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Migros-Magazin-14-2026-d-OS

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Lust auf Ostern

Ein Brunch zum Vernaschen → Seite 26

Lehrer, wo seid ihr?

In der Primarschule fehlen die Männer

→ Seite 16

Tipps für harte Eier: Wie schälen, wie lagern?

→ Seite 23

Spargelsaison: Ob grün, ob weiss – sie sind beide spitze

→ Seite 36

Selbstversuch: Ein Wochenende ohne Handy

→ Seite 57

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Kurz und gut

8 News mit Würze in Kürze

Erfolgreiche Wiederwahl

11 Vertrauensbeweis für Migros-Präsidentinnen

Europa-Park in orange

12 Migros-Familien erobern Rust

14 Jean-Michel Hatt über emotionale Momente in der Klinik

Dringend gesucht

16 Immer weniger Männer werden Lehrer – doch es gibt sie noch

Ratgeber

Eier-Wissen

23 Wie schält man sie leichter? Ist Abschrecken nötig?

Teflon oder Keramik

24 Darauf kommt es bei der Wahl der Bratpfanne an

Migros-Magazin

Einer von wenigen

Reto Schüpbach (25) lässt sich zum Primarlehrer ausbilden. Fehlt er in einer Vorlesung, fällt es auf, weil es dort kaum noch Männer hat.

S. 16

Genuss

Mmh, Osterbrunch!

26 Rezepte zum Hingucken

Simsalabim!

30 So werden Schoggihasen zu Müesliriegeln

Wir bitten zu Tisch mit …

34 … der Backbuch-Autorin

Judit Erdin

Spargel hoch zwei

36 Das Duell: Grüner vs. weisser Spargel

Meine Region

39 Aktionen, Storys, News

Leben

Der Tüftler

46 Bauer Beni Dürr weiss, was Broccoli braucht

Migros-Werbekampagne

48 Grosser Auftritt für vier Schweizer Ortschaften

Im Trainingslager

52 Zwei Berner Radiostars wagen sich an einen Volkslauf

Selbstversuch

57 Ein Weekend lang ohne Smartphone

Alte Kleider

60 Sinnvoll nutzen, statt einfach wegwerfen

Kolumne

63 Katja Fischer De Santi blickt in den Spiegel

67 Rätsel

71 Schlussgang

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Impressum

MIGROS-MAGAZIN

vormals Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes (MGB)

ONLINE: migros.ch/magazin

ADRESSE: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich

TELEFON: 0800 840 848

KONTAKT: migmag.ch/leser

HERAUSGEBER: MGB

CHEFREDAKTORIN: Sabine Eva Wittwer

AUFLAGE: 1 314 143 Ex. (Wemf, Auflagenbulletin 2025)

LESERSCHAFT: 2 191 000 (Wemf, MACH Basic 2025-2)

ABONNEMENTE: migmag.ch/abo

TELEFON: 058 577 13 00*

Ausführliches Impressum auf migmag.ch/impressum

M-INFOLINE:

TELEFON: 0800 840 848

CUMULUS-INFOLINE:

TELEFON: 0848 850 848*

* 8 Rp./Min. aus dem Schweizer Festnetz

Liebe Leserin, lieber Leser

Unter jeder Osterglocke, im Astloch oder im Kesseli für den Sandkasten: Überall konnten die bemalten Ostereier versteckt sein. Meine Brüder und ich schwärmten als Kinder jeweils im Garten aus und freuten uns besonders, wenn wir ein Ei fanden, das zusätzlich mit einem 20-Räppler geschmückt war. Nur einmal fand die Eiersuche aufgrund des garstigen Wetters drinnen statt –und ausgerechnet in jenem Jahr blieb ein Ei über längere Zeit unauffindbar

Die Eiersuchtradition an Ostern pflege ich als schönes Ritual auch in meiner eigenen Familie. Ob zu viert wie während Corona oder zu fünfzehnt mit der Verwandtschaft wie vergangenes Jahr: Danach setzen wir uns jeweils zum ausgiebigen Brunch an den üppig gedeckten Tisch. Dabei darf das eine oder andere optische und kulinarische Highlight nicht fehlen. Inspirationen dafür finden Sie ab Seite 26. Und ab Seite 30 haben wir Ideen, was sich mit all der übrig gebliebenen Schoggi anstellen lässt.

Ich wünsche Ihnen schöne Ostern!

Apropos Ostern

Vollmondregel

Ostern fällt stets auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang – der Feiertag liegt somit zwischen 22. März und 25. April.

Rekordsuche

Exakt 9753 Kinder und ihre Eltern nahmen 2007 in Florida an einer Ostereiersuche teil. Diese schaffte es ins Guinness-Buch der Rekorde: Versteckt waren 501 000 Eier.

Eierfans

198 Eier pro Person: Diesen Höchststand erreichte der Konsum im Jahr 2024 laut Bundesamt für Landwirtschaft. An Ostern ist die Nachfrage jeweils besonders hoch.

Eine Bowl voll Früchtepower

Mango, Banane und Skyr pürieren, gefrorenes Açai-Püree dazugeben und nochmals pürieren. Mit frischen oder gefrorenen Früchten, Leinsamen und Kürbiskernen anrichten. Açai-Beeren sind die Früchte der Kohlpalme, die im Amazonas wächst.

Hier gehts zum Migusto-Rezept:

Frage & Antwort

Schmand ist eng mit Crème fraîche verwandt und etwa genauso stichfest. Er hat aber einen tieferen Fettgehalt und schmeckt milder. Schmand eignet sich zum Backen, für die Verwendung in Dips und –weil er nicht ausflockt – in heissen Speisen wie Saucen und Suppen.

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Zahl der Woche

09:41

Auf allen Verpackungen und Werbebildern mit dem iPhone von Apple ist immer diese Uhrzeit drauf. Das hat einen einfachen Grund: Das erste iPhone wurde 2007 exakt um 09.41 Uhr vorgestellt. Ob iPhone oder Android: Bei Migros Mobile profitieren alle von Tiefpreisen. Hier gehts zum Angebot:

In 3 Schritten

Müesliriegel selbst machen

1

400 g fertige Granola mit 50 g geschmolzener Butter (oder Kokosöl) und 120 g Honig mischen. Wer möchte, kann Trockenfrüchte wie Sultaninen oder Datteln hinzufügen.

2

Die Masse auf einem Kuchenblech gleichmässig verteilen, gut festdrücken. Bei maximal 160 °C Unter-/Oberhitze circa 10 bis 15 Minuten backen.

3

Danach die Masse auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Anschliessend mit scharfem Messer in Streifen schneiden –und geniessen.

Am 25. April Pilates entdecken

Interessiert an Pilates? Am 25. April kannst du an mehreren Standorten der Klubschule Migros von einer günstigen Pilates-Lektion profitieren.

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Coole Designs

Das selbstklebende Wundpflaster wurde 1922 in Deutschland erfunden. Zuerst war es nur in einem hellen Hautton erhältlich, erst in den 2010er-Jahren kamen auch dunklere Nuancen auf den Markt. Wer es lieber ausgefallen mag, greift zu Musterpflästerli. Diese gibt es neu auch für Erwachsene.

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Hauptstädte des Nordens

Kopenhagen – Stockholm – Helsinki – Oslo

Exklusivreise vom 19. - 27. August 2026

Helsinki

Erleben Sie die faszinierenden Hauptstädte Skandinaviens in einer einzigartigen Rundreise! Zwischen Ostsee und Fjorden erwarten uns stilvolle Metropolen, beeindruckende Landschaften, prachtvolle Schlösser und unvergessliche Fährüberfahrten. Eine Reise voller nordischer Lebensfreude, klarer Luft und eindrucksvoller Kontraste – vom königlichen Kopenhagen bis zum charmanten Oslo!

Ihr tolles Reiseprogramm:

1. Tag, Mittwoch 19. August 2026 – Anreise nach Lübeck

Fahrt im komfortablen Extrabus nach Lübeck, der Hansestadt an der Ostsee, zur Zwischenübernachtung.

2. Tag, Donnerstag 20. August 2026 –Hamburg – Kopenhagen – Växjö

Über die Ostseeinsel Fehmarn und per Fähre nach Rödby erreichen wir Dänemark. In Kopenhagen erwartet uns eine interessante Stadtführung durch die charmante Hauptstadt mit Schloss Amalienborg, der Kleinen Meerjungfrau und den idyllischen Gassen von Nyhavn. Über die imposante Öresundbrücke fahren wir weiter nach Växjö in Südschweden.

3. Tag, Freitag 21. August 2026 – Växjö –Stockholm – Fähre

Durch die Wälder und Seenlandschaften von Småland und entlang des Vätternsees fahren wir nach Stockholm. Am Abend Einschiffung auf die Fähre nach Helsinki – geniessen Sie die Fahrt durch die Schärenwelt und das nordische

Abendlicht. Übernachtung an Bord.

4. Tag, Samstag 22. August 2026 – Helsinki – Fähre

Am Morgen erreichen wir Helsinki, die elegante Hauptstadt Finnlands. Bei einer spannenden Stadtführung erleben wir Dom, Senatsplatz, Hafen und Esplanade. Nach etwas Freizeit Einschiffung zur Rückfahrt nach Schweden. Übernachtung an Bord.

5. Tag, Sonntag 23. August 2026 –Stockholm – Karlstad Nach der Ausschiffung erleben wir die schwedische Hauptstadt Stockholm, die sich auf 14 Inseln erstreckt. Unsere Stadtführung zeigt das Königliche Schloss, das Rathaus und die malerische Altstadt Gamla Stan. Weiterfahrt durch idyllische Seenlandschaften nach Karlstad am Vänernsee.

6. Tag, Montag 24. August 2026 – Karlstad –Oslo Über glitzernde Seen und Wälder erreichen wir Oslo, die lebendige Hauptstadt Norwegens. Bei der Stadtführung sehen wir die wichtigsten

Sehenswürdigkeiten: das Rathaus, den Vigeland-Park, das Königsschloss und die imposante Sprungschanze auf dem Holmenkollen. Übernachtung in Oslo.

7. Tag, Dienstag 25. August 2026 – Freizeit in Oslo – Fähre nach Kiel

Der Vormittag steht zur freien Verfügung –ideal für einen Spaziergang am Oslofjord oder einen Besuch im neuen Munch-Museum. Danach Fahrt nach Göteborg und Einschiffung auf die Fähre nach Kiel. Übernachtung an Bord.

8. Tag, Mittwoch 26. August 2026 – Kiel –Hannover

Am frühen Morgen Ankunft in Kiel. Weiterfahrt durch Norddeutschland zur Zwischenübernachtung in Hannover.

9. Tag, Donnerstag 27. August 2026 –Heimreise

Mit vielen unvergesslichen Eindrücken von den schönsten Städten Skandinaviens treten wir die Heimreise in die Schweiz an.

Leistungen - Alles schon dabei!

✓ Fahrt im komfortablen Extrabus

✓ Fährüberfahrt Puttgarden–Rödby

✓ Fährüberfahrt Stockholm–Helsinki inkl. Übernachtung & Frühstück (2-Bettkabine innen)

✓ Fährüberfahrt Helsinki–Stockholm inkl. Übernachtung & Frühstück (2-Bettkabine innen)

✓ Fährüberfahrt Göteborg–Kiel inkl. Übernachtung & Frühstück (2-Bettkabine innen)

✓ 5 Übernachtungen in gehobenen Mittelklassehotels

✓ 5 x Frühstück in den Hotels

✓ 5 x Nachtessen in den Hotels

✓ Stadtführungen in Kopenhagen, Helsinki, Stockholm und Oslo

✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Unser Sonderpreis für Sie:

Preis pro Person im Doppelzimmer in gehobenen Mittelklassehotels Fr. 1599.-

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag (Hotels): Fr. 280.Doppelkabinen Aussen (Fähren): 150.Einzelkabinen Innen (Fähren): Fr. 295.Buchungsgebühr Fr. 24.- pro Person (entfällt bei Online-Buchung)

Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur, Zürich

Bildschönes Naturspektakel zum Sensationspreis!

Ihr exklusives Reisedatum:

Migros-Delegiertenversammlung

Ursula Nold (links) und Edith Spillmann freuen sich über die hohe Zustimmung der Migros-Delegierten.

Erfolgreiche Wiederwahl

Delegierte sprechen Präsidentinnen und Verwaltung der Migros ihr Vertrauen aus.

Text: Jörg Marquardt Foto: Fabienne Wheeler

Am 21. März tagte in Zürich die Delegiertenversammlung des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB). Rund 100 Delegierte der Migros-Genossenschaften aus der ganzen Schweiz nahmen daran teil. Ihr wichtigstes Geschäft: die Wahlen für die neue Amtsperiode 2026 bis 2028. Die Versammlung wählte Edith Spillmann erneut zu ihrer Präsidentin. «Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Delegierten aller regionalen Genos-

senschaften zu einer starken Migros-Gruppe beizutragen.»

Auch Ursula Nold wurde mit grossem Mehr als Präsidentin der MGB-Verwaltung wiedergewählt. Nold: «Ich werde mich weiterhin mit voller Überzeugung für eine Migros einsetzen, die wirtschaftlich stark, gesellschaftlich relevant und ihrem genossenschaftlichen Anspruch verpflichtet bleibt.» Die Delegierten bestätigten zudem alle Mitglieder der Verwaltung.

Europa-Park in Orange

Die Migros schenkte Famigros-Mitgliedern einen Tag im Europa-Park. Wir haben uns unter die Migros-Familien gemischt.

Fotos: Valeriano Di Domenico, Gian Vaitl
Migros-Familie

Migros-Familie

Immer wieder orange: Wimpel in M-Form zwischen den Häusern der Deutschen Allee, Sitzkissen auf Bänken, Liegestühle, Bucket Hats auf vielen Köpfen. Letzte Zweifel räumt ein riesiges oranges M auf der Silberkugel der Eurosat aus: Am 21. März war der Europa-Park ein M-Europa-Park. Zum achten Mal hatte die Migros Tickets verlost und 25 000 Famigros-Mitglieder vor der Saisoneröffnung in den Park eingeladen.

Kurz nach Mittag ruht sich Familie Kupferschmid aus Biberist SO auf einem Bänklein «in Skandinavien» aus. Die vier hatten in Rust übernachtet und somit eine halbe Stunde früher Zugang zum Park – perfekt, um Lieblingsbahnen wie das Voletarium ohne Anstehen zu geniessen.

Für früh Angereiste, die auf Einlass warteten, war aber gesorgt: Migros-Event-Mitarbeitende verteilten ab 8 Uhr «ein paar Tausend Gipfeli», wie eine von ihnen, Monika, später erzählt. Sie steht jetzt mit einem goldenen Bilderrahmen mit Famigros-Logo bei der Wasserachterbahn Atlantica und lädt ein, ein Erinnerungsfoto zu machen.

Beim Matterhorn-Blitz klettert ein Kind am Hag herum, daneben wartet eine Frau, die sich als Vanessa aus Sommeri TG vorstellt. Nach dem Highlight ihres Tages gefragt, sagt sie: «Wir wären mit unseren 4- und 7-Jährigen wohl noch nicht in den Europa-Park gekommen. Aber jetzt geniessen wir dank Migros eine tolle Familienauszeit.» Mittlerweile ist es Nacht geworden. Der Besucherstrom Richtung Ausgang hält an. Im Dunkeln leuchtet der orange Gruss «Auf Wiedersehen» besonders verheissungsvoll.

«Als Tierarzt muss man Menschen mögen»

Tierarzt Jean-Michel Hatt verrät, was Humanund Tiermedizin unterscheidet. Und warum es sich lohnt, auch einmal mit dem gesunden Haustier bei ihm in der Klinik vorbeizukommen.

Text: Dinah Leuenberger

Jean-Michel Hatt, welche Eigenschaften braucht es, um ein guter Tiermediziner zu sein?

Man muss Menschen mögen. Weil wir ja mit den Tierbesitzern kommunizieren und vermitteln müssen. Es ist auch wichtig, dass man rational ist: Die eigenen Emotionen spielen eine Rolle. Aber man muss Tierhaltern Sicherheit vermitteln können.

Was ist der grösste Unterschied zwischen Human- und Tiermedizin?

Die Artenvielfalt! Beim Menschen gibts nur eine Spezies. Wir haben Tausende. Tierärzte sind die gescheitesten Mediziner (lacht)

Nein, im Ernst: Säugetiere, Vögel, Insekten, Fische – die funktionieren alle anders. Schon Hund und Katze sind völlig unterschiedlich.

Kann die Tiermedizin heute dasselbe wie die Medizin am Menschen?

Nein. Die Humanmedizin ist viel weiter. Klar, wir machen viele Eingriffe, von denen die Menschen überrascht sind: Wir können

Tumore bestrahlen, Chemotherapien machen. Aber das kann die Humanmedizin schon lange. Auch beim Operieren mit Robotern ist die Humanmedizin viel weiter.

Kosten die Eingriffe bei Tieren und Menschen gleich viel?

Ja, die Geräte sind grundsätzlich dieselben. Deshalb sind auch die Kosten ähnlich. Bei

Operationen an Tieren kosten etwa gleich viel wie bei Menschen.

Haustiere

Haustiere

«Am Unispital machen wir bei Tieren keine Organtransplantationen.»

den Tieren gibts aber nicht immer eine Versicherung, die die Kosten übernimmt.

Was, wenn jemand eine Behandlung nicht bezahlen kann?

Wir können Behandlungen nicht gratis anbieten. Aber wir können Alternativen vorschlagen, die etwas günstiger sind. Oder man kann einen Eingriff erst später planen, damit die Besitzer sparen können.

Das Geld entscheidet also nicht unbedingt?

Doch, es gibt Fälle, in denen sich Personen eine Behandlung nicht leisten können. Dort setzen wir beispielsweise auf eine palliative Behandlung, sorgen also dafür, dass das Tier keine Schmerzen hat. Ich bin aber immer wieder extrem beeindruckt, wenn Familien ihre Ferien absagen, die Kinder ihr Sackgeld spenden. Das zeigt die Bedeutung der Tiere. Aber wichtig ist halt auch, dass Tierbesitzer wissen, was ein Tier kostet. Idealerweise legt man jeden Monat Geld zur Seite für den Fall, dass das Tier mal nicht gesund ist.

Wo ziehen Sie sonst Grenzen?

Am Universitären Tierspital machen wir keine Organtransplantationen. Wir töten keine Tiere, um andere zu retten.

Wie gehen Sie damit um, wenn Tierbesitzer Behandlungen machen wollen, die aus Ihrer Sicht keinen Sinn (mehr) machen?

Die meisten Tierbesitzer wollen primär, dass das Tier so wenig wie möglich leidet. Bei extremen Eingriffen muss man also immer überlegen, wie stark das Tier leiden und wie

Jean-Michel Hatt ist ärztlicher Direktor des Universitären Tierspitals Zürich. Hatt arbeitet am Tierspital als Zoo-Tierarzt und ist in Lehre und Forschung tätig.

sieht die Prognose aussehen würden. Dort ist unsere Rolle sehr wichtig. Wir müssen rational erklären, wie die wissenschaftliche Datenlage aussieht. An der Universität Zürich sind wir sehr wissenschaftlich unterwegs und können aufzeigen, wie eine Behandlung wirken kann, wie oft etwas gut kommt und wie oft halt auch nicht.

Was sind für Sie schwierige Situationen im Arbeitsalltag?

Das Tier kann nicht sprechen – jedenfalls nicht über die Sprache. Wenn wir nicht herausfinden, was dem Tier fehlt, ist das belastend. Auch in dieser Situation müssen wir den Besitzern Unsicherheit nehmen, obwohl wir selbst vielleicht unsicher sind.

Kommen die Besitzer auch mit ergoogelten Diagnosen in die Klinik? Ja, das ist normal. Wir holen uns ja auch Infos aus dem Internet. Aber wir können diese einordnen. Hier greift unsere Ausbildung: Bis zum Veterinär dauert es fünfeinhalb Jahre. Da wird sehr vieles vermittelt.

Wie sieht die Zukunft der Tiermedizin aus, wo wird geforscht?

Die Digitalisierung und die KI werden eine grössere Rolle spielen. Gerade in der Diagnostik, wie es bei den Menschen schon der Fall ist. Da glaube ich an deutliche Verbesserungen. Auch etwas anderes wird immer wichtiger: Ab einem gewissen Alter haben die Menschen mehrere Gebrechen. Man behandelt dann nicht jede Krankheit einzeln, sondern ein Gesamtbild. Das kommt auch bei den Tieren. Und die personalisierte Medizin entwickelt sich ebenfalls: Man verabreicht nicht mehr dieselbe Dosis an einen Chihuahua und an einen Bernhardiner.

Was wünschen Sie sich von Tierbesitzern, damit die Zusammenarbeit optimal funktioniert?

Dass man mit dem Tier vielleicht auch mal im gesunden Zustand zum Tierarzt geht. Dann kann dieser das Tier begutachten und hätte einen Vergleichswert, wenns dem Tier nicht gut geht. Man könnte auch mal Blut abnehmen. Später einmal das gesunde Blut mit dem Blut des kranken Tiers zu vergleichen, kann viel helfen.

Wo sind all die Lehrer geblieben?

Auf der Primarstufe unterrichten in der Schweiz kaum noch Männer. Doch manche sind geblieben oder wählen den Beruf gerade frisch. Sie lassen wir hier erzählen.

In der obligatorischen Schule in der Schweiz ist eine von vier Lehrpersonen ein Mann. Im Kindergarten sind es 5 Prozent, auf der Primarstufe 17 Prozent. Erst ab Sekundarstufe sind Frauen und Männer etwa gleich vertreten. Dies geht aus Zahlen des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) hervor. Laut dem LCH ging die Expansion der Volksschule im 19. Jahrhundert mit einer gezielten Rekrutierung von Frauen für die unteren Klassen einher. Die Bemühungen fielen auf fruchtbaren Boden, denn die Stellen boten jungen Frauen trotz tieferer Löhne ökonomische Unabhängigkeit. «Gleichzeitig wirkte der zunehmende Frauenanteil auf der Primarstufe als Verstärker, dass weniger Männer in diese Schulstufe einsteigen wollten», sagt Beat A. Schwendimann vom LCH (siehe Interview Seite 21). Das Migros­Magazin wollte von einem pensionierten Primarlehrer, einem Studienabgänger der Pädagogischen Hochschule und einem Quereinsteiger wissen, wie sie als «Exoten» im Schweizer Schulbetrieb zurechtkommen.

Springt bis heute bei Engpässen gern ein: der pensionierte Lehrer Andrea Crescionini

Schule

Schule

Pensionär

«Ich selbst war kein guter Schüler»

(66),

«In meiner Schulzeit war es den Lehrpersonen noch erlaubt, Körperstrafen anzuwenden und schwache Kinder vor allen blosszustellen. Ich erlebte das selbst und wusste, dass ich dies vermeiden wollte. In Weiterbildungen lernte ich, dass solche Übergriffe häufig aus einer Überforderung entstehen, die Lehrpersonen sich jedoch keine Hilfe holten – aus Bequemlichkeit oder Scham. Auch hatten manche meiner Lehrer Lieblingsschüler, die wir auf dem Pausenplatz piesackten. Deshalb vermied ich es zu zeigen, welche meine Lieblingsschüler waren. Natürlich hat jeder solche. Bei mir waren es oft jene, die durch Bewegungsdrang auffielen oder sonstige Defizite hatten. Bewegungspausen durchzogen deshalb meinen Unterricht von Anfang an.

Zu Beginn meiner Laufbahn in den 1980er­Jahren waren Männer und Frauen an der Schule ziemlich ausgeglichen. Irgendwann wurden wir bei Weiterbildungen jeweils so begrüsst: ‹geschätzte Damen, werter Herr›. Der werte Herr unter 30 Damen war jeweils ich. Die Präsenzzeiten im Lehrberuf waren familienfreundlich. So konnten die Mütter in ihren Beruf zurückkehren, was damals in anderen Berufen weniger gut möglich war. Viele meiner Kollegen wechselten in die Werbung, zu Banken oder in die Personalabteilung der Industrie, um dort Karriere zu machen und mehr Geld zu verdienen. So wurde der Lehrberuf immer mehr zu einem Frauenberuf.

Hilfreich war sicher, dass ich selbst kein guter Schüler war und die Nöte vieler Kinder aus eigener Erfahrung kannte. Menschen stehen im Zentrum dieses Berufs. Man muss sie mögen, die Kinder und die Eltern. Man muss eine Beziehung zu ihnen aufbauen wollen und können. Man sollte im Lehrberuf auf dem Laufenden bleiben, dann wird man mit zunehmendem Alter immer besser – wie gewisse Weine. Heute vermisse ich den Austausch mit den Kindern. Als erfahrener Lehrer sah ich ihnen schon beim Hereinkommen an, ob sie einen guten Tag hatten oder nicht. Entsprechend versuchte ich, sie aufzufangen. Nun springe ich gern ein, wenn es mal mehr Personal braucht in einer Klasse oder im Hort. Noch bin ich keine Altlast für den Betrieb.»

In Ausbildung

«Wenn ich in einer Vorlesung fehle, fällt es auf»

Reto Schüpbach (25), Primarlehrer in Ausbildung in Solothurn

«Ich befinde mich im letzten Jahr an der Pädagogischen Hochschule in Solothurn und werde diesen Sommer meine erste Klasse in Oberbipp BE übernehmen. Ich selbst wurde in der Primarschule ausschliesslich von Lehrerinnen unterrichtet, ich hatte einen guten Draht zu ihnen, und sie waren Vorbilder für mich. Mich beeindruckte ihr Einfühlungsvermögen, und ich dachte schon damals: ‹was für ein cooler Beruf!› Das würde ich auch gern machen.

Ich freue mich nun sehr auf meine erste eigene Klasse und darauf, mein eigenes Klassenzimmer einzurichten. Endlich kann ich all die Vorstellungen umsetzen, wie ich es machen will.

Mir ist klar, dass ich einer der wenigen Männer sein werde, egal wo ich unterrichte. Das war schon in der Ausbildung so – wenn ich in einer Vorlesung fehle, fällt es auf. Sicher wäre es wünschenswert für die Durchmischung, auf der Unterstufe mehr männliche Lehrpersonen zu haben. Aber ich halte es nicht für ein grosses Problem. Ob der Lohn Männer abschreckt, kann ich nicht beurteilen – ich habe den Beruf sicher nicht des Geldes wegen gewählt. Ich finde aber, der Lohn auf Stufe Kindergarten müsste höher sein, wenn man sich all die Erziehungsaufgaben vor Augen führt.»

Fortsetzung auf Seite 19

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Fortsetzung von Seite 17

Quereinsteiger

«Ich dachte schon früher: Kinder sind das lässigere Publikum als Erwachsene»

Thomas Meyer (52), Sekundarlehrer in Oberentfelden AG

«Ich hatte als Autor mit meinen Bilderbüchern viele Auftritte vor Kindern und fand jeweils, dass sie eigentlich das lässigere Publikum sind. Kinder sind unverstellt, offen und direkt. Ich dachte damals, wenn es mit der Schriftstellerei nichts mehr werde, dann wäre das etwas für mich. Und so kam es. Ich begann mich zu bewerben, erhielt aber im Kanton Zürich nur Absagen, was mich sehr frustrierte. Undiplomiert? Dann leider nein, das war überall die Antwort. Schliesslich fand ich eine Stelle als Klassenlehrer im

Aargau. Dass ich vor Menschen sprechen kann und mit Kindern zurechtkomme, wusste ich, ich habe ja selbst eins. Das gab mir Sicherheit. Trotzdem war die Umstellung vom selbständig erwerbenden Autor zum Sekundarlehrer krass: Tagesstruktur, 13 teiladoptierte Teenager, 80 neue Kolleginnen und Kollegen, neue IT, Administration, ein ganzer Lehrplan.

«Mehr Männer wären wünschenswert»

Beat A. Schwendimann vom Lehrerverband wünscht sich diverse Teams an den Schulen – zum Vorteil der Kinder.

Beat Schwendimann, hätten Sie gern mehr männliche Lehrpersonen?

Mehr Männer und generell mehr Vielfalt sind sicher wünschenswert. Ziel ist ein diverses Team, das allen Kindern als Vorbild dient und pädagogische Qualität sichert.

Was wäre zu tun?

Zentral sind gute Arbeitsbedingungen, Weiterbildungsangebote und Entwicklungsperspektiven. Das stärkt die Qualität und erhöht die Diversität. Pädagogische Hochschulen (PH) und Kantone lancieren zudem Quereinstiegs­ und Rekrutierungsprogramme.

Zeigen diese Anstrengungen Wirkung?

Ja, einzelne PHs berichten über hohe Nachfrage nach Quereinstiegsangeboten.

Nimmt der Anteil der Männer unter den Quereinsteigern zu?

Ja, es gibt Hinweise darauf. In einzelnen Quereinstiegsprogrammen verzeichnen die Hochschulen einen Männeranteil von 30 bis 40 Prozent, was höher ist als bei regulären Primarstufen­Studiengängen.

Was sind die Gründe?

Quereinstiegsprogramme machen den Beruf zugänglich: Berufserfahrungen können angerechnet werden, und berufsbegleitende Studiengänge ermöglichen, dass man weiterhin ein Einkommen hat. Ein wichtiger Faktor ist auch, dass der Lehrberuf als sinnstiftend und bereichernd erlebt wird: Wer unterrichtet, gestaltet Lernbiografien junger Menschen und übernimmt Verantwortung für die nächste Generation.

Wie geht es den Quereinsteigern?

Bleiben sie im Beruf?

Die verfügbaren Analysen zeigen, dass die Lehrpersonen mehrheitlich im Beruf bleiben.

Fortsetzung auf Seite 21

Beat A. Schwendimann ist Leiter Pädagogische Arbeitsstelle und Mitglied der Geschäftsleitung des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH).

Schmerzen

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Gültig vom 1. 4. bis 30. 4. 2026. Nicht gültig für Rezeptverkäufe. Nicht kumulierbar mit anderen Aktionen. Solange Vorrat.

* Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.

Fortsetzung von Seite 19

In der allerersten Stunde erzählte ich von meinem Leben, damit sie wissen, mit wem sie es zu tun haben. Das kam gut an. Mir war sofort klar: Ich mache das nur eine Woche oder lange. Dann begann die zweite, und jetzt sind es schon fast eineinhalb Jahre. Ich freue mich jeden Tag auf die Arbeit mit den Kids. Überrascht hat mich, wie strikt ich sein kann – und muss. Klarheit ist so wichtig, jegliche Form von Wischiwaschi rächt sich sofort. Ebenfalls erstaunt hat mich, wie wichtig die Beziehungspflege im Verhältnis zur Stoffvermittlung ist. Als Lehrer bin ich eine wichtige Bezugsperson. Mir kamen meine eigenen Lehrerinnen und Lehrerwieder in den Sinn und was ich an ihnen mochte. Mit Grammatik hatte es nichts zu tun, dafür mit Respekt und Zuwendung. Es

«Klarheit ist beim Unterrichten wichtig. Jegliche Form von Wischiwaschi rächt sich sofort.»
Thomas Meyer Schule

ist mir gelungen, das auch meinen Schülerinnen und Schülern entgegenzubringen. Da ich den Job bis zur Rente ausüben möchte, muss ich nun ein Diplom machen. Aber das ist ziemlich schwierig, weil es nicht berufsbegleitend ausgelegt ist. Wäre ich 20, könnte ich problemlos in Vollzeit studieren, aber ich bin 52 und habe hohe Fixkosten. Ich wünschte, man würde uns Quereinsteigern etwas entgegenkommen. Wir sind topmotiviert und bringen eine Menge Lebenserfahrung mit. Für uns müsste es eine Ausbildung geben, die das Ausbildungsniveau sichert, aber grosszügig anrechnet, was wir schon können und geleistet haben. Ich hoffe, die Bildungspolitik und die Hochschulen würdigen das in Zukunft stärker!»

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PROGRAMM

Einsteigeorte Nijmegen

Amsterdam (Volendam)

Bootstour durch Amsterdams Grachten.

Nachmittags Tour ans Markermeer, nach Volendam und auf die Insel Marken. 47

Abends sorgt der Seemannschor Raddraaiers für waschechte Shanty-Atmosphäre.

Amsterdam Rotterdam

Nachmittags Stadt- und Hafenrundfahrt in Europas grösstem Seehafen.

Rotterdam

Vormittags Rundgang in Del , eine der ältesten Städte der Niederlande.

39

Alternativ: Roo op-Tour über den Dächern der Stadt (in Englisch). 40

Gent (Brügge)

Morgens Stadtrundgang in Brügge.

Oder Tour an die Küste von Oostduinkerke. 69

Nachmittags Rundgang mit Grachtenfahrt in Gent. 55

Alternativ: Tagestour nach Brügge. 115

Antwerpen Hasselt

Vormittags Streifzüge durch Antwerpen.

Über Mittag: Street Food und Street Art. 83

Nachmittags begrüssen wir am Hafen den Comiczeichner Jan Bosschaert, der mit Sti und Papier an Bord kommt.

Hasselt > (Brüssel)

Tagestour in die Europastadt Brüssel, zu Jugendstil am Grand Place, zu Residenzpalästen und grünen Stadtoasen.

86

Oder Velotour im Nationalpark Bokrijk. 88

Alternativ: Rundgang in Leuven. 55

Maastricht

Vormittags Tour nach Maastricht.

Nijmegen Einsteigeorte

Mittendrin-Paket Inklusivleistung Landprogramm 15% günstiger als an Bord.

FLANDERNS GOLDENE STÄDTE

Eine Flussreise in den Süden der Niederlande, zu den schönsten Orten Flanderns. Freuen Sie sich auf die Begegnung mit Seemännern, Comiczeichnern und Pferdefischern.

DER COMICZEICHNER – JAN BOSSCHAERT

Comics gehören zu Belgien, wie Bier, Pommes und Pralinés. Jan Bosschaert gehört zu den Grossen seines Fachs. Als Comiczeichner, Maler und Illustrator wird er in Belgien von Jung und Alt geschätzt. Wir begrüssen ihn am Hafen von Antwerpen.

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Wie lange muss ein Ei kochen, bis es hart ist?

Zehn Minuten, wenn du das Ei aus dem Kühlschrank direkt ins kochende Wasser gibst. Legst du es ins kalte Wasser, braucht es ab Siedepunkt des Wassers rund sechs Minuten. Bei kleinen Eiern reichen meist auch vier bis fünf Minuten. Sehr grosse Eier sollten eine Minute länger kochen.

Wie kann ich die Eier leichter schälen?

Diese vier Tricks helfen dabei:

• Nicht mehr ganz frische Eier nehmen.

• Einen Esslöffel Essig ins Kochwasser geben.

• Die Eier nach dem Kochen abschrecken. Vor dem Abschrecken solltest du mit einem Messer oder Löffel leicht auf die Schale schlagen, sodass sie eine Delle bekommt.

• Schälst du die Eier erst später, dann hältst du die leicht angeschlagenen Eier vorher kurz unter laufendes Wasser.

Wie lange kann ich hart gekochte Eier aufbewahren?

Wenn die Schale unbeschädigt ist, kannst du hart gekochte Eier bis zu zwei Wochen im Kühlschrank lagern. Die Eier sollten in diesem Fall nicht mit kaltem Wasser abgeschreckt werden, da das die Haltbarkeitsdauer verkürzt. Lagerst du Eier bei Zimmertemperatur, sollten sie innerhalb von zwei Tagen gegessen werden.

Wann gibts einen grünen Rand ums Eigelb?

Der Rand entsteht, wenn das Ei lange – über zehn Minuten – gekocht wurde. Dann reagiert das Eisen im Eigelb mit den Schwefelverbindungen im Eiweiss. Das Ei bleibt aber einwandfrei.

Wie verhindere ich das Aufplatzen der Eier?

Nimm die Eier 20 Minuten vor dem Kochen aus dem Kühler. Das reduziert den Temperaturunterschied zwischen Ei und kochendem Wasser. Gib nicht zu viele Eier ins Wasser, so prallen sie weniger aneinander. Das Wasser sollte zudem nur leicht köcheln und nicht sprudeln.

Soll ich Eier anstechen?

Nein, das bringt nichts, wie ein Test mit 3000 Eiern zeigte.

Wie sinnvoll ist das Abschrecken der Eier?

Das Abschrecken unterbricht den Kochvorgang. Das ist bei weich gekochten Eiern sinnvoll, weil das Ei dann nicht weiter gart. Bei hart gekochten Eiern kann man darauf verzichten. Abgeschreckte Eier lassen sich aber besser schälen.

Text: Claudia Schmidt

Wie du gekochte Eier richtig lagerst und mit einfachen Tricks mühelos von ihrer Schale befreist.

TeflonBratpfannen

Sie sind der Klassiker, wenn es ums Kochen ohne Anbrennen geht.

Empfindliche Speisen wie Omeletten oder zarte Fischfilets sind in Teflonpfannen bei mittlerer Temperatur gut aufgehoben. Insgesamt gelten moderne Teflonpfannen als unbedenklich; die früheren Beschichtungen, die als gesundheitsschädlich eingestuft wurden, sind seit 2013 verboten.

Achtung vor zu grosser Hitze Schwierig wird es, wenn man die Bratpfanne bei hohen Temperaturen um die 250 Grad verwendet. Das zerstört auf Dauer die Antihaftbeschichtung, die eigentlich nichts anbrennen lassen soll. Dabei werden auch bei den modernen Pfannen giftige Stoffe freigesetzt. Zudem entstehen bei der Herstellung von Teflon Poly­ und Perfluoralkylsubstanzen (PFAS). Diese chemischen Stoffe können biologisch nicht abgebaut werden.

Dicke Böden, mehr Wärme Wer seine Teflonpfanne lange nutzen möchte, sollte sie nicht in den Geschirrspüler geben. Und nicht mit scharfen Pfannenwendern oder Messern in der Pfanne hantieren. In der Migros gibt es die Linien M­Budget und Basic mit Teflonbeschichtung. Sie unterscheiden sich in der Dicke des Aluminiumkerns – und damit in der Wärmeleitfähigkeit. Dickere Böden leiten die Hitze schneller und speichern sie besser.

Diese Pfannen verhindern Pannen

Soll die Bratpfanne mit Teflon oder doch lieber mit Keramik beschichtet sein? Wir zeigen Unterschiede der beiden Materialien.

Text: Claudia Schmidt
Migros Kitchen & Co.
Haushalt

KeramikBratpfannen

Die keramische Antihaftbeschichtung hat einen entscheidenden Vorteil.

Sie hält problemlos Temperaturen von 300 Grad und mehr aus. Die so beschichteten Bratpfannen lassen nichts ankleben, was sie zu einer beliebten Alternative zu Teflonpfannen macht. Sie enthalten – im Gegensatz zu Teflonpfannen – auch keine PFAS.

Perfekt für Steaks

Die Keramik-Bratpfannen der Migros der Linien Pro Titan und Star eignen sich sowohl für Gas-, Elektro- und Induktionsherde als auch für solche mit Ceranfeld. Mit ihnen kann deutlich schärfer – sprich bei höheren Temperaturen – angebraten werden. Perfekt für Steaks, Pfannengerührtes und zum Anbraten von Schmorfleisch. Aber auch alles, was bei niedrigen Temperaturen gart, gelingt perfekt.

Wie vom Grill

Bis zu 160 Grad dürfen die Pfannen auch in den Backofen. In der Grillpfanne gelingen zudem Fleisch, Gemüse und Grillkäse wie vom Grill – mit schönen Grillstreifen. Auch wenn KeramikBratpfannen spülmaschinengeeignet sind, empfiehlt sich für eine lange Lebensdauer das Reinigen von Hand.

Häschen hopp

Ostern kann kommen

Diese Rezepte sind echte Hingucker und überzeugen auch kulinarisch –das Highlight für deinen Osterbrunch. Einfach geniessen!

Text: Dinah Leuenberger Fotos: Claudia Linsi
Rezepte: Migusto; Fotos: Getty Images
Osterbrunch

Osterhasen-Kranz

Süssgebäck, ergibt 6 Stück

700 g Weissmehl

20 g Hefe

3 EL Zucker

ca. 1,3 dl Wasser, lauwarm

1 grosser roter Apfel à 180 g

1 TL Salz

1 Becher saurer Halbrahm

6 Sultaninen

1 Eigelb zum Bestreichen

1. Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde bilden. Hefe in kleinen Stücken hineingeben, Zucker und Wasser dazugeben. 10 Minuten stehen lassen, bis sich Blasen bilden.

2. Inzwischen Apfel fein reiben. Mit Salz und saurem Halbrahm zum Mehl geben. Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten. In einer Schüssel mit feuchtem Tuch zudecken. An einem warmen Ort ohne Luftzug ca. 2 Stunden auf das Doppelte aufgehen lassen.

3. Teig in 10 Stücke teilen. 6 Stücke zu 35 cm langen Strängen formen, diese zu 6 Hasenkörpern eindrehen. Aus 2 Teigstücken 6 runde Köpfe formen. Aus den restlichen 2 Teigstücken je 6 Ohren und Schwänzchen formen. Ohren jeweils mit einer Schere einschneiden.

4. Die Hasen im Kreis auf ein umgedrehtes, mit Backpapier belegtes Blech legen. Je 1 Sultanine pro Hase als Auge in den Kopf drücken.

5. Hasen mit Wasser bestreichen. Ca. 20 Minuten aufgehen lassen.

6. Backofen auf 200 °C Unter-/ Oberhitze vorheizen. Eigelb mit wenig Wasser verdünnen, Hasen damit bestreichen. In der unteren Ofenhälfte 30–35 Minuten backen.

GENUSS

Osterbrunch

Twisted Toast

Radieschen-Turm Scheibchen für Scheibchen um eine würzige Frischkäsemasse gebaut, erklimmt der Radieschen-Turm kulinarische und optische Höhen.

Als ob die Brotschnitten tanzen würden! Belegt mit Schinken und Ei, Pesto und Käse oder Brie und Preiselbeeren, sind die Twisted Toasts Augenschmaus und Gaumenfreude.

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Fortsetzung von Seite 27

Mit Häsli im Herzen

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Jean-Louis Tomme à la Crème 100 g Fr. 1.95

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Osterbrunch

Rüeblikuchen

Was Häschen gern knabbern, mögen auch wir: Rüebli! Erst recht, wenn sie sich in eine saftige Rüeblitorte verwandeln, die liebevoll verziert ist.

Oster-Käseplatte

Apéro für 4 Personen

2 Camemberts suisse (halbrund)

1 Tomme à la crème 100 g

2 Mini-Caprices des Dieux à 50 g

ca. 150 g Antipasti, z. B. marinierte Oliven, Teufelshörnchen, Hummus nature, Guacamole ca. 100 g Nüsse, z. B. CurryCashews

2 hart gekochte Eier

ca. 100 g Käse, z. B. Appenzeller ca. 300 g gemischtes Gemüse, z. B. Radiesli, Minigurken, Minikarotten, Cherrytomaten, Minipaprika

ca. 150 g Charcuterie, z. B. gemischte Bündnerplatte, Bündnerfleisch, SalamiStängeli

ca. 200 g gemischte Beeren, z. B. Erdbeeren und Heidelbeeren

ca. 200 g Brot und Cracker wie Minibrötchen zum Aufbacken, Cracker, Mini-Blévita Paprika

1. Hasen formen: Camemberts als Körper, den Tomme als Kopf und die Mini-Caprices als Ohren auf eine Platte legen.

2. Antipasti und Nüsse in Schälchen füllen. Eier schälen und halbieren. Käse in Scheiben schneiden, Gemüse je nach Grösse halbieren oder vierteln.

3. Alles zusammen mit den restlichen Zutaten um den Käse-Hasen herum anrichten, bis die Platte gefüllt ist.

Hier kannst du die MigustoApp herunterladen.

Schoko-Flakes

Dessert, ergibt ca. 8 Stück

100 g Milchschokolade, z. B. Osterhasenschokolade 35 g Cornflakes

½ Beutel Vanillezucker 10 g Zuckerdekor

1. Ein Blech oder eine Platte mit Backpapier auslegen.

2. Schokolade in Stücke brechen. In einer Schüssel über schwach dampfendem Wasser schmelzen.

3. Vanillezucker und Cornflakes unterrühren.

4. Mit zwei Esslöffeln Häufchen formen. Aufs Blech legen. Mit Zuckerdekor bestreuen. An einem kühlen Ort (nicht im Kühlschrank) fest werden lassen.

5. In einer Dose aufbewahren. Kühl lagern. So bleiben die Schoko-Flakes ca. 1 Woche haltbar.

Zweites Leben für Schoggihasen

Was tun mit Schokoladenresten von Ostern? Verwerten! Mit unseren Ideen feiern Häsli und Co. ein würdiges Comeback.

Text: Claudia Schmidt

Hier kannst du die MigustoApp herunterladen.

Schokolade

Schokolade

Weitere Tipps für Schoggireste

So rückt man den Hasen zu Leibe

Schokoeili und -hasen sind einfach nur Schokolade. Und genau das machen wir uns zunutze, damit die süssen Osternaschereien nicht noch im nächsten Jahr herumstehen.

Einschmelzen

Fast wie Goldschmuck schmelzen wir Schokohasen und -eili ein. Daraus werden feine Mousse, Schokoladentöpfli und heisse Schokolade. Für weisse Schokolade und Vollmilchschokolade ist eine Wasserbadtemperatur von 40 bis 45 Grad ideal, Zartbitterschokolade schmilzt am besten bei circa 50 Grad.

Raspeln

Schoggihasen lassen sich gut mit einem Sparschäler klein raspeln. Die Schokospäne verschönern Schlagrahm auf Glace-Coupes oder Creme-Desserts. Luftdicht verschlossen aufbewahren und zügig aufbrauchen.

Zerstossen

Grob zerstossen werden aus Osterhasen schöne Schokoladenstücke für Kuchen, Cookies oder Brownies. Dazu Hasen und Eili in einen Plastiksack geben und auf ein Brett legen. Mit einem zwei ten Brett die Schokolade vorsichtig zerdrücken. Sind die Stücke zu grob, auf einem Brett mit einem Messer weiter fein hacken.

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Schoggi versüsst den Tag

OsterhasenschoggiKuchen

Was für eine Zierde! Ein halb zerlaufener Hase macht den Schoggikuchen optisch zum Hingucker –und geschmacklich zum Genuss.

Müesliriegel mit Osterhasen-Schoggi

Eine köstliche Idee: Der übrig gebliebene Schoggiosterhase findet als Riegel eine neue Verwendung. Perfekt als Zvieri oder als energiereicher Start in den Tag.

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Z u Tisch mit …

«Wenns pressiert, esse ich gern Rüebli-Babybrei»

Judith Erdin hat ihr viertes Backbuch veröffentlicht. Im Interview spricht die Bäckerin-Konditorin über die besten Osterküchlein, Backen aufs Gramm genau – und kulinarische Sünden.

Text: Karen Schärer

Judith Erdin, naschen Sie beim Backen vom Teig?

Selbstverständlich! Weil es fein ist – und weil ich beim Entwickeln der Rezepte wissen muss, wie es schmeckt.

Ihr Lieblingsteig?

Am liebsten Mailänderliteig. Gestern habe ich aber Vanillekipferl gemacht und muss gestehen: Auch dieser Teig ist sehr, sehr gut.

Vanillekipferl im März? Ungewohnt! Ich hatte das Rezept im Dezember angefangen und wollte es endlich fertig ausarbeiten.

Ihr liebstes Ostergebäck?

Osterküchlein. Die von der Migros werden ja als die besten gehandelt. Als ich mein

Judith Erdin

Rezept entwickelte, war es darum mein Ziel, an die heranzukommen.

Ist das gelungen?

Davon bin ich überzeugt!

Darf ein unangekündigter Besuch mit einem Stück Kuchen rechnen?

Ich habe natürlich nicht immer selbst gebackenen Kuchen zu Hause – auch wenn man sich das bei einer Backbuchautorin vielleicht vorstellen würde. Aber Zutaten, um spontan etwas zu backen, sind immer vorrätig. Und wenn man lieb zu mir ist, mache ich daraus auch was.

Was, zum Beispiel?

Mein Favorit: Beeren-Crumble. Ein paar Beeren und Zucker in ein backfestes Förmchen geben, Butterstreusel darüber verteilen, backen und mit Vanilleeis heiss servieren. Das geht schnell, ist einfach und schmeckt.

Was essen Sie, wenn Sie völlig übersüsst sind?

Als ich mein letztes Buch «Dein bestes Geheimrezept» schrieb, habe ich zwei Monate durchgebacken, und es gab jeden Tag Süsses. In solchen Zeiten versuche ich, als Ausgleich natürlich gesund zu kochen.

Wegen Ihrer Rezepte besitze ich eine Federwaage, um alles aufs Gramm genau abwägen zu können. Machen Sie das als Profi auch? Selbstverständlich. Wenn ich will, dass mein Gebäck genau so schmeckt wie immer, muss ich das nach Rezept machen.

Was backen Sie für das erste Gartenfest des Jahres?

Zum Beispiel Brownies oder Linzertorte. Ich mag Klassiker.

Was ist Ihre liebste Backjahreszeit? Der Herbst! Dann haben so viele Früchte Saison, und man kann richtig aus dem Vollen schöpfen.

In Ihrem neuen Buch gibt es zu den Rezepten Erinnerungen. Wie wichtig sind Ihnen Geschichten rund ums Essen?

Die Geschichte ist nicht wichtig, aber sie ist automatisch da: Wenn ich zum Beispiel ein Brötli mit Erdbeerconfi esse, versetzt mich das zurück in die Campingferien. Und ich sitze, wie damals mit 14 Jahren, vor dem

Aufgedeckt

«Einfach mit Kuchen bei den Nachbarn klingeln, und schon ist man im Gespräch.»

Zelt am Frühstückstisch, rieche den Luganersee und spüre das Gras unter den nackten Füssen.

Haben Sie ein Lieblingsrezept, das Kochen und Backen verbindet?

Gemüse-Quiche mit Feta – das könnte ich praktisch immer essen.

Kaufen Sie je Fertigteig?

Nein (lacht).

Ihr liebstes Küchenutensil?

Ein gutes Brotmesser.

Was essen Sie, wenn Sie allein zu Hause sind?

Ich komme derzeit nicht oft zum Kochen. Darum gibts viel Ofenkartoffeln mit Käse. Und wenns mal wirklich schnell gehen muss, aber trotzdem «gesund» sein soll: Rüebli-Babybrei.

Wie bitte?

Judith Erdin (37) ist ausgebildete BäckerinKonditorin und Polygrafin. Die Aargauerin betreibt den Blog streusel.ch und hat preis gekrönte Backbücher ver öffentlicht. Das neueste, «Dein bestes Geheimrezept», stieg im Februar auf Platz 2 der Bestsellerliste ein. Präsenz zeigt sie zudem mit ihrem Podcast «Uftischt», ihrer Bühnenshow «Streusel on Top» sowie in «Late Night Switzerland» auf SRF.

«Dein bestes Geheimrezept –von Generation zu Generation perfektioniert»

Judith Erdin, AT Verlag, 196 Seiten, fester Einband Fr. 24.95 , bei exlibris.ch

Naja, manchmal sage ich mir: Judith, jetzt müsstest du wieder mal gekochtes Gemüse essen. Und dann ist so ein Rüebli-Babybrei einfach sehr praktisch.

Aus dem Quetschbeutel?

Nein, natürlich aus dem Gläslein! Ein bisschen Stil muss schon sein.

In der Pandemie gab es einen Sauerteigbrot-Boom. Haben auch Sie eine Mutterhefe im Kühlschrank?

Ich nehme immer mal wieder einen Anlauf. Aber ich backe gern spontan, und beim Sauerteig muss man schon ein, zwei Tage im Voraus daran denken und den Teig vorbereiten, dass man dann am Tag X backen kann. Da fehlt mir aktuell noch die Disziplin.

Wenn Sie an einem Buch arbeiten, fällt viel Testgebäck an. Was machen Sie damit?

Das verteile ich unter Familie, Freunden und Bekannten. So habe ich auch meine halbe Nachbarschaft kennengelernt. Daher mein Tipp: Einfach mal mit Kuchen bei den Nachbarn klingeln, und schon ist man im Gespräch.

Haben Sie ein Guilty Pleasure? Etwas, für das ich mich schäme, dass ich es esse? Vielleicht Fischstäbchen? Aber die sind halt schon gut.

Buchtipp

Weisser Spargel

Der weisse Spargel erfordert Fingerspitzengefühl bei der Ernte. Er gedeiht unterirdisch in Erddämmen und muss von Hand gestochen werden, bevor seine Spitze aus der Erde lugt. Bekommt er Sonne, wird er zum grünen Spargel. Sein Geschmack ist buttrig, leicht bitter, und er wirkt entwässernd. Anders als grüner Spargel muss weisser Spargel vor dem Verzehr geschält werden, da seine Schale zäh und holzig ist.

Obwohl auch roh essbar, wird weisser Spargel meistens gekocht. Ein Spritzer Zitronensaft im Wasser sorgt dafür, dass die Stangen ihre strahlend weisse Farbe behalten. Frische weisse Spargeln erkennt man an geschlossenen Spitzen und feuchten Enden – und am typischen Quietschtest: Sie quietschen, wenn man sie aneinanderreibt. In ein feuchtes Tuch eingewickelt, bleiben sie im Kühlschrank 1–2 Tage frisch.

Saison hat weisser Spargel in der Schweiz von April bis Ende Juni, danach darf die Pflanze ruhen, um Energie für das nächste Jahr zu sammeln. Ob klassisch mit Sauce hollandaise oder experimentell als rohes Ceviche: Der weisse Spargel bleibt der König der frühen Gemüse.

Weisser-Spargel-Ceviche Spargeln lassen sich für ein Ceviche wie sonst Fisch ohne Kochen nur durch Ziehenlassen zubereiten. Mit Avocado servieren. Geht auch mit grünen Spargeln. Zum Migusto-Rezept:

Spargeln

Das Duell der Spargeln

Was unterscheidet grünen von weissem Spargel? Und was haben sie gemein? Ein Spitzenduell.

Text: Dinah Leuenberger

Spargeln

Spargel-Quiche

In der Spargel-Quiche finden sich zwei Klassiker der französischen Küche wieder und heissen den Frühling auf ganz besondere Art willkommen.

Zum Migusto-Rezept:

Grüner Spargel

Grüner Spargel ist dieselbe Pflanze wie weisser Spargel, aber er gedeiht in loser Erde am Licht. An sonnigen Tagen kann er bis zu 7 cm in die Höhe spriessen. Die Sonne ist übrigens auch für seine grüne Farbe verantwortlich. Weil er über der Erde wächst, ist er widerstandsfähiger als der weisse Spargel. Die dickeren Exemplare sollten im unteren Drittel geschält werden, alle anderen können mitsamt Schale gegessen werden.

Der grüne Spargel eignet sich mit seinem kräftigen, Broccoli-ähnlichen Aroma gut für rohe Gerichte wie Salate. Er schmeckt gebraten oder blanchiert und ergänzt auch Pastagerichte prima. Die Kochzeit ist beim grünen Spargel kürzer als beim weissen; er wird meist al dente gegessen.

Die Saison teilen sich grüner und weisser Spargel – genauso wie auch den Quietschtest zur Ermittlung der Frische. Und noch etwas haben beide gemeinsam: Das Pipi stinkt, allerdings nur für etwa die Hälfte der Menschen. Die anderen bemerken schlicht nichts, weil ihr Körper entweder die Asparagusinsäure nicht umwandelt oder sie diese nicht riechen können. Schwein gehabt!

Weisse und grüne Spargeln kochen

Spargeln schälen und kochen wie ein Profi: Schau dir unsere Tipps auf Migusto an – mit Video.

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Sie strahlen mit ihren Findern um die Wette: die Bürgi-Osterhasen.

MEINE REGION

Augen, Nase und Pfötchen werden in sorgfältiger Handarbeit aufgemalt.

Mit viel Liebe zum Detail

Die Schokolade-Manufaktur Bürgi in Pfyn fertigt Osterhasen –mit Handwerkskunst auf höchstem Niveau.

Seit einigen Wochen haben sich Klopfer, Stupsi und ihre Gspänli wieder in den Regalen der Ostschweizer Migros-Filialen eingenistet und freuen sich auf ein neues Zuhause. Damit die beliebten Osterhasen der Bürgi Spezialitäten AG rasch zügeln können, zeigen sie sich von ihrer Schokoladenseite. Und diese kann sich sehen lassen, denn die Herstellung der Schoggihasen erfolgt mit Herzblut und viel handwerklichem Geschick. Die Confiseure in Pfyn malen Augen, Nase und Pfötchen von Hand in den Formen auf, bevor der eigentliche Hase gegossen wird. Und auch danach wird manuell fertig geschmückt und verpackt. «Wir könnten vieles automatisieren», sagt Geschäftsführer Remzi Grajçevci, «doch das wollen wir nicht. Insbesondere das Bemalen ist Handwerkskunst, das schafft keine Maschine ohne Abstriche bei der Qualität.» Und so dauert es beinahe zwei Stunden, bis ein Bürgi-Hase parat ist, um ausgeliefert zu werden.

Geschäftsführer Remzi Grajçevci hilft auch in der Produktion mit.

Osterhasen der Bürgi-Confiseure

Insgesamt 13 verschiedene Bürgi-Osterhasen gibt es in Ostschweizer Migros-Filialen, zum Beispiel auch den Mama-Hasen mit Kinderwagen.

Hase mit Kinderwagen 250 g Fr. 19.40

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist der Glanz der Schokolade. Hier müssen die Schoggispezialisten beim Osterhasengiessen die Temperatur stets im Auge haben. «Nur schon ein halbes Grad Unterschied fällt ins Gewicht», sagt Remzi Grajçevci, der vor 32 Jahren als Ferienjobber bei Bürgi angefangen hat. Damit die Hasen ihr Strahlen bis ins Osternestli behalten, hat der Fachmann einen Tipp: «Man sollte sie nicht dem Licht aussetzen, sondern an einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur oder leicht darunter lagern. Licht und Temperaturschwankungen schaden sowohl dem Glanz als auch dem Geschmack.» Darum gelte auch nach dem Anknabbern: bloss nicht in den Kühlschrank! «Am besten bewahrt man sie im Keller auf», so Grajçevci. Allerdings schmecken die Hoppler so fein, dass der Gang ins Untergeschoss wohl nicht allzu oft angetreten werden muss.

Text und Fotos: Lukas Aebersold

40 MEINE REGION

Beliebter Teamlauf:

Am 26. September findet die 10. Winti-SOLA, die Laufstafette, in Winterthur statt.

Paradies für Laufbegeisterte

Die Ostschweiz bietet ein vielfältiges Angebot für Laufbegeisterte – von Altstadtläufen bis hin zu Events vor alpiner Kulisse, unterstützt von der Migros.

Text: Rahel Bachmann

Bischofszeller Städtlilauf –3. Mai

Die Strecke des Bischofszeller Städtlilauf führt durch die malerische Altstadt und bietet Distanzen für Gross und Klein. Alle Teilnehmenden erhalten Laufsocken sowie attraktive Give-aways. Dazu sorgen Podestpreise und die besondere Atmosphäre für ein rundum gelungenes Lauferlebnis.

→ staedtlilaufbischofszell.ch

Auffahrtslauf St. Gallen –14. Mai

Rund um das grösste Fussballstadion der Ostschweiz erwartet die Teilnehmenden ein abwechslungsreicher Laufevent für die ganze Familie. Vom Halbmarathon bis zu den Kids Runs ist für alle etwas dabei. Im Startgeld inbegriffen sind Starterbag, Startershirt und die kostenlose An- und Rückreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

→ auffahrtslauf.ch

Grand Prix Winterthur – 31. Mai

Beim Grand Prix Winterthur treffen städtische Atmosphäre und Natur aufeinander. Vielseitig ist das Angebot mit Halbmarathon, 10 km, 5 km und die beliebte Kategorie für Kinder und Familien.

→ gp-winterthur.ch

Davos X-Trails – 24./25. Juli

Berge, Weite und Höhenluft: Die Davos XTrails führen durch die alpine Landschaft rund um Davos Klosters. Hier wird jeder Lauf mit faszinierender Alpenkulisse zum besonderen Abenteuer.

→ davos-xtrails.ch

Waldstattlauf – 15. August

Der Waldstattlauf begeistert mit seinem Säntis-Panoramalauf: Die Ausblicke auf den

MEINE REGION

Gratisstart für Kinder dank Migros und Famigros Run & Win

Kinder und Jugendliche profitieren dank der Migros von einem Gratisstart (Ausnahme Auffahrtslauf St. Gallen). Anmeldung über die jeweilige Website. Beim Auffahrtslauf St. Gallen gibt es den Famigros Run & Win –und tolle Preise zu gewinnen.

Verlosung Gratisstarts

Für die Winti-SOLA werden 2 Teamstarts, bei allen restlichen Läufen 5 Einzelstarts verlost. E-Mail mit Betreff «Name der Laufveranstaltung» an wettbewerb@gmos.ch. Teilnahmeschluss: 8. April. Keine Barauszahlung möglich.

Alpstein sind atemberaubend. Die reizvollen Strecken über 5 km, 11 km und 17 km machen den Lauf für jede Altersgruppe zu einem besonderen Vergnügen. → waldstattlauf.ch

Frauenfelder Stadtlauf –29. August

Die charmante Altstadt von Frauenfeld bildet die Kulisse für den Laufevent. Ob Kids Run, Familienlauf oder Hauptlauf – Begegnung und gemeinsames Erleben stehen im Mittelpunkt.

→ frauenfelder-stadtlauf.ch

Altstätter Städtlilauf –5. September

Der Altstätter Städtlilauf führt durch die Altstadt. Das Publikum und die gute Stim-

mung machen den Anlass zu einem festen Höhepunkt im Ostschweizer Laufkalender.

→ staedtlilauf.ch

Amriswiler City-Run –5. September

Quer durch die City mit Strecken für Jung und Alt. Auch in diesem Jahr wartet im Ziel die begehrte Finishermedaille.

→ amriswiler-city-run.ch

Schaffhauser Stadtlauf –6. September

Altstadtkulisse und viele Zuschauende prägen den Schaffhauser Stadtlauf. Der Herrenacker-Sprint gehört den Kleinsten, der 7,5-km-Hauptlauf fordert die Erwachsenen.

→ schaffhauser-stadtlauf.ch

Stadtlauf St. Gallen –13. September

Vom 2,5-km-Lauf bis zur 25-km-Kategorie ist für alle etwas dabei. Kinder erhalten eine Erinnerungsmedaille.

→ stadtlauf.sg

Winti-SOLA – 26. September

Die beliebte Laufstafette feiert Jubiläum. In 12er-Teams werden 83,4 km und 1500 Höhenmeter bewältigt. Der Teamgeist steht bei diesem Laufhighlight im Mittelpunkt. → wintisola.ch

Kyburglauf – 7. November

Seit über 40 Jahren bietet der Kyburglauf für alle etwas – vom Trail-Halbmarathon bis zum Kinderlauf. Für die Jüngsten wartet im Ziel die verdiente Medaille. → kyburglauf.ch

Der Frauenfelder – 15. November

Ein Klassiker im Ostschweizer Laufkalender: Marathon, Halbmarathon und Juniorenlauf führen durch die abwechslungsreiche Landschaft zwischen Frauenfeld und Wil. → derfrauenfelder.ch

Gossauer Weihnachtslauf –5. Dezember

Wenn sich Gossau in Adventsstimmung hüllt, trifft sich die Laufszene zum Weihnachtslauf. 29 Kategorien bieten Strecken für alle. → weihnachtslauf.ch

Kultur

Kalender

Veranstaltungen im April

Das Migros-Kulturprozent unterstützt Anlässe im Wirtschaftsgebiet der Migros Ostschweiz.

THEATER 16. und 17. April

Theater Winterthur Hemmige theaterwinterthur.ch

SPORT

17. April IG Sport SG Sportgala Kanton St. Gallen igsportsg.ch

MUSIK

18. April Musikgesellschaft Sirnach

Jahreskonzert «Legenden» mgsirnach.ch

THEATER 22. April bis 2. Mai

Szenario Schaffhausen 10 Jahre Szenario szenario-schaffhausen.ch

Ticketverlosung: E-Mail mit Betreff «Szenario» und Angabe der Adresse an wettbewerb@gmos.ch.

Teilnahmeschluss: 16. April

UMWELT 25. April

WWF AR/AI-SG-TG Fledermausexkursion in Romanshorn events.wwf.ch

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Nacht

Landwirtschaft

Wie Bauer Dürr den Broccoli besser macht

Das meiste Tiefkühlgemüse der Migros wächst im St. Galler Rheintal. Dort tüftelt Beni Dürr seit Jahren daran, Broccoli umweltschonender anzubauen.

Text: Nina Huber Fotos: Anna-Tina Eberhard
Beni Dürr pflanzt die Setzlinge. Dank der Vorrichtung am Traktor kommen die Jungbroccoli im richtigen Abstand in den Boden.

Landwirtschaft

Der silbergraue Tesla hängt am Strom. «Diesen Sonnenschein muss ich ausnützen», sagt Beni Dürr mit einem Augenzwinkern und zeigt nach oben aufs Dach, wo Solarpanels angebracht sind. Auf dem grossen Vorplatz seines Bauernhofs in Haag SG stehen Kisten mit Tausenden kleiner Broccolisetzlinge. Es ist Anfang März, und die Felder müssen jetzt bepflanzt werden. Ende Mai werden Dürr und seine Zulieferer die ersten Broccoli ernten. Übers ganze Jahr werden es 4 Millionen sein. Dürr wird sie über seine Firma Verdunova zu 1000 Tonnen Tiefkühlbroccoli verarbeiten. Noch vor 30 Jahren wurde Tiefkühlbroccoli, ­blumenkohl und ­romanesco aus dem Ausland importiert. Dürr war der Erste, der diese drei Röschengemüse in der Schweiz anbaute und zu Tiefkühlgemüse verarbeitete. Er ist kein Mann für halbe Sachen. Mit gerade mal 23 Jahren übernahm er den Viehzuchtbetrieb seines Vaters mit 20 Milchkühen. 1991 baute er einen modernen Laufstall. Fünf Jahre später verkaufte er die Kühe. Im ehemaligen Stall entstand eine Gemüseverarbeitungsanlage. «Unternehmerisch sah ich mehr Potenzial im Gemüse», sagt Dürr. Zudem fasziniert ihn die Pflanzenwelt. Das Samenkorn eines Weisskabis wiegt ein Dreihundertstelgramm und wird innerhalb von hundert Tagen eine Million Mal schwerer. «Da wird man demütig.»

Improvisation und Unternehmergeist

Der Rheintaler schwärmt für Dixieland und spielt selbst leidenschaftlich Saxofon. Wie in der Jazzmusik improvisierte er manchmal auch im Geschäftlichen. Einen Businessplan habe es schon gegeben, aber er gibt zu: «Ich bin etwas blauäugig an die Sache gegangen.» Den ersten Grossauftrag der Migros bekam er nicht, da die Hygieneverhältnisse seiner selbst gebauten Gemüseanlage – direkt neben einem Pferdestall – nicht über alle Zweifel erhaben waren. Doch Dürr gab nicht auf, baute in der benachbarten Ortschaft Sennwald eine neue Anlage und tüftelte weiter. Dort entwickelte er ein Tiefkühlverfahren, bei dem das Gemüse nicht wie herkömmlich im Wasser gekocht und mit Eiswasser abgeschreckt, sondern mit Dampf erhitzt und mit Luft gekühlt wird. Den Wasserverbrauch senkte er so um 90 Prozent, und Vitamine, Farbe und Geschmack bleiben im Gemüse erhalten.

Vor fünf Jahren kam die Migros auf Dürr zu, mit dem Ziel, den Broccolianbau noch nachhaltiger zu gestalten. Bald darauf wurde sie zu seinem grössten Abnehmer. Dürr ist bekannt als einer, der viele Mass­

«Unternehmerisch sah ich mehr Potenzial im Gemüse.»
Beni Dürr, Landwirt

Beni Dürr überprüft das Wurzelwachstum einer Jungpflanze.

nahmen vorantreibt, um den Gemüseanbau schonender zu betreiben. Schon als Bub wollte er die Natur sauber halten. Bachputzen war ein Spiel, bei dem er ganze Velos und einmal auch einen Helm aus dem Zweiten Weltkrieg herausfischte.

Tüfteln bei der Sortenwahl Zusammen mit der Migros testete Dürr 30 verschiedene Broccolisorten und untersuchte, welche davon auf dem sandigen Boden im St. Galler Rheintal am besten mit wenig Pflanzenschutzmittel zurechtkommt. Der Test ergab, dass mit der richtigen Sortenwahl das Spritzen zur Pilzbekämpfung auf unter 30 Prozent heruntergefahren werden konnte, ohne Ertragsverluste.

Darüber hinaus setzte Dürr auf eine Reihe von Tricks, mit denen sich noch mehr Pestizid einsparen liess. Beim sogenannten Bandspritzen etwa werden die Pflanzen direkt beim Setzen in ihre Reihe gespritzt und nicht die ganze Ackerfläche – so spart man 70 bis 80 Prozent der Mittel zur Unkrautbekämpfung. Ein weiterer Trick ist das Düngen mit Kalk bei den Setzlingen. Dadurch werden die Wurzeln stärker und haben gegenüber Unkraut einen Vorteil. Fazit: Der tiefgefrorene Broccoli ist heute umweltverträglicher, und die Bauern sparen Geld, weil sie weniger Pflanzenschutzmittel benötigen.

Derweil tüftelt Beni Dürr bereits an einer neuen Idee. Er hat einen Pilz entdeckt, der das Wurzelwachstum fördert und die jungen Broccoli robuster macht, wenn man ihn als Nützling im Boden einsetzt. Dabei ist Dürr mit seinen 67 Jahren eigentlich längst pensioniert. Seine Firma Verdunova hat er vor drei Jahren Rosina, der zweitjüngsten seiner vier Töchter, übergeben. Das verschafft ihm mehr Zeit für seine andere Passion, die Musik. Als Präsident der Werdenberger Schloss­Festspiele organisiert er für August eine Verdi­ Oper. «40 Jahre lang habe ich mich als Landwirt um das leibliche Wohl der Menschen gekümmert. Jetzt kümmere ich mich um das seelische Wohl.»

Reduktion von Pflanzenschutzmitteln

Das «Broccoli-Ambassador-Projekt» der Migros hat das Ziel, im konventionellen Anbau von Broccoli weniger chemischsynthetische Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Mit Massnahmen wie Sortenwahl, Hacken zwischen den Reihen zur Bekämpfung von Unkraut und Verfahren wie der Bandspritzung können bis zu 80 Prozent Pestizide eingespart werden.

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Regional verankert: Sujet der aktuellen MigrosKampagne

Vier Orte mit Ausstrahlung

In der neuen Migros-Kampagne spielen Wald, Altdorf, Laufen und Bière eine Hauptrolle. Mitarbeitende erzählen, was ihre Gemeinden so besonders macht.

Text: Barbara Scherer, Patricia Brambilla-Rochat

Der Bachtelturm bietet einen grandiosen Blick auf den Kanton Zürich.

Wo Natur unddominierenWeitsicht

Wald

Wo einst Wilhelm Tell denschossApfel

Das Kapuzinerkloster ist schön gelegen, das Telldenkmal (Bild ganz unten) berühmt.

Aussicht

geniessen in Wald

«Die Gemeinde Wald ist ein beliebtes Natur- und Erholungsgebiet. Nur vier Kilometer entfernt befindet sich das Skigebiet Oberholz-Farner. Ich kann auch einen Besuch im Restaurant Alp Scheidegg empfehlen: Es handelt sich dabei um das höchstgelegene Gasthaus im Kanton Zürich. Wenn es Schnee hat, kann man von dort runterschlitteln, das ist ein lustiges Erlebnis. Wer noch nie in Wald war, sollte zudem den 20-minütigen Fussmarsch zum Aussichtsturm Bachtel auf sich nehmen. Vom Turm hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Region. Zudem hat es eine schöne Grillstelle mit Spielplatz – perfekt, um einen Cer velat zu braten. Meine Mittagspause verbringe ich fast immer im Café Majoka, dort gibt es die leckersten selbst gebackenen Kuchen.»

Geschichte erleben in Altdorf

Silvia Gmür, Fachleiterin Food und Non-Food, arbeitet seit 7 Jahren in der Migros-Filiale Wald ZH. Altdorf

«Altdorf ist vor allem als Schauplatz der Wilhelm-Tell-Sage bekannt. Wer noch nie hier war, muss unbedingt das berühmte Telldenkmal im Zentrum der Gemeinde sehen. Ich kann zudem einen Spaziergang zum ehemaligen Kapuzinerkloster empfehlen, von dort hat man einen wunderschönen Ausblick auf ganz Altdorf. Wer im Dorf bleibt, sollte den Lehnplatz aufsuchen, hier kommt die Gemeinde zusammen. Mir gefällt die vertraute Atmosphäre in der Migros Altdorf: Wir haben viele Stammkunden und pflegen ein familiäres Verhältnis in der Filiale.» Judith Reichlin, Allrounderin, arbeitet seit 9 Jahren in der Migros-Filiale Altdorf UR.

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Wo man sichkenntnoch

Laufen

Planetenweg entdecken in Laufen

«Mir gefällt an Laufen, dass es eher ländlich ist und man sich kennt. Im Sommer verbringe ich meine Mittagspause am liebsten am Birsfall, dem lokalen Wasserfall. Auf einem Stein am Wasser kann ich die Sonne geniessen und dem Rauschen des Flusses zuhören, das ist super entspannend. Wer noch nie in Laufen war, sollte unbedingt einmal vorbeikommen und den Planetenweg gehen. Das ist eine kleine Rundwanderung, auf der das Planetensystem erklärt wird – gute Schuhe und die passenden Socken dazu sind hier sicher von Vorteil. Ansonsten kann ich auch einen Besuch im Museum Laufental empfehlen, um die Region kennenzulernen, oder im Ricola Erlebnisshop, der Besuchern die Geschichte der Kultmarke näherbringt.»

Ariane Hänggi, Fachleiterin Früchte & Gemüse, arbeitet seit 19 Jahren in der Migros-Filiale Laufen BL.

Auf dem Planetenweg die Himmelskörper erkunden und im Museum (Bild oben) auf Zeitreise gehen

Ruhe finden in Bière

«Für Menschen, die Ruhe lieben, ist Bière ein idealer Ort. Besonders schätze ich, dass es hier nicht zu viele Menschen gibt. Es ist ruhig. In fünf Minuten bin ich von zu Hause aus mitten in der Natur. Mein Mann und ich gehen oft im Wald spazieren. Dort begegnen wir Spaziergängern, die mit ihren Hunden nach Trüffeln suchen. Trotzdem gibt es hier alles: Bars, Restaurants – mit gutem Bier –, eine Kaserne und sogar Bingo-Veranstaltungen im Rathaus, das wie ein kleines Schloss aussieht.»

Nikolia Stanojkov, arbeitet seit 9 Jahren im Migros-Restaurant Renens und wohnt in Bière VD.

Wo es viel Ruhe gibt –und feines Bier

«Aufgeben ist keine Option»

Die Berner Radio-Moderatoren

Simon Moser und Michel Schelker wagen sich an den ersten Volkslauf. Wie steht es um ihre Form vor dieser Premiere?

Text: Karen Schärer

Bekanntes

Moderatoren-Duo

Simon Moser (45, links) und Michel Schelker (33) moderieren seit 2015 die Morgenshow bei Radio Energy Bern. Seit 2019 reden die Freunde in ihrem Podcast «Die Sprechstunde», den sie auch schon live brachten, selbstironisch über ihren Alltag und sind mit «Buddy Bucket List» im Privat-TV zu sehen.

Volkslauf

Volkslauf

«Ich habe im Training stark angefangen und noch stärker nachgelassen.»
Michel Schelker

Simon Moser und Michel Schelker, als Nichtläufer haben Sie in Ihrem Podcast «Die Sprechstunde» verkündet, am 9. Mai den Grand Prix Bern laufen zu wollen. Nun verfolgen Tausende Ihren Trainingsstand. Wie ist es, sich mit der Öffentlichkeit im Rücken auf den 16-kmLauf vorzubereiten?

Michel Schelker: Naja, verkündet hat es Moser – mehr als persönliches Ziel 2026 –, und ich wollte ihm nur etwas Druck aufsetzen. Ist jetzt etwas ausgeartet …

Simon Moser: Ja, wir sind voll dran. Aber man fühlt sich beobachtet! Ob im Fitnessstudio oder beim Run an der Aare: Ich werde immer wieder auf mein Vorhaben angesprochen und jeweils ehrlich gesagt auch etwas bemitleidet. Was wohl an meinem aktuellen Trainingsstand liegt

Hätten Sie ohne die Öffentlichkeit die Volkslauf-Idee wieder aufgegeben?

Brauchen Sie den öffentlichen Druck, um etwas auf die Reihe zu kriegen?

Schelker: Moser und ich kennen uns über zehn Jahre – und glauben Sie mir: Dass er einmal etwas wirklich durchzieht, ist noch selten vorgekommen. Dreimal hat er zum Beispiel das Rauchen schon aufgegeben und wartet jetzt seit drei Jahren auf das vierte Mal!

Moser: Ja, mein innerer Schweinehund ist meistens grösser als meine Motivation. Nun ist der öffentliche Druck grösser als mein innerer Schweinehund – also eigentlich ganz einfache Mathematik.

Wie läuft es mit dem Training?

Moser: Da ich momentan bis zu vier Stunden pro Woche jogge, motiviert mich im Moment vor allem mein Trainingsfortschritt. Zu Beginn fühlte sich eine Stunde joggen wie vier Stunden an, jetzt nur noch wie zwei.

Schelker: Mich motiviert, zusammen etwas zu erreichen –ob als zwei Freunde oder in der grossen Community. Leider läuft es aufgrund einer akuten Bronchitis gar nicht gut mit meinem Training.

Oje! Sahen Sie bis dahin schon Fortschritte, zum Beispiel bei der Kondition?

Schelker: Sagen wirs so: Ich habe stark angefangen und noch stärker nachgelassen. Nach dem letzten Bergintervalltraining hat es mich für eine Woche mit Fieber ins Bett gehauen und für mehr als acht Wochen ausser Laufgefecht gesetzt

Grossauflauf: Der Grand Prix Bern zieht viele Läuferinnen und Läufer an.

Laufend Cumulus-

Punkte sammeln

Sehen Sie dafür Erfolge, Herr Moser?

Moser: Ja, das Seitenstechen und die Krämpfe in den Waden werden von Woche zu Woche weniger!

Migros belohnt jeden Kilometer der Finisher mit Cumulus-Punkten im Wert von Fr. 1.–. Wie investieren Sie Ihre Belohnung?

Moser: Ich glaube, wir kaufen damit Blasenpflaster.

Sie werden nicht allein laufen, sondern mit 50 Podcast-Hörerinnen und -Hörern, denen die Migros einen Startplatz sponsert. Was erhoffen Sie sich von dieser Laufgruppe?

Schelker: Das ist der Teil, der jetzt etwas eskaliert ist. Mit 50 Leuten im Rücken ist aufgeben für mich keine Option!

Moser: Ich glaube, dass wir von unserer Gruppe getragen werden. Wir nennen uns nicht grundlos «Die Sprechstunde»: Wir sind eine grosse Therapiegruppe, wir unterstützen uns gegenseitig!

Wer bei der Anmeldung zu einem Volkslauf seine Cumulus-Nummer angibt, sammelt beim Rennen gleich noch Punkte: Finisher erhalten pro Streckenkilometer Cumulus-Punkte im Wert von 1 Franken.

An diesen Läufen wächst dein Cumulus-Kontostand:

• Luzerner Stadtlauf, 25. April

• 20KM de Lausanne, 25./26. April

• Grand Prix Bern, 9. Mai

• Auffahrtslauf, 14. Mai

• Greifenseelauf, 19. September

• StraLugano, 26./27. September

• Murtenlauf, 3./4. Oktober

• Hallwilerseelauf, 10. Oktober

• Course de l’Escalade, 5./6. Dezember

• Course de Noël, 12. Dezember

• Zürcher Silvesterlauf, 13. Dezember

Mehr dazu:

→ migros.ch/cumulus-run

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Dr. med.

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stanzen nicht mehr abgebaut und ausgeschieden. Wenn sie sich anreichern, können sie den Körper sogar vergiften. Die Symptome sind vielfältig: ein nicht funktionierendes Immunsystem, Schlafstörungen, zu hohe Zucker-, Fett- und Leberwerte, Verdauungsprobleme, Müdigkeit, Erschöpfung oder rheumatische Beschwerden. Im Fachkurhaus Seeblick nehmen wir uns daher viel Zeit für Sie und Ihre offenen Fragen.

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Handyverzicht

Mein Weekend ohne Smartphone

Das Handy erleichtert uns einiges, raubt aber auch viel Zeit.

Unsere Autorin hat ein Wochenende auf das Gerät verzichtet. Was sie dabei gelernt hat.

Wegmit

dem Handy

Text: Claudia Schmidt

Als ich 2011 mein erstes Smartphone kaufte, sagte ein Freund: «Dann wird dir nie wieder langweilig sein.» Wie recht er behalten sollte – und wie wenig ich damals ahnte, dass «nie wieder langweilig» auch bedeuten würde: nie wieder einfach aus dem Zugfenster schauen, nie wieder gedankenlos auf den Bus warten, keine Warteschlange ertragen, ohne reflexartig das Gerät zu zücken.

Kann ich dem entgegenwirken? Ein Wochenende so Smartphone-frei wie möglich im Selbstversuch. Statt Wetter-App nach dem Aufwachen: ein Blick aus dem Fenster. Beim Einkaufen wirds komplizierter – Cumulus-Karte und Bezahlfunktion liegen in der Migros-App. Ich verzichte auf Punkte und zahle mit Bargeld.

Laut der Langzeitstudie «World Internet Project Switzerland» der Universität Zürich verbrachten Menschen in der Schweiz 2025 durchschnittlich 5,7 Stunden täglich im Internet, einen Grossteil davon am Smartphone. Bei den 20- bis 29-Jährigen sind es sogar 8,4 Stunden. Vieles hält uns online: Nachrichten verfolgen, einkaufen, Bücher lesen, mit Freunden schreiben. Insbesondere soziale Medien wie Instagram oder Tiktok sind Meister darin, uns endlos scrollen zu lassen. Sie verfolgen unser Surfverhalten

Fortsetzung auf Seite 59

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Fortsetzung von Seite 57

und berechnen, was uns als Nächstes gefallen könnte.

Dazu kommt der soziale Sog: Ich sehe Kolleginnen am Wochenende in den sozialen Medien, verteile Herzchen, verfolge Storys, freue mich über mit mir geteilte Videos –und trage so dazu bei, dass andere sich motiviert fühlen, ebenfalls online zu sein. Wir halten uns gegenseitig in der Endlosschleife. An meinem Handy­freien Samstag hingegen mache ich nach dem Essen einen Spaziergang ohne Gerät. Keine Musik, kein Podcast. Stattdessen: Wind, Vogelstimmen, die eigenen Gedanken.

Handyverzicht

Fünf

Tipps, um weniger am Handy zu sein

1 Laut sagen, was man tun möchte

Die Aufmerksamkeit sinkt

Ein Erlebnis mit Seltenheitswert. Forschende der Universität Helsinki stellten bereits 2012 fest, dass App ­Benachrichtigungen wie kleine Belohnungen wirken und uns öfter zum Gerät greifen lassen. Seitdem hat sich die Zeit am Smartphone verdreifacht. Unsere Fähigkeit, uns zu konzentrieren, ist hingegen gesunken: Unsere Aufmerksamkeitsspanne am Bildschirm lag im Jahr 2000 bei zweieinhalb Minuten –heute sind es nur noch 47 Sekunden, wie die US­amerikanische Psychologin Gloria Mark herausfand.

Am Abend esse ich auswärts. Das Smartphone nehme ich mit – mein ÖV­Ticket ist darauf gespeichert. Im Restaurant beobachte ich die Leute, die ihr Essen fotografieren, bevor sie den ersten Bissen nehmen. Normalerweise wäre ich eine von ihnen.

Zum Abschluss des Tages: ein echtes Buch lesen statt endloses Wischen durch Instagram. Ich schalte die Nachttischlampe ein – sonst leuchtet nur das Smartphone. Vielleicht ist genau das der Punkt: Nicht das Gerät ist das Problem, sondern die schleichende Selbstverständlichkeit, mit der es alles andere verdrängt hat. Auch den Freund von 2011, mit dem ich längst nur noch per Whatsapp kommuniziere.

Fazit: Ich habe die Stille und das Hier und Jetzt genossen, aber es wäre verlogen zu behaupten, ich hätte das Gerät nicht vermisst. Es macht das Leben bequemer, und Bequemlichkeit ist eine unterschätzte Qualität. Die Frage ist nicht, ob ich das Smartphone nutze, sondern wer dabei das Sagen hat: ich oder der Algorithmus, der weiss, wie er meine Aufmerksamkeit bekommt? Den digitalen Begleiter häufiger mal nicht in Reichweite zu haben, ist jedenfalls ein grosser Gewinn.

Bei jedem Griff zum Smartphone laut aussprechen, was man gerade machen möchte. Das hilft, fokussiert zu bleiben und die Sache wirklich zu erledigen.

2 Benachrichtigung abstellen

Wenn das Handy blinkt, können wir fast nicht widerstehen, es in die Hand zu nehmen. Deshalb: Benachrichtigungen deaktivieren.

3 Ausser Reichweite

Das Smartphone nicht ständig mit sich tragen: das Gerät öfter mal in eine Schublade legen.

4 Verbannung aus dem Schlafzimmer

Wenn das Handy nicht im Schlafzimmer ist, widersteht man dem Scrollen vor dem Einschlafen. Einen Wecker statt der Wecker-App verwenden.

5

Zeit in Apps begrenzen

Smartphones ermöglichen es, die Bildschirmzeit einzelner Apps einzuschränken. Nach der selbst gewählten Zeit verweigern die Apps den Zugang für den Rest des Tages.

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So leben deine Kleider weiter

Ausgediente Kleidung muss nicht im Abfall landen. Es gibt Wege, sie sinnvoll zu nutzen und weiterzugeben. Wie du nachhaltig mit alten Lieblingsstücken umgehen kannst.

Text: Dinah Leuenberger

Wie viele der Kleidungsstücke, die wir im Schrank haben, ziehen wir regelmässig an? Nur etwa 60 Prozent! Diesen Wert hat die Organisation Fashion Revolution, die sich für faire Mode einsetzt, für Deutschland ermittelt. Dass das so ist, liegt auch daran, dass sich die Art des Kleiderkaufens in den vergangenen Jahren stark verändert hat. Kleidung ist heute viel einfacher und günstiger verfügbar als früher – in der Schweiz werden laut dem Bundesams für Statistik viermal mehr Kleidungsstücke gekauft als vor 20 Jahren.

Der anstehende Saisonwechsel bietet eine gute Gelegenheit, um auszumisten und nicht mehr getragene Kleider loszuwerden. Sie einfach wegzuwerfen, ist allerdings ökologischer Unsinn – die Kleiderproduktion ist für etwa 10 Prozent des weltweiten CO2­Ausstosses verantwortlich. In der Schweiz wird das laut Fashion Revolution aber häufig gemacht, und jedes Jahr werden 50 000 Kleider verbrannt. Entweder mit dem Haushaltsmüll oder via Kleidersammlung, weil die Kleider nicht mehr brauchbar sind. Dabei gäbe es eine Vielzahl an Alternativen, je nach Bedürfnis:

Textilien

Platz fürschaffen Neues

Mehr übers Recycling

Recycling-Map Schweiz –sie zeigt, wo sich die öffentlichen

Sammelstellen befinden:

→ recycling-map.ch/ de/karte

Fakten zu Recycling und Modeindustrie:

→ fashionrevolution.ch/ handeln

Ich will noch was für meine Kleidung: weiterverkaufen

Kleidungsstücke, die gut erhalten sind, lassen sich oft weiterverkaufen. Besonders Markenkleider oder Stücke mit spezielleren Stoffen und Schnitten. Diese Möglichkeiten gibts:

Bequem von zu Hause via Onlineplattformen wie Ricardo und Tutti. Oder auf Kleider spezialisierte Apps wie Depop, Marko (auch für Basics) oder Vestiaire Collectiv (nur Markenkleidung). Macht Sinn bei wenigen Kleidungsstücken. Secondhandshops, die direkt Kleider abkaufen oder auf Kommission arbeiten. Zum Beispiel The New New in Zürich und Bern, Cabinet Vintage in Zürich, The Secondhand in Luzern, Dreigänger in Bern, Razzo Secondhand in Zürich, Lieblingsmarkt in Winterthur, Chemiserie in Basel. Saisonale oder besondere Stücke sind dort besonders gefragt.

Flohmärkte sind zwar mit etwas Aufwand verbunden, aber während man nebenbei Kleider verkauft, kommt man mit allerhand Menschen ins Gespräch. Die Regeln sind lockerer, weil alle Kleider willkommen sind und man an einem Tag viele Stücke loswerden kann.

Kleidertausch-Events: Kleider gegen Kleider tauschen ist dort das Motto. Zwar gibt es kein Bargeld, aber dafür ein überraschendes Kleidungsstück von jemand anderem.

Ich will nichts mehr dafür, die Kleidung ist aber noch gut: verschenken

Kleider von günstigeren Marken oder Kleider, die vielleicht nicht topmodisch sind, finden oft neue Trägerinnen oder Träger.

Möglichkeiten zum Verschenken: An Freunde weitergeben. So bleiben geliebte Kleidungsstücke noch länger in der Nähe.

Secondhandläden und Brockenhäuser auf Spendenbasis. Dort kann man die Kleider abgeben, bekommt aber kein Geld mehr dafür. Zum Beispiel Hiob, Heilsarmee, Caritas, Rotes Kreuz sowie lokale Brockenstuben und Vintage ­Läden.

In einem reissfesten Sack sammeln (es muss nicht der offizielle Textilsammlungssack sein) und im Sammelcontainer von Tell Tex abgeben.

Community/Sozialstellen: Frauenhäuser, Asylunterkünfte, Obdachlosenhilfe oder Jugendtreffs sind immer wieder auf der Suche nach gut erhaltenen saisonalen Kleidungsstücken.

Meine Kleidung könnte aufgefrischt werden:

upcyceln

Kleider, die kleine Löcher oder Flecken haben, können – wie das früher gang und gäbe war – geflickt werden. Wer das nicht selbst tun kann oder will, kann Upcycling­Shops wie Rework oder Repair­ Cafés aufsuchen.

Meine Kleidung ist nicht mehr brauchbar: entsorgen

Nur als letzte Option sollten Kleider entsorgt werden. Auch dafür gibts mehrere Varianten:

Unbrauchbar als Kleidung, aber brauchbar als Putzlappen: Je nach Kanton können auch kaputte, aber saubere Kleider wie T­Shirts, die zwar verzogen, aber noch ganz sind, in den Sammelcontainer gegeben werden. Informiere dich dazu bei deiner Gemeinde.

Einige Gemeinden und Kantone nehmen defekte Textilien bei Werkhöfen entgegen. In den Hauskehricht sollten Textilien nur, wenn sie zerschlissen oder dreckig sind und zum Beispiel Aufnäher oder Pailletten aus Plastik, Nieten oder anderen Materialien enthalten.

Kompostierbare Tücher 1

Vorteilspack,

1Die Tücher sind heimkompostierbar nach NF T 51-800 und industriell kompostierbar nach EN 13432/EN 14995. Die Entsorgung in der Biotonne kann eingeschränkt und von Region zu Region unterschiedlich sein. Bitte erkundigen Sie sich bei den lokalen Entsorgungsbetrieben. Für die Kompostierung stellen Sie bitte sicher, dass die Tücher nicht in Verbindung mit nicht kompostierbaren oder gefährlichen Stoffen verwendet wurden.

Bei diesem Angebot sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebot gilt vom 2.4. bis 15.4.2026, solange Vorrat.

Kolumne

Allesnur einePhase

Redaktorin Katja Fischer De Santi schreibt jede zweite Woche über das chaotische, schöne Leben als mittelalte Frau und Mutter von Teenagersöhnen. Sie lebt am Bodensee und arbeitet in Zürich.

Alt genug, um schön zu sein

Meistens mag ich, was mir im Spiegel entgegenblickt. Sehr viel mehr sogar als vor 20 Jahren. Ich habe mich an mich gewöhnt, mich mit mir versöhnt. Es hat nur etwas lange gedauert. Ich musste über 40 Jahre alt werden, zwei Kinder gebären und erste graue Haare entdecken, um zu erkennen: Mein Körper ist mein Zuhause – das einzige, das ich habe, und ein verdammt stabiles und schönes dazu.

Blöd nur, dass diese glanzvolle Ära der Selbstakzeptanz mit dem Übergang vom Neubau zum Altbau zusammenfällt. Ergo treten Risse, Abnutzungserscheinungen und Baumängel in Erscheinung, um bei der Hausmetapher zu bleiben. Besonders morgens um sechs Uhr ist die Begegnung mit dem Spiegel eine Prüfung in Selbstliebe. Gab es wirklich mal eine Zeit, in der ich in den Morgenstunden ausgeschlafen und rosig aussah? Und wenn ja, wann ist mir dieser Yeti ins Haus ge­

kommen, der mir jetzt morgens aus dem Spiegel entgegengähnt?

Aber ich wäre keine Frau mittleren Alters, wenn mich das aus der Ruhe bringen würde. Ich weiss längst, wie ich mir einen Wachzustand ins Gesicht schminke, den ich biologisch gar nicht mehr besitze. «Hallo Wangenknochen!», flüstere ich dem Pinsel zu, während ich dort Schatten setze, wo früher ganz natürlich welche waren. Ein Hauch Rouge, ein bisschen Schimmer unter die Augenbrauen, ein ebenmässiger Teint aus der Tube, und nach fünf Minuten Malen nach Zahlen sehe ich wieder so aus, wie ich mich fühlen will. Weniger Yeti, mehr Frau im besten aller Alter.

Wenn das Make ­up abends dann im Abfluss verschwindet, schaue ich mir wieder ins Gesicht. Und interessanterweise gefällt es mir abends besser als morgens. Nach einem langen Tag weiss ich, woher meine Lachfalten, Zornesfalten und Augenringe kommen. Ich betrachte mich dann wie ein Bild, das über die Zeit tiefer, aber auch interessanter geworden ist. Und ich bin stolz darauf, dass ich in diesen Jahren gelernt habe, die Highlighter genau dort zu setzen, wo das Leben am intensivsten strahlt.

SHEBA® WAS KATZEN WOLLEN.*

Camping

Bellavista Fiore di pietr

Zahnradbahn

Mit ihr geht es hinauf auf den 1704 Meter hohen Monte Generoso mit seiner begeisternden Aussicht.

Zu Besuch auf dem Monte Generoso

Das Migros-Magazin und die Ferrovia Monte Generoso SA verlosen 4 × 2 Fahrkarten auf den Monte Generoso.

Lass auf dem Gipfel des Monte Generoso die Stille der Natur auf dich wirken und gleichzeitig den Blick über die Schweizer und italienischen Alpen schweifen – eindrücklich. Der Monte Generoso ist ein Treffpunkt für Menschen, die Geschichte lieben, sich für die Architektur der Fiore di pietra von Mario Botta begeistern oder sich an Tessiner Köstlichkeiten erfreuen. Zusätzlich bietet das Gebiet unzählige Möglichkeiten für Outdooraktivitäten für Gross und Klein. Das Erlebnis beginnt in Capolago mit der Fahrt in der einzigen Zahnradbahn des Tessins. An der Mittelstation erwartet dich

das sanft renovierte Restaurant Buffet Bellavista aus dem Jahr 1900. Gönn dir eine Pause und geniesse den typischen Tessiner Apéro. Mit der Zahnradbahn oder zu Fuss gehts hoch zum Gipfel, wo dich 51 km Wanderwege erwarten. Auf der Dachterrasse der Fiore di pietra bietet sich dir ein 360-Grad-Panoramablick auf die Alpen, Seen, Täler bis nach Mailand. Falls du dich nach dem Abstieg am See entspannen möchtest, ist der Campingplatz Monte Generoso ideal geeignet dafür. Jede Etappe dieser Ausflugsdestination im Kanton Tessin ist einzigartig.

Mitmachen und gewinnen

Wir verlosen 4 × 2 Tickets auf den Monte Generoso

Mitmachen und Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss: Dienstag, 7. April, 24 Uhr

Kultur

&

Natur im Herzen Europas

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Barockes Elbflorenz: Dresden

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Königliches Belgien

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Zwischen Geschichte, Kunst und Natur: In Dresden, der barocken Perle an der Elbe, unternehmen wir eine Rundfahrt und kosten die berühmte Eierschecke. Am Nachmittag bleibt Zeit für Entdeckungen auf eigene Faust. Im Spreewald geniessen wir eine idyllische Kahnfahrt und besuchen das Freilandmuseum in Lehde Meissen beeindruckt mit der weltberühmten Porzellanmanufaktur und der Albrechtsburg. Den krönenden Abschluss bildet die Sächsische Schweiz* mit der Festung Königstein und der Basteibrücke.

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7: 16.08.–21.08.** 8: 23.08.–28.08. 9: 30.08.–04.09. 10: 06.09.–11.09. 11: 13.09.–18.09. 12: 20.09.–25.09.**

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Im Königsklasse-Luxusbusses begeben wir uns auf eine unvergesslichen Reise und entdecken die Höhepunkte Belgiens und Luxemburgs.

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Eine Reise voller Kultur, Geschichte und Genuss: Sie beginnt in Gent mit seinen prächtigen Gildehäusern und köstlichen Pralinen. Weiter geht es nach Brügge, wo uns malerische Kanäle und beeindruckende Bauwerke verzaubern. In Antwerpen* besichtigen wir den Hauptbahnhof, der als eines der schönsten Bahnhofsgebäude der Welt gilt. Wir besuchen Brüssel, das kulturelle Herz Belgiens, bevor es Richtung Luxemburg geht. Unterwegs bestaunen wir das Château de Modave und das idyllische Durbuy. Den Abschluss bildet Luxemburg mit seiner faszinierenden Architektur.

Typisch Twerenbold

• Reise im Königsklasse-Luxusbus (Spardatum mit Komfortklasse-Bus)

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* Wahlweise fak. Ausflug oder Hotel geniessen. Abfahrtsorte: Wil, Burgdorf, Winterthur, Zürich-Flughafen, Aarau, Baden-Rütihof, Basel, Arlesheim, Buchrain. Nicht inbegriffen: Annullationsschutz- & Assistance-Versicherung, Sitzplatzzuschläge (Reihe 1-3), Auftragspauschale von CHF 25 (entfällt bei Onlinebuchung). Katalogpreis: Gültig bei starker Nachfrage (ab 50% Belegung) und 1 Monat vor Abreise. Es gelten die ARV von Twerenbold Reisen AG.

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Teilnahmebedingungen Gewinnspiele: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, die das 18. Altersjahr vollendet haben. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeitenden des Gewinnspielveranstalters sowie Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste und weitere professionalisierte/gewerbliche Teilnehmende. Gewinner/-innen werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Seit September 2023 ist die kostenlose Teilnahme an Verlosungen ausschliesslich online möglich.

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Berater Um wie viele Meter wurde die Kapellbrücke in Luzern im Jahr 1835 verkürzt?

Kraterartige Vertiefungen am Boden von Meeren oder Seen nennt man ...?

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Wie nennt man einen Film, der zur Einführung einer Fernsehserie konzipiert wurde?

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Welcher Staat ging aus dem Osmanischen Reich hervor?

Wie schwer war ein tragbares Koffertelefon im Schweizer Natel A-Netz um 1978?

Den Zuschaueranteil bei Fernsehsendungen nennt man …?

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Der am dünnsten besiedelte Staat der Erde ist die

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Fülle die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. www.migmag.ch/sudoku

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Paroli

2 × 100 Franken zu gewinnen

Trage die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. www.migmag.ch/paroli

Probefahren von Elektrofahrzeugen

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Buchli Orthopädie und Rehatechnik AG, La-Nicca-Strasse 10, 7000 Chur, Anmeldung unter 044 866 22 75

Cham, Mittwoch, 22. April, 13 – 16 Uhr

Peter Moser GmbH, Niederwil 4a, 6330 Cham Anmeldung unter 044 866 22 79

Bitte senden Sie Gratisprospekte an

Name / Vorname:

Rätsel online lösen & kostenlos teilnehmen: www.migmag.ch Teilnahmeschluss ist der Dienstag, 7.4.2026, um 24 Uhr. Die Teilnahmebedingungen findest du auf der ersten Rätselseite. Lösungen & Gewinner früherer Ausgaben: www.migmag.ch/raetsel

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360 g sauren Halbrahm, ½ TL Va nillinzucker und 25 g Zucker ver rühren. 4 Eier trennen. Eigelb und 140 g Mehl zum Sauerrahm geben, glatt rühren. Eiweiss steif schlagen. 25 g Zucker einrieseln lassen und Masse weiterschlagen, bis sie fest ist und glänzt. In 2–3 Portionen un ter den Teig heben. Zwei Schmarrn zubereiten. Dazu 1 EL Butter in einer weiten, beschichteten Brat pfanne schmelzen. Hälfte der Masse dazugeben, unter Schwen ken in der Pfanne auslaufen lassen. Bei mittlerer Hitze 3 Minuten anbacken. Im Ofen 7–8 Minuten ba cken. Aus dem Ofen nehmen und in Viertel teilen, wenden, wenig Butter zugeben und 2–3 Minuten bei mittlerer Hitze auf dem Herd bräunen lassen. Zweite Portion auf dieselbe Weise zubereiten. Schmarrn mit zwei Löffeln zerreis sen. Mit Puderzucker bestäuben.

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