt mir ausgezeichnet.» Und Susanne Fink, die als Betreuerin im «Oertlimatt» arbeitet, ergänzt lachend: «Das hat sich im Haus längst herumgesprochen.» Wenn die Heimbewohner zu festlichen Anlässen wie Geburtstag oder Weihnachten
etwas wünschen dürfen, muss Erich Aeschbacher nicht lange überlegen: Ein paar Tafeln Pralinor sollen es sein, damit ihm der Vorrat ja nicht ausgehe. Der Versuch, ihn bei einer dieser Gelegenheiten für eine andere Sorte zu begeistern, sei kläglich gescheitert, erzählt Susanne Fink. Auch sein Sohn, der ihn regelmässig einmal pro Monat besucht, obwohl er selbst über 70-jährig ist, hat immer einige Tafeln als Mitbringsel dabei. Die wöchentliche Einkaufstour zur Migros ist Programm
Neben Schokolade hat der rüstige Pensionierte noch andere Faibles. Geist und Körper möglichst fit zu halten, war ihm schon immer wichtig. Früher stürmte der ehemals passionierte Bergsteiger am liebsten Gipfel in Österreich, in der Schweiz und auf den Kanarischen Inseln. Auch wenn ihn heute das eine oder andere Gebrechen plagt, scheint er den Biss und das rege Interesse am Leben noch lange nicht verloren zu haben.
So absolviert er täglich gewissenhaft und diszipliniert sein Gehtraining, das nach einem Oberschenkelhalsbruch im vergangenen Jahr nötig ist. Mit dem «Berner Oberländer» hält sich Erich Aeschbacher über das aktuelle Tagesgeschehen auf dem Laufenden, und gern schmökert er in der spanischen Zeitschrift «iHola!». Mit dem Land, dessen Sprache er erst mit 70 Jahren in Kursen richtig erlernt hat, verbindet ihn etwas Besonderes. Höchst unterhaltsam weiss er von seinen zahlreichen Reisen nach Spanien zu berichten. Wenn Susanne Fink am Mittwochvormittag mit ihren Schützlingen zur wöchentlichen Einkaufstour nach Interlaken oder Thun aufbricht, ist Erich Aeschbacher stets mit von der Partie, um sich in der Migros seinen Nachschub an PralinorSchoggi zu sichern, damit er täglich seine ein bis zwei Riegel geniessen kann – meist nach dem Mittagessen, auf jeden Fall aber als Bettmümpfeli. MM
48 | MM15, 11.4.2016 | MIGROS-WELT
Spargeltarte Hauptgericht für 4 Personen Zutaten
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Rustico-Blätterteig à 320 g 4 TL schwarze Olivenpaste 500 g grüne Spargeln 80 g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten, z. B. Cherrytomaten 100 g Taleggio Pfeffer 2 Zweige Majoran Zubereitung
Spargeln schälen lassen
Backofen auf 220 °C vorheizen. Teig ausrollen und samt Papier auf ein umgekehrtes Backblech legen. Olivenpaste darauf ausstreichen, rundum einen Rand à ca. 1 cm frei lassen. Spargeln im unteren Drittel schälen. Enden frisch anschneiden. Spargeln längs halbieren, mit wenig Öl der eingelegten Tomaten in einer Schüssel mischen. Taleggio in Würfel schneiden. Spargeln und Tomaten auf dem Teig verteilen. Tarte mit Pfeffer würzen. In der Ofenmitte ca. 10 Minuten backen. 2 Minuten vor Ende der Backzeit Käse auf der Tarte verteilen, fertig backen. Herausnehmen, Majoran darüberzupfen und servieren. Dazu passt Salat.
Vom 12. 4. bis 11. 6. besteht die Möglichkeit, Spargeln maschinell in der Filiale schälen zu lassen. Wo und wann: www.migros.ch/ fruechte-gemuese
Auf seinem Spargelfeld in Diepoldsau SG baut Stefan Britschgi grüne und weisse Spargeln an. Die Ernte ist Handarbeit und erfordert Fingerspitzengefühl. Stefan Britschgi
«Wir bringen die Spargeln erntefrisch in die Migros»
Zubereitungszeit ca. 10 Minuten + ca. 10 Minuten backen
Die ersten Schweizer Spargeln liefert Stefan Britschgi bereits im April, die letzten Ende Juni. Seine Anbautechnik macht die frühe Ernte möglich.
Die Ernte ist ja nicht einfach. Wie lange dauert die Einarbeitung neuer Mitarbeiter, und
Warum ernten Sie nur am Vormittag? Wir bringen die Spargeln erntefrisch in die Migros. Würden wir bis abends ernten, wären diese Spargeln erst am übernächsten Tag erhältlich. MM
Bilder: Saisonküche, Martin Mischkulnig Illustrationen: Olivia Aloisi
Wie lange dauert die Spargelsaison bei Ihnen in Diepoldsau? Wir ernten bereits ab April und dann fortlaufend bis zum offiziellen Saisonende am 24. Juni.
wie viel Kilogramm kann ein Mitarbeiter pro Tag ernten? Es dauert rund eine Woche, bis jemand den Bogen raushat. Aber nicht jeder schafft das. Die Spargeln sind ja sehr knackig und brechen leicht. Man braucht also schon ein gewisses Gespür, schliesslich müssen die Stangen genau an der richtigen Stelle gestochen werden. Wir ernten täglich von sechs Uhr morgens bis zum Mittag. Ein sehr guter Spargelstecher schafft 50 Kilogramm am Tag.
Text: Claudia Schmidt
Stefan Britschgi, im Frühjahr freuen sich alle auf die ersten Spargeln. Wie schaffen Sie es, bereits im April zu ernten? Wir arbeiten mit schwarzen Folien, die über den Spargeldamm gelegt werden und wärmend auf die Erde wirken. Um das Wachstum der Spargeln zusätzlich zu beschleunigen, stellen wir ab März bis Ende April noch Minitunnels über die Spargeldämme.
Pro Person ca. 12 g Eiweiss, 38 g Fett, 38 g Kohlenhydrate, 2050 kJ/500 kcal
MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 49
Jetzt aktuell
April/Mai
Unvergleichlichen Genuss bereiten die ersten Spargeln des Jahres – ganz besonders, wenn sie in der Schweiz gestochen wurden. Erntestart für die Schweizer Stangen ist spätestens Anfang Mai. Die Migros bietet eine grosse Anzahl an Spargeln an, etwa in Bio-Qualität, lose oder auch direkt aus der Region unter dem Label «Aus der Region. Für die Region.». Darüber hinaus gibt es während dieser Zeit Spargeln aus dem europäischen Ausland. Die Nachfrage ist so gross, dass sie nicht allein durch die heimische Produktion befriedigt werden kann.
Grüner Spargel
Weisser Spargel
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Rezept www.saison.ch
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Bundzwiebeln
Auf den Spuren von Rosamunde Pilcher
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1 Tag Schweiz – Reims 1. Abwechslungsreiche Fahrt durch das Elsass in die Champagne.
gebiete Grossbritanniens Grossbritanniens. Während der abwechslungsreichen Fahrt machen Sie Halt bei der Gezeiteninsel St. Michael's
2. Tag Reims – Windsor – Newbury Von Calais aus bringt Sie ein Fährschiff über den Ärmelkanal nach Dover. In Windsor, das sich im Kern noch heute im malerischen mittelalterlichen Kleid zeigt, machen Sie Halt. Die kleine Stadt wird von seinem Schloss beherrscht, das seit über 900 Jahren als Sommerresidenz der königlichen Familie dient.
4. Tag Cornwall – Land's End (fakultativ) Dank seiner bizarren Naturschönheiten und romantischen Fischerdörfer, der zahlreichen Mythen und Folklore ist Cornwall eines der beliebtesten Ferien-
Am Vormittag besuchen Sie Tintagel, bekannt durch die Sagen um König Artus und den Gral. Es ist wohl das berühmteste Dorf in Cornwall. Gegen Mittag treffen Sie dann in Clovelly ein. Das gesamte Fischerdorf ist unter Denkmalschutz gestellt und liegt auf einem steilen Kamm, der fast senkrecht ins Meer abfällt. Am Nachmittag Weiterreise durch Devon nach Reading.
7. Tag Reading – Reims
3. Tag Newbury – Stonehenge – Exeter – Dartmoor – Plymouth Fahrt durch Wiltshire nach Stonehenge. Sie besuchen die weltberühmten Steinkreise. Nach einer abwechslungsreichen Fahrt durch die sanfte Hügellandschaft von Somerset und Devon gelangen Sie nach Exeter, dessen Altstadt von der mächtigen Kathedrale beherrscht wird. Am Nachmittag durchqueren Sie den Dartmoor-Nationalpark, einen legendenumwobenen, geschichtsträchtigen Landstrich und erreichen dann Plymouth.
6 i l– 6. Tag Plymouth – Tintagel Clovelly – Reading
Durch die Grafschaft Kent erreichen Sie wiederum Dover, von wo Sie ein Fährschiff zurück auf das europäische Festland bringt. Mount und besuchen dann Land's End, den westlichsten Punkt des englischen Festlands, wo die bizarren Granitfelsen der 60 Meter hohen Steilküste ins tosende Meer abstürzen. Am Nachmittag fahren Sie weiter nach St. Ives mit seinem malerischen Hafen und den charmanten Gässchen.
Sie unternehmen einen Bootsausflug, der Sie durch die Hafenanlagen und dann zum alten Herrensitz der Earls of Mount Edgcumbe führt. Das Herrenhaus liegt in einem farbenprächtigen Park.
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Reisedaten 2016 18. – 25. Mai 28. Mai – 04. Juni 08. – 15. Juni 18. – 25. Juni 13. – 20. Juli 03. – 10. August 13. – 20. August 20. – 27. August 27. Aug. – 03. Sept.
Fr.1’145.– Fr.1’165.– Fr.1’145.– Fr.1’165.– Fr.1’145.– Fr.1’145.– Fr.1’165.– Fr.1’165.– Fr.1’165.–
Abfahrtsorte Zürich, Bern, Olten, Luzern, Basel
Das ist alles dabei...
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5. Tag Plymouth – Mount Edgcumbe
REKA
•
8-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar 7 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC Fährüberfahrten Calais – Dover und zurück mit modernen Fährschiffen Halbpension während der ganzen Reise Besichtigung von Clovelly Bootsausflug zum Herrensitz von Mount Edgcumbe inklusive Eintritt Besichtigung von Stonehenge
Auf Wunsch: 8 8. Tag Reims – Schweiz Über Nancy und die Vogesen kehren Sie in die Schweiz zurück.
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Annullationsschutz Fr. 32.– Einzelzimmerzuschlag Fr. 360.– Ganztägiger Ausflug durch Cornwall und nach Land’s End Fr. 48.–
MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 51
Optigal
Frühlingshafter Pouletgenuss
Serviertipp Zum Poulet-ZitronenSchnitzel passt frisches Frühlingsgemüse. Eine Sauce Hollandaise rundet die leichte Mahlzeit ab.
Steigen im Frühling die Temperaturen, kehrt der Appetit auf leichte Gerichte zurück. Da kommt die Neuheit von Optigal genau richtig: Die dünnen Pouletschnitzel Zitrone sind aus der Geflügelbrust geschnitten und deshalb besonders zart. Die knusprige Zitronenpanade verleiht ihnen eine erfrischende Geschmacksnote. Die Schnitzel lassen sich schnell und einfach in der Pfanne zubereiten und vielseitig kombinieren. Wie alle OptigalProdukte stammen auch die Pouletschnitzel Zitrone aus tierfreundlicher Haltung.
Bild und Styling: Claudia Linsi
Leicht und erfrischend wie der Frühling: die Poulet schnitzel Zitrone von Optigal mit knackigem Gemüse. Optigal Pouletschnitzel Zitrone, paniert, 2 Stück, per 100 g Fr. 2.95 In grösseren Filialen
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Geflügelprodukte von Optigal.
Bündner Hochgenuss.
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* Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 12.4. BIS 18.4.2016, SOLANGE VORRAT
MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 53
Saisonküche
Klein, aber oho!
Für ihre Grösse sind Radieschen ganz schön dominant. Was zum einen an ihrem leuchtend roten Outfit und zum anderen an ihrer dezenten Schärfe und ihrem typischen Aroma liegt. Ob Salat, Butterbrot oder Snack: Mit Radieschen schmeckts garantiert raffiniert. Text: Sonja Leissing Bilder & Styling: Christine Benz Rezepte: Annina Ciocco
Herausnehmen und sammeln!
Vegan
Mit ihrer leuchtend roten Schale und leichten Schärfe verleihen Radieschen Salaten aller Art optische und geschmackliche Raffinesse.
Noch mehr Rezepte Die Saisonküche gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch/abo
54 | MM15, 11.4.2016 | MIGROS-WELT
Radieschenbrötli
Rohkostsalat mit Radieschen
Egli mit Radieschen
Vegan
Vegetarisch
Zutaten für 4 Personen 2 Bund Radieschen 8 EL Sonnenblumenöl 2 EL Sesamsamen Salz, Pfeffer 4 Brotscheiben, z. B. urchiges Emmerbrot à ca. 60 g 300 g Frischkäse 1 TL milder Curry Zubereitung
Die Hälfte des Radieschenkrauts in feine Streifen schneiden. Etwas für die Garnitur beiseitestellen. Restliche Krautstreifen mit Öl und Sesam kurz pürieren. Püree mit Salz und Pfeffer abschmecken. Radieschen in dünne Scheiben hobeln. Brotscheiben mit Frischkäse bestreichen. Püree darauf geben. Mit Radieschenscheiben und beiseite gestellten Krautstreifen belegen. Mit Curry bestreuen. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten
Pro Person ca. 14 g Eiweiss, 47 g Fett, 27 g Kohlenhydrate, 2450 kJ/590 kcal
Mit Fisch
Zutaten für 4 Personen 8 EL Sonnenblumenöl 3 EL Apfelessig 1 EL grobkörniger Senf 1 TL Chia-Samen Salz, Pfeffer 150 g Weisskabis 150 g Wurzelgemüse, z. B. Pastinaken, Pfälzer Karotten oder Sellerie 2 Bund Radieschen Zubereitung
Öl, Essig und Senf mischen. ChiaSamen dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschme cken. Kabis fein dazuhobeln. Wurzelgemüse dazuhobeln. Vom Radieschenkraut einige schöne Blätter beiseitestellen. Radieschen in Scheiben hobeln und zum Salat mischen. Mit beiseitegestellten Radieschenblättern garnieren, servieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten
Pro Person ca. 2 g Eiweiss, 19 g Fett, 4 g Kohlenhydrate, 800 kJ/190 kcal
Zutaten für 4 Personen
2 Bund ½ 1 800 g
Radieschen säuerlicher Apfel, z. B. Breaburn Zitrone Eglifilets Salz, Pfeffer 4 EL Mehl 4 EL Butter ½ Bund Schnittlauch Zubereitung
Radieschen in kleine Würfel schneiden. Apfel entkernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Zitrone auspressen. Saft mit Radieschen und Apfelwürfelchen mischen. Fischfilets mit Salz und Pfeffer würzen und im Mehl wenden. Portionen weise in wenig Butter beidseitig ca. 2 Minu ten braten. Fisch warm halten. Restliche Butter in derselben Pfanne schmelzen. Radieschen und Apfelwürfelchen beigeben, erwärmen, mit Salz und Pfeffer abschme cken. Über die Filets geben. Schnittlauch in Stücke schneiden, darüberstreuen. Dazu passt Reis oder Brot. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten
Pro Person ca. 38 g Eiweiss, 10 g Fett, 9 g Kohlenhydrate, 1200 kJ/280 kcal
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POCHIERTES EI AUF SPINATTOAST
Blattspinat mit flüssigem Eigelb auf knusprigem Toast – was für eine Aromakombination. Toppen lässt sie sich, indem man eine Tranche Toastauflage auf den Toast gibt und den Spinat erst dann darauf anrichtet. Das gibt dem Gericht eine zusätzliche Geschmacksnote und verhindert, dass die Flüssigkeit des Spinats in den Toast dringt. So bleibt das Röstbrot länger knusprig. Alle Zutaten dafür gibts in Ihrer Migros, das Rezept auf www.saison.ch/ de/m-tipp.
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Optigal Pouletschnitzel Schweiz, per 100 g
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Frey Tafelschokoladen à 100 g im 12er-Pack, UTZ Milch-Extra oder Milch-Nuss, z.B. Milch-Nuss, 13.30 statt 22.20
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Yvette Feinwaschmittel im Duo-Pack z.B. Care, 2 x 2 Liter, gültig bis 25.4.2016
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DIE MIGROS-INDUSTRIE UND IHRE PRODUKTE. Milch, Milchgetränke, Joghurt, Frischkäse, Saucen, Mayonnaise. Mitarbeitende: 583
Kaffee, Kaffeekapseln, Trockenfrüchte, Gewürze, Nüsse. Mitarbeitende: 302
Ice Tea, Fruchtsäfte, Fertiggerichte, Kartoffelprodukte und Produkte aus Früchten. Mitarbeitende: 971
Frischfleisch, Fisch, Charcuterie, Geflügel. Mitarbeitende: 2650
Brote, Backwaren, Patisserie, Teigwaren. Mitarbeitende: 3269
Raclette Raccard, Gruyère AOP, Appenzeller, Fondue. Mitarbeitende: 243
Mineralwasser, Sirup, Fruchtsäfte. Mitarbeitende: 122
Biscuits, Blévita, Glace, Dessertpulver, Fasnachtschüechli, Apérogebäcke. Mitarbeitende: 623
Pflegeprodukte, Kosmetikwirkstoffe, Wasch- und Reinigungsmittel, Margarinen und Speisefette. Mitarbeitende: 957
Trockenreis, Risottoreis, Milchreis, Spezialitätenreis. Mitarbeitende: 24
Schokolade, Kaugummi. Mitarbeitende: 774
20%
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Anna’s Best Nüsslisalat 100 g
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2.60
Broccoli Italien/Spanien, per kg
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Melonen Charentais Marokko, pro Stück
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Bergkäse Valdor «Aus der Region.» 1/1, 1/2, 1/4, per 100 g
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Fondue Moitié-Moitié Schweiz, 2 x 400 g
Genossenschaft Migros Wallis ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 12.4. BIS 18.4.2016, SOLANGE VORRAT
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Birnen Williams Argentinien, per kg
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Junge Geranien «Aus der Region.» 4 Stück
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Schulter-Rollschinkli ohne Schwarte Schweiz, per 100 g
20%
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Hobelfleisch geschnitten Schweiz, 125 g
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4.90 statt 6.30
Diabolino Würste Schweiz / Import, Packung à 6 Stück
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Lammfilet Neuseeland/Australien/Irland/Grossbritannien, per 100 g, gültig vom 14.4. bis 16.4.2016
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TerraSuisse Saucisson Tradition Stück, per 100 g
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Schweinskoteletts Schweiz, 2 Stück, per 100 g
–.40
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Tessinerbrot 400 g
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Sortimentsaktion Alle Spezialmehle z.B. TerraSuisse Zopfmehl, 1 kg, 1.90 statt 2.40
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M-Classic Tortelloni oder Cappelletti im 3er-Pack z.B. Cappelletti, 3 x 250 g
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Junioren-Multifunktionsschuh Adidas Terrex GTX erhältlich in den Grössen 31–37, 1 Paar, gültig bis 25.4.2016
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Brita Wasserfilterkartuschen im 3er-Pack 3 x 2 Stück, gültig bis 25.4.2016
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I am Hair Shampoos in Mehrfachpackungen z.B. Intense Moisture im 3er-Pack, 3 x 250 ml, 5.10 statt 7.65, gültig bis 25.4.2016
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John Adams Herrensocken in Mehrfachpackungen, Bio Cotton erhältlich in diversen Farben und Grössen, Papeteria Couverts, FSC z.B. anthrazit, Gr. 43–46, im 3er-Pack, z.B. C5 ohne Fenster, 200 Stück, gültig bis 25.4.2016 gültig bis 25.4.2016
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Sortimentsaktion Alle Damen- oder Herren-Hosen erhältlich in diversen Farben und Grössen, z.B. Herren-Jeans, Gr. 38, pro Stück, 34.85 statt 49.80, gültig bis 25.4.2016
ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 12.4. BIS 18.4.2016, SOLANGE VORRAT
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Ellen Amber Damen-Socken in Mehrfachpackungen, Bio Cotton erhältlich in diversen Farben und Grössen, z.B. Sneakers, weiss, Gr. 35–38, gültig bis 25.4.2016
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Blumen und Pflanzen Papeteria Packschnur Recycling im 4er-Pack, 4 x 100 m, 5.80 statt 11.60 50% Spacebox Büroboxen im Duo-Pack, z.B. transparent, 26.– statt 52.– 50%
Extra Kiwi, Spanien/Italien, pro Stück, –.45 HIT
Fisch, Fleisch und Geflügel
M-Classic Tulpen, erhältlich in verschiedenen Farben, Bund à 20 Stück, z.B. gelb-rot, 11.70 statt 13.80 15% Italienstrauss Linda, pro Strauss, z.B. rosa, 14.90
Weitere Lebensmittel
Brot und Milchprodukte
Tilsiter mild, per 100 g, 1.05 statt 1.35 20%
BWT Magnesium-Wasserfilterkartuschen im 3er-Pack, 3 x 3 Stück, 39.60 statt 59.40 3 für 2 Migros Fresh Duftstäbchen-Set, Glasvase, 2 Bund Holzstäbchen sowie 2 Duftflaschen à 100 ml, z.B. Orchid Dreams, 2 Sets, 9.50 statt 13.70 30%
M-Classic Pangasiusknusperli, ASC, im 3er-Pack, Zucht aus Vietnam, 3 x 250 g, 9.90 statt 14.85 33% MSC Dorschfilet, Wildfang aus dem Nordostatlantik, per 100 g, 2.15 statt 3.10 30%
Cucina & Tavola- oder M-ClassicWasserfilterkartuschen im 3er-Pack, z.B. Cucina & Tavola Duomax, 3 x 3 Stück, 29.60 statt 44.40 3 für 2
Neuheiten Subito Pasta im 3er-Pack, Funghi, Carbonara oder Arrabbiata, z.B. Arrabbiata, 3 x 160 g, 5.40 statt 8.10 33% M-Classic-Sardellen, -Sardinen oder -Makrelen im 3er-Pack, z.B. Sardinen ohne Haut und Gräten, in Olivenöl, MSC, 3 x 85 g, 4.60 statt 5.85 20% M-Classic Tierfutter in Mehrfachpackungen, Hundefutter 6 x 300 g oder Katzenfutter 16 x 100 g, z.B. Katzenfutter Ragout assortiert, 16 x 100 g, 5.20 statt 6.50 20%
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Baby-Body mit Jupe apricot, erhältlich in den Grössen 62/68–98, z.B. Gr. 62/68, pro Stück, 9.80 Neu ** I am Deo Golden Amber, Limited Edition, 150 ml, 3.30 Neu ** aha! Joghurt Mango-Passionsfrucht, 150 g, –.85 Neu ** Oh! Yogurt Greek Style Special Edition Himbeere-Granatapfel, 170 g, 1.85 Neu **
Le Gruyère gerieben im 3er-Pack, 3 x 120 g, 5.50 statt 6.90 20% Le Gruyère Surchoix, per 100 g, 1.60 statt 2.– 20%
Anna’s Best Ravioli Spinaci, Tortelli Funghi oder Ravioli Bärlauch, z.B. Ravioli Bärlauch, 250 g, 5.90 Neu **
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MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 67
Wissenswertes Hintergrund
Rund um Radieschen Saison und Herkunft
Mehr Rezepte auf www.saison.ch
Radieschen haben von April bis Oktober Saison. Sie gehören zu den Wurzelgemüsen, obwohl sie oberirdische Knollen bilden.
Sorten
Das bekannteste und beliebteste Radieschen ist feuerrot. Es gibt auch rote Sorten mit weissen Spitzen oder ganz weisse in länglicher Form, die man Eiszapfen nennt. Sie ähneln im Geschmack dem Bierrettich. Das Fruchtfleisch ist bei allen Sorten weiss bis leicht rosa.
Dankbare Knöllchen Radieschen haben sieben Monate lang Saison, auch auf dem heimischen Balkon. Sie sind reich an Vitaminen, verschönern jede Apéroplatte und sind als kalorienarme Zwischenmahlzeit beliebt.
Gesundheit
Die im Radieschen enthaltenen Senföle wirken antibakteriell und unterstützen die Verdauung. Bereits sechs Radieschen täglich sollen genügen, um die Schleimhäute in Mund, Speiseröhre und Magen von Bakterien zu befreien.
Einkauf und Lagerung
Beim Kauf bevorzugt man feste, glatte Knöll chen mit unbeschädigter Schale. Die Blätter sollten nicht welk oder gelblich, sondern schön grün und saftig sein. Exemplare, die schon etwas schrum pelig sind, werden wie der wie frisch, wenn man sie für kurze Zeit in eis kaltes Wasser legt. In ein feuchtes Tuch gewickelt, bleiben Radieschen im Kühlschrank bis zu fünf Tage lang haltbar . Blätter sind kein Abfall
Bild: Istockphoto
Auch die Radieschen blätter sind geniessbar. Sie haben ein würziges Aroma und finden in der kalten und warmen Küche Verwendung. Sie lassen sich sehr gut zu Pesto verarbeiten, verfeinern erfrischende Smoothies oder peppen eine Gemüsesuppe auf. Man kann sie wie Spinat zubereiten oder auch fein geschnitten kurz in Butter dünsten. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch
Inhaltsstoffe
Die Knöllchen liefern Vitamin C, Selen, Fol säure, Eisen, Kalium und Phosphor. Für die dezente Schärfe sind die enthaltenen Senf öle verantwortlich. Da 100 Gramm Radies chen nur 14 Kalorien enthalten, eignen sie sich ausgezeichnet für einen leichten Snack.
In der Küche
Wir lieben Radieschen roh gepickt, geraffelt in Salaten oder ge schnitten und mit Salz bestreut auf dem Butterbrot. Eine kalte, mit Crème fraîche verfeinerte Radies chensuppe bringt Abwechlsung in die Frühlingsküche.
Anbau
Ab Ende März werden die Samen auf dem Balkon oder in einem kleinen Blumenbeet, gestaffelt über den ganzen Sommer, in Reihen ausgesät. Die Erde sollte stets feucht, aber nicht nass sein. Bereits rund ein Monat nach der Saat sind die Radieschen erntereif.
68 | MM15, 11.4.2016 | MIGROS-WELT
Bio-Kompetenz
Warm und knusprig Brote zum Aufbacken sind schnell zubereitet und lassen sich einfach im Kühlschrank aufbewahren. Die Frischbackbrote gibt es neu in Bio-Qualität. Text: Heidi Bacchilega
Bild & Styling: Veronika Studer
1
1
Brechen Sie ein Brötchen vom BioFrischback-Sonnenkranz ab und halbieren Sie es längs. So passt es auch in einen Toaster und kann schnell und unkompliziert fertig gebacken werden. Natürlich funktioniert es auch im Ofen. Bio Frischback Sonnenkranz, 360 g* Fr. 3.50 * in grösseren Filialen
2
Der Bio-Butterzopf wird kurz fertig gebacken und lauwarm serviert, bevorzugt mit Butter und Konfitüre oder Honig bestrichen. Gebacken bleibt der Frischback-Butterzopf lange luftig. Bio Frischback Butterzopf, 400 g* Fr. 3.80
MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 69
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Bio-Frischbackwaren enthalten hochwertige Zutaten aus naturnahem Anbau.
Lebensmittelingenieur Christian Städeli ist Leiter der Getreidetechnologie bei der Jowa AG. Früher war er selbst Bäcker. Christian Städeli
«Wir suchen für jedes Brot das passende Getreide aus» Die Migros hat in den vergangenen Jahren bei den Bio-Backwaren den Anteil an Schweizer Getreide konsequent erhöht. Bis Herbst 2017 sollen sämtliche Produkte dieses Sortiments mindestens zu 80 Prozent aus heimischem Biogetreide hergestellt werden. Christian Städeli, weshalb wurde bisher so viel Bio weizen importiert? Weil Schweizer Bioweizen nicht in ausreichender Menge und Qualität vorhanden war. Zusammen mit der Hochschule Zollikofen, verschiedenen Getreidemühleunternehmen und Schweizer Bauern haben wir geforscht und konnten dank der neuen Erkenntnisse bereits höhere Mengen und bessere Qualität erzielen.
3
3
Der Bio-Frischback-Buttergipfel lässt sich einfach in ein knuspriges Sandwich verwandeln. Dafür halbieren Sie den fertig gebackenen Gipfel längs und belegen ihn mit Wurst, Käse oder gebratenem Gemüse. Ein Salatblatt in der Mitte verhindert, dass der Gipfel durchweicht. Bio Frischback Buttergipfel, 2 × 90 g* Fr. 3.15
Was heisst bessere Qualität? Wir sind auf zuverlässige Backeigenschaften des Getreides angewiesen, um durchgängig hochwertige Brote backen zu können. Es ist klar, dass im Biolandbau die Herausforderung grösser ist, die rund 20 Qualitätsmerkmale wie die Teigenergie oder Wasseraufnahmefähigkeit konstant zu halten. Welches Getreide erfüllt die Voraussetzungen am besten? Wir suchen für jedes Brot die passenden Getreidesorten aus, damit wir möglichst naturnah, das heisst ohne Zusatzstoffe, die Brote backen können. Das setzt voraus, dass jede Getreide-
Migros-Bio steht für eine naturnahe, nachhaltige Produktion, die von unabhängigen Stellen kontrolliert und zertifiziert wird.
sorte auf alle ihre Eigenschaften hin genauestens untersucht wird. Hier arbeiten wir eng mit den genannten Partnern zusammen. Wenn eine Sorte gefunden ist, die alle Voraussetzungen erfüllt, wird sie entsprechend angebaut. Wieso braucht es für Frisch backprodukte eine besondere Weizenqualität? Die Frischbackbrote werden kürzer gebacken und müssen trotzdem eine hohe Stabilität aufweisen, und das ohne jegliche Zusatzstoffe. Wie viel Schweizer Weizen steckt in den BioFrischback Neuheiten? Beim Sonnenkranz sind es heute schon 80 Prozent. Beim Butterzopf und Buttergipfel liegt der Anteil bei 30 Prozent. Auch nach 2017 wird noch importiertes Biogetreide ver arbeitet, wenngleich zu einem geringen Anteil. Warum? Es wird benötigt, um allfällige Ernteschwankungen auszugleichen. Interview: Anna-Katharina Ris Bild: Mara Truog
Ein Teil von
Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. Bio leistet dazu einen wertvollen Beitrag.
70 | MM15, 11.4.2016 | MIGROS-WELT
Café Zaun
Eigenmarke mit Geschichte Kaffee gehört zu den sechs Produkten, die schon der erste Migros-Wagen 1925 im Sortiment führte. Wie man weiss, liebte Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler das Heissgetränk so sehr, dass er sich in jungen Jahren selbst als Kaffeebauer in Brasilien betätigte. Kurz nach der Sortimentseinführung in der Schweiz brachte er auch den koffeinfreien Kaffee Zaun auf den Markt – als günstige Alternative zum teureren Kaffee Hag. Noch heute ist die koffeinfreie Kaffeevariante sehr beliebt – inklusive der originellen historischen Verpackungen, die längst Kultstatus erlangt haben und sogar auf Auktionen gehandelt werden.
Bis vor Kurzem war der Café Zaun noch unter der Marke M-Classic erhältlich. Neu ist jetzt die Verpackung, die Rezeptur blieb unverändert.
Hintergrund
Kaum Koffein, viel Geschmack Um den getrockneten Bohnen für den
Zaun-Kaffee das Koffein zu entziehen, werden sie noch vor dem Rösten wieder befeuchtet, damit sich ihre Poren öffnen. Ein organisches Lösungsmittel extrahiert ihnen dann fast sämtliches Koffein.
2016
Wie schneidet der koffeinfreie Kaffee
1930
geschmacklich ab? Der ehemalige Schweizer Baristameister und Kaffeespezialist bei Delica, Philipp Meier, muss es wissen: «Wer nicht täglich professionell verschiedenste Kaffees kostet, wird den Unterschied kaum bemerken. Kaffee Zaun schmeckt am besten als Lungo oder als Bestandteil von Milchmischgetränken. Als Espresso eignet er sich weniger.»
Café Zaun UTZ, gemahlen, 250 g Fr. 3.75 Für Fr. 3.65 auch als Bohnen erhältlich
1980
UTZ steht für besseren Anbau mit Rücksicht auf Mensch und Natur, womit Produzenten Ernte und Einkommen steigern.
1950
1960
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch Café Zaun.
Illustrationen: illumueller.ch
Ein Teil von
MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 71
Frey
Fruchtiger Schokogenuss Die Kombination von Früchten und Schokolade ist gefragt wie nie zuvor. Deshalb lanciert Chocolat Frey mit den Fruit Branches zwei neue fruchtige Schoggistängeli-Kreationen: MangoMaracuja mit weisser Schoggi sowie Raspberry mit Milchschokolade. Ihr Kern besteht jeweils aus zartschmelzender Milchcreme und einer natürlichen Fruchtfüllung. Beide Sorten sind auch im Miniformat assortiert in einer Box erhältlich. Branches von Frey gibt es bereits seit über 70 Jahren.
Aktion 20-fache Cumulus-Punkte bis 25. April
Branches sind eine urschweizerische Spezialität. Die neuen Sorten überraschen mit einer feinen Frischfruchtfüllung.
Bild: Yves Roth; Styling: Katja Rey
Frey Fruit Branches Mango-Maracuja, 115 g Fr. 3.60
Frey Fruit Branches Raspberry, 115 g Fr. 3.60
Frey Fruit Branches Mini Mix, 175 g Fr. 6.90
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch die Fruit Branches von Frey.
Angebote, die Grillfans in Verzückung bringen.
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TerraSuisse Cervelas im 5er-Pack 5 x 2 Stück, 1 kg
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Duo-Pack-Aktion M-Classic-Senf, -Mayonnaise oder -Tartare im Duo-Pack z.B. Mayonnaise Classic, 2 x 265 g, 2.15 statt 3.10
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M-Classic Pommes Chips in Sonderpackung Paprika oder Nature, z.B. Paprika, 400 g, 3.– statt 6.–
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M-Classic Pangasiusknusperli, ASC, im 3er-Pack Zucht aus Vietnam, 3 x 250 g
MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 73
Smoothie
Frühlingspower Fruchtig, süss und erfrischend: Ein Smoothie ist ein Mix aus frischen Früchten und Gemüse, die mit Wasser oder Milchprodukten fein püriert werden. Dadurch erhält der Smoothie seine namensgebende cremige Konsistenz. Smoothies schmecken nicht nur fein, sondern versorgen den Organismus auch mit wichtigen Vitaminen, Mineral- und sekundären Pflanzenstoffen. In diversen Migros-Filialen können am 15. und 16. sowie am 22. und 23. April verschiedene frisch zubereitete Smoothies degustiert werden.
Degustation 15./16. und 22./23.4. Alle teilnehmenden Filialen sowie weitere Rezepte auf www.migros.ch/ fruechte-gemuese
Je nach Zutaten wird aus dem Smoothie eine kleine, vitaminreiche Mahlzeit.
Kiwi-Apfel-Smoothie Ergibt 2 Gläser à ca. 3 dl
Bild und Styling: Veronika Studer
Zutaten
2 Kiwis 2–3 Äpfel (ca. 200 g, gerüstet) 100 g Sauermilch (M-Dessert) 2 dl kaltes Wasser 2 Zweige Pfefferminze Zubereitung
Kiwis schälen. Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Äpfel in Würfel schneiden. Kiwis, Äpfel, Sauermilch und Wasser
in einen hohen Standmixer geben. Pfefferminzblätter dazuzupfen und alles fein pürieren. Sofort geniessen. Tipp 2 EL gemahlene Haselnüsse
mitpürieren.
Zubereitungszeit
ca. 10 Minuten
Pro Glas ca. 3 g Eiweiss, 7 g Fett, 22 g Kohlenhydrate, 700 kJ/170 kcal
Rezept www.saison.ch
Erlebnis Indischer Ozean Erkunden Sie auf dieser Traumroute vier zauberhafte Inseln
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14 Nächte Kreuzfahrt Einzigartige Traumstrände, smaragdgrün bis aquamarinblau schimmernder Ozean, exotische Tierwelt, ursprüngliche Naturvielfalt – all das erwartet Sie auf dieser Reise. Erkunden Sie auf dieser exklusiven Kreuzfahrt die Perlen des indischen Ozeans und entspannen Sie einige Tage am schönen Sandstrand.
Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Direktflug von Zürich nach Mauritius 2. Tag: Mauritius – Port Louis Nach der Ankunft stärken Sie sich bei einem Frühstück auf einer Teeplantage. Anschliessend Transfer zum Hafen, wo Sie an Bord Ihres Schiffes gehen. Gegen Abend stechen Sie in See. 3.–4. Tag: Erholung auf See 5. Tag: Mahé (Seychellen) Am Morgen erreichen Sie das erste Inselparadies Ihrer Reise. Erkunden Sie Mahé, die grösste Insel der Seychellen mit der Hauptstadt Victoria. 6. Tag: Mahé (Seychellen) Wie wäre ein Besuch weiterer Inseln wie Praslin und La Digue? Im Wald von
4 Nächte Baden auf Mauritius Vallée de Mai können Sie zahlreiche seltene und faszinierende Tier- und Pflanzenarten bestaunen. 7. Tag: Mahé (Seychellen) Vormittags haben Sie die Gelegenheit auf eigene Faust etwas zu unternehmen oder tauchen Sie in die phantastische Unterwasserwelt ein. 8. Tag: Erholung auf See 9. Tag: Nosy Be (Madagaskar) Unternehmen Sie ein Trekking inklusive Paddeltour im Naturreservat von Lokobe oder einen Bootsausflug zu kleineren Inseln. 10. Tag: Diego Suarez (Madagaskar) Die kosmopolitische Stadt heisst heute Antsiranana, bis 1975 wurde sie Diego
Beachcomber Hotel Le Canonnier
Suarez genannt. Erkunden Sie die Hotspots von Diego Suarez oder fahren Sie zu der spektakulären Landschaft der Roten Tsingy. 11. Tag: Erholung auf See 12. Tag: Tamatave (Madagaskar) Hier findet sich Gelegenheit, die Farben dieses so andersartigen und faszinierenden Landes zu bewundern. 13. Tag: Erholung auf See 14. Tag: St. Denis (La Réunion) Die Insel fasziniert mit seiner kontrastreichen Landschaft von Regenwald über Felsschluchten bis hin zu bizarren Mondlandschaften. 15. Tag: Port Louis (Mauritius) Die Inselperle vor der Ostküste Afrikas lockt mit Traumstränden und ganzjährig warmen Temperaturen. 16. Tag: Port Louis – Inselausflug – Grand Baie Sie nehmen Abschied von Ihrem Schiff und unternehmen einen Ausflug in den schönen Süden. 17.–19. Tag: Grand Baie – Badetage Gestalten Sie diese Tage ganz nach Belieben in Ihrem schönen Hotel Beachcomber Le Canonnier. 20. Tag: Grand Baie – Zürich Am Morgen Transfer zum Flughafen. Direktflug nach Zürich.
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MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 75
American Favorites
Burger-Buns als Vollkornvariante Ob mit Rindfleisch, Poulet, Fisch, Gemüse oder Grillkäse: Hamburger gibt es in allen möglichen Variationen – selbst für Fast-Food-Fans, die sich ausgewogen ernähren möchten. Denn auch von American Favorites sind jetzt Vollkorn-Buns erhältlich. Die Idee dazu lieferte die MigipediaCommunity. Die Brötchen sind bereits halbiert und können sofort belegt werden. Besonders gut schmecken die Burger allerdings, wenn man die Buns vorher kurz im Backofen röstet.
Migipedia-User lieferten die Idee: Die Buns von American Favorites gibt es jetzt auch als Vollkornvariante.
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Bild: Simone Vogel; Styling: Katja Rey
bis 18. April
American Favorites Vollkorn Buns, 6 Stück, 360 g Fr. 2.70
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Huatulco Aruba San Juan del Sur Puntarenas
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Nr. 4: Grand Pincess (5*)
Der Panamakanal hautnah 31.10. – 17.11.2016 (18 Tage)
Aloha-Stimmung pur 22.11. – 09.12.2016 (18 Tage)
Anreise Schweiz – Miami inkl. Übernachtung in Superior Hotel in Fort Lauderdale 01.11. Fort Lauderdale 16.00
Anreise Schweiz – San Francisco inkl. Übernachtung in Superior Hotel in San Francisco 23.11. San Francisco 16.00
04.11. Orangestad (Aruba)
31.10.
Tropische Regenwälder, traumhafte Strände und ein Ehrfurcht gebietendes Meisterwerk der Baukunst bilden gemeinsam eines der atemberaubendsten Reiseziele weltweit – den 80 km langen Panamakanal, der die paradiesisch schöne Karibik mit dem grandiosen Pazifik verbindet.
Hilo
Panamakanal
Nr. 3: Island Princess (5*)
Eine «Grand Class» Kreuzfahrt
Kauai
Cartagena
07.00 – 12.30
22.11.
28.11. Hilo (Hawaii)
08.00 – 17.00
05.11. Cartagena de India (Kolumbia) 09.00 – 15.00
29.11. Honolulu (Oahu)
07.00 – 23.00
06.11. Panamakanal
06.00 – 16.30
30.11. Nawiliwili (Kauai)
08.00 – 17.00
08.11. Puntarenas (Costa Rica)
07.00 – 19.00
01.12. Lahaina (Maui)
07.00 – 18.00
09.11. San Juan del Sur (Nicaragua)
07.00 –18.00
06.12. Ensenada (Mexico)
16.00 – 20.00
11.11. Huatulco (Mexiko)
08.00 – 17.00
08.12. San Francisco
07.00
13.11. Puerto Vallarta (Mexiko)
08.00 – 17.00
16.11. Los Angeles
08.00
Rückreise oder optionale Verlängerung 17.11. Ankunft in der Schweiz
Rückreise oder optionale Verlängerung 09.12. Ankunft in der Schweiz
Der Traum vom Paradies Gleiten Sie in die exotischen hawaiianischen Inseln. Mit ihren fantastischen Landschaften, in denen sich spektakuläre Lavaströme mit tropischen Regenwäldern abwechseln und das Rauschen der Wasserfälle widerhallt, wähnen Sie sich im Garten Eden…
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Limitierte Verfügbarkeit: es handelt sich um Eco Saver Tarife, bitte beachten Sie, dass die Fluggesellschaften und Reederei ein flexibles Preissystem betreiben.
Inbegriffene Leistungen: An- und Rückreise (Flüge in Economy, Vorübernachtung in Superior Hotels, Transfers zw. Flughäfen, Hotels und Häfen), Kreuzfahrt gemäss Programm, Vollpension an Bord, vielseitige Unterhaltungsprogramme, Gala-Dinner, Hafentaxen, CruiseCenter Reiseleitung (ab 20 Teilnehmer) Nicht inbegriffen: Getränke und persönliche Auslagen, Trinkgelder an Bord (ca. 13 USD pro Pers. / Tag), geführte Landausflüge der Reederei, fakultative Annullationskostenversicherung, Auftragspauschale von CHF 29.– pro Dossier.
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MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 77
M-Classic
Ein Burger, der auch Pizza ist Echte Zocker mögen keine Kompromisse. Warum sollen sie sich zwischen Pizza und Burger entscheiden, wenn sie beides haben können? Mit der Hamburger Pizza präsentiert M-Classic die perfekte Mahlzeit für den Männerabend. Und was sie zu bieten hat, ist kein Bluff: einen knusprigen Pizzaboden, aromatische Tomatensauce und saftiges Schweizer Rindfleisch, verfeinert mit Mozzarella sowie kleingehackten Zwiebeln und Gurken. Die neue Art, einen Burger zu geniessen. Oder eine Pizza ...
Aktion 20-fache Cumulus-Punkte bis 25. April
Bild und Styling: Claudia Linsi
Die Hamburger Pizza vereint alle Vorzüge, die ein Burger und eine Pizza zu bieten haben.
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch die Hamburger Pizza von M-Classic.
M-Classic Hamburger Pizza, tiefgekühlt, 2 × 120 g Fr. 4.40
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Wettbewerbsfrage: Was ist ein Looping? Ein vertikaler Kreis, den eine Achterbahn fährt Ein Fruchtsaftgetränk Eine Affenart aus Madagaskar Wer kennt die richtige Antwort?
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1. Preis
PublirePortage
Schweizer Milch ist gut und sicher. Flüssiges Getreide als Ersatz ist nicht nötig.
Natur ja, Kunstprodukt nein Milch statt Pflanzendrinks Eva liest und hört immer wieder, Pflanzendrinks seien eine gleichwertige Alternative zur Milch. Sie sollen sogar gesünder sein und besser für die Umwelt. Ist da was dran? <wm>10CAsNsjY0MDQx0TW2NLMwtAAAG0tHjw8AAAA=</wm>
Der expertentipp Marianne Botta Diener ist dipl. Lebensmittelingenieurin ETH und plädiert für Genuss statt Verdruss: «Milchersatzprodukte drängen sich nicht auf. Die meisten laktoseintoleranten Personen vertragen noch sehr viele Milchprodukte. Wo Ihre persönliche Verträglichkeitsgrenze liegt, testen Sie am besten zusammen mit Ihrer Ernährungsberaterin.» top 3 für gutes essen – Essen Sie regelmässig, nicht zu viel und nicht zu wenig. – Berücksichtigen Sie regionale, saisonale und einheimische Grundnahrungsmittel. – Wählen Sie bei einer Unverträglichkeit laktosearme Milchprodukte wie Käse oder laktosefreie Milch und Jogurt.
<wm>10CFXKqw7DQAxE0S_yasY7zjo1rMKigCh8SVXc_0d9sIKL7tn3ioZf9-24trMIStbXJZkVqzeJlRgthwpCOLjcGN2Rkf7nTRrswPwagwwxGdZpPubntNfj-Qbw6NvmcgAAAA==</wm>
Morgens in der WG: «Ich liebe mein Glas Milch am Morgen! Wären aber für mich und die Natur Pflanzendrinks besser?», fragt die gesundheitsbewusste Jus-Studentin Eva den angehenden Lebensmittelwissenschaftler Markus. «Auf diversen Internetseiten wird das immer wieder behauptet.» geballte energie «Meine Gesundheit ist mir wichtig», erklärt Eva. «Schau mal, hier auf dieser Internetseite schreiben sie, wenn man Milch nicht verträgt, könne sie durch Pflanzendrinks ersetzt werden.» Und gesünder sei das auch noch. Markus entgegnet ihr prompt: «Pass auf, wir haben zwar das Privileg, heute alles kaufen zu können, was uns beliebt. Aus gesundheitlicher Sicht gibt es aber keine Gründe, auf Milchimitate zurückzugreifen. Sie liefern deutlich weniger Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiss und Fett.» Milchimitate enthalten vor allem viel Wasser und leere Kalorien – kosten aber beträchtlich mehr als Milch. Selbst bei einer Unverträglichkeit oder einer Allergie sind sie kein gleichwertiger Ersatz, da sie nicht die gleichen Nährstoffe liefern wie Milch. Zudem können Sojaprodukte eine Allergie hervorrufen und Reisprodukte sind häufig mit Arsen belastet. Natur pur? «Was viele nicht wissen: Es ist ein Irrglaube, dass Pflanzendrinks gesünder und umweltfreundlicher sind. Pflanzendrinks sind Kunstprodukte», betont Markus. «Was macht es für einen Sinn, Pflanzen um die halbe Welt zu transportieren und sie so zu
verändern, dass Produkte entstehen, die kaum noch an ihre Rohstoffe erinnern?» Reis, Mandeln, Soja und Hafer werden für Pflanzendrinks geschrotet, gewässert, gekocht, fermentiert, gesiebt, gefiltert emulgiert und ultrahocherhitzt.
«Drinks aus Getreide, Nüssen oder Soja ersetzen die Kuhmilch keineswegs.» Marianne Botta Diener, dipl. Lebensmittelingenieurin ETH
«Das benötigt viel Energie und Zusatzstoffe, aber nur so erhalten die Pflanzendrinks die gewünschte Konsistenz und den Geschmack. Eine ökologische Mogelpackung eben», meint Markus dazu. «Mit Schweizer Milch bist du besser dran, Eva.» Sie stammt aus Familienbetrieben und ist ein Naturprodukt, das nur wenige Verarbeitungsschritte und kurze Transportwege benötigt. Bevor Markus zur ETH geht, dreht er sich im Flur nochmals um: «Mach dir keine Sorgen, mit Milch liegst du vollkommen richtig. Sich mit einheimischen, saisongerechten Grundnahrungsmitteln zu versorgen, tut gut und ist gesund.» Eva lächelt und greift nochmals zum Milchglas.
Wissensdurstig? Wollen Sie mehr über Milch und Milchprodukte erfahren? Besuchen Sie uns auf www.swissmilk.ch
80 | MM15, 11.4.2016 | MIGROS-WELT
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Alles fürs kreative Büro Wer zu Hause ein Büro für den privaten Bedarf unterhält, kennt die Vorzüge einer fachgerechten Ausstattung genau. Couverts und Bastelkarten sowie Selbstklebebänder und ein Klebestift gehören selbstverständlich dazu. Denn wer seiner Kreativität freien Lauf lassen will, kommt mit den passenden Utensilien schneller ans Ziel und hat noch mehr Spass dabei.
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Bild: Lucas Peters; Styling: Mirjam Kaeser
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MIGROS-WELT | MM15, 11.4.2016 | 81
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Der Körper verfügt über effiziente Puffersysteme, um einer Übersäuerung
des Organismus entgegenzuwirken. Dennoch empfiehlt es sich, dem Körper mit einer ausgewogenen Ernährung zu helfen, den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Basenbildend sind insbesondere Früchte und Gemüse. Die wichtigsten Säurebildner sind Eiweisslieferanten wie Fleisch, Fisch, Eier und Käse sowie Getreideprodukte. Das Basen pulver und die Basensticks direct aus dem ActilifeSortiment können in Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung unter stützend wirken. Das Basenpulver, das im Portionenbeutel erhältlich ist, wird in einem Glas Wasser aufgelöst. Die Basensticks direct können ganz einfach ohne Wasser eingenommen werden.
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Das Zeltabenteuer für die ganze Familie. • Lagerfeuer-Singen mit Marius von der Jagdkapelle oder Linard Bardill • Spannende Workshops wie Waldtanz, Feenschmuck sowie Pfeil und Bogen basteln • Znacht und Zmorge aus der Lagerküche Gurten 4./5. Juni – Fläsch im Heidiland 18./19. Juni – Seebodenalp 2./3. Juli – Hasliberg 6./7. August – Herznach 13./14. August – Zürich Forch 20./21. August Anmeldung und weitere Infos unter: www.famigros.ch/lagerfeuernacht
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Alles für die Handtasche
Das organisierte Chaos Gemäss einer Studie investieren Frauen 76 Stunden ihres Lebens, um in ihrer Handtasche zu kramen. Darin dauerhaft Ordnung zu halten, ist eine echte Herausforderung. Alles, was für unterwegs gebraucht wird, muss mit und kommt hinein – von der Ersatzstrumpfhose über das Deo bis zum Kopfhörer. Für Abhilfe gegen das Chaos in der Tasche sorgt ein Organizer, in dem die wichtigsten Dinge wie Schlüssel und Handy Platz finden. Ein Blick, ein Griff – und das Gewünschte liegt in der Hand. Einen Oscar für den Erfinder!
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Hier haben die wichtigsten Dinge ihren festen Platz: Everyday Organizer in diversen Sujets Fr. 5.90 In grösseren Filialen
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Aus der Region
Natürlicher Fitmacher
Die Walliser Spargeln recken ihr Köpfchen aus der Erde. In den Supermärkten sind die Weissen jetzt in Aktion erhältlich. Text: Mélanie Zuber
Drittel des Schweizer Marktes. Die Produk tion der grünen Spargeln hat eine weniger lange Tradition und erreicht eher beschei denere Volumen. Wallis – ein idealer Anbauort
Obwohl Spargel in unserer Region hervor ragend gedeiht und die Walliser Sonne schätzt, übersteigt die Nachfrage das Ange bot bei weitem. Da auch in der kantonalen Hochsaison wegen der Launen der Natur, des Wetters, nur unregelmässig geerntet werden kann, werden Spargeln importiert. Nach einem warmen Tag kann der begehrte Stengel bis zu 15 Zentimeter wachsen. Bei trübem Wetter stagniert das Wachstum aber beträchtlich, was den Erntezeit punkt beeinflusst. Spargeln sind die Triebe von in die Erde gepflanzten Wurzelstöcken. Diese treiben drei Jahre, nachdem sie gesetzt wurden, zum ersten Mal. Die «Argenteuil» wird mit einem 30 Zentimeter hohen Erdwall vor der Sonne geschützt. Dank der Rhone ist der Boden gut dräniert, leicht und sandig und damit ideal für den Spargelanbau. Einige Spargelbauern ziehen isolierende Plastik folien über die Erddämme, damit sich das Wachstum beschleunigt. Von April bis Juni werden die Spargeln täglich frühmorgens geerntet. Natürlich haben sie am meisten Aroma, wenn sie mög lichst frisch genossen werden. Man kann sie jedoch ein oder zwei Tage in einem feuchten Tuch im Kühlschrank lagern. MM
Der weisse Spargel «Aus der Region.» erfreut sich einer grossen Nachfrage.
Bild: kabvisio | 123rf.com
M
utter Natur weiss, was gut ist! Der Winter ist vorbei, und damit die Zeit der schweren Gerichte. Da kommen die Spargeln als erstes Gemüse des Jahres sehr recht, um uns aus unserer Trägheit zu holen. Spargel enthält viel Wasser und wenig Kalorien, ist harntreibend, kurbelt den Stoffwechsel an, reinigt das Blut und schwemmt Giftstoffe aus. Das Frühlings gemüse liefert zudem Proteine, Kohlen hydrate, Mineralstoffe und Vitamine. Daher wurde Spargel lange als Arzneipflanze betrachtet. Bei den feinen Stangen muss man also nicht Mass halten – sofern man sie nicht mit einer schweren Sauce serviert. Der natürliche und feine Fitmacher hat eine lange Geschichte: Sie reicht bis zu den ägyptischen Pharaonen zurück. Doch lange war Spargel nur in seiner grünen Form be kannt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Meinung ist die Farbe aber nicht eine Frage der Sorte, sondern des Anbaus. Der grüne Spargel, auch «Verdi» genannt, wächst aus der Erde heraus und wird geerntet, sobald er etwa 20 Zentimeter lang ist. Das Chlorophyll verleiht ihm den Geschmack und das Ausse hen, das wir von ihm kennen. Bleichspargel, auch unter dem Sortennamen «Argenteuil» bekannt, wächst unter der Erde und vor Sonnenlicht geschützt und wird geerntet, sobald sich die Spitze zeigt. Im Wallis wird traditionell Bleichspargel angebaut. Der Kanton ist ein sehr wichtiger Produzent im Land. Er beliefert fast einen
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Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Wallis
Premium-Frische in der Käseabteilung
Die «Fresh Pack»-Käsesorten vereinen die Frische eines Käses von der bedienten Käsetheke und den praktischen Aspekt eines Produktes aus der Selbstbedienung. Sie sind einzig von einer transparenten Folie umhüllt, auf denen ihr Name geschrieben ist. Eine simple, aber edle Verpackung für einen hochwertigen Inhalt. Das Sortiment besteht aus verschiedenen Spezialitäten – vom Frischkäse zum Hartkäse – und entspricht jedem Geschmack. Diese Woche sind drei Käsespezialitäten im «Fresh Pack» günstiger erhältlich: Der Walliser Bergkäse der Käserei Walker in Bitsch, der charaktervolle Brie-Trüffel und der Nusskäse.
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Leben MM15
Familienumfrage Haben Sie das Gefühl, dass unser Schulsystem die Kinder überfordert?
1 Ja, sie haben viel zu viele Hausaufgaben und Prüfungen. 63% 2 Ein bisschen mehr Freizeit würde sicher nicht schaden. 25% 3 Früher war es auch nicht besser, die Jungen sollen sich nicht so anstellen. 12%
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Windelaffäre
Knigge reloaded
Ist es akzeptabel, in öffentlichen Verkehrsmitteln mehr als einen Platz zu belegen?
Das Ostermenü war hervorragend. Frau Müller tupfte sich die Mundwinkel mit der Stoffserviette ab und machte sich auf den Weg zur Damentoilette. Dort strahlten die Marmorplättli, das Lavabo glänzte, es roch nach Orangenblüten. Alles perfekt – bis auf den Kerl, der im Damen-WC einem Baby die Windeln wechselte. Er wirkte zerknirscht: «Ich wollte Sie nicht erschrecken, aber im Herren-WC gibt es keinen Wickeltisch.»
Illustrationen: Andreas Klammt, Alice Kolb; Bild: Stefan Sulzer
«Was Sie sich erlauben! Sie hätten das Kind auf dem Boden vor dem Herrenpissoir wickeln können», schnappte die Alte. – «Ich soll meine vier Monate alte Tochter in den Dreck legen, nur damit Sie keinen Vater auf der Damentoilette ertragen müssen?»
Philipp Tingler (44) ist
Autor und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.
«In öffentlichen Verkehrsmitteln einen Platz mit Mantel, Tasche oder sonstigem Gepäck zu belegen, ist nur dann akzeptabel, wenn genügend freie Plätze verfügbar sind. Falls sich jemand hinsetzen möchte, ist der Platz frei zu machen. Einen Sitz für einen später ankommenden oder zusteigenden Freund frei zu halten, ist per se nicht unmanierlich. Auch hier jedoch hängt vieles von den Umständen ab: Wie lange wird der Platz besetzt? Sind noch andere Sitzplätze frei? In jedem Fall gilt: Sie haben keinen Anspruch auf eine derartige informelle Reservation. Falls also ein anderer Fahrgast fragt: ‹Ist hier noch frei?›, können Sie zwar gewiss erwidern: ‹Ich halte diesen Platz reserviert für jemanden, der später kommt.› Doch der andere Fahrgast hat grundsätzlich das Recht, sich trotzdem dort hinzusetzen. Prinzipiell gilt wie immer: Der Ton macht die Musik.»
Nun verspürte Frau Müller keinen Harndrang mehr. Sie rauschte ab, um sich bei der Restaurantchefin zu beschweren. Später kam diese an den Tisch des Vaters, offerierte einen Espresso auf Kosten des Hauses. Leider könne man sich seine Gäste nicht aussuchen. Bettina Leinenbach (39)
ist Journalistin und zweifache Mutter.
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Mit Schwung dabei: Alisa beweist Mut und Selbstvertrauen am Trapez.
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Familie
Manege frei für kleine Akrobaten
Drei Wochen lang jonglieren, balancieren, spielen – der Kinderzirkus Bombonelli bietet Kindern eine Plattform, auf der sie ihre Talente entwickeln und ausleben können. Text: Claudia Langenegger
I
m Kanton Neuenburg, im Val de Travers, wo die Wiesen saftig sind, die Tannenwälder gross und die Dörfer klein, schlägt der Kinderzirkus Bombonelli jeden Sommer für zwei Wochen sein Lager auf. Die Bewohner von Les Verrières freuts: «Juhui, der ‹Bombonelli› ist wieder da!» 45 bis 50 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren üben dann das neue Programm ein, betreut von etwa 15 Ewachsenen, Pädagoginnen und Pädagogen, Zirkusliebhabern, Freizeitartisten, Musikern und Hobbyköchen. Sie wohnen in einem etwas abgewirtschafteten, einst herrschaftlichen Haus am Dorfrand, auf der Wiese steht ein Zirkuszelt, überall tollen Kinder herum. Mädchen fahren mit dem Einrad über den Hofplatz, Buben lassen Diabolos in der Luft tanzen, ein paar Kinder turnen auf der Luftmatte auf der Wiese herum. Finja (14) und Luna (14) balancieren über ein Seil, das auf anderthalb Meter Höhe gespannt ist. Man sieht ihnen an, dass sie nicht zum ersten Mal hier sind – balancieren, das erfordert Übung. «Im ersten Jahr lernt man darüberlaufen, im zweiten abknien und im dritten rückwärtsgehen», erklären die Mädchen und machen es auch gleich vor. Einrad, Trapez, Feuerkunst – was darf es sein?
Kleine Knirpse versuchen sich auf dem Stahlseil, das nur wenige Zentimeter über dem Boden gespannt ist. Ältere Kinder helfen ihnen, damit sie nicht hinunterfallen. Jedes Kind kann an den beiden ersten Tagen jede Disziplin ausprobieren und danach
Bilder: Fabian Unternährer
entscheiden, auf welche zwei es sich konzentrieren will: Trapez, Vertikaltuch, Kleintiere, Theater, Feuerkunst, Jonglage, Sprungmatte, Einrad, Hochseil, HulaHoop-Reifen, Musik und Tanz. «Es ist super hier!», schwärmt Emanuel (10), der zum ersten Mal dabei ist und sich in Feuerkunst und Trapez versucht. Seine Augen strahlen. Kurz darauf sieht man ihn am Trapez furchtlos hin- und herschwingen und Figuren ausprobieren. ie Gruppe Trapez ist nun mit Üben dran. «Jetzt das Kälbli hängen, dann die Bauchwelle, das kannst du schon», sagt Betreuer Ädu (42). Das Kind müht sich zunächst noch ab, doch beim zweiten Anlauf klappt es. Zwei neunjährige Mädchen schwingen stehend auf einem anderen Trapez hin und her. «Sie haben das perfekte Alter», erklärt Tati (30), eine Leiterin.«Das Verhältnis zwischen Körpergrösse und Kraft stimmt. Und vor allem: Sie haben keine Angst.» Die beiden Mädchen probieren alles aus, was möglich ist, kreischen, lachen dabei. Sagt ein Kind zum anderen, das zum ersten Mal da ist: «Das geht nicht!», antwortet Ädu: «Das kannst du schon!» und «Musst es einfach mal probieren!». Und meistens klappt es auch. Funktioniert es überhaupt nicht, versuchen sie etwas anderes. Nina sitzt (9) auf der Zuschauerbank. «Nachher sind wir mit Theater dran», sagt sie. Was genau machen die da? «Das sehen wir noch. Ich habe mir gedacht, beim Theater könnten wir so mit Neonlicht und leuchtenden Handschuhen etwas machen.»
Pantomine also? «Ja, genau.» Eine halbe Stunde später sitzt Nina mit sieben anderen Kindern auf der Turnmatte in der Manege. «Habt ihr euch etwas ausgedacht, was wir spielen könnten?», fragt Leiter Wäggu (69). Ein Mädchen sagt: «Ich habe nichts überlegt.» Ein Bub: «Wir könnten Pantomime machen.» Fünf Minuten später marschieren sie als Dampfzug über die Matte: zuvorderst die Kleinsten, am Schluss die Grössten. Das diesjährige Oberthema des Zirkus Bombonelli heisst nämlich «Bahnhof». Wer einmal dabei ist, kommt nicht mehr los
Das tägliche Programm kennt keinen Zeitstress: Eine halbe Stunde lang üben die verschiedenen Gruppen zusammen ihre Disziplin, während der übrigen Stunden können die Kinder tun, wonach ihnen der Sinn steht: individuell üben, rumhängen, in der Werkstatt mithelfen, Bühnendeko bauen, sich im Bastelraum oder Zeichenzimmer kreativ betätigen. Die Anzahl «Ämtli» ist überschaubar gross: Jeweils eine Gruppe muss den Tisch decken, abräumen und abwaschen. Die Kleinsten starten mit der Kleintiernummer: Sie wählen aus, welches Tier sie spielen wollen, und üben ihren Part. «Das ist für die Kleinen obligatorisch. Sie brauchen kein Vorwissen und werden nicht überfordert», erklärt Noemi (40). Sie sitzt auf einer improvisierten Bank vor dem Haus und flicht den Mädchen farbige Bänder ins Haar. Den Zirkus Bombonelli kennt sie von klein auf. Sie war 1982 erstmals dabei – als Acht-
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jährige. «Trapez und Hochseil», sagt sie und lacht. Und dann fügt sie an: «Bist du mal dabei, kommst du nicht mehr davon los.» So geht es den meis ten – Kindern wie Erwachsenen. «Ich würde den Zirkus Bombonelli vermissen», sagt Flurina (21). Sie war während ihrer Schulzeit jedes Jahr dabei. «Als die Schule beendet war, versuchte ich, so schnell wie möglich zurückzukommen.» Heute studiert sie Pädagogik und arbeitet im Som mer als Leiterin beim Zirkus. Pesche (37) stiess erst als Erwachsener dazu, nimmt inzwischen aber auch schon seit 15 Jahren teil. «Was die Kinder machen, hätte ich mich nicht getraut: Vor 200 Personen aufzutreten, das braucht Mut.» Und dann gilt: Bühne frei!
Auf die zwei Lagerwochen folgt näm lich eine weitere Woche mit Vor stellungen: Dann zeigen die Kinder im Berner Monbijoupark, was sie gelernt haben. Auch Nina sitzt nun draussen und lässt sich farbiges Garn ins Haar knüpfen. «Am Nachmittag mache ich Vertikaltuch», sagt sie. «Das ist super, aber auch anstrengend. Man braucht viel Kraft, und es tut weh beim Einrollen.» Nora (11) kurvt zusammen mit Hannah (11) auf dem Einrad über den Vorplatz – vorwärts, rückwärts, rings um. «Früher schaute ich mir immer die Vorstellungen an und fand es megacool», erzählt Nora. «Dann übte ich auf dem Einrad, bis ich es konnte, und meldete mich an.» Hannah (11) meint in einer Verschnaufpause: «Der ‹Bombonelli› ist megacool – neue Freunde, coole Leiter.» Der Kinderzirkus Bombonelli ist so etwas wie eine grosse Familie, die sich einmal pro Jahr trifft, mit neuen Mitgliedern wie auch alten Bekannten. Bis vor vier Jahren war der Zirkus dem Berner Kindertreff Chinderchübu und somit der Stadt Bern angegliedert; danach trennte sich der «Chübu» wieder von dem Projekt. Mit Ach und Krach bringt der siebenköpfige Vorstand seither jedes Jahr knapp genug Geld zusammen, um das zweiwöchige Lager und die Vorstellungswoche im Berner Mon bijoupark finanzieren zu können. Der Zirkus Bombonelli ist auf je des Vereinsmitglied angewiesen, das mit 30 Franken jährlich dabei ist. Den Preis für die Teilnahme – 350 Fran ken für drei Wochen – will man kei nesfalls erhöhen. Alle sind überzeugt, wie gut und wichtig ein solches Pro
Kopfüber ins Vergnügen: Elia schlägt Kapriolen auf dem Trampolin.
Wenn das Heimweh sich meldet: Während der Lagerwochen steht ein Briefkasten für Post nach Hause bereit.
Es läuft rund: Hannah, Tilla und Nora (v.l.) mit Einrad und Reif.
Hat den Dreh raus: Levi bei der Diabolo-Jonglade
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Tipps
Kinderzirkus in der Schweiz
In guten Händen: Noemi (l.) ist eine von mehreren Betreuern, die die Kinder unter ihre Fittiche nehmen.
Ferienkurse • Bombonelli, Bern: 2016 findet das Lager vom 18. bis 30. Juli statt. Anmelden kann man sich ab dem 20. April; www.bombonelli.ch • Kinderzirkus Robinson, Zürich: Herbstferien, Sportwoche, Frühlingsund Sommerferien; www.kinderzirkus.ch • Circus Piccolo, Schwyz: eine Woche im Juli; www.circus-piccolo.ch • Zirkusschule Bern: Oktober; www.zirkusschulebern.ch • Kinderzirkus Zapperlot, Broc FR: Sommer.zirkus. zapperlott@gmail.com Projektwochen
• www.pipistrello.ch • www.lollypopgalaxys.ch Training
Anmeldung ab 20. April! www.bombonelli.ch Das diesjährige Lager findet vom 18. bis 30. Juli statt.
• Kinderzirkus Basilisk, Basel; www.circusbasilisk.ch • Jugend Circus Biber, Arni AG; www.jugendcircus-biber.ch • Hinwiler Kinderzirkus, Hinwil AG; www.hikizi.ch • Zirkus Otelli, Otelfingen ZH; www.otelli.ch • Jugendzirkus Prattelino, Pratteln BL; www.prattelino.ch • Jugend-Zirkus Robiano Arlesheim BL, www.robiano.ch • Jugendzirkus Tortellini, Luzern, www.tortellini.ch • Arabas Cirque Jeunesse, Bremgarten AG, www.arabas.ch Zirkusschulen
• Winterthur: www.marotte.ch • Bern: http://zirkusschulebern.ch • Luzern: www.zirkusschuleluzern.ch
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Julia Gerodetti
«Die Kinder entwickeln Sozialund Selbstkompetenzen» Julia Gerodetti, wie sinn voll sind ausserschulische Angebote wie Kinder zirkusse? Soziokulturelle Angebote sind wichtige Entwicklungsund Bildungsorte, wo Kinder mit Lust und Spass aktiv sein und sich und ihre Interessen einbringen können.
Immer wieder eine Attraktion für Kinder: die Zirkuswochen im Val de Travers
jekt für die Kinder ist. «Der Zirkus ist sehr vielseitig, und jedes Kind kommt auf seine Rechnung, kann das machen, was ihm entspricht, und dranbleiben», sagt Melissa (26), die frischgebackene Expertin im Vertikaltuch. «Zirkuspädagogische Projekte sind sehr wertvoll. Jedes Kind findet seinen Platz: Es spielt keine Rolle, welche Vorbildung es hat. Es kann von Beginn an mitentscheiden und sich einbringen. Das motiviert.» Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit hat die Absolventin der Berner Fachhochschule für Soziale Arbeit solche Projekte untersucht. Sie stellt fest, dass Kinder, denen der Schulkontext Mühe bereitet, sich problemlos in Zirkusprojekte integrieren. «Die Kinder kommen hier in eine neue Welt und können sich unbelastet neu erfinden.» Alle Leitenden haben erlebt, wie Kinder den «Knopf auftun», sich mehr und mehr zutrauen und Selbstbewusstsein gewinnen. Nach den Lagerwochen sind alle müde und geschafft, aber happy. Der Sonntag danach ist für alle seltsam: wieder daheim, wo es still und ruhig ist, der Lärm und die Gemeinschaft fehlen. Danach folgt zum Glück noch die Woche der Vorstellungen im Berner Monbijoupark. Im Publikum sitzen oft mehr Kinder als Erwachsene – begeistert schauen sie zu, was die Gleichaltrigen zeigen. MM
Wie definieren Sie Bildung? Mit Bildung ist hier nicht das Ansammeln von Wissen gemeint, sondern die Entwicklung hin zu einem eigenständigen und verantwortungsvollen Menschen. Man unterscheidet drei Bildungsorte: Der formale Ort ist die Schule, der nonformale umfasst freiwillige Angebote ausserhalb der Schule, bei denen sich Kinder und Jugendliche stark selber einbringen können, und der informelle Bildungsort ist ein Schauplatz im Alltag, etwa die Familie, der Schulweg oder das freie Spiel mit Freunden auf dem Spielplatz. Was lernen die Kinder in einem Zirkuslager? Im Zentrum stehen die gemeinsamen Spiele und der Prozess. Dabei entwickeln die Kinder Sozial- und Selbstkompetenzen. Denn sie sollen sich einbringen, Verantwortung übernehmen, lernen, sich durchzusetzen, sich auszudrücken, kommunikativ zu sein und Konflikte gemeinsam zu bewältigen. Die Kinder sind also auch hier wieder aufgefordert zu lernen? Diese soziokulturellen Angebote sind nicht leistungsorientiert und beruhen in der Regel auf Freiwilligkeit. Sie lassen deshalb ganz andere Möglichkeiten zu. Die Kinder und Jugend-
lichen entscheiden mit. Dabei erwerben sie Fähigkeiten fürs Leben. Und: Kinder lernen grundsätzlich gern. Was ist der Unterschied zwischen einem Angebot wie Kinderzirkus und dem Schulturnen? Freiwillige Angebote setzen bei den Interessen der Kinder an, in der Schule hingegen gibt der Lehrplan vor, was sie lernen müssen. Darum können beispielsweise lernschwache Kinder hier ganz andere Fähigkeiten entdecken und ausleben. Sie merken, dass auch sie etwas können, und erfahren Bestätigung. Helfen solche Angebote auch, Aussenseiter zu integrieren? Soziokulturelle Angebote haben grosses Integrationspotenzial: Die Kinder lernen Aussenseiter aus einer neuen Perspektive kennen und schätzen. Und Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen, Altersgruppen, Schulen, sozialen Milieus und Familienverhältnissen entwickeln gemeinsam etwas, handeln die unterschiedlichsten Ideen und Vorstellungen aus – das wirkt sehr integrierend. Da es keinen Misserfolg und keine Ausgrenzung gibt, führt dies zu positiven Erfahrungen. Letztlich muss aber das Resultat stimmen: Beim Kinderzirkus sehen sich Eltern die Aufführung an. Bei solchen Angeboten geht es viel stärker um den Prozess als um das Ergebnis. Es wäre verfehlt, hochstehende, professionelle Artistik zu erwarten. Denn in erster Linie sollen die Kinder Spass haben und gemeinsam eine Aufführung erarbeiten.
Julia Gerodetti (31) ist wissenschaftliche Mit arbeiterin am Institut für Kinder und Jugendhilfe an der Hochschule für Soziale Arbeit, Fachhoch schule Nordwestschweiz.
Wie gedeiht die Land schaft der soziokulturellen Angebote? Die Mitgliederzahlen bei Jugendverbänden wie Cevi, Jubla oder Pfadi, wo man sich stärker verpflichtet, nehmen ab. Andererseits wachsen niederschwellige und offene Angebote. So erlebt die offene Kinder- und Jugendarbeit, die sich etwa auf Abenteuerspielplätzen und in Jugendzentren abspielt und für alle zugänglich ist, seit mehreren Jahren eine erhöhte Nachfrage; sie befindet sich im Ausbau. Was sich realisieren lässt, hängt aber oft von den Finanzen der betreffenden Gemeinde ab. Tatsache ist, dass ein grosses Bedürfnis nach solchen Angeboten besteht. Warum? Besonders im urbanen Raum fehlt es mehr und mehr an gestaltbarem Raum für Kinder und Jugendliche. Der öffentliche Raum ist von vielen Interessengruppen umkämpft, und Kinder und Jugendliche sind in diesem Kampf nicht die stärkste Gruppierung. MM
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Auf den alten Pfaden der Walser Kristallklare Bergseen, lichtdurchflutete Lärchenwälder, einsame Täler: Der Wanderreisespezialist Imbach offeriert den Leserinnen und Lesern des Migros-Magazins eine attraktive Reise auf den Spuren der ehemaligen Säumer und Schmuggler.
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ie viertägige Wander reise, organisiert von Imbach Reisen, beginnt mit einer Route durch die wilde Twingischlucht zum traditionsreichen Hotel Ofenhorn in Binn, wo ein Walliser Apéro und ein typisches Abendessen serviert werden. Am zweiten Tag führt der Weg auf einem Walser, Säumer und Schmugglerpfad über den Albrun pass nach Italien auf die Alpe De
vero, wo die Wanderer im Albergo Edelweiss eine komfortable Unter kunft finden. Schon die Kelten und die Römer wählten diese Route. Und um 1200 benutzten die Walser diesen Weg, um ins Pomatt und von dort ins Tessin zu gelangen. Die teilweise verlassenen italie nischen Walsersiedlungen sind Ziel einer anspruchsvollen Wande rung am nächsten Tag. Ein Pick nick mit Walserspezialitäten stärkt die Wanderer für den Besuch im
Walsermuseum in Prado, wo ein Treffen mit der Dichterin Anna Maria Bacher stattfindet, die noch das alte «Pomatertiitsch» spricht. Am letzten Tag führt der Saum pfad nach Domodossola. Hier holt der Markt mit seinen vielen Düften die Wanderer in die Gegenwart zurück. Durch das Centovalli nach Locarno und mit dem Panorama wagen durch das Gotthardgebiet reisen die Wanderer wieder zurück in die Deutschschweiz. MM
80.– 70.– –35.–
Das ist inbegriffen:
• Bahnfahrt 1. Klasse vom Wohnort nach Brig und zurück ab Domodossola • Busfahrten im Binntal und im Valle d’Ossola • 3 Nächte in traditionsreichen Hotels • Halbpension, Lunchpaket und ein Mittagessen mit Walserspezialitäten • Gepäcktransport von Binn nach Viceno • Imbach-Reiseleitung und -Wanderführung Buchungsadresse: Imbach Reisen AG, Telefon 041 418 00 00,
info@imbach.ch, www.imbach.ch
Erwähnen Sie bei der Buchung das Stichwort «Migros-Magazin».
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Das plötzliche Einfrieren mitten in einer Bewegung ist nur eines von vielen Symptomen von Parkinson. Mitwissen hilft, damit es nach einem solchen «Freezing» wieder rundläuft.
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Was isst Ihr Kind? Und was sättigt länger?
LEBEN | MM15, 11.4.2016 | 103
www.migmag.ch/ zmorge
So is(s)t die Jugend
So viel Zeit muss sein: Ein Zmorge mit Cerealien gehört zu einer ausgewogenen Ernährung.
Tipps
Der Mix machts Das optimale Frühstück
besteht aus Obst oder Gemüse, Milch oder Milchprodukten sowie Vollkornprodukten. Verzichten Sie auf allzu Fetthaltiges beim Frühstück, weil der Körper sonst zu viel Energie für die Verdauung aufwenden muss. Ein proteinreiches Frühstück hilft der Stimmung auf die Sprünge und sättigt lang anhaltend. Milch und Milchprodukte liefern wertvolle Aminosäuren für den Muskelaufbau und viel Kalzium für gesunde Knochen. Vollkornbrot und Flocken enthalten Kohlenhydrate für den Energieschub am Morgen und Nahrungsfasern, die mit Wasser aufquellen und für dauerhafte Sättigung sorgen.
Hier schreiben die Vivai-Experten über Ernährungsfragen. Dieses Mal die Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta.
Bild: Getty Images
In Zusammenarbeit mit
Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros
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Ernährung
Energiekick für den ganzen Tag Wenn es morgens schnell gehen muss, kommt meist das Frühstück zu kurz. Dabei sollten gerade Kinder gestärkt in den Tag starten. Text: Marianne Botta
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in guter Zmorge ist eine wichtige Weichenstellung für den ganzen Tag. In der Nacht macht der Körper eine kurze Fastenzeit durch und zapft Energiereserven an. Nach dem Aufwachen ist der Blutzuckerspiegel tief; der Körper verlangt Nachschub. Das gilt vor allem für Kinder und insbesondere dann, wenn sie zu Fuss in die Schule gehen und Leistungen erbringen müssen. Eine Studie der ETH Zürich zeigt: Regelmässig früh stückende Kinder schneiden bei Sport tests besser ab und haben einen tieferen BodyMassIndex, sind also deutlich selte ner übergewichtig als solche, die die erste Mahlzeit des Tages vernachlässigen. Ähnliches gilt für Erwachsene. Nach einem Frühstück sind sie leistungsfähiger, zufriedener – und schlanker. Denn die Nahrungsaufnahme führt zu einer ver mehrten Wärmeproduktion im Körper, regt den Stoffwechsel an und fördert die
Sättigung. Umgekehrt gilt: Wer das Frühstück auslässt, isst im Verlauf des Tages tendenziell mehr und unausgewo gener, legt also eher Fettreserven an. Damit nicht genug: Studien zeigen, dass regelmässiges Frühstücken die Empfind lichkeit des blutzuckersenkenden Insulins erhöht und die Blutfettwerte senkt. Das wirkt schützend aufs HerzKreislauf System. Zudem verbessert ein gesundes Frühstück das Konzentrationsvermögen – bei Kindern wie Erwachsenen. Viele Eltern kennen allerdings das Genörgel am Tisch, weil die Kinder nicht frühstücken wollen. Es kann helfen, sie am Abend früher schlafen zu schicken. Dann kommen sie am Morgen eher aus den Federn und haben mehr Appetit. Wichtig ist auch, dass die Eltern ihre Vorbildfunktion wahrnehmen und ge meinsam mit dem Nachwuchs am Früh stückstisch sitzen. MM
Nix im Kühlschrank
Eine gähnende Leere schlägt mir entgegen, als ich den Kühl schrank in meiner WG öffne. Neben Grund lagen wie Mayo, Ketchup und Konfi türe finde ich lediglich einen Kopfsalat, der vor sich hingammelt.
Einkaufen ist bei mir stets eine Gratwande rung. Wegen meines unregelmässigen Stundenplans und meiner vielen Frei zeitaktivitäten koche und esse ich selten zu Hause. Kaufe ich zu viel, leiste ich einen unerwünschten Bei trag an die ohnehin schon hohe Lebens mittelverschwendung in der Schweiz. Kaufe ich zu wenig, muss ich mich mit Dosenravioli oder Teigwaren mit Mirador begnügen.
Welch eine Wohltat ist es, wenn ich am Wochenende nach Hause zu meinen Eltern fahre. In deren Kühlschrank finde ich alles, was mein Herz begehrt. Falls ich nach Bündnerfleisch oder Avocado mit Hütten käse noch Lust auf ein Dessert habe, finde ich bestimmt auch Schokolade oder einen Früchtequark. Nur schon deshalb fahre ich immer wieder gern nach Hause.
Annina Brühwiler (24)
Studentin aus Winterthur
104 | MM15, 11.4.2016 | LEBEN
Tipps
Wunden bei Haustieren richtig behandeln Autsch! Nach einem ruppigen Rangkampf: Schimpansenweibchen Belle hat eine Biss wunde am Rücken.
Eine Wunde stets vor
Verunreinigung schüt zen – sie birgt die Gefahr einer Infektion.
Zootierärztin
Vom Affen gebissen In Schimpansengruppen herrschen raue Sitten und eine klare Hackordnung. Das hat Neuzugang Belle am eigenen Leib zu spüren bekommen. Text: Karin Federer
Bilder: Walter Zoo
F Karin Federer (29) ist Tierärztin und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo. in Gossau SG.
ür Schimpansen, insbesondere für die Weibchen, ist es irgendwann an der Zeit, die Gruppe zu ver lassen, in der sie geboren wurden. Der Wechsel in eine neue Gruppe ist aber nicht einfach und kann die Rangordnung mächtig durcheinanderbringen. Entsprechend gross war die Herausforderung, als die Schimpansenweibchen Belle und Sanne vom niederländischen Zoo Amersfoort zu uns kamen. Neuzugänge leben erst einmal in einer separaten Anlage. Der Durchgang zur Schimpansengruppe nebenan ist zunächst durch eine Schiebetür ver schlossen, später nur noch durch ein Gitter. So kön nen die Tiere sich langsam näher kennenlernen. Ist
die Zeit reif, wird der Durchgang dauerhaft geöffnet, um die Tiere zusammenzuführen, erst in kleineren Gruppen, dann komplett. Es liegt in ihrer Natur, dass Schimpansen zu diesem Zeitpunkt die Rang ordnung klären – und da bei nicht zimperlich sind. Achtung, gefährlich!
Die Folgen dieses Ausmar chens in Belles Fall: Sie hat eine Bissverletzung davon getragen. Eigentlich heilen Wunden bei Schimpansen schnell – wenn sie sie denn selber reinigen und pflegen können. Bei Belle besteht das Problem darin, dass die Verletzung am Rücken und damit für sie nur schwer erreichbar ist. Ich würde sie gern unter suchen und ihre Wunde
spülen. Doch Belle ist nervös und medizinische Untersuchungen nicht gewohnt. Was nun? Schimpansen – das wis sen die wenigsten – sind die gefährlichsten Tiere in unserem Zoo, denn sie sind nicht nur sehr stark, sondern auch sehr intel ligent. Eine Vollnarkose wäre eine Möglichkeit, aber belastend für das Tier. Ich beschliesse deshalb abzuwarten. Einige Tage später scheint die Wunde noch immer nicht zu heilen; sie eitert. Ich gebe Belle ein passendes Antibiotikum. Und das hilft zum Glück: Ihr Zustand verbessert sich von Tag zu Tag, bald ist die Wunde ganz ver heilt. Und Belle wird nun hoffentlich ihren Rang in der Gruppe kennen. MM
Umliegende Haare mit der Schere entfernen. das schafft Übersicht und verringert die Infektionsgefahr. Verschmutzte Wunden vorsichtig mit sauberem Wasser oder Kochsalz lösung reinigen. Die um liegende Haut lässt sich mit einem geeigneten Hautdesinfektionsmittel säubern. Kleine Schürfwunden
heilen von selbst. Grössere und tiefere Wunden sollte man aber unbedingt einem Tierarzt zeigen: Die Tiefe der Wunde wird häufig falsch einge schätzt. Eine kleine Öff nung mit tief reichender Wunde kann Infektio nen begünstigen. Pferdeartige, Wiederkäuer und Schweine
sind wie der Mensch sehr empfänglich für Starrkrampf (Tetanus infektion). Hier ist eine Impfung sehr zu emp fehlen. Hunde und Kat zen erkranken nur sehr selten daran, Vögel sind fast vollständig resistent.
LEBEN | MM15, 11.4.2016 | 105
Ihre Frage? E-Mail genügt!
reto.vogt@ migrosmedien.ch
Facebook-Nutzer beanstanden regelmässig die AGB des sozialen Netzwerks.
Ratgeber
Alte Software wiederbelebt Gibt es eine Möglichkeit, Software, die auf Windows 8 oder 10 nicht mehr funktioniert, wieder einzusetzen? I. Scarpatetti
Digital
Widerspruch zwecklos Wer sich auf Facebook anmeldet, akzeptiert damit die Geschäftsbedingungen des sozialen Netzwerks. Einwände bringen nichts – wie also vorgehen? Fünf Tipps. Text: Reto Vogt
K
Bilder: supertotto / 2 Agenten
A
ufgrund der neuen AGB in Facebook widerspreche ich hiermit der kommerziellen Nutzung meiner persönlichen Daten. Das Copyright meiner Profilbilder liegt ausschliesslich bei mir.» Solche und ähnliche sinnlose Einträge tauchen in erstaunlicher Regelmässigkeit auf Facebook auf. Warum, ist unklar. Fakt ist: Das soziale Netzwerk hat seine Geschäftsbedingungen (AGB) zuletzt am 30. Januar 2015 geändert. Und die erlauben immerhin ein paar Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen:
2. Sichtbarkeit einschränken Zwar haben Nutzer keinen Anspruch auf das Copyright ihrer Bilder, aber auf ihre Privatsphäre. Die wichtigsten Einstellungen finden sich auf www.facebook.com/ settings. Dort klickt man auf «Privatsphäre» und definiert als Erstes, wer Einsicht in die persönlichen Beiträge haben soll. Empfohlene Einstellung hierfür ist «Freunde». Wer bisher nicht darauf geachtet hat, lässt die Visibilität jedes Beitrags einschränken. Dazu genügt ein Klick auf «Vergangene Beiträge einschränken».
1. Facebook-Konto löschen Der einzig wirklich funktionierende Widerspruch gegen die AGB ist die Löschung des Facebook-Kontos. Das veranlasst man auf www.facebook.com/help/ delete_account. Bis alle Daten wirklich verschwunden sind, kann es laut Facebook allerdings bis zu 90 Tage dauern.
3. Beiträge überprüfen Unter «Chronik und Markierungseinstellungen» wird festgelegt, wer auf der Facebook-Seite posten darf. Wer strengere Sicherheitseinstellungen wünscht, stellt auf «Nur ich». Zudem sollten unbedingt die beiden Optionen «Möchtest Du die Beiträge bzw. Markierungen überprüfen …» eingeschaltet werden.
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4. Listen erstellen Nicht jeder Beitrag ist für Arbeitskollegen, die Familie oder enge Freunde gleichermassen relevant. Wer auf www.facebook.com/ bookmarks/lists für jede Zielgruppe eine Liste erstellt und seine Freunde kategorisiert, kann die Partyfotos so posten, dass nur die berechtigten Empfänger sie sehen können.
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5. Perspektive wechseln Alle Einstellungen gemacht? Die Überprüfung ist ganz einfach: Profil öffnen und rechts neben «Aktivitätenprotokoll anzeigen» auf die drei Punkte klicken, «Anzeigen aus der Sicht von …» wählen, um die öffentliche Sicht auf das Profil anzuzeigen. Dann oben «Aus der Sicht einer bestimmten Person anzeigen» anklicken und den entsprechenden Namen eingeben. MM
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Alle Einstellungen auf Facebook finden: www.migmag.ch/facebook
Kurz: Ja. Am einfachsten geht das mit einer virtuellen Maschine: Sie simuliert einen zweiten Computer, auf dem sich ein beliebiges Betriebssystem einrichten lässt. Dafür braucht es die kostenlose Software Virtual Box (www.virtualbox.org) und eine Originallizenz des Betriebssystems. Nach der Installation von Virtual Box starten Sie das Programm. Folgen Sie den Anweisungen am Bildschirm, um die Software zu konfigurieren. Am Ende werden Sie aufgefordert, die Installations-CD, etwa von Windows XP, einzulegen. Nach Abschluss des Prozesses lässt sich das Zweitsystem via Virtual Box starten und die «alte» Software wieder ausführen.
Reto Vogt (31)
Ressortleiter Online Migros-Magazin @revogt
106 | MM15, 11.4.2016 | LEBEN
Ausgewandert
Vom Thunersee an den Wheaton River Anju (11) und ihre Ge
schwister Lou (8) und Ava (4) leben in der Abgeschiedenheit von Kanada. Alle drei sind durch Hausgeburten in abgelegenen Holzhüt ten zur Welt gekommen. Ihre Eltern Carmen (37) und Robert (57) haben vor zwölf Jahren die Schweiz verlassen und sich im Yukon, im äus sersten Nordwesten Kanadas, niedergelas sen. Dort leben sie mit den Kindern, Hunden, einem Pferd, einem Esel und vielen Kleintieren direkt an einem Fluss namens Wheaton River. Sie haben viele Gäste,
weil sie das Outdoor Unternehmen «Aben teuer Wheatonriver» betreiben. Anju nimmt oft an den Touren teil. Wegen ihrer Natur, Tier und Kochkennt nisse ist sie für ihren Vater, den Tour Guide, eine ausgezeichnete Assistentin.
Kinder
«Ohne Bärenspray gehe ich nicht auf Trekkingtour»
Tiere, Natur und Abenteuer prägen das Leben von Anju (11) in Kanada. Sie ist damit vollauf zufrieden – nur auf die Bärenbesuche könnte sie gut verzichten.
Text: Gabriela Bonin Illustration: Olaf Hajek
Anju kennt die Schweiz
von den Ferien bei den Grosseltern in Bern und Thun. Dort isst sie gern Cremeschnitten und – natürlich – Schokolade.
Daheim im gemütlichen Holzhaus:
Ava, Anju und Lou (v.l.)
«Zur Schule gehe ich hier nur von Montag bis Donnerstag. Freitags machen wir Homeschooling, das heisst, meine Eltern halten Deutschlektionen mit meinem Bruder Lou und mir. Auf dem Weg zum Schulbus begleitet mich oft unser Esel oder unser Pferd. Das Mittagessen nehme ich von zu Hause in einer Lunchbox mit. In den Sommerferien darf ich meinen Vater auf den Familien touren begleiten. Dann beobach
ten wir Elche, Bären, Adler und Luchse und fangen Fische. Manchmal koche ich einen Risotto oder eine Pizza auf offenem Feuer. Ich helfe auch beim Wasserholen, beim Abwaschen und Zeltauf und abbau. Den Strom beziehen wir aus Solarenergie, darum gehen wir spar
sam damit um. Meine Geschwister und ich haben keine elektronischen Gadgets und keinen Fernseher. Seit ein Bär vor unserem Haus ein Schaf gerissen hat, gehe ich nachts nur noch mit unserem Herdenschutzhund auf die Toilette: Das Plumpsklo steht draussen auf dem Hof. Und auf Trekking und Kanu touren habe ich immer einen Bären spray dabei.» MM
LEBEN | MM15, 11.4.2016 | 107
Yanis (12) aus Beromünster LU
Meinst du die verbotenen, also illegalen Drogen? Zu den Drogen zählt man auch Medizin und erlaubte Genuss- und Betäubungsmittel wie Nikotin, Alkohol, Schmerz- oder Schlafmittel. Da in deinem Alter verbotene Dinge oft mehr faszinieren als Aspirin oder Antidepressiva, wollen wir hier von illegalen Drogen wie etwa Cannabis (Haschisch), Ecstasy oder Kokain sprechen: Sie können lustig stimmen, aufpeitschen oder auch ganz übel verwirren. Sie ver-
ändern Stimmungen, Gefühle oder Wahrnehmungen. Es gibt sie, weil gewisse Menschen ihre Wirkung mögen, weil also eine Nachfrage danach besteht. Es gibt ein breites Angebot, da die Natur entsprechende Gewächse hervorbringt und einige Drogen auch in Labors hergestellt werden. Das Gemeine an Drogen ist, dass man davon abhängig werden kann. Eine Sucht verursacht viel Leid, und Drogen können die körperli-
che und seelische Entwicklung stören. Darum versucht der Staat, euch junge Menschen davor zu schützen. In der Schweiz ist Alkohol ab einem gewissen Alter erlaubt, Cannabis hingegen (noch) verboten. Nutze immer auch deinen Verstand! Gerade bei den Mitteln ohne Verpackungsbeilage muss man sich besonders gut über die Nebenwirkungen informieren, etwa auf www.safezone.ch. MM
Gabriela Bonin (48)
beantwortet Kinderfragen zu aktuellen Themen.
Nina, Tobi und Hugo wollen Blumen pflücken, die das gleiche Muster haben wie ihre Pullover. Finde die passenden Blumen und verbinde!
Rä tselsp ass WAS GEHÖRT ZUSAMMEN?
Verbinde die richtigen zwei Bilder, und schreibe die entspechenden Buchstaben auf. Das ergibt ein Wort, um das es auch im Witz geht.
3
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1. em z t vo r d Hugo sit «Bis jetzt ein r: e ie Fernseh l. Fehlen nur d ie en Supersp ina schüttelt d Tore!» N «Bist du jetzt Kopf: sind lind? Da völlig b z wei!» do c h
2.
3.
4.
Lösung: Fussball
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Lösung: Hugo: Blume unten rechts; Tobi: Blume unten links; Nina: Blume unten Mitte.
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LEBEN | MM15, 11.4.2016 | 109
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Ich suche für unser Klassen treffen Astrid Trachsel (lediger Name) und Lilian Althaus.
Astrid und Lilian besuchten von 1963 bis 1967 das Schulhaus Kleinhüningen in Basel. Bitte meldet euch! Sonja Tschopp-Frei; bumperniggel@bluewin.ch
Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Reform hauses Naef, Zürich Oerlikon und Schwamendingen.
Von 1983 bis 1986 haben wir im Schulhaus Bergli in Horgen ZH gemeinsam bei Lehrer Philipp Brumm die Schulbank gedrückt. Höchste Zeit, ein Klassentreffen zu organisieren. Wir suchen nur noch Marc Müller. Er müsste Jahrgang 1973 haben, es könnte aber auch 1972 oder 1974 sein. Wer hat Hinweise und kann weiterhelfen? Monika Zwirner; moni@zwirn-er.ch
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Wettbewerb
Mitmachen und gewinnen Zwei MörderAnders-Sessel sowie 25 Romane zu gewinnen
Das Migros-Magazin und der «carl’s books»Verlag verlosen 2 Sessel im Wert von je rund Fr. 1200.– sowie 25 Exemplare des neuen Romans «Mörder Anders und seine Freunde» von Jonas Jonasson im Wert von je Fr. 26.90. Wettbewerbsfrage: An welchem Datum erscheint der neue Roman von Jonas Jonasson?
Ab in den «mörderischen» Ohrensessel – und schmökern in Jonassons neuem Roman.
Glücksgriff
Freunde, Feinde und ein netter Mörder Das Migros-Magazin und der «carl’s books»-Verlag verlosen zwei aussergewöhnliche Mörder-Anders-Sessel und 25 Exemplare des neuen Romans von Jonas Jonasson.
A
ls Jonas Jonasson sein Manuskript mit dem eigenwilligen Titel «Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand» an mehrere Verlage schickte, hatte er vor allem einen Wunsch: dass er sich nach einer möglichen Veröffentlichung endlich «Romanautor» nennen könne. Heute wird Jonasson ganz anders genannt: Weltbestsellergarant, Kultautor, Erfinder des neuen schwedischen Humors. Allein die deutschsprachige Ausgabe des «Hundertjährigen» verkaufte sich 4,2 Millionen Mal,
und auch sein zweites Buch («Die Analphabetin, die rechnen konnte») wurde ein gigantischer Erfolg. Am 7. April 2016 erscheint nun Jonassons dritter Roman: «Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind». Held des Buchs ist ein Gangster mit dem Spitznamen Mörder-Anders, der aber eigentlich ein ganz sympathischer Kerl ist. Wenn da nicht der Alkohol wäre, der ihn stets dazu verleitet, mit Fäusten zu diskutieren. Nach einem langen Gefängnisaufenthalt will sich Mörder-Anders mit einer atheistischen, aber sehr geschäftstüchtigen Pastorin und einem
Hotelmitarbeiter ein neues Leben aufbauen. Sie entwickeln eine höchst lukrative Geschäftsidee, die für grossen Wirbel sorgt. Doch das Trio ruft auch ein paar mächtige Feinde auf den Plan. Jonas Jonasson besticht auch in diesem Roman durch grandiose Fabulierfreude und schelmischen Humor. Und wo liesse sich der neue Roman besser geniessen als in einem attraktiven Mörder-Anders-Sessel? Das Migros-Magazin und der «carl’s books»-Verlag verlosen unter allen Fans zwei Sessel sowie 25 Exemplare des neuen Romans von Jonas Jonasson. MM
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Kreuzwortr채tsel
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So nehmen Sie am Kreuzworträtsel links teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.4.2016, 24 Uhr
Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
oder gewinnen Sie eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.4.2016, 24 Uhr
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Test in Frankreich vor Millionen TV-Zuschauern beweist:
Neues Gel macht gezielt schlanker!
((und beugt nebenbei Cellulite vor...) Entdecken Sie die vermutlich einfach einfachste Art täglich messbar schlanker zu werden. Verlieren Sie ab sofort Zentimeter um Zentimeter an Ihren Problemzonen – und zwar nur an Ihren Problemzonen. Wenn auch Sie es leid sind, während einer strengen Diät überall an Umfang zu verlieren ausser an Ihren Problemzonen (z.B. Bauch, Oberschenkeln, usw.), dann sollten Sie, so wie es zehntausende Personen vor Ihnen getan haben, SLIM VENTRE Gel testen.
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iele Frauen und Männer jeden Alters wünschen sich, dass Ihre Problemzonen – und nur Ihre Problemzonen verschwinden. Anders ausgedrückt: Zahlreiche Frauen würden zum Beispiel gerne einen vollen Popo haben, aber mit schlanken Oberschenkeln, einen flachen Bauch, aber mit vollem Busen. Leider ist es so, dass uns strenge Diäten überall abnehmen lassen, wo wir es nicht wünschen und dort wo wir es uns wünschen, bleibt alles beim Alten.
SLIM VENTRE lässt gezielt Fettpolster schrumpfen!
Doch nun ist die Lösung nach mehreren Jahren Forschung da! Französischen Wissenschaftlern ist mit SLIM VENTRE etwas gelungen, worauf Millionen von Menschen gewartet haben. Endlich kann jede Person durch Schrumpfung der Fettpölsterchen genau dort schlanker werden wo sie es sein möchte. Hierfür reicht es aus, das Gel SLIM VENTRE auf den Problemzonen täglich aufzutragen und wirken zu lassen (beugt auch Cellulite vor). Sie müssen hierfür weder Ihre
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Tests beweisen: Mehr als 3 Zentimeter weniger Umfang in nur 1 Stunde
Ja, Sie haben richtig gelesen. Tests, die notariell beglaubigt wurden, zeigen auf, dass Testpersonen mit SLIM VENTRE ohne Diät und ohne Sport an den Problemzonen in nur 1 Stunde mehr als 3 cm weniger Umfang hatten. Auch Sie können bereits nach 1 Stunde messbar schlanker sein! Die Fakten sind da und mittlerweile konnten sich schon zehntausende Personen weltweit davon überzeugen. Überzeugen auch Sie sich davon!
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„Ich konnte noch so viele Diäten machen, doch am Bauch wollten die unschönen Fettpolster einfach nicht verschwinden. Es war, als wären sie diätresistent. Da empfahl mir meine beste Freundin SLIM VENTRE, da sie damit verblüffende Ergebnisse erzielt hatte. Schon nach wenigen Tagen hatte ich mehrere Zentimeter weniger Umfang am Bauch. Doch sehen Sie selbst.“ Veronika
Ernährung noch Ihre Lebensgewohnheiten umstellen. Es funktioniert auch so.
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Täglich messbar schlanker Gezielt an Problemzonen wie Bauch Zentimeter verlieren Beugt Cellulite vor Tausendfach bewährt Nebenwirkungsfrei Natürliche Wirkstoffe
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Sudoku
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.
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Auflösung Nr. 14: 871 8 7 1 6 9 3 2 4 5
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Gewinner Nr. 13: Adolf Baumgartner, Gossau SG; Sonja Zingg, Neuenkirch LU; Kathrin Koch-Senften, Rüdtligen BE; Etienne Vaucher, Bevaix NE; Ruth Dätwyler, Unterentfelden AG
Teilnahmebedingungen: Auf der zweiten Rätselseite
Paroli
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 5 4 3 1
Auflösung Nr. 14: TROLL
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Gewinner Nr. 13: Heinrich Kleesattel, Zürich; Lydia Marty, Embrach ZH; Erika Brunner, Bergdietikon AG
BE LOHNEN E I NST I EG ESOTER I K PRAESENS REGENTES RUTSCHEN SC I L I CET S I N I STER TESS I NER WE I N L E S E
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.4.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der zweiten Rätselseite
Lösungswort: 1
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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 375 000 (WEMF, MACH Basic 2015-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
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Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Dora Horvath, Sonja, Leissing, Anna Meister, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West, Anette Wolffram
Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger
Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
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Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser
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Meine Welt
«Die rote Kuh ist Kult» Alpenrocker Marc Trauffer hielt sich sieben Wochen an der Spitze der Schweizer Hitparade. Dabei ist Musik eigentlich nur sein Hobby: Hauptberuflich stellt er Kühe und andere Holzspielzeuge her. Text: Claudia Langenegger Bilder: Michael Sieber
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1 Unsere Holzkühe «Wir produzieren jährlich bis zu 200 000 Chueli. Die rote Spielzeugkuh ist mittlerweile Kult. Mein Grossvater Alfred hatte die Spielwaren schnitzerei 1938 gegründet. Wenn ich als Kind Seich gemacht habe, musste ich ‹Arschlöchli bohren› – das Loch, wo der Kuhschwanz reingesteckt wird.»
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2 Meine Liebe «Wir haben uns vor drei Jahren per Telefon kennengelernt: Samantha Gerundo (28) arbeitete bei einer Werbeartikelfirma und bestellte jeweils Holzfiguren. Aus der geschäftli chen Beziehung wurde bald mehr. Letztes Jahr ist sie zu mir nach Brienz gezogen.»
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Name: Marc A. Trauffer (36) Sternzeichen: Zwilling Beruf und Lebenslauf: Ich bin im
Berner Oberland aufgewachsen und habe Maurer gelernt. Meine musi kalische Karriere startete ich vor 18 Jahren mit fünf Schulkollegen und der Popband Airbäg. 2006 machte ich solo weiter. Derzeit toure ich mit meinem neuen Album «Heitere fahne» durch die Schweiz. Haupt beruflich bin ich aber Unternehmer: Ich führe im 500SeelenDorf Hof stetten BE in dritter Generation die Trauffer Holzspielwaren AG. Meine Bühne: Das Modell (Bild links) habe ich mit meinem Techniker Andreas Flühmann gebaut. Wir mussten testen, ob die Perspektive stimmt, bevor er die aufwendige Deko konstruierte. Der Berg ist das Sennensingerjoch.
Mein Lieblingsprodukt «Frisierte Schinkengipfeli: Bevor sie ganz gebacken sind, nehme ich sie aus dem Ofen, schneide sie auf, lege eine mit Kräutern gewürzte Mozzarellakugel rein und backe sie fertig.»
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3 Mein Buch «Chris Von Rohrs ‹Hunde
wollt ihr ewig rocken› war eines der ersten Bücher, die ich las. Danach war klar: Ab in den Proberaum, so ein Leben will ich auch.» 4 Unsere Zwerghasen «Meine Kinder Lars (13) und Lani (11) wohnen mit
meiner Exfrau nur wenige Hundert Meter entfernt in Hofstetten. Vor fünf Jahren kaufte ich für die beiden zwei Zwerghasen. Wir bauten ihnen einen richtig grossen Stall. Inzwischen leben hier sieben Tiere.»
5 Meine Lieblingsmusik «Als Kind habe
ich die Songs von Peter Reber rauf und runter gehört – bis er mir zu den Ohren raushing. Als Teenager wendete ich mich Bands wie den Ärzten und Toten Hosen zu. Mit Airbäg fand ich zu Rebers Musik zurück. Seither schätze ich ihn sehr – als Songwriter und Geschichtenerzähler.»
Gutes kann so einfach sein.
Für 4 Personen Für 1 Kuchenblech à 22 cm
–––––––––––––––––––––––––––––––––––– Zutaten: 1 Peperoncino, 80 g Chinakohl, 1 EL Öl, 300 g Rindshackfleisch, 2 Knoblauchzehen, 2 dl Halbrahm, 1 Ei, 1 TL Sesamöl, Salz, Pfeffer, Butter für das Blech, Mehl für das Blech, 1 ausgewallter, achteckiger Kuchenteig à 270 g, 60 g Paniermehl
40%
10.80 statt 18.–
M-Classic Rindshackfleisch Schweiz, per kg
ANGEBOT GILT NUR VOM 12.4. BIS 18.4.2016, SOLANGE VORRAT
Zubereitung: 1. Peperoncino längs halbieren, entkernen und in dünne Streifen schneiden. Chinakohl längs halbieren und quer in Streifen schneiden. Öl in einer grossen Bratpfanne erhitzen. Hackfleisch anbraten. Peperoncino- und Chinakohlstreifen beigeben. Knoblauch dazupressen. Alles bei mittlerer Hitze braten, bis der Chinakohl bissfest ist. Pfanne vom Herd nehmen und Wähenbelag abkühlen lassen. 2. Für den Guss Rahm und Ei verquirlen. Sesamöl beigeben. Den Guss salzen und pfeffern. 3. Backofen auf 200 °C vorheizen. Kuchenblech mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Teig in die Form legen. Überstehenden Teig hineinfalten und an den Blechrand drücken. Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Paniermehl darauf verteilen. Wähenbelag daraufgeben. Guss darübergiessen. Wähe in der unteren Ofenhälfte ca. 30 Minuten backen. Zubereitungszeit 30 Minuten + abkühlen lassen + ca. 30 Minuten backen Pro Person ca. 25 g Eiweiss, 43 g Fett, 46 g Kohlenhydrate, 2800 kJ/670 kcal
Rezept und Foto: saison.ch
–––––––––––––––––––––––––––––––––––– Hackfleischwähe